Annual Report • Dec 30, 2010
Annual Report
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Spektrum-Management | Funknetzplanung | Dienstleistungen
www.LStelcom.com
| LS telcom Konzern-Ergebnisse im Überblick nach IFRS 1) | 2009/2010 | 2008/2009 | Differenz absolut |
Differenz relativ in % |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in TEUR | 16.225 | 11.937 | 4.288 | 35,9 | |
| Ertragsdaten | Exportquote | in % | 80,0 | 84,5 | -4,5 | -5,3 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) |
in TEUR | 3.728 | 1.741 | 1.987 | 114,1 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | in TEUR | 1.572 | -174 | 1.746 | -1.003,4 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | in TEUR | 1.320 | -401 | 1.721 | -429,2 | |
| Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenanteilen) | in TEUR | 940 | -881 | 1.821 | -206,7 | |
| Investitionen gesamt | in TEUR | 1.996 | 2.643 | -647 | -24,5 | |
| Finanzdaten | Abschreibungen gesamt | in TEUR | 2.156 | 1.915 | 241 | 12,6 |
| Free Cashflow | in TEUR | 2.251 | -1.550 | 3.801 | -245,2 | |
| Liquide Mittel (Kasse, Bank, Wertpapiere des Umlaufvermögens) |
in TEUR | 5.069 | 2.755 | 2.314 | 84,0 | |
| Bilanzdaten | Bilanzsumme | in TEUR | 21.399 | 19,383 | 2.016 | 10,4 |
| Eigenkapital | in TEUR | 13.213 | 12.160 | 1.053 | 8,7 | |
| Eigenkapitalquote | in % | 61,7 | 62,7 | -1,0 | -1,6 | |
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 0,18 | -0,17 | 0,35 | -205,9 | |
| Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (30.09.) | in EUR | 1,85 | 1,47 | 0,38 | 25,9 | |
| Kennzahlen Aktie | Jahreshoch/-tief (Schlusskurs) | in EUR | 2,02/1,30 | 2,13/1,30 | ||
| Anzahl der Aktien | 5.335.000 | 5.335.000 | ||||
| Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (Schlusskurs 30.09.) |
in TEUR | 9.870 | 7.842 | 2.028 | 25,9 | |
| Liquidität je Aktie | in EUR | 0,95 | 0,52 | 0,43 | 82,7 | |
| Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30.09.) | 137 | 134 | 3 | 2,2 | ||
| Mitarbeiter | Personalaufwand | in TEUR | 9.057 | 8.645 | 412 | 4,8 |
1) International Financial Reporting Standards (Internationale Rechnungslegungsregeln)
| Vorwort des Vorstands | 6 | |
|---|---|---|
| Unternehmenshistorie | 8 | |
| Bericht des Aufsichtsrats | 10 | |
| Lagebericht | 12 | |
| A | Geschäft und Rahmenbedingungen | 12 |
| n Marktumfeld und Absatzentwicklung | 12 | |
| n Unternehmenssituation | 13 | |
| n Niederlassungen und ausländische Gesellschaften |
15 | |
| n Mitarbeiter | 15 | |
| n Produktentwicklung | 16 | |
| n Forschung und Entwicklung | 16 | |
| n Die LS telcom AG an der Börse | 16 | |
| B | Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | 16 |
| n Geschäftsverlauf, Umsatz- und Ergebnisentwicklung |
16 | |
| n Vermögenslage und Investitionen | 17 | |
| C Nachtragsbericht | 18 | |
| D Risikobericht | 18 | |
| n Risikomanagement | 18 | |
| n Internes Kontrollsystem (IKS) | 18 | |
| n Bestand des Konzerns ist gesichert | 20 | |
| n Risiken der künftigen Entwicklung | 20 | |
| E | Prognosebericht | 22 |
| F | Berichterstattung gemäß § 315 Abs. 4 HGB |
23 |
|---|---|---|
| n Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals |
23 | |
| n Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen |
23 | |
| n Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital |
23 | |
| n Inhaber von Aktien mit Sonderrechten |
23 | |
| n Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen |
23 | |
| n Gesetzliche Vorschriften und Satzungs- bestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen |
23 | |
| n Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien |
23 | |
| n Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen |
25 | |
| n Entschädigungsvereinbarungen |
25 | |
| G Grundzüge des Vergütungssystems gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB |
25 | |
| n Aufsichtsrat und Vorstand |
25 | |
| n Vergütungsbericht |
25 | |
| H Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahe stehenden Personen |
26 | |
| I | Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB |
26 |
| J | Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 27 |
| n | In den weltweiten Funknetzen zu Hause |
28 |
|---|---|---|
| n Kunden | 28 | |
| n Produkte | 29 | |
| n Märkte | 30 | |
| n Wettbewerb | 30 | |
| n Strategie | 31 | |
| Die LS telcom-Aktie | 32 | |
| n Kursentwicklung | 32 | |
| n Aktionärsstruktur | 33 | |
| n Investor Relations | 33 | |
| Corporate Governance Bericht | 34 | |
| n Erklärung des Vorstands und des Aufsichts- rats der LS telcom AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG vom 13. Dezember 2010 |
34 | |
| n Vergütung des Vorstands und des Aufsichts- rats (Ziffer 4.2.5 und 5.4.6 des Kodex) |
36 | |
| n Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner Zusammensetzung (Ziffer 5.4 des Kodex) |
36 | |
| n | Interessenkonflikte (Ziffer 4.3, 5.4.2 und 5.5 des Kodex) |
37 |
| Jahresabschluss | 40 |
|---|---|
| Konzern-Abschluss gemäß IFRS | |
| n Konzern-Bilanz | 40 |
| n Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 42 |
| n Konzern-Eigenkapitalveränderungs rechnung |
43 |
| n Konzern-Kapitalflussrechnung | 44 |
| n Entwicklung des Konzern Anlagevermögens |
46 |
| n Konzern-Anhang | 48 |
| n Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Konzern-Abschluss |
78 |
| Jahresabschluss gemäß HGB | |
| n Bilanz | 80 |
| n Gewinn-und-Verlustrechnung | 82 |
| n Entwicklung des Anlagevermögens | 84 |
| n Anhang | 86 |
| n Lagebericht | 92 |
| n Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers |
102 |
| Ansprechpartner und Termine | 103 |
das Geschäftsjahr 2009/2010 verlief insgesamt sehr positiv und besser, als wir es erwartet hatten. Nach dem krisenbedingt ernüchternden Geschäftsverlauf im Vorjahr können wir wieder auf sehr erfolgreiche zwölf Monate zurückblicken. Wir haben buchstäblich den "Turnaround" geschafft und das negative Vorzeichen im Ergebnis des Vorjahres nicht nur in ein "Plus" gedreht, sondern den Vorjahresfehlbetrag darüber hinaus mehr als ausgeglichen.
Während des Geschäftsjahres konnte unser Unternehmen davon profitieren, dass der Investitionsstau aus dem Vorjahr teilweise abgebaut wurde und manche Kunden aufgrund des gegebenen Nachholbedarfs und Zeitdrucks sogar Projekte beschleunigt abwickeln mussten. Besondere Erfolge konnten wir in der Neuakquise verbuchen. Immerhin durften wir uns zwischen Juli und Oktober 2010 bei steigenden Projektvolumina gleich dreimal über den höchsten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte freuen, womit wir uns ein bislang noch nie dagewesenes Auftragsbestandspolster geschaffen haben, das uns umsatzseitig für die nächsten Jahre ein hohes Maß an Stabilität gibt.
Unser Auftragsbestand, von dem wir im neuen und dem darauffolgenden Geschäftsjahr Nutzen ziehen werden, liegt um 75 % über dem Vergleichswert zu Beginn des letzten Geschäftsjahres. Zudem können wir in mehreren derzeitigen Vergabeverfahren davon ausgehen, weitere großvolumige Projekte noch im Laufe dieses Geschäftsjahres zu gewinnen.
Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in der Liquidität des LS telcom Konzerns wieder. Wir konnten die kurzfristig frei verfügbaren Geldmittel um immerhin 84 % steigern und damit wieder auf einen letztmalig 2006 erreichten Stand bringen.
Die Gesellschaft hält außerdem unverändert knapp 3 % an eigenen Aktien, die bei dem aktuellen Kursniveau eine nicht unwesentliche "stille Liquiditätsreserve" darstellen. Die LS telcom AG hat damit beste Voraussetzungen geschaffen, die jüngst akquirierten Großprojekte und das erwartete weitere Wachstum unverändert aus eigenen Betriebsmitteln zu finanzieren.
Der Kurs unserer Aktie zeigte sich ausgehende von einem Startwert von EUR 1,45 zu Beginn des Geschäftsjahres sehr volatil bei weiter abnehmendem Handelsvolumen. Letztlich hat sich der Wert unserer Aktie zum Geschäftsjahresende um knapp 28 % gesteigert und nach den Erfolgsmeldungen der beiden Großprojekte im arabischen Raum nochmals mehr als verdoppelt. Motiviert durch die positiven Nachrichten und Geschäftsaussichten haben sich nach Geschäftsjahresende auch professionelle Investoren stark in unserer Aktie engagiert. Dieser Vertrauensbeweis scheint eine gewisse Signalwirkung gehabt zu haben. Immerhin sind die Handelsvolumina an den deutschen Börsen mittlerweile sehr stark angestiegen. Für die weitere Wertentwicklung der LS telcom-Aktie dürfte dies ein wichtiger Faktor sein.
Die Stimmung in unserem Absatzmarkt ist nach wie vor sehr gut und eine Abschwächung zeichnet sich längerfristig nicht ab. Viel mehr rechnen wir bei erfolgreicher Abwicklung der aktuellen Großprojekte mit zusätzlichen, positiven Impulsen auf weitere Kunden und damit verbundener Steigerung der Nachfrage.
Die LS telcom AG verfügt in den von uns adressierten Teilmärkten über entscheidende Kompetenz- und Technologievorteile gegenüber dem Wettbewerb. Um diesen Vorsprung zu sichern, haben wir im vergangenen Geschäftsjahr, und wie bereits in den Vorjahren, sehr stark in die Entwicklung
neuer Produkte und in die Erschließung neuer Märkte investiert.
Auch wenn das Volumen der aktivierten Eigenleistungen aufgrund der höheren Projektauslastung etwas geringer ausfiel als im Vorjahr: die Innovationsfreudigkeit des Unternehmens hat eher zu-, denn abgenommen. Diese darf nicht aus dem Betrag an neuaktivierten Eigenleistungen in der Gesamtergebnisrechnung abgeleitet werden, da wir auch im Rahmen von Kundenprojekten stets eine Vielzahl an Neuerungen entwickeln. Diesbezüglich hat das Unternehmen im vergangenen Jahr insbesondere Lösungen für webbasiertes Frequenzmanagement vorangetrieben und auch spezielle Frequenzzuweisungsverfahren für sogenannte "Special Events" wie siebeispielsweise bei einer Olympiade, einer Fußball-WM oder einem Formel 1-Rennen benötigt werden. implementiert, Damit haben wir unseren technischen Vorsprung nicht nur gesichert, sondern weiter ausgebaut und sehen uns sehr gut für die Zukunft gerüstet.
Unter Berücksichtigung dieser entwicklungstechnischen Vorleistungen und begleitender vertrieblichen Aktivitäten gehen wir davon aus, dass wir uns nicht nur auf dem nun erreichten Umsatzniveau halten, sondern von hier aus weiter wachsen können. Selbstverständlich werden wir dies auch weiterhin mit Bedacht und dem Augenmerk auf langfristige Stabilität tun. Die Digitalisierung der Sicherheitsfunknetze für professionelle Anwendungen und des Rundfunks, die Umverteilung großer Frequenzbereiche für Breitbanddienste, einschließlich der Einführung von sogenannten "White Space"-Geräten, die über intelligente Verfahren und unter Nutzung entsprechender Datenbanklösungen temporär selbständig Frequenzspektrum detektieren und nutzen, sollten uns dafür ausreichend Potenzial bieten.
In Anbetracht der chancenreichen Geschäftsaussichten sowie des positiven erzielten Unternehmsergebnisses und Liquiditätszuwachses, haben wir in unserem Gewinnverwendungsvorschlag die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,05 EUR pro Aktie empfohlen. Damit möchten wir uns auch bei Ihnen, sehr geehrte Aktionäre, für Ihr Vertrauen und Ihre Treue zu unserem Unternehmen bedanken.
Für das im vergangenen Geschäftsjahr Erreichte bedanken wir uns in erster Linie bei unseren Mitarbeitern, ohne deren engagierten Einsatz der Erfolg dieses Geschäftsjahres nicht möglich gewesen wäre.
Dezember 2010
Der Vorstand
Dr. Georg Schöne Dr. Manfred Lebherz Roland Götz
Gründung der L&S Hochfrequenztechnik GmbH durch Dr.-Ing. Manfred Lebherz und Dr.-Ing. Georg Schöne am 17. Januar
Einstieg in die Planung von Funknetzen Erreichen der ersten DM-Umsatzmillion
Einstellen der Aktivitäten im Bereich industrieller Leistungsmikrowellentechnik und ausschließliche Fokussierung des Unternehmens auf den Telekommunikationsbereich
Erstmalige Herstellung einer speziellen Softwarelösung für Regulierungsbehörden Neubau und Umzug in das neue Gebäude im Gewerbegebiet Wechsel von der Softwareplattform Apple Macintosh auf Microsoft Windows
Durchführung des ersten L&S-Seminartags Errichtung der ersten Auslandsvertretung in Schanghai/China
Gründung der L&S Radio Communications GmbH zur Bündelung der Dienstleistungen in einer eigenen Gesellschaft
Neue Produkte für digitalen Hörfunk und digitales Fernsehen Produkterweiterung auf den Bereich der Funküberwachung Erstmaliges Überschreiten der Schwelle von EUR 5 Mio. Jahresumsatz
Entwicklung einer neuartigen Softwarelösung für den Mobil- und Richtfunkbereich Gründung der Gesellschaften in Sofia/Bulgarien und Johannesburg/Südafrika
Markteintritt SiteMarket, der neuartigen Vermittlungsplattform für Funkstandorte Gründung der LS telcom AG durch Verschmelzung der Vorgängergesellschaften Eröffnung der Niederlassung in Budapest/Ungarn
Börsengang an den Neuen Markt in Frankfurt am Main Beteiligung an der portugiesischen Gesellschaft Netplan Erstmaliges Überschreiten der Schwelle von EUR 10 Mio. Jahresumsatz
Kauf der kanadischen Spectrocan Solutions Ltd. Neuentwicklung SPECTRAair
Neuausrichtung und Umstrukturierungsphase Etablierung des LS telcom Training Centers
Erstmalig eigenverantwortliche Durchführung von Projekten mit vollständiger Integration von Funküberwachung und Frequenzmanagement
Wiedererreichen des Break-Even Neuentwicklung und Einführung von SPECTRAmpt für den militärischen Markt
Kauf des Spektrum-Management-Geschäfts von CTS International SA und Gründung der französischen Tochtergesellschaft LS telcom SAS
Erstes Projekt für Frequenzmanagement und -monitoring im militärischen Markt Entwicklung eines e-Government konformen, internetbasierten Spektrum-Management-Systems
Aufbau einer Niederlassung im Oman zur Betreuung der Golf-Region Erstmalig Dividendenausschüttung von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen
Erfolgreiche Umsetzung einer Spektrum-Management-Enterprise-Lösung für die britische Regulierungsbehörde Ofcom Beteiligung an NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China
Starke Internationalisierung des Beratungsgeschäfts mit regionalen Schwerpunkten auf der Arabischen Halbinsel und in Afrika Entwicklung einer Frequenzmanagement-Lösung für sogenannte "Special Events" (z. B. Olympia, Fußball-WM oder Formel 1)
das Geschäftsjahr 2009/2010 war für die LS telcom AG sehr erfolgreich. Das Unternehmen hat die größte Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit hervorragend überstanden, und auch die Ertragskraft des Konzerns hat sich deutlich verstärkt. Dies sind eindeutige Belege für die wirtschaftliche Stabilität und die Wettbewerbsfähigkeit der LS telcom AG. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand und das Unternehmen auf diesem erfolgreichen Weg intensiv begleitet und unterstützt.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2009/2010 die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei die strategische Ausrichtung des Konzerns, die technische und entwicklungstechnische Integration der Tochtergesellschaften sowie der weitere strategische Ausbau neuer Geschäftsfelder. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahrs ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und stand diesem bei der Entscheidungsfindung hilfreich zur Seite.
In seinen Sitzungen vom 27.11.2009, 20.02.2010, 12.05.2010, 19.08.2010 sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses am 30.11.2010 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die Situation des Unternehmens und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahres lückenlos über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung – insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risk-Management und das Risk-Controlling – und über sämtliche Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens wurden regelmäßig mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend erörtert und überwacht.
Der Aufsichtsrat hat sich in monatlichen schriftlichen Berichten durch den Vorstand über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften informieren lassen. Er hat ferner jeweils monatlich die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht.
Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Fortschreibung des Risk-Management- und des Risk-Controlling-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex gespielt.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Kontrollgremium in seiner Bilanzsitzung den Jahresabschluss des Berichtsjahres festgestellt und den Konzern-Abschluss gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt und die Unternehmensplanung 2010/2011 sowie die Mittelfristplanung bis 2013 verabschiedet.
Zu den wichtigsten Beratungsthemen im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2010, wurden durch die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte
der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.
Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 S. 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands an.
Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten.
Die im Bericht des Aufsichtsrats für das zurückliegende Geschäftsjahr 2009/2010 geäußerte Zuversicht, der LS telcom Konzern werde als unangefochtener weltweiter Technologieführer am Ende des Tages gestärkt aus der gravierendsten globalen Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit hervorgehen, hat sich erfüllt. Dank der seit langem eingerichteten und kontinuierlich fortentwickelten Risikofrüherkennungs- und -steuerungssysteme hat der LS telcom Konzern der zurückliegenden globalen Wirtschaftskrise standgehalten und seine weltweit marktführende Position in allen wichtigen Geschäftsbereichen zu stärken vermocht. Es ist gelungen, mehrere strategisch wichtige Großaufträge zu akquirieren, welche als Referenzprojekte künftiges weiteres Wachstum sicherstellen können.
Die hervorragende Qualifikation, Berufserfahrung und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin ein wesentlicher Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leistungsorgane sich für die Zukunft gesetzt haben.
Für ihren hervorragenden Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften LS telcom Ltd. (Ottawa, Kanada), LS telcom SAS (Vélizy, Frankreich), LS of South Africa Radio Communication Services (Pty.) Ltd. (Johannesburg, Südafrika), Vision2Comm GmbH (Lichtenau) und NG Networks Co., Ltd. (Suzhou, China) Dank und Anerkennung aus.
Sie alle haben gemeinsam im abgelaufenen Geschäftsjahr hervorragenden Einsatz gezeigt und ein eindrucksvolles Gesamtergebnis erzielt.
Stuttgart/Lichtenau, den 13. Dezember 2010
Dr. Winfried Holtermüller Rechtsanwalt Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG
Während des Geschäftsjahres 2009/2010 zeigte sich das für uns relevante Marktumfeld freundlich. Die Nachfrage war unverändert stark und einige noch im Vorjahr vorbereitete Projekte kamen zum Tragen. Profitieren konnte die LS telcom AG auch von einem gewissen Nachholbedarf und Zeitdruck, der sich in manchen Projekten aus dem Investitionsstau des Vorjahres ergeben hatte. Projektlaufzeiten wurden dadurch teilweise verkürzt, was zu höheren Umsatzerlösen im Geschäftsjahr führte. Umsatzzuwachs wurde jedoch auch durch die Erschließung von Neukunden im arabischen Sprachraum, insbesondere im Beratungsund Planungsgeschäft, erzielt.
Unter dem Strich wurde so letztlich ein sehr positives Ergebnis erwirtschaftet, das den negativen Rücksetzer des Vorjahres mehr als kompensiert.
