Annual Report • Feb 13, 2012
Annual Report
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Das zurückliegende Geschäftsjahr 2010/2011 ist für die LS telcom AG erneut sehr erfolgreich verlaufen. Der LS telcom Konzern hat die Nachwirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise hervorragend gemeistert, seine technologische Vorreiterstellung im Weltmarkt weiter ausgebaut und seine Ertragskraft nachhaltig gesteigert. Dies sind eindeutige Belege für die wirtschaftliche Stabilität und die Wettbewerbsfähigkeit der LS telcom AG. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand und das Unternehmen auf diesem erfolgreichen Weg auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 intensiv begleitet und unterstützt.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im zurückliegenden Geschäftsjahr die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft unterstützt, überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei die weltweite strategische Expansion des Konzerns, der Aufbau der Geschäftsaktivitäten in den USA, die Entwicklung und der Ausbau weiterer Geschäftsfelder, die technologische und entwicklungstechnische Integration der Tochtergesellschaften in den Konzern und die Akquisition sowie Abwicklung weiterer zukunftsweisender Großprojekte. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahrs ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung beraten und unterstützt.
In seinen Sitzungen vom 30.11.2010, 25.02.2011, 13.05.2011, 19.08.2011 sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses am 30.11.2011 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die Situation des Unternehmens und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahres lückenlos über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung - insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risikomanagement und das Risk-Controlling - und über sämtliche Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens wurden regelmäßig, auch außerhalb förmlicher Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend besprochen, vom Aufsichtsrat verantwortlich begleitet und von diesem überwacht.
Der Aufsichtsrat hat sich in monatlichen schriftlichen Berichten durch den Vorstand lückenlos und detailliert über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften unterrichten lassen. Er hat ferner jeweils monatlich die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht.
Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Fortschreibung des Risikomanagement- und des Risk-Controlling-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex gespielt.
Nicht zuletzt den bewährten und effizienten Mechanismen des Risikomanagements und Risk-Controlling im LS telcom Konzern ist es zu verdanken, dass der Konzern im zurückliegenden Geschäftsjahr keinerlei Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Kontrollgremium in seiner Bilanzsitzung den Jahresabschluss des Berichtsjahres festgestellt und den Konzern-Abschluss gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt und die Unternehmensplanung 2011/2012 sowie die Mittelfristplanung bis 2014 verabschiedet.
Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
| ― | die wirtschaftliche Lage des LS telcom Konzerns |
| ― | die weitere strategische Expansion des Konzerns |
| ― | die Erschließung und der Ausbau neuer Geschäftsfelder |
| ― | die Konzern-Planung 2011/2012 |
| ― | der Start der Geschäftsaktivitäten in den USA |
| ― | die Sicherstellung der technologischen und wirtschaftlichen Weltmarktführerschaft des Konzerns |
| ― | das Risikomanagement und das Risk-Controlling |
| ― | die Umstellung des Systems der Vorstandsvergütung, u. a. durch Implementierung von Vergütungskomponenten mit nachhaltiger und langfristiger Anreizwirkung. |
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesen kompetent und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2011, wurden durch die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert und im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.
Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 S. 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands an.
Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten.
Die im Bericht des Aufsichtsrats für das zurückliegende Geschäftsjahr 2009/2010 geäußerte Zuversicht, der LS telcom Konzern werde seine technologische Marktführerschaft und seine wirtschaftliche Ertragskraft weiter steigern, hat sich erfüllt. Dank der seit langem eingerichteten und kontinuierlich fortentwickelten Risikofrüherkennungs- und -steuerungssysteme hat der LS telcom Konzern auch den Folgewirkungen der zurückliegenden globalen Wirtschafts- und Finanzkrise hervorragend standgehalten und seine weltweit marktführende Position in allen wichtigen Geschäftsbereichen verstärkt und ausgebaut. Es ist auch im zurückliegenden Geschäftsjahr gelungen, mehrere strategisch wichtige Großaufträge zu akquirieren, welche als Referenzprojekte künftiges weiteres Wachstum sicherstellen werden.
Die hervorragende Qualifikation, Erfahrung und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin ein wesentlicher Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane sich für das laufende Wirtschaftsjahr und für die nähere Zukunft gesetzt haben.
Für ihren hervorragenden Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften Dank und Anerkennung aus.
Sie alle haben gemeinsam im abgelaufenen Geschäftsjahr hervorragenden Einsatz gezeigt und ihren unverzichtbaren Beitrag zu einem erneut eindrucksvollen Gesamtergebnis geleistet.
Stuttgart/Lichtenau, den 11. Dezember 2011
Dr. Winfried Holtermüller, Rechtsanwalt Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG
Das Geschäftsjahr 2010/2011 war geprägt von mehreren großvolumigen Auftragseingängen, sowohl für Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil. Diese sorgten nicht nur für einen deutlichen Umsatzzuwachs im Geschäftsjahr, sondern sichern dem Konzern auch wesentliche Umsatzerlöse für die kommenden zwei bis drei Jahre und über Anschlusswartungsvereinbarungen auch darüber hinaus. Gegenüber den Vorjahren zeigt das für uns relevante Marktumfeld eine noch stärkere Nachfrage, die auch für das kommende Geschäftsjahr anhalten dürfte. Profitieren konnte die LS telcom AG von der vertrieblichen Arbeit der vergangenen Jahre und insbesondere auch durch Referenz-Großprojekte aus dem Vorjahr. Beides trug dazu bei, Neukunden von den Produkten der LS telcom AG zu überzeugen und insbesondere Großprojekte in der Golfregion, Australien und Kanada zu sichern.
Plangemäß konnte so letztlich nicht nur der Umsatz, sondern auch das Konzern-Ergebnis deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Der Konzern-Jahresüberschuss (nach Minderheitenanteilen) von EUR 1,52 Mio. legte gegenüber dem Vorjahresergebnis von TEUR 940 um 62 % zu. Das Betriebsergebnis zeigt einen Anstieg von EUR 1,57 Mio. auf EUR 2,33 Mio. was einer Steigerung um 48 % im Vorjahresvergleich entspricht.
Dieses erfreuliche Ergebnis resultiert vor allem aus dem 28 %-igen Umsatzanstieg und trotz deutlich höherem Materialeinsatz immer noch 15 %-igen Zuwachs des Rohertrags. Im Vergleich zur Erhöhung des Materialaufwands stiegen die Aufwendungen für Personal und Abschreibungen sowie für den sonstigen betrieblichen Aufwand geringer an.
In Teilbereichen des von uns adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb. In diesem Umfeld konnte sich der LS telcom Konzern im vergangenen Geschäftsjahr jedoch sehr erfolgreich behaupten und in nahezu allen Ausschreibungsverfahren, in denen LS telcom-Lösungen angeboten wurden, die Kunden überzeugen. Dem Konzern gelang es damit, weitere Marktanteile gegenüber dem Wettbewerb zu gewinnen. Daneben wurde das Geschäft aber ebenso mit bestehenden Kunden ausgebaut.
Technologisch hat der Konzern seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden deutlich vergrößert und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung erheblich erweitert. Die Umsatzerlöse aus dem reinen Beratungsgeschäft konnten auf dem im Vorjahr erreichten hohen Niveau gehalten werden; insbesondere Projekte aus dem Umfeld der Digitalisierung von Sicherheits- und Betriebsfunknetzen trugen hierzu bei. Das exzellente Renommee unserer Experten wird sich auch künftig im internationalen Wettbewerb auszahlen.
Der LS telcom Konzern weist im Geschäftsjahr 2010/2011 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von rund 28 % und Umsatzerlöse von EUR 20,70 Mio. (i. V. EUR 16,23 Mio.) aus.
Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat der Konzern trotz starker Auslastung im Projektgeschäft weiter in die Entwicklung neuer Produkte, u. a. internetbasierte Lösungen sowie Enterprise-Lösungen, die umfassende Systemprodukte von Drittherstellern mit integrieren, und in das Zusammenspiel von Frequenzverwaltungs- und Funküberwachungssystemen investiert sowie entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen liegen deshalb mit EUR 1,97 Mio. um 17 % über denen des Vorjahres (i. V. EUR 1,68 Mio.).
Die Gesamtleistung von EUR 23,47 Mio. liegt ca. 26 % über der des Vorjahres (i. V. EUR 18,61 Mio.).
Der Auftragseingang in Höhe von EUR 34,55 Mio. (i. V. EUR 19,96 Mio.) lag 2010/2011 aufgrund der oben erläuterten Marktgegebenheiten etwa 73 % über dem des Vorjahres. Mehrere bereits erteilte Zuschläge und laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit stimmen uns auch für die künftige Geschäftsentwicklung des Unternehmens optimistisch, die im Geschäftsjahr überschrittene Umsatzschwelle von EUR 20 Mio. nicht nur dauerhaft zu halten, sondern auch auf diesem höheren Niveau weiter zu wachsen.
Aufgrund der seit diesem Geschäftsjahr signifikant gewachsenen Umsatzerlöse aus hardwarenahen Systemlösungen wurde eine Neusegmentierung der Geschäftstätigkeiten der LS telcom AG vorgenommen.
Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Softwaresysteme" und "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" wie folgt auf:
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| in TEUR | Umsatz GJ 2010/2011 | Umsatz GJ 2009/2010 | Veränderung | EBIT GJ 2010/2011 | EBIT GJ 2009/2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Softwaresysteme | 14.019 | 11.723 | 20 % | 2.630 | 663 |
| Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen | 6.680 | 4.502 | 48 % | -299 | 909 |
| Insgesamt | 20.699 | 16.225 | 28 % | 2.331 | 1.572 |
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" fasst die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz, sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten zusammen.
In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen und Trainings erbringt.
Wie im vergangenen Jahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" deutlich über dem des Segments "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen". Mit einem Anteil von 68 % (i. V. 72 %) der gesamten Umsatzerlöse war "Softwaresysteme" das klar dominierende Geschäftssegment. In diesem Geschäftsumfeld stehen aktuell mehrere Ausschreibungen für umfassende Systemmodernisierungen sowie für Neusysteme an.
Die LS telcom Firmengruppe hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Mobil- und Rundfunkbetreibern als auch bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Darauf aufbauend konnte sich der Konzern im Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung neuer Digitalfunknetze für Sicherheitsdienste (professioneller Mobilfunk), auch international weiter behaupten und das im Vorjahr erreichte hohe Umsatzniveau in diesem Geschäftsbereich halten.
In dem erst im Vorjahr begonnenen Geschäftsbereich mit Hardware-Systemlösungen wurde nicht nur die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben; es konnten auch umsatzseitig erste vielversprechende Erfolge erzielt werden.
Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen größere Frequenzmanagement-Systeme mit hohem Automatisierungsgrad sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte, jeweils überwiegend für Kunden in Europa, dem Mittleren Osten und Asien/Pazifik.
Jeder dieser in den beiden Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Unternehmens spielen.
