Annual Report • Mar 20, 2013
Annual Report
Open in ViewerOpens in native device viewer

Sehr geehrte Aktionäre,
auch für das zurückliegende Geschäftsjahr 2011 /2012 kann die LS telcom AG erneut exzellente Ergebnisse bei allen wichtigen Unternehmenskennzahlen vorweisen. Die technologische Führung im Weltmarkt, die herausragende Qualität der Produkte und Systeme sowie die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter sind auch weiterhin Garanten für den Ausbau der Marktstellung und die nachhaltige Steigerung der Ertragskraft des LS telcom Konzerns. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand und das Unternehmen auf diesem erfolgreichen Weg auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 intensiv unterstützt.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im zurückliegenden Geschäftsjahr die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei auch weiterhin die weltweite strategische Expansion des Konzerns, der Aufbau der Geschäftsaktivitäten in den USA, die Entwicklung und der Ausbau weiterer Geschäftsfelder zur Nutzung neuer künftiger Geschäftschancen, die technologische und entwicklungstechnische Integration der Tochtergesellschaften in den Konzern und die Akquisition sowie Abwicklung weiterer zukunftsweisender Großprojekte, die nicht selten aus vorangegangenen wegweisenden Referenzprojekten und dem hieraus gewonnenen untadeligen Ruf der LS telcom AG resultieren. Mit der Weiterentwicklung der Konzern-Strukturen stand und steht auch der Aufsichtsrat vor der herausfordernden Aufgabe der Konzern-Steuerung und der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahrs ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung beraten und unterstützt.
In seinen Sitzungen vom 30.11.2011, 22.02.2012, 11.05.2012, 17.08.2012 sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses am 30.11.2012 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die Situation des Unternehmens und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahres umfassend über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung - insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risikomanagement und das Risiko-Controlling- und über sämtliche Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Konzerns wurden regelmäßig, auch außerhalb förmlicher Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend besprochen, vom Aufsichtsrat verantwortlich begleitet und von diesem überwacht.
Der Aufsichtsrat hat sich in umfangreichen monatlichen schriftlichen Berichten durch den Vorstand lückenlos und detailliert über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften unterrichten lassen. Er hat ferner jeweils monatlich die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht.
Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Fortschreibung des Risikomanagement- und des Risiko-Controlling-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex gespielt.
Nicht zuletzt den bewährten und effizienten Mechanismen des Risikomanagements und Risiko-Controlling im LS telcom Konzern ist es zu verdanken, dass der Konzern auch im zurückliegenden Geschäftsjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Kontrollgremium in seiner Bilanzsitzung den Jahresabschluss des Berichtsjahres festgestellt und den Konzern-Abschluss gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt und die Unternehmensplanung 2012/2013 sowie die Mittelfristplanung bis 2015 verabschiedet.
Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
| ― | die wirtschaftliche Lage des LS telcom Konzerns |
| ― | die weitere strategische Expansion des Konzerns |
| ― | die Erschließung und der Ausbau neuer Geschäftsfelder |
| ― | die Konzern-Planung 2012/2013 |
| ― | der Aufbau der Geschäftsaktivitäten in den USA |
| ― | die Sicherstellung der technologischen und wirtschaftlichen Weltmarktführerschaft des Konzerns |
| ― | das Risikomanagement und das Risiko-Controlling |
| ― | der Abschluss der Umstellung des Systems der Vorstandsvergütung, u. a. durch Implementierung von Vergütungskomponenten mit nachhaltiger und langfristiger Anreizwirkung. |
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesen kompetent und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2012, wurden durch die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert und im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.
Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 S. 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.
Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten.
Die hervorragende Qualifikation, Erfahrung und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin ein wesentlicher Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane sich für das laufende Wirtschaftsjahr und für die nähere Zukunft gesetzt haben.
Für ihren vorbildlichen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Sie alle haben gemeinsam im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren unverzichtbaren Beitrag zu einem erneut eindrucksvollen Gesamtergebnis geleistet.
Die Weichen für weiteres stabiles Wachstum und für eine erfolgreiche Zukunft des LS telcom Konzerns sind gestellt. Die LS telcom AG wird ihren Aktionären auch in den kommenden Jahren viel Freude bereiten.
Stuttgart/Lichtenau, den 5. Dezember 2012
Dr. Winfried Holtermüller, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG
Das Geschäftsjahr 2011/2012 war noch mehr als das Vorjahr geprägt von großvolumigen Auftragseingängen, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil. Diese Neuaufträge und der bereits im Vorjahr deutlich gesteigerte Auftragsbestand sorgten nicht nur für einen weiteren deutlichen Umsatzzuwachs im Geschäftsjahr, sondern sichern dem Unternehmen auch wesentliche Umsatzerlöse für die kommenden zwei bis drei Jahre und über Anschluss-Wartungsvereinbarungen auch darüber hinaus. Wie in den Vorjahren zeigt das für den Konzern relevante Marktumfeld eine starke Nachfrage, die auch für das kommende Geschäftsjahr aufrechterhalten werden dürfte. Gleichwohl dürften sich Auftragseingänge in der Höhe wie im Geschäftsjahr 2011/2012 mittelfristig nicht unbedingt wiederholen. Profitieren konnte die LS telcom AG von der vertrieblichen Arbeit der vergangenen Jahre und insbesondere auch durch Referenz-Großprojekte aus den Vorjahren. Beides trug dazu bei, Kunden von den Produkten der LS telcom AG zu überzeugen und insbesondere Großprojekte in der Golfregion, Asien und Kanada zu sichern.
Plangemäß konnte so letztlich nicht nur der Umsatz, sondern auch das Konzern-Ergebnis deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Der Konzern-Jahresüberschuss (nach Minderheitenanteilen) von EUR 3,01 Mio. legte gegenüber dem Vorjahresergebnis von EUR 1,52 Mio. um 98 % zu. Das Betriebsergebnis zeigt einen Anstieg von TEUR 809 auf EUR 3,14 Mio., was einer Steigerung um 35 % im Vorjahresvergleich entspricht.
Dieses erfreuliche Ergebnis resultiert vor allem aus dem 35 %-igen Umsatzanstieg, so dass sich trotz eines deutlich höheren Materialeinsatzes als im Vorjahr immer noch ein 23 %-iger Zuwachs des Rohertrags ergibt. Im Vergleich zum Rohertrags-Plus in Höhe von EUR 3,93 Mio. stiegen die Aufwendungen für Personal, die Abschreibungen sowie der sonstige betriebliche Aufwand lediglich um EUR 3,70 Mio. an.
In Teilbereichen des von der LS telcom Firmengruppe adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb. In diesem Umfeld konnte sich die LS telcom AG im vergangenen Geschäftsjahr jedoch sehr erfolgreich behaupten und in den meisten Ausschreibungsverfahren, in denen LS telcom-Lösungen angeboten wurden, die Kunden überzeugen. Der anzahl- und umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Dem Unternehmen gelang es damit, seine Marktposition und das Geschäft mit bestehenden Kunden weiter zu festigen.
Technologisch hat das Unternehmen seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden weiter vergrößert und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot von in Containern integrierten Sender- und Generatoranlagen sowie hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung erheblich erweitert.
Der LS telcom Konzern weist im Geschäftsjahr 2011/2012 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von rund 35 % und Umsatzerlöse von EUR 27,87 Mio. (i. V. EUR 20,70 Mio.) aus.
Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat der Konzern trotz starker Auslastung im Projektgeschäft weiter in die Entwicklung neuer Produkte, u. a. internetbasierte Lösungen sowie Enterprise-Lösungen, die umfassende Systemprodukte von Drittherstellern mit integrieren, und in das Zusammenspiel von Frequenzverwaltungs- und Funküberwachungssystemen investiert sowie entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen liegen mit EUR 1,94 Mio. annähernd beim Wert des Vorjahres (i. V. EUR 1,97 Mio.).
Die Gesamtleistung von EUR 31,19 Mio. liegt ca. 33 % über der des Vorjahres (i. V. EUR 23,47 Mio.).
Der Auftragseingang in Höhe von EUR 46,16 Mio. (i. V. EUR 34,55 Mio.) lag 2011/2012 aufgrund der oben erläuterten Marktgegebenheiten etwa 34 % über dem des Vorjahres. Mehrere laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit stimmen uns auch für die künftige Geschäftsentwicklung des Konzerns optimistisch, das im Geschäftsjahr erreichte Umsatzniveau nicht nur dauerhaft zu halten, sondern auch darüber hinaus weiter zu wachsen.
Aufgrund der seit diesem Geschäftsjahr signifikant gewachsenen Umsatzerlöse aus hardwarenahen Systemlösungen wurde eine Neusegmentierung der Geschäftstätigkeiten des LS telcom Konzerns vorgenommen.
Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Softwaresysteme" und "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" wie folgt auf:
scroll
| in TEUR | Umsatz GJ 2011/2012 | Umsatz GJ 2010/2011 | Veränderung | EBIT GJ 2011/2012 | EBIT GJ 2010/2011 |
|---|---|---|---|---|---|
| Softwaresysteme | 16.869 | 14.019 | 20 % | 2.481 | 2.630 |
| Hardwarenahe Systeme | 6.888 | 2.025 | 240 % | 460 | -858 |
| Dienstleistungen | 4.111 | 4.655 | -12 % | 199 | 559 |
| Insgesamt | 27.868 | 20.699 | 35 % | 3.140 | 2.331 |
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Software-Projekte.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden erbringt, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.
Der Geschäftsverlauf wurde zu einem sehr wesentlichen Anteil von den neu akquirierten Kunden des Vorjahres bestimmt. Nachdem im Vorjahr immerhin etwa ein Drittel der Umsatzerlöse mit Neukunden erwirtschaftet wurden, trugen solche im Geschäftsjahr 2011 /2012 nur in geringem Umfang zum Gesamtumsatz bei.
Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regionale Umsatzschwerpunkte bilden hierbei Nordamerika, der Mittlere Osten, das südliche Afrika und Europa.
Jeder dieser in den Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Konzerns spielen.
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum über dem des Vorjahres bei ca. 93 % (i. V. 85 %). Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 20 % und in den restlichen Regionen bei 73 % (dabei Afrika mit 13 %, Nord- und Südamerika mit 12 %, Asien/Pazifik mit 14 % und der Mittlere Osten mit 34 %).
Im Geschäftsjahr 2011 /2012 verzeichnete der LS telcom Konzern in diesem Segment eine sehr gute Nachfrage. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden daraus mehrere Großprojekte beauftragt, insbesondere von Regulierungsbehörden und sonstigen Frequenzverwaltungsorganisationen.
Wie im vergangenen Jahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" deutlich über dem der Segmente "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen". Mit einem Anteil von 61 % (i. V. 68 %) der gesamten Umsatzerlöse war "Softwaresysteme" das klar dominierende Geschäftssegment.
Mit einem Anstieg um 20 % gegenüber dem Vorjahr weist das Segment ein ordentliches Umsatzwachstum aus. Aufgrund der hohen Auslastung war der Konzern gezwungen, schnell Ressourcen aufzubauen und dabei auch in stärkerem Umfang als in der Vergangenheit auf externe Berater zurückzugreifen. Daneben wurde im Verlauf des Geschäftsjahres auch die Entwicklung für Softwaresysteme strategisch neugeordnet und in einem Geschäftsfeld zusammengeführt, was mit einmalig erhöhten Abschreibungen auf aktivierte Eigenleistungen einherging. Beide Effekte führten letztlich zu einem Rückgang im Ergebnisbeitrag und einem Segment-EBIT in Höhe von EUR 2,48 Mio. (i. V. EUR 2,63 Mio.).
Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde aus einer ausgewogenen Mischung von Neugeschäft und Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projekten in der Golfregion, Kanada und Südostasien.
Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem bisherigen Kerngeschäft (Spektrum-Management-Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher vorwiegend "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.
Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligentem Datenmanagement von Terabytes an Messdaten ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Modellhubschraubern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.
Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungscontainern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sendercontainer für Afrika sehr stark entwickelt und bietet gutes Potenzial für weiteres Wachstum im Rundfunk- wie auch Mobilfunkbereich.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von 240 % und steuerte im Geschäftsjahr erstmals einen positiven Beitrag zum Betriebsergebnis der Firmengruppe bei. Mehrere größere Projekte im hardwarenahen Bereich, wie Lieferungen von integrierten Funkmesssystemen für Frequenzbehörden und Senderanlagen für das digitale Fernsehen ermöglichten diese günstige Entwicklung. Regionale Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten lagen hierbei in der Golfregion und im südlichen Afrika.
Während des Geschäftsjahres wurde in dem noch jungen Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" auch intensiv die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben.
Die LS telcom Firmengruppe hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Mobil- und Rundfunkbetreibern als auch bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Darauf aufbauend konnte sich der Konzern im Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung neuer Digitalfunknetze für Sicherheitsdienste (professioneller Mobilfunk) auch international weiter behaupten.
Die Umsatzerlöse aus dem reinen Beratungsgeschäft blieben zwar 12 % unter dem hohen Niveau des Vorjahres, lagen aber immer noch klar über den in den davorliegenden Geschäftsjahren erreichten Beratungsumsätzen. Das Geschäftsfeld wurde durch den Bedarf an Beratungs- und Planungsdienstleistungen von Systemherstellern und Betreibern von Sicherheitsfunknetzen gut ausgelastet. Im Umfeld des Aufbaus von digitalen Behörden- und Sicherheitsfunknetzen (in Deutschland beispielsweise das "BOS-Netz" für Behörden mit Ordnungsaufgaben wie Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte) sowie in der Digitalisierung von Betriebsfunknetzen, sieht der LS telcom Konzern auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Beratungsbereich.
Der Dienstleistungsbereich konnte vor allem von langfristigen Verträgen und Nachfolgegeschäft daraus profitieren.


Diese Beratungsprojekte sichern auch einen guten Teil der Erlöse für das neue Geschäftsjahr ab und sorgen für eine ordentliche Grundauslastung.
Aus dem Rundfunkbereich wurde im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien die Expertise von LS telcom nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze, bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.
Die hier betrachteten Dienstleistungsprojekte wurden zwar überwiegend von der LS telcom AG in Deutschland ausgeführt; wesentliche Beiträge leistete allerdings auch die südafrikanische Tochtergesellschaft.
Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing Instrument für den Konzern zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.
Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2011 /2012 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2012 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Velizy/Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/ Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der Colibrex GmbH, Lichtenau, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada, Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne serviceorientierte Architektur).
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau von Sendern und Antennenanlagen etabliert.
Die Vision2Comm GmbH war während des Geschäftsjahres nur in sehr geringem Umfang mit besonderen Beratungsprojekten operativ tätig.
Die Colibrex GmbH mit Sitz in Lichtenau entwickelt und vermarktet neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen.
Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland/USA, kümmert sich um den US-amerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, wird künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Haupvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert. Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert und bleibt deshalb im Konsolidierungskreis der LS telcom Gruppe unberücksichtigt.
Die wirtschaftliche Entwicklung der älteren ausländischen Tochtergesellschaften ist zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Die beiden jüngeren Töchter Colibrex GmbH und LS telcom Inc. liegen etwas hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, wobei von beiden Gesellschaften im Verlauf des Geschäftsjahres vorrangig in die Entwicklung spezifischer Produkte für ihren jeweiligen Kundenkreis investiert wurde, weshalb nun auch mittelfristig mit stärkerem Vertriebserfolg gerechnet wird.
Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern auf durchschnittlich 151 (i. V. 138) Mitarbeiter und liegt damit gut 9 % über dem Wert des Vorjahres.
Zum 30. September 2012 waren im Konzern insgesamt 158 (i. V. 143) Mitarbeiter beschäftigt.
Im Konzern ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2011 /2012 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme entwickelt.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.
Neben den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.779 (i. V. TEUR 1.756) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst.
Die LS telcom AG arbeitet im Rahmen von unterschiedlichen Förderprogrammen (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand - ZIM; KMU-Innovationsoffensive Informations- und Kommunikationstechnologie - IKT) und auch eigenfinanzierten Projekten mit der TU-Braunschweig, dem KIT-Karlsruhe und der Hochschule Offenburg zusammen. Forschungsschwerpunkte in diesen Projekten sind unter anderem Planungs- und Koordinierungsalgorithmen für Broadband Wireless Access Netze, spezielle Messsysteme, die die Nutzung des Frequenzbereichs der Digitalen Dividende unterstützen, sowie datenbankunterstützte Signalanalysemethoden. All diese Projekte verfolgen das Ziel, letztlich mit den gewonnenen Erkenntnissen und Algorithmen funktionelle Erweiterungen der LS telcom-Produkte zu erreichen.
Die französische Tochtergesellschaft LS telcom SAS nimmt an den staatlich geförderten Gemeinschafts-Forschungsprojekten ANCHORS, RECOSS und SOAPS in Frankreich teil, in denen unter anderem LTE Advanced Technology auf PMR-Netze (Public Mobile Radio) adaptiert werden soll. Bei diesem Projektthema wird das Ziel verfolgt, Breitbandübertragungskapazitäten auch in Sicherheitsnetzen bereitzustellen, um die Übertragung von größeren Datenmengen zu ermöglichen. Dieser Aufgabe haben sich LS telcom, Thales, TDF und Cassidian, mehrere kleinere und mittelständische Firmen sowie namhafte französische Forschungsinstitute gestellt.
Das Unternehmen hat damit in der Summe (nichtaktivierbare Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Investitionen in aktivierbare Eigenleistungen aufaddiert) insgesamt einen Betrag von EUR 3,72 Mio. (i. V. EUR 3,73 Mio.) unabhängig von Kundenprojekten in Innovationen investiert.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs bei EUR 3,50 am 03.10.2011 stieg der Wert der LS telcom-Aktie ab Mitte Januar 2012 auf über EUR 4,00 und hielt sich im Bereich um vier Euro bis Mitte Juli 2012. Aufgrund positiver Nachrichten erfolgte dann bis Mitte August ein Kursanstieg bis auf den Jahreshöchststand von EUR 5,23. Im Bereich um fünf Euro stabilisierte sich der Kurs dann im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2011 /2012 und schloss zum Ende der Periode am 28.09.2012 bei einem Wert von EUR 5,20. Die LS telcom-Aktie verteuerte sich damit um 49 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum um 20,73 % an Wert.
Die Marktkapitalisierung wuchs zum 28.09.2012 auf EUR 27.742.000, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 18.651.160 belief. Pro Börsentag wurden in der letzten Periode durchschnittlich 2.636 LS telcom-Aktien im Gegenwert von EUR 11.657 an den deutschen Börsen gehandelt, was einen Rückgang der Handelsintensität in Aktienstückzahlen um 54,18 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet (i. V. 5.752 LS telcom-Aktien bzw. EUR 21.394 je Börsentag).
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.
Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat der LS telcom Konzern sein Ziel, sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch das Ergebnis zu steigern, erfüllt.
Die während des Geschäftsjahres erfahrene Ballung an Großaufträgen stellte und stellt den Konzern immer noch vor die Herausforderung, diesen Erfolg auch vertragsgemäß zu bewältigen und die hohen Kundenerwartungen nicht zu enttäuschen. Ressourcenseitig hat der LS telcom Konzern bereits mit einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl sowie der Beauftragung diverser externer Berater mit einschlägiger Erfahrung in unserem Produkt- und Kundenumfeld reagiert, was sich auch in den entsprechenden Aufwandszahlen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung widerspiegelt.
Die Marktlage war während des Geschäftsjahres durchweg positiv, geprägt von einer insgesamt sehr guten Nachfrage und von der immer noch gegenwärtigen Finanzkrise nicht wesentlich beeinflusst.
Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien wie z. B. "White Space" Nutzung) und politischen Rahmenbedingungen (Fokus auf die Steigerung der sogenannten "Spektrum Effizienz" und Erstellung entsprechender Datenbank- und Managementsysteme) weltweit ist aus Sicht des Konzerns ein Abklingen der positiven Marktstimmung mittelfristig nicht zu erwarten.
Das positive Renommee der LS telcom Gruppe, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in den meisten Fällen wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Der Konzern konnte einige strategisch äußerst wertvolle Projekte in den unterschiedlichen Teilmärkten (Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich akquirieren und implementieren. Diese Projekte bergen jeweils hohes Potenzial für künftiges Nachfolgegeschäft mit diesen Kunden sowie aufgrund deren Referenzcharakters auch für die Geschäftsentwicklung in den Teilmärkten.
Der Umsatz des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 20,70 Mio.) um 35 % auf EUR 27,87 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 1,38 Mio. (i. V. TEUR 803) führen zusammen mit den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 1,94 Mio. (i. V. EUR 1, 97 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 33 % höheren Gesamtleistung von EUR 31,19 Mio. (i. V. EUR 23,47 Mio.).

Sonstige betriebliche Erträge enthalten als wesentliche Posten Erlöse aus Fördermitteln (TEUR 429) sowie Währungsgewinne in Höhe von TEUR 717.
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 8,77 Mio. um 58 % höher aus als im Vorjahr (EUR 5,56 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Funküberwachungssysteme im Rahmen mehrerer Kundenprojekte an.
Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik verfolgt. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen aus Kundenprojekten und der gestiegenen Mitarbeiterzahl erfolgte noch zum Ende des Vorjahres eine größere Investition zur Aufrüstung der Unternehmens-IT-Infrastruktur. Während des Geschäftsjahres wurde zudem in den Ausbau neuer Büroräume und eine neue Produktionshalle in Lichtenau investiert. Im Rahmen der Neuordnung der Softwaresystem-Entwicklung und Zusammenführung in einem Geschäftsfeld erfolgte eine Neubewertung interner Entwicklungsprojekte und damit zusammenhängender aktivierter Eigenleistungen. Diese Maßnahme und das im Vergleich zu den Vorjahren deutlich höhere Investitionsvolumen schlagen sich in erhöhten Abschreibungen von EUR 3,08 Mio. (i. V. EUR 2,21 Mio.) nieder.
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 17 % von EUR 10,08 Mio. auf EUR 11,81 Mio. erhöht, was einerseits auf die Zunahme des Personalstamms und Gehaltserhöhungen, insbesondere in Form von variablen Vergütungen, sowie auf eine Prämienzahlung anlässlich des 20-jährigen Firmenbestehens des Mutterunternehmens zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 4,39 Mio. etwa 33 % über denen des Vorjahres (EUR 3,29 Mio.). Wesentliche Unterschiedsposten im Vergleich zum Vorjahr sind Instandhaltungsmaßnahmen an den Betriebsgebäuden (TEUR 141) in Lichtenau, die erstmals im Geschäftsjahr anfielen, um TEUR 311 gestiegene Vertriebs- und Reiseaufwendungen sowie um TEUR 345 höhere Rechts- und Beratungskosten.
Die "at equity" bilanzierte chinesische Beteiligung an NG Networks Co., Ltd. steuert mit Erträgen in Höhe von TEUR 115 (i. V. TEUR 12) zur Verbesserung des Finanzergebnisses um TEUR 83 auf TEUR -123 bei.
Unter dem Strich ergibt sich ein Konzern-Jahresergebnis von EUR 3,0 Mio. (i. V. EUR 1,52 Mio.) nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 71). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,58 (i. V. EUR 0,29).
Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 12 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 10 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht.
Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2012 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 27,56 Mio. (i. V. EUR 26,07 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 16,92 Mio. (i. V. EUR 14,45 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 61,4 % (i. V. 55,4 %).
Aufgrund der bereits zuvor erläuterten Neuordnung der Softwaresysteme-Entwicklung und der damit einhergehenden Neubewertung aktivierter Eigenleistungen, verringerte sich der Wert der immateriellen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahr um ca. 11 % auf nunmehr EUR 4,25 Mio. (i. V. EUR 4,75 Mio.). Das Sachanlagevermögen verbuchte hingegen einen Wertzuwachs um 24 % auf EUR 5,37 Mio., was insbesondere durch Investitionen in eine neue Produktionshalle und Testanlagen für LS telcom-Funkmesssysteme in Lichtenau begründet ist. Investiert wurde außerdem in die Neuentwicklung eigener Produkte, in Firmenfahrzeuge sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die langfristigen finanziellen Vermögensgegenstände enthalten Festgelder in Höhe von TEUR 500 mit einer Laufzeit von über einem Jahr.
