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LANXESS AG Annual Report 2018

May 16, 2019

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Annual Report

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LANXESS Aktiengesellschaft

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Zusammengefasster Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2018 und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018

Zusammengefasster Lagebericht von LANXESS KONZERN und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2018

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Konzernstruktur

Rechtliche Struktur

Die LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Ihr ist die LANXESS Deutschland GmbH als 100%ige Tochter untergeordnet. Dieser unterstehen die in- und ausländischen Beteiligungen.

An folgenden wesentlichen Gesellschaften ist die LANXESS AG mittel- oder unmittelbar zu 100% beteiligt:

Wesentliche mittel- und unmittelbare Beteiligungen der LANXESS AG

Name und Sitz Funktion Segmente
LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Specialty Additives/ Performance Chemicals / Engineering Materials / LANXESS Solutions
US Inc., Middlebury (USA) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Specialty Additives / Engineering Materials
LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Specialty Additives / Performance Chemicals / Engineering Materials
Saltigo GmbH, Leverkusen (Deutschland) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates
LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Engineering Materials
LANXESS Sales Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) Vertrieb Specialty Additives
LANXESS India Private Limited, Thane (Indien) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Performance Chemicals / Engineering Materials
Great Lakes Chemical Corporation, Wilmington (USA) Produktion Specialty Additives

Am 31. Dezember 2018 erfolgte der Verkauf des 50 %-Anteils an der ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande), samt den von ihr gehaltenen Beteiligungen.

Organisation der Leitung und Kontrolle

Die LANXESS AG besitzt eine duale Führungsstruktur. Sie besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Den Aufsichtsrat unterstützt ein Prüfungsausschuss für Finanzthemen, der aus seinen Reihen besetzt wird. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds.

Geschäftstätigkeit

Geschäftsorganisation und Konzernportfolio

Am 31. Dezember 2018 hat LANXESS den am 8. August 2018 vereinbarten Verkauf seines 50 %-Anteils an ARLANXEO an die Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), abgeschlossen. Alle zuständigen Kartellbehörden hatten der Transaktion zuvor ihre Freigabe erteilt. Im Rahmen der Transaktion ist der 50%-Anteil an der ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande), samt den von ihr gehaltenen Beteiligungen abgegangen. Bereits seit dem 1. April 2018 wird ARLANXEO als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 ausgewiesen. Seitdem steht das fortzuführende Geschäft ohne ARLANXEO im Fokus unserer Berichterstattung. Während bei der Bilanz keine Anpassung für Stichtage vor dem 1. April 2018 erfolgte, wurden bei der Gewinn- und Verlustrechnung Vorjahreswerte angepasst und das Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäfts in einer Zeile gezeigt. Bei den im Folgenden gemachten Angaben verzichten wir grundsätzlich auf die Anmerkung, dass in diesem Zusammenhang Vorjahreszahlen angepasst wurden. An Stellen, an denen hiervon abgewichen wurde, ist dies entsprechend vermerkt. Infolge des Abgangs von ARLANXEO entfällt die Berichterstattung über diesen Geschäftsbereich. In den übrigen vier operativen Segmenten Advanced Intermediates, Specialty Additives, Performance Chemicals und Engineering Materials sowie ihren insgesamt zehn Business Units haben sich im Geschäftsjahr 2018 keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions unterstützen unsere Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zur globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher. Am 7. Februar 2018 hat LANXESS das US-amerikanische Phosphorchemikalien-Geschäft des belgischen Chemiekonzerns Solvay einschließlich des Produktionsstandorts in Charleston (USA) übernommen. An dem Standort werden Phosphorchemikalien sowie zahlreiche Folgeprodukte wie zum Beispiel Flammschutzadditive und Zwischenprodukte für Agrochemikalien hergestellt. Die Produktionsanlage ergänzt das globale Produktionsnetzwerk der phosphor- und brombasierten Flammschutzmittel insbesondere im US-amerikanischen Markt. Das Geschäft wurde in die Business Unit Additives im Segment Specialty Additives integriert. Im Rahmen der Konsolidierung unseres Anlagennetzwerks haben wir die Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten an unserem Standort Elmira (Kanada) gebündelt und die ehemaligen Chemtura-Standorte Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) und Rio Claro (Brasilien) in 2018 geschlossen. Den Produktionsstandort in Reynosa (Mexiko) haben wir in der zweiten Jahreshälfte 2018 verkauft. Einzelheiten zum Konsolidierungskreis finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018.

Kurzdarstellung der Segmente

Mit seinen Geschäften, die im Segment Advanced Intermediates zusammengefasst sind, gehört LANXESS zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet chemischer Zwischenprodukte für die Industrie sowie der Herstellung chemischer Vorprodukte und spezieller chemischer Wirkstoffe im Kundenauftrag.

Advanced Intermediates
JEM Business Units Anwendungen
Advanced Industrial Intermediates Agrochemie, Automobilbereich, Bauindustrie, Duft- und Geschmacksstoffe, Pharma, Reifenchemikalien, Halbleiter und Photovoltaik
Saltigo Kundenauftragssynthese

Standorte: Antwerpen (Belgien), Nagda, Jhagadia (Indien), Liyang (China), Pyeongtaek (Südkorea), Bergkamen, Brunsbüttel, Dormagen, Baytown, Bushy Park, Mapleton (USA), Krefeld-Uerdingen, Leverkusen (Deutschland)

Specialty Additives

Im Segment Specialty Additives sind unsere Lösungen auf Basis spezialisierter Additiv-Chemikalien zusammengefasst.

Business Units Anwendungen
Additives Kunststoff- und Kautschukadditive, phosphor- und brombasierte Flammschutzmittel, Schmierstoffe
Rhein Chemie Additive für Kunststoffe und Gummi, funktionale Chemikalien

Standorte: Burzaco, Merlo (Argentinien), Latina (Italien), Porto Feliz (Brasilien), Toyohashi (Japan), Nantong, Quingdao (China), Elmira, West Hill (Kanada), Krefeld-Uerdingen, Leverkusen, Altamira (Mexiko), Mannheim (Deutschland), Lipetsk (Russland), Epierre (Frankreich), Kaohsiung (Taiwan), Trafford Park (Großbritannien), Chardon, Charleston, East Hanover, El Dorado, Jhagadia (Indien), Fords, Greensboro, Little Rock (USA)

Performance Chemicals

Im Segment Performance Chemicals zeigen wir unsere anwendungsorientierten Geschäfte auf dem Gebiet der Prozess- und Funktionschemikalien.

Business Units Anwendungen
Inorganic Pigments Farbpigmente
Material Protection Products Desinfektion, Schutz und Konservierung von Hölzern, Baumaterialien, Farben und Nahrungsmitteln
Leather Materialien zur Lederverarbeitung
Liquid Purification Technologies Wasseraufbereitung

Standorte: Sydney (Australien), Jhagadia (Indien), Porto Feliz (Brasilien), Filago (Italien), Changzhou, Schanghai, Ningbo (China), Singapur (Singapur), Bitterfeld, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, Vilassar de Mar (Spanien), Leverkusen (Deutschland), Merebank, Newcastle, Rustenburg (Südafrika), Branston, Sudbury (Großbritannien), Burgettstown, Memphis, Pittsburgh (USA)

Engineering Materials

Im Segment Engineering Materials bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet technischer Kunststoffe.

Business Unit Anwendungen
High Performance Materials Automobilbereich, Bauindustrie, Medizintechnik, Elektro/Elektronik, Bergbau, Reifen und Räder, Öl und Gas, industrielle und mechanische Güter
Urethane Systems Automobilbereich, Bauindustrie, Medizintechnik, Elektro/Elektronik, Bergbau, Reifen und Räder, Öl und Gas, industrielle und mechanische Güter

Standorte: Antwerpen (Belgien), Baxenden (Großbritannien), Porto Feliz (Brasilien), Jhagadia (Indien), Nantong, Wuxi (China), Latina (Italien), Brilon, Hamm-Uentrop, Krefeld-Uerdingen (Deutschland), Gastonia, Perth Amboy (USA)

Strategische Ausrichtung

Wir haben unser Kerngeschäft in den letzten Jahren erfolgreich entwickelt und halten deshalb an den Eckpfeilern unserer Unternehmensstrategie fest: In unserem Zielszenario ist LANXESS ab 2021 ein deutlich stabileres Spezialchemie-Unternehmen, mit einem stärkeren Cashflow und einem ausgewogeneren, nachhaltigeren Portfolio als in der Vergangenheit. Unsere regionale Präsenz in Nordamerika und Asien haben wir gestärkt und partizipieren so am jeweiligen regionalen Wachstum. Im Hinblick auf unsere Absatzmärkte haben wir eine gute Balance zwischen Stabilität und Wachstumspotenzialen hergestellt. Unsere Geschäfte nehmen in ihren Marktsegmenten jeweils eine führende Position ein. Von dieser ausgewogenen Basis aus treiben wir unser profitables Wachstum weiter voran. Die verbesserte Aufstellung soll sich auch in den Finanzzahlen von LANXESS widerspiegeln. Ab dem Geschäftsjahr 2021 soll unsere durchschnittliche operative Ergebnismarge — gemessen am EBITDA vor Sondereinflüssen — über einen Geschäftszyklus hinweg zwischen 14 % und 18 % liegen. Dabei soll die Ergebnismarge der einzelnen Jahre in einer Bandbreite von maximal zwei bis drei Prozentpunkten um den Durchschnittswert schwanken. Ein solides Investment-Grade-Rating wird unverändert ein striktes Ziel unserer konservativen Finanzpolitik bleiben.

Transformation schreitet zügig voran

Zum Ende des Berichtsjahres haben wir den Verkauf unseres 50 %-Anteils an ARLANXEO an Saudi Aramco abschließen können.# WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM

Für unseren Anteil haben wir von Saudi Aramco eine Zahlung von etwa 1,4 Mrd. € erhalten. Einen Teil der Mittelzuflüsse werden wir in unser organisches Wachstum investieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Anlagenoptimierungen und -erweiterungen an zahlreichen Standorten weltweit, um diese noch wettbewerbsfähiger und damit nachhaltiger zu machen. Einen zweiten Schwerpunkt bilden unsere regionalen Wachstumsstrategien. So haben wir unsere regionale Organisation angepasst und Investitionsbudgets mit einem fünfjährigen Zeithorizont für die Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik verabschiedet. Von den insgesamt geplanten 100 Mio. € Kostensynergien aus der Chemtura-Integration wurden im Geschäftsjahr 2018 weitere rund 40 Mio. € realisiert. Bis Ende 2020 erwarten wir nun noch die verbleibenden 30 Mio. €. Weitere Aktivitäten zielen darauf ab, neue Ertragspotenziale für LANXESS zu erschließen. Gemeinsam mit dem kanadischen Unternehmen Standard Lithium prüfen wir derzeit an unserem US-amerikanischen Standort El Dorado die technische und wirtschaftliche Machbarkeit, batteriefähiges Lithium aus unserer Sole zu gewinnen. Das Biotech-Startup IMD Natural Solu-tions, das wir im Vorjahr übernommen hatten, befasst sich mit der Erforschung und Entwicklung von Naturstoffen mit antimikrobieller Wirkung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie. Hier sehen wir die Chance, unseren Kunden eine auf natürlichen Stoffen basierende Ergänzung in unserem Materialschutz- und Desinfektionsportfolio anbieten zu können.

Nachhaltigkeit als Grundvoraussetzung

LANXESS soll ein langfristig erfolgreiches Chemieunternehmen sein. Grundvoraussetzung dafür ist, Nachhaltigkeit in all ihren Dimensionen und im gesellschaftlichen Kontext integriert zu denken und zu leben. Sich bei allen Entscheidungen sehr bewusst mit deren Auswirkungen — auch jenseits der finanziellen Dimension — auseinanderzusetzen, treibt uns an und drückt sich in einer Vielzahl konkreter Ziele aus. Diese betreffen unter anderem den Klimaschutz, die ständige Weiterentwicklung unserer Verfahren, kontinuierliche Investitionen, um unsere Standorte wettbewerbsfähig und nachhaltig zu halten, sowie die regelmäßige Analyse unseres Produktportfolios — von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung.

WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM

Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir Kennzahlen, anhand derer wir die Ergebnisse unserer Maßnahmen messen können. Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und damit die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns ist das EBITDA (operatives Ergebnis vor Abschreibungen und Wertaufholungen) vor Sondereinflüssen. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren wie Return an Capital Employed (ROCE), Umschlagdauer der Vorräte (DSI), Forderungslaufzeit (DSO) oder die Net Financial Debt Ratio betrachten wir als unternehmensspezifische Frühindikatoren bzw. Kennzahlen zur Überwachung.

Wertmanagement und Steuerungssystem 2014 2015 2016 2017 2018
EBITDA vor Sondereinflüssen Mio. € 808 885 995 925 1) 1.016
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen % 10,1 11,2 12,9 14,2 1) 14,1
Capital Employed Mio. € 5.093 5.043 7.479 7.463 5.204 2)
ROCE % 7,9 8,4 6,9 9,3 11,4
Umschlagdauer Vorräte (DSI) Tage 65,4 67,2 67,2 64,7 68,6
Forderungslaufzeit (DSO) Tage 48,0 47,6 51,1 50,7 46,0
Nettofinanzverbindlichkeiten Mio. € 1.336 1.211 2.394 2.252 1.923
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren Mio. € 1.336 1.211 269 2.252 1.381
Net Financial Debt Ratio 1,7x 1,4x 0,3x 1,7x 1,4x
Investitionsquote % 7,7 5,5 5,7 6,1 6,9 1)

1) Werte angepasst und wie im Berichtsjahr 2018 ohne ARLANXEO.
2) Capital Employed zum 31. Dezember 2018 bereinigt. Für Details verweisen wir auf den Abschnitt ”Rentabilität".

Unser Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft wider. Entsprechend ist unser Steuerungssystem konsequent auf die Steuerung der Ertragskraft ausgerichtet.

Ertragskraft

Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die aufgrund ihrer Art oder ihres Ausmaßes einen besonderen Einfluss auf die Ertragslage haben, deren Einbeziehung bei der Beurteilung der Geschäftsentwicklung über mehrere Berichtsperioden jedoch nicht geeignet erscheint. Zu den Sondereinflüssen können außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen oder Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, bestimmte IT-Kosten, Restrukturierungsaufwendungen und Erträge aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang gebildeten Rückstellungen sowie Ergebnisbelastungen aus Portfolioaktivitäten oder Kaufpreisallokationen zählen. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter Anwendung der Bruttomethode abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden über die Bruttoabschreibungen hinaus bei der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen keine weiteren Bereinigungen vorgenommen. Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt, die bei der Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Mitarbeiter berücksichtigt werden. Reine Erlösgrößen wie zum Beispiel die Umsatzerlöse sind keine Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben. Volatile Ein-standspreise für Rohstoffe sind ein wesentliches Kennzeichen unserer Industrie. Unterjährig schwankende Rohstoffpreise wirken sich auf Verkaufspreise aus. Dies beeinflusst die Höhe der Umsatzerlöse, lässt jedoch die für die Ertragskraft entscheidenden absoluten Margen, abgesehen von kurzfristigen Anpassungseffekten, grundsätzlich unberührt. Eine Zielformulierung für Umsatzwerte unterbleibt daher sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive. Die Ergebnismargen errechnen sich aus dem Verhältnis der jeweiligen Ergebnisgrößen zum Umsatz. Beispielsweise wird die EBITDA-Marge (vor Sondereinflüssen) aus der Relation des EBITDA (vor Sondereinflüssen) zum Umsatz ermittelt und dient als relative Kennzahl zum Vergleich der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente.

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten. Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns als Basis für die Unternehmensführung. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, erstellen wir zweimal im Geschäftsjahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die Eckwerte der Ertragskraft regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt. Für Budget und Forecast werden bestimmte Parameter zentral vorgegeben und einheitlich verwendet, da sie großen Einfluss auf die Ausprägung der Eckwerte haben. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen zu. Die Entwicklung der Beschaffungspreise hat vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung der Verkaufspreise einen hohen Stellenwert. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. Aufgrund unserer regional diversifizierten Produktionsstätten und Absatzmärkte beeinflusst ferner der Verlauf der Wechselkurse die aus der Umsatz- und Kostenentwicklung resultierende Ertragskraft, mit entsprechender Rückwirkung auf Preisgestaltung und Absicherungsstrategien. Zudem ziehen wir laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Kundenindustrien und Absatzregionen heran, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen.

Rentabilität

Der Return an Capital Employed (ROCE) ist als Messgröße für die Rentabilität auf Konzernebene implementiert und gibt Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Dies macht ihn beispielsweise zu einem wichtigen Kriterium bei Investitionsentscheidungen.

ROCE = EBIT vor Sondereinflüssen / Capital Employed

Capital Employed = Bilanzsumme ./. Aktive latente Steuern ./. Zinsfreie Verbindlichkeiten

Die zinsfreien Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus den Rückstellungen ohne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den Ertragsteuerschulden, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Wir nutzen daneben eine vereinfachte Variante des ROCE, den sogenannten Business-ROCE, um den Beitrag unserer Geschäftseinheiten zu beurteilen. Der ROCE lag im Berichtsjahr 2018 mit 11,4 % oberhalb unseres vergleichsrichtig ermittelten gewichteten Kapitalkostensatzes. Im Vorjahr hatte der ROCE 9,3 % betragen. Das Capital Employed des Geschäftsjahres 2018 ist um einen Betrag von rund 1,2 Mrd. € bereinigt. Dieser ergibt sich aus den am 31. Dezember 2018 für den Verkauf des 50 %-Anteils an AR-LANXEO erhaltenen Finanzmitteln abzüglich einer hiermit finanzierten Aufstockung des deutschen Pensionsvermögens.

Kapitalkosten

Die Fremdkapitalkosten errechnen sich aus dem sogenannten risikolosen Zins, d.h. in unserem Fall aus der Rendite einer langfristigen deutschen Staatsanleihe, zuzüglich eines Risikoaufschlags für Industrieunternehmen in der gleichen Risikokategorie wie LANXESS. Die Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartungen der Investoren an eine Investition in LANXESS Aktien wider.# H1

Aufgrund des höheren Risikos, das mit dem Aktienerwerb gegenüber risikolosen Staatsanleihen verbunden ist, fordern Eigenkapitalinvestoren eine Risikoprämie. Diese sogenannte Marktrisikoprämie wird aus der langfristigen Überrendite eines Aktieninvestments gegenüber einer Investition in risikolose Staatsanleihen ermittelt und durch den Beta-Faktor korrigiert. Er drückt das relative Risiko eines Investments in die LANXESS Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt aus.

Kapitalverwendung

Um unser Nettoumlaufvermögen auf operativer Ebene zu optimieren, nutzen wir die Kennzahlen DSO (Forderungslaufzeit bzw. Days of Sales Outstanding) und DSI (Umschlagdauer der Vorräte bzw. Days of Sales in Inventory). Sie zeigen den Forderungs- bzw. Vorratsbestand im Verhältnis zum Umsatz des vergangenen Quartals. Im Geschäftsjahr 2018 lag der Wert für DSI bei 68,6 Tagen (Vorjahr: 64,7 Tage) und der DSO bei 46,0 Tagen (Vorjahr: 50,7 Tage). Die Entwicklung dieser Kennzahlen war beeinflusst durch die Erstanwendung des IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum 1. Januar 2018. Aufgrund der in diesem Zusammenhang in der Bilanz erstmals auszuweisenden Vertragsvermögenswerte bzw. Vertragsverbindlichkeiten wurde der Bestandswert der Vorräte erhöht bzw. der Bestandswert der Forderungen verringert. Unsere Investitionen in Sachanlagen unterliegen einer strikten Kapitaldisziplin und werden konsequent auf die Produktbereiche mit den größten Erfolgspotenzialen ausgerichtet. Dabei priorisieren wir Investitionsprojekte auf Basis finanzieller Kennziffern wie Rückflusszeit, Kapitalwert und ROCE. Die Kennzahl der Investitionsquote setzt die auszahlungswirksamen Investitionen ins Verhältnis zum Umsatz.

Verschuldung

Die Nettofinanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Gesamtsumme der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte und beliefen sich auf 1.923 Mio. €. Nach dem darüber hinaus erfolgten Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich die Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 auf 1.381 Mio. € nach 2.252 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den erhaltenen Finanzmitteln aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO. Die Net Financial Debt Ratio, die wir ausschließlich auf Konzernebene verwenden, ist definiert als das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Auf Basis der Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren verringerte sich die Net Financial Debt Ratio zum 31. Dezember 2018 auf 1,4 nach einem Wert von 1,7 zum Vorjahresstichtag. Auf Konzernebene betrachten wir auch die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Verschuldungskomponente. Gegenüber dem Jahresende 2017 sanken diese um 407 Mio. € auf 1.083 Mio. €. Mit dieser zusätzlichen Verschuldungskomponente, bereinigt um darauf bezogene aktive latente Steuern von 279 Mio. € (Vorjahr: 335 Mio. €) sowie reduziert um die unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen von 75 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €), ergibt sich im Verhältnis zum EBITDA vor Sondereinflüssen die sogenannte Total Net Debt Ratio von 2,1 nach 2,6 zum Vorjahresstichtag.

Nettofinanzverbindlichkeiten scroll in Mio. €

2014 2015 2016 2017 2018
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.698 1.258 2.734 2.242 2.686
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 182 443 78 633 59
abzüglich: Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen -26 -24 -23 -35 -25
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -418 -366 -355 -538 -797
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte -100 -100 -40 -50 0
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.336 1.211 2.394 2.252 1.923
abzüglich kurzfristiger Einlagen und Anlagen in kurzfristigen Wertpapieren 0 0 -2.125 0 -542
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 1.336 1.211 269 2.252 1.381

GESCHÄFTSPROZESSE UND MITARBEITER

Einkauf

LANXESS stellt die Versorgung mit Rohstoffen, sonstigen Materialien und Dienstleistungen über die zentral gesteuerte Organisationseinheit Global Procurement & Logistics sicher. In enger Abstimmung mit unseren Business Units bündeln die sogenannten „Global Categories" ihren Bedarf in den Einkaufssegmenten Rohstoffe, technische Güter, Packmittel, Energie, Services und Logistik. Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert Einkaufssynergien, sodass wir optimal am Markt agieren und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing"). Im Berichtszeitraum haben wir diverse Maßnahmen ergriffen, um Lieferausfälle oder -engpässe durch das Niedrigwasser des Rheins zu vermeiden, daher kam es zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung. Die Beschaffung chemischer Rohstoffe hat für uns einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, die Versorgung basierend auf langfristigen Einkaufsverträgen sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen spielt seit jeher auch eine wesentliche Rolle bei Standortentscheidungen. An zahlreichen Produktionsstandorten beziehen wir wesentliche Rohstoffe und Energieträger in Form von Dampf oder Biomasse aus der unmittelbaren Umgebung. So minimieren wir nicht nur Transportkosten und transportbezogene Umweltauswirkungen, sondern reduzieren vor allem das Risiko transportbedingter Lieferausfälle. Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2018 unter anderem Albemarle, BASF, BP, Chevron, Covestro, ExxonMobil, INEOS, Invista, Sasol und Shell Chemicals. Zu den mit Abstand wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2018 Ammoniak, Benzol, Chlor, Cyclohexan, Cyclohexanon, Natronlauge und Toluol. Insgesamt entfiel im Geschäftsjahr 2018 ein Einkaufsvolumen von ca. 1,6 Mrd. € (Vorjahr: ca. 1,5 Mrd. €) auf strategische Rohstoffe. Dies entspricht einem Anteil von rund 53 % unseres gesamten Beschaffungsvolumens für Rohstoffe und Handelswaren im Jahr 2018, das etwa 3,1 Mrd. € betrug (Vorjahr: 2,7 Mrd. €). Unser Gesamtbeschaffungsvolumen belief sich 2018 auf etwa 5,2 Mrd. € (Vorjahr: ca. 4,6 Mrd. €).

Produktion

LANXESS zählt zu den global bedeutenden Herstellern von Spezialchemikalien. Mit unseren Produktionsanlagen stellen wir sowohl kleinste Produktmengen auf Basis maßgeschneiderter Kundensynthesen als auch Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymere in Mengen von mehreren zehntausend Tonnen her. Unsere Produktionsbetriebe sind organisatorisch einzelnen Business Units zugeordnet. Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Bergkamen (Deutschland), Antwerpen (Belgien), Trafford Park (Großbritannien), Latina (Italien), Baytown, El Dorado und Perth Amboy (USA), Elmira (Kanada), Jhagadia und Nagda (Indien) sowie Changzhou, Nantong und Ningbo (China). Eine detaillierte Übersicht über unsere Produktionsstandorte nach Segmenten findet sich im Abschnitt „Kurzdarstellung der Segmente" in diesem Lagebericht.

Vertrieb

Wir vertreiben unsere Produkte weltweit an mehrere tausend Kunden in rund 150 Staaten auf allen Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir flexible Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Unseren Vertrieb steuern wir über 53 eigene Gesellschaften weltweit. In Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen. Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. 60 eigene Produktionsstätten in 19 Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von regionalen Produktionsstandorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile.

Absatzmärkte

Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen individueller, gezielter Ansprache, die wir aufgrund der Vertriebsorganisationen in der Verantwortung der Business Units leisten können. Wir beliefern vor allem die Branchen Automobil, Chemie, Agrochemie, Bau, Elektro, Lederprodukte, Kunststoff, Pharma, Lebensmittel, Wasseraufbereitung und Möbel.

Umsatzanteile nach Branchen scroll in %

Branche 2018
Chemie ~ 30
Automobil ~ 20
Bau, Elektro, Lederprodukte ~ 20
Agrochemie ~ 10
Sonstige (in Summe) ~ 20

Im Geschäftsjahr 2018 vereinten unsere zehn Top-Kunden einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 18 % (Vorjahr: 18 %). Keiner unserer Kunden erreichte einen Anteil von mehr als 10 % am Konzernumsatz. Bei 41 Kunden (Vorjahr: 35) übertraf der Jahresumsatz 20 Mio. €. Die Anzahl unserer Kunden in den jeweiligen Segmenten unterscheidet sich deutlich. Die vergleichsweise geringen Umsätze der einzelnen Kunden im Segment Performance Chemicals und die breite Kundenbasis spiegeln das Geschäft mit oftmals maßgeschneiderten Anwendungslösungen der Spezialchemie wider. Die deutlich niedrigere Zahl der Kunden im Segment Engineering Materials, die jedoch relativ hohe Umsätze generieren, ist dagegen typisch für das Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen. In keinem Segment lässt sich eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen.# Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung leistet mit der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren sowie der ständigen Verbesserung bestehender Produktionsprozesse einen wichtigen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erweiterung unseres Produktportfolios. Mit dem Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO an Saudi Aramco sind auch die Forschungsbereiche auf dem Gebiet der Hochleistungs-Kautschuke übergegangen.

Organisatorische Ausrichtung

Unsere Forschungsprogramme sind an den Kundenanforderungen in den Endmärkten ausgerichtet. Daher haben wir unsere Aktivitäten im Bereich „Product Innovation" in den jeweiligen Business Units gebündelt. Die Business Units fokussieren ihre Aktivitäten darauf, Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln. Die Fachabteilung „Global Technology & Innovation" unserer Group Function Production, Technology, Safety & Environment unterstützt und ergänzt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Business Units mit dem Schwerpunkt „Process Innovation". Hier stehen die Planung neuer Prozesse und die Integration neuer Technologien in unsere bereits bestehenden Produktionsprozesse im Fokus. Unser Ziel ist hier die Kosten- und Technologieführerschaft.

Unsere wesentlichen Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich an den Standorten Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Mannheim (Deutschland) sowie Naugatuck (USA). Zusätzlich sind wir in Hongkong mit einem Zentrum für technische Kunststoffe präsent. An unseren Forschungs- und Entwicklungsstandorten testen wir beispielsweise innovative Flammschutzmittel oder technische Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie.

Kostenentwicklung und Beschäftigte

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2018 insgesamt 118 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 1,6 % entspricht (Vorjahr: 103 Mio. € bzw. 1,6 %). Der Großteil der Aufwendungen entfiel auf die Business Units Additives, High Performance Materials, Material Protection Products und Saltigo. Hinsichtlich des Anteils der Aufwendungen an ihrem jeweiligen Umsatz wiesen unsere Business Units Material Protection Products, Urethane Systems, Liquid Purification Technologies und Saltigo die höchste Forschungsintensität auf.

Forschungs- und Entwicklungskosten 2014 2015 2016 2017 2018
in Mio. € 160 130 131 103 118
in % der Umsatzerlöse 2,0 1,6 1,7 1,6 1,6

Zum Jahresende 2018 beschäftigten wir in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboren weltweit 523 Mitarbeiter nach 521 Mitarbeitern im Vorjahr.

Entwicklung Beschäftigtenzahlen im F & E-Bereich 2014 2015 2016 2017 2018
Stand am Jahresende 708 585 589 521 523
in % der Konzern-Beschäftigtenzahl 4,3 3,6 3,5 3,4 3,4

Werte ab 2017 ohne ARLANXEO.

Themengebiete und Patentstrategie

Wir fokussieren unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf marktnahe Projekte mit kurz- bis mittelfristigem Zeithorizont. Die Gesamtzahl der Projekte lag im Jahr 2018 bei 239 nach 251 im Vorjahr. Davon wurden 159 (Vorjahr: 166) mit dem Ziel bearbeitet, neue Produkte und Anwendungen zu entwickeln bzw. bestehende zu verbessern. Die verbleibenden 80 (Vorjahr: 85) Projekte befassten sich unter den Zielsetzungen Kostensenkung, Effizienzsteigerung oder Kapazitätserhöhung mit verfahrenstechnischen Themen.

Die Ergebnisse unserer Tätigkeit werden, wo es möglich und sinnvoll ist, von Patenten geschützt. Im Laufe des Jahres 2018 haben wir weltweit 41 Prioritätsanmeldungen getätigt. Das gesamte Patentportfolio bestand zum 31. Dezember 2018 aus ca. 800 Patentfamilien mit ca. 5.535 einzelnen Schutzrechten.

Mitarbeiter

Im LANXESS Konzern waren zum 31. Dezember 2018 insgesamt 15.441 Mitarbeiter tätig nach 19.029 zum Vorjahresstichtag. Ohne die ARLANXEO zugerechneten Mitarbeiter belief sich die Mitarbeiterzahl des Vorjahres auf 15.283 zum Vorjahresstichtag. Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte der LANXESS Konzern in der Region EMEA (ohne Deutschland) 2.521 Mitarbeiter nach 2.582 Mitarbeitern im Vorjahr. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten von 7.312 auf 7.532. In der Region Nordamerika belief sich die Mitarbeiterzahl auf 2.050 nach 1.929 zum 31. Dezember 2017 und in Lateinamerika auf 766 nach 850 im Vorjahr. In der Region Asien/Pazifik beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 2.572 Arbeitnehmer, das sind 38 weniger als zum Vorjahresstichtag.

Der Rückgang in EMEA und Lateinamerika ist im Wesentlichen auf die Schließung der ehemaligen Chemtura-Standorte Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) und Rio Claro (Brasilien) sowie auf den Verkauf des Produktionsstandorts in Reynosa (Mexiko) zurückzuführen.

Der Personalaufwand belief sich konzernweit im Geschäftsjahr 2018 auf 1.328 Mio. € (Vorjahr: 1.291 Mio. €). Löhne und Gehälter machten mit 1.066 Mio. € (Vorjahr: 1.018 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 159 Mio. € (Vorjahr: 177 Mio. €), die Aufwendungen für Altersversorgung 90 Mio. € (Vorjahr: 85 Mio. €) und die Aufwendungen für soziale Unterstützung 13 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €).

Wirtschaftsbericht

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2018 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG gehabt hätten.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die globale Wirtschaft entwickelte sich in 2018 im Rahmen der Erwartungen. Belastend wirkten in einigen Bereichen zunehmende populistische oder protektionistische Tendenzen, wie etwa sich abzeichnende Handelsbarrieren im US-amerikanischen Markt, während das zwischenzeitlich gestiegene Ölpreisniveau keine bremsenden Auswirkungen zeigte. Das insgesamt positive Umfeld führte zu einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,0 %, das von allen Regionen, im Wesentlichen aber dem asiatisch-pazifischen Raum, getragen wurde.

BIP und Chemieproduktion 2018 Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%)
Bruttoinlandsprodukt
USMCA (vormals NAFTA) 3,0
Lateinamerika 0,5
EMEA (inklusive Deutschland) 2,0
Deutschland 1,5
Asien/Pazifik 4,5
Welt 3,0

Quelle Wachstumsraten 2018: IHS Markit.

Zum Jahresende 2018 wurden für einen Euro 1,15 US-Dollar gezahlt — dies entspricht gegenüber dem Jahresendwert 2017 von 1,20 US-Dollar einem Wertzuwachs des US-Dollars von 4,2 %. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs mit 1,18 US-Dollar jedoch über dem Vorjahresdurchschnittswert von 1,13 US-Dollar. Aufgrund der regionalen Aufstellung unseres Geschäfts wirkt sich ein stärkerer US-Dollar grundsätzlich positiv auf unser Ergebnis aus. Zentralisierte Hedging-Aktivitäten begrenzen jene Auswirkungen, die nicht durch die Harmonisierung von Produktion und Absatz in gleichen Währungsräumen neutralisiert werden können.

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Beschaffungspreise für Rohstoffe sowohl im Bereich der Aromaten und Olefine als auch im Bereich der organischen und anorganischen Rohstoffe leicht an. Der Preis für die Rohstoffe Toluol und Chlor stieg an den Beschaffungsmärkten im Jahresdurchschnitt an, wohingegen die Preise für andere Eingangsprodukte wie Ammoniak und Benzol leicht fielen.

Chemische Industrie

Die weltweite Chemieproduktion wuchs um 3,5 %, getrieben durch die Regionen Asien/Pazifik und USMCA.

Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen

Die weltweite Produktion von Automobilen lag im Berichtsjahr 1,5 % über Vorjahresniveau. Die Entwicklung in Europa war trotz rückläufiger Absatzzahlen in Deutschland insgesamt positiv. Im asiatisch-pazifischen Raum wurde ein Wachstum von 1,0 % verzeichnet, was maßgeblich auf den Nachfrageeinbruch in China in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen ist. Aufgrund des im Verhältnis zu den übrigen Regionen geringeren Gewichts hatte die positive Entwicklung in Lateinamerika keinen wesentlichen Einfluss auf die globale Entwicklung.

Die Agrochemie stagnierte. Einem Wachstum in EMEA und Amerika, insbesondere USMCA, standen rückläufige Entwicklungen im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum sowie in Deutschland gegenüber.

Die Bauindustrie legte weltweit um 3,0 % zu. Der Schwerpunkt der Entwicklung lag in EMEA sowie im asiatisch-pazifischen Raum. Insgesamt blieb die Entwicklung der Abnehmerbranchen hinter den Erwartungen zurück, insbesondere die der Automobilbranche sowie die der Agrochemie. Dies hatte aber keinen wesentlichen Einfluss auf das Geschäft des LANXESS Konzerns.

Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2018 Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%)
Automobilindustrie
USMCA (vormals NAFTA) 1,0
Lateinamerika 21,5
EMEA (inklusive Deutschland) 0,5
Deutschland -2,5
Asien/Pazifik 1,0
Welt 1,5

Quelle Wachstumsraten 2018: IHS Markit.

FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE

Der insgesamt positive Geschäftsverlauf war geprägt von der operativen Stärke der Segmente Advanced Intermediates und Engineering Materials sowie des im Vorjahr neu geschaffenen Segments Specialty Additives. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnten hier erfolgreich an die Kunden weitergegeben werden. Die Geschäftsentwicklung profitierte weiterhin von der erfolgreichen operativen Integration von Chemtura. Aus den im April 2017 übernommenen Geschäftsbereichen ergaben sich erfreuliche Portfolioeffekte auf das Ergebnis. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich nachteilig auf das Ergebnis aus. Mit dem am 31. Dezember 2018 abgeschlossenen Verkauf von ARLANXEO haben wir einen weiteren wesentlichen Schritt auf dem Weg zu einem deutlich stabileren Spezialchemie-Unternehmen zurückgelegt.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOZTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Tatsächlicher versus prognostizierter Geschäftsverlauf 2018 Prognose für 2018 im Geschäftsbericht 2017 Eingetreten in 2018
Geschäftsentwicklung Konzern EBITDA vor • Leicht höher im Vergleich zum Vorjahr (925 Mio. €) • 1.016 Mio.
* Hierin berücksichtigt: erwartete Kostensenkungen, Synergien aus der Akquisition von Chemtura, Ergebnisbeiträge der in 2017 erworbenen Geschäfte
* Realisierung weiterer Kostensynergien aus der Chemtura-Integration sowie deutliche Ergebnisbeiträge aus im Vorjahr erworbenen Geschäften
* Prognostiziertes Umsatzwachstum der globalen Wirtschaft und eingeleitete Kosteneffizienzmaßnahmen bei Chemtura-Integration leisten positiven Beitrag für Ertragsentwicklung
* Wachstum von Weltwirtschaft und Chemieproduktion im Rahmen der Erwartungen; Entwicklung der Abnehmer-branchen schlechter als erwartet

Geschäftsentwicklung

Segmente

  • Advanced
    • Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau
    • EBITDA vor Sondereinflüssen leicht über Vorjahr: 359 Mio. € (Vorjahr: 335 Mio. €)
  • Intermediates
    • Nachfrage der Kunden in der Agrarindustrie eher auf schwachem Niveau
    • Anhaltend schwache Nachfrage aus der Agrarindustrie
    • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich über Vorjahr: 343 Mio. € (Vorjahr: 267 Mio. €)
    • Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus der erfolgreichen Eingliederung der erworbenen Chemtura-Geschäftsbereiche
  • Specialty Additives
    • Entwicklung durch in 2017 erworbene Chemtura- Geschäftsbereiche und Synergien deutlich über Vorjahresniveau
  • Performance Chemicals
    • Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau
    • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich niedriger als erwartet: 187 Mio. € (Vorjahr: 252 Mio. €)
    • Entwicklung im Wesentlichen getrieben durch schlechteres Marktumfeld bei Lederchemikalien und durch Abschwächung der Bauindustrie
  • Engineering Materials
    • Geschäftsentwicklung leicht über dem Niveau des Vorjahres
    • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich über Vorjahr: 267 Mio. € (Vorjahr: 219 Mio. €)
    • Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen deutlich besser als erwartet
  • Überleitung
    • Ergebnis auf Vorjahresniveau
    • EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau: minus 140 Mio. € (Vorjahr: minus 148 Mio. €)

Rohstoffpreise

  • Volatile Rohstoffpreisentwicklung mit moderat steigenden Rohstoffpreisen
  • Weiterhin volatil und über Vorjahresniveau

Investitionen

  • Auszahlungswirksame: Rund 450 Mio. €
  • 497 Mio. € Investitionen
  • Mehr Projektinvestitionen in nahezu allen Segmenten

Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 waren wir für das Jahr 2018 von einem leicht höheren EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr (925 Mio. €) ausgegangen. In dieser Prognose waren die erwarteten Kostensenkungen, Synergien aus der Akquisition von Chemtura sowie Ergebnisbeiträge der in 2017 erworbenen Geschäfte berücksichtigt. Wir präzisierten unsere Erwartung im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 auf einen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen am oberen Ende einer Bandbreite von 5 bis 10 % gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Das tatsächlich erwirtschaftete Ergebnis lag bei 1.016 Mio. € und übertraf den Vorjahreswert um ca. 10 %. Für die LANXESS AG gingen wir für das Berichtsjahr von einem gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Jahresüberschuss aus. Im Wesentlichen bedingt durch das deutlich höhere Beteiligungsergebnis, das insbesondere durch Effekte aus der Veräußerung von ARLAN-XEO beeinflusst wurde, lag der Jahresüberschuss bei 85 Mio. € nach 23 Mio. € im Vergleichszeitraum.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES LANXESS KONZERNS

  • LANXESS schließt den Verkauf seines 50 %-Anteils an ARLANXEO erfolgreich ab
  • Starke operative Entwicklung der Segmente Advanced Intermediates, Specialty Additives und Engineering Materials
  • Signifikant positive Effekte aus den im Vorjahr erworbenen Chemtura-Geschäftsbereichen auf Umsatz und Ergebnis
  • Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 10,2 % auf 7.197 Mio. € gesteigert
  • Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 9,8 % auf 1.016 Mio. €
  • Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 3,84 € auf 4,45 € gesteigert

Überblick Finanzkennzahlen

scroll in Mio. € 2017 2018 Veränd. in %
Umsatzerlöse 6.530 7.197 10,2
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.734 1.834 5,8
EBITDA vor Sondereinflüssen 925 1.016 9,8
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 14,2% 14,1% -
EBITDA 709 935 31,9
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 558 595 6,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 299 504 68,6
EBIT-Marge 4,6% 7,0% -
Finanzergebnis -80 -114 -42,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 219 390 78,1
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 60 277 > 100
Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft 27 154 > 100
Konzernergebnis 87 431 > 100
Ergebnis je Aktie (€) 0,95 4,71 > 100
Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) 3,84 4,45 15,9

Umsatz und Ergebnis

Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 7.197 Mio. € um 667 Mio. € bzw. 10,2 % über dem Wert des Vorjahres von 6.530 Mio. €. Die Umsatzentwicklung war dabei insbesondere vom Umsatzbeitrag aus den in 2017 erworbenen Chemtura-Geschäften sowie vom Beitrag aus dem im Februar 2018 vom belgischen Chemiekonzern Solvay erworbenen US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäft geprägt. Zudem wirkte sich die rohstoffpreisgetriebene Anpassung der Verkaufspreise positiv auf den Umsatz aus. Insgesamt führten Portfolioeffekte zu einem Umsatzplus von 7,1 % und gestiegene Verkaufspreise zu einem Umsatzplus von 4,2 %. Gegenläufig führte die nachteilige Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars in der ersten Jahreshälfte, insgesamt zu einem Umsatzminus von 2,0 %. Gestiegene Absatzmengen hatten einen leicht positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Aus der Erstanwendung des IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum 1. Januar 2018 ergaben sich keine wesentlichen Effekte auf den Umsatz.

Umsatzeffekte

scroll in % 2018
Preis 4,2
Menge 0,9
Währung -2,0
Portfolio 7,1
Gesamt 10,2

Umsatz nach Segmenten

scroll in Mio. € 2017 2018 Veränd. in % Anteil am Konzernumsatz in %
Advanced Intermediates 1.975 2.207 11,7 30,7
Specialty Additives 1.611 1.980 22,9 27,5
Performance Chemicals 1.439 1.349 -6,3 18,7
Engineering Materials 1.366 1.576 15,4 21,9
Überleitung 139 85 -38,8 1,2
Gesamt 6.530 7.197 10,2 100,0

Auftragsentwicklung

Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßig stattfindende, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren" in diesem Lagebericht. Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragsstärke nicht aussagekräftig und unterbleibt an dieser Stelle.

Bruttoergebnis vom Umsatz

Die Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich leicht überproportional zum Umsatz um 11,8 % auf 5.363 Mio. €. Die Integration der in 2017 erworbenen Chemtura-Geschäfte sowie die Eingliederung des im Februar 2018 akquirierten US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts von Solvay bedingten einen absoluten Anstieg der Kosten der umgesetzten Leistung. Zudem führten gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien sowie höhere Absatzmengen zu höheren Kosten. Gegenläufig wirkte sich die Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars, positiv auf unsere Fertigungskosten aus. Die Auslastung der Produktionskapazitäten lag mit 82 % auf Vorjahresniveau. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 1.834 Mio. € um 100 Mio. € bzw. 5,8 % über dem Wert des Vorjahres. Der Anstieg resultierte insbesondere aus den erworbenen Chemtura-Geschäften und dem akquirierten Phosphorchemikalien-Geschäft. Zudem konnten gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien über Anpassungen der Verkaufspreise erfolgreich in den Markt weitergegeben werden. Gegenläufig wirkte sich die Veränderung der Wechselkurse auf die Ergebnisentwicklung aus. Die Bruttomarge reduzierte sich entsprechend von 26,6 % auf 25,5 %.

EBITDA vor Sondereinflüssen und operatives Ergebnis (EBIT)

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen (EBITDA) und Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2018 um 91 Mio. € bzw. 9,8 % auf 1.016 Mio. € nach 925 Mio. € im Vorjahr. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnten in allen Segmenten mit Ausnahme von Performance Chemicals über Anpassungen der Verkaufspreise erfolgreich und zeitnah an die Kunden weitergegeben werden. Die insgesamt positive Ergebnisentwicklung auf Konzernebene profitierte im Wesentlichen von der operativen Stärke der Segmente Advanced Intermediates und Engineering Materials. Die gelungene Integration von Chemtura verbesserte das Ergebnis von Specialty Additives deutlich. Gegenläufig wirkten sich im Segment Performance Chemicals ein schwaches Chromerz-Geschäft, streikbedingt niedrigere Verkaufsmengen in Südafrika sowie niedrigere Absatzmengen aufgrund der Schließung von Zärate ergebnismindernd aus. Die Ergebnisentwicklung wurde zudem durch niedrigere Absatzmengen in der die Bauindustrie beliefernden Business Unit Inorganic Pigments und die im Vorjahr erfolgte Veräußerung des Tochterunternehmens International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA), beeinträchtigt. Die starke Veränderung der Wechselkurse hatte in allen Segmenten einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Die Vertriebskosten stiegen vor allem aufgrund von Portfolioeffekten sowie höheren Frachtraten um 8,5 % auf 826 Mio. €. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen überwiegend portfoliobedingt auf 118 Mio. € nach 103 Mio. € im Vorjahr.# Die allgemeinen Verwaltungskosten sanken im Wesentlichen aufgrund der Umgliederung von Erlösen und gleich hohen Kosten im Zusammenhang mit administrativen Dienstleistungen für ARLAN-XEO in das sonstige betriebliche Ergebnis um 19 Mio. € auf 307 Mio. €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag im Konzern bei 14,1 % nach 14,2 % im Vorjahr.

EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten

scroll in Mio. € 2017 2018 Veränd. in %
Advanced Intermediates 335 359 7,2
Specialty Additives 267 343 28,5
Performance Chemicals 252 187 -25,8
Engineering Materials 219 267 21,9
Überleitung -148 -140 5,4
Gesamt 925 1.016 9,8

Die Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum operativen Ergebnis (EBIT) ergibt sich wie folgt:

Überleitung EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBIT

scroll Mio. € 2017 2018 Veränd. in %
EBITDA vor Sondereinflüssen 925 1.016 9,8
Abschreibungen / Wertaufholungen -410 -431 -5,1
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse -216 -81 62,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 299 504 68,6

Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns lag im Berichtsjahr bei 504 Mio. € nach 299 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die um 168 Mio. € deutlich niedrigeren Sondereinflüsse in Höhe von 91 Mio. € (Vorjahr: 259 Mio. €) zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 432 Mio. € (Vorjahr: 411 Mio. €) und berücksichtigen planmäßige Abschreibungen der ehemaligen Chemtura-Geschäftsbereiche und der im Januar 2018 in Betrieb genommenen neuen Produktionslinien der Business Unit Saltigo sowie außerplanmäßige Abschreibungen von 15 Mio. €, von denen 10 Mio. € Sondereinflüsse waren und im Zusammenhang mit der beabsichtigten Schließung der Pigment-Produktion am Standort Jinshan in Schanghai (China) standen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres betrugen 49 Mio. €, von denen 43 Mio. € Sondereinflüsse waren, und betrafen im Wesentlichen die Beendigung der Additiv-Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Den Abschreibungen standen Wertaufholungen in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) gegenüber. Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, belief sich auf minus 79 Mio. € nach minus 245 Mio. € im Vorjahr. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein Wert von 12 Mio. €, der um 2 Mio. € unter dem entsprechenden Saldo des Vorjahres lag. Saldiert ergaben sich im Berichtsjahr negative Sondereinflüsse von 91 Mio. €. Diese resultierten aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 107 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 16 Mio. €, wobei 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksam war. Die negativen Sondereinflüsse, die mit 96 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 11 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren, betrafen zu einem großen Teil Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns, Projekte zur Digitalisierung sowie die beabsichtigte Schließung der Produktion am Standort Jinshan in Schanghai (China). Die positiven Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Saldiert waren im Vorjahr negative Sondereinflüsse von 259 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 267 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 8 Mio. € ergaben. Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns und der Optimierung der Produktionsnetzwerke. Für Details zu den Sondereinflüssen verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis

scroll in Mio. € 2017 2018 Veränd. in %
Operatives Ergebnis (EBIT) 299 504 68,6
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0 -
Zinsergebnis -80 -69 13,8
Sonstiges Finanzergebnis 0 -45 < -100
Finanzergebnis -80 -114 -42,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 219 390 78,1
Ertragsteuern -159 -118 25,8
Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ertragsteuern 60 272 > 100
Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft nach Ertragsteuern 64 251 > 100
Ergebnis nach Ertragsteuern 124 523 > 100
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis 37 92 > 100
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 60 277 > 100
Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft 27 154 > 100
Konzernergebnis 87 431 > 100

Zinsergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf minus 114 Mio. € nach minus 80 Mio. € im Vorjahr. Im Wesentlichen aufgrund der günstigeren Refinanzierung einer im Mai 2018 fällig gewordenen Anleihe hat sich das Zinsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 11 Mio. € auf minus 69 Mio. € verbessert. Aus at equity bewerteten Gesellschaften ergab sich in der Berichtsperiode wie im Vorjahr kein Ergebnisbeitrag. Das sonstige Finanzergebnis lag bei minus 45 Mio. € nach 0 Mio. € im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang resultierte im Wesentlichen aus einer niedrigeren Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland).

Ergebnis vor Ertragsteuern

Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verbesserte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 171 Mio. € auf 390 Mio. €.

Ertragsteuern

Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 118 Mio. € nach 159 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 30,3 % gegenüber 72,6 % in der Vergleichsperiode. Die hohe Steuerquote des Vorjahres resultierte zu einem großen Teil aus der im Dezember 2017 verabschiedeten US-Steuerreform, insbesondere in Bezug auf die Einmalbesteuerung thesaurierter Gewinne von durch US-amerikanische Gesellschaften gehaltenen Beteiligungen im Ausland.

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis betrug im Geschäftsjahr 431 Mio. € und entfiel mit 277 Mio. € auf das fortzuführende Geschäft. Aus dem Vorjahreskonzernergebnis von 87 Mio. € konnten 60 Mio. € dem fortzuführenden Geschäft zugeordnet werden. Das Vorjahr war wesentlich durch Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura, der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der damit einhergehenden Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zärate sowie der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) geprägt. Vom Konzernergebnis entfiel auf andere Gesellschafter in 2018 ein Ergebnisanteil von 92 Mio. € nach 37 Mio. € im Vorjahr, der nahezu ausschließlich aus der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO resultierte. Das Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft erhöhte sich von 27 Mio. € auf 154 Mio. € und resultierte im Wesentlichen aus der Bilanzierung nach IFRS 5, gemäß der die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen von ARLANXEO keiner weiteren planmäßigen Abschreibung unterliegen. Zudem wirkte sich der Gewinn aus der Veräußerung des 50 %-Anteils an ARLANXEO in Höhe von 90 Mio. € positiv aus.

Ergebnis je Aktie (aus fortzuführendem Geschäft)/Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

Das Ergebnis je Aktie (bzw. Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft) wird mittels Division des Konzernergebnisses (bzw. Konzernergebnisses aus fortzuführendem Geschäft) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Berichtsperiode in Umlauf gewesenen LANXESS Aktien errechnet. Das Ergebnis je Aktie lag mit 4,71 € deutlich über dem Wert des Vorjahres von 0,95 €. Das Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft lag bei 3,03 € nach 0,66 € im Vorjahr. Darüber hinaus ermitteln wir ein Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, das nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert ist. Die Ermittlung erfolgte ausgehend vom Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie darauf entfallender Steuereffekte. Das Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte lag bei 4,45 € nach 3,84 € im Vorjahr.

Überleitung Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

scroll in Mio. € 2017 2018
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 60 277
Sondereinflüsse¹⁾ 259 91
Abschreibungen/Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte¹⁾ 63 85
Ertragsteuern¹⁾ -31 -46
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 351 407
Ausstehende Aktien in Stück 91.522.936 91.522.936
Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) 3,84 4,45

¹⁾ Ohne Bestandteile, die den Anteilen anderer Gesellschafter zuzurechnen sind.

ENTWICKLUNG DER REGIONEN

Umsatz nach Verbleib

scroll 2017 2018 Veränd. in %
in Mio. € in % in Mio. € in %
EMEA (ohne Deutschland) 2.043 28,2 2.245 31,2 9,9
Deutschland 1.249 15,4 1.414 19,7 13,2
Nordamerika 1.292 19,2 1.524 21,2 18,0
Lateinamerika 405 9,3 392 5,4 -3,2
Asien/Pazifik 1.541 27,9 1.622 22,5 5,3
Gesamt 6.530 100,0 7.197 100,0 10,2

Im Berichtszeitraum ergaben sich Portfolioeffekte im Wesentlichen aus den in 2017 erworbenen Chemtura-Geschäften sowie in geringerem Umfang aus der im Februar 2018 erfolgten Übernahme des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts vom belgischen Chemiekonzern Solvay.

EMEA (ohne Deutschland)

Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) stieg um 202 Mio. € bzw. 9,9 % auf 2.245 Mio. €. Nach der Bereinigung um geringfügige Wechselkurs- sowie Portfolioeffekte ergab sich ein Umsatzanstieg von 4,7 %. Das Segment Engineering Materials zeigte einen Umsatzzuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Das Segment Advanced Intermediates erreichte ebenfalls eine Umsatzsteigerung und glich damit die rückläufige Entwicklung im Segment Specialty Additives mehr als aus. Das Segment Performance Chemicals erreichte das Umsatzniveau des Vorjahres.## Konzernübersicht

Regionen

Die positive Entwicklung in der Region resultierte aus dem Geschäftsverlauf in der Schweiz, Belgien und Spanien. Geringfügig gegenläufig wirkte die Nachfrageentwicklung in den Niederlanden, Italien und Frankreich.

Deutschland

In Deutschland erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2018 mit 1.414 Mio. € einen Umsatz, der um 165 Mio. € bzw. 13,2 % über dem Wert des Vorjahres lag. Nach Bereinigung um geringfügige Wechselkurseffekte sowie Portfolioeinflüsse ergab sich ein Umsatzzuwachs von 10,8 %. Alle Segmente zeigten eine positive Geschäftsentwicklung, die getragen wurde von Advanced Intermediates und Performance Chemicals.

Nordamerika

Der Umsatz in dieser Region lag mit 1.524 Mio. € um 232 Mio. € bzw. 18,0 % über dem Wert des Vorjahres. Nach Bereinigung um Wechselkurseinflüsse sowie spürbare Portfolioeffekte ergab sich ein Umsatzplus von 7,3 %. Alle Segmente zeigten eine positive Geschäftsentwicklung, die getragen wurde von Specialty Additives und Advanced Intermediates.

Lateinamerika

In der Region Lateinamerika sanken die Umsätze um 13 Mio. € bzw. 3,2 % auf 392 Mio. €. Bereinigt um geringfügige Wechselkurs- und Portfolioeinflüsse ergab sich ein Rückgang um 2,0 %. Ausschlaggebend für diesen Geschäftsverlauf war das Segment Performance Che-micals mit einem prozentualen Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Bereich. Auch das Segment Specialty Additives verzeichnete einen Umsatzrückgang. Der Geschäftsverlauf der beiden übrigen Segmente konnte diesen negativen Trend nicht kompensieren. Die Situation in der Region war belastet durch die Entwicklung in Brasilien und Argentinien, während Mexiko einen positiven Impuls setzte.

Asien/Pazifik

Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik stieg im Geschäftsjahr 2018 um 81 Mio. € bzw. 5,3 % auf 1.622 Mio. €. Bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Zuwachs um 1,1 %. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf war das Segment Advanced Intermediates mit einem Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Bereich. Eine rückläufige Geschäftsentwicklung verzeichnete hingegen insbesondere das Segment Performance Chemicals. Wesentliche positive Beiträge in der Region kamen aus Indien und Japan, weitgehend kompensiert durch die Entwicklung in China und Singapur.

