AI assistant
LANXESS AG — Annual Report 2017
May 2, 2018
259_rns_2018-05-02_dd1c08a8-524b-473e-ad14-177119c7e9ed.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer

LANXESS Aktiengesellschaft
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT VON LANXESS KONZERN UND LANXESS AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
Konzernstruktur
Rechtliche Struktur
Die LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Ihr ist die LANXESS Deutschland GmbH als 100 %ige Tochter untergeordnet. Dieser unterstehen die in- und ausländischen Beteiligungen.
An folgenden wesentlichen Gesellschaften ist die LANXESS AG mittel- oder unmittelbar zu 100 % beteiligt:
Wesentliche mittel- und unmittelbare Beteiligungen der LANXESS AG
scroll
| Name und Sitz | Funktion | Segmente |
|---|---|---|
| LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates / Specialty Additives/ Performance Chemicals / Engineering Materials / |
| LANXESS Solutions US Inc., Middlebury (USA) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates / Specialty Additives / Engineering Materials |
| LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates / Specialty Additives / Performance Chemicals / Engineering Materials |
| Saltigo GmbH, Leverkusen (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates |
| LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates / Engineering Materials |
| LANXESS India Private Limited, Thane (Indien) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates / Performance Chemicals / Engineering Materials |
| Great Lakes Chemical Corporation, Wilmington (USA) | Produktion | Specialty Additives |
| LANXESS Sales Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) | Vertrieb | Specialty Additives |
Im Rahmen der mit Saudi Aramco gebildeten strategischen Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken, die im Abschnitt „Geschäftsorganisation und Konzernportfolio" dieses Lageberichts erläutert wird, ist die LANXESS AG zu 50 ° % an der ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande), beteiligt. Dieser Tochtergesellschaft sind die folgenden wesentlichen Beteiligungen zu 100 % zugeordnet:
scroll
| Name und Sitz | Funktion | Segmente |
|---|---|---|
| ARLANXEO Singapore Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | Produktion und Vertrieb | ARLANXEO |
| ARLANXEO USA LLC, Pittsburgh (USA) | Produktion und Vertrieb | ARLANXEO |
| ARLANXEO Brasil S.A., Rio de Janeiro (Brasilien) | Produktion und Vertrieb | ARLANXEO |
| ARLANXEO Switzerland S.A., Granges-Paccot (Schweiz) | Vertrieb | ARLANXEO |
| ARLANXEO Netherlands B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) | Produktion und Vertrieb | ARLANXEO |
| ARLANXEO Deutschland GmbH, Dormagen (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | ARLANXEO |
| ARLANXEO High Performance Elastomers, Changzhou (China) | Produktion | ARLANXEO |
Organisation der Leitung und Kontrolle
Die LANXESS AG besitzt eine duale Führungsstruktur. Sie besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Den Aufsichtsrat unterstützt ein Prüfungsausschuss für Finanzthemen, der aus seinen Reihen besetzt wird. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds.
Geschäftstätigkeit
Geschäftsorganisation und Konzernportfolio
Am 21. April 2017 hat LANXESS die Übernahme des US-amerikanischen Konzerns Chemtura erfolgreich vollzogen. Mit dieser größten Akquisition in seiner Geschichte hat LANXESS einen weiteren großen Schritt bei der Neuausrichtung des Konzerns getätigt. LANXESS hat sein eigenes Additiv-Geschäft deutlich ausgebaut und ist in diesem Wachstumsfeld nun einer der führenden Akteure weltweit. Neben den Additiven wurden auch die bisherigen Chemtura-Geschäfte mit Urethanen und Organometallen integriert. LANXESS hat weltweit rund 2.500 Mitarbeiter an 20 Standorten in elf Ländern übernommen.
Im Zusammenhang mit der Übernahme von Chemtura erwarb LANXESS sämtliche Anteile an der Chemtura Corporation, Middlebury (USA), sowie deren in- und ausländischen Beteiligungen. Im Rahmen der Integration von Chemtura in den LANXESS Konzern ergaben sich Umfirmierungen und Verschmelzungen erworbener Gesellschaften.
Infolge der zuvor beschriebenen Transaktionen haben sich auch unsere Konzernstrukturen verändert. LANXESS berichtet seit dem zweiten Quartal 2017 über die folgenden fünf Segmente, in denen insgesamt zwölf Business Units das operative Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung betreiben: Advanced Intermediates, Specialty Additives, Performance Chemicals, Engineering Materials und ARLANXEO. Mit Ausnahme des Segments ARLAN-XEO haben sich in allen Segmenten Veränderungen ergeben. Vorjahresangaben wurden, soweit erforderlich, entsprechend angepasst.
Das Organometalle-Geschäft von Chemtura wurde in die LANXESS Business Unit Advanced Industrial Intermediates im Segment Advanced Intermediates integriert.
Das Geschäft mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven von Chemtura wurde mit den LANXESS Bereichen Plastic Additives und Lubricant Additives in der neuen Business Unit Additives zusammengeführt. In der Business Unit Rhein Chemie, aus der die Bereiche Plastic Additives und Lubricant Additives herausgelöst wurden, werden nunmehr lediglich die LANXESS Bereiche Rubber Additives und Colorant Additives zusammengefasst. Zusammen stellen die beiden Business Units Additives und Rhein Chemie das neue Segment Specialty Additives dar. Die Vorjahreszahlen dieses Segments wurden entsprechend angepasst und ergeben sich aus der ehemaligen Business Unit Rhein Chemie Additives, die aus dem Segment Performance Chemicals herausgelöst wurde.
Die Urethane-Sparte von Chemtura wird nun als Business Unit Urethane Systems dargestellt und bildet zusammen mit der Business Unit High Performance Materials das Segment Engineering Materials. Die Vorjahreszahlen des Segments Engineering Materials entsprechen denen des ehemaligen Segments High Performance Materials.
Berichtsstruktur nach Chemtura-Akquisition

Im Rahmen der Konsolidierung unseres Anlagennetzwerkes haben wir die internationale Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika gebündelt und die Produktion am argentinischen Standort Zarate im vierten Quartal 2017 geschlossen. Zudem werden wir die Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten an unserem Standort Elmira (Kanada) bündeln und den Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) spätestens im November 2018 schließen.
Im Rahmen seiner Neuausrichtung hat LANXESS am 1. April 2016 mit der Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken unter dem Namen ARLANXEO gegründet, an der beide Partner zu jeweils 50 % beteiligt sind. Der Geschäftsbereich wird weiterhin in den LANXESS Konzernabschluss einbezogen und in den ersten drei Jahren vollkonsolidiert, da die Möglichkeit besteht, die Finanz und Geschäftspolitik in entscheidenden Punkten zu bestimmen. Ab dem zweiten Quartal 2018, also ein Jahr vor der Beendigung der Vollkonsolidierung, wird ARLANXEO als aufgegebener Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 ausgewiesen.
Einzelheiten zum Konsolidierungskreis finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31.12.2017.
Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions unterstützen unsere Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Um die Digitalisierung unserer Wertschöpfungsketten, die Nutzung von Big Data, die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle sowie die Förderung digitaler Kompetenzen bei unseren Mitarbeitern weiter voranzutreiben, haben wir im Berichtsjahr eine neue Group Function etabliert, welche die digitale Zukunft unseres Konzerns aktiv gestalten soll. Komplementär zur globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.
Kurzdarstellung der Segmente
Mit seinen Geschäften, die im Segment Advanced Intermediates zusammengefasst sind, gehört LANXESS zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet chemischer Zwischenprodukte für die Industrie sowie der Herstellung chemischer Vorprodukte und spezieller chemischer Wirkstoffe im Kundenauftrag.
Advanced Intermediates
Business Units
| Advanced Industrial Intermediates | |
| Saltigo |
Anwendungen
| Agrochemie, Automobilbereich, Bauindustrie, | |
| Duft- und Geschmacksstoffe, Pharma | |
| Reifenchemikalien, Halbleiter und Photovoltaik |
Standorte
| Bergkamen, Brunsbüttel, Dormagen, | |
| Krefeld-Uerdingen, Leverkusen (Deutschland) | |
| Antwerpen (Belgien) | |
| Liyang (China) | |
| Nagda, Jhagadia (Indien) | |
| Pyeongtaek (Südkorea) | |
| Baytown, Bushy Park, Mapleton (USA) |
Im Segment Specialty Additives sind unsere Lösungen auf Basis spezialisierter Additiv-Chemikalien zusammengefasst.
Specialty Additives
Business Units
| Rhein Chemie | |
| Additives |
Anwendungen
| Kunststoff- und Kautschukadditive, | |
| phosphor- oder brombasierte Flammschutzmittel, | |
| Schmierstoffe |
Standorte
| Burzaco, Merlo (Argentinien) | |
| Porto Feliz, Rio Claro (Brasilien) | |
| Nantong, Quingdao (China) | |
| Krefeld-Uerdingen, Leverkusen und | |
| Mannheim (Deutschland) | |
| Epierre (Frankreich) | |
| Trafford Park (Großbritannien) | |
| Jhagadia (Indien) | |
| Latina (Italien) | |
| Toyohashi (Japan) | |
| Elmira, West Hill (Kanada) | |
| Altamira, Reynosa (Mexiko) | |
| Ankerweg (Niederlande) | |
| Lipetsk (Russland) | |
| Kaohsiung (Taiwan) | |
| Chardon, East Hanover, El Dorado, Fords, | |
| Greensboro, Little Rock (USA) |
Im Segment Performance Chemicals zeigen wir unsere anwendungsorientierten Geschäfte auf dem Gebiet der Prozess- und Funktionschemikalien.
Performance Chemicals
Business Units
| Inorganic Pigments | |
| Material Protection Products | |
| Leather | |
| Liquid Purification Technologies |
Anwendungen
| Desinfektion, Schutz und Konservierung von | |
| Hölzern, Baumaterialien, Farben und | |
| Nahrungsmitteln, Farbpigmente, | |
| Materialien zur Lederverarbeitung und zur Wasseraufbereitung |
Standorte
| Sydney (Australien) | |
| Porto Feliz (Brasilien) | |
| Changzhou, Schanghai, Ningbo (China) | |
| Bitterfeld, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, | |
| Leverkusen und Mannheim (Deutschland) | |
| Branston, Sudbury (Großbritannien) | |
| Filago (Italien), | |
| Singapur (Singapur) | |
| Vilassar de Mar (Spanien) | |
| Merebank, Newcastle und Rustenburg (Südafrika) | |
| Burgettstown, Memphis, Pittsburgh (USA) |
Im Segment Engineering Materials bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet technischer Kunststoffe.
Engineering Materials
Business Unit
| High Performance Materials | |
| Urethane Systems |
Anwendungen
| Automobilbereich, Bauindustrie, Medizintechnik, | |
| Elektro/Elektronik, Bergbau, Reifen und Räder, | |
| Öl und Gas, industrielle und mechanische Güter, |
Standorte
| Brilon, Hamm-Uentrop und | |
| Krefeld-Uerdingen (Deutschland) | |
| Antwerpen (Belgien) | |
| Porto Feliz, Rio Claro (Brasilien) | |
| Nantong, Wuxi (China) | |
| Baxenden (Großbritannien) | |
| Jhagadia (Indien) | |
| Latina (Italien) | |
| Gastonia, Perth Amboy (USA) |
Das Segment ARLANXEO enthält die Aktivitäten auf dem Gebiet synthetischer Kautschuke.
ARLANXEO
Business Units
| Tire & Specialty Rubbers | |
| High Performance Elastomers |
Anwendungen
| Reifen, Automobilbereich, | |
| Elektro/Elektronik und Medizintechnik |
Standorte
| Leverkusen, Dormagen (Deutschland) | |
| Zwijndrecht (Belgien) | |
| Sittard-Geleen (Niederlande) | |
| Singapur (Singapur) | |
| La Wantzenau und Port Jérôme (Frankreich) | |
| Sarnia (Kanada) | |
| Orange (USA) | |
| Cabo, Duque de Caxias, Triunfo (Brasilien) | |
| Changzhou, Nantong (China) |
Strategische Ausrichtung
Die Chemieindustrie ist eine weiterhin wachsende Branche, für die Wandel kein unbekanntes Phänomen ist. Um in dem immer komplexeren Marktumfeld Werte zu schaffen, hat LAN-XESS sich permanent weiterentwickelt. So kann LANXESS auch bei herausfordernden Rahmenbedingungen den Wandel in seinen Märkten aktiv mitgestalten.
Neuausrichtung umgesetzt
Mit unserem Programm zur Neuausrichtung haben wir wichtige Meilensteine im Rahmen unserer Strategie erreicht. Eine neue, effizientere Organisationsstruktur sowie umfassende Optimierungen der Geschäfts- und Verwaltungsstrukturen in unseren Business Units und Group Functions haben nicht nur unsere Markt- und Kundennähe verbessert, sondern auch unsere Kostenposition nachhaltig um rund 150 Mio. € reduziert. Als Ergebnis unserer Initiative zur Optimierung von Produktion, Vertrieb und Lieferketten werden wir unsere Kosten bis Ende 2019 um weitere 150 Mio. € senken. Mit Saudi Aramco haben wir einen starken Partner für unser Geschäft mit synthetischen Kautschuken gefunden und das neue gemeinsame Unternehmen ARLANXEO erfolgreich am Markt positioniert. ARLANXEO wird ab dem zweiten Quartal 2018 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. LANXESS ohne ARLANXEO fassen wir unter „New LANXESS" zusammen.
Mit der Übernahme von Chemtura, die wir schneller als erwartet abschließen konnten, sind wir einen großen Schritt in Richtung eines ausgewogeneren, profitableren Portfolios vorangekommen.
Wachstumskurs fortführen, Stabilität und Profitabilität erhöhen
Unsere strategischen Maßnahmen erstrecken sich auf einen Zeithorizont bis über das Jahr 2021 hinaus. Die operative Integration von Chemtura wurde 2017 erfolgreich abgeschlossen. Bis 2020 wollen wir nun Kostensynergien von 100 Mio. € realisieren. Unsere „Manufacturing Excellence"-Initiative haben wir auf die ehemaligen Chemtura-Produktionsstandorte ausgeweitet, um auch deren Prozesse und Technologien weiter zu optimieren. Die Kostenstrukturen unserer angestammten Geschäfte analysieren und optimieren wir ebenfalls kontinuierlich.
