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LANXESS AG — Management Reports 2013
Aug 11, 2014
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Management Reports
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LANXESS Aktiengesellschaft
Köln
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013
Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013
VON LANXESS KONZERN UND LANXESS AG
LANXESS - GRUNDLAGEN DES KONZERNS
Konzernstruktur
Rechtliche Struktur
Die LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Ihr sind die LANXESS Deutschland GmbH und die LANXESS International Holding GmbH als 100 %ige Töchter untergeordnet. Diesen unterstehen die in- und ausländischen Beteiligungen.
An folgenden wesentlichen Gesellschaften ist die LANXESS AG mittel- oder unmittelbar zu 100 % beteiligt:
Wesentliche mittel- und unmittelbare Beteiligungen der LANXESS AG
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| Name und Sitz | Funktion | Segmente |
|---|---|---|
| LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | Alle |
| LANXESS Butyl Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) | Produktion und Vertrieb | Alle |
| LANXESS Elastomères S.A.S., Lillebonne (Frankreich) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Elastomers B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Elastômeros do Brasil S.A., Rio de Janeiro (Brasilien) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Holding Hispania, S.L., Barcelona (Spanien) | Holdinggesellschaft | Alle |
| LANXESS Inc., Sarnia (Kanada) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) | Produktion und Vertrieb | Alle |
| LANXESS International Holding GmbH, Köln (Deutschland) | Holdinggesellschaft | Alle |
| LANXESS International SA, Granges-Paccot (Schweiz) | Vertrieb | Alle |
| LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers/ Performance Chemicals |
| LANXESS Rubber N.V., Zwijndrecht (Belgien) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | Performance Chemicals |
| Saltigo GmbH, Leverkusen (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates |
Ergänzungen des Konzernportfolios
Mit der im April 2013 vollzogenen Übernahme der PCTS Specialty Chemicals Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur ist LANXESS zu einem der führenden Anbieter von Bioziden für Farben und Lacke in der Wachstumsregion Asien/Pazifik aufgestiegen. PCTS wurde in die Business Unit Material Protection Products unseres Segments Performance Chemicals integriert und ist auf die Produktion von Bioziden für umweltfreundliche wasserbasierte Farben spezialisiert, die strenge Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards erfüllen. Die Übernahme eröffnet uns den Zugang zu Biozid-Anwendungen, gleichzeitig profitieren wir von der Produktexpertise und dem Know-how im Bereich Farben und Lacke.
Darüber hinaus haben wir ebenfalls im Segment Performance Chemicals das Phosphorchemikalien-Geschäft unserer Business Unit Functional Chemicals mit der Übernahme der Aktivitäten der französischen Tochter des insolventen niederländischen Unternehmens Thermphos International B.V., Vlissingen (Niederlande), gestärkt. Die Transaktion im September 2013 umfasste die Produktionsanlagen und die Kundenliste der Thermphos-Gesellschaft in Epierre (Frankreich) - eines weltweit führenden Herstellers von Phosphorpentoxid und Polyphosphorsäure. Beide Produkte ergänzen unser bestehendes Portfolio und können als chemische Zwischenprodukte für eine Reihe von Anwendungen wie Flammschutz- und Arzneimittel eingesetzt werden.
Organisation der Leitung und Kontrolle
Die LANXESS AG besitzt eine duale Führungsstruktur. Diese besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Dabei steht ihm ein aus seinen Reihen besetzter Prüfungsausschuss für Finanzthemen unterstützend zur Seite. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds.
Für weitere Ausführungen verweisen wir auf die Corporate-Governance-Berichterstattung.
Geschäftstätigkeit
Geschäftsorganisation
Der LANXESS Konzern ist in drei Segmenten organisiert, in denen seit dem 1. Januar 2013 nunmehr 14 Business Units das operative Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung betreiben. So haben wir im Segment Performance Polymers unsere Business Unit Technical Rubber Products in zwei neue Einheiten aufgeteilt: Die neue Business Unit Keltan Elastomers fokussiert sich ausschließlich auf das Geschäft mit Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM). Das verbleibende Geschäft von Technical Rubber Products führen wir unter dem Namen High Performance Elastomers fort. Zudem wurde im zweiten Quartal 2013 die Business Unit Ion Exchange Resins aus dem Segment Performance Chemicals in Liquid Purification Technologies umbenannt, wodurch der wesentlichen Erweiterung des Portfolios um die Membranfiltrations-Technologie für die Umkehrosmose Ausdruck verliehen wird.
Group Functions und ihnen zugeordnete Servicegesellschaften unterstützen unsere Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zur globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.
Weitere wesentliche Veränderungen an den oben beschriebenen rechtlichen und organisatorischen Strukturen sehen wir für das Geschäftsjahr 2014 nach derzeitigem Stand nicht vor.
Kurzdarstellung der Segmente
Im Segment Performance Polymers bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet der Herstellung von synthetischen Hochleistungs-Kautschuken und Hightech-Kunststoffen.

Mit seinen im Segment Advanced Intermediates zusammengefassten Geschäften gehört LANXESS zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet chemischer Zwischenprodukte für die Industrie sowie der Herstellung von chemischen Vorprodukten und speziellen chemischen Wirkstoffen im Kundenauftrag.

Im Segment Performance Chemicals fassen wir unsere anwendungsorientierten Geschäfte auf dem Gebiet der Prozess- und Funktionschemikalien zusammen.

Strategische Ausrichtung
Der LANXESS Konzern ist ein global tätiges Chemieunternehmen. Unser Portfolio umfasst Polymere sowie Industrie-, Spezial- und Feinchemikalien. In unseren Geschäften verfügen wir über alle Voraussetzungen, um langfristig erfolgreich zu sein. Dazu gehören flexible Anlagenstrukturen, eine diversifizierte Kundenbasis, eine globale Aufstellung mit regionaler Flexibilität sowie eine unternehmerisch geprägte Managementstruktur.
Mit Innovationen und gezielten Ergänzungen unseres Produktportfolios positionieren wir uns als Hightech-Anbieter, der seinen Kunden zuverlässig Produkte in Premium-Qualität liefert sowie ihre Innovationsprozesse aktiv begleitet und auf diese Weise messbaren Mehrwert für sie generiert. So stärken wir die Kundenbindung, unterscheiden uns von unseren Wettbewerbern und streben auch in wettbewerbsintensiven Marktphasen bzw. Segmenten danach, adäquate Margen zu erwirtschaften.
Nachhaltige Megatrends als künftige Erfolgspotenziale
Unsere strategische Ausrichtung orientiert sich an vier zentralen Megatrends:
| • | Das wachsende Bedürfnis nach Mobilität - insbesondere in China, Indien und anderen großen aufstrebenden Volkswirtschaften - und die gleichzeitige Notwendigkeit, Mobilität umweltverträglicher zu gestalten. |
| • | Die Landwirtschaft, die vor dem Hintergrund einer rasant wachsenden Weltbevölkerung einen deutlich steigenden globalen Nahrungsmittelbedarf zu decken hat. |
| • | Die Urbanisierung, im Zuge derer weltweit Menschen vom Land in die Städte ziehen. Sie alle benötigen Wohnraum, Büros und eine leistungsfähige Infrastruktur. Aktuellen Prognosen zufolge werden im Jahr 2050 knapp 70 % der Weltbevölkerung in Städten leben. |
| • | Der steigende Wasserbedarf, der aufgrund des Bevölkerungswachstums und des Klimawandels dazu führen wird, dass Wasser in nicht allzu ferner Zukunft voraussichtlich ein ebenso wertvoller Rohstoff wie Erdöl sein wird. |
Unsere Segmente leisten mit den maßgeschneiderten Produkten und Dienstleistungen ihrer Business Units einen gesellschaftlich und wirtschaftlich wertvollen Beitrag, um die Herausforderungen zu bewältigen, die sich aus diesen Megatrends täglich ergeben.
Ertragsstrategie
Unser Produktportfolio richten wir vor diesem Hintergrund konsequent auf Märkte aus, die in den kommenden Jahren ein kontinuierliches, überdurchschnittliches Wachstum versprechen. Dementsprechend konzentrieren wir uns in regionaler Hinsicht vor allem darauf, unsere Geschäfte und Produktionskapazitäten in den stärker wachsenden BRICS-Staaten auszubauen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Brasilien, Indien und China. Wir konzentrieren uns insbesondere auf organisches Wachstum.
Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Um den Auswirkungen einer in Teilen veränderten Wettbewerbssituation bei der anhaltend schwierigen Marktsituation zu begegnen, haben wir im zweiten Halbjahr 2013 das Programm „Advance“ initiiert. Im Rahmen von „Advance“ streben wir durch Effizienzverbesserungen und gezielte Restrukturierungen ab 2015 jährliche Einsparungen in Höhe von rund 100 Mio. € an. Dem stehen in den Jahren 2013 und 2014 Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt rund 150 Mio. € gegenüber. Die Umsetzung soll bis 2015 zu einem Abbau von etwa 1.000 Stellen weltweit führen.
Die gezielten Restrukturierungen betreffen unter anderem die Business Unit Rubber Chemicals im Segment Performance Chemicals. Hier haben wir den nicht mehr wettbewerbsfähigen Standort Isithebe in Südafrika geschlossen und Produktionskapazitäten in Belgien gebündelt. Im Rahmen von Portfolioanpassungen prüfen wir darüber hinaus für bestimmte Randgeschäfte strategische Optionen. Dazu zählen unter anderem die Produktlinien „Perlon-Monofil“ der Business Unit High Performance Materials, „Beschleuniger“ und „Alterungsschutzmittel“ der Business Unit Rubber Chemicals sowie „Nitril-Butadienkautschuk“ der Business Unit High Performance Elastomers.
Investitionsstrategie
Wir streben an, unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen mit dem Fokus auf attraktive Wachstumschancen in profitablen Märkten zu steigern. Für unsere Investitionspolitik gelten dabei die folgenden Leitlinien:
| • | Schwerpunkt ist der Ausbau der Premium-Produkte mit der Möglichkeit der Produktdifferenzierung. |
| • | Wir investieren in nachhaltig wachsende Märkte, auf die wir uns strategisch in den operativen Segmenten fokussiert haben. |
| • | Investitionen unterliegen klaren finanziellen Kriterien, die mindestens den Erhalt einer Kapitalrendite (ROCE) sicherstellen, die in einem normalen Geschäftszyklus durchschnittlich auf Konzernebene erreicht wird. |
| • | Investitionen werden wesentlich aus dem Cashflow der operativen Geschäftstätigkeit und, falls diese Mittel nicht ausreichen, aus sonstigen zur Verfügung stehenden Barmitteln und Kreditlinien finanziert. |
Finanzierungsstrategie
Unsere Finanzierungspolitik ist konservativ und nachhaltig. Sie bereitet den Boden für langfristig dynamisches, unternehmerisches Handeln. Eckpfeiler sind der Zugang zu den internationalen Finanzmärkten und damit verbunden die langfristige Sicherung der finanziellen Flexibilität.
Dabei werden bei Kapitalbedarf und -deckung die konkurrierenden Anforderungen an die Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit optimiert. Die Verschuldungshöhe orientiert sich an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich.
Das Wachstum unseres Konzerns wird aus dem operativen Geschäft und über gezielte Finanzierungsmaßnahmen ermöglicht. Es ist unser Ziel, neben einem positiven Ergebnisbeitrag auch einen positiven Cashflow zu erwirtschaften.
WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM
Wertmanagement und Steuerungssystem
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| 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA vor Sondereinflüssen | Mio. € | 465 | 918 | 1.146 | 1.223 | 735 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | % | 9,2 | 12,9 | 13,1 | 13,4 | 8,9 |
| Capital Employed | Mio. € | 3.475 | 3.750 | 4.784 | 5.442 | 4.969 |
| ROCE | % | 5,9 | 17,0 | 17,2 | 15,6 | 5,8 |
| Umschlagdauer Vorräte (DSI) | Tage | 55,1 | 53,7 | 60,1 | 64,7 | 58,0 |
| Forderungslaufzeit Debitoren (DSO) | Tage | 47,0 | 46,3 | 49,9 | 47,4 | 47,8 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | Mio. € | 794 | 913 | 1.515 | 1.483 | 1.731 |
| Net Debt Ratio | 1,7 x | 1,0 x | 1,3 x | 1,2 x | 2,4 x | |
| Investitionsquote | % | 6,8 | 7,4 | 8,0 | 8,1 | 8,1 |
Vorjahreswerte angepasst.
Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir konkrete Kennzahlen, anhand derer wir das Ergebnis unserer Maßnahmen messen können. Basis hierfür ist ein zuverlässiges und verständliches Finanz- und Controlling-Informationssystem. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Informationen zu verbessern, die von den Group Functions Accounting und Controlling in Form einer konsistenten Berichterstattung von Planungs-, Erwartungs- und Ist-Daten bereitgestellt werden.
Unser Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft wider. Entsprechend ist unser Steuerungssystem konsequent auf die Steuerung der Ertragskraft ausgerichtet.
Ertragskraft
Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA (Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die ungewöhnlich in ihrer Art oder in ihrer Höhe sind. Hierzu können außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten sowie Portfolioaufwendungen zählen. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter Anwendung der Bruttomethode abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden über die Bruttoabschreibungen hinaus bei der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen keine weiteren Bereinigungen vorgenommen.
Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt; diese finden Eingang in die Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Mitarbeiter (siehe dazu auch das Kapitel „Mitarbeiter“, das Bestandteil dieses Lageberichts ist). Wir verwenden das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA als zentrale Steuerungsgröße, da sich auf dieser Basis eine Entwicklung über mehrere Berichtsperioden besser beurteilen lässt.
Von den im Berichtsjahr angefallenen Sondereinflüssen von 381 Mio. € entfielen 270 Mio. € auf nicht EBITDA-wirksame außerplanmäßige Abschreibungen. Hiervon ergaben sich wiederum 257 Mio. € im Rahmen von Werthaltigkeitsprüfungen auf Ebene der Business Units. Die EBITDA-wirksamen Sondereinflüsse von 111 Mio. € resultierten überwiegend aus Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Programm „Advance“. Die Verteilung auf die einzelnen Segmente ergibt sich aus den Erläuterungen im Abschnitt „Segmentdaten“.
Reine Erlösgrößen wie zum Beispiel die Umsatzerlöse sind keine Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie uns keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben. Volatile Einstandspreise für Rohstoffe sind ein wesentliches Kennzeichen unserer Industrie. Unterjährig schwankende Rohstoffpreise wirken sich auf Verkaufspreise aus. Dies beeinflusst die Höhe der Umsatzerlöse, lässt jedoch die für die Ertragskraft entscheidenden Margen weitgehend unberührt. Eine Zielformulierung für Umsatzwerte unterbleibt daher sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive.
Unternehmensspezifische Frühindikatoren
Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten.
Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert als Ausgangsbasis für die Unternehmenssteuerung die Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, werden zweimal im Jahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, erstellt, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die Eckwerte der Ertragskraft regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt.
Für Budgetierung und Forecasts werden bestimmte Parameter zentral vorgegeben und einheitlich verwendet, da sie großen Einfluss auf die Ausprägung der Eckwerte haben. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen zu, wie zum Beispiel Butadien. Die laufende Entwicklung der Beschaffungspreise hat vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung der Verkaufspreise einen hohen Stellenwert. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. Aufgrund unserer regional diversifizierten Produktionsstätten und Absatzmärkte beeinflusst ferner der Verlauf der Wechselkurse die aus der Umsatz- und Kostenentwicklung resultierende Ertragskraft, mit entsprechender Rückwirkung auf Preisgestaltung und Absicherungsstrategien. Des Weiteren werden laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Kundenindustrien und Absatzregionen herangezogen, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen.
Rentabilität
Der Return on Capital Employed (ROCE) ist als Messgröße für die Rentabilität auf Konzernebene implementiert und gibt Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Dies macht ihn beispielsweise zu einem wichtigen Kriterium bei Investitionsentscheidungen.

Die zinsfreien Verbindlichkeiten setzen sich aus den Rückstellungen ohne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den Ertragsteuerschulden, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten zusammen. Wir nutzen daneben eine vereinfachte Variante des ROCE, den sogenannten Business-ROCE, um den Erfolg unserer Geschäftseinheiten zu beurteilen.
Kapitalkosten
Die Fremdkapitalkosten errechnen sich aus dem sogenannten risikolosen Zins, d.h. in unserem Fall aus der Rendite einer langfristigen deutschen Staatsanleihe, zuzüglich eines Risikoaufschlags für Industrieunternehmen in der gleichen Risikokategorie wie LANXESS. Die Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartungen der Investoren an eine Investition in LANXESS Aktien wider. Aufgrund des gegenüber dem Erwerb risikoloser Staatsanleihen mit dem Aktienerwerb verbundenen höheren Risikos fordern Eigenkapitalinvestoren eine Risikoprämie. Diese sogenannte Market Risk Premium wird aus der langfristigen Überrendite eines Aktieninvestments gegenüber einer Investition in risikolose Staatsanleihen ermittelt und durch den Beta-Faktor korrigiert, der das relative Risiko eines Investments in die LANXESS Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt zum Ausdruck bringt.
Während sich der ROCE im Vorjahr mit 15,6 % deutlich über unserem vergleichsrichtig ermittelten gewichteten Kapitalkostensatz befand, lag dieser im Geschäftsjahr 2013 mit 5,8 % darunter.
Kapitalverwendung
Um unser Working Capital auf operativer Ebene zu optimieren, nutzen wir die Kennzahlen DSI und DSO (Lagerreichweite bzw. Days of Sales in Inventories und Forderungslaufzeit bzw. Days of Sales Outstanding). Hier wird der Vorrats- bzw. Forderungsbestand im Verhältnis zum Umsatz des vergangenen Quartals gezeigt. Im Geschäftsjahr 2013 lag der DSI bei 58,0 Tagen (Vorjahr: 64,7 Tage) und der DSO bei 47,8 Tagen (Vorjahr: 47,4 Tage).
Unsere Investitionen in Sachanlagen unterliegen einer strikten Kapitaldisziplin und werden konsequent auf jene Produktbereiche ausgerichtet, die die größten Erfolgspotenziale aufweisen. Dabei priorisieren wir Investitionsprojekte auf Basis finanzieller Kennziffern wie Rückflusszeit, Kapitalwert und ROCE. Für ausführlichere Angaben zu den Investitionsleitlinien verweisen wir auf den vorstehenden Abschnitt „Investitionsstrategie“.
Verschuldung
Die Net Debt Ratio, die wir ausschließlich auf Konzernebene verwenden, ist definiert als das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Gesamtsumme der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte. Die finanziellen Verbindlichkeiten laut Bilanz werden zuvor noch um die Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen gekürzt. Die Net Debt Ratio erhöhte sich aufgrund der schwächeren Ergebnisentwicklung im Berichtsjahr sowie der höheren Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2013 auf 2,4 nach einem Wert von 1,2 zum Vorjahresstichtag. Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten stiegen um 248 Mio. € auf 1.731 Mio. €.
Nettofinanzverbindlichkeiten
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.462 | 1.302 | 1.465 | 2.167 | 1.649 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 94 | 176 | 633 | 167 | 668 |
| abzüglich: | |||||
| Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen | -47 | -41 | -55 | -54 | -53 |
| Zahlungsmittel | -313 | -160 | -178 | -386 | -427 |
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | -402 | -364 | -350 | -411 | -106 |
| 794 | 913 | 1.515 | 1.483 | 1.731 |
EINKAUF UND PRODUKTION
Einkauf
LANXESS stellt die Versorgung mit Rohstoffen, sonstigen Materialien und Dienstleistungen über die zentral gesteuerte Organisationseinheit Global Procurement & Logistics sicher. In enger Abstimmung mit unseren Business Units bündeln die sogenannten „Global Categories“ ihren Bedarf in den Einkaufssegmenten Rohstoffe, technische Güter, Packmittel, Energie, Services und Logistik. Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert die effektive Nutzung von Einkaufssynergien, so dass wir optimal am Markt agieren und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing“). Im Berichtszeitraum kam es daher nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung.
Die Beschaffung chemischer Rohstoffe hat für uns einen bedeutenden Stellenwert. Ziel ist es, die Versorgung basierend auf langfristigen Einkaufsverträgen sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen spielt seit jeher auch eine wesentliche Rolle bei anstehenden Standortentscheidungen. Für unser Werk für Butylkautschuk in Singapur, das im Berichtsjahr planmäßig in Betrieb genommen wurde, beziehen wir beispielsweise bereits große Anteile der wichtigsten Rohstoffe über Pipelines aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Auch für unsere Produktionsanlage für Neodymium-basierten Performance-Butadien-Kautschuk (Nd-PBR) in Singapur, die sich derzeit noch im Bau befindet, wird eine entsprechende Versorgung von Rohstoffen über Pipelines vor Ort stattfinden. An zahlreichen anderen Produktionsstandorten beziehen wir ebenfalls wesentliche Rohstoffe wie z.B. Butadien und Energieträger wie Dampf oder Biomasse aus der unmittelbaren Umgebung. Auf diese Weise minimieren wir nicht nur Transportkosten und transportbezogene Umweltauswirkungen, sondern reduzieren vor allem das Risiko transportbedingter Lieferausfälle.
Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2013 unter anderem BASF, Bayer, BP, Braskem, Enterprise Products, Evonik, ExxonMobil, INEOS, LyondellBasell, Nova Chemicals, Sabic, Shell Chemicals und Total.
Zu den mit Abstand wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2013 Ammoniak, Butadien, Cyclohexan, Ethylen, Isobutylen, Natronlauge, Propylen, Raffinate I, Styrol und Toluol. Insgesamt entfiel im Geschäftsjahr 2013 auf strategische Rohstoffe ein Einkaufsvolumen von ca. 3,2 Mrd. € (Vorjahr: ca. 3,9 Mrd. €). Dies entspricht einem Anteil von rund 76 % unserer gesamten Aufwendungen für Rohstoffe und Handelswaren im Jahr 2013, die etwa 4,2 Mrd. € (Vorjahr: ca. 4,7 Mrd. €) betrugen. Von den Gesamtaufwendungen für Rohstoffe und Handelswaren entfielen ca. 83 % auf Lieferanten aus Ländern, deren „Country Sustainability Ranking“ sich im oberen Drittel befindet. Unser Gesamtbeschaffungsvolumen belief sich 2013 auf etwa 6,2 Mrd. € (Vorjahr: ca. 6,9 Mrd. €).
Konzernweit definiert eine globale Beschaffungsrichtlinie das Verhalten unserer Mitarbeiter im Umgang mit Lieferanten und deren Mitarbeitern. Eine interne Trainingsakademie unterstützt die Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiter und stellt den hohen Qualitätsstandard unserer Einkaufsprozesse sicher. Zu den Schulungsinhalten zählen unter anderem der siebenstufige strategische Einkaufsprozess, Verhandlungs- und interkulturelle Trainings sowie Zeit-, Lieferanten- und Risikomanagement.
Wir setzen konsequent Best-Practice-Prozesse ein. Dazu gehört unter anderem die Nutzung von E-Procurement-Werkzeugen wie E-Catalogs oder elektronischen Marktplätzen, die weitgehend in unsere internen DV-Systeme integriert sind. Im Jahr 2013 wurden rund 64 % (Vorjahr: ca. 60 %) aller Bestellpositionen automatisiert über E-Procurement abgewickelt.
Unser HSEQ-Managementprozess setzt bereits ein, wenn Rohstoffe und Dienstleistungen beschafft werden. Im Berichtsjahr wurden Beschaffungsvorgänge mit mehr als 20.000 Lieferanten abgewickelt.
Basierend auf den Grundsätzen von UN Global Compact, ILO, Responsible Care® und anderen CSR-Kodizes erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie sich unter anderem an die nationalen und sonstigen geltenden Gesetze und Verordnungen bezüglich des Schutzes der Umwelt, der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie der Arbeits- und Einstellungspraktiken halten. Diese in unserem „Supplier Code of Conduct“ definierten Anforderungen sind bei unserer Lieferantenauswahl und -bewertung ein wesentliches Kriterium.
Zur Überprüfung unserer Vorgaben und um die Transparenz in unserer gesamten Lieferkette zu erhöhen sowie gleichzeitig Beschaffungsrisiken weiter zu minimieren, haben wir im Jahr 2012 gemeinsam mit fünf anderen international operierenden Chemieunternehmen die Initiative „Together for Sustainability“ gegründet. Ziel dieser Initiative ist die Entwicklung und Umsetzung eines globalen Auditierungsprogramms, um die Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Lieferkette der Chemieindustrie zu bewerten und fortlaufend zu verbessern. Hierbei stehen die Themen Menschenrechte, Kinderarbeit, Arbeitsstandards, Arbeitssicherheit, Umweltschutz sowie Geschäftsethik im Vordergrund. Da die Bewertungsergebnisse und Auditreports innerhalb der Initiative geteilt werden, stand uns Ende 2013 eine stetig wachsende Anzahl von Nachhaltigkeitsbewertungen (750) und Auditreports (150) zur Verfügung. Hierbei zeigte sich ein erhöhter Handlungsbedarf hinsichtlich der Themen Arbeits- und Menschenrechte sowie Arbeitssicherheit. Zur Überprüfung der mit den Lieferanten verabredeten Korrekturmaßnahmen wurden 2013 weitere 103 nachfolgende Audits durchgeführt, die eine Verbesserung der Situation belegten.
Produktion
LANXESS zählt zu den global bedeutenden Herstellern von Chemie- und Polymerprodukten. Mit unseren Produktionsanlagen stellen wir sowohl kleinste Produktmengen auf Basis maßgeschneiderter Kundensynthesen als auch Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymere in Mengen von mehreren zehntausend Tonnen her.
Unsere Produktionsbetriebe sind organisatorisch jeweils einzelnen Business Units zugeordnet. Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen (Deutschland), Antwerpen (Belgien), Sittard-Geleen (Niederlande), Orange (USA), Sarnia (Kanada), Triunfo und Duque de Caxias (Brasilien), Jhagadia (Indien), Singapur (Singapur) sowie Wuxi (China). Daneben betreiben wir weitere Produktionsstandorte in Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Russland, Spanien, Südafrika und den USA. Für eine detaillierte Übersicht über unsere Produktionsstandorte nach Segmenten verweisen wir auf den Abschnitt „Kurzdarstellung der Segmente“ in diesem Lagebericht.
In unserem globalen Produktionsnetzwerk kam es im Jahr 2013 zu folgenden wesentlichen Veränderungen:
| • | In Singapur nahm unsere Business Unit Butyl Rubber das modernste Butylkautschuk-Werk Asiens in Betrieb. Die Anlage ist planmäßig im ersten Quartal 2013 im Testbetrieb angelaufen und hat im zweiten Quartal die Produktion aufgenommen. |
| • | Die Business Unit Keltan Elastomers stellte ihre größte Produktionslinie für Keltan-EPDM-Kautschuke am Standort Sittard-Geleen (Niederlande) auf die ACE-Technologie um. |
| • | Unserer Business Unit Advanced Industrial Intermediates stehen am Standort Leverkusen (Deutschland) nun um 20 % bzw. 15 % erweiterte Kapazitäten für die Produktion der Zwischenprodukte Kresol und Dichlorbenzol zur Verfügung. |
| • | In Changzhou (China) nahm unsere Business Unit Leather wie geplant eine neue Anlage zur Herstellung von Lederchemikalien in Betrieb. |
| • | Des Weiteren steht der Business Unit Leather im südafrikanischen Newcastle eine neue CO2 Aufbereitungsanlage zur Verfügung. |
| • | Die Business Unit Rhein Chemie eröffnete im brasilianischen Porto Feliz ein neues Werk für Hochleistungs-Vulkanisationsbälge (Bladder). |
| • | Am Standort Lipetsk nahm die Business Unit Rhein Chemie zudem die erste LANXESS Produktionsstätte auf russischem Boden in Betrieb. An dem Standort werden Kautschukadditive für die Automobil- und Reifenindustrie hergestellt. |
| • | Im Zuge unserer Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit schlossen wir den Standort Isithebe (Südafrika) unserer Business Unit Rubber Chemicals. |
Einschließlich der oben genannten Maßnahmen ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auszahlungswirksame Investitionen von 624 Mio. €. Einzelheiten hierzu finden sich in der Darstellung der Investitionen im Abschnitt „Vermögens- und Finanzlage“ dieses Lageberichts. Für weitere Erläuterungen zu den im Berichtsjahr durchgeführten Akquisitionen verweisen wir auf den Abschnitt „Ergänzungen des Konzernportfolios“ in diesem Lagebericht.
VERTRIEB UND KUNDEN
Vertrieb
Wir vertreiben unsere Produkte weltweit an mehrere tausend Kunden in über 150 Staaten auf allen Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir sehr flexible Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Unseren Vertrieb steuern wir über 52 eigene Gesellschaften weltweit. Diese globale Präsenz bauen wir kontinuierlich aus, um weiter an Marktnähe zu gewinnen und strategische Potenziale besser evaluieren zu können. In Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen.
Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. Unsere 52 Produktionsstätten in 17 Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von den regionalen Produktionsstandorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile.
Im Geschäftsjahr 2013 wurden die E-Business-Aktivitäten in den Bereichen Ein- und Verkauf sowie Logistik weiter ausgebaut. Insgesamt wurden über 800.000 Bestellungen und deren automatisierte Folgenachrichten per E-Business realisiert. Dazu dienten das Internetportal „LANXESS one“ und die System-zu-System-Anbindungen via „ELEMICA“. Diesen für alle Beteiligten vorteilhaften Prozess bauen wir fortlaufend aus, indem wir weitere Partner und technische Services hinzunehmen. So konnten die verkaufsseitig per E-Business erzielten Nettoerlöse im Vergleich zum Vorjahr um ca. 4 % auf ca. 1,75 Mrd. € gesteigert werden.
Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Anteil der Vertriebskosten am LANXESS Konzernumsatz 9,1 % und lag damit um 0,7 %-Punkte über dem Wert des Vorjahres von 8,4 %.
Die Entwicklung der Vertriebskosten sowie die Aufteilung nach Segmenten in den vergangenen fünf Jahren kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Vertriebskosten
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| 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Vertriebskosten in Mio. € | 530 | 646 | 732 | 763 | 755 |
| in % der Umsatzerlöse | 10,5% | 9,1% | 8,3% | 8,4% | 9,1% |
| Aufteilung nach Segmenten | |||||
| Performance Polymers | 178 | 216 | 262 | 284 | 286 |
| Advanced Intermediates | 92 | 122 | 127 | 125 | 126 |
| Performance Chemicals | 253 | 300 | 320 | 335 | 328 |
| Überleitung | 7 | 8 | 23 | 19 | 15 |
Kunden
Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen individueller, gezielter Ansprache, die wir aufgrund der Vertriebsorganisationen in der Verantwortung der Business Units leisten können. Die individuellen Vertriebsstrategien werden anhand von Erhebungen zur Kundenzufriedenheit regelmäßig überprüft.
Wir beliefern vor allem die Branchen Reifen, Chemie, Automobil, Kunststoff, Elektro, Agrochemie, Leder/Schuhe, Pharma, Lebensmittel, Wasseraufbereitung, Bau und Möbel.
Umsatzanteile nach Branchen
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| in % | 2013 |
|---|---|
| Reifen | ~ 25 |
| Chemie | ~ 15 |
| Automobil | ~ 15 |
| Agrochemie | ~ 10 |
| Bau, Elektro, Leder/Schuhe | ~ 20 |
| Sonstige (in Summe) | ~ 15 |
Im Geschäftsjahr 2013 vereinten unsere zehn Top-Kunden einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 24 % (Vorjahr: 26 %) auf sich. Keiner unserer Kunden erreichte einen Umsatzanteil von mehr als 10 % am Konzernumsatz. Bei 57 Kunden (Vorjahr: 50) übertraf der Jahresumsatz 20 Mio. €.
Die Anzahl unserer Kunden in den jeweiligen Segmenten unterscheidet sich deutlich. Das Segment Performance Polymers verfügte 2013 über rund 3.500 Kunden (Vorjahr: 3.300), Advanced Intermediates über rund 3.000 Kunden (Vorjahr: 3.000) und Performance Chemicals über rund 11.600 Kunden (Vorjahr: 11.800). Basis dieser Angabe ist jeweils die Anzahl der Kundennummern im jeweiligen Segment. In allen Segmenten sind sämtliche Kunden- bzw. Umsatzklassen anzutreffen, wobei ein Kunde auch aus mehreren Segmenten beliefert werden kann.
Die vergleichsweise geringen Umsätze der einzelnen Kunden im Segment Performance Chemicals und die breite Kundenbasis spiegeln das Geschäft mit oftmals maßgeschneiderten Anwendungslösungen der Spezialchemie wider. Die deutlich niedrigere Zahl der Kunden im Segment Performance Polymers, die jedoch relativ hohe Umsätze generieren, ist dagegen typisch für das Geschäft mit synthetischen Kautschukprodukten. Aufgrund der hohen Kundenzahl lässt sich in keinem Segment eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Der Bereich Forschung und Entwicklung liefert mit der Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte sowie der ständigen Weiterentwicklung bestehender Produktionsprozesse einen wichtigen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zum Ausbau unseres Geschäfts.
Im Jahr 2013 haben wir deshalb Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gezielt weiter vorangetrieben. Bestehende Produkte und Verfahren wurden mit einem kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont weiterentwickelt und optimiert. Vor allem in der Group Function Innovation & Technology wurden darüber hinaus mittel- bis langfristig angelegte Forschungsprojekte initiiert, um auch in den Wachstumsbereichen der Zukunft erfolgreich zu sein und so den nachhaltigen Erfolg des Konzerns zu sichern.
In diesem Zusammenhang starteten wir auch zwei neue Kooperationen mit namhaften Forschungseinrichtungen in China. Gegenstand der ersten Initiative ist die Untersuchung des Polymerisationsverhaltens typischer Kautschuk-Monomere zur Erweiterung des Produktportfolios. Ziel der zweiten Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Thermoplasten für neue Anwendungsgebiete. Beide Initiativen unterstützen unseren Anspruch, ein Wegbereiter „Grüner Mobilität“ zu sein.
Die Innovationen des Segments Performance Polymers, das sich auf den Trend Mobilität fokussiert, beinhalten unter anderem die Entwicklung zweier neuer Kautschuk-Typen auf der Basis von Neodymium-katalysiertem Polybutadien. Sie zeichnen sich durch eine hohe Molmasse aus, die zur Herstellung von Reifen mit besonders niedrigem Rollwiderstand notwendig ist. Aufgrund einer neuen von LANXESS angewendeten Technologie zur Modifikation der Kautschuk-Polymerkette sind sie für unsere Kunden besser und einfacher zu verarbeiten. Darüber hinaus gelang es uns, auf unserer World-Scale-Produktionsanlage in Hamm-Uentrop (Deutschland) biobasiertes Polybutylenterephthalat (PBT), das Bestandteil unseres Hightech-Kunststoffs Pocan® ist, herzustellen. Dabei wurde der Rohstoff Butandiol nach einem kommerziell erprobten Verfahren eines Kooperationspartners auf der Basis des nachwachsenden Grundstoffs Zucker erzeugt. Damit haben wir einen wesentlichen Schritt vollzogen, Pocan® künftig auch in Bioversionen anbieten zu können und hiermit unsere Position als führendes Unternehmen der Spezialchemie, das „Grüne Mobilität“ ermöglicht, weiter auszubauen.
Die dem Segment Advanced Intermediates zugeordnete Business Unit Saltigo begann, neue Anwendungsfelder für das Insektenrepellent Saltidin zu erschließen, das beispielsweise auch als Zusatz zu Sonnencremes oder zur Imprägnierung von Textilgeweben verwendet werden kann.
Im Segment Performance Chemicals haben wir beispielsweise die Forschung und Entwicklung für die Wasseraufbereitung weiter vorangetrieben. Es gelang uns dort, Ionenaustauscherharze mit niedrigem Perlradius zu entwickeln, die in bestimmten membranbasierten Elektrolyseverfahren der Wasseraufbereitung Effizienzgewinne ermöglichen. Diese basieren unter anderem auf einer höheren Lebensdauer sowohl des Harzes als auch der Membranen und damit verbundenen niedrigeren Betriebskosten durch geringeren Regeneriermittelbedarf und Abwasserreduktion. Ferner entwickelten wir in der Lederverarbeitung ein neues Technologie- und Servicekonzept für die sogenannte Wasserwerkstatt. Die dafür neu entwickelten Produkte gewährleisten dort insbesondere unter ökologischen Gesichtspunkten eine deutlich verbesserte Prozessgestaltung, da unter anderem die Menge der Abfälle reduziert werden kann.
Kostenentwicklung und Beschäftigte
Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2013 insgesamt 186 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 3,1 % und einem Umsatzanteil von 2,2 % (Vorjahr: 192 Mio. € bzw. 2,1 %). Der größte Anteil der Aufwendungen entfiel auf die Business Units Butyl Rubber, High Performance Materials, High Performance Elastomers, Keltan Elastomers und Saltigo. Im Jahr 2013 vereinigten diese 59 % unserer Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung auf sich (Vorjahr: 61 %). Hinsichtlich des Anteils der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen an ihrem jeweiligen Umsatz weisen unsere Business Units Butyl Rubber, Saltigo, Material Protection Products, High Performance Elastomers und Liquid Purification Technologies die höchste Forschungsintensität auf.
