Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Lifco Audit Report / Information 2018

Aug 8, 2019

2939_rns_2019-08-08_b826ee84-2acd-4421-bd0e-db1ca293bb3c.html

Audit Report / Information

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

Lifco AB

Enköping

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

BERICHT DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS

Für die Jahreshauptversammlung der Lifco AB (publ.), Org.-Nr. 556465-3185

BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS UND KONZERNABSCHLUSS

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Lifco AB (publ.) für das Jahr 2018 mit Ausnahme des Unternehmenslenkungsberichtes und des gesetzlich vorgeschriebenen Nachhaltigkeitsberichtes auf den Seiten 29-37 bzw. 12-14 durchgeführt. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss des Unternehmens sind auf den Seiten 8-76 dieses Dokuments enthalten.

Unserer Auffassung nach wurde der Jahresabschluss gemäß dem Jahresabschlussgesetz verfasst und vermittelt ein in allen wesentlichen Aspekten wahrheitsgemäßes Bild der Finanzlage des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2018 sowie von deren Finanzergebnis und Cashflows für dieses Jahr gemäß Jahresabschlussgesetz. Der Konzernabschluss wurde gemäß Jahresabschlussgesetz verfasst und vermittelt ein in allen wesentlichen Aspekten wahrheitsgemäßes Bild der Finanzlage des Konzernes zum 31. Dezember 2018 sowie von dessen Finanzergebnis und Cashflows für das Jahr gemäß den International Financial Reporting Standards, wie von der EU angenommen, und dem Jahresabschlussgesetz. Unsere Prüfurteil umfasst nicht den Unternehmenslenkungsbericht und den gesetzlich vorgeschriebenen Nachhaltigkeitsbericht auf den Seiten 29-37 bzw. 12-14. Der Lagebericht ist im Einklang mit den übrigen Teilen des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Wir empfehlen daher der Jahreshauptversammlung, die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die Bilanz für das Mutterunternehmen und den Konzern festzustellen.

Unser Prüfurteil in diesem Bericht in Bezug auf den Jahresabschluss und den Konzernabschluss stimmt mit dem Inhalt des zusätzlichen Berichtes überein, der dem Prüfungsausschuss der Muttergesellschaft gemäß Artikel 11 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vorgelegt wurde.

GRUNDLAGEN UNSERES STELLUNGNAHME

Wir haben die Rechnungsprüfung gemäß den International Standards on Auditing (ISA) und den schwedischen Standards guter Rechnungsprüfungspraxis durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Rechnungsprüfers“ ausführlicher dargelegt. Wir sind gemäß der guten Berufspraxis für Wirtschaftsprüfer in Schweden unabhängig vom Mutterunternehmen und Konzern und sind ansonsten unserer beruflichen ethischen Verantwortung gemäß diesen Anforderungen nachgekommen. Dazu gehört auch, dass nach meinem (unserem) besten Wissen und Gewissen keine verbotenen Dienstleistungen im Sinne von Artikel 5.1 der Verordnung Nr. 537/2014 für das geprüfte Unternehmen oder gegebenenfalls seine Muttergesellschaft oder seine beherrschten Unternehmen innerhalb der EU erbracht wurden.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns eingeholten Rechnungslegungsnachweise als Grundlage für unser Prüfurteil ausreichend und zweckmäßig sind.

UNSER RECHNUNGSPRÜFUNGSANSATZ

Überblick

Umfang der Rechnungsprüfung

Wir haben unsere Rechnungsprüfung unter den Gesichtspunkten einer Bestimmung der Wesentlichkeit und einer Beurteilung der Risiken wesentlicher Falschangaben in den Finanzberichten des Konzernes geplant. Wir haben besonders die Bereiche berücksichtigt, in denen der geschäftsführende Direktor und der Verwaltungsrat subjektive Beurteilungen vorgenommen hatten, zum Beispiel wichtige berichtsbezogene Schätzungen, die ausgehend von Annahmen und Prognosen über künftige Ereignisse vorgenommen wurden, welche von Natur aus unsicher sind. Wie bei allen Rechnungsprüfungen haben wir auch die Gefahr berücksichtigt, dass der Verwaltungsrat und der geschäftsführende Direktor die interne Kontrolle vernachlässigen, und wir haben unter anderem erwogen, ob es Belege für systematische Abweichungen gibt, die Veranlassung einer Gefahr erheblicher Fehler als Folge von Unregelmäßigkeiten gegeben haben.

Wir haben unsere Rechnungsprüfung an die Ausführung einer zweckmäßigen Überprüfung angepasst, um zu den Finanzberichten im Ganzen unter Berücksichtigung der Struktur, Rechnungslegungsprozesse und Kontrolle des Konzernes sowie der Branche, in der der Konzern tätig ist, Stellung nehmen zu können.

Wesentlichkeit

Umfang und Ausrichtung der Rechnungsprüfung wurden durch unsere Beurteilung von Wesentlichkeit beeinflusst. Eine Rechnungsprüfung erfolgt, um einen angemessenen Grad von Sicherheit darüber zu erreichen, dass die Finanzberichte frei von wesentlichen Fehlern sind. Fehler können als Folge von Unregelmäßigkeiten oder Mängeln entstehen. Sie gelten als wesentlich, wenn unter normalen Umständen erwartet werden kann, dass sie sich auf die wirtschaftlichen Beschlüsse auswirken, welche die Nutzer auf der Grundlage der Finanzberichte fassen.

Basierend auf professionellem Urteilsvermögen haben wir bestimmte quantitative Schwellenwerte für die Wesentlichkeit festgelegt, darunter für die Finanzberichte des Konzernes als Ganzes. Mit deren Hilfe sowie mit qualitativen Erwägungen haben wir die Ausrichtung der Rechnungsprüfung und die Art unseres Prüfungsvorgehens sowie Zeitpunkt und Umfang festgelegt und die Auswirkung einzelner und zusammengenommener Fehler auf die Finanzberichte als Ganzes beurteilt.

WESENTLICHE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Wesentliche Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen in unserer Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für den Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

WESENTLICHER PRÜFUNGSSACHVERHALT

Bewertung immaterieller Vermögenswerte

Mit Verweis auf die Anmerkungen 2, 4 und 14.

Der Geschäfts- oder Firmenwert („Goodwill“) und andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sind wesentlicher Bestandteil der Bilanz der Lifco. Das Unternehmen führt eine Prüfung der Wertminderung der Vermögenswerte durch, die auf einer Berechnung des diskontierten Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten basiert, in denen Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen werden.

Dieser Werthaltigkeitstest basiert auf einem hohen Maß an Beurteilungen und Annahmen über zukünftige Cashflows. In den Anmerkungen 2, 4 und 14 wird dargelegt, wie das Management der Gesellschaft seine Einschätzungen vorgenommen hat; sie enthalten auch Angaben zu wichtigen Annahmen und Sensitivitätsanalysen. Die Schlüsselvariablen des Tests sind Wachstumsraten, Gewinnmargen, Gemeinkosten, der Betriebskapitalbedarf, der Investitionsbedarf und der Diskontierungsfaktor (Kapitalkosten). Dabei wurde auf der Grundlage der getroffenen Annahmen kein Wertminderungsbedarf festgestellt.

BEHANDLUNG DER WESENTLICHEN PRÜFUNGSSACHVERHALTE

In unserer Abschlussprüfung haben wir das vom Management verwendete Berechnungsmodell beurteilt.

Wir haben wichtige Annahmen mit dem Budget und mit dem strategischen Plan des Unternehmens abgestimmt und kritisch überprüft. Dies erfolgte durch Analysen darüber, inwieweit sich Annahmen früherer Jahre bestätigt haben, sowie durch Analysen der eventuellen Anpassungen, die als Folge der Entwicklung der Geschäftstätigkeit und externer Faktoren bei Annahmen aus früheren Jahren vorgenommen wurden.

Wir haben die Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Variablen überprüft, um das Risiko eines Wertminderungsbedarfes zu bewerten.

Die durchgeführte Überprüfung ergab keinen Wertminderungsbedarf.

Wir haben darüber hinaus die Genauigkeit der im Jahresbericht verzeichneten Informationen bewertet.

Ausweis erworbener Unternehmen und Geschäftstätigkeiten

Mit Verweis auf die Anmerkungen 2, 4 und 31.

Im Geschäftsjahr 2018 führte die Lifco mehrere Akquisitionen in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens durch. Weitergehende Informationen dazu sind in Anmerkung 31 dargelegt.

Der Gesamtkaufpreis für die erworbenen Unternehmen und Geschäftsbereiche betrug abzüglich der erworbenen liquiden Mittel 695 Mio. SEK, wovon 426 Mio. SEK auf identifizierte Marktwertanpassungen in den Akquisitionsanalysen von Marken, Kundenbeziehungen und Lizenzen und 353 Mio. SEK auf Goodwill entfielen.

Der Ausweis von Akquisitionen erfordert vom Management ein hohes Maß an Urteilsvermögen. Wesentliche Schätzungen und Beurteilungen betreffen bei Akquisitionsanalysen der Vermögenswerte und Schulden die Zuordnung des beizulegenden Zeitwertes sowie Anpassungen bei der Übernahme der Rechnungslegungsgrundsätze des Konzernes.

Unsere Prüfung der Transaktionen stützte sich zum Teil auf die Beurteilung der Übernahmeverträge sowie der Belegdokumente für die Eröffnungsbilanzen der erworbenen Unternehmen. Wir haben außerdem die vorgenommenen Anpassungen für die Übernahme der Rechnungslegungsgrundsätze des Konzernes überprüft.

Unsere Prüfung umfasst auch die Bewertung wesentlicher Schätzungen und Beurteilungen im Zusammenhang mit der Zuordnung der beizulegenden Zeitwerte in den Akquisitionsanalysen. Schließlich haben wir auch die Grundlagen der Beurteilungen geprüft und diese mit denen bei ähnlichen Akquisitionen des Konzernes in den Vorjahren verglichen.

Wir haben weiterhin die Richtigkeit der Angaben zu den in den Jahresabschluss einbezogenen Akquisitionen sowie die für die Bilanzierung der Akquisitionen erforderlichen Belegdokumente geprüft.

Bei unserer Prüfung wurden keine Abweichungen festgestellt.

WEITERE INFORMATIONEN NEBEN JAHRESABSCHLUSS UND KONZERNABSCHLUSS

Dieses Dokument enthält außer dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss auch andere Informationen. Sie befinden sich auf den Seiten 1-7 und 77-90. Für diese weiteren Informationen sind der Verwaltungsrat und der geschäftsführende Direktor verantwortlich.

Unsere Stellungnahme zu Jahresabschluss und Konzernabschluss berücksichtigt diese Informationen nicht, und wir geben keine Stellungnahme zwecks Bestätigung dieser weiteren Informationen ab.

In Zusammenhang mit unserer Rechnungsprüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses liegt es in unserer Verantwortung, die vorstehend benannten Informationen zur Kenntnis zu nehmen und zu erwägen, ob sie wesentlich von Jahresabschluss und Konzernabschluss abweichen. Bei dieser Sichtung berücksichtigen wir auch die sonstigen Kenntnisse berücksichtigt, die wir im Rahmen der Rechnungsprüfung eingeholt haben, und wir bewerten, ob die weiteren Informationen wesentliche Fehler zu enthalten scheinen.

Falls wir auf der Grundlage der Prüfung dieser Informationen zu dem Schluss gelangen, dass die anderen Informationen einen wesentlichen Fehler enthalten, sind wir verpflichtet, dies anzumerken. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DES VERWALTUNGSRATES UND DES GESCHÄFTSFÜHRENDEN DIREKTORS

Verwaltungsrat und geschäftsführender Direktor sind sowohl für die Vorlage von Jahresabschluss und Konzernabschluss verantwortlich als auch für die Vermittlung eines wahrheitsgemäßen Bildes gemäß Jahresabschlussgesetz und, hinsichtlich des Konzernabschlusses, im Sinne der von der EU angenommenen IFRS. Verwaltungsrat und geschäftsführender Direktor zeichnen darüber hinaus für die interne Kontrolle verantwortlich, die sie als notwendig erachten, um einen Jahresabschluss und einen Konzernabschluss vorzulegen, die keine wesentlichen Mängel enthalten, unabhängig davon, ob diese auf Unregelmäßigkeiten oder Fehler zurückzuführen sind.

Beim Erstellen von Jahresabschluss und Konzernabschluss sind Verwaltungsrat und geschäftsführender Direktor verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit von Unternehmen und Konzern, die Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Sie informieren, wenn nötig, über Umstände, die sowohl die Fähigkeit, die Geschäftstätigkeit fortzusetzen, wie die Annahme über ihre Aufrechterhaltung beeinträchtigen können. Die Rechnungslegung unter Annahme der Fortführung der Geschäftstätigkeit wird jedoch nicht angewendet, wenn Verwaltungsrat und geschäftsführender Direktor beabsichtigen, das Unternehmen zu liquidieren, die Geschäftstätigkeit einzustellen oder keine andere realistische Alternative haben, als eines von beidem vorzunehmen.

Der Rechnungslegungsausschuss des Verwaltungsrates muss, ohne dass dies seine sonstigen Verantwortlichkeiten und Aufgaben beeinflusst, unter anderem die Finanzberichterstattung des Unternehmens überwachen.

VERANTWORTUNG DES RECHNUNGSPRÜFERS

Unsere Ziele sind, einen angemessenen Grad von Sicherheit darüber zu erreichen, inwieweit Jahresabschluss und Konzernabschluss in ihrer Gänze keine wesentlichen Fehler enthalten, unabhängig davon, ob diese auf Unregelmäßigkeiten oder auf Mängel zurückzuführen sind, sowie einen Rechnungsprüfungsbericht vorzulegen, der unsere Stellungnahmen enthält. Angemessene Sicherheit ist ein hoher Grad an Sicherheit, jedoch keine Garantie dafür, dass eine Rechnungsprüfung, die gemäß ISA und guter Berufspraxis in Schweden durchgeführt wird, immer einen wesentlichen Fehler aufdecken wird, wenn ein solcher vorliegt. Fehler können durch Unregelmäßigkeiten oder Mängel entstehen und gelten als wesentlich, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden kann, dass sie einzeln oder zusammen die wirtschaftlichen Beschlüsse beeinflussen, die Nutzer auf der Grundlage von Jahresabschluss und Konzernabschluss fassen.

Eine weitere Beschreibung unserer Verantwortung für die Rechnungsprüfung von Jahresabschlüssen und Konzernabschlüssen findet sich auf der Website des Rechnungsprüferausschusses www.revisorsinspektionen.se/revisornsansvar. Diese Beschreibung ist Bestandteil des Rechnungsprüfungsberichtes.

BERICHT ÜBER SONSTIGE ANFORDERUNGEN GEMÄß GESETZEN UND VERORDNUNGEN

STELLUNGNAHMEN

Außer unserer Rechnungsprüfung von Jahresabschluss und Konzernabschluss haben wir auch eine Rechnungsprüfung der Verwaltung des Verwaltungsrates und des geschäftsführenden Direktors für die Lifco AB (publ.) im Jahr 2018 sowie des Vorschlages für die Gewinn- oder Verlustdisposition des Unternehmens durchgeführt.

Wir befürworten die Disposition des Gewinnes gemäß Vorschlag im Lagebericht sowie die Entlastung der Verwaltungsratsmitglieder und des geschäftsführenden Direktors für das Geschäftsjahr durch die Jahreshauptversammlung.

GRUNDLAGEN UNSERES STELLUNGNAHME

Die Rechnungsprüfung erfolgte in Übereinstimmung mit guter Berufspraxis in Schweden. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Standards sind im Abschnitt „Verantwortung des Rechnungsprüfers“ ausführlicher dargelegt. Wir sind gemäß der guten Berufspraxis für Wirtschaftsprüfer in Schweden unabhängig vom Mutterunternehmen und Konzern und sind ansonsten unserer beruflichen ethischen Verantwortung gemäß diesen Anforderungen nachgekommen.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns eingeholten Rechnungslegungsnachweise als Grundlage für unser Prüfurteil ausreichend und zweckmäßig sind.

VERANTWORTUNG DES VERWALTUNGSRATES UND DES GESCHÄFTSFÜHRENDEN DIREKTORS

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für den Vorschlag zu Dispositionen von Gewinn oder Verlust des Unternehmens. Wird die Ausschüttung einer Dividende vorgeschlagen, umfasst dies unter anderem eine Beurteilung der Vertretbarkeit in Bezug auf die Anforderungen, die die Art der Geschäftstätigkeit, der Umfang und die Risiken des Unternehmens und des Konzernes an die Höhe des Eigenkapitals, den Konsolidierungsbedarf, die Liquidität und die sonstige Lage stellen.

Der Verwaltungsrat ist für die Organisation des Unternehmens und für die Verwaltung der Angelegenheiten des Unternehmens verantwortlich. Dies bedeutet unter anderem, fortlaufend die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und des Konzernes zu beurteilen und die Organisation des Unternehmens so zu gestalten, dass Buchhaltung, Mittelverwaltung und sämtliche wirtschaftlichen Angelegenheiten des Unternehmens auf sichere Art und Weise kontrolliert werden. Der geschäftsführende Direktor trägt die Verantwortung für die betriebliche Verwaltung nach den Richtlinien und Anweisungen des Verwaltungsrates und ergreift unter anderem die nötigen Maßnahmen für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften durch die Buchhaltung des Unternehmens und für die sichere Art und Weise der Mittelverwaltung.

VERANTWORTUNG DES RECHNUNGSPRÜFERS

Unser Ziel bei Rechnungsprüfung der Verwaltung und damit unserer Stellungnahme zur Entlastung ist, Rechnungsprüfungsnachweise einzuholen, um mit einem angemessenen Grad an Sicherheit beurteilen zu können, ob ein Verwaltungsratsmitglied oder der geschäftsführende Direktor in wesentlicher Hinsicht:

Handlungen vorgenommen hat oder sich solcher Unterlassungen schuldig gemacht hat, die zu einer Haftung gegenüber dem Unternehmen führen können, oder
in sonstiger Weise gegen das Aktiengesetz, das Jahresabschlussgesetz oder die Satzung verstoßen hat.

Unser Ziel bei der Prüfung der vorgeschlagenen Gewinnverwendung der Gesellschaft und damit unserer Stellungnahme ist es, mit hinreichender Sicherheit zu beurteilen, ob der Vorschlag dem Aktiengesetz entspricht.

Eine hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, ist aber keine Garantie dafür, dass eine Prüfung, die in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Prüfungsstandards in Schweden durchgeführt wird, alle Handlungen oder Auslassungen aufdeckt, die zu einer Haftung gegenüber dem Unternehmen führen können, oder sicher feststellt, dass die vorgeschlagenen Gewinnverwendungsvorschläge des Unternehmens nicht mit dem Aktiengesetz übereinstimmen.

Eine weitere Beschreibung unserer Verantwortung für die Prüfung der Verwaltung finden Sie auf der Website der schwedischen Rechnungsprüfer: www.revisorsinspektionen.se/revisornsansvar. Diese Beschreibung ist Bestandteil des Rechnungsprüfungsberichtes.

PRÜFUNG DES UNTERNEHMENSLENKUNGSBERICHTES DURCH DEN RECHNUNGSPRÜFER

Der Verwaltungsrat ist dafür verantwortlich, dass der Unternehmenslenkungsbericht auf den Seiten 29-37 gemäß den Vorschriften des Jahresabschlussgesetzes erstellt wurde.

Unsere Prüfung des Unternehmenslenkungsberichtes erfolgt in Übereinstimmung mit dem Prüfungsstandard RevU 16 des schwedischen Verbandes vereidigter Wirtschaftsprüfer („Untersuchung des Unternehmenslenkungsberichtes durch den Rechnungsprüfer“). Dies bedeutet, dass unsere Prüfung des Unternehmenslenkungsberichtes anders und wesentlich weniger umfangreich ist als eine Prüfung, die gemäß den International Standards on Auditing und den Standards guter Rechnungsprüfungspraxis in Schweden erfolgen würde. Wir sind der Auffassung, dass diese Untersuchung eine hinreichende Grundlage für unsere Stellungnahme war.