Um die Aufstellung unserer bestehenden Geschäfte weiter zu verbessern und künftige Wachstumspotenziale auszuschöpfen, investieren wir bis 2020 über alle Segmente rund 400 Mio. € in unser organisches Wachstum. Auch nach der Übernahme von Chemtura bleibt es ein wichtiges Ziel unserer Strategie, die wirtschaftliche Abhängigkeit von einzelnen Branchen oder stark korrelierenden Märkten zu verringern. So wollen wir unter anderem unsere Präsenz in attraktiven Kundenindustrien mit innovativen Produktanwendungen ausbauen.
Zudem begleiten wir unseren Wachstumskurs mit einer neu geschaffenen Group Function für Digitalisierung (dLX), die funktions- und länderübergreifend sowie über alle Business Units hinweg an verschiedenen Initiativen arbeitet, um die digitale Zukunft unseres Konzerns aktiv zu gestalten.
Zeithorizont 2021: führend, stabiler und mit stärkerem Cashflow
Unser Zielszenario ab 2021:
| • | LANXESS ist ein stabilerer Spezialchemiekonzern mit stärkerem Cashflow und ausgewogenerem Portfolio. Die regionale Präsenz in Nordamerika und Asien haben wir gestärkt. |
| • | Unsere Geschäfte nehmen führende Positionen in ihren Märkten ein. Unsere Abhängigkeit von einzelnen regionalen Entwicklungen und von einzelnen Industrien ist reduziert. |
Die verbesserte Aufstellung soll sich auch in den Finanzzahlen von LANXESS widerspiegeln. Dafür haben wir uns 2017 neue mittelfristige Finanzziele gesetzt: Ab dem Geschäftsjahr 2021 soll unsere durchschnittliche operative Ergebnismarge - gemessen am EBITDA vor Sondereinflüssen - über einen Geschäftszyklus hinweg zwischen 14 % und 18 % liegen. Dabei soll die Ergebnismarge der einzelnen Jahre in einer Bandbreite von maximal 2-3 %-Punkten um den Durchschnittswert schwanken. Auf der Volumenseite soll LANXESS konstant stärker wachsen als die globale Wirtschaftsleistung. Ein solides Investment-Grade-Rating wird unverändert ein striktes Ziel unserer konservativen Finanzpolitik bleiben. Unsere gesteigerte Finanzkraft wollen wir entsprechend auch dazu nutzen, unsere Nettofinanzverschuldung spürbar zu reduzieren.
WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM
Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir Kennzahlen, anhand derer wir die Ergebnisse unserer Maßnahmen messen können. Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und damit die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns ist das EBITDA (Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren wie Return on Capital Employed (ROCE), Umschlagdauer der Vorräte (DSI), Forderungslaufzeit (DSO) oder die Net Financial Debt Ratio betrachten wir als unternehmensspezifische Frühindikatoren bzw. Kennzahlen zur Überwachung.
Wertmanagement und Steuerungssystem
scroll
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA vor Sondereinflüssen | Mio. € | 735 | 808 | 885 | 995 | 1.290 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | % | 8,9 | 10,1 | 11,2 | 12,9 | 13,3 |
| Capital Employed | Mio. € | 4.969 | 5.093 | 5.043 | 7.479 | 7.463 |
| ROCE | % | 5,8 | 7,9 | 8,4 | 6,9 | 9,3 |
| Umschlagdauer Vorräte (DSI) | Tage | 58,0 | 65,4 | 67,2 | 67,2 | 64,7 |
| Forderungslaufzeit (DSO) | Tage | 47,8 | 48,0 | 47,6 | 51,1 | 50,7 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | Mio. € | 1.731 | 1.336 | 1.211 | 2.394 | 2.252 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | Mio. € | 1.731 | 1.336 | 1.211 | 269 | 2.252 |
| Net Financial Debt Ratio | 2,4x | 1,7x | 1,4x | 0,3x | 1,7x | |
| Investitionsquote | % | 7,5 | 7,7 | 5,5 | 5,7 | 5,7 |
Unser Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft wider. Entsprechend ist unser Steuerungssystem konsequent auf die Steuerung der Ertragskraft ausgerichtet.
Ertragskraft
Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die aufgrund ihrer Art oder ihres Ausmaßes einen besonderen Einfluss auf die Ertragslage haben, und deren Einbeziehung bei der Beurteilung der Geschäftsentwicklung über mehrere Berichtsperioden jedoch nicht geeignet erscheint. Zu den Sondereinflüssen können außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen oder Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, bestimmte IT-Kosten, Restrukturierungsaufwendungen und Erträge aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang gebildeten Rückstellungen sowie Ergebnisbelastungen aus Portfolioaktivitäten oder Kaufpreisallokationen zählen. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter Anwendung der Bruttomethode abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden über die Bruttoabschreibungen hinaus bei der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen keine weiteren Bereinigungen vorgenommen.
Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt, die bei der Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Mitarbeiter berücksichtigt werden.
Reine Erlösgrößen wie zum Beispiel die Umsatzerlöse sind keine Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben. Volatile Einstandspreise für Rohstoffe sind ein wesentliches Kennzeichen unserer Industrie. Unterjährig schwankende Rohstoffpreise wirken sich auf Verkaufspreise aus. Dies beeinflusst die Höhe der Umsatzerlöse, lässt jedoch die für die Ertragskraft entscheidenden absoluten Margen, abgesehen von kurzfristigen Anpassungseffekten, grundsätzlich unberührt. Eine Zielformulierung für Umsatzwerte unterbleibt daher sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive.
Die Ergebnismargen errechnen sich aus dem Verhältnis der jeweiligen Ergebnisgrößen zum Umsatz. Beispielsweise wird die EBITDA-Marge (vor Sondereinflüssen) aus der Relation des EBITDA (vor Sondereinflüssen) zum Umsatz ermittelt und dient als relative Kennzahl zum Vergleich der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente.
Unternehmensspezifische Frühindikatoren
Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten.
Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns als Basis für die Unternehmensführung. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, erstellen wir zweimal im Geschäftsjahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die Eckwerte der Ertragskraft regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt.
Für Budget und Forecast werden bestimmte Parameter zentral vorgegeben und einheitlich verwendet, da sie großen Einfluss auf die Ausprägung der Eckwerte haben. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen zu. Die Entwicklung der Beschaffungspreise hat vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung der Verkaufspreise einen hohen Stellenwert. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. Aufgrund unserer regional diversifizierten Produktionsstätten und Absatzmärkte beeinflusst ferner der Verlauf der Wechselkurse die aus der Umsatz- und Kostenentwicklung resultierende Ertragskraft, mit entsprechender Rückwirkung auf Preisgestaltung und Absicherungsstrategien. Zudem ziehen wir laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Kundenindustrien und Absatzregionen heran, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen.
Rentabilität
Der Return on Capital Employed (ROCE) ist als Messgröße für die Rentabilität auf Konzernebene implementiert und gibt Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Dies macht ihn beispielsweise zu einem wichtigen Kriterium bei Investitionsentscheidungen.
scroll
| ROCE = | EBIT vor Sondereinflüssen / Capital Employed |
| Capital Employed = | Bilanzsumme |
| ./. Aktive latente Steuern | |
| ./. Zinsfreie Verbindlichkeiten |
Die zinsfreien Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus den Rückstellungen ohne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den Ertragsteuerschulden, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Wir nutzen daneben eine vereinfachte Variante des ROCE, den sogenannten Business-ROCE, um den Beitrag unserer Geschäftseinheiten zu beurteilen.
Kapitalkosten
Die Fremdkapitalkosten errechnen sich aus dem sogenannten risikolosen Zins, d. h. in unserem Fall aus der Rendite einer langfristigen deutschen Staatsanleihe, zuzüglich eines Risikoaufschlags für Industrieunternehmen in der gleichen Risikokategorie wie LANXESS. Die Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartungen der Investoren an eine Investition in LANXESS Aktien wider. Aufgrund des höheren Risikos, das mit dem Aktienerwerb gegenüber risikolosen Staatsanleihen verbunden ist, fordern Eigenkapitalinvestoren eine Risikoprämie. Diese sogenannte Marktrisikoprämie wird aus der langfristigen Überrendite eines Aktieninvestments gegenüber einer Investition in risikolose Staatsanleihen ermittelt und durch den Beta-Faktor korrigiert. Er drückt das relative Risiko eines Investments in die LAN-XESS Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt aus.
Der ROCE lag im Geschäftsjahr 2017 mit 9,3 % leicht oberhalb unseres vergleichsrichtig ermittelten gewichteten Kapitalkostensatzes. Im Vorjahr hatte der ROCE 6,9 % betragen. Der ROCE des Vorjahres ist vor dem Hintergrund der durchgeführten Akquisition von Chemtura und der damit verbundenen Vorhaltung entsprechender Finanzmittel negativ beeinflusst worden.
Kapitalverwendung
Um unser Nettoumlaufvermögen auf operativer Ebene zu optimieren, nutzen wir die Kennzahlen DSO (Forderungslaufzeit bzw. Days of Sales Outstanding) und DSI (Umschlagdauer der Vorräte bzw. Days of Sales in Inventory). Sie zeigen den Forderungs- bzw. Vorratsbestand im Verhältnis zum Umsatz des vergangenen Quartals. Im Geschäftsjahr 2017 lag der Wert für DSI bei 64,7 Tagen (Vorjahr: 67,2 Tage) und der DSO bei 50,7 Tagen (Vorjahr: 51,1 Tage). Hierbei vergleicht sich der Forderungsbestand der Berichtsperiode gegen eine niedrige Vorjahresbasis.
Unsere Investitionen in Sachanlagen unterliegen einer strikten Kapitaldisziplin und werden konsequent auf die Produktbereiche mit den größten Erfolgspotenzialen ausgerichtet. Dabei priorisieren wir Investitionsprojekte auf Basis finanzieller Kennziffern wie Rückflusszeit, Kapitalwert und ROCE. Die Kennzahl der Investitionsquote setzt die auszahlungswirksamen Investitionen ins Verhältnis zum Umsatz.
Verschuldung
Die Nettofinanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Gesamtsumme der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen) abzüglich Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalenten und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte. Nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren belaufen sich die Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 auf 2.252 Mio. € nach 269 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Finanzierung des Chemtura-Kaufpreises.
Die Net Financial Debt Ratio, die wir ausschließlich auf Konzernebene verwenden, ist definiert als das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Auf Basis der Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren erhöhte sich die Net Financial Debt Ratio zum 31. Dezember 2017 auf 1,7 nach einem Wert von 0,3 zum Vorjahresstichtag.
Auf Konzernebene betrachten wir auch die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Verschuldungskomponente. Gegenüber dem Jahresende 2016 stiegen diese um 241 Mio. € auf 1.490 Mio. €. Mit dieser zusätzlichen Verschuldungskomponente, bereinigt um darauf bezogene aktive latente Steuern sowie reduziert um die unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, ergibt sich im Verhältnis zum EBITDA vor Sondereinflüssen die sogenannte Total Net Debt Ratio von 2,6 nach 1,2 zum Vorjahresstichtag.
Nettofinanzverbindlichkeiten
scroll
| in Mio. € | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.649 | 1.698 | 1.258 | 2.734 | 2.242 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 668 | 182 | 443 | 78 | 633 |
| abzüglich: | |||||
| Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen | - 53 | - 26 | - 24 | - 23 | - 35 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 427 | - 418 | - 366 | - 355 | - 538 |
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | - 106 | - 100 | - 100 | - 40 | - 50 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 1.731 | 1.336 | 1.211 | 2.394 | 2.252 |
| abzüglich Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | 0 | 0 | 0 | - 2.125 | 0 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | 1.731 | 1.336 | 1.211 | 269 | 2.252 |
GESCHÄFTSPROZESSE UND MITARBEITER
Einkauf
LANXESS stellt die Versorgung mit Rohstoffen, sonstigen Materialien und Dienstleistungen über die zentral gesteuerte Organisationseinheit Global Procurement & Logistics sicher. In enger Abstimmung mit unseren Business Units bündeln die sogenannten „Global Categories" ihren Bedarf in den Einkaufssegmenten Rohstoffe, technische Güter, Packmittel, Energie, Services und Logistik. Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert Einkaufssynergien, sodass wir optimal am Markt agieren und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing"). Im Berichtszeitraum kam es daher nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung.
Die Beschaffung chemischer Rohstoffe hat für uns einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, die Versorgung basierend auf langfristigen Einkaufsverträgen sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen spielt seit jeher auch eine wesentliche Rolle bei Standortentscheidungen. An zahlreichen Produktionsstandorten beziehen wir wesentliche Rohstoffe und Energieträger in Form von Dampf oder Biomasse aus der unmittelbaren Umgebung. So minimieren wir nicht nur Transportkosten und transportbezogene Umweltauswirkungen, sondern reduzieren vor allem das Risiko transportbedingter Lieferausfälle.
Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2017 unter anderem BASF, BP, Braskem, Covestro, ExxonMobil, INEOS, LyondellBasell, Nova Chemicals, Sabic und Shell Chemicals.
Zu den mit Abstand wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2017 Ammoniak, Butadien, Cyclohexan, Ethylen, Isobutylen, Raffinate I und Toluol. Insgesamt entfiel im Geschäftsjahr 2017 ein Einkaufsvolumen von ca. 3,2 Mrd. € (Vorjahr: ca. 2,2 Mrd. €) auf strategische Rohstoffe. Dies entspricht einem Anteil von rund 80 % unseres gesamten Beschaffungsvolumens für Rohstoffe und Handelswaren im Jahr 2017, die etwa 4,0 Mrd. € betrugen (Vorjahr: 2,9 Mrd. €). Unser Gesamtbeschaffungsvolumen belief sich 2017 auf etwa 6,9 Mrd. € (Vorjahr: ca. 5,7 Mrd. €).