Der Verlauf der Forschungs- und Entwicklungskosten in den vergangenen fünf Jahren kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Forschungs- und Entwicklungskosten
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| 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten in Mio. € | 101 | 116 | 144 | 192 | 186 |
| in % der Umsatzerlöse | 2,0 | 1,6 | 1,6 | 2,1 | 2,2 |
Zum Jahresende 2013 beschäftigten wir in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboratorien weltweit 931 Personen (Vorjahr: 843 Personen). Um die Leistungen von Spitzenforschern und wissenschaftlichen Experten zu würdigen, Motivation und Perspektiven für eine Karriere in Forschung und Entwicklung zu schaffen sowie den Fokus noch stärker auf Innovation zu richten, hatten wir im Vorjahr die Auszeichnung „Group Senior Scientist“ ins Leben gerufen. Die ersten Auszeichnungen für herausragende und nachhaltige wissenschaftlich-technische Leistungen mit entsprechendem Ergebnisbeitrag wurden bereits vergeben.
Entwicklung Beschäftigtenzahl im F&E-Bereich
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| 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am Jahresende | 489 | 519 | 731 | 843 | 931 |
| in % der Konzern-Beschäftigtenzahl | 3,4 | 3,5 | 4,5 | 4,9 | 5,4 |
Unsere größeren Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich an den Standorten Leverkusen, Krefeld-Uerdingen, Dormagen (Deutschland), Sittard-Geleen (Niederlande), London (Kanada) sowie Qingdao und Wuxi (China). Dort entwickeln und testen wir beispielsweise HochleistungsKautschuke für energiesparende „Grüne Reifen“ oder Hightech-Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie. Auch in Hongkong sind wir mit einem Entwicklungszentrum für Hightech-Kunststoffe präsent und stärken auf diese Weise unsere Beziehungen zu den Automobilherstellern in der asiatisch-pazifischen Wachstumsregion.
Themengebiete und Patentstrategie
Im Jahr 2013 bearbeiteten wir rund 260 Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Vorjahr: 235), davon ca. 150 mit dem Ziel, neue Produkte und Anwendungen zu entwickeln bzw. bestehende zu verbessern (Vorjahr: 145). Die verbleibenden etwa 110 Projekte befassten sich unter den Zielsetzungen Kostensenkung, Effizienzsteigerung oder Kapazitätserhöhung mit verfahrenstechnischen Themen (Vorjahr: ca. 90). Etwa 20 % unserer Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus 2013 planen wir bis Ende 2014 im Markt zu implementieren bzw. in der Technik zu starten (Vorjahr: ca. 25 %).
Unsere Forschungs- und Entwicklungsergebnisse werden - wo es möglich und sinnvoll ist - von Patenten geschützt. Im Laufe des Jahres 2013 haben wir weltweit 89 Prioritätsanmeldungen getätigt. Das gesamte Patentportfolio bestand zum 31. Dezember 2013 aus ca. 1.140 Patentfamilien mit ca. 7.500 einzelnen Schutzrechten.
Organisatorische Ausrichtung
Unsere Forschungsprogramme sind direkt und konsequent an den großen globalen Megatrends ausgerichtet: dem wachsenden Bedürfnis nach Mobilität, dem sich deutlich erhöhenden globalen Nahrungsmittelbedarf, der zunehmenden Urbanisierung und dem steigenden Wasserbedarf. So konzentrieren sich Business Units mit ausgeprägten Anteilen an Produkten mit hoher Marktreife - beispielsweise Advanced Industrial Intermediates - darauf, ihre Produktionsanlagen und -verfahren stetig zu verbessern (Prozessoptimierung). Andere Business Units fokussieren ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verstärkt darauf, ihre Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln, die auf die Erfordernisse des Marktes und die besonderen Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet sind.
Die Grundlagenforschung konzentriert sich bei uns überwiegend auf Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Diese Form der Wissensgenerierung ist wesentlich effizienter und kostengünstiger, als die entsprechenden Ressourcen selbst vorzuhalten. Im Jahr 2013 bestanden insgesamt 197 (Vorjahr: 203) größere Forschungs- und Entwicklungskooperationen, davon 73 mit Hochschulen (Vorjahr: 78), 72 mit Zulieferern oder Kunden (Vorjahr: 66) und 52 mit Forschungsinstituten (Vorjahr: 59).
Group Function Innovation & Technology
Unsere Group Function Innovation & Technology ergänzt als zentrale Einheit die Forschungsarbeiten unserer Business Units mit neuen, längerfristigen bzw. Business-Unit-übergreifenden Projekten. So stellen wir sicher, dass mögliche Synergiepotenziale voll ausgeschöpft werden und Innovationen in unterschiedliche Unternehmensbereiche übertragen werden können.
Zur besseren Nutzung von Synergien haben wir im Jahr 2013 unsere Group Function weiter gestärkt. Im Rahmen der Aufteilung unserer Business Unit Technical Rubber Products in die zwei neuen Business Units Keltan Elastomers und High Performance Elastomers wurden die beiden deutschen Einheiten Technikum Dormagen und Polymer Testing Leverkusen mit den weiteren Standorten in Qingdao (China) und Sittard-Geleen (Niederlande) in die Group Function integriert. Diese Einheiten stehen damit künftig allen Business Units zur Verfügung.
Die Forschungsschwerpunkte der Group Function liegen auf den beiden jeweils in eigenen Abteilungen behandelten Themenfeldern „Process Innovation“ und „Product Innovation“.
Im Bereich „Process Innovation“ widmen wir uns der Entwicklung neuer Prozesse und der Integration neuer Technologien in unsere bereits bestehenden Produktionsprozesse mit dem Ziel der Kosten- und Technologieführerschaft. Ein Schwerpunkt liegt darauf, unsere aktuellen Produktionsprozesse im Hinblick auf Optimierungspotenziale mit mathematischen und experimentellen Methoden zu überprüfen. Auf diese Weise konnten wir bereits erhebliche Rohstoff- und Energieeinsparmöglichkeiten identifizieren und in einigen Bereichen schon realisieren. Die Betriebskosten konnten wir außerdem weiter senken, indem wir unsere Konzepte zur Prozessführung in einigen Betrieben umsetzten. Die neu implementierten Prozessführungskonzepte - unter Einschluss der Online-Analytik - ermöglichen es, unsere Anlagen noch näher am optimalen Betriebspunkt zu fahren und dadurch nicht nur Kosten zu reduzieren, sondern in einigen Fällen auch die Kapazität zu erhöhen. Darüber hinaus arbeiten wir vor dem Hintergrund unserer strategischen Wachstumsinitiative noch intensiver daran, unsere Prozesse für Wachstumsprojekte technologisch weiterzuentwickeln. Hierbei ist unser verfahrenstechnisches Labor ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Dort können wir nicht nur bestehende Prozesse optimieren, sondern auch neue Verfahren entwickeln und untersuchen, inwieweit sie sich auf den industriellen Maßstab übertragen lassen.
Der Bereich „Product Innovation“ konzentriert sich auf die Entwicklung neuer Produkte und neuer Anwendungen für bestehende Produkte sowie auf Produktmodifizierungen. Die Entwicklung neuer Produkte ist dabei breiter angelegt als in den Business Units, die Themenschwerpunkte in der Regel Business-Unit-übergreifend und der Zeithorizont mittel- bis langfristig. Unsere Forschungsziele leiten sich auch hier aus den globalen Megatrends ab. Seit der Einführung unserer intranetbasierten Ideenplattform „Xplore“ werden in regelmäßig initiierten Aktionen, sogenannten Challenges, weltweit Ideen und Lösungen für zukunftsweisende Innovationen entwickelt. Der große Erfolg dieser Plattform trägt maßgeblich dazu bei, unsere konzerninterne Innovationskultur zu fördern. Mithilfe standardisierter Prozesse wurden bereits zahlreiche Ideen zu konkreten Projekten entwickelt. Diese bewerten wir regelmäßig hinsichtlich ihrer technologischen und wirtschaftlichen Attraktivität.
So haben wir beispielsweise eine neue Technologie entwickelt, um ein faserverstärktes Polyamid-Leichtbauteil im Reaction-Injection-Molding-Prozess einfacher und schneller herstellen zu können. Dazu wird das dünnflüssige Monomer direkt in das mit Fasern (Textil) gefüllte Werkzeug eingespritzt und in situ polymerisiert. Gemeinsam mit dem Institut für Kunststoffverarbeitung und einem namhaften österreichischen Spritzgießmaschinenhersteller stellten wir die Technologie auf der Kunststoffmesse K 2013 in Düsseldorf (Deutschland) vor.
Unser breites Netzwerk mit externen Partnern haben wir durch neue Kooperationen mit Universitäten, Instituten und fachlich führenden Unternehmen, unter anderem in den Bereichen Biotechnologie, Nano- und Mikrotechnik sowie Membrantechnik, weiter ausgebaut.
Darüber hinaus arbeiten wir eng mit der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN) zusammen - einer der weltweit renommiertesten wissenschaftlichen Einrichtungen - und haben in der Zwischenzeit ein Forschungsnetzwerk mit führenden russischen Instituten und Universitäten etabliert. Nachdem wir im Jahr 2012 im Rahmen des Deutschland-Jahres in Russland gemeinsam mit der RAN ein hochkarätiges wissenschaftliches Symposium veranstaltet hatten, fand im Jahr 2013 der jährliche gemeinsame Workshop statt. Innerhalb der bestehenden Rahmenvereinbarung zwischen LANXESS und der RAN ist das Ziel dieses Workshops, sich regelmäßig über aktuelle wissenschaftliche Trends und Entwicklungen auszutauschen - auch zur Anbahnung weiterer Kooperationen.
UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG
Es ist unser Anspruch, in unseren geschäftlichen Aktivitäten die Erfordernisse von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft miteinander zu verbinden. Mit unseren Produkten und unserer Kompetenz im Bereich nachhaltige Entwicklung können wir wichtige Beiträge dazu leisten, unsere Kunden zu stärken, die Umwelt zu schützen und die Lebensqualität aller Menschen zu steigern. Alle unsere Aktivitäten im Bereich Corporate Responsibility (CR) müssen einen Bezug zu unserem Kerngeschäft oder zum vorhandenen Know-how haben.
Compliance, d.h. die Einhaltung von Gesetzen und ethischen Grundsätzen, verstehen wir als Grundlage nachhaltiger Unternehmensführung. Der konzernweit gültige „Kodex für gesetzmäßiges und verantwortungsbewusstes Handeln bei LANXESS“ legt Mindeststandards fest und gibt unseren Mitarbeitern Hinweise und Orientierung für deren Einhaltung. Unser Compliance-Management-System wurde im Jahr 2012 durch die Deloitte & Touche GmbH geprüft. Im Ergebnis wurde die Prüfung ohne Feststellung mit einem uneingeschränkten Prüfurteil abgeschlossen.
Bereits seit 2006 unterstützen wir die Initiative Responsible Care® und haben die entsprechende Erklärung des Weltchemieverbands ICCA mit unterzeichnet. Darüber hinaus bekennen wir uns zu den anerkannten Prinzipien der weltweit größten Initiative für Corporate Responsibility, dem UN Global Compact. Seit unserem Beitritt im Jahr 2011 haben wir unser Nachhaltigkeitsprofil weiter geschärft.
Integriertes Managementsystem
Ein zentral geführtes Managementsystem sorgt bei LANXESS für die notwendigen globalen Managementstrukturen, um verantwortliches unternehmerisches Handeln zu gewährleisten. Weltweit gelten neben den internen Richtlinien und Handlungsanweisungen anspruchsvolle Qualitäts- und Umweltstandards nach den internationalen Normen ISO 9001 und ISO 14001. Den Fortschritt der Systemintegration neuer Standorte und die Leistungsfähigkeit unseres Managementsystems lassen wir regelmäßig weltweit von externen und unabhängigen Experten prüfen. Die Bestätigung der Compliance mit den Normen ISO 9001 und ISO 14001 erfolgt danach in einem globalen Matrixzertifikat. 2013 haben wir das Überwachungsaudit erfolgreich durchgeführt.
Zum Stichtag 26. September 2013 umfasste unser Matrixzertifikat 48 Gesellschaften mit 77 Standorten in 23 Ländern. Im Jahr 2013 wurden wie geplant unsere US-amerikanischen Produktionsstandorte Greensboro und Gastonia sowie der von DSM übernommene Standort Triunfo (Brasilien) neu in das Zertifikat aufgenommen. An unseren Standorten in den USA erlangten wir zusätzlich ein Zertifikat gemäß RC14001 (RC = Responsible Care®). Darüber hinaus haben wir ein Energiemanagementsystem etabliert, das 2013 in Deutschland erstmals nach dem Standard ISO 50001 zertifiziert wurde.
Umweltdaten
Um Kennzahlen in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz weltweit systematisch zu erfassen, nutzen wir ein eigens entwickeltes elektronisches Datenerfassungssystem. Die Datenerhebung erfolgt, mit Ausnahme der Million-Arbeitsstunden-Quote, nur an Produktionsstandorten, die zu über 50 % zum Konzern gehören. Für das Berichtsjahr 2013 hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unsere Datenerhebungsprozesse und unser Datenerfassungssystem im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Prüfung beurteilt und unsere HSE-Kennzahlen des Jahres 2013 mit dem Ziel geprüft, eine „begrenzte Prüfungssicherheit“ („limited assurance“) zu erlangen.
Produktverantwortung
Wir befürworten ausdrücklich die Schutzziele der europäischen Chemikalienverordnung REACH: Ein hohes Maß an Sicherheit für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bei der Herstellung und der Verwendung von Chemikalien. Fristgerecht hatten wir zum 1. Dezember 2008 bei der zentralen europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki (Finnland) alle für LANXESS relevanten Stoffe vorregistriert. Insgesamt 360 Stoffe, die wir in Mengen über 100 bzw. 1.000 Tonnen in der EU herstellen oder in die EU importieren, ließen wir zu den jeweiligen Stichtagen in den Jahren 2010 und 2013 registrieren. Zum Abschluss der dritten Registrierungsphase am 31. Mai 2018 werden schließlich alle Stoffe über einer Tonne in Europa registriert sein.
Gesellschaftliches Engagement
Im Zentrum unseres gemeinnützigen Handelns steht die Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung an Schulen. 2008 haben wir die umfangreiche LANXESS Bildungsinitiative ins Leben gerufen, mit der wir unser klares Bekenntnis zum Wirtschafts- und Chemiestandort Deutschland unterstreichen. Auch international haben wir an fast allen LANXESS Standorten Projekte etabliert, mit denen insbesondere die naturwissenschaftliche Bildung gefördert werden soll. Bisher haben wir insgesamt rund 6 Mio. € in Bildungsprojekte investiert, davon allein 4 Mio. € in Deutschland.
WIRTSCHAFTSBERICHT
RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Im Geschäftsjahr 2013 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG gehabt hätten.
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Das globale Wachstum fiel im Jahr 2013 mit 2,1 % eher verhalten aus und bewegte sich geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Europa insgesamt verzeichnete eine schwache Entwicklung angesichts von Konsolidierungszwängen öffentlicher Haushalte in Verbindung mit einem zurückhaltenden Konsum. Regional betrachtet ergab sich jedoch ein leicht differenziertes Bild. Westeuropa stagnierte angesichts eines Nullwachstums. Deutschland erzielte einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von lediglich 0,4 %, während die Wirtschaft der Länder Mittel- und Osteuropas mit 1,3 % leicht expandierte. In den Vereinigten Staaten wurde das Wachstumspotenzial, bedingt durch die wiederkehrenden Diskussionen über das Staatsbudget und damit verbundene automatische Ausgabenkürzungen, nicht vollständig ausgenutzt. Dennoch trug es zu einer Steigerung der Wirtschaftsleistung im NAFTA-Raum um 1,7 % bei. Aufgrund der Wachstumsschwäche in den Industrieländern zeigten auch die Schwellenländer eher verhaltene Zuwachsraten. Der chinesische Wirtschaftsraum expandierte um 7,3 %, gestützt durch Fördermaßnahmen zum Ausgleich einer vorübergehenden Schwächephase im zweiten Quartal. Die Entwicklung in Indien verlor vor dem Hintergrund schwächeren Konsums und schwindenden Geschäftsvertrauens an Dynamik, erreichte aber dennoch ein Plus von 4,6 %. Getrieben von steigenden Investitionen bei einem nur moderaten Zuwachs des Konsums expandierte die Volkswirtschaft in Brasilien um 2,5 %.
Die Ausschläge des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar waren im Jahresverlauf 2013 weniger ausgeprägt als im vorangegangenen Jahr. In einem Umfeld expansiver Geldpolitik in beiden Währungsräumen, das zudem von extrem niedrigen Zinsen geprägt war, bewegte sich die US-amerikanische Währung - bei einem Startwert von 1,32 - bis zur Mitte des Jahres in einer Spanne von 1,28 bis 1,36 US-Dollar je Euro. Während die beschriebenen Rahmenbedingungen weitgehend unverändert blieben, setzte in der zweiten Jahreshälfte eine kontinuierliche Abwertung des US-Dollar ein, so dass zum Jahresende für einen Euro 1,38 US-Dollar gezahlt wurden - dies entspricht einem Wertverlust des US-Dollar von rund 4,5 % in 2013. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs bei 1,33 US-Dollar je Euro und damit über dem Vorjahreswert von 1,29 US-Dollar je Euro. Aufgrund der regionalen Aufstellung unseres Geschäfts wirkt sich ein schwächerer US-Dollar grundsätzlich eher belastend auf unsere Erträge aus. Zentralisierte Hedging-Aktivitäten begrenzen jene Auswirkungen, die nicht durch die Harmonisierung von Produktion und Absatz in gleichen Währungsräumen neutralisiert werden können.

Die Rohstoffmärkte zeigten im Jahresverlauf ein sinkendes Preisniveau. Für uns sind insbesondere die Preise von petrochemischen Rohstoffen relevant, da diese einen wesentlichen Einfluss auf unsere Produktionskosten haben. Der Preis für unseren wichtigsten strategischen Rohstoff, Butadien, sank gegenüber der Vergleichsperiode insbesondere in der Mitte des Jahres signifikant. Erst im September ergab sich eine Bodenbildung. Der Preisverfall in Asien war zudem bis zum dritten Quartal deutlich stärker ausgeprägt als in den europäischen und nordamerikanischen Märkten und führte dort in diesem Zeitraum zu einer Preisentwicklung zugunsten Asiens.
Chemische Industrie
Die gesamtwirtschaftlichen Vorgaben wirkten sich auch auf die Entwicklung der chemischen Industrie aus, deren Produktion um 3,5 % stieg. Schwerpunkt des Wachstums war der chinesische Wirtschaftsraum mit 8,3 %, während die Expansion in anderen Regionen etwas verhaltener ausfiel. Vor dem Hintergrund der weiterhin guten Situation in den Endmärkten des NAFTA-Raumes erhöhte sich die Produktion dort um 3,3 %. In Brasilien lag diese mit einem Plus von 1,7 % nur leicht über dem Vorjahreswert, während Westeuropa, wo die Abnehmerindustrien chemischer Vorprodukte von schwachen wirtschaftlichen Impulsen belastet waren, einen Rückgang um 0,2 % verzeichnete.
BIP und Chemieproduktion 2013
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Hochschätzung | Bruttoinlandsprodukt | Chemieproduktion |
|---|---|---|
| Amerika | 2,0 | 2,6 |
| NAFTA | 1,7 | 3,3 |
| Lateinamerika | 3,2 | 0,3 |
| EMEA | 0,7 | 0,5 |
| Deutschland | 0,4 | 0,7 |
| Westeuropa | 0,0 | -0,2 |
| Mittel-/Osteuropa | 1,3 | 2,4 |
| Asien/Pazifik | 4,3 | 6,0 |
| Welt | 2,1 | 3,5 |
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen
Im Vergleich zu den Vorjahren stieg die weltweite Produktion der Reifenindustrie in 2013 lediglich um 3,1 %. Schwerpunkt dieses Wachstums war mit einem Plus von 9,3 % der chinesische Wirtschaftsraum, getrieben von höheren Exporten in die USA nach dem Auslaufen von Strafzöllen. Im NAFTA-Raum sank die Produktion um 2,0 %. Die Entwicklung im Bereich der Erstausrüstung verlief weitestgehend entsprechend den Vorgaben der Automobilproduktion. Hinsichtlich der Ersatzreifen im Allgemeinen erwies sich der Bedarf außerhalb von Europa als robust. Im Marktsegment der Ersatzreifen für schwere Nutzfahrzeuge ergab sich im NAFTA-Raum ein negativer Nachfrageverlauf, während dieser für Europa und Brasilien positiv ausfiel.
Die globale Produktion von Automobilen wuchs 2013 mit 2,7 % deutlich langsamer als im Vorjahr mit 4,9 %. Der Wachstumsschwerpunkt lag dabei mit 12,0 % im chinesischen Wirtschaftsraum, der die Expansion um insgesamt 4,0 % in der Region Asien deutlich unterstützte. Eine sehr schwache Entwicklung zeigte hingegen Indien mit einem Rückgang um 12,6 %. Zuwachsraten ergaben sich auch in Lateinamerika mit 7,5 % und im NAFTA-Raum mit 4,7 %. Demgegenüber zeigte sich die Autoherstellung in Westeuropa vor dem Hintergrund der Sanierung öffentlicher Haushalte und des Abbaus von Schulden in weiten Teilen des Euroraums weiterhin schwach und schrumpfte um 2,3 %.
Im Bereich der Agrochemikalien stieg die weltweite Produktion aufgrund einer weiterhin hohen Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen für Nahrungsmittel, Futter und Biotreibstoff um 3,4 %. Im Vergleich zu einem dürrebedingt schwachen Vorjahr nahm der Ausstoß im NAFTA-Raum um 7,3 % zu. Während Lateinamerika ein Plus von 2,5 % vorwies, entwickelte sich Asien analog zum Gesamtmarkt mit einem Zuwachs von 3,5 %. In Westeuropa hingegen sank die Produktion leicht um 0,5 %.
Die Bauindustrie erreichte ein globales Wachstum von 2,6 %. Insbesondere der chinesische Wirtschaftsraum entwickelte sich mit einem Plus von 8,8 % getrieben von Infrastrukturprojekten positiv. Gegenüber einem krisenbedingt schwachen Vorjahr wuchs die Baukonjunktur im NAFTA-Raum trotz der Kürzungen öffentlicher Budgets um 3,1 %, wobei sich insbesondere der Wohnungsbau robust zeigte. Auch in Lateinamerika expandierte der Bausektor um 2,9 %. Europa hingegen litt weiterhin unter den Folgen der Finanz- und Staatsschuldenkrise, so dass unter anderem in Westeuropa die Bauindustrie um 1,3 % schrumpfte. Stärker noch fiel mit 5,8 % der Rückgang in Mittel- und Osteuropa aus.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2013
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Hochschätzung | Reifenindustrie | Automobilindustrie | Agrochemikalien | Bauindustrie |
|---|---|---|---|---|
| Amerika | -0,2 | 5,3 | 4,5 | 3,1 |
| NAFTA | -2,0 | 4,7 | 7,3 | 3,1 |
| Lateinamerika | 5,0 | 7,5 | 2,5 | 2,9 |
| EMEA | -0,6 | -2,4 | 1,8 | -1,2 |
| Deutschland | -0,2 | -1,7 | -4,1 | -1,0 |
| Westeuropa | -4,1 | -2,3 | -0,5 | -1,3 |
| Mittel-/Osteuropa | 4,6 | 0,9 | 7,4 | -5,8 |
| Asien/Pazifik | 5,8 | 4,0 | 3,5 | 5,7 |
| Welt | 3,1 | 2,7 | 3,4 | 2,6 |
FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE
Das Geschäftsjahr 2013 stand unter dem Einfluss anhaltender Konsolidierungszwänge staatlicher Budgets in weiten Teilen Europas sowie wiederkehrender Unsicherheit über die Entwicklung öffentlicher Ausgaben in den Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit der Verschuldungsgrenze. Hinzu kamen teilweise deutliche Veränderungen der Wechselkurse zwischen den für den Welthandel bedeutenden Währungen Euro, US-Dollar und japanischer Yen, die im Zusammenhang mit der expansiven Geldpolitik auftraten.
Die öffentlichen und teilweise auch privaten Konsolidierungsbemühungen führten in den Industrienationen zu eher verhaltenen Wachstumsraten bestimmter Kundenindustrien, zum Beispiel Automobil und Reifen. Hieraus ergaben sich entsprechende Rückwirkungen auf die Industrieproduktion in den Schwellenländern.
Das Marktumfeld wirkte sich auf die grundlegenden Preisstrukturen insbesondere in unserem Segment Performance Polymers aus. Grundsätzlich führte die rückläufige Entwicklung der Beschaffungskosten für Schlüsselrohstoffe, insbesondere für Butadien, zu entsprechenden Anpassungen unserer Verkaufspreise. Strukturelle Veränderungen in der Preisgestaltung entwickelten sich darüber hinaus, weil neben neuen Anbietern auch bereits etablierte Anbieter bestehende Kapazitäten für bestimmte Produkte erweiterten, und somit das bisherige Angebotsgefüge veränderten. Die regional unterschiedliche Entwicklung des Butadienpreises sowie die starke Abwertung des japanischen Yen gegenüber dem Euro und dem US-Dollar führte unterjährig zu Wettbewerbsvorteilen asiatischer bzw. japanischer Produzenten. Dies führte zu partiell verstärkten Lieferströmen im Kautschukbereich aus dem asiatischen Raum, die in allen Regionen weiteren Preisdruck auslösten. Im Geschäft mit EPDMKautschuken ergaben sich aufgrund wachsender Produktionskapazitäten und der Schiefergasgewinnung in den USA strukturelle Marktänderungen. Die wachsenden Kapazitäten führten zu zunehmendem Preisdruck, gleichzeitig verschlechterte sich die Wettbewerbsposition gegenüber amerikanischen Produzenten, die durch Schiefergas über eine günstigere Rohstoff- und Energieversorgung verfügen. Darüber hinaus waren die Produktionskosten des Berichtsjahres durch die Anlaufkosten in der Business Unit Butyl Rubber im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme unserer Butylkautschuk-Anlage in Singapur (Singapur) sowie in anderen Business Units des Segments neu in Betrieb genommener Kapazitäten zusätzlich belastet.
Die anhaltende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen stabilisierte unseren Absatz im Bereich der Agrochemikalien.
Die Entwicklung der Branchen Automobil und Reifen wirkte sich auch auf den Geschäftsverlauf des Segments Performance Chemicals aus. Aufgrund der breiten Diversifikation dieses Segments in andere Branchen hinein waren diese Belastungen jedoch nicht so offensichtlich.
Sämtliche Regionen waren von Umsatzrückgängen betroffen. Am robustesten zeigte sich die Region Asien/Pazifik, die sich mit einem niedrigen einstelligen Prozentrückgang von der Entwicklung der anderen Berichtsregionen absetzen konnte. Bereinigt um Wechselkurs- und Portfolioeffekte verzeichnete die Region Nordamerika den deutlichsten Geschäftsrückgang.
Aus Veränderungen im Wettbewerbsumfeld ergaben sich zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses negative Auswirkungen auf die in der Zukunft erwarteten Mittelzuflüsse. Da diese Mittelzuflüsse bei einzelnen Business Units nicht mehr die jeweiligen damaligen Buchwerte widerspiegelten, ergaben sich im Berichtsjahr im Rahmen von Werthaltigkeitsprüfungen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 257 Mio. €, die als entsprechender EBITDA-neutraler Sonderposten im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst wurden. Die Abschreibungen betreffen mit 174 Mio. € bzw. 54 Mio. € unsere Business Units Keltan Elastomers bzw. High Performance Elastomers (Segment Performance Polymers) sowie mit 29 Mio. € unsere Business Unit Rubber Chemicals (Segment Performance Chemicals). Daneben fielen weitere außerplanmäßige Abschreibungen von 22 Mio. € an, von denen 13 Mio. € als Sonderposten ausgewiesen wurden.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Zum Ende des Berichtsjahres 2012 waren wir davon ausgegangen, dass sich wichtige Kundenindustrien wie Automobil und Reifen insbesondere in Amerika und Asien im Geschäftsjahr 2013 gut entwickeln würden. Positive Impulse erwarteten wir auch aus der agrochemischen Industrie. Im Rückblick belegt das portfolio- und währungsbereinigte Umsatzwachstum des Segments Performance Polymers von rund 2 % in Asien diese Erwartung in Teilen, während sich in Nord- und Lateinamerika prozentuale Umsatzverluste im zweistelligen Bereich ergaben. Ursächlich für den Umsatzrückgang waren sinkende Verkaufspreise aufgrund zunehmenden Wettbewerbs insbesondere bei Standard-Kautschukprodukten. Daneben folgte die Preisentwicklung den rückläufigen Rohstoffpreisen. Die Nachfrage nach Agrochemikalien erwies sich als weiterhin gut.
Im Rahmen der Halbjahres-Finanzberichterstattung hatten wir für das erwartete EBITDA vor Sondereinflüssen eine Spanne von 700 bis 800 Mio. € prognostiziert. Anlässlich der Berichterstattung zum dritten Quartal konkretisierten wir diesen Korridor weiter auf 710 bis 760 Mio. €. Im Berichtsjahr wurde ein Ergebnis von 735 Mio. € erwirtschaftet, das in der Mitte der prognostizierten Bandbreite liegt.
Für das Berichtsjahr hatten wir eine volatile Seitwärtsentwicklung der Rohstoffpreise erwartet. Zunächst gingen wir von einem vergleichsweise hohen Niveau aus. Getrieben durch die Preisentwicklung für den Rohstoff Butadien ergab sich hingegen ein deutlicher Verfall der Einstandspreise, so dass das Preisniveau für unsere Rohstoffe am Jahresende rund 10 % unter der Vergleichsperiode lag.
Zum Ende des Berichtsjahres 2012 gingen wir von Investitionsauszahlungen von 650 bis 700 Mio. € aus. Nach der Fokussierung der Mittelallokation auf die Fortführung der wesentlichen strategischen Projekte wurde ein Wert von etwa 600 Mio. € angestrebt. Die auszahlungswirksamen Investitionen im Geschäftsjahr 2013 lagen mit 624 Mio. € leicht über dem angestrebten Wert.
Für die LANXESS AG gingen wir für das Berichtsjahr von einem Jahresüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres aus. Im Wesentlichen bedingt durch das verschlechterte Beteiligungsergebnis lag der Jahresüberschuss mit 35 Mio. € deutlich unter dem Wert des Vorjahres von 104 Mio. €.
GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES LANXESS KONZERNS
| • | Deutlicher, im Wesentlichen preisbedingter Umsatzrückgang um 8,7 % |
| • | Alle Regionen unter Vorjahresniveau |
| • | EBITDA vor Sondereinflüssen mit 735 Mio. € um rund 40 % gesunken |
| • | EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen bei 8,9 % |
| • | Konzernergebnis von minus 159 Mio. € deutlich belastet durch außerplanmäßige Abschreibungen von insgesamt 279 Mio. €, hiervon 257 Mio. € im Rahmen von Werthaltigkeitsprüfungen auf Ebene der Business Units in den Segmenten Performance Polymers und Performance Chemicals |
Überblick Finanzkennzahlen
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 9.094 | 8.300 | -8,7 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2.106 | 1.548 | -26,5 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 1.223 | 735 | -39,9 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | 13,4% | 8,9% | - |
| EBITDA | 1.186 | 624 | -47,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 847 | 288 | -66,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 808 | -93 | < -100 |
| EBIT-Marge | 8,9% | -1,1% | - |
| Finanzergebnis | -148 | -146 | 1,4 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 660 | -239 | < -100 |
| Konzernergebnis | 508 | -159 | < -100 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 6,11 | -1,91 | < -100 |
Vorjahreswerte angepasst.
Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 8.300 Mio. € um 8,7 % unter dem Wert des Vorjahres von 9.094 Mio. €. Die Ausweitung der Absatzmengen, die in einem Umsatzplus von 1,6 % resultierte, konnte dabei die Belastung durch niedrigere Verkaufspreise nicht kompensieren. Nach Bereinigung um negative Wechselkurseinflüsse sowie positive Portfolioeffekte sank der operative Umsatz um 6,9 %.
Umsatzeffekte
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| in % | 2013 |
|---|---|
| Preis | -8,5 |
| Menge | 1,6 |
| Währung | -2,1 |
| Portfolio | 0,3 |
| -8,7 |
Unser Segment Performance Polymers verzeichnete im Berichtsjahr mit 13,3 % einen deutlichen Umsatzrückgang und hatte somit wesentlichen Einfluss auf die negative Geschäftsentwicklung des Konzerns. Ausschlaggebender Faktor war der deutliche Rückgang der Verkaufspreise um 15,1 %, der im Wesentlichen durch rückläufige Rohstoffpreise sowie die herausfordernde Wettbewerbssituation bedingt war. Die insbesondere in der zweiten Jahreshälfte erfolgte Ausweitung der Absatzmengen um in Summe 3,5 % wirkte gegenläufig. Sie wurde unter anderem durch nun zusätzlich verfügbare Kapazitäten sowohl im Bereich der Hochleistungs-Kautschuke als auch bei den Hightech-Kunststoffen gestützt. Eine nachteilige Wechselkursentwicklung führte zu einem Effekt von minus 2,0 % und glich einen positiven Portfolioeffekt von 0,3 % aus dem Erwerb der Bond-Laminates GmbH mehr als aus.
Das Segment Advanced Intermediates verzeichnete ein leichtes Umsatzminus von 1,6 %. Dabei kompensierten sich Preissteigerungen sowie der negative Verlauf der Absatzmengen. Letztere waren unter anderem charakterisiert durch gegenläufige Bewegungen in den Märkten für Farben und Lacke einerseits und Agrochemikalien andererseits. Belastend wirkte ein negativer Wechselkurseffekt von 1,5 %.
Unser Segment Performance Chemicals zeigte einen um 3,2 % schwächeren Umsatz. Dabei wirkten sich insbesondere negative Wechselkurseffekte von 3,0 % belastend aus, während die Verkaufspreise im Zeitablauf überwiegend stabil waren. Sich in der zweiten Jahreshälfte erholende Mengen führten zu einem Absatzvolumen leicht unter Vorjahresniveau. Ein geringfügig positiver Portfolioeffekt ergab sich aus den im Vorjahr sowie im Berichtszeitraum getätigten Akquisitionen, deren Aktivitäten den Business Units Rhein Chemie, Material Protection Products sowie Functional Chemicals zugeordnet wurden.
Umsatz nach Segmenten
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränd. in % |
Anteil am Konzernumsatz in % |
|---|---|---|---|---|
| Performance Polymers | 5.176 | 4.486 | -13,3 | 54,1 |
| Advanced Intermediates | 1.674 | 1.647 | -1,6 | 19,8 |
| Performance Chemicals | 2.203 | 2.132 | -3,2 | 25,7 |
| Überleitung | 41 | 35 | -14,6 | 0,4 |
| 9.094 | 8.300 | -8,7 | 100,0 |
In allen Absatzregionen waren die Umsätze rückläufig, insbesondere in den Regionen Nordamerika und Lateinamerika. Das Segment Performance Polymers war dabei in nahezu allen Märkten wesentlich betroffen, sowohl absolut als auch in relativen Größen. Die Entwicklung der Region Asien/Pazifik erwies sich mit einem Umsatzrückgang von 2,5 % als vergleichsweise robust.
Auftragsentwicklung
Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellungsvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßige, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren“.
Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft nicht aussagefähig und unterbleibt an dieser Stelle.
Bruttoergebnis vom Umsatz
Die Kosten der umgesetzten Leistungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % auf 6.752 Mio. € und damit prozentual schwächer als der Umsatz. Das Bruttoergebnis vom Umsatz sank um 558 Mio. € bzw. 26,5 % auf 1.548 Mio. €. Die Bruttomarge reduzierte sich entsprechend von 23,2 % auf 18,7 %. Ein wesentlicher Treiber hierfür war der Rückgang der Verkaufspreise über die sinkenden Einstandspreise für Rohstoffe, insbesondere Butadien, hinaus. Hinzu kamen steigende Fertigungskosten, unter anderem aufgrund von Inflation sowie der zusätzlich zur Verfügung stehenden Kapazitäten, im Wesentlichen im Segment Performance Polymers. Darüber hinaus belasteten in Summe negative Wechselkurseinflüsse die Bruttomarge. Gegenläufig wirkte die in der zweiten Jahreshälfte einsetzende Erholung der Absatzmengen, die in Summe in einem positiven Beitrag zum Bruttoergebnis resultierte. Leicht unterstützend wirkten die Portfolioeffekte aus den im Vorjahr und im Berichtsjahr erworbenen Geschäften. Die Auslastung der Kapazitäten lag angesichts der sich erst in der zweiten Jahreshälfte positiv entwickelnden Nachfrage, die zum Teil auch aus dem Abbau von Beständen bedient wurde, mit rund 78 % um 3 %-Punkte unter dem Wert des Vorjahres. Dies belastete das Ergebnis mit höheren Kosten für nicht genutzte Kapazitäten.
EBITDA und operatives Ergebnis (EBIT)
Die Vertriebskosten sanken im Geschäftsjahr 2013 um 8 Mio. € auf 755 Mio. € vor allem aufgrund geringerer Personalkosten.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten sanken um 3,1 % auf 186 Mio. €. Die Zahl der in diesem Bereich beschäftigten Mitarbeiter wuchs bis zum Jahresende deutlich auf 931 von 843 zum Vorjahresstichtag.
Die allgemeinen Verwaltungskosten sanken im Geschäftsjahr 2013 von 339 Mio. € auf 301 Mio. €. Grund dafür waren im Wesentlichen geringere Personalkosten. Der Anteil der Verwaltungskosten am Umsatz lag mit 3,6 % leicht unter dem Vorjahreswert von 3,7 %.
Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, verschlechterte sich deutlich um 395 Mio. € auf minus 399 Mio. €. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein Wert von minus 18 Mio. €, der somit um 53 Mio. € unter dem entsprechenden Vorjahreswert lag. Die Sondereinflüsse des Berichtsjahres von saldiert 381 Mio. € waren mit 111 Mio. € EBITDA-wirksam und betrafen im Wesentlichen das Maßnahmenprogramm „Advance“ zur segment-übergreifenden Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten. Die EBITDA-neutralen Sondereinflüsse in Höhe von 270 Mio. € betrafen im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen der Business Units Keltan Elastomers, High Performance Elastomers und Rubber Chemicals. Im Vorjahr fielen Sondereinflüsse von saldiert 39 Mio. € an, die in Höhe von 37 Mio. € EBITDA-wirksam waren. Diese standen vor allem im Zusammenhang mit Reorganisations- und Portfoliomaßnahmen sowie Aufwendungen für die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur.
EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Performance Polymers | 817 | 389 | -52,4 |
| Advanced Intermediates | 305 | 286 | -6,2 |
| Performance Chemicals | 281 | 231 | -17,8 |
| Überleitung | -180 | -171 | 5,0 |
| 1.223 | 735 | -39,9 |
Vorjahreswerte angepasst.
Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen sank im Geschäftsjahr 2013 um 488 Mio. € bzw. 39,9 % auf 735 Mio. € nach 1.223 Mio. € im Vorjahr. Die Ergebnisverschlechterung war vor allem auf die über den Rückgang der Rohstoffpreise hinaus sinkenden Verkaufspreise sowie den im Wesentlichen produktionsbezogenen Kostenanstieg zurückzuführen. Belastend wirkten zudem die im Saldo negativen Wechselkurseinflüsse. Gegenläufige Effekte aus der positiven Mengenentwicklung sowie geringfügige Portfolioeffekte konnten den Rückgang des Ergebnisses nicht kompensieren. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen im Konzern lag bei 8,9 % nach 13,4 % im Vorjahr.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen unseres Segments Performance Polymers sank gegenüber dem Vorjahr um 428 Mio. € bzw. 52,4 %. Die positive Mengenentwicklung konnte die Auswirkung der niedrigeren Verkaufspreise nicht kompensieren. Belastet wurde das EBITDA vor Sondereinflüssen durch niedrigere Verkaufspreise, die infolge des zunehmenden Wettbewerbsdrucks über die Entlastung aus Rohstoffpreissenkungen hinaus zurückgingen. Darüber hinaus wirkten sich Vorratseffekte und die Wechselkursentwicklung sowie Anlaufkosten nachteilig aus. Das Segment Advanced Intermediates erzielte ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 286 Mio. € und lag damit um 6,2 % unter dem Wert von 305 Mio. € im Vergleichszeitraum. Während sich die Entwicklung von Rohstoff- und Verkaufspreiseffekten positiv auswirkte, belastete insbesondere die Entwicklung der Produktionskosten sowie der Wechselkurse. Das Segment Performance Chemicals verzeichnete einen Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen um 50 Mio. € bzw. 17,8 % auf 231 Mio. €. Gestiegene Produktionskosten, rückläufige Absatzmengen sowie ein in Summe negativer Preiseffekt waren ausschlaggebend. Das EBITDA vor Sondereinflüssen in der Überleitung verbesserte sich um 9 Mio. € auf einen Wert von minus 171 Mio. €.
Die Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum operativen Ergebnis (EBIT) ergibt sich wie folgt:
Überleitung EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBIT
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 1.223 | 735 | -39,9 |
| Abschreibungen | -378 | -717 | -89,7 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | -37 | -111 | <-100 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 808 | -93 | <-100 |
Vorjahreswerte angepasst.
Das operative Ergebnis (EBIT) sank im Berichtsjahr sehr deutlich von 808 Mio. € auf minus 93 Mio. €.
Überleitung EBIT zum Konzernergebnis
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 808 | -93 | < -100 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 1 | 0 | -100,0 |
| Zinsergebnis | -96 | -106 | -10,4 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -53 | -40 | 24,5 |
| Finanzergebnis | -148 | -146 | 1,4 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 660 | -239 | < -100 |
| Ertragsteuern | -151 | 71 | > 100 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 509 | -168 | < -100 |
| davon: | |||
| auf andere Gesellschafter entfallend | 1 | -9 | < -100 |
| den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) | 508 | -159 | < -100 |
Vorjahreswerte angepasst.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf minus 146 Mio. € nach minus 148 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis der at equity bewerteten Beteiligungen, im Wesentlichen der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), betrug 0 Mio. € nach 1 Mio. € im Vorjahr. Im Zinsergebnis lag der Zinsaufwand leicht über dem Vorjahresniveau. Entlastend wirkte, dass anteilige Fremdkapitalkosten, unter anderem im Rahmen der Errichtung der neuen Butylkautschuk-Anlage in Singapur, aktiviert wurden. Der aktivierte Betrag sank im Vorjahresvergleich und konnte somit gesunkene Zinserträge nicht kompensieren. In Summe lag das Zinsergebnis mit minus 106 Mio. € um 10 Mio. € unter dem Vorjahr. Das sonstige Finanzergebnis enthielt eine Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der BioAmber Inc., Minneapolis (USA), in Höhe von 6 Mio. € infolge der Aktienkursentwicklung der Gesellschaft. Im Vorjahr war dort eine aus den gleichen Gründen vorgenommene Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der Gevo Inc., Englewood (USA), in Höhe von 18 Mio. € enthalten.
Ergebnis vor Ertragsteuern
Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verschlechterte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 899 Mio. € auf minus 239 Mio. €.
Ertragsteuern
Im Geschäftsjahr 2013 ergab sich ein Ertrag aus Ertragsteuern in Höhe von 71 Mio. € nach einem Aufwand von 151 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 29,7 % gegenüber 22,9 % in der Vergleichsperiode.
Konzernergebnis/Ergebnis je Aktie/Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen
Das Konzernergebnis lag mit minus 159 Mio. € um 667 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Auf andere Gesellschafter entfiel ein Ergebnisanteil von minus 9 Mio. €.
Bei einer unveränderten Zahl umlaufender LANXESS Aktien lag das Ergebnis je Aktie mit minus 1,91 € sehr deutlich unter dem Wert des Vorjahres von 6,11 €.
Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen lag bei 1,37 € nach 6,44 € im Vorjahr. Die Ermittlung erfolgte ausgehend vom Ergebnis je Aktie unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse sowie darauf entfallender Steuereffekte. Die Sondereinflüsse im Berichtsjahr betrugen 381 Mio. € nach 39 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
ENTWICKLUNG DER REGIONEN
Umsatz nach Verbleib
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| 2012 | 2013 | Veränd. in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EMEA (ohne Deutschland) | 2.526 | 27,8 | 2.404 | 29,0 | -4,8 |
| Deutschland | 1.577 | 17,3 | 1.458 | 17,6 | -7,5 |
| Nordamerika | 1.611 | 17,7 | 1.332 | 16,0 | -17,3 |
| Lateinamerika | 1.185 | 13,0 | 966 | 11,6 | -18,5 |
| Asien/Pazifik | 2.195 | 24,2 | 2.140 | 25,8 | -2,5 |
| 9.094 | 100,0 | 8.300 | 100,0 | -8,7 |
EMEA (ohne Deutschland)
Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) ging um 122 Mio. € bzw. 4,8 % auf 2.404 Mio. € zurück. Bereinigt um geringfügige Portfolioeinflüsse sank er um 4,6 %. Das Segment Advanced Intermediates erreichte dabei einen Wert knapp über dem des Vorjahres. Unsere Segmente Performance Polymers und Performance Chemicals verzeichneten dagegen einen Umsatzrückgang im hohen bzw. niedrigen einstelligen Prozentbereich. Insbesondere in Westeuropa, dort vor allem in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Spanien, fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um überwiegend niedrige zweistellige Prozentwerte. Unterstützend wirkte die positive Nachfrageentwicklung unter anderem in Italien und der Türkei. Auch in Tschechien, Slowenien und Portugal zeigten die Geschäfte einen positiven Verlauf.
Die Region EMEA (ohne Deutschland) hatte einen Anteil am Konzernumsatz von 29,0 % und lag damit um 1,2 %-Punkte über dem Vorjahresniveau.
Deutschland
In Deutschland erwirtschafteten wir im Geschäftsjahr 2013 mit 1.458 Mio. € einen Umsatz, der um 119 Mio. € bzw. 7,5 % unter dem Wert des Vorjahres lag. Während die Segmente Performance Chemicals und Performance Polymers ein rückläufiges Geschäft im ein- bis zweistelligen Prozentbereich verzeichneten, erzielte unser Segment Advanced Intermediates einen Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau.
Der Deutschland-Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich leicht von 17,3 % auf 17,6 %.
Nordamerika
Der Umsatz in dieser Region lag mit 1.332 Mio. € um 279 Mio. € bzw. 17,3 % unter dem Wert des Vorjahres. Nach Bereinigung um negative Wechselkurs- und geringfügige Portfolioeffekte ergab sich ein Rückgang um 14,8 %. Dieser wurde maßgeblich von der Entwicklung im Segment Performance Polymers geprägt, welches eine Umsatzminderung im deutlich zweistelligen Prozentbereich verzeichnete. Der positive Geschäftsverlauf des Segments Advanced Intermediates und der im Wesentlichen unveränderte Umsatz des Segments Performance Chemicals konnten dies nicht kompensieren.
Der Anteil Nordamerikas am Konzernumsatz lag mit 16,0 % um 1,7 %-Punkte unter dem Niveau des Vorjahres.
Lateinamerika
In der Region Lateinamerika gingen die Umsätze im Berichtszeitraum um 219 Mio. € bzw. 18,5 % auf 966 Mio. € zurück. Bereinigt um negative Währungseffekte ergab sich ein Rückgang um 14,6 %. Die Entwicklung war geprägt von einem spürbar schwächeren Geschäftsverlauf in den Segmenten Performance Polymers und Advanced Intermediates, die Umsatzrückgänge im zweistelligen Prozentbereich verzeichneten. Das Segment Performance Chemicals hingegen erzielte Umsätze knapp über dem Wert des Vorjahres. Maßgebliches Land für die Entwicklung in der Region war Brasilien.
Der Anteil am Konzernumsatz sank im Jahresvergleich von 13,0 % auf 11,6 %.
Asien/Pazifik
Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik sank im Geschäftsjahr 2013 geringfügig um 55 Mio. € bzw. 2,5 % auf 2.140 Mio. €. Nach Bereinigung um Wechselkurseinflüsse sowie um Portfolioeffekte aus dem bereits in 2012 erfolgten Erwerb der Bond-Laminates GmbH und der in 2013 erworbenen PCTS Specialty Chemicals Pte. Ltd., Singapur (Singapur), zeigte sich ein Plus von 1,0 %. Unsere Segmente Performance Polymers und Performance Chemicals erzielten ein operatives Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich, während die Umsätze im Segment Advanced Intermediates um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz rückläufig waren. Eine erfreuliche Entwicklung verzeichneten wir in China und Singapur, wogegen insbesondere in Japan, aber auch in Malaysia und Indonesien spürbare Rückgänge zu beobachten waren.
Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 24,2 % auf 25,8 %. Damit stärkte die Region Asien/Pazifik in der Umsatzverteilung des Konzerns weiterhin ihren Platz als zweitstärkste Region hinter EMEA (ohne Deutschland).
SEGMENTDATEN
| • | Performance Polymers: Gesunkene Verkaufspreise überkompensieren Mengenzuwachs im Umsatz und im Ergebnis |
| • | Advanced Intermediates: Höhere Verkaufspreise gleichen niedrigere Mengen nahezu aus, nachteilige Wechselkursentwicklung beeinflusst Umsatz, Geschäft mit Agrochemikalien weiterhin gut |
| • | Performance Chemicals: Niedrigerer Umsatz durch geringere Mengen sowie nachteilige Währungseffekte, gestiegene Fertigungskosten belasten das Ergebnis |
Performance Polymers
Kennzahlenüberblick
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| 2012 | 2013 | Veränd. in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % |
in Mio. € | Marge in % |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 5.176 | 4.486 | -13,3 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 817 | 15,8 | 389 | 8,7 | -52,4 |
| EBITDA | 808 | 15,6 | 372 | 8,3 | -54,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 608 | 11,7 | 135 | 3,0 | -77,8 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 599 | 11,6 | -117 | -2,6 | < -100 |
| Auszahlungen für Investitionen | 434 | 385 | -11,3 | ||
| Abschreibungen | 209 | 489 | > 100 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 5.348 | 5.379 | 0,6 |
Unser Segment Performance Polymers zeigte im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem starken Vorjahr eine rückläufige Geschäftsentwicklung. Die Umsatzerlöse verringerten sich um 13,3 % auf 4.486 Mio. €. Ein anhaltend schwieriges Marktumfeld sowie stark gesunkene und volatile Einstands-preise für Rohstoffe, insbesondere für den Schlüsselrohstoff Butadien, führten zu einem negativen Preiseffekt von 15,1 %. Demgegenüber ergab sich ein Mengeneffekt von 3,5 %, teilweise bedingt durch Kapazitätserweiterungen. Aus dem Erwerb der Bond-Laminates GmbH, Brilon (Deutschland), im September 2012 ergab sich ein positiver Portfoliobeitrag von 0,3 %, der durch eine nachteilige Wechselkursentwicklung mehr als überkompensiert wurde.
Sämtliche Business Units des Segments waren von rückläufigen Marktpreisen betroffen, während sich die Verkaufsvolumen unterschiedlich entwickelten. Die Business Unit Butyl Rubber verzeichnete unter anderem aufgrund der Kapazitätsausweitung infolge der Fertigstellung des Butylkautschuk-Werks in Singapur höhere Absatzmengen. Demgegenüber verzeichnete die Business Unit Performance Butadiene Rubbers, die wie Butyl Rubber eng mit der Reifenindustrie und folglich mit den Märkten für Ersatzreifen und Erstausrüster verbunden ist, neben rohstoffpreisgetrieben niedrigeren Verkaufspreisen auch leicht niedrigere Absatzmengen. Unsere Business Unit High Performance Materials erzielte eine positive Mengenentwicklung, unter anderem aufgrund des Ausbaus der Compoundierungs-Aktivitäten. Darüber hinaus stützten Portfolioeinflüsse aus Akquisitionen die Umsätze. Die Business Units Keltan Elastomers und High Performance Elastomers wurden von niedrigeren Verkaufspreisen belastet. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte auf sämtliche Business Units belastend. Über alle Regionen hinweg waren die Umsätze teilweise deutlich rückläufig. Besonders betroffen waren die Regionen Nord- und Lateinamerika sowie Deutschland mit Umsatzrückgängen im zweistelligen Prozentbereich.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Polymers verringerte sich um 428 Mio. € bzw. 52,4 % auf 389 Mio. €. Zunehmender Wettbewerb sowie niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe führten zu sinkenden Verkaufspreisen. Die Kostenentlastung aus den niedrigeren Einstandspreisen für Rohstoffe sowie die auf Segmentebene positive Entwicklung der Absatzmengen konnten die Auswirkungen niedrigerer Verkaufspreise nicht kompensieren. Darüber hinaus belasteten Vorratsabwertungen, Bestandsabbau, Kosten für die Inbetriebnahme einer neuen Anlage sowie die Entwicklung der Wechselkurse das Ergebnis zusätzlich. Ergebnisverbessernd wirkte ein geringfügiger Portfoliobeitrag der im September des Vorjahres erworbenen Bond-Laminates GmbH, Brilon (Deutschland). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments sank von 15,8 % auf 8,7 %.
Auf das Segment entfielen Sondereinflüsse von 252 Mio. €, von denen 17 Mio. € EBITDA-wirksam waren. Der Großteil der Sondereinflüsse entfiel auf außerplanmäßige Abschreibungen der Business Units Keltan Elastomers und High Performance Elastomers. Die EBITDA-wirksamen Sondereinflüsse betrafen im Wesentlichen Maßnahmen im Rahmen des Programms „Advance“. Die vollständig EBITDA-wirksamen Sondereinflüsse des Vorjahres von 9 Mio. € betrafen unter anderem Aufwendungen im Zusammenhang mit der Integration erworbener Geschäftsaktivitäten.
Advanced Intermediates
Kennzahlenüberblick
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| 2012 | 2013 | Veränd. in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % |
in Mio. € | Marge in % |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.674 | 1.647 | -1,6 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 305 | 18,2 | 286 | 17,4 | -6,2 |
| EBITDA | 311 | 18,6 | 287 | 17,4 | -7,7 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 238 | 14,2 | 209 | 12,7 | -12,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 244 | 14,6 | 210 | 12,8 | -13,9 |
| Auszahlungen für Investitionen | 92 | 96 | 4,3 | ||
| Abschreibungen | 67 | 77 | 14,9 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 2.841 | 2.854 | 0,5 |
Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates lagen im Geschäftsjahr 2013 mit 1.647 Mio. € leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Erhöhungen der Verkaufspreise führten zu einem positiven Preiseffekt von 1,0 %, der durch einen negativen Mengeneffekt in nahezu gleicher Höhe ausgeglichen wurde. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte ebenfalls belastend und führte zu einem Umsatzrückgang von 1,5 %.
Beide Business Units des Segments erreichten höhere Verkaufspreise. Während die Business Unit Saltigo darüber hinaus eine leicht positive Nachfrageentwicklung verzeichnete, lagen die Absatzvolumen der Business Unit Advanced Industrial Intermediates leicht unter dem Vorjahresniveau. Insbesondere das Geschäft mit Produkten für die Agrochemie zeigte sich in beiden Business Units des Segments stabil. Die Wechselkursentwicklung wirkte auf beide Business Units belastend. In den Regionen Lateinamerika und Asien/Pazifik entwickelte sich der Umsatz rückläufig. Eine konstante Entwicklung wiesen die Regionen Deutschland und EMEA (ohne Deutschland) auf, während der Geschäftsverlauf in Nordamerika erfreulich war.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates sank um 19 Mio. € bzw. 6,2 % auf 286 Mio. €. Höheren Verkaufspreisen sowie einer Entlastung aus Rohstoffkosten standen niedrigere Absatzmengen insbesondere in der Business Unit Advanced Industrial Intermediates gegenüber. Zudem belasteten höhere Fertigungskosten sowie eine nachteilige Veränderung der Wechselkurse das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen verringerte sich von 18,2 % auf 17,4 %.
Im Geschäftsjahr fielen Sondererträge von saldiert 1 Mio. € an. Auflösungen von Rückstellungen für die Neuausrichtung der Business Unit Saltigo standen Aufwendungen für weitere Maßnahmen im Rahmen des Programms „Advance“ gegenüber.
Performance Chemicals
Kennzahlenüberblick
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| 2012 | 2013 | Veränd. in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % |
in Mio. € | Marge in % |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 2.203 | 2.132 | -3,2 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 281 | 12,8 | 231 | 10,8 | -17,8 |
| EBITDA | 264 | 12,0 | 181 | 8,5 | -31,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 196 | 8,9 | 139 | 6,5 | -29,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 177 | 8,0 | 54 | 2,5 | -69,5 |
| Auszahlungen für Investitionen | 135 | 111 | -17,8 | ||
| Abschreibungen | 87 | 127 | 46,0 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 6.031 | 5.837 | -3,2 |
Die Umsätze unseres Segments Performance Chemicals verringerten sich im Geschäftsjahr um 71 Mio. € bzw. 3,2 % auf 2.132 Mio. €. Der Rückgang resultierte vor allem aus nachteiligen Währungseffekten von 3,0 %. Leicht negative Preis- und Mengeneffekte belasteten zusätzlich. Gegenläufig wirkte ein geringfügiger Portfoliobeitrag von 0,5 % aus Aktivitäten, die von unseren Business Units Material Protection Products, Functional Chemicals sowie Rhein Chemie übernommen worden waren.
Die Absatzmengen und Verkaufspreise des Segments lagen insgesamt unter dem Niveau des Vorjahres, wobei die einzelnen Business Units eine unterschiedliche Entwicklung zeigten. Die Business Units Functional Chemicals, Rhein Chemie und Liquid Purification Technologies wiesen dabei einen positiven Mengeneffekt auf. In der Business Unit Liquid Purification Technologies entwickelte sich das Geschäft mit Produkten zur Wasseraufbereitung erfreulich. Die Business Unit Rhein Chemie profitierte insbesondere von der Steigerung des Absatzvolumens auf dem asiatischen Markt. Demgegenüber wurden die Business Units Material Protection Products, Inorganic Pigments und Leather durch eine nachteilige Mengenentwicklung belastet. Unsere Business Unit Rubber Chemicals konnte das Preisniveau anheben und so niedrigere Absatzmengen ausgleichen. Währungseffekte belasteten sämtliche Business Units des Segments. In der Region Lateinamerika sowie in Deutschland wirkte sich der Umsatzrückgang prozentual am deutlichsten aus.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals ging gegenüber dem Vorjahr um 50 Mio. € bzw. 17,8 % auf 231 Mio. € zurück. Neben rückläufigen Absatzmengen und geringeren Verkaufspreisen belasteten insbesondere gestiegene Fertigungskosten sowie leicht höhere Einstandspreise für Rohstoffe. Ein geringfügiger Portfoliobeitrag wurde durch die nachteilige Entwicklung der Wechselkurse mehr als überkompensiert. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen ging von 12,8 % auf 10,8 % zurück.
Im Berichtsjahr entfielen auf das Segment Sondereinflüsse in Höhe von 85 Mio. €. Die nicht EBITDA-wirksamen Sondereinflüsse von 35 Mio. € entfielen im Wesentlichen auf außerplanmäßige Abschreibungen der Business Unit Rubber Chemicals, während die EBITDA-wirksamen Sondereinflüsse insbesondere Maßnahmen im Rahmen des Programms „Advance“ betrafen.
Überleitung
Kennzahlenüberblick
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| 2012 in Mio. € |
2013 in Mio. € |
Veränd. in % |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 41 | 35 | -14,6 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | -180 | -171 | 5,0 |
| EBITDA | -197 | -216 | -9,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | -195 | -195 | 0,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | -212 | -240 | -13,2 |
| Auszahlungen für Investitionen | 35 | 32 | -8,6 |
| Abschreibungen | 15 | 24 | 60,0 |
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 2.957 | 3.273 | 10,7 |
Vorjahreswerte angepasst.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung lag bei minus 171 Mio. € nach minus 180 Mio. € im Vorjahr. Die in der Überleitung gezeigten Sonderaufwendungen von 45 Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren, betrafen im Wesentlichen Maßnahmen im Rahmen von „Advance“, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten sowie Portfolioaufwendungen, soweit eine sachgerechte Verteilung auf die Segmente bzw. Business Units nicht möglich war. Die in der Überleitung gezeigten EBITDA-wirksamen Sonderaufwendungen des Vorjahres in Höhe von 17 Mio. € betrafen Kosten für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten sowie Portfolioaufwendungen, soweit eine sachgerechte Verteilung auf die Segmente bzw. Business Units nicht möglich war.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Vermögenslage
| • | Geringere Bilanzsumme im Wesentlichen durch gesunkenes Working Capital und außerplanmäßige Abschreibungen in den Segmenten Performance Polymers und Performance Chemicals |
| • | Eigenkapitalquote insbesondere durch negatives Konzernergebnis unter Vorjahr |
| • | Nettofinanzverbindlichkeiten mit 1.731 Mio. € über Vorjahr |
Bilanzstruktur
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| 31.12.2012 | 31.12.2013 | Veränd. in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 3.747 | 49,8 | 3.592 | 52,7 | -4,1 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.772 | 50,2 | 3.219 | 47,3 | -14,7 |
| Bilanzsumme | 7.519 | 100,0 | 6.811 | 100,0 | -9,4 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital (einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter) | 2.330 | 31,0 | 1.900 | 27,9 | -18,5 |
| Langfristiges Fremdkapital | 3.559 | 47,3 | 3.029 | 44,5 | -14,9 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.630 | 21,7 | 1.882 | 27,6 | 15,5 |
| Bilanzsumme | 7.519 | 100,0 | 6.811 | 100,0 | -9,4 |
Vorjahreswerte angepasst.
Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2013 betrug 6.811 Mio. €. Sie lag damit um 708 Mio. € bzw. 9,4 % unter dem Wert zum Vorjahresende. Diese Entwicklung war insbesondere bedingt durch den Rückgang liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte, den Abbau des Working Capital sowie außerplanmäßige Abschreibungen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrafen im Wesentlichen die Business Units Keltan Elastomers, High Performance Elastomers und Rubber Chemicals. Insgesamt überstiegen planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen die Investitionen in Sachanlagen. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich von 49,8 % auf 52,7 %. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital aufgrund von negativen Währungsumrechnungsdifferenzen im kumulierten übrigen Eigenkapital sowie durch das negative Konzernergebnis. Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Geschäftsjahres 27,9 % nach 31,0 % im Vorjahr.
Das langfristige Vermögen ging um 155 Mio. € bzw. 4,1 % auf 3.592 Mio. € zurück. Zugänge aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich dabei auf 676 Mio. €, im Vorjahr waren es 734 Mio. €. Dem standen im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen von 438 Mio. € nach 374 Mio. € im Vorjahr sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte, die sich auf 279 Mio. € nach 4 Mio. € im Vorjahr beliefen, gegenüber. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen aufgrund einer strikten Projekt-Priorisierung mit 624 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 696 Mio. €. Aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der bisher als assoziiertes Unternehmen geführten LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China), sowie aus der Erstkonsolidierung der im April erworbenen PCTS Specialty Chemicals Pte. Ltd., Singapur (Singapur), ergaben sich insgesamt Zugänge in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. Der Equity-Beteiligungsbuchwert erhöhte sich um 4 Mio. € auf 12 Mio. €. Diese Veränderung resultierte insbesondere aus der Fortschreibung des anteiligen Eigenkapitals an der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), sowie der geänderten Einbeziehung der LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China), in den Konzernabschluss. Die rückläufige Entwicklung der sonstigen Beteiligungen war hingegen wesentlich beeinflusst durch die Marktbewertung der strategischen Minderheitsbeteiligung an der BioAmber Inc., Minneapolis (USA), infolge der aktuellen Aktienkursentwicklung der Gesellschaft. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte lagen mit 55 Mio. € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, hauptsächlich aufgrund des Rückgangs von Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen lag mit 52,7 % über dem Niveau zum 31. Dezember 2012 von 49,8 %.
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.219 Mio. € um 553 Mio. € bzw. 14,7 % unter dem Vorjahreswert von 3.772 Mio. €. Der Anteil an der Bilanzsumme betrug 47,3 % nach 50,2 % im Vorjahr. Die Vorräte verringerten sich aufgrund von gesunkenen Rohstoffpreisen sowie gezielter Bestandsreduzierung um 228 Mio. € bzw. 14,9 % auf 1.299 Mio. €, auch unterstützt durch die Wechselkursentwicklung. Die Kennzahl zur Lagerreichweite (DSI) verbesserte sich von 64,7 auf 58,0. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund negativer Währungseffekte um 47 Mio. € auf 1.070 Mio. €. Die Kennzahl zur Forderungsdauer (DSO) lag nahezu unverändert bei 47,8. Geringfügige Portfolioeffekte aus den im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen hatten keinen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Net Working Capital. Die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte sanken aufgrund der Veräußerung von Anteilen an Geldmarktfonds um 305 Mio. € auf 106 Mio. €. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2012 um 41 Mio. € auf 427 Mio. €. Diese Entwicklung war unter anderem vom Verkauf der Geldmarktpapiere beeinflusst.
Aufgrund der Bilanzierungsvorschriften sind in der Bilanz des LANXESS Konzerns bedeutende selbsterstellte Vermögenswerte nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns. Sie wurden im Berichtszeitraum durch eine Vielzahl an Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und trugen dazu bei, die solide Positionierung unserer Business Units im Markt zu erhalten.
Auch unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen stellen einen signifikanten immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierliche Lieferqualität gefestigte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es uns, auch in einem herausfordernderen wirtschaftlichen Umfeld im Wettbewerb erfolgreich zu sein. Unsere spezifische Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen ist, fußt auf unserem Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir Mehrwert für unsere Kunden.
Das Know-how und die Erfahrung unserer Mitarbeiter sind tragende Säulen unseres unternehmerischen Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten.
Auf der Passivseite belief sich das Eigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter auf 1.900 Mio. € nach 2.330 Mio. € im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote betrug 27,9 % nach 31,0 % zum Jahresende 2012. Der Rückgang des Eigenkapitals resultierte insbesondere aus negativen Währungsumrechnungsdifferenzen im kumulierten übrigen Eigenkapital sowie dem negativen Konzernergebnis. Zusätzlich belastend wirkte die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der LANXESS AG im Mai 2013 von 83 Mio. €.
Das langfristige Fremdkapital verringerte sich zum 31. Dezember 2013 um 530 Mio. € auf 3.029 Mio. €. Dies war vor allem auf die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zurückzuführen, die mit 1.649 Mio. € um 518 Mio. € unter dem Wert zum Vorjahresstichtag lagen.
Dieser Unterschied beruhte im Wesentlichen auf der im April 2014 fälligen Euroanleihe über 500 Mio. €, die in die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten umgegliedert wurde. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hingegen stiegen gegenüber dem Jahresende 2012 um 50 Mio. € auf 943 Mio. € an. Der Anstieg ergab sich insbesondere aus dem Programm „Advance“ sowie im Berichtszeitraum zusätzlich erdienten Ansprüchen. In vergleichbarer Größenordnung verringerten sich demgegenüber die sonstigen langfristigen Rückstellungen, unter anderem aufgrund geringerer langfristiger Personalverpflichtungen. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag mit 44,5 % leicht unter dem Wert von 47,3 % zum Jahresende 2012.
Das kurzfristige Fremdkapital lag mit 1.882 Mio. € um 252 Mio. € bzw. 15,5 % deutlich über dem Wert zum 31. Dezember 2012. Diese Entwicklung resultierte hauptsächlich aus der zuvor beschriebenen Umgliederung einer Euroanleihe über 500 Mio. € in die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Gegenläufig wirkte der Verlauf der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unter anderem aufgrund leicht niedrigerer Einkaufsvolumen, aber auch gesunkener Einstandspreise für unsere strategischen Rohstoffe mit 690 Mio. € deutlich unter dem Wert von 795 Mio. € zum Jahresende 2012 lagen. Auch die Abnahme der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen dämpfte den Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals, hauptsächlich aufgrund der Inanspruchnahme für Bonuszahlungen an Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2012 sowie der niedrigeren Zuführung für das aktuelle Berichtsjahr. Am 31. Dezember 2013 betrug der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme 27,6 % nach 21,7 % zum Vorjahresende.
Die Nettofinanzverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 248 Mio. € auf 1.731 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen, Zinsen und Dividenden übertrafen dabei die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft.
Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
Kennzahlen
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| in % | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital 1) | 28,5 | 31,1 | 30,2 | 31,0 | 27,9 |
| Bilanzsumme | ||||||
| Vermögensquote | Langfristige Vermögenswerte | 47,0 | 48,3 | 50,7 | 49,8 | 52,7 |
| Bilanzsumme | ||||||
| Vermögensdeckungsgrad I | Eigenkapital 1) | 60,7 | 64,3 | 59,4 | 62,2 | 52,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Vermögensdeckungsgrad II | Eigenkapital 1) und langfristiges Fremdkapital | 165,8 | 153,9 | 137,3 | 157,2 | 137,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Finanzierungsstruktur | Kurzfristiges Fremdkapital | 30,9 | 37,2 | 43,5 | 31,4 | 38,3 |
| Fremdkapital |
1) Einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.
Investitionen
Im Jahr 2013 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 676 Mio. € nach 734 Mio. € im Vorjahr. Von diesen waren 624 Mio. € (Vorjahr: 696 Mio. €) auszahlungswirksam. Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 717 Mio. € (Vorjahr: 378 Mio. €) an. Diese enthielten als Sondereinflüsse gezeigte außerplanmäßige Abschreibungen von 270 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €). Um diese Sonderabschreibungen bereinigt lagen die Investitionen, unserer Wachstumsstrategie folgend, deutlich um 51 % (Vorjahr: 95 %) über den Abschreibungen.
Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr in folgenden Bereichen:
| • | Neubau-, Erweiterungs- und Instandhaltungsmaßnahmen |
| • | Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit |
| • | Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften |
Bei weniger als zwei Drittel der im Jahr 2013 getätigten Investitionsausgaben handelte es sich um Erweiterungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen; der restliche Anteil betraf Investitionen in die Substanzerhaltung. Dies unterstreicht unser im Abschnitt „Strategische Ausrichtung“ unter Ertragsstrategie beschriebenes Ziel, durch Investitionen weiteres organisches Wachstum zu generieren.
Regional gesehen entfielen im Berichtszeitraum 34 % unserer Investitionen auf Deutschland, 20 % auf die Region EMEA (ohne Deutschland), 7 % auf Nordamerika, 7 % auf Lateinamerika und 32 % auf die Region Asien/Pazifik. Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungs- und Anlagenmodernisierungsmaßnahmen sämtlicher Segmente, insbesondere Erweiterungsinvestitionen der Business Unit Advanced Industrial Intermediates sowie den Ausbau mehrerer Anlagen der Business Unit High Performance Elastomers. Der weiterhin hohe Anteil der Investitionen in der Region Asien/Pazifik ist im Geschäftsjahr vor allem auf den Neubau einer Produktionsanlage zur Herstellung des Hochleistungs-Kautschuks Neodymium-basierter Performance-Butadien-Kautschuk (Nd-PBR) der Business Unit Performance Butadiene Rubbers in Singapur (Singapur) sowie auf den Neubau einer Anlage zur Herstellung von EPDM-Kautschuk unserer Business Unit Keltan Elastomers im chinesischen Changzhou zurückzuführen.
Im Segment Performance Polymers beliefen sich die Investitionen auf 405 Mio. € (Vorjahr: 455 Mio. €), von denen 385 Mio. € (Vorjahr: 434 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 489 Mio. € (Vorjahr: 209 Mio. €) gegenüber. Wesentlich waren in diesem Segment insbesondere die Investitionen der Business Unit Performance Butadiene Rubbers. Die Investitionen im Segment Advanced Intermediates betrugen 113 Mio. € (Vorjahr: 104 Mio. €). Die Auszahlungen lagen mit 96 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €) über den Abschreibungen von 77 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €). Hierin enthalten sind unter anderem Investitionen der Business Unit Advanced Industrial Intermediates zur Erweiterung der Kresol-Anlage in Leverkusen (Deutschland). Im Segment Performance Chemicals erfolgten Investitionen von 117 Mio. € (Vorjahr: 139 Mio. €), hiervon waren 111 Mio. € (Vorjahr: 135 Mio. €) auszahlungswirksam. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 127 Mio. € (Vorjahr: 87 Mio. €). Wesentliche Investitionen stellten hierbei der Bau der CO2-Aufbereitungsanlage in Newcastle (Südafrika) der Business Unit Leather sowie die Errichtung einer Anlage mit modernster Verfahrenstechnik für Eisenoxidrot-Pigmente im chinesischen Ningbo durch die Business Unit Inorganic Pigments dar.
Bedeutende Investitionsprojekte des LANXESS Konzerns in Sachanlagen sind folgender Übersicht zu entnehmen:
Ausgewählte Investitionsprojekte 2013
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| Segment | Standort | Maßnahme |
|---|---|---|
| Performance Polymers | ||
| Butyl Rubber | Singapur (Singapur) | Neubau eines Butylkautschuk-Werks, Inbetriebnahme in Q1 2013 |
| Performance Butadiene Rubbers | Singapur (Singapur) | Neubau einer Produktionsanlage für Butadien-Kautschuk, Inbetriebnahme im 1. Halbjahr 2015 |
| High Performance Elastomers | Dormagen (Deutschland) | Erweiterung der Produktionskapazitäten für Chloropren-Kautschuk |
| Keltan Elastomers | Geleen (Niederlande) | Investition zur Umstellung der Verfahren zur Produktion von EPDM-Kautschuk auf die innovative Keltan-ACE-Technologie, Fertigstellung in Q2 2013 |
| Keltan Elastomers | Changzhou (China) | Errichtung einer Anlage zur Herstellung von EPDM- Kautschuk, Inbetriebnahme in 2015 |
| High Performance Materials | Porto Feliz (Brasilien) | Neubau einer Anlage zur Compoundierung von technischen Hightech-Kunststoffen, Fertigstellung in 2014 |
| High Performance Materials | Antwerpen (Belgien) | Ausbau der Kapazität zur Glasfaserproduktion |
| High Performance Materials | Antwerpen (Belgien) | Neubau einer Produktionsanlage für Polyamid-Kunststoffe, Fertigstellung in 2014 |
| Advanced Intermediates | ||
| Advanced Industrial Intermediates | Leverkusen (Deutschland) | Ausbau der Kresol-Produktion, Fertigstellung Mitte 2013 |
| Performance Chemicals | ||
| Rhein Chemie | Porto Feliz (Brasilien) | Errichtung einer Anlage zur Produktion von Hochleistungs- Vulkanisationsbälgen, Inbetriebnahme in 2013 |
| Rhein Chemie | Lipetsk (Russland) | Neubau einer Produktionsanlage für Kautschukadditive und Trennmittel, Inbetriebnahme in 2013 |
| Liquid Purification Technologies | Leverkusen (Deutschland) | Errichtung einer Produktionsstraße für schwach saure Kationenaustauscher, Fertigstellung Mitte 2014 |
| Inorganic Pigments | Ningbo (China) | Errichtung einer Anlage mit modernster Verfahrenstechnik für Eisenoxidrot-Pigmente |
| Leather | Changzhou (China) | Errichtung einer Anlage zur Produktion von Lederchemikalien, Inbetriebnahme im April 2013 |
| Leather | Newcastle (Südafrika) | Bau einer CO2-Aufbereitungsanlage, Inbetriebnahme in Q4 2013 |
Ausweitung des Konzernportfolios
Hinsichtlich der Ausweitung des Konzernportfolios im Geschäftsjahr 2013 verweisen wir auf den Abschnitt „Ergänzungen des Konzernportfolios“ in diesem Lagebericht.
