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LS telcom AG

Annual Report Dec 23, 2013

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2012/2013

Spektrum-Management | Spektrum-Monitoring | Funknetzplanung | Dienstleistungen

LS telcom Konzern-Ergebnisse im Überblick nach IFRS 1) 2012/2013 2011/2012 Differenz
absolut
Differenz
relativ in %
Umsatz in TEUR 37.918 27.868 10.050 36,1
Exportquote in % 95,0 93,0 2,0
Ertragsdaten Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und
Amortisationen (EBITDA)
in TEUR 7.812 6.217 1.595 25,7
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in TEUR 5.707 3.140 2.567 81,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) in TEUR 5.489 3.017 2.472 81,9
Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenanteilen) in TEUR 3.823 3.008 815 27,1
Investitionen gesamt in TEUR 4.569 4.081 488 12,0
Finanzdaten Abschreibungen gesamt in TEUR 2.105 3.077 -972 -31,6
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds in TEUR 64 -1.641 1.705 -103,9
Liquide Mittel (Kasse, Bank,
Wertpapiere des Umlaufvermögens)
in TEUR 5.941 5.942 -1 -0,0
Bilanzdaten Bilanzsumme in TEUR 31.762 27.561 4.201 15,2
Eigenkapital in TEUR 19.953 16.921 3.032 17,9
Eigenkapitalquote in % 62,8 61,4 1,4
Ergebnis je Aktie in EUR 0,74 0,58 0,16 27,6
Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (30.09.) in EUR 10,97 5,20 5,77 111,0
Kennzahlen Aktie Jahreshoch/-tief (Schlusskurs) in EUR 11,15/4,98 5,23/3,22
Anzahl der Aktien 5.335.000 5.335.000
Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende
(Schlusskurs 30.09.)
in TEUR 58.525 27.742 30.783 111,0
Liquidität je Aktie in EUR 1,11 1,11 0,00 0,0
Mitarbeiter Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30.09.) 252 158 94 59,5
Personalaufwand in TEUR 15.340 11.809 3.531 29,9

1) International Financial Reporting Standards (Internationale Rechnungslegungsregeln)

Geschäftsbericht 2012/2013

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Vorstands 6
Unternehmensentwicklung
Bedeutende Ereignisse im Geschäftsjahr
2012/2013
9
Bericht des Aufsichtsrats 10
Lagebericht 12
A Geschäft und Rahmenbedingungen 12
n Marktumfeld und Absatzentwicklung 12
n Unternehmenssituation 13
n
Niederlassungen und
ausländische Gesellschaften
15
n Mitarbeiter 16
n Produktentwicklung 16
n Forschung und Entwicklung 16
n Die LS telcom AG an der Börse 16
B Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
des LS telcom Konzerns
17
n Geschäftsverlauf, Umsatz- und
Ergebnisentwicklung
17
n Vermögenslage und Investitionen 18
C Nachtragsbericht 19
D Risikobericht 19
n Risikomanagement 19
n Internes Kontrollsystem (IKS) 20
n Bestand des Konzerns ist gesichert 21
n Risiken der künftigen Entwicklung 21
E Prognosebericht 23
F Berichterstattung gemäß § 315
Abs. 4 HGB
24
n Zusammensetzung des gezeichneten
Kapitals
24
n
Beschränkungen, die Stimmrechte
oder die Übertragung von Aktien
betreffen
25
n
Direkte oder indirekte Beteiligungen
am Kapital
25
n
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten
25
n
Art der Stimmrechtskontrolle im Falle
von Arbeitnehmerbeteiligungen
25
n
Gesetzliche Vorschriften und Satzungs-
bestimmungen über die Ernennung und
Abberufung von Vorstandsmitgliedern
und über Satzungsänderungen
25
n
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe
und zum Rückkauf von Aktien
25
n
Wesentliche Vereinbarungen, die unter
der Bedingung eines Kontrollwechsels
infolge eines Übernahmeangebotes
stehen
26
n
Entschädigungsvereinbarungen
26
G Grundzüge des Vergütungssystems
gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB
26
n
Aufsichtsrat und Vorstand
27
n
Vergütungsbericht
27
H Bericht zu wesentlichen Geschäften mit
nahe stehenden Personen
28
I Erklärung zur Unternehmensführung
gemäß § 289 a HGB
28
J Versicherung der gesetzlichen Vertreter 29
5
Unternehmensprofil 30
n In den weltweiten Funknetzen
zu Hause
30
n Kunden 30
n Produkte 32
n Märkte 33
n Wettbewerb 34
n Strategie 34
Die LS telcom-Aktie 36
n Kursentwicklung 36
n Aktionärsstruktur 37
n Investor Relations 37
Corporate Governance Bericht 2013 38
n Erklärung des Vorstands und des Aufsichts-
rats der LS telcom AG zum Deutschen
Corporate Governance Kodex nach
§ 161 AktG vom 16. Dezember 2013
38
n Vergütung des Vorstands und des Aufsichts-
rats (Ziffer 4.2.5 und 5.4.6 des Kodex)
40
n Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner
Zusammensetzung (Ziffer 5.4 des Kodex)
40
n Interessenkonflikte (Ziffer 4.3, 5.4.2
und 5.5 des Kodex)
40
n Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte sowie
Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat
(Ziffer 6.3 des Kodex)
41
n Aktienoptionsprogramme und ähnliche
wertpapierorientierte Anreizsysteme der
Gesellschaft (Ziffer 7.1.3 des Kodex)
41
n Erklärung zur Unternehmensführung
gemäß § 289 a HGB
41
Mehrjährige Kennzahlenübersicht
Jahresabschluss 44
Konzern-Abschluss gemäß IFRS
n Konzern-Bilanz 44
n Konzern-Gesamtergebnisrechnung 46
n Konzern-Eigenkapitalveränderungs
rechnung
47
n Konzern-Kapitalflussrechnung 48
n Entwicklung des Konzern
Anlagevermögens
50
n Konzern-Anhang 52
n Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
zum Konzern-Abschluss
89
Jahresabschluss gemäß HGB
n Bilanz 90
n Gewinn-und-Verlust-Rechnung 92
n Entwicklung des Anlagevermögens 94
n Anhang 96
n Lagebericht 104
n Bestätigungsvermerk des
Abschlussprüfers zum Jahresabschluss
115
Ansprechpartner und Termine
117

Vorwort des Vorstands

ein weiteres Mal hat die LS telcom Firmengruppe ihre ursprünglichen Geschäftserwartungen deutlich übertroffen. Das Geschäftsjahr 2012/2013 schloss der Konzern mit neuen Höchstwerten im Umsatz und Ergebnis. Auch jedes der drei Geschäftssegmente, "Softwaresysteme", "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen" weist Segmentumsatz- und EBIT-Steigerungen aus.

Von besonderer Bedeutung waren die bereits in den Vorjahren akquirierten Großprojekte für Spektrum-Management- und Funküberwachungssysteme in Kanada, Australien und im Oman sowie der Afrika-weite Roll-Out des digitalen Fernsehens. Diese Projekte werden aufgrund ihrer Größe und Komplexität auch in den kommenden Jahren maßgebliche Eckpunkte für unsere Unternehmenstätigkeit vorgeben und wesentliche Umsatzpfeiler darstellen.

Neben solchen großvolumigen Projekten profitierte der LS telcom Konzern im Geschäftsjahr - ebenso wie in den Vorjahren - aber auch von einer Vielzahl kleinerer und mittelgroßer Projekte, die aus dem seit Firmengründung kontinuierlich aufgebauten, treuen Kundenstamm generiert wurden. Diese sehr breit gestreuten Projekte stellen neben den laufenden Wartungsverträgen seit vielen Jahren eine verlässliche Umsatzgrundlast dar und tragen zu einer hohen Stabilität des Unternehmensgeschäfts bei.

Wie im Vorjahr, so bestand auch im Geschäftsjahr 2012/2013 für das Unternehmen die besondere Herausforderung, in Anbetracht der hohen Projektauslastung die richtige Balance zwischen mit Fixkostenanstieg einhergehenden Personalneueinstellungen und dem Risiko nicht ausreichender Personalressourcen zu finden. Dem Unternehmen ist es gelungen, die notwendige Anzahl neuer Mitarbeiter und externer Kräfte so zu integrieren, dass die Kundenprojekte vertragsgemäß abgewickelt werden konnten. Mit dem nun erfolgten Personalaufbau sollte das Unternehmen gut aufgestellt sein, auf dem aktuellen Umsatzniveau die Anforderungen aus Kundenprojekten und Neuentwicklungen gleichermaßen zu bewältigen und weiteres Wachstum zu stemmen. Besondere Schwerpunkte im Ausbau der personellen Ressourcen bildeten die Produktionskapazitäten in Südafrika und Deutschland sowie der Vertrieb am Stammsitz und in den Tochtergesellschaften in Frankreich und den USA.

Ungeachtet der Kostensteigerungen aufgrund des deutlichen Personalaufbaus und der umfangreichen Nutzung von Fremdleistungen, konnte die Marge für das Betriebsergebnis gegenüber dem Niveau des Vorjahres weiter verbessert werden. Zudem gelang es dem Konzern aufgrund der positiven Marktlage, nicht nur das Umsatzvolumen, sondern auch das Konzern-Ergebnis beachtlich zu steigern.

Einhergehend mit dem weiteren Personalwachstum wurde am Hauptsitz in Lichtenau und in Südafrika in den Ausbau der räumlichen Produktionskapazität investiert. Mit Investitionen in Höhe von EUR 4,6 Mio. hat der LS telcom Konzern 12 % mehr als im Vorjahr in Zukunftsprojekte angelegt und diese aus eigenen Mitteln finanziert. Dennoch kann das Unternehmen nahezu unverändert dasselbe stattliche Liquiditätspolster von ca. EUR 5,9 Mio. wie im Vorjahr ausweisen. Zudem hält die Gesellschaft unverändert gut 3 % an eigenen Aktien, die bei dem aktuellen Kursniveau eine nicht unwesentliche "stille Liquiditätsreserve" darstellen. Diese finanziellen Mittel werden dem Vorstand ermöglichen, das Unternehmen auch weiterhin flexibel und weitgehend unabhängig zu führen. Die akquirierten Großprojekte und das erwartete weitere Wachstum dürften damit auch künftig weitgehend aus eigenen Betriebsmitteln finanziert werden können.

Für die mittelfristige Zukunft sind die Geschäfte der LS telcom Firmengruppe recht gut nach unten abgesichert. Der aktuelle Auftragsbestand von gut EUR 47 Mio. bereitet unserem Unternehmen ein komfortables Polster und ein hohes Maß an Stabilität. Zudem geht der Vorstand bei mehreren derzeitigen Vergabeverfahren davon aus, weitere großvolumige Projekte noch im Laufe dieses Geschäftsjahres zu gewinnen. Die Stimmung in unserem Absatzmarkt ist insgesamt sehr gut und sollte sich aufgrund der durch politische Vorgaben und neue Technologien gegebenen Dynamik auf absehbare Zeit auch nicht verschlechtern.

Die LS telcom AG verfügt in den von uns adressierten Teilmärkten nach wie vor über entscheidende Kompetenz- und Technologievorteile gegenüber dem Wettbewerb. Innovationen werden permanent generiert, wobei der Antrieb dafür gleichermaßen aus eigenen Ideen, den Anforderungen aus Kundenprojekten und auch aus der Beteiligung an eigenständigen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen gegeben wird. Um den technologischen Vorsprung des Unternehmens gegenüber dem Wettbewerb zu sichern, hat die LS telcom AG wieder sehr stark in Neuentwicklungen investiert und dafür – zusätzlich zu der Vielzahl in Kundenprojekten geschaffener Neuerungen – etwa EUR 4,8 Mio. eingesetzt, deutlich mehr als in den Vorjahren. Damit hat der LS telcom Konzern seinen technischen Vorsprung nicht nur gesichert, sondern weiter ausgebaut und sieht sich sehr gut für die Zukunft gerüstet.

In Anbetracht dieser entwicklungstechnischen Vorleistungen und begleitenden vertrieblichen Aktivitäten erscheint dem Vorstand für den LS telcom Konzern auch von dem nun erreichten hohen Umsatzniveau weiteres Wachstum möglich. Die hierfür passenden wirtschaftlichen, politischen und technischen Rahmenbedingungen sind derzeit gegeben: Ein zunehmendes Sicherheitsbedürfnis und der Wunsch

nach Effizienzsteigerungen in Betriebsabläufen erfordern die Digitalisierung von Betriebsfunknetzen der Großindustrie und auch den Aufbau moderner regionaler und nationaler Behördennetze. Politisch wird weltweit die Umverteilung großer Frequenzbereiche vorangetrieben, um stattdessen möglichst großflächig die Breitbandversorgung der Bevölkerung als Grundlage für wirtschaftliches Wachstum zu sichern. Wo sich dies schwierig darstellt sollen neue Technologien und Konzepte eingeführt werden, wie bspw. kognitive "White Space"-Geräte, die über intelligente Verfahren und unter Nutzung entsprechender Datenbanklösungen selbständig temporär freies Frequenzspektrum detektieren und nutzen. Diese neuen Funktechnologien und –anwendungen benötigen wiederum neue Messverfahren zur effizienten Funküberwachung. Auch neue eigenständige Funknetze zur Maschine-zu-Maschine Kommunikation, wie sie das "Internet of Things" bringen wird, dürften zusätzliche Chancen für die Produkte der LS telcom eröffnen. Selbstverständlich wird der Vorstand die zur Realisierung dieser Chancen nötigen Maßnahmen und Investitionen weiterhin mit Bedacht und dem Augenmerk auf langfristige Stabilität umsetzen.

Unter Berücksichtigung des äußerst erfreulichen Jahresergebnisses, der vorhandenen Liquidität und nicht zuletzt der für die mittelfristige Zukunft erwarteten positiven Weiterentwicklung der Geschäfte, haben wir in unserem Gewinnverwendungsvorschlag die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 0,25 pro Aktie vorgeschlagen. Ihnen, sehr geehrte Aktionäre, wollen wir damit für Ihr Vertrauen und Ihre Treue zu unserem Unternehmen danken.

Der wirtschaftliche Erfolg der LS telcom Firmengruppe und die weitere Stärkung ihrer Marktposition verdanken wir in allererster Linie unseren Mitarbeitern. Ohne deren herausragende Leistungen und ihren vorbildlichen Einsatz wäre der Erfolg dieses Geschäftsjahres nicht realisierbar gewesen. Wir bedanken uns deshalb ganz besonders bei all unseren Mitarbeitern für die in den vergangenen zwölf Monaten geleisteten Anstrengungen und erzielten Ergebnisse.

Dezember 2013

Der Vorstand

8 Unternehmensentwicklung

9 Bedeutende Ereignisse im Geschäftsjahr 2012/2013

Oktober 2012 Beteiligung
an
der
LST
Consult
FZ-LLC
Ltd.,
Dubai,
Vereinigte
Arabische
Emirate
mit
24
%
zur
Steigerung
des
Beratungsgeschäfts
der
LS
telcom
AG
im
arabischen
Raum
April 2013 Bei
der
Regulierungsbehörde
in
Australien
gehen
Teile
des
Spektrum-Management
Systems
in
Zusammenhang
mit
der
700
MHz-
und
2,5
GHz-Band-Spektrum-Auktion
in
den
Live-Betrieb
Mai 2013 Gründung
der
LS
telcom
UK
Ltd.
in
London,
Vereinigtes
Königreich
August 2013 Aufnahme
des
öffentlichen
Servicebetriebs
des
Spektrum-Management-Systems
bei
der
Regulierungsbehörde
im
Oman
September 2013 Endabnahme
für
mehrere
Spektrum-Monitoring-Systeme
im
Mittleren
Osten

Bericht des Aufsichtsrats 10

im zurückliegenden Geschäftsjahr 2012/2013 hat sich der Erfolgskurs der LS telcom AG weiter bestätigt und stabilisiert, wie die erneut exzellenten Ergebnisse bei allen wichtigen Unternehmenskennzahlen verdeutlichen.

Die technologische Führung im Weltmarkt, die herausragende Qualität der Produkte und Systeme sowie die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter sind auch weiterhin Garanten für die Stabilisierung und den weiteren Ausbau der Marktstellung und die nachhaltige Steigerung der Ertragskraft des LS telcom Konzerns. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand und den Konzern auf diesem erfolgreichen Weg auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 intensiv unterstützt.

Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im zurückliegenden Geschäftsjahr die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei auch weiterhin die weltweite strategische Expansion des Konzerns, der Aufbau der Geschäftsaktivitäten in den USA, die Erschließung weiterer Geschäftsfelder zur Nutzung neuer künftiger Geschäftschancen, die technologische und entwicklungstechnische Integration der Tochtergesellschaften in den Konzern und die Akquisition sowie Abwicklung weiterer zukunftsweisender Großprojekte. Mit der Weiterentwicklung der Konzernstrukturen steht auch der Aufsichtsrat vor der herausfordernden Aufgabe einer immer komplexeren Konzernsteuerung und erhöhter Anforderungen an Risikomanagement und Risiko-Controlling auf Konzernebene.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahres ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung beraten und unterstützt.

In seinen Sitzungen vom 30.11.2012, 15.02.2013, 17.05.2013, 16.08.2013 sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses am 29.11.2013 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die Situation des Konzerns und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahres durch umfassende Berichte über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung – insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risikomanagement und das Risiko-Controlling – und über sämtliche Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Konzerns wurden regelmäßig, auch außerhalb förmlicher Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des

Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend besprochen, vom Aufsichtsrat verantwortlich begleitet und von diesem überwacht.

Der Aufsichtsrat hat sich in umfangreichen schriftlichen monatlichen Berichten durch den Vorstand lückenlos und detailliert über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften unterrichten lassen. Er hat ferner jeweils monatlich die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht.

Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Fortschreibung des Risikomanagement- und des Risiko-Controlling-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex übernommen.

Nicht zuletzt den bewährten und effizienten Mechanismen des Risikomanagements und Risiko-Controlling im LS telcom Konzern ist es zu verdanken, dass der Konzern auch im zurückliegenden Geschäftsjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte und stets auf hervorragende Liquiditätspolster zur Abdeckung aller operativen Geschäftsaktivitäten zurückgreifen konnte.

Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Kontrollgremium in seiner Bilanzsitzung vom 29.11.2013 den Jahresabschluss des Berichtsjahres festgestellt und den Konzern-Abschluss gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt und die Unternehmensplanung 2013/2014 sowie die Mittelfristplanung bis 2016 verabschiedet.

Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:

  • • die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des LS telcom Konzerns
  • • die weitere strategische Expansion des Konzerns
  • • die Erschließung und der Ausbau neuer technologischer Geschäftsfelder
  • • die Konzern-Planung 2013/2014
  • • die Erschließung der relevanten Märkte in den USA
  • • die Sicherstellung der technologischen und wirtschaftlichen Weltmarktführerschaft des Konzerns

  • • das Risikomanagement und das Risiko-Controlling

  • • das System der Vorstandsvergütung, insbesondere in seinen variablen Bestandteilen.

Zusätzlich hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesen kompetent und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht.

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2013, wurden durch die Ebner Stolz GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert und im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.

Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und

Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlaß zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 S. 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.

Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten.

Die hervorragende Qualifikation, Erfahrung, Kreativität und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin der entscheidende Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane sich für das laufende Wirtschaftsjahr und für die nähere Zukunft gesetzt haben.

Für ihren vorbildlichen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Sie alle haben gemeinsam im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren unverzichtbaren Beitrag zu einem erneut beeindruckenden Gesamtergebnis geleistet.

Der LS telcom Konzern ist sicher und stabil aufgebaut und wird auch künftig alle sich auf den Weltmärkten bietenden Geschäftschancen effizient nutzen. Die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane haben sich zum Ziel gesetzt, ihren Aktionären auch im laufenden Geschäftsjahr weiterhin viel Freude zu bereiten.

Stuttgart/Lichtenau, den 13. Dezember 2013

Dr. Winfried Holtermüller Rechtsanwalt Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG

Lagebericht 12

A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Marktumfeld und Absatzentwicklung

Wesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2012/2013 war die Abarbeitung der im Vorjahr erhaltenen großvolumigen Aufträge, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil. Dieser bereits im Vorjahr akquirierte Auftragsbestand sowie zusätzliche Neuaufträge sorgten für einen weiteren deutlichen Umsatzzuwachs im Geschäftsjahr. Zeitliche Verzögerungen bei der Vergabe neuer Projekte und die Abarbeitung des Auftragsbestands führten zwar zu einem Rückgang des Auftragsbestands, jedoch zeigt das für uns relevante Marktumfeld nach wie vor eine gute Nachfrage, die auch für das kommende Geschäftsjahr aufrechterhalten werden dürfte.

Plangemäß konnte so letztlich sowohl der Umsatz als auch das Konzern-Ergebnis merklich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Der Konzern-Jahresüberschuss (nach Minderheitenanteilen) von EUR 3,82 Mio. legte gegenüber dem Vorjahresergebnis von EUR 3,01 Mio. um 27 % zu. Das Betriebsergebnis zeigt einen Anstieg um EUR 2,57 Mio. auf EUR 5,71 Mio., was einer Steigerung um 82 % im Vorjahresvergleich entspricht.

Dieses erfreuliche Ergebnis resultiert vor allem aus dem 36 %-igen Umsatzanstieg, so dass sich trotz des um 42 % höheren Materialeinsatzes als im Vorjahr ein 28 %-iger Zuwachs des Rohertrags ergibt. Im Vergleich zum Rohertrags-Plus in Höhe von EUR 6,37 Mio. stieg die Summe der Aufwendungen für Personal, Abschreibungen und für den sonstigen betrieblichen Aufwand lediglich um EUR 3,80 Mio. an.

In Teilbereichen des von der LS telcom Firmengruppe adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb. In diesem Umfeld konnte sich der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr jedoch sehr erfolgreich

behaupten und in vielen Ausschreibungsverfahren, in denen LS telcom-Lösungen angeboten wurden, die Kunden überzeugen. Der anzahl- und umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Dem Konzern gelang es, seine Marktposition und das Geschäft mit bestehenden Kunden weiter zu festigen.

Technologisch hat der Konzern seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden weiter vergrößert und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung erweitert.

Der LS telcom Konzern weist im Geschäftsjahr 2012/2013 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von rund 36 % und Umsatzerlöse von EUR 37,92 Mio. (i. V. EUR 27,87 Mio.) aus.

Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat der Konzern trotz starker Auslastung im Projektgeschäft intensiv in die Entwicklung neuer Produkte, u.a. internetbasierte Lösungen sowie Enterprise-Lösungen, die umfassende Systemprodukte von Drittherstellern mit integrieren, und in das Zusammenspiel von Frequenzverwaltungs- und Funküberwachungssystemen investiert sowie entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen liegen mit EUR 2,31 Mio. etwa 19 % über dem Wert des Vorjahres (i. V. EUR 1,94 Mio.).

Für die Gesamtleistung ergibt sich eine Steigerung von EUR 31,19 Mio. auf EUR 41,23 Mio., entsprechend 32 %.

Der Auftragseingang in Höhe von EUR 29,13 Mio. (i. V. EUR 46,16 Mio.) fiel im Geschäftsjahr 2012/2013 aufgrund der außergewöhnlich hohen Projektzuschläge im Vorjahr deutlich niedriger aus. Mehrere laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit mündeten aufgrund unerwarteter zeitlicher Verzögerungen leider nicht mehr innerhalb des Geschäftsjahres in Projektaufträgen, halten uns jedoch für die künftige Geschäftsentwicklung des Konzerns optimistisch.

in TEUR Umsatz GJ 2012/2013 Umsatz GJ 2011/2012 Veränderung EBIT GJ 2012/2013 EBIT GJ 2011/2012 Softwaresysteme 22.236 16.869 32 % 4.430 2.481 Hardwarenahe Systeme 7.335 6.888 6 % 575 460 Dienstleistungen 8.347 4.111 103 % 702 199 Insgesamt 37.918 27.868 36 % 5.707 3.140

Der Umsatz gliedert sich nach den drei Berichtssegmenten "Softwaresysteme","Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen" wie folgt auf:

Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:

Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunkund Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.

Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.

Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Desweiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.

Der Geschäftsverlauf wurde ebenso wie im Vorjahr stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt. Mit Neukunden, also solchen, mit denen Erstprojekte durchgeführt wurden, ließen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 gut 6 % der Umsatzerlöse erwirtschaften.

Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regionale Umsatzschwerpunkte bilden hierbei Nordamerika, Südafrika und der Mittlere Osten.

Jeder dieser in den Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Konzerns spielen.

Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeit-

raum über dem des Vorjahres bei ca. 95 % (i. V. 93 %). Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 15 % und in den restlichen Regionen bei 80 % (dabei Afrika mit 22 %, Nord- und Südamerika mit 20 %, Asien/Pazifik mit 15 % und der Mittlere Osten mit 23 %).

2. Unternehmenssituation

Softwaresysteme

Im Geschäftsjahr 2012/2013 verzeichnete der LS telcom Konzern in diesem Segment eine gute Nachfrage. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden daraus mehrere größere Projekte beauftragt, insbesondere von Regulierungsbehörden und sonstigen Frequenzverwaltungsorganisationen.

Wie im vergangenen Jahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" deutlich über dem der Segmente "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen". Mit 59 % (i. V. 61 %) Anteil an den gesamten Umsatzerlösen war "Softwaresysteme" auch im Geschäftsjahr 2012/2013 das klar dominierende Geschäftssegment.

