AI assistant
LANXESS AG — Management Reports 2018
May 20, 2019
259_rns_2019-05-20_eb9bee4a-74c1-447f-bada-6fe44f958aa3.html
Management Reports
Open in viewerOpens in your device viewer

LANXESS Aktiengesellschaft
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
Zusammengefasster Lagebericht von Lanxess Konzern und Lanxess AG für das Geschäftsjahr 2018
GRUNDLAGEN des KONZERNS
Konzernstruktur
Rechtliche Struktur
Die LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Ihr ist die LANXESS Deutschland GmbH als 100%ige Tochter untergeordnet. Dieser unterstehen die in- und ausländischen Beteiligungen.
An folgenden wesentlichen Gesellschaften ist die LANXESS AG mittel- oder unmittelbar zu 100 % beteiligt:
Wesentliche mittel- und unmittelbare Beteiligungen der LANXESS AG
scroll
| Name und Sitz | Funktion | Segmente |
|---|---|---|
| LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates/Specialty Additives/Performance Chemicals/Engineering Materials/ |
| LANXESS Solutions US Inc., Middlebury (USA) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates/Specialty Additives/Engineering Materials |
| LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates/Specialty Additives/Performance Chemicals/Engineering Materials |
| Saltigo GmbH, Leverkusen (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates |
| LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates/Engineering Materials |
| LANXESS Sales Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) | Vertrieb | Specialty Additives |
| LANXESS India Private Limited, Thane (Indien) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates/Performance Chemicals/Engineering Materials |
| Great Lakes Chemical Corporation, Wilmington (USA) | Produktion | Specialty Additives |
Am 31. Dezember 2018 erfolgte der Verkauf des 50 %-Anteils an der ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande), samt den von ihr gehaltenen Beteiligungen.
Organisation der Leitung und Kontrolle
Die LANXESS AG besitzt eine duale Führungsstruktur. Sie besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Den Aufsichtsrat unterstützt ein Prüfungsausschuss für Finanzthemen, der aus seinen Reihen besetzt wird. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds.
Geschäftstätigkeit
Geschäftsorganisation und Konzernportfolio
Am 31. Dezember 2018 hat LANXESS den am 8. August 2018 vereinbarten Verkauf seines 50 %-Anteils an ARLANXEO an die Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), abgeschlossen. Alle zuständigen Kartellbehörden hatten der Transaktion zuvor ihre Freigabe erteilt. Im Rahmen der Transaktion ist der 50%-Anteil an der ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande), samt den von ihr gehaltenen Beteiligungen abgegangen.
Bereits seit dem 1. April 2018 wird ARLANXEO als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 ausgewiesen. Seitdem steht das fortzuführende Geschäft ohne ARLANXEO im Fokus unserer Berichterstattung. Während bei der Bilanz keine Anpassung für Stichtage vor dem 1. April 2018 erfolgte, wurden bei der Gewinn- und Verlustrechnung Vorjahreswerte angepasst und das Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäfts in einer Zeile gezeigt. Bei den im Folgenden gemachten Angaben verzichten wir grundsätzlich auf die Anmerkung, dass in diesem Zusammenhang Vorjahreszahlen angepasst wurden. An Stellen, an denen hiervon abgewichen wurde, ist dies entsprechend vermerkt.
Infolge des Abgangs von ARLANXEO entfällt die Berichterstattung über diesen Geschäftsbereich. In den übrigen vier operativen Segmenten Advanced Intermediates, Specialty Additives, Performance Chemicals und Engineering Materials sowie ihren insgesamt zehn Business Units haben sich im Geschäftsjahr 2018 keine wesentlichen Veränderungen ergeben.
Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions unterstützen unsere Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zur globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.
Am 7. Februar 2018 hat LANXESS das US-amerikanische Phosphorchemikalien-Geschäft des belgischen Chemiekonzerns Solvay einschließlich des Produktionsstandorts in Charleston (USA) übernommen. An dem Standort werden Phosphorchemikalien sowie zahlreiche Folgeprodukte wie zum Beispiel Flammschutzadditive und Zwischenprodukte für Agrochemikalien hergestellt. Die Produktionsanlage ergänzt das globale Produktionsnetzwerk der phosphor- und brombasierten Flammschutzmittel insbesondere im US-amerikanischen Markt. Das Geschäft wurde in die Business Unit Additives im Segment Specialty Additives integriert.
Im Rahmen der Konsolidierung unseres Anlagennetzwerks haben wir die Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten an unserem Standort Elmira (Kanada) gebündelt und die ehemaligen Chemtura-Standorte Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) und Rio Claro (Brasilien) in 2018 geschlossen. Den Produktionsstandort in Reynosa (Mexiko) haben wir in der zweiten Jahreshälfte 2018 verkauft.
Einzelheiten zum Konsolidierungskreis finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018.
Kurzdarstellung der Segmente
Mit seinen Geschäften, die im Segment Advanced Intermediates zusammengefasst sind, gehört LANXESS zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet chemischer Zwischenprodukte für die Industrie sowie der Herstellung chemischer Vorprodukte und spezieller chemischer Wirkstoffe im Kundenauftrag.

Im Segment Specialty Additives sind unsere Lösungen auf Basis spezialisierter Additiv-Chemikalien zusammengefasst.

Im Segment Performance Chemicals zeigen wir unsere anwendungsorientierten Geschäfte auf dem Gebiet der Prozess- und Funktionschemikalien.

Im Segment Engineering Materials bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet technischer Kunststoffe.

Strategische Ausrichtung
Wir haben unser Kerngeschäft in den letzten Jahren erfolgreich entwickelt und halten deshalb an den Eckpfeilern unserer Unternehmensstrategie fest: In unserem Zielszenario ist LANXESS ab 2021 ein deutlich stabileres Spezialchemie-Unternehmen, mit einem stärkeren Cashflow und einem ausgewogeneren, nachhaltigeren Portfolio als in der Vergangenheit. Unsere regionale Präsenz in Nordamerika und Asien haben wir gestärkt und partizipieren so am jeweiligen regionalen Wachstum. Im Hinblick auf unsere Absatzmärkte haben wir eine gute Balance zwischen Stabilität und Wachstumspotenzialen hergestellt. Unsere Geschäfte nehmen in ihren Marktsegmenten jeweils eine führende Position ein. Von dieser ausgewogenen Basis aus treiben wir unser profitables Wachstum weiter voran.
Die verbesserte Aufstellung soll sich auch in den Finanzzahlen von LANXESS widerspiegeln. Ab dem Geschäftsjahr 2021 soll unsere durchschnittliche operative Ergebnismarge - gemessen am EBITDA vor Sondereinflüssen - über einen Geschäftszyklus hinweg zwischen 14 % und 18 % liegen. Dabei soll die Ergebnismarge der einzelnen Jahre in einer Bandbreite von maximal zwei bis drei Prozentpunkten um den Durchschnittswert schwanken. Ein solides Investment-Grade-Rating wird unverändert ein striktes Ziel unserer konservativen Finanzpolitik bleiben.
Transformation schreitet zügig voran
Zum Ende des Berichtsjahres haben wir den Verkauf unseres 50 %-Anteils an ARLANXEO an Saudi Aramco abschließen können. Für unseren Anteil haben wir von Saudi Aramco eine Zahlung von etwa 1,4 Mrd. € erhalten. Einen Teil der Mittelzuflüsse werden wir in unser organisches Wachstum investieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Anlagenoptimierungen und -erweiterungen an zahlreichen Standorten weltweit, um diese noch wettbewerbsfähiger und damit nachhaltiger zu machen. Einen zweiten Schwerpunkt bilden unsere regionalen Wachstumsstrategien. So haben wir unsere regionale Organisation angepasst und Investitionsbudgets mit einem fünfjährigen Zeithorizont für die Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik verabschiedet.
Von den insgesamt geplanten 100 Mio. € Kostensynergien aus der Chemtura-Integration wurden im Geschäftsjahr 2018 weitere rund 40 Mio. € realisiert. Bis Ende 2020 erwarten wir nun noch die verbleibenden 30 Mio. €.
Weitere Aktivitäten zielen darauf ab, neue Ertragspotenziale für LANXESS zu erschließen. Gemeinsam mit dem kanadischen Unternehmen Standard Lithium prüfen wir derzeit an unserem US-amerikanischen Standort El Dorado die technische und wirtschaftliche Machbarkeit, batteriefähiges Lithium aus unserer Sole zu gewinnen. Das Biotech-Startup IMD Natural Solutions, das wir im Vorjahr übernommen hatten, befasst sich mit der Erforschung und Entwicklung von Naturstoffen mit antimikrobieller Wirkung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie. Hier sehen wir die Chance, unseren Kunden eine auf natürlichen Stoffen basierende Ergänzung in unserem Materialschutz- und Desinfektionsportfolio anbieten zu können.
Nachhaltigkeit als Grundvoraussetzung
LANXESS soll ein langfristig erfolgreiches Chemieunternehmen sein. Grundvoraussetzung dafür ist, Nachhaltigkeit in all ihren Dimensionen und im gesellschaftlichen Kontext integriert zu denken und zu leben. Sich bei allen Entscheidungen sehr bewusst mit deren Auswirkungen - auch jenseits der finanziellen Dimension - auseinanderzusetzen, treibt uns an und drückt sich in einer Vielzahl konkreter Ziele aus. Diese betreffen unter anderem den Klimaschutz, die ständige Weiterentwicklung unserer Verfahren, kontinuierliche Investitionen, um unsere Standorte wettbewerbsfähig und nachhaltig zu halten, sowie die regelmäßige Analyse unseres Produktportfolios - von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung.
WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM
Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir Kennzahlen, anhand derer wir die Ergebnisse unserer Maßnahmen messen können. Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und damit die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns ist das EBITDA (operatives Ergebnis vor Abschreibungen und Wertaufholungen) vor Sondereinflüssen. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren wie Return an Capital Employed (ROCE), Umschlagdauer der Vorräte (DSI), Forderungslaufzeit (DSO) oder die Net Financial Debt Ratio betrachten wir als unternehmensspezifische Frühindikatoren bzw. Kennzahlen zur Überwachung.
Wertmanagement und Steuerungssystem
scroll
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA vor Sondereinflüssen | Mio. € | 808 | 885 | 995 | 925 1) | 1.016 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | % | 10,1 | 11,2 | 12,9 | 14,2 1) | 14,1 |
| Capital Employed | Mio. € | 5.093 | 5.043 | 7.479 | 7.463 | 5.204 |
| ROCE | % | 7,9 | 8,4 | 6,9 | 9,3 | 11,4 |
| Umschlagdauer Vorräte (DSI) | Tage | 65,4 | 67,2 | 67,2 | 64,7 | 68,6 |
| Forderungslaufzeit (DSO) | Tage | 48,0 | 47,6 | 51,1 | 50,7 | 46,0 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | Mio. € | 1.336 | 1.211 | 2.394 | 2.252 | 1.923 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | Mio. € | 1.336 | 1.211 | 269 | 2.252 | 1.381 |
| Net Financial Debt Ratio | 1,7x | 1,4x | 0,3x | 1,7x | 1,4x | |
| Investitionsquote | % | 7,7 | 5,5 | 5,7 | 6,1 1) | 6,9 |
1) Werte angepasst und wie im Berichtsjahr 2018 ohne ARLANXEO.
2) Capital Employed zum 31. Dezember 2018 bereinigt. Für Details verweisen wir auf den Abschnitt ”Rentabilität".
Unser Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft wider. Entsprechend ist unser Steuerungssystem konsequent auf die Steuerung der Ertragskraft ausgerichtet.
Ertragskraft
Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die aufgrund ihrer Art oder ihres Ausmaßes einen besonderen Einfluss auf die Ertragslage haben, deren Einbeziehung bei der Beurteilung der Geschäftsentwicklung über mehrere Berichtsperioden jedoch nicht geeignet erscheint. Zu den Sondereinflüssen können außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen oder Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, bestimmte IT-Kosten, Restrukturierungsaufwendungen und Erträge aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang gebildeten Rückstellungen sowie Ergebnisbelastungen aus Portfolioaktivitäten oder Kaufpreisallokationen zählen. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter Anwendung der Bruttomethode abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden über die Bruttoabschreibungen hinaus bei der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen keine weiteren Bereinigungen vorgenommen.
Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt, die bei der Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Mitarbeiter berücksichtigt werden.
Reine Erlösgrößen wie zum Beispiel die Umsatzerlöse sind keine Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben. Volatile Einstandspreise für Rohstoffe sind ein wesentliches Kennzeichen unserer Industrie. Unterjährig schwankende Rohstoffpreise wirken sich auf Verkaufspreise aus. Dies beeinflusst die Höhe der Umsatzerlöse, lässt jedoch die für die Ertragskraft entscheidenden absoluten Margen, abgesehen von kurzfristigen Anpassungseffekten, grundsätzlich unberührt. Eine Zielformulierung für Umsatzwerte unterbleibt daher sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive.
Die Ergebnismargen errechnen sich aus dem Verhältnis der jeweiligen Ergebnisgrößen zum Umsatz. Beispielsweise wird die EBITDA-Marge (vor Sondereinflüssen) aus der Relation des EBITDA (vor Sondereinflüssen) zum Umsatz ermittelt und dient als relative Kennzahl zum Vergleich der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente.
Unternehmensspezifische Frühindikatoren
Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten.
Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns als Basis für die Unternehmensführung. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, erstellen wir zweimal im Geschäftsjahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die Eckwerte der Ertragskraft regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt.
Für Budget und Forecast werden bestimmte Parameter zentral vorgegeben und einheitlich verwendet, da sie großen Einfluss auf die Ausprägung der Eckwerte haben. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen zu. Die Entwicklung der Beschaffungspreise hat vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung der Verkaufspreise einen hohen Stellenwert. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. Aufgrund unserer regional diversifizierten Produktionsstätten und Absatzmärkte beeinflusst ferner der Verlauf der Wechselkurse die aus der Umsatz- und Kostenentwicklung resultierende Ertragskraft, mit entsprechender Rückwirkung auf Preisgestaltung und Absicherungsstrategien. Zudem ziehen wir laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Kundenindustrien und Absatzregionen heran, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen.
Rentabilität
Der Return an Capital Employed (ROCE) ist als Messgröße für die Rentabilität auf Konzernebene implementiert und gibt Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Dies macht ihn beispielsweise zu einem wichtigen Kriterium bei Investitionsentscheidungen.
scroll
| ROCE = | EBIT vor Sondereinflüssen/Capital Employed |
| Capital Employed = | Bilanzsumme ./. Aktive latente Steuern ./. Zinsfreie Verbindlichkeiten |
Die zinsfreien Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus den Rückstellungen ohne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den Ertragsteuerschulden, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Wir nutzen daneben eine vereinfachte Variante des ROCE, den sogenannten Business-ROCE, um den Beitrag unserer Geschäftseinheiten zu beurteilen.
Der ROCE lag im Berichtsjahr 2018 mit 11,4 % oberhalb unseres vergleichsrichtig ermittelten gewichteten Kapitalkostensatzes. Im Vorjahr hatte der ROCE 9,3 % betragen. Das Capital Employed des Geschäftsjahres 2018 ist um einen Betrag von rund 1,2 Mrd. € bereinigt. Dieser ergibt sich aus den am 31. Dezember 2018 für den Verkauf des 50 %-Anteils an AR-LANXEO erhaltenen Finanzmitteln abzüglich einer hiermit finanzierten Aufstockung des deutschen Pensionsvermögens.
Kapitalkosten
Die Fremdkapitalkosten errechnen sich aus dem sogenannten risikolosen Zins, d.h. in unserem Fall aus der Rendite einer langfristigen deutschen Staatsanleihe, zuzüglich eines Risikoaufschlags für Industrieunternehmen in der gleichen Risikokategorie wie LANXESS. Die Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartungen der Investoren an eine Investition in LANXESS Aktien wider. Aufgrund des höheren Risikos, das mit dem Aktienerwerb gegenüber risikolosen Staatsanleihen verbunden ist, fordern Eigenkapitalinvestoren eine Risikoprämie. Diese sogenannte Marktrisikoprämie wird aus der langfristigen Überrendite eines Aktieninvestments gegenüber einer Investition in risikolose Staatsanleihen ermittelt und durch den Beta-Faktor korrigiert. Er drückt das relative Risiko eines Investments in die LANXESS Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt aus.
Kapitalverwendung
Um unser Nettoumlaufvermögen auf operativer Ebene zu optimieren, nutzen wir die Kennzahlen DSO (Forderungslaufzeit bzw. Days of Sales Outstanding) und DSI (Umschlagdauer der Vorräte bzw. Days of Sales in Inventory). Sie zeigen den Forderungs- bzw. Vorratsbestand im Verhältnis zum Umsatz des vergangenen Quartals. Im Geschäftsjahr 2018 lag der Wert für DSI bei 68,6 Tagen (Vorjahr: 64,7 Tage) und der DSO bei 46,0 Tagen (Vorjahr: 50,7 Tage). Die Entwicklung dieser Kennzahlen war beeinflusst durch die Erstanwendung des IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum 1. Januar 2018. Aufgrund der in diesem Zusammenhang in der Bilanz erstmals auszuweisenden Vertragsvermögenswerte bzw. Vertragsverbindlichkeiten wurde der Bestandswert der Vorräte erhöht bzw. der Bestandswert der Forderungen verringert.
Unsere Investitionen in Sachanlagen unterliegen einer strikten Kapitaldisziplin und werden konsequent auf die Produktbereiche mit den größten Erfolgspotenzialen ausgerichtet. Dabei priorisieren wir Investitionsprojekte auf Basis finanzieller Kennziffern wie Rückflusszeit, Kapitalwert und ROCE. Die Kennzahl der Investitionsquote setzt die auszahlungswirksamen Investitionen ins Verhältnis zum Umsatz.
Verschuldung
Die Nettofinanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Gesamtsumme der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte und beliefen sich auf 1.923 Mio. €. Nach dem darüber hinaus erfolgten Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich die Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 auf 1.381 Mio. € nach 2.252 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den erhaltenen Finanzmitteln aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO.
Die Net Financial Debt Ratio, die wir ausschließlich auf Konzernebene verwenden, ist definiert als das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Auf Basis der Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren verringerte sich die Net Financial Debt Ratio zum 31. Dezember 2018 auf 1,4 nach einem Wert von 1,7 zum Vorjahresstichtag.
Auf Konzernebene betrachten wir auch die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Verschuldungskomponente. Gegenüber dem Jahresende 2017 sanken diese um 407 Mio. € auf 1.083 Mio. €. Mit dieser zusätzlichen Verschuldungskomponente, bereinigt um darauf bezogene aktive latente Steuern von 279 Mio. € (Vorjahr: 335 Mio. €) sowie reduziert um die unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen von 75 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €), ergibt sich im Verhältnis zum EBITDA vor Sondereinflüssen die sogenannte Total Net Debt Ratio von 2,1 nach 2,6 zum Vorjahresstichtag.
Nettofinanzverbindlichkeiten
scroll
| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.698 | 1.258 | 2.734 | 2.242 | 2.686 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 182 | 443 | 78 | 633 | 59 |
| abzüglich: | |||||
| Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen | -26 | -24 | -23 | -35 | -25 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -418 | -366 | -355 | -538 | -797 |
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | -100 | -100 | -40 | -50 | 0 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 1.336 | 1.211 | 2.394 | 2.252 | 1.923 |
| abzüglich kurzfristiger Einlagen und Anlagen in kurzfristigen Wertpapieren | 0 | 0 | -2.125 | 0 | -542 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | 1.336 | 1.211 | 269 | 2.252 | 1.381 |
GESCHÄFTSPROZESSE UND MITARBEITER
Einkauf
LANXESS stellt die Versorgung mit Rohstoffen, sonstigen Materialien und Dienstleistungen über die zentral gesteuerte Organisationseinheit Global Procurement & Logistics sicher. In enger Abstimmung mit unseren Business Units bündeln die sogenannten „Global Categories" ihren Bedarf in den Einkaufssegmenten Rohstoffe, technische Güter, Packmittel, Energie, Services und Logistik. Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert Einkaufssynergien, sodass wir optimal am Markt agieren und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing"). Im Berichtszeitraum haben wir diverse Maßnahmen ergriffen, um Lieferausfälle oder -engpässe durch das Niedrigwasser des Rheins zu vermeiden, daher kam es zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung.
Die Beschaffung chemischer Rohstoffe hat für uns einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, die Versorgung basierend auf langfristigen Einkaufsverträgen sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen spielt seit jeher auch eine wesentliche Rolle bei Standortentscheidungen. An zahlreichen Produktionsstandorten beziehen wir wesentliche Rohstoffe und Energieträger in Form von Dampf oder Biomasse aus der unmittelbaren Umgebung. So minimieren wir nicht nur Transportkosten und transportbezogene Umweltauswirkungen, sondern reduzieren vor allem das Risiko transportbedingter Lieferausfälle.
Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2018 unter anderem Albemarle, BASF, BP, Chevron, Covestro, ExxonMobil, INEOS, Invista, Sasol und Shell Chemicals.
Zu den mit Abstand wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2018 Ammoniak, Benzol, Chlor, Cyclohexan, Cyclohexanon, Natronlauge und Toluol. Insgesamt entfiel im Geschäftsjahr 2018 ein Einkaufsvolumen von ca. 1,6 Mrd. € (Vorjahr: ca. 1,5 Mrd. €) auf strategische Rohstoffe. Dies entspricht einem Anteil von rund 53 % unseres gesamten Beschaffungsvolumens für Rohstoffe und Handelswaren im Jahr 2018, das etwa 3,1 Mrd. € betrug (Vorjahr: 2,7 Mrd. €). Unser Gesamtbeschaffungsvolumen belief sich 2018 auf etwa 5,2 Mrd. € (Vorjahr: ca. 4,6 Mrd. €).
Produktion
LANXESS zählt zu den global bedeutenden Herstellern von Spezialchemikalien. Mit unseren Produktionsanlagen stellen wir sowohl kleinste Produktmengen auf Basis maßgeschneiderter Kundensynthesen als auch Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymere in Mengen von mehreren zehntausend Tonnen her.
Unsere Produktionsbetriebe sind organisatorisch einzelnen Business Units zugeordnet. Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Bergkamen (Deutschland), Antwerpen (Belgien), Trafford Park (Großbritannien), Latina (Italien), Baytown, El Dorado und Perth Amboy (USA), Elmira (Kanada), Jhagadia und Nagda (Indien) sowie Changzhou, Nantong und Ningbo (China). Eine detaillierte Übersicht über unsere Produktionsstandorte nach Segmenten findet sich im Abschnitt „Kurzdarstellung der Segmente" in diesem Lagebericht.
Vertrieb
Wir vertreiben unsere Produkte weltweit an mehrere tausend Kunden in rund 150 Staaten auf allen Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir flexible Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Unseren Vertrieb steuern wir über 53 eigene Gesellschaften weltweit. In Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen.
Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. 60 eigene Produktionsstätten in 19 Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von regionalen Produktionsstandorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile.
Absatzmärkte
Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen individueller, gezielter Ansprache, die wir aufgrund der Vertriebsorganisationen in der Verantwortung der Business Units leisten können.
Wir beliefern vor allem die Branchen Automobil, Chemie, Agrochemie, Bau, Elektro, Lederprodukte, Kunststoff, Pharma, Lebensmittel, Wasseraufbereitung und Möbel.
Umsatzanteile nach Branchen
scroll
| in % | 2018 |
|---|---|
| Chemie | ~ 30 |
| Automobil | ~ 20 |
| Bau, Elektro, Lederprodukte | ~ 20 |
| Agrochemie | ~ 10 |
| Sonstige (in Summe) | ~ 20 |
Im Geschäftsjahr 2018 vereinten unsere zehn Top-Kunden einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 18 % (Vorjahr: 18 %). Keiner unserer Kunden erreichte einen Anteil von mehr als 10 % am Konzernumsatz. Bei 41 Kunden (Vorjahr: 35) übertraf der Jahresumsatz 20 Mio. €. Die Anzahl unserer Kunden in den jeweiligen Segmenten unterscheidet sich deutlich. Die vergleichsweise geringen Umsätze der einzelnen Kunden im Segment Performance Chemicals und die breite Kundenbasis spiegeln das Geschäft mit oftmals maßgeschneiderten Anwendungslösungen der Spezialchemie wider. Die deutlich niedrigere Zahl der Kunden im Segment Engineering Materials, die jedoch relativ hohe Umsätze generieren, ist dagegen typisch für das Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen. In keinem Segment lässt sich eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen.
Forschung und Entwicklung
Der Bereich Forschung und Entwicklung leistet mit der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren sowie der ständigen Verbesserung bestehender Produktionsprozesse einen wichtigen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erweiterung unseres Produktportfolios. Mit dem Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO an Saudi Aramco sind auch die Forschungsbereiche auf dem Gebiet der Hochleistungs-Kautschuke übergegangen.
Organisatorische Ausrichtung
Unsere Forschungsprogramme sind an den Kundenanforderungen in den Endmärkten ausgerichtet. Daher haben wir unsere Aktivitäten im Bereich „Product Innovation" in den jeweiligen Business Units gebündelt.
Die Business Units fokussieren ihre Aktivitäten darauf, Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln. Die Fachabteilung „Global Technology & Innovation" unserer Group Function Production, Technology, Safety & Environment unterstützt und ergänzt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Business Units mit dem Schwerpunkt „Process Innovation". Hier stehen die Planung neuer Prozesse und die Integration neuer Technologien in unsere bereits bestehenden Produktionsprozesse im Fokus. Unser Ziel ist hier die Kosten- und Technologieführerschaft. Unsere wesentlichen Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich an den Standorten Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Mannheim (Deutschland) sowie Naugatuck (USA). Zusätzlich sind wir in Hongkong mit einem Zentrum für technische Kunststoffe präsent. An unseren Forschungsund Entwicklungsstandorten testen wir beispielsweise innovative Flammschutzmittel oder technische Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie.
Kostenentwicklung und Beschäftigte
Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2018 insgesamt 118 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 1,6 % entspricht (Vorjahr: 103 Mio. € bzw. 1,6 %). Der Großteil der Aufwendungen entfiel auf die Business Units Additives, High Performance Materials, Material Protection Products und Saltigo. Hinsichtlich des Anteils der Aufwendungen an ihrem jeweiligen Umsatz wiesen unsere Business Units Material Protection Products, Urethane Systems, Liquid Purification Technologies und Saltigo die höchste Forschungsintensität auf.
Forschungs- und Entwicklungskosten
scroll
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten in Mio. € | 160 | 130 | 131 | 103 | 118 |
| in % der Umsatzerlöse | 2,0 | 1,6 | 1,7 | 1,6 | 1,6 |
Werte ab 2017 ohne ARLANXEO.
Zum Jahresende 2018 beschäftigten wir in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboren weltweit 523 Mitarbeiter nach 521 Mitarbeitern im Vorjahr.
Entwicklung Beschäftigtenzahlen im F&E-Bereich
scroll
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am Jahresende | 708 | 585 | 589 | 521 | 523 |
| in % der Konzern-Beschäftigtenzahl | 4,3 | 3,6 | 3,5 | 3,4 | 3,4 |
Werte ab 2017 ohne ARLANXEO.
Themengebiete und Patentstrategie
Wir fokussieren unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf marktnahe Projekte mit kurz- bis mittelfristigem Zeithorizont. Die Gesamtzahl der Projekte lag im Jahr 2018 bei 239 nach 251 im Vorjahr. Davon wurden 159 (Vorjahr: 166) mit dem Ziel bearbeitet, neue Produkte und Anwendungen zu entwickeln bzw. bestehende zu verbessern. Die verbleibenden 80 (Vorjahr: 85) Projekte befassten sich unter den Zielsetzungen Kostensenkung, Effizienzsteigerung oder Kapazitätserhöhung mit verfahrenstechnischen Themen.
Die Ergebnisse unserer Tätigkeit werden, wo es möglich und sinnvoll ist, von Patenten geschützt. Im Laufe des Jahres 2018 haben wir weltweit 41 Prioritätsanmeldungen getätigt. Das gesamte Patentportfolio bestand zum 31. Dezember 2018 aus ca. 800 Patentfamilien mit ca. 5.535 einzelnen Schutzrechten.
Mitarbeiter
Im LANXESS Konzern waren zum 31. Dezember 2018 insgesamt 15.441 Mitarbeiter tätig nach 19.029 zum Vorjahresstichtag. Ohne die ARLANXEO zugerechneten Mitarbeiter belief sich die Mitarbeiterzahl des Vorjahres auf 15.283 zum Vorjahresstichtag.
Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte der LANXESS Konzern in der Region EMEA (ohne Deutschland) 2.521 Mitarbeiter nach 2.582 Mitarbeitern im Vorjahr. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten von 7.312 auf 7.532. In der Region Nordamerika belief sich die Mitarbeiterzahl auf 2.050 nach 1.929 zum 31. Dezember 2017 und in Lateinamerika auf 766 nach 850 im Vorjahr. In der Region Asien/Pazifik beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 2.572 Arbeitnehmer, das sind 38 weniger als zum Vorjahresstichtag. Der Rückgang in EMEA und Lateinamerika ist im Wesentlichen auf die Schließung der ehemaligen Chemtura-Standorte Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) und Rio Claro (Brasilien) sowie auf den Verkauf des Produktionsstandorts in Reynosa (Mexiko) zurückzuführen.
Der Personalaufwand belief sich konzernweit im Geschäftsjahr 2018 auf 1.328 Mio. € (Vorjahr: 1.291 Mio. €). Löhne und Gehälter machten mit 1.066 Mio. € (Vorjahr: 1.018 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 159 Mio. € (Vorjahr: 177 Mio. €), die Aufwendungen für Altersversorgung 90 Mio. € (Vorjahr: 85 Mio. €) und die Aufwendungen für soziale Unterstützung 13 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €).
WIRTSCHAFTSBERICHT
RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Im Geschäftsjahr 2018 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG gehabt hätten.
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die globale Wirtschaft entwickelte sich in 2018 im Rahmen der Erwartungen. Belastend wirkten in einigen Bereichen zunehmende populistische oder protektionistische Tendenzen, wie etwa sich abzeichnende Handelsbarrieren im US-amerikanischen Markt, während das zwischenzeitlich gestiegene Ölpreisniveau keine bremsenden Auswirkungen zeigte.
Das insgesamt positive Umfeld führte zu einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,0 %, das von allen Regionen, im Wesentlichen aber dem asiatisch-pazifischen Raum, getragen wurde.
BIP und Chemieproduktion 2018
scroll
| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) | Bruttoinlandsprodukt | Chemieproduktion |
|---|---|---|
| USMCA (vormals NAFTA) | 3,0 | 3,5 |
| Lateinamerika | 0,5 | -0,5 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 2,0 | 1,5 |
| Deutschland | 1,5 | 0,0 |
| Asien/Pazifik | 4,5 | 4,0 |
| Welt | 3,0 | 3,5 |
Quelle Wachstumsraten 2018: IHS Markit.
