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LEONI AG Interim / Quarterly Report 2016

Aug 10, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Leoni AG

Nürnberg

Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2016

Konzernzahlen

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2. Quartal 1. Halbjahr
Mio. € 2016 2015 Veränderung 2016 2015 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.148,2 1.155,7 - 0,7 % 2.237,5 2.264,5 - 1,2 %
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 74,2 84,7 - 12,4 % 135,5 153,4 - 11,7 %
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 37,6 50,4 - 25,4 % 61,9 85,5 - 27,6 %
Bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)* 60,4 54,6 10,6 % 90,7 92,5 - 1,9 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) 32,0 43,8 - 26,9 % 50,8 71,6 - 29,0 %
Konzernüberschuss 24,3 35,1 - 30,6 % 35,9 51,8 - 30,7 %
Investitionen (inkl. Akquisitionen) 52,3 60,6 - 13,7 % 91,1 98,7 - 7,7 %
Eigenkapitalquote (%) 32,5 % 34,5 % - 32,5 % 34,5 % -
Ergebnis je Aktie (€) 0,75 1,07 - 29,9 % 1,10 1,58 - 30,4 %
Mitarbeiter 30.06. (Anzahl) 76.239 71.987 5,9 % 76.239 71.987 5,9 %

* Ergebnis bereinigt um die Effekte aus der Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisverteilung der wesentlichen Akquisitionen, Restrukturierungen, Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte, Gewinne aus Unternehmensverkäufen und Ergebnisse aus Unternehmenszusammenschlüssen inklusive zugehöriger Derivate.

Die LEONI-Aktie

Schwaches erstes Aktienhalbjahr

An den internationalen Börsenplätzen verliefen die ersten sechs Monate 2016 insgesamt wenig erfolgreich. Nach spürbaren Verlusten zu Jahresbeginn erholten sich die Märkte im Frühjahr zwar, gerieten aber gegen Ende des zweiten Quartals nach dem Brexit-Votum erneut unter Druck. Betroffen davon waren hauptsächlich europäische Handelsplätze, während sich die Kurse in anderen Regionen weitgehend unbeeindruckt zeigten. So konnte der amerikanische Dow Jones-Index von Januar bis Juni 2016 insgesamt etwas an Boden gut machen, während der chinesische Hang Seng zur Jahresmitte leicht im Minus lag. Der Euro Stoxx 50 notierte dagegen rund 10 Prozent niedriger als Ende 2015, wobei die Anleger nach dem britischen Referendum insbesondere Banken- und Automobiltitel mieden. Der deutsche Leitindex DAX verlor ebenfalls rund ein Zehntel an Wert, und der MDAX gab um circa 5 Prozent nach.

Die wichtigsten Daten zur LEONI-Aktie im Überblick

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Beginn der Börsennotierung 1. Januar 1923
Börsenkürzel LEO
ISIN DE0005408884
WKN DE540888
Aktiengattung Nennwertlose Namens-Stammaktien
Marktsegment Prime Standard
Index MDAX
Grundkapital 32.669.000 €
Anzahl der Aktien 32.669.000 Stück

LEONI-Aktie mit Wertverlust

Deutlich schwächer als der Gesamtmarkt entwickelten sich die deutschen Automobil- und Zuliefertitel: Der DAX-Sektorindex "Automobile" und der Sub-Index der Automobilzulieferer verringerten sich im ersten Halbjahr 2016 jeweils um rund ein Viertel. Die LEONI-Aktie gab ausgehend vom bisherigen Jahreshöchstkurs, der Anfang Januar mit 34,93 € notiert wurde, zunächst bis Ende Februar auf den Tiefstand von 23,76 € nach. Danach erholte sie sich wieder, verlor aber im Zuge der allgemeinen Verunsicherung nach dem Brexit-Votum erneut an Wert. Ende Juni 2016 ging unsere Aktie mit 24,61 € aus dem Handel, das entsprach gegenüber dem Vorjahresultimo einem Minus von 32,5 Prozent. Daher reduzierte sich die Marktkapitalisierung der rund 32,7 Millionen LEONI-Aktien im Stichtagsvergleich von circa 1.191 Mio. € auf rund 804 Mio. €. Im Juli bewegte sich der Kurs wieder deutlich aufwärts.

Kennzahlen zur LEONI-Aktie

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2. Quartal 1.Halbjahr
2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- ---
Nettoergebnis €/Aktie 0,75 1,07 1,10 1,59
Eigenkapital €/Aktie 28,78 30,35 28,78 30,35
Höchstkurs1 €/Aktie 32,11 62,81 34,93 62,81
Tiefstkurs1 €/Aktie 24,61 55,83 23,76 47,64
Quartalsschlusskurs1 €/Aktie 24,61 56,63 24,61 56,63
Durchschnittlicher Tagesumsatz Stück 243.824 198.005 303.658 224.897
Marktkapitalisierung zum Quartalsende Mio. € 804,0 1.850,0 804,0 1.850,0

1 XETRA-Tagesschlusskurse

Börsenumsätze gestiegen

In den ersten sechs Monaten 2016 wechselten börsentäglich 303.658 LEONI-Aktien den Besitzer (Vorjahr: 224.879). Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 38,3 Millionen Aktien gehandelt, das waren erheblich mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 27,9 Millionen Stück).

Analysten empfehlen mehrheitlich, LEONI zu halten

LEONI wird aktuell von 22 Finanzanalysten beobachtet (Stand 30. Juni 2016). Damit hat sich die Aufmerksamkeit für unsere Aktie gegenüber dem Ende des ersten Quartals mit 21 Investmentprofis etwas erhöht. Die Mehrheit - zwölf Kapitalmarktspezialisten - plädierten zur Jahresmitte dafür, unsere Aktie zu halten. Jeweils fünf Institute rieten zum Kauf beziehungsweise zum Verkauf.

Stimmrechtsmitteilungen im zweiten Quartal

Die 32.669.000 LEONI-Aktien befinden sich komplett im Streubesitz. Dabei halten institutionelle Investoren nach wie vor rund zwei Drittel unserer Aktien, das übrige Drittel besitzen Privataktionäre. Circa 60 Prozent der LEONI-Aktien liegen in Deutschland. Der Rest verteilt sich gleichmäßig auf das übrige Europa mit Schwerpunkt Großbritannien und auf die USA.

Im ersten Quartal 2016 erhielt LEONI keine Stimmrechtsmitteilungen. Von April bis Juni 2016 gingen bei LEONI zwei Stimmrechtsmitteilungen ein: Die State Street Corporation, USA, reduzierte ihren Anteil auf leicht unter 3 Prozent und die Hans Wilms Beteiligungs GmbH, Deutschland, stockte auf etwas über 3 Prozent auf. Diese Stimmrechtsmitteilungen sowie frühere Meldungen sind auf unserer Website abrufbar.

Weitere große Einzelaktionäre waren per Ende Juni unverändert das US-amerikanische Investmenthaus T. Rowe Price mit mehr als 5 Prozent sowie die Schroders PLC, Großbritannien, die Classic Fund Management Aktiengesellschaft, Liechtenstein, und die Schweizer UBS Group AG, die jeweils zwischen 3 und 5 Prozent lagen.

» www.leoni.com/de/ Investor-Relations/ Stimmrechtsmitteilungen

Halbjahresfinanzbericht

Konzernzwischenlagebericht

Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf im Überblick

Gesamtwirtschaft

Im ersten Halbjahr 2016 entwickelte sich die Weltwirtschaft zunächst moderat positiv. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) blieb die Konjunktur in den meisten Industrienationen gedämpft, wobei das etwas über den Prognosen liegende Wachstum in den Eurostaaten den schwächeren Verlauf in den USA im ersten Quartal kompensierte. In den Schwellen- und Entwicklungsländern gab es keinen einheitlichen Trend, allerdings hatte die leichte Erholung der Finanz- und Rohstoffmärkte erste positive Auswirkungen auf Länder wie China, Brasilien und Russland. Ende Juni führte der für viele Beobachter überraschende Ausgang des britischen Referendums über den Verbleib in der Europäischen Union zu heftigen Turbulenzen - auch wenn sich die Finanzmärkte nach einem starken Einbruch relativ schnell wieder beruhigten. Die daraus resultierenden politischen und wirtschaftlichen Risiken werden die ohnehin labile Weltkonjunktur nach Ansicht des IWF weiter destabilisieren.

Die deutsche Wirtschaft expandierte in den ersten drei Monaten 2016 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 0,7 Prozent. Im Folgequartal dürfte das Wachstum Schätzungen des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) zufolge stabil geblieben sein. Gestützt wurde der solide Verlauf vorwiegend von den binnenwirtschaftlich orientierten Dienstleistungsbereichen, während die Industrie aufgrund der bereits vor dem Brexit-Votum eher getrübten Erwartungen für wichtige Absatzmärkte weniger Dynamik zeigte.

Branchenkonjunktur

Die für LEONI bedeutenden Branchen entwickelten sich im ersten Halbjahr 2016 überwiegend positiv. Das gilt insbesondere für die Automobilindustrie, die laut VDA (Verband der Automobilindustrie) von der guten Konjunktur in den drei großen Fahrzeugmärkten Westeuropa, USA und China profitierte. Vor allem in Westeuropa und China erhöhten sich die Neuzulassungen deutlich, aber auch die USA verbuchten einen Anstieg. Sorgenkinder blieben Brasilien und Russland mit zweistellig rückläufigen Absatzzahlen.

In der Folge nahm die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nach Angaben des Marktforschungsinstituts IHS Automotive im ersten Halbjahr 2016 gemessen am vergleichbaren Vorjahreszeitraum global um rund 2 Prozent zu. Dabei wurden in Europa, China und Nordamerika mehr, in Japan und Korea sowie in Südamerika dagegen weniger Fahrzeuge hergestellt als im entsprechenden Zeitraum 2015.

Der Markt für schwere Nutzfahrzeuge lieferte in der ersten Jahreshälfte unseren Beobachtungen zufolge ein uneinheitliches Bild: Die Nachfrage nach Lkw blieb in den USA und Brasilien schwach, in Europa dagegen stabil. Die Konjunktur für Bauindustrie-Sonderfahrzeuge war zwar in den USA erfreulich, in Europa und Asien aber verhalten. In der Agrarmaschinenindustrie fehlten weltweit positive Impulse.

In der deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie erhöhten sich Umsatz und preisbereinigte Produktion in den ersten fünf Monaten 2016 nach Aussagen des ZVEI (Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) um jeweils knapp 3 Prozent. Dabei wuchs das Volumen vor allem mit Kunden aus Deutschland und dem Euroraum, während es in den übrigen Ländern stagnierte. Der Auftragseingang lag etwa auf Vorjahresniveau. Im Juni verbesserte sich der Geschäftsklimaindex der Branche merklich, wobei die Befragung noch vor dem Brexit-Votum durchgeführt wurde.

