Annual Report • Dec 23, 2014
Annual Report
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Spektrum-Management | Spektrum-Monitoring | Funknetzplanung | Dienstleistungen
| LS telcom Konzern-Ergebnisse im Überblick nach IFRS 1) | 2013/2014 | 2012/2013 | Differenz absolut |
Differenz relativ in % |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in TEUR | 36.232 | 37.918 | -1.686 | -4,4 | |
| Ertragsdaten | Exportquote in % |
95,4 | 95,0 | 0,4 | ||
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) |
in TEUR | 4.900 | 7.812 | -2.912 | -37,3 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | in TEUR | 2.192 | 5.707 | -3.515 | -61,6 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | in TEUR | 1.835 | 5.489 | -3.654 | -66,6 | |
| Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenanteilen) | in TEUR | 1.067 | 3.823 | -2.756 | -72,1 | |
| Investitionen gesamt | in TEUR | 4.664 | 4.569 | 95 | 2,1 | |
| Finanzdaten | Abschreibungen gesamt | in TEUR | 2.708 | 2.105 | 603 | 28,6 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | in TEUR | 1.872 | 64 | 1.808 | 2.825,0 | |
| Liquide Mittel (Kasse, Bank, Wertpapiere des Umlaufvermögens) |
in TEUR | 7.792 | 5.941 | 1.851 | 31,2 | |
| Bilanzdaten | Bilanzsumme | in TEUR | 38.328 | 31.762 | 6.566 | 20,7 |
| Eigenkapital | in TEUR | 20.894 | 19.953 | 941 | 4,7 | |
| Eigenkapitalquote | in % | 54,5 | 62,8 | -8,3 | ||
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 0,20 | 0,74 | -0,54 | -73,0 | |
| Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (30.09.) | in EUR | 7,85 | 10,97 | -3,12 | -28,4 | |
| Jahreshoch/-tief (Schlusskurs) | in EUR | 11,6/7,55 | 11,15/4,98 | |||
| Kennzahlen Aktie | Anzahl der Aktien | 5.335.000 | 5.335.000 | |||
| Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (Schlusskurs 30.09.) |
in TEUR | 41.880 | 58.525 | -16.645 | -28,4 | |
| Liquidität je Aktie | in EUR | 1,46 | 1,11 | 0,35 | 31,5 | |
| Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30.09.) | 260 | 252 | 8 | 3,2 | ||
| Mitarbeiter | Personalaufwand | in TEUR | 17.638 | 15.340 | 2.298 | 15,0 |
1) International Financial Reporting Standards (Internationale Rechnungslegungsregeln)
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| Vorwort des Vorstands | 6 | |
|---|---|---|
| Unternehmensentwicklung | 8 | |
| Bedeutende Ereignisse im Geschäftsjahr 2013/2014 |
9 | |
| Bericht des Aufsichtsrats | 10 | |
| Lagebericht | 12 | |
| I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS | 12 | |
| A | Geschäftsmodell des Konzerns | 12 |
| B | Leitung und Kontrolle | 12 |
| C Markt und Wettbewerb | 13 | |
| n Kunden | 13 | |
| n Produkte | 14 | |
| n Wettbewerb | 15 | |
| D Unternehmensstrategie, Steuerung des Unternehmens und Unternehmesziele |
16 | |
| n Unternehmensstrategie | 16 | |
| n Steuerung des Unternehmens | 17 | |
| n Unternehmensziele | 17 | |
| II. WIRTSCHAFTSBERICHT | 18 | |
| A | Geschäft und Rahmenbedingungen | 18 |
| n Marktumfeld und Absatzentwicklung | 18 | |
| n Unternehmenssituation | 19 | |
| n Niederlassungen und ausländische Gesellschaften |
21 | |
| n Mitarbeiter | 22 | |
| n Produktentwicklung | 22 | |
| n Forschung und Entwicklung | 22 | |
| n Die LS telcom AG an der Börse | 23 |
| B | Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des LS telcom Konzerns |
23 |
|---|---|---|
| n Geschäftsverlauf, Umsatz- und Ergebnisentwicklung |
23 | |
| n Vermögenslage und Investitionen | 25 | |
| III. NACHTRAGSBERICHT | 26 | |
| IV. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 26 | ||
| A | Risikobericht | 26 |
| n Risikomanagment | 26 | |
| n Internes Kontrollsystem (IKS) | 27 | |
| n Bestand des Konzerns ist gesichert | 28 | |
| n Risiken der künftigen Entwicklung | 28 | |
| B | Prognosebericht | 31 |
| V. BERICHTERSTATTUNG GEMÄSS § 315 ABS. 4 HGB |
32 | |
| n Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals |
32 | |
| n Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen |
32 | |
| n Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital |
32 | |
| n Inhaber von Aktien mit Sonderrechten | 32 | |
| n Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen |
32 | |
| n Gesetzliche Vorschriften und Satzungs- bestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen |
32 | |
| n Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien |
32 | |
| n Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen |
34 | |
| n Entschädigungsvereinbarungen | 34 |
| VI. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS GEMÄSS § 315 ABS. 2 NR. 4 HGB |
34 |
|---|---|
| n Aufsichtsrat und Vorstand | 34 |
| n Vergütungsbericht | 35 |
| VII. BERICHT ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT NAHE STEHENDEN PERSONEN |
36 |
| VIII. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENS FÜHRUNG GEMÄSS § 289 a HGB |
36 |
| IX. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER |
36 |
| Die LS telcom-Aktie | 38 |
| n Kursentwicklung | 38 |
| n Aktionärsstruktur | 39 |
| n Investor Relations | 39 |
| Corporate Governance Bericht 2014 | 40 |
| n Erklärung des Vorstands und des Aufsichts- rats der LS telcom AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG vom 01. Dezember 2014 |
40 |
| n Vergütung des Vorstands und des Aufsichts- rats (Ziffer 4.2.5 und 5.4.6 des Kodex) |
42 |
| n Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner Zusammensetzung (Ziffer 5.4 des Kodex) |
42 |
| n Interessenkonflikte (Ziffer 4.3, 5.4.2 und 5.5 des Kodex) |
42 |
| n Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte sowie Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat (Ziffer 6.6 des Kodex) |
43 |
| n Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft (Ziffer 7.1.3 des Kodex) |
43 |
| Mehrjährige Kennzahlenübersicht | ||
|---|---|---|
| Jahresabschluss | 48 | |
| Konzern-Abschluss gemäß IFRS | ||
| n Konzern-Bilanz | 48 | |
| n Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 50 | |
| n Konzern-Eigenkapitalveränderungs rechnung |
51 | |
| n Konzern-Kapitalflussrechnung | 52 | |
| n Entwicklung des Konzern Anlagevermögens |
54 | |
| n Konzern-Anhang | 56 | |
| n Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Konzern-Abschluss |
97 | |
| Jahresabschluss gemäß HGB | ||
| n Bilanz | 98 | |
| n Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 100 | |
| n Entwicklung des Anlagevermögens | 102 | |
| n Anhang | 104 | |
| n Lagebericht | 114 | |
| n Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss |
128 | |
| Ansprechpartner und Termine | ||
in den vergangen Jahren konnten wir Ihnen an dieser Stelle stets über neue Höchstwerte bei Umsatz und Ergebnis berichten. Das Geschäftsjahr 2013/2014 war geprägt von unterschiedlichen belastenden Ereignissen, manche der Weltpolitik und sonstigem Weltgeschehen geschuldet, einige begründet in der Materialisierung typischer Risiken des für unser Unternehmen immer noch sehr relevanten Projektgeschäfts. Letztlich konnten wir die Erfolge der Vorjahre nicht wiederholen und haben die uns gesetzten Ziele einer Umsatz- und Ergebnissteigerung verfehlt.
Jedes der drei Geschäftssegmente, "Softwaresysteme", "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen" musste einen Rückgang des jeweiligen Segmentergebnisses verzeichnen. Lediglich im Segment "Dienstleistungen" gelang es, den Vorjahresumsatz zu übertreffen.
Damit Sie die Schwierigkeiten und besonderen Belastungen, denen wir im Geschäftsjahr 2013/2014 ausgesetzt waren, besser verstehen, möchten wir Ihnen hierzu etwas nähere Ausführungen zu den erwähnenswerten (meist einmaligen) Negativeffekten geben:
und Ressourcen aus Produktivbereichen gebunden haben, sich aber langfristig positiv auswirken werden.
Es geht hier nicht darum, den Vorstand von der Verantwortung für das Verfehlen unserer Ziele mit einer ganzen Reihe von Entschuldigungen freizusprechen. Die obige Liste an Effekten soll Ihnen jedoch ein besseres Verständnis für den Verlauf des Geschäfts im abgelaufenen Jahr vermitteln. Sie können darin auch erkennen, dass es sich hierbei zu weiten Teilen um einmalige Effekte handelt. Auch in der Vergangenheit hatten wir regelmäßig mit ähnlich belastenden Gegebenheiten zu kämpfen. Die Bündelung so vieler Negativeinflüsse wie im vergangenen Geschäftsjahr war allerdings so nicht zu erwarten oder in einer Planung abzubilden. Wir gehen davon aus, dass sich dies in einer solchen Zusammenballung auch nicht wiederholen wird. Unter Berücksichtigung all dieser Negativeffekte hat sich das Unternehmen gut geschlagen; ohne diese Besonderheiten hätte unser Geschäftsergebnis sehr viel besser ausgesehen.
Wir hoffen, dass die Ebola-Epidemie bald soweit eingedämmt wird, dass in Westafrika keine geschäftsverhindernden Reisebeschränkungen mehr vorherrschen, zumal sich hier durchaus weitere Geschäftsmöglichkeiten bieten. Kritisch zu sehen sind aber nach wie vor die Entwicklungen in den diversen Unruheregionen unserer Welt, insbesondere die derzeitige Instabilität im Nahen und Mittleren Osten. Je nach weiterer Eskalation dort oder in der Ukraine-Krise und dem damit zusammenhängenden Russland-Embargo, könnte das Geschäft des Konzerns sehr nachteilig beeinflusst werden, da geplante Projekte nicht oder erst mit deutlicher Zeitverzögerung umgesetzt werden könnten.
Mit den Risiken großvolumiger Projekte, insbesondere mit Projektverschiebungen, werden wir auch künftig umgehen müssen. Ein hoher Anteil der Umsatzerlöse des LS telcom Konzern entstammt im Geschäftsjahr aber - ebenso wie in den Vorjahren - einer Vielzahl an Kunden und kleinerer bis mittelgroßer Projekte, die aus dem seit Firmengründung kontinuierlich aufgebauten, treuen Kundenstamm generiert wurden. Diese sehr breit gestreuten Projekte stellen neben den laufenden Wartungsverträgen, deren Volumen seit Jahren kontinuierlich ansteigt, eine verlässliche Umsatzgrundlast dar und tragen zu einer hohen Stabilität des Unternehmensgeschäfts bei.
Die LS telcom AG steckt seit Jahren viel Aufwand in den Aufbau neuer Tochtergesellschaften und Beteiligungen, mit dem Ziel, neue Märkte zu erschließen und mit größerer Nähe zu Kunden in den Zielregionen mehr Geschäft zu entwickeln. Aufgrund der für unsere Produkte typischen, langen Vorlaufzeiten waren die diversen neuen Konzernmitglieder, wie unter anderem die Colibrex GmbH oder die LS telcom Inc., im vergangenen Geschäftsjahr nochmals defizitär, was sich ebenfalls im Konzern-Umsatz und im Konzern-Ergebnis abbildet. Wir prüfen diese Investitionen regelmäßig auf ihre mittelbis langfristige Werthaltigkeit und Erfolgsaussichten und sind in jedem Einzelfall davon überzeugt, dass sich diese Investitionen in die Geschäftsentwicklung auszahlen werden. In diesem Geschäftsjahr ließen sich bereits sehr wertvolle Pilotprojekte mit neuen Produkten bei renommierten Kunden umsetzen, was uns positiv für die mittel- und langfristige Entwicklung stimmt.
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Wie im Vorjahr musste das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2013/2014 in Anbetracht der hohen Projektauslastung die richtige Balance zwischen dem Einsatz neuer Mitarbeiter und externer Kräfte finden, um zu gewährleisten, dass die Kundenprojekte vertragsgemäß abgewickelt werden konnten. Mit dem vor Allem im Vorjahr erfolgten Personalaufbau sollte das Unternehmen gut aufgestellt sein, auf dem aktuellen Umsatzniveau die Anforderungen aus Kundenprojekten und Neuentwicklungen gleichermaßen zu bewältigen und weiteres Wachstum zu stemmen. Nach ausreichender Einarbeitung der neuen Mitarbeiter und entsprechenden Projektübergaben sollte es möglich sein, die durch externe Dienstleister gegebene Kostenlast zu reduzieren. Dies wird dann auch direkt der Marge für das Betriebsergebnis zugutekommen.
Obwohl wir aus den zuvor dargestellten Gründen einen deutlich geringeren Auftragseingang verbuchen konnten als geplant, sehen wir das Geschäft der LS telcom Firmengruppe für die nähere Zukunft recht gut nach unten abgesichert. Der aktuelle Auftragsbestand von knapp EUR 38 Mio. bereitet unserem Unternehmen weiterhin ein gutes Polster, auf dem aufgebaut werden kann. An der grundsätzlich positiven Marktlage hat sich nichts substanziell geändert, die Nachfrage ist weiterhin zufriedenstellend und sollte sich aufgrund der politischen Vorgaben weltweit zur Verbesserung der Breitbandversorgung und zur Digitalisierung von Funkdiensten sowie durch die Entwicklung neuer Technologien gegebenen Dynamik auf absehbare Zeit auch nicht verschlechtern.
Die wirtschaftlichen, politischen und technischen Rahmenbedingungen sind derzeit gegeben: Ein zunehmendes Sicherheitsbedürfnis und der Wunsch nach Effizienzsteigerungen in Betriebsabläufen erfordern die Digitalisierung von Betriebsfunknetzen der Großindustrie und den Aufbau moderner regionaler und nationaler Behördennetze. Politisch wird weltweit die Umverteilung großer Frequenzbereiche vorangetrieben, um damit möglichst großflächig die Breitbandversorgung der Bevölkerung als Grundlage für wirtschaftliches Wachstum zu sichern. Wo sich dies als schwierig darstellt, sollen neue Technologien und Konzepte eingeführt werden, wie bspw. kognitive "White Space"-Geräte, die über intelligente Verfahren und unter Nutzung entsprechender Datenbanklösungen temporär selbständig freies Frequenzspektrum detektieren und nutzen. Diese neuen Funktechnologien und -anwendungen benötigen wiederum neue Messverfahren zur effizienten Funküberwachung. Auch neue eigenständige Funknetze zur Maschine-zu-Maschine-Kommunikation, wie sie das "Internet of Things" oder die funkbasierte Fernüberwachung von Produktionsprozessen mit SCADA-Anwendungen bringen werden, dürften zusätzliche Chancen für die Produkte der LS telcom eröffnen. LS telcom hat diesbezüglich bereits Investitionen getätigt und wird hier weiter wo sinnvoll und nötig investieren. Wir sind daher für die potenziellen Zukunftsmärkte gut aufgestellt.
Die LS telcom AG verfügt in den von uns adressierten Teilmärkten nach wie vor über entscheidende Kompetenz- und Technologievorteile gegenüber dem Wettbewerb. Innovationen werden permanent generiert, wobei der Antrieb dafür gleichermaßen aus eigenen Ideen, den Anforderungen aus Kundenprojekten und auch aus der Beteiligung an eigenständigen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen resultiert. Um den technologischen Vorsprung des Unternehmens gegenüber dem Wettbewerb zu sichern, hat die LS telcom AG auch in diesem Geschäftsjahr wieder sehr stark in Neuentwicklungen investiert und dafür – zusätzlich zu der Vielzahl
in Kundenprojekten geschaffener Neuerungen – etwa EUR 5,9 Mio. eingesetzt, deutlich mehr als in den Vorjahren. Damit hat der LS telcom Konzern seinen technischen Vorsprung nicht nur gesichert, sondern weiter ausgebaut und sieht sich sehr gut für die Zukunft gerüstet.
Damit unsere Liquidität durch die hohe Investitionstätigkeit (Forschung & Entwicklung, Neugründungen und Akquisitionen) nicht zu sehr belastet wird, haben wir uns dazu entschlossen, ein sehr günstiges Innovationsdarlehen aus dem Förderprogramm der KfW in Anspruch zu nehmen.
Der Erfolg unseres Unternehmens sowie die erarbeitete Spitzenstellung im Markt beruht in allererster Linie auf den herausragenden Leistungen und dem vorbildlichen Einsatz unserer Mitarbeiter. Wir bedanken uns deshalb ganz besonders bei all unseren Mitarbeitern für die in den vergangenen zwölf Monaten geleisteten Anstrengungen und erzielten Ergebnisse.
Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle jedoch auch bei unseren Geschäftspartner für die gute Zusammenarbeit sowie bei unseren Kunden und Ihnen, sehr geehrte Aktionäre, für Ihr Vertrauen und Ihre Treue zu unserem Unternehmen.
Unter Berücksichtigung der vorhandenen Liquidität sowie als Zeichen der Erwartung des Vorstands, dass sich die Geschäftslage im neuen Geschäftsjahr 2014/2015 wieder bessern wird, haben wir in unserem Gewinnverwendungsvorschlag die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 0,10 pro Aktie vorgeschlagen.
Auf das neue Geschäftsjahr 2014/2015 blicken wir mit der Zuversicht, dass die hohen Investitionen der Vergangenheit in den Aufbau neuer Tochtergesellschaften und die Erschließung neuer Märkte Früchte tragen und unser Unternehmen an den Wachstumskurs der vergangenen Jahre wieder anknüpfen kann.
Dezember 2014
Der Vorstand
Roland Götz Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne
September 2014
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| Januar 2014 | Das malaiische Unternehmen PSSB gewinnt mit Beratung und Netzplanung von LS telcom die Lizenz für den Aufbau, Betrieb und Management des landesweiten terrestrischen digitalen TV-Netzes in Malaysia. |
|---|---|
| April 2014 | Projektabschluss für das Frequenz-Management System der Regulierungsbehörde TRA im Oman mit großer Eröffnungszeremonie. Für dieses Projekt wurde die TRA Ende 2014 auch mit dem "Sultan Qaboos Award for Excellence in eGovernment 2014" ausgezeichnet. |
| Mai 2014 | LS telcom wird ISO 9001:2008 zertifiziert. |
| Juni 2014 | Kauf des Geschäfts RadioSoft Inc. in Toccoa, Georgia/USA |
| Juli 2014 | Lieferung von Funkmesssystemen (Feststationen und Messfahrzeuge) für die Regulierungsbehörden in Tschad und Guinea. |
| Inbetriebnahme des Spektrum-Management-Systems von Industry Canada |
für die Richtfunklizenzierung, erstes Projekt basierend auf der neuen
SPECTRAweb 4.0 Technologie.
Das zurückliegende Geschäftsjahr 2013/2014 war aufgrund verschiedener weltpolitischer Ereignisse für die LS telcom AG ein durchaus schwieriges Geschäftsjahr. Vor diesem Hintergrund sind wir mit den erzielten Ergebnissen und der nach wie vor bestehenden Dividendenfähigkeit des Unternehmens durchaus zufrieden, auch wenn bei stabileren Verhältnissen der politischen Weltlage noch wesentlich bessere Unternehmenskennzahlen hätten vorgewiesen werden können.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat den Vorstand auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 intensiv unterstützt.
Die technologische Weltmarktführung und die unangefochtene herausragende Qualität der Produkte und Systeme der LS telcom AG im Zusammenwirken mit dem Erfahrungsschatz und dem Können der Mitarbeiter haben auch im Geschäftsjahr 2013/2014 für einen weiteren Ausbau der Marktstellung und für eine Stabilisierung der Ertragskraft des LS telcom Konzerns gesorgt. Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im zurückliegenden Geschäftsjahr die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben intensiv wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei auch weiterhin die weltweite strategische Expansion des Konzerns, der Auf- und Ausbau der Geschäftsaktivitäten der in der jüngeren Vergangenheit neu gegründeten Tochtergesellschaften, die Erschließung weiterer Geschäftsfelder zur Nutzung neuer künftiger Geschäftschancen, die technologische und entwicklungstechnische Integration der Tochtergesellschaften in den Konzern und die Akquisition sowie Abwicklung weiterer zukunftsweisender Großprojekte. An der mit der Weiterentwicklung der Konzern-Strukturen verbundenen Aufgabe einer immer komplexeren Konzern-Steuerung und der damit verbundenen Mechanismen des Risk-Management und des Risk-Controlling auf Konzern-Ebene hat auch der Aufsichtsrat entscheidend mitgewirkt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahrs ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung beraten und unterstützt.
In seinen Sitzungen vom 29.11.2013, 24.02.2014, 16.05.2014, 18.08.2014 sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses am 28.11.2014 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die wirtschaftliche Situation des Konzerns und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahres durch umfassende Berichte über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung – insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risk-Management und das Risk-Controlling – und über sämtliche Vorgänge von besonderer Tragweite und Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Konzerns wurden regelmäßig, auch außerhalb förmlicher Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend besprochen, vom Aufsichtsrat verantwortlich begleitet und von diesem überwacht.
Der Aufsichtsrat hat sich in umfangreichen schriftlichen Berichten durch den Vorstand lückenlos und detailliert über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften unterrichten lassen. Er hat ferner die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht.
Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Fortschreibung des Risk-Management- und des Risk-Controlling-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex übernommen.
Nicht zuletzt den bewährten und effizienten Mechanismen des Risikomanagements und Risiko-Controlling im LS telcom Konzern ist es zu verdanken, dass der Konzern auch im zurückliegenden Geschäftsjahr keine gravierenden Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte und stets auf ausreichende Liquiditätspolster zur Abdeckung aller operativen Geschäftsaktivitäten zurückgreifen konnte.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Kontrollgremium in seiner Bilanzsitzung vom 28.11.2014 den Jahresabschluss des Berichtsjahres festgestellt und den Konzern-Abschluss gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt und die Unternehmensplanung 2014/2015 sowie die Mittelfristplanung bis 2017 verabschiedet.
Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
die Erschließung und der Ausbau neuer technologischer Geschäftsfelder
die Konzern-Planung 2014/2015
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesen kompetent und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2014, wurden durch die Ebner Stolz GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert und im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.
Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss, den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.
Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten.
Die hervorragende Qualifikation, Erfahrung, Kreativität und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin der entscheidende Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane sich für das laufende Wirtschaftsjahr und für die nähere Zukunft gesetzt haben.
Für ihren vorbildlichen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Stuttgart/Lichtenau, den 06. Dezember 2014
Dr. Winfried Holtermüller Rechtsanwalt Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG
Die LS telcom AG ist die Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns und steuert dessen operatives Geschäft. Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2014 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der RadioSoft Inc., Toccoa, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Lichtenau, und bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, in denen die LS telcom AG als Alleingesellschafterin jeweils 100 % der Anteile hält. Daneben bestehen Beteiligungen bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, mit 51 %, bei der LST Middle East FZ-LLC., Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate, mit 49 % sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China, mit 40 %. Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 zudem eine Niederlassung in Budapest und ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman.
LS telcom ist weltweit einer der führenden Systemhersteller und Dienstleistungspartner im Bereich der Planung und des Managements von Funknetzen. LS telcom deckt mit ihrem Produktportfolio aus Beratungsdienstleistungen sowie integrierten Soft- und Hardwaresystemen die gesamte Wertschöpfungskette in der Nutzbarmachung des Funkspektrums ab und positioniert sich so als "One-Stop-Shop"- Anbieter.
Die optimale Nutzung der begrenzten, natürlichen Funkfrequenz-Ressource, die Planung von Funknetzen, ihre schnelle Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die Minimierung von Interferenzen sowie die weitere Erschließung geeigneter Funkstandorte sind typische Aufgabenfelder, in denen das Produktspektrum von LS telcom zum Einsatz kommt.
Mit ihrem Software, Hardware und Dienstleistungen umfassenden Produktportfolio befindet sich LS telcom in einem ausgesprochenen Wachstumsmarkt. Rundfunk und Mobilfunk, Flugüberwachung, Polizei- und Taxifunk, analoges und digitales Radio und Fernsehen, Richtfunk und Satellitenverbindungen, alle diese Dienste nutzen Funkfrequenzen für die drahtlose Übertragung von Sprache oder Daten. Weltweit – in Industrie- ebenso wie in Entwicklungsländern – führt der beständig steigende Bedarf an Sprach- und Datenkommunikation, die daraus resultierende Einführung stets neuer leistungsfähigerer Funktechnologien (z. B. GSM -> UMTS -> LTE) und der damit einhergehende Netzausbau zu einer Verknappung des freien Funkfrequenzspektrums. Die effiziente
Planung und Verwaltung dieser begrenzten Ressource wird deshalb immer wichtiger.
Um das vorhandene, endliche Frequenzspektrum so nachhaltig und für ihre Belange so förderlich wie möglich ausschöpfen zu können, benötigen Funknetzbetreiber und Regulierungsbehörden nicht nur spezielle Software- und Dienstleistungsangebote zur Planung und zum Management der Funknetze, sondern auch entsprechende Messsysteme zur Kontrolle und Optimierung der Spektrumnutzung. Auch die Nutzung des Frequenzspektrums durch intelligente Geräte, wie beispielsweise die sogenannten "White Space Devices" und "Cognitive Radios", die sich selbst aus einer zentralen Datenbank und mit Hilfe eigener Messungen immer die für sie geeignetsten Funkfrequenzen herauspicken, bedarf entsprechend unterstützender, leistungsfähiger Infrastruktur und Datenbankdiensten im Hintergrund.
Die standardisierten Produkte und Dienstleistungen von LS telcom können in allen Funknetzen weltweit eingesetzt werden. Die Palette reicht von Mobil-, Richt- und Flugfunknetzen bis hin zu TV- und Hörfunknetzen und deckt insbesondere auch die speziellen Anforderungen von regionalen und nationalen Regulierungsbehörden umfassend ab.
Die LS telcom AG hat ihren Sitz in Lichtenau (Baden) und unterliegt als deutsche Gesellschaft dem deutschen Aktienrecht. Der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung sind die Organe der Gesellschaft. Die LS telcom AG hat ein duales Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat - Geschäftsleitung und Geschäftskontrolle sind dementsprechend streng voneinander getrennt.
Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung mit dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes und im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Parteien. Der Vorstand besteht zur Zeit aus drei Vorständen. Jedes Mitglied ist für seinen Aufgabenbereich gemäß der Geschäftsordnung des Vorstands verantwortlich. Der Gesamtvorstand hat jedoch eine gemeinschaftliche Verantwortung für die Geschäftsleitung des Konzerns. Im Rahmen dieser Gesamtverantwortung arbeiten die drei Vorstände in ihrem jeweils zugewiesenen Aufgabenbereich kollegial und vertrauensvoll zum Wohle des Unternehmens zusammen. Der Vorstand ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens zuständig und stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat der LS telcom AG regelmäßig über die gesetzlichen Berichterstattungspflichten hinaus über alle für das Unternehmen und den Konzern relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und Konzerns. Er führt keine Geschäftsführungsfunktion aus, der Vorstand darf jedoch bestimmte Geschäfte und Maßnahmen nicht ohne die Zustimmung des Aufsichtsrats ausführen. Dem Aufsichtsrat der LS telcom AG gehören derzeit drei Mitglieder an, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat tritt mindestens einmal pro Kalenderquartal zusammen.
Die Dienstleistungen und Systemlösungen (bestehend aus Software und Hardware) werden von LS telcom für die gesamte Bandbreite der Unternehmen und Organisationen konzipiert, die im Bereich der drahtlosen Telekommunikation tätig sind. Das sind einerseits nationale und regionale Regulierungsbehörden, die Funklizenzen zuteilen und kontrollieren, andererseits Netzbetreiber, die als Lizenznehmer Funkfrequenzen benötigen, um Telekommunikationsdienstleistungen anbieten zu können oder Behörden, Institutionen und Firmen, die als professionelle Anwender in ihrem Kerngeschäft Produktivitätssteigerungen oder sonstige Vorteile durch die Verwendung moderner Funksysteme erzielen können.
LS telcom ist weltweit aktiv, wobei aktuelle Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit in Europa, in der Golfregion, in Asien, in Nordamerika und im südlichen Afrika liegen, aber auch Restafrika und Australien gute Umsatzbeiträge liefern. Überall legen die Kunden neben einer sorgfältigen Implementierung der von ihnen gewünschten Lösung auch großen Wert auf weitergehende Unterstützung, Wartung, Softwarepflege und Anpassung der Produkte an neue technische Entwicklungen. LS telcom unterhält diverse Tochtergesellschaften und Beteiligungen, die ihrerseits jeweils über eigene gute Marktzugänge verfügen und die Marktabdeckung komplementär zur LS telcom AG ergänzen.