Produktion
LANXESS zählt zu den global bedeutenden Herstellern von Spezialchemikalien. Mit unseren Produktionsanlagen stellen wir sowohl kleinste Produktmengen auf Basis maßgeschneiderter Kundensynthesen als auch Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymere in Mengen von mehreren zehntausend Tonnen her.
Unsere Produktionsbetriebe sind organisatorisch einzelnen Business Units zugeordnet. Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Bergkamen (Deutschland), Antwerpen (Belgien), Sittard-Geleen (Niederlande), Trafford Park (Großbritannien), Latina (Italien), Orange, El Dorado und Perth Amboy (USA), Sarnia und Elmira (Kanada), Triunfo und Duque de Caxias (Brasilien), Jhagadia (Indien), Singapur (Singapur) sowie Changzhou und Wuxi (China). Eine detaillierte Übersicht über unsere Produktionsstandorte nach Segmenten findet sich im Abschnitt „Kurzdarstellung der Segmente" in diesem Lagebericht.
Vertrieb
Wir vertreiben unsere Produkte weltweit an mehrere tausend Kunden in über 150 Staaten auf allen Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir flexible Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Unseren Vertrieb steuern wir über 68 eigene Gesellschaften weltweit. In Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen.
Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. 73 eigene Produktionsstätten in 20 Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von regionalen Produktionsstandorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile.
Absatzmärkte
Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen individueller, gezielter Ansprache, die wir aufgrund der Vertriebsorganisationen in der Verantwortung der Business Units leisten können.
Wir beliefern vor allem die Branchen Reifen, Automobil, Chemie, Agrochemie, Bau, Elektro, Leder/Schuhe, Kunststoff, Pharma, Lebensmittel, Wasseraufbereitung und Möbel.
Umsatzanteile nach Branchen
scroll
| in % | 2017 |
|---|---|
| Reifen | ~ 20 |
| Automobil | ~ 20 |
| Chemie | ~ 15 |
| Agrochemie | ~ 10 |
| Bau, Elektro, Leder/Schuhe | ~ 15 |
| Sonstige (in Summe) | ~ 20 |
Im Geschäftsjahr 2017 vereinten unsere zehn Top-Kunden einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 20 % (Vorjahr: 20 %). Keiner unserer Kunden erreichte einen Anteil von mehr als 10 % am Konzernumsatz. Bei 60 Kunden (Vorjahr: 51) übertraf der Jahresumsatz 20 Mio. €.
Die Anzahl unserer Kunden in den jeweiligen Segmenten unterscheidet sich deutlich. Die vergleichsweise geringen Umsätze der einzelnen Kunden im Segment Performance Chemicals und die breite Kundenbasis spiegeln das Geschäft mit oftmals maßgeschneiderten Anwendungslösungen der Spezialchemie wider. Die deutlich niedrigere Zahl der Kunden in den Segmenten Engineering Materials und ARLANXEO, die jedoch relativ hohe Umsätze generieren, ist dagegen typisch für das Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen bzw. synthetischen Kautschukprodukten. In keinem Segment lässt sich eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Der Bereich Forschung und Entwicklung leistet mit der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren sowie der ständigen Verbesserung bestehender Produktionsprozesse einen wichtigen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erweiterung unseres Produktportfolios. Die infolge der Chemtura-Übernahme erworbenen Forschungsbereiche auf den Gebieten Flammschutzmittel, Schmierstoffe, Urethane und Organometalle haben wir erfolgreich integriert.
Organisatorische Ausrichtung
Unsere Forschungsprogramme sind an den Kundenanforderungen in den Endmärkten ausgerichtet. Daher haben wir unsere Aktivitäten im Bereich „Product Innovation" in den jeweiligen Business Units gebündelt.
Die Business Units fokussieren ihre Aktivitäten darauf, Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln. Die Fachabteilung „Global Technology & Innovation" unserer Group Function Production, Technology, Safety & Environment unterstützt und ergänzt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Business Units mit dem Schwerpunkt „Process Innovation". Hier stehen die Planung neuer Prozesse und die Integration neuer Technologien in unsere bereits bestehenden Produktionsprozesse im Fokus. Unser Ziel ist hier die Kosten- und Technologieführerschaft. Unsere wesentlichen Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich an den Standorten Leverkusen, Krefeld-Uerdingen, Dormagen, Naugatuck (USA), London (Kanada) sowie Wuxi und Changzhou (China). Zusätzlich sind wir in Hongkong mit einem Zentrum für technische Kunststoffe präsent. An unseren internationalen Forschungs- und Entwicklungsstandorten testen wir beispielsweise innovative Flammschutzmittel oder technische Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie.
Kostenentwicklung und Beschäftigte
Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2017 insgesamt 145 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 1,5 % entspricht (Vorjahr: 131 Mio. € bzw. 1,7 %). Der Großteil der Aufwendungen entfiel auf die Business Units High Performance Elastomers, Tire & Specialty Rubbers, High Performance Materials und Additives. Hinsichtlich des Anteils der Aufwendungen an ihrem jeweiligen Umsatz wiesen unsere Business Units Material Protection Products, Liquid Purification Technologies, Saltigo und Urethane Systems die höchste Forschungsintensität auf.
Forschungs- und Entwicklungskosten
scroll
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten in Mio. € | 186 | 160 | 130 | 131 | 145 |
| in % der Umsatzerlöse | 2,2 | 2,0 | 1,6 | 1,7 | 1,5 |
Zum Jahresende 2017 beschäftigten wir in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboren weltweit 711 Mitarbeiter nach 589 Mitarbeitern im Vorjahr. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist überwiegend durch die Integration der Chemtura-Geschäfte bedingt.
Entwicklung Beschäftigtenzahlen im F&E-Bereich
scroll
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am Jahresende | 931 | 708 | 585 | 589 | 711 |
| in % der Konzern-Beschäftigtenzahl | 5,4 | 4,3 | 3,6 | 3,5 | 3,7 |
Themengebiete und Patentstrategie
Im Rahmen der weltweiten Neuausrichtung fokussieren wir unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf marktnahe Projekte mit kurz- bis mittelfristigem Zeithorizont. Die Gesamtzahl der Projekte ist dadurch im Jahr 2017 von 270 auf 360 gestiegen. Davon wurden 238 (Vorjahr: 176) mit dem Ziel bearbeitet, neue Produkte und Anwendungen zu entwickeln bzw. bestehende zu verbessern. Die verbleibenden 122 (Vorjahr: 94) Projekte befassten sich unter den Zielsetzungen Kostensenkung, Effizienzsteigerung oder Kapazitätserhöhung mit verfahrenstechnischen Themen.
Die Ergebnisse unserer Tätigkeit werden, wo es möglich und sinnvoll ist, von Patenten geschützt. Im Laufe des Jahres 2017 haben wir weltweit 65 Prioritätsanmeldungen getätigt. Das gesamte Patentportfolio bestand zum 31. Dezember 2017 aus ca. 1.210 Patentfamilien mit ca. 8.200 einzelnen Schutzrechten.
MITARBEITER
Im LANXESS Konzern waren zum 31. Dezember 2017 insgesamt 19.029 Mitarbeiter tätig nach einer Zahl von 16.721 zum Vorjahresstichtag. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die im April erfolgte Akquisition von Chemtura zurückzuführen.
Zum 31. Dezember 2017 beschäftigte der LANXESS Konzern in der Region EMEA (ohne Deutschland) 3.730 Mitarbeiter nach 3.251 Mitarbeitern im Vorjahr. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten von 7.600 auf 8.036.
In der Region Nordamerika belief sich die Mitarbeiterzahl auf 2.642 nach 1.418 zum 31. Dezember 2016 und in Lateinamerika auf 1.419 nach 1.435 im Vorjahr. In der Region Asien/Pazifik beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 3.202 Arbeitnehmer, das sind 185 mehr als noch vor Jahresfrist.
Der Personalaufwand belief sich konzernweit im Geschäftsjahr 2017 auf 1.663 Mio. € (Vorjahr: 1.467 Mio. €). Löhne und Gehälter machten mit 1.302 Mio. € (Vorjahr: 1.168 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 236 Mio. € (Vorjahr: 194 Mio. €), die Aufwendungen für Altersversorgung 111 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €) und die Aufwendungen für soziale Unterstützung 14 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €).
WIRTSCHAFTSBERICHT
RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Im Geschäftsjahr 2017 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG gehabt hätten.
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die globale Wirtschaft entwickelte sich in 2017 besser als erwartet, begünstigt durch ein Umfeld niedriger Zinsen. Belastend wirkten in einigen Bereichen zunehmende populistische oder protektionistische Tendenzen, wie etwa sich abzeichnende Handelsbarrieren im US-amerikanischen Markt, während das gestiegene Ölpreisniveau keine bremsenden Auswirkungen zeigte.
Das insgesamt positive Umfeld führte zu einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,1 %, das von allen Regionen, im Wesentlichen aber dem asiatisch-pazifischen Raum, getragen wurde.
BIP und Chemieproduktion 2017
scroll
| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr ( %) | Bruttoinlandsprodukt | Chemieproduktion |
|---|---|---|
| NAFTA | 2,3 | 1,8 |
| Lateinamerika | 1,0 | 0,0 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 2,4 | 3,5 |
| Deutschland | 2,6 | 3,5 |
| Asien/Pazifik | 4,8 | 5,3 |
| Welt | 3,1 | 4,1 |
Quelle Wachstumsraten 2017: IHS Markit.
Zum Jahresende 2017 wurden für einen Euro 1,20 US-Dollar gezahlt - dies entspricht gegenüber dem Jahresendwert 2016 von 1,05 US-Dollar einem Wertverlust des US-Dollars von 14,3 % im Jahr 2017. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs gegenüber dem Vorjahreswert von 1,11 US-Dollar kaum verändert bei 1,13 US-Dollar. Aufgrund der regionalen Aufstellung unseres Geschäfts wirkt sich ein schwächerer US-Dollar grundsätzlich negativ auf unser Ergebnis aus. Zentralisierte Hedging-Aktivitäten begrenzen jene Auswirkungen, die nicht durch die Harmonisierung von Produktion und Absatz in gleichen Währungsräumen neutralisiert werden können.
Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Beschaffungspreise für Rohstoffe teilweise deutlich, insbesondere im Bereich der Aromaten und Olefine und nur geringfügig bei den organischen und anorganischen Rohstoffen. Für uns sind insbesondere die Preise von petrochemischen Rohstoffen relevant, da diese einen wesentlichen Einfluss auf unsere Produktionskosten haben. Der Preis für den Rohstoff Butadien stieg an den Beschaffungsmärkten im Jahresdurchschnitt deutlich an, ebenso wie die Preise für andere Eingangsprodukte wie Cyclohexan, Isobutylen oder Toluol.
Chemische Industrie
Die weltweite Chemieproduktion wuchs um 4,1 %, getrieben durch die Regionen Asien/Pazifik und EMEA.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen
Die weltweite Produktion von Automobilen stieg im Berichtsjahr um 2,6 %. Schwerpunkt dessen war eine solide Entwicklung in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. Aufgrund des im Verhältnis zu den übrigen Regionen geringeren Gewichts hatte die positive Entwicklung in Lateinamerika keinen maßgeblichen Einfluss auf die globale Entwicklung.
Die Agrochemikalien zeigten ein globales Wachstum von 3,8 %, getrieben vom Wachstum in Amerika und Europa. Der asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum blieb hinter der Zuwachsrate in Europa zurück.
Die Bauindustrie legte weltweit um 3,2 % zu. Der Schwerpunkt der Entwicklung lag im asiatisch-pazifischen Raum, auch EMEA entwickelte sich positiv.
Die weltweite Produktion von Reifen stieg im Berichtsjahr um 3,0 %, insbesondere gestützt durch das Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum.
Insgesamt hatte die Entwicklung der Abnehmerbranchen einen positiven Einfluss auf das Geschäft des LANXESS Konzerns. Lediglich das allgemeine Wachstum der Agrochemikalien spiegelt sich nicht in der Nachfrage in unserem Bereich der kundenspezifischen Fertigung für die Agrochemie wider.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2017
scroll
| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr ( %) | Automobilindustrie | Agrochemikalien | Bauindustrie | Reifenindustrie |
|---|---|---|---|---|
| NAFTA | - 2,4 | 9,9 | 0,7 | - 1,3 |
| Lateinamerika | 19,0 | - 1,8 | - 3,6 | 13,4 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 3,7 | 4,2 | 3,6 | 2,8 |
| Deutschland | - 1,4 | 4,2 | 3,8 | - 1,6 |
| Asien/Pazifik | 3,0 | 3,3 | 4,5 | 3,2 |
| Welt | 2,6 | 3,8 | 3,2 | 3,0 |
Quelle Wachstumsraten 2017: IHS Markit, LMC.
FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE
Der Geschäftsverlauf war geprägt durch die erfolgreiche operative Integration von Chemtura und eine erfreuliche Entwicklung des bisherigen Geschäfts.
Auch aus der Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours im August 2016 resultierte ein erfreulicher Portfolioeffekt auf das Ergebnis.