Ein Konzern-Jahresüberschuss (nach Minderheitenanteilen) von TEUR 940 steht dem Verlust von TEUR -881 im Vorjahr gegenüber. Ähnlich stellt sich der Vorjahresvergleich für das Betriebsergebnis dar, das von einem Fehlbetrag in Höhe von TEUR -174 auf positive TEUR 1.572 gesteigert werden konnte.
Dieses erfreuliche Ergebnis resultiert vor allem aus dem 36 %-igen Zuwachs der Umsatzerlöse. Im Vergleich dazu stiegen die bezogenen Leistungen sowie die Aufwandspositionen in Personal, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen nur moderat an. Der Umsatzanstieg ist die Folge größerer Neuprojekte in den Bereichen Systemlösungen und Dienstleistungen sowie einer vorgezogenen, beschleunigten Projektabwicklung eines größeren Auftrags im Beratungsbereich.
In den vergangenen Jahren hat sich eine gewisse Konsolidierung in den für uns relevanten Teilmärkten vollzogen. Jedoch besteht in Teilbereichen immer noch ein starker Wettbewerb, der meist auf Basis von Qualität und Technologie, also mit "vernünftigen" Verkaufsargumenten, in manchen geografischen Regionen immer noch als rigoroser Preiskampf geführt wird.
Die LS telcom AG konnte sich insgesamt jedoch sehr erfolgreich am Markt behaupten und in den Projekten, die im vergangenen Geschäftsjahr zur Entscheidung kamen, die Mehrzahl der Kunden überzeugen. Dem Unternehmen gelang es, durch Neukundenakquise weitere Marktanteile gegenüber dem Wettbewerb zu gewinnen, das Geschäft aber ebenso mit bestehenden Kunden auszubauen.
Technologisch haben wir unseren Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden erheblich vergrößert und unser Produktangebot in diesem Bereich auch erweitert. Wachsen konnten wir zudem im Beratungsgeschäft, hier insbesondere im Umfeld der Digitalisierung von Sicherheitsfunknetzen. Hier hat sich unsere exzellente nationale Referenz im internationalen Wettbewerb ausgezahlt.
Die LS telcom AG weist im Geschäftsjahr 2009/2010 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von rund 36 % und Umsatzerlöse von EUR 16,23 Mio. (i. V. EUR 11,94 Mio.) aus.
Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat das Unternehmen trotz guter Auslastung im Projektgeschäft, weiter in die Entwicklung neuer Produkte, u. a. internetbasierte Lösungen sowie Enterprise-Lösungen, die umfassende Systemprodukte von Drittherstellern mit integrieren, und in das Zusammenspiel von Frequenzverwaltungs- und Funküberwachungssystemen investiert und entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen liegen deshalb mit EUR 1,68 Mio. deutlich unter denen des Vorjahres (i. V. EUR 2,29 Mio.).
Die Gesamtleistung von EUR 18,61 Mio. liegt ca. 24 % über der des Vorjahres (i. V. EUR 14,95 Mio.).
Der Auftragseingang in Höhe von EUR 19,96 Mio. (i. V. EUR 13,57 Mio.) lag 2009/2010 aufgrund der oben erläuterten Marktgegebenheiten etwa 47 % über dem des Vorjahres. Mehrere bereits erteilte Zuschläge an Bieterkonsortien, bei denen die LS telcom AG beteiligt ist, und aktuell laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit stimmen uns auch für die künftige Geschäftsentwicklung des Unternehmens optimistisch.
Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Systemlösungen" und "Einzelmodule und Dienstleistungen" wie folgt auf:
| in TEUR | Umsatz GJ 2009/2010 |
Umsatz GJ 2008/2009 |
Veränderung | EBIT GJ 2009/2010 |
EBIT GJ 2008/2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Systemlösungen | 10.017 | 7.687 | 30 % | 306 | -717 |
| Einzelmodule und Dienstleistungen |
6.208 | 4.250 | 46 % | 1.266 | 543 |
| Insgesamt | 16.225 | 11.937 | 36 % | 1.572 | -174 |
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Systemlösungen" beinhaltet das typische Projektgeschäft (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom AG in umfassende Systemlösungen integriert werden.
Das Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" beinhaltet Geschäfte mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten (Dienstleistungen). Das Geschäft mit Einzelmodulen betrifft dabei überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft und enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die eher umfangreichen und komplexen Software-Projekte im Segment "Systemlösungen".
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die die LS telcom AG in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen und Trainings unabhängig von Softwareprojekten erbringt.
Wie in den vergangenen Jahren liegt der Umsatzanteil des Segments "Systemlösungen" deutlich über dem des Segments "Einzelmodule und Dienstleistungen". Ähnlich wie im Vorjahr wurden 62 % (i. V. 64 %) der gesamten Umsatzerlöse durch "Systemlösungen" erwirtschaftet. In diesem Geschäftsumfeld stehen aktuell mehrere Ausschreibungen für umfassende Systemmodernisierungen sowie für Neusysteme an.
Der Konzern konnte das Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks sowie der Einführung neuer Digitalfunknetze für Sicherheitsdienste (professioneller Mobilfunk) insbesondere auch international weiter ausbauen. Daneben ist erwähnenswert, dass sich die LS telcom Firmengruppe als Dienstleister über Mobil- und Rundfunkbetreiber hinaus mittlerweile auch einen guten Namen bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen geschaffen hat.
Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen größere Frequenzmanagement-Systeme mit hohem Automatisierungsgrad sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte, jeweils überwiegend für Kunden in Europa, Asien und dem Mittleren Osten.
Jeder dieser unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Unternehmens spielen.
Eine Besonderheit im Geschäftsverlauf des Segments "Systemlösungen" ist, dass nahezu der gesamte Umsatz und das Wachstum von 30 % aus Aufträgen zur Systemerweiterung oder -pflege mit bereits bestehenden Kunden generiert werden konnte. Neukundenprojekte kamen erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres zum Tragen und steuerten zum Erfolg des vergangenen Geschäftsjahres in diesem Segment vergleichsweise wenig bei. Das im Vergleich zum Segmentumsatz geringe Segment-EBIT von TEUR 306 resultiert maßgeblich aus einem negativen Ergebnisbeitrag der kanadischen Tochter LS telcom Ltd.
Das Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" verzeichnet einen Umsatzzuwachs von 46 % und zeigt sich im Geschäftsjahr hoch profitabel. Wesentlichen Anteil daran hat der Dienstleistungsbereich. Während die Umsatzerlöse aus Einzel-Softwareanwendungen gegenüber dem Vorjahr nur in geringem Umfang anstiegen, ermöglichten vor allem Großprojekte zur Planung und Implementierung von Sicherheitsfunknetzen und digitalen Rundfunknetzen eine Steigerung der aus Dienstleistungen generierten Umsatzerlöse um 76 %.
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum etwas unter dem des Vorjahres bei ca. 80 % (i. V. 84 %). Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 44 % und in den restlichen Regionen bei 36 % (dabei Afrika mit 9 %, Asien mit 10 % und der Mittlere Osten mit 13 %).
Im Geschäftsjahr 2009/2010 verzeichnete die LS telcom AG in dem insbesondere auf Regulierungsbehörden und sonstige Frequenzverwaltungsorganisationen ausgerichteten Segment eine gute Nachfrage, wenn auch bei vielen Projekten immer noch Entscheidungen zur Auftragsvergabe ausstehen. Immerhin konnten jedoch bestehende Kunden derart von unseren Systemlösungen begeistert werden, dass selbst ohne Berücksichtigung dieser Neukundenprojekte ein respektabler Umsatzzuwachs und gutes Ergebnis erzielt worden wäre.
Nachdem in beiden Vorjahren die Umsatzerlöse aus diesem Segment rückläufig waren, konnte das Geschäft mit "Systemlösungen" im Geschäftsjahr 2009/2010 um 30 % höhere Umsatzerlöse als im Vorjahr erzielen, was letztlich zu einem profitablen Beitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 306 führte, während im Vorjahr noch ein Segmentverlust von TEUR -717 zu Buche schlug.
Der Umsatz im Segment "Systemlösungen" wurde, wie in der Vergangenheit, aus einer ausgewogenen Mischung von
Das Umsatzniveau des Vorjahres wurde in diesem Segment um 46 % übertroffen. Der Dienstleistungsbereich konnte hier gleichermaßen sowohl von bestehenden als auch von neuen, langfristigen Verträgen profitieren, die auch einen guten Teil der Erlöse für das neue Geschäftsjahr sichern und für eine ordentliche Grundauslastung sorgen werden.
Die im Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" erzielten Umsatzerlöse von EUR 6,21 Mio. (i. V. EUR 4,25 Mio.) setzen sich zusammen aus ca. 73 % (i. V. 60 %) Dienstleistungen und 27 % (i. V. 40 %) Umsätzen aus Softwarelizenzen einschließlich Wartung. Damit hat sich der Schwerpunkt der Umsatzgenerierung für dieses Segment in den letzten Jahren kontinuierlich in Richtung Dienstleistungen verschoben.
Im Rundfunkbereich bestand im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme und der
Einführung von Mobile-TV (dem Fernsehen für Handys) eine gute Nachfrage, wobei der Schwerpunkt des Geschäfts sich in diesem Bereich mittlerweile auf Nachfolgegeschäft mit Bestandskunden und Systemwartung verlagert hat.
Der LS telcom AG gelang es, Softwaremodule zur Planung und Koordination der neuen Digitalnetze sowohl an Neukunden als auch im Rahmen von System-Upgrades an Bestandskunden, vorwiegend in Europa und Asien, zu verkaufen und so die bestehende Nutzerbasis für diese Produkte auszubauen. Das Unternehmen bleibt damit unbestrittener Marktführer für komplexe Planungs- und Koordinierungssysteme für analoge und digitale Rundfunksendernetze.
Im Kundenbereich der Telekom- und Rundfunknetzbetreiber ist unverändert vorrangiges Thema die Einführung des digitalen Fernsehens für den Heimempfang. Insbesondere in Asien arbeiten Netzbetreiber aktiv am Umstieg auf das digitale Fernsehen. Wir rechnen deshalb in diesem Bereich mit gutem weiteren Potenzial für die kommenden Jahre.
LS telcom erbringt in dem Geschäftsbereich "Consulting & Engineering" umfassende Trainings-, Planungs- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.
Das Geschäftsfeld wurde durch den Planungsbedarf für neue digitale Rundfunknetzkonzepte sowie Beratungs- und Planungsdienstleistungen für Systemhersteller und Betreiber von Sicherheitsfunknetzen gut ausgelastet. Im Umfeld des Aufbaus von digitalen Behörden- und Sicherheitsfunknetzen (in Deutschland beispielsweise das "BOS-Netz" für Behörden mit Ordnungsaufgaben wie Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte) sieht die LS telcom AG auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Beratungsbereich.
Die hier betrachteten Dienstleistungsprojekte wurden zwar überwiegend von der LS telcom AG in Deutschland ausgeführt, wesentliche Beiträge leistete allerdings auch die südafrikanische Tochtergesellschaft.
Der Umsatzbeitrag aus diesem Bereich von EUR 4,50 Mio. übertrifft den Vorjahreserlös von EUR 2,56 Mio. um 76 %. Maßgeblich für diese Umsatzsteigerung waren dabei zwei Großprojekte zur Planung von Sicherheitsfunknetzen sowie das sich sehr gut entwickelnde Dienstleistungsgeschäft unserer Tochter LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., die mittlerweile Planungs- und Installationsleistungen für die Digitalisierung von Fernsehnetzen in einer Vielzahl der Länder Afrikas erbringt.
Das seit 2002 etablierte Training Center steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für das Unternehmen zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.
Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2009/2010 Niederlassungen in Schanghai und Budapest. Die Büros in China und Ungarn dienen vorwiegend der Vorort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/ Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2010 bei der LS telcom Ltd. Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/ Südafrika, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Ltd. bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei
Regulierungsbehörden und konzentriert sich geografisch vorrangig auf Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Systemorientierte Architektur).
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt vorrangig Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika. Zudem unterstützt die südafrikanische Tochter auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen.
Die Vision2Comm war während des Geschäftsjahres nicht operativ tätig.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG seit dem 28.05.2009 einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für Wimax- und LTE-Netze, gesichert.
Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert und bleibt deshalb im Konsolidierungskreis der LS telcom Gruppe unberücksichtigt.
Die wirtschaftliche Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften ist mit Ausnahme des Geschäftsverlaufs der LS telcom Ltd. zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Bei der kanadischen Tochtergesellschaft gehen wir auf Grundlage aktueller Auftragsverhandlungen und aussichtsreicher Ausschreibungsverfahren von einer deutlichen Verbesserung in der Zukunft aus.
Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern auf durchschnittlich 135 (i. V. 130) Mitarbeiter und liegt damit ca. 4 % über dem Wert des Vorjahres.
Zum 30. September 2010 waren im Konzern insgesamt 137 (i. V. 134) Mitarbeiter beschäftigt.
Im Unternehmen ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte dieser 2009/2010 in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch in moderatem Umfang unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.
Neben den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standardsoftwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.688 (i. V. TEUR 1.284) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst. Die französische Tochtergesellschaft LS telcom SAS engagierte sich im sogenannten "System@tic"-Programm, einer durch den französischen Staat geförderten Arbeitsgemeinschaft von Technologieunternehmen und Hochschulen im Großraum Paris. Im Rahmen dieses Vorhabens entwickelt die LS telcom SAS Planungswerkzeuge für Funknetze der nächsten Generation.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Nach einem zurückhaltenden Start mit einem Kurs von EUR 1,45 am 01.10.2009 zeigte sich im Laufe des Geschäftsjahres 2009/2010 ein stark volatiler Handel der LS telcom-Aktie. Dabei standen zwischenzeitlichen Tiefstbewertungen von EUR 1,30 Höchstkurse von EUR 2,02 gegenüber.
Zum Ende der Periode am 30.09.2010 kostete die Aktie EUR 1,85. Sie verteuerte sich damit um 27,6 %. Der Prime Telecommunication Index konnte im Vergleichzeitraum um 18,1 % zulegen.
Die Marktkapitalisierung wuchs zum 30.09.2010 auf EUR 9.869.750, nachdem sie sich noch zu Geschäftjahresbeginn auf EUR 7.735.750 belief. Pro Börsentag wurden in der letzten Periode durchschnittlich 1.217 LS telcom-Aktien im Gegenwert von EUR 2.030 an den deutschen Börsen gehandelt, was einen Rückgang um 24,2 % gegenüber dem Vorjahr (1.605 Aktien bzw. EUR 2.807) bedeutet.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf den Frankfurter Parketthandel, soweit nicht ausdrücklich anders ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2009/2010 hat der LS telcom Konzern sein Ziel, wieder profitabel abzuschließen, über den Erwartungen erfüllt. Die Marktgegebenheiten waren positiv und geprägt von einer insgesamt sehr guten Nachfrage, vorwiegend von Bestandskunden. Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien) und politischen Rahmenbedingungen (neue Regelwerke der EU und der ITU) gehen wir unverändert davon aus, dass das Gros der seit längerem vorbereiteten und teilweise ausgeschriebenen Projekte unserer Kunden in den nächsten 12-18 Monaten wirklich beschafft wird und sich so auch die im letzten und in diesem Geschäftsjahr vorab investierten Entwicklungsmaßnahmen in künftige Umsatzerlöse wandeln lassen. Ein Abklingen der positiven Marktstimmung ist mittelfristig nicht absehbar.
In dem wie in den Vorjahren nachfrageintensiven, aber auch von starkem Wettbewerb gekennzeichneten Markt, hat sich die LS telcom AG gut behauptet und ihre Marktanteile ausgebaut. Das sehr gute Renommee des Unternehmens, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in den meisten Fällen wieder wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Das Unternehmen konnte einige strategisch äußerst wertvolle Referenzprojekte in den meisten relevanten Teilmärkten (Rundfunkdigitalisierung, Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich implementieren, die jeweils das Potenzial haben, für zukünftiges Geschäft in diesen Teilmärkten als Multiplikatoren zu wirken.
Der Umsatz des Unternehmens stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 11,94 Mio.) um 36 % auf EUR 16,23 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 702 (i. V. TEUR 719) führen zusammen mit den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 1,68 Mio. (i. V. EUR 2,29 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 24 % höheren Gesamtleistung von EUR 18,61 Mio. (i. V. EUR 14,95 Mio.).
Sonstige betriebliche Erträge enthalten als wesentliche Posten Erlöse aus dem Erhalt bzw. der Auflösung bisheriger
Abgrenzungen für Fördermittel (TEUR 281) sowie Währungsgewinne in Höhe von TEUR 342.
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 2,97 Mio. erheblich höher aus als im Vorjahr (EUR 1,99 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen vor allem externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an externe Dienstleistungsunternehmen in Beratungsprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte wie im Vorjahr Zukäufe von Computer-Hardware und Geodaten an.
Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik verfolgt. Die Abschreibungen liegen mit EUR 2,16 Mio. ca. 13 % über dem Wert des Vorjahres (i. V. EUR 1,92 Mio.).
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 5 % von EUR 8,65 Mio. auf EUR 9,06 Mio. erhöht, was auf die Zunahme des Personalstamms sowie auf Lohnerhöhungen, insbesondere auch in Form von variablen Vergütungen, zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 2,85 Mio. etwa 11 % über denen des Vorjahres (EUR 2,57 Mio.). Ausschlaggebend für die Erhöhung dieser Aufwandsposition sind Vertriebs- und Reisekosten von TEUR 966 (i. V. TEUR 754).
Unter dem Strich ergibt sich ein Konzern-Jahresergebnis von TEUR 940 (i. V. TEUR -881) nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 68). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,18 (i. V. EUR -0,17).
Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 11 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 18 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht.
Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2010 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 21,40 Mio. (i. V. EUR 19,38 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 13,21 Mio. (i. V. EUR 12,16 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 62 % (i. V. 63 %).
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008 und 2009 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2010 beträgt ebenso wie zum Vorjahres-Bilanzstichtag insgesamt 154.750 Stück.
Der Vorstand sah bei den im Sommer 2008 ausgesprochen niedrigen Kursen eine gute Möglichkeit für die LS telcom AG, eigene Aktien für spätere Akquisitionszwecke am Markt einzusammeln. Insgesamt wurden die eigenen Aktien mit einem Betrag von TEUR 287 erworben. Diese werden als "Rücklage für eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet.
Der Wert dieser Position (EUR 5,06 Mio.) hat sich gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 5,01Mio.) nur geringfügig geändert. Ebenso wie zum Ende des Vorjahres wurden auch gegen Ende dieses Geschäftsjahres einige größere Projekte fertiggestellt. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Der Wert des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte liegt bei EUR 10,10 Mio. und ist damit seit dem 30.09.2009 annähernd gleich geblieben (i. V. EUR 10,21 Mio.). Investiert wurde vorwiegend in Betriebssoftware und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Neuentwicklungen eigener Produkte.
Zum 30. September 2010 verfügt der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 5,07 Mio. (i. V. EUR 2,76 Mio.). Liquiditätsseitig weist LS telcom damit im Vergleich zum Vorjahr einen um 84 % höheren Betrag an verfügbaren Geldmitteln aus.
Der Bestand an Bankguthaben liegt um TEUR 241 über dem oben genannten Liquiditätsbetrag. Diese Gelder stellen jedoch keine frei verfügbare Liquidität dar, da sie für Zwecke der Absicherung von Avalen und Bürgschaften dienen. Sie sind deshalb in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
Der Anstieg der kurzfristigen Schulden von EUR 3,19 Mio. auf EUR 4,45 Mio. ist insbesondere bedingt durch die gestiegene Auslastung und das damit verbundene höhere Geschäftsvolumen. Betroffen von der Steigerung sind insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie abgegrenzte Personalkosten.
Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ist der Eingang zweier außergewöhnlich hoher Aufträge aus der Golfregion mit einem Gesamtvolumen von ca. EUR 10,5 Mio. zu erwähnen.
Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht die LS telcom AG bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Unternehmens abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.
Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom AG Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Unternehmensleitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
− die Abgrenzung der einzelnen Geschäfts- bzw. Betrachtungsbereiche,
− die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Bewertungsstandards sowie
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom AG mit.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der
internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.
Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beinträchtigen können, runden das System ab.
Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Unternehmen etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungsund Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangsund Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in
einem CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie abhängig von den Zugriffsrechten auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Die LS telcom AG verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird, bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Unterschiedlichste Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützen den Abschlussprozess.
Die Gesamtrisikosituation im Konzern ist weiterhin überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanzkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar oder anderen für den Konzern relevante Währungen), ist das bedeutendste Einzelrisiko in Anbetracht des deutschen Wirtschaftsaufschwungs sicherlich in der Stabilität des Mitarbeiterstamms (siehe Ausführungen zum Risiko Mitarbeiterfluktuation) und in der Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass LS telcom dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
Die Märkte, in denen LS telcom agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Konzerns, der Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.
Der Konzern plant, in den nächsten Jahren seine Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie des Konzerns nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche des Konzerns integriert werden können.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standard-Produkten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2010/2011 immer noch ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. LS telcom schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch ist oftmals eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden, Fremdwährungen mit Kunden unvermeidlich (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen und Software) für Netzbetreiber wird auch im
Geschäftsjahr 2010/2011 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.
Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. LS telcom war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten, eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom Firmengruppe mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Der aktuelle Wirtschaftsaufschwung in Deutschland erhöht derzeit das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter am Hauptsitz des Unternehmens abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Konzern entzogen werden könnte. Die LS telcom AG und ihre Tochtergesellschaften werden wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.
Die weltweite Krise an den Finanzmärkten scheint ausgestanden; allerdings könnte durch die immer noch latenten Restrisiken diese Krise in Zukunft wieder aufflammen. Eine solche Krise hat bereits im Geschäftsjahr 2008/2009 zu Verschiebungen bei der Auftragserteilung und auch bei der Umsetzung von Projekten geführt und entsprechende Spuren in der damaligen Bilanz hinterlassen. Sollten Kunden
aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und die Umsetzung von Projekten weiter verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom Firmengruppe. Ebenso könnte sich aufgrund einer solchen Wirtschaftskrise in manchen Ländern ein gewisser Protektionismus durchsetzen, so dass Projekte inhouse mit eigenem Personal entwickelt oder an die eigene Wirtschaft vergeben werden, obwohl kommerzielle Lösungen durch ausländische Anbieter verfügbar wären. Auch dies wäre schädlich für die künftige Geschäftsentwicklung der LS telcom Firmengruppe.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom Firmengruppe ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall-, und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommen den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Die LS telcom Firmengruppe ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisenterminoder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurden Projektvolumina von TUSD 221, TEUR 135 (zu CAD) und TTHB 28.700, über Devisentermingeschäfte abgesichert. Diese Geschäfte sind vollständig unterjährig abgewickelt worden. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Sicherungsgeschäfte mehr.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und
kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom Firmengruppe. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass selbst unter den erschwerten Bestimmungen von Basel II und III weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom Firmengruppe haben.
Aufgrund der unverändert starken und hochwertigen Nachfrage ist der Vorstand für die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns sehr zuversichtlich. Das Management rechnet zeitnah mit weiteren positiven Entscheidungen in mehreren Ausschreibungsverfahren und sieht gute Möglichkeiten, von dem erreichten hohen Umsatzniveau aus weiter zu wachsen. Chancen hierfür ergeben sich für den LS telcom Konzern in mehrerlei Hinsicht, abhängig von den adressierten Teilmärkten und basierend auf technologischen Neuerungen oder erweiterten bzw. geänderten Anforderungen der Kunden.
Im Beratungsgeschäft hat sich LS telcom sehr gut in einem neuen Kundensegment mit öffentlichen Auftraggebern behauptet und hierbei auch international einen Namen gemacht. Der Vorstand rechnet auch für 2010/2011 mit guten Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für Sicherheitskräfte, ebenso in Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen.
Selbst wenn nach der initialen Implementierungsphase das Flächennetz für den digitalen Behördenfunk etabliert ist, wird es auch auf dem nationalen Markt gute Chancen für eine Fortsetzung des Wachstums im Dienstleistungsbereich geben, insbesondere im Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahnfunk, Versorgung von Stadien etc.).
In dem Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das so genannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.
Nachdem zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2010/ 2011 bereits zwei größere Verträge in der Golfregion geschlossen werden konnten und sich weitere Systemprojekte für das Geschäftsjahr in anderen Regionen abzeichnen, rechnen wir damit, dass diese Projekte in den jeweiligen Nachbarländern unserer Kunden ähnliche Nachfrage wecken werden. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben, wie in der Vergangenheit, weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.
Obwohl die Geschäftsentwicklung deutlich längere Zeit in Anspruch nimmt als ursprünglich erwartet, ist der Vorstand nach mehreren erfolgreich abgeschlossenen Projekten im militärischen Kundenumfeld sehr zuversichtlich, auch aus diesem Bereich Wachstum generieren zu können. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können. Das Unternehmen hat zum Ende des Geschäftsjahres die Bearbeitung dieses Teilmarktes durch die Allokation zusätzlicher Vertriebsressourcen weiter forciert.
Der derzeit im LS telcom Konzern vertraglich gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 22,7 Mio. (i. V. EUR 13,0 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von ca. EUR 12,8 Mio. (i. V. EUR 8,2 Mio.) erzielen. Die hier angegebenen Umsatzerwartungen können sich zudem durch Forderungen aus Fertigungsaufträgen erhöhen.
Der Vorstand ist angesichts der sehr guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheitsnetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und
militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik sehr zuversichtlich, was die mittelfristige Geschäftsentwicklung anbelangt.
Erklärtes Ziel des Managements ist es, ausgehend von dem im Geschäftsjahr erreichten Niveau sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch die Profitabilität der LS telcom Firmengruppe in ihrem Kerngeschäft weiter zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Der Konzern versucht in diesem Zusammenhang einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen.
Aufgrund der oben dargestellten Sachverhalte, des hervorragenden Polsters an Auftragsbestand sowie einer Reihe weiterer hochwahrscheinlicher Projektzuteilungen in näherer Zukunft, ist der Vorstand davon überzeugt, im neuen Geschäftsjahr weiter profitabel wachsen zu können. Die Steigerung im Umsatz wird jedoch aus aktueller Sicht nicht das Wachstum gegenüber dem Krisenjahr 2008/2009 erreichen. Wir gehen derzeit eher von einer moderaten Steigerung von Umsatz und Ergebnis aus.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2010 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2010 folgende Übersicht an Beteiligungen über 10 % der Stimmrechte:
| Beteiligte Person oder Gesellschafter |
Anzahl an Stimm rechten |
Anteil an Stimm rechten |
Zeitraum der Beteili gung |
|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz | 1.537.862 | 28,83 % | Bis heute |
| Dr. Georg Schöne | 1.612.454 | 30,22 % | Bis heute |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 6. März 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. März 2013 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital beträgt bis zum 30. September 2010 EUR 2.667.500,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden.
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
In diesem Fall ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Kurs der Aktie im Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.
e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß
§ 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
f) Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge eine variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns abhängt.
Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009/2010 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 32.500,00 (i. V. TEUR 33) zuzüglich der Erstattung ihrer Reisekosten.
Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Dr. Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 3.645,00 (i. V. TEUR 3) vergütet.
Zum 30. September 2010 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.
Vorstandsmitglieder sind:
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
4.148 Stückaktien (i. V. 4.148)
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.
Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.
Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.
Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2009/2010 aus den folgenden Komponenten zusammen:
Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.
Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden Gehaltszahlungen an den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 656 (i. V. TEUR 732) erfasst. Davon wurden TEUR 656 (i. V. TEUR 659) als fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütung ausbezahlt. Variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile wurden im Geschäftsjahr keine ausbezahlt (i. V. TEUR 73), sondern lediglich in Höhe von TEUR 147 als Rückstellung für Tantiemen im Aufwand berücksichtigt. Der Konzern-Abschluss berücksichtigt daher insgesamt TEUR 803 (i. V. TEUR 732) als Aufwendungen für die Vorstandsvergütung.
Die im Geschäftsjahr 2009/2010 ausbezahlte Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:
| Angaben in EUR |
Erfolgsun abhängige Vergütungs komponente |
Erfolgs abhängige Vergütungs komponente |
Vergütungs anteil mit langfristiger Anreizwirkung |
Gesamt vergütung |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz |
242.377,02 | 0,00 | — | 242.377,02 |
| Dr. Georg Schöne |
242.383,50 | 0,00 | — | 242.383,50 |
| Dipl.-Ing. Roland Götz |
171.565,98 | 0,00 | — | 171.565,98 |
Die Rückstellung für variable erfolgsbezogene Vorstandsvergütungsanteile betrifft mit jeweils EUR 56.990,32 die Herren Dr. Manfred Lebherz und Dr. Georg Schöne sowie mit EUR 33.244,36 Herrn Roland Götz.
Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.
Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit
Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.
Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.
Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist ebenso wie unsere Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informatio-
nen für Anleger" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 19. November 2010
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Die optimale Nutzung der begrenzten, natürlichen Funkfrequenz-Ressource, die Planung von Funknetzen, ihre schnelle Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die Minimierung von Interferenzen sowie die weitere Erschließung geeigneter Funkstandorte sind typische Aufgabenfelder, in denen das Produktspektrum von LS telcom zum Einsatz kommt.
Mit ihren Softwareprodukten und Dienstleistungen befindet sich LS telcom in einem ausgesprochenen Wachstumsmarkt. Denn weltweit - in Industrie- und Entwicklungsländern - hat die Deregulierung der Telekommunikationsindustrien, verstärkt durch neue Technologien, zu einer großen Nachfrage nach knappen - weil endlichen - freien Funkfrequenzen geführt.
Rund- und Mobilfunk, Flugüberwachung, Polizei- und Taxifunk, analoges und digitales Radio und Fernsehen, Richtfunk und Satellitenverbindungen, alle diese Dienste nutzen Funkfrequenzen für die drahtlose Übertragung von Sprache oder Daten. Angefacht wird die Nachfrage nach freien Frequenzen durch die immer noch ansteigende Nutzung der Funkfrequenzen für Sprach- und Datendienste sowie durch die Einführung neuer Technologien wie UMTS, LTE und digitales Fernsehen oder auch durch die Nutzung des Frequenzspektrums durch intelligente sogenannte "White Space" Geräte, die sich selbst aus einer zentralen Datenbank und mit Hilfe eigener Messungen immer die für sie geeignetste Funkfrequenz zur Datenübermittlung herauspicken. Um das vorhandene, endliche Frequenzspektrum so effizient wie möglich ausschöpfen zu können, sind Funknetzbetreiber und Regulierungsbehörden darauf angewiesen, spezielle Software- und Dienstleistungsprodukte zur Planung und zum Management der Funknetze einzusetzen.
LS telcom ist weltweit einer der führenden Softwarehersteller und Dienstleistungspartner im Bereich der Planung und des Managements von Funknetzen. LS telcom bedient mit ihrem integrierten Software- und Dienstleistungsangebot die gesamte Wertschöpfungskette im Funknetzbereich und positioniert sich so als "One-stop-shop"-Anbieter.
Die standardisierten Produkte und Dienstleistungen von LS telcom können in allen Funknetzen weltweit eingesetzt werden. Die Palette reicht von Mobil-, Richt- und Flugfunknetzen bis hin zu TV- und Hörfunknetzen und deckt insbesondere auch die speziellen Anforderungen von regionalen und nationalen Regulierungsbehörden umfassend ab.
Das langjährig im Unternehmen tätige, branchenerfahrene Management sichert die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens und den direkten Zugang zu neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen, der die Voraussetzung für eine stets aktualisierte Produktpalette im Software- und Dienstleistungsbereich ist.
Die Softwareprodukte und Dienstleistungen von LS telcom werden für die gesamte Bandbreite der Unternehmen und Organisationen, die im Bereich der drahtlosen Telekommunikation tätig sind, konzipiert. Das sind einerseits nationale und regionale Regulierungsbehörden, die Funklizenzen zuteilen und kontrollieren, und andererseits Netzbetreiber, die als Lizenznehmer Funkfrequenzen benötigen, um ihre Dienstleistungen anzubieten.
Funknetzbetreiber optimieren mit der Software von LS telcom den Auf- und Ausbau ihrer Netze (Aufbau möglichst weniger Senderstationen innerhalb kürzester Zeit, um ein bestimmtes Versorgungsniveau zu erreichen), Regulierungsbehörden können höchst effizient alle Anforderungen aus den Bereichen Frequenzlizenzierung, technische Planung und Koordinierung erfüllen.
LS telcom ist weltweit aktiv, mit aktuellen Schwerpunkten in Europa, dem Nahen und Mittleren Osten, in Asien, Mittelamerika und im südlichen Afrika. Überall legen die Kunden neben einer sorgfältigen Softwareimplementierung auch großen Wert auf weitergehenden Support, Wartung, Softwarepflege und Anpassung der Produkte an neue technische Entwicklungen. LS telcom unterhält Tochtergesellschaften in Kanada, China, Frankreich sowie Südafrika, die ihrerseits jeweils über eigene gute Marktzugänge verfügen und die Marktabdeckung komplementär zur LS telcom AG ergänzen.
Alle Netzbetreiber sind daran interessiert, die Planung ihrer Sendestandorte so zu optimieren, dass bei hoher Qualität und hohem Versorgungsgrad die Investitionen für Sendeanlagen und die laufenden Betriebskosten möglichst gering ausfallen. LS telcom hat spezielle Softwarepakete entwickelt, die zur Erfüllung dieser Analyse- und Optimierungsanforderungen ausgezeichnet geeignet sind.
Funknetzbetreiber aus allen Frequenz- und Dienstebereichen setzen die Softwarelösungen von LS telcom für die verschiedensten Systemtechnologien ein. Daneben werden bisherige analoge und digitale Standards unterstützt.
Zu den Kunden zählen "klassische" Funknetzbetreiber, wie beispielsweise Rundfunkveranstalter (Radio und TV), Mobilfunknetzbetreiber und Anbieter von Richtfunk sowie Point-to-Multipoint-Netzen (PMP) aber auch große Industrieunternehmen, die eigene Betriebs- und Sicherheitsfunknetze betreiben.
Die Aufgabe von Regulierungsbehörden besteht darin, Funklizenzen zu erteilen und die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren. Die ständige technologische Weiterentwicklung und die steigende Anzahl der Funkdienste erfordert auf Seiten der Behörden eine permanente Neuplanung und Anpassung der Frequenznutzungspläne und Regulierungsrichtlinien.
Die Softwarepakete von LS telcom bieten den Behörden eine höchst effiziente Möglichkeit, die gestellten Anforderungen aus den Bereichen Frequenzlizenzierung, technische Planung und Koordinierung mit Hilfe einer integrierten Lösung zu erfüllen.
Die starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien aus über 70 Ländern für Lösungen (Beratungsprojekte und Systeminstallationen) von LS telcom entschieden haben.
Die Softwareprodukte von LS telcom decken die gesamte Bandbreite von der Netzwerkplanung über die Netzwerkoptimierung bis zum Netzwerkmanagement ab. Darüber hinaus werden die Kunden auch unterstützt durch eine Vielzahl von Dienstleistungen bei der Planung, Implementierung und dem Management ihrer Telekommunikationsprojekte.
Die auf die Bedürfnisse von Funknetzbetreibern und Regulierungsbehörden zugeschnittenen Softwarelösungen von LS telcom haben sich zum Industriestandard für Anwendungssoftware im Bereich der Funknetzplanung und Funknetzkompatibilität entwickelt.
Dies ist auch deshalb gelungen, weil es sich bei den Softwarepaketen von LS telcom nicht um Insellösungen handelt, sondern um eine aufeinander abgestimmte Programmarchitektur, die kundenspezifisch angepasst werden kann. Häufig löst der Erwerb eines einzigen LS-Tools den Investitionswunsch nach einer ganzen Tool-Palette aus. Dabei verkauft LS telcom nicht nur die Lizenzen, sondern berät die Kunden auch intensiv bei der Planung und Einführung der Systeme sowie Schulung der Nutzer.
Ein wesentlicher Kundennutzen besteht darin, dass mit Hilfe der Softwarepakete von LS telcom nicht nur die Anzahl der in einem Gebiet benötigten Sendestationen, sondern auch die zur effizienten und wirtschaftlichen Planung des Netzes benötigte Zeit auf ein Minimum reduziert wird. Für Funknetzbetreiber ergeben sich hierdurch erhebliche Einsparmöglichkeiten beim kostenintensiven Aufbau ihrer Funknetze.
Der Erfolg der Softwareprodukte beruht auch auf der technischen Kernkompetenz im Bereich der Hochfrequenztechnik und der Funkkommunikation. Das im Unternehmen gebündelte große Know-how in diesem Bereich konnte in innovative und leistungsstarke Programme umgesetzt werden, deren laufende Anpassung an aktuelle Trends von einem Spezialistenteam aus Nachrichtentechnikern, Informatikern, Physikern und Mathematikern zeitnah durchgeführt wird.
Mit Hilfe der umfassenden Softwarelösungen führen Kunden zentrale Planungs- und Managementaufgaben durch. Diese reichen von Netzwerkberechnungen, -dimensionierungen und -analysen über Versorgungs-, Frequenz- und Verkehrsplanungen bis hin zu Reichweitensimulationen und Standortplanungen von Basisstationen. Eine Datenbank vorhandener Stationen kann angelegt und laufend aktualisiert werden. Die Software erlaubt daneben die Abwicklung sämtlicher sonstiger Managementaufgaben inklusive des Detail-Engineerings im Zusammenhang mit Funkstandorten und sonstigen Netzelementen. Außerdem lassen sich geografische Daten erzeugen und pflegen sowie Gelände- und Feldstärkenprofile berechnen.
Bei fixen Kommunikationssystemen geht es um Funkweitverkehrsnetze, die als Alternative zu Kabelnetzen hohe Datenmengen schnell und kostengünstig transportieren. Ebenso spielt hier aber auch im Nahbereich die drahtlose Überbrückung der "letzten Meile" zu den Festnetzkunden mittels der PMP- oder Wimax-Technologie eine immer wichtigere Rolle. Mit einer Standardsoftware für diesen Bereich hat LS telcom ein integriertes Planungssystem für die Auslegung und Optimierung solcher Netze entwickelt, welches sowohl von Funknetzbetreibern als auch von Regulierungsbehörden eingesetzt wird.
Speziell für Regulierungsbehörden bietet die Software von LS telcom seit 1995 ein Workflow- und Dokumenten-Management-System an, mit dem das gesamte administrative Arbeitsgebiet von Regulierungsbehörden inklusive der Lizenzvergabe softwarebasiert abgewickelt werden kann. Zusätzlich können Interferenzberechnungen durchgeführt und für nationale und internationale Koordinierungsaufgaben genutzt werden. Auch die Erstellung und Verwaltung von Frequenzplänen sowie deren Genehmigung und Zuweisung ist eine im Standardpaket von LS telcom enthaltene Funktion. Die Software deckt zudem auch das Beschwerdemanagement, die Auswertung und Koordinierung von Feldtests und die Rechnungserstellung ab. Neben Regulierungsbehörden nutzen auch Funknetzbetreiber zur optimalen Vorbereitung ihrer Lizenzanträge unsere speziellen Softwarelösungen in diesem Bereich.
Einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren von Funknetzen ist deren optimale Planung. LS telcom unterstützt ihre Kunden daher bei der Planung, Implementierung und dem Management von Telekommunikationsprojekten. Das Dienstleistungsportfolio reicht von der Angebotserstellung bei Ausschreibungsverfahren um neue Funklizenzen über die Erarbeitung der gesamten Netzwerk- und Frequenzplanung, die Störungsanalyse, die Koordinierung und Verifizierung von Frequenzen bis zur Erstellung umfangreicher Gutachten und Machbarkeitsstudien sowie Beratung bei der Auswahl und Akquisition von geeigneten Sendestandorten.
