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LANXESS AG Annual Report 2019

Apr 28, 2020

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Annual Report

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LANXESS Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT VON LANXESS KONZERN UND LANXESS AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Konzernstruktur

Rechtliche Struktur

Die LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Ihr ist die LANXESS Deutschland GmbH als 100%ige Tochter untergeordnet. Dieser unterstehen die in- und ausländischen Beteiligungen.

An folgenden wesentlichen Gesellschaften ist die LANXESS AG mittel- oder unmittelbar zu 100% beteiligt:

Wesentliche mittel- und unmittelbare Beteiligungen der LANXESS AG

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Name und Sitz Funktion Segmente
LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Specialty Additives / Performance Chemicals / Engineering Materials
LANXESS Solutions US Inc., Middlebury (USA) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Specialty Additives / Engineering Materials
LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Specialty Additives / Performance Chemicals / Engineering Materials
Saltigo GmbH, Leverkusen (Deutschland) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates
LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Engineering Materials
LANXESS Sales Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) Vertrieb Specialty Additives
LANXESS India Private Limited, Thane (Indien) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Performance Chemicals / Engineering Materials
Great Lakes Chemical Corporation, Wilmington (USA) Produktion Specialty Additives

Organisation der Leitung und Kontrolle

Die LANXESS AG besitzt eine duale Führungsstruktur. Sie besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Den Aufsichtsrat unterstützt ein Prüfungsausschuss für Finanzthemen, der aus seinen Reihen besetzt wird. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds.

Geschäftstätigkeit

Geschäftsorganisation und wesentliche Änderungen im Konzernportfolio

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns entschieden wir uns zur Veräußerung sämtlicher Geschäftseinheiten der Business Unit Leather, bestehend aus Chromchemikalien, der Chromerzmine und organischen Lederchemikalien. Der komplette Abschluss der Veräußerung der Business Unit Leather, die bislang Bestandteil des Segments Performance Chemicals war, wird bis Ende des Jahres 2020 erwartet, so dass zum 31. Dezember 2019 ein Ausweis als nicht fortgeführtes Geschäft erfolgt.

Am 12. August 2019 erzielte LANXESS eine Übereinkunft zum Verkauf seines Geschäfts mit Chromchemikalien an Brother Enterprises, einen chinesischen Produzenten von Lederchemikalien. Der Verkauf wurde am 10. Januar 2020 abgeschlossen. Am 15. November 2019 unterzeichneten LANXESS und Clover Alloys, ein südafrikanischer Anbieter von Chromfeinerzen, eine Vereinbarung zum Verkauf unseres 74%igen Anteils an der LANXESS Chrome Mining (Pty) Ltd., Modderfontein (Südafrika), die eine Chromerzmine in Rustenburg (Südafrika) betreibt. Mit dem Abschluss dieser Transaktion wird bis Ende 2020 gerechnet. Außerdem befinden wir uns bei der dritten Geschäftseinheit der Business Unit Leather, dem Geschäft mit organischen Lederchemikalien, in einem fortgeschrittenen Angebots- und Verkaufsprozess und erwarten auch hier einen Abschluss der Transaktion bis zum 31. Dezember 2020.

Gemäß den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS 5) wurden die Gewinn- und Verlustrechnungen von Vorperioden angepasst und das Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäfts in einer separaten Zeile gezeigt. In den Bilanzen erfolgten keine Anpassungen für Stichtage vor dem 31. Dezember 2019. Die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen der Business Unit Leather unterliegen keiner weiteren planmäßigen Abschreibung und werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bilanziert. Bei den im Folgenden gemachten Angaben verzichten wir grundsätzlich auf die Anmerkung, dass in diesem Zusammenhang Vorjahreszahlen angepasst wurden. An Stellen, an denen hiervon abgewichen wurde, ist dies entsprechend vermerkt.

Nähere Erläuterungen zur Bilanzierung, die Gewinn- und Verlustrechnung des nicht fortgeführten Geschäfts sowie seine wesentlichen Bilanzposten finden sich im Abschnitt „Nicht fortgeführtes Geschäft“ im Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019.

LANXESS hat am 6. August 2019 einen Vertrag zum Verkauf seines 40 %-Anteils an der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), unterzeichnet. Die Currenta GmbH & Co. OHG betreibt die Chemieparks in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen (alle Deutschland). Käufer sind Investmentfonds, die von Macquarie Infrastructure and Real As- sets (MIRA) geführt werden. Wir rechnen mit einem Abschluss der Transaktion Ende April 2020.

Der von LANXESS gehaltene 40 %-Anteil an der Currenta GmbH & Co. OHG wird im Rahmen des Verkaufs mit einem Eigenkapitalwert (Unternehmenswert nach Abzug von Nettoverschuldung und Pensionsverbindlichkeiten) von ca. 780 Mio. € vor Ertragsteuern bewertet. Zusätzlich erhält LANXESS eine Gewinnbeteiligung bis zum Abschluss des Verkaufs.

Wir haben uns zudem mit MIRA auf zunächst zehnjährige Dienstleistungs- und Versorgungsverträge für die drei betroffenen Chemieparks verständigt. Mit diesem langfristigen Vertragspaket sichern wir uns auch in Zukunft eine verlässliche Infrastruktur zu wettbewerbsfähigen Konditionen und erhalten durch den Verkauf der Beteiligung zusätzlichen finanziellen Spielraum.

Im LANXESS Konzernabschluss wird die Beteiligung an der Currenta GmbH & Co. OHG zum Bilanzstichtag unverändert mit einem Buchwert von 0 € bilanziert und unter Vermögenswerten, die zur Veräußerung gehalten werden, klassifiziert.

Am 31. Dezember 2018 konnten wir den Verkauf unseres 50 %-Anteils an ARLANXEO an die Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), abschließen. Bereits ab dem 1. April 2018 wurde ARLANXEO von uns als nicht fortgeführtes Geschäft gemäß IFRS 5 ausgewiesen. Für unseren Anteil an ARLANXEO hatten wir von Saudi Aramco eine Zahlung von etwa 1,4 Mrd. € erhalten. Aus diesen Mitteln wurde zum Vorjahresende das Pensionsvermögen um 200 Mio. € aufgestockt und damit die Verschuldung reduziert. Für weitere 200 Mio. € (ohne Nebenkosten) wurden im ersten Halbjahr 2019 eigene Aktien über die Börse erworben, die im Juli 2019 eingezogen wurden.

Der Aufsichtsrat der LANXESS AG hat Herrn Dr. Anno Borkowsky und Frau Dr. Stephanie Coßmann zu neuen Mitgliedern des Vorstands berufen.

Mit der Berufung von Herrn Dr. Borkowsky wurde der Vorstand mit Wirkung zum 1. Juni 2019 auf fünf Mitglieder erweitert. Herr Dr. Borkowsky, bisheriger Leiter der Business Unit Additives, übernimmt im Rahmen seiner Vorstandstätigkeit die Leitung des Segments Specialty Additives. Zugleich wurde die dem Segment zugeordnete Business Unit Additives in die beiden Business Units Polymer Additives und Lubricant Additives Business aufgeteilt. Somit umfasst das Segment Specialty Additives, in dem auch die Business Unit Rhein Chemie enthalten ist, seit dem 1. Juni 2019 drei Business Units.

Frau Dr. Coßmann, bisherige Leiterin der Group Function Human Resources, trat mit Wirkung zum 1. Januar 2020 die Nachfolge von Herrn Dr. Rainier van Roessel als Vorstandsmitglied an. Herr Dr. van Roessel trat zum Jahresende in den Ruhestand.

Mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. van Roessel gingen auch Veränderungen in der Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands einher. Frau Dr. Coßmann hat neben ihrer Aufgabe als Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin auch die Verantwortung für die Group Function Human Resources von Herrn Dr. van Roessel übernommen. Zudem übernahm sie die Zuständigkeit für die Group Function Legal and Compliance, die bislang beim Vorstandsvorsitzenden, Herrn Matthias Zachert, gelegen hatte. Herr Zachert übernahm aus der bisherigen Zuständigkeit von Herrn Dr. van Roessel die Verantwortung für die Business Units Liquid Purification Technologies und Material Protection Products. Die Zuständigkeit für die Business Unit Inorganic Pigments ging an Vorstandsmitglied Herrn Dr. Hubert Fink. Die Koordination der Regional- und Landesorganisationen von LANXESS übernahm Herr Dr. Borkowsky. Die Zuständigkeiten von Herrn Michael Pontzen, der im Herbst 2019 auch die Verantwortung für die neue Group Function Global Business Services übernommen hatte, bleiben unverändert.

Kurzdarstellung der Segmente

Mit seinen Geschäften, die im Segment Advanced Intermediates zusammengefasst sind, gehört LANXESS zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet chemischer Zwischenprodukte für die Industrie sowie der Herstellung chemischer Vorprodukte und spezieller chemischer Wirkstoffe im Kundenauftrag.

Advanced Intermediates

Business Units

Advanced Industrial Intermediates

Saltigo

Anwendungen

Agrochemie, Automobilbereich, Bauindustrie,

Duft- und Geschmacksstoffe, Pharma,

Reifenchemikalien, Halbleiter und Photovoltaik

Standorte

Antwerpen (Belgien)

Liyang (China)

Bergkamen, Brunsbüttel, Dormagen,

Krefeld-Uerdingen, Leverkusen (Deutschland)

Jhagadia, Nagda (Indien)

Pyeongtaek (Südkorea) 1)

Baytown, Bushy Park, Mapleton (USA)

1) Abgabe des Standorts im Rahmen der Veräußerung des Geschäfts mit Organometallen auf Gallium-Basis zum 31. Januar 2020.  

Im Segment Specialty Additives sind unsere Lösungen auf Basis spezialisierter Additiv-Chemikalien zusammengefasst.

Specialty Additives

Business Units

Polymer Additives

Lubricant Additives Business

Rhein Chemie

Anwendungen

Phosphor- und brombasierte Flammschutzmittel Schmierstoffe

Farbmittel, Kunststoff- und Kautschukadditive

Standorte

Burzaco, Merlo (Argentinien)

Porto Feliz (Brasilien)

Nantong, Qingdao (China)

Krefeld-Uerdingen, Leverkusen,

Mannheim (Deutschland)

Epierre (Frankreich)

Trafford Park (Großbritannien)

Jhagadia (Indien)

Latina (Italien)

Toyohashi (Japan)

Elmira, West Hill (Kanada)

Altamira (Mexiko)

Lipetsk (Russland)

Kaohsiung (Taiwan)

Chardon, Charleston, East Hanover, El Dorado,

Fords, Greensboro, Little Rock (USA)

Im Segment Performance Chemicals zeigen wir unsere anwendungsorientierten Geschäfte auf dem Gebiet der Prozess- und Funktionschemikalien.

Performance Chemicals

Business Units

Inorganic Pigments

Material Protection Products

Liquid Purification Technologies

Anwendungen

Farbpigmente

Desinfektions-, Konservierungs- und Materialschutzmittel

Materialien zur Wasseraufbereitung

Standorte

Sydney (Australien)

Porto Feliz (Brasilien)

Changzhou, Ningbo (China)

Bitterfeld, Dormagen, Krefeld-Uerdingen,

Leverkusen (Deutschland)

Branston, Sudbury (Großbritannien)

Jhagadia (Indien)

Singapur (Singapur)

Vilassar de Mar (Spanien)

Burgettstown, Memphis, Pittsburgh (USA)

Im Segment Engineering Materials bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet technischer Kunststoffe.

Engineering Materials

Business Units

High Performance Materials

Urethane Systems

Anwendungen

Automobilbereich, Elektro/Elektronik, Bauindustrie,

Medizintechnik, Bergbau, Reifen und Räder,

Öl und Gas, industrielle und mechanische Güter

Standorte

Antwerpen (Belgien)

Porto Feliz (Brasilien)

Nantong, Wuxi (China)

Brilon, Hamm-Uentrop,

Krefeld-Uerdingen (Deutschland)

Baxenden (Großbritannien)

Jhagadia (Indien)

Latina (Italien)

Gastonia, Perth Amboy (USA)

Strategische Ausrichtung

Wertebasiertes, verantwortungsvolles und verlässliches Handeln, kombiniert mit klaren strategischen Leitlinien, bildet den strategischen Kompass von LANXESS. Wir bauen auf integrierte Wertschöpfungsketten, nachhaltige, wettbewerbsfähige Produkte und Standorte sowie auf unsere Stärken in mittelgroßen Märkten mit meist überdurchschnittlichen Wachstumsraten.

Die von uns vorangetriebenen Portfolioanpassungen folgten einer klaren strategischen Richtung: erfolgreiche Verringerung des ehemals sehr hohen Automobil-Anteils zugunsten konsumentennaher Anwendungen sowie Ausbau unserer Präsenz in mittelgroßen, teilweise regulierten und damit geschützten Märkten für Spezialitätengeschäfte. Diese ausgewogenere Struktur unserer Abnehmermärkte soll insbesondere in konjunkturellen Abschwungphasen Stabilität verleihen. Die Stärkung unserer Geschäfte im Bereich Desinfektions- und Konservierungsmittel treibt Profitabilität und Wachstum. Zu unserer Strategie gehört es aber ebenso, sich von Geschäften zu trennen, für die wir unter dem Dach von LANXESS keine nachhaltigen Entwicklungsperspektiven mehr sehen.

Um organisches Wachstum voranzutreiben, investieren wir in unsere Geschäfte. Unser Fokus liegt hierbei auf Kapazitätserweiterungen und Ergänzungen in bestehenden Anlagen bzw. Werken. Als weiteren Treiber für langfristiges Wachstum betrachten wir gezielte Investitionen in unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Unsere Innovationsstrategie basiert auf drei Säulen: einer Produktforschung, die sich eng am Markt und an den Kundenbedürfnissen orientiert, einer zentral gesteuerten Prozessforschung mit den Schwerpunkten Energie- und Rohstoffeffizienz sowie agilen Digitalisierungsprojekten.

Klare finanzielle Ziele für 2021

Unsere für 2021 gesteckten finanziellen Ziele sehen eine durchschnittliche operative Ergebnismarge - gemessen am EBITDA vor Sondereinflüssen - zwischen 14 % und 18 % über einen Geschäftszyklus vor. Zudem soll die Ergebnismarge zukünftig in einer Bandbreite von maximal zwei bis drei Prozentpunkten um den Durchschnittswert schwanken. Ein solides Investment-Grade-Rating bleibt unverändert ein striktes Ziel unserer konservativen Finanzpolitik.

Deutliches Bekenntnis zur Nachhaltigkeit

LANXESS will als nachhaltiges, langfristig erfolgreiches Chemieunternehmen ein Treiber des Wandels sein. Deutlich haben wir diesen Anspruch in unseren 2019 neu gesetzten Klimaschutzzielen formuliert. Bis 2030 wollen wir die Treibhausgasemissionen aus unserer Produktion und die Emissionen aus der für unsere Produktion notwendigen Energieerzeugung um weitere 50 % reduzieren, sodass LANXESS seine Emissionen dann um 75 % im Vergleich zum Gründungsjahr 2004 reduziert haben wird. Im Jahr 2040 wollen wir schließlich klimaneutral sein, indem wir unsere dann noch vorhandenen Restemissionen über entsprechende Kompensationsmaßnahmen neutralisieren. Unser Engagement für eine nachhaltige Entwicklung unterstreicht auch, dass erstmals ESG-Kriterien („Environmental, Social and Governance“) in unserer Haupt-Kreditlinie berücksichtigt werden. So hängen die Zinskonditionen der im Dezember 2019 unterzeichneten syndizierten Kreditlinie im Volumen von 1 Mrd. € unter anderem von der erfolgreichen Reduktion unserer Treibhausgasemissionen und der Steigerung des Anteils weiblicher Führungskräfte auf den drei obersten Managementebenen ab.

WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM

Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir Kennzahlen, anhand derer wir die Ergebnisse unserer Maßnahmen messen können. Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und damit die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns ist das EBITDA (operatives Ergebnis vor Abschreibungen und Wertaufholungen) vor Sondereinflüssen. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren wie Return on Capital Employed (ROCE), Umschlagdauer der Vorräte (DSI), Forderungslaufzeit (DSO) oder die Net Financial Debt Ratio betrachten wir als unternehmensspezifische Frühindikatoren bzw. Kennzahlen zur Überwachung.

Wertmanagement und Steuerungssystem

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2015 2016 2017 2018 2019
EBITDA vor Sondereinflüssen 1) Mio. € 885 995 925 986 1.019
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 1) % 11,2 12,9 14,2 14,4 15,0
Capital Employed 2) Mio. € 5.043 7.479 7.463 5.204 5.588
ROCE % 8,4 6,9 9,3 11,4 10,0
Umschlagdauer Vorräte (DSI) Tage 67,2 67,2 64,7 68,6 65,7
Forderungslaufzeit (DSO) Tage 47,6 51,1 50,7 46,0 42,3
Nettofinanzverbindlichkeiten Mio. € 1.211 2.394 2.252 1.923 2.522
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren Mio. € 1.211 269 2.252 1.381 1.742
Net Financial Debt Ratio 1,4x 0,3x 1,7x 1,4x 1,7x
Investitionsquote 1) % 5,5 57 6,1 7,0 7,5

1) Werte ab 2017 ohne ARLANXEO und ab 2018 ohne Business Unit Leather.

2) Capital Employed zum 31. Dezember 2018 und zum 31. Dezember 2019 bereinigt. Für Details verweisen wir auf den Abschnitt „Rentabilität“.

Unser Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft wider. Entsprechend ist unser Steuerungssystem konsequent auf die Steuerung der Ertragskraft ausgerichtet.

Ertragskraft

Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die aufgrund ihrer Art oder ihres Ausmaßes einen besonderen Einfluss auf die Ertragslage haben, deren Einbeziehung bei der Beurteilung der Geschäftsentwicklung über mehrere Berichtsperioden jedoch nicht geeignet erscheint. Zu den Sondereinflüssen können außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen oder Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, bestimmte Kosten für strategische Projekte im Bereich IT und Digitalisierung, Restrukturierungsaufwendungen und Erträge aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang gebildeten Rückstellungen sowie Ergebnisbelastungen aus Portfolioaktivitäten oder Kaufpreisallokationen zählen. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter Anwendung der Bruttomethode abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden über die Bruttoabschreibungen hinaus bei der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen keine weiteren Bereinigungen vorgenommen.

Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt, die bei der Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Mitarbeiter berücksichtigt werden.

Reine Erlösgrößen wie zum Beispiel die Umsatzerlöse sind keine Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben. Volatile Einstandspreise für Rohstoffe sind ein wesentliches Kennzeichen unserer Industrie. Unterjährig schwankende Rohstoffpreise wirken sich auf Verkaufspreise aus. Dies beeinflusst die Höhe der Umsatzerlöse, lässt jedoch die für die Ertragskraft entscheidenden absoluten Margen, abgesehen von kurzfristigen Anpassungseffekten, grundsätzlich unberührt. Eine Zielformulierung für Umsatzwerte unterbleibt daher sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive.

Die Ergebnismargen errechnen sich aus dem Verhältnis der jeweiligen Ergebnisgrößen zum Umsatz. Beispielsweise wird die EBITDA-Marge (vor Sondereinflüssen) aus der Relation des EBITDA (vor Sondereinflüssen) zum Umsatz ermittelt und dient als relative Kennzahl zum Vergleich der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente.

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten.

Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns als Basis für die Unternehmensführung. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, erstellen wir zweimal im Geschäftsjahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die Eckwerte der Ertragskraft regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt.

Für Budget und Forecast werden bestimmte Parameter zentral vorgegeben und einheitlich verwendet, da sie großen Einfluss auf die Ausprägung der Eckwerte haben. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen zu. Die Entwicklung der Beschaffungspreise hat vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung der Verkaufspreise einen hohen Stellenwert. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. Aufgrund unserer regional diversifizierten Produktionsstätten und Absatzmärkte beeinflusst ferner der Verlauf der Wechselkurse die aus der Umsatz- und Kostenentwicklung resultierende Ertragskraft, mit entsprechender Rückwirkung auf Preisgestaltung und Absicherungsstrategien. Zudem ziehen wir laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Kundenindustrien und Absatzregionen heran, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen.

Rentabilität

Der Return on Capital Employed (ROCE) ist als Messgröße für die Rentabilität auf Konzernebene implementiert und gibt Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Dies macht ihn beispielsweise zu einem wichtigen Kriterium bei Investitionsentscheidungen.

Die zinsfreien Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus den Rückstellungen ohne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den Ertragsteuerschulden, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Wir nutzen daneben eine vereinfachte Variante des ROCE, den sogenannten Business-ROCE, um den Beitrag unserer Geschäftseinheiten zu beurteilen.

Der ROCE lag im Berichtsjahr 2019 mit 10,0 % oberhalb unseres vergleichsrichtig ermittelten gewichteten Kapitalkostensatzes. Im Vorjahr hatte der ROCE 11,4 % betragen. Das Capital Employed des Berichtsjahres ist um einen Betrag von rund 985 Mio. € bereinigt. Dieser resultiert aus in kurzfristigen Wertpapieren angelegten, ungenutzten Finanzmitteln sowie den Vermögenswerten, die in der Bilanz dem nicht fortgeführten Geschäft zugeordnet wurden. Das Capital Employed des Geschäftsjahres 2018 war um einen Betrag von rund 1,2 Mrd. € bereinigt worden. Dieser ergab sich aus den am 31. Dezember 2018 für den Verkauf des

50 %-Anteils an ARLANXEO erhaltenen Finanzmitteln abzüglich einer hiermit finanzierten Aufstockung des deutschen Pensionsvermögens.

Kapitalkosten

Die Fremdkapitalkosten errechnen sich aus dem sogenannten risikolosen Zins, d.h. in unserem Fall aus der Rendite einer langfristigen deutschen Staatsanleihe, zuzüglich eines Risikoaufschlags für Industrieunternehmen in der gleichen Risikokategorie wie LANXESS. Die Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartungen der Investoren an eine Investition in LANXESS Aktien wider. Aufgrund des höheren Risikos, das mit dem Aktienerwerb gegenüber Staatsanleihen verbunden ist, fordern Eigenkapitalinvestoren eine Risikoprämie. Diese sogenannte Marktrisikoprämie wird aus der langfristigen Überrendite eines Aktieninvestments gegenüber einer Investition in Staatsanleihen ermittelt und durch den Beta-Faktor korrigiert. Er drückt das relative Risiko eines Investments in die LANXESS Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt aus.

Kapitalverwendung

Um unser Nettoumlaufvermögen auf operativer Ebene zu optimieren, nutzen wir die Kennzahlen DSO (Forderungslaufzeit bzw. Days of Sales Outstanding) und DSI (Umschlagdauer der Vorräte bzw. Days of Sales in Inventory). Sie zeigen den Forderungs- bzw. Vorratsbestand im Verhältnis zum Umsatz des vergangenen Quartals. Im Geschäftsjahr 2019 lag der Wert für DSI bei 65,7 Tagen (Vorjahr: 68,6 Tage) und der DSO bei 42,3 Tagen (Vorjahr: 46,0 Tage).

Unsere Investitionen in Sachanlagen unterliegen einer strikten Kapitaldisziplin und werden konsequent auf die Produktbereiche mit den größten Erfolgspotenzialen ausgerichtet. Dabei priorisieren wir Investitionsprojekte auf Basis finanzieller Kennziffern wie Rückflusszeit, Kapitalwert und ROCE. Die Kennzahl der Investitionsquote setzt die auszahlungswirksamen Investitionen ins Verhältnis zum Umsatz.

Verschuldung

Die Nettofinanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Gesamtsumme der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte und beliefen sich auf 2.522 Mio. €. Nach dem darüber hinaus erfolgten Abzug von kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren beliefen sich die Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 auf 1.742 Mio. € nach 1.381 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Der Anstieg war beeinflusst durch den Abfluss liquider Mittel für den Aktienrückkauf und durch gegenüber dem Vorjahr zusätzlich erfasste Leasingverbindlichkeiten.

Die Net Financial Debt Ratio, die wir ausschließlich auf Konzernebene verwenden, ist definiert als das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Auf Basis der Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren erhöhte sich die Net Financial Debt Ratio zum 31. Dezember 2019 auf 1,7 nach einem Wert von 1,4 zum Vorjahresstichtag.

Auf Konzernebene betrachten wir auch die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Verschuldungskomponente. Gegenüber dem Jahresende 2018 stiegen diese um 95 Mio. € auf 1.178 Mio. €. Mit dieser zusätzlichen Verschuldungskomponente, bereinigt um darauf bezogene aktive latente Steuern von 288 Mio. € (Vorjahr: 279 Mio. €) sowie reduziert um die unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen von 78 Mio. € (Vorjahr: 75 Mio. €), ergibt sich im Verhältnis zum EBITDA vor Sondereinflüssen die sogenannte Total Net Debt Ratio von 2,5 nach 2,1 zum Vorjahresstichtag.

Nettofinanzverbindlichkeiten

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.258 2.734 2.242 2.686 2.777
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 443 78 633 59 66
abzüglich:
Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen -24 -23 -35 -25 -25
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -366 -355 -538 -797 -296
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte -100 -40 -50 0 0
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.211 2.394 2.252 1.923 2.522
abzüglich kurzfristiger Geldanlagen und Wertpapieren 0 -2.125 0 -542 -780
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren 1.211 269 2.252 1.381 1.742

GESCHÄFTSPROZESSE UND MITARBEITER

Einkauf

LANXESS stellt die Versorgung mit Rohstoffen, sonstigen Materialien und Dienstleistungen über die zentral gesteuerte Organisationseinheit Global Procurement & Logistics sicher. In enger Abstimmung mit unseren Business Units bündeln die sogenannten „Global Categories“ ihren Bedarf in den Einkaufssegmenten Rohstoffe, technische Güter, Packmittel, Energie, Services und Logistik. Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert Einkaufssynergien, sodass wir optimal am Markt agieren und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing“). Im Berichtszeitraum kam es daher nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung.

Die Beschaffung chemischer Rohstoffe hat für uns einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, die Versorgung basierend auf langfristigen Einkaufsverträgen sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen spielt seit jeher auch eine wesentliche Rolle bei Standortentscheidungen. An zahlreichen Produktionsstandorten beziehen wir wesentliche Rohstoffe und Energieträger in Form von Dampf oder Biomasse aus der unmittelbaren Umgebung. So minimieren wir nicht nur Transportkosten und transportbezogene Umweltauswirkungen, sondern reduzieren vor allem das Risiko transportbedingter Lieferausfälle.

Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2019 unter anderem BASF, BP, Chevron, Covestro, ExxonMobil, INEOS, OXEA, Sasol, Shell Chemicals und TOTAL.

Zu den mit Abstand wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2019 Ammoniak, Benzol, Chlor, Cyclohexan, Cyclohexanon, Schwefel und Toluol. Insgesamt entfiel im Geschäftsjahr 2019 ein Einkaufsvolumen von ca. 1,5 Mrd. € (Vorjahr: ca. 1,6 Mrd. €) auf strategische Rohstoffe. Dies entspricht einem Anteil von rund 53 % unseres gesamten Beschaffungsvolumens für Rohstoffe und Handelswaren im Jahr 2019, das etwa 2,8 Mrd. € betrug (Vorjahr: 3,0 Mrd. €). Unser Gesamtbeschaffungsvolumen belief sich 2019 auf etwa 4,8 Mrd. € (Vorjahr: ca. 4,9 Mrd. €).

Produktion

LANXESS ist ein global agierender Hersteller von Spezialchemikalien. Mit unseren Produktionsanlagen stellen wir sowohl kleinste Produktmengen auf Basis maßgeschneiderter Kundensynthesen als auch Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymere in Mengen von mehreren zehntausend Tonnen her.

Unsere Produktionsbetriebe sind organisatorisch einzelnen Business Units zugeordnet. Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Bergkamen (Deutschland), Antwerpen (Belgien), Trafford Park (Großbritannien), Latina (Italien), Baytown, El Dorado und Perth Amboy (USA), Elmira (Kanada), Jhagadia und Nagda (Indien) sowie Changzhou, Nantong und Ningbo (China). Eine detaillierte Übersicht über unsere Produktionsstandorte nach Segmenten findet sich im Abschnitt „Kurzdarstellung der Segmente“ in diesem Lagebericht.

Vertrieb

Wir vertreiben unsere Produkte weltweit an mehrere tausend Kunden in rund 150 Staaten auf allen Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir flexible Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Unseren Vertrieb steuern wir über 52 eigene Gesellschaften weltweit. In Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen.

Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. 55 eigene Produktionsstätten in 18 Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von regionalen Produktionsstandorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile.

Absatzmärkte

Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen individueller, gezielter Ansprache, die wir aufgrund der Vertriebsorganisationen in der Verantwortung der Business Units leisten können.

Wir beliefern vor allem die Branchen Chemie, Automobil, Bau, Elektro, Agrochemie, Kunststoff, Pharma, Lebensmittel, Wasseraufbereitung und Möbel.

Umsatzanteile nach Branchen

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in % 2019
Chemie ~ 30
Automobil ~ 20
Bau und Elektro ~ 20
Agrochemie ~ 10
Sonstige (in Summe) ~ 20

Im Geschäftsjahr 2019 vereinten unsere zehn Top-Kunden einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 19 % (Vorjahr: 18 %). Keiner unserer Kunden erreichte einen Anteil von mehr als 10 % am Konzernumsatz. Bei 44 Kunden (Vorjahr: 41) übertraf der Jahresumsatz 20 Mio. €. Die Anzahl unserer Kunden in den jeweiligen Segmenten unterscheidet sich deutlich. Die vergleichsweise geringen Umsätze der einzelnen Kunden im Segment Performance Chemicals und die breite Kundenbasis spiegeln das Geschäft mit oftmals maßgeschneiderten Anwendungslösungen der Spezialchemie wider. Die deutlich niedrigere Zahl der Kunden im Segment Engineering Materials, die jedoch relativ hohe Umsätze generieren, ist dagegen typisch für das Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen. In keinem Segment lässt sich eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung leistet mit der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren sowie der ständigen Verbesserung bestehender Produktionsprozesse einen wichtigen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erweiterung unseres Produktportfolios.

Organisatorische Ausrichtung

Unsere Forschungsprogramme sind an den Kundenanforderungen in den Endmärkten ausgerichtet. Daher haben wir unsere Aktivitäten im Bereich „Product Innovation“ in den jeweiligen Business Units gebündelt.

Die Business Units fokussieren ihre Aktivitäten darauf, Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln. Die Fachabteilung „Global Technology & Innovation“ unserer Group Function Production, Technology, Safety & Environment unterstützt und ergänzt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Business Units mit dem Schwerpunkt „Process Innovation“. Hier stehen die Planung neuer Prozesse und die Integration neuer Technologien in unsere bereits bestehenden Produktionsprozesse im Fokus. Unser Ziel ist hier die Kosten- und Technologieführerschaft. Unsere wesentlichen Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich an den Standorten Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Mannheim (Deutschland) sowie Naugatuck (USA). Zusätzlich sind wir in Hongkong mit einem Zentrum für technische Kunststoffe präsent. An unseren Forschungs- und Entwicklungsstandorten testen wir beispielsweise innovative Flammschutzmittel oder technische Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie.

Kostenentwicklung und Beschäftigte

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2019 insgesamt 114 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 1,7 % entspricht (Vorjahr: 109 Mio. € bzw. 1,6 %). Der Großteil der Aufwendungen entfiel auf die Business Units High Performance Materials, Material Protection Products, Lubricant Additives Business und Polymer Additives. Hinsichtlich des Anteils der Aufwendungen an ihrem jeweiligen Umsatz wiesen unsere Business Units Material Protection Products, Urethane Systems, Liquid Purification Technologies und Saltigo die höchste Forschungsintensität auf.

Forschungs- und Entwicklungskosten

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2015 2016 2017 2018 2019
Forschungs- und Entwicklungskosten in Mio. € 130 131 103 109 114
in % der Umsatzerlöse 1,6 1,7 1,6 1,6 1,7

Werte ab 2017 ohne ARLANXEO und ab 2018 ohne Business Unit Leather.

Zum Jahresende 2019 beschäftigten wir in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboren weltweit 516 Mitarbeiter nach 496 Mitarbeitern im Vorjahr.

Entwicklung Beschäftigtenzahlen im F&E-Bereich

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2015 2016 2017 2018 2019
Stand am Jahresende 585 589 521 496 516
in % der Konzern-Beschäftigtenzahl 3,6 3,5 3,4 3,5 3,6

Werte ab 2017 ohne ARLANXEO und ab 2018 ohne Business Unit Leather.

Themengebiete und Patentstrategie

Wir fokussieren unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf marktnahe Projekte mit kurz- bis mittelfristigem Zeithorizont. Die Gesamtzahl der Projekte lag im Jahr 2019 bei 182 nach 186 im Vorjahr. Davon wurden 114 (Vorjahr: 108) mit dem Ziel bearbeitet, neue Produkte und Anwendungen zu entwickeln bzw. bestehende zu verbessern. Die verbleibenden 68 (Vorjahr: 78) Projekte befassten sich unter den Zielsetzungen Kostensenkung, Effizienzsteigerung oder Kapazitätserhöhung mit verfahrenstechnischen Themen.

Die Ergebnisse unserer Tätigkeit werden, wo es möglich und sinnvoll ist, von Patenten geschützt. Im Laufe des Jahres 2019 haben wir weltweit 44 Prioritätsanmeldungen getätigt. Das gesamte Patentportfolio bestand zum 31. Dezember 2019 aus ca. 718 Patentfamilien mit ca. 5.220 einzelnen Schutzrechten.

Mitarbeiter

Im LANXESS Konzern waren zum 31. Dezember 2019 insgesamt 15.479 Mitarbeiter tätig nach 15.441 zum Vorjahresstichtag. Im fortzuführenden Geschäft waren zum Stichtag 14.304 Mitarbeiter beschäftigt nach 14.252 im Vorjahr.

Im fortzuführenden Geschäft waren zum 31. Dezember 2019 im LANXESS Konzern in der Region EMEA (ohne Deutschland) 1.806 Mitarbeiter beschäftigt nach 1.792 Mitarbeitern im Vorjahr. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten von 7.352 auf 7.558. In der Region Nordamerika belief sich die Mitarbeiterzahl auf 2.031 nach 2.044 zum 31. Dezember 2018 und in Lateinamerika auf 716 nach 704 im Vorjahr. In der Region Asien/Pazifik beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 2.193 Arbeitnehmer, das sind 167 weniger als zum Vorjahresstichtag.

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 1.345 Mio. € (Vorjahr: 1.258 Mio. €). Löhne und Gehälter machten mit 1.080 Mio. € (Vorjahr: 1.009 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 162 Mio. € (Vorjahr: 151 Mio. €), die Aufwendungen für Altersversorgung 90 Mio. € (Vorjahr: 86 Mio. €) und die Aufwendungen für soziale Unterstützung 13 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €).