Der Geschäftsverlauf im Segment "Softwaresysteme" wurde im Gegensatz zum Vorjahr wieder stärker vom Neukundengeschäft bestimmt. Nachdem im Vorjahr vor allem Umsatzerlöse mit Bestandskunden zum Erfolg beigetragen hatten, konnten im Geschäftsjahr 2010/2011 etwa ein Drittel der Umsatzerlöse mit Neukunden erwirtschaftet werden.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" verzeichnet einen Umsatzzuwachs von 48 %, jedoch mit negativem Beitrag zum Betriebsergebnis. Vor allem ein Großprojekt zur Modernisierung eines Funküberwachungssystems ermöglichte eine Steigerung der Umsatzerlöse in diesem Segment. Das negative Ergebnis resultiert hier aus Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte sowie Aufwendungen zur Markterschließung für das hardwarebezogene Teilgeschäft, das mit einer vergleichsweise geringen Marge verbunden ist.
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum über dem des Vorjahres bei ca. 85 % (i. V. 80 %). Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 27 % und in den restlichen Regionen bei 58 % (dabei Afrika mit 8 %, Asien/Pazifik mit 14 % und der Mittlere Osten mit 32 %).
Im Geschäftsjahr 2010/2011 verzeichnete der LS telcom Konzern in diesem Segment eine sehr gute Nachfrage. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden daraus mehrere Großprojekte beauftragt, insbesondere von Regulierungsbehörden und sonstigen Frequenzverwaltungsorganisationen.
Mit einem Anstieg um 20 % gegenüber dem Vorjahr weist das Segment ein ordentliches Umsatzwachstum aus. Durch stärkere Standardisierung der Systemlösungen und unterproportionale Zunahme der für die Umsetzung der Projekte nötigen Aufwendungen konnte die Profitabilität in diesem Segment verbessert werden. Dies drückt sich letztlich in einem Beitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von EUR 2,63 Mio. aus. Im Vorjahr wurde lediglich ein Segment-EBIT von TEUR 663 erreicht.
Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde aus einer ausgewogenen Mischung von Neugeschäft und Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Geschäften mit deutschen Behörden und Systemherstellern sowie aus Projekten in Australien, Bahrain, Großbritannien, Oman und Saudi Arabien.
Das Umsatzniveau des Vorjahres wurde in diesem Segment um 48 % übertroffen. Der Dienstleistungsbereich konnte vor allem von bestehenden, langfristigen Verträgen profitieren, die mit entsprechendem Nachfolgegeschäft auch einen guten Teil der Erlöse für das neue Geschäftsjahr sichern und für eine ordentliche Grundauslastung sorgen dürften.
Die im Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" erzielten Umsatzerlöse von EUR 6,68 Mio. (i. V. EUR 4,50 Mio.) setzen sich zusammen aus ca. 70 % Dienstleistungen und 30 % Umsätzen aus hardwarenahen Systemen.
Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem bisherigen Kerngeschäft (Spektrum-Management-Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher rein "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.
Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligentem Datenmanagement von Terabytes an Messdaten ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Modellhubschraubern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.
Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungscontainern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sendercontainer für Afrika sehr stark entwickelt und bietet gutes Potenzial für weiteres Wachstum im Rundfunk-wie auch Mobilfunkbereich.


LS telcom erbringt in dem Geschäftsbereich "Consulting & Engineering" umfassende Trainings-, Planungs- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.
Das Geschäftsfeld wurde durch den Bedarf an Beratungs- und Planungsdienstleistungen von Systemherstellern und Betreibern von Sicherheitsfunknetzen gut ausgelastet. Im Umfeld des Aufbaus von digitalen Behörden- und Sicherheitsfunknetzen (in Deutschland beispielsweise das "BOS-Netz" für Behörden mit Ordnungsaufgaben wie Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte) sieht die LS telcom AG auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Beratungsbereich.
Aus dem Rundfunkbereich wurde im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien die Expertise von LS telcom nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze, bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.
Die hier betrachteten Dienstleistungsprojekte wurden zwar überwiegend von der LS telcom AG in Deutschland ausgeführt; wesentliche Beiträge leistete allerdings auch die südafrikanische Tochtergesellschaft.
Das seit 2002 etablierte Training Center steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing Instrument für den Konzern zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.
Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2010/2011 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2011 bei der LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/ Südafrika, bei der LS telcom Inc., Annapolis/USA, bei der Colibrex GmbH, Lichtenau, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/ China.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Ltd. bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada, Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Serviceorientierte Architektur).
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau von Sendern und Antennenanlagen etabliert.
Die Vision2Comm GmbH war während des Geschäftsjahres nicht operativ tätig.
Die Gründung der Colibrex GmbH mit Sitz in Lichtenau erfolgte Mitte Juli 2011. In dieser Gesellschaft sollen neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen entwickelt und vermarktet werden.
Als jüngste Tochtergesellschaft im Konzern-Verbund wurde im Juli 2011 unsere Tochtergesellschaft LS telcom Inc. in Annapolis, USA, gegründet. Diese neue Tochter wird sich um den US-amerikanischen Markt kümmern und dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe vermarkten, andererseits aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln. Erste Vertriebserfolge konnten zum Ende des Geschäftsjahres bereits verbucht werden.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG seit dem 28.05.2009 einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für Wimax- und LTE-Netze, gesichert. Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert und bleibt deshalb im Konsolidierungskreis der LS telcom Gruppe unberücksichtigt.
Die wirtschaftliche Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften ist mit Ausnahme des Geschäftsverlaufs der LS telcom Ltd., Kanada, zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Hier kam es zu Verzögerungen bei der Vergabe von einigen größeren Projekten. Gegen Ende des Geschäftsjahres konnte die LS telcom Ltd. Auftragseingänge in Höhe von ca. EUR 2,35 Mio. verbuchen. Weitere aussichtsreiche Ausschreibungsverfahren laufen in deren Vertriebsregion noch. Deshalb gehen wir von einer deutlichen Verbesserung der kanadischen Geschäftszahlen ab dem Geschäftsjahr 2011/2012 aus.
Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern auf durchschnittlich 138 (i. V. 135) Mitarbeiter und liegt damit nur gut 2 % über dem Wert des Vorjahres.
Zum 30. September 2011 waren im Konzern insgesamt 143 (i. V. 137) Mitarbeiter beschäftigt.
Im Unternehmen ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2010/2011 auch Kapazitäten für die hardwarebezogene Systementwicklung aufgebaut.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch in moderatem Umfang unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.
Neben den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.756 (i. V. TEUR 1.688) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst.
Die LS telcom AG arbeitet im Rahmen von unterschiedlichen Förderprogrammen (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand - ZIM; KMU-Innovationsoffensive Informations- und Kommunikationstechnologie - IKT) und auch eigenfinanzierten Projekten mit der TU-Braunschweig, dem KIT-Karlsruhe und der Hochschule Offenburg zusammen. Forschungsschwerpunkte in diesen Projekten sind unter anderem Planungs- und Koordinierungsalgorithmen für Broadband Wireless Access Netze, spezielle Messsysteme, die die Nutzung des Frequenzbereichs der digitalen Dividende unterstützen, sowie datenbankunterstützte Signalanalysemethoden. All diese Projekte verfolgen das Ziel, letztlich mit den gewonnenen Erkenntnissen und Algorithmen funktionelle Erweiterungen der LS telcom-Produkte zu erreichen.
Die französische Tochtergesellschaft LS telcom SAS nimmt an den beiden staatlich geförderten Gemeinschafts-Forschungsprojekten RECOSS und SOAPS in Frankreich teil, in denen LTE Advanced Technology auf PMR-Netze (Public Mobile Radio) adaptiert werden soll. Beide Projekte haben zum Ziel, Breitbandübertragungskapazitäten auch in Sicherheitsnetzen bereitzustellen, um die Übertragung von größeren Datenmengen zu ermöglichen. Dieser Aufgabe haben sich LS telcom, Thales, TDF und Cassidian, mehrere kleinere und mittelständische Firmen, sowie namhafte französische Forschungsinstitute gestellt.
Das Unternehmen hat damit in der Summe (nicht-aktivierbare Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Investitionen in aktivierbare Eigenleistungen aufaddiert), einen Betrag von EUR 3,73 Mio. (i. V. EUR 3,37 Mio.) unabhängig von Kundenprojekten in Innovationen investiert.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs bei EUR 1,82 am 01.10.2010 stieg der Wert der LS telcom-Aktie bis Mitte November 2010 auf seinen Jahreshöchststand bei EUR 4,35. Diese nahezu sprunghafte Wertentwicklung wurde durch die gute Nachrichtenlage zu zwei Rekordaufträgen aus der Golfregion unterstützt. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2010/2011 zeigte sich der Kursverlauf der LS telcom-Aktie stark volatil in einer Bandbreite zwischen EUR 3,16 und EUR 4,35 und behauptete sich damit nachhaltig und vergleichsweise wenig beeinflusst durch die Euro-Finanzkrise deutlich über der Drei-Euro-Schwelle.
Zum Ende der Periode am 30.09.2011 kostete die Aktie EUR 3,43. Sie verteuerte sich damit um 89 %. Der Prime Telecommunication Index verlor im Vergleichszeitraum 5,16 % an Wert.
Die Marktkapitalisierung wuchs zum 30.09.2011 auf EUR 18.304.385, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 9.683.025 belief. Pro Börsentag wurden in der letzten Periode durchschnittlich 5.752 LS telcom-Aktien im Gegenwert von EUR 21.394 an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Zunahme der Handelsintensität in Aktienstückzahlen um 373 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet (i. V. 1.217 LS telcom-Aktien bzw. EUR 2.030 je Börsentag).
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem Xetra.
Im Geschäftsjahr 2010/2011 hat der LS telcom Konzern sein Ziel, sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch das Ergebnis zu steigern, erfüllt.
Die während des Geschäftsjahres erfahrene Ballung an Großaufträgen stellte und stellt den Konzern immer noch vor die Herausforderung, diesen Erfolg auch vertragsgemäß zu bewältigen und die hohen Kundenerwartungen nicht zu enttäuschen. Ressourcenseitig hat die LS telcom AG bereits mit Neueinstellungen im moderaten Umfang sowie die Beauftragung diverser externer Berater mit einschlägiger Erfahrung in unserem Produkt- und Kundenumfeld reagiert, was sich auch in den entsprechenden Aufwandszahlen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung widerspiegelt.
Die Marktlage war während des Geschäftsjahres durchweg positiv, geprägt von einer insgesamt sehr guten Nachfrage und von der gegenwärtigen Finanzkrise nicht wesentlich beeinflusst.
Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien wie z. B. "White Space" Nutzung) und politischen Rahmenbedingungen (Fokus auf die Steigerung der sogenannten "Spektrum Effizienz" und Erstellung entsprechender Datenbank- und Managementsysteme) weltweit ist aus Sicht des Konzerns ein Abklingen der positiven Marktstimmung mittelfristig nicht zu erwarten.
In dem wie in den Vorjahren nachfrageintensiven, aber regional auch von starkem Wettbewerb gekennzeichneten Markt hat sich der LS telcom Konzern sehr gut behauptet und seine Marktanteile ausgebaut.