Soziodemografische Versorgungsanalysen, Netzoptimierung, Beratung rund um die Generierung, Konvertierung und der Handel mit kartografischen Daten sowie allgemeine Projektmanagementaufgaben runden das Leistungsspektrum, das für nahezu jeden Bereich der drahtlosen Kommunikation angeboten werden kann, ab.
Durch die Aktivitäten der kanadischen LS telcom Ltd. und der südafrikanischen Tochtergesellschaft LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. wird das umfangreiche Dienstleistungsportfolio im Bereich Planung und Beratung für internationale Regulierungsbehörden ergänzt. Dies umfasst neben allgemeiner Implementierungs- und Prozessberatung die Entwicklung und Überarbeitung umfassender Frequenzpläne, die Spezifikation landesweiter Funküberwachungssysteme und die Definition neuer Lizenzierungs- und Vermarktungsstrategien für das Funkfrequenzspektrum.
In Südafrika wurde das Dienstleistungsportfolio zudem in den letzten Jahren entsprechend der besonderen Anforderungen des afrikanischen Marktes um Installations- und Integrationsarbeiten für digitale Fernsehsender erweitert.
Das LS telcom Training Center bietet zusätzlich zu Grundund Fortgeschrittenenkursen für LS telcom-Software in Verbindung mit Softwareprojekten auch Trainings, Seminare und Expertenkurse für spezielle Themen im Anwendungsbereich der Funktechnik. Von Kunden wird hier insbesondere die Flexibilität des LS telcom-Angebots geschätzt, das es ihnen ermöglicht, zwischen standardisierten Kursen gemäß Seminarkalender und kundenspezifischen Trainings zu wählen. Alle Kurse können entweder als Veranstaltung direkt beim Kunden oder als komplett organisiertes Fortbildungspaket im LS telcom Training Center in Lichtenau gebucht werden.
Aufgrund der anhaltenden globalen Deregulierung der Telekommunikationsindustrie, des voranschreitenden weltweiten Aufbaus neuer Mobilfunknetze und der vollständigen Substituierung des analogen durch den digitalen Rundfunk sowie nun auch der Konvergenz von Mobil- und Rundfunkdiensten im Rahmen der Einführung neuer digitaler Funkdienste, rechnen wir in allen Geschäftssegmenten mit positiver Marktentwicklung in näherer Zukunft.
Nachdem sich insbesondere im Mobilfunkbereich in den letzten Jahren aufgrund des vorherrschenden Preiskampfes die Marktpreise für Standard-Planungsleistungen stark reduziert haben, konzentriert sich LS telcom vorwiegend auf die Vermarktung von Expertise zur Lösung spezieller Nicht-Standard-Probleme. Mit dieser Strategie konnten in den beiden vergangenen Geschäftsjahren erfolgreich Projekte in unterschiedlichsten Anwendungsfeldern drahtloser Kommunikation akquiriert und abgeschlossen werden. Zur Sicherung eines stabilen zukünftigen Wachstums setzen wir weiterhin auf eine gesunde Diversifizierung unserer Produktpalette, die durch die Ansprache verschiedener Kundengruppen erreicht wird. In allen Bereichen des Software- und Dienstleistungsgeschäfts rechnen wir aufgrund der laufenden technischen Neuerungen und der steigenden Anforderungen an die Effizienz funktechnischer Lösungen mit einer auch in 2011 weiter positiven Marktentwicklung.
Die Wettbewerbssituation in den verschiedenen Kundensegmenten ist unterschiedlich. Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass die Softwareprodukte von LS telcom im Vergleich zu den Lösungen anderer Unternehmen immer Spitzenplätze belegen.
Bei den softwaregestützten Planungssystemen für drahtlose Telekommunikationsnetze zählt LS telcom zu den technologisch führenden Anbietern weltweit. Die Softwarelösungen von LS telcom werden weltweit in einer Vielzahl bestehender Mobil- und Richtfunknetze eingesetzt. Die breite Nutzerbasis kann weiterhin als gute Startposition für die Einführung von auf neuen Funktechnologie-Generationen ausgerichteten Planungssystemen am Markt gewertet werden.
Die für Europa, Afrika und große Teile Asiens beschlossene, flächendeckende Einführung digitalen Hör- und TV-Rundfunks in den kommenden Jahren ist der Garant für einen hohen Bedarf spezifischer Rundfunk-Planungstools und zugehörigen Dienstleistungen. LS telcom hat hier Pionierarbeit geleistet und ein Produkt zur Analyse bestehender Netze und zur Planung neuer Frequenzen für digitalen terrestrischen Rundfunk entwickelt. In diesem Bereich konnte LS telcom ihre Position als weltweiter Markt- und Technologieführer stetig ausbauen.
Noch existierende Telekom-Monopole werden weiter abgebaut. Es entstehen weltweit neue Regulierungsbehörden, wobei regionale Strukturen dazu führen, dass innerhalb eines Landes oftmals mehrere Behörden mit regionaler oder dienstespezifischer Zuständigkeit eingerichtet werden. Alle diese Behörden benötigen Software und Beratungsleistungen, um die speziellen Anforderungen, die sich für Regulierungsbehörden stellen, zu erfüllen. Von weltweit 206 Staaten haben erst relativ wenige entsprechend umfassende Softwaresysteme eingeführt. Die in den vergangenen ca. 15 Jahren aufgebauten Systeme müssen um webbasierte Funktionalität erweitert werden. Zudem wird bei diesen Vorreitern auch zunehmend die Integration in sogenannte Enterprise Systemlösungen gefordert. Alles Merkmale, die derzeit allein von LS telcom Systemen erfüllt werden.
In unterschiedlichen Ausbaustufen werden Systemlösungen der LS telcom Gruppe bereits in ca. 70 Ländern genutzt. Damit ist LS telcom unbestrittener internationaler Marktund Technologieführer.
Ziel von LS telcom ist es, sowohl mit Personalressourcen als auch den verfügbaren liquiden Mitteln umsichtig und strategisch sinnvoll zu operieren.
Jüngste Entwicklungen zielten deshalb insbesondere auf die Festigung unserer Marktposition in Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Beratungsgeschäft) ab. Mittelfristig wird LS telcom auf der Basis der bestehenden Produkte auch ein Augenmerk auf assoziierte Märkte legen, d. h. auch nichtzivile Nutzer von Funkfrequenzen stärker bedienen und unser Dienstleistungs- und Produktangebot für integrierte System auch im Hardware-nahen Bereich ausdehnen.
Ein ordentliches Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In der sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich auch die Anforderungen laufend. LS telcom hatte daher in der Vergangenheit über lange Jahre nahezu 30 % des Umsatzes in die Entwicklung der Produkte
investiert und wird auch in Zukunft ein adäquates Maß investieren müssen. In diesem Zusammenhang wird auch kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio logisch durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom weiter zu steigern und sich ggf. auch hierdurch von temporär weniger gut laufenden Märkten zu entkoppeln.
Die weiterhin komfortable Cash-Position versetzt LS telcom in die Lage, durch beschleunigte Entwicklungsleistungen neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der Technologieund Marktführerschaft in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.
Der Ausbau des weltweiten Vertriebs wird die internationale Wachstumsstrategie beschleunigen und die Internationalisierung, insbesondere nach Asien sowie Nord- und Südamerika, vorantreiben. Der Vorstand ist grundsätzlich weiterhin bestrebt, wo möglich und sinnvoll, Unternehmen zu akquirieren, um Märkte und gegebenenfalls komplementäre Produkte hinzuzukaufen und möglichst noch marktbereinigend zu wirken. Jedoch wird dies wie in der Vergangenheit nicht vorrangiges Ziel sein, da solche Maßnahmen in der Regel mit beträchtlichen Einstandskosten verknüpft sind. Der Vorstand wird auch künftig diesbezüglich sich bietende Kooperations- und Investitionsalternativen sorgsam prüfen, allerdings in Zweifelsfällen (z. B. in punkto Integrationsfähigkeit und nachhaltiger Werthaltigkeit einer Akquisition) eher am Cash-Bestand festhalten und diesen künftig für weiteres organisches Wachstum einsetzen.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Nach einem zurückhaltenden Start mit einem Kurs von EUR 1,45 am 01.10.2009 zeigte sich im Laufe des Geschäftsjahres 2009/2010 ein stark volatiler Handel der LS telcom-Aktie. Dabei standen zwischenzeitlichen Tiefstbewertungen von EUR 1,30 Höchstkurse von EUR 2,02 gegenüber.
Zum Ende der Periode am 30.09.2010 notierte die Aktie bei EUR 1,85. Sie verteuerte sich damit um 27,6 %. Der Prime Telecommunication Index konnte im Vergleichzeitraum um 18,1 % zulegen.
Die Marktkapitalisierung wuchs zum 30.09.2010 auf EUR 9.869.750, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 7.735.750 belief. Pro Börsentag wurden im letzten Geschäftsjahr durchschnittlich 1.217 LS telcom-Aktien im Gegenwert von EUR 2.030 an den deutschen Börsen gehandelt, was einen Rückgang um 24,2 % gegenüber dem Vorjahr (1.605 Aktien bzw. EUR 2.807) bedeutet.
| Börsenkürzel: | LSX |
|---|---|
| Wertpapierkennnummer (WKN): | 575440 |
| International Securities Identification Number (ISIN): | DE 000 575 440 2 |
| Handelssegment | General Standard |
| Notierungsaufnahme | 15. März 2001 |
| Aktienanzahl | 5.335.000 Stück |
| Streubesitz | 40,95 % |
| Gattung | Nennwertlose Stückaktien |
| Startkurs am 01.10.2009 | 1,45 € |
| Schlusskurs am 30.09.2010 | 1,85 € |
| Höchstkurs | 2,02 € |
| Tiefstkurs | 1,30 € |
| Marktkapitalisierung zum 30.09.2010 | 9.869.750 € |
1) Alle Börsenkurse und Berechnungen basieren auf Schlusskursen der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) im Zeitraum vom 01.10.2009 - 30.09.2010
Von den insgesamt 5.335.000 Aktien der LS telcom AG befinden sich 59,05 % im Besitz der Vorstände Dr. Georg Schöne (30,22 %) und Dr. Manfred Lebherz (28,83 %). Damit waren zum Geschäftsjahresende 2.184.684 Aktien (40,95 %) frei handelbar. Größter Aktionär im vergangenen Geschäftsjahr war nach den beiden Firmengründern mit einem Anteil von über 5 % der Fonds "Scherrer Small Caps Europe" (letzte Stimmrechtsmitteilung nach WpHG: 6,81 %). Die Anteile werden dabei von der Liechtensteiner IFM Independent Fonds Management AG als Treuhänder gehalten. Seit Mitte November 2010 (und damit nach dem Stichtag) besitzt Herr Günter Weispfenning ebenfalls mehr als 5 % der Stimmrechte an der LS telcom Aktiengesellschaft (letzte Stimmrechtsmitteilung nach WpHG: 5,05 %).
Um Anleger, Analysten und die Öffentlichkeit zeitnah mit wichtigen Neuigkeiten zu LS telcom zu versorgen, bietet unsere Investor Relations-Abteilung einen Abo-Service an. Nach einmaliger Registrierung bekommen die Teilnehmer dann die Informationen direkt per E-Mail zugeschickt. Mit einer kurzen Nachricht an Herrn Ludwig ([email protected]) können Interessenten sich für diesen Dienst anmelden.
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen.
Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex") , die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern.
Vor diesem Hintergrund berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung sowie unter anderem auch über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach § 161 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen.
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 30.11.2010 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der einschlägigen Fassung vom 26.05.2010 befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 14.12.2009 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2010 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 S. 1; S. 3 HGB beim elektronischen Bundesanzeiger einzureichen.
Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2010, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 26.05.2010, hat folgenden Wortlaut:
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Nummerierung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:
3.8: Ein Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung (Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung) besteht für die Mitglieder des Vorstands erst mit Wirkung vom 01.07.2010; für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht kein solcher Selbstbehalt.
Begründung: Der bestehende Versicherungsvertrag sieht einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands erst ab dem genannten Datum vor. Ein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist im bestehenden Versicherungsvertrag nicht vereinbart. Für eine Änderung der vertraglichen Grundlagen sieht die Gesellschaft derzeit keine Veranlassung.
Begründung: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern und kann infolgedessen keine Ausschüsse bilden. Ausschüsse wären gemäß § 108 Abs. 2 S. 3 AktG nicht beschlussfähig.
Begründung: Insoweit genügen nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft die gesetzlichen Vorschriften im WpHG.
7.1.1: Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre und Dritte in regelmäßigen Abständen, insbesondere unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten, über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, über die einschlägigen börsenrechtlichen Listing-Bestimmungen (u. a. §§ 47 ff. der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse) und die gesetzlichen Bestimmungen (u. a. §§ 37 v; 37 w; 37 x WpHG) hinaus während des Geschäftsjahres formalisierte Zwischenberichte zu bestimmten Stichtagen zu erstellen, zu versenden bzw. elektronisch zugänglich zu machen.
Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 14.12.2009 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.
Lichtenau, den 16. Dezember 2010
Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG gez. Dr. Winfried Holtermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Für den Vorstand der LS telcom AG gez. Dr. Manfred Lebherz, Sprecher des Vorstands
Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands wird in einem gesonderten Vergütungsbericht beschrieben, in dem auch die individuellen Vergütungen der Mitglieder des Vorstands offengelegt werden. Dieser quantitative Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und des Konzern-Lageberichts und damit an anderer Stelle jeweils vollständig in diesem Geschäftsbericht der LS telcom AG wiedergegeben. Wir verweisen insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F, sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 beschlossen, bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern und auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats das Kriterium der Vielfalt verstärkt zu beachten. Zielrichtung ist es, neben einer ausgewogenen fachlichen Qualifikation des Gremiums durch Berücksichtigung von Vielfalt bei weiterem Wachstum des Unternehmens und damit auch seiner Organe, eine größere Internationalität und eine angemessene Vertretung von Frauen im Vorstand und Aufsichtsrat zu erreichen.
Der Aufsichtsrat hat am 30.11.2010 vereinbart, konkrete Ziele für die künftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats festzu-
legen, diese aber nicht auf das Thema Frauenbeteiligung zu beschränken. Vielmehr sollen weitere Kriterien eine heterogene Besetzung des Aufsichtsrats sicherstellen. Im Einzelnen wurden folgende konkrete Ziele beschlossen:
Die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie die Auswahl von Kandidaten zur Bestellung als Vorstandsmitglied werden sich auch unter Berücksichtigung dieser Ziele ausschließlich am Wohl des Unternehmens orientieren.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten während des Geschäftsjahres nicht auf.
Dem Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. , sowie dem Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.1., können die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen entnommen werden. Keiner der Aufsichtrats- oder Vorstandsmitglieder nimmt mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von Gesellschaften mit vergleichbaren Anforderungen wahr. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzern-Abschlusses dargestellt.
Nach § 15 a des Wertpapierhandelsgesetzes sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der LS telcom AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, sobald der Wert der entsprechenden Geschäfte 5.000 Euro im Kalenderjahr erreicht oder übersteigt (Directors' Dealings). Der LS telcom AG sind für das Geschäftsjahr 2009/2010 keine Meldungen über Directors' Dealings zugegangen.
Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der LS telcom AG beträgt zum 30. September 2010 mehr als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesamtbesitz des Vorstands beläuft sich an diesem Stichtag auf 3.154.464 Stückaktien, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 14.546 Stückaktien. Zur detaillierten Aufteilung der vom Vorstand gehaltenen Aktien auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1 , sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt G.1.
Im Geschäftsjahr 2009/2010 hatte das Unternehmen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme implementiert.
Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB) beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Kodex weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die LS telcom AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten. Die gesamte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar.