WIRTSCHAFTSBERICHT

RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Im Geschäftsjahr 2019 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG gehabt hätten.

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das Geschäftsjahr 2019 war durch ein sich abschwächendes wirtschaftliches Umfeld gekennzeichnet. Belastend wirkten in einigen Bereichen zunehmende populistische oder protektionistische Tendenzen sowie Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China.

Das Wachstum der Weltwirtschaft von 2,5 % wurde in einem insgesamt angespannten Umfeld im Wesentlichen durch den asiatisch-pazifischen Raum getragen.

BIP und Chemieproduktion 2019

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Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Bruttoinlandsprodukt Chemieproduktion
USMCA (vormals NAFTA) 2,0 -0,5
Lateinamerika -2,0 -0,5
EMEA (inklusive Deutschland) 1,0 0,0
Deutschland 0,5 -3,5
Asien/Pazifik 4,5 3,5
Welt 2,5 2,0

Quelle Wachstumsraten 2019: IHS Markit.

Zum Jahresende 2019 wurden für einen Euro 1,12 US-Dollar gezahlt - dies entspricht gegenüber dem Jahresendwert 2018 von 1,15 US-Dollar einem Wertzuwachs des US-Dollars von 2,6 %. Auch im Jahresdurchschnitt notierte der US-Dollar stärker und lag bei 1,12 US-Dollar nach 1,18 US-Dollar im Vorjahr. Aufgrund der regionalen Aufstellung unseres Geschäfts wirkt sich ein stärkerer US-Dollar grundsätzlich positiv auf unser Ergebnis aus. Zentralisierte Hedging-Aktivitäten begrenzen jene Auswirkungen, die nicht durch die Harmonisierung von Produktion und Absatz in gleichen Währungsräumen neutralisiert werden können.

Gegenüber dem Vorjahr entwickelten sich die Beschaffungspreise für Rohstoffe überwiegend rückläufig, wobei die Entwicklung im Bereich der Aromaten in Summe stärker ausgeprägt war.

Chemische Industrie

Die weltweite Chemieproduktion wuchs im Geschäftsjahr 2019 um 2,0 %, getrieben durch die Region Asien/Pazifik. Für Deutschland war ein Rückgang von 3,5 % zu verzeichnen.

Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen

Die weltweite Produktion von Automobilen lag im Berichtsjahr 4,0 % unter Vorjahresniveau. Die Entwicklung in Europa war, getrieben durch rückläufige Absatzzahlen in Deutschland, insgesamt negativ. Im asiatisch-pazifischen Raum wurde ein Rückgang von 5,0 % verzeichnet, der maßgeblich auf den Nachfrageeinbruch in China in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen war. Lateinamerika entwickelte sich leicht positiv, hatte aber aufgrund der im Vergleich zu den übrigen Regionen geringeren Bedeutung keinen wesentlichen Einfluss auf die globale Entwicklung.

Die Agrochemie verzeichnete ein Wachstum von 1,5 %, insbesondere getrieben durch den Zuwachs in Lateinamerika, aber auch durch eine positive Entwicklung in EMEA und in der Region Asien/Pazifik. Der Wirtschaftsraum USMCA zeigte eine rückläufige Entwicklung.

Die Bauindustrie legte weltweit um 2,0 % zu. Der Schwerpunkt der Entwicklung lag im asiatisch-pazifischen Raum sowie in EMEA.

Die Entwicklung der wichtigen Abnehmerbranchen blieb hinter den Erwartungen zurück, insbesondere die der Automobilbranche. Dies hatte aber dank des ausbalancierten Portfolios einen geringen Einfluss auf das Gesamtgeschäft.

Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2019

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Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Automobilindustrie Agrochemie Bauindustrie
USMCA (vormals NAFTA) -2,0 -0,5 -1,0
Lateinamerika 0,5 7,5 -1,5
EMEA (inklusive Deutschland) -4,5 1,5 2,0
Deutschland -10,5 0,5 3,0
Asien/Pazifik -5,0 1,0 3,0
Welt -4,0 1,5 2,0

Quelle Wachstumsraten 2019: IHS Markit.

FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE

Der insgesamt positive Geschäftsverlauf war geprägt von der operativen Stärke der Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals, die eine schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie, insbesondere im Segment Engineering Materials, kompensieren konnte. Die vorteilhafte Veränderung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars, hatte in allen Segmenten einen positiven Einfluss. Die überwiegend gesunkenen Einstandspreise für Rohstoffe und Energien wurden über niedrigere Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Tatsächlicher versus prognostizierter Geschäftsverlauf 2019

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Prognose für 2019 im Geschäftsbericht 2018 Eingetreten in 2019
Geschäftsentwicklung Konzern
EBITDA vor Sondereinflüssen • In etwa auf Vorjahresniveau (1.016 Mio. €) • EBITDA vor Sondereinflüssen des fortzuführenden Geschäfts: 1.019 Mio. €
• Vorjahreswert und Vorjahresprognose inklusive der jetzt als nicht fortgefuhrtes Geschäft bilanzierten Business Unit Leather
• Prognose berücksichtigt positiven Ergebniseffekt aus der ab 1. Januar 2019 erfolgenden Anwendung des neuen Standards zur Leasingbilanzierung IFRS 16 im niedrigen zweistelligen Mk).-€-Bereich
Geschäftsentwicklung Segmente
Advanced Intermediates • Geschäftsentwicklung leicht über Vorjahresniveau • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich über Vorjahr: 389 Mio. € (Vorjahr: 359 Mio. €)
• Im Jahresverlauf 2019 leichte Nachfrageverbesserung für Geschäft mit Agrochemikalien • Gutes Projektgeschäft im Bereich Agrochemie
Specialty Additives • Geschäftsentwicklung auf oder leicht über Vorjahresniveau • EBITDA vor Sondereinflüssen leicht über Vorjahr: 353 Mio. € (Vorjahr: 343 Mio. €)
• Voranschreitende Realisierung von Synergien aus der Integration der in 2017 erworbenen Chemtura-Geschäfte leistet Beitrag zu dieser Entwicklung • Ergebnisverbesserung resultierte auch aus der Realisierung von Kostensynergien aus der Integration von Chemtura
Performance Chemicals • Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich über Vorjahr: 192 Mio. € (Vorjahr: 156 Mio. €)
• Vorjahresprognose berücksichtigte noch die jetzt als nicht fortgeführtes Geschäft bilanzierte Business Unit Leather
Engineering Materials • Im Vergleich zum Vorjahr leicht schwächere Entwicklung • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich unter Vorjahr: 238 Mio. € (Vorjahr: 267 Mio. €)
• Sich zumindest temporär abschwächende Nachfrage, insbesondere aus der Automobilindustrie • Schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie führte zu einem mengenbedingten Ergebnisrückgang
Überleitung • Deutlich schlechteres Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich schlechter als im Vorjahr: minus 153 Mio. € (Vorjahr: minus 139 Mio. €)
• Grund: allgemeine Inflationierung der Kostenbasis und verbleibende Kosten nach dem vollständigen Verkauf des Geschäfts mit synthetischem Kautschuk • Die Veränderung war unter anderem auf Ergebnisse aus der Absicherung von Wechselkursrisiken, nach der Veräußerung von ARLANXEO verbliebene Kosten sowie einen allgemeinen Kostenanstieg zurückzuführen
Investitionen
Auszahlungswirksame Investitionen • Rund 500 Mio. € • 508 Mio. €

Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 waren wir für das Jahr 2019 von einem EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau (1.016 Mio. €) ausgegangen. Wir präzisierten unsere Erwartung im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 auf ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 1.000 und 1.050 Mio. € und ein somit stabiles Ergebnis. Das tatsächlich erwirtschaftete Ergebnis des fortzuführenden Geschäfts lag bei 1.019 Mio. €.

Für die LANXESS AG gingen wir für das Berichtsjahr von einem gegenüber dem durch Effekte aus der Veräußerung des 50 %-Anteils an ARLANXEO beeinflussten Vorjahr deutlich geringeren handelsrechtlichen Jahresüberschuss aus. Im Wesentlichen bedingt durch die Aufdeckung stiller Reserven im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Anteile an der Currenta GmbH & Co. OHG und das dadurch deutlich gestiegene Beteiligungsergebnis, lag der Jahresüberschuss bei 463 Mio. € nach 85 Mio. € im Vergleichszeitraum.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES LANXESS KONZERNS

Starke operative Entwicklung der Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals
Stabile Geschäftsentwicklung des Segments Specialty Additives in schwierigem Marktumfeld
Positive Währungseffekte kompensieren größtenteils Mengen- und Preisrückgang im Umsatz
Konzernumsatz mit 6.802 Mio. € auf Vorjahresniveau
Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 3,3 % auf 1.019 Mio. €
Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 4,48 € auf 4,73 € gesteigert
Die Darstellung der Geschäftsentwicklung wurde um das nicht fortgeführte Geschäft der Business Unit Leather bereinigt

Überblick Finanzkennzahlen

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in Mio. € 2018 2019 Veränd. in %
Umsatzerlöse 6.824 6.802 -0,3
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.738 1.759 1,2
EBITDA vor Sondereinflüssen 986 1.019 3,3
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 14,4% 15,0% -
EBITDA 906 910 0,4
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 581 557 -4,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 491 407 -17,1
EBIT-Marge 7,2% 6,0% -
Finanzergebnis -110 -61 44,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 381 346 -9,2
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 282 240 -14,9
Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft 149 -35 <-100
Konzernergebnis 431 205 -52,4
Ergebnis je Aktie (€) 4,71 2,32 -50,7
Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) 4,48 4,73 5,6

Umsatz und Ergebnis

Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 6.802 Mio. € auf Vorjahresniveau. Im Vorjahr hatte sich der Umsatz auf 6.824 Mio. € belaufen. Der Effekt aus niedrigeren Absatzmengen und gesunkenen Verkaufspreisen konnte insbesondere durch die vorteilhafte Entwicklung der Wechselkurse und den Beitrag des im Februar 2018 vom belgischen Chemiekonzern Solvay erworbenen US-amerikanischen Phosphorchemikalien- Geschäfts nahezu ausgeglichen werden. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte verzeichnete der LANXESS Konzern im Geschäftsjahr 2019 einen operativen Umsatzrückgang von 2,7 %.

Umsatzeffekte

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in % 2019
Preis -0,9
Menge -1,8
Währung 2,3
Portfolio 0,1
-0,3

Umsatz nach Segmenten

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in Mio. € 2018 2019 Veränd. in % Anteil am Konzernumsatz in %
Advanced Intermediates 2.207 2.249 1,9 33,0
Specialty Additives 1.980 1.965 -0,8 28,9
Performance Chemicals 976 1.052 7,8 15,5
Engineering Materials 1.576 1.450 -8,0 21,3
Überleitung 85 86 1,2 1,3
6.824 6.802 -0,3 100,0

Auftragsentwicklung

Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßig stattfindende, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren“ in diesem Lagebericht.

Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragsstärke nicht aussagekräftig und unterbleibt an dieser Stelle.

Bruttoergebnis vom Umsatz

Die Kosten der umgesetzten Leistungen verringerten sich leicht überproportional zum Umsatz um 0,8 % auf 5.043 Mio. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus geringeren Absatzmengen und gesunkenen Einstandspreisen für Rohstoffe und Energien. Gegenläufig führte die Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars, zu höheren Kosten. Die Auslastung der Produktionskapazitäten lag mit 78 % um 4 %-Punkte unter dem Wert des Vorjahres.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 1.759 Mio. € um 21 Mio. € bzw. 1,2 % über dem Wert des Vorjahres. Dem positiven Effekt aus der Veränderung der Wechselkurse standen geringere Absatzmengen sowie eine geringere Auslastung und damit verbunden höhere Leerkosten gegenüber. Gesunkene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien wurden größtenteils über Anpassungen der Verkaufspreise in den Markt weitergegeben. Die Bruttomarge erhöhte sich entsprechend von 25,5 % auf 25,9 %.

EBITDA vor Sondereinflüssen und operatives Ergebnis (EBIT)

In einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld stieg das operative Ergebnis vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen (EBITDA) und Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2019 um 33 Mio. € bzw. 3,3 % auf 1.019 Mio. € nach 986 Mio. € im Vorjahr. Die insgesamt positive Ergebnisentwicklung auf Konzernebene resultierte im Wesentlichen aus der operativen Stärke der Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals, die eine schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie, insbesondere im Segment Engineering Materials, kompensieren konnte. Die vorteilhafte Veränderung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars, hatte in allen Segmenten einen positiven Einfluss. Zudem wurden die überwiegend gesunkenen Einstandspreise für Rohstoffe und Energien über eine Anpassung der Verkaufspreise an den Markt weitergegeben. Darüber hinaus ergab sich aus der Anwendung des neuen Standards zur Leasingbilanzierung IFRS 16 ein positiver Ergebniseffekt von 42 Mio. €.

Die Vertriebskosten stiegen aufgrund höherer Frachtkosten sowie wechselkursbedingt um 7,0% auf 812 Mio. €. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 114 Mio. € nach 109 Mio. € im Vorjahr. Die allgemeinen Verwaltungskosten sanken, unter anderem aufgrund niedrigerer Rückstellungen für variable Vergütung und im Vergleich zum Vorjahr synergiebedingt geringerer Kosten der ehemaligen Chemtura-Geschäftsbereiche, um 21 Mio. € auf 274 Mio. €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag im Konzern bei 15,0% nach 14,4 % im Vorjahr.

Für Details zu den einzelnen Segmenten verweisen wir auf die folgende Tabelle sowie das Kapitel „Segmentdaten“.

EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten

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in Mio. € 2018 2019 Veränd. in %
Advanced Intermediates 359 389 8,4
Specialty Additives 343 353 2,9
Performance Chemicals 156 192 23,1
Engineering Materials 267 238 -10,9
Überleitung -139 -153 -10,1
986 1.019 3,3

Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns lag im Berichtsjahr bei 407 Mio. € nach 491 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die um 60 Mio. € deutlich erhöhten Sondereinflüsse von 150 Mio. € (Vorjahr: 90 Mio. €) zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um 88 Mio. € auf 504 Mio. € (Vorjahr: 416 Mio. €), zu in etwa gleichen Teilen aufgrund der geänderten Leasingbilanzierung sowie aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen, von denen 41 Mio. € Sondereinflüsse darstellten. Diese stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäfts und der beabsichtigten Beendigung der Produktion von Organometallen auf Zinn-Basis am Standort Bergkamen (Deutschland) sowie mit der im Januar 2020 erfolgten Veräußerung des Geschäfts mit Organometallen auf Gallium-Basis in Pyeongtaek (Südkorea). Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres betrugen 15 Mio. €, von denen 10 Mio. € Sondereinflüsse waren, und betrafen die im Geschäftsjahr 2019 erfolgte Schließung der Pigment-Produktion am Standort Jinshan in Schanghai (China). Den Abschreibungen standen Wertaufholungen in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) gegenüber.

Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, belief sich auf minus 152 Mio. € nach minus 84 Mio. € im Vorjahr. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein Wert von minus 2 Mio. €, der um 8 Mio. € unter dem entsprechenden Saldo des Vorjahres lag.

Saldiert ergaben sich im Berichtsjahr negative Sondereinflüsse von 150 Mio. €. Diese resultierten aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 158 Mio. € und positiven EBITDAwirksamen Sondereinflüssen von 8 Mio. €. Die negativen Sondereinflüsse, die mit 117 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 41 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren, betrafen zu einem großen Teil Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäfts und der beabsichtigen Beendigung der Produktion von Organometallen auf Zinn-Basis am Standort Bergkamen (Deutschland) und mit der im Januar 2020 erfolgten Veräußerung des Geschäfts mit Organometallen auf Gallium-Basis in Pyeongtaek (Südkorea) sowie strategische IT-Projekte, Projekte zur Digitalisierung, Maßnahmen zur Realisierung verbliebener Synergien im Zusammenhang mit der Integration von Chemtura und M&A-Aktivitäten. Saldiert waren im Vorjahr negative Sondereinflüsse von 90 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 106 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 16 Mio. € ergaben. Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns, Projekten zur Digitalisierung und der im Geschäftsjahr 2019 erfolgten Schließung der Pigment-Produktion am Standort Jinshan in Schanghai (China).

Für Details zu den Sondereinflüssen verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“.

Die Überleitungsrechnung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum operativen Ergebnis (E-BIT) ergibt sich wie folgt:

Überleitungsrechnung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBIT

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in Mio. € 2018 2019 Veränd. in %
EBITDA vor Sondereinflüssen 986 1.019 3,3
Abschreibungen / Wertaufholungen -415 -503 -21,2
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse -80 -109 -36,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 491 407 -17,1

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf minus 61 Mio. € nach minus 110 Mio. € im Vorjahr. Das Zinsergebnis verbesserte sich hierbei gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Zinserträgen aus Vorauszahlungen von Ertragsteuern sowie aufgrund der günstigeren Refinanzierung einer im Mai 2018 fällig gewordenen Anleihe um 15 Mio. € auf minus 54 Mio. €. Aus at equity bewerteten Gesellschaften ergab sich in der Berichtsperiode wie im Vorjahr kein Ergebnisbeitrag. Das sonstige Finanzergebnis lag bei minus 7 Mio.€ nach minus 41 Mio. € im Vorjahr. Die Ergebnisverbesserung resultierte im Wesentlichen aus einer höheren Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland). Diese lag im Geschäftsjahr bei 21 Mio. € nach 9 Mio. € im Vorjahr. Darüber hinaus hatte die Anpassung der internen Finanzierung von Tochtergesellschaften und der damit im Zusammenhang stehenden Wechselkurssicherung einen positiven Einfluss auf das Finanzergebnis.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verschlechterte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 35 Mio. € auf 346 Mio. €.

Ertragsteuern

Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 105 Mio. € nach 99 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 30,3 % gegenüber 26,0 % in der Vergleichsperiode.

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis betrug im Geschäftsjahr 205 Mio. € und entfiel mit 240 Mio. € auf das fortzuführende Geschäft. Es wurde durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Geschäfts mit Organometallen belastet. Im Vorjahr war vom Konzernergebnis von 431 Mio. € ein Betrag von 282 Mio. € dem fortzuführenden Geschäft zuzuordnen gewesen. Vom Konzernergebnis entfiel im Geschäftsjahr 2019 ein Ergebnisanteil von minus 14 Mio. € auf andere Gesellschafter, nach einem positiven Ergebnisanteil von 92 Mio. € im Vorjahr. Während das Ergebnis anderer Gesellschafter im Berichtsjahr hauptsächlich auf den Minderheitsgesellschafter unserer südafrikanischen Minengesellschaft entfiel, resultierte es im Vorjahr nahezu ausschließlich aus der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO. Das Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft betrug im Geschäftsjahr minus 35 Mio. € und resultierte aus der Bilanzierung nach IFRS 5, gemäß der die Business Unit Leather als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen wurde. Das Vorjahreskonzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft von 149 Mio. € entfiel mit 154 Mio. € auf ARLANXEO und mit minus 5 Mio. € auf die Business Unit Leather.

Überleitungsrechnung vom EBIT zum Konzernergebnis

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in Mio. € 2018 2019 Veränd. in %
Operatives Ergebnis (EBIT) 491 407 -17,1
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0 -
Zinsergebnis -69 -54 21,7
Sonstiges Finanzergebnis -41 -7 82,9
Finanzergebnis -110 -61 44,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 381 346 -9,2
Ertragsteuern -99 -105 -6,1
Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ertragsteuern 282 241 3) -14,5
Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft nach Ertragsteuern 1) 241 -50 <-100
Ergebnis nach Ertragsteuern 523 191 -63,5
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis 92 -14 < -100
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 282 240 -14,9
Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft 2) 149 -35 <-100
Konzernergebnis 431 205 -52,4

1) Im Geschäftsjahr 2019 entfiel der komplette Ergebnisbeitrag auf die Business Unit Leather. Im Vorjahr entfielen 251 Mio. € auf ARLANXEO und minus 10 Mio. € auf die Business Unit Leather.

2) Im Geschäftsjahr 2019 entfiel der komplette Ergebnisbeitrag auf die Business Unit Leather. Im Vorjahr entfielen 154 Mio. € auf ARLANXEO und minus 5 Mio. € auf die Business Unit Leather.

3) Einschließlich anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Ergebnis von 1 Mio. €.

Ergebnis je Aktie/Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

Das Ergebnis je Aktie wird mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Berichtsperiode in Umlauf gewesenen LANXESS Aktien errechnet. Das Ergebnis je Aktie lag mit 2,32 € deutlich unter dem Wert des Vorjahres von 4,71 €. Das Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft lag bei 2,72 € nach 3,08 € im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführtem Geschäft lag bei minus 0,40 € nach 1,63 € im Vorjahr. Im Rahmen des erfolgten Aktienrückkaufs wurden insgesamt 4.075.084 eigene Aktien erworben, die am 9. Juli 2019 eingezogen wurden. Der Aktienrückkauf wurde bei der Ermittlung der durchschnittlichen Anzahl im Umlauf gewesener Aktien zeitanteilig berücksichtigt. Dadurch ergibt sich eine gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien von 88.334.641 Stück nach 91.522.936 Stück im Vorjahr.

Ergebnis je Aktie

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2018 2019
Konzernergebnis in Mio. € 431 205
aus fortzuführendem Geschäft in Mio. € 282 240
aus nicht fortgeführtem Geschäft in Mio. € 149 -35
Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien in Stück 91.522.936 88.334.641
Ergebnis je Aktie (€) 4,71 2,32
aus fortzuführendem Geschäft (€) 3,08 2,72
aus nicht fortgeführtem Geschäft in (€) 1,63 -0,40

Darüber hinaus ermitteln wir ein Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, das nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert ist. Die Ermittlung erfolgte ausgehend vom Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie darauf entfallender Steuereffekte.

Das Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte lag bei 4,73 € nach 4,48 € im Vorjahr.

Überleitungsrechnung vom Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft zum Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

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in Mio. € 2018 2019
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 282 240
Sondereinflüsse 1) 90 150
Abschreibungen/Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte 1) 84 87
Ertragsteuern 1) -46 -59
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 410 418
Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien in Stück 91.522.936 88.334.641
Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) 4,48 4,73

1) Ohne Bestandteile, die den Anteilen anderer Gesellschafter zuzurechnen sind.

ENTWICKLUNG DER REGIONEN

Umsatz nach Verbleib

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2018 2019 Veränd.
in Mio. € in % in Mio. € in % in %
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EMEA (ohne Deutschland) 2.167 31,7 2.128 31,3 -1,8
Deutschland 1.386 20,3 1.251 18,4 -9,7
Nordamerika 1.494 21,9 1.554 22,8 4,0
Lateinamerika 346 5,1 331 49 -4,3
Asien/Pazifik 1.431 21,0 1.538 22,6 7,5
6.824 100,0 6.802 100,0 -0,3

Im Berichtszeitraum ergaben sich geringfügige Portfolioeffekte aus der im Vorjahr erfolgten Übernahme des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts vom belgischen Chemiekonzern Solvay, die im Wesentlichen die Region Nordamerika betrafen.

EMEA (ohne Deutschland)

Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) sank um 39 Mio. € bzw. 1,8 % auf 2.128 Mio. €. Nach der Bereinigung um Wechselkurseffekte ergab sich ein Umsatzrückgang von 2,1 %. Das Segment Engineering Materials zeigte einen Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, während das Segment Specialty Additives Einbußen im niedrigen einstelligen Bereich aufwies. Gegenläufig wirkte die Geschäftsausweitung in den Segmenten Advanced Intermediates und Performance Chemicals, deren Zuwachsraten sich jeweils auf mittlere einstellige Werte beliefen. Die rückläufige Entwicklung in der Region resultierte im Wesentlichen aus dem Geschäftsverlauf in Belgien, Italien und Spanien.

Deutschland

In Deutschland erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2019 mit 1.251 Mio. € einen Umsatz, der um 135 Mio. € bzw. 9,7 % unter dem Wert des Vorjahres lag. Nach Bereinigung um geringfügige Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Umsatzrückgang von 10,0 %. Alle Segmente, vor allem aber die Segmente Advanced Intermediates und Engineering Materials, zeigten eine rückläufige Geschäftsentwicklung.

Nordamerika

Der Umsatz in dieser Region lag mit 1.554 Mio. € um 60 Mio. € bzw. 4,0 % über dem Wert des Vorjahres. Nach Bereinigung um spürbare Wechselkurseinflüsse sowie geringfügige Portfolioeffekte ergab sich ein Umsatzminus von 1,4 %. Die rückläufige Geschäftsentwicklung der Segmente Specialty Additives und Engineering Materials konnte durch die Umsatzzuwächse in den Segmenten Advanced Intermediates und Performance Chemicals nur teilweise kompensiert werden.

Lateinamerika

In der Region Lateinamerika sanken die Umsätze um 15 Mio. € bzw. 4,3 % auf 331 Mio. €. Bereinigt um Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Rückgang um 8,1 %. Die Geschäfte waren in allen Segmenten rückläufig, insbesondere die Segmente Specialty Additives und Advanced Intermediates zeigten Umsatzeinbußen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die Situation in der Region war vor allem durch die Entwicklung in Mexiko belastet.

Asien/Pazifik

Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik stieg im Geschäftsjahr 2019 um 107 Mio. € bzw. 7,5% auf 1.538 Mio. €. Bereinigt um Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Zuwachs um 3,6 %. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf waren die Segmente Performance Chemicals und Specialty Additives. Das Segment Engineering Materials trug ebenfalls zu Zuwächsen bei, während die Umsätze des Segments Advanced Intermediates leicht unter dem Vorjahreswert blieben. Die wesentlichen positiven Beiträge in der Region kamen aus China.

SEGMENTDATEN

Advanced Intermediates: Deutliche Ergebnisverbesserung, insbesondere durch starkes Projektgeschäft der Business Unit Saltigo
Specialty Additives: Ergebnis verbessert; Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau
Performance Chemicals: Deutliche Ergebnis- und Margensteigerung
Engineering Materials: Umsatz und Ergebnis bleiben aufgrund einer schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie hinter dem starken Vorjahr zurück

Advanced Intermediates

Kennzahlenüberblick

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2018 2019 Veränd.
in Mio. € Marge in % in Mio € Marge in % in %
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Umsatzerlöse 2.207 2.249 1,9
EBITDA vor Sondereinflüssen 359 16,3 389 17,3 8,4
EBITDA 359 16,3 376 16,7 4,7
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 232 10,5 239 10,6 3,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 232 10,5 191 8,5 -17,7
Auszahlungen für Investitionen 155 162 4,5
Abschreibungen 127 185 45,7
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 3.687 3.708 0,6

Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates lagen im Geschäftsjahr 2019 mit 2.249 Mio. € um 1,9 % bzw. 42 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Dies war insbesondere auf die positive Entwicklung bei der Business Unit Saltigo zurückzuführen, die aufgrund eines gut ausgeprägten Projektgeschäfts im Bereich Agrochemie sowohl höhere Absatzmengen als auch höhere Verkaufspreise realisieren konnte. Die Verkaufspreise der Business Unit Advanced Industrial Intermediates lagen aufgrund der Weitergabe gesunkener Rohstoffpreise unter Vorjahresniveau. Insgesamt ergab sich auf Segmentebene ein negativer Preiseffekt auf den Umsatz von 2,7 %. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte auf beide Business Units einen positiven Einfluss und wirkte sich insgesamt mit 1,7% umsatzerhöhend aus. Mit Ausnahme von Deutschland und Lateinamerika verzeichnete das Segment in allen Regionen höhere Umsätze als im Vorjahr.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag mit 389 Mio. € um 30 Mio. € bzw. 8,4 % über dem Vorjahreswert. Höhere Absatzmengen beider Business Units des Segments sowie ein gutes Projektgeschäft und höhere Verkaufspreise der Business Unit Saltigo wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Bei der Business Unit Advanced Industrial Intermediates standen dem positiven Effekt aus gesunkenen Einstandspreisen für Rohstoffe und Energien gesunkene Verkaufspreise gegenüber. Vorteilhafte Wechselkurseinflüsse wirkten ergebnisverbessernd. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg von 16,3 % auf 17,3 %.

Saldiert ergab sich im Geschäftsjahr 2019 insgesamt ein negativer Effekt aus Sondereinflüssen von 48 Mio. €, der aus negativen Sondereinflüssen von 49 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 1 Mio. € resultierte. Die negativen Sondereinflüsse standen in Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Geschäfts mit Organometallen und dem damit einhergehenden Verkauf des Geschäfts und der beabsichtigten Beendigung der Produktion von Organometallen auf Zinn-Basis am Standort Bergkamen (Deutschland) sowie der im Januar 2020 erfolgten Veräußerung des Geschäfts mit Organometallen auf Gallium-Basis in Pyeongtaek (Südkorea) und ergaben sich aus 14 Mio. € EBITDA-wirksamen und 35 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen Sondereinflüssen. Die positiven Sondereinflüsse waren vollständig EBITDA-wirksam. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“.

Specialty Additives

Kennzahlenüberblick

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2018 2019 Veränd.
in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % in %
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Umsatzerlöse 1.980 1.965 -0,8
EBITDA vor Sondereinflüssen 343 17,3 353 18,0 2,9
EBITDA 340 17,2 337 17,2 -0,9
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 207 10,5 197 10,0 -4,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 204 10,3 179 9,1 -12,3
Auszahlungen für Investitionen 141 120 -14,9
Abschreibungen 136 1) 158 1) 16,2
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 2.953 2.942 -0,4

1) Nach Saldierung mit Wertaufholungen von 1 Mio. €

Die Umsätze unseres Segments Specialty Additives lagen im Geschäftsjahr 2019 mit 1.965 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres von 1.980 Mio. €. Der Volumenrückgang, welcher sich im Segment mit 5,2 % umsatzmindernd auswirkte, konnte durch die positive Entwicklung der Wechselkurse, höhere Verkaufspreise und das im ersten Quartal 2018 vom belgischen Chemiekonzern Solvay erworbene US-amerikanische Phosphorchemikalien-Geschäft größtenteils kompensiert werden. Während die Absatzmengen der Business Unit Polymer Additives über dem Vorjahresniveau lagen, führte in der Business Unit Lubricant Additives Business unter anderem die Beendigung unvorteilhafter Kundenverträge zu einem Volumenrückgang. Zudem wirkte sich bei den Business Units Lubricant Additives Business und Rhein Chemie die schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie umsatzmindernd aus. In allen Business Units des Segments wirkte die Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars, umsatzerhöhend und führte zu einem Umsatzplus von 3,4 %. Bei den Business Units Polymer Additives und Rhein Chemie lagen die Verkaufspreise über, bei der Business Unit Lubricant Additives Business aufgrund der Weitergabe gesunkener Einstandspreise für Rohstoffe unter dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt ergab sich hieraus auf Segmentebene ein leicht positiver Effekt auf den Umsatz von 0,7 %. Zudem leistete das im Vorjahr erworbene Phosphorchemikalien-Geschäft einen positiven Umsatzbeitrag von 0,3 %. In der Region Asien/Pazifik konnten die Segmentumsätze gesteigert werden. In allen übrigen Regionen verzeichnete das Segment niedrigere Umsätze als im Vorjahr.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Specialty Additives lag mit 353 Mio. € um 10 Mio. € bzw. 2,9 % über dem Vorjahresniveau. Die Ergebnisverbesserung resultierte aus einem guten Additiv-Geschäft der Business Unit Polymer Additives und aus der Realisierung von Kostensynergien aus der Integration von Chemtura. Zudem wirkten insbesondere vorteilhafte Wechselkurseinflüsse, vor allem ein stärkerer US-Dollar, ergebniserhöhend. Der Veränderung der Einstandspreise für Rohstoffe und Energien stand in allen drei Business Units des Segments eine jeweils gleichlaufende Anpassung der Verkaufspreise gegenüber. Niedrigere Absatzmengen der Business Units Lubricant Additives Business und Rhein Chemie, unter anderem aufgrund einer schwachen Nachfrage der Automobilindustrie, führten zu einer Belastung des Ergebnisses. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich von 17,3 % im Vorjahr auf 18,0 %.

Saldiert ergab sich im Geschäftsjahr 2019 insgesamt ein negativer Effekt aus Sondereinflüssen von 18 Mio.€, der aus negativen Sondereinflüssen von 19 Mio. € und EBITDAwirksamen positiven Sondereinflüssen von 1 Mio. € resultierte. Die negativen Sondereinflüsse betrafen im Wesentlichen Maßnahmen zur Realisierung verbliebener Synergien im Zusammenhang mit der Integration von Chemtura und ergaben sich aus 17 Mio. € EBITDAwirksamen und 2 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Im Vorjahr beliefen sich die Sondereinflüsse des Segments auf 3 Mio. € und ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen von 15 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 12 Mio. €. Die negativen Sondereinflüsse betrafen im Wesentlichen die strategische Neuausrichtung des LANXESS Konzerns und ergaben sich aus 14 Mio. € EBITDA-wirksamen und 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die positiven Sondereinflüsse waren mit 11 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksam und standen in Zusammenhang mit der Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“.

Performance Chemicals

Zum 31. Dezember 2019 wird die Business Unit Leather als nicht fortgeführtes Geschäft gemäß IFRS 5 bilanziert und ist daher nicht mehr Bestandteil des Segments Performance Chemicals. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Kennzahlenüberblick

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2018 2019 Veränd.
in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % in %
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Umsatzerlöse 976 1.052 7,8
EBITDA vor Sondereinflüssen 156 16,0 192 18,3 23,1
EBITDA 154 15,8 190 18,1 23,4
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 98 10,0 125 11,9 27,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 86 8,8 123 11,7 43,0
Auszahlungen für Investitionen 61 60 -1,6
Abschreibungen 68 67 -1,5
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 2.557 2.409 -5,8

Im Segment Performance Chemicals stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2019 um 76 Mio. € bzw. 7,8 % auf 1.052 Mio. €. Höhere Absatzmengen, insbesondere der Business Units Material Protection Products und Liquid Purification Technologies, hatten einen positiven Einfluss auf den Umsatz und führten auf Segmentebene zu einem Umsatzplus von 4,3 %. Zudem wirkte sich die Entwicklung der Wechselkurse in sämtlichen Business Units positiv auf den Umsatz aus. Hieraus ergab sich auf Segmentebene insgesamt ein positiver Effekt von 2,3 %. Bei den Business Units Material Protection Products und Liquid Purification Technologies lagen die Verkaufspreise über, bei der Business Unit Inorganic Pigments leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die Veränderung der Verkaufspreise wirkte sich mit 1,2 % umsatzerhöhend auf das Segment aus. Mit Ausnahme von Deutschland verzeichnete das Segment in allen Regionen höhere Umsätze als im Vorjahr.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals lag mit 192 Mio. € um 36 Mio. € bzw. 23,1 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Insbesondere die höheren Absatzmengen trugen zu der positiven Ergebnisentwicklung bei. Positiv wirkten sich zudem die Veränderung der Wechselkurse sowie der Gesamteffekt aus der Veränderung der Rohstoff-, Energie- und Verkaufspreise aus. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg von 16,0 % auf 18,3 %.