Der inländische Maschinen- und Anlagenbau profitierte hauptsächlich von der guten Nachfrage deutscher Unternehmen: Der Auftragseingang stieg in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres laut dem Branchenverband VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) insgesamt um 3 Prozent. Dabei legten die Bestellungen im Inland um 4 Prozent und im Ausland um 2 Prozent zu.

Nach einem soliden Jahresstart verlor der deutsche ITK-Markt (Informationstechnik und Telekommunikation) im zweiten Quartal etwas an Schwung. Im April und Mai 2016 ging der vom BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) veröffentlichte Wertindex des Auftragseingangs sowohl für IT-Hardware als auch für Telekommunikations- und Unterhaltungselektronik-Produkte zurück. Der Produktionsindex brach im Bereich IT-Hardware deutlich ein, entwickelte sich dagegen im Telekommunikationssektor stabil und verbesserte sich für Unterhaltungselektronik leicht.

Geschäftsverlauf der LEONI AG im Überblick

Die LEONI AG konnte im ersten Halbjahr 2016 gestützt auf eine gute operative Entwicklung in beiden Unternehmensbereichen organisch leicht wachsen. Die Umsatzsteigerung wurde jedoch durch negative Effekte aus Kupferpreis- und Wechselkursveränderungen überkompensiert. Von Januar bis Juni 2016 wiesen wir einen Konzernumsatz von 2.237,5 Mio. € aus gegenüber 2.264,5 Mio. € im Vergleichszeitraum 2015. Das zweite Quartal trug dazu 1.148,2 Mio. € bei (Vorjahr: 1.155,7 Mio. €). Damit lag das Geschäftsvolumen im Rahmen der Prognose.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf 61,9 Mio. € (Vorjahr: 85,5 Mio. €). Es enthielt wie geplant hohe Restrukturierungsaufwendungen von 21,1 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €), die überwiegend im zweiten Quartal entstanden. Bereinigt um diese Kosten, die vor allem für die Transformation des Unternehmensbereichs Wiring Systems anfielen, errechnet sich ein Halbjahres-EBIT von 83,0 Mio. € (Vorjahr: 87,0 Mio. €). Im zweiten Quartal erzielten wir ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 37,6 Mio. € (Vorjahr: 50,4 Mio. €), und das um Restrukturierungsaufwendungen bereinigte EBIT stieg von 51,9 Mio. € auf 56,4 Mio. €. An dieser über den Erwartungen liegenden Ertragsentwicklung hatten auch positive Sondereffekte einen Anteil. Sie ergaben sich im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen, die sich im Ergebnis, anders als beim Umsatz, erhöhend auswirkten, und der Auflösung von Rückstellungen.

Die Geschäftstätigkeit, das Produktprogramm sowie die wichtigsten Absatzmärkte des LEONI-Konzerns und der beiden Divisions sind ausführlich im Geschäftsbericht 2015 dargestellt und haben sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich verändert. Gleiches gilt für die Strategie des Konzerns und des Unternehmensbereichs Wiring Systems. Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions hat im Berichtszeitraum eine neue Geschäftsstrategie erarbeitet und zum 1. Juli 2016 entsprechende organisatorische Veränderungen umgesetzt. Auch im Segment Wiring Systems wurde die Organisationsstruktur im Zuge des umfassenden Transformationsprozesses erheblich gestrafft. Details zu den Veränderungen enthält der Bericht aus den Unternehmensbereichen/Segmentbericht.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 49 ff.

» Bericht aus den Unternehmensbereichen/ Segmentbericht Seite 9 ff.

Bericht aus den Unternehmensbereichen/Segmentbericht

Unternehmensbereich Wiring Systems

Halbjahresumsatz wächst leicht auf 1.366,8 Mio. €

Der Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 um fast 5 Prozent auf 715,6 Mio. € steigern. In den gesamten ersten sechs Monaten des laufenden Jahres nahm das Geschäftsvolumen um gut 2 Prozent auf 1.366,8 Mio. € zu. Dabei wurde das erfreuliche organische Wachstum von 4,5 Prozent durch negative Kupferpreis- und Währungseffekte, die sich im ersten Quartal verstärkt bemerkbar gemacht hatten, etwas gedämpft. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass der Umsatz des chinesischen Joint Ventures in Langfang (1. Halbjahr 2015: 31,5 Mio. €), das seit Dezember 2015 at equity in den Konzernabschluss einbezogen wird, in der Berichtsperiode nicht mehr im Geschäftsvolumen enthalten war.

Ausbauen konnten wir insbesondere die Umsätze mit deutschen und anderen europäischen Automobilherstellern, während die Lieferungen an amerikanische Kunden und die internationale Lkw- und Sonderfahrzeugindustrie wegen Projektausläufen und veränderten Abrufen sowie der insgesamt weiterhin schwachen Nutzfahrzeug-Konjunktur zurückgingen. Besonders stark gewachsen ist das Volumen mit Produkten für Elektro- und Hybridfahrzeuge, wobei das Niveau in diesem Segment absolut gesehen nach wie vor klein ist.

Auch verschiedene Neuanläufe trugen zum Umsatzplus bei. Im zweiten Quartal startete unter anderem die Serienfertigung von Bordnetz-Systemen und Kabelsätzen für mehrere neue Modelle deutscher, anderer europäischer und amerikanischer Pkw-Hersteller. Dabei handelt es sich sowohl um Klein-, Kompakt- und Mittelklassefahrzeuge als auch um SUVs und Premium-Pkw.

Umsatzentwicklung Wiring Systems

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in Mio. € in %
Umsatz 1. Halbjahr 2015 1.337,7
Organisches Wachstum + 59,6 + 4,5 %
Währungsumrechnungseffekt - 19,8 - 1,5 %
Kupferpreiseffekt - 10,7 - 0,8 %
Umsatz 1. Halbjahr 2016 1.366,8 + 2,2 %

Hohe Restrukturierungsaufwendungen bremsen Ergebnis

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Segments Wiring Systems belief sich in den ersten sechs Monaten 2016 auf 22,1 Mio. € (Vorjahr: 52,8 Mio. €). Wie angekündigt fielen hohe Restrukturierungsaufwendungen von 19,7 Mio. € für die Reorganisation des Unternehmensbereichs an, die das Ergebnis deutlich schmälerten. Im zweiten Quartal lag das EBIT bei 17,1 Mio. € (Vorjahr: 35,0 Mio. €) und verbesserte sich damit gegenüber dem ersten Quartal deutlich, obwohl der Großteil der Restrukturierungsaufwendungen im Zeitraum April bis Juni entstand. Positiv machten sich erste Effekte aus den Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung der kritischen Neuanläufe des zweiten Halbjahres 2015 bemerkbar, sodass sich die operativen Belastungen daraus bereits verringerten.

Bereinigtes EBIT Wiring Systems

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2. Quartal 1. Halbjahr
Mio. € 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
EBIT 17,1 35,0 22,1 52,8
Restrukturierungsaufwand 18,1 1,1 19,7 1,1
EBIT vor Restrukturierungsaufwand 35,2 36,1 41,8 53,9
Effekt aus Kaufpreisallokationen (PPA) 3,3 2,3 6,7 4,6
übrige Bereinigungen 0,4 0,0 0,4 0,0
Bereinigtes EBIT 38,9 38,4 48,9 58,5

Transformationsprogramm: Schlankere und effizientere Strukturen

Bei der umfassenden Reorganisation des Unternehmensbereichs Wiring Systems erzielten wir im zweiten Quartal weitere Fortschritte: Mit Wirkung zum 1. Juni 2016 wurde die Organisationsstruktur von fünf auf drei Ebenen verkleinert. Zentralfunktionen wurden gebündelt und die Kundenbetreuung zwölf global agierenden Business Units übertragen, die zugleich die Auftragskoordination mit den Werken übernehmen. Durch diese Maßnahmen werden Zuständigkeiten klarer, Entscheidungswege kürzer, die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen effizienter und Kosten gesenkt. Dadurch entfallen weltweit rund 1.100 Stellen, davon rund 70 in Deutschland und circa 150 in anderen Hochlohnländern wie Frankreich, Großbritannien, Südkorea und den USA. Weitere Reduzierungen betreffen verschiedene Produktionsstandorte weltweit. Im laufenden Jahr führen die Veränderungen erst zu geringen positiven Ergebniseffekten und die Restrukturierungsaktivitäten noch zu Einmalbelastungen. Ab 2017 werden die Maßnahmen unsere Profitabilität dauerhaft steigern: Auf Jahresbasis ist mit einem nachhaltigen positiven Ergebniseffekt von rund 30 Mio. € zu rechnen.

Auch die Performance der kritischen Projekte konnten wir in der Berichtsperiode verbessern. Unsere Effizienzsteigerungsmaßnahmen wie die Anpassung des Produktionskonzepts, die Optimierung von Logistikabläufen und die Verlagerung von Teilumfängen an andere Standorte zeigen bereits erste Erfolge. Sie werden sich während der gesamten Projektlaufzeit zunehmend positiv auswirken.

Wichtige Folgeaufträge der PSA Group

Im zweiten Quartal 2016 erhielt der Unternehmensbereich Wiring Systems zwei bedeutende Folgeaufträge der PSA Group. Sie haben ein Volumen von rund 500 Mio. € über die Projektlaufzeit und untermauern unsere Stellung als Hauptlieferant dieses großen französischen Automobilherstellers: Ab Oktober 2018 werden wir ein Nachfolgemodell der Marke DS sowie die nächste Generation des Peugeot 208 und 2008 mit Bordnetz-Systemen ausstatten und damit auch größter Lieferant eines neuen Werks der PSA Group in Marokko. Die verschiedenen Kabelsätze werden an LEONI-Standorten in Nordafrika und Osteuropa hergestellt und in Fahrzeuge für den europäischen Markt eingebaut. Derzeit prüfen wir, ob ein Teil der Leitungen aus Aluminium gefertigt werden kann, um die PSA Group bei ihrem Ziel zu unterstützen, ihre führende Stellung hinsichtlich des CO2 -Ausstoßes zu stärken. Da die neuen Peugeot-Modelle auch in China, Südamerika und Russland eingeführt werden, könnte LEONI in diesen Regionen als globaler Lieferant des Unternehmens künftig ebenfalls zum Zuge kommen.