Funknetzbetreiber optimieren mit der Software von LS telcom den Auf- und Ausbau ihrer Netze (Aufbau möglichst weniger Senderstationen innerhalb kürzester Zeit, um ein bestimmtes Versorgungsniveau zu erreichen). Sie sind daran interessiert, die Planung ihrer Sendestandorte so zu optimieren, dass bei hoher Qualität und hohem Versorgungsgrad die Investitionen für Sendeanlagen und die laufenden Betriebskosten möglichst gering ausfallen. LS telcom hat spezielle
Softwarepakete entwickelt, die zur Erfüllung dieser Analyseund Optimierungsanforderungen ausgezeichnet geeignet sind. Funknetzbetreiber aus allen Frequenz- und Dienstebereichen setzen die Softwarelösungen von LS telcom für die verschiedensten analogen und digitalen Systemtechnologien ein.
Zu den Kunden zählen "klassische" Funknetzbetreiber, wie beispielsweise Rundfunkveranstalter (Radio und TV), Mobilfunknetzbetreiber und Anbieter von Richtfunk- sowie Point-to-Multipoint-Netzen (PMP) aber auch große Industrieunternehmen, die eigene Betriebs- und Sicherheitsfunknetze betreiben.
Professionelle Anwender haben hohe und vielfältige Anforderungen an ihre mobilen Kommunikationslösungen. Diese müssen sich optimal an betriebliche Organisations- und Kommunikationsstrukturen anpassen, hohe Sicherheit der Informationsübermittlung hinsichtlich Verfügbarkeit und Integrität gewährleisten und nicht zuletzt auch wirtschaftlich zu betreiben sein. Typische Anwendungsbereiche und Branchen sind insbesondere: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Einrichtungen und Unternehmen des Sektors Transport und Verkehr, Ver- und Entsorgungsunternehmen, öffentliche Verwaltungen sowie große Industrieunternehmen.
Die eingesetzten professionellen Funklösungen gewährleisten eine ausfallsichere Notfallkommunikation, stellen einen reibungslosen Betriebsablauf sicher und werden zur Steuerung betrieblicher Abläufe, Überwachungsaufgaben, Flottenmanagement, Telemetrie, Ortung, Navigation und Datenübertragung eingesetzt.
Die Aufgabe von Regulierungsbehörden besteht darin, die Nutzung der limitierten Ressource "Funkspektrum" nachhaltig, wirtschaftlich und effektiv zu gewährleisten. Dazu gehört die Erstellung eines geeigneten nationalen Frequenznutzungsplans, auf dessen Grundlage Funklizenzen zu erteilen sind. Darüber hinaus ist die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und gegebenenfalls durchzusetzen. Die ständige technologische Weiterentwicklung und die steigende Anzahl der Funkdienste erfordert auf Seiten der Behörden eine permanente Neuplanung und Anpassung der Frequenznutzungspläne und Regulierungsrichtlinien.
Die Systeme der LS telcom versetzen Behörden in die Lage, nicht nur softwareseitig die diversen Geschäftsprozesse in den Bereichen Frequenzlizenzierung, technische Planung und Koordinierung zu automatisieren. Die integrierten Lösungen der LS telcom ermöglichen zudem, durch Einsatz entsprechend intelligenter Messtechnik, die Einhaltung der
Lizenzbedingungen zu überwachen und vermeiden so Funkstörungen im Betrieb der Netze.
Die starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien aus über 90 Ländern für Lösungen (Beratungsleistungen und Systeminstallationen) von LS telcom entschieden haben.
Die Softwareprodukte von LS telcom decken die gesamte Bandbreite von der Netzwerkplanung über die Netzwerkoptimierung bis zum Netzwerkmanagement ab. Darüber hinaus werden die Kunden auch durch eine Vielzahl von Beratungsund Planungsleistungen beim Design, der Realisierung und dem Management ihrer Telekommunikationsprojekte unterstützt.
Die auf die Bedürfnisse von Funknetzbetreibern und Regulierungsbehörden zugeschnittenen Softwarelösungen von LS telcom haben sich zum Industriestandard für Anwendungssoftware im Bereich der Funknetzplanung und Funknetzkompatibilität entwickelt.
Dies ist auch deshalb gelungen, weil es sich bei den Softwarepaketen von LS telcom nicht um Insellösungen handelt, sondern um eine aufeinander abgestimmte Programmarchitektur, die kundenspezifisch angepasst werden kann. Häufig löst der Erwerb eines einzigen LS-Tools den Investitionswunsch nach einer ganzen Tool-Palette aus. Dabei verkauft LS telcom nicht nur die Softwarelizenzen, sondern berät die Kunden auch intensiv bei der Planung und Einführung der Systeme und übernimmt die Schulung der Nutzer.
Ein wesentlicher Kundennutzen besteht darin, dass mit Hilfe der Softwarepakete von LS telcom nicht nur die Anzahl der in einem Gebiet benötigten Sendestationen, sondern auch die zur effizienten und wirtschaftlichen Planung des Netzes benötigte Zeit auf ein Minimum reduziert wird. Für Funknetzbetreiber ergeben sich hierdurch erhebliche Einsparmöglichkeiten beim kostenintensiven Aufbau ihrer Funknetze.
Der Erfolg der Softwareprodukte beruht auch auf der technischen Kernkompetenz im Bereich der Hochfrequenztechnik und der Funkkommunikation. Das im Unternehmen gebündelte große Know-how in diesen Bereichen konnte in innovative und leistungsstarke Programme umgesetzt werden, deren laufende Anpassung an aktuelle Trends von einem Spezialistenteam aus Nachrichtentechnikern, Ingenieuren, Informatikern, Physikern und Mathematikern zeitnah durchgeführt wird.
Mit Hilfe der umfassenden Softwarelösungen führen Kunden zentrale Planungs- und Managementaufgaben durch. Diese reichen von Netzwerkberechnungen, -dimensionierungen und -analysen über Versorgungs-, Frequenz- und Verkehrsplanungen bis hin zu Reichweitensimulationen und Standortplanungen von Basisstationen. Eine Datenbank vorhandener Stationen kann angelegt und laufend aktualisiert werden. Die Software erlaubt daneben die Abwicklung sämtlicher sonstiger Managementaufgaben inklusive des Detail-Engineerings im Zusammenhang mit Funkstandorten und sonstigen Netzelementen. Außerdem lassen sich geografische Daten erzeugen und pflegen sowie Gelände- und Feldstärkenprofile berechnen.
Bei fixen Kommunikationssystemen geht es um Funkweitverkehrsnetze, die als Alternative zu Kabelnetzen hohe Datenmengen schnell und kostengünstig transportieren. Ebenso spielt hier aber auch im Nahbereich die drahtlose Überbrückung der "letzten Meile" zu den Festnetzkunden mittels der PMP- oder WIMAX-Technologie eine wichtige Rolle. Mit einer Standardsoftware für diesen Bereich hat LS telcom ein integriertes Planungssystem für die Auslegung und Optimierung solcher Netze entwickelt, welches sowohl von Funknetzbetreibern als auch von Regulierungsbehörden eingesetzt wird.
Speziell für Regulierungsbehörden bietet die Software von LS telcom seit 1995 ein Workflow- und Dokumenten-Management-System an, mit dem das gesamte administrative Arbeitsgebiet von Regulierungsbehörden inklusive der Lizenzvergabe softwarebasiert abgewickelt werden kann. Zusätzlich können Interferenzberechnungen durchgeführt und für nationale und internationale Koordinierungsaufgaben genutzt werden. Auch die Erstellung und Verwaltung von Frequenzplänen sowie deren Genehmigung und Zuweisung ist eine im Standardpaket von LS telcom enthaltene Funktion. Die Software deckt zudem auch das Beschwerdemanagement, die Auswertung und Koordinierung von Feldtests und die Rechnungserstellung ab. Neben Regulierungsbehörden nutzen auch Funknetzbetreiber zur optimalen Vorbereitung ihrer Lizenzanträge unsere speziellen Softwarelösungen in diesem Bereich.
Einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren von Funknetzen ist deren optimale Planung. LS telcom unterstützt ihre Kunden daher beim Design, ebenso wie bei der Planung, der Realisierung und dem Management von Telekommunikationsprojekten. Das Dienstleistungsportfolio reicht von der Unterstützung bei Ausschreibungsverfahren um neue Funklizenzen, der Konzeptentwicklung über die Erarbeitung der gesamten Versorgungs- und Frequenzplanung, die Störungsanalyse, die Koordinierung und Verifizierung von Frequenzen bis zur Erstellung umfangreicher Gutachten und Machbarkeitsstudien sowie Beratung bei der Auswahl und
Akquisition von geeigneten Sendestandorten.
Auch die strategische Beratung, beispielsweise bei der Auswahl der Funktechnologie, oder die Begleitung von Beschaffungsverfahren für die komplette Netzinfrastruktur, einschließlich der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und der Auswertung der Angebote, gehören zum Kompetenzbereich der LS telcom-Experten. Soziodemografische Versorgungsanalysen, Netzoptimierung, Beratung rund um die Generierung, Konvertierung und der Handel mit kartografischen Daten sowie allgemeine Projektmanagementaufgaben runden das Leistungsspektrum ab, das für nahezu jeden Bereich der Telekommunikation angeboten werden kann.
Das umfangreiche Dienstleistungsportfolio wird im Bereich Planung und Beratung für internationale Regulierungsbehörden außerdem ergänzt durch allgemeine Implementierungsund Prozessberatung oder das spezialisierte Consulting bezüglich der Entwicklung und Überarbeitung umfassender Frequenzpläne, der Spezifikation landesweiter Funküberwachungssysteme und der Definition neuer Lizensierungsund Vermarktungsstrategien für das Funkfrequenzspektrum.
Die "LS telcom Training Academy" bietet zusätzlich zu Grund- und Fortgeschrittenenkursen für LS telcom-Software in Verbindung mit Softwareprojekten auch Trainings, Seminare und Expertenkurse für spezielle Themen im Anwendungsbereich der Funktechnik. Von Kunden wird hier insbesondere die Flexibilität des LS telcom-Angebots geschätzt, das ihnen ermöglicht, zwischen standardisierten Kursen gemäß Seminar-Kalender und kundenspezifischen Trainings zu wählen. Alle Kurse können entweder als Veranstaltung direkt beim Kunden oder als komplett organisiertes Fortbildungspaket in der "LS telcom Training Academy" in Lichtenau gebucht werden.
Ergänzend zu den reinen Softwareprodukten und reinen Dienstleistungen hat der LS telcom Konzern sein Produktportfolio in den letzten Jahren kontinuierlich um hardwarenahe Systeme ausgebaut. Diese integrierten Lösungen schließen sowohl LS telcom-Software und -Know-how als auch Hardwarekomponenten mit ein.
Bei der LS telcom AG in Deutschland befasst sich ein Geschäftsfeld mit Messsystemen zur Kontrolle der Spektrumnutzung im weitesten Sinne. Hier werden nicht nur komplette landesweite Radio Monitoring-Systeme konzipiert und umgesetzt, sondern auch neue Produkte, wie beispielsweise vernetzbare Sensoren für Langzeitmessungen von Funksignalen mit intelligentem Datenmanagement, entwickelt, um der riesigen Datenmenge Herr zu werden. Derartige Funküberwachungssysteme sind notwendig, um die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und eine störungsfreie Funkübertragung zu gewährleisten. Mit den
hier neuentwickelten Produkten tritt LS telcom nicht in Konkurrenz zu den herkömmlichen Messverfahren und -produkten, sondern ergänzt diese sinnvoll und überaus nutzbringend für den bereits bestehenden Kundenkreis der LS telcom-Softwaresysteme.
In Südafrika wurde das Dienstleistungsportfolio in den letzten Jahren entsprechend der besonderen Anforderungen des afrikanischen Marktes um Installations- und Integrationsarbeiten für digitale Fernsehsender erweitert. In Johannesburg produziert die LS telcom of South Africa mittlerweile Container mit digitalen TV-Senderanlagen und zugehörigen Stromversorgungseinheiten, die über ganz Afrika verteilt zum Einsatz kommen.
Die Wettbewerbssituation in den verschiedenen Kundensegmenten stellt sich sehr unterschiedlich dar. Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass die Produkte von LS telcom im Vergleich zu den Lösungen anderer Unternehmen in der Regel Spitzenplätze belegen.
Bei den softwaregestützten Planungssystemen für Funknetze zählt LS telcom zu den führenden Anbietern weltweit. Die Softwarelösungen von LS telcom werden weltweit in einer Vielzahl bestehender Funknetze eingesetzt. Die breite Nutzerbasis kann weiterhin als gute Startposition für die Einführung von auf neuen Funktechnologie-Generationen ausgerichteten Planungssystemen am Markt gewertet werden.
Noch existierende Telekom-Monopole werden weiter abgebaut. Es entstehen weltweit neue Regulierungsbehörden, wobei regionale Strukturen dazu führen, dass innerhalb eines Landes oftmals mehrere Behörden mit regionaler oder dienstespezifischer Zuständigkeit eingerichtet werden. Alle diese Behörden benötigen Software und Beratungsleistungen, um die speziellen Anforderungen, die sich für Frequenzverwaltungen stellen, zu erfüllen. Von weltweit 206 Staaten haben erst relativ wenige entsprechend umfassende Softwaresysteme eingeführt. Die in den vergangenen ca. 15 Jahren aufgebauten Systeme müssen um web-basierte Funktionalitäten erweitert werden. Zudem werden bei diesen Vorreitern auch zunehmend die Integration in sogenannte Enterprise Systemlösungen und ein sehr hoher Automatisierungsgrad gefordert. Alle diese Merkmale werden derzeit allein von LS telcom-Systemen erfüllt.
In unterschiedlichen Ausbaustufen werden Systemlösungen der LS telcom Gruppe bereits in ca. 80 Ländern genutzt. Damit ist LS telcom unbestrittener internationaler Marktund Technologieführer im Spektrum Management.
Ziel der LS telcom AG ist es, die in der Vergangenheit erarbeitete sehr gute Marktposition in Bezug auf Systemlösungen und Dienstleistungen für ein effektives Management und eine effiziente Nutzung des Funkfrequenz-Spektrums weiter auszubauen.
Um dies zu erreichen, verfolgt das Unternehmen folgende Strategie:
Sowohl mit Personalressourcen als auch mit den verfügbaren liquiden Mitteln ist umsichtig und strategisch sinnvoll zu operieren. Kundenzufriedenheit ist zudem oberste Prämisse. Unter anderem folgende Unternehmensziele der LS telcom AG sind deshalb auch im Qualitätshandbuch festgelegt und im Rahmen der Qualitätssicherungsprozesse gemäß ISO 9001:2008 implementiert:
Ein Ziel des Unternehmens ist es, künftig die Profitabilität innerhalb der Unternehmensgruppe zu steigern. Dies soll dadurch bewerkstelligt werden, dass vermehrt Umsatz mit Standardprodukten realisiert wird und noch vorhandene Redundanzen innerhalb der Entwicklungs- und Projektimplementierungsprozesse im Firmenverbund abgebaut werden.
Die Entwicklungen in der Vergangenheit zielten insbesondere auf die Festigung unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Telekommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf der Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen aber auch in verwandte Märkte bewegt und ihr Dienstleistungs- und Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt.
Diese Entwicklung soll auch künftig mit Augenmaß fortgesetzt werden und der Gesellschaft aus ihrem Nischenmarkt zu weiterem Wachstum verhelfen, möglichst unter Wiederverwendung von bereits für den Kernmarkt getätigten Investitionen. Verwandte Märkte in diesem Sinne umfassen neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil (z. B. nicht-zivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich) oder aber die bereits adressierten bestehenden Kunden mit neuen Produkten, welche bestehende Systemlösungen sinnvoll ergänzen (z. B. Funküberwachungssysteme für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und Störungsbeseitigung).
Ein hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In der sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich auch die Anforderungen laufend. LS telcom hat daher in der Vergangenheit über lange Jahre nahezu 30 % des Umsatzes in die Entwicklung der Produkte investiert und wird auch in Zukunft in adäquatem Umfang investieren müssen. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio logisch durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom weiter zu steigern und sich gegebenenfalls auch hierdurch von temporär weniger gut laufenden Märkten zu entkoppeln.
Die komfortable Cash-Position versetzt LS telcom in die Lage, durch beschleunigte Entwicklungsleistungen neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der Technologie- und Marktführerschaft in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.
Der Ausbau des weltweiten Vertriebs wird die internationale Wachstumsstrategie beschleunigen und die Internationalisierung, insbesondere nach Asien sowie Nord- und Südamerika, vorantreiben. Der Vorstand ist grundsätzlich weiterhin bestrebt, wo möglich und sinnvoll, Unternehmen zu akquirieren, um Märkte und gegebenenfalls komplementäre Produkte hinzuzukaufen und möglichst noch marktbereinigend zu wirken. Jedoch wird dies wie in der Vergangenheit nicht vorrangiges Ziel sein, da solche Maßnahmen in der Regel mit beträchtlichen Einstandskosten verknüpft sind. Der Vorstand wird auch künftig diesbezüglich sich bietende Kooperations- und Investitionsalternativen sorgsam prüfen, allerdings in Zweifelsfällen (z. B. in punkto Integrationsfähigkeit und nachhaltiger Wertigkeit einer Akquisition) eher am
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Cash-Bestand festhalten und diesen für weiteres organisches Wachstum einsetzen.
Das Steuerungssystem der LS telcom hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die folgenden Parameter werden vom Management als die wesentlichen internen Steuerungsparameter verwendet:
Die Steuerungsgrößen werden sowohl für das Mutterunternehmen als auch den LS telcom Konzern geplant, ermittelt und überwacht. Die Entwicklung des Auftragsbestands wird laufend verfolgt.
Das unternehmerische Handeln der LS telcom AG ist auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die bedeutsamsten Ziele sind die mittel- und langfristige Steigerung des Umsatzes sowie des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern.
Neben den finanziellen Zielen sind folgende nicht-finanzielle Faktoren von Relevanz für den Erfolg des Konzerns:
Für den nachhaltigen Erfolg des Konzerns spielt die
Kundenzufriedenheit eine zentrale Rolle. Die Mitarbeiter betreuen die Kunden dabei in bestmöglicher Weise und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Ziel ist es, die hohe Kundenzufriedenheit zu halten und weiter zu verbessern.
Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte und damit verbundener Dienstleistungen. Unser Qualitätsmanagement trägt Sorge dafür, dass unsere Kundenprojekte laufend operativ überwacht werden, um Fehler zu vermeiden und Schaden vom Konzern abzuwenden. Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau zu halten und noch weiter zu verbessern.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in erheblichem Maße zum wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns bei. Ihre Identifikation mit dem Konzern - welche sich in der hohen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit widerspiegelt und ihr Engagement sind die wesentlichen Grundlagen für den zukünftigen Erfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werden durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert.
Bisher erfolgten noch keine quantitativen Messungen dieser nicht-finanziellen Erfolgsfaktoren auf Unternehmensund Konzern-Ebene. Es ist allerdings geplant, für diese Faktoren entsprechende "Key Performance Indicators" zu definieren und anschließend Messverfahren einzurichten. Zudem muss noch eine repräsentative Datenbasis geschaffen werden, um angemessene Aussagen ableiten zu können. Wenn diese Maßnahmen abgeschlossen sind, sollen auch entsprechende Ziele in quantitativer Form gesetzt werden, die dann regelmäßig mit Ist-Daten verglichen und analysiert werden können.
Wesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2013/2014 war ebenso wie im Vorjahr die Abarbeitung der bereits in den Vorjahren akquirierten großvolumigen Aufträge, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil. Dieser Alt-Auftragsbestand sowie zusätzliche Neuaufträge genügten jedoch nicht dafür, das Umsatzniveau des Vorjahres wieder zu erreichen. Zeitliche Verzögerungen bei der Vergabe neuer Projekte und in der Abarbeitung des Auftragsbestands führten zu einem Umsatzrückgang sowie einer weiteren Reduktion des Auftragsbestands. Das für die Firmengruppe relevante Marktumfeld bietet jedoch nach wie vor gute Perspektiven für das kommende Geschäftsjahr.
Entgegen den Planzielen wurde sowohl beim Umsatz wie auch für das Konzern-Ergebnis der Vorjahreswert verfehlt. Das Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenanteilen) beträgt EUR 1,07 Mio. gegenüber dem Vorjahresergebnis von EUR 3,82 Mio., das Betriebsergebnis liegt bei EUR 2,19 Mio. nach EUR 5,71 Mio. im Vorjahr.
Das rückläufige Betriebsergebnis resultiert aus dem gut 4 %-igen Umsatzrückgang bei gleichzeitiger Steigerung des Personalaufwands um 15 % und um 29 % erhöhten Abschreibungen.
In Teilbereichen des von der LS telcom Firmengruppe adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb. In diesem Umfeld konnte sich der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr zwar erfolgreich in den von ihm bereits erschlossenen Regionen behaupten, allerdings keine neuen Marktanteile dazu gewinnen. Der anzahl- und
umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Dem Konzern gelang es, seine Marktposition und das Geschäft mit bestehenden Kunden weiter zu festigen.
Technologisch hat der Konzern seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden weiter gehalten und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung erweitert.
Der LS telcom Konzern weist im Geschäftsjahr 2013/2014 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang von rund 4 % und Umsatzerlöse von EUR 36,23 Mio. (i. V. EUR 37,92 Mio.) aus.
Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat der Konzern trotz starker Auslastung im Projektgeschäft weiter intensiv in die Entwicklung neuer Produkte, u.a. internetbasierte Lösungen sowie Enterprise-Lösungen, die umfassende Systemprodukte von Drittherstellern mit integrieren, und in das Zusammenspiel von Frequenzverwaltungs- und Funküberwachungssystemen investiert und entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen liegen mit EUR 2,79 Mio. etwa 20 % über dem Wert des Vorjahres (i. V. EUR 2,31 Mio.).
Für die Gesamtleistung ergibt sich ein Rückgang von EUR 41,23 Mio. auf EUR 40,52 Mio., entsprechend 2 %.
Mehrere laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit mündeten aufgrund unerwarteter zeitlicher Verzögerungen leider nicht mehr innerhalb des Geschäftsjahres in Projektaufträge. Auch wirken sich aktuell die komplexe politische Lage im Mittleren Osten sowie die Spannungen mit Russland negativ aus. Der Auftragseingang fiel deshalb mit EUR 26,21 Mio. niedriger aus als noch im Vorjahr (i. V. EUR 29,13 Mio.).
| in TEUR | Umsatz GJ 2013/2014 |
Umsatz GJ 2012/2013 |
Veränderung | EBIT GJ 2013/2014 |
EBIT GJ 2012/2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Softwaresysteme | 19.826 | 22.236 | -11 % | 1.784 | 4.430 |
| Hardwarenahe Systeme | 6.547 | 7.335 | -11 % | 276 | 575 |
| Dienstleistungen | 9.859 | 8.347 | 18 % | 132 | 702 |
| Insgesamt | 36.232 | 37.918 | -4 % | 2.192 | 5.707 |
Der Umsatz gliedert sich nach den drei Berichtssegmenten "Softwaresysteme","Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen" wie folgt auf:
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunkund Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier, unter anderem, spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.
Der Geschäftsverlauf wurde wieder wie in den Vorjahren stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt. Mit Neukunden, also solchen, mit denen Erstprojekte durchgeführt wurden, ließen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 jedoch immerhin ca. 16 % (i. V. 6 %) der Umsatzerlöse erwirtschaften.
Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regionale Umsatzschwerpunkte bilden hierbei Nordamerika, Südafrika und der Mittlere Osten.
Jeder dieser in den Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Konzerns spielen.
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichts-
zeitraum wie im Vorjahr bei ca. 95 %. Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 15 % und in den restlichen Regionen bei 80 % (dabei Afrika mit 28 %, Nord- und Südamerika mit 18 %, Asien/Pazifik mit 15 % und der Mittlere Osten mit 19 %).
Im Geschäftsjahr 2013/2014 verzeichnete die LS telcom AG in diesem Segment zwar eine gute Nachfrage, jedoch deutlich weniger Neuaufträge als erwartet. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden mehrere erwartete größere Projekte verschoben. Das Segment weist einen Umsatzrückgang von 11 % aus. Dennoch war aufgrund der Auftragsabwicklung sowie der Entwicklung neuer Produkte eine hohe Auslastung gegeben und das Unternehmen gezwungen, in diesem Segment weiterhin in erheblichem Umfang auf externe Berater zurückzugreifen. Dieser Umstand sowie auch der fehlende Umsatz führen zu einer deutlichen Margenschmälerung und einem Beitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von EUR 1,78 Mio. (i. V. EUR 4,43 Mio.), was einer EBIT-Marge von 9 % entspricht.
Wie im vergangenen Jahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" deutlich über dem der Segmente "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen". Mit 55 % (i. V. 59 %) Anteil an den gesamten Umsatzerlösen war "Softwaresysteme" auch im Geschäftsjahr 2013/2014 das klar dominierende Geschäftssegment.
Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Katar und Saudi Arabien.
Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem bisherigen Kerngeschäft (Spektrum-Management-Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher vorwiegend "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.
Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre LangzeitMessverfahren mit intelligenter Datenreduktion von Terabytes an Messdaten (Big Data Lösungen) ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Mehrflüglern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.
Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungscontainern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sendercontainer für Afrika sehr stark entwickelt und bietet gutes Potenzial für weiteres Wachstum im Rundfunkwie auch Mobilfunkbereich.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" hat den Umsatzbeitrag des Vorjahres um 11 % verfehlt und kann damit zum Betriebsergebnis lediglich TEUR 276 (i. V. TEUR 575) beisteuern, entsprechend einer EBIT-Marge von 4 %. Regionale Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten lagen hierbei, ebenso wie im Vorjahr, in der Golfregion und im südlichen Afrika.
Während des Geschäftsjahres wurde in dem Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" auch intensiv die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben.
Die LS telcom Firmengruppe hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Mobil- und Rundfunk-
betreibern als auch bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Darauf aufbauend konnte sich der Konzern im Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung neuer Digitalfunknetze auch international weiter behaupten. Die Umsatzerlöse aus dem Dienstleistungsgeschäft konnten gegenüber dem Vorjahr um 18 % gesteigert werden, wobei ein signifikanter Teil der Erlöse, nämlich EUR 1,77 Mio. (i. V. EUR 4,69 Mio.) aus Vermittlungsgeschäften, vorwiegend über Projektmanagementleistungen und Sender-Hardware, erzielt wurde.
Das Segment-Betriebsergebnis fällt mit TEUR 132 trotz Umsatzsteigerung vergleichsweise gering aus. Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 161 sowie Rechts- und Beratungskosten von TEUR 201 für den Kauf des RadioSoft Geschäfts wirken im Geschäftsjahr einmalig belastend auf den Beitrag zum Betriebsergebnis.
In etwa die Hälfte des Segment-Umsatzes entstammt aus Projekten mit Bezug zur Digitalisierung von Rundfunknetzen. Circa 14 % der Segmenterlöse wurden im Umfeld des Aufbaus professioneller Mobilfunknetze erwirtschaftet. Dazu gehören digitale Sicherheitsfunknetze für Behörden, Versorger sowie Transport- und Industrieunternehmen. Der LS telcom Konzern sieht hier für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Beratungsbereich. Der Rest des Segmentumsatzes resultiert aus unterschiedlichsten Dienstleistungsprojekten mit Spektrum-Management Behörden und sonstigen Funknetzbetreibern.
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Aus dem Rundfunkbereich wurde die Expertise von LS telcom im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.
Während der Dienstleistungsbereich noch im Vorjahr vor allem von langfristigen Verträgen und Nachfolgegeschäft profitieren konnte, waren im Geschäftsjahr auch zahlreiche Projekte mit Neukunden umsatzbestimmend. Einige der durchgeführten Beratungsprojekte werden auch im neuen Geschäftsjahr wesentliche Umsatzanteile beisteuern und für eine ordentliche Grundauslastung sorgen.
Die hier betrachteten Dienstleistungsprojekte wurden überwiegend von der LS telcom AG in Deutschland und der südafrikanischen Tochtergesellschaft LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. ausgeführt. Im kommenden Geschäftsjahr erwarten wir hier auch einen signifikanten Beitrag der RadioSoft Inc. aus Frequenzkoordinierungs-Dienstleistungen in den USA.
Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für den Konzern zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.
Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2014 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/ Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der RadioSoft Inc., Toccoa, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Lichtenau, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Middle East FZ-LLC., Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited
bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada, Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Vollautomatisierung).
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau und die messtechnische Validierung von Sendern und Antennenanlagen etabliert.
Die Vision2Comm GmbH war während des Geschäftsjahres nicht in Beratungsprojekten operativ tätig.
Die Colibrex GmbH mit Sitz in Lichtenau entwickelt und vermarktet primär neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Colibrex arbeitet dazu eng mit der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zusammen, die sich mehr auf den entwicklungstechnischen Teil konzentriert, während Colibrex Märkte identifiziert, vorbereitet und die Dienstleitungen vermarktet.
Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland, USA, kümmert sich um den US-amerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, soll künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.
Die jüngste 100 %-Tochtergesellschaft, die RadioSoft Inc. in Toccoa, Georgia, USA, wurde gegründet, um zunächst den Dienstleistungsbetrieb des von Peter Moncure übernommenen Geschäfts fortzuführen. RadioSoft erbringt vorrangig Dienstleistungen für die Funknetzplanung von Rundfunk- und Landmobilfunkstationen sowie deren Frequenzzuweisung. RadioSoft besitzt eigene Software, die einen direkten Datenaustausch mit der Datenbank der US-Regulierungsbehörde FCC ermöglicht. Mit diesen Programmen erbringen Frequenzmanager der neuen US-Tochter Koordinierungs- und Frequenzzuweisungs-Dienstleistungen für unterschiedlichste Behörden auf Bundes-, Staaten- und regionaler Ebene sowie alle großen Rundfunknetzbetreiber der USA und diverse Verkehrs- und Industriebetriebe.
RadioSoft bedient mit seinem Produktportfolio in den USA mehrere Tausend Nutzer. Auf der Basis dieser hohen Kundenzahl und der erwarteten Synergien aufgrund des mit LS telcom weitgehend komplementären Produktportfolios erwarten wir uns einen schnelleren Markteintritt in den USA.
Die LS telcom UK Ltd. in London wird sich insbesondere des Markts im Vereinigten Königreich annehmen und dort sämtliche Produkte und Dienstleistungen der LS telcom AG vertreiben. Aus der stärkeren Nähe zu strategisch wichtigen Kunden erwarten wir zunehmendes Geschäft.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 hat die LS telcom AG ihre Beteiligung an der LST Middle East FZ-LLC (früherer Firmenname LST Consult FZ-LLC) in Dubai von bisher 24 % auf 49 % aufgestockt. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über diese Beteiligung das Geschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden. Die Geschäftstätigkeit des Büros im Oman soll zeitnah auch in diese Einheit integriert werden.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert.
Die NG Networks Co., Ltd. und die LST Middle East FZ-LLC werden im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert.
Die wirtschaftliche Entwicklung der älteren ausländischen Tochtergesellschaften sowie auch der RadioSoft Inc. ist zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Die südafrikanische Tochtergesellschaft musste überraschend bei einem großen Bestandskunden deutlich geringere Auftragseingänge verkraften, wovon auch Wettbewerber stark betroffen waren. Umsatzseitig konnten diese Auftragseinbrüche zwar kompensiert werden, allerdings mit deutlich niedrigeren Margen, so dass das Ergebnis spürbar belastet wurde. Vor diesem Hintergrund sehen wir es aber als Erfolg an, dass diese Tochtergesellschaft zumindest noch mit einem leicht positiven Ergebnis abschließen konnte. Die jüngeren Töchter Colibrex GmbH, LS telcom Ltd. UK und LS telcom Inc. liegen hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, wobei von diesen Gesellschaften im Verlauf des Geschäftsjahres jeweils gute Fortschritte in der Markterschließung und in der Entwicklung spezifischer Produkte für ihre jeweiligen Teilmärkte erzielt wurden. Wir rechnen deshalb für das neue Jahr mit
deutlich besserem Vertriebserfolg und Umsatzbeiträgen aus diesen Tochterunternehmen.
Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern auf durchschnittlich 261 (i. V. 216) Mitarbeiter und liegt damit ca. 21 % über dem Wert des Vorjahres.
Zum 30. September 2014 waren im Konzern insgesamt 260 (i. V. 252) Mitarbeiter beschäftigt.
Der hier ausgewiesene hohe Personalzuwachs an vollzeitäquivalenten Mitarbeitern resultiert maßgeblich aus dem noch im Vorjahr erfolgten Aufbau des Personals bei der südafrikanischen Tochtergesellschaft und dem Mutterunternehmen. Im Geschäftsjahr kamen weitere 11 Mitarbeiter bei der neuen US-Tochter RadioSoft Inc. dazu.
Im Konzern ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2013/2014 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme weiterentwickelt. Weitere Entwicklungsschwerpunkte lagen in diesem Segment auf standardisierten, Container-basierten Systemlösungen, u.a. für digitale Fernsehsender.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.
Neben den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von EUR 3,1 Mio. (i. V. EUR 2,5 Mio.) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst.
Die LS telcom AG arbeitet im Rahmen unterschiedlicher eigenfinanzierter Projekte mit dem KIT in Karlsruhe und
der Hochschule Offenburg zusammen. Forschungsschwerpunkte in diesen Projekten sind unter anderem spezielle Messsysteme, die die Nutzung des Frequenzbereichs der Digitalen Dividende unterstützen, sowie datenbankunterstützte Signalanalysemethoden. Diese Projekte verfolgen jeweils das Ziel, letztlich mit den gewonnenen Erkenntnissen und Algorithmen funktionelle Erweiterungen der LS telcom-Produkte zu erreichen.
Die französische Tochtergesellschaft LS telcom SAS nimmt an den staatlich geförderten Gemeinschafts-Forschungsprojekten ANCHORS, RECOSS und SOAPS in Frankreich teil, in denen unter anderem LTE Advanced Technology auf PMR-Netze (Public Mobile Radio) adaptiert werden soll. Bei diesem Projektthema wird das Ziel verfolgt, Breitbandübertragungskapazitäten auch in Sicherheitsnetzen bereitzustellen, um die Übertragung von größeren Datenmengen zu ermöglichen. Dieser Aufgabe haben sich LS telcom, Thales, TDF und Cassidian, mehrere kleinere und mittelständische Firmen sowie namhafte französische Forschungsinstitute gestellt.
Das Unternehmen hat damit in der Summe (nicht-aktivierbare Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Investitionen in aktivierbare Eigenleistungen aufaddiert) insgesamt einen Betrag von EUR 5,95 Mio. (i. V. EUR 4,77 Mio.) unabhängig von Kundenprojekten in Innovationen investiert. Die Aktivierungsquote für den Ansatz von Entwicklungsprojekten liegt bei 47,3 % (i. V. 48,5 %). Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungsprojekte liegen bei EUR 1,6 Mio. (i. V. EUR 1,2 Mio.). Es handelt sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert waren wie im Vorjahr nicht erforderlich.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs bei EUR 11,25 sank der Wert der LS telcom-Aktie ab Mitte Mai 2014 unter einen Wert von EUR 9,00. Zum Geschäftsjahresende am 30.09.2014 schloss der Handel bei einem Wert von EUR 7,85. Bedingt durch einen stark volatilen Kursverlauf kostete die Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 11,60 und hatte ihre niedrigste Bewertung bei EUR 7,55.
Die Marktkapitalisierung sank zum 30.09.2014 auf EUR 41.879.750, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 60.018.750 belief, was einen Kursverlust von etwa 30 % bedeutet. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum um 15,9 % an Wert.
Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahrs täglich durchschnittlich 7.181 LS telcom-Aktien (i. V. 7.145) im Gegenwert von EUR 70.624 (i. V. EUR 62.940) an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Zunahme des Handelsvolumens um 12,2 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 konnte der LS telcom Konzern die gesetzten Ziele einer moderaten Steigerung von Umsatz und Ergebnis nicht erreichen.
Die aus den Vertriebserfolgen der Vorjahre resultierende Ballung an Aufträgen war in weiten Bereichen auch bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014. Die Herausforderung, diesen Erfolg auch vertragsgemäß zu bewältigen und die hohen Kundenerwartungen nicht zu enttäuschen, ließ trotz des im Vorjahr erfolgten Personalaufbaus nicht zu, externe Ressourcen verstärkt abzulösen, was sich auch in den entsprechenden Aufwandszahlen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung widerspiegelt. Neben den unerwarteten Verzögerungen
bei einzelnen Projektverhandlungen war ein wesentlicher Faktor für den Umsatzrückgang, dass bei einem ausländischem Großprojekt, das über mehrere Jahre läuft, die Vereinnahmung von Lizenzumsätzen um rd. EUR 2,1 Mio. unter dem Vorjahresniveau blieb, da der zeitliche Projektverlauf vor dem Hintergrund der Komplexität des Projekts und der Kundenwünsche dem Implementierungsplan nicht mehr entspricht. Somit konnte der Fertigstellungsgrad des Projekts im Vergleich zum Vorjahr nur unterproportional gesteigert werden. Diese rückläufigen Lizenzumsätze wirken sich auch direkt auf das Ergebnis aus. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr Mehrkosten über EUR 0,7 Mio. für die Investition in Forschungs- und allgemeine Entwicklungsprojekte
aufgewendet.
Die Marktlage war während des Geschäftsjahres positiv, geprägt von einer insgesamt guten Nachfrage. Allerdings blieb der Auftragseingang aufgrund von Projektverschiebungen und Änderungen von politischen und sicherheitsrelevanten Umständen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien wie z. B. "White Space" Nutzung; Aufbau digitaler Fernsehnetze in Asien und Südamerika) und politischen Rahmenbedingungen (Fokus auf die Steigerung der sogenannten "Spektrum Effizienz" und Erstellung entsprechender Datenbank- und Managementsysteme) weltweit ist aus Sicht des Konzerns auch in naher Zukunft mit einer grundsätzlich positiven Marktstimmung zu rechnen.
Das sehr gute Renommee des Konzerns, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in der Vergangenheit oftmals wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich, derzeit zeichnet sich jedoch wieder eine stärkere Preissensitivität ab. Der Konzern konnte einige strategisch äußerst wertvolle Projekte in unterschiedlichen Teilmärkten (Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich abschließen bzw. wesentliche Meilensteine davon erreichen, woraus sich künftiges Nachfolgegeschäft mit diesen Kunden sowie aufgrund deren Referenzcharakters auch für die Geschäftsentwicklung in diesen Teilmärkten ergeben sollte.
Der Umsatz des Konzerns ging gegenüber dem Vorjahr (EUR 37,92 Mio.) um 4 % auf EUR 36,23 Mio. zurück.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 1,5 Mio. (i. V. EUR 1,0 Mio.) führen zusammen mit den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 2,79 Mio. (i. V. EUR 2,31 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 2 % geringeren Gesamtleistung von EUR 40,52 Mio. (i. V. EUR 41,23 Mio.).
Sonstige betriebliche Erträge enthalten als wesentliche Posten Erlöse aus Fördermitteln mit TEUR 474 (i. V. TEUR 479), Rückstellungsauflösungen bzw. Ausbuchung von Verbindlichkeiten mit TEUR 330 sowie Währungsgewinne in Höhe von TEUR 463 (i. V. TEUR 214).
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 12,03 Mio. um 3 % geringer aus als im Vorjahr (EUR 12,45 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Container-basierte Sender- und Funküberwachungssysteme im Rahmen mehrerer Kundenprojekte an. Außerdem schlagen sich hierin auch die reinen Dienstleistungs- und Material-Vermittlungsgeschäfte nieder.
Aufgrund des beträchtlichen Investitionsvolumens im Vorjahr, insbesondere in neue Produktionsräumlichkeiten, die Einführung einer ERP-Software sowie in IT-Infrastruktur, ergibt sich entsprechend höherer Abschreibungsaufwand von EUR 2,71 Mio. (i. V. EUR 2,11 Mio.). Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine strategisch ausgerichtete, im Kern aber konservative Investitionspolitik verfolgt. Während des Geschäftsjahres erfolgten, abgesehen vom Erwerb des RadioSoft Geschäftsbetriebs, im Wesentlichen Erhaltungsinvestitionen.
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 15 % von EUR 15,34 Mio. auf EUR 17,64 Mio. erhöht, was auf die starke Zunahme des durchschnittlichen Personalstamms und Gehaltserhöhungen zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 5,96 Mio. um etwa 6 % über denen des Vorjahres (EUR 5,64 Mio.). Als einmalige Aufwendungen sind hierin Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 161 sowie Rechts- und Beratungskosten von TEUR 201 für den Kauf des RadioSoft-Geschäfts zu erwähnen. Wesentlicher Unterschiedsposten im Vergleich zum Vorjahr sind daneben um TEUR 237 gestiegene Gebäude- und Grundstückskosten, primär verursacht durch die Bürokosten der englischen Tochtergesellschaft LS telcom UK Ltd. Die allgemeinen Verwaltungskosten fielen dagegen im Vorjahresvergleich um TEUR 178 niedriger aus.
Das Finanzergebnis fiel im Geschäftsjahr mit TEUR -357 deutlich geringer aus als im Vorjahr (i. V. TEUR -217). Verantwortlich hierfür sind Anlaufverluste der "at equity" bilanzierten Beteiligung an der LST Middle East FZ LLC., die im Vergleich zum Vorjahr zu Aufwendungen von TEUR 124 (i. V. TEUR 32) führen. Aus der Minderheitenbeteiligung an der NG Networks Co., Ltd. resultiert im Geschäftsjahr ein Gewinnanteil von TEUR 4.
Unter dem Strich ergibt sich damit ein Konzern-Jahresergebnis von EUR 1,07 Mio. (i. V. EUR 3,82 Mio.) nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 49). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,20 (i. V. EUR 0,74).
Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 14 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 7 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen weiterhin nicht.
Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2014 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 38,33 Mio. (i. V. EUR 31,76 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 20,89 Mio. (i. V. EUR 19,95 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 54,5 % (i. V. 62,8 %).
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem letzten Konzern-Abschluss zum 30.09.2013 um EUR 5,41 Mio. auf EUR 19,47 Mio. erhöht.
Wesentliche Erhöhungen in den langfristigen Vermögenswerten wurden durch die Akquisition des RadioSoft-Geschäfts in den USA bewirkt. Die immateriellen Vermögenswerte erfuhren dadurch während des Geschäftsjahres einen Zuwachs von EUR 1,32 Mio., die Bilanzposition Geschäfts- und Firmenwert eine Erhöhung um EUR 3,01 Mio.
Aufgrund der verstärkten Investitionen in Entwicklungsprojekte, die der mittel- und langfristigen Sicherung des zukünftigen Erfolgs des Konzerns dienen sollen, haben sich die aktivierten Entwicklungskosten um EUR 1,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr erhöht.
Der Wert dieser Position (EUR 10,03 Mio.) liegt geringfügig über dem zum Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 9,89 Mio.). Ebenso wie zum Ende des Vorjahres wurden auch gegen Ende dieses Geschäftsjahres einige größere Projekte fertiggestellt bzw. umsatzrelevante Projektmeilensteine erreicht. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Zum 30. September 2014 verfügt der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 7,79 Mio. (i. V. EUR 5,94 Mio.).
Die LS telcom AG hat im Berichtsjahr ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 6,0 Mio. aufgenommen, das in Höhe von EUR 3,25 Mio. während des Geschäftsjahres abgerufen wurde. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren, ist zwei Jahre tilgungsfrei und wurde in zwei Tranchen ausgereicht, einer Fremdkapitaltranche von EUR 2,4 Mio. zu einem Nominalzins von 1,25 % und einer Nachrangtranche
von EUR 3,6 Mio. zu einem Nominalzins von 2,45 %. Mit diesem Zinsvorteil werden bestimmte Forschungs- und Entwicklungsprojekte subventioniert. Soweit Forschungsaktivitäten betroffen sind, werden die Subventionen als Ertragszuschuss behandelt. Im Fall von Entwicklungsprojekten liegen Investitionszuschüsse vor, die mit den angefallenen Herstellungskosten verrechnet werden.
Diese Bilanzposition weist gegenüber dem Beginn des Geschäftsjahres einen um TEUR 131 höheren Wert aus. Im Unterschied zur Vorjahresbilanz sind hier u. a. um TEUR 90 höhere Steuererstattungsansprüche enthalten.
Diese Bilanzposition ging von TEUR 758 auf TEUR 1 zurück. Zu Beginn des Geschäftsjahres waren hier noch kurzfristige Festgelder i. H. v. TEUR 526 und ein Arbeitnehmerdarlehen i. H. v. TEUR 230 enthalten, die im Lauf des Geschäftsjahres aufgelöst bzw. zurückbezahlt wurden.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des RadioSoft Geschäfts in den USA wurden u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2014 beträgt insgesamt 24.000 Stück (i. V. 174.000 Stück).
Der Kurswert der für den Erwerb ausgegebenen eigenen Aktien (TEUR 1.312) wurde den entsprechenden Eigenkapitalpositionen gutgeschrieben. Die noch verbliebenen eigenen 24.000 Aktien wurden zu einem Betrag von TEUR 49 erworben. Diese werden als "Rücklage für eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet.
Die wertbestimmenden Posten innerhalb der langfristigen Verbindlichkeiten sind einerseits die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten von EUR 5,61 Mio. sowie die langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten i. H. EUR 2,42 Mio.
Unter den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden als dominante Positionen das Immobilienleasing mit EUR 2,10 Mio. (i. V. EUR 2,44 Mio.), das KfW-Darlehen mit einem Wert von EUR 3,22 Mio. und Mietkaufverpflichtungen mit TEUR 282 erfasst. Das KfW-Darlehen ist mit einem abgezinsten Wert unter Berücksichtigung eines marktgerechten Zinssatzes angesetzt.
Wesentliche Unterpositionen der langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind die jeweils langfristigen Anteile der Rückstellungen für die Vergütungskomponente des Vorstands mit langfristiger Anreizwirkung von TEUR 612 und der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Asset Deal der RadioSoft Inc. i. H. v. EUR 1,69 Mio.
Die passiven latenten Steuern haben sich gegenüber der Vorjahresbilanz um TEUR 611 erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an dem erhöhten Bestand an aktivierten Entwicklungskosten.
Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden von EUR 7,80 Mio. auf EUR 7,97 Mio. wurde vor allem durch eine Zunahme der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 340 und den Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 981 verursacht. In diesen ist als wesentlicher Teilbetrag eine kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Asset Deal i. H. v. TEUR 393, eine abgegrenzte Verbindlichkeit für einen Treuebonus von TEUR 66 und eine Erhöhung der sonstigen Steuerverbindlichkeiten um TEUR 111 enthalten. Zudem ist erstmals der kurzfristige Teil der Verpflichtungen aus der langfristigen Vorstandsvergütung mit TEUR 200 enthalten.
Verringert hatten sich dagegen die Positionen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 760, was vor allem durch einen geringeren Anteil von Projekten mit hohem Hardwareanteil im Bestand zum Stichtag bedingt ist. Auch die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen gingen im Lauf des Geschäftsjahres um TEUR 339 zurück.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht der LS telcom Konzern bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der
Erfolg des Konzerns abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.
Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom Firmengruppe Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Konzern-Leitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind im Risikomanagement-Handbuch der LS telcom AG dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom Firmengruppe mit.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Konzern-Steuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Konzerns zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.
Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab.
Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Konzern etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungsund Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangsund Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in einem CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Der LS telcom Konzern verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der LS telcom Inc., USA, für die eine lokale Firma beauftragt wurde, durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützt den Abschlussprozess.
Die Gesamtrisikosituation im Konzern ist weiterhin überschaubar. Es ist derzeit nicht zu erwarten, dass sich bestandsgefährdende Risiken materialisieren. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanzbzw. Schuldenkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellen die politischen Gegebenheiten im gesamten Mittleren Osten, einschließlich der Golfregion, das Kräftemessen Ost/West im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise sowie auch die Sicherheitslage aufgrund der Ebola Epidemie in Afrika Risiken mit dem Potenzial dar, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weitere bedeutende Einzelrisiken sind die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter einerseits sowie die mögliche Abhängigkeit von externen Beratern andererseits zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass LS telcom dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
In der nachfolgenden Tabelle werden zunächst die nachstehend erläuterten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung dargestellt.
Hierbei wird zwischen einer geringen, mittleren, hohen und sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenhöhe unterschieden, woraus sich die Gesamtbeurteilung ableiten lässt. Die Stufen reichen von einem zu beobachtenden Risiko über ein zu überwachendes Risiko hin zu einem wesentlichen Risiko. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bzw. Schadenshöhe wird wie folgt differenziert:
| Klassifikation | Schadenshöhe |
|---|---|
| Gering | < TEUR 25 |
| Mittel | TEUR 25 bis TEUR 50 |
| Hoch | TEUR 50 bis TEUR 250 |
| Sehr hoch | > TEUR 250 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der relevanten Risiken mit ihren jeweiligen Einschätzungen:
| Risiko | Qualitative Eintritts wahrschein lichkeit |
Mögliche finanzielle Aus wirkung |
Gesamt beurteilung |
|---|---|---|---|
| Schneller technolo gischer Wandel |
mittel | sehr hoch | beobachten |
| Softwaresicherheit | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Internationalisierung | mittel | sehr hoch | überwachen |
| Projektrisiken | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Netzaufbau mit neuen Funktechnologien |
mittel | hoch | überwachen |
| Preisdruck | gering | sehr hoch | beobachten |
| Wettbewerb | mittel | sehr hoch | überwachen |
| Mitarbeiterfluktuation - Personalressourcen |
mittel | sehr hoch | überwachen |
| Risiken durch die globale Finanzmarkt- und Schul denkrise |
sehr hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Finanzwirtschaftliche Risiken |
|||
| Preis- und Währungsrisiko |
mittel | hoch | überwachen |
| Ausfallrisiko | gering | sehr hoch | überwachen |
| Cashflow- und Liquiditätsrisiko |
gering | sehr hoch | beobachten |
| Risiken der eigenen Geldanlage |
gering | hoch | beobachten |
Die dargestellten Risiken werden im Folgenden detailliert erläutert:
Die Märkte, in denen LS telcom agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Konzerns, der Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.
Der Konzern plant, in den nächsten Jahren seine Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie des Konzerns nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche des Konzerns integriert werden können.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2014/2015 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage oder der Sicherheitslage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen, Seuchengefahr etc.), in
dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch machen die Tochtergesellschaften üblicherweise Geschäfte in den Währungen ihrer Länder. Das bedeutet, dass erhebliche Umsatzanteile mittlerweile speziell in kanadischen Dollar und südafrikanischen Rand erwirtschaftet werden. Oftmals muss aufgrund von Ausschreibungsvorgaben auch eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden vereinbart werden (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2014/2015 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.
Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. LS telcom war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom Firmengruppe mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Mit dem Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt
auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung des LS telcom Konzerns nachteilig beeinflussen.
Eine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter am Hauptsitz des Konzerns abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Konzern entzogen werden könnte. Die LS telcom AG und ihre Tochtergesellschaften werden wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.
Hoher Auftragsbestand und Termindruck stellt den Konzern nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen, ebenso besteht hier die Gefahr einer gewissen Know-how-Abhängigkeit und einer deutlich längeren als der ursprünglich geplanten Beauftragungsnotwendigkeit, verbunden mit den damit einhergehenden höheren Aufwendungen.
Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Konzerns zwar in den letzten Geschäftsjahren nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen des Euro im Vergleich zu Fremdwährungen beeinflusst, jedoch nur in den Jahren 2008/2009 Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten jedoch Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom Firmengruppe.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom Firmengruppe ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Konzerns kommt den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Die LS telcom Firmengruppe ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 bestand kein Bedarf, Projekte über Devisentermingeschäfte abzusichern. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Schuldner. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden wird als gering eingestuft, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen; Rückabsicherung bei Lieferanten) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom Firmengruppe. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Die südafrikanische Tochter nutzt außerdem auch erstklassige Geldmarktfonds als Anlagemöglichkeit. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom Firmengruppe haben. Zusätzlich könnte eine Verschärfung der Geldmarktpolitik der EZB der aktuellen Anlagestrategie zuwider laufen, da Negativzinsen den Kapitalstock angreifen.
Der Vorstand ist zuversichtlich, was die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns betrifft. Das Management rechnet damit, dass die Nachfrage in den für die Firmengruppe relevanten Teilmärkten anhalten wird und aufgrund der erfolgreichen Durchführung von Pilotprojekten mit neuen Produkten auf längere Frist gesehen wieder von wachsendem Geschäft ausgegangen werden kann. Auch die hohen Investitionen der vergangenen Jahre in den Aufbau neuer Tochtergesellschaften mit dem Ziel, neue regionale und thematische Märkte zu erschließen, dürften sich auszahlen, wenngleich hierfür ein längerer Atem und höherer Aufwand benötigt wird, als ursprünglich erwartet.
Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung der LS telcom AG Firmengruppe treffen die Aussagen des Vorjahres zum Marktpotenzial auch weiterhin nahezu unverändert zu.
Im Beratungsgeschäft behauptet sich die LS telcom sehr gut national und international. Der Vorstand rechnet auch für 2014/2015 mit guten neuen Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für sicherheitsrelevante Behörden, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Wachstum dürfte sich im Dienstleistungsbereich insbesondere aus dem Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.) generieren lassen, wo speziell die Muttergesellschaft LS telcom AG in den vergangenen Jahren eine Vielzahl Projekte als Vorreiter in Deutschland geplant hat und derzeit mit realisieren hilft.
Auch die Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks bietet für den Konzern speziell in Asien, im Mittleren Osten und in Afrika weiterhin aussichtsreiche Geschäftschancen für die Geschäftssegmente Dienstleistungen und Hardwarenahe Systeme.
Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.
Einige größere mehrjährige Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen werden die LS telcom Firmengruppe auch im Geschäftsjahr 2014/2015 beschäftigen. Es zeichnen sich daneben für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.
Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich der Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Auch das Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung, d. h. der militärische Markt und das Umfeld der Inneren Sicherheit, bietet nach wie vor Möglichkeiten für neues Wachstum. Die Vorstellung der neuen Produkte im Rahmen der letzten "LS Summit" Hausmessen stieß auf sehr positive Resonanz bei Neu- und Bestandskunden und mündete bereits in mehrere Pilot- und Testprojekte, nach deren Abschluss mit Nachfolgegeschäft gerechnet wird. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können.
Der derzeit im LS telcom Konzern vertraglich gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 37,9 Mio. (i. V. EUR 47,3 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten und langfristige Rahmenverträge maximal mit den während ihrer Laufzeit realistisch zu erwartenden Abrufvolumina berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von ca. EUR 23,5 Mio. (i. V. EUR 27,9 Mio.) erzielen. In den hier insgesamt und auf 12-Monatssicht angegebenen Umsatzerwartungen sind keine Forderungen aus Fertigungsaufträgen enthalten.
Angesichts der immer noch guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheits- bzw. Betriebsfunknetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik, sieht der Vorstand die mittelfristige Geschäftsentwicklung positiv.
Das Ziel der Unternehmensführung bleibt unverändert, ausgehend von dem derzeitigen Umsatzniveau zu wachsen und auch die Profitabilität der der LS telcom Firmengruppe in ihrem Kerngeschäft wieder zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Ein Ansatz dafür wird sein, Aufwendungen für extern bezogene Leistungen zu reduzieren und diese stattdessen durch die in der Vergangenheit geschaffenen zusätzlichen fachlichen Personalkapazitäten und die effizientere Nutzung der bestehenden Personalressourcen zu erbringen. Der Konzern versucht zudem einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt, die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen.
Auf der Grundlage der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung des LS telcom Konzerns, des immer noch guten Polsters an Auftragsbestand sowie erwarteter Projektzuteilungen, hält es der Vorstand für realistisch, im neuen Geschäftsjahr den Umsatz in geringem Maße und auch das Betriebsergebnis (EBIT) in moderatem Umfang steigern zu können.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2014 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2014 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:
| Beteiligte Person oder Gesellschaft |
Anzahl an Stimm rechten |
Anteil an Stimm rechten |
Zeitraum der Beteili gung |
|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz | 1.537.862 | 28,83 % | Bis heute |
| Dr. Georg Schöne | 1.614.445 | 30,26 % | Bis heute |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2014 EUR 2.667.500,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 13. März 2014 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
schaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses
zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30.09.2014) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung.
Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG bestehen nicht.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 60.650,62 (i. V. TEUR 57).
Diese Bezüge verteilen sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt:
Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 15.591,98 (i. V. TEUR 12) vergütet.
Zum 30. September 2014 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.
Vorstandsmitglieder sind:
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.
Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.
Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.
Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2013/2014 aus den folgenden Komponenten zusammen:
eine variable Vergütung, die sich nach einem prozentualen Anteil am Konzern-Ergebnis der Gesellschaft richtet und der Höhe nach gedeckelt ist.
eine der Höhe nach limitierte variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die sich bei Gewährung virtueller Aktienoptionen aus der Aktienkursentwicklung über einen Zeitraum von jeweils drei Jahren bis sechs Jahren für verschiedene Tranchen im Vergleich zu einem Basispreis ermittelt und in bar ausbezahlt wird (die Bewertung dieser aktienkursabhängigen Vergütung erfolgt auf Basis eines Binomialmodells),
Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind, und die eine entsprechende Selbstbeteiligung entsprechend der durch den jeweiligen Vorstand gehaltenen Anteile an der LS telcom AG vorsieht. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.
Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.229 (i. V. TEUR 1.749) erfasst. Davon betreffen TEUR 797 (i. V. TEUR 793) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 432 (i. V. TEUR 956) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 252 (i. V. TEUR 527) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als Zuführungen zu Rückstellungen im Geschäftsjahr für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis drei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Der Wert basiert auf Prognoserechnungen. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die im Geschäftsjahr 2013/2014 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:
| Angaben in EUR |
Dr. Manfred Lebherz |
Dr. Georg Schöne |
Dipl.-Ing. Roland Götz |
|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Festvergütung |
255.000,00 | 265.800,00 | 204.000,00 |
| Erfolgsunabhängige Neben leistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) |
25.916,79 | 23.292,75 | 22.665,87 |
| Erfolgsabhängige Vergütungs komponente |
64.400,00 | 64.400,00 | 51.500,00 |
| Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung |
285.000,00 | 335.000,00 | 191.700,00 |
| davon direkt das Geschäfts jahr 2013/2014 betreffend |
100.000,00 | 100.000,00 | 0,00 |
| davon aufwandswirksame Rückstellung für mögliche Vergütung in künftigen Geschäftsjahren |
185.000,00 | 235.000,00 | 191.700,00 |
| davon bereits als Rück stellung in Vorjahren erfasst |
172.800,00 | 205.700,00 | 181.500,00 |
| Gesamtvergütung (Aufwand) |
457.516,79 | 482.792,75 | 288.365,87 |
Die folgende Tabelle zeigt die den Vorständen tatsächlich ausgezahlten Vergütungen im Geschäftsjahr 2013/2014:
| Angaben in EUR |
Dr. Manfred Lebherz |
Dr. Georg Schöne |
Dipl.-Ing. Roland Götz |
|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Festvergütung |
255.000,00 | 265.800,00 | 204.000,00 |
| Erfolgsunabhängige Neben leistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) |
25.916,79 | 23.292,75 | 22.665,87 |
| Erfolgsabhängige Vergütungs komponente (bzgl. GJ 2012/2013) |
150.000,00 | 150.000,00 | 130.000,00 |
| Gesamtvergütung (Auszahlung) |
430.916,79 | 439.092,75 | 356.665,87 |
Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.
Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.
Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.
Die Geschäfte mit nahe stehenden Personen des Konzerns werden im Konzern-Anhang gesondert dargestellt.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 24. November 2014
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
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Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs bei EUR 11,25 sank der Wert der LS telcom-Aktie ab Mitte Mai 2014 unter einen Wert von EUR 9,00. Zum Geschäftsjahresende am 30.09.2014 schloss der Handel bei einem Wert von EUR 7,85. Bedingt durch einen stark volatilen Kursverlauf kostete die Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 11,60 und hatte ihre niedrigste Bewertung bei EUR 7,55.
Die Marktkapitalisierung sank zum 30.09.2014 auf EUR 41.879.750, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 60.018.750 belief, was einen Kursverlust von etwa 30 % bedeutet. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum um 15,9 % an Wert.
Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahrs täglich durchschnittlich 7.181 LS telcom-Aktien (i. V. 7.145) im Gegenwert von EUR 70.624 (i. V. EUR 62.940) an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Zunahme des Handelsvolumens um 12,2 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.
| Börsenkürzel: | LSX |
|---|---|
| Wertpapier-Kennnummer (WKN): | 575440 |
| International Securities Identification Number (ISIN): | DE 000 575 440 2 |
| Handelssegment | General Standard |
| Notierungsaufnahme | 15. März 2001 |
| Aktienanzahl | 5.335.000 Stück |
| Frei handelbare Aktien 2) | 40,5 % |
| Gattung | Nennwertlose Stückaktien |
| Startkurs am 01.10.2013 | 11,25 € |
| Schlusskurs am 30.09.2014 | 7,85 € |
| Höchstkurs | 11,60 € |
| Tiefstkurs | 7,55 € |
| Marktkapitalisierung zum 30.09.2014 | 41.879.750 € |
1) Alle Börsenkurse und Berechnungen basieren auf Schlusskursen des elektronischen Handelssystems Xetra im Zeitraum vom 01.10.2013 - 30.09.2014.
2) Frei handelbare Aktien, die weder von Dr. Manfred Lebherz noch von Dr. Georg Schöne kontrolliert werden und sich auch nicht im Eigenbesitz der LS telcom AG befinden.
Von den insgesamt 5.335.000 Aktien der LS telcom AG befinden sich 59,09 % im Besitz der Vorstände Dr. Georg Schöne (30,26 %) und Dr. Manfred Lebherz (28,83 %). Am 30.09.2014 befanden sich außerdem 0,45 % der Aktien im Besitz der LS telcom AG. Damit waren zum Geschäftsjahresende 40,46 % der Aktien frei handelbar.
Außer den beiden Firmengründern kontrollierte mehr als 5 % der Stimmrechte an der LS telcom AG Frau Ingrid Weißpfenning (letzte Stimmrechtsmitteilung nach WpHG: 9,39 %).
Um Anleger, Analysten und die Öffentlichkeit zeitnah mit wichtigen Neuigkeiten zu LS telcom zu versorgen, bietet unsere Investor Relations-Abteilung einen Abo-Service an. Nach einmaliger Registrierung bekommen die Teilnehmer dann die Informationen direkt per E-Mail zugeschickt. Anmelden können sich Interessenten für diesen Dienst mit einer kurzen Nachricht an Frau Nock ([email protected]) oder mithilfe des Online-Formulars auf unserer Homepage www.LStelcom.com.
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen.
Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex"), die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern.
Vor diesem Hintergrund berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung sowie unter anderem auch über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach § 161 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen.
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 28.11.2014 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der maßgeblichen Fassung vom 24.06.2014. befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 16.12.2013 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2014 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 Satz 1; Satz 3 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers in elektronischer Form einzureichen.
Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2014, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 24.06.2014, hat folgenden Wortlaut:
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Nummerierung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:
5.1.2: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie die Behandlung der Konditionen der Anstellungs-Dienstverträge der Vorstandsmitglieder (einschließlich der Vergütungsfragen) keinem Ausschuss übertragen.
41
Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 07.12.2012 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.
Lichtenau, den 01. Dezember 2014
Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG Für den Vorstand der LS telcom AG gez. Dr. Winfried Holtermüller, gez. Dr. Manfred Lebherz, Vorsitzender des Aufsichtsrats Sprecher des Vorstands
42
Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands wird in einem gesonderten Vergütungsbericht beschrieben, in dem auch die individuellen Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats offengelegt werden. Dieser quantitative Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und des Konzern-Lageberichts und damit an anderer Stelle jeweils vollständig in diesem Geschäftsbericht der LS telcom AG wiedergegeben. Wir verweisen insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F, sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 beschlossen, bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern und auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats das Kriterium der Vielfalt verstärkt zu beachten. Zielrichtung ist es, neben einer ausgewogenen fachlichen Qualifikation des Gremiums durch Berücksichtigung von Vielfalt bei weiterem Wachstum des Unternehmens und damit auch seiner Organe, eine größere Internationalität und eine angemessene Vertretung von Frauen im Vorstand und Aufsichtsrat zu erreichen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 vereinbart, konkrete Ziele für die künftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats festzulegen, diese aber nicht auf das Thema Frauenbeteiligung zu beschränken. Vielmehr sollen weitere Kriterien eine heterogene Besetzung des Aufsichtsrats sicherstellen. Im Einzelnen wurden folgende konkrete Ziele beschlossen:
Die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie die Auswahl von Kandidaten zur Bestellung als Vorstandsmitglied werden sich auch unter Berücksichtigung dieser Ziele ausschließlich am Wohl des Unternehmens orientieren.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten während des Geschäftsjahres nicht auf.
Dem Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie dem Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.1., können die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen entnommen werden. Keiner der Aufsichtrats- oder Vorstandsmitglieder nimmt mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von Gesellschaften mit vergleichbaren Anforderungen wahr. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzern-Abschlusses dargestellt.
Nach § 15 a des Wertpapierhandelsgesetzes sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der LS telcom AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, sobald der Wert der entsprechenden Geschäfte 5.000 Euro im Kalenderjahr erreicht oder übersteigt (Directors' Dealings).
Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der LS telcom AG sowie ihnen nach Maßgabe des § 15 a Wertpapierhandelsgesetzes nahestehende Personen haben im Geschäftsjahr 2013/2014 die in der unten stehenden Tabelle aufgelisteten Geschäfte mit Aktien der LS telcom AG getätigt. Die LS telcom AG veröffentlicht diese Transaktionen unverzüglich, nachdem sie dem Unternehmen mitgeteilt wurden.
Directors' Dealings (Geschäfte von Führungspersonen und diesen nahestehenden Personen nach § 15 a WpHG) im Geschäftsjahr 2013/2014
| Datum | Name | Funktion | Art und Ort der Transaktion |
Stückzahl | Kurs/Preis | Gesamtvolumen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 11.06.2014 | Dr. Schöne, Georg | Vorstand | Erwerb von Aktien, Frankfurt |
213 | 8,84 € | 1.882,99 € |
| 12.06.2014 | Dr. Schöne, Georg | Vorstand | Erwerb von Aktien, Frankfurt |
100 | 8,766 € | 876,60 € |
| 13.06.2014 | Dr. Schöne, Georg | Vorstand | Erwerb von Aktien, Frankfurt |
120 | 8,589 € | 1.030,68 € |
| 17.06.2014 | Dr. Schöne, Georg | Vorstand | Erwerb von Aktien, Frankfurt |
100 | 8,195 € | 819,50 € |
| 18.06.2014 | Dr. Schöne, Georg | Vorstand | Erwerb von Aktien, Frankfurt |
150 | 8,545 € | 1.281,75 € |
| 20.06.2014 | Dr. Schöne, Georg | Vorstand | Erwerb von Aktien, Frankfurt |
300 | 8,481 € | 2.544,15 € |
| 23.06.2014 | Dr. Schöne, Georg | Vorstand | Erwerb von Aktien, Frankfurt |
1008 | 8,503 € | 8.570,72 € |
Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der LS telcom AG beträgt zum 30. September 2014 mehr als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesamtbesitz des Vorstands beläuft sich an diesem Stichtag auf 3.156.455 Stückaktien, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 14.546 Stückaktien.
Zur detaillierten Aufteilung der vom Vorstand gehaltenen Aktien auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.1.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 hatte das Unternehmen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme implementiert.
Eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in den Vorstandsverträgen bezieht sich auf die Wertentwicklung der LS telcom Aktie und besitzt insofern den Charakter virtueller Aktienoptionen. Zur detaillierten Information verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.
44
Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB) beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Kodex weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die LS telcom AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten.
Die gesamte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar.
45
| LS telcom Konzern-Ergebnisse im Überblick nach IFRS |
2006/2007 | 2007/2008 | 2008/2009 | 2009/2010 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragsdaten | |||||
| Umsatz | in TEUR | 13.745 | 12.652 | 11.937 | 16.225 |
| Exportquote | in % | 91 | 91 | 85 | 80 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) |
in TEUR | 3.219 | 2.604 | 1.741 | 3.728 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | in TEUR | 1.121 | 588 | -174 | 1.572 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | in TEUR | 1.013 | 462 | -401 | 1.320 |
| Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenan teilen) |
in TEUR | 1.156 | 450 | -881 | 940 |
| Finanzdaten | |||||
| Investitionen gesamt | in TEUR | 3.003 | 1.698 | 2.643 | 1.996 |
| Abschreibungen gesamt | in TEUR | 2.098 | 2.016 | 1.915 | 2.156 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmit telfonds |
in TEUR | -886 | -298 | -1.550 | 2.251 |
| Bilanzdaten | |||||
| Liquide Mittel (Kasse, Bank, Wertpapiere des Umlaufvermögens) |
in TEUR | 4.603 | 4.305 | 2.755 | 5.069 |
| Bilanzsumme | in TEUR | 20.782 | 21.293 | 19.383 | 21.399 |
| Eigenkapital | in TEUR | 13.105 | 13.473 | 12.160 | 13.213 |
| Eigenkapitalquote | in % | 63,1 | 63,3 | 62,7 | 61,7 |
| Kennzahlen Aktie | |||||
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 0,22 | 0,08 | -0,17 | 0,18 |
| Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (30.09.) | in EUR | 2,63 | 1,79 | 1,47 | 1,85 |
| Jahreshoch/-tief (Schlusskurs) | in EUR | 2,97/2,40 | 2,75/1,30 | 2,13/1,30 | 2,02/1,30 |
| Anzahl der Aktien | 5.335.000 | 5.335.000 | 5.335.000 | 5.335.000 | |
| Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (Schlusskurs 30.09.) |
in TEUR | 14.031 | 9.550 | 7.842 | 9.870 |
| Liquidität je Aktie | in EUR | 0,86 | 0,81 | 0,52 | 0,95 |
| Mitarbeiter | |||||
| Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30.09.) | 117 | 122 | 134 | 137 | |
| Personalaufwand | in TEUR | 7.862 | 8.152 | 8.645 | 9.057 |
| $\Rightarrow$ $\Rightarrow$ | ||
|---|---|---|
| 83 | $\sim$ | |
| -878 | 4350 | |
| 97.32 | ||
| $\overline{\phantom{a}}$ | $\sim$ |
| Differenz absolut GJ 2012/2013 zu 2013/2014 |
Differenz relativ in % GJ 2012/2013 zu 2013/2014 |
|---|---|
| -1.686 | -4,4 |
| 0,4 | |
| -2.912 | 37,3 |
| -3.515 | -61,6 |
| -3.654 | -66,6 |
| -2.756 | -72,1 |
| 95 | 2,1 |
| 603 | 28,6 |
| 1.808 | 2.825,0 |
| 1.851 | 31,2 |
| 6.566 | 20,7 |
| 941 | 4,7 |
| -8,3 | |
| -0,54 | -73,0 |
| -3,12 | -28,4 |
| -16.645 | -28,4 |
| 0,35 | 31,5 |
| 8 | 3,2 |
| 2.298 | 15,0 |
| 2010/2011 | 2011/2012 | 2012/2013 | 2013/2014 |
|---|---|---|---|
| 20.699 | 27.868 | 37.918 | 36.232 |
| 85 | 93 | 95 | 95,4 |
| 4.539 | 6.217 | 7.812 | 4.900 |
| 2.331 | 3.140 | 5.707 | 2.192 |
| 2.125 | 3.017 | 5.489 | 1.835 |
| 1.521 | 3.008 | 3.823 | 1.067 |
| 2.797 | 4.081 | 4.569 | 4.664 |
| 2.208 | 3.077 | 2.105 | 2.708 |
| 2.489 | -1.641 | 64 | 1.872 |
| 7.525 | 5.942 | 5.941 | 7.792 |
| 26.073 | 27.561 | 31.762 | 38.328 |
| 14.449 | 16.921 | 19.953 | 20.894 |
| 55,4 | 61,4 | 62,8 | 54,5 |
| 0,29 | 0,58 | 0,74 | 0,20 |
| 3,43 | 5,20 | 10,97 | 7,85 |
| 4,35/1,82 | 5,23/3,22 | 11,15/4,98 | 11,6/7,55 |
| 5.335.000 | 5.335.000 | 5.335.000 | 5.335.000 |
| 18.304 | 27.742 | 58.525 | 41.880 |
| 1,41 | 1,11 | 1,11 | 1,46 |
| 143 | 158 | 252 | 260 |
| 10.077 | 11.809 | 15.340 | 17.638 |
48
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | D.3. | 7.936 | 5.635 |
| Geschäfts- und Firmenwert | D.4. | 4.603 | 1.608 |
| Sachanlagen | D.5. | 6.079 | 6.222 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | D.6. | 429 | 518 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | D.7. | 207 | 0 |
| Latente Steuern | D.8. | 216 | 82 |
| 19.470 | 14.065 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | D.9. | 0 | 136 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | D.10. | 10.028 | 9.887 |
| Liquide Mittel | D.12. | 7.792 | 5.941 |
| Ertragsteuerforderungen | D.13. | 8 | 77 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
D.14. | 1.029 | 898 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | D.15. | 1 | 758 |
| 18.858 | 17.697 | ||
| Summe Vermögenswerte | 38.328 | 31.762 |
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | D.16. | 5.335 | 5.335 |
| Kapitalrücklage | D.16. | 5.716 | 4.710 |
| Gewinnrücklagen | D.16. | 32 | 32 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | D.16. | -554 | -376 |
| Konzern-Bilanzgewinn | D.16. | 9.946 | 10.169 |
| Eigene Anteile | D.16. | -49 | -355 |
| Anteile anderer Gesellschafter | D.16. | 468 | 438 |
| 20.894 | 19.953 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | D.17. | 5.615 | 2.526 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | D.18. | 2.420 | 673 |
| Latente Steuern | D.19. | 1.425 | 814 |
| 9.460 | 4.013 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | D.20. | 40 | 73 |
| Kurzfristige Rückstellungen | D.20. | 220 | 559 |
| Erhaltene Anzahlungen und Fertigungsaufträge | D.21. | 1.076 | 736 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | D.22. | 931 | 1.691 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | D.23. | 522 | 533 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | D.24. | 5.185 | 4.204 |
| 7.974 | 7.796 | ||
| Summe Schulden | 17.434 | 11.809 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 38.328 | 31.762 |
50
| in TEUR | Erläuterung | 2013/2014 | 2012/2013 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | E.2. | 36.232 | 37.918 |
| Sonstige betriebliche Erträge | E.3. | 1.504 | 1.004 |
| Aktivierte Eigenleistungen | E.4. | 2.786 | 2.313 |
| Gesamtleistung | 40.522 | 41.235 | |
| Materialaufwand | E.5. | 12.026 | 12.447 |
| Personalaufwand | E.6. | 17.638 | 15.340 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens |
E.7. | 2.708 | 2.105 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | E.8. | 5.958 | 5.636 |
| Betriebsergebnis | 2.192 | 5.707 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | E.9. | -120 | -1 |
| Zinserträge | E.9. | 52 | 60 |
| Zinsaufwendungen | E.9. | 289 | 276 |
| Finanzergebnis | -357 | -217 | |
| Ergebnis vor Steuern | 1.835 | 5.490 | |
| Ertragsteuern | E.10. | 719 | 1.431 |
| Jahresergebnis | 1.116 | 4.059 | |
| Übriges Ergebnis mit Umgliederung in die Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung zu einem späteren Zeitpunkt (recycling) |
|||
| Währungsdifferenzen | -197 | -253 | |
| Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | -197 | -253 | |
| Summe Gesamtergebnis der Periode | 919 | 3.806 | |
| Zurechnung des Jahresergebnisses | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 49 | 236 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 1.067 | 3.823 | |
| 1.116 | 4.059 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode |
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 30 | 147 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 889 | 3.659 | |
| 919 | 3.806 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR | E.11. | 0,20 | 0,74 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | D.16. | 5.210.726 | 5.161.000 |
| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | Anteile fremder Ge sellschafter |
Konzern Eigen - kapital |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeich netes Kapital |
Kapital rück lage |
Gewinn rück lage |
Rücklage aus Währungs umrechnung |
Eigene Anteile |
Konzern Bilanz gewinn |
Summe | TEUR | Summe |
| 2012/2013 | |||||||||
| Stand am 01.10.2012 | 5.335 | 4.710 | 32 | -212 | -355 | 7.120 | 16.630 | 291 | 16.921 |
| Gesamtergebnis | -164 | 3.823 | 3.659 | 147 | 3.806 | ||||
| Ausschüttung an Aktionäre |
-774 | -774 | -774 | ||||||
| Stand am 30.09.2013 | 5.335 | 4.710 | 32 | -376 | -355 | 10.169 | 19.515 | 438 | 19.953 |
| 2013/2014 | |||||||||
| Stand am 01.10.2013 | 5.335 | 4.710 | 32 | -376 | -355 | 10.169 | 19.515 | 438 | 19.953 |
| Gesamtergebnis | -178 | 1.067 | 889 | 30 | 919 | ||||
| Ausgabe eigener Aktien | 1.006 | 306 | 1.312 | 1.312 | |||||
| Ausschüttung an Aktionäre |
-1.290 | -1.290 | -1.290 | ||||||
| Stand am 30.09.2014 | 5.335 | 5.716 | 32 | -554 | -49 | 9.946 | 20.426 | 468 | 20.894 |
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr 2013/2014
| in TEUR | 2013/2014 | 2012/2013 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 1.116 | 4.059 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens |
2.708 | 2.105 |
| -/+ Zunahme/Abnahme aktive latente Steuern | -57 | 487 |
| + Zunahme passive latente Steuern |
540 | 544 |
| -/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | 33 | 427 |
| -/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens |
-4 | -21 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva |
432 | -2.953 |
| -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva |
-468 | 562 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 4.300 | 5.210 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens |
4 | 33 |
| - Auszahlungen für den Unternehmenserwerb |
-764 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen |
-3.589 | -4.405 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen |
-108 | -197 |
| - Auszahlungen für Investitionen in sonstige langfristige Vermögenswerte |
-207 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -4.664 | -4.569 |
| - Ausschüttung an Aktionäre |
-1.290 | -774 |
| - Auszahlungen für den Rückkauf eigener Anteile |
0 | 0 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten |
3.680 | 278 |
| - Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten |
-154 | -81 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 2.236 | -577 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 1.872 | 64 |
| +/- Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | 4 | -90 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
5.916 | 5.942 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 7.792 | 5.916 |
53
| in TEUR | Stand am 01.10.2013 |
Währungs anpassung |
Zugänge | Um buchungen |
Abgänge | Stand am 30.09.2014 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
2.221 | 82 | 1.381 | 0 | 0 | 3.684 | |
| 2. Entwicklungskosten | 32.772 | -16 | 2.617 | 0 | 0 | 35.373 | |
| 34.993 | 66 | 3.998 | 0 | 0 | 39.057 | ||
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.608 | 186 | 2.809 | 0 | 0 | 4.603 | |
| III. Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken |
5.872 | 0 | 31 | 1.042 | 0 | 6.945 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3.800 | -10 | 670 | 90 | 156 | 4.394 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.062 | 0 | 86 | -1.132 | 0 | 16 | |
| 10.734 | -10 | 787 | 0 | 156 | 11.355 | ||
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen |
518 | 13 | 22 | 0 | 124 | 429 | |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
0 | 0 | 207 | 0 | 0 | 207 | |
| 47.853 | 255 | 7.823 | 0 | 280 | 55.651 |
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Anlage 6/1
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2012 |
Währungs anpassung |
Zugänge | Um buchungen |
Abgänge | Stand am 30.09.2013 |
|||
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
2.062 | -51 | 415 | 0 | 205 | 2.221 | |||
| 2. Entwicklungskosten | 30.565 | -106 | 2.313 | 0 | 0 | 32.772 | |||
| 32.627 | -157 | 2.728 | 0 | 205 | 34.993 | ||||
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.681 | -73 | 0 | 0 | 0 | 1.608 | |||
| III. Sachanlagen | |||||||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken |
5.747 | -4 | 115 | 14 | 0 | 5.872 | |||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.885 | -91 | 1.091 | 0 | 85 | 3.800 | |||
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 605 | 0 | 471 | -14 | 0 | 1.062 | |||
| 9.237 | -95 | 1.677 | 0 | 85 | 10.734 | ||||
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen |
235 | -4 | 319 | 0 | 32 | 518 | |||
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
500 | 0 | 0 | 0 | 500 | 0 | |||
| 44.280 | -329 | 4.724 | 0 | 822 | 47.853 |
Anlage 6/2
55
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2013 |
Währungs anpassung |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2014 |
Stand am 30.09.2014 |
Stand am 30.09.2013 |
| 1.726 | -4 | 225 | 0 | 1.947 | 1.737 | 495 |
| 27.632 | -17 | 1.559 | 0 | 29.174 | 6.199 | 5.140 |
| 29.358 | -21 | 1.784 | 0 | 31.121 | 7.936 | 5.635 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.603 | 1.608 |
| 2.414 | 0 | 278 | 0 | 2.692 | 4.253 | 3458 |
| 2.098 | -4 | 646 | 156 | 2.584 | 1.810 | 1.702 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 16 | 1.062 |
| 4.512 | -4 | 924 | 156 | 5.276 | 6.079 | 6.222 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 429 | 518 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 207 | 0 |
| 33.870 | -25 | 2.708 | 156 | 36.397 | 19.254 | 13.983 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2012 |
Währungs anpassung |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2013 |
Stand am 30.09.2013 |
Stand am 30.09.2012 |
||
| 1.872 | -50 | 109 | 205 | 1.726 | 495 | 190 | ||
| 26.505 | -105 | 1.232 | 0 | 27.632 | 5.140 | 4.060 | ||
| 28.377 | -155 | 1.341 | 205 | 29.358 | 5.635 | 4.250 | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.608 | 1.681 | ||
| 2.202 | -1 | 213 | 0 | 2.414 | 3.458 | 3.545 | ||
| 1.665 | -45 | 551 | 73 | 2.098 | 1.702 | 1.220 | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.062 | 605 | ||
| 3.867 | -46 | 764 | 73 | 4.512 | 6.222 | 5.370 | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 518 | 235 | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 500 | ||
| 32.244 | -201 | 2.105 | 278 | 33.870 | 13.983 | 12.036 |
| Stand am 30.09.2013 |
Stand am 30.09.2012 |
|||
|---|---|---|---|---|
| 495 | 190 | |||
| 5.140 | 4.060 | |||
| 5.635 | 4.250 | |||
| 1.608 | 1.681 | |||
| 3.458 | 3.545 | |||
| 1.702 | 1.220 | |||
| 1.062 | 605 | |||
| 6.222 | 5.370 | |||
| 518 | 235 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz in Lichtenau ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Hardund Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung, des Frequenzmanagements und der sonstigen Systemlösungen sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.
Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2014 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften.
Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2014 sowie den Konzern-Lagebericht 2013/2014 am 24. November 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB).
Die Auslegungen (IFRIC - International Financial Reporting Interpretations Committe und SIC - Standards Interpretations Committee) des International Financial Reporting Standards Interpretations Committe (IFRS IC) wurden beachtet. Alle am Abschlussstichtag gültigen und durch die Kommission der Europäischen Union (EU) anerkannten IFRS wurden berücksichtigt.
Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2013/2014 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG.
Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben - auf Tausend Euro (TEUR).
Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315a HGB. Die zusätzlichen Vorschriften nach deutschem Handelsrecht, für die eine Pflicht zur Anwendung besteht, wurden beachtet.
Dem Konzern-Abschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr - mit Ausnahme der Regelungen zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen bei Vorliegen von qualifizierenden Vermögenswerten (IAS 23) - einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.
Folgende, von IASB und IFRS IC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2013/2014 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
|---|---|---|
| Amend. IFRS 1 | Ausgeprägte Hochinflation und Rücknahme eines festen Übergangszeitpunkt für Erstanwender |
1. Januar 2013 |
| Amend. IAS 12 | Latente Steuern: Realisierung der zugrundeliegenden Vermögenswerte | 1. Januar 2013 |
| IFRS 13 | Bemessung des beizulegenden Zeitwerts | 1. Januar 2013 |
| IAS 19 (rev.) | Leistungen an Arbeitnehmer | 1. Januar 2013 |
| Amend. IFRS 1 | Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1. Januar 2013 |
| Amend. IFRS 7 | Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbind lichkeiten |
1. Januar 2013 |
| AIP 2009-2011 | Jährliches Verbesserungsverfahren des IASB 2009-2011 | 1. Januar 2013 |
| IFRIC 20 | Abraumbeseitigungskosten in der Erschließungsphase einer Tagebaumiene | 1. Januar 2013 |
Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards ergaben sich im Berichtszeitraum die im Folgenden beschriebenen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" veröffentlicht, der prospektiv für am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden ist. IFRS 13 fasst die bislang in einzelnen Standards enthaltenen Regelungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zusammen und legt eine einheitliche Definition sowie Grundsätze zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fest. Mit Ausnahme der in IFRS 13 explizit ausgenommenen Standards definiert IFRS 13 einheitliche Anhangangaben für alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie für alle Vermögenswerte und Schulden, für die die Angabe des beizulegenden Zeitwerts als Anhangangabe erforderlich ist.