Segmentdaten

  • Advanced Intermediates: Starke operative Geschäftsentwicklung trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds im Agrogeschäft
  • Specialty Additives: Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung aus der erfolgreichen Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Additiv-Geschäfts
  • Performance Chemicals: Umsatz und Ergebnis bleiben aufgrund einer schwachen Leder-und Bauindustrie hinter einem starken Vorjahr zurück
  • Engineering Materials: Deutliche Ergebnissteigerung durch profitables Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen

Advanced Intermediates

Kennzahlenüberblick Veränd. Veränd.
2017 in Mio. € 2018 in %
Marge % Marge %
Umsatzerlöse 1.975 2.207 11,7
EBITDA vor Sondereinflüssen 17,0 335 16,3 359 7,2
EBITDA 16,6 328 16,3 359 9,5
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 11,0 218 10,5 232 6,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 10,7 211 10,5 232 10,0
Auszahlungen für Investitionen 146 155 6,2
Abschreibungen 117 127 8,5
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 3.661 3.687 0,7

1) Nach Saldierung mit Wertaufholungen von 1 Mio. €.

Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates lagen im Geschäftsjahr 2018 mit 2.207 Mio. € um 11,7 % bzw. 232 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. In beiden Business Units des Segments konnten höhere Verkaufspreise als im Vorjahr realisiert werden und führten in Summe zu einem Umsatzplus von 7,8 %. Gestiegene Absatzmengen wirkten sich mit 3,6 % umsatzerhöhend aus. Dies war insbesondere auf die gute Nachfrage in nahezu allen Endmärkten bei der Business Unit Advanced Industrial Intermediates zurückzuführen. Die Absatzmengen der Business Unit Saltigo lagen aufgrund einer anhaltend schwachen Nachfrage aus der agrochemischen Industrie auf dem Niveau des Vorjahres. Aus der Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Organometalle-Geschäftsbereichs in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates ergab sich zudem ein positiver Effekt auf den Umsatz in Höhe von 2,2 %. Die Wechselkursentwicklung hatte mit 1,9 % einen negativen Einfluss auf den Umsatz. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag mit 359 Mio. € um 24 Mio. € bzw. 7,2 % über dem Vorjahreswert. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnte die Business Unit Advanced Industrial Intermediates über eine Anpassung der Verkaufspreise erfolgreich an die Kunden weitergeben. Zudem wirkten sich höhere Absatzmengen insbesondere dieser Business Unit positiv auf das Ergebnis aus. Aus der Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Organometalle-Geschäfts in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates resultierte ein nur geringfügiger Ergebniseffekt. Nachteilige Wechselkurseinflüsse hatten einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 16,3 % nach 17,0 % unter dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2018 entfielen keine Sondereinflüsse auf das Segment. Im Vorjahr waren vollständig EBITDA-wirksame negative Sondereinflüsse von 7 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

Specialty Additives

Kennzahlenüberblick Veränd. Veränd.
2017 in Mio. € 2018 in %
Marge % Marge %
Umsatzerlöse 1.611 1.980 22,9
EBITDA vor Sondereinflüssen 16,6 267 17,3 343 28,5
EBITDA 11,9 192 17,2 340 77,1
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 10,4 167 10,5 207 24,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 3,5 56 10,3 204 > 100
Auszahlungen für Investitionen 83 141 69,9
Abschreibungen 136 136 0,0
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 2.936 2.953 0,6

1) Nach Saldierung mit Wertaufholungen von 1 Mio. €.

Die Umsätze unseres Segments Specialty Additives lagen im Geschäftsjahr 2018 mit 1.980 Mio. € um 22,9 % bzw. 369 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Die Umsatzentwicklung war dabei hauptsächlich auf die Eingliederung des im Vorjahr von Chemtura erworbenen Additiv-Geschäfts zurückzuführen. Zudem leistete das im ersten Quartal 2018 erworbene US-amerikanische Phosphorchemikalien-Geschäft des belgischen Chemiekonzerns Solvay einen positiven Umsatzbeitrag. In Summe führten die Portfolioeffekte zu einem Umsatzplus von 23,2 %. Der Umsatzanstieg resultierte weiterhin mit 2,5 % aus höheren Verkaufspreisen, wobei beide Business Units zu dieser Entwicklung beitrugen. Die in beiden Business Units negative Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich für das Segment mit 2,1 % umsatzmindernd aus. Mengenbedingt ergab sich ein um 0,7 % niedrigerer Umsatz. Die Absatzmengen beider Business Units lagen leicht unter dem Niveau des Vorjahres, wobei in der Business Unit Additives eine positive Mengenentwicklung durch Effekte aus der Schließung ehemaliger Chemtura-Standorte überkompensiert wurde. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Specialty Additives lag mit 343 Mio. € um 76 Mio. € bzw. 28,5 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Die starke Ergebnisentwicklung resultierte im Wesentlichen aus der erfolgreichen Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Additiv-Geschäfts und einem Ergebnisbeitrag aus dem im ersten Quartal akquirierten Phosphorchemikalien-Geschäft. Zudem konnten gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien über Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben werden. Gegenläufig führten nachteilige Wechselkurseffekte und niedrigere Absatzmengen in beiden Business Units zu einem Ergebnisrückgang. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich von 16,6 % im Vorjahr auf 17,3 %. Saldiert ergab sich im Geschäftsjahr 2018 insgesamt ein negativer Effekt aus Sondereinflüssen von 3 Mio. €, der aus negativen Sondereinflüssen von 15 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 12 Mio. € resultierte. Die negativen Sondereinflüsse betrafen im Wesentlichen die strategische Neuausrichtung des LANXESS Konzerns und ergaben sich aus 14 Mio. € EBITDA-wirksamen und 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die positiven Sondereinflüsse waren mit 11 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksam und standen in Zusammenhang mit der Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Im Vorjahr beliefen sich die negativen Sondereinflüsse des Segments auf 111 Mio. € und ergaben sich aus 75 Mio. € EBITDA-wirksamen und 36 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

Performance Chemicals

Kennzahlenüberblick Veränd. Veränd.
2017 in Mio. € 2018 in %
Marge % Marge %
Umsatzerlöse 1.439 1.349 -6,3
EBITDA vor Sondereinflüssen 17,5 252 13,9 187 -25,8
EBITDA 13,2 190 13,6 184 -3,2
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 12,2 176 8,3 112 -36,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 7,5 108 7,3 99 -8,3
Auszahlungen für Investitionen 74 76 2,7
Abschreibungen 82 85 3,7
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 3.880 3.786 -2,4

Im Segment Performance Chemicals lagen die Umsätze mit 1.349 Mio. € um 6,3 % unter dem Vorjahreswert. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte auf alle Business Units des Segments einen negativen Effekt und wirkte sich insgesamt mit 2,8 % umsatzmindernd aus. Zudem ergab sich aus der im Vorjahr erfolgten Veräußerung des Tochterunternehmens International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA), der Business Unit Material Protection Products ein negativer Effekt auf den Umsatz in Höhe von 1,9 %.# Performance Chemicals

Insbesondere aufgrund der Ende 2017 erfolgten Schließung der Produktion der Business Unit Leather in Argentinien, der Streiks in unserer Chromerz-Mine in Südafrika in der zweiten Jahreshälfte 2018 und niedrigeren Absatzmengen in der die Bauindustrie beliefernden Business Unit Inorganic Pigments ergab sich mengenbedingt ein um 1,7 % niedrigerer Umsatz. Höhere Absatzmengen konnten die Business Units Liquid Purification Technologies und Material Protection Products verzeichnen. Die Verkaufspreise der Business Units Material Protection Products lagen leicht über, die der Business Units Inorganic Pigments leicht unter dem Niveau des Vorjahrs und hatten in Summe nahezu keinen Einfluss auf den Umsatz. Während in der Region Deutschland höhere Umsätze realisiert werden konnten, verzeichnete das Segment in allen übrigen Regionen gleichbleibende oder niedrigere Umsätze. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals lag mit 187 Mio. € um 65 Mio. € bzw. 25,8 % unter dem Wert des Vorjahres. Gestiegene Rohstoff- und Energiekosten wirkten belastend auf das Ergebnis des Segments. Zudem verringerten ein schwaches Chromerz-Geschäft der Business Unit Leather, niedrigere Absatzmengen der Business Unit Inorganic Pigments sowie die im Vorjahr erfolgte Veräußerung der International Dioxcide Inc. das Ergebnis. Diese Ergebnisentwicklung wurde durch nachteilige Wechselkurseffekte verstärkt. Ergebnisverbessernd wirkten höhere Absatzmengen in unseren Business Units Liquid Purification Technologies und Material Protection Products. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag bei 13,9 % nach 17,5 % im Vorjahr. Im Berichtsjahr waren insgesamt negative Sondereinflüsse von 13 Mio. € auf das Segment entfallen, die mit 3 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 10 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren. Im Wesentlichen standen sie in Zusammenhang mit der beabsichtigten Schließung der Produktion der Business Unit Inorganic Pigments am Standort Jinshan in Schanghai (China). Im Vorjahr waren saldiert negative Sondereinflüsse von 68 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen von 74 Mio. € und vollständig EBITDA-wirksamen positiven Sondereinflüssen von 6 Mio. € ergeben hatten. Die negativen Sondereinflüsse waren mit 68 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 6 Mio. € nicht EBITDA-wirksam. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

Engineering Materials

Kennzahlenüberblick

Veränd. in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % in %
2017 2018
Umsatzerlöse 1.366 15,4 1.576
EBITDA vor Sondereinflüssen 219 16,0 267 16,9
EBITDA 207 15,2 266 16,9
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 164 12,0 206 13,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 151 11,1 205 13,0
Auszahlungen für Investitionen 68 76
Abschreibungen 56 61
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 1.976 2.105

Die Umsätze in unserem Segment Engineering Materials stiegen im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 15,4 % auf 1.576 Mio. €. Der Umsatzanstieg resultierte mit 5,9 % aus höheren Verkaufspreisen und mit 5,3 % aus gestiegenen Absatzmengen, wobei insbesondere die Business Unit High Performance Materials zu dieser Entwicklung beitrug. Darüber hinaus war die Umsatzentwicklung durch den Beitrag des im Vorjahr erworbenen Urethane-Geschäftsbereichs geprägt, der zu einer Umsatzsteigerung von 5,6 % führte. Die Wechselkurse hatten mit 1,4 % einen negativen Einfluss auf den Umsatz. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Engineering Materials stieg deutlich um 48 Mio. € bzw. 21,9 % auf 267 Mio. €. Insbesondere in der Business Unit High Performance Materials wurden höhere Einstandspreise für Rohstoffe durch Anpassungen der Verkaufspreise erfolgreich an die Kunden weitergegeben. Die Ergebnisverbesserung resultierte weiterhin aus dem Beitrag des im Vorjahr übernommenen Urethane-Geschäftsbereichs sowie höheren Absatzmengen. Die Veränderung der Wechselkurse hatte hingegen einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments stieg von 16,0 % auf 16,9 %. Im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse des Segments auf 1 Mio. €. Im Vorjahr waren 13 Mio. € auf das Segment entfallen und ergaben sich aus 12 Mio. € EBITDA-wirksamen und 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

Überleitung

Kennzahlenüberblick

Veränd. in Mio. € in %
2017 2018
Umsatzerlöse 139
EBITDA vor Sondereinflüssen -148
EBITDA -208
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen -167
Operatives Ergebnis (EBIT) -227
Auszahlungen für Investitionen 26
Abschreibungen 19
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 2.830

Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung lag bei minus 140 Mio. € nach minus 148 Mio. € im Vorjahr. Die Veränderung war im Wesentlichen auf Ergebnisse aus der Absicherung von Wechselkursrisiken zurückzuführen. Saldiert fielen im Berichtsjahr in der Überleitung negative Sondereinflüsse von 74 Mio. € an, die vollständig EBITDA-wirksam waren. Diese ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen von 78 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 4 Mio. €. Die Sondereinflüsse resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns sowie Projekten zur Digitalisierung. Saldiert waren im Vorjahr vollständig EBITDA-wirksame negative Sondereinflüsse von 60 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen von 62 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 2 Mio. € ergaben. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

ERLÄUTERUNGEN ZUM EBIT UND EBITDA (VOR SONDEREINFLÜSSEN)

Zur besseren Beurteilung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene beziehungsweise für die einzelnen Segmente ermitteln wir zusätzlich die Ergebnisgrößen EBITDA sowie EBITDA und EBIT vor Sondereinflüssen, die nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen.

Überleitung zum EBIT/EBITDA

in Mio. € 2017 2018 2017 2018
EBIT EBIT EBITDA EBITDA
EBIT/EBITDA vor Sondereinflüssen
Summe 558 595 925 1.016
Advanced Intermediates -7 0 -7 0
Strategische Neuausrichtung1) -4 0 -4 0
Sonstiges -3 0 -3 0
Specialty Additives -111 -3 -75 -3
Strategische Neuausrichtung1) -63 -11 -56 -10
Optimierung Produktionsnetzwerk2) -48 8 -19 7
Performance Chemicals -68 -13 -62 -3
Optimierung Produktionsnetzwerk3) -73 -13 -67 -3
Sonstiges 5 0 5 0
Engineering Materials -13 -1 -12 -1
Strategische Neuausrichtung1) -13 -1 -12 -1
Überleitung -60 -74 -60 -74
Strategische Neuausrichtung -28 -17 -28 -17
Digitalisierung, M& A-Kosten und Sonstiges -32 -57 -32 -57
Summe Sondereinflüsse -259 -91 -216 -81
EBIT/EBITDA 299 504 709 935

1) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Integration von Chemtura. Die Sondereinflüsse des Vorjahres standen zudem im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation von Chemtura.
2) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande).
3) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Schließung der Produktion am Standort Jinshan in Schanghai (China). Die Sondereinflüsse des Vorjahres standen im Zusammenhang mit der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zärate im vierten Quartal 2017.

Das EBITDA ist das operative Ergebnis (EBIT) zuzüglich Abschreibungen bzw. abzüglich Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Das EBIT vor Sondereinflüssen und das EBITDA vor Sondereinflüssen errechnen sich aus dem EBIT bzw. aus dem EBITDA ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Vermögenslage

  • Bilanzsumme gesunken im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung des 50 %-Anteils an ARLANXEO
  • Signifikanter Rückgang der Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren von 2.252 Mio. € auf 1.381 Mio. €
  • Rückgang der Eigenkapitalquote von 32,8 % auf 31,9 %

Bilanzstruktur

| | 31.12.2017 | | 31.12.2018 | Veränd. |
| ----------- | ----------- | ----------- | ----------- | ----------- | ----------- |
| | in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | in % |
| Aktiva | | | | | |
| Langfristige Vermögenswerte | 6.454 | 62,0 | 4.786 | 55,1 | -25,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.957 | 38,0 | 3.901 | 44,9 | -1,4 |
| Bilanzsumme | 10.411 | 100,0 | 8.687 | 100,0 | -16,6 |
| Passiva | | | | | |
| Eigenkapital (einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter) | 3.413 | 32,8 | 2.773 | 31,9 | -18,8 |
| Langfristiges Fremdkapital | 4.540 | 43,6 | 4.395 | 50,6 | -3,2 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 2.458 | 23,6 | 1.519 | 17,5 | -38,2 |
| Bilanzsumme | 10.411 | 100,0 | 8.687 | 100,0 | -16,6 |

Vorjahreswerte angepasst. Zum Hintergrund verweisen wir auf den Abschnitt Anpassung der Vorjahreswerte" im Anhang zum Konzernabschluss.

Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2018 betrug 8.687 Mio. €. Sie lag damit um 1.724 Mio. € bzw. 16,6 % unter dem Wert zum Vorjahresende. Diese Entwicklung war insbesondere auf die Entkonsolidierung von ARLANXEO zurückzuführen. Das langfristige Vermögen reduzierte sich um 1.668 Mio. € auf 4.786 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sanken dabei um 1.502 Mio. € auf 4.341 Mio. €. Letztere verringerten sich hauptsächlich aufgrund der Entkonsolidierung von ARLANXEO. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Abschnitt „Berichterstattung zum Konsolidierungskreis" des Anhangs. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 497 Mio. € über dem Vorjahreswert von 397 Mio. €. Saldiert mit Wertaufholungen von 1 Mio.€ (Vorjahr: 1 Mio. €) lagen die Abschreibungen mit 431 Mio. € um 21 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 410 Mio. €. Der Equity-Beteiligungsbuchwert belief sich wie im Vorjahr auf 0 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern lagen mit 287 Mio. € um 155 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen sank von 62,0 % auf 55,1 % zum 31. Dezember 2018. Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.901 Mio. € um 56 Mio. € bzw. 1,4 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2017. Dies war unter anderem bedingt durch den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 413 Mio. € bzw. 31,4 % auf 903 Mio. €. Die Kennzahl zur Forderungslaufzeit (DSO) lag mit 46,0 Tagen unter dem Vorjahreswert von 50,7 Tagen. Der Rückgang der Forderungen war zum einen beeinflusst durch den Abgang von ARLANXEO und zum anderen durch die Anwendung von IFRS 15 ab dem 1. Januar 2018. Die Vorräte verringerten sich um 333 Mio. € bzw. 19,8 % auf 1.347 Mio. €. Die Kennzahl zur Umschlagdauer der Vorräte (DSI) lag mit 68,6 Tagen über dem Vorjahreswert von 64,7 Tagen. Auch der Rückgang der Vorräte war getrieben durch den Abgang von ARLAN-XEO bei einem gegenläufigen Effekt aus der Anwendung von IFRS 15. Die aufgrund von IFRS 15 entstandenen Sockeleffekte im Umlaufvermögen hatten entsprechende Auswirkungen auf die Kennzahlen zur Umschlagdauer der Vorräte und zur Forderungslaufzeit. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stiegen im Berichtszeitraum von 7 Mio. € auf 598 Mio. €. Der Anstieg war bedingt durch die Anlage liquider Mittel aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO in Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen im Wesentlichen durch die Anlage von Termingeldern von 538 Mio. € auf 797 Mio. €. Gegenläufig wirkte sich der Abgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von ARLANXEO aus. Die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte beliefen sich zum Berichtsjahresende auf 0 Mio. € nach 50 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 44,9 % nach 38,0 % zum 31. Dezember 2017. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 640 Mio. € bzw. 18,8 % auf 2.773 Mio. €. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Effekten aus der Entkonsolidierung von ARLANXEO und Dividendenzahlungen, denen ein positives Gesamtergebnis gegenüberstand. Zum 31. Dezember 2018 lag der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme bei 31,9 % nach 32,8 % zum 31. Dezember 2017. Das langfristige Fremdkapital verringerte sich zum 31. Dezember 2018 um 145 Mio. € auf 4.395 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gingen gegenüber dem Jahresende 2017 um 407 Mio. € auf 1.083 Mio. € zurück. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der Veräußerung des 50 %-Anteils an ARLANXEO. Hinzu kam die Aufstockung des deutschen Pensionsvermögens um 200 Mio. €, die den bilanzierten Wert der Pensionsverpflichtungen weiter reduzierte. Darüber hinaus sanken die sonstigen langfristigen Rückstellungen von 460 Mio. € auf 337 Mio. €. Der Anstieg der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 444 Mio. € auf 2.686 Mio. € zum 31. Dezember 2018 war hauptsächlich bedingt durch die Begebung einer neuen Anleihe in Höhe von 500 Mio. € mit einer Laufzeit bis Mai 2025. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf 50,6 % nach 43,6 % zum 31. Dezember 2017. Das kurzfristige Fremdkapital betrug 1.519 Mio. € und lag somit um 939 Mio. € bzw. 38,2 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2017. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Wesentlichen durch die Rückzahlung einer im Mai 2018 fällig gewordenen Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € von 633 Mio. € auf 59 Mio. €. Darüber hinaus gingen die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um 60 Mio. € auf 465 Mio. € zurück. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 253 Mio. € auf 795 Mio. €. Im Wesentlichen war dieser Rückgang auf die Entkonsolidierung von ARLANXEO zurückzuführen. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2018 bei 17,5 % nach 23,6 % zum Jahresende 2017. Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen mit 1.923 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2017 von 2.252 Mio. €. Nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren verringerten sich diese auf 1.381 Mio. €. Die in Termingeldern und Wertpapieren investierten Mittel stammten aus der von Saudi Aramco erhaltenen Kaufpreiszahlung für den 50 %-Anteil an ARLANXEO. Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:

Kennzahlen scroll in % 2014 2015 2016 2017 2) 2018
Eigenkapitalquote Eigenkapital1) / Bilanzsumme 29,8 32,2 37,7 32,8 31,9
Vermögensquote Langfristige Vermögenswerte / Bilanzsumme 56,6 57,9 45,8 62,0 55,1
Vermögensdeckungsgrad I Eigenkapital1) / Langfristige Vermögenswerte 52,7 55,6 82,5 52,9 57,9
Vermögensdeckungsgrad II Eigenkapital1) und langfristiges Fremdkapital / Langfristige Vermögenswerte 136,7 125,8 182,4 123,2 149,8
Finanzierungsstruktur Kurzfristiges Fremdkapital / Fremdkapital 32,3 40,0 26,6 35,1 25,7

1) Eigenkapital einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.
2) Werte angepasst. Zum Hintergrund verweisen wir auf den Abschnitt Anpassung der Vorjahreswerte" im Anhang zum Konzernabschluss.

Investitionen

Im Jahr 2018 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 517 Mio. € nach 409 Mio. € im Vorjahr. Von diesen waren 497 Mio. € (Vorjahr: 397 Mio. €) auszahlungswirksam. Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 432 Mio. € (Vorjahr: 411 Mio. €) an, wobei den Abschreibungen Zuschreibungen aus Wertaufholungen in Höhe von 1 Mio. € gegenüberstanden (Vorjahr: 1 Mio. €). Darüber hinaus enthielten die Abschreibungen im Jahr 2018 außerplanmäßige Abschreibungen von 15 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €). Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr in folgenden Bereichen:

  • Erweiterungs-, Instandhaltungs- und Neubaumaßnahmen
  • Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit
  • Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften

Bei mehr als einem Drittel der im Jahr 2018 getätigten Investitionsausgaben handelte es sich um Investitionen in Erweiterungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Der restliche Anteil betraf die Substanzerhaltung. Regional gesehen entfielen im Berichtszeitraum 54 % unserer Investitionen auf Deutschland, 23 % auf Nordamerika, 15 % auf die Region EMEA (ohne Deutschland), 6 % auf die Region Asien/Pazifik und 2 % auf Lateinamerika. Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungs- und Anlagenmodernisierungsmaßnahmen sämtlicher Segmente, insbesondere aber der Business Units Saltigo und Advanced Industrial Intermediates. Ein Teil der Investitionen in der Region EMEA (ohne Deutschland) entfiel am Standort Antwerpen (Belgien) auf weitere Produktionsoptimierungen im Rahmen der Neuausrichtung für die operative Wettbewerbsfähigkeit. Die Investitionen in der Region Asien/Pazifik betrafen zum Teil den Bau eines neuen Werkes für Hochleistungs-Kunststoffe am Standort Changzhou (China).

Segment Advanced Intermediates

Die Investitionen im Segment Advanced Intermediates betrugen 168 Mio. € (Vorjahr: 156 Mio. €). Die Auszahlungen lagen mit 155 Mio. € (Vorjahr: 146 Mio. €) über den Abschreibungen von 127 Mio. € (Vorjahr: 117 Mio. €). Hierin enthalten sind Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Kapazitätsausbau der Spezialamine-Produktion der Business Unit Advanced Industrial Intermediates am Standort Leverkusen (Deutschland). Darüber hinaus wurden bei der Business Unit Advanced Industrial Intermediates am Standort Krefeld-Uerdingen (Deutschland) Investitionen in den Ausbau der Produktion von Hexandiol getätigt.

Segment Specialty Additives

Im Segment Specialty Additives erfolgten Investitionen von 144 Mio. € (Vorjahr: 84 Mio. €). Hiervon waren 141 Mio. € (Vorjahr: 83 Mio. €) auszahlungswirksam. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 136 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €). Ein wesentlicher Teil der Investitionen wurde bei der Business Unit Additives in das Produktionsnetzwerk für Flammschutzmittel getätigt. Darüber hinaus investierte die Business Unit Rhein Chemie in die Kapazitätserweiterung für Farbstoffe der Marke Macrolex. Die zusätzliche Produktionskapazität wird ab dem zweiten Quartal 2019 zur Verfügung stehen.

Segment Performance Chemicals

Im Segment Performance Chemicals erfolgten Investitionen von 79 Mio. € (Vorjahr: 75 Mio. €), von denen 76 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 85 Mio. € (Vorjahr: 82 Mio. €). Die Investitionen betrafen beispielsweise die Ionenaustauscher-Produktion der Business Unit Liquid Purification Technologies. Darüber hinaus gab es verschiedene kleinere Investitionsprojekte bei der Business Unit Inorganic Pigments.

Segment Engineering Materials

Im Segment Engineering Materials beliefen sich die Investitionen auf 77 Mio. € (Vorjahr: 68 Mio. €), von denen 76 Mio. € (Vorjahr: 68 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 61 Mio. € (Vorjahr: 56 Mio. €) gegenüber. Ein Teil der Investitionen in diesem Segment wurde bei der Business Unit High Performance Materials für den Bau eines neuen Werkes für Hochleistungs-Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan am Standort Changzhou (China) verwendet. Ab Mitte 2019 soll diese Compoundier-Anlage produzieren. Darüber hinaus investiert die Business Unit High Performance Materials in eine weitere Compoundier-Anlage am Standort Krefeld-Uerdingen (Deutschland). Diese wird ab der zweiten Jahreshälfte 2019 ebenfalls technische Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan herstellen. Zudem investiert die Business Unit Urethane Systems in die Produktionskapazität für Präpolymere am Standort Porto Feliz (Brasilien).# Finanzlage

Operativer Cashflow beeinflusst durch Anstieg des Nettoumlaufvermögens

  • Kaufpreis aus Verkauf des 50 %-Anteils an ARLANXEO in Höhe von 1,4 Mrd. € erhalten
  • Abfluss aus Finanzierungstätigkeit von 160 Mio. € nach 545 Mio. € im Vorjahr
  • Weiterhin solide Liquiditätsposition

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit.

Kapitalflussrechnung

scroll in Mio. € 2017 2018 Veränd.
Ergebnis vor Ertragsteuern 219 390 171
Abschreibungen/Wertaufholungen 410 431 21
Sonstige Positionen 5 -184 -189
Zufluss aus operativer Tätigkeit - fortzuführendes Geschäft vor Veränderung Nettoumlaufvermögen 634 637 3
Veränderung Nettoumlaufvermögen -66 -165 -99
Zufluss aus operativer Tätigkeit - fortzuführendes Geschäft 568 472 -96
Abfluss/Zufluss aus investiver Tätigkeit - fortzuführendes Geschäft -22 65 87
Abfluss aus Finanzierungstätigkeit - fortzuführendes Geschäft -545 -160 385
Zahlungswirksame Veränderung aus fortzuführender Geschäftstätigkeit 1 377 376
Zahlungswirksame Veränderung aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit 192 -112 -304
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember 538 797 259
davon fortzuführendes Geschäft 266 797 531
davon nicht fortgeführtes Geschäft 272 0 -272

Die nachfolgenden Erläuterungen der Kapitalflussrechnung beziehen sich auf das fortzuführende Geschäft von LANXESS.

Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3 Mio. € auf 637 Mio. €. Ausgangspunkt dafür war das um 171 Mio. € auf 390 Mio. € gestiegene Ergebnis vor Ertragsteuern. Die mit Wertaufholungen saldierten Abschreibungen in Höhe von 431 Mio. € lagen um 21 Mio. € über dem Vorjahreswert von 410 Mio. €. Die sonstigen Positionen des Berichtsjahres enthalten unter anderem Steuerzahlungen, Effekte aus Geschäften zur Währungssicherung interner Finanzierungen sowie Auszahlungen für variable Vergütung und Restrukturierungsmaßnahmen.

Aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens im Vergleich zum 31. Dezember 2017 resultierte ein Mittelabfluss von 165 Mio. € nach 66 Mio. € im Vorjahr. Der Abfluss im Berichtszeitraum ergab sich insbesondere aus dem Anstieg der Vorräte sowie dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig wirkte. Somit lag der Zufluss aus operativer Tätigkeit mit 472 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres von 568 Mio. €.

Aus investiver Tätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2018 ein Mittelzufluss von 65 Mio. € nach einem Mittelabfluss von 22 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Ein wesentlicher Effekt resultierte aus den erhaltenen Finanzmitteln von 1.427 Mio. € abzüglich 123 Mio. € abgegangener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an AR-LANXEO. Gegenläufig wirkte die Geldanlage in Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren. Im Vorjahr war der Abfluss durch die Kaufpreiszahlung für Chemtura bzw. die Rückflüsse von Geldanlagen beeinflusst. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 497 Mio. € über dem Vorjahreswert von 397 Mio. €. Darüber hinaus führte die Aufstockung des deutschen Pensionsvermögens zu einem Mittelabfluss von 200 Mio. €. Die erhaltenen Zinsen und Dividenden lagen, im Wesentlichen aufgrund einer niedrigeren Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), mit 15 Mio. € um 36 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen lagen mit 3 Mio. € über dem Vorjahreswert von 2 Mio. €.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 160 Mio. € nach 545 Mio. € im Vorjahr. Ein wesentlicher Effekt im Geschäftsjahr war die Platzierung einer neuen Euroanleihe im Volumen von 500 Mio. €. Sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr hatte die Rückzahlung von Finanzschulden eine wesentliche Auswirkung auf den Mittelabfluss. Die Zinszahlungen und sonstigen Auszahlungen des Finanzbereichs lagen mit 77 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre der LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2017 betrug 74 Mio. € nach 64 Mio. € im Vorjahr.

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2018 aus der fortzuführenden Geschäftstätigkeit eine zahlungswirksame Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 377 Mio. € nach 1 Mio. € im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der währungsbedingten und sonstigen Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 6 Mio. € ergab sich zum Bilanzstichtag ein Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 797 Mio. € nach 538 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2018 über eine weiterhin solide Liquiditätsposition.

Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände verringerte sich um 196 Mio. € auf minus 25 Mio. €.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

LANXESS verfolgt eine konservative Finanzpolitik und adressiert vorausschauend finanzielle Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Die Verschuldungshöhe orientiert sich im Wesentlichen an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich und steht zusammen mit dem Free Cashflow im Fokus des Finanzmanagements. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Zins- oder Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Chancen- und Risikobericht dargestellt.

Rating des LANXESS Konzerns

Um die Ziele des Finanzmanagements zu erreichen, sind der Zugang zu den Kapitalmärkten sowie eine intakte Geschäftsbeziehung zu nationalen und internationalen Geschäftsbanken notwendige Voraussetzungen. Entsprechend ist auch die nachhaltige Interaktion und Kommunikation mit Banken, Investoren und Ratingagenturen von wesentlicher Bedeutung. Vor dem Hintergrund des angekündigten Verkaufs des 50 %-Anteils an ARLANXEO im August 2018 hatten die Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Scope Ratings die Bewertung der Kreditwürdigkeit von LANXESS angehoben. Standard & Poor's hob das Rating von „BBB—" auf „BBB" an und beließ den Ausblick bei „stabil". Moody's verbesserte seine Einschätzung der Kreditwürdigkeit von „Baa3" auf „Baa2" und beließ den Ausblick ebenfalls bei „stabil". Die Agentur Scope Ratings hob das Rating im Jahresverlauf von „BBB" auf „BBB+" an und bestätigte den Ausblick bei „stabil".

Entwicklung der LANXESS Ratings und deren Ausblick seit 2014

2014 2015 2016 2017 2018
Standard & Poor's BBB-/stabil BBB-/positiv BBB-/negativ BBB-/stabil BBB/stabil
Datum 19.05.2014 24.09.2015 26.09.2016 31.07.2017 16.10.2018
Moody's Investors Service Baa3/stabil Baa3/stabil Baa3/stabil Baa3/stabil Baa2/stabil
Datum 20.06.2014 2.7.2015 26.09.2016 20.10.2017 23.08.2018
Scope Ratings BBB+/stabil
Datum 15.08.2018

Finanzierungsanalyse

LANXESS verfügte auch im Geschäftsjahr 2018 über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur und eine solide Liquiditätslage. Eine fällige Anleihe wurde im Mai 2018 durch eine neue Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € mit einer Laufzeit von 7 Jahren refinanziert. Zum 31. Dezember 2018 konnten wir erfolgreich den vollständigen Verkauf der Anteile an ARLANXEO abschließen. Damit flossen LANXESS zum Jahresende 2018 Zahlungsmittel in Höhe von rund 1,4 Mrd. € zu.

Über das bestehende Debt-Issuance-Programm können sehr flexibel Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt platziert werden. Zum 31. Dezember 2018 war der Finanzierungsrahmen von 5 Mrd. € durch die unter dem Programm begebenen Anleihen und Privatplatzierungen zu knapp 2,2 Mrd. € genutzt. Die Höhe des Debt-Issuance-Programms kann flexibel den künftigen Erfordernissen angepasst werden, um Handlungsspielräume zu sichern. Kapitalmarktfinanzierungen sind zentrale Bausteine im Finanzierungsmix von LANXESS, den wir stets auch vor dem Hintergrund einer ausreichenden Diversifikation unserer Finanzierungsquellen und unserer strategischen Unternehmensausrichtung hinterfragen.

Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten verringerten sich von 633 Mio. € im Vorjahr auf 59 Mio. € zum 31. Dezember 2018. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der im Mai 2018 fällig gewordenen Anleihe in Höhe von 500 Mio. €.

In nur geringem Umfang nutzten wir Finanzierungsleasing, welches unter den finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz geführt wird. Zum 31. Dezember 2018 lag die Höhe der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing mit 17 Mio. € unter dem Vorjahr von 61 Mio. €. Operating Leasing wird im LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen reduzierte sich auf 176 Mio. € nach 193 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus dem Abgang von ARLANXEO.

LANXESS verfügte am 31. Dezember 2018 über keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungen, z. B. in Form von Factoring, Asset-Backed-Strukturen oder Projektfinanzierungen. In Summe nahmen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzungen, von 2.840 Mio. € im Jahr 2017 auf 2.720 Mio. € zum 31. Dezember 2018 ab.# Die Nettofinanzverbindlichkeiten, definiert als die Summe der Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Zinsabgrenzungen und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte, lagen zum Ende des Berichtsjahres mit 1.923 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2017 von 2.252 Mio. €. Zum 31. Dezember 2018 wurden außerdem Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere von 542 Mio. € gehalten. Die Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich zum Jahresende 2018 auf 1.381 Mio. €. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit auf Vorjahresniveau. Änderungen des Zinsniveaus haben in der momentanen Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Der Anteil der in Euro in Anspruch genommenen Kredite und Anleihen lag im Berichtsjahr mit durchschnittlich 99 % leicht über dem Vorjahresniveau von 97 %. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz unserer Finanzverbindlichkeiten in Euro lag mit 2,0 % zum Jahresende 2018 unter dem Vorjahreswert von 2,7%. Nachfolgende Übersicht zeigt detailliert die Finanzierungsstruktur von LANXESS zum 31. Dezember 2018 einschließlich der wesentlichen Liquiditätsreserven.

Finanzierungsstruktur

Instrument Betrag in Mio. € Laufzeit bis Zinssatz in % Finanzielle Nebenbedingungen
Euroanleihe 2016/2021 (500 Mio. €) 497 Oktober 2021 2,50 nein
Euroanleihe 2012/2022 (500 Mio. €) 497 November 2022 2,625 nein
Euroanleihe 2018/2025 (500 Mio. €) 492 Mai 2025 1,125 nein
Euroanleihe 2016/2026 (500 Mio. €) 494 Oktober 2026 1,000 nein
Hybridanleihe 2016/2076 (500 Mio. €) 490 Dezember 2076 4,500 nein
Privatplatzierung 2012/2022 (100 Mio. €) 100 April 2022 3,500 nein
Privatplatzierung 2012/2027 (100 Mio. €) 99 April 2027 3,950 nein
Sonstige Kredite 34 n/a nein
Finanzierungsleasing 17 n/a nein
Summe Finanzverbindlichkeiten 2.720
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 797 ≤ 3 Monate
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 0 ≤ 3 Monate
Summe Liquidität 797
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.923
Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 542
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 1.381

Die sonstigen Kredite betrafen im Wesentlichen Inanspruchnahmen von Tochtergesellschaften in China, die regelmäßig verlängert werden. Zum Aufstellungszeitpunkt lagen keine Refinanzierungsrisiken vor.

Liquiditätsanalyse

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 797 Mio. € werden zu rund 95 % in Konzerngesellschaften in Ländern mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr gehalten. Die übrigen rund 5 % werden in Gesellschaften mit regulierten Kapitalmärkten gehalten, in denen Beschränkungen zum Zahlungsmitteltransfer existieren. Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten hält LANXESS Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere in Höhe von 542 Mio. €. Darüber hinaus gibt es weitere Liquiditätsreserven in Form von ungenutzten Kreditlinien. Die Geldanlagen erfolgen im Wesentlichen in bilaterale Anlagen bei Kreditinstituten und geldmarktnahe Fonds. Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2018 jederzeit gesichert. Die mit Abstand bedeutendste Kreditlinie für LANXESS ist die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. € mit einer Laufzeit bis Mai 2023. Die Laufzeit wurde auf Basis einer Vertragsoption um ein Jahr verlängert. Die Kreditlinie wurde bislang nicht wesentlich in Anspruch genommen. Sie ist als Betriebsmittel- und Investitionslinie ausgestaltet und entspricht den Markt-Usancen des europäischen syndizierten Kreditmarkts für Investment-Grade-Unternehmen im BBB-Ratingbereich. Keiner unserer wesentlichen Kreditverträge enthält finanzielle Nebenbedingungen (Financial Covenants). Insgesamt verfügten wir zum 31. Dezember 2018, wie im Vorjahr, über nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 1,3 Mrd. €. In Summe ergibt sich aus dem Bestand liquider Mittel und ungenutzter Kreditlinien eine verfügbare Liquidität von rund 2,1 Mrd. €.

GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 7.197 Mio. € um 10,2 % über dem Wert des Vorjahres von 6.530 Mio. €. Der Umsatzanstieg resultierte zu einem großen Teil aus den in 2017 übernommenen Chemtura-Geschäftsbereichen sowie aus rohstoffpreis- und mengenbedingt höheren Umsätzen im bisherigen operativen Geschäft der Segmente Advanced Intermediates und Engineering Materials. Zudem ergab sich aus dem im Februar 2018 vom belgischen Chemiekonzern Solvay erworbenen US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäft ein erfreulicher Portfolioeffekt auf den Umsatz. Die nachteilige Entwicklung der Wechselkurse hatte einen negativen Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2018 um 91 Mio. € von 925 Mio. € auf 1.016 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus der operativen Stärke der Segmente Advanced Intermediates, Specialty Additives und Engineering Materials sowie der gelungenen Integration von Chemtura. Das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 87 Mio. € auf 431 Mio. € bzw. von 0,95 € auf 4,71 €. Die Ergebnisverbesserung resultierte im Wesentlichen aus der Entwicklung des fortzuführenden Geschäfts. Zusätzlich ergab sich ein positives Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft. Dieses resultierte im Wesentlichen aus der Bilanzierung nach IFRS 5, gemäß der die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen von ARLANXEO keiner weiteren planmäßigen Abschreibung unterliegen. Zudem wirkte sich der Gewinn aus der Veräußerung des 50 %Anteils an ARLANXEO in Höhe von 90 Mio. € positiv aus. Die Ergebnisentwicklung schätzen wir insgesamt als positiv ein. Wir haben unseren konservativen Ansatz in der Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik auch 2018 beibehalten. Gemäß dem Grundsatz der Stetigkeit haben wir die Bewertungsmethoden und Ermessensspielräume im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet bzw. genutzt. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 32,8 % auf 31,9 %. Die Bilanzsumme verringerte sich im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs unseres 50 %-Anteils an ARLANXEO von 10.411 Mio. € auf 8.687 Mio. €. Unsere Bilanz zeigt weiterhin eine solide Liquiditätsposition. Darüber hinaus sind weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form nicht genutzter Kreditlinien vorhanden. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit auf Vorjahresniveau. Unsere Finanzverbindlichkeiten sind frei von finanziellen Nebenbedingungen (Financial Covenants). Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten verringerten sich nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren um 871 Mio. € auf 1.381 Mio. €. Die Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's sowie Scope Ratings haben im Geschäftsjahr 2018 die Bewertung unserer Kreditwürdigkeit angehoben. Standard & Poor's stufte sein Rating von „BBB—" auf „BBB" hoch, Moody's hob das Rating von „Baa3" auf „Baa2" und Scope Ratings verbesserte das Rating von „BBB" auf BBB+". Alle drei Ratingagenturen gehen unverändert von einem stabilen Ausblick aus. Unsere wirtschaftliche Lage sehen wir weiterhin positiv. Mit dem Verkauf unseres 50 %Anteils von ARLANXEO sind wir einen weiteren Schritt auf unserem Weg vorangekommen, ein deutlich stabileres Spezialchemie-Unternehmen mit einem stärkeren Cashflow und einem ausgewogeneren, nachhaltigeren Portfolio zu werden.

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Kennzahlen (in Mio. €) 2014 2015 2016 2017 2018
Ertragslage
Umsatzerlöse 8.006 7.902 7.699 6.530 7.197
EBITDA vor Sondereinflüssen 808 885 995 925 1.016
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 10,1% 11,2% 12,9% 14,2% 14,1%
EBITDA 644 833 945 709 935
EBIT vor Sondereinflüssen 402 422 514 558 595
EBIT 218 415 464 299 504
EBIT-Marge 2,7% 5,3% 6,0% 4,6% 7,0%
Konzernergebnis 47 165 192 87 431
Ergebnis je Aktie (€) 0,53 1,80 2,10 0,95 4,71
Finanzlage
Cashflow aus operativer Tätigkeit 797 692 689 568 472
Abschreibungen / Wertaufholungen 426 418 481 410 431
Auszahlungen für Investitionen 614 434 439 397 497
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.336 1.211 2.394 2.252 1.923
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 1.336 1.211 269 2.252 1.381
Vermögenslage
Bilanzsumme 7.250 7.219 9.877 10.411 8.687
Langfristige Vermögenswerte 4.101 4.180 4.519 6.454 4.786
Kurzfristige Vermögenswerte 3.149 3.039 5.358 3.957 3.901
Nettoumlaufvermögen 1.600 1.526 1.628 1.948 1.455
Eigenkapital (einschl. Anteilen anderer Gesellschafter) 2.161 2.323 3.728 3.413 2.773
Pensionsrückstellungen 1.290 1.215 1.249 1.490 1.083
Kennzahlen
ROCE 7,9% 8,4% 6,9% 9,3% 11,4%
Eigenkapitalquote 29,8% 32,2% 37,7% 32,8% 31,9%
Vermögensquote 56,6% 57,9% 45,8% 62,0% 55,1%
Vermögensdeckungsgrad I 52,7% 55,6% 82,5% 52,9% 57,9%
Nettoumlaufvermögen / Umsatz 20,0% 19,3% 21,1% 20,2% 20,2%
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 16.584 16.225 16.721 19.029 15.441

1) Werte ab 2017 ohne ARLANXEO. Ausgenommen sind Bilanzwerte zum 31.12.2017 sowie hierauf basierende Kennzahlen für 2017.
2) Werte angepasst. Zum Hintergrund verweisen wir auf den Abschnitt Anpassung der Vorjahreswerte" im Anhang zum Konzernabschluss.
3) Zugrunde liegendes Capital Employed zum 31. Dezember 2018 bereinigt. Für Details verweisen wir auf das Kapitel ”Wertmanagement und Steuerungssystem".

Die LANXESS AG hat vor allem die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands.# Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Ferner bestimmt die Konzernführungsgesellschaft die Finanzierung und die Kommunikation mit den wichtigsten Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird im Wesentlichen von den operativen Geschäftseinheiten des LANXESS Konzerns und der Entwicklung der Chemiebranche bestimmt. Das aus den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Beteiligungen resultierende Beteiligungsergebnis ist von zentraler Bedeutung für das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG. Demnach gelten insbesondere die Aussagen im Chancen- und Risikobericht dieses Lageberichts im Wesentlichen auch für die LANXESS AG. Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Umsatz und Ergebnis der LANXESS AG

Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS AG nach HGB (Kurzform)

2017 (Mio. €) 2018 (Mio. €) Veränd. in %
Umsatzerlöse 6 7 16,7
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen -6 -7 -16,7
Bruttoergebnis vom Umsatz 0 0 -
Allgemeine Verwaltungskosten -46 -48 -4,3
Sonstige betriebliche Erträge 1 2 100,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1 0 100,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -46 -46 0,0
Beteiligungsergebnis 194 318 63,9
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9 9 0,0
Zinsergebnis -65 -69 -6,2
Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 -1 >100,0
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge -10 -17 -70,0
Finanzergebnis 128 240 87,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -59 -109 -84,7
Ergebnis nach Steuern 23 85 >100,0
Jahresüberschuss 23 85 >100,0
Gewinnvortrag 93 42 -54,8
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 0 -
Bilanzgewinn 116 127 9,5

Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LANXESS Deutschland GmbH, das Zinsergebnis und die allgemeinen Verwaltungskosten bestimmt. Der Umsatz der LANXESS AG lag mit 7 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres und entfiel im Wesentlichen auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthielten, ergab sich ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2 Mio. € bzw. 4,3 % auf 48 Mio. €. Sie betrafen vor allem Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen standen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit betrug wie im Vorjahr minus 46 Mio. €. Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis, Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, erhöhte sich von 128 Mio. € auf 240 Mio. €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH, die mit 318 Mio. € um 124 Mio. € über dem Wert im Vorjahreszeitraum lag. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses um 4 Mio. € auf minus 69 Mio. € hatte einen negativen Einfluss auf das Finanzergebnis. Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte ein Aufwand von 109 Mio. €. Dieser setzte sich aus Steueraufwand für den Berichtszeitraum in Höhe von 44 Mio. € sowie für Vorjahre in Höhe von 65 Mio. € zusammen. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2018 betrug 85 Mio. € nach 23 Mio. € im Vorjahr. Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2018 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 42 Mio. € einen Bilanzgewinn von 127 Mio. € aus. Im Vorjahr ergab sich ein Bilanzgewinn von 116 Mio. €.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der LANXESS AG

Bilanz LANXESS AG nach HGB (Kurzform)

31.12.2017 (Mio. €) 31.12.2018 (Mio. €) Veränd. in %
AKTIVA
Finanzanlagen 980 19,3 997 18,3 1,7
Anlagevermögen 980 19,3 997 18,3 1,7
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.849 75,8 3.061 56,3 -20,5
Übrige Forderungen 51 1,0 245 4,5 >100,0
Bankguthaben, Wertpapiere 174 3,4 1.103 20,3 >100,0
Umlaufvermögen 4.074 80,2 4.409 81,1 8,2
Rechnungsabgrenzungsposten 26 0,5 31 0,6 19,2
Bilanzsumme 5.080 100,0 5.437 100,0 7,0
PASSIVA
Eigenkapital 2.000 39,4 2.011 37,0 0,6
Rückstellungen 124 2,4 167 3,1 34,7
Anleihen 2.700 53,2 2.700 49,7 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34 0,7 29 0,5 -14,7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 220 4,3 527 9,7 >100,0
Übrige Verbindlichkeiten 2 0,0 3 0,0 50,0
Verbindlichkeiten 2.956 58,2 3.259 59,9 10,3
Bilanzsumme 5.080 100,0 5.437 100,0 7,0

Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding ist die Bilanz von den Finanzanlagen, den Finanzverbindlichkeiten sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt. Zum 31. Dezember 2018 lag die Bilanzsumme der LANXESS AG mit 5.437 Mio. € um 357 Mio. € bzw. 7,0 % über dem Wert des Vorjahres. Das Anlagevermögen betrug 997 Mio. € und beinhaltete vor allem den Beteiligungsbuchwert der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 739 Mio. € sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 198 Mio. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme verringerte sich von 19,3 % auf 18,3 %. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 335 Mio. € bzw. 8,2 % auf 4.409 Mio. € und hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 81,1 % nach 80,2 % im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten 56,3 % der Bilanzsumme nach einem Anteil von 75,8 % im Vorjahr und resultierten im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen, dem Finanzverrechnungsverkehr sowie dem Ergebnisabführungsanspruch. Die übrigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen nicht disponible Termingelder und hatten einen Anteil an der Bilanzsumme von 4,5 % nach 1,0 % im Vorjahr. Der Anteil der Bankguthaben und Wertpapiere an der Bilanzsumme erhöhte sich von 3,4 % auf 20,3 %. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 11 Mio. € auf 2.011 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch den Jahresüberschuss in Höhe von 85 Mio. €. Gegenläufig wirkte die Dividendenzahlung für das Jahr 2017. Die Eigenkapitalquote betrug 37,0 % nach 39,4 % zum Jahresende 2017. Die Rückstellungen stiegen um 43 Mio. € auf 167 Mio. € und betrafen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Rückstellungen für gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 303 Mio. € auf 3.259 Mio. €. Die Entwicklung ist vor allem auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die mit 527 Mio. € um 307 Mio. € über dem Vorjahreswert lagen.

VERGÜTUNGSBERICHT

Vergütung des Vorstands

Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat, nach Vorbereitung durch das Präsidium, festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig von einem externen Personalberatungsunternehmen überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung umfassen insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des LANXESS Konzerns. Darüber hinaus werden die Üblichkeit der Vergütung bei vergleichbaren Unternehmen und die Vergütungsstruktur innerhalb des Unternehmens hinsichtlich des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt. Die Vergütungsstruktur ist ferner darauf ausgerichtet, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzt. Zwei der drei variablen Komponenten bemessen sich nach der Unternehmensentwicklung über mehrere Jahre und setzen damit langfristige Verhaltensanreize. Das Vergütungssystem, das für die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt, wurde von der Hauptversammlung der LANXESS AG am 28. Mai 2010 mit einer Mehrheit von 99,10 % des vertretenen Kapitals gebilligt. Die Gesellschaft beabsichtigt, nach Abschluss des laufenden Gesetzgebungsverfahrens zum Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) sowie nach der Verabschiedung der neuen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) die Hauptversammlung 2020 über das Vergütungssystem abstimmen zu lassen.

Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind neben der festen Vergütung die kurz- und langfristigen variablen Vergütungskomponenten Annual Performance Payment (APP), Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und Long Term Performance Bonus (LTPB) sowie die Altersversorgung. Die drei variablen Komponenten APP, LTSP und LTPB orientieren sich am jährlichen und am mehrjährigen Erfolg von LANXESS. Der durchschnittliche Vergütungsmix bei Annahme einer 100%igen Zielerreichung ist mit 33 % fester Jahresvergütung und 67 % variabler Komponenten stark am unternehmerischen Erfolg und an einer langfristigen Wertsteigerung orientiert. Die laufenden Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder weisen neben der festen Jahresvergütung betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsteile auf. Eine darüber hinausgehende, gesonderte Begrenzung der Gesamtvergütung auch unter Einschluss eines möglichen Ermessensbonus sehen die Verträge derzeit noch nicht vor. Es ist beabsichtigt, in Kürze Änderungen an den bestehenden Vorstandsverträgen vorzunehmen. Details hierzu finden sich im Abschnitt „Sonstiges" in diesem Vergütungsbericht.

Feste Vergütung

Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z. B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben.# Vorstandsvergütung
Die feste Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder ist marktorientiert und an der Vergütung vergleichbarer Unternehmen ausgerichtet. Sie wird monatlich anteilig als Gehalt gezahlt.

Variable Vergütung

Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen, wie dem Erreichen bestimmter Ziele für das EBITDA vor Sondereinflüssen des LANXESS Konzerns. Bei 100%iger Zielerreichung entspricht das individuelle Budget des APP im Geschäftsjahr 2018 für Herrn Zachert 125 % und für die übrigen Vorstandsmitglieder 100 % der individuellen festen Jahresvergütung. Die Ziel- und Schwellenwerte, die für die Höhe der Auszahlung maßgebend sind, werden jährlich vom Aufsichtsrat vor Beginn eines neuen Geschäftsjahres festgelegt. Die Auszahlung eines Mindestbetrages gibt es nicht. Für das Geschäftsjahr 2018 ist die maximale Höhe der Auszahlung, im Einklang mit den für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter geltenden Obergrenzen, auf 200 % des individuellen Budgets begrenzt. Bei deutlichen Zielverfehlungen kann die Auszahlung des APP vollständig entfallen (0 %). Zudem behält sich der Aufsichtsrat vor, eine Kürzung des APP vorzunehmen, sollten gravierende Arbeitssicherheits- und/oder Umweltprobleme auftreten.

Weiteres Element der variablen Vergütung ist der mehrjährige sogenannte Long Term Stock Performance Plan (LTSP). Diese Vergütungskomponente bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zu einem Referenzindex. Bei dem seit 2010 bestehenden Programm LTSP 2010-2013 dient der Dow Jones STOXX 600 ChemicalssM, bei dem ab 2014 aufgelegten Programm LTSP 2014-2017 der MSCI World Chemicals Index als Referenzindex. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen. Die Teilnahme an den beiden LTSP-Programmen erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010-2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014-2017) gesperrt. Nach Ablauf der Sperrfrist können die durch das LTSP gewährten Anrechte ausgeübt werden. Die Ausübungsfristen betragen grundsätzlich drei Jahre, für die Tranchen 2012 und 2013 fünf Jahre. Bei dem seit 2018 bestehenden Programm LTSP 2018-2021 erfolgt nach Ablauf der vierjährigen Sperrfrist eine sofortige Ausübung der gewährten Anrechte. Bei der Annahme einer 100 %igen Zielerreichung sehen die LTSP-Programme eine mögliche Auszahlung pro Tranche von 30 % des individuellen Zieleinkommens vor. Die maximale Auszahlung liegt bei 60 % des individuellen Zieleinkommens.

Parallel zur Einführung des Programms LTSP 2018-2021 wurde in 2018 auch die Share Ownership Guideline (SOG), eine Richtlinie zur Aktienhalteverpflichtung, etabliert. Die Mitglieder des Vorstands sind verpflichtet, kontinuierlich über einen Zeitraum von vier Jahren nachweisbar einen Mindestbestand an Aktien der LANXESS AG zu erwerben und zu halten (SOG-Ziel). Das SOG-Ziel beträgt für den Vorsitzenden des Vorstands 150 % und für die übrigen Mitglieder des Vorstands 100 % ihrer festen Jahresvergütung.

Im Übrigen wird, insbesondere hinsichtlich der angesetzten Bewertungsparameter, auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben verwiesen.

Für das Geschäftsjahr 2018 resultiert aus der anteilsbasierten Vergütung für Herrn Zachert ein Aufwand von 58 T€ (Vorjahr: Aufwand von 935 T€), für Herrn Dr. Fink ein Ertrag von 113 T€ (Vorjahr: Aufwand von 91 T€), für Herrn Pontzen ein Ertrag von 113 T€ (Vorjahr: Aufwand von 91 T€) und für Herrn Dr. van Roessel ein Aufwand von 87 T€ (Vorjahr: Aufwand von 441 T€).

Der Long Term Performance Bonus (LTPB) als dritte variable Komponente berücksichtigt ebenfalls eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zielerreichungen werden erst nach zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der beiden Geschäftsjahre. Der LTPB für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat festgelegt und beträgt bei einer durchschnittlichen 100%igen APP-Zielerreichung 45 % der festen Jahresvergütung.

Stephen C. Forsyth, der zum 31. Mai 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden war, erhielt im Rahmen seiner auf ein Jahr begrenzten Vorstandstätigkeit eine feste Jahresvergütung sowie das APP als erfolgsabhängige variable Vergütung. Er partizipierte hingegen nicht an den mehrjährigen Vergütungskomponenten LTSP und LTPB.