Weitere Großprojekte stärken Auftragsbestand

Von anderen Fahrzeugherstellern gingen in den vergangenen Monaten ebenfalls wichtige Neuaufträge ein. Ein großer amerikanischer Automobilproduzent bestellte Bordnetz-Systeme für einen SUV, der am amerikanischen Markt eingeführt wird. Damit wird LEONI diesen Kunden erstmals in seiner Heimatregion beliefern. Hinzu kommen verschiedene neue Aufträge anderer europäischer und asiatischer Pkw-Unternehmen, die neben herkömmlichen Bordnetz-Systemen und Kabelsätzen auch die Hochvolt-Verkabelung für mehrere Hybrid-Modelle der Mittel- bis Oberklasse umfassen. Ein großer deutscher Premiumhersteller bestellte bei unserer Business Unit Components ferner Sicherungs- und Relaisboxen für zwei Fahrzeugklassen. Sie sind für die Leistungsverteilung und Sicherung im Bordnetz verantwortlich. Im Nutzfahrzeugsegment konnten wir ebenfalls mehrere Neuprojekte von unterschiedlichen Kunden gewinnen. Sie betreffen sowohl die Motor-als auch die Komplettverkabelung für verschiedene Lkw und Agrarfahrzeuge.

Die umfangreichen neuen Bestellungen untermauern unseren hohen Auftragsbestand im Unternehmensbereich Wiring Systems, der sich über die nächsten fünf Jahre auf mehr als 14 Mrd. € beläuft und ein solides Fundament für das künftig geplante Wachstum bildet. Der genaue Umfang und der Zeitpunkt der Lieferungen werden durch die tatsächlichen Abrufe unserer Kunden bestimmt.

Best Plant Award für LEONI-Werk in Rumänien

Unser Kunde PSA Group verlieh dem rumänischen Bordnetz-Standort Pitesti im Mai 2016 den Best Plant Award. Mit dieser Auszeichnung, die das LEONI-Werk zum dritten Mal in Folge erhielt, würdigte die PSA Group insbesondere die hohe Liefertreue und Qualität der dort gefertigten Produkte.

Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions

Umsatz per Ende Juni 2016 bei 870,7 Mio. €

Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) verzeichnete sowohl im zweiten Quartal als auch im gesamten ersten Halbjahr 2016 ein leichtes organisches Wachstum, das jedoch durch negative Kupferpreis- und Währungsumrechnungseffekte überkompensiert wurde. Daher belief sich der Umsatz des Segments von April bis Juni 2016 auf 432,6 Mio. € (Vorjahr: 471,9 Mio. €) und in den ersten sechs Monaten auf 870,7 Mio. € (Vorjahr: 926,8 Mio. €).

Umsatzentwicklung Wire & Cable Solutions

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in Mio. € in %
Umsatz 1. Halbjahr 2015 926,8
Organisches Wachstum + 9,6 + 1,0 %
Währungsumrechnungseffekt - 6,7 - 0,7 %
Kupferpreiseffekt - 59,0 - 6,5 %
Umsatz 1. Halbjahr 2016 870,7 - 6,1 %

Gute Nachfrage nach hochwertigen Automobil- und Industriekabeln

Das Geschäft der Business Group Automotive Cables entwickelte sich 2016 bislang erfreulich. Insbesondere in Europa und den USA waren unsere hochwertigen Spezialkabel stark gefragt, wodurch das etwas schwächere Standardleitungsgeschäft in China mehr als ausgeglichen wurde. Dem guten operativen Verlauf standen hohe negative Kupferpreis- und Wechselkurseffekte gegenüber, sodass das Geschäftsvolumen der Business Group in den ersten sechs Monaten um rund 9 Prozent abnahm. Diese Effekte beeinträchtigten auch die Industriebereiche, deren Umsatz insgesamt um circa 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag. Operative Zuwächse gab es hier vor allem in den margenstarken Segmenten Medizintechnik und Fiber Optics. Dagegen verlief das Geschäft mit Datenleitungen und Kabeln für die petrochemische Industrie konjunkturbedingt schwächer.

EBIT steigt kräftig auf 39,8 Mio. €

Dank des insgesamt guten operativen Verlaufs und günstigen Produktmixveränderungen erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions von April bis Juni 2016 gemessen am vergleichbaren Vorjahreszeitraum um gut 32 Prozent auf 20,5 Mio. €. Im gesamten ersten Halbjahr 2016 wurde ein Plus von mehr als 22 Prozent auf 39,8 Mio. € erzielt, obwohl das EBIT durch einen negativen Kupferpreiseffekt um 3,6 Mio. € geschmälert wurde. Außerdem waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €) enthalten. Diese entstanden in Mexiko - für die Schließung der Fertigung von Petrochemie-Kabeln - sowie in Indien, wo wir die Produktion von Automobil-Standardleitungen beenden und uns künftig auf die Fertigung von Fahrzeug-Sonderleitungen, strahlenvernetzte Kabel für die Bahn- und Solarindustrie sowie Leitungen für die Petrochemie konzentrieren.

Bereinigtes EBIT Wire & Cable Solutions

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2. Quartal 1. Halbjahr
Mio. € 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
EBIT 20,5 15,5 39,8 32,5
Restrukturierungsaufwand 0,7 0,4 1,3 0,4
EBIT vor Restrukturierungsaufwand 21,2 15,9 41,1 32,9
Effekt aus Kaufpreisallokationen (PPA) 0,3 0,4 0,6 0,8
Bereinigtes EBIT 21,5 16,3 41,7 33,7

Auftragseingang übertrifft Umsatz

In den ersten sechs Monaten 2016 gewann der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions neue Aufträge im Wert von 882,2 Mio. €. Der Bestelleingang lag somit erneut über dem Geschäftsvolumen des Berichtszeitraums. Im Vergleich zum Auftragseingang der Vorjahresperiode von 927,9 Mio. € entstand zwar ein Rückgang, ursächlich dafür war aber ausschließlich die Kupferpreisveränderung. Bereinigt um diesen Effekt ergab sich ebenfalls eine Steigerung.

In der Business Group Automotive Cables gingen im zweiten Quartal 2016 weltweit mehrere Folgeaufträge von verschiedenen Automobilzulieferern ein. Der Schwerpunkt lag dabei auf hochwertigen Spezialleitungen, beispielsweise für Antennenapplikationen sowie Fahrerassistenz- und Infotainment-Systemen im Fahrzeug.

Bei der Business Group Industry & Healthcare bestellte ein großer europäischer Medizintechnikhersteller Verkabelungs-Systeme für eine neue, hochmoderne Röntgengeräte-Generation. Darüber hinaus hat LEONI eine Kooperation mit GE über die Bereitstellung von Kabelsystem-Lösungen für Märkte im Bereich erneuerbare Energien begonnen. Die Business Group Communication & Infrastructure gewann ein bedeutendes Projekt eines internationalen Bahntechnik-Herstellers: Es beinhaltet den Großteil der Verkabelung von zwei neuen Plattformen für verschiedene Schienenverkehrsfahrzeuge.

Strategische Neuausrichtung: Vom Kabelhersteller zum Lösungsanbieter

Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions erarbeitete eine neue Geschäftsstrategie, auf deren Grundlage künftig der gesamte Divisionsauftritt mit neuer Gesamtausrichtung am Markt erfolgt.

Die strategische Vision ist es, sich zu einem führenden Lösungsanbieter von intelligenten und sicheren Energieübertragungs- und Datenmanagementsystemen zu entwickeln. Damit

wird eine erfolgreiche Neupositionierung entlang der Megatrends Energie- und Datenmanagement angestrebt,
erweitern wir das Leistungsangebot und die eigenen Geschäftsmodelle in unseren Kernmärkten und
etablieren divisionsweit eine Technologieplattform als Basis, um mit neuen Technologien sowie intelligenten Lösungsangeboten neue Umsätze zu generieren.

Durch die Neuausrichtung wird der Unternehmensbereich WCS vom zuverlässigen Draht- und Kabelhersteller zum kundenorientierten Lösungsanbieter und präferierten Partner globaler OEMs. In Zukunft hat er nicht nur Komponenten, Konfektion und Systeme im Programm, sondern wird dieses Portfolio als Systempartner mit kundenspezifischen Dienstleistungen und erweiterten Geschäftsmodellen wesentlich vergrößern. Ziel ist es, die Produkte und Systeme im doppelten Sinne intelligent zu machen. Insbesondere der Trend zur Digitalisierung (Industrie 4.0) eröffnet der Wire & Cable Solutions Division neue Optionen, um auf Basis innovativer Produkte, Lösungen und Services nachhaltig erfolgreich zu agieren.

Die strategische Neuausrichtung erfordert auch Veränderungen in der Organisationsstruktur: Mit Wirkung zum 1. Juli 2016 wurden die Business Groups Industry & Healthcare sowie Communication & Infrastructure zur Business Group Industrial Solutions zusammengefasst und ein eigener Organisationsbereich gegründet, der sich um die neue Lösungsarchitektur mit der Implementierung und Steuerung der dafür erforderlichen Technologien, Tools und Prozesse kümmern wird.

Innovationspreis für 6D-Kalibriersystem

Erste Projekte, in denen LEONI als Lösungsanbieter und Systempartner fungiert, werden bereits umgesetzt. Beispielsweise wird unsere Lösungskompetenz durch intelligente Innovationen wie das neu am Markt vorgestellte Kalibriersystem "advintec 6D Laservermessung" dargestellt (siehe Titelbild). Damit können Greifer, Vorrichtungen und die Lage der Bauteile in robotergestützten Anwendungen direkt im Produktionsprozess vermessen werden. Die Technologie erweitert die Möglichkeiten der maschinellen Wahrnehmung, die vor allem im Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau sowie in der metallverarbeitenden Industrie gefragt ist. Auf der Messe Automatica wurde das System vom Fachmedium "MaschinenMarkt" in der Kategorie "Bildverarbeitung und Sensorik" als eines der innovativsten Exponate ausgezeichnet.

Umsatz und Ertragslage

Halbjahresumsatz mit 2,24 Mrd. € fast stabil

In den ersten sechs Monaten 2016 erzielte LEONI einen Konzernumsatz von 2.237,5 Mio. € nach 2.264,5 Mio. € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Davon entfielen 1.148,2 Mio. € (Vorjahr: 1.155,7 Mio. €) auf das zweite Quartal. Wir konnten den Umsatz organisch um rund 3 Prozent steigern, obwohl das Geschäftsvolumen des seit Dezember 2015 at equity in den Konzernabschluss einbezogenen chinesischen Joint Ventures in der Berichtsperiode im Gegensatz zum entsprechenden Zeitraum 2015 nicht mehr enthalten war. Allerdings wurde das Wachstum durch negative Effekte aus Kupferpreis- und Wechselkursveränderungen aufgezehrt.