In unserem bisherigen Geschäft waren höhere Absatzmengen der Haupttreiber der positiven Entwicklung. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnten über höhere Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben werden. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich nachteilig auf das Ergebnis aus.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN
GESCHÄFTSVERLAUF
Tatsächlicher versus prognostizierter Geschäftsverlauf 2017
scroll
| Prognose für 2017 im Geschäftsbericht 2016 | Eingetreten in 2017 | |
|---|---|---|
| Geschäftsentwicklung Konzern | ||
| EBITDA vor | • Leicht höher im Vergleich zum Vorjahr (995 Mio. €) | • 1.290 Mio. € |
| Sondereinflüssen | • Hierin berücksichtigt: Kostensenkungen aus Neuausrichtung und Beitrag aus dem in 2016 akquirierten Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen | • Kostenposition im Rahmen der Neuausrichtung reduziert, positiver Ergebnisbeitrag aus dem Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen |
| • Chemtura-Akquisition würde zusätzlichen Beitrag zur erwarteten Ergebnisentwicklung leisten | • Anstieg durch übernommene Chemtura-Geschäftsbereiche und eine positive Entwicklung des bisherigen Geschäfts | |
| • Organische Wachstumsprojekte werden weiter vorangetrieben | ||
| Geschäftsentwicklung Segmente | ||
| Advanced Intermediates | • Stabile Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau | • EBITDA vor Sondereinflüssen leicht über Vorjahr: 335 Mio. € (Vorjahr: 326 Mio. €) |
| Specialty Additives | • Leicht bessere Geschäftsentwicklung1) | • EBITDA vor Sondereinflüssen von 267 Mio. € (Vorjahr: 151 Mio. €) |
| • Signifikante Portfolioeffekte aus dem Geschäft mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven von Chemtura | ||
| • Bisheriges Geschäft nahezu wie erwartet | ||
| Performance Chemicals | • Leicht bessere Geschäftsentwicklung1) | • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich höher als erwartet: 252 Mio. € (Vorjahr: 223 Mio. €) |
| • Positiver Beitrag aus dem in 2016 erworbenen Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen | • Erfreulicher Ergebnisbeitrag aus dem Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen | |
| Engineering Materials (vormals: High Performance Materials) | • Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen für Anwendungen in der Autoindustrie und Elektro-/ Elektronikindustrie sollte sich auf Höhe des Vorjahres entwickeln | • EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich über Vorjahr: 219 Mio. € (Vorjahr: 159 Mio. €) |
| • Signifikanter Beitrag aus der übernommenen Urethane-Sparte von Chemtura | ||
| • Bisheriges Geschäft deutlich besser als erwartet | ||
| ARLANXEO | • Weiterhin herausfordernde Geschäftsentwicklung | • EBITDA vor Sondereinflüssen besser als erwartet: 385 Mio. € (Vorjahr: 373 Mio. €) |
| • Leichte Verschlechterung | ||
| • Weiter anhaltender Preisdruck bei technischem Kautschuk EPDM, moderate Verbesserung bei Butyl-Kautschuk | ||
| • US-Dollar im Jahresdurchschnitt auf Niveau des Vorjahres | ||
| Rohstoffpreise | • Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten, insbesondere bei petrochemischen Rohstoffen | • Weiterhin volatil und über Vorjahresniveau |
| • Fortsetzung der zum Teil erheblichen Volatilität der Rohstoffpreise | ||
| Investitionen | ||
| Auszahlungswirksame Investitionen | • 450-500 Mio. € | • 547 Mio. € |
| • Anstieg im Wesentlichen durch Akquisition von Chemtura und den damit gestiegenen Investitionsbedarf |
Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur.
1) Prognose für altes Performance Chemicals Segment, d.h. inkl. der ehemaligen Business Unit Rhein Chemie Additives, die jetzt Teil des Segments Specialty Additives ist.
Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 waren wir für das Jahr 2017 von einem leicht höheren EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr (995 Mio. €) ausgegangen. Diese Prognose beinhaltete keine Effekte infolge der geplanten Akquisition von Chemtura. Nach erfolgreichem Abschluss der Transaktion am 21. April 2017 prognostizierten wir ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 1.225 und 1.300 Mio. € und konkretisierten unsere Erwartung zuletzt im Rahmen unserer Berichterstattung für das dritte Quartal 2017 auf 1.250 bis 1.300 Mio. €. Das tatsächlich erwirtschaftete Ergebnis lag mit 1.290 Mio. € am oberen Ende dieser Bandbreite und übertraf den Vorjahreswert um 29,6 %.
Die ursprünglich für das Geschäftsjahr 2017 erstellte Prognose basierte auf der alten, zum damaligen Zeitpunkt gültigen Konzernstruktur mit vier operativen Segmenten. Auf dieser Grundlage übertrafen die Ergebnisse des bisherigen Geschäfts die Erwartungen. Auch das Ergebnis der Überleitung war mit minus 168 Mio. € besser als erwartet. Die übernommenen Chemtura-Geschäftsbereiche trugen dazu bei, dass das erwartete EBITDA vor Sondereinflüssen noch deutlicher übertroffen wurde.
Trotz negativer Wechselkurseinflüsse führte die frühzeitige Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Wettbewerbsfähigkeit, aus der sich eine höhere Produktionsauslastung ergab, dazu, dass die Ergebniserwartung übertroffen wurde.
Für die LANXESS AG gingen wir für das Berichtsjahr von einem gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Jahresüberschuss aus. Im Wesentlichen bedingt durch das deutlich geringere Beteiligungsergebnis lag der Jahresüberschuss bei 23 Mio. € nach 578 Mio. € im durch Sondereffekte aus der Gründung von ARLANXEO, einer Verschmelzung sowie gesetzlichen Änderungen der handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsverpflichtungen beeinflussten Vergleichszeitraum.
GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES LANXESS KONZERNS
| • | Operative Integration der erworbenen Chemtura-Geschäfte erfolgreich abgeschlossen |
| • | Signifikant positive Effekte aus erworbenen Chemtura-Geschäften auf Umsatz und Ergebnis |
| • | Absatzmengen in allen Segmenten über Vorjahr und insgesamt um 5,1 % gesteigert |
| • | Deutliche Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 29,6 % auf 1.290 Mio. € |
| • | EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen bei 13,3 % nach 12,9 % im Vorjahr |
| • | Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie durch Sonderaufwendungen beeinträchtigt |
| • | Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 2,69 € auf 4,14 € gesteigert |
Überblick Finanzkennzahlen
scroll
| in Mio. € | 2016 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 7.699 | 9.664 | 25,5 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.754 | 2.145 | 22,3 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 995 | 1.290 | 29,6 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | 12,9 % | 13,3 % | - |
| EBITDA | 945 | 1.072 | 13,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 514 | 695 | 35,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 464 | 434 | - 6,5 |
| EBIT-Marge | 6,0 % | 4,5 % | - |
| Finanzergebnis | - 125 | - 109 | 12,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 339 | 325 | - 4,1 |
| Konzernergebnis | 192 | 87 | - 54,7 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 2,10 | 0,95 | - 54,7 |
| Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) | 2,69 | 4,14 | 53,9 |
Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 9.664 Mio. € um 1.965 Mio. € bzw. 25,5 % deutlich über dem Wert des Vorjahres von 7.699 Mio. €. Die Umsatzentwicklung war dabei vor allem vom Umsatzbeitrag aus den erworbenen Chemtura-Geschäften geprägt. Die Eingliederung der Chemtura-Geschäftsbereiche und der Beitrag des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen in der Business Unit Material Protection Products führten zu einem Umsatzplus von 13,6 %. Zudem wirkten sich die rohstoffpreisgetriebene Anpassung der Verkaufspreise sowie der Anstieg der Absatzmengen positiv aus. Gestiegene Verkaufspreise führten zu einem Umsatzplus von 7,9 % und höhere Absatzmengen zu einem Umsatzplus von 5,1 %. Gegenläufig führte die nachteilige Entwicklung der Wechselkurse in der zweiten Jahreshälfte insgesamt zu einem Umsatzminus von 1,1 %.
Umsatzeffekte
scroll
| in % | 2017 |
|---|---|
| Preis | 7,9 |
| Menge | 5,1 |
| Währung | - 1,1 |
| Portfolio | 13,6 |
| 25,5 |
Unser Segment Advanced Intermediates verzeichnete einen Umsatzanstieg von 13,1 ° %. Insbesondere aus der Eingliederung des Organometalle-Geschäftsbereichs von Chemtura in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz. Zudem wirkten höhere Verkaufspreise aufgrund gestiegener Einstandspreise für Rohstoffe sowie die positive Entwicklung der Absatzmengen umsatzsteigernd. Gegenläufig hatte die Wechselkursentwicklung einen leicht negativen Effekt auf den Umsatz.
Die Umsätze unseres Segments Specialty Additives lagen um 90,7 ° % über dem Niveau des Vorjahres. Der nahezu verdoppelte Umsatz ist überwiegend auf die Eingliederung des Additiv-Geschäftsbereichs von Chemtura in die neue Business Unit Additives zurückzuführen. Der Umsatzanstieg resultierte weiterhin aus höheren Absatzmengen in unserem bisherigen Additiv-Geschäft. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich umsatzmindernd aus. Die Preise lagen leicht über dem Niveau des Vorjahres.
In unserem Segment Performance Chemicals stieg der Umsatz um 10,5 ° %. Aus der Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen in die Business Unit Material Protection Products ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz. Zudem führten höhere Absatzmengen und gestiegene Verkaufspreise zu einer positiven Umsatzentwicklung. Nachteilige Wechselkurseinflüsse verringerten den Umsatz.
Unser Segment Engineering Materials verzeichnete einen Umsatzanstieg von 29,4 %. Die Umsatzentwicklung war zum einen durch den Beitrag des neu erworbenen Urethane-Geschäftsbereichs geprägt. Zum anderen ergab sich für die Business Unit High Performance Materials aus gestiegenen Verkaufspreisen und Absatzmengen ein positiver Effekt auf den Umsatz. Die Wechselkurse hatten einen leicht negativen Einfluss auf den Umsatz.
ARLANXEO verzeichnete einen Umsatzanstieg von 19,2 ° %. Die Entwicklung wurde insbesondere durch die rohstoffpreisbedingte Erhöhung der Verkaufspreise sowie die Steigerung der Absatzmengen beeinflusst. Währungseffekte wirkten sich negativ auf die Umsatzentwicklung aus.
Umsatz nach Segmenten
scroll
| in Mio. € | 2016 | 2017 | Veränd. in % | Anteil am Konzernumsatz in % |
|---|---|---|---|---|
| Advanced Intermediates | 1.742 | 1.970 | 13,1 | 20,4 |
| Specialty Additives | 841 | 1.604 | 90,7 | 16,6 |
| Performance Chemicals | 1.301 | 1.438 | 10,5 | 14,9 |
| Engineering Materials | 1.056 | 1.366 | 29,4 | 14,1 |
| ARLANXEO | 2.710 | 3.230 | 19,2 | 33,4 |
| Überleitung | 49 | 56 | 14,3 | 0,6 |
| 7.699 | 9.664 | 25,5 | 100,0 |
Vorjahreswerte entsprechend der geänderten Segmentstruktur.
Auftragsentwicklung
Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellungsvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßig stattfindende, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren" in diesem Lagebericht.
Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragsstärke nicht aussagekräftig und unterbleibt an dieser Stelle.
Bruttoergebnis vom Umsatz
Die Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich leicht überproportional zum Umsatz um 26,5 % auf 7.519 Mio. €. Der absolute Anstieg ergab sich im Wesentlichen aus der Eingliederung der Chemtura-Geschäftsbereiche und des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen. Zudem führten gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien sowie höhere Absatzmengen zu höheren Kosten. Gegenläufig wirkte sich die Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars, positiv auf unsere Fertigungskosten aus. Die Auslastung der Produktionskapazitäten lag mit rund 82 % um 2 %-Punkte über dem Wert des Vorjahres.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 2.145 Mio. € um 391 Mio. € bzw. 22,3 % über dem Wert des Vorjahres. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem Erwerb der neuen Geschäftsbereiche von Chemtura und des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen sowie aus höheren Absatzmengen. Gegenläufig wirkte die Veränderung der Wechselkurse auf unseren Umsatz. Die gestiegenen Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnten in den Markt weitergegeben werden. Die Bruttomarge reduzierte sich entsprechend von 22,8 % auf 22,2 %.
EBITDA vor Sondereinflüssen und operatives Ergebnis (EBIT)
Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2017 um 295 Mio. € bzw. 29,6 ° % auf 1.290 Mio. € nach 995 Mio. € im Vorjahr. Die insgesamt positive Ergebnisentwicklung auf Konzernebene resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Absatzmengen, dem Beitrag der neu erworbenen Chemtura-Geschäfte, dem Portfoliobeitrag aus dem im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen sowie der starken operativen Leistung der übrigen LANXESS Business Units. Gegenläufig hatte die Entwicklung der Wechselkurse einen negativen Ergebniseffekt. Der Anstieg der Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnte durch die Anpassung der Verkaufspreise erfolgreich in den Markt weitergegeben werden. Die Vertriebskosten stiegen vor allem aufgrund von Portfolioeffekten, volumenbedingt höheren Frachtkosten sowie höheren Frachtraten um 22,0 ° % auf 953 Mio. €. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 145 Mio. € nach 131 Mio. € im Vorjahr und die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 79 Mio. € auf 382 Mio. €. Der Anstieg in den einzelnen Funktionskostenbereichen ist überwiegend durch die Integration der Chemtura-Geschäfte bedingt. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich im Konzern von 12,9 ° % auf 13,3 %.
Unser Segment Advanced Intermediates erzielte ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 335 Mio. € nach 326 Mio. € im Vorjahr. Insbesondere die gestiegenen Absatzmengen führten zu einem positiven Ergebnisbeitrag. Gegenläufig wirkten nachteilige Wechselkurseinflüsse. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien wurden über Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Das erworbene Organometalle-Geschäft hatte nahezu keinen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen unseres Segments Specialty Additives lag mit 267 Mio. € um 116 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Dabei führte insbesondere der Portfolioeffekt aus dem erworbenen Additiv-Geschäft zu einer Ergebnisverbesserung. Höhere Absatzmengen wirkten ebenfalls positiv auf die Ergebnisentwicklung. Höhere Einstandspreise für Rohstoffe und Energien führten zu einer Anpassung der Verkaufspreise. Zudem hatten die Wechselkurse einen negativen Einfluss auf das Ergebnis.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen unseres Segments Performance Chemicals lag mit 252 Mio. € um 29 Mio. € bzw. 13,0 % über dem Niveau des Vorjahres. Ergebnisverbessernd wirkten insbesondere höhere Absatzmengen. Höheren Einstandspreisen für Rohstoffe standen Anpassungen der Verkaufspreise gegenüber. Zudem wirkte der Beitrag des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen ergebnisverbessernd. Nachteilige Wechselkurseinflüsse belasteten das Ergebnis.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen in unserem Segment Engineering Materials lag mit 219 Mio. € um 60 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 159 Mio. €. Höhere Einstandspreise für Rohstoffe wurden durch Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Zudem führten gestiegene Absatzmengen sowie der Beitrag aus dem erworbenen Urethane-Geschäftsbereich zu einer Ergebnisverbesserung. Gegenläufig wirkten nachteilige Wechselkurseinflüsse.