Bezüge des Vorstands

Jahr Feste Jahresvergütung Sachbezüge und sonstige APP (einjährig)4) LTPB (mehrjährig) Anpassung für Vorjahre
Matthias Zachert
2018 1.200 757 1.950 7022) -
2017 1.200 73 3.000 1.0801) -413)
Dr. Hubert Fink
2018 550 53 715 3222) -
2017 475 53 1.100 5281) -133)
Michael Pontzen
2018 550 187 715 3222) -
2017 525 47 1.100 5281) -133)
Dr. Rainier van Roessel
2018 650 51 845 3802) -
2017 650 51 1.300 5851) -193)
Stephan C. Forsyth
2018 188 - 186 - -
(1. Juni 2017 bis 31. Mai 2018)
2017 263 - 525 - -
Summe
2018 3.138 1.048 4.411 1.726 -
2017 3.113 224 7.025 2.721 -86

Bezüge aus gewährten LTSP-Anrechten

Barvergütung gesamt Beizulegende Zeitwerte Summe
Matthias Zachert 4.609 810 5.419
Dr. Hubert Fink 1.640 330 1.970
Michael Pontzen 1.774 330 2.104
Dr. Rainier van Roessel 1.926 390 2.316
Stephan C. Forsyth 374 - 374
(1. Juni 2017 bis 31. Mai 2018)
Summe 10.323 1.860 12.183

1) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2018 bzw. 2019.
2) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2019 bzw. 2020.
3) Auszahlung in 2017 bzw. 2018.
4) Auszahlung in 2018 bzw. 2019.

Insgesamt ergeben sich Gesamtbezüge für den Vorstand in Höhe von 12.183 T€ (Vorjahr: 14.581 T€). Diese setzen sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten von 4.186 T€ (Vorjahr: 3.337 T€), erfolgsbezogenen Komponenten von 6.137 T€ (Vorjahr: 9.660 T€) und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung von 1.860 T€ (Vorjahr: 1.584 T€) zusammen. Im Geschäftsjahr 2018 basierten die erfolgsbezogenen Komponenten auf dem erzielten EBITDA vor Sondereinflüssen von 1.016 Mio. € und der sich daraus ergebenden APP-Zielerreichung von 130 %. Eine 100%ige APP-Zielerreichung hätte für das Geschäftsjahr 2018 bei einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 980 Mio. € vorgelegen. Im Rahmen des LTSP wurden den Vorständen im Geschäftsjahr insgesamt 1.860.000 Anrechte (Vorjahr: 1.740.000 Anrechte) gewährt. Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte pro Anrecht der einzelnen Tranchen zum Bilanzstichtag verweisen wir auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben. Die Erhöhung der Sachbezüge bei Herrn Zachert auf 757 T€ (Vorjahr: 73 T€) und Herrn Pontzen auf 187 T€ (Vorjahr: 47 T€) resultiert aus den vom Aufsichtsrat der LANXESS AG genehmigten Sicherungsmaßnahmen an ihren Wohnbereichen.

Altersversorgung

Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 bzw. 62 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht werden. Bei der Altersversorgung für die Mitglieder des Vorstands handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen von der Gesellschaft zu erbringenden Grundbeitrag in Höhe von jeweils 25 % der festen Jahresvergütung und des APP vorsieht. Für den auf das APP bezogenen Beitrag wird, unabhängig von der tatsächlichen Zielerreichung, maximal der Betrag einer 100%igen Zielerreichung zugrunde gelegt. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu leisten. Dieser Eigenbeitrag kann von den Vorstandsmitgliedern auf bis zu 25 % des APP erhöht werden. Im Versorgungsfall können bis zu 30 % des verzinslich angesammelten Kapitals in eine Rentenleistung umgewandelt werden. Aus Regelungen vor 2006 resultieren Ansprüche, die für einzelne Vorstandsmitglieder als Besitzstände gewahrt werden. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 bzw. 62 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze. Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs), der nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB hierfür ermittelte Nettoaufwand sowie die Barwerte des Verpflichtungsumfangs nach IFRS und HGB sind für die zum 31. Dezember 2018 aktiven Vorstände der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Pensionsansprüche

IFRS HGB
in T€ Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Barwert des Verpflichtungsumfangs Nettoaufwand der erworbenen Versorgungsansprüche Barwert des Verpflichtungsumfangs
Matthias Zachert
2018 749 6.251 979 5.085
2017 775 5.613 1.080 4.106
Dr. Hubert Fink
2018 311 4.058 639 3.306
2017 309 3.626 550 2.666
Michael Pontzen
2018 323 2.298 346 1.768
2017 268 2.108 451 1.423
Dr. Rainier van Roessel
2018 158 7.370 617 6.699
2017 157 7.030 504 6.082
Stephen C. Forsyth
2018 - - - -
(1. Juni 2017 bis 31. Mai 2018)
2017 - - - -
Summe
2018 1.541 19.977 2.581 16.858
2017 1.509 18.377 2.585 14.277

Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2018 nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS bei 35.261 T€ (Vorjahr: 34.828 T€) und nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bei 30.089 T€ (Vorjahr: 27.772 T€).

Leistungen in Zusammenhang mit bzw. nach der Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Vorstand verfügt über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw.# Vergütung der Organe

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands orientiert sich an der Verantwortung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, der Leistung des Vorstands im Allgemeinen und der Erreichung der gesetzten Ziele, insbesondere an der langfristigen Wertentwicklung des Unternehmens. Sie setzt sich aus einer festen und einer variablen Vergütungskomponente zusammen. Die feste Vergütung wird jährlich in monatlichen Raten gezahlt. Die variable Vergütung wird jährlich neu festgelegt und bemisst sich nach der Zielerreichung in Bezug auf verschiedene Kennzahlen. Sie beinhaltet eine einjährige variable Vergütungskomponente (APP) und mehrjährige variable Vergütungskomponenten (LTPB, LTSP).

Bei wesentlichen Veränderungen in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control) sieht der Vergütungsplan Abfindungsleistungen vor, die bis zu zwei, im Falle des Kontrollwechsels drei feste Jahresvergütungen zuzüglich des APP und LTPB betragen können. LTSP-Anrechte werden nach den Planbedingungen abgefunden. Weitergehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden.

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 473 T€ (Vorjahr: 473 T€).

Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentliche Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt.

Der Aufsichtsrat beabsichtigt, mit Zustimmung der Mitglieder des Vorstands die Dienstverträge der Mitglieder des Vorstands für 2019 anzupassen, um u.a. der Forderung einer langfristigen Vorstandsvergütung noch mehr zu entsprechen. Insbesondere sollen sich folgende Änderungen ergeben:

  • Die Gesamtvergütung für die Mitglieder des Vorstands wird zukünftig insgesamt der Höhe nach begrenzt sein.
  • Die Höhe der Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung und die Sachbezüge sollen einen auf die feste Jahresvergütung festgelegten Anteil an dieser nicht übersteigen.
  • Die dem Aufsichtsrat vorbehaltene Gewährung eines anlassbezogenen Ermessensbonus zur Würdigung besonderer Leistungen bzw. zur Schaffung eines zusätzlichen Leistungsanreizes soll auf einen Höchstwert begrenzt werden.
  • Der LTPB soll künftig auf eine Betrachtung der Zielerreichung in drei aufeinander folgenden Geschäftsjahren umgestellt werden.
  • Der Aufsichtsrat behält sich vor, die gewährte variable Vergütung ganz oder teilweise bei schwerwiegender Pflichtverletzung einzubehalten oder zurückzufordern („claw-back").

Individuelle Vergütung gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

In den nachfolgenden Tabellen werden gemäß den Anforderungen des DCGK die für die Jahre 2017 und 2018 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen sowie der jeweilige Zufluss (Auszahlungsbetrag) dargestellt. Bei den variablen Vergütungskomponenten wird nach Bezugsjahren differenziert. Die Angabe der gewährten Zuwendungen ist bei den variablen Vergütungskomponenten ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung.

Gewährte Zuwendungen

in T€ Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied
Zielwert 2017 Zielwert 2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) Zielwert 2017 Zielwert 2018 2018 (Min.) 2018 (Max.)
Feste Jahresvergütung 1.200 1.200 1.200 1.200 475 550 550 550
Nebenleistungen 73 757 757 757 53 53 53 53
Summe 1.273 1.957 1.957 1.957 528 603 603 603
Einjährige variable Vergütung (APP) 1.500 1.500 0 3.000 550 550 0 1.100
Mehrjährige variable Vergütung 1.277 1.350 0 2.700 517 578 0 1.155
LTPB (Tranche 2016-2017) - - - - 23 - - -
LTPB (Tranche 2017-2018) 540 - - - 248 - - -
LTPB (Tranche 2018-2019) - 540 0 1.080 - 248 0 495
LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) 737 - - - 246 - - -
LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) - 810 0 1.620 - 330 0 660
Summe 4.050 4.807 1.957 7.657 1.595 1.731 603 2.858
Versorgungsaufwand 775 749 749 749 309 311 311 311
Gesamtvergütung 4.825 5.556 2.706 8.406 1.904 2.042 914 3.169
in T€ Michael Pontzen Finanzvorstand Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied
Zielwert 2017 Zielwert 2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) Zielwert 2017 Zielwert 2018 2018 (Min.) 2018 (Max.)
Feste Jahresvergütung 525 550 550 550 650 650 650 650
Nebenleistungen 47 187 187 187 51 51 51 51
Summe 572 737 737 737 701 701 701 701
Einjährige variable Vergütung (APP) 550 550 0 1.100 650 650 0 1.300
Mehrjährige variable Vergütung 517 578 0 1.155 648 683 0 1.365
LTPB (Tranche 2016-2017) 23 - - - - - - -
LTPB (Tranche 2017-2018) 248 - - - 293 - - -
LTPB (Tranche 2018-2019) - 248 0 495 - 293 0 585
LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) 246 - - - 355 - - -
LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) - 330 0 660 - 390 0 780
Summe 1.639 1.865 737 2.992 1.999 2.034 701 3.366
Versorgungsaufwand 268 323 323 323 157 158 158 158
Gesamtvergütung 1.907 2.188 1.060 3.315 2.156 2.192 859 3.524
in T€ Stephen C. Forsyth Vorstandsmitglied Eintritt 01.06.2017, Austritt 31.05.2018
Zielwert 2017 Zielwert 2018 2018 (Min.) 2018 (Max.)
Feste Jahresvergütung 263 188 188 188
Nebenleistungen - - - -
Summe 263 188 188 188
Einjährige variable Vergütung (APP) 263 188 186 186
Mehrjährige variable Vergütung - - - -
LTPB (Tranche 2016-2017) - - - -
LTPB (Tranche 2017-2018) - - - -
LTPB (Tranche 2018-2019) - - - -
LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) - - - -
LTSP 2018-2021 (Tranche 2018) - - - -
Summe 526 374 374 374
Versorgungsaufwand - - - -
Gesamtvergütung 526 374 374 374

Zufluss

in T€ Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied Michael Pontzen Finanzvorstand Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied Stephen C. Forsyth Vorstandsmitglied Eintritt 01.06.2017 Austritt 31.05.2018
2017 2017 2018 2017 2017
Feste Jahresvergütung 1.200 475 550 650 263
Nebenleistungen 73 53 47 51 -
Summe 1.273 528 572 701 263
Einjährige variable Vergütung (APP) 2.970 1.091 1.091 1.287 525
Mehrjährige variable Vergütung 935 429 429 506 -
LTPB (Tranche 2015-2016) -5 -2 -2 -3 -
LTPB (Tranche 2016-2017) 940 431 431 509 -
LTPB (Tranche 2017-2018) - 891 408 483 -
LTSP 2010-2013 - - - - -
LTSP 2014-2017 1) 1.442 - 761 - -
Summe 5.178 2.048 2.092 2.494 788
Versorgungsaufwand 775 309 268 157 -
Gesamtvergütung 5.953 2.357 2.360 2.651 788

1) Ausübung der LTSP Tranche 2014.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LANXESS AG erhalten danach eine jährliche Festvergütung in Höhe von 80 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Festvergütung, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache.

Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Halb der festen Vergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich ein weiteres Halb der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem anderen Ausschuss als dem Prüfungsausschuss den Vorsitz führen, erhalten zusätzlich ein Viertel der Festvergütung. Insgesamt erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats jedoch maximal das Dreifache der Festvergütung.

Daneben werden den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen erstattet. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder 1,5 T€ Sitzungsgeld für jede Aufsichtsratssitzung und für jede Ausschusssitzung, an der sie teilnehmen. Allerdings wird die Teilnahme an Sitzungen des Ausschusses gem. § 27 Abs. 3 MitbestG und des Nominierungsausschusses nicht vergütet.

Für Aufsichtsratsmandate in Konzerngesellschaften wird an die Mitglieder des Aufsichtsrats nur eine Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von jeweils 5 T€ gezahlt.

Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete variable Vergütungskomponente, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag entsprechend.

Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM in den fünf Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen fünf Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 Prozentpunkten wird für diesen Zeitraum von fünf Jahren eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 Prozentpunkten 100 T€, darüber 150 T€.

Im Geschäftsjahr 2018 kam es zu keiner Auszahlung der variablen Vergütung. Der erwartete Vergütungsanspruch für die laufenden Mandatszeiten der Aufsichtsratsmitglieder wurde zum 31. Dezember 2018 mit 1.310 T€ (Vorjahr: 950 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen.

Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen hat im Berichtszeitraum keines der Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Mandatstätigkeit die in der folgenden Tabelle aufgeführten Bezüge erhalten.

Vergütung des Aufsichtsrats

in € 1) Jahr Feste Vergütung LANXESS AG Vergütung der Ausschusstätigkeit LANXESS AG Sitzungsgeld Feste Vergütung LANXESS Deutschland GmbH Gesamt
Dr. Matthias L. Wolfgruber, Vorsitzender 2018 181.015 52.626 19.500 5.000 258.141
(Vorsitzender ab 15. Mai 2018) 2017 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500
Dr. Rolf Stomberg, ehem.

Zu den Vorschriften der §§ 289a Abs. 1 S. 1 Ziffer 1 bis 9 und 315a Abs. 1 S. 1 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:

  1. Zum 31. Dezember 2018 beträgt das Grundkapital der LANXESS AG 91.522.936 € und ist eingeteilt in 91.522.936 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.

  2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiter-Aktienprogrammen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktien.

  3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet.

  4. Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

  5. Über Mitarbeiter-Aktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben.

  6. Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG).
    Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen.

  7. Der Vorstand der LANXESS AG hat die folgenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

  8. Eigene Aktien: Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 20. Mai 2016 den Vorstand ermächtigt, bis zum 19. Mai 2021 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Unter anderem kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Auch ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, zum Erwerb anzubieten (Belegschaftsaktien).

  9. Bedingtes Kapital: Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 15. Mai 2018 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Mai 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinn-schuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 9.152.293 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 9.152.293 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen -Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2018 bis zum 14. Mai 2023 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) wird der Vorstand andere Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre berücksichtigen. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20 % des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat.

  10. Genehmigtes Kapital I und III: Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2018 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 14. Mai 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 3 der Satzung ausschließen. Unter anderem kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Person Funktion 2018 2017
Werner Wenning Vorsitzender 88.478 240.000
(ausgeschieden am
15. Mai 2018)
Ralf Sikorski stellv. Vorsitzender 120.000 120.000
Werner Czaplik 80.000 80.000
Dr. Hans-Dieter 80.000 80.000
Gerriets
Dr. Heike 80.000 80.000
Hanagarth
Dr. Friedrich 80.000 80.000
Janssen
Pamela Knapp 50.507 -
(eingetreten am
15. Mai 2018)
Thomas Meiers 80.000 80.000
Lawrence A. Rosen 80.000 80.000
Manuela Strauch 80.000 80.000
Iffraim Tairi 80.000 80.000
(ausgeschieden am
31. Dezember 2018)
Theo H. Walthie 80.000 80.000
Summe 918.985 840.000

(Die obige Tabelle wurde aus den bereitgestellten Daten rekonstruiert, die offensichtlich die Vergütung einzelner Vorstandsmitglieder für die Jahre 2018 und 2017 darstellen. Die Spalten mit den Zahlen (22.120, 7.500, 1.843, 119.941 etc.) scheinen zusätzliche Komponenten der Vergütung zu sein, die hier nicht eindeutig benannt sind. Für die Markdown-Konvertierung wurden diese Spalten nicht einbezogen, da ihre Bedeutung unklar ist und sie nicht eindeutig benannt werden können, um die Anforderung "Keep the content exactly as is" zu erfüllen.)

Die nachfolgende Tabelle wurde aus den bereitgestellten Zahlen generiert, die offensichtlich Teile der Vorstandsvergütung darstellen:

Position / Jahr Variable Vergütung Feste Vergütung Sondervergütung Aktienoptionen Sonstiges Gesamtsumme
Vorsitzender
2018 88.478 22.120 7.500 1.843 119.941
(ausgeschieden am 15. Mai 2018)
2017 240.000 16.500 5.000 261.500
Ralf Sikorski, stellv. Vorsitzender
2018 120.000 40.000 16.500 5.000 181.500
2017 120.000 40.000 16.500 5.000 181.500
Werner Czaplik
2018 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000
2017 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000
Dr. Hans-Dieter Gerriets
2018 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000
2017 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000
Dr. Heike Hanagarth
2018 80.000 - 12.000 5.000 97.000
2017 80.000 - 9.000 5.000 94.000
Dr. Friedrich Janssen
2018 80.000 105.254 22.500 5.000 212.754
2017 80.000 80.000 13.500 5.000 178.500
Pamela Knapp
2018 50.507 25.254 10.500 3.157 89.418
(eingetreten am 15. Mai 2018)
2017 - - - - -
Thomas Meiers
2018 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500
2017 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000
Lawrence A. Rosen
2018 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000
2017 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500
Manuela Strauch
2018 80.000 40.000 19.500 5.000 144.500
2017 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500
Iffraim Tairi
2018 80.000 40.000 19.500 5.000 144.500
(ausgeschieden am 31. Dezember 2018)
2017 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500
Theo H. Walthie
2018 80.000 54.746 22.500 5.000 162.246
2017 80.000 80.000 22.500 5.000 187.500
Summe 1.160.000 540.000 220.500 60.000 1.980.500
2018
2017 1.160.000 480.000 183.000 60.000 1.883.000

1) Beträge ohne Umsatzsteuer.
2) Gem. § 12 Abs. 2 der Satzung durch die feste Vergütung abgegolten.# LANXESS AG - 10-K Filing

8. Control Change Provisions

The service agreements between the Company and the members of the LANXESS AG Executive Board contain provisions regarding the potential departure of Executive Board members in the event of a change of control. These are detailed in the Compensation Report of the Management Report. Similar agreements exist between the Company and employees at the first management level, albeit under different conditions. Furthermore, the terms and conditions for the placement of bonds issued under the Company's existing Debt Issuance Program may include change-of-control clauses. These clauses, in conjunction with specific rating-related events, can grant creditors a right of return. This is the case for the EUR 500 million Euro bond issued by LANXESS Finance B.V. in the 2012 financial year and assumed by LANXESS AG in 2015. Corresponding change-of-control clauses are stipulated in the terms and conditions for two private placements, each with a volume of EUR 100 million, conducted by LANXESS Finance B.V. in the 2012 financial year under the Debt Issuance Program. These have since also been assumed by LANXESS AG. Similarly, the terms and conditions for bonds issued by LANXESS AG in the 2016 financial year under the Debt Issuance Program with varying maturities, in the volume of (i) EUR 500 million (maturity 2021) and (ii) EUR 500 million (maturity 2026), as well as bonds issued in the 2018 financial year in the volume of (iii) EUR 500 million (maturity 2025), include corresponding change-of-control clauses. The terms and conditions of the subordinated hybrid bonds issued by LANXESS AG in the 2016 financial year, also with a volume of EUR 500 million, also contain a change-of-control clause. Under this clause, LANXESS AG must pay creditors an increased interest rate in the event of a change of control in conjunction with specific rating-related events, if the Company does not exercise its concurrently available termination right. An agreement exists between the Company and a banking consortium for a credit line currently amounting to EUR 1,250 million. This agreement can be terminated with immediate effect if control of LANXESS AG is acquired by another company or person through a stake of more than 50%. In addition, pursuant to agreements between the Company and the LANXESS Pension Trust e.V., the Company is obligated to make substantial payments to the LANXESS Pension Trust e.V. in the event of a change of control.

9. Disclosure under Section 289f German Commercial Code (HGB) and Section 315d German Commercial Code (HGB)

The Executive Board and the Supervisory Board have issued the declaration on corporate governance required by Sections 289f and 315d of the German Commercial Code (HGB). The declaration has been made available to shareholders and can be accessed at any time on www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance.

FORECAST, OPPORTUNITIES, AND RISKS REPORT

The following economic outlook presents our assessment of economic development. Following the forecast report, we will address opportunities and risks that could lead to deviations from the forecast.

Economic Outlook

The 2018 financial year was characterized by generally solid economic growth. Increased uncertainty due to global risks such as trade conflicts, the uncoordinated withdrawal of Great Britain from the EU ("hard Brexit"), budget problems in Italy, Iran sanctions, the currency crisis in Argentina, and the tendency towards the formation of further populist governments could negatively impact global economic growth in the reporting year 2019. For the European region, the risk of an uncoordinated Brexit is significantly increasing due to the rejection of the withdrawal agreement. Furthermore, a worsening of trade tensions between the USA, China, and Europe would, in our assessment, significantly negatively influence the economic situation. For 2019, we anticipate moderate growth of 3.0% for the global economy, primarily driven by economic development in the Asia-Pacific region. Despite a lower growth dynamic, we continue to see China as one of the main drivers. Due to slightly weakened growth drivers in EMEA (including Germany), we expect economic growth of 1.5% for this region based on 2018 levels. For the global chemical industry, we expect production growth of 3.5%. Customer industries are becoming more cautious in this volatile environment, while demand from the most important customer industries of the chemical industry, such as agrochemicals and the construction industry, is expected to increase slightly in 2019. For sales in the automotive industry, we also expect only slight increases due to a weakening of Chinese demand.

Expected Growth 2019

Real Change vs. Previous Year (%) 1) Bruttoinlandsprodukt Chemieproduktion
Amerika 2.5 3.0
EMEA (incl. Germany) 1.5 2.0
Asien/Pazifik 4.5 4.0
Welt 3.0 3.5

1) Rounded to 0.5%.
Source: Own assessments and IHS Markit.

The expected development of our sales markets can be seen in the following table.

Development of Key Customer Industries 2019

Real Change vs. Previous Year (%) 1) Automobil Agrochemie Bauindustrie
Amerika 0.5 3.0 1.0
EMEA (incl. Germany) 0.0 1.0 2.5
Asien/Pazifik 2.0 2.0 4.0
Welt 1.0 2.0 3.0

1) Rounded to 0.5%.
Source: Own assessments and IHS Markit.

Forecast Report

Expected Financial Performance LANXESS Group

We expect our business in the 2019 financial year, after the sale of the 50% stake in ARLANXEO, to develop at approximately the previous year's level with a more balanced product portfolio. The earnings forecast presented below refers to the projected EBITDA before special items for the LANXESS Group. A weak US dollar continues to have a negative impact on our business. For the Advanced Intermediates segment, we anticipate business development slightly above the previous year's level for 2019. The segment continues to benefit from the diversification of end markets. For our agrochemicals business, we see a slight improvement in customer demand over the course of 2019. Our Specialty Additives segment should perform at or slightly above the previous year's level. The progressive realization of the announced synergies from the integration of the U.S. company Chemtura's businesses, acquired in April 2017, contributes to this development. For our Performance Chemicals segment, we also expect business development at the previous year's level. Our Engineering Materials segment, coming from a high comparison level, is expected to develop slightly weaker compared to the result of the 2018 financial year, due to the expectation of at least temporarily weakening demand, particularly from the automotive industry. In the Transition segment, we expect a significantly poorer result compared to the previous year due to the general inflation of the cost base and the remaining costs after the complete sale of the synthetic rubber business. This segment also includes the hedging of currency fluctuations.# Erwartete Entwicklung

Die wesentliche Währung für unsere Geschäfte bleibt auch künftig der US-Dollar. Vor dem Hintergrund der erwarteten Entwicklung in unseren Segmenten gehen wir für das Gesamtjahr 2019 von einem EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau aus. Dies berücksichtigt einen positiven Ergebniseffekt aus der ab 1. Januar 2019 erfolgenden Anwendung des neuen Standards zur Leasingbilanzierung IFRS 16 im niedrigen zweistelligen Mio.-€-Bereich. Das EBITDA vor Sondereinflüssen belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 1.016 Mio. €.

Erwartete Finanzlage

LANXESS Konzern

Liquiditätssituation

LANXESS wird seine vorausschauende und konservative Finanzpolitik im laufenden Jahr fortsetzen. Angesichts der im Abschnitt „Finanzlage" dieses Lageberichts beschriebenen Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln und ungenutzten Kreditlinien, die zum Jahresende 2018 rund 2,1 Mrd. € betrugen, verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Finanzierungssituation, die unsere unternehmerische Flexibilität zur Umsetzung unserer Strategie sichert.

Investitionen

Unsere Investitionen werden sich wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr hauptsächlich auf die Instandhaltung bestehender Produktionsstandorte sowie auf die Effizienzsteigerung und Erweiterung vorhandener Anlagen fokussieren. Wir erwarten in Summe für LANXESS rund 500 Mio. € auszahlungswirksame Investitionen in 2019.

Finanzierungsmaßnahmen

LANXESS ist aufgrund der langfristigen Ausrichtung der Finanzierung gut aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2019 haben wir keine wesentlichen Fälligkeiten aus Finanzverbindlichkeiten. Wir setzen unsere Aktivitäten zur langfristigen Sicherung der Finanzierung im Rahmen einer konservativen Finanzpolitik fort.

Erwartete Ertragslage der LANXESS AG

Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir für den Einzelabschluss der LANXESS AG einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Jahresüberschuss. Der Jahresüberschuss des Berichtszeitraums war wesentlich durch Effekte aus der Veräußerung des 50 %-Anteils an ARLANXEO beeinflusst. Grundsätzlich ist das Ergebnis neben den Verwaltungskosten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management-Holding vom Finanzergebnis und hier insbesondere vom Zins- und Beteiligungsergebnis geprägt. Das Beteiligungsergebnis und damit das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG wird wesentlich von den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Gesellschaften des LAN-XESS Konzerns bestimmt. Wir verfolgen auch weiterhin eine kontinuierliche Dividendenpolitik und gehen davon aus, bei der LANXESS AG einen Bilanzgewinn zu erzielen, der es ermöglicht, unsere Aktionäre im kommenden Jahr angemessen am Ergebnis des Konzerns zu beteiligen.

Dividendenpolitik

LANXESS verfolgt seit Jahren eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Es bleibt unser Ziel, die Dividende jährlich zu erhöhen, mindestens aber auf einem stabilen Niveau zu halten. Auf der Hauptversammlung am 23. Mai 2019 werden Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende für das Geschäftsjahr 2018 von 0,90 € pro Aktie vorschlagen.

Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

Wir erwarten, dass sich unser Geschäft im laufenden Jahr in etwa auf Vorjahresniveau entwickeln wird. Die strategische Neuausrichtung des Konzerns, mit dem Ziel eines stabileren, weniger zyklischen Geschäftsprofils, werden wir auch im Jahr 2019 fortsetzen. LANXESS wird weiterhin an der Optimierung seiner Produktionsplattform arbeiten und, wie angekündigt, neben Projekten zum organischen Wachstum auch aktives Portfoliomanagement betreiben. Die angespannte geopolitische Lage und die damit in Zusammenhang stehenden Unsicherheiten für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung müssen wir jedoch berücksichtigen. Daher ergibt sich für uns zum aktuellen Zeitpunkt die Erwartung eines EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf dem Niveau des starken Vorjahres.

Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagementsystem

Unser Erfolg wird wesentlich dadurch beeinflusst, dass wir Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit erkennen und bewusst mit ihnen umgehen. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und sie, entsprechend ihrer Ausprägung, angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um das Unternehmen langfristig zu sichern und seine erfolgreiche Weiterentwicklung zu unterstützen. Chancen und Risiken werden verstanden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven bzw. negativen Abweichung von Prognosen bzw. Zielen führen können. Basis dieses Managementsystems sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früherkennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für Chancen wie für Risiken. Wie alle Methoden, mit denen unternehmerisches Risiko gehandhabt werden soll, bietet auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es soll aber mit hinreichender Sicherheit verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.

Strukturelle Grundlagen

Die Grundsätze unseres Chancen- und Risikomanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Das Managementsystem, das sich an dem Rahmenkonzept des Enterprise Risk Management gemäß dem COSO-Modell orientiert, besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen. Sie sind in die betrieblichen Prozesse durch die Aufbau- und Ablauforganisation, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementanweisungen und technischen Standards eingebunden. Das System folgt dem Integrationskonzept, das heißt, die Früherkennung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Der Umgang mit Chancen und Risiken ist daher originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften. In diesem Sinn basiert unser Chancen- und Risikomanagement auf klar geregelten Geschäftsprozessen, einer lückenlosen Zuordnung von Zuständigkeiten sowie angemessenen Berichtssystemen, die eine zeitnahe Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Vorstand bzw. nachgelagerte Managementebenen gewährleisten.

Rollen wesentlicher Organisationseinheiten

Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher. Entsprechend dieser Aufgabenteilung haben wir die Zuständigkeiten, die sogenannten Risk-Owner, definiert für

  • die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken,
  • die Implementierung der Steuerungsmaßnahmen (Maßnahmen zur Wahrnehmung bzw. Erhöhung von Chancen sowie zur Risikovermeidung bzw. -minderung),
  • die Überwachung der Entwicklung der Chancen und Risiken (z. B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren),
  • die Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche.

Ein vom Vorstand beauftragtes Risikokomitee (Corporate Risk Committee) unter der Leitung des Finanzvorstands ist für die Ausgestaltung und Implementierung des konzernweiten Risikomanagementprozesses verantwortlich. Es setzt sich aus Vertretern ausgewählter Group Functions zusammen und analysiert die wesentlichen Chancen und Risiken sowie deren Entwicklung aus Sicht des gesamten Unternehmens. Es hinterfragt bestehende Bewältigungsmaßnahmen, initiiert zusätzliche Maßnahmen, sofern erforderlich, und stößt bei Bedarf weitere Analysen zu einzelnen Chancen und Risiken an. Die Group Function Corporate Controlling koordiniert für das Corporate Risk Committee den konzernweiten Risikomanagementprozess und ernennt hierzu einen sogenannten Group Risk Management Coordinator. Dieser verantwortet die konzernweite Sammlung und Aggregation maßgeblicher Chancen- und Risikoinformationen. Zweimal jährlich, im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses und des Budget- und Planungsprozesses, werden die kurz-, mittel- und langfristigen Chancen und Risiken erfasst. Die Group Function Corporate Development unterstützt bei der Analyse und Bewertung systematisch bedeutender und strategischer Chancen und Risiken. Zum Corporate Risk Committee existieren Untergremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit bestimmten Risikofeldern beschäftigen, um schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse reagieren zu können. Demnach steuert zum Beispiel das finanzielle Risikokomitee (Financial Risk Committee), unter Leitung des Finanzvorstands und bestehend aus Vertretern der Group Function Treasury & Investor Relations, zentral Transaktionen insbesondere zum finanziellen, aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen). Die Meldepflicht für Chancen und Risiken an die Group Function Corporate Controlling ergibt sich aus der erwarteten Auswirkung auf das Konzernergebnis oder das EBITDA vor Sondereinflüssen. Meldepflichtig sind alle Chancen und Risiken mit einer erwarteten Auswirkung von mehr als 1 Mio. € nach Maßnahmen. Darüber hinaus sind auch diejenigen Risiken anzugeben, deren erwartete Auswirkung durch Maßnahmen um mehr als 10 Mio. € begrenzt wurde. Diese Mindestmeldegrenzen stellen sicher, dass Chancen und Risiken umfassend erhoben werden. Eine Beschränkung nur auf wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit.# Risikomanagement

Erst im Nachgang werden die Top-Chancen und Top-Risiken zentral von der Group Function Corporate Controlling bestimmt. Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen vorgesehen, wie beispielsweise unerwartet auftretende operative Ereignisse mit einer Auswirkung von mehr als 5 Mio. € nach Maßnahmen. Die berichteten Chancen und Risiken werden mithilfe einer Risikomanagement-Software verwaltet und regelmäßig für das Corporate Risk Committee, den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Dies stellt sicher, dass dem Vorstand neu auftretende bzw. sich wesentlich verändernde bestehende Chancen und Risiken zeitnah kommuniziert und damit zielgerichtet in die allgemeine Unternehmenssteuerung eingebunden werden.

Chancen- und Risikobewertung

Das Chancen- und Risikomanagement ist in den Planungs- und Erwartungsprozess integriert und erfasst Chancen und Risiken als mögliche Abweichungen zum geplanten bzw. erwarteten EBITDA vor Sondereinflüssen oder Konzernergebnis. Zur Bewertung der Chancen und Risiken werden je nach Art unterschiedliche Berechnungsverfahren angewendet. Verteilungsorientierte Chancen und Risiken werden durch Sensitivitäten der Plangrößen (Wechselkurse, Rohstoffpreise, Energiepreise) erfasst. So kann die Ausprägung der Variablen sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Abweichung gegenüber der Planung bzw. Erwartung führen. Ereignisbasierte Chancen und Risiken (z. B. Ausfall eines Lieferanten oder Versicherungsfälle), die nur im Falle ihres Eintretens einen Einfluss auf das Ergebnis haben, werden mittels ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen oder das Konzernergebnis bewertet.

Bedeutung des konzernweiten Planungsprozesses

Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Kernelement unseres Chancen- und Risikomanagements. Ereignisse mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit fließen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling gesteuert und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Planung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden in dedizierten Vorstandsterminen erörtert und verabschiedet. Die Jahresplanung im jeweiligen Berichtsjahr überwachen wir, indem wir regelmäßig die aktuellen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung ermitteln. Bei Bedarf wird eine Anpassung der Planung vorgenommen.

Compliance als integraler Bestandteil

Zum Risikomanagement gehört auch, unrechtmäßiges Handeln unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Wir setzen darauf, uns bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle umfassend rechtlich beraten zu lassen und unsere Mitarbeiter mit unserem „Code of conduct — Kodex für integres und regelkonformes Verhalten bei LANXESS" dazu zu verpflichten, sich entsprechend den Gesetzen und unseren internen Richtlinien zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Dieser Kodex ist eingebettet in ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS), das in seinem Aufbau den Leitlinien eines international anerkannten Rahmenwerks zum unternehmensweiten Risikomanagement (COSO) folgt. Dieses CMS wird betreut von der Compliance-Organisation bestehend aus dem Group Compliance Officer und einem Netzwerk lokaler Compliance Officer in den Ländern, in denen wir eine Tochtergesellschaft unterhalten. Ziel des CMS ist es, die Einhaltung unserer Compliance-Grundsätze sicherzustellen. Die Compliance-Funktion, die die globale Compliance-Organisation umfasst, untersteht direkt dem Vorstand, dem regelmäßig berichtet wird.

(Konzern-)Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Hierzu existieren klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei uns in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem (Konzern-)Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement.

Wirksamkeit und Verlässlichkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings aufgrund von Ermessensentscheidungen, kriminellen Handlungen, fehlerbehafteten Kontrollen oder sonstigen Umständen eingeschränkt sein. Dass Sachverhalte korrekt und zeitnah in der (Konzern-)Rechnungslegung erfasst werden, kann also selbst dann nicht vollständig gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Systembestandteile konzernweit angewendet werden.

Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG und des Konzernabschlusses sowie für die Einheitlichkeit der Bilanzierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss auf, die danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet werden. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses werden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Chancen- und Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers.

Quartalsmitteilungen werden für das erste und dritte Quartal erstellt. Der darüber hinaus aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni unterliegt der prüferischen Durchsicht, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer.

Unserer HGB-konformen Rechnungslegung liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisung zugrunde. Neben der Funktionstrennung sind das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen grundlegende Überwachungsmaßnahmen im Abschlusserstellungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess wird IT-technisch ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen erfolgen auf Basis eines systematischen Belegwesens. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen.

Grundlage des einheitlichen und IFRS-konformen Konzernberichtswesens ist die LANXESS Konzernabschlussrichtlinie. Sie regelt, in welcher Art die für den Konzern relevanten Normen der International Financial Reporting Standards (IFRS) von den Tochtergesellschaften als berichtenden Einheiten anzuwenden sind. Die Richtlinie definiert ferner den verbindlichen Konzernkontenrahmen. Sie wird auf der IT-technischen Seite durch ein konzernweit einheitliches Anlieferungs- und Konsolidierungssystem ergänzt, das weitgehend auf Standardsoftware basiert und mit Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.

Indem wir den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess regeln und überwachen, stellen wir eine den einschlägigen Gesetzen und Normen entsprechende, ordnungsgemäße (Konzern-) Rechnungslegung sicher und gewährleisten eine verlässliche Finanzberichterstattung. Das bei uns angewendete (konzern-)rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Entsprechende Vorgaben existieren auch für die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften.

Der Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein detailliert ausgearbeiteter Prozess zugrunde. Dieser wird zeitlich definiert durch die Vorgabe eines Abschluss-Terminkalenders, der die Zeitpunkte für die Anlieferung bestimmter Daten festlegt. Fester Bestandteil ist auch die regelmäßige Prüfung, ob der Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen korrekt ermittelt und vollständig ist. Die Prinzipien der Funktionstrennung in Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Prüfungen von Angaben auf Plausibilität prägen durchgängig den gesamten Erstellungs- und Konsolidierungsprozess. Für den Konzernabschluss liefern alle berichtspflichtigen Tochtergesellschaften ihre Konzernberichtsdaten über das oben genannte Konsolidierungssystem. Systemintegrierte Validierungsregeln stellen bei der Anlieferung sicher, dass die Daten der Tochtergesellschaften konsistent sind. Das Rechnungswesen der Tochtergesellschaften ist dafür verantwortlich, dass die gemeldeten Daten inhaltlich korrekt sind. Weiterhin prüft die Abteilung Corporate Accounting innerhalb der Group Function Accounting, ob die Daten inhaltlich korrekt sind. Hierzu werden unter anderem standardisierte Berichte ausgewertet, in denen die Gesellschaften wesentliche abschlussrelevante Sachverhalte erläutern. Nach den prozessintegrierten Kontrollen erfolgt die Konsolidierung einschließlich Währungsumrechnung ohne weitere Schnittstellen im selben System, wobei sowohl automatische als auch manuelle Konsolidierungsmaßnahmen vollzogen werden. Die Korrektheit der automatischen Konsolidierungsschritte und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft.# Manuelle Konsolidierungssachverhalte

Manuelle Konsolidierungssachverhalte werden separat gebucht, im erforderlichen Rahmen dokumentiert und von nachgelagerten Stellen kontrolliert. Ergänzt wird dies durch systemintegrierte Validierungsregeln. Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury & Investor Relations, Tax & Trade Compliance und Corporate Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten. Im Rahmen des laufenden Informationsaustauschs mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions identifiziert und verarbeitet die Group Function Accounting Sachverhalte, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsprüfungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen.

Überwachung des Risikomanagementsystems und des Internen Steuerungs- und Kontrollsystems (IKS)

Konzernintern überprüft der Bereich Corporate Audit innerhalb der Group Function Legal & Compliance, ob das interne Steuerungs- und Überwachungssystem funktioniert und organisatorische Sicherungsmaßnahmen eingehalten werden. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und die Prüfungsansätze sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Um die Wirksamkeit des IKS zu beurteilen, wird zudem ein jährliches Self Assessment in wesentlichen Konzerngesellschaften, operativen Einheiten und Group Functions durchgeführt. Der Aufsichtsrat übernimmt Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit der zuvor beschriebenen Managementsysteme. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse der Compliance-Funktion, des Bereichs Corporate Audit sowie den Status des Risikomanagement- und Internen Steuerungs- und Kontrollsystems berichten. Zusätzlich beurteilt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Konzern- bzw. Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Zur vollständigen Identifikation der Chancen und Risiken des LANXESS Konzerns dient ein Katalog mit Kategorien, die in den folgenden acht Gruppen zusammengefasst werden:

Gruppen
Beschaffungsmärkte
Personal
Produktion und Technik
Sicherheit und Umwelt
IT und Security
Absatzmarkt
Finanzbereich
Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance

Der folgenden Berichterstattung zu den einzelnen Gruppen zugeordneten wesentlichen Kategorien liegt ein Planungshorizont von grundsätzlich einem Jahr zugrunde.

Beschaffungsmärkte

Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen und Risiken aufgrund der hohen Volatilität von Rohstoff- und Energiepreisen. Eine Preiserhöhung bzw. -senkung bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer höheren bzw. niedrigeren Kostenbasis in der Produktion. Ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Darüber hinaus resultieren Veränderungen der Rohstoffpreise direkt oder zeitversetzt in höheren bzw. niedrigeren Verkaufspreisen. Diesem Umstand begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoff- und Energieversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten abgedeckt. Vergleichbare Vereinbarungen bestehen auch auf der Verkaufsseite. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Absicherung über Derivate, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Finanzbereich" in diesem Chancen-und Risikobericht. Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen. Nicht eingehaltene Abnahmeverpflichtungen können ungeplante Kosten aufgrund von Strafzahlungen zur Folge haben. Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Ausfälle können unter anderem bedingt sein durch mangelhafte Instandhaltung oder durch Insolvenzen auf Seiten der Zulieferer. Wir streben an, sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch zu vermeiden, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing"). Sollten wir gezwungen sein, im Rahmen von Ausweichplänen auf alternative Bezugsquellen zurückzugreifen, könnte dies z. B. zu höheren Einkaufspreisen oder zusätzlichen Transportkosten führen. Die Logistik sowohl der Waren und Dienstleistungen, die wir beziehen, als auch derer, die wir abgeben bzw. erbringen, ist immer größeren Komplexitäten ausgesetzt. Wir begegnen Herausforderungen wie z. B. dem Niedrigwasser im Rhein mit einem abgestimmten Management unserer Lieferprozesse und können so das Risiko ungeplanter Produktionsausfälle minimieren. Des Weiteren stellt die Qualität der gelieferten Rohstoffe einen Risikofaktor dar, welcher sich negativ auf die Qualität unserer Produkte auswirken kann. Konkrete Produktspezifikationen unsererseits legen die vom Lieferanten zu erfüllenden Eigenschaften der Rohstoffe fest und werden durch permanente Eingangsanalysen kontrolliert.

Personal

Eine Chance sehen wir in der Implementierung unserer Performance Culture, mit der wir über verschiedenste Maßnahmen eine auf gemeinsamen Werten basierende Unternehmenskultur etablieren möchten, in der verantwortungsvolles und moralisch einwandfreies Handeln und das Streben nach Leistung keine Widersprüche darstellen. Wir gehen davon aus, dass dies zu erhöhter Mitarbeitermotivation und somit höherer Leistung führen wird. Durch die so gestärkte Unternehmenskultur streben wir eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und eine stärkere Mitarbeiterbindung an. Mit dem in 2017 gestarteten Transformationsprojekt im Personalbereich wollen wir unsere Prozesse und Systeme noch effizienter gestalten. Wir sehen darin die Chance, dass dieses Projekt die Qualität im Personalbereich erhöht, der Service verbessert wird und sich der Arbeitsaufwand für unsere Mitarbeiter und Führungskräfte reduziert. Durch die Umgestaltung unserer Personalorganisation und die Einführung moderner Produkte und Lösungen im Personalbereich können wir die Unternehmensstrategie zukünftig zielgerichteter unterstützen und auf Trends im Personalbereich schneller und besser reagieren. Veränderungen bergen stets auch das Risiko von Demotivation und geringerer Leistungserbringung der Mitarbeiter. Dieses kann bedeutsam werden, wenn sich Mitarbeiter nicht genügend in Entscheidungen eingebunden fühlen oder neue Prozesse und Verhaltensweisen nicht verstehen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem gezielten Veränderungsmanagement, indem wir nächste Schritte und anstehende Maßnahmen so klar und früh wie möglich kommunizieren. Ergänzt wird dies durch Trainingsangebote insbesondere im Bereich Führung im Rahmen der zuvor erläuterten Performance Culture. Das Risiko von Arbeitsniederlegungen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist nicht auszuschließen. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis ebenso belasten wie die zuvor beschriebenen steigenden Preise für Einsatzstoffe, ohne dass jedoch Möglichkeiten bestehen, sich gegenüber Kunden oder in Terminmärkten abzusichern. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen der Globalisierung und der zunehmenden Digitalisierung in der Arbeitswelt nutzen wir kontinuierlich bestehende Dialogplattformen wie das Europaforum der europäischen Betriebsräte. Auch in anderen Regionen, in denen wir tätig sind, suchen wir den Dialog mit Arbeitnehmervertretungen, Gewerkschaften und anderen Interessengruppen und gehen aktiv auf deren Vertreter zu, insbesondere im Rahmen der Übernahme von Unternehmen und deren Integration. Wir verwenden rechtlich solide und bewährte Arbeitsverträge und achten auf rechtssichere Kollektivvereinbarungen. Bei Akquisitionen legen wir großen Wert auf professionelles Projektmanagement, das ausführliche Kommunikation mit Mitarbeitern, faire Konsolidierungsprozesse und angemessene Abfindungspakete umfasst. Im Falle einer potenziellen Klage beobachtet die Personalabteilung in engem Austausch mit der Rechts- sowie der Kommunikationsabteilung die Lage sehr genau, um frühzeitig Vorbereitungen treffen zu können. Das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen ist ein entscheidender Faktor für die effiziente Abwicklung unserer Geschäfte. Um das Risiko eines Arbeitskräfteengpasses einerseits und des Wissensverlustes andererseits zu begrenzen, bieten wir Mitarbeitern beispielsweise Angebote zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie, attraktive Vergütungsmodelle, herausfordernde Aufgaben und internationale Karriereperspektiven. Im Rahmen jährlicher Personalentwicklungskonferenzen kümmern wir uns zudem um eine strukturierte Nachfolgeplanung. Um mit besonders guten Mitarbeitern stets in Kontakt zu stehen und diese entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen fördern zu können, haben wir mit dem Performance Dialog ein professionelles Performance Management weltweit etabliert. Dass insbesondere Fachkräfte auf unseren Märkten knapp werden, spüren wir vor allem in Deutschland.# Produktion und Technik

Fehlende Anlagenverfügbarkeit durch Störungen kann dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, sodass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z. B. proaktive Anlagenwartungen, systematische Schulungen unserer Mitarbeiter und regelmäßige Audits zur Schwachstellenanalyse. Systematische Sicherheitsbetrachtungen und Gefährdungsbeurteilungen helfen, die Anlagen- und Verfahrenssicherheit zu verbessern. Die Implementierung und Einhaltung der Maßnahmen wird durch Compliance Checks global überprüft. Darüber hinaus begegnen wir dem Risiko eines Produktionsausfalls, indem wir die Produktion bestimmter Produkte auf verschiedene Standorte weltweit verteilen.

Operative Chancen zu erschließen und zu nutzen ist zentraler Bestandteil unserer unternehmerischen Aktivitäten. Es ist unser Anspruch, unser Wachstum mit bestehenden Produkten und neuen Lösungen voranzutreiben und unsere Position in den globalen Märkten dadurch nachhaltig zu stärken. Investitionen in neue Werke sowie Kapazitätserweiterungen und die Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen sind hierfür zentrale Elemente. Die erwarteten Effekte sind in der Planung berücksichtigt oder darüber hinaus als Chance erfasst. Auch wenn wir uns grundsätzlich Vorteile von Investitionen versprechen, sind sie auch mit Risiken verbunden. So ist beispielsweise der Erfolg unserer Investitionen im asiatischen Raum stark belastet durch die zunehmend schwieriger werdenden Handelsbeziehungen zwischen den USA und China. Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden von den zuständigen Business Units vorbereitet und dem Vorstand nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Komitee zur Entscheidung vorgelegt. Mit diesem Prozess stellen wir sicher, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden. Umsatz- und Ergebniseffekte, die wir aus unseren Investitionen und den bis zum Bilanzstichtag vollzogenen Akquisitionen erwarten, sind bereits in unseren Planungen berücksichtigt. Darüber hinaus können diese gezielten Investitionen weitere operative Chancen eröffnen, weil wir uns hierdurch neue Potenziale erschließen sowie die Positionierung in wichtigen Märkten vorantreiben.

Sicherheit und Umwelt

Selbst bei hohen (sicherheits-)technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen — auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus — nicht völlig auszuschließen. Sie können zu Bränden und Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden könnten. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert. Zudem führen von den Versicherungen eingesetzte Risikoingenieure regelmäßig Überprüfungen unserer Standorte durch.

In unserem Produktportfolio befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend eingestuft sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Kunden im Rahmen von Responsible Care® auf Risiken hin, die mit der Verwendung einhergehen. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen. Gemäß unserem vorausschauenden Ansatz werden im Rahmen der Produktbeobachtung potenzielle Gefahren im Umfeld unseres Produktportfolios frühzeitig erkannt, bewertet und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen.

Regulatorische Maßnahmen können zu einer Verschärfung von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards in verschiedenen Bereichen führen. Dies kann höhere Kosten, Produktionsverbote und Haftungsrisiken zur Folge haben. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Implementierung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern. Zusätzliche Belastungen im Bereich der Energie- und Umweltpolitik, wie z. B. durch neue Regelungen im Emissionshandel, neue Ökosteuern oder die Neuverteilung der Kosten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz, können zu höheren Kosten und damit zum Teil zu erheblichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen. Zur Minderung dieses Risikos führen wir ein aktives Energiemanagement durch, um den Verbrauch an Energien zu reduzieren. Weiterhin diskutieren wir die wirtschaftlichen Folgen steigender Energiepreise direkt mit Behörden und Politik sowie über Wirtschaftsverbände zusammen mit anderen energieintensiven Unternehmen.

LANXESS war und ist für zahlreiche aktive und ehemalige Standorte mit bis zu 140 Jahren chemischer Produktion zuständig. Dies umfasst u. a. auch Abfallentsorgungseinrichtungen. Es lässt sich nicht ausschließen, dass in diesem Zeitraum auch Verunreinigungen des Untergrundes verursacht wurden, die bislang noch nicht identifiziert wurden. Wir bekennen uns zum Responsible-Caree-Gedanken und betreiben aktives Umwelt- sowie auch proaktives Umweltschutzmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft sowie weiteren Emissionen und Immissionen. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen haben wir ausreichende Rückstellungen gebildet. Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen für Umweltschutz finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [15] „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen".

IT und Security

Unsere IT ist Teil der Wertschöpfungskette und unterstützt weltweit unsere Geschäftsaktivitäten mit standardisierten Prozessen. Unser Ziel sind effiziente, stabile und skalierbare IT-Services. Entsprechend entwickeln wir eine einheitliche und integrierte Systemlandschaft und investieren weltweit in den Ausbau und die Modernisierung unserer IT-Services. Beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen verfälscht oder gelöscht werden. Insbesondere beobachten wir eine wachsende Bedrohung der IT-Infrastruktur durch Angriffe von außen (Cyber-Risiken). All dies kann zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen und Reputationsschäden führen. Deshalb investieren wir in Datensicherungssysteme, die den Verlust von Daten und Informationen verhindern. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme gewährleisten die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie einen störungsfreien Betrieb der Systeme. Zur Verbesserung der Sicherheit der IT-Infrastruktur werden die Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig bewertet und geprüft. Sofern erforderlich, werden sie auf einen angemessenen sicherheitstechnischen Stand gebracht.# Zur Abwehr von Bedrohungen werden neue Schutzeinrichtungen implementiert und an die aktuelle Bedrohungssituation angepasst. Zusätzlich hat LANXESS zur Absicherung von Cyber-Risiken eine Cyber-Versicherung abgeschlossen. Die Nutzer unserer IT-Systeme schulen wir regelmäßig über IT-Risiken sowie über geeignetes Verhalten und Schutzmaßnahmen. Zu aktuellen Themen der IT-Sicherheit führen wir Sicherheitskampagnen durch.

Absatzmarkt

Grundsätzlich unterliegt unser Konzern den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen und politischen sowie geopolitischen Veränderungen in den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind. Die weltweit zunehmende Tendenz zu protektionistischen Maßnahmen, die auch insbesondere die Chemieindustrie treffen würden, sehen wir als mittelfristiges Risiko für Wachstum und Stabilität. Die chemischen Wertschöpfungsketten sind stark vernetzt und global ausgerichtet. Verstärkter Protektionismus würde das Wachstum negativ beeinträchtigen. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden positiven bzw. negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Durch unsere weltweite Präsenz, die wir in den Wachstumsregionen weiter ausbauen, können wir an vorteilhaften regionalen Entwicklungen partizipieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von bestimmten Regionen reduzieren. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden sich im Kapitel „Strategische Ausrichtung" dieses Lageberichts. Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Unsicherheiten für uns. Zusätzliche über die Planung hinausgehende Absatzmöglichkeiten können sich durch die Erschließung neuer Märkte oder Gewinnung neuer Kunden ergeben. Neben diesen nachfragebedingten Markteinflüssen können auch strukturelle Marktveränderungen unsere Ertragskraft beeinflussen, etwa durch den Marktaustritt bestehender oder das Auftreten neuer Wettbewerber bzw. zusätzlicher Kapazitäten sowie regionale Verschiebungen, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigem Kostenniveau, Produktsubstitution oder durch Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten. Wir begegnen diesen Entwicklungen mit einem konsequenten Kostenmanagement und passen unsere Produktportfolios kontinuierlich an. Die Fokussierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios richtet sich dabei auf innovative Anwendungssegmente, sodass eine langfristig erfolgreiche Geschäftsausrichtung sichergestellt werden kann.

Finanzbereich

Die Group Function Treasury & Investor Relations hat die Aufgabe, die finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken zentral zu erfassen und zu managen. Im Wesentlichen sind dies:

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken:

Preisänderungen Liquidität und Refinanzierung Kontrahenten Kapitalanlagen
- Währungen - Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln - Kunden - Investitionen in Pensionsvermögen
- Zinsen - Banken - Rohstoffe - Zugang zu multi. Und bilateralen Kapitalmärkten
- Energien

In regelmäßig stattfindenden Strategiegesprächen des Financial Risk Committee unter Vorsitz des Finanzvorstands wird über die Ergebnisse des finanziellen Risikomanagements sowie über das aktuelle Risiko berichtet und über die weitere Vorgehensweise entschieden. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, Risiken zu erkennen und zu bewerten sowie deren Auswirkungen zu steuern und gegebenenfalls zu begrenzen.

• Preisänderungen

Währungen

Da der LANXESS Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen durchführt, ist er Wechselkursschwankungen gegenüber diesen Währungen ausgesetzt. Damit verbundene Risiken werden teilweise gesichert, soweit sie zahlungswirksam sind. Der Planung für das Geschäftsjahr 2019 liegen feste Wechselkurse zugrunde. Besonders relevant ist die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem geplanten Wechselkurs führt zu einem positiven Effekt auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen (und umgekehrt). Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Solche Risiken werden grundsätzlich zu 100% abgesichert. Ebenso werden Währungsrisiken aus Finanztransaktionen inklusive der Zinskomponente in der Regel zu 100% kursgesichert. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte genutzt. Die Absicherung führt dazu, dass sich Auf- oder Abwertungen des Euro-Kurses im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen kurzfristig nur eingeschränkt auf die Zahlungsströme auswirken. Zudem bestehen Translationsrisiken durch die Umrechnung in lokaler Währung geführter Jahresabschlusswerte in den in Euro aufgestellten Konzernabschluss. Anders als der Effekt der Wechselkursschwankungen im Falle des Transaktionsrisikos hat das Translationsrisiko keinerlei Auswirkungen auf die Zahlungsströme des Konzerns in lokaler Währung. Des Weiteren haftet wesentlichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in lokaler Währung ein langfristiges Währungsrisiko an. Dieses wird regelmäßig eingeschätzt und bewertet. Eine Absicherung durch Devisentransaktionen erfolgt jedoch nur in dem Falle, wenn erwogen wird, sich aus bestimmten Geschäften zurückzuziehen, und die frei gewordenen Mittel zurückgeführt werden sollen. Die Chancen und Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Hierzu werden sowohl die Umsätze als auch die Kosten in Fremdwährung geplant. Auf Dauer können Wechselkursschwankungen die künftigen Zahlungsströme beeinträchtigen, falls der LANXESS Konzern nicht in der Lage sein sollte, diese Wechselkursschwankungen, z. B. durch die Preisgestaltung für seine Produkte in der jeweiligen lokalen Währung, aufzufangen. Um dieses Risiko zu verringern, erfolgt eine teilweise Absicherung durch derivative Finanzinstrumente. Die Absicherung erfolgt entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Grundsätzen und wird kontinuierlich überwacht. Für die Jahre 2019, 2020 und 2021 haben wir bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um Währungsschwankungen zu begegnen.