Im Berichtsjahr waren insgesamt EBITDA-wirksame negative Sondereinflüsse von 2 Mio. € auf das Segment entfallen. Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von 12 Mio. € angefallen, die mit 2 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 10 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren und im Wesentlichen in Zusammenhang mit der Schließung der Produktion der Business Unit Inorganic Pigments am Standort Jinshan in Schanghai (China) standen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“.

Engineering Materials

Kennzahlenüberblick

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2018 2019 Veränd.
in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % in %
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Umsatzerlöse 1.576 1.450 -8,0
EBITDA vor Sondereinflüssen 267 16,9 238 16,4 -10,9
EBITDA 266 16,9 238 16,4 -10,5
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 206 13,1 172 11,9 -16,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 205 13,0 172 11,9 -16,1
Auszahlungen für Investitionen 76 104 36,8
Abschreibungen 61 66 8,2
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 2.105 2.203 4,7

Die Umsätze in unserem Segment Engineering Materials sanken im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 8,0 % auf 1.450 Mio. €. Der Umsatzrückgang war dabei insbesondere auf die Business Unit High Performance Materials mit einer schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie zurückzuführen. Die Absatzmengen beider Business Units des Segments lagen unter dem Niveau des Vorjahres und wirkten mit 8,2 % umsatzmindernd. Zudem lagen die Verkaufspreise aufgrund der Weitergabe gesunkener Rohstoffpreise unter Vorjahresniveau. Insgesamt ergab sich auf Segmentebene ein negativer Preiseffekt auf den Umsatz von 1,6 %. Gegenläufig hatte die Veränderung der Wechselkurse in beiden Business Units einen positiven Einfluss und wirkte im Segment mit 1,8 % umsatzerhöhend. Während in den Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika höhere Umsätze realisiert werden konnten, verzeichnete das Segment in den übrigen Regionen niedrigere Umsätze.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Engineering Materials sank um 29 Mio. € bzw. 10,9% auf 238 Mio. €. Insbesondere die schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie führte zu einem mengenbedingten Ergebnisrückgang. Gesunkene Rohstoff- und Energiepreise wurden über eine Anpassung der Verkaufspreise an den Markt weitergegeben. Zudem wirkten vorteilhafte Wechselkurseinflüsse, in erster Linie ein starker US-Dollar, ergebnisverbessernd. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments lag bei 16,4 % nach 16,9 % im Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2019 entfielen keine Sondereinflüsse auf das Segment. Im Vorjahr waren vollständig EBITDA-wirksame negative Sondereinflüsse von 1 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“.

Überleitung

Kennzahlenüberblick

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2018 2019 Veränd.
in Mio. € in Mio. € in %
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Umsatzerlöse 85 86 1,2
EBITDA vor Sondereinflüssen -139 -153 -10,1
EBITDA -213 -231 -8,5
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen -162 -176 -8,6
Operatives Ergebnis (EBIT) -236 -258 -9,3
Auszahlungen für Investitionen 49 62 26,5
Abschreibungen 23 27 17,4
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 2.950 3.042 3,1

Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung lag bei minus 153 Mio. € nach minus 139 Mio. € im Vorjahr. Die Veränderung war unter anderem auf Ergebnisse aus der Absicherung von Wechselkursrisiken, nach der Veräußerung von ARLANXEO verbliebene Kosten sowie einen allgemeinen Kostenanstieg zurückzuführen. Saldiert fielen im Berichtsjahr in der Überleitung negative Sondereinflüsse von 82 Mio. € an. Diese ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen von 84 Mio. € und EBITDA-wirksamen positiven Sondereinflüssen von 2 Mio. €. Die negativen Sondereinflüsse waren mit 80 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 4 Mio. € nicht EBITDA-wirksam und resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns, strategischen IT-Projekten, Projekten zur Digitalisierung sowie M&A-Kosten. Saldiert waren im Vorjahr vollständig EBITDA-wirksame negative Sondereinflüsse von 74 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen von 78 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 4 Mio. € ergaben. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“.

ERLÄUTERUNGEN ZUM EBIT UND EBITDA (VOR SONDEREINFLÜSSEN)

Zur besseren Beurteilung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene beziehungsweise für die einzelnen Segmente ermitteln wir zusätzlich die Ergebnisgrößen EBITDA sowie EBITDA und EBIT vor Sondereinflüssen, die nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen.

Überleitungsrechnung zum EBIT/EBITDA

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in Mio. € EBIT 2018 EBIT 2019 EBITDA 2018 EBITDA 2019
EBIT/EBITDA
vor Sondereinflüssen 581 557 986 1.019
Advanced Intermediates 0 -48 0 -13
Strategische Neuausrichtung 1) 0 -48 0 -13
Specialty Additives -3 -18 -3 -16
Strategische Neuausrichtung 2) -11 -19 -10 -17
Anpassung Produktionsnetzwerk 3) 8 1 7 1
Performance Chemicals -12 -2 -2 -2
Anpassung Produktionsnetzwerk 4) -12 -2 -2 -2
Engineering Materials -1 0 -1 0
Strategische Neuausrichtung -1 0 -1 0
Überleitung -74 -82 -74 -78
Strategische Neuausrichtung -17 -8 -17 -6
Strategische IT-Projekte -19 -25 -19 -24
Digitalisierung, M&A-Kosten und Sonstiges -38 -49 -38 -48
Summe Sondereinflüsse -90 -150 -80 -109
EBIT/EBITDA 491 407 906 910

1) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäfts und der beabsichtigten Beendigung der Produktion von Organometallen auf Zinn-Basis am Standort Bergkamen (Deutschland) sowie der im Januar 2020 erfolgten Veräußerung des Geschäfts mit Organometallen auf Gallium-Basis in Pyeongtaek (Südkorea).

2) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Integration von Chemtura.

3) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande).

4) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion am Standort Jinshan in Schanghai (China).

Das EBITDA ist das operative Ergebnis (EBIT) zuzüglich Abschreibungen bzw. abzüglich Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Das EBIT vor Sondereinflüssen und das EBITDA vor Sondereinflüssen errechnen sich aus dem EBIT bzw. aus dem EBITDA ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Vermögenslage

Bilanzsumme zum 31. Dezember 2019 mit 8.695 Mio. € auf dem Vorjahresniveau von 8.687 Mio. €
Anstieg der Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren von 1.381 Mio. € auf 1.742 Mio. €
Rückgang der Eigenkapitalquote von 31,9 % auf 30,4 %

Bilanzstruktur

Aktiva

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31.12.2018 31.12.2019 Veränd.
in Mio. € in % in Mio. € in % in %
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Langfristige Vermögenswerte 4.786 55,1 5.065 58,3 5,8
Kurzfristige Vermögenswerte 3.901 44,9 3.630 41,7 -6,9
Bilanzsumme 8.687 100,0 8.695 100,0 0,1

Passiva

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Eigenkapital (einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter) 2.773 31,9 2.647 30,4 -4,5
Langfristiges Fremdkapital 4.395 50,6 4.566 52,5 3,9
Kurzfristiges Fremdkapital 1.519 17,5 1.482 17,1 -2,4
Bilanzsumme 8.687 100,0 8.695 100,0 0,1

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2019 betrug 8.695 Mio. €. Sie lag damit um 8 Mio. € bzw. 0,1 % über dem Wert zum Vorjahresende. Zum 31. Dezember 2019 weist LANXESS die Business Unit Leather als nicht fortgeführtes Geschäft gemäß IFRS 5 aus. Die Vermögenswerte und Schulden, die dem nicht fortgeführten Geschäft zugeordnet sind, wurden in die Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und nicht fortgeführtes Geschäft“ bzw. die Position „Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und nicht fortgeführtem Geschäft“ umgegliedert.

Das langfristige Vermögen erhöhte sich um 279 Mio. € auf 5.065 Mio. €. Die Sachanlagen stiegen dabei von 2.577 Mio. € auf 2.724 Mio. €. Dieser Anstieg resultierte neben Zugängen aus Investitionen hauptsächlich aus der Einführung des neuen Standards zur Leasingbilanzierung IFRS 16 und den in diesem Zusammenhang aktivierten Nutzungsrechten. Zum 31. Dezember 2019 waren Nutzungsrechte in Höhe von 148 Mio. € aktiviert. Die Sachanlagen wurden reduziert durch die Umgliederung der Vermögenswerte des nicht fortgeführten Geschäfts. Ebenso wirkten außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäfts und der beabsichtigten Beendigung der Produktion von Organometallen auf Zinn-Basis am Standort Bergkamen (Deutschland) sowie mit der im Januar 2020 erfolgten Veräußerung des Geschäfts mit Organometallen auf Gallium-Basis in Pyeongtaek (Südkorea). Die immateriellen Vermögenswerte lagen mit 1.765 Mio. € zum 31. Dezember 2019 auf Vorjahresniveau.

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 508 Mio. € über dem Vorjahreswert von 482 Mio. €. Saldiert mit Wertaufholungen von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) lagen die Abschreibungen mit 503 Mio. € um 88 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 415 Mio. €. Dieser Anstieg war zu in etwa gleichen Teilen auf den neuen Standard zur Leasingbilanzierung IFRS 16 sowie auf außerplanmäßige Abschreibungen zurückzuführen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung unserer Geschäfte mit Organometallen standen. Die Abschreibung auf aktivierte Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen betrug im aktuellen Geschäftsjahr 49 Mio. €. Im Vorjahr waren Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverhältnissen von 5 Mio. € angefallen. Die aktiven latenten Steuern lagen mit 324 Mio. € um 37 Mio. € über dem Vorjahreswert. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen stieg von 55,1 % auf 58,3 % zum 31. Dezember 2019.

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.630 Mio. € um 271 Mio. € bzw. 6,9 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2018. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 134 Mio. € bzw. 14,8 % auf 769 Mio. € ergab sich unter anderem durch rohstoffpreisbedingte Anpassungen der Verkaufspreise. Die Kennzahl zur Forderungslaufzeit (DSO) lag mit 42,3 Tagen unter dem Vorjahreswert von 46,0 Tagen. Die Vorräte verringerten sich unter anderem mengenbedingt um 152 Mio. € bzw. 11,3 % auf 1.195 Mio. €. Die Kennzahl zur Umschlagdauer der Vorräte (DSI) lag mit 65,7 Tagen unter dem Vorjahreswert von 68,6 Tagen. Darüber hinaus wirkte sich die Umgliederung der Vermögenswerte des nicht fortgeführten Geschäfts auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vorräte aus.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken von 797 Mio. € auf 296 Mio. €, insbesondere bedingt durch Investitionen in kurzfristige Geldanlagen und Anlagen in Wertpapieren, den Erwerb eigener Aktien im Wert von 200 Mio. € sowie die im Mai 2019 erfolgte Dividendenzahlung in Höhe von 79 Mio. €. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stiegen im Berichtszeitraum von 598 Mio. € auf 864 Mio. €. Der Anstieg war bedingt durch die zuvor erwähnten kurzfristigen Geldanlagen und Anlagen in Wertpapieren. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 41,7 % nach 44,9 % zum 31. Dezember 2018.

Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2018 um 126 Mio. € bzw. 4,5 % auf 2.647 Mio. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus dem Rückkauf eigener Aktien sowie der Dividendenzahlung in 2019. Zum 31. Dezember 2019 lag der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme bei 30,4 % nach 31,9 % im Vorjahr.

Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich um 171 Mio. € auf 4.566 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen um 95 Mio. € auf 1.178 Mio. €. Der Effekt aus gesunkenen Zinssätzen für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen (in Deutschland ergab sich ein Rückgang von 2,0 % auf 1,3 %) wurde durch die Umgliederung der Rückstellungen des nicht fortgeführten Geschäfts teilweise kompensiert.

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen entsprachen mit 337 Mio. € in etwa dem Vorjahreswert von 338 Mio. €. Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen im Wesentlichen aufgrund der Einführung des neuen Standards zur Leasingbilanzierung und des damit einhergehenden Ansatzes der Leasingverbindlichkeiten von 2.686 Mio. € um 91 Mio. € auf 2.777 Mio. €. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen stiegen von 12 Mio. € auf 100 Mio. €. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf 52,5 % nach 50,6 % zum 31. Dezember 2018.

Das kurzfristige Fremdkapital betrug 1.482 Mio. € und lag somit um 37 Mio. € bzw. 2,4 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2018. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen von 59 Mio. € auf 66 Mio. €. Der Anstieg ergibt sich aus einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen, der einem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entgegenstand. Darüber hinaus gingen die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um 56 Mio. € auf 409 Mio. € zurück. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken unter anderem rohstoffpreisbedingt sowie aufgrund der Umgliederung der Verbindlichkeiten des nicht fortgeführten Geschäfts um insgesamt 139 Mio. € auf 656 Mio. €. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2019 bei 17,1 % nach 17,5 % zum Jahresende 2018.

Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen mit 2.522 Mio. € über dem Wert zum 31. Dezember 2018 von 1.923 Mio. €. Nach Abzug von kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren verringerten sie sich zum 31. Dezember 2019 auf 1.742 Mio. €. Die investierten Mittel stammten ursprünglich aus der am Ende des Vorjahres erhaltenen Kaufpreiszahlung für den 50 %-Anteil an ARLANXEO.

Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:

Kennzahlen

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in % 2015 2016 2017 2018 2019
Eigenkapitalquote Eigenkapital 1) / Bilanzsumme 32,2 37,7 32,8 31,9 30,4
Vermögensquote Langfristige Vermögenswerte / Bilanzsumme 57,9 45,8 62,0 55,1 58,3
Vermögensdeckungsgrad I Eigenkapital  1) / Langfristige Vermögenswerte 55,6 82,5 52,9 57,9 52,3
Vermögensdeckungsgrad II Eigenkapital1) und langfristiges Fremdkapital / Langfristige Vermögenswerte 125,8 182,4 123,2 149,8 142,4
Finanzierungsstruktur Kurzfristiges Fremdkapital / Fremdkapital 40,0 26,6 35,1 25,7 24,5

1) Eigenkapital einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.

Investitionen

Im Jahr 2019 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 578 Mio. € nach 501 Mio. € im Vorjahr. Von diesen waren 508 Mio. € (Vorjahr: 482 Mio. €) auszahlungswirksam. Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 504 Mio. € (Vorjahr: 416 Mio. €) an, wobei den Abschreibungen Zuschreibungen aus Wertaufholungen in Höhe von 1 Mio. € gegenüberstanden (Vorjahr: 1 Mio. €). Der Anstieg der nicht auszahlungswirksamen Investitionen sowie der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die ab 1. Januar 2019 erfolgende Anwendung des neuen Leasingstandards IFRS 16 zurückzuführen. Darüber hinaus enthielten die Abschreibungen im Jahr 2019 außerplanmäßige Abschreibungen von 44 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio.€), die im Wesentlichen mit der strategischen Neuausrichtung unserer Geschäfte mit Organometallen in Zusammenhang standen.

Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr in folgenden Bereichen:

Erweiterungs-, Instandhaltungs- und Neubaumaßnahmen
Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit
Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften

Bei etwa einem Drittel der im Jahr 2019 getätigten Investitionsausgaben handelte es sich um Investitionen in Erweiterungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Der restliche Anteil betraf die Substanzerhaltung.

Regional gesehen entfielen im Berichtszeitraum 57 % unserer Investitionen auf Deutschland, 21 % auf Nordamerika, 14 % auf die Region EMEA (ohne Deutschland), 6 % auf die Region Asien/Pazifik und 2 % auf Lateinamerika. Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungs- und Anlagenmodernisierungsmaßnahmen sämtlicher Segmente, insbesondere aber der Business Units High Performance Materials, Advanced Industrial Intermediates und Saltigo, wobei letztere eine Vielzahl von kleineren Investitionen tätigte. Die Investitionen in der Region EMEA (ohne Deutschland) entfielen unter anderem auf Anlagenmodernisierungsmaßnahmen an den Standorten Antwerpen (Belgien) und Latina (Italien). Die Investitionen in der Region Asien/Pazifik betrafen zum Teil den Bau einer neuen Produktionslinie für Hochleistungs-Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan am Standort Changzhou (China), welcher im Jahr 2019 abgeschlossen wurde.

Die Investitionen im Segment Advanced Intermediates betrugen 204 Mio. € (Vorjahr: 168 Mio. €). Die Auszahlungen lagen mit 162 Mio. € (Vorjahr: 155 Mio. €) unter den Abschreibungen von 185 Mio. € (Vorjahr: 127 Mio. €). Hierin enthalten sind Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Kapazitätsausbau der Spezialamine-Produktion der Business Unit Advanced Industrial Intermediates am Standort Leverkusen (Deutschland), der im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen wurde. Darüber hinaus werden bei der Business Unit Advanced Industrial Intermediates die Produktionskapazitäten von Hexandiol und Menthol am Standort Krefeld-Uerdingen (Deutschland) erweitert. Diese Ausbaumaßnahmen haben ein Investitionsvolumen von insgesamt 60 Mio. €.

Im Segment Specialty Additives erfolgten Investitionen von 128 Mio. € (Vorjahr: 144 Mio. €). Hiervon waren 120 Mio. € (Vorjahr: 141 Mio. €) auszahlungswirksam. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 158 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €). Ein wesentlicher Teil der Investitionen wurde bei der Business Unit Polymer Additives in das Produktionsnetzwerk für Flammschutzmittel getätigt. Zudem investierte die Business Unit Rhein Chemie in die Kapazitätserweiterung für Farbstoffe der Marke Macrolex. Die erweiterte Anlage wurde 2019 in Betrieb genommen.

Im Segment Performance Chemicals erfolgten Investitionen von 64 Mio. € (Vorjahr: 63 Mio. €), von denen 60 Mio. € (Vorjahr: 61 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 67 Mio. € (Vorjahr: 68 Mio. €). Die Investitionen betrafen beispielsweise die Ionenaustauscher-Produktion der Business Unit Liquid Purification Technologies. Darüber hinaus gab es verschiedene Prozessmodifikationen und kleinere Kapazitätserweiterungen bei den Business Units Material Protection Products und Inorganic Pigments.

Im Segment Engineering Materials beliefen sich die Investitionen auf 111 Mio. € (Vorjahr: 77 Mio.€), von denen 104 Mio. € (Vorjahr: 76 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 66 Mio. € (Vorjahr: 61 Mio. €) gegenüber. Ein hoher zweistelliger Mio.-€-Betrag der Investitionen in diesem Segment wurde bei der Business Unit High Performance Materials für neue Produktionskapazitäten von Hochleistungs-Kunststoffen der Marken Durethan und Pocan investiert. Diese Marken werden insbesondere in der IT- und Elektro-/ Elektronikindustrie sowie im Bereich der Elektromobilität eingesetzt. Weiterhin findet Durethan in der Produktion der endlosfaserverstärkten thermoplastischen Verbundmaterialien der LANXESS Marke Tepex als Basisharz Verwendung. Neben dem Bau einer neuen Produktionsanlage am Standort Krefeld-Uerdingen (Deutschland), wurde eine neue Com- poundier-Anlage am Standort Changzhou (China) im September in Betrieb genommen. Zudem investierte die Business Unit High Performance Materials in Brilon (Deutschland) insgesamt rund 10 Mio. € in zwei neue Produktionslinien, die im dritten Quartal 2019 in Betrieb genommen wurden.

Ferner investierte die Business Unit Urethane Systems in die Produktionskapazität für Präpolymere am Standort Porto Feliz (Brasilien). Die Anlage wurde in der Mitte des Jahres 2019 in Betrieb genommen.

Finanzlage

Operativer Cashflow unterstützt durch Reduktion des Nettoumlaufvermögens
Aktienrückkauf beeinflusst Abfluss aus Finanzierungstätigkeit
Weiterhin solide Liquiditätsposition

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit.

Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 2018 2019 Veränd.
Ergebnis vor Ertragsteuern 381 346 -35
Abschreibungen/Wertaufholungen 415 503 88
Sonstige Positionen -176 -283 -107
Zufluss aus operativer Tätigkeit - fortzuführendes Geschäft vor Veränderung Nettoumlaufvermögen 620 566 -54
Veränderung Nettoumlaufvermögen -179 68 247
Zufluss aus operativer Tätigkeit - fortzuführendes Geschäft 441 634 193
Abfluss/Zufluss aus investiver Tätigkeit - fortzuführendes Geschäft 80 -697 -777
Abfluss aus Finanzierungstätigkeit - fortzuführendes Geschäft -160 -431 -271
Zahlungswirksame Veränderung aus fortzuführender Geschäftstätigkeit 361 -494 -855
Zahlungswirksame Veränderung aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit -96 -8 88
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember 797 296 -501
davon fortzuführendes Geschäft 797 296 -501
davon nicht fortgeführtes Geschäft 0 0 0

Die nachfolgenden Erläuterungen der Kapitalflussrechnung beziehen sich auf das fortzuführende Geschäft von LANXESS.

Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens verringerte sich im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 54 Mio. € auf 566 Mio. €. Ausgangspunkt dafür war das um 35 Mio. € auf 346 Mio. € gesunkene Ergebnis vor Ertragsteuern. Die mit Wertaufholungen saldierten Abschreibungen in Höhe von 503 Mio. € lagen um 88 Mio. € über dem Vorjahreswert von 415 Mio. €. Dieser Anstieg ist zu in etwa gleichen Teilen auf die Einführung des neuen Standards zur Leasingbilanzierung IFRS 16 sowie auf außerplanmäßige Abschreibungen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung unseres Geschäfts mit Organometallen zurückzuführen. Die Abschreibung auf aktivierte Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen betrug im aktuellen Geschäftsjahr 49 Mio. €. Im Vorjahr waren Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverhältnissen von 5 Mio. € angefallen. Die sonstigen Positionen des Berichtsjahres enthalten unter anderem Steuerzahlungen, Effekte aus Geschäften zur Währungssicherung interner Finanzierungen sowie Auszahlungen für variable Vergütung und Restrukturierungsmaßnahmen.

Aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens im Vergleich zum 31. Dezember 2018 resultierte ein Mittelzufluss von 68 Mio. € nach einem Mittelabfluss von 179 Mio. € im Vorjahr. Der Zufluss im Berichtszeitraum ergab sich insbesondere aus dem Abbau der Vorräte sowie der Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig wirkte. Somit lag der Zufluss aus operativer Tätigkeit mit 634 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 441 Mio. €.

Aus investiver Tätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2019 ein Mittelabfluss von 697 Mio. € nach einem Mittelzufluss von 80 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Mittelzufluss des Vorjahres resultierte aus den erhaltenen Finanzmitteln von 1.427 Mio. € abzüglich 123 Mio. € abgegangener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO. Gegenläufig wirkte im Vorjahr die Geldanlage in Termingeldern und Wertpapiere sowie die Aufstockung des Pensionsvermögens. Der Mittelabfluss der Berichtsperiode resultierte insbesondere aus den Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Anlage der zum Vorjahresende aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO erhaltenen Finanzmittel. Einzahlungen aus finanziellen Vermögenswerten durch das Auslaufen kurzfristiger Geldanlagen wirkten gegenläufig. Darüber hinaus führte der Verkauf des Geschäfts mit Organometallen auf Zinn-Basis zu Einzahlungen von 20 Mio. €. Demgegenüber erhöhten sich wie geplant die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von 482 Mio. € auf 508 Mio. €. Die erhaltenen Zinsen und Dividenden lagen, im Wesentlichen aufgrund einer höheren Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), mit 26 Mio. € um 11 Mio. € über dem Vorjahreswert.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 431 Mio. € nach 160 Mio. € im Vorjahr. Im Vorjahr wurde eine neue Euroanleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € platziert. Der Mittelabfluss in der Berichtsperiode war im Wesentlichen bedingt durch die Auszahlungen für Aktienrückkäufe von 200 Mio. € sowie die Dividendenzahlung von 79 Mio. € an die LANXESS Aktionäre. Die Tilgung von Finanzschulden sowie Zinszahlungen und sonstige Auszahlungen des Finanzbereichs beliefen sich auf 90 Mio. € bzw. 66 Mio. €. Statt der bislang im Cashflow aus operativer Tätigkeit gezeigten Leasingzahlungen enthalten diese Positionen seit der Einführung des neuen Standards zur Leasingbilanzierung IFRS 16 sowohl den Tilgungs- als auch den Zinsanteil der Leasingzahlungen. Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse mit geringem Wert werden hingegen weiterhin direkt im Aufwand erfasst und mindern den Zufluss aus operativer Tätigkeit.

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2019 aus der fortzuführenden Geschäftstätigkeit eine zahlungswirksame Verminderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 494 Mio. € nach einer Erhöhung von 361 Mio. € im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der währungsbedingten und sonstigen Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 1 Mio. € ergab sich zum Bilanzstichtag ein Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 296 Mio. € nach 797 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2019 über eine weiterhin solide Liquiditätsposition.

Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhte sich um 167 Mio. € auf 126 Mio. €.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

LANXESS verfolgt eine konservative Finanzpolitik und adressiert vorausschauend finanzielle Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Die Verschuldungshöhe orientiert sich im Wesentlichen an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich und steht zusammen mit dem Free Cashflow im Fokus des Finanzmanagements. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Zins- oder Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Chancen- und Risikobericht dargestellt.

Rating des LANXESS Konzerns

Um die Ziele des Finanzmanagements zu erreichen, sind der Zugang zu den Kapitalmärkten sowie eine intakte Geschäftsbeziehung zu nationalen und internationalen Geschäftsbanken notwendige Voraussetzungen. Entsprechend ist auch die nachhaltige Interaktion und Kommunikation mit Banken, Investoren und Ratingagenturen von wesentlicher Bedeutung. In 2019 haben alle drei Ratingagenturen ihre Einschätzung der Kreditwürdigkeit von LANXESS bestätigt. Die stetige Transformation von LANXESS hin zu einem Spezialchemieunternehmen mit Fokus auf stabile Geschäfte in kleinen und mittelgroßen Nischenmärkten wird von den Ratingagenturen positiv beurteilt. Der vereinbarte Verkauf der Anteile am Chemieparkbetreiber Currenta bestätigt die Ratingagenturen in ihrer Einschätzung des verbesserten Risikoprofils von LANXESS. Standard & Poor’s beurteilt LANXESS mit einem „BBB“-Rating und stabilem Ausblick, Moody’s vergibt ein „Baa2“-Rating bei stabilem Ausblick und Scope Ratings bewertet LANXESS mit „BBB+“ bei ebenfalls stabilem Ausblick.

Entwicklung der LANXESS Ratings und deren Ausblick seit 2015

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2015 2016 2017 2018 2019
Standard & Poor’s BBB—/positiv 24.09.2015 BBB-/negativ 26.09.2016 BBB—/stabil 31.07.2017 BBB/stabil 16.10.2018 BBB/stabil 05.09.2019
Moody’s Investors Service Baa3/stabil 02.07.2015 Baa3/stabil 26.09.2016 Baa3/stabil 20.10.2017 Baa2/stabil 23.08.2018 Baa2/stabil 26.08.2019
Scope Ratings BBB+/stabil 15.08.2018 BBB+/stabil 23.07.2019

Finanzierungsanalyse

LANXESS verfügte auch im Geschäftsjahr 2019 über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur und eine solide Liquiditätslage. Die nächste Fälligkeit einer Anleihe liegt im Oktober 2021. Über das bestehende Debt-Issuance-Programm können sehr flexibel Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt platziert werden. Zum 31. Dezember 2019 war der Finanzierungsrahmen von 5,0 Mrd. € durch die unter dem Programm begebenen Anleihen und Privatplatzierungen zu rund 2,2 Mrd. € genutzt. Die Höhe des Debt-Issuance-Programms kann flexibel den künftigen Erfordernissen angepasst werden, um Handlungsspielräume zu sichern. Kapitalmarktfinanzierungen sind zentrale Bausteine im Finanzierungsmix von LANXESS, den wir stets auch vor dem Hintergrund einer ausreichenden Diversifikation unserer Finanzierungsquellen und unserer strategischen Unternehmensausrichtung hinterfragen.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 59 Mio. € im Vorjahr auf 66 Mio. €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Einführung des neuen Leasingstandards IFRS 16 und der damit einhergehenden Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen. Im Vorjahr wurden nur Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ausgewiesen, die in der LANXESS Gruppe nur in geringem Umfang genutzt wurden. Mit der Einführung des IFRS 16 werden neben Finanzierungsleasing auch grundsätzlich die Zahlungsverpflichtungen der ehemals als Operating Leasing klassifizierten Verträge als Leasingverbindlichkeit ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2019 lag die Gesamthöhe der Verbindlichkeiten aus Leasing im Wesentlichen aufgrund der Einführung von IFRS 16 mit 141 Mio. € über dem Vorjahreswert von 17 Mio.€. Rückläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

LANXESS verfügte am 31. Dezember 2019 im geringen Umfang über außerbilanzielle Finanzierungen in Form von kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverhältnissen mit geringem Wert.

In Summe nahmen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzungen, von 2.720 Mio. € im Jahr 2018 auf 2.818 Mio. € zum 31. Dezember 2019 zu. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, definiert als die Summe der Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Zinsabgrenzungen und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte, lagen zum Ende des Berichtsjahres mit 2.522 Mio. € über dem Wert zum 31. Dezember 2018 von 1.923 Mio. €. Zum 31. Dezember 2019 wurden außerdem kurzfristige Geldanlagen und Wertpapiere von 780 Mio. € gehalten. Die Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren beliefen sich zum Jahresende 2019 auf 1.742 Mio. €. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit auf Vorjahresniveau. Änderungen des Zinsniveaus haben in der momentanen Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Der Anteil der in Euro in Anspruch genommenen Kredite und Anleihen lag im Berichtsjahr mit durchschnittlich 100 % leicht über dem Vorjahresniveau von 99 %. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz unserer Finanzverbindlichkeiten in Euro lag mit 2,0 % zum Jahresende 2019 auf Vorjahresniveau.

Nachfolgende Übersicht zeigt detailliert die Finanzierungsstruktur von LANXESS zum 31. Dezember 2019 einschließlich der wesentlichen Liquiditätsreserven.

Finanzierungsstruktur

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Instrument Betrag in Mio. € Laufzeit bis Zinssatz in % Finanzielle Nebenbedingungen
Euroanleihe 2016/2021 (500 Mio. €) 498 Oktober 2021 0,250 nein
Euroanleihe 2012/2022 (500 Mio. €) 498 November 2022 2,625 nein
Euroanleihe 2018/2025 (500 Mio. €) 494 Mai 2025 1,125 nein
Euroanleihe 2016/2026 (500 Mio. €) 494 Oktober 2026 1,000 nein
Hybridanleihe 2016/2076 (500 Mio. €) 490 Dezember 2076 4,500 nein
Privatplatzierung 2012/2022 (100 Mio. €) 100 April 2022 3,500 nein
Privatplatzierung 2012/2027 (100 Mio. €) 99 April 2027 3,950 nein
Sonstige Kredite 4 n/a nein
Finanzierungsleasing 141 n/a nein
Summe Finanzverbindlichkeiten 2.818
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 296 ≤ 3 Monate
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 0 ≤ 3 Monate
Summe Liquidität 296
Nettofinanzverbindlichkeiten 2.522
abzüglich kurzfristiger Geldanlagen und Wertpapieren 780
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren 1.742

Die sonstigen Kredite betreffen im Wesentlichen eine finanzielle Zusage am High-Tech Gründerfonds III. Zum Aufstellungszeitpunkt lagen keine Refinanzierungsrisiken vor.

Liquiditätsanalyse

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 296 Mio. € werden zu rund 60 % in Konzerngesellschaften in Ländern mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr gehalten. Die übrigen rund 40 % werden in Gesellschaften mit regulierten Kapitalmärkten gehalten, in denen Beschränkungen zum Zahlungsmitteltransfer existieren. Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten hält LANXESS kurzfristige Geldanlagen und Wertpapiere in Höhe von 780 Mio. €. Darüber hinaus gibt es weitere Liquiditätsreserven in Form von ungenutzten Kreditlinien. Die Geldanlagen werden im Wesentlichen bei Kreditinstituten gehalten.

Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2019 jederzeit gesichert.

Die mit Abstand bedeutendste Kreditlinie für LANXESS ist die im Dezember 2019 unterzeichnete syndizierte Kreditlinie mit einer Grundlaufzeit bis Dezember 2024 in Höhe von 1,0 Mrd. €. Die Kreditlinie ist an die Erreichung von ESG-Kriterien („Environmental, Social and Governance“) gekoppelt. So hängen die Zinskonditionen unter anderem von der erfolgreichen Reduktion der Scope-1-Treibhausgasemissionen und der Steigerung des Frauenanteils in den drei obersten Managementebenen ab. Mit der Kreditlinie wurde die ursprünglich im Mai 2023 auslaufende syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. € zu verbesserten Konditionen frühzeitig ersetzt.

Die Kreditlinie wurde bislang nicht in Anspruch genommen. Sie ist als Betriebsmittel- und Investitionslinie ausgestaltet und entspricht den Markt-Usancen des europäischen syndizierten Kreditmarkts für Investment-Grade-Unternehmen im BBB-Ratingbereich. Keiner unserer wesentlichen Kreditverträge enthält finanzielle Nebenbedingungen (Financial Covenants).

Insgesamt verfügten wir zum 31. Dezember 2019 über nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 1,0 Mrd. €.

In Summe ergibt sich aus dem Bestand liquider Mittel, kurzfristiger Geldanlagen und Wertpapiere sowie ungenutzter Kreditlinien eine verfügbare Liquidität von rund 2,1 Mrd. €.

GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 6.802 Mio. € auf Vorjahresniveau. Während die Segmente Performance Chemicals und Advanced Intermediates höhere Umsätze verzeichnen konnten, blieben sie in den Segmenten Engineering Materials und Specialty Additives, auch aufgrund einer schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie, hinter dem Vorjahr zurück. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte in allen Segmenten einen positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Zudem ergab sich aus dem im Vorjahr vom belgischen Chemiekonzern Solvay erworbenen US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäft ein geringer positiver Portfolioeffekt auf den Umsatz.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2019 um 33 Mio. € von 986 Mio. € auf 1.019 Mio. €. Drei unserer vier Geschäftssegmente trugen zu dieser positiven Entwicklung bei.

Das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 431 Mio. € auf 205 Mio. € bzw. von 4,71 € auf 2,32 €. Hauptausschlaggebend für die Rückgänge war die Ergebnisentwicklung des nicht fortgeführten Geschäfts: Das Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft reduzierte sich von 149 Mio. € auf minus 35 Mio.€, das Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführtem Geschäft von 1,63 € auf minus 0,40 €. Zudem erhöhte sich die Summe der Sondereinflüsse von minus 90 Mio. € auf minus 150 Mio. €.