Aus der Erstanwendung des IFRS 13 ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden. Auswirkungen ergeben sich für den Konzern-Anhang, da zusätzliche Anhangangaben zu machen sind.
Alle übrigen, erstmalig im laufenden Geschäftsjahr anzuwendenden neuen und geänderten IFRS führten zu keinen nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage sowie die Darstellung des Konzern-Abschlusses. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, aber zum Teil von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
|---|---|---|
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 1. Januar 2014 |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | 1. Januar 2014 |
| IFRS 12 | Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen | 1. Januar 2014 |
| Amend. IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 |
Konzernabschlüsse, gemeinschaftliche Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen - Übergangsrichtlinien |
1. Januar 2014 |
| IAS 27 (rev. 2011) |
Einzelabschlüsse | 1. Januar 2014 |
| IAS 28 (rev. 2011) |
Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 1. Januar 2014 |
| Amend. IAS 32 | Finanzinstrumente – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten |
1. Januar 2014 |
| Amend. IAS 36 | Impairment – Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten | 1. Januar 2014 |
| diverse | Investmentgesellschaften (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27) | 1. Januar 2014 |
| diverse | Finanzinstrumente - Übertragung von Derivaten und Beibehaltung des Sicherungszu sammenhangs (Änderung zu IAS 39 und IFRS 9) |
1. Januar 2014 |
| IFRIC 21 | Abgaben | 1. Januar 2014 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente - Klassifizierung und Bewertung | 1. Januar 2018 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente - finanzielle Verbindlichkeiten | 1. Januar 2018 |
| diverse | Finanzinstrumente - verpflichtende Erstanwendung (Änderung zu IFRS 9 und IFRS 7) | 1. Januar 2018 |
Von der Möglichkeit, vom IASB bereits verabschiedete Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht. Die Anwendung der neuen bzw. überarbeiteten Standards wird nach derzeitigen Einschätzungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Eine frühere Anwendung hätte zu erweiterten Angaben im Konzern-Anhang geführt.
Ansonsten liegen dem Konzern-Abschluss - mit Ausnahme von IAS 23 - dieselben einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Vorjahr zugrunde.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Der Konzern-Abschluss umfasst alle Unternehmen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte ein Beherrschungsverhältnis im Sinne von IAS 27 besteht. Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die Gesellschaft direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft tritt. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
In den Konzern-Abschluss sind gemäß IAS 27 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und die einheitliche Leitung ausübt:
| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital |
Anteil am Kapital % | Zeitpunkt der Erstkonso lidierung |
|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada |
CAD | 1.829.000 | 100 | 01.06.2002 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau/Deutschland |
EUR | 25.000 | 100 | 27.05.2003 |
| LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich |
EUR | 100.000 | 100 | 01.11.2006 |
| LS of South Africa Radio Communi cation Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika |
ZAR | 300 | 51 | 30.09.2007 |
| Colibrex GmbH, Lichtenau/Deutschland |
EUR | 25.000 | 100 | 14.07.2011 |
| LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA |
USD | 1.000 | 100 | 27.07.2011 |
| LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich |
GBP | 1.000 | 100 | 21.05.2013 |
| RadioSoft Inc., Toccoa/USA |
USD | 1 | 100 | 01.06.2014 |
Bei den assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd. und LST Middle East FZ-LLC hat die Gesellschaft die Möglichkeit einen maßgeblichen Einfluss auszuüben.
| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital |
Anteil am Kapital % | Zeitpunkt der Erstkonso lidierung |
|---|---|---|---|---|
| NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China |
EUR | 147.745 | 40 | 28.05.2009 |
| LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate |
AED | 200.000 | 49 | 09.10.2012 |
Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2014 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.
Für Fälle nach dem 31. März 2004 erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt, zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sowie Verkäufe von Anlagevermögen zwischen Konzern-Gesellschaften wurden ebenfalls berücksichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise der Geschäfts- oder Firmenwert, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (zahlungsmittelgenerierende Einheit; CGUs). Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft.
Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. unter der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die bei Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Land | Währung | 2013/2014 EUR 1,00 = |
2012/2013 EUR 1,00 = |
30.09.2014 EUR 1,00 = |
30.09.2013 EUR 1,00 = |
| Kanada | CAD | 1,4693 | 1,3325 | 1,4154 | 1,3935 |
| Südafrika | ZAR | 14,3547 | 12,1732 | 14,2894 | 13,6488 |
| USA | USD | 1,3573 | 1,3122 | 1,2686 | 1,3523 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,8195 | 0,8409 | 0,7812 | 0,8379 |
Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die in der Regel drei bis zwanzig Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern sowohl die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht, als auch die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Erwirtschaftung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.
Die Entwicklungskosten umfassen die direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den fakturierten Kosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre. Im Berichtsjahr lagen keine Indikatoren für eine Wertminderung vor. Es wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertkorrekturen vorgenommen.
Bei Kauf, Bau oder Herstellung von Vermögenswerten, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungsprozess sich über einen erheblichen Zeitraum erstreckt (qualifizierter Vermögenswert), werden die zurechenbaren Fremdkapitalkosten aktiviert. In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 49 aktiviert, da die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte erstmalig die Definition eines qualifizierten Vermögenswertes erfüllen. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 5,57 % zugrunde gelegt.
Der Vorteil eines öffentlichen Darlehens zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz wird wie eine Zuwendung der öffentlichen Hand behandelt und mit der Differenz zwischen den erhaltenen Zahlungen und dem beizulegenden Zeitwert eines Darlehens zum Marktzins bewertet. Beziehen sich die Zuwendungen auf die als immaterieller Vermögenswert aktivierten Entwicklungsprojekte, werden die zurechenbaren Zuwendungen von den Herstellungskosten der Vermögenswerte abgesetzt. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden TEUR 24 als Zuwendungen auf einen Vermögenswert sowie TEUR 15 als direkte aufwandsbezogene Zuwendungen innerhalb der Periode als Ertrag erfasst.
Kosten für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von TEUR 3.136 (i. V. TEUR 2.453) sofort als Aufwand erfasst.
Zugänge zu den Abschreibungen sind in der Position "Abschreibungen" erfasst.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird der Betrag der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses angesetzt, der den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt übersteigt.
Die Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, (TEUR 708), der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich (TEUR 889) und der RadioSoft Inc., Toccoa/USA (TEUR 3.006).
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand erfasst und - auch wenn sie unterjährig in Zwischenabschlüssen der Gesellschaft erfasst wurde - in den Folgeperioden nicht wieder aufgeholt.
Die Geschäfts- und Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Im Erwerbszeitpunkt gehörten diese auf Segmentebene dem Unternehmensbereich Systemlösungen an. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Hardwarenahe Systeme mit TEUR 687, dem Segment Dienstleistungen mit TEUR 2.404 sowie dem Segment Softwaresysteme mit TEUR 1.512 zugeordnet.
Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen fünfjährigen Planungszeitraum umfassen. Wesentliche Planungsprämissen betreffen das zugrunde gelegte Umsatzwachstum sowie die EBIT-Marge. Für die LS telcom Ltd. sind insgesamt keine wesentlichen Veränderungen bei den Umsatzerlösen bei weitgehend stabiler EBIT-Marge im Zeitraum 2015 bis 2019 geplant. Das Management plant für die LS telcom SAS mit leicht steigenden Umsatzerlösen und einer Verbesserung der EBIT-Marge im Zeitraum 2015 bis 2019. Bei der RadioSoft Inc. plant das Management mit kurz- bis mittelfristig stärker steigenden Umsatzerlösen infolge einer erwarteten Ausweitung des US-Geschäfts und einem Anstieg der EBIT-Marge im Zeitraum 2015 bis 2019. Für die Detailplanung werden Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen, insbesondere abgeleitet aus den aktuellen Auftragsbeständen und Vertriebsaussichten, bezüglich der künftigen Marktentwicklung berücksichtigt. Bei der Berechnung der ewigen Rente wird, basierend auf dem jeweiligen durchschnittlichen Marktwachstum, ein zukünftiges Unternehmenswachstum berücksichtigt. Die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum wurden unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 % extrapoliert. Das Wachstum der ewigen Rente liegt unterhalb des langfristigen durchschnittlichen organischen Wachstums und unterhalb des langfristigen durchschnittlichen erwarteten zukünftigen Marktwachstums. Die so ermittelten Zahlungsströme werden mit den für jede Zahlungsmittel generierende Einheit individuell ermittelten, gewichteten Gesamtkapitalkosten
vor Steuern abgezinst, um den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit zu bestimmen. Der Gesamtkapitalkostensatz vor Steuern wird über ein iteratives Verfahren ermittelt, so dass der Nutzungswert vor Steuern dem Nutzungswert nach Steuern entspricht. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 11,40 % (LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich) bzw. 10,74 % (LS telcom Limited, Ottawa/Kanada) und 13,42 % (RadioSoft Inc., Toccoa/USA). Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich. Auch bei Veränderung der EBIT-Prognosen um - 10 % oder einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1,0 Prozentpunkte ergibt sich kein Abwertungsbedarf.
Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des Vermögenswertes hinaus zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungskosten verlässlich bewertet werden können. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden direkt als Aufwand erfasst.
Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Fremdkapitalkosten werden, soweit sie dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Nicht auf qualifizierte Vermögenswerte entfallende Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten bezüglich Sachanlagen aktiviert.
Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 0 erforderlich (i. V. TEUR 4). Zuschreibungen, die notwendig sind, sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwei bis 35 Jahre. Wesentliche Restwerte gemäß IAS 16 par. 53 waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.
Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Buchwert des jeweiligen Gegenstandes ermittelt und in der Gesamtergebnisrechnung als "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Gemietete bzw. geleaste Vermögenswerte, bei denen sowohl das wirtschaftliche Risiko als auch der wirtschaftliche Nutzen bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft liegt (finance lease), werden gemäß IAS 17 aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes durch planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zahlungsverpflichtung wird mit dem Betrag passiviert, der dem niedrigeren Wert aus dem fair value des Vermögenswertes und dem Barwert aller künftigen Leasingraten entspricht.
Der Restbuchwert aus dem Finanzierungsleasing der Immobilie ist im Folgenden dargestellt:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Gebäude | 2.774 | 2.944 |
| 2.774 | 2.944 |
Die Anschaffungskosten für das Immobilien-Finanzierungsleasing betragen TEUR 4.267 (i. V. TEUR 4.267). Zugänge zum Finanzierungsleasing sind nicht zu verzeichnen. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 1.323 und zum Ende der Periode mit TEUR 1.494, bei Zugängen von TEUR 171, gegeben.
Die Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs.
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen (NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China und LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate). Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu den nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.
LS telcom AG hat das Recht, sich ab dem 30. September 2018 durch eine einseitige Kapitalerhöhung von 50 % an einer Beteiligungsgesellschaft zu beteiligen, sofern diese einen definierten Bilanzgewinn bis dahin nicht erreichen sollte. Darüber hinaus hat LS telcom AG das Recht das an diese Beteiligungsgesellschaft gewährte Darlehen in Anteile an dieser Gesellschaft umzuwandeln, sofern diese eine definierte Ausschüttung bis zum 30. September 2018 nicht geleistet hat. Zum Erstbewertungszeitpunkt und zum Bilanzstichtag wurden die Optionen mit einem Fair Value von Null bewertet.
| Bilanz AKTIVA |
30.09.2014 TEUR |
30.09.2013 TEUR |
PASSIVA | 30.09.2014 TEUR |
30.09.2013 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände |
167 | 183 | Eigenkapital | 622 | 580 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände |
486 | 425 | Kurzfristige Verbindlichkeiten |
31 | 28 |
| Summe | 653 | 608 | Summe | 653 | 608 |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 2013/2014 TEUR |
2012/2013 TEUR |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 516 | 561 |
| Ergebnis | 5 | 78 |
| Bilanz AKTIVA |
30.09.2014 TEUR |
30.09.2013 TEUR |
PASSIVA | 30.09.2014 TEUR |
30.09.2013 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 12 | 59 | |||
| Langfristige Vermögensgegenstände |
23 | 31 | Langfristige Verbindlichkeiten |
117 | 0 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände |
184 | 106 | Kurzfristige Verbindlichkeiten |
78 | 78 |
| Summe | 207 | 137 | Summe | 207 | 137 |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 2013/2014 TEUR |
2012/2013 TEUR |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 433 | 228 |
| Ergebnis | -168 | -136 |
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Ausgewiesen werden Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sowie Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken wurden sofern nötig durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.
Latente Steuerforderungen und ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.
Der Buchwert der latenten Steuerforderungen wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die latente Steuerforderung zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steuerforderungen werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der latenten Steuerforderung ermöglicht.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuerobjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um 28 % (i. V. 28 %), bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada um 26,5 % (i. V. 26,5 %), bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich um 33,33 % (i. V. 33,33 %), bei der LS telcom Inc. Bowie, Maryland/USA um 40 % (i. V. 40 %), bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika um 28 % (i. V. 28 %) sowie bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich um 21 % (i. V. 24 %), bei RadioSoft Toccoa/ USA 37,96 %. Es sind die ab 2014 gültigen Steuersätze berücksichtigt.
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 1.298 | 1.543 |
| Währungseffekte | 0 | -40 |
| Zunahme | 57 | 0 |
| Abnahme | 0 | 205 |
| Stand am 30.09. | 1.355 | 1.298 |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -1.139 | -1.216 |
| Stand am 30.09. | 216 | 82 |
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 738 | 814 |
| Anlagevermögen | 353 | 248 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 50 | 153 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 4 | 0 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 20 | 16 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 190 | 67 |
| 1.355 | 1.298 | |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -1.139 | -1.216 |
| 216 | 82 |
Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 500), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 106) und LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich (TEUR 132). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.
Die Verlustvorträge in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich sind jeweils zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Kanada können die Verluste in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über zehn bzw. 20 Jahre vorgetragen werden. In den USA können Verluste ebenfalls in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 20 Jahre genutzt werden.
Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines Planungshorizonts von 5 Jahren wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren und im aktuellen Jahr entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 7.210 (i. V. TEUR 6.703) keine aktiven latenten Steuern gebildet.
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Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| über zehn Jahre | 1.378 | 743 |
| unbefristet | 5.832 | 5.960 |
| 7.210 | 6.703 |
Hinsichtlich der Nutzung der Verlustvorträge wird vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den Auftragserwartungen zukünftig mit ausreichend zu versteuernden Ergebnissen bei den einzelnen Gesellschaften gerechnet.
Unter den Vorräten werden im Vorjahr ausschließlich Anzahlungen auf bestellte und noch nicht erhaltene Waren ausgewiesen. Die Bilanzierung erfolgt zum Nennwert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.195 | 6.843 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 4.811 | 2.957 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 22 | 87 |
| 10.028 | 9.887 |
Die Forderungen sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Pauschal ermittelte Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen.
Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 177 (i. V. TEUR 56) zu verzeichnen. Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 51 (i. V. TEUR 106) erfasst.
Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wird unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Wertminderungen werden aufgelöst, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden.
Forderungen in fremder Währung werden entsprechend IAS 21 par. 21 zum Stichtagskurs der Transaktion umgerechnet, später gemäß IAS 21 par. 23 zum Bilanzstichtagskurs bewertet. Der Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam verrechnet.
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen umfassen die kumulierten Kosten für laufende Projekte.
Die Umsatzrealisierung von unfertigen Projekten erfolgt bei der LS telcom AG infolge kürzerer Projektzyklen gemäß IAS 11 nach dem Auftragsfortschritt ("percentage of completion") ohne Teilgewinnrealisierung ("zero profit margin"). Für vereinzelte Großprojekte werden aufgrund einer längeren Projektlaufzeit, des weitgehenden Projektfortschritts sowie der Zuverlässigkeit der Bestimmung der anteiligen Teilgewinne auf Basis des Fertigstellungsgrades Teilgewinne ausgewiesen. Der Anteil dieser mit Teilgewinn bewerteten Projekte beträgt nach der Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen im Geschäftsjahr 2013/2014 TEUR 3.188 (i. V. TEUR 2.160).
Die folgende Aufstellung zeigt die Höhe der Teilumsätze und die darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen. Die Teilumsätze umfassen die angefallenen Kosten zuzüglich realisierter Gewinne abzüglich realisierter Verluste.
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Realisierte Teilumsätze | 14.182 | 8.915 |
| Erhaltene Anzahlungen | 9.371 | 5.958 |
| 4.811 | 2.957 |
Ein Vergleich der Bestände mit dem niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert gemäß IAS 11 wurde vorgenommen. Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 387 vorgenommen (i. V. TEUR 381).
Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IAS 39 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem Zweck, der mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts verfolgt wird.
Die Gesellschaft klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Kredite und Forderungen" sowie in die Kategorie "available for sale". Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung der Kategorie "Kredite und Forderungen" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden".
Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt.
Für die Absicherung von Währungsrisiken werden teilweise Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte bestehen, werden diese gemäß IAS 39 bilanziert und die Veränderung des Marktwertes erfolgswirksam behandelt.
Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente (ebenso im Vorjahr).
Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 4 | 2 |
| Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten | 7.788 | 5.939 |
| 7.792 | 5.941 |
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Konzern-Anhang unter F. dargestellt.
Zum 30. September 2014 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien in Höhe von TEUR 1.860 (i. V. TEUR 1.660), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.
Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen | 8 | 77 |
| 8 | 77 |
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuererstattungsansprüche | 273 | 183 |
| Übrige Forderungen | 542 | 542 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 214 | 173 |
| 1.029 | 898 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Beiträge, Wartung sowie Lizenzgebühren. Die übrigen Forderungen enthalten vor allem Forderungen für Fördermittel.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zum Nennwert oder zum beizulegenden Zeitwert (zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte) bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Zinsabgrenzung | 0 | 2 |
| Arbeitnehmerdarlehen | 1 | 230 |
| Zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 | 26 |
| Festgelder, Laufzeit größer 3 Monate | 0 | 500 |
| 1 | 758 |
Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.
Das Grundkapital beträgt seit November 2000 TEUR 5.335. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.210.726 (i. V. 5.161.000).
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.
Im Berichtsjahr wurde die Differenz zwischen Börsenkurs und durchschnittlichem Aktienkurs der zum Zwecke eines Erwerbs ausgegebenen eigenen Aktien (150.000 Aktien) in die Rücklage eingestellt.
Der Konzern-Bilanzgewinn enthält die kumulierten thesaurierten Konzern-Ergebnisse.
Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. März 2014 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt. Die Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019.
Im Berichtsjahr wurde ein Abgang der ausgegebenen eigenen Aktien (150.000 Aktien) in Höhe der durchschnittlichen Anschaffungskosten erfasst.
Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur. Grundsätzlich wird weiterhin ein möglichst niedriger Verschuldungsgrad, gemessen durch den Quotient aus Nettoverschuldung und Eigenkapital, angestrebt.
Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, passt die Gesellschaft je nach Erfordernis die Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner an oder nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner durch Rückkauf eigener Anteile vor.
Es handelt sich im Wesentlichen um finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und um Leasingverbindlichkeiten, die zum Barwert angesetzt sind:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.232 | 86 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Sonstigen | 282 | 0 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 2.101 | 2.440 |
| 5.615 | 2.526 |
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2014 TEUR 72) sowie Pfandrechte an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (Valuta zum 30. September 2014 TEUR 3.264). Ferner sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 400 durch Grundpfandrechte gesichert. Siehe hierzu auch bei "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (D.23.).
Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Nach zehn bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an den Leasingobjektgesellschaften, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet.
Die zum Abschlussstichtag aus diesem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die, an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden, Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Bei der Ermittlung des Barwertes wurde ein Zinssatz in Höhe von 7,5 % p. a. zu Grunde gelegt.
| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2014 |
Mindestleasing zahlungen |
Enthaltener Zinsanteil |
Aufzinsung Mieterdarlehen |
Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 498 | 197 | 31 | 332 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.112 | 542 | 152 | 1.722 |
| über 5 Jahre | -91 | 256 | 726 | 379 |
| Summe | 2.519 | 995 | 909 | 2.433 |
| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2013 |
Mindestleasing zahlungen |
Enthaltener Zinsanteil |
Aufzinsung Mieterdarlehen |
Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 496 | 218 | 29 | 307 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.115 | 646 | 141 | 1.610 |
| über 5 Jahre | 410 | 348 | 768 | 830 |
| Summe | 3.021 | 1.212 | 938 | 2.747 |
Bei der Überleitung vom Barwert zu den Mindestleasingzahlungen wurde ein Mieterdarlehen von insgesamt TEUR 1.316, das ratierlich aufgebaut und zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 zurückgeführt wird, berücksichtigt. Das Mieterdarlehen wird über die Vertragslaufzeit aufgezinst, und die zukünftigen Zinsen aus der Aufzinsung des Mieterdarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 909 (i. V. TEUR 938) werden in den oben stehenden Tabellen separat dargestellt.
Darüber hinaus hat der Konzern am 18. Dezember 2013 ein KfW-Förderdarlehen, bestehend aus einer Fremdkapitalund einer Nachrangtranche, über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 2.400 und TEUR 3.600 abgeschlossen. Der Zinssatz ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Kredit dient der langfristigen Finanzierung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Das Darlehen wurde zum 30. September 2014 in Höhe von TEUR 1.300 und TEUR 1.950 in Anspruch genommen. Das zinsvergünstigte Darlehen der öffentlichen Hand ist gemäß IAS 20.10A i. V. m. IAS 39 mit dem beizulegenden Wert bewertet.
Es handelt sich in Höhe von TEUR 59 (i. V. TEUR 113) um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden (siehe hierzu auch Ausführungen zum kurzfristigen Teil D.24.), in Höhe von TEUR 1.695 um bedingte Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis von RadioSoft, sowie Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungen TEUR 612 (i. V. TEUR 560). In Höhe von TEUR 54 besteht ein Verbindlichkeit aus Abgrenzung wegen Vorteils aus einem Mietvertrag.
Die Verpflichtungen aus variablen Vergütungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Für den darin enthaltenen langfristigen Anteil, der eine aktienkursbasierte Barvergütung betrifft (TEUR 482), kommt IFRS 2 auf der Grundlage eines Binomialmodells zur Anwendung. Der andere Teil der langfristigen Vergütung (TEUR 130) betrifft einen vertraglich fixierten Bonus, der in Abhängigkeit von der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite nach Ablauf von drei Jahren bezahlt wird. Die Bewertung basiert auf der erwarteten Entwicklung der relevanten Einflussfaktoren. Der kurzfristige Anteil der variablen Vergütung entfällt auf beide Teile mit TEUR 200. Siehe hierzu bei den "Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten" (D.24.)
Die anteilsbasierte Vergütung betrifft seit Beginn des Geschäftsjahres 2012/2013 sämtliche Vorstandsmitglieder aufgrund der Neuregelung der Dienstverträge zum 1. Oktober 2012 und kann nur bar ausgeglichen werden. Die daraus
resultierenden Wertsteigerungsrechte werden ausübbar, wenn nach Ablauf von drei bis sechs Jahren ein bestimmter Aktienbasispreis überschritten wird. Die Anzahl der ausübbaren Wertsteigerungsrechte nach drei Jahren beträgt 20.000 bzw. 30.000 Stück. Hierfür wurde im Geschäftsjahr ein Aufwand von TEUR 132 berücksichtigt. Zum 30. September 2014 sind Wertsteigerungsrechte i. H. v. TEUR 200 ausübbar, die im Dezember 2014 bar ausbezahlt werden. Weitere Wertsteigerungsrechte sind nicht ausübbar.
Der Ausübungspreis für die Wertsteigerungsrechte beträgt am Ende der Berichtsperiode EUR 3,47. Nachfolgende Tabelle enthält die der Bewertung der Wertsteigerungsrechte zugrunde gelegten Parameter:
| 30.09.2014 | 30.09.2013 | |
|---|---|---|
| Dividendenrendite | 2,28 % | 1,23 % |
| Erwartete Volatilität | 37,94 % | 41,70 % |
| Risikoloser Zinssatz | 0,03 - 0,05 % | 0,07 - 0,35 % |
| Antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte | 0 bis 3 Jahre | 1 bis 4 Jahre |
| Erwarteter Aktienkurs | EUR 4,28 bis 4,63 | EUR 6,93 bis 7,20 |
| Angewandtes Modell | Binomial | Binomial |
Die antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte basiert auf den aktuellen Erwartungen und entspricht nicht zwingend dem tatsächlich eintretenden Ausübungsverhalten der Berechtigten. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der historischen Volatilität über einen der Laufzeit der Wertsteigerungsrechte ähnlichen Zeitraum auf künftige Trends geschlossen werden kann, wobei die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die angegebenen Bandbreiten ergeben sich aus unterschiedlichen Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten der virtuellen Aktienoptionen für die einzelnen Vorstandsmitglieder.
Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 2.030 | 1.232 |
| Währungseffekte | -6 | -28 |
| Zunahme | 540 | 826 |
| 2.564 | 2.030 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -1.139 | -1.216 |
| Stand am 30.09. | 1.425 | 814 |
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 1.776 | 1.459 |
| Anlagevermögen | 11 | 1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13 | 11 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 503 | 551 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 4 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 248 | 8 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 9 | 0 |
| 2.564 | 2.030 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -1.139 | -1.216 |
| 1.425 | 814 |
Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss führten in folgenden Positionen zu passiven latenten Steuern:
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.
Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. aus einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gesamtergebnisrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst.
Über die Zusammensetzung und Entwicklung der Position gibt die nachfolgende Übersicht Auskunft:
| in TEUR | Stand 30.09.2013 |
Währungs differenz |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 30.09.2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 73 | 0 | 70 | 3 | 40 | 40 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Personal | 28 | 0 | 28 | 0 | 32 | 32 |
| Provisionszahlungen | 255 | 0 | 85 | 170 | 134 | 134 |
| Übrige | 276 | -10 | 238 | 0 | 26 | 54 |
| 559 | -10 | 351 | 170 | 192 | 220 | |
| Gesamt | 632 | -10 | 421 | 173 | 232 | 260 |
Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen umfassen sowohl die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als auch die sonstigen erhaltenen Anzahlungen. Diese stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Sonstige erhaltene Anzahlungen | 304 | 634 |
| Erhaltene Anzahlungen für Fertigungsaufträge | 772 | 102 |
| 1.076 | 736 |
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden in Höhe der angearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit der Position Forderungen saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen ausgewiesen.
Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen | 10.447 | 6.694 |
| Davon mit Forderungen saldiert | 9.371 | 5.958 |
| 1.076 | 736 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 931 (i. V. TEUR 1.691).
Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, zum Ausgleich einer Verpflichtung abfließen werden und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann. Die Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
Sie setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 332 | 307 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 71 | 110 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | 0 | 25 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 119 | 91 |
| 522 | 533 |
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen das Gebäude-Leasing in Lichtenau. Bei den übrigen sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Verpflichtungen aus Mietkäufen.
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Konzern-Anhang unter F. dargestellt.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2014 TEUR 72) sowie Pfandrechte an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (Valuta zum 30. September 2014 TEUR 3.264). Ferner sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 400 durch Grundpfandrechte gesichert. Siehe hierzu auch bei "Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten" (D.17.).
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 456 | 345 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 168 | 120 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 3.484 | 2.755 |
| Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten | 1.077 | 984 |
| 5.185 | 4.204 |
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen, den kurzfristigen Anteil aus der Vorstandsvergütung und den kurzfristigen Anteil aus der bedingten Kaufpreisverpflichtung.
Der kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten umfasst abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen.
Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen.
Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IAS 18 und IAS 11. Umsätze für Produktverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich festgesetzt oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden. Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass der LS telcom AG der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Nachträglich gewährte Gutschriften sind in Abzug gebracht.
Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften (Wartung, Service und Seminare) werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 26,1 Mio. (i. V. EUR 24,8 Mio.) Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Fördermittel (TEUR 474; i. V. TEUR 479), Währungsgewinne (TEUR 463; i. V. TEUR 214), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 173; i. V. TEUR 17) und Zuwendungen der öffentlichen Hand (TEUR 15; i. V. TEUR 0).