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | D.3. | 4.338 | 4.303 |
| Geschäfts- und Firmenwert | D.4. | 1.605 | 1.522 |
| Sachanlagen | D.5. | 4.155 | 4.383 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | D.6. | 107 | 105 |
| Latente Steuern | D.7. | 427 | 412 |
| 10.632 | 10.725 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | D.9. | 5.060 | 5.008 |
| Liquide Mittel | D.11. | 5.069 | 2.755 |
| Ertragsteuerforderungen | D.12. | 41 | 83 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
D.13. | 354 | 365 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | D.14. | 243 | 447 |
| 10.767 | 8.658 | ||
| Summe Vermögenswerte | 21.399 | 19.383 |
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | D.15. | 5.335 | 5.335 |
| Kapitalrücklage | D.15. | 4.710 | 4.710 |
| Gewinnrücklagen | D.15. | 32 | 32 |
| Rücklage für Währungsumrechnung | D.15. | -134 | -190 |
| Rücklage für Cashflow Hedges | D.15. | 0 | 30 |
| Konzern-Bilanzgewinn | D.15. | 3.366 | 2.426 |
| Eigene Anteile | D.15. | -287 | -287 |
| Anteile anderer Gesellschafter | D.15. | 191 | 104 |
| 13.213 | 12.160 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | D.16. | 3.313 | 3.614 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | D.17. | 13 | 15 |
| Latente Steuern | D.18. | 407 | 404 |
| 3.733 | 4.033 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | D.19. | 24 | 24 |
| Kurzfristige Rückstellungen | D.19. | 711 | 408 |
| Erhaltene Anzahlungen und Fertigungsaufträge | D.20. | 102 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | D.21. | 784 | 398 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | D.22. | 297 | 390 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | D.23. | 2.535 | 1.970 |
| 4.453 | 3.190 | ||
| Summe Schulden | 8.186 | 7.223 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 21.399 | 19.383 |
| in TEUR | Erläuterung | 2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | E.2. | 16.225 | 11.937 |
| Sonstige betriebliche Erträge | E.3. | 702 | 719 |
| Aktivierte Eigenleistungen | E.4. | 1.683 | 2.294 |
| Gesamtleistung | 18.610 | 14.950 | |
| Materialaufwand | E.5. | 2.973 | 1.992 |
| Personalaufwand | E.6. | 9.057 | 8.645 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens |
E.7. | 2.156 | 1.915 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | E.8. | 2.852 | 2.572 |
| Betriebsergebnis | 1.572 | -174 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | E.9. | 3 | -5 |
| Zinserträge | E.9. | 24 | 80 |
| Zinsaufwendungen | E.9. | 279 | 302 |
| Finanzergebnis | -252 | -227 | |
| Ergebnis vor Steuern | 1.320 | -401 | |
| Ertragsteuern | E.10. | 312 | 447 |
| Jahresergebnis | 1.008 | -848 | |
| Übriges Ergebnis | |||
| Währungsdifferenzen | 75 | -5 | |
| Netto-Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges | -42 | 42 | |
| Ertragsteuern auf übriges Gesamtergebnis | 12 | -12 | |
| Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | 45 | 25 | |
| Summe Gesamtergebnis der Periode | 1.053 | -823 | |
| Zurechnung des Jahresergebnisses | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 68 | 33 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 940 | -881 | |
| 1.008 | -848 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 87 | 43 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 966 | -866 | |
| 1.053 | -823 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR | E.11. | 0,18 | -0,17 |
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) E.11. 5.180.250 5.196.641
Anlage 2
| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | Anteile fremder Ge sellschafter |
Konzern Eigen kapital |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeich netes Kapital |
Kapital rück lage |
Gewinn rück lage |
Rücklage für Währungs umrechnung |
Rücklage für Cashflow Hedges |
Eigene Anteile |
Konzern Bilanz gewinn |
Gesamt | TEUR | Gesamt |
| 2008/2009 | ||||||||||
| Stand am 01.10.2008 | 5.335 | 4.710 | 32 | -175 | 0 | -56 | 3.566 | 13.412 | 61 | 13.473 |
| Gesamtergebnis | -15 | 30 | -881 | -866 | 43 | -823 | ||||
| Rückkauf eigener Anteile | -231 | -231 | -231 | |||||||
| Ausschüttung an Aktionäre |
-259 | -259 | -259 | |||||||
| Stand am 30.09.2009 | 5.335 | 4.710 | 32 | -190 | 30 | -287 | 2.426 | 12.056 | 104 | 12.160 |
| 2009/2010 | ||||||||||
| Stand am 01.10.2009 | 5.335 | 4.710 | 32 | -190 | 30 | -287 | 2.426 | 12.056 | 104 | 12.160 |
| Gesamtergebnis | 56 | -30 | 940 | 966 | 87 | 1.053 | ||||
| Stand am 30.09.2010 | 5.335 | 4.710 | 32 | -134 | 0 | -287 | 3.366 | 13.022 | 191 | 13.213 |
| in TEUR | 2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 1.008 | -848 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens |
2.156 | 1.915 |
| - Abnahme aktive latente Steuern |
27 | 664 |
| +/- Zunahme/Abnahme passive latente Steuern | 15 | -408 |
| - Sonstige zahlungsunwirksame Erträge |
297 | -161 |
| -/+ Gewinne/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens |
1 | -4 |
| + Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva |
8 | 472 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva |
801 | -64 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 4.313 | 1.566 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens |
15 | 28 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen |
-1.953 | -2.619 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen |
-58 | -52 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -1.996 | -2.643 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten |
0 | 80 |
| - Ausschüttung an Aktionäre |
0 | -259 |
| - Auszahlungen für den Rückkauf eigener Anteile |
0 | -231 |
| - Auszahlungen zur Tilgung von (Finanz-)krediten |
-66 | -63 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -66 | -473 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 2.251 | -1.550 |
| + Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds |
63 | 0 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
2.755 | 4.305 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 5.069 | 2.755 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2009 |
Währungs anpassungen |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2010 |
|
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
3.623 | 56 | 32 | 826 | 2.885 | |
| 2. Entwicklungskosten | 24.742 | 121 | 1.683 | 0 | 26.546 | |
| 28.365 | 177 | 1.715 | 826 | 29.431 | ||
| II. | Geschäfts- und Firmenwert | 1.522 | 83 | 0 | 0 | 1.605 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Einbauten auf fremden Grundstücken | 5.389 | 1 | 48 | 0 | 5.438 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.445 | 23 | 190 | 976 | 1.682 | |
| 7.834 | 24 | 238 | 976 | 7.120 | ||
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen |
105 | -1 | 3 | 0 | 107 | |
| 37.826 | 283 | 1.956 | 1.802 | 38.263 |
Anlage 6/1
| in TEUR | Stand am 01.10.2008 |
Währungs anpassungen |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2009 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche |
||||||
| Rechte | 3.580 | -24 | 67 | 0 | 3.623 | |
| 2. Entwicklungskosten | 22.500 | -52 | 2.294 | 0 | 24.742 | |
| 26.080 | -76 | 2.361 | 0 | 28.365 | ||
| II. | Geschäfts- und Firmenwert | 1.558 | -36 | 0 | 0 | 1.522 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Einbauten auf fremden Grundstücken | 5.376 | 0 | 13 | 0 | 5.389 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.277 | 0 | 245 | 77 | 2.445 | |
| 7.653 | 0 | 258 | 77 | 7.834 | ||
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen |
0 | 0 | 105 | 0 | 105 | |
| 35.291 | -112 | 2.724 | 77 | 37.826 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2009 |
Währungs anpassungen |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2010 |
Stand am 30.09.2010 |
Stand am 30.09.2009 |
| 3.308 | 56 | 208 | 826 | 2.746 | 139 | 315 |
| 20.754 | 102 | 1.491 | 0 | 22.347 | 4.199 | 3.988 |
| 24.062 | 158 | 1.699 | 826 | 25.093 | 4.338 | 4.303 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.605 | 1.522 |
| 1.542 | 0 | 231 | 0 | 1.773 | 3.665 | 3.847 |
| 1.909 | 17 | 226 | 960 | 1.192 | 490 | 536 |
| 3.451 | 17 | 457 | 960 | 2.965 | 4.155 | 4.383 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 107 | 105 |
| 27.513 | 175 | 2.156 | 1.786 | 28.058 | 10.205 | 10.313 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2008 |
Währungs anpassungen |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2009 |
Stand am 30.09.2009 |
Stand am 30.09.2008 |
|
| 3.117 | -24 | 215 | 0 | 3.308 | 315 | 463 | |
| 19.598 | -38 | 1.194 | 0 | 20.754 | 3.988 | 2.902 | |
| 22.715 | -62 | 1.409 | 0 | 24.062 | 4.303 | 3.365 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.522 | 1.558 | |
| 1.305 | 0 | 237 | 0 | 1.542 | 3.847 | 4.071 | |
| 1.692 | 1 | 269 | 53 | 1.909 | 536 | 585 | |
| 2.997 | 1 | 506 | 53 | 3.451 | 4.383 | 4.656 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 105 | 0 | |
| 25.712 | -61 | 1.915 | 53 | 27.513 | 10.313 | 9.579 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz in Lichtenau ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.
Der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung und des Frequenzmanagements sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.
Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2010 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften.
Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2010 sowie den Konzern-Lagebericht 2009/2010 am 19. November 2010 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Boards (IASB) veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Grundsätze des Framework, die für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) sowie die nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften wurden beachtet. Der Gebrauch spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu einzelnen Abschlusspositionen im weiteren Verlauf des Anhangs zu entnehmen.
Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten – soweit nicht anders angegeben – auf Tausend Euro (TEUR).
Dem Konzern-Abschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.
Folgende neue oder geänderte Standards oder Interpretationen waren bis zum 30. September 2010 neu verabschiedet bzw. geändert und durch die EU anerkannt:
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
|---|---|---|
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses | 01.01.2009 |
| IAS 23 | Fremdkapitalkosten | 01.01.2009 |
| IAS 27 | Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS | 01.07.2009 |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung (Kündbare Finanzinstrumente und bei der Liquidation entstehende Verpflichtungen) |
01.01.2009 |
| IAS 39 | Qualifizierende Grundgeschäfte | 01.07.2009 |
| IAS 39/IFRIC 9 | Eingebettete Derivate | 01.07.2009 |
| IFRS 1/IAS 27 | Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen |
01.01.2009 |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Bedingungen: Ausübungsbedingungen und Kündigung | 01.01.2009 |
| IFRS 3 | Unternehmenszusammenschlüsse | 01.07.2009 |
| IFRS 7 | Verbesserte Angaben über Finanzinstrumente | 01.01.2009 |
| IFRS 8 | Operative Geschäftsegmente | 01.01.2009 |
| IFRIC 12 | Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen | 30.03.2009 |
| IFRIC 14 | IAS 19 Planvermögen - Die Begrenzung des Ansatzes von Vermögenswerten, Verpflichtungen zu Mindestbeitragszahlungen und ihr Zusammenspiel |
01.01.2009 |
| IFRIC 16 | Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | 01.07.2009 |
| diverse | Jährliches Verbesserungsverfahren 2006 - 2008 | 01.07.2009 |
Die Änderungen in der Darstellung des Abschlusses gemäß IAS 1 wurden für den LS telcom Konzern übernommen. Diese sehen als zusätzlichen Abschlussbestandteil eine Gesamtergebnisrechnung vor. Die Gesamtergebnisrechnung ist in einer oder zwei separaten Übersichten darzustellen. Die Gesellschaft hat sich für die Darstellung in einer Übersicht entschieden.
Der geänderte Standard IFRS 7 sieht zusätzliche Angaben über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und das Liquiditätsrisiko vor. Die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten ist auf Grundlage einer dreistufigen Hierarchie für jede Klasse von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden, vorzunehmen. Mit der Änderung werden ferner die Anforderungen für Angaben von Liquiditätsrisiken in Bezug auf Geschäftsvorfälle, die sich auf Derivate beziehen, und von für Zwecke des Liquiditätsmanagements eingesetzten Vermögenswerten klargestellt.
IFRS 8 schreibt ein neues Konzept für die Segmentberichterstattung vor. Nach dem Management Approach orientiert sich die Segmentierung zukünftig daran, auf Basis welcher Teileinheiten das Management intern Leistung misst und operative Entscheidungen trifft. Die Erstanwendung führte zu keiner Veränderung der Segmentierung. Die Angaben nach IFRS 8 sind im Konzern-Anhang unter Abschnitt G "Segmentberichterstattung" dargestellt.
Die weiteren, bereits anzuwendenden Standards haben keine Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss der LS telcom AG.
Die folgenden neuen Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von Standards wurden nicht berücksichtigt, weil eine Pflicht zur Anwendung noch nicht gegeben war:
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
|---|---|---|
| IAS 24 | Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen | 01.01.2011 |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Klassifizierung von Bezugsrechten | 01.02.2010 |
| IFRS 1 | Erstanwendung IFRS Zusätzliche Ausnahmeregelungen für Erstanwender Begrenzte Ausnahmen von Vergleichsangaben nach IFRS 7 für Erstanwender |
01.01.2010 01.01.2010 01.07.2010 |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Bedingungen Konzerninterne anteilsbasierte Vergütungen, die in bar erfüllt werden |
01.01.2010 |
| IFRS 7 | Angaben - Übertragung von finanziellen Vermögenswerten | *) |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung | *) |
| IFRIC 14 | Vorauszahlungen im Rahmen einer Mindestfinanzierungsvorschrift | 01.01.2011 |
| IFRIC 15 | Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien | 01.01.2010 |
| IFRIC 17 | Sachdividenden an Eigentümer | 01.11.2009 |
| IFRIC 18 | Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden | 01.11.2009 |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente | 01.07.2010 |
| diverse | Jährliches Verbesserungsverfahren 2007 - 2009 | 01.10.2010 |
| diverse | Jährliches Verbesserungsverfahren 2008 - 2010 | *) |
*) Noch keine Übernahme durch die EU-Kommission.
Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind noch nicht abschließend analysiert. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss zum 30. September 2010 sind nach aktueller Einschätzung nicht zu erwarten.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Der Konzern-Abschluss umfasst alle Unternehmen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte ein Beherrschungsverhältnis im Sinne von IAS 27 besteht. Die Erstkonsolidierung erfolgt von dem Tag an, an dem die Gesellschaft direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft tritt.
| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital |
Anteil am Kapital % | Zeitpunkt der Erstkonso lidierung |
|---|---|---|---|---|
| LS telcom Limited, Ottawa/Kanada | CAD | 1.829.000 | 100 | 01.06.2002 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau | EUR | 25.000 | 100 | 27.05.2003 |
| LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich |
EUR | 100.000 | 100 | 01.11.2006 |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika |
ZAR | 300 | 51 | 30.09.2007 |
| NG Networks Co., Ltd. Suzhou/China |
EUR | 147.745 | 40 | 28.05.2009 |
In den Konzern-Abschluss sind gemäß IAS 27 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden:
Bei dem assoziierten Unternehmen NG Networks Co. Ltd. hat die Gesellschaft die Möglichkeit einen maßgeblichen Einfluss auszuüben.
Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2010 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen wurden ebenfalls berücksichtigt. Im Zusammenhang mit den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen erfolgt der Ansatz latenter Steuern.
Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.
Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft.
Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinn-und-Verlustrechnung unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:
| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Land | Währung | 2009/2010 EUR 1,00 = |
2008/2009 EUR 1,00 = |
30.09.2010 EUR 1,00 = |
30.09.2009 EUR 1,00 = |
| Kanada | CAD | 1,40601 | 1,59213 | 1,40036 | 1,58403 |
| Südafrika | ZAR | 10,06847 | 12,08459 | 9,46074 | 10,80030 |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die in der Regel drei bis fünf Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.
Die Entwicklungskosten beinhalten die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standardsoftwareprodukte. Aufwendungen für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von TEUR 1.688 (i. V. TEUR 1.284) sofort als Aufwand erfasst. Die Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die technologische Durchführbarkeit feststeht. Der Bewertungsansatz ergibt sich hierbei aus den direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den fakturierten Kosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre.
Außerplanmäßige Wertkorrekturen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Zuwendungen der öffentlichen Hand zu den Entwicklungsprojekten werden von den Herstellungskosten abgesetzt. Sie mindern damit den Buchwert der angesetzten Vermögenswerte. Im Geschäftsjahr erfolgten Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 82).
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Die Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 716) und der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich (TEUR 889). Entsprechend IAS 36 wird die Werthaltigkeit der Firmenwerte zum Bilanzstichtag überprüft.
Die Geschäfts- und Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Im Erwerbszeitpunkt gehörten diese auf Segmentebene dem Unternehmensbereich Systemlösungen an. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Systemlösungen mit TEUR 973 sowie dem Segment Einzelmodule und Dienstleistungen mit TEUR 632 zugeordnet.
Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen dreijährigen Planungszeitraum umfassen und die Erfahrungen der Vergangenheit und die Erwartungen über die künftige Marktentwicklung widerspiegeln. Die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum wurden unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 % extrapoliert. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 12,6 % bzw. 11,9 %. Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich.
Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Instandhaltungskosten werden direkt als Aufwand erfasst.
Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich (i. V. TEUR 3). Zuschreibungen, die notwendig sind, sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr nicht.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen drei bis 25 Jahre. Wesentliche Restwerte gemäß IAS 16 par. 53 waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.
Die Restbuchwerte aus dem Finanzierungsleasing der Immobilie und der übrigen aktivierten Leasing-Gegenstände sind im Folgenden dargestellt:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Gebäude | 3.456 | 3.627 |
| Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8 | 48 |
| 3.464 | 3.675 |
Bei den Gebäuden betragen die Anschaffungskosten TEUR 4.267. Zugänge sind nicht zu verzeichnen. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 640 und zum Ende der Periode mit TEUR 811, bei Zugängen von TEUR 171, gegeben.
Die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung betrifft das EDV- und Pkw-Leasing. Die Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag betragen TEUR 298, bei Zugängen aus Währungseffekten von TEUR 8. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 242 und zum Ende der Periode mit TEUR 290, bei Zugängen aus Abschreibungen von TEUR 43 und Zugängen aus Währungseffekten von TEUR 5, gegeben.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens (NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China). Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu dem nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.
| Bilanz NG Net works Co., Ltd. AKTIVA |
30.09.2010 TEUR |
30.09.2009 TEUR |
PASSIVA | 30.09.2010 EUR |
30.09.2009 EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände |
109 | 56 | Eigenkapital | 139 | 85 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände |
188 | 165 | Langfristige Verbindlichkeiten |
126 | 101 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten |
32 | 35 | |||
| Summe | 297 | 221 | Summe | 297 | 221 |
| Gewinn-und-Verlustrechnung der NG Networks Co., Ltd. | 2009/2010 EUR |
2008/2009 EUR |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 18 | 29 |
| Ergebnis | 7 | -25 |
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Latente Steuern wurden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf zeitliche Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem konsolidierten Abschluss angesetzt.
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um 28 %, bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada um 31,15 %, bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich um 33,33 % sowie bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty.) Ltd., Ruimsig/Südafrika um 28 %. Es sind die ab 2010 gültigen Steuersätze berücksichtigt. Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wurde insoweit vorgenommen, wie eine Identität von Steuergläubiger und Steuerschuldner gegeben ist.
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | |
|---|---|
| Stand am 01.10.2009 | 412 |
| Zunahme | 15 |
| Stand am 30.09.2010 | 427 |
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.073 | 1.060 |
| Anlagevermögen | 154 | 99 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 6 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 9 | 13 |
| 1.236 | 1.178 | |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -809 | -766 |
| 427 | 412 |
Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 500), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 313) und LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich (TEUR 260). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.
Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines überschaubaren Planungshorizonts wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 11.791 (i. V. TEUR 12.726) keine aktiven latenten Steuern gebildet.
Hinsichtlich der Nutzung der Verlustvorträge werden vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den darüber hinaus vorliegenden Zuschlägen an Bieterkonsortien unter Beteiligung des Konzerns zukünftig ausreichend zu versteuernde Ergebnisse bei den einzelnen Gesellschaften erwartet. Bei der LS telcom Limited wird insbesondere mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem kurzfristig eingehenden Großprojekt ausgegangen.
Die Umsatzrealisierung von unfertigen Projekten erfolgt bei der Muttergesellschaft infolge kürzerer Projektzyklen gemäß IAS 11 nach dem Auftragsfortschritt ("percentage of completion") ohne Teilgewinnrealisierung ("zero profit margin").
Bei den Tochtergesellschaften wird IAS 11 mit Teilgewinnrealisierung angewendet, da hier längere Projektlaufzeiten vorliegen. Als Berechnungsgrundlage für den Fertigstellungsgrad bei den Tochtergesellschaften dient dabei eine Schätzung bzw. Begutachtung der erbrachten Leistungen für den jeweils zum Stichtag noch nicht abgeschlossenen Projektmeilenstein.
Ein Vergleich der Bestände mit dem niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert gemäß IAS 2 wurde vorgenommen. Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 85 vorgenommen (i. V. TEUR 0).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Pauschal ermittelte Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind in der Summe mit enthalten. Sie umfassen die kumulierten Kosten für laufende Projekte.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Nennwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.685 | 3.578 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 375 | 1.430 |
| 5.060 | 5.008 |
Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 78 (i. V. TEUR 3) zu verzeichnen. Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 3 (i. V. TEUR 0) erfasst.
Die folgende Aufstellung zeigt die Höhe der Teilumsätze und die darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen. Die Teilumsätze umfassen die angefallenen Kosten zuzüglich realisierter Gewinne abzüglich realisierter Verluste. Beim Mutterunternehmen werden infolge zeitlich kürzerer Projektschritte keine Teilgewinne einbezogen.
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Realisierte Teilumsätze | 548 | 1.430 |
| Erhaltene Anzahlungen | 173 | 0 |
| 375 | 1.430 |
Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IAS 39 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem Zweck, der mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts verfolgt wird.
Die Gesellschaft klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Kredite und Forderungen". Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden".
Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt.
Für die Absicherung von Währungsrisiken wurden unterjährig verschiedene Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag lagen keine Derivate vor. Im Vorjahr wurden bestehende Devisentermingeschäfte gemäß IAS 39 ab Geschäftsabschluss bilanziert und die Veränderung des Marktwertes wurde erfolgsneutral in die Rücklage für Cashflow Hedges eingestellt. Soweit die Absicherung zum Vorjahresstichtag bestandene Forderungen betraf, wurden die Sicherungsinstrumente erfolgswirksam als Fair Value Hedges behandelt.
Der Marktwert der Geschäfte hat sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert:
| in TEUR | 2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|
| Cashflow Hedges | ||
| Anfangsbestand | 42 | 0 |
| Veränderung | -42 | 42 |
| Endbestand | 0 | 42 |
| Fair Value Hedges | ||
| Anfangsbestand | -1 | 0 |
| Veränderung | 1 | -1 |
| Endbestand | 0 | -1 |
| 0 | 41 |
Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 1 | 1 |
| Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten | 5.068 | 2.754 |
| 5.069 | 2.755 |
Die Entwicklung der liquiden Mittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt.
Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen | 41 | 83 |
| 41 | 83 |
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuererstattungsansprüche | 63 | 44 |
| Übrige Forderungen | 219 | 218 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 72 | 103 |
| 354 | 365 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Messekosten, Beiträge, Versicherungen sowie Lizenzgebühren.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Zinsabgrenzung | 2 | 1 |
| Cashflow Hedge | 0 | 42 |
| Cash-Mittel, die zur Sicherung dienen | 241 | 404 |
| 243 | 447 |
Die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Cash-Mittel betreffen verpfändete oder sonstige gebundene Guthaben, die nicht als verfügbare Liquidität zur Verfügung stehen und deshalb nicht als liquide Mittel ausgewiesen werden.
Die Cashflow Hedges aus dem Vorjahr dienten der Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Projektverträgen.
Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.
Das Grundkapital beträgt seit November 2000 TEUR 5.335. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.180.250 (i. V. 5.196.641).
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 6. März 2008 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. März 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.
Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung der Aktionäre ausgeschlossen ist.
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag bzw. – im Fall der Leasingverbindlichkeiten – zum Barwert angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 51 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 3.313 | 3.563 |
| 3.313 | 3.614 |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Nach zehn bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an den Leasingobjektgesellschaften, in deren Eigentum sich das Gründstück befindet.