Wir haben unseren konservativen Ansatz in der Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik auch 2019 beibehalten. Gemäß dem Grundsatz der Stetigkeit haben wir die Bewertungsmethoden und Ermessensspielräume im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet bzw. genutzt. Erläuterungen zu den Effekten des neuen Standards zur Leasingbilanzierung IFRS 16 finden sich im Anhang zum Konzernabschluss 2019 unter „Angewendete Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen“.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 31,9 % auf 30,4 %. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 8.687 Mio. € auf 8.695 Mio. €.

Unsere Bilanz zeigt weiterhin eine solide Liquiditätsposition. Darüber hinaus sind weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form nicht genutzter Kreditlinien vorhanden. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit auf Vorjahresniveau. Unsere Finanzverbindlichkeiten sind frei von finanziellen Nebenbedingungen (Financial Covenants).

Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten erhöhten sich nach Abzug von kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren um 361 Mio. € auf 1.742 Mio. €. Die Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s sowie Scope Ratings haben im Geschäftsjahr 2019 die Bewertung unserer Kreditwürdigkeit bestätigt. Standard & Poor’s beurteilt LANXESS mit „BBB“, Moody’s mit „Baa2“ und Scope Ratings mit „BBB+“. Alle drei Ratingagenturen gehen unverändert von einem stabilen Ausblick aus.

Die Ergebnisentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres und unsere wirtschaftliche Lage sehen wir insgesamt positiv. Wir sehen uns weiterhin auf einem guten Weg, ein deutlich stabileres Spezialchemieunternehmen mit einem stärkeren Cashflow und einem ausgewogeneren, nachhaltigeren Portfolio zu werden.

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Kennzahlen

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Ertragslage
Umsatzerlöse 1) 7.902 7.699 6.530 6.824 6.802
EBITDA vor Sondereinflüssen  1) 885 995 925 986 1.019
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 1) 11,2% 12,9% 14,2% 14,4% 15,0%
EBITDA 1) 833 945 709 906 910
EBIT vor Sondereinflüssen  1) 422 514 558 581 557
EBIT 1) 415 464 299 491 407
EBIT-Marge 1) 5,3% 6,0% 4,6% 7,2% 6,0%
Konzernergebnis 165 192 87 431 205
Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien in Stück 91.522.936 91.522.936 91.522.936 91.522.936 88.334.641
Ergebnis je Aktie (€) 1,80 2,10 0,95 4,71 2,32
Finanzlage
Cashflow aus operativer Tätigkeit 1) 692 689 568 441 634
Abschreibungen / Wertaufholungen 1) 418 481 410 415 503
Auszahlungen für Investitionen 1) 434 439 397 482 508
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.211 2.394 2.252 1.923 2.522
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren 1.211 269 2.252 1.381 1.742
Vermögenslage
Bilanzsumme 7.219 9.877 10.411 8.687 8.695
Langfristige Vermögenswerte 4.180 4.519 6.454 4.786 5.065
Kurzfristige Vermögenswerte 3.039 5.358 3.957 3.901 3.630
Nettoumlaufvermögen 1.526 1.628 1.948 1.455 1.308
Eigenkapital (einschl. Anteilen anderer Gesellschafter) 2.323 3.728 3.413 2.773 2.647
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.215 1.249 1.490 1.083 1.178
Kennzahlen
ROCE 8,4% 6,9% 9,3% 11,4 2) 10,0% 2)
Eigenkapitalquote 32,2% 37,7% 32,8% 31,9% 30,4%
Vermögensquote 57,9% 45,8% 62,0% 55,1% 58,3%
Vermögensdeckungsgrad I 55,6% 82,5% 52,9% 57,9% 52,3%
Nettoumlaufvermögen / Umsatz 19,3% 21,1% 20,2% 20,2% 19,2%
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 16.225 16.721 19.029 15.441 14.304

1) Werte ab 2017 ohne ARLANXEO und ab 2018 ohne Business Unit Leather.

2) Capital Employed zum 31. Dezember 2018 und zum 31. Dezember 2019 bereinigt. Für Details verweisen wir auf den Abschnitt „Rentabilität“.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER LANXESS AG

Die LANXESS AG hat vor allem die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Ferner bestimmt die Konzernführungsgesellschaft die Finanzierung und die Kommunikation mit den wichtigsten Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird im Wesentlichen von den operativen Geschäftseinheiten des LANXESS Konzerns und der Entwicklung der Chemiebranche bestimmt. Das aus den Ergebnisabführungen und den Gewinnausschüttungen der Beteiligungen resultierende Beteiligungsergebnis ist von zentraler Bedeutung für das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG. Demnach gelten insbesondere die Aussagen im Chancen- und Risikobericht dieses Lageberichts im Wesentlichen auch für die LANXESS AG.

Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Umsatz und Ergebnis der LANXESS AG

Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB (Kurzform)

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in Mio. € 2018 2019 Veränd. in %
Umsatzerlöse 7 5 -28,6
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen -7 -5 28,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 0 0 -
Allgemeine Verwaltungskosten -48 -60 -25,0
Sonstige betriebliche Erträge 2 1 -50,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 0 -
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -46 -59 -28,3
Beteiligungsergebnis 318 752 > 100
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9 9 0,0
Zinsergebnis -69 -63 8,7
Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1 0 100,0
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge -17 -18 -5,9
Finanzergebnis 240 680 > 100
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -109 -158 -45,0
Ergebnis nach Steuern 85 463 >100
Jahresüberschuss 85 463 > 100
Gewinnvortrag 42 48 14,3
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -232 -
Bilanzgewinn 127 279 >100

Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LANXESS Deutschland GmbH, das Zinsergebnis und die allgemeinen Verwaltungskosten bestimmt.

Der Umsatz der LANXESS AG lag mit 5 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres und entfiel im Wesentlichen auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthielten, ergab sich ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz.

Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12 Mio. € bzw. 25,0 % auf 60 Mio. €. Sie betrafen vor allem Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen standen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lag mit minus 59 Mio. € um 13 Mio. € unter dem Wert im Vorjahr.

Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis, Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, erhöhte sich von 240 Mio. € auf 680 Mio. €. Die Veränderung resultierte hauptsächlich aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH, die, im Wesentlichen bedingt durch die Aufdeckung stiller Reserven im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Anteile an der Currenta GmbH & Co. OHG, mit 752 Mio. € um 434 Mio. € über dem Vorjahreswert lag. Die Verbesserung des Zinsergebnisses um 6 Mio. € auf minus 63 Mio. € hatte ebenfalls einen positiven Einfluss auf das Finanzergebnis.

Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte ein Aufwand von 158 Mio. €. Dieser setzte sich aus Steueraufwand für den Berichtszeitraum in Höhe von 35 Mio. € sowie für Vorjahre in Höhe von 123 Mio. € zusammen. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2019 betrug 463 Mio. € nach 85 Mio. € im Vorjahr.

Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2019 unter Berücksichtigung der Einstellung von 232 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) in andere Gewinnrücklagen sowie des Gewinnvortrags von 48 Mio. € einen Bilanzgewinn von 279 Mio. € aus. Im Vorjahr ergab sich ein Bilanzgewinn von 127 Mio. €.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der LANXESS AG

Bilanz nach HGB (Kurzform)

AKTIVA

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31.12.2018 31.12.2019 Veränd.
in Mio. € in % in Mio. € in % in%
--- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen 997 18,3 997 15,1 0,0
Anlagevermögen 997 18,3 997 15,1 0,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.061 56,3 4.514 68,4 47,5
Übrige Forderungen 245 45 558 8,5 > 100
Bankguthaben, Wertpapiere 1.103 20,3 500 7,6 -54,7
Umlaufvermögen 4.409 81,1 5.572 84,5 26,4
Rechnungsabgrenzungsposten 31 0,6 26 0,4 -16,1
Bilanzsumme 5.437 100,0 6.595 100,0 21,3

PASSIVA

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Eigenkapital 2.011 37,0 2.195 33,3 9,1
Rückstellungen 167 3,1 258 3,9 54,5
Anleihen 2.700 49,7 2.700 40,9 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29 0,5 25 0,4 -13,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 527 9,7 1.416 21,5 > 100
Übrige Verbindlichkeiten 3 0,1 1 0,0 -66,7
Verbindlichkeiten 3.259 59,9 4.142 62,8 27,1
Bilanzsumme 5.437 100,0 6.595 100,0 21,3

Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding ist die Bilanz von den Finanzanlagen, den Finanzverbindlichkeiten sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt.

Zum 31. Dezember 2019 lag die Bilanzsumme der LANXESS AG mit 6.595 Mio. € um 1.158 Mio. € bzw. 21,3 % über dem Wert des Vorjahres. Das Anlagevermögen betrug unverändert 997 Mio. € und beinhaltete im Wesentlichen den Beteiligungsbuchwert der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 739 Mio. € sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 198 Mio. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme verringerte sich von 18,3% auf 15,1,%. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 1.163 Mio. € bzw. 26,4 % auf 5.572 Mio. € und hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 84,5 % nach 81,1 % im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten 68,4 % der Bilanzsumme und resultierten im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen, dem Finanzverrechnungsverkehr sowie dem Ergebnisabführungsanspruch. Die übrigen Forderungen beinhalteten im Wesentlichen nicht disponible Geldanlagen und hatten einen Anteil an der Bilanzsumme von 8,5 % nach 4,5 % im Vorjahr. Der Anteil der Bankguthaben und Wertpapiere an der Bilanzsumme reduzierte sich von 20,3 % auf 7,6 %.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 184 Mio. € auf 2.195 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch den Jahresüberschuss in Höhe von 463 Mio. €. Gegenläufig wirkte die Dividendenzahlung für das Jahr 2018 sowie der Erwerb und Einzug eigener Aktien in Höhe von 200 Mio. €. Die Eigenkapitalquote betrug 33,3% nach 37,0% zum Jahresende 2018.

Die Rückstellungen stiegen um 91 Mio. € auf 258 Mio. € und betrafen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Rückstellungen für gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen sowie Ertragsteuern. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 883 Mio. € auf 4.142 Mio. €. Die Entwicklung ist vor allem auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die mit 1.416 Mio. € um 889 Mio. € über dem Vorjahreswert lagen.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der vorliegende Vergütungsbericht richtet sich nach den gesetzlichen Anforderungen und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Er beschreibt und erläutert detailliert das Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat der LANXESS AG sowie die Vergütung der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Eine transparente und verständliche Berichterstattung hierüber stellt für LANXESS ein zentrales Element guter Corporate Governance dar.

Vergütung des Vorstands

Vergütungssystem

Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat, nach Vorbereitung durch das Präsidium, festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig von einem externen Personalberatungsunternehmen überprüft. Eine solche Überprüfung hat auch im Geschäftsjahr 2019 stattgefunden. Bei dieser Überprüfung wurde die Vorstandsvergütung mit der der Unternehmen des MDAX sowie zudem mit der einer Gruppe ausgewählter Chemieunternehmen 1) verglichen. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung umfassen insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des LANXESS Konzerns. Darüber hinaus werden die Üblichkeit der Vergütung bei vergleichbaren Unternehmen und die Vergütungsstruktur innerhalb des Unternehmens hinsichtlich des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt.

Ziel des Vergütungssystems ist es, eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung zu unterstützen. Die Vergütungsstruktur von LANXESS ist deshalb darauf ausgerichtet, Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung zu setzen. Zwei der drei variablen Komponenten bemessen sich nach der Unternehmensentwicklung über mehrere Jahre und setzen damit langfristige Verhaltensanreize. Dadurch, dass eine dieser mehrjährigen Vergütungskomponenten die Entwicklung des Aktienkurses berücksichtigt, wird zudem die Zielsetzung des Managements mit den unmittelbaren Interessen der Aktionäre in Einklang gebracht.

Das Vergütungssystem, das für die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt, wurde von der Hauptversammlung der LANXESS AG am 28. Mai 2010 mit einer Mehrheit von 99,10 % des vertretenen Kapitals gebilligt.

Bestandteile des Vergütungssystems

Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind neben der festen Vergütung die kurz- und langfristigen variablen Vergütungskomponenten Annual Performance Payment (APP), Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und Long Term Performance Bonus (LTPB) sowie die Altersversorgung. Die drei variablen Komponenten APP, LTSP und LTPB orientieren sich am jährlichen und am mehrjährigen Erfolg von LANXESS und honorieren somit die nachhaltige wertorientierte Entwicklung des Unternehmens. Der durchschnittliche Vergütungsmix bei Annahme einer 100%igen Zielerreichung ist mit 32 % fester Jahresvergütung und 68 % variabler Komponenten stark am unternehmerischen Erfolg und an einer langfristigen Wertsteigerung orientiert.

1) Die Vergleichsgruppe besteht aus folgenden Unternehmen: AkzoNobel, Beiersdorf, Clariant, Covestro, Evonik, Henkel, K+S, Linde, Lonza, Merck, Royal DSM, Solvay, Symrise, Wacker Chemie.

Um die Vorstandsvergütung noch langfristiger auszugestalten und bereits absehbaren Anforderungen des damals noch laufenden Gesetzgebungsverfahrens zum Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) zu entsprechen sowie bestimmte Empfehlungen der vorgeschlagenen neuen Fassung des DCGK zu berücksichtigen, hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2019 die Dienstverträge der Mitglieder des Vorstands rückwirkend zum 1. Januar 2019 entsprechend angepasst. Folgende Änderungen wurden vorgenommen:

Die Gesamtvergütung für die Mitglieder des Vorstands wurde insgesamt der Höhe nach begrenzt.
Die Höhe der Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung sowie der Sachbezüge wurde jeweils durch einen bestimmten Prozentsatz der festen Jahresvergütung begrenzt.
Die dem Aufsichtsrat vorbehaltene Gewährung eines anlassbezogenen Ermessensbonus zur Würdigung besonderer Leistungen bzw. zur Schaffung eines zusätzlichen Leistungsanreizes wurde auf einen Höchstwert begrenzt.
Der LTPB wurde auf eine Betrachtung der Zielerreichung von zuvor zwei Jahren auf drei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre umgestellt.
Der Aufsichtsrat behält sich vor, die gewährte variable Vergütung ganz oder teilweise bei schwerwiegender Pflichtverletzung einzubehalten oder zurückzufordern („claw-back“).

Nach mittlerweile erfolgtem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zum ARUG II und auf Basis der in diesem Zusammenhang veröffentlichten, aber bisher noch nicht in Kraft getretenen neuen Fassung des DCGK vom 16. Dezember 2019 wird der Aufsichtsrat im Laufe des Jahres 2020 das Vergütungssystem überarbeiten und der Hauptversammlung 2021 gemäß den Vorgaben des ARUG II zur Billigung Vorschlägen („Say on Pay“).

Feste Vergütung

Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z. B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben. Die feste Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder ist marktorientiert und an der Vergütung der bereits zuvor erwähnten Vergleichsgruppe ausgerichtet. Sie wird monatlich anteilig als Gehalt gezahlt.

Variable Vergütung

Annual Performance Payment (APP)

Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment. Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen, wie dem Erreichen zuvor festgelegter Ziele für das EBITDA vor Sondereinflüssen des LANXESS Konzerns, und findet für einen Großteil der tariflichen und außertariflichen Mitarbeiter weltweit in gleicher Form Anwendung. Bei 100%iger Zielerreichung entspricht das individuelle Budget des APP im Geschäftsjahr 2019 für Herrn Zachert 125 % und für die übrigen Vorstandsmitglieder 100 % der individuellen festen Jahresvergütung. Die Ziel- und Schwellenwerte, die für die Höhe der Auszahlung maßgebend sind, werden jährlich vom Aufsichtsrat vor Beginn eines neuen Geschäftsjahres festgelegt. Es gibt keine Auszahlung eines Mindestbetrages. Für das Geschäftsjahr 2019 ist die maximale Höhe der Auszahlung, im Einklang mit den für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter geltenden Obergrenzen, auf 200 % des individuellen Budgets begrenzt. Bei deutlichen Zielverfehlungen kann die Auszahlung des APP vollständig entfallen (0 %). Zudem behält sich der Aufsichtsrat vor, eine Kürzung des APP vorzunehmen, sollten gravierende Arbeitssicherheits- und/oder Umweltprobleme auftreten.

Long Term Stock Plan (LTSP)

Ein weiteres Element der variablen Vergütung ist der mehrjährige sogenannte Long Term Stock Performance Plan. Diese aktienbasierte Vergütungskomponente bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zu einem Referenzindex. Dieser Referenzindex ist der MSCI World Chemicals Index, der erstmalig in dem 2014 aufgelegten Programm LTSP 2014-2017 zugrunde gelegt wurde.

Das seit 2018 bestehende Programm LTSP 2018-2021 erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen. Nach Ablauf der vierjährigen Sperrfrist erfolgt eine sofortige Ausübung der gewährten Anrechte. Bei der Annahme einer 100%igen Zielerreichung sehen die LTSP-Programme eine mögliche Auszahlung pro Tranche in Höhe von 30 % des individuellen Zieleinkommens vor. Die maximale Auszahlung beträgt 60 % des individuellen Zieleinkommens bei einer durchschnittlichen Performance der Aktie von 115 % im Vergleich zum Referenzindex. Liegt die Performance der Aktie zum Index unterhalb von 100 %, kann eine Auszahlung entfallen, liegt sie unter 85 %, entfällt sie zwingend. Das individuelle Zieleinkommen ergibt sich aus der festen Jahresvergütung zuzüglich APP auf Basis einer 100%igen Zielerreichung.

Parallel zur Einführung des Programms LTSP 2018-2021 wurde im Jahr 2018 die Share Ownership Guideline (SOG), eine Richtlinie zur Aktienhalteverpflichtung, etabliert. Die Mitglieder des Vorstands sind verpflichtet, kontinuierlich über einen Zeitraum von vier Jahren nachweisbar einen Mindestbestand an Aktien der LANXESS AG zu erwerben und bis zur Beendigung des Dienstverhältnisses zu halten (SOG-Ziel). Der Bestand wird jährlich überprüft. Das SOG-Ziel beträgt für den Vorsitzenden des Vorstands 150 % und für die übrigen Mitglieder des Vorstands 100 % ihrer festen Jahresvergütung. Die Anzahl der zu erwerbenden Aktien wird auf Basis des Durchschnittskurses der LANXESS Aktie der letzten zehn Handelstage des Vorjahres und der ersten zehn Handelstage des jeweils laufenden Jahres ermittelt.

Die Teilnahme am LTSP 2014-2017, wie auch an früheren LTSP-Programmen, erforderte ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Für diese Aktien gilt eine Haltefrist von vier Jahren (LTSP 2014-2017). Nach Ablauf der vierjährigen Sperrfrist können die durch das LTSP gewährten Anrechte ausgeübt werden. Die Ausübungsfristen betragen grundsätzlich drei Jahre, für die Tranchen 2012 und 2013, die als einzige Tranchen aus früheren Programmen (LTSP 2010-2013) noch offen sind, fünf Jahre.

Im Übrigen wird, insbesondere hinsichtlich der angesetzten Bewertungsparameter, auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben verwiesen.

Für das Geschäftsjahr 2019 resultiert aus der anteilsbasierten Vergütung für Herrn Zachert ein Aufwand von 2.143 T€ (Vorjahr: 58 T€), für Herrn Dr. Borkowsky ein Aufwand von 57 T€ (Vorjahr: 0 T€), für Herrn Dr. Fink ein Aufwand von 644 T€ (Vorjahr: Ertrag von 113 T€), für Herrn Pontzen ein Aufwand von 644 T€ (Vorjahr: Ertrag von 113 T€) und für Herrn Dr. van Roessel ein Aufwand von 1.030 T€ (Vorjahr: 87 T€).

Long Term Performance Bonus (LTPB)

Der Long Term Performance Bonus als dritte variable Komponente berücksichtigt ebenfalls eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zielerreichungen werden erst nach drei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der drei Geschäftsjahre. Der LTPB für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat festgelegt und beträgt bei einer durchschnittlichen 100%igen APP-Zielerreichung 45 % der festen Jahresvergütung.

Die einzelnen Bestandteile des Vergütungssystems gliedern sich wie folgt auf:

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht:

Bezüge des Vorstands

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Erfolgsunabhängige Bezüge
in T€ Jahr Feste Jahresvergütung Sachbezüge und sonstige
--- --- --- ---
Matthias Zachert 2019 1.313 79
2018 1.200 757
Dr. Anno Borkowsky 2019 292 29
(ab 1. Juni 2019) 2018 - -
Dr. Hubert Fink 2019 550 53
2018 550 53
Michael Pontzen 2019 550 50
2018 550 187
Dr. Rainier van Roessel 2019 650 52
(bis 31. Dezember 2019) 2018 650 51
nicht mehr amtierender Vorstand - -
Stephen C. Forsyth 2019 -
(bis 31. Mai 2018) 2018 188 -
Summe 2019 3.355 263
2018 3.138 1.048

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Erfolgsbezogene Bezüge
in T€ APP  (einjährig) 4) LTPB (mehrjährig) Anpassung für Vorjahre
--- --- --- --- --- ---
Matthias Zachert 1.553 1.132 2) -15 3)
1.950 702 1) -
Dr. Anno Borkowsky 268 121 2) -
(ab 1. Juni 2019) - - -
Dr. Hubert Fink 506 443 2) -6 3)
715 322 1) -
Michael Pontzen 506 443 2) -6 3)
715 322 1) -
Dr. Rainier van Roessel 650 549 2) -7 3)
(bis 31. Dezember 2019) 845 380 1) -
nicht mehr amtierender Vorstand - - -
Stephen C. Forsyth - - -
(bis 31. Mai 2018) 186 - -
Summe 3.483 2.688 -34
4.411 1.726 -

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Bezüge aus gewährten LTSP-Anrechten
in T€ Barvergütung gesamt Beizulegende Zeitwerte Summe
--- --- --- ---
Matthias Zachert 4.062 810 4.872
4.609 810 5.419
Dr. Anno Borkowsky 710 175 885
(ab 1. Juni 2019) - - -
Dr. Hubert Fink 1.546 330 1.876
1.640 330 1.970
Michael Pontzen 1.543 330 1.873
1.774 330 2.104
Dr. Rainier van Roessel 1.894 390 2.284
(bis 31. Dezember 2019) 1.926 390 2.316
nicht mehr amtierender Vorstand - - -
Stephen C. Forsyth - - -
(bis 31. Mai 2018) 374 - 374
Summe 9.755 2.035 11.790
10.323 1.860 12.183

1) Auszahlung in 2019 bzw. 2020.

2) Auszahlung in 2020, 2021 und 2022. Berücksichtigt auch die Umstellung der Betrachtung der LTPB-Zielerreichung von zwei auf drei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre.

3) Auszahlung in 2019, 2020 und 2021.

4) Auszahlung in 2019 bzw. 2020.

Insgesamt ergeben sich Gesamtbezüge für den Vorstand in Höhe von 11.790 T€ (Vorjahr: 12.183 T€). Diese setzen sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten von 3.618 T€ (Vorjahr: 4.186 T€), erfolgsbezogenen Komponenten von 6.137 T€ (Vorjahr: 6.137 T€) und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung von 2.035 T€ (Vorjahr: 1.860 T€) zusammen. Im Geschäftsjahr 2019 basierten die erfolgsbezogenen Komponenten auf dem erzielten EBITDA vor Sondereinflüssen von 1.019 Mio. € und der sich daraus ergebenden APP-Zielerreichung von 92 %. Eine 100%ige APP-Zielerreichung hätte für das Geschäftsjahr 2019 bei einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 1.045 Mio. € vorgelegen. Im Rahmen des LTSP wurden den Vorständen im Geschäftsjahr insgesamt 2.035.000 Anrechte (Vorjahr: 1.860.000) gewährt. Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte pro Anrecht der einzelnen Tranchen zum Bilanzstichtag verweisen wir auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben.

Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2018 resultierten die vergleichsweise hohen Sachbezüge bei Herrn Zachert und Herrn Pontzen aus den vom Aufsichtsrat der LANXESS AG genehmigten Sicherungsmaßnahmen an ihren Wohnbereichen.

Altersversorgung

Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 bzw. 62 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht werden.

Bei der Altersversorgung für die Mitglieder des Vorstands handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen von der Gesellschaft zu erbringenden Grundbeitrag in Höhe von jeweils 50 bzw. 56,25 % der festen Jahresvergütung vorsieht. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu leisten. Dieser Eigenbeitrag kann von den Vorstandsmitgliedern auf bis zu 25 % des APP erhöht werden. Unabhängig von der tatsächlichen Zielerreichung ist die Basis für die Beitragsermittlung eine 100%ige Zielerreichung. Die Summe der Beiträge ist auf eine maximale Obergrenze begrenzt. Im Versorgungsfall können bis zu 30 % des verzinslich angesammelten Kapitals in eine Rentenleistung umgewandelt werden. Aus Regelungen vor 2006 resultieren Ansprüche, die für einzelne Vorstandsmitglieder als Besitzstände gewahrt werden. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 bzw. 62 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.

Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs), der nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB hierfür ermittelte Nettoaufwand sowie die Barwerte des Verpflichtungsumfangs nach IFRS und HGB sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Pensionsansprüche

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IFRS HGB
in T€ Jahr Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) Barwert des Verpflichtungsumfangs Nettoaufwand der erworbenen Versorgungsansprüche Barwert des Verpflichtungsumfangs
--- --- --- --- --- ---
Matthias Zachert 2019 759 7.894 1.122 6.207
2018 749 6.251 979 5.085
Anno Borkowsky 2019 56 2.548 2.029 2.029
2018 - - - -
Dr. Hubert Fink 2019 308 5.229 815 4.121
2018 311 4.058 639 3.306
Michael Pontzen 2019 318 2.898 367 2.135
2018 323 2.298 346 1.768
Dr. Rainier van Roessel (bis 31.Dezember 2019) 2019 158 8.330 761 7.460
2018 158 7.370 617 6.699
Summe 2019 1.599 26.899 5.094 21.952
2018 1.541 19.977 2.581 16.858

Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2019 nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS bei 34.629 T€ (Vorjahr: 35.261 T€) und nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bei 27.904 T€ (Vorjahr: 30.089 T€).

Leistungen in Zusammenhang mit bzw. nach der Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Vorstand verfügt über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw. für den Fall einer wesentlichen Veränderung in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control). Die Konditionen richten sich nach dem jeweiligen Sachverhalt und beinhalten Abfindungsleistungen in Höhe von bis zu zwei, im Falle des Kontrollwechsels drei festen Jahresvergütungen jeweils zuzüglich des APP und LTPB. LTSP-Anrechte werden bei Ausscheiden nach den Planbedingungen abgefunden. Weitergehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden.

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 7.070 T€ (Vorjahr: 473 T€). Davon entfallen 6.459 T€ (Vorjahr: 0 T€) auf einmalige Kapitalzahlungen.

Sonstiges

Herr Dr. Rainier van Roessel ist zum 31. Dezember 2019 planmäßig aus dem Vorstand ausgeschieden und trat zum Jahresende in den Ruhestand. Für das Geschäftsjahr 2019 wurde für die erfolgsabhängigen variablen Vergütungsbestandteile APP und LTPB eine Zielerreichung von 100 % festgelegt. Die Auszahlungen für APP und LTPB erfolgen zu den üblichen Auszahlungszeitpunkten. Abweichend von den Programmbedingungen werden die Tranchen 2012 und 2013 aus dem LTSP 2010 bis 2013 und die Tranchen 2016 und 2017 aus dem LTSP 2014 bis 2017 nicht abgegolten, sondern können von Herrn Dr. van Roessel weiterhin ausgeübt werden. Die Anrechte der Tranchen 2018 und 2019 aus dem LTSP Plan 2018 bis 2021 werden entsprechend der Programmbedingungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses unverändert fortgeführt und bei Fälligkeit mit der dann ermittelten tatsächlichen Performance ausgezahlt.

Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentliche Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt.

Individuelle Vergütung gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

In den nachfolgenden Tabellen werden gemäß den Anforderungen des DCGK die für die Jahre 2018 und 2019 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen sowie der jeweilige Zufluss (Auszahlungsbetrag) dargestellt. Bei den variablen Vergütungskomponenten wird nach Bezugsjahren differenziert. Die Angabe der gewährten Zuwendungen ist bei den variablen Vergütungskomponenten ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung.

Gewährte Zuwendungen

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Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands
in T€ Zielwert 2018 Zielwert 2019 2019 (Min.) 2019 (Max.)
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Feste Jahresvergütung 1.200 1.313 1.313 1.313
Nebenleistungen 757 79 79 79
Summe 1.957 1.392 1.392 1.392
Einjährige variable Vergütung (APP) 1.500 1.688 0 3.375
Mehrjährige variable Vergütung 1.350 2.181 335 4.025
LTPB (Tranche 2017-2019) 540 97 74 119
LTPB (Tranche 2018-2020) - 666 261 1.071
LTPB (Tranche 2019-2021) - 608 0 1.215
LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) 810 - - -
LTSP 2018-2021 (Tranche 2019) - 810 0 1.620
Summe 4.807 5.261 1.727 8.792
Versorgungsaufwand 749 759 759 759
Gesamtvergütung 5.556 6.020 2.486 9.551

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Dr. Anno Borkowsky Vorstandsmitglied Eintritt 01.06.2019
in T€ Zielwert 2018 Zielwert 2019 2019 (Min.) 2019 (Max.)
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Feste Jahresvergütung - 292 292 292
Nebenleistungen - 29 29 29
Summe - 321 321 321
Einjährige variable Vergütung (APP) - 292 0 583
Mehrjährige variable Vergütung - 474 0 948
LTPB (Tranche 2017-2019) - 44 0 88
LTPB (Tranche 2018-2020) - 119 0 238
LTPB (Tranche 2019-2021) - 225 0 450
LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) - - - -
LTSP 2018-2021 (Tranche 2019) - 175 - 350
Summe - 1.087 321 1.852
Versorgungsaufwand - 56 56 56
Gesamtvergütung - 1.143 377 1.908

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Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied
in T€ Zielwert 2018 Zielwert 2019 2019 (Min.) 2019 (Max.)
--- --- --- --- ---
Feste Jahresvergütung 550 550 550 550
Nebenleistungen 53 53 53 53
Summe 603 603 603 603
Einjährige variable Vergütung (APP) 550 550 0 1.100
Mehrjährige variable Vergütung 578 849 106 1.591
LTPB (Tranche 2017-2019) 248 - - -
LTPB (Tranche 2018-2020) - 271 106 436
LTPB (Tranche 2019-2021) - 248 0 495
LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) 330 - - -
LTSP 2018-2021 (Tranche 2019) - 330 0 660
Summe 1.731 2.002 709 3.294
Versorgungsaufwand 311 308 308 308
Gesamtvergütung 2.042 2.310 1.017 3.602

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Michael Pontzen Finanzvorstand
in T€ Zielwert 2018 Zielwert 2019 2019 (Min.) 2019 (Max.)
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Feste Jahresvergütung 550 550 550 550
Nebenleistungen 187 50 50 50
Summe 737 600 600 600
Einjährige variable Vergütung (APP) 550 550 0 1.100
Mehrjährige variable Vergütung 578 849 106 1.591
LTPB (Tranche 2017-2019) 248 - - -
LTPB (Tranche 2018-2020) - 271 106 436
LTPB (Tranche 2019-2021) - 248 0 495
LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) 330 - - -
LTSP 2018-2021 (Tranche 2019) - 330 0 660
Summe 1.865 1.999 706 3.291
Versorgungsaufwand 323 318 318 318
Gesamtvergütung 2.188 2.317 1.024 3.609

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Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied Austritt 31.12.2019 Stephen C. Forsyth Vorstandsmitglied Austritt 31.05.2018
in T€ Zielwert 2018 Zielwert 2019 2019 (Min.) 2019 (Max.) Zielwert 2018 Zielwert 2019 2019 (Min.) 2019 (Max.)
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Feste Jahresvergütung 650 650 650 650 188 - - -
Nebenleistungen 51 52 52 52 - - - -
Summe 701 702 702 702 188 - - -
Einjährige variable Vergütung (APP) 650 650 - 1.300 186 - - -
Mehrjährige variable Vergütung 683 711 126 1.296 - - - -
LTPB (Tranche 2017-2019) 293 - - - - - - -
LTPB (Tranche 2018-2020) - 223 126 321 - - - -
LTPB (Tranche 2019-2021) - 98 0 195 - - - -
LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) 390 - - - - - - -
LTSP 2018-2021 (Tranche 2019) - 390 0 780 - - - -
Summe 2.034 2.063 828 3.298 374 - - -
Versorgungsaufwand 158 158 158 158 - - - -
Gesamtvergütung 2.192 2.221 986 3.456 374 - - -|

Zufluss

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Matthias Zachert Dr. Anno Borkowsky
Vorsitzender des Vorstands Vorstandsmitglied
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Eintritt 01.06.2019
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in T€ 2018 2019 2018
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Feste Jahresvergütung 1.200 1.313 - 292
Nebenleistungen 757 79 - 29
Summe 1.957 1.392 - 321
Einjährige variable Vergütung (APP) 1.950 1.538 - 268
Mehrjährige variable Vergütung 2.333 2.470 - 40
LTPB (Tranche 2017-2018) 891 -3 -
LTPB (Tranche 2017-2019) - 853 - 40
LTSP 2010-2013 - - - -
LTSP 2014-2017 1.442 1) 1.620 2)- -
Summe 6.240 5.400 - 629
Versorgungsaufwand 749 759 - 56
Gesamtvergütung 6.989 6.159 - 685

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Dr. Hubert Fink Michael Pontzen
Vorstandsmitglied Finanzvorstand
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in T€ 2018 2019 2018 2019
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Feste Jahresvergütung 550 550 550 550
Nebenleistungen 53 53 187 50
Summe 603 603 737 600
Einjährige variable Vergütung (APP) 715 500 715 500
Mehrjährige variable Vergütung 408 346 408 346
LTPB (Tranche 2017-2018) 408 -1 408 -1
LTPB (Tranche 2017-2019) - 347 - 347
LTSP 2010-2013 - - - -
LTSP 2014-2017 - - - -
Summe 1.726 1.449 1.860 1.446
Versorgungsaufwand 311 308 323 318
Gesamtvergütung 2.037 1.757 2.183 1.764

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Dr. Rainier van Roessel Stephen C. Forsyth
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
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Austritt 31.12.2019 Austritt 31.05.2018
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in T€ 2018 2019 2018 2019
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Feste Jahresvergütung 650 650 188 .
Nebenleistungen 51 52 - -
Summe 701 702 188 -
Einjährige variable Vergütung (APP) 845 643 186 -
Mehrjährige variable Vergütung 1.244 1.197 - -
LTPB (Tranche 2017-2018) 483 -1 - -
LTPB (Tranche 2017-2019) - 418 - -
LTSP 2010-2013 - - - -
LTSP 2014-2017 761 1) 780 2) - -
Summe 2.790 2.542 374 -
Versorgungsaufwand 158 158 - -
Gesamtvergütung 2.948 2.700 374 -

1) Ausübung der LTSP-Tranche 2014.