Zum Jahresende 2018 wurden für einen Euro 1,15 US-Dollar gezahlt - dies entspricht gegenüber dem Jahresendwert 2017 von 1,20 US-Dollar einem Wertzuwachs des US-Dollars von 4,2 %. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs mit 1,18 US-Dollar jedoch über dem Vorjahresdurchschnittswert von 1,13 US-Dollar. Aufgrund der regionalen Aufstellung unseres Geschäfts wirkt sich ein stärkerer US-Dollar grundsätzlich positiv auf unser Ergebnis aus. Zentralisierte Hedging-Aktivitäten begrenzen jene Auswirkungen, die nicht durch die Harmonisierung von Produktion und Absatz in gleichen Währungsräumen neutralisiert werden können.
Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Beschaffungspreise für Rohstoffe sowohl im Bereich der Aromaten und Olefine als auch im Bereich der organischen und anorganischen Rohstoffe leicht an. Der Preis für die Rohstoffe Toluol und Chlor stieg an den Beschaffungsmärkten im Jahresdurchschnitt an, wohingegen die Preise für andere Eingangsprodukte wie Ammoniak und Benzol leicht fielen.
Chemische Industrie
Die weltweite Chemieproduktion wuchs um 3,5 %, getrieben durch die Regionen Asien/Pazifik und USMCA.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen
Die weltweite Produktion von Automobilen lag im Berichtsjahr 1,5 % über Vorjahresniveau. Die Entwicklung in Europa war trotz rückläufiger Absatzzahlen in Deutschland insgesamt positiv. Im asiatisch-pazifischen Raum wurde ein Wachstum von 1,0 % verzeichnet, was maßgeblich auf den Nachfrageeinbruch in China in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen ist. Aufgrund des im Verhältnis zu den übrigen Regionen geringeren Gewichts hatte die positive Entwicklung in Lateinamerika keinen wesentlichen Einfluss auf die globale Entwicklung.
Die Agrochemie stagnierte. Einem Wachstum in EMEA und Amerika, insbesondere USMCA, standen rückläufige Entwicklungen im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum sowie in Deutschland gegenüber.
Die Bauindustrie legte weltweit um 3,0 % zu. Der Schwerpunkt der Entwicklung lag in EMEA sowie im asiatisch-pazifischen Raum.
Insgesamt blieb die Entwicklung der Abnehmerbranchen hinter den Erwartungen zurück, insbesondere die der Automobilbranche sowie die der Agrochemie. Dies hatte aber keinen wesentlichen Einfluss auf das Geschäft des LANXESS Konzerns
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2018
scroll
| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) | Automobilindustrie | Agrochemie | Bauindustrie |
|---|---|---|---|
| USMCA (vormals NAFTA) | 1,0 | 4,5 | 2,5 |
| Lateinamerika | 21,5 | 1,5 | 1,5 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 0,5 | 1,5 | 3,0 |
| Deutschland | -2,5 | -1,5 | 4,0 |
| Asien/Pazifik | 1,0 | -1,0 | 3,0 |
| Welt | 1,5 | 0,0 | 3,0 |
Quelle Wachstumsraten 2018: IHS Markit.
FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE
Der insgesamt positive Geschäftsverlauf war geprägt von der operativen Stärke der Segmente Advanced Intermediates und Engineering Materials sowie des im Vorjahr neu geschaffenen Segments Specialty Additives. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnten hier erfolgreich an die Kunden weitergegeben werden.
Die Geschäftsentwicklung profitierte weiterhin von der erfolgreichen operativen Integration von Chemtura. Aus den im April 2017 übernommenen Geschäftsbereichen ergaben sich erfreuliche Portfolioeffekte auf das Ergebnis.
Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich nachteilig auf das Ergebnis aus.
Mit dem am 31. Dezember 2018 abgeschlossenen Verkauf von ARLANXEO haben wir einen weiteren wesentlichen Schritt auf dem Weg zu einem deutlich stabileren Spezialchemie-Unternehmen zurückgelegt.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
Tatsächlicher versus prognostizierter Geschäftsverlauf 2018
scroll
| Prognose für 2018 im Geschäftsbericht 2017 | Eingetreten in 2018 | |
|---|---|---|
| Geschäftsentwicklung Konzern | ||
| EBITDA vor | ● Leicht höher im Vergleich zum Vorjahr (925 Mio. €) | ● 1.016 Mio. € |
| Sondereinflüssen | ● Hierin berücksichtigt: erwartete Kostensenkungen, Synergien aus der Akquisition von Chemtura, Ergebnisbeiträge der in 2017 erworbenen Geschäfte | ● Realisierung weiterer Kostensynergien aus der Chemtura-Integration sowie deutliche Ergebnisbeiträge aus im Vorjahr erworbenen Geschäften |
| ● Prognostiziertes Umsatzwachstum der globalen Wirtschaft und eingeleitete Kosteneffizienzmaßnahmen bei Chemtura-Integration leisten positiven Beitrag für Ertragsentwicklung | ● Wachstum von Weltwirtschaft und Chemieproduktion im Rahmen der Erwartungen; Entwicklung der Abnehmerbranchen schlechter als erwartet | |
| Geschäftsentwicklung Segmente | ||
| Advanced Intermediates | ● Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau | ● EBITDA vor Sondereinflüssen leicht über Vorjahr: 359 Mio. € (Vorjahr: 335 Mio. €) |
| ● Nachfrage der Kunden in der Agrarindustrie eher auf schwachem Niveau | ● Anhaltend schwache Nachfrage aus der Agrarindustrie | |
| Specialty Additives | ● Entwicklung durch in 2017 erworbene Chemtura- Geschäftsbereiche und Synergien deutlich über Vorjahresniveau | ● EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich über Vorjahr: 343 Mio. € (Vorjahr: 267 Mio. €) |
| ● Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus der erfolgreichen Eingliederung der erworbenen Chemtura-Geschäftsbereiche | ||
| Performance Chemicals | ● Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau | ● EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich niedriger als erwartet: 187 Mio. € (Vorjahr: 252 Mio. €) |
| ● Entwicklung im Wesentlichen getrieben durch schlechteres Marktumfeld bei Lederchemikalien und durch Abschwächung der Bauindustrie | ||
| Engineering Materials | ● Geschäftsentwicklung leicht über dem Niveau des Vorjahres | ● EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich über Vorjahr: 267 Mio. € (Vorjahr: 219 Mio. €) |
| ● Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen deutlich besser als erwartet | ||
| Überleitung | ● Ergebnis auf Vorjahresniveau | ● EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau: minus 140 Mio. € (Vorjahr: minus 148 Mio. €) |
| Rohstoffpreise | ● Volatile Rohstoffpreisentwicklung mit moderat steigenden Rohstoffpreisen | ● Weiterhin volatil und über Vorjahresniveau |
| Investitionen | ||
| Auszahlungswirksame Investitionen | ● Rund 450 Mio. € | ● 497 Mio. € |
| ● Mehr Projektinvestitionen in nahezu allen Segmenten |
Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 waren wir für das Jahr 2018 von einem leicht höheren EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr (925 Mio. €) ausgegangen. In dieser Prognose waren die erwarteten Kostensenkungen, Synergien aus der Akquisition von Chemtura sowie Ergebnisbeiträge der in 2017 erworbenen Geschäfte berücksichtigt. Wir präzisierten unsere Erwartung im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 auf einen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen am oberen Ende einer Bandbreite von 5 bis 10 % gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Das tatsächlich erwirtschaftete Ergebnis lag bei 1.016 Mio. € und übertraf den Vorjahreswert um ca. 10 %.
Für die LANXESS AG gingen wir für das Berichtsjahr von einem gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Jahresüberschuss aus. Im Wesentlichen bedingt durch das deutlich höhere Beteiligungsergebnis, das insbesondere durch Effekte aus der Veräußerung von ARLAN-XEO beeinflusst wurde, lag der Jahresüberschuss bei 85 Mio. € nach 23 Mio. € im Vergleichszeitraum.
GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES LANXESS KONZERNS
| • | LANXESS schließt den Verkauf seines 50 %-Anteils an ARLANXEO erfolgreich ab |
| • | Starke operative Entwicklung der Segmente Advanced Intermediates, Specialty Additives und Engineering Materials |
| • | Signifikant positive Effekte aus den im Vorjahr erworbenen Chemtura-Geschäftsbereichen auf Umsatz und Ergebnis |
| • | Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 10,2 % auf 7.197 Mio. € gesteigert |
| • | Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 9,8 % auf 1.016 Mio. € |
| • | Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 3,84 € auf 4,45 € gesteigert |
Überblick Finanzkennzahlen
scroll
| in Mio. € | 2017 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.530 | 7.197 | 10,2 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.734 | 1.834 | 5,8 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 925 | 1.016 | 9,8 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | 14,2% | 14,1% | - |
| EBITDA | 709 | 935 | 31,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 558 | 595 | 6,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 299 | 504 | 68,6 |
| EBIT-Marge | 4,6% | 7,0% | - |
| Finanzergebnis | -80 | -114 | -42,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 219 | 390 | 78,1 |
| Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 60 | 277 | > 100 |
| Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft | 27 | 154 | > 100 |
| Konzernergebnis | 87 | 431 | > 100 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,95 | 4,71 | > 100 |
| Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) | 3,84 | 4,45 | 15,9 |
Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 7.197 Mio. € um 667 Mio. € bzw. 10,2 % über dem Wert des Vorjahres von 6.530 Mio. €. Die Umsatzentwicklung war dabei insbesondere vom Umsatzbeitrag aus den in 2017 erworbenen Chemtura-Geschäften sowie vom Beitrag aus dem im Februar 2018 vom belgischen Chemiekonzern Solvay erworbenen US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäft geprägt. Zudem wirkte sich die rohstoffpreisgetriebene Anpassung der Verkaufspreise positiv auf den Umsatz aus. Insgesamt führten Portfolioeffekte zu einem Umsatzplus von 7,1 % und gestiegene Verkaufspreise zu einem Umsatzplus von 4,2 %. Gegenläufig führte die nachteilige Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars in der ersten Jahreshälfte, insgesamt zu einem Umsatzminus von 2,0 %. Gestiegene Absatzmengen hatten einen leicht positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Aus der Erstanwendung des IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum 1. Januar 2018 ergaben sich keine wesentlichen Effekte auf den Umsatz.
Umsatzeffekte
scroll
| in % | 2018 |
|---|---|
| Preis | 4,2 |
| Menge | 0,9 |
| Währung | -2,0 |
| Portfolio | 7,1 |
| 10,2 |
Umsatz nach Segmenten
scroll
| in Mio. € | 2017 | 2018 | Veränd. in % |
Anteil am Konzernumsatz in % |
|---|---|---|---|---|
| Advanced Intermediates | 1.975 | 2.207 | 11,7 | 30,7 |
| Specialty Additives | 1.611 | 1.980 | 22,9 | 27,5 |
| Performance Chemicals | 1.439 | 1.349 | -6,3 | 18,7 |
| Engineering Materials | 1.366 | 1.576 | 15,4 | 21,9 |
| Überleitung | 139 | 85 | -38,8 | 1,2 |
| 6.530 | 7.197 | 10,2 | 100,0 |
Auftragsentwicklung
Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßig stattfindende, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren" in diesem Lagebericht.
Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragsstärke nicht aussagekräftig und unterbleibt an dieser Stelle.
Bruttoergebnis vom Umsatz
Die Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich leicht überproportional zum Umsatz um 11,8 % auf 5.363 Mio. €. Die Integration der in 2017 erworbenen Chemtura-Geschäfte sowie die Eingliederung des im Februar 2018 akquirierten US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts von Solvay bedingten einen absoluten Anstieg der Kosten der umgesetzten Leistung. Zudem führten gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien sowie höhere Absatzmengen zu höheren Kosten. Gegenläufig wirkte sich die Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars, positiv auf unsere Fertigungskosten aus. Die Auslastung der Produktionskapazitäten lag mit 82 % auf Vorjahresniveau.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 1.834 Mio. € um 100 Mio. € bzw. 5,8 % über dem Wert des Vorjahres. Der Anstieg resultierte insbesondere aus den erworbenen Chemtura-Geschäften und dem akquirierten Phosphorchemikalien-Geschäft. Zudem konnten gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien über Anpassungen der Verkaufspreise erfolgreich in den Markt weitergegeben werden. Gegenläufig wirkte sich die Veränderung der Wechselkurse auf die Ergebnisentwicklung aus. Die Bruttomarge reduzierte sich entsprechend von 26,6 % auf 25,5 %.
EBITDA vor Sondereinflüssen und operatives Ergebnis (EBIT)
Das operative Ergebnis vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen (EBITDA) und Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2018 um 91 Mio. € bzw. 9,8 % auf 1.016 Mio. € nach 925 Mio. € im Vorjahr. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnten in allen Segmenten mit Ausnahme von Performance Chemicals über Anpassungen der Verkaufspreise erfolgreich und zeitnah an die Kunden weitergegeben werden. Die insgesamt positive Ergebnisentwicklung auf Konzernebene profitierte im Wesentlichen von der operativen Stärke der Segmente Advanced Intermediates und Engineering Materials. Die gelungene Integration von Chemtura verbesserte das Ergebnis von Specialty Additives deutlich. Gegenläufig wirkten sich im Segment Performance Chemicals ein schwaches Chromerz-Geschäft, streikbedingt niedrigere Verkaufsmengen in Südafrika sowie niedrigere Absatzmengen aufgrund der Schließung von Zárate ergebnismindernd aus. Die Ergebnisentwicklung wurde zudem durch niedrigere Absatzmengen in der die Bauindustrie beliefernden Business Unit Inorganic Pigments und die im Vorjahr erfolgte Veräußerung des Tochterunternehmens International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA), beeinträchtigt. Die starke Veränderung der Wechselkurse hatte in allen Segmenten einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Die Vertriebskosten stiegen vor allem aufgrund von Portfolioeffekten sowie höheren Frachtraten um 8,5 % auf 826 Mio. €. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen überwiegend portfoliobedingt auf 118 Mio. € nach 103 Mio. € im Vorjahr. Die allgemeinen Verwaltungskosten sanken im Wesentlichen aufgrund der Umgliederung von Erlösen und gleich hohen Kosten im Zusammenhang mit administrativen Dienstleistungen für ARLAN-XEO in das sonstige betriebliche Ergebnis um 19 Mio. € auf 307 Mio. €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag im Konzern bei 14,1 % nach 14,2 % im Vorjahr.
EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
scroll
| in Mio. € | 2017 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Advanced Intermediates | 335 | 359 | 7,2 |
| Specialty Additives | 267 | 343 | 28,5 |
| Performance Chemicals | 252 | 187 | -25,8 |
| Engineering Materials | 219 | 267 | 21,9 |
| Überleitung | -148 | -140 | 5,4 |
| 925 | 1.016 | 9,8 |
Die Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum operativen Ergebnis (EBIT) ergibt sich wie folgt:
Überleitung EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBIT
scroll
| Mio. € | 2017 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 925 | 1.016 | 9,8 |
| Abschreibungen/Wertaufholungen | -410 | -431 | -5,1 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | -216 | -81 | 62,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 299 | 504 | 68,6 |
Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns lag im Berichtsjahr bei 504 Mio. € nach 299 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die um 168 Mio. € deutlich niedrigeren Sondereinflüsse in Höhe von 91 Mio. € (Vorjahr: 259 Mio. €) zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 432 Mio. € (Vorjahr: 411 Mio. €) und berücksichtigen planmäßige Abschreibungen der ehemaligen Chemtura-Geschäftsbereiche und der im Januar 2018 in Betrieb genommenen neuen Produktionslinien der Business Unit Saltigo sowie außerplanmäßige Abschreibungen von 15 Mio. €, von denen 10 Mio. € Sondereinflüsse waren und im Zusammenhang mit der beabsichtigten Schließung der Pigment-Produktion am Standort Jinshan in Schanghai (China) standen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres betrugen 49 Mio. €, von denen 43 Mio. € Sondereinflüsse waren, und betrafen im Wesentlichen die Beendigung der Additiv-Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Den Abschreibungen standen Wertaufholungen in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) gegenüber.
Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, belief sich auf minus 79 Mio. € nach minus 245 Mio. € im Vorjahr. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein Wert von 12 Mio. €, der um 2 Mio. € unter dem entsprechenden Saldo des Vorjahres lag.
Saldiert ergaben sich im Berichtsjahr negative Sondereinflüsse von 91 Mio. €. Diese resultierten aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 107 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 16 Mio. €, wobei 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksam war. Die negativen Sondereinflüsse, die mit 96 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 11 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren, betrafen zu einem großen Teil Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns, Projekte zur Digitalisierung sowie die beabsichtigte Schließung der Produktion am Standort Jinshan in Schanghai (China). Die positiven Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Saldiert waren im Vorjahr negative Sondereinflüsse von 259 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 267 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 8 Mio. € ergaben. Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns und der Optimierung der Produktionsnetzwerke.
Für Details zu den Sondereinflüssen verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
Überleitung EBIT zum Konzernergebnis
scroll
| in Mio. € | 2017 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 299 | 504 | 68,6 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 0 | 0 | - |
| Zinsergebnis | -80 | -69 | 13,8 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 0 | -45 | < -100 |
| Finanzergebnis | -80 | -114 | -42,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 219 | 390 | 78,1 |
| Ertragsteuern | -159 | -118 | 25,8 |
| Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ertragsteuern | 60 | 272 | > 100 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft nach Ertragsteuern | 64 | 251 | > 100 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 124 | 523 | > 100 |
| Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | 37 | 92 | > 100 |
| Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 60 | 277 | > 100 |
| Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft | 27 | 154 | > 100 |
| Konzernergebnis | 87 | 431 | > 100 |
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf minus 114 Mio. € nach minus 80 Mio. € im Vorjahr. Im Wesentlichen aufgrund der günstigeren Refinanzierung einer im Mai 2018 fällig gewordenen Anleihe hat sich das Zinsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 11 Mio. € auf minus 69 Mio. € verbessert. Aus at equity bewerteten Gesellschaften ergab sich in der Berichtsperiode wie im Vorjahr kein Ergebnisbeitrag. Das sonstige Finanzergebnis lag bei minus 45 Mio. € nach 0 Mio. € im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang resultierte im Wesentlichen aus einer niedrigeren Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland).
Ergebnis vor Ertragsteuern
Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verbesserte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 171 Mio. € auf 390 Mio. €.
Ertragsteuern
Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 118 Mio. € nach 159 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 30,3 % gegenüber 72,6 % in der Vergleichsperiode. Die hohe Steuerquote des Vorjahres resultierte zu einem großen Teil aus der im Dezember 2017 verabschiedeten US-Steuerreform, insbesondere in Bezug auf die Einmalbesteuerung thesaurierter Gewinne von durch US-amerikanische Gesellschaften gehaltenen Beteiligungen im Ausland.
Konzernergebnis
Das Konzernergebnis betrug im Geschäftsjahr 431 Mio. € und entfiel mit 277 Mio. € auf das fortzuführende Geschäft. Aus dem Vorjahreskonzernergebnis von 87 Mio. € konnten 60 Mio. € dem fortzuführenden Geschäft zugeordnet werden. Das Vorjahr war wesentlich durch Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura, der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der damit einhergehenden Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zárate sowie der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) geprägt. Vom Konzernergebnis entfiel auf andere Gesellschafter in 2018 ein Ergebnisanteil von 92 Mio. € nach 37 Mio. € im Vorjahr, der nahezu ausschließlich aus der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO resultierte. Das Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft erhöhte sich von 27 Mio. € auf 154 Mio. € und resultierte im Wesentlichen aus der Bilanzierung nach IFRS 5, gemäß der die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen von ARLANXEO keiner weiteren planmäßigen Abschreibung unterliegen. Zudem wirkte sich der Gewinn aus der Veräußerung des 50 %-Anteils an ARLANXEO in Höhe von 90 Mio. € positiv aus.
Ergebnis je Aktie (aus fortzuführendem Geschäft)/Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
Das Ergebnis je Aktie (bzw. Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft) wird mittels Division des Konzernergebnisses (bzw. Konzernergebnisses aus fortzuführendem Geschäft) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Berichtsperiode in Umlauf gewesenen LANXESS Aktien errechnet. Das Ergebnis je Aktie lag mit 4,71 € deutlich über dem Wert des Vorjahres von 0,95 €. Das Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft lag bei 3,03 € nach 0,66 € im Vorjahr.
Darüber hinaus ermitteln wir ein Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, das nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert ist. Die Ermittlung erfolgte ausgehend vom Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie darauf entfallender Steuereffekte.
Das Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte lag bei 4,45 € nach 3,84 € im Vorjahr.
Überleitung Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
scroll
| in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 60 | 277 |
| Sondereinflüsse 1) | 259 | 91 |
| Abschreibungen/Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte 1) | 63 | 85 |
| Ertragsteuern 1) | -31 | -46 |
| Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 351 | 407 |
| Ausstehende Aktien in Stück | 91.522.936 | 91.522.936 |
| Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) | 3,84 | 4,45 |
1) Ohne Bestandteile, die den Anteilen anderer Gesellschafter zuzurechnen sind.
ENTWICKLUNG DER REGIONEN
Umsatz nach Verbleib
scroll
| 2017 | 2018 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EMEA (ohne Deutschland) | 2.043 | 28,2 | 2.245 | 31,2 | 9,9 |
| Deutschland | 1.249 | 15,4 | 1.414 | 19,7 | 13,2 |
| Nordamerika | 1.292 | 19,2 | 1.524 | 21,2 | 18,0 |
| Lateinamerika | 405 | 9,3 | 392 | 5,4 | -3,2 |
| Asien/Pazifik | 1.541 | 27,9 | 1.622 | 22,5 | 5,3 |
| 6.530 | 100,0 | 7.197 | 100,0 | 10,2 |
Im Berichtszeitraum ergaben sich Portfolioeffekte im Wesentlichen aus den in 2017 erworbenen Chemtura-Geschäften sowie in geringerem Umfang aus der im Februar 2018 erfolgten Übernahme des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts vom belgischen Chemiekonzern Solvay.
EMEA (ohne Deutschland)
Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) stieg um 202 Mio. € bzw. 9,9 % auf 2.245 Mio. €. Nach der Bereinigung um geringfügige Wechselkurs- sowie Portfolioeffekte ergab sich ein Umsatzanstieg von 4,7 %. Das Segment Engineering Materials zeigte einen Umsatzzuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Das Segment Advanced Intermediates erreichte ebenfalls eine Umsatzsteigerung und glich damit die rückläufige Entwicklung im Segment Specialty Additives mehr als aus. Das Segment Performance Chemicals erreichte das Umsatzniveau des Vorjahres. Die positive Entwicklung in der Region resultierte aus dem Geschäftsverlauf in der Schweiz, Belgien und Spanien. Geringfügig gegenläufig wirkte die Nachfrageentwicklung in den Niederlanden, Italien und Frankreich.
Deutschland
In Deutschland erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2018 mit 1.414 Mio. € einen Umsatz, der um 165 Mio. € bzw. 13,2 % über dem Wert des Vorjahres lag. Nach Bereinigung um geringfügige Wechselkurseffekte sowie Portfolioeinflüsse ergab sich ein Umsatzzuwachs von 10,8 %. Alle Segmente zeigten eine positive Geschäftsentwicklung, die getragen wurde von Advanced Intermediates und Performance Chemicals.
Nordamerika
Der Umsatz in dieser Region lag mit 1.524 Mio. € um 232 Mio. € bzw. 18,0 % über dem Wert des Vorjahres. Nach Bereinigung um Wechselkurseinflüsse sowie spürbare Portfolioeffekte ergab sich ein Umsatzplus von 7,3 %. Alle Segmente zeigten eine positive Geschäftsentwicklung, die getragen wurde von Specialty Additives und Advanced Intermediates.
Lateinamerika
In der Region Lateinamerika sanken die Umsätze um 13 Mio. € bzw. 3,2 % auf 392 Mio. €. Bereinigt um geringfügige Wechselkurs- und Portfolioeinflüsse ergab sich ein Rückgang um 2,0 %. Ausschlaggebend für diesen Geschäftsverlauf war das Segment Performance Chemicals mit einem prozentualen Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Bereich. Auch das Segment Specialty Additives verzeichnete einen Umsatzrückgang. Der Geschäftsverlauf der beiden übrigen Segmente konnte diesen negativen Trend nicht kompensieren. Die Situation in der Region war belastet durch die Entwicklung in Brasilien und Argentinien, während Mexiko einen positiven Impuls setzte.
Asien/Pazifik
Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik stieg im Geschäftsjahr 2018 um 81 Mio. € bzw. 5,3 % auf 1.622 Mio. €. Bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Zuwachs um 1,1 %. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf war das Segment Advanced Intermediates mit einem Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Bereich. Eine rückläufige Geschäftsentwicklung verzeichnete hingegen insbesondere das Segment Performance Chemicals. Wesentliche positive Beiträge in der Region kamen aus Indien und Japan, weitgehend kompensiert durch die Entwicklung in China und Singapur.
SEGMENTDATEN
| • | Advanced Intermediates: Starke operative Geschäftsentwicklung trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds im Agrogeschäft |
| • | Specialty Additives: Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung aus der erfolgreichen Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Additiv-Geschäfts |
| • | Performance Chemicals: Umsatz und Ergebnis bleiben aufgrund einer schwachen Leder- und Bauindustrie hinter einem starken Vorjahr zurück |
| • | Engineering Materials: Deutliche Ergebnissteigerung durch profitables Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen |
Advanced Intermediates
Kennzahlenüberblick
scroll
| 2017 | 2018 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % |
in Mio. € | Marge in % |
in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.975 | 2.207 | 11,7 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 335 | 17,0 | 359 | 16,3 | 7,2 |
| EBITDA | 328 | 16,6 | 359 | 16,3 | 9,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 218 | 11,0 | 232 | 10,5 | 6,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 211 | 10,7 | 232 | 10,5 | 10,0 |
| Auszahlungen für Investitionen | 146 | 155 | 6,2 | ||
| Abschreibungen | 117 1) | 127 | 8,5 | ||
| Mitarbeiter (Stand 31.12.) | 3.661 | 3.687 | 0.7 |
1) Nach Saldierung mit Wertaufholungen von 1 Mio. €.
Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates lagen im Geschäftsjahr 2018 mit 2.207 Mio. € um 11,7 % bzw. 232 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. In beiden Business Units des Segments konnten höhere Verkaufspreise als im Vorjahr realisiert werden und führten in Summe zu einem Umsatzplus von 7,8 %. Gestiegene Absatzmengen wirkten sich mit 3,6 % umsatzerhöhend aus. Dies war insbesondere auf die gute Nachfrage in nahezu allen Endmärkten bei der Business Unit Advanced Industrial Intermediates zurückzuführen. Die Absatzmengen der Business Unit Saltigo lagen aufgrund einer anhaltend schwachen Nachfrage aus der agrochemischen Industrie auf dem Niveau des Vorjahres. Aus der Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Organometalle-Geschäftsbereichs in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates ergab sich zudem ein positiver Effekt auf den Umsatz in Höhe von 2,2 %. Die Wechselkursentwicklung hatte mit 1,9 % einen negativen Einfluss auf den Umsatz. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag mit 359 Mio. € um 24 Mio. € bzw. 7,2 % über dem Vorjahreswert. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnte die Business Unit Advanced Industrial Intermediates über eine Anpassung der Verkaufspreise erfolgreich an die Kunden weitergeben. Zudem wirkten sich höhere Absatzmengen insbesondere dieser Business Unit positiv auf das Ergebnis aus. Aus der Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Organometalle-Geschäfts in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates resultierte ein nur geringfügiger Ergebniseffekt. Nachteilige Wechselkurseinflüsse hatten einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 16,3 % nach 17,0 % unter dem Niveau des Vorjahres.
Im Geschäftsjahr 2018 entfielen keine Sondereinflüsse auf das Segment. Im Vorjahr waren vollständig EBITDA-wirksame negative Sondereinflüsse von 7 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
Specialty Additives
Kennzahlenüberblick
scroll
| 2017 | 2018 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % |
in Mio. € | Marge in % |
in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.611 | 1.980 | 22,9 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 267 | 16,6 | 343 | 17,3 | 28,5 |
| EBITDA | 192 | 11,9 | 340 | 17,2 | 77,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 167 | 10,4 | 207 | 10,5 | 24,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 56 | 3,5 | 204 | 10,3 | > 100 |
| Auszahlungen für Investitionen | 83 | 141 | 69,9 | ||
| Abschreibungen | 136 | 136 1) | 0,0 | ||
| Mitarbeiter (Stand 31.12.) | 2.936 | 2.953 | 0,6 |
1) Nach Saldierung mit Wertaufholungen von 1 Mio. €.
Die Umsätze unseres Segments Specialty Additives lagen im Geschäftsjahr 2018 mit 1.980 Mio. € um 22,9 % bzw. 369 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Die Umsatzentwicklung war dabei hauptsächlich auf die Eingliederung des im Vorjahr von Chemtura erworbenen Additiv-Geschäfts zurückzuführen. Zudem leistete das im ersten Quartal 2018 erworbene US-amerikanische Phosphorchemikalien-Geschäft des belgischen Chemiekonzerns Solvay einen positiven Umsatzbeitrag. In Summe führten die Portfolioeffekte zu einem Umsatzplus von 23,2 %. Der Umsatzanstieg resultierte weiterhin mit 2,5 % aus höheren Verkaufspreisen, wobei beide Business Units zu dieser Entwicklung beitrugen. Die in beiden Business Units negative Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich für das Segment mit 2,1 % umsatzmindernd aus. Mengenbedingt ergab sich ein um 0,7 % niedrigerer Umsatz. Die Absatzmengen beider Business Units lagen leicht unter dem Niveau des Vorjahres, wobei in der Business Unit Additives eine positive Mengenentwicklung durch Effekte aus der Schließung ehemaliger Chemtura-Standorte überkompensiert wurde. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Specialty Additives lag mit 343 Mio. € um 76 Mio. € bzw. 28,5 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Die starke Ergebnisentwicklung resultierte im Wesentlichen aus der erfolgreichen Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Additiv-Geschäfts und einem Ergebnisbeitrag aus dem im ersten Quartal akquirierten Phosphorchemikalien-Geschäft. Zudem konnten gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien über Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben werden. Gegenläufig führten nachteilige Wechselkurseffekte und niedrigere Absatzmengen in beiden Business Units zu einem Ergebnisrückgang. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich von 16,6 % im Vorjahr auf 17,3 %.