Der Wert dieser Position (EUR 7,32 Mio.) liegt gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 6,22 Mio.) um 18 % höher. Ebenso wie zum Ende des Vorjahres wurden auch gegen Ende dieses Geschäftsjahres einige größere Projekte fertiggestellt bzw. umsatzrelevante Projektmeilensteine erreicht. Diese Entwicklung ist zugleich Ausdruck des weiter deutlich gestiegenen Auftragsbestands und Auftragseingangs. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Zum 30. September 2012 verfügt der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 5,94 Mio. (i. V. EUR 7,53 Mio.).
Der Bestand an Bankguthaben im Konzern liegt bei insgesamt EUR 7,45 Mio., der Summe aus der kurzfristigen Liquidität, der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögensgegenstände (Festgelder mit Laufzeiten größer als drei Monate in Höhe von EUR 1,01 Mio.) sowie der unter der Bilanzposition "langfristige finanzielle Vermögensgegenstände" ausgewiesenen Festgelder.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2012 beträgt insgesamt 174.000 Stück (i. V. 164.800 Stück).
Insgesamt wurden die eigenen Aktien mit einem Betrag von TEUR 355 erworben. Diese werden als "Rücklage für eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet.
Der Rückgang der kurzfristigen Schulden von EUR 8,04 Mio. auf EUR 7,39 Mio. ist insbesondere durch eine Verringerung des Bestands an erhaltenen Anzahlungen und der Lieferantenverbindlichkeiten bedingt.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht der LS telcom Konzern bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Konzerns abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.
Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom Firmengruppe Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Konzern-Leitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
| ― | Risikogrundsätze (das heißt Risikodefinitionen, Systematik der Bewertung von Risiken, Methoden zur Risikosteuerung, Grundsätze der Kommunikation und Dokumentation von Risiken), |
| ― | die Festlegung der methodischen Grundlagen des Risikomanagements, |
| ― | die Abgrenzung der einzelnen Geschäfts- bzw. Betrachtungsbereiche, |
| ― | die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Bewertungsstandards sowie |
| ― | die Definition der Wesentlichkeitsgrenzen für die Risikobewertung. |
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom Firmengruppe mit.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Konzern-Steuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Konzerns zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.
Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beinträchtigen können, runden das System ab.
Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Konzern etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
| ― | Transparenz: Für alle wesentlichen Prozesse sind Sollkonzepte etabliert, die es einem Außenstehenden ermöglichen, zu beurteilen, inwieweit Beteiligte konform zu diesem Sollkonzept arbeiten. Gleichzeitig wird dadurch die Erwartungshaltung der Organisationsleitung definiert. |
| ― | Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Vorgänge bleiben nicht ohne Gegenkontrolle. |
| ― | Funktionstrennung: Vollziehende (z. B. Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses (z. B. Einkaufsprozess verstanden als Prozess von der Bedarfsermittlung bis zum Zahlungsausgang) vorgenommen werden, sind nicht in einer Hand vereinigt. |
| ― | Mindestinformation: Mitarbeitern werden nur diejenigen Informationen zur Verfügung gestellt, die sie für ihre Arbeit brauchen. Dies schließt auch die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen bei IT-Systemen mit ein. |
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in einem CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie abhängig von den Zugriffsrechten auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Der LS telcom Konzern verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der LS telcom Inc., USA, für die eine lokale Firma beauftragt wurde, durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützt den Abschlussprozess.
Die Gesamtrisikosituation im Konzern ist weiterhin überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar oder anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellt die politische Lage in der Golfregion ein latentes Risiko dar, mit dem Potenzial, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weiteres bedeutendes Einzelrisiko ist die Stabilität des Mitarbeiterstamms (siehe Ausführungen zum Risiko Mitarbeiterfluktuation) und die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass LS telcom dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
Die Märkte, in denen LS telcom agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Konzerns, der Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.
Der Konzern plant, in den nächsten Jahren seine Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie des Konzerns nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche des Konzerns integriert werden können.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standard-Produkten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2012/2013 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. LS telcom schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch ist oftmals eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden unvermeidlich (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2012/2013 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.
Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. LS telcom war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom Firmengruppe mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Mit dem Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementaren Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung des LS telcom Konzerns nachteilig beeinflussen.
Eine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter am Hauptsitz des Unternehmens abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Konzern entzogen werden könnte. Die LS telcom AG und ihre Tochtergesellschaften werden wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.
Die Ballung von Großaufträgen stellt das Unternehmen nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich aktuell durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen.
Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Konzerns zwar im abgelaufenen Geschäftsjahr nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen EUR/USD beeinflusst, jedoch keine Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten jedoch Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom Firmengruppe.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom Firmengruppe ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall-, und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Konzerns kommen den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Die LS telcom Firmengruppe ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden Projektvolumina von insgesamt USD 2,0 Mio. über Devisentermingeschäfte abgesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom Firmengruppe. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom Firmengruppe haben.
Aufgrund der unverändert guten Nachfrage ist der Vorstand für die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns zuversichtlich. Das Management rechnet zeitnah mit weiteren positiven Entscheidungen in mehreren Ausschreibungsverfahren und sieht gute Möglichkeiten, das erreichte hohe Umsatzniveau zu halten und von diesem aus weiter zu wachsen. Chancen hierfür ergeben sich für den LS telcom Konzern in mehrerlei Hinsicht, abhängig von den adressierten Teilmärkten und basierend auf technologischen Neuerungen oder erweiterten bzw. geänderten Anforderungen der Kunden.
Im Beratungsgeschäft hat sich LS telcom sehr gut national und international behauptet. Der Vorstand rechnet auch für 2012/2013 mit guten Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für Sicherheitskräfte, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Eine Fortsetzung des Wachstums im Dienstleistungsbereich könnte sich insbesondere aus dem Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.) ergeben, wo LS telcom die ersten Projekte mit nennenswerter Größenordnung überhaupt als Vorreiter in Deutschland geplant hat und derzeit mit realisieren hilft.
Auch die in Europa nahezu abgeschlossene Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks bietet in Asien und Afrika weiterhin aussichtsreiche Geschäftschancen.
Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.
Nachdem im Verlauf der vergangenen Geschäftsjahre mehrere größere Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen geschlossen werden konnten, zeichnen sich für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Der Vorstand rechnet damit, dass diese Projekte auch in den jeweiligen Nachbarländern unserer Kunden ähnliche Nachfrage wecken dürften. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.
Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich der LS telcom Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Die Vorstellung der neuen Produkte im Rahmen der Hausmessen "LS Summit" 2011 und 2012 stieß auf sehr positive Resonanz bei Neu- und Bestandskunden.
Der Vorstand ist nach mehreren in den vergangenen Geschäftsjahren erfolgreich abgeschlossenen Projekten im militärischen Kundenumfeld sehr zuversichtlich, auch aus diesem Bereich Wachstum generieren zu können. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können.
Der derzeit im LS telcom Konzern vertraglich gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 52,7 Mio. (i. V. EUR 29,6 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von ca. EUR 25,0 Mio. (i. V. EUR 17,2 Mio.) erzielen. Die hier angegebenen Umsatzerwartungen können sich zudem durch Forderungen aus Fertigungsaufträgen erhöhen.
Der Vorstand ist angesichts der sehr guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheits- bzw. Betriebsfunknetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik zuversichtlich, was die mittelfristige Geschäftsentwicklung anbelangt.
Das Ziel der Konzern-Führung bleibt unverändert, ausgehend von dem im Geschäftsjahr erreichten Niveau sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch die Profitabilität der LS telcom Firmengruppe in ihrem Kerngeschäft weiter zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Der Konzern versucht in diesem Zusammenhang einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen.
Aufgrund der oben dargestellten Sachverhalte, des hervorragenden Polsters an Auftragsbestand sowie weiterer hochwahrscheinlicher Projektzuteilungen in näherer Zukunft, ist der Vorstand davon überzeugt, im neuen Geschäftsjahr auch von dem nun erreichten höheren Niveau aus weiter profitabel wachsen zu können. Die Geschäftsplanung geht hierbei von einer weiteren Steigerung von Umsatz und Ergebnis für die beiden kommenden Geschäftsjahre aus.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2012 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2012 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:
scroll
| Beteiligte Person oder Gesellschafter | Anzahl an Stimmrechten | Anteil an Stimmrechten | Zeitraum der Beteiligung |
|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz | 1.537.862 | 28,83 % | Bis heute |
| Dr. Georg Schöne | 1.612.454 | 30,22 % | Bis heute |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital beträgt bis zum 30. September 2012 EUR 2.667.500,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
| ― | um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. |
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 4. März 2010 mit Ergänzung durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 17. März 2011 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.
b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im elektronischen Handelssystem Xetra der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden.
c) Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
| ― | zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft; |
| ― | zur Einziehung der Aktien; |
| ― | um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten. |
d) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen.
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
| ― | zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft; |
| ― | um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten. |
In diesem Fall ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Kurs der Aktie im elektronischen Handelssystem Xetra an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.
e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
f) Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30.09.2012) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie in einem Fall eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung.
Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
| ― | Dr. Winfried Holtermüller (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Stuttgart |
| ― | Prof. Dr. Werner Wiesbeck (stellv. Vorsitzender), Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Keltern |
| ― | Dipl.-Finw. Karl Hensinger, Finanzwirt, Laupheim |
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011/2012 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 32.500,00 (i. V. TEUR 33) zuzüglich der Erstattung ihrer Reisekosten.
Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 2.020,00 (i. V. TEUR 6) vergütet.
Zum 30. September 2012 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.
Vorstandsmitglieder sind:
| ― | Dr. Manfred Lebherz (Sprecher und Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau |
| ― | Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau |
| ― | Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster |
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
| ― | Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 Stückaktien (i. V. 1.537.862) |
| ― | Dr. Georg Schöne 1.612.454 Stückaktien (i. V. 1.612.454) |
| ― | Dipl.-Ing. Roland Götz 4.148 Stückaktien (i. V. 4.148) |
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.
Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.
Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.
Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2011 /2012 aus den folgenden Komponenten zusammen:
| ― | eine fixe Grundvergütung sowie erfolgsunabhängige Nebenleistungen als Zusatzvergütungen (steuerpflichtige Vergütungsanteile für Direktversicherung und Zuschüsse zur Rentenversicherung), ausbezahlt in zwölf Monatsraten, |
| ― | Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung jeweils eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung sowie weiterer Gegenstände, die die ortsunabhängige, ständige Erreichbarkeit der Vorstände sicherstellen, |
| ― | eine variable Vergütung, die sich nach einem prozentualen Anteil am Konzern-Ergebnis der Gesellschaft richtet und der Höhe nach gedeckelt ist. |
Das Vorstandsmitglied Dr. Lebherz, dessen Vertrag mit Wirkung vom 01.10.2011 verlängert wurde, erhält zudem:
| ― | eine variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die sich bei Gewährung virtueller Aktienoptionen aus der Aktienkursentwicklung über einen rollierenden Zeitraum von jeweils drei Jahren im Vergleich zu einem Basispreis ermittelt und in bar ausbezahlt wird (die Bewertung dieser aktienkursabhängigen Vergütung erfolgt auf Basis eines Binomialmodells), |
| ― | eine variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die ebenfalls über einen rollierenden Zeitraum von drei Jahren auf der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite beruht und der Höhe nach limitiert ist. |
Die variablen Vergütungen mit langfristiger Anreizwirkung sind zudem insgesamt der Höhe nach begrenzt.
Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.
Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.
Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.103 (i. V. TEUR 979) erfasst. Davon betreffen TEUR 716 (i. V. TEUR 680) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 387 (i. V. TEUR 299) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile.