2) Ausübung der LTSP-Tranche 2015.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LANXESS AG erhalten danach eine jährliche Festvergütung in Höhe von 80 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Festvergütung, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Halb der festen Vergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich ein weiteres Halb der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem anderen Ausschuss als dem Prüfungsausschuss den Vorsitz führen, erhalten zusätzlich ein Viertel der Festvergütung. Insgesamt erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats jedoch maximal das Dreifache der Festvergütung.

Daneben werden den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen erstattet. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder 1,5 T€ Sitzungsgeld für jede Aufsichtsratssitzung und für jede Ausschusssitzung, an der sie teilnehmen. Allerdings wird die Teilnahme an Sitzungen des Ausschusses gem. § 27 Abs. 3 MitbestG und des Nominierungsausschusses nicht vergütet. Für Aufsichtsratsmandate in Konzerngesellschaften wird an die Mitglieder des Aufsichtsrats nur eine Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von jeweils 5 T€ gezahlt.

Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder noch zeitlich begrenzt bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2020 eine langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete variable Vergütungskomponente, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Der aktuelle zur Ermittlung der variablen Vergütung maßgebliche Betrachtungszeitraum endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2020. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag entsprechend.

Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones STOXX 600 Chemicals SM in den fünf Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen fünf Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 Prozentpunkten wird für diesen Zeitraum von fünf Jahren eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 Prozentpunkten 100 T€, darüber 150 T€.

Die Hauptversammlung der LANXESS AG vom 23. Mai 2019 hat eine Umstellung der Aufsichtsratsvergütung auf eine reine Fixvergütung beschlossen. Die bisherige erfolgsorientierte variable Vergütung, für die der maßgebliche Betrachtungszeitraum zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahr 2020 endet, ist aufgehoben worden. Die feste Vergütung ist trotz des Wegfalls der erfolgsorientierten Vergütung nicht erhöht worden.

Im Geschäftsjahr 2019 kam es zu keiner Auszahlung der variablen Vergütung.

Der erwartete Vergütungsanspruch für die laufenden Mandatszeiten der Aufsichtsratsmitglieder wurde zum 31. Dezember 2019 mit 1.670 T€ (Vorjahr: 1.310 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen.

Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen hat im Berichtszeitraum keines der Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Mandatstätigkeit die in der folgenden Tabelle aufgeführten Bezüge erhalten.

Vergütung des Aufsichtsrats

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in € 1) Jahr Feste Vergütung LANXESS AG Vergütung der Ausschusstätigkeit LANXESS AG Sitzungsgeld Feste Vergütung LANXESS Deutschland GmbH Gesamt
Dr. Matthias L. Wolfgruber, Vorsitzender 2019 240.000 - 16.500 5.000 261.500
(Vorsitzender ab 15. Mai 2018) 2018 181.015 52.626 19.500 5.000 258.141
Dr. Rolf Stomberg, ehem. Vorsitzender 2019 - - - - -
(ausgeschieden am 15. Mai 2018) 2018 88.478 22.120 7.500 1.843 119.941
Ralf Sikorski, stellv. Vorsitzender 2019 120.000 40.000 10.500 5.000 175.500
2018 120.000 40.000 16.500 5.000 181.500
Birgit Bierther 2019 74.740 32.438 16.500 4.671 128.349
(eingetreten am 25. Januar 2019) 2018 - - - - -
Werner Czaplik 2019 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000
2018 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000
Dr. Hans-Dieter Gerriets 2019 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000
2018 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000
Dr. Heike Hanagarth 2019 80.000 - 9.000 5.000 94.000
2018 80.000 - 12.000 5.000 97.000
Dr. Friedrich Janssen 2019 80.000 120.000 22.500 5.000 227.500
2018 80.000 105.254 22.500 5.000 212.754
Pamela Knapp 2019 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500
(eingetreten am 15. Mai 2018) 2018 50.507 25.254 10.500 3.157 89.418
Thomas Meiers 2019 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500
2018 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500
Lawrence A. Rosen 2019 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000
2018 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000
Manuela Strauch 2019 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500
2018 80.000 40.000 19.500 5.000 144.500
Ifraim Tairi 2019 - - - - -
(ausgeschieden am 31. Dezember 2018) 2018 80.000 40.000 19.500 5.000 144.500
Theo H. Walthie 2019 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500
2018 80.000 54.746 22.500 5.000 162.246
Summe 2019 1.154.740 472.438 177.000 59.671 1.863.849
2018 1.160.000 540.000 220.500 60.000 1.980.500

1) Beträge ohne Umsatzsteuer.

BERICHTERSTATTUNG NACH §§ 289A, 315A HGB

Zu den Vorschriften der §§ 289a S. 1 Ziffer 1 bis 9 und 315a S. 1 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:

1. Zum 31. Dezember 2019 beträgt das Grundkapital der LANXESS AG 87.447.852 € und ist eingeteilt in 87.447.852 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Gesellschaft hat aufgrund eines Beschlusses des Vorstands vom 9. Juli 2019 nach Durchführung eines Aktienrückkaufs eine Herabsetzung des Grundkapitals im Wege der vereinfachten Kapitalherabsetzung gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 6 AktG von 91.522.936 € um 4.075.084 € auf 87.447.852 € durch Einziehung von 4.075.084 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie beschlossen. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.

2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiter-Aktienprogrammen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktien.

3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10% der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet.

4. Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

5. Über Mitarbeiter-Aktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben.

6. Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen.

Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG).

Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen.

7. Der Vorstand der LANXESS AG hat die folgenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Eigene Aktien:

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 hielten weder die Gesellschaft noch von ihr abhängige oder im Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen oder Dritte, welche für Rechnung der Gesellschaft oder für Rechnung eines von ihr abhängigen oder im Mehrheitsbesitz stehenden Unternehmens handeln, eigene Aktien der Gesellschaft.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 20. Mai 2016 war der Vorstand gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 19. Mai 2021 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung konnte auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden.

Die eigenen Aktien konnten nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand war ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden.

Der Vorstand der Gesellschaft hat am 10. Januar 2019 beschlossen, diese Aktienrückkaufsermächtigung auszuüben und eigene Aktien zu einem Kaufpreis von bis zu 200 Mio. € (ohne Nebenkosten) über die Börse zu erwerben. Im Zeitraum vom 14. Januar 2019 bis zum 12. Juni 2019 hat die Gesellschaft sodann insgesamt 4.075.084 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag von 1,00 € je Aktie erworben. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 4.075.084 €. Dies entspricht 4,453 % des damaligen Grundkapitals der Gesellschaft in Höhe von 91.522.936 €. Die Erwerbe erfolgten an 94 Xetra-Handelstagen durch eine von der Gesellschaft beauftragte Bank ausschließlich über die Börse im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse. Der gewichtete Durchschnittskurs beläuft sich auf 49,0787 € je zurück gekaufter Aktie. Der Gesamtpreis für die zurück gekauften Aktien beträgt ohne Nebenkosten 199.999.958,47 €. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgte zum Zweck ihrer Einziehung und der Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Vorstand hat am 9. Juli 2019 entsprechend der Aktienrückkaufermächtigung gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 6 AktG die Einziehung sämtlicher zurück gekaufter Aktien beschlossen. Die Einziehung der Aktien erfolgte am 12. Juli 2019 ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde entsprechend auf 87.447.852 € herabgesetzt.

Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 23. Mai 2019 aufschiebend befristet die Aufhebung der Aktienrückkaufermächtigung vom 20. Mai 2016 sowie eine neue Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien beschlossen. Die Aufhebung und die neue Ermächtigung wurden am 13. August 2019 wirksam mit Beginn des Tages, der zwei Monate nach dem Tag liegt, an dem die letzte Bekanntmachung als Abschlussmeldung in Bezug auf das am 10. Januar 2019 angekündigte Aktienrückkaufprogramm mittels europäischem Medienbündel veröffentlicht wurde. Die neue Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand bis zum 22. Mai 2024 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erwerben kann. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine eigenen Aktien unter dieser neuen Ermächtigung von der Gesellschaft erworben. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 hielten weder die Gesellschaft noch von ihr abhängige oder im Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen oder Dritte, welche für Rechnung der Gesellschaft oder für Rechnung eines von ihr abhängigen oder im Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen handeln, eigene Aktien der Gesellschaft

Bedingtes Kapital:

Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 15. Mai 2018 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Mai 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 9.152.293 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 9.152.293 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital).

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen -Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2018 bis zum 14. Mai 2023 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) wird der Vorstand andere Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre berücksichtigen. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20 % des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Von der Ermächtigung der Ausgabe von Schuldverschreibungen wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Genehmigtes Kapital I und III:

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2018 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 14. Mai 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 3 der Satzung ausschließen. Unter anderem kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10% des Grundkapitals überschreiten.

Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 25. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 9.152.293 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital III). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung ausschließen. Er kann Spitzenbeträge bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen von dem Bezugsrecht der Aktionäre ausnehmen. Des Weiteren kann das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt nicht 10% des Grundkapitals überschreiten. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20% des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Eine Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals I und III ist bisher nicht erfolgt.

8. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG enthalten Regelungen über ein mögliches Ausscheiden der Mitglieder des Vorstands bei einem Kontrollwechsel. Diese sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt. Solche Vereinbarungen bestehen auch zwischen der Gesellschaft und Mitarbeitern der ersten Führungsebene, jedoch zu anderen Konditionen. Weiterhin können die Bedingungen für die Platzierungen von Schuldverschreibungen, die unter dem bei der Gesellschaft bestehenden Debt-Issuance-Programm ausgegeben werden, Change-of-Control-Klauseln vorsehen, die in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen zu einem Rückgaberecht der Gläubiger führen können. Dies ist der Fall für die von der LANXESS Finance B.V. begebene und 2015 von der LANXESS AG übernommene Euroanleihe im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2012. Entsprechende Change-of-Control-Klauseln sehen die Bedingungen für zwei im Geschäftsjahr 2012 unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS Finance B.V. erfolgte Privatplatzierungen im Volumen von jeweils 100 Mio. € vor. Diese sind zwischenzeitlich ebenfalls von der LANXESS AG übernommen worden. Ebenso sehen die Bedingungen für die unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS AG mit unterschiedlichen Fälligkeiten im Geschäftsjahr 2016 begebenen Schuldverschreibungen im Volumen von (i) 500 Mio. € (Fälligkeit 2021) und (ii) 500 Mio. € (Fälligkeit 2026) sowie im Geschäftsjahr 2018 begebenen Schuldverschreibungen im Volumen von (iii) 500 Mio. € (Fälligkeit 2025) entsprechende Change-of-Control-Klauseln vor. Auch die Bedingungen der von der LANXESS AG ebenfalls im Geschäftsjahr 2016 begebenen nachrangigen Hybrid-Schuldverschreibungen im Volumen von 500 Mio. € enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Hiernach hat die LANXESS AG im Falle eines Kontrollwechsels in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen den Gläubigern einen erhöhten Zinssatz zu zahlen, wenn die Gesellschaft nicht von dem zugleich zur Verfügung stehenden Kündigungsrecht Gebrauch macht. Zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium besteht ein Vertrag über einen Kreditrahmen von derzeit 1.000 Mio. €. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, sofern eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50% über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Darüber hinaus besteht nach Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem LANXESS Pension Trust e.V. die Verpflichtung der Gesellschaft, im Falle eines Kontrollwechsels erhebliche Einzahlungen an den LANXESS Pension Trust e.V. vorzunehmen.

9. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG sowie Anstellungsverträge von Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene der LANXESS AG enthalten Entschädigungsvereinbarungen für dort näher definierte Fälle eines Kontrollwechsels.

BERICHTERSTATTUNG NACH § 289F HGB UND § 315D HGB

Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 289f sowie § 315d des Handelsgesetzbuches vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance, jederzeit eingesehen werden.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Im folgenden Konjunkturausblick wird unsere Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung dargestellt. Im Anschluss an den Prognosebericht gehen wir auf Chancen und Risiken ein, aus denen sich Abweichungen gegenüber der Prognose ergeben können.

Konjunkturausblick

Das Geschäftsjahr 2019 war durch ein sich abschwächendes wirtschaftliches Umfeld gekennzeichnet. Die gestiegene Unsicherheit durch weltweite Risiken wie u. a. die Folgen der Coronavirus-Epidemie, Handelskonflikte, einen Ausstieg Großbritanniens aus der EU ohne Abkommen, Unruhen im Mittleren Osten und in Südamerika, Iran-Sanktionen sowie die Tendenz zur Bildung weiterer populistischer Regierungen könnten das globale Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr 2020 weiter beeinträchtigen. Eine Verschärfung der Handelsspannungen zwischen den USA, China und Europa würde die wirtschaftliche Lage unserer Einschätzung nach signifikant negativ beeinflussen.

Für 2020 sehen wir für die Weltwirtschaft ein moderates Wachstum von 2,5 %, das hauptsächlich von der Wirtschaftsentwicklung im asiatisch-pazifischen Raum getrieben wird. China sehen wir trotz einer geringeren Wachstumsdynamik, im Wesentlichen bedingt durch den Handelskonflikt mit den USA, weiterhin als einen der Haupttreiber. Für die Region EMEA (inklusive Deutschland) erwarten wir ein Wirtschaftswachstum von 1,0 %.

Für die globale Chemieindustrie erwarten wir einen Produktionszuwachs von 2,5 %. Kundenindustrien werden in diesem volatilen Umfeld vorsichtiger, während die Nachfrage aus den wichtigsten Abnehmerbranchen der chemischen Industrie, wie etwa der Bauindustrie, im Jahr 2020 voraussichtlich leicht steigen sollte. Für den weltweiten Absatz in der Automobilindustrie erwarten wir Stagnation.

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Erwartetes Wachstum 2020
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) Bruttoinlandsprodukt Chemieproduktion
--- --- ---
Amerika 1,5 0,0
EMEA (inklusive Deutschland) 1,0 1,0
Asien/Pazifik 40 3,5
Welt 2,5 2,5

1) Gerundet auf 0,5 %.

Quelle: Eigene Einschätzungen und IHS Markit.

Die erwartete Entwicklung unserer Absatzmärkte kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2020

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Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) Automobil Agrochemie Bauindustrie
Amerika 1,0 2,0 -1,0
EMEA (inklusive Deutschland) 0,0 1,0 1,5
Asien/Pazifik 0,0 2,0 4,0
Welt 0,0 2,0 2,5

1) Gerundet auf 0,5 %.

Quelle: Eigene Einschätzungen und IHS Markit.

Prognosebericht

Erwartete Ertragslage LANXESS Konzern

Für das Jahr 2020 erwarten wir für das laufende Geschäft grundsätzlich eine stabile Entwicklung. Das weiter ausbalancierte Produktportfolio trägt dazu bei, zum Teil gegenläufige Entwicklungen in unseren Absatzmärkten und Endabnehmerindustrien auszugleichen. Die Business Unit Leather wird als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen und ist nicht mehr Bestandteil des Segments Performance Chemicals. Die im Folgenden ausgewiesene Ergebnisprognose konzentriert sich entsprechend auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des fortzuführenden Geschäfts unter Berücksichtigung erwarteter Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie.

Die Geschäftsentwicklung unseres Segments Advanced Intermediates wird für 2020 insgesamt in etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Die Diversifizierung der Endmärkte unterstützt die Entwicklung nach wie vor. Das Geschäft mit Agrochemikalien sollte im Jahresverlauf 2020 von der leichten Verbesserung der Nachfrage unserer Kunden profitieren.

Für das Segment Specialty Additives nehmen wir für 2020 eine insgesamt leicht unter Vorjahresniveau liegende Geschäftsentwicklung an. Aus der Automobilindustrie erwarten wir insbesondere für das kautschukbasierte Additiv-Geschäft eine schwächere Nachfrage.

Unser Segment Performance Chemicals sollte sich auf Vorjahresniveau entwickeln. Nach der starken Nachfrage nach unseren Desinfektionsmitteln im Veterinärbereich durch den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Asien in 2019 rechnen wir damit, das Geschäft im Prognosezeitraum auf diesem Niveau halten zu können. Ebenfalls erwarten wir für das Geschäft mit anorganischen Pigmenten eine Entwicklung auf Vorjahresniveau. Ohne die sehr volatile Business Unit Leather ist das Segment aufgrund der robusten Endmärkte im fortzuführenden Geschäft insgesamt stabiler.

Für das Segment Engineering Materials gehen wir für das Jahr 2020 insgesamt von einer Geschäftsentwicklung deutlich unter Vorjahresniveau aus. Insbesondere in der Automobilindustrie wird auch in 2020 ein weiterhin schwaches Niveau erwartet. Unsere Prognose berücksichtigt insbesondere eine Ergebnisbelastung durch einen mehrwöchigen turnusgemäßen Wartungsstillstand am Produktionsstandort Antwerpen der Business Unit High Performance Materials.

Im Segment Überleitung rechnen wir aufgrund der allgemeinen Inflationierung der Kostenbasis und der nach den Portfoliomaßnahmen in der Business Unit Leather und im Geschäftsbereich Organometalle sowie dem vollständigen Verkauf von ARLANXEO verbleibenden Kosten mit einem deutlich schlechteren Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr.

Die wesentliche Währung für unsere Geschäfte bleibt auch künftig der US-Dollar.

Vor dem Hintergrund der erwarteten Entwicklung in unseren Segmenten gehen wir unter Berücksichtigung von Belastungen aus der Coronavirus-Epidemie davon aus, im Gesamtjahr 2020 ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 900 und 1.000 Mio. € zu erwirtschaften.

Erwartete Finanzlage LANXESS Konzern

Liquiditätssituation

LANXESS wird seine vorausschauende und konservative Finanzpolitik im laufenden Jahr fortsetzen. Angesichts der im Abschnitt „Finanzlage“ dieses Lageberichts beschriebenen Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln, kurzfristigen Geldanlagen und Wertpapieren sowie ungenutzten Kreditlinien von zum Jahresende 2019 insgesamt rund 2,1 Mrd. € verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Finanzierungssituation, die unsere unternehmerische Flexibilität zur Umsetzung der Strategie von LANXESS sichert. Im zweiten Quartal rechnen wir mit einem weiteren Liquiditätszufluss aus der Veräußerung unseres Anteils an der Currenta GmbH Co. OHG, Leverkusen (Deutschland).

Investitionen

Unsere Investitionen werden sich wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr hauptsächlich auf die Instandhaltung bestehender Produktionsstandorte sowie auf die Effizienzsteigerung und Erweiterung vorhandener Anlagen fokussieren. Wir wollen auch in 2020 auszahlungswirksame Investitionen von insgesamt rund 500 Mio. € tätigen. Hierfür wurden bis zum Bilanzstichtag Aufträge über insgesamt 137 Mio. € erteilt, die aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden können.

Finanzierungsmaßnahmen

LANXESS ist aufgrund der langfristigen Ausrichtung der Finanzierung gut aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2020 haben wir keine wesentlichen Fälligkeiten aus Finanzverbindlichkeiten. Wir setzen unsere Aktivitäten zur langfristigen Sicherung der Finanzierung im Rahmen einer konservativen Finanzpolitik fort.

Erwartete Ertragslage der LANXESS AG

Für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir für den Einzelabschluss der LANXESS AG einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Jahresüberschuss. Der Jahresüberschuss des Berichtszeitraums war wesentlich durch die Aufdeckung stiller Reserven im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Anteile an der Currenta GmbH & Co. OHG und dem dadurch deutlich erhöhten Beteiligungsergebnis geprägt. Grundsätzlich ist das Ergebnis neben den Verwaltungskosten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management-Holding vom Finanzergebnis und hier insbesondere vom Zins- und Beteiligungsergebnis geprägt. Das Beteiligungsergebnis und damit das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG wird wesentlich von den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Gesellschaften des LANXESS Konzerns bestimmt. Wir verfolgen auch weiterhin eine kontinuierliche Dividendenpolitik und gehen davon aus, bei der LANXESS AG einen Bilanzgewinn zu erzielen, der es ermöglicht, unsere Aktionäre im kommenden Jahr angemessen am Ergebnis des Konzerns zu beteiligen.

Dividendenpolitik

LANXESS verfolgt seit Jahren eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Es bleibt unser Ziel, die Dividende jährlich zu erhöhen, mindestens aber auf einem stabilen Niveau zu halten. Auf der Hauptversammlung am 13. Mai 2020 werden Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende für das Geschäftsjahr 2019 von 0,95 € pro Aktie vorschlagen.

Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

Wir erwarten, dass unser Geschäft im laufenden Jahr ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 900 und 1.000 Mio. € erwirtschaften wird, nach 1.019 Mio. € im Vorjahr.

Die strategische Neuausrichtung des Konzerns, mit dem Ziel eines stabileren, weniger zyklischen Geschäftsprofils, werden wir auch im Jahr 2020 fortsetzen. LANXESS wird weiterhin an der Optimierung seiner Produktionsplattform arbeiten und, wie angekündigt, neben Projekten zum organischen Wachstum auch aktives Portfoliomanagement betreiben.

Die angespannte geopolitische Lage und die damit in Zusammenhang stehenden Unsicherheiten für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung müssen wir jedoch berücksichtigen. Zudem stellt der weitere Verlauf der Coronavirus-Epidemie einen Unsicherheitsfaktor für unser Geschäft dar.

Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagementsystem

Unser Erfolg wird wesentlich dadurch beeinflusst, dass wir Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit erkennen und bewusst mit ihnen umgehen. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und sie, entsprechend ihrer Ausprägung, angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um das Unternehmen langfristig zu sichern und seine erfolgreiche Weiterentwicklung zu unterstützen. Chancen und Risiken werden verstanden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven bzw. negativen Abweichung von Prognosen bzw. Zielen führen können.

Basis dieses Managementsystems sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früherkennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für Chancen wie für Risiken.

Wie alle Methoden, mit denen unternehmerisches Risiko gehandhabt werden soll, bietet auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es soll aber mit hinreichender Sicherheit verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.

Strukturelle Grundlagen

Die Grundsätze unseres Chancen- und Risikomanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Das Managementsystem, das sich an dem Rahmenkonzept des Enterprise Risk Management gemäß dem COSO-Modell orientiert, besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen. Sie sind in die betrieblichen Prozesse durch die Aufbau- und Ablauforganisation, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementanweisungen und technischen Standards eingebunden.

Das System folgt dem Integrationskonzept, das heißt, die Früherkennung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Der Umgang mit Chancen und Risiken ist daher originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften. In diesem Sinn basiert unser Chancen- und Risikomanagement auf klar geregelten Geschäftsprozessen, einer lückenlosen Zuordnung von Zuständigkeiten sowie angemessenen Berichtssystemen, die eine zeitnahe Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Vorstand bzw. nachgelagerte Managementebenen gewährleisten.

Rollen wesentlicher Organisationseinheiten

Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.

Entsprechend dieser Aufgabenteilung haben wir die Zuständigkeiten, die sogenannten Risk-Owner, definiert für

die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken,
die Implementierung der Steuerungsmaßnahmen (Maßnahmen zur Wahrnehmung bzw. Erhöhung von Chancen sowie zur Risikovermeidung bzw. -minderung),
die Überwachung der Entwicklung der Chancen und Risiken (z.B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren),
die Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche.

Ein vom Vorstand beauftragtes Risikokomitee (Corporate Risk Committee) unter der Leitung des Finanzvorstands ist für die Ausgestaltung und Implementierung des konzernweiten Risikomanagementprozesses verantwortlich. Es setzt sich aus Vertretern ausgewählter Group Functions zusammen und analysiert die wesentlichen Chancen und Risiken sowie deren Entwicklung aus Sicht des gesamten Unternehmens. Es hinterfragt bestehende Bewältigungsmaßnahmen, initiiert zusätzliche Maßnahmen, sofern erforderlich, und stößt bei Bedarf weitere Analysen zu einzelnen Chancen und Risiken an.

Die Group Function Corporate Controlling koordiniert für das Corporate Risk Committee den konzernweiten Risikomanagementprozess und ernennt hierzu einen sogenannten Group Risk Management Coordinator. Dieser verantwortet die konzernweite Sammlung und Aggre- gation maßgeblicher Chancen- und Risikoinformationen. Zweimal jährlich, im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses und des Budget- und Planungsprozesses, werden die kurz-, mittel- und langfristigen Chancen und Risiken erfasst.

Die Group Function Corporate Development unterstützt bei der Analyse und Bewertung systematisch bedeutender und strategischer Chancen und Risiken.

Zum Corporate Risk Committee existieren Untergremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit bestimmten Risikofeldern beschäftigen, um schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse reagieren zu können. Demnach steuert zum Beispiel das finanzielle Risikokomitee (Financial Risk Committee), unter Leitung des Finanzvorstands und bestehend aus Vertretern der Group Function Treasury & Investor Relations, zentral Transaktionen insbesondere zum finanziellen, aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen).

Die Meldepflicht für Chancen und Risiken an die Group Function Corporate Controlling ergibt sich aus der erwarteten Auswirkung auf das Konzernergebnis oder das EBITDA vor Sondereinflüssen. Meldepflichtig sind alle Chancen und Risiken mit einer erwarteten Auswirkung von mehr als 1 Mio. € nach Maßnahmen. Darüber hinaus sind auch diejenigen Risiken anzugeben, deren erwartete Auswirkung durch Maßnahmen um mehr als 10 Mio. € begrenzt wurde. Diese Mindestmeldegrenzen stellen sicher, dass Chancen und Risiken umfassend erhoben werden. Eine Beschränkung nur auf wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit. Erst im Nachgang werden die Top-Chancen und Top-Risiken zentral von der Group Function Corporate Controlling bestimmt.

Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen vorgesehen, wie beispielsweise unerwartet auftretende operative Ereignisse mit einer Auswirkung von mehr als 5 Mio. € nach Maßnahmen.

Die berichteten Chancen und Risiken werden mithilfe einer Risikomanagement-Software verwaltet und regelmäßig für das Corporate Risk Committee, den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Dies stellt sicher, dass dem Vorstand neu auftretende bzw. sich wesentlich verändernde bestehende Chancen und Risiken zeitnah kommuniziert und damit zielgerichtet in die allgemeine Unternehmenssteuerung eingebunden werden.

Chancen- und Risikobewertung

Das Chancen- und Risikomanagement ist in den Planungs- und Erwartungsprozess integriert und erfasst Chancen und Risiken als mögliche Abweichungen zum geplanten bzw. erwarteten EBITDA vor Sondereinflüssen oder Konzernergebnis.

Zur Bewertung der Chancen und Risiken werden je nach Art unterschiedliche Berechnungsverfahren angewendet. Verteilungsorientierte Chancen und Risiken werden durch Sensitivitäten der Plangrößen (Wechselkurse, Rohstoffpreise, Energiepreise) erfasst. So kann die Ausprägung der Variablen sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Abweichung gegenüber der Planung bzw. Erwartung führen.

Ereignisbasierte Chancen und Risiken (z. B. Ausfall eines Lieferanten oder Versicherungsfälle), die nur im Falle ihres Eintretens einen Einfluss auf das Ergebnis haben, werden mittels ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen oder das Konzernergebnis bewertet.

Bedeutung des konzernweiten Planungsprozesses

Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Kernelement unseres Chancen- und Risikomanagements. Ereignisse mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit fließen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling gesteuert und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Planung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden in dedizierten Vorstandsterminen erörtert und verabschiedet. Die Jahresplanung im jeweiligen Berichtsjahr überwachen wir, indem wir regelmäßig die aktuellen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung ermitteln. Bei Bedarf wird eine Anpassung der Planung vorgenommen.

Compliance als integraler Bestandteil

Zum Risikomanagement gehört auch, unrechtmäßiges Handeln unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Wir setzen darauf, uns bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle umfassend rechtlich beraten zu lassen und unsere Mitarbeiter mit unserem „Code of conduct - Kodex für integres und regelkonformes Verhalten bei LANXESS“ dazu zu verpflichten, sich entsprechend den Gesetzen und unseren internen Richtlinien zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Dieser Kodex ist eingebettet in ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS), das in seinem Aufbau den Leitlinien eines international anerkannten Rahmenwerks zum unternehmensweiten Risikomanagement (COSO) folgt. Dieses CMS wird betreut von der Compliance-Organisation bestehend aus dem Group Compliance Officer, regionalen Compliance Officern und einem Netzwerk lokaler Compliance Officer in den Ländern, in denen wir eine Tochtergesellschaft unterhalten. Ziel des CMS ist es, die Einhaltung unserer Compliance-Grundsätze sicherzustellen. Die Compliance-Funktion, die die globale Compliance-Organisation umfasst, untersteht direkt dem Vorstand, dem regelmäßig berichtet wird.

(Konzern-)Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rech- nungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Hierzu existieren klare            Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei uns in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem (Konzern-)Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement. Wirksamkeit und Verlässlichkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings aufgrund von Ermessensentscheidungen, kriminellen Handlungen, fehlerbehafteten Kontrollen oder sonstigen Umständen eingeschränkt sein. Dass Sachverhalte korrekt und zeitnah in der (Konzern-)Rechnungslegung erfasst werden, kann also selbst dann nicht vollständig gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Systembestandteile konzernweit angewendet werden.

Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG und des Konzernabschlusses sowie für die Einheitlichkeit der Bilanzierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss auf, die danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet werden. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses werden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Chancen- und Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers.

Quartalsmitteilungen werden für das erste und dritte Quartal erstellt. Der darüber hinaus aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni unterliegt der prüferischen Durchsicht, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer.

Unserer HGB-konformen Rechnungslegung liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisung zugrunde.

Neben der Funktionstrennung sind das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen grundlegende Überwachungsmaßnahmen im Abschlusserstellungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess wird IT-technisch ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen erfolgen auf Basis eines systematischen Belegwesens. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen.

Grundlage des einheitlichen und IFRS-konformen Konzernberichtswesens ist die LANXESS Konzernabschlussrichtlinie. Sie regelt, in welcher Art die für den Konzern relevanten Normen der International Financial Reporting Standards (IFRS) von den Tochtergesellschaften als berichtenden Einheiten anzuwenden sind. Die Richtlinie definiert ferner den verbindlichen Konzernkontenrahmen. Sie wird auf der IT-technischen Seite durch ein konzernweit einheitliches Anlieferungs- und Konsolidierungssystem ergänzt, das weitgehend auf Standardsoftware basiert und mit Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.

Indem wir den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess regeln und überwachen, stellen wir eine den einschlägigen Gesetzen und Normen entsprechende, ordnungsgemäße (Konzern-) Rechnungslegung sicher und gewährleisten eine verlässliche Finanzberichterstattung. Das bei uns angewendete (konzern-)rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Entsprechende Vorgaben existieren auch für die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften.

Der Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein detailliert ausgearbeiteter Prozess zugrunde. Dieser wird zeitlich definiert durch die Vorgabe eines Abschluss-Terminkalenders, der die Zeitpunkte für die Anlieferung bestimmter Daten festlegt. Fester Bestandteil ist auch die regelmäßige Prüfung, ob der Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen korrekt ermittelt und vollständig ist. Die Prinzipien der Funktionstrennung in Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Prüfungen von Angaben auf Plausibilität prägen durchgängig den gesamten Erstellungs- und Konsolidierungsprozess.

Für den Konzernabschluss liefern alle berichtspflichtigen Tochtergesellschaften ihre Konzernberichtsdaten über das oben genannte Konsolidierungssystem. Systemintegrierte Validierungsregeln stellen bei der Anlieferung sicher, dass die Daten der Tochtergesellschaften konsistent sind. Das Rechnungswesen der Tochtergesellschaften ist dafür verantwortlich, dass die gemeldeten Daten inhaltlich korrekt sind. Weiterhin prüft die Abteilung Corporate Accounting innerhalb der Group Function Accounting, ob die Daten inhaltlich korrekt sind. Hierzu werden unter anderem standardisierte Berichte ausgewertet, in denen die Gesellschaften wesentliche abschlussrelevante Sachverhalte erläutern. Nach den prozessintegrierten Kontrollen erfolgt die Konsolidierung einschließlich Währungsumrechnung ohne weitere Schnittstellen im selben System, wobei sowohl automatische als auch manuelle Konsolidierungsmaßnahmen vollzogen werden. Die Korrektheit der automatischen Konsolidierungsschritte und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Konsolidierungssachverhalte werden separat gebucht, im erforderlichen Rahmen dokumentiert und von nachgelagerten Stellen kontrolliert. Ergänzt wird dies durch systemintegrierte Validierungsregeln.

Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury & Investor Relations, Tax & Trade Compliance und Corporate Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten. Im Rahmen des laufenden Informationsaustauschs mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions identifiziert und verarbeitet die Group Function Accounting Sachverhalte, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsprüfungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen.

Überwachung des Risikomanagementsystems und des Internen Steuerungs- und Kontrollsystems (IKS)

Konzernintern überprüft der Bereich Corporate Audit innerhalb der Group Function Legal & Compliance, ob das interne Steuerungs- und Überwachungssystem funktioniert und organisatorische Sicherungsmaßnahmen eingehalten werden. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und die Prüfungsansätze sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Um die Wirksamkeit des IKS zu beurteilen, wird zudem ein jährliches Self Assessment in wesentlichen Konzerngesellschaften, operativen Einheiten und Group Functions durchgeführt. Der Aufsichtsrat übernimmt Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit der zuvor beschriebenen Managementsysteme. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse der Compliance-Funktion, des Bereichs Corporate Audit sowie den Status des Risikomanagement- und Internen Steuerungs- und Kontrollsystems berichten. Zusätzlich beurteilt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Konzern- bzw. Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Zur vollständigen Identifikation der Chancen und Risiken des LANXESS Konzerns dient ein Katalog mit Kategorien, die in den folgenden acht Gruppen zusammengefasst werden:

Gruppen

Beschaffungsmärkte

Personal

Produktion und Technik

Sicherheit und Umwelt

IT und Security

Absatzmarkt

Finanzbereich

Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance

Der folgenden Berichterstattung zu, den einzelnen Gruppen zugeordneten, wesentlichen Kategorien liegt ein Planungshorizont von grundsätzlich einem Jahr zugrunde.

Beschaffungsmärkte

Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen und Risiken aufgrund der hohen Volatilität von Rohstoff- und Energiepreisen. Eine Preiserhöhung bzw. -senkung bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer höheren bzw. niedrigeren Kostenbasis in der Produktion. Ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Darüber hinaus resultieren Veränderungen der Rohstoffpreise direkt oder zeitversetzt in höheren bzw. niedrigeren Verkaufspreisen. Diesem Umstand begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoff- und Energieversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten abgedeckt. Vergleichbare Vereinbarungen bestehen auch auf der Verkaufsseite. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Absicherung über Derivate, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Finanzbereich“ in diesem Chancen- und Risikobericht. Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen. Nicht eingehaltene Abnahmeverpflichtungen können ungeplante Kosten aufgrund von Strafzahlungen zur Folge haben. Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Ausfälle können unter anderem bedingt sein durch mangelhafte Instandhaltung oder durch Insolvenzen auf Seiten der Zulieferer. Wir streben an, sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch zu vermeiden, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing“). Sollten wir gezwungen sein, im Rahmen von Ausweichplänen auf alternative Bezugsquellen zurückzugreifen, könnte dies z. B. zu höheren Einkaufspreisen oder zusätzlichen Transportkosten führen.