Die zum Abschlussstichtag aus diesem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die, an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden, Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlustrechnung erfasst.
Zusätzlich bestehen in geringem Umfang Leasingverträge über sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattungen (EDVund Pkw-Leasing), die als Finanzierungsleasing zu klassifizieren sind, vgl. dazu Abschnitt D.5.
Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:
| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2010 |
Mindestleasing zahlungen |
Enthaltener Zinsanteil |
Aufzinsung Mieterdarlehen |
Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 495 | 274 | 24 | 245 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.124 | 916 | 112 | 1.320 |
| über 5 Jahre | 1.906 | 791 | 878 | 1.993 |
| Summe | 4.525 | 1.981 | 1.014 | 3.558 |
| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2009 |
Mindestleasing zahlungen |
Enthaltener Zinsanteil |
Aufzinsung Mieterdarlehen |
Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 533 | 290 | 22 | 265 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.127 | 993 | 105 | 1.239 |
| über 5 Jahre | 2.403 | 988 | 909 | 2.324 |
| Summe | 5.063 | 2.271 | 1.036 | 3.828 |
Bei der Überleitung vom Barwert zu den Mindestleasingzahlungen wurde ein Mieterdarlehen von insgesamt TEUR 1.316, das ratierlich aufgebaut und zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 zurückgeführt wird, berücksichtigt. Das Mieterdarlehen wird über die Vertragslaufzeit aufgezinst und die zukünftigen Zinsen aus der Aufzinsung des Mieterdarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 1.014 (i. V. TEUR 1.036) werden in den oben stehenden Tabellen separat dargestellt.
Es handelt sich um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden. Siehe Ausführungen zum kurzfristigen Teil D.23.
Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | |
|---|---|
| Stand am 01.10.2009 | 404 |
| Zunahme | 3 |
| Stand am 30.09.2010 | 407 |
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 1.205 | 1.139 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11 | 9 |
| Schuldenkonsolidierung | -9 | 5 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 5 |
| Cashflow Hedges | 0 | 12 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 8 | 0 |
| 1.216 | 1.170 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -809 | -766 |
| 407 | 404 |
Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen den Ergebnissen aus den Anpassungen der Handelsbilanzen der einbezogenen Unternehmen an IFRS führten in folgenden Positionen zu passiven latenten Steuern:
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.
Über die Zusammensetzung und Entwicklung der Position gibt die nachfolgende Übersicht Auskunft:
| in TEUR | Stand 01.10.2009 |
Währungs differenz |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 30.09.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 24 | 2 | 24 | 0 | 22 | 24 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Personal | 20 | 0 | 20 | 0 | 25 | 25 |
| Ausstehende Rechnungen | 212 | 14 | 148 | 14 | 467 | 531 |
| Übrige | 176 | 0 | 148 | 11 | 138 | 155 |
| 408 | 14 | 316 | 25 | 630 | 711 | |
| Gesamt | 432 | 16 | 340 | 25 | 652 | 735 |
Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen umfassen sowohl die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als auch die sonstigen erhaltenen Anzahlungen. Diese stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Sonstige erhaltene Anzahlungen | 49 | 0 |
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo | 53 | 0 |
| 102 | 0 |
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden in Höhe der angearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit der Position Forderungen saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen ausgewiesen.
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen | 275 | 0 |
| Davon mit Forderungen saldiert | 173 | 0 |
| 102 | 0 |
Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber anderen Unternehmen und sind innerhalb eines Jahres fällig.
Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag oder – im Falle der Leasingverbindlichkeiten – zum Barwert angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 52 | 67 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 245 | 265 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 58 |
| 297 | 390 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gesichert durch Sicherungsübereignungen von Pkws.
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen das Gebäude-Leasing in Lichtenau.
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 196 | 243 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 64 | 67 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 1.359 | 967 |
| Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten | 916 | 693 |
| 2.535 | 1.970 |
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen.
Der kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten umfasst abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen.
Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IAS 18 und IAS 11. Umsätze für Produktverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich festgesetzt oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden. Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass der LS telcom AG der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Ist eine Abnahme durch den Kunden vorgesehen, werden die entsprechenden Umsätze erst mit dieser Abnahme gebucht. Nachträglich gewährte Gutschriften sind in Abzug gebracht.
Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften (Wartung, Service und Seminare) werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist.
Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 10,9 Mio. (i.V. EUR 7,7 Mio.) Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Fördermittel (TEUR 281), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 25) und Währungsgewinne (TEUR 342).
Sie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software. Zur Bewertung vgl. D.3.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Waren | 580 | 790 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen | 2.393 | 1.193 |
| 2.973 | 1.992 |
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.
| in TEUR | 2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 7.694 | 7.344 |
| Soziale Abgaben | 1.363 | 1.301 |
| 9.057 | 8.645 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 135 | 130 |
Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus den separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, die integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs sind.
| in TEUR | 2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Reisekosten | 966 | 754 |
| Gebäude- und Grundstückskosten | 350 | 337 |
| Übrige | 1.536 | 1.481 |
| 2.852 | 2.572 |
| in TEUR | 2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 3 | -5 |
| Zinserträge | 24 | 80 |
| Zinsaufwendungen | 279 | 302 |
| -252 | -227 |
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd. im Geschäftsjahr 2009/2010.
Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.
Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen.
Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 277 | 206 |
| Latente Steuern | 35 | 241 |
| 312 | 447 |
Der Aufwand aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR IFRS-Anpassungen |
2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|
| Leasing | -56 | -74 |
| Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | -26 | -28 |
| Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung | 2 | -6 |
| Entwicklungskosten | 104 | 388 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 7 | -13 |
| Fair Value Hedge | 1 | 0 |
| Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen | 3 | -26 |
| 35 | 241 |
Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|
| Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.320 | -401 |
| Rechnerischer Steueraufwand (28 %) | 370 | -112 |
| Steuereffekt aus Verlustvorträgen | 132 | 470 |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | -318 | 0 |
| Nichtabzugsfähige Betriebsausgaben | 35 | 39 |
| Steuerfreie Einnahmen | -107 | -27 |
| Ausländische Quellensteuer | 196 | 107 |
| Sonstiges | 4 | -30 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 312 | 447 |
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt:
| Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 340 % | 11,9 % |
|---|---|
| Körperschaftsteuer (15 % vom Gewinn nach Gewerbesteuer) | 15,0 % |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) | 0,8 % |
| Tarifbelastung | 27,7 % |
| gerundet | 28,0 % |
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.180.250 (i. V. 5.196.641). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 940 (i. V. - TEUR 881). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,18 (i. V. - EUR 0,17). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie war nicht zu berechnen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.
In den Zahlungsströmen des Geschäftsjahres sind TEUR 24 (i. V. TEUR 80) erhaltene Zinsen und TEUR 308 (i. V. TEUR 302) gezahlte Zinsen enthalten. Im Berichtsjahr sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 305 (i. V. TEUR 160) bezahlt und in Höhe von TEUR 62 (i. V. TEUR 0) erstattet worden.
Die Zusammensetzung des Zahlungsmittelbestands entspricht dem in der Bilanz zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Saldo der liquiden Mittel.
Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente in "Einzelmodule und Dienstleistungen" und "Systemlösungen" aufgeteilt. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden:
Das Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" beinhaltet Geschäfte mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten (Dienstleistungen). Das Geschäft mit Einzelmodulen betrifft dabei überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft und enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die eher umfangreichen und komplexen Software-Projekte im Segment "Systemlösungen". Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die der LS telcom Konzern in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen sowie Trainings unabhängig von Softwareprojekten erbringt.
Das Segment "Systemlösungen" beinhaltet das typische Projektgeschäft (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk-, Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und vom LS telcom Konzern in umfassende Systemlösungen integriert werden.
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2010 |
Einzelmodule und Dienst leistungen |
System lösungen |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 6.208 | 10.017 | - | 16.225 |
| Investitionen | 860 | 1.093 | 3 | 1.956 |
| Abschreibungen | 789 | 1.367 | - | 2.156 |
| Segmentergebnis | 1.266 | 306 | -564 | 1.008 |
| Vermögenswerte des Segments | 7.775 | 13.049 | 575 | 21.399 |
| Schulden des Segments | 1.548 | 2.597 | 4.041 | 8.186 |
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2009 |
Einzelmodule und Dienst leistungen |
System lösungen |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 4.250 | 7.687 | - | 11.937 |
| Investitionen | 1.100 | 1.519 | 105 | 2.724 |
| Abschreibungen | 640 | 1.275 | - | 1.915 |
| Segmentergebnis | 543 | -717 | -674 | -848 |
| Vermögenswerte des Segments | 7.398 | 11.385 | 600 | 19.383 |
| Schulden des Segments | 1.099 | 1.692 | 4.432 | 7.223 |
Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen, wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT) beurteilt.
Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt.
Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus dem assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten.
Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen ohne die Einbeziehung der Zugänge aus assoziierten Unternehmen.
Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zu assoziierten Unternehmen, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden.
Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns - anhand der Größen kurz- und langfristige finanzielle Verpflichtungen und den Steuerrückstellungen.
in TEUR Regionen Inland Europa Mittlerer Osten Asien Afrika Übriges Ausland Gesamt Außenumsatz 2009/2010 2008/2009 3.300 1.856 7.095 4.869 2.188 1.262 1.630 1.957 1.392 1.038 620 955 16.225 11.937
Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert.
Im Geschäftsjahr wurden im Segment "Systemlösungen" mit einem Kunden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.088 (i. V. TEUR 0) erwirtschaftet.
Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
| Langfristige Vermögenswerte | 30.09.2010 TEUR |
30.09.2009 TEUR |
|---|---|---|
| Inland | 7.907 | 8.087 |
| Europa | 1.295 | 1.279 |
| Afrika | 70 | 36 |
| Kanada | 826 | 806 |
| 10.098 | 10.208 |
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, die Geschäfts- und Firmenwerte sowie die Sachanlagen.
Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur. Grundsätzlich wird weiterhin ein möglichst niedriger Verschuldungsgrad, gemessen durch den Quotient aus Nettoverschuldung und Eigenkapital, angestrebt.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall-, Cashflow- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommen den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2010 |
EUR | CAD | THB | ZAR | USD | SAR | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 3.884 | 13 | 0 | 254 | 860 | 0 | 0 | 58 | 5.069 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.974 | 186 | 804 | 90 | 242 | 77 | 292 | 20 | 4.685 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
329 | 0 | 0 | 46 | 0 | 0 | 0 | 0 | 375 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
-464 | -119 | -58 | -14 | -125 | 0 | 0 | -4 | -784 |
| Summe | 6.723 | 80 | 746 | 376 | 977 | 77 | 292 | 74 | 9.345 |
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2009 |
EUR | CAD | THB | ZAR | USD | SAR | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 2.178 | 298 | 0 | 147 | 128 | 0 | 4 | 2.755 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
1.988 | 731 | 470 | 155 | 63 | 115 | 56 | 3.578 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
1.430 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.430 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
-340 | -17 | -24 | -6 | -11 | 0 | 0 | -398 |
| Summe | 5.256 | 1.012 | 446 | 296 | 180 | 115 | 60 | 7.365 |
Ein Anstieg von 10 % des Euro gegenüber sämtlichen für das Unternehmen relevanten Währungen zum 30.09.2010 hätte das Ergebnis des Konzerns um TEUR 125 verbessert (i. V. TEUR 51). Ein Rückgang von 10 % des Euro gegenüber sämtlichen für das Unternehmen relevanten Währungen zum 30.09.2010 hätte das Ergebnis des Konzerns um TEUR 125 verschlechtert (i. V. TEUR 51).
Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen deutschen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfall- bzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.
Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würde sich das Ergebnis per 30.09.2010 bei einer Zinsänderung um 100 Basispunkte um TEUR 40 verändern (i. V. TEUR 32).
IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Der LS telcom Konzern hatte zum 30.09.2010 und 30.09.2009 keine diesen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
Die LS telcom AG ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken werden mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte mit positivem Marktwert bestimmt.
Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt folgende Tabelle:
| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2009/2010 |
Brutto buchwert |
weder überfällig noch wert berichtigt |
überfällig und nicht wert berichtigt |
Wertbe richtigung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
4.764 | 3.744 | 942 | 79 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
375 | 375 | 0 | 0 |
| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2008/2009 |
Brutto buchwert |
weder überfällig noch wert berichtigt |
überfällig und nicht wert berichtigt |
Wertbe richtigung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
3.578 | 1.545 | 2.030 | 3 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
1.430 | 1.430 | 0 | 0 |
Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei LS telcom verbleibt.
Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte:
| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2009/2010 |
überfällig und nicht wert berichtigt |
überfällig bis 45 Tage |
überfällig 45 - 90 Tage |
überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
942 | 157 | 164 | 621 |
| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2008/2009 |
überfällig und nicht wert berichtigt |
überfällig bis 45 Tage |
überfällig 45 - 90 Tage |
überfällig mehr als 90 Tage |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.030 | 1.117 | 744 | 169 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Entwicklung EWB | 2009/2010 | 2008/2009 |
|---|---|---|
| Stand 01.10. | 3 | 0 |
| Auflösung | 3 | 0 |
| Zuführung | 78 | 3 |
| Stand 30.09. | 78 | 3 |
d) Cashflow- und Liquiditätsrisiken
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist.
Des Weiteren pflegt LS telcom eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass auch unter den erschwerten Bestimmungen von Basel II weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| in TEUR Altersstruktur Verbindlichkeiten 2009/2010 |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
52 | 0 | 0 | 52 |
| Leasingverbindlichkeiten | 245 | 1.320 | 1.993 | 3.558 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
784 | 0 | 0 | 784 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.081 | 1.320 | 1.993 | 4.394 |
| in TEUR Altersstruktur Verbindlichkeiten 2008/2009 |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
67 | 51 | 0 | 118 |
| Leasingverbindlichkeiten | 265 | 1.239 | 2.324 | 3.828 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
398 | 0 | 0 | 398 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 58 | 0 | 0 | 58 |
| 788 | 1.290 | 2.324 | 4.402 |
Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen auf die am 30.09.2010 (Vorjahr 30.09.2009) bestehenden Finanzverbindlichkeiten.
| in TEUR Altersstruktur Cashflow 2009/2010 |
Cashflow 2011 |
Cashflow 2012 - 2016 |
Cashflow 2017 ff. |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
54 | 0 | 0 | 54 |
| Leasingverbindlichkeiten | 495 | 2.124 | 1.906 | 4.525 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
784 | 0 | 0 | 784 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.333 | 2.124 | 1.906 | 5.363 |
| in TEUR Altersstruktur Cashflow 2008/2009 |
Cashflow 2010 |
Cashflow 2011 - 2015 |
Cashflow 2016 ff. |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
70 | 54 | 0 | 124 |
| Leasingverbindlichkeiten | 533 | 2.127 | 2.403 | 5.063 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
398 | 0 | 0 | 398 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 58 | 0 | 0 | 58 |
| 1.059 | 2.181 | 2.403 | 5.643 |
Aus der nachfolgenden Tabelle sind ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.
Buch- und Zeitwerte der Finanzinstrumente zum 30. September 2010
| Buchwerte Finanzinstrumente | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2010 |
zum Fair Value bewertet |
zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet |
Buchwert übrige | Fair Value |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
4.685 | 4.685 | 4.685 | ||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 375 | 375 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 243 | 243 | 243 | ||
| Zahlungsmittel | 5.069 | 5.069 | 5.069 | ||
| Langfristige Schulden | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 3.313 | 3.313 | 3.313 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
784 | 784 | 784 | ||
| Sonstige finanzielle Schulden | 297 | 297 | 297 |
| Buchwerte Finanzinstrumente | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2009 |
zum Fair Value bewertet |
zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet |
Buchwert übrige | Fair Value |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
3.578 | 3.578 | 3.578 | ||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 1.430 | 1.430 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 447 | 42 | 405 | 447 | |
| Zahlungsmittel | 2.755 | 2.755 | 2.755 | ||
| Langfristige Schulden | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 3.614 | 3.614 | 3.614 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
398 | 398 | 398 | ||
| Sonstige finanzielle Schulden | 390 | 1 | 389 | 390 |
Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind gemäß IAS 11 bewertet und daher bei den Wertkategorien für Finanzinstrumente nicht erfasst.
| in TEUR Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 |
30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 9.997 | 6.738 |
| Positive Marktwerte aus Derivaten in Sicherungsbeziehungen | 0 | 42 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | 4.394 | 4.401 |
| Negativer Marktwert aus Derivaten in Sicherungsbeziehungen | 0 | 1 |
Bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 |
30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 25 | 80 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | -279 | -302 |
| -254 | -222 |
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverträgen.
Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung:
| in TEUR | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 220 | 189 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 135 | 205 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 0 | 0 |
| 355 | 394 |
Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 53 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 12 |
| Sonstige Leistungen | 0 |
| Gesamthonorar | 65 |
Am 14. Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechungserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
(Rechtsanwalt; Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG), Stuttgart (Vorsitzender)
Prof. Dr. Werner Wiesbeck (Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
Dipl.-Finw. Karl Hensinger (Finanzwirt), Laupheim
Dem Vorstand gehören an die Herren:
Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Software), Lichtenau
(Vorstand Consulting, Radio Engineering, strategische Entwicklung Planungsdienstleistungen), Rheinmünster
Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden Gehaltszahlungen an den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 656 (i. V. TEUR 732) erfasst. Davon wurden TEUR 656 (i. V. TEUR 659) als fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütung, ausbezahlt. Variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile wurden im Geschäftsjahr keine ausbezahlt (i. V. TEUR 73), sondern lediglich in Höhe von TEUR 147 als Rückstellung für Tantiemen im Aufwand berücksichtigt. Der Jahresabschluss berücksichtigt daher insgesamt TEUR 803 (i. V. TEUR 732) als Aufwendungen für die Vorstandsvergütung.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009/2010 Bezüge in Höhe von TEUR 33 (i. V. TEUR 33).
Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.612.454 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten 14.546 Aktien.