ARLANXEO erzielte ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 385 Mio. € nach 373 Mio. € im Vorjahr. Ergebnisverbessernd wirkten höhere Absatzmengen. Höhere Einstandspreise für Rohstoffe und Energien wurden über eine Anpassung der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Die erhebliche Volatilität auf der Rohstoffpreisseite sowie ein negativer Währungseffekt belasteten das Ergebnis.
EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
scroll
| in Mio. € | 2016 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Advanced Intermediates | 326 | 335 | 2,8 |
| Specialty Additives | 151 | 267 | 76,8 |
| Performance Chemicals | 223 | 252 | 13,0 |
| Engineering Materials | 159 | 219 | 37,7 |
| ARLANXEO | 373 | 385 | 3,2 |
| Überleitung | - 237 | - 168 | 29,1 |
| 995 | 1.290 | 29,6 |
Vorjahreswerte entsprechend der geänderten Segmentstruktur.
Die Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum operativen Ergebnis (EBIT) ergibt sich wie folgt:
Überleitung EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBIT
scroll
| in Mio. € | 2016 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 995 | 1.290 | 29,6 |
| Abschreibungen / Wertaufholungen | - 481 | - 638 | - 32,6 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | - 50 | - 218 | < - 100 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 464 | 434 | - 6,5 |
Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns lag im Berichtsjahr bei 434 Mio. € nach 464 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang aufgrund der im folgenden Absatz erläuterten Sondereinflüsse wurde durch eine starke operative Ergebnisentwicklung teilweise ausgeglichen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 639 Mio. € (Vorjahr: 481 Mio. €) und reflektieren auch die planmäßigen Abschreibungen aus unseren neuen Chemtura-Geschäftsbereichen und Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation von Chemtura sowie Abschreibungen, die sich im Rahmen der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) spätestens im November 2018 ergeben haben. Hiervon fielen 51 Mio. € außerplanmäßig an, von denen 43 Mio. € Sondereinflüsse waren. Den Abschreibungen standen Wertaufholungen in Höhe von 1 Mio. € gegenüber. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres betrugen 9 Mio. €.
Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, belief sich auf minus 231 Mio. € nach minus 75 Mio. € im Vorjahr. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein Wert von 30 Mio. €, der um 55 Mio. € über dem entsprechenden Saldo des Vorjahres lag. Der Anstieg entstand im Wesentlichen aus einem verbesserten Ergebnis der Geschäfte zur Wechselkurssicherung. Die negativen Sondereinflüsse des Berichtsjahres von saldiert 261 Mio. € ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 272 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 11 Mio. €, wobei letztere vollständig EBITDA-wirksam waren. Die negativen Sondereinflüsse, die mit 229 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 43 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren, standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura, der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der damit einhergehenden Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zárate sowie Aufwendungen im Rahmen der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Die positiven Sondereinflüsse standen mit 5,3 Mio. € in Zusammenhang mit der Veräußerung des US-amerikanischen Tochterunternehmens International Dioxcide Inc. am Standort North Kingstown in Rhode Island (USA) der Business Unit Material Protection Products. Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von saldiert 50 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 56 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 6 Mio. € ergaben. Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns.
Für Details zu den Sondereinflüssen verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
Überleitung EBIT zum Konzernergebnis
scroll
| in Mio. € | 2016 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 464 | 434 | - 6,5 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 0 | 0 | - |
| Zinsergebnis | - 63 | - 85 | - 34,9 |
| Sonstiges Finanzergebnis | - 62 | - 24 | 61,3 |
| Finanzergebnis | - 125 | - 109 | 12,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 339 | 325 | - 4,1 |
| Ertragsteuern | - 144 | - 201 | - 39,6 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 195 | 124 | - 36,4 |
| davon: | |||
| auf andere Gesellschafter entfallend | 3 | 37 | >100 |
| den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) | 192 | 87 | - 54,7 |
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf minus 109 Mio. € nach minus 125 Mio. € im Vorjahr. Aufgrund gestiegener Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura erhöhte sich der Zinsaufwand und führte zu einem Zinsergebnis von minus 85 Mio. € nach minus 63 Mio. € im Vorjahr. Aus at equity bewerteten Gesellschaften ergab sich in der Berichtsperiode wie im Vorjahr kein Ergebnisbeitrag. Das sonstige Finanzergebnis lag bei minus 24 Mio. € nach minus 62 Mio. € im Vorjahr und wurde im Wesentlichen durch eine Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), für das Geschäftsjahr 2016 positiv beeinflusst.
Ergebnis vor Ertragsteuern
Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verschlechterte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 14 Mio. € auf 325 Mio. €.
Ertragsteuern
Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 201 Mio. € nach 144 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 61,8 % gegenüber 42,5 % in der Vergleichsperiode. Der Anstieg der Steuerquote resultierte zu einem großen Teil aus der im Dezember 2017 verabschiedeten US-Steuerreform, insbesondere in Bezug auf die Einmalbesteuerung thesaurierter Gewinne von durch US-amerikanische Gesellschaften gehaltenen Beteiligungen im Ausland.
Konzernergebnis/Ergebnis je Aktie/Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
Das Konzernergebnis betrug 87 Mio. € nach 192 Mio. € im Vorjahr und war wesentlich von den dargestellten Sondereffekten geprägt. Auf andere Gesellschafter entfiel in 2017 ein Ergebnisanteil von 37 Mio. € nach 3 Mio. € im Vorjahr, der nahezu ausschließlich aus der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO resultierte.
Das Ergebnis je Aktie wird mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Berichtsperiode in Umlauf gewesenen LANXESS Aktien errechnet. Das Ergebnis je Aktie lag mit 0,95 € unter dem Wert des Vorjahres von 2,10 €.
Darüber hinaus ermitteln wir ein Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, das nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert ist. Die Ermittlung erfolgte ausgehend vom Ergebnis je Aktie unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie darauf entfallender Steuereffekte. Berücksichtigt wurden auch die einmaligen Ergebniseffekte aus der im Dezember 2017 verabschiedeten US-amerikanischen Steuerreform. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte lag bei 4,14 € nach 2,69 € im Vorjahr.
Überleitung Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
scroll
| in Mio. € | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 192 | 87 |
| Sondereinflüsse 1) | 47 | 259 |
| Abschreibungen/Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte 1) | 31 | 64 |
| Ertragsteuern1)2) | - 24 | - 31 |
| Konzernergebnis vor Sondereinflüssen und | ||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 246 | 379 |
| Ausstehende Aktien in Stück | 91.522.936 | 91.522.936 |
| Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) | 2,69 | 4,14 |
1) Ohne Bestandteile, die den Anteilen anderer Gesellschafter zuzurechnen sind.
2) Ertragsteuern auf dargestellte Anpassungen und einmalige Ergebniseffekte aus der US-amerikanischen Steuerreform.
ENTWICKLUNG DER REGIONEN
Umsatz nach Verbleib
scroll
| 2016 | 2017 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EMEA (ohne Deutschland) | 2.254 | 29,3 | 2.720 | 28,2 | 20,7 |
| Deutschland | 1.292 | 16,8 | 1.489 | 15,4 | 15,2 |
| Nordamerika | 1.326 | 17,2 | 1.859 | 19,2 | 40,2 |
| Lateinamerika | 788 | 10,2 | 898 | 9,3 | 14,0 |
| Asien/Pazifik | 2.039 | 26,5 | 2.698 | 27,9 | 32,3 |
| 7.699 | 100,0 | 9.664 | 100,0 | 25,5 |
Aus der im April 2017 erfolgten Akquisition von Chemtura sowie in geringem Umfang auch aus der Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours im August 2016 ergaben sich im Berichtszeitraum Portfolioeffekte in teilweise erheblichem Umfang.
EMEA (ohne Deutschland)
Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) stieg um 466 Mio. € bzw. 20,7 % auf 2.720 Mio. €. Der Anstieg ist zu 232 Mio. € auf Portfolioeffekte zurückzuführen. Nach der Bereinigung um diese sowie geringfügige Wechselkurseffekte ergab sich ein Umsatzanstieg von 10,6 %. Die Segmente ARLANXEO und Engineering Materials wiesen Umsatzzuwächse von niedrigen zweistelligen Prozentwerten auf. Die verbleibenden Segmente zeigten Wachstumsraten im einstelligen Prozentbereich. Die positive Entwicklung in der Region war vom Geschäftsverlauf in Frankreich, Italien, der Türkei und Spanien beeinflusst. Geringfügig gegenläufig wirkte die Nachfrageentwicklung unter anderem in einigen afrikanischen Ländern.
Deutschland
In Deutschland erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2017 mit 1.489 Mio. € einen Umsatz, der um 197 Mio. € bzw. 15,2 % über dem Wert des Vorjahres lag. Nach Bereinigung um sehr geringfügige Wechselkurseffekte und spürbare Portfolioeinflüsse in Höhe von 60 Mio. € ergab sich ein Umsatzzuwachs von 10,6 %. Die Segmente Engineering Materials und Advanced Intermediates zeigten Zuwächse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die Geschäfte der übrigen Segmente stiegen um hohe einstellige Prozentwerte.
Nordamerika
Der Umsatz in dieser Region lag mit 1.859 Mio. € um 533 Mio. € bzw. 40,2 % über dem Wert des Vorjahres. Portfolioveränderungen trugen hierzu 466 Mio. € bei. Nach Bereinigung um diese sowie Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Umsatzplus von 7,5 %. Wesentlichen Anteil daran hatte die Geschäftsentwicklung der Segmente ARLANXEO, Advanced Intermediates und Engineering Materials, deren Zuwachsraten sich im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich bewegten. Das Segment Performance Chemicals konnte seinen Umsatz nur um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigern, während das Segment Specialty Additives den Umsatz des Vorjahres knapp unterschritt.
Lateinamerika
In der Region Lateinamerika stiegen die Umsätze um 110 Mio. € bzw. 14,0 % auf 898 Mio. €. Portfolioveränderungen trugen hierzu 27 Mio. € bei. Bereinigt um diese sowie um niedrige Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Anstieg um 11,2 %. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf war das Segment ARLANXEO mit dem größten absoluten Umsatzanstieg, der einer prozentualen Veränderung im niedrigen zweistelligen Bereich entsprach. Die Segmente Advanced Intermediates und Specialty Additives unterstützten diesen Trend mit einer knapp zweistelligen beziehungsweise hohen einstelligen Zuwachsrate. Das Segment Engineering Materials erreichte einen niedrigen einstelligen Wachstumswert, während das Segment Performance Chemicals einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich aufwies. Der Geschäftsverlauf in der Region war vor allem beeinflusst durch den Umsatzanstieg in Brasilien und Mexiko.
Asien/Pazifik
Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik stieg im Geschäftsjahr 2017 um 659 Mio. € bzw. 32,3 % auf 2.698 Mio. €. Aus Portfolioveränderungen resultierten 270 Mio. €. Bereinigt um diese sowie um geringe Wechselkurseinflüsse ergab sich ein Zuwachs um 21,5 ° %. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf war das Segment ARLANXEO mit dem größten absoluten Umsatzanstieg, der einer prozentualen Veränderung im deutlich zweistelligen Bereich entsprach. Auch die Segmente Performance Chemicals, Advanced Intermediates und Engineering Materials weiteten ihre Geschäfte um niedrige zweistellige Prozentsätze aus, während das Segment Specialty Additives prozentual nur einen hohen einstelligen Zuwachs erreichte. Wesentlichen Anteil an der positiven operativen Entwicklung in der Region hatten steigende Umsätze in China, Singapur, Japan, Indien und Thailand.
SEGMENTDATEN
| • | Advanced Intermediates: Gute Geschäftsentwicklung durch höhere Absatzmengen trotz herausfordernden Marktumfelds im Agrogeschäft |
| • | Specialty Additives: Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung durch neue Additiv-Geschäftsbereiche von Chemtura und höhere Verkaufsmengen in dem bisherigen Additiv-Geschäft |
| • | Performance Chemicals: Portfolioeffekte aus dem in 2016 erworbenen Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen sowie höhere Absatzmengen führen zu Umsatz- und Ergebnissteigerung |
| • | High Performance Materials: Deutliche Ergebnissteigerung durch profitables Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen und aus dem erworbenen Urethane-Geschäft von Chemtura |
| • | ARLANXEO: Positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis trotz einer weiterhin herausfordernden Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken |
Advanced Intermediates
Kennzahlenüberblick
scroll
| 2016 | 2017 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.742 | 1.970 | 13,1 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 326 | 18,7 | 335 | 17,0 | 2,8 |
| EBITDA | 328 | 18,8 | 328 | 16,6 | 0,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 221 | 12,7 | 218 | 11,1 | - 1,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 223 | 12,8 | 211 | 10,7 | - 5,4 |
| Auszahlungen für Investitionen | 123 | 146 | 18,7 | ||
| Abschreibungen | 105 | 1171) | 11,4 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 3.335 | 3.661 | 9,8 |
1) Nach Saldierung mit Wertaufholungen von 1 Mio. €.
Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates lagen im Geschäftsjahr 2017 mit 1.970 Mio. € um 13,1 % bzw. 228 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Aus der Eingliederung des Organometalle-Geschäftsbereichs von Chemtura in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz in Höhe von 5,8 %. Zudem wirkten höhere Verkaufspreise aufgrund gestiegener Einstandspreise für Rohstoffe mit 4,5 % sowie gestiegene Absatzmengen mit 3,4 % umsatzsteigernd. Die Wechselkursentwicklung hatte mit 0,6 % einen leicht negativen Einfluss auf den Umsatz.