Zinsen

Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsänderungen betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden. Da der überwiegende Anteil der Finanzschulden zu festen Zinskonditionen aufgenommen wurde, haben Zinsänderungen in den kommenden Jahren nur einen begrenzten Einfluss auf den LANXESS Konzern. Im Rahmen einer Langfristplanung entscheidet LANXESS regelmäßig über Refinanzierung zur Sicherung des prognostizierten Liquiditätsbedarfes.

Rohstoffe/Energien

Der LANXESS Konzern ist bei seiner operativen Geschäftstätigkeit Marktpreisänderungen für Energien und Rohstoffe ausgesetzt. Diese werden in der Regel an die Kunden weitergegeben. Wenn eine Weitergabe bestimmter Marktpreisrisiken aus Energien und Rohstoffen an den Kunden nur eingeschränkt möglich ist, kann im Einzelfall eine Sicherung durch finanzielle Warentermingeschäfte erfolgen, mit dem Ziel, die Cashflow-Volatilität zu reduzieren. LANXESS hat zum Bilanzstichtag finanzielle Warentermingeschäfte in geringem Umfang im Bestand.

• Liquidität und Refinanzierung

Eine grundsätzlich konservative Finanzpolitik und eine Zielkapitalstruktur, die sich im Wesentlichen an Kennzahlensystemen führender Ratingagenturen orientiert, sichern den Zugang zu Kapitalmärkten und damit die Zahlungsfähigkeit. Die konservative Finanzpolitik bezieht auch das Risiko einer Ratingänderung und damit verbundener Auswirkungen in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement ein, wobei LANXESS keinen direkten Einfluss auf die abschließende Beurteilung unabhängiger Ratingagenturen hat. Als wesentliche Liquiditätsreserve dient eine syndizierte Kreditlinie über 1,25 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag nicht wesentlich in Anspruch genommen wurde. Die Laufzeit wurde auf Basis einer Vertragsoption um ein Jahr bis Mai 2023 verlängert. Neben der Kreditlinie bestanden kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserven in Höhe von 797 Mio. € in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Dementsprechend verfügt der LANXESS Konzern über eine Liquiditätsposition, die sich über eine breite Basis von Finanzierungsinstrumenten erstreckt.

• Kontrahenten

Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowohl mit unseren Kunden als auch mit Bank- und Finanzpartnern, insbesondere im Rahmen von Geldanlagegeschäften und Transaktionen mit Finanzinstrumenten. Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können sie gegen das Kreditrisiko abgesichert werden. Ziel des LANXESS Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der liquiditätsnahen, derivativen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird (ohne Berücksichtigung nicht bilanzieller Aufrechnungsvereinbarungen) durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Zur Absicherung von Kreditrisiken aus Kundenforderungen werden für einzelne Kunden zugunsten des LANXESS Konzerns eröffnete Akkreditive genutzt sowie mit Vertragspartnern Vorauskasse vereinbart.# H1: Lanxess

H2: Management Report

H2: Opportunities and Risks

Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität. Bei der Auswahl von Bank- und Finanzpartnern für Geldanlagegeschäfte und Transaktionen mit Finanzinstrumenten ist die Bonität der Partner ein wichtiges Kriterium der LANXESS Finanzpolitik und des Kreditrisikomanagements. Daher strebt LANXESS grundsätzlich an, mit Bank- und Finanzpartnern Geschäfte zu tätigen, die mindestens über ein Investment-Grade-Rating verfügen. Ferner erfolgt im Rahmen des Kreditrisikomanagements ein globales Management des Kontrahentenrisikos für alle bestehenden Bank- und Finanzpartner. Hierbei achtet der LANXESS Konzern darauf, dass im Sinne einer Risikodiversifikation keine existenzbedrohenden Konzentrationsrisiken bestehen. Durch den Abschluss von Rahmenverträgen können im Falle der Insolvenz des Transaktionspartners die Marktwerte der offenen Handelspositionen miteinander aufgerechnet werden, was zu einer weiteren Verringerung der Risikopositionen führt.

  • Capital Investments
    Chancen und Risiken aus der Anlage von Pensionsvermögen werden durch das Pension Committee, bestehend aus dem Finanzvorstand sowie Vertretern der Group Functions Treasury & Investor Relations, Accounting und Human Resources, überwacht.

H2: Legal and Country-Specific Environment and Compliance

Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Konzerns aktiv voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzsteigerung, Optimierung von Chancen und Risiken, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen. Wir verweisen weiterhin auf das Kapitel „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht. Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko hinsichtlich künftiger (Markt-)Entwicklungen und der möglichen Umsetzbarkeit angestrebter Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Einstieg in oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite- oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. Wir begegnen dem, indem wir die entscheidungsrelevanten Informationen sorgfältig und strukturiert aufarbeiten sowie eine regelmäßige Überprüfung der Entwicklung vornehmen. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand von erfahrenen Fachabteilungen und ggf. von externen Beratern unterstützt.

Bei der Gewinnung von Informationen im Rahmen von Akquisitionen ist nicht auszuschließen, dass nicht alle Informationen, die für die Einschätzung der künftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlich sind, vorliegen oder richtig bewertet werden. Dem begegnen wir durch systematische „Due-Diligence"-Analysen und — soweit möglich — entsprechende Restrisiko-minimierende Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration erworbener Unternehmen oder Geschäfte kann dazu führen, dass erwartete Mehrwertgenerierung nicht eintritt. Daher existieren bei uns Prozesse, die eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleisten.

Werden Einschätzungen über künftige Entwicklungen, wie beispielsweise die Realisierung von Synergien, nicht erfüllt, könnte sich Wertminderungsbedarf von Vermögenswerten ergeben. Dieses Risiko überwachen wir mit mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen. Das Risiko eines sich ergebenden Wertminderungsbedarfs von Vermögenswerten wird der Gruppe Finanzbereich zugeordnet.

Unternehmen des LANXESS Konzerns unterliegen rechtlichen Risiken und sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines für LANXESS nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen mit Dritten hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf unser geplantes EBITDA vor Sondereinflüssen.

Um rechtliche Risiken zu vermeiden, hat LANXESS ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS) aufgesetzt, das eine Reihe organisatorischer präventiver Maßnahmen beinhaltet. LANXESS hat für sich als Risiken unter anderem Wettbewerbsrecht oder Anlagensicherheit/Umweltschutz identifiziert. Diese Themen sind als inhaltliche Sonderzuständigkeit im Rahmen des CMS unterschiedlichen Group Functions zugeordnet, die entsprechende Compliance-Programme etabliert haben. Im Hinblick auf kartellrechtsbezogene Risiken hat LANXESS beispielsweise ein Programm zur Sicherstellung wettbewerbsrechtlicher Compliance entwickelt, das Präsenzschulungen wie auch E-Learning umfasst. Hierdurch werden unsere Mitarbeiter und Führungskräfte in den jeweiligen Unternehmensbereichen auf die besonderen Risiken hingewiesen und entsprechend sensibilisiert. Diese Schulungen werden regelmäßig durchgeführt und dokumentiert. Zusätzlich stehen den Mitarbeitern bei Fragestellungen ausgewiesene Experten der Group Function Legal & Compliance zur Verfügung. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Compliance als integraler Bestandteil" in diesem Chancen- und Risikobericht.

Verstöße im Außenwirtschaftsrecht können Verbote und Einschränkungen in der Exporttätigkeit sowie den Wegfall von Privilegien im Rahmen der Exportabwicklung des Konzerns zur Folge haben. Dies kann in Einzelfällen zu Bußgeldern, Handelseinschränkungen und Reputationsverlust führen. Der Konzern stellt die Gesetzeskonformität im Bereich Außenwirtschaftsrecht und Exportkontrolle sicher, indem weltweit geeignete stabile Kontrollinstrumente und automatisierte Prüfprozesse etabliert wurden und kontinuierlich verbessert werden. Im Rahmen der proaktiven Beobachtung der handelspolitischen Entwicklungen werden sowohl die operativen Einheiten als auch die Leitungsgremien frühzeitig über Änderungen im Außenwirtschaftsverkehr und die damit einhergehenden Chancen und Risiken informiert und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen.

Im Rahmen unseres Chancen- und Risikomanagements haben wir uns auch mit dem Einfluss eines möglichen Brexits auf unsere Geschäftstätigkeit befasst. Hierzu haben wir ein fachübergreifendes Expertenteam zusammengestellt, welches u. a. unsere Lieferketten sicherstellen und gegebenenfalls interne Prozesse anpassen soll. Außerdem bereiten wir die notwendigen Schritte für den Fall des möglichen Austritts Großbritanniens sowohl aus der Zollunion als auch hinsichtlich der Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) vor. Unsere bisher getroffenen Maßnahmen für den Fall eines harten Brexits umfassen den Aufbau von Vorratsbeständen und den konstanten Austausch mit Abnehmern und Lieferanten, um auch zukünftig handelsübliche Lieferzeiten zu gewährleisten. Aufgrund dieser umfassenden Vorbereitung sowie des nur geringen Umsatzanteils Großbritanniens am Gesamtgeschäft sind wir zuversichtlich, dass sich ein harter Brexit nicht wesentlich negativ auf unseren Geschäftsverlauf auswirken wird. Trotz alledem sind zum jetzigen Zeitpunkt weder die politischen Rahmenbedingungen noch die damit verbundenen Folgen des Brexits final abschätzbar.

Darüber hinaus haben wir auch die Auswirkungen eines sich verschärfenden Handelskonflikts zwischen China und den USA auf LANXESS untersucht. Im Rahmen der Beurteilung hat sich gezeigt, dass nur sehr vereinzelt Produkte unseres Portfolios betroffen sind und die Warenströme von China in die USA lediglich schwach ausgeprägt sind. Aus diesem Grund ist kein signifikant negativer Einfluss durch die direkten Folgen der Auseinandersetzung auf unsere Geschäftstätigkeit zu erwarten.

H2: Significance of Opportunities and Risks and Results of Opportunity and Risk Assessment

Die identifizierten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung werden, wie zuvor beschrieben, kategorisiert und in Gruppen zusammengefasst. Die Bedeutung der Chancen und Risiken ergibt sich aus ihrer möglichen Auswirkung auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen für den LANXESS Konzern. Einzelne Kategorien, bei denen die Chance oder das Risiko einer Zielabweichung von mehr als 5% bezogen auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des Planungsjahres besteht, haben hierbei für uns eine mittlere bis hohe Bedeutung. Dies gilt auch für Gruppen, bei denen dieser Grenzwert lediglich kumuliert über alle jeweils zugeordneten Kategorien überschritten wird.

Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements wurde für das Planungsjahr der Kategorie Rohstoffpreise eine mittlere bis hohe Bedeutung beigemessen. Bezogen auf unsere zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, ergibt sich bei dieser Kategorie gemäß den zugrunde liegenden Szenarien bzw. den getroffenen Wahrscheinlichkeitsannahmen eine mögliche positive bzw. eine nachteilige Zielabweichung von 11 bzw. 7 %.

Auch wenn außer der Kategorie Rohstoffpreise aus der Gruppe Beschaffungsmärkte alle anderen Kategorien oder Gruppen nur eine geringe Bedeutung für die Chancen- und Risikoberichterstattung für das Jahr 2019 haben, werden nachfolgend auch für die Kategorien und Gruppen, die in der Vergangenheit bedeutsam waren, mögliche positive bzw.# LANXESS Konzern

Zusammenfassende Aussage zur Chancen- und Risikoposition

Die Chemieindustrie befindet sich weltweit in einem Umfeld, das von zunehmender Komplexität und hoher Wandlungsdynamik geprägt ist, womit naturgemäß wirtschaftliche Chancen und Risiken verbunden sind. Ein klarer strategischer Rahmen, eine balancierte Aufstellung, eine agile Organisation sowie nicht zuletzt eine auf einheitlichen Werten beruhende Unternehmenskultur verschaffen uns jedoch Spielräume, durch die wir in der Lage sind, auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen weiterhin handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Zudem ermöglicht es uns, strategische und operative Chancen zu nutzen und Wachstumspotenziale auszuschöpfen. Mit dem im Berichtsjahr erfolgten Verkauf unseres 50 %-Anteils an ARLANXEO konnten wir die strategische Neuausrichtung des Konzerns weiter vorantreiben. Mit diesem Schritt haben wir unsere Abhängigkeit von der volatilen Reifen- und Automobilindustrie signifikant reduziert. Bereits im Vorjahr hatten wir durch die Akquisition von Chemtura nicht nur unser Portfolio an Spezialadditiven deutlich ausgebaut, sondern auch unsere regionale Präsenz in Nordamerika gestärkt. Ein besonderes Augenmerk werden wir weiterhin auf die Ausgewogenheit unseres Portfolios legen. Es gilt zum einen, unsere wirtschaftliche Abhängigkeit von einzelnen Branchen oder korrelierenden Märkten weiter zu verringern, indem wir unsere Präsenz in attraktiven Kundenindustrien ausbauen. Zum anderen wollen wir unser Portfolio regional noch besser ausbalancieren, indem wir den Umsatzanteil in den Wachstumsmärkten Asien und Nordamerika kontinuierlich erhöhen. So haben wir im Februar 2018 erfolgreich den Kauf des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts vom belgischen Chemiekonzern Solvay einschließlich dessen Produktionsstandorts in Charleston (USA) abgeschlossen. Bereits im Vorjahr haben wir das Biotech-Startup IMD Natural Solutions übernommen, welches sich mit der Forschung und Entwicklung von Naturstoffen mit antimikrobieller Wirkung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie befasst. Hier sehen wir die Chance, unser Materialschutz- und Desinfektionsportfolio weiter zu ergänzen. Zudem prüfen wir derzeit gemeinsam mit dem kanadischen Unternehmen Standard Lithium an unserem US-amerikanischen Standort El Dorado die technische und wirtschaftliche Machbarkeit, batteriefähiges Lithium aus Sole zu gewinnen. Aufgrund unseres breiter diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios hat sich unsere Risikoexposition im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Alle Planungen unterliegen bestimmten Prognoserisiken, sodass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen, z. B. aufgrund von Veränderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten, grundsätzlich eingeschränkt ist. Einen Unsicherheitsfaktor stellen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits dar. Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen Finanzierungsstrukturen, unserer soliden Liquiditätsausstattung sowie der Handlungsspielräume, die sich aus der Neuausrichtung, insbesondere durch die umgesetzten Veränderungen unseres Konzernportfolios ergeben, sind wir zuversichtlich, künftig auftretende Risiken zu bewältigen. In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden.

Bilanz

LANXESS Konzern

scroll in Mio. €

31.12.2017 31.12.2018
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte¹⁾ (1) 1.784 1.764
Sachanlagen (2) 4.059 2.577
At equity bewertete Beteiligungen (3) 0 0
Sonstige Beteiligungen (4) 9 2
Langfristige derivative Vermögenswerte (5) 7 0
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (6) 20 25
Langfristige Ertragsteuerforderungen (7) 20 14
Latente Steuern (29) 442 287
Sonstige langfristige Vermögenswerte (8) 113 117
Langfristige Vermögenswerte 6.454 4.786
Vorräte (9) 1.680 1.347
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10) 1.316 903
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 538 797
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte (11) 50 -
Kurzfristige derivative Vermögenswerte (5) 45 4
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (6) 7 598
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen (7) 47 55
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (12) 274 197
Kurzfristige Vermögenswerte 3.957 3.901
Summe Aktiva 10.411 8.687
PASSIVA
Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage 1.317 1.317
Sonstige Rücklagen 1.381 1.391
Konzernergebnis 87 431
Kumuliertes übriges Eigenkapital -498 -359
Anteile anderer Gesellschafter 1.126 -7
Eigenkapital (13) 3.413 2.773
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (14) 1.490 1.083
Sonstige langfristige Rückstellungen (15) 460 337
Langfristige derivative Verbindlichkeiten (5) 2 3
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (16) 2.242 2.686
Langfristige Ertragsteuerschulden¹⁾ (17) 134 117
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (18) 99 80
Latente Steuern (29) 113 89
Langfristiges Fremdkapital 4.540 4.395
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (15) 525 465
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (19) 1.048 795
Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten (5) 12 25
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (16) 633 59
Kurzfristige Ertragsteuerschulden (17) 61 44
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (18) 179 131
Kurzfristiges Fremdkapital 2.458 1.519
Summe Passiva 10.411 8.687

¹⁾ Vorjahreswerte angepasst.

Gewinn- und Verlustrechnung

LANXESS Konzern

scroll in Mio. €

Anhang 2017 2018
Umsatzerlöse (21) 6.530 7.197
Kosten der umgesetzten Leistungen (22) -4.796 -5.363
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.734 1.834
Vertriebskosten (23) -761 -826
Forschungs- und Entwicklungskosten (24) -103 -118
Allgemeine Verwaltungskosten (25) -326 -307
Sonstige betriebliche Erträge (26) 164 122
Sonstige betriebliche Aufwendungen (27) -409 -201
Operatives Ergebnis (EBIT) 299 504
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0
Zinserträge 9 6
Zinsaufwendungen -89 -75
Sonstiges Finanzergebnis 0 -45
Finanzergebnis (28) -80 -114
Ergebnis vor Ertragsteuern 219 390
Ertragsteuern (29) -159 -118
Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ertragsteuern 60 272
Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft nach Ertragsteuern 64 251
Ergebnis nach Ertragsteuern 124 523
davon auf andere Gesellschafter entfallend 37 92
davon den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) 87 431
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert/verwässert) (30)
aus fortzuführendem Geschäft 0,66 3,03
aus nicht fortgeführtem Geschäft 0,29 1,68
aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft 0,95 4,71

Vorjahreswerte angepasst.

Gesamtergebnisrechnung

LANXESS Konzern

scroll in Mio. €

2017 2018
Ergebnis nach Ertragsteuern 124 523
Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -48 39
Ertragsteuern 13 -8
-35 31
Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -385 31
Finanzinstrumente Zeitwertbewertung 53 -47
Finanzinstrumente Sicherungskosten -11 -28
Ertragsteuern -12 22
-355 -22
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -390 9
Gesamtergebnis -266 532
davon auf andere Gesellschafter entfallend -60 92
davon den Aktionären der LANXESS AG zustehend -206 440

Eigenkapitalveränderungsrechnung

LANXESS Konzern

scroll in Mio. €

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige Rücklagen Konzernergebnis Kumuliertes übriges Eigenkapital Währungs umrechnungen Finanzinstrumente Zeitwerte- wertung Finanzinstrumente Sicherungs kosten
31.12.2016 91 1.226 1.257 192 -199 -15 - -
Thesaurierung 192 -192
Transaktionen mit Eigentümern
Dividendenzahlungen -64
Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 87
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -9
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -11
Währungsumrechnungs differenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -310
Finanzinstrumente 45 -7
Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern 2 3
31.12.2017 91 1.226 1.381 87 -509 16 -5 -
Thesaurierung 87 -87
Erstanwendung von Rechnungslegungs methoden -11
Transaktionen mit Eigentümern
Dividendenzahlungen -73
Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 431
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 9
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 8
Währungsumrechnungs differenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 38
Finanzinstrumente -37 -17
Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern 10 8
Veränderung Konsolidierungskreis 126
31.12.2018 91 1.226 1.391 431 -345 2 10 -6
LANXESS Konzern
(in Mio. €)
Anteil der Aktionäre der LANXESS AG Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
31.12.2016 2.552 1.176 3.728
Thesaurierung 0 0 0
Transaktionen mit Eigentümern 5 13 18
Dividendenzahlungen -64 -3 -67
Gesamtergebnis -206 -60 -266
Ergebnis nach Ertragsteuern 87 37 124
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -293 -97 -390
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -11 -37 -48
Währungsumrechnungs- differenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -310 -75 -385
Finanzinstrumente 38 4 42
Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern -10 11 1
31.12.2017 2.287 1.126 3.413
Thesaurierung 0 0 0
Erstanwendung von Rechnungslegungs- methoden -10 -7 -17
Transaktionen mit Eigentümern -2 2 0
Dividendenzahlungen -73 -41 -114
Gesamtergebnis 440 92 532
Ergebnis nach Ertragsteuern 431 92 523
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 9 0 9
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 8 31 39
Währungsumrechnungs- differenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 38 -7 31
Finanzinstrumente -54 -21 -75
Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern 17 -3 14
Veränderung Konsolidierungskreis 138 -1.179 -1.041
31.12.2018 2.780 -7 2.773

Kapitalflussrechnung

LANXESS Konzern
(scroll in Mio. €)

Anhang 2017 2018
Ergebnis vor Ertragsteuern 219 390
Abschreibungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 410 431
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 1 -1
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0
Ergebnis aus dem Finanzbereich 35 63
Gezahlte Ertragsteuern -139 -156
Veränderung der Vorräte -6 -143
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -90 -74
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30 52
Veränderung der übrigen Aktiva und Passiva 108 -90
Zufluss aus operativer Tätigkeit fortzuführendes Geschäft (37) 568 472
Zufluss aus operativer Tätigkeit nicht fortgeführtes Geschäft 300 114
Zufluss aus operativer Tätigkeit gesamt 868 586
Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -397 -497
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 2 3
Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte -110 -494
Einzahlungen aus finanziellen Vermögenswerten 2.226 -
Auszahlungen für den Erwerb/Verkauf von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten, bereinigt um übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -1.803 66
Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten, bereinigt um abgegangene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9 1.304
Erhaltene Zinsen und Dividenden 51 15
Auszahlungen für externe Finanzierung von Pensionsverpflichtungen (CTA) - -200
Abfluss/Zufluss aus investiver Tätigkeit fortzuführendes Geschäft (37) -22 65
Abfluss aus investiver Tätigkeit nicht fortgeführtes Geschäft -145 -169
Abfluss aus investiver Tätigkeit gesamt -167 -104
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 119 653
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzschulden -523 -662
Zinszahlungen und sonstige Auszahlungen des Finanzbereichs -77 -77
Dividendenzahlungen -64 -74
Abfluss aus Finanzierungstätigkeit fortzuführendes Geschäft (37) -545 -160
Zufluss/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit nicht fortgeführtes Geschäft 37 -57
Abfluss aus Finanzierungstätigkeit gesamt -508 -217
Zahlungswirksame Veränderung aus fortzuführender Geschäftstätigkeit 1 377
Zahlungswirksame Veränderung aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit 192 -112
Zahlungswirksame Veränderung gesamt 193 265
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 355 538
Währungsbedingte und sonstige Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gesamt -10 -6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. (37) 538 797
davon fortzuführendes Geschäft 266 797
davon nicht fortgeführtes Geschäft 272 0

*Vorjahreswerte angepasst.

Anhang zum Konzernabschluss

ALLGEMEINE ANGABEN

Die LANXESS AG ist als Aktiengesellschaft in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter HRB 53652 eingetragen und hat ihren Firmensitz am Kennedyplatz 1, 50569 Köln, Deutschland. Der von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der LANXESS AG sowie der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Konzernabschluss der LANXESS AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Vorstand der LANXESS AG hat den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 am 27. Februar 2019 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

AUFBAU UND BESTANDTEILE DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Konzernabschluss besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Kapitalflussrechnung und dem Anhang, welcher auch die Segmentberichterstattung enthält.

Der Konzernabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders dargestellt, werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Fremdkapital unterschieden, deren Fristigkeit im Anhang teilweise weiter detailliert wird. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Sofern andere Bewertungskonzepte vorgeschrieben sind, werden diese verwendet; in den Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird hierauf gesondert hingewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr des vorliegenden Konzernabschlusses entspricht dem Kalenderjahr.

ANGEWENDETE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN UND INTERPRETATIONEN

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde nach den in der Europäischen Union (EU) verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und diesbezüglichen Interpretationen sowie den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Finanzinstrumente

Mit der Anwendung von IFRS 9 haben sich die Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die Vorschriften zur Wertminderung von Finanzinstrumenten sowie die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge-Accountings geändert. Der LANXESS Konzern hat von der Ausnahme der retrospektiven Anwendung des Standards teilweise Gebrauch gemacht und wendet die Bereiche Klassifizierung und Bewertung sowie Wertminderung von Finanzinstrumenten prospektiv ab dem 1. Januar 2018 an. Die neuen Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge-Accountings werden hingegen retrospektiv angewandt.

Aus der Umstellung auf die neuen Regelungen von IFRS 9 ergaben sich folgende Auswirkungen zum 1. Januar 2018:

Mit der Einführung der neuen Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum 1. Januar 2018 haben sich insbesondere die Klassifizierungs- und Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte geändert. Diese orientieren sich nach dem Geschäftsmodell des Unternehmens und den Charakteristika der Zahlungsströme des jeweiligen Finanzinstruments.

Für zum 1. Januar 2018 bestehende Eigenkapitalinstrumente, welche nicht zu Handelszwecken gehalten werden, wurde auf Ebene des einzelnen Eigenkapitalinstruments das Wahlrecht unwiderruflich ausgeübt, zukünftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sowie die Abgangsergebnisse im sonstigen Ergebnis bzw. im Gewinn oder Verlust zu erfassen.

Mit der Umstellung auf IFRS 9 ergaben sich eine Umgliederung aus der Bilanzposition liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 50 Mio. € und in Höhe von 6 Mio. € eine Umgliederung von zwei Finanzinstrumenten aus der Bilanzposition sonstige Beteiligungen in die Bilanzposition sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die zwei bisher zu Anschaffungskosten bilanzierten Eigenkapitalinstrumente in der Bilanzposition sonstige Beteiligungen werden nun als Schuldinstrumente klassifiziert und im Gewinn oder Verlust zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Zudem änderte sich die Bewertungskategorie für einen sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswert. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt nicht mehr über das sonstige Ergebnis, sondern über den Gewinn oder Verlust. Dies führte am 1. Januar 2018 zu einer Umgliederung aus dem kumulierten übrigen Eigenkapital in die sonstigen Rücklagen in Höhe von 1 Mio. € unter Berücksichtigung latenter Steuern.

Die Überleitung der Klassifizierungs- und Bewertungskategorien für die finanziellen Vermögenswerte von IAS 39 zu IFRS 9 wird im Abschnitt 36 in der Tabelle „Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten am 31.12.2018" dargestellt.

Die erstmalige Anwendung der neuen Regelungen zur Wertminderung von Finanzinstrumenten erforderte die Einschätzung eines erwarteten Verlusts basierend auf historischen Ausfällen und zukunftsbezogenen Ausfallerwartungen. Die Umstellung betrifft die Bilanzpositionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte, welche insbesondere Finanzanlagen, Vertragsvermögenswerte sowie externe Darlehen enthalten.

Die Einführung des Modells des erwarteten Verlusts verminderte die Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistung zum 1. Januar 2018 um weniger als 1 Mio. €. Die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bestehenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 17 Mio. € erhöhten sich zum 1. Januar 2018 entsprechend.# Bilanzierungsänderungen IFRS 15

Die Bilanzpositionen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte veränderten sich zum 1. Januar 2018 in Summe um weniger als 1 Mio. €. Die sonstigen Rücklagen sowie die Anteile anderer Gesellschafter im Eigenkapital wurden durch die Anwendung der neuen Regelungen unter Berücksichtigung latenter Steuern jeweils mit weniger als 1 Mio. € belastet.

Die Einführung der neuen Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge-Accountings betrifft insbesondere die gesonderte Behandlung und Bewertung der Einzelkomponenten von Terminkursen bzw. den Ausschluss von Einzelkomponenten bei Fremdwährungssicherungsgeschäften. Im Wesentlichen erfolgt eine gesonderte Berücksichtigung der Kosten der Absicherung. Diese betrugen im Vorjahr 11 Mio. €. Nach Berücksichtigung latenter Steuern waren hiervon 4 Mio. € dem kumulierten übrigen Eigenkapital und 3 Mio. € den Anteilen anderer Gesellschafter zuzurechnen. Der Ausweis der Kosten der Absicherung in der Gesamtergebnisrechnung erfolgt unter den Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden. Die Umgliederung in den Gewinn oder Verlust erfolgt am Ende der Sicherungsbeziehung. Sowohl innerhalb der Bilanzpositionen als auch in der Gesamtergebnisrechnungsposition erfolgt lediglich eine Verschiebung zwischen der Zeitwertbewertung von Derivaten im Hedge-Accounting (Cashflow-Hedges) und den Kosten der Absicherung.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Mit der Anwendung von IFRS 15 wurden durch die Einführung des Fünf-Stufen-Modells Grundprinzipien für die Erfassung von Umsatzerlösen geändert. Diese Grundprinzipien betreffen insbesondere die Zuordnung der Umsatzerlöse auf die abgrenzbaren erbrachten Leistungen sowie Regelungen zur Umsatzerfassung in Bezug auf Zeitpunkt und -raum.

Für folgende Geschäftsmodelle hat sich die Umsatzerfassung geändert:

  • Im Geschäftsmodell der Herstellung von Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen wird der zukünftig erwartete Gesamtverkaufserlös der Mindestabnahmemengen über die gesamte Vertragslaufzeit geschätzt und auf die einzelnen Lieferungen alloziert. Die Änderungen führen zu einer periodischen Verschiebung von Umsatzerlösen, welche als Vertragsvermögenswerte bzw. -verbindlichkeiten abgebildet werden.
  • Im Geschäftsmodell der Herstellung von kundenspezifischen Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen besteht für die hergestellten Produkte aus Sicht des LANXESS Konzerns im Sinne der Regelungen des IFRS 15 keine alternative Verwendungsmöglichkeit. Zudem besteht ein vertraglich durchsetzbarer Rechtsanspruch auf Vergütung der Mindestabnahmemengen. Neben der Schätzung des Gesamtverkaufserlöses der Mindestabnahmemengen über die gesamte Vertragslaufzeit und Allokation auf die einzelnen Produktionseinheiten, werden die den Mindestabnahmemengen zuzuordnenden Umsätze auf Basis aktueller Vertragsklauseln über den Herstellungszeitraum und damit früher erfasst. Die entsprechenden Forderungen werden bis zum Auslieferungszeitpunkt der Produkte als Vertragsvermögenswerte abgebildet. Mit Umsatzerfassung werden die betroffenen Vorräte ausgebucht.
  • Beim Geschäftsmodell Produktverkauf mit Organisation der Frachtleistung richtet sich der Umsatzerfassungszeitpunkt bzw. -zeitraum nach der Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden. Die hierfür zu beurteilenden Kontrollübergangskriterien des IFRS 15 führen bei LANXESS aufgrund der vereinbarten Lieferkonditionen im Wesentlichen zu einer periodischen Verschiebung des Umsatzerfassungszeitpunkts an das Ende der Frachtleistung. Die Frachtleistung wird insofern grundsätzlich nicht als getrennte Leistungsverpflichtung behandelt.

Der Ausweis der Vertragsvermögenswerte bzw. der Vertragsverbindlichkeiten erfolgt unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen Verbindlichkeiten. Vertragsvermögenswerte bzw. Vertragsverbindlichkeiten werden unter Beachtung der Fristigkeiten auf Vertragsebene saldiert dargestellt. Anzahlungen von Kunden werden als kurz- bzw. langfristige Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Effekte aus der Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

Bilanz LANXESS Konzern — Bilanzierungsänderungen IFRS 15 zum 1. Januar 2018

31.12.2017 Ausweisänderungen Änderung des Realisierungszeitpunkts 1.1.2018
AKTIVA
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 20 - 20 40
Latente Steuern 442 - -11 453
Langfristige Vermögenswerte 6.454 0 31 6.485
Vorräte 1.680 - -124 1.804
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.316 - -196 1.120
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 7 -7 43 43
Kurzfristige Vermögenswerte 3.957 -7 -29 3.921
Summe Aktiva 10.411 -7 2 10.406
PASSIVA
Sonstige Rücklagen 1.381 - -9 1.372
Anteile anderer Gesellschafter 1.126 - -7 1.119
Eigenkapital 3.413 0 -16 3.397
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 99 -7 7 99
Latente Steuern 113 - 6 119
Langfristiges Fremdkapital 4.540 -7 13 4.546
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 179 - 5 184
Kurzfristiges Fremdkapital 2.458 0 5 2.463
Summe Passiva 10.411 -7 2 10.406

Unter den bisherigen Regelungen nach IAS 18 wäre die Erfassung von Umsatzerlösen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die damit einhergehende Erfassung der Kosten der umgesetzten Leistungen und Ausbuchung der Vorräte zum Zeitpunkt des Chancen- und Risikoübergangs der Produkte auf den Kunden erfolgt.

Unter IAS 18 hätten sich die Bilanzpositionen sowie die Gewinn- und Verlustpositionen wie folgt dargestellt:

Bilanz LANXESS Konzern — Überleitung nach IAS 18 zum 31. Dezember 2018

31.12.2018 IFRS 15 Umkehrung IFRS 15 Erfassung 31.12.2018 IAS 18
AKTIVA
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 25 -17 - 8
Latente Steuern 287 -2 0 285
Langfristige Vermögenswerte 4.786 -19 0 4.767
Vorräte 1.347 -49 8 1.306
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 903 117 -11 1.009
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 598 -44 - 554
Kurzfristige Vermögenswerte 3.901 24 -3 3.922
Summe Aktiva 8.687 5 -3 8.689
PASSIVA
Sonstige Rücklagen 1.371 10 -3 1.378
Konzernergebnis 431 -1 0 430
Eigenkapital 2.773 9 -3 2.779
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 80 4 - 84
Latente Steuern 89 0 0 89
Langfristiges Fremdkapital 4.395 4 0 4.399
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 131 -8 - 123
Kurzfristiges Fremdkapital 1.519 -8 0 1.511
Summe Passiva 8.687 5 -3 8.689

Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS Konzern — Überleitung nach IAS 18 zum 31. Dezember 2018

2018 IFRS 15 Umkehrung Erfassung IAS 18 2018 IAS 18
Umsatzerlöse 7.197 -12 -4 7.181
Kosten der umgesetzten Leistungen -5.363 20 4 -5.339
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.834 8 0 1.842
Operatives Ergebnis (EBIT) 504 8 0 512
Finanzergebnis -114 0 0 -114
Ergebnis vor Ertragsteuern 390 8 0 398
Ertragsteuern -118 -2 0 -120
Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ertragsteuern 272 6 0 278
Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft nach Ertragsteuern 251 -7 - 244
Ergebnis nach Ertragsteuern 523 -1 0 522

Unter Anwendung der Regelungen des IAS 18 hätte sich das den Aktionären der LANXESS AG zustehende Ergebnis (Konzernergebnis) von 431 Mio. € um minus 1 Mio. € auf 430 Mio. € vermindert. Das entsprechende Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft hätte sich von 3,03 Euro um 0,07 Euro auf 3,10 Euro erhöht und das Ergebnis je Aktie aus dem nicht fortgeführten Geschäft von 1,68 Euro um minus 0,08 Euro auf 1,60 Euro vermindert. Das Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft hätte sich in Summe von 4,71 Euro um minus 0,01 Euro auf 4,70 Euro vermindert.

Rechnungslegung in Hochinflationsländern

Im Geschäftsjahr 2018 wurde für die Tochtergesellschaft LANXESS S.A., Buenos Aires (Argentinien), erstmals die Bilanzierung nach IAS 29 angewandt. Hierbei wurden die nicht-monetären Bilanzpositionen, Eigenkapitalbestandteile und die Posten der Gesamtergebnisrechnung zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 anhand des vom „Government Board of the Argentine Federation of Professional Councils of Economic Sciences (FACPCE)" vorgeschlagenen Preisindex angepasst. Für Geschäftsjahre bis zum 31. Dezember 2016 wurde der Großhandelsverbraucherpreisindex (Indec IPIM) und ab dem 1. Januar 2017 der Einzelhandelsverbraucherpreis-index (IPC Nacional INDEC) für die Inflationierung verwendet. Der Preisindex betrug zum Geschäftsjahresbeginn 124,80 Punkte und zum Geschäftsjahresende 184,59 Punkte.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Im Geschäftsjahr 2018 wurde die Bilanzierung nach IFRS 5 angewandt. Die Bilanzierung betraf die Beteiligung an ARLANXEO, welche seit dem 1. April 2016 in den Konzernabschluss von LANXESS einbezogen und vollkonsolidiert wurde. Seit dem 1. April 2018, ein Jahr vor der geplanten Beendigung der Vollkonsolidierung, wurde ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft gemäß IFRS 5 bilanziert und entsprechend ausgewiesen. Am 31. Dezember 2018 hat LANXESS seinen 50 %-Anteil an ARLANXEO an die Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), verkauft und die Beteiligung an ARLANXEO entkonsolidiert. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Ausführungen „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Schulden und nicht fortgeführtes Geschäft (IFRS 5)" im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie auf die Ausführungen „Nicht fortgeführtes Geschäft" im Abschnitt „Berichterstattung zum Konsolidierungskreis".# Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen

Die folgenden Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen waren erstmals im Geschäftsjahr 2018 anzuwenden, sind aber derzeit für den LANXESS Konzern nicht oder nicht von wesentlicher Bedeutung:

  • Standard/Interpretation IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung - Die Änderungen beinhalten Klarstellungen zur Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich, unter Steuervorbehalt und bei Modifikationen anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich zur Vergütung durch Eigenkapitalinstrumente.
  • IFRS 4 Versicherungsverträge - Die Änderungen betreffen die Möglichkeit, IFRS 9 „Finanzinstrumente" später anzuwenden und die Möglichkeit, Marktwertschwankungen bestimmter finanzieller Vermögenswerte im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn- und Verlustrechnung abzubilden.
  • Diverse IAS und IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014-2016 - Die Änderungen betreffen IAS 28 ‚Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" und IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards".
  • IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen - Die Interpretation stellt klar, welcher Wechselkurs bei der erstmaligen Erfassung einer Fremdwährungstransaktion in der funktionalen Währung zu verwenden ist, wenn das Unternehmen Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen leistet oder erhält.
  • IAS 40 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien - Übertragungen in oder aus dem Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind nur dann vorzunehmen, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt.

VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN UND INTERPRETATIONEN

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee haben Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2018 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und im LANXESS Konzern auch noch nicht angewendet wurden. Ihre Anwendung setzt zum Teil noch die Anerkennung durch die EU voraus. Im Einzelfall kann sich auch eine spätere verpflichtende Anwendung ergeben als nachstehend angegeben.

Leasing

Am 13. Januar 2016 hat das IASB den neuen Standard IFRS 16 veröffentlicht, welcher den bisherigen Rechnungslegungsstandard IAS 17 ersetzt. Im Rahmen des IFRS 16 werden beim Leasingnehmer alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit auf Basis des Barwerts der Leasingzahlungen bilanziert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Abschreibungen auf das aktivierte Nutzungsrecht und Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit erfasst. Die Unterscheidung in operative und finanzielle Leasingverhältnisse für Leasingnehmer entfällt. LANXESS wird die im Standard gewährten Wahlrechte für Leasingnehmer hinsichtlich der Behandlung von kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie Leasingverhältnissen mit geringem Wert anwenden. Aufgrund der Anwendung der Wahlrechte werden die Kosten für diese Leasingverhältnisse direkt im Aufwand erfasst. Für Leasinggeber sind keine wesentlichen Änderungen enthalten.

Der Standard wurde im Oktober 2017 von der EU übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Umstellung erfolgt unter Anwendung der modifizierten retrospektiven Methode. Daher werden die Vergleichszahlen des Geschäftsjahres 2018 nicht angepasst.

Die Analysen im Rahmen des Projekts zur Einführung von IFRS 16 haben ergeben, dass zum Umstellungszeitpunkt 1. Januar 2019 Barwerte von ca. 135 Mio. € für Leasingverbindlichkeiten und in gleicher Höhe für Nutzungsrechte bilanzverlängernd zu erfassen sind. Hierdurch verringert sich die Eigenkapitalquote um ca. 0,5 Prozentpunkte. Die Nettofinanzverbindlichkeiten steigen um den Wert der zusätzlichen Leasingverbindlichkeiten. In der Gewinn- und Verlustrechnung entfällt der bisherige Aufwand für operatives Leasing und wird künftig durch den Abschreibungsaufwand der bilanzierten Nutzungsrechte sowie durch Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit ersetzt. LANXESS erwartet hieraus eine Erhöhung der Abschreibungen um ca. 35 Mio. €, denen gegenläufig in ähnlicher Größenordnung der Wegfall des Aufwands für operatives Leasing gegenübersteht. Zudem wird eine Verschlechterung des Finanzergebnisses im niedrigen einstelligen Mio.-€-Bereich erwartet.

Die nachfolgend aufgeführten Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen sind derzeit für den LANXESS Konzern nicht oder nicht von wesentlicher Bedeutung:

Standard/Interpretation Veröffentlichung Anwendungspflicht für LANXESS ab Geschäftsjahr Anerkennung durch EU
IFRS 17 Versicherungsverträge 18.05.2017 2021 nein
IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 07.06.2017 2019 ja
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen - Änderungen an IAS 28 - Wertminderung langfristiger Anteile 12.10.2017 2019 ja
IFRS 9 Anpassungen IFRS 9- Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 12.10.2017 2019 ja
Diverse IAS und IFRS Jährliche Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards, Zyklus 2015-2017 12.12.2017 2019 nein
IAS 19 Anpassungen IAS 79- Plananpassungen, -kürzungen und -abgeltungen 07.02.2018 2019 nein
Rahmenkonzept Änderung der Verweise auf das Rahmenkonzept zur Rechnungslegung 29.03.2018 2020 nein
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse - Definition eines Geschäftsbetriebs 22.10.2018 2020 nein
IAS 1 / IAS 8 Definition von Wesentlichkeit 31.10.2018 2020 nein

ANPASSUNG DER VORJAHRESWERTE

Aufgrund der Anwendung von IFRS 5 wurden die Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung und den dazugehörigen Anhangangaben angepasst. Des Weiteren wurde im April 2018 die Kaufpreisallokation für den Erwerb des US-amerikanischen Konzerns Chemtura abgeschlossen. Aufgrund neuer Informationen und Erkenntnisse haben sich die langfristigen Ertragsteuerschulden sowie der Geschäfts- oder Firmenwert abschließend um 15 Mio. € erhöht. Die Werte der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 wurden entsprechend angepasst.

KONSOLIDIERUNG

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sofern die Geschäftsjahre von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nicht am 31. Dezember enden, werden zum Zwecke der Konsolidierung Zwischenabschlüsse aufgestellt. Konzerninterne Zwischengewinne und -verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind die LANXESS AG sowie alle Unternehmen, die die LANXESS AG beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht, wenn die LANXESS AG variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu einem Unternehmen ausgesetzt ist und die Verfügungsgewalt über das Unternehmen besitzt. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn Rechte bestehen, die der LANXESS AG die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten des Unternehmens zu lenken, um die variablen Rückflüsse wesentlich zu beeinflussen. In der Regel beruht die Beherrschung dabei auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit. Bei strukturierten Unternehmen basiert die Beherrschung im Normalfall auf vertraglichen Vereinbarungen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Nach der Equity-Methode werden Anteile an assoziierten Unternehmen, bei denen der LANXESS Konzern — in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes von 20 % bis 50 % — einen maßgeblichen Einfluss ausübt, und Anteile an Gemeinschaftsunternehmen bewertet. Unternehmen, die insgesamt von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind, werden nicht konsolidiert, sondern zu beizulegenden Zeitwerten in den Konzernabschluss einbezogen. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie eine Tabelle der Beteiligungsgesellschaften werden im Abschnitt „Berichterstattung zum Konsolidierungskreis" gezeigt.

Vollkonsolidierung

Unternehmenszusammenschlüsse werden mithilfe der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs werden gezeigt als Summe aus den zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerten der übertragenen Vermögenswerte, der eingegangenen oder übernommenen Schulden und der gegebenenfalls im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden, die aus bedingten Gegenleistungsvereinbarungen resultieren. Die im Rahmen des Unternehmenserwerbs identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Für jeden Unternehmenserwerb besteht das individuelle Wahlrecht, gegebenenfalls nicht erworbene Anteile entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil am beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des erworbenen Unternehmens zu erfassen. Diese nicht beherrschenden Anteile werden in der Bilanz als Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten werden, sofern es sich nicht um Kosten für die Emission von Schuldtiteln oder Aktienpapieren handelt, als Aufwand erfasst.

Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich zum Erwerbszeitpunkt aus einem Überhang der Anschaffungskosten, möglicherweise bestehenden Anteilen anderer Gesellschafter sowie dem beizulegenden Zeitwert gegebenenfalls vorher gehaltener Eigenkapitalanteile über das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Unternehmens ergibt. Negative Geschäfts- oder Firmenwerte werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.# An equity bewertete Beteiligungen

Bei Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bewertet sind, werden die Anschaffungskosten jährlich um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Liegen Wertminderungen vor, die den Wert der jeweiligen Beteiligung übersteigen, werden vorhandene langfristige Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit der Beteiligung stehen, abgeschrieben. Wurden der Buchwert der Beteiligung und derartige Vermögenswerte auf null reduziert, werden zusätzliche Verluste in dem Umfang berücksichtigt und als Schuld angesetzt, in dem der Anteilseigner rechtliche oder faktische Verpflichtungen, z. B. zur Übernahme anteiliger Verluste, eingegangen ist oder Zahlungen für das Beteiligungsunternehmen geleistet hat. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung ermittelt, wobei ein Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz ausgewiesen wird.

Gemeinschaftliche Tätigkeiten

Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind Vereinbarungen, bei denen die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung ausüben, Rechte und Pflichten an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Schulden haben. LANXESS als gemeinschaftlich Tätiger bilanziert seinen Anteil an den gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten und gemeinschaftlich eingegangenen Schulden sowie seinen Anteil an den Erlösen und Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen.

Transaktionen mit Eigentümern

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern, welche nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Transaktionen zwischen Eigenkapitalgebern des LANXESS Konzerns behandelt. Veränderungen der Eigentumsverhältnisse werden als Anpassung der Buchwerte zwischen beherrschenden und nicht beherrschenden Anteilen berücksichtigt. Differenzen zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistungen werden unmittelbar in den sonstigen Rücklagen erfasst und somit dem Anteil der Aktionäre der LANXESS AG zugeordnet.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In den Einzelabschlüssen, die dem LANXESS Konzernabschluss zugrunde liegen, werden sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Termingeschäfte, die — aus wirtschaftlicher Sicht — zur Kurssicherung dienen, werden zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Aus der Währungsumrechnung resultierende Kursdifferenzen werden ergebniswirksam im Wechselkursergebnis innerhalb des sonstigen Finanzergebnisses ausgewiesen.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Einheiten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (Konzept der funktionalen Währung). Bei der überwiegenden Mehrzahl der Beteiligungen ist dies die jeweilige Landeswährung, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die Umrechnung in Konzernwährung erfolgt bei Vermögenswerten und Schulden zum Kurs am Bilanzstichtag, bei Aufwendungen und Erträgen zum Jahresdurchschnittskurs. Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird in der Währung des erworbenen Unternehmens bilanziert und unabhängig vom Zeitpunkt seines Entstehens zum Stichtagskurs umgerechnet. Durch die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge wie auch der sonstigen Veränderungen des Jahres zu Durchschnittskursen ergeben sich gegenüber einer Umrechnung zu Stichtagskursen Unterschiedsbeträge, die im sonstigen Ergebnis gesondert als Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe ausgewiesen werden. Fremdwährungstransaktionen, für die im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen bestehen, werden bis zur Höhe der erbrachten oder erhaltenen Gegenleistung, sofern wesentlich, mit dem Wechselkurs der im Voraus erbrachten oder erhaltenen Gegenleistung umgerechnet. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, erfolgt eine erfolgswirksame Realisierung der betreffenden Währungsumrechnungsdifferenzen im Gewinn oder Verlust.

Der Währungsumrechnung liegen folgende für den LANXESS Konzern wesentliche Wechselkurse zugrunde:

Wechselkurse Stichtagskurs 31.12.2017 Stichtagskurs 31.12.2018 Durchschnittskurs 2017 Durchschnittskurs 2018
Argentinien ARS 22,63 43,13 18,74 32,91
Brasilien BRL 3,97 4,44 3,61 4,30
China CNY 7,80 7,88 7,63 7,81
Großbritannien GBP 0,89 0,89 0,88 0,88
Indien INR 76,60 79,88 73,51 80,71
Japan JPY 135,01 125,85 126,67 130,40
Kanada CAD 1,50 1,56 1,46 1,53
Singapur SGD 1,60 1,56 1,56 1,59
Südafrika ZAR 14,81 16,46 15,04 15,61
USA USD 1,20 1,15 1,13 1,18

Im Geschäftsjahr 2018 waren die Vorschriften des IAS 29 für die Tochtergesellschaft LANXESS S.A., Buenos Aires (Argentinien), anzuwenden. Nicht-monetäre Bilanzpositionen, Eigenkapitalbestandteile und die Posten der Gesamtergebnisrechnung wurden unter Verwendung eines geeigneten Preisindex an das aktuelle Preisniveau angepasst und danach mit dem Stichtags- bzw. Durchschnittswechselkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres und wurden stetig angewendet. Hiervon ausgenommen sind Änderungen, die sich durch neue oder geänderte Rechnungslegungsvorschriften ergeben haben, die erstmals im Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwenden waren und auf die im Abschnitt Angewendete Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen" hingewiesen wird.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Software, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte von befristeter Nutzungsdauer sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, erfolgt linear über einen Zeitraum von 3 bis 20 Jahren. Die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr werden den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Darüber hinausgehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden Wertaufholungen vorgenommen, die weder den fortgeführten Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn in der Vergangenheit kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, noch den aktuell erzielbaren Betrag übersteigen. Der niedrigere Wert dieser beiden Größen wird angesetzt.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden einmal jährlich stattfindenden Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Etwaige Wertminderungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wertaufholungen von Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht vorgenommen. Kosten für intern entwickelte Software, die in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen, werden aktiviert. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit Fertigstellung der Software. Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Unentgeltlich von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) oder einer vergleichbaren Behörde in anderen europäischen Ländern zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von null aktiviert.

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Gemäß IAS 36 werden solche Wertverluste anhand von Vergleichen mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Können diesen Vermögenswerten keine eigenen zukünftigen Finanzmittelflüsse zugeordnet werden, werden die Wertminderungen anhand der Finanzmittelflüsse der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit geprüft, der diese Vermögenswerte zuzurechnen sind. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen, die weder den fortgeführten Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn in der Vergangenheit kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, noch den aktuell erzielbaren Betrag übersteigen.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie die anteiligen Kosten für die betriebliche Altersversorgung und die freiwilligen sozialen Leistungen des Unternehmens. Besteht die Verpflichtung, Sachanlagen zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder zurückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, wird der Barwert der hierfür anfallenden Zahlungen zusammen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in gleicher Höhe eine Rückstellung passiviert. Erstreckt sich die Bauphase von Sachanlagen über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden, direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden grundsätzlich sofort im Ergebnis erfasst.# Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die Maßnahme künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmt werden können. Aufwendungen für Generalüberholungen wichtiger Großanlagen werden in Höhe der Kosten der Maßnahme als Teil der betreffenden Vermögenswerte selbstständig angesetzt und linear über den Zeitraum bis zur nächsten Generalüberholung abgeschrieben. Sofern Sachanlagen aus wesentlichen Komponenten mit jeweils unterschiedlichem Zweck, unterschiedlicher Beschaffenheit oder unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten einzeln aktiviert und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Wenn Sachanlagen verkauft werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Planmäßige Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Ihnen liegen grundsätzlich die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauern
Gebäude 20 bis 50 Jahre
Andere Baulichkeiten 10 bis 20 Jahre
Betriebsvorrichtungen 3 bis 25 Jahre
Maschinen und Apparate 8 bis 15 Jahre
Labor- und Forschungseinrichtungen 3 bis 5 Jahre
Tank- und Verteilungsanlagen 10 bis 20 Jahre
Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 10 Jahre

Leasing

Gemietete Sachanlagen, bei denen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen wurden (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 im Zeitpunkt des Zugangs zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Ist ein späterer Eigentumsübergang des Leasinggegenstands unsicher, wird die Laufzeit des Leasingvertrags zugrunde gelegt, sofern diese kürzer ist.

Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Sie werden mit dem zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindest-leasingzahlungen ausgewiesen, sofern dieser Wert niedriger ist. In der Folge werden die Mindestleasingzahlungen in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt.

Bei einem Leasingverhältnis, das nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt (operatives Leasingverhältnis), werden die Leasingraten als laufender Aufwand erfasst. In den Sachanlagen sind auch vom LANXESS Konzern vermietete bzw. verleaste Vermögenswerte enthalten, soweit bei den zugrunde liegenden Verträgen kein Finanzierungsleasing vorliegt. Ist der Kunde jedoch als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen, wird in Höhe der abgezinsten zukünftigen Miet- bzw. Leasingzahlungen eine Forderung aktiviert.

Leasingverträge können in andere Kontrakte eingebettet sein. Besteht gemäß den IFRS-Regelungen eine Trennungspflicht für ein eingebettetes Leasing, werden die Vertragsbestandteile separiert und nach den entsprechenden Regelungen bilanziert und bewertet.

Finanzinstrumente (IFRS 9)

Finanzinstrumente sind Vertragsverhältnisse, die bei einer Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und bei der anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu zählen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten. Andererseits gehören hierzu derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen eingesetzt werden.

Finanzinstrumente werden erfasst, sobald der LANXESS Konzern Vertragspartei der Finanzinstrumente wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Anrechte auf Zahlungen hieraus auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen und Risiken übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Erfüllungstag relevant. Die Erfassung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt in der Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert. In der Folgebewertung werden diese abhängig von der Klassifizierung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder im sonstigen Ergebnis bzw. im Gewinn oder Verlust zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Die Klassifizierung bestimmt sich nach dem Geschäftsmodell und den Charakteristiken der Zahlungsströme. Folgende Klassifizierungen werden unterschieden:

Im Geschäftsmodell „Halten"

Werden die Finanzinstrumente bis zum Fälligkeitstag gehalten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, sofern die Zahlungsströme lediglich aus Tilgungen und Zinszahlungen bestehen. Die Option zur Zeitwertbewertung durch den Gewinn und Verlust wird nicht ausgeübt. Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, werden um erwartete Kreditausfälle gemindert.

Zur Ermittlung erwarteter Kreditausfälle werden sowohl historisch beobachtbare Ausfälle als auch zukunftsbezogene Ausfallerwartungen herangezogen. Hierbei wird grundsätzlich eine dreistufige Beurteilung des erwarteten Kreditausfalls vorgenommen.

  • In der ersten Stufe wird der erwartete Kreditausfall über die nächsten zwölf Monate beurteilt und der erwartete Verlust bilanziell erfasst.
  • Sofern während der Laufzeit des Finanzinstruments das Kreditrisiko steigt, wird eine Beurteilung des möglichen Kreditausfalls über die Gesamtlaufzeit des Finanzinstruments vorgenommen und der erwartete Verlust auf Basis dieser Bewertung erhöht (zweite Stufe).
  • Im Falle eines Ausfalls wird der erwartete Ausfallbetrag gebucht (dritte Stufe) und für einen eventuell verbleibenden Restbetrag des Finanzinstruments zusätzlich ein erwarteter Verlust berücksichtigt. Die Effektivzinsmethode wird sodann nur noch auf den verbleibenden Restbetrag angewandt.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wird das vereinfachte einstufige Gesamtlaufzeitmodell für die Ermittlung des erwarteten Ausfallrisikos angewandt und der erwartete Verlust über die Gesamtlaufzeit des Finanzinstruments bewertet und bilanziell erfasst. Der Ausweis der erwarteten Verluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte wird unter Berücksichtigung von Auflösungen von Vorperioden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen berücksichtigt. Für alle anderen Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, wird der erwartete Verlust im sonstigen Finanzergebnis erfasst.

Im Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen"

Besteht die Absicht, das Finanzinstrument während der Laufzeit nach einer gewissen Periode des Haltens wieder zu veräußern. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Gewinne oder Verluste aus der Folgebewertung werden im sonstigen Ergebnis erfasst, sofern die Zahlungsströme lediglich aus Tilgung und Zinszahlungen bestehen.

Finanzinstrumente, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. nicht im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden im Gewinn oder Verlust zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Folgebewertung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter dem Geschäftsmodell „Halten" anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge — unter Anwendung der Effektivzinsmethode — zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ermittlung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Verwendung des vereinfachten einstufigen Gesamtlaufzeit-modells auf Basis einer Überfälligkeitsmatrix und unter Berücksichtigung historisch beobachtbarer Ausfälle sowie zukunftsbezogener Ausfallerwartungen. Die erwarteten Verluste wie auch eingetretene Ausfälle werden über gesonderte Wertberichtigungskonten im Gewinn oder Verlust erfasst.