Nach dem Bilanzstichtag wurden zwei außergewöhnliche hohe Projektaufträge mit einem Gesamtvolumen von ca. EUR 10,5 Mio. mit Kunden aus der Golfregion abgeschlossen. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Für die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 594.251,35 einen Betrag von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 19. November 2010
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Zu dem als Anlagen 1 bis 6 beigefügten Konzern-Abschluss zum 30. September 2010 sowie zum Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009/2010 (Anlage 7) haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:
"Wir haben den von der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, aufgestellten Konzern-Abschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzern-Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 19. November 2010
Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Dr. Volker Hecht Jörg Müller
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Stand am 30.09.2010 |
Stand am 30.09.2009 |
||
|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | EUR | EUR |
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten | 169.056,20 | 358.579,67 | |
| II. | Sachanlagen | ||
| 1. | Einbauten auf fremden Grundstücken | 196.638,49 | 207.402,76 |
| 2. | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 399.423,63 | 437.048,96 |
| 596.062,12 | 644.451,72 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.400.451,88 | 1.380.386,09 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.216.467,80 | 3.667.767,27 | |
| 3. Beteiligungen | 110.066,40 | 110.066,40 | |
| 5.726.986,08 | 5.158.219,76 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. | Vorräte | ||
| Unfertige Leistungen | 490.099,51 | 529.932,59 | |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.990.499,95 | 2.408.515,69 |
| 2. | Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 663.320,15 | 726.276,97 |
| 3. | Sonstige Vermögensgegenstände | 489.357,19 | 309.191,08 |
| 4.143.177,29 | 3.443.983,74 | ||
| III. | Wertpapiere | ||
| Eigene Anteile | 277.270,20 | 227.482,50 | |
| IV. | Flüssige Mittel | 4.845.126,77 | 2.647.034,91 |
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 61.788,36 | 50.217,46 |
| 16.309.566,53 | 13.059.902,35 |
| Stand am 30.09.2010 EUR |
Stand am 30.09.2009 EUR |
||
|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | ||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 5.335.000,00 | 5.335.000,00 |
| II. | Kapitalrücklage | 5.968.778,15 | 5.968.778,15 |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. | Rücklage für eigene Anteile | 277.270,20 | 227.482,50 |
| 2. | Andere Gewinnrücklagen | 31.866,00 | 31.866,00 |
| IV. Bilanzgewinn (i. V. Bilanzverlust) | 594.251,35 | -559.614,21 | |
| 12.207.165,70 | 11.003.512,44 | ||
| B. | Rückstellungen | ||
| 1. | Steuerrückstellungen | 21.092,00 | 0,00 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 1.845.817,63 | 953.084,14 | |
| 1.866.909,63 | 953.084,14 | ||
| C. | Verbindlichkeiten | ||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 50.881,17 | 116.300,37 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 275.164,80 | 0,00 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 347.215,99 | 151.887,15 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 524.826,08 | 0,00 | |
| 5. | Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0,00 | 15.278,40 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 193.455,72 | 217.615,24 | |
| 1.391.543,76 | 501.081,16 | ||
| D. | Rechnungsabgrenzungsposten | 843.947,44 | 602.224,61 |
| 16.309.566,53 | 13.059.902,35 |
Gewinn-und-Verlustrechnung der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010
| 2009/2010 EUR |
2008/2009 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 14.183.681,38 | 10.214.335,31 |
| 2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen | -39.833,08 | -933.917,46 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 493.503,94 | 417.995,86 |
| 14.637.352,24 | 9.698.413,71 | |
| 4. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 265.255,44 | 132.325,07 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 3.430.447,15 | 1.167.751,00 |
| 3.695.702,59 | 1.300.076,07 | |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 6.169.272,47 | 5.897.851,03 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 956.881,81 | 935.888,36 |
| 7.126.154,28 | 6.833.739,39 | |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
433.897,08 | 436.779,42 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 2.180.808,77 | 2.110.943,28 |
| 1.200.789,52 | -983.124,45 | |
| 8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 196.975,70 | 182.895,53 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 14.350,62 | 74.361,12 |
| 10. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,00 | 55.935,61 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 16.015,59 | 20.054,92 |
| 195.310,73 | 181.266,12 | |
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.396.100,25 | -801.858,33 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 188.739,33 | 141.511,62 |
| 14. Sonstige Steuern | 3.707,66 | 4.270,52 |
| 15. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) | 1.203.653,26 | -947.640,47 |
| 16. Verlustvortrag (i. V. Gewinnvortrag) | -559.614,21 | 821.788,05 |
| 17. Ausschüttung | 0,00 | 259.012,50 |
| 18. Zuführung zur Rücklage für eigene Anteile | 49.787,70 | 174.749,29 |
| 19. Bilanzgewinn (i. V. Bilanzverlust) | 594.251,35 | -559.614,21 |
| in EUR | Stand am 01.10.2009 |
Zugänge | Zugänge aus BP |
Um buchungen |
Abgänge | Stand am 30.09.2010 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten |
3.240.891,74 | 27.699,53 | 0,00 | 0,00 | 825.302,90 | 2.443.288,37 | |
| II. | Sachanlagen | ||||||
| 1. | Einbauten auf fremden Grundstücken | 1.105.606,93 | 47.687,52 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.153.294,45 |
| 2. | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.027.386,37 | 135.782,79 | 0,00 | 0,00 | 971.880,54 | 1.191.288,62 |
| 3.132.993,30 | 183.470,31 | 0,00 | 0,00 | 971.880,54 | 2.344.583,07 | ||
| III. Finanzanlagen | |||||||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.380.386,09 | 0,00 | 102.544,00 | 2.917.521,79 | 0,00 | 4.400.451,88 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
3.667.767,27 | 882.243,43 | 0,00 | -2.917.521,79 | 416.021,11 | 1.216.467,80 | |
| 3. Beteiligungen | 110.066,40 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 110.066.40 | |
| 5.158.219,76 | 882.243,43 | 102.544,00 | 0,00 | 416.021,11 | 5.726.986,08 | ||
| 11.532.104,80 | 1.093.413,27 | 102.544,00 | 0,00 | 2.213.204,55 | 10.514.857,52 |
| Buchwerte | Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 30.09.2010 |
Stand am 30.09.2010 |
Abgänge | Zugänge | Stand am 01.10.2009 |
||
| 169.056,20 | 2.274.232,17 | 825.237,62 | 217.157,72 | 2.882.312,07 | ||
| 196.638,49 | 956.655,96 | 0,00 | 58.451,79 | 898.204,17 | ||
| 399.423,63 | 791.864,99 | 956.759,99 | 158.287,57 | 1.590.337,41 | ||
| 596.062,12 | 1.748.520,95 | 956.759,99 | 216.739,36 | 2.488.541,58 | ||
| 4.400.451,88 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| 1.216.467,80 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| 110.066,40 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| 5.726.986,08 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| 6.492.104,40 | 4.022.753,12 | 1.781.997,61 | 433.897,08 | 5.370.853,65 |
Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2008 werden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.
Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.
Die unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie herstellungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögen sind zu dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.
Die erhaltenen Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; bei Kursänderungen erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von EUR 959.315,15 (i. V. EUR 824.056,37) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 295.995,00 (i. V. EUR 97.779,40) enthalten. Die Forderungen entfallen mit EUR 959.315,15 (i. V. EUR 823.142,29) auf den Lieferund Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten entfallen mit EUR 295.995,00 (i. V. EUR 97.779,40) auf den Liefer- und Leistungsverkehr.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 456.563,71 (i. V. EUR 193.752,61) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. In Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 20.983,33) sind die sonstigen Vermögensgegenstände rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden.
Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben. Am Bilanzstichtag waren 154.750 eigene Aktien im Bestand. Der Bestand an Aktien setzt sich wie folgt zusammen:
| Stück | Anteil am Grundkapital EUR |
Anteil am Grundkapital % |
Erwerbsgrund | |
|---|---|---|---|---|
| Aktienkäufe August 2008 | 6.004 | 6.004,00 | 0,11 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe September 2008 | 26.160 | 26.160,00 | 0,49 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Oktober 2008 | 47.595 | 47.595,00 | 0,89 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe November 2008 | 34.441 | 34.441,00 | 0,65 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Dezember 2008 | 22.269 | 22.269,00 | 0,42 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Januar 2009 | 15.731 | 15.731,00 | 0,29 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Februar 2009 | 2.550 | 2.550,00 | 0,05 | spätere Akquisition |
| 154.750 | 154.750,00 | 2,90 |
Im Berichtsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Zuschreibung auf die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 49.787,70 (i. V. außerplanmäßige Abschreibung EUR 55.935,61).
Die Position enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.
Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.335.000,00.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist unverändert eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Gewinnrücklagen wurden durch außerplanmäßige Zuschreibung der eigenen Anteile um EUR 49.787,70 (i . V. durch Erwerb neuer Aktien um EUR 174.749,29) erhöht.
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 6. März 2008 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. März 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt. Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 1.093) und für ausstehende Rechnungen (TEUR 506).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.09.2010 EUR |
30.09.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 50.881,17 | 65.418,43 |
| Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 0,00 | 50.881,94 |
| 50.881,17 | 116.300,37 |
Sie sind durch Kfz-Brief-Übereignungen gesichert.
Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 524.826,08 (i. V. EUR 0,00) enthalten.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
| 30.09.2010 EUR |
30.09.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 170.898,29 | 160.721,85 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 13.306,96 | 9.274,88 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 9.250,47 | 47.618,51 |
| 193.455,72 | 217.615,24 |
Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
| TEUR | % | |
|---|---|---|
| Einzelmodule und Dienstleistungen | 5.146 | 36,3 |
| Systemlösungen | 9.038 | 63,7 |
| 14.184 | 100,0 |
Dabei werden 26,2 % der Umsätze im Inland (TEUR 3.720), 47,8 % im europäischen Ausland (TEUR 6.786) und 26,0 % im übrigen Ausland (TEUR 3.678) erzielt.
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 307 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Anpassung des Mieterdarlehens sowie um Erträge aus den Änderungen durch die erfolgte steuerliche Außenprüfung und um Zuschreibungen zu den eigenen Anteilen.
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 42 enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Forderungsverluste.
In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Zinsen in Höhe von EUR 196.975,70 (i. V. EUR 182.895,53) aus verbundenen Unternehmen enthalten.
Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % unmittelbar beteiligt:
| Name | Beteiligungs quote % |
Währung | Eigen kapital |
Jahres ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau | 100,0 | TEUR | 33 | -2 |
| LS telcom Limited, Ottawa/Kanada | 100,0 | TCAD | -206 | -680 |
| LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich | 100,0 | TEUR | 1.721 | 232 |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika |
51,0 | TZAR | 3.688 | 1.393 |
| NG Networks Co., Ltd. Suzhou/China | 40,0 | TRMB | 1.265 | 64 |
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt (inklusive der Betriebsstätten) 100.
Zur Besicherung von über Avale und Bürgschaften in Anspruch genommenen Kreditlinien dient ein Anteil der Festgelder in Höhe von EUR 241.413,80 – davon EUR 90.421,29 für Tochterunternehmen – als Pfand.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in folgender Höhe:
| Miet- und Leasingverpflichtungen | TEUR |
|---|---|
| Fällig 01.10.2010 - 30.09.2011 | 536 |
| Fällig 01.10.2011 - 30.09.2015 | 2.003 |
| Fällig ab 01.10.2015 | 1.906 |
| Gesamt | 4.445 |
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller
(Rechtsanwalt; Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG), Stuttgart (Vorsitzender)
Prof. Dr. Werner Wiesbeck (Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
Dipl.-Finw. Karl Hensinger (Finanzwirt), Laupheim
Dem Vorstand gehören an die Herren:
Dr. Ing. Manfred Lebherz (Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Software), Lichtenau
(Vorstand Consulting & Training, Radio Engineering, strategische Entwicklung Planungsdienstleistungen), Rheinmünster
Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden Gehaltszahlungen an den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 656 (i. V. TEUR 732) erfasst. Davon wurden TEUR 656 (i. V. TEUR 659) als fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütung, ausbezahlt. Variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile wurden im Geschäftsjahr keine ausbezahlt (i. V. TEUR 73), sondern lediglich in Höhe von TEUR 147 als Rückstellung für Tantiemen im Aufwand berücksichtigt. Der Jahresabschluss berücksichtigt daher insgesamt TEUR 803 (i. V. TEUR 732) als Aufwendungen für die Vorstandsvergütung.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009/2010 Bezüge in Höhe von TEUR 33 (i. V. TEUR 33).
Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.612.454 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 53 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 12 |
| Sonstige Leistungen | 0 |
| Gesamthonorar | 65 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, ist nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzern-Abschlusses verpflichtet. Die Veröffentlichung des Konzern-Abschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.
"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 11. Juli 2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft IFM Independent Fund Management AG als Treuhänder für den Fonds Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 5. Juli 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 6,81 % (Anzahl der Stimmrechte: 363.332) beträgt."
"Herr Günter Weispfenning, Frankfurt/Main, hat uns mit Schreiben vom 3. November 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN: DE0005754402, WKN: 575440, am 29. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,18 % (Anzahl der Stimmrechte: 169.732 Stimmrechte) betragen hat."
"Herr Günter Weispfenning, Deutschland, hat uns am 12. November 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN: DE0005754402, WKN: 575440, am 9. November 2010 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,05 % (Anzahl der Stimmrechte: 269.253 Stimmrechte) betragen hat."
Am 14. Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 594.251,35 einen Betrag von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 19. November 2010
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Während des Geschäftsjahres 2009/2010 zeigte sich das für uns relevante Marktumfeld freundlich. Die Nachfrage war unverändert stark und einige noch im Vorjahr vorbereitete Projekte kamen zum Tragen. Profitieren konnte die LS telcom AG auch von einem gewissen Nachholbedarf und Zeitdruck, der sich in manchen Projekten aus dem Investitionsstau des Vorjahres ergeben hatte. Projektlaufzeiten wurden dadurch teilweise verkürzt, was zu höheren Umsatzerlösen im Geschäftsjahr führte. Umsatzzuwachs wurde jedoch auch durch die Erschließung von Neukunden im arabischen Sprachraum, insbesondere im Beratungs- und Planungsgeschäft, erzielt. Unter dem Strich wurde so letztlich ein sehr positives Ergebnis erwirtschaftet, das den negativen Rücksetzer des Vorjahres mehr als kompensiert.
Ein Jahresüberschuss von TEUR 1.204 steht dem Verlust von TEUR -948 im Vorjahr gegenüber. Ähnlich stellt sich der Vorjahresvergleich für das Betriebsergebnis dar, das von einem Fehlbetrag in Höhe von TEUR -983 auf positive TEUR 1.201 gesteigert werden konnte.
Dieses erfreuliche Ergebnis resultiert aus dem 39 %-igen Zuwachs der Umsatzerlöse bei einem zwar höheren Anteil an bezogenen Leistungen, jedoch nahezu unveränderten Aufwandspositionen in Personal, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Umsatzanstieg ist die Folge größerer Neuprojekte in den Bereichen Systemlösungen und Dienstleistungen sowie einer vorgezogenen, beschleunigten Projektabwicklung eines größeren Auftrags im Beratungsbereich.
In den vergangenen Jahren hat sich eine gewisse Konsolidierung in den für uns relevanten Teilmärkten vollzogen. Jedoch besteht in Teilbereichen immer noch ein starker Wettbewerb, der meist auf Basis von Qualität und Technologie, also mit "vernünftigen" Verkaufsargumenten, in manchen geografischen Regionen immer noch als rigoroser Preiskampf geführt wird.
Die LS telcom AG konnte sich insgesamt jedoch sehr erfolgreich am Markt behaupten und in den Projekten, die im vergangenen Geschäftsjahr zur Entscheidung kamen, die Mehrzahl der Kunden überzeugen. Dem Unternehmen gelang es, durch Neukundenakquise weitere Marktanteile gegenüber dem Wettbewerb zu gewinnen, das Geschäft aber ebenso mit bestehenden Kunden auszubauen.
Technologisch haben wir unseren Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden erheblich vergrößert und unser Produktangebot in diesem Bereich auch erweitert. Wachsen konnten wir zudem im Beratungsgeschäft, hier insbesondere im Umfeld der Digitalisierung von Sicherheitsfunknetzen. Hier hat sich unsere exzellente nationale Referenz im internationalen Wettbewerb ausgezahlt.
Die LS telcom AG weist im Geschäftsjahr 2009/2010 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von rund 39 % und Umsatzerlöse von EUR 14,18 Mio. (i. V. EUR 10,21 Mio.) aus.
Unter Berücksichtigung der geringfügig negativen Bestandsveränderungen (TEUR -40) sowie der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 494) ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 14,64 Mio., die ca. 51 % über der des Vorjahres (EUR 9,70 Mio.) liegt.
Der Auftragseingang in Höhe von EUR 17,3 Mio. (i. V. EUR 9,9 Mio.) lag 2009/2010 aufgrund der oben erläuterten Marktgegebenheiten um 75 % über dem des Vorjahres. Mehrere bereits erteilte Zuschläge an Bieterkonsortien, bei denen die LS telcom AG beteiligt ist, und aktuell laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit stimmen uns auch für die künftige Geschäftsentwicklung des Unternehmens optimistisch.
Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Systemlösungen" und "Einzelmodule und Dienstleistungen" wie folgt auf:
| in TEUR | Umsatz GJ 2009/2010 |
Umsatz GJ 2008/2009 |
Veränderung | EBIT GJ 2009/2010 |
EBIT GJ 2008/2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Systemlösungen | 9.038 | 6.654 | 36 % | 542 | -931 |
| Einzelmodule und Dienstleistungen | 5.146 | 3.560 | 45 % | 659 | -52 |
| Insgesamt | 14.184 | 10.214 | 39 % | 1.201 | -983 |
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Systemlösungen" beinhaltet das typische Projektgeschäft (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden.
Das Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" beinhaltet Geschäfte mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten (Dienstleistungen). Das Geschäft mit Einzelmodulen betrifft dabei überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft und enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die eher umfangreichen und komplexen Software-Projekte im Segment "Systemlösungen".
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die die LS telcom AG in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen, Trainings unabhängig von Softwareprojekten erbringt.
Wie in den vergangenen Jahren liegt der Umsatzanteil des Segments "Systemlösungen" deutlich über dem des Segments "Einzelmodule und Dienstleistungen". Ähnlich wie im Vorjahr wurden 64 % (i. V. 65 %) der gesamten Umsatzerlöse durch "Systemlösungen" erwirtschaftet. In diesem
Geschäftsumfeld stehen aktuell mehrere Ausschreibungen für umfassende Systemmodernisierungen sowie für Neusysteme an.
Das Unternehmen konnte das Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks sowie der Einführung neuer Digitalfunknetze für Sicherheitsdienste (professioneller Mobilfunk) insbesondere auch international weiter ausbauen.
Im Beratungsgeschäft ist erwähnenswert, dass sich die LS telcom AG als Dienstleister über Mobil- und Rundfunkbetreiber hinaus auch mittlerweile einen guten Namen bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen geschaffen hat.
Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen größere Frequenzmanagement-Systeme mit hohem Automatisierungsgrad sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte, jeweils überwiegend für Kunden in Europa, Asien und dem Mittleren Osten.
Jeder dieser unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Unternehmens spielen.
Eine Besonderheit im Geschäftsverlauf des Segments "Systemlösungen"
ist, dass nahezu der gesamte Umsatz und das Wachstum von 36 % aus Aufträgen zur Systemerweiterung oder -pflege mit bereits bestehenden Kunden generiert werden konnte. Neukundenprojekte kamen erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres zum Tragen und steuerten zum Erfolg des vergangenen Geschäftsjahres in diesem Segment vergleichsweise wenig bei.
Das Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" verzeichnet einen Umsatzzuwachs von 45 %, der größtenteils aus dem Dienstleistungsbereich resultiert. Während die Umsatzerlöse aus Einzel-Softwareanwendungen gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieben, ermöglichten vor allem Großprojekte zur Planung von Sicherheitsfunknetzen eine Steigerung der aus Dienstleistungen generierten Umsatzerlöse um 83 %.
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum mit 74 % (i. V. 84 %) unter dem der Vorjahre. Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 48 % und in den restlichen Regionen bei 26 % (dabei der Mittlere Osten mit 14 % und Asien mit 7 %).
Im Geschäftsjahr 2009/2010 verzeichnete die LS telcom AG in dem insbesondere auf Regulierungsbehörden und sonstige Frequenzverwaltungsorganisationen ausgerichteten Segment eine gute Nachfrage, wenn auch bei vielen Projekten immer noch Entscheidungen zur Auftragsvergabe ausstehen. Immerhin konnten jedoch bestehende Kunden derart von unseren Systemlösungen begeistert werden, dass selbst ohne Berücksichtigung dieser Neukundenprojekte ein respektabler Umsatzzuwachs und gutes Ergebnis erzielt worden wäre.
Nach einem Umsatzanstieg um 9 % im Vorjahr konnte das Segment im Geschäftsjahr um weitere 36 % zulegen, was sich letztlich in einem profitablen Beitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 542 ausdrückt, während im Vorjahr noch ein Segmentverlust von TEUR -931 zu Buche schlug.
Der Umsatz im Segment "Systemlösungen" wurde, wie in der Vergangenheit, aus einer ausgewogenen Mischung von Neugeschäft und Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Geschäften mit deutschen Behörden und Systemlieferanten sowie aus Projekten in Großbritannien, Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi Arabien.
Das Umsatzniveau des Vorjahres wurde in diesem Segment um 45 % übertroffen. Der Dienstleistungsbereich konnte hier gleichermaßen sowohl von bestehenden also auch von neuen, langfristigen Verträgen profitieren, die auch einen guten Teil der Erlöse für das neue Geschäftsjahr sichern und für eine ordentliche Grundauslastung sorgen werden.
Die im Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" erzielten Umsatzerlöse von EUR 5,15 Mio. (i. V. EUR 3,56 Mio.) setzen sich zusammen aus ca. 65 % (i. V. 52 %) Dienstleistungen und 35 % (i. V. 48 %) Umsätzen aus Softwarelizenzen einschließlich Wartung. Damit hat sich der Schwerpunkt der Umsatzgenerierung für dieses Segment in den letzten Jahren kontinuierlich in Richtung Dienstleistungen verschoben.