Saldiert ergab sich im Geschäftsjahr 2018 insgesamt ein negativer Effekt aus Sondereinflüssen von 3 Mio. €, der aus negativen Sondereinflüssen von 15 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 12 Mio. € resultierte. Die negativen Sondereinflüsse betrafen im Wesentlichen die strategische Neuausrichtung des LANXESS Konzerns und ergaben sich aus 14 Mio. € EBITDA-wirksamen und 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die positiven Sondereinflüsse waren mit 11 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksam und standen in Zusammenhang mit der Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Im Vorjahr beliefen sich die negativen Sondereinflüsse des Segments auf 111 Mio. € und ergaben sich aus 75 Mio. € EBITDA-wirksamen und 36 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
Performance Chemicals
Kennzahlenüberblick
scroll
| 2017 | 2018 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % |
in Mio. € | Marge in % |
in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.439 | 1.349 | -6,3 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 252 | 17,5 | 187 | 13,9 | -25,8 |
| EBITDA | 190 | 13,2 | 184 | 13,6 | -3,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 176 | 12,2 | 112 | 8,3 | -36,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 108 | 7,5 | 99 | 7,3 | -8,3 |
| Auszahlungen für Investitionen | 74 | 76 | 2,7 | ||
| Abschreibungen | 82 | 85 | 3,7 | ||
| Mitarbeiter (Stand 31.12.) | 3.880 | 3.786 | -2,4 |
Im Segment Performance Chemicals lagen die Umsätze mit 1.349 Mio. € um 6,3 % unter dem Vorjahreswert. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte auf alle Business Units des Segments einen negativen Effekt und wirkte sich insgesamt mit 2,8 % umsatzmindernd aus. Zudem ergab sich aus der im Vorjahr erfolgten Veräußerung des Tochterunternehmens International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA), der Business Unit Material Protection Products ein negativer Effekt auf den Umsatz in Höhe von 1,9 %. Insbesondere aufgrund der Ende 2017 erfolgten Schließung der Produktion der Business Unit Leather in Argentinien, der Streiks in unserer Chromerz-Mine in Südafrika in der zweiten Jahreshälfte 2018 und niedrigeren Absatzmengen in der die Bauindustrie beliefernden Business Unit Inorganic Pigments ergab sich mengenbedingt ein um 1,7 % niedrigerer Umsatz. Höhere Absatzmengen konnten die Business Units Liquid Purification Technologies und Material Protection Products verzeichnen. Die Verkaufspreise der Business Units Material Protection Products lagen leicht über, die der Business Units Inorganic Pigments leicht unter dem Niveau des Vorjahrs und hatten in Summe nahezu keinen Einfluss auf den Umsatz. Während in der Region Deutschland höhere Umsätze realisiert werden konnten, verzeichnete das Segment in allen übrigen Regionen gleichbleibende oder niedrigere Umsätze.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals lag mit 187 Mio. € um 65 Mio. € bzw. 25,8 % unter dem Wert des Vorjahres. Gestiegene Rohstoff- und Energiekosten wirkten belastend auf das Ergebnis des Segments. Zudem verringerten ein schwaches Chromerz-Geschäft der Business Unit Leather, niedrigere Absatzmengen der Business Unit Inorganic Pigments sowie die im Vorjahr erfolgte Veräußerung der International Dioxcide Inc. das Ergebnis. Diese Ergebnisentwicklung wurde durch nachteilige Wechselkurseffekte verstärkt. Ergebnisverbessernd wirkten höhere Absatzmengen in unseren Business Units Liquid Purification Technologies und Material Protection Products. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag bei 13,9 % nach 17,5 % im Vorjahr.
Im Berichtsjahr waren insgesamt negative Sondereinflüsse von 13 Mio. € auf das Segment entfallen, die mit 3 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 10 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren. Im Wesentlichen standen sie in Zusammenhang mit der beabsichtigten Schließung der Produktion der Business Unit Inorganic Pigments am Standort Jinshan in Schanghai (China). Im Vorjahr waren saldiert negative Sondereinflüsse von 68 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen von 74 Mio. € und vollständig EBITDA-wirksamen positiven Sondereinflüssen von 6 Mio. € ergeben hatten. Die negativen Sondereinflüsse waren mit 68 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 6 Mio. € nicht EBITDA-wirksam. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
Engineering Materials
Kennzahlenüberblick
scroll
| 2017 | 2018 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % |
in Mio. € | Marge in % |
in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.366 | 1.576 | 15,4 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 219 | 16,0 | 267 | 16,9 | 21,9 |
| EBITDA | 207 | 15,2 | 266 | 16,9 | 28,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 164 | 12,0 | 206 | 13,1 | 25,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 151 | 11,1 | 205 | 13,0 | 35,8 |
| Auszahlungen für Investitionen | 68 | 76 | 11,8 | ||
| Abschreibungen | 56 | 61 | 8,9 | ||
| Mitarbeiter (Stand 31.12.) | 1.976 | 2.105 | 6,5 |
Die Umsätze in unserem Segment Engineering Materials stiegen im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 15,4 % auf 1.576 Mio. €. Der Umsatzanstieg resultierte mit 5,9 % aus höheren Verkaufspreisen und mit 5,3 % aus gestiegenen Absatzmengen, wobei insbesondere die Business Unit High Performance Materials zu dieser Entwicklung beitrug. Darüber hinaus war die Umsatzentwicklung durch den Beitrag des im Vorjahr erworbenen Urethane-Geschäftsbereichs geprägt, der zu einer Umsatzsteigerung von 5,6 % führte. Die Wechselkurse hatten mit 1,4 % einen negativen Einfluss auf den Umsatz. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Engineering Materials stieg deutlich um 48 Mio. € bzw. 21,9 % auf 267 Mio. €. Insbesondere in der Business Unit High Performance Materials wurden höhere Einstandspreise für Rohstoffe durch Anpassungen der Verkaufspreise erfolgreich an die Kunden weitergegeben. Die Ergebnisverbesserung resultierte weiterhin aus dem Beitrag des im Vorjahr übernommenen Urethane-Geschäftsbereichs sowie höheren Absatzmengen. Die Veränderung der Wechselkurse hatte hingegen einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments stieg von 16,0 % auf 16,9 %.
Im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse des Segments auf 1 Mio. €. Im Vorjahr waren 13 Mio. € auf das Segment entfallen und ergaben sich aus 12 Mio. € EBITDA-wirksamen und 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
Überleitung
Kennzahlenüberblick
scroll
| 2017 | 2018 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 139 | 85 | -38,8 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | -148 | -140 | 5,4 |
| EBITDA | -208 | -214 | -2,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | -167 | -162 | 3,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | -227 | -236 | -4,0 |
| Auszahlungen für Investitionen | 26 | 49 | 88,5 |
| Abschreibungen | 19 | 22 | 15,8 |
| Mitarbeiter (Stand 31.12.) | 2.830 | 2.910 | 2,8 |
Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung lag bei minus 140 Mio. € nach minus 148 Mio. € im Vorjahr. Die Veränderung war im Wesentlichen auf Ergebnisse aus der Absicherung von Wechselkursrisiken zurückzuführen. Saldiert fielen im Berichtsjahr in der Überleitung negative Sondereinflüsse von 74 Mio. € an, die vollständig EBITDA-wirksam waren. Diese ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen von 78 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 4 Mio. €. Die Sondereinflüsse resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns sowie Projekten zur Digitalisierung. Saldiert waren im Vorjahr vollständig EBITDA-wirksame negative Sondereinflüsse von 60 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen von 62 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 2 Mio. € ergaben. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
ERLÄUTERUNGEN ZUM EBIT UND EBITDA (VOR SONDEREINFLÜSSEN)
Zur besseren Beurteilung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene beziehungsweise für die einzelnen Segmente ermitteln wir zusätzlich die Ergebnisgrößen EBITDA sowie EBITDA und EBIT vor Sondereinflüssen, die nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen.
Überleitung zum EBIT/EBITDA
scroll
| in Mio. € | EBIT 2017 | EBIT 2018 | EBITDA 2017 | EBITDA 2018 |
|---|---|---|---|---|
| EBIT/EBITDA vor Sondereinflüssen | 558 | 595 | 925 | 1.016 |
| Advanced Intermediates | -7 | 0 | -7 | 0 |
| Strategische Neuausrichtung 1) | -4 | 0 | -4 | 0 |
| Sonstiges | -3 | 0 | -3 | 0 |
| Specialty Additives | -111 | -3 | -75 | -3 |
| Strategische Neuausrichtung 1) | -63 | -11 | -56 | -10 |
| Optimierung Produktionsnetzwerk 2) | -48 | 8 | -19 | 7 |
| Performance Chemicals | -68 | -13 | -62 | -3 |
| Optimierung Produktionsnetzwerk 3) | -73 | -13 | -67 | -3 |
| Sonstiges | 5 | 0 | 5 | 0 |
| Engineering Materials | -13 | -1 | -12 | -1 |
| Strategische Neuausrichtung 1) | -13 | -1 | -12 | -1 |
| Überleitung | -60 | -74 | -60 | -74 |
| Strategische Neuausrichtung | -28 | -17 | -28 | -17 |
| Digitalisierung, M&A-Kosten und Sonstiges | -32 | -57 | -32 | -57 |
| Summe Sondereinflüsse | -259 | -91 | -216 | -81 |
| EBIT/EBITDA | 299 | 504 | 709 | 935 |
1) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Integration von Chemtura. Die Sondereinflüsse des Vorjahres standen zudem im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation von Chemtura.
2) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande).
3) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Schließung der Produktion am Standort Jinshan in Schanghai (China). Die Sondereinflüsse des Vorjahres standen im Zusammenhang mit der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zárate im vierten Quartal 2017.
Das EBITDA ist das operative Ergebnis (EBIT) zuzüglich Abschreibungen bzw. abzüglich Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Das EBIT vor Sondereinflüssen und das EBITDA vor Sondereinflüssen errechnen sich aus dem EBIT bzw. aus dem EBITDA ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Vermögenslage
| • | Bilanzsumme gesunken im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung des 50 %-Anteils an ARLANXEO |
| • | Signifikanter Rückgang der Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren von 2.252 Mio. € auf 1.381 Mio. € |
| • | Rückgang der Eigenkapitalquote von 32,8 % auf 31,9 % |
Bilanzstruktur
scroll
| 31.12.2017 | 31.12.2018 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 6.454 | 62,0 | 4.786 | 55,1 | -25,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.957 | 38,0 | 3.901 | 44,9 | -1,4 |
| Bilanzsumme | 10.411 | 100,0 | 8.687 | 100,0 | -16,6 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital (einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter) | 3.413 | 32,8 | 2.773 | 31,9 | -18,8 |
| Langfristiges Fremdkapital | 4.540 | 43,6 | 4.395 | 50,6 | -3,2 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 2.458 | 23,6 | 1.519 | 17,5 | -38,2 |
| Bilanzsumme | 10.411 | 100,0 | 8.687 | 100,0 | -16,6 |
Vorjahreswerte angepasst. Zum Hintergrund verweisen wir auf den Abschnitt Anpassung der Vorjahreswerte" im Anhang zum Konzernabschluss.
Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2018 betrug 8.687 Mio. €. Sie lag damit um 1.724 Mio. € bzw. 16,6 % unter dem Wert zum Vorjahresende. Diese Entwicklung war insbesondere auf die Entkonsolidierung von ARLANXEO zurückzuführen.
Das langfristige Vermögen reduzierte sich um 1.668 Mio. € auf 4.786 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sanken dabei um 1.502 Mio. € auf 4.341 Mio. €. Letztere verringerten sich hauptsächlich aufgrund der Entkonsolidierung von ARLANXEO. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Abschnitt „Berichterstattung zum Konsolidierungskreis" des Anhangs.
Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 497 Mio. € über dem Vorjahreswert von 397 Mio. €. Saldiert mit Wertaufholungen von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) lagen die Abschreibungen mit 431 Mio. € um 21 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 410 Mio. €. Der Equity-Beteiligungsbuchwert belief sich wie im Vorjahr auf 0 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern lagen mit 287 Mio. € um 155 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen sank von 62,0 % auf 55,1 % zum 31. Dezember 2018.
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.901 Mio. € um 56 Mio. € bzw. 1,4 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2017. Dies war unter anderem bedingt durch den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 413 Mio. € bzw. 31,4 % auf 903 Mio. €.
Die Kennzahl zur Forderungslaufzeit (DSO) lag mit 46,0 Tagen unter dem Vorjahreswert von 50,7 Tagen. Der Rückgang der Forderungen war zum einen beeinflusst durch den Abgang von ARLANXEO und zum anderen durch die Anwendung von IFRS 15 ab dem 1. Januar 2018. Die Vorräte verringerten sich um 333 Mio. € bzw. 19,8 % auf 1.347 Mio. €. Die Kennzahl zur Umschlagdauer der Vorräte (DSI) lag mit 68,6 Tagen über dem Vorjahreswert von 64,7 Tagen. Auch der Rückgang der Vorräte war getrieben durch den Abgang von ARLAN-XEO bei einem gegenläufigen Effekt aus der Anwendung von IFRS 15. Die aufgrund von IFRS 15 entstandenen Sockeleffekte im Umlaufvermögen hatten entsprechende Auswirkungen auf die Kennzahlen zur Umschlagdauer der Vorräte und zur Forderungslaufzeit. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stiegen im Berichtszeitraum von 7 Mio. € auf 598 Mio. €. Der Anstieg war bedingt durch die Anlage liquider Mittel aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO in Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen im Wesentlichen durch die Anlage von Termingeldern von 538 Mio. € auf 797 Mio. €. Gegenläufig wirkte sich der Abgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von ARLANXEO aus. Die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte beliefen sich zum Berichtsjahresende auf 0 Mio. € nach 50 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 44,9 % nach 38,0 % zum 31. Dezember 2017.
Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 640 Mio. € bzw. 18,8 % auf 2.773 Mio. €. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Effekten aus der Entkonsolidierung von ARLANXEO und Dividendenzahlungen, denen ein positives Gesamtergebnis gegenüberstand. Zum 31. Dezember 2018 lag der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme bei 31,9 % nach 32,8 % zum 31. Dezember 2017.
Das langfristige Fremdkapital verringerte sich zum 31. Dezember 2018 um 145 Mio. € auf 4.395 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gingen gegenüber dem Jahresende 2017 um 407 Mio. € auf 1.083 Mio. € zurück. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der Veräußerung des 50 %-Anteils an ARLANXEO. Hinzu kam die Aufstockung des deutschen Pensionsvermögens um 200 Mio. €, die den bilanzierten Wert der Pensionsverpflichtungen weiter reduzierte. Darüber hinaus sanken die sonstigen langfristigen Rückstellungen von 460 Mio. € auf 337 Mio. €. Der Anstieg der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 444 Mio. € auf 2.686 Mio. € zum 31. Dezember 2018 war hauptsächlich bedingt durch die Begebung einer neuen Anleihe in Höhe von 500 Mio. € mit einer Laufzeit bis Mai 2025. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf 50,6 % nach 43,6 % zum 31. Dezember 2017.
Das kurzfristige Fremdkapital betrug 1.519 Mio. € und lag somit um 939 Mio. € bzw. 38,2 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2017. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Wesentlichen durch die Rückzahlung einer im Mai 2018 fällig gewordenen Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € von 633 Mio. € auf 59 Mio. €. Darüber hinaus gingen die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um 60 Mio. € auf 465 Mio. € zurück. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 253 Mio. € auf 795 Mio. €. Im Wesentlichen war dieser Rückgang auf die Entkonsolidierung von ARLAN-XEO zurückzuführen. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2018 bei 17,5 % nach 23,6 % zum Jahresende 2017.
Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen mit 1.923 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2017 von 2.252 Mio. €. Nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren verringerten sich diese auf 1.381 Mio. €. Die in Termingeldern und Wertpapieren investierten Mittel stammten aus der von Saudi Aramco erhaltenen Kaufpreiszahlung für den 50 %-Anteil an ARLANXEO.
Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
Kennzahlen
scroll
| in % | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 2) | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital 1)/Bilanzsumme | 29,8 | 32,2 | 37,7 | 32,8 | 31,9 |
| Vermögensquote | Langfristige Vermögenswerte/Bilanzsumme | 56,6 | 57,9 | 45,8 | 62,0 | 55,1 |
| Vermögensdeckungsgrad I | Eigenkapital 1)/Langfristige Vermögenswerte | 52,7 | 55,6 | 82,5 | 52,9 | 57,9 |
| Vermögensdeckungsgrad II | Eigenkapital 1) und langfristiges Fremdkapital/ Langfristige Vermögenswerte | 136,7 | 125,8 | 182,4 | 123,2 | 149,8 |
| Finanzierungsstruktur | Kurzfristiges Fremdkapital/ Fremdkapital | 32,3 | 40,0 | 26,6 | 35,1 | 25,7 |
1) Eigenkapital einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.
2) Werte angepasst. Zum Hintergrund verweisen wir auf den Abschnitt Anpassung der Vorjahreswerte" im Anhang zum Konzernabschluss.
Investitionen
Im Jahr 2018 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 517 Mio. € nach 409 Mio. € im Vorjahr. Von diesen waren 497 Mio. € (Vorjahr: 397 Mio. €) auszahlungswirksam. Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 432 Mio. € (Vorjahr: 411 Mio. €) an, wobei den Abschreibungen Zuschreibungen aus Wertaufholungen in Höhe von 1 Mio. € gegenüberstanden (Vorjahr: 1 Mio. €). Darüber hinaus enthielten die Abschreibungen im Jahr 2018 außerplanmäßige Abschreibungen von 15 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €).
Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr in folgenden Bereichen:
| • | Erweiterungs-, Instandhaltungs- und Neubaumaßnahmen |
| • | Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit |
| • | Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften |
Bei mehr als einem Drittel der im Jahr 2018 getätigten Investitionsausgaben handelte es sich um Investitionen in Erweiterungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Der restliche Anteil betraf die Substanzerhaltung.
Regional gesehen entfielen im Berichtszeitraum 54 % unserer Investitionen auf Deutschland, 23 % auf Nordamerika, 15 % auf die Region EMEA (ohne Deutschland), 6 % auf die Region Asien/Pazifik und 2 % auf Lateinamerika. Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungs- und Anlagenmodernisierungsmaßnahmen sämtlicher Segmente, insbesondere aber der Business Units Saltigo und Advanced Industrial Intermediates. Ein Teil der Investitionen in der Region EMEA (ohne Deutschland) entfiel am Standort Antwerpen (Belgien) auf weitere Produktionsoptimierungen im Rahmen der Neuausrichtung für die operative Wettbewerbsfähigkeit. Die Investitionen in der Region Asien/Pazifik betrafen zum Teil den Bau eines neuen Werkes für Hochleistungs-Kunststoffe am Standort Changzhou (China).
Die Investitionen im Segment Advanced Intermediates betrugen 168 Mio. € (Vorjahr: 156 Mio. €). Die Auszahlungen lagen mit 155 Mio. € (Vorjahr: 146 Mio. €) über den Abschreibungen von 127 Mio. € (Vorjahr: 117 Mio. €). Hierin enthalten sind Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Kapazitätsausbau der Spezialamine-Produktion der Business Unit Advanced Industrial Intermediates am Standort Leverkusen (Deutschland). Darüber hinaus wurden bei der Business Unit Advanced Industrial Intermediates am Standort Krefeld-Uerdingen (Deutschland) Investitionen in den Ausbau der Produktion von Hexandiol getätigt.
Im Segment Specialty Additives erfolgten Investitionen von 144 Mio. € (Vorjahr: 84 Mio. €). Hiervon waren 141 Mio. € (Vorjahr: 83 Mio. €) auszahlungswirksam. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 136 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €). Ein wesentlicher Teil der Investitionen wurde bei der Business Unit Additives in das Produktionsnetzwerk für Flammschutzmittel getätigt. Darüber hinaus investierte die Business Unit Rhein Chemie in die Kapazitätserweiterung für Farbstoffe der Marke Macrolex. Die zusätzliche Produktionskapazität wird ab dem zweiten Quartal 2019 zur Verfügung stehen.
Im Segment Performance Chemicals erfolgten Investitionen von 79 Mio. € (Vorjahr: 75 Mio. €), von denen 76 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 85 Mio. € (Vorjahr: 82 Mio. €). Die Investitionen betrafen beispielsweise die Ionenaustauscher-Produktion der Business Unit Liquid Purification Technologies. Darüber hinaus gab es verschiedene kleinere Investitionsprojekte bei der Business Unit Inorganic Pigments.
Im Segment Engineering Materials beliefen sich die Investitionen auf 77 Mio. € (Vorjahr: 68 Mio. €), von denen 76 Mio. € (Vorjahr: 68 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 61 Mio. € (Vorjahr: 56 Mio. €) gegenüber. Ein Teil der Investitionen in diesem Segment wurde bei der Business Unit High Performance Materials für den Bau eines neuen Werkes für Hochleistungs-Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan am Standort Changzhou (China) verwendet. Ab Mitte 2019 soll diese Compoundier-Anlage produzieren. Darüber hinaus investiert die Business Unit High Performance Materials in eine weitere Compoundier-Anlage am Standort Krefeld-Uerdingen (Deutschland). Diese wird ab der zweiten Jahreshälfte 2019 ebenfalls technische Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan herstellen. Zudem investiert die Business Unit Urethane Systems in die Produktionskapazität für Präpolymere am Standort Porto Feliz (Brasilien).
Finanzlage
| • | Operativer Cashflow beeinflusst durch Anstieg des Nettoumlaufvermögens |
| • | Kaufpreis aus Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO in Höhe von 1,4 Mrd. € erhalten |
| • | Abfluss aus Finanzierungstätigkeit von 160 Mio. € nach 545 Mio. € im Vorjahr |
| • | Weiterhin solide Liquiditätsposition |
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit.
Kapitalflussrechnung
scroll
| in Mio. € | 2017 | 2018 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 219 | 390 | 171 |
| Abschreibungen/Wertaufholungen | 410 | 431 | 21 |
| Sonstige Positionen | 5 | -184 | -189 |
| Zufluss aus operativer Tätigkeit - fortzuführendes Geschäft vor Veränderung Nettoumlaufvermögen | 634 | 637 | 3 |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | -66 | -165 | -99 |
| Zufluss aus operativer Tätigkeit - fortzuführendes Geschäft | 568 | 472 | -96 |
| Abfluss/Zufluss aus investiver Tätigkeit - fortzuführendes Geschäft | -22 | 65 | 87 |
| Abfluss aus Finanzierungstätigkeit - fortzuführendes Geschäft | -545 | -160 | 385 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus fortzuführender Geschäftstätigkeit | 1 | 377 | 376 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit | 192 | -112 | -304 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember | 538 | 797 | 259 |
| davon fortzuführendes Geschäft | 266 | 797 | 531 |
| davon nicht fortgeführtes Geschäft | 272 | 0 | -272 |
Die nachfolgenden Erläuterungen der Kapitalflussrechnung beziehen sich auf das fortzuführende Geschäft von LANXESS.
Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3 Mio. € auf 637 Mio. €. Ausgangspunkt dafür war das um 171 Mio. € auf 390 Mio. € gestiegene Ergebnis vor Ertragsteuern. Die mit Wertaufholungen saldierten Abschreibungen in Höhe von 431 Mio. € lagen um 21 Mio. € über dem Vorjahreswert von 410 Mio. €. Die sonstigen Positionen des Berichtsjahres enthalten unter anderem Steuerzahlungen, Effekte aus Geschäften zur Währungssicherung interner Finanzierungen sowie Auszahlungen für variable Vergütung und Restrukturierungsmaßnahmen.
Aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens im Vergleich zum 31. Dezember 2017 resultierte ein Mittelabfluss von 165 Mio. € nach 66 Mio. € im Vorjahr. Der Abfluss im Berichtszeitraum ergab sich insbesondere aus dem Anstieg der Vorräte sowie dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig wirkte. Somit lag der Zufluss aus operativer Tätigkeit mit 472 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres von 568 Mio. €.
Aus investiver Tätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2018 ein Mittelzufluss von 65 Mio. € nach einem Mittelabfluss von 22 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Ein wesentlicher Effekt resultierte aus den erhaltenen Finanzmitteln von 1.427 Mio. € abzüglich 123 Mio. € abgegangener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO. Gegenläufig wirkte die Geldanlage in Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren. Im Vorjahr war der Abfluss durch die Kaufpreiszahlung für Chemtura bzw. die Rückflüsse von Geldanlagen beeinflusst. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 497 Mio. € über dem Vorjahreswert von 397 Mio. €. Darüber hinaus führte die Aufstockung des deutschen Pensionsvermögens zu einem Mittelabfluss von 200 Mio. €. Die erhaltenen Zinsen und Dividenden lagen, im Wesentlichen aufgrund einer niedrigeren Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), mit 15 Mio. € um 36 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen lagen mit 3 Mio. € über dem Vorjahreswert von 2 Mio. €.
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 160 Mio. € nach 545 Mio. € im Vorjahr. Ein wesentlicher Effekt im Geschäftsjahr war die Platzierung einer neuen Euroanleihe im Volumen von 500 Mio. €. Sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr hatte die Rückzahlung von Finanzschulden eine wesentliche Auswirkung auf den Mittelabfluss. Die Zinszahlungen und sonstigen Auszahlungen des Finanzbereichs lagen mit 77 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre der LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2017 betrug 74 Mio. € nach 64 Mio. € im Vorjahr.
Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2018 aus der fortzuführenden Geschäftstätigkeit eine zahlungswirksame Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 377 Mio. € nach 1 Mio. € im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der währungsbedingten und sonstigen Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 6 Mio. € ergab sich zum Bilanzstichtag ein Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 797 Mio. € nach 538 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2018 über eine weiterhin solide Liquiditätsposition.
Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände verringerte sich um 196 Mio. € auf minus 25 Mio. €.
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
LANXESS verfolgt eine konservative Finanzpolitik und adressiert vorausschauend finanzielle Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Die Verschuldungshöhe orientiert sich im Wesentlichen an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich und steht zusammen mit dem Free Cashflow im Fokus des Finanzmanagements. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Zins- oder Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Chancen- und Risikobericht dargestellt.
Rating des LANXESS Konzerns
Um die Ziele des Finanzmanagements zu erreichen, sind der Zugang zu den Kapitalmärkten sowie eine intakte Geschäftsbeziehung zu nationalen und internationalen Geschäftsbanken notwendige Voraussetzungen. Entsprechend ist auch die nachhaltige Interaktion und Kommunikation mit Banken, Investoren und Ratingagenturen von wesentlicher Bedeutung. Vor dem Hintergrund des angekündigten Verkaufs des 50 %-Anteils an ARLANXEO im August 2018 hatten die Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Scope Ratings die Bewertung der Kreditwürdigkeit von LANXESS angehoben. Standard & Poor's hob das Rating von „BBB-" auf „BBB" an und beließ den Ausblick bei „stabil". Moody's verbesserte seine Einschätzung der Kreditwürdigkeit von „Baa3" auf „Baa2" und beließ den Ausblick ebenfalls bei „stabil". Die Agentur Scope Ratings hob das Rating im Jahresverlauf von „BBB" auf „BBB+" an und bestätigte den Ausblick bei „stabil".
Entwicklung der LANXESS Ratings und deren Ausblick seit 2014
scroll
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Standard & Poor's | BBB-/stabil 19.05.2014 |
BBB-/positiv 24.09.2015 |
BBB-/negativ 26.09.2016 |
BBB-/stabil 31.07.2017 |
BBB/stabil 16.10.2018 |
| Moody's Investors Service | Baa3/stabil 20.06.2014 |
Baa3/stabil 02.07.2015 |
Baa3/stabil 26.09.2016 |
Baa3/stabil 20.10.2017 |
Baa2/stabil 23.08.2018 |
| Scope Ratings | BBB+/stabil 15.08.2018 |
Finanzierungsanalyse
LANXESS verfügte auch im Geschäftsjahr 2018 über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur und eine solide Liquiditätslage. Eine fällige Anleihe wurde im Mai 2018 durch eine neue Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € mit einer Laufzeit von 7 Jahren refinanziert. Zum 31. Dezember 2018 konnten wir erfolgreich den vollständigen Verkauf der Anteile an ARLANXEO abschließen. Damit flossen LANXESS zum Jahresende 2018 Zahlungsmittel in Höhe von rund 1,4 Mrd. € zu.
Über das bestehende Debt-Issuance-Programm können sehr flexibel Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt platziert werden. Zum 31. Dezember 2018 war der Finanzierungsrahmen von 5 Mrd. € durch die unter dem Programm begebenen Anleihen und Privatplatzierungen zu knapp 2,2 Mrd. € genutzt. Die Höhe des Debt-Issuance-Programms kann flexibel den künftigen Erfordernissen angepasst werden, um Handlungsspielräume zu sichern. Kapitalmarktfinanzierungen sind zentrale Bausteine im Finanzierungsmix von LANXESS, den wir stets auch vor dem Hintergrund einer ausreichenden Diversifikation unserer Finanzierungsquellen und unserer strategischen Unternehmensausrichtung hinterfragen.
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten verringerten sich von 633 Mio. € im Vorjahr auf 59 Mio. € zum 31. Dezember 2018. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der im Mai 2018 fällig gewordenen Anleihe in Höhe von 500 Mio. €. In nur geringem Umfang nutzten wir Finanzierungsleasing, welches unter den finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz geführt wird. Zum 31. Dezember 2018 lag die Höhe der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing mit 17 Mio. € unter dem Vorjahr von 61 Mio. €. Operating Leasing wird im LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen reduzierte sich auf 176 Mio. € nach 193 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus dem Abgang von ARLANXEO.
LANXESS verfügte am 31. Dezember 2018 über keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungen, z. B. in Form von Factoring, Asset-Backed-Strukturen oder Projektfinanzierungen.
In Summe nahmen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzungen, von 2.840 Mio. € im Jahr 2017 auf 2.720 Mio. € zum 31. Dezember 2018 ab. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, definiert als die Summe der Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Zinsabgrenzungen und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte, lagen zum Ende des Berichtsjahres mit 1.923 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2017 von 2.252 Mio. €. Zum 31. Dezember 2018 wurden außerdem Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere von 542 Mio. € gehalten. Die Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich zum Jahresende 2018 auf 1.381 Mio. €. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit auf Vorjahresniveau. Änderungen des Zinsniveaus haben in der momentanen Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Der Anteil der in Euro in Anspruch genommenen Kredite und Anleihen lag im Berichtsjahr mit durchschnittlich 99 % leicht über dem Vorjahresniveau von 97 %. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz unserer Finanzverbindlichkeiten in Euro lag mit 2,0 % zum Jahresende 2018 unter dem Vorjahreswert von 2,7%.
Nachfolgende Übersicht zeigt detailliert die Finanzierungsstruktur von LANXESS zum 31. Dezember 2018 einschließlich der wesentlichen Liquiditätsreserven.
Finanzierungsstruktur
scroll
| Instrument | Betrag in Mio. € |
Laufzeit bis | Zinssatz in % |
Finanzielle Nebenbedingungen |
|---|---|---|---|---|
| Euroanleihe 2016/2021 (500 Mio. €) | 497 | Oktober 2021 | 0,250 | nein |
| Euroanleihe 2012/2022 (500 Mio. €) | 497 | November 2022 | 2,625 | nein |
| Euroanleihe 2018/2025 (500 Mio. €) | 492 | Mai 2025 | 1,125 | nein |
| Euroanleihe 2016/2026 (500 Mio. €) | 494 | Oktober 2026 | 1,000 | nein |
| Hybridanleihe 2016/2076 (500 Mio. €) | 490 | Dezember 2076 | 4,500 | nein |
| Privatplatzierung 2012/2022 (100 Mio. €) | 100 | April 2022 | 3,500 | nein |
| Privatplatzierung 2012/2027 (100 Mio. €) | 99 | April 2027 | 3,950 | nein |
| Sonstige Kredite | 34 | n/a | nein | |
| Finanzierungsleasing | 17 | n/a | nein | |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 2.720 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 797 | ≤ 3 Monate | ||
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | 0 | ≤ 3 Monate | ||
| Summe Liquidität | 797 | |||
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 1.923 | |||
| Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | 542 | |||
| Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | 1.381 |
Die sonstigen Kredite betrafen im Wesentlichen Inanspruchnahmen von Tochtergesellschaften in China, die regelmäßig verlängert werden. Zum Aufstellungszeitpunkt lagen keine Refinanzierungsrisiken vor.