Die im Geschäftsjahr 2011/2012 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:
scroll
| Angaben in EUR |
Dr. Manfred Lebherz | Dr. Georg Schöne | Dipl.-Ing. Roland Götz |
|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Festvergütung | 255.000,00 | 219.999,96 | 172.500,00 |
| Erfolgsunabhängige Nebenleistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) | 23.532,86 | 22.797,62 | 22.418,22 |
| Erfolgsabhängige Vergütungskomponente | 173.630,14 | 100.000,00 | 80.000,00 |
| Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung | 33.343,00 | - | - |
| Gesamtvergütung | 485.506,00 | 342.797,58 | 274.918,22 |
Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.
Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.
Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.
Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" - "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 22. November 2012
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen.
Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex"), die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern.
Vor diesem Hintergrund berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung sowie unter anderem auch über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach § 161 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen.
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 30.11.2012 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der maßgeblichen Fassung vom 15.05.2012 befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 06.12.2011 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2012 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 S. 1; S. 3 HGB beim Bundesanzeiger einzureichen.
Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2012, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 15.05.2012, hat folgenden Wortlaut:
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Nummerierung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:
3.8:Ein Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung (Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung) besteht für die Mitglieder des Vorstands, nicht jedoch für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Begründung: Ein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist im bestehenden Versicherungsvertrag nicht vereinbart. Für eine Änderung der vertraglichen Grundlagen sieht die Gesellschaft derzeit keine Veranlassung. Angesichts der moderaten Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit müsste im Falle der Übernahme erheblicher unversicherter Haftungsrisiken die Aufsichtsratsvergütung spürbar erhöht werden, was weder im Interesse der Gesellschaft noch der Aktionäre liegt.
4.2.3: Die Vergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder umfasste bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2011/2012 (30.09.2012) bei zwei Mitgliedern des Vorstands noch keine variablen Vergütungsbestandteile, für deren Höhe eine mehrjährige Bemessungsgrundlage maßgeblich war. Die Anstellungs-Dienstverträge dieser beiden Vorstandsmitglieder konnten aus Rechtsgründen erst nach Ablauf ihrer Geltungsdauer auf ein System mit variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger und nachhaltiger Anreizwirkung umgestellt werden. Begründung: Die Änderungen im Deutschen Corporate Governance Kodex in der seinerzeitigen Fassung vom 18.06.2009 griffen in bereits bestehende, vom Aufsichtsrat nicht einseitig änderbare Anstellungs-Dienstverträge der beiden betroffenen Vorstandsmitglieder ein. Der Aufsichtsrat hat jedoch anlässlich der Neubestellung der beiden Vorstandsmitglieder den Inhalt der neuen Anstellungs-Dienstverträge mit Wirkung vom 01.10.2012 vollumfänglich an die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex angepasst.
5.1.2: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie die Behandlung der Konditionen der Anstellungs-Dienstverträge der Vorstandsmitglieder (einschließlich der Vergütungsfragen) keinem Ausschuss übertragen. Begründung: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern und kann infolgedessen keine Ausschüsse bilden, es sei denn, diese wären mit dem Plenum des Aufsichtsrats personengleich, was aber sinnlos wäre. Ausschüsse wären somit gemäß § 108 Abs. 2 Satz 3 AktG nicht beschlussfähig.
5.2/5.3.1/ 5.3.2: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern; Ausschüsse wären damit gemäß § 108 Abs. 2 S. 3 AktG nicht beschlussfähig. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex über Ausschüsse des Aufsichtsrats sind auf die LS telcom AG nicht anwendbar. Gleiches gilt für diejenigen Empfehlungen, denen zufolge der Vorsitzende des Aufsichtsrats zugleich Vorsitzender bestimmter Ausschüsse sein soll.
5.4.1: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt. Begründung: Der Aufsichtsrat, dessen Mitglieder sich auch weiterhin in bester körperlicher und geistiger Verfassung befinden, sieht derzeit keine Veranlassung, eine förmliche Altersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrats festzulegen.
5.4.6: Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen können bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt werden, da die Empfehlungen des Kodex über die Bildung von Ausschüssen auf die LS telcom AG nicht anwendbar sind.
7.1.1: Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre und Dritte in regelmäßigen Abständen, insbesondere unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten, über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, über die einschlägigen börsenrechtlichen Listing-Bestimmungen (u. a. §§ 47 ff. der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse) und die gesetzlichen Bestimmungen (u. a. §§ 37 v; 37 w; 37 x WpHG) hinaus während des Geschäftsjahres formalisierte Zwischenberichte zu bestimmten Stichtagen zu erstellen, zu versenden bzw. elektronisch zugänglich zu machen. Begründung: Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Übernahme weiterreichender Informations- und Mitteilungspflichten würde einen unvertretbaren Zusatzaufwand verursachen und keinen nennenswerten Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft erbringen.
7.1.2: Die Gesellschaft veröffentlicht Halbjahresberichte nach den gesetzlichen Bestimmungen des § 37 w WpHG spätestens zwei Monate nach Ablauf des Berichtszeitraums. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, Halbjahres- bzw. Quartalsfinanzberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich zu machen. Begründung: Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Verpflichtung zur Einhaltung noch kürzerer Zeitintervalle zur Berichterstattung der Gesellschaft würde einen nicht vertretbaren Aufwand verursachen, dem auch insoweit kein nennenswerter Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft korrespondieren würde.
Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 06.12.2011 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.
Lichtenau, den 7. Dezember 2012
Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG
gez. Dr. Winfried Holtermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Für den Vorstand der LS telcom AG
gez. Dr. Manfred Lebherz, Sprecher des Vorstands
Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands wird in einem gesonderten Vergütungsbericht beschrieben, in dem auch die individuellen Vergütungen der Mitglieder des Vorstands offengelegt werden. Dieser quantitative Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und des Konzern-Lageberichts und damit an anderer Stelle jeweils vollständig in diesem Geschäftsbericht der LS telcom AG wiedergegeben. Wir verweisen insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F, sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 beschlossen, bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern und auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats das Kriterium der Vielfalt verstärkt zu beachten. Zielrichtung ist es, neben einer ausgewogenen fachlichen Qualifikation des Gremiums durch Berücksichtigung von Vielfalt bei weiterem Wachstum des Unternehmens und damit auch seiner Organe, eine größere Internationalität und eine angemessene Vertretung von Frauen im Vorstand und Aufsichtsrat zu erreichen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 vereinbart, konkrete Ziele für die künftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats festzulegen, diese aber nicht auf das Thema Frauenbeteiligung zu beschränken. Vielmehr sollen weitere Kriterien eine heterogene Besetzung des Aufsichtsrats sicherstellen. Im Einzelnen wurden folgende konkrete Ziele beschlossen:
| ― | Angemessene Berücksichtigung von Frauen bei Aufstellung von Kandidaten zur nächsten regulären Neuwahl des Aufsichtsrats. |
| ― | Berücksichtigung von Kandidaten mit internationalem Hintergrund zur nächsten regulären Neuwahl des Aufsichtsrats. |
| ― | Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren |
| ― | Berücksichtigung von technischem Sachverstand |
| ― | Berücksichtigung von Kenntnis des Unternehmens |
| ― | Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder |
| ― | Vermeidung von Interessenkonflikten |
Die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie die Auswahl von Kandidaten zur Bestellung als Vorstandsmitglied werden sich auch unter Berücksichtigung dieser Ziele ausschließlich am Wohl des Unternehmens orientieren.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten während des Geschäftsjahres nicht auf.
Dem Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie dem Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.1., können die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen entnommen werden. Keiner der Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglieder nimmt mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von Gesellschaften mit vergleichbaren Anforderungen wahr. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzern-Abschlusses dargestellt.
Nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der LS telcom AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, sobald der Wert der entsprechenden Geschäfte 5.000 Euro im Kalenderjahr erreicht oder übersteigt (Directors' Dealings).
Der LS telcom AG sind für das Geschäftsjahr 2011 /2012 keine Meldungen über Directors' Dealings zugegangen.
Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der LS telcom AG beträgt zum 30. September 2012 mehr als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesamtbesitz des Vorstands beläuft sich an diesem Stichtag auf 3.154.464 Stückaktien, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 14.546 Stückaktien.
Zur detaillierten Aufteilung der vom Vorstand gehaltenen Aktien auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.1.
Im Geschäftsjahr 2011 /2012 hatte das Unternehmen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme implementiert.
Eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in den Vorstandsverträgen bezieht sich auf die Wertentwicklung der LS telcom Aktie und besitzt insofern den Charakter virtueller Aktienoptionen. Zur detaillierten Information verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.
Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB) beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Kodex weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die LS telcom AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten.
Die gesamte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" - "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar.