Gegenüber dem Vorjahr weist das Segment einen erfreulichen Umsatzanstieg von 32 % aus. Aufgrund der hohen Auslastung war der Konzern gezwungen, in starkem Umfang auf externe Berater zurückzugreifen. Durch hohe Umsatzanteile aus Softwarelizenzen stieg die EBIT-Marge in diesem Segment stark an. Softwaresysteme lieferten letztlich einen um ca. 79 % höheren Ergebnisbeitrag von EUR 4,43 Mio. als im Vorjahr (i. V. EUR 2,48 Mio.).

Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Oman und Saudi Arabien.

Hardwarenahe Systeme

Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem bisherigen Kerngeschäft (Spektrum-Management-Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher vorwiegend "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.

Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre LangzeitMessverfahren mit intelligentem Datenmanagement von Terabytes an Messdaten ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Modellhubschraubern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.

Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungscontainern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sendercontainer für Afrika sehr stark entwickelt und bietet gutes Potenzial für weiteres Wachstum im Rundfunkwie auch Mobilfunkbereich.

Das Segment "Hardwarenahe Systeme" steigerte die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 6 % und lieferte einen um 25 % höheren Beitrag zum Betriebsergebnis von TEUR 575 (i. V. TEUR 460). Damit erzielte dieses Segment eine EBIT-Marge von knapp 8 %. Mehrere größere Projekte im hardwarenahen Bereich, wie Lieferungen von integrierten Funkmesssystemen für Frequenzbehörden und Senderanlagen für das digitale Fernsehen ermöglichten diese positive Entwicklung. Regionale Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten lagen hierbei in der Golfregion und im südlichen Afrika.

Während des Geschäftsjahres wurde in dem noch jungen Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" auch intensiv die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben.

EBIT-Entwicklung 2009 - 2013 in Mio. EUR 2008/ 2009 2009/ 2010 2011/ 2012 2012/ 2013 2010/ 2011 -0,2 5,7 3,1 2,3 1,6

Dienstleistungen

Die LS telcom Firmengruppe hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Mobil- und Rundfunkbetreibern als auch bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Darauf aufbauend konnte sich der Konzern im Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung neuer Digitalfunknetze für Sicherheitsdienste (professioneller Mobilfunk) auch international weiter behaupten. Die Umsatzerlöse aus dem Dienstleistungsgeschäft konnten gegenüber dem Vorjahr um immerhin 103 % gesteigert werden, wobei ein beträchtlicher Teil der Erlöse, nämlich EUR 4,69 Mio. (i. V. EUR 1,08 Mio.) aus Vermittlungsgeschäften, vorwiegend über Projektmanagementleistungen und Sender-Hardware erzielt wurde. Im Dienstleistungs-Kerngeschäft trugen insbesondere Projekte aus dem Umfeld der Digitalisierung von Sicherheits- und Betriebsfunknetzen sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Einführung digitaler Fernsehsendernetze in Afrika zu den Umsatzerlösen bei.

Etwa ein Viertel des Segment-Umsatzes entstammt dem Umfeld des Aufbaus professioneller Mobilfunknetze. Dazu gehören digitale Sicherheitsfunknetze für Behörden, Versorger sowie Transport- und Industrieunternehmen. Der LS telcom Konzern sieht hier für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Beratungsbereich. Rund drei Viertel des Segmentumsatzes resultiert aus unterschiedlichsten Dienstleistungsprojekten mit Rundfunkbetreibern,

Spektrum-Management Behörden und sonstigen Funknetzbetreibern.

Aus dem Rundfunkbereich wurde im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien die Expertise von LS telcom nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze, bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.

Der Dienstleistungsbereich konnte vor allem von langfristigen Verträgen und Nachfolgegeschäft daraus profitieren. Diese Beratungsprojekte sichern auch einen guten Teil der Erlöse für das neue Geschäftsjahr ab und sorgen für eine erfreuliche Grundauslastung.

Die hier betrachteten Dienstleistungsprojekte wurden überwiegend von der LS telcom AG in Deutschland und der südafrikanischen Tochtergesellschaft LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. ausgeführt.

Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für den Konzern zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.

3. Niederlassungen und ausländische Gesellschaften

Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung.

Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2013 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/ Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Lichtenau, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Consult FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.

Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada, Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.

Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Serviceorientierte Architektur).

Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau von Sendern und Antennenanlagen etabliert.

Die Vision2Comm GmbH war während des Geschäftsjahres nur in sehr geringem Umfang mit besonderen Beratungsprojekten operativ tätig.

Die Colibrex GmbH mit Sitz in Lichtenau entwickelt und vermarktet neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Darüber hinaus vertreibt die Colibrex GmbH auch Produkte der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. international.

Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland/USA, kümmert sich um den US-amerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, wird künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.

Die jüngste 100 %-Tochtergesellschaft, die LS telcom UK Ltd. in London, wird sich insbesondere des Markts im Vereinigten Königreich annehmen und dort sämtliche Produkte und Dienstleistungen der LS telcom AG vertreiben. Aus der stärkeren Nähe zu strategisch wichtigen Kunden erwarten wir zunehmendes Geschäft.

Seit Beginn des Geschäftsjahres hält die LS telcom AG an der LST Consult FZ-LLC in Dubai eine Beteiligung von 24 %. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über diese Beteiligung speziell das Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden.

An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den

chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert.

Die NG Networks Co., Ltd. und die LST Consult FZ-LLC werden im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert und bleiben deshalb im Konsolidierungskreis der LS telcom Gruppe unberücksichtigt.

Die wirtschaftliche Entwicklung der älteren ausländischen Tochtergesellschaften ist zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Die beiden jüngeren Töchter Colibrex GmbH und LS telcom Inc. liegen hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, wobei von beiden Gesellschaften im Verlauf des Geschäftsjahres jeweils gute Fortschritte in der Markterschließung und in der Entwicklung spezifischer Produkte für ihre jeweiligen Teilmärkte erzielt wurden. Wir rechnen deshalb für das neue Jahr mit deutlich besseren Vertriebserfolgen.

4. Mitarbeiter

Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern auf durchschnittlich 216 (i. V. 151) Mitarbeiter und liegt damit ca. 43 % über dem Wert des Vorjahres.

Zum 30. September 2013 waren im Konzern insgesamt 252 (i. V. 158) Mitarbeiter beschäftigt.

Zu dem hohen Personalzuwachs tragen maßgeblich die südafrikanische Tochtergesellschaft, deren durchschnittliche Mitarbeiterzahl während des Geschäftsjahres um 33 Mitarbeiter gestiegen ist, und das Mutterunternehmen mit einem Aufbau des durchschnittlichen Personalbestands um 29 Mitarbeiter bei.

5. Produktentwicklung

Im Konzern ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2012/2013 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme entwickelt. Weitere Entwicklungsschwerpunkte lagen in diesem Segment auf standardisierten, Container-basierten Systemlösungen, u.a. für digitale Fernsehsender.

Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.

6. Forschung und Entwicklung

Neben den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.453 (i. V. TEUR 1.779) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst.

Die LS telcom AG arbeitet im Rahmen des Förderprogramms "KMU-Innovationsoffensive Informations- und Kommunikationstechnologie – IKT" sowie unterschiedlicher eigenfinanzierter Projekte mit dem KIT-Karlsruhe und der Hochschule Offenburg zusammen. Forschungsschwerpunkte in diesen Projekten sind unter anderem spezielle Messsysteme, die die Nutzung des Frequenzbereichs der Digitalen Dividende unterstützen, sowie datenbankunterstützte Signalanalysemethoden. Diese Projekte verfolgen jeweils das Ziel, letztlich mit den gewonnenen Erkenntnissen und Algorithmen funktionelle Erweiterungen der LS telcom-Produkte zu erreichen.

Die französische Tochtergesellschaft LS telcom SAS nimmt an den staatlich geförderten Gemeinschafts-Forschungsprojekten ANCHORS, RECOSS und SOAPS in Frankreich teil, in denen unter anderem LTE Advanced Technology auf PMR-Netze (Public Mobile Radio) adaptiert werden soll. Bei diesem Projektthema wird das Ziel verfolgt, Breitbandübertragungskapazitäten auch in Sicherheitsnetzen bereitzustellen, um die Übertragung von größeren Datenmengen zu ermöglichen. Dieser Aufgabe haben sich LS telcom, Thales, TDF und Cassidian, mehrere kleinere und mittelständische Firmen sowie namhafte französische Forschungsinstitute gestellt.

Investition in Innovation

Das Unternehmen hat damit in der Summe (nicht-aktivierbare Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Investitionen in aktivierbare Eigenleistungen aufaddiert) insgesamt einen Betrag von EUR 4,77 Mio. (i. V. EUR 3,72 Mio.) unabhängig von Kundenprojekten in Innovationen investiert.

7. Die LS telcom AG an der Börse

Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Getragen von guten Unternehmensnachrichten entwickelte sich der Unternehmenswert der LS telcom AG im Geschäftsjahr 2012/2013 überaus positiv. Ausgehend von einem Kurs bei EUR 4,98 am 01.10.2012 stieg der Wert der LS telcom-Aktie im Laufe des Geschäftsjahres nahezu einem linearen Verlauf folgend bis auf einen Höchstwert von EUR 11,15 am 27.09.2013. Zum Ende der Periode, am 30.09.2013, schloss der Handel bei einem Wert von EUR 10,97. Die LS telcom-Aktie verteuerte sich damit um 120 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum um 21,28 % an Wert.

Die Marktkapitalisierung wuchs zum 30.09.2013 auf EUR 58.524.950, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 26.568.300 belief. Pro Börsentag wurden in der letzten Periode durchschnittlich 7.145 LS telcom-Aktien im Gegenwert von EUR 62.940 an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Zunahme der Handelsintensität in Aktienstückzahlen um 171 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet (i. V. 2.636 LS telcom-Aktien bzw. EUR 11.657 je Börsentag).

Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem Xetra.

B. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DES LS TELCOM KONZERNS

1. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat der LS telcom Konzern sein Ziel, sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch das Ergebnis zu steigern, erfüllt.

Die aus Vertriebserfolgen des Vorjahres resultierende Ballung an Großaufträgen war in weiten Bereichen bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013. Die Herausforderung, diesen Erfolg auch vertragsgemäß zu bewältigen und die hohen Kundenerwartungen nicht zu enttäuschen, führte zu weiterem Personalaufbau und ließ gleichzeitig nicht zu, externe Ressourcen abzulösen, was sich auch in den entsprechenden Aufwandszahlen der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung widerspiegelt.

Die Marktlage war während des Geschäftsjahres positiv, geprägt von einer insgesamt guten Nachfrage. Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien wie z. B. "White-Space"-Nutzung; Aufbau digitaler Fernsehnetze in Asien und Südamerika) und politischen Rahmenbedingungen (Fokus auf die Steigerung der sogenannten "Spektrum Effizienz" und Erstellung entsprechender Datenbank- und Managementsysteme) weltweit ist aus Sicht des Unternehmens ein Abklingen der freundlichen Marktstimmung in naher Zukunft nicht zu erwarten.

Umsatzverteilung nach Regionen in %

Das sehr gute Renommee der LS telcom Gruppe, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in den meisten Fällen wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Der Konzern konnte einige strategisch äußerst wertvolle Projekte in unterschiedlichen Teilmärkten (Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich abschließen. Diese Projekte bergen jeweils hohes Potenzial für künftiges Nachfolgegeschäft mit diesen Kunden sowie aufgrund deren Referenzcharakters auch für die Geschäftsentwicklung in diesen Teilmärkten.

Der Umsatz des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 27,87 Mio.) um 36 % auf EUR 37,92 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 1,0 Mio. (i. V. EUR 1,38 Mio.) führen zusammen mit den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 2,31 Mio. (i. V. EUR 1, 94 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 32 % höheren Gesamt-leistung von EUR 41,23 Mio. (i. V. EUR 31,19 Mio.).

Sonstige betriebliche Erträge enthalten als wesentliche Posten Erlöse aus Fördermitteln i. H .v. TEUR 479 (i. V. TEUR 429) sowie Währungsgewinne in Höhe von TEUR 214 (i. V. TEUR 717).

Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 12,45 Mio. um 42 % höher aus als im Vorjahr (EUR 8,77 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Container-basierte Sender- und Funküberwachungssysteme im Rahmen mehrerer Kundenprojekte an. Außerdem schlagen sich hierin auch die reinen Dienstleistungs- und Material-Vermittlungsgeschäfte nieder.

Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine strategisch ausgerichtete, im Kern aber konservative Investitionspolitik verfolgt. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen aus Kundenprojekten und der gestiegenen Mitarbeiterzahl erfolgte eine größere Investition zur Aufrüstung der Konzern-IT-Infrastruktur. Während des Geschäftsjahres wurde zudem in den Ausbau neuer Büroräume und Produktionseinrichtungen investiert. Insgesamt ergibt sich trotz beträchtlichem Investitionsvolumen ein gegenüber dem Vorjahr deutlich geringerer Abschreibungsaufwand von EUR 2,11 Mio. (i. V. EUR 3,08 Mio.). Im Vorjahr schlug hier eine außerplanmäßige Wertkorrektur auf aktivierte Eigenleistungen i. H. TEUR 821 zu Buche.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 30 % von EUR 11,81 Mio. auf EUR 15,34 Mio. erhöht, was auf die starke Zunahme des Personalstamms und Gehaltserhöhungen, insbesondere in Form von variablen Vergütungen zurückzuführen ist. Im Personalaufwand sind aufgrund der Umstellung der Vorstandsverträge im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben betreffend üblicher langfristiger Anreizkomponenten erstmalig hohe Rückstellungen (TEUR 527) für langfristige erfolgsabhängige Vorstandsvergütungen für alle Mitglieder des Vorstands enthalten. Die Realisierung dieser Rückstellungen hängt von der zukünftigen Kurs- und Konzern-Entwicklung ab. Der Wert basiert teilweise auf Prognoserechnungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 5,64 Mio. etwa 28 % über denen des Vorjahres (EUR 4,39 Mio.). Wesentliche Unterschiedsposten im Vergleich zum Vorjahr sind um TEUR 409 gestiegene Vertriebs- und Reiseaufwendungen, TEUR 70 höhere Kosten für Mitarbeiterschulungen sowie um TEUR 93 höhere Telekommunikationskosten.

Das Finanzergebnis fiel im Geschäftsjahr mit TEUR -217 deutlich geringer aus als im Vorjahr (i. V. TEUR -123). Die "at equity" bilanzierte Beteiligung an der chinesischen NG Networks Co., Ltd. steuerte im Geschäftsjahr lediglich Erträge in Höhe von TEUR 31 (i. V. TEUR 115) zu dieser GuV-Position bei. Aus der Minderheitenbeteiligung an der LST Consult FZ-LLC resultierte im ersten Geschäftsjahr ein Verlustanteil von TEUR 32.

Unter dem Strich ergibt sich damit ein Konzern-Jahresergebnis von EUR 3,82 Mio. (i. V. EUR 3,01 Mio.) nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 236). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,74 (i. V. EUR 0,58).

Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 7 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 12 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen weiterhin nicht.

2. Vermögenslage und Investitionen

Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2013 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 31,76 Mio. (i. V. EUR 27,56 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 19,95 Mio. (i. V. EUR 16,92 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 62,8 % (i. V. 61,4 %).

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem letzten Jahresabschluss zum 30.09.2012 um EUR 1,42 Mio. auf EUR 14,07 Mio. erhöht. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erfuhren während des Geschäftsjahres einen Zuwachs von EUR 2,24 Mio., wobei vor allem in die Neuentwicklung eigener Produkte, in Firmenfahrzeuge, Software, IT-Infrastruktur sowie Geschäfts- und Produktionsräume investiert wurde.

Unter den nach der Equity-Methode bewerteten ausgewiesenen Beteiligungen ist in diesem Jahr erstmals die neu gegründete LST Consult FZ-LLC, Dubai, mit einem Beteiligungswert i. H. v. TEUR 255 enthalten.

Aktive latente Steuern verringerten sich aufgrund des Abbaus der Verlustvorträge gegenüber dem Vorjahr um TEUR 527.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthielten im Vorjahr noch Festgelder in Höhe von TEUR 500, die vor dem Bilanzstichtag aufgelöst wurden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Wert dieser Position (EUR 9,89 Mio.) liegt gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 7,32 Mio.) um 35 % höher. Ebenso wie zum Ende des Vorjahres wurden auch gegen Ende dieses Geschäftsjahres einige größere Projekte fertiggestellt bzw. umsatzrelevante Projektmeilensteine erreicht. Insgesamt korrespondiert der Aufbau der Forderungen zur Steigerung der Umsatzerlöse. Zudem hatten sich größere Zahlungseingänge etwas verzögert und gingen erst wenige Tage nach dem Bilanzstichtag ein. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität. Liquide Mittel

Zum 30. September 2013 verfügt der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 5,94 Mio. (i. V. EUR 5,94 Mio.).

Der Bestand an Bankguthaben im Konzern liegt bei insgesamt EUR 6,47 Mio., der Summe aus der kurzfristigen Liquidität und den Geldanlagen in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten (TEUR 526).

Die LS telcom AG hat im Berichtsjahr zwei Annuitätendarlehen zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 0,3 Mio. zu üblichen Konditionen aufgenommen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres waren bereits EUR 0,1 Mio. vereinbarungsgemäß getilgt.

Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte

Diese Bilanzposition weist gegenüber dem Beginn des Geschäftsjahres einen um TEUR 247 höheren Wert aus. Im Unterschied zur Vorjahresbilanz sind hier u.a. um TEUR 187 gestiegene Forderungen auf Fördermittel aus Forschungsprojekten in Frankreich enthalten.

Eigene Anteile

Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2013 beträgt unverändert insgesamt 174.000 Stück (i. V. 174.000 Stück).

Insgesamt wurden die eigenen Aktien mit einem Betrag von TEUR 355 erworben. Diese werden als "Rücklage für eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet.

Langfristige Verbindlichkeiten

Der wertbestimmende Posten innerhalb der langfristigen Verbindlichkeiten ist das Immobilienleasing. Dieses bildet sich in einer langfristigen finanziellen Verbindlichkeit von EUR 2,44 Mio. (i. V. EUR 2,75 Mio.) ab. Eine Erhöhung um TEUR 527 erfuhr die unter dieser Bilanzposition enthaltene Verpflichtung für langfristige variable Vergütungen, die die wahrscheinlichen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung an den Vorstand abbildet.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern haben sich gegenüber der Vorjahresbilanz um TEUR 516 erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an der Erfassung von Forderungen aus der Anwendung der percentage-of-completion-Methode für Lizenzerlöse aus einem Großauftrag in Kanada. Kurzfristige Schulden

Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden von EUR 7,39 Mio. auf EUR 7,80 Mio. wurde vor allem durch den Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 868 und der finanziellen Verbindlichkeiten um TEUR 195 verursacht. Dabei sind vor allem gestiegene Personalverbindlichkeiten infolge des Personalaufbaus und höherer variabler Vergütungsbestandteile hervorzuheben. Verringert hatten sich dagegen die Positionen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Anzahlungen lediglich um TEUR 776, was vor allem durch einen geringeren Anteil von Projekten mit hohem Hardwareanteil im Bestand zum Stichtag und die Abwicklung von Großprojekten aus dem Vorjahr im Berichtsjahr bedingt ist.

C. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

D. RISIKOBERICHT

1. Risikomanagement

Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht der LS telcom Konzern bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Konzerns abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.

Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom Firmengruppe Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Konzern-Leitung an das Risikomanagement-System beinhalten:

    • Risikogrundsätze (das heißt Risikodefinitionen, Systematik der Bewertung von Risiken, Methoden zur Risikosteuerung, Grundsätze der Kommunikation und Dokumentation von Risiken),
    • die Festlegung der methodischen Grundlagen des Risikomanagements,
    • die Abgrenzung der einzelnen Geschäfts- bzw. Betrachtungsbereiche,
    • die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Bewertungsstandards sowie
    • die Definition der Wesentlichkeitsgrenzen für die Risikobewertung.

Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.

Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom Firmengruppe mit.

Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Konzern-Steuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.

Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.

2. Internes Kontrollsystem (IKS)

Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.

Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Konzerns zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.

Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab.

Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.

Das im Konzern etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:

    • Transparenz: Für alle wesentlichen Prozesse sind Sollkonzepte etabliert, die es einem Außenstehenden ermöglichen, zu beurteilen, inwieweit Beteiligte konform zu diesem Sollkonzept arbeiten. Gleichzeitig wird dadurch die Erwartungshaltung der Organisationsleitung definiert.
    • Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Vorgänge bleiben nicht ohne Gegenkontrolle.
    • Funktionstrennung: Vollziehende (z. B. Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses (z. B. Einkaufsprozess verstanden als Prozess von der Bedarfsermittlung bis zum Zahlungsausgang) vorgenommen werden, sind nicht in einer Hand vereinigt.
    • Mindestinformation: Mitarbeitern werden nur diejenigen Informationen zur Verfügung gestellt, die sie für ihre Arbeit brauchen. Dies schließt auch die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen bei IT-Systemen mit ein.

Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungsund Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).

Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangsund Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in einem CRM System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie abhängig von den Zugriffsrechten auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.

Rechnungslegungsbezogenes IKS

Der LS telcom Konzern verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften

und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.

Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.

Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.

Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der LS telcom Inc., USA, für die eine lokale Firma beauftragt wurde, durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.

Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützt den Abschlussprozess.

3. Bestand des Konzerns ist gesichert

Die Gesamtrisikosituation im Konzern ist weiterhin überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar oder anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellt die politische Lage in der Golfregion ein latentes Risiko dar, mit dem Potenzial, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weiteres bedeutendes Einzelrisiko ist die Stabilität des Mitarbeiterstamms (siehe Ausführungen zum Risiko Mitarbeiterfluktuation) und die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

4. Risiken der künftigen Entwicklung

Die vergangenen Jahre zeigten, dass LS telcom dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.

Schneller technologischer Wandel

Die Märkte, in denen LS telcom agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.

Softwaresicherheit

Die wirtschaftliche Grundlage eines Konzerns, der Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.

Internationalisierung

Der Konzern plant, in den nächsten Jahren seine Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie des Konzerns nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche des Konzerns integriert werden können.

Projektrisiken

Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2013/2014 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch machen die Tochtergesellschaften üblicherweise Geschäfte in den Währungen ihrer Länder. Das bedeutet, dass erhebliche Umsatzanteile mittlerweile speziell in kanadischen Dollar und südafrikanischen Rand erwirtschaftet werden. Oftmals muss aufgrund von Ausschreibungsvorgaben auch eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden vereinbart werden (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").

Netzaufbau mit neuen Funktechnologien

Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2013/2014 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.

Preisdruck

Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. LS telcom war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.

Wettbewerb

Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom Firmengruppe mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.

Mit dem Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung des LS telcom Konzerns nachteilig beeinflussen.

Mitarbeiterfluktuation - Personalressourcen

Eine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter am Hauptsitz des Konzerns abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Konzern entzogen werden könnte. Die LS telcom AG und ihre Tochtergesellschaften werden wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.

Die Ballung von Großaufträgen stellt das Unternehmen nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich aktuell durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen.

Risiken durch die globale Finanzmarkt- bzw. Schuldenkrise und Abkühlung der Wirtschaft

Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Konzerns zwar im abgelaufenen Geschäftsjahr nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen EUR/USD beeinflusst, jedoch keine Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten jedoch Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom Firmengruppe.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom Firmengruppe ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall-, und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Konzerns kommt den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu

a) Preis- und Währungsrisiko

Die LS telcom Firmengruppe ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 bestand kein Bedarf, Projekte über Devisentermingeschäfte abzusichern. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.

b) Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.

c) Cashflow- und Liquiditätsrisiken

Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom Firmengruppe. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.

d) Risiken der eigenen Geldanlage

Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Die südafrikanische Tochter nutzt außerdem auch erstklassige Geldmarktfonds als Anlagemöglichkeit. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom Firmengruppe haben.

E. PROGNOSEBERICHT

Chancen der künftigen Entwicklung

Aufgrund der unverändert guten Nachfrage ist der Vorstand für die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns zuversichtlich. Das Management rechnet zeitnah mit weiteren positiven Entscheidungen in mehreren Ausschreibungsverfahren und sieht gute Möglichkeiten, das erreichte hohe Umsatzniveau zu halten und von diesem aus mittelfristig weiter zu wachsen. Chancen hierfür ergeben sich für den LS telcom Konzern in mehrerlei Hinsicht, abhängig von den adressierten Teilmärkten und basierend auf technologischen Neuerungen oder erweiterten bzw. geänderten Anforderungen der Kunden.

Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung der LS telcom Firmengruppe hat sich die Lage gegenüber dem Vorjahr nahezu nicht verändert.

Im Beratungsgeschäft hat sich LS telcom sehr gut national und international behauptet. Der Vorstand rechnet auch für 2013/2014 mit guten neuen Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für Sicherheitskräfte, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Wachstum dürfte sich im Dienstleistungsbereich insbesondere aus dem

Bereich der speziellen Objektfunkplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.) generieren lassen, wo LS telcom die ersten Projekte mit nennenswerter Größenordnung überhaupt als Vorreiter in Deutschland geplant hat und derzeit mit realisieren hilft.

Auch die in Europa nahezu abgeschlossene Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks bietet in Asien und Afrika weiterhin aussichtsreiche Geschäftschancen.

Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.

Nachdem im Verlauf der vergangenen Geschäftsjahre mehrere größere Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen geschlossen werden konnten, zeichnen sich für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Der Vorstand rechnet damit, dass diese Projekte auch in den jeweiligen Nachbarländern unserer Kunden ähnliche Nachfrage wecken dürften. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.

Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich der Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Die Vorstellung der neuen Produkte im Rahmen der letzten "LS Summit" Hausmessen stieß auf sehr positive Resonanz bei Neu- und Bestandskunden und mündete bereits in mehrere Pilot- und Testprojekte.