Es wurde ein Unternehmenslenkungsbericht erstellt. Die Offenlegungen nach Kapitel 6 Abschnitt 6 § 2 Ziffern 2-6 und Kapitel 7 Abschnitt 31 § 2 Absatz schwedisches Jahresabschlussgesetz stehen im Einklang mit den anderen Teilen des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses und entsprechen den Vorschriften des Jahresabschlussgesetzes.

PRÜFURTEIL DES RECHNUNGSPRÜFERS IN BEZUG AUF DEN GESETZLICH VORGESCHRIEBENEN NACHHALTIGKEITSBERICHT

Der Verwaltungsrat ist für den gesetzlich vorgeschriebenen Nachhaltigkeitsbericht auf den Seiten 12-14 verantwortlich und erstellt ihn in Übereinstimmung mit dem Jahresabschlussgesetz. Unsere Prüfung des Nachhaltigkeitsberichtes erfolgt in Übereinstimmung mit dem Prüfungsstandard RevU 12 des schwedischen Verbandes vereidigter Wirtschaftsprüfer („Untersuchung des Nachhaltigkeitsberichtes durch den Rechnungsprüfer“). Dies bedeutet, dass unsere Prüfung des Nachhaltigkeitsberichtes anders und wesentlich weniger umfangreich ist als eine Prüfung, die gemäß den International Standards on Auditing und den Standards guter Rechnungsprüfungspraxis in Schweden erfolgen würde. Wir sind der Auffassung, dass diese Untersuchung eine hinreichende Grundlage für mein (unser) Prüfurteil war. Es wurde ein gesetzlich vorgeschriebener Nachhaltigkeitsbericht erstellt.

Die PricewaterhouseCoopers AB wurde von der Jahreshauptversammlung am 24. April 2018 zur Wirtschaftsprüferin der Lifco AB (publ.) ernannt; diese Aufgabe hatte sie seit der Jahreshauptversammlung im Jahr 2010.

Enköping, 20. März 2019

PricewaterhouseCoopers AB

Eric Salander, Amtlich bestellter Rechnungsprüfer, Für die Prüfung verantwortlicher Rechnungsprüfer

Tomas Hilmarsson, Amtlich bestellter Rechnungsprüfer

KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

MSEK ANMERKUNG 2018 2017
Nettoumsatzerlöse 5 11.956 10.030
Aufwendungen für verkaufte Waren -6.838 -5.766
Bruttoergebnis 5.118 4.264
Vertriebsaufwendungen -1.315 -1.095
Verwaltungsaufwendungen -1.735 -1.525
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung -144 -105
Sonstige betriebliche Erträge 6 29 18
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 -51 -38
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7, 8, 9, 10, 11 1.902 1.519
Finanzerträge 6, 12 2 2
Finanzaufwendungen 6, 12 -46 -48
Ergebnis vor Steuern 1.858 1.473
Steuer auf das Jahresergebnis 13 -438 -366
Jahresergebnis 1.420 1.107
Jahresergebnis zurechenbar:
Aktionäre des Mutterunternehmens 1.389 1.084
Nicht beherrschende Anteile 31 23
Jahresergebnis 1.420 1.107
Ergebnis pro Aktie vor und nach Verwässerung, zurechenbar den Aktionären des Mutterunternehmens im Jahr, SEK 32 15,29 11,94

Die Anmerkungen auf Seiten 48-67 sind fester Bestandteil dieses Jahres- und Konzernabschlusses.

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

MSEK ANMERKUNG 2018 2017
Jahresergebnis 1.420 1.107
Sonstiges Gesamtergebnis
In die GuV rückführbare Posten:
Sicherung von Nettoinvestitionen 2.7.5 13 99
Umrechnungskursdifferenzen 155 -59
Steuern bezüglich Sonstiges Gesamtergebnis -3 -22
Summe Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr 1.585 1.125
Gesamtergebnis zurechenbar:
Aktionäre des Mutterunternehmens 1.552 1.102
Nicht beherrschende Anteile 33 23
Summe Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr 1.585 1.125

Die Anmerkungen auf Seiten 48-67 sind fester Bestandteil dieses Jahres- und Konzernabschlusses.

KONZERNBILANZ

AKTIVA

MSEK ANMERKUNG 31.12.2018 31.12.2017
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögenswerte 14 9.133 8.288
Sachanlagen 15 611 550
Sonstige langfristige finanzielle Forderungen 16 17 5
Latente Steuerforderungen 17 136 125
Summe Anlagevermögen 9.897 8.968
Umlaufvermögen
Vorräte 18 1.710 1.391
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16, 19 1.550 1.274
Aktuelle Steuerforderungen 59 77
Sonstige kurzfristige Forderungen 109 83
Rechnungsabgrenzungsposten 20 93 94
Liquide Mittel 16, 21, 22 405 305
Summe Umlaufvermögen 3.926 3.224
SUMME AKTIVA 13.823 12.192
PASSIVA
MSEK ANMERKUNG 31.12.2018 31.12.2017
Eigenkapital
Aktienkapital 23 18 18
Rücklagen 352 189
Gewinnvortrag inkl. Jahresergebnis 6.315 5.289
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnendes Eigenkapital 6.685 5.496
Nicht beherrschende Anteile 63 50
Summe Eigenkapital 6.748 5.546
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige zinstragende Verbindlichkeiten 16, 24 1.776 997
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 447 259
Pensionsrückstellungen, zinstragend 25 37 36
Latente Steuerschulden 17 824 736
Sonstige langfristige Rückstellungen 26 36 30
Summe langfristige Verbindlichkeiten 3.120 2.058
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige zinstragende Verbindlichkeiten 16, 24 1.762 2.808
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 632 557
Kundenvorleistungen 435 260
Aktuelle Steuerschulden 189 198
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 26 42 36
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 344 234
Rechnungsabgrenzungsposten 28 551 495
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 3.955 4.588
SUMME PASSIVA 13.823 12.192

Die Anmerkungen auf Seiten 48-67 sind fester Bestandteil dieses Jahres- und Konzernabschlusses.

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

MSEK AKTIENKAPITAL RÜCKLAGEN ERGEBNISVORTRAG GESAMT NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE SUMME EIGENKAPITAL
Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2017 18 171 4.523 4.712 46 4.758
Gesamtergebnis
Jahresergebnis - - 1.084 1.084 23 1.107
Sonstiges Gesamtergebnis - 18 - 18 - 18
Summe Gesamtergebnis - 18 1.084 1.102 23 1.125
Transaktionen mit Aktionären
Dividende - - -318 -318 -19 -337
Schlussbilanz per 31. Dezember 2017 18 189 5.289 5.496 50 5.546
Gesamtergebnis
Jahresergebnis - - 1.389 1.389 31 1.420
Sonstiges Gesamtergebnis - 163 - 163 2 165
Summe Gesamtergebnis - 163 1.389 1.552 33 1.585
Transaktionen mit Eigentümern
Dividende - - -363 -363 -20 -383
Schlussbilanz per 31. Dezember 2018 18 352 6.315 6.685 63 6.748

KONZERN-CASHFLOW-RECHNUNG

MSEK ANMERKUNG 2018 2017
Betriebliche Tätigkeit
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.902 1.519
Posten ohne Auswirkungen auf den Cashflow 36 391 318
Sonstige Finanzposten -4 -4
Erhaltene Zinsen 2 1
Gezahlte Zinsen -42 -43
Gezahlte Einkommenssteuer -472 -368
Cashflow aus Veränderungen des Umlaufvermögens 1.777 1.423
Veränderungen des Umlaufvermögens
Steigerung/Abnahme Vorräte -260 -124
Steigerung/Abnahme betrieblicher Forderungen -214 -85
Steigerung/Abnahme betrieblicher Verbindlichkeiten 230 112
Summe Veränderung des Umlaufvermögens -244 -97
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 1.533 1.326
Investitionstätigkeit
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -19 -9
Investitionen in Sachanlagen -162 -144
Veräußerung von Sachanlagen 12 7
Erwerb von Tochterunternehmen nach Abzug der liquiden Mittel 31 -500 -1.378
Cashflow aus Investitionstätigkeit -669 -1.524
Finanzierungstätigkeit
Zunahme/Abnahme langfristiger Forderungen/Schulden -13 -
Aufnahme von Darlehen 2.145 2.534
Tilgung von Darlehen -2.548 -1.977
Gezahlte Dividende -383 -337
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -799 220
Cashflow im Geschäftsjahr 65 22
Liquide Mittel zu Geschäftsjahresbeginn 305 293
Umrechnungskursdifferenzen 35 -10
Liquide Mittel zu Geschäftsjahresende 405 305

Die Anmerkungen auf Seiten 48-67 sind fester Bestandteil dieses Jahres- und Konzernabschlusses.

ANM. 1 ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Lifco erwirbt und entwickelt marktführende Nischentätigkeiten in drei Geschäftsbereichen: Dentalprodukte, Abbruch & Werkzeuge und Systemlösungen. Die Tätigkeit erfolgt in Tochterunternehmen in 29 Ländern. Das Mutterunternehmen Lifco AB (Publ.), ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Enköping (Verkmästaregatan 1, 745 85 Enköping, Schweden).

Am 20. März 2019 wurde dieser Konzern- und Jahresabschluss vom Verwaltungsrat zur Veröffentlichung gebilligt. Die GuV und die Bilanzen des Konzernes und des Mutterunternehmens werden auf der Jahreshauptversammlung am 26. April 2019 festgestellt.

Sämtliche Beträge werden in Millionen schwedischen Kronen (MSEK) ausgewiesen, sofern nichts anderes angegeben wird. Die Angaben in Klammern betreffen das Vorjahr.

Gemäß deutschen Bestimmungen ist es möglich zu vermeiden, die Jahresabschlüsse einzelner Tochtergesellschaften in Deutschland zu veröffentlichen, vorausgesetzt, dass sie in einem anderen EU-Land auf einer höheren Ebene konsolidiert werden. Um die Anforderungen gemäß diesen Bestimmungen zu erfüllen, hat die Lifco AB (publ.) beschlossen, eventuelle Verluste für die in Deutschland registrierten Tochtergesellschaften bezüglich des Geschäftsjahres 1. Januar-31. Dezember 2018 gemäß § 32 AktG (deutsches Aktiengesetz) zu absorbieren. Dieser Beschluss wird gemäß § 325 HGB im offiziellen deutschen Register veröffentlicht.

Es wurde beschlossen, dass die Ausnahmebestimmungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB anwendbar sind hinsichtlich Lagebericht und Veröffentlichung der Finanzberichte im deutschen offiziellen Register für die Tochterunternehmen gemäß nachstehender Liste.

EDP European Dental Partners Holding GmbH, Lübeck
M+W Dental Müller & Weygandt GmbH, Büdingen
Interadent Zahntechnik GmbH, Lübeck
MDH AG Mamisch Dental Health AG, Mülheim an der Ruhr
DentalTiger GmbH, Linden
Praezimed Service GmbH, Hamburg
Smilodentax GmbH, Essen
PP Greiftechnik GmbH, Waakirchen
Kinshofer GmbH, Waakirchen
Demolition and Recycling Tool Rentals GmbH, Waakirchen
Darda GmbH, Blumberg

Lifco AB hat eine Mutterunternehmensgarantie gemäß Sektion 479(C) des UK Companies Act 2006 für das Geschäftsjahr 2018 für die in England und Wales registrierten Tochterunternehmen ausgefertigt, siehe unten. Die Mutterunternehmensgarantie gilt für alle ausstehenden Verbindlichkeiten für die Tochterunternehmen per Bilanzstichtag, bis die Verpflichtungen erfüllt worden sind. Die Tochterunternehmen haben die Ausnahme der gesetzlich vorgeschriebenen Rechnungsprüfung gemäß Sektion 479(A) des UK Companies Act 2006 angewendet.

Tochterunternehmen:

Auger Torque Europe Limited (CRN 03537549)
Auto-Maskin UK Limited (CRN 06706114)
Brokk UK Ltd. (CRN 04063287)
Kinshofer UK Limited (CRN 01705372)
Silvent UK Limited (CRN 03767990)
Tevo Limited (CRN 01540940)
Top Dental (Products) Limited (CRN 04261332)

Eine vollständige Liste der konsolidierten Unternehmen befindet sich auf den Seiten 81-86.

ANM. 2 ZUSAMMENFASSUNG WICHTIGER BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die wichtigsten bei der Errichtung dieses Konzernabschlusses angewendeten Bilanzierungsgrundsätze werden nachstehend aufgeführt. Diese Grundsätze wurden konsequent für alle dargestellten Jahre angewendet, wenn nichts anderes angegeben wird.

2.1 GRUNDLAGE DER ERSTELLUNG DER JAHRESABSCHLÜSSE

Der Konzernabschluss für den Lifco-Konzern wurde erstellt gemäß IFRS (International Financial Reporting Standards), herausgegeben vom International Accounting Standards Board (IASB), sowie gemäß´den Auslegungsgutachten des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie von der EU angenommen. Außerdem wurden die Empfehlung RFR 1 des schwedischen Buchführungsausschusses („Ergänzende Rechnungslegungsregeln für Konzerne”) sowie das schwedische Jahresabschlussgesetz angewendet. Der Konzernabschluss wurde gemäß Anschaffungswertmethode aufgestellt.

Neue und geänderte Standards, die vom Konzern angewendet werden

Vom Konzern werden für das am 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr zum ersten Mal die Standards IFRS 9 „Financial Instruments“ und IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers“ angewendet. Die Einführung dieser Standards hatte keine Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzernes. Aufgrund der Einführung dieser Standards wurden die Rechnungslegungsgrundsätze und erweiterten Offenlegungen erweitert.

Neue Standards und Auslegungen, die vom Konzern noch nicht angewendet worden sind

Der Konzern wendet IFRS 16 seit dem 1. Januar 2019 an. Die Umsetzung des Standards wird dazu führen, dass alle Leasingverträge in der Bilanz des Leasingnehmers erfasst werden, da nicht mehr zwischen operativem Leasing und Finanzierungsleasing unterschieden wird. Nach dem neuen Standard werden ein Gegenstand des Sachanlagevermögens (das Recht zur Nutzung eines Leasinggegenstandes) und eine finanzielle Verbindlichkeit (lang- und kurzfristig) im Zusammenhang mit der Verpflichtung zur Zahlung von Leasingzahlungen in der Bilanz erfasst. Anstelle der Verhältnisse zu operativem Leasing, die vollständig im Betriebsergebnis erfasst wurden, werden Abschreibungen und Zinsaufwendungen in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. IFRS 16 wird sich auf den Cashflow auswirken, da die Leasingraten den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (zum Beispiel Zinszahlungen und Leasingverträge, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert einen geringen Wert hat, und kurzfristige Leasingverträge) und den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Rückzahlung der Leasingverbindlichkeit) beeinflussen.

Der Konzern wird den modifizierten retrospektiven Ansatz anwenden, der zur Folge hat, dass die Nutzungsrechte in einem Betrag bewertet werden, welcher der Leasingverbindlichkeit zum 1. Januar 2019 entspricht (berichtigt um vorausbezahlte und abgegrenzte Leasingzahlungen). Die Umstellung auf IFRS 16 wird sich daher nicht auf das Eigenkapital des Konzernes auswirken. Da der modifizierte retrospektive Ansatz angewendet wird, werden die Vergleichszahlen für das Jahr 2018 nicht neu berechnet. Der Konzern hat sich dafür entschieden, die Ausnahme anzuwenden und somit kurzfristige Miet- und Leasingverträge, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert einen geringen Wert hat, als Teil des Nutzungsrechtes am Leasingobjekt und der Leasingverbindlichkeit nicht in der Bilanz zu erfassen. Zahlungen, welche diesen Leasingverträgen zuzurechnen sind, werden stattdessen als lineare Kosten über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ausgewiesen. Die übrigen Leasingverpflichtungen umfassen hauptsächlich Räumlichkeiten wie Büro-, Lager- und Betriebsgebäude. Für diese Leasingverpflichtungen wird der Konzern zum 1. Januar 2019 Nutzungsrechte in Höhe von rund 400 MSEK und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von rund 400 MSEK bilanzieren.

Voraussichtlich werden keine der IFRS- oder IFRIC-Auslegungen, die noch nicht in Kraft getreten sind, wesentliche Auswirkungen auf den Konzern haben.

2.2 KONZERNABSCHLUSS

Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich strukturierter Unternehmen), auf die der Konzern einen beherrschenden Einfluss hat. Der Konzern kontrolliert ein Unternehmen, wenn dieses flexibler Rendite aus seinen Anteilen am Unternehmen ausgesetzt ist oder ein Recht darauf hat sowie wenn es die Möglichkeit hat, die Rendite durch seinen Einfluss im Unternehmen zu beeinflussen. Tochterunternehmen werden ab dem Datum, an dem der beherrschende Einfluss auf den Konzern übertragen wird, in den Konzernabschluss eingeschlossen. Sie werden ab dem Datum, an dem der beherrschende Einfluss aufhört, aus dem Konzernabschluss ausgeschlossen.

Für die Rechnungslegung der Betriebskäufe des Konzernes wird die Erwerbsmethode verwendet. Der Kaufpreis für den Erwerb eines Tochterunternehmens besteht aus dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und den vom Konzern emittierten Aktien. Im Kaufpreis ist auch der beizulegende Zeitwert aller Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten inbegriffen, der Folge einer Vereinbarung über bedingten Kaufpreis ist. Jeder bedingte Kaufpreis, der vom Konzern übertragen werden muss, wird zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbsdatum ausgewiesen. Nachfolgende Änderungen eines beizulegenden Zeitwertes eines bedingten Kaufpreises, der als Verbindlichkeit klassifiziert worden ist, wird gemäß IAS 39 in der GuV ausgewiesen. Erwerbsbezogene Aufwendungen werden bei Entstehen als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Identifizierte erworbene Vermögenswerte und übernommene Verbindlichkeiten bei einem Betriebskauf werden zu Anfang zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbsdatum bewertet. Bei jedem Kauf, also Kauf für Kauf, entscheidet der Konzern, ob nicht beherrschende Anteile im erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder zum proportionalen Anteil der Nettovermögenswerte des erworbenen Unternehmens ausgewiesen werden.

Als Goodwill wird der Betrag ausgewiesen, mit dem der Kaufpreis, eventuelle nicht beherrschende Anteile sowie der beizulegende Zeitwert per Erwerbsdatum auf früheren Eigenkapitalanteil im erworbenen Unternehmen den beizulegenden Zeitwert der identifizierten erworbenen Nettovermögenswerte übersteigt.

Verpflichtungen, nicht beherrschende Anteile zu erwerben, gelten als finanzielle Verbindlichkeiten mit nachfolgenden Wertveränderungen und werden ausgewiesen im Eigenkapital.

Konzerninterne Transaktionen, Bilanzposten, Erträge und Aufwendungen sowie noch nicht erzielte Gewinne und Verluste auf Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Die Bilanzierungsgrundsätze für Tochterunternehmen wurden gegebenenfalls geändert, um eine konsequente Anwendung der Grundsätze des Konzernes zu garantieren.

Veränderung des Eigentümeranteiles an einem Tochterunternehmen ohne Veränderung des beherrschenden Einflusses

Transaktionen mit Eigentümern ohne beherrschende Anteile, die nicht zum Verlust der Kontrolle fuhren, werden als Eigenkapital-Transaktion ausgewiesen, also als Transaktion mit Eigentümern in ihrer Rolle als Eigentümer. Bei Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen wird der Unterschied zwischen beizulegendem Zeitwert auf den entrichteten Kaufpreis und dem tatsächlich erworbenen Anteil des Buchwertes der Nettovermögenswerte des Tochterunternehmens im Eigenkapital ausgewiesen. Gewinne und Verluste auf Veräußerungen an Eigentümer ohne beherrschende Anteile werden ebenfalls im Eigenkapital ausgewiesen.

2.3 UMRECHNUNG AUSLÄNDISCHER WÄHRUNGEN

Funktionswährung und Berichtswährung

Die verschiedenen Einheiten des Konzernes haben die lokale Währung als Funktionswährung, wenn die lokale Währung als die Währung definiert ist, die im primären wirtschaftlichen Umfeld benutzt wird, in dem die jeweilige Einheit hauptsächlich tätig ist. Im Konzernabschluss wird die schwedische Krone (SEK) verwendet, die Funktionswährung des Mutterunternehmens und Berichtswährung des Konzernes ist.