Die Logistik sowohl der Waren und Dienstleistungen, die wir beziehen, als auch derer, die wir abgeben bzw. erbringen, ist immer größeren Komplexitäten ausgesetzt. Wir begegnen diesen Herausforderungen mit einem abgestimmten Management unserer Lieferprozesse und können so das Risiko ungeplanter Produktionsausfälle minimieren. Des Weiteren stellt die Qualität der gelieferten Rohstoffe einen Risikofaktor dar, welcher sich negativ auf die Qualität unserer Produkte auswirken kann. Konkrete Produktspezifikationen unsererseits legen die vom Lieferanten zu erfüllenden Eigenschaften der Rohstoffe fest. Diese werden durch permanente Eingangsanalysen kontrolliert.

Personal

Eine wesentliche Chance sehen wir in unserer auf gemeinsamen Werten basierenden LANXESS Unternehmenskultur, die wir aktiv pflegen und über verschiedenste Maßnahmen, wie den jährlichen Performance Culture Day, stetig weiterentwickeln. Wir fördern eine wertschätzende, lebendige und offene Unternehmenskultur, die sich unter anderem durch gute Führung, persönliche Entwicklungsperspektiven, Flexibilität in der Arbeitsgestaltung, klare Werte und Prinzipien auszeichnet. Wir sind überzeugt, dass unsere die Unternehmenskultur fördernden Maßnahmen über erhöhtes Mitarbeiterengagement zu höherer Unternehmensleistung, erfolgreichem Wandel, einer starken Arbeitgebermarke und schließlich nachhaltigem Unternehmenserfolg führen.

Eine weitere Chance sehen wir in der erfolgreichen Umsetzung des in 2017 gestarteten Transformationsprojekts im Personalbereich. Durch die Neuaufstellung unserer weltweiten Personalorganisation und die Einführung moderner Produkte und Lösungen im Personalbereich können wir die Unternehmensstrategie zukünftig zielgerichteter unterstützen und auf Trends im Personalbereich schneller und besser reagieren. Global einheitliche, benutzerfreundliche Systeme sowie standardisierte, digitalisierte und transparente Prozesse verbessern Qualität, Service und Kundenorientierung und erhöhen schließlich unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Veränderungen bergen stets auch das Risiko von Demotivation und geringerer Leistungserbringung der Mitarbeiter. Dieses kann bedeutsam werden, wenn sich Mitarbeiter nicht genügend in Entscheidungen eingebunden fühlen oder neue Prozesse und Verhaltensweisen nicht verstehen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem gezielten Veränderungsmanagement, indem wir nächste Schritte und anstehende Maßnahmen so klar und so früh wie möglich kommunizieren. Ergänzt wird dies durch umfangreiche Trainingsangebote, beispielsweise im Bereich der Führung oder auch im Umgang mit neuen Systemlösungen.

Das Risiko von Arbeitsniederlegungen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist nicht auszuschließen. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis belasten. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen der Globalisierung und der zunehmenden Digitalisierung in der Arbeitswelt nutzen wir kontinuierlich bestehende Dialogplattformen wie das Europaforum der europäischen Betriebsräte. Auch in anderen Regionen, in denen wir tätig sind, suchen wir den Dialog mit Arbeitnehmervertretungen, Gewerkschaften und anderen Interessengruppen und gehen aktiv auf deren Vertreter zu, insbesondere im Rahmen der Übernahme von Unternehmen und deren Integration. Wir verwenden rechtlich solide und bewährte Arbeitsverträge und achten auf rechtssichere Kollektivvereinbarungen. Bei Akquisitionen legen wir großen Wert auf professionelles Projektmanagement, das sowohl ausführliche Kommunikation mit Mitarbeitern als auch faire Konsolidierungsprozesse und angemessene Abfindungspakete umfasst. Im Falle einer potenziellen Klage beobachtet die Personalabteilung in engem Austausch mit der Rechts- sowie der Kommunikationsabteilung die Lage sehr genau, um frühzeitig entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Mit den bereits genannten Maßnahmen im Rahmen der Unternehmenskultur sowie attraktiven arbeitgeberseitigen Angeboten fördern wir ein wertschätzendes Verhältnis zwischen Führungskräften und (ehemaligen) Mitarbeitern und versuchen auch auf diese Weise das Risiko von Arbeitsniederlegungen oder Klagen einzudämmen.

Das in Deutschland geplante Gesetz zur Regulierung der sachgrundlosen Befristung kann sich ebenfalls in steigenden Personalkosten niederschlagen. Unsere Personal- und unsere Rechtsabteilung beobachten Pläne zu Gesetzesänderungen stets sehr genau, um sich frühzeitig auf potenzielle Mehrkosten einzustellen und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen ist ein entscheidender Faktor für die effiziente Abwicklung unserer Geschäfte. Um das Risiko eines Arbeitskräfteengpasses einerseits und des Wissensverlustes andererseits zu begrenzen, bieten wir Mitarbeitern beispielsweise Angebote zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie, attraktive Vergütungsmodelle, herausfordernde Aufgaben und internationale Karriereperspektiven. Im Rahmen jährlicher Personalentwicklungskonferenzen kümmern wir uns zudem um eine strukturierte Nachfolgeplanung. Über unsere globalen, bereichs- und hierarchieübergreifenden Talentprogramme binden wir besonders leistungsstarke Mitarbeiter an unser Unternehmen und können frühzeitig geeignete Nachfolger für Schlüsselpositionen identifizieren.

Das Risiko des Fachkräftemangels sehen wir zunehmend in verschiedenen Bereichen. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unter anderem unsere Rekrutierungsbereich stärken, Prozesse der Personalbeschaffung standardisieren und in eine markante Arbeitgebermarke investieren. Wir positionieren unser Unternehmen in zahlreichen Veranstaltungen und Konferenzen weltweit als attraktiven Arbeitgeber, zunehmend auch über die sozialen Medien, und suchen früh Kontakt zu besonders begabten Nachwuchstalenten. Wir pflegen eine intensive Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen, weiterführenden Schulen und öffentlichen Institutionen. Studenten unterstützen wir in Deutschland, unserer mitarbeiterstärksten Region, mit dem Deutschlandstipendium sowohl finanziell als auch fachlich. Unser Praktikanten-Bindungsprogramm ermöglicht es uns zudem, mit Praktikanten, die besonders herausragende Leistungen erbracht haben, in engem Kontakt zu bleiben. Darüber hinaus helfen uns regelmäßige Personalentwicklungskonferenzen dabei, intern vorhandene Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Wir investieren zudem kontinuierlich in die Nachwuchsförderung, sei es mit einer beträchtlichen Anzahl an Ausbildungsplätzen in verschiedenen Bereichen in Deutschland, Praktikantenprogrammen oder unserem Corporate Traineeprogramm, welches sich im Hinblick auf den Aufbau von Führungskräftenachwuchs bewährt hat.

Hinsichtlich des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Alterung der Gesellschaft besteht neben der mangelnden Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften zudem das Risiko gesundheitsbedingter Fehlzeiten, veralteten Wissens oder auch des Wissensverlusts sowie einer sinkenden Arbeitgeberattraktivität. Um den Herausforderungen des demografischen Wandels strukturiert zu begegnen, haben wir bereits im Jahr 2011 ein umfassendes Demografieprogramm aufgesetzt. Seit Einführung des Programms wurde ein ganzes Bündel an Initiativen angestoßen und umgesetzt. So wurden in Deutschland beispielsweise rund 110 Demografiestellen (u.a. im Bereich der Chemikanten und Ingenieure) geschaffen, zusätzliche Trainings entwickelt, betriebliche Eingliederungsmaßnahmen verstärkt (Wiedereingliederungsmaßnahmen nach Krankheit), das betriebliche Gesundheitsangebot erweitert (beispielsweise durch die Einführung einer digitalen Gesundheitsplattform) und die Flexibilität in der Arbeitsgestaltung erhöht. Unser strategischer Personalplanungsprozess ermöglicht uns zudem, weltweit Personalengpässe frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Produktion und Technik

Fehlende Anlagenverfügbarkeit durch Störungen kann dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine entsprechende Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, sodass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z. B. proaktive Anlagenwartungen, systematische Schulungen unserer Mitarbeiter und regelmäßige Audits zur Schwachstellenanalyse. Systematische Sicherheitsbetrachtungen und Gefährdungsbeurteilungen helfen, die Anlagen- und Verfahrenssicherheit zu verbessern. Die Implementierung und Einhaltung der Maßnahmen wird durch Compliance Checks global überprüft. Darüber hinaus begegnen wir dem Risiko eines Produktionsausfalls, indem wir die Produktion bestimmter Produkte auf verschiedene Standorte weltweit verteilen.

Operative Chancen zu erschließen und zu nutzen ist zentraler Bestandteil unserer unternehmerischen Aktivitäten. Es ist unser Anspruch, unser Wachstum mit bestehenden Produkten und neuen Lösungen voranzutreiben und unsere Position in den globalen Märkten dadurch nachhaltig zu stärken. Investitionen in neue Werke sowie Kapazitätserweiterungen und die Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen sind hierfür zentrale Elemente. Die erwarteten Effekte sind in der Planung berücksichtigt oder darüber hinaus als Chance erfasst. Auch wenn wir uns grundsätzlich Vorteile von Investitionen versprechen, sind sie auch mit Risiken verbunden. So ist beispielsweise der Erfolg unserer Investitionen im asiatischen Raum stark belastet durch die zunehmend schwieriger werdenden Handelsbeziehungen zwischen den USA und China. Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden von den zuständigen Business Units vorbereitet und dem Vorstand nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Komitee zur Entscheidung vorgelegt. Mit diesem Prozess stellen wir sicher, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden.

Umsatz- und Ergebniseffekte, die wir aus unseren Investitionen und den bis zum Bilanzstichtag vollzogenen Akquisitionen erwarten, sind bereits in unseren Planungen berücksichtigt. Darüber hinaus können diese gezielten Investitionen weitere operative Chancen eröffnen, weil wir uns hierdurch neue Potenziale erschließen sowie die Positionierung in wichtigen Märkten vorantreiben.

Sicherheit und Umwelt

Selbst bei hohen (sicherheits-)technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen - auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus - nicht völlig auszuschließen. Sie können zu Bränden und Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden könnten. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert. Zudem führen von den Versicherungen eingesetzte Risikoingenieure regelmäßig Überprüfungen unserer Standorte durch.

In unserem Produktportfolio befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend eingestuft sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Kunden im Rahmen von Responsible Care ® auf Risiken hin, die mit der Verwendung einhergehen. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen.

Gemäß unserem vorausschauenden Ansatz werden im Rahmen der Produktbeobachtung potenzielle Gefahren im Umfeld unseres Produktportfolios frühzeitig erkannt, bewertet und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen.

Regulatorische Maßnahmen können zu einer Verschärfung von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards in verschiedenen Bereichen führen. Dies kann höhere Kosten, Produktionsverbote und Haftungsrisiken zur Folge haben. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Einhaltung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern. Zusätzliche Belastungen im Bereich der Energie- und Umweltpolitik, wie z. B. durch neue Regelungen im Emissionshandel, neue Ökosteuern oder die Neuverteilung der Kosten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), können zu höheren Kosten und damit zum Teil zu erheblichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen. Hierunter fällt auch die durch den Übertragungsnetzbetreiber im Rahmen des EEG initiierte retrospektive Überprüfung der langjährig von LANXESS zur Eigenerzeugung von Strom genutzten Erzeugungskapazitäten an den Kraftwerken der Niederrheinstandorte und in Duisburg. Zur Minderung dieses Risikos führen wir ein aktives Energiemanagement durch, um den Verbrauch an Energien zu reduzieren. Weiterhin diskutieren wir die wirtschaftlichen Folgen steigender Energiepreise direkt mit Behörden und Politik sowie über Wirtschaftsverbände zusammen mit anderen energieintensiven Unternehmen.

LANXESS war und ist für zahlreiche aktive und ehemalige Standorte mit bis zu 150 Jahren chemischer Produktion zuständig. Dies umfasst u. a. auch Abfallentsorgungseinrichtungen. Es lässt sich nicht ausschließen, dass in diesem Zeitraum auch Verunreinigungen des Untergrunds verursacht wurden, die bislang noch nicht identifiziert wurden. Wir bekennen uns zum Responsible-Care®-Gedanken und betreiben aktives Umwelt- sowie auch proaktives Umweltschutzmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft sowie weiteren Emissionen und Immissionen. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen haben wir ausreichende Rückstellungen gebildet. Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen für Umweltschutz finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [15] „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen“.

IT und Security

Unsere IT ist Teil der Wertschöpfungskette und unterstützt weltweit unsere Geschäftsaktivitäten mit standardisierten Prozessen. Unser Ziel sind effiziente, stabile und skalierbare IT-Services. Entsprechend entwickeln wir eine einheitliche und integrierte Systemlandschaft und investieren weltweit in den Ausbau und die Modernisierung unserer IT-Services.

Beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen verfälscht oder gelöscht werden. Insbesondere beobachten wir eine wachsende Bedrohung der IT-Infrastruktur durch Angriffe von außen (Cyber-Risiken). All dies kann zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen und Reputationsschäden führen. Deshalb investieren wir in Datensicherungssysteme, die den Verlust von Daten und Informationen verhindern. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme gewährleisten die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie einen störungsfreien Betrieb der Systeme. Zur Verbesserung der Sicherheit der IT-Infrastruktur werden die Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig bewertet und geprüft. Sofern erforderlich, werden sie auf einen angemessenen sicherheitstechnischen Stand gebracht. Zur Abwehr von Bedrohungen wurden Schutzmaßnahmen intensiviert und an die aktuelle Bedrohungssituation angepasst. Zusätzlich hat LANXESS zur Absicherung von Cyber-Risiken eine Cyber-Versicherung abgeschlossen. Die Nutzer unserer IT-Systeme schulen wir regelmäßig über IT-Risiken sowie über geeignetes Verhalten und Schutzmaßnahmen. Zu aktuellen Themen der IT-Sicherheit führen wir Sicherheitskampagnen durch.

Absatzmarkt

Grundsätzlich unterliegt unser Konzern den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen und politischen sowie geopolitischen Veränderungen in den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind. Die weltweit unveränderte Tendenz zu protektionistischen Maßnahmen, die auch insbesondere die Chemieindustrie treffen würden, sehen wir als mittelfristiges Risiko für Wachstum und Stabilität. Die chemischen Wertschöpfungsketten sind stark vernetzt und global ausgerichtet. Verstärkter Protektionismus würde das Wachstum beeinträchtigen. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden positiven bzw. negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Durch unsere weltweite Präsenz, die wir in den Wachstumsregionen weiter ausbauen, können wir an vorteilhaften regionalen Entwicklungen partizipieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von bestimmten Regionen reduzieren. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden sich im Kapitel „Strategische Ausrichtung“ dieses Lageberichts.

Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Unsicherheiten für uns. Zusätzliche über die Planung hinausgehende Absatzmöglichkeiten können sich durch die Erschließung neuer Märkte oder Gewinnung neuer Kunden ergeben. Langfristig rechnen wir beispielsweise damit, dass unser Segment Engineering Materials von einer zunehmenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen profitieren wird. Neben diesen nachfragebedingten Markteinflüssen können auch strukturelle Marktveränderungen unsere Ertragskraft beeinflussen, etwa durch den Marktaustritt bestehender oder das Auftreten neuer Wettbewerber bzw. zusätzlicher Kapazitäten sowie regionale Verschiebungen, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigerem Kostenniveau, Produktsubstitution oder durch Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten. Punktuelle Beispiele solcher Entwicklungen sind die umweltbedingte Konsolidierung der chinesischen Chemieindustrie sowie die Abwanderung von chemischer Produktion aus China wegen des Handelskrieges mit den USA in Richtung Südostasien (u.a. Vietnam). Wir begegnen diesen Entwicklungen mit einem konsequenten Kostenmanagement sowie einer systematischen Markt- und Wettbewerbsbeobachtung und passen dementsprechend unsere Produktportfolios kontinuierlich an. Die Fokussierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios richtet sich dabei auf innovative Anwendungssegmente, sodass eine langfristig erfolgreiche Geschäftsausrichtung sichergestellt werden kann.

Finanzbereich

Die Group Function Treasury & Investor Relations hat die Aufgabe, die finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken zentral zu erfassen und zu managen. Im Wesentlichen sind dies:

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken:

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Preisänderungen Liquidität und Refinanzierung Kontrahenten Kapitalanlagen
- Währungen - Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln - Kunden - Investitionen in Pensionsvermögen
- Zinsen - Banken
- Rohstoffe
- Energien - Zugang zu multi- und bilateralen Kapitalmärkten

In regelmäßig stattfindenden Strategiegesprächen des Financial Risk Committee unter Vorsitz des Finanzvorstands wird über die Ergebnisse des finanziellen Risikomanagements sowie über das aktuelle Risiko berichtet und über die weitere Vorgehensweise entschieden. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, Risiken zu erkennen und zu bewerten sowie deren Auswirkungen zu steuern und gegebenenfalls zu begrenzen.

• Preisänderungen

Währungen

Da der LANXESS Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen durchführt, ist er Wechselkursschwankungen gegenüber diesen Währungen ausgesetzt. Damit verbundene Risiken werden teilweise gesichert, soweit sie zahlungswirksam sind. Der Planung für das Geschäftsjahr 2020 liegen feste Wechselkurse zugrunde. Besonders relevant ist die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem geplanten Wechselkurs führt zu einem positiven Effekt auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen (und umgekehrt).

Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Solche Risiken werden grundsätzlich zu 100% abgesichert. Ebenso werden Währungsrisiken aus Finanztransaktionen inklusive der Zinskomponente in der Regel zu 100% kursgesichert. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte genutzt. Die Absicherung führt dazu, dass sich Auf- oder Abwertungen des Euro-Kurses im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen kurzfristig nur eingeschränkt auf die Zahlungsströme auswirken. Zudem bestehen Translationsrisiken durch die Umrechnung in lokaler Währung geführter Jahresabschlusswerte in den in Euro aufgestellten Konzernabschluss. Anders als der Effekt der Wechselkursschwankungen im Falle des Transaktionsrisikos hat das Translationsrisiko keinerlei Auswirkungen auf die Zahlungsströme des Konzerns in lokaler Währung. Des Weiteren haftet wesentlichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in lokaler Währung ein langfristiges Währungsrisiko an. Dieses wird regelmäßig eingeschätzt und bewertet. Eine Absicherung durch Devisentransaktionen erfolgt jedoch nur in dem Falle, wenn erwogen wird, sich aus bestimmten Geschäften zurückzuziehen, und die frei gewordenen Mittel zurückgeführt werden sollen.

Die Chancen und Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Hierzu werden sowohl die Umsätze als auch die Kosten in Fremdwährung geplant. Auf Dauer können Wechselkursschwankungen die künftigen Zahlungsströme beeinträchtigen, falls der LANXESS Konzern nicht in der Lage sein sollte, diese Wechselkursschwankungen, z.B. durch die Preisgestaltung für seine Produkte in der jeweiligen lokalen Währung, aufzufangen. Um dieses Risiko zu verringern, erfolgt eine teilweise Absicherung durch derivative Finanzinstrumente. Die Absicherung erfolgt entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Grundsätzen und wird kontinuierlich überwacht. Für die Jahre 2020, 2021 und 2022 haben wir bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um Währungsschwankungen zu begegnen.

Zinsen

Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsänderungen betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden.

Da der überwiegende Anteil der Finanzschulden zu festen Zinskonditionen aufgenommen wurde, haben Zinsänderungen in den kommenden Jahren nur einen begrenzten Einfluss auf den LANXESS Konzern.

Im Rahmen einer Langfristplanung entscheidet LANXESS regelmäßig über Refinanzierung zur Sicherung des prognostizierten Liquiditätsbedarfes.

Rohstoffe/Energien

Der LANXESS Konzern ist bei seiner operativen Geschäftstätigkeit Marktpreisänderungen für Energien und Rohstoffe ausgesetzt. Diese werden in der Regel an die Kunden weitergegeben. Wenn eine Weitergabe bestimmter Marktpreisrisiken aus Energien und Rohstoffen an den Kunden nur eingeschränkt möglich ist, kann im Einzelfall eine Sicherung durch finanzielle Warentermingeschäfte erfolgen, mit dem Ziel, die Cashflow-Volatilität zu reduzieren. LANXESS hat zum Bilanzstichtag finanzielle Warentermingeschäfte in geringem Umfang im Bestand.

• Liquidität und Refinanzierung

Eine grundsätzlich konservative Finanzpolitik und eine Zielkapitalstruktur, die sich im Wesentlichen an Kennzahlensystemen führender Ratingagenturen orientiert, sichern den Zugang zu Kapitalmärkten und damit die Zahlungsfähigkeit. Die konservative Finanzpolitik bezieht auch das Risiko einer Ratingänderung und damit verbundener Auswirkungen in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement ein, wobei LANXESS keinen direkten Einfluss auf die abschließende Beurteilung unabhängiger Ratingagenturen hat.

Als wesentliche Liquiditätsreserve dient eine im Dezember 2019 unterzeichnete syndizierte Kreditlinie über 1 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Diese ist mit einer Laufzeit bis Dezember 2024 und zwei einjährigen Verlängerungsoptionen ausgestattet. Die Kreditlinie ist an die Erreichung von ESG-Kriterien („Environmental, Social and Governance“) gekoppelt. So hängen die Zinskonditionen unter anderem von der erfolgreichen Reduktion der Scope-1-Treibhausgasemissionen und der Steigerung des Frauenanteils in den drei obersten Managementebenen ab. Mit dieser Finanzierung wurde die ursprünglich im Mai 2023 auslaufende syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. € frühzeitig ersetzt. Neben der Kreditlinie bestanden kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserven in Höhe von 296 Mio. € in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Dementsprechend verfügt der LANXESS Konzern über eine Liquiditätsposition, die sich über eine breite Basis von Finanzierungsinstrumenten erstreckt.

• Kontrahenten

Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowohl mit unseren Kunden als auch mit Bank- und Finanzpartnern, insbesondere im Rahmen von Geldanlagegeschäften und Transaktionen mit Finanzinstrumenten.

Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können sie gegen das Kreditrisiko abgesichert werden.

Ziel des LANXESS Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der liquiditätsnahen, derivativen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird (ohne Berücksichtigung nicht bilanzieller Aufrechnungsvereinbarungen) durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben.

Zur Absicherung von Kreditrisiken aus Kundenforderungen werden für einzelne Kunden zugunsten des LANXESS Konzerns eröffnete Akkreditive genutzt sowie mit Vertragspartnern Vorauskasse vereinbart. Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität.

Bei der Auswahl von Bank- und Finanzpartnern für Geldanlagegeschäfte und Transaktionen mit Finanzinstrumenten ist die Bonität der Partner ein wichtiges Kriterium der LANXESS Finanzpolitik und des Kreditrisikomanagements. Daher strebt LANXESS grundsätzlich an, mit Bank- und Finanzpartnern Geschäfte zu tätigen, die mindestens über ein Investment-Grade-Rating verfügen.

Ferner erfolgt im Rahmen des Kreditrisikomanagements ein globales Management des Kontrahentenrisikos für alle bestehenden Bank- und Finanzpartner. Hierbei achtet der LANXESS Konzern darauf, dass im Sinne einer Risikodiversifikation keine existenzbedrohenden Konzentrationsrisiken bestehen. Durch den Abschluss von Rahmenverträgen können im Falle der Insolvenz des Transaktionspartners die Marktwerte der offenen Handelspositionen miteinander aufgerechnet werden, was zu einer weiteren Verringerung der Risikopositionen führt.

• Kapitalanlagen

Chancen und Risiken aus der Anlage von Pensionsvermögen werden durch das Pension Committee, bestehend aus dem Finanzvorstand sowie Vertretern der Group Functions Treasury & Investor Relations, Accounting und Human Resources, überwacht.

Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance

Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Konzerns aktiv voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzsteigerung, Optimierung von Chancen und Risiken, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen. Wir verweisen weiterhin auf das Kapitel „Strategische Ausrichtung“ in diesem Lagebericht.

Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko hinsichtlich künftiger (Markt-)Entwicklungen und der möglichen Umsetzbarkeit angestrebter Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Einstieg in oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite- oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. Wir begegnen dem, indem wir die entscheidungsrelevanten Informationen sorgfältig und strukturiert aufarbeiten sowie eine regelmäßige Überprüfung der Entwicklung vornehmen. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand von erfahrenen Fachabteilungen und, wenn nötig, auch von externen Beratern unterstützt.

Bei der Gewinnung von Informationen im Rahmen von Akquisitionen ist nicht auszuschließen, dass nicht alle Informationen, die für die Einschätzung der künftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlich sind, vorliegen oder richtig bewertet werden. Dem begegnen wir durch systematische „Due-Diligence“-Analysen und - soweit möglich - entsprechende      Restrisiko-minimierende Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration erworbener Unternehmen oder Geschäfte kann dazu führen, dass erwartete Mehrwertgenerierung nicht eintritt. Daher existieren bei uns Prozesse, die eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleisten. Werden Einschätzungen über künftige Entwicklungen, wie beispielsweise die Realisierung von Synergien, nicht erfüllt, könnte sich Wertminderungsbedarf von Vermögenswerten ergeben. Dieses Risiko überwachen wir mit mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen. Das Risiko eines sich ergebenden Wertminderungsbedarfs von Vermögenswerten wird der Gruppe Finanzbereich zugeordnet.

Unternehmen des LANXESS Konzerns unterliegen rechtlichen Risiken und sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden.

Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines für LANXESS nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen mit Dritten hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf unser geplantes EBITDA vor Sondereinflüssen.

Um rechtliche Risiken zu vermeiden, hat LANXESS ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS) aufgesetzt, das eine Reihe organisatorischer präventiver Maßnahmen beinhaltet. LANXESS hat für sich als wesentliche Risiken unter anderem Wettbewerbsrecht und Anlagensicherheit/Umweltschutz identifiziert. Diese Themen sind als inhaltliche Sonderzuständigkeit im Rahmen des CMS unterschiedlichen Group Functions zugeordnet, die entsprechende Compliance-Programme etabliert haben. Im Hinblick auf kartellrechtsbezogene Risiken hat LANXESS beispielsweise ein Programm zur Sicherstellung wettbewerbsrechtlicher Compliance entwickelt, das Präsenzschulungen wie auch E-Learning umfasst. Hierdurch werden unsere Mitarbeiter und Führungskräfte in den jeweiligen Unternehmensbereichen auf die besonderen Risiken hingewiesen und entsprechend sensibilisiert. Diese Schulungen werden regelmäßig durchgeführt und dokumentiert. Zusätzlich stehen den Mitarbeitern bei Fragestellungen ausgewiesene Experten der Group Function Legal & Compliance zur Verfügung. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Compliance als integraler Bestandteil“ in diesem Chancen- und Risikobericht.

Verstöße im Außenwirtschaftsrecht können Verbote und Einschränkungen in der Exporttätigkeit sowie den Wegfall von Privilegien im Rahmen der Exportabwicklung des Konzerns zur Folge haben. Dies kann in Einzelfällen zu Bußgeldern, Handelseinschränkungen und Reputationsverlust führen. Der Konzern stellt die Gesetzeskonformität im Bereich Außenwirtschaftsrecht und Exportkontrolle sicher, indem weltweit geeignete stabile Kontrollinstrumente und automatisierte Prüfprozesse etabliert wurden und kontinuierlich verbessert werden. Im Rahmen der proaktiven Beobachtung der handelspolitischen Entwicklungen werden sowohl die operativen Einheiten als auch die Leitungsgremien frühzeitig über Änderungen im Außenwirtschaftsverkehr und die damit einhergehenden Chancen und Risiken informiert und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen.

Nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union am 31. Januar 2020 tritt eine Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020 in Kraft, in der keine Änderungen der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien erwartet werden. Sollte bis zum Ende der Übergangsphase keine Einigung über eine Neuregelung dieser Beziehungen erzielt und keine Verlängerung der Übergangsphase beantragt werden, droht erneut ein Ausscheiden Großbritanniens ohne Abkommen (sogenannter „No-Deal-Brexit“). Im Rahmen unseres Chancen- und Risikomanagements haben wir uns auch mit dem Einfluss dieses Szenarios auf unsere Geschäftstätigkeit befasst. Hierzu haben wir ein fachübergreifendes Expertenteam zusammengestellt, welches u. a. unsere Lieferketten sicherstellen und gegebenenfalls interne Prozesse anpassen soll. Außerdem bereiten wir die notwendigen Schritte hinsichtlich der Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) vor. Unsere bisher getroffenen Maßnahmen für den Fall eines Ausscheidens Großbritanniens ohne Abkommen umfassen den Aufbau von Vorratsbeständen und den kontinuierlichen Austausch mit Abnehmern und Lieferanten, um auch zukünftig handelsübliche Lieferzeiten zu gewährleisten. Darüber hinaus hat LANXESS Vorbereitungen getroffen, bestehende britische Registrierungen nahtlos an LANXESS Gesellschaften innerhalb der Europäischen Union übertragen zu können sowie durch Bestandsschutzregelungen, Benachrichtigungs- und Registrierungsprozesse die Einhaltung regulatorischer Bestimmungen innerhalb Großbritanniens frühzeitig sicherzustellen. Aufgrund dieser umfassenden Vorbereitung sowie des nur geringen Umsatzanteils Großbritanniens am Gesamtgeschäft sind wir zuversichtlich, dass sich auch ein Ausscheiden Großbritanniens ohne Abkommen nicht wesentlich negativ auf unseren Geschäftsverlauf auswirken wird. Trotz alledem sind zum jetzigen Zeitpunkt weder die politischen Rahmenbedingungen noch die damit verbundenen Folgen des Ausscheidens Großbritanniens aus der Europäischen Union final abschätzbar.

Darüber hinaus haben wir auch die Auswirkungen des andauernden Handelskonflikts zwischen China und den USA auf LANXESS untersucht. Im Rahmen der Beurteilung hat sich gezeigt, dass nur vereinzelt Produkte unseres Portfolios betroffen sind und die Warenströme zwischen China und den USA lediglich schwach ausgeprägt sind. Aus diesem Grund ist kein signifikant negativer Einfluss durch die direkten Folgen der Auseinandersetzung auf unsere Geschäftstätigkeit zu erwarten.

Bedeutung der Chancen und Risiken sowie Ergebnis der Chancen- und Risikobewertung

Die identifizierten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung werden, wie zuvor beschrieben, kategorisiert und in Gruppen zusammengefasst. Die Bedeutung der Chancen und Risiken ergibt sich aus ihrer möglichen Auswirkung auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen für den LANXESS Konzern. Einzelne Kategorien, bei denen die Chance oder das Risiko einer Zielabweichung von mehr als 5 % bezogen auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des Planungsjahres besteht, haben hierbei für uns eine mittlere bis hohe Bedeutung. Dies gilt auch für Gruppen, bei denen dieser Grenzwert lediglich kumuliert über alle jeweils zugeordneten Kategorien überschritten wird.

Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements wurde für das Planungsjahr der Kategorie Rohstoffpreise, der Gruppe Absatzmarkt und der Gruppe Sicherheit und Umwelt eine mittlere bis hohe Bedeutung beigemessen. Bezogen auf unsere zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, ergibt sich bei dieser Kategorie sowie den Gruppen gemäß den zugrunde liegenden Szenarien bzw. den getroffenen Wahrscheinlichkeitsannahmen eine mögliche positive bzw. eine nachteilige Zielabweichung von jeweils bis zu 7 %.

Auch wenn die Kategorie Währung und die Gruppe rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance nur eine geringe Bedeutung für die Chancen- und Risikoberichterstattung für das Jahr 2020 haben, werden nachfolgend auch für diese Kategorie und Gruppe, die in der Vergangenheit bedeutsam waren, mögliche positive bzw. negative Zielabweichungen dargestellt:

Zusammenfassende Aussage zur Chancen- und Risikoposition

Die Chemieindustrie befindet sich weltweit in einem Umfeld, in dem protektionistische Entwicklungen in bedeutenden Volkswirtschaften den globalen Handel und die Investitionstätigkeit beeinträchtigten. Auch die globalen Herausforderungen unserer Zeit - wie Klimaschutz, Trinkwassermangel oder die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung - bringen langfristige Risiken und Herausforderungen mit sich. Wertebasiertes, verantwortungsvolles und verlässliches Handeln, kombiniert mit klaren strategischen Leitlinien, verschafft uns jedoch Spielräume, durch die wir in der Lage sind, auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen weiterhin handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Zudem ermöglicht es uns, strategische und operative Chancen zu nutzen und Wachstumspotenziale auszuschöpfen.

Die von uns vorangetriebenen Portfolioanpassungen folgten einer klaren strategischen Richtung: erfolgreiche Verringerung des ehemals sehr hohen Automobilanteils zugunsten konsumentennaher Anwendungen sowie Ausbau unserer Präsenz in mittelgroßen, teilweise regulierten und damit geschützten Märkten für Spezialitätengeschäfte. Diese ausgewogenere Struktur unserer Abnehmermärkte soll insbesondere in konjunkturellen Abschwungphasen Stabilität verleihen. Die Stärkung unserer Geschäfte im Bereich Desinfektions- und Konservierungsmittel treibt Profitabilität und Wachstum. Zu unserer Strategie gehört es aber ebenso, sich von Geschäften zu trennen, für die wir unter dem Dach von LANXESS keine nachhaltigen Entwicklungsperspektiven mehr sehen. Somit haben wir uns entschlossen, sämtliche Geschäftseinheiten der Business Unit Leather, die bislang Bestandteil des Segments Performance Chemicals war, zu veräußern. Aufgrund unseres breit diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios haben wir weiterhin keine erhebliche Risikoexposition.

Alle Planungen unterliegen bestimmten Prognoserisiken, sodass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen, z. B. aufgrund von Veränderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten, grundsätzlich eingeschränkt ist.

Einen Unsicherheitsfaktor stellen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie dar.

Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen Finanzierungsstrukturen, unserer soliden Liquiditätsausstattung sowie der Handlungsspielräume, die sich aus der Neuausrichtung, insbesondere durch die umgesetzten Veränderungen unseres Konzernportfolios, ergeben, sind wir zuversichtlich, künftig auftretende Risiken zu bewältigen.