Der Vorstand ist nach den in den vergangenen Geschäftsjahren erfolgreich abgeschlossenen Projekten im Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung von LS telcom Produkten sehr zuversichtlich, auch in den Marktbereichen Militär und Innere Sicherheit neues Wachstum generieren zu können. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Der derzeit im LS telcom Konzern vertraglich gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 47,3 Mio. (i. V. EUR 52,7 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten und langfristige Rahmenverträge maximal mit dem in einem 12 Monatszeitraum realistisch zu erwartenden Abrufvolumen berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von ca. EUR 27,9 Mio. (i. V. EUR 25,0 Mio.) erzielen. Die hier angegebenen Umsatzerwartungen können sich zudem durch Forderungen aus Fertigungsaufträgen erhöhen.

Der Vorstand ist angesichts der sehr guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheits- bzw. Betriebsfunknetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik zuversichtlich, was die mittelfristige Geschäftsentwicklung anbelangt.

Das Ziel der Konzern-Führung bleibt unverändert, ausgehend von dem im Geschäftsjahr erreichten Niveau sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch die Profitabilität der LS telcom Firmengruppe in ihrem Kerngeschäft weiter zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Der Konzern versucht in diesem Zusammenhang einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt, die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen.

Aufgrund der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung der LS telcom Firmengruppe, des nach wie vor hervorragenden Polsters an Auftragsbestand sowie weiterer hochwahrscheinlicher Projektzuteilungen in näherer Zukunft ist der Vorstand davon überzeugt, künftig auch von dem nun erreichten höheren Niveau aus weiter profitabel wachsen zu können. Aufgrund der Unwägbarkeiten in neuen Märkten geht die Geschäftsplanung für die beiden kommenden Geschäftsjahre konservativ davon aus, dass Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr moderat weiter gesteigert werden können.

F. BERICHTERSTATTUNG GEMÄSS § 315 ABS. 4 HGB

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital betrug zum 30. September 2013 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.

2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.

3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2013 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:

Beteiligte
Person oder
Gesellschaft
Anzahl
an Stimm
rechten
Anteil
an Stimm
rechten
Zeitraum
der Beteili
gung
Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 28,83 % Bis heute
Dr. Georg Schöne 1.612.454 30,22 % Bis heute

4. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

5. Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

6. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen

Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.

Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.

7. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ausgabe von Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2013 EUR 2.667.500,00.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

    • um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
    • bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen;
    • bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;
    • bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Rückkauf von Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 4. März 2010 mit Ergänzung durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 17. März 2011 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:

  • a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.
  • b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im elektronischen Handelssystem Xetra der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden.
  • c) Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
    • zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;
    • zur Einziehung der Aktien;
    • um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten.
  • d) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen.

Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:

    • zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;
    • um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten.

In diesem Fall ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Kurs der Aktie im elektronischen Handelssystem Xetra an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.

  • e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
  • f) Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.

8. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen

Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.

9. Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

G. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS GEMÄSS § 315 ABS. 2 NR. 4 HGB

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30.09.2013) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung.

1. Aufsichtsrat und Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:

  • • Dr. Winfried Holtermüller (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Stuttgart
  • • Prof. Dr. Werner Wiesbeck (stellv. Vorsitzender), Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Keltern
  • • Dipl.-Finw. Karl Hensinger, Finanzwirt, Laupheim

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 56.875,00 (i. V. TEUR 33) zuzüglich der Erstattung ihrer Reisekosten.

Die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012/2013 verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt:

  • Dr. Winfried Holtermüller EUR 21.875,00
  • Prof. Dr. Werner Wiesbeck EUR 17.500,00
  • Karl Hensinger EUR 17.500,00

Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 12.456,22 (i. V. TEUR 2) vergütet.

Zum 30. September 2013 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.

Vorstandsmitglieder sind:

  • • Dr. Manfred Lebherz (Sprecher und Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
  • • Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau
  • • Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster

Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:

  • • Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 Stückaktien (i. V. 1.537.862)
  • • Dr. Georg Schöne 1.612.454 Stückaktien (i. V. 1.612.454)
  • • Dipl.-Ing. Roland Götz 4.148 Stückaktien (i. V. 4.148)

Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.

2. Vergütungsbericht

Zuständigkeit, Zielsetzung und Struktur der Vergütung des Vorstands

Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.

Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.

Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.

Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2012/2013 aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • eine fixe Grundvergütung sowie erfolgsunabhängige Nebenleistungen als Zusatzvergütungen (steuerpflichtige Vergütungsanteile für Direktversicherung und Zuschüsse zur Rentenversicherung), ausbezahlt in zwölf Monatsraten,
    • Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung jeweils eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung sowie weiterer Gegenstände, die die ortsunabhängige, ständige Erreichbarkeit der Vorstände sicherstellen,
    • eine variable Vergütung, die sich nach einem prozentualen Anteil am Konzern-Ergebnis der Gesellschaft richtet und der Höhe nach gedeckelt ist.
    • eine der Höhe nach limitierte variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die sich bei Gewährung virtueller Aktienoptionen aus der Aktienkursentwicklung über einen Zeitraum von jeweils drei Jahren bis sechs Jahren für verschiedene Tranchen im Vergleich zu einem Basispreis ermittelt und in bar ausbezahlt wird (die Bewertung dieser aktienkursabhängigen Vergütung erfolgt auf Basis eines Binomialmodells),
    • eine variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die über einen rollierenden Zeitraum von drei Jahren auf der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite beruht und der Höhe nach limitiert ist.

Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind, und die eine entsprechende Selbstbeteiligung entsprechend der durch den jeweiligen Vorstand gehaltenen Anteile an der LS telcom AG vorsieht. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.

Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.

Höhe der Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2012/2013

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.749 (i. V. TEUR 1.103) erfasst. Davon betreffen TEUR 793 (i. V. TEUR 716) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 956 (i. V. TEUR 387) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 527 (i. V. TEUR 33) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als Rückstellungen für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis vier Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den den Vorstand letztlich auszuzahlenden Betrag dar.

Die im Geschäftsjahr 2012/2013 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:

Angaben
in EUR
Dr. Manfred
Lebherz
Dr. Georg
Schöne
Dipl.-Ing.
Roland Götz
Erfolgsunabhängige
Festvergütung
255.000,00 265.800,00 204.000,00
Erfolgsunabhängige Neben
leistungen (Sachbezüge und
sonstige Zusatzvergütungen)
24.097,44 21.473,40 22.414,92
Erfolgsabhängige Vergütungs
komponente
150.000,00 150.000,00 130.000,00
Vergütungsanteil mit
langfristiger Anreizwirkung
davon direkt das Geschäfts
jahr 2012/2013 betreffend
0 0 0
davon aufwandswirksame
Rückstellung für mögliche
Vergütung in künftigen
Geschäftsjahren
172.800,00 205.700,00 181.500,00
davon bereits als Rück
stellung in Vorjahren erfasst
33.343,00 0 0
Gesamtvergütung 568.554,44 642.973,40 537.914,92

Zusagen zur Altersversorgung

Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.

Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit

Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.

Aktienoptionen

Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.

H. BERICHT ZU WESENTLICHEN GESCHÄF-TEN MIT NAHE STEHENDEN PERSONEN

Die Geschäfte mit nahe stehenden Personen des Konzerns werden im Konzern-Anhang gesondert dargestellt.

I. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENS-FÜHRUNG GEMÄSS § 289 A HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet

auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.

J. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Lichtenau, 21. November 2013

LS telcom Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz

Unternehmensprofil

In den weltweiten Funknetzen zu Hause

Die optimale Nutzung der begrenzten, natürlichen Funkfrequenz-Ressource, die Planung von Funknetzen, ihre schnelle Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die Minimierung von Interferenzen sowie die weitere Erschließung geeigneter Funkstandorte sind typische Aufgabenfelder, in denen das Produktspektrum von LS telcom zum Einsatz kommt.

Mit ihrem Software, Hardware und Dienstleistungen umfassenden Produktportfolio befindet sich LS telcom in einem ausgesprochenen Wachstumsmarkt. Rundfunk und Mobilfunk, Flugüberwachung, Polizei- und Taxifunk, analoges und digitales Radio und Fernsehen, Richtfunk und Satellitenverbindungen, alle diese Dienste nutzen Funkfrequenzen für die drahtlose Übertragung von Sprache oder Daten. Weltweit – in Industrie- ebenso wie in Entwicklungsländern – führt der beständig steigende Bedarf an Sprach- und Datenkommunikation, die daraus resultierende Einführung stets neuer leistungsfähigerer Funktechnologien (z. B. GSM -> UMTS -> LTE) und der damit einhergehende Netzausbau zu einer Verknappung des freien Funkfrequenzspektrums. Die effiziente Planung und Verwaltung dieser begrenzten Ressource wird deshalb immer wichtiger.

Um das vorhandene, endliche Frequenzspektrum so nachhaltig und für ihre Belange so förderlich wie möglich ausschöpfen zu können, benötigen Funknetzbetreiber und Regulierungsbehörden nicht nur spezielle Software- und Dienstleistungsangebote zur Planung und zum Management der Funknetze, sondern auch entsprechende Messsysteme zur Kontrolle und Optimierung der Spektrumnutzung. Auch die Nutzung des Frequenzspektrums durch intelligente Geräte, wie beispielsweise die sogenannten "White Space Devices" und "Cognitive Radios", die sich selbst aus einer zentralen Datenbank und mit Hilfe eigener Messungen immer die für sie geeignetsten Funkfrequenzen herauspicken, bedarf entsprechend unterstützender, leistungsfähiger Infrastruktur und Datenbankdiensten im Hintergrund.

LS telcom ist weltweit einer der führenden Systemhersteller und Dienstleistungspartner im Bereich der Planung und des Managements von Funknetzen. LS telcom deckt mit ihrem Produktportfolio aus Beratungsdienstleistungen sowie integrierten Soft- und Hardwaresystemen die gesamte Wertschöpfungskette in der Nutzbarmachung des Funkspektrums ab und positioniert sich so als "One-Stop-Shop"- Anbieter.

Die standardisierten Produkte und Dienstleistungen von LS telcom können in allen Funknetzen weltweit eingesetzt werden. Die Palette reicht von Mobil-, Richt- und Flugfunknetzen bis hin zu TV- und Hörfunknetzen und deckt insbesondere auch die speziellen Anforderungen von regionalen und nationalen Regulierungsbehörden umfassend ab.

Das langjährig im Unternehmen tätige, branchenerfahrene Management sichert die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens und den direkten Zugang zu neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen, der die Voraussetzung für eine stets aktualisierte Produktpalette im Software- und Dienstleistungsbereich ist.

Kunden

Die Dienstleistungen und Systemlösungen (bestehend aus Software und Hardware) werden von LS telcom für die gesamte Bandbreite der Unternehmen und Organisationen konzipiert, die im Bereich der drahtlosen Telekommunikation tätig sind. Das sind einerseits nationale und regionale Regulierungsbehörden, die Funklizenzen zuteilen und kontrollieren, andererseits Netzbetreiber, die als Lizenznehmer Funkfrequenzen benötigen, um Telekommunikationsdienstleistungen anbieten zu können oder Behörden, Institutionen und Firmen, die als professionelle Anwender in ihrem Kerngeschäft Produktivitätssteigerungen oder sonstige Vorteile durch die Verwendung moderner Funksysteme erzielen können.

LS telcom ist weltweit aktiv, wobei aktuelle Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit in Europa, in der Golfregion, in Asien, in Nordamerika und im südlichen Afrika liegen. Überall legen die Kunden neben einer sorgfältigen Implementierung der von ihnen gewünschten Lösung auch großen Wert auf weitergehende Unterstützung, Wartung, Softwarepflege und Anpassung der Produkte an neue technische Entwicklungen. LS telcom unterhält Tochtergesellschaften in Frankreich, Kanada, Südafrika, dem Vereinigten Königreich und den USA, die ihrerseits jeweils über eigene gute Marktzugänge verfügen und die Marktabdeckung komplementär zur LS telcom AG ergänzen.

Funknetzbetreiber und Systemhersteller

Funknetzbetreiber optimieren mit der Software von LS telcom den Auf- und Ausbau ihrer Netze (Aufbau möglichst weniger Senderstationen innerhalb kürzester Zeit, um ein bestimmtes Versorgungsniveau zu erreichen). Sie sind daran interessiert, die Planung ihrer Sendestandorte so zu optimieren, dass bei hoher Qualität und hohem Versorgungsgrad die Investitionen für Sendeanlagen und die laufenden Betriebskosten möglichst gering ausfallen. LS telcom hat spezielle Softwarepakete entwickelt, die zur Erfüllung dieser Analyseund Optimierungsanforderungen ausgezeichnet geeignet sind. Funknetzbetreiber aus allen Frequenz- und Dienstebereichen setzen die Softwarelösungen von LS telcom für die verschiedensten analogen und digitalen Systemtechnologien ein.

Zu den Kunden zählen "klassische" Funknetzbetreiber, wie beispielsweise Rundfunkveranstalter (Radio und TV), Mobilfunknetzbetreiber und Anbieter von Richtfunk- sowie Pointto-Multipoint-Netzen (PMP) aber auch große Industrieunternehmen, die eigene Betriebs- und Sicherheitsfunknetze betreiben.

Professionelle Funkanwender

Professionelle Anwender haben hohe und vielfältige Anforderungen an ihre mobilen Kommunikationslösungen. Diese müssen sich optimal an betriebliche Organisations- und Kommunikationsstrukturen anpassen, hohe Sicherheit der Informationsübermittlung hinsichtlich Verfügbarkeit und Integrität gewährleisten und nicht zuletzt auch wirtschaftlich zu betreiben sein. Typische Anwendungsbereiche und Branchen sind insbesondere: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Einrichtungen und Unternehmen des Sektors Transport und Verkehr, Ver- und Entsorgungsunternehmen, öffentliche Verwaltungen sowie große Industrieunternehmen.

Die eingesetzten professionellen Funklösungen gewährleisten eine ausfallsichere Notfallkommunikation, stellen einen reibungslosen Betriebsablauf sicher und werden zur Steuerung betrieblicher Abläufe, Überwachungsaufgaben, Flottenmanagement, Telemetrie, Ortung, Navigation und Datenübertragung eingesetzt.

Regulierungsbehörden

Die Aufgabe von Regulierungsbehörden besteht darin, die Nutzung der limitierten Ressource "Funkspektrum" nachhaltig, wirtschaftlich und effektiv zu gewährleisten. Dazu gehört die Erstellung eines geeigneten nationalen Frequenznutzungsplans, auf dessen Grundlage Funklizenzen zu erteilen sind. Darüber hinaus ist die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und gegebenenfalls durchzusetzen. Die ständige technologische Weiterentwicklung und die steigende Anzahl der Funkdienste erfordert auf Seiten der Behörden eine permanente Neuplanung und Anpassung der Frequenznutzungspläne und Regulierungsrichtlinien.

Die Systeme der LS telcom versetzen Behörden in die Lage, nicht nur softwareseitig die diversen Geschäftsprozesse in den Bereichen Frequenzlizenzierung, technische Planung und Koordinierung zu automatisieren. Die integrierten Lösungen der LS telcom ermöglichen zudem, durch Einsatz entsprechend intelligenter Messtechnik, die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu überwachen und vermeiden so Funkstörungen im Betrieb der Netze.

Die starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien aus über 80 Ländern für Lösungen (Beratungsleistungen und Systeminstallationen) von LS telcom entschieden haben.

Produkte

Die Softwareprodukte von LS telcom decken die gesamte Bandbreite von der Netzwerkplanung über die Netzwerkoptimierung bis zum Netzwerkmanagement ab. Darüber hinaus werden die Kunden auch durch eine Vielzahl von Beratungsund Planungsleistungen beim Design, der Realisierung und dem Management ihrer Telekommunikationsprojekte unterstützt.

Software

Die auf die Bedürfnisse von Funknetzbetreibern und Regulierungsbehörden zugeschnittenen Softwarelösungen von LS telcom haben sich zum Industriestandard für Anwendungssoftware im Bereich der Funknetzplanung und Funknetzkompatibilität entwickelt.

Dies ist auch deshalb gelungen, weil es sich bei den Softwarepaketen von LS telcom nicht um Insellösungen handelt, sondern um eine aufeinander abgestimmte Programmarchitektur, die kundenspezifisch angepasst werden kann. Häufig löst der Erwerb eines einzigen LS-Tools den Investitionswunsch nach einer ganzen Tool-Palette aus. Dabei verkauft LS telcom nicht nur die Lizenzen, sondern berät die Kunden auch intensiv bei der Planung und Einführung der Systeme und übernimmt die Schulung der Nutzer.

Ein wesentlicher Kundennutzen besteht darin, dass mit Hilfe der Softwarepakete von LS telcom nicht nur die Anzahl der in einem Gebiet benötigten Sendestationen, sondern auch die zur effizienten und wirtschaftlichen Planung des Netzes benötigte Zeit auf ein Minimum reduziert wird. Für Funknetzbetreiber ergeben sich hierdurch erhebliche Einsparmöglichkeiten beim kostenintensiven Aufbau ihrer Funknetze.

Der Erfolg der Softwareprodukte beruht auch auf der technischen Kernkompetenz im Bereich der Hochfrequenztechnik und der Funkkommunikation. Das im Unternehmen gebündelte große Know-how in diesen Bereichen konnte in innovative und leistungsstarke Programme umgesetzt werden, deren laufende Anpassung an aktuelle Trends von

einem Spezialistenteam aus Nachrichtentechnikern, Ingenieuren, Informatikern, Physikern und Mathematikern zeitnah durchgeführt wird.

Mit Hilfe der umfassenden Softwarelösungen führen Kunden zentrale Planungs- und Managementaufgaben durch. Diese reichen von Netzwerkberechungen, -dimensionierungen und -analysen über Versorgungs-, Frequenz- und Verkehrsplanungen bis hin zu Reichweitensimulationen und Standortplanungen von Basisstationen. Eine Datenbank vorhandener Stationen kann angelegt und laufend aktualisiert werden. Die Software erlaubt daneben die Abwicklung sämtlicher sonstiger Managementaufgaben inklusive des Detail-Engineerings im Zusammenhang mit Funkstandorten und sonstigen Netzelementen. Außerdem lassen sich geografische Daten erzeugen und pflegen sowie Gelände- und Feldstärkenprofile berechnen.

Bei fixen Kommunikationssystemen geht es um Funkweitverkehrsnetze, die als Alternative zu Kabelnetzen hohe Datenmengen schnell und kostengünstig transportieren. Ebenso spielt hier aber auch im Nahbereich die drahtlose Überbrückung der "letzten Meile" zu den Festnetzkunden mittels der PMP- oder Wimax-Technologie eine wichtige Rolle. Mit einer Standardsoftware für diesen Bereich hat LS telcom ein integriertes Planungssystem für die Auslegung und Optimierung solcher Netze entwickelt, welches sowohl von Funknetzbetreibern als auch von Regulierungsbehörden eingesetzt wird.

Speziell für Regulierungsbehörden bietet die Software von LS telcom seit 1995 ein Workflow- und Dokumenten-Management-System an, mit dem das gesamte administrative Arbeitsgebiet von Regulierungsbehörden inklusive der Lizenzvergabe softwarebasiert abgewickelt werden kann. Zusätzlich können Interferenzberechnungen durchgeführt und für nationale und internationale Koordinierungsaufgaben genutzt werden. Auch die Erstellung und Verwaltung von Frequenzplänen sowie deren Genehmigung und Zuweisung ist eine im Standardpaket von LS telcom enthaltene Funktion. Die Software deckt zudem auch das Beschwerdemanagement, die Auswertung und Koordinierung von Feld-

tests und die Rechnungserstellung ab. Neben Regulierungsbehörden nutzen auch Funknetzbetreiber zur optimalen Vorbereitung ihrer Lizenzanträge unsere speziellen Softwarelösungen in diesem Bereich.

Dienstleistungen

Einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren von Funknetzen ist deren optimale Planung. LS telcom unterstützt ihre Kunden daher beim Design, ebenso wie bei der Planung, der Realisierung und dem Management von Telekommunikationsprojekten. Das Dienstleistungsportfolio reicht von der Unterstützung bei Ausschreibungsverfahren um neue Funklizenzen, der Konzeptentwicklung über die Erarbeitung der gesamten Versorgungs- und Frequenzplanung, die Störungsanalyse, die Koordinierung und Verifizierung von Frequenzen bis zur Erstellung umfangreicher Gutachten und Machbarkeitsstudien sowie Beratung bei der Auswahl und Akquisition von geeigneten Sendestandorten.

Auch die strategische Beratung, beispielsweise bei der Auswahl der Funktechnologie, oder die Begleitung von Beschaffungsverfahren für komplette Netzinfrastruktur, einschließlich der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und der Auswertung der Angebote, gehören zum Kompetenzbereich der LS telcom-Experten. Soziodemografische Versorgungsanalysen, Netzoptimierung, Beratung rund um die Generierung, Konvertierung und der Handel mit kartografischen Daten sowie allgemeine Projektmanagementaufgaben runden das Leistungsspektrum ab, das für nahezu jeden Bereich der Telekommunikation angeboten werden kann.

Durch die Aktivitäten der kanadischen LS telcom Ltd. und der südafrikanischen Tochtergesellschaft LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. wird das umfangreiche Dienstleistungsportfolio im Bereich Planung und Beratung für internationale Regulierungsbehörden ergänzt. Dies umfasst neben allgemeiner Implementierungsund Prozessberatung die Entwicklung und Überarbeitung umfassender Frequenzpläne, die Spezifikation landesweiter Funküberwachungssysteme und die Definition neuer Lizenzierungs- und Vermarktungsstrategien für das Funkfrequenzspektrum.

Die "LS telcom Training Academy" bietet zusätzlich zu Grund- und Fortgeschrittenenkursen für LS telcom-Software in Verbindung mit Softwareprojekten auch Trainings, Seminare und Expertenkurse für spezielle Themen im Anwendungsbereich der Funktechnik. Von Kunden wird hier insbesondere die Flexibilität des LS telcom-Angebots geschätzt, das ihnen ermöglicht, zwischen standardisierten Kursen gemäß Seminar-Kalender und kundenspezifischen Trainings zu wählen. Alle Kurse können entweder als Veranstaltung direkt beim Kunden oder als komplett organisiertes Fortbildungspaket in der "LS telcom Training Academy" in Lichtenau gebucht werden.

Integrierte Systeme (Hard- und Software)

Ergänzend zu den reinen Softwareprodukten und reinen Dienstleistungen hat der LS telcom Konzern sein Produktportfolio in den letzten Jahren kontinuierlich um hardwarenahe Systeme ausgebaut. Diese integrierten Lösungen schließen sowohl LS telcom-Software und -Know-how als auch Hardwarekomponenten mit ein.

Bei der LS telcom AG in Deutschland befasst sich ein neues Geschäftsfeld mit Messsystemen zur Kontrolle der Spektrumnutzung im weitesten Sinne. Hier werden nicht nur komplette landesweite Funküberwachungssysteme konzipiert und umgesetzt, sondern auch neue Produkte, wie beispielsweise vernetzbare Sensoren für Langzeitmessungen von Funksignalen mit intelligentem Datenmanagement entwickelt, um der riesigen Datenmenge Herr zu werden. Derartige Funküberwachungssysteme sind notwendig, um die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und eine störungsfreie Funkübertragung zu gewährleisten. Mit den hier neuentwickelten Produkten tritt LS telcom nicht in Konkurrenz zu den herkömmlichen Messverfahren und –produkten, sondern ergänzt diese sinnvoll und überaus nutzbringend für den bereits bestehenden Kundenkreis der LS telcom-Softwaresysteme.

In Südafrika wurde das Dienstleistungsportfolio in den letzten Jahren entsprechend der besonderen Anforderungen des afrikanischen Marktes um Installations- und Integrationsarbeiten für digitale Fernsehsender erweitert. In Johannesburg produziert die LS telcom of South Africa mittlerweile Container mit digitalen TV-Senderanlagen und zugehörigen Stromversorgungseinheiten, die über ganz Afrika verteilt zum Einsatz kommen.

Märkte

Aufgrund der anhaltenden globalen Deregulierung der Telekommunikationsindustrie, des voranschreitenden weltweiten Aufbaus neuer Mobilfunknetze und der vollständigen Substituierung des analogen durch den digitalen Rundfunk sowie nun auch der Konvergenz von Mobil- und Rundfunkdiensten im Rahmen der Einführung neuer digitaler Funkdienste, rechnen wir in allen Geschäftssegmenten mit positiver Marktentwicklung in näherer Zukunft.

Nachdem sich insbesondere im Mobilfunkbereich in den letzten Jahren aufgrund des vorherrschenden Preiskampfes die Marktpreise für Standardplanungsleistungen stark reduziert haben, konzentriert sich LS telcom vorwiegend auf die Vermarktung von Expertise zur Lösung spezieller Nicht-Standard-Probleme. Mit dieser Strategie konnten in den beiden vergangenen Geschäftsjahren erfolgreich Projekte in unterschiedlichsten Anwendungsfeldern drahtloser Kommunikation akquiriert und abgeschlossen werden.

Zur Sicherung eines stabilen zukünftigen Wachstums setzen wir weiterhin auf eine gesunde Diversifizierung unserer Produktpalette, die durch die Ansprache verschiedener Kundengruppen erreicht wird. In allen Bereichen des Systemund Dienstleistungsgeschäfts rechnen wir aufgrund der laufenden technischen Neuerungen und der steigenden Anforderungen an die Effizienz funktechnischer Lösungen mit einer auch in 2014 weiter positiven Marktentwicklung.