Transaktionen und Bilanzposten

Transaktionen in ausländischen Währungen werden in der Rechnungslegung zum Wechselkurs des Transaktionsdatums in die Funktionswährung umgerechnet. Wechselkursgewinne und -verluste, die bei Zahlung solcher Transaktionen sowie bei Umrechnung monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in ausländischen Währungen zum Kurs des Bilanzstichtages entstehen, werden in der GuV ausgewiesen. Ausnahmen sind Transaktionen, die Nettoinvestitionen darstellen, dann werden Gewinne/Verluste im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit zum jeweiligen Stichtagskurs bewertet. Im Ergebnis sind unrealisierte Kursgewinne und Kursverluste enthalten. Kursdifferenzen, die betriebsbezogenen Forderungen und Verbindlichkeiten zurechenbar sind, werden als sonstige betriebliche Erträge (betriebliche Aufwendungen) ausgewiesen. Kursdifferenzen hinsichtlich finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden bei sonstigen finanziellen Posten ausgewiesen.

Umrechnung ausländischer Konzernunternehmen

Ergebnis und finanzielle Lage der Einheiten, die eine andere Funktionswährung nutzen als die Berichtswährung, werden in die Berichtswährung des Konzernes umgerechnet. Alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaften werden zum Kurs des Bilanzstichtages umgerechnet, während alle Posten in den Gewinn-und-Verlust-Rechnungen zum durchschnittlichen Devisenkurs umgerechnet werden. Die entstehenden Wechselkursdifferenzen werden teils durch die Differenz zwischen den Durchschnittskursen der GUV und den Kursen des Bilanzstichtages und teils dadurch, dass die Nettovermögenswerte am Jahresende zu einem anderen Kurs als bei Jahresbeginn umgerechnet werden, hervorgerufen. Wechselkursdifferenzen werden im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen. Externe Darlehen, die mit dem Zweck aufgenommen wurden, die Wechselkursdifferenzen in exponierten Währungen zu reduzieren, um den Nettovermögenswerten in den ausländischen Tochtergesellschaften zu entsprechen, werden sicherungsbilanziert. Die Kursdifferenzen dieser Darlehen werden direkt im sonstigen Gesamtergebnis des Konzernes ausgewiesen. Goodwill und Anpassungen von beizulegendem Zeitwert, die bei Erwerb einer Auslandstätigkeit entstehen, werden wie Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bei dieser Tätigkeit behandelt und zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Wechselkursdifferenzen werden im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen.

2.4 SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Goodwill

Goodwill entsteht beim Kauf von Tochterunternehmen und betrifft den Betrag, mit dem der Kaufpreis Lifcos Anteil am beizulegenden Zeitwert identifizierbarer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten in dem erworbenen Unternehmen sowie den beizulegenden Zeitwert von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss im erworbenen Unternehmen übersteigt. Sämtliche Käufe betreffen eine strategische und langfristige Investition. Um den Wertminderungsbedarf zu testen, wird in einem Unternehmenserwerb erworbener Goodwill auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierende Einheiten verteilt, die voraussichtlich von Synergien aus dem Erwerb profitieren. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, auf die Goodwill verteilt wurde, entspricht dem niedrigsten Niveau im Konzern, auf dem das Goodwill in der internen Steuerung überwacht wird. Ein Wertminderungstest zum Goodwill wird jährlich oder häufiger vorgenommen, wenn Ereignisse oder Änderungen der Umstände eine mögliche Wertminderung anzeigen. Der ausgewiesene Wert des Goodwill wird mit dem erzielbaren Betrag, der der höchste der Nutzungswerte ist, und mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten verglichen. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand wird sofort als Aufwand erfasst und kann nicht zurückgebucht werden.

Patente

Patente, die separat erworben wurden, werden zum Anschaffungswert abzüglich der kumulierten Abschreibungen ausgewiesen. Patente werden beantragt für besondere Konstruktionen und technische Lösungen, die in vom Unternehmen entwickelte Produkte eingehen. Abschreibungen erfolgen linear, um die Kosten für Patente auf den voraussichtlichen Nutzungszeitraum zu verteilen, der entweder die gesetzliche Lebensdauer des Patentes ist oder der Zeitraum, während dem das auf das Patent bezogene Produkt voraussichtlich produziert wird, wobei die kürzere der beiden Alternativen gilt. Die voraussichtliche Nutzungsdauer eines Patentes wird in der Regel als nicht länger als fünf Jahre angesehen.

Lizenzen, Marken und Kundenbeziehungen

Lizenzen, Marken und Kundenbeziehungen, die separat erworben wurden, werden zum Anschaffungswert ausgewiesen. Diejenigen, die durch einen Betriebserwerb erworben wurden, werden zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbsdatum ausgewiesen. Lizenzen und Kundenbeziehungen haben einen bestimmbaren Nutzungszeitraum und werden zum Anschaffungswert abzüglich der kumulierten Abschreibungen ausgewiesen. Abschreibungen erfolgen linear, sodass die Kosten über ihren voraussichtlichen Nutzungszeitraum verteilt werden, der für Lizenzen schätzungsweise 2-20 Jahre und für Kundenbeziehungen 10 Jahre beträgt. Die Nutzungsdauer von Marken ist unbestimmt. Sie werden jährlich auf Wertminderung geprüft.

Erworbene Softwarelizenzen werden auf Grundlage der Kosten aktiviert, die bei Erwerb und Inbetriebnahme der aktuellen Software entstanden sind. Diese aktivierten Kosten werden während des voraussichtlichen Nutzungszeitraumes von 3-5 Jahren abgeschrieben.

2.5 SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zum Anschaffungswert abzüglich Abschreibungen ausgewiesen. Der Anschaffungswert umfasst Ausgaben, die direkt dem Erwerb des Vermögenswertes zurechenbar sind.

Hinzukommende Ausgaben werden dem ausgewiesenen Wert des Vermögenswertes hinzugefügt oder gegebenenfalls dann als separater Vermögenswert ausgewiesen, wenn wahrscheinlich ist, dass die künftigen wirtschaftlichen Vorteile, die mit dem Vermögenswert verknüpft sind, Lifco zugute kommen und der Anschaffungswert des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden kann. Der Buchwert eines ersetzten Anteiles wird aus der Bilanz ausgebucht. Alle anderen Formen von Reparaturen und Wartung werden in der GuV als Aufwendungen im Zeitraum ihres Entstehens ausgewiesen.

Auf Grundstücke werden keine Abschreibungen vorgenommen. Jeder Teil sonstiger Sachanlagen mit einem im Verhältnis zum gesamten Anschaffungswert des Vermögenswertes beträchtlichen Anschaffungswert wird separat abgeschrieben. Abschreibungen werden linear wie folgt vorgenommen:

Gebäude 25-40 Jahre
Maschinen und sonstige technische Anlagen 5-10 Jahre
Betriebsausstattung, Werkzeuge und Anlagen 3-6 Jahre

Die Restwerte und Nutzungszeiträume der Vermögenswerte werden am Ende jeder Berichtsperiode überprüft und bei Bedarf angepasst. Der Buchwert eines Vermögenswertes wird unverzüglich auf seinen erzielbaren Betrag berichtigt, wenn der ausgewiesene Wert des Vermögenswertes dessen veranschlagten erzielbaren Betrag übersteigt.

Gewinne und Verluste bei Veräußerung einer Sachanlage werden durch Vergleich zwischen dem Veräußerungsertrag und dem ausgewiesenen Wert festgestellt und werden in der GuV unter sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

2.6 WERTMINDERUNG VON NICHT-FINANZIELLEM ANLAGEVERMÖGEN

Vermögenswerte, die abgeschrieben werden, werden hinsichtlich der Wertminderung immer dann beurteilt, wenn Ereignisse oder Veränderungen der Umstände anzeigen, dass der ausgewiesene Wert vielleicht nicht mehr erzielbar ist. Eine Wertminderung erfolgt um den Betrag, mit dem der ausgewiesene Wert des Vermögenswertes dessen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höchste beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungsaufwendungen und Nutzwert des Vermögenswertes. Bei Beurteilung des Wertminderungsbedarfes werden Vermögenswerte auf den niedrigsten Niveaus gruppiert, auf denen es identifizierbare Cashflows (zahlungsmittelgenerierende Einheiten) gibt.

2.7 FINANZINSTRUMENTE ERSTMALIGER ANSATZ

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden zu dem Zeitpunkt erfasst, wenn der Konzern Partei der Vertragsbedingungen des Instrumentes wird. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag erfasst, also an dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet.

Die erstmalige Erfassung von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten, die dem Erwerb oder der Ausgabe eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit direkt zugeordnet werden können, wie zum Beispiel Gebühren und Provisionen.

2.7.1 KLASSIFIZIERUNG

Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die Kategorien der fortgeführten Anschaffungskosten und der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Die Klassifizierung hängt davon ab, für welchen Zweck der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle Verbindlichkeit erworben wurde.

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten

Vermögenswerte, die mit der Absicht gehalten werden, einen vertraglich vereinbarten Cashflow zu generieren, und in Fällen, in denen diese Cashflows ausschließlich die Tilgungs- und Zinszahlungen umfassen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Buchwert dieser Vermögenswerte wird um erfasste zu erwartende Kreditausfälle angepasst (siehe Abschnitt „Wertminderung“ unten). Die Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte des Konzernes umfassen sonstige langfristige Forderungen, Forderungen an Kunden sowie liquide Mittel.

Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten des Konzernes werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Obligationen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Kontokorrentkredite.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten sind finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden oder zusätzliche Gegenleistungen bei Unternehmenszusammenschlüssen erbringen. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden in den Folgeperioden ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert und die Wertänderung wird erfolgswirksam erfasst. Verbindlichkeiten dieser Kategorie werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, wenn sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zur Zahlung fällig werden; wenn sie später als zwölf Monate zur Zahlung fällig werden, werden sie als langfristige Verbindlichkeiten klassifiziert.

Sonstige zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus Verkaufs-Optionen oder kombinierten Kauf-/Verkaufsoptionen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Minderheitsanteilen. Veränderungen dieser Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.

2.7.2 RECHNUNGSLEGUNG UND BEWERTUNG

Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag erfasst, also an dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet. Finanzinstrumente werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten ausgewiesen. Finanzielle Vermögenswerte werden aus der Bilanz entfernt, wenn das Recht, Cashflow von dem Instrument zu erhalten, ausgelaufen oder übertragen worden ist und der Konzern im Großen und Ganzen alle mit dem Eigentumsrecht verbundenen Risiken und Vorteile übertragen hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden aus der Bilanz entfernt, wenn die Verpflichtung im Vertrag erfüllt oder auf andere Weise gelöscht worden ist. Nach dem Erwerbszeitpunkt werden Kredite und Forderungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode ausgewiesen.

2.7.3 VERRECHNUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit einem Nettobetrag in der Bilanz nur dann verrechnet und ausgewiesen, wenn ein gesetzliches Recht, die ausgewiesenen Beträge zu verrechnen, sowie eine Absicht vorliegen, diese mit einem Nettobetrag zu regulieren oder gleichzeitig den Vermögenswert zu veräußern und die Verbindlichkeit zu regulieren.

2.7.4 WERTMINDERUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen werden

Der Konzern beurteilt am Ende jeder Berichtsperiode, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegen.

Der Konzern bewertet die erwarteten zukünftigen Kreditverluste, die im Zusammenhang mit bilanzierten Vermögenswerten stehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen werden. Die finanziellen Vermögenswerte des Konzernes, für die erwartete Kreditrisiken bewertet werden, bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Konzern bildet zu jedem Bilanzstichtag eine Kreditrücklage für solche erwarteten Kreditverluste. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet der Konzern für die Kreditrücklage den modifizierten retrospektiven Ansatz an, das heißt, das die Rücklage dem erwarteten Verlust über die gesamte Laufzeit der Forderung entspricht. Zur Messung der erwarteten Kreditverluste wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kreditrisikomerkmalen und der Anzahl der überfälligen Tage gruppiert. Der Konzern verwendet für erwartete Kreditverluste prospektive Variablen. Erwartete Kreditverluste werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzernes in der Position „Verwaltungskosten“ erfasst.

2.7.5 SICHERUNG VON NETTOINVESTITIONEN

Die Sicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe werden ähnlich wie Cashflow-Sicherungen ausgewiesen. Der Anteil von Gewinn oder Verlust bei Sicherungsinstrumenten, der als eine effektive Sicherung gilt, wird im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen. Der Gewinn oder Verlust, der dem ineffektiven Teil zurechenbar ist, wird in der GuV ausgewiesen. Kumulierte Gewinne und Verluste im Eigenkapital werden in der GuV ausgewiesen, wenn der ausländische Geschäftsbetrieb ganz oder teilweise veräußert wird.

2.8 VORRÄTE

Die Vorräte werden zum niedrigsten Anschaffungswert und Nettoveräußerungswert ausgewiesen. Der Anschaffungswert wird unter Anwendung der Methode „First in First out“ (FIFO) festgestellt. In den Wert der Vorräte geht ein diesem zurechenbarer Anteil indirekter Aufwendungen ein. Der Wert von Fertigwaren umfasst Rohwaren, direkte Arbeit, sonstige direkte Aufwendungen sowie produktionsbezogene Kosten einschließlich Abschreibungen.

Der Anschaffungswert besteht aus dem Einkaufspreis von Zulieferern sowie Kosten für Zoll und Fracht. Der Nettoveräußerungswert ist der veranschlagte Verkaufspreis in der betrieblichen Tätigkeit abzüglich veranschlagter Fertigstellungs- und Vertriebsaufwendungen. Eine Schätzung der Wertminderung der Vorräte erfolgt kontinuierlich im Jahreslauf.

2.9 FORDERUNGEN AN KUNDEN

Forderungen an Kunden sind Beträge, die von Kunden für in der betrieblichen Tätigkeit verkaufte Waren oder ausgeführte Dienstleistungen zu zahlen sind. Wenn die Zahlung voraussichtlich binnen eines Jahres oder früher erfolgt, werden sie als Umlaufvermögen klassifiziert. Andernfalls werden sie als Anlagevermögen ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst zu den Anschaffungskosten und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode gegebenenfalls abzüglich von Wertberichtigungen angesetzt.

2.10 LIQUIDE MITTEL

Die liquiden Mittel umfassen sowohl in der Bilanz als auch in der Cashflow-Rechnung den Kassenbestand sowie Bankguthaben.

2.11 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen sind Verpflichtungen, für Waren und Dienstleistungen zu bezahlen, die im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit von Lieferanten erworben wurden. Verbindlichkeiten aus Lieferungen werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, wenn sie binnen eines Jahres oder früher fällig sind. Andernfalls werden sie als langfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalbetrag ausgewiesen. Es wird vorausgesetzt, dass der ausgewiesene Wert für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dessen beizulegendem Zeitwert entspricht, da dieser Posten kurzfristiger Natur ist.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet (siehe Finanzinstrumente oben).

2.12 AKTUELLE UND LATENTE STEUERN

Der Steueraufwand der Periode umfasst aktuelle und latente Steuern. Steuern werden in der GuV ausgewiesen, außer wenn die sie Posten betreffen, die im sonstigen Gesamtergebnis oder direkt im Eigenkapital ausgewiesen werden. In solchen Fällen werden die Steuern auch im sonstigen Gesamtergebnis beziehungsweise Eigenkapital ausgewiesen. Der aktuelle Steueraufwand wird auf der Grundlage der Steuerregelungen veranschlagt, die zum Bilanzstichtag in den Ländern, in denen das Mutterunternehmen und seine Tochterunternehmen tätig sind und steuerpflichtige Erträge generieren, beschlossen oder in der Praxis beschlossen sind.

Latente Steuern werden gemäß Bilanzmethode auf alle zeitweiligen Differenzen, die zwischen dem steuerlichen Wert von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und deren ausgewiesenen Werten im Konzernabschluss entstehen, ausgewiesen. Die latenten Steuern werden jedoch nicht ausgewiesen, wenn sie als Folge einer Transaktion entstehen, die die erste Rechnungslegung von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten darstellt, die kein Unternehmenserwerb sind und die zum Zeitpunkt der Transaktion weder das ausgewiesene noch das steuerliche Ergebnis beeinflussen. Latente Einkommenssteuern werden unter Anwendung von Steuersätzen berechnet, die per Bilanzstichtag beschlossen oder angekündigt worden sind und die voraussichtlich gelten werden, wenn die betreffende latente Steuerforderung realisiert oder die latente Steuerschuld reguliert wird.

Latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge werden in dem Umfang ausgewiesen, in dem zukünftige steuerliche Überschüsse wahrscheinlich verfügbar sein werden, gegen die die Defizite genutzt werden können.

Latente Steuerforderungen und -schulden werden verrechnet, wenn es ein gesetzliches Verrechnungsrecht für aktuelle Steuerforderungen und -schulden gibt und wenn sich die latenten Steuerforderungen und -schulden auf von der gleichen Steuerbehörde erhobene Steuern beziehen und entweder das gleiche Steuersubjekt oder verschiedene Steuersubjekte betreffen, bei denen eine Absicht besteht, diese durch Nettozahlungen zu regulieren.

2.13 DARLEHENSAUFNAHME

Die erstmalige Erfassung aufgenommener Darlehen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten. In der Folge werden Darlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Eine etwaige Differenz zwischen dem Erlös (abzüglich Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst. Kontokorrentkredite werden in der Bilanz bei kurzfristigen Verbindlichkeiten als Darlehensaufnahme ausgewiesen.

2.14 VERGÜTUNG AN BESCHÄFTIGTE

Pensionsverpflichtungen

Der Konzern hat sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Pensionspläne. Der wichtigste leistungsorientierte Plan des Konzernes ist der ITP-Plan, gesichert durch Abgaben an Alecta (zu Einzelheiten über Alecta siehe Anm. 25).

Ein beitragsorientierter Pensionsplan ist ein Pensionsplan, gemäß dem der Konzern feste Beiträge an ein separates Rechtssubjekt zahlt. Der Konzern hat keine rechtlichen oder informellen Verpflichtungen, weitere Beiträge zu entrichten, wenn dieses Rechtssubjekt nicht über ausreichende Vermögenswerte dafür verfügt, den Mitarbeitern alle Vergütungen zu zahlen, die mit deren gegenwärtiger oder früherer Beschäftigung zusammenhängen. Für leistungsorientierte Pensionspläne zahlt der Konzern Abgaben an öffentlich oder privat verwaltete Pensionsversicherungssysteme auf obligatorischer, vertraglicher oder freiwilliger Basis. Der Konzern hat keine weitere Zahlungsverpflichtungen, wenn die Abgaben bezahlt sind. Die Abgaben werden bei Zahlungsfälligkeit als Personalaufwendungen ausgewiesen. Vorausgezahlte Abgaben werden als Vermögenswert in dem Ausmaß ausgewiesen, in dem eine Barrückzahlung oder Verringerung zukünftiger Zahlungen dem Konzern zugutekommen kann.

Die wenigen Pensionsverpflichtungen, die nicht von Versicherungsgesellschaften übernommen oder auf andere Weise durch Fonds bei Dritten gesichert worden sind, werden in der Bilanz als Verbindlichkeit ausgewiesen.

2.15 RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden ausgewiesen, wenn der Konzern eine gesetzliche oder informelle Verpflichtung als Folge eines eingetretenen Ereignisses hat und es eher wahrscheinlicher ist, dass ein Abfluss von Ressourcen dafür erforderlich wird, die Verpflichtung zu regulieren, als dass dies nicht geschieht sowie dass eine zuverlässige Schätzung des Betrages erfolgen kann.

Rückstellungen für Garantiekosten sind Schätzungen von erfolgten Garantieansprüchen und werden mithilfe gesammelter Erfahrung in Form von Statistik über historische Ansprüche, voraussichtliche Kosten für Maßnahmen sowie durchschnittliche Zeitaufwände zwischen Entstehung des Mangels und Erhebung von Ansprüchen gegen den Konzern geschätzt.