In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

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in T€ Anhang 2018 2019
Umsatzerlöse (1) 7.256 4.914
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (2) -7.253 -4.911
Bruttoergebnis vom Umsatz 3 3
Allgemeine Verwaltungskosten -48.034 -60.176
Sonstige betriebliche Erträge (3) 2.090 1.334
Sonstige betriebliche Aufwendungen (4) -422 -154
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -46.363 -58.993
Ertrag aus Gewinnabführung von verbundenen Unternehmen 318.011 751.715
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (5) 8.724 8.611
Zinsergebnis (6) -69.113 -62.901
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -794 0
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge (7) -16.533 -17.516
Finanzergebnis 240.295 679.909
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) -109.445 -158.091
Ergebnis nach Steuern 84.487 462.825
Jahresüberschuss 84.487 462.825
Gewinnvortrag (20) 42.444 47.946
Entnahme aus den Gewinnrücklagen (20) 0 200.000
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 -231.412
Aufwand aus der Einziehung von Aktien (20) 0 -200.000
Ertrag aus der Kapitalherabsetzung (20) 0 4.075
Einstellung in die Kapitalrücklage (20) 0 -4.075
Bilanzgewinn 126.931 279.359

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

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in T€ Anhang 31.12.2018 31.12.2019
A Anlagevermögen (12)
I. Immaterielle Vermögengegenstände 1 0
II. Sachanlagen 67 55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (13) 738.864 738.864
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen (14) 198.363 198.363
3. Sonstige Ausleihungen (15) 60.010 60.006
997.305 997.288
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (16) 3.060.820 4.513.800
2. Sonstige Vermögensgegenstände (17) 245.533 557.840
II. Wertpapiere (18) 49.212 0
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.053.593 499.500
4.409.158 5.571.140
C. Rechnungsabgrenzungsposten (19) 30.706 26.306
Summe Aktiva 5.437.169 6.594.734

PASSIVA

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Anhang 31.12.2018 31.12.2019
A. Eigenkapital (20)
I. Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital 9.152 T€) 91.523 87.448
II. Kapitalrücklage 1.230.529 1.234.604
III. Andere Gewinnrücklagen 561.988 593.400
IV. Bilanzgewinn 126.931 279.359
2.010.971 2.194.811
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (21) 74.190 81.462
2. Steuerrückstellungen (22) 54.147 122.790
3. Sonstige Rückstellungen (23) 38.878 53.971
167.215 258.223
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen (24) 2.700.000 2.700.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (25) 28.973 24.741
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) 1.584 241
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (27) 527.203 1.416.016
5. Sonstige Verbindlichkeiten (28) 1.223 702
3.258.983 4.141.700
Summe Passiva 5.437.169 6.594.734
Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften (30) 119.734 82.405

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

Allgemeines

Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 des Aktiengesetzes (AktG) vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investoren, Corporate Governance jederzeit eingesehen werden.

Grundlagen

Der Jahresabschluss der LANXESS AG, Köln (eingetragen beim Amtsgericht Köln, HRB 53652) ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB),des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Vorschriften der Satzung aufgestellt. Wie im Vorjahr wurde der Lagebericht der LANXESS AG in Anwendung von § 315 Absatz 5 HGB i. V. m. § 298 Absatz 2 HGB mit dem Lagebericht des LANXESS Konzerns zusammengefasst.

Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang einzeln erläutert. Ebenfalls aus Gründen der Klarheit finden sich die zu bestimmten Abschlusspositionen vorgeschriebenen „Davon-Vermerke“ ausschließlich im Anhang.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge des Finanzbereichs, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist und die keinem eigenständigen Posten zugeordnet werden, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

Die LANXESS AG als oberstes Mutterunternehmen stellt zum 31. Dezember 2019 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind, auf.

Der Jahresabschluss und der zusammengefasste Lagebericht in Anwendung von § 315 Absatz 5 HGB i. V. m. § 298 Absatz 2 HGB für das Geschäftsjahr 2019 werden mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Sie werden unter www.lanxess.de, Investoren, Publikationen zugänglich sein.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge des Berichtsjahres werden linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über 250,00 € bis 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.

Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen:

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EDV-Lizenzen 3 bis 4 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 4 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10 Jahre

Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag der Chemiebranche sind entsprechende Barmittel bei einem Treuhänder angelegt. Sie werden von Willis Towers Watson (Vorjahr: Deutsche Treuinvest Stiftung) treuhänderisch für die LANXESS AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Demzufolge erfüllt die Höhe der dem Arbeitnehmer geschuldeten Leistung die Voraussetzungen für eine wertpapiergebundene Versorgungszusage gem. § 253 Abs. 1 S. 3 HGB. Das Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB wird gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Da im Falle wertpapiergebundener Versorgungszusagen bereits durch die Anpassung des Buchwerts der Verpflichtungen an den beizulegenden Zeitwert des korrespondierenden Deckungsvermögens eine Ausschüttungssperrwirkung erzielt wird, greift die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 3 i. V. m. S. 1 HGB insoweit nicht.

Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Guthaben bei Kreditinstituten in Euro werden zum Nennwert angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Zudem sind hier Unterschiedsbeträge zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag der von der LANXESS AG begebenen Anleihen erfasst; diese werden durch planmäßige Abschreibungen während der Laufzeit der jeweiligen Anleihen getilgt.

Latente Steuern werden für temporäre Bilanzierungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die LANXESS AG ist in Deutschland Organträger und muss somit nicht nur die eigenen temporären Differenzen aus Bilanzposten einbeziehen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der LANXESS AG von aktuell 29,1 % (Vorjahr 32,3 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein - nicht bilanzierter - Aktivüberhang.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die erwarteten Entgeltsteigerungen bei den Tarifmitarbeitern und bei den leitenden Angestellten betrugen unverändert zum Vorjahr 2,50 % bzw. 2,75 %. Die erwarteten Rentensteigerungen für Altzusagen wurden im Jahresabschluss 2019 auf dem Vorjahreswert von 1,50 % belassen. Für Zusagen ab 2001 betrug die erwartete Rentensteigerung, wie auch im Vorjahr, 1,00 %. Der Rechnungszins beträgt 2,71 % (Vorjahr: 3,21 %) für Pensionen, 0,58 % (Vorjahr: 0,81 %) für Vorruhestand und 1,97 % (Vorjahr: 2,32 %) für sonstige ähnliche Verpflichtungen. Bei den zugrunde gelegten Rechnungszinssätzen für die Abzinsung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2019 handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit. Die angenommene Restlaufzeit beträgt für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 Jahre und für Vorruhestand 1 Jahr.

LANXESS hat für nach dem 31. Dezember 2016 eingetretene und neu eintretende Mitarbeiter ein rückdeckungsakzessorisches Versorgungsmodell aufgesetzt, das sich aus arbeitnehmer- sowie arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierten Bestandteilen zusammensetzt. Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung entspricht dem Zeitwert der über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) gesicherten Rückdeckungsversicherung, die Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellt, und somit saldieren sich Verpflichtung und Deckungsvermögen zu null. Bei der vorliegenden Zusage entspricht der Zinsaufwand dem Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung. Beide Beträge sind gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB miteinander zu saldieren.

Die Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende, objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die ausgewiesenen Haftungsverhältnissen aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen von 4.914 T€ (Vorjahr: 7.256 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus Dienstleistungen, die gegenüber der LANXESS Deutschland GmbH und somit im Inland auf Basis eines Dienstleistungsvertrages erbracht wurden.

(2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Bei den Herstellungskosten von 4.911 T€ (Vorjahr: 7.253 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen im Zusammenhang mit den erbrachten Dienstleistungen. Sie beinhalten insbesondere Personalaufwendungen und allgemeine Verwaltungsaufwendungen.

(3) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 1.266 T€ (Vorjahr: 2.012 T€) enthalten.

(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von 34 T€ (Vorjahr: 35 T€) enthalten.

(5) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten im Wesentlichen Erträge aus langfristigen Darlehen an die LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 8.258 T€ (Vorjahr: 8.258 T€).

(6) Zinsergebnis

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in T€ 2018 2019
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
von Dritten 887 2.498
von verbundenen Unternehmen 4.674 6.487
5.561 8.985
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
an Dritte 70.238 64.389
aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen langfristigen Rückstellungen 2.407 4.541
an verbundene Unternehmen 2.029 2.956
74.674 71.886
Zinsergebnis -69.113 -62.901

(7) Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

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in T€ 2018 2019
Übrige finanzielle Aufwendungen
aus Währungsumrechnung 215.832 161.442
Sonstige 10.254 10.586
226.086 172.028
Übrige finanzielle Erträge
aus Währungsumrechnung 208.228 154.012
Sonstige 1.325 500
209.553 154.512
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -16.533 -17.516

Die Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung resultieren im Wesentlichen aus eigenen Fremdwährungspositionen sowie aus der Bewertung von für Konzernunternehmen mit Dritten abgeschlossenen Fremdwährungsgeschäften.

In den sonstigen übrigen finanziellen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Bürgschaftsprovisionen an verbundene Unternehmen enthalten. Die sonstigen übrigen finanziellen Erträge resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Bürgschaftsprovisionen von verbundenen Unternehmen.

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 158.091 T€ (Vorjahr: 109.445 T€) setzt sich aus dem Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von 35.081 T€ sowie Steueraufwand für Vorjahre in Höhe von 123.010 T€ zusammen.

Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die LANXESS AG zum 31. Dezember 2019 aus temporären Bilanzierungsunterschieden - sowohl eigenen als auch solchen bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung. Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertrag Steuersatzes von 29,1 % (LANXESS AG und Organgesellschaften).

Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Sachanlagen, immateriellen Vermögensgegenständen sowie von Anteilen an Konzerngesellschaften. Aus den Pensionsverpflichtungen ergibt sich auf Grund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht ansetzbaren Rückstellungen u.a. für drohende Verluste und für Pensionsurlaub, ferner aus wertmäßigen Unterschieden u.a. bei Rückstellungen für Jubiläen und sonstige Rückstellungen sowie übrigen Verbindlichkeiten.

(9) Personalaufwand

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in T€ 2018 2019
Löhne und Gehälter 32.314 38.349
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 9.846 13.468
davon für Altersversorgung 8.895 12.424
42.160 51.817

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

(10) Mitarbeiter

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Stichtag 31.12.2018 Durchschnitt 2019 Stichtag

31.12.2019
Verwaltung 153 155 159

(11) Honorare des Jahresabschlussprüfers

Sämtliche Honorare der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der LANXESS AG veröffentlicht. Die Honorare wurden im Wesentlichen gezahlt für die Prüfung des Jahresabschlusses der LANXESS AG sowie des Konzernabschlusses inklusive des Risikofrüherkennungssystems sowie für die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses. Des Weiteren wurden Honorare für andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie sonstige Leistungen gezahlt. Die anderen Bestätigungsleistungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie für Prüfbescheinigungen. Die sonstigen Leistungen beinhalten projektbezogene Beratungsleistungen.

Erläuterungen zur Bilanz

(12) Anlagevermögen

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Bruttowerte
in T€ Stand 01.01.2019 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2019
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software-Lizenzen 64 0 0 64
64 0 0 64
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 196 17 45 168
196 17 45 168
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 738.864 0 0 738.864
Ausleihungen an verb. Unternehmen 198.363 0 0 198.363
Sonstige Ausleihungen 60.010 0 4 60.006
997.237 0 4 997.233
Anlagevermögen gesamt 997.497 17 49 997.465

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Abschreibungen
in T€ Stand 01.01.2019 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2019
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software-Lizenzen 63 1 0 64
63 1 0 64
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 129 29 45 113
129 29 45 113
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Ausleihungen an verb. Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
0 0 0 0
Anlagevermögen gesamt 192 30 45 177

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Nettowerte
in T€ Stand 31.12.2018 Stand 31.12.2019
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software-Lizenzen 1 0
1 0
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 67 55
67 55
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 738.864 738.864
Ausleihungen an verb. Unternehmen 198.363 198.363
Sonstige Ausleihungen 60.010 60.006
997.237 997.233
Anlagevermögen gesamt 997.305 997.288

(13) Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB

Die Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 HGB sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellt.

(14) Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten zwei langfristige Darlehen an die LANXESS Deutschland GmbH.

(15) Sonstige Ausleihungen

Die sonstigen Ausleihungen betreffen fast ausschließlich das anteilige Treuhandvermögen am LANXESS Pension Trust e.V. (LXS Trust). Die LANXESS AG hat mit mehreren Tranchen insgesamt Barmittel in Höhe von 58.248 T€, davon 0 T€ im Berichtsjahr, im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen in den LXS Trust eingebracht.

Das anteilige Treuhandvermögen der LANXESS AG ist in Anteilen an einem Spezialfonds in einer Kapitalanlagegesellschaft angelegt. Die Ertragsrealisierung in der LANXESS AG erfolgt zum Zeitpunkt eines getroffenen Ausschüttungsbeschlusses der Kapitalanlagegesellschaft. Darüber hinaus können sich vertraglich geregelte Nachschusspflichten beim Treugeber auswirken. Im Berichtszeitraum wurde keine Ausschüttung beschlossen.

Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen von in Summe -3 T€ (Vorjahr: 371 T€) resultieren im Wesentlichen aus sonstigen Aufwendungen. Der Marktwert des LXS Trust Vermögens liegt am Bilanzstichtag über dem Buchwert.

Da der CTA kein Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB darstellt, wird unter Beachtung von § 253 Abs. 1 S. 4 HGB keine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt, sondern die Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten bewertet. Eine Ausschüttungssperre besteht aus diesem Grunde nicht.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag der Chemiebranche sind jährlich Barmittel bei einem Treuhänder angelegt worden. Der Zeitwert des Treuhandvermögens entspricht dem Zeitwert der Verpflichtungen aus dem Demografiefonds in Höhe von 299 T€ (Vorjahr: 249 T€). Der Bilanzwert für das Treuhandvermögen und die unter den sonstigen Rückstellungen zu zeigenden Verpflichtungen sind, wie auch die Aufwendungen und Erträge, verrechnet worden.

(16) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 4.513.800 T€ (Vorjahr: 3.060.820 T€) betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehensforderungen einschließlich der Zinsabgrenzung, Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Aus dem in Punkt (1) beschriebenen Dienstleistungsvertrag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.628 T€ (Vorjahr: 2.481 T€). Des Weiteren bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(17) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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in T€ 31.12.2018 31.12.2019
Termingelder 150.000 420.000
Steuerforderungen
aus Ertragsteuern 54.118 94.568
aus Umsatzsteuer 38.838 39.352
Sonstige 2.577 3.920
245.533 557.840

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle im Folgejahr fällig.

(18) Wertpapiere

Die im Vorjahr in Höhe von 49.212 T€ ausgewiesenen Wertpapiere wurden im Berichtsjahr veräußert.

(19) Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Geschäftsjahr 2019 im Wesentlichen Disagiobeträge auf die ausgegebenen Anleihen in Höhe von 25.543 T€ (Vorjahr: 29.222 T€) ausgewiesen.

(20) Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Jahr 2019 wie folgt entwickelt:

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in T€ 31.12.2018 Dividende Jahresüberschuss Ertrag aus der Kapitalherabsetzung/ Entnahme aus Einstellung in 31.12.2019
Gezeichnetes Kapital 91.523 0 0 -4.075 0 87.448
Kapitalrücklage 1.230.529 0 0 0 4.075 1.234.604
Andere Gewinnrücklagen 561.988 0 0 -200.000 231.412 593.400
Bilanzgewinn 126.931 -78.985 462.825 -231.412 0 279.359
2.010.971 -78.985 462.825 -435.487 235.487 2.194.811

Das gezeichnete Kapital ist zum Bilanzstichtag eingeteilt in 87.447.852 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Gesellschaft hat aufgrund eines Beschlusses des Vorstands vom 9. Juli 2019 nach Durchführung eines Aktienrückkaufs eine Herabsetzung des Grundkapitals im Wege der vereinfachten Kapitalherabsetzung gem. §71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 6 AktG von 91.522.936 € um 4.075.084 € auf 87.447.852 € durch Einziehung von 4.075.084 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie beschlossen. Gemäß § 237 Abs. 5 AktG wurde ein Betrag von 4.075.084 € in die Kapitalrücklage eingestellt. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn.

In der Hauptversammlung am 23. Mai 2019 wurde für den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018 von 126.931 T€ auf Basis des vor der Hauptversammlung aktualisierten Beschlussvorschlags die folgende Verwendung beschlossen:

eine Dividendenzahlung von 78.985 T€ (0,90 € je dividendenberechtigte Stückaktie),
einen Betrag von 47.946 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

Bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 15. Mai 2018 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Mai 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 9.152.293 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung um bis zu 9.152.293 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) wird der Vorstand andere Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre berücksichtigen. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20 % des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Von der Ermächtigung der Ausgabe von Schuldverschreibungen wurde bisher kein Gebrauch gemacht.  

Genehmigtes Kapital I und III

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2018 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 14. Mai 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 25. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 9.152.293 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital III). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals I und III steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Dieses kann jedoch unter bestimmten, in § 4 Abs. 3 und Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG näher definierten, Fällen ausgeschlossen werden. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20 % des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Eine Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals I und III ist bisher nicht erfolgt.

Erwerb und Verwendung eigener Aktien

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 hielten weder die Gesellschaft noch von ihr abhängige oder im Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen oder Dritte, welche für Rechnung der Gesellschaft oder für Rechnung eines von ihr abhängigen oder im Mehrheitsbesitz stehenden Unternehmens handeln, eigene Aktien der Gesellschaft. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 20. Mai 2016 war der Vorstand gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 19. Mai 2021 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung konnte auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien konnten nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand war ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden.

Der Vorstand der Gesellschaft hat am 10. Januar 2019 beschlossen, diese Aktienrückkaufsermächtigung auszuüben und eigene Aktien zu einem Kaufpreis von bis zu 200 Mio. € (ohne Nebenkosten) über die Börse zu erwerben. Im Zeitraum vom 14. Januar 2019 bis zum 12. Juni 2019 hat die Gesellschaft sodann insgesamt 4.075.084 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag von 1,00 € je Aktie erworben. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 4.075.084 €. Dies entspricht 4,453 % des damaligen Grundkapitals der Gesellschaft in Höhe von 91.522.936 €. Die Erwerbe erfolgten an 94 Xetra-Handelstagen durch eine von der Gesellschaft beauftragte Bank ausschließlich über die Börse im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse. Der gewichtete Durchschnittskurs beläuft sich auf 49,0787 € je zurück gekaufter Aktie. Der Gesamtpreis für die zurück gekauften Aktien beträgt ohne Nebenkosten 199.999.958,47 €. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgte zum Zweck ihrer Einziehung und der Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Vorstand hat am 9. Juli 2019 entsprechend der Aktienrückkaufermächtigung gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 6 AktG die Einziehung sämtlicher zurück gekaufter Aktien beschlossen. Die Einziehung der Aktien erfolgte am 12. Juli 2019 ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde entsprechend auf 87.447.852 € herabgesetzt. Gemäß § 237 Abs. 5 AktG wurde ein Betrag von 4.075.084 € in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 23. Mai 2019 aufschiebend befristet die Aufhebung der Aktienrückkaufermächtigung vom 20. Mai 2016 sowie eine neue Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien beschlossen. Die Aufhebung und die neue Ermächtigung wurden am 13. August 2019 wirksam mit Beginn des Tages, der zwei Monate nach dem Tag liegt, an dem die letzte Bekanntmachung als Abschlussmeldung in Bezug auf das am 10. Januar 2019 angekündigte Aktienrückkaufprogramm mittels europäischem Medienbündel veröffentlicht wurde. Die neue Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand bis zum 22. Mai 2024 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erwerben kann. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine eigenen Aktien unter dieser neuen Ermächtigung von der Gesellschaft erworben. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 hielten weder die Gesellschaft noch von ihr abhängige oder im Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen oder Dritte, welche für Rechnung der Gesellschaft oder für Rechnung eines von ihr abhängigen oder im Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen handeln, eigene Aktien der Gesellschaft.

(21) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In den Pensionsrückstellungen werden Versorgungsverpflichtungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern sowie Verpflichtungen aus Frühruhestandsvereinbarungen ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2019 betragen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 81.462 T€ (Vorjahr: 74.190 T€). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt für das Geschäftsjahr 10.889 T€ (Vorjahr: 11.672 T€) und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen aus den rückdeckungsakzessorischen Versorgungszusagen betragen 398 T€ und wurden mit dem Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung, die Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellt, von 398 T€ saldiert. Zinsaufwendungen und Erträge aus der Rückdeckungsversicherung sind im Berichtszeitraum nicht entstanden.

(22) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen bestehen für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 122.790 T€ für Vorjahre.

(23) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für Verpflichtungen aus erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten (APP, LTSP, LTPB) für Mitarbeiter, noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubs- und Überstundenguthaben, Arbeitnehmerjubiläen sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Unter den sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten werden unter anderem die erwarteten Kosten für die Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2019, die variable sowie die Festvergütung für den Aufsichtsrat ausgewiesen.

Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen und weiteren Bedingungen, die der Vorstand bzw. Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festgelegt hat, wie z. B. dem Erreichen bestimmter Ziele für das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns. Die tatsächliche Auszahlung kann von den im Voraus berechneten Beträgen abweichen.

Die langfristig ausgerichteten, erfolgsabhängigen Komponenten des Vergütungssystems sind der Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und der Long Term Performance Bonus (LTPB).

Der LTSP bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie. Als Referenzwert wird bei dem ab 2014 aufgelegten Programm LTSP 2014 - 2017 der MSCI World Chemicals Index herangezogen. Bei dem seit 2010 bestehenden Programm LTSP 2010 - 2013, aus dem noch ausübbare Anrechte ausstehen, dient der Dow Jones STOXX 600 Chemicals SM als Referenzindex. Der LTSP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010 - 2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014 - 2017) gesperrt. Nach Ablauf der Sperrfrist können die durch das LTSP gewährten Anrechte ausgeübt werden. Die Ausübungsfristen betragen grundsätzlich drei Jahre, für die Tranchen 2012 und 2013 fünf Jahre. Bei dem seit 2018 bestehenden Programm LTSP 2018 - 2021 erfolgt nach Ablauf der vierjährigen Sperrfrist eine sofortige Ausübung der gewährten Anrechte. Der Wert eines Stock Performance Rights ist abhängig von der durchschnittlichen Performance der LANXESS Aktie im Vergleich zur Performance des Wettbewerbsindex MSCI World Chemicals während der Sperrfrist. Die Performance zum Index wird für jedes der vier Jahre der Sperrfrist einzeln ermittelt.

Der LTPB honoriert die finanzwirtschaftliche Entwicklung auf Basis des Geschäftserfolgs für drei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre. Die Höhe des Bonus ist ein Prozentsatz der festen Jahresvergütung.

(24) Anleihen

Die Anleihen betragen zum 31. Dezember 2019 2.700.000 T€ (Vorjahr: 2.700.000 T€) und setzen sich wie folgt zusammen:

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in T€ Zinssatz in % Laufzeit bis Betrag
Euroanleihe 2016/2021 0,250 Oktober 2021 500.000
Privatplatzierung 2012/2022 3,500 April 2022 100.000
Euroanleihe 2012/2022 2,625 November 2022 500.000
Euroanleihe 2018/2025 1,125 Mai 2025 500.000
Euroanleihe 2016/2026 1,000 Oktober 2026 500.000
Privatplatzierung 2012/2027 3,950 April 2027 100.000
Hybridanleihe 2016/2076 4,500 Dezember 2076 500.000
2.700.000

(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 24.741 T€ (Vorjahr: 28.973 T€) bestehen im Wesentlichen aus abgegrenzten Zinsen.

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegenüber Dritten.

(27) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.416.016 T€ (Vorjahr: 527.203 T€) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten einschließlich der Zinsabgrenzung sowie Verbindlichkeiten aus dem Finanzverrechnungsverkehr.

(28) Sonstige Verbindlichkeiten

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in T€ 31.12.2018 31.12.2019
Verbindlichkeiten aus Steuern 897 662
Sonstige 326 40
1.223 702

(29) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

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31.12.2018 31.12.2019
in T€ bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 0 2.700.000 1.600.000 0 2.700.000 1.600.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.973 0 0 24.741 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.584 0 0 241 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 527.203 0 0 1.416.016 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.223 0 0 702 0 0
558.983 2.700.000 1.600.000 1.441.700 2.700.000 1.600.000

(30) Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften

In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögenswerten entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen.

Die LANXESS AG hat zu Gunsten von Tochtergesellschaften folgende Garantien abgegeben:

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in T€ 31.12.2018 31.12.2019
Gegenüber Kreditinstituten 94.372 55.377
Gegenüber Lieferanten/ übrige Dritte 25.362 27.028
119.734 82.405

Weiterhin hat die LANXESS AG für Tochterunternehmen Garantien für Zahlungsverpflichtungen aus zukünftigen Lieferungen aufgrund langfristiger Beschaffungsverträge übernommen.

Im Ausland hat die englische Konzerngesellschaft LANXESS Limited (Registrierungsnummer 03498959), Newbury, von der Befreiung der Prüfung des Jahresabschlusses unter dem Abschnitt 479A des Companies Act 2006 Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG als oberste Muttergesellschaft hat eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 in Bezug auf den Abschnitt 479C des Companies Act 2006 abgegeben. Die bilanzierten Verbindlichkeiten der LANXESS Limited belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf 2.510 T€.

Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Sonstige Pflichtangaben

(31) Bestehen einer Beteiligung (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG)

Die Meldungen über das Bestehen einer Beteiligung an der LANXESS AG sind in den Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG aufgeführt.

(32) Derivative Finanzinstrumente

Die LANXESS AG und Gesellschaften des LANXESS Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Marktpreisrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte, Zinsswaps und Warenterminkontrakte.

Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt.

Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Marktpreisen zurückgehen.

Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen wie Währungen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten aufgrund sinkender Preise durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.

Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos werden den Banken Kontrahentenlimite zugeteilt sowie Rahmenverträge eingesetzt, die im Falle der Insolvenz eines Vertragspartners eine Aufrechnung der Marktwerte der offenen derivativen Geschäfte vorsehen.

Das Nominalvolumen der mit externen Vertragspartnern abgeschlossenen Derivate belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 1.454.316 T€ (Vorjahr: 1.129.453 T€). Mit Konzerngesellschaften wurden gegenläufige Derivate von nominal 1.259.915 T€ (Vorjahr: 1.110.805 T€) abgeschlossen. Insgesamt bestanden damit derivative Geschäfte im Nominalvolumen von 2.714.231 T€ (Vorjahr: 2.240.258 T€). Hierin enthalten waren auch solche Geschäfte, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden.

Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:

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Nominalwerte Marktwerte Buchwerte
in T€ 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019
--- --- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte
- positive Marktwerte 992.323 1.319.255 21.355 19.703 0 0
- negative Marktwerte 1.238.329 1.389.690 25.884 22.026 3.132 1.248
Warenterminkontrakte 2.230.652 2.708.945 -4.529 -2.323 -3.132 -1.248
- positive Marktwerte 4.803 2.643 589 20 0 0
- negative Marktwerte 4.803 2.643 589 20 0 0
9.606 5.286 0 0 0 0
2.240.258 2.714.231 -4.529 -2.323 -3.132 -1.248

Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Währungsrisiken

Zur Absicherung von Währungsrisiken setzte die LANXESS AG Devisentermingeschäfte ein.

Die Sicherungsmaßnahmen umfassen externe Devisentermingeschäfte die einer Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung dienen und spiegelbildlich an diese Konzerngesellschaften weitergegeben werden.

Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung bestanden externe Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 344.824 T€ (Vorjahr: 332.607 T€) mit einem beizulegenden Zeitwert von - 7.997 T€ (Vorjahr: - 12.900 T€). Ihnen standen gegenläufige Geschäfte mit Unternehmen des Konzerns von nominal 344.824 T€ (Vorjahr: 332.607 T€) gegenüber; ihr beizulegender Zeitwert belief sich auf 7.997 T€ (Vorjahr: 12.900 T€). Wertänderungen korrespondierender externer und interner Geschäfte verhalten sich jeweils gegenläufig und gleichen sich mit Fälligkeit bis zum Jahr 2022 aus. Die Geschäfte waren in Bewertungsportfolios zusammengefasst und wurden bilanziell nicht erfasst.

Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der LANXESS AG sowie der Konzernunternehmen (bilanzielles Risiko) schloss die LANXESS AG Devisentermingeschäfte mit externen Vertragspartnern im Nominalvolumen von 1.106.850 T€ (Vorjahr: 792.044 T€) ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug - 5.019 T€ (Vorjahr: - 5.275 T€). Die Geschäfte wurden teilweise an Konzerngesellschaften weitergereicht; diese internen Gegengeschäfte machten nominal 912.449 T€ (Vorjahr: 773.395 T€) bei einem beizulegenden Zeitwert von 2.695 T€ (Vorjahr: 746 T€) aus. Soweit zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften ab-geschlossene Devisentermingeschäfte über interne Geschäfte an die betroffenen Konzerngesellschaften weitergereicht wurden, erfolgte eine Zusammenfassung der sich gegenläufig verhaltenden Geschäfte zu Bewertungsportfolios. Hierin standen sich aus externen und internen Geschäften zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwerte in absolut gleicher Höhe gegenüber. Sie werden überwiegend im Jahr 2020 und im Übrigen spätestens im Jahr 2022 fällig. Die Geschäfte waren bilanziell nicht erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung des bilanziellen Fremdwährungsrisikos von Konzerngesellschaften dienten und denen keine korrespondierenden internen Gegengeschäfte gegenüberstanden, belief sich auf - 1.248 T€ (Vorjahr: - 3.132 T€). Der negative Marktwert wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Weitere Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) wurden aus Währungsdarlehen, die die LANXESS AG bei Konzernunternehmen aufgenommen bzw. an diese gewährt hatte, und den zu ihrer Absicherung abgeschlossenen sich gegenläufig verhaltenden Devisentermingeschäften gebildet. Die gesicherten Darlehen hatten zum Abschlussstichtag einen Buchwert von 105.595 T€ (Vorjahr: 63.015 T€) für gewährte bzw. von 68.112 T€ (Vorjahr: 64.047 T€) für aufgenommene Darlehen. Per Saldo bestand ein Währungsrisiko von 1.076 T€ (Vorjahr: 1.397 T€). Die externen Devisenkontrakte wiesen per Saldo einen negativen Zeitwert von - 1.248 T€ (Vorjahr: - 3.132 T€) auf, sind jeweils im Jahr 2020 fällig und bilanziell nicht erfasst.

Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Preisrisiken

Die externen Warenterminkontrakte, die alle innerhalb eines Jahres fällig werden, wurden spiegelbildlich an Konzerngesellschaften weitergegeben. Die Ergebnisse der bis zum Jahresende beendeten Geschäfte glichen sich aus. Zur Bewertung der noch offenen Geschäfte wurden jeweils Microbewertungseinheiten gebildet, sodass per Saldo kein Ergebnis entstand.

Bewertungsmethoden

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Im Einzelnen gelten dabei folgende Grundsätze:

die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden mit der „Forward-Methode“ aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden.
die Marktwerte der Warentermingeschäfte wurden ebenfalls mit der „Forward-Methode“ aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden.

Zur Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode herangezogen.

(33) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 a HGB)

Für das Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 11.790 T€ (Vorjahr: 12.183 T€). Hiervon entfielen auf die jährliche Vergütung (feste Jahresvergütung, Annual Performance Payment (APP), Sachbezüge und sonstige) 7.101 T€ (Vorjahr: 8.597 T€), auf Bezüge für das Vorjahr minus 34 T€ (Vorjahr: 0 T€) sowie auf die mehrjährige Vergütung 4.723 T€ (Vorjahr: 3.586 T€).

In der mehrjährigen Vergütung sind Bezüge im Rahmen des Long Term Performance Bonus (LTPB) von 2.688 T€ (Vorjahr: 1.726 T€) und im Rahmen des anteilsbasierten Long Term Stock Performance Plan (LTSP) enthalten. Innerhalb des LTSP wurden 2.035.000 (Vorjahr: 1.860.000) Vergütungsanrechte gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 2.035 T€ (Vorjahr: 1.860 T€). Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich ein Aufwand aus der anteilsbasierten Vergütung von 4.518 T€ (Vorjahr: Ertrag von 81 T€).

Daneben fielen Nettoaufwendungen für die Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 5.094 T€ (Vorjahr: 2.581 T€) an. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs der zum Jahresende 2018 aktiven Vorstandsmitglieder lag bei 21.952 T€ (Vorjahr: 16.858 T€). Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2019 im Abschnitt Vergütungsbericht.

Vergütung des Aufsichtsrates:

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in T€ Feste Vergütung Vergütung der Ausschusstätigkeit Sitzungsgeld Langfristige Vergütung Gesamtsumme
2019 1.155 472 177 0 1.804
2018 1.160 540 221 0 1.921

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2019 Gesamtbezüge von 1.804 T€ (Vorjahr: 1.921 T€). Die für die Mitglieder des Aufsichtsrats gebildete Rückstellung für mehrjährige Vergütung belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 1.670 T€ (Vorjahr: 1.310 T€).

Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im LANXESS Konzern sind, Gehälter im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Die Höhe der Gehälter entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern.

Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2019 im Abschnitt Vergütungsbericht.

(34) Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands sowie Vorstandsmitglieder, die Ihre Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet haben (gemäß § 285 Nr. 9 a Satz 6 dd und Nr. 9 b HGB)

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 7.070 T€ (Vorjahr: 473 T€) und betreffen erfolgte Zahlungen aus der Altersversorgung. Daraus entfallen 6.459 T€ (Vorjahr: 0 T€) auf einmalige Kapitalzahlungen. Es wurden 4.885 T€ (Vorjahr: 2.790 T€) an laufendem Pensionsaufwand erfasst.

Für den Verpflichtungsumfang laufender Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes sind Rückstellungen zum 31. Dezember 2019 in Höhe von 27.904 T€ (Vorjahr: 30.089 T€) gebildet.

(35) Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 c HGB)

Zum 31. Dezember 2019 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.

(36) Ausschüttungsgesperrte Beträge (gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB)

Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:

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in T€ 31.12.2018 31.12.2019
Rückstellungen für Pensionen (7-Jahres-Durchschnittszinssatz) 85.699 92.237
abzüglich Rückstellungen für Pensionen (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) -74.027 -81.348
Unterschiedsbetrag 11.672 10.889
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge 11.672 10.889

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn in Höhe von 279.359 T€.

(37) Nachtragsbericht

Nach dem 31. Dezember 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG zu erwarten ist.