Wettbewerb

Die Wettbewerbssituation in den verschiedenen Kundensegmenten ist unterschiedlich. Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass die Produkte von LS telcom im Vergleich zu den Lösungen anderer Unternehmen immer Spitzenplätze belegen.

Bei den softwaregestützten Planungssystemen für drahtlose Telekommunikationsnetze zählt LS telcom zu den technologisch führenden Anbietern weltweit. Die Softwarelösungen von LS telcom werden weltweit in einer Vielzahl bestehender Mobil- und Richtfunknetze eingesetzt. Die breite Nutzerbasis kann weiterhin als gute Startposition für die Einführung von auf neuen Funktechnologie-Generationen ausgerichteten Planungssystemen am Markt gewertet werden.

Die für Europa zwar nahezu abgeschlossene, aber in Afrika, Südamerika und großen Teilen Asiens noch laufende, flächendeckende Einführung digitalen Hör- und TV-Rundfunks wird in den kommenden Jahren weiterhin ein Garant sein für einen ordentlichen Bedarf spezifischer Rundfunk-Planungstools und zugehöriger Dienstleistungen. LS telcom hatte hier Pionierarbeit geleistet und ein Produkt zur Analyse bestehender Netze und zur Planung neuer Frequenzen

für digitalen terrestrischen Rundfunk entwickelt. In diesem Bereich konnte LS telcom ihre Position als weltweiter Marktund Technologieführer stetig ausbauen.

Noch existierende Telekom-Monopole werden weiter abgebaut. Es entstehen weltweit neue Regulierungsbehörden, wobei regionale Strukturen dazu führen, dass innerhalb eines Landes oftmals mehrere Behörden mit regionaler oder dienstespezifischer Zuständigkeit eingerichtet werden. Alle diese Behörden benötigen Software und Beratungsleistungen, um die speziellen Anforderungen, die sich für Regulierungsbehörden stellen, zu erfüllen. Von weltweit 206 Staaten haben erst relativ wenige entsprechend umfassende Softwaresysteme eingeführt. Die in den vergangenen ca. 15 Jahren aufgebauten Systeme müssen um webbasierte Funktionalität erweitert werden. Zudem wird bei diesen Vorreitern auch zunehmend die Integration in sogenannte Enterprise-Systemlösungen gefordert. Alles Merkmale, die derzeit allein von LS telcom-Systemen erfüllt werden.

In unterschiedlichen Ausbaustufen werden Systemlösungen der LS telcom Gruppe bereits in ca. 80 Ländern genutzt. Damit ist LS telcom unbestrittener internationaler Marktund Technologieführer.

Strategie

Ziel von LS telcom ist es, sowohl mit Personalressourcen als auch den verfügbaren liquiden Mitteln umsichtig und strategisch sinnvoll zu operieren.

Die Entwicklungen in der Vergangenheit zielten deshalb insbesondere auf die Festigung unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Telekommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich

die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf der Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen aber auch in verwandte Märkte bewegt und ihr Dienstleistungsund Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt.

Diese Entwicklung soll auch künftig mit Augenmaß fortgesetzt werden und der Gesellschaft aus ihrem Nischenmarkt zu weiterem Wachstum verhelfen, möglichst unter Wiederverwendung von bereits für den Kernmarkt getätigten Investitionen. Verwandte Märkte in diesem Sinne umfassen neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil (z. B. nichtzivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich) oder aber die bereits adressierten bestehenden Kunden mit neuen Produkten, welche bestehende Systemlösungen sinnvoll ergänzen (z. B. Funküberwachungssysteme für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und Störungsbeseitigung).

Ein hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In der sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich auch die Anforderungen laufend. LS telcom hatte daher in der Vergangenheit über lange Jahre nahezu 30 % des Umsatzes in die Entwicklung der Produkte investiert und wird auch in Zukunft in adäquatem Umfang investieren müssen. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio logisch durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom weiter zu steigern und sich gegebenenfalls auch hierdurch von temporär weniger gut laufenden Märkten zu entkoppeln.

Die komfortable Cash-Position versetzt LS telcom in die Lage, durch beschleunigte Entwicklungsleistungen neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der Technologie- und Marktführerschaft in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.

Der Ausbau des weltweiten Vertriebs wird die internationale Wachstumsstrategie beschleunigen und die Internationalisierung, insbesondere nach Asien sowie Nord- und Südamerika, vorantreiben. Der Vorstand ist grundsätzlich weiterhin bestrebt, wo möglich und sinnvoll, Unternehmen zu akquirieren, um Märkte und gegebenenfalls komplementäre Produkte hinzuzukaufen und möglichst noch marktbereinigend zu wirken. Jedoch wird dies wie in der Vergangenheit nicht vorrangiges Ziel sein, da solche Maßnahmen in der Regel mit beträchtlichen Einstandskosten verknüpft sind. Der Vorstand wird auch künftig diesbezüglich sich bietende Kooperations- und Investitionsalternativen sorgsam prüfen, allerdings in Zweifelsfällen (z. B. in punkto Integrationsfähigkeit und nachhaltiger Wertigkeit einer Akquisition) eher am Cash-Bestand festhalten und diesen für weiteres organisches Wachstum einsetzen.

Die LS telcom-Aktie 36

Kursentwicklung

Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Getragen von guten Unternehmensnachrichten entwickelte sich der Unternehmenswert der LS telcom AG im Geschäftsjahr 2012/2013 überaus positiv. Ausgehend von einem Kurs bei EUR 4,98 am 01.10.2012 stieg der Wert der LS telcom-Aktie im Lauf des Geschäftjahres nahezu einem linearen Verlauf folgend bis auf einen Höchstwert von EUR 11,15 am 27.09.2013. Zum Ende der Periode am 30.09.2013 schloss der Handel bei einem Wert von EUR 10,97. Die LS telcom-Aktie verteuerte sich damit um 120 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum um 21,28 % an Wert.

Die Marktkapitalisierung wuchs zum 30.09.2013 auf EUR 58.524.950, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 26.568.300 belief. Pro Börsentag wurden in der letzten Periode durchschnittlich 7.145 LS telcom-Aktien im Gegenwert von EUR 62.940 an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Zunahme der Handelsintensität in Aktienstückzahlen um 171 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet (i. V. 2.636 LS telcom-Aktien bzw. EUR 11.657 je Börsentag).

Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem Xetra.

Die LS telcom-Aktie im Überblick 1)

Börsenkürzel: LSX
Wertpapier-Kennnummer (WKN): 575440
International Securities Identification Number (ISIN): DE 000 575 440 2
Handelssegment General Standard
Notierungsaufnahme 15. März 2001
Aktienanzahl 5.335.000 Stück
Frei handelbare Aktien 2) 37,7 %
Gattung Nennwertlose
Stückaktien
Startkurs am 01.10.2012 4,98 €
Schlusskurs am 30.09.2013 10,97 €
Höchstkurs 11,15 €
Tiefstkurs 4,98 €
Marktkapitalisierung zum 30.09.2013 58.524.950 €

1) Alle Börsenkurse und Berechnungen basieren auf Schlusskursen des elektronischen Handelssystems Xetra im Zeitraum vom 01.10.2012 - 30.09.2013.

2) Frei handelbare Aktien, die weder von Dr. Manfred Lebherz noch von Dr. Georg Schöne kontrolliert werden und sich auch nicht im Eigenbesitz der LS telcom AG befinden.

Aktionärsstruktur

Von den insgesamt 5.335.000 Aktien der LS telcom AG befinden sich 59,05 % im Besitz der Vorstände Dr. Georg Schöne (30,22 %) und Dr. Manfred Lebherz (28,83 %). Am 30.09.2013 befanden sich außerdem 3,3 % der Aktien im Besitz der LS telcom AG. Damit waren zum Geschäftsjahresende 37,65 % der Aktien frei handelbar. Außer den beiden Firmengründern kontrollierte mehr als 5 % der Stimmrechte an der LS telcom AG Frau Ingrid Weißpfenning (letzte Stimmrechtsmitteilung nach WpHG: 9,39 %). Die Liechtensteiner IFM Independent Fonds Management AG hielt als Treuhänder für den Fonds "Scherrer Small Caps Europe" zu Beginn des Geschäftsjahres ebenfalls mehr als 5 % der Stimmrechte. Im Mai 2013 reduzierte sie ihre Anteile zunächst auf unter 5 %. Seit Oktober 2013 hält sie weniger als 3 % der Stimmrechte (letzte Stimmrechtsmitteilung nach WpHG: 2,94 %).

Investor Relations

Um Anleger, Analysten und die Öffentlichkeit zeitnah mit wichtigen Neuigkeiten zu LS telcom zu versorgen, bietet unsere Investor Relations-Abteilung einen Abo-Service an. Nach einmaliger Registrierung bekommen die Teilnehmer dann die Informationen direkt per E-Mail zugeschickt. Anmelden können sich Interessenten für diesen Dienst mit einer kurzen Nachricht an Frau Bleich ([email protected]) oder mithilfe des Online-Formulars auf unserer Homepage www.LStelcom.com.

Aktionärsstruktur und Anteile in %

Corporate Governance Bericht 2013 38

Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen.

Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex"), die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern.

Vor diesem Hintergrund berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung sowie unter anderem auch über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.

1. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der LS telcom AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG vom 16. Dezember 2013

Nach § 161 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen.

Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 29.11.2013 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der maßgeblichen Fassung vom 13.05.2013 befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 07.12.2012 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2013 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 Satz 1; Satz 3 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers in elektronischer Form einzureichen.

Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2013, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 13.05.2013, hat folgenden Wortlaut:

Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Nummerierung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:

  • 3.8: Ein Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung (Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung) besteht für die Mitglieder des Vorstands, nicht jedoch für die Mitglieder des Aufsichtsrats.
  • Begründung: Ein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist im bestehenden Versicherungsvertrag nicht vereinbart. Für eine Änderung der vertraglichen Grundlagen sieht die Gesellschaft derzeit keine Veranlassung. Angesichts der moderaten Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit müsste im Falle der Übernahme erheblicher unversicherter Haftungsrisiken die Aufsichtsratsvergütung spürbar erhöht werden, was weder im Interesse der Gesellschaft noch der Aktionäre liegt.
  • 5.1.2: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie die Behandlung der Konditionen der Anstellungs-Dienstverträge der Vorstandsmitglieder (einschließlich der Vergütungsfragen) keinem Ausschuss übertragen.

  • 39

  • Begründung: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern und kann infolgedessen keine Ausschüsse bilden, es sei denn, diese wären mit dem Plenum des Aufsichtsrats personengleich, was aber sinnlos wäre. Ausschüsse wären somit gemäß § 108 Abs. 2 Satz 3 AktG nicht beschlussfähig.

5.2/5.3.1/

  • 5.3.2: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern; Ausschüsse wären damit gemäß § 108 Abs. 2 S. 3 AktG nicht beschlussfähig. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex über Ausschüsse des Aufsichtsrats sind auf die LS telcom AG nicht anwendbar. Gleiches gilt für diejenigen Empfehlungen, denen zufolge der Vorsitzende des Aufsichtsrats zugleich Vorsitzender bestimmter Ausschüsse sein soll.
  • 5.4.1: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt.
  • Begründung: Der Aufsichtsrat, dessen Mitglieder sich auch weiterhin in bester körperlicher und geistiger Verfassung befinden, sieht derzeit keine Veranlassung, eine förmliche Altersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrats festzulegen.
  • 5.4.6: Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen können bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt werden, da die Empfehlungen des Kodex über die Bildung von Ausschüssen auf die LS telcom AG nicht anwendbar sind.
  • 7.1.1: Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre und Dritte in regelmäßigen Abständen, insbesondere unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten, über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, über die einschlägigen börsenrechtlichen Listing-Bestimmungen (u. a. §§ 47 ff. der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse) und die gesetzlichen Bestimmungen (u. a. §§ 37 v; 37 w; 37 x WpHG) hinaus während des Geschäftsjahres formalisierte Zwischenberichte zu bestimmten Stichtagen zu erstellen, zu versenden bzw. elektronisch zugänglich zu machen.
  • Begründung: Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Übernahme weiterreichender Informations- und Mitteilungspflichten würde einen unvertretbaren Zusatzaufwand verursachen und keinen nennenswerten Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft erbringen.
  • 7.1.2: Die Gesellschaft veröffentlicht Halbjahresberichte nach den gesetzlichen Bestimmungen des § 37 w WpHG spätestens zwei Monate nach Ablauf des Berichtszeitraums. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, Halbjahres- bzw. Quartalsfinanzberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich zu machen.
  • Begründung: Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Verpflichtung zur Einhaltung noch kürzerer Zeitintervalle zur Berichterstattung der Gesellschaft würde einen nicht vertretbaren Aufwand verursachen, dem auch insoweit kein nennenswerter Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft korrespondieren würde.

Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 07.12.2012 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.

Lichtenau, den 16. Dezember 2013

Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG Für den Vorstand der LS telcom AG gez. Dr. Winfried Holtermüller, gez. Dr. Manfred Lebherz, Vorsitzender des Aufsichtsrats Sprecher des Vorstands

2. Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats (Ziffer 4.2.5 und 5.4.6 des Kodex)

Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands wird in einem gesonderten Vergütungsbericht beschrieben, in dem auch die individuellen Vergütungen der Mitglieder des Vorstands offengelegt werden. Dieser quantitative Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und des Konzern-Lageberichts und damit an anderer Stelle jeweils vollständig in diesem Geschäftsbericht der LS telcom AG wiedergegeben. Wir verweisen insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F, sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.

3. Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner Zusammensetzung (Ziffer 5.4 des Kodex)

Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 beschlossen, bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern und auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats das Kriterium der Vielfalt verstärkt zu beachten. Zielrichtung ist es, neben einer ausgewogenen fachlichen Qualifikation des Gremiums durch Berücksichtigung von Vielfalt bei weiterem Wachstum des Unternehmens und damit auch seiner Organe, eine größere Internationalität und eine angemessene Vertretung von Frauen im Vorstand und Aufsichtsrat zu erreichen.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 vereinbart, konkrete Ziele für die künftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats festzulegen, diese aber nicht auf das Thema Frauenbeteiligung zu beschränken. Vielmehr sollen weitere Kriterien eine heterogene Besetzung des Aufsichtsrats sicherstellen. Im Einzelnen wurden folgende konkrete Ziele beschlossen:

  • • Angemessene Berücksichtigung von Frauen bei Aufstellung von Kandidaten zur nächsten regulären Neuwahl des Aufsichtsrats.
  • • Berücksichtigung von Kandidaten mit internationalem Hintergrund zur nächsten regulären Neuwahl des Aufsichtsrats.
  • • Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren
  • • Berücksichtigung von technischem Sachverstand
  • • Berücksichtigung von Kenntnis des Unternehmens
  • • Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
  • • Vermeidung von Interessenkonflikten

Die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie die Auswahl von Kandidaten zur Bestellung als Vorstandsmitglied werden sich auch unter Berücksichtigung dieser Ziele ausschließlich am Wohl des Unternehmens orientieren.

4. Interessenkonflikte (Ziffer 4.3, 5.4.2 und 5.5 des Kodex)

Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten während des Geschäftsjahres nicht auf.

Dem Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie dem Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.1., können die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen entnommen werden. Keiner der Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglieder nimmt mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von Gesellschaften mit vergleichbaren Anforderungen wahr. Die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzern-Abschlusses dargestellt.

5. Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte sowie Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat (Ziffer 6.3 des Kodex)

Nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahe stehende Personen verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der LS telcom AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, sobald der Wert der entsprechenden Geschäfte 5.000 Euro im Kalenderjahr erreicht oder übersteigt (Directors' Dealings).

Der LS telcom AG sind für das Geschäftsjahr 2012/2013 keine Meldungen über Directors' Dealings zugegangen.

Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der LS telcom AG beträgt zum 30. September 2013 mehr als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesamtbesitz des Vorstands beläuft sich an diesem Stichtag auf 3.154.464 Stückaktien, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 14.546 Stückaktien.

Zur detaillierten Aufteilung der vom Vorstand gehaltenen Aktien auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.1.

6. Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft (Ziffer 7.1.3 des Kodex)

Im Geschäftsjahr 2012/2013 hatte das Unternehmen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme implementiert.

Eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in den Vorstandsverträgen bezieht sich auf die Wertentwicklung der LS telcom Aktie und besitzt insofern den Charakter virtueller Aktienoptionen. Zur detaillierten Information verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.

7. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB) beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Kodex weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die LS telcom AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten.

Die gesamte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar.

Mehrjährige Kennzahlenübersicht 42

LS telcom Konzern-Ergebnisse
im Überblick nach IFRS
2005/2006 2006/2007 2007/2008 2008/2009
Ertragsdaten
Umsatz in TEUR 10.531 13.745 12.652 11.937
Exportquote in % 87 91 91 85
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen
und Amortisationen (EBITDA)
in TEUR 2.543 3.219 2.604 1.741
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in TEUR 506 1.121 588 -174
Ergebnis vor Steuern (EBT) in TEUR 624 1.013 462 -401
Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenan
teilen)
in TEUR 801 1.156 450 -881
Finanzdaten
Investitionen gesamt in TEUR 1.691 3.003 1.698 2.643
Abschreibungen gesamt in TEUR 2.037 2.098 2.016 1.915
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmit
telfonds
in TEUR 365 -886 -298 -1.550
Bilanzdaten
Liquide Mittel (Kasse, Bank, Wertpapiere des
Umlaufvermögens)
in TEUR 5.489 4.603 4.305 2.755
Bilanzsumme in TEUR 14.760 20.782 21.293 19.383
Eigenkapital in TEUR 11.983 13.105 13.473 12.160
Eigenkapitalquote in % 81,2 63,1 63,3 62,7
Kennzahlen Aktie
Ergebnis je Aktie in EUR 0,15 0,22 0,08 -0,17
Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (30.09.) in EUR 2,41 2,63 1,79 1,47
Jahreshoch/-tief (Schlusskurs) in EUR 3,76/1,67 2,97/2,40 2,75/1,30 2,13/1,30
Anzahl der Aktien 5.335.000 5.335.000 5.335.000 5.335.000
Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende
(Schlusskurs 30.09.)
in TEUR 12.857 14.031 9.550 7.842
Liquidität je Aktie in EUR 1,03 0,86 0,81 0,52
Mitarbeiter
Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30.09.) 98 117 122 134
Personalaufwand in TEUR 6.570 7.862 8.152 8.645
$\rightarrow$
83 $\sim$
1878
9250
97.70
$\sim$
Differenz absolut
GJ 2011/2012
zu 2012/2013
Differenz relativ in %
GJ 2011/2012
zu 2012/2013
10.050 36,1
2
1.595 25,7
2.567 81,8
2.472 81,9
815 27,1
488 12,0
-972 -31,6
1.705 -103,9
-1 -0,0
4.201 15,2
3.032 17,9
1,4
0,16 27,6
5,77 111,0
30.783 111,0
0,00 0,0
94 59,5
3.531 29,9
2009/2010 2010/2011 2011/2012 2012/2013
16.225 20.699 27.868 37.918
80 85 93 95
3.728 4.539 6.217 7.812
1.572 2.331 3.140 5.707
1.320 2.125 3.017 5.489
940 1.521 3.008 3.823
1.996 2.797 4.081 4.569
2.156 2.208 3.077 2.105
2.251 2.489 -1.641 64
5.069 7.525 5.942 5.941
21.399 26.073 27.561 31.762
13.213 14.449 16.921 19.953
61,7 55,4 61,4 62,8
0,18 0,29 0,58 0,74
1,85 3,43 5,20 10,97
2,02/1,30 4,35/1,82 5,23/3,22 11,15/4,98
5.335.000 5.335.000 5.335.000 5.335.000
9.870 18.304 27.742 58.525
0,95 1,41 1,11 1,11
137 143 158 252
9.057 10.077 11.809 15.340

Konzern-Bilanz (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, zum 30. September 2013

Aktiva

in TEUR Erläuterung 30.09.2013 30.09.2012
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte D.3. 5.635 4.250
Geschäfts- und Firmenwert D.4. 1.608 1.681
Sachanlagen D.5. 6.222 5.370
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen D.6. 518 235
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte D.7. 0 500
Latente Steuern D.8. 82 609
14.065 12.645
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte D.9. 136 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen D.10. 9.887 7.317
Liquide Mittel D.12. 5.941 5.942
Ertragsteuerforderungen D.13. 77 0
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
D.14. 898 651
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte D.15. 758 1.006
17.697 14.916
Summe Vermögenswerte 31.762 27.561

Passiva

in TEUR Erläuterung 30.09.2013 30.09.2012
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital D.16. 5.335 5.335
Kapitalrücklage D.16. 4.710 4.710
Gewinnrücklagen D.16. 32 32
Rücklage aus Währungsumrechnung D.16. -376 -212
Konzern-Bilanzgewinn D.16. 10.169 7.120
Eigene Anteile D.16. -355 -355
Anteile anderer Gesellschafter D.16. 438 291
19.953 16.921
Langfristige Schulden
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten D.17. 2.526 2.753
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten D.18. 673 204
Latente Steuern D.19. 814 298
4.013 3.255
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen D.20. 73 87
Kurzfristige Rückstellungen D.20. 559 421
Erhaltene Anzahlungen und Fertigungsaufträge D.21. 736 1.201
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen D.22. 1.691 2.002
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten D.23. 533 338
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten D.24. 4.204 3.336
7.796 7.385
Summe Schulden 11.809 10.640
Summe Eigenkapital und Schulden 31.762 27.561

Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013

in TEUR Erläuterung 2012/2013 2011/2012
Umsatzerlöse E.2. 37.918 27.868
Sonstige betriebliche Erträge E.3. 1.004 1.382
Aktivierte Eigenleistungen E.4. 2.313 1.939
Gesamtleistung 41.235 31.189
Materialaufwand E.5. 12.447 8.770
Personalaufwand E.6. 15.340 11.809
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte des Anlagevermögens
E.7. 2.105 3.077
Sonstige betriebliche Aufwendungen E.8. 5.636 4.393
Betriebsergebnis 5.707 3.140
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen E.9. -1 115
Zinserträge E.9. 60 44
Zinsaufwendungen E.9. 276 282
Finanzergebnis -217 -123
Ergebnis vor Steuern 5.490 3.017
Ertragsteuern E.10. 1.431 -60
Jahresergebnis 4.059 3.077
Übriges Ergebnis mit Umgliederung in die Konzern-Gewinn
und-Verlust-Rechnung zu einem späteren Zeitpunkt (recycling)
Währungsdifferenzen -253 -56
Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) -253 -56
Summe Gesamtergebnis der Periode 3.806 3.021

Zurechnung des Jahresergebnisses

Ergebnisanteil fremder Gesellschafter 236 69
Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG 3.823 3.008
4.059 3.077

Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode

Ergebnisanteil fremder Gesellschafter 147 71
Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG 3.659 2.950
3.806 3.021
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR E.11. 0,74 0,58
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) E.11. 5.161.000 5.162.398

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013

Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens Anteile
fremder Ge
sellschafter
Konzern
Eigen
kapital
in TEUR Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rück
lage
Gewinn
rück
lage
Rücklage aus
Währungs
umrechnung
Eigene
Anteile
Konzern
Bilanz
gewinn
Summe TEUR Summe
2011/2012
Stand am 01.10.2011 5.335 4.710 32 -154 -322 4.628 14.229 220 14.449
Gesamtergebnis -58 3.008 2.950 71 3.021
Rückkauf eigener Anteile -33 -33 -33
Ausschüttung an
Aktionäre
-516 -516 -516
Stand am 30.09.2012 5.335 4.710 32 -212 -355 7.120 16.630 291 16.921
2012/2013
Stand am 01.10.2012 5.335 4.710 32 -212 -355 7.120 16.630 291 16.921
Gesamtergebnis -164 3.823 3.659 147 3.806
Ausschüttung an
Aktionäre
-774 -774 -774
Stand am 30.09.2013 5.335 4.710 32 -376 -355 10.169 19.515 438 19.953

Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr 2012/2013

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Periodenergebnis 4.059 3.077
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens
2.105 3.077
-/+ Zunahme/Abnahme aktive latente Steuern 487 -147
-/+ Abnahme/Zunahme passive latente Steuern 544 -238
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 427 -180
-/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
-21 -29
-
Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie der übrigen Aktiva
-2.953 -1.837
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie der übrigen Passiva
562 -734
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5.210 2.989
+
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Anlagevermögens
33 54
-
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen
-4.405 -4.135
-
Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bewerteten
Beteiligungen
-197 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.569 -4.081
-
Ausschüttung an Aktionäre
-774 -516
-
Auszahlungen für den Rückkauf eigener Anteile
0 -33
+
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten
278 0
-
Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten
-81 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -577 -549
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 64 -1.641
+/- Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -90 58
+
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
5.942 7.525
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.916 5.942

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, im Geschäftsjahr 2012/2013

in TEUR Stand am
01.10.2012
Währungs
anpassung
Zugänge Um
buchungen
Abgänge Stand am
30.09.2013
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
2.062 -51 415 0 205 2.221
2. Entwicklungskosten 30.565 -106 2.313 0 0 32.772
32.627 -157 2.728 0 205 34.993
II. Geschäfts- und Firmenwert 1.681 -73 0 0 0 1.608
III. Sachanlagen
1. Grundstücke und Einbauten auf fremden
Grundstücken
5.747 -4 115 14 0 5.872
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.885 -91 1.091 0 85 3.800
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 605 0 471 -14 0 1.062
9.237 -95 1.677 0 85 10.734
IV. Nach der Equity-Methode bewertete
Beteiligungen
235 -4 319 0 32 518
V. Sonstige langfristige finanzielle
Vermögenswerte
500 0 0 0 500 0
44.280 -329 4.724 0 822 47.853

Anschaffungs-/Herstellungskosten

Anlage 6/1

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, im Geschäftsjahr 2011/2012

Anschaffungs-/Herstellungskosten
in TEUR Stand am
01.10.2011
Währungs
anpassung
Zugänge Abgänge Stand am
30.09.2012
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
2.146 55 49 188 2.062
2. Entwicklungskosten 28.510 116 1.939 0 30.565
30.656 171 1.988 188 32.627
II. Geschäfts- und Firmenwert 1.602 79 0 0 1.681
III. Sachanlagen
1. Grundstücke und Einbauten auf fremden
Grundstücken
5.489 0 258 0 5.747
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.247 19 784 165 2.885
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 605 0 605
7.736 19 1.647 165 9.237
IV. Nach der Equity-Methode bewertete
Beteiligungen
119 1 115 0 235
V. Sonstige langfristige finanzielle
Vermögenswerte
0 0 500 0 500
40.113 270 4.250 353 44.280
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am
01.10.2012
Währungs
anpassung
Zugänge Abgänge Stand am
30.09.2013
Stand am
30.09.2013
Stand am
30.09.2012
1.872 -50 109 205 1.726 495 190
26.505 -105 1.232 0 27.632 5.140 4.060
28.377 -155 1.341 205 29.358 5.635 4.250
0 0 0 0 0 1.608 1.681
2.202 -1 213 0 2.414 3.458 3.545
1.665 -45 551 73 2.098 1.702 1.220
0 0 0 0 0 1.062 605
3.867 -46 764 73 4.512 6.222 5.370
0 0 0 0 0 518 235
0 0 0 0 0 0 500
32.244 -201 2.105 278 33.870 13.983 12.036
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am
01.10.2011
Währungs
anpassung
Zugänge Abgänge Stand am
30.09.2012
Stand am
30.09.2012
Stand am
30.09.2011
1.908 54 98 188 1.872 190 238
23.997 114 2.394 0 26.505 4.060 4.513
25.905 168 2.492 188 28.377 4.250 4.751
0 0 0 0 0 1.681 1.602
1.998 0 204 0 2.202 3.545 3.491
1.412 12 381 140 1.665 1.220 835
0 0 0 0 0 605 0
3.410 12 585 140 3.867 5.370 4.326
0 0 0 0 0 235 119
0 0 0 0 0 500 0
29.315 180 3.077 328 32.244 12.036 10.798

Konzern-Anhang der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr 2012/2013 52

A. Informationen zum Unternehmen

Die LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz in Lichtenau ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Hardund Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung, des Frequenzmanagements und der sonstigen Systemlösungen sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.

Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2013 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften.

Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2013 sowie den Konzern-Lagebericht 2012/2013 am 21. November 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS).

Alle zum Bilanzstichtag durch die EU im Rahmen des Endorsement übernommenen, geltenden Grundsätze des Framework und die IFRS des International Accounting Standards Board (IASB) sowie die Auslegungsregeln des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee des IASB (IFRS IC) fanden Anwendung.

Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2012/2013 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG.

Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben - auf Tausend Euro (TEUR).

Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315a HGB. Die zusätzlichen Vorschriften nach deutschem Handelsrecht, für die eine Pflicht zur Anwendung besteht, wurden beachtet.

Dem Konzern-Abschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 ergaben sich aufgrund erstmalig anzuwendender Neuregelungen keine Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss der Gesellschaft.

Neue Standards und Interpretationen

Folgender geänderter und durch die EU anerkannter Standard war für das Geschäftsjahr 2012/2013 erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Standard / Interpretation Anzuwenden ab
Geschäftsjahr
IAS 1 Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses 01.07.2012

Änderung von IAS 1: Darstellung des Posten des sonstigen Ergebnisses

Die Änderung sieht ein neues Gliederungsschema für das sonstige Ergebnis vor. Die einzelnen Bestandteile des sonstigen Ergebnisses sind danach zu gruppieren, ob diese zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden (recycling) oder nicht. So sind z. B. Neubewertungsbeträge bei Sachanlagevermögen (IAS 16) oder versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen (IAS 19) in der Gruppe der nicht recycling-fähigen Bestandteile darzustellen. Zur Gruppe der recycling-fähigen Bestandteile gehören unter anderem Differenzen aus der Währungsumrechnung (IAS 12), Neubewertungsbeträge aus Available-for-Sale-Wertpapieren (IAS 39) und Veränderungen der Rücklage für Cashflow-Hedges (IAS 39).

Für den Ausweis der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern sieht die Neufassung ein Wahlrecht vor. Nach Variante 1 sind alle Positionen des sonstigen Ergebnisses abzüglich der darauf anfallenden Ertragsteuern zu zeigen (Nettodarstellung). Bei Variante 2 werden alle Bestandteile vor Steuern ausgewiesen (Bruttodarstellung) und der Steuerausweis erfolgt kumuliert in einem der jeweiligen Gruppe nachgestellten Sammelposten. Unabhängig von der gewählten Darstellungsform ist es darüber hinaus auch weiterhin notwendig, eine detaillierte Zuordnung der Ertragsteuern auf die Einzelpositionen des sonstigen Ergebnisses im Anhang zu zeigen.

Die Erstanwendung des geänderten IAS 1 hatte keinen Einfluss auf die Darstellung des Konzern-Abschlusses, da das sonstige Ergebnis der Gesellschaft ausschließlich aus recycling-fähigen Bestandteilen besteht.

Standard / Interpretation Anzuwenden ab
Geschäftsjahr
IAS 12 Latente Steuern - Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte 01.01.2013
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 01.01.2013
IAS 27 Einzelabschlüsse 01.01.2014
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen 01.01.2014
IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten 01.01.2014
IAS 36 Impairment - Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten 01.01.2014 *)
IFRS 1 ausgeprägte Hochinflation und Rücknahme eines festen Übergangszeitpunktes
für Erstanwender
01.01.2013
IFRS 1 Darlehen der öffentlichen Hand 01.01.2013
IFRS 7 Darstellung: Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten 01.01.2013
IFRS 9 Finanzinstrumente - Klassifizierung und Bewertung – **)
IFRS 9 Finanzinstrumente - finanzielle Verbindlichkeiten – **)
IFRS 10 Konsolidierte Abschlüsse 01.01.2014
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 01.01.2014
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 01.01.2014
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 01.01.2013
IFRIC 20 Bilanzierung von Abraumbeseitigung im Tagebergbau 01.01.2013
IFRIC 21 Abgaben 01.01.2014 *)
diverse Finanzinstrumente - Übertragung von Derivaten und Beibehaltung des Sicherungszu
sammenhangs (Änderung zu IAS 39 und IFRS 9)
01.01.2014 *)
diverse Finanzinstrumente - verpflichtende Erstanwendung (Änderung zu IFRS 9 und IFRS 7) – **)
diverse Investmentgesellschaften (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27) 01.01.2014
diverse Übergangsvorschriften (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12) 01.01.2014
diverse Jährliches Verbesserungsverfahren 2009 - 2011 01.01.2013

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, aber zum Teil von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:

*) Noch keine Übernahme durch die EU-Kommission.

**) Das IASB hat den bisher in IFRS 9 enthaltenen Zeitpunkt für seine Erstanwendungspflicht ab dem 01.01.2015 aufgehoben. Ein neuer Erstanwendungszeitpunkt wird erst festgelegt, wenn der Standard vollständig vorliegt.

Im Mai 2011 hat das IASB mit IFRS 10: Konsolidierte Abschlüsse, IFRS 11: Gemeinschaftliche Vereinbarungen und IFRS 12: Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen drei neue Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen veröffentlicht. Gleichzeitig wurden an den bisherigen Standards IAS 27 und IAS 28 Folgeänderungen aufgrund der Neuregelungen vorgenommen.

IFRS 10: Konsolidierte Abschlüsse

IFRS 10 führt eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung für sämtliche Unternehmen ein und schafft damit eine einheitliche Grundlage für die Bestimmung des Vorliegens einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Der Standard enthält umfassende Anwendungsleitlinien zur Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses. Der neue Standard ersetzt SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" vollständig sowie IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" teilweise.

IFRS 11: Gemeinschaftliche Vereinbarungen

IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausübt. Für die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen ist künftig nur noch die Equity-Methode zulässig. Die bisher alternativ anwendbare Quotenkonsolidierung wird abgeschafft. Der neue Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen".

IFRS 12: Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

IFRS 12 fasst alle Anhangangaben in einem Standard zusammen, die ein Unternehmen mit Anteilen an bzw. einem Engagement in anderen Unternehmen erfüllen muss; hierzu gehören Anteile an Tochtergesellschaften, Anteile an assoziierten Unternehmen, Anteile an gemeinschaftlichen Vereinbarungen (Joint Arrangements) sowie Anteile an strukturierten Unternehmen. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften zu den Anhangangaben in IAS 27, IAS 28, IAS 31 und SIC-12.

Änderung IAS 27: Einzelabschlüsse

Der geänderte IAS 27 enthält infolge der neuen Verlautbarung IFRS 10 nur noch Regelungen, die für einen nach IFRS erstellten separaten Einzelabschluss relevant sind.

Änderung IAS 28: Anteile an assoziierten Unternehmen

Der angepasste IAS 28 regelt die Rechnungslegung für Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Anforderungen für die Anwendung der Equity-Methode bei der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen.

Der Konzern prüft derzeit die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 auf den Konzern-Abschluss. Eine abschließende Beurteilung kann noch nicht erfolgen.

IFRS 9: Finanzinstrumente

IFRS 9 soll den bisherigen IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vollständig ersetzen. Im November 2009 wurde zunächst IFRS 9 "Finanzinstrumente - Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten" veröffentlicht. Gemäß der Methodik von IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Zuordnung zu einer der beiden Bewertungskategorien hängt davon ab, wie ein Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert (sein Geschäftsmodell) und von der Art der

vertraglich vereinbarten Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte. Der Standard wurde durch im Oktober 2010 veröffentlichte Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten sowie der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergänzt. Die verpflichtende Erstanwendung des IFRS 9 wurde im Dezember 2011 durch das IASB vom 1. Januar 2013 auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verschoben.

Aufgrund des noch unbekannten Erstanwendungszeitpunkts und der noch fehlenden Empfehlung zur Übernahme durch die EU hat der Konzern noch keine detaillierte Prüfung der möglichen Auswirkungen des IFRS 9 vorgenommen.

IFRS 13: Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" veröffentlicht. IFRS 13 enthält eine Definition des beizulegenden Zeitwerts sowie Regelungen, wie dieser zu ermitteln ist, wenn andere IFRS-Vorschriften die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert als Wertmaßstab vorschreiben. Der Standard selbst enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Mit Ausnahme der in IFRS 13 explizit ausgenommenen Standards definiert IFRS 13 einheitliche Anhangangaben für alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie für alle Vermögenswerte und Schulden, für die die Angabe des beizulegenden Zeitwerts als Anhangangabe erforderlich ist; hierdurch werden insbesondere in Bezug auf die nicht finanziellen Vermögenswerte die Angabenpflichten erweitert.

Der Konzern geht derzeit davon aus, dass die Anwendung des neuen Standards zu erweiterten Anhangangaben führen wird.

IAS 36 - Impairment – Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten

Die geringfügigen Änderungen an IAS 36 betreffen die Angabepflichten zu wertgeminderten nicht-finanziellen Vermögenswerten. Hintergrund für diese Änderungen waren die Verabschiedung des IFRS 13 "Ermittlung des Fair Value", in deren Verlauf auch IAS 36 angepasst worden war, und zum anderen die Vorlage eines Entwurfs (ED/2012/1) zu den jährlichen Änderungen der IFRS.

Durch die Änderungen besteht die Pflicht, den erzielbaren Betrag jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit anzugeben, für die der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer im Vergleich zum entsprechenden Gesamtbuchwert wesentlich ist. Dadurch soll die Anwendung der Vorschrift, den erzielbaren Betrag anzugeben, auf die Fälle beschränkt werden, in denen in der laufenden Berichtsperiode eine Wertminderung erfasst wurde. Eine weitere Änderung betrifft die Angabe des Abzinsungssatzes, der bei der Schätzung des erzielbaren Wertes angewendet wurde.

Der Konzern prüft derzeit, ob die Anwendung des neuen Standards zu erweiterten Anhangangaben führen wird.

Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Erstanwendung der neuen Rechnungslegungsvorschriften, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzern-Abschlusses haben werden.

Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

C. Konsolidierungsgrundsätze

1. Konsolidierungskreis

Der Konzern-Abschluss umfasst alle Unternehmen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte ein Beherrschungsverhältnis im Sinne von IAS 27 besteht. Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die Gesellschaft direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft tritt. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

In den Konzern-Abschluss sind gemäß IAS 27 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und die einheitliche Leitung ausübt:

Name und Sitz Währung Gezeichnetes
Kapital
Anteil am Kapital % Zeitpunkt der
Erstkonso
lidierung
LS telcom Ltd.,
Ottawa/Kanada
CAD 1.829.000 100 01.06.2002
Vision2Comm GmbH,
Lichtenau/Deutschland
EUR 25.000 100 27.05.2003
LS telcom SAS,
Vélizy/Frankreich
EUR 100.000 100 01.11.2006
LS of South Africa Radio
Communication Services (Pty) Ltd.,
Ruimsig/Südafrika
ZAR 300 51 30.09.2007
NG Networks Co., Ltd.
Suzhou/China
EUR 147.745 40 28.05.2009
Colibrex GmbH,
Lichtenau/Deutschland
EUR 25.000 100 14.07.2011
LS telcom Inc.,
Bowie, Maryland/USA
USD 1.000 100 27.07.2011
LST Consult FZ-LLC,
Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
AED 50.000 24 09.10.2012
LS telcom UK Ltd.,
London/Großbritannien
GBP 1.000 100 21.05.2013

Bei den assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd. und LST Consult FZ-LLC hat die Gesellschaft die Möglichkeit einen maßgeblichen Einfluss auszuüben.

2. Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2013 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet.

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.

Für Fälle nach dem 31. März 2004 erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmetho-

de. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt, zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sowie Verkäufe von Anlagevermögen zwischen Konzern-Gesellschaften wurden ebenfalls berücksichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

D. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

1. Anschaffungskostenprinzip

Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise der Geschäfts- oder Firmenwert, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstests werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (CGUs). Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.

2. Fremdwährungsumrechnung

a) Transaktionen

Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft.

Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. unter der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

b) Umrechnung der Jahresabschlüsse

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die bei Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Durchschnittskurs Stichtagskurs
Land Währung 2012/2013
EUR 1,00 =
2011/2012
EUR 1,00 =
30.09.2013
EUR 1,00 =
30.09.2012
EUR 1,00 =
Kanada CAD 1,3325 1,30686 1,3935 1,26526
Südafrika ZAR 12,1732 10,43406 13,6488 10,69290
USA USD 1,3122 1,29729 1,3523 1,28596
Großbritannien GBP 0,8409 - 0,8379 -

Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:

3. Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die in der Regel drei bis acht Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.

Der Bewertungsansatz selbstgeschaffener immaterieller Vermögenswerte ergibt sich aus den direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den fakturierten Kosten angesetzt. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte. Die Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die technologische Durchführbarkeit feststeht. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre. Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßige Wertkorrekturen (i. V. TEUR 821) vorgenommen.

Zugänge zu den Abschreibungen sind in der Position "Abschreibungen" erfasst.

Aufwendungen für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von TEUR 2.453 (i. V. TEUR 1.779) sofort als Aufwand erfasst.

Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.

4. Geschäfts- und Firmenwert

Als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird der Betrag der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses angesetzt, der den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt übersteigt.

Die Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, (TEUR 719) und der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich (TEUR 889).

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand erfasst und - auch wenn sie unterjährig in Zwischenabschlüssen der Gesellschaft erfasst wurde - in den Folgeperioden nicht wieder aufgeholt.

Die Geschäfts- und Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Im Erwerbszeitpunkt gehörten diese auf Segmentebene dem Unternehmensbereich Systemlösungen an. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Hardwarenahe Systeme mit TEUR 523, dem Segment Dienstleistungen mit TEUR 173 sowie dem Segment Softwaresysteme mit TEUR 912 zugeordnet.

Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen dreijährigen Planungszeitraum umfassen. Wesentliche Planungsprämissen betreffen das zugrunde gelegte Umsatzwachstum sowie die EBIT-Marge. Für die Detailplanung werden Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen, insbesondere abgeleitet aus den aktuellen Auftragsbeständen und Vertriebsaussichten, bezüglich der künftigen Marktentwicklung berücksichtigt. Bei der Berechnung der ewigen Rente wird, basierend auf dem jeweiligen durchschnittlichen Marktwachstum, ein zukünftiges Unternehmenswachstum berücksichtigt. Die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum wurden unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 % extrapoliert. Das Wachstum der ewigen Rente liegt unterhalb des langfristigen durchschnittlichen organischen Wachstums und unterhalb des langfristigen durchschnittlichen erwarteten zukünftigen Marktwachstums. Die so ermittelten Zahlungsströme werden mit den für jede Zahlungsmittel generierende Einheit individuell ermittelten, gewichteten Gesamtkapitalkosten vor Steuern abgezinst, um den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit zu bestimmen. Der Gesamtkapitalkostensatz vor Steuern wird über ein iteratives Verfahren ermittelt, so dass der Nutzungswert vor Steuern dem Nutzungswert nach Steuern entspricht. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 10,99 % (LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich) bzw. 9,64 % (LS telcom Limited, Ottawa/Kanada). Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich.

Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.

Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.

5. Sachanlagen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des Vermögenswertes hinaus zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungskosten verlässlich bewertet werden können. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden direkt als Aufwand erfasst.

Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Fremdkapitalkosten werden, soweit sie dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Nicht auf qualifizierte Vermögenswerte entfallende Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 4 erforderlich (i. V. TEUR 0). Zuschreibungen, die notwendig sind, sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwei bis 35 Jahre. Wesentliche Restwerte gemäß IAS 16 par. 53 Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Buchwert des jeweiligen Gegenstandes ermittelt und in der Gesamtergebnisrechnung als "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Gemietete bzw. geleaste Vermögenswerte, bei denen sowohl das wirtschaftliche Risiko als auch der wirtschaftliche Nutzen bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft liegt (finance lease), werden gemäß IAS 17 aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes durch planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zahlungsverpflichtung wird mit dem Betrag passiviert, der dem niedrigeren Wert aus dem fair value des Vermögenswertes und dem Barwert aller künftigen Leasingraten entspricht.

Der Restbuchwert aus dem Finanzierungsleasing der Immobilie ist im Folgenden dargestellt:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Gebäude 2.944 3.115
2.944 3.115

Die Anschaffungskosten für das Finanzierungsleasing betragen TEUR 4.267 (i. V. TEUR 4.267). Zugänge zum Finanzierungsleasing sind nicht zu verzeichnen. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 1.152 und zum Ende der Periode mit TEUR 1.323, bei Zugängen von TEUR 171, gegeben.

Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.

6. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen

Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen (NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China und LST Consult FZ-LLC, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate). Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu den nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.

LS telcom AG hat sich zwei Optionen zum Erwerb weiterer Anteile an einer Beteiligungsgesellschaft einräumen lassen. Die Optionen auf jeweils weitere 25 % der Anteile sind zu zwei bestimmten in der Zukunft liegenden Zeitpunkten ausübbar. Der Kaufpreis der Anteile ist abhängig von der Marktkapitalisierung der LS telcom AG sowie einer rechnerisch ermittelten Marktkapitalisierung der Beteiligungsgesellschaft. Darüber hinaus hat LS telcom AG das Recht, sich ab dem 30. September 2018 durch eine einseitige Kapitalerhöhung von 50 % an dieser Beteiligungsgesellschaft zu beteiligen, sofern diese einen definierten Bilanzgewinn bis dahin nicht erreichen sollte. Zum Erstbewertungszeitpunkt und zum Bilanzstichtag wurden die Optionen mit einem Fair Value von Null bewertet.

Bilanz
AKTIVA
30.09.2013
TEUR
30.09.2012
TEUR
PASSIVA 30.09.2013
TEUR
30.09.2012
TEUR
Langfristige
Vermögensgegenstände
183 203 Eigenkapital 580 513
Kurzfristige
Vermögensgegenstände
425 418 Kurzfristige
Verbindlichkeiten
28 108
Summe 608 621 Summe 608 621

Angaben zum Jahresabschluss der NG Networks Co., Ltd.

Angaben zum Jahresabschluss der LST Consult FZ-LLC

Bilanz
AKTIVA
30.09.2013
TEUR
PASSIVA 30.09.2013
TEUR
Langfristige Vermögensgegenstände 31 Eigenkapital 59
Kurzfristige Vermögensgegenstände 106 Kurzfristige Verbindlichkeiten 78
Summe 137 Summe 137
Gewinn-und-Verlust-Rechnung 2012/2013
TEUR
Umsatzerlöse 228
Ergebnis -136

Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.

7. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Ausgewiesen wurden im Vorjahr Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken wurden sofern nötig durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.

8. Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.

Latente Steuerforderungen und ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.

Der Buchwert der latenten Steuerforderungen wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die latente Steuerforderung zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steuerforderungen werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der latenten Steuerforderung ermöglicht.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuerobjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um 28 % (i. V. 28 %), bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada um 26,5 % (i. V. 26,5 %), bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich um 33,33 % (i. V. 33,33 %), bei der LS telcom Inc. Bowie, Maryland/USA um 40 % (i. V. 40 %), bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika um 28 % (i. V. 28 %) sowie bei der LS telcom UK Ltd., London/Großbritannien um 24 %. Es sind die ab 2013 gültigen Steuersätze berücksichtigt.

Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Stand am 01.10. (vor Verrechnung) 1.543 1.260
Währungseffekte -40 40
Zunahme 0 243
Abnahme 205 0
Stand am 30.09. 1.298 1.543
Verrechnung mit passiven latenten Steuern -1.216 -934
Stand am 30.09. 82 609
in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Steuerliche Verlustvorträge 814 1.245
Anlagevermögen 248 219
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 153 43
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 16 1
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 67 35
1.298 1.543
Verrechnung mit passiven latenten Steuern -1.216 -934
82 609

Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 500), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 189) und LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich (TEUR 125). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.

Die Verlustvorträge in Deutschland, Großbritannien und Frankreich sind jeweils zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Kanada können die Verluste in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über zehn bzw. 20 Jahre vorgetragen werden. In den USA können Verluste ebenfalls in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 20 Jahre genutzt werden.

Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines überschaubaren Planungshorizonts wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren und im aktuellen Jahr entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 6.703 (i. V. TEUR 7.558) keine aktiven latenten Steuern gebildet.

Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
über 10 Jahre 743 293
unbefristet 5.960 7.265
6.703 7.558

Hinsichtlich der Nutzung der Verlustvorträge wird vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den Auftragserwartungen mit hoher Zuteilungswahrscheinlichkeit zukünftig mit ausreichend zu versteuernden Ergebnissen bei den einzelnen Gesellschaften gerechnet.

9. Vorräte

Unter den Vorräten werden zum Bilanzstichtag ausschließlich Anzahlungen auf bestellte und noch nicht erhaltene Waren ausgewiesen. Die Bilanzierung erfolgt zum Nennwert.

10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Position setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert 6.843 6.154
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 2.957 1.163
Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 87 0
9.887 7.317

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert und Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen

Die Forderungen sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Pauschal ermittelte Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen.

Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 56 (i. V. TEUR 1) zu verzeichnen. Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 106 (i. V. TEUR 20) erfasst.

Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wird unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Wertminderungen werden aufgelöst, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden.

Forderungen in fremder Währung werden entsprechend IAS 21 par. 21 zum Stichtagskurs der Transaktion umgerechnet, später gemäß IAS 21 par. 23 zum Bilanzstichtagskurs bewertet. Der Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam verrechnet.

Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen umfassen die kumulierten Kosten für laufende Projekte.

Die Umsatzrealisierung von unfertigen Projekten erfolgt bei der LS telcom AG infolge kürzerer Projektzyklen gemäß IAS 11 nach dem Auftragsfortschritt ("percentage of completion") ohne Teilgewinnrealisierung ("zero profit margin"). Für vereinzelte Großprojekte werden aufgrund einer längeren Projektlaufzeit, des weitgehenden Projektfortschritts sowie der Zuverlässigkeit der Bestimmung der anteiligen Teilgewinne auf Basis des Fertigstellungsgrades Teilgewinne ausgewiesen. Diese betragen im Geschäftsjahr 2012/2013 TEUR 7.534 (i. V. TEUR 552).

Die folgende Aufstellung zeigt die Höhe der Teilumsätze und die darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen. Die Teilumsätze umfassen die angefallenen Kosten zuzüglich realisierter Gewinne abzüglich realisierter Verluste.

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Realisierte Teilumsätze 8.915 2.314
Erhaltene Anzahlungen 5.958 1.151
2.957 1.163

Ein Vergleich der Bestände mit dem niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert gemäß IAS 11 wurde vorgenommen. Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 381 vorgenommen (i. V. TEUR 334).

11. Finanzinstrumente

Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IAS 39 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem Zweck, der mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts verfolgt wird.

Die Gesellschaft klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Kredite und Forderungen" sowie in die Kategorie "available for sale". Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung der Kategorie "Kredite und Forderungen" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert.

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden".

Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt.

Für die Absicherung von Währungsrisiken werden teilweise Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte bestehen, werden diese gemäß IAS 39 bilanziert und die Veränderung des Marktwertes erfolgswirksam behandelt.

Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente (ebenso im Vorjahr).

12. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Kassenbestand 2 14
Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten 5.939 5.928
5.941 5.942

Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Anhang unter F. dargestellt.

Zum 30. September 2013 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien in Höhe von TEUR 1.660 (zum 30.09.2012: TEUR 1.660), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.

13. Ertragsteuerforderungen

Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Steuern vom Einkommen 77 0
77 0

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.

14. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.

Die Position setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Sonstige Steuererstattungsansprüche 183 154
Übrige Forderungen 542 313
Rechnungsabgrenzungsposten 173 184
898 651

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Beiträge, Versicherungen sowie Lizenzgebühren. Die übrigen Forderungen enthalten vor allem Forderungen für Fördermittel.

15. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zum Nennwert oder zum beizulegenden Zeitwert (zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte) bilanziert.

Die Position setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Zinsabgrenzung 2 6
Arbeitnehmerdarlehen 230 0
Zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte 26 0
Festgelder, Laufzeit größer 3 Monate 500 1.000
758 1.006

Bei den zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um einen jederzeit veräußerbaren Fondsanteil.

16. Eigenkapital

Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt seit November 2000 TEUR 5.335. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.

Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.161.000 (i. V. 5.162.398).

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.

Konzern-Bilanzgewinn

Der Konzern-Bilanzgewinn enthält die kumulierten thesaurierten Konzern-Ergebnisse.

Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist.

Eigene Anteile

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener

Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt. Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.

Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur. Grundsätzlich wird weiterhin ein möglichst niedriger Verschuldungsgrad, gemessen durch den Quotient aus Nettoverschuldung und Eigenkapital, angestrebt.

Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, passt die Gesellschaft je nach Erfordernis die Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner an oder nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner durch Rückkauf eigener Anteile vor.

17. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Es handelt sich fast ausschließlich um Leasingverbindlichkeiten, die zum Barwert angesetzt sind:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 86 0
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 2.440 2.753
2.526 2.753

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2013 TEUR 127) sowie Pfandrechte an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (Valuta zum 30. September 2013 TEUR 69), siehe hierzu auch "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (D.23.).

Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Nach zehn bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an den Leasingobjektgesellschaften, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet.

Die zum Abschlussstichtag aus diesem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die, an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden, Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Bei der Ermittlung des Barwertes wurde ein Zinssatz in Höhe von 7,5 % p. a. zu Grunde gelegt.

Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:

in TEUR
Fälligkeit zum
30.09.2013
Mindestleasing
zahlungen
Enthaltener
Zinsanteil
Aufzinsung
Mieterdarlehen
Barwert
bis 1 Jahr 496 218 29 307
1 bis 5 Jahre 2.115 646 141 1.610
über 5 Jahre 410 348 768 830
Summe 3.021 1.212 938 2.747
in TEUR
Fälligkeit zum
30.09.2012
Mindestleasing
zahlungen
Enthaltener
Zinsanteil
Aufzinsung
Mieterdarlehen
Barwert
bis 1 Jahr 495 238 27 284
1 bis 5 Jahre 2.118 742 131 1.507
über 5 Jahre 909 470 807 1.246
Summe 3.522 1.450 965 3.037

Bei der Überleitung vom Barwert zu den Mindestleasingzahlungen wurde ein Mieterdarlehen von insgesamt TEUR 1.316, das ratierlich aufgebaut und zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 zurückgeführt wird, berücksichtigt. Das Mieterdarlehen wird über die Vertragslaufzeit aufgezinst, und die zukünftigen Zinsen aus der Aufzinsung des Mieterdarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 938 (i. V. TEUR 965) werden in den oben stehenden Tabellen separat dargestellt.

18. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Es handelt sich in Höhe von TEUR 113 (i. V. TEUR 171) um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden (siehe hierzu auch Ausführungen zum kurzfristigen Teil D.24.) sowie Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungen von TEUR 560 (i. V. TEUR 33).

Die Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Für den darin enthaltenen Anteil, der eine aktienkursbasierte Barvergütung betrifft (TEUR 450), kommt IFRS 2 auf der Grundlage eines Binomialmodells zur Anwendung. Der andere Teil der langfristigen Vergütung (TEUR 110) betrifft einen vertraglich fixierten Bonus, der in Abhängigkeit von der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite nach Ablauf von drei Jahren bezahlt wird. Die Bewertung basiert auf der erwarteten Entwicklung der relevanten Einflussfaktoren.

Die anteilsbasierte Vergütung betrifft seit Beginn des Geschäftsjahres 2012/2013 sämtliche Vorstandsmitglieder (i. V. nur ein Vorstandsmitglied) aufgrund der Neuregelung der Dienstverträge zum 1. Oktober 2012 und kann nur bar ausgeglichen werden. Die daraus resultierenden Wertsteigerungsrechte werden ausübbar, wenn nach Ablauf von drei bis 6 Jahren ein bestimmter Aktienbasispreis überschritten wird. Die Anzahl der ausübbaren Wertsteigerungsrechte nach drei Jahren beträgt 20.000 bzw. 30.000 Stück. Hierfür wurde im Geschäftsjahr ein Aufwand von TEUR 434 berücksichtigt. Zum 30. September 2013 waren keine Wertsteigerungsrechte ausübbar.

Der Ausübungspreis für die Wertsteigerungsrechte beträgt am Ende der Berichtsperiode EUR 3,47. Nachfolgende Tabelle enthält die der Bewertung der Wertsteigerungsrechte zugrunde gelegten Parameter:

30.09.2013 30.09.2012
Dividendenrendite 1,23 % 1,00 %
Erwartete Volatilität 41,70 % 76,00 %
Risikoloser Zinssatz 0,07 - 0,35 % 0,14 %
Antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte 1 bis 4 Jahre 3 Jahre
Erwarteter Aktienkurs EUR 6,93 bis 7,20 EUR 5,09
Angewandtes Modell Binomial Binomial

Die antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte basiert auf den aktuellen Erwartungen und entspricht nicht zwingend dem tatsächlich eintretenden Ausübungsverhalten der Berechtigten. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zu-

grunde, dass von der historischen Volatilität über einen der Laufzeit der Wertsteigerungsrechte ähnlichen Zeitraum auf künftige Trends geschlossen werden kann, wobei die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die angegebenen Bandbreiten ergeben sich aus unterschiedlichen Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten der virtuellen Aktienoptionen für die einzelnen Vorstandsmitglieder.

19. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Stand am 01.10. (vor Verrechnung) 1.232 1.370
Währungseffekte -28 3
Zunahme 826 0
Abnahme 0 141
2.030 1.232
Verrechnung mit aktiven latenten Steuern -1.216 -934
Stand am 30.09. 814 298

Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss führten in folgenden Positionen zu passiven latenten Steuern:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Entwicklungskosten 1.459 1.165
Anlagevermögen 1 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11 23
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 551 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 8 43
2.030 1.232
Verrechnung mit aktiven latenten Steuern -1.216 -934
814 298

20. Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.

Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. aus

einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gesamtergebnisrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst.

Über die Zusammensetzung und Entwicklung der Position gibt die nachfolgende Übersicht Auskunft:

in TEUR Stand
01.10.2012
Währungs
differenz
Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
30.09.2013
Steuerrückstellungen 87 -2 13 1 2 73
Sonstige Rückstellungen
Personal 30 0 28 2 28 28
Ausstehende Rechnungen 134 -3 105 5 234 255
Übrige 257 -2 213 10 244 276
421 -5 346 17 506 559
Gesamt 508 -7 359 18 508 632

21. Erhaltene Anzahlungen und Fertigungsaufträge

Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen umfassen sowohl die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als auch die sonstigen erhaltenen Anzahlungen. Diese stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Sonstige erhaltene Anzahlungen 634 6
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 102 1.195
736 1.201

Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden in Höhe der abgearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit der Position Forderungen saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen ausgewiesen.

Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen 6.694 2.352
Davon mit Forderungen saldiert 5.958 1.151
736 1.201

22. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 1.691 1.900
Verbindlichkeiten gegenüber nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen 0 102
1.691 2.002

23. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, zum Ausgleich einer Verpflichtung abfließen werden und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann. Die Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

Sie setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 307 284
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 110 0
Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten 25 0
Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 91 54
533 338

Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen das Gebäude-Leasing in Lichtenau. Bei den übrigen sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um eine Einzahlungsverpflichtung in die Kapitalrücklage der LST Consult FZ-LLC. Diese wird erst im Geschäftsjahr 2013/2014 fällig.

Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Anhang unter F. dargestellt.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2013 TEUR 127) sowie Pfandrechte an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (Valuta zum 30. September 2013 TEUR 69), siehe hierzu auch "Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten" (D.17.).

24. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Verbindlichkeiten aus Steuern 345 352
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 120 89
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 2.755 2.001
Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten 984 894
4.204 3.336

Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen.

Der kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten umfasst abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen.

E. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Gesamtergebnisrechnung

Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen.

Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IAS 18 und IAS 11. Umsätze für Produktverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich festgesetzt oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden. Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass der LS telcom AG der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Nachträglich gewährte Gutschriften sind in Abzug gebracht.

Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften (Wartung, Service und Seminare) werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 24,8 Mio. (i. V. EUR 20,8 Mio.) Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Fördermittel (TEUR 479; i. V. TEUR 429), Währungsgewinne (TEUR 214; i. V. TEUR 717) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 17; i. V. TEUR 122).

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, insofern hinreichende Sicherheit besteht, dass die Mittel gewährt werden und die Gesellschaft die mit der Gewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden entsprechend der Entstehung der zu kompensierenden Aufwendungen erfasst.

4. Aktivierte Eigenleistungen

Sie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software. Zur Bewertung vgl. D.3.

5. Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Aufwendungen für bezogene Waren 5.293 4.125
Aufwendungen für Fremdleistungen 7.154 4.645
12.447 8.770

6. Personalaufwand

Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Löhne und Gehälter 13.166 10.110
Soziale Abgaben 2.174 1.699
15.340 11.809
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 216 151

7. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus den separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, die integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs sind.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Vertriebs- und Reisekosten 1.805 1.390
Gebäude- und Grundstückskosten 731 635
Übrige 3.100 2.368
5.636 4.393

9. Finanzergebnis

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen -1 115
Zinserträge 60 44
Zinsaufwendungen 276 282
-217 -123

Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd. (TEUR 31) und der LST Consult FZ-LLC (TEUR -32) im Geschäftsjahr 2012/2013.

Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen.

10. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen die Aufwendungen und Erträge aus tatsächlichen und latenten Steuern. Die Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, es sein denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Aufwand (i. V. Ertrag) aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Laufende Steuern 400 324
Latente Steuern 1.031 -384
1.431 -60

Der Aufwand (i. V. Ertrag) aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Veränderung der Unterschiede nationale Handels- und Steuerbilanz -22 -25
IFRS-Anpassungen
Leasing -26 -32
Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 397 -153
Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung -7 2
Entwicklungskosten 294 -132
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten -7 -1
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -31 38
Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung 0 -4
Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen -11 5
Forderungen Fertigungsaufträge 444 -82
1.031 -384

Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern 5.490 3.017
Rechnerischer Steueraufwand (28 %) 1.537 845
Steuereffekt aus Verlustvorträgen 223 107
Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge -328 -879
Auflösung Wertberichtigung latente Steuern Verlustvorträge -70 -172
Nichtabzugsfähige Betriebsausgaben 48 28
Steuerfreie Einnahmen -68 -66
Ausländische Quellensteuer 173 134
Periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern 0 -35
Periodenfremde latente Steuern -4 -27
Sonstiges -1 -15
Steuersatzänderung Kanada 0 19
Unterschiedliche Steuersätze -79 1
Tatsächlicher Steueraufwand (i. V. -ertrag) 1.431 -60

Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt:

Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 340 % 11,9 %
Körperschaftsteuer (15 % vom Gewinn nach Gewerbesteuer) 15,0 %
Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) 0,8 %
Tarifbelastung 27,7 %
gerundet 28,0 %

11. Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien und Ergebnis je Aktie

Zur Ermittlung des Ergebnisses pro Aktie nach IAS 33 wird das den Aktionären zuzurechnende Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien dividiert.

Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.161.000 (i. V. 5.162.398). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 3.823 (i. V. TEUR 3.008). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,74 (i. V. EUR 0,58). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie war nicht zu berechnen.

F. Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.

In den Zahlungsströmen des Geschäftsjahres sind TEUR 64 (i. V. TEUR 53) erhaltene Zinsen und TEUR 310 (i. V. TEUR 315) gezahlte Zinsen enthalten. Im Berichtsjahr sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 511 (i. V. TEUR 297) bezahlt und keine Ertragssteuern (i. V. TEUR 1) erstattet worden.

Der Finanzmittefonds besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese enthalten neben den liquiden Mitteln auch jederzeit rückzahlbare Kontokorrentkredite von Banken. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Liquide Mittel 5.941 5.942
Kontokorrentkredite -25 0
5.916 5.942

Die Kontokorrentkredite werden in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe hierzu D.23.).

G. Segmentberichterstattung

Der LS telcom Konzern bildet in seinem internen Berichtswesen die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Auf Basis dieses internen Berichtswesens beurteilt der Vorstand, der als verantwortliche Unternehmensinstanz für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Zuteilung der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten.

Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente - in Übereinstimmung mit der internen Berichtsstruktur des LS telcom Konzerns - in "Hardwarenahe Systeme", "Dienstleistungen" und "Softwaresysteme" aufgeteilt. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden:

Hardwarenahe Systeme

Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.

Dienstleistungen

Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.

Softwaresysteme

Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunkund Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Software-Projekte.

Die Aufgliederung der zu berichtenden Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR
Geschäftsjahr zum
30.09.2013
Hardwarenahe
Systeme
Dienst
leistungen
Software
systeme
Überleitung Konzern
Umsatzerlöse mit externen Kunden 7.335 8.347 22.236 0 37.918
Investitionen 2.199 346 1.860 319 4.724
Abschreibungen 636 199 1.270 0 2.105
Segmentergebnis 575 702 4.430 0 5.707
Vermögenswerte des Segments 10.106 3.350 17.629 677 31.762
Schulden des Segments 2.556 848 4.459 3.946 11.809
in TEUR
Geschäftsjahr zum
30.09.2012
Hardwarenahe
Systeme
Dienst
leistungen
Software
systeme
Überleitung Konzern
Umsatzerlöse mit externen Kunden 6.888 4.111 16.869 0 27.868
Investitionen 1.964 293 1.878 115 4.250
Abschreibungen 267 166 2.644 0 3.077
Segmentergebnis 460 199 2.481 0 3.140
Vermögenswerte des Segments 5.601 3.348 17.768 844 27.561
Schulden des Segments 1.502 898 4.764 3.476 10.640

Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzern-Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Segmentinformationen umfassen sowohl direkt zuordenbare als auch sinnvoll verteilbare Größen.

Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung bzw. Leistung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT ohne die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen) beurteilt.

Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt.

Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus den assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten.

Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen ohne die Einbeziehung der Zugänge aus assoziierten Unternehmen.

Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen werden dabei dem operativen Geschäftsbetrieb zugerechnet. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte. Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zum Ansatz assoziierter Unternehmen, zu aktiven latenten Steuern und zu Ertragsteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden.

Die Segmentschulden betreffen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns anhand der Größen kurz- und langfristige finanzielle Verpflichtungen und den Steuerrückstellungen.

Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

in TEUR
Regionen
Inland Europa Mittlerer
Osten
Asien/
Pazifik
Afrika Nord
und Süd
amerika
Gesamt
Außenumsatz 2012/2013 1.914 5.759 8.773 5.694 8.328 7.450 37.918
2011/2012 1.906 5.708 9.441 3.967 3.529 3.317 27.868

Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert.

Im Geschäftsjahr wurden mit drei Kunden jeweils mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt. Die Umsatzerlöse entfallen auf die folgenden Segmente:

Umsatz betroffene Segmente
Geschäftsjahr
2012/2013
TEUR prozentual Hardwarenahe
Systeme
Dienst
leistungen
Software
systeme
Kunde 1 7.526 19,8 X
Kunde 2 4.155 11,0 X
Kunde 3 4.061 10,7 X X

Im Vorjahr wurden mit keinen Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt.

Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

Langfristige Vermögenswerte 30.09.2013
TEUR
30.09.2012
TEUR
Inland 11.286 9.487
Europa 1.155 1.319
Afrika 216 149
Nordamerika 808 846
13.465 11.801

Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, die Sachanlagen sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte.

H. Sonstige Angaben

1. Risiken aus Finanzinstrumenten: Risikomanagement

Grundsätze des Risikomanagements

Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.

Aus den nachfolgenden Tabellen sind ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.

Kategorisierung der Finanzinstrumente

Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:

Buchwerte Finanzinstrumente
in TEUR Bilanzposition
30.09.2013
zum Fair Value
bewertet
zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten bewertet
Buchwerte übrige
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
9.887 6.930 2.957
Sonstige kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte
758 26 732
Zahlungsmittel 5.941 5.941
Langfristige Schulden
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.526 2.526
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
1.691 1.691
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 533 533

Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind gemäß IAS 11 bewertet und daher bei den Wertkategorien für Finanzinstrumente nicht erfasst.

Bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.

Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den aktuellen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.

Kategorisierung der Finanzinstrumente im Vorjahr

Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente im Vorjahr waren den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:

Buchwerte Finanzinstrumente
in TEUR Bilanzposition
30.09.2012
zum Fair Value
bewertet
zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten bewertet
Buchwerte übrige
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige langfristige finanzielle
Vermögenswerte
500 500
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
7.317 6.154 1.163
Sonstige kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte
1.006 1.006
Zahlungsmittel 5.942 5.942
Langfristige Schulden
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.753 2.753
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
2.002 2.002
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 338 338

Daraus ergeben sich aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 die folgenden Werte:

in TEUR
Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien
gemäß IAS 39
30.09.2013 30.09.2012
Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 13.603 13.602
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 26 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden 4.750 5.093

Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:

in TEUR
Nettoergebnis nach Bewertungskategorien
30.09.2013 30.09.2012
Kredite und Forderungen 60 44
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden -276 -282
-216 -238

Risikokategorien im Sinne des IFRS 7

a) Kreditrisiko/Ausfallrisiko

Der LS telcom Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.

Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.

Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt die folgende Tabelle:

in TEUR
Altersstruktur Forderungen
2012/2013 D.10.
Brutto
buchwert
weder überfällig
noch wert
berichtigt
überfällig und
nicht wert
berichtigt
Wertbe
richtigung
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen zum Nennwert
6.899 4.818 2.025 56
Forderungen gegen nach der Equity
Methode bewertete Unternehmen
87 60 27 0
Forderungen aus
Fertigungsaufträgen
3.338 2.957 0 381
in TEUR
Altersstruktur Forderungen
2011/2012 D.10.
Brutto
buchwert
weder überfällig
noch wert
berichtigt
überfällig und
nicht wert
berichtigt
Wertbe
richtigung
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen zum Nennwert
6.261 5.121 1.033 107
Forderungen aus
Fertigungsaufträgen
1.497 1.163 0 334

Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da der LS telcom Konzern vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei LS telcom verbleibt.

Die Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte zeigt folgendes Bild:

in TEUR
2012/2013
überfällig und
nicht wert
berichtigt
überfällig
bis 45 Tage
überfällig
45 - 90 Tage
überfällig
mehr als
90 Tage
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen zum Nennwert
2.025 292 146 1.587
Forderungen gegen nach der Equity
Methode bewertete Unternehmen
27 0 27 0
2.052 292 173 1.587
in TEUR
2011/2012
überfällig und
nicht wert
berichtigt
überfällig
bis 45 Tage
überfällig
45 - 90 Tage
überfällig
mehr als
90 Tage
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen zum Nennwert
1.033 389 306 338
1.033 389 306 338

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2012/2013 2011/2012
Stand 1. Oktober 107 126
Auflösung 106 20
Verbrauch 1 0
Währungsdifferenz 0 0
Zuführung 56 1
Stand 30. September 56 107

Im Berichtsjahr entstanden Forderungsverluste in Höhe von TEUR 121 (i. V. TEUR 1). Es handelt sich in Höhe von TEUR 106 (i. V. TEUR 0) um bereits im Vorjahr wertberichtigte Forderungen.

b) Liquiditätsrisiko/Cashflow-Risiko

Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist. Des Weiteren pflegt die Gesellschaft eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass auch unter den Bestimmungen von Basel II weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.

Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

in TEUR
2012/2013
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
1.691 0 0 1.691
Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) 307 1.610 830 2.747
Übrige langfristige finanzielle
Verbindlichkeiten (D.17.)
0 86 0 86
Übrige sonstige kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten (D.23.)
226 0 0 226
2.224 1.696 830 4.750
in TEUR
2011/2012
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
2.002 0 0 2.002
Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) 284 1.507 1.246 3.037
Übrige sonstige kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten (D.23.)
54 0 0 54
2.340 1.507 1.246 5.093

Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen auf die am 30. September 2013 (im Vorjahr: 30. September 2012) bestehenden Finanzverbindlichkeiten.

in TEUR
2012/2013
Cashflow
2014
Cashflow
2015 - 2019
Cashflow
2020 ff.
Summe
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
1.691 0 0 1.691
Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) 496 2.115 410 3.021
Übrige langfristige finanzielle
Verbindlichkeiten (D.17.)
0 86 0 86
Übrige sonstige kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten (D.23.)
226 0 0 226
2.413 2.201 410 5.024
in TEUR
2011/2012
Cashflow
2013
Cashflow
2014 - 2018
Cashflow
2019 ff.
Summe
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
2.002 0 0 2.002
Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) 495 2.118 909 3.522
Übrige sonstige kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten (D.23.)
54 0 0 54
2.551 2.118 909 5.578

c) Marktrisiko

Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.

ca) Währungsrisiko

Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.

84

Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer ande-

ren Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Dabei kommen Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.

Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR
Währungsrisiken
30.09.2013
EUR CAD THB ZAR USD TND GBP Sonstige Summe
Liquide Mittel 3.846 252 67 1 1.371 64 330 10 5.941
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen zum Nennwert
3.195 380 426 1.185 1.630 0 27 0 6.843
Forderungen aus
Fertigungsaufträgen
639 2.285 0 33 0 0 0 0 2.957
Forderungen gegen nach der Equity
Methode bewertete Beteiligungen
27 0 0 0 0 0 0 60 87
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
-1.278 -28 -5 -38 -150 0 -153 -39 -1.691
Summe 6.429 2.889 488 1.181 2.851 64 204 31 14.137
in TEUR
Währungsrisiken
30.09.2012
EUR CAD THB ZAR USD SAR GBP Sonstige Summe
Liquide Mittel 3.170 963 0 75 1.657 0 0 77 5.942
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen zum Nennwert
2.886 468 0 415 2.230 78 47 30 6.154
Forderungen aus
Fertigungsaufträgen
907 141 0 115 0 0 0 0 1.163
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
-1.598 -88 -35 -17 -126 0 -126 -12 -2.002
Summe 5.365 1.484 -35 588 3.761 78 -79 95 11.257

Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

    • Originäre Finanzinstrumente (Forderungen, flüssige Mittel, Schulden), die unmittelbar in funktionaler Währung geführt sind, unterliegen keinen Währungskursänderungen und haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.
    • Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind, wirken sich auf das Währungsergebnis aus und werden daher in die ergebnisbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen.
    • Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die in eine wirksame Cashflow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind, wirken

sich auf die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital aus. Sie werden daher in die eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen

Ein Anstieg sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Gesamtergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 771 (i. V. TEUR 592) - davon TEUR 283 (i. V. TEUR 376) bei Änderungen des USD und TEUR 289 bei Änderungen des CAD - verbessert. Ein Rückgang sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Ergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 771 (i. V. TEUR 592) - davon TEUR 283 (i. V. TEUR 376) bei Änderungen des USD und TEUR 289 bei Änderungen des CAD - verschlechtert.

cb) Zinsrisiken

Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder sowie Geldmarktfonds getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfall- bzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinsaufwendungen und -erträge, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

  • Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würden sich das Ergebnis und das Eigenkapital per 30. September 2013 bei einer Zinsänderung um 100 Basispunkte um TEUR 16 verändern (i. V. TEUR 17).

cc) Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.

Der LS telcom Konzern hatte zum 30. September 2013 und 30. September 2012 keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverträgen.

Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung:

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Restlaufzeit bis 1 Jahr 446 317
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.168 338
Restlaufzeit über 5 Jahre 643 7
2.257 662

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 50 nahe stehende Personen und Unternehmen (siehe auch H.3.). Die Gesellschaft hat im Vorjahr keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens hatten.

Es besteht ein Bestellobligo betreffend Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 132 (i. V. TEUR 145).

3. Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinn des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen nahe stehende Personen und die assoziierten Unternehmen der Gruppe. Im Geschäftsjahr 2012/2013 erfolgten folgende Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen:

in TEUR Assoziierte
Unternehmen
Sonstige Summe
Umsatzerlöse 118 - 118
Materialaufwand 153 - 153
Sonstige Aufwendungen 28 89 117
Forderungen 87 - 87
Verbindlichkeiten 91 - 91
Sonstige finanzielle Verpflichtungen - 50 50
477 139 616

Die Gesellschaft hat im Vorjahr keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens hatten.

Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart.

4. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers ohne Umsatzsteuer

in TEUR 30.09.2013 30.09.2012
Abschlussprüfungsleistungen 64 66
Andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 8 16
Sonstige Leistungen 4 2
Gesamthonorar 76 84

5. Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Am 7. Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären sowie der Öffentlichkeit auf der Webseite der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

6. Angaben zum Aufsichtsrat und zum Vorstand

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Winfried Holtermüller (Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)

Prof. Dr. Werner Wiesbeck

(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)

Dipl.-Finw. Karl Hensinger

(Finanzwirt), Laupheim

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus.