2.16 ERFASSUNG VON UMSATZERLÖSEN

Verkauf von Waren

Die wesentlichen Umsatzströme des Konzernes, die dem Verkauf von Waren zuzuordnen sind, umfassen den Verkauf von Dentalprodukten, Werkzeugen und Maschinen, Baustoffen, Innenausstattung für Servicefahrzeuge, Umwelttechnik und Ausrüstung für die Forstwirtschaft. Die Einnahmequelle „Dentalprodukte“, die aus dem operativen Segment „Dentalprodukte“ herrührt, wird aus dem Verkauf von Produkten in Form von Verbrauchsmaterialien und Geräten für Zahnärzte generiert. Die Einnahmequelle „Werkzeuge und Maschinen“, die aus dem operativen Segment „Abbruch & Werkzeuge“ herrührt, wird aus dem Verkauf von Geräten an die Bau- und Abbruchindustrie generiert, wobei die wichtigsten Produkte Abbruchroboter sowie Werkzeuge für Krane und Bagger sind. Die aus dem operativen Segment „Systemlösungen“ herrührenden Einnahmequellen „Baustoffe“, „Innenraumaustattung für Servicefahrzeuge“, „Umwelttechnik“ und „Forstwirtschaft“ werden aus dem Verkauf verschiedener Produkte wie Maschinen und Anlagen für Elektroinstallationen und Stromerzeugung, Elektrogeräte, LED-Beleuchtung, Innenausstattungsmodule für Transporter und leichte Nutzfahrzeuge, Maschinen zur Verbesserung der Umwelt, Arbeitskleidung, Instrumente für Landvermesser und Ausrüstung für Sägewerke und Pelletanlagen generiert.

Innerhalb des Bereichs „Forstwirtschaft“ bestehen Festpreisvereinbarungen für kundenspezifische Ausrüstungen für Sägewerke, wie zum Beispiel Holzbearbeitungsgeräte, Trocknungsanlagen, Sägeanlagen und Pelletanlagen. Die Erlöse aus Festpreisvereinbarungen machen nur einen kleinen Teil (6 %) des Gesamtumsatzes des Konzernes aus.

Die Erlöse aus Festpreisvereinbarungen stützen sich auf eine Kalkulation der am Bilanzstichtag angefallenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten zur Erfüllung der Leistungsvereinbarung. Die Schätzungen von Erlösen, Kosten oder den Fortschritt bei der Fertigstellung des Projektes werden im Fall von Änderungen der Umstände angepasst.

Bei Festpreisvereinbarungen zahlen die Kunden den vereinbarten Preis an vereinbarten Zahlungspunkten. Falls der Leistungsfortschritt des Konzernes den Betrag der Zahlung übersteigt, wird ein vertraglicher Vermögenswert aktiviert. Übersteigen die Zahlungen den Leistungsfortschritt, wird eine vertragliche Verpflichtung erfasst.

Der Konzern arbeitet teilweise an der Eigenentwicklung und Herstellung von Produkten, beschafft aber auch Produkte von Unterauftragnehmern, und zwar hauptsächlich zum Zweck des Weiterverkaufes an Endkunden. Die Vereinbarung mit den Kunden umfasst in der Regel ein oder mehrere Leistungsvereinbarungen (bei Lieferung mehrerer Produkte). In bestimmten Fällen sind andere Leistungsvereinbarungen als Service, Installation, Montage und/oder Support ebenfalls Teil der Vereinbarung. Der Verkauf von Waren wird zu dem Zeitpunkt als Umsatz erfasst, wenn die Kontrolle über die Ware übertragen wird, was normalerweise bei der Lieferung der Waren an die Kunden der Fall ist. Alle Erlöse aus dem Verkauf von Waren werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst. Kundenboni sind Bestandteil bestimmter Vereinbarungen; sie basieren auf den kumulierten Umsätzen mit den Kunden über einen bestimmten Zeitraum, in der Regel ein Jahr oder mehr. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren basieren auf dem in der Vereinbarung angegebenen Preis abzüglich der geschätzten Kundenboni. Bei der Schätzung der Kundenboni werden historische Daten verwendet, und die Umsätze werden nur insoweit erfasst, als es sehr wahrscheinlich ist, dass keine wesentlichen Storni eintreten werden. Für erwartete Kundenboni im Zusammenhang mit Verkäufen bis einschließlich zum Bilanzstichtag wird eine in der Position „Passive Rechnungsabgrenzungsposten“ enthaltene Verbindlichkeit erfasst. Der Konzern ist der Ansicht, dass diese Position keine Finanzierungskomponente enthält, da die durchschnittliche Kreditlaufzeit kurz ist. Der Konzern verpflichtet sich, defekte Produkte in Übereinstimmung mit den üblichen Garantiebestimmungen zu reparieren und zu ersetzen; dies wird als Rückstellung ausgewiesen. Der Verkauf von erweiterten Garantien erfolgt in wenigen Einzelfällen. Eine Forderung wird zu dem Zeitpunkt erfasst, wenn die Ware geliefert wurde, da dann die Zahlung vorbehaltlos wird (zur Zahlung ist also nur noch der Zeitablauf erforderlich).

Verkauf von Dienstleistungen

Die wesentlichen Erlöse des Konzernes aus dem Verkauf von Dienstleistungen stammen zu einem Teil aus dem Verkauf von Dienstleistungen im Bereich „Contract Manufacturing“ des operativen Segmentes „System Solutions“, und außerdem aus Dienstleistungen im Zusammenhang mit den vorstehend beschriebenen Erlösen aus dem Verkauf von Waren in Form von Service, Montage, Support und/oder Installation der verkauften Produkte. Der überwiegende Teil der Vereinbarungen über Dienstleistungen wird auf laufende Rechnung abgerechnet. Erträge aus zu einem variablen Preis erbrachten Dienstleistungen werden über die Zeit in der Periode erfasst, in der sie erbracht werden. Die Umsätze werden in der Regel auf Basis des Stundenpreises erfasst.

Bestimmte Vereinbarungen beinhalten mehrere verschiedene Dienstleistungen, wie zum Beispiel den Verkauf einer Ware und die Montage, Service, Support und/oder Installation der verkauften Produkte. Bei diesen Vereinbarungen wird geprüft, ob die Vereinbarung eine oder mehrere Leistungsbestandteile umfasst, je nachdem, ob es sich um eine Basisleistung oder einen Integrationsdienst haltet oder sie von einem anderen Lieferanten erbracht werden kann. Enthält die Vereinbarung mehrere Leistungsbestandteile, wird der Transaktionspreis jedem einzelnen Leistungsbestandteil auf Grundlage seiner eigenständigen Verkaufspreise zugewiesen.

Bestimmte Dienstleistungen, wie Wartung, Service und Support von Produkten, werden linear über die Laufzeit der Vereinbarung erfasst, wenn sich nicht eine andere Methode besser für Messung der Erfüllung des Leistungsauftrages eignet.

Zinserträge werden über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

2.17 LEASING

Leasing, bei dem ein wichtiger Teil der Gefahren und Vorteile des Eigentums beim Leasinggeber verbleiben, wird es als operatives Leasing klassifiziert. Im Leasingzeitraum getätigte Zahlungen werden in der GuV linear über den Leasingzeitraum als Kosten ausgewiesen.

Leasingverträge, bei denen im Wesentlichen der Konzern die mit dem Eigentum verbundenen finanziellen Risiken und Vorteile hält, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Zu Beginn des Leasingzeitraumes wird Finanzierungsleasing in der Bilanz entweder zum Zeitwert des Leasingobjektes oder zum Kapitalwert der Mindestleasinggebühren ausgewiesen, je nachdem, welcher Wert niedriger ist.

Die Leasingverträge des Konzernes umfassen vor allem das Leasing von Räumlichkeiten und von Fahrzeugen. Keiner dieser Leasingverträge ist gegenwärtig als Finanzierungsleasing klassifiziert.

2.18 CASHFLOW-RECHNUNG

Die Cashflow-Rechnung wurde gemäß der indirekten Methode erstellt. Dies bedeutet, dass das Betriebsergebnis wegen Transaktionen, die während der Periode keine Ein- oder Auszahlungen zur Folge hatten, sowie wegen eventueller Erträge und Aufwendungen, die den Cashflows der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zurechenbar sind, angepasst wird.

2.19 DIVIDENDE

Die Dividende an die Aktionäre des Mutterunternehmens wird in den Finanzberichten des Konzernes in der Periode, in der die Dividende von den Aktionären des Mutterunternehmens gebilligt wird, als Verbindlichkeit ausgewiesen. Dividendenerträge werden ausgewiesen, wenn das Recht, eine Zahlung zu erhalten, festgestellt worden ist.

2.20 AKTIONÄRSEINLAGEN

Aktionärseinlagen werden direkt dem Eigenkapital der empfangenden Einheit zugeführt und beim Darlehensgeber in Aktien und Anteilen aktiviert, soweit nicht eine Wertminderung erforderlich ist.

2.21 SEGMENTINFORMATIONEN

Segmentinformationen werden so ausgewiesen, dass sie mit der internen Berichterstattung übereinstimmen, wie sie dem höchsten exekutiven Entscheidungsträger übergeben wird. Höchster exekutiver Entscheidungsträger ist die Funktion, die für die Zuteilung von Ressourcen und für die Beurteilung der Ergebnisse der Betriebssegmente verantwortlich ist. Im Konzern wurde diese Funktion als geschäftsführender Direktor identifiziert, der strategische Beschlüsse fasst. Das Konzernmanagement hat die Betriebssegmente auf der Grundlage der Informationen festgelegt, die vom geschäftsführenden Direktor behandelt werden und die als Grundlage für die Verteilung von Ressourcen und für die Auswertung von Ergebnissen verwendet werden.

Der geschäftsführende Direktor beurteilt die Geschäftstätigkeit ausgehend von drei Betriebssegmenten: Dentalprodukte, Abbruch & Werkzeuge und Systemlösungen. Systems Solutions besteht aus einer Zusammenlegung der Geschäftsbereiche, die ähnliche ökonomische Eigenschaften haben und individuell einzelne quantitative Grenzwerte nicht erfüllen.

2.22 ALTERNATIVE KENNZAHLEN

Im Jahresabschluss gibt es alternative Kennzahlen für die Weiterverfolgung der Geschäftstätigkeit des Konzernes. Die primären alternativen Kennzahlen, die präsentiert werden, betreffen EBITA, EBITDA, zinstragende Nettoverbindlichkeiten und eingesetztes Kapital. Abstimmungen der alternativen Kennzahlen befinden sich auf Seite 66, deren Zweck und Definitionen sind auf Seite 87 dargestellt.

ANM. 3 FINANZIELLE RISIKOHANDHABUNG

3.1 FINANZIELLE RISIKOFAKTOREN

Der Konzern ist durch seine Tätigkeit vielen verschiedenen Risiken ausgesetzt: Marktrisiko (umfasst Währungsrisiko, Zinsrisiko und Preisrisiko), Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko. Diese Risiken werden gemäß der vom Verwaltungsrat des Unternehmens für die Lifco festgelegten Finanzrichtlinie behandelt Der Konzern wendet das Hedge Accounting nur für Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe an und ist bestrebt, potenzielle nachteilige Auswirkungen auf das Finanzergebnis der Gruppe durch ein umfassendes konzerninternes Kontosystem zu minimieren, bei dem Überschüsse in einer bestimmten Währung durch Zahlungen in derselben Währung ausgeglichen werden.

a) Marktrisiko

(i) Währungsrisiko

Unter Währungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass unvorteilhafte Wechselkursveränderungen Ergebnis und Eigenkapital des Konzernes gemessen in SEK beeinflussen.

Eine Transaktionsexponierung ergibt sich daraus, dass der Konzern Einzahlungen und Auszahlungen in ausländischen Währungen hat.
Eine Umrechnungsexponierung entsteht als Ergebnis der Währungsexponierung des Konzernes wegen der Nettovermögenswerte in den Auslandstätigkeiten des Konzernes.

Der Lifco-Konzern ist in 29 Ländern tätig. Die geografische Verbreitung zusammen mit einer großen Anzahl an Kunden und Produkten ergeben eine relativ begrenzte Transaktionsrisikoexponierung. Die Transaktionsexponierung des Lifco-Konzernes entsteht, wenn die Tochterunternehmen Produkte für Verkauf auf dem einheimischen Markt importieren und/oder Produkte in ausländischen Währungen verkaufen. Effekte von Wechselkursveränderungen werden soweit möglich durch Anwendung von Währungsklauseln in Kundenverträgen und durch Verkauf in der gleichen Währung wie beim erfolgten Einkauf gehandhabt.

Gemäß der Finanzrichtlinie des Konzernes muss jede Gesellschaft ihre Währungsflüsse vor Exponierung durch plötzliche Kursveränderungen sichern. Währungsrisiken werden vor allem durch ein Konzernkontosystem mit Konten in verschiedenen Währungen gehandhabt, wo Überschüsse in diesem System zur Zahlung von Transaktionen in einer bestimmten Währung verwendet werden. Es wurden keine derivativen Instrumente zur Behandlung von Währungsrisiken bezogen. Terminverträge dürfen nur mit Billigung des Konzernmanagements abgeschlossen werden. 2017 und 2018 gab es keine für den Konzern wesentlichen Terminverträge.

Die Lifco erachtet die Transaktionsexponierung für begrenzt, da es im Konzern ein Gleichgewicht zwischen Einkauf und Verkauf in ausländischen Währungen gibt. Somit bringt eine mäßige Veränderung des Wertes der schwedischen Krone gegenüber anderen Währungen keine materiellen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzernes mit sich. 2018 betrugen die in der GuV ausgewiesenen Wechselkursdifferenzen netto 1 (-7) MSEK, siehe Anm. 6. Die Lifco hat zudem ein Transaktionsrisiko durch Kreditaufnahmen in Fremdwährungen. Dieses Risiko ist begrenzt, da diese Kredite teilweise als zur Absicherung von Nettoinvestitionen bilanziert werden.

Ein Umrechnungsrisiko liegt bei Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen in die Berichtswährung SEK vor. Der Konzern hat einige Beteiligungen an ausländischen Geschäftsbetrieben, deren Nettovermögenswerte Währungsrisiken ausgesetzt sind. Eine Währungsexponierung, die aus den Nettovermögenswerten in den ausländischen Geschäftsbetrieben des Konzernes entsteht, wird zu einem bestimmten Teil durch Darlehensaufnahmen in den betreffenden ausländischen Währungen gehandhabt. Diese Darlehen werden als Sicherung von Nettoinvestitionen ausgewiesen, siehe Abschnitt 2.7.5 „Sicherung von Nettoinvestitionen“. Das Mutterunternehmen hat ein Obligationsdarlehen ausgegeben und Darlehen auf der Grundlage von Kontokorrentkrediten und Bankkrediten aufgenommen, die Akquisitionen zuzuordnen sind. Diese belaufen sich auf EUR mit einem Wert von 1.304 (1.127) MSEK, in USD mit einem Wert von 480 (585) MSEK, in NOK mit einem Wert von 358 (632) MSEK und in NZD mit einem Wert von 72 (74) MSEK. Die Akquisitionsdarlehen wurden als Absicherung von Nettoinvestitionen identifiziert. Es gab keine Ineffektivität, die aus der Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu erfassen wäre. Die Nettoexposition beträgt 700 (341) MSEK und die abgesicherten Nettoaktiva 5.794 (4.922) MSEK.

Die Lifco schätzt, dass die Umrechnungsexponierung des Unternehmens zur Folge hat, dass eine Veränderung des Wertes der schwedischen Krone gegenüber anderen Währungen um ein Prozent einen Eigenkapitaleffekt von ±50 (40) MSEK zur Folge haben wurde. Die Exponierung ist vor allem dem EUR und der NOK zurechenbar.

(ii) Zinsrisiko

Unter Zinsrisiko wird verstanden, dass Veränderungen der allgemeinen Zinssituation das Nettoergebnis und das Ergebnis des Konzernes negativ beeinflussen. Die befindlichen Darlehen des Konzernes laufen sowohl mit festem als auch mit variablem Zinssatz. Das Zinsrisiko hinsichtlich des Cashflows, dem der Konzern durch den variablen Zinssatz ausgesetzt ist, wird zum Teil durch Kassenmittel mit variablem Zinssatz neutralisiert. Der Durchschnittszinssatz des Konzernes betrug 2,1 % im Geschäftsjahr 2018 (1,5 % 2017).

Die Darlehen des Konzernes betrugen am Bilanzstichtag 3.538 (3.805) MSEK (siehe Anm. 25), davon laufen 20 % mit festem Zins und 67 % mit variablem Zins. Eine Veränderung der Zinssituation um ±0,5 Prozentpunkte würde einen Effekt auf das Jahresergebnis in Höhe von ±11 (11) MSEK bedeuten.

b) Kreditrisiko

Ein Kreditrisiko oder Gegenparteirisiko ist das Risiko, dass die Gegenpartei in einer finanziellen Transaktion am Fälligkeitsdatum ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko der Lifco umfasst vor allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, es gibt jedoch außerdem ein gewisses Kreditrisiko hinsichtlich liquider Mittel. Jedes Konzernunternehmen ist dafür verantwortlich, das Kreditrisiko nachzuverfolgen und zu analysieren sowie für jeden neuen Kunden eine Bonitätsprüfung vorzunehmen. Eine Rücklage für unsichere Forderungen gegen Kunden erfolgt auf Basis eines vom Konzern festgelegten Schemas. Die Lifco erachtet das Risiko von Kundenverlusten als gering, da der Verkauf in hohem Maß an Kunden erfolgt, mit denen der Konzern seit Langem zusammenarbeitet und/oder mit denen er gute Erfahrungen hinsichtlich Zahlungsbereitschaft gemacht hat. Der Konzern bewacht laufend die Bonität der Kunden und überprüft bei Bedarf die Kreditbedingungen nach vorliegenden Richtlinien. Hinsichtlich liquider Mittel wird das Kreditrisiko als gering erachtet, da die Gegenparteien große bekannte Banken mit hoher Bonität sind. Zu den Kreditverlusten des Konzernes siehe Anm. 19. Es liegen keine wesentlichen Kreditrisiken vor. Die finanziellen Vermögenswerte des Konzernes, die auf Wertminderung zu prüfen sind, bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die erwarteten Kreditausfälle basieren auf dem Zahlungsverhalten zusammen mit der Verlusthistorie. Historische Verluste werden dann so angepasst, dass sie aktuelle und zukünftige Informationen über makroökonomische Faktoren berücksichtigen, die sich auf die Fähigkeit der Kunden zur Zahlung der Forderungen auswirken könnten. Angaben zur Fälligkeitsstruktur der Forderungen an Kunden und zur Wertberichtigung sind in Anm. 19 „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ enthalten.

c) Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht über liquide Mittel für die Bezahlung finanzieller Verbindlichkeiten verfügt. Die Zielsetzung der Liquiditätshandhabung des Unternehmens ist, das Risiko, nicht über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um seine kommerziellen Verpflichtungen zu erfüllen, zu minimieren. Um laufende Bezahlungen zu handhaben, gibt es ein Cash-Pool-System im Konzern, das sicherstellt, dass liquide Mittel in den Währungen verfügbar sind, in denen Bezahlung erfolgen soll. Das Management folgt rollenden Prognosen für die liquiden Mittel des Konzernes (einschließlich nicht genutzte Kreditrahmen), die auf voraussichtlichen Cashflows basieren. Gemäß der Richtlinie der Lifco strebt das Unternehmen eine starke Liquiditätsposition hinsichtlich zugänglicher liquider Mittel und nicht genutzter Kreditzusagen an.

Per 31. Dezember 2018 betragen die liquiden Mittel des Konzernes 405 (305) MSEK. Der sonstige zukünftige Liquiditätsbedarf betrifft die Zahlung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückzahlung von Fremdkapital. Zu einer Laufzeitanalyse hinsichtlich zukünftigen Cashflows aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzernes siehe Anm. 25.

3.2 HANDHABUNG VON KAPITALRISIKO

Das Ziel des Konzernes hinsichtlich der Kapitalstruktur ist, die Fähigkeit zu sichern, die Tätigkeit fortzusetzen, sodass er weiter Rendite für die Aktionäre und Nutzen für andere Interessensgruppen erzeugen kann, sowie eine optimale Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten, mit der sich die Kapitalkosten niedrig halten lassen. Die Lifco sieht gegenwärtig kein Refinanzierungsrisiko.