Umsatzentwicklung Konzern

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in Mio. € in %
Umsatz 1. Halbjahr 2015 2.264,5
Organisches Wachstum + 69,2 + 3,1 %
Währungsumrechnungseffekt - 26,5 - 1,2 %
Kupferpreiseffekt - 69,7 - 3,1 %
Umsatz 1. Halbjahr 2016 2.237,5 - 1,2 %

Der Umsatz in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) erhöhte sich von Januar bis Juni 2016 um fast 8 Prozent auf 1.584,1 Mio. €. Hierzu trug die anhaltend gute Nachfrage aus der europäischen Automobilindustrie nach unseren Kabeln und Bordnetz-Systemen wesentlich bei. In Amerika nahm das Geschäftsvolumen um rund 9 Prozent auf 344,6 Mio. € ab, unter anderem wegen des schwachen Nutzfahrzeuggeschäfts und planmäßig auslaufender Kundenprojekte. Der Rückgang des Asien-Umsatzes um circa 26 Prozent auf 308,9 Mio. € stand in Zusammenhang mit dem Wegfall des Geschäftsvolumens unserer chinesischen Tochtergesellschaft in Langfang, der schwächeren Konjunktur in China und anstehenden Modellwechseln.

Halbjahres-EBIT mit 61,9 Mio. € über den Erwartungen

Die Umsatzkosten des LEONI-Konzerns reduzierten sich im ersten Halbjahr 2016 gegenüber der Vorjahresperiode um 1,8 Prozent auf 1.852,3 Mio. € und somit etwas stärker als der Umsatz. Dabei zeigten sich zum Ende des zweiten Quartals erste positive Effekte aus unseren Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung der kritischen Bordnetz-Projekte. Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich deshalb leicht auf 385,2 Mio. € (Vorjahr: 377,8 Mio. €). Die Bruttomarge vom Umsatz stieg von 16,7 Prozent auf 17,2 Prozent.

» Bericht aus den Unternehmensbereichen/ Segmentbericht Seite 9 ff.

Vor allem wegen weiterhin hoher Sonderfrachten für die kritischen Aufträge in der Wiring Systems Division lagen die Vertriebskosten in den ersten sechs Monaten mit 123,4 Mio. € um 6,5 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Die allgemeinen Verwaltungskosten nahmen unter anderem aufgrund von größeren, bereichsübergreifenden IT-Projekten um rund 5 Prozent auf 122,1 Mio. € zu. Bei den Forschungs- und Entwicklungskosten, die sich um knapp 9 Prozent auf 66,2 Mio. € erhöhten, machten sich wie in den Vorperioden hauptsächlich Vorarbeiten für neue Kundenprojekte bemerkbar.

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen verringerte sich deutlich von + 0,8 Mio. € auf - 16,6 Mio. €. Verantwortlich dafür waren im Wesentlichen die geplanten hohen Restrukturierungsaufwendungen von 21,1 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €), die überwiegend im Unternehmensbereich Wiring Systems anfielen. Dem standen unter anderem positive Währungseffekte auf das Ergebnis von 2,1 Mio. € gegenüber (Vorjahr: - 3,1 Mio. €). Der Gewinn des nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogenen chinesischen Joint Ventures wurde anteilig im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen erfasst, das dadurch auf 5,1 Mio. € anstieg (Vorjahr: 0 Mio. €).

Insgesamt errechnete sich für das erste Halbjahr 2016 ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern von 61,9 Mio. € (Vorjahr: 85,5 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der Restrukturierungsaufwendungen belief sich das Halbjahres-EBIT auf 83,0 Mio. € (Vorjahr: 87,0 Mio. €). Das zusätzlich um Effekte aus Kaufpreisallokationen und Wertberichtigungen bereinigte EBIT lag bei 90,7 Mio. € (Vorjahr: 92,5 Mio. €). Zu der über den Erwartungen liegenden Entwicklung trugen neben dem guten operativen Verlauf in beiden Unternehmensbereichen auch positive Sonderfaktoren bei, die im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen und der Auflösung von Rückstellungen resultierten.

Bereinigtes Konzern-EBIT

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2. Quartal 1. Halbjahr
Mio. € 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
EBIT 37,6 50,4 61,9 85,5
Restrukturierungsaufwand 18,8 1,5 21,1 1,5
EBIT vor Restrukturierungsaufwand 56,4 51,9 83,0 87,0
Effekt aus Kaufpreisallokation 3,6 2,7 7,3 5,5
übrige Bereinigungen 0,4 0,0 0,4 0,0
Bereinigtes EBIT 60,4 54,6 90,7 92,5

Das Finanzergebnis inklusive des sonstigen Beteiligungsergebnisses verbesserte sich von - 13,9 Mio. € auf - 11,1 Mio. €, wobei hier insbesondere geringere Finanzaufwendungen durch eine im Vorjahr zu günstigen Konditionen erfolgte Refinanzierung zu Buche schlugen, die sich erst seit dem zweiten Quartal 2015 vollumfänglich positiv auswirkte. Insgesamt ergab sich in den ersten sechs Monaten 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 50,8 Mio. € (Vorjahr: 71,6 Mio. €). Nach Steuern wurde ein Konzernüberschuss von 35,9 Mio. € ausgewiesen im Vergleich zu 51,8 Mio. € im ersten Halbjahr 2015.

Im zweiten Quartal 2016 erzielte LEONI ein Konzern-EBIT von 37,6 Mio. € (Vorjahr: 50,4 Mio. €), in dem Aufwendungen für Restrukturierung von 18,8 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) enthalten waren. Bereinigt um die Restrukturierungskosten hat sich das Quartals-EBIT damit von 51,9 Mio. € auf 56,4 Mio. € erhöht.

Finanzlage

Free Cashflow auf Vorjahreslevel

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des LEONI-Konzerns lag im ersten Halbjahr 2016 bei 14,9 Mio. € nach 17,5 Mio. € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dem niedrigeren Ergebnis stand in der Berichtsperiode eine im Vergleich zum Vorjahr geringere zusätzliche Mittelbindung im Working Capital gegenüber.

Aufgrund der etwas gesunkenen Investitionen reduzierte sich der Mittelabfluss für Investitionstätigkeit insgesamt auf 104,7 Mio. € (Vorjahr: 108,8 Mio. €). Der Free Cashflow veränderte sich daher per Ende Juni leicht von - 91,3 Mio. € auf - 89,8 Mio. €.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf - 40,1 Mio. € (Vorjahr: + 2,9 Mio. €). Darin waren Kreditaufnahmen und -tilgungen im üblichen Umfang sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 32,7 Mio. € (Vorjahr: 39,2 Mio. €) enthalten. Der positive Vorjahreswert resultierte aus hohen Einzahlungen im Zuge einer umfassenden Refinanzierung, mit der wir die günstigen Kapitalmarktkonditionen genutzt haben.

Unter Berücksichtigung wechselkursbedingter Veränderungen ergab sich per Ende Juni 2016 insgesamt eine Verringerung des Finanzmittelbestands auf 148,1 Mio. € (Vorjahr: 152,7 Mio. €).

Konzernkapitalflussrechnung (Kurzfassung)

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1. Halbjahr
Mio. € 2016 2015
--- --- ---
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 14,9 17,5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 104,7 - 108,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 40,1 2,9
Veränderung des Finanzmittelbestandes - 129,9 - 88,4
Finanzmittelbestand zum Periodenende 148,1 152,7

Berechnung des Free Cashflow

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1. Halbjahr
Mio. € 2016 2015
--- --- ---
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 14,9 17,5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 104,7 - 108,8
Free Cashflow vor Akquisitionen und Desinvestition - 89,8 - 91,3

Investitionen etwas zurückgefahren

Unsere Investitionen lagen in den ersten sechs Monaten 2016 mit 91,1 Mio. € um rund 8 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau (98,7 Mio. €). Sie betrafen nahezu ausschließlich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Im Unternehmensbereich Wiring Systems investierten wir von Januar bis Juni des laufenden Jahres 59,0 Mio. € (Vorjahr: 60,4 Mio. €) - vorwiegend in die Erweiterung der Kapazitäten für neue Kundenprojekte in Osteuropa. Außerdem wurden die bereits begonnenen Aus- und Umbaumaßnahmen der Divisionszentrale in Kitzingen fortgesetzt.

Die Investitionen des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions beliefen sich auf 26,9 Mio. € (Vorjahr: 34,7 Mio. €). Im Mittelpunkt stand der weltweite Ausbau der Kapazitäten für Automobil-Sonderleitungen. Darüber hinaus fiel der Spatenstich zum Bau einer Elektronenbeschleunigungsanlage an unserem Standort in Indien. Damit werden die Materialeigenschaften von Spezialkabeln für die Bahn- und Solarindustrie mittels Strahlenvernetzung verbessert.

Die LEONI AG investierte 5,2 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €), die hauptsächlich für IT-Projekte verwendet wurden.

Vermögenslage

Stabile Bilanzstruktur

Per 30. Juni 2016 vergrößerte sich die Bilanzsumme des LEONI-Konzerns im Vergleich zum Jahresende 2015 um rund 2 Prozent auf 2.889,9 Mio. €. Die Bilanzverlängerung wurde durch Wechselkurseffekte gedämpft.

Nennenswerte Veränderungen gab es auf der Aktivseite bei den kurzfristigen Vermögenswerten, die insgesamt um 1,5 Prozent auf 1.570,1 Mio. € stiegen. Aufgrund der insbesondere im Juni dynamischen Geschäftsentwicklung erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 13 Prozent auf 635,3 Mio. € und die Vorräte um 11 Prozent auf 608,3 Mio. €. Die sonstigen Vermögenswerte nahmen wegen vermehrter Umsatzsteuerforderungen von 93,6 Mio. € auf 136,2 Mio. € zu. Dem stand vor allem die Verringerung der Zahlungsmittel und -äquivalente von 279,7 Mio. € auf 148,1 Mio. € gegenüber. Außerdem wurden die zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte von 7,0 Mio. € auf null zurückgeführt, da aussichtsreiche Verhandlungen über die Veräußerung eines Gebäudes in Marokko kurz vor dem Abschluss scheiterten und die entsprechende Position wieder in die langfristigen Vermögenswerte zurückgegliedert wurde. Dadurch sowie infolge der über den Abschreibungen liegenden Investitionen wuchs das Sachanlagevermögen um 2 Prozent auf 920,8 Mio. €. Bei den übrigen langfristigen Vermögenswerten, die sich in Summe um gut 2 Prozent auf 1.319,8 Mio. € erhöhten, kam es zu keinen wesentlichen Änderungen.

» Finanzlage Seite 17 ff.