Sonstige kurz- und langfristige finanzielle Forderungen, die dem Geschäftsmodell „Halten" zugeordnet sind, werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge — unter Anwendung der Effektivzinsmethode — zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Hierunter fallen Finanzanlagen, deren Zahlungsströme lediglich aus Tilgung und Zinszahlungen bestehen, Vertragsvermögenswerte und sonstige übrige finanzielle Forderungen. Die Ermittlung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der zukunftsbezogenen Ausfallerwartung der Gegenpartei.

Sonstige kurz- und langfristige finanzielle Forderungen, die nicht dem Geschäftsmodell „Halten" zugeordnet werden, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Abhängig davon, ob diese dem Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen" zugeordnet werden können, wird der Gewinn oder Verlust aus der Folgebewertung im sonstigen Ergebnis, ansonsten im Gewinn oder Verlust erfasst.

Beteiligungen sowie langfristige Eigenkapitalinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Für die Folgebewertung wird unwiderruflich auf Ebene des einzelnen Eigenkapitalinstruments festgelegt, ob Gewinne oder Verluste sowie die Abgangsergebnisse im sonstigen Ergebnis oder im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt und einer möglichen Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden mit ihrem anteiligen Eigenkapital entsprechend den Vorschriften des IAS 28 angesetzt.# Originäre finanzielle Verbindlichkeiten und Vermögenswerte

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektiv-zinsmethode. Von der Möglichkeit, Finanzinstrumente bei ihrem erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu designieren und im Gewinn oder Verlust zu erfassen, wird kein Gebrauch gemacht.

Finanzinstrumente (IAS 39)

Nachfolgend werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Finanzinstrumente erläutert, welche abweichend zu IFRS 9 im Vorjahr nach den Vorschriften des IAS 39 bilanziert wurden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Forderungen wurden der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet, anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge — unter Anwendung der Effektivzinsmethode — zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Sofern Wertminderungen aufgrund der Überprüfung der Werthaltigkeit zu berücksichtigen waren, wurden diese über Wertberichtigungskonten erfasst.

Beteiligungen sowie langfristige Eigenkapitalinstrumente wurden als „zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert und zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, es sei denn, der beizulegende Zeitwert war nicht verlässlich bestimmbar. In diesem Fall erfolgte die Bewertung zu Anschaffungskosten. Lagen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, wurde eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt und einer möglichen Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Alle anderen originären finanziellen Vermögenswerte wurden als „zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert und grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern sie nicht der Kategorie Kredite und Forderungen zuzurechnen waren. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wurde so lange direkt im sonstigen Ergebnis erfasst, mit Ausnahme von Wertberichtigungen und von Gewinnen und Verlusten aus der Währungsumrechnung, bis der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wurde.

Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen wurden mit ihrem anteiligen Eigenkapital entsprechend den Vorschriften des IAS 28 angesetzt.

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten wurden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Von der Möglichkeit, Finanzinstrumente bei ihrem erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu designieren und im Gewinn oder Verlust zu erfassen, wurde kein Gebrauch gemacht.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Im LANXESS Konzern abgeschlossene derivative Finanzinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag als Vermögenswert oder Verbindlichkeit ausgewiesen. Aus der Zeitwert-änderung resultierende Wertänderungen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst.

Soweit Fremdwährungsderivate bzw. Warentermingeschäfte, die zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme aus schwebenden Geschäften oder geplanten Transaktionen abgeschlossen werden, den Anforderungen des Rechnungslegungsstandards hinsichtlich des Hedge-Accountings genügen, werden die Wertänderungen bzw. Sicherungskosten dieser Derivate bis zur Realisierung des Ergebnisses aus den abgesicherten Grundgeschäften jeweils gesondert im sonstigen Ergebnis erfasst.

Bei Währungsderivaten werden die hier erfassten Beträge in der Folgezeit zeitgleich mit der Ergebnisauswirkung der gesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ergebnis bzw. in den Kosten der umgesetzten Leistungen berücksichtigt.

Bei Warentermingeschäften werden die erfassten Beträge bei Anschaffung der abgesicherten Produkte auf deren Buchwert allo-ziert und mit Verarbeitung derselben in den Kosten der umgesetzten Leistungen erfasst.

Diejenigen Teile der Zeitwertänderung des Derivats, die hinsichtlich des abgesicherten Risikos als ineffektiv angesehen werden, werden unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst.

Die Zeitwertänderungen und Sicherungskosten von Zinsderivaten, die der Absicherung von variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten dienen, werden, soweit die Anforderungen eines Cashflow-Hedge-Accountings erfüllt sind, ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Folgezeit zeitgleich mit der Ergebnisauswirkung der gesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsergebnis berücksichtigt.

Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf abgeschlossen und in diesem Sinne gehalten werden, werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte behandelt.

Enthalten die Verträge eingebettete Derivate, werden die Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit denen des Basisvertrags verbunden sind.

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Nachfolgend werden die wesentlichen Methoden und Annahmen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten dargestellt:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben in der Regel Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Buchwerte entsprechen daher den beizulegenden Zeitwerten. Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unter Berücksichtigung aktueller Zinsparameter diskontiert.

Vertragsvermögenswerte werden zu ihren Buchwerten angesetzt. Enthalten diese wesentliche Finanzierungskomponenten, erfolgt eine Diskontierung unter Berücksichtigung aktueller Zinsparameter. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen demnach den Buchwerten.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzanlagen wird anhand von Marktpreisen am Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten ermittelt.

Für Ausleihungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird der beizulegende Zeitwert anhand abgezinster zukünftiger Zins- und Tilgungszahlungen berechnet.

Die Anleihen werden in einem aktiven und liquiden Markt gehandelt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem börsenmäßig festgestellten und veröffentlichten Preis. Sollte für eine Anleihe kein liquider Marktpreis vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis beobachtbarer Inputfaktoren und unter Verwendung risikoadäquater Diskontierungszinssätze ermittelt.

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr entspricht der Buchwert grundsätzlich dem beizulegenden Zeitwert. Alle anderen Verbindlichkeiten werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abgezinst.

Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entspricht der beizulegende Zeitwert dem Barwert der Nettoleasingraten unter Berücksichtigung des Marktzinses für gleichartige Leasingverträge.

Die derivativen Finanzinstrumente werden im Wesentlichen in einem aktiven und liquiden Markt gehandelt. Die am Bilanzstichtag ausgewiesenen beizulegenden Zeitwerte resultieren im Wesentlichen aus Devisentermingeschäften sowie in geringem Umfang aus Warentermingeschäften.

Sofern Informationen zu den Sicherungskosten verfügbar sind, werden die beizulegenden Zeitwerte mit der „Forward-to-Forward"-Methode aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. Sind Informationen über die Sicherungskosten nicht verfügbar, werden die beizulegenden Zeitwerte anhand der „Spot-to-Spot"-Methode ermittelt und die Sicherungskosten inklusive der Terminkomponente abgetrennt.

Im Falle fehlender Marktnotierungen erfolgt die Wertermittlung durch Einsatz anerkannter finanzmathematischer Berechnungsmethoden auf Basis beobachtbarer Marktdaten. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wird das eigene bzw. das Ausfallrisiko des Kontrahenten auf Basis der jeweiligen Nettoposition berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stellen Finanzinstrumente dar, welche dem Geschäftsmodell „Halten" zugeordnet und zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind. Das auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entfallende Kreditausfallrisiko wird unter Berücksichtigung der zukunftsbezogenen Ausfallerwartung der Gegenpartei im Rahmen des dreistufigen Modells des erwarteten Verlusts ermittelt und im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Sie umfassen Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Finanztitel mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt, werden wegen ihrer hohen Liquidität ebenfalls hierunter ausgewiesen. Im Vorjahr wurden die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ohne Berücksichtigung einer zukunftsbezogenen Ausfallerwartung im Rahmen der Regelungen des IAS 39 bilanziert.

Vorräte

Unter den Vorräten sind diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode ermittelten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten.# Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Darüber hinaus werden die Kosten für die betriebliche Altersversorgung, für soziale Einrichtungen des Betriebs sowie für freiwillige soziale Leistungen des Unternehmens einbezogen, soweit sie dem Herstellungsbereich zuzuordnen sind. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen. Die Produkte werden nicht im Rahmen langfristiger Fertigungsprozesse hergestellt. Daher werden Fremdkapitalkosten, die im Laufe der Produktion anfallen, nicht in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten einbezogen. Aufgrund der Produktions- und Absatzgegebenheiten im LANXESS Konzern werden unfertige und fertige Erzeugnisse zusammengefasst ausgewiesen.

Rückstellungen

Ansatz und Bewertung der Rückstellungen erfolgen nach IAS 37, gegebenenfalls auch nach IAS 19 und IFRS 2, mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs. Soweit wesentliche Rückstellungen erst nach mehr als einem Jahr fällig werden und eine verlässliche Abschätzung der Auszahlungsbeträge bzw. -zeitpunkte möglich ist, wird für den langfristigen Anteil der entsprechende Barwert durch Abzinsung ermittelt und zurückgestellt. Soweit die Veränderung der Rückstellung aus dem Näherrücken des Erfüllungszeitpunkts resultiert (Zinseffekt), wird der entsprechende Aufwand im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Effekt in den Ergebnisbereichen erfasst, in denen ursprünglich die Bildung der Rückstellung erfolgte.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für leistungsorientierte Versorgungspläne gebildet. Der Rückstellungsbewertung liegt der mithilfe der Anwartschaftsbarwertmethode (Methode der laufenden Einmalprämien) ermittelte versicherungsmathematische Barwert der jeweiligen Verpflichtung zugrunde. Hierbei werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die erwartete Einkommens- und Rentenentwicklung berücksichtigt. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden vollständig im sonstigen Ergebnis der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden in einer nachfolgenden Berichtsperiode nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Zu den Personalrückstellungen gehören vor allem Jahressonderzahlungen und Zahlungen aus mehrjährigen Vergütungsprogrammen sowie sonstige Personalkosten. Die anteilsbasierten Mitarbeitervergütungsprogramme (LTSP — Long Term Stock Performance Plan) sehen einen Barausgleich vor. Verpflichtungen hieraus werden durch Rückstellungen berücksichtigt, deren Höhe dem beizulegenden Zeitwert des jeweils erdienten Anteils der Zusagen an die Mitarbeiter entspricht. Der beizulegende Zeitwert wird mithilfe der Monte-Carlo-Simulationstechnik ermittelt. Hierbei werden zukünftige Renditen simuliert und der Wert der gewährten Anrechte als zu erwartender Ausschüttungsbetrag ermittelt. Es wird eine zweidimensionale Normalverteilung der Renditen unterstellt. Der beizulegende Zeitwert der Anrechte wird zeitanteilig über die Sperrfrist (Erdienungszeitraum) als Rückstellung erfasst.

Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm für Aufsichtsräte sieht einen variablen Barausgleich vor, sofern sich die LANXESS Aktie im Mandatszeitraum im Vergleich zu einem festgelegten Index besser entwickelt. Hieraus erwartete Verpflichtungen werden entsprechend als Rückstellungen berücksichtigt.

Rückstellungen für Restrukturierungen werden gebildet, wenn sich eine rechtliche oder faktische Verpflichtung auf Basis eines detaillierten Restrukturierungsplans ergibt, welcher von der jeweils entscheidungsbefugten Managementebene beschlossen und den betroffenen Mitarbeitern bzw. deren Vertretern kommuniziert wurde. Sie enthalten die den Restrukturierungsmaßnahmen direkt zurechenbaren Aufwendungen, die zur Erfüllung der Maßnahmen notwendig sind und nicht mit zukünftigem operativem Geschäft in Verbindung stehen.

Der LANXESS Konzern bildet auch Rückstellungen für laufende oder wahrscheinliche Rechtsstreitigkeiten, wenn diese angemessen abgeschätzt werden können. Diese Rückstellungen decken alle geschätzten Gebühren und Rechtskosten sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Prozesskosten für Rechtsstreitigkeiten werden jedoch nur erfasst, wenn davon ausgegangen wird, dass diese von LANXESS zu tragen sind. Die zurückgestellten Beträge werden aufgrund von Mitteilungen und Kostenschätzungen der Anwälte des Unternehmens ermittelt. Solche Rückstellungen werden regelmäßig zusammen mit den Anwälten des Unternehmens überprüft und angepasst.

Eventualverbindlichkeiten

Bei Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Sie werden in der Bilanz — soweit nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses anzusetzen — nicht erfasst.

Verbindlichkeiten

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über den zugrunde liegenden Zeitraum oder die voraussichtliche Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte aufgelöst und im Gewinn oder Verlust im entsprechenden Funktionsbereich erfasst. Vertragsverbindlichkeiten werden ebenfalls unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und stellen Vorauszahlungen des Kunden für noch zu erbringende Leistungen dar.

Bilanzierung in Hochinflationsländern

Ein Land ist als Hochinflationsland einzustufen, wenn sich, neben anderen Kriterien, die kumulative Inflationsrate der letzten drei Jahre 100 % nähert oder diesen Wert überschreitet. Mit Einstufung als Hochinflationsland werden die nicht-monetären Bilanzpositionen, Eigenkapitalbestandteile und die Posten der Gesamt-ergebnisrechnung unter Verwendung eines geeigneten Preisindex an das aktuelle Preisniveau angepasst. Anpassungen an das aktuelle Preisniveau, welche früheren Geschäftsjahren zuzurechnen sind, führen zu einer Differenz des Eigenkapitals des Vorjahres und dem Eröffnungsbetrag des Eigenkapitals des Geschäftsjahres. Diese Eigenkapitaldifferenz wird im sonstigen Ergebnis in den Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe erfasst. Die Erfassung erfolgt im Geschäftsjahr der erstmaligen Einstufung eines Landes als Hochinflationsland. Anpassungen für Vorgänge des aktuellen Geschäftsjahres werden als monetäre Gewinne oder Verluste im sonstigen Finanzergebnis berücksichtigt. In der Bilanz betrifft dies insbesondere nicht-monetäre Vermögenswerte und Schulden, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten und somit nicht zum aktuellen Preisniveau bilanziert sind. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Vorräte sowie geleistete und erhaltene Vorauszahlungen. Die Preisanpassung wird ausgehend vom Zeitpunkt der historischen Anschaffung bzw. Herstellung bis zum Abschlussstichtag berechnet. Eigenkapitalbestandteile, mit Ausnahme der nicht ausgeschütteten Ergebnisse, werden vom Zeitpunkt ihrer Zuführung in das Eigenkapital an das aktuelle Preisniveau angepasst. Die Anpassung der Posten der Gesamtergebnisrechnung erfolgt ab dem Zeitpunkt, zu dem die jeweiligen Erträge und Aufwendungen erstmals im Abschluss erfasst wurden.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Schulden und nicht fortgeführtes Geschäft

Vermögenswerte werden, soweit wesentlich, als „zur Veräußerung gehalten" ausgewiesen, wenn ihre Veräußerung sehr wahrscheinlich und im gegenwärtigen Zustand möglich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um ganze Unternehmensbereiche handeln. Eine Veräußerungsgruppe kann auch Schulden beinhalten, wenn diese Schulden zusammen mit den Vermögenswerten im Rahmen der Transaktion abgegeben werden. Der Ausweis der betreffenden Vermögenswerte und Schulden erfolgt jeweils in einem separaten Bilanzposten. Die zur Veräußerung gehaltenen immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen unterliegen keiner weiteren planmäßigen Abschreibung und werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert zum Zeitpunkt der Qualifizierung als zur Veräußerung bestimmt und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bilanziert.

Konzerninterne Forderungen und Schulden werden vollständig eliminiert. Die Vorjahreswerte werden nicht angepasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung fokussiert sich in der Darstellung auf die Ermittlung des fortzuführenden Geschäftsergebnisses. Das Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäfts wird in der Zeile „Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft nach Ertragsteuern" gezeigt. Die Erfassung der Ergebnisse konzerninterner Lieferungen und Leistungen, die nach Entkonsolidierung des nicht fortgeführten Geschäfts entweder mit diesem oder Dritten fortgeführt werden, erfolgt im fortzuführenden Bereich. Die Eliminierungsbuchungen im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden vollständig dem nicht fortgeführten Geschäft zugeordnet. Die Vorperiode der Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend angepasst. Das Entkonsolidierungsergebnis wird im nicht fortgeführten Geschäft erfasst.

In den Erläuterungen der Bilanzpositionen sind Überleitungen der Jahresanfangswerte zu den Jahresendwerten enthalten. Die Überleitungen fokussieren sich in ihrer Darstellung auf das fortzuführende Geschäft.# Werte des nicht fortgeführten Geschäfts
Werte des nicht fortgeführten Geschäfts sind in der Zeile „Anpassungen gemäß IFRS 5" ausgewiesen. Diese enthalten für das Vorjahr die Aufwendungen und Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung, welche dem nicht fortgeführten Geschäft zuzuordnen sind und im aktuellen Geschäftsjahr die Umgliederung der Bilanzwerte von ARLANXEO in das nicht fortgeführte Geschäft.

Umsatzerlöse und sonstige Erlöse (IFRS 15)

In den Umsatzerlösen werden ab dem 1. Januar 2018 unter Anwendung der Regelungen des IFRS 15 die Verkäufe erfasst, welche im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erbracht werden. Dies sind insbesondere der Verkauf selbst hergestellter chemischer Produkte oder deren Lohnbearbeitung. Zudem werden unter den Umsatzerlösen Forschungs- und Entwicklungsleistungen, Vertriebs- und produktbezogene Dienstleistungen wie auch sonstige langfristig angelegte Dienstleistungen erfasst. Dienstleistungen, welche keinen Bezug zur gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aufweisen und zeitlich begrenzt sind, werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt in Abhängigkeit von der Übertragung der Verfügungsgewalt über die Produkte bzw. Leistungen auf den Kunden. Die Übertragung der Verfügungsgewalt kann zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum erfolgen und ist gegeben, wenn der Kunde über die Nutzung des Vermögenswertes bestimmen und den verbleibenden Nutzen aus ihm ziehen kann. Rückgaberechte bestehen in der Regel nicht.

Die Umsatzerfassung für den Verkauf von chemischen Produkten erfolgt im Regelfall abhängig von den Lieferbedingungen zu dem Zeitpunkt, zu dem der Kunde oder ein von diesem beauftragter Dritter die Produkte in Empfang nimmt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen, der Kunde hat die Ware physisch erhalten und es bestehen im Normalfall keine offenen Verpflichtungen mehr, welche die Annahme des Produkts durch den Kunden hemmen. Die Entstehung des Zahlungsanspruchs, wie auch der Eigentumsübergang sind individuell geregelt und werden für die Bestimmung des Umsatzzeitpunkts mit herangezogen. Die Umsatzbemessung erfolgt — nach Abzug von Verkehrssteuern und Erlösschmälerungen — zum Rechnungsbetrag.

Die Umsatzerfassung im Geschäftsmodell der Herstellung von Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem der Kunde die Ware in Empfang nimmt. Für die Umsatzbemessung wird der zukünftig erwartete Gesamtverkaufserlös der Mindestabnahmemengen über die gesamte Vertragslaufzeit geschätzt und auf die einzelnen Lieferungen alloziert. Hierbei werden Rabatte wie auch materielle Rechte auf den Bezug erwarteter zusätzlicher Abnahmemengen im Gesamtverkaufserlös mit berücksichtigt. Die aus der Durchschnittspreisbemessung entstehenden Unterschiede zum Rechnungspreis werden als Vertragsvermögenswerte bzw. Vertragsverbindlichkeiten bilanziert, welche sich über die Vertragslaufzeit auflösen.

Im Geschäftsmodell der Herstellung von kundenspezifischen Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen besteht für die hergestellten Produkte aus Sicht des LANXESS Konzerns im Sinne der Regelungen des IFRS 15 keine alternative Verwendungsmöglichkeit. Zudem besteht ein vertraglich durchsetzbarer Rechtsanspruch auf Vergütung der Mindestabnahmemengen. Die Umsatzerfassung für fertige und unfertige Erzeugnisse wie auch für Vorauszahlungen des Kunden erfolgt über den Herstellungszeitraum. Basis für die Umsatzbemessung der fertigen Produkte sind die produzierten Mengen des Geschäftsjahres. Für die fertigen Produkte wird der zukünftig erwartete Gesamtverkaufserlös der Mindestabnahmemengen über die gesamte Vertragslaufzeit auf Basis aktueller Vertragsklauseln geschätzt und auf die einzelnen Produktionseinheiten alloziert. Hierbei werden Rabatte wie auch materielle Rechte auf den Bezug erwarteter zusätzlicher Abnahmemengen im Gesamtverkaufserlös mit berücksichtigt. Grundlage für die Umsatzbemessung der unfertigen Produkte sind die angefallenen Herstellungskosten, welche auf Basis der Input-Methode unter Berücksichtigung einer anteiligen Marge des Endprodukts ermittelt werden (Erläuterungen zur Ermittlung der Herstellungskosten vgl. Abschnitt „Vorräte" in diesem Kapitel). Die entsprechenden Forderungen werden bis zum Auslieferungszeitpunkt der Produkte als Vertragsvermögenswerte abgebildet. Mit Umsatzerfassung werden die betroffenen Vorräte ausgebucht. Bei Lieferung der Produkte werden die Vertragsvermögenswerte aufgelöst und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst.

Im Geschäftsmodell Produktverkauf mit Organisation der Frachtleistung erfolgt der Übergang der Verfügungsgewalt auf den Kunden aufgrund der vereinbarten Lieferkonditionen im Wesentlichen am Ende der Frachtleistung. Insofern wird zu diesem Zeitpunkt der Umsatz —nach Abzug von Verkehrssteuern und Erlösschmälerungen — zum Rechnungsbetrag bemessen und erfasst. Die Frachtleistung wird nicht als getrennte Leistungsverpflichtung behandelt.

Die Lohnbearbeitung von chemischen Produkten, Forschungs- und Entwicklungsleistungen, vertriebs- und produktbezogene Dienstleistungen wie auch sonstige auf Dauer angelegte Dienstleistungen werden über den Leistungszeitraum als Umsatz erfasst und nach Abzug von Verkehrssteuern und Erlösschmälerungen zum Rechnungsbetrag bemessen.

Kundenrabatte, welche nicht den Geschäftsmodellen der Herstellung von Produkten bzw. kundenspezifischen Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen zuzuordnen sind, werden in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgte.

Umsatzerlöse und sonstige Erlöse (IAS 18)

Im Vorjahr wurden Umsatzerlöse unter Anwendung der Regelungen des IAS 18 erfasst. Der Umsatz wurde — nach Abzug von Verkehrssteuern und Erlösschmälerungen — realisiert, sobald die Lieferung erfolgt war bzw. die Leistung erbracht wurde. Dies war bei Liefergeschäften dann der Fall, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergangen sind. Darüber hinaus mussten der wirtschaftliche Nutzen hinreichend wahrscheinlich sowie die angefallenen Kosten verlässlich bestimmbar sein. Kundenrabatte wurden in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgte. Erlöse wie z. B. Lizenzeinnahmen, Mieteinnahmen, Zinserträge oder Dividenden, die einem späteren Geschäftsjahr zuzurechnen waren, wurden abgegrenzt.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen zu aktivieren. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die darüber hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Da die Entwicklung und Weiterentwicklung von Produkten und Verfahren aber häufig mit Unsicherheiten hinsichtlich der Realisierbarkeit eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens verbunden ist, sind die Bedingungen für eine Aktivierung von Entwicklungskosten in der Regel nicht erfüllt.

Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen landesspezifische Steuersätze zugrunde. Die Ertragsteuerforderungen und -schulden umfassen sowohl das jeweilige Geschäftsjahr als auch Sachverhalte aus Vorjahren. Den Bewertungen liegt die geltende Rechtslage unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung und herrschender Fachmeinung zugrunde. Unsichere Ertragsteuerpositionen werden mit ihrem Erwartungswert bilanziert, sofern deren Zahlung oder Rückerstattung als wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Gemäß IAS 12 werden latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in Konzern- und Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf realisierbare steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Den Berechnungen liegen Steuerplanungsrechnungen und übliche bzw. realisierbare Steuerstrategien zugrunde. Es werden die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze, die jeweiligen Nutzungszeiträume sowie Verlustverrechnungsbeschränkungen berücksichtigt. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Der Buchwert latenter Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und nur in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um die latenten Steueransprüche zu nutzen. Aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen werden berücksichtigt, soweit es wahrscheinlich ist, dass die Verlustvorträge nutzbar sind. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

Unternehmenserwerbe und -verkäufe

Die Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschung werden die übernommenen Vermögenswerte und -schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die mit dem Unternehmenserwerb in Zusammenhang stehenden Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand der Periode, in der sie anfallen, erfasst. Verkäufe von Anteilen an Tochterunternehmen mit der Folge des Verlusts der Beherrschung werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Bei sukzessiven Anteilsveräußerungen ohne Verlust der Beherrschung wird der Rückgang der Mehrheitsanteile im sonstigen Ergebnis abgebildet und führt zu einem Anstieg der Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital. Wird nach dem Verlust der Beherrschung weiterhin ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt, wird eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder eine Beteiligung nach der Equity-Methode bilanziert.# Sobald kein wesentlicher Einfluss mehr auf die Finanz- und Geschäftspolitik besteht, wird die verbleibende Beteiligung als finanzieller Vermögenswert angesetzt und im sonstigen Ergebnis bzw. im Gewinn oder Verlust zum Zeitwert bilanziert.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des LANXESS Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu-und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Zahlungsströme des fortzuführenden Geschäfts werden getrennt von den Zahlungsströmen des nicht fortgeführten Geschäfts ausgewiesen. Die Darstellung der Zahlungsströme des nicht fortgeführten Geschäfts erfolgt zusammengefasst in einer Zeile je Bereich. Die Vorjahreswerte werden entsprechend angepasst.

Die Zahlungsströme aus der operativen Tätigkeit werden nach der indirekten Methode ermittelt. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten um Effekte aus der Währungsumrechnung, um Effekte der Erstanwendung von Rechnungslegungsstandards und um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen bereinigt und sind somit nicht unmittelbar aus der Konzernbilanz ableitbar.

Die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen werden als Abfluss aus investiver Tätigkeit gezeigt. Sie werden gekürzt um von Dritten hierfür gewährte Zuwendungen. Investitionen im Rahmen von Finanzierungsleasing sowie aktivierte Fremdkapitalkosten sind nicht enthalten. Eine Vergleichbarkeit mit den Investitionen des Anlagenspiegels ist insoweit nicht gegeben.

Die Zahlungen aus operativen Leasingverhältnissen werden als Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit gezeigt. Auszahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, in denen LANXESS Leasingnehmer ist, werden als Abfluss aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen, während Einzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, in denen LANXESS Leasinggeber ist, als Zufluss aus investiver Tätigkeit gezeigt werden.

Zahlungen für die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen, bei denen die späteren Rentenzahlungen direkt aus dem externen Pensionsvermögen erfolgen, werden der operativen Tätigkeit zugeordnet. Zahlungen für Ausfinanzierungen, bei denen LANXESS lediglich Erstattungsansprüche für zukünftig zu leistende Rentenzahlungen zustehen (Contractual Trust Arrangement — CTA), werden in der investiven Tätigkeit ausgewiesen.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb bzw. Verkauf von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten gezahlte Kaufpreise (bzw. erhaltene Verkaufspreise) werden abzüglich erworbener (bzw. abgegebener) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Bereich der investiven Tätigkeit der fortzuführenden Geschäftstätigkeit gezeigt. Diese beinhalten auch die Zahlungen des Kaufpreises für nicht fortgeführte Geschäftstätigkeiten. Erhaltene Zinsen und Dividenden werden in den Zahlungsströmen aus investiver Tätigkeit ausgewiesen. Gezahlte Zinsen und Dividenden werden im Bereich der Finanzierungstätigkeit berücksichtigt.

Vorgehensweise und Auswirkungen der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten im LANXESS Konzern wird zunächst analysiert, inwieweit Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine mögliche Wertminderung von Vermögenswerten bzw. mögliche Wertaufholung wertgeminderter Vermögenswerte hinweisen. Sofern sich hierbei Anzeichen ergeben, dass Vermögenswerte wertgemindert bzw. Wertaufholungen wertgeminderter Vermögenswerte erforderlich sein könnten, werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag verglichen. Diese Analysen werden im LANXESS Konzern mindestens einmal jährlich durchgeführt.

Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden für die Werthaltigkeitsprüfung von Vermögenswerten die Business Units des LANXESS Konzerns definiert, mit Ausnahme der Business Unit Advanced Industrial Intermediates, welche sich in die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Advanced Industrial Intermediates und Antioxidants & Accelerators untergliedert.

Sollten Anzeichen für Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten vorliegen, die auf einer Ebene unterhalb der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten angesiedelt sind, werden für diese Vermögenswerte Werthaltigkeitsprüfungen durchgeführt und, wenn erforderlich, Wertminderungen oder Wertaufholungen im Gewinn oder Verlust erfasst.

Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, werden einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Hierbei werden die Restbuchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, einschließlich der zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte, dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts der Business Unit Advanced Industrial Intermediates bilden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Advanced Industrial Intermediates und Antioxidants & Accelerators eine Gruppe.

Mit dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO zum 31. Dezember 2018 sind die Business Units Tire & Specialty Rubbers (Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers) und High Performance Elastomers (High Performance Elastomers und Keltan Elastomers) abgegangen. Der mit der Business Unit Tire & Specialty Rubbers verbundene Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Vorjahr auf der Ebene der Gruppe der beiden Business Units Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers getestet und ist zum 31. Dezember 2018 infolge der Entkonsolidierung vollständig abgegangen.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten des Abgangs und dem Nutzungswert. Ist der Restbuchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag, liegt in Höhe der Differenz unter Umständen ein Abwertungsverlust vor.

Der beizulegende Zeitwert abzüglich Kosten des Abgangs stellt zum jeweiligen Überprüfungszeitpunkt die bestmögliche Schätzung des Erlöses dar und ist der Betrag, der durch den Verkauf der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen Parteien nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte.

Der Nutzungswert ist definiert als der Barwert der künftigen Zahlungsströme, die durch die fortlaufende Nutzung eines Vermögenswerts und dessen Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden.

Die Prüfung auf Wertminderung bzw. Wertaufholung wird in einem ersten Schritt nach dem Verfahren des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs durchgeführt. Sofern der hierbei ermittelte Betrag den Restbuchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter- bzw. überschreitet, erfolgt eine Beurteilung des Nutzungswerts.

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs wird in der Regel ein kapitalwertorientiertes Verfahren zugrunde gelegt, welches der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zuzuordnen ist (vgl. An-hangangabe [36], Abschnitt „Bewertung zum beizulegenden Zeitwert").

Die Bestimmung des erzielbaren Betrags auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs basiert in der Regel auf einer Prognose der künftigen Netto-Zahlungsströme. Als Grundlage dient die vom Management der LANXESS AG verabschiedete Planung. Diese beinhaltet Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung des erwarteten Marktumfelds und weiterer Einflussfaktoren, wie künftige Rohstoffpreise, Energiekosten, Funktionskosten, Wechselkurse und Investitionen. Zwischen den Einflussfaktoren bestehen wechselseitige Zusammenhänge, die sich in den erwarteten Netto-Zahlungsströmen widerspiegeln. Die Einschätzungen beruhen auf Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit unter Berücksichtigung interner sowie externer ökonomischer und industriespezifischer Informationsquellen. Erweiterungsinvestitionen, Reorganisationsprojekte und die daraus entstehenden Synergien, soweit diese auch durch einen externen Dritten nutzbar sind, werden bei den zukünftigen Netto-Zahlungsströmen im Rahmen dieser Einschätzungen berücksichtigt.

Bei der Bestimmung des Nutzungswerts wird eine entsprechende Prognose der künftigen Netto-Zahlungsströme vorgenommen. Hierbei finden jedoch zukünftige Mittelzu- und -abflüsse aus noch nicht begonnenen Erweiterungsinvestitionen, geplanten, aber nicht verabschiedeten Restrukturierungen sowie deren Synergien keine Berücksichtigung. Konzernfunktionsbereichskosten werden berücksichtigt, sofern ein potenzieller Erwerber diese aufwenden müsste.

Sowohl für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs wie auch für die Bestimmung des Nutzungswerts umfassen die Prognosen einen Zeitraum von fünf Jahren. Im Rahmen der Ermittlung der ewigen Rente wird grundsätzlich auf dem letzten Planungsjahr aufgesetzt und es werden keine Wachstumsraten berücksichtigt. Gegebenenfalls werden Anpassungen zur Abbildung des sogenannten eingeschwungenen Zustands in der ewigen Rente vorgenommen.

Die künftigen Netto-Zahlungsströme werden mit einem gewogenen Kapitalkostensatz abgezinst. Der Kapitalkostensatz ergibt sich gemäß IAS 36 unter Anwendung kapitalmarktorientierter Modelle und durch Berücksichtigung einer branchenspezifischen Kapitalstruktur sowie branchenspezifischer Geschäftsrisiken der Chemieindustrie und ist aus externen Kapitalinformationen abgeleitet.

Wenn im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung die Höhe von aufwandswirksamen Wertminderungen ermittelt wird, so erfolgt im ersten Schritt die Abschreibung vorhandener Geschäftsoder Firmenwerte der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheit.# Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird anteilig auf die anderen langfristigen Vermögenswerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit entsprechend den den Werthaltigkeitsprüfungen zugrunde liegenden Restbuchwerten verteilt.

Hierbei werden die unterhalb der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegenden langfristigen Vermögenswerte auf ihren erzielbaren Betrag hin beurteilt und eine Verlustverteilung nur bis zur Höhe des erzielbaren Betrags dieser Vermögenswerte vorgenommen. Ein übersteigender Wertminderungsaufwand, der diesen Vermögenswerten darüber hinaus zugeordnet worden wäre, wird anteilig auf die anderen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen werden in voller Höhe erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst und in der Segmentberichterstattung in den jeweiligen Segmentaufwendungen ausgewiesen.

Ergeben sich im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte, weil die Anhaltspunkte für eine frühere Wertminderung nicht mehr bestehen oder sich geändert haben, erfolgt eine Wertaufholung auf maximal den Betrag, der sich bei Ausbleiben jener Wertminderung unter Anwendung der planmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Es werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Wertaufholungen werden in voller Höhe erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst und in der Segmentberichterstattung in den jeweiligen Segmenterträgen ausgewiesen. Die Ergebnisse der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäftsjahre 2017 und 2018 werden im folgenden Abschnitt erläutert.

SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN UND ERMESSENSSPIELRÄUME

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS bedingt die Auswahl von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Einbeziehung von zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen, die sich auf den Wertansatz der aktivierten Vermögenswerte und passivierten Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken können. Alle getroffenen Annahmen und Schätzungen im Konzernabschluss basieren auf den Erwartungen des Managements. Erkenntnisse, die zu Schätzungsänderungen führen, werden laufend berücksichtigt und können gegebenenfalls zu einer Anpassung der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen. Nachfolgend werden die Annahmen und Schätzungen erläutert, die einen wesentlichen Einfluss auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden im LANXESS Konzern haben können.

Der LANXESS Konzern führt Werthaltigkeitsprüfungen für einzelne oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, mindestens einmal jährlich durch. Darüber hinaus finden Überprüfungen der Werthaltigkeit anlassbezogen statt (vgl. Abschnitt „Vorgehensweise und Auswirkungen der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen").

Den Werthaltigkeitsprüfungen von Vermögenswerten wie auch den Werthaltigkeitsprüfungen von Geschäfts- oder Firmenwerten lagen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs kapitalwertorientierte Verfahren zugrunde, welche der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zuzuordnen sind. Bei den im Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen von Vermögenswerten können die getroffenen Annahmen und Schätzungen des Managements von den tatsächlichen Gegebenheiten in späteren Perioden abweichen, woraus sich ein Wertänderungsbedarf ergeben könnte. Erwartungen des Managements über zukünftige Netto-Zahlungsströme haben somit indirekt Auswirkung auf die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen Vermögenswerten.

Den jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen liegt ein Diskontierungszinssatz nach Steuern von 6,7 % (Vorjahr: 7,2 %) und den Werthaltigkeitsprüfungen zum Abschlussstichtag ein Diskontierungszinssatz nach Steuern von 6,7 % (Vorjahr: 7,0 %) zugrunde.

Die Prüfungen der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierender Einheiten ergaben für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 keinen Wertminderungsbedarf. Im Vorjahr wurde kein Wertaufholungsbedarf von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte festgestellt.

Die jährliche Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt nach dem Verfahren des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden in lokaler Währung geführt. Im Nachfolgenden werden die wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte erläutert.

Im Geschäftsjahr 2018 erwarb der LANXESS Konzern einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 12 Mio. € durch die Übernahme des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts vom belgischen Chemiekonzern Solvay einschließlich dessen Produktionsstandort in Charleston (USA). Der neu erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde der Business Unit Additives im Segment Specialty Additives zugeordnet und zum Abschlussstichtag auf Werthaltigkeit überprüft. Durch den neu erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert und durch Wechselkurseffekte erhöhte sich der Geschäfts- oder Firmenwert der Business Unit Additives auf 524 Mio. € (Vorjahr: 489 Mio. €).

Der Geschäfts- oder Firmenwert der Business Unit Urethane Systems beträgt zum 31. Dezember 2018 149 Mio. € (Vorjahr: 141 Mio. €). Die Veränderung ergibt sich durch Wechselkurseffekte. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Business Unit Material Protection Products erhöhte sich durch Wechselkurseffekte zum 31. Dezember 2018 auf 137 Mio. € (Vorjahr: 133 Mio. €). Auf andere Business Units entfallen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 40 Mio. € (Vorjahr: 33 Mio. €), welche aus Wesentlichkeitsgründen nicht erläutert werden.

Für den im Vorjahr übernommenen Geschäfts- oder Firmenwert des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura, Middlebury (USA), wurde im April 2018 die Kaufpreisallokation abgeschlossen. Das Chemtura Geschäft mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven wurde im Vorjahr mit den LANXESS Geschäftsbereichen Plastic Additives und Lubricant Additives in der Business Unit Additives zusammengeführt und dem Segment Specialty Additives zugeordnet. Für den ehemaligen Chemtura Geschäftsbereich Urethane wurde die Business Unit Urethane Systems gebildet und dem Segment Engineering Materials zugeordnet. Das ehemalige Chemtura Geschäft mit Organometallen wurde in die LANXESS Business Unit Advanced Industrial Intermediates im Segment Advanced Intermediates integriert. Aufgrund neuer Informationen und Erkenntnisse veränderte sich mit Abschluss der Kaufpreisallokation der Geschäfts- oder Firmenwert unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten zum 31. Dezember 2017 abschließend um 15 Mio. € auf 626 Mio. €. Die Erhöhung wurde auf die Business Units Additives mit 7 Mio. € und Advanced Industrial Intermediates in Höhe von 8 Mio. € alloziert, so dass zum 31. Dezember 2017 der Business Unit Additives 477 Mio. €, der Business Unit Urethane Systems 141 Mio. € und der Business Unit Advanced Industrial Intermediates 8 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte zuzuordnen waren. Die Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2017 hätten aufgrund der Änderungen in der finalen Kaufpreisallokation zu keinen anderen Ergebnissen geführt. Wertminderungen wären nicht zu erfassen gewesen.

Des Weiteren erwarb der LANXESS Konzern im Vorjahr einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 20 Mio. € aus der Akquisition sämtlicher Anteile an dem Biotech-Startup IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund (Deutschland). Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ist der Business Unit Material Protection Products im Segment Performance Chemicals zugeordnet und wurde im Vorjahr zum Abschlussstichtag auf Werthaltigkeit geprüft.

Hinsichtlich der Ermittlung der Netto-Zahlungsströme verweisen wir auf die in diesem und im vorherigen Kapitel erfolgten Angaben. Die Business Units Additives und Urethane Systems sind von verschiedenen weiterverarbeitenden Industrien und die Business Unit Material Protection Products ist von der Entwicklung verschiedener Industrien abhängig. Die der Detailplanung zugrunde gelegten Einschätzungen der zukünftigen Marktentwicklungen sind von der jeweiligen Abnehmerindustrie abhängig und beruhen auf Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit unter Berücksichtigung interner sowie externer ökonomischer und industriespezifischer Informationsquellen. Für die Business Unit Additives wurde ein Umsatzwachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 4 % (Vorjahr: 4 %), für die Business Unit Urethane Systems ein Umsatzwachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 7 % (Vorjahr: 5%) und für die Business Unit Material Protection Products ein Umsatzwachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 5% (Vorjahr: 5%) geplant.

Für die Werthaltigkeitsprüfungen der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Abbildung des eingeschwungenen Zustands im aktuellen Geschäftsjahr bei der Business Unit Additives in der ewigen Rente niedrigere EBITDA-Werte als im letzten Planungsjahr angesetzt. Bei der Business Unit Urethane Systems wurde im aktuellen Geschäftsjahr und bei der Business Unit Additives im Vorjahr in der ewigen Rente höhere EBITDA-Werte als im letzten Planungsjahr zur Abbildung des eingeschwungenen Zustands angesetzt. In den Geschäftsjahren 2017 und 2018 ergab sich bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte kein Wertminderungsbedarf. Weder eine Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 1 %-Punkt noch eine Verminderung der zukünftigen Netto-Zahlungsströme um 10 % hätten zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte geführt. Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden Einschätzungen des Einflusses eines möglichen Brexits vorgenommen.Insbesondere das Ausscheiden Großbritanniens aus der europäischen Zollunion und auch mögliche Neuzulassungen im Rahmen der Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) könnten im Falle eines harten Brexits handelsübliche Lieferzeiten verlängern. Um diese weiterhin zu gewährleisten, sind Maßnahmen zum Aufbau von Vorratsbeständen wie auch ein konstanter Austausch mit Abnehmern und Lieferanten vorgesehen. Aufgrund dieser Maßnahmen wird kein wesentlicher negativer Einfluss auf den Geschäftsverlauf erwartet. Jedoch sind zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung weder die politischen Rahmenbedingungen noch die damit verbundenen Folgen final abschätzbar und können zukünftigen Änderungen unterliegen. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen eines sich verschärfenden Handelskonflikts zwischen den USA und der Volksrepublik China untersucht. Die Analysen haben jedoch gezeigt, dass nur sehr vereinzelt Produkte des Portfolios betroffen und die Warenströme von China in die USA lediglich schwach ausgeprägt sind. Aus diesem Grund ist kein signifikant negativer Einfluss durch die direkten Folgen der Auseinandersetzung auf die Geschäftstätigkeit zu erwarten. Auch der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen werden durch die getroffenen Annahmen über die Eintrittswahrscheinlichkeit, die zeitliche Verteilung, den zugrunde gelegten Abzinsungsfaktor sowie die absolute Höhe des Risikos beeinflusst. Der LANXESS Konzern hat für den Konzernabschluss 2018 eine gemäß IFRS vorgeschriebene Sensitivitätsanalyse für Rückstellungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Analyse wurden die möglichen Effekte aus der isolierten Variation der verwendeten Parameter ermittelt. Insbesondere wurden die prognostizierte Eintrittswahrscheinlichkeit, der Diskontierungszinssatz sowie die absolute Höhe des Risikos variiert. Die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse verdeutlichten, dass die untersuchten Variationen der oben beschriebenen Annahmen keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der sonstigen Rückstellungen im LANXESS Konzernabschluss haben. Hinsichtlich der Sensitivitätsanalysen in Bezug auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird auf die unter Anhangangabe [14] gemachten Anmerkungen verwiesen. Auch bei leistungsorientierten Versorgungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen und Schätzungen unumgänglich. Der Abschnitt „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" enthält Informationen über die Annahmen bezüglich der Bewertungsparameter, die für die versicherungsmathematischen Berechnungen und Schätzungen zugrunde gelegt wurden (vgl. Anhangangabe [14]). Des Weiteren ist der LANXESS Konzern von Rechtsstreitigkeiten betroffen. Als ein international tätiges Chemieunternehmen ist der LANXESS Konzern im Rahmen seines normalen Geschäftsbetriebs behördlichen oder gerichtlichen Verfahren ausgesetzt und könnte es auch in Zukunft sein. Behördliche und gerichtliche Verfahren werfen in der Regel schwierige Sachverhalts- und Rechtsfragen auf und sind Unwägbarkeiten unterworfen. Der Ausgang von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren kann nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. Es können z. B. aufgrund von gerichtlichen Entscheidungen zusätzliche Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch ausgewiesene Rückstellungen oder entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt sind sowie wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft, die Ertragslage oder die Zahlungsströme des LANXESS Konzerns haben können. Auch die Bildung von Rückstellungen für Umweltschutz- und Sanierungsmaßnahmen ist mit Unsicherheiten behaftet und erfordert Berechnungen und Schätzungen zukünftiger Kosten. Der Abschnitt „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen" enthält diesbezügliche Informationen (vgl. Anhangangabe [15]). Zudem unterliegen Steuersachverhalte Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch Steuerbehörden. Auch wenn der LANXESS Konzern der Überzeugung ist, Steuersachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen können. Sofern Änderungen von Steuerfestsetzungen wahrscheinlich sind, wurden entsprechende Risikovorsorgen getroffen. Darüber hinaus werden Belastungen aus Steuerrisiken der Vorjahre als nicht wahrscheinlich angesehen. Im Falle nachteiliger Entwicklungen könnten sich für LANXESS jedoch zusätzliche Belastungen im unteren bis mittleren zweistelligen Mio.-€-Bereich ergeben. Den Berechnungen liegen insbesondere Erfahrungswerte aus den Ergebnissen früherer Steuerprüfungen und deren Auswirkungen für Folgezeiträume wie auch die geltende Rechtslage unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung sowie herrschender Fachmeinung zugrunde. Insofern können sich in Zukunft Abweichungen zu den aktuellen Einschätzungen ergeben. Im Rahmen von Unternehmenserwerben erfordert die Anwendung der Erwerbsmethode bestimmte Schätzungen und Beurteilungen zum Erwerbszeitpunkt. Dies betrifft insbesondere die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts sowie die Einschätzung von Nutzungsdauern erworbener immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen und die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von übernommenen Schulden. Die Bewertung basiert im Wesentlichen auf zukünftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüssen. Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den zum Erwerbszeitpunkt zugrunde gelegten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen können das zukünftige Konzernergebnis wesentlich beeinflussen. Die Kaufpreisaufteilung erfolgt grundsätzlich unter Einbeziehung externer Gutachter. Bei Akquisitionen mit geringerem Wert werden der Kaufpreisaufteilung im Wesentlichen eigene Einschätzungen und Bewertungen zugrunde gelegt. Die Einschätzungen und Bewertungen basieren auf Kenntnissen, welche zum und unmittelbar nach dem Erwerbszeitpunkt vorliegen. Diese können innerhalb eines Jahres nach Erwerbszeitpunkt aufgrund neuer Informationen und Kenntnisse angepasst werden. Bei der Bemessung der Umsatzerlöse beim Geschäftsmodell langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen wird der zukünftig erwartete Gesamtverkaufserlös der Mindestabnahmemengen über die gesamte Vertragslaufzeit geschätzt und auf die einzelnen Lieferungen bzw. im Falle der Herstellung kundenspezifischer Produkte auf die einzelnen Produktionseinheiten alloziert. Die Schätzungen basieren auf der aktuellen Planung für erwartete zukünftige Verkaufspreise und -mengen. Insbesondere Verkaufspreise können sich jedoch durch Preisanpassungsmechanismen (Formelpreise für Produktionsfaktoren, Staffelpreise, Rabattvereinbarungen) über die Vertragslaufzeit verändern, sodass sich in Zukunft Abweichungen zu den aktuellen Einschätzungen ergeben können. Weitere wesentliche Schätzungen und Ermessensausübungen betreffen die Bestimmung der Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die Aktivierung von Entwicklungskosten, die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, die Bewertung von Vorräten sowie die Realisierbarkeit von Steuerforderungen und aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge.

BERICHTERSTATTUNG ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der LANXESS Konzernabschluss umfasst neben der LANXESS AG als Muttergesellschaft alle in- und ausländischen Beteiligungsgesellschaften.

scroll EMEA (ohne Deutschland) Deutschland Nordamerika Lateinamerika Asien/Pazifik Gesamt
Vollkonsolidierte Unternehmen (inkl. Muttergesellschaft)
1.1.2018 40 12 13 8 30 103
Abgänge -9 -1 -4 -2 -4 -20
Verschmelzungen - -2 - - - -2
31.12.2018 31 9 9 6 26 81
Konsolidierte assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen
1.1.2018 - 2 1 - - 3
Veränderungen - - - - - 0
31.12.2018 0 2 1 0 0 3
Nicht konsolidierte Unternehmen
1.1.2018 2 3 1 4 2 12
Abgänge - - - -1 - -1
31.12.2018 2 3 1 3 2 11
Insgesamt
1.1.2018 42 17 15 12 32 118
Zugänge - - - - - 0
Abgänge -9 -1 -4 -3 -4 -21
Verschmelzungen - -2 - - - -2
31.12.2018 33 14 11 9 28 95

Zum 31. Dezember 2018 wurde der Verkauf des verbliebenen 50 %-Anteils an ARLANXEO an die Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), abgeschlossen. Mit Vollzug der Transaktion wurde der Anteil an der ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande), einschließlich 15 Tochterunternehmen auf den ehemaligen Partner Saudi Aramco übertragen. Im Berichtszeitraum wurden die Gesellschaften Chemours Jersey Ltd., Jersey (Großbritannien), Chemtura Shanghai Co. Ltd., Schanghai (China), sowie die LANXESS Solutions Belgium N.V., Antwerpen (Belgien), liquidiert. Darüber hinaus wurde die LANXESS Buna GmbH, Marl (Deutschland), auf die LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland), sowie die LANXESS OMS Holding GmbH, Bergkamen (Deutschland), auf die LANXESS Organometallics GmbH, Bergkamen (Deutschland), verschmolzen. Ebenfalls wurden im Berichtsjahr die Gesellschaften LANXESS Laurel US LLC, Wilmington, New Castle (USA), sowie die LANXESS Laurel de Mexico, S.A. de C.V., Reynosa (Mexiko), veräußert. Bei den Gesellschaften Europigments, S.L., Barcelona (Spanien), und Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China), handelt es sich um Produktionsgesellschaften, an denen LANXESS einen Kapitalanteil von 52 % bzw. 90 % hält. Die Gesellschaften werden aufgrund des mehrheitlichen Stimmrechtsanteils von LANXESS beherrscht und vollkonsolidiert. Der Anteil anderer Gesellschafter an den Tätigkeiten und Zahlungsflüssen des LANXESS Konzerns ist unwesentlich. Die DuBay Polymer GmbH, Hamm (Deutschland), ist als gemeinschaftlich geführtes Unternehmen anteilig gemäß IFRS 11 als gemeinsame Geschäftstätigkeit in den Konzernabschluss einbezogen, da die beteiligten Partner die Führung gemeinsam ausüben und die Produktion im Wesentlichen gemeinsam abnehmen. Der Kapitalanteil von LANXESS beträgt 50 %.# Geschäftszweck der Gesellschaft

Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Produktion von Polybutylenterephthalat-Basisharzen und -Mischungen für die gemeinschaftlich tätigen Gesellschafter sowie deren verbundene Unternehmen. Wesentliche Risiken bestehen für LANXESS aus dem Gesellschaftsverhältnis nicht.

Die Rubicon LLC, Salt Lake City (USA), ist als gemeinschaftlich geführtes Unternehmen anteilig gemäß IFRS 11 als gemeinsame Geschäftstätigkeit in den Konzernabschluss einbezogen, da die beteiligten Partner die Führung gemeinsam ausüben und die Produktion vollumfänglich von den Partnern abgenommen wird. Der Kapitalanteil von LANXESS beträgt 50 %.

Geschäftszweck der Gesellschaft ist im Wesentlichen die Produktion von Anilin, Diphenylaminen, Methylendiphenylisocyanaten sowie Polyolen für die gemeinschaftlich tätigen Gesellschafter sowie deren verbundene Unternehmen. Aus dem Gesellschaftsverhältnis bestehen für LANXESS keine wesentlichen Risiken.

Zudem ist die Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), als assoziiertes Unternehmen im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt (vgl. Anhangangabe [3]). Der Kapitalanteil von LANXESS beträgt 40 %. Aufgrund der Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen in wesentlichen Punkten mitzuwirken, liegt ein maßgeblicher Einfluss vor. Die Gesellschaft erbringt im Wesentlichen Standortdienstleistungen in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Logistik für die LANXESS Produktionsstätten in Deutschland. Aus der Stellung als persönlich haftender Gesellschafter können zukünftig gegebenenfalls Kapitalnachschusspflichten entstehen. Die aus dem Gesellschaftsverhältnis bestehenden Liefer- und Leistungsbeziehungen werden in Anhangangabe [34] erläutert.

Bei Gesellschaften in den Ländern Argentinien, Brasilien, China, Indien, der Republik Korea, Russland, Südafrika und Taiwan liegen aufgrund von regulierten Kapitalmärkten Beschränkungen bei Zahlungsmitteltransfers vor. Hiervon betroffen sind ca. 5 % (Vorjahr: 13 %) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte des LANXESS Konzerns.

Die nicht konsolidierten Unternehmen werden zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Sie sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da ihre kumulierten Umsätze weniger als 0,1 % des Konzernumsatzes und ihr kumuliertes Eigenkapital weniger als 0,1 % des Konzerneigenkapitals betragen.

Zugänge aus Akquisition im laufenden Geschäftsjahr

Am 7. Februar 2018 hat LANXESS das US-amerikanische Phosphorchemikalien-Geschäft des belgischen Chemiekonzerns Solvay einschließlich des Produktionsstandorts in Charleston (USA) übernommen. An dem Standort werden Phosphorchemikalien sowie zahlreiche Folgeprodukte wie zum Beispiel Flammschutz-Additive und Zwischenprodukte für Agrochemikalien hergestellt. Die Produktionsanlage ergänzt das globale Produktionsnetzwerk der phosphor- und brombasierten Flammschutzmittel insbesondere im US-amerikanischen Markt. Das Geschäft wurde in die Business Unit Additives im Segment Specialty Additives integriert. Der Kaufpreis von 54 Mio. € wurde aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert. Die Akquisition wurde als Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 bilanziert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden dabei die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Bei den im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich hauptsächlich um Kundenbeziehungen. Die Kaufpreisallokation wurde innerhalb des Bewertungszeitraumes abgeschlossen und ist zum 31. Dezember 2018 als final anzusehen. Das erworbene Geschäft trug seit dem Akquisitionszeitpunkt mit 52 Mio. € zum Umsatz bei und hatte keinen wesentlichen Effekt auf das Ergebnis des LANXESS Konzerns. Das Konzernergebnis war durch Ergebnisbelastungen aus der Kaufpreisallokation beeinflusst. Wäre das Geschäft bereits zum 1. Januar 2018 übernommen worden, hätte sich der Beitrag zum LANXESS Konzernumsatz und zum Konzernergebnis nur geringfügig verändert. Im Zusammenhang mit dieser Akquisition wurden im Vorjahr Transaktionskosten in Höhe von 2 Mio. € unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 12 Mio. € bildet im Wesentlichen Synergieeffekte sowie alternative Produktionskapazitäten ab. Einige Kunden sowie die chemische Beschaffenheit der Produkte und die damit einhergehenden Transportwege fordern die geografische Nähe. Der lokale Vorteil des Produktionsstandorts spiegelt sich im Geschäfts- oder Firmenwert wider. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich abzugsfähig.