Finanzlage
| • | Cashflow aus operativer Tätigkeit geschäftsbedingt unter Vorjahr |
| • | Zufluss aus geringerer Mittelbindung im Working Capital durch geringere Vorräte |
| • | Cashflow aus investiver Tätigkeit reflektiert umfangreiche Investitionen in Wachstumsprojekte |
| • | Weiterhin solide Liquiditätsposition |
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit.
Kapitalflussrechnung
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 660 | -239 | -899 |
| Abschreibungen | 378 | 717 | 339 |
| Sonstige Positionen | -82 | 53 | 135 |
| Zufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung Working Capital | 956 | 531 | -425 |
| Veränderung Working Capital | -118 | 110 | 228 |
| Zufluss aus operativer Tätigkeit | 838 | 641 | -197 |
| Abfluss aus investiver Tätigkeit | -674 | -342 | 332 |
| Zufluss/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit | 46 | -260 | -306 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit | 210 | 39 | -171 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember | 386 | 427 | 41 |
Vorjahreswerte angepasst.
Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Working Capital verringerte sich im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 425 Mio. € auf 531 Mio. €. Maßgeblich dafür war das um 899 Mio. € auf minus 239 Mio. € gesunkene Ergebnis vor Ertragsteuern. Bedingt durch eine erhöhte Anlagenbasis aufgrund unserer umfangreichen Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre sowie die außerplanmäßigen Abschreibungen, insbesondere in den Business Units Keltan Elastomers, High Performance Elastomers und Rubber Chemicals, stiegen die Abschreibungen von 378 Mio. € auf 717 Mio. €. In den sonstigen Positionen des Vorjahres waren unter anderem ergebnisneutrale Auszahlungen aus rollierenden Sicherungsgeschäften für konzerninterne Fremdwährungsdarlehen enthalten, die infolge der unterjährigen Euro-Abschwächung an die Kontraktpartner zu leisten waren.
Aus der Abnahme des Working Capital gegenüber dem 31. Dezember 2012 resultierte ein Mittelzufluss von 110 Mio. €. Im Vorjahr betrug der Mittelabfluss aus der Veränderung des Working Capital 118 Mio. €. Die Entwicklung im Berichtszeitraum ergab sich insbesondere aus der Veränderung der Vorräte und resultierte aus gesunkenen Rohstoffpreisen sowie dem gezielten Abbau von Beständen. Ein gegenläufiger Effekt entstand aus gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Zufluss aus operativer Tätigkeit betrug 641 Mio. € nach 838 Mio. € im Vorjahr.
Aus investiver Tätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2013 ein Mittelabfluss von 342 Mio. € nach 674 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 624 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres von 696 Mio. €. Für den Erwerb von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten fielen, bereinigt um übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie nachträgliche Kaufpreisanpassungen, Auszahlungen von 15 Mio. € an nach 44 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Bei den Zukäufen des Berichtsjahres handelte es sich um die PCTS Specialty Chemicals Pte. Ltd., Singapur (Singapur), sowie das Phosphorchemikaliengeschäft der Thermphos France S.A.R.L., Epierre (Frankreich). Die Einzahlungen aus finanziellen Vermögenswerten von 290 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus der Veräußerung von Anteilen an Geldmarktfonds. Gegenläufig wirkte die Auszahlung für den Verlustausgleich der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland).
Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit erhöhte sich um 135 Mio. € auf 299 Mio. €.
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 260 Mio. € nach einem Mittelzufluss von 46 Mio. € im Vorjahr. Aus der Nettorückzahlung von Finanzschulden resultierte ein Mittelabfluss von 58 Mio. €. Die Zinszahlungen und sonstigen Auszahlungen des Finanzbereichs hatten mit 119 Mio. € gegenüber 123 Mio. € einen vergleichbaren Umfang wie im Vorjahr. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre der LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2012 betrug 83 Mio. € nach 71 Mio. € im Vorjahr.
Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2013 aus der Geschäftstätigkeit eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 39 Mio. € nach 210 Mio. € im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der währungsbedingten und sonstigen Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 2 Mio. € resultierte zum Bilanzstichtag ein Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 427 Mio. € nach 386 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Zusammen mit dem Bestand an liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten (kurzfristige Geldanlage liquider Mittel in Geldmarktfonds) von 106 Mio. € nach 411 Mio. € im Vorjahr verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2013 über eine weiterhin solide Liquiditätsposition von 533 Mio. € nach 797 Mio. € zum Jahresende 2012.
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
LANXESS verfolgt eine konservative Finanzpolitik und adressiert vorausschauend finanzielle Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Die Verschuldungshöhe orientiert sich im Wesentlichen an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich. Über einen normalen Geschäftszyklus hinweg soll eine Verschuldung innerhalb einer Bandbreite von 1,0 bis 1,5, gemessen als Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen, erreicht werden. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Zins- oder Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Risikobericht sowie im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [35] „Finanzinstrumente“ dargestellt.
Rating des LANXESS Konzerns
Um die Ziele des Finanzmanagements zu erreichen, sind der Zugang zu den Kapitalmärkten sowie eine intakte Geschäftsbeziehung zu den nationalen und internationalen Geschäftsbanken notwendige Voraussetzungen. Entsprechend ist auch die nachhaltige Interaktion und Kommunikation mit Banken, Investoren und Ratingagenturen von wesentlicher Bedeutung. Letztere haben unsere Kreditwürdigkeit im Geschäftsjahr 2013 mit BBB bzw. Baa2, jedoch mit negativem Ausblick, bewertet. Den negativen Ausblick begründeten die Ratingagenturen unter anderem mit aktuell schwächeren Finanzkennzahlen und der Unsicherheit darüber, wie schnell diese wieder den Ratinganforderungen entsprechen werden.
Entwicklung der LANXESS Ratings und deren Ausblick seit 2009
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| 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Standard & Poor's | BBB/stable 28.05.2009 | BBB/stable 01.09.2010 | BBB/stable 23.08.2011 | BBB/stable 31.08.2012 | BBB/negative 27.06.2013 |
| Moody's Investors Service | Baa2/stable 26.05.2009 | Baa2/stable 19.05.2010 | Baa2/stable 23.11.2011 | Baa2/stable 26.09.2012 | Baa2/negative 14.08.2013 |
| Fitch Ratings | BBB/stable 20.07.2009 | BBB/stable 17.12.2010 | BBB/stable 22.11.2011 | BBB/stable 13.09.2012 | BBB/negative 15.08.2013 |
Finanzierungsanalyse
LANXESS startete mit einer sehr soliden Finanz- und Liquiditätslage in das Geschäftsjahr 2013.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2013 ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen unseres Finanzportfolios, das wir bereits im Geschäftsjahr 2012 frühzeitig wesentlich verbessert hatten. Dies umfasste auch die frühzeitige Schaffung finanzieller Reserven für die Rückzahlung der im April 2014 fälligen 500 Mio. €-Anleihe. Unser Wachstumsprogramm finanzierten wir aus dem operativen Geschäft sowie mithilfe vorhandener Liquidität und Kreditlinien.
Seit März 2009 verfügen wir über ein Debt-Issuance-Programm in Höhe von 2,5 Mrd. €. Auf dieser Basis können, angepasst an die jeweiligen Marktbedingungen und sehr flexibel hinsichtlich des Zeitpunkts und der Höhe, Schuldverschreibungen im Kapitalmarkt platziert werden. Zum 31. Dezember 2013 war der Finanzierungsrahmen von 2,5 Mrd. € durch die unter dem Programm begebenen Anleihen und Privatplatzierungen zu knapp 2,0 Mrd. € genutzt. Durch die Fälligkeit unserer 500 Mio. €-Anleihe im April 2014 wird sich die Ausnutzung des Rahmens nach Rückzahlung entsprechend reduzieren. Kapitalmarktfinanzierungen stellen insgesamt einen wichtigen Bestandteil im Finanzierungsmix von LANXESS dar und fördern die Diversifikation unserer Finanzierungsquellen.
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 167 Mio. € im Vorjahr auf 668 Mio. € zum 31. Dezember 2013. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus der Umgliederung der im April 2014 fälligen 500 Mio. €-Anleihe aus den langfristigen in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.
In nur geringem Umfang nutzten wir Finanzierungsleasing, welches unter den finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz geführt wird. Zum 31. Dezember 2013 beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing auf 49 Mio. € nach 78 Mio. € im Vorjahr. Operating Leasing wird im LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen belaufen sich auf 492 Mio. € nach 496 Mio. € im Vorjahr.
LANXESS verfügte am 31. Dezember 2013 über keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungen, z.B. in Form von Factoring, Asset-Backed-Strukturen oder Projektfinanzierungen.
In Summe nahmen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzungen, von 2.280 Mio. € im Jahr 2012 auf 2.264 Mio. € zum 31. Dezember 2013 ab. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, also die Summe der so definierten Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Kasse und der liquiditätsnahen Finanzanlagen, erhöhten sich um 248 Mio. € von 1.483 Mio. € auf 1.731 Mio. €.
Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag mit 98 % nahezu auf Vorjahresniveau. Änderungen des Zinsniveaus haben deshalb in der momentanen Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Der Anteil der in Euro in Anspruch genommenen Kredite und Anleihen lag im Berichtsjahr mit durchschnittlich 96 % auf Vorjahresniveau. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz unserer Finanzverbindlichkeiten lag zum Jahresende 2013 unverändert bei 4,8 %.
Nachfolgende Übersicht zeigt detailliert die Finanzierungsstruktur von LANXESS zum 31. Dezember 2013 einschließlich der wesentlichen Liquiditätsreserven.
Finanzierungsstruktur
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| Instrument | Betrag in Mio. € | Laufzeit bis | Zinssatz in % | Financial Covenant1) |
|---|---|---|---|---|
| Euroanleihe 2009/2014 (500 Mio. €) | 500 | April 2014 | 7,750 | nein |
| Euroanleihe 2009/2016 (200 Mio. €) | 199 | September 2016 | 5,500 | nein |
| Euroanleihe 2011/2018 (500 Mio. €) | 497 | Mai 2018 | 4,125 | nein |
| Euroanleihe 2012/2022 (500 Mio. €) | 493 | November 2022 | 2,625 | nein |
| Privatplatzierung 2012/2022 (100 Mio. €) | 100 | April 2022 | 3,500 | nein |
| Privatplatzierung 2012/2027 (100 Mio. €) | 99 | April 2027 | 3,950 | nein |
| CNH-Bond 2012/2015 (500 Mio. CNH) | 60 | Februar 2015 | 3,950 | nein |
| Investitionsdarlehen | 55 | Dezember 2017 | nein | |
| Förderbankdarlehen | 109 | September 2018 | nein | |
| Sonstige Kredite | 103 | n/a | nein | |
| Finanzierungsleasing | 49 | n/a | nein | |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 2.264 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 427 | <= 3 Monate | ||
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | 106 | <= 3 Monate | ||
| Summe Liquidität | 533 | |||
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 1.731 |
1) Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen.
Dank der umfangreichen Finanzierungsmaßnahmen in den zurückliegenden Geschäftsjahren haben wir die Fälligkeitsstruktur unserer Finanzverbindlichkeiten kontinuierlich verbessert. Zum Aufstellungszeitpunkt lagen keine Refinanzierungsrisiken vor, da anstehende Fälligkeiten bereits frühzeitig refinanziert wurden. Die sonstigen Kredite betrafen im Wesentlichen Inanspruchnahmen von Tochtergesellschaften in Brasilien, China, Indien und Argentinien, die zum Teil 2014 fällig sind und regelmäßig, z.B. jährlich, verlängert werden.

Liquiditätsanalyse
Neben den Zahlungsmitteln von 427 Mio. € und hochliquiden AAA-Geldmarktfondsanlagen von 106 Mio. € verfügt LANXESS über weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form ungenutzter Kreditlinien. Die Anlage in Geldmarktfonds erfolgt ausschließlich in europäischen Konzerngesellschaften mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr und unterliegt damit für uns keiner Verfügungsbeschränkung. Die Zahlungsmittel werden zu rund 90 % in Konzerngesellschaften in Ländern mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr gehalten. Nur rund 10 % der Zahlungsmittel werden in Gesellschaften in regulierten Kapitalmärkten gehalten, in denen Beschränkungen zum Zahlungsmitteltransfer existieren.
Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2013 jederzeit gesichert. Die starke Liquiditätsposition von LANXESS wurde in 2013 auch in der Bonitätsbewertung der Ratingagenturen positiv betont.
Die mit Abstand bedeutendste Kreditlinie für LANXESS ist unsere syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. €. Diese wurde im Februar 2014 um ein Jahr bis Februar 2019 verlängert und ist ein weiteres Mal um ein Jahr verlängerbar. Sie wurde bislang nur unwesentlich in Anspruch genommen. Die Kreditlinie ist als Betriebsmittel- und Investitionslinie ausgestaltet und entspricht den Markt-Usancen des europäischen syndizierten Kreditmarkts für Investment-Grade-Unternehmen mit einem Rating von BBB. Eine weitere wesentliche Kreditlinie über 200 Mio. € besteht mit der Europäischen Investitionsbank. Keiner unserer wesentlichen Kreditverträge enthält einen Financial Covenant. Insgesamt verfügten wir zum 31. Dezember 2013 wie im Vorjahr über nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 1,5 Mrd. €.
In Summe ergibt sich aus dem Bestand liquider Mittel und ungenutzter Kreditlinien ein Liquiditätsspielraum von rund 2,0 Mrd. € nach 2,3 Mrd. € im Vorjahr. Die Liquiditätsreserve ist auch vor dem Hintergrund unserer angestrebten Wachstumsziele und des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds Ausdruck unserer vorausschauenden und konservativen Finanzpolitik. Unsere Zahlungsfähigkeit ist kurzfristig und langfristig gesichert.
Bond Performance - Entwicklung des Credit Spread im Jahr 2013
Eine wichtige Kenngröße von Unternehmensanleihen ist neben der absoluten Kursentwicklung die relative Bewertung des unternehmensspezifischen Kreditrisikos im Vergleich zu einem Referenzzinssatz. Dieser Kreditrisikoaufschlag findet seinen Ausdruck im sogenannten Credit Spread. Aufgrund des höheren Ausfallrisikos, das mit einer längeren Restlaufzeit einer Anleihe verbunden ist, weisen länger laufende Anleihen in der Regel einen höheren Credit Spread auf. Dies gilt auch, neben Faktoren wie Liquidität und Handelsvolumen, für unsere unterschiedlichen Anleihen. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Credit Spreads unserer Anleihen sowie den durchschnittlichen Credit Spread von Unternehmensanleihen mit BBB-Rating und fünf Jahren Laufzeit gegenüber der Zinsswapkurve.

Im Jahr 2013 entwickelten sich die Kreditrisikoaufschläge für Unternehmensanleihen wenig volatil und fielen dabei auf Jahressicht. Dies reflektiert die insgesamt positive Lage an den Kapitalmärkten in Europa.
Für LANXESS Anleihen entwickelten sich die Kreditrisikoaufschläge in großen Teilen des Geschäftsjahres seitwärts und lagen dabei jeweils unterhalb oder auf dem Niveau der BBB-Vergleichsgruppe. Die Entwicklung der LANXESS Credit Spreads verdeutlicht unseren guten Zugang zum Kapitalmarkt bei im Vergleich zu anderen BBB-Unternehmen günstigeren oder ähnlichen Kosten.
GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Das Geschäft entwickelte sich in 2013 ungünstig und war maßgeblich beeinflusst durch sinkende Einstandspreise für Rohstoffe, insbesondere für unseren Schlüsselrohstoff Butadien, und die daraus resultierenden Anpassungen der Verkaufspreise. In allen Absatzregionen verzeichneten wir Umsätze unter Vorjahresniveau, mit unterschiedlich starken Ausprägungen.
Insgesamt lag unser Umsatz um 8,7 % unter dem Wert des Vorjahres. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeinflüsse ergab sich ein operativer Umsatzrückgang von 6,9 %, der insbesondere das Segment Performance Polymers in nahezu allen Absatzregionen betraf. Das Segment Advanced Intermediates profitierte von der überwiegend soliden Nachfrage aus dem Bereich der Agrochemikalien bei gegenläufigen Entwicklungen im Bereich Farben und Lacke. Der Geschäftsverlauf war insbesondere im Segment Performance Chemicals durch die Entwicklung der Wechselkurse belastet.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Geschäftsjahres lag bei 735 Mio. € und somit um fast 40 % unter dem Vorjahr. Auch die EBITDA-Marge sank auf 8,9 % gegenüber 13,4 % im Jahr zuvor. Sondereinflüsse aus dem Programm „Advance“ sowie außerplanmäßige Abschreibungen in den Segmenten Performance Polymers und Performance Chemicals belasteten das Konzernergebnis und führten zu einem deutlich unter dem Vorjahreswert liegenden Ergebnis je Aktie.
Wir haben den konservativen Ansatz in der Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik beibehalten. Gemäß dem Grundsatz der Stetigkeit haben wir die Bewertungsmethoden sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet. Die Eigenkapitalquote betrug 27,9 %. Der Rückgang der Bilanzsumme war insbesondere bedingt durch den Rückgang liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte, den Abbau des Working Capital sowie außerplanmäßige Abschreibungen. Für weitere Erläuterungen zu den außerplanmäßigen Abschreibungen verweisen wir auf den Abschnitt „Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräume“ im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013.
Unsere Bilanz zeigt weiterhin eine solide Liquiditätsposition. Darüber hinaus sind weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form nicht genutzter Kreditlinien vorhanden. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, belief sich vergleichbar zum Vorjahr auf rund 98 %. Änderungen des Zinsniveaus haben in dieser Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Unsere Finanzverbindlichkeiten sind frei von Financial Covenants.
Die Nettofinanzverbindlichkeiten liegen mit 1.731 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres und führen zusammen mit einer schwächeren Ergebnisentwicklung zu einer Net Debt Ratio von 2,4, die außerhalb der über einen normalen Geschäftszyklus angestrebten Bandbreite von 1,0 bis 1,5 lag. Die Ratingagenturen haben im Geschäftsjahr 2013 die Kreditwürdigkeit unseres Konzerns weiterhin mit BBB bzw. Baa2 eingestuft, allerdings aufgrund aktuell schwächerer Kennzahlen mit negativem Ausblick.
Die Risiken, die sich aufgrund der veränderten Wettbewerbsposition durch wachsende Kapazitäten, geringere Verkaufspreise und unvorteilhaftere Rohstoff- und Energiepreise insbesondere gegenüber Wettbewerbern mit Zugang zu preisgünstigem Schiefergas ergeben, haben wir durch angemessene Korrekturen auf unsere davon betroffenen Vermögenswerte berücksichtigt. Trotz des im Geschäftsjahr erfolgten Abflusses liquider Mittel und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte beurteilen wir unsere wirtschaftliche Lage vor dem Hintergrund der langfristig ausgewogenen Finanzierungsbasis sowie der mittelfristig als intakt erachteten Megatrends weiterhin positiv.
KENNZAHLEN ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE - MEHRPERIODENÜBERSICHT
Kennzahlen
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragslage | |||||
| Umsatzerlöse | 5.057 | 7.120 | 8.775 | 9.094 | 8.300 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 465 | 918 | 1.146 | 1.223 | 735 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | 9,2% | 12,9% | 13,1% | 13,4% | 8,9% |
| EBITDA | 422 | 890 | 1.101 | 1.186 | 624 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 204 | 635 | 826 | 847 | 288 |
| EBIT | 149 | 607 | 776 | 808 | -93 |
| EBIT-Marge | 2,9% | 8,5% | 8,8% | 8,9% | -1,1% |
| Konzernergebnis | 40 | 379 | 506 | 508 | -159 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,48 | 4,56 | 6,08 | 6,11 | -1,91 |
| Finanzlage | |||||
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 565 | 430 | 672 | 838 | 641 |
| Abschreibungen | 273 | 283 | 325 | 378 | 717 |
| Auszahlungen für Investitionen | 275 | 501 | 679 | 696 | 624 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 794 | 913 | 1.515 | 1.483 | 1.731 |
| Vermögenslage | |||||
| Bilanzsumme | 5.068 | 5.666 | 6.878 | 7.519 | 6.811 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.382 | 2.738 | 3.489 | 3.747 | 3.592 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.686 | 2.928 | 3.389 | 3.772 | 3.219 |
| Net Working Capital | 1.096 | 1.372 | 1.766 | 1.849 | 1.679 |
| Eigenkapital (einschl. Anteilen anderer Gesellschafter) | 1.445 | 1.761 | 2.074 | 2.330 | 1.900 |
| Pensionsrückstellungen | 569 | 605 | 679 | 893 | 943 |
| Kennzahlen | |||||
| ROCE | 5,9% | 17,0% | 17,2% | 15,6% | 5,8% |
| Eigenkapitalquote | 28,5% | 31,1% | 30,2% | 31,0% | 27,9% |
| Vermögensquote | 47,0 | 48,3 | 50,7 | 49,8 | 52,7 |
| Vermögensdeckungsgrad I | 60,7 | 64,3 | 59,4 | 62,2 | 52,9 |
| Net Working Capital/Umsatz | 21,7% | 19,3% | 20,1% | 20,3% | 20,2% |
| Mitarbeiter (Stand zum 31.12.) | 14.338 | 14.648 | 16.390 | 17.177 | 17.343 |
Vorjahreswerte angepasst.
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER LANXESS AG
Die LANXESS AG hat vor allem die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung und die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird hauptsächlich von den produktiven Unternehmen des LANXESS Konzerns und der Entwicklung der Chemiebranche bestimmt.
Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Umsatz und Ergebnis der LANXESS AG
Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS AG nach HGB (Kurzform)
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5 | 4 | -20,0 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen | -5 | -4 | -20,0 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0 | 0 | 0,0 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -44 | -39 | -11,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1 | 2 | 100,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3 | -2 | -33,3 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -46 | -39 | -15,2 |
| Beteiligungsergebnis | 283 | 169 | -40,3 |
| Zinsergebnis | -71 | -85 | 19,7 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge | -8 | -14 | 75,0 |
| Finanzergebnis | 204 | 70 | -65,7 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 158 | 31 | -80,4 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -54 | 4 | <-100 |
| Jahresüberschuss | 104 | 35 | -66,3 |
| Gewinnvortrag | 44 | 13 | -70,5 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage | -52 | 0 | -100,0 |
| Bilanzgewinn | 96 | 48 | -50,0 |
Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LANXESS Deutschland GmbH und der LANXESS International Holding GmbH bestimmt. Diese halten die in- und ausländischen Beteiligungen.
Der Umsatz der LANXESS AG lag mit 4 Mio. € leicht unter dem Wert des Vorjahres von 5 Mio. € und entfiel auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthielten, ergab sich ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz.
Die allgemeinen Verwaltungskosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 Mio. € bzw. 11,4 % auf 39 Mio. €. Sie betrafen vor allem Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen stehen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit verbesserte sich um 7 Mio. € auf minus 39 Mio. €.
Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis sowie den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, sank um 134 Mio. € bzw. 65,7 % auf 70 Mio. €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH, die mit 169 Mio. € um 114 Mio. € unter dem Wert im Vorjahreszeitraum lag. Belastend wirkte die Verschlechterung des Zinsergebnisses um 14 Mio. € auf minus 85 Mio. €, die sich vor allem aus den im Berichtsjahr zusätzlich aufgenommenen Darlehen von verbundenen Unternehmen ergab.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 31 Mio. € nach 158 Mio. € im Vorjahr. Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte ein Ertrag von 4 Mio. €. Dieser setzte sich aus Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 3 Mio. € sowie aus einem Steuerertrag in Höhe von 7 Mio. € für die Vorjahre zusammen. Der Jahresüberschuss sank um 69 Mio. € auf 35 Mio. €.
Der Bilanzgewinn verringerte sich zum 31. Dezember 2013 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages von 13 Mio. € auf 48 Mio. €.
Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der LANXESS AG
Bilanz LANXESS AG nach HGB (Kurzform)
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| 31.12.2012 | 31.12.2013 | Veränd. in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| Finanzanlagen | 757 | 22,3 | 757 | 23,5 | 0,0 |
| Anlagevermögen | 757 | 22,3 | 757 | 23,5 | 0,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.850 | 54,6 | 1.967 | 61,1 | 6,3 |
| Übrige Forderungen | 39 | 1,2 | 25 | 0,7 | -35,9 |
| Bankguthaben, Wertpapiere | 734 | 21,7 | 467 | 14,5 | -36,4 |
| Umlaufvermögen | 2.623 | 77,5 | 2.459 | 76,3 | -6,3 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 6 | 0,2 | 5 | 0,2 | -16,7 |
| Bilanzsumme | 3.386 | 100,0 | 3.221 | 100,0 | -4,9 |
| PASSIVA | |||||
| Eigenkapital | 1.219 | 36,0 | 1.171 | 36,4 | -3,9 |
| Rückstellungen | 117 | 3,4 | 101 | 3,1 | -13,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 68 | 2,0 | 59 | 1,8 | -13,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.973 | 58,3 | 1.886 | 58,6 | -4,4 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 9 | 0,3 | 4 | 0,1 | -55,6 |
| Verbindlichkeiten | 2.050 | 60,6 | 1.949 | 60,5 | -4,9 |
| Bilanzsumme | 3.386 | 100,0 | 3.221 | 100,0 | -4,9 |
Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding ist die Bilanz von den Finanzanlagen sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt.
Zum 31. Dezember 2013 lag die Bilanzsumme der LANXESS AG mit 3.221 Mio. € um 165 Mio. € bzw. 4,9 % unter dem Wert des Vorjahres. Das Anlagevermögen betrug unverändert 757 Mio. € und beinhaltet vor allem den Beteiligungsbuchwert der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 739 Mio. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich von 22,3 % auf 23,5 %. Das Umlaufvermögen verringerte sich um 164 Mio. € auf 2.459 Mio. € und hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 76,3 % nach 77,5 % im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten 61,1 % der Bilanzsumme und resultierten im Wesentlichen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und kurzfristigen Darlehensforderungen. Der Anteil der Bankguthaben und Wertpapiere an der Bilanzsumme verringerte sich von 21,7 % auf 14,5 %.
Auf der Passivseite sank das Eigenkapital um 48 Mio. € auf 1.171 Mio. €, bedingt durch die Dividendenauszahlung für das Jahr 2012, die über dem Jahresüberschuss des Berichtszeitraums lag. Die Eigenkapitalquote betrug 36,4 % nach 36,0 % zum Jahresende 2012.
Die Verbindlichkeiten verringerten sich um 101 Mio. € auf 1.949 Mio. €. Dies ist vor allem auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die mit 1.886 Mio. € um 87 Mio. € unter dem Vorjahreswert lagen. Die Rückstellungen sanken um 16 Mio. € auf 101 Mio. € und betrafen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Rückstellungen für gesetzliche Verpflichtungen.
MITARBEITER
Im LANXESS Konzern waren zum 31. Dezember 2013 insgesamt 17.343 Mitarbeiter tätig nach 17.177 zum Vorjahresstichtag. Unsere Beschäftigtenzahl erhöhte sich damit im Jahresvergleich weltweit geringfügig um 166 aufgrund von längerfristigen Wachstums- und Investitionsprojekten. Unterjährig lagen die Personalzahlen über diesen Werten, zum Jahresende hin waren sie allerdings von unserem umfassenden Effizienz- und Restrukturierungsprogramm „Advance“ geprägt, das bis 2015 zur Reduzierung von 1.000 Stellen weltweit führen soll. Von unseren Mitarbeitern waren 14.139 bzw. 81,5 % Männer und 3.204 bzw. 18,5 % Frauen. Die Zahl unserer Mitarbeiter nichtdeutscher Nationalität belief sich auf 9.639. Darüber hinaus verfügten weltweit 819 Mitarbeiter über einen befristeten Arbeitsvertrag. In der LANXESS AG waren zum Stichtag 144 Mitarbeiter nach 141 im Vorjahr beschäftigt.
In unseren deutschen Kerngesellschaften lag die Teilzeitquote zum Bilanzstichtag bei 7,6 %. Die Schwerbehindertenquote der deutschen Gesellschaften betrug 5,4 %. Darüber hinaus vergeben wir regelmäßig Aufträge an deutsche Behindertenwerkstätten.
Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte der LANXESS Konzern in der Region EMEA (ohne Deutschland) 3.444 Mitarbeiter nach 3.442 Mitarbeitern im Vorjahr. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten von 8.072 auf 8.117. In der Region Nordamerika belief sich die Mitarbeiterzahl auf 1.526 nach 1.553 zum 31. Dezember 2012 und in Lateinamerika auf 1.560 nach 1.626 im Vorjahr. In der Region Asien/Pazifik beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 2.696 Personen, das sind 212 mehr als noch vor Jahresfrist.
Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 1.339 Mio. € (Vorjahr: 1.392 Mio. €). Löhne und Gehälter machten mit 1.006 Mio. € (Vorjahr: 1.097 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 194 Mio. € (Vorjahr: 193 Mio. €), die Aufwendungen für Altersversorgung 128 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €) und die Aufwendungen für soziale Unterstützung 11 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €).
Arbeitsbedingungen und Personalstrategie
Unser unternehmerischer Erfolg beruht ganz wesentlich auf der Leistung, der Umsetzungsstärke und dem Engagement unserer Mitarbeiter. Nur ihre stetige Ausbildung und Entwicklung - insbesondere im Hinblick auf Veränderungs- und Innovationsfähigkeit - gewährleistet, dass wir unsere Unternehmensziele gerade auch in herausfordernden Zeiten nicht aus den Augen verlieren und die Wettbewerbsfähigkeit von LANXESS langfristig weiter erhöhen. Mit gelebter sozialer Verantwortung, attraktiven Aufgabenstellungen in einem internationalen Arbeitsumfeld, einer leistungs- und marktgerechten Vergütung sowie einer Kultur, die Vielfalt, Führung und Veränderungsfähigkeit fördert, eröffnen wir unseren Mitarbeitern Entwicklungschancen, auch außerhalb ihres Heimatlandes.
Mehrere Auszeichnungen auf nationaler und internationaler Ebene unterstrichen auch im Geschäftsjahr 2013 den Erfolg unserer Personalstrategie: In der jährlich vom Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) durchgeführten Befindlichkeitsumfrage erreichten wir erstmals den Spitzenplatz. Bereits zum dritten Mal nach 2009 und 2011 wurden wir in China vom CRF Institute als „China’s Top Employer“ ausgezeichnet.
Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Personalarbeit lag im Berichtszeitraum darauf, interne wie externe Veränderungstreiber zu identifizieren und daraufhin strategisch stimmige, global anwendbare Antworten für die Organisation zu finden. Handlungsfelder sind hierbei Themen wie Qualitätsmanagement, Führung und Dialog, Diversity & Inclusion sowie Organisationsberatung und Change Management.
Neben der Entwicklung und Implementierung innovativer Instrumente, mit denen wir den demografischen Herausforderungen begegnen, ist es unser wichtigstes langfristiges personalstrategisches Ziel, weltweit eine Vielfalt an Talenten für LANXESS zu gewinnen und diese gezielt weiterzuentwickeln. Unsere Vielfalt wollen wir insbesondere hinsichtlich Alter, Nationalität und Geschlecht stärken, was auch den Schwerpunkt unserer Vorstandsinitiative „Diversity & Inclusion“ darstellt. Im Rahmen von „Diversity & Inclusion“ haben wir uns ein klares Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2020 wollen wir auf freiwilliger Basis rund 20 % der Positionen im mittleren und oberen Management mit Frauen besetzen. Aktuell liegt dieser Anteil bei 15,1 %. Wir entwickeln stetig neue Instrumente, um LANXESS als Arbeitgebermarke zu positionieren und weltweit sowohl Nachwuchstalente als auch erfahrene Arbeitskräfte anzusprechen, zu integrieren und an das Unternehmen zu binden. Im Rahmen zahlreicher interner und externer Veranstaltungen beziehen wir unsere Mitarbeiter eng mit ein und machen LANXESS so als Arbeitgeber authentisch erlebbar. Gezielt haben wir gemeinsam mit unseren Fachabteilungen den Kontakt zu Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Studenteninitiativen weltweit ausgebaut und sind Kooperationen eingegangen. Dazu gehört auch das Deutschlandstipendium, eine Initiative der deutschen Bundesregierung. Im Berichtsjahr förderten wir unverändert an acht Hochschulen insgesamt 50 Studierende.
In unseren Managementprogrammen legen wir Wert auf einen ganzheitlichen Führungsansatz. Diese Programme - ebenso wie unser globales Sales-Programm ILSA - fördern die Produktivität und Veränderungsfähigkeit der Organisation und unterstützen so weltweit das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens.
Die enge Abstimmung mit den Sozialpartnern - Gewerkschaften wie Arbeitgeberverbänden - als Prinzip gelebter Mitbestimmung gehört zu den konstituierenden Pfeilern unserer Personalpolitik. Weltweit fallen 68 % unserer Mitarbeiter unter Bestimmungen von Tarifverträgen, in Deutschland knapp 90 %.
Im engen Dialog mit den Gremien der Arbeitnehmervertreter in Deutschland, in Europa und weltweit diskutieren wir regelmäßig die Unternehmensziele und binden die Gremien frühzeitig bei organisatorischen Änderungen ein. In Deutschland beträgt die Mitteilungsfrist für Betriebsänderungen vier Wochen.
Vergütung und Mitarbeiterbeteiligung
Wir streben ein leistungsgerechtes Vergütungssystem an, das sowohl den Unternehmenserfolg als auch die jeweilige persönliche Leistung unserer Mitarbeiter widerspiegelt. Für 88 % unserer Mitarbeiter sind Vergütungssysteme etabliert, die neben festen Bezügen auch variable Vergütungskomponenten enthalten. Zur Anerkennung individueller Leistungen haben unsere Führungskräfte die Möglichkeit, außergewöhnliche Leistungen eines Mitarbeiters zeitnah und unbürokratisch zu honorieren. Im Geschäftsjahr 2013 wurden auf diese Weise allein für außergewöhnliche Einzelleistungen weltweit 9,1 Mio. € vergeben.
Zudem haben wir im Geschäftsjahr 2013 erneut ein Mitarbeiter-Kapitalbeteiligungsprogramm aufgelegt. Im Rahmen des LANXESS Aktienplans konnten alle in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter des LANXESS Konzerns LANXESS Aktien mit einem Kursabschlag von 50 % erwerben. Die Aktien wurden zu einem durchschnittlichen Kaufkurs von 44,59 € an der Frankfurter Wertpapierbörse erworben. Die Beteiligungsquote lag bei 76 %. Insgesamt hielten unsere Mitarbeiter und Vorstände zum Bilanzstichtag im Rahmen von Beteiligungsprogrammen rund 1 % der LANXESS Aktien.
Für die Jahre 2010 bis 2013 wurde bei LANXESS für den Vorstand und die oberen Führungsebenen als Nachfolger des Long Term Incentive Plan (LTIP) eine neue langfristige Vergütungskomponente aufgesetzt: der Long Term Stock Performance Plan 2010 - 2013 (LTSP). Der LTSP besteht aus vier jeweils vierjährigen Tranchen. Dabei wird die Entwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM über eine Laufzeit von vier Jahren gemessen. Die Beteiligungsquote liegt bei 89 %.
Ausbildung
Die Ausbildung junger Menschen hat für uns sowohl als Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens als auch im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung von jeher einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2013 verstärkten wir nochmals unsere Aktivitäten im Bereich des Ausbildungsmarketings in unterschiedlichen Medien und beteiligten uns regional an allen wichtigen Ausbildungsmessen sowie Besuchen in Schulen. Mit eigenen Events wie „NeXt Azubi“ sprechen wir gezielt interessierte junge Menschen an und geben ihnen wertvolle Orientierungshilfe für ihre spätere Berufswahl. Erneut nahmen wir 2013 auch am „Girls‘ Day“ teil. Mit unserem Einstiegsqualifizierungsprogramm „XOnce“ geben wir darüber hinaus jungen Menschen mit fehlender Ausbildungsreife in einer einjährigen Fördermaßnahme eine sinnvolle Hilfestellung auf dem Weg in die spätere Ausbildung.
In Deutschland ist bei LANXESS eine Kombination von Ausbildung und Studium genauso möglich wie die klassische naturwissenschaftliche, technische oder kaufmännische Ausbildung in unseren Betrieben und Abteilungen. Zur langfristigen Fachkräftesicherung haben wir im Berichtszeitraum das Angebot der dualen Studiengänge im Bereich der Ingenieurwissenschaften erweitert.
Zum Stichtag 31. Dezember 2013 wurden deutschlandweit 456 junge Menschen in 19 unterschiedlichen Berufsbildern ausgebildet. Im Vorjahr hatte sich die Zahl der Auszubildenden auf 386 und die Zahl der Ausbildungsberufe auf 16 belaufen. Wir geben jungen Menschen deutlich über den eigenen Bedarf hinaus die Chance auf eine fundierte Ausbildung. Zum neuen Ausbildungsjahr im Herbst 2013 begannen 159 junge Menschen (125 Männer und 34 Frauen) eine Ausbildung in unserem Haus. Daneben bilden wir derzeit 18 Teilnehmer in fünf dualen Studiengängen aus. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir in Deutschland fast 80 % der Ausbildungsprüflinge auf befristete und unbefristete Stellen übernommen.