Der gute operative Geschäftsverlauf führte auf der Passivseite zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 6 Prozent auf 779,4 Mio. €. Bei den kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten, die um rund 20 Prozent auf 178,4 Mio. € zulegten, wirkten sich hauptsächlich höhere Urlaubsrückstellungen und Umsatzsteuerverbindlichkeiten aus. Im Gegenzug reduzierten sich insbesondere die kurzfristigen Finanzschulden um fast 31 Prozent auf 71,1 Mio. €. Ausschlaggebend dafür war die Verlängerung von zwei Fremdwährungsdarlehen und ihre entsprechend veränderte Einstufung von kurz- in langfristige Kredite. Insgesamt wuchsen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um knapp 5 Prozent auf 1.165,4 Mio. €.

Durch die erwähnte Kreditverlängerung nahmen unter den langfristigen Verbindlichkeiten, die sich in Summe um rund 8 Prozent auf 784,2 Mio. € vergrößerten, die langfristigen Finanzschulden um circa 5 Prozent auf 525,4 Mio. € zu. Um 22 Prozent auf 183,8 Mio. € deutlich erhöht haben sich ferner die Pensionsrückstellungen. Ihre Bewertung musste wegen des weiter rückläufigen Marktzinsniveaus angepasst werden. Die daraus resultierenden versicherungsmathematischen Verluste sowie Einbußen aus der Umrechnung von Fremdwährungen in Euro führten im Eigenkapital zu einer Verringerung des kumulierten sonstigen Ergebnisses von + 13,9 Mio. € auf - 45,5 Mio. €. Die Gewinnrücklagen stiegen leicht auf 660,4 Mio. € (Vorjahr: 657,2 Mio. €).

Insgesamt reduzierten sich die Eigenmittel auch durch die Zahlung der Dividende um circa 6 Prozent auf 940,3 Mio. €. Daraus errechnete sich zur Jahresmitte eine Eigenkapitalquote von 32,5 Prozent (31. Dezember 2015: 35,1 Prozent).

Die Nettofinanzverschuldung nahm im ersten Halbjahr 2016 von 321,6 Mio. € auf 448,4 Mio. € zu.

Vermögens- und Kapitalstruktur

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Mio. € 30.06.2016 31.12.2015
Kurzfristige Vermögenswerte 1.570,1 1.546,3
Langfristige Vermögenswerte 1.319,8 1.291,2
Summe Aktiva 2.889,9 2.837,5
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.165,4 1.113,9
Langfristige Verbindlichkeiten 784,2 727,2
Eigenkapital 940,3 996,3
Summe Passiva 2.889,9 2.837,5

Berechnung der Nettofinanzschulden

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Mio. € 30.06.2016 31.12.2015
Zahlungsmittel und -äquivalente 148,1 279,7
Kurzfristige Finanzschulden - 71,1 - 102,4
Langfristige Finanzschulden - 525,4 - 498,8
Nettofinanzschulden - 448,4 - 321,6

Forschung & Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung des LEONI-Konzerns stiegen im ersten Halbjahr 2016 um rund 9 Prozent auf 66,2 Mio. € (Vorjahr: 60,9 Mio. €). Im Zentrum der F & E-Aktivitäten steht weiterhin die Optimierung von Gewicht und Bauraum unserer Kabel und Bordnetz-Systeme im Rahmen von kundenspezifischen Projekten für die Automobilindustrie. Darüber hinaus beteiligen wir uns unter anderem auch an anwendungsbezogenen Forschungsarbeiten. Im Rahmen eines vom BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) geförderten Projekts gelang LEONI beispielsweise der Nachweis, dass bei der industriellen Datenübertragung durch Kupferkabel Geschwindigkeiten von bis zu 100 Gigabit pro Sekunde möglich sind, was dem Zehnfachen des derzeitigen Standards entspricht. Damit könnten die ständig steigenden Datenmengen in Rechenzentren und Speichernetzwerken künftig besser bewältigt werden. Ausführliche Informationen über unsere F & E-Arbeit enthält der aktuelle Geschäftsbericht.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 97 ff.

Mitarbeiter

LEONI beschäftigt mehr als 76.000 Mitarbeiter

Im ersten Halbjahr 2016 erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter im LEONI-Konzern um 2.221 auf 76.239 Personen. Davon waren 4.344 Beschäftigte in Deutschland (31. Dezember 2015: 4.359) und 71.895 Arbeitnehmer im Ausland (31. Dezember 2015: 69.659) aktiv. Das entsprach einem Auslandsanteil von rund 94 Prozent. Zusätzlich beschäftigte LEONI 4.127 Zeitarbeitskräfte (31. Dezember 2015: 4.366), die neben China vermehrt auch in Osteuropa eingesetzt wurden.

Die Belegschaft des Unternehmensbereichs Wiring Systems wuchs per Ende Juni 2016 um 2.015 auf 66.760 Personen. Einstellungen gab es vor allem für neue Kundenprojekte an Standorten in Nordafrika, Osteuropa, Asien und Amerika.

Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions waren zur Jahresmitte 9.201 Personen tätig, 194 mehr als Ende 2015. Vergrößert wurde das Personal sowohl in der Region EMEA als auch in Asien und Amerika - unter anderem in den Bereichen Fahrzeug-Sonderleitungen sowie Spezialkabel für Industrie und Medizintechnik. Die Zahl der Mitarbeiter der Holdinggesellschaft LEONI AG nahm um 12 auf 278 Personen zu.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss der Berichtsperiode bis zur Unterzeichnung dieses Berichts gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des LEONI-Konzerns auswirkten.

Nachhaltigkeitsbericht

LEONI verpflichtet sich zu einer nachhaltigen Unternehmensführung, die den Bedürfnissen aller von unserem Handeln betroffenen Interessengruppen gerecht werden soll. Ausführliche Informationen über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht und dem im August 2016 veröffentlichten vierten Global Compact-Fortschrittsbericht, der auf unserer Website abrufbar ist.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 102 ff.

» www.leoni.com

Risiko- und Chancenbericht

Die Risiko- und Chancensituation für den LEONI-Konzern hat sich seit dem Jahresende 2015 nicht wesentlich verändert. Auch aus dem britischen Votum für einen Austritt aus der EU erwartet LEONI keine wesentlichen Auswirkungen. Bestandsgefährdende Risiken liegen auch weiterhin nicht vor. Alle bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur und der Aufbau des Risiko- und Chancenmanagements sind im Geschäftsbericht 2015 umfassend dargestellt.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 108 ff.

Prognosebericht

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die bereits vor dem Brexit-Votum bestehende Unsicherheit der globalen Konjunktur hat sich nach dem britischen Referendum weiter verstärkt. Vor allem die europäischen Industrienationen werden nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher von der Entscheidung für den Austritt aus der EU gebremst. Der Internationale Währungsfonds korrigierte seine Prognose für die weltwirtschaftliche Entwicklung im Juli des laufenden Jahres deshalb abermals nach unten und erwartet nun für 2016 und 2017 ein globales Wachstum von 3,1 respektive 3,4 Prozent, jeweils 0,1 Prozentpunkte weniger als noch im April. Im laufenden Jahr fällt die Weltwirtschaftsleistung hauptsächlich wegen der schwächeren Entwicklung in Großbritannien selbst und in den USA geringer aus. 2017 rechnet der IWF dann in nahezu allen Industrieländern mit Beeinträchtigungen. Die Erwartungen für die Entwicklungs- und Schwellenländer haben sich dagegen nicht wesentlich verändert. In Deutschland wird das Bruttoinlandsprodukt laut IWF 2016 mit plus 1,6 Prozent etwas mehr und 2017 mit plus 1,2 Prozent deutlich weniger wachsen als bisher angekündigt.

Branchenentwicklung

Trotz der wachsenden Unsicherheit wird in den meisten für LEONI wichtigen Branchen im Jahr 2016 nach wie vor ein stabiler bis leicht positiver Verlauf erwartet. Die internationale Automobilindustrie wird nach Berechnungen von IHS Automotive im laufenden Jahr weltweit fast 92 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge herstellen, das wären gut 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Pkw-Produktion wächst dabei lediglich in der Region EMEA, während sie in Asien und Amerika abnimmt. Bei Light Trucks ist dagegen mit Ausnahme von Südamerika überall von Steigerungen auszugehen.

Für schwere Nutzfahrzeuge rechnet IHS Automotive 2016 inzwischen global mit einem Produktionsrückgang um rund 8 Prozent, nachdem zu Jahresbeginn noch ein leichtes Plus erwartet worden war. Die neue Einschätzung ist aber vor allem auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen zurückzuführen. Sowohl in Nordamerika als auch in Südamerika und China soll die Fertigung demnach gedrosselt werden. In Europa und Südasien prognostiziert IHS Automotive weiterhin Zuwächse.

Der Welt-Elektromarkt wird aus Sicht des ZVEI 2016 erneut um 5 Prozent wachsen. Impulse kommen vor allem aus Asien, aber auch für Amerika und Europa wird ein höheres Volumen vorhergesagt. Die für LEONI wichtigen Marktsegmente Automation, Energietechnik, Elektromedizin und Elektrohausgeräte sollen global jeweils um 5 bis 6 Prozent zunehmen. Die deutschen Hersteller erwarten bei der preisbereinigten Produktion ein Plus von 1 Prozent und beim Umsatz von 2 Prozent.

Im Maschinen- und Anlagenbau ist im laufenden Jahr dem VDMA zufolge weltweit mit einer Umsatzstagnation zu rechnen. Dabei dürfte der Maschinenabsatz in China etwas zulegen, in Europa stagnieren und in den USA sowie in Japan zurückgehen. Für Deutschland ist ebenfalls ein Volumen auf Vorjahresniveau zu erwarten. Sofern sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum weltweit nicht beschleunigt, wird auch die Investitionsgüternachfrage wenig dynamisch bleiben.

Die globalen Umsätze der Informationstechnologie- und Telekommunikations-Branche (ITK) werden sich 2016 nach Angaben von BITKOM um 1,8 Prozent erhöhen. Dabei fällt das Plus in der Informationstechnologie (IT) kräftiger aus als im Bereich Telekommunikation. Größter Einzelmarkt bleiben die USA mit einem Umsatzanstieg von 3,5 Prozent. In Europa wächst das ITK-Geschäft voraussichtlich nur um 0,7 Prozent, wobei hier die IT-Umsätze zulegen, während für Produkte und Dienstleistungen der Telekommunikation ein Rückgang vorhergesagt wird. Die inländischen ITK-Unternehmen werden ihren Umsatz 2016 voraussichtlich um 1,7 Prozent ausbauen.