(38) Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, zu beschließen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 279.359 T€ eine Dividendenzahlung von 0,95 € je dividendenberechtigter Stückaktie vorzunehmen. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung von 83.075 T€. Der nach Abzug der geplanten Dividendensumme verbleibende Betrag von 196.284 T€ soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

(39) Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden die nachstehend genannten Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Als Vertreter der Anteilseigner gehören derzeit die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an:

Dr. Matthias L. Wolfgruber (Vorsitzender)

Selbstständiger Berater
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der ALTANA AG

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   * (Vorsitzender)
Grillo Werke AG, Duisburg   *
ALTANA AG, Wesel   *
ARDEX GmbH, Witten (Vorsitzender des Beirats)
Cabot Corporation, Boston, Massachusetts/Vereinigte Staaten von Amerika

Dr. Heike Hanagarth

Selbständige Unternehmensberaterin
Ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Bahn AG, Berlin

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   *
aichele GROUP GmbH & Co. KG, Bretten
Gilde Buy Out Partners BV, Utrecht/Niederlande
NXT Boardroom GmbH, München (seit dem 1. Januar 2020)

Dr. Friedrich Janssen

Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen Wirtschaftsunternehmen
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG, Essen

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   *
Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender des Beirats)

Pamela Knapp

Verwaltungsratsmitglied und Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen europäischen Wirtschaftsunternehmen
Ehemals Finanzvorstand der GfK SE

Weitere Mandate:

NV Bekaert SA Kortrijk, Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Panalpina World Transport (Holding) AG, Basel/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats bis zum 08. August 2019)
Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie/Frankreich (Mitglied des Verwaltungsrats - Conseil d'Administration)
Peugeot S.A, Rueil-Malmaison/Frankreich (Mitglied des Aufsichtsrats - Conseil de Surveillance)
HKP Group AG, Zürich/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats bis zum 15. Oktober 2019)

Lawrence A. Rosen

Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen Wirtschaftsunternehmen
Ehemaliges Mitglied des Vorstandes der Deutsche Post AG

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   *
Qiagen N.V., Venlo/Niederlande

Theo H. Walthie

Selbstständiger Berater
Ehemaliger Global Business President des Geschäftsbereichs Hydrocarbons & Energy der Dow Chemical Company

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   *
NBE Therapeutics AG, Basel/Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats)

* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte

Als Vertreter der Arbeitnehmer gehören derzeit die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an:

Ralf Sikorski (Stellvertretender Vorsitzender)

Stellvertretender Vorsitzender der IG BCE, Hannover (seit dem 17. Juni 2019)

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   * (Stellvertretender Vorsitzender)
Chemie Pensionsfonds AG, München* (Vorsitz)
RAG AG, Herne   *
RWE AG, Essen   *
RWE Power AG, Köln und Essen   * (Stellvertretender Vorsitzender)
RWE Generation SE, Essen   *
KSBG - Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH, Essen* (Stellvertretender Vorsitzender)

Birgit Bierther (seit dem 25. Januar 2019)

Vorsitzende des Betriebsrats LANXESS am Standort Köln

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   * (seit dem 25. Januar 2019)

Werner Czaplik

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats LANXESS und des Konzernbetriebsrats
Mitglied des Betriebsrats LANXESS am Standort Leverkusen

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   *

Dr. Hans-Dieter Gerriets

Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses der leitenden Angestellten der LANXESS AG und Vorsitzender des Sprecherausschusses LANXESS; Verantwortlicher Betriebsleiter eines Produktionsbetriebes der Business Unit Advanced Industrial Intermediates der LANXESS Deutschland GmbH

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   *

Thomas Meiers

Vorstandssekretär, Vorstandsbereich 3 „Digitalisierung/Arbeit/Mitglieder“ der IG BCE, Hannover

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   *
INEOS Deutschland Holding GmbH, Köln   *
LINEOS Köln GmbH, Köln   *

Manuela Strauch

Vorsitzende des Betriebsrats LANXESS am Standort Uerdingen
Mitglied im Gesamtbetriebsrat LANXESS
Stellvertretende Vorsitzende im Konzernbetriebsrat LANXESS

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln   *

* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte

Vorstand

Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten derzeit folgende Personen an:

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Mitglied des Vorstands Externe Mandate Konzernmandate
Matthias Zachert • Mitglied im Aufsichtsrat der Siemens AG, Berlin und München • Vorsitzender der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
Vorstandsvorsitzender
Dr. Anno Borkowsky • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
Vorstandsmitglied (seit dem 1. Juni 2019) • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Additives Taiwan Ltd. (bis zum 01. September 2019)
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Hong Kong Ltd. (seit dem 01. Januar 2020)
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Corp. (seit dem 01. Januar 2020)
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Chemical (China) Co. Ltd. (seit dem 01. Januar 2020)
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS India Private Ltd. (seit dem 01. Januar 2020)
• Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions US Inc. (seit dem 01. Januar 2020)
Dr. Stephanie Coßmann • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH (seit dem 01. Januar 2020)
Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin (seit dem 1.Januar 2020) • Mitglied des Verwaltungsrats der LANXESS N.V. (seit dem 01. Februar 2020)
Dr. Hubert Fink • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
Vorstandsmitglied • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Saltigo GmbH Geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungsrats der LANXESS N.V. (seit dem 01. Januar 2020)
Michael Pontzen • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
Vorstandsmitglied und Finanzvorstand • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Corp.
• Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions Korea Inc.
• Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions US Inc.
Dr. Rainier van Roessel • Mitglied im Aufsichtsrat der Currenta Geschäftsführungs-GmbH, Leverkusen • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH (bis zum 31. Dezember 2019)
Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS S.A de C.V. (bis zum 15. Juli 2019)
(aus dem Vorstand ausgeschieden mit Ablauf des 31. Dezember 2019) • Geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungsrats der LANXESS N.V. (bis zum 31. Dezember 2019)
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Hong Kong Ltd. (bis zum 31. Dezember 2019)
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Pte. Ltd. (bis zum 01. Juni 2019)
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Corp. (bis zum 31. Dezember 2019)
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Chemical (China) Co. Ltd. (bis zum 31. Dezember 2019)
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS India Private Ltd. (bis zum 31. Dezember 2019)
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS K.K. (bis zum 16. Juli 2019)
• Mitglied des Board of Directors der LANXESS Thai Co., Ltd. (bis zum 28. Mai 2019)
• Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions US Inc. (bis zum 31. Dezember 2019)
• Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions Korea Inc. (bis zum 27. Juni 2019)
• Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions Japan Ltd. (bis zum 16. Juli 2019)

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

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Mitteilungspflichtiger Datum der Änderung Schwellenwert Stimmrechtsanteil über Aktien Stimmrechtsanteil über Instrumente Zurechnung der Stimmrechte
in% absolut in % absolut
--- --- --- --- --- --- --- ---
DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland 09.07.2019 5,00% 5,25% 4.592.372 0,00% 0 DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland (5,25% gemäß §§ 33, 34 WpHG n.F.)
Warren E. Buffett 21.12.2017 5,00% 5,02% 4.589.596 0,00% 0 General Reinsurance AG, Köln, Deutschland (5,02% gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.)
Government of Singapore, acting by and through the Ministry of Finance, Singapore, Singapore 21.12.2017 5,00% 5,01% 4.583.610 0,00% 0 GIC Private Limited, Singapore, Singapore (5,01 % gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.)
BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA 12.11.2019 5,00% 4,68% 4.089.556 0,36% 317.222 BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA (4,68% gemaß §§ 33, 34 WpHG n.F. & 0,36% gemäß § 38 Abs. 1 WpHG n.F.)
Ministry of Finance on behalf of the State of Norway, Oslo, Norwegen 13.12.2019 3,00% 4,31% 3.767.815 0,44% 382.323 Norges Bank, Oslo, Norway (4,31 % gemäß §§ 33, 34 WpHG n.F. & 0,44% gemäß §38 Abs. 1 WpHG n.F.)
Polaris Capital Management, LLC, Boston, MA USA 30.07.2019 3,00% 3,18% 2.784.794 0,00% 0 Polaris Capital Management, LLC, Boston, MA USA (3,18% gemäß §§ 33, 34 WpHG n.F.)
Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA 23.10.2015 3,00% 3,04% 2.779.376 0,00% 0 Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA(3,04% gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.)
UBS Group AG, Zurich, Schweiz 10.12.2019 3,00% 2,99% 2.617.507 0,43% 378.760 UBS Group AG, Zurich, Schweiz (2,99% gemaft §§ 33, 34 WpHG n.F. & 0,43% gemäß § 38 Abs. 1 WpHG n.F.)

Aufstellung des Anteilsbesitzes

An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die LANXESS AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20% der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen.

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Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsanteil Eigenkapital Ergebnis
(%) Mio. € Mio. €
--- --- --- ---
Vollkonsolidierte Unternehmen
Deutschland
Bond-Laminates GmbH, Brilon 100 3 0 *
CheMondis GmbH, Köln 100 0 0 *
IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin 100 31 0 *
IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund 100 1 0 *
LANXESS Accounting GmbH, Köln 100 0 0 *
LANXESS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. OHG, Leverkusen 100 670 0
LANXESS Deutschland GmbH, Köln 100 1.299 0 *
LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen 100 4 0 *
LANXESS Organometallics GmbH, Bergkamen 100 52 0 *
Saltigo GmbH, Leverkusen 100 28 0 *
EMEA (ohne Deutschland)
Anderol B.V., Venlo (Niederlande) 100 22 5
Antec International Ltd., Sudbury, Suffolk (Großbritannien) 100 33 17
Chemtura France S.AS., FitzJames (Frankreich) 100 6 0
Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) 52 5 1
Great Lakes Chemical (Netherlands) B.V., Amsterdam (Niederlande) 100 45 11
Great Lakes Holding S.A.S., Fitz James (Frankreich) 100 8 0
LANXESS (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 100 -5 -29
LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) 100 20 2
LANXESS CISA (Pty.) Ltd., Newcastle (Südafrika) 100 63 6
LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) 100 1.438 24
LANXESS Chrome Mining (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 74 -84 -42
LANXESS Epierre SAS, Epierre (Frankreich) 100 2 0
LANXESS Holding Switzerland AG, Frauenfeld (Schweiz) 100 590 -7
LANXESS Holding UK Unlimited, Manchester (Großbritannien) 100 140 42
LANXESS Investments Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) 100 115 0
LANXESS Kimya Ticaret Limited Șirketi, Istanbul (Türkei) 100 1 0
LANXESS Limited, Newbury (Großbritannien) 100 27 0
LANXESS Manufacturing Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) 100 228 1
LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) 100 291 19
LANXESS S.AS., Courbevoie (Frankreich) 100 22 1
LANXESS S.r.l., Mailand (Italien) 100 65 3
LANXESS Sales Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) 100 18 0
LANXESS Solutions Italy S.r.L., Latina (Italien) 100 58 -4
LANXESS Solutions UK Ltd., Manchester (Großbritannien) 100 238 36
LANXESS Switzerland GmbH, Frauenfeld (Schweiz) 100 430 51
LANXESS Urethanes UK Ltd., Baxenden NR Accrington (Großbritannien) 100 18 1
OOO LANXESS, Moskau (Russland) 100 4 1
OOO LANXESS Lipetsk, Lipetsk (Russland) 100 3 0
Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) 100 44 0
Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury (Großbritannien) 100 0 0
Nordamerika
Assured Insurance Company, Montpelier (USA) 100 1 0
Great Lakes Chemical Corporation, Wilmington, New Castle (USA) 100 189 17
LANXESS Canada Co./Cie, Elmira (Kanada) 100 103 10
LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) 100 2.230 25
LANXESS Services US LLC, Wilmington, New Castle (USA) 100 1 1
LANXESS Solutions US Inc., Wilmington, New Castle (USA) 100 2.049 61
Sybron Chemical Holdings Inc., Birmingham (USA) 100 17 0
Lateinamerika
Chemtura Corporation Mexico, S. de R.L. de C.V., Atizapan de Zaragoza (Mexiko) 100 12 0
LANXESS Indústria de Poliuretanos e Lubrificantes Ltda., Rio Claro (Brasilien) 100 8 -2
LANXESS Industrie de Produtos Quimicos e Plasticos Ltda., São Paulo (Brasilien) 100 101 -4
LANXESS SA de C.V., Mexico City (Mexiko) 100 25 2
LANXESS SA, Buenos Ares (Argentinien) 100 18 2
Rhein Chemie Uruguay SA, Colonia (Uruguay) 100 1 0
Asien/Pazifik
Chemtura Chemicals Nanjing Co. Ltd., Nanjing (China) 100 12 0
Chemtura China Holding Co. Ltd., Schanghai (China) 100 22 1
LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) 100 60 10
LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) 100 -7 -3
LANXESS (Ningbo) Pigments Co., Ltd., Ningbo City (China) 100 27 -7
LANXESS (Wuxi) High Performance Composite Materials Company Limited, 100 157 25
LANXESS Additives Hong Kong Ltd., Hongkong (Hong Kong) 100 0 1
LANXESS Additives Taiwan Ltd., Kaohsiung (Taiwan) 100 6 -2
LANXESS Advanced Materials (Nantong) Co. Ltd., Nantong (China) 100 12 -3
LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Schanghai (China) 100 102 3
LANXESS Electronic Materials L.L.C., Gyeonggi-do (Korea) 100 23 10
LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) 100 359 59
LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) 100 192 22 **
LANXESS K.K., Tokio (Japan) 100 53 4
LANXESS Korea Limited, Seoul (Südkorea) 100 6 -13
LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100 64 7
LANXESS Pty. Ltd., Granville (Australien) 100 8 0
LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Schanghai (China) 100 17 0
LANXESS Solutions Australia Pty. Ltd., West Gosford (Australien) 100 2 -1
LANXESS Solutions India Private Ltd., Neu-Delhi (Indien) 100 0 0 **
LANXESS Solutions Japan Ltd., Tokyo (Japan) 100 26 1
LANXESS Solutions Korea Inc., Gyeonggi-do (Korea) 100 9 0
LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Schanghai (China) 100 -29 -10
LANXESS Taiwan Ltd., Kaohsiung (Taiwan) 100 17 0
Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) 90 29 1

* Ergebnis nach Ergebnisabführung

** Jahresabschluss zum 31.03.2019

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Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsanteil Eigenkapital Ergebnis
(%) Mio. € Mio. €
--- --- --- ---
Gemeinschaftlich geführte Unternehmen
Deutschland
DuBay Polymer GmbH, Hamm 50 31 2
Nordamerika
Rubicon LLC, Salt Lake City (USA) 50 -33 0 **
Assoziiertes Unternehmen
Deutschland
Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen 40 64 51 **
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung
Deutschland
Achte LXS GmbH, Köln 100 0 0 *
LANXESS Middle East GmbH, Köln 100 0 0
Siebte LXS GmbH, Leverkusen 100 0 0 *
EMEA (ohne Deutschland)
Gulf Stabilizers Industries Sales FZCO, Dubai (VAE) 52 0 0
W. Hawley & Son Ltd., Newbury (Großbritannien) 100 0 0
Lateinamerika
Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) 100 0 0
Crompton Servicios, S.A de C.V., Atizapan de Zaragoza (Mexiko) 100 0 0
Asien/Pazifik
LANXESS Thai Co., Ltd., Bangkok (Thailand) 100 1 1
PCTS Specialty Chemicals Malaysia (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (Malaysia) 100 0 0
Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung
Lateinamerika
Hidrax Ltda., Taboäo da Serra (Brasilien) 39 1 0

* Ergebnis nach Ergebnisabführung

** Jahresabschluss zum 31.12.2018

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des LANXESS Konzerns sowie der LANXESS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des LANXESS Konzerns bzw. der LANXESS AG beschrieben sind.

Köln, den 27. Februar 2020

LANXESS Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Matthias Zachert

Dr. Anno Borkowsky

Dr. Stephanie Coßmann

Dr. Hubert Fink

Michael Pontzen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 28. Februar 2020 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

„BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LANXESS Aktiengesellschaft, Köln

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1 Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

1 Sachverhalt und Problemstellung  

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3 Verweis auf weitergehende Informationen  

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

1 Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

1 In dem Jahresabschluss der LANXESS AG werden unter dem Bilanzposten „Finanzanlagen“ Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 739 Mio. (11,2 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Es handelt sich dabei um die Beteiligung an der LANXESS Deutschland GmbH, die wiederum weitere Beteiligungen hält.  

Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH werden auch die beizulegenden Werte ihrer mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen berücksichtigt, da diese einen wesentlichen Einfluss auf den beizulegenden Wert der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH haben können. Eine Ermittlung des jeweiligen beizulegenden Werts der LANXESS Deutschland GmbH und ihrer mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen erfolgt, sofern Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf vorliegen. In diesem Zusammenhang werden die Beteiligungen darauf hin untersucht, ob der Beteiligungsbuchwert nicht durch entsprechendes (anteiliges) Eigenkapital der Gesellschaft gedeckt ist, die Gesellschaft eine Verlusthistorie aufweist oder sonstige Indikatoren vorliegen, die zu einer dauerhaften Wertminderung der Beteiligung führen könnten.

Die beizulegenden Werte für Beteiligungen werden grundsätzlich als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den erstellten Planungsrechnungen ergeben, ermittelt.

Aus den Untersuchungen auf Anzeichen eines Wertminderungsbedarfs und den ermittelten beizulegenden Werten ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf.

Das Ergebnis der Untersuchungen und Bewertungen ist insbesondere von Planungsrechnungen, der Einschätzung künftiger Zahlungsmittelzuflüsse sowie von Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten abhängig, die mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet sind. Vor diesem Hintergrund und angesichts der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der LANXESS AG war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung der Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH nachvollzogen und beurteilt. Wir haben anhand von Jahresabschlüssen der LANXESS Deutschland GmbH nachvollzogen, dass der Buchwert der Beteiligung an der LANXESS Deutschland GmbH durch das Eigenkapital der Gesellschaft gedeckt ist und eine Verlusthistorie nicht besteht. Darüber hinaus haben wir Befragungen von mit der Beteiligungsbewertung befassten Personen durchgeführt, Unterlagen auf Sachverhalte durchgesehen, die zu einer dauerhaften Wertminderung dieser Beteiligung führen könnten und diesbezüglich auch Informationen der gesetzlichen Vertreter eingeholt. Ebenfalls haben wir uns die Planungsrechnungen der verschiedenen Geschäftsbereiche auf Ebene der LANXESS AG angesehen und nachvollzogen, dass sich daraus ebenfalls nicht auf eine dauerhafte Wertminderung der Beteiligung schließen lässt. Die Angemessenheit der in den Planungsrechnungen verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern genehmigten Fünf-Jahresplanung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein.

Darüber hinaus haben wir die Werthaltigkeit der Beteiligungen, welche von der LANXESS Deutschland GmbH gehalten werden, beurteilt. Dabei haben wir nachvollzogen, ob der Beteiligungsbuchwert durch das (anteilige) Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gedeckt ist. Für die Gesellschaften mit einem (anteiligen) Eigenkapital unter dem Beteiligungsbuchwert, einer Verlusthistorie oder sonstigen Indikatoren, die zu einer dauerhaften Wertminderung der Beteiligung führen könnten, haben wir die entsprechende Ermittlung des beizulegenden Werts für diese Beteiligung erhalten und beurteilt, ob die beizulegenden Werte sachgerecht ermittelt wurden und Auswirkungen auf den Buchwert der Beteiligung an der LANXESS Deutschland GmbH haben.

Das Vorgehen der gesetzlichen Vertreter zur Durchführung der Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH und die dabei angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

Die Angabe der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen ist im Anhang in dem Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB. Die sonstigen Informationen umfassen zudem den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 23. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 2. August 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2004 als Abschlussprüfer der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jörg Sechser.“

Köln, den 28. Februar 2020

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Jörg Sechser, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Krug, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

LANXESS hat sich im Jahr 2019 trotz des nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes erfolgreich weiterentwickelt. Wie auch im letzten Jahr konnten wir in drei unserer vier Segmente die Ergebnisse deutlich verbessern. Wir profitieren zunehmend von unserem aus- balancierteren Portfolio. So konnten stark rückgängige Volumen im Automobilbereich insbesondere durch Ergebnisverbesserungen in den Bereichen Flammschutz und Biozide kompensiert werden. Das EBITDA vor Sondereinflüssen wurde leicht auf 1,019 Milliarden Euro gesteigert.

Die Transformation von LANXESS zu einem stabileren und profitableren Konzern schreitet voran. Allein im 2. Halbjahr des Jahres 2019 konnten Vereinbarungen für sechs wichtige Unternehmenstransaktionen abgeschlossen werden. So wurde beispielsweise der Verkauf des 40 %-Anteils an der Currenta, dem Betreiber der Chemieparks an den Niederrheinstandorten, beschlossen. Die Standortdienstleitungen der Currenta wurden gleichzeitig zu attraktiven Konditionen für die nächsten 10 Jahre gesichert. Darüber hinaus wurden nicht strategische Bereiche des Geschäfts mit Organometallen veräußert und der Verkauf der Chromchemikalien eingeleitet.

Im November hat LANXESS als eines der ersten großen Chemieunternehmen sein Klimaschutzziel veröffentlicht. Bis 2040 will der Konzern klimaneutral sein und seine Treibhausgasemissionen abbauen. Damit wird LANXESS seiner Verantwortung als globaler Spezialchemiekonzern und nachhaltiger Partner für unsere Kunden gerecht.

Für das Jahr 2020 erwartet LANXESS weiterhin ein schwieriges Umfeld. Insbesondere potentielle Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus sind derzeit schwer abschätzbar. Der Fokus von LANXESS wird aber weiterhin auf der Stärkung und Ausbalancierung des Produktportfolios sowie Investitionen in organisches Wachstum liegen.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten ordnungsgemäß und umfassend wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Besonders intensiv hat sich der Aufsichtsrat im Berichtsjahr mit der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens befasst.

Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich über die Geschäftsentwicklung, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, die strategische Entwicklung, die Compliance, die Führungskräfteentwicklung, die Digitalisierungsprojekte des Konzerns sowie über jeweils aktuelle Themen. Bedeutende Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Die Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands haben wir gründlich geprüft und im Plenum sowie in den Ausschüssen des Aufsichtsrats umfassend diskutiert. Soweit zu Maßnahmen des Vorstands, die nach Gesetz, Satzung oder sonstigen Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, Entscheidungen des Aufsichtsrats erforderlich waren, haben wir darüber ausführlich beraten und Beschluss gefasst.

Außerhalb der Aufsichtsratssitzungen bestand ein regelmäßiger Kontakt zwischen den jeweiligen Vorsitzenden des Aufsichtsrats bzw. des Präsidiums sowie des Prüfungsausschusses und dem Vorstand. Wir haben die aktuelle Lage der Gesellschaft sowie wesentliche Geschäftsvorfälle erörtert.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr fanden insgesamt sechs Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Zwei Entscheidungen des Aufsichtsrats wurden im schriftlichen Umlaufverfahren getroffen. In den Sitzungen haben wir regelmäßig die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns und seiner Segmente sowie die Finanzlage beraten. Ferner unterrichtete uns der Vorstand fortlaufend über die allgemeine Wirtschaftslage, die Branchensituation, die Kursentwicklung der LANXESS-Aktie, die Investitions- und Akquisitionsvorhaben, den von der Gesellschaft durchgeführten Aktienrückkauf sowie über Nachhaltigkeitsthemen. Dabei behandelte der Aufsichtsrat folgende Schwerpunkte:

In der Sitzung des Aufsichtsrats am 13. März 2019 standen die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2018 und der Gewinnverwendungsvorschlag im Mittelpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats. Wir haben den nichtfinanziellen Konzernbericht 2018, der die von der Gesellschaft verfolgten Nachhaltigkeitsaspekte aufzeigt, beraten und ihm zugestimmt. Zudem hat der Aufsichtsrat die Tagesordnung für die Hauptversammlung diskutiert. Der Vorstand stellte uns ferner die internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssysteme vor, von deren Wirksamkeit wir uns überzeugt haben. Der Aufsichtsrat beschloss des Weiteren auf Basis der festgestellten Zielerreichung über die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018. Ferner nahmen wir Änderungen an den bestehenden Vorstandsverträgen vor, insbesondere wurde die variable Vergütungskomponente LTPB auf eine mehrjährige Bemessungsperiode umgestellt und es wurde eine Claw Back-Regelung aufgenommen. Bedingt durch die Umstellung der variablen Vergütungskomponente LTPB aktualisierten wir zudem die Entsprechenserklärung.

In der Sitzung am 13. Mai 2019 beschloss der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Dr. Anno Borkowsky als weiteres Mitglied des Vorstands für die Zeit vom 1. Juni 2019 bis zum 31.

Mai 2022 sowie über den Abschluss eines Vorstandsanstellungsvertrags für Herrn Dr. Borkowsky. Zugleich wurde über eine Änderung der Ressortverteilung im Vorstand entschieden. Neben einem ausführlichen Bericht zu Umweltschutz, Arbeits- und Anlagensicherheit, den wir anschließend im Plenum diskutiert haben, gab uns die Investor Relations-Abteilung der Gesellschaft ein umfassendes Update über die Wahrnehmung von LANXESS am Kapitalmarkt.

Die Sitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung am 23. Mai 2019 diente der Vorbereitung der Versammlung.

In der Sitzung am 1. August 2019 behandelten wir mit dem Vorstand vorrangig ein wesentliches M&A-Projekt der Gesellschaft. Als Ergebnis der ausführlichen Diskussionen und einer umfassenden Abwägung stimmte der Aufsichtsrat dem Verkauf des von LANXESS gehaltenen Kapitalanteils in Höhe von 40 % an der Currenta an Macquarie Infrastructure & Real Assets zu. Darüber hinaus informierte uns der Vorstand über ein konzernweites Projekt im Rahmen der digitalen Transformation bei LANXESS, das die Implementierung einer standardisierten Prozess- und Systemlandschaft beinhaltet. Schließlich fasste der Aufsichtsrat Beschluss zur Fassungsänderung der Satzung über die vom Vorstand beschlossene Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft infolge der Einziehung der im Jahr 2019 zurückgekauften eigenen Aktien.

Die Sitzung am 12. November 2019 stand im Zeichen der von einer internationalen Personalberatung durchgeführten Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Wir ließen uns die Ergebnisse erläutern und diskutierten sie ausgiebig. Die Prüfung bestätigte erneut die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und mit dem Vorstand. Anregungen zur Verbesserung werden aufgegriffen. Der Vorstand erstattete uns ferner einen Bericht über die bei LANXESS betriebenen Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung.

Am 11. Dezember 2019 stimmte der Aufsichtsrat in der Budgetsitzung nach eingehender Prüfung der vom Vorstand vorgeschlagenen Unternehmensplanung für das Jahr 2020 zu. Des Weiteren befassten wir uns ausführlich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens - auch unter Nachhaltigkeitsaspekten - und der Investitionspolitik. LANXESS hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Wie in den vergangenen Jahren waren in der Dezember-Sitzung aktuelle Entwicklungen der Corporate Governance ein Thema. Nach Prüfung der Einhaltung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) haben wir die Abgabe einer Entsprechenserklärung beschlossen. Ferner stellte uns der Vorstand ein mögliches M&A-Projekt vor. Weiterer Schwerpunkt der Sitzung waren Personalentscheidungen des Vorstands. Weiterhin ließen wir uns den von einer internationalen Personalberatung erstellten Bericht zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung bei LANXESS vorstellen, den wir nachfolgend eingehend diskutierten. Auf Basis dieses Berichts nahmen wir eine Überprüfung der Funktionseinkommen von Herrn Pontzen und Herrn Dr. Fink vor. Für das zum Ende des Jahres 2019 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Dr. Rainier van Roessel bestellte der Aufsichtsrat für die Zeit von drei Jahren beginnend zum 1. Januar 2020 Frau Dr. Stephanie Coßmann zum Mitglied des Vorstands und zur Arbeitsdirektorin. Zugleich wurde über eine Änderung der Ressortverteilung im Vorstand entschieden. Schließlich legte der Aufsichtsrat die Konditionen für die variablen Vergütungskomponenten des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020 fest.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats und der Ausschüsse haben ihre Pflichten engagiert und mit hohem Verantwortungsbewusstsein wahrgenommen. Die Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei insgesamt knapp 94 %. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an der Hälfte oder weniger der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, denen es angehört, teilgenommen. Eine Übersicht über die Teilnahme der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse findet sich auf der Internetseite der Gesellschaft. Die Vertreter der Anteilseigner und die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat haben stets vertrauensvoll zusammengearbeitet. Die Sitzungen haben sie regelmäßig in getrennten Vorbesprechungen vorbereitet. Die Mitglieder des Vorstands haben an den Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte.

Arbeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat verfügt mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss sowie dem Nominierungsausschuss und dem Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG über vier Ausschüsse. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat übertragen worden sind.

Das Präsidium tagte im Berichtsjahr fünfmal. Zentrale Themen im Präsidium waren neben der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen die Vorbereitungen der Entscheidungen des Plenums zu den in den Sitzungen getroffenen Personalmaßnahmen im Vorstand der Gesellschaft.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr viermal. Der Prüfungsausschuss befasste sich insbesondere mit dem Jahresabschluss der LANXESS AG, dem Konzernabschluss sowie dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018, den auf das Geschäftsjahr 2019 bezogenen Quartalsmitteilungen sowie dem im Halbjahresfinanzbericht 2019 enthaltenen verkürzten Abschluss und Zwischenlagebericht. Die Risikomanagement- und internen Kontrollsysteme der Gesellschaft wurden von ihm überprüft. Weiter beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit dem Konzept zur Billigung sogenannter Nichtprüfungsleistungen und dem nichtfinanziellen Konzernbericht 2018. Weitere Themen waren die wesentlichen Prüfungsfeststellungen der internen Revision, die Unternehmensplanung, Compliance, die Wahrnehmung von LANXESS am Kapitalmarkt sowie die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2019. Ferner informierte sich der Ausschuss über den von der Gesellschaft durchgeführten Aktienrückkauf, Absicherungsstrategien gegen Wechselkursrisiken sowie über die erfolgte Prüfung von OTC-Derivatekontrakten gemäß § 32 WpHG. Der Abschlussprüfer berichtete in zwei von vier Sitzungen des Prüfungsausschusses über seine Prüfungstätigkeiten.

Der Nominierungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2019 zu zwei Sitzungen zusammen. Er bereitete den Wahlvorschlag des Aufsichtsrats für die im Jahr 2020 anstehende Neuwahlen im Aufsichtsrat auf der Anteilseignerseite vor. Der Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG musste nicht einberufen werden.

Die Ausschussvorsitzenden haben in den Plenumssitzungen jeweils über die Sitzungen und die Arbeit der Ausschüsse berichtet.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem DCGK beschäftigt. Die gemeinsamen Entsprechenserklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG sind den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich. Danach entspricht die LANXESS AG aktuell vollumfänglich den Empfehlungen des DCGK. Interessenkonflikte der Aufsichtsratsmitglieder sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht bekannt geworden. Weitere Informationen zur Corporate Governance sind in der Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft gemäß § 289f HGB sowie im Corporate Governance Bericht enthalten.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Der vom Vorstand der LANXESS AG nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss und der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 wurden durch den von der Hauptversammlung am 23. Mai 2019 gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse und zur Aufhebung des Beschlusses 2005/909/EG der Kommission nach einem von der Gesellschaft durchgeführten Auswahlverfahren vorgenommen. Für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer war Herr Jörg Sechser.

Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der für den Abschlussprüfer handelnden Personen überzeugt.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfberichte wurden am 9. März 2020 in der Sitzung des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand und dem Wirtschaftsprüfer intensiv erörtert. Außerdem wurden sie am 10. März 2020 in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats auf der Grundlage der erforderlichen Unterlagen und Erläuterungen ausführlich behandelt. Bei den Beratungen über den Jahresabschluss und den Beratungen über den Konzernabschluss war der verantwortliche Abschlussprüfer anwesend. Er berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) ein. Auch stand der verantwortliche Abschlussprüfer dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Auf Basis seiner eigenen Prüfung und umfassenden Beratung des Jahresabschlusses der LANXESS AG, des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts und des Vorschlags für die Gewinnverwendung sowie auf Basis der Empfehlung des Prüfungsausschusses hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen waren nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat nach intensiver Prüfung und Beratung unter Abwägung des Wohls der Gesellschaft und der Aktionärsinteressen an.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Mit Ablauf des 31. Dezember 2018 schied Herr Ifraim Tairi als Vertreter der Arbeitnehmer aus dem Aufsichtsrat aus. Für ihn wurde Frau Birgit Bierther am 25. Januar 2019 durch Beschluss des Amtsgerichts Köln als Vertreterin der Arbeitnehmer zum Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS AG bestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns weltweit sowie den Arbeitnehmervertretungen für die Anstrengungen im Geschäftsjahr 2019 und die erbrachten Leistungen.

Köln, den 10. März 2020

Der Aufsichtsrat

Dr. Matthias L. Wolfgruber, Vorsitzender

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LANXESS Aktiengesellschaft gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat geben nach pflichtgemäßer Prüfung folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ab:

I. Empfehlungen

Die LANXESS AG hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 13. März 2019 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ („Kodex-Kommission“) in der Fassung vom 7. Februar 2017 (veröffentlicht am 24. April 2017) mit der in der Erklärung vom 13. März 2019 beschriebenen, vorübergehenden und nunmehr entfallenen Ausnahme der Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 entsprochen. Die LANXESS AG wird den Empfehlungen zukünftig uneingeschränkt entsprechen.

II. Anregungen

Neben den Empfehlungen enthält der Deutsche Corporate Governance Kodex eine Reihe von Anregungen für eine gute und verantwortungsbewusste Corporate Governance, deren Einhaltung nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht offengelegt werden muss. LANXESS erfüllt, bis auf zwei Ausnahmen, auch sämtliche Anregungen.

In Übereinstimmung mit Ziffer 3.10 Satz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex geben Vorstand und Aufsichtsrat daher folgende freiwillige Erklärung ab:

Die LANXESS AG hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 13. März 2019 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Anregungen der Kodex-Kommission in der Fassung vom 7. Februar 2017 (veröffentlicht am 24. April 2017) mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprochen und wird ihnen zukünftig mit den nachfolgend beschriebenen Ausnahmen entsprechen:

Ziffer 2.3.2 Satz 2 2. HS

Der Vorstand soll für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre sorgen; dieser sollte auch während der Hauptversammlung erreichbar sein.

Die von der LANXESS AG benannten Stimmrechtsvertreter sind für Teilnehmer der Hauptversammlung bis zur Abstimmung erreichbar. Aktionäre, die an der Hauptversammlung nicht teilnehmen, erreichen die Stimmrechtsvertreter bis zum Abend vor der Hauptversammlung.

Ziffer 2.3.3

Die Gesellschaft sollte den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien (z.B. Internet) ermöglichen.

Die Rede des Vorstandsvorsitzenden in der Hauptversammlung wird im Internet übertragen. Eine weitergehende Übertragung, insbesondere von Redebeiträgen der Aktionäre, könnte als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von Aktionären angesehen werden. Daher ist eine weitergehende Übertragung nicht geplant.

Köln, den 11. Dezember 2019

Für den Aufsichtsrat

Dr. Matthias Wolfgruber

Für den Vorstand

Matthias Zachert

Michael Pontzen