Unter dem Motto „Prepare for the Future“ stellen wir jedes Jahr besonders qualifizierte Hochschulabsolventen für unser Internationales Corporate Trainee-Programm ein. Unser damit verbundenes Ziel ist es, die Teilnehmer auf eine internationale Karriere im LANXESS Konzern vorzubereiten und weltweit einen Pool von international ausgerichteten Nachwuchsführungskräften aufzubauen. Im Geschäftsjahr 2013 lag der Fokus auf den Bereichen Controlling, Finanzen und Ingenieurwesen. Seit Beginn des Programms konnten wir bereits 67 international orientierten Hochschulabsolventen ein breites Spektrum an qualifizierten Einstiegsstellen als Trainee anbieten. Darüber hinaus bieten wir in verschiedenen Ländern - darunter Brasilien, China, Indien und die USA - lokale Trainee-Programme an.
Personalentwicklung
Wir legen großen Wert darauf, Mitarbeiter über ihre gesamte Karriere und unabhängig vom Alter zu motivieren, sich weiterzubilden und neue Herausforderungen innerhalb des Konzerns anzunehmen. Zur individuellen Förderung unserer Talente ist bei LANXESS ein mehrstufiges und systematisches Verfahren globaler Personalentwicklungskonferenzen etabliert, in dem künftige Führungskräfte weltweit hinsichtlich ihrer Leistungen und Potenziale regelmäßig betrachtet werden.
Spezielle modulare und mehrdimensionale Programme für angehende Führungskräfte, mit denen wir diese auf spätere Aufgaben vorbereiten, wurden innerhalb der LANXESS Academy fortgesetzt. An diesen Corporate-Programmen nahmen im Berichtszeitraum 188 Mitarbeiter, unter ihnen 43 Frauen, teil. Im Rahmen unseres Effizienzprogramms „Advance“ bündelten wir die Führungsseminare für Führungskräfte der verschiedenen Ebenen und richteten eine neue Art von Training ein. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes stehen praktische Führungsfähigkeiten und die Motivation von Teams in Veränderungsprozessen.
Das funktionale Training für unsere globalen Vertriebsmitarbeiter setzten wir 2013 unter dem Dach der LANXESS Academy in didaktisch optimierter Form fort. Die International LANXESS Sales Academy (ILSA) ist ein einjähriges modulares Programm, in dem wir sowohl die fachspezifische als auch die soziale Kompetenz unserer Vertriebsmitarbeiter weiterentwickeln. Es ergänzt die in den Business Units und den Ländern existierenden Programme in idealer Weise, indem es einen länder- und Business-Unit-übergreifenden Kontakt- und Erfahrungsaustausch ermöglicht. Wir sehen in der gezielten Qualifikation unserer globalen Vertriebsteams einen wesentlichen Erfolgsfaktor für den weiteren Ausbau unserer Kundenbeziehungen und ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber unseren Wettbewerbern auf den globalen Märkten. Insgesamt nahmen bisher knapp 250 Vertriebsmitarbeiter der ersten Ebenen aus aller Welt teil.
Arbeitssicherheit
Zentraler Indikator für die Bewertung der Arbeitssicherheit im LANXESS Konzern ist die MillionArbeitsstunden-Quote (MAQ). Diese lag im Jahr 2013 bei 3,3 gegenüber 3,4 im Jahr 2012. Unsere Analysen haben ergeben, dass sich die Anzahl der Ausfalltage pro Unfall deutlich verringert hat. Dies weist auf eine abnehmende Unfallschwere hin. Den Rückgang der Unfallschwere können wir auf eine erhöhte Sensibilität unserer Mitarbeiter für das Thema Arbeitssicherheit zurückführen. Die Sensibilität wiederum ist durch eine verstärkte Präsenz des Themas Arbeitssicherheit im Jahr 2013 verbessert worden.
Ideenmanagement
Gute Ideen der Mitarbeiter, mit denen sich Arbeitsabläufe, verfahrenstechnische Prozesse und die hierbei genutzten Einrichtungen verbessern lassen, machen sich bezahlt. Mit einem Ideenmanagementsystem bzw. betrieblichen Vorschlagswesen fördern wir die Entwicklung, Bearbeitung und Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen systematisch, um so fortlaufend Impulse zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes zu erhalten. 2013 wurden in unseren deutschen Gesellschaften 3.085 neue Vorschläge von unseren Mitarbeitern eingereicht, was einer Tausend-Mann-Quote von 417 entspricht. Im gleichen Zeitraum wurden 1.306 Ideen mit einem Gesamtnutzen von 2,4 Mio. € realisiert. Neben der damit verbundenen Kostenersparnis verbesserten 824 Vorschläge zusätzlich die Arbeitssicherheit und den Umweltschutz.
VERGÜTUNGSBERICHT
Vergütung des Vorstands
Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des LANXESS Konzerns sowie die Üblichkeit der Vergütung bei vergleichbaren Unternehmen und die Vergütungsstruktur innerhalb des Unternehmens, wobei auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und zur Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt wird. Die Vergütungsstruktur ist ferner darauf ausgerichtet, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzt.
Das Vergütungssystem, das für die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt, wurde von der Hauptversammlung der LANXESS AG am 28. Mai 2010 gebilligt. Es fand beim Abschluss aller Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands Anwendung.
Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind die feste Jahresvergütung, die variablen Vergütungskomponenten Annual Performance Payment, Long Term Incentive Plan/Long Term Stock Performance Plan und Long Term Performance Bonus sowie die Altersversorgung. Die drei variablen Komponenten orientieren sich am jährlichen und insbesondere am mehrjährigen Erfolg von LANXESS. Der Vergütungsmix bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung ist mit 31 % fester Jahresvergütung und 69 % variabler Komponenten stark am unternehmerischen Erfolg und an einer langfristigen Wertsteigerung orientiert. Die laufenden Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder weisen neben der Festvergütung betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsteile auf. Eine darüber hinausgehende, gesonderte Begrenzung der Gesamtvergütung auch unter Einschluss eines möglichen Ermessensbonus sehen sie nicht vor.
Vergütungsmix Vorstandsbezüge
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| in % | |
|---|---|
| Feste Jahresvergütung | 31 |
| Annual Performance Payment | 35 |
| Long Term Incentive Plan/Long Term Stock Performance Plan | 20 |
| Long Term Performance Bonus | 14 |
| 100 |
Feste Jahresvergütung:
Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z.B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben. Die feste Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder ist marktorientiert und an der Vergütung vergleichbarer Unternehmen ausgerichtet. Der Gesamtbetrag der erfolgsunabhängigen Bezüge belief sich für das Geschäftsjahr 2013 auf 3.124 T€ (Vorjahr: 2.678 T€).
Variable Vergütung:
Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen und weiteren Bedingungen, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahrs festgelegt hat, wie z.B. dem Erreichen bestimmter EBITDA-Ziele des Konzerns. Bei 100 %iger Zielerreichung entspricht es 115 % der festen Jahresvergütung. Die maximale Höhe ist auf Auszahlung von 200 % dieser variablen Vergütungskomponente beschränkt. Die im Geschäftsjahr 2013 gewährten Bezüge aus dem erfolgsabhängigen APP beliefen sich auf 1.653 T€. Die tatsächliche Auszahlung im Jahr 2014 kann von diesem im Voraus berechneten Betrag abweichen.
Weiteres Element der variablen Vergütung ist der sogenannte Long Term Incentive Plan (LTIP). Diese Vergütungskomponente bemisst sich an der Kursentwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Der LTIP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTIP erstreckt sich ab dem Startzeitpunkt 2008 über drei jeweils dreijährige Tranchen. Die Teilnahme erforderte ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 13 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für insgesamt fünf Jahre gesperrt. Zahlungen aus dem LTIP erfolgen ausgehend vom jeweiligen Startzeitpunkt erstmals nach drei Jahren, soweit definierte Bedingungen eingetreten sind. Bei einer 100 %igen Zielerreichung steht pro Tranche eine Auszahlung in Höhe von 50 % des individuellen Zieleinkommens an. Das Zieleinkommen ergibt sich aus der festen Jahresvergütung zuzüglich des APP unter Annahme einer 100%igen Zielerreichung.
Der LTIP wurde mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2010 durch die Zusage von zwei anderen langfristigen variablen Vergütungskomponenten abgelöst. Es handelt sich hierbei um den Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und den Long Term Performance Bonus (LTPB).
Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und basiert weiterhin auf der Entwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Im Vergleich zum bisherigen LTIP wurde bei diesem neuen Programm die mögliche Auszahlung pro Tranche bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung von 50 % auf 30 % des individuellen Zieleinkommens abgesenkt. Die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre gesperrt.
Im Übrigen wird, insbesondere hinsichtlich der angesetzten Bewertungsparameter, auf die im Anhang unter Textziffer [14] erfolgten Angaben verwiesen.
Da die beizulegenden Zeitwerte der LTSP-Anrechte, die bereits zum Jahresanfang bestanden, deutlich zurückgegangen sind, ergab sich im Geschäftsjahr 2013 ein Nettoertrag (Vorjahr: Aufwand) aus der anteilsbasierten Vergütung. Hiervon betreffen 385 T€ (Vorjahr: 1.726 T€) die Herrn Dr. Heitmann gewährten Anrechte, 56 T€ (Vorjahr: 118 T€) die Anrechte von Herrn Dr. Düttmann und jeweils 223 T€ (Vorjahr: 991 T€) die Anrechte der Herren Dr. Breuers und Dr. van Roessel.
Der LTPB als dritte variable Komponente berücksichtigt ebenfalls eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zielerreichungen werden erst nach zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der beiden Geschäftsjahre. Unter der Annahme einer durchschnittlichen APP-Zielerreichung von 100 % beträgt der LTPB 45 % der festen Jahresvergütung. Die für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 (Vorjahr: 2011 und 2012) berücksichtigten Bezüge aus dem erfolgsabhängigen LTPB beliefen sich auf 977 T€ (Vorjahr: 1.843 T€). Die tatsächliche Auszahlung in 2014 bzw. 2015 kann von diesen im Voraus berechneten Beträgen abweichen.
Vergütung des Vorstands
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| in T€ | Jahr | Erfolgsunabhängige Vergütung | |
|---|---|---|---|
| Festvergütung | Sachbezüge und sonstige | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Dr. Axel C. Heitmann | 2013 | 1.000 | 130 |
| 2012 | 900 | 119 | |
| Dr. Werner Breuers | 2013 | 613 | 51 |
| 2012 | 500 | 54 | |
| Dr. Bernhard Düttmann | 2013 | 613 | 57 |
| 2012 | 500 | 61 | |
| Dr. Rainier van Roessel | 2013 | 613 | 47 |
| 2012 | 500 | 44 | |
| Summe 2013 | 2.839 | 285 | |
| Summe 2012 | 2.400 | 278 |
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| in T€ | Jahr | Erfolgsbezogene Vergütung | ||
|---|---|---|---|---|
| Jahrestantieme 1 | Zahlung für Vorjahre 2 | LTPB (mehrjährig) 3 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Axel C. Heitmann | 2013 | 615 4 | 34 | 323 |
| 2012 | 1.798 | 320 | 703 | |
| Dr. Werner Breuers | 2013 | 346 5 | 0 | 218 |
| 2012 | 972 | 200 | 380 | |
| Dr. Bernhard Düttmann | 2013 | 346 5 | 0 | 218 |
| 2012 | 972 | 110 | 380 | |
| Dr. Rainier van Roessel | 2013 | 346 5 | 0 | 218 |
| 2012 | 972 | 200 | 380 | |
| Summe 2013 | 1.653 | 34 | 977 | |
| Summe 2012 | 4.714 | 830 | 1.843 |
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| in T€ | Jahr | Barvergütung gesamt | Bezüge aus gewährten LTSP-Anrechten | Gesamtvergütung | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stück | Beizulegende Zeitwerte | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Axel C. Heitmann | 2013 | 2.102 | 596.625 | 328 | 2.430 |
| 2012 | 3.840 | 564.375 | 282 | 4.122 | |
| Dr. Werner Breuers | 2013 | 1.228 | 322.500 | 177 | 1.405 |
| 2012 | 2.106 | 322.500 | 161 | 2.267 | |
| Dr. Bernhard Düttmann | 2013 | 1.234 | 322.500 | 177 | 1.411 |
| 2012 | 2.023 | 322.500 | 161 | 2.184 | |
| Dr. Rainier van Roessel | 2013 | 1.224 | 322.500 | 177 | 1.401 |
| 2012 | 2.096 | 322.500 | 161 | 2.257 | |
| Summe 2013 | 5.788 | 1.564.125 | 859 | 6.647 | |
| Summe 2012 | 10.065 | 1.531.875 | 765 | 10.830 |
1) Auszahlung in 2013 bzw. in 2014.
2) Auszahlung in 2012 bzw. 2013.
3) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2014 bzw. 2015.
4) Die Jahrestantieme wurde um einen freiwilligen Verzicht von 6 % der Festvergütung reduziert.
5) Die Jahrestantieme wurde um einen freiwilligen Verzicht von 10 % der Festvergütung reduziert.
Altersversorgung:
Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht werden.
Bei der Altersversorgung für die Mitglieder des Vorstands handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen von der Gesellschaft zu erbringenden Grundbeitrag in Höhe von jeweils 25 % der Festvergütung (Funktionseinkommen) und des APP vorsieht. Für den auf das APP bezogenen Beitrag wird ab dem Geschäftsjahr 2013, unabhängig von der tatsächlichen Zielerreichung, maximal der Betrag einer 100 %igen Zielerreichung zugrunde gelegt. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu leisten. Dieser Eigenbeitrag kann von den Vorstandsmitgliedern auf bis zu 25 % des APP erhöht werden. Im Versorgungsfall können bis zu 30 % des verzinslich angesammelten Kapitals in eine Rentenleistung umgewandelt werden. Aus Regelungen vor 2006 resultieren Ansprüche, die für einzelne Vorstandsmitglieder als Besitzstände gewahrt werden. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.
Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) beliefen sich im Konzernabschluss 2013 auf insgesamt 1.264 T€ (Vorjahr: 815 T€). Der Barwert des Verpflichtungsumfangs für die zum 31. Dezember 2013 aktiven Vorstände lag bei 21.740 T€ (Vorjahr: 18.248 T€). Die Kosten für die im Jahr 2013 erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) bzw. der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2013 einschließlich erworbener Besitzstände betragen nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der IFRS für Herrn Dr. Heitmann 376 T€ bzw. 12.743 T€ (Vorjahr: 257 T€ bzw. 10.924 T€), für Herrn Dr. Breuers 376 T€ bzw. 2.323 T€ (Vorjahr: 271 T€ bzw. 2.173 T€), für Herrn Dr. Düttmann 394 T€ bzw. 1.584 T€ (Vorjahr: 204 T€ bzw. 944 T€) und für Herrn Dr. van Roessel 118 T€ bzw. 5.090 T€ (Vorjahr: 83 T€ bzw. 4.207 T€).
Die nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche beliefen sich im Jahresabschluss 2013 auf insgesamt 3.470 T€ (Vorjahr: 2.199 T€). Der Barwert des Verpflichtungsumfangs für die zum 31. Dezember 2013 aktiven Vorstände lag bei 18.565 T€ (Vorjahr: 15.095 T€). Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2013 einschließlich erworbener Besitzstände beträgt nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB für Herrn Dr. Heitmann 10.712 T€ (Vorjahr: 8.882 T€), für Herrn Dr. Breuers 2.028 T€ (Vorjahr: 1.850 T€), für Herrn Dr. Düttmann 1.348 T€ (769 T€) und für Herrn Dr. van Roessel 4.477 T€ (Vorjahr: 3.594 T€).
Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2013 nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS bei 11.578 T€ (Vorjahr: 11.411 T€) und nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bei 9.734 T€ (Vorjahr: 9.313 T€).
An ehemalige Vorstandsmitglieder erfolgten Zahlungen von 308 T€ (Vorjahr: 479 T€).
Der Vorstand verfügte im Geschäftsjahr 2013 über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw. für den Fall einer wesentlichen Veränderung in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control). Die Konditionen richteten sich nach dem jeweiligen Sachverhalt und beinhalteten unabhängig von der Restlaufzeit des Anstellungsvertrags Abfindungsleistungen in Höhe von bis zu zwei, im Falle des Kontrollwechsels drei festen Jahresvergütungen zuzüglich des APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung.
Weitergehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LANXESS AG erhalten danach eine jährliche Festvergütung in Höhe von 80 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Festvergütung, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Halb der festen Vergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich ein weiteres Halb der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem anderen Ausschuss als dem Prüfungsausschuss den Vorsitz führen, erhalten zusätzlich ein Viertel der Festvergütung. Insgesamt erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats jedoch maximal das Dreifache der Festvergütung.
Daneben werden den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen erstattet. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder 1,5 T€ Sitzungsgeld für jede Aufsichtsratssitzung und für jede Ausschusssitzung, an der sie teilnehmen. Allerdings wird die Teilnahme an Sitzungen des Ausschusses gem. § 27 Abs. 3 MitbestG und des Nominierungsausschusses nicht vergütet. Für Aufsichtsratsmandate in Konzerngesellschaften wurde an die Mitglieder des Aufsichtsrats nur eine Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von jeweils 5 T€ gezahlt.
Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete variable Vergütungskomponente, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag entsprechend.
Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM in den fünf Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen fünf Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 %-Punkten wird für diesen Zeitraum von fünf Jahren eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 %-Punkten 100 T€, darüber 150 T€.
Im Geschäftsjahr 2013 kam es zu keiner Auszahlung der variablen Vergütung.
Der erwartete Vergütungsanspruch für die nach der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 begonnene Mandatszeit der Aufsichtsratsmitglieder mit einer Dauer bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 beschließt, wurde zum 31. Dezember 2013 mit insgesamt 1.800 T€ (Vorjahr: 1.800 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen.
Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen hat im Berichtszeitraum keines der Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Mandatstätigkeit die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Bezüge erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats1)
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| in € | Jahr | Feste Vergütung LANXESS AG |
Vergütung der Ausschusstätigkeit LANXESS AG |
Sitzungsgeld | Feste Vergütung LANXESS Deutschland GmbH |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Rolf Stomberg, Vorsitzender | 2013 | 240.000 | 0 | 16.500 | 5.000 | 261.500 |
| 2012 | 240.000 | 0 | 16.500 | 5.000 | 261.500 | |
| Ulrich Freese, stellv. Vorsitzender | 2013 | 120.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 181.500 |
| 2012 | 120.000 | 40.000 | 13.500 | 5.000 | 178.500 | |
| Axel Berndt | 2013 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 | |
| Dr. Rudolf Fauß | 2013 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 | |
| Dr. Friedrich Janssen | 2013 | 80.000 | 96.548 | 18.000 | 5.000 | 199.548 |
| 2012 | 80.000 | 80.000 | 15.000 | 5.000 | 180.000 | |
| Robert J. Koehler | 2013 | 80.000 | 40.000 | 13.500 | 5.000 | 138.500 |
| 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 | |
| Rainer Laufs | 2013 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 | |
| Thomas Meiers | 2013 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 | |
| Dr. Ulrich Middelmann | 2013 | 40.110 | 20.055 | 7.500 | 2.507 | 70.172 |
| (verstorben am 2. Juli 2013) | 2012 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 |
| Claudia Nemat | 2013 | 35.068 | 0 | 3.000 | 2.192 | 40.260 |
| (zeitanteilig ab 25. Juli 2013) | 2012 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Hans-Jürgen Schicker | 2013 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 |
| 2012 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 | |
| Gisela Seidel | 2013 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 |
| 2012 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 | |
| Theo H. Walthie | 2013 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 | |
| Summe 2013 | 1.155.178 | 476.603 | 183.000 | 59.699 | 1.874.480 | |
| Summe 2012 | 1.160.000 | 480.000 | 184.500 | 60.000 | 1.884.500 |
1) Beträge ohne Umsatzsteuer.
BERICHTERSTATTUNG NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB
Zu den Vorschriften der §§ 289 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 und 315 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:
1.
Zum 31. Dezember 2013 beträgt das Grundkapital der LANXESS AG 83.202.670 € und ist eingeteilt in 83.202.670 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.
2.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiteraktien-Programmen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktien.
3.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet.
4.
Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
5.
Über Mitarbeiteraktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben.
6.
Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG).
Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen.
7.
Der Vorstand der LANXESS AG hat die folgenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
Eigene Aktien
Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 18. Mai 2011 den Vorstand ermächtigt, bis zum 17. Mai 2016 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Ferner ist er ermächtigt, sie zur Erfüllung von Umtauschrechten aus von der Gesellschaft begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) zu verwenden sowie die Aktien Inhabern der von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die ein Wandlungs- oder Optionsrecht gewähren oder eine Wandlungs- oder Optionspflicht bestimmen, in dem Umfang zu gewähren, in dem ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflicht ein Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft zustehen würde. In den vorgenannten Fällen ist außer bei der Einziehung eigener Aktien das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.
Bedingtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 18. Mai 2011 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. Mai 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 2.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 16.640.534 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 16.640.534 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 18. Mai 2011 bis zum 17. Mai 2016 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.
Der Vorstand kann bei der Begebung von Schuldverschreibungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen ausschließen:
| ― | für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, |
| ― | soweit es erforderlich ist, damit Inhabern von bereits zuvor ausgegebenen Options- oder Wandlungsrechten oder -pflichten ein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt werden kann, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte oder bei Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde, |
| ― | bei Ausgabe gegen Barleistung, wenn der Ausgabepreis den nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Werden Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben, dürfen die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten, |
| ― | wenn Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen ohne Wandlungsrecht/-pflicht oder Optionsrecht/-pflicht ausgegeben werden, die obligationsähnlich ausgestaltet sind. |
Genehmigtes Kapital I und II
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 2 der Satzung.
Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 3 der Satzung.
8.
Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG enthalten Regelungen über ein mögliches Ausscheiden der Mitglieder des Vorstands bei einem Kontrollwechsel. Diese sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt. Solche Vereinbarungen bestehen auch zwischen der Gesellschaft und Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene, jedoch zu anderen Konditionen. Weiterhin können die Bedingungen für die Platzierungen von Schuldverschreibungen, die unter dem bei der Gesellschaft bestehenden Debt-Issuance-Programm ausgegeben werden, Change-of-Control-Klauseln vorsehen, die in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen zu einem Rückgaberecht der Gläubiger führen können. Dies ist der Fall für die im Geschäftsjahr 2009 von der LANXESS Finance B.V. begebenen Euroanleihen im Volumen von 500 Mio. € und 200 Mio. €, für die im Geschäftsjahr 2011 im Volumen von 500 Mio. € von der LANXESS Finance B.V. begebene Euroanleihe, die von der LANXESS Finance B.V. im Februar 2012 im Volumen von 500 Mio. CNH begebene Anleihe sowie die ebenfalls von der LANXESS Finance B.V. im November 2012 begebene Euroanleihe im Volumen von 500 Mio. €. Alle diese Anleihen werden von der LANXESS AG garantiert. Entsprechende Change-of-Control-Klauseln sehen die Bedingungen für zwei im Geschäftsjahr 2012 unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS Finance B.V. erfolgte Privatplatzierungen im Volumen von jeweils 100 Mio. € vor. Diese werden ebenfalls von der LANXESS AG garantiert. Die Gesellschaft hat mit einer Großbank einen Kreditvertrag über 92,5 Mio. € geschlossen. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt bzw. die Rückzahlung ausstehender Darlehensbeträge verlangt werden, wenn eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Gleiches gilt für zwei weitere Kreditverträge, die die LANXESS Finance B.V. im Geschäftsjahr 2011 mit Investitionsbanken über 200 Mio. € und 120 Mio. € geschlossen hat. Ferner besteht zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium ein Vertrag über einen Kreditrahmen von derzeit 1.250 Mio. €. Auch dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, sofern eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Darüber hinaus besteht nach Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem LANXESS Pension Trust e.V. die Verpflichtung der Gesellschaft, im Falle eines Kontrollwechsels erhebliche Einzahlungen an den LANXESS Pension Trust e.V. vorzunehmen.
9.
Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG sowie Anstellungsverträge von Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene der LANXESS AG enthalten Entschädigungsvereinbarungen für dort näher definierte Fälle eines Kontrollwechsels.
BERICHTERSTATTUNG NACH § 289A HGB
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 289a des Handelsgesetzbuches vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance, jederzeit eingesehen werden.
NACHTRAGSBERICHT
Nach dem 31. Dezember 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG zu erwarten ist.
Der Aufsichtsrat der LANXESS AG hat in einer außerordentlichen Sitzung die Beendigung der Tätigkeit von Dr. Axel C. Heitmann als Mitglied und Vorsitzender des Vorstands der LANXESS AG beschlossen. Als seinen Nachfolger hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. April 2014 Herrn Matthias Zachert bestellt. Bis zum Eintritt von Herrn Zachert in den Vorstand wird LANXESS Finanzvorstand Dr. Bernhard Düttmann die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden wahrnehmen.
RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT
Voraussichtliche Entwicklung der Rahmenbedingungen
Allgemeine Rahmenbedingungen
LANXESS rechnet damit, dass sich das globale Wachstum 2014 im Vergleich zum Vorjahr beschleunigen und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,0 % steigen wird. In den Industriestaaten gehen wir von besseren Wachstumsaussichten im Vergleich zum Vorjahr aus. So nehmen wir auch für die Eurozone eine Erholung an, auch wenn Risikofaktoren wie die Staatsverschuldung infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise hier nach wie vor bestehen bleiben. Für Westeuropa sehen wir deshalb ein leichtes Wachstum von 1,0 %. In Mittel- und Osteuropa schätzen wir das Wachstum etwas höher ein und gehen hier für 2014 von 2,5 % aus. Für die NAFTA-Region erwarten wir ebenfalls eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr und nehmen hier ein BIP-Wachstum von 2,5 % an. Wir gehen davon aus, dass insbesondere die USA angesichts eines verbesserten Umfelds im Bausektor sowie einer anziehenden Industrieproduktion zu diesem Wachstum beitragen können.
Für die Schwellenländer sehen wir im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls bessere Wachstumsperspektiven. Der chinesische Wirtschaftsraum sollte 2014 von der langsamen Erholung der Exportmärkte profitieren können, sein Wachstum dürfte aber mit 7,5 % noch vergleichsweise verhalten ausfallen. Für Indien prognostizieren wir ebenfalls eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation bei mittelfristig noch gedämpfter Dynamik. Im Jahr 2014 könnte das Wachstum in Indien so 5,5 % erreichen. Brasilien wird aus unserer Sicht im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls ein dynamischeres Wachstum aufweisen und um 3,0 % zulegen.
Neben den genannten Risiken in Europa bestehen auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern Risiken, die das globale Wachstum im Jahr 2014 beeinflussen können. Hierzu zählt die politische Instabilität in Thailand, aber auch die mögliche weitere Eskalation im Inselstreit zwischen China und Japan. Ein zusätzlicher Risikofaktor ergibt sich aus einer Eskalation in den geopolitischen Krisenregionen wie Syrien oder Korea.
Erwartetes BIP-Wachstum
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) |
Bruttoinlandsprodukt | ||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2016-2018 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Amerika | 2,5 | 3,5 | 3,5 |
| NAFTA | 2,5 | 3,0 | 3,0 |
| Lateinamerika | 3,5 | 4,0 | 4,0 |
| EMEA | 2,0 | 2,5 | 2,5 |
| Deutschland | 2,0 | 2,0 | 1,5 |
| Westeuropa | 1,0 | 1,5 | 1,5 |
| Mittel-/Osteuropa | 2,5 | 3,5 | 4,0 |
| Asien/Pazifik | 4,5 | 5,0 | 4,5 |
| Welt | 3,0 | 3,5 | 3,5 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Anm.: Daten basieren auf Erwartungen i.W. vom Januar 2014 des IHS Global Insight.
Künftige Entwicklung der chemischen Industrie
Vor dem Hintergrund der möglichen weltweiten wirtschaftlichen Erholung gehen wir auch für die Produktion in der Chemieindustrie von einer besseren Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr aus. Wir erwarten hier für 2014 ein Wachstum von 4,0 %. Insbesondere die aufstrebenden Volkswirtschaften werden aus unserer Sicht zum Wachstum beitragen. Für den chinesischen Wirtschaftsraum rechnen wir mit einem leicht unter dem Vorjahresniveau liegenden Wachstum von 7,5 %. Indien wird unserer Einschätzung zufolge um 7,0 % wachsen und damit stärker als im Vorjahr. Für den NAFTA-Raum erwarten wir mit 3,0 % ein Wachstum im Rahmen des Vorjahres. Die Produktion in Westeuropa wird sich aus unserer Sicht mit plus 1,0 % nur leicht erhöhen, Mittel- und Osteuropa sollten mit 3,0 % dagegen etwas stärker wachsen.
Erwartetes Wachstum Chemieproduktion
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) |
Chemieproduktion | ||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2016-2018 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Amerika | 3,0 | 3,0 | 3,5 |
| NAFTA | 3,0 | 2,5 | 4,0 |
| Lateinamerika | 4,0 | 3,5 | 3,5 |
| EMEA | 1,5 | 2,5 | 2,5 |
| Deutschland | 1,5 | 1,5 | 1,0 |
| Westeuropa | 1,0 | 1,5 | 1,5 |
| Mittel-/Osteuropa | 3,0 | 4,0 | 3,5 |
| Asien/Pazifik | 6,0 | 7,0 | 6,0 |
| Welt | 4,0 | 4,5 | 4,5 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Anm.: Daten basieren auf Erwartungen i.W. vom Januar 2014 des IHS Global Insight.
Künftige Entwicklung der Absatzmärkte
Für die globale Reifenindustrie prognostizieren wir im Vergleich zum Vorjahr eine weitere leichte Produktionssteigerung und gehen von einem Wachstum um 4,0 % aus. Regionaler Schwerpunkt wird aus unserer Sicht Asien mit einem Plus von 5,5 % sein. Der chinesische Wirtschaftsraum sollte hier mit 8,0 % zum Wachstum beitragen können, in der ASEAN-Region dürfte sich die Produktion ebenfalls deutlich steigern. Analog zu den asiatischen Märkten erwarten wir auch für Brasilien ein Wachstum um 5,5 %. Im NAFTA-Raum sehen wir im Vergleich zum Vorjahr eine Erholung und eine Produktionssteigerung um 3,0 %. Eine deutlich negative Entwicklung - und damit eine weitere Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr - wird es unserer Einschätzung nach in Westeuropa geben. Hier sehen wir einen Rückgang von 5,5 % voraus.
In der Automobilindustrie gehen wir für 2014 von einem dynamischeren Wachstum im Vergleich zum Vorjahr aus. Insgesamt prognostizieren wir für die Produktion von Automobilen ein globales Wachstum von 5,0%, das aber regional sehr unterschiedlich ausfallen sollte. Die höchste Dynamik erwarten wir auch hier mit einem Plus von 7,0 % in Asien. Wachstumstreiber bleiben dort aus unserer Sicht der chinesische Wirtschaftsraum mit einer Steigerung von 11,5 % und der ASEAN-Raum mit einem Zuwachs von 11,0 %. Die Autoproduktion in Brasilien könnte 2014 um 4,0 % wachsen. Im NAFTA-Raum gehen wir von einer mit plus 3,0 % im Vergleich zum Vorjahr etwas schwächeren Entwicklung aus. In Westeuropa erwarten wir erneut einen Produktionsrückgang, der sich mit 2,0 % leicht über dem Niveau des Vorjahres bewegen sollte und damit seine Talsohle erreichen könnte. Dagegen wird für Mittel- und Osteuropa eine Zunahme der Produktion um 7,5 % erwartet.
Der Markt für Agrochemikalien wird aus unserer Sicht mit 3,0 % weiterhin robust wachsen, aber nicht mehr ganz das hohe Vorjahresniveau erreichen können. Lateinamerika sollte 2014 mit plus 4,0 % die Region mit dem stärksten Zuwachs werden. Für Asien und den NAFTA-Raum sehen wir ein durchschnittliches Wachstum von jeweils 3,0 %, das damit in beiden Regionen - besonders aber im NAFTA-Raum - unter dem Vorjahresniveau liegen sollte. Für Europa sagen wir mit 1,0 % erneut ein leichtes Wachstum auf Vorjahresniveau voraus. Wesentlicher Treiber für das Wachstum von Agrochemikalien wird unserer Einschätzung zufolge die Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln bleiben.
Die Bauindustrie sollte 2014 im Vergleich zum Vorjahr dynamischer wachsen können und weltweit um 4,0 % zulegen. Die Nachfrage sehen wir mit einer Zunahme um 6,0 % insbesondere aus Asien kommen. Vor allem der chinesische Wirtschaftsraum und Indien sollten hier zum Wachstum beitragen. In der NAFTA-Region wird sich aus unserer Sicht die Erholung fortsetzen und es könnte ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erreicht werden. Europa wird hingegen voraussichtlich nur ein leichtes Wachstum erzielen. Hier sehen wir insbesondere für Mittel- und Osteuropa wieder eine zunehmende Dynamik.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) |
Reifen | Automobil | Agrochemikalien | Bauindustrie | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2016 -2018 |
2014 | 2015 | 2016 -2018 |
2014 | 2015 | 2016 -2018 |
2014 | 2015 | 2016 -2018 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Amerika | 3,0 | 4,0 | 0,5 | 3,5 | 4,5 | 3,0 | 3,5 | 3,0 | 5,0 | 6,5 | 6,5 | 3,0 |
| NAFTA | 3,0 | 3,0 | -1,0 | 3,0 | 4,0 | 2,5 | 3,0 | 2,5 | 6,0 | 7,0 | 7,0 | 3,5 |
| Lateinamerika | 3,0 | 7,0 | 5,0 | 4,5 | 6,0 | 4,5 | 4,0 | 3,0 | 4,0 | 4,0 | 5,5 | 3,0 |
| EMEA | -0,5 | -0,5 | 1,5 | 3,0 | 4,0 | 5,0 | 2,5 | 3,0 | 3,0 | 1,0 | 2,0 | 2,0 |
| Deutschland | 0,0 | 0,5 | 0,0 | -2,0 | 1,5 | 2,5 | 1,0 | 0,5 | 0,5 | 2,0 | 2,0 | 1,0 |
| Westeuropa | -5,5 | -7,5 | -2,5 | -2,0 | 2,0 | 4,5 | 1,0 | 1,5 | 1,5 | 0,0 | 1,0 | 1,5 |
| Mittel-/Osteuropa | 4,5 | 4,5 | 4,5 | 7,5 | 6,5 | 5,0 | 1,5 | 2,5 | 2,5 | 2,5 | 4,0 | 3,0 |
| Asien/Pazifik | 5,5 | 7,0 | 6,5 | 7,0 | 7,5 | 6,0 | 3,0 | 3,5 | 3,5 | 6,0 | 6,5 | 5,5 |
| Welt | 4,0 | 4,5 | 4,5 | 5,0 | 6,0 | 5,0 | 3,0 | 3,0 | 3,5 | 4,0 | 5,0 | 4,0 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Anm.: Daten basieren auf Erwartungen i.W. vom Januar 2014 von IHS Global Insight, LMC und weiteren Quellen.
Risikobericht
Chancen- und Risikomanagementsystem
Unser Erfolg wird wesentlich vom Erkennen von Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit und von einem bewussten Umgang mit diesen beeinflusst. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken zu erkennen und ihrer Ausprägung gemäß angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um die langfristige Sicherung des Unternehmens und dessen erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft zu unterstützen. Risiken und Chancen werden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse verstanden, die zu einer negativen bzw. positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.
Basis dieses Managementsystems sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früherkennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für Chancen wie für Risiken.
Wie alle Methoden, mit denen unternehmerisches Risiko gehandhabt werden soll, bietet aber auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es dient jedoch dazu, mit hinreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.
Strukturelle Grundlagen
Die Grundsätze unseres Chancen- und Risikomanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Das Managementsystem, das sich an dem Rahmenkonzept des Enterprise Risk Management gemäß dem COSO-Modell orientiert, besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen, die in die betrieblichen Prozesse durch die Aufbau- und Ablauforganisation, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementanweisungen und technischen Standards eingebunden sind.
Das System folgt dem Integrationskonzept, d.h., die Früherkennung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Der Umgang mit Chancen und Risiken ist daher originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften. In diesem Sinn basiert unser Chancen- und Risikomanagement auf klar geregelten Geschäftsprozessen, einer lückenlosen Zuordnung von Zuständigkeiten in der Organisation sowie angemessenen Berichtssystemen, die eine zeitnahe Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen an den Vorstand bzw. nachgelagerte Managementebenen gewährleisten.
Rollen wesentlicher Organisationseinheiten
Bei LANXESS betreiben die Business Units das operative Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.
Entsprechend dieser Aufgabenteilung haben wir die Zuständigkeiten, die sogenannten Risk-Owner, für
| • | die Identifikation und Bewertung von Risiken und Chancen, |
| • | die Implementierung der Steuerungsmaßnahmen (Maßnahmen zur Risikovermeidung, -minderung oder -diversifikation), |
| • | die Überwachung der Entwicklung der Risiken und Chancen (z.B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren), |
| • | die Vorsorge (Maßnahmen zur Schadensminimierung im Ereignisfall) und |
| • | die Kommunikation der wesentlichen Risiken und Chancen in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche |
definiert.
Die Group Function Corporate Controlling verantwortet die konzernweite Sammlung und Aggregation der maßgeblichen Informationen in den nachfolgend dargestellten Zyklen:
| • | zweimal jährlich im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses für das laufende Geschäftsjahr |
| • | einmal jährlich im Rahmen des Budget- und Planungsprozesses für das Folgejahr sowie den mittelfristigen Prognosezeitraum |
Die berichteten Chancen und Risiken werden in einer zentralen Datenbank gesammelt und regelmäßig für den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Dies stellt sicher, dass neu auftretende bzw. sich wesentlich verändernde bestehende Chancen und Risiken zeitnah bis hin zum Vorstand kommuniziert und damit zielgerichtet in die allgemeine Unternehmenssteuerung eingebunden werden.