Entwicklung des LEONI-Konzerns

Im zweiten Halbjahr 2016 geht der Vorstand der LEONI AG prognosekonform von einem saisonal bedingt leicht niedrigeren Umsatz und einem entsprechend geringeren Ergebnis als in der ersten Jahreshälfte aus. Außerdem ist nicht mit positiven Sondereffekten in vergleichbarem Umfang zu rechnen. Daher bestätigen wir unsere nunmehr eher als konservativ einzuschätzende Prognose für das Gesamtjahr 2016: Der Konzernumsatz wird sich aus heutiger Sicht auf rund 4,4 Mrd. € belaufen, wobei der leichte Rückgang um circa 2 Prozent gegenüber Vorjahr vor allem auf den niedrigeren Kupferpreis, den Wegfall des Geschäftsvolumens unserer chinesischen Gesellschaft in Langfang aufgrund der Einbringung in ein Joint Venture sowie die schwächere Konjunktur in China und anderen wichtigen Märkten zurückzuführen ist.

Das Konzern-EBIT wird 2016 voraussichtlich bei rund 105 Mio. € liegen. Darin sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von circa 30 Mio. € enthalten, die überwiegend die Transformation der Wiring Systems Division betreffen. 2015 hatte das EBIT inklusive eines positiven Sondereffekts von 19,6 Mio. € aus dem Verkauf der Anteile der Gesellschaft in Langfang 151,3 Mio. € betragen. Bereinigt um die Restrukturierungs- und Sondereffekte würde sich das EBIT 2016 leicht verbessern.

Der Unternehmensbereich Wiring Systems soll im laufenden Jahr einen Umsatz von rund 2,6 Mrd. € (Vorjahr: 2,67 Mrd. €) und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von etwa 30 Mio. € (Vorjahr: 87,4 Mio. €) erzielen. Darin wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von circa 25 Mio. € berücksichtigt, während das Vorjahres-EBIT den positiven Sondereffekt aus dem abgeschlossenen Joint Venture in China von 19,6 Mio. € enthalten hatte. Auch in der zweiten Jahreshälfte wird die Umsetzung des Transformationsprogramms zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität im Mittelpunkt der WSD-Aktivitäten stehen. Für die Bewältigung zusätzlicher Kundenaufträge und die vorgesehene Verlagerung von Teilumfängen der kritischen Projekte an andere Standorte werden wir auch in den kommenden Monaten unsere Kapazitäten erweitern. Geplant sind unter anderem der Ausbau eines Standorts in Serbien sowie die Errichtung eines neuen Werks in Mexiko.

Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions erwarten wir 2016 einen Umsatz von rund 1,8 Mrd. € (Vorjahr: 1,83 Mrd. €), wobei der leichte Rückgang ausschließlich auf den niedrigeren Kupferpreis zurückzuführen ist. Im Zuge der Umsetzung unserer neuen Bereichsstrategie positionieren wir uns in den kommenden Monaten verstärkt als Lösungsanbieter für unsere Kernmärkte. Dazu werden einerseits geeignete Akquisitionen sowie andererseits Bereinigungsmöglichkeiten unseres Geschäftsportfolios geprüft. Das Segment-EBIT wird sich aus heutiger Sicht auf rund 75 Mio. € verbessern (Vorjahr: 63,9 Mio. €). Hierin sind Restrukturierungsaufwendungen von circa 5 Mio. € für die geplante Portfolio-Bereinigung und Kapazitätsanpassungen enthalten.

» Bericht aus den Unternehmensbereichen/ Segmentbericht Seite 9 ff.

LEONI ist ein stabil aufgestelltes und finanziertes Unternehmen mit guten Zukunftsperspektiven. Der umfassende Transformationsprozess in der Wiring Systems Division, die strategische Neuausrichtung des Unternehmensbereichs WCS sowie der solide Auftragsbestand in beiden Segmenten bilden die Basis für unsere langfristig positive Entwicklung. Darüber hinaus ist LEONI mit innovativen Produkten und Systemen wettbewerbsfähig positioniert und wird von den maßgeblichen Trends in wichtigen Abnehmerbranchen überdurchschnittlich profitieren. Für unser Automotive-Geschäft bieten sich beispielsweise Chancen durch den zunehmenden Bedarf an Kabeln und Systemen für Lösungen in den Bereichen autonomes Fahren und Elektromobilität oder an Gewichtsoptimierung und damit CO2 -Einsparung durch Miniaturisierung und Leichtbau. Unsere Industriebereiche erhalten positive Impulse unter anderem von den Trends zu Digitalisierung in allen Lebensbereichen, Industrie 4.0 und Ressourcenschonung durch alternative Energietechnik.

Die ausführliche, unverändert gültige Prognose ist im Geschäftsbericht 2015 abgedruckt. Dort finden Sie auch weitere Informationen zu unserer an den globalen Trends ausgerichteten Konzernstrategie.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 123 ff.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 51 ff.

Ziele des LEONI-Konzerns

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Ist 2015 Prognose 2016
Konzernumsatz Mrd. € 4,5 4,4
EBIT Mio. € 151,3 105
Investitionsvolumen Mio. € 247,6 230
Free Cashflow Mio. € - 5,2 - 30
Nettofinanzschulden Mio. € 321,6 390
Eigenkapitalquote % 35,1 35
Return on Capital Employed % 10,0 6

Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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2. Quartal 1. Halbjahr
T€ (ausgenommen Angaben zu Aktien) 2016 2015 Veränderung 2016 2015 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.148.219 1.155.686 - 0,7 % 2.237.512 2.264.495 - 1,2 %
Umsatzkosten - 934.752 - 959.911 - 2,6 % - 1.852.291 - 1.886.648 - 1,8 %
Bruttoergebnis vom Umsatz 213.467 195.775 9,0 % 385.221 377.847 2,0 %
Vertriebskosten - 62.952 - 59.036 6,6 % - 123.392 - 115.830 6,5 %
Allgemeine Verwaltungskosten - 62.321 - 57.188 9,0 % - 122.126 - 116.499 4,8 %
Forschungs- und Entwicklungskosten - 33.636 - 29.599 13,6 % - 66.218 - 60.856 8,8 %
Sonstige betriebliche Erträge 5.967 5.831 2,3 % 11.802 9.733 21,3 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 26.299 - 5.463 > 100,0 % - 28.434 - 8.912 > 100,0 %
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 3.351 33 > 100,0 % 5.076 45 > 100,0 %
EBIT 37.577 50.353 - 25,4 % 61.929 85.528 - 27,6 %
Finanzerträge 225 497 -54,7 % 612 1.014 - 39,6 %
Finanzaufwendungen - 5.805 - 7.057 - 17,7 % - 11.806 - 15.037 - 21,5 %
Sonstiges Beteiligungsergebnis 0 0 - 114 100 14,0 %
Ergebnis vor Steuern 31.997 43.793 - 26,9 % 50.849 71.605 - 29,0 %
Ertragsteuern - 7.662 - 8.742 - 12,4 % - 14.929 - 19.762 - 24,5 %
Konzernüberschuss 24.335 35.051 - 30,6 % 35.920 51.843 - 30,7 %
davon: Anteilseigner des Mutterunternehmens 24.342 34.957 35.854 51.645
Anteile ohne beherrschenden Einfluss - 7 94 66 198
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 0,75 1,07 1,10 1,58
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert und verwässert) 32.669.000 32.669.000 32.669.000 32.669.000

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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2. Quartal 1. Halbjahr
T€ 2016 2015 Veränderung 2016 2015 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
Konzernüberschuss 24.335 35.051 - 30,6 % 35.920 51.843 - 30,7 %
Sonstiges Ergebnis
Nicht in die Gewinn-

und Verlustrechnung

umgliederbare Posten:
Versicherungsmathematische

Gewinne und Verluste

aus leistungsorientierten

Versorgungsplänen
- 23.782 28.457 - > 100,0 % - 38.949 6.314 - > 100,0 %
Ertragsteuern,

die auf Posten des sonstigen

Ergebnisses entfallen,

die nicht umgegliedert werden
5.193 - 7.054 > 100,0% 8.789 - 1.775 > 100,0 %
Anteil der

versicherungsmathematischen

Gewinne und Verluste,

der auf assoziierte

Unternehmen und

Gemeinschaftsunternehmen entfällt
0 0 - 15 0
In die Gewinn- und Verlustrechnung

umgliederbare Posten:
Differenzen aus

der Währungsumrechnung
In der laufenden Periode

entstandene Verluste und Gewinne
- 3.198 - 16.842 81,0 % - 26.192 56.121 - > 100,0 %
Abzüglich Umbuchungen

in die Gewinn- und Verlustrechnung
0 - 57 100,0 % 0 - 57 100,0 %
Summe Differenzen

aus der Währungsumrechnung
- 3.198 - 16.899 81,1 % - 26.192 56.064 - > 100,0 %
Cashflow Hedges
In der laufenden Periode

entstandene Gewinne und Verluste
- 7.229 - 484 - > 100,0 % - 7.172 - 2.166 - > 100,0 %
Abzüglich Umbuchungen

in die Gewinn- und Verlustrechnung
2.846 570 > 100,0 % 5.393 2.658 > 100,0 %
Summe Cashflow Hedges - 4.383 86 - > 100,0 % - 1.779 492 - > 100,0 %
Anteil der in die Gewinn-

und Verlustrechnung

umgliedbaren Posten,

der auf assoziierte Unternehmen

und Gemeinschaftsunternehmen entfällt
- 105 0 - 100,0 % - 652 0 - 100,0 %
Ertragsteuern, die auf Posten

des sonstigen

Ergebnisses entfallen,

die umgegliedert werden
1.412 - 1.424 > 100,0 % - 499 55 - > 100,0 %
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) - 24.863 3.166 - > 100,0 % - 59.297 61.150 - > 100,0 %
Gesamtergebnis - 528 38.217 - > 100,0 % - 23.377 112.993 - > 100,0 %
davon: Anteilseigner

des Mutterunternehmens
- 543 38.064 - > 100,0 % - 23.465 112.693 - > 100,0 %
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 15 153 - 90,2 % 88 300 - 70,7 %

