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LANXESS AG Management Reports 2015

Jul 12, 2016

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Management Reports

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LANXESS Aktiengesellschaft Köln Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT VON LANXESS KONZERN UND LANXESS AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015 GRUNDLAGEN DES KONZERNS Konzernstruktur Rechtliche Struktur Die LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Ihr ist die LANXESS Deutschland GmbH als 100 %ige Tochter untergeordnet. Dieser unterstehen die in- und ausländischen Beteiligungen. An folgenden wesentlichen Gesellschaften ist die LANXESS AG mittel- oder unmittelbar zu 100 % beteiligt: Wesentliche miftel- und unmittelbare Beteiligungen der LANXESS AG scroll Name und Sitz Funktion Segmente LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland) Produktion und Vertrieb Alle LANXESS Butyl Pte. Ltd., Singapur (Singapur) Produktion und Vertrieb Performance Polymers / Performance Chemicals LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) Produktion und Vertrieb Performance Polymers / Performance Chemicals LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) Produktion und Vertrieb Alle LANXESS Elastomères S.A.S., Lillebonne (Frankreich) Produktion und Vertrieb Performance Polymers LANXESS Elastomers B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) Produktion und Vertrieb Performance Polymers LANXESS Elastömeros do Brasil S.A., Rio de Janeiro (Brasilien) Produktion und Vertrieb Performance Polymers LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) Holdinggesellschaft Alle LANXESS Inc., Sarnia (Kanada) Produktion und Vertrieb Performance Polymers LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) Produktion und Vertrieb Alle LANXESS International SA, Granges-Paccot (Schweiz) Vertrieb Alle LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) Produktion und Vertrieb Performance Polymers / Performance Chemicals LANXESS Rubber N.V., Zwijndrecht (Belgien) Produktion Performance Polymers Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim (Deutschland) Produktion und Vertrieb Performance Chemicals Saltigo GmbH, Leverkusen (Deutschland) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates Veränderungen des Konzernportfolios Im Verlauf des Geschäftsjahres 2015 ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen unseres Geschäftsportfolios. Im Vorjahr hatten wir unterjährig unser 100 %iges Tochterunternehmen Perlon-Monofil GmbH mit Sitz in Dormagen (Deutschland) veräußert. Organisation der Leitung und Kontrolle Die LANXESS AG besitzt eine duale Führungsstruktur. Sie besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Den Aufsichtsrat unterstützt ein Prüfungsausschuss für Finanzthemen, der aus seinen Reihen besetzt wird. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen in der Corporate-Governance-Berichterstattung. Geschäftstätigkeit Geschäftsorganisation Im Rahmen der Neuausrichtung durch das Programm „Let's LANXESS again" hat LANXESS mit der Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Company B.V., Den Haag (Niederlande), eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken unter dem Namen ARLANXEO vereinbart, an der beide Partner zu jeweils 50% beteiligt sein werden. Saudi Aramco wird für seinen Anteil nach Abzug von Schulden und anderen finanziellen Verbindlichkeiten voraussichtlich rund 1,2 Mrd. € an LANXESS zahlen. Alle zuständigen Kartellbehörden haben der Transaktion ihre Freigabe erteilt. Sie soll am 1. April 2016 wirtschaftlich abgeschlossen sein. Im Anschluss soll der Geschäftsbereich weiterhin in den LANXESS Konzernabschluss einbezogen werden, in den ersten drei Jahren vollkonsolidiert. Bereits zum 1. Januar 2015 legten wir im Rahmen der Neuausrichtung einige unserer Business Units zusammen. Der LANXESS Konzern ist weiterhin in drei Segmenten organisiert, in denen 10 Business Units das operative Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung betreiben. So wurden die Business Units Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers zur Business Unit Tire & Specialty Rubbers zusammengelegt. Gründe dafür sind Schnittmengen in der Kundenstruktur, regionale Überschneidungen in den etablierten Märkten sowie Ergänzungen in den Wachstumsmärkten. Zudem wurden die Business Units High Performance Elastomers und Keltan Elastomers unter dem Namen High Performance Elastomers vereint. Auch hier bestehen signifikante Schnittmengen in der Kundenstruktur. Die Spezialchemie-Produktlinie der Business Unit Rubber Chemicals, die Business Unit Functional Chemicals sowie die Business Unit Rhein Chemie bilden die neue Business Unit Rhein Chemie Additives. Durch die Bündelung unserer Additiv-Geschäfte streben wir die Erschließung neuer Märkte und Kunden an. Die Produktlinien Alterungsschutzmittel und Beschleuniger von Rubber Chemicals wurden zum 1. Januar 2015 in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates integriert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden, sofern erforderlich, die Vorjahreswerte angepasst. Group Functions unterstützen unsere Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zur globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher. In der Region Asien/Pazifik wurden im Berichtszeitraum die neuen Anlagen unserer Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers in Betrieb genommen. Weitere Informationen hierzu finden sich im Abschnitt „Finanzlage und Investitionen". Im Rahmen der Optimierung der Anlagennetzwerke für Kautschuke beabsichtigt LANXESS, die Produktion von Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk am Standort Marl (Deutschland) zum Ende des ersten Quartals 2016 zu beenden. Im EPDM-Kautschuk-Produktionsnetzwerk von LANXESS ist die Anlage in Marl aufgrund ihrer verhältnismäßig geringen Kapazität sowie der im Vergleich höheren Energie- und Rohstoffkosten nicht mehr wettbewerbsfähig. Kurzdarstellung der Segmente Im Segment Performance Polymers bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet synthetischer Kautschuke und technischer Kunststoffe. scroll Performance Polymers Business Units Anwendungen Tire & Specialty Rubbers Reifen, Automobilbereich, Elektronik, High Performance Elastomers Elektrotechnik und Medizintechnik, High Performance Materials Standorte Brilon, Dormagen, Hamm-Uentrop, Jhagadia (Indien) Krefeld-Uerdingen, Leverkusen und Marl (Deutschland)1) Sarnia (Kanada) Gastonia und Orange (USA) Antwerpen und Zwijndrecht (Belgien) Cabo, Duque de Caxias, Porto Feliz Sittard-Geleen (Niederlande) und Triunfo (Brasilien) Singapur (Singapur) Changzhou, Nantong und Wuxi (China) La Wantzenau und Port Jérôme (Frankreich) 1) Beendigung der Produktion Ende des ersten Quartals 2016 beabsichtigt. Mit seinen Geschäften, die im Segment Advanced Intermediates zusammengefasst sind, gehört LANXESS zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet chemischer Zwischenprodukte für die Industrie sowie der Herstellung chemischer Vorprodukte und spezieller chemischer Wirkstoffe im Kundenauftrag. scroll Advanced Intermediates Business Units Anwendungen Advanced Industrial Intermediates Saltigo Agrochemie, Automobilbereich, Bauindustrie, Farben, Pharma, Reifenchemikalien Standorte Brunsbüttel, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Leverkusen (Deutschland) Baytown, Bushy Park (USA) Liyang (China) Antwerpen (Belgien) Nagda, Jhagadia (Indien) Im Segment Performance Chemicals fassen wir unsere anwendungsorientierten Geschäfte auf dem Gebiet der Prozess- und Funktionschemikalien zusammen. scroll Performance Chemicals Business Units Anwendungen Material Protection Products Desinfektion, Schutz und Konservierung von Hölzern, Baumaterialien, Farben und Nahrungsmitteln, Farbpigmente, Kunststoff- und Kautschukadditive, Materialien zur Lederverarbeitung und zur Wasseraufbereitung Inorganic Pigments Leather Rhein Chemie Additives Liquid Purification Technologies Standorte Bitterfeld, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, Porto Feliz (Brasilien) Leverkusen und Mannheim (Deutschland) Burzaco, Merlo, Zárate (Argentinien) Epierre (Frankreich) Changzhou, Qingdao, Schanghai (China) Branston (Großbritannien) Jhagadia (Indien) Filago (Italien), Lipetsk (Russland) Toyohashi (Japan) Vilassar de Mar (Spanien) Sydney (Australien) Merebank, Newcastle und Rustenburg (Südafrika) Singapur (Singapur) Burgettstown, Chardon, Greensboro, Little Rock und Pittsburgh (USA) Strategische Ausrichtung Der LANXESS Konzern ist ein weltweit tätiges Chemieunternehmen, das sich insbesondere durch flexible Anlagenstrukturen, eine diversifizierte Kundenbasis, eine globale Aufstellung sowie eine unternehmerisch geprägte Managementstruktur auszeichnet. Unser Portfolio umfasst Polymere sowie Industrie-, Spezial- und Feinchemikalien. Obwohl die Chemieindustrie weltweit Zuwachsraten erreicht, die teilweise deutlich über dem allgemeinen Wachstum der Weltwirtschaft liegen, wird es insbesondere für europäische Chemieunternehmen mittelfristig immer herausfordernder, von diesen grundsätzlich positiven Rahmenbedingungen zu profitieren. Ursache dafür sind tiefgreifende Veränderungsprozesse, die teilweise über Jahrzehnte etablierte Marktstrukturen und -mechanismen erfasst haben und die auch in den kommenden Jahren das Branchenumfeld noch wesentlich prägen werden: • Mit der Inbetriebnahme großer neuer Werke zur Produktion von synthetischen Kautschuken sind in diesem Markt in den letzten Jahren erhebliche Überkapazitäten entstanden, die den ohnehin bestehenden Preisdruck weltweit verstärkt haben. • In diesem preissensiblen Geschäft mit synthetischen Kautschuken profitieren etwa Produzenten aus den Schwellenländern, dem Nahen Osten und den USA mit ihrem meist besseren Zugang zu preisgünstigen Rohstoffen und Energie von Kostenvorteilen, die europäische Anbieter kaum noch durch eine höhere Effizienz kompensieren können. • Mit dem stetigen Aufbau lokaler Produktionskapazitäten in den globalen Wachstumsregionen, insbesondere in Asien, sinken die Exportmöglichkeiten für europäische Anbieter sukzessive. Zudem entwickeln sich die USA und der Nahe Osten insbesondere im Commodity-Segment von Importeuren zu Exporteuren, die mit günstigen Produkten auf die Weltmärkte drängen. • Schätzungen des Marktforschungsunternehmens IHS zufolge dürften im Jahr 2030 etwa 40 % der weltweiten Chemie-Nachfrage auf China entfallen. Ein signifikanter Teil davon soll dabei aus dem Inland bedient werden. Anbieter, die von diesem Wachstum profitieren wollen, werden vor Ort nicht nur einzelne Werke, sondern komplette Wertschöpfungsketten aufbauen müssen. • Angesichts des enormen wissenschaftlichen Fortschritts und der hohen Kosten für die Registrierung neuer Substanzen bestehen heute weniger Chancen, kommerziell relevante neue chemische Verbindungen in den Markt zu bringen. Innovation wird für die breite Mehrheit der Chemieunternehmen künftig bedeuten, neue Anwendungsfelder für bestehende Produkte zu erschließen und die Produktionsprozesse möglichst sicher und effizient zu gestalten. • Mit einem zunehmenden Umweltbewusstsein werden die Standards für eine nachhaltige Produktion weltweit auf hohem Niveau konvergieren. Diese Entwicklung bietet mittelfristig auch eine Chance zur Konsolidierung, da insbesondere in den Wachstumsmärkten nicht alle Wettbewerber die erforderlichen Investitionen aufbringen werden, um ihre Anlagen den regulatorischen Anforderungen entsprechend aufzurüsten. Allerdings entfällt für Anbieter, die sich seit jeher an hohen Standards orientiert haben, somit langfristig ein Differenzierungsmerkmal. Auch wir sind gefordert, auf diese Veränderungsprozesse zu reagieren. Unsere Maßnahmen lassen sich auf sechs strategische Ansatzpunkte verdichten, die sich sowohl in unserem 2014 eingeleiteten dreistufigen Programm zur weltweiten Neuausrichtung als auch in den 2015 definierten Handlungsfeldern zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns widerspiegeln: 1. Rohstoffe: Reduktion der Abhängigkeit von volatilen Rohstoffen wie z. B. Ethylen und Butadien 2. Kosten: Prozess- und Kostenoptimierung als anhaltende unternehmerische Herausforderung 3. Wertschöpfungsketten: weiterer Ausbau unserer integrierten Wertschöpfungsketten 4. Wachstum: nachhaltiges Wachstum in China, Nordamerika und Südostasien 5. Anlagen: Wettbewerbsfähigkeit der vorhandenen Verbundstandorte stärken 6. Märkte: Augenmerk zunehmend auf profitable mittelgroße Märkte Dreistufiges Programm zur Neuausrichtung wird konsequent umgesetzt Die aus unserer neuen, effizienteren Organisationsstruktur sowie umfassenden Optimierungen in unseren Business Units und Group Functions resultierenden zukünftigen Einsparungen von jährlich etwa 150 Mio. € konnten wir bereits im Berichtsjahr vollständig realisieren. Als Ergebnis unserer Initiative zur Produktionsoptimierung beabsichtigen wir, die Herstellung von EPDM-Kautschuk am Standort Marl (Deutschland) bis zum Ende des ersten Quartals 2016 einzustellen. An unseren Standorten La Wantzenau (Frankreich) und Duque de Caxias (Brasilien) reduzieren wir darüber hinaus die Kapazitäten für NBR- bzw. ESBR-Kautschuk. Im Zusammenspiel mit zahlreichen weiteren Maßnahmen zur Prozessverbesserung und Effizienzsteigerung wollen wir bis Ende 2019 jährliche Einsparungen von weiteren 150 Mio. € erreichen. Im Zuge unserer Initiative zur Optimierung von Vertrieb und Lieferketten wurden ebenfalls mehrere Projekte umgesetzt, die vor allem auf Effizienzsteigerungen abzielen. Im September 2015 vereinbarten wir mit Saudi Aramco eine Partnerschaft für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken, an dem beide Parteien einen Anteil von jeweils 50 % halten werden. In die Allianz unter dem Namen ARLANXEO bringen wir unsere Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers sowie unterstützende Stabsfunktionen ein. Unser Partner ermöglicht diesem Geschäftsbereich mittelfristig einen wettbewerbsfähigen Zugang zu strategischen Rohstoffen. Saudi Aramco wird für seinen Anteil von 50% nach Abzug von Schulden und anderen finanziellen Verbindlichkeiten voraussichtlich rund 1,2 Mrd. € zahlen. Dieser Mittelzufluss erlaubt uns nicht nur, unsere Finanzverschuldung weiter zu reduzieren, sondern verschafft uns darüber hinaus den finanziellen Handlungsspielraum, den Konzern in den kommenden Jahren strategisch weiterzuentwickeln. Strategische Weiterentwicklung mit Zeithorizont 2020 LANXESS soll durch seine neue strategische Ausrichtung bis 2020 ein cashflowstarker und weniger zyklischer Spezialchemie-Konzern mit einem ausgewogenen Portfolio werden. Dabei bauen wir insbesondere auf unsere Stärken in mittelgroßen Märkten, die wir vor allem mit unseren Segmenten Advanced Intermediates und Performance Chemicals adressieren. Es ist unser erklärtes Ziel, in Zukunft wirtschaftliche Abhängigkeiten von einzelnen Branchen oder stark korrelierenden Märkten zu verringern. Auch in regionaler Hinsicht wollen wir unser Portfolio noch besser ausbalancieren, indem wir den Anteil der Wachstumsmärkte China, Nordamerika und Südostasien an unserem Geschäft erhöhen. Stabilität soll unverändert auch eine konservative, an klaren Maßstäben ausgerichtete Finanzpolitik gewährleisten, in deren Fokus der Erhalt unseres Investment-Grade-Ratings und ein starker Free Cashflow stehen. Dabei werden bei Kapitalbedarf und -anlage die konkurrierenden Anforderungen an Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit optimiert. Die Verschuldungshöhe orientiert sich an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich. Um die Aufstellung unserer Geschäfte weiter zu verbessern und künftige Wachstumspotenziale auszuschöpfen, wollen wir rund 400 Mio. € aus dem Erlös der Kautschuk-Transaktion in unser organisches Wachstum investieren. Grundsätzlich gelten für unsere Investitionsaktivitäten folgende Leitlinien: • Unsere Investitionsschwerpunkte liegen auf Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Erweiterung bestehender Anlagen sowie auf neuen Anlagen in den Segmenten Advanced Intermediates und Performance Chemicals sowie der Business Unit High Performance Materials. • Wir investieren in nachhaltig wachsende Märkte, auf die wir uns strategisch in den operativen Segmenten fokussieren. • Investitionen unterliegen klaren finanziellen Kriterien, die mindestens den Erhalt einer Kapitalrendite (ROCE) sicherstellen, die oberhalb der Kapitalkosten liegt. • Investitionen werden wesentlich aus dem Cashflow der operativen Geschäftstätigkeit und, falls diese Mittel nicht ausreichen, aus sonstigen zur Verfügung stehenden Barmitteln und Kreditlinien finanziert. Daneben suchen wir auch nach externen Wachstumsmöglichkeiten. Hierbei wollen wir einerseits Konsolidierungsoptionen in Geschäftsfeldern wahrnehmen, in denen LANXESS bereits aktiv ist. Andererseits prüfen wir aber auch Möglichkeiten, unser Portfolio auf angrenzende Geschäftsfelder mit passender Aufstellung zu erweitern. WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir Kennzahlen, anhand derer wir die Ergebnisse unserer Maßnahmen messen können. Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und damit die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns ist das EBITDA (Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren wie Return an Capital Employed (ROCE), Lagerreichweite der Vorräte (D10) oder die Net Financial Debt Ratio betrachten wir als unternehmensspezifische Frühindikatoren bzw. Kennzahlen zur Überwachung. Wertmanagement und Steuerungssystem scroll 2011 2012 2013 2014 2015 EBITDA vor Sondereinflüssen Mio. € 1.146 1.223 735 808 885 EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen % 13,1 13,4 8,9 10,1 11,2 Capital Employed Mio. € 4.784 5.442 4.969 5.093 5.043 ROCE % 17,2 15,6 5,8 7,9 8,4 Lagerreichweite Vorräte (D10) Tage 73,7 82,8 70,7 79,1 84,3 Forderungslaufzeit Debitoren (DSO) Tage 49,9 47,4 47,8 48,0 47,6 Nettofinanzverbindlichkeiten Mio. € 1.515 1.483 1.731 1.336 1.211 Net Financial Debt Ratio 1,3x 1,2x 2,4x 1,7x 1,4x Investitionsquote 1) % 7,7 7,7 7,5 7,7 5,5 1) Vorjahreswerte angepasst. Ein zuverlässiges und verständliches Finanz- und Controlling-Informationssystem bildet die Basis für die Ermittlung konkreter Kennzahlen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Planungs-, Erwartungs- und Ist-Daten zu verbessern, die die Group Functions Accounting und Corporate Controlling in Form einer konsistenten Berichterstattung bereitstellen. Unser Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft wider. Entsprechend ist unser Steuerungssystem konsequent auf die Steuerung der Ertragskraft ausgerichtet. Ertragskraft Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die ungewöhnlich in ihrer Art oder in ihrer Höhe sind. Hierzu können außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, Portfolioaufwendungen sowie Wertaufholungen zählen. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter Anwendung der Bruttomethode abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden über die Bruttoabschreibungen hinaus bei der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen keine weiteren Bereinigungen vorgenommen. Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt, die bei der Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Mitarbeiter berücksichtigt werden. Wir verwenden das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA als zentrale Steuerungsgröße, da sich auf dieser Basis eine Entwicklung über mehrere Berichtsperioden besser beurteilen lässt. Reine Erlösgrößen wie zum Beispiel die Umsatzerlöse sind keine Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben. Volatile Einstandspreise für Rohstoffe sind ein wesentliches Kennzeichen unserer Industrie. Unterjährig schwankende Rohstoffpreise wirken sich auf Verkaufspreise aus. Dies beeinflusst die Höhe der Umsatzerlöse, lässt jedoch die für die Ertragskraft entscheidenden Margen, abgesehen von kurzfristigen Anpassungseffekten, grundsätzlich unberührt. Eine Zielformulierung für Umsatzwerte unterbleibt daher sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive. Unternehmensspezifische Frühindikatoren Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten. Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns als Basis für die Unternehmensführung. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, erstellen wir zweimal im Jahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die Eckwerte der Ertragskraft regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt. Für Budgetierung und Forecasts werden bestimmte Parameter zentral vorgegeben und einheitlich verwendet, da sie großen Einfluss auf die Ausprägung der Eckwerte haben. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen zu, wie zum Beispiel Butadien. Die Entwicklung der Beschaffungspreise hat vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung der Verkaufspreise einen hohen Stellenwert. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. Aufgrund unserer regional diversifizierten Produktionsstätten und Absatzmärkte beeinflusst ferner der Verlauf der Wechselkurse die aus der Umsatz- und Kostenentwicklung resultierende Ertragskraft, mit entsprechender Rückwirkung auf Preisgestaltung und Absicherungsstrategien. Zudem ziehen wir laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Kundenindustrien und Absatzregionen heran, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen. Rentabilität Der Return an Capital Employed (ROCE) ist als Messgröße für die Rentabilität auf Konzernebene implementiert und gibt Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Dies macht ihn beispielsweise zu einem wichtigen Kriterium bei Investitionsentscheidungen. scroll ROCE = EBIT vor Sondereinflüssen Capital Employed Capital Employed = Bilanzsumme ./. Aktive latente Steuern ./. Zinsfreie Verbindlichkeiten Die zinsfreien Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus den Rückstellungen ohne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den Ertragsteuerschulden, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Wir nutzen daneben eine vereinfachte Variante des ROCE, den sogenannten Business-ROCE, um den Beitrag unserer Geschäftseinheiten zu beurteilen. Kapitalkosten Die Fremdkapitalkosten errechnen sich aus dem sogenannten risikolosen Zins, d. h. in unserem Fall aus der Rendite einer langfristigen deutschen Staatsanleihe, zuzüglich eines Risikoaufschlags für Industrieunternehmen in der gleichen Risikokategorie wie LANXESS. Die Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartungen der Investoren an eine Investition in LANXESS Aktien wider. Aufgrund des höheren Risikos, das mit dem Aktienerwerb gegenüber risikolosen Staatsanleihen verbunden ist, fordern Eigenkapitalinvestoren eine Risikoprämie. Diese sogenannte Market Risk Premium wird aus der langfristigen Überrendite eines Aktieninvestments gegenüber einer Investition in risikolose Staatsanleihen ermittelt und durch den Beta-Faktor korrigiert. Er drückt das relative Risiko eines Investments in die LANXESS Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt aus. Der ROCE lag im Geschäftsjahr 2015 mit 8,4 % leicht oberhalb unseres vergleichsrichtig ermittelten gewichteten Kapitalkostensatzes. Im Vorjahr hatte der ROCE 7,9 % betragen. Kapitalverwendung Um unser Working Capital auf operativer Ebene zu optimieren, nutzen wir die Kennzahlen DSO (Forderungslaufzeit bzw. Days of Sales Outstanding) und DIO (Lagerreichweite bzw. Days of Inventory Outstanding). Sie zeigen den Forderungs- bzw. Vorratsbestand im Verhältnis zum Umsatz bzw. zu den Kosten der umgesetzten Leistungen des vergangenen Quartals. Im Geschäftsjahr 2015 lag der Wert für DIO bei 84,3 Tagen (Vorjahr: 79,1 Tage) und der DSO bei 47,6 Tagen (Vorjahr: 48,0 Tage). Unsere Investitionen in Sachanlagen unterliegen einer strikten Kapitaldisziplin und werden konsequent auf die Produktbereiche mit den größten Erfolgspotenzialen ausgerichtet. Dabei priorisieren wir Investitionsprojekte auf Basis finanzieller Kennziffern wie Rückflusszeit, Kapitalwert und ROCE. Die Kennzahl der Investitionsquote setzt die auszahlungswirksamen Investitionen ins Verhältnis zum Umsatz. Für ausführlichere Angaben zu den Investitionsleitlinien verweisen wir auf die Ausführungen im vorstehenden Abschnitt „Strategische Ausrichtung" Verschuldung Die Net Financial Debt Ratio, die wir ausschließlich auf Konzernebene verwenden, ist definiert als das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Gesamtsumme der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte. Die finanziellen Verbindlichkeiten laut Bilanz werden zuvor um die Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen gekürzt. Die Net Financial Debt Ratio verringerte sich aufgrund der gesunkenen Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 auf 1,4 nach einem Wert von 1,7 zum Vorjahresstichtag. Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten sanken um 125 Mio. € auf 1.211 Mio. €. Darüber hinaus betrachten wir auf Konzernebene die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Verschuldungskomponente. Gegenüber dem Jahresende 2014 sanken diese um 75 Mio. € auf 1.215 Mio. €. Nettofinanzverbindlichkeiten scroll in Mio. € 2011 2012 2013 2014 2015 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.465 2.167 1.649 1.698 1.258 Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 633 167 668 182 443 abzüglich: Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen -55 -54 -53 -26 -24 Zahlungsmittel -178 -386 -427 -418 -366 Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte -350 -411 -106 -100 -100 1.515 1.483 1.731 1.336 1.211 EINKAUF UND PRODUKTION Einkauf LANXESS stellt die Versorgung mit Rohstoffen, sonstigen Materialien und Dienstleistungen über die zentral gesteuerte Organisationseinheit Global Procurement & Logistics sicher. In enger Abstimmung mit unseren Business Units bündeln die sogenannten „Global Categories" ihren Bedarf in den Einkaufssegmenten Rohstoffe, technische Güter, Packmittel, Energie, Services und Logistik. Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert Einkaufssynergien, so dass wir optimal am Markt agieren und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing"). Im Berichtszeitraum kam es daher nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung. Die Beschaffung chemischer Rohstoffe hat für uns einen bedeutenden Stellenwert. Ziel ist es, die Versorgung basierend auf langfristigen Einkaufsverträgen sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen spielt seit jeher auch eine wesentliche Rolle bei Standortentscheidungen. An zahlreichen Produktionsstandorten beziehen wir wesentliche Rohstoffe wie z. B. Butadien und Energieträger in Form von Dampf oder Biomasse aus der unmittelbaren Umgebung. Auf diese Weise minimieren wir nicht nur Transportkosten und transportbezogene Umweltauswirkungen, sondern reduzieren vor allem das Risiko transportbedingter Lieferausfälle. Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2015 unter anderem BASF, BP, Braskem, Covestro, ExxonMobil, INEOS, LyondellBasell, Nova Chemicals, Sabic und Shell Chemicals. Zu den mit Abstand wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2015 Ammoniak, Butadien, Cyclohexan, Ethylen, Isobutylen, Natronlauge, Propylen, Raffinat I, Styrol und Toluol. Insgesamt entfiel im Geschäftsjahr 2015 auf strategische Rohstoffe ein Einkaufsvolumen von ca. 2,5 Mrd. € (Vorjahr: ca. 3,0 Mrd. €). Dies entspricht einem Anteil von rund 81 % unserer gesamten Aufwendungen für Rohstoffe und Handelswaren im Jahr 2015, die etwa 3,1 Mrd. € betrugen (Vorjahr: 3,7 Mrd. €). Von den Gesamtaufwendungen für Rohstoffe und Handelswaren entfielen ca. 76 % (Vorjahr: 78 %) auf Lieferanten aus Ländern, deren „Country Sustainability Ranking" im oberen Drittel liegt. Von den verbleibenden 24 % entfielen allein knapp zwei Drittel auf Bezüge aus Brasilien, China und Indien. Unser Gesamtbeschaffungsvolumen belief sich 2015 auf etwa 5,9 Mrd. € (Vorjahr: ca. 6,2 Mrd. €). Wir setzen konsequent Best-Practice-Prozesse ein. Dazu gehört unter anderem die Nutzung von E-Procurement-Werkzeugen wie E-Catalogs, Auktionen oder elektronischen Marktplätzen, die weitgehend in unsere internen DV-Systeme integriert sind. Zum Jahresende 2015 wurden rund 70 % (Vorjahr: ca. 66 %) aller Bestellpositionen automatisiert über E-Procurement abgewickelt. Wir haben in diesem Kontext 214 neue Kataloge global angebunden und die Katalognutzungsrate konstant bei mindestens 25 % gehalten. Unser HSEQ-Managementprozess setzt bereits ein, wenn Rohstoffe und Dienstleistungen beschafft werden. Konzernweit definiert eine globale Beschaffungsrichtlinie das Verhalten unserer Mitarbeiter im Umgang mit Lieferanten und deren Mitarbeitern. Im Berichtsjahr wurden Beschaffungsvorgänge mit mehr als 18.000 Lieferanten abgewickelt. Basierend auf den Grundsätzen von UN Global Compact, ILO, Responsible Care® und anderen CSR-Kodizes erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie sich unter anderem an die nationalen und sonstigen geltenden Gesetze und Verordnungen halten, zum Schutz von Umwelt, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie hinsichtlich der Arbeits- und Einstellungspraktiken. Diese Anforderungen unseres „Supplier Code of Conduct" sind ein wesentliches Kriterium bei unserer Lieferantenauswahl und -bewertung. Ein bestandenes Nachhaltigkeitsassessment bzw. -audit ist für wesentliche neue Lieferanten Grundvoraussetzung, um in unser Portfolio aufgenommen zu werden. Im Berichtsjahr haben wir Mitarbeiter in Brasilien, China und Nordamerika in der Nachhaltigkeitsprüfung unserer Lieferanten geschult, um den globalen Rollout der Prüfung zu unterstützen. Als Gründungsmitglied der Initiative „Together for Sustainability" (TfS) ist es unser Ziel, die Transparenz in unserer gesamten Lieferkette zu erhöhen und somit Beschaffungsrisiken weiter zu minimieren. Die im Berichtsjahr auf inzwischen achtzehn international operierende Chemieunternehmen gewachsene Initiative hat das Ziel, ein globales Auditierungsprogramm zu entwickeln und umzusetzen, um so die Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Lieferkette der Chemieindustrie zu bewerten und fortlaufend zu verbessern. Hierbei stehen die Themen Menschenrechte, Kinderarbeit, Arbeitsstandards, Arbeitssicherheit, Umweltschutz sowie Geschäftsethik im Vordergrund. Da die Bewertungsergebnisse und Auditreports innerhalb der Initiative geteilt werden, stand uns Ende 2015 eine deutlich höhere Anzahl von Nachhaltigkeitsbewertungen (mehr als 4.600) und Auditreports (466) zur Verfügung. Lieferanten, deren Nachhaltigkeitsaktivitäten bewertet wurden, repräsentieren derzeit 57 % unseres relevanten Beschaffungsvolumens. Der Schwerpunkt der 2015 durchgeführten 179 Audits lag unverändert auf Ländern wie Brasilien, China und Indien. Hierbei zeigte sich weiterhin Handlungsbedarf hinsichtlich der Themen Arbeits- und Menschenrechte sowie Arbeitssicherheit, jedoch wurden keine gravierenden Mängel erkannt, die dazu geführt hätten, eine Geschäftsbeziehung zu beenden. Im Jahr 2015 besuchten ca. 750 Teilnehmer die „TfS Supplier Days" in Sao Paulo (Brasilien) und Schanghai (China), in deren Rahmen den Lieferanten die zunehmende Bedeutung einer nachhaltigen Lieferkette für LANXESS und die anderen Mitglieder der Initiative verdeutlicht wurde. Produktion LANXESS zählt zu den global bedeutenden Herstellern von Chemie- und Polymerprodukten. Mit unseren Produktionsanlagen stellen wir sowohl kleinste Produktmengen auf Basis maßgeschneiderter Kundensynthesen her als auch Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymere in Mengen von mehreren zehntausend Tonnen. Unsere Produktionsbetriebe sind organisatorisch einzelnen Business Units zugeordnet. Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen (Deutschland), Antwerpen (Belgien), Sittard-Geleen (Niederlande), Orange (USA), Sarnia (Kanada), Triunfo und Duque de Caxias (Brasilien), Jhagadia (Indien), Singapur (Singapur) sowie Changzhou und Wuxi (China). Daneben betreiben wir weitere Produktionsstandorte in Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Russland, Spanien, Südafrika und den USA. Eine detaillierte Übersicht unserer Produktionsstandorte nach Segmenten findet sich im Abschnitt „Kurzdarstellung der Segmente" in diesem Lagebericht. Wesentliche Veränderungen unseres globalen Produktionsnetzwerks im Jahr 2015: • In Singapur nahm die neue Anlage für die Produktion des Hochleistungs-Kautschuks Neodymiumbasierter Performance-Butadien-Kautschuk (Nd-PBR) ihren Betrieb auf. Die Produktionskapazität der Anlage, die zur Business Unit Tire & Specialty Rubbers gehört, ist auf 140.000 Jahrestonnen ausgelegt. • Am Standort Changzhou (China) nahm unsere Business Unit High Performance Elastomers eine neue Anlage für die Produktion von hochwertigen EPDM-Kautschuken in Betrieb. Die Anlage hat eine nominelle Kapazität von 160.000 Tonnen pro Jahr. Einschließlich der oben genannten Maßnahmen lagen die auszahlungswirksamen Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 434 Mio. €. Weitere Informationen zu den Investitionen finden sich im Abschnitt „Vermögens- und Finanzlage" dieses Lageberichts. Im Rahmen der Optimierung unseres globalen Produktionsnetzwerks beabsichtigen wir zudem, die Produktion von EPDM-Kautschuk am Standort Marl (Deutschland) zum Ende des ersten Quartals 2016 zu beenden. Im EPDM-Kautschuk-Produktionsnetzwerk von LANXESS ist die Anlage in Marl aufgrund ihrer verhältnismäßig geringen Kapazität sowie der im Vergleich höheren Energie- und Rohstoffkosten nicht mehr wettbewerbsfähig. VERTRIEB UND KUNDEN Vertrieb Wir vertreiben unsere Produkte weltweit an mehrere tausend Kunden in über 150 Staaten auf allen Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir flexible Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Unseren Vertrieb steuern wir über 46 eigene Gesellschaften weltweit. In Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen. Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. 50 eigene Produktionsstätten in 17 Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von regionalen Produktionsstandorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile. Im Geschäftsjahr 2015 wurden die E-Business-Aktivitäten in den Bereichen Ein- und Verkauf sowie Logistik weiter ausgebaut. Insgesamt wurden weit über 1.000.000 Vorgänge und deren automatisierte Folgenachrichten per E-Business realisiert. Dazu dienten das Internetportal „LANXESS one" und die System-zu-System-Anbindungen via „ELEMICA". Diesen für alle Beteiligten vorteilhaften Prozess bauen wir fortlaufend aus, indem wir weitere Partner und technische Services hinzunehmen. Die im Verkauf per E-Business erzielten Nettoerlöse erreichten ca. 1,7 Mrd. €. Der Anteil der Vertriebskosten am LANXESS Konzernumsatz betrug im Berichtsjahr 9,6 % und lag damit um 0,3 %-Punkte über dem Wert des Vorjahres von 9,3%. Die Entwicklung der Vertriebskosten sowie die Aufteilung nach Segmenten in den vergangenen fünf Jahren ergibt sich aus folgender Übersicht. Vertriebskosten scroll 2011 2012 2013 20141 2015 Vertriebskosten in Mio. € 732 763 755 742 759 in % der Umsatzerlöse 8,3 8,4 9,1 9,3 9,6 Aufteilung nach Segmenten Performance Polymers 262 284 286 277 280 Advanced Intermediates 127 125 126 143 152 Performance Chemicals 320 335 328 310 321 Überleitung 23 19 15 12 6 Vorjahreswerte angepasst. Kunden Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen individueller, gezielter Ansprache, die wir aufgrund der Vertriebsorganisationen in der Verantwortung der Business Units leisten können. Die individuellen Vertriebsstrategien überprüfen wir regelmäßig anhand von Erhebungen zur Kundenzufriedenheit. Wir beliefern vor allem die Branchen Reifen, Automobil, Kunststoff, Chemie, Agrochemie, Bau, Elektro, Leder/Schuhe, Pharma, Lebensmittel, Wasseraufbereitung und Möbel. Umsatzanteile nach Branchen scroll in % 2015 Reifen -20 Automobil -20 Chemie -15 Agrochemie -10 Bau, Elektro, Leder/Schuhe -15 Sonstige (in Summe) -20 Im Geschäftsjahr 2015 vereinten unsere zehn Top-Kunden wie im Vorjahr einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 22 %. Keiner unserer Kunden erreichte einen Anteil von mehr als 10 % am Konzernumsatz. Bei 55 Kunden (Vorjahr: 50) übertraf der Jahresumsatz 20 Mio. €. Die Anzahl unserer Kunden in den jeweiligen Segmenten unterscheidet sich deutlich. Das Segment Performance Polymers arbeitete 2015 mit rund 3.700 Kunden (Vorjahr: 3.600), Advanced Intermediates mit rund 3.400 Kunden (Vorjahr: 3.100) und Performance Chemicals mit rund 10.400 Kunden (Vorjahr: 11.300). Basis dieser Angabe ist jeweils die Anzahl der Kundennummern im jeweiligen Segment. In allen Segmenten sind sämtliche Kunden- bzw. Umsatzklassen anzutreffen, wobei ein Kunde auch aus mehreren Segmenten beliefert werden kann. Die vergleichsweise geringen Umsätze der einzelnen Kunden im Segment Performance Chemicals und die breite Kundenbasis spiegeln das Geschäft mit oftmals maßgeschneiderten Anwendungslösungen der Spezialchemie wider. Die deutlich niedrigere Zahl der Kunden im Segment Performance Polymers, die jedoch relativ hohe Umsätze generieren, ist dagegen typisch für das Geschäft mit synthetischen Kautschukprodukten. Aufgrund der hohen Kundenzahl lässt sich in keinem Segment eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Der Bereich Forschung und Entwicklung liefert mit der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren sowie der ständigen Verbesserung bestehender Produktionsprozesse einen wichtigen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erweiterung unseres Produktportfolios. Im Jahr 2015 haben wir im Zuge der Neuausrichtung auch den organisatorischen Rahmen für Forschung und Entwicklung angepasst. Mit der Zusammenlegung von Business Units haben wir die zugehörigen F & E-Bereiche gebündelt. Die bisherige Group Function Innovation & Technology ist in die neugegründete Group Function Production, Technology, Safety & Environment integriert worden. Die Fokussierung auf Produkte und Verfahren in unseren Kernbereichen mit einem kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont ist dabei unverändert geblieben. Organisatorische Ausrichtung Unsere Forschungsprogramme sind direkt und konsequent an den Anforderungen unserer Kunden in den für uns relevanten Endmärkten ausgerichtet. So fokussieren beispielsweise die Business Units im Segment Performance Polymers ihre Aktivitäten verstärkt darauf, ihre Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln. Andere Business Units, wie etwa die Business Unit Advanced Industrial Intermediates im Segment Advanced Intermediates, deren Produkte zu einem großen Teil eine hohe Marktreife aufweisen, konzentrieren sich darauf, ihre Produktionsanlagen und -verfahren durch stetige Prozessoptimierung zu verbessern. Die Fachabteilungen unserer Group Function Production, Technology, Safety & Environment unterstützen und ergänzen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Business Units. Damit stellen wir sicher, dass Synergien voll ausgeschöpft werden und Innovationen auf unterschiedliche Unternehmensbereiche übertragen werden können. Auch Business-Unit-übergreifende Projekte werden hier gebündelt. Unsere Forschungsschwerpunkte liegen hierbei auf den Themenfeldern „Product Innovation" und „Process Innovation", die jeweils in eigenen Abteilungen bearbeitet werden. Im Bereich „Process Innovation" stehen die Planung neuer Prozesse und die Integration neuer Technologien in unsere bereits bestehenden Produktionsprozesse im Fokus. Ziel ist hier die Kosten- und Technologieführerschaft. Ein Schwerpunkt liegt darin, unsere aktuellen Produktionsprozesse im Hinblick auf Optimierungspotenziale mit mathematischen und experimentellen Methoden zu überprüfen. Auf diese Weise konnten wir Rohstoff- und Energieeinsparmöglichkeiten identifizieren, entsprechende Verfahrenskonzepte zu ihrer Nutzung entwickeln und in einigen Bereichen bereits realisieren. Darüber hinaus ist es gelungen, Betriebskosten weiter zu senken, indem wir in einigen Betrieben neue modellbasierte Prozessführungskonzepte entwickelt und unter Einbeziehung moderner Methoden zur Online-Analytik umgesetzt haben. Diese Konzepte ermöglichen es, unsere Anlagen noch näher am optimalen Betriebspunkt und damit noch effizienter hinsichtlich der Rohstoff- und Energienutzung zu betreiben. Der Bereich „Product Innovation" konzentriert sich auf das Entwickeln neuer Produkte und neuer Anwendungen für bestehende Produkte sowie auf Produktmodifikationen. Die Produktentwicklung ist dabei breiter angelegt als in den Business Units, die Themenschwerpunkte sind in der Regel Business-Unit-übergreifend. Unsere Forschungsziele leiten sich auch hier aus den Bedürfnissen unserer Kunden in den für uns relevanten Märkten ab. Unsere wesentlichen Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich an den Standorten Leverkusen, Krefeld-Uerdingen, Dormagen (Deutschland), London (Kanada) sowie Qingdao und Wuxi (China). Zusätzlich sind wir in Hongkong mit einem Zentrum für technische Kunststoffe präsent und stärken auf diese Weise unsere Beziehungen zu den Automobilherstellern in der asiatisch-pazifischen Wachstumsregion. An unseren internationalen Forschungs- und Entwicklungsstandorten testen wir beispielsweise Hochleistungs-Kautschuke oder technische Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie. Wesentliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte Im Segment Performance Polymers wurde auch im Jahr 2015 unsere hochwertige Palette an Kautschuk- und Kunststoffprodukten insbesondere mit dem Fokus auf den sogenannten „grünen Reifen" weiterentwickelt. Der Kautschuktyp der BUNA-FX-Familie ist ein funktionalisierter SSBR (Solution Styrene-Butadiene Rubber), der sich durch eine verbesserte Wechselwirkung zwischen Kautschuk und Füllstoffen auszeichnet. Damit kann der Rollwiderstand des Reifens deutlich verringert werden. Der neue Kautschuktyp Buna VSL 3038-2HM ermöglicht ein besseres Nassfahrverhalten bei gleichzeitig guten Rollwiderstandswerten. Aufgrund ihrer hervorragenden Materialeigenschaften sind beide Kautschuke besonders für hochwertige Sommerreifen geeignet. Mit Durethan BKV 25 FN27 haben wir im Jahr 2015 ein neues halogenfrei flammgeschütztes Polyamid 6 für elektrische Schaltgeräte entwickelt. Gegenüber mineralgefüllten Polyamid-6-Typen, die in diesem Bereich häufig zum Einsatz kommen, zeichnet sich das glasverstärkte Material durch eine hohe mechanische Festigkeit und thermische Stabilität aus. Komponenten, die daraus gefertigt werden, widerstehen daher gut den enormen mechanischen Belastungen und hohen Temperaturspitzen bei einem elektrischen Kurzschluss. Das halogenfreie Flammschutzpaket verleiht dem Polyamid zudem eine gute Brandwidrigkeit. Das Segment Advanced Intermediates baut konsequent sein Sortiment an Estrichzusatzmitteln aus. Die neue Produktfamilie der „pro-Linie" ist seit September 2015 im Markt. Die modernen formaldehydfreien Zusatzmittel zeichnen sich dadurch aus, dass der Estrichmörtel besser und mit weniger Wasser zu verarbeiten ist. Letzteres erhöht die Festigkeiten und beschleunigt die Estrichtrocknung. Auch im Segment Performance Chemicals wurden wichtige Innovationen zur Marktreife gebracht. Im Berichtsjahr wurden so etwa innovative halogenfreie Flammschutzmittel auf Phosphorbasis für Weichschäume vorgestellt. Sie zeichnen sich durch niedrigere Emissionen („Fogging") und geringe Kernverfärbung („Scorching") aus und sind daher ideal für den Einsatz in der Möbel- und Automobilindustrie geeignet. Mit Levagard TP LXS 51114 hergestellte Schäume erreichen sogar die strengen Normen des Verbands der Automobilindustrie für die Charakterisierung von Werkstoffen in Kraftfahrzeugen. Mit Preventol A31-D haben wir zudem ein neues Konservierungsmittel für Außenanstrichmittel entwickelt. Es kann zum Beispiel in Fassadenfarben gegen Algen und Pilze eingesetzt werden. Aufgrund einer innovativen Kombination von Fungiziden und einem Mechanismus zur verlangsamten Freisetzung zeigt das Produkt sogar bei niedriger Konzentration eine breite Wirksamkeit. In unserer zentralen Forschungseinheit entwickeln wir gemeinsam mit der Business Unit Tire & Specialty Rubbers eine Technologie für Reifen, die den Luftdruck des Reifens trotz eingedrungener Fremdkörper wie Schrauben oder Nägel aufrechterhält, indem sich die Einstichstelle selbstständig verschließt. Diese Technologie erlaubt mittelfristig auf Ersatzräder oder Reparatursets zu verzichten, um weiter Gewicht und Treibstoff einzusparen. Darüber hinaus erhöht die Technologie die Zuverlässigkeit von Reifen. Die von der Group Function Production, Technology, Safety & Environment koordinierten forschungsintensiven Produkt- und Prozessentwicklungen werden auch im Rahmen von Kooperationsprojekten mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchgeführt. Diese Generierung von Wissen ergänzt wesentlich die LANXESS-internen Forschungsaktivitäten. Im Jahr 2015 bestanden insgesamt 153 (Vorjahr: 154) wesentliche Forschungs- und Entwicklungskooperationen, davon 35 mit Hochschulen (Vorjahr: 41), 97 mit Zulieferern oder Kunden (Vorjahr: 79) und 21 mit Forschungsinstituten (Vorjahr: 34). Kostenentwicklung und Beschäftigte Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2015 insgesamt 130 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 1,6 % entspricht (Vorjahr: 160 Mio. € bzw. 2,0 %). Der Großteil der Aufwendungen entfiel auf die Business Units High Performance Elastomers, Tire & Specialty Rubbers, High Performance Materials und Saltigo. Im Jahr 2015 vereinigten diese Business Units 57% unserer Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung auf sich. Hinsichtlich des Anteils der Aufwendungen an ihrem jeweiligen Umsatz wiesen unsere Business Units Material Protection Products, Saltigo, Liquid Purification Technologies und High Performance Elastomers die höchste Forschungsintensität auf. Der Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten ist bedingt durch die Konzentration unserer F & E Pipeline auf unsere Kerngeschäfte und durch strukturelle Veränderungen in der Organisation im Rahmen der Zusammenlegung einzelner Business Units. Die Entwicklung der Forschungs- und Entwicklungskosten in den vergangenen fünf Jahren kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Forschungs- und Entwicklungskosten scroll 2011 2012 2013 2014 2015 Forschungs- und Entwicklungskosten in Mio. € 144 192 186 160 130 in % der Umsatzerlöse 1,6 2,1 2,2 2,0 1,6 Zum Jahresende 2015 beschäftigten wir in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboren weltweit 585 Mitarbeiter nach 708 Mitarbeitern im Vorjahr. In unserer zentralen Forschungseinheit sank die Zahl der Beschäftigten auf 213 nach 309 zum 31. Dezember 2014. Hiermit haben wir den F & E-Bereich wieder auf ein den Geschäftsanforderungen entsprechendes Niveau gebracht. Entwicklung Beschäftigtenzahlen im F & E-Bereich scroll 2011 2012 2013 2014 2015 Stand am Jahresende 731 843 931 708 585 in % der Konzern-Beschäftigtenzahl 4,5 4,9 5,4 4,3 3.6 Themengebiete und Patentstrategie Im Rahmen der weltweiten Neuausrichtung fokussieren wir unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf marktnahe Kernprojekte. Im Jahr 2015 bearbeiteten wir 223 Projekte (Vorjahr: rund 210), davon 128 mit dem Ziel, neue Produkte und Anwendungen zu entwickeln bzw. bestehende zu verbessern (Vorjahr: ca. 120). Die verbleibenden 95 Projekte befassten sich unter den Zielsetzungen Kostensenkung, Effizienzsteigerung oder Kapazitätserhöhung mit verfahrenstechnischen Themen (Vorjahr: ca. 90). Etwa 41 % unserer Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus dem Jahr 2015 planen wir bis Ende 2016 in den Markt einzuführen bzw. in der Technik einzusetzen (Vorjahr: ca. 20 %). Die Ergebnisse unserer Tätigkeit werden wo es möglich und sinnvoll ist - von Patenten geschützt. Im Laufe des Jahres 2015 haben wir weltweit 52 Prioritätsanmeldungen getätigt. Das gesamte Patentportfolio bestand zum 31. Dezember 2015 aus ca. 1.060 Patentfamilien mit ca. 6.850 einzelnen Schutzrechten. UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG Als global tätiger Spezialchemie-Konzern tragen wir eine große Verantwortung für Mensch und Umwelt. Unser unternehmerisches Handeln reflektiert dieses Verantwortungsbewusstsein, das wichtiger Bestandteil unserer Strategie ist. Sicherheit, Umweltschutz, soziale Verantwortung, Qualität und Wirtschaftlichkeit sind für uns wesentliche Unternehmensziele. Mit unseren Produkten und Aktivitäten können wir weltweit dazu beitragen, unsere Kunden zu stärken und die Lebensqualität der Menschen zu steigern. Unsere Verantwortung erstreckt sich dabei über die gesamte Liefer- bzw. Wertschöpfungskette — von der weltweiten Beschaffung von Rohstoffen und der Produktentwicklung über die Produktion, Lagerung und den Transport bis hin zur Verwendung und Entsorgung. Alle unsere Aktivitäten im Bereich Corporate Responsibility (CR) müssen zudem einen Bezug zu unserem Kerngeschäft oder unserem Know-how haben. Compliance, d. h. die Einhaltung von Gesetzen und ethischen Grundsätzen, verstehen wir als Grundlage nachhaltiger Unternehmensführung. Der konzernweit gültige „Code of conduct — Kodex für integres und regelkonformes Verhalten bei LANXESS" legt Mindeststandards fest und gibt unseren Mitarbeitern Hinweise und Orientierung für deren Einhaltung. Bereits seit 2006 unterstützen wir die Initiative Responsible Care® und haben dies durch die Unterzeichnung der Responsible Care® Global Charter 2014 bekräftigt. Darüber hinaus bekennen wir uns zu den anerkannten Prinzipien der weltweit größten Initiative für Corporate Responsibility, dem UN Global Compact. Integriertes Managementsystem Ein zentral geführtes Managementsystem sorgt bei LANXESS für die notwendigen globalen Managementstrukturen, um verantwortliches unternehmerisches Handeln zu gewährleisten. Weltweit orientieren wir uns an internen Richtlinien und Handlungsanweisungen, darüber hinaus an den internationalen Normen ISO 9001 und ISO 14001 für Qualitäts- bzw. Umweltmanagement sowie ISO 50001 für Energiemanagement. Den Fortschritt der Integration neuer Standorte in unser Managementsystem und seine Leistungsfähigkeit lassen wir regelmäßig weltweit von externen und unabhängigen Experten prüfen. Die Bestätigung der Compliance mit den Normen ISO 9001 und ISO 14001 erfolgt in einem globalen Matrixzertifikat. 2015 haben wir dazu das Rezertifizierungsaudit erfolgreich absolviert. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 umfasste unser Matrixzertifikat 48 Gesellschaften mit 80 Standorten in 23 Ländern. Erstmals wurden, wie geplant, die Standorte Epierre (Frankreich), Lipetsk (Russland) und Little Rock (USA) berücksichtigt. An unseren Standorten in den USA wurde zusätzlich das Zertifikat gemäß RC14001 (RC = Responsible Care®) bestätigt. 2016 beabsichtigen wir, die Produktionsstandorte Neville Island (USA), Rustenburg (Südafrika) und Joo Koon (Singapur) in das Zertifikat zu integrieren. Darüber hinaus haben wir weltweit eine Vorgehensweise für ein Energiemanagementsystem nach dem Standard ISO 50001 etabliert. In Deutschland wurde die Gültigkeit des Zertifikats 2015 erneut bestätigt. Außerhalb Deutschlands läuft die Fortsetzung der Implementierung und Vorbereitung auf lokale Zertifizierungen dezentral an den Standorten weiter. So wurde zum Beispiel der Standort in Liyang (China) im April 2015 erfolgreich zertifiziert. Umweltdaten Um Kennzahlen in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz weltweit systematisch zu erfassen, nutzen wir ein elektronisches Datenerfassungssystem. Die Datenerhebung erfolgt, mit Ausnahme der Million-Arbeitsstunden-Quote, nur an Produktionsstandorten, die zu über 50 % zum Konzern gehören. Für die Jahre 2013 bis 2015 hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unsere HSE-Kennzahlen und die erforderlichen Daten-erhebungsprozesse im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Prüfung mit dem Ziel beurteilt, eine „begrenzte Prüfungssicherheit" („limited assurance") zu erlangen. Gesellschaftliches Engagement Im Zentrum unseres gemeinnützigen Handelns steht die Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung an Schulen. Unsere konzernweite Plattform dafür ist die LANXESS Bildungsinitiative, in deren Rahmen wir mittlerweile an fast allen LANXESS Standorten entsprechende Projekte etabliert haben. Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 haben wir mit der LANXESS Bildungsinitiative weltweit zehntausende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erreicht. WIRTSCHAFTSBERICHT RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Im Geschäftsjahr 2015 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG gehabt hätten. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Gesamtwirtschaftliches Umfeld Im Berichtsjahr entwickelte sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld uneinheitlich. Als positiver Stimulus in den Ländern mit hoher Ölnachfrage wirkte der anhaltende Preisrückgang dieses Rohstoffs. Demgegenüber beeinträchtigten im Euroraum die fortgesetzten Diskussionen bezüglich der Griechenlandkrise sowie der generell fortbestehenden Verschuldungsproblematik die wirtschaftliche Entwicklung. Auch die schwelenden Konflikte im Osten der Ukraine sowie die Eskalation der Situation im Nahen Osten dämpften das Wachstum. Als zunehmend belastend für die wirtschaftliche Stimmungslage erwies sich zudem die Verunsicherung durch die sich ausweitende terroristische Bedrohung. Das globale Wirtschaftswachstum schwächte sich im Verlauf des Jahres 2015 leicht ab und betrug 2,4 %. Es wurde unter anderem gebremst von rückläufigen Investitionen in den Energiesektor aufgrund des Ölpreisverfalls. Die regionale Entwicklung war uneinheitlich. Asien/Pazifik verzeichnete ein vergleichsweise niedriges Wachstum von 4,0 %, das durch die verringerte Wachstumsdynamik im chinesischen Wirtschaftsraum belastet wurde. Letztere strahlte wiederum auf andere größere Volkswirtschaften der Region aus. Der Zuwachs in EMEA (inklusive Deutschland) lag bei 1,6 %, wobei die Eurozone als Folge des schwächeren Euros und des günstigen Öls positiv tendierte. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland erreichte ein Plus von 1,7 %, getrieben vor allem von steigenden Konsumausgaben. Russland hingegen verharrte aufgrund der anhaltenden Sanktionen und des Ölpreisverfalls weiter in der Rezession. In Lateinamerika resultierte der rückläufige Trend in einem Minus des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 %. Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar setzte den im Vorjahr begonnenen Aufwertungstrend des US-Dollars fort. Das geldpolitische Umfeld in beiden Währungsräumen entwickelte sich im Jahresverlauf deutlich gegenläufig. Während die Europäische Zentralbank mit negativen Einlagezinsen für Geschäftsbanken, Käufen von Staatsanleihen und darüber hinausgehender quantitativer Lockerung im Jahresverlauf beharrlich an ihrer Politik der Geldmengenausweitung festhielt, reduzierte die US-amerikanische Notenbank schrittweise das Volumen ihrer Anleihekäufe und setzte sie Ende Oktober schließlich aus. Im Anschluss daran läutete sie Ende Dezember die Zinswende in den USA ein, indem sie mit einer geringfügigen Erhöhung des Leitzinses die über mehrere Jahre anhaltende Phase der Zinssenkungen beendete. Vor diesem Hintergrund wertete die US-amerikanische Währung, ausgehend von einem Startwert von 1,21 US-Dollar je Euro, bis Mitte April kontinuierlich auf und erreichte einen Wert von 1,06 US-Dollar je Euro. Nach einer kurzen Phase der Abwertung trat der Wechselkurs dann in einen Korridor von etwa 1,09 bis 1,15 US-Dollar je Euro ein, in dem er sich bis etwa Anfang November bewegte. Im Anschluss daran folgte eine kurze Phase der Aufwertung des US-Dollars, die aber zum Jahresende an den Märkten wieder korrigiert wurde. Zum Jahresende wurden für einen Euro 1,09 US-Dollar gezahlt — dies entspricht einem Wertzuwachs des US-Dollars von 9,9 % im Jahr 2015. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs bei 1,11 US-Dollar je Euro nach einem Wert von 1,33 im Vorjahr, was die Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar unterstreicht. Aufgrund der regionalen Aufstellung unseres Geschäfts wirkt sich ein stärkerer US-Dollar grundsätzlich positiv auf unser Ergebnis aus. Zentralisierte Hedging-Aktivitäten begrenzen jene Auswirkungen, die nicht durch die Harmonisierung von Produktion und Absatz in gleichen Währungsräumen neutralisiert werden können. Gegenüber dem Vorjahresende sank das Preisniveau an den Rohstoffmärkten bis zum Ende des Berichtsjahres spürbar. Der im ersten Quartal ausgeprägte Abwärtstrend wurde von einer Phase steigender Preise im zweiten Quartal unterbrochen, an die sich ein zum Jahresende stärker sinkendes Preisniveau anschloss. Für uns sind insbesondere die Preise von petrochemischen Rohstoffen relevant, da diese einen wesentlichen Einfluss auf unsere Produktionskosten haben. Der Preis für unseren wichtigsten strategischen Rohstoff, Butadien, sank an den Beschaffungsmärkten im Jahresverlauf. Der Entwicklung des Rohölpreises folgend, verringerten sich auch die Preise für Eingangsprodukte wie Benzol und Toluol. Chemische Industrie Die Chemieindustrie steigerte ihre Produktion 2015 global um 3,9 %, wobei sich auch hier ein regional differenziertes Bild ergab. Asien/Pazifik wuchs weiterhin stark mit 6,0 %, wobei sich die Entwicklung in China verlangsamte. Auch das Wachstum in NAFTA fiel aufgrund der niedrigen Energiepreise und der günstigen Rohstoffsituation mit 3,6 % dynamisch aus. Demgegenüber sank die Produktion in Lateinamerika, beeinflusst durch das ökonomische Umfeld, um 2,3 %. Der Produktionszuwachs in EMEA (inklusive Deutschland) belief sich auf 1,6 %, wobei Russland sich dynamisch entwickelte. In Deutschland hingegen war die Produktion um 0,9 % rückläufig. Bruttoinlandsprodukt 2015 scroll Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Bruttoinlandsprodukt NAFTA 2,4 Lateinamerika -1,4 EMEA (inklusive Deutschland) 1,6 Deutschland 1,7 Asien/Pazifik 4,0 Welt 2,4 Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen Die globale Reifenindustrie erzielte 2015 bei starken regionalen Differenzen ein Wachstum von 2,2 %. In EMEA (inklusive Deutschland) zeigte sich ein guter Produktionszuwachs um 5,5 %, wobei lediglich die Nachfrage nach Erstausrüstung in Russland sehr schwach ausfiel. In Deutschland stieg die Produktion um 0,6 %. In NAFTA ergab sich ein Anstieg um 3,2 %, getrieben von einem höheren Bedarf an Ersatzreifen bei gleichzeitig leicht rückläufigen Importen. Geprägt durch die allgemeine Rezession nahm die Produktion in Lateinamerika um 3,2 % ab. Der Rückgang des Bedarfs nach Erstausrüstung konnte nicht durch eine gestiegene Nachfrage nach Ersatzreifen ausgeglichen werden. In Asien/Pazifik zeigte sich ein leichtes Wachstum von 1,0 %. Ein rückläufiger Export in Verbindung mit einer deutlich steigenden lokalen Nachfrage nach Ersatzreifen führte zu einer schwachen Zunahme der Produktion in China. Die weltweite Produktion von Automobilen erholte sich gegen Jahresende 2015 und legte leicht um 0,8 % zu. Als Stabilitätsanker erwies sich NAFTA mit einem Wachstum von 3,7 %. In Lateinamerika dagegen ergab sich ein sehr deutlicher Einbruch um 19 %. Die Entwicklung in EMEA (inklusive Deutschland) war uneinheitlich, resultierte aber dennoch in einem Anstieg um 3,7 %. Das Wachstum in Europa war deutlich, wurde aber von einem Produktionseinbruch in Russland gebremst. In Deutschland ergab sich eine leichte Steigerung um 0,6 %. Die Produktion in Asien/Pazifik stagnierte. China zeigte gegen Ende des Jahres als Folge von Steuererleichterungen ein leichtes Wachstum, während der Trend in Japan rückläufig war. Aufgrund sinkender Preise für Agrarprodukte nahm die Produktion von Agrochemikalien im Berichtsjahr weltweit nur verhalten um 1,0 % zu. Dabei erreichte Asien/Pazifik einen Zuwachs von 2,3 %. Auch EMEA (inklusive Deutschland) tendierte insgesamt mit einem Anstieg um 1,9 % positiv, wobei die Produktion in Deutschland um 0,8 % rückläufig war. NAFTA zeigte mit 0,2 % nur ein schwaches Wachstum, während Lateinamerika einen deutlichen Rückgang um 7,1 % aufwies. Die Bauindustrie erreichte ein globales Wachstum von 3,1 %. Als Treiber erwies sich NAFTA, die einen dynamischen Zuwachs von 5,8 % aufwies. Demgegenüber konnte sich in Lateinamerika auch dieser Sektor den Auswirkungen der Rezession nicht entziehen, was in einem Produktionsrückgang um 2,5 % resultierte. Asien/Pazifik erwies sich mit einem Plus von 3,3 % als ein Wachstumszentrum, wenngleich sich die Dynamik vor allem in China abschwächte. EMEA (inklusive Deutschland) erzielte ein Wachstum von 1,6 %, das durch den stark rückläufigen Trend in Osteuropa beeinträchtigt wurde. Die Entwicklung in Deutschland war mit einem Minus von 0,7 % leicht negativ. Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2015 scroll Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Chemie Reifenindustrie Automobilindustrie Agrochemikalien Bauindustrie NAFTA 3,6 3,2 3,7 i 0,2 5,8 Lateinamerika -2,3 -3,2 -19,0 -7,1 -2,5 EMEA (inklusive Deutschland) 1,6 5,5 3,7 1,9 1,6 Deutschland -0,9 0,6 0,6 -0,8 -0,7 Asien/Pazifik 6,0 1,0 0,0 2,3 3,3 Welt 3,9 2,2 0,8 1,0 3,1 FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr war geprägt durch die weiterhin schwierige Wettbewerbssituation in unseren Geschäften mit synthetischen Kautschuken. Die rückläufige Entwicklung der Beschaffungskosten für Schlüsselrohstoffe, insbesondere für Butadien, führte zu entsprechenden Anpassungen der Verkaufspreise. Positiv wirkte die Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars. In der Region Asien/Pazifik haben wir im Berichtszeitraum die neuen Anlagen unserer Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers in Betrieb genommen. Die Unterauslastung dieser und weiterer in Asien betriebener World-Scale-Anlagen führte zu steigenden Kosten für nicht genutzte Kapazitäten. Im Berichtsjahr führten wir die umfassende Neuausrichtung des Konzerns fort. Im Rahmen des dazu etablierten Programms „Let's LANXESS again" beabsichtigen wir, die Produktion von Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk am Standort Marl (Deutschland) zum Ende des ersten Quartals 2016 zu beenden. Im Berichtsjahr haben wir zu diesem Sachverhalt im erforderlichen Rahmen ergebniswirksame bilanzielle Vorsorge getroffen. Als weiteren, wesentlichen Teil der Neuausrichtung haben LANXESS und Saudi Aramco unter dem Namen ARLANXEO eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken vereinbart. Wir versprechen uns hiervon für die betroffenen Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers mittelfristig einen wettbewerbsfähigen und verlässlichen Zugang zu strategischen Rohstoffen. Alle zuständigen Kartellbehörden haben der Transaktion ihre Freigabe erteilt. Sie soll am 1. April 2016 wirtschaftlich abgeschlossen sein. Aus dieser Vereinbarung ergaben sich keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Berichtsjahres. Weitere Informationen zu dieser Allianz finden sich im Abschnitt „Strategische Ausrichtung" dieses Lageberichts. Zum 1. Januar 2015 veränderten wir im Rahmen der Neuausrichtung unsere Geschäftsorganisation. So wurden die Business Units Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers zur Business Unit Tire & Specialty Rubbers zusammengelegt. Ferner wurden die Produktlinien Alterungsschutzmittel und Beschleuniger von der in diesem Kontext aufgelösten Business Unit Rubber Chemicals in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates integriert. Für detailliertere Ausführungen verweisen wir auf die Abschnitte „Geschäftstätigkeit" und „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF Tatsächlicher versus prognostizierter Geschäftsverlauf 2015 scroll Prognose für 2015 im Geschäftsbericht 2014 Eingetreten in 2015 Geschäftsentwicklung Konzern EBITDA vor Sondereinflüssen Innerhalb der einzelnen Segmente in etwa ausgleichende Einflussfaktoren; in etwa vergleichbares Niveau wie in 2014 (808 Mio. €) 885 Mio. € Geschäftsentwicklung Segmente Performance Polymers Leichte Nachfrageverbesserung aus wesentlichen Kundenindustrien; anhaltender Preisdruck; positive Effekte aus einem anhaltend starken US-Dollar; Anlaufkosten von insgesamt ca. 25 Mio. € sowie Leerkosten von etwa 50 Mio. € Ausweitung der Absatzmengen wirkte ergebnisverbessernd; vorteilhafte Wechselkurseinflüsse; Anlaufkosten sowie Leerkosten wie erwartet angefallen (EBITDA vor Sondereinflüssen: 502 Mio. €) Advanced Intermediates Anhaltend gute Nachfrage aus den wesentlichen Kundenindustrien; eher gedämpftes Wachstum für Agrochemikalien; leicht rückläufiges Feinchemie- und Pharmageschäft Höhere Absatzmengen, Nachfrage nach Agrochemikalien entwickelte sich erfreulich (EBITDA vor Sondereinflüssen: 339 Mio. €) Performance Chemicals Leichte Nachfrageverbesserung Geringere Absatzmengen bei allen Business Units mit Ausnahme der Business Unit Liquid Purification Technologies _(EBITDA vor Sondereinflüssen: 326 Mio. €) Rohstoffpreise Anhaltend volatile Entwicklung; steigende Beschaffungskosten für petrochemische Rohstoffe Sehr volatil und deutlich unter Vorjahresniveau Finanzlage Konzern Auszahlungswirksame Inestitionen Auszahlungswirksame Investitionen von ca. 450 Mio. € 434 Mio. € Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 waren wir für das Jahr 2015 von einem EBITDA vor Sondereinflüssen auf einem in etwa vergleichbaren Niveau wie 2014 ausgegangen. Die für die einzelnen Segmente erwarteten Einflussfaktoren sollten sich dabei in etwa ausgleichen. Nach unterjährigen Konkretisierungen unserer Erwartung prognostizierten wir zuletzt im Rahmen der Zwischenberichterstattung für das dritte Quartal 2015 ein E-BITDA vor Sondereinflüssen für das Gesamtjahr 2015 zwischen 860 und 900 Mio. €. Das tatsächlich erwirtschaftete Ergebnis lag mit 885 Mio. € innerhalb dieser Bandbreite und übertraf das Ergebnis des Vorjahres von 808 Mio. € um 9,5 %. Alle Segmente erzielten Ergebnisse, die teilweise deutlich über denen des Vorjahres lagen. Während die Segmente Performance Polymers und Advanced Intermediates das EBITDA vor Sondereinflüssen von 392 Mio. € auf 502 Mio. € bzw. von 308 Mio. € auf 339 Mio. € steigern konnten, erwirtschaftete unser Segment Performance Chemicals ein von 269 Mio. € im Vorjahr auf 326 Mio. € gesteigertes Ergebnis. Die segmentübergreifend niedrigeren Verkaufspreise im Markt resultierten aus den gesunkenen Rohstoffpreisen. Die insgesamt positive Ergebnisentwicklung des Berichtsjahres war insbesondere im Segment Performance Polymers von Wechselkursen getragen, die sich vorteilhafter entwickelten als von uns im Rahmen der ursprünglichen Prognose für das Jahr 2015 erwartet. Die Absatzmengen lagen insgesamt auf Vorjahresniveau. Während sie in den Segmenten Performance Polymers und Advanced Intermediates ausgeweitet werden konnten, waren sie im Segment Performance Chemicals rückläufig. Wie erwartet, lag die konzernweite Steuerquote im Berichtsjahr mit 42,0 % über der 30 %Schwelle. Für die LANXESS AG gingen wir für das Berichtsjahr von einem gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Jahresergebnis aus. Im Wesentlichen bedingt durch das deutlich verbesserte Beteiligungsergebnis konnte ein Jahresüberschuss von 91 Mio. € erwirtschaftet werden, während sich im Vorjahr ein Jahresfehlbetrag von 85 Mio. € ergab. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES LANXESS KONZERNS • LANXESS und Saudi Aramco schließen strategische Allianz für Geschäft mit synthetischen Kautschuken • Weiterhin herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken; gute Nachfrage nach Agrochemikalien • Umsatzrückgang um 1,3 % gegenüber Vorjahr • Anpassung der Verkaufspreise aufgrund geringerer Rohstoffkosten • EBITDA vor Sondereinflüssen um 9,5 % auf 885 Mio. € gestiegen • EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen bei 11,2 % nach 10,1 % im Vorjahr • Positiver Wechselkurseinfluss auf Umsatz und Ergebnis • Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie verbessert auf 165 Mio. € bzw. 1,80 € nach 47 Mio. € bzw. 0,53 € • Sichtlicher Fortschritt bei der Reduktion der Verschuldung erzielt Überblick Finanzkennzahlen scroll in Mio. € 2014 2015 Veränd. in % Umsatzerlöse 8.006 7.902 -1,3 Bruttoergebnis vom Umsatz 1.588 1.748 10,1 EBITDA vor Sondereinflüssen 808 885 9,5 EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 10,1% 11,2% - EBITDA 644 833 29,3 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 402 422 5,0 Operatives Ergebnis (EBIT) 218 415 90,4 EBIT-Marge 2,7% 5,3% - Finanzergebnis -138 -127 8,0 Ergebnis vor Ertragsteuern 80 288 > 100 Konzernergebnis 47 165 > 100 Ergebnis je Aktie (€) 0,53 1,80 > 100 Umsatz und Ergebnis Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 7.902 Mio. € um 1,3 % unter dem Wert des Vorjahres von 8.006 Mio. €. Niedrigere Verkaufspreise, die sich insbesondere aus der Weitergabe von niedrigeren Einstandspreisen für Rohstoffe ergaben, führten zu einem Umsatzminus von 9,8 %. Zudem wirkten sich Portfolioeffekte mit 0,1 % geringfügig negativ aus. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte mit 7,7 % umsatzerhöhend. Zudem führten höhere Absatzmengen zu einem Umsatzplus von 0,9 %. Nach Bereinigung um Währungs- und Portfolioeffekte sank der operative Umsatz um 8,9 %. Umsatzeffekte scroll in % 2015 Preis -9,8 Menge 0,9 Währung 7,7 Portfolio -0,1 -1,3 Unser Segment Performance Polymers verzeichnete einen Umsatzrückgang von 4,5 %. Insbesondere die niedrigeren Einstandspreise für Rohstoffe und die herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken führten zu geringeren Verkaufspreisen. Ein geringer Portfolioeffekt aus der im Vorjahr erfolgten Veräußerung der Anteile an der Perlon-Monofil GmbH, Dormagen (Deutschland), wirkte sich leicht negativ aus. Die Verkaufsmengen lagen leicht über Vorjahresniveau. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte umsatzerhöhend. Der Umsatz unseres Segments Advanced Intermediates ging um 1,1 % zurück. Die niedrigeren Verkaufspreise, bedingt durch die Weitergabe geringerer Einstandspreise für Rohstoffe, reduzierten den Umsatz. Gegenläufig ergab sich aus der Veränderung der Wechselkurse ein positiver Effekt auf die Umsatzentwicklung. Zudem führte eine gute Nachfrage nach Agrochemikalien sowie in weiten Teilen auch in den übrigen Absatzmärkten zu einem positiven Effekt aus höheren Absatzmengen. In unserem Segment Performance Chemicals stieg der Umsatz um 4,8 %. Ein Rückgang der Absatzmengen wurde durch eine positive Entwicklung der Wechselkurse überkompensiert. Die Verkaufspreise lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Umsatz nach Segmenten scroll in Mio. € 2014 2015 Veränd. in % Anteil am Konzernumsatz in % Performance Polymers 4.128 3.944 -4,5 _49,9 Advanced Intermediates 1.847 1.826 -1,1 23,1 Performance Chemicals 1.989 2.085 4,8 26,4 Überleitung 42 47 11,9 0,6 8.006 7.902 -1,3 100,0 Vorjahreswerte angepasst. In der Region Nordamerika erzielten wir einen leichten wechselkursbedingten Umsatzzuwachs von 2,2 %. Die Region EMEA (ohne Deutschland) zeigte sich mit einem Plus von 1,3 % auf einem stabilen Niveau. In allen anderen Absatzregionen waren die Umsätze rückläufig. Deutschland war von einem Umsatzrückgang um 5,2 % betroffen. Die Regionen Lateinamerika und Asien/Pazifik verzeichneten ein Umsatzminus von 3,4 % bzw. 2,8 %. Die Entwicklung des Segments Performance Polymers war dabei maßgeblich für den Geschäftsverlauf in den unterschiedlichen Regionen. Auftragsentwicklung Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellungsvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßig stattfindende, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren". Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragsstärke nicht aussagekräftig und unterbleibt an dieser Stelle. Bruttoergebnis vom Umsatz Die Kosten der umgesetzten Leistungen verringerten sich überproportional zum Umsatz um 4,1 % auf 6.154 Mio. €. Die Entlastung resultierte vor allem aus geringeren Einstandspreisen für Rohstoffe und Energien. Gegenläufig wirkten die Entwicklung der Wechselkurse, im Wesentlichen des US-Dollars, die Ausweitung der Absatzmengen sowie höhere Fertigungskosten, auch aufgrund einer geringeren Auslastung und damit verbundenen höheren Leerkosten, insbesondere im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme unserer neuen Anlagen in Asien. Unter anderem bedingt durch die geringe Auslastung dieser Anlagen lag die Gesamtauslastung unserer Kapazitäten mit rund 77 % um 2 %-Punkte unter dem Wert des Vorjahres. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 1.748 Mio. € um 160 Mio. € bzw. 10,1 % über dem Wert des Vorjahres. Die Bruttomarge stieg von 19,8 % auf 22,1 %. Die Ausweitung der Absatzmengen sowie die Veränderung der Wechselkurse hatten einen positiven Einfluss auf das Bruttoergebnis. Die höheren Fertigungskosten wirkten gegenläufig. EBITDA und operatives Ergebnis (EBIT) Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2015 um 77 Mio. € bzw. 9,5 % auf 885 Mio. € nach 808 Mio. € im Vorjahr. Auf Konzernebene wurde der Effekt aus niedrigeren Rohstoffpreisen über eine Anpassung der Verkaufspreise in den Markt weitergegeben. Darüber hinaus belastete die weiterhin herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken. Die insgesamt positive Entwicklung war wesentlich auf vorteilhafte Wechselkursveränderungen zurückzuführen. Zusätzlich unterstützte ein positiver Mengeneffekt die Ergebnisentwicklung. Die Vertriebskosten stiegen vor allem aufgrund volumenbedingt höherer Frachtkosten sowie wechselkursbedingt um 2,3 % auf 759 Mio. €. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sanken um 30 Mio. € auf 130 Mio. €. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 6 Mio. € auf 284 Mio. €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich im Konzern von 10,1 % auf 11,2 %. In sämtlichen Funktionsbereichen ergaben sich Kosteneinsparungen im Rahmen unserer Programme zur Neuausrichtung. Diesen standen wechselkursbedingte Kostensteigerungen gegenüber. Das EBITDA vor Sondereinflüssen in unserem Segment Performance Polymers lag mit 502 Mio. € um 110 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 392 Mio. €. Der Anstieg war insbesondere durch die vorteilhafte Veränderung der Wechselkurse geprägt. Darüber hinaus unterstützten ein positiver Mengeneffekt und geringere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung den Ergebnisverlauf. Der positive Einfluss aus niedrigeren Einstandspreisen für Rohstoffe wurde durch reduzierte Verkaufspreise aufgrund der weiterhin schwierigen Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken überkompensiert. Ergebnisbelastend wirkten zudem höhere Fertigungskosten. In unserem Segment Advanced Intermediates stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um 31 Mio. € auf 339 Mio. €. Dabei führten die positiven Wechselkurseinflüsse zu einer Ergebnisverbesserung. Die weiterhin gute Nachfrage nach Agrochemikalien sowie in den weiteren Absatzmärkten erhöhte die Absatzmengen und steigerte das Ergebnis. Niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe sowie die Anpassung der Verkaufspreise resultierten in Summe in einem positiven Effekt. Das EBITDA vor Sondereinflüssen unseres Segments Performance Chemicals lag mit 326 Mio. € um 57 Mio. € bzw. 21,2 % über dem Niveau des Vorjahres. Die vorteilhafte Entwicklung der Wechselkurse sowie geringere Einstandspreise für Rohstoffe führten zu einer Ergebnisverbesserung. Gegenläufig wirkten gesunkene Absatzmengen. EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten scroll in Mio. € 2014 2015 Veränd. in % Performance Polymers 392 502 28,1 Advanced Intermediates 308 339 10,1 Performance Chemicals 269 326 21,2 Überleitung -161 -282 -75,2 808 885 9,5 Vorjahreswerte angepasst. Die Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum operativen Ergebnis (EBIT) ergibt sich wie folgt: Überleitung EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBIT scroll in Mio. € 2014 2015 Veränd. in % EBITDA vor Sondereinflüssen 808 885 9,5 Abschreibungen -426 -474 -11,3 Wertaufholungen - 56 - EBITDA-wirksame Sondereinflüsse -164 -52 68,3 Operatives Ergebnis (EBIT) 218 415 90,4 Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns stieg im Berichtsjahr deutlich von 218 Mio. € auf 415 Mio. €. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 474 Mio. €. Hiervon fielen 25 Mio. € (Vorjahr: 32 Mio. €) außerplanmäßig an, von denen 11 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) keinen Einfluss auf das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen hatten. Den Abschreibungen standen Wertaufholungen in Höhe von 56 Mio. € gegenüber. Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, verbesserte sich um 30 Mio. € auf minus 160 Mio. €. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein Wert von minus 153 Mio. €, der um 147 Mio. € unter dem entsprechenden Vorjahreswert lag. Der Rückgang entstand im Wesentlichen aus Geschäften zur Wechselkurssicherung. Die negativen Sondereinflüsse des Berichtsjahres von saldiert 7 Mio. € ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 106 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 99 Mio. €. Die negativen Sondereinflüsse, die mit 96 Mio.€ EBITDA-wirksam waren, resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Beendigung der EPDM-Kautschuk-Produktion am Standort Marl (Deutschland) zum Ende des ersten Quartals 2016 sowie weiteren Maßnahmen im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again". Die nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse entfielen auf außerplanmäßige Abschreibungen im Rahmen der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Marl (Deutschland). Die positiven Sondereinflüsse, die mit 44 Mio. € EBITDA-wirksam waren, betrafen insbesondere Erträge aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Die nicht EBITDA-wirksamen positiven Sondereinflüsse entfielen im Wesentlichen auf die Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte in Höhe von 56 Mio. €. Die Wertaufholungen betrafen mit 37 Mio. € unsere Business Unit High Performance Elastomers und mit 19 Mio. € die Business Unit Advanced Industrial Intermediates. Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von saldiert 184 Mio. € angefallen, die in Höhe von 164 Mio. € EBITDA-wirksam waren und vor allem die Programme „Let's LANXESS again" und ,Advance" sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten betrafen. Die nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse des Vorjahres von 20 Mio. € betrafen im Wesentlichen die außerplanmäßige Abschreibung einer Testanlage der jetzigen Business Unit Tire & Specialty Rubbers. Überleitung EBIT zum Konzernergebnis scroll in Mio. € 2014 2015 Veränd. in % Operatives Ergebnis (EBIT) 218 415 90,4 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 2 0 -100,0 Zinsergebnis -69 -66 4,3 Sonstiges Finanzergebnis -71 -61 14,1 Finanzergebnis -138 -127 8,0 Ergebnis vor Ertragsteuern 80 288 > 100 Ertragsteuern -36 -121 < -100 Ergebnis nach Ertragsteuern 44 167 > 100 davon: auf andere Gesellschafter entfallend -3 2 > 100 den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) 47 165 > 100 Finanzergebnis Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf minus 127 Mio. € nach minus 138 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis der at equity bewerteten Beteiligung an der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), betrug 0 Mio. € nach 2 Mio. € im Vorjahr. In Summe lag das Zinsergebnis mit minus 66 Mio. € um 3 Mio. € über dem Vorjahr. Der Zinsaufwand lag dabei aufgrund von im Berichtszeitraum getätigten Tilgungen und fällig gewordenen Darlehen unter dem Vorjahresniveau. Gegenläufig wirkte sich aus, dass infolge der Fertigstellung der neuen Anlagen in Asien weniger anteilige Fremdkapitalkosten aktiviert wurden. Die Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses resultierte im Wesentlichen aus dem Kursergebnis. Zudem waren im Vorjahr Aufwendungen aus der vorfälligen Tilgung langfristiger Darlehen enthalten. Ergebnis vor Ertragsteuern Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verbesserte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 208 Mio. € auf 288 Mio. €. Ertragsteuern Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 121 Mio. € nach 36 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 42,0 % gegenüber 45,0 % in der Vergleichsperiode. Konzernergebnis/Ergebnis je Aktie/Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen Das Konzernergebnis lag mit 165 Mio. € um 118 Mio. € über dem Vorjahreswert. Auf andere Gesellschafter entfiel ein Ergebnisanteil von 2 Mio. € nach minus 3 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie wird mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Berichtsperiode in Umlauf gewesenen LANXESS Aktien errechnet. Die Anzahl der in Umlauf gewesenen Aktien wurde durch die im Rahmen der Kapitalerhöhung im Mai 2014 ausgegebenen Aktien erhöht. Das Ergebnis je Aktie lag mit 1,80 € über dem Wert des Vorjahres von 0,53 €. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen lag bei 1,80 € nach 1,98 € im Vorjahr. Die Ermittlung erfolgte ausgehend vom Ergebnis je Aktie unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse sowie darauf entfallender Steuereffekte. Die insgesamt negativen Sondereinflüsse betrugen im Berichtsjahr saldiert 7 Mio. € nach 184 Mio. € im Vorjahreszeitraum. ENTWICKLUNG DER REGIONEN Umsatz nach Verbleib scroll 2014 2015 Veränd. in Mio. € in % in Mio. € in % in % EMEA (ohne Deutschland) 2.296 28,7 2.325 29,4 1,3 Deutschland 1.440 18,0 1.365 17,3 -5,2 Nordamerika 1.338 16,7 1.368 17,3 2,2 Lateinamerika 859 10,7 830 10,5 -3,4 Asien/Pazifik 2.073 25,9 2.014 25,5 -2,8 8.006 100,0 7.902 100,0 -1,3 Die weltweite Entwicklung der Umsätze war geprägt von niedrigeren Verkaufspreisen aufgrund in Summe geringerer Einstandspreise für wesentliche Rohstoffe sowie von positiven Wechselkurseinflüssen. EMEA (ohne Deutschland) Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) stieg um 29 Mio. € bzw. 1,3 % auf 2.325 Mio. €. Bereinigt um Wechselkurseffekte und geringfügige Portfolioeinflüsse aus der Veräußerung der Anteile an der Perlon-Monofil GmbH, Dormagen (Deutschland), im März des Vorjahres lag der Umsatz mit einem Plus von 0,1 % auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Das Segment Performance Polymers wies einen geringen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich auf. Unsere Segmente Performance Chemicals und Advanced Intermediates erreichten hingegen eine leichte Umsatzsteigerung in derselben Größenordnung. Bei dieser insgesamt ausgeglichenen Entwicklung in der Region verzeichnete der Konzern vor allem in Italien, Irland, Polen und den Niederlanden rückläufige Umsätze. Unterstützend wirkte die positive Nachfrageentwicklung unter anderem in Belgien, der Türkei, Portugal und Ungarn. Mit einem Umsatzanteil von 29,4 % nach 28,7 % im Vorjahr lag der Schwerpunkt unserer Geschäftsaktivitäten unverändert in der Region EMEA (ohne Deutschland). Deutschland In Deutschland erwirtschafteten wir im Geschäftsjahr 2015 mit 1.365 Mio. € einen Umsatz, der um 75 Mio. € bzw. 5,2 % unter dem Wert des Vorjahres lag. Bereinigt um geringfügige Wechselkurs- und Portfolioeffekte ergab sich ein Rückgang um 5,7 %. Die Umsätze der Segmente Advanced Intermediates sowie Performance Polymers wiesen Einbußen im mittleren einstelligen Prozentbereich auf, während unser Segment Performance Chemicals einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich verzeichnete. Der Anteil Deutschlands am Konzernumsatz sank leicht von 18,0 % auf 17,3 %. Nordamerika Der Umsatz in dieser Region lag mit 1.368 Mio. € um 30 Mio. € bzw. 2,2 % über dem Wert des Vorjahres. Nach Bereinigung um positive Wechselkurseffekte ergab sich hingegen ein Umsatzminus von 13,9 %. Wesentlichen Anteil daran hatte der Umsatzrückgang des Segments Performance Polymers, der sich im niedrigen zweistelligen Prozentbereich bewegte. Auch die Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals verzeichneten Umsatzrückgänge im niedrigen zweistelligen beziehungsweise einstelligen Prozentbereich. Der Anteil Nordamerikas am Konzernumsatz lag mit 17,3 % um 0,6 %-Punkte über dem Niveau des Vorjahres. Lateinamerika In der Region Lateinamerika gingen die Umsätze um 29 Mio. € bzw. 3,4 % auf 830 Mio. € zurück. Bereinigt um positive Währungseffekte, die sich aufgrund der Kursentwicklung des US-Dollars ergaben und weil ein Großteil der Umsätze in US-Dollar abgerechnet wird, resultierte ein Rückgang um 13,7 %. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf war die Entwicklung im Segment Performance Polymers, das ein Umsatzminus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verzeichnete. Auch das Segment Advanced Intermediates wies einen Geschäftsrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich auf, während die Umsätze des Segments Performance Chemicals nur um einen niedrigen einstelligen Prozentwert sanken. Die Entwicklung in der Region war vor allem beeinflusst durch den Umsatzrückgang in Brasilien. Geringfügig positive Impulse kamen aus Mexiko. In Lateinamerika erwirtschafteten wir 10,5 % des Konzernumsatzes nach 10,7 % im Vorjahreszeitraum. Asien/Pazifik Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik sank im Geschäftsjahr 2015 um 59 Mio. € bzw. 2,8 % auf 2.014 Mio. €. Nach Bereinigung um positive Wechselkurs- sowie geringfügige Portfolioeinflüsse ergab sich ein Rückgang um 16,1 %. Die Entwicklung war im Wesentlichen auf den Geschäftsverlauf des Segments Performance Polymers zurückzuführen, das einen Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aufwies. Ebenfalls rückläufig mit knapp zweistelligen Prozentwerten waren die Geschäfte der Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals. Wesentlichen Anteil an der operativen Entwicklung in der Region hatten rückläufige Umsätze in China, Singapur, Korea und Taiwan. Der Anteil am Konzernumsatz lag mit 25,5 % leicht unter dem Wert des Vorjahres von 25,9 %. Die Region Asien/Pazifik bestätigte damit in der Umsatzverteilung des Konzerns den Platz als zweitstärkste Region hinter EMEA (ohne Deutschland). SEGMENTDATEN • Performance Polymers: Herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken; niedrigere Verkaufspreise belasten Umsatz; Ergebnis dennoch deutlich über Vorjahr • Advanced Intermediates: Ergebnissteigerung bei leicht rückläufigem Umsatz, gute Geschäftsentwicklung im Bereich Agrochemikalien • Performance Chemicals: Umsatz- und Ergebnissteigerung bei nahezu stabilen Preisen Performance Polymers Kennzahlenüberblick scroll 2014 2015 Veränd. in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % in % Umsatzerlöse 4.128 3.944 -4,5 EBITDA vor Sondereinflüssen 392 9,5 502 12,7 28,1 EBITDA 351 8,5 507 12,9 44,4 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 181 4,4 249 6,3 37,6 Operatives Ergebnis (EBIT) 120 2,9 280 7,1 > 100 Auszahlungen für Investitionen 428 184 -57,0 Abschreibungen / Wertaufholungen 231 227 -1,7 Mitarbeiter Stand 31.12.1) 5.240 5.088 -2,9 1) Vorjahreswert angepasst. In unserem Segment Performance Polymers sanken die Umsätze im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 4,5 % auf 3.944 Mio. €. Die Anpassung der Verkaufspreise führte zu einem negativen Preiseffekt von 14,9 %. Dieser ergab sich insbesondere aus der an die Kunden weitergegebenen Entlastung durch niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe. Umsatzerhöhend wirkten vorteilhafte Wechselkurseinflüsse mit 8,9 % sowie leicht erhöhte Absatzmengen. Sämtliche Business Units des Segments waren von niedrigeren Verkaufspreisen betroffen. Die Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Materials wiesen eine positive Mengenentwicklung auf, während die Business Unit High Performance Elastomers ein geringeres Absatzvolumen verzeichnete. Die Veränderung der Wechselkurse wirkte sich auf sämtliche Business Units positiv aus. Während das Segment in der Region EMEA (ohne Deutschland) einen positiven Geschäftsverlauf zeigte, lag der Umsatz in den übrigen Regionen unter dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Polymers lag mit 502 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahres von 392 Mio. €. Ergebnisverbessernd wirkten vorteilhafte Wechselkurseinflüsse sowie ausgeweitete Absatzmengen. Der positive Einfluss aus der Kostenentlastung durch niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe wurde durch den Effekt aus reduzierten Verkaufspreisen überkompensiert. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments stieg von 9,5 % auf 12,7 %. Auf das Segment entfielen insgesamt positive Sondereinflüsse von 31 Mio. €, die sich als Saldo von 79 Mio. € positiven Sondereinflüssen und 48 Mio. € negativen Sondereinflüssen ergaben. Die positiven Sondereinflüsse waren mit 43 Mio. € EBITDA-wirksam und entfielen insbesondere auf Veräußerungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Die nicht EBITDA-wirksamen positiven Sondereinflüsse von 36 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus einer Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte der Business Unit High Performance Elastomers. Die negativen Sondereinflüsse ergaben sich aus 38 Mio. € EBITDA-wirksamen und 10 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Beendigung der EPDM-Kautschuk-Produktion am Standort Marl (Deutschland) sowie Maßnahmen im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again". Die nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse resultierten aus außerplanmäßigen Abschreibungen im Rahmen der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Marl (Deutschland). Im Vorjahr hatten sich die negativen Sondereinflüsse auf 61 Mio. € belaufen, von denen 41 Mio. € EBITDA-wirksam waren. Im Wesentlichen entfielen die nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse von 20 Mio. € auf eine außerplanmäßige Abschreibung einer Testanlage der Business Unit Tire & Specialty Rubbers. Die EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse standen im Zusammenhang mit Maßnahmen im Rahmen der Programme zur Neuausrichtung. Advanced Intermediates Kennzahlenüberblick scroll 2014 2015 Veränd. in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % in % Umsatzerlöse 1.847 1.826 -1,1 EBITDA vor Sondereinflüssen 308 16,7 339 18,6 10,1 EBITDA 295 16,0 338 18,5 14,6 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 215 11,6 240 13,1 11,6 Operatives Ergebnis (EBIT) 202 10,9 258 14,1 27,7 Auszahlungen für Investitionen 90 87 -3,3 Abschreibungen / Wertaufholungen 93 80 -14,0 Mitarbeiter Stand 31.12. 3.312 3.264 -1,4 Vorjahreswerte angepasst. Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates lagen im Geschäftsjahr 2015 mit 1.826 Mio. € um 1,1 % bzw. 21 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Während die Anpassung der Verkaufspreise, bedingt durch die überwiegende Weitergabe der Entlastung aus geringeren Einstandspreisen für Rohstoffe, zu einem negativen Preiseffekt von 9,0 % führte, wirkte die Entwicklung der Wechselkurse mit 4,8 % umsatzerhöhend. Die Absatzmengen lagen mit 3,2 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Während beide Business Units des Segments höhere Absatzmengen verzeichneten, lagen die Verkaufspreise in der Business Unit Advanced Industrial Intermediates rohstoffpreisbedingt unter dem Niveau des Vorjahres. Die weiterhin gute Nachfrage nach Agrochemikalien sowie in den weiteren Absatzmärkten führte zu einem positiven Effekt aus höheren Absatzmengen. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich insbesondere in der Business Unit Advanced Industrial Intermediates positiv aus. In der Region Deutschland lag der Umsatz des Segments unter dem Niveau des Vorjahres. In den übrigen Regionen verzeichnete das Segment einen positiven Geschäftsverlauf. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates stieg um 31 Mio. € bzw. 10,1 % auf 339 Mio. €. Dabei führten insbesondere die positive Wechselkursentwicklung sowie höhere Absatzmengen zu einer Ergebnisverbesserung. Während gesunkene Rohstoffpreise zu einer Kostenentlastung führten, belastete die überwiegende Weitergabe dieser Preiseffekte an Kunden das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 18,6 % nach 16,7 % über dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2015 fielen insgesamt positive Sondereinflüsse von saldiert 18 Mio. € an, die aus positiven Sondereinflüssen von 20 Mio. € und negativen Sondereinflüssen von 2 Mio. € resultierten. Die positiven Sondereinflüsse waren mit 19 Mio. € nicht EBITDA-wirksam und betrafen eine Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte der ehemaligen Business Unit Rubber Chemicals. Die EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse von 1 Mio. € ergaben sich als Saldo aus negativen Sondereinflüssen im Zusammenhang mit Maßnahmen des Programms „Let's LANXESS again" und positiven Sondereinflüssen aus der Veräußerung von Anlagevermögen. Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von 13 Mio. € angefallen, die vollständig EBITDA-wirksam waren und im Wesentlichen auf das Programm „Let's LANXESS again" entfielen. Performance Chemicals Kennzahlenüberblick scroll 2014 2015 Veränd. in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % in % Umsatzerlöse 1.989 2.085 4,8 EBITDA vor Sondereinflüssen 269 13,5 326 15,6 21,2 EBITDA 238 12,0 313 15,0 31,5 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 187 9,4 238 11,4 27,3 Operatives Ergebnis (EBIT) 156 7,8 225 10,8 44,2 Auszahlungen für Investitionen 71 139 95,8 Abschreibungen 82 88 7,3 Mitarbeiter Stand 31.12. 5.318 5.260 -1,1 Vorjahreswerte angepasst. Im Segment Performance Chemicals stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2015 um 96 Mio. € bzw. 4,8 % auf 2.085 Mio. €. Der Anstieg resultierte insbesondere mit 8,2 % aus der positiven Entwicklung der Wechselkurse. Während geringere Absatzmengen zu einem Umsatzrückgang von 3,1 % führten, lagen die Verkaufspreise nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Die einzelnen Business Units des Segments zeigten dabei eine unterschiedliche Entwicklung. Während die Verkaufspreise der Business Units Material Protection Products und Inorganic Pigments über dem Niveau des Vorjahres lagen, verzeichneten die anderen Business Units leicht rückläufige Verkaufspreise. Mit Ausnahme der Business Unit Liquid Purification Technologies wiesen alle Business Units geringere Absatzmengen auf. Sämtliche Business Units profitierten von der vorteilhaften Wechselkursentwicklung. Während das Geschäft in der Region Deutschland rückläufig war, konnte es in den übrigen Regionen ausgeweitet werden. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals stieg gegenüber dem Vorjahr um 57 Mio. € bzw. 21,2 % auf 326 Mio. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der positiven Entwicklung der Wechselkurse. Zudem unterstützten geringere Einstandspreise für Rohstoffe bei nahezu stabilen Verkaufspreisen die Entwicklung. Ergebnisbelastend wirkte die rückläufige Mengenentwicklung. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg von 13,5 % auf 15,6 %. Im Berichtsjahr entfielen auf das Segment negative Sondereinflüsse in Höhe von 13 Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren. Diese betrafen unter anderem Maßnahmen im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again". Die negativen Sondereinflüsse des Vorjahres hatten 31 Mio. € betragen und waren vollständig EBITDA-wirksam. Sie betrafen insbesondere Maßnahmen im Rahmen der Programme „Let's LANXESS again" und ,Advance". Überleitung Kennzahlenüberblick scroll 2014 2015 Veränd. in Mio. € in Mio. € in % Umsatzerlöse 42 47 11,9 EBITDA vor Sondereinflüssen -161 -282 -75,2 EBITDA -240 -325 -35,4 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen -181 -305 -68,5 Operatives Ergebnis (EBIT) -260 -348 -33,8 Auszahlungen für Investitionen 25 24 -4,0 Abschreibungen 20 23 15,0 Mitarbeiter Stand 31.12.1) 2.714 2.613 -3,7 1) Vorjahreswert angepasst. Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung lag bei minus 282 Mio. € nach minus 161 Mio. € im Vorjahr. Die Veränderung war im Wesentlichen auf Aufwendungen aus der Absicherung von Wechselkursänderungen zurückzuführen. Die in der Überleitung gezeigten negativen Sondereinflüsse von 43 Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren, resultierten im Wesentlichen aus dem Programm „Let's LANXESS again". Die in der Überleitung gezeigten EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse des Vorjahres in Höhe von 79 Mio. € hatten im Wesentlichen Maßnahmen im Rahmen von „Let's LANXESS again" und „Advance" sowie Kosten für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten sowie Portfolioaufwen-dungen betroffen. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Vermögenslage • Gesunkene Bilanzsumme im Wesentlichen aufgrund von reduziertem Working Capital • Eigenkapitalquote auf 32,2 % verbessert • Niedrigere Pensionsrückstellungen aufgrund gestiegener Diskontierungszinsen • Nettofinanzverbindlichkeiten mit 1.211 Mio. € sichtlich verbessert Bilanzstruktur scroll 31.12.2014 31.12.2015 Veränd. in Mio. € in % in Mio. € in % in % Aktiva Langfristige Vermögenswerte 4.101 56,6 4.180 57,9 1,9 Kurzfristige Vermögenswerte 3.149 43,4 3.039 42,1 -3,5 Bilanzsumme 7.250 100,0 7.219 100,0 -0,4 Passiva Eigenkapital (einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter) 2.161 29,8 2.323 32,2 7,5 Langfristiges Fremdkapital 3.447 47,6 2.936 40,7 -14,8 Kurzfristiges Fremdkapital 1.642 22,6 1.960 27,1 19,4 Bilanzsumme 7.250 100,0 7.219 100,0 -0,4 Bilanzstruktur Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2015 betrug 7.219 Mio. €. Sie lag damit um 31 Mio. € bzw. 0,4 % unter dem Wert zum Vorjahresende. Diese Entwicklung war insbesondere bedingt durch den Rückgang der Vorräte sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig wirkte sich die Entwicklung der Sachanlagen aus. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich von 56,6 % auf 57,9 %. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital im Wesentlichen aufgrund des positiven Gesamtergebnisses. Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Geschäftsjahres 32,2 % nach 29,8 % im Vorjahr. Das langfristige Vermögen erhöhte sich um 79 Mio. € auf 4.180 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen dabei um 94 Mio. € auf 3.747 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 434 Mio. € unter dem Wert von 614 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Abschreibungen lagen mit 474 Mio. € um 48 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 426 Mio. €. Ihnen standen Zuschreibungen aus der Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte in zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in Höhe von 56 Mio. € gegenüber. Der Equity-Beteiligungsbuchwert lag wie im Vorjahr bei 0 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern verringerten sich um 19 Mio. € auf 361 Mio. €. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 57,9 % nach 56,6 % zum 31. Dezember 2014. Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.039 Mio. € um 110 Mio. € bzw. 3,5 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2014. Die Vorräte verringerten sich um 35 Mio. € bzw. 2,5 % auf 1.349 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch das gesunkene Preisniveau für bestimmte Schlüsselrohstoffe. Dem wirkten die Entwicklung der Wechselkurse und ein leichter Anstieg der Mengen entgegen. Die Kennzahl zur Lagerreichweite (D10) stieg von 79,1 Tagen auf 84,3 Tage. Demgegenüber sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 59 Mio. € bzw. 5,8 % auf 956 Mio. €, trotz gegenläufiger Währungseffekte. Die Kennzahl zur Forderungsdauer (DSO) lag nahezu unverändert bei 47,6 Tagen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken um 52 Mio. € auf 366 Mio. €. Die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte lagen wie im Vorjahr bei 100 Mio. €. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 42,1 % nach 43,4 % zum 31. Dezember 2014. Aufgrund der Bilanzierungsvorschriften sind selbsterstellte Vermögenswerte in der Bilanz des LANXESS Konzerns nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns. Auch unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen stellen einen signifikanten immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierliche Lieferqualität gefestigte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es uns, auch in einem herausfordernderen wirtschaftlichen Umfeld im Wettbewerb erfolgreich zu sein. Unsere Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen ist, fußt auf unserem spezifischen Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir einen signifikanten Mehrwert für unsere Kunden. Das Know-how und die Erfahrung unserer Mitarbeiter sind tragende Säulen unseres unternehmerischen Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 162 Mio. € bzw. 7,5 % auf 2.323 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund des positiven Gesamtergebnisses im Berichtszeitraum. Zum 31. Dezember 2015 lag der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme bei 32,2 % nach 29,8 % zum 31. Dezember 2014. Das langfristige Fremdkapital sank zum 31. Dezember 2015 um 511 Mio. € auf 2.936 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sanken gegenüber dem Jahresende 2014 um 75 Mio. € auf 1.215 Mio. €. Dies war im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Diskontierungszinssätze, insbesondere in Deutschland. Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten lagen mit 1.258 Mio. € um 440 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2014. Dieser Effekt resultierte aus der Umgliederung einer im Jahr 2016 fälligen Anleihe sowie eines Darlehens in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich auf 40,7 % nach 47,6 % zum 31. Dezember 2014. Das kurzfristige Fremdkapital betrug 1.960 Mio. € und lag somit um 318 Mio. € bzw. 19,4 % über dem Wert zum 31. Dezember 2014. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 779 Mio. € um 20 Mio. € unter dem Vorjahreswert, im Wesentlichen bedingt durch gesunkene Rohstoffpreise. Dem Rückgang wirkte die Veränderung der Wechselkurse entgegen. Die kurzfristigen derivativen Verbindlichkeiten lagen mit 100 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Umgliederung der Anleihe und des Darlehens aus den lang- in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten war maßgeblich für deren Anstieg um 261 Mio. € auf 443 Mio. €. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken um 24 Mio. € auf 142 Mio. €, während die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um 61 Mio. € auf 411 Mio. € stiegen. Dies war bedingt durch die Zuführung für Restrukturierungsmaßnahmen sowie für variable Vergütung. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2015 bei 27,1 % nach 22,6 % zum Jahresende 2014. Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen mit 1.211 Mio. € deutlich unter dem Wert zum 31. Dezember 2014 von 1.336 Mio. €. Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar: Kennzahlen scroll in % 2011 2012 2013 2014 2015 Eigenkapitalquote Eigenkapital 1) / Bilanzsumme 30,2 31,0 27,9 29,8 32,2 Vermögensquote Langfristige Vermögenswerte / Bilanzsumme 50,7 49,8 52,7 56,6 57,9 Vermögensdeckungsgrad I Eigenkapital 1) /Langfristige Vermögenswerte 59,4 62,0 52,9 52,7 55,6 Vermögensdeckungsgrad II Eigenkapital 1) und langfristiges Fremdkapital / Langfristige Vermögenswerte 137,3 157,2 137,2 136,7 125,8 Finanzierungsstruktur Kurzfristiges Fremdkapital / Fremdkapital 43,5 31,4 38,3 32,3 40,0 1) Eigenkapital einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter. Investitionen Im Jahr 2015 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 457 Mio. € nach 692 Mio. € im Vorjahr. Von diesen waren 434 Mio. € (Vorjahr: 614 Mio. €) auszahlungswirksam. Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 474 Mio. € (Vorjahr: 426 Mio. €) an. Den Abschreibungen standen Zuschreibungen aus Wertaufholungen in Höhe von 56 Mio. € gegenüber. Die Abschreibungen enthielten als Sondereinflüsse gezeigte außerplanmäßige Abschreibungen von 11 Mio. € (Vorjahr: außerplanmäßige Abschreibungen von 20 Mio. €). Um diese Sondereinflüsse bereinigt lagen die Investitionen etwa auf dem Niveau der Abschreibungen (Vorjahr: 70 % über den Abschreibungen). Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr in folgenden Bereichen: • Erweiterungs-, Instandhaltungs und Neubaumaßnahmen • Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit • Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften Bei etwa zwei Drittel der im Jahr 2015 getätigten Investitionsausgaben handelte es sich um Investitionen in die Substanzerhaltung, der restliche Anteil betraf Erweiterungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Regional gesehen entfielen im Berichtszeitraum 36 % unserer Investitionen auf Deutschland, 20 % auf die Region EMEA (ohne Deutschland), 17 % auf Nordamerika, 5 % auf Lateinamerika und 22 % auf die Region Asien/Pazifik. Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungs- und Anlagenmodernisierungsmaßnahmen sämtlicher Segmente, insbesondere aber der Business Units Saltigo und Liquid Purification Technologies. Der weiterhin hohe Anteil der Investitionen in der Region Asien/Pazifik ist vor allem auf den im Berichtsjahr abgeschlossenen Neubau einer Anlage zur Herstellung von EPDM-Kautschuk unserer Business Unit High Performance Elastomers in Changzhou (China) zurückzuführen sowie auf den Neubau einer Anlage für Eisenoxidrot-Pigmente der Business Unit Inorganic Pigments in Ningbo (China). Im Segment Performance Polymers beliefen sich die Investitionen auf 190 Mio. € (Vorjahr: 472 Mio. €), von denen 184 Mio. € (Vorjahr: 428 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen mit Wertaufholungen saldierte Abschreibungen von 227 Mio. € (Vorjahr: 231 Mio. €) gegenüber. Wesentlich waren in diesem Segment insbesondere die Investitionen der Business Unit Tire & Specialty Rubbers. Die Investitionen im Segment Advanced Intermediates betrugen 99 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €). Die Auszahlungen lagen mit 87 Mio. € (Vorjahr: 90 Mio. €) über den mit Wertaufholungen saldierten Abschreibungen von 80 Mio. € (Vorjahr: 93 Mio. €). Hierin enthalten sind verschiedene kleinere Investitionsprojekte sowie erste Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Bau von zwei Mehrzweck-Produktionslinien der Business Unit Saltigo am Standort Leverkusen (Deutschland), der 2016 beginnen wird. Die Produktion soll Ende 2017 aufgenommen werden. Im Segment Performance Chemicals erfolgten Investitionen von 144 Mio. € (Vorjahr: 94 Mio. €), hiervon waren 139 Mio. € (Vorjahr: 71 Mio. €) auszahlungswirksam. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 88 Mio. € (Vorjahr: 82 Mio. €). Eine wesentliche Investition stellte hierbei die Errichtung einer Anlage mit modernster Verfahrenstechnik für Eisenoxidrot-Pigmente im chinesischen Ningbo durch die Business Unit Inorganic Pigments dar. Bedeutende Investitionsprojekte des LANXESS Konzerns in Sachanlagen sind folgender Übersicht zu entnehmen: Ausgewählte Investitionsprojekte scroll Segment Standort Performance Polymers Tire & Specialty Rubbers Singapur (Singapur) Neubau einer Produktionsanlage für Neodymium-basierten-Performance-ButadienKautschuk (Nd-PBR), Inbetriebnahme im 1. Halbjahr 2015 High Performance Elastomers Changzhou (China) Errichtung einer Anlage zur Herstellung von synthetischem Ethylen-Propylen-DienKautschuk (EPDM), Inbetriebnahme in Q1 2015 High Performance Materials Gastonia (USA) Erweiterung des Werks für Hightech-Kunststoffe um eine zweite Compoundier-Anlage, geplanter Produktionsstart 2016 Advanced Intermediates Saltigo Leverkusen (Deutschland) Bau von zwei Mehrzweck-Produktionslinien, Baubeginn 2016, geplanter Produktionsstart Ende 2017 Performance Chemicals Errichtung einer Anlage für Eisenoxidrot-Pigmente einschließlich Erweiterung um Inorganic Pigments Ningbo (China) Misch- und Mahlanlage für anorganische Pigmente, Fertigstellung in Q4 2015, geplanter Produktionsstart Q1 2016 Veränderungen des Konzernportfolios Hinsichtlich der Veränderungen des Konzernportfolios verweisen wir auf den Abschnitt „Veränderungen des Konzernportfolios" in diesem Lagebericht. Finanzlage • Free Cashflow über Vorjahr • Zufluss aus geringerer Mittelbindung im Working Capital • Cashflow aus investiver Tätigkeit reflektiert hauptsächlich Investitionen in die Anlagensubstanz und Kapazitätserweiterung • Weiterhin solide Liquiditätsposition Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit. Kapitalflussrechnung scroll in Mio. € 2014 2015 Veränd. Ergebnis vor Ertragsteuern 80 288 208 Abschreibungen / Wertaufholungen 426 418 -8 Sonstige Positionen 144 -107 -251 Zufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung Working Capital 650 599 -51 Veränderung Net Working Capital 147 93 -54 Zufluss aus operativer Tätigkeit 797 692 -105 Abfluss aus investiver Tätigkeit -587 -400 187 Free Cash Flow 210 292 82 Abfluss aus Finanzierungstätigkeit -222 -333 -111 Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit -12 -41 -29 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember 418 366 -52 Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Net Working Capital verringerte sich im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 51 Mio. € auf 599 Mio. €. Ausgangspunkt dafür war das um 208 Mio. € auf 288 Mio. € gestiegene Ergebnis vor Ertragsteuern. Die Abschreibungen in Höhe von 474 Mio. €, denen Zuschreibungen in Höhe von 56 Mio. € gegenüberstanden, lagen um 48 Mio. € über dem Wert von 426 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen Positionen des Berichtsjahres enthalten unter anderem Steuerzahlungen, Effekte aus Geschäften zur Währungssicherung sowie für variable Vergütung. Außerdem ergaben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Auszahlungen im Rahmen der Neuausrichtung. Aus der Abnahme des Net Working Capital im Vergleich zum 31. Dezember 2014 resultierte ein Mittelzufluss von 93 Mio. € gegenüber 147 Mio. € im Vorjahr. Der Zufluss im Berichtszeitraum ergab sich insbesondere aus dem Rückgang der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig wirkte. Aus operativer Tätigkeit flossen somit insgesamt Mittel in Höhe von 692 Mio. € nach 797 Mio. € im Vorjahr zu. Aus investiver Tätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2015 ein Mittelabfluss von 400 Mio. € nach 587 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 434 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres von 614 Mio. €. Aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen resultierte eine Einzahlung von 45 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €). Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit erhöhte sich um 82 Mio. € auf 292 Mio. €. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 333 Mio. € nach 222 Mio. € im Vorjahr. Ein wesentlicher Effekt im Geschäftsjahr war die Nettorückzahlung von Finanzschulden von 220 Mio. €. Im Vorjahr hatte der Zufluss aus der Kapitalerhöhung von 433 Mio. € einen wesentlichen Effekt dargestellt, dieser wurde jedoch durch die Nettorückzahlung von Finanzschulden in Höhe von 478 Mio. € überkompensiert. Die Zinszahlungen und sonstigen Auszahlungen des Finanzbereichs lagen mit 76 Mio. € gegenüber 131 Mio. € deutlich niedriger als im Vorjahr. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre der LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2014 betrug wie im Vorjahr 46 Mio. €. Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2015 aus der Geschäftstätigkeit eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von minus 41 Mio. € nach minus 12 Mio. € im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der währungsbedingten und sonstigen negativen Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 11 Mio. € resultierte zum Bilanzstichtag ein Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 366 Mio. € nach 418 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Zusammen mit dem im Jahresvergleich unveränderten Bestand an liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten (kurzfristige Geldanlage liquider Mittel in Geldmarktfonds) von 100 Mio. € verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2015 über eine weiterhin solide Liquiditätsposition von 466 Mio. € nach 518 Mio. € zum Jahresende 2014. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements LANXESS verfolgt eine konservative Finanzpolitik und adressiert vorausschauend finanzielle Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Die Verschuldungshöhe orientiert sich im Wesentlichen an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich und steht zusammen mit dem Free Cashflow im Fokus des Finanzmanagements. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Zins- oder Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Chancen- und Risikobericht sowie im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [36] „Finanzinstrumente" dargestellt. Rating des LANXESS Konzerns Um die Ziele des Finanzmanagements zu erreichen, sind der Zugang zu den Kapitalmärkten sowie eine intakte Geschäftsbeziehung zu den nationalen und internationalen Geschäftsbanken notwendige Voraussetzungen. Entsprechend ist auch die nachhaltige Interaktion und Kommunikation mit Banken, Investoren und Ratingagenturen von wesentlicher Bedeutung. Die Ratingagenturen Standard & Poor's sowie Moody's haben im Geschäftsjahr 2015 mit BBB- bzw. Baa3 ihre Ratings von LANXESS bestätigt. Fitch hat das nicht beauftragte („unso-licited") Rating von BBB- am 11. März 2015 bestätigt und anschließend eingestellt. Nach Ankündigung der Partnerschaft mit Saudi Aramco im September 2015 hob Standard & Poor's den Ausblick von „stabil" auf „positiv" an, während Moody's seinen Ausblick bei „stabil" beließ. Beide Ratingagenturen kommentierten die geplante Transaktion positiv und hoben die verbesserte Verschuldungssituation bei zusätzlicher finanzieller Flexibilität aufgrund der erwarteten Erlöse hervor. Entwicklung der LANXESS Ratings und deren Ausblick seit 2010 scroll 2011 2012 2013 2014 2015 Standard & Poor's BBB/stabil BBB/stabil BBB/negativ BBB-/stabil BBB-/positiv 23.08.2011 31.08.2012 27.06.2013 19.05.2014 24.09.2015 Moody's Investors Service Baa2/stabil Baa2/stabil Baa2/negativ Baa3/stabil Baa3/stabil 23.11.2011 26.09.2012 14.08.2013 20.06.2014 2.7.2015 Finanzierungsanalyse LANXESS verfügte auch im Geschäftsjahr 2015 über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur und eine sehr solide Liquiditätslage. Die im Februar 2015 fällig gewordene Renminbi-Anleihe in Höhe von 500 Mio. CNH konnte aus vorhandenen Zahlungsmitteln zurückgezahlt werden. Um Bruttoverschuldung und Zinslast weiter zu reduzieren, haben wir darüber hinaus insgesamt 114 Mio. € eines Förderbankdarlehens in zwei Tranchen vorzeitig zurückgezahlt. Die Schuldentilgung sowie die Finanzierung laufender Investitionen, des operativen Geschäfts sowie des Restrukturierungspro-gramms „Let's LANXESS again" erfolgten aus dem operativen Cashflow und bestehender Liquidität. Seit März 2009 verfügt LANXESS über ein Debt-Issuance-Programm in Höhe von derzeit 2,5 Mrd. €. Auf dieser Basis können, angepasst an die jeweiligen Marktbedingungen und sehr flexibel hinsichtlich des Zeitpunkts und der Höhe, Schuldverschreibungen im Kapitalmarkt platziert werden. Zum 31. Dezember 2015 war der Finanzierungsrahmen von 2,5 Mrd. € durch die unter dem Programm begebenen Anleihen und Privatplatzierungen zu knapp 1,5 Mrd. € genutzt. Auch die Höhe des Debt-Issuance-Programms kann flexibel den künftigen Erfordernissen angepasst werden, um Handlungsspielräume zu sichern. Die LANXESS Finance B.V. wurde als Emittentin der Anleihen und Privatplatzierungen unter dem Debt-Issuance-Programm zum 20. März 2015 durch die LANXESS AG, die ursprüngliche Garantin der Anleihe, abgelöst. Kapitalmarktfinanzierungen sind zentrale Bausteine im Finanzierungsmix von LANXESS, den wir stets auch vor dem Hintergrund einer ausreichenden Diversifikation unserer Finanzierungsquellen und unserer strategischen Unternehmensausrichtung hinterfragen. Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 182 Mio. € im Vorjahr auf 443 Mio. € zum 31. Dezember 2015. Die Zunahme ergab sich maßgeblich aus der Umgliederung der im Jahr 2016 fälligen Anleihe und eines Darlehens aus den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. In nur geringem Umfang nutzten wir Finanzierungsleasing, welches unter den finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz geführt wird. Zum 31. Dezember 2015 entsprach die Höhe der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing mit 71 Mio. € dem Vorjahr. Operating Leasing wird im LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen beläuft sich auf 341 Mio. € nach 390 Mio. € im Vorjahr. LANXESS verfügte am 31. Dezember 2015 über keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungen, z. B. in Form von Factoring, Asset-Backed-Strukturen oder Projektfinanzierungen. In Summe nahmen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzungen, von 1.854 Mio. € im Jahr 2014 auf 1.677 Mio. € zum 31. Dezember 2015 ab. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, also die Summe der so definierten Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte, verringerten sich um 125 Mio. € auf 1.211 Mio. €. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag mit 90 % über dem Vorjahresniveau von 86 %. Dies resultierte insbesondere aus der Reduktion der Bruttoverschuldung durch die wirtschaftlich attraktive Rückzahlung variabel verzinster Darlehen. Änderungen des Zinsniveaus haben in der momentanen Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Der Anteil der in Euro in Anspruch genommenen Kredite und Anleihen lag im Berichtsjahr mit durchschnittlich 90 % über dem Vorjahresniveau von 79 %. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz unserer Finanzverbindlichkeiten entsprach mit 3,8 % zum Jahresende 2015 dem Vorjahreswert. Nachfolgende Übersicht zeigt detailliert die Finanzierungsstruktur von LANXESS zum 31. Dezember 2015 einschließlich der wesentlichen Liquiditätsreserven. Finanzierungsstruktur scroll Instrument Betrag in Mio. € Laufzeit bis Zinssatz in % Financial Covenant 1) Euroanleihe 2009/2016 (200 Mio. €) 200 September 2016 5,500 nein Euroanleihe 2011/2018 (500 Mio. €) 499 Mai 2018 4,125 nein Euroanleihe 2012/2022 (500 Mio. €) 494 November 2022 2,625 nein Privatplatzierung 2012/2022 (100 Mio. €) 100 April 2022 3,500 nein Privatplatzierung 2012/2027 (100 Mio. €) 99 April 2027 3,950 nein Förderbankdarlehen 138 Januar 2016 2) nein Sonstige Kredite 76 n/a nein Finanzierungsleasing 71 n/a nein Summe Finanzverbindlichkeiten 1.677 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 366 ≤ 3 Monate Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 100 ≤ 3 Monate Summe Liquidität 466 Nettofinanzverbindlichkeiten 1.211 1) Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. 2) Ursprüngliche Laufzeit bis April 2019, am 4. Januar 2016 aufgrund der starken Liquiditätsposition zur Reduktion der Zinslast vollständig zurückgeführt. Die in den zurückliegenden Geschäftsjahren kontinuierlich verbesserte Finanzierungsstruktur haben wir 2015 im Rahmen unserer Neuausrichtung und mit Blick auf anstehende Fälligkeiten in Folgejahren durch gezielte Schuldentilgung bei gleichzeitiger Sicherstellung unserer langfristigen Liquidität aktiv gesteuert. Zum Aufstellungszeitpunkt lagen keine Refinanzierungsrisiken vor. Insbesondere die Rückzahlung der im September 2016 fälligen Anleihe in Höhe von 200 Mio. € ist durch bestehende Liquidität und Kreditlinien sichergestellt. Die sonstigen Kredite betrafen im Wesentlichen Inanspruchnahmen von Tochtergesellschaften in Brasilien, China, Indien und Argentinien, von denen die meisten in 2016 fällig sind und regelmäßig, z. B. jährlich, verlängert werden. Fälligkeitsprofil der LANXESS Finanzverbindlichkeiten 31.12.2015 in Mio. € Liquiditätsanalyse Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 366 Mio. € sowie hochliquiden AAA-Geldmarktfondsanlagen von 100 Mio. € verfügt LANXESS über weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form von ungenutzten Kreditlinien. Die Anlage in Geldmarktfonds erfolgt ausschließlich in europäischen Konzerngesellschaften mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr und unterliegt damit für uns keiner Verfügungsbeschränkung. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die hochliquiden Geldmarktfonds werden zu rund 90 % in Konzerngesellschaften in Ländern mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr gehalten. Die übrigen rund 10 % werden in Gesellschaften in regulierten Kapitalmärkten gehalten, in denen Beschränkungen zum Zahlungsmitteltransfer existieren. Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2015 jederzeit gesichert. Die starke Liquiditätsposition von LANXESS wurde 2015 auch in der Bonitätsbewertung der Ratingagenturen positiv betont. Die mit Abstand bedeutendste Kreditlinie für LANXESS ist die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. €. Diese wurde im Februar 2015 um ein Jahr bis Februar 2020 verlängert. Sie wurde bislang nicht wesentlich in Anspruch genommen. Die Kreditlinie ist als Betriebsmittel- und Investitionslinie ausgestaltet und entspricht den Markt-Usancen des europäischen syndizierten Kreditmarkts für Investment-Grade-Unternehmen im BBB-Ratingbereich. Eine weitere wesentliche Kreditlinie über 150 Mio. € wurde mit der Europäischen Investitionsbank im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen. Keiner unserer wesentlichen Kreditverträge enthält Financial Covenants. Insgesamt verfügten wir zum 31. Dezember 2015 wie im Vorjahr über nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 1,5 Mrd. €. In Summe ergibt sich aus dem Bestand liquider Mittel und ungenutzter Kreditlinien, wie im Vorjahr, ein Liquiditätsspielraum von rund 2,0 Mrd. €. Die Liquiditätsreserve dient der Sicherstellung unserer unternehmerischen Flexibilität sowie als Reserve für das Programm zur weltweiten Neuausrichtung des Konzerns und ist Ausdruck unserer konservativen Finanzpolitik. Unsere Zahlungsfähigkeit ist kurzfristig und langfristig gesichert. Bond Performance — Entwicklung des Credit Spread im Jahr 2015 Eine wichtige Kenngröße von Unternehmensanleihen ist neben der absoluten Kursentwicklung die relative Bewertung des unternehmensspezifischen Kreditrisikos im Vergleich zu einem Referenzzinssatz. Dieser Kreditrisikoaufschlag findet seinen Ausdruck im sogenannten Credit Spread. Aufgrund des höheren Ausfallrisikos, das mit einer längeren Restlaufzeit einer Anleihe verbunden ist, weisen länger laufende Anleihen in der Regel einen höheren Credit Spread auf. Dies gilt auch, neben Faktoren wie Liquidität und Handelsvolumen, für unsere unterschiedlichen Anleihen. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Credit Spreads unserer Anleihen sowie den durchschnittlichen Credit Spread von Unternehmensanleihen mit einem Rating im BBB-Bereich und fünf Jahren Laufzeit gegenüber der Zinsswapkurve. LANXESS Anleihen-Spreads vs. Corporates Index im BBB-Bereich Die Kreditrisikoaufschläge von Unternehmensanleihen im BBB-Ratingbereich sind im ersten Quartal 2015 von einem vergleichsweise niedrigen Niveau aus zunächst weiter gesunken. In der zweiten Jahreshälfte 2015 haben sich die Risikoaufschläge dann wieder ausgeweitet. Demgegenüber haben sich die Kreditrisikoaufschläge der LANXESS Anleihen 2015 trotz des etwas niedrigeren Ratings von BBB- stabil entwickelt und lagen zuletzt auf einem vergleichbaren Niveau zu anderen Unternehmen im BBB-Ratingbereich. Die Entwicklung der LANXESS Credit Spreads verdeutlicht unseren weiterhin sehr wettbewerbsfähigen Zugang zu Kapitalmarktfinanzierungen. GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE Das Geschäft des LANXESS Konzerns war im Jahr 2015 weiterhin von der schwierigen Wettbewerbssituation im Bereich der synthetischen Kautschuke bestimmt. Vor diesem Hintergrund haben wir unser Programm zur weltweiten Neuausrichtung weiter erfolgreich vorangetrieben. Die Absatzmengen lagen konzernweit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der generell gesunkenen Rohstoffpreise mussten die Verkaufspreise in allen Segmenten angepasst werden. Dank der umgesetzten Einsparmaßnahmen und der vorteilhaften Wechselkurseffekte konnten die Auswirkungen des herausfordernden Geschäftsverlaufs mehr als ausgeglichen werden. Die Ergebnisentwicklung schätzen wir insgesamt als positiv ein. Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 7.902 Mio. € um 1,3 % unter dem Wert des Vorjahres von 8.006 Mio. E. Unser Segment Performance Polymers verzeichnete einen Umsatzrückgang, der insbesondere auf Preisdruck aufgrund niedrigerer Einstandspreise für Rohstoffe sowie auf die anhaltend herausfordernde Wettbewerbssituation zurückzuführen war. Im Segment Advanced Intermediates ergaben sich bei einer guten Nachfrage nach Agrochemikalien sowie in den anderen Endmärkten Umsätze, die nahezu auf Vorjahresniveau lagen. Das Geschäft in unserem Segment Performance Chemicals war durch niedrigere Absatzmengen und Verkaufspreise, die in etwa auf Vorjahresniveau lagen, geprägt. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2015 um 9,5 % von 808 Mio. € im Vorjahr auf 885 Mio. E. Die Entwicklung war wesentlich auf vorteilhafte Wechselkurse sowie auf Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 47 Mio. € auf 165 Mio. € bzw. von 0,53 E auf 1,80 E. Wir haben unseren konservativen Ansatz in der Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik auch 2015 beibehalten. Gemäß dem Grundsatz der Stetigkeit haben wir die Bewertungsmethoden und Ermessensspielräume im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet bzw. genutzt. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund des Konzernergebnisses von 29,8 % auf 32,2 %. Die Bilanzsumme lag auf dem Niveau des Vorjahres. Unsere Bilanz zeigt weiterhin eine solide Liquiditätsposition. Darüber hinaus sind weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form nicht genutzter Kreditlinien vorhanden. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag mit 90 % über dem Vorjahresniveau von 86 %. Unsere Finanzverbindlichkeiten sind frei von Financial Covenants. Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten sanken um 125 Mio. € auf 1.211 Mio. E. Die Ratingagenturen Standard & Poor's sowie Moody's haben im Geschäftsjahr 2015 unsere Ratings mit BBB- bzw. Baa3 bestätigt. Nach Ankündigung der Partnerschaft mit Saudi Aramco hob Standard & Poor's den Ausblick von „stabil" auf „positiv" an, während Moody's seinen Ausblick bei „stabil" beließ. Unsere wirtschaftliche Lage sehen wir weiterhin positiv. Den Veränderungen und Herausforderungen, mit denen sich insbesondere die europäische Chemieindustrie konfrontiert sieht, begegnen wir mit unserem Programm zur weltweiten Neuausrichtung des LANXESS Konzerns. LANXESS soll durch die neue strategische Ausrichtung ein cashflowstarker und weniger zyklischer Spezialchemie-Konzern mit einem ausgewogeneren Portfolio werden. MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE Kennzahlen scroll Kennzahlen in Mio. € 2011 2012 2013 2014 2015 Ertragslage Umsatzerlöse 8.775 9.094 8.300 8.006 7.902 EBITDA vor Sondereinflüssen 1.146 1.223 735 808 885 EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 13,1% 13,4% 8,9% 10,1% 11,2% EBITDA 1.101 1.186 624 644 833 EBIT vor Sondereinflüssen 826 847 288 402 422 EBIT 776 808 -93 218 415 EBIT-Marge 8,8% 8,9% -1,1% 2,7% 5,3% Konzernergebnis 506 508 -159 47 165 Ergebnis je Aktie (€) 6,08 6,11 -1,91 0,53 1,80 Finanzlage Cashflow aus operativer Tätigkeit 672 838 641 797 692 Abschreibungen / Wertaufholungen 325 378 717 426 418 Auszahlungen für Investitionen 679 696 624 614 434 Nettofinanzverbindlichkeiten 1.515 1.483 1.731 1.336 1.211 Vermögenslage Bilanzsumme 6.878 7.519 6.811 7.250 7.219 Langfristige Vermögenswerte 3.489 3.747 3.592 4.101 4.180 Kurzfristige Vermögenswerte 3.389 3.772 3.219 3.149 3.039 Net Working Capital 1.766 1.849 1.679 1.600 1.526 Eigenkapital (einschl. Anteilen anderer Gesellschafter) 2.074 2.330 1.900 2.161 2.323 Pensionsrückstellungen 679 893 943 1.290 1.215 Kennzahlen ROCE 17,2% 15,6% 5,8% 7,9% 8,4% Eigenkapitalquote 30,2% 31,0% 27,9% 29,8% 32,2% Vermögensquote 50,7 49,8 52,7 56,6 57,9 Vermögensdeckungsgrad I 59,4 62,2 52,9 52,7 55,6 Net Working Capital / Umsatz 20,1% 20,3% 20,2% 20,0% 19,3% Mitarbeiter (Stand zum 31.12.) 16.390 17.177 17.343 16.584 16.225 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER LANXESS AG Die LANXESS AG hat vor allem die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Ferner bestimmt die Konzernführungsgesellschaft die Finanzierung und die Kommunikation mit den wichtigsten Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird im Wesentlichen von den operativen Geschäftseinheiten des LANXESS Konzerns und der Entwicklung der Chemiebranche bestimmt. Das aus den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Beteiligungen resultierende Beteiligungsergebnis ist von zentraler Bedeutung für das künftige Ausschüttungspotential der LANXESS AG. Demnach gelten insbesondere die Aussagen im Abschnitt Chancen- und Risikobericht im Wesentlichen auch für die LANXESS AG. Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Umsatz und Ergebnis der LANXESS AG Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS AG nach HGB (Kurzform) scroll in Mio. € 2014 2015 Veränd. in % Umsatzerlöse 5 4 -20,0 Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen -5 -4 20,0 Bruttoergebnis vom Umsatz 0 0 - Allgemeine Verwaltungskosten -43 -44 -2,3 Sonstige betriebliche Erträge 34 32 -5,9 Sonstige betriebliche Aufwendungen -14 -4 71,4 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -23 -16 30,4 Beteiligungsergebnis 53 252 > 100 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1 7 > 100 Zinsergebnis -57 -44 22,8 Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge -34 -7 78,8 Finanzergebnis -37 208 > 100 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -60 192 > 100 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -25 -101 < -100 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) -85 91 > 100 Gewinnvortrag 3 7 > 100 Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 135 0 -100,0 Bilanzgewinn 53 98 84,9 Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LANXESS Deutschland GmbH bestimmt. Nach der Verschmelzung der LANXESS International Holding GmbH, Köln (Deutschland), auf die LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland), hält diese alle in- und ausländischen Beteiligungen. Der Umsatz der LANXESS AG lag mit 4 Mio. € leicht unter dem Wert des Vorjahres von 5 Mio. € und entfiel auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthielten, ergab sich ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz. Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 Mio. € bzw. 2,3 % auf 44 Mio. €. Sie betrafen vor allem Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen standen. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Wesentlichen durch die geringere Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 10 Mio. € bzw. 71,4 % auf 4 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch den Wegfall der Kosten für das Programm „Let's LANXESS again". Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit verbesserte sich um 7 Mio. € auf minus 16 Mio. €. Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis, Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, stieg um 245 Mio. € auf 208 Mio. €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH, die mit 252 Mio. € um 185 Mio. € über dem Wert im Vorjahreszeitraum lag. Hierbei ergab sich unter anderem aus der Ausschüttung historischer Gewinne ein wesentlicher Effekt. Des Weiteren wirkte sich die Verbesserung des Zinsergebnisses um 13 Mio. € auf minus 44 Mio. € positiv aus, die vor allem aus der Bündelung der externen Finanzierung bei der LANXESS AG resultierte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 192 Mio. € nach minus 60 Mio. € im Vorjahr. Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte ein Aufwand von 101 Mio. €. Dieser setzte sich aus Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 63 Mio. € sowie für Vorjahre in Höhe von 38 Mio. € zusammen. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 betrug 91 Mio. € nach einem Jahresfehlbetrag von 85 Mio. € im Vorjahr. Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2015 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 7 Mio. € einen Bilanzgewinn von 98 Mio. € aus. Im Vorjahr ergab sich ein Bilanzgewinn von 53 Mio. €. Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der LANXESS AG Bilanz LANXESS AG nach HGB (Kurzform) scroll 31.12.2014 31.12.2015 in Mio. € in % in Mio. € in % in % AKTIVA Finanzanlagen 758 26,3 956 27,9 26,1 Anlagevermögen 758 26,3 956 27,9 26,1 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.754 60,8 2.035 59,3 16,0 Übrige Forderungen 20 0,7 21 0,6 5,0 Bankguthaben, Wertpapiere 348 12,1 411 11,9 18,1 Umlaufvermögen 2.122 73,6 2.467 71,8 16,3 Rechnungsabgrenzungsposten 4 0,1 9 0,3 > 100 Bilanzsumme 2.884 100,0 3.432 100,0 19,0 PASSIVA Eigenkapital 1.473 51,1 1.518 44,2 3,1 Rückstellungen 103 3,6 145 4,2 40,8 Anleihen 0 0,0 1.400 40,8 - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 0,0 148 4,3 > 100 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.297 45,0 219 6,4 -83,1 Übrige Verbindlichkeiten 10 0,3 2 0,1 -80,0 Verbindlichkeiten 1.308 45,3 1.769 51,6 35,2 Bilanzsumme 2.884 100,0 3.432 100,0 19,0 Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding ist die Bilanz von den Finanzanlagen, den Finanzverbindlichkeiten sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt. Zum 31. Dezember 2015 lag die Bilanzsumme der LANXESS AG mit 3.432 Mio. € um 548 Mio. € bzw. 19,0 % über dem Wert des Vorjahres. Das Anlagevermögen betrug 956 Mio. € und beinhaltete vor allem den Beteiligungsbuchwert der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 739 Mio. € sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 198 Mio. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich von 26,3 % auf 27,9 %. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 345 Mio. € bzw. 16,3 % auf 2.467 Mio. € und hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 71,8 % nach 73,6 % im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten 59,3 % der Bilanzsumme und resultierten im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen, dem Finanzverrechnungsverkehr sowie Ergebnisabführungsansprüchen. Der Anteil der Bankguthaben und Wertpapiere an der Bilanzsumme verringerte sich von 12,1 % auf 11,9 %. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 45 Mio. € auf 1.518 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch den Jahresüberschuss in Höhe von 91 Mio. € sowie die gegenläufig wirkende Dividendenzahlung für das Jahr 2014. Die Eigenkapitalquote betrug 44,2 % nach 51,1 % zum Jahresende 2014. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 461 Mio. € auf 1.769 Mio. €. Dies ist vor allem auf die Übernahme der Anleihen in Höhe von 1.400 Mio. € sowie den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die mit 219 Mio. € um 1.078 Mio. € unter dem Vorjahreswert lagen. Diese beiden gegenläufigen Veränderungen resultieren aus der Übernahme der externen Finanzierung der LANXESS-Gesellschaften von der LANXESS Finance B.V., Sittard-Geleen (Niederlande), durch die LANXESS AG. Die Rückstellungen stiegen um 42 Mio. € auf 145 Mio. € und betrafen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Rückstellungen für gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen. MITARBEITER Im LANXESS Konzern waren zum 31. Dezember 2015 insgesamt 16.225 Mitarbeiter tätig nach 16.584 zum Vorjahresstichtag. In unseren globalen Personalzahlen spiegelt sich weiterhin die Neuausrichtung des Konzerns wider. Im Rahmen der ersten Stufe der Neuausrichtung („Wettbewerbsfähigkeit der Geschäfts- und Verwaltungsstruktur') wurden weltweit rund 1.000 Stellen in den Verwaltungs- und Servicebereichen, im Marketing sowie im Bereich Forschung und Entwicklung identifiziert, die bis Ende 2015 weltweit entfallen sind. Zum 31. Dezember 2015 beschäftigte der LANXESS Konzern in der Region EMEA (ohne Deutschland) 3.143 Mitarbeiter nach 3.267 Mitarbeitern im Vorjahr. In Deutschland sank die Zahl der Beschäftigten von 7.747 auf 7.523. In der Region Nordamerika belief sich die Mitarbeiterzahl auf 1.312 nach 1.371 zum 31. Dezember 2014 und in Lateinamerika auf 1.412 nach 1.467 im Vorjahr. In der Region Asien/Pazifik beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 2.835 Arbeitnehmer, das sind 103 mehr als noch vor Jahresfrist. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme sowie dem Neubau von Produktionsanlagen. Von unserer Belegschaft waren 13.345 bzw. 82,2 % Männer und 2.880 bzw. 17,8 % Frauen. Die Zahl unserer Mitarbeiter nicht deutscher Nationalität belief sich auf 9.165. Darüber hinaus arbeiteten weltweit 969 Mitarbeiter befristet für den Konzern. In der LANXESS AG waren zum Stichtag 127 Mitarbeiter nach 139 im Vorjahr beschäftigt. Zum Jahresende 2015 waren insgesamt 500 Auszubildende in 19 unterschiedlichen Berufsbildern und sechs dualen Studiengängen tätig. LANXESS bildet damit auch weiterhin über den eigenen Bedarf hinaus aus. Im Geschäftsjahr 2015 haben wir in Deutschland trotz unseres Programms zur Neuausrichtung 80 % der Ausbildungsprüflinge übernommen. In unseren deutschen Kerngesellschaften lag die Teilzeitquote zum Bilanzstichtag bei 6,8 %. Die Schwerbehindertenquote der deutschen Gesellschaften betrug 5,5 %. Darüber hinaus vergeben wir regelmäßig Aufträge an deutsche Behindertenwerkstätten. Indikatoren für die Bewertung der Arbeitssicherheit bei LANXESS sind die Recordable Incident Rate (RIR) und die Million-Arbeitsstunden-Quote (MAQ). Die MAQ lag im Jahr 2015 bei 2,2 und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die bei uns neu eingeführte RIR, die eine international bessere Vergleichbarkeit ermöglicht, lag in den Jahren 2015 und 2014 jeweils bei 0,8. Der Personalaufwand belief sich konzernweit im Geschäftsjahr 2015 auf 1.432 Mio. € (Vorjahr: 1.457 Mio. €). Löhne und Gehälter machten mit 1.124 Mio. € (Vorjahr: 1.106 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 198 Mio. € (Vorjahr: 202 Mio. €), die Aufwendungen für Altersversorgung 97 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €) und die Aufwendungen für soziale Unterstützung 13 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €). Der Personalaufwand der LANXESS AG belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 36 Mio. € nach 39 Mio. € im Vorjahr. Löhne und Gehälter machten den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus und verringerten sich von 36 Mio. € auf 26 Mio. €. Die Sozialabgaben hingegen stiegen von 3 Mio. € auf 10 Mio. €. Hiervon entfielen 9 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) auf die Aufwendungen für Altersversorgung. Personalstrategie Unser langfristiger unternehmerischer Erfolg beruht ganz wesentlich auf der Verantwortung, der Professionalität und der Lösungsorientierung unserer Mitarbeiter. Nur ein stetiges Investment in ihre Aus- und Weiterbildung — insbesondere in ihre Fähigkeiten, auf der Basis von Werten zu handeln, Themen neu zu denken und zügig umzusetzen sowie im Team Lösungen zu erarbeiten — gewährleistet, dass wir als Unternehmen die Chancen sich verändernder Märkte auch künftig erfolgreich nutzen können. Mit unserer Personalstrategie unterstützten wir auch 2015 die Neuausrichtung des Konzerns. Um den angestrebten Kulturwandel zu gestalten und zu steuern, entwickelten Vorstand und Topmanagement in einem interaktiven Ansatz ein neues Wertemodell und diskutierten es mit Mitarbeitern in zahlreichen Workshops an nahezu allen Standorten weltweit. Weitere personalstrategische Schwerpunktthemen waren die Umsetzung und Begleitung der weltweiten Restrukturierung sowie die organisatorische Gestaltung von ARLANXEO, unserer neuen Partnerschaft mit Saudi Aramco. Neben der Entwicklung und Implementierung innovativer Instrumente, mit denen wir den demografischen Herausforderungen begegnen, ist es unser wichtigstes langfristiges personalstrategisches Ziel, weltweit eine Vielfalt an Talenten für LANXESS zu gewinnen und diese gezielt weiterzuentwickeln. Unsere Vielfalt wollen wir insbesondere hinsichtlich Alter, Nationalität und Geschlecht stärken. VERGÜTUNGSBERICHT Vergütung des Vorstands Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des LANXESS Konzerns sowie die Üblichkeit der Vergütung bei vergleichbaren Unternehmen und die Vergütungsstruktur innerhalb des Unternehmens, wobei auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt wird. Die Vergütungsstruktur ist ferner darauf ausgerichtet, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzt. Das Vergütungssystem, das für die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt, wurde von der Hauptversammlung der LANXESS AG am 28. Mai 2010 gebilligt. Es fand beim Abschluss aller Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands Anwendung. Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind neben der festen Jahresvergütung die variablen Vergütungskomponenten Annual Performance Payment, Long Term Stock Performance Plan und Long Term Performance Bonus sowie die Altersversorgung. Die drei variablen Komponenten orientieren sich am jährlichen und insbesondere am mehrjährigen Erfolg von LANXESS. Der durchschnittliche Vergütungsmix bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung ist mit 31 % fester Jahresvergütung und 69 % variabler Komponenten stark am unternehmerischen Erfolg und an einer langfristigen Wertsteigerung orientiert. Die laufenden Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder weisen neben der Festvergütung betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsteile auf. Eine darüber hinausgehende, gesonderte Begrenzung der Gesamtvergütung auch unter Einschluss eines möglichen Ermessensbonus sehen sie nicht vor. Vergütungsmix Vorstandsbezüge scroll in % Feste Jahresvergütung 31 Annual Performance Payment 35 Long Term Stock Performance Plan 20 Long Term Performance Bonus 14 100 Feste Jahresvergütung: Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z. B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben. Die feste Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder ist marktorientiert und an der Vergütung vergleichbarer Unternehmen ausgerichtet. Variable Vergütung: Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen und weiteren Bedingungen, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festgelegt hat, wie z. B. dem Erreichen bestimmter EBITDA-Ziele des Konzerns. Bei 100 %iger Zielerreichung entspricht das individuelle Budget des APP im Geschäftsjahr 2015 für Herrn Zachert 125 % und für die übrigen Vorstandsmitglieder 100 % der individuellen festen Jahresvergütung. Die maximale Höhe der Auszahlung wird jährlich vom Aufsichtsrat festgelegt. Für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 ist die Auszahlung bei voller Zielerreichung auf jeweils 150 % des individuellen Budgets der Mitglieder des Vorstands beschränkt. Die tatsächliche Auszahlung kann von den im Voraus berechneten Beträgen abweichen. Weiteres Element der variablen Vergütung ist der sogenannte Long Term Stock Performance Plan (LTSP). Diese Vergütungskomponente bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalssM als Referenzindex. Der LTSP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und sieht eine mögliche Auszahlung pro Tranche bei Annahme einer 100%igen Zielerreichung von 30 % des individuellen Zieleinkommens vor. Die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010 - 2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014 - 2017) gesperrt. Bei dem ab 2014 neu aufgelegten Programm LTSP 2014 - 2017 wird der MSCI World Chemicals Index als neuer Referenzindex herangezogen. Weitere wesentliche Änderungen gegenüber dem LTSP 2010 - 2013 wurden nicht vorgenommen. Im Übrigen wird, insbesondere hinsichtlich der angesetzten Bewertungsparameter, auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben verwiesen. Der auf das Geschäftsjahr 2015 entfallende Personalaufwand aus der anteilsbasierten Vergütung für aktive Vorstände beträgt für Herrn Zachert 450 T€ (Vorjahr: 100 T€) und für Herrn Dr. van Roessel 245 T€ (Vorjahr: 428 T€). Für Herrn Dr. Fink wie auch für Herrn Pontzen ergab sich im aktuellen Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr kein Aufwand. Der Personalaufwand für ehemalige Vorstandsmitglieder betrug für Herrn Dr. Heitmann 0 T€ (Vorjahr: 564 T€), für Herrn Dr. Breuers 0 T€ (Vorjahr: 1.056 T€) sowie für Herrn Dr. Düttmann 755 T€ (Vorjahr: 20 T€). Der LTPB als dritte variable Komponente berücksichtigt ebenfalls eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zielerreichungen werden erst nach zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der beiden Geschäftsjahre. Unter der Annahme einer durchschnittlichen APP-Zielerreichung von 100 % beträgt der LTPB 45 % der festen Jahresvergütung. Die tatsächliche Auszahlung in den Jahren 2016 bzw. 2017 kann von den im Voraus berechneten Beträgen abweichen. Bezüge des Vorstands scroll Erfolgsunabhängige Bezüge Erfolgsbezogene Bezüge in T€ Jahr Festvergütung Sachbezüge und sonstige Jahrestantieme 1) LTPB (mehrjährig) Anpassung für Vorjahre 2) Zum 31.12.2015 amtierende Vorstände Matthias Zachert 2015 1.200 88 2.250 810 5) - 2014 900 54 1.125 406 3) - Dr. Hubert Fink 2015 113 14 169 76 5) - (ab 1. Oktober 2015) 2014 - - - - - Michael Pontzen 2015 338 33 506 228 5) - (ab 1. April 2015) 2014 - - - - Dr. Rainier van Roessel 2015 650 49 975 439 5) 41 2014 650 49 673 263 4) - Zum 31.12.2015 nicht mehr amtierende Vorstände Dr. Bernhard Düttmann 2015 163 15 187 73 5) 41 (bis 31. März 2015) - 2014 650 60 673 263 4) - Dr. Axel C. Heitmann 2015 - - - - - (bis 21. Februar 2014) 2014 157 -1 - - - Dr. Wemer Breuers 2015 - - - - - (bis 5. August 2014) 2014 387 34 238 - - Summe 2015 2.464 177 4.087 1.626 -62 Summe 2014 2.744 196 2.709 932 - scroll Bezüge aus gewährten LTSP-Anrechten in T€ Barvergütung gesamt Stück Beizulegende Zeitwerte Summe Zum 31.12.2015 amtierende Vorstände Matthias Zachert 4.326 810.000 721 5.047 2.485 810.000 689 3.174 Dr. Hubert Fink 372 - - 372 (ab 1. Oktober 2015) - - - - Michael Pontzen 1.105 - - 1.105 (ab 1. April 2015) - - - - Dr. Rainier van Roessel 2082 390.000 347 2.429 1.635 419.250 356 1.991 Zum 31.12.2015 nicht mehr amtierende Vorstände Dr. Bernhard Düttmann 407 - - 407 (bis 31. März 2015) - 1.646 419.250 356 2.002 Dr. Axel C. Heitmann - - - - (bis 21. Februar 2014) 156 - - 156 Dr. Wemer Breuers - - - - (bis 5. August 2014) 659 - - 659 Summe 8292 1.200.000 1068 9.360 Summe 6.581 1.648.500 1.401 7.982 1) Auszahlung in 2015 bzw. in 2016. 2) Auszahlung in 2015. 3) Auszahlung in 2014. 4) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2015 bzw. 2016. 5) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2016 bzw. 2017. Insgesamt ergeben sich Gesamtbezüge für den gesamten Vorstand in Höhe von 9.360 T€ (Vorjahr: 9.982 T€). Diese setzen sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten von 2.641 T€ (Vorjahr: 4.940 T€), erfolgsbezogenen Komponenten von 5.651 T€ (Vorjahr: 3.641 T€) und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung von 1.068 T€ (Vorjahr: 1.401 T€) zusammen. Im Jahr 2014 erhielt Herr Zachert einmalig 2.000 T€ als Teilausgleich für eine in seinem vormaligen Anstellungsverhältnis ursprünglich vereinbarte mehrjährige variable Vergütung, die aufgrund seines Wechsels zur LANXESS AG nicht zur Auszahlung gelangte. Seine Gesamtbezüge beliefen sich somit im Jahr 2014 auf 5.174 T€. Bei den übrigen Vorständen entsprachen die Gesamtbezüge der in der Tabelle angegebenen Summe. Altersversorgung: Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht werden. Bei der Altersversorgung für die Mitglieder des Vorstands handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen von der Gesellschaft zu erbringenden Grundbeitrag in Höhe von jeweils 25 % der Festvergütung (Funktionseinkommen) und des APP vorsieht. Für den auf das APP bezogenen Beitrag wird, unabhängig von der tatsächlichen Zielerreichung, maximal der Betrag einer 100 %igen Zielerreichung zugrunde gelegt. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu leisten. Dieser Eigenbeitrag kann von den Vorstandsmitgliedern auf bis zu 25 % des APP erhöht werden. Im Versorgungsfall können bis zu 30 % des verzinslich angesammelten Kapitals in eine Rentenleistung umgewandelt werden. Aus Regelungen vor 2006 resultieren Ansprüche, die für einzelne Vorstandsmitglieder als Besitzstände gewahrt werden. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze. Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) beliefen sich im Konzernabschluss 2015 auf insgesamt 1.640 T€ (Vorjahr: 2.496 T€). Der Barwert des Verpflichtungsumfangs für die zum 31. Dezember 2015 aktiven Vorstände lag bei 11.903 T€ (Vorjahr: 9.994 T€). Die Kosten für die im Jahr 2015 erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) bzw. der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2015 einschließlich erworbener Besitzstände betragen nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der IFRS für Herrn Zachert 597 T€ bzw. 2.716 T€ (Vorjahr: 1.574 T€ bzw. 1.993 T€), für Herrn Dr. Fink 43 T€ bzw. 2.322 T€, für Herrn Pontzen 432 T€ bzw. 1.018 T€ und für Herrn Dr. van Roessel 151 T€ bzw. 5.847 T€ (Vorjahr: 148 T€ bzw. 5.906 T€). Auf Herrn Dr. Düttmann entfallen für die Zeit seiner Vorstandstätigkeit im Jahr 2015 Kosten von 417 T€. Der nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB ermittelte Nettoaufwand der erworbenen Versorgungsansprüche belief sich im Jahresabschluss 2015 auf insgesamt 2.628 T€ (Vorjahr: 109 T€), hierin enthalten sind Aufwendungen im Zusammenhang mit Versorgungsansprüchen von Herrn Dr. Düttmann von 295 T€. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs für die zum 31. Dezember 2015 aktiven Vorstände lag bei 10.307 T€ (Vorjahr: 7.787 T€). Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2015 einschließlich erworbener Besitzstände beträgt nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB für Herrn Zachert 2.237 T€ (Vorjahr: 1.287 T€), für Herrn Dr. Fink 1.927 T€, für Herrn Pontzen 802 T€ und für Herrn Dr. van Roessel 5.341 T€ (Vorjahr: 4.856 T€). Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2015 nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS bei 30.318 T€ (Vorjahr: 27.921 T€) und nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bei 26.682 T€ (Vorjahr: 21.215 T€). Dieser Betrag enthält im Jahr 2015 erstmals Verpflichtungen für Herrn Dr. Düttmann. Leistungen in Zusammenhang mit bzw. nach der Beendigung der Vorstandstätigkeit: Der Vorstand verfügt über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw. für den Fall einer wesentlichen Veränderung in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control). Die Konditionen richten sich nach dem jeweiligen Sachverhalt und beinhalten Abfindungsleistungen in Höhe von bis zu zwei, im Falle des Kontrollwechsels drei festen Jahresvergütungen jeweils zuzüglich des APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung sowie eine zeitanteilige Abgeltung der LTSP-Anrechte. Bei der Berechnung der im Fall des vorzeitigen Ausscheidens zu zahlenden Abfindung würden für Herrn Dr. Fink und Herrn Pontzen aufgrund der mit ihnen bestehenden Vereinbarungen die variablen Vergütungskomponenten LTPB und LTSP nicht berücksichtigt werden. Weiter gehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Herr Dr. Düttmann ist zum 31. März 2015 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausgeschieden und hat das Unternehmen verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die vertraglich vereinbarten Leistungen gewährt und ausgezahlt, einschließlich bereits erdienter variabler Vergütungen für das Geschäftsjahr 2015. Am Ende seiner Dienstzeit ausstehende LTSP-Anrechte wurden mit 1,00 € pro Anrecht bewertet und ratierlich, in Abhängigkeit von der Länge der abgelaufenen Sperrfrist, abgegolten. Hieraus ergibt sich ein Anspruch von 857 T€. Darüber hinaus ist Herrn Dr. Düttmann eine Abfindung in Höhe von 3.380 T€ ausgezahlt worden, die sich aus zwei Zieleinkommen, bestehend aus der festen Jahresvergütung zzgl. der variablen Bestandteile APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung, ergibt. Im Vorjahr ist Herr Dr. Heitmann zum 21. Februar 2014 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausgeschieden und hat das Unternehmen verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die vertraglich vereinbarten Leistungen gewährt und ausgezahlt, einschließlich bereits erdienter variabler Vergütungen für das Geschäftsjahr 2013. Auf weitere Ansprüche, d. h. auf eine anteilige variable Vergütung (APP und LTPB), eine Abgeltung ausstehender LTSP-Anrechte oder sonstige Abfindungsleistungen, hat er verzichtet. Herr Dr. Breuers hat das Unternehmen mit Auslaufen seines Dienstvertrags zum 31. Mai 2015 verlassen. Aus dem Vorstand ist er bereits zum 5. August 2014 ausgeschieden. Die Konditionen seiner Vergütung galten im vertraglich vereinbarten Umfang bis zu seinem Austritt aus dem Unternehmen weiter. Am Ende seiner Dienstzeit ausstehende LTSP-Anrechte wurden mit 1,00 € pro Anrecht bewertet und ratierlich, in Abhängigkeit von der Länge der abgelaufenen Sperrfrist, abgegolten. Hieraus ergab sich im Vorjahr ein Anspruch von 729 T€. Darüber hinaus ist Herrn Dr. Breuers eine Abfindung in Höhe von 1.690 T€ zugesagt und ausgezahlt worden, die sich aus einem Zieleinkommen, bestehend aus einer festen Jahresvergütung zzgl. der variablen Bestandteile APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung, ergibt. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 3.673 T€ (Vorjahr: 1.983 T€). Sonstiges: Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt. Individuelle Vergütung gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) In den nachfolgenden Tabellen werden gemäß den Anforderungen des DCGK die für die Jahre 2014 und 2015 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen sowie der jeweilige Zufluss (Auszahlungsbetrag) dargestellt. Bei den variablen Vergütungskomponenten wird nach Bezugsjahren differenziert. Die Angabe der gewährten Zuwendungen ist bei den variablen Vergütungskomponenten ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung. Gewährte Zuwendungen (zum 31.12.2015 amtierende Vorstände) scroll in T€ Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands Eintritt 01.04.2014 Zielwert 2014 Zielwert 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.) Festvergütung 900 1.200 1.200 1.200 Nebenleistungen 54 66 66 66 Summe 954 1.266 1.266 1.266 Einjährige variable Vergütung (APP) 1.125 1.500 0 2.250 Mehrjährige variable Vergütung 1.365 1.261 0 2.430 LTPB (Tranche 2013-2014) 203 - - - LTPB (Tranche 2014-2015) 473 - - - LTPB (Tranche 2015-2016) - 540 0 810 LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) 689 - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) - 721 0 1.620 Summe 3.444 4.027 1.266 5.946 Versorgungsaufwand 1.574 597 597 597 Gesamtvergütung 1) 5.018 4.624 1.863 6.543 scroll in T€ Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied Eintritt 01.10.2015 Zielwert 2014 Zielwert 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.) Festvergütung - 113 113 113 Nebenleistungen - 14 14 14 Summe - 127 127 127 Einjährige variable Vergütung (APP) - 113 0 169 Mehrjährige variable Vergütung - 152 0 228 LTPB (Tranche 2013-2014) - - - - LTPB (Tranche 2014-2015) - 25 0 38 LTPB (Tranche 2015-2016) - 127 0 190 LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) - - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) - - - - Summe - 392 127 524 Versorgungsaufwand - 43 43 43 Gesamtvergütung 1) - 435 170 567 scroll in T€ Michael Pontzen Finanzvorstand Eintritt 01.04.2015 eert 14 Zielwert 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.) Festvergütung - 338 338 338 Nebenleistungen - 33 33 33 Summe - 371 371 371 Einjährige variable Vergütung (APP) - 338 0 506 Mehrjährige variable Vergütung - 253 0 380 LTPB (Tranche 2013-2014) - - - - LTPB (Tranche 2014-2015) - 76 0 114 LTPB (Tranche 2015-2016) - 177 0 266 LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) - - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) - - - - Summe - 962 371 1.257 Versorgungsaufwand - 432 432 432 Gesamtvergütung 1) - 1.394 803 1.689 scroll in T€ Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied Eintritt 01.01.2007 Zielwert 2014 Zielwert 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.) Festvergütung 650 650 650 650 Nebenleistungen 49 49 49 49 Summe 699 699 699 699 Einjährige variable Vergütung (APP) 748 650 0 975 Mehrjährige variable Vergütung 649 640 0 1.219 LTPB (Tranche 2013-2014) - - - - LTPB (Tranche 2014-2015) 293 - - - LTPB (Tranche 2015-2016) - 293 0 439 LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) 356 - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) - 347 0 780 Summe 2.096 1.989 699 2.893 Versorgungsaufwand 148 151 151 151 Gesamtvergütung 1) 2.244 2.140 850 3.044 1) Im Jahr 2014 erhielt Herr Zachert außerdem einmalig 2.000 T€ als Teilausgleich für eine in seinem vormaligen Anstellungsverhältnis ursprünglich vereinbarte mehrjährige variable Vergütung, die aufgrund seines Wechsels zur LANXESS AG nicht zur Auszahlung gelangte. Zufluss (zum 31.12.2015 amtierende Vorstände) scroll in T€ Matthias Zachert Dr. Hubert Fink Michael Pontzen Dr. Rainier van Roessel Vorsitzender des Vorstands Vorstandsmitglied Finanzvorstand Vorstandsmitglied Eintritt 01.04.2014 Eintritt 01.10.2015 Eintritt 01.04.2015 Eintritt 01.01.2007 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Festvergütung 900 1.200 - 113 - 338 650 650 Nebenleistungen 54 66 - 14 - 33 49 49 Summe 954 1.266 - 127 - 371 699 699 Einjährige variable Vergütung (APP) 1.125 2.250 - 169 - 506 673 953 Mehrjährige variable Vergütung 406 405 - 38 - 114 825 343 LTPB (Tranche 2013-2014) 203 - - - - - 212 -4 LTPB (Tranche 2014-2015) 203 405 - 38 - 114 - 347 LTPB (Tranche 2015-2016) - - - - - - - LTSP 2010-2013 (Tranche 2010) - - - - - 613 - LTSP 2010-2013 (Tranche 2011) - - - - - - - Summe 2.485 3.921 - 334 - 991 2.197 1.995 Versorgungsaufwand 1.574 597 - 43 - 432 148 151 Gesamtvergütung 1) 4.059 4.518 - 377 - 1.423 2.345 2.146 1) Im Jahr 2014 erhielt Herr Zachert außerdem einmalig 2.000 T€ als Teilausgleich für eine in seinem vormaligen Anstellungsverhältnis ursprünglich vereinbarte mehrjährige variable Vergütung, die aufgrund seines Wechsels zur LANXESS AG nicht zur Auszahlung gelangte. Gewährte Zuwendungen (zum 31.12.2015 nicht mehr amtierende Vorstände) scroll in T€ Dr. Bernhard Düttmann Dr. Axel C. Heitmann Dr. Werner Breuers Finanzvorstand Vorsitzender des Vorstands Vorstandsmitglied Austritt 31.03.2015 Austritt 21.02.2014 Austritt 05.08.2014 Zielwert 2014 Zielwert 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.) Zielwert 2014 Zielwert 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.) Zielwert 2014 Zielwert 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.) Festvergütung 650 163 163 163 157 - - - 387 - - - Nebenleistungen 60 15 15 15 -1 1) - - - 34 - - - Summe 710 178 178 178 156 - - - 421 - - - Einjährige variable Vergütung (APP) 748 187 0 280 - - - - 445 - - - Mehrjährige variable Vergütung 649 37 0 55 - - - - 87 - - - LTPB (Tranche 2013-2014) - - - - - - - - - - - - LTPB (Tranche 2014-2015) 293 - - - - - - - 87 - - - LTPB (Tranche 2015-2016) - 37 0 55 - - - - - - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) 356 - - - - - - - - - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) - - - - - - - - - - - - Summe 2.107 402 178 513 156 - - - 953 - - - Versorgungsaufwand 254 417 417 417 366 - - - 154 - - - Gesamtvergütung 2.361 819 595 930 522 - - - 1.107 - - - 1) Inkl. Korrektur des Vorjahres. Zufluss (zum 31.12.2015 nicht mehr amtierende Vorstände) scroll in T€ Dr. Bernhard Düttmann Dr. Axel C. Heitmann Dr. Werner Breuers Finanzvorstand Vorsitzender des Vorstands Vorstandsmitglied Austritt 31.03.2015 Austritt 21.02.2014 Austritt 05.08.2014 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Festvergütung 650 163 157 - 387 - Nebenleistungen 60 15 -1 1 - 34 - Summe 710 178 156- - 421 - Einjährige variable Vergütung (APP) 673 165 - - 238 - Mehrjährige variable Vergütung 212 1.054 1.064 - 693 729 LTPB (Tranche 2013-2014) 212 -4 - - 80 - LTPB (Tranche 2014-2015) - 164 - - - - LTPB (Tranche 2015-2016) - 37 - - - - LTSP 2010-2013 (Tranche 2010) - - 1.064 - 613 - LTSP 2010-2013 (Tranche 2011) - 305 - - - 272 LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) - 255 - - - 269 LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) - 175 - - - 188 LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) - 122 - - - - Summe 1.595 1.397 1.220 - 1.352 729 Versorgungsaufwand 254 417 366 - 154 - Gesamtvergütung 1.849 1.814 1.586 - 1.506 729 1) Inkl. Korrektur des Vorjahres. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LANXESS AG erhalten danach eine jährliche Festvergütung in Höhe von 80 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Festvergütung, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Halb der festen Vergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich ein weiteres Halb der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem anderen Ausschuss als dem Prüfungsausschuss den Vorsitz führen, erhalten zusätzlich ein Viertel der Festvergütung. Insgesamt erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats jedoch maximal das Dreifache der Festvergütung. Daneben werden den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen erstattet. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder 1,5 T€ Sitzungsgeld für jede Aufsichtsratssitzung und für jede Ausschusssitzung, an der sie teilnehmen. Allerdings wird die Teilnahme an Sitzungen des Ausschusses gem. § 27 Abs. 3 MitbestG und des Nominierungsausschusses nicht vergütet. Für Aufsichtsratsmandate in Konzerngesellschaften wird an die Mitglieder des Aufsichtsrats nur eine Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von jeweils 5 T€ gezahlt. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete variable Vergütungskomponente, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag entsprechend. Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones STOXX 600 ChemicalssM in den fünf Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen fünf Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 %-Punkten wird für diesen Zeitraum von fünf Jahren eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 % Punkten 100 T€, darüber 150 T€. Mit Ablauf der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 endete die Mandatszeit von elf Aufsichtsratsmitgliedern. Aufgrund der schlechteren Kursentwicklung der LANXESS-Aktie gegenüber dem Vergleichsindex ist die variable Vergütung nicht zur Auszahlung gelangt. Der erwartete Vergütungsanspruch für die laufenden Mandatszeiten der Aufsichtsratsmitglieder wurde zum 31. Dezember 2015 mit 1.200 T€ (Vorjahr: 0 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen hat im Berichtszeitraum keines der Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Mandatstätigkeit die in der folgenden Tabelle aufgeführten Bezüge erhalten. Vergütung des Aufsichtsrats scroll Vergütung des Aufsichtsrats in €1) Jahr Feste Vergütung LANXESS AG Vergütung der Ausschusstätigkeit LANXESS AG Sitzungsgeld Feste Vergütung LANXESS Deutschland GmbH Gesamt Dr. Rolf Stomberg, Vorsitzender 2015 240.000 - 21.000 5.000 281000 2014 240.000 - 22.500 5.000 267.500 Ulrich Freese, stellv. Vorsitzerder 2015 43.726 14.575 7.500 1.822 67.623 (ausgeschieden am 13. Mai 2015) 2014 120.000 40.000 21.000 5.000 186.000 Gisela Seidel 2015 105.753 40.000 21.000 5.000 171.753 (stellvertretende Vorsitzende ab 13. Mai 2015) 2014 80.000 40.000 22.500 5.000 147.500 Axel Berndt 2015 29.151 14.575 7.500 1.822 53.048 (ausgeschieden am 13. Mai 2015) 2014 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000 Werner Czaplik 2015 51.068 25.534 10.500 3.192 90.294 (eingetreten am 13. Mai 2015) 2014 - - - - - Dr. Rudolf Fauß 2015 - - - - - (ausgeschieden am 30. Juni 2014) 2014 40.000 20.000 10.500 2.500 73.000 Dr. Hans-Dieter Gerriets 2015 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000 (eingetreten am 1. Juli 2014) 2014 40.000 20.000 7.500 2.500 70.000 Dr. Friedrich Janssen 2015 80.000 94.575 21.000 5.000 200.575 2014 80.000 120.000 27.000 5.000 232.000 Robert J. Koehler 2015 29.151 14.575 3.000 1.822 48.548 (ausgeschieden am 13. Mai 2015) 2014 80.000 40.000 21.000 5.000 148.000 Rainer Laufs 2015 29.151 14.575 7.500 1.822 53.048 (ausgeschieden am 13. Mai 2015) 2014 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000 Thomas Meiers 2015 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000 2014 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000 Claudia Nemat 2015 80.000 25.534 13.500 5.000 124.034 2014 80.000 - 9.000 5.000 94.000 Lawrence A. Rosen 2015 51.068 25.534 8.000 3.192 85.794 (eingetreten am 13. Mai 2015) 2014 - - - - - Hans-Jürgen Schicker 2015 39.671 19.836 9.000 2.479 70.986 (ausgeschieden am 30. Juni 2015) 2014 80.000 40.000 22.500 5.000 147.500 Ralf Sikorski 2015 51.068 25.534 13.500 3.192 93.294 (eingetreten am 13. Mai 2015) 2014 - - - - - Manuela Strauch 2015 40.329 20.184 13.500 2.521 76.514 (eingetreten am 1. Juli 2015) 2014 - - - - - Theo H. Walthie 2015 80.000 40.000 21.000 5.000 148.000 2014 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000 Dr. Matthias L. Wolfgruber 2015 51.068 25.534 9.000 3.192 80.794 (eingetreten am 13. Mai 2015) 2014 - - - - - Summe 2015 1.161.204 480.545 220.500 60.056 1.922.305 Summe 2014 1.160.000 480.000 235.500 60.000 1.935.500 1) Beträge ohne Umsatzsteuer. BERICHTERSTATTUNG NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGE Zu den Vorschriften der §§ 289 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 und 315 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab: 1. Zum 31. Dezember 2015 beträgt das Grundkapital der LANXESS AG 91.522.936 € und ist eingeteilt in 91.522.936 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz. 2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiter-Aktienprogrammen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktien. 