Während die Verkaufspreise in der Business Unit Saltigo nahezu auf dem Niveau des Vorjahres lagen, konnte die Business Unit Advanced Industrial Intermediates höhere Verkaufspreise realisieren. Aufgrund der weiterhin guten Nachfrage in nahezu allen Endmärkten konnte die Business Unit Advanced Industrial Intermediates ihre Absatzmengen steigern. Die Business Unit Saltigo verzeichnete durch eine gute Nachfrage bei den Feinchemikalien insbesondere in der ersten Jahreshälfte höhere Absatzmengen, die sich jedoch aufgrund einer anhaltend schwachen Nachfrage in der Agrarindustrie verringerten. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag mit 335 Mio. € um 9 Mio. € bzw. 2,8 % über dem Vorjahreswert. Insbesondere die höheren Absatzmengen trugen zu der positiven Entwicklung bei. Gegenläufig wirkten nachteilige Wechselkurseinflüsse. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien wurden über Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Das erworbene Organometalle-Geschäft leistete nahezu keinen Ergebnisbeitrag. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 17,0 % nach 18,7 % unter dem Niveau des Vorjahres.
Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die negativen Sondereinflüsse des Segments auf 7 Mio. €. Die Sondereinflüsse waren vollständig EBITDA-wirksam und standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura. Im Vorjahr waren positive Sondereinflüsse von 2 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
Specialty Additives
scroll
| 2016 | 2017 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 841 | 1.604 | 90,7 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 151 | 18,0 | 267 | 16,6 | 76,8 |
| EBITDA | 151 | 18,0 | 192 | 12,0 | 27,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 123 | 14,6 | 167 | 10,4 | 35,8 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 123 | 14,6 | 56 | 3,5 | - 54,5 |
| Auszahlungen für Investitionen | 42 | 83 | 97,6 | ||
| Abschreibungen | 28 | 136 | >100 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 1.507 | 2.936 | 94,8 |
Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur.
Die Umsätze unseres Segments Specialty Additives lagen im Geschäftsjahr 2017 mit 1.604 Mio. € um 90,7 % bzw. 763 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Aus der Eingliederung des Additiv-Geschäftsbereichs von Chemtura in die neue Business Unit Additives resultierte ein Umsatzeffekt von 85,5 %. Der Umsatzanstieg resultierte weiterhin mit 6,1 % aus höheren Verkaufsmengen in unserem bisherigen Additiv-Geschäft, wobei beide Business Units zu dieser Entwicklung beitrugen. Die bei beiden Business Units negative Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich für das Segment mit 1,2 % umsatzmindernd aus. Sowohl die Business Unit Additives als auch die Business Unit Rhein Chemie konnten ihre Verkaufspreise leicht steigern.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Specialty Additives lag mit 267 Mio. € um 116 Mio. € bzw. 76,8 % über dem Vorjahresniveau. Die starke Ergebnisentwicklung resultierte aus der Eingliederung des Additiv-Geschäftsbereichs von Chemtura. Ergebnisverbessernd wirkten zudem höhere Absatzmengen. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien führten zu einer Anpassung der Verkaufspreise. Zudem hatten die Wechselkurse einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 16,7 % nach 18,0 % im Vorjahr.
Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die negativen Sondereinflüsse des Segments auf 111 Mio. € und ergaben sich aus 75 Mio. € EBITDA-wirksamen und 36 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die negativen Sondereinflüsse resultierten im Wesentlichen aus Ergebnisbelastungen aus der Kaufpreisallokation von Chemtura und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) spätestens im November 2018. Im Vorjahr entfielen keine Sondereinflüsse auf das Segment. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
Performance Chemicals
Kennzahlenüberblick
scroll
| 2016 | 2017 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.301 | 1.438 | 10,5 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 223 | 17,1 | 252 | 17,5 | 13,0 |
| EBITDA | 220 | 16,9 | 190 | 13,2 | - 13,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 157 | 12,1 | 176 | 12,2 | 12,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 154 | 11,8 | 108 | 7,5 | - 29,9 |
| Auszahlungen für Investitionen | 76 | 74 | - 2,6 | ||
| Abschreibungen | 66 | 82 | 24,2 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 4.074 | 3.880 | - 4,8 |
Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur.
Im Segment Performance Chemicals stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2017 um 137 Mio. € bzw. 10,5 % auf 1.438 Mio. €. Aus der Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen in die Business Unit Material Protection Products ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz in Höhe von 4,9 %. Zudem wirkten höhere Absatzmengen mit 3,9 % umsatzsteigernd. Die Belastung durch gestiegene Rohstoffpreise wurde an die Kunden weitergegeben. Der Preiseffekt auf den Umsatz betrug 3,2 %. Gegenläufig wirkten sich negative Wechselkurseinflüsse mit 1,5 % umsatzmindernd aus.
Fast alle Business Units des Segments verzeichneten eine positive Verkaufsmengenentwicklung. Die Absatzmengen der Business Unit Inorganic Pigments waren leicht rückläufig. Der Anstieg der Verkaufspreise resultierte aus der Entwicklung in den beiden Business Units Inorganic Pigments und Leather. Die Veränderung der Wechselkurse wirkte sich in allen Business Units negativ auf den Umsatz aus. In der Region Lateinamerika lag der Umsatz des Segments unter dem Niveau des Vorjahres. In allen übrigen Regionen verzeichnete das Segment einen positiven Geschäftsverlauf.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals stieg gegenüber dem Vorjahr um 29 Mio. € bzw. 13,0 % auf 252 Mio. €. Ergebnisverbessernd wirkten insbesondere höhere Absatzmengen. Demgegenüber verringerten nachteilige Wechselkurseinflüsse das Ergebnis. Ergebnisverbessernd wirkte der Beitrag des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen sowie die Anpassungen der Verkaufspreise aufgrund höherer Einstandspreise für Rohstoffe und Energien. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg von 17,1 % auf 17,5 %.
Im Berichtsjahr ergab sich insgesamt ein negativer Effekt aus Sondereinflüssen von saldiert 68 Mio. €, der aus negativen Sondereinflüssen von 74 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 6 Mio. € resultierte. Die negativen Sondereinflüsse standen im Zusammenhang mit der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zarate im vierten Quartal 2017 und ergaben sich aus 68 Mio. € EBITDA-wirksamen und 6 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die positiven Sondereinflüsse waren vollständig EBITDA-wirksam und standen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der Veräußerung des US-amerikanischen Tochterunternehmens International Dioxcide Inc. am Standort North Kingstown in Rhode Island (USA) der Business Unit Material Protection Products. Die negativen Sondereinflüsse des Vorjahres hatten sich auf 3 Mio. € belaufen und waren vollständig EBITDA-wirksam. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
Engineering Materials
Kennzahlenüberblick
scroll
| 2016 | 2017 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.056 | 1.366 | 29,4 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 159 | 15,1 | 219 | 16,0 | 37,7 |
| EBITDA | 159 | 15,1 | 207 | 15,2 | 30,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 114 | 10,8 | 164 | 12,0 | 43,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 114 | 10,8 | 151 | 11,1 | 32,5 |
| Auszahlungen für Investitionen | 46 | 68 | 47,8 | ||
| Abschreibungen | 45 | 56 | 24,4 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 1.583 | 1.976 | 24,8 |
Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur.
Die Umsätze in unserem Segment Engineering Materials stiegen im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 29,4 % auf 1.366 Mio. €. Die Umsatzentwicklung war zum einen durch den Beitrag des neu erworbenen Urethane-Geschäftsbereichs geprägt, der zu einer Umsatzsteigerung von 15,7 % führte. Zum anderen ergab sich für die Business Unit High Performance Materials ein positiver Preiseffekt auf den Umsatz von 8,0 %. Darüber hinaus wirkten gestiegene Absatzmengen beider Business Unit mit 6,6 % umsatzerhöhend. Die Wechselkurse hatten mit 0,9 % einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Engineering Materials stieg deutlich um 60 Mio. € bzw. 37,7 % auf 219 Mio. €. In der Business Unit High Performance Materials wurden höhere Einstandspreise für Rohstoffe durch Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Zudem führten ein optimiertes Portfolio der abgesetzten Produkte sowie gestiegene Absatzmengen zu einer Ergebnisverbesserung. Die Veränderung der Wechselkurse hatte hingegen einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Ergebnisverbessernd wirkte der Beitrag aus dem übernommenen Urethane-Geschäftsbereich. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments stieg von 15,1 % auf 16,0 %.
Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die negativen Sondereinflüsse des Segments auf 13 Mio. € und ergaben sich aus 12 Mio. € EBITDA-wirksamen und 1 Mio. € nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die negativen Sondereinflüsse sind im Wesentlichen Ergebnisbelastungen aus der Kaufpreisallokation von Chemtura. Im Vorjahr entfielen keine Sondereinflüsse auf das Segment. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
ARLANXEO
Kennzahlenüberblick
scroll
| 2016 | 2017 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 2.710 | 3.230 | 19,2 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 373 | 13,8 | 385 | 11,9 | 3,2 |
| EBITDA | 375 | 13,8 | 386 | 12,0 | 2,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 153 | 5,6 | 158 | 4,9 | 3,3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 155 | 5,7 | 159 | 4,9 | 2,6 |
| Auszahlungen für Investitionen | 138 | 149 | 8,0 | ||
| Abschreibungen | 220 | 227 | 3,2 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 3.463 | 3.447 | - 0,5 |
Im Segment ARLANXEO stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 19,2 % auf 3.230 Mio. €. Die Entwicklung wurde in beiden Business Units insbesondere durch die rohstoffpreisbedingte Erhöhung der Verkaufspreise beeinflusst, die in Summe zu einem positiven Preiseffekt von 14,7 % führte. Zudem wirkte sich die Steigerung der Absatzmengen in beiden Business Units mit 5,9 % positiv auf den Segmentumsatz aus. Gegenläufig hatte die Wechselkursentwicklung der beiden Business Units mit 1,4 % einen negativen Einfluss auf den Umsatz. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des Vorjahres.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments ARLANXEO lag mit 385 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 373 Mio. €. Ergebnisverbessernd wirkten insbesondere höhere Verkaufsmengen und ein verbessertes Portfolio der abgesetzten Produkte. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien konnten an den Markt weitergegeben werden. Eine anhaltend schwierige Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken, die erhebliche Volatilität auf der Rohstoffpreisseite sowie ein negativer Währungseffekt belasteten das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,9 % nach 13,8 % im Vorjahr.
Im Berichtsjahr ergab sich insgesamt ein positiver Effekt aus Sondereinflüssen von saldiert 1 Mio. €, der aus positiven Sondereinflüssen von 3 Mio. € und negativen Sondereinflüssen von 2 Mio. € resultierte. Die Sondereinflüsse waren vollständig EBITDA-wirksam und betrafen im Wesentlichen die Neuausrichtung von ARLANXEO. Im Vorjahr waren positive Sondereinflüsse von saldiert 2 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
Überleitung
Kennzahlenüberblick
scroll
| 2016 in Mio. € |
2017 in Mio. € |
Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 49 | 56 | 14,3 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | - 237 | - 168 | 29,1 |
| EBITDA | - 288 | - 231 | 19,8 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | - 254 | - 188 | 26,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | - 305 | - 251 | 17,7 |
| Auszahlungen für Investitionen | 14 | 27 | 92,9 |
| Abschreibungen | 17 | 20 | 17,6 |
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 2.759 | 3.129 | 13,4 |
Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung lag bei minus 168 Mio. € nach minus 237 Mio. € im Vorjahr. Die Veränderung war im Wesentlichen auf ein verbessertes Ergebnis aus der Absicherung von Wechselkursänderungen zurückzuführen. Bei den durch die Chemtura-Integration gestiegenen Verwaltungskosten konnten bereits erste Synergien realisiert werden. Die in der Überleitung gezeigten negativen Sondereinflüsse von saldiert 63 Mio. € ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen von 65 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 2 Mio. € und waren vollständig EBITDA-wirksam. Die Sondereinflüsse resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns, insbesondere der Akquisition und Integration von Chemtura und aus Aufwendungen im Rahmen von Projekten zur Digitalisierung. Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von saldiert 51 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".
ERLÄUTERUNGEN ZUM EBIT UND EBITDA (VOR SONDEREINFLÜSSEN)
Zur besseren Beurteilung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene beziehungsweise für die einzelnen Segmente ermitteln wir zusätzlich die Ergebnisgrößen EBITDA sowie EBITDA und EBIT vor Sondereinflüssen, die nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen.
Überleitung zum EBIT/EBITDA
scroll
| in Mio. € | EBIT 2016 | EBIT 2017 | EBITDA 2016 | EBITDA 2017 |
|---|---|---|---|---|
| EBIT/EBITDA vor Sondereinflüssen | 514 | 695 | 995 | 1.290 |
| Advanced Intermediates | 2 | - 7 | 2 | - 7 |
| Strategische Neuausrichtung1) | 0 | - 4 | 0 | - 4 |
| Sonstiges | 2 | - 3 | 2 | - 3 |
| Specialty Additives | 0 | - 111 | 0 | - 75 |
| Strategische Neuausrichtung1) | 0 | - 63 | 0 | - 56 |
| Optimierung Produktionsnetzwerk2) | 0 | - 48 | 0 | - 19 |
| Performance Chemicals | - 3 | - 68 | - 3 | - 62 |
| Strategische Neuausrichtung | - 3 | 0 | - 3 | 0 |
| Optimierung Produktionsnetzwerk3) | 0 | - 73 | 0 | - 67 |
| Sonstiges | 0 | 5 | 0 | 5 |
| Engineering Materials | 0 | - 13 | 0 | - 12 |
| Strategische Neuausrichtung1) | 0 | - 13 | 0 | - 12 |
| ARLANXEO | 2 | 1 | 2 | 1 |
| Strategische Neuausrichtung | 2 | 1 | 2 | 1 |
| Überleitung | - 51 | - 63 | - 51 | - 63 |
| Strategische Neuausrichtung | - 42 | - 33 | - 42 | - 33 |
| Digitalisierung und Sonstiges | - 9 | - 30 | - 9 | - 30 |
| Summe Sondereinflüsse | - 50 | - 261 | - 50 | - 218 |
| EBIT/EBITDA | 464 | 434 | 945 | 1.072 |
1) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation und Integration von Chemtura.
