Annual Report • Mar 25, 2014
Annual Report
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Sehr geehrte Aktionäre,
im zurückliegenden Geschäftsjahr 2012/2013 hat sich der Erfolgskurs der LS telcom AG weiter bestätigt und stabilisiert, wie die erneut exzellenten Ergebnisse bei allen wichtigen Unternehmenskennzahlen verdeutlichen.
Die technologische Führung im Weltmarkt, die herausragende Qualität der Produkte und Systeme sowie die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter sind auch weiterhin Garanten für die Stabilisierung und den weiteren Ausbau der Marktstellung und die nachhaltige Steigerung der Ertragskraft des LS telcom Konzerns. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand und den Konzern auf diesem erfolgreichen Weg auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 intensiv unterstützt.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im zurückliegenden Geschäftsjahr die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei auch weiterhin die weltweite strategische Expansion des Konzerns, der Aufbau der Geschäftsaktivitäten in den USA, die Erschließung weiterer Geschäftsfelder zur Nutzung neuer künftiger Geschäftschancen, die technologische und entwicklungstechnische Integration der Tochtergesellschaften in den Konzern und die Akquisition sowie Abwicklung weiterer zukunftsweisender Großprojekte. Mit der Weiterentwicklung der Konzernstrukturen steht auch der Aufsichtsrat vor der herausfordernden Aufgabe einer immer komplexeren Konzernsteuerung und erhöhter Anforderungen an Risikomanagement und Risiko-Controlling auf Konzernebene.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahres ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung beraten und unterstützt.
In seinen Sitzungen vom 30.11.2012, 15.02.2013, 17.05.2013, 16.08.2013 sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des KonzernAbschlusses am 29.11.2013 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die Situation des Konzerns und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahres durch umfassende Berichte über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung - insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risikomanagement und das Risiko-Controlling - und über sämtliche Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Konzerns wurden regelmäßig, auch außerhalb förmlicher Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend besprochen, vom Aufsichtsrat verantwortlich begleitet und von diesem überwacht.
Der Aufsichtsrat hat sich in umfangreichen schriftlichen monatlichen Berichten durch den Vorstand lückenlos und detailliert über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften unterrichten lassen. Er hat ferner jeweils monatlich die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht.
Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Fortschreibung des Risikomanagement- und des Risiko-Controlling-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex übernommen.
Nicht zuletzt den bewährten und effizienten Mechanismen des Risikomanagements und Risiko-Controlling im LS telcom Konzern ist es zu verdanken, dass der Konzern auch im zurückliegenden Geschäftsjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte und stets auf hervorragende Liquiditätspolster zur Abdeckung aller operativen Geschäftsaktivitäten zurückgreifen konnte.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Kontrollgremium in seiner Bilanzsitzung vom 29.11.2013 den Jahresabschluss des Berichtsjahres festgestellt und den Konzern-Abschluss gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt und die Unternehmensplanung 2013/2014 sowie die Mittelfristplanung bis 2016 verabschiedet.
Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
| ― | die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des LS telcom Konzerns |
| ― | die weitere strategische Expansion des Konzerns |
| ― | die Erschließung und der Ausbau neuer technologischer Geschäftsfelder |
| ― | die Konzern-Planung 2013/2014 |
| ― | die Erschließung der relevanten Märkte in den USA |
| ― | die Sicherstellung der technologischen und wirtschaftlichen Weltmarktführerschaft des Konzerns |
| ― | das Risikomanagement und das Risiko-Controlling |
| ― | das System der Vorstandsvergütung, insbesondere in seinen variablen Bestandteilen. |
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesen kompetent und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2013, wurden durch die Ebner Stolz GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert und im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.
Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlaß zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 S. 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.
Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten.
Die hervorragende Qualifikation, Erfahrung, Kreativität und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin der entscheidende Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane sich für das laufende Wirtschaftsjahr und für die nähere Zukunft gesetzt haben.
Für ihren vorbildlichen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Sie alle haben gemeinsam im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren unverzichtbaren Beitrag zu einem erneut beeindruckenden Gesamtergebnis geleistet.
Der LS telcom Konzern ist sicher und stabil aufgebaut und wird auch künftig alle sich auf den Weltmärkten bietenden Geschäftschancen effizient nutzen. Die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane haben sich zum Ziel gesetzt, ihren Aktionären auch im laufenden Geschäftsjahr weiterhin viel Freude zu bereiten.
Stuttgart/Lichtenau, den 13. Dezember 2013
Dr. Winfried Holtermüller, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG
Wesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2012/2013 war die Abarbeitung der im Vorjahr erhaltenen großvolumigen Aufträge, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil. Dieser bereits im Vorjahr akquirierte Auftragsbestand sowie zusätzliche Neuaufträge sorgten für einen weiteren deutlichen Umsatzzuwachs im Geschäftsjahr. Zeitliche Verzögerungen bei der Vergabe neuer Projekte und die Abarbeitung des Auftragsbestands führten zwar zu einem Rückgang des Auftragsbestands, jedoch zeigt das für uns relevante Marktumfeld nach wie vor eine gute Nachfrage, die auch für das kommende Geschäftsjahr aufrechterhalten werden dürfte.
Plangemäß konnte so letztlich sowohl der Umsatz als auch das Konzern-Ergebnis merklich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Der Konzern-Jahresüberschuss (nach Minderheitenanteilen) von EUR 3,82 Mio. legte gegenüber dem Vorjahresergebnis von EUR 3,01 Mio. um 27 % zu. Das Betriebsergebnis zeigt einen Anstieg um EUR 2,57 Mio. auf EUR 5,71 Mio., was einer Steigerung um 82 % im Vorjahresvergleich entspricht.
Dieses erfreuliche Ergebnis resultiert vor allem aus dem 36 %-igen Umsatzanstieg, so dass sich trotz des um 42 % höheren Materialeinsatzes als im Vorjahr ein 28 %-iger Zuwachs des Rohertrags ergibt. Im Vergleich zum Rohertrags-Plus in Höhe von EUR 6,37 Mio. stieg die Summe der Aufwendungen für Personal, Abschreibungen und für den sonstigen betrieblichen Aufwand lediglich um EUR 3,80 Mio. an.
In Teilbereichen des von der LS telcom Firmengruppe adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb. In diesem Umfeld konnte sich der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr jedoch sehr erfolgreich behaupten und in vielen Ausschreibungsverfahren, in denen LS telcom-Lösungen angeboten wurden, die Kunden überzeugen. Der anzahl- und umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Dem Konzern gelang es, seine Marktposition und das Geschäft mit bestehenden Kunden weiter zu festigen.
Technologisch hat der Konzern seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden weiter vergrößert und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung erweitert.
Der LS telcom Konzern weist im Geschäftsjahr 2012/2013 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von rund 36 % und Umsatzerlöse von EUR 37,92 Mio. (i. V. EUR 27,87 Mio.) aus.
Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat der Konzern trotz starker Auslastung im Projektgeschäft intensiv in die Entwicklung neuer Produkte, u.a. internetbasierte Lösungen sowie Enterprise-Lösungen, die umfassende Systemprodukte von Drittherstellern mit integrieren, und in das Zusammenspiel von Frequenzverwaltungs- und Funküberwachungssystemen investiert sowie entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen liegen mit EUR 2,31 Mio. etwa 19 % über dem Wert des Vorjahres (i. V. EUR 1,94 Mio.).
Für die Gesamtleistung ergibt sich eine Steigerung von EUR 31,19 Mio. auf EUR 41,23 Mio., entsprechend 32 %.
Der Auftragseingang in Höhe von EUR 29,13 Mio. (i. V. EUR 46,16 Mio.) fiel im Geschäftsjahr 2012/2013 aufgrund der außergewöhnlich hohen Projektzuschläge im Vorjahr deutlich niedriger aus. Mehrere laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit mündeten aufgrund unerwarteter zeitlicher Verzögerungen leider nicht mehr innerhalb des Geschäftsjahres in Projektaufträgen, halten uns jedoch für die künftige Geschäftsentwicklung des Konzerns optimistisch.
Der Umsatz gliedert sich nach den drei Berichtssegmenten "Softwaresysteme", "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen" wie folgt auf:
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| in TEUR | Umsatz GJ 2012/2013 | Umsatz GJ 2011/2012 | Veränderung Veränderung | EBIT GJ 2012/2013 | EBIT GJ 2011/2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Softwaresysteme | 22.236 | 16.869 | 32 % | 4.430 | 2.481 |
| Hardwarenahe Systeme | 7.335 | 6.888 | 6 % | 575 | 460 |
| Dienstleistungen | 8.347 | 4.111 | 103 % | 702 | 199 |
| Insgesamt | 37.918 | 27.868 | 36 % | 5.707 | 3.140 |
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Desweiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.
Der Geschäftsverlauf wurde ebenso wie im Vorjahr stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt. Mit Neukunden, also solchen, mit denen Erstprojekte durchgeführt wurden, ließen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 gut 6 % der Umsatzerlöse erwirtschaften.
Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regionale Umsatzschwerpunkte bilden hierbei Nordamerika, Südafrika und der Mittlere Osten.
Jeder dieser in den Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Konzerns spielen.
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum über dem des Vorjahres bei ca. 95 % (i. V. 93 %). Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 15 % und in den restlichen Regionen bei 80 % (dabei Afrika mit 22 %, Nord- und Südamerika mit 20 %, Asien/Pazifik mit 15 % und der Mittlere Osten mit 23 %).
Im Geschäftsjahr 2012/2013 verzeichnete der LS telcom Konzern in diesem Segment eine gute Nachfrage. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden daraus mehrere größere Projekte beauftragt, insbesondere von Regulierungsbehörden und sonstigen Frequenzverwaltungsorganisationen.
Wie im vergangenen Jahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" deutlich über dem der Segmente "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen". Mit 59 % (i. V. 61 %) Anteil an den gesamten Umsatzerlösen war "Softwaresysteme" auch im Geschäftsjahr 2012/2013 das klar dominierende Geschäftssegment.
Gegenüber dem Vorjahr weist das Segment einen erfreulichen Umsatzanstieg von 32 % aus. Aufgrund der hohen Auslastung war der Konzern gezwungen, in starkem Umfang auf externe Berater zurückzugreifen. Durch hohe Umsatzanteile aus Softwarelizenzen stieg die EBIT-Marge in diesem Segment stark an. Softwaresysteme lieferten letztlich einen um ca. 79 % höheren Ergebnisbeitrag von EUR 4,43 Mio. als im Vorjahr (i. V. EUR 2,48 Mio.).
Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Oman und Saudi Arabien.
Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem bisherigen Kerngeschäft (SpektrumManagement-Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher vorwiegend "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.
Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligentem Datenmanagement von Terabytes an Messdaten ebenso wie neuartige MessSensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Modellhubschraubern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.
Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungscontainern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sendercontainer für Afrika sehr stark entwickelt und bietet gutes Potenzial für weiteres Wachstum im Rundfunk-wie auch Mobilfunkbereich.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" steigerte die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 6 % und lieferte einen um 25 % höheren Beitrag zum Betriebsergebnis von TEUR 575 (i. V. TEUR 460). Damit erzielte dieses Segment eine EBIT-Marge von knapp 8 %. Mehrere größere Projekte im hardwarenahen Bereich, wie Lieferungen von integrierten Funkmesssystemen für Frequenzbehörden und Senderanlagen für das digitale Fernsehen ermöglichten diese positive Entwicklung. Regionale Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten lagen hierbei in der Golfregion und im südlichen Afrika.
Während des Geschäftsjahres wurde in dem noch jungen Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" auch intensiv die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben.
Die LS telcom Firmengruppe hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Mobil- und Rundfunkbetreibern als auch bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Darauf aufbauend konnte sich der Konzern im Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung neuer Digitalfunknetze für Sicherheitsdienste (professioneller Mobilfunk) auch international weiter behaupten. Die Umsatzerlöse aus dem Dienstleistungsgeschäft konnten gegenüber dem Vorjahr um immerhin 103 % gesteigert werden, wobei ein beträchtlicher Teil der Erlöse, nämlich EUR 4,69 Mio. (i. V. EUR 1,08 Mio.) aus Vermittlungsgeschäften, vorwiegend über Projektmanagementleistungen und Sender-Hardware erzielt wurde. Im Dienstleistungs-Kerngeschäft trugen insbesondere Projekte aus dem Umfeld der Digitalisierung von Sicherheits- und Betriebsfunknetzen sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Einführung digitaler Fernsehsendernetze in Afrika zu den Umsatzerlösen bei.
Etwa ein Viertel des Segment-Umsatzes entstammt dem Umfeld des Aufbaus professioneller Mobilfunknetze. Dazu gehören digitale Sicherheitsfunknetze für Behörden, Versorger sowie Transport- und Industrieunternehmen. Der LS telcom Konzern sieht hier für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Beratungsbereich. Rund drei Viertel des Segmentumsatzes resultiert aus unterschiedlichsten Dienstleistungsprojekten mit Rundfunkbetreibern, Spektrum-Management Behörden und sonstigen Funknetzbetreibern.
Aus dem Rundfunkbereich wurde im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien die Expertise von LS telcom nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze, bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.
Der Dienstleistungsbereich konnte vor allem von langfristigen Verträgen und Nachfolgegeschäft daraus profitieren. Diese Beratungsprojekte sichern auch einen guten Teil der Erlöse für das neue Geschäftsjahr ab und sorgen für eine erfreuliche Grundauslastung.