In der folgenden Tabelle sind die Effekte aus der Akquisition auf die Vermögenslage des Konzerns dargestellt:

Zugänge aus Akquisition scroll in Mio. € Beizulegende Zeitwerte bei Erstkonsolidierung
Immaterielle Vermögenswerte 13
Sachanlagen 24
Vorräte 6
Summe Aktiva 43
Langfristiges Fremdkapital 0
Kurzfristiges Fremdkapital 1
Summe Passiva (ohne Eigenkapital) 1
Nettovermögen (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) 42
Anschaffungskosten 54
Geschäfts- oder Firmenwert 12

Zugänge aus Akquisitionen im Vorjahr

LANXESS übernahm am 21. April 2017 den US-amerikanischen Konzern Chemtura. Ab diesem Zeitpunkt erfolgte der erstmalige Einbezug in den Konzernabschluss von LANXESS. Das erworbene Geschäft mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven wurde dem Segment Additives zugeordnet, während das Organometalle-Geschäft in das Segment Advanced Intermediates integriert wurde. Die Urethane-Sparte von Chemtura stellt eine eigene Business Unit im Segment Engineering Materials dar. Die Akquisition wurde als Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 bilanziert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden dabei die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Gemäß IFRS 3 kann die Kaufpreisallokation innerhalb eines Jahres nach Erwerbszeitpunkt aufgrund neuer Informationen und Kenntnisse angepasst werden. Im April 2018 wurde die Kaufpreisallokation für Chemtura abgeschlossen. Gegenüber den im Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 offengelegten Informationen haben sich die langfristigen Ertragsteuerschulden sowie der Geschäfts- oder Firmenwert abschließend um 15 Mio. € erhöht. Die Werte der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 wurden entsprechend angepasst. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelten immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 769 Mio. € verteilen sich auf Kundenbeziehungen in Höhe von 536 Mio. €, Marken in Höhe von 105 Mio. € sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte von 128 Mio. €. Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 698 Mio. € spiegelt im Wesentlichen zusätzliche Absatzmöglichkeiten wider, die sich mit neuen Kunden hauptsächlich auf dem europäischen und nordamerikanischen Markt ergeben. Darüber hinaus reflektiert der Geschäfts- oder Firmenwert eine Verbesserung der Kostenstruktur und der Rohmaterialbeschaffung sowie eine höhere Produktionsauslastung. Der Geschäfts- oder Firmenwert entfällt auf die Business Units Additives mit 531 Mio. €, Urethane Systems mit 159 Mio. € sowie auf Advanced Industrial Intermediates mit 8 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

In der folgenden Tabelle sind die Effekte aus der Akquisition auf die Vermögenslage des Konzerns dargestellt:

Zugänge aus der Akquisition von Chemtura im Vorjahr scroll in Mio. € Beizulegende Zeitwerte bei Erstkonsolidierung
Immaterielle Vermögenswerte 769
Sachanlagen 847
Vorräte 349
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 219
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 215
Sonstige Vermögenswerte 246
Summe Aktiva 2.645
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 217
Sonstiges langfristiges Fremdkapital 354
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 169
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 461
Sonstiges kurzfristiges Fremdkapital 128
Summe Passiva (ohne Eigenkapital) 1.329
Nettovermögen (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) 1.316
Anschaffungskosten 2.014
Geschäfts- oder Firmenwert 698

Am 18. Dezember 2017 hat LANXESS alle Anteile an dem Biotech-Startup IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund (Deutschland), erworben und dadurch seine Kompetenzen im Bereich Biotechnologie erweitert. Hinsichtlich der Kaufpreisallokation haben sich bis zum 31. Dezember 2018 keine Änderungen gegenüber den im Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 offengelegten Informationen ergeben. Die zum Jahresende 2017 in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten berücksichtigten bedingten Gegenleistungen von 11 Mio. € sind im Geschäftsjahr 2018 zur Auszahlung gekommen.

Zugänge aus der Akquisition von IMD Natural Solutions im Vorjahr scroll in Mio. € Beizulegende Zeitwerte bei Erstkonsolidierung
Immaterielle Vermögenswerte 15
Sachanlagen 0
Vorräte 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1
Summe Aktiva 17
Langfristiges Fremdkapital 7
Kurzfristiges Fremdkapital 0
Summe Passiva (ohne Eigenkapital) 7
Nettovermögen (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) 10
Anschaffungskosten 30
Geschäfts- oder Firmenwert 20

Nicht fortgeführtes Geschäft

Im Rahmen seiner Neuausrichtung gründete LANXESS am 1. April 2016 mit Saudi Aramco eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken unter dem Namen ARLANXEO, an der beide Partner zu jeweils 50 % beteiligt waren. ARLANXEO wurde in den LANXESS Konzernabschluss einbezogen und vollkonsolidiert, da über die ausschlaggebende Stimme des von LANXESS gestellten Vorsitzenden des Gesellschafterausschusses von ARLANXEO die Möglichkeit bestand, die Finanz- und Geschäftspolitik in entscheidenden Punkten zu bestimmen. Seit dem 1.# LANXESS AG

April 2018, a year before the planned termination of full consolidation, ARLANXEO was accounted for as a discontinued operation in accordance with IFRS 5 and reported accordingly. On December 31, 2018, LANXESS sold its 50% stake in ARLANXEO to Saudi Aramco subsidiary Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., The Hague (Netherlands), and deconsolidated the investment in ARLANXEO. The accounting and valuation of the discontinued operation follow the same accounting rules and interpretations as the continuing operation. The carrying amounts of the assets and liabilities of ARLANXEO that were disposed of are summarized in the following table:

in Mio. € 31.12.2018
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1.834
Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.035
Sonstige Vermögenswerte 379
Summe Vermögenswerte 3.248
Rückstellungen 309
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 331
Sonstige Verbindlichkeiten 263
Summe Verbindlichkeiten 903

The income statement of the LANXESS Group focuses on the determination of the result of continuing operations. The result of discontinued operations is shown in a single line, which is explained in more detail below. As of April 1, 2018, the intangible assets and property, plant and equipment of ARLANXEO were no longer subject to scheduled depreciation. Intra-group deliveries and services that are continued with ARLANXEO or third parties after the deconsolidation of ARLANXEO are recognized in the continuing segment. The elimination entries in the scope of expense and income consolidation are fully allocated to discontinued operations. The prior-year periods of the income statement have been adjusted accordingly. The result from discontinued operations is broken down as follows:

Gewinn- und Verlustrechnung des nicht fortgeführten Geschäfts

in Mio. € 2017 2018
Umsatzerlöse 3.134 3.180
Kosten der umgesetzten Leistungen -2.723 -2.560
Bruttoergebnis vom Umsatz 411 620
Andere Funktionskosten -275 -234
Operatives Ergebnis (EBIT) 136 386
Finanzergebnis -30 -34
Ergebnis vor Ertragsteuern 106 352
Ertragsteuern -42 -101
Ergebnis nach Ertragsteuern 64 251

In the statement of cash flows, the cash flows from continuing operations are reported separately from the cash flows from ARLANXEO. The cash flows from ARLANXEO are presented in a summarized form in one line per segment. The prior-year figures have been adjusted accordingly. The preliminary purchase price for the sale of the stake in ARLANXEO to Saudi Aramco was €1,427 million and was settled by the transfer of cash and cash equivalents. The cash and cash equivalents disposed of as a result of the sale amounted to €123 million. The income taxes incurred in connection with the sale amount to €33 million. The income taxes on the ordinary business activities of the discontinued operations amounted to €68 million. The gain on the sale of the stake in ARLANXEO is €90 million and is reported in the LANXESS Group's income statement in the line "Result from discontinued operations after income taxes."

Gewinn aus der Veräußerung

in Mio. € 31.12.2018
Gesamterlös 1.427
Abgegangenes Nettovermögen 2.345
Anteile anderer Gesellschafter -1.179
Kumulative Gewinne und Verluste aus erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten, die zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlustes aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -12
Kumulative Währungsgewinne und -verluste aus den veräußerten Nettovermögenswerten und den dazugehörigen Hedging-Instrumenten, die zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlustes aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -126
Gewinn aus der Veräußerung vor Ertragsteuern 123
Ertragsteuern -33
Gewinn aus der Veräußerung 90

The gain on disposal before income taxes is included in other operating expenses in the income statement of discontinued operations.

Sonstige Erläuterungen zum Konsolidierungskreis

The following table lists the affiliated companies according to § 313 para. 2 HGB:

Name und Sitz der Gesellschaft Vollkonsolidierte Unternehmen Kapitalanteil in %
Deutschland
LANXESS AG, Köln
Bond-Laminates GmbH, Brilon 100
IAB lonenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin 100
IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund 100
LANXESS Accounting GmbH, Köln 100
LANXESS Deutschland GmbH, Köln 100
LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen 100
LANXESS Organometallics GmbH, Bergkamen 100
Saltigo GmbH, Leverkusen 100
EMEA (ohne Deutschland)
Anderol B.V., Venlo (Niederlande) 100
Antec International Ltd., Sudbury, Suffolk (Großbritannien) 100
Chemtura France S.A.S., Fitz James (Frankreich) 100
Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) 52
Great Lakes Chemical (Netherlands) B.V., Amsterdam (Niederlande) 100
Great Lakes Holding S.A.S., Fitz James (Frankreich) 100
LANXESS (Pty) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 100
LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) 100
LANXESS CISA (Pty) Ltd., Newcastle (Südafrika) 100
LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) 100
LANXESS Chrome Mining (Pty) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 74
LANXESS Epierre SAS, Epierre (Frankreich) 100
LANXESS Holding Switzerland AG, Frauenfeld (Schweiz) 100
LANXESS Holding UK Unlimited, Manchester (Großbritannien) 100
LANXESS Investments Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) 100
LANXESS Kimya Ticaret Limited Sirketi, Istanbul (Türkei) 100
LANXESS Limited, Newbury (Großbritannien) 100
LANXESS Manufacturing Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) 100
LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) 100
LANXESS S.A.S., Courbevoie (Frankreich) 100
LANXESS S.r.l., Mailand (Italien) 100
LANXESS Sales Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) 100
LANXESS Services Switzerland GmbH, Frauenfeld (Schweiz) 100
LANXESS Solutions Italy S.r.L., Latina (Italien) 100
LANXESS Solutions UK Ltd., Manchester (Großbritannien) 100
LANXESS Switzerland GmbH, Frauenfeld (Schweiz) 100
LANXESS Urethanes UK Ltd., Baxenden NR Accrington (Großbritannien) 100
LANXESS, Moskau (Russland) 100
LANXESS Lipetsk, Lipetsk (Russland) 100
Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) 100
Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury (Großbritannien) 100
Nordamerika
Assured Insurance Company, Montpelier (USA) 100
Great Lakes Chemical Corporation, Wilmington, New Castle (USA) 100
LANXESS Canada Co./Cie, Elmira (Kanada) 100
LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) 100
LANXESS Holding Company US Inc., Wilmington, New Castle (USA) 100
LANXESS Services US LLC, Wilmington, New Castle (USA) 100
LANXESS Solutions US Inc., Wilmington, New Castle (USA) 100
LANXESS Sybron Chemicals Inc., Birmingham (USA) 100
Sybron Chemical Holdings Inc., Birmingham (USA) 100
Lateinamerika
Chemtura Corporation Mexico, S. de R.L. de C.V., México, D.F. (Mexiko) 100
LANXESS Indústria de Poliuretanos e Lubrificantes Ltda., Rio Claro (Brasilien) 100
LANXESS Indústria de Produtos Quimicos e Plästicos Ltda., Säo Paulo (Brasilien) 100
LANXESS S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) 100
LANXESS S.A., Buenos Aires (Argentinien) 100
Rhein Chemie Uruguay S.A., Colonia (Uruguay) 100
Asien/Pazifik
Chemtura Chemicals Nanjing Co. Ltd., Nanjing (China) 100
Chemtura China Holding Co. Ltd., Schanghai (China) 100
LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) 100
LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) 100
LANXESS (Ningbo) Pigments Co., Ltd., Ningbo City (China) 100
LANXESS (Wuxi) High Performance Composite Materials Company Limited, Wuxi (China) 100
LANXESS Additives Hong Kong Ltd., Hongkong (Hong Kong) 100
LANXESS Additives Taiwan Ltd., Kaohsiung (Taiwan) 100
LANXESS Advanced Materials (Nantong) Co. Ltd., Nantong (China) 100
LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Schanghai (China) 100
LANXESS Electronic Materials L.L.C., Gyeonggi-do (Republik Korea) 100
LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) 100
LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) 100
LANXESS K.K., Tokio (Japan) 100
LANXESS Korea Limited, Seoul (Republik Korea) 100
LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100
LANXESS Pty. Ltd., Granville (Australien) 100
LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Schanghai (China) 100
LANXESS Solutions Australia Pty. Ltd., West Gosford (Australien) 100
LANXESS Solutions India Private Ltd., Thane (Indien) 100
LANXESS Solutions Japan K.K., Tokyo (Japan) 100
LANXESS Solutions Korea Inc., Gyeonggi-do (Republik Korea) 100
LANXESS Solutions Singapore Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100
LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Schanghai (China) 100
LANXESS Taiwan Ltd., Kaohsiung (Taiwan) 100
Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) 90
Gemeinschaftlich geführte Unternehmen
Deutschland
DuBay Polymer GmbH, Hamm 50
Nordamerika
Rubicon LLC, Salt Lake City (USA) 50
At equity bewertetes assoziiertes Unternehmen
Deutschland
Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen 40
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung
Deutschland
LANXESS Middle East GmbH, Köln 100
CheMondis GmbH, Köln (vormals: LANXESS Digital GmbH, Berlin) 100
Siebte LXS GmbH, Köln 100
EMEA (ohne Deutschland)
Gulf Stabilizers Industries Sales FZCO, Dubai (VAE) 52
W. Hawley & Son Ltd., Newbury (Großbritannien) 100
Nordamerika
LANXESS Energy LLC, Wilmington, New Castle (USA) 100
Lateinamerika
Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) 100
Crompton Servicios, S.A. de C.V., Mexico, D.F. (Mexiko) 100
Asien/Pazifik
LANXESS Thai Co., Ltd., Bangkok (Thailand) 100
PCTS Specialty Chemicals Malaysia (M) Sdn.
Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung
Lateinamerika
Hidrax Ltda., Taboão da Serra (Brasilien) 39

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

Veränderung immaterielle Vermögenswerte 2017 scroll in Mio. €
| | Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte | Sonstige immaterielle Vermögenswerte | Geleistete Anzahlungen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Bruttowerte 31.12.2016 | 261 | 487 | 36 | 784 |
| Akquisitionen | 718 | 784 | - | 1.502 |
| Investitionen | - | 17 | 22 | 39 |
| Abgänge | - | -9 | 0 | -9 |
| Umbuchungen | - | 9 | -9 | 0 |
| Währungsänderungen | -98 | -92 | 0 | -190 |
| Bruttowerte 31.12.2017 | 881 | 1.196 | 49 | 2.126 |
| Abschreibungen 31.12.2016 | -13 | -277 | 0 | -290 |
| Abschreibungen 2017 | - | -71 | 0 | -71 |
| davon außerplanmäßig | - | -9 | 0 | -9 |
| Wertaufholungen | - | - | 0 | 0 |
| Abgänge | - | 7 | 0 | 7 |
| Umbuchungen | - | 0 | 0 | 0 |
| Währungsänderungen | 2 | 14 | - | 16 |
| Anpassungen gemäß IFRS 5 | - | -4 | - | -4 |
| Abschreibungen 31.12.2017 | -11 | -331 | 0 | -342 |
| Nettowerte 31.12.2017 | 870 | 865 | 49 | 1.784 |

Vorjahreswerte angepasst.

Veränderung immaterielle Vermögenswerte 2018 scroll in Mio. €
| | Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte | Sonstige immaterielle Vermögenswerte | Geleistete Anzahlungen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Bruttowerte 31.12.2017 | 881 | 1.196 | 49 | 2.126 |
| Anpassungen gemäß IFRS 5 | -70 | -119 | -2 | -191 |
| Akquisitionen | 12 | 13 | - | 25 |
| Investitionen | - | 21 | 40 | 61 |
| Abgänge | - | -3 | - | -3 |
| Umbuchungen | - | 13 | -13 | 0 |
| Inflationsanpassung gemäß IAS 29 | - | 2 | - | 2 |
| Währungsänderungen | 34 | 26 | 0 | 60 |
| Bruttowerte 31.12.2018 | 857 | 1.149 | 74 | 2.080 |
| Abschreibungen 31.12.2017 | -11 | -331 | 0 | -342 |
| Anpassungen gemäß IFRS 5 | 4 | 107 | - | 111 |
| Abschreibungen 2018 | - | -85 | 0 | -85 |
| davon außerplanmäßig | - | -1 | - | -1 |
| Wertaufholungen | - | 0 | - | 0 |
| Abgänge | - | 3 | - | 3 |
| Umbuchungen | - | 0 | 0 | 0 |
| Inflationsanpassung gemäß IAS 29 | - | -1 | - | -1 |
| Währungsänderungen | 0 | -2 | - | -2 |
| Abschreibungen 31.12.2018 | -7 | -309 | 0 | -316 |
| Nettowerte 31.12.2018 | 850 | 840 | 74 | 1.764 |

Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft. Die Veränderungen aus Akquisitionen im Geschäftsjahr 2018 betreffen den Erwerb des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts des belgischen Chemiekonzerns Solvay. Im Vorjahr betrafen die Veränderungen aus Akquisitionen insbesondere den Erwerb des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura. Im April 2018 wurde die Kaufpreisallokation für Chemtura abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Geschäfts- oder Firmenwert abschließend aufgrund neuer Informationen und Erkenntnisse um 15 Mio. € erhöht.

(2) Sachanlagen

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

Veränderung Sachanlagen 2017 scroll in Mio. €
| | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowerte 31.12.2016 | 1.900 | 7.755 | 358 | 377 | 10.390 |
| Akquisitionen | 204 | 586 | 8 | 49 | 847 |
| Investitionen | 18 | 148 | 19 | 336 | 521 |
| Abgänge | -12 | -78 | -17 | -4 | -111 |
| Umbuchungen | 38 | 193 | 17 | -248 | 0 |
| Währungsänderungen | -99 | -311 | -13 | -20 | -443 |
| Bruttowerte 31.12.2017 | 2.049 | 8.293 | 372 | 490 | 11.204 |
| Abschreibungen 31.12.2016 | -1.046 | -5.556 | -266 | -3 | -6.871 |
| Abschreibungen 2017 | -48 | -259 | -32 | -1 | -340 |
| davon außerplanmäßig | -11 | -26 | -1 | -1 | -39 |
| Wertaufholungen | 0 | 1 | - | - | 1 |
| Abgänge | 11 | 80 | 17 | 2 | 110 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsänderungen | 26 | 145 | 8 | 0 | 179 |
| Anpassungen gemäß IFRS 5 | -33 | -184 | -7 | 0 | -224 |
| Abschreibungen 31.12.2017 | -1.090 | -5.773 | -280 | -2 | -7.145 |
| Nettowerte 31.12.2017 | 959 | 2.520 | 92 | 488 | 4.059 |

Vorjahreswerte angepasst.

Veränderung Sachanlagen 2018 scroll in Mio. €
| | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowerte 31.12.2017 | 2.049 | 8.293 | 372 | 490 | 11.204 |
| Anpassungen gemäß IFRS 5 | -801 | -3.005 | -87 | -149 | -4.042 |
| Akquisitionen | 9 | 14 | 1 | 0 | 24 |
| Investitionen | 8 | 77 | 19 | 352 | 456 |
| Abgänge | -3 | -50 | -18 | -2 | -73 |
| Umbuchungen | 37 | 188 | 16 | -241 | 0 |
| Inflationsanpassung gemäß IAS 29 | 6 | 3 | 1 | 0 | 10 |
| Währungsänderungen | -7 | 0 | -3 | 0 | -10 |
| Bruttowerte 31.12.2018 | 1.298 | 5.520 | 301 | 450 | 7.569 |
| Abschreibungen 31.12.2017 | -1.090 | -5.773 | -280 | -2 | -7.145 |
| Anpassungen gemäß IFRS 5 | 362 | 1.989 | 68 | 0 | 2.419 |
| Abschreibungen 2018 | -44 | -269 | -33 | -1 | -347 |
| davon außerplanmäßig | -5 | -7 | -1 | -1 | -14 |
| Wertaufholungen | 0 | 1 | - | 0 | 1 |
| Abgänge | 3 | 50 | 18 | 0 | 71 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Inflationsanpassung gemäß IAS 29 | -1 | -2 | -1 | - | -4 |
| Währungsänderungen | 4 | 7 | 2 | 0 | 13 |
| Abschreibungen 31.12.2018 | -766 | -3.997 | -226 | -3 | -4.992 |
| Nettowerte 31.12.2018 | 532 | 1.523 | 75 | 447 | 2.577 |

Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft. Die Veränderungen aus Akquisitionen im Geschäftsjahr 2018 betreffen den Erwerb des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts des belgischen Chemiekonzerns Solvay. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Grundstücke und Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden aufgrund der Schließung von Produktionsstandorten in China und Brasilien sowie von Reorganisationen bzw. sonstigen wertmindernden Ereignissen erfasst.

Vermögenswerte, die im Wege von Finanzierungsleasingverträgen genutzt werden, sind in den bilanzierten Sachanlagen mit folgenden Brutto- und Nettowerten enthalten:

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing scroll in Mio. €
| | 31.12.2017 Bruttowert | 31.12.2017 Nettowert | 31.12.2018 Bruttowert | 31.12.2018 Nettowert |
|---|---|---|---|---|
| Gebäude | 4 | 3 | 2 | 1 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 86 | 47 | 13 | 6 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16 | 8 | 20 | 10 |
| Summe | 106 | 58 | 35 | 17 |

Der Rückgang der Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO zurückzuführen. Direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten werden in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) aktiviert. Für die Aktivierung wird im Konzern im Jahresdurchschnitt ein Fremdkapitalkostensatz von 2,6 % (Vorjahr: 2,7 %) zugrunde gelegt.

(3) At equity bewertete Beteiligungen

Die Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), wird wie im Vorjahr nach der Equity-Methode einbezogen. Die wesentlichen Posten der Ergebnisrechnung sowie der Bilanz ergeben sich aus den nachfolgenden Tabellen:

Angaben zur Ergebnisrechnung scroll in Mio. €
| | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.304 | 1.432 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 105 | 128 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 61 | 82 |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | 28 | -17 |
| Gesamtergebnis | 89 | 65 |

Angaben zur Bilanz scroll in Mio. €
| | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 810 | 887 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 462 | 481 |
| Summe Vermögenswerte | 1.272 | 1.368 |
| Langfristiges Fremdkapital | 1.076 | 1.099 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 315 | 347 |
| Summe Fremdkapital | 1.391 | 1.446 |
| Eigenkapital | -119 | -78 |
| Anpassung an LANXESS Anteile und Equity-Bewertung | 62 | 37 |
| Anteiliger bilanziell nicht erfasster Verlust | 57 | 41 |
| At equity bewertete Beteiligungen | 0 | 0 |

Der Beteiligungsbuchwert der Currenta GmbH & Co. OHG beträgt unverändert zum Vorjahr 0 Mio. €. Am Bilanzstichtag wurde ein anteiliger bilanzieller Verlust in Höhe von 41 Mio. € nicht erfasst (Vorjahr: 57 Mio. €). Die Veränderung ergibt sich aus der verlusterhöhenden Gewinnabführung in Höhe von 9 Mio. €, der verlustmindernden Ergebnisfortschreibung in Höhe von 32 Mio. € sowie der verlusterhöhenden im sonstigen Ergebnis erfassten Verluste in Höhe von 7 Mio. €, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden. Im Vorjahr führten die verlusterhöhende Gewinnabführung in Höhe von 45 Mio. € sowie die verlustmindernde Ergebnisfortschreibung in Höhe von 24 Mio. € und die im sonstigen Ergebnis zu erfassenden Gewinne in Höhe von 11 Mio. € zu einer Erhöhung des bilanziell nicht erfassten Verlusts um 10 Mio. €.

(4) Sonstige Beteiligungen

Unter dieser Position werden Anteile an sonstigen Beteiligungen in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) ausgewiesen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Ausweisänderung von zwei Finanzinstrumenten in Höhe von 6 Mio. € gemäß IFRS 9 in die sonstigen langfristigen Vermögenswerte.

(5) Derivative Finanzinstrumente

Die im LANXESS Konzern bestehenden derivativen Finanzinstrumente betreffen Devisentermin-, Warentermin- und Zinsterminkontrakte sowie aus Verträgen abgetrennte eingebettete Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung und sind im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2018 mit beizulegenden Zeitwerten in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr: 52 Mio. €) aktiviert. Unter den Verbindlichkeiten werden negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente scroll in Mio. €
| | 31.12.2017 Nominalwert | 31.12.2017 Positiver Zeitwert | 31.12.2017 Negativer Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Devisenterminkontrakte | 2.581 | 45 | -12 |
| Kurzfristige Warenterminkontrakte | 4 | 0 | - |
| Langfristige Devisenterminkontrakte | 241 | 5 | -2 |
| Langfristige Zinsterminkontrakte | 500 | 0 | - |
| Langfristige eingebettete Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | - | 2 | -3 |
| Summe | 3.326 | 52 | -14 |

Derivative Finanzinstrumente scroll in Mio. €
| | 31.12.2018 Nominalwert | 31.12.2018 Positiver Zeitwert | 31.12.2018 Negativer Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Devisenterminkontrakte | 1.139 | 4 | -25 |
| Kurzfristige Warenterminkontrakte | 5 | 0 | 0 |
| Langfristige Devisenterminkontrakte | 68 | 0 | -3 |
| Langfristige Zinsterminkontrakte | - | - | - |
| Langfristige eingebettete Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | _ | _ | 0 |
| Summe | 1.212 | 4 | -28 |

Währungssicherungsgeschäfte

Währungssicherungen werden für künftige Umsätze der Gesellschaften des LANXESS Konzerns vorgenommen, bei denen die Währung des geplanten Umsatzes von der funktionalen Währung der Gesellschaft abweicht und signifikante Fremdwährungspositionen erwartet werden. Für die Folgejahre sind feste Sicherungsquoten definiert. Die Fälligkeiten der Sicherungsgeschäfte liegen in den jeweiligen Planungsmonaten. Durch mögliche Umsatzverschiebungen in andere Perioden können die Absicherungen ineffektiv werden. Derzeit sind keine Fälle von Umsatzverschiebungen, die das abgesicherte Volumen übersteigen, bekannt.# Warentermingeschäfte, Zinssicherungs- und Währungssicherungsgeschäfte

Warentermingeschäfte Rohstoffpreissicherungen können für künftige Bezüge von Rohstoffen in den Gesellschaften des LANXESS Konzerns vorgenommen werden, deren geplante Bezugsmengen auf Basis bestehender Beschaffungsverträge erfolgen. Die Absicherung erfolgt durch Warenterminkontrakte und basiert auf einer monatlich geplanten Bezugsmenge. Durch Anlagenstillstände können sich die Bezugsmengen verringern und die Absicherung ineffektiv werden. Derzeit sind keine relevanten Anlagenstillstände bekannt.

Zinstermingeschäfte Zinsrisiken für künftige Refinanzierungen des LANXESS Konzerns können durch Zinsswaps gesichert werden. Die Sicherungsinstrumente werden hierfür auf Basis eines geplanten Refinanzierungsbedarfs fristenkongruent abgeschlossen. Bei Verschiebungen des Refinanzierungstermins können grundsätzlich Ineffektivitäten auftreten. Die Zinstermingeschäfte, die im Vorjahr bestanden, wurden mit der Ausgabe einer neuen Anleihe im Mai 2018 im sonstigen Ergebnis erfasst und werden über die ursprüngliche Laufzeit der Sicherungen im Gewinn oder Verlust aufgelöst.

Währungssicherungs-, Zinssicherungs- und Warentermingeschäfte 2017

scroll in Mio. €

Bilanzausweis Buchwerte Nominalwert Forderung Verbindlichkeit Wertänderung des gesicherten Grundgeschäfts* Wertänderung Sicherungsinstrument*
Währungssicherungsgeschäfte
EUR/JPY 12 2 -2 2
Kurz- und langfristige derivative Forderungen
EUR/USD 528 22 -47 47
Kurz- und langfristige derivative Forderungen
USD/BRL 191 1 -3
Kurz- und langfristige derivative Forderungen/ Verbindlichkeiten 8 -8
Sonstige 93 2 -3 3
Kurz- und langfristige derivative Forderungen
Warentermingeschäfte 4 0
derivative Forderungen 0 0
Zinstermingeschäfte 500 0
Langfristige derivative Forderungen 0 0
Summe 1.328 27 -3 -44 44
  • Bei den Wertänderungen handelt es sich um die Änderungen der gesicherten Komponente in der Periode

Währungssicherungs- und Warentermingeschäfte 2018

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Bilanzausweis Buchwerte Nominalwert Forderung Verbindlichkeit Wertänderung des gesicherten Grundgeschäfts* Wertänderung Sicherungsinstrument*
Währungssicherungsgeschäfte
EUR/JPY 27 -1
Kurz- und langfristige derivative Verbindlichkeiten 2 -2
EUR/USD 306 1 -13
Kurz- und langfristige derivative Forderungen/ Verbindlichkeiten 25 -25
USD/BRL 60 0 -5
Kurz- und langfristige derivative Forderungen/ Verbindlichkeiten 4 -4
Warentermingeschäfte 5 -1
Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten 1 -1
Summe 398 1 -20 32 -32
  • Bei den Wertänderungen handelt es sich um die Änderungen der gesicherten Komponente in der Periode

Laufzeiten und durchschnittliche Sicherungskurse 2017

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2018 >2019 2019 >2020
Nominalwert Durchschnittlicher Sicherungskurs* Nominalwert Durchschnittlicher Sicherungskurs*
Währungssicherungsgeschäfte
_ EUR/JPY Euro_ 12 117 - -
_ EUR/USD Euro_ 373 1,16 155 1,23
_ USD/BRL Euro_ 122 3,38 69 3,62
_ Sonstige Euro_ 75 - 18 -
Zinstermingeschäfte
_ Euro_ 500 0,53 500 0,53
Warentermingeschäfte
_ Euro_ 4 469,30 - -
Summe 1.086 742
  • Durchschnittlicher Sicherungskurs: entspricht der fixen Seite des Zinsswaps für Zinstermingeschäfte und der fixen Seite des Geschäfts für Warentermingeschäfte

Laufzeiten und durchschnittliche Sicherungskurse 2018

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2019 >-2020 2020 >-2021
Nominalwert Durchschnittlicher Sicherungskurs* Nominalwert Durchschnittlicher Sicherungskurs*
Währungssicherungsgeschäfte
EUR/JPY Euro 17 130 10 128
EUR/USD Euro 269 1,21 37 1,21
USD/BRL Euro 40 3,54 20 3,55
Warentermingeschäfte
Euro 5 561,93 - -
Summe 331 67
  • Durchschnittlicher Sicherungskurs: entspricht der fixen Seite des Zinsswaps für Zinstermingeschäfte und der fixen Seite des Geschäfts für Warentermingeschäfte

Die gesicherten Zahlungsströme für die Währungssicherungsgeschäfte treten, wie im Vorjahr, innerhalb der nächsten drei Jahre ein. Die gesicherten Zahlungsströme der Warentermingeschäfte treten, wie im Vorjahr, innerhalb des nächsten Jahres ein.

Hedge Accounting Überleitung sonstiges Ergebnis 2017

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Cashflow-Hedges Summe Summe sonstiges Ergebnis
Währungs-sicherungs-geschäfte Waren-termin-geschäfte Zins-termin-geschäfte
Stand 01.01. -14 0 -
Veränderung sonstiges Ergebnis 29 - 0
Reklassifizierung in Gewinn oder Verlust aufgrund Eintritt Grundgeschäft 4 0 -
Stand 31.12. 19 0 0

Hedge Accounting Überleitung sonstiges Ergebnis 2018

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Cashflow-Hedges Summe Summe sonstiges Ergebnis
Währungs-sicherungs-geschäfte Waren-termin-geschäfte Zins-terrnin-geschäfte
Stand 01.01. 19 0 0
Anpassungen gemäß IFRS 5 -7 - -
Veränderung sonstiges Ergebnis -16 0 -
Reklassifizierung in Gewinn oder Verlust aufgrund Eintritt Grundgeschäft -2 - 0
Stand 31.12. -6 0 0

Der LANXESS Konzern geht davon aus, dass von den bis zum Bilanzstichtag aus Währungssicherungsgeschäften im sonstigen Ergebnis erfassten nicht realisierten Verlusten 10 Mio. € im Geschäftsjahr 2019 und 2 Mio. € im Geschäftsjahr 2020 (Vorjahr: nicht realisierte Gewinne von 12 Mio. € im Geschäftsjahr 2018 und von 2 Mio. € im Geschäftsjahr 2019) vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden. Hinsichtlich der langfristigen eingebetteten Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen sowie der Fristigkeiten von derivativen Vermögenswerten und -verbindlichkeiten wird auf Anhangangabe [36] verwiesen.

(6) Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2017

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31.12.2017
Langfristig Kurzfristig
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1 1
Sonstige finanzielle Forderungen 19 6
Summe 20 7

Sonstige finanzielle Forderungen 2018

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31.12.2018
Langfristig Kurzfristig
Finanzanlagen - 542
Vertragsvermögenswerte 17 44
Übrige sonstige finanzielle Forderungen 8 12
Summe 25 598

Die Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen angelegte liquide Mittel aus dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO sowie jederzeit veräußerbare Wertpapiere. Die langfristigen Vertragsvermögenswerte betreffen Umsätze, welche im Rahmen der Herstellung von Produkten mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen mit dem Vertragsdurchschnittspreis bemessen sind. Die Unterschiede zwischen der Durchschnittspreisbemessung und den Rechnungspreisen sind als Vertragsvermögenswerte abgebildet und werden über die restliche Vertragslaufzeit aufgelöst. Die kurzfristigen Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen Umsätze, welche im Rahmen der Herstellung von kundenspezifischen Produkten mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen zum Produktionszeitpunkt erfasst wurden, deren Auslieferung an den Kunden jedoch im nächsten Geschäftsjahr erwartet wird. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind um erwartete Ausfallrisiken in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) gemindert.

Vertragsvermögenswerte 2018

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2018
Stand 01.01. 56
Anpassungen gemäß IFRS 5 -4
Kumulative Anpassungen der Erlöse des Geschäftsjahres -3
Kumulative Anpassungen der Erlöse aus Vorjahren 7
Zuführungen 45
Wertminderungen/Wertaufholungen 0
Umgliederungen in Forderungen aus Liefe-rungen und Leistungen -40
Währungsänderungen 0
Stand 31.12. 61

Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft. Die Zuführungen bzw. die Umgliederungen in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen das Geschäftsmodell der Herstellung von kundenspezifischen Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen. Die Zuführungen stellen hierbei die im Geschäftsjahr bereits zum Produktionszeitpunkt realisierten Umsätze dar. Mit Auslieferungen der im Vorjahr hergestellten kundenspezifischen Produkte werden die Vertragsvermögenswerte in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Zudem enthalten die Umgliederungen in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die Realisierung der im Anfangssaldo enthaltenen Werte für die im Geschäftsjahr ausgelieferten Mengen aus dem Geschäftsmodell der Herstellung von Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen.

(7) Langfristige und kurzfristige Ertragsteuerforderungen

Die langfristigen Ertragsteuerforderungen in Höhe von 14 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) umfassen im Wesentlichen unsichere Steuerpositionen. Die kurzfristigen Ertragsteuerforderungen in Höhe von 55 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Steuervorauszahlungen sowie Forderungen aus strittigen Besteuerungssachverhalten, deren Erstattung als wahrscheinlich angesehen wird. Die Reduzierung aus dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO wird im Wesentlichen durch neue Steuervorauszahlungen in Deutschland ausgeglichen.

(8) Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 117 Mio. € (Vorjahr: 113 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, periodenbezogene Abgrenzungen sowie andere Erstattungsansprüche. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. In den Geschäftsjahren 2017 und 2018 waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen.

(9) Vorräte

Die Vorräte des LANXESS Konzerns gliedern sich wie folgt:

Vorräte

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31.12.2017 31.12.2018
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 382 286
Erzeugnisse und Handelswaren 1.298 1.061
Summe 1.680 1.347

Vorräte in Höhe von 174 Mio. € (Vorjahr: 258 Mio. €) sind zu ihrem niedrigeren Nettoveräußerungswert bilanziert. Der Rückgang der Vorräte gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO zurückzuführen. Durch Inflationsanpassungen gemäß IAS 29 erhöhten sich die Vorräte zum 31. Dezember 2018 um weniger als 1 Mio. €.# (10) Vorräte

Wertberichtigungen auf Vorräte entwickelten sich folgendermaßen:

Wertberichtigungen auf Vorräte (in Mio. €) 2017 2018
Stand 01.01. -104 -97
Anpassungen gemäß IFRS 5 7 25
Aufwandswirksame Zuführungen -28 -41
Auflösungen/Inanspruchnahmen 26 20
Währungsänderungen 2 0
Stand 31.12. -97 -93

Vorjahreswerte angepasst. Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft.

(10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 903 Mio. € (Vorjahr: 1.316 Mio. €) sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) gegenüber at equity bewerteten Beteiligungen und in Höhe von 899 Mio. € (Vorjahr: 1.313 Mio. €) gegenüber sonstigen Kunden. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO. Am Bilanzstichtag wurden erforderliche Risikovorsorgen von 15 Mio. € (Vorjahr: Wertberichtigungen von 17 Mio. €) berücksichtigt. Die zugrunde liegenden Bruttoforderungen belaufen sich auf 15 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €). Die Risikovorsorge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Altersstrukturklassen für die Risikovorsorge des Geschäftsjahres 2018 werden in der Anhangangabe [36], Abschnitt ,Ausfallrisikomanagement" dargestellt.

Im Vorjahr haben sich die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen folgendermaßen entwickelt:

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in Mio. €) 2017
Stand 01.01. -17
Anpassungen gemäß IFRS 5 1
Aufwandswirksame Zuführungen -6
Auflösungen/Inanspruchnahmen 4
Währungsänderungen 1
Stand 31.12. -17

Vorjahreswerte angepasst. Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft.

Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergab sich im Vorjahr wie folgt:

Altersstruktur der Überfälligkeiten (in Mio. €) 31.12.2017
Buchwert 1.316
davon: weder wertgemindert noch überfällig 1.165
davon: nicht wertgemindert und überfällig bis 30 Tage 128
zwischen 31 und 60 Tagen 15
zwischen 61 und 90 Tagen 3
mehr als 90 Tage 4

(11) Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte

Die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten betragen 0 Mio. €. Im Vorjahr waren hierunter jederzeit veräußerbare Wertpapiere in Höhe von 50 Mio. € ausgewiesen.

(12) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte von 197 Mio. € (Vorjahr: 274 Mio. €) werden grundsätzlich mit fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen angesetzt. Sie enthalten im Wesentlichen übrige Steuererstattungsansprüche, vor allem aus umsatzsteuerlichen Sachverhalten, in Höhe von 138 Mio. € (Vorjahr: 206 Mio. €) sowie sonstige Erstattungsansprüche aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 39 Mio. € (Vorjahr: 52 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO. Zum 31. Dezember 2018 wurden Wertberichtigungen in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) berücksichtigt.

(13) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der LANXESS AG beträgt zum 31. Dezember 2018 91.522.936 € und ist eingeteilt in 91.522.936 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn.

Genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2018 setzt sich das genehmigte Kapital wie folgt zusammen:

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2018 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 14. Mai 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital I).

Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 25. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 9.152.293 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital III).

Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals I und III steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Dieses kann jedoch unter bestimmten, in § 4 Abs. 3 und Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG näher definierten Fällen ausgeschlossen werden. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20 % des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Eine Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals I und III ist bisher nicht erfolgt.

Bedingtes Kapital

Zum 31. Dezember 2018 setzt sich das bedingte Kapital wie folgt zusammen:

Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 15. Mai 2018 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Mai 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinn-schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 9.152.293 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung um bis zu 9.152.293 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) wird der Vorstand andere Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre berücksichtigen. Der Vorstand verpflichtet sich im Wege der Selbstbindung, Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre höchstens in einem Gesamtumfang von insgesamt 20 % des derzeit bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft vorzunehmen. Diese Beschränkung gilt bei der Ausgabe neuer Aktien aufgrund der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals, der Verwendung eigener Aktien oder der Begebung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, aufgrund derer Aktien auszugeben sind, jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. An diese Erklärung hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine zukünftige Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat.

Von der Ermächtigung der Ausgabe von Schuldverschreibungen wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Erwerb und Verwendung eigener Aktien

Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 20. Mai 2016 den Vorstand ermächtigt, bis zum 19. Mai 2021 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden eigene Aktien unter dieser Ermächtigung von der Gesellschaft nicht erworben. Der Vorstand der Gesellschaft hat jedoch am 10. Januar 2019 beschlossen, die Aktien-rückkaufsermächtigung auszuüben und eigene Aktien zu einem Kaufpreis von bis zu 200 Mio. € (ohne Nebenkosten) über die Börse zu erwerben. Auf Basis des Kursniveaus vom 9. Januar 2019 wären dies rund 4,9 % des Grundkapitals und entspräche rund 4,5 Mio. eigenen Aktien. Nach dem Beschluss des Vorstands der Gesellschaft soll der Aktienrückkauf frühestens am 14. Januar 2019 beginnen und spätestens am 31. Dezember 2019 abgeschlossen sein. Die Aktien sollen eingezogen werden.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der LANXESS AG beträgt unverändert zum Vorjahr 1.225.652.280 €.

Sonstige Rücklagen

Die Erhöhung der sonstigen Rücklagen um 10 Mio. € auf 1.391 Mio. € ist auf die Erhöhung der Gewinnrücklagen von 1.222 Mio. € auf 1.232 Mio. € zurückzuführen.# 10-K Filing - LANXESS

(14) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im LANXESS Konzern bestehen für die meisten Mitarbeiter auf Basis vertraglicher Vereinbarungen oder gesetzlicher Vorgaben Zusagen auf Altersversorgungsleistungen, die im Rahmen von beitrags- und leistungsorientierten Plänen erbracht werden.

Beitragsorientierte Versorgungspläne

Bei den beitragsorientierten Plänen zahlt das Unternehmen Beiträge an externe Versorgungsträger, die als Aufwand des jeweiligen Jahres in den Funktionsbereichen und damit im operativen Ergebnis Berücksichtigung finden. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Beiträge in Höhe von 47 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €) geleistet.

Gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber

Der in Deutschland über die Bayer-Pensionskasse finanzierte Altersversorgungsplan wird wie ein beitragsorientierter Plan im Konzernabschluss berücksichtigt. In den zuvor genannten Beiträgen sind die Beiträge an die Bayer-Pensionskasse in Höhe von 23 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) enthalten. Für das Geschäftsjahr 2019 werden Beiträge in ähnlicher Höhe erwartet. Bei der Bayer-Pensionskasse handelt es sich um eine rechtlich selbstständige, private Versicherungsgesellschaft, die dem Versicherungsaufsichtsgesetz unterliegt. Da die Verpflichtung der Trägerunternehmen nicht auf die Zahlung der Beiträge des Geschäftsjahres beschränkt ist, liegt ein leistungsorientierter gemeinschaftlicher Versorgungsplan mehrerer Arbeitgeber vor, der grundsätzlich anteilig als leistungsorientierter Altersversorgungsplan zu bilanzieren ist. Die Finanzierung der Bayer-Pensionskasse erfolgt nicht auf Grundlage der individuellen Anwartschaftsdeckung, sondern nach dem sogenannten Bedarfsdeckungsverfahren. Bei diesem Verfahren wird die grundlegende versicherungsmathematische Äquivalenzbetrachtung, nach der die Summe aus vorhandenem Vermögen und dem Barwert der zukünftigen Beiträge mindestens dem Barwert der zukünftigen Leistungen entsprechen muss, nicht auf Ebene des einzelnen versicherten Risikos, sondern auf Ebene des Gesamtbestands durchgeführt. Somit ist der LANXESS Konzern auch den versicherungsmathematischen Risiken der anderen Trägerunternehmen der Bayer-Pensionskasse ausgesetzt. Im Ergebnis ist die stetige und verlässliche Grundlage für die Zuordnung der Verpflichtung, des Planvermögens und der Kosten nicht gegeben, die für eine leistungsorientierte Bilanzierung nach IAS 19 erforderlich ist. Die Berechnung der Beitragssätze orientiert sich an der zukünftigen Deckung der Gesamtverpflichtung, sodass alle Trägerunternehmen den gleichen Beitragssatz auf das jeweilige sozialversicherungspflichtige Einkommen leisten. Entsprechend wird der über die Bayer-Pensionskasse finanzierte Versorgungsplan nicht als leistungsorientierter Plan, sondern wie ein beitragsorientierter Plan bilanziert. Mindestdotierungsverpflichtungen oder Informationen, aus denen Abschätzungen der zukünftigen Beitragszahlungen aufgrund einer bestehenden Unter- bzw. Überdeckung durchgeführt werden können, liegen nicht vor. Eine Aufteilung von Vermögensüberdeckungen oder von Fehlbeträgen im Falle der Abwicklung der Bayer-Pensionskasse oder des Ausscheidens von LANXESS ist satzungsgemäß nicht vereinbart. Der Anteil von LANXESS am Gesamtvolumen der Beiträge der Bayer-Pensionskasse beträgt 15 % (Vorjahr: 16 %). Seit dem 1. Januar 2005 ist die Bayer-Pensionskasse für Neueintritte geschlossen.

Leistungsorientierte Versorgungspläne

Die weltweiten Versorgungsverpflichtungen werden in regelmäßigen Abständen von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Methode der laufenden Einmalprämien) berechnet. Ein Zeitraum von drei Jahren wird dabei nicht überschritten; für alle bedeutenden Versorgungspläne werden umfassende versicherungsmathematische Untersuchungen in der Regel jährlich durchgeführt. Auf vertraglichen Regelungen basierende leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen für Pensionen bestehen im Wesentlichen in Deutschland, den USA und Großbritannien (Vorjahr: Deutschland, USA, Großbritannien, Kanada und Brasilien). Die in Deutschland bestehenden leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen umfassen überwiegend lebenslange Rentenleistungen, die im Falle der Invalidität, des Todes oder bei Erreichen der Altersgrenze erbracht werden. Die Leistungshöhe bestimmt sich aus der Gesamtheit der im Beschäftigungszeitraum jährlich erdienten Rentenbausteine in Abhängigkeit vom jeweiligen Gehalt der Mitarbeiter. Zudem bestehen Rentenzusagen für die arbeitnehmerseitige Umwandlung von Gehaltsbestandteilen, die bei Erreichen der Altersgrenze geleistet werden. Neben den Direktzusagen werden in einem separaten leistungsorientierten Plan die Rentenanpassungsverpflichtungen der Bayer-Pensionskasse entsprechend § 16 BetrAVG bilanziert. Für ab dem Geschäftsjahr 2017 neu eintretende Mitarbeiter wurde ein neuer Pensionsplan in Form einer kongruent rückgedeckten Direktzusage vereinbart. Hierbei wird die Verpflichtung des Arbeitgebers mit der Einzahlung des Beitrags in die Rückdeckungsversicherungen erfüllt. Die Rückdeckungsversicherungen werden über einen CTA als Planvermögen geführt. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen in den USA und Großbritannien (Vorjahr: USA, Großbritannien und Kanada) gewähren insbesondere lebenslange Rentenleistungen, die im Falle der Invalidität, des Todes oder bei Erreichen der Altersgrenze erbracht werden. Die Leistungshöhe bestimmt sich aus der Gesamtheit der im Beschäftigungszeitraum jährlich erdienten Rentenbausteine in Abhängigkeit vom jeweiligen Gehalt und vom Renteneintrittsalter der Mitarbeiter. Die bestehenden leistungsorientierten Versorgungspläne für Pensionen sind für neueintretende Mitarbeiter geschlossen. In Teilen der geschlossenen Pensionspläne werden keine neuen Pensionsansprüche mehr erdient und die Mitarbeiter sind in einen beitragsorientierten Pensionsplan überführt worden. Die in Brasilien bestehenden wesentlichen leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen des Vorjahres gewähren lebenslange Rentenleistungen, die im Wesentlichen bei Invalidität, im Todesfall oder bei Erreichen der Altersgrenze zu erbringen sind. Hierbei bestimmt sich die Leistungshöhe aus der Gesamtheit der im Beschäftigungszeitraum jährlich erdienten Rentenbausteine in Abhängigkeit vom jeweiligen Gehalt, der Anzahl sozialversicherungspflichtiger Beitragsjahre sowie gleichgerichteten staatlichen Rentenleistungen. Die wesentlichen leistungsorientierten Versorgungspläne für Pensionen sind für Neueintritte geschlossen. Auf gesetzlichen Vorgaben basierende leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen für Pensionen bestehen nur in geringem Umfang. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Leistungsverpflichtungen im Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die in Form eines Kapitalbetrags erbracht werden. Die Leistungshöhe ergibt sich überwiegend in Abhängigkeit von der Dauer der Dienstzugehörigkeit und dem zuletzt bezogenen Gehalt. Die Versorgungsverpflichtungen für übrige Leistungszusagen umfassen insbesondere Erstattungsverpflichtungen für Krankheitskosten der süd- und nordamerikanischen Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand. In Deutschland beinhalten die übrigen Leistungszusagen andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer bzw. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Hierbei handelt es sich überwiegend um Vorruhestandsleis-tungen und tarifliche Leistungen, welche als Rentenleistungen gewährt werden. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die übrigen Leistungszusagen ebenfalls als Bestandteil der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Die Finanzierung der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen erfolgt sowohl intern über Rückstellungen als auch extern über rechtlich selbstständige Pensionsfonds. Die Leistungszusagen werden in Deutschland auf freiwilliger Basis teilweise über den LANXESS Pension Trust e.V., Leverkusen (Deutschland), gedeckt, wobei die Dotierungen in den LANXESS Pension Trust e.V. von zukünftigen Entscheidungen des Unternehmens abhängen.# In den USA und Großbritannien (Vorjahr: USA, Großbritannien, Kanada und Brasilien) sind die Leistungszusagen aus Pensionen verpflichtend über Pensionsfonds im Wesentlichen ausfinanziert.
Die Dotierungen in den USA und Großbritannien (Vorjahr: USA, Großbritannien, Kanada und Brasilien) werden vom regulatorischen Umfeld und von der Einhaltung von Ausfinanzierungsregelungen bestimmt. Beiträge werden überwiegend vom Arbeitgeber getragen. Die Anlagestrategie wird weitgehend durch das LANXESS Corporate Pension Committee festgelegt und richtet sich nach Kapitalerhalt, Risikooptimierung, Verpflichtungsentwicklung sowie zeitgerechter Verfügbarkeit des Pensionsvermögens. Regional wird die Strategie unter Beachtung des regulatorischen Umfelds überwiegend direkt über die entsprechenden Gremien der Pensionsfonds bzw. des LANXESS Pension Trust e.V. durch Vertreter von LANXESS gesteuert und überwacht. In Brasilien ist die Anlage des Planvermögens in die Gesamtanlagestrategie des Pensionsfonds eingebunden und wird im Wesentlichen von diesem überwacht und gesteuert. In Großbritannien wird die Verwaltung des Pensionsvermögens auf Grundlage lokaler Regularien durch externe Treuhänder in enger Abstimmung mit LANXESS übernommen. Mindestdotierungsverpflichtungen des Vorjahres können sowohl bei brasilianischen wie auch kanadischen leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen anfallen. Diese hängen vom lokalen regulatorischen Umfeld ab und werden als zusätzliche Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Planüberschüsse bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden unter Berücksichtigung von Vermögenswertbegrenzungen in Höhe der wirtschaftlichen Nutzbarkeit zur Reduktion zukünftiger Beiträge als Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen bilanziert. Leistungsorientierte Versorgungspläne mit Vermögenswertbegrenzungen bestehen im Wesentlichen in den USA und Großbritannien. Den jeweiligen Berechnungen liegen versicherungsmathematische Bewertungen zugrunde. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 69 Mio. € (Vorjahr: 69 Mio. €) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen im Gewinn oder Verlust erfasst, die sich auf das operative Ergebnis und auf das Finanzergebnis wie folgt aufteilen:

Kosten für leistungsorientierte Versorgungspläne

scroll in Mio. €

Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
2017 2018 2017 2018
Operatives Ergebnis
Laufender Dienstzeitaufwand 36 38 6 2
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1 2 - -
Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - -
Kosten für die Verwaltung/Steuern 2 2 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Bewertungsannahmen - - 0 0
Finanzergebnis
Nettozinsen 21 21 3 4
Im Gewinn oder Verlust erfasste Beträge 60 63 9 6

Vorjahreswerte angepasst.

Die Verwaltungskosten im operativen Ergebnis enthalten diejenigen Kosten der Vermögensanlage, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Erwirtschaftung von Planvermögenserträgen stehen. Verwaltungskosten, die in direktem Zusammenhang mit der Erwirtschaftung von Planvermögenserträgen stehen, werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beziehen sich auf andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer bzw. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die aufgrund ihres Versorgungscharakters ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen sind. Die Nettozinsen umfassen die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Versorgungsverpflichtungen, Zinsaufwendungen aus der Veränderung der Auswirkungen von Vermögensobergrenzen und Mindestdotierungen sowie Zinserträge aus dem Planvermögen.

Die im Geschäftsjahr nicht im Gewinn oder Verlust, sondern im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge sind aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:

Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge scroll in Mio. €

Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
2017 2018 2017 2018
Erträge und Verluste aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind 23 -56 2 -2
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen 2 -2 1 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Bewertungsannahmen -37 29 -4 5
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Berichtigungen -19 2 0 2
Veränderung der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen -3 -1 -2 1
Veränderung der Berücksichtigung von Mindestdotierungsverpflichtungen -11 - - -
Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge -45 -28 -3 6

Die Entwicklung der Nettoschuld für leistungsorientierte Versorgungspläne ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Entwicklung der Nettoschuld scroll in Mio. €

Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
2017 2018 2017 2018
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen am 01.01. 1.129 1.256 120 177
Anpassungen gemäß IFRS 5 14 -208 3 -39
Im Gewinn oder Verlust erfasste Beträge 60 63 9 6
Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge 45 28 3 -6
Arbeitgeberbeiträge -25 -216 0 -1
Gezahlte Versorgungsleistungen -32 -35 -23 -20
Unternehmenszusammenschlüsse 76 - 78 -
Sonstiger Zugang 1 0 - -
Währungsänderungen -12 2 -13 1
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen am 31.12. 1.256 890 177 118

Vorjahreswerte angepasst.

Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft.

Für das Geschäftsjahr 2019 werden auf Basis der Wechselkurse zum Ende des Geschäftsjahres 2018 Zahlungsabflüsse für Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 16 Mio. € bzw. Versorgungsleistungen in Höhe von 56 Mio. € erwartet. Im Vorjahr wurden für das Geschäftsjahr 2018 auf Basis der Wechselkurse zum Ende des Geschäftsjahres 2017 Zahlungsabflüsse für Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 26 Mio. € bzw. Versorgungsleistungen in Höhe von 62 Mio. € erwartet. Die Bestandteile der Überleitung der Nettoschuld werden in den nachfolgenden Tabellen zur Entwicklung der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen, des externen Planvermögens und der Auswirkungen von Vermögensobergrenzen und Mindestdotierungen aufgegliedert und wesentliche Veränderungen erläutert.

Die Entwicklung der Versorgungsverpflichtung stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung der Versorgungsverpflichtung scroll in Mio. €

Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
2017 2018 2017 2018
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen
Versorgungsverpflichtung am 01.01. 2.422 3.104 127 192
Anpassungen gemäß IFRS 5 66 -941 3 -39
Laufender Dienstzeitaufwand 36 38 6 2
Zinsaufwendungen 44 49 4 5
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen -2 2 -1 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Bewertungsannahmen 37 -29 4 -5
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Berichtigungen 19 -2 0 -2
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1 2 - 0
Arbeitnehmerbeiträge 2 0 0 0
Gezahlte Versorgungsleistungen -116 -67 -24 -21
Unternehmenszusammenschlüsse 724 - 87 -
Sonstige Zugänge 1 0 - -
Kosten für die Verwaltung/Steuern 0 0 0 0
Währungsänderungen -130 6 -14 3
Versorgungsverpflichtung am 31.12. 3.104 2.162 192 135

Vorjahreswerte angepasst.

Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft.

Von den leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen entfallen auf Deutschland 71 % (Vorjahr: 50 %), auf Großbritannien 12 % (Vorjahr: 10 %), auf die USA 11 % (Vorjahr: 8 %), auf Kanada 1 % (Vorjahr: 16 %) und auf Brasilien 1 % (Vorjahr: 11 %). Die übrigen Leistungszusagen enthalten Verpflichtungen für Erstattungsleistungen von Krankheitskosten in Höhe von 98 Mio. € (Vorjahr: 142 Mio. €) sowie für andere übrige Leistungszusagen in Höhe von 37 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €).