Das positive Renommee der LS telcom Gruppe, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in den meisten Fällen wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Der Konzern konnte einige strategisch äußerst wertvolle Projekte in den unterschiedlichen Teilmärkten (Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich akquirieren und implementieren. Diese Projekte bergen jeweils hohes Potenzial für künftiges Nachfolgegeschäft mit diesen Kunden sowie aufgrund deren Referenzcharakters auch für die Geschäftsentwicklung in den Teilmärkten.
Der Umsatz des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 16,23 Mio.) um 28 % auf EUR 20,70 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 803 (i. V. TEUR 702) führen zusammen mit den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 1,97 Mio. (i. V. EUR 1,68 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 26 % höheren Gesamtleistung von EUR 23,47 Mio. (i. V. EUR 18,61 Mio.).
Sonstige betriebliche Erträge enthalten als wesentliche Posten Erlöse aus Fördermitteln (TEUR 295) sowie Währungsgewinne in Höhe von TEUR 349.
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 5,56 Mio. um 87 % höher aus als im Vorjahr (EUR 2,97 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für ein Funküberwachungssystem im Rahmen eines Kundengroßprojekts an.
Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik verfolgt. Die Abschreibungen liegen mit EUR 2,21 Mio. nahezu beim Wert des Vorjahres (i. V. EUR 2,16 Mio.).
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 11 % von EUR 9,06 Mio. auf EUR 10,08 Mio. erhöht, was auf die Zunahme des Personalstamms und auf Gehaltserhöhungen, insbesondere auch in Form von variablen Vergütungen, zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 3,29 Mio. etwa 15 % über denen des Vorjahres (EUR 2,85 Mio.). Ausschlaggebend für die Erhöhung dieser Aufwandsposition sind um TEUR 114 höhere Vertriebskosten und um TEUR 212 gestiegene Beratungskosten. Die Beratungskosten beziehen sich primär auf die Geschäfts- und Produktentwicklung für neue Märkte (USA-Präsenz, Hardwarenahe Systeme).
Unter dem Strich ergibt sich ein Konzern-Jahresergebnis von EUR 1,52 Mio. (i. V. TEUR 940) nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 60). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,29 (i. V. EUR 0,18).
Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 10 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 11 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht.
Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2011 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 26,07 Mio. (i. V. EUR 21,40 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 14,45 Mio. (i. V. EUR 13,21 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 55,4 % (i. V. 62 %).
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2011 beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 164.800 Stück (i. V. 154.750 Stück).
Insgesamt wurden die eigenen Aktien mit einem Betrag von TEUR 322 erworben. Diese werden als "Rücklage für eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet.
Der Wert dieser Position (EUR 6,22 Mio.) liegt gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 5,06 Mio.) um 23 % höher. Ebenso wie zum Ende des Vorjahres wurden auch gegen Ende dieses Geschäftsjahres einige größere Projekte fertiggestellt bzw. umsatzrelevante Projektmeilensteine erreicht. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Der Wert der Sachanlagevermögen und der immateriellen Vermögenswerte liegt bei EUR 10,68 Mio. und ist damit seit dem 30.09.2010 um knapp 6 % gewachsen (i. V. EUR 10,10 Mio.), was insbesondere durch größere Investitionsmaßnahmen in IT-Infrastruktur und Produktionseinrichtungen im Hardware-Produktbereich begründet ist. Investiert wurde außerdem in Betriebssoftware und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Neuentwicklungen eigener Produkte.
Zum 30. September 2011 verfügt der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 7,53 Mio. (i. V. EUR 5,07 Mio.). Liquiditätsseitig weist LS telcom damit im Vergleich zum Vorjahr einen um 48 % höheren Betrag an verfügbaren Geldmitteln aus.
Der Bestand an Bankguthaben im Konzern liegt um TEUR 539 über dem oben genannten Liquiditätsbetrag. Diese Gelder stellen jedoch keine frei verfügbare Liquidität dar, da sie für kurzfristige Zwecke der Absicherung von Avalen und Bürgschaften dienen. Sie sind deshalb in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
Der Anstieg der kurzfristigen Schulden von EUR 4,45 Mio. auf EUR 8,04 Mio. ist insbesondere durch die mit den höheren Projektvolumina gestiegenen erhaltenen Anzahlungen und Lieferantenverbindlichkeiten bedingt.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht der LS telcom Konzern bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Konzerns abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.
Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom Firmengruppe Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Konzern-Leitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
| ― | Risikogrundsätze (das heißt Risikodefinitionen, Systematik der Bewertung von Risiken, Methoden zur Risikosteuerung, Grundsätze der Kommunikation und Dokumentation von Risiken), |
| ― | die Festlegung der methodischen Grundlagen des Risikomanagements, |
| ― | die Abgrenzung der einzelnen Geschäfts- bzw. Betrachtungsbereiche, |
| ― | die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Bewertungsstandards sowie |
| ― | die Definition der Wesentlichkeitsgrenzen für die Risikobewertung. |
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom Firmengruppe mit.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Konzern-Steuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.
Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beinträchtigen können, runden das System ab.
Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Unternehmen etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
| ― | Transparenz: Für alle wesentlichen Prozesse sind Sollkonzepte etabliert, die es einem Außenstehenden ermöglichen, zu beurteilen, inwieweit Beteiligte konform zu diesem Sollkonzept arbeiten. Gleichzeitig wird dadurch die Erwartungshaltung der Organisationsleitung definiert. |
| ― | Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Vorgänge bleiben nicht ohne Gegenkontrolle. |
| ― | Funktionstrennung: Vollziehende (z. B. Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses (z. B. Einkaufsprozess verstanden als Prozess von der Bedarfsermittlung bis zum Zahlungsausgang) vorgenommen werden, sind nicht in einer Hand vereinigt. |
| ― | Mindestinformation: Mitarbeitern werden nur diejenigen Informationen zur Verfügung gestellt, die sie für ihre Arbeit brauchen. Dies schließt auch die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen bei IT-Systemen mit ein. |
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in einem CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie abhängig von den Zugriffsrechten auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Der LS telcom Konzern verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der LS telcom Inc., USA, für die eine lokale Firma beauftragt wurde, durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützt den Abschlussprozess.
Die Gesamtrisikosituation im Konzern ist weiterhin überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar oder anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellt die politische Lage in der Golfregion ein latentes Risiko dar, mit dem Potenzial, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weiteres bedeutendes Einzelrisiko ist die Stabilität des Mitarbeiterstamms (siehe Ausführungen zum Risiko Mitarbeiterfluktuation) und die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass LS telcom dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
Die Märkte, in denen LS telcom agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Konzerns, der Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.
Der Konzern plant, in den nächsten Jahren seine Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie des Konzerns nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche des Konzerns integriert werden können.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2011/2012 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. LS telcom schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch ist oftmals eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden, Fremdwährungen mit Kunden unvermeidlich (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2011 /2012 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.
Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. LS telcom war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom Firmengruppe mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Mit dem neuen Teilsegment Hardwarenahe Systeme positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung des LS telcom Konzerns nachteilig beeinflussen.
Die gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht derzeit das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter am Hauptsitz des Unternehmens abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Konzern entzogen werden könnte. Die LS telcom AG und ihre Tochtergesellschaften werden wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.
Die Ballung von Großaufträgen stellt das Unternehmen nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich aktuell durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen.
Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Konzerns zwar im abgelaufenen Geschäftsjahr nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen Euro/US-Dollar beeinflusst, jedoch keine Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten jedoch Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom Firmengruppe.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom Firmengruppe ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall-, und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommen den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Die LS telcom Firmengruppe ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden Projektvolumina von insgesamt USD 4,38 Mio. über Devisentermingeschäfte abgesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden noch für USD 2,0 Mio. Devisentermingeschäfte.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom Firmengruppe. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom Firmengruppe haben.
Aufgrund der unverändert starken und hochwertigen Nachfrage ist der Vorstand für die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns sehr zuversichtlich. Das Management rechnet zeitnah mit weiteren positiven Entscheidungen in mehreren Ausschreibungsverfahren und sieht gute Möglichkeiten, von dem erreichten hohen Umsatzniveau aus weiter zu wachsen. Chancen hierfür ergeben sich für den LS telcom Konzern in mehrerlei Hinsicht, abhängig von den adressierten Teilmärkten und basierend auf technologischen Neuerungen oder erweiterten bzw. geänderten Anforderungen der Kunden.
Im Beratungsgeschäft hat sich LS telcom sehr gut national und international behauptet. Der Vorstand rechnet auch für 2011/2012 mit guten Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für Sicherheitskräfte, ebenso in Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Eine Fortsetzung des Wachstums im Dienstleistungsbereich könnte sich insbesondere aus dem Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.) ergeben, wo LS telcom die ersten Projekte mit nennenswerter Größenordnung überhaupt als Vorreiter in Deutschland geplant hat und derzeit mit realisieren hilft.
Auch die in Europa nahezu abgeschlossene Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks bietet in Asien und Afrika weiterhin aussichtsreiche Geschäftschancen.
In dem Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das so genannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.
Nachdem im Verlauf des Geschäftsjahres 2010/2011 mehrere größere Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen geschlossen werden konnten, zeichnen sich nun bereits recht konkret für das neue Geschäftsjahr ähnliche Systemprojekte in weiteren Ländern ab. Der Vorstand rechnet damit, dass diese Projekte auch in den jeweiligen Nachbarländern unserer Kunden ähnliche Nachfrage wecken dürften. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.
Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnen wir uns Zusatzgeschäft mit unseren neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Die Vorstellung der neuen Produkte im Rahmen der LS Summit 2011 Hausmesse stieß auf sehr positive Resonanz bei Neu- und Bestandskunden.
Der Vorstand ist nach mehreren in den vergangenen Geschäftsjahren erfolgreich abgeschlossenen Projekten im militärischen Kundenumfeld sehr zuversichtlich, auch aus diesem Bereich Wachstum generieren zu können. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können. Das Unternehmen hat während des Geschäftsjahres die Bearbeitung dieses Teilmarktes durch die Allokation zusätzlicher Vertriebsressourcen weiter forciert und konnte im Verlauf des letzten Geschäftsquartals zwei Aufträge aus diesem Markt akquirieren, jeweils mit vielversprechendem Potenzial für Folgegeschäft.
Der derzeit im LS telcom Konzern vertraglich gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 29,6 Mio. (i. V. EUR 22,7 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von ca. EUR 17,2 Mio. (i. V. EUR 12,8 Mio.) erzielen. Die hier angegebenen Umsatzerwartungen können sich zudem durch Forderungen aus Fertigungsaufträgen erhöhen.
Der Vorstand ist angesichts der sehr guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheits- bzw. Betriebsfunknetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik sehr zuversichtlich, was die mittelfristige Geschäftsentwicklung anbelangt.