Die hier betrachteten Dienstleistungsprojekte wurden überwiegend von der LS telcom AG in Deutschland und der südafrikanischen Tochtergesellschaft LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. ausgeführt.
Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für den Konzern zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.


Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2013 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Velizy/Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Lichtenau, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Consult FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada, Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Serviceorientierte Architektur).
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau von Sendern und Antennenanlagen etabliert.
Die Vision2Comm GmbH war während des Geschäftsjahres nur in sehr geringem Umfang mit besonderen Beratungsprojekten operativ tätig.
Die Colibrex GmbH mit Sitz in Lichtenau entwickelt und vermarktet neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Darüber hinaus vertreibt die Colibrex GmbH auch Produkte der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. international.
Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland/USA, kümmert sich um den US-amerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, wird künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.
Die jüngste 100 %-Tochtergesellschaft, die LS telcom UK Ltd. in London, wird sich insbesondere des Markts im Vereinigten Königreich annehmen und dort sämtliche Produkte und Dienstleistungen der LS telcom AG vertreiben. Aus der stärkeren Nähe zu strategisch wichtigen Kunden erwarten wir zunehmendes Geschäft.
Seit Beginn des Geschäftsjahres hält die LS telcom AG an der LST Consult FZ-LLC in Dubai eine Beteiligung von 24 %. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über diese Beteiligung speziell das Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert.
Die NG Networks Co., Ltd. und die LST Consult FZ-LLC werden im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert und bleiben deshalb im Konsolidierungskreis der LS telcom Gruppe unberücksichtigt.
Die wirtschaftliche Entwicklung der älteren ausländischen Tochtergesellschaften ist zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Die beiden jüngeren Töchter Colibrex GmbH und LS telcom Inc. liegen hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, wobei von beiden Gesellschaften im Verlauf des Geschäftsjahres jeweils gute Fortschritte in der Markterschließung und in der Entwicklung spezifischer Produkte für ihre jeweiligen Teilmärkte erzielt wurden. Wir rechnen deshalb für das neue Jahr mit deutlich besseren Vertriebserfolgen.
Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern auf durchschnittlich 216 (i. V. 151) Mitarbeiter und liegt damit ca. 43 % über dem Wert des Vorjahres.
Zum 30. September 2013 waren im Konzern insgesamt 252 (i. V. 158) Mitarbeiter beschäftigt.
Zu dem hohen Personalzuwachs tragen maßgeblich die südafrikanische Tochtergesellschaft, deren durchschnittliche Mitarbeiterzahl während des Geschäftsjahres um 33 Mitarbeiter gestiegen ist, und das Mutterunternehmen mit einem Aufbau des durchschnittlichen Personalbestands um 29 Mitarbeiter bei.
Im Konzern ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2012/2013 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme entwickelt. Weitere Entwicklungsschwerpunkte lagen in diesem Segment auf standardisierten, Container-basierten Systemlösungen, u.a. für digitale Fernsehsender.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.
Neben den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.453 (i. V. TEUR 1.779) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst.
Die LS telcom AG arbeitet im Rahmen des Förderprogramms "KMU-Innovationsoffensive Informations- und Kommunikationstechnologie - IKT" sowie unterschiedlicher eigenfinanzierter Projekte mit dem KIT-Karlsruhe und der Hochschule Offenburg zusammen. Forschungsschwerpunkte in diesen Projekten sind unter anderem spezielle Messsysteme, die die Nutzung des Frequenzbereichs der Digitalen Dividende unterstützen, sowie datenbankunterstützte Signalanalysemethoden. Diese Projekte verfolgen jeweils das Ziel, letztlich mit den gewonnenen Erkenntnissen und Algorithmen funktionelle Erweiterungen der LS telcom-Produkte zu erreichen.
Die französische Tochtergesellschaft LS telcom SAS nimmt an den staatlich geförderten Gemeinschafts-Forschungsprojekten ANCHORS, RECOSS und SOAPS in Frankreich teil, in denen unter anderem LTE Advanced Technology auf PMR-Netze (Public Mobile Radio) adaptiert werden soll. Bei diesem Projektthema wird das Ziel verfolgt, Breitbandübertragungskapazitäten auch in Sicherheitsnetzen bereitzustellen, um die Übertragung von größeren Datenmengen zu ermöglichen. Dieser Aufgabe haben sich LS telcom, Thales, TDF und Cassidian, mehrere kleinere und mittelständische Firmen sowie namhafte französische Forschungsinstitute gestellt.
Das Unternehmen hat damit in der Summe (nicht-aktivierbare Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Investitionen in aktivierbare Eigenleistungen aufaddiert) insgesamt einen Betrag von EUR 4,77 Mio. (i. V. EUR 3,72 Mio.) unabhängig von Kundenprojekten in Innovationen investiert.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Getragen von guten Unternehmensnachrichten entwickelte sich der Unternehmenswert der LS telcom AG im Geschäftsjahr 2012/2013 überaus positiv. Ausgehend von einem Kurs bei EUR 4,98 am 01.10.2012 stieg der Wert der LS telcom-Aktie im Laufe des Geschäftsjahres nahezu einem linearen Verlauf folgend bis auf einen Höchstwert von EUR 11,15 am 27.09.2013. Zum Ende der Periode, am 30.09.2013, schloss der Handel bei einem Wert von EUR 10,97. Die LS telcom-Aktie verteuerte sich damit um 120 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum um 21,28 % an Wert.
Die Marktkapitalisierung wuchs zum 30.09.2013 auf EUR 58.524.950, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 26.568.300 belief. Pro Börsentag wurden in der letzten Periode durchschnittlich 7.145 LS telcom-Aktien im Gegenwert von EUR 62.940 an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Zunahme der Handelsintensität in Aktienstückzahlen um 171 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet (i. V. 2.636 LS telcom-Aktien bzw. EUR 11.657 je Börsentag).
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem Xetra.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat der LS telcom Konzern sein Ziel, sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch das Ergebnis zu steigern, erfüllt.
Die aus Vertriebserfolgen des Vorjahres resultierende Ballung an Großaufträgen war in weiten Bereichen bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013. Die Herausforderung, diesen Erfolg auch vertragsgemäß zu bewältigen und die hohen Kundenerwartungen nicht zu enttäuschen, führte zu weiterem Personalaufbau und ließ gleichzeitig nicht zu, externe Ressourcen abzulösen, was sich auch in den entsprechenden Aufwandszahlen der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung widerspiegelt.
Die Marktlage war während des Geschäftsjahres positiv, geprägt von einer insgesamt guten Nachfrage. Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien wie z. B. "White-Space"-Nutzung; Aufbau digitaler Fernsehnetze in Asien und Südamerika) und politischen Rahmenbedingungen (Fokus auf die Steigerung der sogenannten "Spektrum Effizienz" und Erstellung entsprechender Datenbank- und Managementsysteme) weltweit ist aus Sicht des Unternehmens ein Abklingen der freundlichen Marktstimmung in naher Zukunft nicht zu erwarten.

Das sehr gute Renommee der LS telcom Gruppe, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in den meisten Fällen wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Der Konzern konnte einige strategisch äußerst wertvolle Projekte in unterschiedlichen Teilmärkten (Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich abschließen. Diese Projekte bergen jeweils hohes Potenzial für künftiges Nachfolgegeschäft mit diesen Kunden sowie aufgrund deren Referenzcharakters auch für die Geschäftsentwicklung in diesen Teilmärkten.
Der Umsatz des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 27,87 Mio.) um 36 % auf EUR 37,92 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 1,0 Mio. (i. V. EUR 1,38 Mio.) führen zusammen mit den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 2,31 Mio. (i. V. EUR 1, 94 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 32 % höheren Gesamt-leistung von EUR 41,23 Mio. (i. V. EUR 31,19 Mio.).
Sonstige betriebliche Erträge enthalten als wesentliche Posten Erlöse aus Fördermitteln i. H .v. TEUR 479 (i. V. TEUR 429) sowie Währungsgewinne in Höhe von TEUR 214 (i. V. TEUR 717).
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 12,45 Mio. um 42 % höher aus als im Vorjahr (EUR 8,77 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Container-basierte Sender- und Funküberwachungssysteme im Rahmen mehrerer Kundenprojekte an. Außerdem schlagen sich hierin auch die reinen Dienstleistungs- und Material-Vermittlungsgeschäfte nieder.
Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine strategisch ausgerichtete, im Kern aber konservative Investitionspolitik verfolgt. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen aus Kundenprojekten und der gestiegenen Mitarbeiterzahl erfolgte eine größere Investition zur Aufrüstung der Konzern-IT-Infrastruktur. Während des Geschäftsjahres wurde zudem in den Ausbau neuer Büroräume und Produktionseinrichtungen investiert. Insgesamt ergibt sich trotz beträchtlichem Investitionsvolumen ein gegenüber dem Vorjahr deutlich geringerer Abschreibungsaufwand von EUR 2,11 Mio. (i. V. EUR 3,08 Mio.). Im Vorjahr schlug hier eine außerplanmäßige Wertkorrektur auf aktivierte Eigenleistungen i. H. TEUR 821 zu Buche.
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 30 % von EUR 11,81 Mio. auf EUR 15,34 Mio. erhöht, was auf die starke Zunahme des Personalstamms und Gehaltserhöhungen, insbesondere in Form von variablen Vergütungen zurückzuführen ist. Im Personalaufwand sind aufgrund der Umstellung der Vorstandsverträge im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben betreffend üblicher langfristiger Anreizkomponenten erstmalig hohe Rückstellungen (TEUR 527) für langfristige erfolgsabhängige Vorstandsvergütungen für alle Mitglieder des Vorstands enthalten. Die Realisierung dieser Rückstellungen hängt von der zukünftigen Kurs- und Konzern-Entwicklung ab. Der Wert basiert teilweise auf Prognoserechnungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 5,64 Mio. etwa 28 % über denen des Vorjahres (EUR 4,39 Mio.). Wesentliche Unterschiedsposten im Vergleich zum Vorjahr sind um TEUR 409 gestiegene Vertriebs- und Reiseaufwendungen, TEUR 70 höhere Kosten für Mitarbeiterschulungen sowie um TEUR 93 höhere Telekommunikationskosten.
Das Finanzergebnis fiel im Geschäftsjahr mit TEUR -217 deutlich geringer aus als im Vorjahr (i. V. TEUR -123). Die "at equity" bilanzierte Beteiligung an der chinesischen NG Networks Co., Ltd. steuerte im Geschäftsjahr lediglich Erträge in Höhe von TEUR 31 (i. V. TEUR 115) zu dieser GuV-Position bei. Aus der Minderheitenbeteiligung an der LST Consult FZ-LLC resultierte im ersten Geschäftsjahr ein Verlustanteil von TEUR 32.
Unter dem Strich ergibt sich damit ein Konzern-Jahresergebnis von EUR 3,82 Mio. (i. V. EUR 3,01 Mio.) nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 236). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,74 (i. V. EUR 0,58).
Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 7 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 12 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen weiterhin nicht.
Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2013 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 31,76 Mio. (i. V. EUR 27,56 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 19,95 Mio. (i. V. EUR 16,92 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 62,8 % (i. V. 61,4 %).
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem letzten Jahresabschluss zum 30.09.2012 um EUR 1,42 Mio. auf EUR 14,07 Mio. erhöht. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erfuhren während des Geschäftsjahres einen Zuwachs von EUR 2,24 Mio., wobei vor allem in die Neuentwicklung eigener Produkte, in Firmenfahrzeuge, Software, IT-Infrastruktur sowie Geschäfts- und Produktionsräume investiert wurde.
Unter den nach der Equity-Methode bewerteten ausgewiesenen Beteiligungen ist in diesem Jahr erstmals die neu gegründete LST Consult FZ-LLC, Dubai, mit einem Beteiligungswert i. H. v. TEUR 255 enthalten.
Aktive latente Steuern verringerten sich aufgrund des Abbaus der Verlustvorträge gegenüber dem Vorjahr um TEUR 527.
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthielten im Vorjahr noch Festgelder in Höhe von TEUR 500, die vor dem Bilanzstichtag aufgelöst wurden.
Der Wert dieser Position (EUR 9,89 Mio.) liegt gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 7,32 Mio.) um 35 % höher. Ebenso wie zum Ende des Vorjahres wurden auch gegen Ende dieses Geschäftsjahres einige größere Projekte fertiggestellt bzw. umsatzrelevante Projektmeilensteine erreicht. Insgesamt korrespondiert der Aufbau der Forderungen zur Steigerung der Umsatzerlöse. Zudem hatten sich größere Zahlungseingänge etwas verzögert und gingen erst wenige Tage nach dem Bilanzstichtag ein. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Zum 30. September 2013 verfügt der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 5,94 Mio. (i. V. EUR 5,94 Mio.).
Der Bestand an Bankguthaben im Konzern liegt bei insgesamt EUR 6,47 Mio., der Summe aus der kurzfristigen Liquidität und den Geldanlagen in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten (TEUR 526).
Die LS telcom AG hat im Berichtsjahr zwei Annuitätendarlehen zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 0,3 Mio. zu üblichen Konditionen aufgenommen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres waren bereits EUR 0,1 Mio. vereinbarungsgemäß getilgt.