3.3 BERECHNUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTES

Es wird vorausgesetzt, dass die Buchwerte nach eventuellen Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten ihren beizulegenden Zeitwerten entsprechen, weil diese Posten kurzfristiger Natur sind. Informationen über den beizulegenden Zeitwert und den Buchwert langfristig zinstragender Verbindlichkeiten sind in Anm. 24 dargelegt.

Die Finanzinstrumente, die im Konzern zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bestehen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Form von Earn-outs sowie von Verkaufs-/Kaufoptionen hinsichtlich des zukünftigen Erwerbes nicht beherrschender Anteile. Ihr beizulegender Zeitwert basiert auf den zukünftigen Erträgen des Unternehmens. Diese beiden Posten werden in der Kategorie 3 in der Zeitwert-Hierarchie ausgewiesen. Die Tabelle unten zeigt die Veränderung im Jahreslauf.

MSEK EARN-OUTS UND VERKAUFS-/KAUFOPTIONEN
Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2017 57
Einzahlungen 212
Neubewertung -1
Ausgezahlte Kaufpreise -6
Wechselkursdifferenzen -4
Schlussbilanz per 31. Dezember 2017 258
Einzahlungen 267
Neubewertung -1
Ausgezahlte Kaufpreise -10
Wechselkursdifferenzen 1
Schlussbilanz per 31. Dezember 2018 515

ANM. 4 WICHTIGE SCHÄTZUNGEN UND BEURTEILUNGEN

Schätzungen der Werte von Bilanzposten und Beurteilungen bei der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen werden laufend ausgewertet und basieren auf historischer Erfahrung und sonstigen Faktoren, einschließlich den Erwartungen zu zukünftigen Ereignissen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden.

Wichtige Schätzungen und Beurteilungen für die Zwecke der Rechnungslegung

Der Konzern nimmt Schätzungen und Beurteilungen hinsichtlich der Zukunft vor. Die Schätzungen für Rechnungslegungszwecke, die sich daraus ergeben, entsprechen definitionsgemäß selten genau dem tatsächlichen Ergebnis. Die Schätzungen und Annahmen, die ein beträchtliches Risiko für erhebliche Anpassungen bei ausgewiesenen Werten für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im unmittelbar folgenden Geschäftsjahr beinhalten, werden nachfolgend behandelt.

Prüfung des Wertminderungsbedarfes für Goodwill und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

Der Konzern untersucht jedes Jahr, ob gemäß dem in Anm. 2 beschriebenen Bilanzierungsgrundsatz Wertminderungsbedarf für Goodwill und für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer vorliegt. Die erzielbaren Beträge für zahlungsmittelgenerierende Einheiten wurden durch Berechnung des Nutzungswertes festgestellt. Für diese Berechnungen müssen bestimmte Schätzungen vorgenommen werden (siehe Anm. 14).

Ausweis erworbener Unternehmen und Geschäftstätigkeiten

Der Konzern erstellt im Zusammenhang mit Akquisitionen eine Kaufpreiszuordnung für Rechnungslegungszwecke in Übereinstimmung mit den in Anm. 2 dargelegten Rechnungslegungsgrundsätzen. Die Bilanzierung einer Akquisition enthält in hohem Maß Beurteilung und Schätzungen, insbesondere im Hinblick auf die Zuordnung von Über- und Unterbewertungen in den Erwerbsanalysen der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Nettovermögen) sowie auf die Korrekturbuchungen zur Anpassung an die Rechnungslegungsgrundsätze des Konzernes. Die Marktwertanpassungen und der daraus resultierende Goodwill sind in Anm. 31 dargelegt.

ANM. 5 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Der geschäftsführende Direktor ist der höchste exekutive Entscheidungsträger des Konzernes. Das Konzernmanagement hat die Betriebssegmente auf der Grundlage der Informationen festgelegt, die vom geschäftsführenden Direktor behandelt werden und die als Grundlage für die Verteilung von Ressourcen und für die Auswertung von Ergebnissen verwendet werden. Das vorgelegte Ergebnis der Segmente wird auf der Grundlage von EBITA (Ergebnis vor Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit Erwerb, Restrukturierungs-, Integrations- und Erwerbskosten sowie Zinsen und Steuern entstanden sind) beurteilt.

ERTRÄGE

Die wesentlichen Umsatzströme des Konzernes, die dem Verkauf von Waren zuzuordnen sind, umfassen den Verkauf von Dentalprodukten, Werkzeugen und Maschinen, Baustoffen, Innenausstattung für Servicefahrzeuge, Umwelttechnik und Ausrüstung für die Forstwirtschaft. Die Einnahmequelle „Dentalprodukte“, die aus dem operativen Segment „Dentalprodukte“ herrührt, wird aus dem Verkauf von Produkten in Form von Verbrauchsmaterialien und Geräten für Zahnärzte generiert. Die Einnahmequelle „Werkzeuge und Maschinen“, die aus dem operativen Segment „Abbruch & Werkzeuge“ herrührt, wird aus dem Verkauf von Geräten an die Bau- und Abbruchindustrie generiert, wobei die wichtigsten Produkte Abbruchroboter sowie Werkzeuge für Krane und Bagger sind. Die aus dem operativen Segment „Systemlösungen“ herrührenden Einnahmequellen „Baustoffe“, „Innenraumaustattung für Servicefahrzeuge“, „Umwelttechnik“ und „Forstwirtschaft“ werden aus dem Verkauf verschiedener Produkte wie Maschinen und Anlagen für Elektroinstallationen und Stromerzeugung, Elektrogeräte, LED-Beleuchtung, Innenausstattungsmodule für Transporter und leichte Nutzfahrzeuge, Maschinen zur Verbesserung der Umwelt, Arbeitskleidung, Instrumente für Landvermesser und Ausrüstung für Sägewerke und Pelletanlagen generiert.

Zwischen den Segmenten finden keine Umsätze statt. Die Erträge mit externen Parteien, die dem geschäftsführenden Direktor berichtet werden, werden in selber Weise wie in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung bewertet.

MSEK 2018 2017
Erträge von externen Kunden
Dentalprodukte 4.185 3.817
Abbruch & Werkzeuge 2.820 2.261
Systems Solutions 4.951 3.952
Gesamt 11.956 10.030
Die Verteilung von Ergebnissen pro Segment erfolgt gemäß EBITA. Es erfolgt keine Aufgliederung der Vermögenswerte und Schulden nach Segmenten, da solche Beträge dem Hauptentscheidungsträger nicht regelmäßig berichtet werden.
Das EBITA wird mit dem Ergebnis vor Steuern wie folgt abgestimmt:
Dentalprodukte 802 701
Abbruch & Werkzeuge 724 598
Systems Solutions 756 537
Gemeinsame Konzernfunktionen -114 -104
Gesamt 2.168 1.732
MSEK 2018 2017
Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit Akquisitionen entstanden sind -253 -196
Kosten des Erwerbes -13 -17
Finanzposten, netto -44 -46
Ergebnis vor Steuern 1.858 1.473
Der Nettoumsatz verteilt sich auf wichtige Ertragsarten wie folgt:
Dentalprodukte 4.185 3.817
Werkzeuge und Maschinen 2.820 2.261
Umwelttechnik 1.463 1.124
Baumaterial 1.102 804
Contract Manufacturing 951 901
Forstwirtschaft 775 570
Innenausstattung für Servicefahrzeuge 660 553
Gesamt 11.956 10.030
Kein einzelner Kunde trägt zu mehr als drei Prozent des Nettoumsatzes bei.
Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt:
Schweden 1.877 1.799
Norwegen 1.485 1.135
Deutschland 2.127 1.818
Sonstiges Europa 3.919 3.217
Asien und Australien 1.258 954
Nordamerika 1.180 1.023
Sonstige 110 84
Gesamt 11.956 10.030

Das gesamte Anlagevermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steuerforderungen in Schweden beträgt 2.543 (2.391) MSEK, in Deutschland 3.861 (3.645) MSEK, in Norwegen 1.493 (1.443) MSEK. Die Summe des in anderen Ländern vorhandenen Anlagevermögens beträgt 1.847 (1.359) MSEK.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus vertraglichen Vereinbarungen

Der Konzern verfügt lediglich über Auftragsbestände in Form von unfertigen Leistungen auf Rechnung Dritter, die weiterhin separat in dem Posten „Vorräte“ ausgewiesen und als unfertige Leistungen auf Rechnung Dritter bezeichnet werden. Ansonsten bestehen neben den Forderungen an Kunden auch Forderungen aus Verträgen mit Kunden, bei denen die Bezahlung der Ware oder der Dienstleistung nur von dem bereits verstrichenen Zeitraum abhängt. Forderungen aus Verträgen mit Kunden werden als Teil der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Zeile „Forderungen aus Verträgen mit Kunden“ ausgewiesen.

MSEK 31.12.2018 31.12.2017
Der Konzern weist die folgenden umsatzbezogenen vertraglichen Verbindlichkeiten aus:
Erhaltene Vorauszahlungen 435 260
Sonstige vertragliche Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Kunden 6 6
Summe Verbindlichkeiten aus Verträgen 441 266

Von den zu Beginn des Geschäftsjahres ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Verträgen in Höhe von 266 Mio. SEK wurden im Geschäftsjahr Umsatzerlöse aus vertraglichen Verbindlichkeiten in Höhe von 196 Mio. SEK erfasst. Der Endbestand an Vertragsverbindlichkeiten zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 371 MSEK wird als Umsatz im unmittelbar folgenden Geschäftsjahr bewertet.

Verbleibende nicht erfüllte Leistungszusagen

Alle Vereinbarungen über den Verkauf von Dienstleistungen haben eine ursprüngliche Laufzeit von höchstens einem Jahr oder werden entsprechend dem Zeitaufwand in Rechnung gestellt. Entsprechend IFRS 15 werden keine Angaben über den Transaktionspreis für diese nicht erfüllten Aufträge gemacht.

ANM. 6 WECHSELKURSGEWINNE UND -VERLUSTE, NETTO

MSEK 2018 2017
Wechselkursdifferenzen werden in der GuV wie folgt ausgewiesen:
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 2 -5
Finanzielle Erträge und Aufwendungen (Anm. 12) -1 -2
Gesamt 1 -7

ANM. 7 PLANMÄßIGE ABSCHREIBUNGEN

MSEK 2018 2017
Verteilung der Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Gebäude und Verbesserungen an Grundstücken -17 -16
Maschinen und sonstige technische Anlagen -47 -42
Betriebsausstattung, Werkzeuge und Anlagen -63 -54
Summe Abschreibungen Sachanlagen -127 -112
Kundenbeziehungen -246 -185
Patente -7 -11
Sonstige immaterielle Vermögenswerte -12 -11
Summe Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte -265 -207
Summe Abschreibung Anlagevermögen -392 -319
Abschreibung verteilt auf Funktion
Aufwendungen für verkaufte Waren -71 -61
Vertriebsaufwendungen -259 -199
Verwaltungsaufwendungen -58 -56
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung -4 -3
Summe Abschreibungen -392 -319

ANM. 8 VERGÜTUNG AN RECHNUNGSPRÜFER

MSEK 2018 2017
PricewaterhouseCoopers
Rechnungsprüfungsauftrag 8 7
Rechnungsprüfungstätigkeit außer Rechnungsprüfungsauftrag 1 -
Steuerberatung - -
Sonstige Dienstleistungen 1 2
Gesamt 10 9
Andere Rechnungsprüfungsunternehmen
Rechnungsprüfungsauftrag 1 1
Rechnungsprüfungstätigkeit außer Rechnungsprüfungsauftrag - -
Steuerberatung - -
Sonstige Dienstleistungen - -
Gesamt 1 1

Der Rechnungsprüfungsauftrag betrifft das Honorar für die gesetzlich vorgeschriebene Rechnungsprüfung, das heißt die Arbeit, die notwendig war, um den Rechnungsprüfungsbericht vorzulegen. Steuerberatung betrifft vor allem allgemeine Steuerfragen hinsichtlich Körperschaftsteuer. Sonstige Dienstleistungen betreffen Beratung hinsichtlich Finanzrechnungslegung sowie Dienstleistungen in Zusammenhang mit Akquisitionen. Das Gesamthonorar für PwC und deren internationales Netzwerk im Jahr 2018 beträgt 10 (9) MSEK. Das Honorar für die Rechnungsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AB beträgt SEK 5 (4) MSEK, von denen 4 (3) MSEK auf den Prüfungsauftrag, 0 (0) Mio. MSEK auf andere gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben und 1 (1) MSEK auf sonstige Dienstleistungen entfallen.

ANM. 9 KLASSIFIZIERUNG DER AUSGABEN NACH DER ART

MSEK 2018 2017
Handelswaren, Rohmaterial und Verbrauchsmaterial 5.422 4.641
Personalaufwendungen (Anm. 10) 2.661 2.196
Abschreibungen und Wertminderungen (Anm. 7, 14 und 15) 392 319
Aufwendungen für operatives Leasing (Anm. 11) 176 121
Produktions- und sonstige Aufwendungen 1.381 1.214
Summe Aufwendungen für verkaufte Waren, Vertrieb, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung 10.032 8.491

ANM. 10 PERSONALAUFWENDUNGEN UND DURCHSCHNITTLICHE BESCHÄFTIGTENZAHL

MSEK 2018 2017
Löhne und Vergütungen
Verwaltungsrat und leitende Angestellte* 254 213
Sonstige Mitarbeiter 1.868 1.536
2.122 1.749
Sozialabgaben 410 336
Pensionsaufwendungen für leitende Angestellte 33 30
Pensionsaufwendungen für sonstige Mitarbeiter 96 81
Gesamt 2.661 2.196

* Einschließlich Gehälter und Vergütungen an Verwaltungsrat, Konzernleitung sowie geschäftsführende Direktoren in den Tochtergesellschaften des Konzernes.

VERGÜTUNGEN UND SONSTIGE LEISTUNGEN 2018

TSEK GRUNDGEHALT/

VERWALTUNGSRATSHONORAR*
VARIABLE VERGÜTUNG SONSTIGE LEISTUNGEN PENSIONSAUFWENDUNGEN GESAMT
Carl Bennet 1.310 - - - 1.310
Gabriel Danielsson 669 - - - 669
Ulrika Dellby 702 - - - 702
Annika Espander Jansson 702 - - - 702
Erik Gabrielson 669 - - - 669
Ulf Grunander 812 - - - 812
Anna Hallberg 702 - - - 702
Fredrik Karlsson (als Vorsitzender) - - - - -
Johan Stern 669 - - - 669
Axel Wachtmeister 669 - - - 669
Gesamt 6.904 - - - 6.904
Fredrik Karlsson (als geschäftsführender Direktor) 25.718 17.573 38 14.979 58.308
Übrige Konzernleitung (3 Personen) 14.212 11.568 55 4.384 30.219
Gesamt 39.930 29.141 93 19.363 88.527

VERGÜTUNGEN UND SONSTIGE LEISTUNGEN 2017

TSEK GRUNDGEHALT/

VERWALTUNGSRATSHONORAR*
VARIABLE VERGÜTUNG SONSTIGE LEISTUNGEN PENSIONSAUFWENDUNGEN GESAMT
Carl Bennet 1.276 - - - 1.276
Gabriel Danielsson 645 - - - 645
Ulrika Dellby 675 - - - 675
Annika Espander Jansson 675 - - - 675
Erik Gabrielson 645 - - - 645
Ulf Grunander 775 - - - 775
Anna Hallberg 675 - - - 675
Fredrik Karlsson (als Vorsitzender) - - - - -
Johan Stern 645 - - - 645
Axel Wachtmeister 645 - - - 645
Gesamt 6.656 - - - 6.656
Fredrik Karlsson (als geschäftsführender Direktor) 23.244 16.271 32 14.031 53.578
Übrige Konzernleitung (3 Personen) 12.648 9.847 51 4.105 26.651
Gesamt 35.892 26.118 83 18.136 80.229

* Einschließlich Vergütung für Tätigkeit in Verwaltungsratsausschüssen.

Vergütungen an leitende Angestellte

Grundsätze: An den Vorsitzenden und an die Mitglieder des Verwaltungsrates werden Vergütungen gemäß Beschluss der Jahreshauptversammlung gezahlt. Arbeitnehmervertreter erhalten keine Verwaltungsratsvergütung. Die Vergütung des geschäftsführenden Direktors und sonstiger leitender Angestellte besteht aus Grundgehalt, variabler Vergütung, sonstigen Leistungen und Pension. Unter sonstige leitende Angestellte werden die drei Personen verstanden, die gemeinsam mit dem geschäftsführenden Direktor das Managementteam bilden. Zur Zusammensetzung des Managementteams siehe S. 37. Die Verteilung auf Grundgehalt und variable Vergütung muss in Proportion zur Verantwortung und zur Geschäftsführungsbefugnis der Führungskraft erfolgen.

Variable Vergütung: Für den geschäftsführenden Direktor beträgt die variable Vergütung höchstens 70 % des Festgehaltes; sie basiert auf erreichten Ergebnissen. Für sonstige leitende Angestellte basiert die variable Vergütung auf dem Ergebnis im Verhältnis zu individuell aufgestellten Zielen.

Pensionen: Das Pensionsalter für den geschäftsführenden Direktor beträgt frühestens 60 Jahre. Die Lifco stellt einen Betrag, der 60 % (ausschließlich der Personalkosten) des Festgehaltes des geschäftsführenden Direktors entspricht, für Kapital-, Pensions-, Lebens- und Krankenversicherungen ein Sonstige leitende Angestellte haben Anspruch auf Pensionsleistungen von höchstens 35 % des Festgehaltes, und das Pensionsalter ist frühestens 60 Jahre. Alle Pensionsleistungen sind unantastbar, also nicht von einer zukünftigen Beschäftigung bei der Lifco abhängig.

Abfindung: Für die Kündigung des geschäftsführenden Direktors vonseiten des Unternehmens gilt eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten. Für die Kündigung vonseiten des geschäftsführenden Direktors gilt eine Kündigungsfrist von sechs Monaten. Für die Kündigung sonstiger leitender Angestellter vonseiten des Unternehmens gilt eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten. Anspruch auf Gehalt und sonstige Leistungen bleiben während der Kündigungsfrist bestehen.

Behandlungs- und Beschlussprozess: Der Vergütungsausschuss hat dem Verwaltungsrat im Jahreslauf grundsätzliche Empfehlungen zur Vergütung der leitenden Angestellten gegeben. Die Empfehlungen enthielten das Verhältnis zwischen fester und variabler Vergütung sowie die Höhe eventueller Gehaltserhöhungen. Der Vergütungsausschuss hat außerdem Kriterien für die Beurteilung für die Bonuszahlung vorgeschlagen. Der Verwaltungsrat hat die Vorschläge des Vergütungsausschusses diskutiert und anhand der Empfehlungen des Ausschusses Beschlüsse gefasst.

Vergütungen an den geschäftsführenden Direktor wurden für das Geschäftsjahr 2018 vom Verwaltungsrat gemäß den Empfehlung des Vergütungsausschusses beschlossen. Vergütungen an sonstige leitende Angestellte wurden vom geschäftsführenden Direktor nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates beschlossen. Der Vergütungsausschuss ist im Jahr 2018 zweimal zusammengetreten.