Das Ziel der Konzern-Führung bleibt unverändert, ausgehend von dem im Geschäftsjahr erreichten Niveau sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch die Profitabilität der LS telcom Firmengruppe in ihrem Kerngeschäft weiter zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Der Konzern versucht in diesem Zusammenhang einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen.
Aufgrund der oben dargestellten Sachverhalte, des hervorragenden Polsters an Auftragsbestand sowie einer Reihe weiterer hochwahrscheinlicher Projektzuteilungen mit größeren Volumina in näherer Zukunft, ist der Vorstand davon überzeugt, im neuen Geschäftsjahr auch von dem nun erreichten höheren Niveau aus weiter profitabel wachsen zu können. Die Geschäftsplanung geht hierbei von einer moderaten Steigerung von Umsatz und Ergebnis für die beiden kommenden Geschäftsjahre aus.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2011 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2011 folgende Übersicht an Beteiligungen über 10 % der Stimmrechte:
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| Beteiligte Person oder Gesellschafter | Anzahl an Stimmrechten | Anteil an Stimmrechten | Zeitraum der Beteiligung |
|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz | 1.537.862 | 28,83 % | Bis heute |
| Dr. Georg Schöne | 1.612.454 | 30,22 % | Bis heute |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 6. März 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. März 2013 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das Genehmigte Kapital beträgt bis zum 30. September 2011 EUR 2.667.500,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
| ― | um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. |
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 4. März 2010 mit Ergänzung durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 17. März 2011 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.
b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im elektronischen Handelssystem Xetra der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden.
c) Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
| ― | zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft; |
| ― | zur Einziehung der Aktien; |
| ― | um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten. |
d) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen.
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
| ― | zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft; |
| ― | um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten. |
In diesem Fall ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Kurs der Aktie im elektronischen Handelssystem Xetra an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.
e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
f) Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung sowie erfolgsunabhängige Nebenleistungen, die aus Zusatzvergütungen (steuerpflichtige Vergütungsanteile für Direktversicherung und Zuschüsse zur Rentenversicherung) und Sachzuwendungen (insbesondere die Überlassung jeweils eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung sowie weiterer Gegenstände, die die ortsunabhängige, ständige Erreichbarkeit der Vorstände sicherstellen) bestehen. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Konzerns und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns abhängt.
Die Gesellschaft schließt ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung) ab, in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind.
Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.
Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
| ― | Dr. Winfried Holtermüller (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Stuttgart |
| ― | Prof. Dr. Werner Wiesbeck (stellv. Vorsitzender), Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Keltern |
| ― | Dipl.-Finw. Karl Hensinger, Finanzwirt, Laupheim |
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010/2011 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 32.500,00 (i. V. TEUR 33) zuzüglich der Erstattung ihrer Reisekosten.
Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Dr. Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 5.700,10 (i. V. TEUR 4) vergütet.
Zum 30. September 2011 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.
Vorstandsmitglieder sind:
| ― | Dr. Manfred Lebherz (Sprecher und Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau |
| ― | Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau |
| ― | Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster |
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
| ― | Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 Stückaktien (i. V. 1.537.862) |
| ― | Dr. Georg Schöne 1.612.454 Stückaktien (i. V. 1.612.454) |
| ― | Dipl.-Ing. Roland Götz 4.148 Stückaktien (i. V. 4.148) |
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.
Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.
Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.
Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2010/2011 aus den folgenden Komponenten zusammen:
| ― | eine fixe Grundvergütung inklusive Sachbezügen, ausbezahlt in zwölf Monatsraten, |
| ― | eine variable Vergütung, die sich nach dem Konzern-Ergebnis der Gesellschaft richtet. |
Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.
Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 979 (i. V. TEUR 803) erfasst. Davon betreffen TEUR 680 (i. V. TEUR 656) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 299 (i. V. TEUR 147) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile.
Die im Geschäftsjahr 2010/2011 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:
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| Angaben in EUR |
Dr. Manfred Lebherz | Dr. Georg Schöne | Dipl.-Ing. Roland Götz |
|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Festvergütung | 220.000,00 | 220.000,00 | 172.500,00 |
| Erfolgsunabhängige Nebenleistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) | 22.436,72 | 22.443,20 | 22.390,32 |
| Erfolgsabhängige Vergütungskomponente | 107.301,91 | 107.301,91 | 84.258,61 |
| Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 349.738,63 | 349.745,11 | 279.148,93 |
Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.
Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.
Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.
Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenso wie unsere Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" -"Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 21. November 2011
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen.
Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex"), die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern.
Vor diesem Hintergrund berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung sowie unter anderem auch über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach § 161 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen.
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 30.11.2011 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der maßgeblichen Fassung vom 26.05.2010 befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 16.12.2010 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2011 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 S. 1; S. 3 HGB beim Elektronischen Bundesanzeiger einzureichen.
Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2011, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 26.05.2010, hat folgenden Wortlaut:
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Nummerierung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:
2.3.1/2.3.3: Formulare für eine Briefwahl im Rahmen der Hauptversammlung werden nicht auf der Internetseite der Gesellschaft zusammen mit der Tagesordnung veröffentlicht.
Begründung: Gesicherte Erfahrungswerte über Vorteile einer Briefwahl im Rahmen der Hauptversammlung liegen noch nicht vor. Die Gesellschaft wartet deshalb zunächst die Erfahrungen anderer Emittenten ab und geht bis auf weiteres keine förmliche Verpflichtung zur Durchführung einer Briefwahl im Rahmen der Hauptversammlung ein.
3.8: Ein Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung (Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung) besteht für die Mitglieder des Vorstands, nicht jedoch für die Mitglieder des Aufsichtsrats.
Begründung: Ein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist im bestehenden Versicherungsvertrag nicht vereinbart. Für eine Änderung der vertraglichen Grundlagen sieht die Gesellschaft derzeit keine Veranlassung. Angesichts der moderaten Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit müsste im Falle der Übernahme erheblicher unversicherter Haftungsrisiken die Aufsichtsratsvergütung spürbar erhöht werden, was weder im Interesse der Gesellschaft noch der Aktionäre liegt.
4.2.3: Die Vergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder umfasst derzeit noch nicht bei allen drei Mitgliedern des Vorstands variable Vergütungsteile, für deren Höhe eine mehrjährige Bemessungsgrundlage einschlägig ist. Die Anstellungs-Dienstverträge aller Vorstandsmitglieder werden anlässlich ihrer Verlängerung bzw. im Falle des Neuabschlusses vom Aufsichtsrat umfassend auf ein System mit variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger und nachhaltiger Anreizwirkung angepasst. Dieser Prozess wird im Laufe des Jahres 2012 abgeschlossen sein. Negative Entwicklungen der Unternehmenskennzahlen schlagen sich bereits in den bestehenden variablen Vergütungsbestandteilen sämtlicher Vorstandsmitglieder nieder. Die Gesellschaft geht keine Verpflichtung dahingehend ein, dass über die Veröffentlichung des Vergütungssystems für den Vorstand (einschließlich Angaben zum Wert von Aktienoptionen) im Geschäftsbericht und auf der Internetseite der Gesellschaft hinaus der Aufsichtsratsvorsitzende die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und deren mögliche Veränderung informiert.
Begründung: Die Änderungen im Deutschen Corporate Governance Kodex in der seinerzeitigen Fassung vom 18.06.2009 griffen in bereits bestehende, vom Aufsichtsrat nicht einseitig änderbare Anstellungs-Dienstverträge der Vorstandsmitglieder ein. Der Aufsichtsrat passt jedoch bei künftigen Verlängerungen bzw. Neufassungen von Anstellungs-Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder deren Inhalt vollumfänglich an die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex an.
5.1.2: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie die Behandlung der Konditionen der Anstellungs-Dienstverträge der Vorstandsmitglieder (einschließlich der Vergütungsfragen) keinem Ausschuss übertragen.
Begründung: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern und kann infolgedessen keine Ausschüsse bilden, es sei denn, diese wären mit dem Plenum des Aufsichtsrats personengleich, was sinnlos wäre. Ausschüsse wären somit gemäß § 108 Abs. 2 Satz 3 AktG nicht beschlussfähig.
5.3.1/5.3.2: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern; Ausschüsse wären damit gemäß § 108 Abs. 2 S. 3 AktG nicht beschlussfähig. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex über Ausschüsse des Aufsichtsrats sind auf die LS telcom AG nicht anwendbar.
5.4.1: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt.
Begründung: Der Aufsichtsrat, dessen Mitglieder sich auch weiterhin in bester körperlicher und geistiger Verfassung befinden, sieht derzeit keine Veranlassung, eine förmliche Altersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrats festzulegen.
5.4.6: Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen können bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt werden, da die Empfehlungen des Kodex über die Bildung von Ausschüssen auf die LS telcom AG nicht anwendbar sind. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine erfolgsorientierte Vergütung. Die Gesellschaft geht keine Verpflichtung dahingehend ein, dass die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder oder sonstige Leistungen im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen, ausgewiesen werden.
Begründung: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft soll seine unabhängige Beratungs-, Unterstützung- und Kontrollfunktion unabhängig von monetären Anreizen wahrnehmen. Die Gesellschaft hat deshalb bislang auf die Verankerung erfolgsorientierter Vergütungskomponenten für die Mitglieder des Aufsichtsrats in der Satzung verzichtet.
6.6: Die Gesellschaft geht keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, den Aktienbesitz (einschließlich der Optionen sowie der sonstigen Derivate) des einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieds im Corporate Governance Bericht anzugeben. Die gesetzlichen Pflichtangaben, insbesondere nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), bleiben hiervon unberührt.
Begründung: Insoweit genügen nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft die gesetzlichen Vorschriften im WpHG.
7.1.1: Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre und Dritte in regelmäßigen Abständen, insbesondere unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten, über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, über die einschlägigen börsenrechtlichen Listing-Bestimmungen (u. a. §§ 47 ff. der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse) und die gesetzlichen Bestimmungen (u. a. §§ 37 v; 37 w; 37 x WpHG) hinaus während des Geschäftsjahres formalisierte Zwischenberichte zu bestimmten Stichtagen zu erstellen, zu versenden bzw. elektronisch zugänglich zu machen.
Begründung: Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Übernahme weiterreichender Informations- und Mitteilungspflichten würde einen unvertretbaren Zusatzaufwand verursachen und keinen nennenswerten Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft erbringen.
7.1.2: Die Gesellschaft veröffentlicht Halbjahresberichte nach den gesetzlichen Bestimmungen des § 37 w WpHG spätestens zwei Monate nach Ablauf des Berichtszeitraums. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, Halbjahres- bzw. Quartalsfinanzberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich zu machen.
Begründung: Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Verpflichtung zur Einhaltung noch kürzerer Zeitintervalle zur Berichterstattung der Gesellschaft würde einen nicht vertretbaren Aufwand verursachen, dem auch insoweit kein nennenswerter Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft korrespondieren würde.
Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 16.12.2010 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.