Diese Bilanzposition weist gegenüber dem Beginn des Geschäftsjahres einen um TEUR 247 höheren Wert aus. Im Unterschied zur Vorjahresbilanz sind hier u.a. um TEUR 187 gestiegene Forderungen auf Fördermittel aus Forschungsprojekten in Frankreich enthalten.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2013 beträgt unverändert insgesamt 174.000 Stück (i. V. 174.000 Stück).
Insgesamt wurden die eigenen Aktien mit einem Betrag von TEUR 355 erworben. Diese werden als "Rücklage für eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet.
Der wertbestimmende Posten innerhalb der langfristigen Verbindlichkeiten ist das Immobilienleasing. Dieses bildet sich in einer langfristigen finanziellen Verbindlichkeit von EUR 2,44 Mio. (i. V. EUR 2,75 Mio.) ab. Eine Erhöhung um TEUR 527 erfuhr die unter dieser Bilanzposition enthaltene Verpflichtung für langfristige variable Vergütungen, die die wahrscheinlichen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung an den Vorstand abbildet.
Die passiven latenten Steuern haben sich gegenüber der Vorjahresbilanz um TEUR 516 erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an der Erfassung von Forderungen aus der Anwendung der percentage-of-completion-Methode für Lizenzerlöse aus einem Großauftrag in Kanada.
Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden von EUR 7,39 Mio. auf EUR 7,80 Mio. wurde vor allem durch den Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 868 und der finanziellen Verbindlichkeiten um TEUR 195 verursacht. Dabei sind vor allem gestiegene Personalverbindlichkeiten infolge des Personalaufbaus und höherer variabler Vergütungsbestandteile hervorzuheben. Verringert hatten sich dagegen die Positionen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Anzahlungen lediglich um TEUR 776, was vor allem durch einen geringeren Anteil von Projekten mit hohem Hardwareanteil im Bestand zum Stichtag und die Abwicklung von Großprojekten aus dem Vorjahr im Berichtsjahr bedingt ist.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht der LS telcom Konzern bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Konzerns abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.
Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom Firmengruppe Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen RisikomanagementSystem zusammenfasst. Die Vorgaben der Konzern-Leitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
| ― | Risikogrundsätze (das heißt Risikodefinitionen, Systematik der Bewertung von Risiken, Methoden zur Risikosteuerung, Grundsätze der Kommunikation und Dokumentation von Risiken), |
| ― | die Festlegung der methodischen Grundlagen des Risikomanagements, |
| ― | die Abgrenzung der einzelnen Geschäfts- bzw. Betrachtungsbereiche, |
| ― | die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Bewertungsstandards sowie |
| ― | die Definition der Wesentlichkeitsgrenzen für die Risikobewertung. |
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein RisikomanagementBeauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom Firmengruppe mit.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Konzern-Steuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Konzerns zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.
Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab.
Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Konzern etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
| ― | Transparenz: Für alle wesentlichen Prozesse sind Sollkonzepte etabliert, die es einem Außenstehenden ermöglichen, zu beurteilen, inwieweit Beteiligte konform zu diesem Sollkonzept arbeiten. Gleichzeitig wird dadurch die Erwartungshaltung der Organisationsleitung definiert. |
| ― | Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Vorgänge bleiben nicht ohne Gegenkontrolle. |
| ― | Funktionstrennung: Vollziehende (z. B. Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses (z. B. Einkaufsprozess verstanden als Prozess von der Bedarfsermittlung bis zum Zahlungsausgang) vorgenommen werden, sind nicht in einer Hand vereinigt. |
| ― | Mindestinformation: Mitarbeitern werden nur diejenigen Informationen zur Verfügung gestellt, die sie für ihre Arbeit brauchen. Dies schließt auch die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen bei IT-Systemen mit ein. |
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRMSystems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in einem CRM System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie abhängig von den Zugriffsrechten auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Der LS telcom Konzern verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der LS telcom Inc., USA, für die eine lokale Firma beauftragt wurde, durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützt den Abschlussprozess.
Die Gesamtrisikosituation im Konzern ist weiterhin überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar oder anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellt die politische Lage in der Golfregion ein latentes Risiko dar, mit dem Potenzial, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weiteres bedeutendes Einzelrisiko ist die Stabilität des Mitarbeiterstamms (siehe Ausführungen zum Risiko Mitarbeiterfluktuation) und die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass LS telcom dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
Die Märkte, in denen LS telcom agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Konzerns, der Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.
Der Konzern plant, in den nächsten Jahren seine Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie des Konzerns nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche des Konzerns integriert werden können.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2013/2014 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch machen die Tochtergesellschaften üblicherweise Geschäfte in den Währungen ihrer Länder. Das bedeutet, dass erhebliche Umsatzanteile mittlerweile speziell in kanadischen Dollar und südafrikanischen Rand erwirtschaftet werden. Oftmals muss aufgrund von Ausschreibungsvorgaben auch eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden vereinbart werden (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2013/2014 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.
Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. LS telcom war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom Firmengruppe mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Mit dem Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung des LS telcom Konzerns nachteilig beeinflussen.
Eine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter am Hauptsitz des Konzerns abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Konzern entzogen werden könnte. Die LS telcom AG und ihre Tochtergesellschaften werden wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.
Die Ballung von Großaufträgen stellt das Unternehmen nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich aktuell durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen.
Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Konzerns zwar im abgelaufenen Geschäftsjahr nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen EUR/USD beeinflusst, jedoch keine Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten jedoch Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom Firmengruppe.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom Firmengruppe ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall-, und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Konzerns kommt den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu
Die LS telcom Firmengruppe ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 bestand kein Bedarf, Projekte über Devisentermingeschäfte abzusichern. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom Firmengruppe. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Die südafrikanische Tochter nutzt außerdem auch erstklassige Geldmarktfonds als Anlagemöglichkeit. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom Firmengruppe haben.
Aufgrund der unverändert guten Nachfrage ist der Vorstand für die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns zuversichtlich. Das Management rechnet zeitnah mit weiteren positiven Entscheidungen in mehreren Ausschreibungsverfahren und sieht gute Möglichkeiten, das erreichte hohe Umsatzniveau zu halten und von diesem aus mittelfristig weiter zu wachsen. Chancen hierfür ergeben sich für den LS telcom Konzern in mehrerlei Hinsicht, abhängig von den adressierten Teilmärkten und basierend auf technologischen Neuerungen oder erweiterten bzw. geänderten Anforderungen der Kunden.
Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung der LS telcom Firmengruppe hat sich die Lage gegenüber dem Vorjahr nahezu nicht verändert.
Im Beratungsgeschäft hat sich LS telcom sehr gut national und international behauptet. Der Vorstand rechnet auch für 2013/2014 mit guten neuen Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für Sicherheitskräfte, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Wachstum dürfte sich im Dienstleistungsbereich insbesondere aus dem Bereich der speziellen Objektfunkplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.) generieren lassen, wo LS telcom die ersten Projekte mit nennenswerter Größenordnung überhaupt als Vorreiter in Deutschland geplant hat und derzeit mit realisieren hilft.
Auch die in Europa nahezu abgeschlossene Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks bietet in Asien und Afrika weiterhin aussichtsreiche Geschäftschancen.
Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.
Nachdem im Verlauf der vergangenen Geschäftsjahre mehrere größere Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen geschlossen werden konnten, zeichnen sich für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale FrequenzmanagementSysteme ab. Der Vorstand rechnet damit, dass diese Projekte auch in den jeweiligen Nachbarländern unserer Kunden ähnliche Nachfrage wecken dürften. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.
Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich der Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Die Vorstellung der neuen Produkte im Rahmen der letzten "LS Summit" Hausmessen stieß auf sehr positive Resonanz bei Neu- und Bestandskunden und mündete bereits in mehrere Pilot- und Testprojekte.
Der Vorstand ist nach den in den vergangenen Geschäftsjahren erfolgreich abgeschlossenen Projekten im Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung von LS telcom Produkten sehr zuversichtlich, auch in den Marktbereichen Militär und Innere Sicherheit neues Wachstum generieren zu können. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können.
Der derzeit im LS telcom Konzern vertraglich gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 47,3 Mio. (i. V. EUR 52,7 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten und langfristige Rahmenverträge maximal mit dem in einem 12 Monatszeitraum realistisch zu erwartenden Abrufvolumen berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von ca. EUR 27,9 Mio. (i. V. EUR 25,0 Mio.) erzielen. Die hier angegebenen Umsatzerwartungen können sich zudem durch Forderungen aus Fertigungsaufträgen erhöhen.
Der Vorstand ist angesichts der sehr guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheits- bzw. Betriebsfunknetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik zuversichtlich, was die mittelfristige Geschäftsentwicklung anbelangt.
Das Ziel der Konzern-Führung bleibt unverändert, ausgehend von dem im Geschäftsjahr erreichten Niveau sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch die Profitabilität der LS telcom Firmengruppe in ihrem Kerngeschäft weiter zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Der Konzern versucht in diesem Zusammenhang einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt, die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen.
Aufgrund der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung der LS telcom Firmengruppe, des nach wie vor hervorragenden Polsters an Auftragsbestand sowie weiterer hochwahrscheinlicher Projektzuteilungen in näherer Zukunft ist der Vorstand davon überzeugt, künftig auch von dem nun erreichten höheren Niveau aus weiter profitabel wachsen zu können. Aufgrund der Unwägbarkeiten in neuen Märkten geht die Geschäftsplanung für die beiden kommenden Geschäftsjahre konservativ davon aus, dass Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr moderat weiter gesteigert werden können.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2013 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2013 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:
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| Beteiligte Person oder Gesellschaft | Anzahl an Stimmrechten | Anteil an Stimmrechten | Zeitraum der Beteiligung |
|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz | 1.537.862 | 28,83 % | Bis heute |
| Dr. Georg Schöne | 1.612.454 | 30,22 % | Bis heute |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2013 EUR 2.667.500,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
| ― | um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. |
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 4. März 2010 mit Ergänzung durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 17. März 2011 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.
b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im elektronischen Handelssystem Xetra der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden.
c) Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
| ― | zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft; |
| ― | zur Einziehung der Aktien; |
| ― | um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten. |
d) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen.
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
| ― | zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft; |
| ― | um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten. |
In diesem Fall ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Kurs der Aktie im elektronischen Handelssystem Xetra an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.
e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
f) Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30.09.2013) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung.
Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
| ― | Dr. Winfried Holtermüller (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Stuttgart |
| ― | Prof. Dr. Werner Wiesbeck (stellv. Vorsitzender), Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Keltern |
| ― | Dipl.-Finw. Karl Hensinger, Finanzwirt, Laupheim |
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 56.875,00 (i. V. TEUR 33) zuzüglich der Erstattung ihrer Reisekosten.
Die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012/2013 verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt:
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| - Dr. Winfried Holtermüller | EUR 21.875,00 |
| - Prof. Dr. Werner Wiesbeck | EUR 17.500,00 |
| - Karl Hensinger | EUR 17.500,00 |
Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 12.456,22 (i. V. TEUR 2) vergütet.
Zum 30. September 2013 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.
Vorstandsmitglieder sind:
| ― | Dr. Manfred Lebherz (Sprecher und Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau |
| ― | Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau |
| ― | Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster |
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
| ― | Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 Stückaktien (i. V. 1.537.862) |
| ― | Dr. Georg Schöne 1.612.454 Stückaktien (i. V. 1.612.454) |
| ― | Dipl.-Ing. Roland Götz 4.148 Stückaktien (i. V. 4.148) |
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.
Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.
Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.
Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2012/2013 aus den folgenden Komponenten zusammen:
| ― | eine fixe Grundvergütung sowie erfolgsunabhängige Nebenleistungen als Zusatzvergütungen (steuerpflichtige Vergütungsanteile für Direktversicherung und Zuschüsse zur Rentenversicherung), ausbezahlt in zwölf Monatsraten, |
| ― | Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung jeweils eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung sowie weiterer Gegenstände, die die ortsunabhängige, ständige Erreichbarkeit der Vorstände sicherstellen, |
| ― | eine variable Vergütung, die sich nach einem prozentualen Anteil am Konzern-Ergebnis der Gesellschaft richtet und der Höhe nach gedeckelt ist. |
| ― | eine der Höhe nach limitierte variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die sich bei Gewährung virtueller Aktienoptionen aus der Aktienkursentwicklung über einen Zeitraum von jeweils drei Jahren bis sechs Jahren für verschiedene Tranchen im Vergleich zu einem Basispreis ermittelt und in bar ausbezahlt wird (die Bewertung dieser aktienkursabhängigen Vergütung erfolgt auf Basis eines Binomialmodells), |
| ― | eine variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die über einen rollierenden Zeitraum von drei Jahren auf der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite beruht und der Höhe nach limitiert ist. |
Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind, und die eine entsprechende Selbstbeteiligung entsprechend der durch den jeweiligen Vorstand gehaltenen Anteile an der LS telcom AG vorsieht. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.
Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.749 (i. V. TEUR 1.103) erfasst. Davon betreffen TEUR 793 (i. V. TEUR 716) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 956 (i. V. TEUR 387) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 527 (i. V. TEUR 33) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als Rückstellungen für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis vier Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den den Vorstand letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die im Geschäftsjahr 2012/2013 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:
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| Angaben in EUR |
Dr. Manfred Lebherz | Dr. Georg Schöne | Dipl.-Ing. Roland Götz |
|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Festvergütung | 255.000,00 | 265.800,00 | 204.000,00 |
| Erfolgsunabhängige Nebenleistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) | 24.097,44 | 21.473,40 | 22.414,92 |
| Erfolgsabhängige Vergütungskomponente | 150.000,00 | 150.000,00 | 130.000,00 |
| Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung | |||
| davon direkt das Geschäftsjahr 2012/2013 betreffend | 0 | 0 | 0 |
| davon aufwandswirksame Rückstellung für mögliche Vergütung in künftigen Geschäftsjahren | 172.800,00 | 205.700,00 | 181.500,00 |
| davon bereits als Rückstellung in Vorjahren erfasst | 33.343,00 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 568.554,44 | 642.973,40 | 537.914,92 |
Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.
Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.
Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.
Die Geschäfte mit nahe stehenden Personen des Konzerns werden im Konzern-Anhang gesondert dargestellt.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" - "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 21. November 2013
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen.
Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex"), die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern.
Vor diesem Hintergrund berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung sowie unter anderem auch über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach § 161 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen.
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 29.11.2013 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der maßgeblichen Fassung vom 13.05.2013 befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 07.12.2012 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2013 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 Satz 1; Satz 3 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers in elektronischer Form einzureichen.
Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2013, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 13.05.2013, hat folgenden Wortlaut:
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Nummerierung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:
3.8: Ein Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung (Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung) besteht für die Mitglieder des Vorstands, nicht jedoch für die Mitglieder des Aufsichtsrats.
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| Begründung: | Ein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist im bestehenden Versicherungsvertrag nicht vereinbart. Für eine Änderung der vertraglichen Grundlagen sieht die Gesellschaft derzeit keine Veranlassung. Angesichts der moderaten Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit müsste im Falle der Übernahme erheblicher unversicherter Haftungsrisiken die Aufsichtsratsvergütung spürbar erhöht werden, was weder im Interesse der Gesellschaft noch der Aktionäre liegt. |
5.1.2: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie die Behandlung der Konditionen der Anstellungs-Dienstverträge der Vorstandsmitglieder (einschließlich der Vergütungsfragen) keinem Ausschuss übertragen.
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| Begründung: | Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern und kann infolgedessen keine Ausschüsse bilden, es sei denn, diese wären mit dem Plenum des Aufsichtsrats personengleich, was aber sinnlos wäre. Ausschüsse wären somit gemäß § 108 Abs. 2 Satz 3 AktG nicht beschlussfähig. |
5.2/5.3.1/5.3.2: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern; Ausschüsse wären damit gemäß § 108 Abs. 2 S. 3 AktG nicht beschlussfähig. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex über Ausschüsse des Aufsichtsrats sind auf die LS telcom AG nicht anwendbar. Gleiches gilt für diejenigen Empfehlungen, denen zufolge der Vorsitzende des Aufsichtsrats zugleich Vorsitzender bestimmter Ausschüsse sein soll.
5.4.1: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt.
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| Begründung: | Der Aufsichtsrat, dessen Mitglieder sich auch weiterhin in bester körperlicher und geistiger Verfassung befinden, sieht derzeit keine Veranlassung, eine förmliche Altersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrats festzulegen. |
5.4.6: Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen können bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt werden, da die Empfehlungen des Kodex über die Bildung von Ausschüssen auf die LS telcom AG nicht anwendbar sind.
7.1.1: Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre und Dritte in regelmäßigen Abständen, insbesondere unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten, über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, über die einschlägigen börsenrechtlichen Listing-Bestimmungen (u. a. §§ 47 ff. der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse) und die gesetzlichen Bestimmungen (u. a. §§ 37 v; 37 w; 37 x WpHG) hinaus während des Geschäftsjahres formalisierte Zwischenberichte zu bestimmten Stichtagen zu erstellen, zu versenden bzw. elektronisch zugänglich zu machen.
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| Begründung: | Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Übernahme weiterreichender Informations- und Mitteilungspflichten würde einen unvertretbaren Zusatzaufwand verursachen und keinen nennenswerten Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft erbringen. |
7.1.2: Die Gesellschaft veröffentlicht Halbjahresberichte nach den gesetzlichen Bestimmungen des § 37 w WpHG spätestens zwei Monate nach Ablauf des Berichtszeitraums. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, Halbjahres- bzw. Quartalsfinanzberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich zu machen.
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| Begründung: | Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Verpflichtung zur Einhaltung noch kürzerer Zeitintervalle zur Berichterstattung der Gesellschaft würde einen nicht vertretbaren Aufwand verursachen, dem auch insoweit kein nennenswerter Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft korrespondieren würde. |
Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 07.12.2012 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.
Lichtenau, den 16. Dezember 2013
Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG
gez. Dr. Winfried Holtermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Für den Vorstand der LS telcom AG
gez. Dr. Manfred Lebherz, Sprecher des Vorstands
Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands wird in einem gesonderten Vergütungsbericht beschrieben, in dem auch die individuellen Vergütungen der Mitglieder des Vorstands offengelegt werden. Dieser quantitative Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und des Konzern-Lageberichts und damit an anderer Stelle jeweils vollständig in diesem Geschäftsbericht der LS telcom AG wiedergegeben. Wir verweisen insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F, sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 beschlossen, bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern und auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats das Kriterium der Vielfalt verstärkt zu beachten. Zielrichtung ist es, neben einer ausgewogenen fachlichen Qualifikation des Gremiums durch Berücksichtigung von Vielfalt bei weiterem Wachstum des Unternehmens und damit auch seiner Organe, eine größere Internationalität und eine angemessene Vertretung von Frauen im Vorstand und Aufsichtsrat zu erreichen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 vereinbart, konkrete Ziele für die künftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats festzulegen, diese aber nicht auf das Thema Frauenbeteiligung zu beschränken. Vielmehr sollen weitere Kriterien eine heterogene Besetzung des Aufsichtsrats sicherstellen. Im Einzelnen wurden folgende konkrete Ziele beschlossen:
| ― | Angemessene Berücksichtigung von Frauen bei Aufstellung von Kandidaten zur nächsten regulären Neuwahl des Aufsichtsrats. |
| ― | Berücksichtigung von Kandidaten mit internationalem Hintergrund zur nächsten regulären Neuwahl des Aufsichtsrats. |
| ― | Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren |
| ― | Berücksichtigung von technischem Sachverstand |
| ― | Berücksichtigung von Kenntnis des Unternehmens |
| ― | Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder |
| ― | Vermeidung von Interessenkonflikten |
Die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie die Auswahl von Kandidaten zur Bestellung als Vorstandsmitglied werden sich auch unter Berücksichtigung dieser Ziele ausschließlich am Wohl des Unternehmens orientieren.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten während des Geschäftsjahres nicht auf.
Dem Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie dem Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.1., können die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen entnommen werden. Keiner der Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglieder nimmt mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von Gesellschaften mit vergleichbaren Anforderungen wahr. Die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzern-Abschlusses dargestellt.
Nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahe stehende Personen verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der LS telcom AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, sobald der Wert der entsprechenden Geschäfte 5.000 Euro im Kalenderjahr erreicht oder übersteigt (Directors' Dealings).
Der LS telcom AG sind für das Geschäftsjahr 2012/2013 keine Meldungen über Directors' Dealings zugegangen.
Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der LS telcom AG beträgt zum 30. September 2013 mehr als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesamtbesitz des Vorstands beläuft sich an diesem Stichtag auf 3.154.464 Stückaktien, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 14.546 Stückaktien.
Zur detaillierten Aufteilung der vom Vorstand gehaltenen Aktien auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.1.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 hatte das Unternehmen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme implementiert.
Eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in den Vorstandsverträgen bezieht sich auf die Wertentwicklung der LS telcom Aktie und besitzt insofern den Charakter virtueller Aktienoptionen. Zur detaillierten Information verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F. sowie im KonzernLagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.
Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB) beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Kodex weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die LS telcom AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten.
Die gesamte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" - "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar.
Aktiva
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| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | D.3. | 5.635 | 4.250 |
| Geschäfts- und Firmenwert | D.4. | 1.608 | 1.681 |
| Sachanlagen | D.5. | 6.222 | 5.370 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | D.6. | 518 | 235 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | D.7. | 0 | 500 |
| Latente Steuern | D.8. | 82 | 609 |
| 14.065 | 12.645 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | D.9. | 136 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | D.10. | 9.887 | 7.317 |
| Liquide Mittel | D.12. | 5.941 | 5.942 |
| Ertragsteuerforderungen | D.13. | 77 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | D.14. | 898 | 651 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | D.15. | 758 | 1.006 |
| 17.697 | 14.916 | ||
| Summe Vermögenswerte | 31.762 | 27.561 | |
| Passiva | |||
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | D.16. | 5.335 | 5.335 |
| Kapitalrücklage | D.16. | 4.710 | 4.710 |
| Gewinnrücklagen | D.16. | 32 | 32 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | D.16. | -376 | -212 |
| Konzern-Bilanzgewinn | D.16. | 10.169 | 7.120 |
| Eigene Anteile | D.16. | -355 | -355 |
| Anteile anderer Gesellschafter | D.16. | 438 | 291 |
| 19.953 | 16.921 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | D.17. | 2.526 | 2.753 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | D.18. | 673 | 204 |
| Latente Steuern | D.19. | 814 | 298 |
| 4.013 | 3.255 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | D.20. | 73 | 87 |
| Kurzfristige Rückstellungen | D.20. | 559 | 421 |
| Erhaltene Anzahlungen und Fertigungsaufträge | D.21. | 736 | 1.201 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | D.22. | 1.691 | 2.002 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | D.23. | 533 | 338 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | D.24. | 4.204 | 3.336 |
| 7.796 | 7.385 | ||
| Summe Schulden | 11.809 | 10.640 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 31.762 | 27.561 |
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| in TEUR | Erläuterung | 2012/2013 | 2011/2012 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | E.2. | 37.918 | 27.868 |
| Sonstige betriebliche Erträge | E.3. | 1.004 | 1.382 |
| Aktivierte Eigenleistungen | E.4. | 2.313 | 1.939 |
| Gesamtleistung | 41.235 | 31.189 | |
| Materialaufwand | E.5. | 12.447 | 8.770 |
| Personalaufwand | E.6. | 15.340 | 11.809 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens | E.7. | 2.105 | 3.077 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | E.8. | 5.636 | 4.393 |
| Betriebsergebnis | 5.707 | 3.140 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | E.9. | -1 | 115 |
| Zinserträge | E.9. | 60 | 44 |
| Zinsaufwendungen | E.9. | 276 | 282 |
| Finanzergebnis | -217 | -123 | |
| Ergebnis vor Steuern | 5.490 | 3.017 | |
| Ertragsteuern | E.10. | 1.431 | -60 |
| Jahresergebnis | 4.059 | 3.077 | |
| Übriges Ergebnis mit Umgliederung in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu einem späteren Zeitpunkt (recycling) | |||
| Währungsdifferenzen | -253 | -56 | |
| Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | -253 | -56 | |
| Summe Gesamtergebnis der Periode | 3.806 | 3.021 | |
| Zurechnung des Jahresergebnisses | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 236 | 69 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 3.823 | 3.008 | |
| 4.059 | 3.077 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 147 | 71 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 3.659 | 2.950 | |
| 3.806 | 3.021 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR | E.11. | 0,74 | 0,58 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | E.11. | 5.161.000 | 5.162.398 |
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| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Rücklage aus Währungsumrechnung | Eigene Anteile | Konzern-Bilanzgewinn |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2011/2012 | ||||||
| Stand am 01.10.2011 | 5.335 | 4.710 | 32 | -154 | -322 | 4.628 |
| Gesamtergebnis | -58 | 3.008 | ||||
| Rückkauf eigener Anteile | -33 | |||||
| Ausschüttung an Aktionäre | -516 | |||||
| Stand am 30.09.2012 | 5.335 | 4.710 | 32 | -212 | -355 | 7.120 |
| 2012/2013 | ||||||
| Stand am 01.10.2012 | 5.335 | 4.710 | 32 | -212 | -355 | 7.120 |
| Gesamtergebnis | -164 | 3.823 | ||||
| Ausschüttung an Aktionäre | -774 | |||||
| Stand am 30.09.2013 | 5.335 | 4.710 | 32 | -376 | -355 | 10.169 |
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| in TEUR | Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens Summe | Anteile fremder Gesellschafter TEUR |
Konzern-Eigenkapital Summe |
|---|---|---|---|
| 2011/2012 | |||
| Stand am 01.10.2011 | 14.229 | 220 | 14.449 |
| Gesamtergebnis | 2.950 | 71 | 3.021 |
| Rückkauf eigener Anteile | -33 | -33 | |
| Ausschüttung an Aktionäre | -516 | -516 | |
| Stand am 30.09.2012 | 16.630 | 291 | 16.921 |
| 2012/2013 | |||
| Stand am 01.10.2012 | 16.630 | 291 | 16.921 |
| Gesamtergebnis | 3.659 | 147 | 3.806 |