Konzern-Kapitalflussrechnung

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2. Quartal 1. Halbjahr
T€ 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Konzernüberschuss 24.335 35.051 35.920 51.843
Überleitung zum Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit:
Ertragsteuern 7.662 8.742 14.929 19.762
Zinsergebnis 5.517 6.578 10.891 14.308
Dividendenerträge 0 0 - 114 - 100
Abschreibungen 36.570 34.308 73.546 67.872
Wertminderungen von zum Verkauf bestimmten Vermögenswerten 0 1.000 0 1.000
Zahlungsunwirksames Ergebnis

aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
- 3.351 - 33 - 5.076 - 45
Ergebnis aus Anlagenabgängen - 481 665 - 870 653
Veränderung der betrieblichen Vermögenswerte und Schulden
Veränderung der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte - 19.419 - 21.990 - 68.652 - 101.501
Veränderung der Vorräte - 10.715 637 - 67.481 - 35.051
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte - 21.273 - 4.761 - 49.469 - 29.443
Veränderung der Restrukturierungsrückstellungen 14.218 100 14.146 - 564
Veränderung der sonstigen Rückstellungen - 7.390 - 1.084 - 14.891 2.925
Veränderung der Verbindlichkeiten 35.922 8.548 96.206 57.307
Gezahlte Ertragsteuern - 13.290 - 17.249 - 19.988 - 25.385
Gezahlte Zinsen - 1.661 - 1.595 - 4.862 - 6.804
Erhaltene Zinsen 267 411 567 617
Erhaltene Dividendenzahlungen 0 0 114 100
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 46.911 49.328 14.916 17.494
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen - 52.020 - 56.931 - 105.246 - 111.750
Investitionen in sonstige finanzielle Vermögenswerte - 55 - 71 - 153 - 75
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 24 2.316 694 3.006
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 52.051 - 54.686 - 104.705 - 108.819
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 1.432 15.205 25.247 250.969
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden - 5.365 - 73.716 - 32.710 - 208.882
Gezahlte Dividenden der LEONI AG - 32.669 - 39.203 - 32.669 - 39.203
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 36.602 - 97.714 - 40.132 2.884
Veränderung des Finanzmittelbestandes - 41.742 - 103.072 - 129.921 - 88.441
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes 324 - 4.071 - 1.637 9.199
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 189.540 259.879 279.680 231.978
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 148.122 152.736 148.122 152.736

Konzern-Bilanz

Aktiva

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T€ 30.06.2016 31.12.2015 30.06.2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 148.122 279.680 152.736
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 635.331 562.200 672.125
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 22.844 41.027 25.178
Sonstige Vermögenswerte 136.158 93.583 118.722
Ertragsteuerforderungen 19.287 14.881 13.831
Vorräte 608.339 547.918 623.864
Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte 0 6.965 6.965
Summe kurzfristige Vermögenswerte 1.570.081 1.546.254 1.613.421
Sachanlagevermögen 920.758 902.307 873.246
Immaterielle Vermögenswerte 75.452 79.324 82.010
Geschäfts- oder Firmenwerte 149.859 149.915 151.283
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 16.878 13.040 523
Forderungen aus langfristigen Entwicklungsaufträgen 51.960 54.246 57.002
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8.241 8.339 9.362
Latente Steuern 64.300 58.596 66.461
Sonstige Vermögenswerte 32.324 25.430 23.122
Summe langfristige Vermögenswerte 1.319.772 1.291.197 1.263.009
Summe Aktiva 2.889.853 2.837.451 2.876.430

Passiva

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T€ 30.06.2016 31.12.2015 30.06.2015
Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristiger Anteil an langfristigen Krediten 71.146 102.409 58.024
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 779.359 735.717 788.312
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 70.398 61.840 35.733
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 27.471 32.143 25.947
Kurzfristige andere Verbindlichkeiten 178.392 149.132 170.736
Rückstellungen 38.644 32.660 23.887
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 1.165.410 1.113.901 1.102.639
Langfristige Finanzschulden 525.420 498.836 540.866
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.635 3.093 10.729
Langfristige andere Verbindlichkeiten 10.483 9.898 9.830
Pensionsrückstellungen 183.773 150.735 159.341
Sonstige Rückstellungen 27.876 26.735 24.611
Latente Steuern 33.974 37.925 36.940
Summe langfristige Verbindlichkeiten 784.161 727.222 782.317
Gezeichnetes Kapital 32.669 32.669 32.669
Kapitalrücklage 290.887 290.887 290.887
Gewinnrücklagen 660.392 657.207 631.694
Kumuliertes sonstiges Ergebnis - 45.469 13.850 34.417
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 938.479 994.613 989.667
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 1.803 1.715 1.807
Summe Eigenkapital 940.282 996.328 991.474
Summe Passiva 2.889.853 2.837.451 2.876.430

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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Kumuliertes sonstiges Ergebnis
T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Differenz aus der Währungsumrechnung Cashflow Hedges Versicherungs-

mathematische

Gewinne und Verluste
--- --- --- --- --- --- ---
1. Januar 2015 32.669 290.887 619.252 68.599 - 4.469 - 90.761
Konzernüberschuss 51.645
Sonstiges Ergebnis 55.962 547 4.539
Gesamtergebnis
Dividendenzahlung - 39.203
Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss
30. Juni 2015 32.669 290.887 631.694 124.561 - 3.922 - 86.222
1. Januar 2016 32.669 290.887 657.207 102.776 - 6.742 - 82.184
Konzernüberschuss 35.854
Sonstiges Ergebnis - 26.875 - 2.269 - 30.175
Gesamtergebnis
Dividendenzahlung - 32.669
30. Juni 2016 32.669 290.887 660.392 75.901 - 9.011 - 112.359

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T€ Auf die Anteilseigner

des Mutterunternehmens

entfallendes Eigenkapital
Anteile ohne

beherrschenden Einfuss
Summe
--- --- --- ---
1. Januar 2015 916.177 1.578 917.755
Konzernüberschuss 51.645 198 51.843
Sonstiges Ergebnis 61.048 102 61.150
Gesamtergebnis 112.693 300 112.993
Dividendenzahlung - 39.203 - 39.203
Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 - 71 - 71
30. Juni 2015 989.667 1.807 991.474
1. Januar 2016 994.613 1.715 996.328
Konzernüberschuss 35.854 66 35.920
Sonstiges Ergebnis - 59.319 22 - 59.297
Gesamtergebnis - 23.465 88 - 23.377
Dividendenzahlung - 32.669 0 - 32.669
30. Juni 2016 938.479 1.803 940.282

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss

für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2016

Grundlagen

Dieser Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union anzuwenden ist, als verkürzter Zwischenabschluss erstellt. Der verkürzte Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernjahresabschluss erforderlichen Angaben und Informationen und steht daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015. LEONI erstellt und veröffentlicht den Zwischenabschluss in Euro (€). Der vorliegende Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2016 wurden einer prüferischen Durchsicht durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen. Der Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand am 29. Juli 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

1 | Rechnungslegungsgrundsätze

Die angewandten Konsolidierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden entsprechen im Wesentlichen denen des Konzernjahresabschlusses 2015 und wurden dort im Konzernanhang beschrieben.

Die für das Geschäftsjahr 2016 erstmals anzuwendenden neuen Rechnungslegungsstandards wirken sich nicht wesentlich auf den Konzernzwischenabschluss aus und werden aus diesem Grund nicht näher erläutert.

2 | Konsolidierungskreis

Neben der LEONI AG, die ihren Sitz in Nürnberg, Marienstraße 7 hat und beim Amtsgericht Nürnberg unter der Nummer HRB 202 geführt wird, werden in den Konzernzwischenabschluss alle Tochterunternehmen einbezogen, die von der LEONI AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden.

Im Berichtszeitraum gab es keine Veränderungen des Konsolidierungskreises.

Erläuterungen

3 | Segmentinformationen

Der Konzern verfügt über zwei berichtspflichtige Segmente:

Wire & Cable Solutions

Das Segment Wire & Cable Solutions entwickelt, produziert und konfektioniert Drähte und Litzen, optische Fasern, Standard- und Spezialkabel, Hybrid- und optische Kabel sowie komplette Kabelsysteme für unterschiedlichste industrielle Anwendungen.

Wiring Systems

Die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Kabelsätzen, kompletten Bordnetz-Systemen sowie dazugehörigen Komponenten und Steckverbindungen für die internationale Automobil- und Zulieferindustrie bildet das Hauptgeschäft des Unternehmensbereichs Wiring Systems.

Die Segmentinformationen stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar:

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2. Quartal 1. Halbjahr
T€ (außer Mitarbeiter) 2016 2015 2016 2015 Veränderung
--- --- --- --- --- ---
Wiring Systems
Umsatzerlöse, brutto 715.677 683.825 1.366.989 1.337.829 2,2 %
./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) 33 71 189 158 19,6 %
Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) 715.644 683.754 1.366.800 1.337.671 2,2 %
EBIT 17.086 34.951 22.131 52.841 - 58,1 %
EBIT in % vom Konzernaußenumsatz 2,4 % 5,1 % 1,6 % 4,0 % -
Mitarbeiter 30. 06. (Anzahl) 66.760 62.971 66.760 62.971 6,0 %
Wire & Cable Solutions
Umsatzerlöse, brutto 476.081 516.551 961.697 1.014.557 - 5,2 %
./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) 43.506 44.619 90.985 87.733 3,7 %
Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) 432.575 471.932 870.712 926.824 - 6,1 %
EBIT 20.478 15.531 39.770 32.488 22,4 %
EBIT in % vom Konzernaußenumsatz 4,7 % 3,3 % 4,6 % 3,5 % -
Mitarbeiter 30. 06. (Anzahl) 9.201 8.762 9.201 8.762 5,0 %
Konsolidierung / LEONI AG
Umsatzerlöse, brutto - 43.539 - 44.690 - 91.174 - 87.891 - 3,7 %
./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) 43.539 44.690 91.174 87.891 3,7 %
Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) - - - -
EBIT 13 - 129 28 199
Mitarbeiter 30. 06. (Anzahl) 278 254 278 254 9,4 %
Konzern
Umsatzerlöse, brutto 1.148.219 1.155.686 2.237.512 2.264.495 - 1,2 %
./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) - - - -
Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) 1.148.219 1.155.686 2.237.512 2.264.495 - 1,2 %
EBIT 37.577 50.353 61.929 85.528 - 27,6 %
EBIT in % vom Konzernaußenumsatz 3,3 % 4,4 % 2,8 % 3,8 % -
Mitarbeiter 30. 06. (Anzahl) 76.239 71.987 76.239 71.987 5,9 %

4 | Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 11.802 T€ (Vorjahr: 9.733 T€) enthielten 2.892 T€ (Vorjahr: 5.364 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand, die hauptsächlich für die Förderung der Exportwirtschaft in Ägypten gewährt wurden. Des Weiteren sind Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen für unser Joint Venture in Langfang in Höhe von 2.628 T€ (Vorjahr: 0 T€) (siehe hierzu auch Textziffer 11) enthalten. Währungsgewinne fielen in Höhe von 2.103 T€ an.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 28.434 T€ (Vorjahr: 8.912 T€) und enthielten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 21.065 T€ (Vorjahr: 1.483 T€), wovon per 30.06.2016 14.364 T€ (Vorjahr: 406 T€) in den Restrukturierungsrückstellungen enthalten sind. Im Segment Wiring Systems fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 19.725 T€ (Vorjahr 1.077 T€) für die Umsetzung des Transformationsprogramms zur Steigerung der Profitabilität an. Der Schwerpunkt liegt in einer Organisationsverschlankung die weltweit, vor allem jedoch in Deutschland, Frankreich und England gestartet wurde. Auf das Segment Wire & Cable Solutions entfielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1.340 T€ (Vorjahr: 406 T€) für die Schließung der Fertigung für Industrial Projects in Mexiko und Automotive Cables in Indien.