Lichtenau, den 6. Dezember 2011
Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG
gez. Dr. Winfried Holtermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Für den Vorstand der LS telcom AG
gez. Dr. Manfred Lebherz, Sprecher des Vorstands
Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands wird in einem gesonderten Vergütungsbericht beschrieben, in dem auch die individuellen Vergütungen der Mitglieder des Vorstands offengelegt werden. Dieser quantitative Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und des Konzern-Lageberichts und damit an anderer Stelle jeweils vollständig in diesem Geschäftsbericht der LS telcom AG wiedergegeben. Wir verweisen insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F, sowie im Konzern-Lagbericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 beschlossen, bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern und auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats das Kriterium der Vielfalt verstärkt zu beachten. Zielrichtung ist es, neben einer ausgewogenen fachlichen Qualifikation des Gremiums durch Berücksichtigung von Vielfalt bei weiterem Wachstum des Unternehmens und damit auch seiner Organe, eine größere Internationalität und eine angemessene Vertretung von Frauen im Vorstand und Aufsichtsrat zu erreichen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 vereinbart, konkrete Ziele für die künftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats festzulegen, diese aber nicht auf das Thema Frauenbeteiligung zu beschränken. Vielmehr sollen weitere Kriterien eine heterogene Besetzung des Aufsichtsrats sicherstellen. Im Einzelnen wurden folgende konkrete Ziele beschlossen:
| ― | Angemessene Berücksichtigung von Frauen bei Aufstellung von Kandidaten zur nächsten regulären Neuwahl des Aufsichtsrats. |
| ― | Angemessene Berücksichtigung von Kandidaten mit internationalem Hintergrund zur nächsten regulären Neuwahl des Aufsichtsrats. |
| ― | Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren |
| ― | Berücksichtigung von technischem Sachverstand |
| ― | Berücksichtigung von Kenntnis des Unternehmens |
| ― | Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder |
| ― | Vermeidung von Interessenkonflikten |
Die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie die Auswahl von Kandidaten zur Bestellung als Vorstandsmitglied werden sich auch unter Berücksichtigung dieser Ziele ausschließlich am Wohl des Unternehmens orientieren.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten während des Geschäftsjahres nicht auf.
Dem Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie dem Konzern-Lagbericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.1., können die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen entnommen werden. Keiner der Aufsichtrats- oder Vorstandsmitglieder nimmt mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von Gesellschaften mit vergleichbaren Anforderungen wahr. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzern-Abschlusses dargestellt.
Nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der LS telcom AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, sobald der Wert der entsprechenden Geschäfte 5.000 Euro im Kalenderjahr erreicht oder übersteigt (Directors' Dealings).
Der LS telcom AG sind für das Geschäftsjahr 2010/2011 keine Meldungen über Directors' Dealings zugegangen.
Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der LS telcom AG beträgt zum 30. September 2011 mehr als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesamtbesitz des Vorstands beläuft sich an diesem Stichtag auf 3.154.464 Stückaktien, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 14.546 Stückaktien.
Zur detaillierten Aufteilung der vom Vorstand gehaltenen Aktien auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.1.
Im Geschäftsjahr 2010/2011 hatte das Unternehmen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme implementiert.
Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB) beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Kodex weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die LS telcom AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten.
Die gesamte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" - "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar.
Aktiva
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| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | D.3. | 4.751 | 4.338 |
| Geschäfts- und Firmenwert | D.4. | 1.602 | 1.605 |
| Sachanlagen | D.5. | 4.326 | 4.155 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | D.6. | 119 | 107 |
| Latente Steuern | D.7. | 423 | 427 |
| 11.221 | 10.632 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | D.9. | 6.215 | 5.060 |
| Liquide Mittel | D.11. | 7.525 | 5.069 |
| Ertragsteuerforderungen | D.12. | 1 | 41 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | D.13. | 540 | 354 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | D.14. | 571 | 243 |
| 14.852 | 10.767 | ||
| Summe Vermögenswerte | 26.073 | 21.399 | |
| Passiva | |||
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | D.15. | 5.335 | 5.335 |
| Kapitalrücklage | D.15. | 4.710 | 4.710 |
| Gewinnrücklagen | D.15. | 32 | 32 |
| Rücklage für Währungsumrechnung | D.15. | -154 | -134 |
| Konzern-Bilanzgewinn | D.15. | 4.628 | 3.366 |
| Eigene Anteile | D.15. | -322 | -287 |
| Anteile anderer Gesellschafter | D.15. | 220 | 191 |
| 14.449 | 13.213 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | D.16. | 3.044 | 3.313 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | D.17. | 10 | 13 |
| Latente Steuern | D.18. | 533 | 407 |
| 3.587 | 3.733 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | D.19. | 119 | 24 |
| Kurzfristige Rückstellungen | D.19. | 581 | 711 |
| Erhaltene Anzahlungen und Fertigungsaufträge | D.20. | 2.039 | 102 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | D.21. | 2.083 | 784 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | D.22. | 293 | 297 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | D.23. | 2.922 | 2.535 |
| 8.037 | 4.453 | ||
| Summe Schulden | 11.624 | 8.186 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 26.073 | 21.399 |
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| in TEUR | Erläuterung | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | E.2. | 20.699 | 16.225 |
| Sonstige betriebliche Erträge | E.3. | 803 | 702 |
| Aktivierte Eigenleistungen | E.4. | 1.969 | 1.683 |
| Gesamtleistung | 23.471 | 18.610 | |
| Materialaufwand | E.5. | 5.561 | 2.973 |
| Personalaufwand | E.6. | 10.077 | 9.057 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens | E.7. | 2.208 | 2.156 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | E.8. | 3.294 | 2.852 |
| Betriebsergebnis | 2.331 | 1.572 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | E.9. | 12 | 3 |
| Zinserträge | E.9. | 57 | 24 |
| Zinsaufwendungen | E.9. | 275 | 279 |
| Finanzergebnis | -206 | -252 | |
| Ergebnis vor Steuern | 2.125 | 1.320 | |
| Ertragsteuern | E.10. | 544 | 312 |
| Jahresergebnis | 1.581 | 1.008 | |
| Übriges Ergebnis | |||
| Währungsdifferenzen | -51 | 75 | |
| Netto-Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges | 0 | -42 | |
| Ertragsteuern auf übriges Gesamtergebnis | 0 | 12 | |
| Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | -51 | 45 | |
| Summe Gesamtergebnis der Periode | 1.530 | 1.053 | |
| Zurechnung des Jahresergebnisses | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 60 | 68 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 1.521 | 940 | |
| 1.581 | 1.008 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 29 | 87 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 1.501 | 966 | |
| 1.530 | 1.053 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR | E.11. | 0,29 | 0,18 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | E.11. | 5.178.587 | 5.180.250 |
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| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklage |
Rücklage für Währungs- umrechnung |
Rücklage für Cashflow-Hedges | Eigene Anteile |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2009/2010 | ||||||
| Stand am 01.10.2009 | 5.335 | 4.710 | 32 | -190 | 30 | -287 |
| Gesamtergebnis | 56 | -30 | ||||
| Stand am 30.09.2010 | 5.335 | 4.710 | 32 | -134 | 0 | -287 |
| 2010/2011 | ||||||
| Stand am 01.10.2010 | 5.335 | 4.710 | 32 | -134 | 0 | -287 |
| Gesamtergebnis | -20 | |||||
| Rückkauf eigener Anteile | -35 | |||||
| Ausschüttung an Aktionäre | ||||||
| Stand am 30.09.2011 | 5.335 | 4.710 | 32 | -154 | 0 | -322 |
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| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | Anteile fremder Gesellschafter | Konzern- Eigenkapital | ||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Konzern- Bilanzgewinn | Gesamt | TEUR | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 2009/2010 | ||||
| Stand am 01.10.2009 | 2.426 | 12.056 | 104 | 12.160 |
| Gesamtergebnis | 940 | 966 | 87 | 1.053 |
| Stand am 30.09.2010 | 3.366 | 13.022 | 191 | 13.213 |
| 2010/2011 | ||||
| Stand am 01.10.2010 | 3.366 | 13.022 | 191 | 13.213 |
| Gesamtergebnis | 1.521 | 1.501 | 29 | 1.530 |
| Rückkauf eigener Anteile | -35 | -35 | ||
| Ausschüttung an Aktionäre | -259 | -259 | -259 | |
| Stand am 30.09.2011 | 4.628 | 14.229 | 220 | 14.449 |
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| in TEUR | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 1.581 | 1.008 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens | 2.208 | 2.156 |
| + Abnahme aktive latente Steuern | 2 | 27 |
| + Zunahme passive latente Steuern | 126 | 15 |
| -/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | -48 | 297 |
| + Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 1 | 1 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva | -1.590 | 8 |
| + Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva | 3.352 | 801 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 5.632 | 4.313 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 15 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -2.797 | -1.953 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen | 0 | -58 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.797 | -1.996 |
| - Ausschüttung an Aktionäre | -259 | 0 |
| - Auszahlungen für den Rückkauf eigener Anteile | -35 | 0 |
| - Auszahlungen zur Tilgung von (Finanz-) Krediten | -52 | -66 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -346 | -66 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 2.489 | 2.251 |
| -/+ Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -33 | 63 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 5.069 | 2.755 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 7.525 | 5.069 |
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2010 | Währungs- anpassung |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2.885 | -3 | 177 | 913 | 2.146 |
| 2. Entwicklungskosten | 26.546 | -5 | 1.969 | 0 | 28.510 |
| 29.431 | -8 | 2.146 | 913 | 30.656 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.605 | -3 | 0 | 0 | 1.602 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Einbauten auf fremden Grundstücken | 5.438 | -1 | 52 | 0 | 5.489 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.682 | -17 | 599 | 17 | 2.247 |
| 7.120 | -18 | 651 | 17 | 7.736 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 107 | 0 | 12 | 0 | 119 |
| 38.263 | -29 | 2.809 | 930 | 40.113 |
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| Kumulierte Abschreibungen | Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2010 | Währungs- anpassung |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2011 | Stand am 30.09.2011 | Stand am 30.09.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2.746 | -2 | 77 | 913 | 1.908 | 238 | 139 |
| 2. Entwicklungskosten | 22.347 | -6 | 1.656 | 0 | 23.997 | 4.513 | 4.199 |
| 25.093 | -8 | 1.733 | 913 | 25.905 | 4.751 | 4.338 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.602 | 1.605 |
| III. Sachanlagen | |||||||
| 1. Einbauten auf fremden Grundstücken | 1.773 | 0 | 225 | 0 | 1.998 | 3.491 | 3.665 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.192 | -14 | 250 | 16 | 1.412 | 835 | 490 |
| 2.965 | -14 | 475 | 16 | 3.410 | 4.326 | 4.155 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 119 | 107 |
| 28.058 | -22 | 2.208 | 929 | 29.315 | 10.798 | 10.205 |
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2009 | Währungs- anpassung |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 3.623 | 56 | 32 | 826 | 2.885 |
| 2. Entwicklungskosten | 24.742 | 121 | 1.683 | 0 | 26.546 |
| 28.365 | 177 | 1.715 | 826 | 29.431 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.522 | 83 | 0 | 0 | 1.605 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Einbauten auf fremden Grundstücken | 5.389 | 1 | 48 | 0 | 5.438 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.445 | 23 | 190 | 976 | 1.682 |
| 7.834 | 24 | 238 | 976 | 7.120 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 105 | -1 | 3 | 0 | 107 |
| 37.826 | 283 | 1.956 | 1.802 | 38.263 |
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| Kumulierte Abschreibungen | Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2009 | Währungs- anpassung |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2010 | Stand am 30.09.2010 | Stand am 30.09.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 3.308 | 56 | 208 | 826 | 2.746 | 139 | 315 |
| 2. Entwicklungskosten | 20.754 | 102 | 1.491 | 0 | 22.347 | 4.199 | 3.988 |
| 24.062 | 158 | 1.699 | 826 | 25.093 | 4.338 | 4.303 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.605 | 1.522 |
| III. Sachanlagen | |||||||
| 1. Einbauten auf fremden Grundstücken | 1.542 | 0 | 231 | 0 | 1.773 | 3.665 | 3.847 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.909 | 17 | 226 | 960 | 1.192 | 490 | 536 |
| 3.451 | 17 | 457 | 960 | 2.965 | 4.155 | 4.383 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 107 | 105 |
| 27.513 | 175 | 2.156 | 1.786 | 28.058 | 10.205 | 10.313 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz in Lichtenau ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Hard- und Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung und des Frequenzmanagements sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.
Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2011 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften.
Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2011 sowie den Konzern-Lagebericht 2010/2011 am 21. November 2011 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Boards (IASB) veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Grundsätze des Framework, die für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) sowie die nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften wurden beachtet. Der Gebrauch spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu einzelnen Abschlusspositionen im weiteren Verlauf des Anhangs zu entnehmen.
Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben - auf Tausend Euro (TEUR).
Dem Konzern-Abschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.
Folgende neue oder geänderte Standards bzw. Interpretationen waren bis zum 30. September 2011 neu verabschiedet bzw. geändert und durch die EU anerkannt:
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| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr | |
|---|---|---|
| IAS 32 | Klassifizierung von Bezugsrechten | 01.02.2010 |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der IFRS | 01.01.2010 |
| Zusätzliche Ausnahmeregelungen für Erstanwender | 01.01.2010 | |
| Begrenzte Ausnahmen von Vergleichsangaben nach IFRS 7 für Erstanwender | 01.07.2010 | |
| IFRS 2 | Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Konzern, die in bar erfüllt werden | 01.01.2010 |
| IFRIC 15 | Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien | 01.01.2010 |
| IFRIC 17 | Sachdividenden an Eigentümer | 01.11.2009 |
| IFRIC 18 | Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden | 01.11.2009 |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente | 01.07.2010 |
| diverse | Jährliches Verbesserungsverfahren 2007 - 2009 | 01.01.2010 |
Die bereits anzuwendenden Standards haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss der LS telcom AG.
Die folgenden neuen Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von Standards wurden nicht berücksichtigt, weil eine Pflicht zur Anwendung noch nicht gegeben war:
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| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr | |
|---|---|---|
| IAS 1 | Darstellung der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses | 01.07.2012*) |
| IAS 12 | Latente Steuern - Realisierung des Buchwertes eines spezifischen Vermögenswertes | 01.01.2012*) |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 01.01.2013*) |
| IAS 24 | Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen | 01.01.2011 |
| IAS 27 | Separate Abschlüsse | 01.01.2013*) |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 01.01.2013*) |
| IFRS 1 | Hyperinflation und fester Umstellungszeitpunkt | 01.07.2011*) |
| IFRS 7 | Angaben - Übertragung von finanziellen Vermögenswerten | 01.07.2011*) |
| IFRS 8 | Geschäftssegmente - geändert im Zusammenhang mit IAS 24 | 01.01.2011 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung | 01.01.2013*) |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 01.01.2013*) |
| IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 01.01.2013*) |
| IFRS 12 | Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen | 01.01.2013*) |
| IFRS 1S | Bemessung des beizulegenden Zeitwerts | 01.01.2013*) |
| IFRIC 14 | Vorauszahlungen im Rahmen einer Mindestfinanzierungsvorschrift | 01.01.2011 |
| IFRIC 20 | Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine | 01.01.2013*) |
| diverse | Jährliches Verbesserungsverfahren 2008 - 2010 | 01.01.2011 |
*) Noch keine Übernahme durch die EU-Kommission.
Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind noch nicht abschließend analysiert. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss zum 30. September 2011 sind nach aktueller Einschätzung nicht zu erwarten.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Der Konzern-Abschluss umfasst alle Unternehmen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte ein Beherrschungsverhältnis im Sinne von IAS 27 besteht. Die Erstkonsolidierung erfolgt von dem Tag an, an dem die Gesellschaft direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft tritt.
In den Konzern-Abschluss sind gemäß IAS 27 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden:
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| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital | Anteil am Kapital % |
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada | CAD | 1.829.000 | 100 | 01.06.2002 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau/Deutschland | EUR | 25.000 | 100 | 27.05.2003 |
| LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich | EUR | 100.000 | 100 | 01.11.2006 |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika | ZAR | 300 | 51 | 30.09.2007 |
| NG Networks Co., Ltd. Suzhou/China | EUR | 147.745 | 40 | 28.05.2009 |
| Colibrex GmbH, Lichtenau/Deutschland | EUR | 25.000 | 100 | 14.07.2011 |
| LS telcom Inc., Annapolis/USA | USD | 1.000 | 100 | 27.07.2011 |
Bei dem assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd. hat die Gesellschaft die Möglichkeit einen maßgeblichen Einfluss auszuüben.
Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2011 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen wurden ebenfalls berücksichtigt. Im Zusammenhang mit den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen erfolgt der Ansatz latenter Steuern.
Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.
Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft.
Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. unter der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:
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| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Land | Währung | 2010/2011 EUR 1,00 = | 2009/2010 EUR 1,00 = | 30.09.2011 EUR 1,00 = | 30.09.2010 EUR 1,00 = |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kanada | CAD | 1,37468 | 1,40601 | 1,40645 | 1,40036 |
| Südafrika | ZAR | 9,66651 | 10,06847 | 10,85305 | 9,46074 |
| USA | USD | 1,39379 | - | 1,35077 | - |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die in der Regel drei bis fünf Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.
Die Entwicklungskosten beinhalten die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte. Aufwendungen für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von TEUR 1.756 (i. V. TEUR 1.688) sofort als Aufwand erfasst. Die Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die technologische Durchführbarkeit feststeht. Der Bewertungsansatz ergibt sich hierbei aus den direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den fakturierten Kosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre.
Außerplanmäßige Wertkorrekturen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Die Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada (TEUR 713) und der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich (TEUR 889). Entsprechend IAS 36 wird die Werthaltigkeit der Firmenwerte zum Bilanzstichtag überprüft.
Die Geschäfts- und Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Im Erwerbszeitpunkt gehörten diese auf Segmentebene dem Unternehmensbereich Systemlösungen an. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen mit TEUR 431 sowie dem Segment Softwaresysteme mit TEUR 1.171 zugeordnet.
Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen dreijährigen Planungszeitraum umfassen und die Erfahrungen der Vergangenheit und die Erwartungen über die künftige Marktentwicklung widerspiegeln. Die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum wurden unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 % extrapoliert. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 9,71 % (LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich) bzw. 7,96 % (LS telcom Ltd., Ottawa/ Kanada). Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich.
Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Instandhaltungskosten werden direkt als Aufwand erfasst.
Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 5 (i. V. TEUR 0) erforderlich. Zuschreibungen, die notwendig sind, sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr nicht.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen drei bis 25 Jahre. Wesentliche Restwerte gemäß IAS 16 par. 53 waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.
Die Restbuchwerte aus dem Finanzierungsleasing der Immobilie und der übrigen aktivierten Leasing-Gegenstände sind im Folgenden dargestellt:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Gebäude | 3.286 | 3.456 |
| Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 8 |
| 3.286 | 3.464 |
Bei den Gebäuden betragen die Anschaffungskosten TEUR 4.267. Zugänge sind nicht zu verzeichnen. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 811 und zum Ende der Periode mit TEUR 981, bei Zugängen von TEUR 170, gegeben.
Die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung betrifft das EDV- und Pkw-Leasing. Die Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag betragen TEUR 292, bei Währungseffekten von TEUR -6,. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 290 und zum Ende der Periode mit TEUR 292, bei Zugängen aus Abschreibungen von TEUR 8 und Währungseffekten von TEUR -6, gegeben.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens (NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China). Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu dem nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.
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| AKTIVA | 30.09.2011 TEUR |
30.09.2010 TEUR |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände | 289 | 109 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | 175 | 188 |
| Summe | 464 | 297 |
| PASSIVA | ||
| 30.09.2011 TEUR |
30.09.2010 TEUR |
|
| Eigenkapital | 177 | 139 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 259 | 126 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 28 | 32 |
| Summe | 464 | 297 |
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| 2010/2011 TEUR |
2009/2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 136 | 18 |
| Ergebnis | 29 | 7 |
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Latente Steuern wurden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf zeitliche Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem konsolidierten Abschluss angesetzt.
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um 28 % (i. V. 28 %), bei der LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada um 28,25 % (i. V. 31,15 %), bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich um 33,33 % (i. V. 33,33 %) sowie bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika um 28 % (i. V. 28 %). Es sind die ab 2011 gültigen Steuersätze berücksichtigt. Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wurde insoweit vorgenommen, wie eine Identität von Steuergläubiger und Steuerschuldner gegeben ist.
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | |
|---|---|
| Stand am 01.10.2010 | 427 |
| Abnahme | -2 |
| Währungseffekte | -2 |
| Stand am 30.09.2011 | 423 |
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.054 | 1.073 |
| Anlagevermögen | 186 | 154 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 2 | 0 |
| Währungsderivate, ohne Hedge Beziehung | 8 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 10 | 9 |
| 1.260 | 1.236 | |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -837 | -809 |
| 423 | 427 |
Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 500), LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada (TEUR 294) und LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich (TEUR 260). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.
Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines überschaubaren Planungshorizonts wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 10.772 (i. V. TEUR 11.791) keine aktiven latenten Steuern gebildet.
Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| über 10 Jahre | 159 | 196 |
| über 20 Jahre | 989 | 427 |
| unbefristet | 9.624 | 11.168 |
| 10.772 | 11.791 |
Hinsichtlich der Nutzung der Verlustvorträge wird vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den Auftragserwartungen mit hoher Zuteilungswahrscheinlichkeit zukünftig mit ausreichend zu versteuernden Ergebnissen bei den einzelnen Gesellschaften gerechnet. Bei der LS telcom Ltd. wird insbesondere mit hoher Wahrscheinlichkeit von künftigen steuerpflichtigen Gewinnen aufgrund des verzögerten Projektbeginns eines Großauftrags in Kanada ausgegangen.