| Ausschüttung an Aktionäre | -774 | -774 | |
| Stand am 30.09.2013 | 19.515 | 438 | 19.953 |
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| in TEUR | 2012/2013 | 2011/2012 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 4.059 | 3.077 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens | 2.105 | 3.077 |
| -/+ Zunahme/Abnahme aktive latente Steuern | 487 | -147 |
| -/+ Abnahme/Zunahme passive latente Steuern | 544 | -238 |
| -/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | 427 | -180 |
| -/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -21 | -29 |
| - Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva | -2.953 | -1.837 |
| -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva | 562 | -734 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 5.210 | 2.989 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 33 | 54 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -4.405 | -4.135 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen | -197 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -4.569 | -4.081 |
| - Ausschüttung an Aktionäre | -774 | -516 |
| - Auszahlungen für den Rückkauf eigener Anteile | 0 | -33 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 278 | 0 |
| - Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten | -81 | 0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -577 | -549 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 64 | -1.641 |
| +/- Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -90 | 58 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 5.942 | 7.525 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 5.916 | 5.942 |
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2012 | Währungsanpassung | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand am 30.09.2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2.062 | -51 | 415 | 0 | 205 | 2.221 |
| 2. Entwicklungskosten | 30.565 | -106 | 2.313 | 0 | 0 | 32.772 |
| 32.627 | -157 | 2.728 | 0 | 205 | 34.993 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.681 | -73 | 0 | 0 | 0 | 1.608 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 5.747 | -4 | 115 | 14 | 0 | 5.872 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.885 | -91 | 1.091 | 0 | 85 | 3.800 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 605 | 0 | 471 | -14 | 0 | 1.062 |
| 9.237 | -95 | 1.677 | 0 | 85 | 10.734 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 235 | -4 | 319 | 0 | 32 | 518 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 500 | 0 | 0 | 0 | 500 | 0 |
| 44.280 | -329 | 4.724 | 0 | 822 | 47.853 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2012 | Währungsanpassung | Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1.872 | -50 | 109 | 205 | 1.726 |
| 2. Entwicklungskosten | 26.505 | -105 | 1.232 | 0 | 27.632 |
| 28.377 | -155 | 1.341 | 205 | 29.358 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 2.202 | -1 | 213 | 0 | 2.414 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.665 | -45 | 551 | 73 | 2.098 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3.867 | -46 | 764 | 73 | 4.512 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 32.244 | -201 | 2.105 | 278 | 33.870 |
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| Buchwerte | Buchwerte | |
|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 30.09.2013 | Stand am 30.09.2012 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 495 | 190 |
| 2. Entwicklungskosten | 5.140 | 4.060 |
| 5.635 | 4.250 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.608 | 1.681 |
| III. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 3.458 | 3.545 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.702 | 1.220 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.062 | 605 |
| 6.222 | 5.370 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 518 | 235 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 500 |
| 13.983 | 12.036 |
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2011 | Währungsanpassung | Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2.146 | 55 | 49 | 188 | 2.062 |
| 2. Entwicklungskosten | 28.510 | 116 | 1.939 | 0 | 30.565 |
| 30.656 | 171 | 1.988 | 188 | 32.627 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.602 | 79 | 0 | 0 | 1.681 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 5.489 | 0 | 258 | 0 | 5.747 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.247 | 19 | 784 | 165 | 2.885 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 605 | 0 | 605 |
| 7.736 | 19 | 1.647 | 165 | 9.237 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 119 | 1 | 115 | 0 | 235 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 500 | 0 | 500 |
| 40.113 | 270 | 4.250 | 353 | 44.280 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2011 | Währungsanpassung | Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1.908 | 54 | 98 | 188 | 1.872 |
| 2. Entwicklungskosten | 23.997 | 114 | 2.394 | 0 | 26.505 |
| 25.905 | 168 | 2.492 | 188 | 28.377 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 1.998 | 0 | 204 | 0 | 2.202 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.412 | 12 | 381 | 140 | 1.665 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3.410 | 12 | 585 | 140 | 3.867 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 29.315 | 180 | 3.077 | 328 | 32.244 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 30.09.2012 | Stand am 30.09.2011 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 190 | 238 |
| 2. Entwicklungskosten | 4.060 | 4.513 |
| 4.250 | 4.751 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.681 | 1.602 |
| III. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 3.545 | 3.491 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.220 | 835 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 605 | 0 |
| 5.370 | 4.326 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 235 | 119 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 500 | 0 |
| 12.036 | 10.798 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz in Lichtenau ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Hard- und Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung, des Frequenzmanagements und der sonstigen Systemlösungen sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.
Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2013 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften.
Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2013 sowie den Konzern-Lagebericht 2012/2013 am 21. November 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS).
Alle zum Bilanzstichtag durch die EU im Rahmen des Endorsement übernommenen, geltenden Grundsätze des Framework und die IFRS des International Accounting Standards Board (IASB) sowie die Auslegungsregeln des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee des IASB (IFRS IC) fanden Anwendung.
Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2012/2013 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG.
Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben - auf Tausend Euro (TEUR).
Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315a HGB. Die zusätzlichen Vorschriften nach deutschem Handelsrecht, für die eine Pflicht zur Anwendung besteht, wurden beachtet.
Dem Konzern-Abschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 ergaben sich aufgrund erstmalig anzuwendender Neuregelungen keine Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss der Gesellschaft.
Folgender geänderter und durch die EU anerkannter Standard war für das Geschäftsjahr 2012/2013 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
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| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr | |
|---|---|---|
| IAS 1 | Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses | 01.07.2012 |
Die Änderung sieht ein neues Gliederungsschema für das sonstige Ergebnis vor. Die einzelnen Bestandteile des sonstigen Ergebnisses sind danach zu gruppieren, ob diese zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden (recycling) oder nicht. So sind z. B. Neubewertungsbeträge bei Sachanlagevermögen (IAS 16) oder versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen (IAS 19) in der Gruppe der nicht recycling-fähigen Bestandteile darzustellen. Zur Gruppe der recycling-fähigen Bestandteile gehören unter anderem Differenzen aus der Währungsumrechnung (IAS 12), Neubewertungsbeträge aus Available-for-Sale-Wertpapieren (IAS 39) und Veränderungen der Rücklage für Cashflow-Hedges (IAS 39).
Für den Ausweis der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern sieht die Neufassung ein Wahlrecht vor. Nach Variante 1 sind alle Positionen des sonstigen Ergebnisses abzüglich der darauf anfallenden Ertragsteuern zu zeigen (Nettodarstellung). Bei Variante 2 werden alle Bestandteile vor Steuern ausgewiesen (Bruttodarstellung) und der Steuerausweis erfolgt kumuliert in einem der jeweiligen Gruppe nachgestellten Sammelposten. Unabhängig von der gewählten Darstellungsform ist es darüber hinaus auch weiterhin notwendig, eine detaillierte Zuordnung der Ertragsteuern auf die Einzelpositionen des sonstigen Ergebnisses im Anhang zu zeigen.
Die Erstanwendung des geänderten IAS 1 hatte keinen Einfluss auf die Darstellung des Konzern-Abschlusses, da das sonstige Ergebnis der Gesellschaft ausschließlich aus recycling-fähigen Bestandteilen besteht.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, aber zum Teil von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:
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| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr | |
|---|---|---|
| IAS 12 | Latente Steuern - Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte | 01.01.2013 |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 01.01.2013 |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse | 01.01.2014 |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen | 01.01.2014 |
| IAS 32 | Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten | 01.01.2014 |
| IAS 36 | Impairment - Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten | 01.01.2014*) |
| IFRS 1 | ausgeprägte Hochinflation und Rücknahme eines festen Übergangszeitpunktes für Erstanwender | 01.01.2013 |
| IFRS 1 | Darlehen der öffentlichen Hand | 01.01.2013 |
| IFRS 7 | Darstellung: Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten | 01.01.2013 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente - Klassifizierung und Bewertung | -**) |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente - finanzielle Verbindlichkeiten | -**) |
| IFRS 10 | Konsolidierte Abschlüsse | 01.01.2014 |
| IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 01.01.2014 |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 01.01.2014 |
| IFRS 13 | Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 01.01.2013 |
| IFRIC 20 | Bilanzierung von Abraumbeseitigung im Tagebergbau | 01.01.2013 |
| IFRIC 21 | Abgaben | 01.01.2014*) |
| diverse | Finanzinstrumente - Übertragung von Derivaten und Beibehaltung des Sicherungszusammenhangs (Änderung zu IAS 39 und IFRS 9) | 01.01.2014*) |
| diverse | Finanzinstrumente - verpflichtende Erstanwendung (Änderung zu IFRS 9 und IFRS 7) | -**) |
| diverse | Investmentgesellschaften (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27) | 01.01.2014 |
| diverse | Übergangsvorschriften (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12) | 01.01.2014 |
| diverse | Jährliches Verbesserungsverfahren 2009 - 2011 | 01.01.2013 |
*) Noch keine Übernahme durch die EU-Kommission.
**) Das IASB hat den bisher in IFRS 9 enthaltenen Zeitpunkt für seine Erstanwendungspflicht ab dem 01.01.2015 aufgehoben. Ein neuer Erstanwendungszeitpunkt wird erst festgelegt, wenn der Standard vollständig vorliegt.
Im Mai 2011 hat das IASB mit IFRS 10: Konsolidierte Abschlüsse, IFRS 11: Gemeinschaftliche Vereinbarungen und IFRS 12: Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen drei neue Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen veröffentlicht. Gleichzeitig wurden an den bisherigen Standards IAS 27 und IAS 28 Folgeänderungen aufgrund der Neuregelungen vorgenommen.
IFRS 10 führt eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung für sämtliche Unternehmen ein und schafft damit eine einheitliche Grundlage für die Bestimmung des Vorliegens einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Der Standard enthält umfassende Anwendungsleitlinien zur Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses. Der neue Standard ersetzt SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" vollständig sowie IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" teilweise.
IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausübt. Für die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen ist künftig nur noch die Equity-Methode zulässig. Die bisher alternativ anwendbare Quotenkonsolidierung wird abgeschafft. Der neue Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen".
IFRS 12 fasst alle Anhangangaben in einem Standard zusammen, die ein Unternehmen mit Anteilen an bzw. einem Engagement in anderen Unternehmen erfüllen muss; hierzu gehören Anteile an Tochtergesellschaften, Anteile an assoziierten Unternehmen, Anteile an gemeinschaftlichen Vereinbarungen (Joint Arrangements) sowie Anteile an strukturierten Unternehmen. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften zu den Anhangangaben in IAS 27, IAS 28, IAS 31 und SIC-12.
Der geänderte IAS 27 enthält infolge der neuen Verlautbarung IFRS 10 nur noch Regelungen, die für einen nach IFRS erstellten separaten Einzelabschluss relevant sind.
Der angepasste IAS 28 regelt die Rechnungslegung für Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Anforderungen für die Anwendung der Equity-Methode bei der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen.
Der Konzern prüft derzeit die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 auf den Konzern-Abschluss. Eine abschließende Beurteilung kann noch nicht erfolgen.
IFRS 9 soll den bisherigen IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vollständig ersetzen. Im November 2009 wurde zunächst IFRS 9 "Finanzinstrumente - Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten" veröffentlicht. Gemäß der Methodik von IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Zuordnung zu einer der beiden Bewertungskategorien hängt davon ab, wie ein Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert (sein Geschäftsmodell) und von der Art der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte. Der Standard wurde durch im Oktober 2010 veröffentlichte Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten sowie der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergänzt. Die verpflichtende Erstanwendung des IFRS 9 wurde im Dezember 2011 durch das IASB vom 1. Januar 2013 auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verschoben.
Aufgrund des noch unbekannten Erstanwendungszeitpunkts und der noch fehlenden Empfehlung zur Übernahme durch die EU hat der Konzern noch keine detaillierte Prüfung der möglichen Auswirkungen des IFRS 9 vorgenommen.
Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" veröffentlicht. IFRS 13 enthält eine Definition des beizulegenden Zeitwerts sowie Regelungen, wie dieser zu ermitteln ist, wenn andere IFRS-Vorschriften die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert als Wertmaßstab vorschreiben. Der Standard selbst enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Mit Ausnahme der in IFRS 13 explizit ausgenommenen Standards definiert IFRS 13 einheitliche Anhangangaben für alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie für alle Vermögenswerte und Schulden, für die die Angabe des beizulegenden Zeitwerts als Anhangangabe erforderlich ist; hierdurch werden insbesondere in Bezug auf die nicht finanziellen Vermögenswerte die Angabenpflichten erweitert.
Der Konzern geht derzeit davon aus, dass die Anwendung des neuen Standards zu erweiterten Anhangangaben führen wird.
Die geringfügigen Änderungen an IAS 36 betreffen die Angabepflichten zu wertgeminderten nicht-finanziellen Vermögenswerten. Hintergrund für diese Änderungen waren die Verabschiedung des IFRS 13 "Ermittlung des Fair Value", in deren Verlauf auch IAS 36 angepasst worden war, und zum anderen die Vorlage eines Entwurfs (ED/2012/1) zu den jährlichen Änderungen der IFRS.
Durch die Änderungen besteht die Pflicht, den erzielbaren Betrag jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit anzugeben, für die der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer im Vergleich zum entsprechenden Gesamtbuchwert wesentlich ist. Dadurch soll die Anwendung der Vorschrift, den erzielbaren Betrag anzugeben, auf die Fälle beschränkt werden, in denen in der laufenden Berichtsperiode eine Wertminderung erfasst wurde. Eine weitere Änderung betrifft die Angabe des Abzinsungssatzes, der bei der Schätzung des erzielbaren Wertes angewendet wurde.