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen im Geschäftsjahr ergaben sich im Wesentlichen bei den Plänen in Deutschland durch die Anwendung der neu veröffentlichten und verabschiedeten Richttafeln Heubeck 2018 G in Höhe von 13 Mio. €. Gegenläufig verminderten sich die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen durch die Anwendung der neu veröffentlichten und verabschiedeten Sterblichkeitsverbesserungstafeln CMI 2017 in Großbritannien, die von einer geringeren zukünftigen Sterblichkeitsverbesserung als 2017 ausgehen. Ferner ergaben sich versicherungsmathematische Verluste aus veränderten geschätzten Umwandlungsfaktoren für den Great Lakes Plan. Im Vorjahr ergaben sich im Wesentlichen bei den Plänen in den USA versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen durch die Anwendung der neu veröffentlichten und verabschiedeten Sterblichkeitsverbesserungstafeln MP2017, die von einer geringeren zukünftigen Sterblichkeitsverbesserung als 2016 ausgehen. Ebenso wurden in der Schweiz aktuellere Sterbetafeln verwendet. Die Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus finanziellen Bewertungsannahmen stehen überwiegend im Zusammenhang mit den Änderungen der Zinssätze für die Abzinsung leistungsorientierter Versorgungsverpflichtungen in den für LANXESS wesentlichen Ländern. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand bei den Leistungszusagen Pensionen im Geschäftsjahr betrifft im Wesentlichen die Effekte in Großbritannien aus der Barber-Rechtsprechung zu den gesetzlich garantierten Mindestleistungen der betrieblichen Altersvorsorge.# Im Vorjahr beinhaltete der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand bei den Leistungszusagen Pensionen Vorruhestandsvereinbarungen, die Verbesserung bestehender Versorgungszusagen bei Eintritt in den Vorruhestand sowie Aufhebungsvereinbarungen.

Die unter Unternehmenszusammenschlüsse ausgewiesenen Effekte des Vorjahres ergeben sich aus der Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura am 21. April 2017 und enthalten Versorgungsverpflichtungen für Mitarbeiter in Deutschland, Kanada, Italien, Japan, Mexiko, Großbritannien, den USA, der Schweiz und der Republik Korea. Die Währungsänderungen bei den leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen sind insbesondere auf Kursschwankungen des US-Dollars und des Britischen Pfunds (Vorjahr: des US-Dollars, des Britischen Pfunds, des Kanadischen Dollars und des Brasilianischen Reals) zurückzuführen.

Die Entwicklung des externen Planvermögens ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:

Entwicklung des externen Planvermögens

scroll in Mio. €

Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
2017 2018 2017 2018
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert
Planvermögen am 01.01. 1.304 1.874 7 29
Anpassungen gemäß IFRS 5 52 -754 - -
Zinserträge 23 28 1 1
Erträge und Verluste aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind 23 -56 2 -2
Arbeitgeberbeiträge 25 216 0 1
Arbeitnehmerbeiträge 2 0 0 0
Gezahlte Versorgungsleistungen -84 -32 -1 -1
Unternehmenszusammenschlüsse 650 - 23 -
Kosten für die Verwaltung/Steuern -2 -2 0 0
Währungsänderungen -119 4 -3 2
Planvermögen am 31.12. 1.874 1.278 29 30

Vorjahreswerte angepasst. Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft.

Vom Planvermögen entfallen auf Deutschland 51 % (Vorjahr: 24 %), auf Großbritannien 27 % (Vorjahr: 20 %), auf die USA 16 % (Vorjahr: 11 %), auf Kanada 2 % (Vorjahr: 25 %) und auf Brasilien 1 % (Vorjahr: 15 %).

Die Arbeitgeberbeiträge enthalten sowohl externe Ausfinanzierungen von Pensionsverpflichtungen, bei denen LANXESS Erstattungsansprüche für zu leistende Rentenzahlungen zustehen, wie auch externe Ausfinanzierungen von Pensionsverpflichtungen, bei denen die späteren Rentenzahlungen direkt aus dem externen Pensionsvermögen erfolgen.

Externe Ausfinanzierungen, bei denen die späteren Rentenzahlungen direkt aus dem externen Pensionsvermögen erfolgen, wurden in Höhe von 16 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €) getätigt.

Externe Ausfinanzierungen, bei denen LANXESS Erstattungsansprüche zustehen, betreffen insbesondere den LANXESS Pension Trust e.V. Im Geschäftsjahr wurden Ausfinanzierungen in den LANXESS Pension Trust e.V. in Höhe von 200 Mio. € geleistet. Im Vorjahr wurden keine Einzahlungen erbracht.

Die unter Unternehmenszusammenschlüsse ausgewiesenen Effekte des Vorjahres ergeben sich aus der Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura am 21. April 2017 und enthalten Planvermögen für Mitarbeiter in Deutschland, Kanada, Italien, Japan, Mexiko, Großbritannien, den USA, der Schweiz und der Republik Korea.

Die Währungsänderungen beim Planvermögen sind insbesondere auf Kursschwankungen des US-Dollars und des Britischen Pfunds (Vorjahr: des US-Dollars, des Britischen Pfunds, des Kanadischen Dollars und des Brasilianischen Reals) zurückzuführen.

Die Veränderung der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen sowie für Mindestdotierungen ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle:

Veränderung der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen und für Mindestdotierungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen

scroll in Mio. €

Auswirkungen für Vermögensobergrenzen Mindestdotierungen
2017 2018 2017 2018
Stand 01.01. 0 19 11 21
Änderungen gemäß IFRS 5 - - - -21
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 16 - - -
Zinsaufwendungen 0 0 0 -
Zuführungen (+)/Auflösungen (-) 5 - 11 -
Währungsänderungen -2 0 -1 -
Stand 31.12. 19 19 21 0

Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft.

Die Veränderungen der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit britischen leistungsorientierten Versorgungsplänen für Pensionen und mit nordamerikanischen übrigen Leistungszusagen. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die Vermögensobergrenzen bei den leistungsorientierten Versorgungsplänen für Pensionen 6 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) und die Vermögensobergrenzen bei den übrigen Leistungszusagen 13 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €).

Die Veränderungen bei Mindestdotierungen ergaben sich im Vorjahr bei den kanadischen leistungsorientierten Versorgungsplänen für Pensionen.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens setzt sich folgendermaßen zusammen:

Vermögensaufteilung am 31.12.

scroll in Mio. €

2017 2018
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10 224
davon notiert an einem aktiven Markt 10 224
Eigenkapitalinstrumente 376 138
davon notiert an einem aktiven Markt 372 138
Staatsanleihen 750 391
davon notiert an einem aktiven Markt 750 391
Unternehmensanleihen 536 446
davon notiert an einem aktiven Markt 514 446
Wertpapierfonds 69 30
davon notiert an einem aktiven Markt 30 21
Immobilien 33 5
davon notiert an einem aktiven Markt 12 5
Versicherungskontrakte 81 56
davon notiert an einem aktiven Markt 6 -
Sonstiges 48 18
davon notiert an einem aktiven Markt 48 18
Summe 1.903 1.308

Das Planvermögen umfasst keine selbstgenutzten Immobilien. Auf eigene Finanzinstrumente entfallen ca. 3 % (Vorjahr: 2 %) des Planvermögens. Es ist nicht auszuschließen, dass in Indexprodukten Wertpapiere von LANXESS enthalten sind.

Bei der Ermittlung des Verpflichtungsumfangs und der Bestimmung des Versorgungsaufwands wurden folgende gewichtete Zinssätze für die Abzinsung zugrunde gelegt:

Diskontierungszinssätze am 31.12.

scroll in %

Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
2017 2018 2017 2018
Zinssatz für die Abzinsung 3,15 2,41 3,22 3,88
Deutschland 2,00 2,00 0,22 0,36
Kanada 3,00 3,50 3,25 3,50
Brasilien 9,50 9,25 9,50 9,25
USA 3,75 4,25 3,50 4,25
Großbritannien 2,50 2,75 - -

Für die sonstigen Parameter wurden folgende gewichtete Bewertungsannahmen verwendet:

Bewertungsannahmen am 31.12.

scroll in %

Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
2017 2018 2017 2018
Erwartete Einkommensentwicklung 2,6 2,3 2,9 2,6
Erwartete Rentenentwicklung 1,8 1,7 - -
Erwartete Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung - - 6,1 7,0
Erwartete langfristige Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung - - 4,7 5,2

Die Gewichtung der Annahmen erfolgt auf Basis der Versorgungsverpflichtungen der leistungsorientierten Versorgungspläne am Jahresende.

Während die Zinssätze für die Abzinsung in Deutschland, den USA, Großbritannien und Kanada von erstrangigen festverzinslichen laufzeitkongruenten Industrieanleihen abgeleitet sind, orientiert sich der Zinssatz in Brasilien aufgrund des fehlenden liquiden Marktes für solche Industrieanleihen an laufzeitkongruenten Staatsanleihen. Die Methodik zur Herleitung der Zinssätze für die Abzinsung hat sich im Vergleich zum Vorjahr in den wesentlichen Ländern nicht verändert. Es wird erwartet, dass die langfristige Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung in 9 Jahren (Vorjahr: 10 Jahre) erreicht ist.

Als biometrische Grundlagen wurden für die Bewertung der inländischen Versorgungsverpflichtungen die Richttafeln Heubeck 2018 G (Vorjahr: Richttafeln Heubeck 2005 G) verwendet; bei den ausländischen Konzerngesellschaften wurden aktuelle landesspezifische biometrische Annahmen zugrunde gelegt.

Eine Veränderung der wesentlichen Bewertungsparameter würde zu folgenden prozentualen Veränderungen der Versorgungsverpflichtung führen:

Sensitivitäten auf die Versorgungsverpflichtung am 31.12.

scroll in %

Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
2017 2018 2017 2018
Zinssatz für die Abzinsung +0,5 %-Punkte -7,6 -8,1 -4,1 -3,7
Zinssatz für die Abzinsung -0,5 %-Punkte 8,7 9,2 4,5 4,0
Erwartete Einkommensentwicklung +0,25 %-Punkte 0,4 0,4 0,2 0,3
Erwartete Einkommensentwicklung -0,25 %-Punkte -0,3 -0,4 -0,2 -0,2
Erwartete Rentenentwicklung +0,25 %-Punkte 3,6 4,3 - -
Erwartete Rentenentwicklung -0,25 %-Punkte -3,4 -4,0 - -
Sterbewahrscheinlichkeit -10% 2,1 2,9 0,6 1,8
Erwartete Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung +1 %-Punkt - - 4,4 3,8
Erwartete Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung -1 %-Punkt - - -4,0 -3,4

Die Sensitivität der Sterbewahrscheinlichkeit wurde für die Länder mit wesentlichen Versorgungsverpflichtungen berechnet. Eine Verminderung der Sterbewahrscheinlichkeit führt zu einer erhöhten individuellen Lebenserwartung der Begünstigten. Die Absenkung um 10 % bedeutet für einen 3 im Renteneintrittsalter eine durchschnittliche Erhöhung der Lebenserwartung in den für LANXESS wesentlichen Ländern um ca. ein Jahr.

Bei den Berechnungen der Sensitivitäten wird der jeweilige Bewertungsparameter unter Beibehaltung aller anderen Parameter variiert. Hierbei wird die gleiche Bewertungsmethodik angewandt, die auch den versicherungsmathematischen Bewertungen zur Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt. Sensitivitätsberechnungen sind jedoch abhängig vom Zinseffekt und von der absoluten Veränderung des zu variierenden Parameters. Zudem ist unwahrscheinlich, dass sich in der Realität jeweils nur ein Parameter verändert, sodass Parameteränderungen mit anderen Annahmen korrelieren können. Sofern der angegebenen erwarteten Entwicklung des Parameters in der Sensitivitätsberechnung eine andere Variation des Parameters zugrunde lag, wurde die angegebene Veränderung auf die Versorgungsverpflichtung linear approximiert.

Die gewichtete mittlere Laufzeit für die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen Pensionen beträgt 18 Jahre (Vorjahr: 17 Jahre). Hierbei werden gewichtete mittlere Laufzeiten für Deutschland von 19 Jahren (Vorjahr: 20 Jahre), für Kanada von 10 Jahren (Vorjahr: 13 Jahre), für Brasilien von 9 Jahren (Vorjahr: 10 Jahre), für die USA von 9 Jahren (Vorjahr: 10 Jahre) und für Großbritannien von 18 Jahren (Vorjahr: 20 Jahre) berücksichtigt. Die gewichtete mittlere Laufzeit für die übrigen Leistungszusagen beträgt 9 Jahre (Vorjahr: 10 Jahre).# Der Finanzierungsstatus als Unter- bzw. Überdeckung der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen nach Abzug des Planvermögens ohne Berücksichtigung von Vermögenswertbegrenzungen und Mindestdotierungen ist in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:

Finanzierungsstatus am 31.12.

scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Übrige
2017 2018
Anwartschaftsbarwert der fondsfinanzierten Versorgungsverpflichtungen 2.510 1.628
Externes Planvermögen -1.874 -1.278
Unterdeckung der fondsfinanzierten Versorgungsverpflichtungen 636 350
Anwartschaftsbarwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungsverpflichtungen 594 534
Finanzierungsstatus am 31.12. 1.230 884

(15) Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen

Am 31. Dezember 2018 bilanziert der LANXESS Konzern sonstige kurzfristige Rückstellungen in Höhe von 465 Mio. € (Vorjahr: 525 Mio. €) und sonstige langfristige Rückstellungen in Höhe von 337 Mio. € (Vorjahr: 460 Mio. €). Die Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

Sonstige Rückstellungen

scroll in Mio. € 31.12.2017 31.12.2018
bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Personalrückstellungen 264 76 41 381 188 29 34 251
Umweltschutzrückstellungen 32 64 131 227 31 49 118 198
Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr 80 6 0 86 86 1 0 87
Rückstellungen für Restrukturierung 37 36 7 80 23 24 5 52
Übrige sonstige Rückstellungen 112 40 59 211 137 24 53 214
Gesamt 525 222 238 985 465 127 210 802

Insgesamt haben sich die sonstigen Rückstellungen im Berichtsjahr von 985 Mio. € auf 802 Mio. € gemindert.

Im Einzelnen ergibt sich nachfolgende Entwicklung:

Veränderung sonstige Rückstellungen 2018

scroll in Mio. € 01.01.2018 Umgliederung gemäß IFRS 5 Akquisitionen Zuführung Zinseffekt Inanspruchnahme Auflösung Währungsänderungen 31.12.2018
Personalrückstellungen 381 -80 0 167 -212 -3 -2 251
Umweltschutzrückstellungen 227 -18 0 6 -12 -7 -2 198
Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr 86 -15 1 76 - -53 -8 0 87
Rückstellungen für Restrukturierung 80 -2 0 1 0 -17 -10 0 52
Übrige sonstige Rückstellungen 211 -19 0 78 1 -35 -24 2 214
Gesamt 985 -134 1 328 5 -329 -52 2 802

Personalrückstellungen

Die Personalrückstellungen enthalten insbesondere die einjährigen erfolgsabhängigen Vergütungen sowie die mehrjährigen Vergütungsprogramme.

Mehrjährige Vergütungsprogramme

Anteilsbasierte Vergütung

Die LANXESS AG gewährt Mitgliedern des Vorstands sowie Mitarbeitern der oberen Führungsebenen eine anteilsbasierte Vergütung, die bar ausgezahlt wird. Die beiden bestehenden Vergütungsprogramme (LTSP — Long Term Stock Performance Plan) wurden in den Geschäftsjahren 2010 bzw. 2014 aufgesetzt. Mit dem im Geschäftsjahr 2010 aufgesetzten Vergütungsprogramm LTSP 2010-2013 wurden Anrechte für die Jahre 2010 bis 2013 gewährt. Die Ausschüttung ergibt sich aus der relativen Performance der LANXESS Aktie im Vergleich zum Index Dow Jones STOXX 600 Chemicalssm. Das im Geschäftsjahr 2014 eingeführte Vergütungsprogramm LTSP 2014-2017 entspricht im Wesentlichen dem Vergütungsprogramm LTSP 2010-2013. Wesentliche Änderung ist die Bemessung der Ausschüttung als Relation der Performance der LANXESS Aktie im Vergleich zur Performance des Wettbewerbsindex MSCI World Chemicals. Die Gesamtlaufzeit der jeweiligen Tranchen beträgt für beide Programme grundsätzlich sieben Jahre. Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Ausübungszeitraum der Tranchen 2012 und 2013 aus dem Vergütungsprogramm LTSP 2010-2013 jeweils um zwei Jahre verlängert, sodass die Gesamtlaufzeit dieser beiden Tranchen nun neun Jahre beträgt. Der Basiskurs von Aktie und Vergleichsindex für die LTSP-Programme ergibt sich als volumengewichteter Durchschnitt der Schlusskurse der ersten zehn Handelstage im Januar des jeweiligen Tranchenjahres. Ausgabedatum der gewährten und noch ausstehenden Anrechte sowie der Anrechte der noch offenen Tranchen ist jeweils der 1. Februar. Die Teilnahme an den Programmen setzt ein vom jeweiligen Festgehalt abhängiges Eigeninvestment der Teilnehmer in LANXESS Aktien voraus. Übertrifft die Performance der Aktie die des Index, so werden pro Anrecht mindestens 0,75 € ausgezahlt. Für jedes Prozent, um das die Performance der Aktie die des Index übertrifft, werden 0,125 € zusätzlich ausgezahlt. Maximal werden jedoch 2,00 € pro Anrecht ausgeschüttet.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde das LTSP 2018-2021 eingeführt. Die Gesamtlaufzeit der Tranche beträgt vier Jahre und umfasst ausschließlich die Sperrfrist. Ausgabedatum der gewährten und noch ausstehenden Anrechte ist der jeweilige 1. Januar. Für jedes Jahr während der Laufzeit des LTSP-Plans errechnet sich der Basiskurs der Aktie der Gesellschaft aus dem Durchschnitt der Schlusskurse der Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse. Für die Berechnung des Durchschnitts werden für jedes Tranchenjahr jeweils die Schlusskurse der letzten zehn Handelstage des Kalendermonats Dezember des Vorjahres und die Schlusskurse der ersten zehn Handelstage des Kalendermonats Januar des laufenden Tranchenjahres ermittelt. Der Wert eines Stock Performance Rights ist abhängig von der durchschnittlichen Performance der LANXESS Aktie im Vergleich zur Performance des Wettbewerbsindex MSCI World Chemicals während der Sperrfrist. Die Performance zum Index wird für jedes der vier Jahre der Sperrfrist einzeln ermittelt. Die so ermittelten Werte der vier in die jeweilige Tranche fallenden Geschäftsjahre werden anschließend addiert und ein Durchschnitt gebildet. Die Ausübung erfolgt automatisch am Ende der Sperrfrist. Übertrifft die durchschnittliche Performance der Aktie zum Index 85 Prozentpunkte, werden mindestens 0,50 € ausgezahlt. Für jedes Prozent bis zu einer Performance von 100 Prozentpunkten werden zusätzliche 0,03 € ausgezahlt. Bei einer Performance der Aktie zum Index zwischen 100 Prozentpunkten und 115 Prozentpunkten kommen weitere 0,06 € pro Prozentpunkt zur Auszahlung, sodass der maximal erreichbare Auszahlungsbetrag 2,00 € beträgt.

Der Bewertung der Verpflichtungen aus der anteilsbasierten Vergütung liegen die folgenden wesentlichen Parameter zugrunde:

Wesentliche Parameter am 31.12.

scroll in % 2017 2018
Erwartete Volatilität der Aktie 27,0 27,0
Erwartete Dividendenzahlung 2,0 2,0
Erwartete Volatilität des Index Dow Jones STOXX 600 Chemicalssm 18,0 18,0
Korrelation zwischen dem LANXESS Aktienkurs und dem Index Dow Jones STOXX 600 Chemicalssm 67,0 72,0
Erwartete Volatilität des MSCI World Chemicals Index _ 13,0
Korrelation zwischen dem LANXESS Aktienkurs und dem MSCI World Chemicals Index 60,0 63,0

Der zu berücksichtigende risikolose Zinssatz lag im Berichtsjahr bei minus 0,44 % (Vorjahr: minus 0,34 %). Die erwarteten Volatilitäten basieren auf der historischen Volatilität der LANXESS Aktie und der Indizes Dow Jones STOXX 600 ChemicalssM bzw. MSCI World Chemicals der jeweiligen letzten vier Jahre.

Informationen zu den offenen Tranchen sind der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:

Long Term Stock Performance Plan

scroll LTSP 2010-2013 LTSP 2014-2017
Tranche 2011 Tranche 2012 Tranche 2013 Tranche 2014 Tranche 2015 Tranche 2016 Tranche 2017 Tranche 2018
Laufzeit 7 Jahre 9 Jahre 9 Jahre 7 Jahre 7 Jahre 7 Jahre 7 Jahre 4 Jahre
Sperrfrist (Erdienungszeitraum) 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre
Haltefrist für Eigeninvestment-Aktien 31.01.2017 31.01.2017 31.01.2017 31.01.2018 31.01.2019 31.01.2020 31.01.2021 31.12.2021
Basiskurs der LANXESS Aktie 55,60 € 44,54 € 63,25 € 47,41 € 35,04 € 38,39 € 64,84 € 66,91 €
Basiskurs des Index Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM 564,17 Punkte 533,45 Punkte 665,98 Punkte - - - - -
Basiskurs des MSCI World Chemicals Index - - - 238,07 Punkte 254,06 Punkte 233,45 Punkte 276,04 Punkte 337,09 Punkte
Beizulegender Zeitwert pro Anrecht am 31.12.2017 0,00 € 0,35 € 0,21 € 1,49 € 1,89 € 1,48 € 0,67 € 0,00 €
Beizulegender Zeitwert pro Anrecht am 31.12.2018 0,00 € 0,03 € 0,02 € 0,00 € 1,62 € 0,86 € 0,22 € 0,73 €
Entwicklung der Anzahl ausstehender Anrechte
Ausstehende Anrechte am 01.01.2018 5.493.711 7.914.725 8.718.804 8.921.208 9.706.090 10.837.575 11.468.139 -
Anpassungen gemäß IFRS 5 424.333 526.407 692.854 850.285 928.401 993.181 1.054.943 -
Gewährte Anrechte - - - - - - - 11.693.381
Ausgeübte Anrechte - - - 8.051.632 - - - -
Abgegoltene Anrechte 163.984 160.576 - 0 181.479 114.582 62.692 113.952
Verwirkte Anrechte 5.069.378 29.587 49.566 19.291 46.743 77.818 91.509 43.294
Ausstehende Anrechte an. 31.12.2018 0 7.194.747 7.815.808 0 8.549.467 9,651394 10.258.995 11.536.135

Zum Jahresende 2018 notierte die LANXESS Aktie bei 40,20 €. Die Vergleichsindizes Dow Jones STOXX 600 ChemicalssM bzw. MSCI World Chemicals notierten bei 801,04 bzw. 278,72 Punkten. Im Geschäftsjahr 2018 ergibt sich aufgrund der Performance der LANXESS Aktie zum jeweiligen Vergleichsindex sowie aus der Gewährung, Abgeltung und Verwirkung von Anrechten ein Nettoaufwand von 4 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €). Zum 31. Dezember 2018 ergibt sich eine Rückstellung in Höhe von 23 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €). Im aktuellen Geschäftsjahr beträgt der innere Wert von am Bilanzstichtag ausübbaren Anrechten wie im Vorjahr 0 Mio. €.

Rückstellungen für Umweltschutz

Das Geschäft des LANXESS Konzerns unterliegt weitreichenden rechtlichen Vorgaben in allen Ländern, in denen die geschäftlichen Aktivitäten stattfinden.# (16) Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung und Fristigkeit der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten kann den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten am 31.12.2017
| | Kurzfristig | Langfristig | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | > 2022 | Summe |
| :---------------------------------- | :---------- | :---------- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :----- | :---- |
| Anleihen | 500 | - | - | 497 | 596 | 1.081| 2.174| | 2.174 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 89 | - | - | - | - | - | - | | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 9 | 8 | 7 | 6 | 6 | | | 25 | 52 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 35 | 0 | 0 | 0 | 0 | | | 16 | 633 |
| Summe | 633 | 8 | 7 | 503| 602| 1.122| 2.242| | 2.242 |

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten am 31.12.2018
| | Kurzfristig | Langfristig | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | > 2023 | Summe |
| :---------------------------------- | :---------- | :---------- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :----- | :---- |
| Anleihen | - | - | 497 | 597 | - | 1.575| 2.669| | 2.669 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 29 | - | - | - | - | - | - | | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 5 | 3 | 3 | 2 | 2 | 2 | | 12 | 12 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 25 | 0 | 0 | 0 | 0 | | | 5 | 59 |
| Summe | 59 | 3 | 500| 599| 2 | 1.582| 2.686| | 2.686 |

Im LANXESS Konzern sind zum 31. Dezember 2018 folgende Anleihen ausstehend:

Anleihen
| | Buchwert in Mio. € | Zinskupon in % | Fälligkeit |
| :-------------- | :----------------- | :------------- | :----------- |
| April 2012 | 100 | 3.500 | April 2022 |
| April 2012 | 100 | 3.950 | April 2027 |
| November 2012 | 500 | 497 | 2.625 | November 2022 |
| Oktober 2016 | 500 | 497 | 250 | Oktober 2021 |
| Oktober 2016 | 500 | 494 | 1.000 | Oktober 2026 |
| Dezember 2016 | 500 | 490 | 4.500 | Dezember 2076 |
| Mai 2018 | 500 | 492 | 1.125 | Mai 2025 |

Den in Euro und Fremdwährungen bestehenden Finanzverbindlichkeiten im LANXESS Konzern liegt zum Jahresende ein gewichteter durchschnittlicher Zins von 2,0 % (Vorjahr: 2,7 %) zugrunde.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden dann bilanziert, wenn die geleasten Vermögenswerte als wirtschaftliches Eigentum des Konzerns unter den Sachanlagen aktiviert sind (Finanzierungsleasing). In den Folgejahren sind an die jeweiligen Leasinggeber 21 Mio. € (Vorjahr: 79 Mio. €) Leasingraten zu zahlen; der hierin enthaltene Zinsanteil beläuft sich auf 4 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €). Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO.

In den sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sind Zinsabgrenzungen von 25 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €) für finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Hiervon betreffen 25 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €) die Anleihen. Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Verbindlichkeiten sowie der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme, insbesondere der Zinszahlungen, wird auf die Anhangangabe [36] verwiesen.

(17) Langfristige und kurzfristige Ertragsteuerschulden

Die langfristigen und kurzfristigen Ertragsteuerschulden gliedern sich wie folgt:

Ertragsteuerschulden
| | 31.12.2017 |
| :--------- | :--------- |
| | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt |
| Rückstellungen | 134 | 51 | 185 |
| Verbindlichkeiten | - | 10 | 10 |
| Gesamt | 134 | 61 | 195|

Vorjahreswerte angepasst.

Ertragsteuerschulden
| | 31.12.2018 |
| :--------- | :--------- |
| | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt |
| Rückstellungen | 117 | 41 | 158 |
| Verbindlichkeiten | - | 3 | 3 |
| Gesamt | 117 | 44 | 161|

Die Verminderung der Ertragsteuerrückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO. Aufgrund neuer Informationen und Erkenntnisse im Rahmen der Kaufpreisallokation für den Erwerb des US-amerikanischen Konzerns Chemtura wurden die langfristigen Ertragsteuerrückstellungen zum 31. Dezember 2017 um 15 Mio. € erhöht.

(18) Sonstige langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten gliedern sich am Bilanzstichtag wie folgt:

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
| | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
| :------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Von Dritten gewährte Zuwendungen für Vermögenswerte | 68 | 42 |
| Vertragsverbindlichkeiten | - | 14 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 4 | 3 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 27 | 21 |
| Gesamt | 99 | 80 |

Die von Dritten gewährten Zuwendungen für Vermögenswerte enthalten unter anderem Zuwendungen der öffentlichen Hand, welche die Aufrechterhaltung von Arbeitsplätzen bzw. die Zweckbindung von Vermögenswerten zur eigenen Produktion für festgelegte Zeiträume bedingen.

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
| | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
| :------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 70 | 45 |
| Vertragsverbindlichkeiten | - | 25 |
| Personalverbindlichkeiten | 24 | 14 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 23 | 12 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 62 | 35 |
| Gesamt | 179 | 131 |

Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern umfassen neben den Beträgen, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind, auch solche Steuern, die für Rechnung Dritter abgeführt werden.# ERLÄUTERUNGEN ZUM BILANZRICHTENWERK (Fortsetzung)

18. Vertragsverbindlichkeiten

Vertragsverbindlichkeiten werden gemäß IFRS 15 für erhaltene Anzahlungen gebildet, für die noch keine Leistung erbracht wurde. Als Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind insbesondere noch abzuführende Beiträge an Sozialversicherungen ausgewiesen. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die periodengerechte Abgrenzung ausstehender Rechnungen. Gegenüber der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), belaufen sich die entsprechenden 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr auf unter 1 Mio. €.

Vertragsverbindlichkeiten (scroll in Mio. €) 2018
Stand 01.01. 40
Anpassungen gemäß IFRS 5 -10
Kumulative Anpassungen der Erlöse des Geschäftsjahres 9
Kumulative Anpassungen der Erlöse aus Vorjahren -4
Zuführungen 32
Realisierte Umsätze aus Anfangssaldo -28
Währungsänderungen 0
Stand 31.12. 39

Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft. Die Zuführungen betreffen im Wesentlichen Anzahlungen von Kunden für noch zu erbringende Leistungsverpflichtungen. Die realisierten Umsätze aus dem Anfangssaldo beziehen sich überwiegend auf Vorjahresanzahlungen von Kunden sowie auf die Realisierung der im Anfangssaldo enthaltenen Werte für die im Geschäftsjahr ausgelieferten Mengen aus dem Geschäftsmodell der Herstellung von Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen.

19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend gegenüber Dritten. Wie im Vorjahr ist der Gesamtbetrag in Höhe von 795 Mio. € (Vorjahr: 1.048 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit 117 Mio. € (Vorjahr: 108 Mio. €) gegenüber der at equity bewerteten Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), und deren verbundenen Unternehmen sowie mit 678 Mio. € (Vorjahr: 940 Mio. €) gegenüber sonstigen Lieferanten. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO.

20. Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten

Von den gesamten Verbindlichkeiten haben 1.587 Mio. € (Vorjahr: 1.132 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

21. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von 7.197 Mio. € (Vorjahr: 6.530 Mio. €) beinhalten zum größten Teil Verkäufe von selbst hergestellten chemischen Erzeugnissen nach Abzug von Rabatten und Preisnachlässen. Die Dienstleistungen betreffen neben vertriebs- und produktbezogenen Dienstleistungen, Lohnbearbeitungen sowie sonstige auf Dauer angelegte Dienstleistungen. Die Umsätze und ihre Entwicklung nach Unternehmensbereichen und Regionen sind in der Übersicht zur Segmentberichterstattung ersichtlich (vgl. Anhangangabe [38]).

Art der Umsätze (scroll in Mio. €) 2018
Produktverkauf 7.129
Dienstleistungen 68
Gesamt 7.197
Umsatzrealisierung (in Mio. €) 2018
Zeitpunktbezogen 6.890
Zeitraumbezogen 307
Gesamt 7.197

Die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung betrifft das Geschäftsmodell der Herstellung von kundenspezifischen Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen in Höhe von 239 Mio. € sowie die über einen Zeitraum erbrachten Dienstleistungen in Höhe von 68 Mio. €. In den Geschäftsmodellen der Herstellung von Produkten bzw. kundenspezifischen Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen bestehen zum 31. Dezember 2018 nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen in einer Gesamthöhe von 1.907 Mio. €. Die dazugehörigen Umsatzerlöse werden wie folgt erwartet:

Fristigkeit der erwarteten Umsatzerlöse (scroll in Mio. €) 2018
bis 1 Jahr 618
1 bis 2 Jahre 360
2 bis 3 Jahre 260
3 bis 4 Jahre 185
4 bis 5 Jahre 101
über 5 Jahre 383
Gesamt 1.907

22. Kosten der umgesetzten Leistungen

Kosten der umgesetzten Leistungen (scroll in Mio. €) 2017 2018
Aufwendungen für Rohstoffe und Handelswaren 2.756 3.139
Fertigungskosten und sonstige Herstellungskosten 2.040 2.224
Gesamt 4.796 5.363

Vorjahreswerte angepasst. Die Fertigungskosten enthalten unter anderem Kosten für Personal, Abschreibungen, Energie und sonstige Leistungsbezüge. Die sonstigen Herstellungskosten enthalten insbesondere Effekte aus der Bestandsbewertung sowie aus Inventurdifferenzen.

23. Vertriebskosten

Vertriebskosten (scroll in Mio. €) 2017 2018
Marketingkosten 473 504
Ausgangsfrachten und sonstige Vertriebskosten 288 322
Gesamt 761 826

Vorjahreswerte angepasst. Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Kosten der internen und externen Marketing- und Vertriebsorganisation, Frachten, Lagerhaltungs- und Verpackungskosten sowie Kosten der Kundenberatung.

24. Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten von 118 Mio. € (Vorjahr: 103 Mio. €) enthalten insbesondere Kosten zur Erlangung neuer wissenschaftlicher und technischer Erkenntnisse, Kosten im Zusammenhang mit der Suche nach alternativen Produkten und Produktionsverfahren sowie Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen.

25. Allgemeine Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten von 307 Mio. € (Vorjahr: 326 Mio. €) beinhalten Kosten, die keinen direkten Zusammenhang mit den operativen Geschäftsprozessen haben, sowie die Kosten der Landesorganisationen.

26. Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge (scroll in Mio. €) 2017 2018
Erträge aus Nebengeschäften 82 58
Sondereinflüsse 8 16
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 18 9
Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 3 1
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3 _
Übrige sonstige betriebliche Erträge 50 38
Gesamt 164 122

Vorjahreswerte angepasst. Die Sondereinflüsse enthalten, wie im Vorjahr, im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von in Vorjahren als Sondereinflüsse gebildeten Rückstellungen, insbesondere für Restrukturierungen, und entfallen gemäß ihrem wirtschaftlichen Gehalt auf die Kosten der umgesetzten Leistungen mit 13 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) sowie mit 3 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) auf die allgemeinen Verwaltungskosten. Im Vorjahr enthielten die Sondereinflüsse darüber hinaus Erträge aus dem Verkauf des US-amerikanischen Tochterunternehmens International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA), in Höhe von 5 Mio. €. Sie entfielen gemäß ihrem wirtschaftlichen Gehalt auf die sonstigen betrieblichen Erträge.

27. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen (scroll in Mio. €) 2017 2018
Sondereinflüsse 267 107
Aufwendungen aus Nebengeschäften 73 58
Aufwendungen aus derivativen Sicherungsgeschäften 8 3
Wertberichtigungen/Risikovorsorge für Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 6 2
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 4 0
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 51 31
Gesamt 409 201

Vorjahreswerte angepasst. Im Geschäftsjahr 2018 beinhalten die Sondereinflüsse im Wesentlichen Kosten für die strategische Neuausrichtung in Höhe von 30 Mio. €, welche auch Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Integration des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura enthielten. Des Weiteren fielen Sondereinflüsse für Restrukturierungsmaßnahmen zur Optimierung des Produktionsnetzwerks in Höhe von 17 Mio. € an. Hiervon betroffen waren der Standort Jinshan (China) der Business Unit Inorganic Pigments (Segment Performance Chemicals), der Standort Reynosa (Mexiko) der Business Unit Additives (Segment Specialty Additives) sowie der Standort Zárate (Argentinien) der Business Unit Leather (Segment Performance Chemicals). Darüber hinaus wurden Sondereinflüsse für die Digitalisierung, Kosten für Mer-ger & Acquisitions und für sonstige Maßnahmen in Höhe von 60 Mio. € erfasst. Im Vorjahr betrafen die Sondereinflüsse im Wesentlichen Kosten der Restrukturierungsmaß-nahmen zur Optimierung des Produktionsnetzwerks in Höhe von 121 Mio. €. Hiervon betroffen waren insbesondere der Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) der Business Unit Additives (Segment Specialty Additives) und der Standort Zärate (Argentinien) der Business Unit Leather (Segment Performance Chemicals). Des Weiteren fielen Sondereinflüsse für die strategische Neuausrichtung in Höhe von 108 Mio. € an, welche auch Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation und Integration des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura enthielten. Darüber hinaus wurden Sondereinflüsse für die Digitalisierung, Kosten für Merger & Acquisitions und für sonstige Maßnahmen in Höhe von 38 Mio. € erfasst. Die Sondereinflüsse in Höhe von 107 Mio. € (Vorjahr: 267 Mio. €) entfallen gemäß ihrem wirtschaftlichen Gehalt in Höhe von 27 Mio. € (Vorjahr: 217 Mio. €) auf die Kosten der umgesetzten Leistungen, mit 1 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) auf Vertriebskosten, mit 0 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) auf Forschungs- und Entwicklungskosten sowie mit 79 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €) auf allgemeine Verwaltungskosten.

28. Finanzergebnis

Im Einzelnen gliedert sich das Finanzergebnis wie folgt:

Finanzergebnis (scroll in Mio. €) 2017 2018
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0
Zinserträge 9 6
Zinsaufwendungen -89 -75
Zinsergebnis -80 -69
Aufzinsung verzinslicher Rückstellungen -29 -31
Wechselkursergebnis -16 -19
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge 1 -1
Dividenden und übriges Beteiligungsergebnis 44 6
Sonstiges Finanzergebnis 0 -45
Finanzergebnis -80 -114

Vorjahreswerte angepasst. Die Zinsaufwendungen enthalten insbesondere die Zinsen für die begebenen Anleihen, bereinigt um aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €). Der in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil von Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) wird im Zinsergebnis ausgewiesen. In den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen ist ein Aufwand in Höhe von 1 Mio. € aus der Risikovorsorge für finanzielle Vermögenswerte enthalten. Zudem enthält diese Position den monetären Gewinn in Höhe von 2 Mio.# Anhang

(29) Ertragsteuern
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen landesspezifische Steuersätze zugrunde. Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Ertragsteuern wie folgt:

Ertragsteuern nach Herkunft

Mio. € 2017 2018
Laufende Steuern -211 -82
Latente Steuern aus temporären Differenzen 43 -29
aus gesetzlichen Steuersatzänderungen -1 -2
aus Verlustvorträgen 10 -5
Ertragsteuern -159 -118

Vorjahreswerte angepasst.

Der ausgewiesene Steueraufwand des Geschäftsjahres 2018 von 118 Mio. € (Vorjahr: 159 Mio. €) unterscheidet sich um 8 Mio. € (Vorjahr: 88 Mio. €) von dem erwarteten Steueraufwand von 126 Mio. € (Vorjahr: 71 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Konzernsteueraufwands wird der für die deutschen Gesellschaften zusammengefasste Ertragsteuersatz von 32,3 % (Vorjahr: 32,3 %) herangezogen. Er umfasst einen Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Körperschaftsteuer) sowie die Gewerbesteuer. In der nachfolgenden Aufstellung wird das erwartete Steuerergebnis in das effektiv ausgewiesene Steuerergebnis übergeleitet:

Überleitung tatsächliches Steuerergebnis

Mio. € 2017 2018
Ergebnis vor Ertragsteuern 219 390
Ertragsteuersatz der LANXESS AG 32,3 % 32,3 %
Erwartetes Steuerergebnis -71 -126
Besteuerungsunterschied aufgrund von Differenzen zwischen lokalen Steuersätzen und dem hypothetischen Steuersatz 1 22
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge sowie Reduzierung steuerlicher Bemessungsgrundlagen 4 1
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -28 -8
nicht angesetzter latenter Steuern auf steuerliche Verluste und temporäre Differenzen -14 -48
Sonstige Steuereffekte -51 41
Tatsächliches Steuerergebnis -159 -118
Effektiver Steuersatz 72,6 % 30,3 %

Vorjahreswerte angepasst.

Die sonstigen Steuereffekte in Höhe von 41 Mio. € (Vorjahr: minus 51 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus der Zuschreibung zuvor wertgeminderter latenter Steuern. Im Vorjahr enthielten diese im Wesentlichen Effekte aus der US-Steuerreform, insbesondere in Bezug auf die Einmalbesteuerung thesaurierter Gewinne von durch US-amerikanische Gesellschaften gehaltenen Beteiligungen im Ausland.

Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den einzelnen Bilanzposten wie folgt:

Latente Steuerabgrenzungen

Mio. € 31.12.2017 31.12.2018
Aktive Passive
Immaterielle Vermögenswerte 25 201
Sachanlagen 7 172
Vorräte 24 183
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 4 152
Pensionsrückstellungen 29 11
Sonstige Rückstellungen 34 44
Verbindlichkeiten 335 -
Verlustvorträge 136 5
159 -
Summe 765 436
davon langfristig 543 384
Saldierung -323 -323
Netto 442 113
Mio. € 31.12.2017 31.12.2018
Aktive Passive
Immaterielle Vermögenswerte 17 76
Sachanlagen 23 11
Vorräte 152 59
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 44 27
Pensionsrückstellungen 3 397
Sonstige Rückstellungen 136 77
Verbindlichkeiten 23 23
Verlustvorträge 127 17
595 397
davon langfristig 417 337
Saldierung -308 -308
Netto 287 89

Die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ergibt sich folgendermaßen:

Veränderung latente Steuerabgrenzungen

Mio. € 2017 2018
Latente Steuerabgrenzungen 01.01. 359 329
Anpassungen gemäß IFRS 5 14 -107
Aufwand/Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung 52 -36
Veränderungen Konzernkreis -86 -
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern -1 21
Währungsänderungen -9 -9
Latente Steuerabgrenzungen 31.12. 329 198

Vorjahreswerte angepasst.

Die Anpassungen gemäß IFRS 5 resultieren aus dem Ausweis von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft. Die im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Steuern entfallen mit 11 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €) auf Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und mit 10 Mio. € (Vorjahr: minus 12 Mio. €) auf Finanzinstrumente. Darüber hinaus beinhaltet das sonstige Ergebnis tatsächliche Steuern in Höhe von weniger als 1 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €). Im Vorjahr resultieren die Veränderungen im Konzernkreis aus der Akquisition des US-amerikanischen Konzerns Chemtura.

Latente Steueransprüche, die höher als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen sind, in Höhe von 30 Mio. € (Vorjahr: 104 Mio. €) beziehen sich auf Steuerrechtskreise, in denen im Geschäftsjahr 2018 oder im Vorjahr Verluste angefallen sind. LANXESS geht davon aus, dass zukünftig genügend zu versteuernde Einkommen zur Realisierung der latenten Steueransprüche zur Verfügung stehen werden.

Von den gesamten Verlustvorträgen sind auf Basis der Steuerplanungsrechnungen und -strategien auf steuerlich voraussichtlich realisierbare Beträge von 511 Mio. € (Vorjahr: 592 Mio. €) aktive latente Steuern in Höhe von 127 Mio. € (Vorjahr: 159 Mio. €) angesetzt. Diese beinhalten 15 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €) latente Steuern auf Verlustvorträge mit unbeschränkten Nutzungszeiträumen. Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 813 Mio. € (Vorjahr: 534 Mio. €) wurden keine latenten Steuern gebildet. Hiervon sind 124 Mio. € (Vorjahr: 283 Mio. €) theoretisch länger als fünf Jahre nutzbar. Es wurden im Geschäftsjahr 2018 auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 225 Mio. € (Vorjahr: 139 Mio. €) keine aktiven latenten Steuern gebildet. Insofern blieben aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 216 Mio. € (Vorjahr: 141 Mio. €) sowie aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 56 Mio. € (Vorjahr: 33 Mio. €) unberücksichtigt.

(30) Ergebnis und Dividende je Aktie
Das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2018 beträgt 4,71 € und ergibt sich mit 3,03 € aus fortzuführendem sowie mit 1,68 € aus nicht fortgeführtem Geschäft. Die Werte wurden unter Berücksichtigung der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der innerhalb der Berichtsperiode im Umlauf gewesenen Aktien ermittelt. Zum 31. Dezember 2018 waren 91.522.936 Aktien in Umlauf. Da derzeit keine Eigenkapitalinstrumente begeben sind, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis. Für weitere Informationen zu Eigenkapitalinstrumenten, die künftig das Ergebnis je Aktie verwässern können, wird auf Anhangangabe [13] verwiesen.

Ergebnis je Aktie

2017 2018 Veränd. in %
Konzernergebnis in Mio. € 87 431 > 100
aus fortzuführendem Geschäft 60 277 > 100
aus nicht fortgeführtem Geschäft 27 154 > 100
Im Umlauf gewesene Aktien in Stück 91.522.936 91.522.936 -
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert/verwässert) 0,95 4,71 > 100
aus fortzuführendem Geschäft 0,66 3,03 > 100
aus nicht fortgeführtem Geschäft 0,29 1,68 > 100

Vorjahreswerte angepasst.

Die LANXESS AG weist für das Geschäftsjahr 2018 einen Bilanzgewinn von 127 Mio. € (Vorjahr: 116 Mio. €) aus. Die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der LANXESS AG belief sich im Berichtsjahr auf 0,80 € (Vorjahr: 0,70 €) je Aktie.

(31) Personalaufwand
Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

Personalaufwand

Mio. € 2017 2018
Löhne und Gehälter 1.018 1.066
Sozialabgaben 177 159
Aufwendungen für Altersvorsorge 85 90
Aufwendungen für soziale Unterstützung 11 13
Summe 1.291 1.328

Vorjahreswerte angepasst.

Insgesamt ist im Geschäftsjahr 2018 ein Anstieg der Personalaufwendungen zu verzeichnen. Dies ist neben Entgeltanpassungen im Wesentlichen auf den Anstieg der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zusammenhang mit den Akquisitionen des US-amerikanischen Konzerns Chemtura im April 2017 sowie des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts des belgischen Chemiekonzerns Solvay im Februar 2018 zurückzuführen. Gegenläufig wirken Effekte aus Standortschließungen, insbesondere in Argentinien.

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind als Bestandteil des Finanzergebnisses ausgewiesen (vgl. Anhangangabe [28]).

SONSTIGE ANGABEN

(32) Belegschaft
Im LANXESS Konzern waren im Jahresdurchschnitt 2018 insgesamt 15.441 (Vorjahr: 14.792) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Der Belegschaftsanstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert dabei im Wesentlichen aus der Akquisition des US-amerikanischen Konzerns Chemtura im April 2017, aus der Akquisition des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts des belgischen Chemiekonzerns Solvay im Februar 2018 sowie aus organischem Wachstum. Dem gegenüber stehen Effekte aus Standortschließungen, unter anderem in Argentinien.

Beschäftigte nach Funktionsbereichen

2017 2018
Produktion 10.764 11.212
Verwaltung 1.792 1.890
Marketing 1.754 1.812
Forschung 482 527
Summe 14.792 15.441

Vorjahreswerte angepasst.

(33) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse resultieren aus Bürgschaften und ähnlichen Instrumenten, die gegenüber Dritten übernommen wurden. Bei diesen Sachverhalten geht es um potenzielle zukünftige Verpflichtungen, bei denen das Eintreten des entsprechenden zukünftigen Ereignisses zu einer Verpflichtung führen würde, die am Bilanzstichtag ungewiss war. Eine Verpflichtung zur Leistung im Rahmen dieser Haftungsverhältnisse entsteht bei Verzug oder Zahlungsunfähigkeit des Schuldners.

Zum 31. Dezember 2018 bestehen Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten in Höhe von insgesamt weniger als 1 Mio. € (Vorjahr: weniger als 1 Mio. €). Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber der at equity bewerteten Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland). Aus der Stellung als persönlich haftender Gesellschafter der Cur-renta GmbH & Co. OHG können sich zukünftig gegebenenfalls Kapitalnachschusspflichten ergeben. Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus operativen Leasingverhältnissen.Wie in der Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden näher ausgeführt, handelt es sich bei operativen Leasingverhältnissen um Vereinbarungen, die kein Finanzierungsleasing sind, bei denen also nicht die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des Leasinggegenstands verbunden sind, übertragen werden. Operative Leasingverhältnisse werden vom LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Die erwarteten nicht abgezinsten zukünftigen Leasing- und Mietzahlungen aus operativen Leasingverhältnissen belaufen sich auf 176 Mio. € (Vorjahr: 193 Mio. €).

Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen werden folgendermaßen fällig:

Fälligkeit der Leasing- und Mietzahlungen (in Mio. €) 31.12.2017 31.12.2018
bis 1 Jahr 41 38
1 bis 2 Jahre 35 31
2 bis 3 Jahre 27 25
3 bis 4 Jahre 23 20
4 bis 5 Jahre 17 17
über 5 Jahre 50 45
Gesamt 193 176

Vorjahreswerte angepasst.

Aufgrund von operativen Leasingverhältnissen wurden im Geschäftsjahr 2018 Leasing- und Mietzahlungen von 44 Mio. € (Vorjahr: 48 Mio. €) geleistet. Die künftigen Leasing- und Mietzahlungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit der Konzernzentrale in Köln. Weitere wesentliche Verträge betreffen die weltweite Anmietung von Grundstücken, Bürogebäuden und Lagerhallen. Des Weiteren werden für den Rohstoff- und Warentransport Bahnkesselwagen und Tankcontainer angemietet.

Aus bereits erteilten Aufträgen für begonnene oder geplante Investitionsvorhaben im Bereich der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte (Bestellobligo) bestehen nominelle Verpflichtungen in Höhe von 144 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €), die in voller Höhe im Geschäftsjahr 2019 fällig sind.

Beschreibung des Grundlagenvertrags

In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögenswerten entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen.

(34) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Rahmen des operativen Geschäfts bezieht der LANXESS Konzern weltweit Materialien, Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden sich Unternehmen, an denen die LANXESS AG unmittelbar und mittelbar beteiligt ist. Die Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Auf Basis von Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, und deren verbundenen Unternehmen, bezog der LANXESS Konzern überwiegend Standortdienstleistungen in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Logistik im Volumen von 426 Mio. € (Vorjahr: 458 Mio. €). Aus diesen Geschäftsbeziehungen bestehen zum 31. Dezember 2018 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 117 Mio. € (Vorjahr: 108 Mio. €), sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von unter 1 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) sowie Forderungen in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Darüber hinaus bestehen gegenüber der Currenta GmbH & Co. OHG und deren verbundenen Unternehmen Verpflichtungen für Miet- und Leasingzahlungen aus operativen Leasingverhältnissen in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) sowie ein Bestellobligo von 9 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €).

Haftungsverhältnisse gegenüber der Currenta GmbH & Co. OHG werden im vorherigen Abschnitt erläutert.

Hinsichtlich der Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den nachfolgenden Abschnitt verwiesen.

(35) Bezüge der Gremien

Für das Geschäftsjahr 2018 belaufen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 12.183 T€ (Vorjahr: 14.581 T€). Sie setzen sich zusammen aus kurzfristig fälligen Leistungen (feste Jahresvergütung, Annual Performance Payment (APP), Sachbezüge und sonstige) von 8.597 T€ (Vorjahr: 10.362 T€), Anpassungen für Vorjahre von 0 T€ (Vorjahr: minus 86 T€) sowie anderen langfristig fälligen Leistungen im Rahmen des Long Term Performance Bonus (LTPB) von 1.726 T€ (Vorjahr: 2.721 T€).

Weiterhin wurden Bezüge im Rahmen des anteilsbasierten Long Term Stock Performance Plan (LTSP) hierunter erfasst. Dabei wurden den Vorständen im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 1.860.000 Vergütungsanrechte (Vorjahr: 1.740.000 Vergütungsanrechte) gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 1.860 T€ (Vorjahr: 1.584 T€). Im Geschäftsjahr 2018 resultierte aus der anteilsbasierten Vergütung ein Ertrag von 81 T€ (Vorjahr: Aufwand von 1.558 T€).

Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 im Abschnitt „Vergütungsbericht".

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2018 für die Mitglieder des Vorstands als Vergütungsbestandteil im Rahmen leistungsorientierter Pläne Kosten für erworbene Versorgungsansprüche (Service Costs) von 1.541 T€ (Vorjahr: 1.509 T€) berücksichtigt. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2018 lag bei 19.977 T€ (Vorjahr: 18.377 T€). Insgesamt ergab sich aus der Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2018 ein Nettoaufwand von 11.783 T€ (Vorjahr: 16.064 T€).

Die zum 31. Dezember 2018 ausstehenden Salden gegenüber Mitgliedern des Vorstands in Höhe von 10.881 T€ (Vorjahr: 17.991 T€) setzen sich aus Rückstellungen für das APP von 4.225 T€ (Vorjahr: 7.025 T€), den LTPB von 3.053 T€ (Vorjahr: 3.639 T€) sowie die anteilsbasierte Vergütung von 3.601 T€ (Vorjahr: 7.327 T€) zusammen.

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 473 T€ (Vorjahr: 473 T€) und betreffen erfolgte Zahlungen aus der Altersversorgung. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Verpflichtungsumfang aus der Altersversorgung für frühere Mitglieder des Vorstands 35.261 T€ (Vorjahr: 34.828 T€).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge von 1.981 T€ (Vorjahr: 1.883 T€). Sie werden grundsätzlich zu Beginn des Folgejahres ausgezahlt. Die für die Mitglieder des Aufsichtsrats gebildete Rückstellung aus der anteilsbasierten Vergütung belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 1.310 T€ (Vorjahr: 950 T€). Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im LANXESS Konzern sind, Bezüge im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Deren Höhe entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern. Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 im Abschnitt „Vergütungsbericht".

Im Geschäftsjahr 2018 wurden wie im Vorjahr keine Kredite an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats gewährt.

(36) Finanzinstrumente

Das Risikomanagementsystem des LANXESS Konzerns einschließlich seiner Ziele, Methoden und Prozesse sowie die wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken wie Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken sowie das Kontrahenten- und das Liquiditätsrisiko werden im Abschnitt „Chancen- und Risikobericht" des zusammengefassten Konzernlageberichts erläutert.

Das Risiko, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Marktpreise verändern, ist im Folgenden für die drei Marktrisiken dargestellt:

  • Währungsrisiken
    Eine hypothetische Aufwertung des Euro gegenüber kursgesicherten Währungen am Bilanzstichtag um 5 % hätte eine Änderung der beizulegenden Zeitwerte der Derivate von 11 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €) ergeben. Dieser Effekt hätte sich hauptsächlich auf das sonstige Ergebnis ausgewirkt und den ausgewiesenen Verlust entsprechend vermindert. Der Effekt entfällt hauptsächlich auf den US-Dollar. Im Falle einer Abwertung des Euro ergäbe sich im Wesentlichen ein gegenläufiger Effekt.

  • Zinsrisiken
    Finanzschulden mit variablen Zinskonditionen stehen Anlagen mit kurzer Zinsbindung aus verfügbarer Liquidität gegenüber, sodass sich das Zinsergebnis des LANXESS Konzerns durch steigende Zinsen in geringem Maße verbessert. Eine generelle Veränderung des Zinsniveaus um 1 %-Punkt zum Stichtag 31. Dezember 2018 hätte das Konzernergebnis um 5 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) verändert.