3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet. 4. Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. 5. Über Mitarbeiter-Aktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben. 6. Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG). Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen. 7. Der Vorstand der LANXESS AG hat die folgenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen: Eigene Aktien: Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 18. Mai 2011 den Vorstand ermächtigt, bis zum 17. Mai 2016 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Ferner ist er ermächtigt, sie zur Erfüllung von Umtauschrechten aus von der Gesellschaft begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) zu verwenden sowie die Aktien Inhabern der von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die ein Wandlungs- oder Optionsrecht gewähren oder eine Wandlungs- oder Optionspflicht bestimmen, in dem Umfang zu gewähren, in dem ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflicht ein Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft zustehen würde. In den vorgenannten Fällen ist außer bei der Einziehung eigener Aktien das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Bedingtes Kapital: Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 13. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinn-schuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.304.587 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 18.304.587 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 13. Mai 2015 bis zum 22. Mai 2018 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand kann bei der Begebung von Schuldverschreibungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen ausschließen: • für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, • soweit es erforderlich ist, damit Inhabern von bereits zuvor ausgegebenen Options- oder Wandlungsrechten oder -pflichten ein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt werden kann, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte oder bei Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde, • bei Ausgabe gegen Barleistung, wenn der Ausgabepreis den nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Werden Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben, dürfen die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten, • wenn Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen ohne Wandlungsrecht/ -pflicht oder Optionsrecht/-pflicht ausgegeben werden, die obligationsähnlich ausgestaltet sind. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) kann der Vorstand nur in einem Umfang von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand auch eine Ausgabe von Aktien berücksichtigen, die auf der Grundlage anderer, dem Vorstand insoweit in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilter Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erfolgt (Beschlussvorschlag zu TOP 7; siehe auch genehmigtes Kapital II gem. § 4 Abs. 3 der Satzung), und zwar mit der Maßgabe, dass er insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen wird. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Genehmigtes Kapital I und II: Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 2 der Satzung. Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 3 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital II kann der Vorstand nur in einem Umfang von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand auch eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten berücksichtigen, die auf der Grundlage anderer, dem Vorstand insoweit in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilter Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre (Beschlussvorschlag zu TOP 8; siehe auch bedingtes Kapital gem. § 4 Abs. 4 der Satzung) erfolgt, und zwar mit der Maßgabe, dass er insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen wird. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgegebenen Aktien aus dem genehmigten Kapital II sollen insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreiten. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. 8. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG enthalten Regelungen über ein mögliches Ausscheiden der Mitglieder des Vorstands bei einem Kontrollwechsel. Diese sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt. Solche Vereinbarungen bestehen auch zwischen der Gesellschaft und Mitarbeitern der ersten Führungsebene, jedoch zu anderen Konditionen. Weiterhin können die Bedingungen für die Platzierungen von Schuldverschreibungen, die unter dem bei der Gesellschaft bestehenden Debt-Issuance-Programm ausgegeben werden, Change-of-Control-Klauseln vorsehen, die in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen zu einem Rückgaberecht der Gläubiger führen können. Dies ist der Fall für die von der LANXESS Finance B.V. begebenen und 2015 von der LANXESS AG übernommenen Euroanleihen im Volumen von 200 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2009, im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2011 sowie im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2012. Entsprechende Change-of-Control-Klauseln sehen die Bedingungen für zwei im Geschäftsjahr 2012 unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS Finance B.V. erfolgte Privatplatzierungen im Volumen von jeweils 100 Mio. € vor. Diese sind zwischenzeitlich ebenfalls von der LANXESS AG übernommen worden. In den Geschäftsjahren 2011 bzw. 2014 haben die LANXESS Finance B.V. bzw. die LANXESS AG mit einer Investitionsbank Kreditverträge über 200 Mio. € und 150 Mio. € geschlossen, wobei der von der LANXESS Finance B.V. abgeschlossene Kreditvertrag im Januar 2015 auf die LANXESS AG übertragen wurde. Diese Verträge können mit sofortiger Wirkung gekündigt bzw. die Rückzahlung ausstehender Darlehensbeträge verlangt werden, wenn eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50% über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Ferner besteht zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium ein Vertrag über einen Kreditrahmen von derzeit 1.250 Mio. €. Auch dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, sofern eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50% über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Darüber hinaus besteht nach Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem LANXESS Pension Trust e.V. die Verpflichtung der Gesellschaft, im Falle eines Kontrollwechsels erhebliche Einzahlungen an den LANXESS Pension Trust e.V. vorzunehmen. Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Vertrags mit Aramco Overseas Company B.V. zur Gründung einer strategischen Partnerschaft für synthetischen Kautschuk, an der beide einen Anteil von je 50% halten werden, wurde für den Vollzug der Transaktion der Abschluss eines Shareholders' Agreements vereinbart, das vorsieht, dass im Falle des Kontrollwechsels bei einem der Gesellschafter der andere Gesellschafter berechtigt ist, die Anteile des anderen Gesellschafters zu einem reduzierten Preis zu übernehmen. 9. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG sowie Anstellungsverträge von Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene der LANXESS AG enthalten Entschädigungsvereinbarungen für dort näher definierte Fälle eines Kontrollwechsels. BERICHTERSTATTUNG NACH § 289A HGB Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 289a des Handelsgesetzbuches vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance, jederzeit eingesehen werden. NACHTRAGSBERICHT Nach dem 31. Dezember 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LAN-XESS Konzerns oder der LANXESS AG zu erwarten ist. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Im folgenden Konjunkturausblick stellen wir unsere Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung dar. Im Anschluss an den Prognosebericht gehen wir auf Chancen und Risiken ein, aus denen sich Abweichungen gegenüber der Prognose ergeben können. Um die Klarheit der Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung sowie der Chancen und Risiken des Konzerns für den verständigen Adressaten zu erhöhen, wird gemeinsam über Chancen und Risiken berichtet. Konjunkturausblick Allgemeine Rahmenbedingungen Im folgenden Konjunkturausblick beschränken wir uns neben einer Einschätzung der weltweiten Entwicklung grundsätzlich auf Angaben zur Konjunkturerwartung für Amerika (NAFTA und Lateinamerika), EMEA (inklusive Deutschland) und Asien/Pazifik. Gegebenenfalls gehen wir auch auf Teile dieser Regionen oder einzelne Länder ein. Für die wirtschaftliche Entwicklung 2016 erwarten wir unterschiedliche Herausforderungen. Neben den Auswirkungen der eingeleiteten Zinswende in den USA stellen die nachlassende Wachstumsdynamik in China sowie die von einer anhaltenden Rezession betroffenen aufstrebenden Ökonomien Brasilien und Russland Risikokomponenten dar. Eine weitere Eskalation der Krisenherde in Afrika und dem Nahen Osten sowie des Konflikts in der Ukraine kann das globale Wirtschaftswachstum ebenfalls beeinträchtigen. Auch ein erneutes Aufkommen der Eurokrise hätte einen dämpfenden Einfluss. Obwohl der niedrige Ölpreis zu einer Stimulierung des Wachstums führt, gibt es auch negative Aspekte, die das Wachstum bremsen. Für die Weltwirtschaft sehen wir im laufenden Jahr ein Wachstum von 3,0%, wiederum getragen von einem robusten Wachstum in Asien/Pazifik von 4,5 %, auch wenn sich die Wachstumsdynamik in China weiterhin abschwächt. Für Amerika erwarten wir ein Wachstum von 2,5%, hauptsächlich getragen von höheren Konsumausgaben und niedrigeren Energiepreisen in NAFTA. Die Entwicklung in Lateinamerika dürfte weiterhin schwach ausfallen. EMEA (inklusive Deutschland) sollte mit einem Plus von 2,0% etwas über dem Wachstum im Berichtsjahr liegen. Erwartetes BIP-Wachstum scroll Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%)1) Bruttoinlandsprodukt 2016 Amerika 2,5 EMEA (inklusive Deutschland) 2,0 Asien/Pazifik 4,5 Welt 3,0 1) Gerundet auf 0,5 %. Quelle: eigene Einschätzungen und IHS Global Insight Künftige Entwicklung der chemischen Industrie Wir sehen die globale Entwicklung der Chemieindustrie mit einem Produktionswachstum von 3,5% weiter positiv. Wachstumstreiber wird erneut Asien/Pazifik sein, wo wir ein Plus von 5,0% erwarten, zu dem China wesentlich beitragen sollte. Der Zuwachs der chemischen Industrie in Amerika sollte mit 3,0% robust sein. Für EMEA (inklusive Deutschland) gehen wir von einer Produktionsausweitung von 2,0% aus. scroll Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%)1) Chemieproduktion 2016 Amerika 3,0 EMEA (inklusive Deutschland) 2,0 Asien/Pazifik 5,0 Welt 3,5 1) Gerundet auf 0,5 %. Quelle: eigene Einschätzungen und IHS Global Insight Künftige Entwicklung der Absatzmärkte Für die weltweite Reifenindustrie sind die Aussichten für das Jahr 2016 geprägt von der ökonomischen Gesamtsituation. Insgesamt gehen wir von einem Wachstum der Produktion von 3,0% aus. Den Wachstumsschwerpunkt sehen wir mit 4,0% im asiatisch-pazifischen Raum, auch wenn sich das Wachstumstempo in China deutlich verringern dürfte, insbesondere bedingt durch einen Exportrückgang in die USA. Für Amerika erwarten wir mit einem Plus von 2,0% ein solides Wachstum, wobei sich die Importe nach NAFTA leicht verringern sollten. Auch für EMEA (inklusive Deutschland) nehmen wir mit 1,0% Wachstum eine leicht steigende Produktion an, wobei diese vor allem in Mittel-/Osteuropa zunehmen dürfte. Für die weltweite Automobilproduktion rechnen wir mit einem Wachstum von 3,0%. Asien/Pazifik wird mit 3,0% Wachstum positiv erwartet, dabei bildet der chinesische Wirtschaftsraum weiterhin einen Schwerpunkt. Amerika sollte sich mit einem Plus von 2,5% ebenfalls gut entwickeln. Für EMEA (inklusive Deutschland) gehen wir von einem Produktionszuwachs um 2,5% aus und nehmen hierbei auch eine leichte Erholung der Produktion in Russland an. Für den Markt mit Agrochemikalien gehen wir von einem weltweiten Wachstum von 2,0% aus, das durch die erwartete Erlössituation im Bereich der Agrarprodukte bedingt ist. Düngemittel ausgeklammert gehen wir von einem Wachstum von 2,5% aus. Asien/Pazifik und Amerika sollten dabei mit 3,5% bzw. 1,5% wachsen, während wir bei EMEA (inklusive Deutschland) ein Plus von 2,0% erwarten. Die Bauindustrie sollte mit 4,5% im Jahr 2016 weiterhin gut wachsen. Für den asiatisch-pazifischen Raum nehmen wir dabei ein Wachstum von 5,0% an. In Amerika rechnen wir sogar mit einem noch etwas stärkeren Wachstum von 5,5%. EMEA (inklusive Deutschland) sollte um 3,0% zulegen. Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen scroll Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) Reifen Automobil Agrochemikalien Bauindustrie 2016 2016 2016 Amerika 2,0 2,5 3,0 5,5 EMEA (inklusive Deutsch-land) 1,0 2,5 1,5 3,0 Asien/Pazifik 4,0 3,0 2,5 5,0 Welt 3,0 3,0 2,0 4,5 1) Gerundet auf 0,5 %. Quelle: eigene Einschätzungen und IHS Global Insight Prognosebericht Erwartete Ertragslage LANXESS Konzern Wir erwarten, dass unsere Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2016 erneut durch das anhaltend herausfordernde Wettbewerbsumfeld, insbesondere für unsere Geschäfte mit synthetischem Kautschuk, beeinflusst wird. Aus dem prognostizierten leichten Wachstum der globalen Wirtschaft erwarten wir keine wesentlichen Impulse für unsere Ertragsentwicklung. In unseren Segmenten rechnen wir dabei mit nachstehend beschriebener Entwicklung. Die angenommene Entwicklung in den Segmenten ergibt sich dabei insbesondere durch die unterschiedliche Markt- und Wettbewerbssituation in den Geschäftsbereichen unserer Segmente sowie die der zugrunde liegenden Kundenindustrien. Für das Segment Performance Polymers nehmen wir in 2016 eine insgesamt leicht rückläufige Geschäftsentwicklung an, die in der zweiten Jahreshälfte etwas stärker ausfallen dürfte. Aus der Reifen- und Automobilindustrie als wesentlichen Abnehmerbranchen ist zwar eine leichte Nachfrageverbesserung im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten, unsere Geschäftsbereiche mit synthetischen Kautschuken, und hier insbesondere für EPDM- und Butylkautschuk, werden aber vor dem Hintergrund zusätzlicher Kapazitäten anhaltendem Preisdruck ausgesetzt sein. Nach Inbetriebnahme unserer Anlagen für Nd-PBR-Kautschuk in Singapur und EPDM-Kautschuk in Changzhou (China) erwarten wir, aufgrund der zusätzlich verfügbaren Kapazitäten dieser beiden neuen Anlagen, weiterhin Belastungen durch Leerkosten. Beide Anlagen werden sukzessive in Einklang mit der Nachfrageentwicklung ausgelastet. Unser Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen für Anwendungen in der Automobilindustrie sollte sich im laufenden Jahr in den verschiedenen Endmärkten weiterhin positiv entwickeln. Die zentrale Währung für unsere Kautschukgeschäfte ist der US-Dollar. Aus einem anhaltend starken US-Dollar auf Vorjahresniveau erwarten wir im Vergleich zur Entwicklung des Vorjahres keine signifikanten positiven Effekte für unsere Geschäfte. Für das Segment Advanced Intermediates nehmen wir in 2016 eine insgesamt stabile Geschäftsentwicklung an. Der Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates sollte sich aufgrund der starken Diversifizierung der Absatzmärkte stabil entwickeln. Für das Agrargeschäft unseres Geschäftsbereichs Saltigo gehen wir in 2016 von einem geringeren Wachstum aus. Für unser Segment Performance Chemicals sehen wir eine ebenfalls insgesamt stabile Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. Der Geschäftsbereich Additive sollte eine insgesamt eher stabile Entwicklung aufweisen. Unser Geschäft mit anorganischen Pigmenten für die Bauindustrie sollte sich nach unseren Erwartungen gut entwickeln. Im Bereich Leder bleibt aus unserer Sicht das anhaltend niedrige Preisniveau für Chromerzprodukte herausfordernd. Für unseren Geschäftsbereich Liquid Purification Technologies, mit Technologien zur Wasseraufbereitung, rechnen wir mit einer soliden Entwicklung. Diese nehmen wir auch für das Geschäft mit Bioziden unserer Business Unit Material Protection Products an. In unserem nicht operativen Segment gehen wir im Vergleich zum Vorjahr von deutlich geringeren Aufwendungen für die Absicherung von Wechselkursschwankungen (Hedgegeschäft) aus. Unser dreistufiges Programm „Let's LANXESS again" zur Neuausrichtung des Konzerns werden wir auch im kommenden Jahr weiter vorantreiben. Aufgrund der raschen Umsetzung der Neuausrichtung konnten wir die zukünftigen Kostensenkungen in Höhe von jährlich etwa 150 Mio. € aus der ersten Stufe des Programms, mit der wir die Effizienz der Geschäftsbereiche und Verwaltungsstrukturen steigern, bereits im Berichtsjahr realisieren und damit ein Jahr früher als erwartet. Aus der zweiten Stufe des Programms, mit der wir die operative Wettbewerbsfähigkeit stärken, erwarten wir im laufenden Jahr Einsparungen in Höhe von 20 Mio. €. Insgesamt gehen wir in Stufe II von rund 150 Mio. € Einsparungen aus, die bis Ende 2019 erreicht werden. Im laufenden Geschäftsjahr sind zudem durch den anstehenden Tarifabschluss in Deutschland und damit verbundene steigende Löhne und Gehälter Kostensteigerungen zu erwarten. Vor dem Hintergrund der erwarteten und sich innerhalb der einzelnen Segmente in etwa ausgleichenden Einflussfaktoren gehen wir für das Gesamtjahr 2016 von einem EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau aus. Hierin sind die erwarteten Kostensenkungen aus unserer Neuausrichtung berücksichtigt. Wir gehen davon aus, dass sich - insbesondere bei den petrochemischen Rohstoffen für unsere synthetischen Kautschukprodukte im Segment Performance Polymers - das niedrige Niveau der Beschaffungskosten in 2016 im Vergleich zum Berichtsjahr nur unwesentlich verändern wird. Die schon seit mehreren Jahren anhaltende, zum Teil erhebliche Volatilität der Rohstoffpreise wird sich nach unserer Erwartung auch in Zukunft fortsetzen. Die wesentliche Währung für unsere Geschäfte bleibt auch künftig der US-Dollar. Erwartete Finanzlage LANXESS Konzern Liquiditätssituation LANXESS wird seine vorausschauende und konservative Finanzpolitik im laufenden Jahr fortsetzen. Angesichts der im Abschnitt Finanzlage beschriebenen Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln und ungenutzten Kreditlinien, die auch zum Jahresende 2015 rund 2,0 Mrd. € betrugen, verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Finanzierungssituation. Wir erwarten zudem eine weitere Stärkung der Liquiditätsposition aus der geplanten Partnerschaft mit Saudi Aramco. Damit ist die unternehmerische Flexibilität zur Umsetzung der Strategie langfristig gesichert. Investitionen Unsere Investitionen werden sich wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr auch künftig zunehmend auf die Instandhaltung bestehender LANXESS Produktionsstandorte sowie auf Effizienzerhöhung und Erweiterung vorhandener Anlagen fokussieren. Nach der Inbetriebnahme unserer zwei großen Produktionsanlagen in Asien für Nd-PBR- und EPDM-Kautschuk in 2015 sind in den kommenden Jahren keine weiteren hohen Investitionen für den Bau von neuen Produktionsanlagen vorgesehen. Wir erwarten deshalb im laufenden Jahr auszahlungswirksame Investitionen von ca. 450 Mio. €, wovon der Großteil für die zuvor genannte Instandhaltung von Standorten sowie Effizienzerhöhung und Erweiterung von Anlagen vorgesehen ist. Ein wesentlicher Teilbetrag ist für Investitionen unserer Business Unit Saltigo am Standort Leverkusen (Deutschland) vorgesehen. Wir streben damit weiterhin einen ausgewogenen Investitionszyklus an, der uns finanziellen Spielraum verschafft. Finanzierungsmaßnahmen LANXESS ist aufgrund der langfristigen Ausrichtung der Finanzierung gut aufgestellt. Dabei erwarten wir, dass LANXESS in 2016 sowohl Investitionen als auch fällige Finanzierungen aus liquiden Mitteln ohne Refinanzierung abdecken kann. Gleiches gilt für die erwartete Dividendenzahlung und den angekündigten beabsichtigten Aktienrückkauf. Weitere finanzielle Handlungsspielräume gewinnen wir durch den erwarteten Erlös von voraussichtlich rund 1,2 Mrd. € aus dem Verkauf des 50%igen Anteils an unserem Geschäft mit synthetischen Kautschuken. Neben der Rückzahlung einer Anleihe im Volumen von 200 Mio. € im September 2016 bestehen im Geschäftsjahr 2016 keine weiteren wesentlichen Fälligkeiten. Wie bereits mit der vorzeitigen Rückführung eines Förderbankdarlehens in Höhe von 138 Mio. € im Januar 2016 erfolgt, wird LANXESS auch weiterhin das Finanzierungsportfolio aktiv steuern. Darüber hinaus setzen wir unsere laufenden Aktivitäten zur langfristigen Sicherung der Finanzierung im Rahmen einer konservativen Finanzpolitik fort. Erwartete Ertragslage der LANXESS AG Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir für den Einzelabschluss der LANXESS AG einen gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Jahresüberschuss. Dabei werden die für den 1. April 2016 geplante Umsetzung der Transaktion für die Geschäfte mit synthetischen Kautschuken sowie die zu erwartenden gesetzlichen Änderungen der handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsverpflichtungen einen maßgeblichen Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Das Ergebnis ist neben den Verwaltungskosten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management Holding vom Finanzergebnis und hier insbesondere vom Zins-und Beteiligungsergebnis geprägt. Aufgrund der Finanzierungsstruktur ist von einem negativen Zinsergebnis auszugehen. Das Beteiligungsergebnis und damit das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG werden wesentlich von den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Gesellschaften des LANXESS Konzerns bestimmt. Wir verfolgen auch weiterhin eine kontinuierliche Dividendenpolitik und gehen davon aus, bei der LANXESS AG einen Bilanzgewinn zu erzielen, der es ermöglicht, unsere Aktionäre im kommenden Jahr angemessen am Ergebnis des Konzerns zu beteiligen. Dividendenpolitik LANXESS verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. In den künftigen Dividendenvorschlägen werden wir, wie bereits in der Vergangenheit, die wirtschaftliche Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres, die Finanzierungsziele des Konzerns sowie sich abzeichnende Entwicklungen im neuen Geschäftsjahr berücksichtigen. Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns Wir erwarten, dass unsere Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr erneut durch das anhaltend herausfordernde Wettbewerbsumfeld, insbesondere für unsere Geschäfte mit synthetischem Kautschuk, beeinflusst werden wird. Aus dem prognostizierten leichten Wachstum der globalen Wirtschaft erwarten wir keine wesentlichen Impulse für unsere Geschäftsentwicklung. Für das Gesamtjahr 2016 gehen wir von einem EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau aus. Im Geschäftsjahr 2015 haben wir unser dreistufiges Programm zur weltweiten Neuausrichtung des Konzerns konsequent weiter vorangetrieben und bereits in großen Teilen umgesetzt. Damit haben wir bereits einen wesentlichen Schritt zur nachhaltigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in der Geschäfts- und Verwaltungsstruktur, im operativen Bereich sowie in unseren jeweiligen Geschäftsbereichen getan und erste umfangreiche Kostensenkungen erreicht. Im laufenden Jahr werden wir unsere Neuausrichtung, und hier insbesondere die Stärkung der operativen Wettbewerbsfähigkeit, weiter umsetzen. Nachdem wir im Rahmen der Neuausrichtung unsere synthetischen Kautschukgeschäfte aus dem Segment Performance Polymers zum 1. April 2016 in eine Partnerschaft mit Saudi Aramco einbringen, fokussieren wir uns künftig auf die Stärkung unserer Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals sowie des Geschäftsbereichs High Performance Materials. Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikomanagementsystem Unser Erfolg wird wesentlich dadurch beeinflusst, dass wir Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit erkennen und bewusst mit ihnen umgehen. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken zu erkennen und sie, entsprechend ihrer Ausprägung, angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um das Unternehmen langfristig zu sichern und seine erfolgreiche Weiterentwicklung zu unterstützen. Chancen und Risiken werden verstanden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven bzw. negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Basis dieses Managementsystems sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früher-kennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für Chancen wie für Risiken. Wie alle Methoden, mit denen unternehmerisches Risiko gehandhabt werden soll, bietet auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es soll aber, mit hinreichender Sicherheit verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken. Strukturelle Grundlagen Die Grundsätze unseres Chancen- und Risikomanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Das Managementsystem, das sich an dem Rahmenkonzept des Enterprise Risk Management gemäß dem COSO-Modell orientiert, besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen. Sie sind in die betrieblichen Prozesse durch die Aufbau- und Ablauforganisation, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementanweisungen und technischen Standards eingebunden. Das System folgt dem Integrationskonzept, das heißt, die Früherkennung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Der Umgang mit Chancen und Risiken ist daher originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften. In diesem Sinn basiert unser Chancen- und Risikomanagement auf klar geregelten Geschäftsprozessen, einer lückenlosen Zuordnung von Zuständigkeiten sowie angemessenen Berichtssystemen, die eine zeitnahe Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Vorstand bzw. nachgelagerte Managementebenen gewährleisten. Rollen wesentlicher Organisationseinheiten Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher. Entsprechend dieser Aufgabenteilung haben wir die Zuständigkeiten, die sogenannten Risk-Owner, definiert für • die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken, • die Implementierung der Steuerungsmaßnahmen (Maßnahmen zur Wahrnehmung bzw. Erhöhung von Chancen sowie zur Risikovermeidung bzw. -minderung), • die Überwachung der Entwicklung der Chancen und Risiken (z. B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren), • die Vorsorge (Maßnahmen zur Schadensminimierung im Ereignisfall) und • die Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche. Die Group Function Corporate Controlling verantwortet die konzernweite Sammlung und Aggregation maßgeblicher Informationen in den folgenden Zyklen: • zweimal jährlich im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses für das laufende Geschäftsjahr • einmal jährlich im Rahmen des Budget- und Planungsprozesses für das Folgejahr sowie den mittelfristigen Prognosezeitraum Die Group Function Corporate Development analysiert und bewertet systematisch bedeutende und strategische Chancen und Risiken mit dem Ziel, den Konzern langfristig auszurichten. Die Group Function Treasury & Investor Relations steuert zentral Transaktionen insbesondere zum finanziellen, aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen). Dies erläutert der Abschnitt zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Aufgrund der hohen Integration der allgemeinen Geschäftsprozesse existieren themenbezogene Gremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit den Chancen und Risiken des Konzerns beschäftigen. So können wir schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse reagieren. Darüber hinaus analysiert ein Risikokomitee unter der Leitung des Finanzvorstands die wesentlichen Risiken und deren Entwicklung aus Sicht des gesamten Unternehmens. Dieses Gremium setzt sich aus Vertretern ausgewählter Group Functions zusammen und hinterfragt bestehende Bewältigungsmaßnahmen, initiiert zusätzliche Maßnahmen, entscheidet über konzernweite Risikomanagementstandards und -richtlinien und stößt bei Bedarf weitere Analysen zu einzelnen Chancen und Risiken an. Die Meldepflicht für Chancen und Risiken an die Group Function Corporate Controlling ergibt sich aus der erwarteten Auswirkung auf das Konzernergebnis oder das EBITDA vor Sondereinflüssen. Meldepflichtig sind alle Chancen und Risiken mit einer erwarteten Auswirkung von mehr als 1 Mio. € nach Maßnahmen. Darüber hinaus sind auch diejenigen Risiken anzugeben, deren erwartete Auswirkung durch Maßnahmen um mehr als 10 Mio. € begrenzt wurde. Diese Mindestmeldegrenzen stellen sicher, dass Chancen und Risiken umfassend erhoben werden. Eine Beschränkung nur auf wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit. Erst im Nachgang werden die Top-Chancen und Top-Risiken zentral von der Group Function Corporate Controlling bestimmt. Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen vorgesehen, wie beispielsweise unerwartet auftretende operative Ereignisse mit einer Auswirkung von mehr als 10 Mio. € nach Maßnahmen. Im Berichtsjahr bestand kein Anlass zu solch einer sofortigen Berichterstattung. Die berichteten Chancen und Risiken werden in einer zentralen Datenbank gesammelt und regelmäßig für den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Dies stellt sicher, dass dem Vorstand neu auftretende bzw. sich wesentlich verändernde bestehende Chancen und Risiken zeitnah kommuniziert und damit zielgerichtet in die allgemeine Unternehmenssteuerung eingebunden werden. Chancen- und Risikobewertung Das Chancen- und Risikomanagement ist in den Planungs- und Erwartungsprozess integriert und erfasst Chancen und Risiken als mögliche Abweichungen zum geplanten bzw. erwarteten EBITDA vor Sondereinflüssen oder Konzernergebnis. Zur Bewertung der Chancen und Risiken werden je nach Art unterschiedliche Berechnungsverfahren angewendet. Verteilungsorientierte Chancen und Risiken werden durch szenariobasierte Schwankungen der Plangrößen (Wechselkurse, Rohstoffpreise, Energiepreise und Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung) beschrieben. So kann die Ausprägung der Variablen sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Abweichung gegenüber der Planung bzw. Erwartung führen. Ereignisbasierte Chancen und Risiken (z. B. Ausfall eines Lieferanten oder Versicherungsfälle), die nur im Falle ihres Eintretens einen Einfluss auf das Ergebnis haben, werden mittels ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen oder das Konzernergebnis bewertet. Bedeutung des konzernweiten Planungsprozesses Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Kernelement unseres Chancen- und Risikomanagements. Ereignisse mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit fließen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling gesteuert und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Planung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden in dedizierten Vorstandsterminen erörtert und verabschiedet. Die Jahresplanung im jeweiligen Berichtsjahr überwachen wir, indem wir regelmäßig die aktuellen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung ermitteln. Bei Bedarf wird eine Anpassung der Planung vorgenommen. Compliance als integraler Bestandteil Zum Risikomanagement gehört auch, unrechtmäßiges Handeln unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Wir setzen darauf, uns bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle umfassend rechtlich beraten zu lassen und unsere Mitarbeiter mit unserem Compliance-Kodex dazu zu verpflichten, sich entsprechend den Gesetzen zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Dieser Kodex ist eingebettet in ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS), das in seinem Aufbau den Leitlinien eines international anerkannten Rahmenwerks zum unternehmensweiten Risikomanagement (COSO) folgt. Dieses CMS wird betreut von der Compliance Organisation bestehend aus dem Group Compliance Officer und einem Netzwerk lokaler Compliance Officer in den Ländern, in denen wir eine Tochtergesellschaft unterhalten. Ziel des CMS ist es, die Einhaltung unserer Compliance-Grundsätze sicherzustellen. Die Compliance-Funktion, die die globale Compliance-Organisation umfasst, untersteht direkt dem Vorstand, dem regelmäßig berichtet wird. (Konzern-)Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Hierzu existieren klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei uns in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem (Konzern-)Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement. Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings aufgrund von Ermessensentscheidungen, kriminellen Handlungen, fehlerbehafteten Kontrollen oder sonstigen Umständen eingeschränkt sein. Dass Sachverhalte korrekt und zeitnah in der (Konzern-)Rechnungslegung erfasst werden, kann also selbst dann nicht vollständig gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Systembestandteile konzernweit angewendet werden. Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG und des Konzernabschlusses sowie für die Einheitlichkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss auf, die danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet werden. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses werden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Chancen- und Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers. Konsolidierte Konzernzwischenabschlüsse werden jedes Quartal erstellt. Der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss unterliegt der prüferischen Durchsicht, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer. Unserer HGB-konformen Rechnungslegung liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisung zugrunde. Neben der Funktionstrennung sind das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen grundlegende Überwachungsmaßnahmen im Abschlusserstellungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess wird IT-technisch ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen erfolgen auf Basis eines systematischen Belegwesens. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen. Grundlage des einheitlichen und IFRS-konformen Konzernberichtswesens ist die LANXESS Konzernabschlussrichtlinie. Sie regelt, in welcher Art die für den Konzern relevanten Normen der International Financial Reporting Standards (IFRS) von den Tochtergesellschaften als berichtenden Einheiten anzuwenden sind. Die Richtlinie definiert ferner den verbindlichen Konzernkontenrahmen. Sie wird auf der IT-technischen Seite durch ein konzernweit einheitliches Anlieferungs- und Konsolidierungssystem ergänzt, das weitgehend auf Standardsoftware basiert und mit Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Indem wir den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess regeln und überwachen, stellen wir eine den einschlägigen Gesetzen und Normen entsprechende, ordnungsgemäße (Konzern-) Rechnungslegung sicher und gewährleisten eine verlässliche Finanzberichterstattung. Das bei uns angewendete (konzern-)rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Entsprechende Vorgaben existieren auch für die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein detailliert ausgearbeiteter Prozess zugrunde. Dieser wird zeitlich definiert durch die Vorgabe eines Abschluss-Terminkalenders, der die Zeitpunkte für die Anlieferung bestimmter Daten festlegt. Fester Bestandteil ist auch die regelmäßige Prüfung, ob der Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen korrekt ermittelt und vollständig ist. Die Prinzipien der Funktionstrennung in Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Prüfungen von Angaben auf Plausibilität prägen durchgängig den gesamten Erstellungs- und Konsolidierungsprozess. Für den Konzernabschluss liefern alle berichtspflichtigen Tochtergesellschaften ihre Konzernberichtsdaten über das oben genannte Konsolidierungssystem. Systemintegrierte Validierungsregeln stellen bei der Anlieferung sicher, dass die Daten der Tochtergesellschaften konsistent sind. Das Rechnungswesen der Tochtergesellschaften ist dafür verantwortlich, dass die gemeldeten Daten inhaltlich korrekt sind. Weiterhin prüft die Abteilung Corporate Accounting innerhalb der Group Function Accounting, ob die Daten inhaltlich korrekt sind. Hierzu werden unter anderem standardisierte Berichte ausgewertet, in denen die Gesellschaften wesentliche abschlussrelevante Sachverhalte erläutern. Nach den prozessintegrierten Kontrollen erfolgt die Konsolidierung einschließlich Währungsumrechnung ohne weitere Schnittstellen im selben System, wobei sowohl automatische als auch manuelle Konsolidierungsmaßnahmen vollzogen werden. Die Korrektheit der automatischen Konsolidierungsschritte und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Konsolidierungssachverhalte werden separat gebucht, im erforderlichen Rahmen dokumentiert und von nachgelagerten Stellen kontrolliert. Ergänzt wird dies durch systemintegrierte Validierungsregeln. Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury & Investor Relations, Tax & Trade Compliance und Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten. Im Rahmen des laufenden Informationsaustauschs mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions identifiziert und verarbeitet die Group Function Accounting Sachverhalte, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsprüfungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen. Überwachung des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems (IKS) Konzernintern überprüft der Bereich Corporate Audit innerhalb der Group Function Legal & Compliance, ob das interne Steuerungs- und Überwachungssystem funktioniert und organisatorische Sicherungsmaßnahmen eingehalten werden. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und Prüfungsansätze sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Um die Wirksamkeit des IKS zu beurteilen, wird zudem ein jährliches Self Assessment in wesentlichen Konzerngesellschaften, operativen Einheiten und Group Functions durchgeführt. Der Aufsichtsrat übernimmt Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit der zuvor beschriebenen Managementsysteme. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse der Compliance-Funktion, des Bereichs Corporate Audit sowie den Status des Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems berichten. Zusätzlich beurteilt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Konzern- bzw. Jahresabschlussprüfung das Risikofrüher-kennungssystem. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Zur vollständigen Identifikation der Chancen und Risiken des LANXESS Konzerns dient ein Katalog mit Kategorien, die in folgenden Gruppen zusammengefasst werden: Gruppen Gruppen Beschaffungsmärkte Personal Betriebliche Abläufe und Gefahren Unternehmensstrategie Absatzmärkte Finanzbereich Rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld Der folgenden Berichterstattung zu den den einzelnen Gruppen zugeordneten wesentlichen Kategorien liegt ein Planungshorizont von einem Jahr zugrunde. Beschaffungsmärkte Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen und Risiken aufgrund der hohen Volatilität von Rohstoffpreisen und Energiepreisen. Eine Preiserhöhung bzw. -senkung bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer höheren bzw. niedrigeren Kostenbasis in der Produktion. Ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Darüber hinaus resultieren Veränderungen der Rohstoffpreise direkt oder zeitversetzt in höheren bzw. niedrigeren Verkaufspreisen. Diesem Umstand begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoff- und Energieversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten abgedeckt. Vergleichbare Vereinbarungen bestehen auch auf der Verkaufsseite. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Absicherung über Derivate, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt (siehe auch Abschnitt „Finanzwirtschaft"). Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen. Die Volatilität von Rohstoffpreisen, insbesondere für den Schlüsselrohstoff Butadien, wirkt sich insbesondere auf unser Segment Performance Polymers aus. Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Sollten wir gezwungen sein, auf alternative Bezugsquellen zurückgreifen zu müssen, könnte dies z.B. zu höheren Einkaufspreisen oder zusätzlichen Transportkosten führen. Personal Das Risiko von Arbeitskampfmaßnahmen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist nicht auszuschließen. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis ebenso belasten wie die zuvor beschriebenen steigenden Preise für Einsatzstoffe, ohne dass jedoch Möglichkeiten bestehen, sich gegenüber Kunden oder in Terminmärkten abzusichern. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Insbesondere im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again", dessen Auswirkungen in einzelnen Ländern wie z. B. Frankreich auch 2015/2016 noch sichtbar werden, sind die Arbeitnehmervertretungen in den verschiedenen Ländern eingebunden und bestehende Dialogplattformen wie das Europaforum der europäischen Betriebsräte werden kontinuierlich und verstärkt genutzt. Auch in anderen Regionen, in denen wir tätig sind, suchen wir den Dialog mit Arbeitnehmervertretungen, Gewerkschaften und anderen Interessengruppen und gehen aktiv auf deren Vertreter zu. Das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen ist ein entscheidender Faktor für die effiziente Abwicklung unserer Geschäfte. Um das Risiko des Wissensverlustes zu begrenzen, verfolgen wir unterschiedliche Ansätze: Mit attraktiven Vergütungsmodellen, herausfordernden Aufgaben und internationalen Karriereperspektiven möchten wir Mitarbeiter an das Unternehmen binden. Wir investieren kontinuierlich in die Nachwuchsförderung, sei es mit einer weiter steigenden Zahl von Ausbildungsplätzen in Deutschland oder mit dem Auf- und Ausbau von regionalen Praktikanten- und Nachwuchsprogrammen sowie Stipendien für begabte Studenten. Regionale Schwerpunkte sind neben dem Heimatland Deutschland beispielsweise Nordamerika, Brasilien, Indien, China sowie Südafrika. Dass insbesondere Fachkräfte auf unseren weltweiten Märkten knapp werden, ist vereinzelt spürbar. Allerdings wurde dieser Effekt durch das im April 2014 eingeleitete Programm „Let's LANXESS again", das den konkreten Fachkräftebedarf im Berichtszeitraum zunächst deutlich senkte, vorerst abgeschwächt. Wir rechnen aufgrund erster Wachstumstendenzen jedoch in spezifischen Funktionen wieder mit einer verstärkten Rekrutierung von Personal, so dass das Thema Employer Branding erneut wichtiger werden wird. Eine vorausschauende und nachhaltige Personalpolitik bleibt entsprechend weiterhin im Fokus, beispielsweise durch regelmäßige Personalentwicklungskonferenzen. Unsere Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und weiterführenden Schulen in Deutschland sowie mit öffentlichen Institutionen sowohl in Deutschland als auch in allen wichtigen Zielmärkten bauen wir verstärkt aus. Darüber hinaus haben wir unser Unternehmen in zahlreichen Veranstaltungen und Konferenzen weltweit als attraktiven Arbeitgeber positioniert und suchen auch weiterhin früh Kontakt zu besonders begabten Nachwuchstalenten. Für diese Studenten und Doktoranden bieten wir in Deutschland als mitarbeiterstärkster Region eigens ein LANXESS Förderprogramm an, das sowohl finanzielle als auch fachliche Unterstützung beinhaltet. Analog unterhalten wir ein Bindungsprogramm für besonders herausragende Praktikanten. Schwerpunkte beider Programme liegen auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Diese Programme etablieren wir nicht nur in Deutschland, sondern zunehmend auch in weiteren bedeutenden Regionen, immer unter Berücksichtigung lokaler Anforderungen. Im Berichtsjahr hat der Vorstand eine Demografielnitiative aufgesetzt, die Themen aufgreift wie funktionskritische Tätigkeiten, die im Nachgang des Programms „Let's LANXESS again" identifiziert wurden, sowie Fragen zum Transfer spezifischen Know-hows oder die Sicherung von Nachfolgeketten. Die Initiative baut auf den Ergebnissen von Xcare auf, dem ersten Demografieprojekt aus dem Jahr 2011. Fragen der Mitarbeiter-Performance — auch unter dem Eindruck der Restrukturierungsmaß-nahmen der letzten Jahre — begegnen wir mit dem Programm zur sogenannten Erfolgskultur, das der Vorstand aufgesetzt hat und das die Neuausrichtung des Konzerns unterstützt. U. a. sollen verbindliche Unternehmenswerte und Führungsleitlinien einen Rahmen dafür schaffen, dass Führungskräfte ihre Mitarbeiter noch stärker unterstützen, ihr Potenzial zu nutzen. Dem möglichen Verlust einzelner Know-how-Träger im Zusammenhang mit der vereinbarten Partnerschaft für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken begegnen wir mit gezielter Information betroffener Mitarbeiter und indem wir mögliche Karrierechancen aufzeigen. Darüber hinaus bestehen weitere Personalrisiken, die aufgrund ihrer langfristigen Natur nahezu keine Auswirkung auf die für das Geschäftsjahr 2016 relevanten Ergebnisgrößen haben. Betriebliche Abläufe und Gefahren Fehlende Anlagenverfügbarkeit sowie Störungen in der Arbeits- und Verfahrenssicherheit können dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, so dass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z. B. proaktive Anlagenwartungen, reguläre Compliance-Checks, Gefährdungsbeurteilungen und systematische Schulungen unserer Mitarbeiter, um Standards und Sicherheit zu verbessern. Darüber hinaus begegnen wir dem Risiko eines ungeplanten Produktionsstillstands, indem wir die Produktion bestimmter Produkte auf verschiedene Standorte weltweit verteilen. Selbst bei hohen (sicherheits-)technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen — auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus — möglich. Sie können zu Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert. In unserem Produktportfolio befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Abnehmer auf Risiken hin, die mit der Verwendung einhergehen. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen. Gemäß unserem vorausschauenden Ansatz werden im Rahmen der Produktbeobachtung potenzielle Gefahren im Umfeld unseres Produktportfolios frühzeitig erkannt, bewertet und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen. Unsere Informationstechnologie (IT) unterstützt unsere Geschäftsaktivitäten weltweit, unter anderem die Prozesse vom Auftragseingang bis zum Ausgleich der Forderung oder von der Bestellung bis zur Zahlung der Lieferantenrechnung. Es ist wichtig, dass die Nutzer der Systeme zum richtigen Zeitpunkt korrekte und aussagefähige Informationen erhalten. Um dies zu unterstützen, entwickeln wir eine einheitliche und integrierte Systemlandschaft und investieren weltweit in den Ausbau der IT-Services. Beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen verfälscht oder gelöscht werden. Insbesondere beobachten wir eine wachsende Bedrohung der IT-Infrastruktur durch Angriffe von außen. All dies kann zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen. Um derartigen Risiken zu begegnen, investieren wir in angemessene Datensicherungssysteme, die den Verlust von Daten und Informationen verhindern. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme gewährleisten die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie den störungsfreien Betrieb der Systeme. Zur Verbesserung der Sicherheit im Bereich der IT-Infrastruktur werden Sicherheitsmaßnahmen bewertet und geprüft, ob sie bei den aktuellen Angriffsszenarien weiterhin als sicher gelten können. Sofern erforderlich, werden sie auf einen angemessenen sicherheitstechnischen Stand gebracht. Zur Abwehr neuartiger und zielgerichteter Bedrohungen werden international neue Schutzeinrichtungen aufgebaut und bestehende zielgerichtet an die aktuelle Bedrohungssituation angepasst. Unternehmensstrategie Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Konzerns aktiv voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzoptimierung, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Des-investitionen und Akquisitionen. Wir verweisen weiterhin auf den Abschnitt „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht. Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko hinsichtlich künftiger (Markt-)Entwicklungen und der möglichen Umsetzbarkeit angestrebter Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Einstieg in oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite- oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. Wir begegnen dem, indem wir die entscheidungsrelevanten Informationen sorgfältig und strukturiert aufarbeiten. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand von erfahrenen Fachabteilungen und ggf. von externen Beratern unterstützt. Unser Produktportfolio ist konsequent auf zentrale weltweite Trends ausgerichtet, die in den kommenden Jahren kontinuierliches Wachstum versprechen. Mit unseren Produkten bieten wir innovative Lösungen für diese Trends und generieren dadurch einen erkennbaren Mehrwert für unsere Kunden. Wir positionieren uns dabei erfolgreich in den Märkten, in denen wir mittel- und langfristig mit unserem Produktportfolio besonders von den Trends profitieren können. Der Fokus wird auf China, Nordamerika und Südostasien liegen. Bei der Gewinnung von Informationen im Rahmen von Akquisitionen ist nicht auszuschließen, dass nicht alle Informationen, die für die Einschätzung der künftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlich sind, vorliegen oder richtig bewertet werden. Dem begegnen wir durch systematische „Due-Diligence"-Analysen und — soweit möglich — entsprechende Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration erworbener Unternehmen oder Geschäfte kann dazu führen, dass erwartete Entwicklungen nicht eintreten. Daher existieren bei uns Prozesse, die eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleisten. Werden Einschätzungen über künftige Entwicklungen, wie beispielsweise die Realisierung von Synergien, nicht erfüllt, könnte sich Wertminderungsbedarf von Vermögenswerten ergeben. Dieses Risiko überwachen wir mit mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen. Operative Chancen zu erschließen und zu nutzen ist zentraler Bestandteil unserer unternehmerischen Aktivitäten. Es ist unser Anspruch, unser Wachstum mit bestehenden Produkten und neuen Lösungen voranzutreiben und unsere Position in den globalen Märkten dadurch nachhaltig zu stärken. Investitionen in neue Werke sowie Kapazitätserweiterungen und die Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen sind hierfür zentrale Elemente. Die erwarteten Effekte sind in der Planung berücksichtigt oder darüber hinaus als Chance erfasst. Auch wenn wir uns grundsätzlich Vorteile von Investitionen versprechen, sind sie auch mit Risiken verbunden. So ist beispielsweise der Erfolg unserer Investitionen im asiatischen Raum stark belastet durch die herausfordernde Wettbewerbssituation im Bereich der synthetischen Kautschuke. Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden von den zuständigen Business Units vorbereitet und dem Vorstand nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Komitee zur Entscheidung vorgelegt. Mit diesem Prozess stellen wir sicher, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden. Umsatz- und Ergebniseffekte, die wir aus unseren Investitionen und Akquisitionen erwarten, sind bereits in unseren Planungen berücksichtigt. Darüber hinaus können diese gezielten Investitionen weitere operative Chancen eröffnen, weil wir uns hierdurch neue Potenziale erschließen sowie die Positionierung in wichtigen Märkten vorantreiben. Absatzmärkte Grundsätzlich unterliegt unser Konzern den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen und politischen Veränderungen in den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden positiven bzw. negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Durch unsere weltweite Präsenz, die wir in den Wachstumsregionen weiter ausbauen, können wir an vorteilhaften regionalen Entwicklungen partizipieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von bestimmten Regionen reduzieren. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden sich im Abschnitt „Strategische Ausrichtung" dieses Lageberichts. Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Unsicherheiten für uns. Neben dem Einfluss der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung kann insbesondere die Abhängigkeit des Kautschukgeschäftes von Kunden aus der Reifen- und Automobilindustrie zu einer Volatilität des Absatzes führen. Zusätzliche über die Planung hinausgehende Absatzmöglichkeiten können sich durch die Erschließung neuer Märkte oder Gewinnung neuer Kunden ergeben. Neben diesen nachfragebedingten Markteinflüssen können auch strukturelle Marktveränderungen unsere Ertragskraft beeinflussen, etwa durch den Marktaustritt bestehender oder das Auftreten neuer Wettbewerber bzw. zusätzlicher Kapazitäten sowie regionale Verschiebungen, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigem Kostenniveau, Produktsubstitution oder durch Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten. Wir begegnen diesen Entwicklungen mit einem konsequenten Kostenmanagement und passen unsere Produktportfolios kontinuierlich an. Die Fokussierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios richtet sich dabei auf innovative Anwendungssegmente, so dass eine langfristig erfolgreiche Geschäftsausrichtung sichergestellt werden kann. In unserem Segment Performance Polymers stehen unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken weiterhin in intensivem Wettbewerb, auch durch neu in den Markt tretende Produzenten. Dadurch können in einzelnen Geschäftsbereichen weitere Überkapazitäten und ein stärkerer Preiswettbewerb entstehen. Wir verfolgen in diesen Bereichen eine produktspezifische Strategie, die unter anderem auf Produkt- und Prozessdifferenzierung sowie einer globalen Aufstellung beruht. Durch die Partnerschaft mit Saudi Aramco wollen wir unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken in diesem Wettbewerb mittelfristig strategisch stärken. Finanzbereich Die Group Function Treasury & Investor Relations hat die Aufgabe, die finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken zentral zu erfassen und zu managen. Im Wesentlichen sind dies: Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken: scroll Preisänderungen Liquidität und Refinanzierung Kontrahentenrisiken Kapitalanlagen Versicherungen - Währungen - Verfügbarkeit von Zahlungsmittein - Kunden - Investitionen in Pensionsvermögen - Unterdeckung - Zinsen - Zugang zu multi- und bilateralen Kapitalmärkten - Banken - Rohstoffe - Energien • Preisänderungen Währungen Da der LANXESS Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen durchführt, ist er Schwankungen der relativen Werte dieser Währungen ausgesetzt. Der Planung für das Geschäftsjahr 2016 liegen feste Wechselkurse zugrunde. Besonders relevant ist die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem geplanten Wechselkurs führt zu einem positiven Effekt auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen. Für die Jahre 2016, 2017 und 2018 haben wir bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um den Währungsschwankungen zu begegnen. Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Solche Risiken werden grundsätzlich zu 100% abgesichert. Ebenso werden Währungsrisiken aus Finanztransaktionen inklusive der Zinskomponente in der Regel zu 100% kursgesichert. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte genutzt. Die Absicherung führt dazu, dass sich Auf- oder Abwertung des Euro-Kurses im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen kurzfristig nur eingeschränkt auf die Zahlungsströme auswirken. Die Chancen und Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Hierzu werden sowohl die Umsätze als auch die Kosten in Fremdwährung geplant. Auf Dauer können Wechselkursschwankungen die künftigen Zahlungsströme beeinträchtigen, falls der LANXESS Konzern nicht in der Lage sein sollte, diese Wechselkursschwankungen, z. B. durch die Preisgestaltung für seine Produkte in der jeweiligen lokalen Währung, aufzufangen. Um dieses Risiko zu verringern, erfolgt eine teilweise Absicherung durch derivative Finanzinstrumente. Die Absicherung erfolgt entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Grundsätzen und wird kontinuierlich überwacht. Zinsen Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsänderungen betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden. Da der überwiegende Anteil der Finanzschulden zu festen Zinskonditionen aufgenommen wurde, haben Zinsänderungen in den kommenden Jahren nur einen begrenzten Einfluss auf den LANXESS Konzern. Rohstoffe/Energien Wenn eine Weitergabe bestimmter Marktpreisrisiken aus Energien und Rohstoffen an den Kunden nur eingeschränkt möglich ist, kann im Einzelfall eine Sicherung durch finanzielle Warentermingeschäfte erfolgen, mit dem Ziel, die Cashflow-Volatilität zu reduzieren. Wie im Vorjahr hat LANXESS zum Bilanzstichtag keine finanziellen Warentermingeschäfte im Bestand. • Liquidität und Refinanzierung Eine grundsätzlich konservative Finanzpolitik und eine Zielkapitalstruktur, die sich im Wesentlichen an Kennzahlensystemen führender Ratingagenturen orientiert, sichern den Zugang zu Kapitalmärkten und damit unsere Zahlungsfähigkeit. Die konservative Finanzpolitik bezieht auch das Risiko einer Ratingänderung und damit verbundener Auswirkungen in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement ein, wobei LANXESS keinen direkten Einfluss auf die abschließende Beurteilung unabhängiger Ratingagenturen hat. Als wesentliche Liquiditätsreserve dient eine syndizierte Kreditlinie über 1,25 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag nicht wesentlich in Anspruch genommen wurde. Die ursprüngliche Laufzeit der Kreditlinie wurde im Februar 2015 um ein Jahr bis Februar 2020 verlängert. Daneben besteht eine weitere wesentliche Kreditlinie mit der Europäischen Investitionsbank über 150 Mio. €. Neben den Kreditlinien bestanden kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserven in Höhe von 466 Mio. € in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie hochliquiden AAA-Geldmarktfondsanlagen. Dementsprechend verfügt der LANXESS Konzern über eine Liquiditätsposition, die sich über eine breite Basis von Finanzierungsinstrumenten erstreckt. • Kontrahentenrisiken Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowohl mit unseren Kunden als auch mit Bank- und Finanzpartnern, insbesondere im Rahmen von Geldanlagegeschäften und Transaktionen mit Finanzinstrumenten. Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können sie gegen das Kreditrisiko abgesichert werden. Ziel des LANXESS Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt. Zur Absicherung von Kreditrisiken aus Kundenforderungen werden für einzelne Kunden zugunsten des LANXESS Konzerns eröffnete Akkreditive genutzt sowie mit Vertragspartnern Vorauskasse vereinbart. Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität. Bei der Auswahl von Bank- und Finanzpartnern für Geldanlagegeschäfte und Transaktionen mit Finanzinstrumenten ist die Bonität der Partner ein wichtiges Kriterium der LANXESS Finanzpolitik und des Kreditrisikomanagements. Daher strebt LANXESS grundsätzlich an, mit Bank- und Finanzpartnern Geschäfte zu tätigen, die mindestens über ein Investment-Grade-Rating verfügen. Die zum Bilanzstichtag offenen Derivate und Finanzanlagen wurden nahezu ausschließlich mit Banken mit Bonität im Investment-Grade-Bereich kontrahiert. Ferner erfolgt im Rahmen des Kreditrisikomanagements ein globales Management des Kontrahentenrisikos für alle bestehenden Bank- und Finanzpartner. Hierbei achtet der LANXESS Konzern darauf, dass im Sinne einer Risikodiversifikation keine existenzbedrohenden Konzentrationsrisiken bestehen. Durch den Abschluss von Rahmenverträgen können im Falle der Insolvenz des Transaktionspartners die Marktwerte der offenen Handelspositionen miteinander aufgerechnet werden, was zu einer weiteren Verringerung der Risikopositionen führt. • Kapitalanlagen Chancen und Risiken aus der Anlage von Pensionsvermögen werden durch das Pension Committee, bestehend aus dem Finanzvorstand sowie Vertretern der Group Functions Treasury & Investor Relations, Accounting und Human Resources, überwacht. • Versicherungen Der LANXESS Konzern hat sich gegen wesentliche Risiken u. a. aus Sachschäden, Betriebsunterbrechungen und Produkthaftungen extern abgesichert. Im Schadensfall muss LANXESS daher nur bis zur Höhe des Selbstbehalts für den Schaden aufkommen. Ein Restrisiko besteht allerdings beim Eintritt von Ereignissen, die nicht von der Versicherung erfasst sind oder bei denen die Schadenshöhe die von der Versicherung zugesagte Deckungssumme übersteigt. Weitere Erläuterungen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [36] „Finanzinstrumente". Rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld Unternehmen des LANXESS Konzerns unterliegen rechtlichen Risiken und sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines für LANXESS nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen mit Dritten hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf unser geplantes EBITDA vor Sondereinflüssen. Um rechtliche Risiken zu vermeiden, hat LANXESS ein umfassendes Compliance Management System aufgesetzt, das eine Reihe organisatorischer präventiver Maßnahmen beinhaltet. LANXESS hat für sich unter anderem die folgenden Hauptrisiken identifiziert: Kartellrecht, Anlagensicherheit/Umweltschutz, Außenwirtschaftsrecht, und korruptionsbezogene Risiken. Im Hinblick auf kartellrechtsbezogene Risiken hat LANXESS beispielsweise ein Programm zur Sicherstellung wettbewerbsrechtlicher Compliance entwickelt, das Präsenzschulungen wie auch E-Learning umfasst. Hierdurch werden unsere Mitarbeiter und Führungskräfte in den jeweiligen Unternehmensbereichen auf die besonderen Risiken hingewiesen und entsprechend sensibilisiert. Diese Schulungen werden regelmäßig durchgeführt und dokumentiert. Zusätzlich stehen den Mitarbeitern bei Fragestellungen ausgewiesene Experten der Group Function Legal & Compliance zur Verfügung. Weitere Erläuterungen zu Compliance finden sich im Corporate Governance Bericht. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Compliance als integraler Bestandteil" in diesem Chancen- und Risikobericht. Regulatorische Maßnahmen können zu einer Verschärfung von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards in verschiedenen Bereichen führen. Dies kann Kosten und Haftungsrisiken zur Folge haben. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Implementierung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern. Zusätzliche Belastungen im Bereich der Energie- und Umweltpolitik, wie z. B. durch neue Regelungen im Emissionshandel, neue Ökosteuern oder die Neuverteilung der Kosten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz, können zu höheren Kosten und damit zum Teil zu erheblichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen. Zur Minderung dieses Risikos diskutieren wir die wirtschaftlichen Folgen steigender Energiepreise direkt mit Behörden und Politik sowie über Wirtschaftsverbände zusammen mit anderen energieintensiven Unternehmen. LANXESS war und ist für zahlreiche aktive und ehemalige Standorte mit bis zu 140 Jahren chemischer Produktion zuständig. Dies umfasst u. a. auch Abfallentsorgungseinrichtungen. Es lässt sich nicht ausschließen, dass in diesem Zeitraum auch Verunreinigungen des Untergrundes verursacht wurden, die bislang noch nicht identifiziert wurden. Wir bekennen uns zum Responsible-Caree-Gedanken und betreiben aktives Umwelt- sowie auch proaktives Umweltschutzmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft sowie weiteren Emissionen und Immissionen. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen haben wir ausreichende Rückstellungen gebildet. Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen für Umweltschutz finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [15] „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen". Im Rahmen von Initiativen zur Kennzeichnungspflicht für Reifen kann sich die Nachfrage nach qualitativ höherwertigen Reifen und damit nach synthetischen Hochleistungs-Kautschuken stärker als geplant erhöhen. Hiervon würde insbesondere unser Segment Performance Polymers mit seinem globalen Produktionsnetzwerk sowie langjährigen Kundenbeziehungen profitieren. Verstöße im Außenwirtschaftsrecht können Verbote und Einschränkungen in der Exporttätigkeit sowie den Wegfall von Privilegien im Rahmen der Exportabwicklung des Konzerns zur Folge haben. Dies kann in Einzelfällen zu Bußgeldern, Handelseinschränkungen und Reputationsverlust führen. Der Konzern stellt die Gesetzeskonformität im Bereich Außenwirtschaftsrecht und Exportkontrolle sicher, indem weltweit geeignete stabile Kontrollinstrumente und automatisierte Prüfprozesse etabliert wurden und kontinuierlich verbessert werden. Im Rahmen der proaktiven Beobachtung der handelspolitischen Entwicklungen werden sowohl die operativen Einheiten als auch die Leitungsgremien frühzeitig über Änderungen im Außenwirtschaftsverkehr und die damit einhergehenden Chancen und Risiken informiert und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen. Bedeutung der Chancen und Risiken sowie Ergebnis der Chancen- und Risikobewertung Die identifizierten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung werden, wie zuvor beschrieben, kategorisiert und in Gruppen zusammengefasst. Die Bedeutung der Chancen und Risiken ergibt sich aus ihrer möglichen Auswirkung auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen. Einzelne Kategorien, bei denen die Chance oder das Risiko einer Zielabweichung von mehr als 5% bezogen auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des Planungsjahres besteht, haben hierbei für uns eine mittlere bis hohe Bedeutung. Dies gilt auch für Gruppen, bei denen dieser Grenzwert lediglich kumuliert über alle jeweils zugeordneten Kategorien überschritten wird. Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements wurde für das Planungsjahr den Kategorien wirtschaftliche Entwicklung, Rohstoffpreise und Währung sowie der Gruppe rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld eine mittlere bis hohe Bedeutung beigemessen. Bezogen auf unsere zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, ergibt sich bei diesen Kategorien sowie der Gruppe gemäß den zugrunde liegenden Szenarien bzw. den getroffenen Wahrscheinlichkeitsannahmen eine mögliche positive bzw. eine nachteilige Zielabweichung von jeweils bis zu 14%. Die Gruppe rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld wurde insbesondere von Chancen bzw. Risiken der Kategorie Energie- und Umweltpolitik beeinflusst. Chancen oder Risiken anderer Kategorien, wie beispielsweise rechtliche Risiken, haben nur eine sehr untergeordnete Bedeutung. Im Vorjahr war die Kategorie Währung nicht für sich genommen, sondern nur im Rahmen der Gruppe Finanzbereich bedeutsam. Weiterhin war die Kategorie Energiepreise von Bedeutung. Chancen- und Risikoprofil 1) in % 1) Ereignis- und verteilungsorientierte Chancen und Risiken gemäß getroffenen Szenerien. Aufgrund von Wechselwirkungen zwischen einzelnen Kategonen ist eine Addition der dargestellten Chancen und Risiken nicht zulässig. Aufgrund seiner umfassenden weltweiten Aktivitäten und seiner Abhängigkeit von Rohstoffen mit volatiler Preisentwicklung kann hiervon insbesondere unser Segment Performance Polymers betroffen sein. Allerdings begegnen wir entsprechenden Risiken mit Gegenmaßnahmen. Zusammenfassende Aussage zur Chancen- und Risikoposition Die Chemieindustrie befindet sich weltweit in einer Phase des Umbruchs, mit der naturgemäß wirtschaftliche Chancen und Risiken verbunden sind. Die bereits im Jahr 2014 mit dem dreistufigen Programm „Let's LANXESS again" eingeleitete weltweite Neuausrichtung des LANXESS Konzerns verschafft uns jedoch Spielräume, durch die wir in der Lage sind, auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen weiterhin handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben (siehe Abschnitt „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht). Zudem ermöglicht uns die Neuausrichtung, strategische und operative Chancen zu nutzen und Wachstumspotenziale auszuschöpfen. Aufgrund unseres breit diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios hat sich unsere Risikoexposition im Berichtsjahr trotz der regional und branchenbezogen unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich nicht maßgeblich verändert. Weiterhin weisen wir auf den intensiven Wettbewerb hin, dem unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken unverändert ausgesetzt sind. Im Rahmen der Neuausrichtung stärken wir künftig unsere Wettbewerbsfähigkeit durch die im Berichtsjahr vereinbarte Partnerschaft mit Saudi Aramco. Alle Planungen unterliegen bestimmten Prognoserisiken, so dass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen aufgrund von Veränderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten grundsätzlich eingeschränkt wird. Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen Finanzierungsstrukturen, unserer soliden Liquiditätsausstattung sowie der Handlungsspielräume, die sich aus der Neuausrichtung, insbesondere durch die vereinbarte Partnerschaft mit Saudi Aramco, ergeben, sind wir zuversichtlich, künftig auftretende Risiken zu bewältigen. In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden. Bilanz LANXESS Konzern AKTIVA scroll in Mio. € Anhang 31.12.2014 31.12.2015 Immaterielle Vermögenswerte (1) 320 300 Sachanlagen (2) 3.333 3.447 At equity bewertete Beteiligungen (3) 0 0 Sonstige Beteiligungen (4) 13 12 Langfristige derivative Vermögenswerte (5) 5 1 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (6) 11 21 Langfristige Ertragsteuerforderungen (7) 6 11 Latente Steuern (29) 380 361 Sonstige langfristige Vermögenswerte (8) 33 27 Langfristige Vermögenswerte 4.101 4.180 Vorräte (9) 1.384 1.349 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10) 1.015 956 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 418 366 Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte (11) 100 100 Kurzfristige derivative Vermögenswerte (5) 14 14 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (6) 5 4 Kurzfristige Ertragsteuerforderungen (7) 28 44 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (12) 185 206 Kurzfristige Vermögenswerte 3.149 3.039 Summe Aktiva 7.250 7.219 PASSIVA Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage 1.317 1.317 Sonstige Rücklagen 1.253 1.313 Konzernergebnis 47 165 Kumuliertes übriges Eigenkapital -458 -485 Anteile anderer Gesellschafter 2 13 Eigenkapital (13) 2.161 2.323 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (14) 1.290 1.215 Sonstige langfristige Rückstellungen (15) 275 271 Langfristige derivative Verbindlichkeiten (5) 20 19 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (16) 1.698 1.258 Langfristige Ertragsteuerschulden (17) 25 19 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (18) 118 108 Latente Steuern (29) 21 46 Langfristiges Fremdkapital 3.447 2.936 Sonstige kurzfristige Rückstellungen (15) 350 411 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (19) 799 779 Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten (5) 101 100 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (16) 182 443 Kurzfristige Ertragsteuerschulden (17) 44 85 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (18) 166 142 Kurzfristiges Fremdkapital 1.642 1.960 Summe Passiva 7.250 7.219 Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS Konzern scroll in Mio. € Anhang 2014 2015 Umsatzerlöse (21) 8.006 7.902 Kosten der umgesetzten Leistungen (22) -6.418 -6.154 Bruttoergebnis vom Umsatz 1.588 1.748 Vertriebskosten (23) -742 -759 Forschungs- und Entwicklungskosten (24) -160 -130 Allgemeine Verwaltungskosten (25) -278 -284 Sonstige betriebliche Erträge (26) 118 207 Sonstige betriebliche Aufwendungen (27) -308 -367 Operatives Ergebnis (EBIT) 218 415 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 2 0 Zinserträge 3 4 Zinsaufwendungen -72 -70 Sonstiges Finanzergebnis -71 -61 Finanzergebnis (28) -138 -127 Ergebnis vor Ertragsteuern 80 288 Ertragsteuern (29) -36 -121 Ergebnis nach Ertragsteuern 44 167 davon auf andere Gesellschafter entfallend -3 2 davon den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) 47 165 Ergebnis je Aktie in € (unverwässert/verwässert) (30) 0,53 1,80 Gesamtergebnisrechnung LANXESS Konzern scroll in Mio. € 2014 2015 Ergebnis nach Ertragsteuern 44 167 Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -308 83 Anteil am sonstigen Ergebnis von at equity bewerteten Beteiligungen (nach Ertragsteuern) -19 0 Ertragsteuern 95 -24 -232 59 Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 122 -15 Finanzinstrumente -75 -17 Ertragsteuern 20 5 67 -27 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -165 32 Gesamtergebnis -121 199 davon auf andere Gesellschafter entfallend -3 2 davon den Aktionären der LANXESS AG zustehend -118 197 Eigenkapitalveränderungsrechnung LANXESS Konzern scroll in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige Rücklagen Konzernergebnis 31.12.2013 83 806 1.690 -159 Thesaurierung -159 159 Kapitalerhöhung 8 420 Dividendenzahlungen -46 Gesamtergebnis -232 47 Ergebnis nach Ertragsteuern 47 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -232 Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -308 Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe Finanzinstrumente Anteil am sonstigen Ergebnis von at equity bewerteten Beteiligungen (nach Ertragsteuern) -19 Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern 95 31.12.2014 91 1.226 1.253 47 Thesaurierung 47 -47 Kapitalerhöhung Dividendenzahlungen -46 Gesamtergebnis 59 165 Ergebnis nach Ertragsteuern 165 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 59 Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 83 Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe Finanzinstrumente Anteil am sonstigen Ergebnis von at equity bewerteten Beteiligungen (nach Ertragsteuern) 0 Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern -24 31.12.2015 91 1.226 1.313 165 scroll in Mio. € Kumuliertes übriges Eigenkapital Anteil der Aktionäre der LANXESS AG Anteile anderer Gesellschafter Eigen- kapital Währungsum- rechnungen Finanzinstrumente 31.12.2013 -529 4 1.895 5 1.900 Thesaurierung 0 0 Kapitalerhöhung 428 428 Dividendenzahlungen -46 -46 Gesamtergebnis 122 -55 -118 -3 -121 Ergebnis nach Ertragsteuern 47 -3 44 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 122 -55 -165 0 -165 Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -308 -308 Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 122 122 0 122 Finanzinstrumente -75 -75 -75 Anteil am sonstigen Ergebnis von at equity bewerteten Beteiligungen (nach Ertragsteuern) -19 -19 Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern 20 115 115 31.12.2014 -407 -51 2.159 2 2.161 Thesaurierung 0 0 Kapitalerhöhung 0 9 9 Dividendenzahlungen -46 0 -46 Gesamtergebnis -15 -12 197 2 199 Ergebnis nach Ertragsteuern 165 2 167 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -15 -12 32 0 32 Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 83 83 Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -15 -15 0 -15 Finanzinstrumente -17 -17 -17 Anteil am sonstigen Ergebnis von at equity bewerteten Beteiligungen (nach Ertragsteuern) 0 0 Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern 5 -19 -19 31.12.2015 -422 -63 2.310 13 2.323 Kapitalflussrechnung LANXESS Konzern scroll in Mio. € Anhang 2014 2015 Ergebnis vor Ertragsteuern 80 288 Abschreibungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 426 418 Gewinne aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -1 -42 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen -2 - Ergebnis aus dem Finanzbereich 75 66 Gezahlte Ertragsteuern -31 -98 Veränderung der Vorräte -39 55 Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 97 64 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89 -26 Veränderung der übrigen Aktiva und Passiva 103 -33 Zufluss aus operativer Tätigkeit (37) 797 692 Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -614 -434 Einzahlungen und Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte 8 -11 Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten, bereinigt um abgegangene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3 - Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 8 45 Erhaltene Zinsen und Dividenden 8 0 Abfluss aus investiver Tätigkeit (37) -587 -400 Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 433 9 Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 324 78 Auszahlungen für die Tilgung von Finanzschulden -802 -298 Zinszahlungen und sonstige Auszahlungen des Finanzbereichs -131 -76 Dividendenzahlungen -46 -46 Abfluss aus Finanzierungstätigkeit (37) -222 -333 Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit -12 -41 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 1. Januar 427 418 Währungsbedingte und sonstige Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3 -11 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember (37) 418 366 Anhang ZUM KONZERNABSCHLUSS ALLGEMEINE ANGABEN Die LANXESS AG ist als Aktiengesellschaft in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter HRB 53652 eingetragen und hat ihren Firmensitz am Kennedyplatz 1, 50569 Köln, Deutschland. Der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der LANXESS AG sowie der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Konzernabschluss der LANXESS AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Vorstand der LANXESS AG hat den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 am 26. Februar 2016 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. AUFBAU UND BESTANDTEILE DES KONZERNABSCHLUSSES Der Konzernabschluss besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Kapitalflussrechnung und dem Anhang, welcher auch die Segmentberichterstattung enthält. Der Konzernabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders dargestellt, werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang-und kurzfristigen Vermögenswerten und Fremdkapital unterschieden, deren Fristigkeit im Anhang teilweise weiter detailliert wird. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Sofern andere Bewertungskonzepte vorgeschrieben sind, werden diese verwendet; in den Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird hierauf gesondert hingewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr des vorliegenden Konzernabschlusses entspricht dem Kalenderjahr. ANGEWENDETE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN UND INTERPRETATIONEN Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde nach den in der Europäischen Union (EU) verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und diesbezüglichen Interpretationen sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die folgenden Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen waren erstmals im Geschäftsjahr 2015 anzuwenden, sind aber derzeit für den LANXESS Konzern nicht oder nicht von wesentlicher Bedeutung: • IFRIC 21 Abgaben: Die Interpretation regelt die Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die keine Ertragsteuern nach IAS 12 darstellen, und detailliert insbesondere, wann eine Verpflichtung zur Zahlung solcher Abgaben als Verbindlichkeit zu bilanzieren ist. • Jährliche Verbesserungen an den International Reporting Standards Zyklus, 2011-2013: Die jährlichen Verbesserungen des Zyklus 2011-2013 umfassen kleinere Änderungen an den Standards IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards", IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse", IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" und IAS 40 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien". VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN UND INTERPRETATIONEN Das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee haben Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und im LANXESS Konzern auch noch nicht angewendet wurden. Ihre Anwendung setzt zum Teil noch die Anerkennung durch die EU voraus, aus der sich im Einzelfall auch eine spätere verpflichtende Anwendung ergeben kann als nachstehend angegeben. Finanzinstrumente Das IASB hat im November 2009 IFRS 9 veröffentlicht. Die hierin dargelegten Änderungen der Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wurden im Oktober 2010 um Regelungen zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten erweitert. Im November 2013 hat das IASB Ergänzungen an IFRS 9 veröffentlicht, die neue Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge Accountings enthalten. Durch die Ergänzungen wird zudem die Möglichkeit geschaffen, unter bestimmten Voraussetzungen bonitätsbedingte Wertveränderungen von finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, vorzeitig, d. h. ohne die übrigen Regelungen des IFRS 9, umzusetzen, im sonstigen Ergebnis und somit nicht im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Im Juli 2014 hat das IASB die finale Version von IFRS 9 veröffentlicht. Hierin enthalten sind überarbeitete Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und erstmals Vorschriften zur Wertminderung von Finanzinstrumenten. Im Rahmen des eingeführten „Expected Loss Models" werden nun neben eingetretenen auch zukünftig erwartete Verluste erfasst und somit vorgezogen. Der neue Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme der Änderungen durch die EU steht noch aus. Der LANXESS Konzern prüft derzeit, welche Auswirkungen die Anwendung des Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird. Erlöse aus Verträgen mit Kunden Am 28. Mai 2014 hat das IASB den neuen Standard IFRS 15 veröffentlicht. IFRS 15 ersetzt die Standards IAS 11 und IAS 18 und führt im Rahmen eines Fünf-Stufen-Modells Grundprinzipien für die Erfassung von Umsatztransaktionen ein. Diese Grundprinzipien betreffen insbesondere die Abgrenzung von erbrachten Leistungen und den dazugehörigen Umsatzerlösen sowie Regelungen zur Umsatzerfassung in Bezug auf Zeitpunkt und -raum. Zudem enthält der Standard weitere Regelungen zu Detailfragestellungen und fordert die Offenlegung zusätzlicher Anhangangaben über Art, Höhe, zeitlichen Anfall sowie Unsicherheiten in Verbindung mit Erlösen aus Verträgen mit Kunden. Durch die im September 2015 veröffentlichte Änderung des IFRS 15 wurde der Erstanwen-dungszeitpunkt vom 1. Januar 2017 auf Geschäftsjahre verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Übernahme der Änderungen durch die EU steht noch aus. Der LANXESS Konzern wird erst nach Abschluss der aktuellen fachlichen und vertraglichen Prüfungsphase beurteilen können, welche Auswirkungen die Anwendung des Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird. Leasing Am 13. Januar 2016 hat das IASB den neuen Standard IFRS 16 veröffentlicht, welcher den bisherigen Rechnungslegungsstandard IAS 17 ersetzt. Im Rahmen des IFRS 16 werden beim Leasingnehmer alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit auf Basis des Barwerts der Leasingzahlungen bilanziert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Abschreibungen auf das aktivierte Nutzungsrecht und Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit erfasst. Insofern entfällt die Unterscheidung in Operating- und Finanzierungsleasingverhältnisse für Leasingnehmer. Der neue Standard enthält zudem Wahlrechte hinsichtlich der Behandlung von kurzfristigen Leasingverhältnissen bzw. Leasingverhältnissen mit geringem Wert. Im Fall der Anwendung der Wahlrechte werden die Kosten für diese Leasingverhältnisse direkt im Aufwand erfasst. Für Leasinggeber sind keine wesentlichen Änderungen enthalten. Der neue Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 angewendet wird. Die Übernahme der Änderungen durch die EU steht noch aus. Der LANXESS Konzern wird prüfen, welche Auswirkungen die Anwendung des Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird. Die nachfolgend aufgeführten Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen sind derzeit für den LANXESS Konzern nicht oder nicht von wesentlicher Bedeutung: scroll Standard/Interpretation Veröffentlichung Anwendungspflicht für LANXESS ab Geschäftsjahr Anerkennung durch EU IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge - Änderungen an IAS 19 21.11.2013 2016 ja Diverse IAS und IFRS Jährliche Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards, Zyklus 2010-2012 12.12.2013 2016 ja IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 30.01.2014 - nein IFRS 11 Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit- Änderungen an IFRS 11 06.05.2014 2016 ja IAS 16, IAS 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden - Änderungen an IAS 16, lAS 38 12.05.2014 2016 ja IAS 16, IAS 41 Landwirtschaft: Produzierende Pflanzen-Änderungen an IAS 16, IAS 41 30.06.2014 2016 ja IAS 27 Einzelabschlüsse (Equity-Methode) - Änderungen an IAS 27 12.08.2014 2016 ja IFRS 10, IAS 28 Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen-Änderungen an IFRS 10, IAS 28 11.09.2014 - nein Diverse IAS und IFRS Jährliche Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards, Zyklus 2012-2014 25.09.2014 2016 ja IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme - Änderungen an IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 18.12.2014 2016 nein IAS 1 Anhangangaben Initiative - Änderungen an lAS 1 18.12.2014 2016 ja IAS 12 Ertragsteuern - Änderungen an lAS 72- Berücksichtigung von latenten Steueransprüchen für unrealisierte Verluste 19.01.2016 2017 nein IAS 7 Kapitalflussrechnungen - Anhangangaben Initiative 29.01.2016 2017 nein KONSOLIDIERUNG Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sofern die Geschäftsjahre von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nicht am 31. Dezember enden, werden zum Zwecke der Konsolidierung Zwischenabschlüsse aufgestellt. Konzerninterne Zwischengewinne und -verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind die LANXESS AG sowie alle Unternehmen, die die LANXESS AG beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht, wenn die LANXESS AG variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu einem Unternehmen ausgesetzt ist und die Verfügungsgewalt über das Unternehmen besitzt. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn Rechte bestehen, die der LANXESS AG die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten des Unternehmens zu lenken, um die variablen Rückflüsse wesentlich zu beeinflussen. In der Regel beruht die Beherrschung dabei auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit. Bei strukturierten Unternehmen basiert die Beherrschung im Normalfall auf vertraglichen Vereinbarungen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht. Nach der Equity-Methode werden Anteile an assoziierten Unternehmen, bei denen der LANXESS Konzern — in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes von 20 % bis 50 % —einen maßgeblichen Einfluss ausübt, und Anteile an Gemeinschaftsunternehmen bewertet. Unternehmen, die insgesamt von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage sind, werden nicht konsolidiert, sondern zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie eine Tabelle der Beteiligungsgesellschaften werden im Abschnitt „Berichterstattung zum Konsolidierungskreis" gezeigt. Vollkonsolidierung Unternehmenszusammenschlüsse werden mithilfe der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs werden gezeigt als Summe aus den zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerten der übertragenen Vermögenswerte, der eingegangenen oder übernommenen Schulden und der gegebenenfalls im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden, die aus bedingten Gegenleistungsvereinbarungen resultieren. Die im Rahmen des Unternehmenserwerbs identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Für jeden Unternehmenserwerb besteht das individuelle Wahlrecht, gegebenenfalls nicht erworbene Anteile entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil am beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des erworbenen Unternehmens zu erfassen. Diese nicht beherrschenden Anteile werden in der Bilanz als Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten werden, sofern es sich nicht um Kosten für die Emission von Schuldtiteln oder Aktienpapieren handelt, als Aufwand erfasst. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich zum Erwerbszeitpunkt aus einem Überhang der Anschaffungskosten, möglicherweise bestehenden Anteilen anderer Gesellschafter sowie des beizulegenden Zeitwerts gegebenenfalls vorher gehaltener Eigenkapitalanteile über das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Unternehmens ergibt. Negative Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach einer nochmaligen Überprüfung der vorgenommenen Kaufpreisallokation sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. At equity bewertete Beteiligungen Bei Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bewertet sind, werden die Anschaffungskosten jährlich um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Liegen Wertminderungen vor, die den Wert der jeweiligen Beteiligung übersteigen, werden vorhandene langfristige Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit der Beteiligung stehen, abgeschrieben. Wurden der Buchwert der Beteiligung und derartige Vermögenswerte auf null reduziert, werden zusätzliche Verluste in dem Umfang berücksichtigt und als Schuld angesetzt, in dem der Anteilseigner rechtliche oder faktische Verpflichtungen, z. B. zur Übernahme anteiliger Verluste, eingegangen ist oder Zahlungen für das Beteiligungsunternehmen geleistet hat. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung ermittelt, wobei ein Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz ausgewiesen wird. Gemeinschaftliche Tätigkeiten Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, bei denen die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung ausüben, Rechte und Pflichten an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Schulden haben. LANXESS als gemeinschaftlich Tätiger bilanziert seinen Anteil an den gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten und gemeinschaftlich eingegangenen Schulden sowie seinen Anteil an den Erlösen und Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an jeglichen gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen. WÄHRUNGSUMRECHNUNG In den Einzelabschlüssen, die dem LANXESS Konzernabschluss zugrunde liegen, werden sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Termingeschäfte, die — aus wirtschaftlicher Sicht — zur Kurssicherung dienen, werden zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Aus der Währungsumrechnung resultierende Kursdifferenzen werden ergebniswirksam im Wechselkursergebnis innerhalb des sonstigen Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Jahresabschlüsse ausländischer Einheiten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (Konzept der funktionalen Währung). Bei der überwiegenden Mehrzahl der Beteiligungen ist dies die jeweilige Landeswährung, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die Umrechnung in Konzernwährung erfolgt bei Vermögenswerten und Schulden zum Kurs am Bilanzstichtag, bei Aufwendungen und Erträgen zum Jahresdurchschnittskurs. Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird in der Währung des erworbenen Unternehmens bilanziert und unabhängig vom Zeitpunkt seines Entstehens zum Stichtagskurs umgerechnet. Durch die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge wie auch der sonstigen Veränderungen des Jahres zu Durchschnittskursen ergeben sich gegenüber einer Umrechnung zu Stichtagskursen Unterschiedsbeträge, die im sonstigen Ergebnis gesondert als Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe ausgewiesen werden. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, erfolgt eine erfolgswirksame Realisierung der betreffenden Währungsumrechnungsdifferenzen im Gewinn oder Verlust. Der Währungsumrechnung liegen folgende für den LANXESS Konzern wesentliche Wechselkurse zugrunde: Wechselkurse scroll 1 Euro Stichtagskurs Durchschnittskurs 31.12.2014 31.12.2015 2014 2015 Argentinien ARS 10,28 14,10 10,76 10,28 Brasilien BRL 3,22 4,25 3,12 3,69 China CNY 7,54 7,06 8,19 6,97 Großbritannien GBP 0,78 0,73 0,81 0,73 Indien INR 76,54 72,02 81,05 71,19 Japan JPY 145,23 131,07 140,39 134,31 Kanada CAD 1,41 1,51 1,47 1,42 Singapur SGD 1,61 1,54 1,68 1,53 Südafrika ZAR 14,04 16,95 14,41 14,17 USA USD 1,21 1,09 1,33 1,11 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres und wurden stetig angewendet. Hiervon ausgenommen sind Änderungen, die sich durch neue oder geänderte Rechnungslegungsvorschriften ergeben haben, die erstmals im Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwenden waren und auf die im Abschnitt Angewendete Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen" hingewiesen wird. Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte enthalten Geschäfts-und Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Software, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte von befristeter Nutzungsdauer sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, erfolgt linear über einen Zeitraum von 3 bis 20 Jahren. Die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr werden den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Darüber hinausgehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden Wertaufholungen vorgenommen, die weder den fortgeführten Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn in der Vergangenheit kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, noch den aktuell erzielbaren Betrag übersteigen. Der niedrigere Wert dieser beiden Größen wird angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte von unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden einmal jährlich stattfindenden Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Etwaige Wertminderungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wertaufholungen von Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht vorgenommen. Kosten für intern entwickelte Software, die in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen, werden aktiviert. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit Fertigstellung der Software. Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Unentgeltlich von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) oder einer vergleichbaren Behörde in anderen europäischen Ländern zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von null aktiviert. Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Das Neubewertungsmodell findet im LANXESS Konzern keine Anwendung. Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Gemäß IAS 36 werden solche Wertverluste anhand von Vergleichen mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Können diesen Vermögenswerten keine eigenen zukünftigen Finanzmittelflüsse zugeordnet werden, werden die Wertminderungen anhand der Finanzmittel-flüsse der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit geprüft, der diese Vermögenswerte zuzurechnen sind. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen, die weder den fortgeführten Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn in der Vergangenheit kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, noch den aktuell erzielbaren Betrag übersteigen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie die anteiligen Kosten für die betriebliche Altersversorgung und die freiwilligen sozialen Leistungen des Unternehmens. Besteht die Verpflichtung, Sachanlagen zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder zu-rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, wird der Barwert der hierfür anfallenden Zahlungen zusammen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in gleicher Höhe eine Rückstellung passiviert. Erstreckt sich die Bauphase von Sachanlagen über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden, direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden grundsätzlich sofort im Ergebnis erfasst. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die Maßnahme künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmt werden können. Aufwendungen für Generalüberholungen wichtiger Großanlagen werden in Höhe der Kosten der Maßnahme als Teil der betreffenden Vermögenswerte selbstständig angesetzt und linear über den Zeitraum bis zur nächsten Generalüberholung abgeschrieben. Sofern Sachanlagen aus wesentlichen Komponenten mit jeweils unterschiedlichem Zweck, unterschiedlicher Beschaffenheit oder unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten einzeln aktiviert und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Wenn Sachanlagen verkauft werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Planmäßige Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Ihnen liegen die folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zugrunde: Nutzungsdauern scroll Gebäude 20 bis 50 Jahre Andere Baulichkeiten 10 bis 20 Jahre Betriebsvorrichtungen 6 bis 20 Jahre Maschinen und Apparate 6 bis 12 Jahre Labor- und Forschungseinrichtungen 3 bis 5 Jahre Tank- und Verteilungsanlagen 10 bis 20 Jahre Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10 Jahre Leasing Gemietete Sachanlagen, bei denen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen wurden (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 im Zeitpunkt des Zugangs zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Ist ein späterer Eigentumsübergang des Leasinggegenstands unsicher, wird die Laufzeit des Leasingvertrags zugrunde gelegt, sofern diese kürzer ist. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Sie werden mit dem zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindest-leasingzahlungen ausgewiesen, sofern dieser Wert niedriger ist. In der Folge werden die Mindestleasingzahlungen in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt. Bei einem Leasingverhältnis, das nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt (Operating-Leasingverhältnis), werden die Leasingraten als laufender Aufwand erfasst. In den Sachanlagen sind auch vom LANXESS Konzern vermietete bzw. verleaste Vermögenswerte enthalten, soweit bei den zugrunde liegenden Verträgen kein Finanzierungsleasing vorliegt. Ist der Kunde jedoch als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen, wird in Höhe der abgezinsten zukünftigen Miet- bzw. Leasingzahlungen eine Forderung aktiviert. Leasingverträge können in andere Kontrakte eingebettet sein. Besteht gemäß den IFRS-Regelungen eine Trennungspflicht für ein eingebettetes Leasing, so werden die Vertragsbestandteile separiert und nach den entsprechenden Regelungen bilanziert und bewertet. Finanzinstrumente Finanzinstrumente sind Vertragsverhältnisse, die bei einer Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und bei der anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu zählen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten. Andererseits gehören hierzu derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen eingesetzt werden. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald der LANXESS Konzern Vertragspartei der Finanzinstrumente wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Anrechte auf Zahlungen hieraus auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen und Risiken übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Erfüllungstag relevant. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge — unter Anwendung der Effektivzinsmethode — zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Sofern Wertminderungen aufgrund der Überprüfung der Werthaltigkeit zu berücksichtigen sind, werden diese über Wertberichtigungskonten erfasst. Beteiligungen sowie langfristige Eigenkapitalinstrumente werden als „zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert und zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, es sei denn, der beizulegende Zeitwert ist nicht verlässlich bestimmbar. In diesem Fall erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt und einer möglichen Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden mit ihrem anteiligen Eigenkapital entsprechend den Vorschriften des IAS 28 angesetzt. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Alle anderen originären finanziellen Vermögenswerte werden als „zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert und grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern sie nicht der Kategorie Kredite und Forderungen zuzurechnen sind. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird so lange direkt im sonstigen Ergebnis erfasst, mit Ausnahme von Wertberichtigungen und von Gewinnen und Verlusten aus der Währungsumrechnung, bis der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wird. Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektiv-zinsmethode. Von der Möglichkeit, Finanzinstrumente bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten zu designieren, wurde kein Gebrauch gemacht. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte Im LANXESS Konzern abgeschlossene derivative Finanzinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag als Vermögenswert oder Verbindlichkeit ausgewiesen. Aus der Zeitwertänderung resultierende Wertänderungen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Soweit Fremdwährungsderivate bzw. Warentermingeschäfte, die zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme aus schwebenden Geschäften oder geplanten Transaktionen abgeschlossen werden, den Anforderungen des Rechnungslegungsstandards hinsichtlich des Hedge Accountings genügen, werden die Wertänderungen dieser Derivate bis zur Realisierung des Ergebnisses aus den abgesicherten Grundgeschäften gesondert im sonstigen Ergebnis erfasst. Die hier erfassten Beträge werden in der Folgezeit zeitgleich mit der Ergebnisauswirkung der gesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ergebnis bzw. in den Kosten der umgesetzten Leistungen berücksichtigt. Diejenigen Teile der Zeitwertänderung des Derivats, die hinsichtlich des abgesicherten Risikos als ineffektiv angesehen werden, werden unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Die Zeitwertänderungen von Zinsderivaten, die der Absicherung von variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten dienen, werden, soweit die Anforderungen eines Cashflow-Hedge-Accountings erfüllt sind, ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Folgezeit zeitgleich mit der Ergebnisauswirkung der gesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsergebnis berücksichtigt. Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf abgeschlossen und in diesem Sinne gehalten werden, werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte behandelt. Enthalten die Verträge eingebettete Derivate, werden die Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit denen des Basisvertrags verbunden sind. Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts Nachfolgend werden die wesentlichen Methoden und Annahmen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten dargestellt: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben in der Regel Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Buchwerte entsprechen daher den beizulegenden Zeitwerten. Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unter Berücksichtigung aktueller Zinsparameter diskontiert. Der beizulegende Zeitwert von Wertpapieren wird anhand von Marktpreisen zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird anhand abgezinster zukünftiger Zins- und Tilgungszahlungen berechnet. Die Anleihen werden in einem aktiven und liquiden Markt gehandelt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem börsenmäßig festgestellten und veröffentlichten Preis. Sollte für eine Anleihe kein liquider Marktpreis vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis beobachtbarer Inputfaktoren und unter Verwendung risikoadäquater Diskontierungszinssätze ermittelt. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr entspricht der Buchwert grundsätzlich dem beizulegenden Zeitwert. Alle anderen Verbindlichkeiten werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abgezinst. Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entspricht der beizulegende Zeitwert dem Barwert der Nettoleasingraten unter Berücksichtigung des Marktzinses für gleichartige Leasingverträge. Die derivativen Finanzinstrumente werden im Wesentlichen in einem aktiven und liquiden Markt gehandelt. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen beizulegenden Zeitwerte resultieren ausschließlich aus Devisentermingeschäften und werden mit der „Forward"-Methode aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. Im Falle fehlender Marktnotierungen erfolgt die Wertermittlung durch Einsatz anerkannter finanzmathematischer Berechnungsmethoden auf Basis beobachtbarer Marktdaten. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wird das eigene bzw. das Ausfallrisiko des Kontrahenten auf Basis der jeweiligen Nettoposition berücksichtigt. Vorräte Unter den Vorräten sind diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode ermittelten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Darüber hinaus werden die Kosten für die betriebliche Altersversorgung, für soziale Einrichtungen des Betriebs sowie für freiwillige soziale Leistungen des Unternehmens einbezogen, soweit sie dem Herstellungsbereich zuzuordnen sind. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen. Die Produkte werden nicht im Rahmen langfristiger Fertigungsprozesse hergestellt. Daher werden Fremdkapitalkosten, die im Laufe der Produktion anfallen, nicht in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten einbezogen. Aufgrund der Produktions- und Absatzgegebenheiten im LANXESS Konzern werden unfertige und fertige Erzeugnisse zusammengefasst ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Finanztitel mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt, werden wegen ihrer hohen Liquidität ebenfalls hierunter ausgewiesen. Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte und Schulden Vermögenswerte werden, soweit wesentlich, als „zur Veräußerung bestimmt" ausgewiesen, wenn ihre Veräußerung sehr wahrscheinlich und im gegenwärtigen Zustand möglich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um ganze Unternehmensbereiche handeln. Eine Veräußerungsgruppe kann auch Schulden beinhalten, wenn diese Schulden zusammen mit den Vermögenswerten im Rahmen der Transaktion abgegeben werden. Vermögenswerte, die als „zur Veräußerung bestimmt" klassifiziert sind, werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich identifizierbarer Veräußerungskosten, sofern dieser Wert niedriger als der Buchwert ist. Rückstellungen Ansatz und Bewertung der Rückstellungen erfolgen nach IAS 37, gegebenenfalls auch nach IAS 19 und IFRS 2, mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs. Soweit wesentliche Rückstellungen erst nach mehr als einem Jahr fällig werden und eine verlässliche Abschätzung der Auszahlungsbeträge bzw. -zeitpunkte möglich ist, wird für den langfristigen Anteil der entsprechende Barwert durch Abzinsung ermittelt und zurückgestellt. Soweit die Veränderung der Rückstellung aus dem Näherrücken des Erfüllungszeitpunkts resultiert (Zinseffekt), wird der entsprechende Aufwand im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Effekt in den Ergebnisbereichen erfasst, in denen ursprünglich die Bildung der Rückstellung erfolgte. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für leistungsorientierte Versorgungspläne gebildet. Der Rückstellungsbewertung liegt der mithilfe der Anwart-schaftsbarwertmethode (Methode der laufenden Einmalprämien) ermittelte versicherungsmathematische Barwert der jeweiligen Verpflichtung zugrunde. Hierbei werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die erwartete Einkommens- und Rentenentwicklung berücksichtigt. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden vollständig im sonstigen Ergebnis der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden in einer nachfolgenden Berichtsperiode nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Zu den Personalrückstellungen gehören vor allem Jahressonderzahlungen und Zahlungen aus mehrjährigen Vergütungsprogrammen sowie sonstige Personalkosten. Die anteilsbasierten Mitarbeitervergütungsprogramme (LTSP — Long Term Stock Performance Plan) sehen einen Barausgleich vor. Verpflichtungen hieraus werden durch Rückstellungen berücksichtigt, deren Höhe dem beizulegenden Zeitwert des jeweils erdienten Anteils der Zusagen an die Mitarbeiter entspricht. Der beizulegende Zeitwert wird mithilfe der Monte-Carlo-Simulationstechnik ermittelt. Hierbei werden zukünftige Renditen simuliert und der Wert der gewährten Anrechte als zu erwartender Ausschüttungsbetrag ermittelt. Es wird eine zweidimensionale Normalverteilung der Renditen unterstellt. Der beizulegende Zeitwert der Anrechte wird zeitanteilig über die Sperrfrist (Erdienungszeitraum) als Rückstellung erfasst. Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm für Aufsichtsräte sieht einen variablen Barausgleich vor, sofern sich die LANXESS Aktie im Mandatszeitraum überprozentual im Vergleich zu einem festgelegten Index entwickelt. Hieraus erwartete Verpflichtungen werden entsprechend als Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen für Restrukturierungen werden gebildet, wenn sich eine rechtliche oder faktische Verpflichtung auf Basis eines detaillierten Restrukturierungsplans ergibt, welcher von der jeweils entscheidungsbefugten Managementebene beschlossen und den betroffenen Mitarbeitern bzw. deren Vertreter kommuniziert wurde. Sie enthalten die den Restrukturierungsmaßnahmen direkt zurechenbaren Aufwendungen, die zur Erfüllung der Maßnahmen notwendig sind und nicht in Zusammenhang mit zukünftigem operativem Geschäft in Verbindung stehen. Der LANXESS Konzern bildet auch Rückstellungen für laufende oder wahrscheinliche Rechtsstreitigkeiten, wenn diese angemessen abgeschätzt werden können. Diese Rückstellungen decken alle geschätzten Gebühren und Rechtskosten sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Prozesskosten für Rechtsstreitigkeiten werden jedoch nur erfasst, wenn davon ausgegangen wird, dass diese von LANXESS zu tragen sind. Die zurückgestellten Beträge werden aufgrund von Mitteilungen und Kostenschätzungen der Anwälte des Unternehmens ermittelt. Solche Rückstellungen werden regelmäßig zusammen mit den Anwälten des Unternehmens überprüft und angepasst. Eventualverbindlichkeiten Bei Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Sie werden in der Bilanz — soweit nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses anzusetzen — nicht erfasst. Verbindlichkeiten Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über den zugrunde liegenden Zeitraum oder die voraussichtliche Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte aufgelöst und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im entsprechenden Funktionsbereich erfasst. Umsatzerlöse und sonstige Erlöse Umsatzerlöse — nach Abzug von Verkehrssteuern und Erlösschmälerungen — werden als realisiert betrachtet, sobald die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde. Dies ist bei Liefergeschäften dann der Fall, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergehen. Darüber hinaus müssen der wirtschaftliche Nutzen hinreichend wahrscheinlich sowie die angefallenen Kosten verlässlich bestimmbar sein. Kundenrabatte werden in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt. Erlöse wie z. B. Lizenzeinnahmen, Mieteinnahmen, Zinserträge oder Dividenden, die einem späteren Geschäftsjahr zuzurechnen sind, werden abgegrenzt. Langfristige Fertigungsaufträge liegen im LANXESS Konzern nicht vor. Insofern wird die Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad nicht angewendet. Forschungs- und Entwicklungskosten Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen zu aktivieren. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die darüber hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Da die Entwicklung und Weiterentwicklung von Produkten und Verfahren aber häufig mit Unsicherheiten hinsichtlich der Realisierbarkeit eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens verbunden ist, sind die Bedingungen für eine Aktivierung von Entwicklungskosten in der Regel nicht erfüllt. Ertragsteuern Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen landesspezifische Steuersätze zugrunde. Die Ertragsteuerforderungen und -schulden umfassen sowohl das jeweilige Geschäftsjahr als auch Sachverhalte aus Vorjahren. Den Bewertungen liegt die geltende Rechtslage unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung und herrschender Fachmeinung zugrunde. Unsichere Ertragsteuerpositionen werden mit ihrem Erwartungswert bilanziert, sofern deren Zahlung oder Rückerstattung als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Gemäß IAS 12 werden latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in Konzern- und Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf realisierbare steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Den Berechnungen liegen Steuerplanungsrechnungen und übliche bzw. realisierbare Steuerstrategien zugrunde. Es werden die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze, die jeweiligen Nutzungszeiträume sowie Verlustverrechnungsbeschränkungen berücksichtigt. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Der Buchwert latenter Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und nur in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um die latenten Steueransprüche zu nutzen. Aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen werden berücksichtigt, soweit es wahrscheinlich ist, dass die Verlustvorträge nutzbar sind. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des LANXESS Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Zahlungsströme aus der operativen Tätigkeit werden nach der indirekten Methode ermittelt. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten um Effekte aus der Währungsumrechnung und um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen bereinigt und sind somit nicht unmittelbar aus der Konzernbilanz ableitbar. Die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen werden als Abfluss aus investiver Tätigkeit gezeigt. Sie werden gekürzt um von Dritten hierfür gewährte Zuwendungen. Investitionen im Rahmen von Finanzierungsleasing sowie aktivierte Fremdkapitalkosten sind nicht enthalten. Eine Vergleichbarkeit mit den Investitionen des Anlagespiegels ist insoweit nicht gegeben. Die Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit gezeigt. Auszahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, in denen LANXESS Leasingnehmer ist, werden als Abfluss aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen, während Einzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, in denen LANXESS Leasinggeber ist, als Zufluss aus investiver Tätigkeit gezeigt werden. Zahlungen für die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen werden der operativen Tätigkeit zugeordnet. Im Zusammenhang mit dem Erwerb bzw. Verkauf von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten gezahlte Kaufpreise (bzw. erhaltene Verkaufspreise) werden abzüglich erworbener (bzw. abgegebener) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Bereich der investiven Tätigkeit gezeigt. Erhaltene Zinsen und Dividenden werden in den Zahlungsströmen aus investiver Tätigkeit ausgewiesen. Gezahlte Zinsen und Dividenden werden im Bereich der Finanzierungstätigkeit berücksichtigt. Vorgehensweise und Auswirkungen der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten im LANXESS Konzern wird zunächst analysiert, inwieweit Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine mögliche Wertminderung von Vermögenswerten bzw. mögliche Wertaufholung wertgeminderter Vermögenswerte hinweisen. Sofern sich hierbei Anzeichen ergeben, dass Vermögenswerte wertgemindert bzw. Wertaufholungen wertgeminderter Vermögenswerte erforderlich sein könnten, werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag verglichen. Diese Analysen werden im LANXESS Konzern mindestens einmal jährlich durchgeführt. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden grundsätzlich für die Werthaltigkeitsprüfung von Vermögenswerten die Business Units des LANXESS Konzerns definiert. Zum 1. Januar 2015 erfolgte eine Neuausrichtung des LANXESS Konzerns. Hierbei wurden die Business Units Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers zur Business Unit Ti-re & Specialty Rubbers zusammengelegt und die Business Units High Performance Elastomers und Keltan Elastomers wurden unter dem Namen High Performance Elastomers vereint. Die Prüfung auf Werthaltigkeit von Vermögenswerten erfolgt hier wie in den Vorjahren auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Butyl Rubber, Performance Butadiene Rubbers, High Performance Elastomers und Keltan Elastomers. Ferner wurden zum 1. Januar 2015 die Produktlinien Alterungsschutzmittel und Beschleuniger der ehemaligen Business Unit Rubber Chemicals in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates integriert. Der Werthaltigkeitstest erfolgt bei dieser Business Unit auf Ebene der beiden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Advanced Industrial Intermediates und Antioxidants & Accelerators. Im Vorjahr erfolgte der Werthaltigkeitstest auf Basis der Business Unit Advanced Industrial Intermediates und die Produktlinien Alterungsschutzmittel und Beschleuniger waren Teil des Werthaltigkeitstests der Business Unit Rubber Chemicals. Die Spezialchemie-Produktlinie der Business Unit Rubber Chemicals, die Business Unit Functional Chemicals sowie die Business Unit Rhein Chemie wurden zum 1. Januar 2015 in eine neue Business Unit Rhein Chemie Additives zusammengeführt und stellen zukünftig eine zahlungsmittelgenerierende Einheit dar. Im Vorjahr erfolgte die Werthaltigkeitsprüfung von Vermögenswerten auf Ebene der im Geschäftsjahr 2014 bestehenden Business Units. Sollten Anzeichen für Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten vorliegen, die auf einer Ebene unterhalb der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten angesiedelt sind, werden auch für diese Vermögenswerte Werthaltigkeitsprüfungen und, wenn erforderlich, Wertminderungen oder Wertaufholungen im Gewinn oder Verlust erfasst. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, werden einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Hierbei werden die Restbuchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, einschließlich der zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte, dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts der Business Unit Tire & Specialty Rubbers wurden im aktuellen Geschäftsjahr die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers auf der Ebene einer Gruppe an zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getestet. Im Vorjahr wurde der Geschäfts- oder Firmenwert auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Performance Butadiene Rubbers überprüft. Ferner bilden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Advanced Industrial Intermediates und Antioxidants & Accelerators für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts der Business Unit Advanced Industrial Intermediates eine Gruppe. Im Vorjahr wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte der Business Unit Rhein Chemie Additives, seit dem 1. Januar 2015 bestehend aus der Spezialchemie-Produktlinie der Business Unit Rubber Chemicals, der Business Unit Functional Chemicals sowie der Business Unit Rhein Chemie, auf Ebene der Business Unit Functional Chemicals sowie der Business Unit Rhein Chemie getestet. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten des Abgangs und dem Nutzungswert. Ist der Restbuchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag, liegt in Höhe der Differenz unter Umständen ein Ab-wertungsverlust vor. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Kosten des Abgangs stellt zum jeweiligen Überprüfungszeitpunkt die bestmögliche Schätzung des Erlöses dar und ist der Betrag, der durch den Verkauf der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen Parteien nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Der Nutzungswert ist definiert als der Barwert der künftigen Zahlungsströme, die durch die fortlaufende Nutzung eines Vermögenswerts und dessen Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Die Prüfung der Werthaltigkeit wird in einem ersten Schritt nach dem Verfahren des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs durchgeführt. Sofern der hierbei ermittelte Betrag den Restbuchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unterschreitet, erfolgt eine Beurteilung des Nutzungswerts. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs wird in der Regel ein kapitalwertorientiertes Verfahren zugrunde gelegt, welches der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zuzuordnen ist (vgl. Anhangangabe [36], Abschnitt „Bewertung zum beizulegenden Zeitwert"). Die Bestimmung des erzielbaren Betrags auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs basiert in der Regel auf einer Prognose der künftigen Netto-Zahlungsströme. Als Grundlage dient die vom Management der LANXESS AG verabschiedete Planung. Diese beinhaltet Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung des erwarteten Marktumfelds und weiterer Einflussfaktoren, wie künftige Rohstoffpreise, Energiekosten, Funktionskosten, Wechselkurse und Investitionen. Zwischen den Einflussfaktoren bestehen wechselseitige Zusammenhänge, die sich in den erwarteten Netto-Zahlungsströmen widerspiegeln. Die Einschätzungen beruhen auf Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit unter Berücksichtigung interner sowie externer ökonomischer und industriespezifischer Informationsquellen. Erweiterungsinvestitionen, Reorganisationsprojekte und die daraus entstehenden Synergien, soweit diese auch durch einen externen Dritten nutzbar sind, werden bei den zukünftigen Netto-Zahlungsströmen im Rahmen dieser Einschätzungen berücksichtigt. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts wird eine entsprechende Prognose der künftigen Netto-Zahlungsströme vorgenommen. Hierbei finden jedoch zukünftige Mittelzu- und -abflüsse aus noch nicht begonnenen Erweiterungsinvestitionen, geplanten, aber nicht verabschiedeten Restrukturierungen sowie deren Synergien keine Berücksichtigung. Sowohl für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs wie auch für die Bestimmung des Nutzungswerts umfassen die Prognosen einen Zeitraum von fünf Jahren. Im Rahmen der Ermittlung der ewigen Rente wird grundsätzlich auf dem letzten Planungsjahr aufgesetzt und es werden keine Wachstumsraten berücksichtigt. Gegebenenfalls werden Anpassungen zur Abbildung des sogenannten eingeschwungenen Zustands in der ewigen Rente vorgenommen. Die künftigen Netto-Zahlungsströme werden mit einem gewogenen Kapitalkostensatz abgezinst. Der Kapitalkostensatz ergibt sich gemäß IAS 36 unter Anwendung kapitalmarktorientierter Modelle und durch Berücksichtigung einer branchenspezifischen Kapitalstruktur sowie branchenspezifischer Geschäftsrisiken der Chemieindustrie und ist aus externen Kapitalinformationen abgeleitet. Wenn im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung die Höhe von aufwandswirksamen Wertminderungen ermittelt wird, so erfolgt im ersten Schritt die Abschreibung vorhandener Geschäfts- oder Firmenwerte der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird anteilig auf die anderen langfristigen Vermögenswerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit entsprechend den Werthaltigkeitsprüfungen zugrunde liegenden Restbuchwerten verteilt. Hierbei werden die unterhalb der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegenden langfristigen Vermögenswerte auf ihren erzielbaren Betrag hin beurteilt und eine Verlustverteilung nur bis zur Höhe des erzielbaren Betrags dieser Vermögenswerte vorgenommen. Ein übersteigender Wertminderungsaufwand, der diesen Vermögenswerten darüber hinaus zugeordnet worden wäre, wird anteilig auf die anderen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen werden in voller Höhe erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst und in der Segmentberichterstattung in den jeweiligen Segmentaufwendungen ausgewiesen. Ergeben sich im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, weil die Anhaltspunkte für eine frühere Wertminderung nicht mehr bestehen oder sich geändert haben, erfolgt eine Wertaufholung auf maximal den Betrag, der sich bei Ausbleiben jener Wertminderung unter Anwendung der planmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Es werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Wertaufholungen werden in voller Höhe erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst und in der Segmentberichterstattung in den jeweiligen Segmenterträgen ausgewiesen. Die Ergebnisse der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäftsjahre 2014 und 2015 werden im folgenden Abschnitt erläutert. SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN UND ERMESSENSSPIELRÄUME Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS bedingt die Auswahl von Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden sowie die Einbeziehung von zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen, die sich auf den Wertansatz der aktivierten Vermögenswerte und passivierten Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken können. Alle getroffenen Annahmen und Schätzungen im Konzernabschluss basieren auf den Erwartungen des Managements. Erkenntnisse, die zu Schätzungsänderungen führen, werden laufend berücksichtigt und können gegebenenfalls zu einer Anpassung der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen. Nachfolgend werden die Annahmen und Schätzungen erläutert, die einen wesentlichen Einfluss auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden im LANXESS Konzern haben können. Der LANXESS Konzern führt mindestens einmal jährlich für seine zahlungsmittelgenerierenden Einheiten einen Werthaltigkeitstest durch und ermittelt anlassbezogen den erzielbaren Betrag (vgl. Abschnitt „Vorgehensweise und Auswirkungen der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen"). Die Ermittlung basiert auf der Prognose zukünftiger Netto-Zahlungsströme, die auf vernünftigen und vertretbaren Annahmen aufbaut und die zum Zeitpunkt der Ermittlung die beste vom Management vorgenommene Einschätzung der ökonomischen Rahmenbedingungen repräsentiert. Folglich haben die Erwartungen des Managements über zukünftige Netto-Zahlungsströme indirekt Auswirkung auf die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen Vermögenswerten. Bei den im Geschäftsjahr 2015 durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen von Vermögenswerten können die getroffenen Annahmen und Schätzungen von den tatsächlichen Gegebenheiten in späteren Perioden abweichen, woraus sich ein Wertänderungsbedarf ergeben könnte. Den jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen liegt ein Diskontierungssatz nach Steuern von 6,6 % (Vorjahr: 7,4 %) zugrunde. Im Rahmen der Ermittlung der ewigen Rente wird grundsätzlich auf dem letzten Planungsjahr aufgesetzt. Entspricht das letzte Planungsjahr nicht dem sogenannten eingeschwungenen Zustand, werden Anpassungen vorgenommen. In der ewigen Rente werden keine Wachstumsraten berücksichtigt. Die Bewertung basiert in der Regel auf einem kapitalwertorientierten Verfahren, welches der Bemessungshierarchie 3 gemäß IFRS 13 zuzuordnen ist. Die Prüfung der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierender Einheiten ergab für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 keinen Wertminderungsbedarf. Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte wurden bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten High Performance Elastomers (ehemalige Business Unit High Performance Elastomers vor Vereinigung mit der Business Unit Keltan Elastomers) in Höhe 37 Mio. € und Antioxidants & Accelerators (ehemals Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rubber Chemicals) in Höhe von 19 Mio. € vorgenommen. Im Vorjahr wurde kein Wertaufholungsbedarf ermittelt. LANXESS und Saudi Aramco vereinbarten am 22. September 2015 eine strategische Partnerschaft für synthetischen Kautschuk, an der beide einen Anteil von je 50 % halten werden. Der Name dieser strategischen Partnerschaft mit Hauptsitz in den Niederlanden wird ARLANXEO lauten. ARLANXEO wird in der Entwicklung, Produktion, Vermarktung und im Vertrieb von synthetischem Kautschuk tätig sein. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Butyl Rubber, Performance Butadiene Rubbers, High Performance Elastomers und Keltan Elastomers sind Bestandteile dieser strategischen Partnerschaft, welche insgesamt mit 2,75 Mrd. € bewertet wird. Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags der zur strategischen Partnerschaft zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde der Verkaufserlös im Verhältnis der jeweiligen beizulegenden Zeitwerte abzüglich Kosten des Abgangs auf Basis der Vereinbarung auf die vier zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit High Performance Elastomers (ehemalige Business Unit High Performance Elastomers vor Vereinigung mit der Business Unit Keltan Elastomers) ist Teil der vereinbarten strategischen Allianz mit Saudi Aramco und besteht aus der Produktion und dem Vertrieb von Synthesekautschuken mit speziellen technischen Eigenschaften für die verarbeitende Industrie, insbesondere im Automobil- und Baubereich wie auch im Maschinenbau. Im Rahmen der Aufteilung des Verkaufserlöses auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit High Performance Elastomers ergab sich infolge der zukünftig erwarteten Geschäftsentwicklung ein erzielbarer Betrag in Höhe von 464 Mio. €. Dieser entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Kosten des Abgangs und ist der Bemessungshierarchie 3 gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Die Prüfung der Werthaltigkeit zum Abschlussstichtag führte daher zu einer Wertaufholung auf immaterielle Vermögenswerte von unter 1 Mio. € und auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 37 Mio. €. Die Wertaufholung erfolgte begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte, und wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst und in der Segmentberichterstattung im Segment Performance Polymers ausgewiesen. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit Antioxidants & Accelerators wurde im Zuge der Neuausrichtung des LANXESS Konzerns zum 1. Januar 2015 durch die Integration der Produktlinien Alterungsschutzmittel und Beschleuniger der ehemaligen Business Unit Rub-ber Chemicals in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates gebildet. Die Kostenstrukturen konnten durch die Reorganisation optimiert werden, sodass eine Wertaufholung der im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte erfolgte. Es wurde ein erzielbarer Betrag in Höhe von 154 Mio. € ermittelt. Dieser entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Kosten des Abgangs und ist der Stufe 3 der Bemessungshierarchie nach IFRS 13 zuzuordnen. Die Geschäftstätigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Antioxidants & Accelerators besteht aus der Produktion und dem Vertrieb von Kautschukchemikalien mit speziellen technischen Eigenschaften im Wesentlichen für Hersteller von Reifen und technischen Gummiprodukten. Die Prüfung der Werthaltigkeit zum Abschlussstichtag führte zur Wertaufholung in Höhe von 19 Mio. € von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte der ehemaligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rubber Chemicals und betrifft immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2 Mio. € und Sachanlagevermögen in Höhe von 17 Mio. €. Die Wertaufholung erfolgte begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte, und wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst und in der Segmentberichterstattung im Segment Advanced Intermediates ausgewiesen. Hinsichtlich der in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Keltan Elastomers haben sich die Einschätzungen nicht wesentlich verändert. Die jährliche Prüfung der Werthaltigkeit der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt nach dem Verfahren des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs. Der Bewertung liegt grundsätzlich ein kapitalwertorientiertes Verfahren zugrunde, welches der Bemessungshierarchie 3 gemäß IFRS 13 zuzurechnen ist. Die in lokaler Währung geführten Geschäfts- oder Firmenwerte werden anlassbezogen und mindestens einmal jährlich zum regelmäßigen Testzeitpunkt auf Werthaltigkeit geprüft. Ein wesentlicher Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 62 Mio. € entfällt auf die Business Unit Tire & Specialty Rubbers, wobei die Business Unit Tire & Specialty Rubbers zum 1. Januar 2015 im Zuge der Zusammenlegung der ehemaligen Business Units Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers entstanden ist. Im Vorjahr betrug dieser Geschäfts- oder Firmenwert 80 Mio. € und war der Business Unit Performance Butadiene Rubbers zugeordnet. Auf die Business Unit Material Protection Products entfällt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr: 27 Mio. €). Die Business Unit Rhein Chemie Additives enthält Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 21 Mio. €, wobei die Business Unit durch die Zusammenlegung der Spezialchemie-Produktlinie der ehemaligen Business Unit Rubber Chemicals, der Business Unit Functional Chemicals und der Business Unit Rhein Chemie in 2015 entstand. Im Vorjahr betrug der Geschäfts- oder Firmenwert der Business Unit Rhein Chemie und der Business Unit Functional Chemicals zusammen 19 Mio. €. Auf die Business Unit High Performance Materials entfällt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 18 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €). Hinsichtlich der Ermittlung der Netto-Zahlungsströme verweisen wir auf die in diesem und im vorherigen Kapitel erfolgten Angaben. Sämtliche Veränderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte gegenüber dem Vorjahr sind auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Die Business Unit Tire & Specialty Rubbers (Vorjahr: Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers) ist im Wesentlichen von der Marktentwicklung der Reifen- und Automobilindustrie, die Business Unit Material Protection Products von der Entwicklung verschiedener Industrien und die Business Unit Rhein Chemie Additives von verschiedenen weiterverarbeitenden Industrien abhängig. Die Business Unit High Performance Materials ist im Wesentlichen von der Marktentwicklung der Automobilindustrie abhängig. Die der Detailplanung zugrunde gelegten Einschätzungen der zukünftigen Marktentwicklungen sind von der jeweiligen Abnehmerindustrie abhängig und beruhen auf Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit unter Berücksichtigung interner sowie externer ökonomischer und industriespezifischer Informationsquellen. Für die Gruppe an zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Business Unit Tire & Specialty Rubbers liegt für den fünfjährigen Planungszeitraum ein Geschäftswachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 2 % (Vorjahr: Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers von zusammen 5 %) zugrunde. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Material Protection Products wurde ein Geschäftswachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 4 % (Vorjahr: 5 %), für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Rhein Chemie Additives ein Geschäftswachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 4 % (Vorjahr: Spezialchemie-Produktlinie der ehemaligen Business Unit Rubber Chemicals, Business Unit Functional Chemicals und Business Unit Rhein Chemie von zusammen 4 %) und für die zahlungsmittelgenerierende Einheit High Performance Materials ein Geschäftswachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 1 % (Vorjahr: 4 %) zugrunde gelegt. Für die ewige Rente wurden keine Wachstumsraten unterstellt. Bei der Business Unit Tire & Specialty Rubbers geht man aufgrund der Überkapazitätssituation für synthetische Kautschuke im Detailplanungszeitraum davon aus, dass man langfristig in der ewigen Rente aufgrund der erwarteten Nachfragesteigerung, insbesondere nach höherwertigen Kautschukprodukten, höhere EBITDA-Werte als im letzten Planungsjahr erzielt. In den Geschäftsjahren 2014 und 2015 ergab sich bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte kein Wertminderungsbedarf. Weder eine Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 1 %-Punkt noch eine Verminderung der zukünftigen Netto-Zahlungsströme um 10 % hätten zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte geführt. Auch der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen werden durch die getroffenen Annahmen über die Eintrittswahrscheinlichkeit, die zeitliche Verteilung, den zugrunde gelegten Abzinsungsfaktor sowie die absolute Höhe des Risikos beeinflusst. Der LANXESS Konzern hat für den Konzernabschluss 2015 eine gemäß IFRS vorgeschriebene Sensitivitätsanalyse für alle Rückstellungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Analyse wurden die möglichen Effekte aus der isolierten Variation der verwendeten Parameter ermittelt. Insbesondere wurden die prognostizierte Eintrittswahrscheinlichkeit, der Diskontierungszinssatz sowie die absolute Höhe des Risikos variiert. Die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse verdeutlichten, dass die untersuchten Variationen der oben beschriebenen Annahmen keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der sonstigen Rückstellungen im LANXESS Konzernabschluss haben. Hinsichtlich der Sensitivitätsanalysen in Bezug auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird auf die unter Anhangangabe [14] gemachten Anmerkungen verwiesen. Auch bei leistungsorientierten Versorgungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen und Schätzungen unumgänglich. Der Abschnitt „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" enthält Informationen über die Annahmen bezüglich der Bewertungsparameter, die für die versicherungsmathematischen Berechnungen und Schätzungen zugrunde gelegt wurden (vgl. Anhangangabe [14]). Des Weiteren ist der LANXESS Konzern von Rechtsstreitigkeiten betroffen. Als ein international tätiges Chemieunternehmen ist der LANXESS Konzern im Rahmen seines normalen Geschäftsbetriebs behördlichen oder gerichtlichen Verfahren ausgesetzt und könnte es auch in Zukunft sein. Behördliche und gerichtliche Verfahren werfen in der Regel schwierige Sachverhalts- und Rechtsfragen auf und sind Unwägbarkeiten unterworfen. Der Ausgang von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren kann nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. Es können z. B. aufgrund von gerichtlichen Entscheidungen zusätzliche Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch ausgewiesene Rückstellungen oder entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt sind sowie wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft, die Ertragslage oder die Zahlungsströme des LANXESS Konzerns haben können. Auch die Bildung von Rückstellungen für Umweltschutz- und Sanierungsmaßnahmen ist mit Unsicherheiten behaftet und erfordert Berechnungen und Schätzungen zukünftiger Kosten. Der Abschnitt „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen" enthält diesbezügliche Informationen (vgl. Anhangangabe [15]). Zudem unterliegen Steuersachverhalte Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch Steuerbehörden. Auch wenn der LANXESS Konzern der Überzeugung ist, Steuersachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen können. Sofern Änderungen von Steuerfestsetzungen wahrscheinlich sind, wurden entsprechende Risikovorsorgen getroffen. Darüber hinaus werden Belastungen aus Steuerrisiken der Vorjahre als nicht wahrscheinlich angesehen. Im Falle nachteiliger Entwicklungen könnten sich für LANXESS jedoch zusätzliche Belastungen im unteren zweistelligen Mio.-€-Bereich ergeben. Den Berechnungen liegen insbesondere Erfahrungswerte aus den Ergebnissen früherer Steuerprüfungen und deren Auswirkungen für Folgezeiträume wie auch die geltende Rechtslage unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung sowie herrschender Fachmeinung zugrunde. Weitere wesentliche Schätzungen und Ermessensausübungen betreffen die Bestimmung der Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die Aktivierung von Entwicklungskosten, die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, die Bewertung von Vorräten sowie die Realisierbarkeit von Steuerforderungen und aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge. Des Weiteren bestehen im Rahmen von Erstkonsolidierungen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräume bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. BERICHTERSTATTUNG ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS Der LANXESS Konzernabschluss umfasst neben der LANXESS AG als Obergesellschaft alle in- und ausländischen Beteiligungsgesellschaften. scroll EMEA (ohne Deutschland) Deutschland Nordamerika Lateinamerika Asien/Pazifik Gesamt Vollkonsolidierte Unternehmen (inkl. Muttergesellschaft) 01.01.2015 23 11 5 5 18 62 Zugänge 0 Abgänge 0 Verschmelzungen -2 -2 -1 -1 -6 Veränderungen 1 1 31.12.2015 21 10 4 5 17 57 Konsolidierte assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen 01.01.2015 2 2 Zugänge 0 Abgänge 0 Verschmelzungen 0 Veränderungen 0 31.12.2015 0 2 0 0 0 2 Nicht konsolidierte Unternehmen 01.01.2015 2 2 1 3 1 9 Zugänge 1 1 Abgänge 0 Verschmelzungen 0 Veränderungen -1 -1 31.12.2015 3 1 1 3 1 9 Insgesamt 01.01.2015 25 15 6 8 19 73 Zugänge 1 1 Abgänge 0 Verschmelzungen -2 -2 -1 -1 -6 Veränderungen 0 31.12.2015 24 13 5 8 18 68 Darüber hinaus werden die strukturierten Unternehmen Dirlem (RF) (Pty) Ltd., Modderfontein (Südafrika), und Rustenburg Chrome Employees Empowerment Trust, Modderfontein (Südafrika), in der Region EMEA (ohne Deutschland) in den Konzernabschluss einbezogen. Zweck der Gesellschaften ist die Umsetzung einer Unternehmensbeteiligung für Mitarbeiter im Rahmen der Black-Economic-Empowerment-Gesetzgebung in Südafrika. Beherrschung liegt vor, da die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten bei der Gründung durch LANXESS vorgegeben wurden. LANXESS garantiert die Werthaltigkeit der von den strukturierten Unternehmen gehaltenen bzw. verwalteten Anteile an der LANXESS Chrome Mining (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika). Wesentliche Risiken ergeben sich für den LANXESS Konzern hieraus nicht. Die DuBay Polymer GmbH, Hamm (Deutschland), ist als gemeinschaftlich geführtes Unternehmen anteilig gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche Tätigkeit in den Konzernabschluss einbezogen, da die beteiligten Partner die Führung gemeinsam ausüben und die Produktion gemeinsam vollständig abnehmen. Der Kapitalanteil von LANXESS beträgt 50 %. Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Produktion von Polybutylenterephthalat-Basisharzen und -Mischungen für die gemeinschaftlich tätigen Gesellschafter sowie deren verbundene Unternehmen. Wesentliche Risiken bestehen aus dem Gesellschaftsverhältnis nicht. Zudem ist die Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), als assoziiertes Unternehmen im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt (vgl. Anhangangabe [3]). Der Kapitalanteil von LANXESS beträgt 40 %. Aufgrund der Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen in wesentlichen Punkten mitzuwirken, liegt ein maßgeblicher Einfluss vor. Die Gesellschaft erbringt im Wesentlichen Standortdienstleistungen in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Logistik für die LANXESS Produktionsstätten in Deutschland. Aus der Stellung als persönlich haftender Gesellschafter können zukünftig gegebenenfalls Kapitalnachschusspflichten entstehen. Die aus dem Gesellschaftsverhältnis bestehenden Liefer- und Leistungsbeziehungen werden in Anhangangabe [34] erläutert. Die LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China), ist eine Produktionsgesellschaft für Nitrilkautschuke. Der Kapitalanteil von LANXESS beträgt 50 %. Aufgrund der Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik in entscheidenden Punkten zu bestimmen, wird die Gesellschaft vollkonsolidiert. Der Anteil anderer Gesellschafter an den Tätigkeiten und Zahlungsflüssen des LANXESS Konzerns ist unwesentlich. Bei den Gesellschaften Europigments, S.L., Barcelona (Spanien), und Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China), handelt es sich um Produktionsgesellschaften, an denen LANXESS einen Kapitalanteil von 52 % bzw. 90 % hält. Die Gesellschaften werden aufgrund des mehrheitlichen Stimmrechtsanteils von LANXESS beherrscht und vollkonsolidiert. Der Anteil anderer Gesellschafter an den Tätigkeiten und Zahlungsflüssen des LANXESS Konzerns ist unwesentlich. Bei Gesellschaften in den Ländern China, Brasilien, Indien, Südafrika, Südkorea, Argentinien und Russland liegen aufgrund von regulierten Kapitalmärkten Beschränkungen bei Zahlungsmitteltransfers vor. Hiervon betroffen sind ca. 10 % (Vorjahr: 14 %) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte des LANXESS Konzerns. Die nicht konsolidierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da ihre kumulierten Finanzdaten weniger als 0,1 % des Konzernumsatzes und weniger als 0,1 % des Eigenkapitals betragen. Im Berichtszeitraum wurde die LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien), auf die LANXESS Holding Hispania, S.L., Barcelona (Spanien), die in LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien), umbenannt wurde, verschmolzen. Darüber hinaus wurden die Rhein Chemie Japan Ltd., Tokio (Japan), auf die LANXESS K.K., Tokio (Japan), und die Aliseca GmbH, Leverkusen (Deutschland), sowie die LANXESS International Holding GmbH, Köln (Deutschland), auf die LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland), verschmolzen. Weiterhin wurden die Rhein Chemie Corporation, Chardon (USA), auf die LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA), und die LANXESS Finance B.V., Sittard-Geleen (Niederlande), auf die LANXESS Accounting GmbH, Leverkusen (Deutschland), verschmolzen. Neu in den Konsolidierungskreis einbezogen wurde die Vierte LXS GmbH, Leverkusen (Deutschland). Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LANXESS Konzerns. Sonstige Erläuterungen zum Konsolidierungskreis In der folgenden Tabelle sind die Beteiligungsgesellschaften nach § 313 Abs. 2 HGB aufgeführt: Name und Sitz der Gesellschaft scroll Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in % Vollkonsolidierte Unternehmen Deutschland LANXESS AG, Köln - Bond-Laminates GmbH, Brilon 100 IAB lonenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin 100 LANXESS Accounting GmbH, Köln 100 LANXESS Buna GmbH, Marl 100 LANXESS Deutschland GmbH, Köln 100 LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen 100 Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim 100 Saltigo GmbH, Leverkusen 100 Vierte LXS GmbH, Leverkusen 100 EMEA (ohne Deutschland) Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) 52 LANXESS (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 100 LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) 100 LANXESS CISA (Pty.) Ltd., Newcastle (Südafrika) 100 LANXESS Chrome Mining (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 100 LANXESS Elastomères S.A.S., Lillebonne (Frankreich) 100 LANXESS Elastomers B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) 100 LANXESS Emulsion Rubber S.A.S., La Wantzenau (Frankreich) 100 LANXESS Epierre SAS, Epierre (Frankreich) 100 LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) 100 LANXESS International SA, Granges-Paccot (Schweiz) 100 LANXESS Kimya Ticaret Limited Sirketi, Istanbul (Türkei) 100 LANXESS Limited, Newbury (Großbritannien) 100 LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) 100 LANXESS Rubber N.V., Zwijndrecht (Belgien) 100 LANXESS S.A.S., Courbevoie (Frankreich) 100 LANXESS S.r.l., Mailand (Italien) 100 OOO LANXESS, Moskau (Russland) 100 OOO LANXESS Lipetsk, Lipetsk (Russland) 100 Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) 100 Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury (Großbritannien) 100 Nordamerika LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) 100 LANXESS Inc., Sarnia (Kanada) 100 LANXESS Sybron Chemicals Inc., Birmingham (USA) 100 Sybron Chemical Holdings Inc., Wilmington (USA) 100 Lateinamerika LANXESS Elastômeros do Brasil S.A., Rio de Janeiro (Brasilien) 100 LANXESS Industria de Produtos Quimicos e Plasticos Ltda., São Paulo (Brasilien) 100 LANXESS S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) 100 LANXESS S.A., Buenos Aires (Argentinien) 100 Rhein Chemie Uruguay S.A., Colonia (Uruguay) 100 Asien/Pazifik LANXESS Elastomers Trading (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai (China) 100 LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) 100 LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) 100 LANXESS (Ningbo) Pigments Co., Ltd., Ningbo City (China) 100 LANXESS Butyl Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100 LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Schanghai (China) 100 LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) 100 LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) 100 LANXESS K.K., Tokio (Japan) 100 LANXESS Korea Limited, Seoul (Südkorea) 100 LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100 LANXESS PTY Ltd., Lidcombe (Australien) 100 LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Schanghai (China) 100 LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Schanghai (China) 100 LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China) 50 LANXESS (Wuxi) Chemical Co., Ltd., Wuxi (China) 100 Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) 90 Gemeinschaftlich geführtes Unternehmen Deutschland DuBay Polymer GmbH, Hamm 50 At equity bewertetes assoziiertes Unternehmen Deutschland Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen 40 Strukturierte Unternehmen EMEA (ohne Deutschland) Dirlem (RF) (Pty) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 49 Rustenburg Chrome Employees Empowerment Trust, Modderfontein (Südafrika) 0 Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung Deutschland LANXESS Middle East GmbH, Köln 100 EMEA (ohne Deutschland) LANXESS Mining (Proprietary) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 100 LANXESS Performance Elastomers B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) 100 W. Hawley & Son Ltd., Newbury (Großbritannien) 100 Nordamerika LANXESS Energy LLC, Wilmington (USA) 100 Lateinamerika Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) 100 Petroflex Trading S.A., Montevideo (Uruguay) 100 Asien/Pazifik PCTS Specialty Chemicals Malaysia (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (Malaysia) 100 Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung Lateinamerika Hidrax Ltda., Taboäo da Serra (Brasilien) 39 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (1) Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt: Veränderung immaterieller Vermögenswerte 2014 scroll in Mio. € Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Summe Bruttowerte 31.12.2013 159 342 20 521 Veränderungen Konzernkreis/Akquisitionen - -1 - -1 Investitionen - 7 12 19 Abgänge - 0 -1 -1 Umbuchungen - 4 -4 0 Währungsänderungen 5 9 1 15 Bruttowerte 31.12.2014 164 361 28 553 Abschreibungen 31.12.2013 -12 -186 0 -198 Veränderungen Konzernkreis - 0 - 0 Abschreibungen 2014 - -31 0 -31 davon außerplanmäßig - 0 - 0 Wertaufholungen - - - 0 Abgänge - 0 - 0 Umbuchungen - 0 0 0 Währungsänderungen -1 -3 - -4 Abschreibungen 31.12.2014 -13 -220 0 -233 Nettowerte 31.12.2014 151 141 28 320 Veränderung immaterieller Vermögenswerte 2015 scroll in Mio. € Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Summe Bruttowerte 31.12.2014 164 361 28 553 Veränderungen Konzernkreis/Akquisitionen - - - 0 Investitionen - 6 14 20 Abgänge - -2 - -2 Umbuchungen - 6 -6 0 Währungsänderungen -16 -3 0 -19 Bruttowerte 31.12.2015 148 368 36 552 Abschreibungen 31.12.2014 -13 -220 0 -233 Veränderungen Konzemkreis - - - 0 Abschreibungen 2015 - -31 0 -31 davon außerplanmäßig - 0 - 0 Wertaufholungen - 2 - 2 Abgänge - 2 - 2 Umbuchungen - 0 0 0 Währungsänderungen 1 7 - 8 Abschreibungen 31.12.2015 -12 -240 0 -252 Nettowerte 31.12.2015 136 128 36 300 Im Geschäftsjahr 2015 wurden auf sonstige immaterielle Vermögenswerte Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt. Für weitere Informationen wird auf die Ausführungen im Abschnitt „Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräume" verwiesen. (2) Sachanlagen Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt: Veränderung Sachanlagen 2014 scroll in Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Bruttowerte 31.12.2013 1.495 6.526 291 567 8.879 Veränderungen Konzernkreis/Akquisitionen -5 -28 0 0 -33 Investitionen 25 146 17 485 673 Abgänge -11 -138 -11 -3 -163 Umbuchungen 39 190 13 -242 0 Währungsänderungen 44 156 6 54 260 Bruttowerte 31.12.2014 1.587 6.852 316 861 9.616 Abschreibungen 31.12.2013 -915 -4.793 -206 -62 -5.976 Veränderungen Konzernkreis 4 25 0 - 29 Abschreibungen 2014 -48 -315 -30 -2 -395 davon außerplanmäßig -2 -26 -2 -2 -32 Wertaufholungen - - - - 0 Abgänge 7 138 11 1 157 Umbuchungen -1 -14 -2 17 0 Währungsänderungen -12 -82 -4 0 -98 Abschreibungen 31.12.2014 -965 -5.041 -231 -46 -6.283 Nettowerte 31.12.2014 622 1.811 85 815 3.333 Veränderung Sachanlagen 2015 scroll in Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Bruttowerte 31.12.2014 1.587 6.852 316 861 9.616 Veränderungen Konzernkreis/Akquisitionen - - - - 0 Investitionen 40 155 23 219 437 Abgänge -27 -123 -17 -2 -169 Umbuchungen 220 567 15 -802 0 Währungsänderungen 1 27 -1 35 62 Bruttowerte 31.12.2015 1.821 7.478 336 311 9.946 Abschreibungen 31.12.2014 -965 -5.041 -231 -46 -6.283 Veränderungen Konzemkreis - - - - 0 Abschreibungen 2015 -55 -346 -38 -4 -443 davon außerplanmäßig -1 -18 -2 -4 -25 Wertaufholungen 21 30 1 2 54 Abgänge 27 122 17 2 168 Umbuchungen -11 -33 1 43 0 Währungsänderungen 4 0 0 1 5 Abschreibungen 31.12.2015 -979 -5.268 -250 -2 -6.499 Nettowerte 31.12.2015 842 2.210 86 309 3.447 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Gebäude und Infrastruktur, technische Anlagen und Maschinen sowie auf Anlagen im Bau wurden aufgrund von Reorganisationen bzw. sonstigen wertmindernden Ereignissen erfasst. Die im Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen Wertaufholungen entfallen auf die im Abschnitt „Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräume" genannten Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Umbuchungen von Anlagen in Bau in die entsprechenden Anlagenklassen entfallen im Wesentlichen auf Fertigstellungen von Großinvestitionen in China und Singapur. Vermögenswerte, die im Wege von Finanzierungsleasingverträgen genutzt werden, sind in den bilanzierten Sachanlagen mit folgenden Brutto- und Nettowerten enthalten: Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 Bruttowert Nettowert Bruttowert Nettowert Gebäude 3 2 3 2 Technische Anlagen und Maschinen 87 59 91 60 Betriebs- und Geschäftsausstattung 18 11 18 9 108 72 112 71 Direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten werden in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €) aktiviert. Für die Aktivierung wird im Konzern im Jahresdurchschnitt ein Fremdkapitalkosten-satz von 3,1 % (Vorjahr: 3,6 %) zugrunde gelegt. (3) At equity bewertete Beteiligungen Die Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), wird wie im Vorjahr nach der Equity-Methode einbezogen. Die wesentlichen Posten der Ergebnisrechnung sowie der Bilanz ergeben sich aus den nachfolgenden Tabellen: Angaben zur Ergebnisrechnung scroll in Mio. € 2014 2015 Umsatzerlöse 1.311 1.251 Operatives Ergebnis (EBIT) 43 75 Ergebnis nach Ertragsteuern 5 27 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -261 53 Gesamtergebnis -256 80 Angaben zur Bilanz scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 Langfristige Vermögenswerte 653 662 Kurzfristige Vermögenswerte 524 526 Summe Vermögenswerte 1.177 1.188 Langfristiges Fremdkapital 1.110 1.026 Kurzfristiges Fremdkapital 269 272 Summe Fremdkapital 1.379 1.298 Eigenkapital -202 -110 Anpassung an LANXESS Anteile und Equity-Bewertung 116 56 Anteiliger bilanziell nicht erfasster Verlust 86 54 At equity bewertete Beteiligungen 0 0 Der Beteiligungsbuchwert der Currenta GmbH & Co. OHG beträgt unverändert zum Vorjahr 0 Mio. €. Zum Bilanzstichtag wurde ein anteiliger Verlust in Höhe von 54 Mio. € bilanziell nicht erfasst (Vorjahr: 86 Mio. €). Dieser Verlust reduzierte sich im Geschäftsjahr um 32 Mio. € aufgrund der Ergebnisfortschreibung in Höhe von 11 Mio. € sowie der im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne in Höhe von 21 Mio. €. Im Vorjahr führten die im sonstigen Ergebnis zu erfassenden Verluste zu einem anteilig bilanziell nicht erfassten Verlust von 86 Mio. €. (4) Sonstige Beteiligungen Unter dieser Position werden Anteile an sonstigen Beteiligungen in Höhe von 12 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) ausgewiesen. Die sonstigen Beteiligungen, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert werden, enthalten zum 31. Dezember 2015 mit Ausnahme der Anteile an der Gevo, Inc., Englewood (USA), und der BioAmber Inc., Minneapolis (USA), ausschließlich nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte zum Stichtag nicht zuverlässig bestimmbar sind und die daher zu Anschaffungskosten bilanziert werden. Derzeit bestehen keine Pläne zur Veräußerung dieser Beteiligungen. (5) Derivative Finanzinstrumente Die im LANXESS Konzern abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente betreffen Devisenterminkontrakte und sind im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015 mit beizulegenden Zeitwerten in Höhe von 15 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) aktiviert. Unter den Verbindlichkeiten wurden negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von 119 Mio. € (Vorjahr: 121 Mio. €) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente scroll in Mio. € 31.12.2014 Nominalwert Positiver Zeitwert Negativer Zeitwert Kurzfristige Devisenterminkontrakte 2.120 14 -101 Langfristige Devisenterminkontrakte 383 5 -20 2.503 19 -121 Derivative Finanzinstrumente scroll in Mio. € 31.12.2015 Nominalwert Positiver Zeitwert Negativer Zeitwert Kurzfristige Devisenterminkontrakte 2.334 14 -100 Langfristige Devisenterminkontrakte 463 1 -19 2.797 15 -119 Cashflow-Hedges Zum 31. Dezember 2015 belaufen sich die im Geschäftsjahr 2015 oder in früheren Berichtsperioden im sonstigen Ergebnis erfassten nicht realisierten Verluste aus Währungssicherungsgeschäften, die den Anforderungen des Hedge Accountings genügen, auf insgesamt 62 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2015 wurden 102 Mio. € aufgrund der Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts vom Eigenkapital umgegliedert und im Periodenergebnis als Verlust erfasst (Vorjahr: 1 Mio. €). Die Absicherung von zukünftigen Umsätzen in Fremdwährung erfolgte durch Währungssicherungsgeschäfte, deren positive beizulegende Zeitwerte zum 31. Dezember 2015 4 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) und deren negative beizulegende Zeitwerte 91 Mio. € (Vorjahr: 73 Mio. €) betrugen, mit Nominalwerten von insgesamt 1.268 Mio. € (Vorjahr: 1.017 Mio. €). Hiervon sind Nominalwerte in Höhe von 881 Mio. € (Vorjahr: 756 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Die gesicherten Zahlungsströme treten innerhalb der nächsten drei Jahre ein. Der LANXESS Konzern geht davon aus, dass von den bis zum Bilanzstichtag aus Währungssicherungsgeschäften im sonstigen Ergebnis erfassten nicht realisierten Verlusten 54 Mio. € im Geschäftsjahr 2016 und 8 Mio. € im Geschäftsjahr 2017 (Vorjahr: 42 Mio. € im Geschäftsjahr 2015 und 8 Mio. € im Geschäftsjahr 2016) vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden. Hinsichtlich der Fristigkeiten von derivativen Vermögenswerten und -verbindlichkeiten wird auf Anhangangabe [36] verwiesen. (6) Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Sonstige finanzielle Vermögenswerte scroll in Mio. € 31.12.2014 Langfristig Kurzfristig Gesamt Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1 0 1 Sonstige finanzielle Forderungen 10 5 15 11 5 16 Sonstige finanzielle Vermögenswerte scroll in Mio. € 31.12.2015 Langfristig Kurzfristig Gesamt Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1 0 1 Sonstige finanzielle Forderungen 20 4 24 21 4 25 Der Anstieg der sonstigen finanziellen Forderungen hängt im Wesentlichen mit der Vergabe von Darlehen an einen Standortdienstleister in den Niederlanden zusammen. Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte bestehen in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) und betreffen vollständig wertberichtigte sonstige finanzielle Forderungen. (7) Langfristige und kurzfristige Ertragsteuerforderungen Die langfristigen Ertragsteuerforderungen in Höhe von 11 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus strittigen Besteuerungssachverhalten, deren Erstattung als wahrscheinlich angesehen wird. Der Anstieg der kurzfristigen Ertragsteuerforderungen auf 44 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus Steuerrechtsänderungen bzw. Steuererleichterungen in den USA und Brasilien. (8) Sonstige langfristige Vermögenswerte Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. In den Geschäftsjahren 2014 und 2015 waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 27 Mio. € (Vorjahr: 33 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen periodenbezogene Abgrenzungen sowie andere Erstattungsansprüche. (9) Vorräte Die Vorräte des LANXESS Konzerns gliedern sich wie folgt: Vorräte scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 260 257 Erzeugnisse und Handelswaren 1.124 1.092 1.384 1.349 Vorräte in Höhe von 216 Mio. € (Vorjahr: 227 Mio. €) sind zu ihrem niedrigeren Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertberichtigungen auf Vorräte entwickelten sich folgendermaßen: Wertberichtigungen auf Vorräte scroll in Mio. € 2014 2015 Stand am Jahresanfang -92 -127 Aufwandswirksame Zuführungen -65 -70 Auflösungen/Inanspruchnahmen 33 92 Konsolidierungskreisänderungen 1 0 Währungsänderungen -4 -2 Stand am Jahresende -127 -107 (10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 956 Mio. € (Vorjahr: 1.015 Mio. €) sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) gegenüber at equity bewerteten Beteiligungen und in Höhe von 948 Mio. € (Vorjahr: 1.012 Mio. €) gegenüber sonstigen Kunden. Zum Bilanzstichtag wurden erforderliche Wertberichtigungen von 16 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €) berücksichtigt. Die zugrunde liegenden Bruttoforderungen belaufen sich auf 17 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €). Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt: Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen scroll in Mio. € 2014 2015 Stand am Jahresanfang -18 -17 Aufwandswirksame Zuführungen -4 -4 Auflösungen/Inanspruchnahmen 6 4 Währungsänderungen -1 1 Stand am Jahresende -17 -16 Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich wie folgt: Altersstruktur der Überfälligkeiten scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 Buchwert 1.015 956 davon: weder wertgemindert noch überfällig 896 858 davon: nicht wertgemindert und überfällig bis 30 Tage 94 76 zwischen 31 und 60 Tagen 15 11 zwischen 61 und 90 Tagen 3 2 mehr als 90 Tage 7 8 Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Bilanzstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. (11) Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte In den liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 100 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €) werden jederzeit veräußerbare Anteile an Geldmarktfonds, deren Realisation innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, ausgewiesen. (12) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte von 206 Mio. € (Vorjahr: 185 Mio. €) werden grundsätzlich mit fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen, von denen im Berichtsjahr und im Vorjahr keine zu berücksichtigen waren, angesetzt. Sie enthalten im Wesentlichen übrige Steuererstattungsansprüche, vor allem aus umsatzsteuerlichen Sachverhalten, in Höhe von 137 Mio. € (Vorjahr: 144 Mio. €) sowie sonstige Erstattungsansprüche aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 27 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf einer Forderung im Zusammenhang mit Standortdienstleistungen in Deutschland. (13) Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der LANXESS AG beträgt zum 31. Dezember 2015 91.522.936 € und ist eingeteilt in 91.522.936 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Genehmigtes Kapital Zum 31. Dezember 2015 setzt sich das genehmigte Kapital wie folgt zusammen: • Genehmigtes Kapital I und II Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 2 der Satzung. Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 3 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital II kann der Vorstand nur in einem Umfang von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand auch eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten berücksichtigen, die auf der Grundlage anderer, dem Vorstand insoweit in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilter Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre (Beschlussvorschlag zu TOP 8; siehe auch bedingtes Kapital gem. § 4 Abs. 4 der Satzung) erfolgt, und zwar mit der Maßgabe, dass er insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen wird. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgegebenen Aktien aus dem genehmigten Kapital II sollen insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreiten. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Bedingtes Kapital Zum 31. Dezember 2015 setzt sich das bedingte Kapital wie folgt zusammen: • Bedingtes Kapital Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 13. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinn-schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.304.587 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 18.304.587 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 13. Mai 2015 bis zum 22. Mai 2018 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand kann bei der Begebung von Schuldverschreibungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen ausschließen: • für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, • soweit es erforderlich ist, damit Inhabern von bereits zuvor ausgegebenen Options- oder Wandlungsrechten oder -pflichten ein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt werden kann, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte oder bei Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde, • bei Ausgabe gegen Barleistung, wenn der Ausgabepreis den nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Werden Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben, dürfen die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten, • wenn Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen ohne Wandlungsrecht/-pflicht oder Optionsrecht/-pflicht ausgegeben werden, die obligationsähnlich ausgestaltet sind. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) kann der Vorstand nur in einem Umfang von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand auch eine Ausgabe von Aktien berücksichtigen, die auf der Grundlage anderer, dem Vorstand insoweit in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilter Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erfolgt (Beschlussvorschlag zu TOP 7; siehe auch genehmigtes Kapital II gem. § 4 Abs. 3 der Satzung), und zwar mit der Maßgabe, dass er insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen wird. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Erwerb und Verwendung eigener Aktien Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 18. Mai 2011 den Vorstand ermächtigt, bis zum 17. Mai 2016 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Ferner ist er ermächtigt, sie zur Erfüllung von Umtauschrechten aus von der Gesellschaft begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) zu verwenden sowie die Aktien Inhabern der von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die ein Wandlungs- oder Optionsrecht gewähren oder eine Wandlungs- oder Optionspflicht bestimmen, in dem Umfang zu gewähren, in dem ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflicht ein Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft zustehen würde. In den vorgenannten Fällen ist, außer bei der Einziehung eigener Aktien, das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage der LANXESS AG beträgt unverändert zum Vorjahr 1.225.652.280 €. Sonstige Rücklagen Die Veränderung der sonstigen Rücklagen um 60 Mio. € auf 1.313 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Gewinnrücklagen von 1.094 Mio. € auf 1.154 Mio. € zurückzuführen. Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin beinhalten die Gewinnrücklagen Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen sowie die hierbei zu berücksichtigenden Steuereffekte. Kumuliertes übriges Eigenkapital Neben Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe werden im Wesentlichen Wertänderungen von Derivaten im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accountings im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Anteile anderer Gesellschafter Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die Fremdanteile am Eigenkapital der Europigments, S.L., Barcelona (Spanien), der Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China), und der LANXESS-TSRC (Nantong) Chemi-cal Industrial Co., Ltd., Nantong (China). Kapitalmanagement Kernziele des Kapitalmanagements im LANXESS Konzern sind die langfristige Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und die Erzielung einer im Vergleich zur chemischen Industrie attraktiven Kapitalrentabilität. Die Finanzpolitik des Konzerns setzt dem Kapitalmanagement eine wichtige Nebenbedingung. Dabei handelt es sich um die Beibehaltung eines Investment-Grade-Ratings, was die Erfüllung seitens der Ratingagenturen definierter Maßzahlen erfordert. Diese werden im Wesentlichen aus Kennzahlen der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung ermittelt. Details hierzu finden sich im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 im Abschnitt „Wertmanagement und Steuerungssystem". Im Rahmen des Kapitalmanagements entscheiden die zuständigen Gremien des LANXESS Konzerns über die Kapitalstruktur der Bilanz, die Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung, die Verwendung des Bilanzgewinns, die Höhe der Dividende, die Finanzierung von Investitionen und damit über den Ab- bzw. Aufbau von Schulden. Die LANXESS AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. (14) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Im LANXESS Konzern bestehen für die meisten Mitarbeiter auf Basis vertraglicher Vereinbarungen oder gesetzlicher Vorgaben Zusagen auf Altersversorgungsleistungen, die im Rahmen von beitrags- und leistungsorientierten Plänen erbracht werden. Beitragsorientierte Versorgungspläne Bei den beitragsorientierten Plänen zahlt das Unternehmen Beiträge an externe Versorgungsträger, die als Aufwand des jeweiligen Jahres in den Funktionsbereichen und damit im operativen Ergebnis Berücksichtigung finden. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Beiträge in Höhe von 48 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €) geleistet. Gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber Der in Deutschland über die Bayer-Pensionskasse finanzierte Altersversorgungsplan wird wie ein beitragsorientierter Plan im Konzernabschluss berücksichtigt. In den oben genannten Beiträgen sind die Beiträge an die Bayer-Pensionskasse in Höhe von 26 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €) enthalten. Für das nachfolgende Geschäftsjahr werden Beiträge in ähnlicher Höhe erwartet. Bei der Bayer-Pensionskasse handelt es sich um eine rechtlich selbstständige, private Versicherungsgesellschaft, die dem Versicherungsaufsichtsgesetz unterliegt. Da die Verpflichtung der Trägerunternehmen nicht auf die Zahlung der Beiträge des Geschäftsjahres beschränkt ist, liegt ein leistungsorientierter gemeinschaftlicher Versorgungsplan mehrerer Arbeitgeber vor, der grundsätzlich anteilig als leistungsorientierter Altersversorgungsplan zu bilanzieren ist. Die Finanzierung der Bayer-Pensionskasse erfolgt nicht auf Grundlage der individuellen An-wartschaftsdeckung, sondern nach dem sogenannten Bedarfsdeckungsverfahren. Bei diesem Verfahren wird die grundlegende versicherungsmathematische Äquivalenzbetrachtung, nach der die Summe aus vorhandenem Vermögen und dem Barwert der zukünftigen Beiträge mindestens dem Barwert der zukünftigen Leistungen entsprechen muss, nicht auf Ebene des einzelnen versicherten Risikos, sondern auf Ebene des Gesamtbestands durchgeführt. Somit ist der LANXESS Konzern auch den versicherungsmathematischen Risiken der anderen Trägerunternehmen der Bayer-Pensionskasse ausgesetzt. Im Ergebnis ist die stetige und verlässliche Grundlage für die Zuordnung der Verpflichtung, des Planvermögens und der Kosten nicht gegeben, die für eine leistungsorientierte Bilanzierung nach IAS 19 erforderlich ist. Die Berechnung der Beitragssätze orientiert sich an der zukünftigen Deckung der Gesamtverpflichtung, so dass alle Trägerunternehmen den gleichen Beitragssatz auf das jeweilige sozialversicherungspflichtige Einkommen leisten. Entsprechend wird der über die Bayer-Pensionskasse finanzierte Versorgungsplan nicht als leistungsorientierter Plan, sondern wie ein beitragsorientierter Plan bilanziert. Mindestdotierungsverpflichtungen oder Informationen, aus denen Abschätzungen der zukünftigen Beitragszahlungen aufgrund einer bestehenden Unter- bzw. Überdeckung durchgeführt werden können, liegen nicht vor. Eine Aufteilung von Vermögensüberdeckungen oder von Fehlbeträgen im Falle der Abwicklung der Bayer-Pensionskasse oder des Ausscheidens von LANXESS ist satzungsgemäß nicht vereinbart. Der Anteil von LANXESS am Gesamtvolumen der Beiträge der Bayer-Pensionskasse hat sich zum Vorjahr geringfügig reduziert und beträgt ca. 16 % (Vorjahr: 17 %). Seit dem 1. Januar 2005 ist die Bayer-Pensionskasse für Neueintritte geschlossen. Leistungsorientierte Versorgungspläne Die weltweiten Versorgungsverpflichtungen werden in regelmäßigen Abständen von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Methode der laufenden Einmalprämien) berechnet. Ein Zeitraum von drei Jahren wird dabei nicht überschritten; für alle bedeutenden Versorgungspläne werden umfassende versicherungsmathematische Untersuchungen in der Regel jährlich durchgeführt. Auf vertraglichen Regelungen basierende leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen für Pensionen bestehen im Wesentlichen in Deutschland, Kanada und Brasilien. Die in Deutschland bestehenden leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen umfassen überwiegend lebenslange Rentenleistungen, die im Falle der Invalidität, des Todes oder bei Erreichen der Altersgrenze erbracht werden. Die Leistungshöhe bestimmt sich aus der Gesamtheit der im Beschäftigungszeitraum jährlich erdienten Rentenbausteine in Abhängigkeit vom jeweiligen Gehalt der Mitarbeiter. Zudem bestehen Rentenzusagen für die arbeitnehmerseitige Umwandlung von Gehaltsbestandteilen, die bei Erreichen der Altersgrenze geleistet werden. Neben den Direktzusagen werden in einem separaten leistungsorientierten Plan die Rentenanpassungsverpflichtungen der Bayer-Pensionskasse entsprechend § 16 BetrAVG bilanziert. Die leistungsorientierten Versorgungverpflichtungen für Pensionen in Kanada gewähren insbesondere lebenslange Rentenleistungen, die im Falle der Invalidität, des Todes oder bei Erreichen der Altersgrenze erbracht werden. Die Leistungshöhe bestimmt sich aus der Gesamtheit der im Beschäftigungszeitraum jährlich erdienten Rentenbausteine in Abhängigkeit vom jeweiligen Gehalt und vom Renteneintrittsalter der Mitarbeiter. Die bestehenden leistungsorientierten Versorgungspläne für Pensionen sind für neueintretende Mitarbeiter geschlossen. Die in Brasilien bestehenden leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen gewähren lebenslange Rentenleistungen, die im Wesentlichen bei Invalidität, im Todesfall oder bei Erreichen der Altersgrenze zu erbringen sind. Hierbei bestimmt sich die Leistungshöhe aus der Gesamtheit der im Beschäftigungszeitraum jährlich erdienten Rentenbausteine in Abhängigkeit vom jeweiligen Gehalt, der Anzahl sozialversicherungspflichtiger Beitragsjahre sowie gleichgerichteten staatlichen Rentenleistungen. Die wesentlichen leistungsorientierten Versorgungspläne für Pensionen sind für Neueintritte geschlossen. Auf gesetzlichen Vorgaben basierende leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen für Pensionen bestehen nur in geringem Umfang. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Leistungsverpflichtungen im Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die in Form eines Kapitalbetrags erbracht werden. Die Leistungshöhe ergibt sich überwiegend in Abhängigkeit von der Dauer der Dienstzugehörigkeit und dem zuletzt bezogenen Gehalt. Die Versorgungsverpflichtungen für übrige Leistungszusagen umfassen insbesondere Erstattungsverpflichtungen für Krankheitskosten der süd- und nordamerikanischen Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand. In Deutschland beinhalten die übrigen Leistungszusagen andere langfristige fällige Leistungen an Arbeitnehmer bzw. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Hierbei handelt es sich überwiegend um Vorruhestands-leistungen und tarifliche Leistungen, welche als Rentenleistungen gewährt werden. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die übrigen Leistungszusagen ebenfalls als Bestandteil der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Die Finanzierung der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen erfolgt sowohl intern über Rückstellungen als auch extern über rechtlich selbstständige Pensionsfonds. Die Leistungszusagen werden in Deutschland auf freiwilliger Basis teilweise über den LANXESS Pension Trust e.V., Leverkusen (Deutschland), gedeckt, wobei die Dotierungen in den LANXESS Pension Trust e.V. von zukünftigen Entscheidungen des Unternehmens abhängen. In Kanada und Brasilien sind die Leistungszusagen aus Pensionen verpflichtend über Pensionsfonds im Wesentlichen ausfinanziert. Die Dotierungen in Kanada und Brasilien werden vom regulatorischen Umfeld und von der Einhaltung von Ausfinanzierungsregelungen bestimmt. Beiträge werden überwiegend vom Arbeitgeber getragen. Die Anlagestrategie wird weitgehend durch das LANXESS Corporate Pension Committee festgelegt und richtet sich nach Kapitalerhalt, Risikooptimierung, Verpflichtungsentwicklung sowie zeitgerechter Verfügbarkeit des Pensionsvermögens. Regional wird die Strategie unter Beachtung des regulatorischen Umfeldes überwiegend direkt über die entsprechenden Gremien der Pensionsfonds bzw. des LANXESS Pension Trust e.V. durch Vertreter von LANXESS gesteuert und überwacht. In Brasilien ist die Anlage des Planvermögens in die Gesamtanlagestrategie des Pensionsfonds eingebunden und wird im Wesentlichen von diesem überwacht und gesteuert. Mindestdotierungsverpflichtungen können sowohl bei brasilianischen wie auch kanadischen leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen anfallen. Diese hängen vom lokalen regulatorischen Umfeld ab und werden als zusätzliche Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Planüberschüsse bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden unter Berücksichtigung von Vermögenswertbegrenzungen in Höhe der wirtschaftlichen Nutzbarkeit zur Reduktion zukünftiger Beiträge als Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen bilanziert. Hierunter fallen im Wesentlichen leistungsorientierte Versorgungspläne in Brasilien. Den jeweiligen Berechnungen liegen versicherungsmathematische Bewertungen zugrunde. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 76 Mio. € (Vorjahr: 120 Mio. €) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen im Gewinn oder Verlust erfasst, die sich auf das operative Ergebnis und auf das Finanzergebnis wie folgt aufteilen: Kosten für leistungsorientierte Versorgungspläne im Geschäftsjahr scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2014 2015 2014 2015 Operatives Ergebnis Laufender Dienstzeitaufwand 37 39 38 1 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 10 0 0 0 Gewinne und Verluste aus Abgeltungen 0 0 - - Kosten für die Verwaltung/Steuern 1 1 0 0 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Bewertungsannahmen - - 2 0 Finanzergebnis Nettozinsen 27 31 5 4 Im Gewinn oder Verlust erfasste Beträge 75 71 45 5 Die Verwaltungskosten im operativen Ergebnis enthalten diejenigen Kosten der Vermögensanlage, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Erwirtschaftung von Planvermögenserträgen stehen. Verwaltungskosten, die in direktem Zusammenhang mit der Erwirtschaftung von Planvermögenserträgen stehen, werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beziehen sich auf andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer bzw. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die aufgrund ihres Versorgungscharakters ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen sind. Die Nettozinsen umfassen die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Versorgungsverpflichtungen, die Zinsaufwendungen aus der Veränderung der Auswirkungen von Vermögensobergrenzen und Mindestdotierungen sowie Zinserträge aus dem Planvermögen. Die im Geschäftsjahr nicht im Gewinn oder Verlust, sondern im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge sind aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich: Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge im Geschäftsjahr scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2014 2015 2014 2015 Erträge und Verluste aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind 21 -56 0 0 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen -17 0 0 0 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Bewertungsannahmen -282 81 -7 9 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Berichtigungen -12 17 2 5 Veränderung der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen 2 20 - - Veränderung der Berücksichtigung von Mindestdotierungsverpflichtungen -15 7 - - Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge -303 69 -5 14 Die Entwicklung der Nettoschuld für leistungsorientierte Versorgungspläne ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Entwicklung der Nettoschuld im Geschäftsjahr scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2014 2015 2014 2015 Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zu Beginn des Jahres 797 1.130 124 160 Im Gewinn oder Verlust erfasste Beträge 75 71 45 5 Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge 303 -69 5 -14 Arbeitgeberbeiträge -21 -14 -1 -1 Gezahlte Versorgungsleistungen -22 -24 -17 -23 Unternehmenszusammenschlüsse und Veräußerungen -5 0 0 0 Währungsänderungen 3 -3 4 -3 Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zum Ende des Jahres 1.130 1.091 160 124 In der Bilanz ausgewiesene Beträge Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen 0 0 - - Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.130 1.091 160 124 Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zum Ende des Jahres 1.130 1.091 160 124 Für das Geschäftsjahr 2016 werden auf Basis der Wechselkurse zum Ende des Geschäftsjahres 2015 Zahlungsabflüsse für Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 15 Mio. € bzw. Versorgungsleistungen in Höhe von 48 Mio. € erwartet. Im Vorjahr wurden für das Geschäftsjahr 2015 auf Basis der Wechselkurse zum Ende des Geschäftsjahres 2014 Zahlungsabflüsse für Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 14 Mio. € bzw. Versorgungsleistungen in Höhe von 28 Mio. € erwartet. Die Bestandteile der Überleitung der Nettoschuld werden in den nachfolgenden Tabellen zur Entwicklung der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen, des externen Planvermögens und der Auswirkungen von Vermögensobergrenzen und Mindestdotierungen aufgegliedert und wesentliche Veränderungen erläutert. Die Entwicklung der Versorgungsverpflichtung stellt sich wie folgt dar: Entwicklung der Versorgungsverpflichtung im Geschäftsjahr scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2014 2014 2015 Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen Versorgungsverpflichtung zu Beginn des Jahres 1.787 2.178 128 166 Laufender Dienstzeitaufwand 37 39 38 1 Zinsaufwendungen 93 88 5 4 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen 17 0 0 0 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Bewertungsannahmen 282 -81 9 -9 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Berichtigungen 12 -17 -2 -5 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 10 0 0 0 Gewinne und Verluste aus Abgeltungen 0 -1 – - Arbeitnehmerbeiträge 2 2 – - Gezahlte Versorgungsleistungen -78 -85 -17 -23 Gezahlte Abgeltungen 0 – – 0 Unternehmenszusammenschlüsse und Veräußerungen -6 0 0 0 Sonstige Zugänge 0 1 – - Kosten für die Verwaltung/Steuern 0 -1 0 0 Währungsänderungen 22 -106 5 -3 Versorgungsverpflichtung zum Ende des Jahres 2.178 2.017 166 131 Von den leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen entfallen auf Deutschland 61 % (Vorjahr: 58 %), auf Kanada 22 % (Vorjahr: 22 %) und auf Brasilien 11 % (Vorjahr: 15 %). Die übrigen Leistungszusagen enthalten Verpflichtungen für Erstattungsleistungen von Krankheitskosten in Höhe von 58 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €) sowie für andere übrige Leistungszusagen in Höhe von 73 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €). Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen des Vorjahres ergaben sich im Wesentlichen aus der Anwendung neuer Sterbetafeln in Kanada. Die Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus finanziellen Bewertungsannahmen stehen überwiegend im Zusammenhang mit den Änderungen der Zinssätze für die Abzinsung leistungsorientierter Versorgungsverpflichtungen in den für LANXESS wesentlichen Ländern. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand bei den Leistungszusagen Pensionen sowie der laufende Dienstzeitaufwand bei den übrigen Leistungszusagen des Vorjahres sind überwiegend auf die Programme ,Advance" und „Let's LANXESS again" in Deutschland zurückzuführen und betreffen Vorruhestandsvereinbarungen, die Verbesserung bestehender Versorgungszusagen bei Eintritt in den Vorruhestand sowie Aufhebungsvereinbarungen. Gewinne aus Abgeltungen resultieren aus der Schließung der leistungsorientierten Versorgungspläne in Spanien infolge der Umwandlung in beitragsorientierte Versorgungspläne. Unternehmenszusammenschlüsse und Veräußerungen des Vorjahres betrafen den Verkauf der Perlon-Monofil GmbH, Dormagen (Deutschland). Die Währungsänderungen bei den leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen sind insbesondere auf Kursschwankungen des Kanadischen Dollars und des Brasilianischen Reals zurückzuführen. Die Entwicklung des externen Planvermögens ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich: Entwicklung des externen Planvermögens im Geschäftsjahr scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2014 2015 2014 2015 Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert Planvermögen zu Beginn des Jahres 1.046 1.125 4 6 Zinserträge 73 64 0 0 Erträge und Verluste aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind 21 -56 0 0 Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - -1 - - Arbeitgeberbeiträge 21 14 1 1 Arbeitnehmerbeiträge 2 2 - - Gezahlte Versorgungsleistungen -56 -61 0 0 Gezahlte Abgeltungen - - - - Unternehmenszusammenschlüsse und Veräußerungen -1 0 - 0 Sonstige Zugänge - 1 - - Kosten für die Verwaltung/Steuern -1 -2 0 0 Währungsänderungen 20 -116 1 0 Planvermögen zum Ende des Jahres 1.125 970 6 7 Vom Planvermögen entfallen auf Kanada 42 % (Vorjahr: 40 %), auf Brasilien 27 % (Vorjahr: 34 %) und auf Deutschland 23 % (Vorjahr: 19 %). Die Arbeitgeberbeiträge enthalten sowohl externe Ausfinanzierungen von Pensionsverpflichtungen, bei denen LANXESS Erstattungsansprüche für zu leistende Rentenzahlungen zustehen, wie auch externe Ausfinanzierungen von Pensionsverpflichtungen, bei denen die späteren Rentenzahlungen direkt aus dem externen Pensionsvermögen erfolgen. Externe Ausfinanzierungen, bei denen die späteren Rentenzahlungen direkt aus dem externen Pensionsvermögen erfolgen, bestehen insbesondere im Ausland und wurden in Höhe von 14 Mio. € (Vorjahr: 21 Mio. €) getätigt. Externe Ausfinanzierungen, bei denen LANXESS Erstattungsansprüche zustehen, betreffen insbesondere den LANXESS Pension Trust e.V. Ausfinanzierungen in den LANXESS Pension Trust e.V. wurden weder im aktuellen Geschäftsjahr noch im Vorjahr geleistet. Unternehmenszusammenschlüsse und Veräußerungen des Vorjahres betrafen den Verkauf der Perlon-Monofil GmbH, Dormagen (Deutschland). Die Währungsänderungen beim Planvermögen sind insbesondere auf Kursschwankungen des Kanadischen Dollars und des Brasilianischen Reals zurückzuführen. Die Veränderung der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen sowie für Mindestdotierungen ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle: Veränderung der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen und für Mindestdotierungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen im Geschäftsjahr scroll in Mio. € Auswirkungen für Vermögensobergrenzen Mindestdotierungen 2014 2015 2014 2015 Stand zu Beginn des Jahres 54 59 2 18 Zinsaufwendungen 7 6 0 1 Zuführungen (+) / Auflösungen (-) -2 -20 15 -7 Währungsänderungen 0 -12 1 -1 Stand zum Ende des Jahres 59 33 18 11 Die Veränderungen der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit brasilianischen und die Veränderungen bei Mindestdotierungen im Zusammenhang mit kanadischen leistungsorientierten Versorgungsplänen für Pensionen. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens setzt sich folgendermaßen zusammen: Vermögensaufteilung zum 31.12. scroll in Mio. € 2014 2015 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 25 8 davon notiert an einem aktiven Markt 25 8 Eigenkapitalinstrumente 215 156 davon notiert an einem aktiven Markt 110 105 Staatsanleihen 393 370 davon notiert an einem aktiven Markt 393 370 Unternehmensanleihen 268 230 davon notiert an einem aktiven Markt 204 186 Wertpapierfonds 132 122 davon notiert an einem aktiven Markt 102 101 Immobilien 23 26 davon notiert an einem aktiven Markt 0 0 Versicherungskontrakte 60 61 davon notiert an einem aktiven Markt 1 2 Sonstiges 15 4 davon notiert an einem aktiven Markt 3 3 1.131 977 Das Planvermögen umfasst keine selbstgenutzten Immobilien und grundsätzlich keine eigenen Finanzinstrumente. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass in Indexprodukten Wertpapiere von LANXESS enthalten sind. Bei der Ermittlung des Verpflichtungsumfangs und der Bestimmung des Versorgungsaufwands wurden folgende gewichtete Zinssätze für die Abzinsung zugrunde gelegt: Bewertungsannahmen zum 31.12. scroll in % Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2014 2015 2014 2015 Zinssatz für die Abzinsung 4,38 4,40 2,87 3,09 Deutschland 2,75 3,00 0,59 0,41 Kanada 3,75 3,75 3,75 4,00 Brasilien 12,50 14,25 12,50 14,25 Für die sonstigen Parameter wurden folgende gewichtete Bewertungsannahmen verwendet: Bewertungsannahmen zum 31.12. scroll in % Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2014 2015 2014 2015 Erwartete Einkommensentwicklung 3,3 3,2 3,1 4,5 Erwartete Rentenentwicklung 2,3 2,2 - - Erwartete Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung - - 7,0 6,6 Erwartete langfristige Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung - - 5,1 5,1 Die Gewichtung der Annahmen erfolgt auf Basis der Versorgungsverpflichtungen der leistungsorientierten Versorgungspläne am Jahresende. Während die Zinssätze für die Abzinsung in Deutschland und Kanada von erstrangigen festverzinslichen laufzeitkongruenten Industrieanleihen abgeleitet sind, orientiert sich der Zinssatz in Brasilien aufgrund des fehlenden liquiden Marktes für solche Industrieanleihen an laufzeitkongruenten Staatsanleihen. Die Methodik zur Herleitung der Zinssätze für die Abzinsung hat sich im Vergleich zum Vorjahr in den wesentlichen Ländern nicht verändert. Es wird erwartet, dass die langfristige Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung in 16 Jahren (Vorjahr: 13 Jahre) erreicht ist. Als biometrische Grundlagen wurden für die Bewertung der inländischen Versorgungsverpflichtungen die Richttafeln Heubeck 2005 G verwendet; bei den ausländischen Konzerngesellschaften wurden aktuelle landesspezifische biometrische Annahmen zugrunde gelegt. Eine Veränderung der wesentlichen Bewertungsparameter würde zu folgenden prozentualen Veränderungen der Versorgungsverpflichtung führen: Sensitivitäten auf die Versorgungsverpflichtung zum 31.12. scroll in % Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2014 2015 2014 2015 Zinssatz für die Abzinsung +0,5 %-Punkte -7,8 -6,4 -2,9 -2,9 -0,5 %-Punkte 8,9 7,3 3,2 3,1 Erwartete Einkommensentwicklung +0,25 %-Punkte 0,5 0,4 0,2 0,2 -0,25 %-Punkte -0,5 -0,4 -0,2 -0,2 Erwartete Rentenentwicklung +0,25 %-Punkte 3,9 3,7 - - -0,25 %-Punkte -3,7 -3,5 - - Sterbewahrscheinlichkeit -10% 2,7 2,0 1,1 0,6 Erwartete Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung +1 %-Punkt - - 3,6 2,9 -1 %-Punkt - - -3,3 -2,7 Die Sensitivität der Sterbewahrscheinlichkeit wurde für die Länder mit wesentlichen Versorgungsverpflichtungen berechnet. Eine Verminderung der Sterbewahrscheinlichkeit führt zu einer erhöhten individuellen Lebenserwartung der Begünstigten. Die Absenkung um 10 % bedeutet für einen Mitarbeiter im Renteneintrittsalter eine durchschnittliche Erhöhung der Lebenserwartung in den für LANXESS wesentlichen Ländern um ca. ein Jahr. Bei den Berechnungen der Sensitivitäten wird der jeweilige Bewertungsparameter unter Beibehaltung aller anderen Parameter variiert. Hierbei wird die gleiche Bewertungsmethodik angewandt, die auch den versicherungsmathematischen Bewertungen zur Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt. Sensitivitätsberechnungen sind jedoch abhängig vom Zinseffekt und von der absoluten Veränderung des zu variierenden Parameters. Zudem ist unwahrscheinlich, dass sich in der Realität jeweils nur ein Parameter verändert, so dass Parameteränderungen mit anderen Annahmen korrelieren können. Sofern der angegebenen erwarteten Entwicklung des Parameters in der Sensitivitätsberechnung eine andere Variation des Parameters zugrunde lag, wurde die angegebene Veränderung auf die Versorgungsverpflichtung linear approximiert. Die gewichtete mittlere Laufzeit für die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen Pensionen beträgt 17 Jahre (Vorjahr: 17 Jahre). Hierbei werden gewichtete mittlere Laufzeiten für Deutschland von 20 Jahren (Vorjahr: 21 Jahre), für Kanada von 13 Jahren (Vorjahr: 13 Jahre) und für Brasilien von 9 Jahren (Vorjahr: 10 Jahre) berücksichtigt. Die gewichtete mittlere Laufzeit für die übrigen Leistungszusagen beträgt 7 Jahre (Vorjahr: 7 Jahre). Der Finanzierungsstatus als Unter- bzw. Überdeckung der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen nach Abzug des Planvermögens ohne Berücksichtigung von Vermögenswertbegrenzungen und Mindestdotierungen ist in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt: Finanzierungsstatus zum 31.12. scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2014 2015 2014 2015 Finanzierungsstatus Anwartschaftsbarwert der fondsfinanzierten Versorgungsverpflichtungen 1.790 1.643 14 12 Externes Planvermögen -1.125 -970 -6 -7 Unterdeckung der fondsfinanzierten Versorgungsverpflichtungen 665 673 8 5 Anwartschaftsbarwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungsverpflichtungen 388 374 152 119 Finanzierungsstatus zum Ende des Jahres 1.053 1.047 160 124 (15) Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen Zum Bilanzstichtag bilanziert der LANXESS Konzern sonstige kurzfristige Rückstellungen in Höhe von 411 Mio. € (Vorjahr: 350 Mio. €) und sonstige langfristige Rückstellungen in Höhe von 271 Mio. € (Vorjahr: 275 Mio. €). Die Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich: Sonstige Rückstellungen scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt Personalrückstellungen 142 43 34 219 177 48 36 261 Umweltschutzrückstellungen 15 27 74 116 18 29 66 113 Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr 68 8 - 76 83 7 - 90 Rückstellungen für Restrukturierung 30 12 5 47 42 13 9 64 Übrige sonstige Rückstellungen 95 55 17 167 91 45 18 154 350 145 130 625 411 142 129 682 Insgesamt haben sich die sonstigen Rückstellungen im Berichtsjahr von 625 Mio. € auf 682 Mio. € erhöht. Im Einzelnen ergibt sich nachfolgende Entwicklung: Veränderung der sonstigen Rückstellungen 2015 scroll in Mio. € 01.01.2015 Zuführung Zinseffekt Inanspruchnahme Auflösung Währungsänderungen 31.12.2015 Personalrückstellungen 219 191 2 -131 -11 -9 261 Umweltschutzrückstellungen 116 10 4 -8 -2 -7 113 Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr 76 46 1 -24 -7 -2 90 Rückstellungen für Restrukturierung 47 39 0 -17 -4 -1 64 Übrige sonstige Rückstellungen 167 57 4 -34 -27 -13 154 625 343 11 -214 51 -32 682 Personalrückstellungen Die Personalrückstellungen enthalten insbesondere die einjährigen erfolgsabhängigen Vergütungen sowie die mehrjährigen Vergütungsprogramme. Mehrjährige Vergütungsprogramme Anteilsbasierte Vergütung Die LANXESS AG gewährt Mitgliedern des Vorstands sowie Mitarbeitern der oberen Führungsebenen eine anteilsbasierte Vergütung, die bar ausgezahlt wird. Die beiden bestehenden Vergütungsprogramme (LTSP — Long Term Stock Performance Plan) wurden in den Geschäftsjahren 2010 bzw. 2014 aufgesetzt. Mit dem im Geschäftsjahr 2010 aufgesetzten Vergütungsprogramm LTSP 2010-2013 wurden Anrechte für die Jahre 2010 bis 2013 gewährt. Die Ausschüttung ergibt sich aus der relativen Performance der LANXESS Aktie im Vergleich zum Index Dow Jones STOXX 600 Chemicalssm. Das im Geschäftsjahr 2014 eingeführte Vergütungsprogramm LTSP 2014-2017 entspricht im Wesentlichen dem Vergütungsprogramm LTSP 2010-2013. Wesentliche Änderung ist die Bemessung der Ausschüttung als Relation der Performance der LANXESS Aktie im Vergleich zur Performance des Wettbewerbsindex MSCI World Chemicals Index. Der Basiskurs von Aktie und Vergleichsindex für die LTSP-Programme ergibt sich als volumengewichteter Durchschnitt der Schlusskurse der ersten 10 Handelstage im Januar des jeweiligen Tranchenjahres. Ausgabedatum der gewährten und noch ausstehenden Anrechte sowie der Anrechte der noch offenen Tranchen ist jeweils der 1. Februar. Die Teilnahme an den Programmen setzt ein vom jeweiligen Festgehalt abhängiges Eigeninvestment der Teilnehmer in LANXESS Aktien voraus. Übertrifft die Performance der Aktie die des Index, so werden pro Anrecht mindestens 0,75 € ausgezahlt. Für jedes Prozent, um das die Performance der Aktie die des Index übertrifft, werden 0,125 € zusätzlich ausgezahlt. Maximal werden jedoch 2,00 € pro Anrecht ausgeschüttet. Der Bewertung der Verpflichtungen aus der anteilsbasierten Vergütung liegen die folgenden wesentlichen Parameter zugrunde: Wesentliche Parameter zum 31.12 scroll in % 2014 2015 Erwartete Volatilität der Aktie 34,0 31,0 Erwartete Dividendenzahlung 2,0 2,0 Erwartete Volatilität des Index Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM 19,0 18,0 Korrelation zwischen dem LANXESS Aktienkurs und dem Index Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM 73,0 64,0 Erwartete Volatilität des MSCI World Chemicals Index 16,0 13,0 Korrelation zwischen dem LANXESS Aktienkurs und dem MSCI World Chemicals Index 66,0 56,0 Der zu berücksichtigende risikolose Zinssatz lag im Berichtsjahr bei 0,01 % (Vorjahr: 0,01 %). Die erwarteten Volatilitäten basieren auf der historischen Volatilität der LANXESS Aktie und der Indizes Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM bzw. MSCI World Chemicals Index der jeweiligen letzten vier Jahre. Informationen zu den offenen Tranchen sind der nachfolgenden Tabelle aufgeführt: Long Term Stock Performance Plan scroll LTSP 2010-2013 LTSP 2014-2017 Tranche 2010 Tranche 2011 Tranche 2012 Tranche 2013 Tranche 2014 Tranche 2015 Laufzeit 7 Jahre 7 Jahre 7 Jahre 7 Jahre 7 Jahre 7 Jahre Sperrfrist (Erdienungszeitraum) 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre Haltefrist für Eigeninvestment-Aktien 31.01.2017 31.01.2017 31.01.2017 31.01.2017 31.01.2018 31.01.2019 Basiskurs der LANXESS Aktie 27,28 € 55,60 € 44,54 € 63,25 € 47,41 € 35,04 € Basiskurs des Index Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM 432,44 Punkte 564,17 Punkte 533,45 Punkte 665,98 Punkte - Basiskurs des MSCI WorldChemicals Index _ _ _ _ 238,07 Punkte 254,06 Punkte Beizulegender Zeitwert pro Anrecht zum 31.12.2014 0,25 € 0,05 € 0,10 € 0,07 € 0,54 - Beizulegender Zeitwert pro Anrecht zum 31.12.2015 0,27 € 0,03 € 0,12 € 0,10 € 0,80 € 1,29 € Entwicklung der Anzahl ausstehender Anrechte Ausstehende Anrechte am 01.01.2015 10.979 7.555.332 8.416.968 9.525.633 11.648.795 - Gewährte Anrechte - 12.290 12.693 13.010 13.206 11.709.840 Ausgeübte Anrechte - - - - - Abgegoltene Anrechte - 997.070 982.973 1.003.444 1.153.044 309.645 Verwirkte Anrechte - 211.736 352.689 509.294 583.124 507.660 Ausstehende Anrechte am 31.12.2015 10.979 6.358.816 7.093.999 8.025.905 9.925.833 10.892.535 Zum Jahresende 2015 notierte die LANXESS Aktie bei 42,68 €. Die Vergleichsindizes Dow Jones STOXX 600 Chemicalssm bzw. MSCI World Chemicals Index notierten bei 825,49 Punkten bzw. 250,34 Punkten. Im Geschäftsjahr 2015 ergibt sich aus der Gewährung von Anrechten und aus der Abgeltung von Anrechten im Rahmen des Programms zur Neuausrichtung des Konzerns ein Nettoaufwand von 9 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €). Im Vorjahr stand der Nettoaufwand in Zusammenhang mit der Ausübung der Anrechte aus der Tranche 2010 des LTSP 2010-2013 zum Maximalwert wie auch der Abgeltung von Anrechten im Rahmen des Programms zur Neuausrichtung des Konzerns. Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich eine Rückstellung in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Im aktuellen Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr besteht kein innerer Wert von zum Bilanzstichtag ausübbaren Anrechten. Rückstellungen für Umweltschutz Das Geschäft des LANXESS Konzerns unterliegt weitreichenden rechtlichen Vorgaben in allen Ländern, in denen seine geschäftlichen Aktivitäten stattfinden. So kann die Einhaltung von Gesetzen, die den Schutz der Umwelt betreffen, dazu führen, dass der Konzern an diversen Standorten die Auswirkungen der Emission oder Ablagerung von Chemikalien beseitigen oder auf ein Minimum beschränken muss. Einige dieser Gesetze führen dazu, dass ein Unternehmen, das gegenwärtig oder in der Vergangenheit Eigentümer eines Standorts war oder dort Anlagen betrieben hat, entschädigungspflichtig gemacht wird für die Kosten, die dadurch entstehen, dass gefährliche Substanzen aus dem Boden oder Grundwasser eines Grundstücks oder benachbarter Flächen beseitigt oder unschädlich gemacht werden. Dabei kann die Entschädigungspflicht unabhängig davon gegeben sein, ob der Eigentümer oder Anlagenbetreiber von einer Kontamination wusste oder ob er sie selbst verursacht hat. Des Weiteren ist oft auch nicht entscheidend, ob eine Kontamination zu dem Zeitpunkt, zu dem sie ursprünglich verursacht wurde, gesetzlich zulässig war oder nicht. Da viele der Produktionsstandorte von LANXESS schon seit langer Zeit industriell genutzt werden, ist es nicht immer möglich, genau zu bestimmen, welche Auswirkungen derartige Vorgänge in Zukunft auf den LANXESS Konzern haben werden. Als einem Unternehmen der chemischen Industrie kann deshalb bei LANXESS nicht ausgeschlossen werden, dass es in der Vergangenheit an Standorten Verunreinigungen des Bodens und des Grundwassers gegeben hat. Hieraus möglicherweise resultierende Ansprüche könnten von staatlichen Regulierungsbehörden sowie von privaten Organisationen und Personen geltend gemacht werden. Dabei ginge es dann um die Sanierung von Standorten und Flächen, die im Eigentum des LANXESS Konzerns stehen, an denen Produkte von Dritten im Rahmen von Lohnfertigungsvereinbarungen produziert wurden oder an denen Abfälle aus Produktionsanlagen des LANXESS Konzerns behandelt, gelagert oder entsorgt wurden. Potenzielle Verbindlichkeiten aus Untersuchungs- und Sanierungskosten bestehen bei einer Reihe von Standorten unter anderem aufgrund der allgemein als „Superfund" bezeichneten besonderen Regelungen des US-amerikanischen Umweltschutzrechts. An US-Standorten sind zahlreiche Unternehmen, darunter auch LANXESS, davon in Kenntnis gesetzt worden, dass US-amerikanische Behörden sowie Privatpersonen davon ausgehen, dass die betreffenden Gesellschaften möglicherweise nach dem Superfund oder ähnlichen Vorgaben für Sanierungsmaßnahmen verantwortlich sind. An manchen Standorten ist LANXESS möglicherweise der einzige Verantwortliche. An den meisten in diesem Zusammenhang relevanten Standorten ist der Sanierungsprozess bereits eingeleitet. Die bestehenden Umweltschutzrückstellungen betreffen vor allem die Sanierung von kontaminierten Standorten, die Nachrüstung von Deponien sowie Rekultivierungs- und Wasserschutzmaßnahmen. Die Umweltschutzrückstellungen werden durch Diskontierung des Betrags der erwarteten Inanspruchnahme ermittelt, soweit Umweltuntersuchungen oder Sanierungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und kein zukünftiger Nutzen aus diesen Maßnahmen erwartet wird. Für die Kostenschätzungen signifikante Faktoren sind z. B. bisherige Erfahrungen in vergleichbaren Fällen, Gutachten zu Umweltmaßnahmen, die gegenwärtigen Kosten und neue, die Kosten beeinflussende Entwicklungen, unsere Interpretation der gegenwärtigen Umweltschutzgesetze und -verordnungen, die Anzahl und die finanzielle Situation der Drittunternehmen, die an den verschiedenen Standorten angesichts einer gemeinsamen Haftung ebenfalls zu Kostenerstattungen herangezogen werden können, sowie die Sanierungsmethoden, die voraussichtlich eingesetzt werden. Es ist schwierig, die künftigen Kosten von Umweltschutz- und Sanierungsmaßnahmen abzuschätzen, insbesondere angesichts der vielen Unsicherheiten, die bezüglich der rechtlichen Vorgaben und der Informationen über die Verhältnisse in den verschiedenen Ländern und Standorten bestehen. In Anbetracht dieser Situation sowie unter Berücksichtigung seiner bisherigen Erfahrungen mit ähnlichen Maßnahmen geht LANXESS davon aus, dass die vorhandenen Rückstellungen — auf der Grundlage der heute vorhandenen Informationen — ausreichend sind. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass über die zurückgestellten Beträge hinaus zusätzliche Kosten anfallen werden. Solche zusätzlichen Kosten würden, wenn sie überhaupt anfallen, nach Einschätzung des Unternehmens keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr Die Rückstellungen betreffen insbesondere solche für Rabattverpflichtungen, Kundenboni, Produktrücknahmen sowie drohende Verluste bzw. belastende Verträge. Rückstellungen für Restrukturierung Die Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von 64 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €) zum 31. Dezember 2015 beinhalten 29 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €) Rückstellungen für Personalmaßnahmen, 17 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen sowie 18 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €) Rückstellungen für sonstige Aufwendungen. Übrige sonstige Rückstellungen Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Gewährleistungen und Produkthaftung sowie Rückstellungen für sonstige Verbindlichkeiten. (16) Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung und Fristigkeit der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten kann den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2014 scroll in Mio. € Kurzfristig Langfristig 2015 2016 2017 2018 2019 > 2019 Summe Anleihen 66 199 - 498 - 693 1.390 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 78 10 - - 228 - 238 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8 9 7 6 6 36 64 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 30 2 2 0 0 2 6 182 220 9 504 234 731 1.698 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2015 scroll in Mio. € Kurzfristig Langfristig 2016 2017 2018 2019 2020 > 2020 Summe Anleihen 200 - 499 - - 693 1.192 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 208 - - - - - 0 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 10 8 7 6 6 34 61 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 25 3 0 0 0 2 5 443 11 506 6 6 729 1.258 Im LANXESS Konzern sind zum 31. Dezember 2015 folgende Anleihen ausstehend: Anleihen scroll Emissionszeitpunkt Nominalwert in Mio. € Buchwert in Mio. € Zinskupon in % Fälligkeit September 2009 200 200 5,500 September 2016 Mai 2011 500 499 4,125 Mai 2018 April 2012 100 100 3,500 April 2022 April 2012 100 99 3,950 April 2027 November 2012 500 494 2,625 November 2022 Allen in Euro und Fremdwährungen bestehenden Finanzverbindlichkeiten im LANXESS Konzern liegt zum Jahresende ein gewichteter durchschnittlicher Zins von 3,8 % (Vorjahr: 3,8 %) zugrunde. Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen werden dann bilanziert, wenn die geleasten Vermögenswerte als wirtschaftliches Eigentum des Konzerns unter den Sachanlagen aktiviert sind (Finanzierungsleasing). In den Folgejahren sind an die jeweiligen Leasinggeber 95 Mio. € (Vorjahr: 94 Mio. €) Leasingraten zu zahlen; der hierin enthaltene Zinsanteil beläuft sich auf 24 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €). In den sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sind Zinsabgrenzungen von 24 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) für finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Hiervon betreffen 22 Mio. € (Vorjahr: 24 Mio. €) die zuvor erwähnten Anleihen. Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Verbindlichkeiten sowie der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme, insbesondere der Zinszahlungen, wird auf die Anhangangabe [36] verwiesen. (17) Langfristige und kurzfristige Ertragsteuerschulden Die langfristigen und kurzfristigen Ertragsteuerschulden gliedern sich wie folgt: Ertragsteuerschulden scroll in Mio. € 31.12.2014 Langfristig Kurzfristig Gesamt Rückstellungen 25 42 67 Verbindlichkeiten — 2 2 25 44 69 Ertragsteuerschulden scroll in Mio. € 31.12.2015 Langfristig Kurzfristig Gesamt Rückstellungen 19 72 91 Verbindlichkeiten — 13 13 19 85 104 Der Anstieg der Ertragsteuerrückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der Vorsorge für noch nicht festgesetzte Steuern des Geschäftsjahres 2015 sowie für Betriebsprüfungen der Vorjahre. Die Ertragsteuerverbindlichkeiten stiegen im Wesentlichen aufgrund besserer Vor-steuerergebnisse auf 13 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €). (18) Sonstige langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten gliedern sich zum Bilanzstichtag wie folgt: Sonstige langfristige Verbindlichkeiten scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 5 5 Personalverbindlichkeiten 14 3 Übrige sonstige Verbindlichkeiten 99 100 118 108 Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen von Dritten gewährte Zuwendungen für Vermögenswerte von 96 Mio. € (Vorjahr: 97 Mio. €). In geringem Umfang sind hierin Zuwendungen der öffentlichen Hand enthalten, welche die Aufrechterhaltung von Arbeitsplätzen bzw. die Zweckbindung von Vermögenswerten zur eigenen Produktion für festgelegte Zeiträume bedingen. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 47 42 Personalverbindlichkeiten 53 25 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 21 21 Übrige sonstige Verbindlichkeiten 45 54 166 142 Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern umfassen neben den Beträgen, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind, auch solche Steuern, die für Rechnung Dritter abgeführt werden. Als Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind insbesondere noch abzuführende Beiträge an Sozialversicherungen ausgewiesen. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die periodengerechte Abgrenzung ausstehender Rechnungen. Gegenüber der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), bestehen per 31. Dezember 2015 keine solchen Verpflichtungen. Im Vorjahr beliefen sich die entsprechenden Verpflichtungen auf unter 1 Mio. €. (19) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend gegenüber Dritten. Wie im Vorjahr ist der Gesamtbetrag in Höhe von 779 Mio. € (Vorjahr: 799 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit 120 Mio. € (Vorjahr: 109 Mio. €) gegenüber der at equity bewerteten Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), und deren verbundenen Unternehmen sowie mit 659 Mio. € (Vorjahr: 690 Mio. €) gegenüber sonstigen Lieferanten. (20) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten Von den gesamten Verbindlichkeiten haben 733 Mio. € (Vorjahr: 738 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (21) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von 7.902 Mio. € (Vorjahr: 8.006 Mio. €) beinhalten zum größten Teil Verkäufe von Waren und Erzeugnissen nach Abzug von Rabatten und Preisnachlässen. Die Umsätze und ihre Entwicklung nach Unternehmensbereichen und Regionen sind in der Übersicht zur Segmentberichterstattung ersichtlich (vgl. Anhangangabe [38]). (22) Kosten der umgesetzten Leistungen Kosten der umgesetzten Leistungen scroll in Mio. € 2014 2015 Aufwendungen für Rohstoffe und Handelswaren 4.000 3.451 Fertigungskosten und sonstige Herstellungskosten 2.418 2.703 6.418 6.154 Die Fertigungskosten enthalten unter anderem Kosten für Personal, Abschreibungen, Energien und sonstige Leistungsbezüge. Die sonstigen Herstellungskosten enthalten insbesondere Effekte aus der Bestandsbewertung sowie aus Inventurdifferenzen. (23) Vertriebskosten Vertriebskosten scroll in Mio. € 2014 2015 Marketingkosten 459 459 Ausgangsfrachten und sonstige Vertriebskosten 283 300 742 759 Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Kosten der internen und externen Marketing- und Vertriebsorganisation, Frachten, Lagerhaltungs- und Verpackungskosten sowie Kosten der Kundenberatung. (24) Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten von 130 Mio. € (Vorjahr: 160 Mio. €) enthalten insbesondere Kosten zur Erlangung neuer wissenschaftlicher und technischer Erkenntnisse, Kosten im Zusammenhang mit der Suche nach alternativen Produkten und Produktionsverfahren sowie Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen. (25) Allgemeine Verwaltungskosten Die Verwaltungskosten von 284 Mio. € (Vorjahr: 278 Mio. €) beinhalten Kosten, die keinen direkten Zusammenhang mit den operativen Geschäftsprozessen haben, sowie die Kosten der Landesorganisationen. (26) Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge scroll in Mio. € 2014 2015 Sondereinflüsse 0 99 Erträge aus Nebengeschäften 84 78 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 8 3 Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1 3 Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 1 1 Übrige betriebliche Erträge 24 23 118 207 Die Sondereinflüsse enthalten Erträge aus Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten in Höhe von 56 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) und betreffen die Segmente Performance Polymers und Advanced Intermediates. Sie entfallen überwiegend auf den Funktionsbereich der Kosten der umgesetzten Leistungen. Für weitere Informationen wird auf die Ausführungen im Abschnitt „Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräume" verwiesen. Darüber hinaus sind in den Sondereinflüssen Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten in Höhe von 43 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) enthalten. Diese entfallen gemäß ihrem wirtschaftlichen Gehalt auf die sonstigen betrieblichen Erträge. (27) Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll in Mio. € 2014 2015 Aufwendungen aus derivativen Sicherungsgeschäften 3 143 Sondereinflüsse 184 106 Aufwendungen aus Nebengeschäften 74 70 Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 4 4 Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 0 0 Übrige betriebliche Aufwendungen 43 44 308 367 Die Aufwendungen aus derivativen Sicherungsgeschäften resultieren aus der Währungsentwicklung, insbesondere des US-Dollars. Die Sondereinflüsse in Höhe von 106 Mio. € (Vorjahr: 184 Mio. €) entfallen gemäß ihrem wirtschaftlichen Gehalt in Höhe von 65 Mio. € (Vorjahr: 70 Mio. €) auf die Kosten der umgesetzten Leistungen, mit 7 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €) auf Vertriebskosten, mit 2 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €) auf Forschungs- und Entwicklungskosten, mit 10 Mio. € (Vorjahr: 32 Mio. €) auf allgemeine Verwaltungskosten sowie mit 22 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) auf sonstige betriebliche Aufwendungen. Im Geschäftsjahr 2015 beinhalten die Sondereinflüsse im Wesentlichen Kosten des im Vorjahr initiierten Programms „Let's LANXESS again", welches zur weltweiten Neuausrichtung des Konzerns aufgesetzt wurde. Hierin sind unter anderem die Kosten im Zusammenhang mit der Schließung des Standorts Marl (Deutschland) enthalten. Im Vorjahr enthielten die Sondereinflüsse im Wesentlichen Kosten der Programme „Let's LANXESS again" und „Ad-vance". Darüber hinaus beinhalteten die Sondereinflüsse des Vorjahres außerplanmäßige Abschreibungen einer Testanlage der Business Unit Butyl Rubber (Segment Performance Polymers) in Höhe von 19 Mio. €. (28) Finanzergebnis Im Einzelnen gliedert sich das Finanzergebnis wie folgt: Finanzergebnis scroll in Mio. € 2014 2015 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 2 0 Zinserträge 3 4 Zinsaufwendungen -72 -70 Zinsergebnis -69 -66 Aufzinsung verzinslicher Rückstellungen -41 -46 Wechselkursergebnis -23 -16 Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge -7 0 Dividenden und übriges Beteiligungsergebnis 0 1 Sonstiges Finanzergebnis -71 -61 Finanzergebnis -138 -127 Die Zinsaufwendungen enthalten insbesondere die Zinsen für die begebenen Anleihen. Der ausgewiesene Wert ist um aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €) bereinigt. Der in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil von Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) wird im Zinsergebnis ausgewiesen. (29) Ertragsteuern Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen landesspezifische Steuersätze zugrunde. Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Ertragsteuern wie folgt: Ertragsteuern nach Herkunft scroll in Mio. € 2014 2015 Laufende Steuern -59 -109 Latente Steuern aus temporären Differenzen -1 21 aus gesetzlichen Steuersatzänderungen 0 0 aus Verlustvorträgen 24 -33 Ertragsteuern -36 -121 Der ausgewiesene Steueraufwand des Geschäftsjahres 2015 von 121 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €) unterscheidet sich um -29 Mio. € (Vorjahr: -11 Mio. €) von dem erwarteten Steueraufwand von 92 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Konzernsteueraufwands wird der für die deutschen Gesellschaften zusammengefasste Ertragsteuersatz von 32,1 % (Vorjahr: 31,8 %) herangezogen. Er umfasst einen Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Körperschaftsteuer) sowie die Gewerbesteuer. Die Erhöhung des zusammengefassten Ertragsteuersatzes resultiert im Wesentlichen aus einer Gewerbesteuerhebesatzänderung. In der nachfolgenden Aufstellung wird das erwartete Steuerergebnis in das effektiv ausgewiesene Steuerergebnis übergeleitet: Überleitung tatsächliches Steuerergebnis scroll in Mio. € 2014 2015 Ergebnis vor Ertragsteuern 80 288 Ertragsteuersatz der LANXESS AG 31,8 % 32,1 % Erwartetes Steuerergebnis -25 -92 Besteuerungsunterschied aufgrund von Differenzen zwischen lokalen Steuersätzen und dem hypothetischen Steuersatz -14 8 Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge sowie Reduzierung steuerlicher Bemessungsgrundlagen 3 4 Nutzung nicht bilanzierter Verlustvorträge 3 1 Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -15 -5 Sonstige Steuereffekte 12 -37 Tatsächliches Steuerergebnis -36 -121 Effektiver Steuersatz 45,0 % 42,0 % Die sonstigen Steuereffekte in Höhe von -37 Mio. € beinhalten im Wesentlichen Ertragsteuern für Vorjahre sowie nicht angesetzte latente Steuern auf steuerliche Verluste des Geschäftsjahres 2015. Im Vorjahr resultierten die sonstigen Steuereffekte in Höhe von 12 Mio. € im Wesentlichen aus der Zuschreibung aktiver latenter Steuern. Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den einzelnen Bilanzposten wie folgt: Latente Steuerabgrenzungen scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Immaterielle Vermögenswerte 9 52 15 37 Sachanlagen 29 130 18 139 Vorräte 31 1 35 5 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 8 29 9 21 Pensionsrückstellungen 243 — 220 0 Sonstige Rückstellungen 93 11 105 11 Verbindlichkeiten 58 0 58 0 Verlustvorträge 111 — 68 - 582 223 528 213 davon langfristig 392 182 321 176 Saldierung -202 -202 -167 -167 380 21 361 46 Die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ergibt sich folgendermaßen: Veränderung latenter Steuerabgrenzungen scroll in Mio. € 2014 2015 Latente Steuerabgrenzungen zum 1. Januar 225 359 Aufwand/Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung 23 -12 Veränderungen Konzernkreis -1 - Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 111 -18 Währungsänderungen 1 -14 Latente Steuerabgrenzungen zum 31. Dezember 359 315 Die im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Steuern entfallen mit -23 Mio. € (Vorjahr: 91 Mio. €) auf Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und mit 5 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) auf Finanzinstrumente. Darüber hinaus beinhaltet das sonstige Ergebnis tatsächliche Steuern in Höhe von -1 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €). Latente Steueransprüche, die höher als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen sind, in Höhe von 324 Mio. € (Vorjahr: 337 Mio. €) beziehen sich auf Steuerrechtskreise, in denen im Geschäftsjahr 2015 oder im Vorjahr Verluste angefallen sind. Auf den deutschen steuerlichen Organkreis entfallen hiervon latente Steueransprüche in Höhe von 224 Mio. € (Vorjahr: 231 Mio. €), da dieser im Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch Sondereinflüsse im Zusammenhang mit den Reorganisationsprogrammen „Advance" und „Let's LANXESS again", einen Verlust erwirtschaftet hatte. Die latenten Steueransprüche des deutschen Organkreises resultieren hauptsächlich aus der unterschiedlichen steuerlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen. LANXESS geht davon aus, dass zukünftig genügend zu versteuernde Einkommen zur Realisierung der latenten Steueransprüche zur Verfügung stehen werden. Von den gesamten Verlustvorträgen sind auf Basis der Steuerplanungsrechnungen und -strategien auf steuerlich voraussichtlich realisierbare Beträge von 231 Mio. € (Vorjahr: 380 Mio. €) aktive latente Steuern in Höhe von 68 Mio. € (Vorjahr: 111 Mio. €) angesetzt. Diese beinhalten 45 Mio. € (Vorjahr: 82 Mio. €) latente Steuern auf Verlustvorträge mit unbeschränkten Nutzungszeiträumen. Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 226 Mio. € (Vorjahr: 158 Mio. €) wurden keine latenten Steuern gebildet. Hiervon sind 105 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €) theoretisch länger als fünf Jahre nutzbar. Es wurden im Geschäftsjahr 2015 auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 49 Mio. € (Vorjahr: 43 Mio. €) keine aktiven latenten Steuern gebildet. Insofern blieben aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 57 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €) sowie aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 18 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €) unberücksichtigt. (30) Ergebnis und Dividende je Aktie Das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2015 ergibt sich ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit und wurde unter Berücksichtigung der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der innerhalb der Berichtsperiode im Umlauf gewesenen Aktien ermittelt. Zum 31. Dezember 2015 waren 91.522.936 Aktien in Umlauf. Da derzeit keine Eigenkapitalinstrumente begeben sind, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis. Für weitere Informationen zu Eigenkapitalinstrumenten, die künftig das Ergebnis je Aktie verwässern können, wird auf Anhangangabe [13] verwiesen. Ergebnis je Aktie scroll 2014 2015 Veränd. in % Konzernergebnis in Mio. € 47 165 > 100 Im Umlauf gewesene Aktien in Stück 88.472.172 91.522.936 3,4 Ergebnis je Aktie in € (unverwässert/verwässert) 0,53 1,80 > 100 Die LANXESS AG weist für das Geschäftsjahr 2015 einen Bilanzgewinn von 98 Mio. € (Vorjahr: 53 Mio. €) aus. Die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der LANXESS AG belief sich im Berichtsjahr auf 0,50 € (Vorjahr: 0,50 €) je Aktie. (31) Personalaufwand Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt: Personalaufwand scroll in Mio. € 2014 2015 Löhne und Gehälter 1.106 1.124 Sozialabgaben 202 198 Aufwendungen für Altersvorsorge 136 97 Aufwendungen für soziale Unterstützung 13 13 1.457 1.432 Insgesamt ist im Geschäftsjahr 2015 ein leichter Rückgang der Personalaufwendungen zu verzeichnen, der im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen für Altersvorsorge resultiert. Der höhere Vorjahreswert begründete sich insbesondere aus Aufwendungen im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again". Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind als Bestandteil des Finanzergebnisses ausgewiesen (vgl. Anhangangabe [28]). SONSTIGE ANGABEN (32) Belegschaft Im LANXESS Konzern waren im Jahresdurchschnitt 2015 insgesamt 16.310 (Vorjahr: 16.807) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Der Belegschaftsrückgang gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf Abgänge im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again" zurückzuführen. Gegenläufig wirken sich Effekte im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme neuer Anlagen in Asien aus. Beschäftigte nach Funktionsbereichen scroll 2014 2015 Produktion 12.163 12.123 Marketing 1.987 1.814 Verwaltung 1.878 1.770 Forschung 779 603 16.807 16.310 (33) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse resultieren aus Bürgschaften und ähnlichen Instrumenten, die gegenüber Dritten übernommen wurden. Bei diesen Sachverhalten geht es um potenzielle zukünftige Verpflichtungen, bei denen das Eintreten des entsprechenden zukünftigen Ereignisses zu einer Verpflichtung führen würde, die zum Bilanzstichtag ungewiss war. Eine Verpflichtung zur Leistung im Rahmen dieser Haftungsverhältnisse entsteht bei Verzug oder Zahlungsunfähigkeit des Schuldners. Zum 31. Dezember 2015 bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von insgesamt 1 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €). Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber der at equity bewerteten Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland). Aus der Stellung als persönlich haftender Gesellschafter der Currenta GmbH & Co. OHG können sich zukünftig gegebenenfalls Kapitalnachschusspflichten ergeben. Neben den Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Operating-Leasingverhältnissen. Wie in der Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden näher ausgeführt, handelt es sich bei Operating-Leasingverhältnissen um Vereinbarungen, die kein Finanzierungsleasing sind, bei denen also nicht die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des Leasinggegenstands verbunden sind, übertragen werden. Operating Leasing wird vom LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus Operating Leasing beläuft sich auf 341 Mio. € (Vorjahr: 390 Mio. €). Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen werden folgendermaßen fällig: Fälligkeit der Leasing- und Mietzahlungen scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 bis 1 Jahr 56 56 1 bis 2 Jahre 48 47 2 bis 3 Jahre 41 41 3 bis 4 Jahre 36 37 4 bis 5 Jahre 35 33 über 5 Jahre 174 127 390 341 Aufgrund von Operating Leasing wurden im Geschäftsjahr 2015 Leasing- und Mietzahlungen von 65 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €) geleistet. Die künftigen Leasing- und Mietzahlungen beinhalten unter anderem Verträge im Zusammenhang mit der in 2013 bezogenen Konzernzentrale in Köln sowie dem Produktionsstandort in Singapur. Aus bereits erteilten Aufträgen für begonnene oder geplante Investitionsvorhaben im Bereich der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte (Bestellobligo) bestehen nominelle Verpflichtungen in Höhe von 90 Mio. € (Vorjahr: 171 Mio. €), die in voller Höhe im Geschäftsjahr 2016 fällig sind. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Fertigstellung von Großinvestitionen in China und Singapur. Beschreibung des Grundlagenvertrags In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögenswerten entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen. (34) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen Im Rahmen des operativen Geschäfts bezieht der LANXESS Konzern weltweit Materialien, Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden sich Unternehmen, an denen die LANXESS AG unmittelbar und mittelbar beteiligt ist. Die Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Auf Basis von Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, und deren verbundenen Unternehmen bezog der LANXESS Konzern überwiegend Standortdienstleistungen in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Logistik im Volumen von 436 Mio. € (Vorjahr: 423 Mio. €). Aus diesen Geschäftsbeziehungen bestehen zum 31. Dezember 2015 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 120 Mio. € (Vorjahr: 109 Mio. €) und Forderungen in Höhe von 38 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Im Vorjahr wurde außerdem eine Rückstellung in Höhe von 5 Mio. € hinsichtlich des Anspruchs der Currenta GmbH & Co. OHG auf Verlustausgleich für 2014 bilanziert. Darüber hinaus bestehen gegenüber der Currenta GmbH & Co. OHG und deren verbundenen Unternehmen Verpflichtungen für Miet- und Leasingzahlungen aus Operating Leasing in Höhe von 9 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) sowie ein Bestellobligo von 4 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €). Haftungsverhältnisse gegenüber der Currenta GmbH & Co. OHG werden im vorherigen Abschnitt erläutert. Hinsichtlich der Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den nachfolgenden Abschnitt verwiesen. (35) Bezüge der Gremien Für das Geschäftsjahr 2015 belaufen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 9.360 T€ (Vorjahr: 9.982 T€). Sie setzen sich zusammen aus kurzfristig fälligen Leistungen (Festvergütung, Jahrestantieme, Sachbezüge und sonstige) von 6.728 T€ (Vorjahr: 7.649 T€), Anpassungen für Vorjahre von -62 T€ (Vorjahr: 0 T€) sowie anderen langfristig fälligen Leistungen im Rahmen des Long Term Performance Bonus (LTPB) von 1.626 T€ (Vorjahr: 932 T€). Weiterhin wurden Bezüge im Rahmen des anteilsbasierten Long Term Stock Performance Plan (LTSP) hierunter erfasst. Dabei wurden 1.200.000 (Vorjahr: 1.648.500) Vergütungsrechte gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 1.068 T€ (Vorjahr: 1.401 T€). Der Personalaufwand aus der anteilsbasierten Vergütung betrug im Geschäftsjahr 1.450 T€ (Vorjahr: 2.168 T€). Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 im Abschnitt „Vergütungsbericht". Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2015 für die Mitglieder des Vorstands als Vergütungsbestandteil im Rahmen leistungsorientierter Pläne ein Pensionsaufwand (Service Costs) von 1.640 T€ (Vorjahr: 2.496 T€) berücksichtigt. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2015 lag bei 11.903 T€ (Vorjahr: 9.994 T€). Insgesamt ergab sich aus der Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 ein Nettoaufwand von 14.762 T€ (Vorjahr: 14.935 T€). Hierin enthalten ist ein Aufwand aus der Abfindung von Herrn Dr. Düttmann in Höhe von 3.380 T€. Zusammen mit der Abgeltung seiner LTSP-Anrechte in Höhe von 857 T€ wurden somit einem früheren Vorstandsmitglied, das seine Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet hat, Leistungen von insgesamt 4.237 T€ zugesagt und im Laufe des Geschäftsjahres gewährt. Im Vorjahr war ein Aufwand aus der Abfindung von Herrn Dr. Breuers in Höhe von 1.690 T€ enthalten. Zusammen mit der Abgeltung seiner LTSP-Anrechte in Höhe von 729 T€ wurden somit im Vorjahr einem früheren Vorstandsmitglied, das seine Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet hat, Leistungen von insgesamt 2.419 T€ zugesagt und im Laufe des Geschäftsjahres 2014 gewährt. Die zum 31. Dezember 2015 ausstehenden Salden gegenüber Mitgliedern des Vorstands in Höhe von 6.477 T€ (Vorjahr: 2.336 T€) setzen sich aus Rückstellungen für die Jahrestantieme von 3.900 T€ (Vorjahr: 1.346 T€), den LTPB von 1.680 T€ (Vorjahr: 687 T€) sowie den LTSP von 897 T€ (Vorjahr: 303 T€) zusammen. An ehemalige Vorstandsmitglieder erfolgten Zahlungen aus der Altersversorgung von 293 T€ (Vorjahr: 293 T€). Zum 31. Dezember 2015 betrug der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands 30.318 T€ (Vorjahr: 27.921 T€). Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 3.673 T€ (Vorjahr: 1.983 T€). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2015 Gesamtbezüge von 3.122 T€ (Vorjahr: 1.936 T€). Sie werden grundsätzlich zu Beginn des Folgejahres ausgezahlt. Die für die Mitglieder des Aufsichtsrats gebildete Rückstellung aus der anteilsbasierten Vergütung belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 1.200 T€ (Vorjahr: 0 T€). Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im LANXESS Konzern sind, Bezüge im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Deren Höhe entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern. Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 im Abschnitt „Vergütungsbericht". Im Geschäftsjahr 2015 wurden wie im Vorjahr keine Kredite an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats gewährt. (36) Finanzinstrumente Der Bestand an originären Finanzinstrumenten ist aus der Bilanz ersichtlich. Finanzinstrumente der Aktivseite werden — gemäß IAS 39 — in die Kategorien „Kredite und Forderungen", „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", „bis zur Endfälligkeit gehalten" und „zur Veräußerung verfügbar" eingeordnet und entsprechend dieser Einordnung zu Anschaffungskosten oder zu Marktwerten bilanziert. Finanzinstrumente, die Verbindlichkeiten darstellen und weder zu Handelszwecken gehalten werden noch Derivate sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Risiken und Risikomanagement Durch die globale Ausrichtung des LANXESS Konzerns sind dessen Geschäftstätigkeit, Ergebnisse und Zahlungsströme unterschiedlichen Marktrisiken ausgesetzt. Die für den Konzern wesentlichen Risiken wie Währungs-, Zins- und Kontrahentenrisiken, das Liquiditätsrisiko sowie die Rohstoffpreisrisiken werden durch ein zentrales Risikomanagement gesteuert. Die oben genannten Risiken könnten die Ertrags- und die Finanzlage des LANXESS Konzerns beeinträchtigen. Im Folgenden wird auf diese einzelnen Risiken sowie das Risikomanagement des LANXESS Konzerns eingegangen. Die Grundzüge des Risikomanagements werden vom Vorstand festgelegt. In regelmäßig stattfindenden Strategiegesprächen des Finanzrisikokomitees unter Vorsitz des Finanzvorstands wird über die Ergebnisse des finanziellen Risikomanagements sowie über das aktuelle Risiko berichtet und die weitere Vorgehensweise entschieden. Zur Beurteilung der Auswirkung von Marktentwicklungen werden Simulationsrechnungen vorgenommen. Die Umsetzung der Beschlüsse des Finanzrisikokomitees sowie das laufende Risikomanagement werden zentral von der Group Function Treasury & Investor Relations wahrgenommen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, Risiken zu erkennen und zu bewerten sowie deren Auswirkungen zu steuern und gegebenenfalls zu begrenzen. • Währungsrisiken Da der LANXESS Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen durchführt, ist er Schwankungen der relativen Werte dieser Währungen ausgesetzt. Insbesondere relevant ist die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Solche Risiken werden grundsätzlich zu 100 % abgesichert. Ebenso werden Währungsrisiken aus Finanztransaktionen inklusive Zinskomponente in der Regel zu 100 % kursgesichert. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte genutzt. Die Absicherung führt dazu, dass eine Aufwertung oder eine Abwertung des Euro-Kurses im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen sich kurzfristig nur eingeschränkt auf die Zahlungsströme auswirken. Das realisierte Ergebnis aus abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumenten wird im Finanzergebnis erfasst. Die Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Hierzu werden sowohl die Umsätze als auch die Kosten in Fremdwährung geplant. Auf Dauer können Wechselkursschwankungen die zukünftigen Zahlungsströme beeinträchtigen, falls der LANXESS Konzern nicht in der Lage sein sollte, diese Wechselkursschwankungen, z. B. durch die Preisgestaltung für seine Produkte in der jeweiligen Währung, aufzufangen. Um dieses Risiko zu verringern, erfolgt eine teilweise Absicherung durch derivative Finanzinstrumente, deren Änderungen im beizulegenden Zeitwert im Finanzergebnis sowie im Fall von Cashflow-Hedges im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Das realisierte Ergebnis aus dem effektiven Teil von Cashflow-Hedges wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst. Die Absicherung erfolgt entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Grundsätzen und wird kontinuierlich überwacht. Wäre der Euro gegenüber kursgesicherten Währungen zum Bilanzstichtag um 5 % aufgewertet gewesen, hätte die Änderung der beizulegenden Zeitwerte der Derivate einen Effekt von 33 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €) ergeben, der sich hauptsächlich auf das sonstige Ergebnis ausgewirkt und den ausgewiesenen Verlust entsprechend verringert hätte. Der Effekt entfällt hauptsächlich auf den US-Dollar. Im Falle einer Abwertung des Euros ergäbe sich im Wesentlichen ein gegenläufiger Effekt. Viele Unternehmen des LANXESS Konzerns sind außerhalb der Eurozone angesiedelt. Da der Konzernabschluss in Euro aufgestellt wird, werden die Jahresabschlüsse dieser Tochterunternehmen zur Übernahme in den Konzernabschluss in Euro umgerechnet. Änderungen des durchschnittlichen Wechselkurses von Periode zu Periode für die Währung eines bestimmten Landes können die Umrechnung in Euro sowohl des Umsatzes als auch des Ertrags, welche in dieser Währung ausgewiesen sind, maßgeblich beeinflussen (Translationsrisiken). Anders als der Effekt der Wechselkursschwankungen im Falle des Transaktionsrisikos hat das Translationsrisiko keinerlei Auswirkungen auf die Zahlungsströme des Konzerns in lokaler Währung. Der LANXESS Konzern hat außerhalb der Eurozone wesentliche Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Geschäfte, die in lokalen Währungen ausgewiesen sind. Obwohl das diesen Anlagen anhaftende langfristige Währungsrisiko regelmäßig eingeschätzt und bewertet wird, werden Devisentransaktionen im Hinblick auf diese Risiken grundsätzlich nur dann abgeschlossen, wenn erwogen wird, sich aus einem bestimmten Geschäft zurückzuziehen, und wenn die durch diesen Rückzug frei gewordenen Mittel zurückgeführt werden sollen. Der LANXESS Konzern weist Auswirkungen von Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung von Nettobestandswerten in Euro im sonstigen Ergebnis aus. • Zinsrisiken Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsänderungen betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden. Da der überwiegende Anteil der Finanzschulden zu festen Zinskonditionen aufgenommen wurde, haben Zinsänderungen in den kommenden Jahren nur einen begrenzten Einfluss auf den LANXESS Konzern. Den Finanzschulden mit variablen Zinskonditionen stehen zudem Anlagen mit kurzer Zinsbindung aus verfügbarer Liquidität gegenüber, so dass dem LANXESS Konzern durch steigende Zinsen in geringem Maße steigende Zinskosten entstehen. Eine generelle Veränderung des Zinsniveaus um 1 %-Punkt zum Stichtag 31. Dezember 2015 hätte das Konzernergebnis um 0 Mio. € (Vorjahr: -1 Mio. €) verändert. • Kontrahentenrisiken Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowohl mit unseren Kunden als auch mit Bank- und Finanzpartnern, insbesondere im Rahmen von Geldanlagegeschäften und Transaktionen mit Finanzinstrumenten. Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können solche Portfolios gegen das Kreditrisiko abgesichert werden. Ziel des LANXESS Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der liquiditätsnahen, derivativen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird (ohne Berücksichtigung nicht bilanzieller Aufrechnungsvereinbarungen) durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Zur Absicherung materieller Kreditrisiken aus Kundenforderungen werden für einzelne Kunden zugunsten des LANXESS Konzerns Akkreditive genutzt sowie mit Vertragspartnern Vorauskasse vereinbart. Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität. Bei der Auswahl von Bank- und Finanzpartnern für Geldanlagegeschäfte und Transaktionen mit Finanzinstrumenten ist die Bonität der Partner ein wichtiges Kriterium der LANXESS Finanzpolitik und des Kreditrisikomanagements. Daher strebt LANXESS grundsätzlich an, mit Bank- und Finanzpartnern Geschäfte zu tätigen, die mindestens über ein Investment-Grade-Rating verfügen. Die zum Bilanzstichtag offenen Derivate und Finanzanlagen wurden nahezu ausschließlich mit Banken mit Bonität im Investment-Grade-Bereich kontrahiert. Ferner erfolgt im Rahmen des Kreditrisikomanagements ein globales Management des Kontrahentenrisikos für alle bestehenden Bank- und Finanzpartner. Hierbei achtet der LANXESS Konzern darauf, dass im Sinne einer Risikodiversifikation keine existenzbedrohenden Konzentrationsrisiken bestehen. Durch den Abschluss von Rahmenverträgen können im Falle der Insolvenz des Transaktionspartners die Marktwerte der offenen Handelspositionen miteinander aufgerechnet werden, was zu einer weiteren Verringerung der Risikopositionen führt. • Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken bestehen in möglichen finanziellen Engpässen und dadurch verursachten erhöhten Refinanzierungskosten. Ziel des Liquiditätsmanagements des LANXESS Konzerns ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit durch einen ausreichenden Bestand an Liquiditätsreserven und fest zugesagten Kreditlinien sowie die Optimierung des gruppeninternen Liquiditätsausgleichs. Als wesentliche Liquiditätsreserve dient eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag nicht wesentlich in Anspruch genommen wurde. Die ursprüngliche Laufzeit der Kreditlinie wurde im Februar 2015 um ein Jahr bis Februar 2020 verlängert. Daneben besteht eine weitere wesentliche Kreditlinie mit der Europäischen Investitionsbank über 150 Mio. €. Neben den Kreditlinien bestanden kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserven in Höhe von 466 Mio. € (Vorjahr: 518 Mio. €) in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie hoch liquiden AAA-Geldmarktfondsanlagen. Dementsprechend verfügt der LANXESS Konzern über eine Liquiditätsposition, die sich über eine breite Basis von Finanzierungsinstrumenten erstreckt. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsströme der originären finanziellen Verbindlichkeiten, der hierin enthaltenen Zinsen sowie der derivativen Finanzinstrumente ersichtlich: Stand 31.12.2014 scroll in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019 >2019 Anleihen -96 -252 -41 -541 -21 -781 davon Zinsen -30 -52 -41 -41 -21 -81 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -79 -14 -2 -2 -229 - davon Zinsen -1 -4 -2 -2 -1 - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -799 - - - - - davon Zinsen - - - - - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -12 -12 -10 -8 -8 -44 davon Zinsen -4 -3 -3 -2 -2 -8 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -30 -2 -2 0 0 -2 davon Zinsen -26 0 0 - - - Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings Auszahlungen -618 -227 - - - - Einzahlungen 559 214 - - - - Andere Sicherungsinstrumente Auszahlungen -1.086 -32 -4 -1 -13 - Einzahlungen 1.041 28 4 - 10 - Derivative Vermögenswerte Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings Auszahlungen -21 -9 - - - - Einzahlungen 23 9 - - - - Andere Sicherungsinstrumente Auszahlungen -191 - - - - - Einzahlungen 203 4 0 - - - Stand 31.12.2015 scroll in Mio. € 2016 2017 2018 2019 2020 >2020 Anleihen -230 -41 -541 -21 -21 -761 davon Zinsen -30 -41 -41 -21 -21 -61 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -208 - - - - - davon Zinsen 0 - - - - - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -779 - - - - - davon Zinsen - - - - - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -14 -12 -10 -9 -8 -42 davon Zinsen -4 -4 -3 -3 -2 -8 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -25 -3 0 0 0 -2 davon Zinsen -24 0 - - - - Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings Auszahlungen -667 -203 - - - - Einzahlungen 586 187 - - - - Andere Sicherungsinstrumente Auszahlungen -918 -53 0 -13 - - Einzahlungen 896 49 0 10 - - Derivative Vermögenswerte Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings Auszahlungen -163 -135 -44 - - - Einzahlungen 166 133 43 - - - Andere Sicherungsinstrumente Auszahlungen -436 -1 - - - - Einzahlungen 446 1 - - - - Die für das auf den Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr vertraglich vereinbarten Auszahlungen für sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten enthalten mit 24 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) Zinsabgrenzungen, die im Wesentlichen die Anleihen betreffen. • Rohstoffpreisrisiken Der LANXESS Konzern ist bei seiner operativen Geschäftstätigkeit Marktpreisänderungen für Energien und Rohstoffe ausgesetzt. Preiserhöhungen aus der Energie- und Rohstoffbeschaffung werden in der Regel an die Kunden weitergegeben. Wenn eine Weitergabe für bestimmte Marktpreisrisiken nur eingeschränkt möglich ist, kann im Einzelfall eine Sicherung durch finanzielle Warentermingeschäfte erfolgen, mit dem Ziel einer Reduzierung der Cash-flow-Volatilität. Im Fall von Cashflow-Hedges, die den Anforderungen des Hedge Accountings genügen, erfolgt die Erfassung der Änderungen der beizulegenden Zeitwerte bis zur Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts im sonstigen Ergebnis. Wie im Vorjahr hat LANXESS zum Bilanzstichtag keine finanziellen Warentermingeschäfte im Bestand. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten In den nachfolgenden Aufstellungen werden die Buchwerte der einzelnen Klassen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten gegenübergestellt. Weiterhin wird die Grundlage für den bilanziellen Wertansatz aufgezeigt: Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten zum 31.12.2014 scroll in Mio. € Bewertungs-kategorie gemäß IAS 39 Buchwert 31.12.2014 Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 1.015 Sonstige finanzielle Forderungen LaR 15 Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente LaR 418 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte AfS 100 Sonstige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 14 Derivative Vermögenswerte Sicherungs- instrumente im Rahmen des Hedge Accountings — 3 Andere Sicherung- sinstrumente FAHfT 16 Finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen FLAC -1.456 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC -316 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC -799 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing — -72 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC -36 Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings - -73 Andere Sicherungsinstrumente FLHfT -48 scroll in Mio. € Wertansatz Bilanz gemäß IAS 39 Wertansatz Bilanz gemäß IA5 17 Beizu- legender Zeitwert 91.12.2014 Fortgeführte Anschaffungs- kosten Anschaffungs- kosten Beizulegender Zeitwert (sonstiges Ergebnis) Beizulegender Zeitwert (Gewinn oder Verlust) Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.015 1.015 Sonstige finanzielle Forderungen 15 15 Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente 418 418 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 100 100 Sonstige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 10 4 14 Derivative Vermögenswerte Sicherungs- instrumente im Rahmen des Hedge Accountings 3 3 Andere Sicherung- sinstrumente 16 16 Finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen -1.456 --1.630 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -316 -316 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -799 -799 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -72 -78 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -36 -36 Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings -73 -73 Andere Sicherungsinstrumente -48 -48 Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten zum 31.12.2015 scroll in Mo. E Bewertungskategorie gemäß IAS 39 Buchwert 31.12.2015 Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 956 Sonstige finanzielle Forderungen LaR 24 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 366 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte AfS 100 Sonstige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 13 Derivative Vermögenswerte Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings - 4 Andere Sicherungsinstrumente FAHfT 11 Finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen FLAC -1.392 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC -208 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC -779 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - -71 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC -30 Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings - -91 Andere Sicherungsinstrumente FLHfT -28 scroll in Mo. E Wertansatz Bilanz gemäß IA5 99 Wertansatz Bilanz gemäß IAS 17 Beizulegender Zeitwert 91.12.2015 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert (sonstiges Ergebnis) Beizulegender Zeitwert (Gewinn oder Verlust) Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 956 956 Sonstige finanzielle Forderungen 24 24 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 366 366 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 100 100 Sonstige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 10 3 13 Derivative Vermögenswerte Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings 4 4 Andere Sicherungsinstrumente 11 11 Finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen -1.392 -1.531 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -208 -208 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -779 -779 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -71 -76 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -30 -30 Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings -91 -91 Andere Sicherungsinstrumente -28 -28 scroll LaR Loans and Receivables (Kredite und Forderungen) AfS Available-for-Sale Financial Assets (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) FAHfT Financial Assets Held for Trading (zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) FLAC Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten) FLHfT Financial Liabilities Held for Trading (zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Anleihen ist der Stufe 1 der im Abschnitt „Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" erläuterten Bemessungshierarchie zuzuordnen, wobei für zwei Anleihen mit einem beizulegenden Zeitwert von 240 Mio. € aufgrund fehlender Marktliquidität Stufe 2 zugrunde gelegt wurde. Zum 31. Dezember 2014 wurde für drei Anleihen mit einem beizulegenden Zeitwert von 311 Mio. € Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugrunde gelegt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 erfolgt auf Basis diskontierter Zahlungsströme unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktzinssätze. Buchwerte nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 Kredite und Forderungen 1.448 1.346 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 114 113 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 16 11 1.578 1.470 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -2.607 -2.409 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten -48 -28 -2.655 -2.437 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert ist eine hierarchische Einstufung vorzunehmen, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung trägt. Diese umfasst drei Stufen: scroll Stufe 1 In aktiven, am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise Stufe 2 Andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind Stufe 3 Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind Aus folgender Aufstellung geht hervor, in welcher Höhe Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag auf wiederkehrender Grundlage zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden und welcher Stufe der Bemessungshierarchie („Fair-Value-Hierarchie") die in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren zuzurechnen sind. Umgruppierungen zwischen den Stufen werden zu den jeweiligen Bilanzstichtagen geprüft. In den Geschäftsjahren 2014 und 2015 fanden keine Umgruppierungen statt. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Schulden scroll 31.12.2014 in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Langfristige Vermögenswerte Sonstige Beteiligungen 3 - - Langfristige derivative Vermögenswerte - 5 - Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte - 1 - Kurzfristige Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 100 - - Kurzfristige derivative Vermögenswerte - 14 - Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 0 - - Langfristiges Fremdkapital Langfristige derivative Verbindlichkeiten - 20 - Kurzfristiges Fremdkapital Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten - 101 - Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Schulden scroll 31.12.2015 in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Langfristige Vermögenswerte Sonstige Beteiligungen 2 - - Langfristige derivative Vermögenswerte - 1 - Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte - 1 - Kurzfristige Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 100 - - Kurzfristige derivative Vermögenswerte - 14 - Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 0 - - Langfristiges Fremdkapital Langfristige derivative Verbindlichkeiten - 19 - Kurzfristiges Fremdkapital Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten - 100 - Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten sonstigen Beteiligungen betreffen Anteile an den börsennotierten Gesellschaften Gevo, Inc., Englewood (USA), und BioAmber Inc., Minneapolis (USA). Darüber hinaus sind im Bilanzposten „Sonstige Beteiligungen“ nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 10 Mio. € enthalten, deren beizulegende Zeitwerte zum Stichtag nicht zuverlässig bestimmbar sind und die daher zu Anschaffungskosten bilanziert werden. Derzeit bestehen keine Pläne zur Veräußerung dieser Beteiligungen. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Den in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten liegen keine Saldierungen zugrunde. Aus den nachfolgenden Aufstellungen ist ersichtlich, wie sich rechtlich durchsetzbare Globalnettingvereinbarungen oder ähnliche Vereinbarungen auf die Vermögenslage auswirken oder auswirken können: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten zum 31.12.2014 scroll in Mio. € Bilanzierter Buchwert der Finanzinstrumente In Verbindung stehende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag Finanzinstrumente Finanzielle Sicherheiten Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.015 -30 0 985 Derivative Vermögenswerte 19 -9 0 10 Finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -799 30 0 -769 Derivative Verbindlichkeiten -121 9 0 -112 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten zum 31.12.2015 scroll in Mio. € Bilanzierter Buchwert der Finanzinstrumente In Verbindung stehende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag Finanzinstrumente Finanzielle Sicherheiten Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 956 -11 0 945 Derivative Vermögenswerte 15 -11 0 4 Finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -779 11 0 -768 Derivative Verbindlichkeiten -119 11 0 -108 Hinsichtlich der derivativen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hat jede Vertragspartei die Möglichkeit, positive und negative Marktwerte, die sich aus Verträgen mit derselben Gegenpartei ergeben, im Verzugsfall auf Nettobasis zu verrechnen. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettoergebnisse entsprechend den Bewertungskategorien von IAS 39 dargestellt: Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 scroll in Mio. € 2014 2015 Kredite und Forderungen 64 19 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 1 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -120 -111 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -39 17 -95 -74 Die Nettogewinne bzw. -verluste enthalten im Wesentlichen Zinserträge und -aufwendungen sowie realisierte und unrealisierte Wechselkursgewinne und -verluste. Zusätzlich sind im Geschäftsjahr 2015 Aufwendungen aus Gebühren im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) angefallen. Besicherung finanzieller Verbindlichkeiten Im Geschäftsjahr 2015 und im Vorjahr bestanden keine Besicherungen finanzieller Verbindlichkeiten durch die Bestellung von Hypotheken und andere dingliche Sicherheiten. Mezzanine Finanzierung Finanzierungsinstrumente mit mezzaninem Charakter, wie z. B. Genussscheine, Wandel- und Optionsanleihen, sind nicht begeben. Für Erläuterungen zu den Möglichkeiten zur Begebung von derartigen Instrumenten wird auf Anhangangabe [13] verwiesen. (37) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Erläuterungen zum Berechnungsvorgehen und Ausweis von Zahlungsströmen Hinsichtlich allgemeiner Erläuterungen wird auf die Ausführungen zur Kapitalflussrechnung im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" verwiesen. Zufluss aus operativer Tätigkeit Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird ermittelt, indem zunächst das Ergebnis vor Ertragsteuern um das Ergebnis aus dem Finanzbereich, Abschreibungen, Wertaufholungen und nicht zahlungswirksame Größen bereinigt wird, ergänzt um die Veränderung der übrigen Aktiva und Passiva. Die Ausgangsgröße der Kapitalflussrechnung, das Ergebnis vor Ertragsteuern, beträgt 288 Mio. € (Vorjahr: 80 Mio. €). Hierin sind Abschreibungen in Höhe von 418 Mio. € (Vorjahr: 426 Mio. €) enthalten, welche Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in Höhe von 56 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) beinhalten. In 2015 wurden Ertragsteuern in Höhe von 98 Mio. € (Vorjahr: 31 Mio. €) gezahlt. Die Veränderung des Net Working Capital hat zu einem Mittelzufluss von 93 Mio. € (Vorjahr: 147 Mio. €) geführt. Nach Berücksichtigung der Veränderung der übrigen Aktiva und Passiva von -33 Mio. € (Vorjahr: 103 Mio. €) ergibt sich im Geschäftsjahr ein Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit von 692 Mio. € (Vorjahr: 797 Mio. €). Abfluss aus investiver Tätigkeit Im Geschäftsjahr 2015 flossen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 434 Mio. € (Vorjahr: 614 Mio. €) ab. Einzahlungen aus Investitionszuschüssen haben die Auszahlungen für Investitionen um 8 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €) reduziert. Die Ein- und Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte enthalten im Geschäftsjahr 2015 einen Abfluss in Höhe von 11 Mio. € für Darlehensgewährungen an einen Standortdienstleister in den Niederlanden. Der Zufluss im Vorjahr in Höhe von 8 Mio. € ist hingegen im Wesentlichen durch Einzahlungen aus Geldmarktfonds geprägt. Mittelzuflüsse aus erhaltenen Zinsen und Dividenden ergaben sich in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €). Darüber hinaus ist im Geschäftsjahr 2015 eine Verlustübernahme der at equity bewerteten Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), in Höhe von 5 Mio. € enthalten, während im Vorjahr 2 Mio. € Gewinn übernommen wurden. Insgesamt flossen aus investiver Tätigkeit 400 Mio. € (Vorjahr: 587 Mio. €) ab. Abfluss aus Finanzierungstätigkeit Im Geschäftsjahr 2015 flossen durch Kapitalerhöhung in das Tochterunternehmen LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nan-tong (China), an der LANXESS 50 % der Anteile hält, 9 Mio. € (Vorjahr: 433 Mio. € Erhöhung des Grundkapitals der LANXESS AG) zu. Auf die Nettotilgung von Finanzschulden entfielen 220 Mio. € (Vorjahr: 478 Mio. €). Diese betraf insbesondere die Rückführung des CNY Bonds in Höhe von 70 Mio. € und Teilrückzahlungen des US-Dollar-Darlehens von der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 114 Mio. €. Zinszahlungen und sonstige Auszahlungen des Finanzbereichs führten zu Mittelabflüssen in Höhe von 76 Mio. € (Vorjahr: 131 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2015 flossen wie im Vorjahr Dividendenzahlungen in Höhe von 46 Mio. € ab und entfielen mit 46 Mio. € (Vorjahr: 46 Mio. €) auf die Aktionäre der LANXESS AG. Im Saldo flossen damit aus Finanzierungstätigkeit Mittel in Höhe von 333 Mio. € (Vorjahr: 222 Mio. €) ab. Hinsichtlich Erläuterungen zu nicht genutzten Kreditlinien wird auf Anhangangabe [36] verwiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 366 Mio. € (Vorjahr: 418 Mio. €) umfassen Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind gemäß IAS 7 Finanztitel mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. (38) Segmentberichterstattung Kennzahlen nach Geschäftsbereichen scroll in Mio. € Performance Polymers Advanced Intermediates Performance Chemicals Überleitung LANXESS 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Außenumsatzerlöse 4.128 3.944 1.847 1.826 1.989 2.085 42 47 8.006 7.902 Innenumsatzerlöse 0 2 46 51 9 11 -55 -64 0 0 Gesamtumsatzerlöse 4.128 3.946 1.893 1.877 1.998 2.096 -13 -17 8.006 7.902 Segmentergebnis/EBITDA vor Sondereinflüssen 392 502 308 339 269 326 -161 -282 808 885 Sondereinflüsse (EBITDA-wirksam) -41 5 -13 -1 -31 -13 -79 -43 -164 -52 Segmentvermögen 3.647 3.604 1.121 1.120 1.357 1.427 158 146 6.283 6.297 Segmentakquisitionen - - - - - - - - - - Segmentinvestitionen 472 190 100 99 94 144 26 24 692 457 Abschreibungen (planmäßig) 208 247 88 94 80 85 18 23 394 449 Abschreibungen (außerplanmäßig) 23 17 5 5 2 3 2 - 32 25 Wertaufholungen - 37 - 19 - - - - - 56 Segmentverbindlichkeiten 1.018 956 731 555 745 770 504 645 2.998 2.926 Mitarbeiter (Stand 31.12.) 5.240 5.088 3.312 3.264 5.318 5.260 2.714 2.613 16.584 16.225 Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 5.285 5.125 3.328 3.287 5.388 5.263 2.806 2.635 16.807 16.310 Vorjahreswerte angepasst. Kennzahlen nach Regionen scroll EMEA (ohne Deutschland) Deutschland Nordamerika Lateinamerika Asien/Pazifik LANXESS 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Außenumsatzerlöse nach Verbleib 2.296 2.325 1.440 1.365 1.338 1.368 859 830 2.073 2.014 8.006 7.902 Langfristiges Segmentvermögen 642 655 1.029 1.035 413 446 320 244 1.284 1.394 3.688 3.774 Segmentakquisitionen - - - - - - - - - - - - Segmentinvestitionen 117 91 158 163 46 79 34 24 337 100 692 457 Mitarbeiter (Stand 31.12.) 3.267 3.143 7.747 7.523 1.371 1.312 1.467 1.412 2.732 2.835 16.584 16.225 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Die Bewertungsansätze der Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss einheitlich verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Im Rahmen der weltweiten Neuausrichtungen wurden in 2015 Konzernstrukturen verändert. Die Produktlinien Alterungsschutzmittel und Beschleuniger der aufgelösten Business Unit Rubber Chemicals (Segment Performance Chemicals) wurden zum 1. Januar 2015 in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates (Segment Advanced Intermediates) integriert. Darüber hinaus wurden im Zuge der Auflösung der Aliseca GmbH die Mitarbeiter den einzelnen Business Units zugeordnet. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst, wobei sich Verschiebungen aus dem Segment Performance Chemicals in das Segment Advanced Intermediates sowie bei den Mitarbeiterzahlen insgesamt ergaben. Der LANXESS Konzern weist zum 31. Dezember 2015 folgende berichtspflichtige Segmente aus: scroll Segmente Aktivitäten Performance Polymers Spezialkautschuke für hochwertige Gummierzeugnisse, beispielsweise zum Einsatz in Fahrzeugen, Reifen, Bauten oder Schuhen, technische Kunststoffe, Polyamid-Compoundierungen Advanced Intermediates Hochwertige Zwischenprodukte, beispielsweise für die Agro- und Lackindustrie, Feinchemikalien als Vor- und Zwischenprodukte für die Pharma-, Agro- und Spezialitätenchemie, kundenspezifische Spezialentwicklungen, Reifenchemikalien Performance Chemicals Materialschutzprodukte, anorganische Pigmente zur Einfärbung von Beton, Dispersionsfarben und Lacken, Veredelungsmittel für die Lederindustrie, Kautschukadditive, Umkehrosmose-Membranelemente und Ionenaustauscher zur Wasseraufbereitung sowie Kunststoffadditive wie z. B. Flammschutzmittel und Weichmacher In der Überleitung werden die Beziehungen zwischen den Unternehmensbereichen eliminiert sowie Segmentvermögenswerte und Segmentschulden, die den Kernsegmenten nicht zugeordnet werden, ausgewiesen. Hierzu gehört im Wesentlichen das Corporate Center. Des Weiteren beinhaltet die Überleitung die at equity bewertete Beteiligung Curren-ta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) und das entsprechende Ergebnis in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €). Hierzu wird auf Anhangangabe [3] verwiesen. Die für die Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten verwendeten Transferpreise werden unter Anwendung der OECD-Regeln so ermittelt, wie sie auch mit unabhängigen Dritten unter vergleichbaren Bedingungen zu Stande gekommen wären („Arm's-Length-Prinzip"). Bei dem überwiegenden Teil der Mitarbeiter in der Überleitung handelt es sich um Beschäftigte, die für mehrere Segmente Arbeitsleistungen erbringen. Dazu zählen unter anderem die Mitarbeiter der technischen Dienstleistungen. Entsprechend der Regioneneinteilung im LANXESS Konzern erfolgt die Einteilung der sekundären Segmente gemäß den LANXESS Berichtsregionen: EMEA (Europa ohne Deutschland, Naher Osten, Afrika), Deutschland, Nordamerika, Lateinamerika und Asien/Pazifik. Maßgeblich für die Ermittlung der Regionenumsätze ist der Sitz der Warenempfänger. Im Geschäftsjahr 2015 weist kein einzelner Kunde des LANXESS Konzerns einen Umsatzanteil von 10 % oder mehr auf. Die zur internen Steuerung herangezogene Ergebnisgröße im LANXESS Konzern ist das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen (vgl. Ausführungen im Abschnitt „Wertmanagement und Steuerungssystem" im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015). Insofern wird dieses als „Segmentergebnis" offengelegt. Ausgangsgröße für die Ermittlung ist das operative Ergebnis (EBIT), welches sich aus dem Bruttoergebnis vom Umsatz, den Vertriebskosten, den allgemeinen Verwaltungskosten, den For-schungs- und Entwicklungskosten sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis zusammensetzt. Das EBITDA vor Sondereinflüssen errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die in ihrer Art oder in ihrer Höhe ungewöhnlich sind. Hierzu können außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten sowie Portfolioaufwen-dungen zählen. Zinserträge und -aufwendungen wie auch Ertragsteuererträge und -aufwendungen werden aufgrund des zentralen Finanzmanagements nicht auf Segmentebene berichtet. Die im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen entfielen im Wesentlichen auf eine Testanlage der Business Unit Butyl Rubber (Segment Performance Polymers). Im Geschäftsjahr 2015 wurden Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorgenommen. Für weitere Informationen hierzu wird auf die Ausführungen im Abschnitt „Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräume" verwiesen. Die EBITDA-wirksamen Sondereinflüsse des Geschäftsjahres 2015 betreffen im Wesentlichen das im Vorjahr initiierte Programm „Let's LANXESS again". Hierin sind die Kosten im Zusammenhang mit der Schließung des Standorts Marl (Deutschland) enthalten. Die entsprechenden Sondereinflüsse des Vorjahres resultieren überwiegend aus Maßnahmen der Programme „Let's LANXESS again" und ,Advance". Überleitung Segmentumsätze scroll in Mio. € 2014 2015 Summe der Segmentumsätze 8.019 7.919 Sonstige/Konsolidierung -13 -17 Konzernumsatz 8.006 7.902 Die Veränderung des Segmentergebnisses der Überleitung ist im Wesentlichen auf Aufwendungen aus der Absicherung von Wechselkursänderungen zurückzuführen. Überleitung Segmentergebnisse scroll in Mio. € 2014 2015 Summe der Segmentergebnisse 969 1.167 Abschreibungen -426 -474 Wertaufholungen — 56 Sondereinflüsse (EBITDA-wirksam) -164 -52 Sonstiges Finanzergebnis -71 -61 Zinsergebnis -69 -66 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 2 0 Sonstige/Konsolidierung -161 -282 Ergebnis vor Ertragsteuern 80 288 In der Überleitung der Segmentergebnisse auf das Ergebnis vor Ertragsteuern sind insgesamt Sondereinflüsse in Höhe von saldiert 7 Mio. € Aufwand (Vorjahr: 184 Mio. € Aufwand) enthalten (vgl. Anhangangaben [26] und [27]). Diese setzen sich zusammen aus -11 Mio. € (Vorjahr: -20 Mio. €) Abschreibungen, 56 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) Wertaufholungen sowie EBITDA-wirksamen Sondereinflüssen von -52 Mio. € (Vorjahr: -164 Mio. €). Hinsichtlich des Ergebnisses aus at equity bewerteten Beteiligungen wird auf Anhangangabe [3] verwiesen. Es stammt aus den Standortdienstleistungen der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), und wird nicht auf die Segmente verteilt. Das Segmentvermögen besteht im Wesentlichen aus immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nicht im Segmentvermögen enthalten sind unter anderem Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, latente Steuern sowie liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte. Überleitung Segmentvermögen scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 Summe der Segmentvermögen 6.125 6.151 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 418 366 Latente Steuern 380 361 Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 100 100 Ertragsteuerforderungen 34 55 Derivative Vermögenswerte 19 15 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 16 25 Sonstige/Konsolidierung 158 146 Konzernvermögen 7.250 7.219 Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Sämtliche planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen wurden in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 direkt im Periodenergebnis erfasst. Die Segmentverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Nicht in den Segmentverbindlichkeiten enthalten sind insbesondere Ertragsteuerschulden sowie derivative und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Überleitung Segmentverbindlichkeiten scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015 Summe der Segmentverbindlichkeiten 2.494 2.281 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.880 1.701 Derivative Verbindlichkeiten 121 119 Ertragsteuerschulden 69 104 Latente Steuern 21 46 Sonstige/Konsolidierung 504 645 Konzernverbindlichkeiten 5.089 4.896 (39) Honorar für den Abschlussprüfer Für den Abschlussprüfer des LANXESS Konzernabschlusses wurden im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 3.346 T€ (Vorjahr: 2.731 T€) Honorar als Aufwand erfasst. Davon entfielen auf die Abschlussprüfungen 1.267 T€ (Vorjahr: 1.322 T€), auf andere Bestätigungsleistungen 517 T€ (Vorjahr: 560 T€) und auf sonstige Leistungen, die für Konzernunternehmen erbracht worden sind, 1.562 T€ (Vorjahr: 849 T€). Im Vorjahr hatte die mit der Abschlussprüfung beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterjährig eine Akquisition im Bereich der IT-Dienstleistungen getätigt, deren Entgelte entsprechend zeitanteilig in den sonstigen Leistungen zum Ansatz kamen. Im Geschäftsjahr 2015 sind die Leistungen dieses IT-Dienstleisters für die gesamte Berichtsperiode enthalten und führen zu einem Anstieg der sonstigen Leistungen. Die Honorare für Abschlussprüfungen enthalten die gesamten gezahlten bzw. noch zu zahlenden Honorare samt Auslagen für die Abschlussprüfung des Konzernabschlusses sowie die Prüfung der vorgeschriebenen Abschlüsse der LANXESS AG und ihrer verbundenen Unternehmen in Deutschland. (40) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite von LANXESS zugänglich gemacht. (41) Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften Die folgenden inländischen Tochtergesellschaften haben für das Geschäftsjahr 2015 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht: • Bond-Laminates GmbH, Brilon • IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin • LANXESS Accounting GmbH, Köln • LANXESS Buna GmbH, Marl • LANXESS Deutschland GmbH, Köln • LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen • Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim • Saltigo GmbH, Leverkusen Im Ausland hat die englische Tochtergesellschaft LANXESS Limited (Registrierungsnummer 03498959), Newbury, von der Befreiung der Prüfung des Jahresabschlusses gemäß Abschnitt 479A des Companies Act 2006 Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG, als Mutterunternehmen, hat eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 in Bezug auf den Abschnitt 479C des Companies Act 2006 abgegeben. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des LANXESS Konzerns sowie der LANXESS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des LANXESS Konzerns bzw. der LANXESS AG beschrieben sind. Köln, den 26. Februar 2016 LANXESS Aktiengesellschaft Der Vorstand Matthias Zachert Michael Pontzen Dr. Rainier van Roessel Dr. Hubert Fink Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Köln, den 29. Februar 2016 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer Carsten Manthei, Wirtschaftsprüfer