Liquiditätsanalyse
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 797 Mio. € werden zu rund 95 % in Konzerngesellschaften in Ländern mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr gehalten. Die übrigen rund 5 % werden in Gesellschaften mit regulierten Kapitalmärkten gehalten, in denen Beschränkungen zum Zahlungsmitteltransfer existieren. Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten hält LANXESS Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere in Höhe von 542 Mio. €. Darüber hinaus gibt es weitere Liquiditätsreserven in Form von ungenutzten Kreditlinien. Die Geldanlagen erfolgen im Wesentlichen in bilaterale Anlagen bei Kreditinstituten und geldmarktnahe Fonds.
Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2018 jederzeit gesichert.
Die mit Abstand bedeutendste Kreditlinie für LANXESS ist die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. € mit einer Laufzeit bis Mai 2023. Die Laufzeit wurde auf Basis einer Vertragsoption um ein Jahr verlängert.
Die Kreditlinie wurde bislang nicht wesentlich in Anspruch genommen. Sie ist als Betriebsmittel- und Investitionslinie ausgestaltet und entspricht den Markt-Usancen des europäischen syndizierten Kreditmarkts für Investment-Grade-Unternehmen im BBB-Ratingbereich. Keiner unserer wesentlichen Kreditverträge enthält finanzielle Nebenbedingungen (Financial Covenants). Insgesamt verfügten wir zum 31. Dezember 2018, wie im Vorjahr, über nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 1,3 Mrd. €.
In Summe ergibt sich aus dem Bestand liquider Mittel und ungenutzter Kreditlinien eine verfügbare Liquidität von rund 2,1 Mrd. €.
GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 7.197 Mio. € um 10,2 % über dem Wert des Vorjahres von 6.530 Mio. €. Der Umsatzanstieg resultierte zu einem großen Teil aus den in 2017 übernommenen Chemtura-Geschäftsbereichen sowie aus rohstoffpreis- und mengenbedingt höheren Umsätzen im bisherigen operativen Geschäft der Segmente Advanced Intermediates und Engineering Materials. Zudem ergab sich aus dem im Februar 2018 vom belgischen Chemiekonzern Solvay erworbenen US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäft ein erfreulicher Portfolioeffekt auf den Umsatz. Die nachteilige Entwicklung der Wechselkurse hatte einen negativen Einfluss auf die Umsatzentwicklung.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2018 um 91 Mio. € von 925 Mio. € auf 1.016 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus der operativen Stärke der Segmente Advanced Intermediates, Specialty Additives und Engineering Materials sowie der gelungenen Integration von Chemtura.
Das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 87 Mio. € auf 431 Mio. € bzw. von 0,95 € auf 4,71 €. Die Ergebnisverbesserung resultierte im Wesentlichen aus der Entwicklung des fortzuführenden Geschäfts. Zusätzlich ergab sich ein positives Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft. Dieses resultierte im Wesentlichen aus der Bilanzierung nach IFRS 5, gemäß der die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen von ARLANXEO keiner weiteren planmäßigen Abschreibung unterliegen. Zudem wirkte sich der Gewinn aus der Veräußerung des 50 %- Anteils an ARLANXEO in Höhe von 90 Mio. € positiv aus.
Die Ergebnisentwicklung schätzen wir insgesamt als positiv ein.
Wir haben unseren konservativen Ansatz in der Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik auch 2018 beibehalten. Gemäß dem Grundsatz der Stetigkeit haben wir die Bewertungsmethoden und Ermessensspielräume im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet bzw. genutzt. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 32,8 % auf 31,9 %. Die Bilanzsumme verringerte sich im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs unseres 50 %-Anteils an ARLANXEO von 10.411 Mio. € auf 8.687 Mio. €.
Unsere Bilanz zeigt weiterhin eine solide Liquiditätsposition. Darüber hinaus sind weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form nicht genutzter Kreditlinien vorhanden. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit auf Vorjahresniveau. Unsere Finanzverbindlichkeiten sind frei von finanziellen Nebenbedingungen (Financial Covenants).
Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten verringerten sich nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren um 871 Mio. € auf 1.381 Mio. €. Die Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's sowie Scope Ratings haben im Geschäftsjahr 2018 die Bewertung unserer Kreditwürdigkeit angehoben. Standard & Poor's stufte sein Rating von „BBB-" auf „BBB" hoch, Moody's hob das Rating von „Baa3" auf „Baa2" und Scope Ratings verbesserte das Rating von „BBB" auf BBB+". Alle drei Ratingagenturen gehen unverändert von einem stabilen Ausblick aus.
Unsere wirtschaftliche Lage sehen wir weiterhin positiv. Mit dem Verkauf unseres 50 %- Anteils von ARLANXEO sind wir einen weiteren Schritt auf unserem Weg vorangekommen, ein deutlich stabileres Spezialchemie-Unternehmen mit einem stärkeren Cashflow und einem ausgewogeneren, nachhaltigeren Portfolio zu werden.
MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Kennzahlen
scroll
| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragslage | |||||
| Umsatzerlöse | 8.006 | 7.902 | 7.699 | 6.530 | 7.197 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 808 | 885 | 995 | 925 | 1.016 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | 10,1% | 11,2% | 12,9% | 14,2% | 14,1% |
| EBITDA | 644 | 833 | 945 | 709 | 935 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 402 | 422 | 514 | 558 | 595 |
| EBIT | 218 | 415 | 464 | 299 | 504 |
| EBIT-Marge | 2,7% | 5,3% | 6,0% | 4,6% | 7,0% |
| Konzernergebnis | 47 | 165 | 192 | 87 | 431 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,53 | 1,80 | 2,10 | 0,95 | 4,71 |
| Finanzlage | |||||
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 797 | 692 | 689 | 568 | 472 |
| Abschreibungen/Wertaufholungen | 426 | 418 | 481 | 410 | 431 |
| Auszahlungen für Investitionen | 614 | 434 | 439 | 397 | 497 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 1.336 | 1.211 | 2.394 | 2.252 | 1.923 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | 1.336 | 1.211 | 269 | 2.252 | 1.381 |
| Vermögenslage | |||||
| Bilanzsumme | 7.250 | 7.219 | 9.877 | 10.411 1) | 8.687 |
| Langfristige Vermögenswerte | 4.101 | 4.180 | 4.519 | 6.454 1) | 4.786 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.149 | 3.039 | 5.358 | 3.957 | 3.901 |
| Nettoumlaufvermögen | 1.600 | 1.526 | 1.628 | 1.948 | 1.455 |
| Eigenkapital (einschl. Anteilen anderer Gesellschafter) | 2.161 | 2.323 | 3.728 | 3.413 | 2.773 |
| Pensionsrückstellungen | 1.290 | 1.215 | 1.249 | 1.490 | 1.083 |
| Kennzahlen | |||||
| ROCE | 7,9% | 8,4% | 6,9% | 9,3% | 11,4% 2) |
| Eigenkapitalquote | 29,8% | 32,2% | 37,7% | 32,8% | 31,9% |
| Vermögensquote | 56,6% | 57,9% | 45,8% | 62,0% | 55,1% |
| Vermögensdeckungsgrad I | 52,7% | 55,6% | 82,5% | 52,9% | 57,9% |
| Nettoumlaufvermögen/Umsatz | 20,0% | 19,3% | 21,1% | 20,2% | 20,2% |
| Mitarbeiter (Stand 31.12.) | 16.584 | 16.225 | 16.721 | 19.029 | 15.441 |
Werte ab 2017 ohne ARLANXEO. Ausgenommen sind Bilanzwerte zum 31.12.2017 sowie hierauf basierende Kennzahlen für 2017.
1) Werte angepasst. Zum Hintergrund verweisen wir auf den Abschnitt Anpassung der Vorjahreswerte" im Anhang zum Konzernabschluss.
2) Zugrunde liegendes Capital Employed zum 31. Dezember 2018 bereinigt. Für Details verweisen wir auf das Kapitel ”Wertmanagement und Steuerungssystem".
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER LANXESS AG
Die LANXESS AG hat vor allem die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Ferner bestimmt die Konzernführungsgesellschaft die Finanzierung und die Kommunikation mit den wichtigsten Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird im Wesentlichen von den operativen Geschäftseinheiten des LANXESS Konzerns und der Entwicklung der Chemiebranche bestimmt. Das aus den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Beteiligungen resultierende Beteiligungsergebnis ist von zentraler Bedeutung für das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG. Demnach gelten insbesondere die Aussagen im Chancen- und Risikobericht dieses Lageberichts im Wesentlichen auch für die LANXESS AG.
Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Umsatz und Ergebnis der LANXESS AG
Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS AG nach HGB (Kurzform)
scroll
| in Mio. € | 2017 | 2018 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6 | 7 | 16,7 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen | -6 | -7 | -16,7 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0 | 0 | - |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -46 | -48 | -4,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1 | 2 | 100 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1 | 0 | 100 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -46 | -46 | 0,0 |
| Beteiligungsergebnis | 194 | 318 | 63,9 |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 9 | 9 | 0,0 |
| Zinsergebnis | -65 | -69 | -6,2 |
| Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0 | -1 | >100 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge | -10 | -17 | -70,0 |
| Finanzergebnis | 128 | 240 | 87,5 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -59 | -109 | -84,7 |
| Ergebnis nach Steuern | 23 | 85 | > 100 |
| Jahresüberschuss | 23 | 85 | > 100 |
| Gewinnvortrag | 93 | 42 | -54,8 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 0 | 0 | - |
| Bilanzgewinn | 116 | 127 | 9,5 |
Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LAN-XESS Deutschland GmbH, das Zinsergebnis und die allgemeinen Verwaltungskosten bestimmt.
Der Umsatz der LANXESS AG lag mit 7 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres und entfiel im Wesentlichen auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthielten, ergab sich ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz.
Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2 Mio. € bzw. 4,3 % auf 48 Mio. €. Sie betrafen vor allem Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen standen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit betrug wie im Vorjahr minus 46 Mio. €.
Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis, Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, erhöhte sich von 128 Mio. € auf 240 Mio. €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH, die mit 318 Mio. € um 124 Mio. € über dem Wert im Vorjahreszeitraum lag. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses um 4 Mio. € auf minus 69 Mio. € hatte einen negativen Einfluss auf das Finanzergebnis.
Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte ein Aufwand von 109 Mio. €. Dieser setzte sich aus Steueraufwand für den Berichtszeitraum in Höhe von 44 Mio. € sowie für Vorjahre in Höhe von 65 Mio. € zusammen. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2018 betrug 85 Mio. € nach 23 Mio. € im Vorjahr.
Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2018 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 42 Mio. € einen Bilanzgewinn von 127 Mio. € aus. Im Vorjahr ergab sich ein Bilanzgewinn von 116 Mio. €.
Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der LANXESS AG
Bilanz LANXESS AG nach HGB (Kurzform)
scroll
| 31.12.2017 | 31.12.2018 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| Finanzanlagen | 980 | 19,3 | 997 | 18,3 | 1,7 |
| Anlagevermögen | 980 | 19,3 | 997 | 18,3 | 1,7 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 3.849 | 75,8 | 3.061 | 56,3 | -20,5 |
| Übrige Forderungen | 51 | 1,0 | 245 | 4,5 | > 100 |
| Bankguthaben, Wertpapiere | 174 | 3,4 | 1.103 | 20,3 | > 100 |
| Umlaufvermögen | 4.074 | 80,2 | 4.409 | 81,1 | 8,2 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 26 | 0,5 | 31 | 0,6 | 19,2 |
| Bilanzsumme | 5.080 | 100,0 | 5.437 | 100,0 | 7,0 |
| PASSIVA | |||||
| Eigenkapital | 2.000 | 39,4 | 2.011 | 37,0 | 0,6 |
| Rückstellungen | 124 | 2,4 | 167 | 3,1 | 34,7 |
| Anleihen | 2.700 | 53,2 | 2.700 | 49,7 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 34 | 0,7 | 29 | 0,5 | -14,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 220 | 4,3 | 527 | 9,7 | > 100 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 2 | 0,0 | 3 | 0,0 | 50,0 |
| Verbindlichkeiten | 2.956 | 58,2 | 3.259 | 59,9 | 10,3 |
| Bilanzsumme | 5.080 | 100,0 | 5.437 | 100,0 | 7,0 |
Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding ist die Bilanz von den Finanzanlagen, den Finanzverbindlichkeiten sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt.
Zum 31. Dezember 2018 lag die Bilanzsumme der LANXESS AG mit 5.437 Mio. € um 357 Mio. € bzw. 7,0 % über dem Wert des Vorjahres. Das Anlagevermögen betrug 997 Mio. € und beinhaltete vor allem den Beteiligungsbuchwert der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 739 Mio. € sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 198 Mio. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme verringerte sich von 19,3 % auf 18,3 %. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 335 Mio. € bzw. 8,2 % auf 4.409 Mio. € und hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 81,1 % nach 80,2 % im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten 56,3 % der Bilanzsumme nach einem Anteil von 75,8 % im Vorjahr und resultierten im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen, dem Finanzverrechnungsverkehr sowie dem Ergebnisabführungsanspruch. Die übrigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen nicht disponible Termingelder und hatten einen Anteil an der Bilanzsumme von 4,5 % nach 1,0 % im Vorjahr. Der Anteil der Bankguthaben und Wertpapiere an der Bilanzsumme erhöhte sich von 3,4 % auf 20,3 %.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 11 Mio. € auf 2.011 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch den Jahresüberschuss in Höhe von 85 Mio. €. Gegenläufig wirkte die Dividendenzahlung für das Jahr 2017. Die Eigenkapitalquote betrug 37,0 % nach 39,4 % zum Jahresende 2017.
Die Rückstellungen stiegen um 43 Mio. € auf 167 Mio. € und betrafen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Rückstellungen für gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 303 Mio. € auf 3.259 Mio. €. Die Entwicklung ist vor allem auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die mit 527 Mio. € um 307 Mio. € über dem Vorjahreswert lagen.
VERGÜTUNGSBERICHT
Vergütung des Vorstands
Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat, nach Vorbereitung durch das Präsidium, festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig von einem externen Personalberatungsunternehmen überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung umfassen insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des LANXESS Konzerns. Darüber hinaus werden die Üblichkeit der Vergütung bei vergleichbaren Unternehmen und die Vergütungsstruktur innerhalb des Unternehmens hinsichtlich des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt. Die Vergütungsstruktur ist ferner darauf ausgerichtet, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzt. Zwei der drei variablen Komponenten bemessen sich nach der Unternehmensentwicklung über mehrere Jahre und setzen damit langfristige Verhaltensanreize.
Das Vergütungssystem, das für die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt, wurde von der Hauptversammlung der LANXESS AG am 28. Mai 2010 mit einer Mehrheit von 99,10 % des vertretenen Kapitals gebilligt. Die Gesellschaft beabsichtigt, nach Abschluss des laufenden Gesetzgebungsverfahrens zum Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) sowie nach der Verabschiedung der neuen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) die Hauptversammlung 2020 über das Vergütungssystem abstimmen zu lassen.
Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind neben der festen Vergütung die kurz- und langfristigen variablen Vergütungskomponenten Annual Performance Payment (APP), Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und Long Term Performance Bonus (LTPB) sowie die Altersversorgung. Die drei variablen Komponenten APP, LTSP und LTPB orientieren sich am jährlichen und am mehrjährigen Erfolg von LANXESS. Der durchschnittliche Vergütungsmix bei Annahme einer 100%igen Zielerreichung ist mit 33 % fester Jahresvergütung und 67 % variabler Komponenten stark am unternehmerischen Erfolg und an einer langfristigen Wertsteigerung orientiert. Die laufenden Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder weisen neben der festen Jahresvergütung betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsteile auf. Eine darüber hinausgehende, gesonderte Begrenzung der Gesamtvergütung auch unter Einschluss eines möglichen Ermessensbonus sehen die Verträge derzeit noch nicht vor.
Es ist beabsichtigt, in Kürze Änderungen an den bestehenden Vorstandsverträgen vorzunehmen. Details hierzu finden sich im Abschnitt „Sonstiges" in diesem Vergütungsbericht.

Feste Vergütung
Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z. B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben. Die feste Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder ist marktorientiert und an der Vergütung vergleichbarer Unternehmen ausgerichtet. Sie wird monatlich anteilig als Gehalt gezahlt.
Variable Vergütung
Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen, wie dem Erreichen bestimmter Ziele für das EBITDA vor Sondereinflüssen des LANXESS Konzerns. Bei 100%iger Zielerreichung entspricht das individuelle Budget des APP im Geschäftsjahr 2018 für Herrn Zachert 125 % und für die übrigen Vorstandsmitglieder 100 % der individuellen festen Jahresvergütung. Die Ziel- und Schwellenwerte, die für die Höhe der Auszahlung maßgebend sind, werden jährlich vom Aufsichtsrat vor Beginn eines neuen Geschäftsjahres festgelegt. Die Auszahlung eines Mindestbetrages gibt es nicht. Für das Geschäftsjahr 2018 ist die maximale Höhe der Auszahlung, im Einklang mit den für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter geltenden Obergrenzen, auf 200 % des individuellen Budgets begrenzt. Bei deutlichen Zielverfehlungen kann die Auszahlung des APP vollständig entfallen (0 %). Zudem behält sich der Aufsichtsrat vor, eine Kürzung des APP vorzunehmen, sollten gravierende Arbeitssicherheits- und/oder Umweltprobleme auftreten.
Weiteres Element der variablen Vergütung ist der mehrjährige sogenannte Long Term Stock Performance Plan (LTSP). Diese Vergütungskomponente bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zu einem Referenzindex. Bei dem seit 2010 bestehenden Programm LTSP 2010-2013 dient der Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM, bei dem ab 2014 aufgelegten Programm LTSP 2014-2017 der MSCI World Chemicals Index als Referenzindex. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen. Die Teilnahme an den beiden LTSP-Programmen erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010-2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014-2017) gesperrt. Nach Ablauf der Sperrfrist können die durch das LTSP gewährten Anrechte ausgeübt werden. Die Ausübungsfristen betragen grundsätzlich drei Jahre, für die Tranchen 2012 und 2013 fünf Jahre.
Bei dem seit 2018 bestehenden Programm LTSP 2018-2021 erfolgt nach Ablauf der vierjährigen Sperrfrist eine sofortige Ausübung der gewährten Anrechte. Bei der Annahme einer 100 %igen Zielerreichung sehen die LTSP-Programme eine mögliche Auszahlung pro Tranche von 30 % des individuellen Zieleinkommens vor. Die maximale Auszahlung liegt bei 60 % des individuellen Zieleinkommens.
Parallel zur Einführung des Programms LTSP 2018-2021 wurde in 2018 auch die Share Ownership Guideline (SOG), eine Richtlinie zur Aktienhalteverpflichtung, etabliert. Die Mitglieder des Vorstands sind verpflichtet, kontinuierlich über einen Zeitraum von vier Jahren nachweisbar einen Mindestbestand an Aktien der LANXESS AG zu erwerben und zu halten (SOG-Ziel). Das SOG-Ziel beträgt für den Vorsitzenden des Vorstands 150 % und für die übrigen Mitglieder des Vorstands 100 % ihrer festen Jahresvergütung.
Im Übrigen wird, insbesondere hinsichtlich der angesetzten Bewertungsparameter, auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben verwiesen.
Für das Geschäftsjahr 2018 resultiert aus der anteilsbasierten Vergütung für Herrn Zachert ein Aufwand von 58 T€ (Vorjahr: Aufwand von 935 T€), für Herrn Dr. Fink ein Ertrag von 113 T€ (Vorjahr: Aufwand von 91 T€), für Herrn Pontzen ein Ertrag von 113 T€ (Vorjahr: Aufwand von 91 T€) und für Herrn Dr. van Roessel ein Aufwand von 87 T€ (Vorjahr: Aufwand von 441 T€).
Der Long Term Performance Bonus (LTPB) als dritte variable Komponente berücksichtigt ebenfalls eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zielerreichungen werden erst nach zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der beiden Geschäftsjahre. Der LTPB für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat festgelegt und beträgt bei einer durchschnittlichen 100%igen APP-Zielerreichung 45 % der festen Jahresvergütung.
Stephen C. Forsyth, der zum 31. Mai 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden war, erhielt im Rahmen seiner auf ein Jahr begrenzten Vorstandstätigkeit eine feste Jahresvergütung sowie das APP als erfolgsabhängige variable Vergütung. Er partizipierte hingegen nicht an den mehrjährigen Vergütungskomponenten LTSP und LTPB.
Bezüge des Vorstands
scroll
| Erfolgsunabhängige Bezüge | Erfolgsbezogene Bezüge | Bezüge aus gewährten LTSP-Anrechten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Jahr | Feste Jahresvergütung | Sachbezüge und sonstige | APP (einjährig) 4) | LTPB (mehrjährig) | Anpassung für Vorjahre | Barvergütung gesamt | Beizulegende Zeitwerte | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Matthias Zachert | 2018 | 1.200 | 757 | 1.950 | 702 2) | - | 4.609 | 810 | 5.419 |
| 2017 | 1.200 | 73 | 3.000 | 1.080 1) | -413) | 5.312 | 737 | 6.049 | |
| Dr. Hubert Fink | 2018 | 550 | 53 | 715 | 322 2) | - | 1.640 | 330 | 1.970 |
| 2017 | 475 | 53 | 1.100 | 5281) | -133) | 2.143 | 246 | 2.389 | |
| Michael Pontzen | 2018 | 550 | 187 | 715 | 322 2) | - | 1.774 | 330 | 2.104 |
| 2017 | 525 | 47 | 1.100 | 528 1) | -133) | 2.187 | 246 | 2.433 | |
| Dr. Rainier van Roessel | 2018 | 650 | 51 | 845 | 380 2) | - | 1.926 | 390 | 2.316 |
| 2017 | 650 | 51 | 1.300 | 585 1) | -193) | 2.567 | 355 | 2.922 | |
| Stephan C. Forsyth (1. Juni 2017 bis 31. Mai 2018) | 2018 | 188 | - | 186 | - | - | 374 | - | 374 |
| 2017 | 263 | - | 525 | - | - | 788 | - | 788 | |
| Summe | 2018 | 3.138 | 1.048 | 4.411 | 1.726 | - | 10.323 | 1.860 | 12.183 |
| 2017 | 3.113 | 224 | 7.025 | 2.721 | -86 | 12.997 | 1.584 | 14.581 |
1) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2018 bzw. 2019.
2) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2019 bzw. 2020.
3) Auszahlung in 2017 bzw. 2018.
4) Auszahlung in 2018 bzw. 2019.
Insgesamt ergeben sich Gesamtbezüge für den Vorstand in Höhe von 12.183 T€ (Vorjahr: 14.581 T€). Diese setzen sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten von 4.186 T€ (Vorjahr: 3.337 T€), erfolgsbezogenen Komponenten von 6.137 T€ (Vorjahr: 9.660 T€) und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung von 1.860 T€ (Vorjahr: 1.584 T€) zusammen. Im Geschäftsjahr 2018 basierten die erfolgsbezogenen Komponenten auf dem erzielten EBITDA vor Sondereinflüssen von 1.016 Mio. € und der sich daraus ergebenden APP-Zielerreichung von 130 %. Eine 100%ige APP-Zielerreichung hätte für das Geschäftsjahr 2018 bei einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 980 Mio. € vorgelegen. Im Rahmen des LTSP wurden den Vorständen im Geschäftsjahr insgesamt 1.860.000 Anrechte (Vorjahr: 1.740.000 Anrechte) gewährt. Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte pro Anrecht der einzelnen Tranchen zum Bilanzstichtag verweisen wir auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben.
Die Erhöhung der Sachbezüge bei Herrn Zachert auf 757 T€ (Vorjahr: 73 T€) und Herrn Pontzen auf 187 T€ (Vorjahr: 47 T€) resultiert aus den vom Aufsichtsrat der LANXESS AG genehmigten Sicherungsmaßnahmen an ihren Wohnbereichen.
Altersversorgung
Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 bzw. 62 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht werden.
Bei der Altersversorgung für die Mitglieder des Vorstands handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen von der Gesellschaft zu erbringenden Grundbeitrag in Höhe von jeweils 25 % der festen Jahresvergütung und des APP vorsieht. Für den auf das APP bezogenen Beitrag wird, unabhängig von der tatsächlichen Zielerreichung, maximal der Betrag einer 100%igen Zielerreichung zugrunde gelegt. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu leisten. Dieser Eigenbeitrag kann von den Vorstandsmitgliedern auf bis zu 25 % des APP erhöht werden. Im Versorgungsfall können bis zu 30 % des verzinslich angesammelten Kapitals in eine Rentenleistung umgewandelt werden. Aus Regelungen vor 2006 resultieren Ansprüche, die für einzelne Vorstandsmitglieder als Besitzstände gewahrt werden. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 bzw. 62 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.
Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs), der nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB hierfür ermittelte Nettoaufwand sowie die Barwerte des Verpflichtungsumfangs nach IFRS und HGB sind für die zum 31. Dezember 2018 aktiven Vorstände der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Pensionsansprüche
scroll
| IFRS | HGB | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service | Barwert des Verpflichtungsumfangs | Nettoaufwand der erworbenen Versorgungsansprüche | Barwert des Verpflichtungsumfangs | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Matthias Zachert | 2018 | 749 | 6.251 | 979 | 5.085 |
| 2017 | 775 | 5.613 | 1.080 | 4.106 | |
| Dr. Hubert Fink | 2018 | 311 | 4.058 | 639 | 3.306 |
| 2017 | 309 | 3.626 | 550 | 2.666 | |
| Michael Pontzen | 2018 | 323 | 2.298 | 346 | 1.768 |
| 2017 | 268 | 2.108 | 451 | 1.423 | |
| Dr. Rainier van Roessel | 2018 | 158 | 7.370 | 617 | 6.699 |
| 2017 | 157 | 7.030 | 504 | 6.082 | |
| Stephen C. Forsyth (1. Juni 2017 bis 31. Mai 2018) | 2018 | - | - | - | - |
| 2017 | |||||
| Summe | 2018 | 1.541 | 19.977 | 2.581 | 16.858 |
| 2017 | 1.509 | 18.377 | 2.585 | 14.277 |
Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2018 nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS bei 35.261 T€ (Vorjahr: 34.828 T€) und nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bei 30.089 T€ (Vorjahr: 27.772 T€).
Leistungen in Zusammenhang mit bzw. nach der Beendigung der Vorstandstätigkeit
Der Vorstand verfügt über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw. für den Fall einer wesentlichen Veränderung in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control). Die Konditionen richten sich nach dem jeweiligen Sachverhalt und beinhalten Abfindungsleistungen in Höhe von bis zu zwei, im Falle des Kontrollwechsels drei festen Jahresvergütungen jeweils zuzüglich des APP und LTPB. LTSP-Anrechte werden bei Ausscheiden nach den Planbedingungen abgefunden.
Weitergehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden.
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 473 T€ (Vorjahr: 473 T€).
Sonstiges
Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentliche Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt.
Der Aufsichtsrat beabsichtigt, mit Zustimmung der Mitglieder des Vorstands die Dienstverträge der Mitglieder des Vorstands für 2019 anzupassen, um u.a. der Forderung einer langfristigen Vorstandsvergütung noch mehr zu entsprechen. Insbesondere sollen sich folgende Änderungen ergeben:
| • | Die Gesamtvergütung für die Mitglieder des Vorstands wird zukünftig insgesamt der Höhe nach begrenzt sein. |
| • | Die Höhe der Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung und die Sachbezüge sollen einen auf die feste Jahresvergütung festgelegten Anteil an dieser nicht übersteigen. |
| • | Die dem Aufsichtsrat vorbehaltene Gewährung eines anlassbezogenen Ermessensbonus zur Würdigung besonderer Leistungen bzw. zur Schaffung eines zusätzlichen Leistungsanreizes soll auf einen Höchstwert begrenzt werden. |
| • | Der LTPB soll künftig auf eine Betrachtung der Zielerreichung in drei aufeinander folgenden Geschäftsjahren umgestellt werden. |
| • | Der Aufsichtsrat behält sich vor, die gewährte variable Vergütung ganz oder teilweise bei schwerwiegender Pflichtverletzung einzubehalten oder zurückzufordern („claw-back"). |
Individuelle Vergütung gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)
In den nachfolgenden Tabellen werden gemäß den Anforderungen des DCGK die für die Jahre 2017 und 2018 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen sowie der jeweilige Zufluss (Auszahlungsbetrag) dargestellt. Bei den variablen Vergütungskomponenten wird nach Bezugsjahren differenziert. Die Angabe der gewährten Zuwendungen ist bei den variablen Vergütungskomponenten ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung.