Als Mindestmeldegrenze für Chancen und Risiken gilt eine Auswirkung auf das Konzernergebnis oder EBITDA vor Sondereinflüssen von 1 Mio. €. Diese niedrige Mindestmeldegrenze bedingt, dass Chancen und Risiken umfassend erhoben werden. Eine Beschränkung nur auf wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit. Erst im Nachgang werden die Top-Chancen und Top-Risiken zentral von der Group Function Corporate Controlling bestimmt.
Die Group Function Corporate Development analysiert und bewertet systematisch bedeutende und strategische Chancen und Risiken mit dem Ziel, den Konzern langfristig richtig auszurichten.
Die Group Function Treasury steuert zentral Transaktionen insbesondere zum finanziellen, aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen). Dies wird im Abschnitt zu den Risiken der zukünftigen Entwicklung im Detail erläutert.
Aufgrund der hohen Integration der allgemeinen Geschäftsprozesse existieren themenbezogene Gremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit den Chancen und Risiken des Konzerns beschäftigen. Das versetzt uns in die Lage, schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse zu reagieren.
Darüber hinaus analysiert ein Risikokomitee unter der Leitung des Finanzvorstands die wesentlichen Risiken und deren Entwicklung aus Sicht des gesamten Unternehmens. Dieses Gremium setzt sich aus Vertretern ausgewählter Group Functions zusammen und hinterfragt bestehende Bewältigungsmaßnahmen, initiiert zusätzliche Maßnahmen, entscheidet über konzernweite Risikomanagement-standards und -richtlinien und stößt bei Bedarf weitere Analysen zu einzelnen identifizierten Risiken und Chancen an.
Risikobewertung
Das Risikomanagement ist in den Planungs- und Erwartungsprozess integriert und erfasst Risiken und Chancen als mögliche Abweichungen zum geplanten bzw. erwarteten EBITDA vor Sondereinflüssen oder Konzernergebnis.
Zur Bewertung der Risiken werden je nach Risikoart unterschiedliche Berechnungsverfahren angewendet, z.B. Sensitivitätsanalysen oder Szenarioanalysen für Verteilungsrisiken. Verteilungsorientierte Risiken werden durch Schwankungen der Plangrößen (z.B. Wechselkurse, Rohstoffpreise, Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung) beschrieben und können gemäß ihrer Ausprägung sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Abweichung gegenüber der Planung bzw. Erwartung führen.
Ereignisrisiken, die nur im Falle ihres Eintretens einen Einfluss auf das Ergebnis haben, werden mittels ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen oder das Konzernergebnis bewertet.
Bedeutung des konzernweiten Planungsprozesses
Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Kernelement unseres Chancen- und Risikomanagements. Chancen und Risiken mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit fließen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Dabei werden die führenden Planzahlen ermittelt sowie Chancen und Risiken mit hinreichender Eintrittswahrscheinlichkeit in Worst-Case-/Best-Case-Szenarien aufgeführt. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling gesteuert und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Planung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden in dedizierten Vorstandsterminen erörtert und verabschiedet. Die Jahresplanung im jeweiligen Berichtsjahr überwachen wir, indem wir regelmäßig die aktuellen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung ermitteln. Bei Bedarf wird eine Anpassung der Planung vorgenommen.
Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen, wie beispielsweise unerwartet auftretende operative Ereignisse mit erheblicher Ergebnisauswirkung, organisatorisch vorgesehen. Im Berichtsjahr bestand bei uns kein Anlass zu einer solchen sofortigen Berichterstattung.
Compliance als integraler Bestandteil
Zum Risikomanagement gehört auch, unrechtmäßiges Handeln unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Wir setzen hier darauf, uns bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle umfassend rechtlich beraten zu lassen und unsere Mitarbeiter mit unserem Compliance-Kodex dazu zu verpflichten, sich entsprechend den Gesetzen zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Dieser Kodex ist eingebettet in ein umfassendes Compliance-Management-System, das in seinem Aufbau den Leitlinien eines international anerkannten Rahmenwerks zum unternehmensweiten Risikomanagement (COSO) folgt. Hierbei fördert und überwacht ein Compliance-Committee die Einhaltung unserer Compliance-Grundsätze. Es wird von Compliance-Beauftragten unterstützt, die für jedes Land bestimmt wurden, in dem wir eine Tochtergesellschaft unterhalten. Das Compliance-Committee wird von einem Compliance-Officer geführt. Dieser untersteht direkt dem Vorstand, dem er regelmäßig berichtet. Darüber hinaus ist eine unverzügliche Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat für schwerwiegende Compliance-Verstöße eingerichtet. Im Berichtsjahr bestand bei uns kein Anlass zu einer solchen Berichterstattung.
(Konzern-) Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Hierzu existieren klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei LANXESS in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem (Konzern-) Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement. Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings aufgrund von Ermessensentscheidungen, kriminellen Handlungen, fehlerbehafteten Kontrollen oder sonstigen Umständen eingeschränkt sein. Eine vollständige Sicherheit, dass Sachverhalte korrekt und zeitnah in der (Konzern-) Rechnungslegung erfasst werden, kann somit selbst dann nicht gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Systembestandteile konzernweit angewendet werden.
Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG und des Konzernabschlusses sowie für die Einheitlichkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss auf, die danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet werden. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses werden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers.
Konsolidierte Konzernzwischenabschlüsse werden jedes Quartal erstellt. Der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss unterliegt der prüferischen Durchsicht, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer.
Der einheitlichen und HGB-konformen Rechnungslegung der LANXESS AG liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisung zugrunde. Neben der Funktionstrennung sind das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen grundlegende Überwachungsmaßnahmen im Abschlusserstellungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess wird auf der IT-technischen Seite ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen erfolgen auf Basis eines systematischen Belegwesens. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen.
Grundlage des einheitlichen und IFRS-konformen Konzernberichtswesens ist die LANXESS Konzernabschlussrichtlinie. Sie regelt, in welcher Art die für den Konzern relevanten Normen der International Financial Reporting Standards (IFRS) von den Tochtergesellschaften als berichtenden Einheiten anzuwenden sind. Die Richtlinie definiert ferner den verbindlichen Konzernkontenrahmen. Sie wird auf der IT-technischen Seite durch ein konzernweit einheitliches Anlieferungs- und Konsolidierungssystem ergänzt, das weitgehend auf Standardsoftware basiert und mit Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.
Indem wir den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess regeln und überwachen, stellen wir eine den einschlägigen Gesetzen und Normen entsprechende, ordnungsgemäße (Konzern-) Rechnungslegung sicher und gewährleisten die Verlässlichkeit unserer Finanzberichterstattung. Das bei uns angewendete (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Entsprechende Vorgaben existieren auch für die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften.
Der Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein detailliert ausgearbeiteter Prozess zugrunde. Dieser wird zeitlich definiert durch die Vorgabe eines Abschluss-Terminkalenders, der die Zeitpunkte für die Anlieferung bestimmter Daten festlegt. Fester Bestandteil ist auch die regelmäßige Prüfung, ob der Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen korrekt ermittelt und vollständig ist. Die Prinzipien der Funktionstrennung in der Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Prüfungen von Angaben auf Plausibilität werden im gesamten Erstellungs- und Konsolidierungsprozess durchgängig angewendet.
Für den Konzernabschluss liefern alle berichtspflichtigen Tochtergesellschaften ihre Konzernberichtsdaten über das oben genannte Konsolidierungssystem an. Systemintegrierte Validierungsregeln stellen zum Zeitpunkt der Anlieferung sicher, dass die gemeldeten Daten der Tochtergesellschaften konsistent sind. Die originäre Verantwortung dafür, dass die gemeldeten Daten inhaltlich korrekt sind, liegt beim Rechnungswesen der Tochtergesellschaften. Weiter gehende Prüfungen der inhaltlichen Korrektheit nimmt die Abteilung Corporate Accounting innerhalb der Group Function Accounting vor. Hierzu werden unter anderem standardisierte Berichte ausgewertet, in denen die Gesellschaften wesentliche abschlussrelevante Sachverhalte erläutern. Nach den prozessintegrierten Kontrollen erfolgt die Konzernkonsolidierung einschließlich Währungsumrechnung ohne weitere Schnittstellen im selben System, wobei sowohl automatische als auch manuelle Konsolidierungsmaßnahmen vollzogen werden. Die Korrektheit der automatischen Konsolidierungsschritte und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Konsolidierungssachverhalte werden separat gebucht, im erforderlichen Rahmen dokumentiert und von nachgelagerten Stellen kontrolliert. Ergänzt wird dies durch systemintegrierte Validierungsregeln.
Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury, Tax und Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten. Im Rahmen des laufenden Informationsaustauschs mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions identifiziert und verarbeitet die Group Function Accounting Sachverhalte, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsuntersuchungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen.
Überwachung des Risikomanagementsystems und des Internen Kontrollsystems (IKS)
Konzernintern ist die Group Function Internal Auditing beauftragt, zu überwachen, ob das interne Steuerungs- und Überwachungssystem funktionsfähig ist und die organisatorischen Sicherungsmaßnahmen eingehalten werden. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und Prüfungsansätze dieser Group Function sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Zur Beurteilung der Wirksamkeit des IKS wird zudem ein jährliches Self Assessment in wesentlichen Konzerngesellschaften, operativen Einheiten und Group Functions durchgeführt. Zusätzlich beurteilt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem. Auch der Aufsichtsrat übernimmt Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit der zuvor beschriebenen Managementsysteme. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse des Compliance-Committees, der Group Function Internal Auditing sowie den Status des Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems berichten.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die identifizierten Risiken der zukünftigen Entwicklung des LANXESS Konzerns lassen sich nach den folgenden Risikoquellen kategorisieren:

| • | Regional unterschiedliche Wirtschaftsentwicklung |
Grundsätzlich unterliegt LANXESS den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Chancen und Risiken in den Ländern und Regionen, in denen der Konzern tätig ist. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Wir begegnen diesem Szenario mit unserer regional breit gefächerten Aufstellung und dem Ausbau unserer Präsenz in ausgewählten Wachstumsregionen. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden sich im Abschnitt „Strategische Ausrichtung“ dieses Lageberichts.
| • | Langfristige Wechselkursentwicklung |
Verschiebungen in den Paritäten der Wechselkurse können sich, abhängig vom Produktionsland, auf die Verkaufserlöse in Konzernwährung und ihre Margen bezogen auf die Herstellungskosten der Produkte auswirken. Neben den im Abschnitt „Finanzwirtschaftliche Risiken“ beschriebenen Absicherungsmaßnahmen setzen wir auch darauf, unsere Produktionsstandorte in den wesentlichen Wachstumsregionen auszubauen, um mit der regionalen Angleichung von Produktion und Absatz eine Natural-Hedge-Position aufzubauen.
| • | Demografische Entwicklung |
Dem Risiko der demografischen Entwicklung begegnen wir ebenfalls aktiv. Um auch künftig ausreichend qualifiziertes Personal beschäftigen zu können, haben wir zunächst für Deutschland seit 2009 unter dem Begriff XCare umfassende Maßnahmen ergriffen. Interdisziplinäre Arbeitsgruppen entwickeln in enger Abstimmung mit den Sozialpartnern bei LANXESS innovative Konzepte, um Veränderungen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben, frühzeitig und aktiv anzugehen. Angefangen bei der Erhöhung der Zahl von Ausbildungsstellen bis hin zu Angeboten, die es älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, länger am Erwerbsleben teilzunehmen.
Dass Arbeitskräfte auf unseren weltweiten Märkten knapp werden, ist bislang noch nicht in einem hohen Maße zu spüren, zumal das umfangreiche Effizienz- und Restrukturierungsprogramm „Advance“ den konkreten Fachkräftebedarf im Berichtszeitraum zunächst senkte. Eine vorausschauende und nachhaltige Personalpolitik bleibt darüber hinaus aber auch weiterhin im Fokus. Aus diesem Grunde bauen wir die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und weiterführenden Schulen in Deutschland und in wichtigen Zielmärkten auch im Berichtszeitraum stetig aus. Darüber hinaus haben wir unser Unternehmen in zahlreichen Veranstaltungen weltweit als attraktiven Arbeitgeber positionieren können und suchen den engen Kontakt zu besonders begabten Nachwuchstalenten. Für diese Studenten und Doktoranden richteten wir eigens ein LANXESS Förderprogramm ein, das sowohl finanzielle als auch fachliche Förderungen beinhaltet. Analog etablierten wir im Berichtszeitraum erstmals ein Praktikantenbindungsprogramm für besonders herausragende Praktikanten. Ein Schwerpunkt in beiden Programmen liegt dabei auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Diese Bindungsprogramme für Talente werden zunehmend nicht nur in Deutschland, sondern insbesondere in den BRICS-Staaten ausgebaut unter besonderer Berücksichtigung lokaler Anforderungen.
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Unternehmensstrategische Risiken
Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Konzerns aktiv voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzoptimierung, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen.
Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko hinsichtlich künftiger (Markt-) Entwicklungen und der Annahmen zur Umsetzbarkeit der angestrebten Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Einstieg in oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite- oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. Wir begegnen dem, indem wir die entscheidungsrelevanten Informationen sorgfältig und strukturiert aufarbeiten. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand von erfahrenen Fachabteilungen und ggf. von externen Beratern unterstützt.
Bei der Gewinnung von Informationen über M&A-Objekte ist nicht auszuschließen, dass nicht alle für die Einschätzung der künftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlichen Informationen vorliegen oder richtig bewertet werden. Dieses Risiko verringern wir durch systematische „Due-Diligence“-Analysen und - soweit möglich - entsprechende Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration von erworbenen Unternehmen oder Geschäften kann dazu führen, dass erwartete Entwicklungen nicht eintreten. Daher existieren bei uns Prozesse, die eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleisten. Werden Einschätzungen über künftige Entwicklungen, wie beispielsweise die Realisierung von Synergien, nicht erfüllt, könnte sich Wertminderungsbedarf von Vermögenswerten ergeben. Dieses Risiko überwachen wir mit mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen.
| • | Investitionsrisiken |
Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden von den zuständigen Business Units vorbereitet und dem Vorstand nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Committee zur Entscheidung vorgelegt. Mit diesem Prozess stellen wir sicher, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden.
Liegen Anzeichen für Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten vor, werden Werthaltigkeitsprüfungen und, wenn erforderlich, Wertberichtigungen vorgenommen. Wie im Abschnitt zu den unternehmensstrategischen Risiken ausgeführt, besteht bei Veränderung der für den Wertminderungstest relevanten Parameter ein Risiko der Wertminderung von Vermögenswerten. Risiken sind beispielsweise Änderungen der erwarteten Cashflows oder der angenommenen Zinssätze.
| • | Informationstechnologische Risiken |
Unsere IT-Systeme unterstützen LANXESS Geschäftsaktivitäten weltweit, unter anderem die Prozesse vom Auftragseingang bis zum Ausgleich der Forderung oder von der Bestellung bis zur Zahlung der Lieferantenrechnung. Wichtig ist, dass die Nutzer der Systeme zum richtigen Zeitpunkt korrekte und aussagefähige Informationen erhalten. Um dies zu unterstützen, entwickeln wir eine einheitliche und integrierte Systemlandschaft und investieren weltweit in den Ausbau und die Erweiterung der IT-Services.
Beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen verfälscht oder gelöscht werden. In beiden Fällen kann dies zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen. Um derartigen Risiken zu begegnen, investieren wir in angemessene Datensicherungssysteme wie Spiegeldatenbanken, die den Verlust von Daten und Informationen verhindern. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente, beispielsweise Firewall-Systeme sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme, sollen die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie den störungsfreien Betrieb der Systeme gewährleisten. Das Risikomanagement der Group Function Information Technology basiert auf anerkannten Standards.
| • | Personalrisiken |
Das Risiko von Arbeitskampfmaßnahmen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist in einigen Ländern nicht auszuschließen. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Auch im Rahmen des Effizienz- und Restrukturierungsprogramms „Advance“ sind die Arbeitnehmervertretungen in den verschiedenen Ländern eingebunden und bestehende Dialogplattformen wie das Europaforum der europäischen Betriebsräte werden kontinuierlich genutzt. Auch in anderen Regionen, in denen wir tätig sind, suchen wir den Dialog mit Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften und gehen aktiv auf deren Vertreter zu.
Das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen ist ein entscheidender Faktor für die effiziente Abwicklung unserer Geschäfte. Um das Risiko zu bewältigen, das in einem Verlust dieses Wissens liegt, verfolgen wir unterschiedliche Ansätze: Mit attraktiven Vergütungsmodellen, herausfordernden Aufgaben und internationalen Karriereperspektiven möchten wir Mitarbeiter an das Unternehmen binden. Wir investieren kontinuierlich in die Nachwuchsförderung, sei es mit einer steigenden Zahl von Ausbildungsplätzen in Deutschland oder mit dem Auf- und Ausbau auch von regionalen Praktikanten- und Traineeprogrammen inklusive Bindungsprogrammen. Regionale Schwerpunkte sind hier neben dem Heimatland Deutschland beispielsweise Brasilien, Indien und China. Diese Programme für eine frühe Bindung existieren neben dem bereits etablierten zentralen Corporate-Trainee-Programm mit internationalen Einsätzen sowie regionalen Traineeprogrammen. Daneben suchen wir in einigen Regionen, wie beispielsweise in China, bereits in Schulen nach interessanten förderungswürdigen Talenten. Ein Indikator für den bislang geringen Know-how-Verlust sind niedrige Fluktuationsquoten in allen Regionen sowie beständiges Bewerberinteresse, beispielsweise von besonders begabten Hochschulabsolventen.
| • | Risiken in Absatzmärkten |
Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Risiken für LANXESS. Neben dem allgemeinen Risiko eines geringeren BIP-Wachstums kann insbesondere die Abhängigkeit des Kautschuk-Geschäftes von der Reifen- und Automobilindustrie zu einer Volatilität des Absatzes führen. Neben diesen nachfragebedingten Marktrisiken können auch strukturelle Marktveränderungen, etwa durch das Auftreten neuer Anbieter bzw. zusätzlicher Kapazitäten sowie regionale Verschiebungen, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigem Kostenniveau, Produktsubstitution oder Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten, unser Risikoprofil beeinflussen und unsere Ertragskraft schwächen. Wir begegnen diesen Entwicklungen mit einem konsequenten Kostenmanagement und kontinuierlicher Anpassung unseres Produktportfolios. Die Fokussierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios richtet sich dabei auf innovative Anwendungssegmente, so dass eine langfristig erfolgreiche Geschäftsausrichtung sichergestellt werden kann.
In unserem Segment Performance Polymers sehen sich unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken einem zunehmenden Wettbewerb, auch durch neu in den Markt tretende Produzenten, ausgesetzt. Dadurch können in einzelnen Geschäftsbereichen Überkapazitäten und ein stärkerer Preiswettbewerb entstehen. LANXESS verfolgt in diesen Bereichen eine produktspezifische Strategie, die unter anderem auf Produkt- und Prozessdifferenzierung sowie einer globalen Aufstellung beruht. Darüber hinaus hat LANXESS mit „Advance“ ein konzernweites Programm zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung initiiert.
| • | Risiken im Betriebsablauf |
Fehlende Anlagenverfügbarkeit sowie Störungen in der Arbeits- und Verfahrenssicherheit können dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine bestehende Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, so dass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z.B. proaktive Anlagenwartungen, reguläre Compliance-Checks, Gefährdungsbeurteilungen und systematische Schulungen unserer Mitarbeiter, um die Standards und die Sicherheit zu verbessern.
| • | Umweltrisiken aus dem Produktionsprozess |
Selbst bei hohen (sicherheits-) technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen - auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus - möglich. Sie können zu Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert.
LANXESS war und ist für zahlreiche Standorte, an denen teilweise seit über 140 Jahren chemische Produktion stattgefunden hat, und Abfallentsorgungseinrichtungen zuständig. Es lässt sich nicht ausschließen, dass in dieser Zeit auch Verunreinigungen verursacht wurden, die bisher noch nicht bekannt sind. Wir bekennen uns zum Responsible-Care®-Gedanken und betreiben aktives Umwelt- sowie auch proaktives Umweltschutzmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft sowie weiteren Emissionen und Immissionen. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen haben wir ausreichende Rückstellungen gebildet.
Im Produktportfolio von LANXESS befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Abnehmer auf die mit der Verwendung einhergehenden Risiken hin. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen.
Gemäß dem vorausschauenden Ansatz von LANXESS werden im Rahmen von Produktbeobachtungen potenzielle Gefahren im Umfeld unseres Produktportfolios frühzeitig erkannt, bewertet und im Falle einer Relevanz geeignete Maßnahmen initiiert.
| • | Risiken in Beschaffungsmärkten |
Auf der Beschaffungsseite bestehen Risiken aufgrund der hohen Preisvolatilität von Rohstoffen und Energien sowie hinsichtlich der Verfügbarkeit von Rohstoffen. Ein Preisanstieg bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer erhöhten Kostenbasis in der Produktion, ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Darüber hinaus wirken sich Veränderungen der Rohstoffpreise auf unsere Verkaufspreise aus. Diesem Umstand begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoffversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten abgedeckt. Vergleichbare Vereinbarungen bestehen auch auf der Verkaufsseite. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Absicherung über Derivate, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt (siehe auch Abschnitt „Finanzwirtschaftliche Risiken“).
LANXESS gehört zu den energieintensiven Industrien, die im internationalen Wettbewerb stehen, und ist auf wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen angewiesen. Mit der Energiewende verbunden sehen wir das Risiko, dass die Energiekosten einseitig in Deutschland steigen und die Wettbewerbsposition der deutschen Unternehmen auf den internationalen Märkten deutlich schwächen. Zur Minderung dieses Risikos diskutieren wir die wirtschaftlichen Folgen steigender Energiepreise in direktem Kontakt mit Behörden und Politik sowie über Wirtschaftsverbände zusammen mit anderen energieintensiven Unternehmen.
Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis ebenso belasten wie die zuvor beschriebenen steigenden Preise für Einsatzstoffe, ohne dass jedoch Möglichkeiten bestehen, sich gegenüber Kunden oder in Terminmärkten abzusichern. Um solche negativen Einflüsse auf die Kostenbasis abzumildern, verfolgen wir eine marktgerechte Preispolitik. Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen.
| • | Finanzwirtschaftliche Risiken |
Die Group Function Treasury steuert zentral die finanzwirtschaftlichen Risiken. Im Wesentlichen sind dies:

Preisrisiken
Preisrisiken entstehen aus dem Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen in Fremdwährung, der Beschaffung von Rohstoffen und Energien sowie der Konzernfinanzierung.
Währungen
Da der LANXESS Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen durchführt, ist er einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Schwankungen der relativen Werte dieser Währungen, insbesondere zwischen dem Euro und dem US-Dollar, ausgesetzt.
Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.
Die Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Während eine Absicherung gegen Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten resultieren, grundsätzlich zu 100 % erfolgt, wird über den Umfang der Absicherung gegen Währungsrisiken aus erwarteten Transaktionen regelmäßig entschieden. Die Absicherung für einen wesentlichen Teil der aus Verträgen resultierenden Währungsrisiken erfolgt durch die Nutzung derivativer Finanzinstrumente.
Währungsrisiken aus Finanztransaktionen werden inklusive der Zinskomponente zu 100 % kursgesichert. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte genutzt.
Währungsrisiken werden von den Business Units auf einer Bruttobasis, d.h. vor Sicherungsmaßnahmen ermittelt, und fließen auf dieser Basis in die Risikoberichterstattung ein. Da für den wesentlichen Teil der Währungsrisiken Derivate abgeschlossen werden, ist der LANXESS Konzern der Ansicht, dass ein Anstieg oder ein Absinken des Eurokurses im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen sich kurzfristig nur eingeschränkt, auf die Zahlungsströme auswirken würde.
Rohstoffe/Energien
Der LANXESS Konzern ist bei seiner operativen Geschäftstätigkeit Marktpreisänderungen für Energien und Rohstoffen ausgesetzt. Preiserhöhungen aus der Energie- und Rohstoffbeschaffung werden in der Regel an die Kunden weitergegeben. Wenn eine Weitergabe für bestimmte Marktpreisrisiken nur eingeschränkt möglich ist, kann im Einzelfall eine Sicherung durch finanzielle Warentermingeschäfte erfolgen, mit dem Ziel einer Reduzierung der Cashflow-Volatilität.
Wie im Vorjahr hat LANXESS zum Bilanzstichtag keine finanziellen Warentermingeschäfte im Bestand.
Zinsrisiken
Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsrisiken betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden.
Da der überwiegende Anteil der Finanzschulden zu festen Zinskonditionen aufgenommen wurde, haben Zinsänderungen in den kommenden Jahren nur einen begrenzten Einfluss auf den LANXESS Konzern.
Liquidität und Refinanzierung
Eine grundsätzlich konservative Finanzpolitik und eine Zielkapitalstruktur, die sich im Wesentlichen an Kennzahlensystemen führender Ratingagenturen orientiert, sichern den Zugang zu Kapitalmärkten und damit unsere Zahlungsfähigkeit. Die konservative Finanzpolitik bezieht auch das Risiko einer Ratingänderung und damit verbundener Auswirkungen in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement ein, wobei LANXESS keinen direkten Einfluss auf die abschließende Beurteilung unabhängiger Ratingagenturen hat.
Als wesentliche Liquiditätsreserve dient eine syndizierte Kreditlinie über 1,25 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag nicht wesentlich in Anspruch genommen wurde. Die ursprüngliche Laufzeit der Kreditlinie wurde im Februar 2014 um ein Jahr bis Februar 2019 verlängert und ist ein weiteres Mal um ein Jahr verlängerbar. Daneben besteht eine weitere wesentliche Kreditlinie mit der Europäischen Investitionsbank über 200 Mio. €, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Neben den Kreditlinien bestanden kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserven in Höhe von 533 Mio. € in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie hoch liquiden AAA-Geldmarktfondsanlagen. Dementsprechend verfügt der LANXESS Konzern über eine Liquiditätsposition, die sich über eine breite Basis von Finanzierungsinstrumenten erstreckt.
Kontrahentenrisiken
Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowohl mit unseren Kunden als auch mit Bank- und Finanzpartnern, insbesondere im Rahmen von Geldanlagegeschäften und Transaktionen mit Finanzinstrumenten.
Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können solche Portfolios gegen das Kreditrisiko abgesichert werden.
Ziel des LANXESS Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt.
Zur Absicherung materieller Kreditrisiken aus Kundenforderungen wurden Kreditversicherungsverträge bei einem namhaften europäischen Kreditversicherer abgeschlossen. Diese decken nach Abzug eines Selbstbehaltes Ausfallrisiken insbesondere in Europa im mittleren zweistelligen Mio.-€-Bereich ab, die sich bis zum Ablauf des Berichtsjahrs realisieren. Darüber hinaus mindern zugunsten des LANXESS Konzerns eröffnete Akkreditive das maximale Kreditrisiko. In Einzelfällen wird mit dem Vertragspartner Vorauskasse vereinbart.
Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität.
Bei der Auswahl von Bank- und Finanzpartnern für Geldanlagegeschäfte und Transaktionen mit Finanzinstrumenten ist die Bonität der Partner ein wichtiges Kriterium der LANXESS Finanzpolitik und des Kreditrisikomanagements. Daher strebt LANXESS grundsätzlich an, mit Bank- und Finanzpartnern Geschäfte zu tätigen, die mindestens über ein Investment-Grade-Rating verfügen. Die zum Bilanzstichtag offenen Derivate und Finanzanlagen wurden nahezu ausschließlich mit Banken mit Bonität im Investment-Grade-Bereich kontrahiert.
Ferner erfolgt im Rahmen des Kreditrisikomanagements ein globales Management des Kontrahentenrisikos für alle bestehenden Bank- und Finanzpartner. Hierbei achtet der LANXESS Konzern darauf, dass im Sinne einer Risikodiversifikation keine existenzbedrohenden Konzentrationsrisiken bestehen. Durch den Abschluss von Rahmenverträgen können im Falle der Insolvenz des Transaktionspartners die Marktwerte der offenen Handelspositionen miteinander aufgerechnet werden, was zu einer weiteren Verringerung der Risikopositionen führt.
Anlagerisiken
Risiken aus der Geldanlage von Pensionsvermögen werden durch das Pension Committee, bestehend aus dem Finanzvorstand sowie Vertretern der Group Functions Treasury, Accounting und Human Resources, überwacht.
Weitere Erläuterungen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [35] „Finanzinstrumente“.
| • | Rechtliche Risiken |
Unternehmen des LANXESS Konzerns sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines für LANXESS nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen mit Dritten hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf unsere künftige Finanz- oder Ertragslage.
| • | Risiken aus regulatorischen Maßnahmen |
Verschärfen sich Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards, kann das zu zusätzlichen Kosten und Haftungsrisiken führen. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Implementierung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern.
Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen können Nachteile durch Mehrbelastungen unserer Geschäftsbereiche zur Folge haben. Aufgrund des ungewissen Ausgangs des von der EU-Kommission eingeleiteten Beihilfeverfahrens im Zusammenhang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) besteht das Risiko von Nachzahlungen erlassener EEG-Umlagen bzw. künftiger Belastungen und somit steigender Energiepreise. Weitere Ausführungen zum Risiko steigender Energiepreise finden sich im Risikobericht unter „Risiken in Beschaffungsmärkten“.
Verstöße im Außenwirtschaftsrecht können Verbote und Einschränkungen in der Exporttätigkeit sowie den Wegfall von Privilegien im Rahmen der Exportabwicklung des Konzerns zur Folge haben. Dies kann in Einzelfällen zu Bußgeldern, Handelseinschränkungen und Reputationsverlust führen. Der Konzern stellt die Gesetzeskonformität im Bereich Außenwirtschaftsrecht und Exportkontrolle sicher, indem weltweit geeignete stabile Kontrollinstrumente und automatisierte Prüfprozesse etabliert wurden und kontinuierlich verbessert werden. Im Rahmen der proaktiven Beobachtung der handelspolitischen Entwicklungen werden sowohl die operativen Einheiten als auch die Leitungsgremien frühzeitig auf Änderungen im Außenwirtschaftsverkehr und die damit einhergehenden Chancen und Risiken informiert und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
| • | Steuerliche Risiken |
Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen.
Bedeutung der Risiken und Ergebnis der Risikobewertung
Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus ihrer möglichen Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen. Risiken, die zu einer möglichen Zielabweichung von mehr als 5 % bezogen auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des Planungsjahres führen, haben hierbei für uns eine mittlere bis hohe Bedeutung.
Im Rahmen des Risikomanagements wurden Beschaffungsmarktrisiken (maßgeblich beeinflusst durch das Rohstoffpreisrisiko), das Absatzmarktrisiko (insbesondere Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung) sowie finanzwirtschaftliche Risiken (nahezu ausschließlich das Währungsrisiko) als die drei Top-Risiken des Planungsjahres identifiziert. Bezogen auf unsere zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, führt jedes dieser Risiken gemäß der getroffenen Wahrscheinlichkeitsannahme zu einer möglichen nachteiligen Zielabweichung von bis zu 15 %. Bei vorteilhafter Entwicklung der Absatzmärkte, der Rohstoffpreise sowie der Wechselkurse kann sich hingegen auch eine positive Zielabweichung von jeweils bis zu 12 % ergeben. Weitere Ausführungen zu den Chancen finden sich im Abschnitt „Chancenbericht“.
Aufgrund seiner umfassenden weltweiten Aktivitäten und seiner Abhängigkeit von Rohstoffen mit volatiler Preisentwicklung kann hiervon insbesondere unser Segment Performance Polymers betroffen sein. Allerdings begegnen wir diesen Risiken mit entsprechenden Gegenmaßnahmen.
Zusammenfassende Aussage zur Gesamtrisikoposition
Aufgrund unseres breit diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios hat sich unsere Risikoexposition im Berichtsjahr trotz der regional und branchenbezogen unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich nicht maßgeblich verändert. Jedoch weisen wir auf den zunehmenden Wettbewerb hin, dem unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken ausgesetzt sind. Alle Planungen unterliegen bestimmten Prognoserisiken, so dass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahrs flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen von den in der jüngeren Vergangenheit beobachteten drastischen und globalen Änderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten grundsätzlich eingeschränkt wird.
Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen Finanzierungsstrukturen, unserer soliden Liquiditätsausstattung und der bereits in der Vergangenheit unter Beweis gestellten Fähigkeit, unsere Geschäfte auch kurzfristig an bedeutende Änderungen des Umfelds anzupassen, sind wir zuversichtlich, in der Zukunft auftretende Risiken zu bewältigen.
In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden.
Chancenbericht
Strategische Chancen
Das LANXESS Produktportfolio ist konsequent auf zentrale weltweite Trends ausgerichtet, die in den kommenden Jahren kontinuierliches Wachstum versprechen. Mit unseren Produkten bieten wir innovative Lösungen für diese Trends und generieren dadurch einen messbaren Mehrwert für unsere Kunden. Wir positionieren uns dabei erfolgreich in den Märkten, in denen wir mittel- und langfristig mit unserem Produktportfolio besonders von den Trends profitieren können. Eine zentrale Rolle nehmen hier weiterhin die BRICS-Staaten ein, insbesondere Brasilien, China und Indien.
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Ausrichtung des Produktportfolios an vier globalen Megatrends
LANXESS ist mit seinem Produktportfolio in allen wichtigen Abnehmerbranchen vertreten. Aufgrund unserer breiten Diversifikation sind wir nicht maßgeblich von einzelnen Produkten bzw. Verfahren abhängig. Die jeweiligen Produktbereiche stärken wir gezielt durch weiter optimierte Produktionsprozesse und -verfahren, kontinuierliche Innovationen, Kapazitätserweiterungen, neue Produktionsstätten oder Akquisitionen. Dabei orientieren wir uns an den für uns wesentlichen globalen Megatrends:
Mobilität: Die steigende Nachfrage nach Fahrzeugen, insbesondere in den Schwellenländern, und die Notwendigkeit, Mobilität überall auf der Welt umweltverträglicher zu gestalten, setzen in unseren bedeutenden Kundenindustrien Reifen und Automobile wichtige Wachstumsimpulse. Auf europäischer und internationaler Ebene bestehen Gesetze, und Gesetzgebungsprozesse werden weiter vorangetrieben, die eine Bewertung von Fahrzeugreifen nach den Kriterien Rollwiderstand, Nasshaftung und Geräuschemission oder Laufleistung vorsehen und damit die Qualitätsanforderungen an Reifen erhöhen. Eine gute Bewertung ist hier nur unter Verwendung von Hochleistungs-Kautschuken möglich. Im Automobilbau sind es vor allem die Bestrebungen um eine deutliche Gewichtsreduktion durch den Einsatz von Hightech-Kunststoffen, die uns Wachstumschancen eröffnen.
Landwirtschaft: Die von einer wachsenden Weltbevölkerung getriebene Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten und die vor dem Hintergrund begrenzter Anbauflächen erforderliche Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft sind insbesondere für unsere Kunden in der Agrochemikalienindustrie von zentraler Bedeutung. Mit unseren Produkten tragen wir zum Schutz der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen und damit zur Ertragsteigerung in der Landwirtschaft bei.
Urbanisierung: Besonders in den wachstumsstarken Schwellenländern wie Brasilien, China und Indien sind die Ausdehnung bestehender Städte und die weitere Entstehung neuer sogenannter „Megacitys“ zu beobachten. Entsprechend groß ist der Bedarf an Neubauten und leistungsfähiger Infrastruktur. Zudem steigen mit der wachsenden Mittelschicht auch die Ansprüche an Konsum und Lebensstandard. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem unsere Kundenindustrien Bau und Konsumgüter.
Wasser: Die zunehmende Umweltverschmutzung sowie ein kontinuierlich steigender Wasserbedarf durch das anhaltende Bevölkerungswachstum und den industriellen Sektor sorgen dafür, dass die Nachfrage nach sauberem Wasser stetig steigt. Mit unseren innovativen Lösungen zur Reinigung und Aufbereitung von Trinkwasser, Abwasser und industriellem Prozesswasser bedienen wir folglich einen wachstumsstarken Markt. Besonders die BRICS-Staaten mit Indien, China und Brasilien sind hier wesentliche Wachstumsregionen für den Bereich Wasser.
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Nachhaltige Expansion in Wachstumsregionen
Wir haben im Lauf der vergangenen Jahre unsere Geschäftsaktivitäten in Asien, Mittel- und Osteuropa sowie in Lateinamerika deutlich verstärkt und werden den Ausbau unserer Marktposition dort weiter vorantreiben. Durch unsere zunehmende Präsenz in diesen bedeutenden wirtschaftlichen Regionen haben wir die Chance, an deren dynamischer wirtschaftlicher Entwicklung zu partizipieren. Insbesondere in Asien haben wir in Singapur und China mit gezielten Investitionen die Basis für weiteres Wachstum gelegt.
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Stärkung des Konzerns durch Akquisitionen
Derzeit planen wir keine tiefgreifende Änderung unserer Konzernstruktur. Ein wesentliches Element unserer Strategie bleibt es aber, neben organischem Wachstum unsere Segmente künftig weiterhin durch gezielte Akquisitionen zu stärken.
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Zielgerichtete Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
Wir investieren gezielt in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit für neue Lösungen, die den Premium-Anspruch unserer Produkte unterstreichen und für unsere Kunden einen nachhaltigen Mehrwert bieten. Kunden- und marktorientierte Innovationen sollen auch zukünftig wesentlich dazu beitragen, organisches Wachstum zu unterstützen und unsere Wettbewerbspositionen als Anbieter hochwertiger Lösungen weiter zu stärken. Der Fokus liegt dabei unverändert sowohl auf Prozess- als auch auf Produktinnovationen.