Sie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software und Hardware. Zur Bewertung vgl. D.3.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2013/2014 | 2012/2013 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Waren | 5.411 | 5.293 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen | 6.615 | 7.154 |
| 12.026 | 12.447 |
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.
| in TEUR | 2013/2014 | 2012/2013 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 14.925 | 13.166 |
| Soziale Abgaben | 2.713 | 2.174 |
| 17.638 | 15.340 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 261 | 216 |
Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus den separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, die integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs sind.
| in TEUR | 2013/2014 | 2012/2013 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Reisekosten | 1.923 | 1.805 |
| Gebäude- und Grundstückskosten | 968 | 731 |
| Übrige | 3.067 | 3.100 |
| 5.958 | 5.636 |
| in TEUR | 2013/2014 | 2012/2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | -120 | -1 |
| Zinserträge | 52 | 60 |
| Zinsaufwendungen | 260 | 276 |
| Zinsaufwand aus Aufzinsung bedingte Kaufpreisverbindlichkeit | 29 | 0 |
| -357 | -217 |
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd. (TEUR 4) und der LST Middle East FZ-LLC (TEUR -124) im Geschäftsjahr 2013/2014.
Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.
Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen.
Die Ertragsteuern umfassen die Aufwendungen und Erträge aus tatsächlichen und latenten Steuern. Die Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Aufwand aus Ertragsteuern setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2013/2014 | 2012/2013 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 236 | 400 |
| Latente Steuern | 483 | 1.031 |
| 719 | 1.431 |
Der Aufwand aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2013/2014 | 2012/2013 |
|---|---|---|
| Veränderung der Unterschiede nationale Handels- und Steuerbilanz | -106 | -22 |
| IFRS-Anpassungen | ||
| Leasing | -20 | -26 |
| Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | 70 | 397 |
| Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung | 0 | -7 |
| Entwicklungskosten | 317 | 294 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -49 | 0 |
| Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 1 | 0 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 9 | -7 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 56 | -31 |
| Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen | 72 | -11 |
| Forderungen Fertigungsaufträge | 133 | 444 |
| 483 | 1.031 |
in TEUR 2013/2014 2012/2013 Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern 1.835 5.490 Rechnerischer Steueraufwand (28 %) 514 1.537 Steuereffekt aus Verlustvorträgen 374 223 Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge -218 -328 Auflösung Wertberichtigung latente Steuern Verlustvorträge 0 -70 Nichtabzugsfähige Betriebsausgaben 78 48 Steuerfreie Einnahmen -136 -68 Ausländische Quellensteuer 170 173 Periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern 3 0 Periodenfremde latente Steuern -5 -4 Sonstiges 1 -1 Unterschiedliche Steuersätze -62 -79 Tatsächlicher Steueraufwand 719 1.431
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt:
| Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 340 % | 11,9 % |
|---|---|
| Körperschaftsteuer (15 % vom Gewinn nach Gewerbesteuer) | 15,0 % |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) | 0,8 % |
| Tarifbelastung | 27,7 % |
| Gerundet | 28,0 % |
Zur Ermittlung des Ergebnisses pro Aktie nach IAS 33 wird das den Aktionären zuzurechnende Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien dividiert.
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.210.726 (i. V. 5.161.000). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 1.067 (i. V. TEUR 3.823). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,20 (i. V. EUR 0,74). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie war nicht zu berechnen.
Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % (i. V. 28 %) ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.
In den Zahlungsströmen des Geschäftsjahres sind TEUR 53 (i. V. TEUR 64) erhaltene Zinsen und TEUR 297 (i. V. TEUR 310) gezahlte Zinsen enthalten. Im Berichtsjahr sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 280 (i. V. TEUR 511) bezahlt und Ertragsteuern in Höhe von TEUR 77 (i. V. TEUR 0) erstattet worden.
Im laufenden Geschäftsjahr betreffen die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe eine Teilzahlung der Kaufpreisverbindlichkeit aus dem im Rahmen eines asset deals übernommenen Geschäftsbetriebs der Moncure Gruppe. Nähere Informationen finden sich unter H.2.
Der Finanzmittelfonds besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese enthalten neben den liquiden Mitteln auch jederzeit rückzahlbare Kontokorrentkredite von Banken. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 7.792 | 5.941 |
| Kontokorrentkredite | 0 | -25 |
| 7.792 | 5.916 |
Die Kontokorrentkredite werden in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe hierzu D.23.).
Der LS telcom Konzern bildet in seinem internen Berichtswesen die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Auf Basis dieses internen Berichtswesens beurteilt der Vorstand, der als verantwortliche Unternehmensinstanz für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Zuteilung der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten.
Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente - in Übereinstimmung mit der internen Berichtsstruktur des LS telcom Konzerns - in "Hardwarenahe Systeme", "Dienstleistungen" und "Softwaresysteme" aufgeteilt. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden:
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunkund Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Software-Projekte.
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2014 |
Hardwarenahe Systeme |
Dienst leistungen |
Software systeme |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 6.547 | 9.859 | 19.826 | 0 | 36.232 |
| Investitionen | 1.910 | 3.281 | 2.478 | 154 | 7.823 |
| Abschreibungen | 1.088 | 238 | 1.382 | 0 | 2.708 |
| Segmentergebnis | 276 | 132 | 1.784 | 0 | 2.192 |
| Vermögenswerte des Segments | 9.955 | 8.036 | 19.615 | 722 | 38.328 |
| Schulden des Segments | 2.490 | 4.869 | 5.810 | 4.265 | 17.434 |
Die Aufgliederung der zu berichtenden Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2013 |
Hardwarenahe Systeme |
Dienst leistungen |
Software systeme |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 7.335 | 8.347 | 22.236 | 0 | 37.918 |
| Investitionen | 2.199 | 346 | 1.860 | 319 | 4.724 |
| Abschreibungen | 636 | 199 | 1.270 | 0 | 2.105 |
| Segmentergebnis | 575 | 702 | 4.430 | 0 | 5.707 |
| Vermögenswerte des Segments | 10.106 | 3.350 | 17.629 | 677 | 31.762 |
| Schulden des Segments | 2.556 | 848 | 4.459 | 3.946 | 11.809 |
Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzern-Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Segmentinformationen umfassen sowohl direkt zuordenbare als auch sinnvoll verteilbare Größen.
Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung bzw. Leistung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT ohne die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen) beurteilt.
Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt.
Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus den assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten.
Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen werden dabei dem operativen Geschäftsbetrieb zugerechnet.
Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte. Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zum Ansatz assoziierter Unternehmen, zu aktiven latenten Steuern und zu Ertragsteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden.
Die Segmentschulden betreffen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns anhand der Größen kurz- und langfristige finanzielle Verpflichtungen und den Steuerrückstellungen.
| in TEUR Regionen |
Inland | Europa | Mittlerer Osten |
Asien/ Pazifik |
Afrika | Nord und Süd amerika |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 2013/2014 | 1.654 | 5.381 | 6.712 | 5.611 | 10.171 | 6.703 | 36.232 |
| 2012/2013 | 1.914 | 5.759 | 8.773 | 5.694 | 8.328 | 7.450 | 37.918 |
Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert.
Im Geschäftsjahr wurden mit zwei Kunden jeweils mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt. Die Umsatzerlöse entfallen auf die folgenden Segmente:
| Umsatz | betroffene Segmente | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2013/2014 |
TEUR | prozentual | Hardwarenahe Systeme |
Dienst leistungen |
Software systeme |
| Kunde 1 | 6.206 | 17,1 | X | ||
| Kunde 2 | 4.022 | 11,1 | X | X |
Im Vorjahr wurde mit drei Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt.
| Langfristige Vermögenswerte | 30.09.2014 TEUR |
30.09.2013 TEUR |
|---|---|---|
| Inland | 12.417 | 11.286 |
| Europa | 1.064 | 1.155 |
| Afrika | 153 | 216 |
| Nordamerika | 5.191 | 808 |
| 18.825 | 13.465 |
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, den Geschäfts- und Firmenwert, die Sachanlagen sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte.
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2014 |
zum Fair Value bewertet |
zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet |
Buchwerte übrige |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
207 | 207 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
10.028 | 5.217 | 4.811 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
1 | 1 | ||
| Zahlungsmittel | 7.792 | 7.792 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.615 | 3.514 | 2.101 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
931 | 931 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 522 | 190 | 332 |
In der Spalte "Buchwert übrige" sind unter den kurzfristigen Vermögenswerten Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 4.811 (i. V. TEUR 2.957) ausgewiesen, die gemäß IAS 11 bewertet werden. Hinsichtlich der Schulden betrifft der Ausweis Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing von insgesamt TEUR 2.433 (i. V. TEUR 2.747), die gemäß IAS 17 bewertet werden.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten ein zinsbegünstigtes KfW-Darlehen in Höhe von TEUR 3.217 (i. V. TEUR 0).
Bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.
Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den aktuellen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente im Vorjahr waren den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2013 |
zum Fair Value bewertet |
zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet |
Buchwerte übrige |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
9.887 | 6.930 | 2.957 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
758 | 26 | 732 | |
| Zahlungsmittel | 5.941 | 5.941 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.526 | 86 | 2.440 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.691 | 1.691 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 533 | 226 | 307 |
Daraus ergeben sich aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 die folgenden Werte:
| in TEUR Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 |
30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 13.217 | 13.603 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | 26 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | 4.635 | 2.003 |
Das in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthaltene Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | ||
|---|---|---|
| Nettoergebnis nach Bewertungskategorien | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
| Kredite und Forderungen | -177 | -51 |
In der Nettoposition sind Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 177 (i. V. TEUR 56) enthalten. Das Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR Nettoergebnis nach Bewertungskategorien |
30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 51 | 60 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | -260 | -276 |
| -209 | -216 |
Der LS telcom Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt die folgende Tabelle:
| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2013/2014 |
Brutto buchwert |
weder überfällig noch wert berichtigt |
überfällig und nicht wert berichtigt |
überfällig und wertberichtigt |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
5.376 | 4.471 | 724 | 181 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Unternehmen |
22 | 22 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
5.198 | 4.811 | 0 | 387 |
| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2012/2013 |
Brutto buchwert |
weder überfällig noch wert berichtigt |
überfällig und nicht wert berichtigt |
überfällig und wertberichtigt |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.899 | 4.818 | 2.025 | 56 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Unternehmen |
87 | 60 | 27 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
3.338 | 2.957 | 0 | 381 |
Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da der LS telcom Konzern vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei LS telcom AG verbleibt.
Die Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte zeigt folgendes Bild:
| in TEUR 2013/2014 |
überfällig und nicht wert berichtigt |
überfällig bis 45 Tage |
überfällig 45 - 90 Tage |
überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
724 | 284 | 309 | 131 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Unternehmen |
0 | 0 | 0 | 0 |
| 724 | 284 | 309 | 131 |
| in TEUR 2012/2013 |
überfällig und nicht wert berichtigt |
überfällig bis 45 Tage |
überfällig 45 - 90 Tage |
überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.025 | 292 | 146 | 1.587 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Unternehmen |
27 | 0 | 27 | 0 |
| 2.052 | 292 | 173 | 1.587 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 2013/2014 | 2012/2013 |
|---|---|---|
| Stand 1. Oktober | 56 | 107 |
| Auflösung | 51 | 106 |
| Verbrauch | 0 | 1 |
| Währungsdifferenz | -1 | 0 |
| Zuführung | 177 | 56 |
| Stand 30. September | 181 | 56 |
Im Berichtsjahr entstanden Forderungsverluste in Höhe von TEUR 51 (i. V. TEUR 121). Es handelt sich in Höhe von TEUR 51 (i. V. TEUR 106) um bereits im Vorjahr wertberichtigte Forderungen.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist. Des Weiteren pflegt die Gesellschaft eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass auch unter den Bestimmungen von Basel III weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| in TEUR 2013/2014 |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
931 | 0 | 0 | 931 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 332 | 1.722 | 379 | 2.433 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) |
0 | 1.347 | 2.167 | 3.514 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanz verbindlichkeiten (D.23.) |
190 | 0 | 0 | 190 |
| 1.453 | 3.069 | 2.546 | 7.068 |
| in TEUR 2012/2013 |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.691 | 0 | 0 | 1.691 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 307 | 1.610 | 830 | 2.747 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) |
0 | 86 | 0 | 86 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanz verbindlichkeiten (D.23.) |
226 | 0 | 0 | 226 |
| 2.224 | 1.696 | 830 | 4.750 |
Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen auf die am 30. September 2014 (Vorjahr 30. September 2013) bestehenden Finanzverbindlichkeiten.
| in TEUR 2013/2014 |
Cashflow 2015 |
Cashflow 2016 - 2020 |
Cashflow 2021 ff. |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
931 | 0 | 0 | 931 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 497 | 2.112 | -91 | 2.518 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) |
0 | 1.347 | 2.167 | 3.514 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanz verbindlichkeiten (D.23.) |
190 | 0 | 0 | 190 |
| 1.618 | 3.459 | 2.076 | 7.153 |
| in TEUR 2012/2013 |
Cashflow 2014 |
Cashflow 2015 - 2019 |
Cashflow 2020 ff. |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.691 | 0 | 0 | 1.691 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 496 | 2.115 | 410 | 3.021 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) |
0 | 86 | 0 | 86 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanz verbindlichkeiten (D.23.) |
226 | 0 | 0 | 226 |
| 2.413 | 2.201 | 410 | 5.024 |
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Dabei kommen Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2014 |
EUR | CAD | THB | ZAR | USD | TND | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 6.234 | 271 | 378 | 119 | 684 | 62 | 32 | 12 | 7.792 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert |
3.078 | 0 | 106 | 221 | 262 | 0 | 14 | 1.514 | 5.195 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
1.128 | 3.327 | 0 | 356 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.811 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Beteiligungen |
22 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 22 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
-583 | -35 | 0 | -47 | -35 | 0 | -185 | -46 | -931 |
| Summe | 9.879 | 3.563 | 484 | 649 | 911 | 62 | -139 | 1.480 | 16.889 |
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2013 |
EUR | CAD | THB | ZAR | USD | TND | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 3.846 | 252 | 67 | 1 | 1.371 | 64 | 330 | 10 | 5.941 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert |
3.195 | 380 | 426 | 1.185 | 1.630 | 0 | 27 | 0 | 6.843 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
639 | 2.285 | 0 | 33 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.957 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Beteiligungen |
27 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 60 | 87 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
-1.278 | -28 | -5 | -38 | -150 | 0 | -153 | -39 | -1.691 |
| Summe | 6.429 | 2.889 | 488 | 1.181 | 2.851 | 64 | 204 | 31 | 14.137 |
Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
Ein Anstieg sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Gesamtergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 694 (i. V. TEUR 771) - davon TEUR 92 (i. V. TEUR 283) bei Änderungen des USD und TEUR 349 (i. V. TEUR 289) bei Änderungen des CAD - verbessert. Ein Rückgang sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Ergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 694 (i. V. TEUR 771) - davon TEUR 92 (i. V. TEUR 283) bei Änderungen des USD und TEUR 349 (i. V. TEUR 289) bei Änderungen des CAD - verschlechtert.
Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder sowie Geldmarktfonds getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfall- bzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinsaufwendungen und -erträge, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegt die folgende Annahme zu Grunde:
Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würden sich das Ergebnis und das Eigenkapital per 30. September 2014 bei einer Zinsänderung um 100 Basispunkte um TEUR 24 verändern (i. V. TEUR 16).
IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.
Der LS telcom Konzern hatte zum 30. September 2014 und 30. September 2013 keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Mietverträgen.
Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung:
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 565 | 446 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 1.039 | 1.168 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 516 | 643 |
| 2.120 | 2.257 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 14 nahe stehende Personen und Unternehmen (siehe auch H.5.).
Es besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 199 zum Erwerb von Umlaufvermögen (i. V. betreffend Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 132).
Mit Wirkung vom 1. Juni 2014 hat die neugegründete LS telcom-Tochtergesellschaft RadioSoft Inc. mit Sitz in Georgia, USA, wesentliche Teile des Geschäfts der Firmengruppe von Peter Moncure (Frequency Finder Inc., Mountain Tower Inc. und Frecor Inc.) mit Sitz in den USA, erworben. Mit dem Erwerb des Frequenzkoordinierungsgeschäfts hat LS telcom ein deutliches weiteres Signal bezüglich ihres Markteintritts in die USA gesetzt. Die neue Gesellschaft ist eine 100 % Tochter der LS telcom AG, Deutschland.
Im Kalenderjahr 2013 erwirtschafteten die Unternehmen von Peter Moncure einen Umsatz von ca. 3 Millionen US-Dollar und eine EBITDA-Marge von rund 32 Prozent. Damit präsentiert sich dieser Geschäftsbetrieb in den USA als einer der führenden Anbieter von Funktnetzplanung sowie Frequenzzuweisungs und –koordinierungsleistungen.
Für die Übernahme der für diesen Geschäftsbetrieb notwendigen Vermögenswerte und Schulden in die neue RadioSoft Inc. wurde ein Kaufpreis vereinbart, der in mehreren zeitlich gestreckten Tranchen zu begleichen ist und auch variable Kaufpreisbestandteile beinhaltet.
Die erste Teilzahlung betrug TUSD 2.825 und erfolgte im zweiten Quartal 2014. Die Zahlung wurde in Höhe von TUSD 1.040 in bar geleistet und in Höhe von TUSD 1.785 (TEUR 1.312) in Form von 150.000 Stück eigener Aktien der LS telcom AG, die zum Börsenkurs am Transaktionsstichtag bewertet wurden.
Die weiteren fünf Zahlungen erstrecken sich bis ins Jahr 2019 und sind von den in diesem Zeitraum durch die RadioSoft Inc. erzielten Ergebnisgrößen abhängig. Die gesamte nicht diskontierte Restzahlung beträgt mindestens TUSD 0 und kann sich um maximal TUSD 3.375 erhöhen. Alle Zahlungen werden ausschließlich in liquiden Mitteln geleistet. Zum Erwerbszeitpunkt wurde der beizulegende Zeitwert der bedingten Kaufpreisverpflichtung auf TUSD 2.608 geschätzt und entsprechend dem Zahlungszeitpunkt als kurz- oder langfristige sonstige Verbindlichkeit passiviert.
Für die Bewertung der bedingten Kaufpreisverpflichtung kommt nach den Kategorien des IFRS 13 ein Verfahren der Stufe drei zur Anwendung. Hierbei werden Erwartungswerte für zukünftige Ertragsszenarien gebildet und die hieraus abgeleiteten bedingten Zahlungsverpflichtungen diskontiert.
Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren sind die zukünftigen Ergebnisgrößen und der Diskontierungszinssatz.
Die Transaktion wurde als Asset Deal gestaltet. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|
| Aktiva | |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 1.272 |
| Sachanlagen | 37 |
| Summe Vermögenswerte | 1.309 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonst. Rückstellungen | 6 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 112 |
| Summe Schulden | 118 |
| Erworbenes Nettovermögen | 1.191 |
Die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte und deren erwartete Nutzungsdauern ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:
| in TEUR | Beizulegender Zeitwert |
Nutzungsdauer in Jahren |
|---|---|---|
| Eigenentwickelte Software | 368 | 5 |
| Kundenbeziehungen | 904 | 20 |
| 1.272 |
Eventualverbindlichkeiten waren nicht anzusetzen. Als verbleibender Überschuss der übertragenen Gegenleistungen in Höhe von TEUR 3.994 (TUSD 5.433 ) über die Zeitwerte der erworbenen, einzeln identifizier- und bewertbaren Vermögenswerte und Schulden wurde ein Geschäftswert in Höhe von TEUR 2.803 zum Erwerbszeitpunkt aktiviert, der verschiedene Faktoren widerspiegelt. Die bedeutendsten darunter sind Mitarbeiterstamm, Mitarbeiter-Know-how sowie die Stärkung der strategischen Position in Nordamerika. Der Geschäftswert ist – wie die einzeln identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte – in der Steuerbilanz grundsätzlich voll abschreibbar. Der Teil des Geschäftswerts
jedoch, der auf den zukünftig noch zu erbringenden Zahlungen beruht, wirkt sich erst mit dem Zeitpunkt der tatsächlichen Zahlung steuerlich aus.
Seit der Kontrollerlangung am 1. Juni 2014 trug die RadioSoft Inc. Umsatzerlöse von TEUR 554 sowie ein negatives Periodenergebnis von insgesamt TEUR 119 zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bei.
Erwerbsnebenkosten in Höhe von TEUR 213, die im Rahmen der Transaktion angefallen sind, wurden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst und sind im Periodenergebnis gewinnmindernd enthalten.
Die Angabe des Ergebnisbeitrages den die RadioSoft Inc. zum Konzern-Jahresergebnis geleistet hätte, wenn diese bereits zum 1. Oktober 2013 in den Konzern einbezogen worden wäre, ist nicht möglich. Im Rahmen des Asset-Deals wurde lediglich ein Geschäftsbetrieb erworben jedoch keine Einheit, die im Referenzzeitraum selbst rechnungslegungspflichtig gewesen ist. Die entsprechenden Zahlen sind daher nicht zu ermitteln.
Die bedingte Kaufpreisverpflichtung hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| TEUR | |
|---|---|
| Stand 01.10.2013 | 0 |
| Zugang aus Unternehmenserwerb | 1.917 |
| Währungsanpassung | 141 |
| Aufzinsung | 29 |
| Stand 30.09.2014 | 2.087 |
Der Aufwand aus der Aufzinsung ist im Finanzergebnis enthalten.
Nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinn des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen nahe stehende Personen und die assoziierten Unternehmen der Gruppe.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 erfolgten folgende Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen:
| in TEUR 2013/2014 |
Assoziierte Unternehmen |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 360 | - | 360 |
| Materialaufwand | 76 | - | 76 |
| Sonstige Aufwendungen | 27 | 115 | 142 |
| Ausleihungen | 205 | - | 205 |
| Forderungen | 22 | - | 22 |
| Verbindlichkeiten | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | - | - | - |
| 690 | 115 | 805 |
| in TEUR 2012/2013 |
Assoziierte Unternehmen |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 118 | - | 118 |
| Materialaufwand | 153 | - | 153 |
| Sonstige Aufwendungen | 28 | 89 | 117 |
| Forderungen | 87 | - | 87 |
| Verbindlichkeiten | 91 | - | 91 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | - | 50 | 50 |
| 477 | 139 | 616 |
Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart.
| in TEUR | 30.09.2014 | 30.09.2013 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 94 | 64 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 7 | 8 |
| Sonstige Leistungen | 20 | 4 |
| Gesamthonorar | 121 | 76 |
Am 16. Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären sowie der Öffentlichkeit auf der Website der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller (Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
Dipl.-Finw. Karl Hensinger (Finanzwirt), Laupheim
Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.
(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau
(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.229 (i. V. TEUR 1.749) erfasst. Davon betreffen TEUR 797 (i. V. TEUR 793) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 432 (i. V. TEUR 956) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 252 (i. V. TEUR 527) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis drei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 Bezüge in Höhe von TEUR 61 (i. V. TEUR 57).
Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.614.445 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Für die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 4.878.518,36 einen Betrag von EUR 0,10 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 24. November 2014
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Wir haben den von der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, aufgestellten Konzern-Abschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzern-Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 25. November 2014
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Wolfgang Berger Jörg Müller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Stand am 30.09.2014 EUR |
Stand am 30.09.2013 EUR |
||
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten |
397.321,88 | 480.250,29 | |
| II. | Sachanlagen | ||
| 1. | Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken | 1.461.670,07 | 474.821,29 |
| 2. | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.451.872,88 | 1.402.121,15 |
| 3. | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 30.556,97 | 1.075.933,83 |
| 2.944.099,92 | 2.952.876,27 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.431.945,02 | 4.431.944,29 |
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 4.289.750,62 | 744.902,75 |
| 3. | Beteiligungen | 415.454,39 | 307.551,68 |
| 4. | Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 205.451,47 | 0,00 |
| 9.342.601,50 | 5.484.398,72 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. | Vorräte | ||
| Unfertige Leistungen | 1.216.877,97 | 1.858.969,21 | |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.303.977,61 | 3.528.308,07 |
| 2. | Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 3.401.229,28 | 3.117.039,70 |
| 3. | Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 21.741,18 | 87.103,19 |
| 4. | Sonstige Vermögensgegenstände | 1.444.865,02 | 1.388.409,43 |
| 8.171.813,09 | 8.120.860,39 | ||
| III. | Flüssige Mittel | 6.031.503,51 | 5.371.689,57 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 152.519,69 | 127.346,10 | |
| 28.256.737,56 | 24.396.390,55 |
Passiva
| Stand am 30.09.2014 EUR |
Stand am 30.09.2013 EUR |
||
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 5.335.000,00 | 5.335.000,00 |
| Nennbetrag der eigenen Anteile | -24.000,00 | -174.000,00 | |
| Ausgegebenes Kapital | 5.311.000,00 | 5.161.000,00 | |
| II. | Kapitalrücklage | 6.982.478,15 | 5.968.778,15 |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| Andere Gewinnrücklagen | 285.582,79 | 137.082,79 | |
| IV. Bilanzgewinn | 4.878.518,36 | 4.421.277,64 | |
| 17.457.579,30 | 15.688.138,58 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. | Steuerrückstellungen | 0,00 | 71.658,00 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 3.245.175,65 | 3.245.629,88 | |
| 3.245.175,65 | 3.317.287,88 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.336.174,59 | 196.504,40 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 969.790,81 | 811.108,41 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 521.881,82 | 1.346.343,83 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.236.947,29 | 1.743.970,19 | |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
77,47 | 0,00 | |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 593.110,31 | 195.425,03 | |
| 6.657.982,29 | 4.293.351,86 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 896.000,32 | 1.097.612,23 | |
| 28.256.737,56 | 24.396.390,55 |
Gewinn-und-Verlust-Rechnung der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 100
| 2013/2014 EUR |
2012/2013 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 25.069.002,85 | 24.551.977,79 |
| 2. Verringerung (i. V. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen | -642.091,24 | 234.928,62 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 145.286,54 | 0,00 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 1.435.832,98 | 508.340,89 |
| 26.008.031,13 | 25.295.247,30 | |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1.893.205,43 | 1.575.989,47 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 5.407.620,76 | 6.336.445,40 |
| 7.300.826,19 | 7.912.434,87 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 11.323.123,70 | 10.243.898,58 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 1.787.482,87 | 1.506.109,32 |
| 13.110.606,57 | 11.750.007,90 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
788.204,49 | 578.969,09 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.104.897,47 | 4.078.705,12 |
| 703.496,41 | 975.130,32 | |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 1.174.796,64 | 700.000,00 |
| 10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 57.367,16 | 25.129,64 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 9.134,96 | 21.014,11 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 85.847,61 | 72.753,92 |
| 1.155.451,15 | 673.389,83 | |
| 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.858.947,56 | 1.648.520,15 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 107.298,90 | 179.038,46 |
| 15. Sonstige Steuern | 4.157,94 | 2.670,55 |
| 16. Jahresüberschuss | 1.747.490,72 | 1.466.811,14 |
| 17. Gewinnvortrag | 4.421.277,64 | 3.728.616,50 |
| 18. Ausschüttung | 1.290.250,00 | 774.150,00 |
| 19. Bilanzgewinn | 4.878.518,36 | 4.421.277,64 |
101
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 01.10.2013 |
Zugänge | Abgänge | Um buchungen |
Stand am 30.09.2014 |
|||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten |
1.750.614,36 | 93.632,47 | 0,00 | 0,00 | 1.844.246,83 | |||
| II. Sachanlagen | ||||||||
| 1. | Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken |
1.551.616,36 | 16.859,26 | 0,00 | 1.042.307,13 | 2.610.782,75 | ||
| 2. | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.954.001,04 | 499.143,24 | 154.296,29 | 90.017,11 | 3.388.865,10 | ||
| 3. | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
1.075.933,83 | 86.947,38 | 0,00 | -1.132.324,24 | 30.556,97 | ||
| 5.581.551,23 | 602.949,88 | 154.296,29 | 0,00 | 6.030.204,82 | ||||
| III. Finanzanlagen | ||||||||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.431.944,29 | 0,73 | 0,00 | 0,00 | 4.431.945,02 | ||
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen* |
744.902,75 | 3.484.612,90 | 0,00 | 60.234,97 | 4.289.750,62 | ||
| 3. | Beteiligungen | 307.551,68 | 107.902,71 | 0,00 | 0,00 | 415.454,39 | ||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0,00 | 205.451,47 | 0,00 | 0,00 | 205.451,47 | |||
| 5.484.398,72 | 3.797.967,81 | 0,00 | 60.234,97 | 9.342.601,50 | ||||
| 12.816.564,31 | 4.494.550,16 | 154.296,29 | 60.234,97 | 17.217.053,15 |
* Bei den Umbuchungen handelt es sich um im Vorjahr bei den kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesene Darlehen
103
| Stand am Stand am Stand am Stand am 01.10.2013 Zugänge Abgänge 30.09.2014 30.09.2014 30.09.2013 1.270.364,07 176.560,88 0,00 1.446.924,95 397.321,88 480.250,29 |
|---|
| 1.076.795,07 72.317,61 0,00 1.149.112,68 1.461.670,07 474.821,29 |
| 1.551.879,89 539.326,00 154.213,67 1.936.992,22 1.451.872,88 1.402.121,15 |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 30.556,97 1.075.933,83 |
| 2.628.674,96 611.643,61 154.213,67 3.086.104,90 2.944.099,92 2.952.876,27 |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 4.431.945,02 4.431.944,29 |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 4.289.750,62 744.902,75 |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 415.454,39 307.551,68 |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 205.451,47 0,00 |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 9.342.601,50 5.484.398,72 |
| 3.899.039,03 788.204,49 154.213,67 4.533,029,85 12.648.023,30 8.917.525,28 |
Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.
Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zwei und 35 Jahren.
Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2008 werden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.
Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Bestimmung der beizulegenden Werte erfolgt mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis einer 3-Jahresplanung. Wesentliche Planungsannahmen betreffen die zugrunde gelegte Umsatzentwicklung sowie die Ergebnismarge und das Wachstum der ewigen Rente. Die tatsächlichen zukünftigen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Im Geschäftsjahr erfolgten bei den Sachanlagen keine außerplanmäßigen Abschreibungen (i. V. TEUR 4).
Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Die unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie herstellungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.
Die erhaltenen Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit EUR 3.401.229,28 (i. V. EUR 3.056.804,73) auf den Liefer- und Leistungsverkehr. In diesem Jahr haben keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (i. V. EUR 60.234,97.)
In den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 21.741,18 (i. V. EUR 87.103,19) enthalten.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 1.285.930,28 (i. V. EUR 1.072.839,59) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. In Höhe von EUR 16.703,49 (i. V. EUR 96.941,28) sind die sonstigen Vermögensgegenstände rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden.
Die Position enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.
Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.335.000,00.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist unverändert eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Gesellschaft hat im laufenden Wirtschaftsjahr 150.000 eigene Aktien veräußert. Am Bilanzstichtag waren somit 24.000 eigene Aktien im Bestand. Der Bestand zum Bilanzstichtag setzt sich wie folgt zusammen:
| Stück | Anteil am Grundkapital EUR |
Anteil am Grundkapital % |
Erwerbs-/ Verkaufsgrund |
|
|---|---|---|---|---|
| Aktienkäufe August 2008 | 6.004 | 6.004,00 | 0,11 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe September 2008 | 26.160 | 26.160,00 | 0,49 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Oktober 2008 | 47.595 | 47.595,00 | 0,89 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe November 2008 | 34.441 | 34.441,00 | 0,65 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Dezember 2008 | 22.269 | 22.269,00 | 0,42 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Januar 2009 | 15.731 | 15.731,00 | 0,29 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Februar 2009 | 2.550 | 2.550,00 | 0,05 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Juli 2011 | 5.970 | 5.970,00 | 0,11 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe August 2011 | 4.080 | 4.080,00 | 0,08 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe November 2011 | 5.500 | 5.500,00 | 0,10 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Dezember 2011 | 3.700 | 3.700,00 | 0,07 | spätere Akquisition |
| Aktienverkäufe Juni 2014 | -150.000 | -150.000,00 | -2,81 | Akquisition |
| 24.000 | 24.000,00 | 0,45 |
Die eigenen Aktien wurden in Höhe des Nennwertes vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt. Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.
Die Kapitalrücklage hat sich durch die Ausgabe eigener Aktien in Höhe des den durchschnittlichen Anschaffungspreis der eigenen Aktien übersteigenen Verkaufspreis um EUR 1.013.700,00 erhöht.
Die Gewinnrücklagen haben sich in Folge der Veräußerung eigener Aktien in Höhe des bei Erwerb der eigenen Aktien mit den Rücklagen verrechneten Betrags aus der Differenz zwischen durchschnittlichem Anschaffungspreis und Nennwert um EUR 148.500,00 erhöht.
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das Eigenkapital entwickelte sich unter Berücksichtigung des Verkaufs der eigenen Aktien wie folgt:
| in EUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklage |
Bilanzgewinn/ Bilanzverlust |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 30.09.2013 | 5.161.00,00 | 5.968.778,15 | 137.082,79 | 4.421.277,64 | 15.688.138,50 |
| Ausschüttung | -1.290.250,00 | -1.290.250,00 | |||
| Jahresüberschuss | 1.747.490,72 | 1.747.490,72 | |||
| Verkauf eigener Aktien | 150.000,00 | 1.013.700,00 | 148.500,00 | 1.312.200,00 | |
| Stand am 30.09.2014 | 5.311.000,00 | 6.982.478,15 | 285.582,79 | 4.878.518,36 | 17.457.579,30 |
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 2.761) und ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 102).
Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2014 setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre |
Restlaufzeit über 5 Jahre |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
71.222,47 | 1.064.952,12 | 2.200.000,00 | 3.336.174,59 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 969.790,81 | 0 | 0 | 969.790,81 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
521.881,82 | 0 | 0 | 521.881,82 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
1.236.947,29 | 0 | 0 | 1.236.947,29 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
77,47 | 0 | 0 | 77,47 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 311.371,34 | 281.738,97 | 0 | 593.110,31 |
| 3.111.291,20 | 1.346.691,09 | 2.200.000,00 | 6.657.982,29 |
| Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2013 setzen sich wie folgt zusammen: | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| -- | -- | ------------------------------------------------------------------------------ | -- | -- | -- | -- | -- |
| in TEUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre |
Restlaufzeit über 5 Jahre |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
110.329,81 | 86.174,59 | 0 | 196.504,40 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 811.108,41 | 0 | 0 | 811.108,41 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.346.343,83 | 0 | 0 | 1.346.343,83 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
1.343.970,19 | 400.000,00 | 0 | 1.743.970,19 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 195.425,03 | 0 | 0 | 195.425,03 |
| 3.807.177,27 | 486.174,59 | 0 | 4.293.351,86 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit EUR 736.947,29 (i. V. 742.447,96) auf den Liefer- und Leistungsverkehr.
In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 77,47 enthalten.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2014 EUR 71.956,42) sowie Pfandrechte an immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen (Valuta zum 30. September 2014 EUR 3.264.218,17). Ferner sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 400.000,00 durch Grundpfandrechte gesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 500.000,00 durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einer Sicherungsübereignung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögensgegenstände gesichert.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.09.2014 EUR |
30.09.2013 EUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 152.082,03 | 155.256,90 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 28.522,28 | 27.078,09 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 412.506,00 | 13.090,04 |
| 593.110,31 | 195.425,03 |
Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bei den sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 27,725 %.
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Wirtschaftsjahr 2013/2014 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
| TEUR | % | |
|---|---|---|
| Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen | 8.374 | 33 |
| Softwaresysteme | 16.695 | 67 |
| 25.069 | 100 |
Dabei werden 6,7 % der Umsätze im Inland (TEUR 1.668), 26,0 % im europäischen Ausland (TEUR 6.514) und 67,3 % im übrigen Ausland (TEUR 16.887) erzielt.
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 407 ausgewiesen. Es handelt sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 134 ausgewiesen. Hierbei handelt sich im Wesentlichen um Forderungsverluste und um zurückerstattete Fördermittel aus dem Vorjahr.
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 3.044,04 sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 5.581,40 enthalten.
In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Zinsen in Höhe von EUR 56.790,88 (i. V. EUR 25.129,64) von verbundenen Unternehmen enthalten.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 587,27 (i. V. EUR 234,97) sowie die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit EUR 7.802,63 (i. V. EUR 1.688,88) verbundene Unternehmen.
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit EUR 1.174.796,64 (i. V. EUR 700.000,00) verbundene Unternehmen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unrealisierte Kursgewinne in Höhe von EUR 8.612,27 (i. V. EUR 5.871,70) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unrealisierte Kursverluste in Höhe von EUR 9.891,54 (i. V. EUR 54.047,53).
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 8.457,88 (i. V. EUR 0,00), Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.
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Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:
| Name | Beteiligungs quote % |
Währung | Eigen kapital |
Jahres ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada | 100,0 | TCAD | 726 | 500 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau | 100,0 | TEUR | 37 | -2 |
| LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich | 100,0 | TEUR | 2.025 | 183 |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika |
51,0 | TZAR | 13.638 | 1.448 |
| NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China | 40,0 | TRMB | 4.856 | 43 |
| Colibrex GmbH, Lichtenau | 100,0 | TEUR | -375 | -311 |
| LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA | 100,0 | TUSD | -1.768 | -765 |
| LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate |
49,0 | TAED | 56.179 | -1.494 |
| LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich | 100,00 | TGBP | -289 | -265 |
| RadioSoft Inc., Toccoa, Georgia/USA | 100,00 | TUSD | -162 | -162 |
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt (inklusive der Betriebsstätten) 166.
Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von EUR 706.522,82 (i. V. EUR 739.361,30) aus einer selbstschuldnerischen Bürgschaft gegenüber einer Immobiliengesellschaft für Mietverpflichtungen eines verbundenen Unternehmens. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wird als gering eingestuft, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass das verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen aus den Mietverträgen nicht nachkommen wird.
Für Verbindlichkeiten eines Tochterunternehmens wurde eine Patronats- und Garantieerklärung über TEUR 74 abgegeben.
Mit einer Leasinggesellschaft wurde ein unkündbarer Immobilien-Mietvertrag über ein Verwaltungsgebäude abgeschlossen. Das Mietverhältnis läuft seit dem 1. Januar 2006 und die Gesamtmietzeit beträgt 25 Jahre. Für die LS telcom AG besteht jeweils nach zehn und nach 15 Jahren eine Option zum Erwerb der Anteile an der Leasingobjektgesellschaft. Zu diesem Zweck baut die Gesellschaft ab dem Jahr 2008 ein Mieterdarlehen auf, das sich bis zum Jahr 2020 schrittweise auf EUR 2,6 Mio. erhöht. Ab dem Zeitpunkt soll das Mieterdarlehen bis zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 auf einen Betrag von EUR 1,3 Mio. zurückgeführt werden.
Finanzielle Verpflichtungen aus dem oben genannten Geschäft:
| Miet- und Leasingverpflichtungen | TEUR |
|---|---|
| Fällig 01.10.2014 - 30.09.2015 | 497 |
| Fällig 01.10.2015 - 30.09.2019 | 1.997 |
| Fällig ab 01.10.2019* | 1.226 |
| Gesamt | 3.720 |
* nicht berücksichtigt ist die Rückzahlung des Mieterdarlehens nach Ablauf der Gesamtmietzeit.
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die sich wie folgt zusammensetzen:
| Miet- und Leasingverpflichtungen | TEUR |
|---|---|
| Fällig 01.10.2014 - 30.09.2015 | 19 |
| Fällig 01.10.2015 - 30.09.2019 | 0 |
| Fällig ab 01.10.2019 | 0 |
| Gesamt | 19 |
Zum Bilanzstichtag besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 199 zum Erwerb von Umlaufvermögen.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller (Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
Prof. Dr. Werner Wiesbeck (Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
Dipl.-Finw. Karl Hensinger (Finanzwirt), Laupheim
Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.
Dem Vorstand gehören an die Herren:
(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau
(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.233 (i. V. TEUR 1.725) erfasst. Davon betreffen TEUR 797 (i. V. TEUR 793) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 436 (i. V. TEUR 932) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 256 (i. V. TEUR 503) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als Rückstellungen für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis vier Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuelle Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an den Vorstand letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 Bezüge in Höhe von TEUR 61 (i. V. TEUR 57).
Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.614.445 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 94 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 7 |
| Sonstige Leistungen | 20 |
| Gesamthonorar | 121 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, ist nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzern-Abschlusses verpflichtet. Die Veröffentlichung des Konzern-Abschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.
"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 11.07.2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft IFM Independent Fund Management AG als Treuhänder für den Fonds Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 5.07.2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 6,81 % (Anzahl der Stimmrechte: 363.332) beträgt."
"Herr Günter Weispfenning, Frankfurt/Main, hat uns mit Schreiben vom 03.11.2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN DE0005754402, WKN: 575440, am 29.10.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,18 % (Anzahl der Stimmrechte: 169.732 Stimmrechte) betragen hat."
"Herr Günter Weispfenning, Deutschland, hat uns am 12.11.2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN DE0005754402, WKN: 575440, am 09.11.2010 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,05 % (Anzahl der Stimmrechte: 269.253 Stimmrechte) betragen hat."
"Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 9,39 % (das entspricht 501.139 Stimmrechten) betragen hat.
5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Ingrid Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.
Außerdem hat uns Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 16.11.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 161.610 Stimmrechten) betragen hat."
"Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 5,11 % (das entspricht 272.447 Stimmrechten) betragen hat.
5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Christiane Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.
Außerdem hat uns Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 05.03.2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,31 % (das entspricht 123.263 Stimmrechten) betragen hat."
"Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 9,39 % (das entspricht 501.139 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,43 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.
5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Ingrid Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.
Außerdem hat uns Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 16.11.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 161.610 Stimmrechten) betragen hat."
"Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 5,11 % (das entspricht 272.447 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,47 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.
5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Christiane Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.
Außerdem hat uns Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 05.03.2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,31 % (das entspricht 123.263 Stimmrechten) betragen hat."
"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 28.05.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft mit dem Namen IFM Independent Fund Management AG als Treuhänder für den Fonds Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 24.05.2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 4,99 % (Anzahl Stimmrechte: 266.404) beträgt."
"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 08.10.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft mit dem Namen IFM Independent Fund Management AG für den Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 04.10.2013 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,94 % (156.637 Stimmrechte) beträgt."
"Die LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 11.06.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,45 % (das entspricht 24.000 Stimmrechten) betragen hat."
Am 16. Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 4.878.518,36 einen Betrag von EUR 0,10 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
113
Wesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2013/2014 war ebenso wie im Vorjahr die Abarbeitung der bereits in den Vorjahren akquirierten großvolumigen Aufträge, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil. Dieser bereits im Vorjahr akquirierte Auftragsbestand sowie zusätzliche Neuaufträge sorgten dafür, dass das Umsatzniveau des Vorjahres wieder erreicht wurde. Zeitliche Verzögerungen bei der Vergabe neuer Projekte und die Abarbeitung des Auftragsbestands führten zu einem weiteren Rückgang des Auftragsbestands. Das für uns relevante Marktumfeld bietet jedoch nach wie vor gute Perspektiven für das kommende Geschäftsjahr.
Plangemäß konnte bei der Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns zwar der Umsatz und das Jahresergebnis gesteigert werden, das Betriebsergebnis fiel jedoch gegenüber dem Vorjahr zurück.
Der Jahresüberschuss liegt mit EUR 1,75 Mio. um ca. 19 % über dem Vorjahresergebnis von EUR 1,47 Mio. Das Betriebsergebnis zeigt einen Rückgang um ca. 28 % von TEUR 975 auf TEUR 703.
Zwar konnte der Umsatz um ca. 2 % gegenüber dem Vorjahr geringfügig gesteigert werden. Dieser geringe Zuwachs wird jedoch über die negativen Bestandsveränderungen mehr als nur egalisiert. Das rückläufige Betriebsergebnis resultiert auch aus der Tatsache, dass wesentliche Projekte von ausländischen Töchtern abgewickelt wurden und dabei von der LS telcom AG als Unterauftragnehmer lediglich gewisse Anteile übernommen wurden. Zudem schlägt sich insbesondere der 12 %-ige Anstieg im Personalaufwand im Ergebnis nieder.
In Teilbereichen des von der LS telcom AG adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb. In diesem Umfeld konnte sich die LS telcom AG im vergangenen Geschäftsjahr zwar erfolgreich in den von ihr bereits erschlossenen Regionen behaupten, allerdings keine neuen Marktanteile dazu gewinnen. Der anzahl- und umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Dem Unternehmen gelang es, seine Marktposition und das Geschäft mit bestehenden Kunden weiter zu festigen.
Technologisch hat das Unternehmen seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden weiter gehalten und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung erweitert. Das hardwarebezogene Geschäft konnte im Geschäftsjahr um 16 % gesteigert werden, dem gegenüber steht jedoch ein Rückgang des reinen Beratungsgeschäfts um 17 %, so dass der Segmentumsatz nur sehr geringfügig über dem des Vorjahres liegt. Zum Segmentumsatz trugen im Wesentlichen Funkmesssysteme in Afrika und der Golfregion sowie Beratungsprojekte aus dem Umfeld der Digitalisierung von Fernseh-, Sicherheits- und Betriebsfunknetzen bei.
Die LS telcom AG weist im Geschäftsjahr 2013/2014 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von rund 2 % und Umsatzerlöse von EUR 25,07 Mio. (i. V. EUR 24,55 Mio.) aus.
Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen (TEUR -642) sowie der aktivierten Eigenleistungen (TEUR 145) und sonstigen betrieblichen Erträge (EUR 1,44 Mio.) ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 26,01 Mio., die ca. 3 % über der des Vorjahres (EUR 25,30 Mio.) liegt.
Der Auftragseingang von Kunden außerhalb der Firmengruppe in Höhe von EUR 16,9 Mio. (i. V. EUR 16,3 Mio.) lag 2013/2014 für die LS telcom AG nur knapp über dem Vorjahreswert. Durch die guten Auftragsbestände und -eingänge bei verschiedenen Tochtergesellschaften konnte und kann die LS telcom AG über diese direkt akquirierten Aufträge hinaus von konzerninternen Unterbeauftragungen profitieren. Mehrere laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit mündeten aufgrund unerwarteter zeitlicher Verzögerungen leider nicht mehr innerhalb des Geschäftsjahres in Projektaufträgen. Wir sind diesbezüglich jedoch zuversichtlich, diese im neuen Geschäftsjahr für das Unternehmen sichern zu können. Auch wirken sich aktuell die komplexe politische Lage im Mittleren Osten sowie die Spannungen mit Russland negativ aus.
Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Softwaresysteme" und "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" wie folgt auf:
| in TEUR | Umsatz GJ 2013/2014 |
Umsatz GJ 2012/2013 |
Veränderung | EBIT GJ 2013/2014 |
EBIT GJ 2012/2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Softwaresysteme | 16.695 | 16.305 | 2 % | 936 | 998 |
| Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen | 8.374 | 8.247 | 2 % | -233 | -23 |
| Insgesamt | 25.069 | 24.552 | 2 % | 703 | 975 |
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des typischen Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" fasst die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten zusammen. Die Geschäfte dieser beiden Teilsegmente
gehen üblicherweise mit höherem Materialeinsatz bzw. einem höheren Anteil an bezogenen Fremdleistungen einher.
"Hardwarenahe Systeme" enthält Projektgeschäft aus der Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen sowie aus dem Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die die LS telcom AG in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen und Trainings erbringt und nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind.
Wie im vergangenen Jahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" deutlich über dem des Segments "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen". Mit weiterhin dominantem Anteil wurden 67 % (i. V. 66 %) der gesamten Umsatzerlöse durch "Softwaresysteme" erwirtschaftet.
Die LS telcom AG hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Mobil- und Rundfunkbetreibern als auch bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Darauf aufbauend konnte sich das Unternehmen im Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung neuer Digitalfunknetze auch international weiter behaupten.
In dem noch jungen Geschäftsbereich mit Hardware-Systemlösungen wurde die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben und Projekte in mehreren Ländern umgesetzt. Dabei gelang diesem Unternehmensbereich eine Umsatzsteigerung um 16 %. Die Profitabilität in diesem Bereich war aufgrund sehr hoher Entwicklungsaufwendungen in neue Produkte i. H. EUR 1,8 Mio. nicht gegeben.
Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regional verteilten sich diese Projekte auf Kunden in Nordamerika, Asien und dem Mittleren Osten.
Jeder dieser in den beiden Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Unternehmens spielen.
Der Geschäftsverlauf im Segment "Softwaresysteme" wurde ebenso wie im Vorjahr stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt.
Im Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" wurde in etwa derselbe Umsatz erzielt wie im Vorjahr. Das negative Ergebnis resultiert hier aus hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte im hardwarebezogenen Geschäft sowie weiteren Aufwendungen zur Markterschließung für dieses Teilsegment, das mit einer vergleichsweise geringen Marge verbunden ist.
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum mit 93 % (i. V. 92 %) geringfügig über dem des Vorjahres. Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 26 % und in den restlichen Regionen bei 67 % (darunter der Mittlere Osten mit 30 %, Asien/Pazifik mit 11 % und Nordamerika mit 26 %).
Im Geschäftsjahr 2013/2014 verzeichnete die LS telcom AG in diesem Segment zwar eine gute Nachfrage, jedoch deutlich weniger Neuaufträge als erwartet. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden mehrere erwartete größere Projekte verschoben. Dennoch weist das Segment mit einem Anstieg um 2 % gegenüber dem Vorjahr ein - wenn auch geringes Umsatzwachstum - aus. Aufgrund der hohen Auslastung war das Unternehmen gezwungen, in diesem Segment weiterhin in erheblichem Umfang auf externe Berater zurückzugreifen. Dies führt wie im Vorjahr zu einer ähnlich geringen Marge und einem Beitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 936 (i. V. TEUR 998).
Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Katar und Saudi Arabien.
Das Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2012/2013 wurde in diesem Segment ebenfalls um 2 % übertroffen. Während der Dienstleistungsbereich noch im Vorjahr vor allem von langfristigen Verträgen und Nachfolgegeschäft profitieren konnte, waren im Geschäftsjahr auch zahlreiche
Projekte mit Neukunden umsatzbestimmend. Einige dieser Beratungsprojekte werden auch im neuen Geschäftsjahr wesentliche Umsatzanteile beisteuern und für eine ordentliche Grundauslastung sorgen.
Die im Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" erzielten Umsatzerlöse von EUR 8,37 Mio. (i. V. EUR 8,25 Mio.) setzen sich zusammen aus ca. 36 % Dienstleistungen und 64 % Umsätzen aus hardwarenahen Systemen.
Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem früheren Kerngeschäft (Spektrum-Management Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher rein "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.
Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligenter Datenreduktion von Terabytes an Messdaten (Big Data Lösungen) ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Mehrflüglern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.
Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungscontainern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sendercontainer für Afrika sehr stark entwickelt und bietet gutes Potenzial für weiteres Wachstum im Rundfunk- wie auch Mobilfunkbereich.
Die LS telcom AG erbringt in dem Geschäftsbereich "Consulting & Engineering" umfassende Trainings-, Planungs- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.
Das Geschäftsfeld wurde durch den Bedarf an Beratungs- und Planungsdienstleistungen von Systemherstellern und Betreibern von Sicherheitsfunknetzen gut ausgelastet. Im Umfeld der Planung und des Aufbaus von professionellen Mobilfunknetzen, dazu gehören digitale Sicherheitsfunknetze für Behörden, Versorger, Transport- und Industrieunternehmen, sieht die LS telcom AG auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Planungs- und Beratungsbereich.
Aus dem Rundfunkbereich wurde im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien die Expertise von LS telcom nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze, bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.
Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für das Unternehmen zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.
Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2014 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/ Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/ USA, bei der RadioSoft Inc., Toccoa, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Lichtenau, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Middle East FZ-LLC., Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada, Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Vollautomatisierung).
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau und die messtechnische Validierung von Sendern und Antennenanlagen etabliert.
Die Vision2Comm GmbH war während des Geschäftsjahres nicht in Beratungsprojekten operativ tätig.
Die Colibrex GmbH mit Sitz in Lichtenau entwickelt und vermarktet primär neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Colibrex arbeitet dazu eng mit der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zusammen, die sich mehr auf den entwicklungstechnischen Teil konzentriert, während Colibrex Märkte identifiziert, vorbereitet und die Dienstleitungen vermarktet.
Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland, USA, kümmert sich um den USamerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, soll künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.
Die jüngste 100 %-Tochtergesellschaft, die RadioSoft Inc. in Toccoa, Georgia, USA, wurde gegründet, um zunächst den Dienstleistungsbetrieb des von Peter Moncure übernommenen Geschäfts fortzuführen. RadioSoft erbringt vorrangig Dienstleistungen für die Funknetzplanung von Rundfunk- und Landmobilfunkstationen sowie deren Frequenzzuweisung. RadioSoft besitzt eigene Software, die einen direkten Datenaustausch mit der Datenbank der US-Regulierungsbehörde FCC ermöglicht. Mit diesen Programmen erbringen Frequenzmanager der neuen US-Tochter Koordinierungs- und Frequenzzuweisungs-Dienstleistungen für unterschiedlichste Behörden auf Bundes-, Staaten- und regionaler Ebene sowie alle großen Rundfunknetzbetreiber der USA und diverse Verkehrs- und Industriebetriebe. RadioSoft bedient mit seinem Produktportfolio in den USA mehrere Tausend Nutzer. Auf der Basis dieser hohen Kundenzahl und der erwarteten Synergien aufgrund des mit LS telcom weitgehend komplementären Produktportfolios erwarten wir uns einen schnelleren Markteintritt in den USA.
Die LS telcom UK Ltd. in London wird sich insbesondere des Markts im Vereinigten Königreich annehmen und dort sämtliche Produkte und Dienstleistungen der LS telcom AG vertreiben. Aus der stärkeren Nähe zu strategisch wichtigen Kunden erwarten wir zunehmendes Geschäft.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 hat die LS telcom AG ihre Beteiligung an der LST Middle East FZ-LLC (früherer Firmenname LST Consult FZ-LLC) in Dubai von bisher 24 % auf 49 % aufgestockt. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über diese Beteiligung das Geschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden. Die Geschäftstätigkeit des Büros im Oman soll zeitnah auch in diese Einheit integriert werden.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert.
Die NG Networks Co., Ltd. und die LST Middle East FZ-LLC werden im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert.
Die wirtschaftliche Entwicklung der älteren ausländischen Tochtergesellschaften sowie auch der RadioSoft Inc. ist zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Die südafrikanische Tochtergesellschaft musste überraschend bei einem großen Bestandskunden deutlich geringere Auftragseingänge verkraften, wovon auch Wettbewerber stark betroffen waren. Umsatzseitig konnten diese Auftragseinbrüche zwar kompensiert werden, allerdings mit deutlich niedrigeren Margen, so dass das Ergebnis spürbar belastet wurde. Vor diesem Hintergrund sehen wir es aber als Erfolg an, dass diese Tochtergesellschaft zumindest noch mit einem leicht positiven Ergebnis abschließen konnte. Die jüngeren Töchter Colibrex GmbH, LS telcom Ltd. UK und LS telcom Inc. liegen hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, wobei von diesen Gesellschaften im Verlauf des Geschäftsjahres jeweils gute Fortschritte in der Markterschließung und in der Entwicklung spezifischer Produkte für ihre jeweiligen Teilmärkte erzielt wurden. Wir rechnen deshalb für das neue Jahr mit deutlich besserem Vertriebserfolg und Umsatzbeiträgen aus diesen Tochterunternehmen.
Die Zahl der vollzeitäquivalenten Mitarbeiter in der LS telcom AG erhöhte sich während des Geschäftsjahres von 139 auf 162.
Zum 30. September 2014 waren im Unternehmen (ohne Vorstand) insgesamt 166 (i. V. 160) Mitarbeiter beschäftigt.
Im Unternehmen ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2013/2014 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme weiterentwickelt.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.
Für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte sowie für Forschung und allgemeine Entwicklung wurden von der LS telcom AG Aufwendungen in Höhe von EUR 5,5 Mio. (i. V. EUR 4,4 Mio.) als Aufwand erfasst.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs bei EUR 11,25 sank der Wert der LS telcom-Aktie ab Mitte Mai 2014 unter einen Wert von EUR 9,00. Zum Geschäftsjahresende am 30.09.2014 schloss der Handel bei einem Wert von EUR 7,85. Bedingt durch einen stark volatilen Kursverlauf kostete die Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 11,60 und hatte ihre niedrigste Bewertung bei EUR 7,55.
Die Marktkapitalisierung sank zum 30.09.2014 auf EUR 41.879.750, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 60.018.750 belief, was einen Kursverlust von etwa 30 % bedeutet. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum um 15,9 % an Wert.
Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahrs täglich durchschnittlich 7.181 LS telcom-Aktien (i. V. 7.145) im Gegenwert von EUR 70.624 (i. V. EUR 62.940) an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Zunahme des Handelsvolumens um 12,2 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.
Ziel der LS telcom AG ist es, die in der Vergangenheit erarbeitete sehr gute Marktposition in Bezug auf Systemlösungen und Dienstleistungen für ein effektives Management und eine effiziente Nutzung des Funkfrequenz-Spektrums weiter auszubauen.