Die Umsatzrealisierung von unfertigen Projekten erfolgt bei der Muttergesellschaft infolge kürzerer Projektzyklen gemäß IAS 11 nach dem Auftragsfortschritt ("percentage of completion") ohne Teilgewinnrealisierung ("zero profit margin"). Lediglich in einem Fall werden aufgrund einer längeren Projektlaufzeit, des weitgehenden Projektfortschritts sowie der Zuverlässigkeit der Bestimmung der anteiligen Teilgewinne auf Basis des Fertigstellungsgrades Teilgewinne i. H. v. TEUR 144 (i. V. TEUR 0) ausgewiesen.
Bei den Tochtergesellschaften wird IAS 11 mit Teilgewinnrealisierung angewendet. Als Berechnungsgrundlage für den Fertigstellungsgrad bei den Tochtergesellschaften dient dabei eine Schätzung bzw. Begutachtung der erbrachten Leistungen für den jeweils zum Stichtag noch nicht abgeschlossenen Projektmeilenstein.
Ein Vergleich der Bestände mit dem niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert gemäß IAS 2 wurde vorgenommen. Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 89 vorgenommen (i. V. TEUR 85).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Pauschal ermittelte Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind in der Summe mit enthalten. Sie umfassen die kumulierten Kosten für laufende Projekte.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Nennwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.268 | 4.685 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 907 | 375 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Beteiligungen | 40 | 0 |
| 6.215 | 5.060 |
Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 78) zu verzeichnen. Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 29 (i. V. TEUR 3) erfasst.
Die folgende Aufstellung zeigt die Höhe der Teilumsätze und die darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen. Die Teilumsätze umfassen die angefallenen Kosten zuzüglich realisierter Gewinne abzüglich realisierter Verluste. Beim Mutterunternehmen werden infolge zeitlich kürzerer Projektschritte regelmäßig keine Teilgewinne einbezogen. Nur in einem Fall wurden bei der Muttergesellschaft wegen einer längeren Projektlaufzeit und der Möglichkeiten zur zuverlässigen Bestimmung Teilgewinne i. H. v. TEUR 144 (i. V. TEUR 0) ausgewiesen.
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Realisierte Teilumsätze | 1.148 | 548 |
| Erhaltene Anzahlungen | 241 | 173 |
| 907 | 375 |
Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IAS 39 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem Zweck, der mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts verfolgt wird.
Die Gesellschaft klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Kredite und Forderungen". Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden".
Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt.
Für die Absicherung von Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Diese wurden gemäß IAS 39 ab Geschäftsabschluss bilanziert und die Veränderung des Marktwertes erfolgswirksam behandelt.
Am Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:
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| Nominalvolumen | Marktwert | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Positive Marktwerte | ||||
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 762 | 0 | 17 | 0 |
| Negative Marktwerte | ||||
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 717 | 0 | -30 | 0 |
Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 8 | 1 |
| Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten | 7.517 | 5.068 |
| 7.525 | 5.069 |
Die Entwicklung der liquiden Mittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt.
Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen | 1 | 41 |
| 1 | 41 |
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuererstattungsansprüche | 94 | 63 |
| Übrige Forderungen | 224 | 219 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 222 | 72 |
| 540 | 354 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Messekosten, Beiträge, Versicherungen sowie Lizenzgebühren.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Zinsabgrenzung | 15 | 2 |
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 17 | 0 |
| Cash-Mittel, die zur Sicherung dienen | 539 | 241 |
| 571 | 243 |
Die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Cash-Mittel betreffen verpfändete oder sonstige gebundene Guthaben, die nicht als verfügbare Liquidität zur Verfügung stehen und deshalb nicht als liquide Mittel ausgewiesen werden.
Bei den Derivaten ohne Hedge-Beziehung handelt es sich um Devisentermingeschäfte, die der Absicherung von Währungsrisiken dienen.
Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.
Das Grundkapital beträgt seit November 2000 TEUR 5.335. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.178.587 (i. V. 5.180.250).
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 6. März 2008 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. März 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.
Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist.
Es handelt sich ausschließlich um Leasingverbindlichkeiten, die zum Barwert angesetzt sind:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 3.044 | 3.313 |
| 3.044 | 3.313 |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Nach zehn bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an den Leasingobjektgesellschaften, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet.
Die zum Abschlussstichtag aus diesem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die, an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden, Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:
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| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2011 | Mindestleasingzahlungen | Enthaltener Zinsanteil | Aufzinsung Mieterdarlehen | Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 494 | 256 | 25 | 263 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.121 | 832 | 121 | 1.410 |
| über 5 Jahre | 1.408 | 618 | 844 | 1.634 |
| Summe | 4.023 | 1.706 | 990 | 3.307 |
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| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2010 | Mindestleasingzahlungen | Enthaltener Zinsanteil | Aufzinsung Mieterdarlehen | Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 495 | 274 | 24 | 245 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.124 | 916 | 112 | 1.320 |
| über 5 Jahre | 1.906 | 791 | 878 | 1.993 |
| Summe | 4.525 | 1.981 | 1.014 | 3.558 |
Bei der Überleitung vom Barwert zu den Mindestleasingzahlungen wurde ein Mieterdarlehen von insgesamt TEUR 1.316, das ratierlich aufgebaut und zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 zurückgeführt wird, berücksichtigt. Das Mieterdarlehen wird über die Vertragslaufzeit aufgezinst, und die zukünftigen Zinsen aus der Aufzinsung des Mieterdarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 990 (i. V. TEUR 1.014) werden in den oben stehenden Tabellen separat dargestellt.
Es handelt sich um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden. Siehe Ausführungen zum kurzfristigen Teil D.23.
Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | |
|---|---|
| Stand am 01.10.2010 | 407 |
| Zunahme | 126 |
| Stand am 30.09.2011 | 533 |
Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen den Ergebnissen aus den Anpassungen der Handelsbilanzen der einbezogenen Unternehmen an IFRS führten in folgenden Positionen zu passiven latenten Steuern:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 1.292 | 1.205 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 25 | 11 |
| Schuldenkonsolidierung | 0 | -9 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 40 | 0 |
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 5 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 1 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 8 | 8 |
| 1.370 | 1.216 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -837 | -809 |
| 533 | 407 |
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.
Über die Zusammensetzung und Entwicklung der Position gibt die nachfolgende Übersicht Auskunft:
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| in TEUR | Stand 01.10.2010 | Währungsdifferenz | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 30.09.2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 24 | 0 | 3 | 0 | 98 | 119 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Personal | 25 | 0 | 23 | 2 | 25 | 25 |
| Ausstehende Rechnungen | 531 | -1 | 382 | 14 | 242 | 376 |
| Übrige | 155 | 0 | 133 | 5 | 163 | 180 |
| 711 | -1 | 538 | 21 | 430 | 581 | |
| Gesamt | 735 | -1 | 541 | 21 | 528 | 700 |
Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen umfassen sowohl die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als auch die sonstigen erhaltenen Anzahlungen. Diese stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Sonstige erhaltene Anzahlungen | 1.128 | 49 |
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo | 911 | 53 |
| 2.039 | 102 |
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden in Höhe der angearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit der Position Forderungen saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen ausgewiesen.
Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen | 2.280 | 275 |
| Davon mit Forderungen saldiert | 241 | 173 |
| 2.039 | 102 |
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber anderen Unternehmen und sind innerhalb eines Jahres fällig.
Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag oder - im Falle der Leasingverbindlichkeiten -zum Barwert angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 52 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 263 | 245 |
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | 30 | 0 |
| 293 | 297 |
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen das Gebäude-Leasing in Lichtenau.
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 133 | 196 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 82 | 64 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 1.741 | 1.359 |
| Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten | 966 | 916 |
| 2.922 | 2.535 |
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen.
Der kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten umfasst abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen.
Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IAS 18 und IAS 11. Umsätze für Produktverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich festgesetzt oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden. Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass der LS telcom AG der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Ist eine Abnahme durch den Kunden vorgesehen, werden die entsprechenden Umsätze erst mit dieser Abnahme gebucht. Nachträglich gewährte Gutschriften sind in Abzug gebracht.
Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften (Wartung, Service und Seminare) werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist.
Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 14,8 Mio. (i. V. EUR 10,9 Mio.) Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Fördermittel (TEUR 295) und Währungsgewinne (TEUR 349).
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, insofern hinreichende Sicherheit besteht, dass die Mittel gewährt werden und die Gesellschaft die mit der Gewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden entsprechend der Entstehung der zu kompensierenden Aufwendungen erfasst.
Sie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software. Zur Bewertung vgl. D.3.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Waren | 2.576 | 580 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen | 2.985 | 2.393 |
| 5.561 | 2.973 |
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.
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| in TEUR | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 8.601 | 7.694 |
| Soziale Abgaben | 1.476 | 1.363 |
| 10.077 | 9.057 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 138 | 135 |
Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus den separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, die integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs sind.
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| in TEUR | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Reisekosten | 1.079 | 966 |
| Gebäude- und Grundstückskosten | 429 | 350 |
| Übrige | 1.786 | 1.536 |
| 3.294 | 2.852 |
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| in TEUR | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 12 | 3 |
| Zinserträge | 57 | 24 |
| Zinsaufwendungen | 275 | 279 |
| -206 | -252 |
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd. im Geschäftsjahr 2010/2011.
Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.
Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen.
Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 416 | 277 |
| Latente Steuern | 128 | 35 |
| 544 | 312 |
Der Aufwand aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|
| IFRS-Anpassungen | ||
| Anlagevermögen LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada | -3 | 0 |
| Leasing | -32 | -56 |
| Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | -24 | -26 |
| Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung | 4 | 2 |
| Entwicklungskosten | 133 | 104 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -4 | 7 |
| Währungsderivate, ohne Hedge-Beziehung | -4 | 0 |
| Fair Value Hedge | 0 | 1 |
| Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen | 8 | 3 |
| Forderungen Fertigungsaufträge | 40 | 0 |
| Fremdwährungsbewertung Forderungen | 10 | 0 |
| 128 | 35 |
Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|
| Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.125 | 1.320 |
| Rechnerischer Steueraufwand (28 %) | 595 | 370 |
| Steuereffekt aus Verlustvorträgen | 118 | 132 |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | -440 | -318 |
| Auflösung Wertberichtigung latente Steuern Verlustvorträge | -12 | 0 |
| Nichtabzugsfähige Betriebsausgaben | 17 | 35 |
| Steuerfreie Einnahmen | -26 | -107 |
| Ausländische Quellensteuer | 243 | 196 |
| Periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern | 12 | 4 |
| Periodenfremde latente Steuern | 10 | 0 |
| Sonstiges | -4 | 0 |
| Steuersatzänderung Kanada | 27 | 0 |
| Unterschiedliche Steuersätze | 4 | 0 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 544 | 312 |
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt:
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| Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 340 % | 11,9 % |
| Körperschaftsteuer (15 % vom Gewinn nach Gewerbesteuer) | 15,0 % |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) | 0,8 % |
| Tarifbelastung | 27,7 % |
| gerundet | 28,0 % |
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.178.587 (i. V. 5.180.250). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 1.521 (i. V. TEUR 940). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,29 (i. V. EUR 0,18). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie war nicht zu berechnen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.