Der Konzern prüft derzeit, ob die Anwendung des neuen Standards zu erweiterten Anhangangaben führen wird.
Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Erstanwendung der neuen Rechnungslegungsvorschriften, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzern-Abschlusses haben werden.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Der Konzern-Abschluss umfasst alle Unternehmen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte ein Beherrschungsverhältnis im Sinne von IAS 27 besteht. Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die Gesellschaft direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft tritt. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
In den Konzern-Abschluss sind gemäß IAS 27 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und die einheitliche Leitung ausübt:
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| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital | Anteil am Kapital % |
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada | CAD | 1.829.000 | 100 | 01.06.2002 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau/Deutschland | EUR | 25.000 | 100 | 27.05.2003 |
| LS telcom SAS, Velizy/Frankreich | EUR | 100.000 | 100 | 01.11.2006 |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika | ZAR | 300 | 51 | 30.09.2007 |
| NG Networks Co., Ltd. Suzhou/China | EUR | 147.745 | 40 | 28.05.2009 |
| Colibrex GmbH, Lichtenau/Deutschland | EUR | 25.000 | 100 | 14.07.2011 |
| LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA | USD | 1.000 | 100 | 27.07.2011 |
| LST Consult FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | AED | 50.000 | 24 | 09.10.2012 |
| LS telcom UK Ltd., London/Großbritannien | GBP | 1.000 | 100 | 21.05.2013 |
Bei den assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd. und LST Consult FZ-LLC hat die Gesellschaft die Möglichkeit einen maßgeblichen Einfluss auszuüben.
Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2013 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.
Für Fälle nach dem 31. März 2004 erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt, zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sowie Verkäufe von Anlagevermögen zwischen Konzern-Gesellschaften wurden ebenfalls berücksichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise der Geschäfts- oder Firmenwert, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstests werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (CGUs). Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft.
Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. unter der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die bei Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:
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| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Land | Währung | 2012/2013 EUR 1,00 = | 2011/2012 EUR 1,00 = | 30.09.2013 EUR 1,00 = | 30.09.2012 EUR 1,00 = |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kanada | CAD | 1,3325 | 1,30686 | 1,3935 | 1,26526 |
| Südafrika | ZAR | 12,1732 | 10,43406 | 13,6488 | 10,69290 |
| USA | USD | 1,3122 | 1,29729 | 1,3523 | 1,28596 |
| Großbritannien | GBP | 0,8409 | - | 0,8379 | - |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die in der Regel drei bis acht Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.
Der Bewertungsansatz selbstgeschaffener immaterieller Vermögenswerte ergibt sich aus den direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den fakturierten Kosten angesetzt. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte. Die Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die technologische Durchführbarkeit feststeht. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre. Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßige Wertkorrekturen (i. V. TEUR 821) vorgenommen.
Zugänge zu den Abschreibungen sind in der Position "Abschreibungen" erfasst.
Aufwendungen für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von TEUR 2.453 (i. V. TEUR 1.779) sofort als Aufwand erfasst.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird der Betrag der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses angesetzt, der den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt übersteigt.
Die Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, (TEUR 719) und der LS telcom SAS, Velizy/Frankreich (TEUR 889).
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand erfasst und - auch wenn sie unterjährig in Zwischenabschlüssen der Gesellschaft erfasst wurde - in den Folgeperioden nicht wieder aufgeholt.
Die Geschäfts- und Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Im Erwerbszeitpunkt gehörten diese auf Segmentebene dem Unternehmensbereich Systemlösungen an. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Hardwarenahe Systeme mit TEUR 523, dem Segment Dienstleistungen mit TEUR 173 sowie dem Segment Softwaresysteme mit TEUR 912 zugeordnet.
Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen dreijährigen Planungszeitraum umfassen. Wesentliche Planungsprämissen betreffen das zugrunde gelegte Umsatzwachstum sowie die EBIT-Marge. Für die Detailplanung werden Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen, insbesondere abgeleitet aus den aktuellen Auftragsbeständen und Vertriebsaussichten, bezüglich der künftigen Marktentwicklung berücksichtigt. Bei der Berechnung der ewigen Rente wird, basierend auf dem jeweiligen durchschnittlichen Marktwachstum, ein zukünftiges Unternehmenswachstum berücksichtigt. Die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum wurden unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 % extrapoliert. Das Wachstum der ewigen Rente liegt unterhalb des langfristigen durchschnittlichen organischen Wachstums und unterhalb des langfristigen durchschnittlichen erwarteten zukünftigen Marktwachstums. Die so ermittelten Zahlungsströme werden mit den für jede Zahlungsmittel generierende Einheit individuell ermittelten, gewichteten Gesamtkapitalkosten vor Steuern abgezinst, um den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit zu bestimmen. Der Gesamtkapitalkostensatz vor Steuern wird über ein iteratives Verfahren ermittelt, so dass der Nutzungswert vor Steuern dem Nutzungswert nach Steuern entspricht. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 10,99 % (LS telcom SAS, Velizy/Frankreich) bzw. 9,64 % (LS telcom Limited, Ottawa/Kanada). Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich.
Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des Vermögenswertes hinaus zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungskosten verlässlich bewertet werden können. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden direkt als Aufwand erfasst.
Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Fremdkapitalkosten werden, soweit sie dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Nicht auf qualifizierte Vermögenswerte entfallende Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten aktiviert.
Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 4 erforderlich (i. V. TEUR 0). Zuschreibungen, die notwendig sind, sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwei bis 35 Jahre. Wesentliche Restwerte gemäß IAS 16 par. 53 waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.
Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Buchwert des jeweiligen Gegenstandes ermittelt und in der Gesamtergebnisrechnung als "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Gemietete bzw. geleaste Vermögenswerte, bei denen sowohl das wirtschaftliche Risiko als auch der wirtschaftliche Nutzen bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft liegt (finance lease), werden gemäß IAS 17 aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes durch planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zahlungsverpflichtung wird mit dem Betrag passiviert, der dem niedrigeren Wert aus dem fair value des Vermögenswertes und dem Barwert aller künftigen Leasingraten entspricht.
Der Restbuchwert aus dem Finanzierungsleasing der Immobilie ist im Folgenden dargestellt:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Gebäude | 2.944 | 3.115 |
| 2.944 | 3.115 |
Die Anschaffungskosten für das Finanzierungsleasing betragen TEUR 4.267 (i. V. TEUR 4.267). Zugänge zum Finanzierungsleasing sind nicht zu verzeichnen. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 1.152 und zum Ende der Periode mit TEUR 1.323, bei Zugängen von TEUR 171, gegeben.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen (NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China und LST Consult FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate). Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu den nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.
LS telcom AG hat sich zwei Optionen zum Erwerb weiterer Anteile an einer Beteiligungsgesellschaft einräumen lassen. Die Optionen auf jeweils weitere 25 % der Anteile sind zu zwei bestimmten in der Zukunft liegenden Zeitpunkten ausübbar. Der Kaufpreis der Anteile ist abhängig von der Marktkapitalisierung der LS telcom AG sowie einer rechnerisch ermittelten Marktkapitalisierung der Beteiligungsgesellschaft. Darüber hinaus hat LS telcom AG das Recht, sich ab dem 30. September 2018 durch eine einseitige Kapitalerhöhung von 50 % an dieser Beteiligungsgesellschaft zu beteiligen, sofern diese einen definierten Bilanzgewinn bis dahin nicht erreichen sollte. Zum Erstbewertungszeitpunkt und zum Bilanzstichtag wurden die Optionen mit einem Fair Value von Null bewertet.
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| Bilanz AKTIVA | 30.09.2013 TEUR |
30.09.2012 TEUR |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände | 183 | 203 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | 425 | 418 |
| Summe | 608 | 621 |
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| PASSIVA | 30.09.2013 TEUR |
30.09.2012 TEUR |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 580 | 513 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 28 | 108 |
| Summe | 608 | 621 |
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| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 2012/2013 TEUR |
2011/2012 TEUR |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 561 | 507 |
| Ergebnis | 78 | 322 |
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| Bilanz AKTIVA | 30.09.2013 TEUR |
|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände | 31 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | 106 |
| Summe | 137 |
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| PASSIVA | 30.09.2013 TEUR |
|---|---|
| Eigenkapital | 59 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 78 |
| Summe | 137 |
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| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 2012/2013 TEUR |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 228 |
| Ergebnis | -136 |
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Ausgewiesen wurden im Vorjahr Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken wurden sofern nötig durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.
Latente Steuerforderungen und ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.
Der Buchwert der latenten Steuerforderungen wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die latente Steuerforderung zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steuerforderungen werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der latenten Steuerforderung ermöglicht.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuerobjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um 28 % (i. V. 28 %), bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada um 26,5 % (i. V. 26,5 %), bei der LS telcom SAS, Velizy/Frankreich um 33,33 % (i. V. 33,33 %), bei der LS telcom Inc. Bowie, Maryland/USA um 40 % (i. V. 40 %), bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika um 28 % (i. V. 28 %) sowie bei der LS telcom UK Ltd., London/Großbritannien um 24 %. Es sind die ab 2013 gültigen Steuersätze berücksichtigt.
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 1.543 | 1.260 |
| Währungseffekte | -40 | 40 |
| Zunahme | 0 | 243 |
| Abnahme | 205 | 0 |
| Stand am 30.09. | 1.298 | 1.543 |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -1.216 | -934 |
| Stand am 30.09. | 82 | 609 |
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 814 | 1.245 |
| Anlagevermögen | 248 | 219 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 153 | 43 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 16 | 1 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 67 | 35 |
| 1.298 | 1.543 | |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -1.216 | -934 |
| 82 | 609 |
Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 500), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 189) und LS telcom SAS, Velizy/Frankreich (TEUR 125). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.
Die Verlustvorträge in Deutschland, Großbritannien und Frankreich sind jeweils zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Kanada können die Verluste in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über zehn bzw. 20 Jahre vorgetragen werden. In den USA können Verluste ebenfalls in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 20 Jahre genutzt werden.
Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines überschaubaren Planungshorizonts wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren und im aktuellen Jahr entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 6.703 (i. V. TEUR 7.558) keine aktiven latenten Steuern gebildet.
Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| über 10 Jahre | 743 | 293 |
| unbefristet | 5.960 | 7.265 |
| 6.703 | 7.558 |
Hinsichtlich der Nutzung der Verlustvorträge wird vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den Auftragserwartungen mit hoher Zuteilungswahrscheinlichkeit zukünftig mit ausreichend zu versteuernden Ergebnissen bei den einzelnen Gesellschaften gerechnet.
Unter den Vorräten werden zum Bilanzstichtag ausschließlich Anzahlungen auf bestellte und noch nicht erhaltene Waren ausgewiesen. Die Bilanzierung erfolgt zum Nennwert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 6.843 | 6.154 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 2.957 | 1.163 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 87 | 0 |
| 9.887 | 7.317 |
Die Forderungen sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Pauschal ermittelte Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen.
Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 56 (i. V. TEUR 1) zu verzeichnen. Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 106 (i. V. TEUR 20) erfasst.
Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wird unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Wertminderungen werden aufgelöst, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden.
Forderungen in fremder Währung werden entsprechend IAS 21 par. 21 zum Stichtagskurs der Transaktion umgerechnet, später gemäß IAS 21 par. 23 zum Bilanzstichtagskurs bewertet. Der Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam verrechnet.
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen umfassen die kumulierten Kosten für laufende Projekte.
Die Umsatzrealisierung von unfertigen Projekten erfolgt bei der LS telcom AG infolge kürzerer Projektzyklen gemäß IAS 11 nach dem Auftragsfortschritt ("percentage of completion") ohne Teilgewinnrealisierung ("zero profit margin"). Für vereinzelte Großprojekte werden aufgrund einer längeren Projektlaufzeit, des weitgehenden Projektfortschritts sowie der Zuverlässigkeit der Bestimmung der anteiligen Teilgewinne auf Basis des Fertigstellungsgrades Teilgewinne ausgewiesen. Diese betragen im Geschäftsjahr 2012/2013 TEUR 7.534 (i. V. TEUR 552).
Die folgende Aufstellung zeigt die Höhe der Teilumsätze und die darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen. Die Teilumsätze umfassen die angefallenen Kosten zuzüglich realisierter Gewinne abzüglich realisierter Verluste.
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Realisierte Teilumsätze | 8.915 | 2.314 |
| Erhaltene Anzahlungen | 5.958 | 1.151 |
| 2.957 | 1.163 |
Ein Vergleich der Bestände mit dem niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert gemäß IAS 11 wurde vorgenommen. Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 381 vorgenommen (i. V. TEUR 334).
Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IAS 39 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem Zweck, der mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts verfolgt wird.
Die Gesellschaft klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Kredite und Forderungen" sowie in die Kategorie "available for sale". Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung der Kategorie "Kredite und Forderungen" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden".
Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt.
Für die Absicherung von Währungsrisiken werden teilweise Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte bestehen, werden diese gemäß IAS 39 bilanziert und die Veränderung des Marktwertes erfolgswirksam behandelt.
Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente (ebenso im Vorjahr).
Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 2 | 14 |
| Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten | 5.939 | 5.928 |
| 5.941 | 5.942 |
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Anhang unter F. dargestellt.
Zum 30. September 2013 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien in Höhe von TEUR 1.660 (zum 30.09.2012: TEUR 1.660), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.
Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen | 77 | 0 |
| 77 | 0 |
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuererstattungsansprüche | 183 | 154 |
| Übrige Forderungen | 542 | 313 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 173 | 184 |
| 898 | 651 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Beiträge, Versicherungen sowie Lizenzgebühren. Die übrigen Forderungen enthalten vor allem Forderungen für Fördermittel.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zum Nennwert oder zum beizulegenden Zeitwert (zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte) bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Zinsabgrenzung | 2 | 6 |
| Arbeitnehmerdarlehen | 230 | 0 |
| Zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 26 | 0 |
| Festgelder, Laufzeit größer 3 Monate | 500 | 1.000 |
| 758 | 1.006 |
Bei den zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um einen jederzeit veräußerbaren Fondsanteil.
Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.
Das Grundkapital beträgt seit November 2000 TEUR 5.335. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.161.000 (i. V. 5.162.398).
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.
Der Konzern-Bilanzgewinn enthält die kumulierten thesaurierten Konzern-Ergebnisse.
Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt. Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.
Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur. Grundsätzlich wird weiterhin ein möglichst niedriger Verschuldungsgrad, gemessen durch den Quotient aus Nettoverschuldung und Eigenkapital, angestrebt.
Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, passt die Gesellschaft je nach Erfordernis die Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner an oder nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner durch Rückkauf eigener Anteile vor.
Es handelt sich fast ausschließlich um Leasingverbindlichkeiten, die zum Barwert angesetzt sind:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 86 | 0 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 2.440 | 2.753 |
| 2.526 | 2.753 |
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2013 TEUR 127) sowie Pfandrechte an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (Valuta zum 30. September 2013 TEUR 69), siehe hierzu auch "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (D.23.).
Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Nach zehn bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an den Leasingobjektgesellschaften, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet.
Die zum Abschlussstichtag aus diesem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die, an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden, Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Bei der Ermittlung des Barwertes wurde ein Zinssatz in Höhe von 7,5 % p. a. zu Grunde gelegt.
Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:
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| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2013 | Mindestleasingzahlungen | Enthaltener Zinsanteil | Aufzinsung Mieterdarlehen | Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 496 | 218 | 29 | |
| 1 bis 5 Jahre | 2.115 | 646 | 141 | 1.610 |
| über 5 Jahre | 410 | 348 | 768 | 830 |
| Summe | 3.021 | 1.212 | 938 | 2.747 |
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| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2012 | Mindestleasingzahlungen | Enthaltener Zinsanteil | Aufzinsung Mieterdarlehen | Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 495 | 238 | 27 | |
| 1 bis 5 Jahre | 2.118 | 742 | 131 | 1.507 |
| über 5 Jahre | 909 | 470 | 807 | 1.246 |
| Summe | 3.522 | 1.450 | 965 | 3.037 |
Bei der Überleitung vom Barwert zu den Mindestleasingzahlungen wurde ein Mieterdarlehen von insgesamt TEUR 1.316, das ratierlich aufgebaut und zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 zurückgeführt wird, berücksichtigt. Das Mieterdarlehen wird über die Vertragslaufzeit aufgezinst, und die zukünftigen Zinsen aus der Aufzinsung des Mieterdarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 938 (i. V. TEUR 965) werden in den oben stehenden Tabellen separat dargestellt.
Es handelt sich in Höhe von TEUR 113 (i. V. TEUR 171) um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden (siehe hierzu auch Ausführungen zum kurzfristigen Teil D.24.) sowie Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungen von TEUR 560 (i. V. TEUR 33).
Die Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Für den darin enthaltenen Anteil, der eine aktienkursbasierte Barvergütung betrifft (TEUR 450), kommt IFRS 2 auf der Grundlage eines Binomialmodells zur Anwendung. Der andere Teil der langfristigen Vergütung (TEUR 110) betrifft einen vertraglich fixierten Bonus, der in Abhängigkeit von der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite nach Ablauf von drei Jahren bezahlt wird. Die Bewertung basiert auf der erwarteten Entwicklung der relevanten Einflussfaktoren.
Die anteilsbasierte Vergütung betrifft seit Beginn des Geschäftsjahres 2012/2013 sämtliche Vorstandsmitglieder (i. V. nur ein Vorstandsmitglied) aufgrund der Neuregelung der Dienstverträge zum 1. Oktober 2012 und kann nur bar ausgeglichen werden. Die daraus resultierenden Wertsteigerungsrechte werden ausübbar, wenn nach Ablauf von drei bis 6 Jahren ein bestimmter Aktienbasispreis überschritten wird. Die Anzahl der ausübbaren Wertsteigerungsrechte nach drei Jahren beträgt 20.000 bzw. 30.000 Stück. Hierfür wurde im Geschäftsjahr ein Aufwand von TEUR 434 berücksichtigt. Zum 30. September 2013 waren keine Wertsteigerungsrechte ausübbar.
Der Ausübungspreis für die Wertsteigerungsrechte beträgt am Ende der Berichtsperiode EUR 3,47. Nachfolgende Tabelle enthält die der Bewertung der Wertsteigerungsrechte zugrunde gelegten Parameter:
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| 30.09.2013 | 30.09.2012 | |
|---|---|---|
| Dividendenrendite | 1,23 % | 1,00 % |
| Erwartete Volatilität | 41,70 % | 76,00 % |
| Risikoloser Zinssatz | 0,07 - 0,35 % | 0,14 % |
| Antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte | 1 bis 4 Jahre | 3 Jahre |
| Erwarteter Aktienkurs | EUR 6,93 bis 7,20 | EUR 5,09 |
| Angewandtes Modell | Binomial | Binomial |
Die antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte basiert auf den aktuellen Erwartungen und entspricht nicht zwingend dem tatsächlich eintretenden Ausübungsverhalten der Berechtigten. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der historischen Volatilität über einen der Laufzeit der Wertsteigerungsrechte ähnlichen Zeitraum auf künftige Trends geschlossen werden kann, wobei die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die angegebenen Bandbreiten ergeben sich aus unterschiedlichen Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten der virtuellen Aktienoptionen für die einzelnen Vorstandsmitglieder.
Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 1.232 | 1.370 |
| Währungseffekte | -28 | 3 |
| Zunahme | 826 | 0 |
| Abnahme | 0 | 141 |
| 2.030 | 1.232 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -1.216 | -934 |
| Stand am 30.09. | 814 | 298 |
Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss führten in folgenden Positionen zu passiven latenten Steuern:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 1.459 | 1.165 |
| Anlagevermögen | 1 | 1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11 | 23 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 551 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 8 | 43 |
| 2.030 | 1.232 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -1.216 | -934 |
| 814 | 298 |
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.
Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. aus einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gesamtergebnisrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst.
Über die Zusammensetzung und Entwicklung der Position gibt die nachfolgende Übersicht Auskunft:
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| in TEUR | Stand 01.10.2012 | Währungsdifferenz | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 30.09.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 87 | -2 | 13 | 2 | 73 | |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Personal | 30 | 0 | 28 | 2 | 28 | 28 |
| Ausstehende Rechnungen | 134 | -3 | 105 | 5 | 234 | 255 |
| Übrige | 257 | -2 | 213 | 10 | 244 | 276 |
| 421 | -5 | 346 | 17 | 506 | 559 | |
| Gesamt | 508 | -7 | 359 | 18 | 508 | 632 |
Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen umfassen sowohl die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als auch die sonstigen erhaltenen Anzahlungen. Diese stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Sonstige erhaltene Anzahlungen | 634 | 6 |
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo | 102 | 1.195 |
| 736 | 1.201 |
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden in Höhe der abgearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit der Position Forderungen saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen ausgewiesen.
Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen | 6.694 | 2.352 |
| Davon mit Forderungen saldiert | 5.958 | 1.151 |
| 736 | 1.201 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Dritten | 1.691 | 1.900 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen | 0 | 102 |
| 1.691 | 2.002 |
Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, zum Ausgleich einer Verpflichtung abfließen werden und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann. Die Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
Sie setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 307 | 284 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 110 | 0 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | 25 | 0 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 91 | 54 |
| 533 | 338 |
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen das Gebäude-Leasing in Lichtenau. Bei den übrigen sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um eine Einzahlungsverpflichtung in die Kapitalrücklage der LST Consult FZ-LLC. Diese wird erst im Geschäftsjahr 2013/2014 fällig.
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Anhang unter F. dargestellt.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2013 TEUR 127) sowie Pfandrechte an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (Valuta zum 30. September 2013 TEUR 69), siehe hierzu auch "Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten" (D.17.).
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 345 | 352 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 120 | 89 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 2.755 | 2.001 |
| Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten | 984 | 894 |
| 4.204 | 3.336 |
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen.
Der kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten umfasst abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen.
Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen.
Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IAS 18 und IAS 11. Umsätze für Produktverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich festgesetzt oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden. Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass der LS telcom AG der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Nachträglich gewährte Gutschriften sind in Abzug gebracht.
Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften (Wartung, Service und Seminare) werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 24,8 Mio. (i. V. EUR 20,8 Mio.) Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Fördermittel (TEUR 479; i. V. TEUR 429), Währungsgewinne (TEUR 214; i. V. TEUR 717) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 17; i. V. TEUR 122).
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, insofern hinreichende Sicherheit besteht, dass die Mittel gewährt werden und die Gesellschaft die mit der Gewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden entsprechend der Entstehung der zu kompensierenden Aufwendungen erfasst.
Sie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software. Zur Bewertung vgl. D.3.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2012/2013 | 2011/2012 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Waren | 5.293 | 4.125 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen | 7.154 | 4.645 |
| 12.447 | 8.770 |
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.
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| in TEUR | 2012/2013 | 2011/2012 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 13.166 | 10.110 |
| Soziale Abgaben | 2.174 | 1.699 |
| 15.340 | 11.809 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 216 | 151 |
Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus den separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, die integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs sind.
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| in TEUR | 2012/2013 | 2011/2012 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Reisekosten | 1.805 | 1.390 |
| Gebäude- und Grundstückskosten | 731 | 635 |
| Übrige | 3.100 | 2.368 |
| 5.636 | 4.393 |
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| in TEUR | 2012/2013 | 2011/2012 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | -1 | 115 |
| Zinserträge | 60 | 44 |
| Zinsaufwendungen | 276 | 282 |
| -217 | -123 |
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd. (TEUR 31) und der LST Consult FZ-LLC (TEUR -32) im Geschäftsjahr 2012/2013.
Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.
Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen.
Die Ertragsteuern umfassen die Aufwendungen und Erträge aus tatsächlichen und latenten Steuern. Die Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, es sein denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Aufwand (i. V. Ertrag) aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2012/2013 | 2011/2012 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 400 | 324 |
| Latente Steuern | 1.031 | -384 |
| 1.431 | -60 |
Der Aufwand (i. V. Ertrag) aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2012/2013 | 2011/2012 |
|---|---|---|
| Veränderung der Unterschiede nationale Handels- und Steuerbilanz | -22 | -25 |
| IFRS-Anpassungen | ||
| Leasing | -26 | -32 |
| Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | 397 | -153 |
| Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung | -7 | 2 |
| Entwicklungskosten | 294 | -132 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | -7 | -1 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -31 | 38 |
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 0 | -4 |
| Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen | -11 | 5 |
| Forderungen Fertigungsaufträge | 444 | -82 |
| 1.031 | -384 |
Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2012/2013 | 2011/2012 |
|---|---|---|
| Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.490 | 3.017 |
| Rechnerischer Steueraufwand (28 %) | 1.537 | 845 |
| Steuereffekt aus Verlustvorträgen | 223 | 107 |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | -328 | -879 |
| Auflösung Wertberichtigung latente Steuern Verlustvorträge | -70 | -172 |
| Nichtabzugsfähige Betriebsausgaben | 48 | 28 |
| Steuerfreie Einnahmen | -68 | -66 |
| Ausländische Quellensteuer | 173 | 134 |
| Periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern | 0 | -35 |
| Periodenfremde latente Steuern | -4 | -27 |
| Sonstiges | -1 | -15 |
| Steuersatzänderung Kanada | 0 | 19 |
| Unterschiedliche Steuersätze | -79 | 1 |
| Tatsächlicher Steueraufwand (i. V. -ertrag) | 1.431 | -60 |
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt:
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| Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 340 % | 11,9 % |
| Körperschaftsteuer (15 % vom Gewinn nach Gewerbesteuer) | 15,0 % |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) | 0,8 % |
| Tarifbelastung | 27,7 % |
| gerundet | 28,0 % |
Zur Ermittlung des Ergebnisses pro Aktie nach IAS 33 wird das den Aktionären zuzurechnende Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien dividiert.
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.161.000 (i. V. 5.162.398). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 3.823 (i. V. TEUR 3.008). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,74 (i. V. EUR 0,58). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie war nicht zu berechnen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.
In den Zahlungsströmen des Geschäftsjahres sind TEUR 64 (i. V. TEUR 53) erhaltene Zinsen und TEUR 310 (i. V. TEUR 315) gezahlte Zinsen enthalten. Im Berichtsjahr sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 511 (i. V. TEUR 297) bezahlt und keine Ertragssteuern (i. V. TEUR 1) erstattet worden.