Um dies zu erreichen, verfolgt das Unternehmen folgende Strategie:
Kundenzufriedenheit und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen
Sowohl mit Personalressourcen als auch mit den verfügbaren liquiden Mitteln ist umsichtig und strategisch sinnvoll zu operieren. Unter anderem folgende Unternehmensziele der LS telcom AG sind deshalb auch im Qualitätshandbuch festgelegt und im Rahmen der Qualitätssicherungsprozesse gemäß ISO 9001:2008 implementiert:
Ein Ziel des Unternehmens ist es, künftig die Profitabilität innerhalb der Unternehmensgruppe zu steigern. Dies soll dadurch bewerkstelligt werden, dass vermehrt Umsatz mit Standardprodukten realisiert wird und noch vorhandene Redundanzen innerhalb der Entwicklungs- und Projektimplementierungsprozesse im Firmenverbund abgebaut werden.
Die Entwicklungen in der Vergangenheit zielten insbesondere auf die Festigung unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Telekommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf der Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen aber auch in verwandte Märkte bewegt und ihr Dienstleistungs- und Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt.
Diese Entwicklung soll auch künftig mit Augenmaß fortgesetzt werden und der Gesellschaft aus ihrem Nischenmarkt zu weiterem Wachstum verhelfen, möglichst unter Wiederverwendung von bereits für den Kernmarkt getätigter Investitionen. Verwandte Märkte in diesem Sinne umfassen neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil (z. B. nicht-zivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich) oder aber die bereits adressierten bestehenden Kunden mit neuen Produkten, welche bestehende Systemlösungen sinnvoll ergänzen (z. B. Funküberwachungssysteme für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und Störungsbeseitigung).
Ein hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In der sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich auch die Anforderungen laufend. LS telcom hatte daher in der Vergangenheit über lange Jahre nahezu 30 % des Umsatzes in die Entwicklung der Produkte investiert und wird auch in Zukunft in adäquatem Umfang investieren müssen. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio logisch durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom weiter zu steigern und sich gegebenenfalls auch hierdurch von temporär weniger gut laufenden Märkten zu entkoppeln.
Die komfortable Cash-Position versetzt LS telcom in die Lage, durch beschleunigte Entwicklungsleistungen neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der Technologieund Marktführerschaft in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.
Der Ausbau des weltweiten Vertriebs wird die internationale Wachstumsstrategie beschleunigen und die Internationalisierung, insbesondere nach Asien sowie Nord- und Südamerika, vorantreiben. Der Vorstand ist grundsätzlich weiterhin bestrebt, wo möglich und sinnvoll, Unternehmen zu akquirieren, um Märkte und gegebenenfalls komplementäre Produkte hinzuzukaufen und möglichst noch marktbereinigend zu wirken. Jedoch wird dies wie in der Vergangenheit nicht vorrangiges Ziel sein, da solche Maßnahmen in der Regel mit beträchtlichen Einstandskosten verknüpft sind. Der Vorstand wird auch künftig diesbezüglich sich bietende Kooperationsund Investitionsalternativen sorgsam prüfen, allerdings in Zweifelsfällen (z. B. in punkto Integrationsfähigkeit und nachhaltiger Wertigkeit einer Akquisition) eher am Cash-Bestand festhalten und diesen für weiteres organisches Wachstum einsetzen.
Das Steuerungssystem der LS telcom AG hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die folgenden Parameter werden vom Management als die wesentlichen internen Steuerungsparameter verwendet:
Auftragsbestand: Dieser Leistungsindikator ist der wesentliche Treiber für die Umsatzentwicklung. Verhandlungen mit den Kunden können sich teilweise über eine längere Zeit hinziehen, die von vielen Faktoren, wie z. B. politischen Entwicklungen oder strategischen Planungen der Kunden, beeinflusst werden. Auch Änderungen in den Projekt-Implementierungsplänen können zu starken Schwankungen im Auftragsbestand führen. Aus dem Auftragsbestand wird zu einem wesentlichen Teil der Planumsatz des Folgejahres bei plangemäßem Verlauf der Projekte abgeleitet.
EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen): Diese Kennzahl misst die Qualität der Umsatzentwicklung und zeigt, wie effizient das operative Geschäft gesteuert wird.
Die Steuerungsgrößen werden sowohl für das Mutterunternehmen als auch den LS telcom Konzern geplant, ermittelt und überwacht. Die Entwicklung des Auftragsbestands wird laufend verfolgt.
Das unternehmerische Handeln der LS telcom AG ist auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die bedeutsamsten Ziele sind die mittel- und langfristige Steigerung des Umsatzes sowie des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern.
Neben den finanziellen Zielen sind folgende nicht-finanzielle Faktoren von Relevanz für den Erfolg des Unternehmens:
Für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens spielt die Kundenzufriedenheit eine zentrale Rolle. Die Mitarbeiter betreuen die Kunden dabei in bestmöglicherweise Weise und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Ziel ist es, die hohe Kundenzufriedenheit zu halten und weiter zu verbessern.
Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte und damit verbundener Dienstleistungen. Unser Qualitätsmanagement trägt Sorge dafür, dass unsere Kundenprojekte laufend operativ überwacht werden, um Fehler zu vermeiden und Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau zu halten und noch weiter zu verbessern.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in erheblichem Maße zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bei. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen - welche sich in der hohen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit widerspiegelt - und ihr Engagement sind die wesentlichen Grundlagen für den zukünftigen Unternehmenserfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werden durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert.
Bisher erfolgten noch keine quantitativen Messungen dieser nicht-finanziellen Erfolgsfaktoren auf Unternehmens- und Konzern-Ebene. Es ist allerdings geplant, für diese Faktoren entsprechende "Key Performance Indicators" zu definieren und anschließend Messverfahren einzurichten. Zudem muss noch eine repräsentative Datenbasis geschaffen werden, um angemessene Aussagen ableiten zu können. Wenn diese Maßnahmen abgeschlossen sind, sollen auch entsprechende Ziele in quantitativer Form gesetzt werden, die dann regelmäßig mit Ist-Daten verglichen und analysiert werden können.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 konnte die LS telcom AG ihr Ziel einer sehr moderaten Steigerung von Umsatz und Ergebnis lediglich auf der Ebene des Mutterunternehmens, nicht jedoch im Konzern, erfüllen. Bezogen auf das EBIT konnte das Ziel nicht ganz erreicht werden, da die höheren Belastungen aus den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (+ EUR 1,1 Mio.) nur teilweise durch neu geregelte Umlagen an die Tochtergesellschaften (+ EUR 0,7 Mio.) kompensiert werden konnten.
Die aus den Vertriebserfolgen der Vorjahre resultierende Ballung an Aufträgen war in weiten Bereichen auch bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014. Die Herausforderung, diesen Erfolg auch vertragsgemäß zu bewältigen und die hohen Kundenerwartungen nicht zu enttäuschen, ließ trotz des im Vorjahr erfolgten Personalaufbaus nicht zu, externe Ressourcen verstärkt abzulösen, was sich auch in den entsprechenden Aufwandszahlen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung widerspiegelt.
Die Marktlage war während des Geschäftsjahres positiv, geprägt von einer insgesamt guten Nachfrage. Allerdings blieb der Auftragseingang aufgrund von Projektverschiebungen und Änderungen von politischen und sicherheitsrelevanten Umständen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien wie z. B. "White Space" Nutzung; Aufbau digitaler Fernsehnetze in Asien und Südamerika) und politischen Rahmenbedingungen (Fokus auf die Steigerung der sogenannten "Spektrum Effizienz" und Erstellung entsprechender Datenbank- und Managementsysteme) weltweit ist aus Sicht des Unternehmens auch in naher Zukunft mit einer grundsätzlich positiven Marktstimmung zu rechnen.
Das sehr gute Renommee des Unternehmens, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in der Vergangenheit oftmals wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich, derzeit zeichnet sich jedoch wieder eine stärkere Preissensitivität ab. Das Unternehmen konnte einige strategisch äußerst wertvolle Projekte in unterschiedlichen Teilmärkten (Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich abschließen bzw. wesentliche Meilensteine davon erreichen, woraus sich künftiges Nachfolgegeschäft mit diesen Kunden sowie aufgrund deren Referenzcharakters auch für die Geschäftsentwicklung in diesen Teilmärkten ergeben sollte.
Der Umsatz des Unternehmens stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 24,55 Mio.) geringfügig um 2 % auf EUR 25,07 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 1,44 Mio. (i. V. TEUR 508) führen zusammen mit den Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR -642 (i. V. TEUR 235) und den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 145 (i. V. TEUR 0) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 3 % höheren Gesamtleistung von EUR 26,01 Mio. (i. V. EUR 25,30 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Weiterberechnung zentraler Dienstleistungen des Mutterunternehmens an Tochterunternehmen sowie Währungsgewinne und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen vor allem interne Kosten für Entwicklungsleistungen neuer Hardware-Prototypen für Test- und Demonstrationszwecke.
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 7,3 Mio. um knapp 8 % geringer aus als im Vorjahr (EUR 7,91 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen und Tochterunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und im Wesentlichen von Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Funküberwachungssysteme im Rahmen von Kundenprojekten an. Konzernintern wurden hierbei Leistungen in Höhe von EUR 1,73 Mio. (i. V. EUR 1,36 Mio.) eingekauft.
Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik verfolgt. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen aus Kundenprojekten und der gestiegenen Mitarbeiterzahl waren allerdings größere Investitionen zur Aufrüstung der Unternehmens-IT-Infrastruktur erforderlich. Dies zusammen mit den Vorjahresinvestitionen führt zu einer weiteren Zunahme der Abschreibungen, die mit TEUR 788 um 36 % über denen des Vorjahres (i. V. TEUR 579) liegen und damit beinahe das doppelte Niveau des Geschäftsjahres 2011/2012 erreichen.
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 11,6 % von EUR 11,75 Mio. auf EUR 13,11 Mio. erhöht, was auf die Zunahme des durchschnittlichen Personalstamms um rd. 15 % und Gehaltserhöhungen zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 4,10 Mio. annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (EUR 4,08 Mio.).
Unter dem Strich ergibt sich ein Jahresergebnis von TEUR 1.747 (i. V. TEUR 1.467). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,34 (i. V. EUR 0,28).
Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 8 Kunden (i. V. 7 Kunden) erzielt. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht; die 60 % des Umsatzes verteilen sich 2014 auf 11 unterschiedliche Endkunden.
Die Bilanz zum 30. September 2014 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 28,26 Mio. (i. V. EUR 24,40 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 17,46 Mio. (i. V. EUR 15,69 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 61,8 % (i. V. 64,3 %).
Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte zeigen seit dem 30. September 2013 einen Rückgang um ca. 3 % von EUR 3,43 Mio. auf EUR 3,34 Mio., was insbesondere durch Abschreibungen bei den immateriellen Vermögenswerte begründet ist. Investiert wurde wie im Vorjahr in Firmenfahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Angesichts der langen Laufzeiten werden die an Tochter- und Beteiligungsunternehmen gewährten Darlehen in der Position Ausleihungen an verbundene Unternehmen bzw. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Die gesamten Ausleihungen belaufen sich auf EUR 4,50 Mio. (i. V. TEUR 745) und enthalten zum Bilanzstichtag als größte Positionen die Ausleihungen an RadioSoft Inc. zum Erwerb des Geschäftsbetriebs von der Firmengruppe um Peter Moncure (EUR 2,38 Mio.) sowie die an die LS telcom Inc. zum Aufbau des Geschäfts gewährten Finanzierungshilfen (EUR 1,30 Mio.). Ein Teil des Darlehens an RadioSoft Inc. resultiert aus der Übertragung eigener Aktien der LS telcom AG an den Veräußerer in Höhe des Kurswertes (TEUR 1.312) zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion. Darlehensnehmer waren zum Bilanzstichtag außerdem die Töchter Colibrex GmbH (TEUR 343), die LS telcom Ltd. UK (TEUR 267) sowie die Beteiligung LST Middle East LLC (TEUR 205). Auch in den letztgenannten Fällen handelt es sich um Finanzierungshilfen des Mutterunternehmens, da sich diese Gesellschaften noch in der Aufbauphase befinden. Insgesamt hat das Unternehmen zusätzliche Darlehen in Höhe von TEUR 3.690 im Geschäftsjahr 2013/2014 an Tochter- und Beteiligungsunternehmen ausgereicht.
Unter den in den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen ist als größte Position die im Vorjahr gegründete LST Middle East LLC, Dubai, mit einem Beteiligungswert nach Kapitalerhöhung von nun TEUR 305 (i. V. TEUR 197) enthalten.
Der Bestand an unfertigen, noch nicht abgerechneten Projekten ging gegenüber dem Vorjahr um ca. 35 % von EUR 1,9 Mio. auf EUR 1,2 Mio. zurück. Wesentlichen Anteil hieran haben zwei Projekte in Australien und der Golfregion. Der Rückgang ist bedingt durch die Fertigstellung bzw. gestiegene Abrechnungsquote einiger größerer Projekte durch Abarbeitung von bestimmten Projektmeilensteinen.
Der Wert dieser Position (EUR 3,30 Mio.) hat sich gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 3,53 Mio.) um 7 % verringert. Diese Entwicklung geht einher mit der Intensivierung der Geschäfte mit verbundenen Unternehmen und einem entsprechenden Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Die Steigerung der Verbundforderungen von EUR 3,12 Mio. auf EUR 3,40 Mio. beruht vor allem auf der Erbringung von Subunternehmerleistungen an das kanadische Tochterunternehmen für ein Großprojekt.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des RadioSoft Geschäfts in den USA wurden u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2014 beträgt insgesamt 24.000 Stück (i. V. 174.000 Stück). Der Kurswert dieser für den Erwerb ausgegebenen eigenen Aktien (TEUR 1.312) wurde den entsprechenden Eigenkapitalpositionen gutgeschrieben.
Der Nennwert der noch verbliebenen eigenen Aktien von EUR 24.000,00 wird im Eigenkapital vom Grundkapital abgesetzt und die Differenz zu den Anschaffungskosten mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Zum 30. September 2014 verfügt die LS telcom AG über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 6,03 Mio. (i. V. EUR 5,37 Mio.). Liquiditätsseitig weist die LS telcom AG damit im Vergleich zum Vorjahr einen um 12 % höheren Betrag an verfügbaren Geldmitteln aus.
Im Konzern der LS telcom AG beträgt der Bestand an Bankguthaben insgesamt EUR 7,79 Mio. (i. V. EUR 6,47 Mio.).
Die LS telcom AG hat im Berichtsjahr ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 6,0 Mio. aufgenommen, das in Höhe von EUR 3,25 Mio. während des Geschäftsjahres abgerufen wurde. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren, ist zwei Jahre tilgungsfrei und wurde in zwei Tranchen ausgereicht, einer Fremdkapitaltranche von EUR 2,4 Mio. zu einem Nominalzins von 1,25 % und einer Nachrangtranche von EUR 3,6 Mio. zu einem Nominalzins von 2,45 %.
Nach dem erheblichen Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 47 % auf EUR 3,25 Mio. im Vorjahr, hielten sich diese im Geschäftsjahr auf konstantem Niveau (EUR 3,25 Mio.). Die größten in dieser Bilanzposition enthaltenen Anteile entfallen auf Personalrückstellungen einschließlich der Rückstellungen für variable Vergütungen, insbesondere für langfristige Vergütungskomponenten des Vorstands.
Hinter der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 197 auf EUR 3,34 Mio. steckt die Aufnahme eines zinsgünstigen Förderdarlehens der KfW zur Finanzierung von Investitionen (siehe weitere Details oben in Abschnitt "Flüssige Mittel").
Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 1,35 Mio. auf TEUR 522 lässt sich durch die Fertigstellungen einiger größerer Hardwaresystemprojekte vor dem Bilanzstichtag und das insgesamt gesunkene Einkaufsvolumen an externen Fremdleistungen erklären.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden um 29 % von EUR 1,74 Mio. auf EUR 1,24 Mio. abgebaut. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen, dass sich die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der französischen Tochtergesellschaft gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,5 Mio. reduziert haben.
Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 398 auf TEUR 593 resultiert weitgehend aus Mietkaufverbindlichkeiten, die zum Stichtag mit TEUR 401 valutieren.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht die LS telcom AG bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Unternehmens abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.
Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom AG Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Unternehmensleitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind im Risikomanagement-Handbuch der LS telcom AG dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom AG mit.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.
Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab.
Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Unternehmen etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden mit dem zentralen CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Die LS telcom AG verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung
sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der LS telcom Inc., USA, für die eine lokale Firma beauftragt wurde, durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Unterschiedlichste Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützen den Abschlussprozess.
Die Gesamtrisikosituation bei der Gesellschaft ist weiterhin überschaubar. Es ist derzeit nicht zu erwarten, dass sich bestandsgefährdende Risiken materialisieren. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellen die politischen Gegebenheiten im gesamten Mittleren Osten, einschließlich der Golfregion, das Kräftemessen Ost/West im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise sowie auch die Sicherheitslage aufgrund der Ebola Epidemie in Afrika Risiken mit dem Potenzial dar, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weiteres bedeutendes Einzelrisiko sind die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter einerseits sowie die mögliche Abhängigkeit von externen Beratern andererseits zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Unternehmen begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass die LS telcom AG dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
In der nachfolgenden Tabelle werden zunächst die nachstehend erläuterten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung dargestellt.
Hierbei wird zwischen einer geringen, mittleren, hohen und sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenhöhe unterschieden, woraus sich die Gesamtbeurteilung ableiten lässt. Die Stufen reichen von einem zu beobachtenden Risiko über ein zu überwachendes Risiko hin zu einem wesentlichen Risiko. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bzw. Schadenshöhe wird wie folgt differenziert:
| Klassifikation | Schadenshöhe |
|---|---|
| Gering | < TEUR 25 |
| Mittel | TEUR 25 bis TEUR 50 |
| Hoch | TEUR 50 bis TEUR 250 |
| Sehr hoch | > TEUR 250 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der relevanten Risiken mit ihren jeweiligen Einschätzungen:
| Risiko | Qualitative Eintrittswahr scheinlichkeit |
Mögliche finanzielle Auswirkung |
Gesamt beurteilung |
|---|---|---|---|
| Schneller technologischer Wandel |
mittel | sehr hoch | beobachten |
| Softwaresicherheit | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Internationalisierung | mittel | sehr hoch | überwachen |
| Projektrisiken | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Netzaufbau mit neuen Funktechnologien |
mittel | hoch | überwachen |
| Preisdruck | gering | sehr hoch | beobachten |
| Wettbewerb | mittel | sehr hoch | überwachen |
| Mitarbeiterfluktuation - Personalressourcen |
mittel | sehr hoch | überwachen |
| Risiken durch die globale Finanz markt- und Schuldenkrise |
sehr hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | |||
| Preis- und Währungsrisiko | mittel | hoch | überwachen |
| Ausfallrisiko | gering | sehr hoch | überwachen |
| Cashflow- und Liquiditätsrisiko |
gering | sehr hoch | beobachten |
| Risiken der eigenen Geldanlage |
gering | hoch | beobachten |
Die oben dargestellten Risiken werden im Folgenden detailliert erläutert.
Die Märkte, in denen die LS telcom AG agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Unternehmens, das Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.
Die Gesellschaft plant, in den nächsten Jahren ihre Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie der Gesellschaft als nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche der Gesellschaft integriert werden können.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2014/2015 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage oder der Sicherheitslage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen, Seuchengefahr etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch ist oftmals eine Vergütung in US-Dollar oder anderen Fremdwährungen mit Kunden unvermeidlich (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2014/2015 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.
Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. Die LS telcom AG war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom AG mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Mit dem Teilsegment Hardwarenahe Systeme positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung der LS telcom nachteilig beeinflussen.
Eine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Unternehmen entzogen werden könnte. Die LS telcom AG wird wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.
Hoher Auftragsbestand und Termindruck stellt das Unternehmen nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen, ebenso besteht hier die Gefahr einer gewissen Know-how-Abhängigkeit und einer deutlich längeren als der ursprünglich geplanten Beauftragungsnotwendigkeit, verbunden mit den damit einhergehenden höheren Aufwendungen.
Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Unternehmens zwar in den letzten Geschäftsjahren nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen des Euro im Vergleich zu Fremdwährungen beeinflusst, jedoch nur in den Jahren 2008/2009 Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten jedoch Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom AG.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfallund Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten
des Unternehmens kommt den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Die LS telcom AG ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 bestand kein Bedarf, Projekte über Devisentermingeschäfte abzusichern. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Schuldner. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden wird als gering eingestuft, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen; Rückabsicherung bei Lieferanten) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom AG. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom AG haben. Zusätzlich könnte eine Verschärfung der Geldmarktpolitik der EZB der aktuellen Anlagestrategie zuwider laufen, da Negativzinsen den Kapitalstock angreifen.
Der Vorstand ist zuversichtlich, was die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Unternehmens betrifft. Das Management rechnet damit, dass die Nachfrage in den für das Unternehmen relevanten Teilmärkten anhalten wird und aufgrund der erfolgreichen Durchführung von Pilotprojekten mit neuen Produkten auf längere Frist gesehen wieder von wachsendem Geschäft ausgegangen werden kann. Auch die hohen Investitionen der vergangenen Jahre in neue Tochtergesellschaften mit dem Ziel, neue regionale und thematische Märkte zu erschließen, dürften sich auszahlen, wenngleich hierfür ein längerer Atem und höherer Aufwand benötigt wird, als ursprünglich erwartet.
Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung der LS telcom AG treffen die Aussagen des Vorjahres zum Marktpotenzial auch weiterhin nahezu unverändert zu.
Im Beratungsgeschäft behauptet sich die LS telcom sehr gut national und international. Der Vorstand rechnet auch für 2014/2015 mit guten neuen Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für sicherheitsrelevante Behörden, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Wachstum dürfte sich im Dienstleistungsbereich insbesondere aus dem Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.) generieren lassen, wo LS telcom in den vergangenen Jahren eine Vielzahl Projekte als Vorreiter in Deutschland geplant hat und derzeit mit realisieren hilft.
Auch die Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks bietet für das Unternehmen speziell in Asien, im Mittleren Osten und Afrika weiterhin aussichtsreiche Geschäftschancen für die Geschäftssegmente Dienstleistungen und Hardwarenahe Systeme.
Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.
Einige größere mehrjährige Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen werden das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2014/2015 beschäftigen. Es zeichnen sich daneben für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.
Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich das Unternehmen Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Auch das Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung, d. h. der militärische Markt und das Umfeld der Inneren Sicherheit, bietet nach wie vor Möglichkeiten für neues Wachstum. Die Vorstellung der neuen Produkte im Rahmen der letzten "LS Summit" Hausmessen stieß auf sehr positive Resonanz bei Neu- und Bestandskunden und mündete bereits in mehrere Pilot- und Testprojekte, nach deren Abschluss mit Nachfolgegeschäft gerechnet wird. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können.
Der derzeit für die LS telcom AG vertraglich gesicherte Auftragsbestand, einschließlich konzerninternen Unterbeauftragungen i. H. von ca. EUR 3,9 Mio., beträgt EUR 26,3 Mio. (i. V. EUR 26,9 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten und langfristige Rahmenverträge maximal mit den während ihrer Laufzeit realistisch zu erwartenden Abrufvolumina berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 18,1 Mio. (i. V. EUR 19,5 Mio.) erzielen.
Angesichts der immer noch guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheits- bzw. Betriebsfunknetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik, sieht der Vorstand die mittelfristige Geschäftsentwicklung positiv.
Das Ziel der Unternehmensführung bleibt unverändert, ausgehend von dem derzeitigen Umsatzniveau zu wachsen und auch die Profitabilität der LS telcom AG in ihrem Kerngeschäft wieder zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Ein Ansatz dafür wird sein, Aufwendungen für extern bezogene Leistungen zu reduzieren und diese stattdessen durch die in der Vergangenheit geschaffenen zusätzlichen fachlichen Personalkapazitäten und die effizientere Nutzung der bestehenden Personalressourcen zu erbringen. Die Gesellschaft versucht zudem einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt, die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen.
Auf der Grundlage der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung der LS telcom AG, des immer noch guten Polsters an Auftragsbestand sowie erwarteter Projektzuteilungen, hält es der Vorstand für realistisch, im neuen Geschäftsjahr den Umsatz in geringem Umfang steigern zu können. Das Betriebsergebnis (EBIT) bei der LS telcom AG wird damit im kommenden Geschäftsjahr voraussichtlich geringer ausfallen, in der Annahme, dass die sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber dem aktuellen Wert deutlich sinken dürften, bei ansonsten ähnlichen Aufwandspositionen. Auf Konzern-Ebene geht das Management allerdings von einer insgesamt höheren Profitabilität aus.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2014 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2014 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:
| Beteiligte Person oder Gesellschaft |
Anzahl an Stimm - rechten |
Anteil an Stimm rechten |
Zeitraum der Beteiligung |
|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz | 1.537.862 | 28,83 % | Bis heute |
| Dr. Georg Schöne | 1.614.445 | 30,26 % | Bis heute |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß den §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2014 EUR 2.667.500,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 13. März 2014 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a AktG ff. zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30.09.2014) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung.
Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG bestehen nicht.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 60.650,62 (i. V. TEUR 57).
Diese Bezüge verteilen sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt:
| • Dr. Winfried Holtermüller | EUR 23.167,40 |
|---|---|
| • Prof. Dr. Werner Wiesbeck | EUR 18.616,46 |
| • Karl Hensinger | EUR 18.866,76 |
Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 15.591,98 (i. V. TEUR 12) vergütet.
Zum 30. September 2014 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.
Vorstandsmitglieder sind:
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.
Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.
Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.
Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2013/2014 aus den folgenden Komponenten zusammen:
Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.
Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.233 (i. V. TEUR 1.725) erfasst. Davon betreffen TEUR 797 (i. V. TEUR 793) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 436 (i. V. TEUR 932) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 256 (i. V. TEUR 503) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als Zuführungen zu Rückstellungen im Geschäftsjahr für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis drei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäftsund Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die im Geschäftsjahr 2013/2014 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:
| Angaben in EUR |
Dr. Manfred Lebherz |
Dr. Georg Schöne |
Dipl.-Ing. Roland Götz |
|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Festvergütung |
280.916,79 | 289.092,75 | 226.665,87 |
| Erfolgsabhängige Vergütungskomponente |
64.400,00 | 64.400,00 | 51.500,00 |
| Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung |
277.400,00 | 322.900,00 | 190.500,00 |
| davon direkt das Geschäfts jahr 2013/2014 betreffend |
100.000,00 | 100.000,00 | 0,00 |
| davon aufwandswirksame Rückstellung für mögliche Vergütung in künftigen Geschäftsjahren |
177.400,00 | 222.900,00 | 190.500,00 |
| davon bereits als Rückstellung in Vorjahren erfasst |
162.400,00 | 191.100,00 | 180.800,00 |
| Gesamtvergütung (Aufwand) | 460.316,79 | 485.292,75 | 287.865,87 |
Die folgende Tabelle zeigt die den Vorständen tatsächlich ausgezahlten Vergütungen im Geschäftsjahr 2013/2014:
| Angaben in EUR |
Dr. Manfred Lebherz |
Dr. Georg Schöne |
Dipl.-Ing. Roland Götz |
|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Festvergütung |
255.000,00 | 265.800,00 | 204.000,00 |
| Erfolgsunabhängige Neben leistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) |
25.916,79 | 23.292,75 | 22.665,87 |
| Erfolgsabhängige Vergütungskom ponente (bzgl. GJ 2012/2013) |
150.000,00 | 150.000,00 | 130.000,00 |
| Gesamtvergütung (Auszahlung) | 430.916,79 | 439.092,75 | 356.665,87 |
Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.
Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit
Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.
Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.
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Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.
Lichtenau, 20. November 2014
LS telcom Aktiengesellschaft Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 21. November 2014
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Wolfgang Berger Jörg Müller
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb
Dr. Georg Schöne Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme
Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen
Investor Relations LS telcom AG Im Gewerbegebiet 31-33 D-77839 Lichtenau Tel.: +49 7227 9535-707 Fax: +49 7227 9535-605 E-Mail: [email protected]
| Zwischenmitteilung 1. Quartal (zum 31.12.2014) | 17.02.2015 |
|---|---|
| Hauptversammlung in 77839 Lichtenau | 05.03.2015 |
| Halbjahresbericht (zum 31.03.2015) | 31.05.2015 |
| Zwischenmitteilung 3. Quartal (zum 30.06.2015) | 19.08.2015 |
| Vorläufige Zahlen zum Jahresabschluss 2014/2015 | November 2015 |
LS telcom AG Im Gewerbegebiet 31-33 D-77839 Lichtenau
+49 7227 9535-600 +49 7227 9535-605
[email protected] www.LStelcom.com
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