Operative Chancen
Die Erschließung und Nutzung operativer Chancen ist zentraler Bestandteil der unternehmerischen Aktivitäten von LANXESS. Unser Anspruch ist es, mit bestehenden Produkten und neuen Lösungen unser Wachstum voranzutreiben und dadurch unsere Position in den globalen Märkten nachhaltig zu stärken. Investitionen in neue Werke sowie Kapazitätserweiterungen und die Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen sind hierfür zentrale Elemente. Umsatz- und Ergebniseffekte, die wir aus unseren Investitionen und Akquisitionen erwarten, sind bereits in unseren Planungen mit berücksichtigt. Darüber hinaus können diese gezielten Investitionen weitere operative Chancen eröffnen weil wir uns hierdurch neue Potentiale erschließen sowie die Positionierung in wichtigen Märkten vorantreiben. Vor diesem Hintergrund sind wesentliche Investitionen im Folgenden von uns aufgeführt.
Wir stellen zudem zu jeder Zeit unser bestehendes Portfolio und Anlagennetzwerk auf den Prüfstand und haben hier im herausfordernden Berichtsjahr mit dem Programm „Advance“ gezielte Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in einzelnen Geschäftsbereichen eingeleitet bzw. bereits umgesetzt, um dadurch unsere Wettbewerbsfähigkeit in diesen Bereichen zu steigern. Durch die Identifizierung weiterer Maßnahmen können sich zusätzliche Chancen ergeben.
Im Segment Performance Polymers zeichnete sich wie von uns berichtet bereits im Geschäftsjahr 2013 ein zunehmender Wettbewerb ab. Im Rahmen der Initiativen zur Kennzeichnungspflicht für Reifen kann sich allerdings die Nachfrage nach qualitativ höherwertigen Reifen stärker erhöhen. Mit unserem globalen Produktionsnetzwerk, unserer Marktposition und langjährigen Kundenbeziehungen sind wir mit unseren Kautschukaktivitäten weiterhin gut aufgestellt.
Wesentliche Investitionsprojekte werden im Segment Performance Polymers weiter vorangetrieben, um hier mittel- und langfristig die von uns angenommenen operativen Chancen wahren zu können und um uns in den wesentlichen Wachstumsmärkten nachhaltig und wettbewerbsfähig zu positionieren. So errichten wir für die Business Unit Performance Butadiene Rubbers in Singapur seit September 2012 eine neue Produktionsanlage für den Hochleistungs-Kautschuk Neodymium-katalysierter Polybutadien-Kautschuk (Nd-PBR). Die Investition in das neue Werk auf Jurong Island beläuft sich auf rund 200 Mio. €. Mit einer Jahreskapazität von bis zu 140.000 Tonnen soll die Anlage in der ersten Jahreshälfte 2015 in Betrieb gehen. Unser hochwertiger Nd-PBR-Kautschuk trägt unter anderem dazu bei, den Rollwiderstand und die Nasshaftung von Reifen zu optimieren, was wesentliche Kriterien für eine gute Kategorisierung von Reifen sind, die - wie zuletzt in der Europäischen Union - für Reifenhersteller weltweit zunehmend verpflichtend wird.
Bereits im Berichtsjahr hat unser neues Butylkautschuk-Werk in Singapur seinen Betrieb aufgenommen, so dass wir unsere Kunden in den asiatischen Wachstumsmärkten jetzt direkt vor Ort beliefern können. Wir planen, die Kapazitäten unserer neuen Anlage in 2014 auf bis zu 70.000 Tonnen zu erhöhen. Insgesamt ist die Anlage für eine Jahreskapazität von bis zu 100.000 Jahrestonnen ausgelegt. Mit unserer World-Scale-Anlage für Butylkautschuk haben wir uns so frühzeitig in Asien positioniert, um hier die mittel- und langfristig wachsende Nachfrage nach Butylkautschuk für Reifen bedienen zu können.
Darüber hinaus investieren wir in China insgesamt rund 235 Mio. € in unsere Produktionsanlage für synthetischen EPDM-Kautschuk. Die Anlage unserer Business Unit Keltan Elastomers wird über eine Jahreskapazität von bis zu 160.000 Tonnen verfügen und im Jahr 2015 in Betrieb gehen. Trotz der Veränderungen im Markt- und Wettbewerbsumfeld für EPDM-Kautschuk ist die Präsenz in China wichtige Voraussetzung, um langfristig Wachstumschancen im Markt und in der Region mit den größten Wachstumspotenzialen nutzen zu können.
Für unser Geschäft mit Hightech-Kunststoffen, mit denen wir innovative Lösungen für den Mobilitätstrend im Bereich Leichtbau bieten, werden wir im Laufe des dritten Quartals 2014 unsere neue Anlage zur Polymerisierung in Belgien in Betrieb nehmen. Das Investitionsvolumen für die Anlage mit einer Jahreskapazität von rund 90.000 Tonnen liegt bei rund 75 Mio. €. Damit stärken wir in unserer Business Unit High Performance Materials den Produktionsverbund für Hightech-Kunststoffe und werden künftig von Antwerpen aus unser globales Netzwerk von Compoundier-Betrieben bedienen können. Antwerpen ist ebenfalls Standort der Anlage für Caprolactam - das zentrale Vorprodukt für die Kunststoffherstellung - und des Produktionsbetriebs für Glasfasern.
Mit der Inbetriebnahme einer neuen Compoundier-Anlage in Porto Feliz (Brasilien) im ersten Halbjahr 2014, erweitern wir zudem unser globales Compounding-Netzwerk und können künftig im Wachstumsmarkt Lateinamerika unsere Kunden direkt mit Hightech-Kunststoffen beliefern. Zudem ergibt sich durch die Standorterweiterung die Chance, individuelle Kunststofflösungen jetzt auch mit unseren Kunden in Lateinamerika direkt vor Ort zu entwickeln.
Für das Geschäft mit innovativen Leichtbau-Kunststoffen in der Business Unit High Performance Materials ergeben sich durch die erfolgreiche Integration von Bond-Laminates, die wir im Jahr 2012 erworben hatten, und durch den anhaltenden Trend zur Gewichtsreduktion in Fahrzeugen weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Deshalb investieren wir nach der gezielten Erweiterung unseres Produkt-portfolios mit den Tepex-Leichtbau-Kunststoffen jetzt in den Ausbau der Kapazitäten in diesem Wachstumsbereich und werden diese am Bond-Laminates-Standort Brilon (Deutschland) bis Sommer 2014 deutlich erweitern. Die innovativen Faserverbundwerkstoffe werden - je nach Einsatzgebiet - mit Fasern aus unterschiedlichen Stoffen, zum Beispiel Fasern aus Karbon oder Glasfasern, verstärkt und ersetzen hier zunehmend schwerere Metallkomponenten in zahlreichen Bauteilen, insbesondere in Fahrzeugen.
Wir treiben zudem die Entwicklung innovativer Produkte voran und sehen auch die Weiterentwicklung unserer Produktionsverfahren als zentrales Element, um unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern und zusätzliche Chancen auf eine Stärkung der Marktposition zu wahren. Vor diesem Hintergrund ist eine unserer wesentlichen Innovationen im Segment Performance Polymers die Entwicklung zweier neuer Kautschuk-Typen auf der Basis von Neodymium-katalysiertem Polybutadienkautschuk. Diese neuen Typen zeichnen sich durch eine hohe Molmasse aus, die zur Herstellung von Reifen mit besonders niedrigem Rollwiderstand notwendig ist. Aufgrund einer neuen, von uns angewendeten Technologie zur Modifikation der Kautschuk-Polymerkette weisen sie Merkmale für eine erheblich leichtere Verarbeitung für unsere Kunden auf.
Im Segment Advanced Intermediates sind wir mit unseren Business Units Advanced Industrials Intermediates und Saltigo gut im Markt positioniert, um insbesondere die auf dem Trend Landwirtschaft basierende wachsende Nachfrage nach Agrochemikalien bedienen zu können. In der Business Unit Advanced Industrials Intermediates konnten wir zum Ende des Berichtsjahres den Ausbau unserer Kresol-Kapazitäten abschließen und können dem Markt somit weitere Kapazitäten des hochwertigen Zwischenprodukts unseres Aromatenverbunds zur Verfügung stellen, das etwa im Bereich der Agrochemikalien eingesetzt wird. Indem wir das Wachstum unserer Kunden durch den Ausbau von Kapazitäten für hochwertige Zwischenprodukte wie Kresol begleiten, nutzen wir im Bereich Advanced Intermediates gleichzeitig die Chance, unsere weltweite Position hier auch mittel- und langfristig zu stärken.
Unsere Business Unit Saltigo hatten wir bereits in 2012 verstärkt auf das Agro-Geschäft ausgerichtet, um hier künftig zunehmend an dem wichtigen Wachstumsmarkt partizipieren zu können. Saltigo strebt an, seine maßgeschneiderten Komplettlösungen für die agrochemische Industrie weiter auszubauen, und wird sich zusätzlich auf die Erschließung attraktiver Projekte im Pharma-Bereich fokussieren. Durch die Ausrichtung von Saltigo auf die wesentlichen Wachstumsmärkte sehen wir die Möglichkeit, wie bereits im Berichtsjahr, hier auch künftig operative Chancen nutzen zu können.
In unserem Segment Performance Chemicals erschließen wir für die Business Unit Rubber Chemicals durch die Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen von „Advance“ die Möglichkeit, uns künftig wettbewerbsfähiger im Markt aufzustellen. So haben wir im Berichtsjahr die Bündelung von Produktionsprozessen für die Herstellung von Kautschukchemikalien, die in der Reifenindustrie eingesetzt werden, an unseren Standorten in Belgien und den USA eingeleitet, die im laufenden Jahr umgesetzt wird. Zudem stellten wir bereits im Berichtsjahr erste Produkte ein, die das Ende ihres Lebenszyklus im Markt erreicht hatten, und schlossen in diesem Zusammenhang den Rubber-Chemicals-Standort in Südafrika. Durch die Fokussierung auf zentrale Produkte in unserem Geschäftsbereich und die Straffung des Anlagennetzwerkes können wir hier unsere Produktivität erhöhen und unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern.
Daneben haben wir in anderen Business Units des Segments mit wichtigen Investitionen den Grundstein für weitere Entwicklungen gelegt:
Im wichtigen Wachstumsmarkt China baut unsere Business Unit Inorganic Pigments ihr Produktionsnetzwerk für anorganische Pigmente weiter aus, um hier künftig verstärkt am Megatrend Urbanisierung partizipieren zu können. In Ningbo entsteht ein neues Werk für Eisenoxidrot-Pigmente mit einer Kapazität von zunächst 25.000 Tonnen pro Jahr. Das Werk wird höchste Umweltstandards erfüllen und insbesondere in den Bereichen Wasseraufbereitung, Abgasreinigung und Energieverbrauch im Branchenvergleich neue Maßstäbe setzen. Die Investition ermöglicht unserer Business Unit Inorganic Pigments als führendem Anbieter qualitativ hochwertiger und nachhaltig produzierter Pigmente, sein globales Produktionsnetzwerk zu stärken und seine Positionierung in Asien weiter zu verbessern.
Unsere Business Unit Leather hat im Berichtsjahr ihre neue Anlage zur Herstellung von Lederchemikalien in China, dem weltweit größten Markt für Lederchemikalien, in Betrieb genommen. Die neue Anlage, in die wir rund 30 Mio. € investierten, verfügt über eine Jahreskapazität von bis zu 50.000 Tonnen und ist nach höchsten Umweltstandards gebaut. Wir können dadurch unsere gesamte Produktpalette von Lederchemikalien direkt vor Ort anbieten und sehen die Chance, unsere Position im wichtigen chinesischen Markt weiter zu stärken. Darüber hinaus festigen wir unsere Stellung als Unternehmen mit umweltverträglichen Produktionsprozessen, die in China zunehmend an Bedeutung gewinnen. In der Business Unit Leather konnten wir im vierten Quartal 2013 zudem eine neue CO2 Aufbereitungsanlage in Newcastle (Südafrika) in Betrieb nehmen, mit der wir auch unsere Wertschöpfungskette in diesem Geschäftsbereich stärken. Dadurch werden wir unabhängig von der externen Versorgung mit CO2 und können unsere Produktion von Natriumdichromat für Chromgerbsalze, die sich ebenfalls in Newcastle befindet, jetzt individuell steuern.
Mit der Business Unit Liquid Purification Technologies konnten wir uns bereits im Berichtsjahr mit unseren Produkten für den Ionenaustausch und die Membranfiltration erfolgreich als Komplettanbieter für Lösungen zur Wasserbehandlung im Markt platzieren und streben an, diese Entwicklung weiter voranzutreiben. Vor dem Hintergrund der erwarteten zunehmenden Nachfrage nach innovativen Lösungen zur Reinigung und Aufbereitung von Wasser erweitern wir unsere Produktionskapazitäten für Ionenaustauscher in Leverkusen (Deutschland) und investieren hierfür rund 10 Mio. €. Wir gehen davon aus, dem Markt in 2014 dann zusätzliche Mengen an sogenannten schwachsauren Kationenaustauscher zur Verfügung stellen zu können, die insbesondere im wachsenden Kartuschen-Geschäft für Haushaltswasserfiltersysteme Anwendung finden.
Darüber hinaus haben wir unser Produktportfolio, etwa durch neue Lewabrane-Typen für die Wasseraufbereitung oder Membrantechnik für schwer zu reinigendes Wasser, sogenanntes Wasser mit ‚Fouling-Potenzial‘, weiterentwickelt. Die im Berichtsjahr erhaltene Bescheinigung der US-amerikanischen National Sanitation Foundation (NSF International) bezüglich der Unbedenklichkeit von derzeit allen LANXESS Membranelementen für den Einsatz in der Trinkwasseraufbereitung eröffnet uns weitere Wachstumschancen. Dieses für die Aufbereitung von Trinkwasser notwendige Qualitätszertifikat bescheinigt die hohe Qualität unserer Membranen und erhöht das Kundenvertrauen in unsere Produkte. In den meisten Ländern ist die Zulassung nach NSF Standard 61 grundsätzliche Voraussetzung für den Einsatz in Trinkwasseranwendungen und somit ein wichtiger Qualitätsindikator. Zusätzlich zu diesem Zertifikat haben wir hier ebenfalls auch die russische und tschechische Trinkwasserzulassung erhalten.
Neben Investitionen und Innovationen für künftige operative Wachstumschancen stärkten wir unsere Business Units im Segment Performance Chemicals auch durch gezielte Akquisitionen. Mit der Übernahme der PCTS Specialty Chemicals Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur erweitern wir das Biozid-Produktportfolio unserer Business Unit Material Protection Products. Wir steigen somit auch im wichtigen Wachstumsmarkt Asien zu einem der führenden Anbieter von Bioziden für Farben und Lacke auf und können unsere Kunden jetzt direkt vor Ort mit entsprechenden Produkten und Produktexpertise bedienen. PCTS ist auf die Produktion von Bioziden für umweltfreundliche, wasserbasierte Farben spezialisiert, die strenge Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards erfüllen.
Darüber hinaus erweiterten wir in unserer Business Unit Functional Chemicals das Portfolio für Phosphorchemikalien durch die Übernahme der Aktivitäten der französischen Tochter der insolventen Thermphos International B.V. in Vlissingen (Niederlande). Dadurch können wir jetzt zusätzliche Zwischenprodukte für Flammschutz- und Arzneimittelanwendungen anbieten und stärken künftig unsere Marktposition in diesem Produktbereich.
Die Entwicklung innovativer Produkte und die Weiterentwicklung unserer Produktionsverfahren bleiben ein zentrales Element, um unsere aktuelle Marktposition zu stärken und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Weitere Beispiele für unsere „Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten“ erhalten Sie im Abschnitt Forschung und Entwicklung.
Zusammenfassende Aussage zur Gesamtchancenposition
LANXESS hat sein Produktportfolio in den vergangenen Jahren konsequent auf die zentralen Wachstumstrends ausgerichtet und ist in den wichtigen Wachstumsmärkten erfolgreich positioniert. Mit gezielten Investitionen treiben wir die weltweite Stärkung unserer Segmente weiter voran und führen unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fort, um uns auch künftig durch segmentübergreifende Prozess- und Produktinnovationen von unseren Wettbewerbern differenzieren zu können. Der Nachfrageschwäche zu Beginn des Geschäftsjahres und dem zunehmenden Wettbewerb, dem unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken ausgesetzt sind, begegneten wir mit dem umfassenden Programm „Advance“ und haben hiervon bereits erste Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und gezielte Restrukturierungen erfolgreich umgesetzt. Durch die globale Aufstellung sowie durch unsere flexiblen Unternehmensstrukturen, mit denen wir schnell auf Herausforderungen reagieren können, haben wir die Möglichkeit, auch künftig strategische und operative Chancen die über die bereits zugrunde liegenden Chancen hinausgehen, erfolgreich zu nutzen. Darüber hinaus verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt „Bedeutung der Risiken und Ergebnis der Risikobewertung“
Prognosebericht
Erwartete Ertragslage LANXESS Konzern
Nach dem sehr herausfordernden Geschäftsjahr 2013 gehen wir für das laufende Jahr derzeit von einer leichten Steigerung unserer zentralen Steuerungsgröße EBITDA vor Sondereinflüssen aus. Allein die Entlastungen aus dem Wegfall von Einmaleffekten, wie z.B. Anlaufkosten oder rohstoffpreisbedingte Bestandsabwertungen, sollten zu dieser Verbesserung beitragen, selbst wenn die Verkaufspreise auf niedrigem Niveau bleiben sollten.
Wir erwarten zum jetzigen Zeitpunkt keine merklichen Impulse aus dem prognostizierten Wachstum der Weltwirtschaft für unsere Ergebnisentwicklung. Bestehende Unsicherheiten, wie die Entwicklung von Marktkapazitäten bei synthetischem Kautschuk, die Staatsverschuldung in Europa sowie weltweite politische Krisen, können sich im Jahresverlauf auf die wirtschaftliche Dynamik und damit auf unser Unternehmen auswirken.
Für unsere drei Segmente mit insgesamt 14 Business Units gehen wir vor dem Hintergrund der für den Konzern gegebenen Ergebniserwartung von folgender Entwicklung aus. Die erwartete unterschiedliche Entwicklung in den Segmenten basiert auf den verschiedenen zugrunde liegenden globalen Megatrends und greift zudem Veränderungen des Marktumfelds auf.
Für das Segment Performance Polymers erwarten wir in 2014 aus den für das Segment zentralen Kundenindustrien Automobil und Reifen eine leichte Nachfrageverbesserung im Vergleich zum niedrigen Nachfrageniveau des Vorjahres.
Die dynamischste Entwicklung prognostizieren wir hier für die asiatischen Wachstumsmärkte China und Indien. Europa kann aus unserer Sicht nur geringe Nachfrageimpulse setzen. In der Reifenindustrie könnte das Ende 2011 beschlossene Gesetz zur Einstufung und Kennzeichnung von Reifen in Europa sowie weitere globale Kennzeichnungsinitiativen die Nachfrage nach unseren synthetischen Kautschukprodukten mit unterstützen. Wir erwarten aber im Segment insbesondere für unsere synthetischen Kautschukprodukte einen anhaltend starken Wettbewerb durch neu in den Markt tretende Produzenten bzw. Kapazitäten.
Im Segment Advanced Intermediates wird sich nach unserer Einschätzung die gute Kundennachfrage nach unseren Produkten für die Agrochemie in unseren Business Units Advanced Industrials Intermediates und Saltigo fortsetzen. Wir gehen hier von einer weiterhin soliden Geschäftsentwicklung aus. In der Business Unit Advanced Industrials Intermediates sind im Geschäftsjahr 2014 aber mehr geplante Stillstände von Anlagen vorgesehen, die bei der Ergebniserwartung für das Segment berücksichtigt wurden.
Für unser Segment Performance Chemicals erwarten wir in 2014 insgesamt eine leichte Nachfrageverbesserung. Wir sehen unter anderem ein dynamischeres Wachstum der Bauindustrie, das insbesondere in Asien und Nordamerika erfolgen sollte. Unser Geschäftsbereich mit Lederchemikalien sollte aufgrund der erfolgten Inbetriebnahme seiner CO2-Aufbereitungsanlage von einer verbesserten Wettbewerbssituation profitieren können. Durch die prognostizierte Nachfrageverbesserung in der Automobilindustrie sehen wir auch Impulse für unsere Business Units Rhein Chemie und Rubber Chemicals. Hierbei sollte sich die Kostenposition unserer Business Unit Rubber Chemicals durch die Restrukturierungsmaßnahmen verbessern. Für unsere Business Unit Liquid Purification Technologies, mit der wir den wichtigen Trend Wasser bedienen, erwarten wir nach erfolgreicher Produktdiversifizierung durch die Einführung unserer Membrantechnologie im laufenden Jahr weitere Wachstumschancen angesichts einer anhaltend guten Nachfrage nach unseren Produkten zur Wasseraufbereitung.
Erwartete Kostenentwicklung LANXESS Konzern
LANXESS hat aufgrund des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds für das Unternehmen im Berichtsjahr mit dem Programm „Advance“ umfassende Maßnahmen eingeleitet, um den Auswirkungen der Nachfrageschwäche entgegenzuwirken. Für das kommunizierte Programm „Advance“ sind bis 2015 Sonderaufwendungen von insgesamt rund 150 Mio. € vorgesehen. In 2013 haben wir für das Programm rund 30 Mio. € Aufwendungen vorgezogen, wodurch sich hier insgesamt eine Ergebnisbelastung in Höhe von etwa 110 Mio. € ergaben.
Neben dem „Advance“-Programm haben wir bereits in den Vorjahren unter anderem durch ein flexibles Anlagenmanagement und eine hohe Kostendisziplin unsere Kostenbasis weiter flexibilisiert und streben an, unsere Kostenentwicklung bei Bedarf frühzeitig dem wirtschaftlichen Umfeld anzupassen.
Bei den Rohstoffkosten, die Ende des Berichtsjahres auf einem vergleichsweise moderaten Niveau lagen, gehen wir auch für das Jahr 2014 von einem anhaltend volatilen Verlauf aus. Wir stellen uns generell auf unterschiedliche Preistrends bei den verschiedenen strategischen Rohstoffen ein und gehen davon aus, dass bei entsprechender Volatilität auch der Trend zu höheren Beschaffungskosten - insbesondere für petrochemische Rohstoffe - anhalten könnte. Die Energiekosten dürften unserer Einschätzung nach im Verlauf des Jahres 2014 leicht steigen.
Unser Ergebnis wird durch Währungsschwankungen beeinflusst. Um diesen zu begegnen, haben wir für die Jahre 2014 und 2015 bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Die wesentliche Währung der LANXESS Geschäfte bleibt auch künftig der US-Dollar. Wir erwarten, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro im Jahr 2014 volatil bleibt und sich in einem breiten Kursband zwischen 1,25 und 1,45 US-Dollar je Euro bewegen wird.
Für das Jahr 2014 gehen wir im Vergleich zum Berichtsjahr von geringeren Abschreibungen aus, nachdem 2013 außerplanmäßige Abschreibungen in den Segmenten Performance Polymers und Performance Chemicals erfolgten. Zusätzliche planmäßige Abschreibungen werden sich in 2014 aus der Inbetriebnahme neuer Anlagen ergeben. Im Geschäftsjahr 2014 erwarten wir Abschreibungen im Bereich von 400 bis 420 Mio. €. Kostensteigerungen sind durch den Tarifabschluss und damit verbundene steigende Löhne und Gehälter zu erwarten.
Die konzernweite Steuerquote wird maßgeblich durch den regionalen Ertragsanfall geprägt. LANXESS strebt mittelfristig eine Steuerquote im Bereich von 22 % bis 25 % an. Aufgrund der aktuell herausfordernden Geschäftssituation wird sie im laufenden Geschäftsjahr darüber liegen. Eine genaue Prognose ist allerdings nur schwer möglich.
Erwartete Finanzlage LANXESS Konzern
| • | Liquiditätssituation |
LANXESS wird seine vorausschauende und konservative Finanzpolitik fortsetzen. Angesichts der im Abschnitt Finanzlage beschriebenen Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln und ungenutzten Kreditlinien in Höhe von über 2,0 Mrd. € verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Finanzierungssituation, um unsere gezielte Wachstumsstrategie finanziell umsetzen zu können.
| • | Investitionen |
Unsere Investitions- und Wachstumsstrategie werden wir auch im Geschäftsjahr 2014 fortsetzen. Die auszahlungswirksamen Investitionen entfallen dabei erneut auf Erweiterungen bestehender Anlagen bzw. auf den Neubau von Produktionsanlagen und fließen in Maßnahmen für die Instandhaltung bestehender LANXESS Produktionsstandorte. Für das laufende Jahr 2014 gehen wir von auszahlungswirksamen Investitionen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2013 aus. Ein wesentliches Investitionsvolumen wird hiervon mit gut 110 Mio. € auf den Bau unserer World-Scale-Anlage für den Hochleistungs-Kautschuk Nd-PBR in Singapur sowie mit gut 130 Mio. € auf die Errichtung der Anlage für EPDM-Kautschuk in China entfallen.
| • | Finanzierungsmaßnahmen |
LANXESS ist aufgrund der langfristigen Ausrichtung der Finanzierung gut aufgestellt, denn die Finanzierung der vorgesehenen Investitionen ist durch künftige Cashflows, vorhandene Zahlungsmittel sowie bestehende Kreditlinien gewährleistet. Gleiches gilt für die erwartete Dividendenzahlung sowie die anstehende Rückzahlung der im April 2014 fälligen Anleihe. Nennenswerte Refinanzierungserfordernisse aus dieser Fälligkeit sind aufgrund der getätigten umfangreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzposition in den Vorjahren abgedeckt. Darüber hinaus wird LANXESS seine Aktivitäten zur langfristigen Sicherung der Finanzierung im Rahmen einer konservativen Finanzpolitik durch weitere Diversifikation der Finanzierungsquellen und vorausschauende Finanzierungsmaßnahmen fortsetzen.
Erwartete Ertragslage der LANXESS AG
Wir erwarten für die LANXESS AG in diesem und im kommenden Geschäftsjahr ein leicht steigendes Niveau der Verwaltungskosten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management-Holding. Im Übrigen wird das Ergebnis der LANXESS AG vom Finanzergebnis, und hier insbesondere vom Zins- und Beteiligungsergebnis, geprägt sein. Für das laufende Geschäftsjahr ist aufgrund der Finanzierungsstruktur von einem negativen Zinsergebnis auszugehen. Das Beteiligungsergebnis und damit das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG werden wesentlich von den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Gesellschaften des LANXESS Konzerns bestimmt. Wir verfolgen auch weiterhin eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir einen Jahresüberschuss leicht über dem Niveau des Berichtsjahres.
Dividendenpolitik
LANXESS verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. In den künftigen Dividendenvorschlägen werden wir, wie bereits in der Vergangenheit, die wirtschaftliche Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres, die Finanzierungsziele des Konzerns sowie sich abzeichnende Entwicklungen im neuen Geschäftsjahr berücksichtigen.
Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
Der LANXESS Konzern ist mit seinem Produktportfolio weiterhin gut in den relevanten Kundenindustrien positioniert und strebt an, seine Präsenz in den weltweiten Wachstumsregionen auch im aktuellen Geschäftsjahr voranzutreiben. Wir gehen davon aus, dass die Effizienzmaßnahmen und gezielten Restrukturierungen im Rahmen von „Advance“ die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von LANXESS in einem anhaltend herausfordernden Umfeld unterstützen werden.
Die Nachfrageimpulse, die sich aus der prognostizierten Entwicklung der globalen Wirtschaft ergeben könnten, sehen wir nach derzeitiger Einschätzung dagegen als sehr gering an. Darüber hinaus rechnen wir damit, dass die Situation in unseren Geschäftsbereichen mit synthetischen Kautschuken durch die neue Wettbewerbs- und Kapazitätssituation auch in 2014 herausfordernd bleibt.
Die Entwicklung der Rohstoffkosten, insbesondere für den Rohstoff Butadien, ist aus unserer Sicht ein weiterer wesentlicher Faktor, der sich auf die Geschäftsentwicklung in 2014 auswirken kann. Wir gehen hier von einer anhaltenden Volatilität auf einem vergleichsweise moderaten Preisniveau aus. Für die Energiekosten erwarten wir im laufenden Jahr eine leichte Steigerung.
Insgesamt gehen wir vor dem Hintergrund der genannten Faktoren für das Jahr 2014 derzeit von einer leichten Steigerung unserer zentralen Steuerungsgröße EBITDA vor Sondereinflüssen aus. Allein die Entlastungen aus dem Wegfall von Einmaleffekten sollten zu dieser Verbesserung beitragen, selbst wenn die Verkaufspreise auf niedrigem Niveau bleiben sollten.
Wir sehen, dass zum Jahresbeginn die Herausforderungen für unsere Geschäfte mit synthetischem Kautschuk im Segment Performance Polymers anhalten und hier derzeit noch keine Nachfrageimpulse gesetzt werden.
Wir sind aber zuversichtlich, mittelfristig organisch und durch gezielte Akquisitionen weiter zu wachsen, und gehen davon aus, dass unsere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und konsequente Restrukturierungen hierzu einen wichtigen Beitrag leisten können. Als mittelfristiges Wachstumsziel hatten wir uns ein EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 1,8 Mrd. € im Jahr 2018 gesetzt. Diese Zielerreichung ist vor dem Hintergrund der aktuellen Geschäftsentwicklung deutlich ambitionierter geworden, wird von uns aber weiterhin angestrebt.
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG LANXESS AG
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| in T€ | Anhang | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 4.511 | 3.505 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (2) | -4.511 | -3.505 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0 | 0 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -43.832 | -38.303 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (3) | 1.326 | 2.116 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.546 | -2.075 | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -46.052 | -38.262 | |
| Erträge aus Gewinnabführungen von verbundenen Unternehmen | 283.351 | 168.748 | |
| Aufwand aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen | -54 | -7 | |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 95 | 154 | |
| Zinsergebnis | (4) | -71.080 | -84.905 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -1.204 | 0 | |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | (5) | -6.582 | -14.175 |
| Finanzergebnis | 204.526 | 69.815 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 158.474 | 31.553 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (6) | -53.900 | 3.777 |
| Jahresüberschuss | 104.574 | 35.330 | |
| Gewinnvortrag | (16) | 43.978 | 13.062 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage | -52.287 | 0 | |
| Bilanzgewinn | 96.265 | 48.392 |
Bilanz zum 31. Dezember 2013
BILANZ LANXESS AG
AKTIVA
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| in T€ | Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | (10) | ||
| I. Immaterielle Vermögengegenstände | 4 | 1 | |
| II. Sachanlagen | 116 | 105 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | (11) | 738.864 | 738.864 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | (12) | 18.184 | 18.338 |
| 757.168 | 757.308 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (13) | 1.850.485 | 1.966.602 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | (14) | 38.858 | 24.645 |
| II. Wertpapiere | (15) | 411.000 | 106.017 |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 322.748 | 360.921 | |
| 2.623.091 | 2.458.185 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 6.208 | 5.015 | |
| Summe Aktiva | 3.386.467 | 3.220.508 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2013 | |
| A. Eigenkapital | (16) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital 16.641 T€) | 83.203 | 83.203 | |
| II. Kapitalrücklage | 806.195 | 806.195 | |
| III. Andere Gewinnrücklagen | 232.892 | 232.892 | |
| IV. Bilanzgewinn | 96.265 | 48.392 | |
| 1.218.555 | 1.170.682 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (17) | 37.375 | 44.124 |
| 2. Steuerrückstellungen | 19.655 | 1.934 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (18) | 60.446 | 54.629 |
| 117.476 | 100.687 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (19) | 67.898 | 59.414 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (20) | 1.967 | 1.927 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (21) | 1.972.820 | 1.885.864 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | (22) | 7.751 | 1.934 |
| 2.050.436 | 1.949.139 | ||
| Summe Passiva | 3.386.467 | 3.220.508 | |
| Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften | (24) | 2.226.542 | 2.041.661 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2013
der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln
Allgemeines
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 des Aktiengesetzes (AktG) vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance jederzeit eingesehen werden.
Grundlagen
Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang einzeln erläutert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Aufwendungen und Erträge des Finanzbereichs, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die LANXESS AG als oberstes Mutterunternehmen stellt zum 31. Dezember 2013 einen Konzernabschluss nach den IFRS, wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind, auf.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge des Berichtsjahres werden linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150,00 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 150,00 bis 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.
Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen:
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| EDV-Lizenzen | 3 bis 4 Jahre |
| EDV-Anlagen | 3 bis 4 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 10 Jahre |
Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß des Tarifvertrags der Chemiebranche sind entsprechende Barmittel bei einem Treuhänder angelegt. Sie werden von der Deutsche Treuinvest Stiftung treuhänderisch für die LANXESS AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Demzufolge erfüllt die Höhe der dem Arbeitnehmer geschuldeten Leistung die Voraussetzungen für eine wertpapiergebundene Versorgungszusage gem. § 253 Abs. 1 S. 3 HGB. Das Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB wird gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Da im Falle wertpapiergebundener Versorgungszusagen bereits durch die Anpassung des Buchwerts der Verpflichtungen an den beizulegenden Zeitwert des korrespondierenden Deckungsvermögens eine Ausschüttungssperrwirkung erzielt wird, greift die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 3 i.V.m. S. 1 HGB insoweit nicht.
Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.
Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Latente Steuern werden für temporäre Bilanzierungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die LANXESS AG ist in Deutschland Organträger und muss somit nicht nur die eigenen temporären Differenzen aus Bilanzposten einbeziehen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der LANXESS AG von aktuell 31,8 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein - nicht bilanzierter - Aktivüberhang.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die erwarteten Entgeltsteigerungen bei den Tarifmitarbeitern und bei den leitenden Angestellten betrugen unverändert zum Vorjahr 2,50 % bzw. 2,75 %. Die erwarteten Rentensteigerungen für Altzusagen wurden im Jahresabschluss 2013 auf dem Vorjahreswert von 1,75 % belassen. Für Neuzusagen betrugen die Rentensteigerungserwartungen, wie auch im Vorjahr, 1,00 %. Der Rechnungszins beträgt 4,89 % (Vorjahr: 5,05 %) für Pensionen, 3,79 % (Vorjahr: 3,95 %) für Frühruhestand, 3,37 % (Vorjahr: 3,81 %) für Altersteilzeit und 4,89 % (Vorjahr: 5,05 %) für sonstige ähnliche Verpflichtungen. Bei den zugrunde gelegten Rechnungszinssätzen für die Abzinsung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2013 handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit. Die angenommene Restlaufzeit beträgt für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 Jahre, für Frühruhestand 5 Jahre und für Altersteilzeit 3 Jahre.
Die Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende, objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.
Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen von 3.505 T€ (Vorjahr: 4.511 T€) handelt es sich um Erlöse aus Dienstleistungen, die ausschließlich gegenüber der LANXESS Deutschland GmbH und somit im Inland, auf Basis eines Dienstleistungsvertrages erbracht wurden.
(2) Herstellungskosten
Bei den Herstellungskosten von 3.505 T€ (Vorjahr: 4.511 T€) handelt es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit den erbrachten Dienstleistungen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen und allgemeine Verwaltungsaufwendungen.
(3) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 2.003 T€ (Vorjahr: 1.153 T€) enthalten.
(4) Zinsergebnis
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| in T€ | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| von Dritten | 4.619 | 548 |
| von verbundenen Unternehmen | 1.253 | 2.843 |
| 5.872 | 3.391 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| an Dritte | 8.436 | 7.697 |
| aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen langfristigen Personalrückstellungen | 1.872 | 1.998 |
| an verbundene Unternehmen | 66.644 | 78.601 |
| 76.952 | 88.296 | |
| Zinsergebnis | -71.080 | -84.905 |
(5) Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge
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| in T€ | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Übrige finanzielle Aufwendungen | ||
| aus Warentermingeschäften | 3.283 | 3 |
| aus Währungsumrechnung | 601.439 | 1.136.174 |
| Sonstige | 10.002 | 15.374 |
| 614.724 | 1.151.551 | |
| Übrige finanzielle Erträge | ||
| aus Warentermingeschäften | 3.283 | 3 |
| aus Währungsumrechnung | 600.659 | 1.135.385 |
| Sonstige | 4.200 | 1.988 |
| 608.142 | 1.137.376 | |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | -6.582 | -14.175 |
Die Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung resultieren im Wesentlichen aus eigenen Fremdwährungspositionen sowie aus der Bewertung von für Konzernunternehmen mit Dritten abgeschlossenen Fremdwährungsgeschäften.
In den sonstigen übrigen finanziellen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Bürgschaftsprovisionen an verbundene Unternehmen enthalten. Die sonstigen übrigen finanziellen Erträge resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Bürgschaftsprovisionen von verbundenen Unternehmen.
(6) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der Steuerertrag des Geschäftsjahres in Höhe von 3.777 T€ (Vorjahr: - 53.900 T€) setzt sich zusammen aus einem Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von 2.809 T€ und aus einem Steuerertrag für Vorjahre in Höhe von 6.586 T€.
Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die LANXESS AG zum 31. Dezember 2013 aus temporären Bilanzierungsunterschieden - sowohl eigenen als auch solchen bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung. Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,8 % (LANXESS AG und Organgesellschaften).
Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Sachanlagen sowie von Anteilen an Kapitalgesellschaften. Aus den Pensionsverpflichtungen ergibt sich auf Grund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht ansetzbaren Rückstellungen u.a. für drohende Verluste und für Pensionsurlaub, ferner aus wertmäßigen Unterschieden u.a. bei Rückstellungen für Altersteilzeit.