Der Finanzmittefonds besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese enthalten neben den liquiden Mitteln auch jederzeit rückzahlbare Kontokorrentkredite von Banken. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 5.941 | 5.942 |
| Kontokorrentkredite | -25 | 0 |
| 5.916 | 5.942 |
Die Kontokorrentkredite werden in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe hierzu D.23.).
Der LS telcom Konzern bildet in seinem internen Berichtswesen die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Auf Basis dieses internen Berichtswesens beurteilt der Vorstand, der als verantwortliche Unternehmensinstanz für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Zuteilung der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten.
Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente - in Übereinstimmung mit der internen Berichtsstruktur des LS telcom Konzerns - in "Hardwarenahe Systeme", "Dienstleistungen" und "Softwaresysteme" aufgeteilt. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden:
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Software-Projekte.
Die Aufgliederung der zu berichtenden Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2013 | Hardwarenahe Systeme | Dienstleistungen | Softwaresysteme | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 7.335 | 8.347 | 22.236 | 0 | 37.918 |
| Investitionen | 2.199 | 346 | 1.860 | 319 | 4.724 |
| Abschreibungen | 636 | 199 | 1.270 | 0 | 2.105 |
| Segmentergebnis | 575 | 702 | 4.430 | 0 | 5.707 |
| Vermögenswerte des Segments | 10.106 | 3.350 | 17.629 | 677 | 31.762 |
| Schulden des Segments | 2.556 | 848 | 4.459 | 3.946 | 11.809 |
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| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2012 | Hardwarenahe Systeme | Dienstleistungen | Softwaresysteme | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 6.888 | 4.111 | 16.869 | 0 | 27.868 |
| Investitionen | 1.964 | 293 | 1.878 | 115 | 4.250 |
| Abschreibungen | 267 | 166 | 2.644 | 0 | 3.077 |
| Segmentergebnis | 460 | 199 | 2.481 | 0 | 3.140 |
| Vermögenswerte des Segments | 5.601 | 3.348 | 17.768 | 844 | 27.561 |
| Schulden des Segments | 1.502 | 898 | 4.764 | 3.476 | 10.640 |
Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzern-Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Segmentinformationen umfassen sowohl direkt zuordenbare als auch sinnvoll verteilbare Größen.
Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung bzw. Leistung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT ohne die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen) beurteilt.
Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt.
Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus den assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten.
Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen ohne die Einbeziehung der Zugänge aus assoziierten Unternehmen.
Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen werden dabei dem operativen Geschäftsbetrieb zugerechnet. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte. Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zum Ansatz assoziierter Unternehmen, zu aktiven latenten Steuern und zu Ertragsteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden.
Die Segmentschulden betreffen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns -anhand der Größen kurz- und langfristige finanzielle Verpflichtungen und den Steuerrückstellungen.
Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR Regionen | Inland | Europa | Mittlerer Osten | Asien/Pazifik | Afrika | Nord-und Südamerika |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz 2012/2013 | 1.914 | 5.759 | 8.773 | 5.694 | 8.328 | 7.450 |
| 2011/2012 | 1.906 | 5.708 | 9.441 | 3.967 | 3.529 | 3.317 |
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| in TEUR Regionen | Gesamt |
|---|---|
| Außenumsatz 2012/2013 | 37.918 |
| 2011/2012 | 27.868 |
Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert.
Im Geschäftsjahr wurden mit drei Kunden jeweils mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt. Die Umsatzerlöse entfallen auf die folgenden Segmente:
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| Umsatz | betroffene Segmente | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2012/2013 | TEUR | prozentual | Hardwarenahe Systeme | Dienstleistungen | Softwaresysteme |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kunde 1 | 7.526 | 19,8 | X | ||
| Kunde 2 | 4.155 | 11,0 | X | ||
| Kunde 3 | 4.061 | 10,7 | X | X |
Im Vorjahr wurden mit keinen Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt.
Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
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| Langfristige Vermögenswerte | 30.09.2013 TEUR |
30.09.2012 TEUR |
|---|---|---|
| Inland | 11.286 | 9.487 |
| Europa | 1.155 | 1.319 |
| Afrika | 216 | 149 |
| Nordamerika | 808 | 846 |
| 13.465 | 11.801 |
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, die Sachanlagen sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte.
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
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| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2013 | zum Fair Value bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Buchwerte übrige |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.887 | 6.930 | 2.957 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 758 | 26 | 732 | |
| Zahlungsmittel | 5.941 | 5.941 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.526 | 2.526 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.691 | 1.691 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 533 | 533 |
Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind gemäß IAS 11 bewertet und daher bei den Wertkategorien für Finanzinstrumente nicht erfasst.
Bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.
Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den aktuellen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente im Vorjahr waren den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
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| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2012 | zum Fair Value bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Buchwerte übrige |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 500 | 500 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.317 | 6.154 | 1.163 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.006 | 1.006 | ||
| Zahlungsmittel | 5.942 | 5.942 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.753 | 2.753 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.002 | 2.002 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 338 | 338 |
Daraus ergeben sich aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 die folgenden Werte:
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| in TEUR Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 13.603 | 13.602 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 26 | 0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | 4.750 | 5.093 |
Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR Nettoergebnis nach Bewertungskategorien | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 60 | 44 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | -276 | -282 |
| -216 | -238 |
Der LS telcom Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt die folgende Tabelle:
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| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2012/2013 D.10. | Bruttobuchwert | weder überfällig noch wertberichtigt | überfällig und nicht wertberichtigt | Wertberichtigung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 6.899 | 4.818 | 2.025 | 56 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 87 | 60 | 27 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 3.338 | 2.957 | 0 | 381 |
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| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2011/2012 D.10. | Bruttobuchwert | weder überfällig noch wertberichtigt | überfällig und nicht wertberichtigt | Wertberichtigung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 6.261 | 5.121 | 1.033 | 107 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 1.497 | 1.163 | 0 | 334 |
Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da der LS telcom Konzern vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei LS telcom verbleibt.
Die Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte zeigt folgendes Bild:
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| in TEUR 2012/2013 | überfällig und nicht wertberichtigt | überfällig bis 45 Tage | überfällig 45 - 90 Tage | überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 2.025 | 292 | 146 | 1.587 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 27 | 0 | 27 | 0 |
| 2.052 | 292 | 173 | 1.587 |
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| in TEUR 2011/2012 | überfällig und nicht wertberichtigt | überfällig bis 45 Tage | überfällig 45 - 90 Tage | überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 1.033 | 389 | 306 | 338 |
| 1.033 | 389 | 306 | 338 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 2012/2013 | 2011/2012 |
|---|---|---|
| Stand 1. Oktober | 107 | 126 |
| Auflösung | 106 | 20 |
| Verbrauch | 1 | 0 |
| Währungsdifferenz | 0 | 0 |
| Zuführung | 56 | 1 |
| Stand 30. September | 56 | 107 |
Im Berichtsjahr entstanden Forderungsverluste in Höhe von TEUR 121 (i. V. TEUR 1). Es handelt sich in Höhe von TEUR 106 (i. V. TEUR 0) um bereits im Vorjahr wertberichtigte Forderungen.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist. Des Weiteren pflegt die Gesellschaft eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass auch unter den Bestimmungen von Basel II weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
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| in TEUR 2012/2013 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.691 | 0 | 0 | 1.691 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 307 | 1.610 | 830 | 2.747 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) | 0 | 86 | 0 | 86 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.23.) | 226 | 0 | 0 | 226 |
| 2.224 | 1.696 | 830 | 4.750 |
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| in TEUR 2011/2012 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.002 | 0 | 0 | 2.002 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 284 | 1.507 | 1.246 | 3.037 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.23.) | 54 | 0 | 0 | 54 |
| 2.340 | 1.507 | 1.246 | 5.093 |
Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen auf die am 30. September 2013 (im Vorjahr: 30. September 2012) bestehenden Finanzverbindlichkeiten.
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| in TEUR 2012/2013 | Cashflow 2014 | Cashflow 2015 - 2019 | Cashflow 2020 ff. | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.691 | 0 | 0 | 1.691 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 496 | 2.115 | 410 | 3.021 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) | 0 | 86 | 0 | 86 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.23.) | 226 | 0 | 0 | 226 |
| 2.413 | 2.201 | 410 | 5.024 |
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| in TEUR 2011/2012 | Cashflow 2013 | Cashflow 2014 - 2018 | Cashflow 2019 ff. | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.002 | 0 | 0 | 2.002 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 495 | 2.118 | 909 | 3.522 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.23.) | 54 | 0 | 0 | 54 |
| 2.551 | 2.118 | 909 | 5.578 |
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Dabei kommen Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2013 | EUR | CAD | THB | ZAR | USD | TND |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 3.846 | 252 | 67 | 1 | 1.371 | 64 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 3.195 | 380 | 426 | 1.185 | 1.630 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 639 | 2.285 | 0 | 33 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Beteiligungen | 27 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.278 | -28 | -5 | -38 | -150 | 0 |
| Summe | 6.429 | 2.889 | 488 | 1.181 | 2.851 | 64 |
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| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2013 | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 330 | 10 | 5.941 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 27 | 0 | 6.843 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 2.957 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 60 | 87 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -153 | -39 | -1.691 |
| Summe | 204 | 31 | 14.137 |
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| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2012 | EUR | CAD | THB | ZAR | USD | SAR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 3.170 | 963 | 0 | 75 | 1.657 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 2.886 | 468 | 0 | 415 | 2.230 | 78 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 907 | 141 | 0 | 115 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.598 | -88 | -35 | -17 | -126 | 0 |
| Summe | 5.365 | 1.484 | -35 | 588 | 3.761 | 78 |
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| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2012 | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 0 | 77 | 5.942 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 47 | 30 | 6.154 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 1.163 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -126 | -12 | -2.002 |
| Summe | -79 | 95 | 11.257 |
Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
| ― | Originäre Finanzinstrumente (Forderungen, flüssige Mittel, Schulden), die unmittelbar in funktionaler Währung geführt sind, unterliegen keinen Währungskursänderungen und haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. |
| ― | Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind, wirken sich auf das Währungsergebnis aus und werden daher in die ergebnisbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen. |
| ― | Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die in eine wirksame Cashflow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind, wirken sich auf die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital aus. Sie werden daher in die eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen |
Ein Anstieg sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Gesamtergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 771 (i. V. TEUR 592) - davon TEUR 283 (i. V. TEUR 376) bei Änderungen des USD und TEUR 289 bei Änderungen des CAD - verbessert. Ein Rückgang sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Ergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 771 (i. V. TEUR 592) - davon TEUR 283 (i. V. TEUR 376) bei Änderungen des USD und TEUR 289 bei Änderungen des CAD - verschlechtert.
Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder sowie Geldmarktfonds getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfall- bzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinsaufwendungen und -erträge, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
| ― | Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. |
Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würden sich das Ergebnis und das Eigenkapital per 30. September 2013 bei einer Zinsänderung um 100 Basispunkte um TEUR 16 verändern (i. V. TEUR 17).
IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.
Der LS telcom Konzern hatte zum 30. September 2013 und 30. September 2012 keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverträgen.
Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung:
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 446 | 317 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 1.168 | 338 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 643 | 7 |
| 2.257 | 662 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 50 nahe stehende Personen und Unternehmen (siehe auch H.3.). Die Gesellschaft hat im Vorjahr keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens hatten.
Es besteht ein Bestellobligo betreffend Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 132 (i. V. TEUR 145).
Nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinn des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen nahe stehende Personen und die assoziierten Unternehmen der Gruppe.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 erfolgten folgende Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen:
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| in TEUR | Assoziierte Unternehmen | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 118 | - | 118 |
| Materialaufwand | 153 | - | 153 |
| Sonstige Aufwendungen | 28 | 89 | 117 |
| Forderungen | 87 | - | 87 |
| Verbindlichkeiten | 91 | - | 91 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | - | 50 | 50 |
| 477 | 139 | 616 |
Die Gesellschaft hat im Vorjahr keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens hatten.
Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart.
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| in TEUR | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 64 | 66 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 8 | 16 |
| Sonstige Leistungen | 4 | 2 |
| Gesamthonorar | 76 | 84 |
Am 7. Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären sowie der Öffentlichkeit auf der Webseite der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller
(Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
Prof. Dr. Werner Wiesbeck
(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
Dipl.-Finw. Karl Hensinger
(Finanzwirt), Laupheim
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus.
Dem Vorstand gehören an die Herren:
Dr. Manfred Lebherz
(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
Dr. Georg Schöne
(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau
Dipl.-Ing. Roland Götz
(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.749 (i. V. TEUR 1.103) erfasst. Davon betreffen TEUR 793 (i. V. TEUR 716) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 956 (i. V. TEUR 387) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 527 (i. V. TEUR 33) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis vier Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an den Vorstand letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 Bezüge in Höhe von TEUR 57 (i. V. TEUR 33).
Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.612.454 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Für die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 4.421.277,64 einen Betrag von EUR 0,25 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 21. November 2013
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Wir haben den von der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, aufgestellten Konzern-Abschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den KonzernLagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 geprüft. Die Aufstellung von KonzernAbschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzern-Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 22. November 2013
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Wolfgang Berger, Wirtschaftsprüfer
Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer
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