Gewährte Zuwendungen
scroll
| Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands |
Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zielwert | Zielwert | 2018 | 2018 | Zielwert | Zielwert | 2018 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in T€ | 2017 | 2018 | (Min.) | (Max.) | 2017 | 2018 | (Min.) | (Max.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Feste Jahresvergütung | 1.200 | 1.200 | 1.200 | 1.200 | 475 | 550 | 550 | 550 |
| Nebenleistungen | 73 | 757 | 757 | 757 | 53 | 53 | 53 | 53 |
| Summe | 1.273 | 1.957 | 1.957 | 1.957 | 528 | 603 | 603 | 603 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 1.500 | 1.500 | 0 | 3.000 | 550 | 550 | 0 | 1.100 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 1.277 | 1.350 | 0 | 2.700 | 517 | 578 | 0 | 1.155 |
| LTPB (Tranche 2016-2017) | - | - | - | 23 | - | - | ||
| LTPB (Tranche 2017-2018) | 540 | - | - | - | 248 | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2018-2019) | 540 | 0 | 1.080 | - | 248 | 0 | 495 | |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) | 737 | - | - | 246 | - | - | - | |
| LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) | - | 810 | 0 | 1.620 | - | 330 | 0 | 660 |
| Summe | 4.050 | 4.807 | 1.957 | 7.657 | 1.595 | 1.731 | 603 | 2.858 |
| Versorgungsaufwand | 775 | 749 | 749 | 749 | 309 | 311 | 311 | 311 |
| Gesamtvergütung | 4.825 | 5.556 | 2.706 | 8.406 | 1.904 | 2.042 | 914 | 3.169 |
scroll
| Michael Pontzen Finanzvorstand |
Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zielwert | Zielwert | 2018 | 2018 | Zielwert | Zielwert | 2018 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in T€ | 2017 | 2018 | (Min.) | (Max.) | 2017 | 2018 | (Min.) | (Max.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Feste Jahresvergütung | 525 | 550 | 550 | 550 | 650 | 650 | 650 | 650 |
| Nebenleistungen | 47 | 187 | 187 | 187 | 51 | 51 | 51 | 51 |
| Summe | 572 | 737 | 737 | 737 | 701 | 701 | 701 | 701 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 550 | 550 | 0 | 1.100 | 650 | 650 | 0 | 1.300 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 517 | 578 | 0 | 1.155 | 648 | 683 | 0 | 1.365 |
| LTPB (Tranche 2016-2017) | 23 | - | - | - | - | - | - | |
| LTPB (Tranche 2017-2018) | 248 | - | - | 293 | - | - | - | |
| LTPB (Tranche 2018-2019) | - | 248 | 0 | 495 | - | 293 | 0 | 585 |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) | 246 | - | - | 355 | - | - | - | |
| LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) | - | 330 | 0 | 660 | - | 390 | 0 | 780 |
| Summe | 1.639 | 1.865 | 737 | 2.992 | 1.999 | 2.034 | 701 | 3.366 |
| Versorgungsaufwand | 268 | 323 | 323 | 323 | 157 | 158 | 158 | 158 |
| Gesamtvergütung | 1.907 | 2.188 | 1.060 | 3.315 | 2.156 | 2.192 | 859 | 3.524 |
scroll
| Stephen C. Forsyth Vorstandsmitglied Eintritt 01.06.2017, Austritt 31.05.2018 |
||||
|---|---|---|---|---|
| Zielwert | Zielwert | 2018 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in T€ | 2017 | 2018 | (Min.) | (Max.) |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Feste Jahresvergütung | 263 | 188 | 188 | 188 |
| Nebenleistungen | - | - | - | - |
| Summe | 263 | 188 | 188 | 188 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 263 | 188 | 186 | 186 |
| Mehrjährige variable Vergütung | - | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2016-2017) | - | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2017-2018) | - | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2018-2019) | - | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) | - | - | - | - |
| LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) | - | - | - | - |
| Summe | 526 | 374 | 374 | 374 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 526 | 374 | 374 | 374 |
Zufluss
scroll
| Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands |
Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied |
Michael Pontzen Finanzvorstand |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Feste Jahresvergütung | 1.200 | 1.200 | 475 | 550 | 525 | 550 |
| Nebenleistungen | 73 | 757 | 53 | 53 | 47 | 187 |
| Summe | 1.273 | 1.957 | 528 | 603 | 572 | 737 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 2.970 | 1.950 | 1.091 | 715 | 1.091 | 715 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 935 | 2.333 | 429 | 408 | 429 | 408 |
| LTPB (Tranche 2015-2016) | -5 | - | -2 | -2 | - | |
| LTPB (Tranche 2016-2017) | 940 | - | 431 | 431 | - | |
| LTPB (Tranche 2017-2018) | - | 891 | - | 408 | 408 | |
| LTSP 2010-2013 | - | - | - | - | ||
| LTSP 2014-2017 1) | - | 1.442 | - | - | ||
| Summe | 5.178 | 6.240 | 2.048 | 1.726 | 2.092 | 1.860 |
| Versorgungsaufwand | 775 | 749 | 309 | 311 | 268 | 323 |
| Gesamtvergütung | 5.953 | 6.989 | 2.357 | 2.037 | 2.360 | 2.183 |
scroll
| Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied |
Stephen C. Forsyth Vorstandsmitglied Eintritt 01.06.2017 Austritt 31.05.2018 |
|||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Feste Jahresvergütung | 650 | 650 | 263 | 188 |
| Nebenleistungen | 51 | 51 | - | - |
| Summe | 701 | 701 | 263 | 188 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 1.287 | 845 | 525 | 186 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 506 | 1.244 | - | - |
| LTPB (Tranche 2015-2016) | -3 | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2016-2017) | 509 | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2017-2018) | - | 483 | - | - |
| LTSP 2010-2013 | - | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 1) | - | 761 | - | - |
| Summe | 2.494 | 2.790 | 788 | 374 |
| Versorgungsaufwand | 157 | 158 | - | - |
| Gesamtvergütung | 2.651 | 2.948 | 788 | 374 |
1) Ausübung der LTSP Tranche 2014.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LANXESS AG erhalten danach eine jährliche Festvergütung in Höhe von 80 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Festvergütung, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Halb der festen Vergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich ein weiteres Halb der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem anderen Ausschuss als dem Prüfungsausschuss den Vorsitz führen, erhalten zusätzlich ein Viertel der Festvergütung. Insgesamt erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats jedoch maximal das Dreifache der Festvergütung.
Daneben werden den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen erstattet. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder 1,5 T€ Sitzungsgeld für jede Aufsichtsratssitzung und für jede Ausschusssitzung, an der sie teilnehmen. Allerdings wird die Teilnahme an Sitzungen des Ausschusses gem. § 27 Abs. 3 MitbestG und des Nominierungsausschusses nicht vergütet. Für Aufsichtsratsmandate in Konzerngesellschaften wird an die Mitglieder des Aufsichtsrats nur eine Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von jeweils 5 T€ gezahlt.
Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete variable Vergütungskomponente, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag entsprechend.
Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM in den fünf Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen fünf Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 Prozentpunkten wird für diesen Zeitraum von fünf Jahren eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 Prozentpunkten 100 T€, darüber 150 T€.
Im Geschäftsjahr 2018 kam es zu keiner Auszahlung der variablen Vergütung.
Der erwartete Vergütungsanspruch für die laufenden Mandatszeiten der Aufsichtsratsmitglieder wurde zum 31. Dezember 2018 mit 1.310 T€ (Vorjahr: 950 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen.
Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen hat im Berichtszeitraum keines der Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Mandatstätigkeit die in der folgenden Tabelle aufgeführten Bezüge erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats
scroll
| in € 1) | Jahr | Feste Vergütung LANXESS AG | Vergütung der Ausschusstätigkeit LANXESS AG | Sitzungsgeld | Feste Vergütung LANXESS Deutschland GmbH | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Matthias L. Wolfgruber, Vorsitzender | 2018 | 181.015 | 52.626 | 19.500 | 5.000 | 258.141 |
| (Vorsitzender ab 15. Mai 2018) | 2017 | 80.000 | 40.000 | 13.500 | 5.000 | 138.500 |
| Dr. Rolf Stomberg, ehem. Vorsitzender | 2018 | 88.478 | 22.120 | 7.500 | 1.843 | 119.941 |
| (ausgeschieden am 15. Mai 2018) | 2017 | 240.000 | 0 2) | 16.500 | 5.000 | 261.500 |
| Ralf Sikorski, stellv. Vorsitzender | 2018 | 120.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 181.500 |
| 2017 | 120.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 181.500 | |
| Werner Czaplik | 2018 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 |
| 2017 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 | |
| Dr. Hans-Dieter Gerriets | 2018 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 |
| 2017 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 | |
| Dr. Heike Hanagarth | 2018 | 80.000 | - | 12.000 | 5.000 | 97.000 |
| 2017 | 80.000 | - | 9.000 | 5.000 | 94.000 | |
| Dr. Friedrich Janssen | 2018 | 80.000 | 105.254 | 22.500 | 5.000 | 212.754 |
| 2017 | 80.000 | 80.000 | 13.500 | 5.000 | 178.500 | |
| Pamela Knapp | 2018 | 50.507 | 25.254 | 10.500 | 3.157 | 89.418 |
| (eingetreten am 15. Mai 2018) | 2017 | - | - | - | - | - |
| Thomas Meiers | 2018 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 |
| 2017 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 | |
| Lawrence A. Rosen | 2018 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 |
| 2017 | 80.000 | 40.000 | 13.500 | 5.000 | 138.500 | |
| Manuela Strauch | 2018 | 80.000 | 40.000 | 19.500 | 5.000 | 144.500 |
| 2017 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 | |
| Ifraim Tairi | 2018 | 80.000 | 40.000 | 19.500 | 5.000 | 144.500 |
| (ausgeschieden am 31. Dezember 2018) | 2017 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 |
| Theo H. Walthie | 2018 | 80.000 | 54.746 | 22.500 | 5.000 | 162.246 |
| 2017 | 80.000 | 80.000 | 22.500 | 5.000 | 187.500 | |
| Summe | 2018 | 1.160.000 | 540.000 | 220.500 | 60.000 | 1.980.500 |
| 2017 | 1.160.000 | 480.000 | 183.000 | 60.000 | 1.883.000 |
1) Beträge ohne Umsatzsteuer.
2) Gem. § 12 Abs. 2 der Satzung durch die feste Vergütung abgegolten.
BERICHTERSTATTUNG NACH §§ 289A ABS. 1, 315A ABS. 1 HGB
Zu den Vorschriften der §§ 289a Abs. 1 S. 1 Ziffer 1 bis 9 und 315a Abs. 1 S. 1 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:
| 1. | Zum 31. Dezember 2018 beträgt das Grundkapital der LANXESS AG 91.522.936 € und ist eingeteilt in 91.522.936 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz. |
| 2. | Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiter-Aktienprogrammen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktien. |
| 3. | Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet. |
| 4. | Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. |
| 5. | Über Mitarbeiter-Aktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben. |
| 6. | Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG). Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen. |
| 7. | Der Vorstand der LANXESS AG hat die folgenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen: Eigene Aktien: Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 20. Mai 2016 den Vorstand ermächtigt, bis zum 19. Mai 2021 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Unter anderem kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Auch ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, zum Erwerb anzubieten (Belegschaftsaktien). Bedingtes Kapital: Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 15. Mai 2018 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Mai 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Optionsund/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 9.152.293 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 9.152.293 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen -Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2018 bis zum 14. Mai 2023 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) wird der Vorstand andere Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre berücksichtigen. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20 % des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Genehmigtes Kapital I und III: Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2018 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 14. Mai 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 3 der Satzung ausschließen. Unter anderem kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 25. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 9.152.293 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital III). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung ausschließen. Er kann Spitzenbeträge bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen von dem Bezugsrecht der Aktionäre ausnehmen. Des Weiteren kann das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20% des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG enthalten Regelungen über ein mögliches Ausscheiden der Mitglieder des Vorstands bei einem Kontrollwechsel. Diese sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt. Solche Vereinbarungen bestehen auch zwischen der Gesellschaft und Mitarbeitern der ersten Führungsebene, jedoch zu anderen Konditionen. Weiterhin können die Bedingungen für die Platzierungen von Schuldverschreibungen, die unter dem bei der Gesellschaft bestehenden Debt-Issuance-Programm ausgegeben werden, Change-of-Control-Klauseln vorsehen, die in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen zu einem Rückgaberecht der Gläubiger führen können. Dies ist der Fall für die von der LANXESS Finance B.V. begebene und 2015 von der LANXESS AG übernommene Euroanleihe im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2012. Entsprechende Change-of-Control-Klauseln sehen die Bedingungen für zwei im Geschäftsjahr 2012 unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS Finance B.V. erfolgte Privatplatzierungen im Volumen von jeweils 100 Mio. € vor. Diese sind zwischenzeitlich ebenfalls von der LANXESS AG übernommen worden. Ebenso sehen die Bedingungen für die unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS AG mit unterschiedlichen Fälligkeiten im Geschäftsjahr 2016 begebenen Schuldverschreibungen im Volumen von (i) 500 Mio. € (Fälligkeit 2021) und (ii) 500 Mio. € (Fälligkeit 2026) sowie im Geschäftsjahr 2018 begebenen Schuldverschreibungen im Volumen von (iii) 500 Mio. € (Fälligkeit 2025) entsprechende Change-of-Control-Klauseln vor. Auch die Bedingungen der von der LANXESS AG ebenfalls im Geschäftsjahr 2016 begebenen nachrangigen Hybrid-Schuldverschreibungen im Volumen von 500 Mio. € enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Hiernach hat die LANXESS AG im Falle eines Kontrollwechsels in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen den Gläubigern einen erhöhten Zinssatz zu zahlen, wenn die Gesellschaft nicht von dem zugleich zur Verfügung stehenden Kündigungsrecht Gebrauch macht. Zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium besteht ein Vertrag über einen Kreditrahmen von derzeit 1.250 Mio. €. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, sofern eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Darüber hinaus besteht nach Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem LANXESS Pension Trust e.V. die Verpflichtung der Gesellschaft, im Falle eines Kontrollwechsels erhebliche Einzahlungen an den LANXESS Pension Trust e.V. vorzunehmen. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG sowie Anstellungsverträge von Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene der LANXESS AG enthalten Entschädigungsvereinbarungen für dort näher definierte Fälle eines Kontrollwechsels. |
BERICHTERSTATTUNG NACH § 289F HGB UND § 315D HGB
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 289f sowie § 315d des Handelsgesetzbuches vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance, jederzeit eingesehen werden.
PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Im folgenden Konjunkturausblick wird unsere Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung dargestellt. Im Anschluss an den Prognosebericht gehen wir auf Chancen und Risiken ein, aus denen sich Abweichungen gegenüber der Prognose ergeben können.
Konjunkturausblick
Das Geschäftsjahr 2018 war durch ein grundsätzlich solides wirtschaftliches Wachstum gekennzeichnet. Die gestiegene Unsicherheit durch weltweite Risiken wie u. a. Handelskonflikte, den ungeregelten Ausstieg Großbritanniens aus der EU („harter Brexit"), Haushaltsprobleme in Italien, Iran-Sanktionen, Währungskrise in Argentinien sowie die Tendenz zur Bildung weiterer populistischer Regierungen könnten das globale Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr 2019 beeinträchtigen. Für die Region Europa nimmt das Risiko eines ungeregelten Brexits durch die Ablehnung des Austrittsabkommens deutlich zu. Daneben würde eine Verschärfung der Handelsspannungen zwischen den USA, China und Europa die wirtschaftliche Lage unserer Einschätzung nach signifikant negativ beeinflussen.
Für 2019 sehen wir für die Weltwirtschaft ein moderates Wachstum von 3,0 %, das hauptsächlich von der Wirtschaftsentwicklung im asiatisch-pazifischen Raum getrieben wird. China sehen wir trotz einer geringeren Wachstumsdynamik weiterhin als einen der Haupttreiber. Durch die leicht abgeschwächten Wachstumstreiber in EMEA (inklusive Deutschland) erwarten wir auf Basis des Jahres 2018 für diese Region ein Wirtschaftswachstum von 1,5 %.
Für die globale Chemieindustrie erwarten wir einen Produktionszuwachs von 3,5 %. Kundenindustrien werden in diesem volatilen Umfeld vorsichtiger, während die Nachfrage aus den wichtigsten Abnehmerbranchen der chemischen Industrie, wie etwa der Agrochemie und der Bauindustrie, im Jahr 2019 voraussichtlich leicht steigen sollte Für den Absatz in der Automobilindustrie erwarten wir aufgrund einer Abschwächung der chinesischen Nachfrage ebenfalls nur leichte Zuwächse.
Erwartetes Wachstum 2019
scroll
| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) | Bruttoinlandsprodukt | Chemieproduktion |
|---|---|---|
| Amerika | 2,5 | 3,0 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 1,5 | 2,0 |
| Asien/Pazifik | 4,5 | 4,0 |
| Welt | 3,0 | 3,5 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Quelle: Eigene Einschätzungen und IHS Markit.
Die erwartete Entwicklung unserer Absatzmärkte kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2019
scroll
| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) | Automobil | Agrochemie | Bauindustrie |
|---|---|---|---|
| Amerika | 0,5 | 3,0 | 1,0 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 0,0 | 1,0 | 2,5 |
| Asien/Pazifik | 2,0 | 2,0 | 4,0 |
| Welt | 1,0 | 2,0 | 3,0 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Quelle: Eigene Einschätzungen und IHS Markit.
Prognosebericht
Erwartete Ertragslage LANXESS Konzern
Wir erwarten, dass sich unser Geschäft im Geschäftsjahr 2019 nach dem Verkauf des 50 %- Anteils an ARLANXEO mit einem besser ausbalancierten Produktportfolio in etwa auf Vorjahresniveau entwickeln wird. Die im Folgenden ausgewiesene Ergebnisprognose bezieht sich auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des LANXESS Konzerns. Nach wie vor wirkt sich ein schwacher US-Dollar negativ auf unser Geschäft aus.
Für das Segment Advanced Intermediates gehen wir für 2019 insgesamt von einer Geschäftsentwicklung leicht über Vorjahresniveau aus. Das Segment profitiert nach wie vor von der Diversifizierung der Endmärkte. Für unser Geschäft mit Agrochemikalien sehen wir im Jahresverlauf 2019 eine leichte Verbesserung der Nachfrage unserer Kunden.
Unser Segment Specialty Additives sollte sich auf oder leicht über Vorjahresniveau bewegen. Einen Beitrag zu dieser Entwicklung leistet die voranschreitende Realisierung der angekündigten Synergien aus der Integration der im April 2017 erworbenen Geschäfte des US-amerikanischen Unternehmens Chemtura.
Für unser Segment Performance Chemicals erwarten wir ebenfalls eine Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau.
Unser von einem hohen Vergleichsniveau kommendes Segment Engineering Materials sollte sich aufgrund der Erwartung einer sich zumindest temporär abschwächenden Nachfrage, insbesondere aus der Automobilindustrie, im Vergleich zum Ergebnis des Jahres 2018 leicht schwächer entwickeln.
Im Segment Überleitung gehen wir aufgrund der allgemeinen Inflationierung der Kostenbasis und der nach dem vollständigen Verkauf des Geschäfts mit synthetischem Kautschuk verbleibenden Kosten von einem deutlich schlechteren Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr aus. Das Segment beinhaltet auch die Absicherung von Wechselkursschwankungen.
Die wesentliche Währung für unsere Geschäfte bleibt auch künftig der US-Dollar.
Vor dem Hintergrund der erwarteten Entwicklung in unseren Segmenten gehen wir für das Gesamtjahr 2019 von einem EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau aus. Dies berücksichtigt einen positiven Ergebniseffekt aus der ab 1. Januar 2019 erfolgenden Anwendung des neuen Standards zur Leasingbilanzierung IFRS 16 im niedrigen zweistelligen Mio.-€-Bereich. Das EBITDA vor Sondereinflüssen belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 1.016 Mio. €.
Erwartete Finanzlage LANXESS Konzern
Liquiditätssituation
LANXESS wird seine vorausschauende und konservative Finanzpolitik im laufenden Jahr fortsetzen. Angesichts der im Abschnitt „Finanzlage" dieses Lageberichts beschriebenen Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln und ungenutzten Kreditlinien, die zum Jahresende 2018 rund 2,1 Mrd. € betrugen, verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Finanzierungssituation, die unsere unternehmerische Flexibilität zur Umsetzung unserer Strategie sichert.
Investitionen
Unsere Investitionen werden sich wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr hauptsächlich auf die Instandhaltung bestehender Produktionsstandorte sowie auf die Effizienzsteigerung und Erweiterung vorhandener Anlagen fokussieren. Wir erwarten in Summe für LANXESS rund 500 Mio. € auszahlungswirksame Investitionen in 2019.
Finanzierungsmaßnahmen
LANXESS ist aufgrund der langfristigen Ausrichtung der Finanzierung gut aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2019 haben wir keine wesentlichen Fälligkeiten aus Finanzverbindlichkeiten. Wir setzen unsere Aktivitäten zur langfristigen Sicherung der Finanzierung im Rahmen einer konservativen Finanzpolitik fort.
Erwartete Ertragslage der LANXESS AG
Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir für den Einzelabschluss der LANXESS AG einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Jahresüberschuss. Der Jahresüberschuss des Berichtszeitraums war wesentlich durch Effekte aus der Veräußerung des 50 %-Anteils an ARLANXEO beeinflusst. Grundsätzlich ist das Ergebnis neben den Verwaltungskosten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management-Holding vom Finanzergebnis und hier insbesondere vom Zins- und Beteiligungsergebnis geprägt. Das Beteiligungsergebnis und damit das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG wird wesentlich von den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Gesellschaften des LANXESS Konzerns bestimmt. Wir verfolgen auch weiterhin eine kontinuierliche Dividendenpolitik und gehen davon aus, bei der LANXESS AG einen Bilanzgewinn zu erzielen, der es ermöglicht, unsere Aktionäre im kommenden Jahr angemessen am Ergebnis des Konzerns zu beteiligen.
Dividendenpolitik
LANXESS verfolgt seit Jahren eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Es bleibt unser Ziel, die Dividende jährlich zu erhöhen, mindestens aber auf einem stabilen Niveau zu halten. Auf der Hauptversammlung am 23. Mai 2019 werden Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende für das Geschäftsjahr 2018 von 0,90 € pro Aktie vorschlagen.
Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
Wir erwarten, dass sich unser Geschäft im laufenden Jahr in etwa auf Vorjahresniveau entwickeln wird.
Die strategische Neuausrichtung des Konzerns, mit dem Ziel eines stabileren, weniger zyklischen Geschäftsprofils, werden wir auch im Jahr 2019 fortsetzen. LANXESS wird weiterhin an der Optimierung seiner Produktionsplattform arbeiten und, wie angekündigt, neben Projekten zum organischen Wachstum auch aktives Portfoliomanagement betreiben.
Die angespannte geopolitische Lage und die damit in Zusammenhang stehenden Unsicherheiten für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung müssen wir jedoch berücksichtigen. Daher ergibt sich für uns zum aktuellen Zeitpunkt die Erwartung eines EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf dem Niveau des starken Vorjahres.
Chancen- und Risikobericht
Chancen- und Risikomanagementsystem
Unser Erfolg wird wesentlich dadurch beeinflusst, dass wir Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit erkennen und bewusst mit ihnen umgehen. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und sie, entsprechend ihrer Ausprägung, angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um das Unternehmen langfristig zu sichern und seine erfolgreiche Weiterentwicklung zu unterstützen. Chancen und Risiken werden verstanden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven bzw. negativen Abweichung von Prognosen bzw. Zielen führen können.
Basis dieses Managementsystems sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früherkennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für Chancen wie für Risiken.
Wie alle Methoden, mit denen unternehmerisches Risiko gehandhabt werden soll, bietet auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es soll aber mit hinreichender Sicherheit verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.
Strukturelle Grundlagen
Die Grundsätze unseres Chancen- und Risikomanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Das Managementsystem, das sich an dem Rahmenkonzept des Enterprise Risk Management gemäß dem COSO-Modell orientiert, besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen. Sie sind in die betrieblichen Prozesse durch die Aufbau- und Ablauforganisation, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementanweisungen und technischen Standards eingebunden.
Das System folgt dem Integrationskonzept, das heißt, die Früherkennung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Der Umgang mit Chancen und Risiken ist daher originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften. In diesem Sinn basiert unser Chancen- und Risikomanagement auf klar geregelten Geschäftsprozessen, einer lückenlosen Zuordnung von Zuständigkeiten sowie angemessenen Berichtssystemen, die eine zeitnahe Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Vorstand bzw. nachgelagerte Managementebenen gewährleisten.
Rollen wesentlicher Organisationseinheiten
Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.
Entsprechend dieser Aufgabenteilung haben wir die Zuständigkeiten, die sogenannten Risk-Owner, definiert für
| • | die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken, |
| • | die Implementierung der Steuerungsmaßnahmen (Maßnahmen zur Wahrnehmung bzw. Erhöhung von Chancen sowie zur Risikovermeidung bzw. -minderung), |
| • | die Überwachung der Entwicklung der Chancen und Risiken (z. B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren), |
| • | die Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche. |
Ein vom Vorstand beauftragtes Risikokomitee (Corporate Risk Committee) unter der Leitung des Finanzvorstands ist für die Ausgestaltung und Implementierung des konzernweiten Risikomanagementprozesses verantwortlich. Es setzt sich aus Vertretern ausgewählter Group Functions zusammen und analysiert die wesentlichen Chancen und Risiken sowie deren Entwicklung aus Sicht des gesamten Unternehmens. Es hinterfragt bestehende Bewältigungsmaßnahmen, initiiert zusätzliche Maßnahmen, sofern erforderlich, und stößt bei Bedarf weitere Analysen zu einzelnen Chancen und Risiken an.
Die Group Function Corporate Controlling koordiniert für das Corporate Risk Committee den konzernweiten Risikomanagementprozess und ernennt hierzu einen sogenannten Group Risk Management Coordinator. Dieser verantwortet die konzernweite Sammlung und Aggregation maßgeblicher Chancen- und Risikoinformationen. Zweimal jährlich, im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses und des Budget- und Planungsprozesses, werden die kurz-, mittel- und langfristigen Chancen und Risiken erfasst.
Die Group Function Corporate Development unterstützt bei der Analyse und Bewertung systematisch bedeutender und strategischer Chancen und Risiken.
Zum Corporate Risk Committee existieren Untergremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit bestimmten Risikofeldern beschäftigen, um schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse reagieren zu können. Demnach steuert zum Beispiel das finanzielle Risikokomitee (Financial Risk Committee), unter Leitung des Finanzvorstands und bestehend aus Vertretern der Group Function Treasury & Investor Relations, zentral Transaktionen insbesondere zum finanziellen, aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen).
Die Meldepflicht für Chancen und Risiken an die Group Function Corporate Controlling ergibt sich aus der erwarteten Auswirkung auf das Konzernergebnis oder das EBITDA vor Sondereinflüssen. Meldepflichtig sind alle Chancen und Risiken mit einer erwarteten Auswirkung von mehr als 1 Mio. € nach Maßnahmen. Darüber hinaus sind auch diejenigen Risiken anzugeben, deren erwartete Auswirkung durch Maßnahmen um mehr als 10 Mio. € begrenzt wurde. Diese Mindestmeldegrenzen stellen sicher, dass Chancen und Risiken umfassend erhoben werden. Eine Beschränkung nur auf wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit. Erst im Nachgang werden die Top-Chancen und Top-Risiken zentral von der Group Function Corporate Controlling bestimmt.
Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen vorgesehen, wie beispielsweise unerwartet auftretende operative Ereignisse mit einer Auswirkung von mehr als 5 Mio. € nach Maßnahmen.
Die berichteten Chancen und Risiken werden mithilfe einer Risikomanagement-Software verwaltet und regelmäßig für das Corporate Risk Committee, den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Dies stellt sicher, dass dem Vorstand neu auftretende bzw. sich wesentlich verändernde bestehende Chancen und Risiken zeitnah kommuniziert und damit zielgerichtet in die allgemeine Unternehmenssteuerung eingebunden werden.
Chancen- und Risikobewertung
Das Chancen- und Risikomanagement ist in den Planungs- und Erwartungsprozess integriert und erfasst Chancen und Risiken als mögliche Abweichungen zum geplanten bzw. erwarteten EBITDA vor Sondereinflüssen oder Konzernergebnis.
Zur Bewertung der Chancen und Risiken werden je nach Art unterschiedliche Berechnungsverfahren angewendet. Verteilungsorientierte Chancen und Risiken werden durch Sensitivitäten der Plangrößen (Wechselkurse, Rohstoffpreise, Energiepreise) erfasst. So kann die Ausprägung der Variablen sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Abweichung gegenüber der Planung bzw. Erwartung führen.
Ereignisbasierte Chancen und Risiken (z. B. Ausfall eines Lieferanten oder Versicherungsfälle), die nur im Falle ihres Eintretens einen Einfluss auf das Ergebnis haben, werden mittels ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen oder das Konzernergebnis bewertet.
Bedeutung des konzernweiten Planungsprozesses
Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Kernelement unseres Chancen- und Risikomanagements. Ereignisse mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit fließen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling gesteuert und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Planung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden in dedizierten Vorstandsterminen erörtert und verabschiedet. Die Jahresplanung im jeweiligen Berichtsjahr überwachen wir, indem wir regelmäßig die aktuellen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung ermitteln. Bei Bedarf wird eine Anpassung der Planung vorgenommen.
Compliance als integraler Bestandteil
Zum Risikomanagement gehört auch, unrechtmäßiges Handeln unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Wir setzen darauf, uns bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle umfassend rechtlich beraten zu lassen und unsere Mitarbeiter mit unserem „Code of conduct - Kodex für integres und regelkonformes Verhalten bei LANXESS" dazu zu verpflichten, sich entsprechend den Gesetzen und unseren internen Richtlinien zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Dieser Kodex ist eingebettet in ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS), das in seinem Aufbau den Leitlinien eines international anerkannten Rahmenwerks zum unternehmensweiten Risikomanagement (COSO) folgt. Dieses CMS wird betreut von der Compliance-Organisation bestehend aus dem Group Compliance Officer und einem Netzwerk lokaler Compliance Officer in den Ländern, in denen wir eine Tochtergesellschaft unterhalten. Ziel des CMS ist es, die Einhaltung unserer Compliance-Grundsätze sicherzustellen. Die Compliance-Funktion, die die globale Compliance-Organisation umfasst, untersteht direkt dem Vorstand, dem regelmäßig berichtet wird.
(Konzern-) Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Hierzu existieren klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei uns in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem (Konzern-) Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement. Wirksamkeit und Verlässlichkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings aufgrund von Ermessensentscheidungen, kriminellen Handlungen, fehlerbehafteten Kontrollen oder sonstigen Umständen eingeschränkt sein. Dass Sachverhalte korrekt und zeitnah in der (Konzern-) Rechnungslegung erfasst werden, kann also selbst dann nicht vollständig gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Systembestandteile konzernweit angewendet werden.
Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG und des Konzernabschlusses sowie für die Einheitlichkeit der Bilanzierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss auf, die danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet werden. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses werden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Chancen- und Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers.
Quartalsmitteilungen werden für das erste und dritte Quartal erstellt. Der darüber hinaus aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni unterliegt der prüferischen Durchsicht, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer.
Unserer HGB-konformen Rechnungslegung liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisung zugrunde. Neben der Funktionstrennung sind das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen grundlegende Überwachungsmaßnahmen im Abschlusserstellungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess wird IT-technisch ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen erfolgen auf Basis eines systematischen Belegwesens. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen.
Grundlage des einheitlichen und IFRS-konformen Konzernberichtswesens ist die LANXESS Konzernabschlussrichtlinie. Sie regelt, in welcher Art die für den Konzern relevanten Normen der International Financial Reporting Standards (IFRS) von den Tochtergesellschaften als berichtenden Einheiten anzuwenden sind. Die Richtlinie definiert ferner den verbindlichen Konzernkontenrahmen. Sie wird auf der IT-technischen Seite durch ein konzernweit einheitliches Anlieferungs- und Konsolidierungssystem ergänzt, das weitgehend auf Standardsoftware basiert und mit Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.
Indem wir den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess regeln und überwachen, stellen wir eine den einschlägigen Gesetzen und Normen entsprechende, ordnungsgemäße (Konzern-) Rechnungslegung sicher und gewährleisten eine verlässliche Finanzberichterstattung. Das bei uns angewendete (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Entsprechende Vorgaben existieren auch für die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften.
Der Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein detailliert ausgearbeiteter Prozess zugrunde. Dieser wird zeitlich definiert durch die Vorgabe eines Abschluss-Terminkalenders, der die Zeitpunkte für die Anlieferung bestimmter Daten festlegt. Fester Bestandteil ist auch die regelmäßige Prüfung, ob der Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen korrekt ermittelt und vollständig ist. Die Prinzipien der Funktionstrennung in Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Prüfungen von Angaben auf Plausibilität prägen durchgängig den gesamten Erstellungs- und Konsolidierungsprozess.
Für den Konzernabschluss liefern alle berichtspflichtigen Tochtergesellschaften ihre Konzernberichtsdaten über das oben genannte Konsolidierungssystem. Systemintegrierte Validierungsregeln stellen bei der Anlieferung sicher, dass die Daten der Tochtergesellschaften konsistent sind. Das Rechnungswesen der Tochtergesellschaften ist dafür verantwortlich, dass die gemeldeten Daten inhaltlich korrekt sind. Weiterhin prüft die Abteilung Corporate Accounting innerhalb der Group Function Accounting, ob die Daten inhaltlich korrekt sind. Hierzu werden unter anderem standardisierte Berichte ausgewertet, in denen die Gesellschaften wesentliche abschlussrelevante Sachverhalte erläutern. Nach den prozessintegrierten Kontrollen erfolgt die Konsolidierung einschließlich Währungsumrechnung ohne weitere Schnittstellen im selben System, wobei sowohl automatische als auch manuelle Konsolidierungsmaßnahmen vollzogen werden. Die Korrektheit der automatischen Konsolidierungsschritte und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Konsolidierungssachverhalte werden separat gebucht, im erforderlichen Rahmen dokumentiert und von nachgelagerten Stellen kontrolliert. Ergänzt wird dies durch systemintegrierte Validierungsregeln.
Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury & Investor Relations, Tax & Trade Compliance und Corporate Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten. Im Rahmen des laufenden Informationsaustauschs mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions identifiziert und verarbeitet die Group Function Accounting Sachverhalte, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsprüfungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen.
Überwachung des Risikomanagementsystems und des Internen Steuerungs- und Kontrollsystems (IKS)
Konzernintern überprüft der Bereich Corporate Audit innerhalb der Group Function Legal & Compliance, ob das interne Steuerungs- und Überwachungssystem funktioniert und organisatorische Sicherungsmaßnahmen eingehalten werden. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und die Prüfungsansätze sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Um die Wirksamkeit des IKS zu beurteilen, wird zudem ein jährliches Self Assessment in wesentlichen Konzerngesellschaften, operativen Einheiten und Group Functions durchgeführt. Der Aufsichtsrat übernimmt Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit der zuvor beschriebenen Managementsysteme. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse der Compliance-Funktion, des Bereichs Corporate Audit sowie den Status des Risikomanagement- und Internen Steuerungs- und Kontrollsystems berichten. Zusätzlich beurteilt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Konzern- bzw. Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem.
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Zur vollständigen Identifikation der Chancen und Risiken des LANXESS Konzerns dient ein Katalog mit Kategorien, die in den folgenden acht Gruppen zusammengefasst werden:
Gruppen
Beschaffungsmärkte
Personal
Produktion und Technik
Sicherheit und Umwelt
IT und Security
Absatzmarkt
Finanzbereich
Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance
Der folgenden Berichterstattung zu den einzelnen Gruppen zugeordneten wesentlichen Kategorien liegt ein Planungshorizont von grundsätzlich einem Jahr zugrunde.
Beschaffungsmärkte
Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen und Risiken aufgrund der hohen Volatilität von Rohstoff- und Energiepreisen. Eine Preiserhöhung bzw. -senkung bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer höheren bzw. niedrigeren Kostenbasis in der Produktion. Ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Darüber hinaus resultieren Veränderungen der Rohstoffpreise direkt oder zeitversetzt in höheren bzw. niedrigeren Verkaufspreisen. Diesem Umstand begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoff- und Energieversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten abgedeckt. Vergleichbare Vereinbarungen bestehen auch auf der Verkaufsseite. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Absicherung über Derivate, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Finanzbereich" in diesem Chancen- und Risikobericht. Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen. Nicht eingehaltene Abnahmeverpflichtungen können ungeplante Kosten aufgrund von Strafzahlungen zur Folge haben. Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Ausfälle können unter anderem bedingt sein durch mangelhafte Instandhaltung oder durch Insolvenzen auf Seiten der Zulieferer. Wir streben an, sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch zu vermeiden, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing"). Sollten wir gezwungen sein, im Rahmen von Ausweichplänen auf alternative Bezugsquellen zurückzugreifen, könnte dies z. B. zu höheren Einkaufspreisen oder zusätzlichen Transportkosten führen.
Die Logistik sowohl der Waren und Dienstleistungen, die wir beziehen, als auch derer, die wir abgeben bzw. erbringen, ist immer größeren Komplexitäten ausgesetzt. Wir begegnen Herausforderungen wie z. B. dem Niedrigwasser im Rhein mit einem abgestimmten Management unserer Lieferprozesse und können so das Risiko ungeplanter Produktionsausfälle minimieren. Des Weiteren stellt die Qualität der gelieferten Rohstoffe einen Risikofaktor dar, welcher sich negativ auf die Qualität unserer Produkte auswirken kann. Konkrete Produktspezifikationen unsererseits legen die vom Lieferanten zu erfüllenden Eigenschaften der Rohstoffe fest und werden durch permanente Eingangsanalysen kontrolliert.
Personal
Eine Chance sehen wir in der Implementierung unserer Performance Culture, mit der wir über verschiedenste Maßnahmen eine auf gemeinsamen Werten basierende Unternehmenskultur etablieren möchten, in der verantwortungsvolles und moralisch einwandfreies Handeln und das Streben nach Leistung keine Widersprüche darstellen. Wir gehen davon aus, dass dies zu erhöhter Mitarbeitermotivation und somit höherer Leistung führen wird. Durch die so gestärkte Unternehmenskultur streben wir eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und eine stärkere Mitarbeiterbindung an.
Mit dem in 2017 gestarteten Transformationsprojekt im Personalbereich wollen wir unsere Prozesse und Systeme noch effizienter gestalten. Wir sehen darin die Chance, dass dieses Projekt die Qualität im Personalbereich erhöht, der Service verbessert wird und sich der Arbeitsaufwand für unsere Mitarbeiter und Führungskräfte reduziert. Durch die Umgestaltung unserer Personalorganisation und die Einführung moderner Produkte und Lösungen im Personalbereich können wir die Unternehmensstrategie zukünftig zielgerichteter unterstützen und auf Trends im Personalbereich schneller und besser reagieren.
Veränderungen bergen stets auch das Risiko von Demotivation und geringerer Leistungserbringung der Mitarbeiter. Dieses kann bedeutsam werden, wenn sich Mitarbeiter nicht genügend in Entscheidungen eingebunden fühlen oder neue Prozesse und Verhaltensweisen nicht verstehen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem gezielten Veränderungsmanagement, indem wir nächste Schritte und anstehende Maßnahmen so klar und früh wie möglich kommunizieren. Ergänzt wird dies durch Trainingsangebote insbesondere im Bereich Führung im Rahmen der zuvor erläuterten Performance Culture.
Das Risiko von Arbeitsniederlegungen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist nicht auszuschließen. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis ebenso belasten wie die zuvor beschriebenen steigenden Preise für Einsatzstoffe, ohne dass jedoch Möglichkeiten bestehen, sich gegenüber Kunden oder in Terminmärkten abzusichern. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen der Globalisierung und der zunehmenden Digitalisierung in der Arbeitswelt nutzen wir kontinuierlich bestehende Dialogplattformen wie das Europaforum der europäischen Betriebsräte. Auch in anderen Regionen, in denen wir tätig sind, suchen wir den Dialog mit Arbeitnehmervertretungen, Gewerkschaften und anderen Interessengruppen und gehen aktiv auf deren Vertreter zu, insbesondere im Rahmen der Übernahme von Unternehmen und deren Integration. Wir verwenden rechtlich solide und bewährte Arbeitsverträge und achten auf rechtssichere Kollektivvereinbarungen. Bei Akquisitionen legen wir großen Wert auf professionelles Projektmanagement, das ausführliche Kommunikation mit Mitarbeitern, faire Konsolidierungsprozesse und angemessene Abfindungspakete umfasst. Im Falle einer potenziellen Klage beobachtet die Personalabteilung in engem Austausch mit der Rechts- sowie der Kommunikationsabteilung die Lage sehr genau, um frühzeitig Vorbereitungen treffen zu können.
Das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen ist ein entscheidender Faktor für die effiziente Abwicklung unserer Geschäfte. Um das Risiko eines Arbeitskräfteengpasses einerseits und des Wissensverlustes andererseits zu begrenzen, bieten wir Mitarbeitern beispielsweise Angebote zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie, attraktive Vergütungsmodelle, herausfordernde Aufgaben und internationale Karriereperspektiven. Im Rahmen jährlicher Personalentwicklungskonferenzen kümmern wir uns zudem um eine strukturierte Nachfolgeplanung. Um mit besonders guten Mitarbeitern stets in Kontakt zu stehen und diese entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen fördern zu können, haben wir mit dem Performance Dialog ein professionelles Performance Management weltweit etabliert.
Dass insbesondere Fachkräfte auf unseren Märkten knapp werden, spüren wir vor allem in Deutschland. Das Risiko des Fachkräftemangels sehen wir insbesondere für Chemikanten und Chemielaboranten sowie zunehmend auch für Fachkräfte aus anderen Bereichen, wie beispielsweise aus der IT. Regelmäßige Personalentwicklungskonferenzen helfen uns dabei, intern vorhandene Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Wir investieren zudem kontinuierlich in die Nachwuchsförderung, sei es mit einer weiter steigenden Zahl von Ausbildungsplätzen in verschiedenen Bereichen in Deutschland, Praktikantenprogrammen oder unserem Corporate Traineeprogramm, welches sich im Hinblick auf den Aufbau von Führungskräftenachwuchs bewährt hat. In der externen Sicht pflegen wir eine intensive Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und weiterführenden Schulen in Deutschland sowie mit öffentlichen Institutionen sowohl in Deutschland als auch in allen wichtigen Zielmärkten. Darüber hinaus haben wir unser Unternehmen in zahlreichen Veranstaltungen und Konferenzen weltweit als attraktiven Arbeitgeber positioniert und suchen auch weiterhin früh Kontakt zu besonders begabten Nachwuchstalenten. Für diese Studenten und Doktoranden bieten wir in Deutschland, unserer mitarbeiterstärksten Region, eigens ein LANXESS Förderprogramm an, das sowohl finanzielle als auch fachliche Unterstützung beinhaltet. Analog bauen wir unser Bindungsprogramm für besonders herausragende Praktikanten weiter aus. Schwerpunkte beider Programme liegen auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften.
Hinsichtlich des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Alterung der Gesellschaft besteht neben der mangelnden Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften zudem das Risiko gesundheitsbedingter Fehlzeiten sowie das Risiko veralteten Wissens oder auch des Wissensverlusts. Dieses Risiko sehen wir als ein mittel- und langfristig aufkommendes Risiko und haben daher bereits im Jahr 2011 ein umfassendes Demografieprogramm Xcare aufgesetzt, um den Herausforderungen des demografischen Wandels strukturiert zu begegnen. Das Programm, das bisher für unsere deutschen Gesellschaften konzipiert und implementiert worden ist, wird derzeit global ausgerollt. Seit Einführung des Programms wurde ein ganzes Bündel an Initiativen angestoßen und umgesetzt. So wurden beispielsweise rund 80 Demografiestellen (im Bereich der Chemikanten und Ingenieure) geschaffen, zusätzliche Trainings entwickelt, betriebliche Eingliederungsmaßnahmen verstärkt (Wiedereingliederungsmaßnahmen nach Krankheit) und das betriebliche Gesundheitsangebot erweitert (beispielsweise durch die Einführung einer digitalen Gesundheitsplattform).
Produktion und Technik
Fehlende Anlagenverfügbarkeit durch Störungen kann dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, sodass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z. B. proaktive Anlagenwartungen, systematische Schulungen unserer Mitarbeiter und regelmäßige Audits zur Schwachstellenanalyse. Systematische Sicherheitsbetrachtungen und Gefährdungsbeurteilungen helfen, die Anlagen- und Verfahrenssicherheit zu verbessern. Die Implementierung und Einhaltung der Maßnahmen wird durch Compliance Checks global überprüft. Darüber hinaus begegnen wir dem Risiko eines Produktionsausfalls, indem wir die Produktion bestimmter Produkte auf verschiedene Standorte weltweit verteilen.
Operative Chancen zu erschließen und zu nutzen ist zentraler Bestandteil unserer unternehmerischen Aktivitäten. Es ist unser Anspruch, unser Wachstum mit bestehenden Produkten und neuen Lösungen voranzutreiben und unsere Position in den globalen Märkten dadurch nachhaltig zu stärken. Investitionen in neue Werke sowie Kapazitätserweiterungen und die Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen sind hierfür zentrale Elemente. Die erwarteten Effekte sind in der Planung berücksichtigt oder darüber hinaus als Chance erfasst. Auch wenn wir uns grundsätzlich Vorteile von Investitionen versprechen, sind sie auch mit Risiken verbunden. So ist beispielsweise der Erfolg unserer Investitionen im asiatischen Raum stark belastet durch die zunehmend schwieriger werdenden Handelsbeziehungen zwischen den USA und China. Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden von den zuständigen Business Units vorbereitet und dem Vorstand nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Komitee zur Entscheidung vorgelegt. Mit diesem Prozess stellen wir sicher, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden.
Umsatz- und Ergebniseffekte, die wir aus unseren Investitionen und den bis zum Bilanzstichtag vollzogenen Akquisitionen erwarten, sind bereits in unseren Planungen berücksichtigt. Darüber hinaus können diese gezielten Investitionen weitere operative Chancen eröffnen, weil wir uns hierdurch neue Potenziale erschließen sowie die Positionierung in wichtigen Märkten vorantreiben.
Sicherheit und Umwelt
Selbst bei hohen (sicherheits-) technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen - auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus - nicht völlig auszuschließen. Sie können zu Bränden und Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden könnten. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert. Zudem führen von den Versicherungen eingesetzte Risikoingenieure regelmäßig Überprüfungen unserer Standorte durch.
In unserem Produktportfolio befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend eingestuft sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Kunden im Rahmen von Responsible Care® auf Risiken hin, die mit der Verwendung einhergehen. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen.
Gemäß unserem vorausschauenden Ansatz werden im Rahmen der Produktbeobachtung potenzielle Gefahren im Umfeld unseres Produktportfolios frühzeitig erkannt, bewertet und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen.
Regulatorische Maßnahmen können zu einer Verschärfung von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards in verschiedenen Bereichen führen. Dies kann höhere Kosten, Produktionsverbote und Haftungsrisiken zur Folge haben. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Implementierung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern. Zusätzliche Belastungen im Bereich der Energie- und Umweltpolitik, wie z. B. durch neue Regelungen im Emissionshandel, neue Ökosteuern oder die Neuverteilung der Kosten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz, können zu höheren Kosten und damit zum Teil zu erheblichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen. Zur Minderung dieses Risikos führen wir ein aktives Energiemanagement durch, um den Verbrauch an Energien zu reduzieren. Weiterhin diskutieren wir die wirtschaftlichen Folgen steigender Energiepreise direkt mit Behörden und Politik sowie über Wirtschaftsverbände zusammen mit anderen energieintensiven Unternehmen.
LANXESS war und ist für zahlreiche aktive und ehemalige Standorte mit bis zu 140 Jahren chemischer Produktion zuständig. Dies umfasst u. a. auch Abfallentsorgungseinrichtungen. Es lässt sich nicht ausschließen, dass in diesem Zeitraum auch Verunreinigungen des Untergrundes verursacht wurden, die bislang noch nicht identifiziert wurden. Wir bekennen uns zum Responsible-Care®-Gedanken und betreiben aktives Umwelt- sowie auch proaktives Umweltschutzmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft sowie weiteren Emissionen und Immissionen. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen haben wir ausreichende Rückstellungen gebildet. Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen für Umweltschutz finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [15] „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen".
IT und Security
Unsere IT ist Teil der Wertschöpfungskette und unterstützt weltweit unsere Geschäftsaktivitäten mit standardisierten Prozessen. Unser Ziel sind effiziente, stabile und skalierbare IT-Services. Entsprechend entwickeln wir eine einheitliche und integrierte Systemlandschaft und investieren weltweit in den Ausbau und die Modernisierung unserer IT-Services.
Beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen verfälscht oder gelöscht werden. Insbesondere beobachten wir eine wachsende Bedrohung der IT-Infrastruktur durch Angriffe von außen (Cyber-Risiken). All dies kann zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen und Reputationsschäden führen. Deshalb investieren wir in Datensicherungssysteme, die den Verlust von Daten und Informationen verhindern. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme gewährleisten die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie einen störungsfreien Betrieb der Systeme. Zur Verbesserung der Sicherheit der IT-Infrastruktur werden die Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig bewertet und geprüft. Sofern erforderlich, werden sie auf einen angemessenen sicherheitstechnischen Stand gebracht. Zur Abwehr von Bedrohungen werden neue Schutzeinrichtungen implementiert und an die aktuelle Bedrohungssituation angepasst. Zusätzlich hat LANXESS zur Absicherung von Cyber-Risiken eine Cyber-Versicherung abgeschlossen. Die Nutzer unserer IT-Systeme schulen wir regelmäßig über IT-Risiken sowie über geeignetes Verhalten und Schutzmaßnahmen. Zu aktuellen Themen der IT-Sicherheit führen wir Sicherheitskampagnen durch.
Absatzmarkt
Grundsätzlich unterliegt unser Konzern den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen und politischen sowie geopolitischen Veränderungen in den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind. Die weltweit zunehmende Tendenz zu protektionistischen Maßnahmen, die auch insbesondere die Chemieindustrie treffen würden, sehen wir als mittelfristiges Risiko für Wachstum und Stabilität. Die chemischen Wertschöpfungsketten sind stark vernetzt und global ausgerichtet. Verstärkter Protektionismus würde das Wachstum negativ beeinträchtigen. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden positiven bzw. negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Durch unsere weltweite Präsenz, die wir in den Wachstumsregionen weiter ausbauen, können wir an vorteilhaften regionalen Entwicklungen partizipieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von bestimmten Regionen reduzieren. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden sich im Kapitel „Strategische Ausrichtung" dieses Lageberichts.
Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Unsicherheiten für uns. Zusätzliche über die Planung hinausgehende Absatzmöglichkeiten können sich durch die Erschließung neuer Märkte oder Gewinnung neuer Kunden ergeben. Neben diesen nachfragebedingten Markteinflüssen können auch strukturelle Marktveränderungen unsere Ertragskraft beeinflussen, etwa durch den Marktaustritt bestehender oder das Auftreten neuer Wettbewerber bzw. zusätzlicher Kapazitäten sowie regionale Verschiebungen, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigem Kostenniveau, Produktsubstitution oder durch Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten. Wir begegnen diesen Entwicklungen mit einem konsequenten Kostenmanagement und passen unsere Produktportfolios kontinuierlich an. Die Fokussierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios richtet sich dabei auf innovative Anwendungssegmente, sodass eine langfristig erfolgreiche Geschäftsausrichtung sichergestellt werden kann.
Finanzbereich
Die Group Function Treasury & Investor Relations hat die Aufgabe, die finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken zentral zu erfassen und zu managen. Im Wesentlichen sind dies:
Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken:

In regelmäßig stattfindenden Strategiegesprächen des Financial Risk Committee unter Vorsitz des Finanzvorstands wird über die Ergebnisse des finanziellen Risikomanagements sowie über das aktuelle Risiko berichtet und über die weitere Vorgehensweise entschieden. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, Risiken zu erkennen und zu bewerten sowie deren Auswirkungen zu steuern und gegebenenfalls zu begrenzen.
● Preisänderungen
Währungen
Da der LANXESS Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen durchführt, ist er Wechselkursschwankungen gegenüber diesen Währungen ausgesetzt. Damit verbundene Risiken werden teilweise gesichert, soweit sie zahlungswirksam sind. Der Planung für das Geschäftsjahr 2019 liegen feste Wechselkurse zugrunde. Besonders relevant ist die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem geplanten Wechselkurs führt zu einem positiven Effekt auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen (und umgekehrt).
Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Solche Risiken werden grundsätzlich zu 100% abgesichert. Ebenso werden Währungsrisiken aus Finanztransaktionen inklusive der Zinskomponente in der Regel zu 100% kursgesichert. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte genutzt. Die Absicherung führt dazu, dass sich Auf- oder Abwertungen des Euro-Kurses im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen kurzfristig nur eingeschränkt auf die Zahlungsströme auswirken. Zudem bestehen Translationsrisiken durch die Umrechnung in lokaler Währung geführter Jahresabschlusswerte in den in Euro aufgestellten Konzernabschluss. Anders als der Effekt der Wechselkursschwankungen im Falle des Transaktionsrisikos hat das Translationsrisiko keinerlei Auswirkungen auf die Zahlungsströme des Konzerns in lokaler Währung. Des Weiteren haftet wesentlichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in lokaler Währung ein langfristiges Währungsrisiko an. Dieses wird regelmäßig eingeschätzt und bewertet. Eine Absicherung durch Devisentransaktionen erfolgt jedoch nur in dem Falle, wenn erwogen wird, sich aus bestimmten Geschäften zurückzuziehen, und die frei gewordenen Mittel zurückgeführt werden sollen.
Die Chancen und Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Hierzu werden sowohl die Umsätze als auch die Kosten in Fremdwährung geplant. Auf Dauer können Wechselkursschwankungen die künftigen Zahlungsströme beeinträchtigen, falls der LANXESS Konzern nicht in der Lage sein sollte, diese Wechselkursschwankungen, z. B. durch die Preisgestaltung für seine Produkte in der jeweiligen lokalen Währung, aufzufangen. Um dieses Risiko zu verringern, erfolgt eine teilweise Absicherung durch derivative Finanzinstrumente. Die Absicherung erfolgt entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Grundsätzen und wird kontinuierlich überwacht. Für die Jahre 2019, 2020 und 2021 haben wir bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um Währungsschwankungen zu begegnen.
Zinsen
Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsänderungen betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden.
Da der überwiegende Anteil der Finanzschulden zu festen Zinskonditionen aufgenommen wurde, haben Zinsänderungen in den kommenden Jahren nur einen begrenzten Einfluss auf den LANXESS Konzern.
Im Rahmen einer Langfristplanung entscheidet LANXESS regelmäßig über Refinanzierung zur Sicherung des prognostizierten Liquiditätsbedarfes.
Rohstoffe/Energien
Der LANXESS Konzern ist bei seiner operativen Geschäftstätigkeit Marktpreisänderungen für Energien und Rohstoffe ausgesetzt. Diese werden in der Regel an die Kunden weitergegeben. Wenn eine Weitergabe bestimmter Marktpreisrisiken aus Energien und Rohstoffen an den Kunden nur eingeschränkt möglich ist, kann im Einzelfall eine Sicherung durch finanzielle Warentermingeschäfte erfolgen, mit dem Ziel, die Cashflow-Volatilität zu reduzieren. LAN-XESS hat zum Bilanzstichtag finanzielle Warentermingeschäfte in geringem Umfang im Bestand.
● Liquidität und Refinanzierung
Eine grundsätzlich konservative Finanzpolitik und eine Zielkapitalstruktur, die sich im Wesentlichen an Kennzahlensystemen führender Ratingagenturen orientiert, sichern den Zugang zu Kapitalmärkten und damit die Zahlungsfähigkeit. Die konservative Finanzpolitik bezieht auch das Risiko einer Ratingänderung und damit verbundener Auswirkungen in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement ein, wobei LANXESS keinen direkten Einfluss auf die abschließende Beurteilung unabhängiger Ratingagenturen hat.
Als wesentliche Liquiditätsreserve dient eine syndizierte Kreditlinie über 1,25 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag nicht wesentlich in Anspruch genommen wurde. Die Laufzeit wurde auf Basis einer Vertragsoption um ein Jahr bis Mai 2023 verlängert. Neben der Kreditlinie bestanden kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserven in Höhe von 797 Mio. € in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Dementsprechend verfügt der LANXESS Konzern über eine Liquiditätsposition, die sich über eine breite Basis von Finanzierungsinstrumenten erstreckt.
● Kontrahenten
Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowohl mit unseren Kunden als auch mit Bank- und Finanzpartnern, insbesondere im Rahmen von Geldanlagegeschäften und Transaktionen mit Finanzinstrumenten.
Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können sie gegen das Kreditrisiko abgesichert werden.
Ziel des LANXESS Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der liquiditätsnahen, derivativen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird (ohne Berücksichtigung nicht bilanzieller Aufrechnungsvereinbarungen) durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben.
Zur Absicherung von Kreditrisiken aus Kundenforderungen werden für einzelne Kunden zugunsten des LANXESS Konzerns eröffnete Akkreditive genutzt sowie mit Vertragspartnern Vorauskasse vereinbart. Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität.
Bei der Auswahl von Bank- und Finanzpartnern für Geldanlagegeschäfte und Transaktionen mit Finanzinstrumenten ist die Bonität der Partner ein wichtiges Kriterium der LANXESS Finanzpolitik und des Kreditrisikomanagements. Daher strebt LANXESS grundsätzlich an, mit Bank- und Finanzpartnern Geschäfte zu tätigen, die mindestens über ein Investment-Grade-Rating verfügen.
Ferner erfolgt im Rahmen des Kreditrisikomanagements ein globales Management des Kontrahentenrisikos für alle bestehenden Bank- und Finanzpartner. Hierbei achtet der LANXESS Konzern darauf, dass im Sinne einer Risikodiversifikation keine existenzbedrohenden Konzentrationsrisiken bestehen. Durch den Abschluss von Rahmenverträgen können im Falle der Insolvenz des Transaktionspartners die Marktwerte der offenen Handelspositionen miteinander aufgerechnet werden, was zu einer weiteren Verringerung der Risikopositionen führt.
● Kapitalanlagen
Chancen und Risiken aus der Anlage von Pensionsvermögen werden durch das Pension Committee, bestehend aus dem Finanzvorstand sowie Vertretern der Group Functions Treasury & Investor Relations, Accounting und Human Resources, überwacht.
Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance
Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Konzerns aktiv voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzsteigerung, Optimierung von Chancen und Risiken, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen. Wir verweisen weiterhin auf das Kapitel „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht.
Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko hinsichtlich künftiger (Markt-) Entwicklungen und der möglichen Umsetzbarkeit angestrebter Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Einstieg in oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite- oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. Wir begegnen dem, indem wir die entscheidungsrelevanten Informationen sorgfältig und strukturiert aufarbeiten sowie eine regelmäßige Überprüfung der Entwicklung vornehmen. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand von erfahrenen Fachabteilungen und ggf. von externen Beratern unterstützt.
Bei der Gewinnung von Informationen im Rahmen von Akquisitionen ist nicht auszuschließen, dass nicht alle Informationen, die für die Einschätzung der künftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlich sind, vorliegen oder richtig bewertet werden. Dem begegnen wir durch systematische „Due-Diligence"-Analysen und - soweit möglich - entsprechende Restrisiko-minimierende Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration erworbener Unternehmen oder Geschäfte kann dazu führen, dass erwartete Mehrwertgenerierung nicht eintritt. Daher existieren bei uns Prozesse, die eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleisten. Werden Einschätzungen über künftige Entwicklungen, wie beispielsweise die Realisierung von Synergien, nicht erfüllt, könnte sich Wertminderungsbedarf von Vermögenswerten ergeben. Dieses Risiko überwachen wir mit mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen. Das Risiko eines sich ergebenden Wertminderungsbedarfs von Vermögenswerten wird der Gruppe Finanzbereich zugeordnet.
Unternehmen des LANXESS Konzerns unterliegen rechtlichen Risiken und sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines für LANXESS nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen mit Dritten hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf unser geplantes EBITDA vor Sondereinflüssen.
Um rechtliche Risiken zu vermeiden, hat LANXESS ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS) aufgesetzt, das eine Reihe organisatorischer präventiver Maßnahmen beinhaltet. LANXESS hat für sich als Risiken unter anderem Wettbewerbsrecht oder Anlagensicherheit/Umweltschutz identifiziert. Diese Themen sind als inhaltliche Sonderzuständigkeit im Rahmen des CMS unterschiedlichen Group Functions zugeordnet, die entsprechende Compliance-Programme etabliert haben. Im Hinblick auf kartellrechtsbezogene Risiken hat LANXESS beispielsweise ein Programm zur Sicherstellung wettbewerbsrechtlicher Compliance entwickelt, das Präsenzschulungen wie auch E-Learning umfasst. Hierdurch werden unsere Mitarbeiter und Führungskräfte in den jeweiligen Unternehmensbereichen auf die besonderen Risiken hingewiesen und entsprechend sensibilisiert. Diese Schulungen werden regelmäßig durchgeführt und dokumentiert. Zusätzlich stehen den Mitarbeitern bei Fragestellungen ausgewiesene Experten der Group Function Legal & Compliance zur Verfügung. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Compliance als integraler Bestandteil" in diesem Chancen- und Risikobericht.
Verstöße im Außenwirtschaftsrecht können Verbote und Einschränkungen in der Exporttätigkeit sowie den Wegfall von Privilegien im Rahmen der Exportabwicklung des Konzerns zur Folge haben. Dies kann in Einzelfällen zu Bußgeldern, Handelseinschränkungen und Reputationsverlust führen. Der Konzern stellt die Gesetzeskonformität im Bereich Außenwirtschaftsrecht und Exportkontrolle sicher, indem weltweit geeignete stabile Kontrollinstrumente und automatisierte Prüfprozesse etabliert wurden und kontinuierlich verbessert werden. Im Rahmen der proaktiven Beobachtung der handelspolitischen Entwicklungen werden sowohl die operativen Einheiten als auch die Leitungsgremien frühzeitig über Änderungen im Außenwirtschaftsverkehr und die damit einhergehenden Chancen und Risiken informiert und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen.
Im Rahmen unseres Chancen- und Risikomanagements haben wir uns auch mit dem Einfluss eines möglichen Brexits auf unsere Geschäftstätigkeit befasst. Hierzu haben wir ein fachübergreifendes Expertenteam zusammengestellt, welches u. a. unsere Lieferketten sicherstellen und gegebenenfalls interne Prozesse anpassen soll. Außerdem bereiten wir die notwendigen Schritte für den Fall des möglichen Austritts Großbritanniens sowohl aus der Zollunion als auch hinsichtlich der Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) vor. Unsere bisher getroffenen Maßnahmen für den Fall eines harten Brexits umfassen den Aufbau von Vorratsbeständen und den konstanten Austausch mit Abnehmern und Lieferanten, um auch zukünftig handelsübliche Lieferzeiten zu gewährleisten. Aufgrund dieser umfassenden Vorbereitung sowie des nur geringen Umsatzanteils Großbritanniens am Gesamtgeschäft sind wir zuversichtlich, dass sich ein harter Brexit nicht wesentlich negativ auf unseren Geschäftsverlauf auswirken wird. Trotz alledem sind zum jetzigen Zeitpunkt weder die politischen Rahmenbedingungen noch die damit verbundenen Folgen des Brexits final abschätzbar.
Darüber hinaus haben wir auch die Auswirkungen eines sich verschärfenden Handelskonflikts zwischen China und den USA auf LANXESS untersucht. Im Rahmen der Beurteilung hat sich gezeigt, dass nur sehr vereinzelt Produkte unseres Portfolios betroffen sind und die Warenströme von China in die USA lediglich schwach ausgeprägt sind. Aus diesem Grund ist kein signifikant negativer Einfluss durch die direkten Folgen der Auseinandersetzung auf unsere Geschäftstätigkeit zu erwarten.
Bedeutung der Chancen und Risiken sowie Ergebnis der Chancen- und Risikobewertung
Die identifizierten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung werden, wie zuvor beschrieben, kategorisiert und in Gruppen zusammengefasst. Die Bedeutung der Chancen und Risiken ergibt sich aus ihrer möglichen Auswirkung auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen für den LANXESS Konzern. Einzelne Kategorien, bei denen die Chance oder das Risiko einer Zielabweichung von mehr als 5% bezogen auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des Planungsjahres besteht, haben hierbei für uns eine mittlere bis hohe Bedeutung. Dies gilt auch für Gruppen, bei denen dieser Grenzwert lediglich kumuliert über alle jeweils zugeordneten Kategorien überschritten wird.
Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements wurde für das Planungsjahr der Kategorie Rohstoffpreise eine mittlere bis hohe Bedeutung beigemessen. Bezogen auf unsere zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, ergibt sich bei dieser Kategorie gemäß den zugrunde liegenden Szenarien bzw. den getroffenen Wahrscheinlichkeitsannahmen eine mögliche positive bzw. eine nachteilige Zielabweichung von 11 bzw. 7 %.
Auch wenn außer der Kategorie Rohstoffpreise aus der Gruppe Beschaffungsmärkte alle anderen Kategorien oder Gruppen nur eine geringe Bedeutung für die Chancen- und Risikoberichterstattung für das Jahr 2019 haben, werden nachfolgend auch für die Kategorien und Gruppen, die in der Vergangenheit bedeutsam waren, mögliche positive bzw. negative Zielabweichungen dargestellt:

Zusammenfassende Aussage zur Chancen- und Risikoposition
Die Chemieindustrie befindet sich weltweit in einem Umfeld, das von zunehmender Komplexität und hoher Wandlungsdynamik geprägt ist, womit naturgemäß wirtschaftliche Chancen und Risiken verbunden sind. Ein klarer strategischer Rahmen, eine balancierte Aufstellung, eine agile Organisation sowie nicht zuletzt eine auf einheitlichen Werten beruhende Unternehmenskultur verschaffen uns jedoch Spielräume, durch die wir in der Lage sind, auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen weiterhin handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Zudem ermöglicht es uns, strategische und operative Chancen zu nutzen und Wachstumspotenziale auszuschöpfen. Mit dem im Berichtsjahr erfolgten Verkauf unseres 50 %-Anteils an ARLANXEO konnten wir die strategische Neuausrichtung des Konzerns weiter vorantreiben. Mit diesem Schritt haben wir unsere Abhängigkeit von der volatilen Reifen- und Automobilindustrie signifikant reduziert. Bereits im Vorjahr hatten wir durch die Akquisition von Chemtura nicht nur unser Portfolio an Spezialadditiven deutlich ausgebaut, sondern auch unsere regionale Präsenz in Nordamerika gestärkt. Ein besonderes Augenmerk werden wir weiterhin auf die Ausgewogenheit unseres Portfolios legen. Es gilt zum einen, unsere wirtschaftliche Abhängigkeit von einzelnen Branchen oder korrelierenden Märkten weiter zu verringern, indem wir unsere Präsenz in attraktiven Kundenindustrien ausbauen. Zum anderen wollen wir unser Portfolio regional noch besser ausbalancieren, indem wir den Umsatzanteil in den Wachstumsmärkten Asien und Nordamerika kontinuierlich erhöhen. So haben wir im Februar 2018 erfolgreich den Kauf des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts vom belgischen Chemiekonzern Solvay einschließlich dessen Produktionsstandorts in Charleston (USA) abgeschlossen. Bereits im Vorjahr haben wir das Biotech-Startup IMD Natural Solutions übernommen, welches sich mit der Forschung und Entwicklung von Naturstoffen mit antimikrobieller Wirkung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie befasst. Hier sehen wir die Chance, unser Materialschutz- und Desinfektionsportfolio weiter zu ergänzen. Zudem prüfen wir derzeit gemeinsam mit dem kanadischen Unternehmen Standard Lithium an unserem US-amerikanischen Standort El Dorado die technische und wirtschaftliche Machbarkeit, batteriefähiges Lithium aus Sole zu gewinnen. Aufgrund unseres breiter diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios hat sich unsere Risikoexposition im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr verbessert.
Alle Planungen unterliegen bestimmten Prognoserisiken, sodass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen, z. B. aufgrund von Veränderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten, grundsätzlich eingeschränkt ist.
Einen Unsicherheitsfaktor stellen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits dar.
Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen Finanzierungsstrukturen, unserer soliden Liquiditätsausstattung sowie der Handlungsspielräume, die sich aus der Neuausrichtung, insbesondere durch die umgesetzten Veränderungen unseres Konzernportfolios ergeben, sind wir zuversichtlich, künftig auftretende Risiken zu bewältigen.
In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden.
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
scroll
| in T€ | Anhang | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 6.345 | 7.256 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (2) | -7.253 | -6.284 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 61 | 3 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -45.490 | -48.034 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (3) | 1.065 | 2.090 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (4) | -1.425 | -422 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -45.789 | -46.363 | |
| Ertrag aus Gewinnabführung von verbundenen Unternehmen | 193.727 | 318.011 | |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | (5) | 8.724 | 8.580 |
| Zinsergebnis | (6) | -65.293 | -69.113 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0 | -794 | |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | (7) | -9.353 | -16.533 |
| Finanzergebnis | 127.661 | 240.295 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (8) | -59.149 | -109.445 |
| Ergebnis nach Steuern | 22.723 | 84.487 | |
| Jahresüberschuss | 22.723 | 84.487 | |
| Gewinnvortrag | (20) | 92.939 | 42.444 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 0 | 0 | |
| Bilanzgewinn | 115.662 | 126.931 |
Bilanz zum 31. Dezember 2018
AKTIVA
scroll
| in T€ | Anhang | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | (12) | ||
| I. Immaterielle Vermögengegenstände | 13 | 1 | |
| II. Sachanlagen | 66 | 67 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | (13) | 738.864 | 738.864 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | (14) | 198.363 | 198.363 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | (15) | 43.156 | 60.010 |
| 980.462 | 997.305 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (16) | 3.849.019 | 3.060.820 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | (17) | 50.445 | 245.533 |
| II. Wertpapiere | (18) | 49.937 | 49.212 |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 124.033 | 1.053.593 | |
| 4.073.434 | 4.409.158 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | (19) | 26.149 | 30.706 |
| Summe Aktiva | 5.080.045 | 5.437.169 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang | 31.12.2017 | 31.12.2018 | |
| A Eigenkapital | (20) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital 9.152 T€) | 91.523 | 91.523 | |
| II. Kapitalrücklage | 1.230.529 | 1.230.529 | |
| III. Andere Gewinnrücklagen | 561.988 | 561.988 | |
| IV. Bilanzgewinn | 115.662 | 126.931 | |
| 1.999.702 | 2.010.971 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (21) | 65.760 | 74.190 |
| 2. Steuerrückstellungen | (22) | 17.547 | 54.147 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (23) | 40.626 | 38.878 |
| 123.933 | 167.215 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Anleihen | (24) | 2.700.000 | 2.700.000 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (25) | 34.301 | 28.973 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | 1.565 | 1.584 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (27) | 219.993 | 527.203 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | (28) | 551 | 1.223 |
| 2.956.410 | 3.258.983 | ||
| Summe Passiva | 5.080.045 | 5.437.169 | |
| Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften | (30) | 285.558 | 119.734 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2018
der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln,
Allgemeines
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 des Aktiengesetzes (AktG) vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance jederzeit eingesehen werden.
Grundlagen
Der Jahresabschluss der LANXESS AG, Köln (eingetragen beim Amtsgericht Köln, HRB 53652) ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt. Wie im Vorjahr wurde der Lagebericht der LANXESS AG in Anwendung von § 315 Absatz 5 HGB i. V. m § 298 Absatz 2 HGB mit dem Lagebericht des LANXESS Konzerns zusammengefasst.
Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang einzeln erläutert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Aufwendungen und Erträge des Finanzbereichs, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist und die keinem eigenständigen Posten zugeordnet werden, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die LANXESS AG als oberstes Mutterunternehmen stellt zum 31. Dezember 2018 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind, auf.
Der Jahresabschluss und der zusammengefasste Lagebericht in Anwendung von § 315 Absatz 5 HGB i. V. m. § 298 Absatz 2 HGB für das Geschäftsjahr 2018 werden mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Sie werden unter www.lanxess.de, Investor Relations, Publikationen zugänglich sein.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge des Berichtsjahres werden linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über 250,00 € bis 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.
Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen:
scroll
| EDV-Lizenzen | 3 bis 4 Jahre |
| EDV-Anlagen | 3 bis 4 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 10 Jahre |
Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag der Chemiebranche sind entsprechende Barmittel bei einem Treuhänder angelegt. Sie werden von der Deutsche Treuinvest Stiftung treuhänderisch für die LANXESS AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Demzufolge erfüllt die Höhe der dem Arbeitnehmer geschuldeten Leistung die Voraussetzungen für eine wertpapiergebundene Versorgungszusage gem. § 253 Abs. 1 S. 3 HGB. Das Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB wird gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Da im Falle wertpapiergebundener Versorgungszusagen bereits durch die Anpassung des Buchwerts der Verpflichtungen an den beizulegenden Zeitwert des korrespondierenden Deckungsvermögens eine Ausschüttungssperrwirkung erzielt wird, greift die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 3 i. V. m. S. 1 HGB insoweit nicht.
Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.
Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.
Guthaben bei Kreditinstituten in Euro werden zum Nennwert angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Zudem sind hier Unterschiedsbeträge zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag der von der LANXESS AG begebenen Anleihen erfasst; diese werden durch planmäßige Abschreibungen während der Laufzeit der jeweiligen Anleihen getilgt.
Latente Steuern werden für temporäre Bilanzierungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die LANXESS AG ist in Deutschland Organträger und muss somit nicht nur die eigenen temporären Differenzen aus Bilanzposten einbeziehen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der LANXESS AG von aktuell 32,3 % (Vorjahr 32,3 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein - nicht bilanzierter - Aktivüberhang.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G (Vorjahr: Richttafeln Heubeck 2005 G)) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die Erfolgswirkung aus der erstmaligen Anwendung der RT 2018 G von 373 T€ wurde sofort in voller Höhe im Personalaufwand im Berichtszeitraum erfasst. Die erwarteten Entgeltsteigerungen bei den Tarifmitarbeitern und bei den leitenden Angestellten betrugen unverändert zum Vorjahr 2,50 % bzw. 2,75 %. Die erwarteten Rentensteigerungen für Altzusagen wurden im Jahresabschluss 2018 auf dem Vorjahreswert von 1,50 % belassen. Für Neuzusagen betrug die erwartete Rentensteigerung, wie auch im Vorjahr, 1,00 %. Der Rechnungszins beträgt 3,21 % (Vorjahr: 3,68 %) für Pensionen, 0,81 % (Vorjahr: 1,26 %) für Frühruhestand und 2,32 % (Vorjahr: 2,80 %) für sonstige ähnliche Verpflichtungen. Bei den zugrunde gelegten Rechnungszinssätzen für die Abzinsung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2018 handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit. Die angenommene Restlaufzeit beträgt für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 Jahre und für Frühruhestand 1 Jahr.
LANXESS hat für nach dem 31. Dezember 2016 eingetretene und neu eintretende Mitarbeiter ein rückdeckungsakzessorisches Versorgungsmodell aufgesetzt, das sich aus arbeitnehmer- sowie arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierten Bestandteilen zusammensetzt. Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung entspricht dem Zeitwert der über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) gesicherten Rückdeckungsversicherung, die Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellt, und somit saldieren sich Verpflichtung und Deckungsvermögen zu null. Bei der vorliegenden Zusage entspricht der Zinsaufwand dem Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung. Beide Beträge sind gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB miteinander zu saldieren.
Die Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende, objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Die ausgewiesenen Haftungsverhältnissen aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.
Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen von 7.256 T€ (Vorjahr: 6.345 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus Dienstleistungen, die gegenüber der LANXESS Deutschland GmbH und somit im Inland auf Basis eines Dienstleistungsvertrages erbracht wurden.
(2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Bei den Herstellungskosten von 7.253 T€ (Vorjahr: 6.284 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen im Zusammenhang mit den erbrachten Dienstleistungen. Sie beinhalten insbesondere Personalaufwendungen und allgemeine Verwaltungsaufwendungen.
(3) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 2.012 T€ (Vorjahr: 853 T€) enthalten.
(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von 35 T€ (Vorjahr: 166 T€) enthalten.
(5) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten im Wesentlichen Erträge aus langfristigen Darlehen an die LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 8.258 T€ (Vorjahr: 8.258 T€).
(6) Zinsergebnis
scroll
| in T€ | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| von Dritten | 9.298 | 887 |
| von verbundenen Unternehmen | 6.164 | 4.674 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 15.462 | 5.561 |
| an Dritte | 74.544 | 70.238 |
| aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen langfristigen Personalrückstellungen | 2.342 | 2.407 |
| an verbundene Unternehmen | 3.869 | 2.029 |
| 80.755 | 74.674 | |
| Zinsergebnis | -65.293 | -69.113 |
(7) Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge
scroll
| in T€ | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Übrige finanzielle Aufwendungen | ||
| aus Währungsumrechnung | 271.569 | 215.832 |
| Sonstige | 10.199 | 10.254 |
| 281.768 | 226.086 | |
| Übrige finanzielle Erträge | ||
| aus Währungsumrechnung | 270.876 | 208.228 |
| Sonstige | 1.539 | 1.325 |
| 272.415 | 209.553 | |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | -9.353 | -16.533 |
Die Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung resultieren im Wesentlichen aus eigenen Fremdwährungspositionen sowie aus der Bewertung von für Konzernunternehmen mit Dritten abgeschlossenen Fremdwährungsgeschäften.
In den sonstigen übrigen finanziellen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Bürgschaftsprovisionen an verbundene Unternehmen enthalten. Die sonstigen übrigen finanziellen Erträge resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Bürgschaftsprovisionen von verbundenen Unternehmen.
(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 109.445 T€ (Vorjahr: 59.149 T€) setzt sich aus dem Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von 43.721 T€ sowie Steueraufwand für Vorjahre in Höhe von 65.724 T€ zusammen.
Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die LANXESS AG zum 31. Dezember 2018 aus temporären Bilanzierungsunterschieden - sowohl eigenen als auch solchen bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung. Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,3 % (LANXESS AG und Organgesellschaften).
Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Sachanlagen, immateriellen Vermögensgegenständen sowie von Anteilen an Kapitalgesellschaften. Aus den Pensionsverpflichtungen ergibt sich auf Grund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht ansetzbaren Rückstellungen u.a. für drohende Verluste und für Pensionsurlaub, ferner aus wertmäßigen Unterschieden u.a. bei Rückstellungen für Jubiläen und sonstige Rückstellungen sowie übrigen Verbindlichkeiten.
(9) Personalaufwand
scroll
| in T€ | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 31.659 | 32.314 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 7.347 | 9.846 |
| davon für Altersversorgung | 6.456 | 8.895 |
| 39.006 | 42.160 |
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie werden im Zinsergebnis ausgewiesen.
(10) Mitarbeiter
scroll
| Stichtag 31.12.2017 | Durchschnitt 2018 | Stichtag 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| Verwaltung | 146 | 151 | 153 |
(11) Honorare des Jahresabschlussprüfers
Sämtliche Honorare der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der LANXESS AG veröffentlicht. Die Honorare wurden im Wesentlichen gezahlt für die Prüfung des Jahresabschlusses der LANXESS AG sowie des Konzernabschlusses inklusive des Risikofrüherkennungssystems sowie für die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses. Des Weiteren wurden Honorare für andere Bestätigungsleistungen sowie sonstige Leistungen gezahlt. Die anderen Bestätigungsleistungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie sonstige Leistungen für Prüfbescheinigungen.
Erläuterungen zur Bilanz
(12) Anlagevermögen
scroll
| Bruttowerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | Stand 01.01.2018 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software-Lizenzen | 64 | 0 | 0 | 64 |
| 64 | 0 | 0 | 64 | |
| Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 189 | 36 | 29 | 196 |
| 189 | 36 | 29 | 196 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.864 | 0 | 0 | 738.864 |
| Ausleihungen an verb. Unternehmen | 198.363 | 0 | 0 | 198.363 |
| Sonstige Ausleihungen | 43.156 | 16.854 | 0 | 60.010 |
| 980.383 | 16.854 | 0 | 997.237 | |
| Anlagevermögen gesamt | 980.636 | 16.890 | 29 | 997.497 |
scroll
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | Stand 01.01.2018 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software-Lizenzen | 51 | 12 | 0 | 63 |
| 51 | 12 | 0 | 63 | |
| Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 123 | 35 | 29 | 129 |
| 123 | 35 | 29 | 129 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausleihungen an verb. Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anlagevermögen gesamt | 174 | 47 | 29 | 192 |
scroll
| Nettowerte | ||
|---|---|---|
| in T€ | Stand 31.12.2017 | Stand 31.12.2018 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Software-Lizenzen | 13 | 1 |
| 13 | 1 | |
| Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 66 | 67 |
| 66 | 67 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.864 | 738.864 |
| Ausleihungen an verb. Unternehmen | 198.363 | 198.363 |
| Sonstige Ausleihungen | 43.156 | 60.010 |
| 980.383 | 997.237 | |
| Anlagevermögen gesamt | 980.462 | 997.305 |
(13) Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB
Die Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 HGB sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellt.
(14) Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten zwei langfristige Darlehen an die LANXESS Deutschland GmbH.
(15) Sonstige Ausleihungen
Die sonstigen Ausleihungen betreffen fast ausschließlich das anteilige Treuhandvermögen am LANXESS Pension Trust e.V. (LXS Trust). Die LANXESS AG hat mit mehreren Tranchen insgesamt Barmittel in Höhe von 58.248 T€, davon 16.483 T€ im Berichtsjahr, im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen in den LXS Trust eingebracht.
Das anteilige Treuhandvermögen der LANXESS AG ist in Anteilen an einem Spezialfonds in einer Kapitalanlagegesellschaft angelegt. Die Ertragsrealisierung in der LANXESS AG erfolgt zum Zeitpunkt eines getroffenen Ausschüttungsbeschlusses der Kapitalanlagegesellschaft. Darüber hinaus können sich vertraglich geregelte Nachschusspflichten beim Treugeber auswirken. Im Berichtszeitraum wurde keine Ausschüttung beschlossen.
Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen von in Summe 371 T€ (Vorjahr: 90 T€) resultieren im Wesentlichen aus Nachschusspflichten des Treugebers. Der Marktwert des LXS Trust Vermögens liegt am Bilanzstichtag über dem Buchwert.
Da der CTA kein Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB darstellt, wird unter Beachtung von § 253 Abs. 1 S. 4 HGB keine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt, sondern die Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten bewertet. Eine Ausschüttungssperre besteht aus diesem Grunde nicht.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag der Chemiebranche sind jährlich ab 2010 Barmittel bei der Deutsche Treuinvest Stiftung angelegt worden. Der Zeitwert des Treuhandvermögens entspricht dem Zeitwert der Verpflichtungen aus dem Demografiefonds in Höhe von 249 T€ (Vorjahr: 205 T€). Der Bilanzwert für das Treuhandvermögen und die unter den sonstigen Rückstellungen zu zeigenden Verpflichtungen sind, wie auch die Aufwendungen und Erträge, verrechnet worden.
(16) Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 3.060.820 T€ (Vorjahr: 3.849.019 T€) betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehensforderungen einschließlich der Zinsabgrenzung, Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Aus dem in Punkt (1) beschriebenen Dienstleistungsvertrag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.481 T€ (Vorjahr: 2.189 T€). Des Weiteren bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
(17) Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in T€ | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Termingelder | 0 | 150.000 |
| Steuerforderungen | ||
| aus Ertragsteuern | 24.970 | 54.118 |
| aus Umsatzsteuer | 20.532 | 38.838 |
| Sonstige | 4.943 | 2.577 |
| 50.445 | 245.533 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle im Folgejahr fällig.
(18) Wertpapiere
Unter den Wertpapieren in Höhe von 49.212 T€ (Vorjahr: 49.937 T€) werden jederzeit veräußerbare Anteile an Publikumsfonds ausgewiesen.
(19) Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Geschäftsjahr 2018 im Wesentlichen Disagiobeträge auf die ausgegebenen Anleihen in Höhe von 29.222 T€ (Vorjahr: 24.277 T€) ausgewiesen.
(20) Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich im Jahr 2018 wie folgt entwickelt:
scroll
| in T€ | 31.12.2017 | Dividende | Jahresüberschuss | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 91.523 | 0 | 0 | 91.523 |
| Kapitalrücklage | 1.230.529 | 0 | 0 | 1.230.529 |
| Andere Gewinnrücklagen | 561.988 | 0 | 0 | 561.988 |
| Bilanzgewinn | 115.662 | -73.218 | 84.487 | 126.931 |
| 1.999.702 | -73.218 | 84.487 | 2.010.971 |
Das gezeichnete Kapital ist zum Bilanzstichtag eingeteilt in 91.522.936 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
In der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 wurde für den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 von 115.662 T€ die folgende Verwendung beschlossen:
| ― | eine Dividendenzahlung von 73.218 T€ (0,80 € je dividendenberechtigte Stückaktie), |
| ― | einen Betrag von 42.444 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. |
Bedingtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 15. Mai 2018 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Mai 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 9.152.293 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung um bis zu 9.152.293 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) wird der Vorstand andere Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre berücksichtigen. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20 % des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Von der Ermächtigung der Ausgabe von Schuldverschreibungen wurde bisher kein Gebrauch gemacht.
Genehmigtes Kapital I und III
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2018 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 14. Mai 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 25. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 9.152.293 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital III). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals I und III steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Dieses kann jedoch unter bestimmten, in § 4 Abs. 3 und Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG näher definierten, Fällen ausgeschlossen werden. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20 % des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Eine Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals I und III ist bisher nicht erfolgt.
(21) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
In den Pensionsrückstellungen werden Versorgungsverpflichtungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern sowie Verpflichtungen aus Frühruhestandsvereinbarungen ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2018 betragen die Rückstellungen für Pensionen 74.027 T€ (Vorjahr: 65.487 T€). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt für das Geschäftsjahr 11.672 T€ (Vorjahr: 10.228 T€) und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.
Die Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen aus den rückdeckungsakzessorischen Versorgungszusagen betragen 214 T€ und wurden mit dem Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung, die Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellt, von 214 T€ saldiert. Zinsaufwendungen und Erträge aus der Rückdeckungsversicherung sind im Berichtszeitraum nicht entstanden.
(22) Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen bestehen für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 6.232 T€ für den Berichtszeitraum und 47.915 T€ für Vorjahre.
(23) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für Verpflichtungen aus erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten (APP, LTSP, LTPB) für Mitarbeiter, noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubs- und Überstundenguthaben, Arbeitnehmerjubiläen sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Unter den sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten werden unter anderem die erwarteten Kosten für die Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2018, die variable sowie die Festvergütung für den Aufsichtsrat ausgewiesen.
Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen und weiteren Bedingungen, die der Vorstand bzw. Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festgelegt hat, wie z. B. dem Erreichen bestimmter Ziele für das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns. Die tatsächliche Auszahlung kann von den im Voraus berechneten Beträgen abweichen.
Die langfristig ausgerichteten, erfolgsabhängigen Komponenten des Vergütungssystems sind der Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und der Long Term Performance Bonus (LTPB).
Der LTSP bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie. Als Referenzwert wird bei dem ab 2014 aufgelegten Programm LTSP 2014 - 2017 der MSCI World Chemicals Index herangezogen. Bei dem seit 2010 bestehenden Programm LTSP 2010 - 2013, aus dem noch ausübbare Anrechte ausstehen, dient der Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Der LTSP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010 - 2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014 - 2017) gesperrt. Nach Ablauf der Sperrfrist können die durch das LTSP gewährten Anrechte ausgeübt werden. Die Ausübungsfristen betragen grundsätzlich drei Jahre, für die Tranchen 2012 und 2013 fünf Jahre. Bei dem seit 2018 bestehenden Programm LTSP 2018 - 2021 erfolgt nach Ablauf der vierjährigen Sperrfrist eine sofortige Ausübung der gewährten Anrechte. Der Wert eines Stock Performance Rights ist abhängig von der durchschnittlichen Performance der LANXESS Aktie im Vergleich zur Performance des Wettbewerbsindex MSCI World Chemicals während der Sperrfrist. Die Performance zum Index wird für jedes der vier Jahre der Sperrfrist einzeln ermittelt.
Der LTPB honoriert die finanzwirtschaftliche Entwicklung auf Basis des Geschäftserfolgs für zwei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre. Die Höhe des Bonus ist ein Prozentsatz des Festgehalts.
(24) Anleihen
Die Anleihen betragen zum 31. Dezember 2018 2.700.000 T€ (Vorjahr: 2.700.000 T€) und setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in T€ | Zinssatz in % |
Laufzeit bis | Betrag |
|---|---|---|---|
| Euroanleihe 2016/2021 | 0,250 | Oktober 2021 | 500.000 |
| Privatplatzierung 2012/2022 | 3,500 | April 2022 | 100.000 |
| Euroanleihe 2012/2022 | 2,625 | November 2022 | 500.000 |
| Euroanleihe 2018/2025 | 1,125 | Mai 2025 | 500.000 |
| Euroanleihe 2016/2026 | 1,000 | Oktober 2026 | 500.000 |
| Privatplatzierung 2012/2027 | 3,950 | April 2027 | 100.000 |
| Hybridanleihe 2016/2076 | 4,500 | Dezember 2076 | 500.000 |
| 2.700.000 |
Die im Geschäftsjahr 2011 begebene Anleihe in Höhe von 500.000 T€ wurde im Mai 2018 zurückgezahlt. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2018 eine Anleihe im Gesamtwert von 500.000 T€ begeben.
(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 28.973 T€ (Vorjahr: 34.301 T€) bestehen im Wesentlichen aus abgegrenzten Zinsen.
(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegenüber Dritten.
(27) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 527.203 T€ (Vorjahr: 219.993 T€) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten einschließlich der Zinsabgrenzung sowie Verbindlichkeiten aus dem Finanzverrechnungsverkehr.
(28) Sonstige Verbindlichkeiten
scroll
| in T€ | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 517 | 897 |
| Sonstige | 34 | 326 |
| 551 | 1.223 |
(29) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
scroll
| 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|
| in T€ | bis zu 1 Jahr | über 1 Jahr | davon über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- |
| Anleihen | 500.000 | 2.200.000 | 1.100.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 34.301 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.565 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 169.993 | 50.000 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 551 | 0 | 0 |
| 706.410 | 2.250.000 | 1.100.000 |
scroll
| 31.12.2018 | |||
|---|---|---|---|
| in T€ | bis zu 1 Jahr | über 1 Jahr | davon über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- |
| Anleihen | 0 | 2.700.000 | 1.600.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 28.973 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.584 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 527.203 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.223 | 0 | 0 |
| 558.983 | 2.700.000 | 1.600.000 |
(30) Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften
In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögenswerten entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen.
Die LANXESS AG hat zu Gunsten von Tochtergesellschaften folgende Garantien abgegeben:
scroll
| in T€ | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Gegenüber Kreditinstituten | 130.181 | 94.372 |
| Gegenüber Lieferanten/übrige Dritte | 155.377 | 25.362 |
| 285.558 | 119.734 |
Weiterhin hat die LANXESS AG für Tochterunternehmen Garantien für Zahlungsverpflichtungen aus zukünftigen Lieferungen aufgrund langfristiger Beschaffungsverträge übernommen.
Im Ausland hat die englische Konzerngesellschaft LANXESS Limited (Registrierungsnummer 03498959), Newbury, von der Befreiung der Prüfung des Jahresabschlusses unter dem Abschnitt 479A des Companies Act 2006 Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG als oberste Muttergesellschaft hat eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 in Bezug auf den Abschnitt 479C des Companies Act 2006 abgegeben. Die bilanzierten Verbindlichkeiten der LANXESS Limited belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf 1.225 T€.
Die ehemalige niederländische Konzerngesellschaft ARLANXEO Netherlands B.V., Sittard-Geleen, hat in den Vorjahren von der Befreiung der Veröffentlichung und der Prüfung des Jahresabschlusses gemäß Artikel 2:403, Paragraph 1 (f) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches (Dutch Civil Code) Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG hat die hierfür gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten in Bezug auf den Artikel 2:403, Paragraph 1 (f) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches (Dutch Civil Code) mit der Veräußerung der Anteile an ARLANXEO an SaudiAramco in 2018 zurückgezogen.
Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Sonstige Pflichtangaben
(31) Bestehen einer Beteiligung (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG)
Die Meldungen über das Bestehen einer Beteiligung an der LANXESS AG sind in den Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG aufgeführt.
(32) Derivative Finanzinstrumente
Die LANXESS AG und Gesellschaften des LANXESS Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Marktpreisrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte, Zinsswaps und Warenterminkontrakte.
Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt.
Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Marktpreisen zurückgehen.
Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen wie Währungen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten aufgrund sinkender Preise durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.
Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos werden den Banken Kontrahentenlimite zugeteilt sowie Rahmenverträge eingesetzt, die im Falle der Insolvenz eines Vertragspartners eine Aufrechnung der Marktwerte der offenen derivativen Geschäfte vorsehen.
Das Nominalvolumen der mit externen Vertragspartnern abgeschlossenen Derivate belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 1.129.453 T€ (Vorjahr: 2.175.200 T€). Mit Konzerngesellschaften wurden gegenläufige Derivate von nominal 1.110.805 T€ (Vorjahr: 1.510.158 T€) abgeschlossen. Insgesamt bestanden damit derivative Geschäfte im Nominalvolumen von 2.240.258 T€ (Vorjahr: 3.685.358 T€). Hierin enthalten waren auch solche Geschäfte, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden.
Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:
scroll
| Nominalwerte | Marktwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2017 | 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | ||||
| - positive Marktwerte | 1.544.792 | 992.323 | 32.383 | 21.355 |
| - negative Marktwerte | 1.632.452 | 1.238.329 | 37.518 | 25.884 |
| 3.177.244 | 2.230.652 | -5.135 | -4.529 | |
| Zinsswaps | ||||
| - positive Marktwerte | 500.000 | 0 | 531 | 0 |
| - negative Marktwerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 500.000 | 0 | 531 | 0 | |
| Warenterminkontrakte | ||||
| - positive Marktwerte | 4.057 | 4.803 | 382 | 589 |
| - negative Marktwerte | 4.057 | 4.803 | 382 | 589 |
| 8.114 | 9.606 | 0 | 0 | |
| 3.685.358 | 2.240.258 | -4.604 | -4.529 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
| --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | ||
| - positive Marktwerte | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 831 | 3.132 |
| -831 | -3.132 | |
| Zinsswaps | ||
| - positive Marktwerte | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 0 | 0 |
| 0 | 0 | |
| Warenterminkontrakte | ||
| - positive Marktwerte | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 0 | 0 |
| 0 | 0 | |
| -831 | -3.132 |
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Währungsrisiken
Zur Absicherung von Währungsrisiken setzte die LANXESS AG Devisentermingeschäfte ein.
Die Sicherungsmaßnahmen umfassen externe Devisentermingeschäfte die einer Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung dienen und spiegelbildlich an diese Konzerngesellschaften weitergegeben werden.
Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung bestanden externe Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 332.607 T€ (Vorjahr: 311.673 T€) mit einem beizulegenden Zeitwert von - 12.900 T€ (Vorjahr: 14.893 T€). Ihnen standen gegenläufige Geschäfte mit Unternehmen des Konzerns von nominal 332.607 T€ (Vorjahr: 311.673 T€) gegenüber; ihr beizulegender Zeitwert belief sich auf 12.900 T€ (Vorjahr: - 14.893 T€). Wertänderungen korrespondierender externer und interner Geschäfte verhalten sich jeweils gegenläufig und gleichen sich mit Fälligkeit bis zum Jahr 2021 aus. Die Geschäfte waren in Bewertungsportfolios zusammengefasst und wurden bilanziell nicht erfasst.
Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der LANXESS AG sowie der Konzernunternehmen (bilanzielles Risiko) schloss die LANXESS AG Devisentermingeschäfte mit externen Vertragspartnern im Nominalvolumen von 792.044 T€ (Vorjahr: 1.359.470 T€) ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug - 5.275 T€ (Vorjahr: 6.099 T€). Die Geschäfte wurden teilweise an Konzerngesellschaften weitergereicht; diese internen Gegengeschäfte machten nominal 773.395 T€ (Vorjahr: 1.194.429 T€) bei einem beizulegenden Zeitwert von 746 T€ (Vorjahr: - 11.233 T€) aus. Soweit zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften abgeschlossene Devisentermingeschäfte über interne Geschäfte an die betroffenen Konzerngesellschaften weitergereicht wurden, erfolgte eine Zusammenfassung der sich gegenläufig verhaltenden Geschäfte zu Bewertungsportfolios. Hierin standen sich aus externen und internen Geschäften zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwerte von per Saldo -5.275 T€ bzw. 746 T€ (Vorjahr: 6.099 T€ bzw. - 11.233 T€) gegenüber. Sie werden überwiegend im Jahr 2019 und im Übrigen spätestens im Jahr 2021 fällig. Die Geschäfte waren bilanziell nicht erfasst.
Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung des bilanziellen Fremdwährungsrisikos von Konzerngesellschaften dienten und denen keine korrespondierenden internen Gegengeschäfte gegenüberstanden, belief sich auf - 3.132 T€ (Vorjahr: -831 T€). Der negative Marktwert wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.
Weitere Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) wurden aus Währungsdarlehen, die die LANXESS AG bei Konzernunternehmen aufgenommen bzw. an diese gewährt hatte, und den zu ihrer Absicherung abgeschlossenen sich gegenläufig verhaltenden Devisentermingeschäften gebildet. Die gesicherten Darlehen hatten zum Abschlussstichtag einen Buchwert von 63.015 T€ (Vorjahr: 48.280 T€) für gewährte bzw. von 64.047 T€ (Vorjahr: 88.820 T€) für aufgenommene Darlehen. Per Saldo bestand ein Währungsrisiko von 1.397 T€ (Vorjahr: 4.303 T€). Die externen Devisenkontrakte wiesen per Saldo einen negativen Zeitwert von - 3.132 T€ (Vorjahr: - 831 T€) auf, sind jeweils im Jahr 2019 fällig und bilanziell nicht erfasst.
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Zinsrisiken
Zur Absicherung von Zinsrisiken bei der Emission von Finanzierungsinstrumenten setzte die LANXESS AG Zinsswaps ein.
Die Sicherungsmaßnahmen umfassen externe Zinsswaps, die einer Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte zur Refinanzierung des Konzerns dienen und direkt durch die LANXESS AG am Kapitalmarkt emittiert werden sollen.
Zur Abdeckung der Zinsrisiken schloss die LANXESS AG im Vorjahr Zinsswaps mit externen Partnern mit einem Nominalvolumen von 500.000 T€ ab. Mit der Emission einer Anleihe im Gesamtwert von 500.000 T€ im Mai 2018 wurde der Zinsswap ergebniswirksam aufgelöst.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine derivativen Finanzinstrumente zur Abdeckung von Zinsrisiken.
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Preisrisiken
Die externen Warenterminkontrakte, die alle innerhalb eines Jahres fällig werden, wurden spiegelbildlich an Konzerngesellschaften weitergegeben. Die Ergebnisse der bis zum Jahresende beendeten Geschäfte glichen sich aus. Zur Bewertung der noch offenen Geschäfte wurden jeweils Microbewertungseinheiten gebildet, sodass per Saldo kein Ergebnis entstand.
Bewertungsmethoden
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Im Einzelnen gelten dabei folgende Grundsätze:
| ― | die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden mit der „Forward-Methode" aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. |
| ― | die Marktwerte der Warentermingeschäfte wurden ebenfalls mit der „Forward-Methode" aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. |
Zur Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode herangezogen.
(33) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 a HGB)
Für das Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 12.183 T€ (Vorjahr: 14.581 T€). Hiervon entfielen auf die jährliche Vergütung (feste Jahresvergütung, Annual Performance Payment (APP), Sachbezüge und sonstige) 8.597 T€ (Vorjahr: 10.362 T€), auf Bezüge für das Vorjahr 0 T€ (Vorjahr: - 86 T€) sowie auf die mehrjährige Vergütung 3.586 T€ (Vorjahr: 4.305 T€).
In der mehrjährigen Vergütung sind Bezüge im Rahmen des Long Term Performance Bonus (LTPB) von 1.726 T€ (Vorjahr: 2.721 T€) und im Rahmen des anteilsbasierten Long Term Stock Performance Plan (LTSP) enthalten. Innerhalb des LTSP wurden 1.860.000 (Vorjahr: 1.740.000) Vergütungsrechte gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 1.860 T€ (Vorjahr: 1.584 T€). Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein Ertrag aus der anteilsbasierten Vergütung von 81 T€ (Vorjahr: Aufwand von 1.558 T€).
Daneben fielen Nettoaufwendungen für die Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 2.581 T€ (Vorjahr: 2.585 T€) an. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs der zum Jahresende 2018 aktiven Vorstandsmitglieder lag bei 16.858 T€ (Vorjahr: 14.277 T€). Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2018 im Abschnitt Vergütungsbericht.
Vergütung des Aufsichtsrates:
scroll
| in T€ | Feste Vergütung | Vergütung der Ausschusstätigkeit | Sitzungsgeld | Langfristige Vergütung | Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 1.160 | 540 | 221 | 0 | 1.921 |
| 2017 | 1.160 | 480 | 183 | 0 | 1.823 |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge von 1.921 T€ (Vorjahr: 1.823 T€). Die für die Mitglieder des Aufsichtsrats gebildete Rückstellung für mehrjährige Vergütung belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 1.310T€ (Vorjahr: 950 T€).
Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im LANXESS Konzern sind, Gehälter im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Die Höhe der Gehälter entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern.
Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2018 im Abschnitt Vergütungsbericht.
(34) Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands sowie Vorstandsmitglieder, die ihre Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet haben (gemäß § 285 Nr. 9 a Satz 6 dd und Nr. 9 b HGB)
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 473 T€ (Vorjahr: 473 T€) und betreffen erfolgte Zahlungen aus der Altersversorgung. Es wurden 2.790 T€ (Vorjahr: 2.203 T€) an laufendem Pensionsaufwand erfasst.
Für den Verpflichtungsumfang laufender Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes sind Rückstellungen zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 30.089 T€ (Vorjahr: 27.772 T€) gebildet.
(35) Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 c HGB)
Zum 31. Dezember 2018 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.
(36) Ausschüttungsgesperrte Beträge (gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB)
Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
scroll
| in T€ | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen (7-Jahres-Durchschnittszinssatz) | 75.715 | 85.699 |
| abzüglich Rückstellungen für Pensionen (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) | -65.487 | -74.027 |
| Unterschiedsbetrag | 10.228 | 11.672 |
| Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge | 10.228 | 11.672 |
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn in Höhe von 130.934 T€.
(37) Nachtragsbericht
Im Januar 2019 kündigt LANXESS einen Aktienrückkauf mit einem Volumen von bis zu 200 Mio. € an. Dies entspricht rund 4,9 % des Grundkapitals. Der Aktienrückkauf soll spätestens am 31. Dezember 2019 abgeschlossen sein. Die Aktien werden eingezogen. Die Durchführung des Aktienrückkaufs erfolgt auf Basis der von der Hauptversammlung am 20. Mai 2016 erteilten Ermächtigung und erlaubt noch weitere Aktienrückkäufe von bis zu 10 % des Grundkapitals der LANXESS AG.
Darüber hinaus sind nach dem 31. Dezember 2018 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG zu erwarten ist.
(38) Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, zu beschließen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 126.931 T€ eine Dividendenzahlung von 0,90 € je dividendenberechtigter Stückaktie vorzunehmen. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung von 82.371 T€. Der nach Abzug der geplanten Dividendensumme verbleibende Betrag von 44.560 T€ soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab. Die Gesellschaft führt derzeit ein am 10. Januar 2019 bekanntgemachtes und bis zum 31. Dezember 2019 befristetes Rückkaufprogramm zum Erwerb eigener Aktien zu einem Kaufpreis von bis zu 200.000 T€ (ohne Nebenkosten) durch. Da eigene Aktien nicht dividendenberechtigt sind, wird sich die Anzahl dividendenberechtigter Stückaktien bis zum Tag der Hauptversammlung verringern.
(39) Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden die nachstehend genannten Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2018).
Als Vertreter der Anteilseigner gehören derzeit die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an (Mandate der ausgeschiedenen Mitglieder beziehen sich auf den Zeitpunkt des Ausscheidens):
Dr. Matthias L. Wolfgruber (Vorsitzender seit dem 15. Mai 2018)
● Selbstständiger Berater
● Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der ALTANAAG
Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln* (Vorsitzender seit dem 15. Mai 2018)
● Grillo Werke AG, Duisburg*
● ALTANAAG, Wes el*
● ARDEX Gm bH, Witten (Vorsitzender des Beirats)
● Cabot Corporation, Boston, Massachusetts/Vereinigte Staaten von Amerika
Dr. Heike Hanagarth
● Selbständige Unternehmensberaterin
● Ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Bahn AG, Berlin
Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
● aichele GROUP GmbH & Co. KG, Bretten
● Gilde Buy Out Partners BV, Utrecht/Niederlande
Dr. Friedrich Janssen
● Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen Wirtschaftsunternehmen
● Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG, Essen
Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
● National-Bank AG, Essen* (bis 31. Mai 2018)
● Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender des Beirats)
Pamela Knapp (eingetreten am 15. Mai 2018)
● Verwaltungsratsmitglied und Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen europäischen Wirtschaftsunternehmen
● Ehemals Finanzverstand der GfK SE
Weitere Mandate:
● NV Bekaert SA, Kortrijk, Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
● Panalpina World Transport (Holding) AG, Basel, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
● Compagnie de Saint-Gobain SA, Courbevoie, Frankreich (Mitglied des Verwaltungsrats - Conseil d'Administration)
● Peugeot SA, Rueil-Malmaison, Frankreich (Mitglied des Aufsichtsrats - Conseil de Surveillance)
● HKP Group AG, Zürich, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Lawrence A. Rosen
● Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen Wirtschaftsunternehmen
● Ehemaliges Mitglied des Vorstandes der Deutsche Post AG
Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
● Qiagen N.V., Venlo/Niederlande
Dr. Rolf Stomberg (ausgeschieden am 15. Mai 2018)
● Ehem. Chief Executive der Sparte Shipping, Refining und Marketing von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien
● Ehem. Mitglied des Board of Directors von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln* (Vorsitzender) (bis 15. Mai 2018)
● Biesterfeld AG, Hamburg*
● HOYER GmbH, Hamburg
Theo H. Walthie
● Selbstständiger Berater
● Ehemaliger Global Business President des Geschäftsbereichs Hydrocarbons & Energy der Dow Chemical Company
Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
● NBE Therapeutics AG, Basel/Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats)
* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte
Als Vertreter der Arbeitnehmer gehören derzeit und/oder gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an:
Ralf Sikorski (Stellvertretender Vorsitzender)
● Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE, Hannover
Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln* (Stellvertretender Vorsitzender)
● Chemie Pensionsfonds AG, München* (Vorsitz) (seit 1. Januar 2018)
● RAG AG, Herne*
● RAG Deutsche Steinkohle AG, Herne*
● RWE AG, Essen*
● RWE Power AG, Köln und Essen* (Stehertretender Vorsitzender)
● RWE Generation SE, Essen*
● KSBG - Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH, Essen* (Stellvertretender Vorsitzender)
Werner Czaplik
● Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats LANXESS und des Konzernbetriebsrats
● Mitglied des Betriebsrats LANXESS am Standort Leverkusen
Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
Dr. Hans-Dieter Gerriets
● Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses der leitenden Angestellten der LANXESS AG und Vorsitzender des Sprecherausschusses LANXESS; Verantwortlicher Betriebsleiter eines Produktionsbetriebes der Business Unit Advanced Industrial Intermediates der LANXESS Deutschland GmbH
Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
Thomas Meiers
● Vorstandssekretär, Vorstandsbereich 3 „Digitalisierung/Arbeit/Mitglieder" der IG BCE, Hannover
Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
● INEOS Deutschland Holding GmbH, Köln*
● INEOS Köln GmbH, Köln*
Manuela Strauch
● Vorsitzende des Betriebsrats LANXESS am Standort Uerdingen
● Mitglied im Gesamtbetriebsrat LANXESS
Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
Ifraim Tairi (ausgeschieden am 31. Dezember 2018)
● Vorsitzender des Betriebsrats LANXESS am Standort Dornvagen
● Mitglied im Gesamtbetriebsrat LANXESS Weitere Mandate:
● LANXESS Deutschland GmbH, Köln* (bis 31. Dezember 2018)
● ARLANXEO Deutschland GmbH, Dornvagen*
* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte
Vorstand
Dem Vorstand der Gesellschaft gehören derzeit folgende Herren an (die Mandate von Stephen C. Forsyth beziehen sich auf den 31. März 2018):
scroll
| Mitglied des Vorstands | Externe Mandate | Konzernmandate |
|---|---|---|
| Matthias Zachert | ● Mitglied im Aufsichtsrat der Siemens AG, Berlin und München | ● Vorsitzender der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsvorsitzender | (eingetreten zum 31. Januar 2018) | ● Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der ARLANXEO Holding B.V. (bis zum 31. Dezember 2018) |
| Dr. Hubert Fink | ● Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH | |
| Vorstandsmitglied | ● Vorsitzender des Aufsichtsrats der Saltigo GmbH | |
| Stephen C. Forsyth | ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions US Inc. | |
| Vorstandsmitglied | ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Canada Co./Cie | |
| (aus dem Vorstand ausgeschieden mit Ablauf des 31. Mai 2018) | ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Laurel de Mexico, SA de C.V. | |
| ● Mitglied des Board of Directors der Chemtura Corporation Mexico, S. de R.L. de C.V. | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der Crompton Servicios, SA de C.V. | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der Great Lakes Chemical Corporation | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der Assured Insurance Company | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Holding Company US Inc. | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Sybron Chemicals Inc. | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der Sybron Chemical Holdings Inc. | ||
| ● Mitglied des Board of Directors THE LANXESS Foundation Inc. | ||
| ● Chief Financial Officer der LANXESS Services US LLC | ||
| Michael Pontzen | ● Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH | |
| Vorstandsmitglied und Finanzvorstand | ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Corp. | |
| ● Mitglied des Gesellschafterausschusses der ARLANXEO Holding B.V. (bis zum 31. Dezember 2018) | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions Korea Inc. | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions US Inc. | ||
| Dr. Rainier van Roessel | ● Mitglied im Aufsichtsrat der Currenta Geschäftsführungs-GmbH, Leverkusen | ● Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor | ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS SA de C.V. | |
| ● Geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungsrats der LANXESS N.V. | ||
| ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Hong Kong Ltd. | ||
| ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Pte. Ltd. | ||
| ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Corp. | ||
| ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Chemical (China) Co. Ltd. | ||
| ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS India Private Ltd. | ||
| ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS K.K. | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Thai Co., Ltd. | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions Korea Inc. | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions Japan Ltd. |
Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
scroll
| Mitteilungspflichtiger | Datum der Änderung | Schwellenwert | Stimmrechtsanteil über Aktien | |
|---|---|---|---|---|
| in % | absolut | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ministry of Finance an behalf of the State of Norway, Oslo, Norwegen | 18.12.2018 | 5,00% | 5,35% | 4.897.864 |
| The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, California, USA | 22.11.2017 | 5,00% | 5,02% | 4.598.544 |
| Warren E. Buffett | 21.12.2017 | 5,00% | 5,02% | 4.589.596 |
| Government of Singapore, acting byand through the Ministry of Finance, Singapore, Singapore | 21.12.2017 | 5,00% | 5,01% | 4.583.610 |
| BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA | 12.12.2018 | 5,00% | 4,98% | 4.559.110 |
| American Funds Fundamental Investors, Wilmington, DE, USA | 10.12.2018 | 3,00% | 3,17% | 2.900.000 |
| Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA | 23.10.2015 | 3,00% | 3,04% | 2.779.376 |
| Deutsche Asset Management Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland | 17.05.2018 | 3,00% | 3,01% | 2.758.676 |
scroll
| Mitteilungspflichtiger | Stimmrechtsanteil über Instrumente | ||
|---|---|---|---|
| in % | absolut | Zurechnung der Stimmrechte | |
| --- | --- | --- | --- |
| Ministry of Finance an behalf of the State of Norway, Oslo, Norwegen | 0,11% | 101.337 | Norges Bank, Oslo, Norway (5,35 % gemäß §§ 33, 34 WpHG n.F. & 0,11% gemäß § 38 Abs. 1 WpHG n.F.) |
| The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, California, USA | The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, California, USA (5,02% gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.) | ||
| Warren E. Buffett | General Reinsurance AG, Köln, Deutschland (5,02% gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.) | ||
| Government of Singapore, acting byand through the Ministry of Finance, Singapore, Singapore | GIC Private Limited, Singapore, Singapore (5,01% gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.) | ||
| BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA | 0,47% | 427276 | BlackRock, Inc., lmington, DE, USA (4,98% gemäß §§ 33, 34 WpHG n.F. & 0,47% gemäß § 38 Abs. 1 WpHG n.F.) |
| American Funds Fundamental Investors, Wilmington, DE, USA | American Funds Fundamental Investors, Wilmington, DE, USA (3,17% gemäß §§ 33, 34 WpHG n.F.) | ||
| Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA | Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA (3,04% gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.) | ||
| Deutsche Asset Management Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland | Deutsche Asset Management Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland (3,01% gemäß §§ 33, 34 WpHG n.F.) |
Aufstellung des Anteilsbesitzes
An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die LANXESS AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20% der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen.
scroll
| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil (%) |
Eigenkapital Mio. € |
Ergebnis Mio. € |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| Bond-Laminates GmbH, Brilon | 100 | 3 | 0 * |
| IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin | 100 | 31 | 0 * |
| IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund | 100 | 1 | 0 * |
| LANXESS Accounting GmbH, Köln | 100 | 0 | 0 * |
| LANXESS Deutschland GmbH, Köln | 100 | 1.299 | 0 * |
| LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen | 100 | 4 | 0 * |
| LANXESS Organometallics GmbH, Bergkamen | 100 | 52 | 0 * |
| Saltigo GmbH, Leverkusen | 100 | 28 | 0 * |
| EMEA (ohne Deutschland) | |||
| Anderol B.V., Venlo (Niederlande) | 100 | 16 | 4 |
| Antec International Ltd., Sudbury, Suffolk (Großbritannien) | 100 | 26 | 11 |
| Chemtura France S.AS., Fitz James (Frankreich) | 100 | 6 | 0 |
| Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) | 52 | 5 | 1 |
| Great Lakes Chemical (Netherlands) B.V., Amsterdam (Niederlande) | 100 | 3 | 0 |
| Great Lakes Holding S.AS., Fitz James (Frankreich) | 100 | 8 | 0 |
| LANXESS (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | 24 | -3 |
| LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) | 100 | 18 | 3 |
| LANXESS CISA (Pty.) Ltd., Newcastle (Südafrika) | 100 | 55 | 7 |
| LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) | 100 | 1.414 | 18 |
| LANXESS Chrome Mining (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 74 | -39 | -14 |
| LANXESS Epierre SAS, Epierre (Frankreich) | 100 | 1 | 0 |
| LANXESS Holding Switzerland AG, Frauenfeld (Schweiz) | 100 | 575 | 84 |
| LANXESS Holding UK Unlimited, Manchester (Großbritannien) | 100 | 74 | -2 |
| LANXESS Investments Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) | 100 | 115 | 0 |
| LANXESS Kimya Ticaret Limited Sirketi, Istanbul (Türkei) | 100 | 1 | 1 |
| LANXESS Limited, Newbury (Großbritannien) | 100 | 25 | 1 |
| LANXESS Manufacturing Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) | 100 | 227 | 10 |
| LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) | 100 | 271 | 24 |
| LANXESS S.AS., Courbevoie (Frankreich) | 100 | 45 | 1 |
| LANXESS S.r.l., Mailand (Italien) | 100 | 62 | 3 |
| LANXESS Sales Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) | 100 | 18 | 3 |
| LANXESS Services Switzerland GmbH, Frauenfeld (Schweiz) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS Solutions Italy S.r.L., Latina (Italien) | 100 | 64 | -1 |
| LANXESS Solutions UK Ltd., Manchester (Großbritannien) | 100 | 241 | 19 |
| LANXESS Switzerland GmbH, Frauenfeld (Schweiz) | 100 | 364 | 127 |
| LANXESS Urethanes UK Ltd., Baxenden NR Accrington (Großbritannien) | 100 | 19 | 1 |
| OOO LANXESS, Moskau (Russland) | 100 | 3 | 1 |
| OOO LANXESS Lipetsk, Lipetsk (Russland) | 100 | 3 | 1 |
| Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) | 100 | 44 | 0 |
| Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury (Großbritannien) | 100 | 0 | 0 |
| Nordamerika | |||
| Assured Insurance Company, Montpelier (USA) | 100 | 1 | 0 |
| Great Lakes Chemical Corporation, Wilmington, New Castle (USA) | 100 | 169 | -12 |
| LANXESS Canada Co./Cie, Elmira (Kanada) | 100 | 87 | 9 |
| LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) | 100 | 2.209 | 36 |
| LANXESS Holding Company US Inc., Wilmington, New Castle (USA) | 100 | 6 | 605 |
| LANXESS Services US LLC, Wilmington, New Castle (USA) | 100 | 12 | 13 |
| LANXESS Solutions US Inc., Wilmington, New Castle (USA) | 100 | 2.222 | 58 |
| LANXESS Sybron Chemicals Inc., Birmingham (USA) | 100 | -46 | 1 |
| Sybron Chemical Holdings Inc., Wilmington, New Castle (USA) | 100 | 0 | 0 |
* Ergebnis nach Ergebnisabführung
scroll
| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungs anteil (%) |
Eigenkapital Mio. € |
Ergebnis Mio. € |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Unternehmen (Fortsetzung) | |||
| Lateinamerika | |||
| Chemtura Corporation Mexico, S. de R.L. de C.V., Atizapan de Zaragoza (Mexiko) | 100 | 11 | -2 |
| LANXESS Indústria de Poliuretanos e Lubrificantes Ltda., Rio Claro (Brasilien) | 100 | 12 | -2 |
| LANXESS Industria de Produtos Quimicos e Plasticos Ltda., São Paulo (Brasilien) | 100 | 71 | -1 |
| LANXESS S.A de C.V., Mexico City (Mexiko) | 100 | 22 | 3 |
| LANXESS S.A, Buenos Aires (Argentinien) | 100 | 16 | -10 |
| Rhein Chemie Uruguay S.A, Colonia (Uruguay) | 100 | 1 | 0 |
| Asien/Pazifik | |||
| LANXESS Advanced Materials (Nantong) Co. Ltd., Nantong (China) | 100 | 14 | -6 |
| Chemtura Chemicals Nanjing Co. Ltd., Nanjing (China) | 100 | 12 | 0 |
| Chemtura China Holding Co. Ltd., Schanghai (China) | 100 | 20 | -40 |
| LANXESS Taiwan Ltd., Kaohsiung (Taiwan) | 100 | 19 | 1 |
| LANXESS Additives Hong Kong Ltd., Hongkong (Hong Kong) | 100 | 40 | 40 |
| LANXESS Electronic Materials L.L.C., Gyeonggi-do (Korea) | 100 | 14 | 0 |
| LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) | 100 | 50 | 0 |
| LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) | 100 | -4 | -2 |
| LANXESS (Ningbo) Pigments Co., Ltd., Ningbo City (China) | 100 | 33 | -8 |
| LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 46 | 8 |
| LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) | 100 | 295 | 5 |
| LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) | 100 | 189 | 17 ** |
| LANXESS K.K., Tokio (Japan) | 100 | 47 | 3 |
| LANXESS Korea Limited, Seoul (Südkorea) | 100 | 19 | 2 |
| LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 58 | 7 |
| LANXESS PTY Ltd., Lidcombe (Australien) | 100 | 8 | 0 |
| LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 47 | -1 |
| LANXESS Solutions Australia Pty. Ltd., West Gosford (Australien) | 100 | 3 | 0 |
| LANXESS Solutions India Private Ltd., Neu-Delhi (Indien) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS Solutions Japan K.K., Tokyo (Japan) | 100 | 25 | 4 |
| LANXESS Solutions Korea Inc., Gyeonggi-do (Korea) | 100 | 9 | 0 |
| LANXESS Solutions Singapore Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 5 | 0 |
| LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | -14 | -7 |
| LANXESS (Wuxi) High Performance Composite Materials Company Lim ited, Wuxi (China) | 100 | 145 | 14 |
| Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) | 90 | 39 | 0 |
| LANXESS Additives Taiwan Ltd., Kaohsiung (Taiwan) | 100 | 9 | 0 |
** Jahresabschluss zum 31.03.2018
scroll
| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil (%) |
Eigenkapital Mio. € |
Ergebnis Mio.€ |
|---|---|---|---|
| Gemeinschaftlich geführte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| DuBay Polymer GmbH, Hamm | 50 | 34 | 2 |
| Nordamerika | |||
| Rubicon LLC, Salt Lake City (USA) | 50 | 16 | 0 |
| At equity bewertete assoziierte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen | 40 | 64 | 51 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung | |||
| Deutschland | |||
| LANXESS Middle East GmbH, Köln | 100 | 0 | 0 |
| CheMondis GmbH, Köln | 100 | 0 | 0 * |
| Siebte LXS GmbH | 100 | 0 | 0 * |
| EMEA (ohne Deutschland) | |||
| Gulf Stabilizers Industries Sales FZCO, Dubai (VAE) | 52 | 0 | 0 |
| W. Hawley & Son Ltd., Newbury (Großbritannien) | 100 | 0 | 0 |
| Nordamerika | |||
| LANXESS EnergyLLC, Wilmington, New Castle (USA) | 100 | 0 | 0 |
| Lateinamerika | |||
| Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) | 100 | 0 | 0 |
| Crompton Servicios, S.A de C.V., Atizapan de Zaragoza (Mexiko) | 100 | 0 | 0 |
| Asien/Pazifik | |||
| LANXESS Thai Co., Ltd., Bangkok (Thailand) | 100 | 1 | 1 |
| PCTS Specialty Chemicals Malaysia (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (Malaysia) | 100 | 0 | 0 |
| Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung | |||
| Lateinamerika | |||
| Hidrax Ltda., Taboão da Serra (Brasilien) | 39 | 1 | 0 |
* Ergebnis nach Ergebnisabführung
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des LANXESS Konzerns sowie der LANXESS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des LANXESS Konzerns bzw. der LANXESS AG beschrieben sind.
Köln, den 27. Februar 2019
LANXESS Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Matthias Zachert
Dr. Hubert Fink
Michael Pontzen
Dr. Rainier van Roessel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die LANXESS Aktiengesellschaft, Köln
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 und |
| • | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1 Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
1 Sachverhalt und Problemstellung
2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3 Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
1 Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
| 1 | In dem Jahresabschluss der LANXESS AG werden unter dem Bilanzposten „Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 739 Mio. (13,6 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Es handelt sich dabei um die Beteiligung an der LANXESS Deutschland GmbH, die wiederum weitere Beteiligungen hält. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH werden auch die beizulegenden Werte ihrer mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen berücksichtigt, da diese einen wesentlichen Einfluss auf den beizulegenden Wert der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH haben können. Eine Ermittlung des jeweiligen beizulegenden Werts der LANXESS Deutschland GmbH und ihrer mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen erfolgt, sofern Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf vorliegen. In diesem Zusammenhang werden die Beteiligungen darauf hin untersucht, ob der Beteiligungsbuchwert nicht durch entsprechendes (anteiliges) Eigenkapital der Gesellschaft gedeckt ist, die Gesellschaft eine Verlusthistorie aufweist oder sonstige Indikatoren vorliegen, die zu einer dauerhaften Wertminderung der Beteiligung führen könnten. Die beizulegenden Werte für Beteiligungen werden grundsätzlich als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den erstellten Planungsrechnungen ergeben, ermittelt. Aus den Untersuchungen auf Anzeichen eines Wertminderungsbedarfs und den ermittelten beizulegenden Werten ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis der Untersuchungen und Bewertungen ist insbesondere von Planungsrechnungen, der Einschätzung künftiger Zahlungsmittelzuflüsse sowie von Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten abhängig, die mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet sind. Vor diesem Hintergrund und angesichts der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der LANXESS AG war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. |
| 2 | Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung der Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH nachvollzogen und beurteilt. Wir haben anhand von Jahresabschlüssen der LANXESS Deutschland GmbH nachvollzogen , dass der Buchwert der Beteiligung an der LANXESS Deutschland GmbH durch das Eigenkapital der Gesellschaft gedeckt ist und eine Verlusthistorie nicht besteht. Darüber hinaus haben wir Befragungen von mit der Beteiligungsbewertung befassten Personen durchgeführt, Unterlagen auf Sachverhalte durchgesehen, die zu einer dauerhaften Wertminderung dieser Beteiligung führen könnten und diesbezüglich auch Informationen der gesetzlichen Vertreter eingeholt. Ebenfalls haben wir uns die Planungsrechnungen der verschiedenen Geschäftsbereiche auf Ebene der LANXESS AG angesehen und nachvollzogen, dass sich daraus ebenfalls nicht auf eine dauerhafte Wertminderung der Beteiligung schließen lässt. Die Angemessenheit der in den Planungsrechnungen verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern genehmigten Fünf-Jahresplanung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein. Darüber hinaus haben wir die Werthaltigkeit der Beteiligungen, welche von der LANXESS Deutschland GmbH gehalten werden, beurteilt. Dabei haben wir nachvollzogen, ob der Beteiligungsbuchwert durch das (anteilige) Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gedeckt ist. Für die Gesellschaften mit einem (anteiligen) Eigenkapital unter dem Beteiligungsbuchwert, einer Verlusthistorie oder sonstigen Indikatoren, die zu einer dauerhaften Wertminderung der Beteiligung führen könnten, haben wir die entsprechende Ermittlung des beizulegenden Werts für diese Beteiligung erhalten und beurteilt, ob die beizulegenden Werte sachgerecht ermittelt wurden und Auswirkungen auf den Buchwert der Beteiligung an der LANXESS Deutschland GmbH haben. Das Vorgehen der gesetzlichen Vertreter zur Durchführung der Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH und die dabei angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen. |
| 3 | Die Angabe der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen ist im Anhang in dem Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" enthalten. |
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB. Die sonstigen Informationen umfassen zudem den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 29. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2004 als Abschlussprüfer der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jörg Sechser.
Köln, den 1. März 2019
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Jörg Sechser, Wirtschaftsprüfer
ppa. Martin Krug, Wirtschaftsprüfer