Im Rundfunkbereich bestand im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme und der Einführung von Mobile-TV (dem Fernsehen für Handys) eine gute Nachfrage, wobei der Schwerpunkt des Geschäfts sich in diesem Bereich mittlerweile auf Nachfolgegeschäft mit Bestandskunden und Systemwartung verlagert hat.
Der LS telcom AG gelang es, Softwaremodule zur Planung und Koordina-
tion der neuen Digitalnetze sowohl an Neukunden als auch im Rahmen von System-Upgrades an Bestandskunden, vorwiegend in Europa und Asien, zu verkaufen und so die bestehende Nutzerbasis für diese Produkte auszubauen. Das Unternehmen bleibt damit unbestrittener Marktführer für komplexe Planungs- und Koordinierungssysteme für analoge und digitale Rundfunksendernetze.
Im Kundenbereich der Telekom- und Rundfunknetzbetreiber ist unverändert vorrangiges Thema die Einführung des digitalen Fernsehens für den Heimempfang. Insbesondere in Asien arbeiten Netzbetreiber aktiv am Umstieg auf das digitale Fernsehen. Wir rechnen deshalb in diesem Bereich mit gutem weiterem Potenzial für die kommenden Jahre.
Die LS telcom AG erbringt in dem Geschäftsbereich "Consulting & Engineering" umfassende Trainings-, Planungs- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.
Das Geschäftsfeld wurde durch den Planungsbedarf für neue digitale Rundfunknetzkonzepte sowie Beratungs- und Planungsdienstleistungen für Systemhersteller und Betreiber von Sicherheitsfunknetzen gut ausgelastet. Im Umfeld des Aufbaus von digitalen Behörden- und Sicherheitsfunknetzen (in Deutschland beispielsweise das "BOS-Netz" für Behörden mit Ordnungsaufgaben wie Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte) sieht die LS telcom AG auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Beratungsbereich.
Der Umsatzbeitrag aus diesem Bereich von EUR 3,37 Mio. übertrifft den Vorjahreserlös von EUR 1,84 Mio. um 83 %. Maßgeblich für diese Umsatzsteigerung waren dabei zwei Großprojekte zur Planung von Sicherheitsfunknetzen.
Das seit 2002 etablierte Training Center steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für das Unternehmen zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.
Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2009/2010 Niederlassungen in Schanghai und Budapest. Die Büros in China und Ungarn dienen vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2010 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/ Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Systemorientierte Architektur).
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt vorrangig Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika. Zudem unterstützt die südafrikanische Tochter auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen.
Die Vision2Comm war während des Geschäftsjahres nicht operativ tätig.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG seit dem 28.05.2009 einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co. Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für Wimax- und LTE-Netze, gesichert.
Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert und bleibt deshalb im Konsolidierungskreis der LS telcom Gruppe unberücksichtigt.
Die wirtschaftliche Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften ist mit Ausnahme des Geschäftsverlaufs der LS telcom Ltd. zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Bei der kanadischen Tochtergesellschaft gehen wir auf Grundlage aktueller Auftragsverhandlungen und aussichtsreicher Ausschreibungsverfahren von einer deutlichen Verbesserung in der Zukunft aus.
Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand des Unternehmens geringfügig von durchschnittlich 99 Mitarbeitern auf 100 Mitarbeiter.
Zum 30. September 2010 waren im Unternehmen insgesamt 103 (i. V. 102) Mitarbeiter beschäftigt.
Im Unternehmen ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch in moderatem Umfang unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.
Für die Entwicklung neuer Standardsoftwareprodukte sowie für Forschung und allgemeine Entwicklung wurden von der LS telcom AG Aufwendungen in Höhe von EUR 2,9 Mio. (i. V. EUR 3,0 Mio.) als Aufwand erfasst.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Nach einem zurückhaltenden Start mit einem Kurs von EUR 1,45 am 01.10.2009 zeigte sich im Laufe des Geschäftsjahres 2009/2010 ein stark volatiler Handel der LS telcom-Aktie. Dabei standen zwischenzeitlichen Tiefstbewertungen von EUR 1,30 Höchstkurse von EUR 2,02 gegenüber.
Zum Ende der Periode am 30.09.2010 kostete die Aktie EUR 1,85. Sie verteuerte sich damit um 27,6 %. Der Prime Telecommunication Index konnte im Vergleichzeitraum um 18,1 % zulegen.
Die Marktkapitalisierung wuchs zum 30.09.2010 auf EUR 9.869.750, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 7.735.750 belief. Pro Börsentag wurden in der letzten Periode durchschnittlich 1.217 LS telcom-Aktien im Gegenwert von EUR 2.030 an den deutschen Börsen gehandelt, was einen Rückgang um 24,2 % gegenüber dem Vorjahr (1.605 Aktien bzw. EUR 2.807) bedeutet.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf den Frankfurter Parketthandel.
Im Geschäftsjahr 2009/2010 hat die LS telcom AG ihr Ziel, wieder profitabel abzuschließen, über den Erwartungen erreicht. Die Marktgegebenheiten waren positiv und geprägt von einer insgesamt sehr guten Nachfrage, vorwiegend von Bestandskunden. Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien) und politischen Rahmenbedingungen (neue Regelwerke der EU und der ITU) gehen wir unverändert davon aus, dass das Gros der seit längerem vorbereiteten und teilweise ausgeschriebenen Projekte unserer Kunden in den nächsten 12-18 Monaten wirklich beschafft wird und sich so auch die im letzten und in diesem Geschäftsjahr vorab investierten Entwicklungsmaßnahmen in künftige Umsatzerlöse wandeln lassen. Ein Abklingen der positiven Marktstimmung ist mittelfristig nicht absehbar.
In dem wie in den Vorjahren nachfrageintensiven, aber auch von starkem Wettbewerb gekennzeichneten Markt, hat sich die LS telcom AG gut behauptet und ihre Marktanteile ausgebaut. Das sehr gute Renommee des Unternehmens, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in den meisten Fällen wieder wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Das Unternehmen konnte einige strategisch äußerst wertvolle Referenzprojekte in den meisten relevanten Teilmärkten (Rundfunkdigitalisierung, Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich implementieren, die jeweils das Potenzial haben, für zukünftiges Geschäft in diesen Teilmärkten als Multiplikatoren zu wirken.
Der Umsatz des Unternehmens stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 10,21 Mio.) um 39 % auf EUR 14,18 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 494 (i. V. TEUR 418) führen zusammen mit den Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR -40 (i. V. TEUR -934) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 51 % höheren Gesamtleistung von EUR 14,64 Mio. (i. V. EUR 9,70 Mio.). Sonstige betriebliche Erträge enthalten als wesentliche Posten Erlöse von TEUR 103 aus Anpassungen in Folge der Betriebsprüfung sowie Erträge aus der Neubewertung des Mieterdarlehens von TEUR 126. Außerdem sind hierin Erträge aus Kursgewinnen eigener Anteile von TEUR 50 enthalten.
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 3,70 Mio. wesentlich höher aus als im Vorjahr (EUR 1,30 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen vor allem externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an externe Dienstleistungsunternehmen und Tochterunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte, wie im Vorjahr, Zukäufe von Computer-Hardware und Geodaten an. Konzernintern wurden hierbei Leistungen in Höhe von EUR 1,59 Mio. eingekauft.
Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik
verfolgt. Die Abschreibungen liegen mit TEUR 434 auf einem mit dem Vorjahr vergleichbaren Niveau (i. V. TEUR 437).
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 4 % von EUR 6,83 Mio. auf EUR 7,13 Mio. erhöht, was auf die geringfügige Zunahme des Personalstamms sowie auf Lohnerhöhungen, insbesondere in Form von variablen Vergütungen, zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 2,18 Mio. geringfügig über denen des Vorjahres (EUR 2,11 Mio.).
Unter dem Strich ergibt sich ein Jahresergebnis von TEUR 1.204 (i. V. TEUR -948). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,23 (i. V. EUR -0,18).
Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 9 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 12 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht.
Die Bilanz zum 30. September 2010 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 16,31 Mio. (i. V. EUR 13,06 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 12,21 Mio. (i. V. EUR 11,0 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 75 % (i. V. 84 %).
Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte weisen seit dem 30. September 2009 einen Rückgang um 24 % von EUR 1,0 Mio. auf TEUR 765 aus. Investiert wurde nur sehr moderat, vorwiegend in Betriebssoftware sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Angesichts der langen Laufzeiten werden die an Tochterunternehmen gewährten Darlehen in der Position Ausleihungen an verbundene Unternehmen unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Die Ausleihungen belaufen sich auf EUR 1,22 Mio. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert dieser Position (EUR 3,67 Mio.) resultiert aus der Tatsache, dass das langfristige Darlehen in Höhe von EUR 2,92 Mio. an die französische Tochtergesellschaft zum 30.09.2010 über eine Kapitalerhöhung in Eigenkapital der LS telcom SAS umgewandelt wurde. Die Position Anteile an verbundenen Unternehmen in den Finanzanlagen weist deshalb einen entsprechenden Anstieg auf EUR 4,40 Mio. aus.
Der Wert dieser Position (EUR 2,99 Mio.) ist gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 2,41 Mio.) um 24 % gestiegen. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahre 2008 und 2009 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2010 beträgt ebenso wie zum Vorjahres-Bilanzstichtag insgesamt 154.750 Stück.
Der Vorstand sah bei den im Sommer 2008 ausgesprochen niedrigen Kursen eine gute Möglichkeit für die LS telcom AG, eigene Aktien für spätere Akquisitionszwecke am Markt einzusammeln. Insgesamt wurden die eigenen Aktien mit einem Betrag von TEUR 287 erworben. Diese werden unter der Position "Wertpapiere des Umlaufvermögens" unter Berücksichtigung des Kurses zum Stichtag mit TEUR 277 ausgewiesen.
Zum 30. September 2010 verfügt die LS telcom AG über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 4,85 Mio. (i. V. EUR 2,65 Mio.). Liquiditätsseitig weist die LS telcom AG damit im Vergleich zum Vorjahr
einen um 83 % höheren Betrag an verfügbaren Geldmitteln aus. Im Konzern der LS telcom AG betragen die liquiden Mitteln EUR 5,07 Mio. (i. V. EUR 2,76 Mio.). Daneben bestehen konzernweit längerfristig gebundene Bankguthaben in Höhe von TEUR 241.
Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ist der Eingang zweier außergewöhnlich hoher Aufträge aus der Golfregion mit einem Gesamtvolumen von ca. EUR 10,5 Mio. zu erwähnen.
Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht die LS telcom AG bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Unternehmens abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.
Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom AG Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Unternehmensleitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom AG mit.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspan-
nendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.
Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beinträchtigen können, runden das System ab.
Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Unternehmen etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden mit dem zentralen CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Die LS telcom AG verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird, bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Unterschiedlichste Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützen den Abschlussprozess.
Die Gesamtrisikosituation bei der Gesellschaft ist weiterhin überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanzkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar oder anderen für das Unternehmen relevante Währungen), ist das bedeutendste Einzelrisiko in Anbetracht des deutschen Wirtschaftsaufschwungs sicherlich in der Stabilität des Mitarbeiterstamms (siehe Ausführungen zum Risiko Mitarbeiterfluktuation) und in der Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass die LS telcom AG dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
Die Märkte, in denen die LS telcom AG agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Unternehmens, das Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.
Die Gesellschaft plant, in den nächsten Jahren ihre Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie der Gesellschaft als nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche der Gesellschaft integriert werden können.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standard-Produkten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2010/2011 immer noch ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch ist oftmals eine Vergütung in US-Dollar oder anderen Fremdwährungen mit Kunden unvermeidlich (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen und Software) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2010/2011 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.
Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. Die LS telcom AG war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten, eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom AG mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Der aktuelle Wirtschaftsaufschwung in Deutschland erhöht derzeit das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Unternehmen entzogen werden könnte. Die LS telcom AG wird wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.
Die weltweite Krise an den Finanzmärkten scheint ausgestanden; allerdings könnte durch die immer noch latenten Restrisiken diese Krise in Zukunft wieder aufflammen. Eine solche Krise hat bereits im Geschäftsjahr 2008/2009 zu Verschiebungen bei der Auftragserteilung und auch bei der Umsetzung von Projekten geführt und entsprechende Spuren in der damaligen Bilanz hinterlassen. Sollten Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und die Umsetzung von Projekten weiter verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom AG. Ebenso könnte sich aufgrund einer solchen Wirtschaftskrise in manchen Ländern ein gewisser Protektionismus durchsetzen, so dass Projekte inhouse mit eigenem Personal entwickelt oder an die eigene Wirtschaft vergeben werden, obwohl kommerzielle Lösungen durch ausländische Anbieter verfügbar wären. Auch dies wäre schädlich für die künftige Geschäftsentwicklung der LS telcom AG.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommen den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Die LS telcom AG ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum
Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurden Projektvolumina von TUSD 221, TEUR 135 (zu CAD) und TTHB 28.700, über Devisentermingeschäfte abgesichert. Diese Geschäfte sind vollständig unterjährig abgewickelt worden. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Sicherungsgeschäfte mehr.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwandsund kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom AG. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass selbst unter den erschwerten Bestimmungen von Basel II und III weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tagesund Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom AG haben.
Aufgrund der unverändert starken und hochwertigen Nachfrage ist der Vorstand für die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Unternehmens sehr zuversichtlich. Das Management rechnet zeitnah mit weiteren positiven Entscheidungen in mehreren Ausschreibungsverfahren und sieht gute Möglichkeiten, von dem erreichten hohen Umsatzniveau aus weiter zu wachsen.
Im Beratungsgeschäft hat sich LS telcom sehr gut in einem neuen Kundensegment mit öffentlichen Auftraggebern behauptet und hierbei auch international einen Namen gemacht. Der Vorstand rechnet auch für 2010/2011 mit guten Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für Sicherheitskräfte, ebenso in Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Selbst wenn nach der initialen Implementierungsphase das Flächennetz für den digitalen Behördenfunk etabliert ist, wird es auch auf dem nationalen Markt gute Chancen für eine Fortsetzung des Wachstums im Dienstleistungsbereich geben, insbesondere im Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahnfunk, Versorgung von Stadien etc.).
In dem Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das so genannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.
Nachdem zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2010/2011 bereits zwei größere Verträge in der Golfregion geschlossen werden konnten und sich weitere Systemprojekte für das Geschäftsjahr in anderen Regionen abzeichnen, rechnen wir damit, dass diese Projekte in den jeweiligen Nachbarländern unserer Kunden ähnliche Nachfrage wecken werden. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.
Obwohl die Geschäftsentwicklung deutlich längere Zeit in Anspruch nimmt als ursprünglich erwartet, ist der Vorstand nach mehreren erfolgreich abgeschlossenen Projekten im militärischen Kundenumfeld sehr zuversichtlich, auch aus diesem Bereich Wachstum generieren zu können. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können. Das Unternehmen hat zum Ende des Geschäftsjahres die Bearbeitung dieses Teilmarktes durch die Allokation zusätzlicher Vertriebsressourcen weiter forciert.
Der derzeit für die LS telcom AG vertraglich gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 21,3 Mio. (i. V. EUR 11,6 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 11,9 Mio. (i. V. EUR 7,3 Mio.) erzielen.
Der Vorstand ist angesichts der sehr guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheitsnetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik sehr zuversichtlich, was die mittelfristige Geschäftsentwicklung anbelangt.
Erklärtes Ziel des Managements ist es, ausgehend von dem im Geschäftsjahr erreichten Niveau sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch die Profitabilität der LS telcom AG in ihrem Kerngeschäft weiter zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Die Gesellschaft versucht in diesem Zusammenhang einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen.
Aufgrund der oben dargestellten Sachverhalte, des hervorragenden Polsters an Auftragsbestand sowie einer Reihe weiterer hochwahrscheinlicher Projektzuteilungen in näherer Zukunft, ist der Vorstand davon überzeugt, im neuen Geschäftsjahr weiter profitabel wachsen zu können. Die Steigerung im Umsatz wird jedoch aus aktueller Sicht nicht das Wachstum gegenüber dem Krisenjahr 2008/2009 erreichen. Wir gehen derzeit eher von einer moderaten Steigerung von Umsatz und Ergebnis aus.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2010 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2010 folgende Übersicht an Beteiligungen über 10 % der Stimmrechte:
| Beteiligte Person oder Gesellschafter |
Anzahl an Stimm rechten |
Anteile an Stimm rechten |
Zeitraum der Beteiligung |
|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz | 1.537.862 | 28,83 % | Bis heute |
| Dr. Georg Schöne | 1.612.454 | 30,22 % | Bis heute |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß den §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 6. März 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. März 2013 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital beträgt bis zum 30. September 2010 EUR 2.667.500,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;
− bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
− zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;
− um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten.
In diesem Fall ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Kurs der Aktie im Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge eine variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns abhängt.
Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr
2009/2010 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 32.500,00 (i. V. TEUR 33) zuzüglich der Erstattung ihrer Reisekosten.
Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Dr. Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 3.645,00 (i. V. TEUR 3) vergütet.
Zum 30. September 2010 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.
Vorstandsmitglieder sind:
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.
Zuständigkeit, Zielsetzung und Struktur der Vergütung des Vorstands
Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.
Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.
Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2009/2010 aus den folgenden Komponenten zusammen:
Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.
Höhe der Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2009/2010
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem
einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.
Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden Gehaltszahlungen an den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 656 (i. V. TEUR 732) erfasst. Davon wurde TEUR 656 (i. V. TEUR 659) als fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütung, ausbezahlt. Variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile wurden im Geschäftsjahr keine ausbezahlt (i. V. TEUR 73), sondern lediglich in Höhe von TEUR 147 als Rückstellung für Tantiemen im Aufwand berücksichtigt. Der Jahresabschluss berücksichtigt daher insgesamt TEUR 803 (i. V. TEUR 732) als Aufwendungen für die Vorstandsvergütung.
Die im Geschäftsjahr 2009/2010 ausbezahlte Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:
| Angaben in EUR |
Erfolgsun abhängige Vergütungs komponente |
Erfolgs abhängige Vergütungs komponente |
Vergütungs anteil mit langfristiger Anreizwirkung |
Gesamt vergütung |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz |
242.377,02 | 0,00 | — | 242.377,02 |
| Dr. Georg Schöne |
242.383,50 | 0,00 | — | 242.383,50 |
| Dipl.-Ing. Roland Götz |
171.565,98 | 0,00 | — | 171.565,98 |
Die Rückstellung für variable erfolgsbezogene Vorstandsvergütungsanteile betrifft mit jeweils EUR 56.990,32 die Herren Dr. Manfred Lebherz und Dr. Georg Schöne sowie mit EUR 33.244,36 Herrn Roland Götz.
Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.
Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit
Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.
Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.
Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist ebenso wie unsere Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.
Lichtenau, 19. November 2010
LS telcom Aktiengesellschaft Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Zu dem als Anlagen 1 bis 4 beigefügten Jahresabschluss zum 30. September 2010 sowie zum Lagebericht (Anlage 5) für das Geschäftsjahr 2009/2010 haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:
"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 19. November 2010
Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Dr. Volker Hecht ppa. Jörg Müller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb
Dr. Georg Schöne Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Software
Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Planungsservices
Investor Relations LS telcom AG Im Gewerbegebiet 31-33 D-77839 Lichtenau Tel.: +49 7227 9535-705 Fax: +49 7227 9535-605 E-Mail: [email protected]
| Zwischenmitteilung 1. Quartal (zum 31.12.2010) | 16.02.2011 |
|---|---|
| Hauptversammlung in 77839 Lichtenau | 17.03.2011 |
| Halbjahresbericht (zum 31.03.2011) | 31.05.2011 |
| Zwischenmitteilung 3. Quartal (zum 30.06.2011) | 19.08.2011 |
| Vorläufige Zahlen zum Jahresabschluss 2010/2011 | November 2011 |
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