Dem Vorstand gehören an die Herren:

Dr. Manfred Lebherz

(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau

Dr. Georg Schöne

(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau

Dipl.-Ing. Roland Götz

(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.749 (i. V. TEUR 1.103) erfasst. Davon betreffen TEUR 793 (i. V. TEUR 716) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 956 (i. V. TEUR 387) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 527 (i. V. TEUR 33) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis vier Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an den Vorstand letztlich auszuzahlenden Betrag dar.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 Bezüge in Höhe von TEUR 57 (i. V. TEUR 33).

Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.612.454 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

8. Gewinnverwendungsvorschlag

Für die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 4.421.277,64 einen Betrag von EUR 0,25 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Lichtenau, 21. November 2013

LS telcom Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Konzern-Abschluss

Wir haben den von der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, aufgestellten Konzern-Abschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzern-Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 22. November 2013

Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wolfgang Berger Jörg Müller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bilanz der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, zum 30. September 2013

Aktiva

Stand am
30.09.2013
Stand am
30.09.2012
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen
Rechten
480.250,29 186.320,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 474.821,29 416.266,59
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.402.121,15 1.011.786,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.075.933,83 604.914,62
2.952.876,27 2.032.967,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.431.944,29 4.430.333,12
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 744.902,75 1.021.932,83
3. Beteiligungen 307.551,68 110.066,40
5.484.398,72 5.562.332,35
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 1.858.969,21 1.624.040,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.528.308,07 3.677.491,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.117.039,70 1.847.222,23
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 87.103,19 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.388.409,43 1.027.784,41
8.120.860,39 6.552.497,73
III. Flüssige Mittel 5.371.689,57 6.180.583,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 127.346,10 93.570,80
24.396.390,55 22.232.312,46

Passiva

Stand am
30.09.2013
EUR
Stand am
30.09.2012
EUR
A.
Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
5.335.000,00 5.335.000,00
Nennbetrag der eigenen Anteile -174.000,00 -174.000,00
Ausgegebenes Kapital 5.161.000,00 5.161.000,00
II.
Kapitalrücklage
5.968.778,15 5.968.778,15
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 137.082,79 137.082,79
IV. Bilanzgewinn 4.421.277,64 3.728.616,50
15.688.138,58 14.995.477,44
B.
Rückstellungen
1.
Steuerrückstellungen
71.658,00 71.680.00
2. Sonstige Rückstellungen 3.245.629,88 2.206.638,84
3.317.287,88 2.278.318,84
C.
Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
196.504,40 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 811.108,41 1.568.925,59
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.346.343,83 1.592.576,14
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.743.970,19 531.862,85
5.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
0,00 102.477,70
6. Sonstige Verbindlichkeiten 195.425,03 205.847,68
4.293.351,86 4.001.689,96
D.
Rechnungsabgrenzungsposten
1.097.612,23 956.826,22
24.396.390,55 22.232.312,46

Gewinn-und-Verlust-Rechnung der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013

2012/2013
EUR
2011/2012
EUR
1. Umsatzerlöse 24.551.977,79 21.099.282,10
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 234.928,62 1.023.843,69
3. Sonstige betriebliche Erträge 508.340,89 866.642,33
25.295.247,30 22.989.768,12
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.575.989,47 2.351.005,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.336.445,40 4.698.384,66
7.912.434,87 7.049.390,65
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.243.898,58 8.167.804,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.506.109,32 1.129.971,58
11.750.007,90 9.297.776,01
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
578.969,09 439.801,01
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.078.705,12 3.723.306,56
975.130,32 2.479.493,89
8. Erträge aus Beteiligungen 700.000,00 0,00
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25.129,64 64.029,65
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.014,11 41.758,47
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 72.753,92 63.097,29
673.389,83 42.690,83
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.648.520,15 2.522.184,72
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 179.038,46 255.315,69
14. Sonstige Steuern 2.670,55 6.147,82
15. Jahresüberschuss 1.466.811,14 2.260.721,21
16. Gewinnvortrag 3.728.616,50 1.983.995,29
17. Ausschüttung 774.150,00 516.100,00
18. Bilanzgewinn 4.421.277,64 3.728.616,50

Entwicklung des Anlagevermögens der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, im Geschäftsjahr 2012/2013 94

Anschaffungs-/Herstellungskosten
in EUR Stand am
01.10.2012
Zugänge Abgänge Um
buchungen
Stand am
30.09.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutzrechte und Lizenzen an solchen
Rechten
1.562.144,63 393.732,89 205.263,16 0,00 1.750.614,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf
fremden Grundstücken
1.455.315,70 82.025,13 0,11 14.275,64 1.551.616,36
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.158.813,43 836.800,12 41.612,51 0,00 2.954.001,04
3. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
604.914,62 485.294,85 0,00 -14.275,64 1.075.933,83
4.219.043,75 1.404.120,10 41.612,62 0,00 5.581.551,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.430.333,12 1.611,17 0,00 0,00 4.431.944,29
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
1.021.932,83 434.289,72 711.319,80 0,00 744.902,75
3. Beteiligungen 110.066,40 197.485,28 0,00 0,00 307.551,68
5.562.332,35 633.386,17 711.319,80 0,00 5.484.398,72
11.343.520,73 2.431.239,16 958.195,58 0,00 12.816.564,31
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am
01.10.2012
Zugänge Abgänge Stand am
30.09.2013
Stand am
30.09.2013
Stand am
30.09.2012
1.375.824,38 99.613,85 205.074,16 1.270.364,07 480.250,29 186.320,25
1.039.049,11 37.746,07 0,11 1.076.795,07 474.821,29 416.266,59
1.147.027,43 441.609,17 36.756,71 1.551.879,89 1.402.121,15 1.011.786,00
0,00 0,00 0,00 0,00 1.075.933,83 604.914,62
2.186.076,54 479.355,24 36.756,82 2.628.674,96 2.952.876,27 2.032.967,21
0,00 0,00 0,00 0,00 4.431.944,29 4.430.333,12
0,00 0,00 0,00 0,00 744.902,75 1.021.932,83
0,00 0,00 0,00 0,00 307.551,68 110.066,40
0,00 0,00 0,00 0,00 5.484.398,72 5.562.332,35
3.561.900,92 578.969,09 241.830,98 3.899.039,03 8.917.525,28 7.781.619,81

Anhang der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr 2012/2013 96

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zwei und 35 Jahren.

Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2008 werden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Bestimmung der beizulegenden Werte erfolgt mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis einer 3-Jahresplanung. Wesentliche Planungsannahmen betreffen die zugrunde gelegte Umsatzentwicklung sowie die Ergebnismarge und das Wachstum der ewigen Rente. Die tatsächlichen zukünftigen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Im Geschäftsjahr erfolgten bei den Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie herstellungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die erhaltenen Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

B. Erläuterungen zur Bilanz und GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von EUR 3.117.039,70 (i. V. EUR 1.899.810,42) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 52.588,19) enthalten. Die Forderungen entfallen mit EUR 3.056.804,73 (i. V. EUR 1.899.810,47) auf den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten entfallen mit EUR 0,00 (i. V. EUR 52.588,19) auf den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von EUR 60.234,97 (i. V. EUR 0,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 87.103,19 enthalten.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 1.072.839,59 (i. V. EUR 859.863,94) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. In Höhe von EUR 96.941,28 (i. V. EUR 0,00) sind die sonstigen Vermögensgegenstände rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden.

3. Flüssige Mittel

Die Position enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.335.000,00.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist unverändert eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.

Eigene Anteile

Die Gesellschaft hat im laufenden Wirtschaftsjahr keine eigenen Aktien erworben. Am Bilanzstichtag waren somit 174.000 eigene Aktien im Bestand. Der Bestand zum Bilanzstichtag setzt sich wie folgt zusammen:

Stück Anteil am
Grundkapital
EUR
Anteil am
Grundkapital
%
Erwerbsgrund
Aktienkäufe August 2008 6.004 6.004,00 0,11 spätere Akquisition
Aktienkäufe September 2008 26.160 26.160,00 0,49 spätere Akquisition
Aktienkäufe Oktober 2008 47.595 47.595,00 0,89 spätere Akquisition
Aktienkäufe November 2008 34.441 34.441,00 0,65 spätere Akquisition
Aktienkäufe Dezember 2008 22.269 22.269,00 0,42 spätere Akquisition
Aktienkäufe Januar 2009 15.731 15.731,00 0,29 spätere Akquisition
Aktienkäufe Februar 2009 2.550 2.550,00 0,05 spätere Akquisition
Aktienkäufe Juli 2011 5.970 5.970,00 0,11 spätere Akquisition
Aktienkäufe August 2011 4.080 4.080,00 0,08 spätere Akquisition
Aktienkäufe November 2011 5.500 5.500,00 0,10 spätere Akquisition
Aktienkäufe Dezember 2011 3.700 3.700,00 0,07 spätere Akquisition
174.000 174.000,00 3,26

Die eigenen Aktien wurden in Höhe des Nennwertes vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt. Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.

Gewinnrücklagen

Eigene Aktien wurden im Vorjahr mit dem das Nennkapital übersteigenden Zeitwert in Höhe von EUR 23.854,24 von der Gewinnrücklage abgesetzt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 2.684) sowie für Provisionen (TEUR 209).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von EUR 86.174,59 eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von EUR 400.000,00 eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 412.575,32) und Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.743.970,19 (i. V. 944.438,17) enthalten. Die Forderungen entfallen mit EUR 0,00 (i. V. EUR 412.575,32) auf den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten entfallen mit EUR 742.447,96 (i. V. 537.858,49) auf den Liefer- und Leistungsverkehr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 102.477,70 enthalten.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2013 EUR 127.723,68) sowie Pfandrechte an immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen (Valuta zum 30. September 2013 EUR 68.780,72).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 1.000.328,77 durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen sowie einer Sicherungsübereignung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögensgegenstände gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2013
EUR
30.09.2012
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 155.256,90 115.597,56
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 27.078,09 20.787,17
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 13.090,04 69.462,95
195.425,03 205.847,68

7. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bei den sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 27,725 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Wirtschaftsjahr 2012/2013 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

II. Gewinn-und-Verlust-Rechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:

TEUR %
Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen 8.247 33,6
Softwaresysteme 16.305 66,4
24.552 100,0

Dabei werden 7,5 % der Umsätze im Inland (TEUR 1.856), 24,5 % im europäischen Ausland (TEUR 6.007) und 68,0 % im übrigen Ausland (TEUR 16.689) erzielt.

2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 15 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie um Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 23 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Forderungsverluste und Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

3. Verbundene Unternehmen

In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Zinsen in Höhe von EUR 25.129,64 (i. V. EUR 64.029,65) von verbundenen Unternehmen enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 234,97 (i. V. EUR 0,00) sowie die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit EUR 1.688,88 (i. V. EUR 6.579,68) verbundene Unternehmen.

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit EUR 700.000,00 (i. V. EUR 0,00) verbundene Unternehmen.

4. Kursgewinne und -verluste

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unrealisierte Kursgewinne in Höhe von EUR 5.871,70 (i. V. EUR 20.577,83) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unrealisierte Kursverluste in Höhe von EUR 54.047,53 (i. V. EUR 8.960,96).

C. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:

Name Beteiligungs
quote %
Währung Eigen
kapital
Jahres
ergebnis
Vision2Comm GmbH, Lichtenau 100,0 TEUR 39 2
LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada 100,0 TCAD 1.026 1.235
LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich 100,0 TEUR 2.492 677
LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA 100,0 TUSD -1.003 -631
LS of South Africa Radio Communication Services (Pty)
Ltd., Ruimsig/Südafrika
51,0 TZAR 12.190 5.835
NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China 40,0 TRMB 4.814 636
Colibrex GmbH, Lichtenau 100,0 TEUR -64 -84
LST Consult FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 24,0 TAED 294 -656
LS telcom UK Ltd., London/Großbritannien 100,00 TGBP -24 -25

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt (inklusive der Betriebsstätten) 144.

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von EUR 739.361,30 (i. V. EUR 0,00) aus einer selbstschuldnerischen Bürgschaft gegenüber einer Immobiliengesellschaft für Mietverpflichtungen eines verbundenen Unternehmens. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wird als gering eingestuft, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass das verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen aus den Mietverträgen nicht nachkommen wird.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in folgender Höhe:

Miet- und Leasingverpflichtungen TEUR
Fällig 01.10.2013 - 30.09.2014 551
Fällig 01.10.2014 - 30.09.2018 2.007
Fällig ab 01.10.2018 410
Gesamt 2.968

Es besteht ein Bestellobligo betreffend Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 60.

4. Organe der Gesellschaft

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Winfried Holtermüller (Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)

Prof. Dr. Werner Wiesbeck (Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)

Dipl.-Finw. Karl Hensinger (Finanzwirt), Laupheim

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus.

Dem Vorstand gehören an die Herren:

Dr. Ing. Manfred Lebherz

(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau

Dr. Ing. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau

Dipl.-Ing. Roland Götz

(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.725 (i. V. TEUR 1.102) erfasst. Davon betreffen TEUR 793 (i. V. TEUR 717) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen, und TEUR 932 (i. V. TEUR 385) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 503 (i. V. TEUR 32) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als Rückstellungen für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis vier Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuelle Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an den Vorstand letztlich auszuzahlenden Betrag dar.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 Bezüge in Höhe von TEUR 57 (i. V. TEUR 33).

Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.612.454 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.

5. Honorar des Abschlussprüfers (ohne Umsatzsteuer)

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 64
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 8
Sonstige Leistungen 4
Gesamthonorar 76

6. Konzern-Abschluss

Die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, ist nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzern-Abschlusses verpflichtet. Die Veröffentlichung des Konzern-Abschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

7. Mitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

a) Mitteilung vom 19. September 2007

"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 11.07.2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft IFM Independent Fund Management AG als Treuhänder für den Fonds Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 5.07.2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 6,81 % (Anzahl der Stimmrechte: 363.332) beträgt."

b) Mitteilung vom 3. November 2010

"Herr Günter Weispfenning, Frankfurt/Main, hat uns mit Schreiben vom 03.11.2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN DE0005754402, WKN: 575440, am 29.10.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,18 % (Anzahl der Stimmrechte: 169.732 Stimmrechte) betragen hat."

c) Mitteilung vom 16. November 2010

"Herr Günter Weispfenning, Deutschland, hat uns am 12.11.2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN DE0005754402, WKN: 575440, am 09.11.2010 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,05 % (Anzahl der Stimmrechte: 269.253 Stimmrechte) betragen hat."

d) Mitteilung vom 22. Mai 2012

"Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 9,39 % (das entspricht 501.139 Stimmrechten) betragen hat.

5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Ingrid Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.

Außerdem hat uns Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 16.11.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 161.610 Stimmrechten) betragen hat."

e) Mitteilung vom 22. Mai 2012

"Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 5,11 % (das entspricht 272.447 Stimmrechten) betragen hat.

5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Christiane Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.

Außerdem hat uns Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 05.03.2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,31 % (das entspricht 123.263 Stimmrechten) betragen hat."

f) Korrekturmitteilung vom 16. Juli 2012

"Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 9,39 % (das entspricht 501.139 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,43 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.

5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Ingrid Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.

Außerdem hat uns Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 16.11.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 161.610 Stimmrechten) betragen hat."

g) Korrekturmitteilung vom 16. Juli 2012

"Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 5,11 % (das entspricht 272.447 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,47 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.

5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Christiane Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.

Außerdem hat uns Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 05.03.2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,31 % (das entspricht 123.263 Stimmrechten) betragen hat."

h) Mitteilung vom 31. Mai 2013

"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 28.05.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft mit dem Namen IFM Independent Fund Management AG als Treuhänder für den Fonds Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 24.05.2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 4,99 % (Anzahl Stimmrechte: 266.404) beträgt."

i) Mitteilung vom 9. Oktober 2013

"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 08.10.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft mit dem Namen IFM Independent Fund Management AG für den Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 04.10.2013 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,94 % (156.637 Stimmrechte) beträgt."

8. Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG

Mitteilung vom 27. Juli 2011

"Die LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 27.07.2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,003 % (das entspricht 160.220 Stimmrechten) betragen hat."

9. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Am 7. Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

D. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 4.421.277,64 einen Betrag von EUR 0,25 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Lichtenau, 18. November 2013

LS telcom Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz

Lagebericht der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr 2012/2013 104

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Marktumfeld und Absatzentwicklung

Wesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2012/2013 war die Abarbeitung der im Vorjahr erhaltenen großvolumigen Aufträge, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil. Dieser bereits im Vorjahr akquirierte Auftragsbestand sowie zusätzliche Neuaufträge sorgten für einen weiteren deutlichen Umsatzzuwachs im Geschäftsjahr. Zeitliche Verzögerungen bei der Vergabe neuer Projekte und die Abarbeitung des Auftragsbestands führten zwar zu einem Rückgang des Auftragsbestands, jedoch zeigt das für uns relevante Marktumfeld nach wie vor eine gute Nachfrage, die auch für das kommende Geschäftsjahr aufrechterhalten werden dürfte.

Plangemäß konnte bei der Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns zwar der Umsatz gesteigert werden, das Ergebnis fiel jedoch gegenüber dem Vorjahr zurück.

Der Jahresüberschuss von EUR 1,47 Mio. fällt bei der LS telcom AG gegenüber dem Vorjahresergebnis von EUR 2,26 Mio. ca. 35 % geringer aus. Das Betriebsergebnis zeigt einen Rückgang um ca. 61 % von EUR 2,48 Mio. auf EUR 1,0 Mio.

Zwar konnte der Umsatz um ca. 16 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Diese Entwicklung wird aber durch verschiedene Effekte im Ergebnis überkompensiert. Das rückläufige Ergebnis resultiert einerseits aus der Tatsache, dass wesentliche Projekte von ausländischen Töchtern abgewickelt wurden und dabei von der LS telcom AG als Unterauftragnehmer lediglich gewisse Anteile übernommen wurden. Die Fertigstellung einiger größerer Projekte sowie eine für das Unternehmen ungünstige Kursentwicklung von Fremdwährungen führte im Vorjahresvergleich zu einem insgesamt um EUR 1,15 Mio. geringeren Beitrag aus unfertigen Leistungen und sonstigen betrieblichen Erträgen. Auch die um EUR 1,64 Mio. weiter erhöhte Inanspruchnahme von Dienstleistern für die Abwicklung von internen und externen Projekten hat sich negativ auf die Marge ausgewirkt. Zudem schlägt sich insbesondere der 26 %-ige Anstieg im Personalaufwand im Ergebnis nieder.

In Teilbereichen des von der LS telcom AG adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb. In diesem Umfeld konnte sich die

LS telcom AG im vergangenen Geschäftsjahr jedoch sehr erfolgreich behaupten und in vielen Ausschreibungsverfahren, in denen LS telcom-Lösungen angeboten wurden, die Kunden überzeugen. Der anzahl- und umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Dem Unternehmen gelang es, seine Marktposition und das Geschäft mit bestehenden Kunden weiter zu festigen.

Technologisch hat das Unternehmen seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden weiter vergrößert und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung erweitert. Die Umsatzerlöse aus dem reinen Beratungsgeschäft blieben zwar knapp 3 % unter denen des Vorjahres, lagen aber immer noch klar über den in früheren Geschäftsjahren erreichten Beratungsumsätzen. Insbesondere Projekte aus dem Umfeld der Digitalisierung von Sicherheits- und Betriebsfunknetzen trugen hierzu bei.

Die LS telcom AG weist im Geschäftsjahr 2012/2013 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von rund 16 % und Umsatzerlöse von EUR 24,55 Mio. (i. V. EUR 21,10 Mio.) aus.

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen (TEUR 235) sowie der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 508) ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 25,30 Mio., die ca. 10 % über der des Vorjahres (EUR 22,99 Mio.) liegt.

Der Auftragseingang von Kunden außerhalb der Firmengruppe in Höhe von EUR 16,3 Mio. (i. V. EUR 22,1 Mio.) lag 2012/2013 für die LS telcom AG nur bei gut 74 % des Vorjahreswerts. Durch die guten Auftragsbestände und -eingänge bei verschiedenen Tochtergesellschaften konnte und kann die LS telcom AG über diese direkt akquirierten Aufträge hinaus von konzerninternen Unterbeauftragungen profitieren. Mehrere laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit mündeten aufgrund unerwarteter zeitlicher Verzögerungen leider nicht mehr innerhalb des Geschäftsjahres in Projektaufträgen, halten uns jedoch für die künftige Geschäftsentwicklung des Unternehmens optimistisch.

Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Softwaresysteme" und "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" wie folgt auf:

in TEUR Umsatz
GJ 2012/2013
Umsatz
GJ 2011/2012
Veränderung EBIT
GJ 2012/2013
EBIT
GJ 2011/2012
Softwaresysteme 16.305 15.149 8 % 998 2.713
Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen 8.247 5.950 39 % -23 -234
Insgesamt 24.552 21.099 16 % 975 2.479

Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:

Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des typischen Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.

Das Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" fasst die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten zusammen. Die Geschäfte dieser beiden Teilsegmente

gehen üblicherweise mit höherem Materialeinsatz bzw. einem höheren Anteil an bezogenen Fremdleistungen einher.

"Hardwarenahe Systeme" enthält Projektgeschäft aus der Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen sowie aus dem Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.

Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die die LS telcom AG in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen und Trainings erbringt und nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind.

Wie im vergangenen Jahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" deutlich über dem des Segments "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen". Mit weiterhin dominantem Anteil wurden 66 % (i. V. 72 %) der gesamten Umsatzerlöse durch "Softwaresysteme" erwirtschaftet.

Die LS telcom AG hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Mobil- und Rundfunkbetreibern als auch bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Darauf aufbauend konnte sich das Unternehmen im Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung neuer Digitalfunknetze für Sicherheitsdienste (professioneller Mobilfunk) auch international weiter behaupten.

In dem noch jungen Geschäftsbereich mit Hardware-Systemlösungen wurden die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben und Projekte in mehreren Ländern umgesetzt. Dabei gelang diesem Unternehmensbereich, nicht nur die Umsatzerlöse, sondern auch seine Profitabilität zu steigern.

Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regional verteilten sich diese Projekte auf Kunden in Nordamerika und dem Mittleren Osten.

Jeder dieser in den beiden Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Unternehmens spielen.

Der Geschäftsverlauf im Segment "Softwaresysteme" wurde ebenso wie im Vorjahr stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt. Mit Neukunden, also solchen, mit denen Erstprojekte durchgeführt wurden, ließen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 gut 6 % der Umsatzerlöse erwirtschaften.

Im Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" wurden in etwa 39 % höhere Umsatzerlöse erzielt als im Vorjahr. Das negative Ergebnis resultiert hier aus Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte im hardwarebezogenen Geschäft sowie Aufwendungen zur Markterschließung für dieses Teilsegment, das mit einer vergleichsweise geringen Marge verbunden ist.

Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum mit 92 % (i. V. 89 %) über dem des Vorjahres. Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 24 % und in den restlichen Regionen bei 68 % (darunter der Mittlere Osten mit 36 %, Asien/Pazifik mit 11 % und Nordamerika mit 20 %).

2. Unternehmenssituation

Softwaresysteme

Im Geschäftsjahr 2012/2013 verzeichnete die LS telcom AG in diesem Segment eine gute Nachfrage. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden daraus mehrere größere Projekte beauftragt, insbesondere von Regulierungsbehörden und sonstigen Frequenzverwaltungsorganisationen.

Mit einem Anstieg um 8 % gegenüber dem Vorjahr weist das Segment ein gutes Umsatzwachstum aus. Aufgrund der hohen Auslastung war das Unternehmen gezwungen, in starkem Umfang auf externe Berater zurückzugreifen. Dies hatte eine entsprechende Verringerung der Marge zur Folge und drückt sich letztlich in einem Beitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von EUR 1,00 Mio. aus (i. V. EUR 2,71 Mio.).

Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Oman und Saudi Arabien.

Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen

Das Umsatzniveau des Vorjahres wurde in diesem Segment deutlich gesteigert. Der Dienstleistungsbereich konnte vor allem von langfristigen Verträgen und Nachfolgegeschäft daraus profitieren. Diese Beratungsprojekte sichern auch einen guten Teil der Erlöse für das neue Geschäftsjahr ab und sorgen für eine ordentliche Grundauslastung.

Die im Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" erzielten Umsatzerlöse von EUR 8,25 Mio. (i. V. EUR 5,95 Mio.) setzen sich zusammen aus ca. 44 % Dienstleistungen und 56 % Umsätzen aus hardwarenahen Systemen.

Hardwarenahe Systeme

Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem früheren Kerngeschäft (Spektrum-Management Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher rein "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.

Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligentem Datenmanagement von Terabytes an Messdaten ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Modellhubschraubern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.

Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungscontainern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sendercontainer für Afrika sehr stark entwickelt und bietet gutes Potenzial für weiteres Wachstum im Rundfunk- wie auch Mobilfunkbereich.

Dienstleistungen

Die LS telcom AG erbringt in dem Geschäftsbereich "Consulting & Engineering" umfassende Trainings-, Planungs- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.

Das Geschäftsfeld wurde durch den Bedarf an Beratungs- und Planungsdienstleistungen von Systemherstellern und Betreibern von Sicherheitsfunknetzen gut ausgelastet. Im Umfeld der Planung und des Aufbaus von professionellen Mobilfunknetzen, dazu gehören digitale Sicherheitsfunknetze für Behörden, Versorger, Transport- und Industrieunternehmen, sieht die LS telcom AG auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Planungs- und Beratungsbereich.

Aus dem Rundfunkbereich wurde im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien die Expertise von LS telcom nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze, bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.

Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für das Unternehmen zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.

3. Niederlassungen und ausländische Gesellschaften

Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung.

Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2013 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/ Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/ USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Lichtenau, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Consult FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.

Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada, Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.

Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Serviceorientierte Architektur).

Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau von Sendern und Antennenanlagen etabliert.

Die Vision2Comm GmbH war während des Geschäftsjahres nur in sehr geringem Umfang mit besonderen Beratungsprojekten operativ tätig.

Die Colibrex GmbH mit Sitz in Lichtenau entwickelt und vermarktet neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Darüber hinaus vertreibt die Colibrex GmbH auch Produkte der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. international.

Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland, USA, kümmert sich um den USamerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, wird künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.

Die jüngste 100 %-Tochtergesellschaft, die LS telcom UK Ltd. in London, wird sich insbesondere des Markts im Vereinigten Königreich annehmen und dort sämtliche Produkte und Dienstleistungen der LS telcom AG vertreiben. Aus der stärkeren Nähe zu strategisch wichtigen Kunden erwarten wir zunehmendes Geschäft.

Seit Beginn des Geschäftsjahres hält die LS telcom AG an der LST Consult FZ-LLC in Dubai eine Beteiligung von 24 %. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über diese Beteiligung speziell das Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden.

An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert.

Die NG Networks Co., Ltd. und die LST Consult FZ-LLC werden im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert und bleiben im Konsolidierungskreis der LS telcom Gruppe unberücksichtigt.

Die wirtschaftliche Entwicklung der älteren ausländischen Tochtergesellschaften ist zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Die beiden jüngeren Töchter Colibrex GmbH und LS telcom Inc. liegen hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, wobei von beiden Gesellschaften im Verlauf des Geschäftsjahres jeweils gute Fortschritte in der Markterschließung und in der Entwicklung spezifischer Produkte für ihre jeweiligen Teilmärkte erzielt wurden. Wir rechnen deshalb für das neue Jahr mit deutlich besserem Vertriebserfolg.

4. Mitarbeiter

Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand des Unternehmens um 31 % von durchschnittlich 110 Mitarbeitern auf 144 Mitarbeiter.

Zum 30. September 2013 waren im Unternehmen insgesamt 160 (i. V. 116) Mitarbeiter beschäftigt.

5. Produktentwicklung

Im Unternehmen ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2012/2013 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme entwickelt.

Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.

6. Forschung und Entwicklung

Für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte sowie für Forschung und allgemeine Entwicklung wurden von der LS telcom AG Aufwendungen in Höhe von EUR 4,4 Mio. (i. V. EUR 3,2 Mio.) als Aufwand erfasst.

7. Die LS telcom AG an der Börse

Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Getragen von guten Unternehmensnachrichten entwickelte sich der Unternehmenswert der LS telcom AG im Geschäftsjahr 2012/2013 überaus positiv. Ausgehend von einem Kurs bei EUR 4,98 am 01.10.2012 stieg der Wert der LS telcom-Aktie im Laufe des Geschäftsjahres nahezu einem linearen Verlauf folgend bis auf einen Höchstwert von EUR 11,15 am 27.09.2013. Zum Ende der Periode, am 30.09.2013, schloss der Handel bei einem Wert von EUR 10,97. Die LS telcom-Aktie verteuerte sich damit um 120 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum um 21,28 % an Wert.

Die Marktkapitalisierung wuchs zum 30.09.2013 auf EUR 58.524.950, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 26.568.300 belief. Pro Börsentag wurden in der letzten Periode durchschnittlich 7.145 LS telcom-Aktien im Gegenwert von EUR 62.940 an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Zunahme der Handelsintensität in Aktienstückzahlen um 171 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet (i. V. 2.636 LS telcom-Aktien bzw. EUR 11.657 je Börsentag).

Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem Xetra.

B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat die LS telcom AG ihr Ziel, sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch das Ergebnis zu steigern, nur zum Teil erfüllen können.

Die aus Vertriebserfolgen des Vorjahres resultierende Ballung an Großaufträgen war in weiten Bereichen bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013. Die Herausforderung, diesen Erfolg auch vertragsgemäß zu bewältigen und die hohen Kundenerwartungen nicht zu enttäuschen, führte zu weiterem Personalaufbau und ließ gleichzeitig nicht zu, externe Ressourcen abzulösen, was sich auch in den entsprechenden Aufwandszahlen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung widerspiegelt.

Die Marktlage war während des Geschäftsjahres positiv, geprägt von einer insgesamt guten Nachfrage. Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien wie z. B. "White Space"-Nutzung; Aufbau digitaler Fernsehnetze in Asien und Südamerika) und politischen Rahmenbedingungen (Fokus auf die Steigerung der sogenannten "Spektrum Effizienz" und Erstellung entsprechender Datenbank- und Managementsysteme) weltweit ist aus Sicht des Unternehmens ein Abklingen der freundlichen Marktstimmung in naher Zukunft nicht zu erwarten.

Das sehr gute Renommee des Unternehmens, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in den meisten Fällen wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Das Unternehmen konnte einige strategisch äußerst wertvolle Projekte in unterschiedlichen Teilmärkten (Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich abschließen. Diese Projekte bergen jeweils hohes Potenzial für künftiges Nachfolgegeschäft mit diesen Kunden sowie aufgrund deren Referenzcharakters auch für die Geschäftsentwicklung in diesen Teilmärkten.

Der Umsatz des Unternehmens stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 21,10 Mio.) um 16 % auf EUR 24,55 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 508 (i. V. TEUR 867) führen zusammen mit den Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR 235 (i. V. TEUR 1.024) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 10 % höheren Gesamtleistung von EUR 25,30 Mio. (i. V. EUR 22,99 Mio.).

Die ca. 40 % Differenz im Vorjahresvergleich der sonstigen betrieblichen Erträge liegt in den im Vorjahr enthaltenen höheren Fördermitteln (i. V. TEUR 164) sowie den stark unterschiedlichen Währungsgewinnen, TEUR 148 im Geschäftsjahr, TEUR 481 im Vorjahr, begründet.

Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 7,91 Mio. um knapp 12 % höher aus als im Vorjahr (EUR 7,05 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen und Tochterunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und im Wesentlichen von Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Funküberwachungssysteme im Rahmen von Kundenprojekten an. Konzernintern wurden hierbei Leistungen in Höhe von EUR 1,36 Mio. eingekauft.

Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik verfolgt. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen aus Kundenprojekten und der gestiegenen Mitarbeiterzahl erfolgte eine größere Investition zur Aufrüstung der Unternehmens-IT-Infrastruktur. Während des Geschäftsjahres wurde zudem in den Ausbau neuer Büroräume und Produktionseinrichtungen investiert. Dies schlägt sich in erhöhten Abschreibungen

nieder, die mit TEUR 579 um 32 % über denen des Vorjahres (i. V. TEUR 440) liegen.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 26 % von EUR 9,30 Mio. auf EUR 11,75 Mio. erhöht, was auf die Zunahme des durchschnittlichen Personalstamms um rd. 31 % und Gehaltserhöhungen, insbesondere in Form von variablen Vergütungen zurückzuführen ist. Im Personalaufwand sind aufgrund der Umstellung der Vorstandsverträge betreffend üblicher langfristiger Anreizkomponenten erstmalig hohe Rückstellungen (TEUR 503) für langfristige erfolgsabhängige Vorstandsvergütungen für alle Mitglieder des Vorstands enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 4,08 Mio. gut 10 % über denen des Vorjahres (EUR 3,72 Mio.). Wesentliche Unterschiedsposten im Vergleich zum Vorjahr sind um TEUR 295 gestiegene Vertriebs- und Reiseaufwendungen sowie um TEUR 69 höhere Telekommunikationskosten.

Unter dem Strich ergibt sich ein Jahresergebnis von TEUR 1.467 (i. V. TEUR 2.261). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,28 (i. V. EUR 0,44).

Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 7 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 11 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht.

2. Vermögenslage und Investitionen

Die Bilanz zum 30. September 2013 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 24,40 Mio. (i. V. EUR 22,23 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 15,69 Mio. (i. V. EUR 15,0 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 64,3 % (i. V. 67,4 %).

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte zeigen seit dem 30. September 2012 einen Anstieg um 55 % von EUR 2,22 Mio. auf EUR 3,43 Mio., was insbesondere durch Investitionen in IT Systeme (Hardware und Software) sowie den Ausbau der Geschäftsräume begründet ist. Investiert wurde außerdem in Firmenfahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Angesichts der langen Laufzeiten werden die an Tochterunternehmen gewährten Darlehen in der Position Ausleihungen an verbundene Unternehmen unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Die LS telcom Ltd. hat ihr Darlehen während des Geschäftsjahres vollständig getilgt, wodurch sich dieser Bilanzposten gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert hat. Die Ausleihungen belaufen sich auf TEUR 745. (i. V. EUR 1,02 Mio.) und enthalten zum Bilanzstichtag lediglich noch die an die LS telcom Inc. zum Aufbau des Geschäfts gewährten Finanzierungshilfen.

Unter den in den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen ist in diesem Jahr erstmals die neu gegründete LST Consult FZ-LLC, Dubai, mit einem Beteiligungswert i.H.v. TEUR 197 enthalten.

Vorräte

Der Bestand an unfertigen, noch nicht abgerechneten Projekten hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 15 % von EUR 1,6 Mio. auf EUR 1,9 Mio. erhöht. Den größten Anteil hieran bilden drei Projekte in Kanada und der Golfregion.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Wert dieser Position (EUR 3,53 Mio.) hat sich gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 3,68 Mio.) um 4 % verringert. Diese Entwicklung korrespondiert zur zeitlichen Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Steigerung der Verbundforderungen um EUR 1,27 Mio. auf EUR 3,12 Mio. beruht vor allem auf der Erbringung von Subunternehmerleistungen an das kanadische Tochterunternehmen für ein Großprojekt.

Wertpapiere - Eigene Anteile

Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2013 beträgt insgesamt 174.000 Stück (i. V. 174.000 Stück).

Insgesamt wurden die eigenen Aktien mit einem Betrag von TEUR 358 erworben. Der Nennwert der eigenen Aktien von EUR 174.000,00 wird im Eigenkapital vom Grundkapital abgesetzt und die Differenz zu den Anschaffungskosten bzw. zum bisherigen Bestandswert mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Flüssige Mittel

Zum 30. September 2013 verfügt die LS telcom AG über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 5,37 Mio. (i. V. EUR 6,18 Mio.).

Liquiditätsseitig weist die LS telcom AG damit im Vergleich zum Vorjahr einen um 13 % geringeren Betrag an verfügbaren Geldmitteln aus.

Im Konzern der LS telcom AG beträgt der Bestand an Bankguthaben insgesamt EUR 6,47 Mio. (i. V. EUR 6,94 Mio.).

Die LS telcom AG hat im Berichtsjahr zwei Annuitätendarlehen zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 0,3 Mio. zu üblichen Konditionen aufgenommen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres waren bereits EUR 0,1 Mio. vereinbarungsgemäß getilgt.

Sonstige Rückstellungen

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 47 % auf EUR 3,25 Mio. basiert weitgehend auf höheren Personalrückstellungen. Diese Entwicklung resultiert einerseits aus dem gestiegenen Personalbestand und andererseits aus der erhöhten Dotierung von Rückstellungen für variable Vergütungen, insbesondere für langfristige Vergütungskomponenten des Vorstands.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Im Rückgang der erhaltenen Anzahlungen um EUR 0,76 Mio. auf EUR 0,81 Mio. spiegelt sich die Abwicklung von Großprojekten aus dem Vorjahr im Berichtsjahr wider.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 0,53 Mio. auf EUR 1,35 Mio. enthält insbesondere die Gewährung eines Darlehens der französischen Tochtergesellschaft an die Muttergesellschaft über EUR 1,0 Mio.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

D. Risiko- und Prognosebericht

1. Risikomanagement

Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht die LS telcom AG bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Unternehmens abhängt. Nur wer seine wesentlichen

Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.

Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom AG Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Unternehmensleitung an das Risikomanagement-System beinhalten:

  • − Risikogrundsätze (das heißt Risikodefinitionen, Systematik der Bewertung von Risiken, Methoden zur Risikosteuerung, Grundsätze der Kommunikation und Dokumentation von Risiken),
  • − die Festlegung der methodischen Grundlagen des Risikomanagements,
  • − die Abgrenzung der einzelnen Geschäfts- bzw. Betrachtungsbereiche,
  • − die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Bewertungsstandards sowie
  • − die Definition der Wesentlichkeitsgrenzen für die Risikobewertung.

Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.

Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom AG mit.

Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.

Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.

2. Internes Kontrollsystem (IKS)

Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.

Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.

Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab.

Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten

Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.

Das im Unternehmen etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:

  • − Transparenz: Für alle wesentlichen Prozesse sind Sollkonzepte etabliert, die es einem Außenstehenden ermöglichen, zu beurteilen, inwieweit Beteiligte konform zu diesem Sollkonzept arbeiten. Gleichzeitig wird dadurch die Erwartungshaltung der Organisationsleitung definiert.
  • − Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Vorgänge bleiben nicht ohne Gegenkontrolle.
  • − Funktionstrennung: Vollziehende (z. B. Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses (z. B. Einkaufsprozess verstanden als Prozess von der Bedarfsermittlung bis zum Zahlungsausgang) vorgenommen werden, sind nicht in einer Hand vereinigt.
  • − Mindestinformation: Mitarbeitern werden nur diejenigen Informationen zur Verfügung gestellt, die sie für ihre Arbeit brauchen. Dies schließt auch die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen bei IT-Systemen mit ein.

Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).

Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden mit dem zentralen CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.

Rechnungslegungsbezogenes IKS

Die LS telcom AG verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.

Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.

Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.

Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der LS telcom Inc., USA, für die eine lokale Firma beauftragt wurde, durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.

Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des

Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Unterschiedlichste Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützen den Abschlussprozess.

3. Bestand des Unternehmens ist gesichert

Die Gesamtrisikosituation bei der Gesellschaft ist weiterhin überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar oder anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellt die politische Lage in der Golfregion ein latentes Risiko dar, mit dem Potenzial, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weiteres bedeutendes Einzelrisiko sind die Stabilität des Mitarbeiterstamms (siehe Ausführungen zum Risiko Mitarbeiterfluktuation) und die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Unternehmen begrenzt und handhabbar sind.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

4. Risiken der künftigen Entwicklung

Die vergangenen Jahre zeigten, dass die LS telcom AG dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.

Schneller technologischer Wandel

Die Märkte, in denen die LS telcom AG agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.

Softwaresicherheit

Die wirtschaftliche Grundlage eines Unternehmens, das Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.

Internationalisierung

Die Gesellschaft plant, in den nächsten Jahren ihre Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie der Gesellschaft als nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche der Gesellschaft integriert werden können.

Projektrisiken

Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2013/2014 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch ist oftmals eine Vergütung in US-Dollar oder anderen Fremdwährungen mit Kunden unvermeidlich (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").

Netzaufbau mit neuen Funktechnologien

Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2013/2014 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.

Preisdruck

Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. Die LS telcom AG war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.

Wettbewerb

Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom AG mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.

Mit dem Teilsegment Hardwarenahe Systeme positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung der LS telcom nachteilig beeinflussen.

Mitarbeiterfluktuation - Personalressourcen

Eine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Unternehmen entzogen werden könnte. Die LS telcom AG wird wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.

Die Ballung von Großaufträgen stellt das Unternehmen nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich aktuell durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen.

Risiken durch globale Finanzmarkt- bzw. Schuldenkrise und Abkühlung der Wirtschaft

Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Unternehmens zwar im abgelaufenen Geschäftsjahr nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen EUR/USD beeinflusst, jedoch keine Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten jedoch Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom AG.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfallund Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommt den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.

a) Preis- und Währungsrisiko

Die LS telcom AG ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 bestand kein Bedarf, Projekte über Devisentermingeschäfte abzusichern. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.

b) Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwandsund kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.

c) Liquiditätsrisiken

Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom AG. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.

d) Risiken der eigenen Geldanlage

Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tagesund Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom AG haben.

5. Chancen der künftigen Entwicklung – voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Aufgrund der unverändert guten Nachfrage ist der Vorstand für die kurzund mittelfristige Geschäftsentwicklung des Unternehmens zuversichtlich. Das Management rechnet zeitnah mit weiteren positiven Entscheidungen in mehreren Ausschreibungsverfahren und sieht gute Möglichkeiten, das erreichte hohe Umsatzniveau zu halten und von diesem aus mittelfristig weiter zu wachsen.

Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung der LS telcom AG hat sich die Lage gegenüber dem Vorjahr nahezu nicht verändert.

Im Beratungsgeschäft hat sich LS telcom sehr gut national und international behauptet. Der Vorstand rechnet auch für 2013/2014 mit guten neuen Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für Sicherheitskräfte, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Wachstum dürfte sich im Dienstleistungsbereich insbesondere aus dem Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.) generieren lassen, wo LS telcom die ersten Projekte mit nennenswerter Größenordnung überhaupt als Vorreiter in Deutschland geplant hat und derzeit mit realisieren hilft.

Auch die in Europa nahezu abgeschlossene Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks bietet in Asien und Afrika weiterhin aussichtsreiche Geschäftschancen.

Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.

Nachdem im Verlauf der vergangenen Geschäftsjahre mehrere größere Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen geschlossen werden konnten, zeichnen sich für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Der Vorstand rechnet damit, dass diese Projekte auch in den jeweiligen Nachbarländern unserer Kunden ähnliche Nachfrage wecken dürften. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.

Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich das Unternehmen Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Die Vorstellung der neuen Produkte im Rahmen der letzten "LS Summit" Hausmessen stieß auf sehr positive Resonanz bei Neu- und Bestandskunden und mündete bereits in mehrere Pilot- und Testprojekten.

Der Vorstand ist nach den in den vergangenen Geschäftsjahren erfolgreich abgeschlossenen Projekten im Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung von LS telcom-Produkten sehr zuversichtlich, auch in den Marktbereichen Militär und Innere Sicherheit neues Wachstum generieren zu können. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können.

Der derzeit für die LS telcom AG vertraglich gesicherte Auftragsbestand, einschließlich konzerninternen Unterbeauftragungen i. H. von EUR 4,6 Mio., beträgt EUR 26,9 Mio. (i. V. EUR 27,6 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten und langfristige Rahmenverträge maximal mit dem in einem 12 Monatszeitraum realistisch zu erwartenden Abrufvolumen berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 19,5 Mio. (i. V. EUR 17,5 Mio.) erzielen.

Der Vorstand ist angesichts der guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheits- bzw. Betriebsfunknetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik zuversichtlich, was die mittelfristige Geschäftsentwicklung anbelangt.

Das Ziel der Unternehmensführung bleibt unverändert, ausgehend von dem im Geschäftsjahr erreichten Niveau sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch die Profitabilität der LS telcom AG in ihrem Kerngeschäft weiter zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Die Gesellschaft versucht in diesem Zusammenhang einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt, die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen.

Aufgrund der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung der LS telcom AG, des nach wie vor hervorragenden Polsters an Auftragsbestand sowie weiterer hochwahrscheinlicher Projektzuteilungen in näherer Zukunft, ist der Vorstand davon überzeugt, im neuen Geschäftsjahr auch von dem nun erreichten höheren Niveau aus weiter profitabel wachsen zu können. Die Geschäftsplanung geht jedoch für die LS telcom AG von einer sehr moderaten Steigerung von Umsatz und Ergebnis für die beiden kommenden Geschäftsjahre aus. Dabei wird auch eine Reduzierung des Einkaufs von externe Leistungen für Projekte erwartet, die durch die neu geschaffenen zusätzlichen fachlichen Personalkapazitäten und die effizientere Nutzung der Personalressourcen sichergestellt werden soll.

E. Berichterstattung gemäSS § 289 Abs. 4 HGB

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital betrug zum 30. September 2013 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.

2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.

3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2013 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:

Beteiligte
Person oder
Gesellschaft
Anzahl an
Stimm
rechten
Anteile an
Stimm
rechten
Zeitraum
der
Beteiligung
Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 28,83 % Bis heute
Dr. Georg Schöne 1.612.454 30,22 % Bis heute

4. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

5. Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

6. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen

Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß den §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.

Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.

7. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ausgabe von Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2013 EUR 2.667.500,00.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

  • − um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
  • − bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen;
  • − bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird,

insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;

− bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Rückkauf von Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 4. März 2010 mit Ergänzung durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 17. März 2011 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:

  • a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.
  • b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im elektronischen Handelssystem Xetra der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden.
  • c) Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
  • − zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;
  • − zur Einziehung der Aktien;
  • − um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten.
  • d) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen.

Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:

  • − zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;
  • − um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten.

In diesem Fall ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Kurs der Aktie im elektronischen Handelssystem Xetra an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.

  • e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
  • f) Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.

8. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen

Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.

9. Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

F. Grundzüge des Vergütungssytems gemäSS § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30.09.2013) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung.

1. Aufsichtsrat und Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:

  • Dr. Winfried Holtermüller (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Stuttgart • Prof. Dr. Werner Wiesbeck (stellv. Vorsitzender), Professor für
  • Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Keltern
  • Dipl.-Finw. Karl Hensinger, Finanzwirt, Laupheim

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 56.875,00 (i. V. TEUR 33) zuzüglich der Erstattung ihrer Reisekosten.

Die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012/2013 verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt:

• Dr. Winfried Holtermüller EUR 21.875,00
• Prof. Dr. Werner Wiesbeck EUR 17.500,00

• Karl Hensinger EUR 17.500,00

Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 12.456,22 (i. V. TEUR 2) vergütet.

Zum 30. September 2013 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.

Vorstandsmitglieder sind:

  • Dr. Manfred Lebherz (Sprecher und Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
  • Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau
  • Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster

Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:

  • Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 Stückaktien (i. V. 1.537.862)
  • Dr. Georg Schöne 1.612.454 Stückaktien (i. V. 1.612.454) • Dipl.-Ing. Roland Götz 4.148 Stückaktien (i. V. 4.148)

Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.

2. Vergütungsbericht

Zuständigkeit, Zielsetzung und Struktur der Vergütung des Vorstands

Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.

Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.

Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.

Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2012/2013 aus den folgenden Komponenten zusammen:

    • eine fixe Grundvergütung sowie erfolgsunabhängige Nebenleistungen als Zusatzvergütungen (steuerpflichtige Vergütungsanteile für Direktversicherung und Zuschüsse zur Rentenversicherung), ausbezahlt in zwölf Monatsraten,
    • Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung jeweils eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung sowie weiterer Gegenstände, die die ortsunabhängige, ständige Erreichbarkeit der Vorstände sicherstellen,
    • eine variable Vergütung, die sich nach einem prozentualen Anteil am Konzern-Ergebnis der Gesellschaft richtet und der Höhe nach gedeckelt ist.
    • eine der Höhe nach limitierte variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die sich bei Gewährung virtueller Aktienoptionen aus der Aktienkursentwicklung über einen Zeitraum von jeweils drei bis sechs Jahren für verschiedene Tranchen im Vergleich zu einem Basispreis ermittelt und in bar ausbezahlt wird (die Bewertung dieser aktienkursabhängigen Vergütung erfolgt auf Basis eines Binomialmodells),
    • eine variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die über einen rollierenden Zeitraum von drei Jahren auf der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite beruht und der Höhe nach limitiert ist.

Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.

Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.

Höhe der Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2012/2013

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.725 (i. V. TEUR 1.102) erfasst. Davon betreffen TEUR 793 (i. V. TEUR 717) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 932 (i. V. TEUR 385) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 503 (i. V. TEUR 32) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als Rückstellungen für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis vier Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an den Vorstand letztlich auszuzahlenden Betrag dar.

Die im Geschäftsjahr 2012/2013 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:

Angaben
in EUR
Dr. Manfred
Lebherz
Dr. Georg
Schöne
Dipl.-Ing.
Roland Götz
Erfolgsunabhängige
Festvergütung
279.097,44 287.273,40 226.414,92
Erfolgsabhängige
Vergütungskomponente
150.000,00 150.000,00 130.000,00
Vergütungsanteil mit
langfristiger Anreizwirkung
davon direkt das Geschäfts
jahr 2012/2013 betreffend
0,00 0,00 0,00
davon aufwandswirksame
Rückstellung für mögliche
Vergütung in künftigen
Geschäftsjahren
162.400,00 191.100,00 180.800,00
davon bereits als Rückstellung
in Vorjahren erfasst
31.654,00 0,00 0,00
Gesamtvergütung 559.843,44 628.373,40 537.214,92

Zusagen zur Altersversorgung

Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.

Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit

Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.

Aktienoptionen

Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.

G. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289 a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.

H. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

Lichtenau, 18. November 2013

LS telcom Aktiengesellschaft Der Vorstand

Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 19. November 2013

Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wolfgang Berger Jörg Müller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Ansprechpartner

Dr. Manfred Lebherz

Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb

Dr. Georg Schöne Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme

Roland Götz

Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen

Katrin Bleich

Investor Relations LS telcom AG Im Gewerbegebiet 31-33 D-77839 Lichtenau Tel.: +49 7227 9535-707 Fax: +49 7227 9535-605 E-Mail: [email protected]

Finanzkalender

Zwischenmitteilung 1. Quartal (zum 31.12.2013) 14.02.2014
Hauptversammlung in 77839 Lichtenau 13.03.2014
Halbjahresbericht (zum 31.03.2014) 31.05.2014
Zwischenmitteilung 2. Quartal (zum 30.06.2014) 15.08.2014
Vorläufige Zahlen zum Jahresabschluss 2013/2014 November 2014

LS telcom AG Im Gewerbegebiet 31-33 D-77839 Lichtenau

+49 7227 9535-600 +49 7227 9535-605

[email protected] www.LStelcom.com

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