In den Zahlungsströmen des Geschäftsjahres sind TEUR 45 (i. V. TEUR 24) erhaltene Zinsen und TEUR 305 (i. V. TEUR 308) gezahlte Zinsen enthalten. Im Berichtsjahr sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 343 (i. V. TEUR 305) bezahlt und in Höhe von TEUR 61 (i. V. TEUR 62) erstattet worden.
Die Zusammensetzung des Zahlungsmittelbestands entspricht dem in der Bilanz zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Saldo der liquiden Mittel.
Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente in "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" und "Softwaresysteme" aufgeteilt. Aufgrund der seit diesem Geschäftsjahr signifikant gewachsenen Umsatzerlöse aus hardwarenahen Systemlösungen wurde eine Neusegmentierung der Geschäftstätigkeiten der LS telcom AG vorgenommen. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden:
Das Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" fasst die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz, sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten zusammen.
In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein, wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen und Trainings erbringt.
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Die Aufgliederung der zu berichtenden Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2011 | Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen | Softwaresysteme | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 6.680 | 14.019 | - | 20.699 |
| Investitionen | 1.121 | 1.676 | 12 | 2.809 |
| Abschreibungen | 238 | 1.970 | - | 2.208 |
| Segmentergebnis | -299 | 2.630 | - | 2.331 |
| Vermögenswerte des Segments | 6.872 | 18.658 | 543 | 26.073 |
| Schulden des Segments | 2.055 | 5.580 | 3.989 | 11.624 |
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| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2010 | Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen | Softwaresysteme | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 4.502 | 11.723 | - | 16.225 |
| Investitionen | 203 | 1.750 | 3 | 1.956 |
| Abschreibungen | 205 | 1.951 | - | 2.156 |
| Segmentergebnis | 909 | 663 | - | 1.572 |
| Vermögenswerte des Segments | 4.075 | 16.749 | 575 | 21.399 |
| Schulden des Segments | 811 | 3.334 | 4.041 | 8.186 |
Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT) beurteilt.
Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt.
Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus dem assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten.
Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen ohne die Einbeziehung der Zugänge aus assoziierten Unternehmen.
Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zu assoziierten Unternehmen, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden.
Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns - anhand der Größen kurz- und langfristige finanzielle Verpflichtungen und den Steuerrückstellungen.
Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR Regionen | Inland | Europa | Mittlerer Osten | Asien | Afrika | Übriges Ausland | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 2010/2011 | 3.015 | 5.598 | 6.572 | 998 | 1.585 | 2.931 | 20.699 |
| 2009/2010 | 3.300 | 7.095 | 2.188 | 1.630 | 1.392 | 620 | 16.225 |
Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert.
Im Geschäftsjahr wurden mit einem Kunden im Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.549 (i. V. TEUR 0) und im Segment "Softwaresysteme" in Höhe von TEUR 1.532 (i. V. TEUR 2.088) erwirtschaftet.
Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
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| Langfristige Vermögenswerte | 30.09.2011 TEUR |
30.09.2010 TEUR |
|---|---|---|
| Inland | 8.402 | 7.907 |
| Europa | 1.313 | 1.295 |
| Afrika | 173 | 70 |
| Kanada | 791 | 826 |
| 10.679 | 10.098 |
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, die Geschäfts- und Firmenwerte sowie die Sachanlagen.
Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur. Grundsätzlich wird weiterhin ein möglichst niedriger Verschuldungsgrad, gemessen durch den Quotient aus Nettoverschuldung und Eigenkapital, angestrebt.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall-, Cashflow- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommen den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2011 | EUR | CAD | THB | ZAR | USD | SAR | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 5.964 | 20 | 0 | 231 | 991 | 0 | 239 | 80 | 7.525 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.864 | 317 | 0 | 25 | 1.913 | 74 | 45 | 30 | 5.268 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 808 | 17 | 0 | 82 | 0 | 0 | 0 | 0 | 907 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Beteiligungen | 40 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 40 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.929 | -16 | -38 | -1 | -48 | 0 | -51 | 0 | -2.083 |
| Summe | 7.747 | 338 | -38 | 337 | 2.856 | 74 | 233 | 110 | 11.657 |
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| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2010 | EUR | CAD | THB | ZAR | USD | SAR | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 3.884 | 13 | 0 | 254 | 860 | 0 | 0 | 58 | 5.069 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.974 | 186 | 804 | 90 | 242 | 77 | 292 | 20 | 4.685 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 329 | 0 | 0 | 46 | 0 | 0 | 0 | 0 | 375 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -464 | -119 | -58 | -14 | -125 | 0 | 0 | -4 | -784 |
| Summe | 6.723 | 80 | 746 | 376 | 977 | 77 | 292 | 74 | 9.345 |
Ein Anstieg von 10 % des Euro gegenüber sämtlichen für das Unternehmen relevanten Währungen zum 30.09.2011 hätte das Ergebnis des Konzerns um TEUR 156 verbessert (i. V. TEUR 125). Ein Rückgang von 10 % des Euro gegenüber sämtlichen für das Unternehmen relevanten Währungen zum 30.09.2011 hätte das Ergebnis des Konzerns um TEUR 156 verschlechtert (i. V. TEUR 125).
Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen deutschen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfall- bzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.
Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würde sich das Ergebnis per 30.09.2011 bei einer Zinsänderung um 100 Basispunkte um TEUR 62 verändern (i. V. TEUR 40).
IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Der LS telcom Konzern hatte zum 30.09.2011 und 30.09.2010 keine diesen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
Der LS telcom Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken werden mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte mit positivem Marktwert bestimmt.
Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt folgende Tabelle:
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| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2010/2011 | Bruttobuchwert | weder überfällig noch wertberichtigt | überfällig und nicht wertberichtigt | Wertberichtigung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.268 | 4.271 | 997 | 0 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Beteiligungen | 40 | 0 | 40 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 907 | 907 | 0 | 0 |
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| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2009/2010 | Bruttobuchwert | weder überfällig noch wertberichtigt | überfällig und nicht wertberichtigt | Wertberichtigung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.764 | 3.744 | 942 | 79 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 375 | 375 | 0 | 0 |
Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei LS telcom verbleibt.
Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte:
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| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2010/2011 | überfällig und nicht wertberichtigt | überfällig bis 45 Tage | überfällig 45 - 90 Tage | überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 997 | 708 | 138 | 151 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Beteiligungen | 40 | 12 | 9 | 19 |
| 1.037 | 720 | 147 | 170 |
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| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2009/2010 | überfällig und nicht wertberichtigt | überfällig bis 45 Tage | überfällig 45 - 90 Tage | überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 942 | 157 | 164 | 621 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 942 | 157 | 164 | 621 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR Entwicklung EWB | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|
| Stand 1. Oktober | 78 | 3 |
| Auflösung | 29 | 3 |
| Verbrauch | 50 | 0 |
| Währungsdifferenz | 1 | 0 |
| Zuführung | 0 | 78 |
| Stand 30. September | 0 | 78 |
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist.
Des Weiteren pflegt LS telcom eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass auch unter den Bestimmungen von Basel II weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
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| in TEUR Altersstruktur Verbindlichkeiten 2010/2011 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 263 | 1.410 | 1.634 | 3.307 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.083 | 0 | 0 | 2.083 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 30 | 0 | 0 | 30 |
| 2.376 | 1.410 | 1.634 | 5.420 |
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| in TEUR Altersstruktur Verbindlichkeiten 2009/2010 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 52 | 0 | 0 | 52 |
| Leasingverbindlichkeiten | 245 | 1.320 | 1.993 | 3.558 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 784 | 0 | 0 | 784 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.081 | 1.320 | 1.993 | 4.394 |
Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen auf die am 30.09.2011 (Vorjahr 30.09.2010) bestehenden Finanzverbindlichkeiten.
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| in TEUR Altersstruktur Cashflow 2010/2011 | Cashflow bis 1 Jahr | Cashflow 1 bis 5 Jahre | Cashflow über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 494 | 2.121 | 1.408 | 4.023 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.083 | 0 | 0 | 2.083 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 30 | 0 | 0 | 30 |
| 2.607 | 2.121 | 1.408 | 6.136 |
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| in TEUR Altersstruktur Cashflow 2009/2010 | Cashflow bis 1 Jahr | Cashflow 1 bis 5 Jahre | Cashflow über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 54 | 0 | 0 | 54 |
| Leasingverbindlichkeiten | 495 | 2.124 | 1.906 | 4.525 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 784 | 0 | 0 | 784 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.333 | 2.124 | 1.906 | 5.363 |
Aus der nachfolgenden Tabelle sind ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.
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| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2011 | zum Fair Value bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Buchwert übrige |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.308 | 5.308 | ||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 907 | 907 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 571 | 17 | 554 | |
| Zahlungsmittel | 7.525 | 7.525 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 3.044 | 3.044 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.083 | 2.083 | ||
| Sonstige finanzielle Schulden | 30 | 30 |
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| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2010 | zum Fair Value bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Buchwert übrige |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.685 | 4.685 | ||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 375 | 375 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 243 | 243 | ||
| Zahlungsmittel | 5.069 | 5.069 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 3.313 | 3.313 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 784 | 784 | ||
| Sonstige finanzielle Schulden | 297 | 297 |
Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind gemäß IAS 11 bewertet und daher bei den Wertkategorien für Finanzinstrumente nicht erfasst.
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 13.387 | 9.997 |
| Positive Marktwerte aus Derivaten in Sicherungsbeziehungen | 17 | 0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | 5.127 | 4.394 |
| Negativer Marktwert aus Derivaten in Sicherungsbeziehungen | 30 | 0 |
Bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.
Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 57 | 25 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | -275 | -279 |
| -218 | -254 |
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverträgen.
Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung:
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| in TEUR | 30.09.2011 | 30.09.2010 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 250 | 220 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 135 | 135 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 0 | 0 |
| 385 | 355 |
Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.
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| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 53 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 9 |
| Sonstige Leistungen | 0 |
| Gesamthonorar | 62 |
Am 16. Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller
(Rechtsanwalt; Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG), Stuttgart (Vorsitzender)
Prof. Dr. Werner Wiesbeck
(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
Dipl.-Finw. Karl Hensinger
(Finanzwirt), Laupheim
Dem Vorstand gehören an die Herren:
Dr. Manfred Lebherz
(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
Dr. Georg Schöne
(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau
Dipl.-Ing. Roland Götz
(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster
Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 979 (i. V. TEUR 803) erfasst. Davon betreffen TEUR 680 (i. V. TEUR 656) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 299 (i. V. TEUR 147) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010/2011 Bezüge in Höhe von TEUR 33 (i. V. TEUR 33).
Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.612.454 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten 14.546 Aktien.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Für die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 1.983.995,29 einen Betrag von EUR 0,10 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 21. November 2011
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Wir haben den von der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, aufgestellten Konzern-Abschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzern-Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 22. November 2011
**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer
Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer
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