DURCHSCHNITTLICHE BESCHÄfTIGTENZAHL, KONZERN GESAMT 2018 2017
FRAUEN MÄNNER GESAMT FRAUEN MÄNNER GESAMT
--- --- --- --- --- --- ---
Schweden 289 878 1.167 267 831 1.098
Australien 4 31 35 4 23 27
Österreich 5 41 46 4 35 39
Belgien 1 4 5 1 4 5
Kanada 2 11 13 2 10 12
China 204 562 766 83 243 326
Tschechische Republik 37 124 161 38 124 162
Dänemark 64 173 237 55 167 222
Estland 87 131 218 95 132 227
Finnland 40 133 173 47 135 182
Frankreich 16 77 93 12 66 78
Deutschland 319 421 740 285 381 666
Hongkong 1 3 4 - 1 1
Ungarn 6 3 9 4 3 7
Italien 6 9 15 - 2 2
Lettland 8 4 12 8 3 11
Litauen 10 1 11 8 1 9
Niederlande 4 43 47 4 35 39
Neuseeland 1 18 19 - - -
Norwegen 82 287 369 76 233 309
Philippinen 89 159 248 88 152 240
Polen 1 8 9 1 7 8
Russland 2 5 7 2 5 7
Singapur 4 8 12 3 7 10
Slowenien 5 20 25 4 19 23
Südkorea 1 2 3 1 2 3
Schweiz 4 6 10 4 7 11
Vereinigtes Königreich 29 123 152 30 125 155
Vereinigte Arabische Emirate 1 4 5 1 4 5
USA 66 183 249 63 160 223
Gesamtanzahl der Beschäftigten 1.388 3.472 4.860 1.190 2.917 4.107
Mutterunternehmen
Schweden 2 3 5 2 3 5
GESCHLECHTERVERTEILUNG LEITENDE ANGESTELLTE PER BILANZSTICHTAG 2018 2017
Frauen:
Verwaltungsratsmitglieder im Mutterunternehmen 30 % 30 %
Anzahl Personen in der Unternehmensleitung einschl. geschäftsführender Direktor 25 % 25 %
Männer:
Verwaltungsratsmitglieder im Mutterunternehmen 70 % 70 %
Anzahl Personen in der Unternehmensleitung einschl. geschäftsführender Direktor 75 % 75 %

ANM. 11 LEASING

Operatives Leasing

Die operativen Leasingverträge des Konzernes betreffen vor allem das Leasing von Räumlichkeiten und Fahrzeugen. Eine Weitervermietung findet nicht statt. Aufwendungen für operatives Leasing im Mutterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 176 (121) MSEK. Leasingaufwendungen für über operative Leasingverträge im Besitz befindliche Vermögensgegenstände werden bei betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Zukünftige Mindestleasinggebühren gemäß nicht kündbaren operativen Leasingverträgen betrugen per Bilanzstichtag:

MSEK 2018 2017
Fälligkeitszeitpunkt binnen eines Jahres 163 119
Fälligkeitszeitpunkt zwischen 2 und 5 Jahren 329 286
Fälligkeitszeitpunkt nach mehr als 5 Jahren 108 109
Gesamt 600 514

ANM. 12 FINANZERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN

MSEK 2018 2017
Finanzerträge
Zinserträge 2 1
Sonstige finanzielle Erträge - 1
Summe Finanzerträge 2 2
Finanzaufwendungen
Zinsaufwendungen -42 -43
Wechselkursverluste -1 -2
Sonstige Finanzaufwendungen -3 -3
Summe Finanzaufwendungen -46 -48
Finanzposten, netto -44 -46

ANM. 13 STEUER AUF JAHRESERGEBNIS

MSEK 2018 2017
Steueraufwendungen
Laufende Steuern für das Jahr -482 -378
Den Vorjahren zurechenbare Anpassung laufender Steuern -9 -10
Summe laufende Steuern -491 -388
Latente Steuer (Anm. 17)
Entstehung und Auflösung temporärer Differenzen 30 28
Auswirkungen des veränderten Steuersatzes 23 -6
Summe latente Steuer 53 22
Summe Einkommensteuer -438 -366
Der Zusammenhang zwischen den Steueraufwendungen des Jahres und dem Bilanzgewinn/Bilanzverlust ist der Tabelle unten zu entnehmen. Die Steuern auf den Jahresgewinn wurden auf 22 % (22 %) berechnet. Die Steuern für übrige Länder wurden gemäß den lokal geltenden Steuersätzen berechnet. Die Einkommensteuer auf das Konzernergebnis unterscheidet sich von dem theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung eines gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes ergeben hätte, für die Ergebnisse der konsolidierten Unternehmen wie folgt:
Ergebnis vor Steuern 1.858 1.473
Steuern gemäß geltendem Steuersatz in Schweden 22 % -409 -324
Steuereffekte nicht steuerpflichtiger Erträge/nicht abzugsfähiger Aufwendungen 42 24
Steuereffekte nicht abzugsfähiger Aufwendungen -60 -8
Anpassung an andere Steuersätze in ausländischen Tochtergesellschaften -29 -44
Genutzte Verlustvorträge, für die keine latente Steuerforderung ausgewiesen wurde 4 2
Auswirkungen des veränderten Steuersatzes 23 -6
Anpassungen hinsichtlich der Vorjahre -9 -10
Ausgewiesene Steueraufwendungen -438 -366

Der gewichtete durchschnittliche Steuersatz für den Konzern beträgt 23,6 (24,9) Prozent.

ANM. 14 IMMATERIELLES ANLAGEVERMÖGEN

MSEK *UNBESTIMMTE NUTZUNGSDAUER *GOODWILL *MARKEN KUNDENBEZIEHUNGEN PATENTE SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE GESAMT
ANSCHAFFUNGSWERT
Per 1. Januar 2017 5.441 587 1.455 49 129 7.661
Investitionen - - - 2 7 9
Erwerb von Unternehmen 719 220 740 13 2 1.694
Veräußerungen/Abgänge - - - -22 -6 -28
Umklassifizierungen -9 -14 - 23 - -
Umrechnungskursdifferenzen 39 -9 -47 1 2 -14
Per 1. Januar 2018 6.190 784 2.148 66 134 9.322
Investitionen - - 1 6 12 19
Erwerb von Unternehmen 376 106 359 10 2 853
Veräußerungen/Abgänge - - - -2 -2 -4
Umklassifizierungen 13 - -10 -3 1 1
Umrechnungskursdifferenzen 172 25 63 1 3 264
Per 31. Dezember 2018 6.751 915 2.561 78 150 10.455
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Per 1. Januar 2017 -447 - -214 -25 -101 -787
Abschreibungen des Jahres - - -185 -11 -11 -207
Erwerb von Unternehmen - - - -8 - -8
Veräußerungen/Abgänge - - - 22 6 28
Umklassifizierungen - - -2 2 - -
Umrechnungskursdifferenzen -8 - 2 -1 -3 -10
Per 1. Januar 2018 -455 - -399 -21 -109 -984
Abschreibungen des Jahres - - -246 -7 -12 -265
Erwerb von Unternehmen - - - -2 -1 -3
Veräußerungen/Abgänge - - - 2 2 4
Umklassifizierungen -1 - 1 - - -
Umrechnungskursdifferenzen -8 - -11 -1 -4 -24
Per 31. Dezember 2018 -464 - -655 -29 -124 -1.272
KUMULIERTE WERTMINDERUNGEN
Per 1. Januar 2017 -50 -50
Wertminderungen des Jahres - - - - - -
Per 1. Januar 2018 -50 -50
Wertminderungen des Jahres - - - - - -
Per 31. Dezember 2018 -50 - - - - -50
Buchwert per 1. Januar 2017 4.944 587 1.241 24 28 6.824
Buchwert per 31. Dezember 2017 5.685 784 1.749 45 25 8.288
Buchwert per 31. Dezember 2018 6.237 915 1.906 49 26 9.133

Prüfung des Wertminderungsbedarfes für Goodwill und Marken

Goodwill und immaterielles Anlagevermögen (Marken) mit unbestimmbarer Nutzungsperiode werden auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzernes verteilt, die als operatives Segment identifiziert werden. Die für die Berechnung des Nutzungswertes verwendeten Annahmen sind für Goodwill und Marken gleich.

Ein erzielbarer Betrag für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswertes festgelegt. Diese Berechnungen gehen von geschätzten zukünftigen Cashflows vor Steuern aus, die auf den Fünfjahres-Finanzbudgets basieren, die vom Management gebilligt wurden. Cashflows jenseits des Fünfjahreszeitraumes werden mithilfe von geschätztem Wachstum extrapoliert. Die geschätzte Wachstumsrate wird vermutlich der Wachstumsrate im fünften Jahr entsprechen, welche auf etwa zwei Prozent für sämtliche operativen Segmente sowohl 2018 als auch 2017 geschätzt wird. Es wurden auch Annahmen zu Bruttomargen, Gemeinkosten, Betriebskapitalbedarf und Investitionsbedarf getroffen. Die Parameter wurden entsprechend einem Wachstum von 2 % (2 %) pro Jahr für alle Betriebssegmente eingestellt. Der angewendete Diskontierungszinssatz vor Steuern beträgt 9,4 % (9,6 %) für das operative Segment Dentalprodukte und 9,4 % (10,8 %) für die sonstigen operativen Segmente.

Die Berechnung per 31. Dezember 2018 zeigt, dass der Nutzungswert den Buchwert bei allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten übersteigt, weshalb kein Wertminderungsbedarf vorliegt. Bei der Berechnung per 31. Dezember 2017 lag ebenfalls kein Wertminderungsbedarf vor.

Sensivitätsanalyse

Eine Sensivitätsanalyse zeigt, dass noch vorhandener Goodwill-Wert für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiter gerechtfertigt würde, wenn der Diskontierungszinssatz um einen Prozentpunkt steigen oder das Wachstum, das Terminalwachstum oder die Bruttomarge um einen Prozentpunkt sinken würde.

Die berichtspflichtigen operativen Segmente der Lifco sind Dentalprodukte, Abbruch & Werkzeuge und Systemlösungen. Für die Durchführung von Werthaltigkeitstests wird Goodwill außer bei den berichtspflichtigen Segmenten Dentalprodukte und Abbruch & Werkzeuge folgenden fünf zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet: Baumaterial, Innenausstattung für Servicefahrzeuge, Contract Manufacturing, Umwelttechnik und Forstwirtschaft. Im Folgenden sind Goodwill und immaterielles Anlagevermögen mit unbestimmbarer Nutzungsdauer per zahlungsmittelgenerierende Einheit zusammengestellt:

KONZERN GOODWILL MARKEN
MSEK 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Dentalprodukte 3.717 3.307 470 374
Abbruch & Werkzeuge 997 967 98 97
Umwelttechnik 625 594 171 161
Baumaterial 504 489 112 106
Forstwirtschaft 212 158 45 29
Contract Manufacturing 105 99 19 17
Innenausstattung für Servicefahrzeuge 77 71 - -
Gesamt 6.237 5.685 915 784

ANM. 15 SACHANLAGEN

MSEK GEBÄUDE UND VERBESSERUNGEN AN GRUNDSTÜCKEN MASCHINEN UND SONSTIGE TECHNISCHE ANLAGEN BETRIEBSAUSSTATTUNG, WERKZEUGE UND ANLAGEN ANLAGEN IM BAU GESAMT
ANSCHAFFUNGSWERT
Per 1. Januar 2017 483 530 498 3 1.514
Investitionen 7 50 63 24 144
Erwerb/Veräußerung von Unternehmen 41 96 68 - 205
Veräußerungen/Abgänge - -33 -51 - -84
Umklassifizierungen 2 21 - -23 -
Umrechnungskursdifferenzen 6 5 4 - 15
Per 1. Januar 2018 539 669 582 4 1.794
Investitionen 15 48 91 8 162
Erwerb/Veräußerung von Unternehmen 8 4 30 - 42
Veräußerungen/Abgänge - -14 -74 - -88
Umklassifizierungen - 4 1 -6 -1
Umrechnungskursdifferenzen 13 16 17 - 46
Per 31. Dezember 2018 575 727 647 6 1.955
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Per 1. Januar 2017 -288 -406 -356 - -1.050
Abschreibungen des Jahres -16 -42 -54 - -112
Erwerb/Veräußerung von Unternehmen -14 -83 -50 - -147
Veräußerungen/Abgänge - 32 45 - 77
Umklassifizierungen - - - - -
Umrechnungskursdifferenzen -4 -5 -3 - -12
Per 1. Januar 2018 -322 -504 -418 - -1.244
Abschreibungen des Jahres -17 -47 -63 - -127
Erwerb/Veräußerung von Unternehmen -2 -2 -16 - -20
Veräußerungen/Abgänge - 13 63 - 76
Umklassifizierungen - - - - -
Umrechnungskursdifferenzen -8 -11 -10 - -29
Per 31. Dezember 2018 -349 -551 -444 - -1.344
Buchwert per 1. Januar 2017 195 124 142 3 464
Buchwert per 31. Dezember 2017 217 165 164 4 550
Buchwert per 31. Dezember 2018 226 176 203 6 611

ANM. 16 FINANZINSTRUMENTE NACH KATEGORIEN

VERMÖGENSWERTE IN DER BILANZ

MSEK
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT
Per 31. Dezember 2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.550
Sonstige langfristige finanzielle Forderungen 17
Liquide Mittel 405
Gesamt 1.972
Per 31. Dezember 2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.274
Sonstige langfristige finanzielle Forderungen 5
Liquide Mittel 305
Gesamt 1.584
VERBINDLICHKEITEN IN DER BILANZ

MSEK
ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE VERBINDLICHKEITEN FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT GESAMT
Per 31. Dezember 2018
Zinstragende Darlehen - 3.538 3.538
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 632 632
Sonstige Verbindlichkeiten* 515 - 515
Gesamt 515 4.170 4.685
Per 31. Dezember 2017
Zinstragende Darlehen - 3.805 3.805
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 557 557
Sonstige Verbindlichkeiten* 258 - 258
Gesamt 258 4.362 4.620

* Sonstige Verbindlichkeiten, die Finanzinstrumente sind, betreffen Earn-outs und verpflichtende Kauf-/Verkaufsoptionen hinsichtlich nicht beherrschender Anteile.

ANM. 17 LATENTE STEUERN

MSEK 2018 2017
Die latenten Steuerforderungen sind folgenden temporären Unterschieden sowie Verlustvorträgen zurechenbar.
Latente Steuerforderungen zurechenbar:
Temporäre Unterschiede auf Umlaufvermögen 97 61
Temporäre Unterschiede auf Anlagevermögen 6 3
Abzugsfähige temporäre Unterschiede auf Rückstellungen 1 1
Sonstige abzugsfähige temporäre Unterschiede 32 60
Summe latente Steuerforderungen 136 125
Die latenten Steuerschulden sind folgenden temporären Unterschieden sowie Verlustvorträgen zurechenbar.
Latente Steuerschulden zurechenbar:
Temporäre Unterschiede auf Anlagevermögen -648 -584
Sonstige steuerpflichtige temporäre Unterschiede -176 -152
Summe latente Steuerschulden -824 -736
Latente Steuerschulden/Steuerforderung, netto -688 -611

Latente Steuerforderungen werden für steuerliche Verlustvorträge in dem Umfang ausgewiesen, wie es wahrscheinlich ist, dass sie gegenüber zukünftigen besteuerbaren Gewinnen genutzt werden können. Der Konzern wies latente Steuerforderungen in Höhe von 7 (7) MSEK, hinsichtlich Verlusten in Höhe von 28 (31) MSEK, nicht aus, die gegenüber zukünftigem steuerpflichtigem Gewinn genutzt werden können. Von diesen Verlustvorträgen werden 0 MSEK später als fünf Jahre fällig.

ANM. 18 VORRÄTE

MSEK 2018 2017
Bewertet zum Anschaffungswert
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 828 780
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 559 410
Unfertige Erzeugnisse 173 91
Laufende Arbeiten auf Rechnung Dritter 3 16
Vorleistungen an Lieferanten 147 94
Gesamt 1.710 1.391
Nettoeffekt der Wertminderung und Auflösung der Wertminderung von Vorräten, die in der GuV als Ertrag/Aufwendung ausgewiesen worden sind -14 6

ANM. 19 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

MSEK 2018 2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.627 1.336
Rücklage für unsichere Forderungen an Kunden -77 -62
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 1.550 1.274
PER 31. DEZEMBER 2018 NOCH NICHT FÄLLIG ÜBERFÄLLIG 1-30 TAGE MEHR ALS 30 TAGE ÜBERFÄLLIG MEHR ALS 60 TAGE ÜBERFÄLLIG MEHR ALS 90 TAGE ÜBERFÄLLIG GESAMT
Buchwert, Brutto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 989 351 181 30 76 1.627

Die durchschnittliche Rückstellung für drohende Kreditausfälle beträgt 4,8 %. Sie ist für Forderungen an Kunden, die 0-90 Tage überfällig sind, niedriger und für Forderungen, die mehr als 90 Tage überfällig sind, höher.

MSEK 2017
Noch nicht fällig 816
1-30 Tage überfällig, keine Wertminderung 290
31-60 Tage überfällig, keine Wertminderung 149
61-90 Tage überfällig 19
Rückstellung -5
Mehr als 90 Tage überfällig 62
Rückstellung -57
Summe Forderungen an Kunden, netto 1.274
Die Veränderungen in der Rückstellung für drohende Verluste aus Forderungen an Kunden für das Geschäftsjahr 2018 sind wie folgt:
Per 1. Januar 2018 gemäß IFRS 9 ermittelt -62
Erfolgswirksam erfasste Erhöhung der Rückstellung für Verluste -15
Erwerb von Unternehmen -9
Während des Geschäftsjahres abgeschriebene Forderungen an Kunden 9
Per 31. Dezember 2018 -77
Veränderungen in der Rückstellung für unsichere Forderungen an Kunden für das Geschäftsjahr 2017 sind wie folgt:
Per 1. Januar 2017 -54
Erwerb von Unternehmen -4
Rücklage für drohende Verluste -9
Eingetretene Verluste 5
Per 31. Dezember 2017 -62

ANM. 20 RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

MSEK 2018 2017
Vorausbezahlte Mietkosten 15 15
Vorausbezahlte Versicherungskosten 6 7
Vorausbezahlte IT-Kosten 10 8
Sonstige vorausbezahlte Aufwendungen 28 17
Forderungen aus Kundenaufträgen 25 33
Aufgelaufene Erträge 9 14
Gesamt 93 94

ANM. 21 KONTOKORRENTKREDITE

MSEK 2018 2017
Ausnutzung der Kontokorrentkredite 258 317
Bewilligter Betrag der Kontokorrentkredite 1.200 1.275

ANM. 22 LIQUIDE MITTEL

MSEK 2018 2017
In den liquiden Mitteln in der Bilanz und in der Cashflow-Analyse sind folgende Posten erfasst:
Kassenbestand und Bankguthaben 405 305

ANM. 23 AKTIENKAPITAL

MSEK ANZAHL DER AKTIEN

(IN TSD.)
AKTIENKAPITAL
Per 1. Januar 2017 90.843 18
Per 31. Dezember 2017 90.843 18
Per 31. Dezember 2018 90.843 18

Das Aktienkapital besteht aus 6.075.970 A-Aktien und 84.767.290 B-Aktien, insgesamt 90.843.260 Aktien. Die A-Aktien haben einen Stimmwert von 10 Stimmen/Aktie und die B-Aktien haben einen Stimmwert von 1 Stimme/Aktie. Alle vom Mutterunternehmen emittierten Aktien sind voll eingezahlt.

ANM. 24 DARLEHENSAUFNAHME

MSEK 2018 2017
Langfristige zinstragende Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11 2
Obligationen 1.765 995
Summe langfristige zinstragende Verbindlichkeiten 1.776 997
Kurzfristige zinstragende Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 468 1.379
Obligationen 1.036 1.112
Ausnutzung der Kontokorrentkredite 258 317
Summe kurzfristige zinstragende Verbindlichkeiten 1.762 2.808
Summe zinstragende Verbindlichkeiten 3.538 3.805

Im ersten Quartal des Jahres 2018 emittierte Lifco zwei ungesicherte Darlehensobligationen, LIFCO 5 und LIFCO 6, mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Diese sind variabel mit einem Zinssatz von Stibor 3M +55bps beziehungsweise fest mit 0,405 % verzinslich. Der Marktwert der Obligationskredite entspricht dem Buchwert.

Von den gesamten verzinslichen Verbindlichkeiten sind 20 % fest verzinslich und 80 % variabel verzinslich. Die Buchwerte weichen nicht von den Marktwerten ab. Die folgende Tabelle stellt eine Analyse der finanziellen Verbindlichkeiten des Konzernes gemäß dem Restlaufzeitprofil ab dem Bilanzstichtag dar. Bei den angegebenen Beträgen handelt es sich um die vertraglich vereinbarten, nicht diskontierten Cashflows. Bei der Berechnung wurden die zum Bilanzstichtag geltenden Bedingungen für die Zinssätze verwendet.