Aktiva
scroll
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | D.3. | 4.250 | 4.751 |
| Geschäfts- und Firmenwert | D.4. | 1.681 | 1.602 |
| Sachanlagen | D.5. | 5.370 | 4.326 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | D.6. | 235 | 119 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | D.7. | 500 | 0 |
| Latente Steuern | D.8. | 609 | 423 |
| 12.645 | 11.221 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | D.9. | 7.317 | 6.215 |
| Liquide Mittel | D.11. | 5.942 | 7.525 |
| Ertragsteuerforderungen | D.12. | 0 | 1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | D.13. | 651 | 540 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | D.14. | 1.006 | 571 |
| 14.916 | 14.852 | ||
| Summe Vermögenswerte | 27.561 | 26.073 | |
| Passiva | |||
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | D.15. | 5.335 | 5.335 |
| Kapitalrücklage | D.15. | 4.710 | 4.710 |
| Gewinnrücklagen | D.15. | 32 | 32 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | D.15. | -212 | -154 |
| Konzern-Bilanzgewinn | D.15. | 7.120 | 4.628 |
| Eigene Anteile | D.15. | -355 | -322 |
| Anteile anderer Gesellschafter | D.15. | 291 | 220 |
| 16.921 | 14.449 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | D.16. | 2.753 | 3.044 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | D.17. | 204 | 10 |
| Latente Steuern | D.18. | 298 | 533 |
| 3.255 | 3.587 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | D.19. | 87 | 119 |
| Kurzfristige Rückstellungen | D.19. | 421 | 581 |
| Erhaltene Anzahlungen und Fertigungsaufträge | D.20. | 1.201 | 2.039 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | D.21. | 2.002 | 2.083 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | D.22. | 338 | 293 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | D.23. | 3.336 | 2.922 |
| 7.385 | 8.037 | ||
| Summe Schulden | 10.640 | 11.624 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 27.561 | 26.073 |
scroll
| in TEUR | Erläuterung | 2011/2012 | 2010/2011 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | E.2. | 27.868 | 20.699 |
| Sonstige betriebliche Erträge | E.3. | 1.382 | 803 |
| Aktivierte Eigenleistungen | E.4. | 1.939 | 1.969 |
| Gesamtleistung | 31.189 | 23.471 | |
| Materialaufwand | E.5. | 8.770 | 5.561 |
| Personalaufwand | E.6. | 11.809 | 10.077 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens | E.7. | 3.077 | 2.208 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | E.8. | 4.393 | 3.294 |
| Betriebsergebnis | 3.140 | 2.331 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | E.9. | 115 | 12 |
| Zinserträge | E.9. | 44 | 57 |
| Zinsaufwendungen | E.9. | 282 | 275 |
| Finanzergebnis | -123 | -206 | |
| Ergebnis vor Steuern | 3.017 | 2.125 | |
| Ertragsteuern | E.10. | -60 | 544 |
| Jahresergebnis | 3.077 | 1.581 | |
| Übriges Ergebnis | |||
| Währungsdifferenzen | -56 | -51 | |
| Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | -56 | -51 | |
| Summe Gesamtergebnis der Periode | 3.021 | 1.530 | |
| Zurechnung des Jahresergebnisses | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 69 | 60 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 3.008 | 1.521 | |
| 3.077 | 1.581 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 71 | 29 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 2.950 | 1.501 | |
| 3.021 | 1.530 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR | E.11. | 0,58 | 0,29 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | E.11. | 5.162.398 | 5.178.587 |
scroll
| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR 2010/2011 | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Rücklage aus Währungs- umrechnung |
Eigene Anteile |
Konzern- Bilanzgewinn |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.10.2010 | 5.335 | 4.710 | 32 | -134 | -287 | 3.366 |
| Gesamtergebnis | -20 | 1.521 | ||||
| Rückkauf eigener Anteile | -35 | |||||
| Ausschüttung an Aktionäre | -259 | |||||
| Stand am 30.09.2011 | 5.335 | 4.710 | 32 | -154 | -322 | 4.628 |
| 2011/2012 | ||||||
| Stand am 01.10.2011 | 5.335 | 4.710 | 32 | -154 | -322 | 4.628 |
| Gesamtergebnis | -58 | 3.008 | ||||
| Rückkauf eigener Anteile | -33 | |||||
| Ausschüttung an Aktionäre | -516 | |||||
| Stand am 30.09.2012 | 5.335 | 4.710 | 32 | -212 | -355 | 7.120 |
scroll
| in TEUR | Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens Summe |
Anteile fremder Gesellschafter TEUR |
Konzern- Eigenkapital Summe |
|---|---|---|---|
| 2010/2011 | |||
| Stand am 01.10.2010 | 13.022 | 191 | 13.213 |
| Gesamtergebnis | 1.501 | 29 | 1.530 |
| Rückkauf eigener Anteile | -35 | -35 | |
| Ausschüttung an Aktionäre | -259 | -259 | |
| Stand am 30.09.2011 | 14.229 | 220 | 14.449 |
| 2011/2012 | |||
| Stand am 01.10.2011 | 14.229 | 220 | 14.449 |
| Gesamtergebnis | 2.950 | 71 | 3.021 |
| Rückkauf eigener Anteile | -33 | -33 | |
| Ausschüttung an Aktionäre | -516 | -516 | |
| Stand am 30.09.2012 | 16.630 | 291 | 16.921 |
scroll
| in TEUR | 2011/2012 | 2010/2011 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 3.077 | 1.581 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens | 3.077 | 2.208 |
| -/+ Zunahme/Abnahme aktive latente Steuern | -147 | 2 |
| -/+ Abnahme/Zunahme passive latente Steuern | -238 | 126 |
| -/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | -180 | -48 |
| -/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -29 | 1 |
| - Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva | -1.837 | -1.590 |
| -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva | -734 | 3.352 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 2.989 | 5.632 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 54 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -4.135 | -2.797 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -4.081 | -2.797 |
| - Ausschüttung an Aktionäre | -516 | -259 |
| - Auszahlungen für den Rückkauf eigener Anteile | -33 | -35 |
| - Auszahlungen zur Tilgung von (Finanz-)Krediten | 0 | -52 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -549 | -346 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -1.641 | 2.489 |
| +/- Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | 58 | -33 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 7.525 | 5.069 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 5.942 | 7.525 |
scroll
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2011 |
Währungsanpassung | Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2.146 | 55 | 49 | 188 | 2.062 |
| 2. Entwicklungskosten | 28.510 | 116 | 1.939 | 0 | 30.565 |
| 30.656 | 171 | 1.988 | 188 | 32.627 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.602 | 79 | 0 | 0 | 1.681 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 5.489 | 0 | 258 | 0 | 5.747 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.247 | 19 | 784 | 165 | 2.885 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 605 | 0 | 605 |
| 7.736 | 19 | 1.647 | 165 | 9.237 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 119 | 1 | 115 | 0 | 235 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 500 | 0 | 500 |
| 40.113 | 270 | 4.250 | 353 | 44.280 |
scroll
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2011 |
Währungsanpassung | Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1.908 | 54 | 98 | 188 | 1.872 |
| 2. Entwicklungskosten | 23.997 | 114 | 2.394 | 0 | 26.505 |
| 25.905 | 168 | 2.492 | 188 | 28.377 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 1.998 | 0 | 204 | 0 | 2.202 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.412 | 12 | 381 | 140 | 1.665 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3.410 | 12 | 585 | 140 | 3.867 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 29.315 | 180 | 3.077 | 328 | 32.244 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 30.09.2012 |
Stand am 30.09.2011 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 190 | 238 |
| 2. Entwicklungskosten | 4.060 | 4.513 |
| 4.250 | 4.751 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.681 | 1.602 |
| III. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 3.545 | 3.491 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.220 | 835 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 605 | 0 |
| 5.370 | 4.326 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 235 | 119 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 500 | 0 |
| 12.036 | 10.798 |
scroll
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2010 |
Währungsanpassung | Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2.885 | -3 | 177 | 913 | 2.146 |
| 2. Entwicklungskosten | 26.546 | -5 | 1.969 | 0 | 28.510 |
| 29.431 | -8 | 2.146 | 913 | 30.656 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.605 | -3 | 0 | 0 | 1.602 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Einbauten auf fremden Grundstücken | 5.438 | -1 | 52 | 0 | 5.489 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.682 | -17 | 599 | 17 | 2.247 |
| 7.120 | -18 | 651 | 17 | 7.736 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 107 | 0 | 12 | 0 | 119 |
| 38.263 | -29 | 2.809 | 930 | 40.113 |
scroll
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2010 |
Währungsanpassung | Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2.746 | -2 | 77 | 913 | 1.908 |
| 2. Entwicklungskosten | 22.347 | -6 | 1.656 | 0 | 23.997 |
| 25.093 | -8 | 1.733 | 913 | 25.905 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Einbauten auf fremden Grundstücken | 1.773 | 0 | 225 | 0 | 1.998 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.192 | -14 | 250 | 16 | 1.412 |
| 2.965 | -14 | 475 | 16 | 3.410 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 28.058 | -22 | 2.208 | 929 | 29.315 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 30.09.2011 |
Stand am 30.09.2010 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 238 | 139 |
| 2. Entwicklungskosten | 4.513 | 4.199 |
| 4.751 | 4.338 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.602 | 1.605 |
| III. Sachanlagen | ||
| 1. Einbauten auf fremden Grundstücken | 3.491 | 3.665 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 835 | 490 |
| 4.326 | 4.155 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 119 | 107 |
| 10.798 | 10.205 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz in Lichtenau ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Hard- und Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung, des Frequenzmanagements und der sonstigen Systemlösungen sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.
Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2012 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften.
Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2012 sowie den Konzern-Lagebericht 2011 /2012 am 22. November 2012 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS).
Alle zum Bilanzstichtag durch die EU im Rahmen des Endorsement übernommenen, geltenden Grundsätze des Framework und die IFRS des International Accounting Standards Board (IASB) sowie die Auslegungsregeln des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee des IASB (IFRS IC) fanden Anwendung.
Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2011 /2012 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG.
Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben - auf Tausend Euro (TEUR).
Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315a HGB. Die zusätzlichen Vorschriften nach deutschem Handelsrecht, für die eine Pflicht zur Anwendung besteht, wurden beachtet.
Dem Konzern-Abschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.
Im Geschäftsjahr 2011 /2012 ergaben sich aufgrund erstmalig anzuwendender Neuregelungen keine Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss der Gesellschaft.
Folgende neu verabschiedete oder geänderte und durch die EU anerkannte Standards bzw. Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2011 /2012 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
scroll
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr | |
|---|---|---|
| IAS 24 | Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen | 01.01.2011 |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben - Übertragungen finanzieller Vermögenswerte | 01.07.2011 |
| IFRIC 14 | Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen | 01.01.2011 |
| diverse | Jährliches Verbesserungsverfahren 2008 - 2010 | 01.01.2011 |
Zweck der im November 2009 veröffentlichten überarbeiteten Fassung des IAS 24 ist es, die Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen zu vereinfachen und dabei bestimmte Unstimmigkeiten zu beseitigen und Unternehmen, die öffentlichen Stellen nahestehen, von bestimmten Angaben zu Geschäftsvorfällen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu befreien.
Die Erstanwendung des geänderten IAS 24 und der übrigen neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte keinen Einfluss auf die Darstellung des Konzern-Abschlusses.
Im Geschäftsjahr 2011 /2012 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, aber überwiegend von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:
scroll
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr | |
|---|---|---|
| IAS 1 | Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses | 01.07.2012 |
| IAS 12 | Latente Steuern - Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte | 01.01.2012*) |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 01.01.2013 |
| IAS 27 | Konzern- und Einzelabschlüsse | 01.01.2014*) |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen | 01.01.2014*) |
| IAS 32 | Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten | 01.01.2014*) |
| IFRS 1 | ausgeprägte Hochinflation | 01.07.2011*) |
| IFRS 1 | Darlehen der öffentlichen Hand | 01.01.2013*) |
| IFRS 7 | Darstellung: Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten | 01.01.2013*) |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2015*) |
| IFRS 10 | Konsolidierte Abschlüsse | 01.01.2014*) |
| IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 01.01.2014*) |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 01.01.2014*) |
| IFRS 13 | Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 01.01.2013*) |
| IFRIC 20 | Bilanzierung von Abraumbeseitigung im Tagebergbau | 01.01.2013*) |
| diverse | Investmentgesellschaften (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27) | 01.01.2014*) |
| diverse | Übergangsvorschriften (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12) | 01.01.2013*) |
| diverse | Jährliches Verbesserungsverfahren 2009 - 2011 | 01.01.2013*) |
*) Noch keine Übernahme durch die EU-Kommission.
Im Mai 2011 hat das IASB mit IFRS 10: Konsolidierte Abschlüsse, IFRS 11: Gemeinschaftliche Vereinbarungen und IFRS 12: Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen drei neue Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen veröffentlicht. Gleichzeitig wurden an den bisherigen Standards IAS 27 und IAS 28 Folgeänderungen aufgrund der Neuregelungen vorgenommen.
IFRS 10 führt eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung für sämtliche Unternehmen ein und schafft damit eine einheitliche Grundlage für die Bestimmung des Vorliegens einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Der Standard enthält umfassende Anwendungsleitlinien zur Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses. Der neue Standard ersetzt SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" vollständig sowie IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" teilweise.
IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausübt. Für die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen ist künftig nur noch die Equity-Methode zulässig. Die bisher alternativ anwendbare Quotenkonsolidierung wird abgeschafft. Der neue Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nichtmonetäre Einlagen durch Partnerunternehmen".
IFRS 12 fasst alle Anhangangaben in einem Standard zusammen, die ein Unternehmen mit Anteilen an bzw. einem Engagement in anderen Unternehmen erfüllen muss; hierzu gehören Anteile an Tochtergesellschaften, Anteile an assoziierten Unternehmen, Anteile an gemeinschaftlichen Vereinbarungen (Joint Arrangements) sowie Anteile an strukturierten Unternehmen. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften zu den Anhangangaben in IAS 27, IAS 28, IAS 31 und SIC-12.
Der geänderte IAS 27 enthält infolge der neuen Verlautbarung IFRS 10 nur noch Regelungen, die für einen nach IFRS erstellten separaten Einzelabschluss relevant sind.
Der angepasste IAS 28 regelt die Rechnungslegung für Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Anforderungen für die Anwendung der Equity-Methode bei der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen.
Der Konzern prüft derzeit die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 auf den Konzern-Abschluss. Eine abschließende Beurteilung kann noch nicht erfolgen, zumal die Standards noch nicht von der EU übernommen sind.
IFRS 9 soll den bisherigen IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vollständig ersetzen. Im November 2009 wurde zunächst IFRS 9 "Finanzinstrumente - Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten" veröffentlicht. Gemäß der Methodik von IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Zuordnung zu einer der beiden Bewertungskategorien hängt davon ab, wie ein Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert (sein Geschäftsmodell) und von der Art der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte. Der Standard wurde durch im Oktober 2010 veröffentlichte Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten sowie der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergänzt. Die verpflichtende Erstanwendung des IFRS 9 wurde im Dezember 2011 durch das IASB vom 1. Januar 2013 auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verschoben.
Aufgrund der Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts auf den 1. Januar 2015 und der noch fehlenden Empfehlung zur Übernahme durch die EU hat der Konzern noch keine detaillierte Prüfung der möglichen Auswirkungen des IFRS 9 vorgenommen.
Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" veröffentlicht. IFRS 13 enthält eine Definition des beizulegenden Zeitwerts sowie Regelungen, wie dieser zu ermitteln ist, wenn andere IFRS-Vorschriften die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert als Wertmaßstab vorschreiben. Der Standard selbst enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Mit Ausnahme der in IFRS 13 explizit ausgenommenen Standards definiert IFRS 13 einheitliche Anhangangaben für alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie für alle Vermögenswerte und Schulden, für die die Angabe des beizulegenden Zeitwerts als Anhangangabe erforderlich ist; hierdurch werden insbesondere in Bezug auf die nicht finanziellen Vermögenswerte die Angabenpflichten erweitert.
Der Konzern geht derzeit davon aus, dass die Anwendung des neuen Standards, sofern er von der EU in dieser Form übernommen wird, zu erweiterten Anhangangaben führen wird.
Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Erstanwendung der übrigen neuen Rechnungslegungsvorschriften, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzern-Abschlusses haben wird.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Der Konzern-Abschluss umfasst alle Unternehmen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte ein Beherrschungsverhältnis im Sinne von IAS 27 besteht. Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die Gesellschaft direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft tritt. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
In den Konzern-Abschluss sind gemäß IAS 27 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und die einheitliche Leitung ausübt:
scroll
| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital | Anteil am Kapital % |
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada | CAD | 1.829.000 | 100 | 01.06.2002 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau/Deutschland | EUR | 25.000 | 100 | 27.05.2003 |
| LS telcom SAS, Velizy/Frankreich | EUR | 100.000 | 100 | 01.11.2006 |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika | ZAR | 300 | 51 | 30.09.2007 |
| NG Networks Co., Ltd. Suzhou/China | EUR | 147.745 | 40 | 28.05.2009 |
| Colibrex GmbH, Lichtenau/Deutschland | EUR | 25.000 | 100 | 14.07.2011 |
| LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA | USD | 1.000 | 100 | 27.07.2011 |
Bei dem assoziierten Unternehmen NG Networks Co. Ltd. hat die Gesellschaft die Möglichkeit einen maßgeblichen Einfluss auszuüben.
Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2012 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.
Für Neufälle nach dem 31. März 2004 erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt, zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sowie Verkäufe von Anlagevermögen zwischen Konzern-Gesellschaften wurden ebenfalls berücksichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise der Geschäfts- oder Firmenwert, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstests werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (CGUs). Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft.
Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. unter der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die bei Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:
scroll
| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Land | Währung | 2011/2012 EUR 1,00 = | 2010/2011 EUR 1,00 = | 30.09.2012 EUR 1,00 = | 30.09.2011 EUR 1,00 = |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kanada | CAD | 1,30686 | 1,37468 | 1,26526 | 1,40645 |
| Südafrika | ZAR | 10,43406 | 9,66651 | 10,69290 | 10,85305 |
| USA | USD | 1,29729 | 1,39379 | 1,28596 | 1,35077 |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die in der Regel drei bis acht Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.
Der Bewertungsansatz selbstgeschaffener immaterieller Vermögenswerte ergibt sich aus den direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den fakturierten Kosten angesetzt. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte. Die Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die technologische Durchführbarkeit feststeht. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Wertkorrekturen in Höhe von 821 TEUR (i. V. TEUR 0) vorgenommen.
Zugänge zu den Abschreibungen sind in der Position "Abschreibungen" erfasst.
Aufwendungen für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von TEUR 1.779 (i. V. TEUR 1.756) sofort als Aufwand erfasst.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird der Betrag der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses angesetzt, der den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt übersteigt.
Die Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 792) und der LS telcom SAS, Velizy/Frankreich (TEUR 889).
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand erfasst und - auch wenn sie unterjährig in Zwischenabschlüssen der Gesellschaft erfasst wurde - in den Folgeperioden nicht wieder aufgeholt.
Die Geschäfts- und Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Im Erwerbszeitpunkt gehörten diese auf Segmentebene dem Unternehmensbereich Systemlösungen an. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Hardwarenahe Systeme mit TEUR 352, dem Segment Dienstleistungen mit TEUR 211 sowie dem Segment Softwaresysteme mit TEUR 1.118 zugeordnet.
Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen dreijährigen Planungszeitraum umfassen und die Erfahrungen der Vergangenheit und die Erwartungen über die künftige Marktentwicklung widerspiegeln. Die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum wurden unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 % extrapoliert. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 10,16 % (LS telcom SAS, Velizy/Frankreich) bzw. 9,65 % (LS telcom Limited, Ottawa/Kanada). Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich.
Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des Vermögenswertes hinaus zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungskosten verlässlich bewertet werden können. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden direkt als Aufwand erfasst.
Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Fremdkapitalkosten werden, soweit sie dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Nicht auf qualifizierte Vermögenswerte entfallende Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine (i. V. TEUR 0) Fremdkapitalkosten aktiviert.
Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich (i. V. TEUR 5). Zuschreibungen, die notwendig sind, sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr (i. V. TEUR 0) ebenfalls nicht.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen drei bis 25 Jahre. Wesentliche Restwerte gemäß IAS 16 par. 53 waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.
Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Buchwert des jeweiligen Gegenstandes ermittelt und in der Gesamtergebnisrechnung als "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Gemietete bzw. geleaste Vermögenswerte, bei denen sowohl das wirtschaftliche Risiko als auch der wirtschaftliche Nutzen bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft liegt (finance lease), werden gemäß IAS 17 aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes durch planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zahlungsverpflichtung wird mit dem Betrag passiviert, der dem niedrigeren Wert aus dem fair value des Vermögenswertes und dem Barwert aller künftigen Leasingraten entspricht.
Der Restbuchwert aus dem Finanzierungsleasing der Immobilie ist im Folgenden dargestellt:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Gebäude | 3.115 | 3.286 |
| 3.115 | 3.286 |
Die Anschaffungskosten für das Finanzierungsleasing betragen TEUR 4.267. Zugänge zum Finanzierungsleasing sind nicht zu verzeichnen. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 981 und zum Ende der Periode mit TEUR 1.152, bei Zugängen von TEUR 171, gegeben.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens (NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China). Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu dem nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.
scroll
| Bilanz NG Networks Co., Ltd. AKTIVA | 30.09.2012 TEUR |
30.09.2011 TEUR |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände | 203 | 289 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | 418 | 175 |
| Summe | 621 | 464 |
scroll
| PASSIVA | 30.09.2012 TEUR |
30.09.2011 TEUR |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 513 | 177 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 259 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 108 | 28 |
| Summe | 621 | 464 |
scroll
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung der NG Networks Co., Ltd. | 2011/2012 TEUR |
2010/2011 TEUR |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 507 | 136 |
| Ergebnis | 322 | 29 |
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligung sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden sofern nötig durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Ausgewiesen werden Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 (rev. 2000) auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.
Latente Steuerforderungen und ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.
Der Buchwert der latenten Steuerforderungen wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die latente Steuerforderung zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steuerforderungen werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der latenten Steuerforderung ermöglicht.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuerobjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um 28 % (i. V. 28 %), bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada um 26,5 % (i. V. 28,25 %), bei der LS telcom SAS, Velizy/Frankreich um 33,33 % (i. V. 33,33 %), bei der LS telcom Inc. Bowie, Maryland/USA um 40 % (i. V. 40 %) sowie bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika um 28 % (i. V. 28 %). Es sind die ab 2012 gültigen Steuersätze berücksichtigt.
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 1.260 | 1.236 |
| Währungseffekte | 40 | -2 |
| Zunahme | 243 | 26 |
| 1.543 | 1.260 | |
| Verrechnung | -934 | -837 |
| Stand am 30.09. | 609 | 423 |
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.245 | 1.054 |
| Anlagevermögen | 219 | 186 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 43 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 0 | 2 |
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 0 | 8 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 1 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 35 | 10 |
| 1.543 | 1.260 | |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -934 | -837 |
| 609 | 423 |
Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 500), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 485) und LS telcom SAS, Velizy/Frankreich (TEUR 260). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.
Die Verlustvorträge in Deutschland und Frankreich sind jeweils zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Kanada können die Verluste in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über zehn bzw. 20 Jahre vorgetragen werden. In den USA können Verluste über 20 Jahre genutzt werden.
Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines überschaubaren Planungshorizonts wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 7.558 (i. V. TEUR 10.772) keine aktiven latenten Steuern gebildet.
Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| über 5 Jahre | 0 | 159 |
| über 10 Jahre | 293 | 989 |
| unbefristet | 7.265 | 9.624 |
| 7.558 | 10.772 |
Hinsichtlich der Nutzung der Verlustvorträge wird vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den Auftragserwartungen mit hoher Zuteilungswahrscheinlichkeit zukünftig mit ausreichend zu versteuernden Ergebnissen bei den einzelnen Gesellschaften gerechnet.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 6.154 | 5.268 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 1.163 | 907 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 40 |
| 7.317 | 6.215 |
Die Forderungen sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Pauschal ermittelte Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen.
Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1 (i. V. TEUR 0) zu verzeichnen. Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 20 (i. V. TEUR 29) erfasst.
Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wird unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Wertminderungen werden aufgelöst, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden.
Forderungen in fremder Währung werden entsprechend IAS 21 par. 21 zum Stichtagskurs der Transaktion umgerechnet, später gemäß IAS 21 par. 23 zum Bilanzstichtagskurs bewertet. Der Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam verrechnet.
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen umfassen die kumulierten Kosten für laufende Projekte.
Die Umsatzrealisierung von unfertigen Projekten erfolgt bei der LS telcom AG infolge kürzerer Projektzyklen gemäß IAS 11 nach dem Auftragsfortschritt ("percentage of completion") ohne Teilgewinnrealisierung ("zero profit margin"). Lediglich in Ausnahmefällen werden aufgrund einer längeren Projektlaufzeit, des weitgehenden Projektfortschritts sowie der Zuverlässigkeit der Bestimmung der anteiligen Teilgewinne auf Basis des Fertigstellungsgrades Teilgewinne ausgewiesen. Diese betragen im Geschäftsjahr 2011/2012 TEUR 552 (i. V. TEUR 144).
Die folgende Aufstellung zeigt die Höhe der Teilumsätze und die darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen. Die Teilumsätze umfassen die angefallenen Kosten zuzüglich realisierter Gewinne abzüglich realisierter Verluste.
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Realisierte Teilumsätze | 2.314 | 1.148 |
| Erhaltene Anzahlungen | 1.151 | 241 |
| 1.163 | 907 |
Ein Vergleich der Bestände mit dem niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert gemäß IAS 2 wurde vorgenommen. Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 334 vorgenommen (i. V. TEUR 89).
Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IAS 39 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem Zweck, der mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts verfolgt wird.
Die Gesellschaft klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Kredite und Forderungen". Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden".
Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt.
Für die Absicherung von Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte bestehen, werden diese gemäß IAS 39 bilanziert und die Veränderung des Marktwertes erfolgswirksam behandelt.
Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente. Zu den Vergleichsangaben des Vorjahres siehe im Folgenden:
scroll
| Nominalvolumen | Marktwert | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Positive Marktwerte | ||||
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 0 | 762 | 0 | 17 |
| Negative Marktwerte | ||||
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 0 | 717 | 0 | -30 |
Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 14 | 8 |
| Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten | 5.928 | 7.517 |
| 5.942 | 7.525 |
Die Entwicklung der liquiden Mittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt.
Zum 30. September 2012 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von TEUR 1.660 (im Vorjahr TEUR 1.610), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.
Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen | 0 | 1 |
| 0 | 1 |
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuererstattungsansprüche | 154 | 94 |
| Übrige Forderungen | 313 | 224 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 184 | 222 |
| 651 | 540 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Beiträge, Versicherungen sowie Lizenzgebühren.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Zinsabgrenzung | 6 | 15 |
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 0 | 17 |
| Cash-Mittel, die zur Sicherung dienen | 0 | 539 |
| Festgelder, Laufzeit 3 bis 12 Monate | 1.000 | 0 |
| 1.006 | 571 |
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Cash-Mittel betreffen verpfändete oder sonstige gebundene Guthaben, die nicht als verfügbare Liquidität zur Verfügung stehen und deshalb nicht als liquide Mittel ausgewiesen werden. Zum 30. September 2012 bestanden keine verpfändeten bzw. anderweitig gebundenen Guthaben.
Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.
Das Grundkapital beträgt seit November 2000 TEUR 5.335. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.162.398 (i. V. 5.178.587).
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.
Der Konzern-Bilanzgewinn enthält die kumulierten thesaurierten Konzern-Ergebnisse.
Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt. Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.
Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur. Grundsätzlich wird weiterhin ein möglichst niedriger Verschuldungsgrad, gemessen durch den Quotient aus Nettoverschuldung und Eigenkapital, angestrebt.
Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, passt die Gesellschaft je nach Erfordernis die Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner an oder nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner durch Rückkauf eigener Anteile vor.
Es handelt sich ausschließlich um Leasingverbindlichkeiten, die zum Barwert angesetzt sind:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 2.753 | 3.044 |
| 2.753 | 3.044 |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Nach zehn bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an den Leasingobjektgesellschaften, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet.
Die zum Abschlussstichtag aus diesem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die, an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden, Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Bei der Ermittlung des Barwertes wurde ein Zinssatz in Höhe von 7,5 % p. a. zu Grunde gelegt.
Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:
scroll
| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2012 | Mindestleasingzahlungen | Enthaltener Zinsanteil | Aufzinsung Mieterdarlehen | Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 495 | 238 | 27 | 284 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.118 | 742 | 131 | 1.507 |
| über 5 Jahre | 909 | 470 | 807 | 1.246 |
| Summe | 3.522 | 1.450 | 965 | 3.037 |
scroll
| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2011 | Mindestleasingzahlungen | Enthaltener Zinsanteil | Aufzinsung Mieterdarlehen | Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 494 | 256 | 25 | 263 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.121 | 832 | 121 | 1.410 |
| über 5 Jahre | 1.408 | 618 | 844 | 1.634 |
| Summe | 4.023 | 1.706 | 990 | 3.307 |
Bei der Überleitung vom Barwert zu den Mindestleasingzahlungen wurde ein Mieterdarlehen von insgesamt TEUR 1.316, das ratierlich aufgebaut und zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 zurückgeführt wird, berücksichtigt. Das Mieterdarlehen wird über die Vertragslaufzeit aufgezinst, und die zukünftigen Zinsen aus der Aufzinsung des Mieterdarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 965 (i. V. TEUR 990) werden in den oben stehenden Tabellen separat dargestellt.
Es handelt sich in Höhe von TEUR 171 (i. V. TEUR 10) um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden (siehe hierzu auch Ausführungen zum kurzfristigen Teil D.23) sowie Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungen TEUR 33 (i. V. TEUR 0).
Die Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Für den darin enthaltenen Anteil, der eine aktienkursbasierte Barvergütung betrifft (TEUR 16), kommt IFRS 2 auf der Grundlage eines Binomialmodells zur Anwendung. Der andere Teil der langfristigen Vergütung (TEUR 17) betrifft einen vertraglich fixierten Bonus, der in Abhängigkeit von der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite nach Ablauf von drei Jahren bezahlt wird. Die Bewertung basiert auf der erwarteten Entwicklung der relevanten Einflussfaktoren.
Die anteilsbasierte Vergütung betrifft ein Vorstandsmitglied aufgrund der Neuregelung des Dienstvertrages zum 1. Oktober 2011 und kann nur bar ausgeglichen werden. Die daraus resultierenden Wertsteigerungsrechte werden ausübbar, wenn nach Ablauf von drei Jahren ein bestimmter Aktienbasispreis überschritten wird. Die Anzahl der ausübbaren Wertsteigerungsrechte nach drei Jahren beträgt 30.000 Stück. Hierfür wurde im Geschäftsjahr ein Aufwand von TEUR 16 berücksichtigt. Zum 30. September 2012 waren keine Wertsteigerungsrechte ausübbar.
Der Ausübungspreis für die Wertsteigerungsrechte beträgt am Ende der Berichtsperiode EUR 3,47. Nachfolgende Tabelle enthält die der Bewertung der Wertsteigerungsrechte zugrunde gelegten Parameter:
scroll
| 30.09.2012 | |
|---|---|
| Dividendenrendite | 1,00 % |
| Erwartete Volatilität | 76,00 % |
| Risikoloser Zinssatz | 0,14 % |
| Antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte | 3 Jahre |
| Erwarteter Aktienkurs | EUR 5,09 |
| Angewandtes Modell | Binomial |
Die antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte basiert auf den aktuellen Erwartungen und entspricht nicht zwingend dem tatsächlich eintretenden Ausübungsverhalten der Berechtigten. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der historischen Volatilität über einen der Laufzeit der Wertsteigerungsrechte ähnlichen Zeitraum auf künftige Trends geschlossen werden kann, wobei die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann.
Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 1.370 | 1.216 |
| Währungseffekte | 3 | 0 |
| Zunahme | 0 | 154 |
| Abnahme | 141 | 0 |
| 1.232 | 1.370 | |
| Verrechnung | -934 | -837 |
| Stand am 30.09. | 298 | 533 |
Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss führten in folgenden Positionen zu passiven latenten Steuern:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 1.165 | 1.292 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 25 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 40 |
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 0 | 5 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 43 | 8 |
| Anlagevermögen | 1 | 0 |
| 1.232 | 1.370 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -934 | -837 |
| 298 | 533 |
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.
Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. aus einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gesamtergebnisrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst. Über die Zusammensetzung und Entwicklung der Position gibt die nachfolgende Übersicht Auskunft:
scroll
| in TEUR | Stand 01.10.2011 |
Währungsdifferenz | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 30.09.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 119 | 0 | 81 | 38 | 87 | 87 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Personal | 25 | 0 | 25 | 0 | 30 | 30 |
| Ausstehende Rechnungen | 376 | 11 | 259 | 120 | 126 | 134 |
| Übrige | 180 | 0 | 176 | 2 | 255 | 257 |
| 581 | 11 | 460 | 122 | 411 | 421 | |
| Gesamt | 700 | 11 | 541 | 160 | 498 | 508 |
Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen umfassen sowohl die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als auch die sonstigen erhaltenen Anzahlungen. Diese stellen sich wie folgt dar:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Sonstige erhaltene Anzahlungen | 6 | 1.128 |
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo | 1.195 | 911 |
| 1.201 | 2.039 |
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden in Höhe der angearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit der Position Forderungen saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen ausgewiesen.
Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen | 2.352 | 2.280 |
| Davon mit Forderungen saldiert | 1.151 | 241 |
| 1.201 | 2.039 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Dritten | 1.900 | 2.083 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen | 102 | 0 |
| 2.002 | 2.083 |
Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, zum Ausgleich einer Verpflichtung abfließen werden und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Im Falle der Leasingverbindlichkeiten erfolgt der Ansatz zum Barwert.
Sie setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 284 | 263 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 54 | 30 |
| 338 | 293 |
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen das Gebäude-Leasing in Lichtenau.
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 352 | 133 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 89 | 82 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 2.001 | 1.741 |
| Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten | 894 | 966 |
| 3.336 | 2.922 |
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen.
Der kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten umfasst abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen.
Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen.
Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IAS 18 und IAS 11. Umsätze für Produktverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich festgesetzt oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden. Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass der LS telcom AG der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Ist eine Abnahme durch den Kunden vorgesehen, werden die entsprechenden Umsätze erst mit dieser Abnahme gebucht. Nachträglich gewährte Gutschriften sind in Abzug gebracht.
Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften (Wartung, Service und Seminare) werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 20,8 Mio. (i. V. EUR 14,8 Mio.) Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Fördermittel (TEUR 429), Währungsgewinne (TEUR 717) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 122).
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, insofern hinreichende Sicherheit besteht, dass die Mittel gewährt werden und die Gesellschaft die mit der Gewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden entsprechend der Entstehung der zu kompensierenden Aufwendungen erfasst.
Sie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software. Zur Bewertung vgl. D.3.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 2011/2012 | 2010/2011 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Waren | 4.125 | 2.576 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen | 4.645 | 2.985 |
| 8.770 | 5.561 |
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.
scroll
| in TEUR | 2011/2012 | 2010/2011 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 10.110 | 8.601 |
| Soziale Abgaben | 1.699 | 1.476 |
| 11.809 | 10.077 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 151 | 138 |
Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus den separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, die integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs sind.
scroll
| in TEUR | 2011/2012 | 2010/2011 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Reisekosten | 1.390 | 1.079 |
| Gebäude- und Grundstückskosten | 635 | 429 |
| Übrige | 2.368 | 1.786 |
| 4.393 | 3.294 |
scroll
| in TEUR | 2011/2012 | 2010/2011 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 115 | 12 |
| Zinserträge | 44 | 57 |
| Zinsaufwendungen | 282 | 275 |
| -123 | -206 |
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd. im Geschäftsjahr 2011 /2012.
Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.
Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen.
Die Ertragsteuern umfassen die Aufwendungen und Erträge aus tatsächlichen und latenten Steuern. Die Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, es sein denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Ertrag (i. V. Aufwand) aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 2011/2012 | 2010/2011 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 324 | 416 |
| Latente Steuern | -384 | 128 |
| -60 | 544 |
Der Ertrag (i. V. Aufwand) aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR l | 2011/2012 | 2010/2011 |
|---|---|---|
| Veränderung der Unterschiede nationale Handels- und Steuerbilanz | -25 | 0 |
| IFRS-Anpassungen | ||
| Leasing | -32 | -32 |
| Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | -153 | 18 |
| Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung | 2 | 4 |
| Entwicklungskosten | -132 | 86 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | -1 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 38 | 0 |
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | -4 | 4 |
| Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen | 5 | 8 |
| Forderungen Fertigungsaufträge | -82 | 40 |
| -384 | 128 |
Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 2011/2012 | 2010/2011 |
|---|---|---|
| Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern | 3.017 | 2.125 |
| Rechnerischer Steueraufwand (28 %) | 845 | 595 |
| Steuereffekt aus Verlustvorträgen | 107 | 118 |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | -879 | -440 |
| Auflösung Wertberichtigung latente Steuern Verlustvorträge | -172 | -12 |
| Nichtabzugsfähige Betriebsausgaben | 28 | 17 |
| Steuerfreie Einnahmen | -66 | -26 |
| Ausländische Quellensteuer | 134 | 243 |
| Periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern | -35 | 12 |
| Periodenfremde latente Steuern | -27 | 10 |
| Sonstiges | -15 | -4 |
| Steuersatzänderung Kanada | 19 | 27 |
| Unterschiedliche Steuersätze | 1 | 4 |
| Tatsächlicher Steuerertrag (i. V. -aufwand) | -60 | 544 |
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt:
scroll
| Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 340 % | 11,9 % |
| Körperschaftsteuer (15 % vom Gewinn nach Gewerbesteuer) | 15,0 % |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) | 0,8 % |
| Tarifbelastung | 27,7 % |
| gerundet | 28,0 % |
Zur Ermittlung des Ergebnisses pro Aktie nach IAS 33 wird das den Aktionären zuzurechnende Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien dividiert.
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.162.398 (i. V. 5.178.587). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 3.008 (i. V. TEUR 1.521). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,58 (i. V. EUR 0,29). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie war nicht zu berechnen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.
In den Zahlungsströmen des Geschäftsjahres sind TEUR 53 (i. V. TEUR 45) erhaltene Zinsen und TEUR 315 (i. V. TEUR 305) gezahlte Zinsen enthalten. Im Berichtsjahr sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 297 (i. V. TEUR 343) bezahlt und in Höhe von TEUR 1 (i. V. TEUR 61) erstattet worden.
Die Zusammensetzung des Zahlungsmittelbestands entspricht dem in der Bilanz zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Saldo der liquiden Mittel.
Der LS telcom Konzern bildet in seinem internen Berichtswesen die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Auf Basis dieses internen Berichtswesens beurteilt der Vorstand, der als verantwortliche Unternehmensinstanz für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Zuteilung der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten.
Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente - in Übereinstimmung mit der internen Berichtsstruktur des LS telcom Konzerns - in "Hardwarenahe Systeme", "Dienstleistungen" und "Softwaresysteme" aufgeteilt. Aufgrund der signifikant gewachsenen Umsatzerlöse im Segment "Hardwarenahe Systeme" wurde eine Neusegmentierung der Geschäftstätigkeiten der LS telcom AG vorgenommen. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden:
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden erbringt, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Software-Projekte.
Die Aufgliederung der zu berichtenden Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
scroll
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2012 | Hardwarenahe Systeme |
Dienstleistungen | Softwaresysteme | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 6.888 | 4.111 | 16.869 | 0 | 27.868 |
| Investitionen | 1.964 | 293 | 1.878 | 115 | 4.250 |
| Abschreibungen | 267 | 166 | 2.644 | 0 | 3.077 |
| Segmentergebnis | 460 | 199 | 2.481 | 0 | 3.140 |
| Vermögenswerte des Segments | 5.601 | 3.348 | 17.768 | 844 | 27.561 |
| Schulden des Segments | 1.502 | 898 | 4.764 | 3.476 | 10.640 |
scroll
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2011 | Hardwarenahe Systeme |
Dienstleistungen | Softwaresysteme | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 2.025 | 4.655 | 14.019 | - | 20.699 |
| Investitionen | 906 | 215 | 1.676 | 12 | 2.809 |
| Abschreibungen | 59 | 179 | 1.970 | - | 2.208 |
| Segmentergebnis | -858 | 559 | 2.630 | - | 2.331 |
| Vermögenswerte des Segments | 3.054 | 3.818 | 18.658 | 543 | 26.073 |
| Schulden des Segments | 913 | 1.142 | 5.580 | 3.989 | 11.624 |
Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzern-Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Segmentinformationen umfassen sowohl direkt zuordenbare als auch sinnvoll verteilbare Größen.
Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung bzw. Leistung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT) beurteilt.
Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt.
Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus dem assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten.
Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen ohne die Einbeziehung der Zugänge aus assoziierten Unternehmen.
Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen werden dabei dem operativen Geschäftsbetrieb zugerechnet.
Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte. Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zum Ansatz assoziierten Unternehmen, zu aktiven latenten Steuern und zu Ertragsteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden.
Die Segmentschulden betreffen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns - anhand der Größen kurz- und langfristige finanzielle Verpflichtungen und den Steuerrückstellungen.
Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
scroll
| in TEUR Regionen | Inland | Europa | Mittlerer Osten |
Asien/ Pazifik |
Afrika | Nord- und Südamerika |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz 2011/2012 | 1.906 | 5.708 | 9.441 | 3.967 | 3.529 | 3.317 | 27.868 |
| 2010/2011 | 3.015 | 5.598 | 6.572 | 2.904 | 1.585 | 1.025 | 20.699 |
Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert.
Im Geschäftsjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt. Im Vorjahr entfielen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 3.081 (14,9 %) auf einen einzigen Kunden. Diese verteilten sich auf das Segment "Hardwarenahe Systeme" TEUR 1.549 und das Segment "Softwaresysteme" TEUR 1.532.
Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
scroll
| Langfristige Vermögenswerte | 30.09.2012 TEUR |
30.09.2011 TEUR |
|---|---|---|
| Inland | 9.487 | 8.402 |
| Europa | 1.319 | 1.313 |
| Afrika | 149 | 173 |
| Amerika | 846 | 791 |
| 11.801 | 10.679 |
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, die Sachanlagen sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte.
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
scroll
| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2012 |
zum Fair Value bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
Buchwert übrige |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 500 | 500 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.317 | 6.154 | 1.163 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.006 | 1.006 | ||
| Zahlungsmittel | 5.942 | 5.942 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.753 | 2.753 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.002 | 2.002 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 338 | 338 |
Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind gemäß IAS 11 bewertet und daher bei den Wertkategorien für Finanzinstrumente nicht erfasst.
Bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.
Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente im Vorjahr waren den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
scroll
| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2011 | zum Fair Value bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Buchwert übrige |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.215 | 5.308 | 907 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 571 | 17 | 554 | |
| Zahlungsmittel | 7.525 | 7.525 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.044 | 3.044 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.083 | 2.083 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 293 | 30 | 263 |
Daraus ergeben sich aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 die folgenden Werte:
scroll
| in TEUR Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 13.602 | 13.387 |
| Positive Marktwerte aus Derivaten in Sicherungsbeziehungen | 0 | 17 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | 5.093 | 5.390 |
| Negativer Marktwert aus Derivaten in Sicherungsbeziehungen | 0 | 30 |
Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:
scroll
| in TEUR Nettoergebnis nach Bewertungskategorien | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 44 | 57 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | -282 | -275 |
| -238 | -218 |
Der LS telcom Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivater Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt die folgende Tabelle:
scroll
| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2011/2012 D.9. | Bruttobuchwert | weder überfällig noch wertberichtigt | überfällig und nicht wert- berichtigt | Wertberichtigung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 6.261 | 5.121 | 1.033 | 107 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 1.497 | 1.163 | 0 | 334 |
scroll
| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2010/2011 D.9. | Bruttobuchwert | weder überfällig noch wertberichtigt | überfällig und nicht wert- berichtigt | Wertberichtigung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 5.394 | 4.271 | 997 | 126 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 40 | 0 | 40 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 996 | 907 | 0 | 89 |
Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da der LS telcom Konzern vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei LS telcom AG verbleibt.
Die Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte zeigt folgendes Bild:
scroll
| in TEUR 2011/2012 | überfällig und nicht wertberichtigt | überfällig bis 45 Tage | überfällig 45 - 90 Tage | überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 1.033 | 389 | 306 | 338 |
| 1.033 | 389 | 306 | 338 |
scroll
| in TEUR 2010/2011 | überfällig und nicht wertberichtigt | überfällig bis 45 Tage | überfällig 45 - 90 Tage | überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 997 | 708 | 138 | 151 |
| Forderungen gegen nach der Equity- Methode bewertete Unternehmen | 40 | 12 | 9 | 19 |
| 1.037 | 720 | 147 | 170 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert haben sich wie folgt entwickelt:
scroll
| in TEUR | 2011/2012 | 2010/2011 |
|---|---|---|
| Stand 1. Oktober | 126 | 204 |
| Auflösung | 20 | 29 |
| Verbrauch | 0 | 50 |
| Währungsdifferenz | 0 | 1 |
| Zuführung | 1 | 0 |
| Stand 30. September | 107 | 126 |
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist. Des Weiteren pflegt die Gesellschaft eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass auch unter den Bestimmungen von Basel II weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
scroll
| in TEUR 2011/2012 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.002 | 0 | 0 | 2.002 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.16. + D.22.) | 284 | 1.507 | 1.246 | 3.037 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.22.) | 54 | 0 | 0 | 54 |
| 2.340 | 1.507 | 1.246 | 5.093 |
scroll
| in TEUR 2010/2011 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.083 | 0 | 0 | 2.083 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.16. + D.22.) | 263 | 1.410 | 1.634 | 3.307 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.22.) | 30 | 0 | 0 | 30 |
| 2.376 | 1.410 | 1.634 | 5.420 |
Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen auf die am 30.09.2012 (Vorjahr 30.09.2011) bestehenden Finanzverbindlichkeiten.
scroll
| in TEUR 2011/2012 | Cashflow 2013 | Cashflow 2014 - 2018 | Cashflow 2019 ff. | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.002 | 0 | 0 | 2.002 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.16. + D.22.) | 495 | 2.118 | 909 | 3.522 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.22.) | 54 | 0 | 0 | 54 |
| 2.551 | 2.118 | 909 | 5.578 |
scroll
| in TEUR 2010/2011 | Cashflow 2012 | Cashflow 2013 - 2017 | Cashflow 2018 ff. | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.083 | 0 | 0 | 2.083 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.16. + D.22.) | 494 | 2.121 | 1.408 | 4.023 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.22.) | 30 | 0 | 0 | 30 |
| 2.607 | 2.121 | 1.408 | 6.136 |
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Dabei kommen Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2012 | EUR | CAD | THB | ZAR | USD | SAR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 3.170 | 963 | 0 | 75 | 1.657 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 2.886 | 468 | 0 | 415 | 2.230 | 78 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 907 | 141 | 0 | 115 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.598 | -88 | -35 | -17 | -126 | 0 |
| Summe | 5.365 | 1.484 | -35 | 588 | 3.761 | 78 |
scroll
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2012 | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 0 | 77 | 5.942 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 47 | 30 | 6.154 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 1.163 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -126 | -12 | -2.002 |
| Summe | -79 | 95 | 11.257 |
scroll
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2011 | EUR | CAD | THB | ZAR | USD | SAR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 5.964 | 20 | 0 | 231 | 991 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 2.864 | 317 | 0 | 25 | 1.913 | 74 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 808 | 17 | 0 | 82 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 40 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.929 | -16 | -38 | -1 | -48 | 0 |
| Summe | 7.747 | 338 | -38 | 337 | 2.856 | 74 |
scroll
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2011 | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 239 | 80 | 7.525 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 45 | 30 | 5.268 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 907 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 0 | 0 | 40 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -51 | 0 | -2.083 |
| Summe | 233 | 110 | 11.657 |
Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
| ― | Originäre Finanzinstrumente (Forderungen, flüssige Mittel, Schulden), die unmittelbar in funktionaler Währung denominiert sind, unterliegen keinen Währungskursänderungen und haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. |
| ― | Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind, wirken sich auf das Währungsergebnis aus und werden daher in die ergebnisbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen. |
| ― | Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die in eine wirksame Cashflow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind, wirken sich auf die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital aus. Sie werden daher in die eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen |
Ein Anstieg von 10 % des Euro gegenüber sämtlichen für das Unternehmen relevanten Währungen zum 30. September 2012 hätte das Gesamtergebnis des Konzerns um TEUR 592 - davon TEUR 376 bei Änderungen des US-Dollars - verbessert (i. V. TEUR 156). Ein Rückgang von 10 % des Euro gegenüber sämtlichen für das Unternehmen relevanten Währungen zum 30. September 2012 hätte das Ergebnis des Konzerns um TEUR 592 - davon TEUR 376 bei Änderungen des US-Dollars - verschlechtert (i. V. TEUR 156).
Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen deutschen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfall- bzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinsaufwendungen und -erträge, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
| ― | Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. |
Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würde sich das Ergebnis per 30. September 2012 bei einer Zinsänderung um 100 Basispunkte um TEUR 17 verändern (i. V. TEUR 62).
IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.
Der LS telcom Konzern hatte zum 30. September 2012 und 30. September 2011 keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverträgen.
Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung:
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 317 | 250 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 338 | 135 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 7 | 0 |
| 662 | 385 |
Es besteht ein Bestellobligo betreffend Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 145 (i. V. TEUR 0).
Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.
scroll
| in TEUR | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 66 | 53 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 16 | 9 |
| Sonstige Leistungen | 2 | 0 |
| Gesamthonorar | 84 | 62 |
Am 6. Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären sowie der Öffentlichkeit auf der Website der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller
(Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
Prof. Dr. Werner Wiesbeck
(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
Dipl.-Finw. Karl Hensinger
(Finanzwirt), Laupheim
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus.
Dem Vorstand gehören an die Herren:
Dr. Manfred Lebherz
(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
Dr. Georg Schöne
(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau
Dipl.-Ing. Roland Götz
(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster
Im Geschäftsjahr 2011 /2012 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.103 (i. V. TEUR 979) erfasst. Davon betreffen TEUR 716 (i. V. TEUR 680) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 387 (i. V. TEUR 299) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. Die variablen Vergütungsanteile enthalten in Höhe von TEUR 33 (i. V. TEUR 0) Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 /2012 Bezüge in Höhe von TEUR 33 (i. V. TEUR 33).
Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.612.454 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Für die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 3.728.616,50 einen Betrag von EUR 0,15 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 22. November 2012
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Wir haben den von der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, aufgestellten Konzern-Abschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzern-Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 23. November 2012
**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer
Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.