Im Vorjahr waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Währungsverluste in Höhe von 3.124 T€ enthalten.

5 | Finanzergebnis

Das Finanzergebnis, das heißt der Saldo aus Finanzerträgen und Finanzaufwendungen, betrug - 11.194 T€ (Vorjahr: - 14.023 T€). Hier machten sich die günstigeren Konditionen aus den Refinanzierungsaktivitäten in 2015 bemerkbar, die zu einer Abnahme der Zinsaufwendungen führten.

6 | Ertragsteuern

Die ausgewiesenen Ertragsteuern von 14.929 T€ (Vorjahr: 19.762 T€) enthielten in Höhe von 17.951 T€ (Vorjahr: 15.063 T€) laufenden Steueraufwand und in Höhe von 3.022 T€ latenten Steuerertrag (Vorjahr: 4.699 T€ latenter Steueraufwand), der auf Bilanzpostenunterschiede und die Veränderung von Verlustvorträgen zurückzuführen war.

Die Steuerquote betrug 29,4 Prozent (Vorjahr: 27,6 Prozent).

7 | Gesamtergebnisrechnung

Die folgende Übersicht zeigt die Bruttobeträge, Ertragsteuereffekte und Nettobeträge des sonstigen Ergebnisses:

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2. Quartal
2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
T€ Vorsteuerbetrag Steuereffekt Nettobetrag Vorsteuerbetrag Steuereffekt Nettobetrag
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste - 23.782 5.193 - 18.589 28.457 - 7.054 21.403
Veränderung der Differenz aus Währungsumrechnung - 3.198 0 - 3.198 - 16.899 0 - 16.899
Veränderung unrealisierter Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges - 4.383 1.412 - 2.971 86 - 1.424 - 1.338
Veränderungen des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt - 105 0 - 105 0 0 0
Sonstiges Ergebnis - 31.468 6.605 - 24.863 11.644 - 8.478 3.166

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1. Halbjahr
2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
T€ Vorsteuerbetrag Steuereffekt Nettobetrag Vorsteuerbetrag Steuereffekt Nettobetrag
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste - 38.949 8.789 - 30.160 6.314 - 1.775 4.539
Veränderung der Differenz aus Währungsumrechnung - 26.192 - 9 - 26.201 56.064 0 56.064
Veränderung unrealisierter Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges - 1.779 - 490 - 2.269 492 55 547
Veränderungen des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt - 667 0 - 667 0 0 0
Sonstiges Ergebnis - 67.587 8.290 - 59.297 62.870 - 1.720 61.150

Im Berichtszeitraum führte der Rückgang des Diskontierungssatzes für Pensionsverpflichtungen in England,

Deutschland und der Schweiz zu versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 38.949 T€ (Vorjahr: Gewinne 6.314 T€).

Durch die Translation von Fremdwährungen, im Wesentlichen des chinesischen Renminbi und des britischen Pfunds,

in die Berichtswährung

Euro schlugen sich im sonstigen Ergebnis Währungsumrechnungsverluste von 26.192 T€ (Vorjahr: Gewinne 56.064 T€) nieder.

Unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergab sich insgesamt ein sonstiges Ergebnis von - 59.297 T€ (Vorjahr: 61.150 T€).

8 | Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte

Ein zum Verkauf bestimmtes Gebäude an einem marokkanischen Standort des Segments Wiring Systems wurde in die langfristigen Vermögenswerte zurückgegliedert. Grund dafür ist, dass aussichtsreiche Verhandlungen über den Gebäudeverkauf kurz vor Abschluss gescheitert waren.

9 | Finanzschulden

Die Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden betrug zum 30. Juni 2016

insgesamt 596.566 T€ (31.12.2015: 601.245 T€). Durch die Tilgung und Neuaufnahme von Fremdwährungsdarlehen wurden

kurzfristige in langfristige Finanzschulden umgegliedert.

10 | Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente,

die zum 30. Juni 2016 und zum 30. Juni 2015 im Konzern bestanden:

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
T€ Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 30.06.2016 Fortgeführte Anschaffungs-

kosten
Anschaffungs-

kosten
Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel

und Zahlungsmitteläquivalente
LaR 148.122 148.122
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 635.331 635.331
Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen LaR 51.960 51.960
Sonstige finanzielle Forderungen LaR 24.738 24.738
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Available-for-Sale Financial Assets AfS 1.065 1.065
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 1.077 1.077
Derivate mit Hedge-Beziehung n/a 4.205 2.147 2.058
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 779.359 779.359
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 197.528 197.528
Schuldscheindarlehen FLAC 399.013 399.013
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 42.919 42.919
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 16.827 16.827
Derivate mit Hedge-Beziehung n/a 13.312 13.312
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) LaR 860.151 860.151
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) AfS 1.065 1.065
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) FAHfT 1.077 1.077
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) FLAC 1.418.819 1.418.819
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) FLHfT 16.827 16.827

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T€ Fair Value 30.06.2016
--- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 148.122
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 635.331
Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen 51.960
Sonstige finanzielle Forderungen 24.738
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Available-for-Sale Financial Assets 1.065
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.077
Derivate mit Hedge-Beziehung 4.205
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 779.359
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 201.907
Schuldscheindarlehen 414.878
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 42.919
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 16.827
Derivate mit Hedge-Beziehung 13.312
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 860.151
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 1.065
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 1.077
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 1.439.063
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 16.827

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
T€ Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 30.06.2015 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungs-

kosten
Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 152.736 152.736
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 672.125 672.125
Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen LaR 57.002 57.002
Sonstige finanzielle Forderungen LaR 22.678 22.678
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Available-for-Sale Financial Assets AfS 1.065 1.065
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 5.524 5.524
Derivate mit Hedge-Beziehung n/a 5.273 3.519 1.754
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 788.312 788.312
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 200.040 200.040
Schuldscheindarlehen FLAC 398.588 398.588
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 26.459 26.459
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 10.430 10.430
Derivate mit Hedge-Beziehung n/a 9.835 9.835
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) LaR 904.541 904.541
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) AfS 1.065 1.065
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) FAHfT 5.524 5.524
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) FLAC 1.413.399 1.413.399
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) FLHfT 10.430 10.430

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T€ Fair Value 30.06.2015
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Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 152.736
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 672.125
Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen 57.002
Sonstige finanzielle Forderungen 22.678
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Available-for-Sale Financial Assets 1.065
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 5.524
Derivate mit Hedge-Beziehung 5.273
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 788.312
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 202.992
Schuldscheindarlehen 405.800
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 26.459
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 10.430
Derivate mit Hedge-Beziehung 9.835
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 904.541
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 1.065
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 5.524
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 1.423.563
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 10.430

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen entsprachen die beizulegenden Zeitwerte wie im Vorjahr weitgehend den Buchwerten.

Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprachen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen reflektierten.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten hatten regelmäßig kurze Restlaufzeiten, die bilanzierten Werte stellten näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der Schuldscheindarlehen und der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wurden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurven und der konzernspezifischen Margen ermittelt. Aus diesem Grund sind die beizulegenden Zeitwerte der Hierarchiestufe 3 zuzuordnen.

Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden auf Basis von aktuellen, am Markt beobachtbaren Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge bestimmt. Dem Nichterfüllungsrisiko der Geschäftspartner und dem Nichterfüllungsrisiko des Konzerns trägt LEONI durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), auf Basis eines Auf-/Abschlagsverfahrens Rechnung. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente (Zinsswaps) wurden auf Basis abgezinster, zukünftiger Cashflows ermittelt. Dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.

Bewertungsmethode zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Die folgenden Tabellen enthalten eine Übersicht der angewendeten Bewertungsmethoden für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value") für die betroffenen Finanzinstrumente:

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Notierte Preise auf aktiven Märkten Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
30.06.2016 [ T€ ] (Stufe 1) (Stufe 2) (Stufe 3) Summe
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Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 330 747 0 1.077
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 4.205 0 4.205
Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 16.827 0 16.827
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 13.312 0 13.312

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Notierte Preise auf aktiven Märkten Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
30.06.2015 [ T€ ] (Stufe 1) (Stufe 2) (Stufe 3) Summe
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Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 5.524 0 5.524
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 5.273 0 5.273
Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 683 9.747 0 10.430
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 9.835 0 9.835

Weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr fanden Bewegungen zwischen den einzelnen Stufen statt.

Weitere Informationen

11 | Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

LEONI unterhält mit Gemeinschaftsunternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft LEONI Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich zu Marktbedingungen. Im Berichtszeitraum wurden aus Verkäufen und Dienstleistungen mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 5.813 T€ (Vorjahr: 19 T€) erlöst. Aus diesen Geschäften resultierten Forderungen von 4.667 T€ (Vorjahr: 10 T€). Der Anstieg der Geschäfte im Vergleich zum Vorjahr ist auf Geschäftsbeziehungen mit unserem chinesischen Joint Venture in Langfang zurückzuführen (vgl. hierzu auch Textziffer 4).

Aus Verkäufen und Dienstleistungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Unternehmen wurden im Berichtszeitraum 877 T€ (Vorjahr: 729 T€) Erlöse erzielt sowie Käufe im Wert von 317 T€ (Vorjahr: 397 T€) getätigt. Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen wurden zu marktüblichen Bedingungen getätigt.

12 | Vorstand

Der Aufsichtsrat hat Karl Gadesmann mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 als neuen Finanzvorstand bestellt. Sein Vorstandsmandat läuft zunächst bis zum 31.12.2019.

13 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Aufsichtsrat hat einer Vereinbarung mit dem Vorstandsmitglied Dr. Frank Hiller über sein einvernehmliches Ausscheiden aus dem Vorstand zum 31. Dezember 2016 zugestimmt.

Sein Vorstandsmandat mit der Zuständigkeit für den Bereich Wiring Systems war ursprünglich bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2017 terminiert. Ein neues Vorstandsmitglied wurde bereits berufen und wird voraussichtlich Anfang 2017 beginnen.

Nürnberg, den 29. Juli 2016

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Dieter Bellé Bruno Fankhauser Dr. Frank Hiller