MSEK WENIGER ALS 1 JAHR ZWISCHEN 1 UND 2 JAHREN
Per 31. Dezember 2018
Bankdarlehen und Obligationsdarlehen* 1.794 1.777
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 632 -
Gesamt 2.426 1.777

* Einschließlich Zinsen.

HERLEITUNG DER NETTOVERBINDLICHKEITEN

MSEK
2018 2017
Liquide Mittel 405 305
Darlehen fällig bis zu einem Jahr (einschl. Kontokorrentkredite) -1.776 -2.808
Darlehen fällig nach mehr als einem Jahr -1.762 -997
Pensionsrückstellungen, zinstragend -37 -36
Zinstragende Verbindlichkeiten, netto -3.170 -3.536
Kauf-/Verkaufsoptionen und Earn-outs, fällig innerhalb eines Jahres -73 -
Kauf-/Verkaufsoptionen und Earn-outs, fällig nach mehr als einem Jahr -442 -258
Nettoverschuldung* -3.685 -3.794
Liquide Mittel 405 305
Bruttoverbindlichkeiten, festverzinslich -700 -1.114
Bruttoverbindlichkeiten, variabel verzinslich -2.875 -2.727
Kauf-/Verkaufsoptionen und Earn-outs -515 -258
Nettoverschuldung -3.685 -3.794
MSEK LIQUIDE MITTEL DARLEHEN FÄLLIG INNERHALB EINES JAHRES DARLEHEN FÄLLIG NACH MEHR ALS EINEM JAHR PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN, ZINSTRAGEND
Nettoverbindlichkeiten per 1. Januar 2017 293 -2.191 -1.083 -37
Cashflow 22 -638 81 -
Erwerb von Unternehmen/Geschäftstätigkeit - -40 - -
Neubewertung - - - -
Wechselkursdifferenzen -10 61 5 1
Nettoverbindlichkeiten per 31. Dezember 2017 305 -2.808 -997 -36
Cashflow 65 2.157 -1.755 -
Erwerb von Unternehmen/Geschäftstätigkeit - - -4 -
Neubewertung - -995 995 -
Wechselkursdifferenzen 35 -116 -15 -1
Nettoverbindlichkeiten per 31. Dezember 2018 405 -1.762 -1.776 -37
MSEK KAUF-/ VERKAUFSOPTIONEN UND EARN-OUTS, FÄLLIG INNERHALB EINES JAHRES KAUF-/ VERKAUFSOPTIONEN UND EARN-OUTS, FÄLLIG NACH MEHR ALS EINEM JAHR GESAMT
Nettoverbindlichkeiten per 1. Januar 2017 - -57 -3.075
Cashflow - 6 -529
Erwerb von Unternehmen/Geschäftstätigkeit - -212 -252
Neubewertung - 1 1
Wechselkursdifferenzen - 4 61
Nettoverbindlichkeiten per 31. Dezember 2017 0 -258 -3.794
Cashflow - 10 477
Erwerb von Unternehmen/Geschäftstätigkeit -74 -193 -271
Neubewertung - 1 1
Wechselkursdifferenzen 1 -2 -98
Nettoverbindlichkeiten per 31. Dezember 2018 -73 -442 -3.685

ANM. 25 VERGÜTUNGEN AN BESCHÄFTIGTE NACH BESCHÄFTIGUNGSENDE

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge betreffen leistungsorientierte Ruhegelder in Schweden, Deutschland und den USA, die Beschäftigten zurechenbar sind, die nicht mehr im Unternehmen tätig sind. Der Buchwert hinsichtlich leistungsorientierter Verpflichtungen beträgt 37 (36) MSEK.

Für Angestellte in Schweden wird die leistungsbestimmte Ruhegeldverpflichtung für Alters- und Familienruhegeld durch eine ITP-2-Versicherung bei Alecta gesichert. Gemäß der Erklärung UFR des schwedischen Buchführungsausschusses („Klassifizierung von ITP-Plänen mit Versicherung bei Alecta“), ist dies eine leistungsorientierte Altersvorsorge, die mehrere Arbeitgeber umfasst. Für das Geschäftsjahr 2018 hatte das Unternehmen keinen Zugang zu Informationen, um seinen proportionalen Anteil an den Verpflichtungen, Verwaltungsressourcen und Aufwendungen auszuweisen, was zur Folge hatte, dass der Vorsorgeplan nicht als leistungsorientierter Plan ausgewiesen werden konnte. Der Vorsorgeplan ITP 2, der durch eine Versicherung bei Alecta gesichert wird, wird deshalb als beitragsorientierter Plan ausgewiesen. Die Prämie für leistungsorientierte Alters- und Familienruhegelder wird individuell berechnet und ist unter anderem abhängig von Lohn, früher erworbenen Pensionsansprüchen und erwarteter restlicher Anstellungsdauer. Die voraussichtlichen Abgaben in der nächsten Berichtsperiode für bei Alecta abgeschlossene ITP-2-Versicherungen betragen 12 (11) MSEK.

Das kollektive Konsolidierungsniveau besteht aus dem Marktwert auf Alectas Vermögenswerte in Prozent der Versicherungsverpflichtungen berechnet gemäß den versicherungstechnischen Methoden und Annahmen von Alecta, die nicht mit IAS 19 übereinstimmen. Das kollektive Konsolidierungsniveau soll normalerweise zwischen 125 und 155 Prozent variieren können. Falls die kollektive Deckungsquote von Alecta unter 125 % sinken oder über 155 % steigen würde, wäre es notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, die eine Normalisierung dieser Quote ermöglichen. Bei einer niedrigen kollektiven Deckungsquote kann unter anderem versucht werden, den vereinbarten Preis für neue Zeichnungen und die Erweiterung bestehender Leistungen zu erhöhen. Bei einer hohen kollektiven Deckungsquote sind Prämienreduzierungen eine mögliche Maßnahme. Ende 2018 betrug Alectas Überschuss in Form des kollektiven Konsolidierungsniveaus 142 % (2017: 154 %).

Lifco hat zwei Personen eine Ruhegeldzusage gemacht und in Zusammenhang damit eine Kapitalversicherung erworben, die als Sicherheit für die Ruhegelder dieser Angestellten gestellt wird. Die Pensionszusage bedeutet, dass die Einzelpersonen den Wert in der Kapitalversicherung abzüglich der Lohnsteuer erhalten. Weil keine garantierten Vergütungsstufen vorliegen, wird die Nettoverpflichtung des Konzernes stets 0 sein. Diese Kapitalversicherungen gelten als Verwaltungsvermögenswerte und werden gegen die Verpflichtung netto ausgewiesen.

ANM. 26 RÜCKSTELLUNGEN

MSEK GARANTIERÜCKLAGE RESTRUKTURIERUNGSRÜCKLAGE
Per 1. Januar 2017 48 1
Weitere Rückstellungen 19 1
Erwerb von Unternehmen 1 -
Im Geschäftsjahr in Anspruch genommen -10 -1
Auflösung nicht in Anspruch genommener Rückstellungen -12 -
Umklassifizierungen - -
Umrechnungskursdifferenzen 1 -
Per 31. Dezember 2017 47 1
davon kurzfristige Rückstellungen 27 1
davon langfristige Rückstellungen 20 -
Voraussichtliche Zeitpunkte für Abfluss
Binnen eines Jahres 27 1
Binnen dreier Jahre 8 -
Binnen fünf Jahren 11 -
Nach mehr als 5 Jahren 1 -
Per 31. Dezember 2017 47 1
Per 1. Januar 2018 47 1
Weitere Rückstellungen 29 1
Erwerb von Unternehmen - -
Im Geschäftsjahr in Anspruch genommen -5 -1
Auflösung nicht in Anspruch genommener Rückstellungen -20 -
Umklassifizierungen -2 -
Umrechnungskursdifferenzen 2 -
Per 31. Dezember 2018 51 1
davon kurzfristige Rückstellungen 30 1
davon langfristige Rückstellungen 21 -
Voraussichtliche Zeitpunkte für Abfluss
Binnen eines Jahres 30 1
Binnen dreier Jahre 8 -
Binnen fünf Jahren 12 -
Nach mehr als 5 Jahren 1 -
Per 31. Dezember 2018 51 1
MSEK KOSTEN FÜR RÄUMLICHKEITEN SONSTIGE RÜCKLAGEN GESAMT
Per 1. Januar 2017 1 12 62
Weitere Rückstellungen 2 4 26
Erwerb von Unternehmen - 7 8
Im Geschäftsjahr in Anspruch genommen -2 -6 -19
Auflösung nicht in Anspruch genommener Rückstellungen - - -12
Umklassifizierungen 3 -3 -
Umrechnungskursdifferenzen - - 1
Per 31. Dezember 2017 4 14 66
davon kurzfristige Rückstellungen 4 4 36
davon langfristige Rückstellungen - 10 30
Voraussichtliche Zeitpunkte für Abfluss
Binnen eines Jahres 4 4 36
Binnen dreier Jahre - - 8
Binnen fünf Jahren - 9 20
Nach mehr als 5 Jahren - 1 2
Per 31. Dezember 2017 4 14 66
Per 1. Januar 2018 4 14 66
Weitere Rückstellungen 7 10 47
Erwerb von Unternehmen - 10 10
Im Geschäftsjahr in Anspruch genommen -6 -15 -27
Auflösung nicht in Anspruch genommener Rückstellungen - -1 -21
Umklassifizierungen 2 - -
Umrechnungskursdifferenzen - 1 3
Per 31. Dezember 2018 7 19 78
davon kurzfristige Rückstellungen 6 5 42
davon langfristige Rückstellungen 1 14 36
Voraussichtliche Zeitpunkte für Abfluss
Binnen eines Jahres 6 5 42
Binnen dreier Jahre 1 4 13
Binnen fünf Jahren - 10 22
Nach mehr als 5 Jahren - - 1
Per 31. Dezember 2018 7 19 78

Die Garantierücklage basiert auf Annahmen, die am Ende des Bilanzstichtages noch nicht abgeschlossen sind, und die Berechnung basiert auf früheren Erfahrungen. Sonstige Einstellungen betreffen vor allem Provisionen an Vertreter im Geschäftsbereich Dentalprodukte. Außerdem bestehen beim Konzern sonstige Haftungsverhältnisse in Höhe von 198 (107) MSEK. Da davon ausgegangen wurde, dass für diese Verpflichtungen kein Mittelabfluss stattfinden wird, wurden keine Rückstellungen gebildet. Siehe auch Informationen in Anm. 30.

ANM. 27 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN

Transaktionen zwischen der Lifco AB und ihren Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen der Lifco AB sind, wurden im Konzernbericht eliminiert. Bei Lieferung von Produkten und Dienstleistungen zwischen den Konzernunternehmen werden geschäftsmäßige Bedingungen und Marktpreise verwendet. Der konzerninterne Verkauf betrug im Jahreslauf 3.234 (2.511) MSEK. Die Carl Bennet AB besitzt 50,1 % der Aktien von Lifco und hat damit maßgeblichen Einfluss auf den Konzern. Sonstige nahestehende Partner sind alle Tochterunternehmen im Konzern sowie leitende Angestellte im Konzern, das heißt der Verwaltungsrat und das Management. Die Lifco AB, das Mutterunternehmen des Lifco-Konzernes, hat 2018 keine Verwaltungsdienstleistungen von der Carl Bennet AB gekauft (2017: MSEK 1). Ein Mitglied des Verwaltungsrates, Erik Gabrielson, ist Partner der Gesellschaft Avokatfirman Vinge, die 5 (8) MSEK für laufende Rechtsberatung erhalten hat. Informationen über Transaktionen mit leitenden Angestellten stehen in Anm. 10.

ANM. 28 RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

MSEK 2018 2017
Aufgelaufene Personalaufwendungen 408 352
Provisionen und Boni an Kunden 37 48
Periodisierung von Aufwendungen 44 39
Aufgelaufene Zinsaufwendungen 4 5
Sonstige vertragliche Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Kunden 6 6
Sonstige aufgelaufene Aufwendungen 52 45
Gesamt 551 495

ANM. 29 GESTELLTE SICHERHEITEN

MSEK 2018 2017
Immobilienhypotheken 15 12
Floating Charges 8 10
Gesamt 23 22

ANM. 30 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

MSEK 2018 2017
Garantieverpflichtungen 198 107
Bürgschaften - 0
Gesamt 198 107

Garantieverpflichtungen betreffen Vorschuss- und Erfüllungsgarantien.

ANM. 31 UNTERNEHMENSKÄUFE

Im Laufe des Geschäftsjahres wurden neun neue Unternehmen konsolidiert. Die Akquisitionen umfassten alle Aktien von Denterbridge, ERC Systems und Spocs sowie Mehrheitsbeteiligungen an Computer konkret, Dental Direct, Rhein83 und Wexman. Lifco erwarb im Rahmen eines als „Asset Deal“ strukturierten Erwerbes auch die Vermögenswerte des Unternehmens Flörchinger Zahntechnik und des Bereiches „Innenausstattung für Fahrzeuge“ des norwegischen Unternehmens Toolpack.

Die Kaufpreisallokation umfasst alle Akquisitionen des Jahres 2018.

Die mit den Akquisitionen verbundenen Kosten in Höhe von 14 MSEK sind in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung in den Verwaltungskosten enthalten. Seit den jeweiligen Konsolidierungszeitpunkten haben die erworbenen Unternehmen 371 Mio. SEK zum Umsatz des Konzernes und 73 MSEK zum EBITA beigetragen. Wären die Unternehmen zum 1. Januar 2018 konsolidiert worden, wäre der Nettoumsatz des Jahres um weitere 213 MSEK und das EBITA um weitere 37 MSEK gestiegen.

NETTOVERSCHULDUNG

MSEK
VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN AM TAG DES ERWERBS ANPASSUNGEN AN DEN BEIZULEGENDEN ZEITWERT ZEITWERT
Marken, Kundenbeziehungen, Lizenzen 9 426 435
Sachanlagen 21 1 22
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 149 -1 148
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten -152 -111 -263
Liquide Mittel 144 - 144
Nettovermögenswerte 171 315 486
Goodwill - 353 353
Summe Nettovermögenswerte 171 668 839
Cashflow-Effekt, MSEK
Kaufpreis 839
davon nicht ausgezahlte Kaufpreise -205
Liquide Mittel in den gekauften Unternehmen -144
Ausgezahlter Kaufpreis hinsichtlich Erwerbstransaktionen in Vorjahren 10
Summe Cashflow-Effekt 500

ANM. 32 ERGEBNIS PRO AKTIE

Vor Verwässerung:

Das Ergebnis pro Aktie vor Verwässerung wird berechnet, indem das den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Ergebnis durch eine gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Stammaktien in der Periode geteilt wird. Im Berichtszeitraum wurden vom Mutterunternehmen keine zurückgekauften Aktien als eigene Aktien gehalten.

MSEK 2018 2017
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnendes Eigenkapital 1.389 1.084
Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Stammaktien 90.843.260 90.843.260
Ergebnis pro Aktie (SEK) 15,29 11,94

Nach Verwässerung:

Für die Berechnung des Ergebnisses pro Aktie nach Verwässerung wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl Stammaktien entsprechend dem Verwässerungseffekt aller potenzieller Stammaktien angepasst. Weder 2018 noch 2017 existierten potenzielle Stammaktien mit Verwässerungseffekt. Das Ergebnis pro Aktie ist somit vor und nach Verwässerung gleich.

ANM. 33 DIVIDENDE PRO AKTIE

Die 2018 und 2017 ausgezahlten Dividenden beliefen sich auf 363 MSEK (4,00 SEK pro Aktie) bzw. 318 MSEK (3,50 SEK pro Aktie). Auf der Jahreshauptversammlung am 26. April 2019 wird der Verwaltungsrat eine Dividende für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 4,60 SEK pro Aktie, insgesamt 418 MSEK, vorschlagen. Die vorgeschlagene Dividende wird in diesem Abschluss nicht als Verbindlichkeit ausgewiesen.

ANM. 34 VERKAUF VON TOCHTERUNTERNEHMEN

In den Jahren 2018 und 2017 wurden keine Tochterunternehmen veräußert.

ANM. 35 EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMES

Am 3. Januar wurde bekannt gegeben, dass die Lifco die schwedische Firma Indexator Rotator Systems übernommen hat, die Rotatoren hauptsächlich für die Forstwirtschaft entwickelt und produziert. Das Unternehmen erzielte 2018 einen Nettoumsatz von rund 300 MSEK und beschäftigt rund 140 Mitarbeiter. Indexator Rotator Systems wird im Geschäftsbereich Abbruch & Werkzeuge konsolidiert.

Am 23. Januar wurde bekannt gegeben, dass die Lifco die italienische Firma Hammer übernommen hat, die Hydraulikhämmer und andere Abbruchgeräte für Bagger liefert. Das Unternehmen erwirtschaftete 2018 einen Nettoumsatz von rund 20 MEUR und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Hammer wird im Geschäftsbereich Abbruch & Werkzeuge konsolidiert.

Die einzelnen Akquisitionen werden keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage der Lifco im laufenden Jahr haben. Eine vorläufige Kaufpreisallokation wird im Zwischenbericht für das erste Quartal 2019 dargestellt.

Am 7. Februar 2019 trat Fredrik Karlsson als geschäftsführender Direktor und Vorsitzender des Verwaltungsrates sowie von seinem Sitz im Verwaltungsrat zurück. Am 8. Februar wurde Per Waldemarson zum Vorsitzenden und geschäftsführenden Direktor ernannt. Zum Zeitpunkt seiner Ernennung war Per Waldemarson stellvertretender geschäftsführender Direktor des Lifco-Konzernes.

ANM. 36 ZUSATZINFORMATIONEN ZUR CASHFLOW-ANALYSE

MSEK 2018 2017
Posten ohne Auswirkungen auf den Cashflow
Abschreibungen 392 319
Neubewertung Kauf-/Verkaufsoptionen -1 -1
Gesamt 391 318

ABSTIMMUNG VON ALTERNATIVEN KENNZAHLEN

EBITA IM VERGLEICH ZUM JAHRESABSCHLUSS GEMÄß IFRS

MSEK 2018 2017
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.902 1.519
Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit Akquisitionen entstanden sind 253 196
EBITA 2.155 1.715
Kosten des Erwerbes 13 17
EBITA vor Kosten des Erwerbes 2.168 1.732

EBITDA IM VERGLEICH ZUM JAHRESABSCHLUSS GEMÄß IFRS

MSEK 2018 2017
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.902 1.519
Abschreibungen Sachanlagen 127 112
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte 12 11
Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit Akquisitionen entstanden sind 253 196
EBITDA 2.294 1.838
Kosten des Erwerbes 13 17
EBITDA vor Kosten des Erwerbes 2.307 1.855

ZINSTRAGENDE NETTOVERBINDLICHKEITEN IM VERGLEICH ZUM JAHRESABSCHLUSS GEMÄß IFRS*

MSEK 31.12.2018 31.12.2017
Langfristige zinstragende Verbindlichkeiten einschl. Pensionsrückstellungen 1.813 1.033
Kurzfristige zinstragende Verbindlichkeiten 1.762 2.808
Liquide Mittel -405 -305
Zinstragende Verbindlichkeiten, netto 3.170 3.536
Kauf-/Verkaufsoptionen und Earn-outs 515 258
Nettoverschuldung 3.685 3.794

* Die wichtigsten Leistungskennzahlen wurden per 30. Juni 2018 in Übereinstimmung mit der neuen Definition der Nettoverschuldung auf Seite 87 angepasst. Die Vergleichsperioden wurden ebenfalls unter Berücksichtigung der neuen Definition angepasst.

EINGESETZTES KAPITAL UND EINGESETZTES KAPITAL OHNE GOODWILL UND ANDERE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE IM VERGLEICH ZUM JAHRESABSCHLUSS GEMÄß IFRS*.