(7) Personalaufwand
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| in T€ | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 33.010 | 20.397 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 3.276 | 7.176 |
| davon für Altersversorgung | 2.602 | 6.367 |
| 36.286 | 27.573 |
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie werden im Zinsergebnis ausgewiesen.
(8) Mitarbeiter
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| Stichtag 31.12.2012 | Durchschnitt 2013 | Stichtag 31.12.2013 | |
|---|---|---|---|
| Verwaltung | 141 | 143 | 144 |
(9) Honorare des Jahresabschlussprüfers
Sämtliche Honorare der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der LANXESS AG veröffentlicht.
Erläuterungen zur Bilanz
(10) Anlagevermögen
Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.
(11) Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB
Die Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 HGB sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellt.
(12) Sonstige Ausleihungen
Die sonstigen Ausleihungen betreffen fast ausschließlich das anteilige Treuhandvermögen am LANXESS Pension Trust e.V. (LXS Trust). Die LANXESS AG hat in Vorjahren mit mehreren Tranchen insgesamt Barmittel in Höhe von 17.802 T€ im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen in den LXS Trust eingebracht.
Die laufenden Erträge und Aufwendungen des LXS Trust werden thesauriert. Im Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis von 153 T€ (Vorjahr: 94 T€) erwirtschaftet. Der Marktwert des LXS Trust Vermögens liegt am Bilanzstichtag über dem Buchwert.
Da der CTA kein Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB darstellt, wird unter Beachtung von § 253 Abs. 1 S. 4 HGB keine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt, sondern die Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten bewertet. Eine Ausschüttungssperre besteht aus diesem Grunde nicht.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß des Tarifvertrags der Chemiebranche sind jährlich ab 2010 Barmittel bei der Deutsche Treuinvest Stiftung angelegt worden. Der Zeitwert des Treuhandvermögens entspricht dem Zeitwert der Verpflichtungen aus dem Demografiefonds in Höhe von 76 T€ (Vorjahr 50 T€). Der Bilanzwert für das Treuhandvermögen und die unter den sonstigen Rückstellungen zu zeigenden Verpflichtungen sind, wie auch die Aufwendungen und Erträge, verrechnet worden.
(13) Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1.966.602 T€ (Vorjahr: 1.850.485 T€) betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehensforderungen einschließlich der Zinsabgrenzung, Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Aus dem in Punkt (1) beschriebenen Dienstleistungsvertrag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 758 T€ (Vorjahr: 1.561 T€). Des Weiteren bestehen Forderungen aus Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 7.350 T€ (Vorjahr: 6.800 T€).
(14) Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
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| in T€ | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Steuerforderungen | ||
| aus Umsatzsteuer | 30.725 | 16.666 |
| aus Ertragsteuern | 7.491 | 7.805 |
| Sonstige | 642 | 174 |
| 38.858 | 24.645 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle im Folgejahr fällig.
(15) Wertpapiere
Unter den Wertpapieren in Höhe von 106.017 T€ (Vorjahr: 411.000 T€) werden jederzeit veräußerbare Anteile an Geldmarktfonds ausgewiesen.
(16) Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich im Jahr 2013 wie folgt entwickelt:
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| in T€ | 31.12.2012 | Dividende | Jahresüberschuss | Entnahme aus | Einstellung in | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 83.203 | 0 | 0 | 0 | 0 | 83.203 |
| Kapitalrücklage | 806.195 | 0 | 0 | 0 | 0 | 806.195 |
| Andere Gewinnrücklagen | 232.892 | 0 | 0 | 0 | 0 | 232.892 |
| Bilanzgewinn | 96.265 | -83.203 | 35.330 | 0 | 0 | 48.392 |
| 1.218.555 | -83.203 | 35.330 | 0 | 0 | 1.170.682 |
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 83.202.670 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
In der Hauptversammlung am 23. Mai 2013 wurde für den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012 von 96.265 T€ die folgende Verwendung beschlossen:
―
eine Dividendenzahlung von 83.203 T€ (1,00 € je dividendenberechtigte Stückaktie),
―
einen Betrag von 13.062 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.
Bedingtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 18. Mai 2011 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. Mai 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 2.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 16.640.534 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 16.640.534 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 18. Mai 2011 bis zum 17. Mai 2016 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.
Der Vorstand kann bei der Begebung Schuldverschreibungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen ausschließen:
―
für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben,
―
soweit es erforderlich ist, damit Inhabern von bereits zuvor ausgegebenen Options- oder Wandlungsrechten oder -pflichten ein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt werden kann, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte oder bei Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde,
―
bei Ausgabe gegen Barleistung, wenn der Ausgabepreis den nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Werden Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben, dürfen die ausgegebenen Aktien insgesamt 10% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten,
―
wenn Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen ohne Wandlungsrecht/pflicht oder Optionsrecht/-pflicht ausgegeben werden, die obligationsähnlich ausgestaltet sind.
Genehmigtes Kapital I und II
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10% des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 2 der Satzung.
Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10% des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 3 der Satzung.
(17) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
In den Pensionsrückstellungen werden Versorgungsverpflichtungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern sowie Verpflichtungen aus Frühruhestandsvereinbarungen ausgewiesen.
(18) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für Verpflichtungen aus noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubs- und Überstundenguthaben, Altersteilzeit, Arbeitnehmerjubiläen, Tantiemen und den erfolgsabhängigen Vergütungsplänen (LTSP, LTPB) für Mitarbeiter sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Unter den sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die erwarteten Kosten für die Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2013 sowie die variable, erfolgsabhängige Vergütung und die Festvergütung für den Aufsichtsrat ausgewiesen.
Die langfristig ausgerichteten, erfolgsabhängigen Komponenten des Vergütungssystems sind der Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und der Long Term Performance Bonus (LTPB).
Der LTSP erstreckt sich über vier jährliche Tranchen für die Jahre 2010 bis 2013. Der LTSP besteht ebenfalls aus einem virtuellen Stock Performance Plan. Die Teilnahme erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG. Diese Aktien sind bis zum 31. Januar 2017 zu halten. Der Plan hat für jede Tranche eine Gesamtlaufzeit von sieben Jahren, bestehend aus einer vierjährigen Sperrfrist und einer dreijährigen Ausübungsfrist.
Der LTPB honoriert die finanzwirtschaftliche Entwicklung auf Basis des Geschäftserfolgs für zwei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre. Die Höhe des Bonus ist ein Prozentsatz des Festgehalts und eine Auszahlung wurde erstmals im Frühjahr 2012 auf Basis des Erfolgs der Geschäftsjahre 2010 und 2011 vorgenommen.
(19) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 59.414 T€ (Vorjahr: 67.898 T€) bestehen im Wesentlichen aus Darlehensverbindlichkeiten sowie Zinsabgrenzungen.
(20) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber Dritten.
(21) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.885.864 T€ (Vorjahr: 1.972.820 T€) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten einschließlich der Zinsabgrenzung sowie Verbindlichkeiten aus dem Finanzverrechnungsverkehr.
(22) Sonstige Verbindlichkeiten
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| in T€ | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 1.271 | 460 |
| Sonstige | 6.480 | 1.474 |
| 7.751 | 1.934 |
(23) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
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| in T€ | 31.12.2012 | 31.12.2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr | über 1 bis zu 5 Jahre | über 5 Jahre | bis zu 1 Jahr | über 1 bis zu 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.898 | 55.000 | 5.000 | 16.914 | 42.500 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.967 | 0 | 0 | 1.927 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 376.295 | 598.580 | 997.945 | 787.929 | 605.090 | 492.845 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.751 | 0 | 0 | 1.934 | 0 | 0 |
| 393.911 | 653.580 | 1.002.945 | 808.704 | 647.590 | 492.845 |
(24) Haftungsverhältnisse
In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögensgegenständen entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen.
Die LANXESS AG hat zu Gunsten von Tochtergesellschaften folgende Garantien abgegeben:
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| in T€ | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Gegenüber Anleihegläubigern der LANXESS Finance B.V. | 1.960.822 | 1.959.887 |
| Gegenüber Kreditinstituten | 216.085 | 67.930 |
| Gegenüber Lieferanten | 49.635 | 13.844 |
| 2.226.542 | 2.041.661 |
Weiterhin hat die LANXESS AG für Tochterunternehmen Garantien für Zahlungsverpflichtungen aus zukünftigen Lieferungen aufgrund langfristiger Beschaffungsverträge übernommen.
Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Sonstige Pflichtangaben
(25) Bestehen einer Beteiligung (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG)
Die Meldungen über das Bestehen einer Beteiligung an der LANXESS AG sind in den Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG aufgeführt.
(26) Derivative Finanzinstrumente
Die LANXESS AG und Gesellschaften des LANXESS Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Marktpreisrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte otc-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte sowie Warentermingeschäfte.
Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Im Commodity-Bereich schließt die LANXESS AG derivative Geschäfte mit externen Vertragspartnern ab, um Marktpreise von Rohstoffen und Energien abzusichern, die von Konzerngesellschaften zur Durchführung ihres operativen Geschäfts benötigt werden.
Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen und Marktpreisen zurückgehen.
Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen wie Währungen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten aufgrund sinkender Preise durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.
Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos werden den Banken Kontrahentenlimite zugeteilt sowie Rahmenverträge eingesetzt, die im Falle der Insolvenz eines Vertragspartners eine Aufrechnung der Marktwerte der offenen derivativen Geschäfte vorsehen.
Das Nominalvolumen der mit externen Vertragspartnern abgeschlossenen Derivate belief sich zum 31.12.2013 auf 2.067 Mio. € (Vorjahr: 2.081 Mio. €). Mit Konzerngesellschaften wurden gegenläufige Derivate von nominal 1.702 Mio. € (Vorjahr: 2.000 Mio. €) abgeschlossen. Insgesamt bestanden damit derivative Geschäfte im Nominalvolumen von 3.769 Mio. € (Vorjahr: 4.081 Mio. €). Hierin enthalten waren auch solche Geschäfte, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden.
Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:
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| in T€ | Nominalwerte | Marktwerte | Buchwerte | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | ||||||
| - positive Marktwerte | 2.027.616 | 2.067.074 | 42.190 | 72.348 | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 2.053.094 | 1.701.998 | 41.859 | 66.582 | 527 | 288 |
| 4.080.710 | 3.769.072 | 331 | 5.766 | -527 | -288 | |
| Warenterminkontrakte | ||||||
| - positive Marktwerte | 78 | 0 | 3 | 0 | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 78 | 0 | 3 | 0 | 0 | 0 |
| 156 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 4.080.866 | 3.769.072 | 331 | 5.766 | -527 | -288 |
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Währungsrisiken
Zur Absicherung von Währungsrisiken setzte die LANXESS AG Devisentermingeschäfte ein.
Die Sicherungsmaßnahmen beinhalten zum einen die Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung.
Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung bestanden externe Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 703,7 Mio. € (Vorjahr: 689,0 Mio. €) mit einem beizulegenden Zeitwert von 31,7 Mio. € (Vorjahr: 16,5 Mio. €). Ihnen standen gegenläufige Geschäfte mit Unternehmen des Konzerns von nominal 703,7 Mio. € (Vorjahr: 689,0 Mio. €) gegenüber; ihr beizulegender Zeitwert belief sich auf -31,7 Mio. € (Vorjahr: -16,5 Mio. €). Wertänderungen korrespondierender externer und interner Geschäfte verhalten sich jeweils gegenläufig und gleichen sich mit Fälligkeit bis zum Jahr 2016 aus. Die Geschäfte waren in Bewertungsportfolios zusammengefasst und wurden bilanziell nicht erfasst.
Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der LANXESS AG sowie der Konzernunternehmen (bilanzielles Exposure) schloss die LANXESS AG Devisentermingeschäfte mit externen Vertragspartnern im Nominalvolumen von 1.363,7 Mio. € (Vorjahr: 1.391,6 Mio. €) ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug 26,3 Mio. € (Vorjahr: 10,5 Mio. €). Die Geschäfte wurden teilweise an Konzerngesellschaften weitergereicht; diese internen Gegengeschäfte machten nominal 998,0 Mio. € (Vorjahr: 1.311,0 Mio. €) bei einem beizulegenden Zeitwert von -20,5 Mio. € (Vorjahr: -10,2 Mio. €) aus. Soweit zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften abgeschlossene Devisentermingeschäfte über interne Geschäfte an die betroffenen Konzerngesellschaften weitergereicht wurden, erfolgte eine Zusammenfassung der sich gegenläufig verhaltenden Geschäfte zu Bewertungsportfolios. Hierin standen sich aus externen und internen Geschäften zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwerte von per Saldo 26,3 Mio. € bzw. -20,5 Mio. € (Vorjahr: 10,5 Mio. € bzw. -10,2 Mio. €) gegenüber. Sie werden überwiegend im Jahr 2014 und im Übrigen spätestens im Jahr 2018 fällig. Die Geschäfte waren bilanziell nicht erfasst.
Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung des bilanziellen Fremdwährungsexposures von Konzerngesellschaften dienten und denen keine korrespondierenden internen Gegengeschäfte gegenüberstanden, belief sich auf -0,3 Mio. € (Vorjahr: -0,5 Mio. €). Der negative Marktwert wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.
Weitere Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) wurden aus Währungsdarlehen, die die LANXESS AG bei Konzernunternehmen aufgenommen bzw. an diese gewährt hatte, und den zu ihrer Absicherung abgeschlossenen sich gegenläufig verhaltenden Devisentermingeschäften gebildet. Die gesicherten Darlehen hatten zum Abschlussstichtag einen Buchwert von 363,5 Mio. € (Vorjahr: 77,5 Mio. €) für gewährte bzw. von 4,6 Mio. € (Vorjahr: 56,0 Mio. €) für aufgenommene Darlehen. Per Saldo bestand ein Währungsrisiko von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €). Die externen Devisenkontrakte wiesen per Saldo einen positiven Zeitwert von 5,7 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) auf, sind jeweils im Jahr 2014 fällig und bilanziell nicht erfasst.
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Preisrisiken
Die externen Warenterminkontrakte, die alle innerhalb eines Jahres fällig werden, wurden spiegelbildlich an Konzerngesellschaften weitergegeben. Die Ergebnisse der bis zum Jahresende beendeten Geschäfte glichen sich aus. Zur Bewertung der noch offenen Geschäfte wurden jeweils Bewertungseinheiten gebildet, sodass per Saldo kein Ergebnis entstand.
Bewertungsmethoden
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Im Einzelnen gelten dabei folgende Grundsätze:
―
die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden mit der „Forward-Methode“ aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden.
―
Die Marktwerte der Warentermingeschäfte wurden ebenfalls mit der „Forward-Methode“ aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden.
Zur Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird, je nach Art des Hedges, die Dollar-Offset-Methode herangezogen.
(27) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 a HGB)
Für das Geschäftsjahr 2013 beliefen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 6.647 T€ (Vorjahr: 10.830 T€). Hiervon entfielen auf die jährliche Vergütung (Festvergütung, Jahrestantieme, Sachbezüge und sonstige) 4.777 T€ (Vorjahr: 7.391 T€), auf Bezüge für das Vorjahr 34 T€ (Vorjahr: 830 T€) sowie auf die mehrjährige Vergütung 1.836 T€ (Vorjahr: 2.609 T€).
In der mehrjährigen Vergütung sind Bezüge im Rahmen des Long Term Performance Bonus (LTPB) von 977 T€ (Vorjahr: 1.844 T€) und im Rahmen des anteilsbasierten Long Term Stock Performance Plan (LTSP) enthalten. Innerhalb des LTSP wurden 1.564.125 (Vorjahr: 1.531.875) Vergütungsrechte gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 859 T€ (Vorjahr: 765 T€). Da die beizulegenden Zeitwerte der LTSP-Anrechte, die bereits zum Anfang des Berichtsjahres bestanden, im Jahresverlauf deutlich zurückgegangen waren, ergab sich im Geschäftsjahr 2013 ein Nettoertrag aus der anteilsbasierten Vergütung von 887 T€ (Vorjahr: 3.826 T€ Aufwand).
Daneben fielen laufende Aufwendungen für die Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 3.470 T€ (Vorjahr: 2.199 T€) an. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2013 lag bei 18.565 T€ (Vorjahr: 15.095 T€).
Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2013 im Abschnitt Vergütungsbericht.
Vergütung des Aufsichtsrates:
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| in T€ | Feste Vergütung | Vergütung der Ausschusstätigkeit | Sitzungsgeld | Langfristige Vergütung | Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | 1.155 | 477 | 183 | 0 | 1.815 |
| 2012 | 1.160 | 480 | 185 | 0 | 1.825 |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2013 Gesamtbezüge von 1.815 T€ (Vorjahr: 1.825 T€). Die für die Mitglieder des Aufsichtsrats gebildete Rückstellung für mehrjährige Vergütung belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 1.800 T€ (Vorjahr: 1.800 T€).
Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im LANXESS Konzern sind, Gehälter im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Deren Höhe des Gehalts entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern.
Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2013 im Abschnitt Vergütungsbericht.
(28) Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates (gemäß § 285 Nr. 9 b HGB)
An ehemalige Vorstandsmitglieder erfolgten im Berichtsjahr Zahlungen in Höhe von 308 T€ (Vorjahr: 479 T€). Zusätzlich wurden 1.096 T€ (Vorjahr: 149 T€) an laufendem Pensionsaufwand erfasst.
Für den Verpflichtungsumfang laufender Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes sind Rückstellungen zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 9.734 T€ (Vorjahr: 8.946 T€) gebildet.
(29) Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 c HGB)
Zum 31. Dezember 2013 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.
(30) Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden oder bekleideten die nachstehend genannten Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2013).
Als Vertreter der Anteilseigner gehören derzeit und gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an:
Dr. Rolf Stomberg (Vorsitzender)
•
Ehem. Chief Executive der Sparte Shipping, Refining und Marketing von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien
•
Ehem. Mitglied des Board of Directors von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln* (Vorsitzender)
•
Biesterfeld AG, Hamburg*
•
HOYER GmbH, Hamburg
•
KEMNA Bau Andrae GmbH & Co. KG, Pinneberg
•
OAO Severstal, Tscherepowez/Russland
•
Ruspetro plc, London/Großbritannien
Dr. Friedrich Janssen
•
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG, Essen
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
•
National-Bank AG, Essen*
•
E.ON Energy Trading SE, Düsseldorf*
•
E.ON Hanse AG, Quickborn*
•
E.ON Ruhrgas AG, Essen*
•
Avacon AG, Helmstedt*
•
Stadtwerke Göttingen AG, Göttingen*
•
HDI-Gerling Sach Serviceholding AG, Hannover
•
Thüga Assekuranz Services München Versicherungsmakler GmbH, München
•
Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender des Beirats)
Robert J. Koehler
•
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der SGL Carbon SE, Wiesbaden
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
•
Klöckner & Co. SE, Duisburg*
•
Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg* (Vorsitzender)
•
Freudenberg SE, Weinheim" (seit 1. Januar 2013)
•
Benteler International AG, Salzburg/Österreich (Vorsitzender)
•
SGL Carbon S.p.A., Lainate (Mi)/Italien (bis 31. Dezember 2013)
•
SGL Carbon SDN BHD, Banting/Malaysia (bis 31. Dezember 2013)
•
SGL Carbon S.A., La Coruña/Spanien (bis 31. Dezember 2013)
Rainer Laufs
•
Selbstständiger Berater
•
Ehem. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Shell AG, Hamburg
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
•
WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG, Frankfurt am Main* (Vorsitzender)
•
Petrotec AG, Düsseldorf* (Vorsitzender)
•
Bilfinger Industrial Services GmbH, München*
•
Bilfinger Industrial Technologies GmbH, Frankfurt am Main*
•
Asklepios Kliniken GmbH, Hamburg* (seit 15. Februar 2013)
•
Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH, Königstein im Taunus* (seit 15. Februar 2013)
Prof. h.c. (CHN) Dr.-Ing. E.h. Dr. Ulrich Middelmann (verstorben am 2. Juli 2013)
•
Ehemaliger stellvertretender Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG, Duisburg/Essen
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
•
Deutsche Telekom AG, Bonn*
•
Commerzbank AG, Frankfurt am Main*
•
Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender des Beirats)
Claudia Nemat (Mitglied des Aufsichtsrats seit dem 25. Juli 2013)
•
Mitglied des Vorstandes der Deutschen Telekom AG
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
•
Buyln SA, Brüssel/Belgien (Vorsitzende)
•
Everything Everywhere Limited, London/Großbritanien
•
Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE S.A.), Maroussi, Athen/Griechenland
Theo H. Walthie
•
Selbstständiger Berater
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
•
NBE Therapeutics AG, Basel/Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats, seit 1. Dezember 2013)
* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte
Als Vertreter der Arbeitnehmer gehören derzeit und gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an:
Ulrich Freese (Stellvertretener Vorsitzender)
•
Mitglied des Bundestages
•
Ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hannover
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln* (Stellvertretender Vorsitzender)
•
Vattenfall Europe Mining AG, Cottbus* (Stellvertretender Vorsitzender)
•
Vattenfall Europe Generation AG, Cottbus* (Stellvertretender Vorsitzender)
•
Vattenfall GmbH, Berlin* (Stellvertretender Vorsitzender)
•
DMT GmbH, Essen* (Stellvertretender Vorsitzender)
•
Vivawest Wohnen GmbH, Essen* (Stellvertretender Vorsitzender)
•
Vivawest GmbH, Essen* (Stellvertretender Vorsitzender)
•
GSB - Gesellschaft zur Sicherung von Bergmannswohnungen mbH, Essen (Stellvertretender Vorsitzender, bis 31. Dezember 2013)
•
GSG Wohnungsbau Braunkohle GmbH, Köln (Stellvertretender Vorsitzender, bis 31. Dezember 2013)
Axel Berndt
•
Referent Portfolio & Change Management im Konzernbereich IT, LANXESS Deutschland GmbH
•
Früheres Mitglied im Betriebsrat am Standort Leverkusen
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
•
ALISECA GmbH, Leverkusen* (bis 13. Juni 2013)
Dr. Rudolf Fauß
•
Leiter Zentrale Funktionen der HR-Services Deutschland, Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses der leitenden Angestellten der LANXESS AG und Vorsitzender des Sprecherausschusses LANXESS
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
Thomas Meiers
•
Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Köln
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
•
INEOS Deutschland Holding GmbH, Köln*
•
INEOS Köln GmbH, Köln*
Gisela Seidel
•
Vorsitzende des Betriebsrats am Standort Dormagen
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
Hans-Jürgen Schicker
•
Vorsitzender des Betriebsrats am Standort Uerdingen
Weitere Mandate:
•
LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte
Vorstand
Dem Vorstand der Gesellschaft gehören derzeit und gehörten im vergangenen Geschäftsjahr folgende Herren an:
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| Mitglied des Vorstands | Externe Mandate | Konzernmandate |
|---|---|---|
| Dr. Axel C. Heitmann | ● Mitglied im Präsidium des VCI e.V. | ● Vorsitzender der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsvorsitzender (aus dem Vorstand ausgeschieden mit Ablauf des 21. Februar 2014) | ● Mitglied im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA) | ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Chemical (China) Co. Ltd. |
| ● Mitglied im Vorstand und Präsidium der OAV-German-Asia-Pacific Business Association | ||
| ● Vorsitzender des Ausschusses Außenwirtschaft des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) | ||
| ● Mitglied im Beirat der NRW.BANK | ||
| ● Mitglied im Präsidium der stiftung neue verantwortung e.V. | ||
| ● Mitglied im Vorstand des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. | ||
| ● Mitglied im Wirtschaftsbeirat des Goethe-Institut e.V. | ||
| ● Mitglied des Kuratoriums der Philharmonie KölnMusik e.V. | ||
| ● Mitglied des Kuratoriums des Konvent für Deutschland e.V. | ||
| Dr. Werner Breuers | ● Mitglied im Aufsichtsrat der Currenta Geschäftsführungs-GmbH, Leverkusen | ● Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsmitglied | ● Mitglied im Aufsichtsrat der Messer Group GmbH, Bad Soden | ● Vorsitzender des Aufsichtsrats der Saltigo GmbH |
| ● Mitglied im Kuratorium des Fonds der Chemischen Industrie im VCI e.V. | ● Vorsitzender des Aufsichtsrats der Aliseca GmbH | |
| ● Mitglied im Kuratorium des DWI der RWTH Aachen | ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS KK | |
| ● Mitglied im Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft | ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS International S.A. | |
| ● Mitglied des Beirats Vereinigung Chemie und Wirtschaft (VCW) | ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Butyl Pte. Ltd. | |
| ● Mitglied im Senat der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften e.V. | ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Pte. Ltd. | |
| ● Member Board of Directors German American Chamber of Commerce | ||
| Dr. Bernhard Düttmann | ● Mitglied im Aufsichtsrat der GfK SE, Nürnberg | ● Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsmitglied und Finanzvorstand | ● Mitglied im Vorstand des Deutschen Aktieninstituts (DAI) | ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Corp. |
| ● Mitglied in der Gesellschaft für Finanzwirtschaft in der Unternehmensführung e.V. (GEFIU) | ||
| Dr. Rainier van Roessel | ● Mitglied im Vorstand des VCI e.V. Nordrhein-Westfalen | ● Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor | ● Mitglied im Handelspolitischen Ausschuss des VCI e.V. | ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS S.A. de C.V. • |
| ● Mitglied der Erfa-Gruppe 1 b bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) | ● Geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungsrats der LANXESS N.V. | |
| ● Mitglied im Vorstand des Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) | ● Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rhein Chemie Rheinau GmbH | |
| ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Hong Kong Ltd. | ||
| ● Vorsitzender des Board of Directors der Holding Hispania S.L. | ||
| ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Chemicals S.L. | ||
| ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Corp. | ||
| ● Vorsitzender des Governing Board der LANXESS Srl. | ||
| ● Mitglied des Board of Directors der LANXESS Chemical (China) Co. Ltd. | ||
| ● Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS India Private Ltd. |
Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln
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| in T€ | Bruttowerte | |||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2013 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software-Lizenzen | 12 | 0 | 8 | 4 |
| 12 | 0 | 8 | 4 | |
| Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 217 | 30 | 12 | 235 |
| 217 | 30 | 12 | 235 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.864 | 0 | 0 | 738.864 |
| Sonstige Ausleihungen | 18.759 | 76 | 497 | 18.338 |
| 757.623 | 76 | 497 | 757.202 | |
| Anlagevermögen gesamt | 757.852 | 106 | 517 | 757.441 |
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| in T€ | Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2013 | Zugänge | Zuschreibung | Abgänge | Stand 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Software-Lizenzen | 8 | 3 | 0 | 8 | 3 |
| 8 | 3 | 0 | 8 | 3 | |
| Sachanlagen | |||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 101 | 41 | 0 | 12 | 130 |
| 101 | 41 | 0 | 12 | 130 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen | 575 | 0 | 575 | 0 | 0 |
| 575 | 0 | 575 | 0 | 0 | |
| Anlagevermögen gesamt | 684 | 44 | 575 | 20 | 133 |
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| in T€ | Nettowerte | |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2012 | Stand 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Software-Lizenzen | 4 | 1 |
| 4 | 1 | |
| Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 116 | 105 |
| 116 | 105 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.864 | 738.864 |
| Sonstige Ausleihungen | 18.184 | 18.338 |
| 757.048 | 757.202 | |
| Anlagevermögen gesamt | 757.168 | 757.308 |
Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
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| Mitteilungspflichtiger | Datum der Änderung | Schwellenwert | Stimmrechtsanteil | Zurechnung der Stimmrechte | |
|---|---|---|---|---|---|
| in % | absolut | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| BlackRock -Gesellschaften | |||||
| BlackRock Advisors Holdings, Inc., New York, USA*) | 27.11.2013 | 5,00% | 4,77% | 3.972.895 | BlackRock Advisors Holdings, Inc., New York, USA (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Investment Management (UK) Limited, London, UK*) | 02.08.2013 | 3,00% | 2,84% | 2.360.825 | BlackRock Investment Management (UK) Limited, London, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Group Limited, London, UK*) | 03.07.2013 | 5,00% | 4,53% | 3.765.288 | BlackRock Group Limited, London, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BR Jersey International Holdings, L.P., St. Helier, Jersey, Channel Islands*) | 03.07.2013 | 5,00% | 4,73% | 3.934.520 | BR Jersey International Holdings, L.P., St. Helier, Jersey, Channel Islands (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock International Holdings, Inc., New York, NY, USA*) | 03.07.2013 | 5,00% | 4,73% | 3.934.520 | BlackRock International Holdings, Inc., New York, NY, USA (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock, Inc., New York, NY, USA*) | 02.07.2013 | 10,00% | 9,61% | 7.992.832 | BlackRock, Inc., New York, NY, USA (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Holdco 2, Inc, Wilmington, DE, USA*) | 01.07.2013 | 10,00% | 9,90% | 8.238.233 | BlackRock Holdco 2, Inc, Wilmington, DE, USA (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA*) | 01.07.2013 | 10,00% | 9,90% | 8.238.233 | BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock (Luxembourg) S.A., Sennigerberg, Luxembourg*) | 28.02.2013 | 3,00% | 2,99% | 2.484.962 | BlackRock (Luxembourg) S.A., Sennigerberg, Luxembourg (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG) |
| BlackRock Luxembourg Holdco S.à.r.l., Sennigerberg, Luxembourg*) | 18.02.2013 | 3,00% | 3,01% | 2.508.053 | BlackRock Luxembourg Holdco S.à.r.l., Sennigerberg, Luxembourg (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock (Luxembourg) S.A., Sennigerberg, Luxembourg*) | 18.02.2013 | 3,00% | 3,01% | 2.508.053 | BlackRock (Luxembourg) S.A., Sennigerberg, Luxembourg (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG) |
| BlackRock Luxembourg Holdco S.à.r.l., Sennigerberg, Luxembourg*) | 05.02.2013 | 3,00% | 2,99% | 2.487.540 | BlackRock Luxembourg Holdco S.à.r.l., Sennigerberg, Luxembourg (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| Dodge & Cox, San Francisco, USA | 11.03.2013 | 5,00% | 4,50% | 3.743.880 | Dodge & Cox, San Francisco, USA mit 3,741,980 Stimmrechten (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 6 WpHG); Dodge & Cox Worldwide Funds - International Stock Funds mit 1,900 Stimmrechten |
| FMR LLC, Boston, USA | 01.08.2013 | 3,00% | 2,95% | 2.454.787 | FMR LLC, Boston, USA (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| FMR LLC, Boston, USA | 27.06.2013 | 3,00% | 3,19% | 2.654.487 | FMR LLC, Boston, USA (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen | 14.05.2013 | 3,00% | 2,70% | 2.242.769 | Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen | 03.05.2013 | 5,00% | 4,75% | 3.953.160 | Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen | 21.02.2013 | 5,00% | 5,00% | 4.163.746 | Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen | 20.02.2013 | 5,00% | 4,86% | 4.043.746 | Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen | 18.02.2013 | 5,00% | 5,00% | 4.163.746 | Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
*) Die jeweils gemeldeten Stimmrechte der BlackRock Gesellschaften sind nicht additiv zu sehen.
Aufstellung des Anteilsbesitzes
An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die LANXESS AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20% der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen.
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil (%) |
Eigenkapital Mio. € |
Ergebnis Mio. € |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| Aliseca GmbH, Leverkusen | 100 | 0 | 0 * |
| Bond-Laminates GmbH, Brilon | 100 | 3 | 0 * |
| IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin | 100 | 66 | 0 * |
| LANXESS Accounting GmbH, Köln | 100 | 32 | 0 * |
| LANXESS Buna GmbH, Marl | 100 | 8 | 0 * |
| LANXESS Deutschland GmbH, Köln | 100 | 1.339 | 0 * |
| LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen | 100 | 4 | 0 * |
| LANXESS International Holding GmbH, Köln | 100 | 0 | 0 * |
| Perlon-Monofil GmbH, Dormagen | 100 | 2 | 0 * |
| Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim | 100 | 45 | 0 * |
| SALTIGO GmbH, Leverkusen | 100 | 28 | 0 * |
| EMEA | |||
| Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) | 52 | 5 | 0 |
| LANXESS (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | 32 | -8 |
| LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) | 100 | 7 | 1 |
| LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) | 100 | 4 | 1 |
| LANXESS CISA (Pty.) Ltd., Newcastle (Südafrika) | 100 | 67 | 7 |
| LANXESS Chrome Mining (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | -5 | -5 |
| LANXESS Elastomères S.A.S., Lillebonne (Frankreich) | 100 | 98 | 4 |
| LANXESS Elastomers B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) | 100 | 176 | -22 |
| LANXESS Emulsion Rubber S.A.S., La Wantzenau (Frankreich) | 100 | 50 | -6 |
| LANXESS Epierre SAS, Epierre (Frankreich) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS Finance B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) | 100 | 12 | 1 |
| LANXESS Holding Hispania, S.L., Barcelona (Spanien) | 100 | 987 | 35 |
| LANXESS International SA, Granges-Paccot (Schweiz) | 100 | 60 | 51 |
| LANXESS Kimya Ticaret Limited Şirketi, Istanbul (Türkei) | 100 | 1 | 1 |
| LANXESS Limited, Newbury (Großbritannien) | 100 | 20 | 2 |
| LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) | 100 | 303 | -51 |
| LANXESS Rubber N.V., Zwijndrecht (Belgien) | 100 | 145 | 5 |
| LANXESS S.A.S., Courbevoie (Frankreich) | 100 | 68 | 2 |
| LANXESS S.r.l., Mailand (Italien) | 100 | 13 | 2 |
| OOO LANXESS, Moskau (Russland) | 100 | 2 | -2 |
| OOO LANXESS Lipetsk, Lipetsk (Russland) | 100 | 2 | 0 |
| Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) | 100 | 99 | 0 |
| Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury (Großbritannien) | 100 | 0 | 0 |
| Nordamerika | |||
| LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) | 100 | 136 | -12 |
| LANXESS Inc., Sarnia (Kanada) | 100 | 186 | 14 |
| LANXESS Sybron Chemicals Inc., Birmingham (USA) | 100 | 25 | 1 |
| Rhein Chemie Corporation, Chardon (USA) | 100 | -7 | 2 |
| Sybron Chemical Holdings Inc., Wilmington (USA) | 100 | 0 | 0 |
| Lateinamerika | |||
| LANXESS Elastômeros do Brasil S.A., Rio de Janeiro (Brasilien) | 100 | 224 | 2 |
| LANXESS Industria de Produtos Quimicos e Plasticos Ltda., São Paulo (Brasilien) | 100 | 59 | 1 |
| LANXESS S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) | 100 | 9 | 1 |
| LANXESS S.A., Buenos Aires (Argentinien) | 100 | 13 | -9 |
| Rhein Chemie Uruguay S.A., Colonia (Uruguay) | 100 | 2 | -1 |
| Asien/Pazifik | |||
| LANXESS Elastomers Trading (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) | 100 | 120 | -3 |
| LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) | 100 | 6 | -3 |
| LANXESS (Ningbo) Pigments Co., Ltd., Ningbo City (China) | 100 | 15 | 0 |
| LANXESS Butyl Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 384 | 42 |
| LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 30 | -1 |
| LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) | 100 | 265 | 0 |
| LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) | 100 | 94 | -4 ** |
| LANXESS K.K., Tokio (Japan) | 100 | 28 | 2 |
| LANXESS Korea Limited, Seoul (Südkorea) | 100 | 10 | 2 |
| LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 76 | 4 |
| LANXESS PTY Ltd., Homebush Bay (Australien) | 100 | 7 | 0 |
| LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 20 | 2 |
| LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | -1 | -1 |
| LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China) | 50 | 7 | -11 |
| LANXESS (Wuxi) Chemical Co., Ltd., Wuxi (China) | 100 | 69 | 9 |
| Nexachem Trading (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China)(vormals: Rhein Chemie L | 100 | -1 | 0 |
| PCTS Specialty Chemicals Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 11 | 1 |
| Rhein Chemie Japan Ltd., Tokio (Japan) | 100 | 13 | 1 |
| Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) | 90 | 29 | 2 |
| Gemeinschaftlich geführte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| DuBay Polymer GmbH, Hamm | 50 | 25 | 2 |
| At equity bewertete assoziierte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen | 40 | 17 | 4 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung | |||
| Deutschland | |||
| LANXESS Middle East GmbH, Köln | 100 | 0 | 0 |
| Vierte LXS GmbH, Leverkusen | 100 | 0 | 0 * |
| EMEA | |||
| LANXESS Mining (Proprietary) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | 0 | 0 |
| W. Hawley & Son Ltd., Newbury (Großbritannien) | 100 | 0 | 0 |
| Nordamerika | |||
| LANXESS Energy LLC, Wilmington (USA) | 100 | 0 | 0 |
| Lateinamerika | |||
| Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) | 100 | 0 | 0 |
| Petroflex Trading S.A., Montevideo (Uruguay) | 100 | 0 | 0 |
| Asien/Pazifik | |||
| Bond-Laminates HK Limited, Hongkong (Hong Kong) | 100 | 0 | 0 |
| PCTS Specialty Chemicals Malaysia (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (Malaysia) | 100 | 0 | 0 |
| Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung | |||
| Lateinamerika | |||
| Hidrax Ltda., Taboão da Serra (Brasilien) | 39 | 0 | 1 |
*) Ergebnis nach Ergebnisabführung
**) Jahresabschluss zum 31.03.2013
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des LANXESS Konzerns sowie der LANXESS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des LANXESS Konzerns bzw. der LANXESS AG beschrieben sind.
Köln, den 6. März 2014
**LANXESS Aktiengesellschaft
Köln**
Der Vorstand
Dr. Bernhard Düttmann
Dr. Werner Breuers
Dr. Rainier van Roessel
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 7. März 2014
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer
Carsten Manthei, Wirtschaftsprüfer