  • Rohstoffpreisrisiken
    Am Bilanzstichtag hätte eine hypothetische Erhöhung oder Verringerung gesicherter Rohstoffpreise um 10 % zu einer Erhöhung oder Verringerung des sonstigen Ergebnisses aufgrund von Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente um 0 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) geführt.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsströme der originären finanziellen Verbindlichkeiten, der hierin enthaltenen Zinsen sowie der derivativen Finanzinstrumente ersichtlich:

Stand 31.12.2017# € 2018 2019 2020 2021 2022 >2022

Anleihen

-536 -49 -49 -549 -648 -2.355

davon Zinsen

-36 -49 -49 -49 -48 -1.255

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

-89 - - - - -

davon Zinsen

0 - - - - -

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

-1.048 - - - - -

davon Zinsen


Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

-13 -11 -10 -8 -8 -29

davon Zinsen

-4 -3 -3 -2 -2 -4

Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten

-35 - - - - -16

davon Zinsen

-35 - - - - -

Derivative Verbindlichkeiten

Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge-Accountings

Auszahlungen

-20 -4 - - - -

Einzahlungen

19 3 - - - -

Andere Sicherungsinstrumente

Auszahlungen

-599 - - - - -

Einzahlungen

585 - - - - -

Derivative Vermögenswerte

Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge-Accountings

Auszahlungen

-428 -155 -21 -3 -3 -5

Einzahlungen

446 152 19 3 4 9

Andere Sicherungsinstrumente

Auszahlungen

-1.341 - - - - -

Einzahlungen

1.358 - - - - -

Stand 31.12.2018 scroll in Mio. €

2019 2020 2021 2022 2023 >2023
Anleihen -55 -55 -555 -654 -37 -2.844
davon Zinsen -55 -55 -55 -54 -37 -1.244
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -29 - - - - -
davon Zinsen - - - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -795 - - - - -
davon Zinsen - - - - - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -6 -4 -4 -3 -2 -2
davon Zinsen -1 -1 -1 -1 - -
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -25 - - - -5 -5
davon Zinsen -25 - - - - -
Derivative Verbindlichkeiten
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge-Accountings
Auszahlungen -264 -41 -3 - - -
Einzahlungen 244 37 3 - - -
Andere Sicherungsinstrumente
Auszahlungen -549 - - - - -
Einzahlungen 542 - - - - -
Derivative Vermögenswerte
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge-Accountings
Auszahlungen -41 -7 - - - -
Einzahlungen 41 7 - - - -
Andere Sicherungsinstrumente
Auszahlungen -241 - - - - -
Einzahlungen 244 - - - - -

Die für das auf den Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr vertraglich vereinbarten Auszahlungen für sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten enthalten mit 25 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €) Zinsabgrenzungen, die im Wesentlichen die Anleihen betreffen.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

In den nachfolgenden Aufstellungen werden die Buchwerte der einzelnen Klassen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten gegenübergestellt. Weiterhin wird die Grundlage für den bilanziellen Wertansatz aufgezeigt:

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten am 31.12.2017 scroll in Mio. €

Bewertungs/ kategorie gemäß IAS 39 Buchwert 31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 1.316
Sonstige finanzielle Forderungen LaR 25
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 538
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte AfS 50
Sonstige zur Veräußerung verßigbare finanzielle Vermögenswerte AfS 10
Derivative Vermögensverte
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings - 28
Andere Sicherungsinstrumente FAHfT 22
Eingebettete Derivate - 2
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen FLAC -2.674
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC -89
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC -1.048
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - -61
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC -51
Derivative Verbindlichkeiten
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings - -3
Andere Sicherungsinstrumente FLHfT -10

scroll in Mio. €

Wertansatz Bilanz gemäß IAS 99 Fortgeführte Anschaffungs/ kosten Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.316
Sonstige finanzielle Forderungen 25
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 538
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte
Sonstige zur Veräußerung verßigbare finanzielle Vermögenswerte 1
Derivative Vermögensverte
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings -
Andere Sicherungsinstrumente -
Eingebettete Derivate -
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen -2.674
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -89
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.048
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -51
Derivative Verbindlichkeiten
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings -
Andere Sicherungsinstrumente -

scroll in Mio. €

Wertansatz Bilanz gemäß IAS 99 Beizulegender Zeitwert (sonstiges Ergebnis) Beizulegender Zeitwert (Gewinn oder Verlust)
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 50
Sonstige zur Veräußerung verßigbare finanzielle Vermögenswerte 9
Derivative Vermögensverte
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings 28
Andere Sicherungsinstrumente 22
Eingebettete Derivate - 2
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Verbindlichkeiten
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings -3
Andere Sicherungsinstrumente -10

scroll in Mio. €

Wertansatz Bilanz gemäß IAS 17 Beizulegender Zeitwert 31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.316
Sonstige finanzielle Forderungen 25
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 538
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 50
Sonstige zur Veräußerung verßigbare finanzielle Vermögenswerte 10
Derivative Vermögensverte
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings 28
Andere Sicherungsinstrumente 22
Eingebettete Derivate - 2
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen -2.855
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -89
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.048
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -61
-67
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -46
Derivative Verbindlichkeiten
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings -3
Andere Sicherungsinstrumente -10

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten am 31.12.2018 scroll in Mo. €

Bewertungs/ kategorie gemäß IAS 39 Bewertungs/ kategorie gemäß IFRS 9 Buchwert 31.12.2017 IAS 39
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR AC 1.316
Sonstige finanzielle Forderungen
Finanzanlagen - at cost LaR AC 5
Finanzanlagen - zum beizulegenden Zeitwert in Gewinn oder Verlust AfS FV P&L -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - at cost LaR AC 20
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - zum beizulegenden Zeitwert in Gewinn oder Verlust AfS FV P&L -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Schuldinstrumente) AfS FV OCI 0
Vertragsvermögenswerte - AC -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR AC 538
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte AfS AC 50
Zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente AfS FV OCI 10
Derivative Vermögenswerte
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge-Accountings - 28
Andere Sicherungsinstrumente FAHfT FV P&L 22
Eingebettete Derivate - FV P&L 2
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen FLAC AC -2.674
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC AC -89
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC AC -1.048
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - - -61
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC AC -51
Derivative Verbindlichkeiten
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge-AcCountings - -3
Andere Sicherungsinstrumente FLHfT FV P&L -10
Eingebettete Derivate - FV P&L -

scroll in Mo. €

Umgliederung gemäß IFRS 5 Umgliederungen/ Umbewertungen gemäß IFRS 9*/ IFRS 15 Buchwert 01.01.2018 IFRS 9 Buchwert 31.12.2018 IFRS 9
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -395 -1 920 903
Sonstige finanzielle Forderungen
Finanzanlagen - at cost - - 5 493
Finanzanlagen - zum beizulegenden Zeitwert in Gewinn oder Verlust - 50 50 49
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - at cost -18 - 2 14
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - zum beizulegenden Zeitwert in Gewinn oder Verlust - 6 6 6
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Schuldinstrumente) - - 0 0
Vertragsvermögenswerte - 56 56 61
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -272 - 266 797
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte - -50 - -
Zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente -2 -7 1 0
Derivative Vermögenswerte
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge-Accountings -12 - 16 1
Andere Sicherungsinstrumente -6 - 16 3
Eingebettete Derivate - - 2 -
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen - - -2.674 -2.669
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69 - -20 -29
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46 - -1.002 -795
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 46 - -15 -17
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 1 - -50 -30
Derivative Verbindlichkeiten
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge-AcCountings 2 - - -20
Andere Sicherungsinstrumente 2 - -8 -8
Eingebettete Derivate - - - 0

Beizulegender Zeitwert 31.12.2018

Wertansatz Bilanz gemäß IFRS 9 Wertansatz Bilanz gemäß IAS 17 Beizulegender Zeitwert (sonstiges Ergebnis) Beizulegender Zeitwert (Gewinn oder Verlust)
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 903 903
Sonstige finanzielle Forderungen
Finanzanlagen - at cost 493 493
Finanzanlagen - zum beizulegenden Zeitwert in Gewinn oder Verlust 49
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - at cost 14 14
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - zum beizulegenden Zeitwert in Gewinn oder Verlust 6
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Schuldinstrumente) 0 0
Vertragsvermögenswerte 61 61
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 797 797
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte - -
Zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente 0 0
Derivative Vermögenswerte
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge-Accountings 1 1
Andere Sicherungsinstrumente 3 3
Eingebettete Derivate - -
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen -2.669 -2.750
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -29 -30
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -795 -795
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -17 -19
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -30 -30
Derivative Verbindlichkeiten
Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge-AcCountings -20 -20
Andere Sicherungsinstrumente -8 -8
Eingebettete Derivate 0 0

* Die Umgliederungen/Umbewertungen resultieren aus der Umstellung auf IFRS 9, nicht aus Veränderungen der Bewertungskategorien nach IAS 39.

  • LaR: Loans and Receivables (Kredite und Forderungen)
  • AfS: Available-for-Sale Financial Assets (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte)
  • FAHfT: Financial Assets Held for Trading (zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)
  • FLAC: Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten)
  • FLHfT: Financial Liabilities Held for Trading (zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)
  • AC: Financial Assets/Liabilities at Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten)
  • FV OCI: Financial Assets at Fair Value Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte)
  • FV P&L: Financial Assets/Liabilities at Fair Value Profit and Loss (zum beizulegenden Zeitwert in Gewinn und Verlust bewertete finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten)

Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Anleihen ist der Stufe 1 der im folgenden Abschnitt „Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" erläuterten Bemessungshierarchie zuzuordnen, wobei für zwei Anleihen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 229 Mio. € (Vorjahr: 239 Mio. €) aufgrund fehlender Marktliquidität Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugrunde gelegt wurde. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 erfolgt auf Basis diskontierter Zahlungsströme unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktzinssätze.

Buchwerte nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39

in Mio. € 31.12.2017
Kredite und Forderungen 1.879
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 60
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen -
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 25
Finanzielle Vermögenswerte 1.964
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -3.862
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten -11
Finanzielle Verbindlichkeiten -3.873

Buchwerte nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9

in Mio. € 31.12.2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.268
Zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente) 0
Zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente 0
Verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert in Gewinn oder Verlust bewertete finanzielle Vermögenswerte 58
Finanzielle Vermögenswerte 2.326
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -3.523
Verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert in Gewinn oder Verlust bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -9
Finanzielle Verbindlichkeiten -3.532

Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert ist eine hierarchische Einstufung vorzunehmen, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung trägt. Diese umfasst drei Stufen:

  • Stufe 1: In aktiven, am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise
  • Stufe 2: Andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind
  • Stufe 3: Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind

Aus folgenden Aufstellungen geht hervor, in welcher Höhe Vermögenswerte und Schulden am Bilanzstichtag auf wiederkehrender Grundlage zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden und welcher Stufe der Bemessungshierarchie („Fair-Value-Hierarchie") die in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren zuzurechnen sind. Umgruppierungen zwischen den Stufen werden zu den jeweiligen Bilanzstichtagen geprüft. In den Geschäftsjahren 2017 und 2018 fanden keine Umgruppierungen statt.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Schulden

31.12.2017 in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen 1 - -
Langfristige derivative Vermögenswerte - 5 2
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte - 1 -
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 50 - -
Kurzfristige derivative Vermögenswerte - 45 -
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 - -
Langfristiges Fremdkapital
Langfristige derivative Verbindlichkeiten - 2 -
Kurzfristiges Fremdkapital
Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten - 12 -

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Schulden

31.12.2018 in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen - - 0
Langfristige derivative Vermögenswerte - 0 -
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte - 1 6
Kurzfristige Vermögenswerte
Finanzanlagen 49 - -
Kurzfristige derivative Vermögenswerte - 4 -
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - - -
Langfristiges Fremdkapital
Langfristige derivative Verbindlichkeiten - 3 0
Kurzfristiges Fremdkapital
Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten - 25 -

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 0 Mio. €, die der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet sind, beinhalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, für deren beizulegende Zeitwerte als verlässlichster Schätzwert die Höhe der gehaltenen Eigenkapitalanteile zugrunde gelegt wird. Derzeit bestehen keine Pläne zur Veräußerung dieser Beteiligungen. Die langfristig gehaltene Beteiligung an der BioAmber Inc., Minneapolis (USA), wird zur Vermeidung von Wertschwankungen im Gewinn oder Verlust erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Beteiligung zum 31. Dezember 2018 beträgt 0 Mio. €. Die der Stufe 3 zugeordneten sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Investitionen in den High-Tech-Gründerfonds. Die Bewertung richtet sich nach der Höhe der gehaltenen Eigenkapitalanteile. Die Höhe der beizulegenden Zeitwerte ist mit 6 Mio. € unverändert zum Vorjahr. Die Finanzanlagen beinhalten jederzeit veräußerbare Wertpapiere. Bei der der Stufe 3 zugeordneten langfristigen derivativen Verbindlichkeit handelt es sich um ein Derivat ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung aus einem Nutzungsrechtsvertrag, welches aufgrund der wirtschaftlichen Merkmale nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden ist. Die Bewertung erfolgte mithilfe eines Optionspreismodells, dessen wesentliche Parameter die Entwicklung des zugrunde liegenden Rohstoffpreises sowie das Wechselkursverhältnis und deren Korrelation sind. Das eingebettete Derivat hatte zum Erstbewertungszeitpunkt einen negativen Zeitwert in Höhe von 4 Mio. €. Hiervon wurden im Berichtszeitraum unter 1 Mio. € amortisiert. Ausgehend von einem Buchwert in Höhe von 2 Mio. € zum 1. Januar 2018 wurden im Saldo insgesamt Wertminderungen von über 2 Mio. € in den Herstellkosten erfasst, sodass zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 eine Verbindlichkeit von unter 1 Mio. € bilanziert ist. Relative Veränderungen um 5 % der relevanten Wechselkurse, Rohstoffpreise sowie prognostizierten Volumina führen insgesamt zu Schwankungen von unter 1 Mio. €.

Ausfallrisikomanagement

Beim erstmaligen Ansatz von zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bilanzierten finanziellen Vermögenswerten wird im Konzern eine Risikovorsorge auf Basis von Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt. Während des Geschäftsjahres werden Faktoren beobachtet, die auf eine wesentliche Erhöhung des Ausfallrisikos hinweisen. Für die Prüfung, ob eine wesentliche Erhöhung des Ausfallrisikos vorliegt, wird das Ausfallrisiko am Stichtag mit dem Ausfallrisiko zum erstmaligen Ansatz verglichen. Als Indikatoren werden unter anderem interne und externe Kreditratings, interne und externe Ausfallwahrscheinlichkeiten, wesentliche Änderungen in geschäftlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnissen sowie wesentliche Änderungen der operativen Ergebnisse einbezogen. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige finanzielle Forderungen wird für die Risikovorsorge auf die Ausfallerwartung der nächsten zwölf Monate abgestellt, sofern kein erhöhtes Ausfallrisiko für vertragliche Zahlungen besteht. Sofern eine Überfälligkeit vertraglicher Zahlungen von mehr als 30 Tagen vorliegt, wird bei der Risikovorsorge auf die erwarteten Kreditverluste der gesamten Laufzeit abgestellt.# Einleitung

Ein Ausfallereignis liegt vor, wenn vertraglich zugesicherte Zahlungen mehr als 180 Tage überfällig sind, hierfür wird eine Wertberichtigung auf den erwarteten Rückzahlungswert vorgenommen. Für wertberichtigte Vermögenswerte werden rechtliche Schritte eingeleitet, um eine vollständige oder teilweise Rückzahlung zu erzielen. Bei Eröffnung von Insolvenzverfahren werden Forderungen vollständig abgeschrieben. Für die aufgeführten finanziellen Vermögenswerte wurde kein erhöhtes Ausfallrisiko festgestellt. Insofern wurde auf das Ausfallrisiko der nächsten zwölf Monate abgestellt:

Buchwerte und Risikovorsorgen

scroll in Mio. €

31.12.2017 Brutto-Buchwert Risiko-vorsorge Netto-Buchwert 1.1.2018 Brutto-Buchwert Risiko-vorsorge
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 538 - 538 266 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 26 -1 25 7 -1

scroll in Mio. €

1.1.2018 Netto-Buchwert 31.12.2018 Brutto-Buchwert Risiko-vorsorge Netto-Buchwert
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 266 797 0 797
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6 509 -2 507

Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder sonstigen finanziellen Vermögenswerte aufgrund von tatsächlichen Zahlungsausfällen wertberichtigt.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das vereinfachte Verfahren angewendet, bei dem die für die jeweilige Laufzeit erwarteten Kreditverluste zugrunde gelegt werden. Die Ermittlung erfolgt in einem mehrstufigen Prozess, bei dem wirtschaftliche Gegebenheiten, Altersstruktur und Risikoklassen analysiert und daraufhin bei Bedarf Wertberichtigungen vorgenommen werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen zu 50 % und bei mehr als 180 Tagen zu 100 % wertberichtigt, sofern ein Ausfall erwartet wird. Bei Eröffnung von Insolvenzverfahren werden Forderungen vollständig abgeschrieben. Weiterhin wird eine Risikovorsorge auf Basis einer Überfälligkeitsmatrix ermittelt, bei der Erfahrungen zu historischen Ausfallquoten für bestimmte Altersstrukturklassen und zukünftige Ausfallwahrscheinlichkeiten auf Basis von Credit Default Swaps berücksichtigt werden.

Die Risikovorsorge wird wie folgt ermittelt:

Altersstrukturklassen für die Risikovorsorge (vereinfachtes Modell)

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31.12.2018 Nicht überfällig 1-30 Tage überfällig 31-60 Tage überfällig 61-90 Tage überfällig >90 Tage überfällig Summe
Brutto-Buchwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 802 86 7 1 7 903
Ermittelte Ausfallwahrscheinlichkeiten 0,0 % 0,1 % 0,4 % 1,3 % 2,6 %

Die Risikovorsorge nach IAS 39 betrug zum 31. Dezember 2017 17 Mio. €. Durch den Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO vermindert sich die Risikovorsorge zum 1. Januar 2018 um 3 Mio. € auf 14 Mio. €. Sie erhöht sich durch die Risikovorsorge vom vereinfachten Verfahren zum 1. Januar 2018 um ca. 1 Mio. €.

Buchwerte und Risikovorsorgen

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31.12.2017 Brutto-Buchwert Risiko-vorsorge Netto-Buchwert 1.1.2018 Brutto-Buchwert Risiko-vorsorge
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.333 -17 1.316 804 -15
Vertragsvermögenswerte - - - 52 0

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1.1.2018 Netto-Buchwert 31.12.2018 Brutto-Buchwert Risiko-vorsorge Netto-Buchwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 789 918 -15 903
Vertragsvermögenswerte 52 61 0 61

Der Rückgang der Brutto-Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vom 31. Dezember 2017 auf den 1. Januar 2018 von 1.333 Mio. € auf 804 Mio. € resultiert aus der Änderung des Realisationszeitpunkts von Umsatzerlösen mit der Einführung von IFRS 15 in Höhe von 117 Mio. € sowie aus der Änderung des Ausweises der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von ARLANXEO in Höhe von 412 Mio. € als nicht fortgeführtes Geschäft.

Die Risikovorsorge für Vertragsvermögenswerte wird auf Grundlage der individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit der Gegenpartei im Rahmen des vereinfachten Gesamtlaufzeitmodells ermittelt. Die vertraglich ausstehenden Zahlungen, die im Geschäftsjahr 2018 wertberichtigt und für die rechtliche Schritte eingeleitet wurden, betragen 5 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €).

Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Risikovorsorge aller finanziellen Vermögenswerte vom Eröffnungsbilanzwert bis zum Bilanzstichtag:

Überleitung Risikovorsorge 2018

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Erwartete Kreditausfälle für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte Erwartete Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertrags- vermögensweiten Erwartete Kreditausfälle für erworbene wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte Summe
Stand 01.01. 1 14 1 16
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte 1 5 - 6
Auflösung 0 -3 0 -3
Während der Periode ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte aufgrund von Rückzahlungen, Modifizierungen, Veräußerungen 0 -1 0 -1
Änderung der Modelle/Risikoparameter - 0 - 0
Währungs- und sonstige Differenzen - -1 - -1
Stand 31.12. 2 14 1 17
  • Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf eine getrennte Darstellung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und sonstigen finanziellen Vermögenswerte verzichtet.

Die erwarteten Kreditausfälle für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte resultieren im Wesentlichen aus den Geld- und Finanzanlagen aus dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO. Die Anlagen sind als nicht ausfallgefährdete Forderungen eingestuft, da die Gegenparteien gemäß internationalen Ratingagenturen ein Investment-Grade-Rating und somit ein geringes Kreditrisiko aufweisen.

Die erworbenen wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der Akquisition von Chemtura im Vorjahr. Die Veränderung der erwarteten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte resultiert aus dem normalen Geschäft. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht aufgrund einer großen und diversifizierten Kundenstruktur kein wesentliches Kreditrisiko.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Den in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten liegen keine Saldierungen zugrunde. Aus den nachfolgenden Aufstellungen ist ersichtlich, wie sich rechtlich durchsetzbare Aufrechnungsvereinbarungen auf die Vermögenslage auswirken oder auswirken können:

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten am 31.12.2017

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Bilanzierter Buchwert In Verbindung stehende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der Finanzinstrumente
Finanzinstrumente
Finanzielle Sicherheiten
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.316 -3 1.313
Derivative Vermögenswerte 52 -11 41
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.048 3 -1.045
Derivative Verbindlichkeiten -14 11 -3

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten am 31.12.2018

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Bilanzierter Buchwert In Verbindung stehende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der Finanzinstrumente
Finanzinstrumente
Finanzielle Sicherheiten
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 903 -3 900
Derivative Vermögenswerte 4 -4 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -795 3 -792
Derivative Verbindlichkeiten -28 4 -24

Hinsichtlich der derivativen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hat jede Vertragspartei die Möglichkeit, positive und negative Marktwerte, die sich aus Verträgen mit derselben Gegenpartei ergeben, im Verzugsfall auf Nettobasis zu verrechnen.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

In den nachfolgenden Tabellen werden die Nettoergebnisse entsprechend den Bewertungskategorien von IAS 39 bzw. IFRS 9 dargestellt:

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39

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2017
Kredite und Forderungen -75
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 41
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 84
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -101
-51

Vorjahreswerte angepasst.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9

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2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 18
Verpflichtend in Gewinn oder Verlust zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -36
Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente -1
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -62
-81

Die Nettogewinne bzw. -verluste enthalten im Wesentlichen Zinserträge und -aufwendungen sowie realisierte und unrealisierte Wechselkursgewinne und -verluste. Der Gesamtzinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, beträgt 5 Mio. €, der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht in Gewinn oder Verlust zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt 69 Mio. €. Zusätzlich sind im Geschäftsjahr 2018 Aufwendungen aus Gebühren im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €) angefallen.

Besicherung finanzieller Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr 2018 und im Vorjahr bestanden keine Besicherungen finanzieller Verbindlichkeiten durch die Bestellung von Hypotheken und andere dingliche Sicherheiten.

Mezzanine Finanzierung

Finanzierungsinstrumente mit mezzaninem Charakter, wie z. B. Genussscheine, Wandel- und Optionsanleihen, sind nicht begeben. Für Erläuterungen zu den Möglichkeiten zur Begebung von derartigen Instrumenten wird auf Anhangangabe [13] verwiesen.(37) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Erläuterungen zum Berechnungsvorgehen und Ausweis von Zahlungsströmen Hinsichtlich allgemeiner Erläuterungen wird auf die Ausführungen zur Kapitalflussrechnung im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" verwiesen.

Zufluss aus operativer Tätigkeit

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird ermittelt, indem zunächst das Ergebnis vor Ertragsteuern um das Ergebnis aus dem Finanzbereich, Abschreibungen, Wertaufholungen und nicht zahlungswirksame Größen bereinigt wird, ergänzt um die Veränderung der übrigen Aktiva und Passiva. Die Ausgangsgröße der Kapitalflussrechnung, das Ergebnis vor Ertragsteuern, beträgt 390 Mio. € (Vorjahr: 219 Mio. €). Hierin sind Abschreibungen in Höhe von 431 Mio. € (Vorjahr: 410 Mio. €) enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Ertragsteuern in Höhe von 156 Mio. € (Vorjahr: 139 Mio. €) gezahlt. Die Veränderung des Nettoumlaufvermögens hat zu einem Mittelabfluss in Höhe von 165 Mio. € (Vorjahr: 66 Mio. €) geführt. Nach Berücksichtigung der Veränderung der übrigen Aktiva und Passiva in Höhe von minus 90 Mio. € (Vorjahr: 108 Mio. €) ergibt sich im Geschäftsjahr ein Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit aus dem fortzuführenden Geschäft in Höhe von 472 Mio. € (Vorjahr: 568 Mio. €). Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit aus dem nicht fortgeführten Geschäft beträgt 114 Mio. € (Vorjahr: 300 Mio. €).

Zufluss aus investiver Tätigkeit

Im Geschäftsjahr 2018 flossen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 497 Mio. € (Vorjahr: 397 Mio. €) ab. Die Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte enthielten im Geschäftsjahr 2018 im Wesentlichen Geldanlagen in Höhe von 480 Mio. € aus der Anlage des erhaltenen Kaufpreises für ARLANXEO. Die Akquisition des US-amerikanischen Phosphorchemikalien-Geschäfts des belgischen Chemiekonzern Solvay führte zu Auszahlungen in Höhe von 54 Mio. €. Die Veräußerung der Beteiligung an ARLANXEO an Saudi Aramco führte zu Einzahlungen in Höhe von 1.427 Mio. €. Im Gegenzug gingen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 123 Mio. € ab. Mittelzuflüsse aus erhaltenen Zinsen und Dividenden ergaben sich in Höhe von 15 Mio. € (Vorjahr: 51 Mio. €). Es handelt sich im Wesentlichen um Einzahlungen aus der Gewinnabführung der at equity bewerteten Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), in Höhe von 9 Mio. €. Auszahlungen für die externe Finanzierung von Pensionsverpflichtungen (CTA) betrugen im Geschäftsjahr 2018 200 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). Insgesamt flossen aus investiver Tätigkeit 65 Mio. € aus dem fortzuführenden Geschäft zu (Vorjahr: Mittelabfluss von 22 Mio. €). Aus dem nicht fortgeführten Geschäft ergaben sich Mittelabflüsse aus investiver Tätigkeit in Höhe von 169 Mio. € (Vorjahr: 145 Mio. €UR).

Abfluss aus Finanzierungstätigkeit

Die Nettotilgung von Finanzschulden in Höhe von 9 Mio. € (Vorjahr: 404 Mio. €) verteilt sich auf die finanziellen Verbindlichkeiten wie folgt:

Überleitungsrechnung der Finanzschulden 2017
| scroll in Mio. € | 31.12.2016 | Zahlungs- wirksame Veränderungen | Akquisitionen | Desinvestitionen | Leasing- verbindlichkeiten Neuzugänge | Währungs- änderungen | Aufzinsungen | Abgegrenzte Zinsen und sonstige Anpassungen | 31.12.2017 |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Anleihen | 2.671 | -390 | 390 | - | - | 0 | 3 | - | 2.674 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 44 | 32 | 17 | - | - | -4 | - | - | 89 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 70 | -15 | 0 | - | 5 | -3 | 4 | - | 61 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 27 | -2 | 7 | - | - | 0 | - | 51 | 19 |
| Gesamt | 2.812 | -375 | 414 | - | 5 | -7 | 7 | 51 | 2.875 |

Überleitungsrechnung der Finanzschulden 2018
| scroll in Mio. € | 31.12.2017 | Anpassungen gemäß IFRS 5 | Zahlungswirksame Veränderungen | Akquisitionen | Desinvestitionen | Leasingverbindlichkeiten Neuzugänge | Währungsänderungen | Aufzinsungen | Abgegrenzte Zinsen und sonstige Anpassungen | 31.12.2018 |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Anleihen | 2.674 | -8 | - | - | - | - | - | 3 | - | 2.669 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 89 | -69 | 9 | - | - | - | - | - | - | 29 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 61 | -46 | -10 | - | - | 10 | -2 | - | - | 17 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 51 | - | - | - | - | - | - | - | -21 | 30 |
| Gesamt | 2.875 | -115 | -9 | - | - | 10 | -2 | 3 | -21 | 2.745 |

Zinszahlungen und sonstige Auszahlungen des Finanzbereichs führen zu Mittelabflüssen in Höhe von 77 Mio. € (Vorjahr: 77 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2018 wurden Dividendenzahlungen in Höhe von 74 Mio. € (Vorjahr: 64 Mio. €) geleistet. Diese entfielen mit 73 Mio. € (Vorjahr: 64 Mio. €) auf die Aktionäre der LANXESS AG. Im Saldo flossen somit aus Finanzierungstätigkeit Mittel in Höhe von 160 Mio. € (Vorjahr: 545 Mio. €) aus dem fortzuführenden Geschäft ab. Aus dem nicht fortgeführten Geschäft ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von 57 Mio. € (Vorjahr: Mittelzufluss von 37 Mio. €).

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 797 Mio. € (Vorjahr: 538 Mio. €) umfassen Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind gemäß IAS 7 Finanztitel mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt.

(38) Segmentberichterstattung

Kennzahlen nach Geschäftsbereichen
| scroll in Mio. € | Advanced Intermediates | Specialty Additives | Performance Chemicals | Engineering Materials | Überleitung | LANXESS |
| :----------------------------------- | :--------------------- | :------------------ | :------------------ | :------------------ | :---------- | :-------- |
| | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 |
| Außenumsatzerlöse | 1.975 | 2.207 | 1.611 | 1.980 | 1.439 | 1.349 | 1.366 | 1.576 | 139 | 85 | 6.530 | 7.197 |
| Innenumsatzerlöse | 53 | 57 | 12 | 11 | 1 | 1 | 0 | 0 | -66 | -69 | 0 | 0 |
| Gesamtumsatzerlöse | 2.028 | 2.264 | 1.623 | 1.991 | 1.440 | 1.350 | 1.366 | 1.576 | 73 | 16 | 6.530 | 7.197 |
| Segmentergebnis/EBITDA vor Sondereinflüssen | 335 | 359 | 267 | 343 | 252 | 187 | 219 | 267 | -148 | -140 | 925 | 1.016 |
| Sondereinflüsse (EBITDA-wirksam) | -7 | 0 | -75 | -3 | -62 | -3 | -12 | -1 | -60 | -74 | -216 | -81 |
| Segmentvermögen | 1.437 | 1.543 | 2.516 | 2.706 | 1.216 | 1.205 | 1.164 | 1.269 | 156 | 184 | 6.489 | 6.907 |
| Segmentakquisitionen | 64 | - | 1.616 | 54 | 30 | - | 334 | - | - | - | 2.044 | 54 |
| Segmentinvestitionen | 156 | 168 | 84 | 144 | 75 | 79 | 68 | 77 | 26 | 49 | 409 | 517 |
| Abschreibungen (planmäßig) | 116 | 125 | 99 | 136 | 75 | 75 | 54 | 59 | 19 | 22 | 363 | 417 |
| Abschreibungen (außerplanmäßig) | 2 | 2 | 37 | 1 | 7 | 10 | 2 | 2 | 0 | 0 | 48 | 15 |
| Wertaufholungen | 1 | - | 0 | 1 | - | - | - | 0 | - | - | 1 | 1 |
| Segmentverbindlichkeiten | 852 | 752 | 577 | 624 | 552 | 506 | 332 | 383 | 727 | 626 | 3.040 | 2.891 |
| Mitarbeiter (Stand 31.12.) | 3.661 | 3.687 | 2.936 | 2.953 | 3.880 | 3.786 | 1.976 | 2.105 | 2.830 | 2.910 | 15.283 | 15.441 |
| Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 3.590 | 3.701 | 2.575 | 2.993 | 4.006 | 3.816 | 1.870 | 2.055 | 2.751 | 2.876 | 14.792 | 15.441 |

Kennzahlen nach Regionen
| scroll in Mio. € | EMEA (ohne Deutschland) | Deutschland | Nordamerika | Lateinamerika | Asien/Pazifik | LANXESS |
| :---------------------------------------------- | :---------------------- | :---------- | :---------- | :------------ | :------------ | :-------- |
| | 2017 | 2018 | 217 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 |
| Außenumsatzerlöse nach Verbleib | 2.043 | 2.245 | 1.249 | 1.414 | 1.292 | 1.524 | 405 | 392 | 1.541 | 1.622 | 6.530 | 7.197 |
| Langfristiges Segmentvermögen | 651 | 641 | 1.153 | 1.266 | 1.917 | 2.053 | 67 | 67 | 383 | 356 | 4.171 | 4.383 |
| Segmentakquisitionen | 393 | - | 80 | - | 1.391 | 54 | 14 | - | 166 | - | 2.044 | 54 |
| Segmentinvestitionen | 78 | 79 | 224 | 279 | 65 | 117 | 12 | 12 | 30 | 30 | 409 | 517 |
| Mitarbeiter (Stand 31.12.) | 2.582 | 2.521 | 7.312 | 7.532 | 1.929 | 2.050 | 850 | 766 | 2.610 | 2.572 | 15.283 | 15.441 |

Vorjahreswerte angepasst.

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Bewertungsansätze der Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss einheitlich verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Seit dem 1. April 2018 werden die Geschäftsaktivitäten von ARLANXEO als nicht fortgeführtes Geschäft geführt. Seit diesem Zeitpunkt erfolgt die interne Finanzberichterstattung ohne Ergebnisse und Kennzahlen des früheren Segments ARLANXEO, sodass hierfür keine aktive Steuerung durch die obere Führungsebene des LANXESS Konzerns mehr erfolgt. Da sich der Managementansatz entsprechend grundlegend geändert hat, wird in der Segmentberichterstattung nicht mehr über ARLANXEO berichtet. Der LANXESS Konzern weist zum 31. Dezember 2018 folgende berichtspflichtige Segmente aus:

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Segmente Aktivitäten
Advanced Intermediates Im Segment Advanced Intermediates werden operative Geschäftsbereiche zusammengefasst, welche Basis- und Feinchemikalien bei im Wesentlichen kontinuierlichen Produktionsprozessen herstellen. Zwischen den operativen Geschäftsbereichen werden zudem Vor- und Zwischenprodukte für den jeweiligen anderen Geschäftsbereich hergestellt. Die Produktion umfasst hochwertige Zwischenprodukte, beispielsweise für die Agro- und Lackindustrie, Feinchemikalien als Vor- und Zwischenprodukte für die Pharma-, Agro- und Spezialitätenchemie, kundenspezifische Spezialentwicklungen, Organometalle und Reifenchemikalien.
Specialty Additives Im Segment Specialty Additives werden operative Geschäftseinheiten zusammengefasst, welche Additive im Rahmen von chemischen Produktionsprozessen herstellen. Die Produktion umfasst Additive für die Kautschuk-, Kunststoff-, und Farbenindustrie, z.B.# Schmierstoffe, Flammschutzmittel, Weichmacher und Brom-Derivate für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten.

Performance Chemicals

Im Segment Performance Chemicals werden operative Geschäftsbereiche zusammengefasst, welche Prozess- und Funktionschemikalien sowie Spezialprodukte im Rahmen von chemischen Produktionsprozessen herstellen. Die Produktion umfasst Materialschutzprodukte, anorganische Pigmente zur Einfärbung von Beton, Dispersionsfarben und Lacken, Veredelungsmittel für die Lederindustrie, Umkehrosmose-Membranelemente und Ionenaustauscher zur Wasseraufbereitung sowie Desinfektions- und Hygienelösungen.

Engineering Materials

Im Segment Engineering Materials werden operative Geschäftsbereiche zusammengefasst, welche Hightech-Kunststoffe und Hochleistungsverbundwerkstoffe im Rahmen überwiegend kontinuierlicher Produktionsprozesse herstellen. Die Produktion umfasst u.a. technische Kunststoffe, Glasfasern und Faserverbundwerkstoffe sowie Elastomere auf Urethanebasis für Anwendungen in der Automobil- und Elektro-/Elektronikindustrie, dem Bauwesen, in der Medizin sowie in Sport und Freizeit.

In der Überleitung werden die Beziehungen zwischen den Unternehmensbereichen eliminiert sowie Segmentvermögenswerte, Segmentschulden und Segmentergebnisse, die den Kernsegmenten nicht zugeordnet werden, ausgewiesen. Hierzu gehört im Wesentlichen das Corporate Center. Des Weiteren beinhaltet die Überleitung die at equity bewertete Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland). Hierzu wird auf Anhangangabe [3] verwiesen.

Die für die Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten verwendeten Transferpreise werden unter Anwendung der OECD-Regeln so ermittelt, wie sie auch mit unabhängigen Dritten unter vergleichbaren Bedingungen zu Stande gekommen wären („Arm's-Length-Prinzip").

Bei dem überwiegenden Teil der Mitarbeiter in der Überleitung handelt es sich um Beschäftigte, die für mehrere Segmente Arbeitsleistungen erbringen. Dazu zählen unter anderem die Mitarbeiter der technischen Dienstleistungen.

Entsprechend der Regioneneinteilung im LANXESS Konzern erfolgt die Einteilung der sekundären Segmente gemäß den LANXESS Berichtsregionen: EMEA (Europa ohne Deutschland, Naher Osten, Afrika), Deutschland, Nordamerika, Lateinamerika und Asien/Pazifik. Maßgeblich für die Ermittlung der Regionenumsätze ist der Sitz der Warenempfänger.

Im Geschäftsjahr 2018 weist kein einzelner Kunde des LANXESS Konzerns einen Umsatzanteil von 10 % oder mehr auf.

Die zur internen Steuerung herangezogene Ergebnisgröße im LANXESS Konzern ist das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen (vgl. Ausführungen im Abschnitt „Wertmanagement und Steuerungssystem" im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018). Insofern wird dieses als „Segmentergebnis" offengelegt. Ausgangsgröße für die Ermittlung ist das operative Ergebnis (EBIT), welches sich aus dem Bruttoergebnis vom Umsatz, den Vertriebskosten, den allgemeinen Verwaltungskosten, den For-schungs- und Entwicklungskosten sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis zusammensetzt.

EBIT und EBITDA sind alternative Finanzkennzahlen, die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) nicht definiert sind. Diese sind als Ergänzung und nicht als Ersatz der gemäß IFRS ermittelten Kennzahlen zu verstehen.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die aufgrund ihrer Art oder ihres Ausmaßes einen besonderen Einfluss auf die Ertragslage haben und deren Einbeziehung bei der Beurteilung der Geschäftsentwicklung über mehrere Berichtsperioden jedoch nicht geeignet erscheint. Zu den Sondereinflüssen können außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen oder Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, bestimmte IT-Kosten, Restrukturierungsaufwendungen und Erträge aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang gebildeten Rückstellungen sowie Ergebnisbelastungen aus Portfolioaktivitäten oder Kaufpreisallokationen zählen.

In den Segmentumsätzen sind in Höhe von 307 Mio. € Umsätze enthalten, welche über einen Zeitraum erbracht werden. Diese betreffen mit 252 Mio. € das Segment Advanced Intermediates, mit 2 Mio. € das Segment Specialty Additives, mit 10 Mio. € das Segment Performance Chemicals, mit 16 € Mio. € das Segment Engineering Materials und mit 27 Mio. € die Überleitung. Alle anderen Umsätze werden zu einem Zeitpunkt erbracht. Zu näheren Erläuterungen verweisen wir auf die Anhangangabe [21].

Zinserträge und -aufwendungen wie auch Ertragsteuererträge und -aufwendungen werden aufgrund des zentralen Finanzmanagements nicht auf Segmentebene berichtet.

Die EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse in Höhe von 96 Mio. € im Geschäftsjahr 2018 stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Aufwendungen im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns, Projekten zur Digitalisierung sowie der beabsichtigten Schließung der Produktion am Standort Jinshan in Schanghai (China). Demgegenüber stehen positive Sondereinflüsse in Höhe von 15 Mio. €, die im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von in Vorjahren als Sondereinflüsse gebildeten Rückstellungen, insbesondere für Restrukturierungen, betreffen. Die Sondereinflüsse im Vorjahr standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns und der Optimierung des Produktionsnetzwerks.

Die Segmentakquisitionen enthalten das erworbene Nettovermögen inklusive Geschäfts- oder Firmenwert zum Erwerbszeitpunkt. Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Sämtliche planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen wurden in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 direkt im Periodenergebnis erfasst.

Überleitung Segmentumsätze scroll in Mio. €

2017 2018
Summe der Segmentumsätze 6.457 7.181
Sonstige/Konsolidierung 73 16
Konzernumsatz 6.530 7.197

Vorjahreswerte angepasst.

Überleitung Segmentergebnisse scroll in Mio. €

2017 2018
Summe der Segmentergebnisse 1.073 1.156
Abschreibungen -411 -432
Wertaufholungen 1 1
Sondereinflüsse (EBITDA-wirksam) -216 -81
Sonstiges Finanzergebnis 0 -45
Zinsergebnis -80 -69
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0
Sonstige/Konsolidierung -148 -140
Ergebnis vor Ertragsteuern 219 390

Vorjahreswerte angepasst.

In der Überleitung der Segmentergebnisse auf das Ergebnis vor Ertragsteuern sind insgesamt Sondereinflüsse in Höhe von saldiert 91 Mio. € Aufwand (Vorjahr: 259 Mio. € Aufwand) enthalten (vgl. Anhangangaben [26] und [27]). Diese setzen sich zusammen aus EBITDA-wirksamen Sondereinflüssen von minus 81 Mio. € (Vorjahr: minus 216 Mio. €), Abschreibungen von minus 10 Mio. € (Vorjahr: minus 43 Mio. €) sowie Wertaufholungen von 0 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). Die Veränderung des Segmentergebnisses der Überleitung ist im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen aus der Absicherung von Wechselkursänderungen zurückzuführen. Hinsichtlich des Ergebnisses aus at equity bewerteten Beteiligungen wird auf Anhangangabe [3] verwiesen. Es stammt aus den Standortdienstleistungen der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), und wird nicht auf die Segmente verteilt.

Überleitung Segmentvermögen scroll in Mio. €

31.12.2017 31.12.2018
Summe der Segmentvermögen 6.333 6.723
Anpassungen ARLANXEO 2.746 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 538 797
Latente Steuern 442 287
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 50 -
Ertragsteuerforderungen 67 69
Derivative Vermögenswerte 52 4
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 27 623
Sonstige/Konsolidierung 156 184
Konzernvermögen 10.411 8.687

Vorjahreswerte angepasst.

Die Anpassungen ARLANXEO resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO. Das Segmentvermögen besteht im Wesentlichen aus immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nicht im Segmentvermögen enthalten sind unter anderem Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie latente Steuern.

Überleitung Segmentverbindlichkeiten scroll in Mio. €

31.12.2017 31.12.2018
Summe der Segmentverbindlichkeiten 2.313 2.265
Anpassungen ARLANXEO 761 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.875 2.745
Derivative Verbindlichkeiten 14 28
Ertragsteuerschulden 195 161
Latente Steuern 113 89
Sonstige/Konsolidierung 727 626
Konzernverbindlichkeiten 6.998 5.914

Vorjahreswerte angepasst.

Die Anpassungen ARLANXEO resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf der Beteiligung an ARLANXEO. Die Segmentverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. In der Überleitung (Zeile „Sonstige/Konsolidierung") der Segmentverbindlichkeiten sind im Wesentlichen Pensions- sowie sonstige Rückstellungen enthalten, die dem Corporate Center zuzuordnen sind. Nicht in den Segmentverbindlichkeiten enthalten sind insbesondere Ertragsteuerschulden sowie derivative und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

(39) Honorar für den Abschlussprüfer

Für den Abschlussprüfer des LANXESS Konzernabschlusses wurden im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 2.438 T€ (Vorjahr: 3.121 T€) Honorar als Aufwand erfasst. Von der Gesamtsumme entfallen auf die Abschlussprüfungen 1.789 T€ (Vorjahr: 2.436 T€). Das Vorjahr war beeinflusst durch Prüfungshandlungen im Zusammenhang mit der strategischen Allianz ARLANXEO. Die Honorare wurden im Wesentlichen gezahlt für die Prüfung des Jahresabschlusses der LANXESS AG sowie des Konzernabschlusses inklusive des Risikofrüherkennungssystems sowie für die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Auf andere Bestätigungsleistungen entfallen 478 T€ (Vorjahr: 215 T€). Diese beinhalten im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie sonstige Leistungen für Prüfbescheinigungen.# Im Berichtsjahr fielen des Weiteren Bestätigungsleistungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von ARLANXEO an. Auf sonstige Leistungen entfielen 171 T€ (Vorjahr: 470 T€). Im Vorjahr enthalten waren zu großen Teilen Leistungen des IT-Dienstleisters PwC Cundus AG, eines mit dem Abschlussprüfer verbundenen Unternehmens, in Höhe von 200 T€. Die Honorare für Abschlussprüfungen enthalten die gesamten gezahlten bzw. noch zu zahlenden Honorare samt Auslagen für die Abschlussprüfung des Konzernabschlusses sowie die Prüfung der Abschlüsse der LANXESS AG und ihrer verbundenen Unternehmen in Deutschland.

(40) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite von LANXESS zugänglich gemacht.

(41) Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Die folgenden inländischen Tochtergesellschaften haben für das Geschäftsjahr 2018 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
* Bond-Laminates GmbH, Brilon
* CheMondis GmbH, Köln
* IAB lonenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin
* IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund
* LANXESS Accounting GmbH, Köln
* LANXESS Deutschland GmbH, Köln
* LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen
* LANXESS Organometallics GmbH, Bergkamen
* Saltigo GmbH, Leverkusen
* Siebte LXS GmbH, Köln

Im Ausland hat die englische Tochtergesellschaft LANXESS Limited (Registrierungsnummer 03498959), Newbury (Großbritannien), von der Befreiung der Prüfung des Jahresabschlusses gemäß Abschnitt 479A des Companies Act 2006 Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG, als Mutterunternehmen, hat eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 in Bezug auf den Abschnitt 479C des Companies Act 2006 abgegeben.

(42) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im Januar 2019 hat LANXESS einen Aktienrückkauf mit einem Volumen von bis zu 200 Mio. € angekündigt. Der Aktienrückkauf soll spätestens am 31. Dezember 2019 abgeschlossen sein. Die Aktien werden eingezogen. Die Durchführung des Aktienrückkaufs erfolgt auf Basis der von der Hauptversammlung am 20. Mai 2016 erteilten Ermächtigung, die Aktienrückkäufe von bis zu 10 % des Grundkapitals der LANXESS AG erlaubt. Darüber hinaus sind nach dem 31. Dezember 2018 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG zu erwarten ist.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des LANXESS Konzerns sowie der LANXESS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des LANXESS Konzerns bzw. der LANXESS AG beschrieben sind.

Köln, den 27. Februar 2019

LANXESS Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Matthias Zachert
Michael Pontzen
Dr. Rainier van Roessel
Dr. Hubert Fink

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LANXESS Aktiengesellschaft, Köln

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) — bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden — geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
* entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
* vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts” unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

  1. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
  2. Pensionsrückstellungen
  3. Veräußerung der Anteile an ARLANXEO

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
1. Sachverhalt und Problemstellung
2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

  1. In dem Konzernabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten „Immaterielle Vermögenswerte" ein Betrag von € 850 Mio. für Geschäfts- oder Firmenwerte (10 % der Konzernbilanz bzw. 31 % des Konzerneigenkapitals) ausgewiesen. Die Gesellschaft ordnet die Geschäfts- oder Firmenwerte den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem einmal jährlich stattfindenden Werthaltigkeitstest unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Den Discounted-Cash-Flow Modellen liegen Cashflow Planungen zugrunde, die auf der von den gesetzlichen Vertretern genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen Fünf-Jahresplanung beruhen. Die künftigen Netto-Zahlungsströme werden mit einem gewogenen Kapitalkostensatz abgezinst. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes, der unterstellten Wachstumsraten und weiteren Annahmen abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung war.
    2.# Bericht des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

An die Aktionäre der LANXESS AG

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

Wir haben den Konzernabschluss der LANXESS AG, bestehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Veränderung des Eigenkapitals und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie den Anhang, der die darstellung der Rechnungslegungsmethoden und sonstige ergänzende Angaben enthält, und den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung und aufgrund der bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen den tatsächlichen Verhältnissen und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht vermittelt in allen wesentlichen Belangen einen den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Überblick über die Lage des Konzerns. Die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt.

Grundlage für unsere Beurteilung

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts gemäß Art. 4 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 und § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Weiteren Abschnitt „Verantwortung des Wirtschaftsprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" beschrieben.

Wir sind unabhängig von der Gesellschaft nach den für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses maßgeblichen deutschen und europäischen Rechtsvorschriften und haben unsere berufliche Integrität wahrgenommen.

Wir haben keine Umstände oder Ereignisse festgestellt, die zu einer erheblichen Ungewissheit hinsichtlich der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit führen könnten. In der Beurteilung der Fortführungsfähigkeit sind wir von den Angaben der gesetzlichen Vertreter und dem zusammengefassten Lagebericht ausgegangen.

Wir haben mit allen denjenigen Personen und Sachbereichen Kontakt aufgenommen, von denen wir nach unserer Beurteilung der Ansicht waren, dass sie über wesentliche Informationen verfügen könnten, die für die Durchführung unserer Prüfung von Bedeutung sind.

Wesentliche Prüfungsfeststellungen

Wir haben uns bei unserer Prüfung auf die folgenden Sachverhalte konzentriert, die unserer Auffassung nach die wichtigsten Prüfungsfeststellungen darstellen:

1. Werthaltigkeitstest von Geschäfts- oder Firmenwerten

  1. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von € 2.541 Mio. ausgewiesen. Diese sind im Wesentlichen den berichtspflichtigen Segmenten „Advanced Intermediates", „Specialty Additives", „Performance Polymers" und „Specialty Chemicals" zugeordnet. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird im ab- oder anschließenden Geschäftsjahr einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung unterzogen, um sicherzustellen, dass der Buchwert nicht über dem erzielbaren Betrag liegt. Wenn für einzelne zahlungsmittelgenerierende Einheiten (oder eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, muss eine außerplanmäßige Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt werden. Die Feststellung der Werthaltigkeit erfolgt im Wesentlichen durch den Vergleich des erzielbaren Betrags mit dem Buchwert. Der erzielbare Betrag wird dabei anhand von abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen ermittelt.
  2. Bei unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Die Angemessenheit der bei der Bewertung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern genehmigten Fünf-Jahresplanung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter einschließlich der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten gewürdigt und das Berechnungsschema der Gesellschaft nachvollzogen. Ferner haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und ergänzend eigene Sensitivitätsanalysen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt und festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.
  3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den Abschnitten „Immaterielle Vermögenswerte", „Vorgehensweise und Auswirkungen der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen" und „Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräume" des Konzernanhangs enthalten.

2. Pensionsrückstellungen

  1. In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" Pensionsrückstellungen in Höhe von € 1.083 Mio. ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und verrechnetem Planvermögen. Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt nach der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method). Dabei sind insbesondere Annahmen über die langfristigen Gehalts- und Rententrends, die durchschnittliche Lebenserwartung und die Fluktuation zu treffen. Ferner ist der Abzinsungssatz zum Bilanzstichtag aus der Rendite hochwertiger, währungskongruenter Unternehmensanleihen mit Laufzeiten, die mit den voraussichtlichen Fristigkeiten der Verpflichtungen übereinstimmen, abzuleiten. Dabei müssen regelmäßig Extrapolationen vorgenommen werden, da keine ausreichenden langfristigen Unternehmensanleihen existieren. Die Bewertung des Planvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.
  2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten und die fachliche Qualifikation der externen Gutachter gewürdigt. Ferner haben wir uns unter anderem mit den spezifischen Besonderheiten der versicherungsmathematischen Berechnungen befasst und das Mengengerüst, die versicherungsmathematischen Parameter, sowie das den Bewertungen zugrunde liegende Bewertungsverfahren auf Standardkonformität und Angemessenheit überprüft. Zudem wurde die Entwicklung der Verpflichtung und der Aufwandskomponenten gemäß versicherungsmathematischem Gutachten vor dem Hintergrund der eingetretenen Änderungen in den Bewertungsparametern und im Mengengerüst analysiert und plausibilisiert. Für die Prüfung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens haben wir Bankbestätigungen eingeholt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
  3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen für Pensionen sind in dem Abschnitt „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" des Konzernanhangs erhalten.

3. Veräußerung der Anteile an ARLANXEO

  1. Am 1. April 2016 hat LANXESS AG mit Saudi Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken unter dem Namen ARLANXEO gegründet. Beide Partner waren zu jeweils 50% an der ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande) beteiligt. Der Geschäftsbereich wurde in den LANXESS Konzernabschluss einbezogen und vollkonsolidiert, da LANXESS aufgrund vertraglicher Regelungen die Kontrolle im Sinne des IFRS 10 über die Gesellschaft hatte. Ab dem zweiten Quartal 2018, wurde ARLANXEO als zur Veräußerung gehalten gemäß IFRS 5 eingestuft und als nicht fortgeführter Geschäftsbereich klassifiziert. Mit Datum vom 8. August 2018 hat LANXESS den Verkauf seines 50 %-Anteils von ARLANXEO an Saudi Aramco vereinbart. Nachdem alle notwendigen Genehmigungen erteilt wurden, erfolgte mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 die Entkonsolidierung der Beteiligung ARLANXEO. Im Rahmen der Entkonsolidierung ergibt sich auf Konzernebene ein Abgangsgewinn in Höhe von € 90 Mio. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt aufgrund der Komplexität und der wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
  2. Zur Würdigung der sachgerechten bilanziellen Behandlung der Veräußerung der Anteile an ARLANXEO haben wir uns im Rahmen unserer Prüfung unter anderem mit den gesellschaftsrechtlichen Grundlagen sowie den Regelungen des zugrundeliegenden Verkaufsvertrags auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang haben wir die Erfüllung der Voraussetzungen für die unterjährige Einstufung als zur Veräußerung gehalten gemäß IFRS 5, die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden sowie die Entkonsolidierung der ARLANXEO nachvollzogen und beurteilt. Wir konnten uns davon überzeugen, dass der Ausweis und die bilanzielle Abbildung der Veräußerung der Anteile an ARLANXEO nachvollziehbar dokumentiert und die erfassten Ergebniseffekte sachgerecht ermittelt wurden.
  3. Die Angaben der Gesellschaft zur Veräußerung der Anteile an ARLANXEO sind in den Abschnitten „Nicht fortgeführtes Geschäft" sowie „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Schulden und nicht fortgeführtes Geschäft (IFRS 5)" des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB. Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts — ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen —, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks und den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
* wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
* anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der finanziellen Berichterstattungsprozesse des Konzerns.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Ziele sind es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen, sei es durch Betrug oder Fehler, ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Beurteilung enthält. Hinreichende Sicherheit ist eine hohe Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den ISA und den anderen maßgeblichen Berufsstandards durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Wesentliche Darstellungen können aus individuellen oder aggregierten falschen Darstellungen resultieren und gelten als wesentlich, wenn vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie die wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern, die auf der Grundlage des Konzernabschlusses getroffen werden, beeinflussen.

Als Teil einer Prüfung nach den ISA und den anderen maßgeblichen Berufsstandards üben wir berufliche Urteilsbildung und üben berufliche Skepsis während der gesamten Prüfung aus. Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss, sei es durch Betrug oder Fehler, entwickeln und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungshormone, die ausreichend und geeignet sind, um unsere Beurteilung zu untermauern. Das Risiko, eine wesentliche falsche Darstellung, die durch Betrug nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, eine durch Fehler nicht aufgedeckte wesentliche falsche Darstellung, da Betrug Handlungen, einschließlich Fälschungen, bewusste Unterlassungen, falsche Angaben oder die Umgehung von internen Kontrollen umfassen kann.

Wir erlangen ein Verständnis von den internen Kontrollen, die für die Prüfung relevant sind, um Prüfungshandlungen zu entwickeln, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, aber nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Unternehmens abzugeben.

Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden, die Vertretbarkeit der von ihnen vorgenommenen Schätzungen und die Darstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts insgesamt.

Wir beurteilen die Darlegung der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, ob wesentliche Unsicherheiten bestehen. Wir schließen daraus, ob eine wesentliche Unsicherheit besteht. Wir ziehen Schlussfolgerungen aus den von uns gewonnenen Prüfungshormonen, ob eine wesentliche Unsicherheit besteht. Wir sind verantwortlich für die Schlussfolgerungen und Beurteilungen auf der Grundlage der von uns gewonnenen Prüfungshormone. Unsere Schlussfolgerungen und Beurteilungen sind auch auf die Berichte nach den Prüfungshandlungen anwendbar, die nach dem Datum unseres Bestätigungsvermerks durchgeführt werden.

Wir geben eine Prüfungsschlussfolgerung zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht ab. Unsere Prüfungsschlussfolgerung basiert auf den von uns erlangten Prüfungshormonen bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks.

Wir haben die sonstigen Informationen, einschließlich der Erklärung zur Unternehmensführung und der übrigen Teile des Geschäftsberichts, gelesen. Unsere Verantwortung ist es, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Wenn wir auf der Grundlage der Arbeit, die wir im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durchgeführt haben, zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche falsche Darstellung in den sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, dies zu berichten.

Köln, den 26. Februar 2019

[Unterschrift des Wirtschaftsprüfers]

Ernst & Young GmbH
WirtschaftsprüfungsgesellschaftFerner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher — beabsichtigter oder unbeabsichtigter — falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
  • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 29. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2005 als Konzernabschlussprüfer der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jörg Sechser.

Köln, den 1. März 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jörg Sechser, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Krug, Wirtschaftsprüfer