MSEK 31.12.2018 30.09.2018 30.06.2018 31.03.2018
Summe der Vermögenswerte 13.823 14.109 13.567 12.909
Liquide Mittel -405 -374 -301 -250
Pensionsrückstellungen, zinstragend -37 -37 -36 -33
Nicht zinstragende Verbindlichkeiten -2.985 -3.125 -2.899 -2.671
Eingesetztes Kapital 10.396 10.573 10.331 9.955
Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte -9.133 -9.322 -8.946 -8.606
Eingesetztes Kapital abzüglich Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.263 1.251 1.385 1.349

* Die wichtigsten Leistungsindikatoren wurden zum 30. Juni 2018 entsprechend den neuen Definitionen des eingesetzten Kapitals sowie des eingesetzten Kapitals abzüglich Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte auf Seite 87 angepasst. Die Vergleichsperioden wurden ebenfalls unter Berücksichtigung der neuen Definition angepasst.

EINGESETZTES KAPITAL UND EINGESETZTES KAPITAL ABZÜGLICH GOODWILL UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE ALS DURCHSCHNITT DER LETZTEN 4 QUARTALE IM VERGLEICH ZUM JAHRESABSCHLUSS GEMÄß IFRS*

MSEK DURCHSCHNITT Q4 2018 Q3 2018 Q2 2018 Q1 2018
Eingesetztes Kapital 10.314 10.396 10.573 10.331 9.955
Eingesetztes Kapital abzüglich Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.312 1.263 1.251 1.385 1.349
GESAMT
EBITA vor Kosten des Erwerbes 2.168 670 520 560 418
Rendite des eingesetzten Kapitals 21,0 %
Rendite des eingesetzten Kapitals abzüglich Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte 165 %

* Die wichtigsten Leistungsindikatoren wurden zum 30. Juni 2018 entsprechend den neuen Definitionen des eingesetzten Kapitals sowie des eingesetzten Kapitals abzüglich Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte auf Seite 87 angepasst. Die Vergleichsperioden wurden ebenfalls unter Berücksichtigung der neuen Definition angepasst.

JAHRESABSCHLUSS DES MUTTERUNTERNEHMENS

GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG MUTTERUNTERNEHMEN

MSEK ANMERKUNG 2018 2017
Verwaltungsaufwendungen -136 -128
Sonstige betriebliche Erträge 38, 39 48 89
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 40, 41, 42, 43 -88 -39
Ergebnis aus Beteiligungen an Konzernunternehmen 44 560 558
Finanzerträge 45 106 168
Finanzaufwendungen 45 -64 -43
Ergebnis nach Finanzposten 514 644
Einstellungen in freie Rücklagen 46 56 -41
Steuer auf das Jahresergebnis 47 -5 -10
Jahresergebnis 565 593

Im Mutterunternehmen gibt es keine Posten, die als sonstiges Gesamtergebnis ausgewiesen werden.

Daher entspricht die Summe des Gesamtergebnisses dem Jahresergebnis (netto).

BILANZ MUTTERUNTERNEHMEN

MSEK ANMERKUNG 31.12.2018 31.12.2017
AKTIVA
Anlagevermögen
Betriebsausstattung 0 0
Beteiligungen an Konzernunternehmen 48 1.960 1.960
Langfristige Forderungen an Konzernunternehmen 1.925 2.209
Latente Steuerforderungen 49 42 43
Summe Anlagevermögen 3.927 4.212
Umlaufvermögen
Forderungen an Konzernunternehmen 4.501 4.047
Aktuelle Steuerforderungen 18 4
Rechnungsabgrenzungsposten 4 3
Kassenbestand und Bankguthaben 143 86
Summe Umlaufvermögen 4.666 4.140
SUMME AKTIVA 8.593 8.352
PASSIVA
Gebundenes Eigenkapital
Aktienkapital 18 18
Rücklagenfonds 12 12
Summe gebundenes Eigenkapital 30 30
Freies Eigenkapital
Ergebnisvortrag 50 2.316 2.086
Jahresergebnis 565 593
Summe freies Eigenkapital 2.881 2.679
Summe Eigenkapital 2.911 2.709
Nicht versteuerte Rücklagen 51 69 70
Langfristige Verbindlichkeiten
Obligationen 52 1.765 995
Latente Steuerschulden - 2
Summe langfristige Verbindlichkeiten 1.765 997
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52 719 1.678
Obligationen 52 1.036 1.112
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen 2.025 1.715
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 14 26
Rechnungsabgrenzungsposten 53 54 45
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 3.848 4.576
SUMME PASSIVA 8.593 8.352

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG MUTTERUNTERNEHMEN

MSEK AKTIENKAPITAL RÜCKLAGENFONDS FREIES EIGENKAPITAL SUMME EIGENKAPITAL
Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2017 18 12 2.404 2.434
Dividende gemäß Beschluss der Jahreshauptversammlung - - -318 -318
Jahresergebnis - - 593 593
Schlussbilanz per 31. Dezember 2017 18 12 2.679 2.709
Dividende gemäß Beschluss der Jahreshauptversammlung - - -363 -363
Jahresergebnis - - 565 565
Schlussbilanz per 31. Dezember 2018 18 12 2.881 2.911

Im Mutterunternehmen gibt es keine Posten, die als sonstiges Gesamtergebnis ausgewiesen werden. Daher entspricht die Summe des Gesamtergebnisses dem Jahresergebnis (netto).

Das Aktienkapital besteht aus 6.075.970 A-Aktien und 84.767.290 B-Aktien, insgesamt 90.843.260 Aktien. Die A-Aktien haben einen Stimmwert von 10 Stimmen/Aktie und die B-Aktien haben einen Stimmwert von 1 Stimme/Aktie. Das Mutterunternehmen besitzt keine eigenen Aktien. Zu Informationen über das Aktienkapital siehe Anm. 24 im Konzern-Finanzbericht.

CASHFLOW-ANALYSE MUTTERUNTERNEHMEN

MSEK 2018 2017
Betriebliche Tätigkeit
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -88 -39
Sonstige Finanzposten -2 -2
Erhaltene Zinsen 106 97
Gezahlte Zinsen -44 -41
Gezahlte Einkommenssteuer -20 -5
Cashflow vor Veränderungen des Umlaufvermögens -48 10
Veränderungen des Umlaufvermögens
Steigerung/Abnahme betrieblicher Forderungen 39 -967
Steigerung/Abnahme betrieblicher Verbindlichkeiten 315 424
Summe Veränderung des Umlaufvermögens 354 -543
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 306 -533
Finanzierungstätigkeit
Veränderungen von langfristigen Forderungen -46 -268
Aufnahme von Darlehen 2.139 2.526
Tilgung von Darlehen -2.534 -1.945
Erhaltene Konzernzuschüsse - -
Ausgezahlter Konzernzuschuss -11 -2
Erhaltene Dividende 560 558
Gezahlte Dividende -363 -318
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -255 551
Cashflow im Geschäftsjahr 51 18
Liquide Mittel zu Geschäftsjahresbeginn 86 68
Wechselkursdifferenzen in liquiden Mitteln 6 0
Liquide Mittel zu Geschäftsjahresende 143 86

ANM. 37 BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE DES MUTTERUNTERNEHMENS

Im Zusammenhang mit dem Übergang zur Rechnungslegung nach IFRS im Konzernabschluss ist das Mutterunternehmen dazu übergegangen, Empfehlung RFR 2 „Rechnungslegung für juristische Personen“ anzuwenden. Das Mutterunternehmen wendet in den unten genannten Fällen andere Bilanzierungsgrundsätze an als der Konzern.

Aufstellungsformen

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die Bilanzen werden die im schwedischen Jahresabschlussgesetz vorgeschriebenen Aufstellungsformen verwendet. Die Gewinn-und- Verlust-Rechnung ist in zwei Rechnungen aufgeteilt, eine für Gewinn und Verlust und eine für das Gesamtergebnis. Im Mutterunternehmen gibt es keine Posten, die als sonstiges Gesamtergebnis ausgewiesen werden. Daher entspricht die Summe des Gesamtergebnisses dem Jahresergebnis (netto). Die Eigenkapitalveränderungsrechnung folgt der Aufstellungsform des Konzernes, beinhaltet aber die im Jahresabschlussgesetz angegebenen Spalten. Die Aufstellungsformen für das Mutterunternehmen ergeben Unterschiede in Bezeichnungen, verglichen mit dem Konzernabschluss, vor allem hinsichtlich finanzieller Erträge und Aufwendungen, Rückstellungen und Posten im Eigenkapital.

Beteiligungen an Tochterunternehmen

Beteiligungen an Tochterunternehmen werden zum Anschaffungswert gegebenenfalls nach Abzug von Wertminderungen ausgewiesen. Im Anschaffungswert sind erwerbsbezogene Aufwendungen und eventuelle Zusatzkaufpreise einbezogen. Wenn bei Beteiligungen an Tochterunternehmen Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrages vorgenommen. Ist dieser niedriger als der ausgewiesene Wert, erfolgt eine Wertminderung. Wertminderungen werden in den Posten „Ergebnis aus Beteiligungen an Konzernunternehmen“ ausgewiesen.

Finanzinstrumente

Im Mutterunternehmen wird IFRS 9 nicht für Finanzinstrumente verwendet. Stattdessen wendet die Muttergesellschaft die in RFR 2 (IFRS 9 „Finanzinstrumente“, Ziffern 3-10) vorgeschriebenen Punkte an. Finanzinstrumente werden zu ihren Anschaffungskosten bewertet. In den Folgeperioden werden finanzielle Vermögenswerte, die mit der Absicht erworben wurden, kurzfristig gehalten zu werden, nach dem Niederstwertprinzip mit dem jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Marktwert bewertet.

Die Muttergesellschaft prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob es Anzeichen für eine Wertminderung eines der finanziellen Vermögenswerte gibt. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn die Wertminderung als länger anhaltend eingeschätzt wird. Wertminderungen von verzinslichen finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, ergeben sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der bestmöglichen Schätzung der zukünftigen Cashflows durch das Management, die mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst wird. Der Wertminderungsaufwand für andere Finanzanlagen ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem jeweils höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebskosten und dem Barwert der zukünftigen Cashflows (basierend auf der bestmöglichen Schätzung des Managements).

Leasingverträge

Sämtliche Leasingverträge, gleich ob Finanzleasing oder operatives Leasing, werden als operative Leasingverträge klassifiziert.

Erträge

Zu den sonstigen betrieblichen Erträgen des Mutterunternehmens gehören Kosten, die den Tochtergesellschaften in Rechnung gestellt werden.

Konzernzuschüsse

Gewährte und erhaltene Konzernzuschüsse werden in der GuV als Einstellung in die freien Rücklagen ausgewiesen.

ANM. 38 VERKÄUFE AN UND KÄUFE VON KONZERNUNTERNEHMEN DURCH DAS MUTTERUNTERNEHMEN

Das Mutterunternehmen hat den Tochtergesellschaften 48 (89) MSEK für konzernweite Dienstleistungen in Rechnung gestellt. Das Mutterunternehmen hat keine Dienstleistungen von Tochterunternehmen gekauft.

ANM. 39 SONSTIGE ERTRÄGE

MSEK 2018 2017
Konzernweite Dienstleistungen 48 89
Summe sonstige Erträge 48 89

ANM. 40 KLASSIFIZIERUNG DER AUSGABEN NACH DER ART

MSEK 2018 2017
Personalaufwendungen (Anm. 42) 123 117
Aufwendungen für operatives Leasing (Anm. 43) 1 1
Sonstige Aufwendungen 12 10
Gesamt 136 128

ANM. 41 VERGÜTUNG AN RECHNUNGSPRÜFER

MSEK 2018 2017
PricewaterhouseCoopers
Rechnungsprüfungsauftrag 1 1
Rechnungsprüfungstätigkeit außer Rechnungsprüfungsauftrag - -
Sonstige Dienstleistungen 0 0
Gesamt 1 1

Der Rechnungsprüfungsauftrag betrifft das Honorar für die gesetzlich vorgeschriebene Rechnungsprüfung, das heißt die Arbeit, die notwendig war, um den Rechnungsprüfungsbericht vorzulegen. Die Rechnungsprüfungstätigkeit über den Rechnungsprüfungsauftrag betrifft u.a. die Prüfung von Zwischenberichten und ähnliche Leistungen. Dienstleistungen in Zusammenhang mit Kauf. Sonstige Dienstleistungen betreffen Beratung hinsichtlich Finanzrechnungslegung sowie Dienstleistungen in Zusammenhang mit Akquisitionen.

ANM. 42 DURCHSCHNITTLICHE BESCHÄFTIGTENZAHL UND PERSONALAUFWENDUNGEN

DURCHSCHNITTLICHE BESCHÄFTIGTENZAHL 2018 2017
Frauen 2 2
Männer 3 3
Gesamt 5 5
PERSONALAUFWENDUNGEN, MSEK 2018 2017
Löhne und Vergütungen
Verwaltungsrat und geschäftsführender Direktor 50 47
Sonstige Mitarbeiter 26 24
76 71
Sozialabgaben Verwaltungsrat und geschäftsführender Direktor 19 18
Sozialabgaben sonstige Beschäftigte 9 10
Pensionsaufwendungen für den geschäftsführenden Direktor 15 14
Pensionsaufwendungen für sonstige Mitarbeiter 4 4
Gesamt 123 117

Zu Informationen über die Vergütung für leitende Angestellte siehe Anm. 10 in den Finanzberichten des Konzernes.

ANM. 43 LEASING

MSEK 2018 2017
Operatives Leasing
Fälligkeitszeitpunkt binnen eines Jahres 1 1
Fälligkeitszeitpunkt zwischen 1 und 5 Jahren 1 -
Gesamt 2 1

Die operativen Leasingverträge des Mutterunternehmens betreffen vor allem Büroräume. Eine Weitervermietung findet nicht statt. Aufwendungen für operatives Leasing im Mutterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 1 (1) MSEK. Leasingaufwendungen für über operative Leasingverträge im Besitz befindliche Vermögensgegenstände werden bei betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

ANM. 44 ERGEBNIS AUS BETEILIGUNGEN AN KONZERNUNTERNEHMEN

MSEK 2018 2017
Dividenden 560 558
Gesamt 560 558

ANM. 45 FINANZERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN

MSEK 2018 2017
Finanzerträge
Zinserträge von Konzernunternehmen 106 97
Wechselkursgewinne - 71
Summe Finanzerträge 106 168
Finanzaufwendungen
Zinsaufwendungen an Konzernunternehmen -6 -2
Zinsaufwendungen -38 -39
Wechselkursverluste -18 -
Sonstige Finanzaufwendungen -2 -2
Summe Finanzaufwendungen -64 -43
Finanzposten, netto 42 125

Die Position Wechselkursverluste enthält Aufwendungen in Höhe von -124 MSEK und Erträge in Höhe von 106 MSEK. Der sich daraus ergebende Nettoverlust beträgt -18 MSEK.

ANM. 46 EINSTELLUNGEN IN FREIE RÜCKLAGEN

MSEK 2018 2017
Gezahlte Konzernzuschüsse -3 -11
Erhaltene Konzernzuschüsse 58 -
Veränderung von Periodisierungsfonds 1 -30
Gesamt 56 -41

ANM. 47 STEUER AUF JAHRESERGEBNIS

MSEK 2018 2017
Laufende Steuern für das Jahr -6 -19
Anpassungen aus Vorjahren 0 -
Latente Steuern 1 9
Summe Steuer auf Jahresergebnis -5 -10
Der Zusammenhang zwischen den Steueraufwendungen des Jahres und dem Bilanzgewinn/Bilanzverlust ist der Tabelle unten zu entnehmen. Die Steuern auf den Jahresgewinn wurden auf 22 % (22 %) berechnet.
Ergebnis vor Steuern 570 603
Steuern gemäß geltendem Steuersatz in Schweden 22 % -125 -133
Steuereffekte nicht steuerpflichtiger Erträge 123 123
Auswirkungen des veränderten Steuersatzes -3 -
Anpassungen hinsichtlich der Vorjahre 0 -
Steuereffekte nicht abzugsfähiger Aufwendungen 0 0
Steuer auf das Jahresergebnis -5 -10

ANM. 48 BETEILIGUNGEN AN KONZERNUNTERNEHMEN

Angabe zum direkten Aktienanteilsbesitz und zu Beteiligungen des Mutterunternehmens an Tochterunternehmen:

FIRMA REG.-NR. SITZ DES UNTERNEHMENS
Lifco Dental International AB 556730-9710 Enköping, Schweden
Proline Group AB 556543-0971 Sollentuna, Schweden
PP Greiftechnik GmbH HR B Nr. 157420 Waakirchen, Deutschland
Rapid Granulator AB 556082-8674 Bredaryd, Schweden
Sorb Industri AB 556272-5282 Skellefteå, Schweden
KAPITALANTEIL

%
STIMMENANTEIL

%
ANZAHL DER ANTEILE BUCHWERT 2018 BUCHWERT 2017
Lifco Dental International AB 100,00 100,00 252.525 716 716
Proline Group AB 100,00 100,00 12.400 182 182
PP Greiftechnik GmbH 100,00 100,00 25.000 490 490
Rapid Granulator AB 100,00 100,00 100.000 205 205
Sorb Industri AB 100,00 100,00 6.800.000 367 367
Gesamt 1.960 1.960
2018 2017
Anschaffungswert in der Eröffnungsbilanz 1.960 1.960
Erwerb von Tochterunternehmen - -
Kumulierter Anschaffungswert Schlussbilanz 1.960 1.960
Buchwert in Schlussbilanz 1.960 1.960

ANM. 49 LATENTE STEUERN

Der Unterschied zwischen einerseits der Einkommensteuer, die in der GuV ausgewiesen wurde, und andererseits der Einkommensteuer, die sich auf die Tätigkeit bezieht, besteht aus:

MSEK 2018 2017
Latente Steuerforderung auf Aufwendungen, die in die Besteuerung und in künftige nicht steuerpflichtige Erträge zurückgeführt sind 42 43
Latente Steuerverbindlichkeit aufgrund sonstiger steuerpflichtiger temporärer Differenzen - -2
Summe latente Steuerforderung/Steuerverbindlichkeit, netto 42 41

ANM. 50 VORSCHLAG FÜR DIE GEWINNDISPOSITION

Der Jahreshauptversammlung stehen folgende Mittel zur Verfügung:

MSEK
Ergebnisvortrag 2.316
Jahresergebnis 565
Gesamt 2.881
Der Verwaltungsrat schlägt vor, die Gewinnrücklagen so zu verwenden, dass an die Aktionäre insgesamt 4,60 SEK pro Aktie ausgeschüttet werden, in Summe 418
Vortrag in neue Rechnung 2.463
Gesamt 2.881

ANM. 51 NICHT VERSTEUERTE RÜCKLAGEN

MSEK 2018 2017
Periodisierungsfonds 2012 - 9
Periodisierungsfonds 2013 11 11
Periodisierungsfonds 2014 0 0
Periodisierungsfonds 2015 12 12
Periodisierungsfonds 2016 9 9
Periodisierungsfonds 2017 29 29
Periodisierungsfonds 2018 8 -
Gesamt 69 70

ANM. 52 DARLEHENSAUFNAHME

MSEK 2018 2017
Langfristige zinstragende Verbindlichkeiten
Obligationen 1.765 995
Summe langfristige zinstragende Verbindlichkeiten 1.765 995
Kurzfristige zinstragende Verbindlichkeiten
Obligationen 1.036 1.112
Kontokorrentkredit 258 317
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 461 1.361
Summe kurzfristige zinstragende Verbindlichkeiten 1.755 2.790
Summe zinstragende Verbindlichkeiten 3.520 3.785

Kein Teil der langfristigen Verbindlichkeiten hat eine Laufzeit von mehr als zwei Jahren ab dem Bilanzstichtag. Alle verzinslichen Verbindlichkeiten werden als „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte“ klassifiziert.

ANM. 53 RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

MSEK 2018 2017
Aufgelaufene Zinsaufwendungen 8 5
Aufgelaufene lohnbezogene Aufwendungen 28 23
Aufgelaufene Urlaubsgelder 6 6
Aufgelaufene Sozialabgaben 11 10
Sonstige aufgelaufene Aufwendungen 1 1
Gesamt 54 45

ANM. 54 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

MSEK 2018 2017
Haftungsverhältnisse für PRI-Verbindlichkeiten von Konzernunternehmen 0 0
Bürgschaften zugunsten von Konzernunternehmen 97 77
Sonstige Bürgschaften - 0
Gesamt 97 77