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LANXESS AG Annual Report 2017

Apr 13, 2018

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Annual Report

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LANXESS Aktiengesellschaft Köln Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 Zusammengefasster Lagebericht von Lanxess Konzern und Lanxess AG für das Geschäftsjahr 2017 GRUNDLAGEN DES KONZERNS Konzernstruktur Rechtliche Struktur Die LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Ihr ist die LANXESS Deutschland GmbH als 100 %ige Tochter untergeordnet. Dieser unterstehen die in- und ausländischen Beteiligungen. An folgenden wesentlichen Gesellschaften ist die LANXESS AG mittel- oder unmittelbar zu 100 % beteiligt: Wesentliche mittel- und unmittelbare Beteiligungen der LANXESS AG scroll Name und Sitz Funktion Segmente LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates/Specialty Additives/Performance Chemicals/Engineering Materials/ LANXESS Solutions US Inc., Middlebury (USA) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates/Specialty Additives/Engineering Materials LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates/Specialty Additives/Performance Chemicals/Engineering Materials Saltigo GmbH, Leverkusen (Deutschland) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates/Engineering Materials LANXESS India Private Limited, Thane (Indien) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates/Performance Chemicals/Engineering Materials Great Lakes Chemical Corporation, Wilmington (USA) Produktion Specialty Additives LANXESS Sales Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) Vertrieb Specialty Additives Im Rahmen der mit Saudi Aramco gebildeten strategischen Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken, die im Abschnitt „Geschäftsorganisation und Konzernportfolio“ dieses Lageberichts erläutert wird, ist die LANXESS AG zu 50 % an der ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande), beteiligt. Dieser Tochtergesellschaft sind die folgenden wesentlichen Beteiligungen zu 100 % zugeordnet: Wesentliche unmittelbare Beteiligungen der ARLANXEO Holding B.V. scroll Name und Sitz Funktion Segmente ARLANXEO Singapore Pte. Ltd., Singapur (Singapur) Produktion und Vertrieb ARLANXEO ARLANXEO USA LLC, Pittsburgh (USA) Produktion und Vertrieb ARLANXEO ARLANXEO Brasil S.A., Rio de Janeiro (Brasilien) Produktion und Vertrieb ARLANXEO ARLANXEO Switzerland S.A., Granges-Paccot (Schweiz) Vertrieb ARLANXEO ARLANXEO Netherlands B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) Produktion und Vertrieb ARLANXEO ARLANXEO Deutschland GmbH, Dormagen (Deutschland) Produktion und Vertrieb ARLANXEO ARLANXEO High Performance Elastomers, Changzhou (China) Produktion ARLANXEO Organisation der Leitung und Kontrolle Die LANXESS AG besitzt eine duale Führungsstruktur. Sie besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Den Aufsichtsrat unterstützt ein Prüfungsausschuss für Finanzthemen, der aus seinen Reihen besetzt wird. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Geschäftstätigkeit Geschäftsorganisation und Konzernportfolio Am 21. April 2017 hat LANXESS die Übernahme des US-amerikanischen Konzerns Chemtura erfolgreich vollzogen. Mit dieser größten Akquisition in seiner Geschichte hat LANXESS einen weiteren großen Schritt bei der Neuausrichtung des Konzerns getätigt. LANXESS hat sein eigenes Additiv-Geschäft deutlich ausgebaut und ist in diesem Wachstumsfeld nun einer der führenden Akteure weltweit. Neben den Additiven wurden auch die bisherigen Chemtura-Geschäfte mit Urethanen und Organometallen integriert. LANXESS hat weltweit rund 2.500 Mitarbeiter an 20 Standorten in elf Ländern übernommen. Im Zusammenhang mit der Übernahme von Chemtura erwarb LANXESS sämtliche Anteile an der Chemtura Corporation, Middlebury (USA), sowie deren in- und ausländischen Beteiligungen. Im Rahmen der Integration von Chemtura in den LANXESS Konzern ergaben sich Umfirmierungen und Verschmelzungen erworbener Gesellschaften. Infolge der zuvor beschriebenen Transaktionen haben sich auch unsere Konzernstrukturen verändert. LANXESS berichtet seit dem zweiten Quartal 2017 über die folgenden fünf Segmente, in denen insgesamt zwölf Business Units das operative Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung betreiben: Advanced Intermediates, Specialty Additives, Performance Chemicals, Engineering Materials und ARLANXEO. Mit Ausnahme des Segments ARLANXEO haben sich in allen Segmenten Veränderungen ergeben. Vorjahresangaben wurden, soweit erforderlich, entsprechend angepasst. Das Organometalle-Geschäft von Chemtura wurde in die LANXESS Business Unit Advanced Industrial Intermediates im Segment Advanced Intermediates integriert. Das Geschäft mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven von Chemtura wurde mit den LANXESS Bereichen Plastic Additives und Lubricant Additives in der neuen Business Unit Additives zusammengeführt. In der Business Unit Rhein Chemie, aus der die Bereiche Plastic Additives und Lubricant Additives herausgelöst wurden, werden nunmehr lediglich die LANXESS Bereiche Rubber Additives und Colorant Additives zusammengefasst. Zusammen stellen die beiden Business Units Additives und Rhein Chemie das neue Segment Specialty Additives dar. Die Vorjahreszahlen dieses Segments wurden entsprechend angepasst und ergeben sich aus der ehemaligen Business Unit Rhein Chemie Additives, die aus dem Segment Performance Chemicals herausgelöst wurde. Die Urethane-Sparte von Chemtura wird nun als Business Unit Urethane Systems dargestellt und bildet zusammen mit der Business Unit High Performance Materials das Segment Engineering Materials. Die Vorjahreszahlen des Segments Engineering Materials entsprechen denen des ehemaligen Segments High Performance Materials. Im Rahmen der Konsolidierung unseres Anlagennetzwerkes haben wir die internationale Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika gebündelt und die Produktion am argentinischen Standort Zárate im vierten Quartal 2017 geschlossen. Zudem werden wir die Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten an unserem Standort Elmira (Kanada) bündeln und den Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) spätestens im November 2018 schließen. Im Rahmen seiner Neuausrichtung hat LANXESS am 1. April 2016 mit der Saudi AramcoTochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken unter dem Namen ARLANXEO gegründet, an der beide Partner zu jeweils 50 % beteiligt sind. Der Geschäftsbereich wird weiterhin in den LANXESS Konzernabschluss einbezogen und in den ersten drei Jahren vollkonsolidiert, da die Möglichkeit besteht, die Finanz und Geschäftspolitik in entscheidenden Punkten zu bestimmen. Ab dem zweiten Quartal 2018, also ein Jahr vor der Beendigung der Vollkonsolidierung, wird ARLANXEO als aufgegebener Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 ausgewiesen. Einzelheiten zum Konsolidierungskreis finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31.12.2017. Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions unterstützen unsere Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Um die Digitalisierung unserer Wertschöpfungsketten, die Nutzung von Big Data, die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle sowie die Förderung digitaler Kompetenzen bei unseren Mitarbeitern weiter voranzutreiben, haben wir im Berichtsjahr eine neue Group Function etabliert, welche die digitale Zukunft unseres Konzerns aktiv gestalten soll. Komplementär zur globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher. Kurzdarstellung der Segmente Mit seinen Geschäften, die im Segment Advanced Intermediates zusammengefasst sind, gehört LANXESS zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet chemischer Zwischenprodukte für die Industrie sowie der Herstellung chemischer Vorprodukte und spezieller chemischer Wirkstoffe im Kundenauftrag. Advanced Intermediates Business Units Advanced Industrial Intermediates Saltigo Anwendungen Agrochemie, Automobilbereich, Bauindustrie, Duft- und Geschmacksstoffe, Pharma Reifenchemikalien, Halbleiter und Photovoltaik Standorte Bergkamen, Brunsbüttel, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, Leverkusen (Deutschland) Antwerpen (Belgien) Liyang (China) Nagda, Jhagadia (Indien) Pyeongtaek (Südkorea) Baytown, Bushy Park, Mapleton (USA) Im Segment Specialty Additives sind unsere Lösungen auf Basis spezialisierter Additiv-Chemikalien zusammengefasst. Specialty Additives Business Units Rhein Chemie Additives Anwendungen Kunststoff- und Kautschukadditive, phosphor- oder brombasierte Flammschutzmittel, Schmierstoffe Standorte Burzaco, Merlo (Argentinien) Porto Feliz, Rio Claro (Brasilien) Nantong, Quingdao (China) Krefeld-Uerdingen, Leverkusen und Mannheim (Deutschland) Epierre (Frankreich) Trafford Park (Großbritannien) Jhagadia (Indien) Latina (Italien) Toyohashi (Japan) Elmira, West Hill (Kanada) Altamira, Reynosa (Mexiko) Ankerweg (Niederlande) Lipetsk (Russland) Kaohsiung (Taiwan) Chardon, East Hanover, El Dorado, Fords, Greensboro, Little Rock (USA) Im Segment Performance Chemicals zeigen wir unsere anwendungsorientierten Geschäfte auf dem Gebiet der Prozess- und Funktionschemikalien. Performance Chemicals Business Units Inorganic Pigments Material Protection Products Leather Liquid Purification Technologies Anwendungen Desinfektion, Schutz und Konservierung von Hölzern, Baumaterialien, Farben und Nahrungsmitteln, Farbpigmente, Materialien zur Lederverarbeitung und zur Wasseraufbereitung Standorte Sydney (Australien) Porto Feliz (Brasilien) Changzhou, Schanghai, Ningbo (China) Bitterfeld, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, Leverkusen und Mannheim (Deutschland) Branston, Sudbury (Großbritannien) Filago (Italien), Singapur (Singapur) Vilassar de Mar (Spanien) Merebank, Newcastle und Rustenburg (Südafrika) Burgettstown, Memphis, Pittsburgh (USA) Im Segment Engineering Materials bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet technischer Kunststoffe. Engineering Materials Business Unit High Performance Materials Urethane Systems Anwendungen Automobilbereich, Bauindustrie, Medizintechnik, Elektro/Elektronik, Bergbau, Reifen und Räder, Öl und Gas, industrielle und mechanische Güter, Standorte Brilon, Hamm-Uentrop und Krefeld-Uerdingen (Deutschland) Antwerpen (Belgien) Porto Feliz, Rio Claro (Brasilien) Nantong, Wuxi (China) Baxenden (Großbritannien) Jhagadia (Indien) Latina (Italien) Gastonia, Perth Amboy (USA) Das Segment ARLANXEO enthält die Aktivitäten auf dem Gebiet synthetischer Kautschuke. ARLANXEO Business Units Tire & Specialty Rubbers High Performance Elastomers Anwendungen Reifen, Automobilbereich, Elektro/Elektronik und Medizintechnik Standorte Leverkusen, Dormagen (Deutschland) Zwijndrecht (Belgien) Sittard-Geleen (Niederlande) Singapur (Singapur) La Wantzenau und Port Jérôme (Frankreich) Sarnia (Kanada) Orange (USA) Cabo, Duque de Caxias, Triunfo (Brasilien) Changzhou, Nantong (China) Strategische Ausrichtung Die Chemieindustrie ist eine weiterhin wachsende Branche, für die Wandel kein unbekanntes Phänomen ist. Um in dem immer komplexeren Marktumfeld Werte zu schaffen, hat LANXESS sich permanent weiterentwickelt. So kann LANXESS auch bei herausfordernden Rahmenbedingungen den Wandel in seinen Märkten aktiv mitgestalten. Neuausrichtung umgesetzt Mit unserem Programm zur Neuausrichtung haben wir wichtige Meilensteine im Rahmen unserer Strategie erreicht. Eine neue, effizientere Organisationsstruktur sowie umfassende Optimierungen der Geschäfts- und Verwaltungsstrukturen in unseren Business Units und Group Functions haben nicht nur unsere Markt- und Kundennähe verbessert, sondern auch unsere Kostenposition nachhaltig um rund 150 Mio. € reduziert. Als Ergebnis unserer Initiative zur Optimierung von Produktion, Vertrieb und Lieferketten werden wir unsere Kosten bis Ende 2019 um weitere 150 Mio. € senken. Mit Saudi Aramco haben wir einen starken Partner für unser Geschäft mit synthetischen Kautschuken gefunden und das neue gemeinsame Unternehmen ARLANXEO erfolgreich am Markt positioniert. ARLANXEO wird ab dem zweiten Quartal 2018 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. LANXESS ohne ARLANXEO fassen wir unter „New LANXESS“ zusammen. Mit der Übernahme von Chemtura, die wir schneller als erwartet abschließen konnten, sind wir einen großen Schritt in Richtung eines ausgewogeneren, profitableren Portfolios vorangekommen. Wachstumskurs fortführen, Stabilität und Profitabilität erhöhen Unsere strategischen Maßnahmen erstrecken sich auf einen Zeithorizont bis über das Jahr 2021 hinaus. Die operative Integration von Chemtura wurde 2017 erfolgreich abgeschlossen. Bis 2020 wollen wir nun Kostensynergien von 100 Mio. € realisieren. Unsere „Manufacturing Excellence“-Initiative haben wir auf die ehemaligen Chemtura-Produktionsstandorte ausgeweitet, um auch deren Prozesse und Technologien weiter zu optimieren. Die Kostenstrukturen unserer angestammten Geschäfte analysieren und optimieren wir ebenfalls kontinuierlich. Um die Aufstellung unserer bestehenden Geschäfte weiter zu verbessern und künftige Wachstumspotenziale auszuschöpfen, investieren wir bis 2020 über alle Segmente rund 400 Mio. € in unser organisches Wachstum. Auch nach der Übernahme von Chemtura bleibt es ein wichtiges Ziel unserer Strategie, die wirtschaftliche Abhängigkeit von einzelnen Branchen oder stark korrelierenden Märkten zu verringern. So wollen wir unter anderem unsere Präsenz in attraktiven Kundenindustrien mit innovativen Produktanwendungen ausbauen. Zudem begleiten wir unseren Wachstumskurs mit einer neu geschaffenen Group Function für Digitalisierung (dLX), die funktions- und länderübergreifend sowie über alle Business Units hinweg an verschiedenen Initiativen arbeitet, um die digitale Zukunft unseres Konzerns aktiv zu gestalten. Zeithorizont 2021: führend, stabiler und mit stärkerem Cashflow Unser Zielszenario ab 2021: • LANXESS ist ein stabilerer Spezialchemiekonzern mit stärkerem Cashflow und ausgewogenerem Portfolio. Die regionale Präsenz in Nordamerika und Asien haben wir gestärkt. • Unsere Geschäfte nehmen führende Positionen in ihren Märkten ein. Unsere Abhängigkeit von einzelnen regionalen Entwicklungen und von einzelnen Industrien ist reduziert. Die verbesserte Aufstellung soll sich auch in den Finanzzahlen von LANXESS widerspiegeln. Dafür haben wir uns 2017 neue mittelfristige Finanzziele gesetzt: Ab dem Geschäftsjahr 2021 soll unsere durchschnittliche operative Ergebnismarge - gemessen am EBITDA vor Sondereinflüssen - über einen Geschäftszyklus hinweg zwischen 14 % und 18 % liegen. Dabei soll die Ergebnismarge der einzelnen Jahre in einer Bandbreite von maximal 2-3 %- Punkten um den Durchschnittswert schwanken. Auf der Volumenseite soll LANXESS konstant stärker wachsen als die globale Wirtschaftsleistung. Ein solides Investment-GradeRating wird unverändert ein striktes Ziel unserer konservativen Finanzpolitik bleiben. Unsere gesteigerte Finanzkraft wollen wir entsprechend auch dazu nutzen, unsere Nettofinanzverschuldung spürbar zu reduzieren. WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir Kennzahlen, anhand derer wir die Ergebnisse unserer Maßnahmen messen können. Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und damit die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns ist das EBITDA (Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren wie Return on Capital Employed (ROCE), Umschlagdauer der Vorräte (DSI), Forderungslaufzeit (DSO) oder die Net Financial Debt Ratio betrachten wir als unternehmensspezifische Frühindikatoren bzw. Kennzahlen zur Überwachung. Wertmanagement und Steuerungssystem scroll 2013 2014 2015 2016 2017 EBITDA vor Sondereinflüssen Mio. € 735 808 885 995 1.290 EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen % 8,9 10,1 11,2 12,9 13,3 Capital Employed Mio. € 4.969 5.093 5.043 7.479 7.463 ROCE % 5,8 7,9 8,4 6,9 9,3 Umschlagdauer Vorräte (DSI) Tage 58,0 65,4 67,2 67,2 64,7 Forderungslaufzeit (DSO) Tage 47,8 48,0 47,6 51,1 50,7 Nettofinanzverbindlichkeiten Mio. € 1.731 1.336 1.211 2.394 2.252 Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren Mio. € 1.731 1.336 1.211 269 2.252 Net Financial Debt Ratio 2,4x 1,7x 1,4x 0,3x 1,7x Investitionsquote % 7,5 7,7 5,5 5,7 5,7 Unser Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft wider. Entsprechend ist unser Steuerungssystem konsequent auf die Steuerung der Ertragskraft ausgerichtet. Ertragskraft Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die aufgrund ihrer Art oder ihres Ausmaßes einen besonderen Einfluss auf die Ertragslage haben, und deren Einbeziehung bei der Beurteilung der Geschäftsentwicklung über mehrere Berichtsperioden jedoch nicht geeignet erscheint. Zu den Sondereinflüssen können außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen oder Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, bestimmte IT-Kosten, Restrukturierungsaufwendungen und Erträge aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang gebildeten Rückstellungen sowie Ergebnisbelastungen aus Portfolioaktivitäten oder Kaufpreisallokationen zählen. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter Anwendung der Bruttomethode abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden über die Bruttoabschreibungen hinaus bei der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen keine weiteren Bereinigungen vorgenommen. Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt, die bei der Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Mitarbeiter berücksichtigt werden. Reine Erlösgrößen wie zum Beispiel die Umsatzerlöse sind keine Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben. Volatile Einstandspreise für Rohstoffe sind ein wesentliches Kennzeichen unserer Industrie. Unterjährig schwankende Rohstoffpreise wirken sich auf Verkaufspreise aus. Dies beeinflusst die Höhe der Umsatzerlöse, lässt jedoch die für die Ertragskraft entscheidenden absoluten Margen, abgesehen von kurzfristigen Anpassungseffekten, grundsätzlich unberührt. Eine Zielformulierung für Umsatzwerte unterbleibt daher sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive. Die Ergebnismargen errechnen sich aus dem Verhältnis der jeweiligen Ergebnisgrößen zum Umsatz. Beispielsweise wird die EBITDA-Marge (vor Sondereinflüssen) aus der Relation des EBITDA (vor Sondereinflüssen) zum Umsatz ermittelt und dient als relative Kennzahl zum Vergleich der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente. Unternehmensspezifische Frühindikatoren Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten. Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns als Basis für die Unternehmensführung. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, erstellen wir zweimal im Geschäftsjahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die Eckwerte der Ertragskraft regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt. Für Budget und Forecast werden bestimmte Parameter zentral vorgegeben und einheitlich verwendet, da sie großen Einfluss auf die Ausprägung der Eckwerte haben. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen zu. Die Entwicklung der Beschaffungspreise hat vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung der Verkaufspreise einen hohen Stellenwert. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. Aufgrund unserer regional diversifizierten Produktionsstätten und Absatzmärkte beeinflusst ferner der Verlauf der Wechselkurse die aus der Umsatz- und Kostenentwicklung resultierende Ertragskraft, mit entsprechender Rückwirkung auf Preisgestaltung und Absicherungsstrategien. Zudem ziehen wir laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Kundenindustrien und Absatzregionen heran, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen. Rentabilität Der Return on Capital Employed (ROCE) ist als Messgröße für die Rentabilität auf Konzernebene implementiert und gibt Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Dies macht ihn beispielsweise zu einem wichtigen Kriterium bei Investitionsentscheidungen. Die zinsfreien Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus den Rückstellungen ohne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den Ertragsteuerschulden, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Wir nutzen daneben eine vereinfachte Variante des ROCE, den sogenannten Business-ROCE, um den Beitrag unserer Geschäftseinheiten zu beurteilen. Kapitalkosten Die Fremdkapitalkosten errechnen sich aus dem sogenannten risikolosen Zins, d. h. in unserem Fall aus der Rendite einer langfristigen deutschen Staatsanleihe, zuzüglich eines Risikoaufschlags für Industrieunternehmen in der gleichen Risikokategorie wie LANXESS. Die Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartungen der Investoren an eine Investition in LANXESS Aktien wider. Aufgrund des höheren Risikos, das mit dem Aktienerwerb gegenüber risikolosen Staatsanleihen verbunden ist, fordern Eigenkapitalinvestoren eine Risikoprämie. Diese sogenannte Marktrisikoprämie wird aus der langfristigen Überrendite eines Aktieninvestments gegenüber einer Investition in risikolose Staatsanleihen ermittelt und durch den Beta-Faktor korrigiert. Er drückt das relative Risiko eines Investments in die LANXESS Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt aus. Der ROCE lag im Geschäftsjahr 2017 mit 9,3 % leicht oberhalb unseres vergleichsrichtig ermittelten gewichteten Kapitalkostensatzes. Im Vorjahr hatte der ROCE 6,9 % betragen. Der ROCE des Vorjahres ist vor dem Hintergrund der durchgeführten Akquisition von Chemtura und der damit verbundenen Vorhaltung entsprechender Finanzmittel negativ beeinflusst worden. Kapitalverwendung Um unser Nettoumlaufvermögen auf operativer Ebene zu optimieren, nutzen wir die Kennzahlen DSO (Forderungslaufzeit bzw. Days of Sales Outstanding) und DSI (Umschlagdauer der Vorräte bzw. Days of Sales in Inventory). Sie zeigen den Forderungs- bzw. Vorratsbestand im Verhältnis zum Umsatz des vergangenen Quartals. Im Geschäftsjahr 2017 lag der Wert für DSI bei 64,7 Tagen (Vorjahr: 67,2 Tage) und der DSO bei 50,7 Tagen (Vorjahr: 51,1 Tage). Hierbei vergleicht sich der Forderungsbestand der Berichtsperiode gegen eine niedrige Vorjahresbasis. Unsere Investitionen in Sachanlagen unterliegen einer strikten Kapitaldisziplin und werden konsequent auf die Produktbereiche mit den größten Erfolgspotenzialen ausgerichtet. Dabei priorisieren wir Investitionsprojekte auf Basis finanzieller Kennziffern wie Rückflusszeit, Kapitalwert und ROCE. Die Kennzahl der Investitionsquote setzt die auszahlungswirksamen Investitionen ins Verhältnis zum Umsatz. Verschuldung Die Nettofinanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Gesamtsumme der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen) abzüglich Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalenten und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte. Nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren belaufen sich die Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 auf 2.252 Mio. € nach 269 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Finanzierung des Chemtura-Kaufpreises. Die Net Financial Debt Ratio, die wir ausschließlich auf Konzernebene verwenden, ist definiert als das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Auf Basis der Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren erhöhte sich die Net Financial Debt Ratio zum 31. Dezember 2017 auf 1,7 nach einem Wert von 0,3 zum Vorjahresstichtag. Auf Konzernebene betrachten wir auch die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Verschuldungskomponente. Gegenüber dem Jahresende 2016 stiegen diese um 241 Mio. € auf 1.490 Mio. €. Mit dieser zusätzlichen Verschuldungskomponente, bereinigt um darauf bezogene aktive latente Steuern sowie reduziert um die unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, ergibt sich im Verhältnis zum EBITDA vor Sondereinflüssen die sogenannte Total Net Debt Ratio von 2,6 nach 1,2 zum Vorjahresstichtag. Nettofinanzverbindlichkeiten scroll in Mio. € 2013 2014 2015 2016 2017 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.649 1.698 1.258 2.734 2.242 Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 668 182 443 78 633 abzüglich: Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen -53 -26 -24 -23 -35 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -427 -418 -366 -355 -538 Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte -106 -100 -100 -40 -50 Nettofinanzverbindlichkeiten 1.731 1.336 1.211 2.394 2.252 abzüglich Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 0 0 0 -2.125 0 Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 1.731 1.336 1.211 269 2.252 GESCHÄFTSPROZESSE UND MITARBEITER Einkauf LANXESS stellt die Versorgung mit Rohstoffen, sonstigen Materialien und Dienstleistungen über die zentral gesteuerte Organisationseinheit Global Procurement & Logistics sicher. In enger Abstimmung mit unseren Business Units bündeln die sogenannten „Global Categories“ ihren Bedarf in den Einkaufssegmenten Rohstoffe, technische Güter, Packmittel, Energie, Services und Logistik. Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert Einkaufssynergien, sodass wir optimal am Markt agieren und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing“). Im Berichtszeitraum kam es daher nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung. Die Beschaffung chemischer Rohstoffe hat für uns einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, die Versorgung basierend auf langfristigen Einkaufsverträgen sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen spielt seit jeher auch eine wesentliche Rolle bei Standortentscheidungen. An zahlreichen Produktionsstandorten beziehen wir wesentliche Rohstoffe und Energieträger in Form von Dampf oder Biomasse aus der unmittelbaren Umgebung. So minimieren wir nicht nur Transportkosten und transportbezogene Umweltauswirkungen, sondern reduzieren vor allem das Risiko transportbedingter Lieferausfälle. Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2017 unter anderem BASF, BP, Braskem, Covestro, ExxonMobil, INEOS, LyondellBasell, Nova Chemicals, Sabic und Shell Chemicals. Zu den mit Abstand wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2017 Ammoniak, Butadien, Cyclohexan, Ethylen, Isobutylen, Raffinate I und Toluol. Insgesamt entfiel im Geschäftsjahr 2017 ein Einkaufsvolumen von ca. 3,2 Mrd. € (Vorjahr: ca. 2,2 Mrd. €) auf strategische Rohstoffe. Dies entspricht einem Anteil von rund 80 % unseres gesamten Beschaffungsvolumens für Rohstoffe und Handelswaren im Jahr 2017, die etwa 4,0 Mrd. € betrugen (Vorjahr: 2,9 Mrd. €). Unser Gesamtbeschaffungsvolumen belief sich 2017 auf etwa 6,9 Mrd. € (Vorjahr: ca. 5,7 Mrd. €). Produktion LANXESS zählt zu den global bedeutenden Herstellern von Spezialchemikalien. Mit unseren Produktionsanlagen stellen wir sowohl kleinste Produktmengen auf Basis maßgeschneiderter Kundensynthesen als auch Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymere in Mengen von mehreren zehntausend Tonnen her. Unsere Produktionsbetriebe sind organisatorisch einzelnen Business Units zugeordnet. Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Bergkamen (Deutschland), Antwerpen (Belgien), Sittard-Geleen (Niederlande), Trafford Park (Großbritannien), Latina (Italien), Orange, El Dorado und Perth Amboy (USA), Sarnia und Elmira (Kanada), Triunfo und Duque de Caxias (Brasilien), Jhagadia (Indien), Singapur (Singapur) sowie Changzhou und Wuxi (China). Eine detaillierte Übersicht über unsere Produktionsstandorte nach Segmenten findet sich im Abschnitt „Kurzdarstellung der Segmente“ in diesem Lagebericht. Vertrieb Wir vertreiben unsere Produkte weltweit an mehrere tausend Kunden in über 150 Staaten auf allen Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir flexible Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Unseren Vertrieb steuern wir über 68 eigene Gesellschaften weltweit. In Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen. Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. 73 eigene Produktionsstätten in 20 Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von regionalen Produktionsstandorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile. Absatzmärkte Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen individueller, gezielter Ansprache, die wir aufgrund der Vertriebsorganisationen in der Verantwortung der Business Units leisten können. Wir beliefern vor allem die Branchen Reifen, Automobil, Chemie, Agrochemie, Bau, Elektro, Leder/Schuhe, Kunststoff, Pharma, Lebensmittel, Wasseraufbereitung und Möbel. Umsatzanteile nach Branchen scroll in % 2017 Reifen ~ 20 Automobil ~ 20 Chemie ~ 15 Agrochemie ~ 10 Bau, Elektro, Leder/Schuhe ~ 15 Sonstige (in Summe) ~ 20 Im Geschäftsjahr 2017 vereinten unsere zehn Top-Kunden einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 20 % (Vorjahr: 20 %). Keiner unserer Kunden erreichte einen Anteil von mehr als 10 % am Konzernumsatz. Bei 60 Kunden (Vorjahr: 51) übertraf der Jahresumsatz 20 Mio. €. Die Anzahl unserer Kunden in den jeweiligen Segmenten unterscheidet sich deutlich. Die vergleichsweise geringen Umsätze der einzelnen Kunden im Segment Performance Chemicals und die breite Kundenbasis spiegeln das Geschäft mit oftmals maßgeschneiderten Anwendungslösungen der Spezialchemie wider. Die deutlich niedrigere Zahl der Kunden in den Segmenten Engineering Materials und ARLANXEO, die jedoch relativ hohe Umsätze generieren, ist dagegen typisch für das Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen bzw. synthetischen Kautschukprodukten. In keinem Segment lässt sich eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Der Bereich Forschung und Entwicklung leistet mit der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren sowie der ständigen Verbesserung bestehender Produktionsprozesse einen wichtigen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erweiterung unseres Produktportfolios. Die infolge der Chemtura-Übernahme erworbenen Forschungsbereiche auf den Gebieten Flammschutzmittel, Schmierstoffe, Urethane und Organometalle haben wir erfolgreich integriert. Organisatorische Ausrichtung Unsere Forschungsprogramme sind an den Kundenanforderungen in den Endmärkten ausgerichtet. Daher haben wir unsere Aktivitäten im Bereich „Product Innovation“ in den jeweiligen Business Units gebündelt. Die Business Units fokussieren ihre Aktivitäten darauf, Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln. Die Fachabteilung „Global Technology & Innovation“ unserer Group Function Production, Technology, Safety & Environment unterstützt und ergänzt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Business Units mit dem Schwerpunkt „Process Innovation“. Hier stehen die Planung neuer Prozesse und die Integration neuer Technologien in unsere bereits bestehenden Produktionsprozesse im Fokus. Unser Ziel ist hier die Kosten- und Technologieführerschaft. Unsere wesentlichen Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich an den Standorten Leverkusen, Krefeld-Uerdingen, Dormagen, Naugatuck (USA), London (Kanada) sowie Wuxi und Changzhou (China). Zusätzlich sind wir in Hongkong mit einem Zentrum für technische Kunststoffe präsent. An unseren internationalen Forschungs- und Entwicklungsstandorten testen wir beispielsweise innovative Flammschutzmittel oder technische Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie. Kostenentwicklung und Beschäftigte Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2017 insgesamt 145 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 1,5 % entspricht (Vorjahr: 131 Mio. € bzw. 1,7 %). Der Großteil der Aufwendungen entfiel auf die Business Units High Performance Elastomers, Tire & Specialty Rubbers, High Performance Materials und Additives. Hinsichtlich des Anteils der Aufwendungen an ihrem jeweiligen Umsatz wiesen unsere Business Units Material Protection Products, Liquid Purification Technologies, Saltigo und Urethane Systems die höchste Forschungsintensität auf. Forschungs- und Entwicklungskosten scroll 2013 2014 2015 2016 2017 Forschungs- und Entwicklungskosten in Mio. € 186 160 130 131 145 in % der Umsatzerlöse 2,2 2,0 1,6 1,7 1,5 Zum Jahresende 2017 beschäftigten wir in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboren weltweit 711 Mitarbeiter nach 589 Mitarbeitern im Vorjahr. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist überwiegend durch die Integration der Chemtura-Geschäfte bedingt. Entwicklung Beschäftigtenzahlen im F&E-Bereich scroll 2013 2014 2015 2016 2017 Stand am Jahresende 931 708 585 589 711 in % der Konzern-Beschäftigtenzahl 5,4 4,3 3,6 3,5 3,7 Themengebiete und Patentstrategie Im Rahmen der weltweiten Neuausrichtung fokussieren wir unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf marktnahe Projekte mit kurz- bis mittelfristigem Zeithorizont. Die Gesamtzahl der Projekte ist dadurch im Jahr 2017 von 270 auf 360 gestiegen. Davon wurden 238 (Vorjahr: 176) mit dem Ziel bearbeitet, neue Produkte und Anwendungen zu entwickeln bzw. bestehende zu verbessern. Die verbleibenden 122 (Vorjahr: 94) Projekte befassten sich unter den Zielsetzungen Kostensenkung, Effizienzsteigerung oder Kapazitätserhöhung mit verfahrenstechnischen Themen. Die Ergebnisse unserer Tätigkeit werden, wo es möglich und sinnvoll ist, von Patenten geschützt. Im Laufe des Jahres 2017 haben wir weltweit 65 Prioritätsanmeldungen getätigt. Das gesamte Patentportfolio bestand zum 31. Dezember 2017 aus ca. 1.210 Patentfamilien mit ca. 8.200 einzelnen Schutzrechten. MITARBEITER Im LANXESS Konzern waren zum 31. Dezember 2017 insgesamt 19.029 Mitarbeiter tätig nach einer Zahl von 16.721 zum Vorjahresstichtag. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die im April erfolgte Akquisition von Chemtura zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2017 beschäftigte der LANXESS Konzern in der Region EMEA (ohne Deutschland) 3.730 Mitarbeiter nach 3.251 Mitarbeitern im Vorjahr. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten von 7.600 auf 8.036. In der Region Nordamerika belief sich die Mitarbeiterzahl auf 2.642 nach 1.418 zum 31. Dezember 2016 und in Lateinamerika auf 1.419 nach 1.435 im Vorjahr. In der Region Asien/Pazifik beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 3.202 Arbeitnehmer, das sind 185 mehr als noch vor Jahresfrist. Der Personalaufwand belief sich konzernweit im Geschäftsjahr 2017 auf 1.663 Mio. € (Vorjahr: 1.467 Mio. €). Löhne und Gehälter machten mit 1.302 Mio. € (Vorjahr: 1.168 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 236 Mio. € (Vorjahr: 194 Mio. €), die Aufwendungen für Altersversorgung 111 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €) und die Aufwendungen für soziale Unterstützung 14 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €). WIRTSCHAFTSBERICHT RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Im Geschäftsjahr 2017 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG gehabt hätten. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die globale Wirtschaft entwickelte sich in 2017 besser als erwartet, begünstigt durch ein Umfeld niedriger Zinsen. Belastend wirkten in einigen Bereichen zunehmende populistische oder protektionistische Tendenzen, wie etwa sich abzeichnende Handelsbarrieren im US-amerikanischen Markt, während das gestiegene Ölpreisniveau keine bremsenden Auswirkungen zeigte. Das insgesamt positive Umfeld führte zu einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,1 %, das von allen Regionen, im Wesentlichen aber dem asiatisch-pazifischen Raum, getragen wurde. BIP und Chemieproduktion 2017 scroll Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Bruttoinlandsprodukt Chemieproduktion NAFTA 2,3 1,8 Lateinamerika 1,0 0,0 EMEA (inklusive Deutschland) 2,4 3,5 Deutschland 2,6 3,5 Asien/Pazifik 4,8 5,3 Welt 3,1 4,1 Quelle Wachstumsraten 2017: IHS Markit. Zum Jahresende 2017 wurden für einen Euro 1,20 US-Dollar gezahlt - dies entspricht gegenüber dem Jahresendwert 2016 von 1,05 US-Dollar einem Wertverlust des US-Dollars von 14,3 % im Jahr 2017. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs gegenüber dem Vorjahreswert von 1,11 US-Dollar kaum verändert bei 1,13 US-Dollar. Aufgrund der regionalen Aufstellung unseres Geschäfts wirkt sich ein schwächerer US-Dollar grundsätzlich negativ auf unser Ergebnis aus. Zentralisierte Hedging-Aktivitäten begrenzen jene Auswirkungen, die nicht durch die Harmonisierung von Produktion und Absatz in gleichen Währungsräumen neutralisiert werden können. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Beschaffungspreise für Rohstoffe teilweise deutlich, insbesondere im Bereich der Aromaten und Olefine und nur geringfügig bei den organischen und anorganischen Rohstoffen. Für uns sind insbesondere die Preise von petrochemischen Rohstoffen relevant, da diese einen wesentlichen Einfluss auf unsere Produktionskosten haben. Der Preis für den Rohstoff Butadien stieg an den Beschaffungsmärkten im Jahresdurchschnitt deutlich an, ebenso wie die Preise für andere Eingangsprodukte wie Cyclohexan, Isobutylen oder Toluol. Chemische Industrie Die weltweite Chemieproduktion wuchs um 4,1 %, getrieben durch die Regionen Asien/Pazifik und EMEA. Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen Die weltweite Produktion von Automobilen stieg im Berichtsjahr um 2,6 %. Schwerpunkt dessen war eine solide Entwicklung in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. Aufgrund des im Verhältnis zu den übrigen Regionen geringeren Gewichts hatte die positive Entwicklung in Lateinamerika keinen maßgeblichen Einfluss auf die globale Entwicklung. Die Agrochemikalien zeigten ein globales Wachstum von 3,8 %, getrieben vom Wachstum in Amerika und Europa. Der asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum blieb hinter der Zuwachsrate in Europa zurück. Die Bauindustrie legte weltweit um 3,2 % zu. Der Schwerpunkt der Entwicklung lag im asiatisch-pazifischen Raum, auch EMEA entwickelte sich positiv. Die weltweite Produktion von Reifen stieg im Berichtsjahr um 3,0 %, insbesondere gestützt durch das Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum. Insgesamt hatte die Entwicklung der Abnehmerbranchen einen positiven Einfluss auf das Geschäft des LANXESS Konzerns. Lediglich das allgemeine Wachstum der Agrochemikalien spiegelt sich nicht in der Nachfrage in unserem Bereich der kundenspezifischen Fertigung für die Agrochemie wider. Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2017 scroll Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Automobilindustrie Agrochemikalien Bauindustrie Reifenindustrie NAFTA -2,4 9,9 0,7 -1,3 Lateinamerika 19,0 -1,8 -3,6 13,4 EMEA (inklusive Deutschland) 3,7 4,2 3,6 2,8 Deutschland -1,4 4,2 3,8 -1,6 Asien/Pazifik 3,0 3,3 4,5 3,2 Welt 2,6 3,8 3,2 3,0 Quelle Wachstumsraten 2017: IHS Markit, LMC. FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE Der Geschäftsverlauf war geprägt durch die erfolgreiche operative Integration von Chemtura und eine erfreuliche Entwicklung des bisherigen Geschäfts. Auch aus der Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours im August 2016 resultierte ein erfreulicher Portfolioeffekt auf das Ergebnis. In unserem bisherigen Geschäft waren höhere Absatzmengen der Haupttreiber der positiven Entwicklung. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnten über höhere Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben werden. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich nachteilig auf das Ergebnis aus. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF Tatsächlicher versus prognostizierter Geschäftsverlauf 2017 scroll Prognose für 2017 im Geschäftsbericht 2016 Eingetreten in 2017 Geschäftsentwicklung Konzern EBITDA vor Sondereinflüssen • Leicht höher im Vergleich zum Vorjahr (995 Mio. €) • 1.290 Mio. € • Hierin berücksichtigt: Kostensenkungen aus Neuausrichtung und Beitrag aus dem in 2016 akquirierten Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen • Kostenposition im Rahmen der Neuausrichtung reduziert, positiver Ergebnisbeitrag aus dem Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen • Chemtura-Akquisition würde zusätzlichen Beitrag zur erwarteten Ergebnisentwicklung leisten • Anstieg durch übernommene Chemtura-Geschäftsbereiche und eine positive Entwicklung des bisherigen Geschäfts • Organische Wachstumsprojekte werden weiter vorangetrieben Geschäftsentwicklung Segmente Advanced Intermediates • Stabile Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau • EBITDA vor Sondereinflüssen leicht über Vorjahr: 335 Mio. € (Vorjahr: 326 Mio. €) Specialty Additives • Leicht bessere Geschäftsentwicklung 1) • EBITDA vor Sondereinflüssen von 267 Mio. € (Vorjahr: 151 Mio. €) • Signifikante Portfolioeffekte aus dem Geschäft mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven von Chemtura • Bisheriges Geschäft nahezu wie erwartet Performance Chemicals • Leicht bessere Geschäftsentwicklung 1) • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich höher als erwartet: 252 Mio. € (Vorjahr: 223 Mio. €) • Positiver Beitrag aus dem in 2016 erworbenen Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen • Erfreulicher Ergebnisbeitrag aus dem Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen Engineering Materials (vormals: High Performance Materials) • Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen für Anwendungen in der Autoindustrie und Elektro-/Elektronikindustrie sollte sich auf Höhe des Vorjahres entwickeln • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich über Vorjahr: 219 Mio. € (Vorjahr: 159 Mio. €) • Signifikanter Beitrag aus der übernommenen Urethane-Sparte von Chemtura • Bisheriges Geschäft deutlich besser als erwartet ARLANXEO • Weiterhin herausfordernde Geschäftsentwicklung • EBITDA vor Sondereinflüssen besser als erwartet: 385 Mio. € (Vorjahr: 373 Mio. €) • Leichte Verschlechterung • Weiter anhaltender Preisdruck bei technischem Kautschuk EPDM, moderate Verbesserung bei Butyl-Kautschuk • US-Dollar im Jahresdurchschnitt auf Niveau des Vorjahres Rohstoffpreise • Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten, insbesondere bei petrochemischen Rohstoffen • Weiterhin volatil und über Vorjahresniveau • Fortsetzung der zum Teil erheblichen Volatilität der Rohstoffpreise Investitionen Auszahlungswirksame Investitionen • 450-500 Mio. € • 547 Mio. € • Anstieg im Wesentlichen durch Akquisition von Chemtura und den damit gestiegenen Investitionsbedarf Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur. 1) Prognose für altes Performance Chemicals Segment, d.h. inkl. der ehemaligen Business Unit Rhein Chemie Additives, die jetzt Teil des Segments Specialty Additives ist. Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 waren wir für das Jahr 2017 von einem leicht höheren EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr (995 Mio. €) ausgegangen. Diese Prognose beinhaltete keine Effekte infolge der geplanten Akquisition von Chemtura. Nach erfolgreichem Abschluss der Transaktion am 21. April 2017 prognostizierten wir ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 1.225 und 1.300 Mio. € und konkretisierten unsere Erwartung zuletzt im Rahmen unserer Berichterstattung für das dritte Quartal 2017 auf 1.250 bis 1.300 Mio. €. Das tatsächlich erwirtschaftete Ergebnis lag mit 1.290 Mio. € am oberen Ende dieser Bandbreite und übertraf den Vorjahreswert um 29,6 %. Die ursprünglich für das Geschäftsjahr 2017 erstellte Prognose basierte auf der alten, zum damaligen Zeitpunkt gültigen Konzernstruktur mit vier operativen Segmenten. Auf dieser Grundlage übertrafen die Ergebnisse des bisherigen Geschäfts die Erwartungen. Auch das Ergebnis der Überleitung war mit minus 168 Mio. € besser als erwartet. Die übernommenen Chemtura-Geschäftsbereiche trugen dazu bei, dass das erwartete EBITDA vor Sondereinflüssen noch deutlicher übertroffen wurde. Trotz negativer Wechselkurseinflüsse führte die frühzeitige Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Wettbewerbsfähigkeit, aus der sich eine höhere Produktionsauslastung ergab, dazu, dass die Ergebniserwartung übertroffen wurde. Für die LANXESS AG gingen wir für das Berichtsjahr von einem gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Jahresüberschuss aus. Im Wesentlichen bedingt durch das deutlich geringere Beteiligungsergebnis lag der Jahresüberschuss bei 23 Mio. € nach 578 Mio. € im durch Sondereffekte aus der Gründung von ARLANXEO, einer Verschmelzung sowie gesetzlichen Änderungen der handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsverpflichtungen beeinflussten Vergleichszeitraum. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES LANXESS KONZERNS • Operative Integration der erworbenen Chemtura-Geschäfte erfolgreich abgeschlossen • Signifikant positive Effekte aus erworbenen Chemtura-Geschäften auf Umsatz und Ergebnis • Absatzmengen in allen Segmenten über Vorjahr und insgesamt um 5,1 % gesteigert • Deutliche Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 29,6 % auf 1.290 Mio. € • EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen bei 13,3 % nach 12,9 % im Vorjahr • Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie durch Sonderaufwendungen beeinträchtigt • Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 2,69 € auf 4,14 € gesteigert Überblick Finanzkennzahlen scroll in Mio. € 2016 2017 Veränd. in % Umsatzerlöse 7.699 9.664 25,5 Bruttoergebnis vom Umsatz 1.754 2.145 22,3 EBITDA vor Sondereinflüssen 995 1.290 29,6 EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 12,9% 13,3% - EBITDA 945 1.072 13,4 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 514 695 35,2 Operatives Ergebnis (EBIT) 464 434 -6,5 EBIT-Marge 6,0% 4,5% - Finanzergebnis -125 -109 12,8 Ergebnis vor Ertragsteuern 339 325 -4,1 Konzernergebnis 192 87 -54,7 Ergebnis je Aktie (€) 2,10 0,95 -54,7 Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) 2,69 4,14 53,9 Umsatz und Ergebnis Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 9.664 Mio. € um 1.965 Mio. € bzw. 25,5 % deutlich über dem Wert des Vorjahres von 7.699 Mio. €. Die Umsatzentwicklung war dabei vor allem vom Umsatzbeitrag aus den erworbenen ChemturaGeschäften geprägt. Die Eingliederung der Chemtura-Geschäftsbereiche und der Beitrag des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen in der Business Unit Material Protection Products führten zu einem Umsatzplus von 13,6 %. Zudem wirkten sich die rohstoffpreisgetriebene Anpassung der Verkaufspreise sowie der Anstieg der Absatzmengen positiv aus. Gestiegene Verkaufspreise führten zu einem Umsatzplus von 7,9 % und höhere Absatzmengen zu einem Umsatzplus von 5,1 %. Gegenläufig führte die nachteilige Entwicklung der Wechselkurse in der zweiten Jahreshälfte insgesamt zu einem Umsatzminus von 1,1 %. Umsatzeffekte scroll in % 2017 Preis 7,9 Menge 5,1 Währung -1,1 Portfolio 13,6 25,5 Unser Segment Advanced Intermediates verzeichnete einen Umsatzanstieg von 13,1 %. Insbesondere aus der Eingliederung des Organometalle-Geschäftsbereichs von Chemtura in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz. Zudem wirkten höhere Verkaufspreise aufgrund gestiegener Einstandspreise für Rohstoffe sowie die positive Entwicklung der Absatzmengen umsatzsteigernd. Gegenläufig hatte die Wechselkursentwicklung einen leicht negativen Effekt auf den Umsatz. Die Umsätze unseres Segments Specialty Additives lagen um 90,7 % über dem Niveau des Vorjahres. Der nahezu verdoppelte Umsatz ist überwiegend auf die Eingliederung des Additiv-Geschäftsbereichs von Chemtura in die neue Business Unit Additives zurückzuführen. Der Umsatzanstieg resultierte weiterhin aus höheren Absatzmengen in unserem bisherigen Additiv-Geschäft. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich umsatzmindernd aus. Die Preise lagen leicht über dem Niveau des Vorjahres. In unserem Segment Performance Chemicals stieg der Umsatz um 10,5 %. Aus der Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen in die Business Unit Material Protection Products ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz. Zudem führten höhere Absatzmengen und gestiegene Verkaufspreise zu einer positiven Umsatzentwicklung. Nachteilige Wechselkurseinflüsse verringerten den Umsatz. Unser Segment Engineering Materials verzeichnete einen Umsatzanstieg von 29,4 %. Die Umsatzentwicklung war zum einen durch den Beitrag des neu erworbenen Urethane-Geschäftsbereichs geprägt. Zum anderen ergab sich für die Business Unit High Performance Materials aus gestiegenen Verkaufspreisen und Absatzmengen ein positiver Effekt auf den Umsatz. Die Wechselkurse hatten einen leicht negativen Einfluss auf den Umsatz. ARLANXEO verzeichnete einen Umsatzanstieg von 19,2 %. Die Entwicklung wurde insbesondere durch die rohstoffpreisbedingte Erhöhung der Verkaufspreise sowie die Steigerung der Absatzmengen beeinflusst. Währungseffekte wirkten sich negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Umsatz nach Segmenten scroll in Mio. € 2016 2017 Veränd. in % Anteil am Konzernumsatz in % Advanced Intermediates 1.742 1.970 13,1 20,4 Specialty Additives 841 1.604 90,7 16,6 Performance Chemicals 1.301 1.438 10,5 14,9 Engineering Materials 1.056 1.366 29,4 14,1 ARLANXEO 2.710 3.230 19,2 33,4 Überleitung 49 56 14,3 0,6 7.699 9.664 25,5 100,0 Vorjahreswerte entsprechend der geänderten Segmentstruktur. Auftragsentwicklung Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellungsvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßig stattfindende, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren“ in diesem Lagebericht. Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragsstärke nicht aussagekräftig und unterbleibt an dieser Stelle. Bruttoergebnis vom Umsatz Die Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich leicht überproportional zum Umsatz um 26,5 % auf 7.519 Mio. €. Der absolute Anstieg ergab sich im Wesentlichen aus der Eingliederung der Chemtura-Geschäftsbereiche und des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen. Zudem führten gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien sowie höhere Absatzmengen zu höheren Kosten. Gegenläufig wirkte sich die Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars, positiv auf unsere Fertigungskosten aus. Die Auslastung der Produktionskapazitäten lag mit rund 82 % um 2 %-Punkte über dem Wert des Vorjahres. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 2.145 Mio. € um 391 Mio. € bzw. 22,3 % über dem Wert des Vorjahres. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem Erwerb der neuen Geschäftsbereiche von Chemtura und des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen sowie aus höheren Absatzmengen. Gegenläufig wirkte die Veränderung der Wechselkurse auf unseren Umsatz. Die gestiegenen Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnten in den Markt weitergegeben werden. Die Bruttomarge reduzierte sich entsprechend von 22,8 % auf 22,2 %. EBITDA vor Sondereinflüssen und operatives Ergebnis (EBIT) Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2017 um 295 Mio. € bzw. 29,6 % auf 1.290 Mio. € nach 995 Mio. € im Vorjahr. Die insgesamt positive Ergebnisentwicklung auf Konzernebene resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Absatzmengen, dem Beitrag der neu erworbenen Chemtura-Geschäfte, dem Portfoliobeitrag aus dem im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen sowie der starken operativen Leistung der übrigen LANXESS Business Units. Gegenläufig hatte die Entwicklung der Wechselkurse einen negativen Ergebniseffekt. Der Anstieg der Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnte durch die Anpassung der Verkaufspreise erfolgreich in den Markt weitergegeben werden. Die Vertriebskosten stiegen vor allem aufgrund von Portfolioeffekten, volumenbedingt höheren Frachtkosten sowie höheren Frachtraten um 22,0 % auf 953 Mio. €. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 145 Mio. € nach 131 Mio. € im Vorjahr und die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 79 Mio. € auf 382 Mio. €. Der Anstieg in den einzelnen Funktionskostenbereichen ist überwiegend durch die Integration der Chemtura-Geschäfte bedingt. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich im Konzern von 12,9 % auf 13,3 %. Unser Segment Advanced Intermediates erzielte ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 335 Mio. € nach 326 Mio. € im Vorjahr. Insbesondere die gestiegenen Absatzmengen führten zu einem positiven Ergebnisbeitrag. Gegenläufig wirkten nachteilige Wechselkurseinflüsse. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien wurden über Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Das erworbene Organometalle-Geschäft hatte nahezu keinen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung. Das EBITDA vor Sondereinflüssen unseres Segments Specialty Additives lag mit 267 Mio. € um 116 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Dabei führte insbesondere der Portfolioeffekt aus dem erworbenen Additiv-Geschäft zu einer Ergebnisverbesserung. Höhere Absatzmengen wirkten ebenfalls positiv auf die Ergebnisentwicklung. Höhere Einstandspreise für Rohstoffe und Energien führten zu einer Anpassung der Verkaufspreise. Zudem hatten die Wechselkurse einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Das EBITDA vor Sondereinflüssen unseres Segments Performance Chemicals lag mit 252 Mio. € um 29 Mio. € bzw. 13,0 % über dem Niveau des Vorjahres. Ergebnisverbessernd wirkten insbesondere höhere Absatzmengen. Höheren Einstandspreisen für Rohstoffe standen Anpassungen der Verkaufspreise gegenüber. Zudem wirkte der Beitrag des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen ergebnisverbessernd. Nachteilige Wechselkurseinflüsse belasteten das Ergebnis. Das EBITDA vor Sondereinflüssen in unserem Segment Engineering Materials lag mit 219 Mio. € um 60 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 159 Mio. €. Höhere Einstandspreise für Rohstoffe wurden durch Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Zudem führten gestiegene Absatzmengen sowie der Beitrag aus dem erworbenen Urethane-Geschäftsbereich zu einer Ergebnisverbesserung. Gegenläufig wirkten nachteilige Wechselkurseinflüsse. ARLANXEO erzielte ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 385 Mio. € nach 373 Mio. € im Vorjahr. Ergebnisverbessernd wirkten höhere Absatzmengen. Höhere Einstandspreise für Rohstoffe und Energien wurden über eine Anpassung der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Die erhebliche Volatilität auf der Rohstoffpreisseite sowie ein negativer Währungseffekt belasteten das Ergebnis. EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten scroll in Mio. € 2016 2017 Veränd. in % Advanced Intermediates 326 335 2,8 Specialty Additives 151 267 76,8 Performance Chemicals 223 252 13,0 Engineering Materials 159 219 37,7 ARLANXEO 373 385 3,2 Überleitung -237 -168 29,1 995 1.290 29,6 Vorjahreswerte entsprechend der geänderten Segmentstruktur. Die Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum operativen Ergebnis (EBIT) ergibt sich wie folgt: Überleitung EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBIT scroll in Mio. € 2016 2017 Veränd. in % EBITDA vor Sondereinflüssen 995 1.290 29,6 Abschreibungen/Wertaufholungen -481 -638 -32,6 EBITDA-wirksame Sondereinflüsse -50 -218 < -100 Operatives Ergebnis (EBIT) 464 434 -6,5 Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns lag im Berichtsjahr bei 434 Mio. € nach 464 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang aufgrund der im folgenden Absatz erläuterten Sondereinflüsse wurde durch eine starke operative Ergebnisentwicklung teilweise ausgeglichen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 639 Mio. € (Vorjahr: 481 Mio. €) und reflektieren auch die planmäßigen Abschreibungen aus unseren neuen Chemtura-Geschäftsbereichen und Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation von Chemtura sowie Abschreibungen, die sich im Rahmen der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) spätestens im November 2018 ergeben haben. Hiervon fielen 51 Mio. € außerplanmäßig an, von denen 43 Mio. € Sondereinflüsse waren. Den Abschreibungen standen Wertaufholungen in Höhe von 1 Mio. € gegenüber. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres betrugen 9 Mio. €. Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, belief sich auf minus 231 Mio. € nach minus 75 Mio. € im Vorjahr. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein Wert von 30 Mio. €, der um 55 Mio. € über dem entsprechenden Saldo des Vorjahres lag. Der Anstieg entstand im Wesentlichen aus einem verbesserten Ergebnis der Geschäfte zur Wechselkurssicherung. Die negativen Sondereinflüsse des Berichtsjahres von saldiert 261 Mio. € ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 272 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 11 Mio. €, wobei letztere vollständig EBITDA-wirksam waren. Die negativen Sondereinflüsse, die mit 229 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 43 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren, standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura, der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der damit einhergehenden Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zárate sowie Aufwendungen im Rahmen der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Die positiven Sondereinflüsse standen mit 5,3 Mio. € in Zusammenhang mit der Veräußerung des US-amerikanischen Tochterunternehmens International Dioxcide Inc. am Standort North Kingstown in Rhode Island (USA) der Business Unit Material Protection Products. Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von saldiert 50 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 56 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 6 Mio. € ergaben. Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns. Für Details zu den Sondereinflüssen verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“. Überleitung EBIT zum Konzernergebnis scroll in Mio. € 2016 2017 Veränd. in % Operatives Ergebnis (EBIT) 464 434 -6,5 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0 Zinsergebnis -63 -85 -34,9 Sonstiges Finanzergebnis -62 -24 61,3 Finanzergebnis -125 -109 12,8 Ergebnis vor Ertragsteuern 339 325 -4,1 Ertragsteuern -144 -201 -39,6 Ergebnis nach Ertragsteuern 195 124 -36,4 davon: auf andere Gesellschafter entfallend 3 37 > 100 den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) 192 87 -54,7 Finanzergebnis Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf minus 109 Mio. € nach minus 125 Mio. € im Vorjahr. Aufgrund gestiegener Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura erhöhte sich der Zinsaufwand und führte zu einem Zinsergebnis von minus 85 Mio. € nach minus 63 Mio. € im Vorjahr. Aus at equity bewerteten Gesellschaften ergab sich in der Berichtsperiode wie im Vorjahr kein Ergebnisbeitrag. Das sonstige Finanzergebnis lag bei minus 24 Mio. € nach minus 62 Mio. € im Vorjahr und wurde im Wesentlichen durch eine Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), für das Geschäftsjahr 2016 positiv beeinflusst. Ergebnis vor Ertragsteuern Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verschlechterte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 14 Mio. € auf 325 Mio. €. Ertragsteuern Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 201 Mio. € nach 144 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 61,8 % gegenüber 42,5 % in der Vergleichsperiode. Der Anstieg der Steuerquote resultierte zu einem großen Teil aus der im Dezember 2017 verabschiedeten US-Steuerreform, insbesondere in Bezug auf die Einmalbesteuerung thesaurierter Gewinne von durch US-amerikanische Gesellschaften gehaltenen Beteiligungen im Ausland. Konzernergebnis/Ergebnis je Aktie/Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte Das Konzernergebnis betrug 87 Mio. € nach 192 Mio. € im Vorjahr und war wesentlich von den dargestellten Sondereffekten geprägt. Auf andere Gesellschafter entfiel in 2017 ein Ergebnisanteil von 37 Mio. € nach 3 Mio. € im Vorjahr, der nahezu ausschließlich aus der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO resultierte. Das Ergebnis je Aktie wird mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Berichtsperiode in Umlauf gewesenen LANXESS Aktien errechnet. Das Ergebnis je Aktie lag mit 0,95 € unter dem Wert des Vorjahres von 2,10 €. Darüber hinaus ermitteln wir ein Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, das nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert ist. Die Ermittlung erfolgte ausgehend vom Ergebnis je Aktie unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie darauf entfallender Steuereffekte. Berücksichtigt wurden auch die einmaligen Ergebniseffekte aus der im Dezember 2017 verabschiedeten US-amerikanischen Steuerreform. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte lag bei 4,14 € nach 2,69 € im Vorjahr. Überleitung Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte scroll in Mio. € 2016 2017 Konzernergebnis 192 87 Sondereinflüsse 1) 47 259 Abschreibungen/Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte 1) 31 64 Ertragsteuern 1)2) -24 -31 Konzernergebnis vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 246 379 Ausstehende Aktien in Stück 91.522.936 91.522.936 Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) 2,69 4,14 1) Ohne Bestandteile, die den Anteilen anderer Gesellschafter zuzurechnen sind. 2) Ertragsteuern auf dargestellte Anpassungen und einmalige Ergebniseffekte aus der US-amerikanischen Steuerreform. ENTWICKLUNG DER REGIONEN Umsatz nach Verbleib scroll 2016 2017 Veränd. in % in Mio. € in % in Mio. € in % EMEA (ohne Deutschland) 2.254 29,3 2.720 28,2 20,7 Deutschland 1.292 16,8 1.489 15,4 15,2 Nordamerika 1.326 17,2 1.859 19,2 40,2 Lateinamerika 788 10,2 898 9,3 14,0 Asien/Pazifik 2.039 26,5 2.698 27,9 32,3 7.699 100,0 9.664 100,0 25,5 Aus der im April 2017 erfolgten Akquisition von Chemtura sowie in geringem Umfang auch aus der Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours im August 2016 ergaben sich im Berichtszeitraum Portfolioeffekte in teilweise erheblichem Umfang. EMEA (ohne Deutfschland) Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) stieg um 466 Mio. € bzw. 20,7 % auf 2.720 Mio. €. Der Anstieg ist zu 232 Mio. € auf Portfolioeffekte zurückzuführen. Nach der Bereinigung um diese sowie geringfügige Wechselkurseffekte ergab sich ein Umsatzanstieg von 10,6 %. Die Segmente ARLANXEO und Engineering Materials wiesen Umsatzzuwächse von niedrigen zweistelligen Prozentwerten auf. Die verbleibenden Segmente zeigten Wachstumsraten im einstelligen Prozentbereich. Die positive Entwicklung in der Region war vom Geschäftsverlauf in Frankreich, Italien, der Türkei und Spanien beeinflusst. Geringfügig gegenläufig wirkte die Nachfrageentwicklung unter anderem in einigen afrikanischen Ländern. Deutschland In Deutschland erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2017 mit 1.489 Mio. € einen Umsatz, der um 197 Mio. € bzw. 15,2 % über dem Wert des Vorjahres lag. Nach Bereinigung um sehr geringfügige Wechselkurseffekte und spürbare Portfolioeinflüsse in Höhe von 60 Mio. € ergab sich ein Umsatzzuwachs von 10,6 %. Die Segmente Engineering Materials und Advanced Intermediates zeigten Zuwächse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die Geschäfte der übrigen Segmente stiegen um hohe einstellige Prozentwerte. Nordamerika Der Umsatz in dieser Region lag mit 1.859 Mio. € um 533 Mio. € bzw. 40,2 % über dem Wert des Vorjahres. Portfolioveränderungen trugen hierzu 466 Mio. € bei. Nach Bereinigung um diese sowie Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Umsatzplus von 7,5 %. Wesentlichen Anteil daran hatte die Geschäftsentwicklung der Segmente ARLANXEO, Advanced Intermediates und Engineering Materials, deren Zuwachsraten sich im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich bewegten. Das Segment Performance Chemicals konnte seinen Umsatz nur um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigern, während das Segment Specialty Additives den Umsatz des Vorjahres knapp unterschritt. Lateinamerika In der Region Lateinamerika stiegen die Umsätze um 110 Mio. € bzw. 14,0 % auf 898 Mio. €. Portfolioveränderungen trugen hierzu 27 Mio. € bei. Bereinigt um diese sowie um niedrige Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Anstieg um 11,2 %. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf war das Segment ARLANXEO mit dem größten absoluten Umsatzanstieg, der einer prozentualen Veränderung im niedrigen zweistelligen Bereich entsprach. Die Segmente Advanced Intermediates und Specialty Additives unterstützten diesen Trend mit einer knapp zweistelligen beziehungsweise hohen einstelligen Zuwachsrate. Das Segment Engineering Materials erreichte einen niedrigen einstelligen Wachstumswert, während das Segment Performance Chemicals einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich aufwies. Der Geschäftsverlauf in der Region war vor allem beeinflusst durch den Umsatzanstieg in Brasilien und Mexiko. Asien/Pazifik Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik stieg im Geschäftsjahr 2017 um 659 Mio. € bzw. 32,3 % auf 2.698 Mio. €. Aus Portfolioveränderungen resultierten 270 Mio. €. Bereinigt um diese sowie um geringe Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Zuwachs um 21,5 %. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf war das Segment ARLANXEO mit dem größten absoluten Umsatzanstieg, der einer prozentualen Veränderung im deutlich zweistelligen Bereich entsprach. Auch die Segmente Performance Chemicals, Advanced Intermediates und Engineering Materials weiteten ihre Geschäfte um niedrige zweistellige Prozentsätze aus, während das Segment Specialty Additives prozentual nur einen hohen einstelligen Zuwachs erreichte. Wesentlichen Anteil an der positiven operativen Entwicklung in der Region hatten steigende Umsätze in China, Singapur, Japan, Indien und Thailand. SEGMENTDATEN • Advanced Intermediates: Gute Geschäftsentwicklung durch höhere Absatzmengen trotz herausfordernden Marktumfelds im Agrogeschäft • Specialty Additives: Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung durch neue Additiv-Geschäftsbereiche von Chemtura und höhere Verkaufsmengen in dem bisherigen Additiv-Geschäft • Performance Chemicals: Portfolioeffekte aus dem in 2016 erworbenen Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen sowie höhere Absatzmengen führen zu Umsatz- und Ergebnissteigerung • High Performance Materials: Deutliche Ergebnissteigerung durch profitables Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen und aus dem erworbenen Urethane-Geschäft von Chemtura • ARLANXEO: Positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis trotz einer weiterhin herausfordernden Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken Advanced Intermediates Kennzahlenüberblick scroll 2016 2017 Veränd. in % in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % Umsatzerlöse 1.742 1.970 13,1 EBITDA vor Sondereinflüssen 326 18,7 335 17,0 2,8 EBITDA 328 18,8 328 16,6 0,0 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 221 12,7 218 11,1 -1,4 Operatives Ergebnis (EBIT) 223 12,8 211 10,7 -5,4 Auszahlungen für Investitionen 123 146 18,7 Abschreibungen 105 117 1) 11,4 Mitarbeiter Stand 31.12. 3.335 3.661 9,8 1) Nach Saldierung mit Wertaufholungen von 1 Mio. €. Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates lagen im Geschäftsjahr 2017 mit 1.970 Mio. € um 13,1 % bzw. 228 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Aus der Eingliederung des Organometalle-Geschäftsbereichs von Chemtura in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz in Höhe von 5,8 %. Zudem wirkten höhere Verkaufspreise aufgrund gestiegener Einstandspreise für Rohstoffe mit 4,5 % sowie gestiegene Absatzmengen mit 3,4 % umsatzsteigernd. Die Wechselkursentwicklung hatte mit 0,6 % einen leicht negativen Einfluss auf den Umsatz. Während die Verkaufspreise in der Business Unit Saltigo nahezu auf dem Niveau des Vorjahres lagen, konnte die Business Unit Advanced Industrial Intermediates höhere Verkaufspreise realisieren. Aufgrund der weiterhin guten Nachfrage in nahezu allen Endmärkten konnte die Business Unit Advanced Industrial Intermediates ihre Absatzmengen steigern. Die Business Unit Saltigo verzeichnete durch eine gute Nachfrage bei den Feinchemikalien insbesondere in der ersten Jahreshälfte höhere Absatzmengen, die sich jedoch aufgrund einer anhaltend schwachen Nachfrage in der Agrarindustrie verringerten. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag mit 335 Mio. € um 9 Mio. € bzw. 2,8 % über dem Vorjahreswert. Insbesondere die höheren Absatzmengen trugen zu der positiven Entwicklung bei. Gegenläufig wirkten nachteilige Wechselkurseinflüsse. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien wurden über Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Das erworbene Organometalle-Geschäft leistete nahezu keinen Ergebnisbeitrag. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 17,0 % nach 18,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die negativen Sondereinflüsse des Segments auf 7 Mio. €. Die Sondereinflüsse waren vollständig EBITDA-wirksam und standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura. Im Vorjahr waren positive Sondereinflüsse von 2 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“. Specialty Additives scroll 2016 2017 Veränd. in % in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % Umsatzerlöse 841 1.604 90,7 EBITDA vor Sondereinflüssen 151 18,0 267 16,6 76,8 EBITDA 151 18,0 192 12,0 27,2 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 123 14,6 167 10,4 35,8 Operatives Ergebnis (EBIT) 123 14,6 56 3,5 -54,5 Auszahlungen für Investitionen 42 83 97,6 Abschreibungen 28 136 > 100 Mitarbeiter Stand 31.12. 1.507 2.936 94,8 Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur. Die Umsätze unseres Segments Specialty Additives lagen im Geschäftsjahr 2017 mit 1.604 Mio. € um 90,7 % bzw. 763 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Aus der Eingliederung des Additiv-Geschäftsbereichs von Chemtura in die neue Business Unit Additives resultierte ein Umsatzeffekt von 85,5 %. Der Umsatzanstieg resultierte weiterhin mit 6,1 % aus höheren Verkaufsmengen in unserem bisherigen Additiv-Geschäft, wobei beide Business Units zu dieser Entwicklung beitrugen. Die bei beiden Business Units negative Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich für das Segment mit 1,2 % umsatzmindernd aus. Sowohl die Business Unit Additives als auch die Business Unit Rhein Chemie konnten ihre Verkaufspreise leicht steigern. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Specialty Additives lag mit 267 Mio. € um 116 Mio. € bzw. 76,8 % über dem Vorjahresniveau. Die starke Ergebnisentwicklung resultierte aus der Eingliederung des Additiv-Geschäftsbereichs von Chemtura. Ergebnisverbessernd wirkten zudem höhere Absatzmengen. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien führten zu einer Anpassung der Verkaufspreise. Zudem hatten die Wechselkurse einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 16,7 % nach 18,0 % im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die negativen Sondereinflüsse des Segments auf 111 Mio. € und ergaben sich aus 75 Mio. € EBITDA-wirksamen und 36 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die negativen Sondereinflüsse resultierten im Wesentlichen aus Ergebnisbelastungen aus der Kaufpreisallokation von Chemtura und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) spätestens im November 2018. Im Vorjahr entfielen keine Sondereinflüsse auf das Segment. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“. Performance Chemicals Kennzahlenüberblick scroll 2016 2017 Veränd. in % in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % Umsatzerlöse 1.301 1.438 10,5 EBITDA vor Sondereinflüssen 223 17,1 252 17,5 13,0 EBITDA 220 16,9 190 13,2 -13,6 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 157 12,1 176 12,2 12,1 Operatives Ergebnis (EBIT) 154 11,8 108 7,5 -29,9 Auszahlungen für Investitionen 76 74 -2,6 Abschreibungen 66 82 24,2 Mitarbeiter Stand 31.12. 4.074 3.880 -4,8 Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur. Im Segment Performance Chemicals stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2017 um 137 Mio. € bzw. 10,5 % auf 1.438 Mio. €. Aus der Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen in die Business Unit Material Protection Products ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz in Höhe von 4,9 %. Zudem wirkten höhere Absatzmengen mit 3,9 % umsatzsteigernd. Die Belastung durch gestiegene Rohstoffpreise wurde an die Kunden weitergegeben. Der Preiseffekt auf den Umsatz betrug 3,2 %. Gegenläufig wirkten sich negative Wechselkurseinflüsse mit 1,5 % umsatzmindernd aus. Fast alle Business Units des Segments verzeichneten eine positive Verkaufsmengenentwicklung. Die Absatzmengen der Business Unit Inorganic Pigments waren leicht rückläufig. Der Anstieg der Verkaufspreise resultierte aus der Entwicklung in den beiden Business Units Inorganic Pigments und Leather. Die Veränderung der Wechselkurse wirkte sich in allen Business Units negativ auf den Umsatz aus. In der Region Lateinamerika lag der Umsatz des Segments unter dem Niveau des Vorjahres. In allen übrigen Regionen verzeichnete das Segment einen positiven Geschäftsverlauf. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals stieg gegenüber dem Vorjahr um 29 Mio. € bzw. 13,0 % auf 252 Mio. €. Ergebnisverbessernd wirkten insbesondere höhere Absatzmengen. Demgegenüber verringerten nachteilige Wechselkurseinflüsse das Ergebnis. Ergebnisverbessernd wirkte der Beitrag des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen sowie die Anpassungen der Verkaufspreise aufgrund höherer Einstandspreise für Rohstoffe und Energien. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg von 17,1 % auf 17,5 %. Im Berichtsjahr ergab sich insgesamt ein negativer Effekt aus Sondereinflüssen von saldiert 68 Mio. €, der aus negativen Sondereinflüssen von 74 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 6 Mio. € resultierte. Die negativen Sondereinflüsse standen im Zusammenhang mit der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zárate im vierten Quartal 2017 und ergaben sich aus 68 Mio. € EBITDA-wirksamen und 6 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die positiven Sondereinflüsse waren vollständig EBITDAwirksam und standen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der Veräußerung des US-amerikanischen Tochterunternehmens International Dioxcide Inc. am Standort North Kingstown in Rhode Island (USA) der Business Unit Material Protection Products. Die negativen Sondereinflüsse des Vorjahres hatten sich auf 3 Mio. € belaufen und waren vollständig EBITDA-wirksam. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“. Engineering Materials Kennzahlenüberblick scroll 2016 2017 Veränd. in % in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % Umsatzerlöse 1.056 1.366 29,4 EBITDA vor Sondereinflüssen 159 15,1 219 16,0 37,7 EBITDA 159 15,1 207 15,2 30,2 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 114 10,8 164 12,0 43,9 Operatives Ergebnis (EBIT) 114 10,8 151 11,1 32,5 Auszahlungen für Investitionen 46 68 47,8 Abschreibungen 45 56 24,4 Mitarbeiter Stand 31.12. 1.583 1.976 24,8 Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur. Die Umsätze in unserem Segment Engineering Materials stiegen im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 29,4 % auf 1.366 Mio. €. Die Umsatzentwicklung war zum einen durch den Beitrag des neu erworbenen Urethane-Geschäftsbereichs geprägt, der zu einer Umsatzsteigerung von 15,7 % führte. Zum anderen ergab sich für die Business Unit High Performance Materials ein positiver Preiseffekt auf den Umsatz von 8,0 %. Darüber hinaus wirkten gestiegene Absatzmengen beider Business Unit mit 6,6 % umsatzerhöhend. Die Wechselkurse hatten mit 0,9 % einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Engineering Materials stieg deutlich um 60 Mio. € bzw. 37,7 % auf 219 Mio. €. In der Business Unit High Performance Materials wurden höhere Einstandspreise für Rohstoffe durch Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Zudem führten ein optimiertes Portfolio der abgesetzten Produkte sowie gestiegene Absatzmengen zu einer Ergebnisverbesserung. Die Veränderung der Wechselkurse hatte hingegen einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Ergebnisverbessernd wirkte der Beitrag aus dem übernommenen Urethane-Geschäftsbereich. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments stieg von 15,1 % auf 16,0 %. Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die negativen Sondereinflüsse des Segments auf 13 Mio. € und ergaben sich aus 12 Mio. € EBITDA-wirksamen und 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die negativen Sondereinflüsse sind im Wesentlichen Ergebnisbelastungen aus der Kaufpreisallokation von Chemtura. Im Vorjahr entfielen keine Sondereinflüsse auf das Segment. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“. ARLANXEO Kennzahlenüberblick scroll 2016 2017 Veränd. in % in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % Umsatzerlöse 2.710 3.230 19,2 EBITDA vor Sondereinflüssen 373 13,8 385 11,9 3,2 EBITDA 375 13,8 386 12,0 2,9 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 153 5,6 158 4,9 3,3 Operatives Ergebnis (EBIT) 155 5,7 159 4,9 2,6 Auszahlungen für Investitionen 138 149 8,0 Abschreibungen 220 227 3,2 Mitarbeiter Stand 31.12. 3.463 3.447 -0,5 Im Segment ARLANXEO stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 19,2 % auf 3.230 Mio. €. Die Entwicklung wurde in beiden Business Units insbesondere durch die rohstoffpreisbedingte Erhöhung der Verkaufspreise beeinflusst, die in Summe zu einem positiven Preiseffekt von 14,7 % führte. Zudem wirkte sich die Steigerung der Absatzmengen in beiden Business Units mit 5,9 % positiv auf den Segmentumsatz aus. Gegenläufig hatte die Wechselkursentwicklung der beiden Business Units mit 1,4 % einen negativen Einfluss auf den Umsatz. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments ARLANXEO lag mit 385 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 373 Mio. €. Ergebnisverbessernd wirkten insbesondere höhere Verkaufsmengen und ein verbessertes Portfolio der abgesetzten Produkte. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnten an den Markt weitergegeben werden. Eine anhaltend schwierige Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken, die erhebliche Volatilität auf der Rohstoffpreisseite sowie ein negativer Währungseffekt belasteten das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,9 % nach 13,8 % im Vorjahr. Im Berichtsjahr ergab sich insgesamt ein positiver Effekt aus Sondereinflüssen von saldiert 1 Mio. €, der aus positiven Sondereinflüssen von 3 Mio. € und negativen Sondereinflüssen von 2 Mio. € resultierte. Die Sondereinflüsse waren vollständig EBITDA-wirksam und betrafen im Wesentlichen die Neuausrichtung von ARLANXEO. Im Vorjahr waren positive Sondereinflüsse von saldiert 2 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“. Überleitung Kennzahlenüberblick scroll 2016 in Mio. € 2017 in Mio. € Veränd. in % Umsatzerlöse 49 56 14,3 EBITDA vor Sondereinflüssen -237 -168 29,1 EBITDA -288 -231 19,8 Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen -254 -188 26,0 Operatives Ergebnis (EBIT) -305 -251 17,7 Auszahlungen für Investitionen 14 27 92,9 Abschreibungen 17 20 17,6 Mitarbeiter Stand 31.12. 2.759 3.129 13,4 Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung lag bei minus 168 Mio. € nach minus 237 Mio. € im Vorjahr. Die Veränderung war im Wesentlichen auf ein verbessertes Ergebnis aus der Absicherung von Wechselkursänderungen zurückzuführen. Bei den durch die Chemtura-Integration gestiegenen Verwaltungskosten konnten bereits erste Synergien realisiert werden. Die in der Überleitung gezeigten negativen Sondereinflüsse von saldiert 63 Mio. € ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen von 65 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 2 Mio. € und waren vollständig EBITDA-wirksam. Die Sondereinflüsse resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns, insbesondere der Akquisition und Integration von Chemtura und aus Aufwendungen im Rahmen von Projekten zur Digitalisierung. Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von saldiert 51 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“. ERLÄUTERUNGEN ZUM EBIT UND EBITDA (VOR SONDEREINFLÜSSEN) Zur besseren Beurteilung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene beziehungsweise für die einzelnen Segmente ermitteln wir zusätzlich die Ergebnisgrößen EBITDA sowie EBITDA und EBIT vor Sondereinflüssen, die nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Überleitung zum EBIT/EBITDA scroll in Mio. € EBIT 2016 EBIT 2017 EBITDA 2016 EBITDA 2017 EBIT/EBITDA vor Sondereinflüssen 514 695 995 1.290 Advanced Intermediates 2 -7 2 -7 Strategische Neuausrichtung 1) 0 -4 0 -4 Sonstiges 2 -3 2 -3 Specialty Additives 0 -111 0 -75 Strategische Neuausrichtung 1) 0 -63 0 -56 Optimierung Produktionsnetzwerk 2) 0 -48 0 -19 Performance Chemicals -3 -68 -3 -62 Strategische Neuausrichtung -3 0 -3 0 Optimierung Produktionsnetzwerk 3) 0 -73 0 -67 Sonstiges 0 5 0 5 Engineering Materials 0 -13 0 -12 Strategische Neuausrichtung 1) 0 -13 0 -12 ARLANXEO 2 1 2 1 Strategische Neuausrichtung 2 1 2 1 Überleitung -51 -63 -51 -63 Strategische Neuausrichtung -42 -33 -42 -33 Digitalisierung und Sonstiges -9 -30 -9 -30 Summe Sondereinflüsse -50 -261 -50 -218 EBIT/EBITDA 464 434 945 1.072 1) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation und Integration von Chemtura. 2) Die Sondereinflüsse resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) spätestens im November 2018. 3) Die Sondereinflüsse standen im Zusammenhang mit der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zárate im vierten Quartal 2017. Das EBITDA ist das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zuzüglich Abschreibungen bzw. abzüglich Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Das EBIT vor Sondereinflüssen und das EBITDA vor Sondereinflüssen errechnen sich aus dem EBIT bzw. aus dem EBITDA ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Vermögenslage • Gestiegene Bilanzsumme im Wesentlichen aufgrund der Akquisition von Chemtura • Rückgang der Eigenkapitalquote von 37,7 % auf 32,8 % im Wesentlichen aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis Bilanzstruktur scroll 31.12.2016 31.12.2017 Veränd. in % in Mio. € in % in Mio. € in % Aktiva Langfristige Vermögenswerte 4.519 45,8 6.439 61,9 42,5 Kurzfristige Vermögenswerte 5.358 54,2 3.957 38,1 -26,1 Bilanzsumme 9.877 100,0 10.396 100,0 5,3 Passiva Eigenkapital (einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter) 3.728 37,7 3.413 32,8 -8,4 Langfristiges Fremdkapital 4.516 45,7 4.525 43,5 0,2 Kurzfristiges Fremdkapital 1.633 16,6 2.458 23,6 50,5 Bilanzsumme 9.877 100,0 10.396 100,0 5,3 Bilanzstruktur Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2017 betrug 10.396 Mio. €. Sie lag damit um 519 Mio. € bzw. 5,3 % über dem Wert zum Vorjahresende. Diese Entwicklung war insbesondere auf die Akquisition von Chemtura zurückzuführen. Das langfristige Vermögen erhöhte sich um 1.920 Mio. € auf 6.439 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen dabei um 1.815 Mio. € auf 5.828 Mio. €. Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich insbesondere aufgrund des aus der Akquisition von Chemtura resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerts auf 1.769 Mio. €. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Abschnitt „Berichterstattung zum Konsolidierungskreis“ des Anhangs. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 547 Mio. € über dem Vorjahreswert von 439 Mio. €. Saldiert mit Wertaufholungen von 1 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) lagen die Abschreibungen mit 638 Mio. € um 157 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 481 Mio. €. Der Equity-Beteiligungsbuchwert lag wie im Vorjahr bei 0 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern lagen mit 442 Mio. € auf Vorjahresniveau. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen stieg von 45,8 % auf 61,9 % zum 31. Dezember 2017. Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.957 Mio. € um 1.401 Mio. € bzw. 26,1 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2016. Dieser Effekt war im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte von 2.123 Mio. € auf 7 Mio. €. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus dem Auslaufen von Termingeldern und der Veräußerung von Wertpapieren zur Finanzierung des Chemtura-Kaufpreises. Die Vorräte erhöhten sich im Wesentlichen portfoliobedingt um 251 Mio. € bzw. 17,6 % auf 1.680 Mio. €. Währungsbedingt ergab sich bei den Vorräten ein gegenläufiger Effekt. Die Kennzahl zur Lagerreichweite (DSI) lag aufgrund der positiven Umsatzentwicklung mit 64,7 Tagen unter dem Vorjahr mit 67,2 Tagen. Weiterhin stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 228 Mio. € bzw. 21,0 % auf 1.316 Mio. €. Die Kennzahl zur Forderungsdauer (DSO) war mit 50,7 Tagen auf dem Niveau des Vorjahres von 51,1 Tagen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen um 183 Mio. € auf 538 Mio. €. Die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich im Berichtsjahr auf 50 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €). Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 38,1 % nach 54,2 % zum 31. Dezember 2016. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 315 Mio. € bzw. 8,4 % auf 3.413 Mio. €. Ein positiver Effekt aus dem Ergebnis nach Steuern wurde insbesondere durch im sonstigen Ergebnis gezeigte Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe überkompensiert. Zum 31. Dezember 2017 lag der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme bei 32,8 % nach 37,7 % zum 31. Dezember 2016. Das langfristige Fremdkapital stieg zum 31. Dezember 2017 um 9 Mio. € auf 4.525 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich gegenüber dem Jahresende 2016 um 241 Mio. € auf 1.490 Mio. € erhöht. Darüber hinaus stiegen die sonstigen langfristigen Rückstellungen von 319 Mio. € auf 460 Mio. €. Sowohl die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als auch die sonstigen langfristigen Rückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Akquisition von Chemtura. Der Rückgang der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 492 Mio. € auf 2.242 Mio. € zum 31. Dezember 2017 resultierte hauptsächlich aus der Umgliederung einer in 2018 fälligen Anleihe in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf 43,5 % nach 45,7 % zum 31. Dezember 2016. Das kurzfristige Fremdkapital betrug 2.458 Mio. € und lag somit um 825 Mio. € bzw. 50,5 % über dem Wert zum 31. Dezember 2016. Die zuvor erwähnte Umgliederung einer Anleihe aus den lang- in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten war maßgeblich für deren Anstieg um 555 Mio. € auf 633 Mio. €. Weiterhin erhöhten sich die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um 119 Mio. € auf 525 Mio. € sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 159 Mio. € auf 1.048 Mio. €. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2017 bei 23,6 % nach 16,6 % zum Jahresende 2016. Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen mit 2.252 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2016 von 2.394 Mio. €. Nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren erhöhten sich die Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 auf 2.252 Mio. € nach 269 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen auf die Kaufpreiszahlung für Chemtura zurückzuführen. Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar: Kennzahlen scroll in % 2013 2014 2015 2016 2017 Eigenkapitalquote Eigenkapital 1)/ Bilanzsumme 27,9 29,8 32,2 37,7 32,8 Vermögensquote Langfristige Vermögenswerte /Bilanzsumme 52,7 56,6 57,9 45,8 61,9 Vermögens- deckungsgrad I Eigenkapital 1) /Langfristige Vermögenswerte 52,9 52,7 55,6 82,5 53,0 Vermögens- deckungsgrad II Eigenkapital 1) und langfristiges Fremdkapital /Langfristige Vermögenswerte 137,2 136,7 125,8 182,4 123,3 Finanzierungsstruktur Kurzfristiges Fremdkapital /Fremdkapital 38,3 32,3 40,0 26,6 35,2 1) Eigenkapital einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter. Investitionen Im Jahr 2017 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 560 Mio. € nach 462 Mio. € im Vorjahr. Von diesen waren 547 Mio. € (Vorjahr: 439 Mio. €) auszahlungswirksam. Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 639 Mio. € (Vorjahr: 481 Mio. €) an, wobei den Abschreibungen im aktuellen Jahr Zuschreibungen aus Wertaufholungen in Höhe von 1 Mio. € gegenüberstanden (Vorjahr: 0 Mio. €). Darüber hinaus enthielten die Abschreibungen im Jahr 2017 außerplanmäßige Abschreibungen von 51 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €). Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr in folgenden Bereichen: • Erweiterungs-, Instandhaltungs- und Neubaumaßnahmen • Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit • Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften Bei etwa zwei Dritteln der im Jahr 2017 getätigten Investitionsausgaben handelte es sich um Investitionen in die Substanzerhaltung. Der restliche Anteil betraf Erweiterungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Regional gesehen entfielen im Berichtszeitraum 42 % unserer Investitionen auf Deutschland, 25 % auf die Region EMEA (ohne Deutschland), 17 % auf Nordamerika, 7 % auf Lateinamerika und 9 % auf die Region Asien/Pazifik. Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungs- und Anlagenmodernisierungsmaßnahmen sämtlicher Segmente, insbesondere aber der Business Units Saltigo und Advanced Industrial Intermediates. Ein Teil der Investitionen in der Region EMEA (ohne Deutschland) entfiel am Standort Antwerpen (Belgien) auf weitere Produktionsoptimierungen im Rahmen der Neuausrichtung für die operative Wettbewerbsfähigkeit. Die Investitionen in der Region Asien/Pazifik betrafen zum Teil den Bau eines neuen Werkes für Hochleistungs-Kunststoffe am Standort Changzhou (China). Die Investitionen im Segment Advanced Intermediates betrugen 156 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €). Die Auszahlungen lagen mit 146 Mio. € (Vorjahr: 123 Mio. €) über den Abschreibungen von 117 Mio. € (Vorjahr: 105 Mio. €). Hierin enthalten sind Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Bau von zwei Mehrzweck-Produktionslinien der Business Unit Saltigo am Standort Leverkusen (Deutschland). Die Produktion wird im Januar 2018 aufgenommen. Darüber hinaus hat die ebenfalls zum Segment Advanced Intermediates gehörende Business Unit Advanced Industrial Intermediates in 2017 damit begonnen, die Produktionskapazitäten an den Standorten Leverkusen, Krefeld-Uerdingen sowie Brunsbüttel (Deutschland) deutlich zu erweitern. Im Segment Specialty Additives erfolgten Investitionen von 84 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €). Hiervon waren 83 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) auszahlungswirksam. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 136 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €). Der Anstieg der Investitionen resultierte im Wesentlichen aus der Akquisition von Chemtura und dem damit gestiegenen Investitionsbedarf, insbesondere am Standort El Dorado (USA). Im Segment Performance Chemicals erfolgten Investitionen von 75 Mio. € (Vorjahr: 80 Mio. €), von denen 74 Mio. € (Vorjahr: 76 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 82 Mio. € (Vorjahr: 66 Mio. €). Hierin enthalten sind auch verschiedene kleinere Investitionsprojekte der Business Unit Inorganic Pigments. Im Segment Engineering Materials beliefen sich die Investitionen auf 68 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €), von denen 68 Mio. € (Vorjahr: 46 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 56 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €) gegenüber. Ein Teil der Investitionen in diesem Segment wurde bei der Business Unit High Performance Materials in die Produktionsoptimierung an den belgischen Standorten getätigt. Darüber hinaus investiert LANXESS in dieser Business Unit in den Bau eines neuen Werkes für Hochleistungs-Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan am Standort Changzhou (China). Ab dem zweiten Quartal 2019 soll diese Compoundier-Anlage produzieren. Im Segment ARLANXEO beliefen sich die Investitionen auf 150 Mio. € (Vorjahr: 138 Mio. €), von denen 149 Mio. € (Vorjahr: 138 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 227 Mio. € (Vorjahr: 220 Mio. €) gegenüber. Wesentlich waren in diesem Segment insbesondere die Investitionen der Business Unit Tire & Specialty Rubbers. Finanzlage • Starker Cashflow aus operativer Tätigkeit • Cashflow aus investiver Tätigkeit durch Übernahme von Chemtura und zwischenzeitliche Geldanlage beeinflusst • Weiterhin solide Liquiditätsposition Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit. Kapitalflussrechnung scroll in Mio. € 2016 2017 Veränd. Ergebnis vor Ertragsteuern 339 325 -14 Abschreibungen/Wertaufholungen 481 638 157 Sonstige Positionen -84 -23 61 Zufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung Nettoumlaufvermögen 736 940 204 Veränderung Nettoumlaufvermögen -47 -72 -25 Zufluss aus operativer Tätigkeit 689 868 179 Abfluss aus investiver Tätigkeit -2.879 -167 2.712 Zufluss/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit 2.173 -508 -2.681 Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit -17 193 210 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember 355 538 183 Free Cashflow 250 321 71 Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 204 Mio. € auf 940 Mio. €. Ausgangspunkt dafür war das um 14 Mio. € auf 325 Mio. € gesunkene Ergebnis vor Ertragsteuern, das durch Abschreibungen in Höhe von 638 Mio. € (mit Wertaufholungen von 1 Mio. € saldiert), die um 157 Mio. € über dem Vorjahreswert von 481 Mio. € lagen, belastet war. Der Anstieg der Abschreibungen resultierte im Wesentlichen aus einem erhöhten Anlagenbestand aufgrund der Übernahme von Chemtura. Die sonstigen Positionen des Berichtsjahres enthalten unter anderem Steuerzahlungen, Effekte aus Geschäften zur Währungssicherung interner Finanzierungen sowie Auszahlungen für variable Vergütung. Aus der Entwicklung des Nettoumlaufvermögens im Vergleich zum 31. Dezember 2016 resultierte ein Mittelabfluss von 72 Mio. € gegenüber 47 Mio. € im Vorjahr. Der Abfluss im Berichtszeitraum ergab sich insbesondere aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem Anstieg der Vorräte, während der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig wirkte. Somit lag der Zufluss aus operativer Tätigkeit mit 868 Mio. € deutlich über dem Zufluss des Vorjahres von 689 Mio. €. Aus investiver Tätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2017 ein Mittelabfluss von 167 Mio. € nach 2.879 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Während sich im Vorjahr der Abfluss im Wesentlichen aus der Anlage der für die Finanzierung der Akquisition von Chemtura erhaltenen Mittel aus der Begebung neuer Anleihen ergab, wirkten sich im Berichtsjahr die Rückflüsse aus diesen Anlagen und die anschließende Kaufpreiszahlung aus. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 547 Mio. € über dem Vorjahreswert von 439 Mio. €. Die erhaltenen Zinsen und Dividenden von 56 Mio. € beinhalten im Geschäftsjahr 2017 im Wesentlichen eine Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland). Die Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen lagen mit 2 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 7 Mio. €. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 508 Mio. € nach einem Mittelzufluss von 2.173 Mio. € im Vorjahr. Ein wesentlicher Effekt im Geschäftsjahr war die Rückzahlung von Finanzschulden von 523 Mio. €. Im Vorjahr hatte die Einzahlung aus der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO sowie die Platzierung der Euroanleihen einen wesentlichen Einfluss auf den Mittelzufluss. Die Zinszahlungen und sonstigen Auszahlungen des Finanzbereichs lagen mit 84 Mio. € über dem Vorjahreswert von 73 Mio. €. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre der LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2016 betrug 67 Mio. € nach 55 Mio. € im Vorjahr. Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2017 aus der Geschäftstätigkeit eine zahlungswirksame Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 193 Mio. € nach einem Rückgang von 17 Mio. € im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der währungsbedingten und sonstigen Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 10 Mio. € resultierte zum Bilanzstichtag ein Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 538 Mio. € nach 355 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Zusammen mit dem im Jahresvergleich gestiegenen Bestand an liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten (kurzfristige Geldanlage liquider Mittel in Geldmarktfonds) von 50 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €) verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2017 über eine weiterhin solide Liquiditätsposition von 588 Mio. € nach 395 Mio. € zum Jahresende 2016. Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhte sich um 71 Mio. € auf 321 Mio. €. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements LANXESS verfolgt eine konservative Finanzpolitik und adressiert vorausschauend finanzielle Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Die Verschuldungshöhe orientiert sich im Wesentlichen an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich und steht zusammen mit dem Free Cashflow im Fokus des Finanzmanagements. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Zins- oder Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Chancen- und Risikobericht dargestellt. Rating des LANXESS Konzerns Um die Ziele des Finanzmanagements zu erreichen, sind der Zugang zu den Kapitalmärkten sowie eine intakte Geschäftsbeziehung zu den nationalen und internationalen Geschäftsbanken notwendige Voraussetzungen. Entsprechend ist auch die nachhaltige Interaktion und Kommunikation mit Banken, Investoren und Ratingagenturen von wesentlicher Bedeutung. Die Ratingagenturen Standard & Poor’s sowie Moody’s haben im Geschäftsjahr 2017 mit BBB- bzw. Baa3 ihre Ratings von LANXESS bestätigt. Standard & Poor’s hat den Ausblick von „negativ“ auf „stabil“ verbessert, während Moody’s seinen Ausblick bei „stabil“ beließ. Im Januar 2018 hat erstmals die europäische Ratingagentur Scope eine Bewertung von LANXESS vorgenommen. Scope Ratings bewertet LANXESS mit BBB und einem stabilen Ausblick. Entwicklung der LANXESS Ratings und deren Ausblick seit 2013 scroll 2013 2014 2015 2016 2017 Standard & Poor’s BBB/negativ 27.06.2013 BBB-/stabil 19.05.2014 BBB-/positiv 24.09.2015 BBB-/negativ 26.09.2016 BBB-/stabil 31.07.2017 Moody’s Investors Service Baa 2/negativ 14.08.2013 Baa 3/stabil 20.06.2014 Baa 3/stabil 02.07.2015 Baa 3/stabil 26.09.2016 Baa 3/stabil 20.10.2017 Finanzierungsanalyse LANXESS verfügte auch im Geschäftsjahr 2017 über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur und eine solide Liquiditätslage. Eine Unternehmensanleihe der übernommenen Chemtura Corporation mit einem Volumen von 450 Mio. US-Dollar und einem Zinskupon von 5,75 % wurde im Juli 2017 vorzeitig zurückgezahlt. Neue Anleihen hat LANXESS im Geschäftsjahr 2017 nicht begeben. Über das bestehende Debt-Issuance-Programm können sehr flexibel Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt platziert werden. Zum 31. Dezember 2017 war der Finanzierungsrahmen von 5 Mrd. € durch die unter dem Programm begebenen Anleihen und Privatplatzierungen zu knapp 2,2 Mrd. € genutzt. Die Höhe des Debt-Issuance-Programms kann flexibel den künftigen Erfordernissen angepasst werden, um Handlungsspielräume zu sichern. Kapitalmarktfinanzierungen sind zentrale Bausteine im Finanzierungsmix von LANXESS, den wir stets auch vor dem Hintergrund einer ausreichenden Diversifikation unserer Finanzierungsquellen und unserer strategischen Unternehmensausrichtung hinterfragen. Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 78 Mio. € im Vorjahr auf 633 Mio. € zum 31. Dezember 2017. Der Anstieg im Geschäftsjahr beruht im Wesentlichen auf der Umklassifizierung der im Mai 2018 fälligen Anleihe in Höhe von 500 Mio. € von den langfristigen in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. In nur geringem Umfang nutzten wir Finanzierungsleasing, welches unter den finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz geführt wird. Zum 31. Dezember 2017 lag die Höhe der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing mit 61 Mio. € leicht unter dem Vorjahr. Operating Leasing wird im LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus OperatingLeasingverhältnissen belief sich auf 315 Mio. € nach 334 Mio. € im Vorjahr. LANXESS verfügte am 31. Dezember 2017 über keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungen, z.B. in Form von Factoring, Asset-Backed-Strukturen oder Projektfinanzierungen. In Summe nahmen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzungen, von 2.789 Mio. € im Jahr 2016 auf 2.840 Mio. € zum 31. Dezember 2017 zu. Die Nettofinanzverbindlichkeiten als die Summe der Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Zinsabgrenzungen und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte lagen im Berichtsjahr mit 2.252 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2016 von 2.394 Mio. €. Zum 31. Dezember 2016 wurden außerdem Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere von 2.125 Mio.€ in Abzug gebracht. Die Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich zum Jahresende 2016 auf 269 Mio. €. Zum 31. Dezember 2017 bestanden keine entsprechenden Finanzanlagen, die in Abzug zu bringen gewesen wären. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit auf Vorjahresniveau. Änderungen des Zinsniveaus haben in der momentanen Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Der Anteil der in Euro in Anspruch genommenen Kredite und Anleihen lag im Berichtsjahr mit durchschnittlich 97 % leicht unter dem Vorjahresniveau von 98 %. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz unserer Finanzverbindlichkeiten in Euro entsprach mit 2,7 % zum Jahresende 2017 dem Vorjahreswert. Nachfolgende Übersicht zeigt detailliert die Finanzierungsstruktur von LANXESS zum 31. Dezember 2017 einschließlich der wesentlichen Liquiditätsreserven. Finanzierungsstruktur scroll Instrument Betrag in Mio. € Laufzeit bis Zinssatz in % Finanzielle Nebenbedingungen Euroanleihe 2011/2018 (500 Mio. €) 500 Mai 2018 4,125 nein Euroanleihe 2016/2021 (500 Mio. €) 497 Oktober 2021 0,250 nein Euroanleihe 2012/2022 (500 Mio. €) 496 November 2022 2,625 nein Euroanleihe 2016/2026 (500 Mio. €) 493 Oktober 2026 1,000 nein Hybridanleihe 2016/2076 (500 Mio. €) 489 Dezember 2076 4,500 nein Privatplatzierung 2012/2022 (100 Mio. €) 100 April 2022 3,500 nein Privatplatzierung 2012/2027 (100 Mio. €) 99 April 2027 3,950 nein Sonstige Kredite 105 n/a nein Finanzierungsleasing 61 n/a nein Summe Finanzverbindlichkeiten 2.840 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 538 ≤ 3 Monate Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 50 ≤ 3 Monate Summe Liquidität 588 Nettofinanzverbindlichkeiten 2.252 Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 2.252 Die sonstigen Kredite betrafen im Wesentlichen Inanspruchnahmen von Tochtergesellschaften in China, die regelmäßig verlängert werden. Zum Aufstellungszeitpunkt lagen keine Refinanzierungsrisiken vor. Die nächste, im Mai 2018 fällige Anleihe in Höhe von 500 Mio. € kann aus liquiden Mitteln und bestehenden Kreditlinien bedient werden. Eine Refinanzierung am Kapitalmarkt steht als weitere Option zur Verfügung. Liquiditätsanalyse Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 538 Mio. € sowie liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten von 50 Mio. € verfügt LANXESS über weitere Liquiditätsreserven in Form von ungenutzten Kreditlinien. Die Geldanlagen erfolgen im Wesentlichen in bilaterale Anlagen bei Kreditinstituten und geldmarktnahe Fonds. Die finanziellen Mittel werden zu rund 88 % in Konzerngesellschaften in Ländern mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr gehalten. Die übrigen rund 12 % werden in Gesellschaften mit regulierten Kapitalmärkten gehalten, in denen Beschränkungen zum Zahlungsmitteltransfer existieren. Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2017 jederzeit gesichert. Die mit Abstand bedeutendste Kreditlinie für LANXESS ist die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. € mit einer Laufzeit bis Mai 2022. Die Laufzeit wurde im Rahmen eines Ergänzungsvertrages im Mai 2017 verlängert. Zuvor lag das Fälligkeitsdatum im Februar 2020. Die Kreditlinie wurde bislang nicht wesentlich in Anspruch genommen. Sie ist als Betriebsmittel- und Investitionslinie ausgestaltet und entspricht den Markt-Usancen des europäischen syndizierten Kreditmarkts für Investment-Grade-Unternehmen im BBB-Ratingbereich. Keiner unserer wesentlichen Kreditverträge enthält finanzielle Nebenbedingungen (Financial Covenants). Insgesamt verfügten wir zum 31. Dezember 2017 über nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 1,3 Mrd. € nach 1,8 Mrd. € zum Ende des Vorjahres. In Summe ergibt sich aus dem Bestand liquider Mittel und ungenutzter Kreditlinien eine verfügbare Liquidität von rund 1,9 Mrd. €. Diese liegt rund 2,4 Mrd. € unter dem Vorjahreswert. Der gesunkene Betrag steht in Zusammenhang mit der abgeschlossenen Akquisition von Chemtura. Unsere Zahlungsfähigkeit ist kurzfristig und langfristig gesichert. GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 9.664 Mio. € um 25,5 % über dem Wert des Vorjahres von 7.699 Mio. €. Der Umsatzanstieg resultierte zu ungefähr gleichen Teilen aus den übernommenen Chemtura-Geschäftsbereichen und dem bisherigen Geschäft des LANXESS Konzerns. Auch aus dem im Vorjahr übernommenen Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen ergab sich ein erfreulicher Portfolioeffekt auf den Umsatz. Im bisherigen Geschäft waren in allen operativen Segmenten rohstoffpreis- und mengenbedingt höhere Umsätze zu verzeichnen, die durch nachteilige Wechselkurseffekte leicht gemindert wurden. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2017 um 295 Mio. € von 995 Mio. € auf 1.290 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus einem Beitrag der übernommenen Chemtura-Geschäftsbereiche sowie verbesserten Ergebnissen der bisherigen Geschäfte, die im Wesentlichen von gestiegenen Absatzmengen profitierten. Aufgrund wesentlicher einmaliger Sondereffekte reduzierten sich das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie im Vergleich zum Vorjahr von 192 Mio. € auf 87 Mio. € bzw. von 2,10 € auf 0,95 €. Die Ergebnisentwicklung schätzen wir insgesamt als positiv ein. Wir haben unseren konservativen Ansatz in der Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik auch 2017 beibehalten. Gemäß dem Grundsatz der Stetigkeit haben wir die Bewertungsmethoden und Ermessensspielräume im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet bzw. genutzt. Die Eigenkapitalquote war im Wesentlichen aufgrund von Währungseffekten im sonstigen Ergebnis rückläufig und verringerte sich von 37,7 % auf 32,8 %. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der Chemtura-Akquisition von 9.877 Mio. € auf 10.396 Mio. €. Unsere Bilanz zeigt weiterhin eine solide Liquiditätsposition. Darüber hinaus sind weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form nicht genutzter Kreditlinien vorhanden. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit auf Vorjahresniveau. Unsere Finanzverbindlichkeiten sind frei von finanziellen Nebenbedingungen (Financial Covenants). Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten verringerten sich um 142 Mio. € auf 2.252 Mio. €. Die Ratingagenturen Standard & Poor’s sowie Moody’s haben im Geschäftsjahr 2017 unsere Ratings mit BBB- bzw. Baa3 bestätigt. Standard & Poor’s seinen Ausblick von „negativ“ auf „stabil“ verbessert, während Moody’s seinen Ausblick bei „stabil“ beließ. Unsere wirtschaftliche Lage sehen wir weiterhin positiv. Mit der Übernahme von Chemtura haben wir unsere regionale Präsenz insbesondere in Nordamerika gestärkt und sind einen großen Schritt auf unserem Weg vorangekommen, ein stabilerer Spezialchemiekonzern mit einem stärkeren Cashflow und einem ausgewogeneren Portfolio zu werden. MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE Kennzahlen scroll in Mio. € 2013 2014 2015 2016 2017 Ertragslage Umsatzerlöse 8.300 8.006 7.902 7.699 9.664 EBITDA vor Sondereinflüssen 735 808 885 995 1.290 EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 8,9% 10,1% 11,2% 12,9% 13,3% EBITDA 624 644 833 945 1.072 EBIT vor Sondereinflüssen 288 402 422 514 695 EBIT -93 218 415 464 434 EBIT-Marge -1,1% 2,7% 5,3% 6,0% 4,5% Konzernergebnis -159 47 165 192 87 Ergebnis je Aktie (€) -1,91 0,53 1,80 2,10 0,95 Finanzlage Cashflow aus operativer Tätigkeit 641 797 692 689 868 Abschreibungen/Wertaufholungen 717 426 418 481 638 Auszahlungen für Investitionen 624 614 434 439 547 Nettofinanzverbindlichkeiten 1.731 1.336 1.211 2.394 2.252 Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 1.731 1.336 1.211 269 2.252 Vermögenslage Bilanzsumme 6.811 7.250 7.219 9.877 10.396 Langfristige Vermögenswerte 3.592 4.101 4.180 4.519 6.439 Kurzfristige Vermögenswerte 3.219 3.149 3.039 5.358 3.957 Nettoumlaufvermögen 1.679 1.600 1.526 1.628 1.948 Eigenkapital (einschl. Anteilen anderer Gesellschafter) 1.900 2.161 2.323 3.728 3.413 Pensionsrückstellungen 943 1.290 1.215 1.249 1.490 Kennzahlen ROCE 5,8% 7,9% 8,4% 6,9% 9,3% Eigenkapitalquote 27,9% 29,8% 32,2% 37,7% 32,8% Vermögensquote 52,7% 56,6% 57,9% 45,8% 61,9% Vermögensdeckungsgrad I 52,9% 52,7% 55,6% 82,5% 53,0% Nettoumlaufvermögen/Umsatz 20,2% 20,0% 19,3% 21,1% 20,2% Mitarbeiter (Stand zum 31.12.) 17.343 16.584 16.225 16.721 19.029 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER LANXESS AG Die LANXESS AG hat vor allem die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Ferner bestimmt die Konzernführungsgesellschaft die Finanzierung und die Kommunikation mit den wichtigsten Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird im Wesentlichen von den operativen Geschäftseinheiten des LANXESS Konzerns und der Entwicklung der Chemiebranche bestimmt. Das aus den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Beteiligungen resultierende Beteiligungsergebnis ist von zentraler Bedeutung für das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG. Demnach gelten insbesondere die Aussagen im Chancen- und Risikobericht dieses Lageberichts im Wesentlichen auch für die LANXESS AG. Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Umsatz und Ergebnis der LANXESS AG Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS AG nach HGB (Kurzform) scroll in Mio. € 2016 2017 Veränd. in % Umsatzerlöse 6 6 0,0 Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen -6 -6 0,0 Bruttoergebnis vom Umsatz 0 0 - Allgemeine Verwaltungskosten -37 -46 -24,3 Sonstige betriebliche Erträge 3 1 -66,7 Sonstige betriebliche Aufwendungen -9 -1 88,9 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -43 -46 -7,0 Beteiligungsergebnis 762 194 -74,5 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8 9 12,5 Zinsergebnis -50 -65 -30,0 Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge -10 -10 0,0 Finanzergebnis 710 128 -82,0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -89 -59 33,7 Ergebnis nach Steuern 578 23 -96,0 Jahresüberschuss 578 23 -96,0 Gewinnvortrag 43 93 > 100 Einstellung in andere Gewinnrücklagen -289 0 100,0 Bilanzgewinn 332 116 -65,1 Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LANXESS Deutschland GmbH, das Zinsergebnis und die allgemeinen Verwaltungskosten bestimmt. Der Umsatz der LANXESS AG lag mit 6 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres und entfiel im Wesentlichen auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthielten, ergab sich ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz. Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9 Mio. € bzw. 24,3 % auf 46 Mio. €. Sie betrafen vor allem Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen standen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit betrug minus 46 Mio. € nach minus 43 Mio. € im Vorjahr. Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis, Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, sank von 710 Mio. € auf 128 Mio. €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH, die mit 194 Mio. € um 568 Mio. € unter dem Wert im Vorjahreszeitraum lag. Der Vorjahreswert resultierte im Wesentlichen aus den Effekten der Begründung der strategischen Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken, einer Verschmelzung sowie den gesetzlichen Änderungen der handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses um 15 Mio. € auf minus 65 Mio. € hatte einen negativen Einfluss auf das Finanzergebnis. Die im Vorjahr angestiegene externe Finanzierung der LANXESS AG wirkte sich im Berichtszeitraum erstmals im ganzen Geschäftsjahr aus. Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte ein Aufwand von 59 Mio. €. Dieser setzte sich aus Steueraufwand für den Berichtszeitraum in Höhe von 79 Mio. € sowie einem Steuerertrag für Vorjahre in Höhe von 20 Mio. € zusammen. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 betrug 23 Mio. € nach 578 Mio. € im Vorjahr. Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2017 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 93 Mio. € einen Bilanzgewinn von 116 Mio. € aus. Im Vorjahr ergab sich ein Bilanzgewinn von 332 Mio. €. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 wurden weitere 175 Mio. € aus dem Bilanzgewinn 2016 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der LANXESS AG Bilanz LANXESS AG nach HGB (Kurzform) scroll 31.12.2016 31.12.2017 Veränd. in % in Mio. € in % in Mio. € in % AKTIVA Finanzanlagen 980 16,6 980 19,3 0,0 Anlagevermögen 980 16,6 980 19,3 0,0 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.510 42,4 3.849 75,8 53,3 Übrige Forderungen 1.985 33,5 51 1,0 -97,4 Bankguthaben, Wertpapiere 415 7,0 174 3,4 -58,1 Umlaufvermögen 4.910 82,9 4.074 80,2 -17,0 Rechnungsabgrenzungsposten 29 0,5 26 0,5 -10,3 Bilanzsumme 5.919 100,0 5.080 100,0 -14,2 PASSIVA Eigenkapital 2.041 34,5 2.000 39,4 -2,0 Rückstellungen 130 2,2 124 2,4 -4,6 Anleihen 2.700 45,6 2.700 53,2 0,0 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23 0,4 34 0,7 47,8 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.021 17,2 220 4,3 -78,5 Übrige Verbindlichkeiten 4 0,1 2 0,0 -50,0 Verbindlichkeiten 3.748 63,3 2.956 58,2 -21,1 Bilanzsumme 5.919 100,0 5.080 100,0 -14,2 Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding ist die Bilanz von den Finanzanlagen, den Finanzverbindlichkeiten sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt. Zum 31. Dezember 2017 lag die Bilanzsumme der LANXESS AG mit 5.080 Mio. € um 839 Mio. € bzw. 14,2 % unter dem Wert des Vorjahres. Das Anlagevermögen betrug 980 Mio. € und beinhaltete vor allem den Beteiligungsbuchwert der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 739 Mio. € sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 198 Mio. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich von 16,6 % auf 19,3 %. Das Umlaufvermögen verringerte sich um 836 Mio. € bzw. 17,0 % auf 4.074 Mio. € und hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 80,2 % nach 82,9 % im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten 75,8 % der Bilanzsumme und resultierten im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen, dem Finanzverrechnungsverkehr sowie dem Ergebnisabführungsanspruch. Die übrigen Forderungen hatten einen Anteil an der Bilanzsumme von 1,0 % nach 33,5 % im Vorjahr. Der Vorjahreswert resultierte im Wesentlichen aus nicht disponiblen Termingeldern. Der Anteil der Bankguthaben und Wertpapiere an der Bilanzsumme verringerte sich von 7,0 % auf 3,4 %. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 41 Mio. € auf 2.000 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2016. Gegenläufig wirkte der Jahresüberschuss in Höhe von 23 Mio. €. Die Eigenkapitalquote betrug 39,4 % nach 34,5 % zum Jahresende 2016. Die Rückstellungen sanken um 6 Mio. € auf 124 Mio. € und betrafen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Rückstellungen für gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten verringerten sich um 792 Mio. € auf 2.956 Mio. €. Die Entwicklung ist vor allem auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die mit 220 Mio. € um 801 Mio. € unter dem Vorjahreswert lagen. VERGÜTUNGSBERICHT Vergütung des Vorstands Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat, nach Vorbereitung durch das Präsidium, festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung umfassen insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des LANXESS Konzerns sowie die Üblichkeit der Vergütung bei vergleichbaren Unternehmen und die Vergütungsstruktur innerhalb des Unternehmens, wobei auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt wird. Die Vergütungsstruktur ist ferner darauf ausgerichtet, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzt. Zwei der drei variablen Komponenten bemessen sich nach der Unternehmensentwicklung über mehrere Jahre und setzen damit langfristige Verhaltensanreize. Das Vergütungssystem, das für die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt, wurde von der Hauptversammlung der LANXESS AG am 28. Mai 2010 mit einer Mehrheit von 99,10 % des vertretenen Kapitals gebilligt. Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind neben der festen Jahresvergütung die kurz- und langfristigen variablen Vergütungskomponenten Annual Performance Payment, Long Term Stock Performance Plan und Long Term Performance Bonus sowie die Altersversorgung. Die drei variablen Komponenten orientieren sich am jährlichen und am mehrjährigen Erfolg von LANXESS. Der durchschnittliche Vergütungsmix bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung ist mit 34 % fester Jahresvergütung und 66 % variabler Komponenten stark am unternehmerischen Erfolg und an einer langfristigen Wertsteigerung orientiert. Die laufenden Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder weisen neben der Festvergütung betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsteile auf. Eine darüber hinausgehende, gesonderte Begrenzung der Gesamtvergütung auch unter Einschluss eines möglichen Ermessensbonus sehen sie nicht vor. Vergütungsmix Vorstandsbezüge scroll in % Feste Jahresvergütung 34 Annual Performance Payment 36 Long Term Stock Performance Plan 17 Long Term Performance Bonus 13 100 Feste Jahresvergütung Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z. B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben. Die feste Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder ist marktorientiert und an der Vergütung vergleichbarer Unternehmen ausgerichtet. Sie wird monatlich anteilig als Gehalt gezahlt. Variable Vergütung Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen, wie dem Erreichen bestimmter Ziele für das EBITDA vor Sondereinflüssen. Aufgrund der gesunkenen und zukünftig weiter zurückgehenden Bedeutung von ARLANXEO für den LANXESS Konzern wird hierbei auf das EBITDA vor Sondereinflüssen von New LANXESS, also LANXESS ohne ARLANXEO, Bezug genommen. Bei 100 %iger Zielerreichung entspricht das individuelle Budget des APP im Geschäftsjahr 2017 für Herrn Zachert 125 % und für die übrigen Vorstandsmitglieder 100 % der individuellen festen Jahresvergütung. Die Ziel- und Schwellenwerte, die für die Höhe der Auszahlung maßgebend sind, werden jährlich vom Aufsichtsrat vor Beginn eines neuen Geschäftsjahres festgelegt. Die Auszahlung eines Mindestbetrages gibt es nicht. Für das Geschäftsjahr 2017 ist die maximale Höhe der Auszahlung, im Einklang mit den für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter geltenden Obergrenzen, auf 200 % des individuellen Budgets begrenzt. Bei deutlichen Zielverfehlungen kann die Auszahlung des APP vollständig entfallen (0 %). Zudem behält sich der Aufsichtsrat vor, eine Kürzung des APP vorzunehmen, sollten gravierende Arbeitssicherheits- und/oder Umweltprobleme auftreten. Weiteres Element der variablen Vergütung ist der mehrjährige sogenannte Long Term Stock Performance Plan (LTSP). Diese Vergütungskomponente bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie. Als Referenzwert wird bei dem ab 2014 aufgelegten Programm LTSP 2014-2017 der MSCI World Chemicals Index herangezogen. Bei dem seit 2010 bestehenden Programm LTSP 2010-2013, aus dem noch ausübbare Anrechte ausstehen, dient der Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Der LTSP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und sieht eine mögliche Auszahlung pro Tranche bei Annahme einer 100%igen Zielerreichung von 30 % des individuellen Zieleinkommens vor. Die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010-2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014-2017) gesperrt. Nach Ablauf der Sperrfrist können die durch das LTSP gewährten Anrechte ausgeübt werden. Die Ausübungsfristen betragen grundsätzlich drei Jahre, für die Tranchen 2012 und 2013 fünf Jahre. Im Übrigen wird, insbesondere hinsichtlich der angesetzten Bewertungsparameter, auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben verwiesen. Der auf das Geschäftsjahr 2017 entfallende Personalaufwand aus der anteilsbasierten Vergütung beträgt für Herrn Zachert 935 T€ (Vorjahr: 1.966 T€), für Herrn Dr. Fink 91 T€ (Vorjahr: 293 T€), für Herrn Pontzen 91 T€ (Vorjahr: 293 T€) und für Herrn Dr. van Roessel 441 T€ (Vorjahr: 879 T€). Der Long Term Performance Bonus (LTPB) als dritte variable Komponente berücksichtigt ebenfalls eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zielerreichungen werden erst nach zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der beiden Geschäftsjahre. Der LTPB für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat festgelegt und beträgt bei einer durchschnittlichen APP-Zielerreichung von 100 % derzeit 45 % der festen Jahresvergütung. Der zum 1. Juni 2017 zum Vorstandsmitglied bestellte Stephen C. Forsyth erhält im Rahmen seiner auf ein Jahr begrenzten Vorstandstätigkeit eine Festvergütung sowie das APP als erfolgsabhängige variable Vergütung. Er partizipiert hingegen nicht an den mehrjährigen Vergütungskomponenten LTSP und LTPB. Bezüge des Vorstands scroll Erfolgsunabhängige Bezüge Erfolgsbezogene Bezüge Bezüge aus gewährten LTSP-Anrechten Summe in T€ Jahr Festvergütung Sachbezüge und sonstige APP (einjährig) 4) LTPB (mehr- jährig) Anpassung für Vorjahre Barvergütung gesamt Beizulegende Zeitwerte Matthias Zachert 2017 1.200 73 3.000 1.080 2) -414) 5.312 737 6.049 2016 1.200 73 2.250 810 1) -823) 4.251 1.337 5.588 Dr. Hubert Fink 2017 475 53 1.100 528 2) -134) 2.143 246 2.389 2016 450 53 675 304 1) -73) 1.475 446 1.921 Michael Pontzen 2017 525 47 1.100 528 2) -134) 2.187 246 2.433 2016 450 44 675 304 1) -203) 1.453 446 1.899 Dr. Rainier van Roessel 2017 650 51 1.300 585 2) -194) 2.567 355 2.922 2016 650 50 975 439 1) -383) 2.076 368 2.444 Stephen C. Forsyth 2017 263 - 525 - - 788 - 788 (eingetreten am 1. Juni 2017) 2016 - - - - - - - - Summe 2017 3.113 224 7.025 2.721 -86 12.997 1.584 14.581 Summe 2016 2.750 220 4.575 1.857 -147 9.255 2.597 11.852 1) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2017 bzw. 2018. 2) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2018 bzw. 2019. 3) Auszahlung in 2016 bzw. 2017. 4) Auszahlung in 2017 bzw. 2018. Insgesamt ergeben sich Gesamtbezüge für den Vorstand in Höhe von 14.581 T€ (Vorjahr: 11.852 T€). Diese setzen sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten von 3.337 T€ (Vorjahr: 2.970 T€), erfolgsbezogenen Komponenten von 9.660 T€ (Vorjahr: 6.285 T€) und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung von 1.584 T€ (Vorjahr: 2.597 T€) zusammen. Im Rahmen des LTSP wurden den Vorständen im Geschäftsjahr insgesamt 1.740.000 Anrechte für 2017 gewährt. Im Vorjahr wurden insgesamt 1.740.000 Anrechte für 2016 und zusätzlich 1.350.000 Anrechte für 2012 sowie 1.350.000 Anrechte für 2013 gewährt. Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte pro Anrecht der einzelnen Tranchen zum Bilanzstichtag verweisen wir auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben. Altersversorgung Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 bzw. 62 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht werden. Bei der Altersversorgung für die Mitglieder des Vorstands handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen von der Gesellschaft zu erbringenden Grundbeitrag in Höhe von jeweils 25 % der Festvergütung (Funktionseinkommen) und des APP vorsieht. Für den auf das APP bezogenen Beitrag wird, unabhängig von der tatsächlichen Zielerreichung, maximal der Betrag einer 100 %igen Zielerreichung zugrunde gelegt. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu leisten. Dieser Eigenbeitrag kann von den Vorstandsmitgliedern auf bis zu 25 % des APP erhöht werden. Im Versorgungsfall können bis zu 30 % des verzinslich angesammelten Kapitals in eine Rentenleistung umgewandelt werden. Aus Regelungen vor 2006 resultieren Ansprüche, die für einzelne Vorstandsmitglieder als Besitzstände gewahrt werden. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 bzw. 62 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze. Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs), der nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB hierfür ermittelte Nettoaufwand sowie die Barwerte des Verpflichtungsumfangs nach IFRS und HGB sind für die zum 31. Dezember 2017 aktiven Vorstände der folgenden Tabelle zu entnehmen: Pensionsansprüche scroll Jahr IFRS HGB in T€ Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) Barwert des Verpflichtungsumfangs Nettoaufwand der erworbenen Versorgungsansprüche Barwert des Verpflichtungsumfangs Matthias Zachert 2017 775 5.613 1.080 4.106 2016 659 4.522 789 3.026 Dr. Hubert Fink 2017 309 3.626 550 2.666 2016 142 3.162 189 2.116 Michael Pontzen 2017 268 2.108 451 1.423 2016 228 1.607 170 972 Dr. Rainier van Roessel 2017 157 7.030 504 6.082 2016 144 6.742 237 5.577 Stephen C. Forsyth (eingetreten am 1. Juni 2017) 2017 0 0 0 0 2016 0 0 0 0 Summe 2017 1.509 18.377 2.585 14.277 Summe 2016 1.173 16.033 1.385 11.691 Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2017 nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS bei 34.828 T€ (Vorjahr: 34.497 T€) und nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bei 27.772 T€ (Vorjahr: 26.041 T€). Leistungen in Zusammenhang mit bzw. nach der Beendigung der Vorstandstätigkeit Der Vorstand verfügt über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw. für den Fall einer wesentlichen Veränderung in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control). Die Konditionen richten sich nach dem jeweiligen Sachverhalt und beinhalten Abfindungsleistungen in Höhe von bis zu zwei, im Falle des Kontrollwechsels drei festen Jahresvergütungen jeweils zuzüglich des APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung sowie eine zeitanteilige Abgeltung der LTSP-Anrechte. Bei der Berechnung der im Fall des vorzeitigen Ausscheidens zu zahlenden Abfindung würden für Herrn Dr. Fink und Herrn Pontzen aufgrund der mit ihnen bestehenden Vereinbarungen die variablen Vergütungskomponenten LTPB und LTSP nicht berücksichtigt werden. Weitergehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 473 T€ (Vorjahr: 1.244 T€). Sonstiges Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentliche Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt. Individuelle Vergütung gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) In den nachfolgenden Tabellen werden gemäß den Anforderungen des DCGK die für die Jahre 2016 und 2017 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen sowie der jeweilige Zufluss (Auszahlungsbetrag) dargestellt. Bei den variablen Vergütungskomponenten wird nach Bezugsjahren differenziert. Die Angabe der gewährten Zuwendungen ist bei den variablen Vergütungskomponenten ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung. Gewährte Zuwendungen scroll in T€ Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied Zielwert 2016 Zielwert 2017 2017 (Min.) 2017 (Max.) Zielwert 2016 Zielwert 2017 2017 (Min.) 2017 (Max.) Festvergütung 1.200 1.200 1.200 1.200 450 475 475 475 Nebenleistungen 73 73 73 73 53 53 53 53 Summe 1.273 1.273 1.273 1.273 503 528 528 528 Einjährige variable Vergütung (APP) 1.500 1.500 0 3.000 450 550 0 1.100 Mehrjährige variable Vergütung 1.876 1.277 0 2.700 649 517 0 1.068 LTPB (Tranche 2016-2017) 540 - - - 203 23 - 33 LTPB (Tranche 2017-2018) - 540 0 1.080 - 248 0 495 LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) 356 - - - 119 - - - LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) 243 - - - 81 - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) 737 - - - 246 - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) - 737 0 1.620 - 246 0 540 Summe 4.649 4.050 1.273 6.973 1.602 1.595 528 2.696 Versorgungsaufwand 659 775 775 775 142 309 309 309 Gesamtvergütung 5.308 4.825 2.048 7.748 1.744 1.904 837 3.005 scroll in T€ Michael Pontzen Finanzvorstand Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied Zielwert 2016 Zielwert 2017 2017 (Min.) 2017 (Max.) Zielwert 2016 Zielwert 2017 2017 (Min.) 2017 (Max.) Festvergütung 450 525 525 525 650 650 650 650 Nebenleistungen 44 47 47 47 50 51 51 51 Summe 494 572 572 572 700 701 701 701 Einjährige variable Vergütung (APP) 450 550 0 1.100 650 650 0 1.300 Mehrjährige variable Vergütung 649 517 0 1.068 661 648 0 1.365 LTPB (Tranche 2016-2017) 203 23 - 33 293 - - - LTPB (Tranche 2017-2018) - 248 0 495 - 293 0 585 LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) 119 - - - 3 - - - LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) 81 - - - 10 - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) 246 - - - 355 - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) - 246 0 540 - 355 0 780 Summe 1.593 1.639 572 2.740 2.011 1.999 701 3.366 Versorgungsaufwand 228 268 268 268 144 157 157 157 Gesamtvergütung 1.821 1.907 840 3.008 2.155 2.156 858 3.523 scroll in T€ Stephen C. Forsyth Vorstandsmitglied Eintritt 01.06.2017 Zielwert 2016 Zielwert 2017 2017 (Min.) 2017 (Max.) Festvergütung 263 263 263 Nebenleistungen - - - - Summe - 263 263 263 Einjährige variable Vergütung (APP) - 263 0 525 Mehrjährige variable Vergütung - LTPB (Tranche 2016-2017) - - - - LTPB (Tranche 2017-2018) - - - - LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) - - - - LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) - - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) - - - - LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) - - - - Summe - 526 263 788 Versorgungsaufwand - - - - Gesamtvergütung - 526 263 788 Zufluss scroll in T€ Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied Michael Pontzen Finanzvorstand Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied Stephen C. Forsyth Vorstandsmitglied Eintritt 01.06.2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017 Festvergütung 1.200 1.200 450 475 450 525 650 650 - 263 Nebenleistungen 73 73 53 53 44 47 50 51 - - Summe 1.273 1.273 503 528 494 572 700 701 - 263 Einjährige variable Vergütung (APP) 2.190 2.970 670 1.091 661 1.091 949 1.287 - 525 Mehrjährige variable Vergütung 788 935 188 429 260 429 427 506 - - LTPB (Tranche 2014-2015) -11 -1 -3 -6 - - LTPB (Tranche 2015-2016) 799 -5 189 -2 263 -2 433 -3 - - LTPB (Tranche 2016-2017) 940 431 431 509 LTSP 2010-2013 - - - - - - - - - - LTSP 2014-2017 - - - - - - - - - - Summe 4.251 5.178 1.361 2.048 1.415 2.092 2.076 2.494 - 788 Versorgungsaufwand 659 775 142 309 228 268 144 157 - - Gesamtvergütung 4.910 5.953 1.503 2.357 1.643 2.360 2.220 2.651 - 788 Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LANXESS AG erhalten danach eine jährliche Festvergütung in Höhe von 80 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Festvergütung, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Halb der festen Vergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich ein weiteres Halb der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem anderen Ausschuss als dem Prüfungsausschuss den Vorsitz führen, erhalten zusätzlich ein Viertel der Festvergütung. Insgesamt erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats jedoch maximal das Dreifache der Festvergütung. Daneben werden den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen erstattet. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder 1,5 T€ Sitzungsgeld für jede Aufsichtsratssitzung und für jede Ausschusssitzung, an der sie teilnehmen. Allerdings wird die Teilnahme an Sitzungen des Ausschusses gem. § 27 Abs. 3 MitbestG und des Nominierungsausschusses nicht vergütet. Für Aufsichtsratsmandate in Konzerngesellschaften wird an die Mitglieder des Aufsichtsrats nur eine Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von jeweils 5 T€ gezahlt. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete variable Vergütungskomponente, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag entsprechend. Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM in den fünf Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen fünf Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 %-Punkten wird für diesen Zeitraum von fünf Jahren eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 %-Punkten 100 T€, darüber 150 T€. Im Geschäftsjahr 2017 kam es zu keiner Auszahlung der variablen Vergütung. Der erwartete Vergütungsanspruch für die laufenden Mandatszeiten der Aufsichtsratsmitglieder wurde zum 31. Dezember 2017 mit 950 T€ (Vorjahr: 600 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen hat im Berichtszeitraum keines der Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Mandatstätigkeit die in der folgenden Tabelle aufgeführten Bezüge erhalten. Vergütung des Aufsichtsrats scroll in € 1) Jahr Feste Vergütung LANXESS AG Vergütung der Ausschusstätigkeit LANXESS AG Sitzungsgeld Feste Vergütung LANXESS Deutschland GmbH Gesamt Dr. Rolf Stomberg, 2017 240.000 0 2) 16.500 5.000 261.500 Vorsitzender 2016 240.000 0 2) 18.000 5.000 263.000 Ralf Sikorski, stellv. Vorsitzender 2017 120.000 40.000 16.500 5.000 181.500 2016 103.388 40.000 18.000 5.000 166.388 Gisela Seidel 2017 - - - - - (ausgeschieden am 31. Mai 2016) 2016 49.836 16.612 7.500 2.077 76.025 Werner Czaplik 2017 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000 2016 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500 Dr. Hans-Dieter Gerriets 2017 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000 2016 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500 Dr. Heike Hanagarth 2017 80.000 - 9.000 5.000 94.000 (eingetreten am 1. Juli 2016) 2016 40.219 - 6.000 2.514 48.733 Dr. Friedrich Janssen 2017 80.000 80.000 13.500 5.000 178.500 2016 80.000 80.000 16.500 5.000 181.500 Thomas Meiers 2017 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000 2016 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500 Claudia Nemat 2017 - - - - - (ausgeschieden am 30. Juni 2016) 2016 39.781 19.891 4.500 2.486 66.658 Lawrence A. Rosen 2017 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500 2016 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500 Manuela Strauch 2017 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500 2016 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500 Ifraim Tairi 2017 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500 (eingetreten am 1. Juni 2016) 2016 46.776 15.847 9.000 2.924 74.547 Theo H. Walthie 2017 80.000 80.000 22.500 5.000 187.500 2016 80.000 55.847 19.500 5.000 160.347 Dr. Matthias L. Wolfgruber 2017 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500 2016 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000 Summe 2017 1.160.000 480.000 183.000 60.000 1.883.000 Summe 2016 1.160.000 468.197 190.500 60.001 1.878.698 1) Beträge ohne Umsatzsteuer. 2) Gem. § 12 Abs. 2 der Satzung durch die feste Vergütung abgegolten. BERICHTERSTATTUNG NACH §§ 289A ABS. 1,315A ABS. 1 HGB Zu den Vorschriften der §§ 289a Abs. 1 S. 1 Ziffer 1 bis 9 und 315a Abs. 1 S. 1 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab: 1. Zum 31. Dezember 2017 beträgt das Grundkapital der LANXESS AG 91.522.936 € und ist eingeteilt in 91.522.936 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz. 2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiter-Aktienprogrammen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktien. 3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet. 4. Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. 5. Über Mitarbeiter-Aktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben. 6. Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG). Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen. 7. Der Vorstand der LANXESS AG hat die folgenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen: Eigene Aktien: Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 20. Mai 2016 den Vorstand ermächtigt, bis zum 19. Mai 2021 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Unter anderem kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Auch ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, zum Erwerb anzubieten (Belegschaftsaktien). Bedingtes Kapital: Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 13. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.304.587 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 18.304.587 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 13. Mai 2015 bis zum 22. Mai 2018 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Genehmigtes Kapital I, II und III: Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 2 der Satzung ausschließen. Unter anderem kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 3 der Satzung ausschließen. Der Vorstand kann beispielsweise das Bezugsrecht ausschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Des Weiteren kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre aus dem genehmigten Kapital II wird der Vorstand die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgegebenen Aktien aus dem genehmigten Kapital II sollen insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreiten. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Schließlich ist der Vorstand gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 25. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 9.152.293 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital III). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung ausschließen. Er kann Spitzenbeträge bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen von dem Bezugsrecht der Aktionäre ausnehmen. Des Weiteren kann das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Der Vorstand hält sich an die bei der Schaffung des genehmigten Kapitals II in der Einladung zur Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erklärten Beschränkungen zum Gesamtumfang der bezugsrechtsfreien Kapitalmaßnahmen, über die in der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 Beschluss gefasst wurde, auch nach der Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals III inhaltlich unverändert gebunden. 8. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG enthalten Regelungen über ein mögliches Ausscheiden der Mitglieder des Vorstands bei einem Kontrollwechsel. Diese sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt. Solche Vereinbarungen bestehen auch zwischen der Gesellschaft und Mitarbeitern der ersten Führungsebene, jedoch zu anderen Konditionen. Weiterhin können die Bedingungen für die Platzierungen von Schuldverschreibungen, die unter dem bei der Gesellschaft bestehenden Debt-Issuance-Programm ausgegeben werden, Change-of-Control-Klauseln vorsehen, die in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen zu einem Rückgaberecht der Gläubiger führen können. Dies ist der Fall für die von der LANXESS Finance B.V. begebenen und 2015 von der LANXESS AG übernommenen Euroanleihen im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2011 sowie im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2012. Entsprechende Change-of-Control-Klauseln sehen die Bedingungen für zwei im Geschäftsjahr 2012 unter dem Debt-IssuanceProgramm durch die LANXESS Finance B.V. erfolgte Privatplatzierungen im Volumen von jeweils 100 Mio. € vor. Diese sind zwischenzeitlich ebenfalls von der LANXESS AG übernommen worden. Ebenso sehen die Bedingungen für die unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS AG mit unterschiedlichen Fälligkeiten im Geschäftsjahr 2016 begebenen Schuldverschreibungen im Volumen von (i) 500 Mio. € (Fälligkeit 2021) und (ii) 500 Mio. € (Fälligkeit 2026) entsprechende Change-of-Control-Klauseln vor. Auch die Bedingungen der von der LANXESS AG ebenfalls im Geschäftsjahr 2016 begebenen nachrangigen Hybrid-Schuldverschreibungen im Volumen von 500 Mio. € enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Hiernach hat die LANXESS AG im Falle eines Kontrollwechsels in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen den Gläubigern einen erhöhten Zinssatz zu zahlen, wenn die Gesellschaft nicht von dem zugleich zur Verfügung stehenden Kündigungsrecht Gebrauch macht. Zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium besteht ein Vertrag über einen Kreditrahmen von derzeit 1.250 Mio. €. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, sofern eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Darüber hinaus besteht nach Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem LANXESS Pension Trust e.V. die Verpflichtung der Gesellschaft, im Falle eines Kontrollwechsels erhebliche Einzahlungen an den LANXESS Pension Trust e.V. vorzunehmen. Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Vertrags mit Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A. zur Gründung einer strategischen Partnerschaft für synthetischen Kautschuk, an der beide einen Anteil von je 50 % halten, wurde im Shareholders‘ Agreement vereinbart, dass im Falle des Kontrollwechsels bei einem der Gesellschafter der andere Gesellschafter berechtigt ist, die Anteile des anderen Gesellschafters zu einem reduzierten Preis zu übernehmen. 9. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG sowie Anstellungsverträge von Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene der LANXESS AG enthalten Entschädigungsvereinbarungen für dort näher definierte Fälle eines Kontrollwechsels. BERICHTERSTATTUNG NACH § 289F HGB UND § 315D HGB Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 289f sowie § 315d des Handelsgesetzbuches vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance, jederzeit eingesehen werden. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Im folgenden Konjunkturausblick wird unsere Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung dargestellt. Im Anschluss an den Prognosebericht gehen wir auf Chancen und Risiken ein, aus denen sich Abweichungen gegenüber der Prognose ergeben können. Konjunkturausblick Das Geschäftsjahr 2017 war durch ein grundsätzlich gutes wirtschaftliches Wachstum gekennzeichnet. Eine Eskalation der Krisensituation im Nahen Osten und die Lage in Ostasien könnten das globale Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr 2018 beeinträchtigen. Für die Region Europa würde ein ungeordneter Brexit-Prozess die wirtschaftliche Lage unserer Einschätzung nach negativ beeinflussen. Die ökonomische Lage in Europa wird durch die weiterhin relativ expansive Geldpolitik beeinflusst. Wir erwarten eine volatile Rohstoffpreisentwicklung mit moderat steigenden Rohstoffpreisen. Für 2018 sehen wir für die Weltwirtschaft ein moderates Wachstum von 3,0 %, das hauptsächlich von der Wirtschaftsentwicklung im asiatisch-pazifischen Raum getrieben wird. China ist weiterhin einer der Haupttreiber der Wachstumsdynamik. Aufgrund der Erholung der lateinamerikanischen Wirtschaft und der US-Steuerreform gehen wir in Summe von einem stärkeren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Amerika von 2,5 % aus. Durch die weiterhin intakten Wachstumstreiber in EMEA (inklusive Deutschland) erwarten wir auf Basis des Jahres 2017 ein Wirtschaftswachstum von 2,0 %. Für die globale Chemieindustrie erwarten wir einen Produktionszuwachs von 3,5 %. Erwartetes Wachstum 2018 scroll Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) Bruttoinlandsprodukt Chemieproduktion Amerika 2,5 3,5 EMEA (inklusive Deutschland) 2,0 1,5 Asien/Pazifik 4,5 4,0 Welt 3,0 3,5 1) Gerundet auf 0,5 %. Quelle: Eigene Einschätzungen und IHS Global Insight Die erwartete Entwicklung unserer Absatzmärkte kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2018 scroll Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) Reifen Automobil Agrochemikalien Bauindustrie Amerika 4,0 1,0 5,5 4,0 EMEA (inklusive Deutschland) 3,0 3,0 1,5 2,5 Asien/Pazifik 3,0 1,5 3,0 4,5 Welt 3,0 2,0 3,0 3,5 1) Gerundet auf 0,5 %. Quelle: Eigene Einschätzungen und IHS Global Insight Prognosebericht Erwartete Ertragslage LANXESS Konzern Die nachfolgende Ergebnisprognose bezieht sich auf New LANXESS und umfasst die Segmente Advanced Intermediates, Specialty Additives, Performance Chemicals und Engineering Materials. ARLANXEO wird ab dem 1. April 2018 als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft. Das in den folgenden Berichtsperioden ausgewiesene und auch das nachfolgend prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des LANXESS Konzerns beinhaltet dementsprechend keine EBITDA-Ergebnisbeiträge von ARLANXEO. Wir erwarten, dass sich unser existierendes Geschäft im Jahr 2018 positiv entwickeln wird. Das prognostizierte Volumenwachstum der globalen Wirtschaft und die eingeleiteten Kosteneffizienzmaßnahmen bei der Chemtura-Integration sollten einen entsprechenden positiven Beitrag für unsere Ertragsentwicklung leisten. Ein anhaltend schwacher US-Dollar wirkt sich weiterhin deutlich negativ auf unsere Geschäfte aus. Für das Segment Advanced Intermediates gehen wir für 2018 insgesamt von einer Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau aus. Das Segment wird weiterhin von der starken Diversifizierung der Endmärkte profitieren. Bezüglich der Nachfrage unserer Kunden in der Agrarindustrie erwarten wir insbesondere in der ersten Jahreshälfte noch ein eher schwaches Niveau. Unser in 2017 neu gegründetes Segment Specialty Additives sollte sich durch die erworbenen Chemtura-Geschäftsbereiche und die erwarteten Synergien deutlich über Vorjahresniveau entwickeln. Insbesondere erwarten wir einen Anstieg des Ergebnisses, da die erworbenen Chemtura-Geschäftsbereiche erstmals über einen vollen Jahreszeitraum Berücksichtigung finden. Für unser Segment Performance Chemicals erwarten wir eine Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau. Unser Segment Engineering Materials, welches das Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen für Anwendungen in der Automobilindustrie und Elektro-/Elektronikindustrie enthält, sollte sich im laufenden Jahr leicht über dem Niveau des Vorjahres entwickeln. Dieses Wachstum stützt sich auf das weiterhin erfolgreiche Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen sowie den Ergebnisbeitrag des durch die Chemtura-Akquisition erworbenen Geschäfts mit Urethanen. Im Segment Überleitung von New LANXESS gehen wir von einem Ergebnis auf Vorjahresniveau aus. Höhere Verwaltungskosten aufgrund der erstmaligen Einbeziehung über einen vollen 12-Monatszyklus werden teilweise durch weitere Synergien im Zusammenhang mit der Chemtura-Integration kompensiert. Das Segment beinhaltet auch die Absicherung von Wechselkursschwankungen. Die wesentliche Währung für unsere Geschäfte bleibt auch künftig der US-Dollar. Vor dem Hintergrund der erwarteten Entwicklung in unseren Segmenten von New LANXESS gehen wir für das Gesamtjahr 2018 von einem leicht höheren EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr aus. Hierin sind die erwarteten Kostensenkungen, Synergien aus der Akquisition von Chemtura sowie Ergebnisbeiträge der in 2017 erworbenen Geschäfte berücksichtigt. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von New LANXESS betrug im Geschäftsjahr 2017 rund 925 Mio. €. Erwartete Finanzlage LANXESS Konzern Liquiditätssituation LANXESS wird seine vorausschauende und konservative Finanzpolitik im laufenden Jahr fortsetzen. Angesichts der im Abschnitt „Finanzlage“ dieses Lageberichts beschriebenen Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln und ungenutzten Kreditlinien, die zum Jahresende 2017 rund 1,9 Mrd. € betrugen, verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Finanzierungssituation, die unsere unternehmerische Flexibilität zur Umsetzung der Strategie von LANXESS sichert. Investitionen Unsere Investitionen werden sich wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr hauptsächlich auf die Instandhaltung bestehender Produktionsstandorte sowie auf die Effizienzsteigerung und Erweiterung vorhandener Anlagen fokussieren. Wir erwarten in Summe für New LANXESS rund 450 Mio. € auszahlungswirksame Investitionen in 2018. Wir streben damit nach wie vor einen ausgewogenen Investitionszyklus an, der uns finanziellen Spielraum verschafft. Finanzierungsmaßnahmen LANXESS ist aufgrund der langfristigen Ausrichtung der Finanzierung gut aufgestellt. Die Fälligkeit einer 500-Mio.-€-Anleihe im Mai 2018 kann aus liquiden Mitteln und bestehenden Kreditlinien abgedeckt werden. Eine Refinanzierung der Anleihe am Kapitalmarkt ist ebenfalls denkbar. Wir setzen unsere Aktivitäten zur langfristigen Sicherung der Finanzierung im Rahmen einer konservativen Finanzpolitik fort. Erwartete Ertragslage der LANXESS AG Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir für den Einzelabschluss der LANXESS AG einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Jahresüberschuss. Das Ergebnis ist neben den Verwaltungskosten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management-Holding vom Finanzergebnis und hier insbesondere vom Zins- und Beteiligungsergebnis geprägt. Das Beteiligungsergebnis und damit das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG wird wesentlich von den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Gesellschaften des LANXESS Konzerns bestimmt. Wir verfolgen auch weiterhin eine kontinuierliche Dividendenpolitik und gehen davon aus, bei der LANXESS AG einen Bilanzgewinn zu erzielen, der es ermöglicht, unsere Aktionäre im kommenden Jahr angemessen am Ergebnis des Konzerns zu beteiligen. Dividendenpolitik LANXESS verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Bei den künftigen Dividendenvorschlägen ist es unser Ziel, die Dividende wenn möglich zu erhöhen, mindestens aber auf einem stabilen Niveau zu halten. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der LANXESS AG werden der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 eine Dividende von 0,80 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2017 vorschlagen. Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns Wir erwarten, dass sich unser Geschäft im laufenden Jahr leicht positiv entwickeln wird. Die strategische Neuausrichtung des Konzerns, mit dem Ziel eines stabileren, weniger zyklischen Geschäftsprofils, werden wir auch im Jahr 2018 fortsetzen. LANXESS wird weiterhin an der Optimierung seiner Produktionsplattform arbeiten und, wie angekündigt, neben Projekten zum organischen Wachstum auch aktives Portfoliomanagement betreiben. Für das Gesamtjahr 2018 gehen wir von einer leicht positiven Entwicklung des EBITDA vor Sondereinflüssen aus. Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikomanagementsystem Unser Erfolg wird wesentlich dadurch beeinflusst, dass wir Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit erkennen und bewusst mit ihnen umgehen. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und sie, entsprechend ihrer Ausprägung, angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um das Unternehmen langfristig zu sichern und seine erfolgreiche Weiterentwicklung zu unterstützen. Chancen und Risiken werden verstanden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven bzw. negativen Abweichung von Prognosen bzw. Zielen führen können. Basis dieses Managementsystems sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früherkennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für Chancen wie für Risiken. Wie alle Methoden, mit denen unternehmerisches Risiko gehandhabt werden soll, bietet auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es soll aber mit hinreichender Sicherheit verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken. Strukturelle Grundlagen Die Grundsätze unseres Chancen- und Risikomanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Das Managementsystem, das sich an dem Rahmenkonzept des Enterprise Risk Management gemäß dem COSO-Modell orientiert, besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen. Sie sind in die betrieblichen Prozesse durch die Aufbau- und Ablauforganisation, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementanweisungen und technischen Standards eingebunden. Das System folgt dem Integrationskonzept, das heißt, die Früherkennung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Der Umgang mit Chancen und Risiken ist daher originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften. In diesem Sinn basiert unser Chancen- und Risikomanagement auf klar geregelten Geschäftsprozessen, einer lückenlosen Zuordnung von Zuständigkeiten sowie angemessenen Berichtssystemen, die eine zeitnahe Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Vorstand bzw. nachgelagerte Managementebenen gewährleisten. Rollen wesentlicher Organisationseinheiten Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher. Entsprechend dieser Aufgabenteilung haben wir die Zuständigkeiten, die sogenannten Risk-Owner, definiert für • die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken, • die Implementierung der Steuerungsmaßnahmen (Maßnahmen zur Wahrnehmung bzw. Erhöhung von Chancen sowie zur Risikovermeidung bzw. -minderung), • die Überwachung der Entwicklung der Chancen und Risiken (z.B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren), • die Vorsorge (Maßnahmen zur Schadensminimierung im Ereignisfall) und • die Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche. Ein Risikokomitee (Corporate Risk Committee) unter der Leitung des Finanzvorstands ist für die Ausgestaltung und Implementierung des konzernweiten Risikomanagementprozesses verantwortlich. Es setzt sich aus Vertretern ausgewählter Group Functions zusammen und analysiert die wesentlichen Chancen und Risiken sowie deren Entwicklung aus Sicht des gesamten Unternehmens. Es hinterfragt bestehende Bewältigungsmaßnahmen, initiiert zusätzliche Maßnahmen, sofern erforderlich, und stößt bei Bedarf weitere Analysen zu einzelnen Chancen und Risiken an. Die Group Function Corporate Controlling koordiniert für das Corporate Risk Committee den konzernweiten Risikomanagementprozess und ernennt hierzu einen sogenannten Group Risk Management Coordinator. Dieser verantwortet die konzernweite Sammlung und Aggregation maßgeblicher Chancen- und Risikoinformationen. Zweimal jährlich, im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses und des Budget- und Planungsprozesses, werden die kurz-, mittel- und langfristigen Chancen und Risiken erfasst. Die Group Function Corporate Development unterstützt bei der Analyse und Bewertung systematisch bedeutender und strategischer Chancen und Risiken. Zum Corporate Risk Committee existieren Untergremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit bestimmten Risikofeldern beschäftigen, um schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse reagieren zu können. Demnach steuert zum Beispiel das finanzielle Risikokomitee (Financial Risk Committee), unter Leitung des Finanzvorstands und bestehend aus Vertretern der Group Function Treasury & Investor Relations, zentral Transaktionen insbesondere zum finanziellen, aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen). Die Meldepflicht für Chancen und Risiken an die Group Function Corporate Controlling ergibt sich aus der erwarteten Auswirkung auf das Konzernergebnis oder das EBITDA vor Sondereinflüssen. Meldepflichtig sind alle Chancen und Risiken mit einer erwarteten Auswirkung von mehr als 1 Mio. € nach Maßnahmen. Darüber hinaus sind auch diejenigen Risiken anzugeben, deren erwartete Auswirkung durch Maßnahmen um mehr als 10 Mio. € begrenzt wurde. Diese Mindestmeldegrenzen stellen sicher, dass Chancen und Risiken umfassend erhoben werden. Eine Beschränkung nur auf wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit. Erst im Nachgang werden die Top-Chancen und Top-Risiken zentral von der Group Function Corporate Controlling bestimmt. Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen vorgesehen, wie beispielsweise unerwartet auftretende operative Ereignisse mit einer Auswirkung von mehr als 5 Mio. € nach Maßnahmen. Im Berichtsjahr bestand kein Anlass zu solch einer sofortigen Berichterstattung. Die berichteten Chancen und Risiken werden mithilfe einer Risiko Management Software verwaltet und regelmäßig für das Corporate Risk Committee, den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Dies stellt sicher, dass dem Vorstand neu auftretende bzw. sich wesentlich verändernde bestehende Chancen und Risiken zeitnah kommuniziert und damit zielgerichtet in die allgemeine Unternehmenssteuerung eingebunden werden. Chancen- und Risikobewertung Das Chancen- und Risikomanagement ist in den Planungs- und Erwartungsprozess integriert und erfasst Chancen und Risiken als mögliche Abweichungen zum geplanten bzw. erwarteten EBITDA vor Sondereinflüssen oder Konzernergebnis. Zur Bewertung der Chancen und Risiken werden je nach Art unterschiedliche Berechnungsverfahren angewendet. Verteilungsorientierte Chancen und Risiken werden durch Sensitivitäten der Plangrößen (Wechselkurse, Rohstoffpreise, Energiepreise) erfasst. So kann die Ausprägung der Variablen sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Abweichung gegenüber der Planung bzw. Erwartung führen. Ereignisbasierte Chancen und Risiken (z.B. Ausfall eines Lieferanten oder Versicherungsfälle), die nur im Falle ihres Eintretens einen Einfluss auf das Ergebnis haben, werden mittels ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen oder das Konzernergebnis bewertet. Bedeutung des konzernweiten Planungsprozesses Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Kernelement unseres Chancen- und Risikomanagements. Ereignisse mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit fließen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling gesteuert und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Planung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden in dedizierten Vorstandsterminen erörtert und verabschiedet. Die Jahresplanung im jeweiligen Berichtsjahr überwachen wir, indem wir regelmäßig die aktuellen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung ermitteln. Bei Bedarf wird eine Anpassung der Planung vorgenommen. Compliance als integraler Bestandteil Zum Risikomanagement gehört auch, unrechtmäßiges Handeln unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Wir setzen darauf, uns bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle umfassend rechtlich beraten zu lassen und unsere Mitarbeiter mit unserem „Code of conduct - Kodex für integres und regelkonformes Verhalten bei LANXESS“ dazu zu verpflichten, sich entsprechend den Gesetzen und unseren internen Richtlinien zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Dieser Kodex ist eingebettet in ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS), das in seinem Aufbau den Leitlinien eines international anerkannten Rahmenwerks zum unternehmensweiten Risikomanagement (COSO) folgt. Dieses CMS wird betreut von der Compliance-Organisation bestehend aus dem Group Compliance Officer und einem Netzwerk lokaler Compliance Officer in den Ländern, in denen wir eine Tochtergesellschaft unterhalten. Ziel des CMS ist es, die Einhaltung unserer Compliance-Grundsätze sicherzustellen. Die Compliance-Funktion, die die globale Compliance-Organisation umfasst, untersteht direkt dem Vorstand, dem regelmäßig berichtet wird. (Konzern-) Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Hierzu existieren klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei uns in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem (Konzern-) Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement. Wirksamkeit und Verlässlichkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings aufgrund von Ermessensentscheidungen, kriminellen Handlungen, fehlerbehafteten Kontrollen oder sonstigen Umständen eingeschränkt sein. Dass Sachverhalte korrekt und zeitnah in der (Konzern-) Rechnungslegung erfasst werden, kann also selbst dann nicht vollständig gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Systembestandteile konzernweit angewendet werden. Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG und des Konzernabschlusses sowie für die Einheitlichkeit der Bilanzierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss auf, die danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet werden. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses werden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Chancen- und Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers. Quartalsmitteilungen werden für das erste und dritte Quartal erstellt. Der darüber hinaus aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni unterliegt der prüferischen Durchsicht, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer. Unserer HGB-konformen Rechnungslegung liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisung zugrunde. Neben der Funktionstrennung sind das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen grundlegende Überwachungsmaßnahmen im Abschlusserstellungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess wird IT-technisch ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen erfolgen auf Basis eines systematischen Belegwesens. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen. Grundlage des einheitlichen und IFRS-konformen Konzernberichtswesens ist die LANXESS Konzernabschlussrichtlinie. Sie regelt, in welcher Art die für den Konzern relevanten Normen der International Financial Reporting Standards (IFRS) von den Tochtergesellschaften als berichtenden Einheiten anzuwenden sind. Die Richtlinie definiert ferner den verbindlichen Konzernkontenrahmen. Sie wird auf der IT-technischen Seite durch ein konzernweit einheitliches Anlieferungs- und Konsolidierungssystem ergänzt, das weitgehend auf Standardsoftware basiert und mit Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Indem wir den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess regeln und überwachen, stellen wir eine den einschlägigen Gesetzen und Normen entsprechende, ordnungsgemäße (Konzern-) Rechnungslegung sicher und gewährleisten eine verlässliche Finanzberichterstattung. Das bei uns angewendete (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Entsprechende Vorgaben existieren auch für die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein detailliert ausgearbeiteter Prozess zugrunde. Dieser wird zeitlich definiert durch die Vorgabe eines Abschluss-Terminkalenders, der die Zeitpunkte für die Anlieferung bestimmter Daten festlegt. Fester Bestandteil ist auch die regelmäßige Prüfung, ob der Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen korrekt ermittelt und vollständig ist. Die Prinzipien der Funktionstrennung in Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Prüfungen von Angaben auf Plausibilität prägen durchgängig den gesamten Erstellungs- und Konsolidierungsprozess. Für den Konzernabschluss liefern alle berichtspflichtigen Tochtergesellschaften ihre Konzernberichtsdaten über das oben genannte Konsolidierungssystem. Systemintegrierte Validierungsregeln stellen bei der Anlieferung sicher, dass die Daten der Tochtergesellschaften konsistent sind. Das Rechnungswesen der Tochtergesellschaften ist dafür verantwortlich, dass die gemeldeten Daten inhaltlich korrekt sind. Weiterhin prüft die Abteilung Corporate Accounting innerhalb der Group Function Accounting, ob die Daten inhaltlich korrekt sind. Hierzu werden unter anderem standardisierte Berichte ausgewertet, in denen die Gesellschaften wesentliche abschlussrelevante Sachverhalte erläutern. Nach den prozessintegrierten Kontrollen erfolgt die Konsolidierung einschließlich Währungsumrechnung ohne weitere Schnittstellen im selben System, wobei sowohl automatische als auch manuelle Konsolidierungsmaßnahmen vollzogen werden. Die Korrektheit der automatischen Konsolidierungsschritte und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Konsolidierungssachverhalte werden separat gebucht, im erforderlichen Rahmen dokumentiert und von nachgelagerten Stellen kontrolliert. Ergänzt wird dies durch systemintegrierte Validierungsregeln. Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury & Investor Relations, Tax & Trade Compliance und Corporate Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten. Im Rahmen des laufenden Informationsaustauschs mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions identifiziert und verarbeitet die Group Function Accounting Sachverhalte, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsprüfungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen. Überwachung des Risikomanagementsystems und des Internen Kontrollsystems (IKS) Konzernintern überprüft der Bereich Corporate Audit innerhalb der Group Function Legal & Compliance, ob das interne Steuerungs- und Überwachungssystem funktioniert und organisatorische Sicherungsmaßnahmen eingehalten werden. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und die Prüfungsansätze sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Um die Wirksamkeit des IKS zu beurteilen, wird zudem ein jährliches Self Assessment in wesentlichen Konzerngesellschaften, operativen Einheiten und Group Functions durchgeführt. Der Aufsichtsrat übernimmt Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit der zuvor beschriebenen Managementsysteme. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse der Compliance-Funktion, des Bereichs Corporate Audit sowie den Status des Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems berichten. Zusätzlich beurteilt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Konzern- bzw. Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Zur vollständigen Identifikation der Chancen und Risiken des LANXESS Konzerns dient ein Katalog mit Kategorien, die in Gruppen zusammengefasst werden. Im Rahmen unseres Chancen- und Risikomanagements wird dieser Katalog fortlaufend aktualisiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Gegenüber dem Vorjahr haben sich folgende wesentliche Veränderungen ergeben: Aufgrund der gestiegenen Bedeutung von Sicherheit und Umwelt sowie IT und Security wurden hierfür eigene Gruppen gebildet. Die Kategorien der Gruppe „Unternehmensstrategie“ wurden einzelnen Gruppen zugeordnet, in denen strategische Chancen und Risiken auftreten können. Ferner wurde die Gruppe „Betriebliche Abläufe und Gefahren“ in „Produktion und Technik“ und die Gruppe „Rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld“ in „Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance“ umbenannt. Insgesamt sind alle Chancen und Risiken bestimmten Kategorien in den folgenden acht Gruppen zuzuordnen: Gruppen Beschaffungsmärkte Personal Produktion und Technik Sicherheit und Umwelt IT und Security Absatzmarkt Finanzbereich Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance Der folgenden Berichterstattung zu den einzelnen Gruppen zugeordneten wesentlichen Kategorien liegt ein Planungshorizont von grundsätzlich einem Jahr zugrunde. Beschaffungsmärkte Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen und Risiken aufgrund der hohen Volatilität von Rohstoff- und Energiepreisen. Eine Preiserhöhung bzw. -senkung bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer höheren bzw. niedrigeren Kostenbasis in der Produktion. Ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Darüber hinaus resultieren Veränderungen der Rohstoffpreise direkt oder zeitversetzt in höheren bzw. niedrigeren Verkaufspreisen. Diesem Umstand begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoff- und Energieversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten abgedeckt. Vergleichbare Vereinbarungen bestehen auch auf der Verkaufsseite. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Absicherung über Derivate, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Finanzbereich“ in diesem Chancen- und Risikobericht. Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen. Nicht eingehaltene Abnahmeverpflichtungen können ungeplante Kosten aufgrund von Strafzahlungen zur Folge haben. Die Volatilität von Rohstoffpreisen, insbesondere für den Schlüsselrohstoff Butadien, wirkt sich insbesondere auf unser Segment ARLANXEO aus. Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Ausfälle können unter anderem bedingt sein durch mangelhafte Instandhaltung oder durch Insolvenzen auf Seiten der Zulieferer. Wir streben an, sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch zu vermeiden, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing“). Sollten wir gezwungen sein, im Rahmen von Ausweichplänen auf alternative Bezugsquellen zurückzugreifen, könnte dies z.B. zu höheren Einkaufspreisen oder zusätzlichen Transportkosten führen. Des Weiteren stellt die Qualität der gelieferten Rohstoffe einen Risikofaktor dar, welcher sich negativ auf die Qualität unserer Produkte auswirken kann. Konkrete Produktspezifikationen unsererseits legen die vom Lieferanten zu erfüllenden Eigenschaften der Rohstoffe fest und werden durch permanente Eingangsanalysen kontrolliert. Personal Eine eindeutige Chance sehen wir in der Implementierung unserer Performance Culture, mit der wir über verschiedenste Maßnahmen eine auf gemeinsamen Werten basierende Unternehmenskultur etablieren möchten, in der verantwortliches und moralisch einwandfreies Handeln und das Streben nach Leistung keine Widersprüche darstellen. Wir gehen davon aus, dass dies zu erhöhter Mitarbeitermotivation und somit höherer Leistung führen wird. Durch die so gestärkte Unternehmenskultur streben wir eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und stärkere Mitarbeiterbindung an. Angesichts fortdauernder Veränderungen aufgrund der Digitalisierung und von Unternehmensakquisitionen besteht das Risiko von Demotivation und geringerer Leistungserbringung der Mitarbeiter. Dieses kann bedeutsam werden, wenn Mitarbeiter sich in Entscheidungen nicht genügend eingebunden fühlen oder neue Prozesse und Verhaltensweisen nicht verstehen. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir nächste Schritte und anstehende Maßnahmen so klar und früh wie möglich kommunizieren. Ergänzt wird dies durch gezielte Trainingsmaßnahmen insbesondere im Bereich Führung im Rahmen der zuvor erläuterten Performance Culture. Das Risiko von Arbeitsniederlegungen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist nicht auszuschließen. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis ebenso belasten wie die zuvor beschriebenen steigenden Preise für Einsatzstoffe, ohne dass jedoch Möglichkeiten bestehen, sich gegenüber Kunden oder in Terminmärkten abzusichern. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen der Globalisierung und der zunehmenden Digitalisierung in der Arbeitswelt nutzen wir kontinuierlich bestehende Dialogplattformen wie das Europaforum der europäischen Betriebsräte. Auch in anderen Regionen, in denen wir tätig sind, suchen wir den Dialog mit Arbeitnehmervertretungen, Gewerkschaften und anderen Interessengruppen und gehen aktiv auf deren Vertreter zu, insbesondere im Rahmen der Übernahme von Unternehmen und deren Integration. Wir verwenden rechtlich solide und bewährte Arbeitsverträge und achten auf rechtssichere Kollektivvereinbarungen. Bei Akquisitionen legen wir großen Wert auf professionelles Projektmanagement, das ausführliche Kommunikation mit Mitarbeitern, faire Konsolidierungsprozesse und angemessene Abfindungspakete umfasst. Im Falle einer potenziellen Klage beobachtet die Personalabteilung in engem Austausch mit der Rechts- sowie der Kommunikationsabteilung die Lage sehr genau, um frühzeitig Vorbereitungen treffen zu können. Das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen ist ein entscheidender Faktor für die effiziente Abwicklung unserer Geschäfte. Um das Risiko des Wissensverlustes zu begrenzen, verfolgen wir unterschiedliche Ansätze: Mit attraktiven Vergütungsmodellen, herausfordernden Aufgaben und internationalen Karriereperspektiven möchten wir Mitarbeiter an das Unternehmen binden. Im Rahmen jährlicher Personalentwicklungskonferenzen kümmern wir uns zudem um eine strukturierte Nachfolgeplanung. Um mit besonders guten Mitarbeitern stets in Kontakt zu stehen und diese entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse fördern zu können, haben wir mit dem Performance Dialog und einem 360°-Feedback ein professionelles Performance Management weltweit etabliert. Dass insbesondere Fachkräfte auf unseren Märkten knapp werden, spüren wir vor allem in Deutschland. Das Risiko des Fachkräftemangels sehen wir insbesondere für Chemikanten und Chemielaboranten sowie zunehmend auch für Fachkräfte aus anderen Bereichen, wie beispielsweise aus der IT. Regelmäßige Personalentwicklungskonferenzen helfen uns dabei, intern vorhandene Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Wir investieren zudem kontinuierlich in die Nachwuchsförderung, sei es mit einer weiter steigenden Zahl von Ausbildungsplätzen in verschiedenen Bereichen in Deutschland, Praktikantenprogrammen oder unserem Corporate Traineeprogramm, welches sich im Hinblick auf den Aufbau von Führungsnachwuchs bewährt hat. In der externen Sicht pflegen wir eine intensive Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und weiterführenden Schulen in Deutschland sowie mit öffentlichen Institutionen sowohl in Deutschland als auch in allen wichtigen Zielmärkten. Darüber hinaus haben wir unser Unternehmen in zahlreichen Veranstaltungen und Konferenzen weltweit als attraktiven Arbeitgeber positioniert und suchen auch weiterhin früh Kontakt zu besonders begabten Nachwuchstalenten. Für diese Studenten und Doktoranden bieten wir in Deutschland als mitarbeiterstärkster Region eigens ein LANXESS Förderprogramm an, das sowohl finanzielle als auch fachliche Unterstützung beinhaltet. Analog bauen wir unser Bindungsprogramm für besonders herausragende Praktikanten weiter aus. Schwerpunkte beider Programme liegen auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Hinsichtlich des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Alterung der Gesellschaft besteht neben der mangelnden Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften zudem das Risiko gesundheitsbedingter Fehlzeiten sowie das Risiko veralteten Wissens oder auch des Wissensverlusts. Dieses Risiko sehen wir als ein mittel- und langfristig aufkommendes Risiko und haben daher bereits im Jahr 2011 ein umfassendes Demografieprogramm Xcare aufgesetzt, um den Herausforderungen des demografischen Wandels strukturiert zu begegnen. Seitdem wurde ein ganzes Bündel neuer Initiativen angestoßen und umgesetzt. So wurden beispielsweise 45 Demografiestellen (im Bereich der Chemikanten und Ingenieure) geschaffen, zusätzliche Trainings entwickelt und betriebliche Eingliederungsmaßnahmen verstärkt (Wiedereingliederungsmaßnahmen nach Krankheit). Produktion und Technik Fehlende Anlagenverfügbarkeit durch Störungen kann dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, sodass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z.B. proaktive Anlagenwartungen, systematische Schulungen unserer Mitarbeiter und regelmäßige Audits zur Schwachstellenanalyse. Systematische Sicherheitsbetrachtungen und Gefährdungsbeurteilungen helfen die Anlagen- und Verfahrenssicherheit zu verbessern. Die Implementierung und Einhaltung der Maßnahmen wird durch Compliance Checks global überprüft. Darüber hinaus begegnen wir dem Risiko eines ungeplanten Produktionsstillstands, indem wir die Produktion bestimmter Produkte auf verschiedene Standorte weltweit verteilen. Operative Chancen zu erschließen und zu nutzen ist zentraler Bestandteil unserer unternehmerischen Aktivitäten. Es ist unser Anspruch, unser Wachstum mit bestehenden Produkten und neuen Lösungen voranzutreiben und unsere Position in den globalen Märkten dadurch nachhaltig zu stärken. Investitionen in neue Werke sowie Kapazitätserweiterungen und die Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen sind hierfür zentrale Elemente. Die erwarteten Effekte sind in der Planung berücksichtigt oder darüber hinaus als Chance erfasst. Auch wenn wir uns grundsätzlich Vorteile von Investitionen versprechen, sind sie auch mit Risiken verbunden. So ist beispielsweise der Erfolg unserer Investitionen im asiatischen Raum stark belastet durch die herausfordernde Wettbewerbssituation im Bereich der synthetischen Kautschuke. Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden von den zuständigen Business Units vorbereitet und dem Vorstand nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Komitee zur Entscheidung vorgelegt. Mit diesem Prozess stellen wir sicher, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden. Umsatz- und Ergebniseffekte, die wir aus unseren Investitionen und den bis zum Bilanzstichtag vollzogenen Akquisitionen erwarten, sind bereits in unseren Planungen berücksichtigt. Darüber hinaus können diese gezielten Investitionen weitere operative Chancen eröffnen, weil wir uns hierdurch neue Potenziale erschließen sowie die Positionierung in wichtigen Märkten vorantreiben. Sicherheit und Umwelt Selbst bei hohen (sicherheits-) technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen - auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus - nicht völlig auszuschließen. Sie können zu Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden könnten. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert. In unserem Produktportfolio befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend eingestuft sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Kunden im Rahmen von Responsible Care® auf Risiken hin, die mit der Verwendung einhergehen. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen. Gemäß unserem vorausschauenden Ansatz werden im Rahmen der Produktbeobachtung potenzielle Gefahren im Umfeld unseres Produktportfolios frühzeitig erkannt, bewertet und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen. Regulatorische Maßnahmen können zu einer Verschärfung von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards in verschiedenen Bereichen führen. Dies kann höhere Kosten, Produktionsverbote und Haftungsrisiken zur Folge haben. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Implementierung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern. Zusätzliche Belastungen im Bereich der Energie- und Umweltpolitik, wie z.B. durch neue Regelungen im Emissionshandel, neue Ökosteuern oder die Neuverteilung der Kosten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz, können zu höheren Kosten und damit zum Teil zu erheblichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen. Zur Minderung dieses Risikos führen wir ein aktives Energiemanagement durch, um den Verbrauch an Energien zu reduzieren. Weiterhin diskutieren wir die wirtschaftlichen Folgen steigender Energiepreise direkt mit Behörden und Politik sowie über Wirtschaftsverbände zusammen mit anderen energieintensiven Unternehmen. LANXESS war und ist für zahlreiche aktive und ehemalige Standorte mit bis zu 140 Jahren chemischer Produktion zuständig. Dies umfasst u.a. auch Abfallentsorgungseinrichtungen. Es lässt sich nicht ausschließen, dass in diesem Zeitraum auch Verunreinigungen des Untergrundes verursacht wurden, die bislang noch nicht identifiziert wurden. Wir bekennen uns zum Responsible-Care®-Gedanken und betreiben aktives Umwelt- sowie auch proaktives Umweltschutzmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft sowie weiteren Emissionen und Immissionen. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen haben wir ausreichende Rückstellungen gebildet. Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen für Umweltschutz finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [15] „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen“. IT und Security Unsere IT unterstützt unsere Geschäftsaktivitäten weltweit, unter anderem die Prozesse vom Auftragseingang bis zum Ausgleich der Forderung oder von der Bestellung bis zur Zahlung der Lieferantenrechnung. Es ist wichtig, dass die Nutzer der Systeme zum richtigen Zeitpunkt korrekte und aussagekräftige Informationen erhalten. Um dies zu unterstützen, entwickeln wir eine einheitliche und integrierte Systemlandschaft und investieren weltweit in den Ausbau und die Modernisierung der IT-Services. Beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen verfälscht oder gelöscht werden. Insbesondere beobachten wir eine wachsende Bedrohung der IT-Infrastruktur durch Angriffe von außen (Cyber-Risiken). All dies kann zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen und Reputationsschäden führen. Um derartigen Risiken zu begegnen, investieren wir in angemessene Datensicherungssysteme, die den Verlust von Daten und Informationen verhindern. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme gewährleisten die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie den störungsfreien Betrieb der Systeme. Zur Verbesserung der Sicherheit im Bereich der IT-Infrastruktur werden Sicherheitsmaßnahmen bewertet und geprüft, ob sie bei den aktuellen Angriffsszenarien weiterhin als sicher gelten können. Sofern erforderlich, werden sie auf einen angemessenen sicherheitstechnischen Stand gebracht. Zur Abwehr neuartiger und zielgerichteter Bedrohungen werden international neue Schutzeinrichtungen aufgebaut und bestehende zielgerichtet an die aktuelle Bedrohungssituation angepasst. Darüber hinaus schulen wir die Nutzer unserer IT-Systeme regelmäßig über IT-Risiken sowie über geeignetes Verhalten und Schutzmaßnahmen. Absatzmarkt Grundsätzlich unterliegt unser Konzern den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen und politischen sowie geopolitischen Veränderungen in den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind. Hier sehen wir insbesondere aufkommende protektionistische Tendenzen als mittelfristiges Risiko für Wachstum und Stabilität. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden positiven bzw. negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Durch unsere weltweite Präsenz, die wir in den Wachstumsregionen weiter ausbauen, können wir an vorteilhaften regionalen Entwicklungen partizipieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von bestimmten Regionen reduzieren. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden sich im Kapitel „Strategische Ausrichtung“ dieses Lageberichts. Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Unsicherheiten für uns. Neben dem Einfluss der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung kann insbesondere die Abhängigkeit des Kautschukgeschäftes unseres Segments ARLANXEO von Kunden aus der Reifen- und Automobilindustrie zu einer Volatilität des Absatzes führen. Zusätzliche über die Planung hinausgehende Absatzmöglichkeiten können sich durch die Erschließung neuer Märkte oder Gewinnung neuer Kunden ergeben. Neben diesen nachfragebedingten Markteinflüssen können auch strukturelle Marktveränderungen unsere Ertragskraft beeinflussen, etwa durch den Marktaustritt bestehender oder das Auftreten neuer Wettbewerber bzw. zusätzlicher Kapazitäten sowie regionale Verschiebungen, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigem Kostenniveau, Produktsubstitution oder durch Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten. Wir begegnen diesen Entwicklungen mit einem konsequenten Kostenmanagement und passen unsere Produktportfolios kontinuierlich an. Die Fokussierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios richtet sich dabei auf innovative Anwendungssegmente, sodass eine langfristig erfolgreiche Geschäftsausrichtung sichergestellt werden kann. In unserem Segment ARLANXEO stehen unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken weiterhin in intensivem Wettbewerb, auch durch neu in den Markt tretende Produzenten. Dadurch können in einzelnen Geschäftsbereichen weitere Überkapazitäten und ein stärkerer Preiswettbewerb entstehen. Wir verfolgen in diesen Bereichen eine produktspezifische Strategie, die unter anderem auf Produkt- und Prozessdifferenzierung sowie einer globalen Aufstellung beruht. Durch die Partnerschaft mit Saudi Aramco wollen wir unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken in diesem Wettbewerb mittelfristig strategisch stärken. Finanzbereich Die Group Function Treasury & Investor Relations hat die Aufgabe, die finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken zentral zu erfassen und zu managen. Im Wesentlichen sind dies: Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken: scroll Preisänderungen Liquidität und Refinanzierung Kontrahentenrisiken Kapitalanlagen - Währungen - Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln - Kunden - Investitionen in Pensionsvermögen - Zinsen - Zugang zu multi- und bilateralen Kapitalmärkten - Banken - Rohstoffe - Energien In regelmäßig stattfindenden Strategiegesprächen des Financial Risk Committee unter Vorsitz des Finanzvorstands wird über die Ergebnisse des finanziellen Risikomanagements sowie über das aktuelle Risiko berichtet und über die weitere Vorgehensweise entschieden. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, Risiken zu erkennen und zu bewerten sowie deren Auswirkungen zu steuern und gegebenenfalls zu begrenzen. ● Preisänderungen Währungen Da der LANXESS Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen durchführt, ist er Schwankungen der relativen Werte dieser Währungen ausgesetzt. Der Planung für das Geschäftsjahr 2018 liegen feste Wechselkurse zugrunde. Besonders relevant ist die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem geplanten Wechselkurs führt zu einem positiven Effekt auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen (und umgekehrt). Für die Jahre 2018,2019 und 2020 haben wir bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um Währungsschwankungen zu begegnen. Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Solche Risiken werden grundsätzlich zu 100 % abgesichert. Ebenso werden Währungsrisiken aus Finanztransaktionen inklusive der Zinskomponente in der Regel zu 100 % kursgesichert. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte genutzt. Die Absicherung führt dazu, dass sich Auf- oder Abwertungen des Euro-Kurses im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen kurzfristig nur eingeschränkt auf die Zahlungsströme auswirken. Zudem bestehen Translationsrisiken durch die Umrechnung in lokaler Währung geführter Jahresabschlusswerte in den in Euro aufgestellten Konzernabschluss. Anders als der Effekt der Wechselkursschwankungen im Falle des Transaktionsrisikos hat das Translationsrisiko keinerlei Auswirkungen auf die Zahlungsströme des Konzerns in lokaler Währung. Des Weiteren haftet wesentlichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in lokaler Währung ein langfristiges Währungsrisiko an. Dieses wird regelmäßig eingeschätzt und bewertet. Eine Absicherung durch Devisentransaktionen erfolgt jedoch nur in dem Falle, wenn erwogen wird, sich aus bestimmten Geschäften zurückzuziehen, und die frei gewordenen Mittel zurückgeführt werden sollen. Die Chancen und Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Hierzu werden sowohl die Umsätze als auch die Kosten in Fremdwährung geplant. Auf Dauer können Wechselkursschwankungen die künftigen Zahlungsströme beeinträchtigen, falls der LANXESS Konzern nicht in der Lage sein sollte, diese Wechselkursschwankungen, z.B. durch die Preisgestaltung für seine Produkte in der jeweiligen lokalen Währung, aufzufangen. Um dieses Risiko zu verringern, erfolgt eine teilweise Absicherung durch derivative Finanzinstrumente. Die Absicherung erfolgt entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Grundsätzen und wird kontinuierlich überwacht. Zinsen Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsänderungen betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden. Da der überwiegende Anteil der Finanzschulden zu festen Zinskonditionen aufgenommen wurde, haben Zinsänderungen in den kommenden Jahren nur einen begrenzten Einfluss auf den LANXESS Konzern. Im Rahmen einer Langfristplanung entscheidet LANXESS regelmäßig über Refinanzierung zur Sicherung des prognostizierten Liquiditätsbedarfes. Für die Folgejahre haben wir bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um Zinsschwankungen zu begegnen. Rohstoffe/Energien Der LANXESS Konzern ist bei seiner operativen Geschäftstätigkeit Marktpreisänderungen für Energien und Rohstoffe ausgesetzt. Diese werden in der Regel an die Kunden weitergegeben. Wenn eine Weitergabe bestimmter Marktpreisrisiken aus Energien und Rohstoffen an den Kunden nur eingeschränkt möglich ist, kann im Einzelfall eine Sicherung durch finanzielle Warentermingeschäfte erfolgen, mit dem Ziel, die Cashflow-Volatilität zu reduzieren. LANXESS hat zum Bilanzstichtag finanzielle Warentermingeschäfte in geringem Umfang im Bestand. ● Liquidität und Refinanzierung Eine grundsätzlich konservative Finanzpolitik und eine Zielkapitalstruktur, die sich im Wesentlichen an Kennzahlensystemen führender Ratingagenturen orientiert, sichern den Zugang zu Kapitalmärkten und damit unsere Zahlungsfähigkeit. Die konservative Finanzpolitik bezieht auch das Risiko einer Ratingänderung und damit verbundener Auswirkungen in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement ein, wobei LANXESS keinen direkten Einfluss auf die abschließende Beurteilung unabhängiger Ratingagenturen hat. Als wesentliche Liquiditätsreserve dient eine syndizierte Kreditlinie über 1,25 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag nicht wesentlich in Anspruch genommen wurde. Die ursprüngliche Laufzeit der Kreditlinie wurde im Februar 2015 und im Mai 2017 bis Mai 2022 verlängert. Neben der Kreditlinie bestanden kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserven in Höhe von 538 Mio. € in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Darüber hinaus verfügte LANXESS zum Bilanzstichtag über Anlagen in geldmarktnahen Fonds in Höhe von 50 Mio. €. Dementsprechend verfügt der LANXESS Konzern über eine Liquiditätsposition, die sich über eine breite Basis von Finanzierungsinstrumenten erstreckt. ● Kontrahentenrisiken Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowohl mit unseren Kunden als auch mit Bank- und Finanzpartnern, insbesondere im Rahmen von Geldanlagegeschäften und Transaktionen mit Finanzinstrumenten. Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können sie gegen das Kreditrisiko abgesichert werden. Ziel des LANXESS Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der liquiditätsnahen, derivativen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird (ohne Berücksichtigung nicht bilanzieller Aufrechnungsvereinbarungen) durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Zur Absicherung von Kreditrisiken aus Kundenforderungen werden für einzelne Kunden zugunsten des LANXESS Konzerns eröffnete Akkreditive genutzt sowie mit Vertragspartnern Vorauskasse vereinbart. Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität. Bei der Auswahl von Bank- und Finanzpartnern für Geldanlagegeschäfte und Transaktionen mit Finanzinstrumenten ist die Bonität der Partner ein wichtiges Kriterium der LANXESS Finanzpolitik und des Kreditrisikomanagements. Daher strebt LANXESS grundsätzlich an, mit Bank- und Finanzpartnern Geschäfte zu tätigen, die mindestens über ein Investment-GradeRating verfügen. Ferner erfolgt im Rahmen des Kreditrisikomanagements ein globales Management des Kontrahentenrisikos für alle bestehenden Bank- und Finanzpartner. Hierbei achtet der LANXESS Konzern darauf, dass im Sinne einer Risikodiversifikation keine existenzbedrohenden Konzentrationsrisiken bestehen. Durch den Abschluss von Rahmenverträgen können im Falle der Insolvenz des Transaktionspartners die Marktwerte der offenen Handelspositionen miteinander aufgerechnet werden, was zu einer weiteren Verringerung der Risikopositionen führt. ● Kapitalanlagen Chancen und Risiken aus der Anlage von Pensionsvermögen werden durch das Pension Committee, bestehend aus dem Finanzvorstand sowie Vertretern der Group Functions Treasury & Investor Relations, Accounting und Human Resources, überwacht. Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Konzerns aktiv voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzsteigerung, Optimierung von Chancen und Risiken, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen. Wir verweisen weiterhin auf das Kapitel „Strategische Ausrichtung“ in diesem Lagebericht. Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko hinsichtlich künftiger (Markt-) Entwicklungen und der möglichen Umsetzbarkeit angestrebter Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Einstieg in oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite- oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. Wir begegnen dem, indem wir die entscheidungsrelevanten Informationen sorgfältig und strukturiert aufarbeiten sowie eine regelmäßige Überprüfung der Entwicklung vornehmen. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand von erfahrenen Fachabteilungen und ggf. von externen Beratern unterstützt. Bei der Gewinnung von Informationen im Rahmen von Akquisitionen ist nicht auszuschließen, dass nicht alle Informationen, die für die Einschätzung der künftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlich sind, vorliegen oder richtig bewertet werden. Dem begegnen wir durch systematische „Due-Diligence“-Analysen und - soweit möglich - entsprechende Restrisiko-minimierenden Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration erworbener Unternehmen oder Geschäfte kann dazu führen, dass erwartete Mehrwertgenerierung nicht eintritt. Daher existieren bei uns Prozesse, die eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleisten. Werden Einschätzungen über künftige Entwicklungen, wie beispielsweise die Realisierung von Synergien, nicht erfüllt, könnte sich Wertminderungsbedarf von Vermögenswerten ergeben. Dieses Risiko überwachen wir mit mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen. Das Risiko eines sich ergebenden Wertminderungsbedarfs von Vermögenswerten wird der Gruppe Finanzbereich zugeordnet. Unternehmen des LANXESS Konzerns unterliegen rechtlichen Risiken und sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines für LANXESS nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen mit Dritten hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf unser geplantes EBITDA vor Sondereinflüssen. Um rechtliche Risiken zu vermeiden, hat LANXESS ein umfassendes ComplianceManagement-System (CMS) aufgesetzt, das eine Reihe organisatorischer präventiver Maßnahmen beinhaltet. LANXESS hat für sich als Risiken unter anderem Wettbewerbsrecht oder Anlagensicherheit/Umweltschutz identifiziert. Diese Themen sind als inhaltliche Sonderzuständigkeit im Rahmen des CMS unterschiedlichen Group Functions zugeordnet, die entsprechende Compliance-Programme etabliert haben. Im Hinblick auf kartellrechtsbezogene Risiken hat LANXESS beispielsweise ein Programm zur Sicherstellung wettbewerbsrechtlicher Compliance entwickelt, das Präsenzschulungen wie auch E-Learning umfasst. Hierdurch werden unsere Mitarbeiter und Führungskräfte in den jeweiligen Unternehmensbereichen auf die besonderen Risiken hingewiesen und entsprechend sensibilisiert. Diese Schulungen werden regelmäßig durchgeführt und dokumentiert. Zusätzlich stehen den Mitarbeitern bei Fragestellungen ausgewiesene Experten der Group Function Legal & Compliance zur Verfügung. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Compliance als integraler Bestandteil“ in diesem Chancen- und Risikobericht. Verstöße im Außenwirtschaftsrecht können Verbote und Einschränkungen in der Exporttätigkeit sowie den Wegfall von Privilegien im Rahmen der Exportabwicklung des Konzerns zur Folge haben. Dies kann in Einzelfällen zu Bußgeldern, Handelseinschränkungen und Reputationsverlust führen. Der Konzern stellt die Gesetzeskonformität im Bereich Außenwirtschaftsrecht und Exportkontrolle sicher, indem weltweit geeignete stabile Kontrollinstrumente und automatisierte Prüfprozesse etabliert wurden und kontinuierlich verbessert werden. Im Rahmen der proaktiven Beobachtung der handelspolitischen Entwicklungen werden sowohl die operativen Einheiten als auch die Leitungsgremien frühzeitig über Änderungen im Außenwirtschaftsverkehr und die damit einhergehenden Chancen und Risiken informiert und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen. Bedeutung der Chancen und Risiken sowie Ergebnis der Chancen- und Risikobewertung Die identifizierten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung werden, wie zuvor beschrieben, kategorisiert und in Gruppen zusammengefasst. Die Bedeutung der Chancen und Risiken ergibt sich aus ihrer möglichen Auswirkung auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen für New LANXESS. Einzelne Kategorien, bei denen die Chance oder das Risiko einer Zielabweichung von mehr als 5 % bezogen auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des Planungsjahres besteht, haben hierbei für uns eine mittlere bis hohe Bedeutung. Dies gilt auch für Gruppen, bei denen dieser Grenzwert lediglich kumuliert über alle jeweils zugeordneten Kategorien überschritten wird. Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements wurde für das Planungsjahr der Kategorie Rohstoffpreise eine mittlere bis hohe Bedeutung beigemessen. Bezogen auf unsere zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, ergibt sich bei dieser Kategorie gemäß den zugrunde liegenden Szenarien bzw. den getroffenen Wahrscheinlichkeitsannahmen eine mögliche positive bzw. eine nachteilige Zielabweichung von 11 bzw. 9 %. Im Vorjahr wurde auch den Kategorien Währung und wirtschaftliche Entwicklung eine mittlere bis hohe Bedeutung beigemessen. Die Kategorie wirtschaftliche Entwicklung ist nun der Gruppe Absatzmarkt zugeordnet. Die Kategorien Energie- und Umweltpolitik sowie Produktsicherheit der Gruppe rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance wurden der neuen Gruppe Sicherheit und Umwelt zugeordnet, die insbesondere durch die Risiken der Kategorie Energie und Umweltpolitik beeinflusst wird. Die Chancen und Risiken der anderen Kategorien dieser Gruppe haben nur eine sehr untergeordnete Bedeutung. Auch wenn außer der Kategorie Rohstoffpreise aus der Gruppe Beschaffungsmärkte alle anderen Kategorien oder Gruppen nur eine geringe Bedeutung für die Chancen- und Risikoberichterstattung für das Jahr 2018 haben, werden nachfolgend auch für die Kategorien und Gruppen, die im Vorjahr bedeutsam waren, mögliche positive bzw. negative Zielabweichungen dargestellt: Zusammenfassende Aussage zur Chancen- und Risikoposition Die Chemieindustrie befindet sich weltweit weiterhin in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess, mit dem naturgemäß wirtschaftliche Chancen und Risiken verbunden sind. Die auch in 2017 weiter vorangetriebene weltweite Neuausrichtung des LANXESS Konzerns verschafft uns jedoch Spielräume, durch die wir in der Lage sind, auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen weiterhin handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Zudem ermöglicht uns die Neuausrichtung, strategische und operative Chancen zu nutzen und Wachstumspotenziale auszuschöpfen. Mit der im Berichtsjahr erfolgten Akquisition von Chemtura haben wir unser Additiv-Geschäft deutlich ausgebaut und sind im Wachstumsmarkt für Flammschutz- und Schmierstoffadditive nun einer der großen Anbieter weltweit. Weiterhin konnten wir auch durch die im Vorjahr erfolgte Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours unsere Position in mittelgroßen und weniger zyklischen Märkten mit hoher Marge und guten Wachstumsaussichten weiter ausbauen. Es bleibt ein wichtiges Ziel unserer Strategie, die wirtschaftliche Abhängigkeit von einzelnen Branchen oder stark korrelierenden Märkten zu verringern. So wollen wir unter anderem unsere Präsenz in attraktiven Kundenindustrien mit innovativen Produktanwendungen ausbauen. Im Rahmen der Neuausrichtung haben wir im Vorjahr für ARLANXEO mit Saudi Aramco einen starken Partner gefunden, mit dem wir Chancen und Risiken im zyklischen und wettbewerbsintensiven Markt für synthetische Kautschuke teilen. Aufgrund unseres breiter diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios hat sich unsere Risikoexposition im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Alle Planungen unterliegen bestimmten Prognoserisiken, sodass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen, z.B. aufgrund von Veränderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten, grundsätzlich eingeschränkt ist. Einen schwer einschätzbaren Unsicherheitsfaktor stellen weiterhin die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits dar. Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen Finanzierungsstrukturen, unserer soliden Liquiditätsausstattung sowie der Handlungsspielräume, die sich aus der Neuausrichtung, insbesondere durch die im Berichtsjahr umgesetzten oder vereinbarten Veränderungen unseres Konzernportfolios ergeben, sind wir zuversichtlich, künftig auftretende Risiken zu bewältigen. In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden. Bilanz LANXESS Konzern AKTIVA scroll in Mio. € Anhang 31.12.2016 31.12.2017 Immaterielle Vermögenswerte (1) 494 1.769 Sachanlagen (2) 3.519 4.059 At equity bewertete Beteiligungen (3) 0 0 Sonstige Beteiligungen (4) 12 9 Langfristige derivative Vermögenswerte (5) 1 7 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (6) 19 20 Langfristige Ertragsteuerforderungen (7) 7 20 Latente Steuern (29) 442 442 Sonstige langfristige Vermögenswerte (8) 25 113 Langfristige Vermögenswerte 4.519 6.439 Vorräte (9) 1.429 1.680 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10) 1.088 1.316 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 355 538 Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte (11) 40 50 Kurzfristige derivative Vermögenswerte (5) 65 45 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (6) 2.130 7 Kurzfristige Ertragsteuerforderungen (7) 67 47 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (12) 184 274 Kurzfristige Vermögenswerte 5.358 3.957 Summe Aktiva 9.877 10.396 PASSIVA Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage 1.317 1.317 Sonstige Rücklagen 1.257 1.381 Konzernergebnis 192 87 Kumuliertes übriges Eigenkapital -214 -498 Anteile anderer Gesellschafter 1.176 1.126 Eigenkapital (13) 3.728 3.413 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (14) 1.249 1.490 Sonstige langfristige Rückstellungen (15) 319 460 Langfristige derivative Verbindlichkeiten (5) 7 2 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (16) 2.734 2.242 Langfristige Ertragsteuerschulden (17) 31 119 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (18) 93 99 Latente Steuern (29) 83 113 Langfristiges Fremdkapital 4.516 4.525 Sonstige kurzfristige Rückstellungen (15) 406 525 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (19) 889 1.048 Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten (5) 42 12 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (16) 78 633 Kurzfristige Ertragsteuerschulden (17) 44 61 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (18) 174 179 Kurzfristiges Fremdkapital 1.633 2.458 Summe Passiva 9.877 10.396 Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS Konzern scroll in Mio. € Anhang 2016 2017 Umsatzerlöse (21) 7.699 9.664 Kosten der umgesetzten Leistungen (22) -5.945 -7.519 Bruttoergebnis vom Umsatz 1.754 2.145 Vertriebskosten (23) -781 -953 Forschungs- und Entwicklungskosten (24) -131 -145 Allgemeine Verwaltungskosten (25) -303 -382 Sonstige betriebliche Erträge (26) 147 179 Sonstige betriebliche Aufwendungen (27) -222 -410 Operatives Ergebnis (EBIT) 464 434 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0 Zinserträge 9 8 Zinsaufwendungen -72 -93 Sonstiges Finanzergebnis -62 -24 Finanzergebnis (28) -125 -109 Ergebnis vor Ertragsteuern 339 325 Ertragsteuern (29) -144 -201 Ergebnis nach Ertragsteuern 195 124 davon auf andere Gesellschafter entfallend 3 37 davon den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) 192 87 Ergebnis je Aktie in € (unverwässert/verwässert) (30) 2,10 0,95 Gesamtergebnisrechnung LANXESS Konzern scroll in Mio. € 2016 2017 Ergebnis nach Ertragsteuern 195 124 Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -233 -48 Ertragsteuern 75 13 -158 -35 Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 179 -385 Finanzinstrumente 68 42 Ertragsteuern -20 -12 227 -355 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 69 -390 Gesamtergebnis 264 -266 davon auf andere Gesellschafter entfallend 56 -60 davon den Aktionären der LANXESS AG zustehend 208 -206 Eigenkapitalveränderungsrechnung LANXESS Konzern scroll in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige Rücklagen Konzernergebnis 31.12.2015 91 1.226 1.313 165 Thesaurierung 165 -165 Transaktionen mit Eigentümern -15 Dividendenzahlungen -55 Gesamtergebnis -151 192 Ergebnis nach Ertragsteuern 192 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -151 Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -222 Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe Finanzinstrumente Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern 71 31.12.2016 91 1.226 1.257 192 Thesaurierung 192 -192 Transaktionen mit Eigentümern 5 Dividendenzahlungen -64 Gesamtergebnis -9 87 Ergebnis nach Ertragsteuern 87 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -9 Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -11 Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe Finanzinstrumente Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern 2 31.12.2017 91 1.226 1.381 87 scroll in Mio. € Kumuliertes übriges Eigenkapital Anteil der Aktionäre der LANXESS AG Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital Währungsumrechnungen Finanzinstrumente 31.12.2015 -422 -63 2.310 13 2.323 Thesaurierung 0 0 Transaktionen mit Eigentümern 102 2 89 1.107 1.196 Dividendenzahlungen -55 0 -55 Gesamtergebnis 121 46 208 56 264 Ergebnis nach Ertragsteuern 192 3 195 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 121 46 16 53 69 Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -222 -11 -233 Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 121 121 58 179 Finanzinstrumente 65 65 3 68 Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern -19 52 3 55 31.12.2016 -199 -15 2.552 1.176 3.728 Thesaurierung 0 0 Transaktionen mit Eigentümern 5 13 18 Dividendenzahlungen -64 -3 -67 Gesamtergebnis -310 26 -206 -60 -266 Ergebnis nach Ertragsteuern 87 37 124 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -310 26 -293 -97 -390 Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -11 -37 -48 Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -310 -310 -75 -385 Finanzinstrumente 38 38 4 42 Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern -12 -10 11 1 31.12.2017 -509 11 2.287 1.126 3.413 Kapitalflussrechnung LANXESS Konzern scroll in Mio. € Anhang 2016 2017 Ergebnis vor Ertragsteuern 339 325 Abschreibungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 481 638 Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 0 1 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0 Ergebnis aus dem Finanzbereich 56 39 Gezahlte Ertragsteuern -184 -183 Veränderung der Vorräte -45 -15 Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -96 -101 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 94 44 Veränderung der übrigen Aktiva und Passiva 44 120 Zufluss aus operativer Tätigkeit (37) 689 868 Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -439 -547 Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 7 2 Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte -2.125 -110 Einzahlungen aus finanziellen Vermögenswerten 66 2.226 Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten, bereinigt um übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -198 -1.803 Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten, bereinigt um abgegangene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 9 Erhaltene Zinsen und Dividenden 10 56 Auszahlungen für externe Finanzierung von Pensionsverpflichtungen (CTA) -200 - Abfluss aus investiver Tätigkeit (37) -2.879 -167 Einzahlungen anderer Gesellschafter 1.194 18 Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 1.529 148 Auszahlungen für die Tilgung von Finanzschulden -422 -523 Zinszahlungen und sonstige Auszahlungen des Finanzbereichs -73 -84 Dividendenzahlungen -55 -67 Zufluss/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit (37) 2.173 -508 Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit -17 193 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 366 355 Währungsbedingte und sonstige Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6 -10 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. (37) 355 538 Anhang zum Konzernabschluss ALLGEMEINE ANGABEN Die LANXESS AG ist als Aktiengesellschaft in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter HRB 53652 eingetragen und hat ihren Firmensitz am Kennedyplatz 1,50569 Köln, Deutschland. Der von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der LANXESS AG sowie der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Konzernabschluss der LANXESS AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Vorstand der LANXESS AG hat den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 am 28. Februar 2018 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. AUFBAU UND BESTANDTEILE DES KONZERNABSCHLUSSES Der Konzernabschluss besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Kapitalflussrechnung und dem Anhang, welcher auch die Segmentberichterstattung enthält. Der Konzernabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders dargestellt, werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Fremdkapital unterschieden, deren Fristigkeit im Anhang teilweise weiter detailliert wird. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Sofern andere Bewertungskonzepte vorgeschrieben sind, werden diese verwendet; in den Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird hierauf gesondert hingewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr des vorliegenden Konzernabschlusses entspricht dem Kalenderjahr. ANGEWENDETE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN UND INTERPRETATIONEN Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach den in der Europäischen Union (EU) verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und diesbezüglichen Interpretationen sowie den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die folgenden Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen waren erstmals im Geschäftsjahr 2017 anzuwenden, sind aber derzeit für den LANXESS Konzern nicht oder nicht von wesentlicher Bedeutung: Standard/Interpretation scroll IAS 12 Ertragsteuern - Die Änderungen beinhalten Klarstellungen zum Ansatz aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen aus unrealisierten Verlusten IAS 7 Kapitalflussrechnung - Angabeninitiative - Die Änderungen erfordern erweiterte Angaben zur Entwicklung derjenigen Fremdkapitalkosten der Bilanz, bei denen verbundene Zahlungen in der Kapitalflussrechnung aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wurden oder zukünftig auszuweisen sind IFRS 12 Jährliche Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards, Zyklus 2014- 2016 - Anwendung der Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, welche nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Geschäftsbereiche klassifiziert sind VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN UND INTERPRETATIONEN Das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee haben Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2017 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und im LANXESS Konzern auch noch nicht angewendet wurden. Ihre Anwendung setzt zum Teil noch die Anerkennung durch die EU voraus. Im Einzelfall kann sich auch eine spätere verpflichtende Anwendung ergeben als nachstehend angegeben. Finanzinstrumente Das IASB hat im Juli 2014 die finale Version von IFRS 9 veröffentlicht. Hierin enthalten sind überarbeitete Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie Vorschriften zur Wertminderung von Finanzinstrumenten. Im Rahmen des „Expected Credit Loss Models“ werden nun neben eingetretenen auch zukünftig erwartete Verluste erfasst und somit Vorsorge getroffen. Zudem sind neue Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge Accountings eingeführt worden. Der neue Standard wurde im November 2016 von der EU übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der LANXESS Konzern macht von der Ausnahme der retrospektiven Anwendung des Standards Gebrauch und wendet die Bereiche Klassifizierung und Bewertung sowie Wertminderung von Finanzinstrumenten prospektiv ab dem 1. Januar 2018 an. Die neuen Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge Accountings werden hingegen retrospektiv angewandt. Im Oktober 2017 hat das IASB weitere Änderungen an IFRS 9 veröffentlicht. Diese betreffen vorzeitige Rückzahlungsoptionen mit negativer Vorfälligkeitsentschädigung und sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Aus der Umstellung auf die neuen Regelungen von IFRS 9 werden folgende Auswirkungen erwartet: • Die Anwendung der neuen Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergeben keine wesentlichen Effekte auf die Bilanzierung und Bewertung. Die Umstellung der am Stichtag zu Anschaffungskosten bilanzierten Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 9 Mio. € auf die Zeitwertbewertung führt zu keiner wesentlichen Veränderung der zu bilanzierenden Werte. Wesentliche Auswirkungen auf die zukünftige Bilanzierung werden ebenfalls nicht erwartet. • Die Umsetzung der neuen Regelungen zur Wertminderung von Finanzinstrumenten erfordert die Einschätzung eines erwarteten Verlustes basierend auf historischen Ausfällen und zukunftsbezogenen Ausfallerwartungen. Die Umstellung betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte im Sinne von IFRS 15 sowie externe Darlehen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bestehen Ausfallerwartungen in Höhe von ca. 1,3 % bzw. ca. 17 Mio. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese erhöhen sich zum Umstellungszeitpunkt am 1. Januar 2018 durch die Einführung der neuen Regelungen und den Einbezug von Vertragsvermögenswerten um ca. 0,1 % des Bilanzwertes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2017. Aufgrund historisch geringer Ausfallraten wird keine wesentliche Veränderung für das Geschäftsjahr 2018 erwartet. • Die Umsetzung der neuen Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge Accountings betrifft insbesondere die gesonderte Behandlung und Bewertung der Einzelkomponenten von Terminkursen bzw. den Ausschluss von Einzelkomponenten bei Fremdwährungssicherungsgeschäften. Im Wesentlichen erfolgt eine gesonderte Berücksichtigung der Sicherungskosten. Diese betragen zum Umstellungszeitpunkt am 1. Januar 2018 ca. 0,3 % der zum 31. Dezember 2017 abgesicherten Nominalwerte von Derivaten im Hedge Accounting (Cashflow-Hedges) und werden weiterhin im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Wesentliche Veränderungen werden für das Geschäftsjahr 2018 nicht erwartet. Zum Umstellungszeitpunkt am 1. Januar 2018 wird aus der Anwendung der neuen Regelungen zu IFRS 9 insgesamt eine Eigenkapitalbelastung nach latenten Steuern von ca. 1 Mio. € erwartet. Erlöse aus Verträgen mit Kunden Am 28. Mai 2014 hat das IASB den neuen Standard IFRS 15 veröffentlicht. IFRS 15 ersetzt im Wesentlichen die Standards IAS 11 und IAS 18 und führt im Rahmen eines Fünf-Stufen-Modells Grundprinzipien für die Erfassung von Umsatzerlösen ein. Diese Grundprinzipien betreffen insbesondere die Zuordnung der Umsatzerlöse auf die abgrenzbaren erbrachten Leistungen sowie Regelungen zur Umsatzerfassung in Bezug auf Zeitpunkt und -raum. Zudem werden die Bilanzposten Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten eingeführt. Auf diesen werden die Unterschiede zwischen der Umsatzerfassung nach IFRS 15 und den in Rechnung gestellten Lieferungen und Leistungen abgebildet. Der Standard enthält weitere Regelungen zu Detailfragestellungen und fordert die Offenlegung zusätzlicher Anhangangaben über Art, Höhe, zeitlichen Anfall sowie Unsicherheiten in Verbindung mit Erlösen aus Verträgen mit Kunden. Durch die im September 2015 veröffentlichte Änderung des IFRS 15 wurde der Erstanwendungszeitpunkt vom 1. Januar 2017 auf Geschäftsjahre verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Im April 2016 hat das IASB weitere Klarstellungen in Bezug auf Erleichterungen für die Erstanwendung, die Identifizierung von separaten Leistungsverpflichtungen, die Abgrenzung von Prinzipal und Agent sowie die Erfassung von Lizenzerträgen veröffentlicht. Während der Standard im September 2016 von der EU übernommen wurde, erfolgte die Übernahme der weiteren Klarstellungen im Oktober 2017. Aus der Anwendung der neuen Regelungen ab dem 1. Januar 2018 werden im Vergleich zur bisherigen Umsatzerfassung folgende Auswirkungen erwartet: • Ein Geschäftsmodell des LANXESS Konzerns ist die Herstellung von Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen. Im Sinne der Regelungen des IFRS 15 ist auf Basis aktueller Vertragsklauseln zukünftig der erwartete Gesamtverkaufserlös der Mindestabnahmemengen über die gesamte Vertragslaufzeit zu schätzen und auf die einzelnen Lieferungen zu allozieren. Die Änderungen führen zukünftig zu einer periodischen Verschiebung von Umsatzerlösen und zu einer Abbildung als Vertragsvermögenswert bzw. -verbindlichkeit. Die derzeitige Umsatzerfassung erfolgt hingegen zum Lieferzeitpunkt auf Basis des vereinbarten Verkaufspreises. Zum Umstellungszeitpunkt am 1. Januar 2018 ergeben sich hieraus Vertragsvermögenswerte in Höhe von ca. 0,2 % bzw. Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von ca. 0,1 % der Konzernumsatzerlöse 2017. Betroffen sind im Wesentlichen die Segmente Advanced Intermediates, Specialty Additives und ARLANXEO. Aufgrund der Auflösung der Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten über die teils mehrjährige Vertragslaufzeit der betroffenen Verträge werden keine wesentlichen Effekte auf die Konzernumsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2018 erwartet. • Ein weiteres Geschäftsmodell des LANXESS Konzerns ist die Herstellung von kundenspezifischen Produkten im Rahmen langfristiger Verkaufsverträge mit vertraglich fixierten Mindestabnahmemengen. Für die im Rahmen dieser Verträge hergestellten Produkte gibt es aus Sicht des LANXESS Konzerns im Sinne der Regelungen des IFRS 15 keine alternative Verwendungsmöglichkeit. Zudem besteht ein vertraglich durchsetzbarer Rechtsanspruch auf Vergütung der Mindestabnahmemengen. Somit sind die den Mindestabnahmemengen zuzuordnenden Umsätze auf Basis aktueller Vertragsklauseln zukünftig über den Herstellungszeitraum und damit früher zu erfassen. Die entsprechenden Forderungen werden bis zum Auslieferungszeitpunkt der Produkte als Vertragsvermögenswerte abgebildet. Die bisherige Umsatzerfassung erfolgt zum Lieferzeitpunkt. Zum Umstellungszeitpunkt am 1. Januar 2018 ergeben sich hieraus Vertragsvermögenswerte in Höhe von ca. 0,4 % der Konzernumsatzerlöse 2017 und gegenläufig ein vermindertes Vorratsvermögen in Höhe ca. 0,4 % der Konzernherstellungskosten 2017. Betroffen ist das Segment Advanced Intermediates. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Umstellungseffekt im Erstanwendungszeitpunkt, da in Folgeperioden die Umsatzerfassung auch im Herstellungszeitraum und damit früher erfolgt. Insofern werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernumsatzerlöse des Geschäftsjahres 2018 erwartet. • In allen Segmenten gibt es ein Geschäftsmodell, bei dem neben dem Produktverkauf auch die Organisation der Frachtleistung durchgeführt wird. Der Umsatzerfassungszeitpunkt bzw. -zeitraum richtet sich gemäß IFRS 15 nach der Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden. Die hierfür zu beurteilenden Kontrollübergangskriterien des IFRS 15 führen bei LANXESS aufgrund der vereinbarten Lieferkonditionen im Wesentlichen zu einer periodischen Verschiebung des Umsatzerfassungszeitpunkts an das Ende der Frachtleistung. Insofern ist die Frachtleistung grundsätzlich nicht als getrennte Leistungsverpflichtung zu behandeln. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 ergeben sich hieraus zum Umstellungszeitpunkt am 1. Januar 2018 ca. 2,1 % geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Bezug auf die Konzernumsatzerlöse 2017 und gegenläufig ein erhöhtes Vorratsvermögen in Höhe von ca. 2,1 % der Konzernherstellungskosten 2017. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Umstellungseffekt im Erstanwendungszeitpunkt, da bei zukünftigen Abschlussstichtagen eine periodische Verschiebung von Umsatzerlösen in ähnlicher Höhe erwartet wird. Daher werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernumsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2018 erwartet. Zum Umstellungszeitpunkt am 1. Januar 2018 wird aus der Anwendung der neuen Regelungen des IFRS 15 insgesamt eine Eigenkapitalbelastung nach latenten Steuern in Höhe von ca. 16 Mio. € erwartet. Leasing Am 13. Januar 2016 hat das IASB den neuen Standard IFRS 16 veröffentlicht, welcher den bisherigen Rechnungslegungsstandard IAS 17 ersetzt. Im Rahmen des IFRS 16 werden beim Leasingnehmer alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit auf Basis des Barwerts der Leasingzahlungen bilanziert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Abschreibungen auf das aktivierte Nutzungsrecht und Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit erfasst. Die Unterscheidung in operative und finanzielle Leasingverhältnisse für Leasingnehmer entfällt. Der neue Standard enthält zudem Wahlrechte hinsichtlich der Behandlung von kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie Leasingverhältnissen mit geringem Wert. Im Fall der Anwendung der Wahlrechte werden die Kosten für diese Leasingverhältnisse direkt im Aufwand erfasst. Für Leasinggeber sind keine wesentlichen Änderungen enthalten. Der neue Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 angewendet wird. Der Standard wurde im Oktober 2017 von der EU übernommen. Der LANXESS Konzern wird den neuen Standard ab dem 1. Januar 2019 anwenden. Der LANXESS Konzern hat im Geschäftsjahr 2016 ein Vorprojekt zur Einführung von IFRS 16 aufgesetzt. Erste Analysen der Betroffenheit wurden auf Konzernebene durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2017 ist die Auswahl der Systemlösung erfolgt. Die Vertragsaufnahme und systemseitige Implementierung wird im Geschäftsjahr 2018 durchgeführt. Wäre IFRS 16 schon zum 1. Januar 2018 anzuwenden, wären die in der Anhangangabe [33] aufgeführten zukünftigen Leasingzahlungen aus operativen Leasingverhältnissen diskontiert bilanziell zu erfassen. Entscheidungen zur Ausübung von Wahlrechten wurden noch nicht getroffen. Die nachfolgend aufgeführten Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen sind derzeit für den LANXESS Konzern nicht oder nicht von wesentlicher Bedeutung: scroll Standard/Interpretation Veröffentlichung Anwendungspflicht für LANXESS ab Geschäftsjahr Anerkennung durch EU IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 30.01.2014 − nein IFRS 10, IAS 28 Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen - Änderungen an IFRS 10, IAS 28 11.09.2014 − nein IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung - Änderungen an IFRS 2 - Klassifizierung und Bewertung 20.06.2016 2018 ja IFRS 4 Versicherungsverträge - Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente im Zusammen- hang mit IFRS 4 Versicherungsverträge 12.09.2016 2018 ja Diverse IAS und IFRS Jährliche Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards, Zyklus 2014-2016 (IFRS 1 und IAS 28) 08.12.2016 2018 ja IFRIC 22 Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen 08.12.2016 2018 nein IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - Änderungen an IAS 40 - Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 08.12.2016 2018 nein IFRS 17 Versicherungsverträge 18.05.2017 2021 nein IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 07.06.2017 2019 nein IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen - Änderungen an IAS 28 - Wertminderung langfristiger Anteile 12.10.2017 2019 nein Diverse IAS und IFRS Jährliche Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards, Zyklus 2015-2017 12.12.2017 2019 nein KONSOLIDIERUNG Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sofern die Geschäftsjahre von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nicht am 31. Dezember enden, werden zum Zwecke der Konsolidierung Zwischenabschlüsse aufgestellt. Konzerninterne Zwischengewinne und -verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind die LANXESS AG sowie alle Unternehmen, die die LANXESS AG beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht, wenn die LANXESS AG variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu einem Unternehmen ausgesetzt ist und die Verfügungsgewalt über das Unternehmen besitzt. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn Rechte bestehen, die der LANXESS AG die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten des Unternehmens zu lenken, um die variablen Rückflüsse wesentlich zu beeinflussen. In der Regel beruht die Beherrschung dabei auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit. Bei strukturierten Unternehmen basiert die Beherrschung im Normalfall auf vertraglichen Vereinbarungen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht. Nach der Equity-Methode werden Anteile an assoziierten Unternehmen, bei denen der LANXESS Konzern - in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes von 20 % bis 50 % - einen maßgeblichen Einfluss ausübt, und Anteile an Gemeinschaftsunternehmen bewertet. Unternehmen, die insgesamt von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind, werden nicht konsolidiert, sondern zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie eine Tabelle der Beteiligungsgesellschaften werden im Abschnitt „Berichterstattung zum Konsolidierungskreis“ gezeigt. Vollkonsolidierung Unternehmenszusammenschlüsse werden mithilfe der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs werden gezeigt als Summe aus den zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerten der übertragenen Vermögenswerte, der eingegangenen oder übernommenen Schulden und der gegebenenfalls im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden, die aus bedingten Gegenleistungsvereinbarungen resultieren. Die im Rahmen des Unternehmenserwerbs identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Für jeden Unternehmenserwerb besteht das individuelle Wahlrecht, gegebenenfalls nicht erworbene Anteile entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil am beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des erworbenen Unternehmens zu erfassen. Diese nicht beherrschenden Anteile werden in der Bilanz als Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten werden, sofern es sich nicht um Kosten für die Emission von Schuldtiteln oder Aktienpapieren handelt, als Aufwand erfasst. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich zum Erwerbszeitpunkt aus einem Überhang der Anschaffungskosten, möglicherweise bestehenden Anteilen anderer Gesellschafter sowie dem beizulegenden Zeitwert gegebenenfalls vorher gehaltener Eigenkapitalanteile über das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Unternehmens ergibt. Negative Geschäfts- oder Firmenwerte werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. At equity bewertete Beteiligungen Bei Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bewertet sind, werden die Anschaffungskosten jährlich um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Liegen Wertminderungen vor, die den Wert der jeweiligen Beteiligung übersteigen, werden vorhandene langfristige Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit der Beteiligung stehen, abgeschrieben. Wurden der Buchwert der Beteiligung und derartige Vermögenswerte auf null reduziert, werden zusätzliche Verluste in dem Umfang berücksichtigt und als Schuld angesetzt, in dem der Anteilseigner rechtliche oder faktische Verpflichtungen, z. B. zur Übernahme anteiliger Verluste, eingegangen ist oder Zahlungen für das Beteiligungsunternehmen geleistet hat. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung ermittelt, wobei ein Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz ausgewiesen wird. Gemeinschaftliche Tätigkeiten Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind Vereinbarungen, bei denen die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung ausüben, Rechte und Pflichten an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Schulden haben. LANXESS als gemeinschaftlich Tätiger bilanziert seinen Anteil an den gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten und gemeinschaftlich eingegangenen Schulden sowie seinen Anteil an den Erlösen und Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen. Transaktionen mit Eigentümern Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern, welche nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Transaktionen zwischen Eigenkapitalgebern des LANXESS Konzerns behandelt. Veränderungen der Eigentumsverhältnisse werden als Anpassung der Buchwerte zwischen beherrschenden und nicht beherrschenden Anteilen berücksichtigt. Differenzen zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistungen werden unmittelbar in den sonstigen Rücklagen erfasst und somit dem Anteil der Aktionäre der LANXESS AG zugeordnet. WÄHRUNGSUMRECHNUNG In den Einzelabschlüssen, die dem LANXESS Konzernabschluss zugrunde liegen, werden sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Termingeschäfte, die - aus wirtschaftlicher Sicht - zur Kurssicherung dienen, werden zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Aus der Währungsumrechnung resultierende Kursdifferenzen werden ergebniswirksam im Wechselkursergebnis innerhalb des sonstigen Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Jahresabschlüsse ausländischer Einheiten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (Konzept der funktionalen Währung). Bei der überwiegenden Mehrzahl der Beteiligungen ist dies die jeweilige Landeswährung, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die Umrechnung in Konzernwährung erfolgt bei Vermögenswerten und Schulden zum Kurs am Bilanzstichtag, bei Aufwendungen und Erträgen zum Jahresdurchschnittskurs. Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird in der Währung des erworbenen Unternehmens bilanziert und unabhängig vom Zeitpunkt seines Entstehens zum Stichtagskurs umgerechnet. Durch die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge wie auch der sonstigen Veränderungen des Jahres zu Durchschnittskursen ergeben sich gegenüber einer Umrechnung zu Stichtagskursen Unterschiedsbeträge, die im sonstigen Ergebnis gesondert als Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe ausgewiesen werden. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, erfolgt eine erfolgswirksame Realisierung der betreffenden Währungsumrechnungsdifferenzen im Gewinn oder Verlust. Der Währungsumrechnung liegen folgende für den LANXESS Konzern wesentliche Wechselkurse zugrunde: Wechselkurse scroll Stichtagskurs Durchschnittskurs 1 Euro 31.12.2016 31.12.2017 2016 2017 Argentinien ARS 16,70 22,63 16,33 18,74 Brasilien BRL 3,44 3,97 3,86 3,61 China CNY 7,32 7,80 7,35 7,63 Großbritannien GBP 0,86 0,89 0,82 0,88 Indien INR 71,60 76,60 74,34 73,51 Japan JPY 123,40 135,01 120,29 126,67 Kanada CAD 1,42 1,50 1,47 1,46 Singapur SGD 1,52 1,60 1,53 1,56 Südafrika ZAR 14,46 14,81 16,27 15,04 USA USD 1,05 1,20 1,11 1,13 BILANZIERUNGS‐ UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres und wurden stetig angewendet. Hiervon ausgenommen sind Änderungen, die sich durch neue oder geänderte Rechnungslegungsvorschriften ergeben haben, die erstmals im Geschäftsjahr 2017 verpflichtend anzuwenden waren und auf die im Abschnitt „Angewendete Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen“ hingewiesen wird. Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte enthalten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Software, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte von befristeter Nutzungsdauer sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, erfolgt linear über einen Zeitraum von 3 bis 20 Jahren. Die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr werden den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Darüber hinausgehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden Wertaufholungen vorgenommen, die weder den fortgeführten Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn in der Vergangenheit kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, noch den aktuell erzielbaren Betrag übersteigen. Der niedrigere Wert dieser beiden Größen wird angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden einmal jährlich stattfindenden Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Etwaige Wertminderungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wertaufholungen von Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht vorgenommen. Kosten für intern entwickelte Software, die in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen, werden aktiviert. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit Fertigstellung der Software. Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Unentgeltlich von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) oder einer vergleichbaren Behörde in anderen europäischen Ländern zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von null aktiviert. Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Gemäß IAS 36 werden solche Wertverluste anhand von Vergleichen mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Können diesen Vermögenswerten keine eigenen zukünftigen Finanzmittelflüsse zugeordnet werden, werden die Wertminderungen anhand der Finanzmittelflüsse der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit geprüft, der diese Vermögenswerte zuzurechnen sind. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen, die weder den fortgeführten Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn in der Vergangenheit kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, noch den aktuell erzielbaren Betrag übersteigen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie die anteiligen Kosten für die betriebliche Altersversorgung und die freiwilligen sozialen Leistungen des Unternehmens. Besteht die Verpflichtung, Sachanlagen zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder zurückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, wird der Barwert der hierfür anfallenden Zahlungen zusammen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in gleicher Höhe eine Rückstellung passiviert. Erstreckt sich die Bauphase von Sachanlagen über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden, direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden grundsätzlich sofort im Ergebnis erfasst. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die Maßnahme künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmt werden können. Aufwendungen für Generalüberholungen wichtiger Großanlagen werden in Höhe der Kosten der Maßnahme als Teil der betreffenden Vermögenswerte selbstständig angesetzt und linear über den Zeitraum bis zur nächsten Generalüberholung abgeschrieben. Sofern Sachanlagen aus wesentlichen Komponenten mit jeweils unterschiedlichem Zweck, unterschiedlicher Beschaffenheit oder unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten einzeln aktiviert und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Wenn Sachanlagen verkauft werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Planmäßige Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Ihnen liegen grundsätzlich die folgenden Nutzungsdauern zugrunde: Nutzungsdauern scroll Gebäude 20 bis 50 Jahre Andere Baulichkeiten 10 bis 20 Jahre Betriebsvorrichtungen 6 bis 20 Jahre Maschinen und Apparate 6 bis 12 Jahre Labor- und Forschungseinrichtungen 3 bis 5 Jahre Tank- und Verteilungsanlagen 10 bis 20 Jahre Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10 Jahre Leasing Gemietete Sachanlagen, bei denen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen wurden (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 im Zeitpunkt des Zugangs zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Ist ein späterer Eigentumsübergang des Leasinggegenstands unsicher, wird die Laufzeit des Leasingvertrags zugrunde gelegt, sofern diese kürzer ist. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Sie werden mit dem zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen ausgewiesen, sofern dieser Wert niedriger ist. In der Folge werden die Mindestleasingzahlungen in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt. Bei einem Leasingverhältnis, das nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt (operatives Leasingverhältnis), werden die Leasingraten als laufender Aufwand erfasst. In den Sachanlagen sind auch vom LANXESS Konzern vermietete bzw. verleaste Vermögenswerte enthalten, soweit bei den zugrunde liegenden Verträgen kein Finanzierungsleasing vorliegt. Ist der Kunde jedoch als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen, wird in Höhe der abgezinsten zukünftigen Miet- bzw. Leasingzahlungen eine Forderung aktiviert. Leasingverträge können in andere Kontrakte eingebettet sein. Besteht gemäß den IFRSRegelungen eine Trennungspflicht für ein eingebettetes Leasing, werden die Vertragsbestandteile separiert und nach den entsprechenden Regelungen bilanziert und bewertet. Finanzinstrumente Finanzinstrumente sind Vertragsverhältnisse, die bei einer Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und bei der anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu zählen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten. Andererseits gehören hierzu derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen eingesetzt werden. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald der LANXESS Konzern Vertragspartei der Finanzinstrumente wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Anrechte auf Zahlungen hieraus auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen und Risiken übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Erfüllungstag relevant. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge - unter Anwendung der Effektivzinsmethode - zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Sofern Wertminderungen aufgrund der Überprüfung der Werthaltigkeit zu berücksichtigen sind, werden diese über Wertberichtigungskonten erfasst. Beteiligungen sowie langfristige Eigenkapitalinstrumente werden als „zur Veräußerung verfügbar“ klassifiziert und zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, es sei denn, der beizulegende Zeitwert ist nicht verlässlich bestimmbar. In diesem Fall erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt und einer möglichen Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden mit ihrem anteiligen Eigenkapital entsprechend den Vorschriften des IAS 28 angesetzt. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Alle anderen originären finanziellen Vermögenswerte werden als „zur Veräußerung verfügbar“ klassifiziert und grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern sie nicht der Kategorie Kredite und Forderungen zuzurechnen sind. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird so lange direkt im sonstigen Ergebnis erfasst, mit Ausnahme von Wertberichtigungen und von Gewinnen und Verlusten aus der Währungsumrechnung, bis der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wird. Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Von der Möglichkeit, Finanzinstrumente bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten zu designieren, wurde kein Gebrauch gemacht. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte Im LANXESS Konzern abgeschlossene derivative Finanzinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag als Vermögenswert oder Verbindlichkeit ausgewiesen. Aus der Zeitwertänderung resultierende Wertänderungen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Soweit Fremdwährungsderivate bzw. Warentermingeschäfte, die zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme aus schwebenden Geschäften oder geplanten Transaktionen abgeschlossen werden, den Anforderungen des Rechnungslegungsstandards hinsichtlich des Hedge Accountings genügen, werden die Wertänderungen dieser Derivate bis zur Realisierung des Ergebnisses aus den abgesicherten Grundgeschäften gesondert im sonstigen Ergebnis erfasst. Die hier erfassten Beträge werden in der Folgezeit zeitgleich mit der Ergebnisauswirkung der gesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ergebnis bzw. in den Kosten der umgesetzten Leistungen berücksichtigt. Diejenigen Teile der Zeitwertänderung des Derivats, die hinsichtlich des abgesicherten Risikos als ineffektiv angesehen werden, werden unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Die Zeitwertänderungen von Zinsderivaten, die der Absicherung von variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten dienen, werden, soweit die Anforderungen eines Cashflow-Hedge-Accountings erfüllt sind, ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Folgezeit zeitgleich mit der Ergebnisauswirkung der gesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsergebnis berücksichtigt. Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf abgeschlossen und in diesem Sinne gehalten werden, werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte behandelt. Enthalten die Verträge eingebettete Derivate, werden die Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit denen des Basisvertrags verbunden sind. Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts Nachfolgend werden die wesentlichen Methoden und Annahmen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten dargestellt: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben in der Regel Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Buchwerte entsprechen daher den beizulegenden Zeitwerten. Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unter Berücksichtigung aktueller Zinsparameter diskontiert. Der beizulegende Zeitwert von Wertpapieren wird anhand von Marktpreisen am Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird anhand abgezinster zukünftiger Zins- und Tilgungszahlungen berechnet. Die Anleihen werden in einem aktiven und liquiden Markt gehandelt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem börsenmäßig festgestellten und veröffentlichten Preis. Sollte für eine Anleihe kein liquider Marktpreis vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis beobachtbarer Inputfaktoren und unter Verwendung risikoadäquater Diskontierungszinssätze ermittelt. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr entspricht der Buchwert grundsätzlich dem beizulegenden Zeitwert. Alle anderen Verbindlichkeiten werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abgezinst. Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entspricht der beizulegende Zeitwert dem Barwert der Nettoleasingraten unter Berücksichtigung des Marktzinses für gleichartige Leasingverträge. Die derivativen Finanzinstrumente werden im Wesentlichen in einem aktiven und liquiden Markt gehandelt. Die am Bilanzstichtag ausgewiesenen beizulegenden Zeitwerte resultieren im Wesentlichen aus Devisentermingeschäften sowie in geringem Umfang aus Warentermingeschäften. Diese werden mit der „Forward“-Methode aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. Im Falle fehlender Marktnotierungen erfolgt die Wertermittlung durch Einsatz anerkannter finanzmathematischer Berechnungsmethoden auf Basis beobachtbarer Marktdaten. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wird das eigene bzw. das Ausfallrisiko des Kontrahenten auf Basis der jeweiligen Nettoposition berücksichtigt. Vorräte Unter den Vorräten sind diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode ermittelten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Darüber hinaus werden die Kosten für die betriebliche Altersversorgung, für soziale Einrichtungen des Betriebs sowie für freiwillige soziale Leistungen des Unternehmens einbezogen, soweit sie dem Herstellungsbereich zuzuordnen sind. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen. Die Produkte werden nicht im Rahmen langfristiger Fertigungsprozesse hergestellt. Daher werden Fremdkapitalkosten, die im Laufe der Produktion anfallen, nicht in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten einbezogen. Aufgrund der Produktions- und Absatzgegebenheiten im LANXESS Konzern werden unfertige und fertige Erzeugnisse zusammengefasst ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Finanztitel mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt, werden wegen ihrer hohen Liquidität ebenfalls hierunter ausgewiesen. Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte und Schulden Vermögenswerte werden, soweit wesentlich, als „zur Veräußerung bestimmt“ ausgewiesen, wenn ihre Veräußerung sehr wahrscheinlich und im gegenwärtigen Zustand möglich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um ganze Unternehmensbereiche handeln. Eine Veräußerungsgruppe kann auch Schulden beinhalten, wenn diese Schulden zusammen mit den Vermögenswerten im Rahmen der Transaktion abgegeben werden. Vermögenswerte, die als „zur Veräußerung bestimmt“ klassifiziert sind, werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich identifizierbarer Veräußerungskosten, sofern dieser Wert niedriger als der Buchwert ist. Rückstellungen Ansatz und Bewertung der Rückstellungen erfolgen nach IAS 37, gegebenenfalls auch nach IAS 19 und IFRS 2, mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs. Soweit wesentliche Rückstellungen erst nach mehr als einem Jahr fällig werden und eine verlässliche Abschätzung der Auszahlungsbeträge bzw. -zeitpunkte möglich ist, wird für den langfristigen Anteil der entsprechende Barwert durch Abzinsung ermittelt und zurückgestellt. Soweit die Veränderung der Rückstellung aus dem Näherrücken des Erfüllungszeitpunkts resultiert (Zinseffekt), wird der entsprechende Aufwand im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Effekt in den Ergebnisbereichen erfasst, in denen ursprünglich die Bildung der Rückstellung erfolgte. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für leistungsorientierte Versorgungspläne gebildet. Der Rückstellungsbewertung liegt der mithilfe der Anwartschaftsbarwertmethode (Methode der laufenden Einmalprämien) ermittelte versicherungsmathematische Barwert der jeweiligen Verpflichtung zugrunde. Hierbei werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die erwartete Einkommens- und Rentenentwicklung berücksichtigt. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden vollständig im sonstigen Ergebnis der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden in einer nachfolgenden Berichtsperiode nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Zu den Personalrückstellungen gehören vor allem Jahressonderzahlungen und Zahlungen aus mehrjährigen Vergütungsprogrammen sowie sonstige Personalkosten. Die anteilsbasierten Mitarbeitervergütungsprogramme (LTSP - Long Term Stock Performance Plan) sehen einen Barausgleich vor. Verpflichtungen hieraus werden durch Rückstellungen berücksichtigt, deren Höhe dem beizulegenden Zeitwert des jeweils erdienten Anteils der Zusagen an die Mitarbeiter entspricht. Der beizulegende Zeitwert wird mithilfe der Monte-Carlo-Simulationstechnik ermittelt. Hierbei werden zukünftige Renditen simuliert und der Wert der gewährten Anrechte als zu erwartender Ausschüttungsbetrag ermittelt. Es wird eine zweidimensionale Normalverteilung der Renditen unterstellt. Der beizulegende Zeitwert der Anrechte wird zeitanteilig über die Sperrfrist (Erdienungszeitraum) als Rückstellung erfasst. Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm für Aufsichtsräte sieht einen variablen Barausgleich vor, sofern sich die LANXESS Aktie im Mandatszeitraum im Vergleich zu einem festgelegten Index besser entwickelt. Hieraus erwartete Verpflichtungen werden entsprechend als Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen für Restrukturierungen werden gebildet, wenn sich eine rechtliche oder faktische Verpflichtung auf Basis eines detaillierten Restrukturierungsplans ergibt, welcher von der jeweils entscheidungsbefugten Managementebene beschlossen und den betroffenen Mitarbeitern bzw. deren Vertretern kommuniziert wurde. Sie enthalten die den Restrukturierungsmaßnahmen direkt zurechenbaren Aufwendungen, die zur Erfüllung der Maßnahmen notwendig sind und nicht mit zukünftigem operativem Geschäft in Verbindung stehen. Der LANXESS Konzern bildet auch Rückstellungen für laufende oder wahrscheinliche Rechtsstreitigkeiten, wenn diese angemessen abgeschätzt werden können. Diese Rückstellungen decken alle geschätzten Gebühren und Rechtskosten sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Prozesskosten für Rechtsstreitigkeiten werden jedoch nur erfasst, wenn davon ausgegangen wird, dass diese von LANXESS zu tragen sind. Die zurückgestellten Beträge werden aufgrund von Mitteilungen und Kostenschätzungen der Anwälte des Unternehmens ermittelt. Solche Rückstellungen werden regelmäßig zusammen mit den Anwälten des Unternehmens überprüft und angepasst. Eventualverbindlichkeiten Bei Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Sie werden in der Bilanz - soweit nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses anzusetzen - nicht erfasst. Verbindlichkeiten Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über den zugrunde liegenden Zeitraum oder die voraussichtliche Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte aufgelöst und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im entsprechenden Funktionsbereich erfasst. Umsatzerlöse und sonstige Erlöse Umsatzerlöse - nach Abzug von Verkehrssteuern und Erlösschmälerungen - werden als realisiert betrachtet, sobald die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde. Dies ist bei Liefergeschäften dann der Fall, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergehen. Darüber hinaus müssen der wirtschaftliche Nutzen hinreichend wahrscheinlich sowie die angefallenen Kosten verlässlich bestimmbar sein. Kundenrabatte werden in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt. Erlöse wie z. B. Lizenzeinnahmen, Mieteinnahmen, Zinserträge oder Dividenden, die einem späteren Geschäftsjahr zuzurechnen sind, werden abgegrenzt. Forschungs- und Entwicklungskosten Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen zu aktivieren. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die darüber hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Da die Entwicklung und Weiterentwicklung von Produkten und Verfahren aber häufig mit Unsicherheiten hinsichtlich der Realisierbarkeit eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens verbunden ist, sind die Bedingungen für eine Aktivierung von Entwicklungskosten in der Regel nicht erfüllt. Ertragsteuern Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen landesspezifische Steuersätze zugrunde. Die Ertragsteuerforderungen und -schulden umfassen sowohl das jeweilige Geschäftsjahr als auch Sachverhalte aus Vorjahren. Den Bewertungen liegt die geltende Rechtslage unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung und herrschender Fachmeinung zugrunde. Unsichere Ertragsteuerpositionen werden mit ihrem Erwartungswert bilanziert, sofern deren Zahlung oder Rückerstattung als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Gemäß IAS 12 werden latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in Konzern- und Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf realisierbare steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Den Berechnungen liegen Steuerplanungsrechnungen und übliche bzw. realisierbare Steuerstrategien zugrunde. Es werden die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze, die jeweiligen Nutzungszeiträume sowie Verlustverrechnungsbeschränkungen berücksichtigt. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Der Buchwert latenter Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und nur in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um die latenten Steueransprüche zu nutzen. Aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen werden berücksichtigt, soweit es wahrscheinlich ist, dass die Verlustvorträge nutzbar sind. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Unternehmenserwerbe und -verkäufe Die Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschung werden die übernommenen Vermögenswerte und -schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die mit dem Unternehmenserwerb in Zusammenhang stehenden Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand der Periode, in der sie anfallen, erfasst. Verkäufe von Anteilen an Tochterunternehmen mit der Folge des Verlustes der Beherrschung werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Bei sukzessiven Anteilsveräußerungen ohne Verlust der Beherrschung wird der Rückgang der Mehrheitsanteile erfolgsneutral abgebildet und führt zu einem Anstieg der Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital. Wird nach dem Verlust der Beherrschung weiterhin ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt, wird eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder eine Beteiligung nach der Equity-Methode bilanziert. Sobald kein wesentlicher Einfluss mehr auf die Finanz- und Geschäftspolitik besteht wird die verbleibende Beteiligung als finanzieller Vermögenswert angesetzt und erfolgsneutral zum Zeitwert bilanziert. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des LANXESS Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Zahlungsströme aus der operativen Tätigkeit werden nach der indirekten Methode ermittelt. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten um Effekte aus der Währungsumrechnung und um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen bereinigt und sind somit nicht unmittelbar aus der Konzernbilanz ableitbar. Die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen werden als Abfluss aus investiver Tätigkeit gezeigt. Sie werden gekürzt um von Dritten hierfür gewährte Zuwendungen. Investitionen im Rahmen von Finanzierungsleasing sowie aktivierte Fremdkapitalkosten sind nicht enthalten. Eine Vergleichbarkeit mit den Investitionen des Anlagenspiegels ist insoweit nicht gegeben. Die Zahlungen aus operativen Leasingverhältnissen werden als Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit gezeigt. Auszahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, in denen LANXESS Leasingnehmer ist, werden als Abfluss aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen, während Einzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, in denen LANXESS Leasinggeber ist, als Zufluss aus investiver Tätigkeit gezeigt werden. Zahlungen für die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen, bei denen die späteren Rentenzahlungen direkt aus dem externen Pensionsvermögen erfolgen, werden der operativen Tätigkeit zugeordnet. Zahlungen für Ausfinanzierungen, bei denen LANXESS lediglich Erstattungsansprüche für zukünftig zu leistende Rentenzahlungen zustehen (CTA), werden in der investiven Tätigkeit ausgewiesen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb bzw. Verkauf von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten gezahlte Kaufpreise (bzw. erhaltene Verkaufspreise) werden abzüglich erworbener (bzw. abgegebener) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Bereich der investiven Tätigkeit gezeigt. Erhaltene Zinsen und Dividenden werden in den Zahlungsströmen aus investiver Tätigkeit ausgewiesen. Gezahlte Zinsen und Dividenden werden im Bereich der Finanzierungstätigkeit berücksichtigt. Vorgehensweise und Auswirkungen der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten im LANXESS Konzern wird zunächst analysiert, inwieweit Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine mögliche Wertminderung von Vermögenswerten bzw. mögliche Wertaufholung wertgeminderter Vermögenswerte hinweisen. Sofern sich hierbei Anzeichen ergeben, dass Vermögenswerte wertgemindert bzw. Wertaufholungen wertgeminderter Vermögenswerte erforderlich sein könnten, werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag verglichen. Diese Analysen werden im LANXESS Konzern mindestens einmal jährlich durchgeführt. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden für die Werthaltigkeitsprüfung von Vermögenswerten die Business Units des LANXESS Konzerns definiert, Ausnahme hiervon sind wie im Vorjahr weitere Untergliederungen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in den Business Units Advanced Industrial Intermediates (Advanced Industrial Intermediates und Antioxidants & Accelerators), Tire & Specialty Rubbers (Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers) und High Performance Elastomers (High Performance Elastomers und Keltan Elastomers). Sollten Anzeichen für Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten vorliegen, die auf einer Ebene unterhalb der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten angesiedelt sind, werden für diese Vermögenswerte Werthaltigkeitsprüfungen durchgeführt und, wenn erforderlich, Wertminderungen oder Wertaufholungen im Gewinn oder Verlust erfasst. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, werden einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Hierbei werden die Restbuchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, einschließlich der zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte, dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts der Business Unit Tire & Specialty Rubbers werden wie im Vorjahr die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers auf der Ebene einer Gruppe an zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getestet. Ferner bilden wie im Vorjahr die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Advanced Industrial Intermediates und Antioxidants & Accelerators für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts der Business Unit Advanced Industrial Intermediates eine Gruppe. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten des Abgangs und dem Nutzungswert. Ist der Restbuchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag, liegt in Höhe der Differenz unter Umständen ein Abwertungsverlust vor. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Kosten des Abgangs stellt zum jeweiligen Überprüfungszeitpunkt die bestmögliche Schätzung des Erlöses dar und ist der Betrag, der durch den Verkauf der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen Parteien nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Der Nutzungswert ist definiert als der Barwert der künftigen Zahlungsströme, die durch die fortlaufende Nutzung eines Vermögenswerts und dessen Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Die Prüfung auf Wertminderung bzw. Wertaufholung wird in einem ersten Schritt nach dem Verfahren des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs durchgeführt. Sofern der hierbei ermittelte Betrag den Restbuchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter- bzw. überschreitet, erfolgt eine Beurteilung des Nutzungswerts. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs wird in der Regel ein kapitalwertorientiertes Verfahren zugrunde gelegt, welches der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zuzuordnen ist (vgl. Anhangangabe [36], Abschnitt „Bewertung zum beizulegenden Zeitwert“). Die Bestimmung des erzielbaren Betrags auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs basiert in der Regel auf einer Prognose der künftigen Netto-Zahlungsströme. Als Grundlage dient die vom Management der LANXESS AG verabschiedete Planung. Diese beinhaltet Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung des erwarteten Marktumfelds und weiterer Einflussfaktoren, wie künftige Rohstoffpreise, Energiekosten, Funktionskosten, Wechselkurse und Investitionen. Zwischen den Einflussfaktoren bestehen wechselseitige Zusammenhänge, die sich in den erwarteten Netto-Zahlungsströmen widerspiegeln. Die Einschätzungen beruhen auf Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit unter Berücksichtigung interner sowie externer ökonomischer und industriespezifischer Informationsquellen. Erweiterungsinvestitionen, Reorganisationsprojekte und die daraus entstehenden Synergien, soweit diese auch durch einen externen Dritten nutzbar sind, werden bei den zukünftigen Netto-Zahlungsströmen im Rahmen dieser Einschätzungen berücksichtigt. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts wird eine entsprechende Prognose der künftigen Netto-Zahlungsströme vorgenommen. Hierbei finden jedoch zukünftige Mittelzu- und -abflüsse aus noch nicht begonnenen Erweiterungsinvestitionen, geplanten, aber nicht verabschiedeten Restrukturierungen sowie deren Synergien keine Berücksichtigung. Konzernfunktionsbereichskosten werden berücksichtigt, sofern ein potentieller Erwerber diese aufwenden müsste. Sowohl für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs wie auch für die Bestimmung des Nutzungswerts umfassen die Prognosen einen Zeitraum von fünf Jahren. Im Rahmen der Ermittlung der ewigen Rente wird grundsätzlich auf dem letzten Planungsjahr aufgesetzt und es werden keine Wachstumsraten berücksichtigt. Gegebenenfalls werden Anpassungen zur Abbildung des sogenannten eingeschwungenen Zustands in der ewigen Rente vorgenommen. Die künftigen Netto-Zahlungsströme werden mit einem gewogenen Kapitalkostensatz abgezinst. Der Kapitalkostensatz ergibt sich gemäß IAS 36 unter Anwendung kapitalmarktorientierter Modelle und durch Berücksichtigung einer branchenspezifischen Kapitalstruktur sowie branchenspezifischer Geschäftsrisiken der Chemieindustrie und ist aus externen Kapitalinformationen abgeleitet. Wenn im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung die Höhe von aufwandswirksamen Wertminderungen ermittelt wird, so erfolgt im ersten Schritt die Abschreibung vorhandener Geschäfts- oder Firmenwerte der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird anteilig auf die anderen langfristigen Vermögenswerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit entsprechend den den Werthaltigkeitsprüfungen zugrunde liegenden Restbuchwerten verteilt. Hierbei werden die unterhalb der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegenden langfristigen Vermögenswerte auf ihren erzielbaren Betrag hin beurteilt und eine Verlustverteilung nur bis zur Höhe des erzielbaren Betrags dieser Vermögenswerte vorgenommen. Ein übersteigender Wertminderungsaufwand, der diesen Vermögenswerten darüber hinaus zugeordnet worden wäre, wird anteilig auf die anderen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen werden in voller Höhe erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst und in der Segmentberichterstattung in den jeweiligen Segmentaufwendungen ausgewiesen. Ergeben sich im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte, weil die Anhaltspunkte für eine frühere Wertminderung nicht mehr bestehen oder sich geändert haben, erfolgt eine Wertaufholung auf maximal den Betrag, der sich bei Ausbleiben jener Wertminderung unter Anwendung der planmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Es werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Wertaufholungen werden in voller Höhe erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst und in der Segmentberichterstattung in den jeweiligen Segmenterträgen ausgewiesen. Die Ergebnisse der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäftsjahre 2016 und 2017 werden im folgenden Abschnitt erläutert. SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN UND ERMESSENSSPIELRÄUME Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS bedingt die Auswahl von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Einbeziehung von zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen, die sich auf den Wertansatz der aktivierten Vermögenswerte und passivierten Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken können. Alle getroffenen Annahmen und Schätzungen im Konzernabschluss basieren auf den Erwartungen des Managements. Erkenntnisse, die zu Schätzungsänderungen führen, werden laufend berücksichtigt und können gegebenenfalls zu einer Anpassung der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen. Nachfolgend werden die Annahmen und Schätzungen erläutert, die einen wesentlichen Einfluss auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden im LANXESS Konzern haben können. Der LANXESS Konzern führt Werthaltigkeitsprüfungen für einzelne oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, mindestens einmal jährlich durch. Darüber hinaus finden Überprüfungen der Werthaltigkeit anlassbezogen statt (vgl. Abschnitt „Vorgehensweise und Auswirkungen der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen“). Bei den im Geschäftsjahr 2017 durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen von Vermögenswerten können die getroffenen Annahmen und Schätzungen des Managements von den tatsächlichen Gegebenheiten in späteren Perioden abweichen, woraus sich ein Wertänderungsbedarf ergeben könnte. Erwartungen des Managements über zukünftige Netto-Zahlungsströme haben somit indirekt Auswirkung auf die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen Vermögenswerten. Den jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen liegt ein Diskontierungszinssatz nach Steuern von 7,2 % (Vorjahr: 5,8 %) und den Werthaltigkeitsprüfungen zum Abschlussstichtag ein Diskontierungszinssatz nach Steuern von 7,0 % (Vorjahr: 6,4 %) zugrunde. Die Prüfungen der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierender Einheiten ergaben für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 keinen Wertminderungsbedarf. Ein Wertaufholungsbedarf von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte wurde für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 nicht festgestellt. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs wurden kapitalwertorientierte Verfahren zugrunde gelegt, welche der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zuzuordnen sind. Die jährliche Prüfung der Werthaltigkeit der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt nach dem Verfahren des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden in lokaler Währung geführt. Zum 31. Dezember 2017 betrug der im Geschäftsjahr durch die Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura, Middlebury (USA), erworbene Geschäfts- oder Firmenwert unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten 611 Mio. €. Der Geschäftsbereich mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven wurde mit den LANXESS Geschäftsbereichen Plastic Additives und Lubricant Additives (Vorjahr: Business Unit Rhein Chemie Additives) in der neuen Business Unit Additives zusammengeführt und dem Segment Specialty Additives zugeordnet. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Business Unit Additives erhöhte sich zum 31. Dezember 2017 durch die Akquisition um 470 Mio. € auf 482 Mio. €. Für den ehemaligen Chemtura Geschäftsbereich Urethane wurde die Business Unit Urethane Systems gebildet und dem Segment Engineering Materials zugeordnet. Infolge der Akquisition ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 141 Mio. €. Die bisherigen Chemtura-Geschäfte mit Organometallen wurden in die LANXESS Business Unit Advanced Industrial Intermediates im Segment Advanced Intermediates integriert. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs wurde ein kapitalwertorientiertes Verfahren zugrunde gelegt, welches der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zuzuordnen ist. Am 18. Dezember 2017 erwarb der LANXESS Konzern einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 20 Mio. € aus der Akquisition sämtlicher Anteile an dem Biotech-Startup IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund (Deutschland). Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde der Business Unit Material Protection Products im Segment Performance Chemicals zugeordnet und zum Abschlussstichtag auf Werthaltigkeit geprüft. Durch den erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert und durch gegenläufige Wechselkurseffekte erhöhte sich der Geschäfts- oder Firmenwert bei der Business Unit Material Protection Products auf 133 Mio. € (Vorjahr: 125 Mio. €). Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs wurde ein kapitalwertorientiertes Verfahren zugrunde gelegt, welches der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zuzuordnen ist. Im Vorjahr erwarb der LANXESS Konzern einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 93 Mio. € durch die Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen vom US-amerikanischen Chemiekonzern Chemours. Der neu erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde der Business Unit Material Protection Products im Segment Performance Chemicals zugeordnet. Ein weiterer wesentlicher Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 66 Mio. € (Vorjahr: 76 Mio. €) entfällt auf die Business Unit Tire & Specialty Rubbers. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Die Business Unit High Performance Materials beinhaltet einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 18 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €). Der im Vorjahr genannte Geschäfts- oder Firmenwert der Business Unit Rhein Chemie Additives in Höhe von 21 Mio. € wurde auf die Business Unit Additives und die Business Unit Rhein Chemie übertragen. Hinsichtlich der Ermittlung der Netto-Zahlungsströme verweisen wir auf die in diesem und im vorherigen Kapitel erfolgten Angaben. Die Business Unit Additives und die Business Unit Rhein Chemie (vormalig Business Unit Rhein Chemie Additives) sind von verschiedenen weiterverarbeitenden Industrien abhängig. Die Business Unit Material Protection Products ist von der Entwicklung verschiedener Industrien und die Business Unit Tire & Specialty Rubbers im Wesentlichen von der Marktentwicklung der Reifen- und Automobilindustrie abhängig. Die Business Unit High Performance Materials und die Business Unit Urethane Systems sind im Wesentlichen von der Marktentwicklung der Automobilindustrie und verschiedener anderer Industrien geprägt. Die der Detailplanung zugrunde gelegten Einschätzungen der zukünftigen Marktentwicklungen sind von der jeweiligen Abnehmerindustrie abhängig und beruhen auf Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit unter Berücksichtigung interner sowie externer ökonomischer und industriespezifischer Informationsquellen. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Additives wurde ein Umsatzwachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 4 %, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Urethane Systems wurde ein Umsatzwachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 5 % geplant und für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Material Protection Products wurde ein Umsatzwachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 5 % (Vorjahr: 5 %) geplant. Für die Gruppe an zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Business Unit Tire & Specialty Rubbers liegt für den fünfjährigen Planungszeitraum ein Umsatzwachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 3 % (Vorjahr: 5 %) zugrunde. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit High Performance Materials wurde ein Umsatzwachstum in Höhe von durchschnittlich jährlich 2 % (Vorjahr: 2 %) geplant. Für die ewige Rente werden keine Wachstumsraten unterstellt. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden bei den Business Units Saltigo, Leather, High Performance Materials und Liquid Purification Technologies in der ewigen Rente niedrigere EBITDA-Werte als im letzten Planungsjahr zur Abbildung des eingeschwungenen Zustands angesetzt. Bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Material Protection Products und Keltan Elastomers wurden in der ewigen Rente höhere EBITDA-Werte als im letzten Planungsjahr zur Abbildung des eingeschwungenen Zustands angesetzt. Im Vorjahr wurden bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Leather, Keltan Elastomers und Butyl Rubber in der ewigen Rente niedrigere EBITDA-Werte als im letzten Planungsjahr zur Abbildung des eingeschwungenen Zustands angesetzt. In den Geschäftsjahren 2016 und 2017 ergab sich bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte kein Wertminderungsbedarf. Weder eine Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 1 %-Punkt noch eine Verminderung der zukünftigen Netto-Zahlungsströme um 10 % hätten zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte geführt. Auch der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen werden durch die getroffenen Annahmen über die Eintrittswahrscheinlichkeit, die zeitliche Verteilung, den zugrunde gelegten Abzinsungsfaktor sowie die absolute Höhe des Risikos beeinflusst. Der LANXESS Konzern hat für den Konzernabschluss 2017 eine gemäß IFRS vorgeschriebene Sensitivitätsanalyse für Rückstellungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Analyse wurden die möglichen Effekte aus der isolierten Variation der verwendeten Parameter ermittelt. Insbesondere wurden die prognostizierte Eintrittswahrscheinlichkeit, der Diskontierungszinssatz sowie die absolute Höhe des Risikos variiert. Die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse verdeutlichten, dass die untersuchten Variationen der oben beschriebenen Annahmen keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der sonstigen Rückstellungen im LANXESS Konzernabschluss haben. Hinsichtlich der Sensitivitätsanalysen in Bezug auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird auf die unter Anhangangabe [14] gemachten Anmerkungen verwiesen. Auch bei leistungsorientierten Versorgungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen und Schätzungen unumgänglich. Der Abschnitt „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ enthält Informationen über die Annahmen bezüglich der Bewertungsparameter, die für die versicherungsmathematischen Berechnungen und Schätzungen zugrunde gelegt wurden (vgl. Anhangangabe [14]). Des Weiteren ist der LANXESS Konzern von Rechtsstreitigkeiten betroffen. Als ein international tätiges Chemieunternehmen ist der LANXESS Konzern im Rahmen seines normalen Geschäftsbetriebs behördlichen oder gerichtlichen Verfahren ausgesetzt und könnte es auch in Zukunft sein. Behördliche und gerichtliche Verfahren werfen in der Regel schwierige Sachverhalts- und Rechtsfragen auf und sind Unwägbarkeiten unterworfen. Der Ausgang von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren kann nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. Es können z. B. aufgrund von gerichtlichen Entscheidungen zusätzliche Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch ausgewiesene Rückstellungen oder entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt sind sowie wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft, die Ertragslage oder die Zahlungsströme des LANXESS Konzerns haben können. Auch die Bildung von Rückstellungen für Umweltschutz- und Sanierungsmaßnahmen ist mit Unsicherheiten behaftet und erfordert Berechnungen und Schätzungen zukünftiger Kosten. Der Abschnitt „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen“ enthält diesbezügliche Informationen (vgl. Anhangangabe [15]). Zudem unterliegen Steuersachverhalte Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch Steuerbehörden. Auch wenn der LANXESS Konzern der Überzeugung ist, Steuersachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen können. Sofern Änderungen von Steuerfestsetzungen wahrscheinlich sind, wurden entsprechende Risikovorsorgen getroffen. Darüber hinaus werden Belastungen aus Steuerrisiken der Vorjahre als nicht wahrscheinlich angesehen. Im Falle nachteiliger Entwicklungen könnten sich für LANXESS jedoch zusätzliche Belastungen im unteren zweistelligen Mio.-€-Bereich ergeben. Den Berechnungen liegen insbesondere Erfahrungswerte aus den Ergebnissen früherer Steuerprüfungen und deren Auswirkungen für Folgezeiträume wie auch die geltende Rechtslage unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung sowie herrschender Fachmeinung zugrunde. Zudem bestehen aufgrund des kurzfristigen Inkrafttretens der US-Steuerreform Unsicherheiten in Einzelbereichen, insbesondere in Bezug auf die Einmalbesteuerung thesaurierter Gewinne von durch US-Gesellschaften gehaltenen Beteiligungen im Ausland. Insofern können sich in Zukunft Abweichungen zu den aktuellen Einschätzungen ergeben. Im Rahmen von Unternehmenserwerben erfordert die Anwendung der Erwerbsmethode bestimmte Schätzungen und Beurteilungen zum Erwerbszeitpunkt. Dies betrifft insbesondere die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts sowie die Einschätzung von Nutzungsdauern erworbener immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen und die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von übernommenen Schulden. Die Bewertung basiert im Wesentlichen auf zukünftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüssen. Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den zum Erwerbszeitpunkt zugrunde gelegten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen können das zukünftige Konzernergebnis wesentlich beeinflussen. Die Kaufpreisaufteilung erfolgt grundsätzlich unter Einbeziehung externer Gutachter. Bei Akquisitionen mit geringerem Wert werden der Kaufpreisaufteilung im Wesentlichen eigene Einschätzungen und Bewertungen zugrunde gelegt. Die Einschätzungen und Bewertungen basieren auf Kenntnissen, welche zum und unmittelbar nach dem Erwerbzeitpunkt vorliegen. Diese können innerhalb eines Jahres nach Erwerbszeitpunkt aufgrund neuer Informationen und Kenntnisse angepasst werden. Weitere wesentliche Schätzungen und Ermessensausübungen betreffen die Bestimmung der Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die Aktivierung von Entwicklungskosten, die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, die Bewertung von Vorräten sowie die Realisierbarkeit von Steuerforderungen und aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge. BERICHTERSTATTUNG ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS Der LANXESS Konzernabschluss umfasst neben der LANXESS AG als Muttergesellschaft alle in- und ausländischen Beteiligungsgesellschaften. scroll EMEA (ohne Deutschland) Deutschland Nordamerika Lateinamerika Asien/Pazifik Gesamt Vollkonsolidierte Unternehmen (inkl. Muttergesellschaft) 01.01.2017 24 9 7 5 18 63 Zugänge 16 7 7 3 13 46 Abgänge -1 -1 Verschmelzungen -4 -1 -5 31.12.2017 40 12 13 8 30 103 Konsolidierte assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen 01.01.2017 2 2 Zugänge 1 1 Abgänge 0 Verschmelzungen 0 31.12.2017 0 2 1 0 0 3 Nicht konsolidierte Unternehmen 01.01.2017 1 2 2 3 2 10 Zugänge 1 1 1 3 Abgänge 0 Verschmelzungen -1 -1 31.12.2017 2 3 1 4 2 12 Insgesamt 01.01.2017 25 13 9 8 20 75 Zugänge 17 8 8 4 13 50 Abgänge -1 -1 Verschmelzungen -4 -1 -1 -6 31.12.2017 42 17 15 12 32 118 Am 21. April 2017 erfolgte die Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura. Im Zuge dessen erwarb LANXESS sämtliche Anteile an der Chemtura Corporation, Middlebury (USA), sowie deren in- und ausländischen Beteiligungen. Infolge der Integration von Chemtura in den LANXESS Konzern ergaben sich Verschmelzungen in Deutschland sowie weltweite Umfirmierungen erworbener Gesellschaften. Des Weiteren wurde im Berichtszeitraum die IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund (Deutschland), erworben. Zudem wurde die ARLANXEO Branch Offices B.V., Maastricht (Niederlande), neu gegründet und vollkonsolidiert. Die International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA), wurde in 2017 veräußert sowie die LANXESS Elastomers Trading (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai (China), auf die LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Schanghai (China), verschmolzen. Im Vorjahr hat der LANXESS Konzern mit der Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken unter dem Namen ARLANXEO gegründet, an der beide Partner zu jeweils 50 % beteiligt sind. ARLANXEO wird weiterhin in den LANXESS Konzernabschluss einbezogen und vollkonsolidiert, da über die ausschlaggebende Stimme des von LANXESS gestellten Vorsitzenden des Gesellschafterausschusses von ARLANXEO die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik in entscheidenden Punkten zu bestimmen. ARLANXEO wird ein Jahr vor Ende der Vollkonsolidierung, d. h. ab dem 1. April 2018, als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft. Bei den nicht konsolidierten Gesellschaften wurde die LANXESS Additives Inc., Wilmington (USA), in LANXESS Solutions US Inc., Wilmington (USA), umfirmiert und in die vollkonsolidierte Gesellschaft Chemtura Corporation, Wilmington (USA), eingebracht. Letztere wurde in die LANXESS Solutions US Inc., Wilmington (USA), umfirmiert. Darüber hinaus wurde die Siebte LXS GmbH, Köln (Deutschland), gegründet. Des Weiteren waren in den Vorjahren die strukturierten Unternehmen Dirlem (Pty) Ltd., Modderfontein (Südafrika), und Rustenburg Chrome Employees Empowerment Trust, Modderfontein (Südafrika), in der Region EMEA (ohne Deutschland) in den Konzernabschluss einbezogen. Zweck der Gesellschaften war die Umsetzung einer Unternehmensbeteiligung für Mitarbeiter im Rahmen der Black-Economic-Empowerment-Gesetzgebung in Südafrika. Beherrschung lag vor, da die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten bei der Gründung durch LANXESS vorgegeben wurden. Aufgrund des Wegfalls kontrollbeeinflussender Rahmenbedingungen ist der maßgebliche Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten im Geschäftsjahr 2017 entfallen. Insofern werden die Gesellschaften nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den Gesellschaften Europigments, S.L., Barcelona (Spanien), und Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China), handelt es sich um Produktionsgesellschaften, an denen LANXESS einen Kapitalanteil von 52 % bzw. 90 % hält. Die Gesellschaften werden aufgrund des mehrheitlichen Stimmrechtsanteils von LANXESS beherrscht und vollkonsolidiert. Der Anteil anderer Gesellschafter an den Tätigkeiten und Zahlungsflüssen des LANXESS Konzerns ist unwesentlich. Die ARLANXEO-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China), ist eine Produktionsgesellschaft für Nitrilkautschuke. Der Kapitalanteil von LANXESS beträgt 50 %. Aufgrund der Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik in entscheidenden Punkten zu bestimmen, wird die Gesellschaft vollkonsolidiert. Die DuBay Polymer GmbH, Hamm (Deutschland), ist als gemeinschaftlich geführtes Unternehmen anteilig gemäß IFRS 11 als gemeinsame Geschäftstätigkeit in den Konzernabschluss einbezogen, da die beteiligten Partner die Führung gemeinsam ausüben und die Produktion gemeinsam im Wesentlichen abnehmen. Der Kapitalanteil von LANXESS beträgt 50 %. Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Produktion von PolybutylenterephthalatBasisharzen und -Mischungen für die gemeinschaftlich tätigen Gesellschafter sowie deren verbundene Unternehmen. Wesentliche Risiken bestehen aus dem Gesellschaftsverhältnis nicht. Die Rubicon LLC, Salt Lake City (USA), ist als gemeinschaftlich geführtes Unternehmen anteilig gemäß IFRS 11 als gemeinsame Geschäftstätigkeit in den Konzernabschluss einbezogen, da die beteiligten Partner die Führung gemeinsam ausüben und die Produktion vollumfänglich von den Partnern abgenommen wird. Der Kapitalanteil von LANXESS beträgt 50 %. Geschäftszweck der Gesellschaft ist im Wesentlichen die Produktion von Anilin, Diphenylaminen, Methylendiphenylisocyanaten sowie Polyolen für die gemeinschaftlich tätigen Gesellschafter sowie deren verbundene Unternehmen. Aus dem Gesellschaftsverhältnis bestehen für LANXESS keine wesentlichen Risiken. Zudem ist die Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), als assoziiertes Unternehmen im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt (vgl. Anhangangabe [3]). Der Kapitalanteil von LANXESS beträgt 40 %. Aufgrund der Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen in wesentlichen Punkten mitzuwirken, liegt ein maßgeblicher Einfluss vor. Die Gesellschaft erbringt im Wesentlichen Standortdienstleistungen in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Logistik für die LANXESS Produktionsstätten in Deutschland. Aus der Stellung als persönlich haftender Gesellschafter können zukünftig gegebenenfalls Kapitalnachschusspflichten entstehen. Die aus dem Gesellschaftsverhältnis bestehenden Liefer- und Leistungsbeziehungen werden in Anhangangabe [34] erläutert. Bei Gesellschaften in den Ländern Argentinien, Brasilien, China, Indien, Russland, Südafrika, Südkorea und Taiwan liegen aufgrund von regulierten Kapitalmärkten Beschränkungen bei Zahlungsmitteltransfers vor. Hiervon betroffen sind ca. 13 % (Vorjahr: 20 %) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte des LANXESS Konzerns. Die nicht konsolidierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da ihre kumulierten Finanzdaten weniger als 0,1 % des Konzernumsatzes und weniger als 0,1 % des Eigenkapitals betragen. Akquisitionen Am 21. April 2017 erfolgte die Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura, welcher ab diesem Zeitpunkt erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Im Zusammenhang mit der Übernahme von Chemtura erwarb LANXESS sämtliche Anteile an der Chemtura Corporation, Middlebury (USA), sowie deren in- und ausländischen Beteiligungen. Der Kaufpreis von rund 2,0 Mrd. € wurde über bereits im Vorjahr erfolgreich platzierte Unternehmensanleihen sowie aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert. LANXESS hat damit sein eigenes Additiv-Portfolio ausgebaut und wird in diesem Wachstumsfeld zu einem der führenden Anbieter weltweit. Das Geschäft mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven von Chemtura wurde mit den LANXESS Bereichen Plastic Additives und Lubricant Additives in der neuen Business Unit Additives zusammengeführt. Das Chemtura Geschäft mit Organometallen wurde in die LANXESS Business Unit Advanced Industrial Intermediates im Segment Advanced Intermediates integriert. Die Urethane-Sparte von Chemtura wird nun als Business Unit Urethane Systems geführt und bildet zusammen mit der Business Unit High Performance Materials das Segment Engineering Materials. Die Akquisition wurde als Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 bilanziert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden dabei die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Kaufpreisallokation wurde vor dem Hintergrund der zum und unmittelbar nach dem Erwerbszeitpunkt vorliegenden Kenntnisse durchgeführt. Gemäß IFRS kann die Kaufpreisallokation innerhalb eines Jahres nach Erwerbszeitpunkt aufgrund neuer Informationen und Kenntnisse angepasst werden. Hiervon können insbesondere Positionen, denen Annahmen und Schätzungen zugrunde liegen, betroffen sein. Dies sind im Wesentlichen Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten oder latente Steuern. Es ist nicht auszuschließen, dass sich auch bei anderen Positionen Änderungen ergeben können. Zurzeit liegen hierfür jedoch keine Anzeichen vor. Das erworbene Geschäft trug seit dem Akquisitionszeitpunkt mit 994 Mio. € zum Umsatz bei und hatte, im Wesentlichen bedingt durch Sondereinflüsse, einen negativen Einfluss von 112 Mio. € auf das Ergebnis des LANXESS Konzerns. Das Konzernergebnis wurde außerdem durch Effekte infolge der Kaufpreisallokation beeinträchtigt. Wäre das Geschäft bereits zum 1. Januar 2017 übernommen worden, hätte sich der Beitrag zum LANXESS Konzernumsatz um weitere ca. 455 Mio. € erhöht, während sich das Konzernergebnis nur geringfügig verändert hätte. Hierbei wurden Ergebniseffekte infolge der Neubewertung von Vermögenswerten und Schulden so berücksichtigt, als ob diese bereits zum 1. Januar 2017 erfolgt wären. Zwischenergebnisse zwischen Chemtura und LANXESS wurden hierbei eliminiert. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelten immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 769 Mio. € verteilen sich auf die Kundenbeziehungen in Höhe von 536 Mio. €, die Marken in Höhe von 105 Mio. € sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 128 Mio. €. Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 683 Mio. € spiegelt im Wesentlichen zusätzliche Absatzmöglichkeiten wider, die sich hauptsächlich mit neuen Kunden auf dem europäischen und nordamerikanischen Markt ergeben. Darüber hinaus schließt der Geschäfts- oder Firmenwert eine Verbesserung der Kostenstruktur, eine Verbesserung der Rohmaterialbeschaffung sowie eine höhere Produktionsauslastung mit ein. Der Geschäfts- oder Firmenwert verteilt sich auf die Business Unit Additives mit 525 Mio. € sowie Urethane Systems mit 158 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist als steuerlich nicht abzugsfähig anzusehen. Vom Gesamtkaufpreis in Höhe von 2.014 Mio. € entfällt ein Betrag von 38 Mio. € auf Zahlungsverpflichtungen gegenüber übernommenen Mitarbeitern. Die Ansprüche der Mitarbeiter resultieren aus anteilsbasierten Vergütungsprogrammen von Chemtura und basieren auf dem Preis, der im Rahmen der Akquisition je Chemtura-Aktie gezahlt wurde. Die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 noch ausstehenden Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 14 Mio. € werden unter den Personalrückstellungen ausgewiesen und haben eine Laufzeit bis 2020. Der Bruttobetrag der fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 221 Mio. €, von denen erwartungsgemäß 2 Mio. € uneinbringlich sind. Im sonstigen langfristigen Fremdkapital in Höhe von 326 Mio. € sind Eventualverbindlichkeiten im einstelligen Mio.-€-Bereich enthalten. Im Zusammenhang mit dieser Akquisition wurden in der Berichtsperiode Transaktionskosten von 2 Mio. € unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die wesentlichen Transaktionskosten waren bereits im Vorjahr angefallen und wurden als Sondereinflüsse klassifiziert. Hierzu verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)“ im Lagebericht. In der folgenden Tabelle sind die Effekte aus der Akquisition auf die Vermögenslage des Konzerns dargestellt: Zugänge aus Akquisition scroll in Mio. € Beizulegende Zeitwerte bei Erstkonsolidierung Immaterielle Vermögenswerte 769 Sachanlagen 847 Vorräte 349 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 219 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 215 Sonstige Vermögenswerte 246 Summe Aktiva 2.645 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 217 Sonstiges langfristiges Fremdkapital 339 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 169 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 461 Sonstiges kurzfristiges Fremdkapital 128 Summe Passiva (ohne Eigenkapital) 1.314 Nettovermögen (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) 1.331 Anschaffungskosten 2.014 Geschäfts- oder Firmenwert 683 Am 18. Dezember 2017 hat LANXESS alle Anteile an dem Biotech-Startup IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund (Deutschland), erworben und dadurch seine Kompetenzen im Bereich Biotechnologie erweitert. IMD Natural Solutions entwickelt in seinem Labor in Dortmund natürliche Wirkstoffe für die Getränke-, Nahrungsmittel- und Konsumgüterindustrie. Das Kernprodukt befindet sich aktuell in der Registrierungsphase. Der erste Markteintritt ist für 2018 in den USA geplant. Das Unternehmen wurde der Business Unit Material Protection Products im Segment Performance Chemicals zugeordnet. Die Akquisition wurde als Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 bilanziert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden dabei die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Kaufpreisallokation wurde vor dem Hintergrund der zum und unmittelbar nach dem Erwerbszeitpunkt vorliegenden Kenntnisse durchgeführt. Gemäß IFRS kann die Kaufpreisallokation innerhalb eines Jahres nach Erwerbszeitpunkt aufgrund neuer Informationen und Kenntnisse angepasst werden. Hiervon können grundsätzlich sämtliche Positionen betroffen sein, die in die Kaufpreisallokation eingeflossen sind. Als Teil der Kaufvereinbarung wurden mit den Verkäufern bedingte Gegenleistungen mit einem beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2017 von 11 Mio. € vereinbart. Die bedingten Gegenleistungen, deren Zahlung als hochwahrscheinlich angesehen wird, sind zum Jahresende 2017 in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten. Im Rahmen der Akquisition sind keine wesentlichen Transaktionskosten angefallen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist als steuerlich nicht abzugsfähig anzusehen. Der erstmalige Einbezug in den Konzernabschluss erfolgte zum 31. Dezember 2017. In der folgenden Tabelle sind die Effekte aus der Akquisition auf die Vermögenslage des Konzerns dargestellt: scroll in Mio. € Beizulegende Zeitwerte bei Erstkonsolidierung Immaterielle Vermögenswerte 15 Sachanlagen - Vorräte - Sonstige Vermögenswerte 1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 Summe Aktiva 17 Langfristiges Fremdkapital 7 Kurzfristiges Fremdkapital - Summe Passiva (ohne Eigenkapital) 7 Nettovermögen (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) 10 Anschaffungskosten 30 Geschäfts- oder Firmenwert 20 Desinvestitionen Am 31. Oktober 2017 veräußerte LANXESS sein US-amerikanisches Tochterunternehmen International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA), an die kanadische Superior Plus Corporation, Toronto (Kanada). LANXESS hatte das Chlorine-Dioxide-Geschäft im Zuge der Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen vom US-amerikanischen Chemiekonzern Chemours im vergangenen Jahr übernommen und in die Business Unit Material Protection Products im Segment Performance Chemicals integriert. Im Rahmen dieser Veräußerung ist ein Nettovermögen von 4 Mio. € abgegangen. Dieses Nettovermögen setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Vorräten von 2 Mio. €, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 5 Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 4 Mio. €. Der Ertrag in Höhe von 5 Mio. € aus der Veräußerung dieser Gesellschaft wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Sonstige Erläuterungen zum Konsolidierungskreis In der folgenden Tabelle sind die Beteiligungsgesellschaften nach § 313 Abs. 2 HGB aufgeführt: Name und Sitz der Gesellschaft scroll Kapitalanteil in % Vollkonsolidierte Unternehmen Deutschland LANXESS AG, Köln - ARLANXEO Deutschland GmbH, Dormagen 100 Bond-Laminates GmbH, Brilon 100 IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin 100 IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund 100 LANXESS Accounting GmbH, Köln 100 LANXESS Buna GmbH, Marl 100 LANXESS Deutschland GmbH, Köln 100 LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen 100 LANXESS OMS Holding GmbH, Bergkamen 100 LANXESS Organometallics GmbH, Bergkamen 100 Saltigo GmbH, Leverkusen 100 EMEA (ohne Deutschland) Anderol B.V., Venlo (Niederlande) 100 Antec International Ltd., Sudbury, Suffolk (Großbritannien) 100 ARLANXEO Belgium N.V., Zwijndrecht (Belgien) 100 ARLANXEO Branch Offices B.V., Maastricht (Niederlande) 100 ARLANXEO Elastomères France S.A.S., Lillebonne (Frankreich) 100 ARLANXEO Emulsion Rubber France S.A.S., La Wantzenau (Frankreich) 100 ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande) 50 ARLANXEO Netherlands B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) 100 ARLANXEO Switzerland S.A., Granges-Paccot (Schweiz) 100 Chemours Jersey Ltd., St Helier (Jersey) 100 Chemtura France S.A.S., Fitz James (Frankreich) 100 Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) 52 Great Lakes Chemical (Netherlands) B.V., Amsterdam (Niederlande) 100 Great Lakes Holding S.A.S., Fitz James (Frankreich) 100 LANXESS (Pty) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 100 LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) 100 LANXESS CISA (Pty) Ltd., Newcastle (Südafrika) 100 LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) 100 LANXESS Chrome Mining (Pty) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 74 LANXESS Epierre SAS, Epierre (Frankreich) 100 LANXESS Holding Switzerland AG, Frauenfeld (Schweiz) 100 LANXESS Holding UK Unlimited, Manchester (Großbritannien) 100 LANXESS Investments Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) 100 LANXESS Kimya Ticaret Limited Şirketi, Istanbul (Türkei) 100 LANXESS Limited, Newbury (Großbritannien) 100 LANXESS Manufacturing Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) 100 LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) 100 LANXESS S.A.S., Courbevoie (Frankreich) 100 LANXESS S.r.l., Mailand (Italien) 100 LANXESS Sales Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) 100 LANXESS Services Switzerland GmbH, Frauenfeld (Schweiz) 100 LANXESS Solutions Belgium N.V., Antwerpen (Belgien) 100 EMEA (ohne Deutschland) LANXESS Solutions Italy S.r.L., Latina (Italien) 100 LANXESS Solutions UK Ltd., Manchester (Großbritannien) 100 LANXESS Switzerland GmbH, Frauenfeld (Schweiz) 100 LANXESS Urethanes UK Ltd., Baxenden NR Accrington (Großbritannien) 100 OOO LANXESS, Moskau (Russland) 100 OOO LANXESS Lipetsk, Lipetsk (Russland) 100 Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) 100 Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury (Großbritannien) 100 Nordamerika ARLANXEO Canada Inc., Sarnia (Kanada) 100 ARLANXEO USA Holdings Corp., Pittsburgh (USA) 100 ARLANXEO USA LLC, Pittsburgh (USA) 100 Assured Insurance Company, Montpelier (USA) 100 Great Lakes Chemical Corporation, Wilmington, New Castle (USA) 100 LANXESS Canada Co./Cie, Elmira (Kanada) 100 LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) 100 LANXESS Holding Company US Inc., Wilmington, New Castle (USA) 100 LANXESS Laurel US LLC, Wilmington, New Castle (USA) 100 LANXESS Services US LLC, Wilmington, New Castle (USA) 100 LANXESS Solutions US Inc., Wilmington, New Castle (USA) 100 LANXESS Sybron Chemicals Inc., Birmingham (USA) 100 Sybron Chemical Holdings Inc., Birmingham (USA) 100 Lateinamerika ARLANXEO Brasil S.A., Duque de Caxias (Brasilien) 100 Chemtura Corporation Mexico, S. de R.L. de C.V., Atizapan de Zaragoza (Mexiko) 100 LANXESS Indüstria de Poliuretanos e Lubrificantes Ltda., Rio Claro (Brasilien) 100 LANXESS Indüstria de Produtos Quimicos e Plästicos Ltda., São Paulo (Brasilien) 100 LANXESS S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) 100 LANXESS S.A., Buenos Aires (Argentinien) 100 LANXESS Laurel de Mexico, S.A. de C.V., Reynosa (Mexiko) 100 Rhein Chemie Uruguay S.A., Colonia (Uruguay) 100 Asien/Pazifik ARLANXEO High Performance Elastomers (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) 100 ARLANXEO Singapore Pte. Ltd, Singapur (Singapur) 100 ARLANXEO-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China) 50 Chemtura Chemicals Nanjing Co. Ltd., Nanjing (China) 100 Chemtura China Holding Co. Ltd., Schanghai (China) 100 Chemtura Shanghai Co. Ltd., Schanghai (China) 100 LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) 100 LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) 100 LANXESS (Ningbo) Pigments Co., Ltd., Ningbo City (China) 100 LANXESS (Wuxi) High Performance Composite Materials Company Limited, Wuxi (China) 100 LANXESS Additives Hong Kong Ltd., Hongkong (Hong Kong) 100 LANXESS Additives Taiwan Ltd., Kaohsiung (Taiwan) 100 LANXESS Advanced Materials (Nantong) Co. Ltd., Nantong (China) 100 LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Schanghai (China) 100 LANXESS Electronic Materials L.L.C., Gyeonggi-do (Korea) 100 LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) 100 LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) 100 LANXESS K.K., Tokio (Japan) 100 LANXESS Korea Limited, Seoul (Südkorea) 100 Asien/Pazifik LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100 LANXESS Pty. Ltd., Granville (Australien) 100 LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Schanghai (China) 100 LANXESS Solutions Australia Pty. Ltd., West Gosford (Australien) 100 LANXESS Solutions India Private Ltd., Neu-Delhi (Indien) 100 LANXESS Solutions Japan K.K., Tokyo (Japan) 100 LANXESS Solutions Korea Inc., Gyeonggi-do (Korea) 100 LANXESS Solutions Singapore Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100 LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Schanghai (China) 100 LANXESS Taiwan Ltd., Kaohsiung (Taiwan) 100 Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) 90 Gemeinschaftlich geführte Unternehmen Deutschland DuBay Polymer GmbH, Hamm 50 Nordamerika Rubicon LLC, Salt Lake City (USA) 50 At equity bewertetes assoziiertes Unternehmen Deutschland Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen 40 Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung Deutschland LANXESS Middle East GmbH, Köln 100 LANXESS Digital GmbH, Berlin 100 Siebte LXS GmbH, Köln 100 EMEA (ohne Deutschland) Gulf Stabilizers Industries Sales FZCO, Dubai (VAE) 52 W. Hawley & Son Ltd., Newbury (Großbritannien) 100 Nordamerika LANXESS Energy LLC, Wilmington, New Castle (USA) 100 Lateinamerika Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) 100 Crompton Servicios, S.A. de C.V., Atizapan de Zaragoza (Mexiko) 100 Petroflex Trading S.A., Montevideo (Uruguay) 100 Asien/Pazifik LANXESS Thai Co., Ltd., Bangkok (Thailand) 100 PCTS Specialty Chemicals Malaysia (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (Malaysia) 100 Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung Lateinamerika Hidrax Ltda., Taboäo da Serra (Brasilien) 39 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (1) Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt: Veränderung immaterielle Vermögenswerte 2016 scroll in Mio. € Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Summe Bruttowerte 31.12.2015 148 368 36 552 Akquisitionen 93 94 - 187 Investitionen - 10 15 25 Abgänge - -7 0 -7 Umbuchungen - 15 -15 0 Währungsänderungen 20 7 0 27 Bruttowerte 31.12.2016 261 487 36 784 Abschreibungen 31.12.2015 -12 -240 0 -252 Abschreibungen 2016 - -33 0 -33 davon außerplanmäßig - 0 0 0 Wertaufholungen - - - 0 Abgänge - 4 0 4 Umbuchungen - 0 0 0 Währungsänderungen -1 -8 - -9 Abschreibungen 31.12.2016 -13 -277 0 -290 Nettowerte 31.12.2016 248 210 36 494 Veränderung immaterielle Vermögenswerte 2017 scroll in Mio. € Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Summe Bruttowerte 31.12.2016 261 487 36 784 Akquisitionen 703 784 - 1.487 Investitionen - 17 22 39 Abgänge - -9 0 -9 Umbuchungen - 9 -9 0 Währungsänderungen -98 -92 0 -190 Bruttowerte 31.12.2017 866 1.196 49 2.111 Abschreibungen 31.12.2016 -13 -277 0 -290 Abschreibungen 2017 - -75 0 -75 davon außerplanmäßig - -9 0 -9 Wertaufholungen - - - 0 Abgänge - 7 0 7 Umbuchungen - 0 0 0 Währungsänderungen 2 14 - 16 Abschreibungen 31.12.2017 -11 -331 0 -342 Nettowerte 31.12.2017 855 865 49 1.769 Die Veränderungen aus Akquisitionen im Geschäftsjahr 2017 betreffen den Erwerb des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura sowie des Biotech-Startups IMD Natural Solutions GmbH mit Sitz in Dortmund. (2) Sachanlagen Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt: Veränderung Sachanlagen 2016 scroll in Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Bruttowerte 31.12.2015 1.821 7.478 336 311 9.946 Akquisitionen 4 11 0 1 16 Investitionen 25 129 21 262 437 Abgänge -10 -138 -22 0 -170 Umbuchungen 30 165 16 -211 0 Währungsänderungen 30 110 7 14 161 Bruttowerte 31.12.2016 1.900 7.755 358 377 10.390 Abschreibungen 31.12.2015 -979 -5.268 -250 -2 -6.499 Abschreibungen 2016 -61 -353 -34 0 -448 davon außerplanmäßig -2 -6 -1 0 -9 Wertaufholungen 0 0 0 - 0 Abgänge 7 137 22 0 166 Umbuchungen 0 0 0 0 0 Währungsänderungen -13 -72 -4 -1 -90 Abschreibungen 31.12.2016 -1.046 -5.556 -266 -3 -6.871 Nettowerte 31.12.2016 854 2.199 92 374 3.519 Veränderung Sachanlagen 2017 scroll in Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Bruttowerte 31.12.2016 1.900 7.755 358 377 10.390 Akquisitionen 204 586 8 49 847 Investitionen 18 148 19 336 521 Abgänge -12 -78 -17 -4 -111 Umbuchungen 38 193 17 -248 0 Währungsänderungen -99 -311 -13 -20 -443 Bruttowerte 31.12.2017 2.049 8.293 372 490 11.204 Abschreibungen 31.12.2016 -1.046 -5.556 -266 -3 -6.871 Abschreibungen 2017 -81 -443 -39 -1 -564 davon außerplanmäßig -12 -28 -1 -1 -42 Wertaufholungen 0 1 - - 1 Abgänge 11 80 17 2 110 Umbuchungen 0 0 0 0 0 Währungsänderungen 26 145 8 0 179 Abschreibungen 31.12.2017 -1.090 -5.773 -280 -2 -7.145 Nettowerte 31.12.2017 959 2.520 92 488 4.059 Die Veränderungen aus Akquisitionen im Geschäftsjahr 2017 betreffen den Erwerb des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura sowie des Biotech-Startups IMD Natural Solutions GmbH mit Sitz in Dortmund. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Grundstücke und Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden aufgrund von Reorganisationen bzw. sonstigen wertmindernden Ereignissen erfasst. Die im Geschäftsjahr 2017 ausgewiesenen Wertaufholungen entfielen auf Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Einzelvermögenswerte. Vermögenswerte, die im Wege von Finanzierungsleasingverträgen genutzt werden, sind in den bilanzierten Sachanlagen mit folgenden Brutto- und Nettowerten enthalten: Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Bruttowert Nettowert Bruttowert Nettowert Gebäude 4 2 4 3 Technische Anlagen und Maschinen 88 56 86 47 Betriebs- und Geschäftsausstattung 19 10 16 8 111 68 106 58 Direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten werden in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) aktiviert. Für die Aktivierung wird im Konzern im Jahresdurchschnitt ein Fremdkapitalkostensatz von 2,7 % (Vorjahr: 3,5 %) zugrunde gelegt. (3) At equity bewertete Beteiligungen Die Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), wird wie im Vorjahr nach der Equity-Methode einbezogen. Die wesentlichen Posten der Ergebnisrechnung sowie der Bilanz ergeben sich aus den nachfolgenden Tabellen: Angaben zur Ergebnisrechnung scroll in Mio. € 2016 2017 Umsatzerlöse 1.212 1.304 Operatives Ergebnis (EBIT) 110 105 Ergebnis nach Ertragsteuern 81 61 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -57 28 Gesamtergebnis 24 89 Angaben zur Bilanz scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Langfristige Vermögenswerte 739 810 Kurzfristige Vermögenswerte 582 462 Summe Vermögenswerte 1.321 1.272 Langfristiges Fremdkapital 1.106 1.076 Kurzfristiges Fremdkapital 307 315 Summe Fremdkapital 1.413 1.391 Eigenkapital -92 -119 Anpassung an LANXESS Anteile und Equity-Bewertung 45 62 Anteiliger bilanziell nicht erfasster Verlust 47 57 At equity bewertete Beteiligungen 0 0 Der Beteiligungsbuchwert der Currenta GmbH & Co. OHG beträgt unverändert zum Vorjahr 0 Mio. €. Am Bilanzstichtag wurde ein anteiliger bilanzieller Verlust in Höhe von 57 Mio. € nicht erfasst (Vorjahr: 47 Mio. €). Die Veränderung ergibt sich aus der verlusterhöhenden Gewinnabführung in Höhe von 45 Mio. €, der verlustmindernden Ergebnisfortschreibung in Höhe von 24 Mio. € sowie der verlustmindernden im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne in Höhe von 11 Mio. €, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden. Im Vorjahr führten die Ergebnisfortschreibung in Höhe von 32 Mio. € sowie im Wesentlichen die im sonstigen Ergebnis zu erfassenden Verluste in Höhe von 23 Mio. € zu einer Reduzierung des bilanziell nicht erfassten Verlustes um 7 Mio. €. (4) Sonstige Beteiligungen Unter dieser Position werden Anteile an sonstigen Beteiligungen in Höhe von 9 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €) ausgewiesen. Die sonstigen Beteiligungen, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert werden, enthalten zum 31. Dezember 2017 mit Ausnahme der Anteile an der BioAmber Inc., Minneapolis (USA), ausschließlich nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte zum Stichtag nicht zuverlässig bestimmbar sind und die daher zu Anschaffungskosten bilanziert werden. Derzeit bestehen keine Pläne zur Veräußerung dieser Beteiligungen. (5) Derivative Finanzinstrumente Die im LANXESS Konzern bestehenden derivativen Finanzinstrumente betreffen Devisentermin-, Warentermin- und Zinsterminkontrakte sowie aus Verträgen abgetrennte eingebettete Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung und sind im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2017 mit beizulegenden Zeitwerten in Höhe von 52 Mio. € (Vorjahr: 66 Mio. €) aktiviert. Unter den Verbindlichkeiten werden negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von 14 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente scroll in Mio. € 31.12.2016 Nominalwert Positiver Zeitwert Negativer Zeitwert Kurzfristige Devisenterminkontrakte 2.725 65 -42 Kurzfristige Warenterminkontrakte 4 0 - Langfristige Devisenterminkontrakte 121 1 -7 Langfristige Zinsterminkontrakte - - - Langfristige eingebettete Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung - - - 2.850 66 -49 Derivative Finanzinstrumente scroll in Mio. € 31.12.2017 Nominalwert Positiver Zeitwert Negativer Zeitwert Kurzfristige Devisenterminkontrakte 2.581 45 -12 Kurzfristige Warenterminkontrakte 4 0 - Langfristige Devisenterminkontrakte 241 5 -2 Langfristige Zinsterminkontrakte 500 0 - Langfristige eingebettete Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung - 2 - 3.326 52 -14 Cashflow-Hedges Zum 31. Dezember 2017 belaufen sich die im Geschäftsjahr 2017 oder in früheren Berichtsperioden im sonstigen Ergebnis erfassten nicht realisierten Verluste aus Währungssicherungsgeschäften, die den Anforderungen des Hedge Accountings genügen, auf insgesamt 17 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2017 wurden 4 Mio. € aufgrund der Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts vom Eigenkapital umgegliedert und im Periodenergebnis als Gewinn erfasst (Vorjahr: 36 Mio. € Verlust). Die Absicherung von zukünftigen Umsätzen in Fremdwährung erfolgte durch Währungssicherungsgeschäfte, deren positive beizulegende Zeitwerte zum 31. Dezember 2017 27 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) und deren negative beizulegende Zeitwerte 3 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) betrugen, mit Nominalwerten von insgesamt 824 Mio. € (Vorjahr: 452 Mio. €). Hiervon sind Nominalwerte in Höhe von 583 Mio. € (Vorjahr: 357 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Die gesicherten Zahlungsströme treten innerhalb der nächsten drei Jahre ein. Der LANXESS Konzern geht davon aus, dass von den bis zum Bilanzstichtag aus Währungssicherungsgeschäften im sonstigen Ergebnis erfassten nicht realisierten Gewinnen 15 Mio. € im Geschäftsjahr 2018 und 2 Mio. € im Geschäftsjahr 2019 (Vorjahr: nicht realisierte Verluste von 12 Mio. € im Geschäftsjahr 2017 und von 2 Mio. € im Geschäftsjahr 2018) vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden. Warentermingeschäfte Die im Geschäftsjahr 2017 im sonstigen Ergebnis erfassten nicht realisierten Gewinne aus Warentermingeschäften, die den Anforderungen des Hedge Accountings genügen, belaufen sich wie im Vorjahr auf 0 Mio. €. Die Absicherung erfolgte durch Warenterminkontrakte. Diese hatten am 31. Dezember 2017 wie im Vorjahr einen positiven beizulegenden Zeitwert von 0 Mio. €. Die Nominalwerte betrugen insgesamt 4 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €) und sind innerhalb eines Jahres fällig. Die gesicherten Zahlungsströme treten innerhalb des nächsten Jahres ein. Zinstermingeschäfte Die im Geschäftsjahr 2017 im sonstigen Ergebnis erfassten nicht realisierten Gewinne aus Zinstermingeschäften, die den Anforderungen des Hedge Accountings genügen, belaufen sich auf 0 Mio. €. Die Absicherung erfolgte durch Zinsterminkontrakte. Diese hatten am 31. Dezember 2017 einen positiven beizulegenden Zeitwert von 0 Mio. €. Die gesicherten Zahlungsströme treten innerhalb der nächsten sechs Jahre ein. Hinsichtlich der langfristigen eingebetteten Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen sowie der Fristigkeiten von derivativen Vermögenswerten und -verbindlichkeiten wird auf Anhangangabe [36] verwiesen. (6) Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Sonstige finanzielle Vermögenswerte scroll in Mio. € 31.12.2016 Langfristig Kurzfristig Gesamt Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1 176 177 Sonstige finanzielle Forderungen 18 1.954 1.972 19 2.130 2.149 Sonstige finanzielle Vermögenswerte scroll in Mio. € 31.12.2017 Langfristig Kurzfristig Gesamt Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1 1 2 Sonstige finanzielle Forderungen 19 6 25 20 7 27 Die sonstigen langfristigen finanziellen Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Darlehen an Standortdienstleister. Der Rückgang der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sowie der kurzfristigen finanziellen Forderungen hängt im Wesentlichen mit der Rückführung der im Vorjahr angelegten liquiden Mittel zusammen. Diese wurden im Geschäftsjahr 2017 insbesondere für die Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura verwendet. Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte bestehen wie im Vorjahr in Höhe von 0 Mio. €. (7) Langfristige und kurzfristige Ertragsteuerforderungen Der Anstieg der langfristigen Ertragsteuerforderungen auf 20 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus unsicheren Steuerpositionen aus der Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura. Die kurzfristigen Ertragsteuerforderungen in Höhe von 47 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Steuervorauszahlungen sowie Forderungen aus strittigen Besteuerungssachverhalten, deren Erstattung als wahrscheinlich angesehen wird. (8) Sonstige langfristige Vermögenswerte Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 113 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, periodenbezogene Abgrenzungen sowie andere Erstattungsansprüche. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. In den Geschäftsjahren 2016 und 2017 waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. (9) Vorräte Die Vorräte des LANXESS Konzerns gliedern sich wie folgt: Vorräte scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 275 382 Erzeugnisse und Handelswaren 1.154 1.298 1.429 1.680 Der Anstieg der Vorratswerte gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura zurückzuführen. Vorräte in Höhe von 258 Mio. € (Vorjahr: 210 Mio. €) sind zu ihrem niedrigeren Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertberichtigungen auf Vorräte entwickelten sich folgendermaßen: Wertberichtigungen auf Vorräte scroll in Mio. € 2016 2017 Stand 01.01. -107 -104 Aufwandswirksame Zuführungen -49 -50 Auflösungen/Inanspruchnahmen 53 53 Währungsänderungen -1 4 Stand 31.12. -104 -97 (10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.316 Mio. € (Vorjahr: 1.088 Mio. €) sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) gegenüber at equity bewerteten Beteiligungen und in Höhe von 1.313 Mio. € (Vorjahr: 1.085 Mio. €) gegenüber sonstigen Kunden. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura. Am Bilanzstichtag wurden erforderliche Wertberichtigungen von 17 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €) berücksichtigt. Die zugrunde liegenden Bruttoforderungen belaufen sich auf 18 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €). Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt: Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen scroll in Mio. € 2016 2017 Stand 01.01. -16 -17 Aufwandswirksame Zuführungen -4 -6 Auflösungen/Inanspruchnahmen 4 5 Währungsänderungen -1 1 Stand 31.12. -17 -17 Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich wie folgt: Altersstruktur der Überfälligkeiten scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Buchwert 1.088 1.316 davon: weder wertgemindert noch überfällig 954 1.165 davon: nicht wertgemindert und überfällig bis 30 Tage 109 128 zwischen 31 und 60 Tagen 12 15 zwischen 61 und 90 Tagen 4 3 mehr als 90 Tage 7 4 Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten am Bilanzstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. (11) Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte In den liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €) werden jederzeit veräußerbare Anteile an Geldmarktfonds, deren Realisation innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, ausgewiesen. (12) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte von 274 Mio. € (Vorjahr: 184 Mio. €) werden grundsätzlich mit fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen, von denen im Berichtsjahr 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) zu berücksichtigen war, angesetzt. Sie enthalten im Wesentlichen übrige Steuererstattungsansprüche, vor allem aus umsatzsteuerlichen Sachverhalten, in Höhe von 206 Mio. € (Vorjahr: 145 Mio. €) sowie sonstige Erstattungsansprüche aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 52 Mio. € (Vorjahr: 30 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura. (13) Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der LANXESS AG beträgt zum 31. Dezember 2017 91.522.936 € und ist eingeteilt in 91.522.936 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Genehmigtes Kapital Zum 31. Dezember 2017 setzt sich das genehmigte Kapital wie folgt zusammen: Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Schließlich ist der Vorstand gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 25. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 9.152.293 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital III). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals I, II und III steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Dieses kann jedoch unter bestimmten, in § 4 Abs. 2, Abs. 3 und Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG näher definierten Fällen ausgeschlossen werden. Bei der Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre aus dem genehmigten Kapital II wird der Vorstand die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgegebenen Aktien aus dem genehmigten Kapital II sollen insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreiten. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand auch nach Schaffung des neuen genehmigten Kapitals III inhaltlich unverändert gebunden. Eine Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals I, II und III ist bisher nicht erfolgt. Bedingtes Kapital Zum 31. Dezember 2017 setzt sich das bedingte Kapital wie folgt zusammen: Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 13. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern dieser Schuldverschreibungen auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.304.587 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung um bis zu 18.304.587 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Von der Ermächtigung der Ausgabe von Schuldverschreibungen wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Erwerb und Verwendung eigener Aktien Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 20. Mai 2016 den Vorstand ermächtigt, bis zum 19. Mai 2021 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Eigene Aktien wurden unter dieser Ermächtigung von der Gesellschaft bisher nicht erworben. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage der LANXESS AG beträgt unverändert zum Vorjahr 1.225.652.280 €. Sonstige Rücklagen Die Erhöhung der sonstigen Rücklagen um 124 Mio. € auf 1.381 Mio. € ist auf die Erhöhung der Gewinnrücklagen von 1.098 Mio. € auf 1.222 Mio. € zurückzuführen. Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin beinhalten die Gewinnrücklagen Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen sowie die hierbei zu berücksichtigenden Steuereffekte. Kumuliertes übriges Eigenkapital Neben Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe werden im Wesentlichen Wertänderungen von Derivaten im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accountings im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Anteile anderer Gesellschafter Unter den Anteilen anderer Gesellschafter werden im Wesentlichen seit dem 1. April 2016 die Anteile der Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), an ARLANXEO ausgewiesen. Der weltweit tätige Teilkonzern mit der Muttergesellschaft ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande), wird nachfolgend in seiner Gesamtheit dargestellt, da die Einzelgesellschaften nicht von wesentlicher Bedeutung für den LANXESS Konzern sind. Angaben zum Teilkonzern ARLANXEO Angaben zur Beteiligungs- und Stimmrechtsquote scroll in % 2016 2017 Beteiligungsquote 50 50 Stimmrechtsquote 50 50 Angaben zur Ergebnisrechnung scroll in Mio. € 2016 2017 Umsatzerlöse 2.087 3.244 Ergebnis nach Ertragsteuern 6 78 Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 105 -193 Gesamtergebnis 111 -115 Ergebnis nach Ertragsteuern, auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallend 3 39 Angaben zur Bilanz scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Langfristige Vermögenswerte 2.070 1.845 Kurzfristige Vermögenswerte 1.369 1.392 Summe Vermögenswerte 3.439 3.237 Langfristiges Fremdkapital 347 365 Kurzfristiges Fremdkapital 760 624 Summe Fremdkapital 1.107 989 Eigenkapital, auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallend 1.170 1.127 Dividende, die an Anteile anderer Gesellschafter gezahlt wurde - - Angaben zu Nettozahlungsströmen scroll in Mio. € 2016 2017 Zufluss aus operativer Tätigkeit 204 375 Abfluss aus investiver Tätigkeit -115 -139 Abfluss aus Finanzierungstätigkeit -63 -48 Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit 26 188 Dem anderen Gesellschafter Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), stehen Schutzrechte unter anderem in Bezug auf Entscheidungen über die Änderung des Geschäftsmodells, des Eigenkapitals, von Anteilsrechten und über die Ausschüttung von Dividenden zu. Kapitalmanagement Kernziele des Kapitalmanagements im LANXESS Konzern sind die langfristige Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und die Erzielung einer im Vergleich zur chemischen Industrie attraktiven Kapitalrentabilität. Die Finanzpolitik des Konzerns setzt dem Kapitalmanagement eine wichtige Nebenbedingung. Dabei handelt es sich um die Beibehaltung eines Investment-Grade-Ratings, was die Erfüllung seitens der Ratingagenturen definierter Maßzahlen erfordert. Diese werden im Wesentlichen aus Kennzahlen der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung ermittelt. Details hierzu finden sich im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 im Abschnitt „Wertmanagement und Steuerungssystem“. Im Rahmen des Kapitalmanagements entscheiden die zuständigen Gremien des LANXESS Konzerns über die Kapitalstruktur der Bilanz, die Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung, die Verwendung des Bilanzgewinns, die Höhe der Dividende, die Finanzierung von Investitionen und damit über den Ab- bzw. Aufbau von Schulden. Die LANXESS AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. (14) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Im LANXESS Konzern bestehen für die meisten Mitarbeiter auf Basis vertraglicher Vereinbarungen oder gesetzlicher Vorgaben Zusagen auf Altersversorgungsleistungen, die im Rahmen von beitrags- und leistungsorientierten Plänen erbracht werden. Beitragsorientierte Versorgungspläne Bei den beitragsorientierten Plänen zahlt das Unternehmen Beiträge an externe Versorgungsträger, die als Aufwand des jeweiligen Jahres in den Funktionsbereichen und damit im operativen Ergebnis Berücksichtigung finden. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Beiträge in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €) geleistet. Gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber Der in Deutschland über die Bayer-Pensionskasse finanzierte Altersversorgungsplan wird wie ein beitragsorientierter Plan im Konzernabschluss berücksichtigt. In den zuvor genannten Beiträgen sind die Beiträge an die Bayer-Pensionskasse in Höhe von 26 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) enthalten. Für das nachfolgende Geschäftsjahr werden Beiträge in ähnlicher Höhe erwartet. Bei der Bayer-Pensionskasse handelt es sich um eine rechtlich selbstständige, private Versicherungsgesellschaft, die dem Versicherungsaufsichtsgesetz unterliegt. Da die Verpflichtung der Trägerunternehmen nicht auf die Zahlung der Beiträge des Geschäftsjahres beschränkt ist, liegt ein leistungsorientierter gemeinschaftlicher Versorgungsplan mehrerer Arbeitgeber vor, der grundsätzlich anteilig als leistungsorientierter Altersversorgungsplan zu bilanzieren ist. Die Finanzierung der Bayer-Pensionskasse erfolgt nicht auf Grundlage der individuellen Anwartschaftsdeckung, sondern nach dem sogenannten Bedarfsdeckungsverfahren. Bei diesem Verfahren wird die grundlegende versicherungsmathematische Äquivalenzbetrachtung, nach der die Summe aus vorhandenem Vermögen und dem Barwert der zukünftigen Beiträge mindestens dem Barwert der zukünftigen Leistungen entsprechen muss, nicht auf Ebene des einzelnen versicherten Risikos, sondern auf Ebene des Gesamtbestands durchgeführt. Somit ist der LANXESS Konzern auch den versicherungsmathematischen Risiken der anderen Trägerunternehmen der Bayer-Pensionskasse ausgesetzt. Im Ergebnis ist die stetige und verlässliche Grundlage für die Zuordnung der Verpflichtung, des Planvermögens und der Kosten nicht gegeben, die für eine leistungsorientierte Bilanzierung nach IAS 19 erforderlich ist. Die Berechnung der Beitragssätze orientiert sich an der zukünftigen Deckung der Gesamtverpflichtung, sodass alle Trägerunternehmen den gleichen Beitragssatz auf das jeweilige sozialversicherungspflichtige Einkommen leisten. Entsprechend wird der über die Bayer-Pensionskasse finanzierte Versorgungsplan nicht als leistungsorientierter Plan, sondern wie ein beitragsorientierter Plan bilanziert. Mindestdotierungsverpflichtungen oder Informationen, aus denen Abschätzungen der zukünftigen Beitragszahlungen aufgrund einer bestehenden Unter- bzw. Überdeckung durchgeführt werden können, liegen nicht vor. Eine Aufteilung von Vermögensüberdeckungen oder von Fehlbeträgen im Falle der Abwicklung der Bayer-Pensionskasse oder des Ausscheidens von LANXESS ist satzungsgemäß nicht vereinbart. Der Anteil von LANXESS am Gesamtvolumen der Beiträge der Bayer-Pensionskasse beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr ca. 16 %. Seit dem 1. Januar 2005 ist die Bayer-Pensionskasse für Neueintritte geschlossen. Leistungsorientierte Versorgungspläne Die weltweiten Versorgungsverpflichtungen werden in regelmäßigen Abständen von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Methode der laufenden Einmalprämien) berechnet. Ein Zeitraum von drei Jahren wird dabei nicht überschritten; für alle bedeutenden Versorgungspläne werden umfassende versicherungsmathematische Untersuchungen in der Regel jährlich durchgeführt. Auf vertraglichen Regelungen basierende leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen für Pensionen bestehen im Wesentlichen in Deutschland, Kanada, Brasilien, den USA und Großbritannien. Die in Deutschland bestehenden leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen umfassen überwiegend lebenslange Rentenleistungen, die im Falle der Invalidität, des Todes oder bei Erreichen der Altersgrenze erbracht werden. Die Leistungshöhe bestimmt sich aus der Gesamtheit der im Beschäftigungszeitraum jährlich erdienten Rentenbausteine in Abhängigkeit vom jeweiligen Gehalt der Mitarbeiter. Zudem bestehen Rentenzusagen für die arbeitnehmerseitige Umwandlung von Gehaltsbestandteilen, die bei Erreichen der Altersgrenze geleistet werden. Neben den Direktzusagen werden in einem separaten leistungsorientierten Plan die Rentenanpassungsverpflichtungen der Bayer-Pensionskasse entsprechend § 16 BetrAVG bilanziert. Für ab dem Geschäftsjahr 2017 neu eintretende Mitarbeiter wurde ein neuer Pensionsplan in Form einer kongruent rückgedeckten Direktzusage vereinbart. Hierbei wird die Verpflichtung des Arbeitgebers mit der Einzahlung des Beitrags in die Rückdeckungsversicherungen erfüllt. Die Rückdeckungsversicherungen werden über einen CTA als Planvermögen geführt. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen in Kanada, den USA und Großbritannien gewähren insbesondere lebenslange Rentenleistungen, die im Falle der Invalidität, des Todes oder bei Erreichen der Altersgrenze erbracht werden. Die Leistungshöhe bestimmt sich aus der Gesamtheit der im Beschäftigungszeitraum jährlich erdienten Rentenbausteine in Abhängigkeit vom jeweiligen Gehalt und vom Renteneintrittsalter der Mitarbeiter. Die bestehenden leistungsorientierten Versorgungspläne für Pensionen sind für neueintretende Mitarbeiter geschlossen. In Teilen der geschlossenen Pensionspläne werden keine neuen Pensionsansprüche mehr erdient und die Mitarbeiter sind in einen beitragsorientierten Pensionsplan überführt worden. Die in Brasilien bestehenden leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen gewähren lebenslange Rentenleistungen, die im Wesentlichen bei Invalidität, im Todesfall oder bei Erreichen der Altersgrenze zu erbringen sind. Hierbei bestimmt sich die Leistungshöhe aus der Gesamtheit der im Beschäftigungszeitraum jährlich erdienten Rentenbausteine in Abhängigkeit vom jeweiligen Gehalt, der Anzahl sozialversicherungspflichtiger Beitragsjahre sowie gleichgerichteten staatlichen Rentenleistungen. Die wesentlichen leistungsorientierten Versorgungspläne für Pensionen sind für Neueintritte geschlossen. Auf gesetzlichen Vorgaben basierende leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen für Pensionen bestehen nur in geringem Umfang. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Leistungsverpflichtungen im Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die in Form eines Kapitalbetrags erbracht werden. Die Leistungshöhe ergibt sich überwiegend in Abhängigkeit von der Dauer der Dienstzugehörigkeit und dem zuletzt bezogenen Gehalt. Die Versorgungsverpflichtungen für übrige Leistungszusagen umfassen insbesondere Erstattungsverpflichtungen für Krankheitskosten der süd- und nordamerikanischen Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand. In Deutschland beinhalten die übrigen Leistungszusagen andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer bzw. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Hierbei handelt es sich überwiegend um Vorruhestandsleistungen und tarifliche Leistungen, welche als Rentenleistungen gewährt werden. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die übrigen Leistungszusagen ebenfalls als Bestandteil der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Die Finanzierung der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen erfolgt sowohl intern über Rückstellungen als auch extern über rechtlich selbstständige Pensionsfonds. Die Leistungszusagen werden in Deutschland auf freiwilliger Basis teilweise über den LANXESS Pension Trust e.V., Leverkusen (Deutschland), gedeckt, wobei die Dotierungen in den LANXESS Pension Trust e.V. von zukünftigen Entscheidungen des Unternehmens abhängen. In Kanada, Brasilien, den USA und Großbritannien sind die Leistungszusagen aus Pensionen verpflichtend über Pensionsfonds im Wesentlichen ausfinanziert. Die Dotierungen in Kanada, Brasilien, den USA und Großbritannien werden vom regulatorischen Umfeld und von der Einhaltung von Ausfinanzierungsregelungen bestimmt. Beiträge werden überwiegend vom Arbeitgeber getragen. Die Anlagestrategie wird weitgehend durch das LANXESS Corporate Pension Committee festgelegt und richtet sich nach Kapitalerhalt, Risikooptimierung, Verpflichtungsentwicklung sowie zeitgerechter Verfügbarkeit des Pensionsvermögens. Regional wird die Strategie unter Beachtung des regulatorischen Umfeldes überwiegend direkt über die entsprechenden Gremien der Pensionsfonds bzw. des LANXESS Pension Trust e.V. durch Vertreter von LANXESS gesteuert und überwacht. In Brasilien ist die Anlage des Planvermögens in die Gesamtanlagestrategie des Pensionsfonds eingebunden und wird im Wesentlichen von diesem überwacht und gesteuert. In Großbritannien wird die Verwaltung des Pensionsvermögens auf Grund lokaler Regularien durch externe Treuhänder in enger Abstimmung mit LANXESS übernommen. Mindestdotierungsverpflichtungen können sowohl bei brasilianischen wie auch kanadischen leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen anfallen. Diese hängen vom lokalen regulatorischen Umfeld ab und werden als zusätzliche Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Planüberschüsse bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden unter Berücksichtigung von Vermögenswertbegrenzungen in Höhe der wirtschaftlichen Nutzbarkeit zur Reduktion zukünftiger Beiträge als Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen bilanziert. Leistungsorientierte Versorgungspläne mit Vermögenswertbegrenzungen bestehen im Wesentlichen in den USA und Großbritannien. Den jeweiligen Berechnungen liegen versicherungsmathematische Bewertungen zugrunde. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 86 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen im Gewinn oder Verlust erfasst, die sich auf das operative Ergebnis und auf das Finanzergebnis wie folgt aufteilen: Kosten für leistungsorientierte Versorgungspläne scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2016 2017 2016 2017 Operatives Ergebnis Laufender Dienstzeitaufwand 35 46 6 7 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1 1 0 - Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - Kosten für die Verwaltung/Steuern 0 2 0 0 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Bewertungsannahmen - - 0 0 Finanzergebnis Nettozinsen 28 25 4 5 Im Gewinn oder Verlust erfasste Beträge 64 74 10 12 Die Verwaltungskosten im operativen Ergebnis enthalten diejenigen Kosten der Vermögensanlage, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Erwirtschaftung von Planvermögenserträgen stehen. Verwaltungskosten, die in direktem Zusammenhang mit der Erwirtschaftung von Planvermögenserträgen stehen, werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beziehen sich auf andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer bzw. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die aufgrund ihres Versorgungscharakters ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen sind. Die Nettozinsen umfassen die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Versorgungsverpflichtungen, Zinsaufwendungen aus der Veränderung der Auswirkungen von Vermögensobergrenzen und Mindestdotierungen sowie Zinserträge aus dem Planvermögen. Die im Geschäftsjahr nicht im Gewinn oder Verlust, sondern im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge sind aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich: Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2016 2017 2016 2017 Erträge und Verluste aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind -5 23 0 2 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen -1 2 0 1 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Bewertungsannahmen -247 -37 -5 -4 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Berichtigungen -17 -19 1 0 Veränderung der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen 41 -3 - -2 Veränderung der Berücksichtigung von Mindestdotierungsverpflichtungen 0 -11 - - Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge -229 -45 -4 -3 Die Entwicklung der Nettoschuld für leistungsorientierte Versorgungspläne ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Entwicklung der Nettoschuld scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2016 2017 2016 2017 Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen am 01.01. 1.091 1.129 124 120 Im Gewinn oder Verlust erfasste Beträge 64 74 10 12 Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge 229 45 4 3 Arbeitgeberbeiträge -234 -25 0 0 Gezahlte Versorgungsleistungen -27 -32 -23 -23 Unternehmenszusammenschlüsse 1 76 0 78 Sonstiger Zugang - 1 - - Währungsänderungen 5 -12 5 -13 Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen am 31.12. 1.129 1.256 120 177 In der Bilanz ausgewiesene Beträge Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen 0 -57 - - Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.129 1.313 120 177 Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen am 31.12. 1.129 1.256 120 177 Für das Geschäftsjahr 2018 werden auf Basis der Wechselkurse zum Ende des Geschäftsjahres 2017 Zahlungsabflüsse für Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 26 Mio. € bzw. Versorgungsleistungen in Höhe von 62 Mio. € erwartet. Im Vorjahr wurden für das Geschäftsjahr 2017 auf Basis der Wechselkurse zum Ende des Geschäftsjahres 2016 Zahlungsabflüsse für Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 26 Mio. € bzw. Versorgungsleistungen in Höhe von 51 Mio. € erwartet. Die Bestandteile der Überleitung der Nettoschuld werden in den nachfolgenden Tabellen zur Entwicklung der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen, des externen Planvermögens und der Auswirkungen von Vermögensobergrenzen und Mindestdotierungen aufgegliedert und wesentliche Veränderungen erläutert. Die Entwicklung der Versorgungsverpflichtung stellt sich wie folgt dar: Entwicklung der Versorgungsverpflichtung scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2016 2017 2016 2017 Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen Versorgungsverpflichtung am 01.01. 2.017 2.422 131 127 Laufender Dienstzeitaufwand 35 46 6 7 Zinsaufwendungen 90 100 4 6 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen 1 -2 0 -1 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Bewertungsannahmen 247 37 5 4 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Berichtigungen 17 19 -1 0 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1 1 0 - Arbeitnehmerbeiträge 2 2 - 0 Gezahlte Versorgungsleistungen -82 -116 -23 -24 Unternehmenszusammenschlüsse 2 724 0 87 Sonstige Zugänge 0 1 - - Kosten für die Verwaltung/Steuern -1 0 0 0 Währungsänderungen 93 -130 5 -14 Versorgungsverpflichtung am 31.12. 2.422 3.104 127 192 Von den leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen für Pensionen entfallen auf Deutschland 50 % (Vorjahr: 60 %), auf Kanada 16 % (Vorjahr: 20 %), auf Brasilien 11 % (Vorjahr: 15 %), auf Großbritannien 10 % (Vorjahr: 0 %) und auf die USA 8 % (Vorjahr: 1 %). Die übrigen Leistungszusagen enthalten Verpflichtungen für Erstattungsleistungen von Krankheitskosten in Höhe von 142 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €) sowie für andere übrige Leistungszusagen in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 60 Mio. €). Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen im Geschäftsjahr ergaben sich im Wesentlichen bei den Plänen in den USA durch die Anwendung der neu veröffentlichten und verabschiedeten Sterblichkeitsverbesserungstafeln MP2017, die von einer geringeren zukünftigen Sterblichkeitsverbesserung als 2016 ausgehen. Ebenso wurden in der Schweiz aktuellere Sterbetafeln verwendet. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Veränderung demografischer Bewertungsannahmen im Vorjahr ergaben sich im Wesentlichen aus Gesetzesänderungen zur Frühverrentung in Belgien. Die Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus finanziellen Bewertungsannahmen stehen überwiegend im Zusammenhang mit den Änderungen der Zinssätze für die Abzinsung leistungsorientierter Versorgungsverpflichtungen in den für LANXESS wesentlichen Ländern. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand bei den Leistungszusagen Pensionen im Geschäftsjahr betrifft Vorruhestandsvereinbarungen, die Verbesserung bestehender Versorgungszusagen bei Eintritt in den Vorruhestand sowie Aufhebungsvereinbarungen. Die unter Unternehmenszusammenschlüsse ausgewiesenen Effekte des Geschäftsjahres ergeben sich aus der Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura am 21. April 2017 und enthalten Versorgungsverpflichtungen für Mitarbeiter in Deutschland, Kanada, Italien, Japan, Mexiko, Großbritannien, den USA, Schweiz und Südkorea. Im Vorjahr beinhalteten die unter Unternehmenszusammenschlüsse ausgewiesenen Effekte die Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen vom US-amerikanischen Chemiekonzern Chemours, welche am 31. August 2016 abgeschlossen wurde, und umfassten Versorgungsverpflichtungen für Mitarbeiter in Indien sowie in der Schweiz. Die Währungsänderungen bei den leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen sind insbesondere auf Kursschwankungen des Kanadischen Dollars, des Brasilianischen Reals, des US-Dollars und des Britischen Pfunds zurückzuführen. Die Entwicklung des externen Planvermögens ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich: Entwicklung des externen Planvermögens scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2016 2017 2016 2017 Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert Planvermögen am 01.01. 970 1.304 7 7 Zinserträge 67 75 0 1 Erträge und Verluste aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind -5 23 0 2 Arbeitgeberbeiträge 234 25 0 0 Arbeitnehmerbeiträge 2 2 - 0 Gezahlte Versorgungsleistungen -55 -84 0 -1 Unternehmenszusammenschlüsse 1 650 0 23 Kosten für die Verwaltung/Steuern -1 -2 0 0 Währungsänderungen 91 -119 0 -3 Planvermögen am 31.12. 1.304 1.874 7 29 Vom Planvermögen entfallen auf Kanada 25 % (Vorjahr: 34 %), auf Deutschland 24 % (Vorjahr: 33 %), auf Großbritannien 20 % (Vorjahr: 0 %), auf Brasilien 15 % (Vorjahr: 26 %) und die USA 11 % (Vorjahr: 1 %). Die Arbeitgeberbeiträge enthalten sowohl externe Ausfinanzierungen von Pensionsverpflichtungen, bei denen LANXESS Erstattungsansprüche für zu leistende Rentenzahlungen zustehen, wie auch externe Ausfinanzierungen von Pensionsverpflichtungen, bei denen die späteren Rentenzahlungen direkt aus dem externen Pensionsvermögen erfolgen. Externe Ausfinanzierungen, bei denen die späteren Rentenzahlungen direkt aus dem externen Pensionsvermögen erfolgen, wurden in Höhe von 25 Mio. € (Vorjahr: 34 Mio. €) getätigt. Externe Ausfinanzierungen, bei denen LANXESS Erstattungsansprüche zustehen, betreffen insbesondere den LANXESS Pension Trust e.V. Im Geschäftsjahr wurden keine Ausfinanzierungen in den LANXESS Pension Trust e.V. geleistet. Im Vorjahr wurden Einzahlungen in Höhe von 200 Mio. € erbracht. Die unter Unternehmenszusammenschlüsse ausgewiesenen Effekte des Geschäftsjahres ergeben sich aus der Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura am 21. April 2017 und enthalten Planvermögen für Mitarbeiter in Deutschland, Kanada, Italien, Japan, Mexiko, Großbritannien, den USA, Schweiz und Südkorea. Im Vorjahr beinhalteten die unter Unternehmenszusammenschlüsse ausgewiesenen Effekte die Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen vom US-amerikanischen Chemiekonzern Chemours, welche am 31. August 2016 abgeschlossen wurde, und umfassten Planvermögen für Mitarbeiter in Indien sowie in der Schweiz. Die Währungsänderungen bei den leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen sind insbesondere auf Kursschwankungen des Kanadischen Dollars, des Brasilianischen Reals, des US-Dollars und des Britischen Pfunds zurückzuführen. Die Veränderung der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen sowie für Mindestdotierungen ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle: Veränderung der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen und für Mindestdotierungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen scroll in Mio. € Auswirkungen für Vermögensobergrenzen Mindestdotierungen 2016 2017 2016 2017 Stand 01.01. 33 0 11 11 Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen - 16 - - Zinsaufwendungen 5 0 0 0 Zuführungen (+)/Auflösungen (-) -41 5 0 11 Währungsänderungen 3 -2 0 -1 Stand 31.12. 0 19 11 21 Die Veränderungen der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit britischen leistungsorientierten Versorgungsplänen für Pensionen in Höhe von 5 Mio. € und mit nordamerikanischen übrigen Leistungszusagen in Höhe von 14 Mio. €. Im Vorjahr betrafen die Veränderungen der Auswirkungen für Vermögensobergrenzen brasilianische leistungsorientierte Versorgungspläne. Die Veränderungen bei Mindestdotierungen ergaben sich bei den kanadischen leistungsorientierten Versorgungsplänen für Pensionen. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens setzt sich folgendermaßen zusammen: Vermögensaufteilung am 31.12. scroll in Mio. € 2016 2017 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 17 10 davon notiert an einem aktiven Markt 17 10 Eigenkapitalinstrumente 190 376 davon notiert an einem aktiven Markt 131 372 Staatsanleihen 393 750 davon notiert an einem aktiven Markt 393 750 Unternehmensanleihen 232 536 davon notiert an einem aktiven Markt 197 514 Wertpapierfonds 375 69 davon notiert an einem aktiven Markt 329 30 Immobilien 32 33 davon notiert an einem aktiven Markt 0 12 Versicherungskontrakte 68 81 davon notiert an einem aktiven Markt 1 6 Sonstiges 4 48 davon notiert an einem aktiven Markt 4 48 1.311 1.903 Das Planvermögen umfasst keine selbstgenutzten Immobilien. Auf eigene Finanzinstrumente entfallen ca. 2 % (Vorjahr: 3 %) des Planvermögens. Es ist nicht auszuschließen, dass in Indexprodukten Wertpapiere von LANXESS enthalten sind. Bei der Ermittlung des Verpflichtungsumfangs und der Bestimmung des Versorgungsaufwands wurden folgende gewichtete Zinssätze für die Abzinsung zugrunde gelegt: Diskontierungszinssätze am 31.12. scroll in % Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2016 2017 2016 2017 Zinssatz für die Abzinsung 3,78 3,15 3,22 3,22 Deutschland 2,00 2,00 0,20 0,22 Kanada 3,50 3,00 3,50 3,25 Brasilien 12,25 9,50 12,25 9,50 USA 4,25 3,75 4,00 3,50 Großbritannien - 2,50 - - Für die sonstigen Parameter wurden folgende gewichtete Bewertungsannahmen verwendet: Bewertungsannahmen am 31.12. scroll in % Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2016 2017 2016 2017 Erwartete Einkommensentwicklung 3,3 2,6 3,5 2,9 Erwartete Rentenentwicklung 2,0 1,8 - - Erwartete Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung - - 6,6 6,1 Erwartete langfristige Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung - - 5,2 4,7 Die Gewichtung der Annahmen erfolgt auf Basis der Versorgungsverpflichtungen der leistungsorientierten Versorgungspläne am Jahresende. Während die Zinssätze für die Abzinsung in Deutschland, Kanada, den USA und Großbritannien von erstrangigen festverzinslichen laufzeitkongruenten Industrieanleihen abgeleitet sind, orientiert sich der Zinssatz in Brasilien aufgrund des fehlenden liquiden Marktes für solche Industrieanleihen an laufzeitkongruenten Staatsanleihen. Die Methodik zur Herleitung der Zinssätze für die Abzinsung hat sich im Vergleich zum Vorjahr in den wesentlichen Ländern nicht verändert. Es wird erwartet, dass die langfristige Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung in 10 Jahren (Vorjahr: 15 Jahre) erreicht ist. Als biometrische Grundlagen wurden für die Bewertung der inländischen Versorgungsverpflichtungen die Richttafeln Heubeck 2005 G verwendet; bei den ausländischen Konzerngesellschaften wurden aktuelle landesspezifische biometrische Annahmen zugrunde gelegt. Eine Veränderung der wesentlichen Bewertungsparameter würde zu folgenden prozentualen Veränderungen der Versorgungsverpflichtung führen: Sensitivitäten auf die Versorgungsverpflichtung am 31.12. scroll in % Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2016 2017 2016 2017 Zinssatz für die Abzinsung +0,5 %-Punkte -7,9 -7,6 -3,5 -4,1 -0,5 %-Punkte 9,0 8,7 3,8 4,5 Erwartete Einkommensentwicklung +0,25 %-Punkte 0,5 0,4 0,3 0,2 -0,25 %-Punkte -0,5 -0,3 -0,2 -0,2 Erwartete Rentenentwicklung +0,25 %-Punkte 4,5 3,6 - - -0,25 %-Punkte -4,3 -3,4 - - Sterbewahrscheinlichkeit -10 % 2,7 2,1 0,8 0,6 Erwartete Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung +1 %-Punkt - - 3,7 4,4 -1 %-Punkt - - -3,5 -4,0 Die Sensitivität der Sterbewahrscheinlichkeit wurde für die Länder mit wesentlichen Versorgungsverpflichtungen berechnet. Eine Verminderung der Sterbewahrscheinlichkeit führt zu einer erhöhten individuellen Lebenserwartung der Begünstigten. Die Absenkung um 10 % bedeutet für einen Mitarbeiter im Renteneintrittsalter eine durchschnittliche Erhöhung der Lebenserwartung in den für LANXESS wesentlichen Ländern um ca. ein Jahr. Bei den Berechnungen der Sensitivitäten wird der jeweilige Bewertungsparameter unter Beibehaltung aller anderen Parameter variiert. Hierbei wird die gleiche Bewertungsmethodik angewandt, die auch den versicherungsmathematischen Bewertungen zur Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt. Sensitivitätsberechnungen sind jedoch abhängig vom Zinseffekt und von der absoluten Veränderung des zu variierenden Parameters. Zudem ist unwahrscheinlich, dass sich in der Realität jeweils nur ein Parameter verändert, sodass Parameteränderungen mit anderen Annahmen korrelieren können. Sofern der angegebenen erwarteten Entwicklung des Parameters in der Sensitivitätsberechnung eine andere Variation des Parameters zugrunde lag, wurde die angegebene Veränderung auf die Versorgungsverpflichtung linear approximiert. Die gewichtete mittlere Laufzeit für die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen Pensionen beträgt 17 Jahre (Vorjahr: 17 Jahre). Hierbei werden gewichtete mittlere Laufzeiten für Deutschland von 20 Jahren (Vorjahr: 21 Jahre), für Kanada von 13 Jahren (Vorjahr: 13 Jahre), für Brasilien von 10 Jahren (Vorjahr: 9 Jahre), für die USA von 10 Jahren (Vorjahr: 11 Jahre) und für Großbritannien von 20 Jahren (Vorjahr: 0 Jahre) berücksichtigt. Die gewichtete mittlere Laufzeit für die übrigen Leistungszusagen beträgt 10 Jahre (Vorjahr: 9 Jahre). Der Finanzierungsstatus als Unter- bzw. Überdeckung der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen nach Abzug des Planvermögens ohne Berücksichtigung von Vermögenswertbegrenzungen und Mindestdotierungen ist in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt: Finanzierungsstatus am 31.12. scroll in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige 2016 2017 2016 2017 Finanzierungsstatus Anwartschaftsbarwert der fondsfinanzierten Versorgungsverpflichtungen 1.949 2.510 11 19 Externes Planvermögen -1.304 -1.874 -7 -29 Unterdeckung der fondsfinanzierten Versorgungsverpflichtungen 645 636 4 -10 Anwartschaftsbarwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungsverpflichtungen 473 594 116 173 Finanzierungsstatus am 31.12. 1.118 1.230 120 163 (15) Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen Am 31. Dezember 2017 bilanziert der LANXESS Konzern sonstige kurzfristige Rückstellungen in Höhe von 525 Mio. € (Vorjahr: 406 Mio. €) und sonstige langfristige Rückstellungen in Höhe von 460 Mio. € (Vorjahr: 319 Mio. €). Die Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich: Sonstige Rückstellungen scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt Personalrückstellungen 197 76 41 314 264 76 41 381 Umweltschutzrückstellungen 22 30 76 128 32 64 131 227 Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr 90 9 - 99 80 6 - 86 Rückstellungen für Restrukturierung 15 12 4 31 37 36 7 80 Übrige sonstige Rückstellungen 82 35 36 153 112 40 59 211 406 162 157 725 525 222 238 985 Insgesamt haben sich die sonstigen Rückstellungen im Berichtsjahr von 725 Mio. € auf 985 Mio. € erhöht. Im Einzelnen ergibt sich nachfolgende Entwicklung: Veränderung sonstige Rückstellungen 2017 scroll in Mio. € 01.01.2017 Akquisitionen Zuführung Zinseffekt Personalrückstellungen 314 75 261 2 Umweltschutzrückstellungen 128 117 19 3 Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr 99 1 42 0 Rückstellungen für Restrukturierung 31 0 70 0 Übrige sonstige Rückstellungen 153 83 52 2 725 276 444 7 scroll in Mio. € Inanspruchnahme Auflösung Währungsänderungen 31.12.2017 Personalrückstellungen -237 -18 -16 381 Umweltschutzrückstellungen -16 -9 -15 227 Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr -33 -22 -1 86 Rückstellungen für Restrukturierung -6 -5 -10 80 Übrige sonstige Rückstellungen -39 -29 -11 211 -331 -83 -53 985 Personalrückstellungen Die Personalrückstellungen enthalten insbesondere die einjährigen erfolgsabhängigen Vergütungen sowie die mehrjährigen Vergütungsprogramme. Mehrjährige Vergütungsprogramme Anteilsbasierte Vergütung Die LANXESS AG gewährt Mitgliedern des Vorstands sowie Mitarbeitern der oberen Führungsebenen eine anteilsbasierte Vergütung, die bar ausgezahlt wird. Die beiden bestehenden Vergütungsprogramme (LTSP - Long Term Stock Performance Plan) wurden in den Geschäftsjahren 2010 bzw. 2014 aufgesetzt. Mit dem im Geschäftsjahr 2010 aufgesetzten Vergütungsprogramm LTSP 2010-2013 wurden Anrechte für die Jahre 2010 bis 2013 gewährt. Die Ausschüttung ergibt sich aus der relativen Performance der LANXESS Aktie im Vergleich zum Index Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM. Das im Geschäftsjahr 2014 eingeführte Vergütungsprogramm LTSP 2014-2017 entspricht im Wesentlichen dem Vergütungsprogramm LTSP 2010-2013. Wesentliche Änderung ist die Bemessung der Ausschüttung als Relation der Performance der LANXESS Aktie im Vergleich zur Performance des Wettbewerbsindex MSCI World Chemicals. Die Gesamtlaufzeit der jeweiligen Tranchen beträgt für beide Programme grundsätzlich sieben Jahre. Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Ausübungszeitraum der Tranchen 2012 und 2013 aus dem Vergütungsprogramm LTSP 2010-2013 jeweils um zwei Jahre verlängert, sodass die Gesamtlaufzeit dieser beiden Tranchen nun neun Jahre beträgt. Der Basiskurs von Aktie und Vergleichsindex für die LTSP-Programme ergibt sich als volumengewichteter Durchschnitt der Schlusskurse der ersten zehn Handelstage im Januar des jeweiligen Tranchenjahres. Ausgabedatum der gewährten und noch ausstehenden Anrechte sowie der Anrechte der noch offenen Tranchen ist jeweils der 1. Februar. Die Teilnahme an den Programmen setzt ein vom jeweiligen Festgehalt abhängiges Eigeninvestment der Teilnehmer in LANXESS Aktien voraus. Übertrifft die Performance der Aktie die des Index, so werden pro Anrecht mindestens 0,75 € ausgezahlt. Für jedes Prozent, um das die Performance der Aktie die des Index übertrifft, werden 0,125 € zusätzlich ausgezahlt. Maximal werden jedoch 2,00 € pro Anrecht ausgeschüttet. Der Bewertung der Verpflichtungen aus der anteilsbasierten Vergütung liegen die folgenden wesentlichen Parameter zugrunde: Wesentliche Parameter am 31.12 scroll in % 2016 2017 Erwartete Volatilität der Aktie 29,0 27,0 Erwartete Dividendenzahlung 2,0 2,0 Erwartete Volatilität des Index Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM 18,0 18,0 Korrelation zwischen dem LANXESS Aktienkurs und dem Index Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM 65,0 67,0 Erwartete Volatilität des MSCI World Chemicals Index 13,0 13,0 Korrelation zwischen dem LANXESS Aktienkurs und dem MSCI World Chemicals Index 57,0 60,0 Der zu berücksichtigende risikolose Zinssatz lag im Berichtsjahr bei minus 0,34 % (Vorjahr: minus 0,65 %). Die erwarteten Volatilitäten basieren auf der historischen Volatilität der LANXESS Aktie und der Indizes Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM bzw. MSCI World Chemicals der jeweiligen letzten vier Jahre. Informationen zu den offenen Tranchen sind der nachfolgenden Tabelle aufgeführt: Long Term Stock Performance Plan scroll LTSP 2010-2013 LTSP 2014-2017 Tranche 2011 Tranche 2012 Tranche 2013 Tranche 2014 Tranche 2015 Tranche 2016 Tranche 2017 Laufzeit 7 Jahre 9 Jahre 9 Jahre 7 Jahre 7 Jahre 7 Jahre 7 Jahre Sperrfrist (Erdienungszeitraum) 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre Haltefrist für Eigen- investment-Aktien 31.01.2017 31.01.2017 31.01.2017 31.01.2018 31.01.2019 31.01.2020 31.01.2021 Basiskurs der LANXESS Aktie 55,60 € 44,54 € 63,25 € 47,41 € 35,04 € 38,39 € 64,84 € Basiskurs des Index Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM 564,17 Punkte 533,45 Punkte 665,98 Punkte − − − − Basiskurs des MSCI World Chemicals Index − − − 238,07 Punkte 254,06 Punkte 233,45 Punkte 276,04 Punkte Beizulegender Zeitwert pro Anrecht am 31.12.2016 0,10 € 0,44 € 0,30 € 1,55 € 1,86 € 1,53 € − Beizulegender Zeitwert pro Anrecht am 31.12.2017 0,00 € 0,35 € 0,21 € 1,49 € 1,89 € 1,48 € 0,67 € Entwicklung der Anzahl ausstehender Anrechte Ausstehende Anrechte am 01.01.2017 5.974.245 7.833.164 8.730.804 9.387.806 10.196.102 11.407.872 − Gewährte Anrechte − 528.399 432.652 − − − 11.720.269 Ausgeübte Anrechte − − − − − − − Abgegoltene Anrechte 451.412 413.934 407.549 391.960 371.696 429.515 123.145 Verwirkte Anrechte 29.122 32.904 37.103 74.638 118.316 140.782 128.985 Ausstehende Anrechte am 31.12.2017 5.493.711 7.914.725 8.718.804 8.921.208 9.706.090 10.837.575 11.468.139 Zum Jahresende 2017 notierte die LANXESS Aktie bei 66,29 €. Die Vergleichsindizes Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM bzw. MSCI World Chemicals notierten bei 949,33 Punkten bzw. 331,74 Punkten. Im Geschäftsjahr 2017 ergibt sich aufgrund der Performance der LANXESS Aktie zum jeweiligen Vergleichsindex sowie aus der Gewährung, Abgeltung und Verwirkung von Anrechten ein Nettoaufwand von 11 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €). Zum 31. Dezember 2017 ergibt sich eine Rückstellung in Höhe von 40 Mio. € (Vorjahr: 30 Mio. €). Im aktuellen Geschäftsjahr beträgt der innere Wert von am Bilanzstichtag ausübbaren Anrechten wie im Vorjahr 0 Mio. €. Rückstellungen für Umweltschutz Das Geschäft des LANXESS Konzerns unterliegt weitreichenden rechtlichen Vorgaben in allen Ländern, in denen seine geschäftlichen Aktivitäten stattfinden. So kann die Einhaltung von Gesetzen, die den Schutz der Umwelt betreffen, dazu führen, dass der Konzern an diversen Standorten die Auswirkungen der Emission oder Ablagerung von Chemikalien beseitigen oder auf ein Minimum beschränken muss. Einige dieser Gesetze führen dazu, dass ein Unternehmen, das gegenwärtig oder in der Vergangenheit Eigentümer eines Standorts ist bzw. war oder dort Anlagen betreibt bzw. betrieben hat, entschädigungspflichtig gemacht wird für die Kosten, die dadurch entstehen, dass gefährliche Substanzen aus dem Boden oder Grundwasser eines Grundstücks oder benachbarter Flächen beseitigt oder unschädlich gemacht werden. Dabei kann die Entschädigungspflicht unabhängig davon gegeben sein, ob der Eigentümer oder Anlagenbetreiber von einer Kontamination wusste oder ob er sie selbst verursacht hat. Des Weiteren ist oft auch nicht entscheidend, ob eine Kontamination zu dem Zeitpunkt, zu dem sie ursprünglich verursacht wurde, gesetzlich zulässig war oder nicht. Da viele der Produktionsstandorte von LANXESS schon seit langer Zeit industriell genutzt werden, ist es nicht immer möglich, genau zu bestimmen, welche Auswirkungen derartige Vorgänge in Zukunft auf den LANXESS Konzern haben werden. Bei LANXESS als einem Unternehmen der chemischen Industrie kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass es in der Vergangenheit an Standorten Verunreinigungen des Bodens und des Grundwassers gegeben hat. Hieraus möglicherweise resultierende Ansprüche könnten von staatlichen Regulierungsbehörden sowie von privaten Organisationen und Personen geltend gemacht werden. Dabei ginge es dann um die Sanierung von Standorten und Flächen, die im Eigentum des LANXESS Konzerns stehen, an denen Produkte von Dritten im Rahmen von Lohnfertigungsvereinbarungen produziert wurden oder an denen Abfälle aus Produktionsanlagen des LANXESS Konzerns behandelt, gelagert oder entsorgt wurden. Potenzielle Verbindlichkeiten aus Untersuchungs- und Sanierungskosten bestehen bei einer Reihe von Standorten unter anderem aufgrund der allgemein als „Superfund“ bezeichneten besonderen Regelungen des US-amerikanischen Umweltschutzrechts. An US-Standorten sind zahlreiche Unternehmen, darunter auch LANXESS, davon in Kenntnis gesetzt worden, dass US-amerikanische Behörden sowie Privatpersonen davon ausgehen, dass die betreffenden Gesellschaften möglicherweise nach dem Superfund oder ähnlichen Vorgaben für Sanierungsmaßnahmen verantwortlich sind. An manchen Standorten ist LANXESS möglicherweise der einzige Verantwortliche. An den meisten in diesem Zusammenhang relevanten Standorten ist der Sanierungsprozess bereits eingeleitet. Die bestehenden Umweltschutzrückstellungen betreffen vor allem die Sanierung von kontaminierten Standorten, die Nachrüstung von Deponien sowie Rekultivierungs- und Wasserschutzmaßnahmen. Die Umweltschutzrückstellungen werden durch Diskontierung des Betrags der erwarteten Inanspruchnahme ermittelt, soweit Umweltuntersuchungen oder Sanierungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und kein zukünftiger Nutzen aus diesen Maßnahmen erwartet wird. Für die Kostenschätzungen signifikante Faktoren sind z. B. bisherige Erfahrungen in vergleichbaren Fällen, Gutachten zu Umweltmaßnahmen, die gegenwärtigen Kosten und neue, die Kosten beeinflussende Entwicklungen, unsere Interpretation der gegenwärtigen Umweltschutzgesetze und -verordnungen, die Anzahl und die finanzielle Situation der Drittunternehmen, die an den verschiedenen Standorten angesichts einer gemeinsamen Haftung ebenfalls zu Kostenerstattungen herangezogen werden können, sowie die Sanierungsmethoden, die voraussichtlich eingesetzt werden. Es ist schwierig, die künftigen Kosten von Umweltschutz- und Sanierungsmaßnahmen abzuschätzen, insbesondere angesichts der vielen Unsicherheiten, die bezüglich der rechtlichen Vorgaben und der Informationen über die Verhältnisse in den verschiedenen Ländern und Standorten bestehen. In Anbetracht dieser Situation sowie unter Berücksichtigung seiner bisherigen Erfahrungen mit ähnlichen Maßnahmen geht LANXESS davon aus, dass die vorhandenen Rückstellungen - auf der Grundlage der heute vorhandenen Informationen - ausreichend sind. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass über die zurückgestellten Beträge hinaus zusätzliche Kosten anfallen werden. Solche zusätzlichen Kosten würden, wenn sie überhaupt anfallen, nach Einschätzung des Unternehmens keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Energie- und Entsorgungsleistungen. Darüber hinaus werden drohende Verluste bzw. belastende Verträge berücksichtigt. Rückstellungen für Restrukturierung Die Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von 80 Mio. € (Vorjahr: 31 Mio. €) zum 31. Dezember 2017 beinhalten 23 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €) Rückstellungen für Personalmaßnahmen, 23 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen sowie 34 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) Rückstellungen für notwendige Abrisse zur Erfüllung von Umweltverpflichtungen und sonstige Aufwendungen. Übrige sonstige Rückstellungen Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für belastende Verträge sowie Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen. (16) Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung und Fristigkeit der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten kann den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten am 31.12.2016 scroll in Mio. € Kurzfristig Langfristig 2017 2018 2019 2020 2021 > 2021 Summe Anleihen - 499 - - 496 1.676 2.671 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44 - - - - - 0 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 9 8 7 6 6 34 61 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 25 0 0 0 0 2 2 78 507 7 6 502 1.712 2.734 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten am 31.12.2017 scroll in Mio. € Kurzfristig Langfristig 2018 2019 2020 2021 2022 > 2022 Summe Anleihen 500 - - 497 596 1.081 2.174 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89 - - - - - 0 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 9 8 7 6 6 25 52 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 35 0 0 0 0 16 16 633 8 7 503 602 1.122 2.242 Im LANXESS Konzern sind zum 31. Dezember 2017 folgende Anleihen ausstehend: Anleihen scroll Emissionszeitpunkt Nominalwert in Mio. € Buchwert in Mio. € Zinskupon in % Fälligkeit Mai 2011 500 500 4,125 Mai 2018 April 2012 100 100 3,500 April 2022 April 2012 100 99 3,950 April 2027 November 2012 500 496 2,625 November 2022 Oktober 2016 500 497 0,250 Oktober 2021 Oktober 2016 500 493 1,000 Oktober 2026 Dezember 2016 500 489 4,500 Dezember 2076 Den in Euro und Fremdwährungen bestehenden Finanzverbindlichkeiten im LANXESS Konzern liegt zum Jahresende ein gewichteter durchschnittlicher Zins von 2,7 % (Vorjahr: 2,7 %) zugrunde. Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen werden dann bilanziert, wenn die geleasten Vermögenswerte als wirtschaftliches Eigentum des Konzerns unter den Sachanlagen aktiviert sind (Finanzierungsleasing). In den Folgejahren sind an die jeweiligen Leasinggeber 79 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €) Leasingraten zu zahlen; der hierin enthaltene Zinsanteil beläuft sich auf 18 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €). In den sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sind Zinsabgrenzungen von 35 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €) für finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Hiervon betreffen 34 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €) die Anleihen. Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Verbindlichkeiten sowie der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme, insbesondere der Zinszahlungen, wird auf die Anhangangabe [36] verwiesen. (17) Langfristige und kurzfristige Ertragsteuerschulden Die langfristigen und kurzfristigen Ertragsteuerschulden gliedern sich wie folgt: Ertragsteuerschulden scroll in Mio. € 31.12.2016 Langfristig Kurzfristig Gesamt Rückstellungen 31 39 70 Verbindlichkeiten - 5 5 31 44 75 Ertragsteuerschulden scroll in Mio. € 31.12.2017 Langfristig Kurzfristig Gesamt Rückstellungen 119 51 170 Verbindlichkeiten - 10 10 119 61 180 Die Erhöhung der Ertragsteuerrückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura. (18) Sonstige langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten gliedern sich am Bilanzstichtag wie folgt: Sonstige langfristige Verbindlichkeiten scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Von Dritten gewährte Zuwendungen für Vermögenswerte 81 68 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 5 4 Personalverbindlichkeiten 1 0 Übrige sonstige Verbindlichkeiten 6 27 93 99 Die von Dritten gewährten Zuwendungen für Vermögenswerte enthalten unter anderem Zuwendungen der öffentlichen Hand, welche die Aufrechterhaltung von Arbeitsplätzen bzw. die Zweckbindung von Vermögenswerten zur eigenen Produktion für festgelegte Zeiträume bedingen. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 38 70 Personalverbindlichkeiten 38 24 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 26 23 Übrige sonstige Verbindlichkeiten 72 62 174 179 Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern umfassen neben den Beträgen, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind, auch solche Steuern, die für Rechnung Dritter abgeführt werden. Als Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind insbesondere noch abzuführende Beiträge an Sozialversicherungen ausgewiesen. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die periodengerechte Abgrenzung ausstehender Rechnungen. Gegenüber der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), belaufen sich die entsprechenden Verpflichtungen per 31. Dezember 2017 wie im Vorjahr auf unter 1 Mio. €. (19) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend gegenüber Dritten. Wie im Vorjahr ist der Gesamtbetrag in Höhe von 1.048 Mio. € (Vorjahr: 889 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit 108 Mio. € (Vorjahr: 131 Mio. €) gegenüber der at equity bewerteten Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), und deren verbundenen Unternehmen sowie mit 940 Mio. € (Vorjahr: 758 Mio. €) gegenüber sonstigen Lieferanten. (20) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten Von den gesamten Verbindlichkeiten haben 1.132 Mio. € (Vorjahr: 1.716 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN‐ UND VERLUSTRECHNUNG (21) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von 9.664 Mio. € (Vorjahr: 7.699 Mio. €) beinhalten zum größten Teil Verkäufe von Waren und Erzeugnissen nach Abzug von Rabatten und Preisnachlässen. Der Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura zurückzuführen. Die Umsätze und ihre Entwicklung nach Unternehmensbereichen und Regionen sind in der Übersicht zur Segmentberichterstattung ersichtlich (vgl. Anhangangabe [38]). (22) Kosten der umgesetzten Leistungen Kosten der umgesetzten Leistungen scroll in Mio. € 2016 2017 Aufwendungen für Rohstoffe und Handelswaren 3.325 4.521 Fertigungskosten und sonstige Herstellungskosten 2.620 2.998 5.945 7.519 Der Anstieg der Kosten der umgesetzten Leistungen im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura zurückzuführen. Die Fertigungskosten enthalten unter anderem Kosten für Personal, Abschreibungen, Energien und sonstige Leistungsbezüge. Die sonstigen Herstellungskosten enthalten insbesondere Effekte aus der Bestandsbewertung sowie aus Inventurdifferenzen. (23) Vertriebskosten Vertriebskosten scroll in Mio. € 2016 2017 Marketingkosten 481 574 Ausgangsfrachten und sonstige Vertriebskosten 300 379 781 953 Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Kosten der internen und externen Marketing- und Vertriebsorganisation, Frachten, Lagerhaltungs- und Verpackungskosten sowie Kosten der Kundenberatung. Der Anstieg der Vertriebskosten im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura sowie auf gestiegene Frachtkosten zurückzuführen. (24) Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten von 145 Mio. € (Vorjahr: 131 Mio. €) enthalten insbesondere Kosten zur Erlangung neuer wissenschaftlicher und technischer Erkenntnisse, Kosten im Zusammenhang mit der Suche nach alternativen Produkten und Produktionsverfahren sowie Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura zurückzuführen. (25) Allgemeine Verwaltungskosten Die Verwaltungskosten von 382 Mio. € (Vorjahr: 303 Mio. €) beinhalten Kosten, die keinen direkten Zusammenhang mit den operativen Geschäftsprozessen haben, sowie die Kosten der Landesorganisationen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura zurückzuführen. (26) Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge scroll in Mio. € 2016 2017 Erträge aus Nebengeschäften 73 80 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 31 25 Sondereinflüsse 6 11 Erträge aus derivativen Sicherungsgeschäften 0 5 Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 4 4 Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 2 3 Übrige betriebliche Erträge 31 51 147 179 Die Sondereinflüsse enthalten Erträge aus der Auflösung von in Vorjahren als Sondereinflüsse gebildeten Rückstellungen, im Wesentlichen für Restrukturierungen, und entfallen gemäß ihrem wirtschaftlichen Gehalt auf die Kosten der umgesetzten Leistungen mit 6 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) sowie auf die sonstigen betrieblichen Erträge mit 0 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €). Darüber hinaus sind 5 Mio. € Gewinne (Vorjahr: 0 Mio. €) aus dem Verkauf des US-amerikanischen Tochterunternehmens International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA), enthalten. Diese entfallen auf die sonstigen betrieblichen Erträge. (27) Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll in Mio. € 2016 2017 Sondereinflüsse 56 272 Aufwendungen aus Nebengeschäften 67 69 Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 4 6 Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 1 4 Aufwendungen aus derivativen Sicherungsgeschäften 50 0 Übrige betriebliche Aufwendungen 44 59 222 410 Im Geschäftsjahr 2017 beinhalten die Sondereinflüsse im Wesentlichen Kosten Restrukturierungsmaßnahmen zur Optimierung des Produktionsnetzwerks in Höhe von 121 Mio. €. Hiervon betroffen waren insbesondere der Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) der Business Unit Additives (Segment Specialty Additives) und der Standort Zárate (Argentinien) der Business Unit Leather (Segment Performance Chemicals). Des Weiteren sind Sondereinflüsse für die strategische Neuausrichtung in Höhe von 115 Mio. € angefallen, welche auch Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation und Integration des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura enthalten. Darüber hinaus wurden Sondereinflüsse für die Digitalisierung und für sonstige Maßnahmen in Höhe von 36 Mio. € erfasst. Die Sondereinflüsse in Höhe von 272 Mio. € (Vorjahr: 56 Mio. €) entfallen gemäß ihrem wirtschaftlichen Gehalt in Höhe von 219 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) auf die Kosten der umgesetzten Leistungen, mit 6 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) auf Vertriebskosten, mit 5 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) auf Forschungs- und Entwicklungskosten, mit 42 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €) auf allgemeine Verwaltungskosten sowie mit 0 Mio. € (Vorjahr: 34 Mio. €) auf sonstige betriebliche Aufwendungen. (28) Finanzergebnis Im Einzelnen gliedert sich das Finanzergebnis wie folgt: Finanzergebnis scroll in Mio. € 2016 2017 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0 Zinserträge 9 8 Zinsaufwendungen -72 -93 Zinsergebnis -63 -85 Aufzinsung verzinslicher Rückstellungen -40 -37 Wechselkursergebnis -24 -34 Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge -5 1 Dividenden und übriges Beteiligungsergebnis 7 46 Sonstiges Finanzergebnis -62 -24 Finanzergebnis -125 -109 Die Zinsaufwendungen enthalten insbesondere die Zinsen für die begebenen Anleihen, bereinigt um aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €). Der in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil von Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €) wird im Zinsergebnis ausgewiesen. (29) Ertragsteuern Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen landesspezifische Steuersätze zugrunde. Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Ertragsteuern wie folgt: Ertragsteuern nach Herkunft scroll in Mio. € 2016 2017 Laufende Steuern -141 -267 Latente Steuern aus temporären Differenzen 2 47 aus gesetzlichen Steuersatzänderungen 0 -1 aus Verlustvorträgen -5 20 Ertragsteuern -144 -201 Der ausgewiesene Steueraufwand des Geschäftsjahres 2017 von 201 Mio. € (Vorjahr: 144 Mio. €) unterscheidet sich um 96 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €) von dem erwarteten Steueraufwand von 105 Mio. € (Vorjahr: 109 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Konzernsteueraufwands wird der für die deutschen Gesellschaften zusammengefasste Ertragsteuersatz von 32,3 % (Vorjahr: 32,3 %) herangezogen. Er umfasst einen Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Körperschaftsteuer) sowie die Gewerbesteuer. In der nachfolgenden Aufstellung wird das erwartete Steuerergebnis in das effektiv ausgewiesene Steuerergebnis übergeleitet: Überleitung tatsächliches Steuerergebnis scroll in Mio. € 2016 2017 Ergebnis vor Ertragsteuern 339 325 Ertragsteuersatz der LANXESS AG 32,3 % 32,3 % Erwartetes Steuerergebnis -109 -105 Besteuerungsunterschied aufgrund von Differenzen zwischen lokalen Steuersätzen und dem hypothetischen Steuersatz -17 -11 Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge sowie Reduzierung steuerlicher Bemessungsgrundlagen 5 14 Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -6 -29 nicht angesetzter latenter Steuern auf steuerliche Verluste -15 -19 Sonstige Steuereffekte -2 -51 Tatsächliches Steuerergebnis -144 -201 Effektiver Steuersatz 42,5 % 61,8 % Die sonstigen Steuereffekte in Höhe von minus 51 Mio. € (Vorjahr: minus 2 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus der im Dezember 2017 verabschiedeten US-Steuerreform, insbesondere in Bezug auf die Einmalbesteuerung thesaurierter Gewinne von durch US-amerikanische Gesellschaften gehaltenen Beteiligungen im Ausland. Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den einzelnen Bilanzposten wie folgt: Latente Steuerabgrenzungen scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Immaterielle Vermögenswerte 26 63 25 201 Sachanlagen 19 134 24 183 Vorräte 33 3 29 3 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15 20 34 25 Pensionsrückstellungen 292 0 335 0 Sonstige Rückstellungen 104 8 136 5 Verbindlichkeiten 32 1 23 19 Verlustvorträge 67 - 159 - 588 229 765 436 davon langfristig 404 197 543 384 Saldierung -146 -146 -323 -323 442 83 442 113 Die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ergibt sich folgendermaßen: Veränderung latente Steuerabgrenzungen scroll in Mio. € 2016 2017 Latente Steuerabgrenzungen 01.01. 315 359 Aufwand/Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung -3 66 Veränderungen Konzernkreis -15 -86 Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 53 -1 Währungsänderungen 9 -9 Latente Steuerabgrenzungen 31.12. 359 329 Die im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Steuern entfallen mit 11 Mio. € (Vorjahr: 72 Mio. €) auf Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und mit minus 12 Mio. € (Vorjahr: minus 19 Mio. €) auf Finanzinstrumente. Darüber hinaus beinhaltet das sonstige Ergebnis tatsächliche Steuern in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €). Die Veränderungen im Konzernkreis resultieren im Geschäftsjahr aus der Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura. Latente Steueransprüche, die höher als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen sind, in Höhe von 104 Mio. € (Vorjahr: 156 Mio. €) beziehen sich auf Steuerrechtskreise, in denen im Geschäftsjahr 2017 oder im Vorjahr Verluste angefallen sind. LANXESS geht davon aus, dass zukünftig genügend zu versteuernde Einkommen zur Realisierung der latenten Steueransprüche zur Verfügung stehen werden. Von den gesamten Verlustvorträgen sind auf Basis der Steuerplanungsrechnungen und -strategien auf steuerlich voraussichtlich realisierbare Beträge von 592 Mio. € (Vorjahr: 237 Mio. €) aktive latente Steuern in Höhe von 159 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €) angesetzt. Diese beinhalten 22 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €) latente Steuern auf Verlustvorträge mit unbeschränkten Nutzungszeiträumen. Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 534 Mio. € (Vorjahr: 255 Mio. €) wurden keine latenten Steuern gebildet. Hiervon sind 283 Mio. € (Vorjahr: 130 Mio. €) theoretisch länger als fünf Jahre nutzbar. Es wurden im Geschäftsjahr 2017 auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 139 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €) keine aktiven latenten Steuern gebildet. Insofern blieben aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 141 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €) sowie aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 33 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €) unberücksichtigt. (30) Ergebnis und Dividende je Aktie Das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2017 ergibt sich ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit und wurde unter Berücksichtigung der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der innerhalb der Berichtsperiode im Umlauf gewesenen Aktien ermittelt. Zum 31. Dezember 2017 waren 91.522.936 Aktien in Umlauf. Da derzeit keine Eigenkapitalinstrumente begeben sind, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis. Für weitere Informationen zu Eigenkapitalinstrumenten, die künftig das Ergebnis je Aktie verwässern können, wird auf Anhangangabe [13] verwiesen. Ergebnis je Aktie scroll 2016 2017 Veränd. in % Konzernergebnis in Mio. € 192 87 -54,7 Im Umlauf gewesene Aktien in Stück 91.522.936 91.522.936 - Ergebnis je Aktie in € (unverwässert/verwässert) 2,10 0,95 -54,7 Die LANXESS AG weist für das Geschäftsjahr 2017 einen Bilanzgewinn von 116 Mio. € (Vorjahr: 332 Mio. €) aus. Die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der LANXESS AG belief sich im Berichtsjahr auf 0,70 € (Vorjahr: 0,60 €) je Aktie. (31) Personalaufwand Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt: Personalaufwand scroll in Mio. € 2016 2017 Löhne und Gehälter 1.168 1.302 Sozialabgaben 194 236 Aufwendungen für Altersvorsorge 92 111 Aufwendungen für soziale Unterstützung 13 14 1.467 1.663 Insgesamt ist im Geschäftsjahr 2017 ein Anstieg der Personalaufwendungen zu verzeichnen. Dieser ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura sowie auf Entgeltanpassungen in 2017 zurückzuführen. Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind als Bestandteil des Finanzergebnisses ausgewiesen (vgl. Anhangangabe [28]). SONSTIGE ANGABEN (32) Belegschaft Im LANXESS Konzern waren im Jahresdurchschnitt 2017 insgesamt 18.527 (Vorjahr: 16.642) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Der Belegschaftsanstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert dabei im Wesentlichen aus der Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura. Beschäftigte nach Funktionsbereichen scroll 2016 2017 Produktion 12.406 13.787 Verwaltung 1.809 2.075 Marketing 1.837 1.994 Forschung 590 671 16.642 18.527 (33) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse resultieren aus Bürgschaften und ähnlichen Instrumenten, die gegenüber Dritten übernommen wurden. Bei diesen Sachverhalten geht es um potenzielle zukünftige Verpflichtungen, bei denen das Eintreten des entsprechenden zukünftigen Ereignisses zu einer Verpflichtung führen würde, die am Bilanzstichtag ungewiss war. Eine Verpflichtung zur Leistung im Rahmen dieser Haftungsverhältnisse entsteht bei Verzug oder Zahlungsunfähigkeit des Schuldners. Zum 31. Dezember 2017 bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von insgesamt 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €). Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber der at equity bewerteten Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland). Aus der Stellung als persönlich haftender Gesellschafter der Currenta GmbH & Co. OHG können sich zukünftig gegebenenfalls Kapitalnachschusspflichten ergeben. Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus operativen Leasingverhältnissen. Wie in der Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden näher ausgeführt, handelt es sich bei operativen Leasingverhältnissen um Vereinbarungen, die kein Finanzierungsleasing sind, bei denen also nicht die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des Leasinggegenstands verbunden sind, übertragen werden. Operative Leasingverhältnisse werden vom LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus operativen Leasingverhältnissen beläuft sich auf 315 Mio. € (Vorjahr: 334 Mio. €). Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen werden folgendermaßen fällig: Fälligkeit der Leasing- und Mietzahlungen scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 bis 1 Jahr 57 64 1 bis 2 Jahre 50 54 2 bis 3 Jahre 43 44 3 bis 4 Jahre 38 38 4 bis 5 Jahre 35 25 über 5 Jahre 111 90 334 315 Aufgrund von operativen Leasingverhältnissen wurden im Geschäftsjahr 2017 Leasing- und Mietzahlungen von 73 Mio. € (Vorjahr: 61 Mio. €) geleistet. Die künftigen Leasing- und Mietzahlungen beinhalten unter anderem Verträge im Zusammenhang mit der Konzernzentrale in Köln sowie dem Produktionsstandort in Singapur. Weitere wesentliche Verträge betreffen die weltweite Anmietung von Grundstücken, Bürogebäuden und Lagerhallen. Des Weiteren werden für den Rohstoff- und Warentransport Bahnkesselwagen und Tankcontainer angemietet. Aus bereits erteilten Aufträgen für begonnene oder geplante Investitionsvorhaben im Bereich der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte (Bestellobligo) bestehen nominelle Verpflichtungen in Höhe von 118 Mio. € (Vorjahr: 110 Mio. €), die in voller Höhe im Geschäftsjahr 2018 fällig sind. Beschreibung des Grundlagenvertrags In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögenswerten entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen. (34) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen Im Rahmen des operativen Geschäfts bezieht der LANXESS Konzern weltweit Materialien, Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden sich Unternehmen, an denen die LANXESS AG unmittelbar und mittelbar beteiligt ist. Die Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Auf Basis von Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, und deren verbundenen Unternehmen bezog der LANXESS Konzern überwiegend Standortdienstleistungen in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Logistik im Volumen von 458 Mio. € (Vorjahr: 420 Mio. €). Aus diesen Geschäftsbeziehungen bestehen zum 31. Dezember 2017 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 108 Mio. € (Vorjahr: 131 Mio. €) und Forderungen in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Darüber hinaus bestehen gegenüber der Currenta GmbH & Co. OHG und deren verbundenen Unternehmen Verpflichtungen für Miet- und Leasingzahlungen aus operativen Leasingverhältnissen in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €) sowie ein Bestellobligo von 0 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €). Haftungsverhältnisse gegenüber der Currenta GmbH & Co. OHG werden im vorherigen Abschnitt erläutert. Hinsichtlich der Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den nachfolgenden Abschnitt verwiesen. (35) Bezüge der Gremien Für das Geschäftsjahr 2017 belaufen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 14.581 T€ (Vorjahr: 11.852 T€). Sie setzen sich zusammen aus kurzfristig fälligen Leistungen (Festvergütung, Annual Performance Payment (APP), Sachbezüge und sonstige) von 10.362 T€ (Vorjahr: 7.545 T€), Anpassungen für Vorjahre von minus 86 T€ (Vorjahr: minus 147 T€) sowie anderen langfristig fälligen Leistungen im Rahmen des Long Term Performance Bonus (LTPB) von 2.721 T€ (Vorjahr: 1.857 T€). Weiterhin wurden Bezüge im Rahmen des anteilsbasierten Long Term Stock Performance Plan (LTSP) hierunter erfasst. Dabei wurden den Vorständen im Geschäftsjahr insgesamt 1.740.000 Vergütungsanrechte für 2017 gewährt. Im Vorjahr wurden insgesamt 1.740.000 Vergütungsanrechte für 2016 und zusätzlich 1.350.000 Vergütungsanrechte für 2012 sowie 1.350.000 Vergütungsanrechte für 2013 gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 1.584 T€ (Vorjahr: 2.597 T€). Der Personalaufwand aus der anteilsbasierten Vergütung betrug im Geschäftsjahr 1.558 T€ (Vorjahr: 3.430 T€). Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 im Abschnitt „Vergütungsbericht“. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2017 für die Mitglieder des Vorstands als Vergütungsbestandteil im Rahmen leistungsorientierter Pläne Kosten für erworbene Versorgungsansprüche (Service Costs) von 1.509 T€ (Vorjahr: 1.173 T€) berücksichtigt. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2017 lag bei 18.377 T€ (Vorjahr: 16.033 T€). Insgesamt ergab sich aus der Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 ein Nettoaufwand von 16.064 T€ (Vorjahr: 13.858 T€). Die zum 31. Dezember 2017 ausstehenden Salden gegenüber Mitgliedern des Vorstands in Höhe von 17.991 T€ (Vorjahr: 11.514 T€) setzen sich aus Rückstellungen für das APP von 7.025 T€ (Vorjahr: 4.575 T€), den LTPB von 3.639 T€ (Vorjahr: 2.612 T€) sowie die anteilsbasierte Vergütung von 7.327 T€ (Vorjahr: 4.327 T€) zusammen. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 473 T€ (Vorjahr: 1.244 T€) und betreffen erfolgte Zahlungen aus der Altersversorgung. Zum 31. Dezember 2017 betrug der Verpflichtungsumfang aus der Altersversorgung für frühere Mitglieder des Vorstands 34.828 T€ (Vorjahr: 34.497 T€). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2017 Gesamtbezüge von 1.883 T€ (Vorjahr: 1.879 T€). Sie werden grundsätzlich zu Beginn des Folgejahres ausgezahlt. Die für die Mitglieder des Aufsichtsrats gebildete Rückstellung aus der anteilsbasierten Vergütung belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 950 T€ (Vorjahr: 600 T€). Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im LANXESS Konzern sind, Bezüge im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Deren Höhe entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern. Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 im Abschnitt „Vergütungsbericht“. Im Geschäftsjahr 2017 wurden wie im Vorjahr keine Kredite an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats gewährt. (36) Finanzinstrumente Das Risikomanagementsystem des LANXESS Konzerns einschließlich seiner Ziele, Methoden und Prozesse sowie die wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken wie Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken sowie das Kontrahenten- und das Liquiditätsrisiko werden im Abschnitt „Chancen- und Risikobericht“ des zusammengefassten Konzernlageberichts erläutert. Das Risiko, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Marktpreise verändern, ist im Folgenden für die drei Marktrisiken dargestellt: • Währungsrisiken Eine hypothetische Aufwertung des Euro gegenüber kursgesicherten Währungen am Bilanzstichtag um 5 % hätte eine Änderung der beizulegenden Zeitwerte der Derivate von 17 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) ergeben. Dieser Effekt hätte sich hauptsächlich auf das sonstige Ergebnis ausgewirkt und den ausgewiesenen Gewinn entsprechend erhöht. Der Effekt entfällt hauptsächlich auf den US-Dollar. Im Falle einer Abwertung des Euro ergäbe sich im Wesentlichen ein gegenläufiger Effekt. • Zinsrisiken Finanzschulden mit variablen Zinskonditionen stehen Anlagen mit kurzer Zinsbindung aus verfügbarer Liquidität gegenüber, sodass dem LANXESS Konzern durch steigende Zinsen in geringem Maße steigende Zinskosten entstehen. Eine generelle Veränderung des Zinsniveaus um 1 %-Punkt zum Stichtag 31. Dezember 2017 hätte das Konzernergebnis um 5 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) verändert. Eine Veränderung des Zinsniveaus der derivativen Zinstermingeschäfte um 1 %-Punkt hätte zudem eine Änderung der beizulegenden Zeitwerte der Derivate um 10 Mio. € ergeben. Dieser Effekt hätte sich hauptsächlich auf das sonstige Ergebnis ausgewirkt und den ausgewiesenen Gewinn entsprechend erhöht. Im Vorjahr lagen keine Zinstermingeschäfte vor. • Rohstoffpreisrisiken Am Bilanzstichtag hätte eine hypothetische Erhöhung oder Verringerung gesicherter Rohstoffpreise um 10 % zu einer Erhöhung oder Verringerung des sonstigen Ergebnisses aufgrund von Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente um 0 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) geführt. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsströme der originären finanziellen Verbindlichkeiten, der hierin enthaltenen Zinsen sowie der derivativen Finanzinstrumente ersichtlich: Stand 31.12.2016 scroll in Mio. € 2017 2018 2019 2020 2021 >2021 Anleihen -47 -570 -49 -49 -549 -3.003 davon Zinsen -47 -70 -49 -49 -49 -1.303 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -44 - - - - - davon Zinsen - - - - - - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -889 - - - - - davon Zinsen - - - - - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -13 -12 -10 -9 -8 -40 davon Zinsen -4 -4 -3 -3 -2 -6 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -25 0 0 0 0 -2 davon Zinsen -23 - - - - - Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings Auszahlungen -348 -89 - - - - Einzahlungen 321 83 - - - - Andere Sicherungsinstrumente Auszahlungen -964 0 -14 - - - Einzahlungen 941 0 10 - - - Derivative Vermögenswerte Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings Auszahlungen -11 -11 - - - - Einzahlungen 18 12 - - - - Andere Sicherungsinstrumente Auszahlungen -1.358 - - - - - Einzahlungen 1.420 - - - - - Stand 31.12.2017 scroll in Mio. € 2018 2019 2020 2021 2022 >2022 Anleihen -536 -49 -49 -549 -648 -2.355 davon Zinsen -36 -49 -49 -49 -48 -1.255 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -89 - - - - - davon Zinsen 0 - - - - - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.048 - - - - - davon Zinsen - - - - - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -13 -11 -10 -8 -8 -29 davon Zinsen -4 -3 -3 -2 -2 -4 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -35 0 0 0 0 -16 davon Zinsen -35 - - - - - Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings Auszahlungen -20 -4 0 - - - Einzahlungen 19 3 - - - - Andere Sicherungsinstrumente Auszahlungen -599 - - - - - Einzahlungen 585 - - - - - Derivative Vermögenswerte Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings Auszahlungen -428 -155 -21 -3 -3 -5 Einzahlungen 446 152 19 3 4 9 Andere Sicherungsinstrumente Auszahlungen -1.341 - - - - - Einzahlungen 1.358 - - - - - Die für das auf den Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr vertraglich vereinbarten Auszahlungen für sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten enthalten mit 35 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €) Zinsabgrenzungen, die im Wesentlichen die Anleihen betreffen. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten In den nachfolgenden Aufstellungen werden die Buchwerte der einzelnen Klassen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten gegenübergestellt. Weiterhin wird die Grundlage für den bilanziellen Wertansatz aufgezeigt: Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten am 31.12.2016 scroll in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39 Buchwert 31.12.2016 Wertansatz Bilanz gemäß IAS 39 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 1.088 1.088 Sonstige finanzielle Forderungen LaR 1.972 1.972 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 355 355 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte AfS 40 Sonstige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 189 10 Derivative Vermögenswerte Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings - 8 Andere Sicherungsinstrumente FAHfT 58 Eingebettete Derivate - - - - Finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen FLAC -2.671 -2.671 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC -44 -44 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC -889 -889 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - -70 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC -27 -27 Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings - -26 Andere Sicherungsinstrumente FLHfT -23 scroll in Mio. € Wertansatz Bilanz gemäß IAS 39 Wertansatz Bilanz gemäß IAS 17 Beizulegender Zeitwert 31.12.2016 Beizulegender Zeitwert (sonstiges Ergebnis) Beizulegender Zeitwert (Gewinn oder Verlust) Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.088 Sonstige finanzielle Forderungen 1.972 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 355 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 40 40 Sonstige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 179 189 Derivative Vermögenswerte Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings 8 8 Andere Sicherungsinstrumente 58 58 Eingebettete Derivate - - - - Finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen -2.827 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -44 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -889 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -70 -74 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -27 Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings -26 -26 Andere Sicherungsinstrumente -23 -23 Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten am 31.12.2017 scroll in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39 Buchwert 31.12.2017 Wertansatz Bilanz gemäß IAS 39 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 1.316 1.316 Sonstige finanzielle Forderungen LaR 25 25 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 538 538 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte AfS 50 Sonstige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 10 1 Derivative Vermögenswerte Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings - 27 Andere Sicherungsinstrumente FAHfT 23 Eingebettete Derivate - 2 - - Finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen FLAC -2.674 -2.674 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC -89 -89 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC -1.048 -1.048 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - -61 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC -51 -51 Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings - -3 Andere Sicherungsinstrumente FLHfT -11 scroll in Mio. € Wertansatz Bilanz gemäß IAS 39 Wertansatz Bilanz gemäß IAS 17 Beizulegender Zeitwert 31.12.2017 Beizulegender Zeitwert (sonstiges Ergebnis) Beizulegender Zeitwert (Gewinn oder Verlust) Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.316 Sonstige finanzielle Forderungen 25 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 538 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 50 50 Sonstige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 9 10 Derivative Vermögenswerte Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings 27 27 Andere Sicherungsinstrumente 23 23 Eingebettete Derivate - 2 - 2 Finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen -2.855 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -89 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.048 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -61 -67 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten -51 Derivative Verbindlichkeiten Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings -3 -3 Andere Sicherungsinstrumente -11 -11 scroll LaR Loans and Receivables (Kredite und Forderungen) AfS Available-for-Sale Financial Assets (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) FAHfT Financial Assets Held for Trading (zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) FLAC Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten) FLHfT Financial Liabilities Held for Trading (zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Anleihen ist der Stufe 1 der im Abschnitt „Bewertung zum beizulegenden Zeitwert“ erläuterten Bemessungshierarchie zuzuordnen, wobei für zwei Anleihen mit einem beizulegenden Zeitwert von 239 Mio. € (Vorjahr: 244 Mio. €) aufgrund fehlender Marktliquidität Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugrunde gelegt wurde. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 erfolgt auf Basis diskontierter Zahlungsströme unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktzinssätze. Buchwerte nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Kredite und Forderungen 3.415 1.879 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 229 60 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 58 25 3.702 1.964 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -3.631 -3.862 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten -23 -11 -3.654 -3.873 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert ist eine hierarchische Einstufung vorzunehmen, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung trägt. Diese umfasst drei Stufen: scroll Stufe 1 In aktiven, am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise Stufe 2 Andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind Stufe 3 Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind Aus folgender Aufstellung geht hervor, in welcher Höhe Vermögenswerte und Schulden am Bilanzstichtag auf wiederkehrender Grundlage zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden und welcher Stufe der Bemessungshierarchie („Fair-Value-Hierarchie“) die in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren zuzurechnen sind. Umgruppierungen zwischen den Stufen werden zu den jeweiligen Bilanzstichtagen geprüft. In den Geschäftsjahren 2016 und 2017 fanden keine Umgruppierungen statt. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Schulden scroll 31.12.2016 in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Langfristige Vermögenswerte Sonstige Beteiligungen 2 - - Langfristige derivative Vermögenswerte - 1 - Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte - 1 - Kurzfristige Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 40 - - Kurzfristige derivative Vermögenswerte - 65 - Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 176 - - Langfristiges Fremdkapital Langfristige derivative Verbindlichkeiten - 7 - Kurzfristiges Fremdkapital Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten - 42 - Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Schulden scroll 31.12.2017 in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Langfristige Vermögenswerte Sonstige Beteiligungen 1 - - Langfristige derivative Vermögenswerte - 5 2 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte - 1 - Kurzfristige Vermögenswerte Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 50 - - Kurzfristige derivative Vermögenswerte - 45 - Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 - - Langfristiges Fremdkapital Langfristige derivative Verbindlichkeiten - 2 - Kurzfristiges Fremdkapital Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten - 12 - Bei dem der Stufe 3 zugeordneten langfristigen derivativen Vermögenswert handelt es sich um ein Derivat ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung aus einem Nutzungsrechtsvertrag, welches aufgrund der wirtschaftlichen Merkmale nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden ist. Die Bewertung erfolgte mit Hilfe eines Optionspreismodells, dessen wesentliche Parameter die Entwicklung des zugrundeliegenden Rohstoffpreises sowie das Wechselkursverhältnis und deren Korrelation sind. Das eingebettete Derivat hatte zum Erstbewertungszeitpunkt einen negativen Zeitwert in Höhe von 4 Mio. €. Hiervon wurden im Berichtszeitraum 1 Mio. € amortisiert. Ausgehend von einem Buchwert in Höhe von 0 Mio. € zum 1. Januar 2017 wurden im Saldo insgesamt Werterhöhungen von 2 Mio. € in den Herstellkosten erfolgswirksam erfasst, sodass zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2017 ein Buchwert in Höhe von 2 Mio. € bilanziert ist. Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten sonstigen Beteiligungen betreffen Anteile an der börsennotierten Gesellschaft BioAmber Inc., Minneapolis (USA). Darüber hinaus sind im Bilanzposten „Sonstige Beteiligungen“ nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 9 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €) enthalten, deren beizulegende Zeitwerte zum Stichtag nicht zuverlässig bestimmbar sind und die daher zu Anschaffungskosten bilanziert werden. Derzeit bestehen keine Pläne zur Veräußerung dieser Beteiligungen. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Den in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten liegen keine Saldierungen zugrunde. Aus den nachfolgenden Aufstellungen ist ersichtlich, wie sich rechtlich durchsetzbare Aufrechnungsvereinbarungen auf die Vermögenslage auswirken oder auswirken können: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten am 31.12.2016 scroll in Mio. € Bilanzierter Buchwert der Finanzinstrumente In Verbindung stehende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag Finanzinstrumente Finanzielle Sicherheiten Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.088 -12 0 1.076 Derivative Vermögenswerte 66 -13 0 53 Finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -889 12 0 -877 Derivative Verbindlichkeiten -49 13 0 -36 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten am 31.12.2017 scroll in Mio. € Bilanzierter Buchwert der Finanzinstrumente In Verbindung stehende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag Finanzinstrumente Finanzielle Sicherheiten Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.316 -3 0 1.313 Derivative Vermögenswerte 52 -11 - 41 Finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.048 3 0 -1.045 Derivative Verbindlichkeiten -14 11 - -3 Hinsichtlich der derivativen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hat jede Vertragspartei die Möglichkeit, positive und negative Marktwerte, die sich aus Verträgen mit derselben Gegenpartei ergeben, im Verzugsfall auf Nettobasis zu verrechnen. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettoergebnisse entsprechend den Bewertungskategorien von IAS 39 dargestellt: Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 scroll in Mio. € 2016 2017 Kredite und Forderungen -34 -102 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 7 43 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 27 127 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -76 -137 -76 -69 Die Nettogewinne bzw. -verluste enthalten im Wesentlichen Zinserträge und -aufwendungen sowie realisierte und unrealisierte Wechselkursgewinne und -verluste. Zusätzlich sind im Geschäftsjahr 2017 Aufwendungen aus Gebühren im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) angefallen. Besicherung finanzieller Verbindlichkeiten Im Geschäftsjahr 2017 und im Vorjahr bestanden keine Besicherungen finanzieller Verbindlichkeiten durch die Bestellung von Hypotheken und andere dingliche Sicherheiten. Mezzanine Finanzierung Finanzierungsinstrumente mit mezzaninem Charakter, wie z. B. Genussscheine, Wandel- und Optionsanleihen, sind nicht begeben. Für Erläuterungen zu den Möglichkeiten zur Begebung von derartigen Instrumenten wird auf Anhangangabe [13] verwiesen. (37) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Erläuterungen zum Berechnungsvorgehen und Ausweis von Zahlungsströmen Hinsichtlich allgemeiner Erläuterungen wird auf die Ausführungen zur Kapitalflussrechnung im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ verwiesen. Zufluss aus operativer Tätigkeit Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird ermittelt, indem zunächst das Ergebnis vor Ertragsteuern um das Ergebnis aus dem Finanzbereich, Abschreibungen, Wertaufholungen und nicht zahlungswirksame Größen bereinigt wird, ergänzt um die Veränderung der übrigen Aktiva und Passiva. Die Ausgangsgröße der Kapitalflussrechnung, das Ergebnis vor Ertragsteuern, beträgt 325 Mio. € (Vorjahr: 339 Mio. €). Hierin sind Abschreibungen in Höhe von 638 Mio. € (Vorjahr: 481 Mio. €) enthalten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Ertragsteuern in Höhe von 183 Mio. € (Vorjahr: 184 Mio. €) gezahlt. Die Veränderung des Nettoumlaufvermögens hat zu einem Mittelabfluss in Höhe von 72 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €) geführt. Nach Berücksichtigung der Veränderung der übrigen Aktiva und Passiva in Höhe von 120 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €) ergibt sich im Geschäftsjahr ein Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit in Höhe von 868 Mio. € (Vorjahr: 689 Mio. €). Abfluss aus investiver Tätigkeit Im Geschäftsjahr 2017 flossen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 547 Mio. € (Vorjahr: 439 Mio. €) ab. Einzahlungen aus Investitionszuschüssen haben die Auszahlungen für Investitionen um 4 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) reduziert. Die Einzahlungen für finanzielle Vermögenswerte enthielten im Geschäftsjahr 2017 im Wesentlichen Geldanlagen in Höhe von 1.951 Mio. € (Vorjahr: 1.950 Mio. € Auszahlungen) und Einzahlungen aus Wertpapieranlagen in Höhe von 175 Mio. € (Vorjahr: 175 Mio. € Auszahlungen). Weiterhin wurden Auszahlungen in Geldmarktfonds in Höhe von 10 Mio. € (Vorjahr: 60 Mio. € Einzahlungen) getätigt. Im Vorjahr beinhalteten die Einzahlungen den Erlös aus der Veräußerung von Anteilen an der Elemica Inc., Exton (USA), in Höhe von 6 Mio. €. Die Akquisitionen des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura, Middlebury (USA), und des Biotech-Startups IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund (Deutschland), führten im Geschäftsjahr 2017 zu Auszahlungen in Höhe von insgesamt 1.803 Mio. €. Hiervon entfielen bereinigt um übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.785 Mio. € auf den Erwerb von Chemtura (Vorjahr: 198 Mio. € Akquisition Chemours). Die Veräußerung des US-amerikanischen Tochterunternehmens International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA), führte zu Einzahlungen in Höhe von 9 Mio. €. Mittelzuflüsse aus erhaltenen Zinsen und Dividenden ergaben sich in Höhe von 56 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €). Es handelt sich im Wesentlichen um Einzahlungen aus der Gewinnabführung der at equity bewerteten Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), in Höhe von 45 Mio. €. Im Vorjahr beinhalteten diese im Wesentlichen Zinserträge aus kurzfristigen Anlagen in Brasilien. Auszahlungen für die externe Finanzierung von Pensionsverpflichtungen (CTA) wurden im Geschäftsjahr 2017 nicht getätigt (Vorjahr: 200 Mio. €). Insgesamt flossen aus investiver Tätigkeit 167 Mio. € (Vorjahr: 2.879 Mio. €) ab. Abfluss aus Finanzierungstätigkeit Die Einzahlungen anderer Gesellschafter betreffen die Zahlungen der Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande). Diese wurden im Geschäftsjahr für den Erwerb der Anteile an der ARLANXEO High Performance Elastomers (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China), in Höhe von 18 Mio. € und im Vorjahr für die Beteiligung an ARLANXEO in Höhe von 1.194 Mio. € gezahlt. Die Nettotilgung von Finanzschulden in Höhe von 375 Mio. € (Vorjahr: 1.107 Mio. € Nettoaufnahme von Anleihen) verteilt sich auf die finanziellen Verbindlichkeiten wie folgt: Überleitungsrechnung der Finanzschulden 2017 scroll in Mio. € 31.12.2016 Zahlungswirksame Veränderungen Nicht-zahlungswirksame Veränderungen Akquisitionen Desinvestitionen Leasingverbindlichkeiten Neuzugänge Anleihen 2.671 -390 390 - - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44 32 17 - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 70 -15 0 - 5 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 27 -2 7 - - 2.812 -375 414 - 5 scroll in Mio. € Nicht-zahlungswirksame Veränderungen 31.12.2017 Währungsänderungen Aufzinsungen Abgegrenzte Zinsen und sonstige Anpassungen Anleihen 0 3 - 2.674 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -4 - - 89 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -3 4 - 61 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 0 - 19 51 -7 7 19 2.875 Die Tilgung von Finanzschulden betrifft im Wesentlichen die Rückführung der durch die Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzern Chemtura übernommenen Anleihe in Höhe von 390 Mio. €. Zinszahlungen und sonstige Auszahlungen des Finanzbereichs führen zu Mittelabflüssen in Höhe von 84 Mio. € (Vorjahr: 73 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2017 wurden Dividendenzahlungen in Höhe von 67 Mio. € (Vorjahr: 55 Mio. €) geleistet. Diese entfielen mit 64 Mio. € (Vorjahr: 55 Mio. €) auf die Aktionäre der LANXESS AG. Im Saldo flossen somit aus Finanzierungstätigkeit Mittel in Höhe von 508 Mio. € (Vorjahr: 2.173 Mio. € Mittelzufluss) ab. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 538 Mio. € (Vorjahr: 355 Mio. €) umfassen Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind gemäß IAS 7 Finanztitel mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. (38) Segmentberichterstattung Kennzahlen nach Geschäftsbereichen scroll in Mio. € Advanced Intermediates Specialty Additives Performance Chemicals Engineering Materials 2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017 Außenumsatzerlöse 1.742 1.970 841 1.604 1.301 1.438 1.056 1.366 Innenumsatzerlöse 57 53 9 12 1 1 1 - Gesamtumsatzerlöse 1.799 2.023 850 1.616 1.302 1.439 1.057 1.366 Segmentergebnis/EBITDA vor Sondereinflüssen 326 335 151 267 223 252 159 219 Sondereinflüsse (EBITDA-wirksam) 2 -7 - -75 -3 -62 - -12 Segmentvermögen 1.149 1.437 522 2.516 1.230 1.216 710 1.164 Segmentakquisitionen - 64 - 1.616 200 30 - 334 Segmentinvestitionen 136 156 44 84 80 75 47 68 Abschreibungen (planmäßig) 102 116 28 99 64 75 45 54 Abschreibungen (außerplanmäßig) 3 2 - 37 2 7 - 2 Wertaufholungen - 1 - 0 - - - - Segmentverbindlichkeiten 741 852 291 577 536 552 274 332 Mitarbeiter (Stand 31.12.) 3.335 3.661 1.507 2.936 4.074 3.880 1.583 1.976 Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 3.349 3.590 1.497 2.575 3.993 4.006 1.574 1.870 scroll in Mio. € ARLANXEO Überleitung LANXESS 2016 2017 2016 2017 2016 2017 Außenumsatzerlöse 2.710 3.230 49 56 7.699 9.664 Innenumsatzerlöse 0 - -68 -66 0 0 Gesamtumsatzerlöse 2.710 3.230 -19 -10 7.699 9.664 Segmentergebnis/EBITDA vor Sondereinflüssen 373 385 -237 -168 995 1.290 Sondereinflüsse (EBITDA-wirksam) 2 1 -51 -63 -50 -218 Segmentvermögen 3.016 2.744 124 143 6.751 9.220 Segmentakquisitionen - - - - 200 2.044 Segmentinvestitionen 138 150 17 27 462 560 Abschreibungen (planmäßig) 216 224 17 20 472 588 Abschreibungen (außerplanmäßig) 4 3 - 0 9 51 Wertaufholungen - - - - - 1 Segmentverbindlichkeiten 712 803 576 685 3.130 3.801 Mitarbeiter (Stand 31.12.) 3.463 3.447 2.759 3.129 16.721 19.029 Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 3.521 3.444 2.708 3.042 16.642 18.527 Vorjahreswerte angepasst. Kennzahlen nach Regionen scroll in Mio. € EMEA (ohne Deutschland) Deutschland Nordamerika 2016 2017 2016 2017 2016 2017 Außenumsatzerlöse nach Verbleib 2.254 2.720 1.292 1.489 1.326 1.859 Langfristiges Segmentvermögen 783 971 1.067 1.238 572 2.191 Segmentakquisitionen 102 393 2 80 95 1.391 Segmentinvestitionen 96 138 212 235 74 97 Mitarbeiter (Stand 31.12.) 3.251 3.730 7.600 8.036 1.418 2.642 scroll in Mio. € Lateinamerika Asien/Pazifik LANXESS 2016 2017 2016 2017 2016 2017 Außenumsatzerlöse nach Verbleib 788 898 2.039 2.698 7.699 9.664 Langfristiges Segmentvermögen 304 277 1.313 1.208 4.039 5.885 Segmentakquisitionen - 14 1 166 200 2.044 Segmentinvestitionen 31 39 49 51 462 560 Mitarbeiter (Stand 31.12.) 1.435 1.419 3.017 3.202 16.721 19.029 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Die Bewertungsansätze der Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss einheitlich verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Im Zusammenhang mit der Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura wurden im Geschäftsjahr 2017 Konzernstrukturen verändert. Das bisher im Segment Performance Chemicals enthaltene Geschäft mit Additiven wird nun zusammen mit dem von Chemtura neu erworbenen Additiv-Geschäft im Segment Specialty Additives berichtet. Das ebenfalls von Chemtura erworbene Geschäft mit Urethanesystemen wurde in das bisherige Segment High Performance Materials integriert. Das Segment wurde umbenannt in Engineering Materials. Weiterhin wurde das erworbene Geschäft mit Organometallen in das Segment Advanced Intermediates eingegliedert. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Der LANXESS Konzern weist zum 31. Dezember 2017 folgende berichtspflichtige Segmente aus: scroll Segmente Aktivitäten Advanced Intermediates Im Segment Advanced Intermediates werden operative Geschäftsbereiche zusammengefasst, welche Basis- und Feinchemikalien bei im Wesentlichen kontinuierlichen Produktionsprozessen herstellen. Zwischen den operativen Geschäftsbereichen werden zudem Vor- und Zwischenprodukte für den jeweiligen anderen Geschäftsbereich hergestellt. Die Produktion umfasst hochwertige Zwischenprodukte, beispielsweise für die Agro- und Lackindustrie, Feinchemikalien als Vor- und Zwischenprodukte für die Pharma-, Agro- und Spezialitätenchemie, kundenspezifische Spezialentwicklungen, Organometalle und Reifenchemikalien. Specialty Additives Im Segment Specialty Additives werden operative Geschäftseinheiten zusammengefasst, welche Additive im Rahmen von chemischen Produktionsprozessen herstellen. Die Produktion umfasst Additive für die Kautschuk-, Kunststoff-, und Farbenindustrie, z.B. Schmierstoffe, Flammschutzmittel, Weichmacher und Brom-Derivate für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten. Performance Chemicals Im Segment Performance Chemicals werden operative Geschäftsbereiche zusammengefasst, welche Prozess- und Funktionschemikalien sowie Spezialprodukte im Rahmen von chemischen Produktionsprozessen herstellen. Die Produktion umfasst Materialschutzprodukte, anorganische Pigmente zur Einfärbung von Beton, Dispersionsfarben und Lacken, Veredelungsmittel für die Lederindustrie, Umkehrosmose-Membranelemente und Ionenaustauscher zur Wasseraufbereitung sowie Desinfektions- und Hygienelösungen. Engineering Materials Im Segment Engineering Materials werden operative Geschäftsbereiche zusammengefasst, welche Hightech-Kunststoffe und Hochleistungsverbundwerkstoffe im Rahmen überwiegend kontinuierlicher Produktionsprozesse herstellen. Die Produktion umfasst u.a. technische Kunststoffe, Glasfasern und Faserverbundwerkstoffe sowie Elastomere auf Urethanebasis für Anwendungen in der Automobil- und Elektro-/Elektronikindustrie, dem Bauwesen, in der Medizin sowie in Sport und Freizeit. ARLANXEO Im Segment ARLANXEO werden operative Geschäftseinheiten zusammengefasst, welche synthetische Kautschuke im Wesentlichen im Rahmen von kontinuierlichen Produktionsprozessen herstellen. Die Produktion umfasst Spezialkautschuke für hochwertige Gummierzeugnisse, beispielsweise zum Einsatz in Fahrzeugen, Reifen und Bauten. In der Überleitung werden die Beziehungen zwischen den Unternehmensbereichen eliminiert sowie Segmentvermögenswerte und Segmentschulden, die den Kernsegmenten nicht zugeordnet werden, ausgewiesen. Hierzu gehört im Wesentlichen das Corporate Center. Des Weiteren beinhaltet die Überleitung die at equity bewertete Beteiligung Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland). Hierzu wird auf Anhangangabe [3] verwiesen. Die für die Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten verwendeten Transferpreise werden unter Anwendung der OECD-Regeln so ermittelt, wie sie auch mit unabhängigen Dritten unter vergleichbaren Bedingungen zu Stande gekommen wären („Arm’s-Length-Prinzip“). Bei dem überwiegenden Teil der Mitarbeiter in der Überleitung handelt es sich um Beschäftigte, die für mehrere Segmente Arbeitsleistungen erbringen. Dazu zählen unter anderem die Mitarbeiter der technischen Dienstleistungen. Entsprechend der Regioneneinteilung im LANXESS Konzern erfolgt die Einteilung der sekundären Segmente gemäß den LANXESS Berichtsregionen: EMEA (Europa ohne Deutschland, Naher Osten, Afrika), Deutschland, Nordamerika, Lateinamerika und Asien/Pazifik. Maßgeblich für die Ermittlung der Regionenumsätze ist der Sitz der Warenempfänger. Im Geschäftsjahr 2017 weist kein einzelner Kunde des LANXESS Konzerns einen Umsatzanteil von 10 % oder mehr auf. Die zur internen Steuerung herangezogene Ergebnisgröße im LANXESS Konzern ist das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen (vgl. Ausführungen im Abschnitt „Wertmanagement und Steuerungssystem“ im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017). Insofern wird dieses als „Segmentergebnis“ offengelegt. Ausgangsgröße für die Ermittlung ist das operative Ergebnis (EBIT), welches sich aus dem Bruttoergebnis vom Umsatz, den Vertriebskosten, den allgemeinen Verwaltungskosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis zusammensetzt. EBIT und EBITDA sind alternative Finanzkennzahlen, die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) nicht definiert sind. Diese sind als Ergänzung und nicht als Ersatz der gemäß IFRS ermittelten Kennzahlen zu verstehen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die aufgrund ihrer Art oder ihres Ausmaßes einen besonderen Einfluss auf die Ertragslage haben und deren Einbeziehung bei der Beurteilung der Geschäftsentwicklung über mehrere Berichtsperioden jedoch nicht geeignet erscheint. Zu den Sondereinflüssen können außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen oder Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, bestimmte IT-Kosten, Restrukturierungsaufwendungen und Erträge aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang gebildeten Rückstellungen sowie Ergebnisbelastungen aus Portfolioaktivitäten oder Kaufpreisallokationen zählen. Zinserträge und -aufwendungen wie auch Ertragsteuererträge und -aufwendungen werden aufgrund des zentralen Finanzmanagements nicht auf Segmentebene berichtet. Die EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2017 stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Akquisition des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura, der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der damit einhergehenden Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zárate sowie der Aufwendungen im Rahmen der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Demgegenüber stehen positive Sondereinflüsse von 5 Mio. € in Zusammenhang mit der Veräußerung des US-amerikanischen Tochterunternehmens International Dioxcide Inc. am Standort North Kingstown in Rhode Island (USA) der Business Unit Material Protection Products. Die Sondereinflüsse im Vorjahr standen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns. Die Segmentakquisitionen enthalten das erworbene Nettovermögen inklusive Geschäfts- oder Firmenwert zum Erwerbszeitpunkt. Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Sämtliche planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen wurden in den Geschäftsjahren 2016 und 2017 direkt im Periodenergebnis erfasst. Überleitung Segmentumsätze scroll in Mio. € 2016 2017 Summe der Segmentumsätze 7.718 9.674 Sonstige/Konsolidierung -19 -10 Konzernumsatz 7.699 9.664 Überleitung Segmentergebnisse scroll in Mio. € 2016 2017 Summe der Segmentergebnisse 1.232 1.458 Abschreibungen -481 -639 Wertaufholungen - 1 Sondereinflüsse (EBITDA-wirksam) -50 -218 Sonstiges Finanzergebnis -62 -24 Zinsergebnis -63 -85 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0 Sonstige/Konsolidierung -237 -168 Ergebnis vor Ertragsteuern 339 325 In der Überleitung der Segmentergebnisse auf das Ergebnis vor Ertragsteuern sind insgesamt Sondereinflüsse in Höhe von saldiert 261 Mio. € Aufwand (Vorjahr: 50 Mio. €) enthalten (vgl. Anhangangaben [26] und [27]). Diese setzen sich zusammen aus EBITDA-wirksamen Sondereinflüssen von minus 218 Mio. € (Vorjahr: minus 50 Mio. €), Abschreibungen von minus 43 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) sowie Wertaufholungen von 0 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). Die Veränderung des Segmentergebnisses der Überleitung ist im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen aus der Absicherung von Wechselkursänderungen zurückzuführen. Hinsichtlich des Ergebnisses aus at equity bewerteten Beteiligungen wird auf Anhangangabe [3] verwiesen. Es stammt aus den Standortdienstleistungen der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), und wird nicht auf die Segmente verteilt. Überleitung Segmentvermögen scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Summe der Segmentvermögen 6.627 9.077 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 355 538 Latente Steuern 442 442 Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 40 50 Ertragsteuerforderungen 74 67 Derivative Vermögenswerte 66 52 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.149 27 Sonstige/Konsolidierung 124 143 Konzernvermögen 9.877 10.396 Das Segmentvermögen besteht im Wesentlichen aus immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nicht im Segmentvermögen enthalten sind unter anderem Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie latente Steuern. Überleitung Segmentverbindlichkeiten scroll in Mio. € 31.12.2016 31.12.2017 Summe der Segmentverbindlichkeiten 2.554 3.116 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.812 2.875 Derivative Verbindlichkeiten 49 14 Ertragsteuerschulden 75 180 Latente Steuern 83 113 Sonstige/Konsolidierung 576 685 Konzernverbindlichkeiten 6.149 6.983 Die Segmentverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Nicht in den Segmentverbindlichkeiten enthalten sind insbesondere Ertragsteuerschulden sowie derivative und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. (39) Honorar für den Abschlussprüfer Für den Abschlussprüfer des LANXESS Konzernabschlusses wurden im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 3.121 T€ (Vorjahr: 4.110 T€) Honorar als Aufwand erfasst. Von der Gesamtsumme entfallen auf die Abschlussprüfungen 2.436 T€ (Vorjahr: 2.969 T€). Das Vorjahr war beeinflusst durch Prüfungshandlungen im Zusammenhang mit der Gründung der strategischen Allianz ARLANXEO. Die Honorare wurden im Wesentlichen gezahlt für die Prüfung des Jahresabschlusses der LANXESS AG sowie des Konzernabschlusses inklusive des Risikofrüherkennungssystems sowie für die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses. Auf andere Bestätigungsleistungen entfallen 215 T€ (Vorjahr: 245 T€). Diese beinhalten im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie sonstige Leistungen für Prüfbescheinigungen. Auf sonstige Leistungen entfielen 470 T€ (Vorjahr: 896 T€). Darin enthalten sind zu großen Teilen Leistungen des IT-Dienstleisters PwC Cundus AG, eines mit dem Abschlussprüfer verbundenen Unternehmens, in Höhe von 200 T€ (Vorjahr: 735 T€). Die Honorare für Abschlussprüfungen enthalten die gesamten gezahlten bzw. noch zu zahlenden Honorare samt Auslagen für die Abschlussprüfung des Konzernabschlusses sowie die Prüfung der Abschlüsse der LANXESS AG und ihrer verbundenen Unternehmen in Deutschland. (40) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite von LANXESS zugänglich gemacht. (41) Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften Die folgenden inländischen Tochtergesellschaften haben für das Geschäftsjahr 2017 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht: • Bond-Laminates GmbH, Brilon • IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin • IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund • LANXESS Accounting GmbH, Köln • LANXESS Buna GmbH, Marl • LANXESS Deutschland GmbH, Köln • LANXESS Digital GmbH, Köln • LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen • LANXESS Organometallics GmbH, Bergkamen • LANXESS OMS Holding GmbH, Bergkamen • Saltigo GmbH, Leverkusen Im Ausland hat die englische Tochtergesellschaft LANXESS Limited (Registrierungsnummer 03498959), Newbury (Großbritannien), von der Befreiung der Prüfung des Jahresabschlusses gemäß Abschnitt 479A des Companies Act 2006 Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG, als Mutterunternehmen, hat eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 in Bezug auf den Abschnitt 479C des Companies Act 2006 abgegeben. (42) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Am 07. Februar 2018 hat LANXESS von dem belgischen Chemiekonzern Solvay einen Produktionsstandort in Charleston (USA) übernommen. An dem neuen Standort werden Phosphorchemikalien sowie zahlreiche Folgeprodukte wie zum Beispiel Flammschutz-Additive und Zwischenprodukte für Agrochemikalien hergestellt. Die sechs Produktionsanlagen ergänzen das globale Produktionsnetzwerk der phosphor- und brombasierten Flammschutzmittel insbesondere am US-amerikanischen Markt. Der vorläufige Kaufpreis von rund 55 Mio. € wurde aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert. Das Geschäft mit Phosphor-Additiven steht für einen jährlichen Umsatz von 65 Mio. € und beschäftigt rund 90 Mitarbeiter. Darüber hinaus sind nach dem 31. Dezember 2017 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG zu erwarten ist. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des LANXESS Konzerns sowie der LANXESS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des LANXESS Konzerns bzw. der LANXESS AG beschrieben sind. Köln, den 28. Februar 2018 LANXESS Aktiengesellschaft Der Vorstand Matthias Zachert Michael Pontzen Dr. Rainier van Roessel Dr. Hubert Fink Stephen C. Forsyth Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die LANXESS Aktiengesellschaft, Köln VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften der Konzern - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und • vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: [1] Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte [2] Pensionsrückstellungen [3] Unternehmenserwerb Chemtura Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: (1) Sachverhalt und Problemstellung (2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse (3) Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: [1] Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte (1) In dem Konzernabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten „Immaterielle Vermögenswerte“ ein Betrag von € 855 Mio. für Geschäfts- oder Firmenwerte 8 % der Konzernbilanz bzw. 25 % des Konzerneigenkapitals ausgewiesen. Die Gesellschaft ordnet die Geschäfts- oder Firmenwerte den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem einmal jährlich stattfindenden Werthaltigkeitstest unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Den Discounted-Cash-Flow Modellen liegen Cashflow Planungen zugrunde, die auf der von den gesetzlichen Vertretern genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen Fünf-Jahresplanung beruhen. Die künftigen Netto-Zahlungsströme werden mit einem gewogenen Kapitalkostensatz abgezinst. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes, der unterstellten Wachstumsraten und weiteren Annahmen abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung war. (2) Bei unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Die Angemessenheit der bei der Bewertung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern genehmigten Fünf-Jahresplanung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter einschließlich der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten gewürdigt und das Berechnungsschema der Gesellschaft nachvollzogen. Ferner haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und ergänzend eigene Sensitivitätsanalysen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt und festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten. (3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den Abschnitten „Immaterielle Vermögenswerte“, „Vorgehensweise und Auswirkungen der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen“ und „Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräume“ des Konzernanhangs enthalten. [2] Pensionsrückstellungen (1) In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ Pensionsrückstellungen in Höhe von € 1.313 Mio. ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und verrechnetem Planvermögen. Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt nach der Methode der laufenden Einmalprämien Projected Unit Credit Method. Dabei sind insbesondere Annahmen über die langfristigen Gehalts- und Rententrends, die durchschnittliche Lebenserwartung und die Fluktuation zu treffen. Ferner ist der Abzinsungssatz zum Bilanzstichtag aus der Rendite hochwertiger, währungskongruenter Unternehmensanleihen mit Laufzeiten, die mit den voraussichtlichen Fristigkeiten der Verpflichtungen übereinstimmen, abzuleiten. Dabei müssen regelmäßig Extrapolationen vorgenommen werden, da keine ausreichenden langfristigen Unternehmensanleihen existieren. Die Bewertung des Planvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren. (2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten und die fachliche Qualifikation der externen Gutachter gewürdigt. Ferner haben wir uns unter anderem mit den spezifischen Besonderheiten der versicherungsmathematischen Berechnungen befasst und das Mengengerüst, die versicherungsmathematischen Parameter, sowie das den Bewertungen zugrunde liegende Bewertungsverfahren auf Standardkonformität und Angemessenheit überprüft. Zudem wurde die Entwicklung der Verpflichtung und der Aufwandskomponenten gemäß versicherungsmathematischem Gutachten vor dem Hintergrund der eingetretenen Änderungen in den Bewertungsparametern und im Mengengerüst analysiert und plausibilisiert. Für die Prüfung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens haben wir Bankbestätigungen eingeholt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind. (3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen für Pensionen sind in dem Abschnitt „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ des Konzernanhangs erhalten. [3] Unternehmenserwerb Chemtura (1) Mit Datum vom 21. April 2017 hat die LANXESS AG den US-amerikanischen Konzern Chemtura erworben. Insgesamt betrug der Kaufpreis für den Unternehmenserwerb € 2.014 Mio. Finanziert hat die Gesellschaft den Kaufpreis durch im Vorfeld platzierte Unternehmensanleihen sowie aus vorhandenen liquiden Mitteln. Die Akquisition wurde als Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode bilanziert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden dabei die identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Kaufpreisallokation wurde vor dem Hintergrund der aktuell vorliegenden Kenntnisse durchgeführt. Unter Berücksichtigung eines der Gesellschaft zuzurechnenden erworbenen Nettovermögens von € 1.331 Mio. ergab sich ein erworbener Geschäfts- oder Firmenwert von € 683 Mio. Aufgrund der insgesamt wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen des Unternehmenserwerbs auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LANXESS Konzerns und aufgrund der Komplexität der Bewertung des Unternehmenserwerbs war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. (2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns unter anderem intensiv mit den vertraglichen Vereinbarungen des Unternehmenserwerbs auseinandergesetzt. Darauf aufbauend haben wir die dem Unternehmenserwerb zugrunde liegende Eröffnungsbilanz geprüft. Für die nach IFRS 3 durchgeführte Kaufpreisallokation lag uns ein Bewertungsgutachten vor, welches wir entsprechend gewürdigt haben. Angesichts der spezifischen Besonderheiten der Bewertung haben uns dabei unsere Bewertungspezialisten unterstützt. Diese haben unter anderem das den Bewertungen zugrunde liegende Bewertungsverfahren sowie die angewandten Bewertungsparameter auf Angemessenheit beurteilt. Darüber hinaus haben wir die bilanzielle Abbildung des Unternehmenserwerbs nachvollzogen sowie die entsprechend nach IFRS 3 geforderten Anhangangaben gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass der Unternehmenserwerb unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen insgesamt sachgerecht abgebildet worden ist. (3) Die Angaben der Gesellschaft zu der Abbildung des Unternehmenserwerbs sind im Abschnitt „Akquisitionen“ des Konzernanhangs enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB. Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks und den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen Systeme, die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. November 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2005 als Konzernabschlussprüfer der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO Prüfungsbericht in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jörg Sechser. Köln, den 2. März 2018 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer Jörg Sechser, Wirtschaftsprüfer