2) Die Sondereinflüsse resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande) spätestens im November 2018.
3) Die Sondereinflüsse standen im Zusammenhang mit der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zärate im vierten Quartal 2017.
Das EBITDA ist das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zuzüglich Abschreibungen bzw. abzüglich Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Das EBIT vor Sondereinflüssen und das EBITDA vor Sondereinflüssen errechnen sich aus dem EBIT bzw. aus dem EBITDA ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Vermögenslage
| • | Gestiegene Bilanzsumme im Wesentlichen aufgrund der Akquisition von Chemtura |
| • | Rückgang der Eigenkapitalquote von 37,7 % auf 32,8 % im Wesentlichen aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis |
Bilanzstruktur
scroll
| 31.12.2016 | 31.12.2017 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 4.519 | 45,8 | 6.439 | 61,9 | 42,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5.358 | 54,2 | 3.957 | 38,1 | - 26,1 |
| Bilanzsumme | 9.877 | 100,0 | 10.396 | 100,0 | 5,3 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital (einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter) | 3.728 | 37,7 | 3.413 | 32,8 | - 8,4 |
| Langfristiges Fremdkapital | 4.516 | 45,7 | 4.525 | 43,5 | 0,2 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.633 | 16,6 | 2.458 | 23,6 | 50,5 |
| Bilanzsumme | 9.877 | 100,0 | 10.396 | 100,0 | 5,3 |
Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2017 betrug 10.396 Mio. €. Sie lag damit um 519 Mio. € bzw. 5,3 % über dem Wert zum Vorjahresende. Diese Entwicklung war insbesondere auf die Akquisition von Chemtura zurückzuführen.
Das langfristige Vermögen erhöhte sich um 1.920 Mio. € auf 6.439 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen dabei um 1.815 Mio. € auf 5.828 Mio. €. Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich insbesondere aufgrund des aus der Akquisition von Chemtura resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerts auf 1.769 Mio. €. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Abschnitt „Berichterstattung zum Konsolidierungskreis" des Anhangs.
Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 547 Mio. € über dem Vorjahreswert von 439 Mio. €. Saldiert mit Wertaufholungen von 1 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) lagen die Abschreibungen mit 638 Mio. € um 157 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 481 Mio. €. Der Equity-Beteiligungsbuchwert lag wie im Vorjahr bei 0 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern lagen mit 442 Mio. € auf Vorjahresniveau. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen stieg von 45,8 % auf 61,9 % zum 31. Dezember 2017.
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.957 Mio. € um 1.401 Mio. € bzw. 26,1 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2016. Dieser Effekt war im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte von 2.123 Mio. € auf 7 Mio. €. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus dem Auslaufen von Termingeldern und der Veräußerung von Wertpapieren zur Finanzierung des Chemtura-Kaufpreises. Die Vorräte erhöhten sich im Wesentlichen portfoliobedingt um 251 Mio. € bzw. 17,6 % auf 1.680 Mio. €. Währungsbedingt ergab sich bei den Vorräten ein gegenläufiger Effekt. Die Kennzahl zur Lagerreichweite (DSI) lag aufgrund der positiven Umsatzentwicklung mit 64,7 Tagen unter dem Vorjahr mit 67,2 Tagen. Weiterhin stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 228 Mio. € bzw. 21,0 % auf 1.316 Mio. €. Die Kennzahl zur Forderungsdauer (DSO) war mit 50,7 Tagen auf dem Niveau des Vorjahres von 51,1 Tagen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen um 183 Mio. € auf 538 Mio. €. Die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich im Berichtsjahr auf 50 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €). Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 38,1 % nach 54,2 % zum 31. Dezember 2016.
Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 315 Mio. € bzw. 8,4 ° % auf 3.413 Mio. €. Ein positiver Effekt aus dem Ergebnis nach Steuern wurde insbesondere durch im sonstigen Ergebnis gezeigte Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe überkompensiert. Zum 31. Dezember 2017 lag der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme bei 32,8 % nach 37,7 % zum 31. Dezember 2016.
Das langfristige Fremdkapital stieg zum 31. Dezember 2017 um 9 Mio. € auf 4.525 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich gegenüber dem Jahresende 2016 um 241 Mio. € auf 1.490 Mio. € erhöht. Darüber hinaus stiegen die sonstigen langfristigen Rückstellungen von 319 Mio. € auf 460 Mio. €. Sowohl die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als auch die sonstigen langfristigen Rückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Akquisition von Chemtura. Der Rückgang der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 492 Mio. € auf 2.242 Mio. € zum 31. Dezember 2017 resultierte hauptsächlich aus der Umgliederung einer in 2018 fälligen Anleihe in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf 43,5 % nach 45,7 % zum 31. Dezember 2016.
Das kurzfristige Fremdkapital betrug 2.458 Mio. € und lag somit um 825 Mio. € bzw. 50,5 % über dem Wert zum 31. Dezember 2016. Die zuvor erwähnte Umgliederung einer Anleihe aus den lang- in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten war maßgeblich für deren Anstieg um 555 Mio. € auf 633 Mio. €. Weiterhin erhöhten sich die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um 119 Mio. € auf 525 Mio. € sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 159 Mio. € auf 1.048 Mio. €. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2017 bei 23,6 % nach 16,6 % zum Jahresende 2016.
Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen mit 2.252 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2016 von 2.394 Mio. €. Nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren erhöhten sich die Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 auf 2.252 Mio. € nach 269 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen auf die Kaufpreiszahlung für Chemtura zurückzuführen.
Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
Kennzahlen
scroll
| in % | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital1) / Bilanzsumme | 27,9 | 29,8 | 32,2 | 37,7 | 32,8 |
| Vermögensquote | Langfristige Vermögenswerte / Bilanzsumme | 52,7 | 56,6 | 57,9 | 45,8 | 61,9 |
| Vermögensdeckungsgrad I | Eigenkapital1) / Langfristige Vermögenswerte | 52,9 | 52,7 | 55,6 | 82,5 | 53,0 |
| Vermögensdeckungsgrad II | Eigenkapital1) und langfristiges Fremdkapital / Langfristige Vermögenswerte | 137,2 | 136,7 | 125,8 | 182,4 | 123,3 |
| Finanzierungsstruktur | Kurzfristiges Fremdkapital / Fremdkapital | 38,3 | 32,3 | 40,0 | 26,6 | 35,2 |
1) Eigenkapital einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.
Investitionen
Im Jahr 2017 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 560 Mio. € nach 462 Mio. € im Vorjahr. Von diesen waren 547 Mio. € (Vorjahr: 439 Mio. €) auszahlungswirksam. Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 639 Mio. € (Vorjahr: 481 Mio. €) an, wobei den Abschreibungen im aktuellen Jahr Zuschreibungen aus Wertaufholungen in Höhe von 1 Mio. € gegenüberstanden (Vorjahr: 0 Mio. €). Darüber hinaus enthielten die Abschreibungen im Jahr 2017 außerplanmäßige Abschreibungen von 51 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €).
Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr in folgenden Bereichen:
| • | Erweiterungs-, Instandhaltungs- und Neubaumaßnahmen |
| • | Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit |
| • | Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften |
Bei etwa zwei Dritteln der im Jahr 2017 getätigten Investitionsausgaben handelte es sich um Investitionen in die Substanzerhaltung. Der restliche Anteil betraf Erweiterungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen.
Regional gesehen entfielen im Berichtszeitraum 42 % unserer Investitionen auf Deutschland, 25 % auf die Region EMEA (ohne Deutschland), 17 % auf Nordamerika, 7 % auf Lateinamerika und 9 ° % auf die Region Asien/Pazifik. Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungs- und Anlagenmodernisierungsmaßnahmen sämtlicher Segmente, insbesondere aber der Business Units Saltigo und Advanced Industrial Intermediates. Ein Teil der Investitionen in der Region EMEA (ohne Deutschland) entfiel am Standort Antwerpen (Belgien) auf weitere Produktionsoptimierungen im Rahmen der Neuausrichtung für die operative Wettbewerbsfähigkeit. Die Investitionen in der Region Asien/Pazifik betrafen zum Teil den Bau eines neuen Werkes für Hochleistungs-Kunststoffe am Standort Changzhou (China).
Die Investitionen im Segment Advanced Intermediates betrugen 156 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €). Die Auszahlungen lagen mit 146 Mio. € (Vorjahr: 123 Mio. €) über den Abschreibungen von 117 Mio. € (Vorjahr: 105 Mio. €). Hierin enthalten sind Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Bau von zwei Mehrzweck-Produktionslinien der Business Unit Saltigo am Standort Leverkusen (Deutschland). Die Produktion wird im Januar 2018 aufgenommen. Darüber hinaus hat die ebenfalls zum Segment Advanced Intermediates gehörende Business Unit Advanced Industrial Intermediates in 2017 damit begonnen, die Produktionskapazitäten an den Standorten Leverkusen, Krefeld-Uerdingen sowie Brunsbüttel (Deutschland) deutlich zu erweitern. Im Segment Specialty Additives erfolgten Investitionen von 84 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €). Hiervon waren 83 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) auszahlungswirksam. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 136 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €). Der Anstieg der Investitionen resultierte im Wesentlichen aus der Akquisition von Chemtura und dem damit gestiegenen Investitionsbedarf, insbesondere am Standort El Dorado (USA). Im Segment Performance Chemicals erfolgten Investitionen von 75 Mio. € (Vorjahr: 80 Mio. €), von denen 74 Mio. € (Vorjahr: 76 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 82 Mio. € (Vorjahr: 66 Mio. €). Hierin enthalten sind auch verschiedene kleinere Investitionsprojekte der Business Unit Inorganic Pigments. Im Segment Engineering Materials beliefen sich die Investitionen auf 68 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €), von denen 68 Mio. € (Vorjahr: 46 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 56 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €) gegenüber. Ein Teil der Investitionen in diesem Segment wurde bei der Business Unit High Performance Materials in die Produktionsoptimierung an den belgischen Standorten getätigt. Darüber hinaus investiert LANXESS in dieser Business Unit in den Bau eines neuen Werkes für Hochleistungs-Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan am Standort Changzhou (China). Ab dem zweiten Quartal 2019 soll diese Compoundier-Anlage produzieren.
Im Segment ARLANXEO beliefen sich die Investitionen auf 150 Mio. € (Vorjahr: 138 Mio. €), von denen 149 Mio. € (Vorjahr: 138 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 227 Mio. € (Vorjahr: 220 Mio. €) gegenüber. Wesentlich waren in diesem Segment insbesondere die Investitionen der Business Unit Tire & Specialty Rubbers.
Finanzlage
| • | Starker Cashflow aus operativer Tätigkeit |
| • | Cashflow aus investiver Tätigkeit durch Übernahme von Chemtura und zwischenzeitliche Geldanlage beeinflusst |
| • | Weiterhin solide Liquiditätsposition |
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit.
Kapitalflussrechnung
scroll
| in Mio. € | 2016 | 2017 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 339 | 325 | - 14 |
| Abschreibungen/Wertaufholungen | 481 | 638 | 157 |
| Sonstige Positionen | - 84 | - 23 | 61 |
| Zufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung Nettoumlaufvermögen | 736 | 940 | 204 |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | - 47 | - 72 | - 25 |
| Zufluss aus operativer Tätigkeit | 689 | 868 | 179 |
| Abfluss aus investiver Tätigkeit | - 2.879 | - 167 | 2.712 |
| Zufluss/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit | 2.173 | - 508 | - 2.681 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit | - 17 | 193 | 210 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember | 355 | 538 | 183 |
| Free Cashflow | 250 | 321 | 71 |
Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 204 Mio. € auf 940 Mio. €. Ausgangspunkt dafür war das um 14 Mio. € auf 325 Mio. € gesunkene Ergebnis vor Ertragsteuern, das durch Abschreibungen in Höhe von 638 Mio. € (mit Wertaufholungen von 1 Mio. € saldiert), die um 157 Mio. € über dem Vorjahreswert von 481 Mio. € lagen, belastet war. Der Anstieg der Abschreibungen resultierte im Wesentlichen aus einem erhöhten Anlagenbestand aufgrund der Übernahme von Chemtura. Die sonstigen Positionen des Berichtsjahres enthalten unter anderem Steuerzahlungen, Effekte aus Geschäften zur Währungssicherung interner Finanzierungen sowie Auszahlungen für variable Vergütung.
Aus der Entwicklung des Nettoumlaufvermögens im Vergleich zum 31. Dezember 2016 resultierte ein Mittelabfluss von 72 Mio. € gegenüber 47 Mio. € im Vorjahr. Der Abfluss im Berichtszeitraum ergab sich insbesondere aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem Anstieg der Vorräte, während der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig wirkte. Somit lag der Zufluss aus operativer Tätigkeit mit 868 Mio. € deutlich über dem Zufluss des Vorjahres von 689 Mio. €.
Aus investiver Tätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2017 ein Mittelabfluss von 167 Mio. € nach 2.879 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Während sich im Vorjahr der Abfluss im Wesentlichen aus der Anlage der für die Finanzierung der Akquisition von Chemtura erhaltenen Mittel aus der Begebung neuer Anleihen ergab, wirkten sich im Berichtsjahr die Rückflüsse aus diesen Anlagen und die anschließende Kaufpreiszahlung aus. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 547 Mio. € über dem Vorjahreswert von 439 Mio. €. Die erhaltenen Zinsen und Dividenden von 56 Mio. € beinhalten im Geschäftsjahr 2017 im Wesentlichen eine Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland). Die Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen lagen mit 2 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 7 Mio. €.
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 508 Mio. € nach einem Mittelzufluss von 2.173 Mio. € im Vorjahr. Ein wesentlicher Effekt im Geschäftsjahr war die Rückzahlung von Finanzschulden von 523 Mio. €. Im Vorjahr hatte die Einzahlung aus der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO sowie die Platzierung der Euroanleihen einen wesentlichen Einfluss auf den Mittelzufluss. Die Zinszahlungen und sonstigen Auszahlungen des Finanzbereichs lagen mit 84 Mio. € über dem Vorjahreswert von 73 Mio. €. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre der LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2016 betrug 67 Mio. € nach 55 Mio. € im Vorjahr.
Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2017 aus der Geschäftstätigkeit eine zahlungswirksame Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 193 Mio. € nach einem Rückgang von 17 Mio. € im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der währungsbedingten und sonstigen Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 10 Mio. € resultierte zum Bilanzstichtag ein Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 538 Mio. € nach 355 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Zusammen mit dem im Jahresvergleich gestiegenen Bestand an liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten (kurzfristige Geldanlage liquider Mittel in Geldmarktfonds) von 50 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €) verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2017 über eine weiterhin solide Liquiditätsposition von 588 Mio. € nach 395 Mio. € zum Jahresende 2016.
Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhte sich um 71 Mio. € auf 321 Mio. €.
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
LANXESS verfolgt eine konservative Finanzpolitik und adressiert vorausschauend finanzielle Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Die Verschuldungshöhe orientiert sich im Wesentlichen an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich und steht zusammen mit dem Free Cashflow im Fokus des Finanzmanagements. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Zins- oder Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Chancen- und Risikobericht dargestellt.
Rating des LANXESS Konzerns
Um die Ziele des Finanzmanagements zu erreichen, sind der Zugang zu den Kapitalmärkten sowie eine intakte Geschäftsbeziehung zu den nationalen und internationalen Geschäftsbanken notwendige Voraussetzungen. Entsprechend ist auch die nachhaltige Interaktion und Kommunikation mit Banken, Investoren und Ratingagenturen von wesentlicher Bedeutung.
Die Ratingagenturen Standard & Poor's sowie Moody's haben im Geschäftsjahr 2017 mit BBB- bzw. Baa3 ihre Ratings von LANXESS bestätigt. Standard & Poor's hat den Ausblick von „negativ" auf „stabil" verbessert, während Moody's seinen Ausblick bei „stabil" beließ. Im Januar 2018 hat erstmals die europäische Ratingagentur Scope eine Bewertung von LANXESS vorgenommen. Scope Ratings bewertet LANXESS mit BBB und einem stabilen Ausblick.
Entwicklung der LANXESS Ratings und deren Ausblick seit 2013
scroll
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Standard & Poor's | BBB/negativ 27.06.2013 | BBB-/stabil 19.05.2014 | BBB-/positiv 24.09.2015 | BBB-/negativ 26.09.2016 | BBB-/stabil 31.07.2017 |
| Moody's Investors Service | Baa2/negativ 14.08.2013 | Baa3/stabil 20.06.2014 | Baa3/stabil 02.07.2015 | Baa3/stabil 26.09.2016 | Baa3/stabil 20.10.2017 |
Finanzierungsanalyse
LANXESS verfügte auch im Geschäftsjahr 2017 über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur und eine solide Liquiditätslage. Eine Unternehmensanleihe der übernommenen Chemtura Corporation mit einem Volumen von 450 Mio. US-Dollar und einem Zinskupon von 5,75 % wurde im Juli 2017 vorzeitig zurückgezahlt. Neue Anleihen hat LANXESS im Geschäftsjahr 2017 nicht begeben.
Über das bestehende Debt-Issuance-Programm können sehr flexibel Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt platziert werden. Zum 31. Dezember 2017 war der Finanzierungsrahmen von 5 Mrd. € durch die unter dem Programm begebenen Anleihen und Privatplatzierungen zu knapp 2,2 Mrd. € genutzt. Die Höhe des Debt-Issuance-Programms kann flexibel den künftigen Erfordernissen angepasst werden, um Handlungsspielräume zu sichern. Kapitalmarktfinanzierungen sind zentrale Bausteine im Finanzierungsmix von LANXESS, den wir stets auch vor dem Hintergrund einer ausreichenden Diversifikation unserer Finanzierungsquellen und unserer strategischen Unternehmensausrichtung hinterfragen.
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 78 Mio. € im Vorjahr auf 633 Mio. € zum 31. Dezember 2017. Der Anstieg im Geschäftsjahr beruht im Wesentlichen auf der Umklassifizierung der im Mai 2018 fälligen Anleihe in Höhe von 500 Mio. € von den langfristigen in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. In nur geringem Umfang nutzten wir Finanzierungsleasing, welches unter den finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz geführt wird. Zum 31. Dezember 2017 lag die Höhe der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing mit 61 Mio. € leicht unter dem Vorjahr. Operating Leasing wird im LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen belief sich auf 315 Mio. € nach 334 Mio. € im Vorjahr.
LANXESS verfügte am 31. Dezember 2017 über keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungen, z.B. in Form von Factoring, Asset-Backed-Strukturen oder Projektfinanzierungen.
In Summe nahmen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzungen, von 2.789 Mio. € im Jahr 2016 auf 2.840 Mio. € zum 31. Dezember 2017 zu. Die Nettofinanzverbindlichkeiten als die Summe der Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Zinsabgrenzungen und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte lagen im Berichtsjahr mit 2.252 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2016 von 2.394 Mio. €. Zum 31. Dezember 2016 wurden außerdem Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere von 2.125 Mio.€ in Abzug gebracht. Die Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich zum Jahresende 2016 auf 269 Mio. €. Zum 31. Dezember 2017 bestanden keine entsprechenden Finanzanlagen, die in Abzug zu bringen gewesen wären. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit auf Vorjahresniveau. Änderungen des Zinsniveaus haben in der momentanen Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Der Anteil der in Euro in Anspruch genommenen Kredite und Anleihen lag im Berichtsjahr mit durchschnittlich 97 % leicht unter dem Vorjahresniveau von 98 %. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz unserer Finanzverbindlichkeiten in Euro entsprach mit 2,7 ° % zum Jahresende 2017 dem Vorjahreswert.
Nachfolgende Übersicht zeigt detailliert die Finanzierungsstruktur von LANXESS zum 31. Dezember 2017 einschließlich der wesentlichen Liquiditätsreserven.
Finanzierungsstruktur
scroll
| Instrument | Betrag in Mio. € |
Laufzeit bis | Zinssatz in % | Finanzielle Nebenbedingungen |
|---|---|---|---|---|
| Euroanleihe 2011/2018 (500 Mio. €) | 500 | Mai 2018 | 4,125 | nein |
| Euroanleihe 2016/2021 (500 Mio. €) | 497 | Oktober 2021 | 0,250 | nein |
| Euroanleihe 2012/2022 (500 Mio. €) | 496 | November 2022 | 2,625 | nein |
| Euroanleihe 2016/2026 (500 Mio. €) | 493 | Oktober 2026 | 1,000 | nein |
| Hybridanleihe 2016/2076 (500 Mio. €) | 489 | Dezember 2076 | 4,500 | nein |
| Privatplatzierung 2012/2022 (100 Mio. €) | 100 | April 2022 | 3,500 | nein |
| Privatplatzierung 2012/2027 (100 Mio. €) | 99 | April 2027 | 3,950 | nein |
| Sonstige Kredite | 105 | n/a | nein | |
| Finanzierungsleasing | 61 | n/a | nein | |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 2.840 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 538 | < 3 Monate | ||
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | 50 | < 3 Monate | ||
| Summe Liquidität | 588 | |||
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 2.252 | |||
| Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | 0 | |||
| Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | 2.252 |
Die sonstigen Kredite betrafen im Wesentlichen Inanspruchnahmen von Tochtergesellschaften in China, die regelmäßig verlängert werden. Zum Aufstellungszeitpunkt lagen keine Refinanzierungsrisiken vor. Die nächste, im Mai 2018 fällige Anleihe in Höhe von 500 Mio. € kann aus liquiden Mitteln und bestehenden Kreditlinien bedient werden. Eine Refinanzierung am Kapitalmarkt steht als weitere Option zur Verfügung.
Liquiditätsanalyse
Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 538 Mio. € sowie liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten von 50 Mio. € verfügt LANXESS über weitere Liquiditätsreserven in Form von ungenutzten Kreditlinien. Die Geldanlagen erfolgen im Wesentlichen in bilaterale Anlagen bei Kreditinstituten und geldmarktnahe Fonds. Die finanziellen Mittel werden zu rund 88 % in Konzerngesellschaften in Ländern mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr gehalten. Die übrigen rund 12 % werden in Gesellschaften mit regulierten Kapitalmärkten gehalten, in denen Beschränkungen zum Zahlungsmitteltransfer existieren.
Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2017 jederzeit gesichert.
Die mit Abstand bedeutendste Kreditlinie für LANXESS ist die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. € mit einer Laufzeit bis Mai 2022. Die Laufzeit wurde im Rahmen eines Ergänzungsvertrages im Mai 2017 verlängert. Zuvor lag das Fälligkeitsdatum im Februar 2020.
Die Kreditlinie wurde bislang nicht wesentlich in Anspruch genommen. Sie ist als Betriebsmittel- und Investitionslinie ausgestaltet und entspricht den Markt-Usancen des europäischen syndizierten Kreditmarkts für Investment-Grade-Unternehmen im BBB-Ratingbereich. Keiner unserer wesentlichen Kreditverträge enthält finanzielle Nebenbedingungen (Financial Covenants). Insgesamt verfügten wir zum 31. Dezember 2017 über nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 1,3 Mrd. € nach 1,8 Mrd. € zum Ende des Vorjahres.
In Summe ergibt sich aus dem Bestand liquider Mittel und ungenutzter Kreditlinien eine verfügbare Liquidität von rund 1,9 Mrd. €. Diese liegt rund 2,4 Mrd. € unter dem Vorjahreswert. Der gesunkene Betrag steht in Zusammenhang mit der abgeschlossenen Akquisition von Chemtura. Unsere Zahlungsfähigkeit ist kurzfristig und langfristig gesichert.
GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 9.664 Mio. € um 25,5 % über dem Wert des Vorjahres von 7.699 Mio. €. Der Umsatzanstieg resultierte zu ungefähr gleichen Teilen aus den übernommenen Chemtura-Geschäftsbereichen und dem bisherigen Geschäft des LANXESS Konzerns. Auch aus dem im Vorjahr übernommenen Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen ergab sich ein erfreulicher Portfolioeffekt auf den Umsatz. Im bisherigen Geschäft waren in allen operativen Segmenten rohstoffpreis- und mengenbedingt höhere Umsätze zu verzeichnen, die durch nachteilige Wechselkurseffekte leicht gemindert wurden.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2017 um 295 Mio. € von 995 Mio. € auf 1.290 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus einem Beitrag der übernommenen Chemtura-Geschäftsbereiche sowie verbesserten Ergebnissen der bisherigen Geschäfte, die im Wesentlichen von gestiegenen Absatzmengen profitierten.
Aufgrund wesentlicher einmaliger Sondereffekte reduzierten sich das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie im Vergleich zum Vorjahr von 192 Mio. € auf 87 Mio. € bzw. von 2,10 € auf 0,95 €.
Die Ergebnisentwicklung schätzen wir insgesamt als positiv ein.
Wir haben unseren konservativen Ansatz in der Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik auch 2017 beibehalten. Gemäß dem Grundsatz der Stetigkeit haben wir die Bewertungsmethoden und Ermessensspielräume im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet bzw. genutzt. Die Eigenkapitalquote war im Wesentlichen aufgrund von Währungseffekten im sonstigen Ergebnis rückläufig und verringerte sich von 37,7 % auf 32,8 %. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der Chemtura-Akquisition von 9.877 Mio. € auf 10.396 Mio. €.
Unsere Bilanz zeigt weiterhin eine solide Liquiditätsposition. Darüber hinaus sind weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form nicht genutzter Kreditlinien vorhanden. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit auf Vorjahresniveau. Unsere Finanzverbindlichkeiten sind frei von finanziellen Nebenbedingungen (Financial Covenants).
Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten verringerten sich um 142 Mio. € auf 2.252 Mio. €. Die Ratingagenturen Standard & Poor's sowie Moody's haben im Geschäftsjahr 2017 unsere Ratings mit BBB- bzw. Baa3 bestätigt. Standard & Poor's seinen Ausblick von „negativ" auf „stabil" verbessert, während Moody's seinen Ausblick bei „stabil" beließ.
Unsere wirtschaftliche Lage sehen wir weiterhin positiv. Mit der Übernahme von Chemtura haben wir unsere regionale Präsenz insbesondere in Nordamerika gestärkt und sind einen großen Schritt auf unserem Weg vorangekommen, ein stabilerer Spezialchemiekonzern mit einem stärkeren Cashflow und einem ausgewogeneren Portfolio zu werden.
MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Kennzahlen
scroll
| in Mio. € | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragslage | |||||
| Umsatzerlöse | 8.300 | 8.006 | 7.902 | 7.699 | 9.664 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 735 | 808 | 885 | 995 | 1.290 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | 8,9 % | 10,1 % | 11,2 % | 12,9 % | 13,3 % |
| EBITDA | 624 | 644 | 833 | 945 | 1.072 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 288 | 402 | 422 | 514 | 695 |
| EBIT | - 93 | 218 | 415 | 464 | 434 |
| EBIT-Marge | - 1,1 % | 2,7 % | 5,3 % | 6,0 % | 4,5 % |
| Konzernergebnis | - 159 | 47 | 165 | 192 | 87 |
| Ergebnis je Aktie (€) | - 1,91 | 0,53 | 1,80 | 2,10 | 0,95 |
| Finanzlage | |||||
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 641 | 797 | 692 | 689 | 868 |
| Abschreibungen / Wertaufholungen | 717 | 426 | 418 | 481 | 638 |
| Auszahlungen für Investitionen | 624 | 614 | 434 | 439 | 547 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 1.731 | 1.336 | 1.211 | 2.394 | 2.252 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | 1.731 | 1.336 | 1.211 | 269 | 2.252 |
| Vermögenslage | |||||
| Bilanzsumme | 6.811 | 7.250 | 7.219 | 9.877 | 10.396 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.592 | 4.101 | 4.180 | 4.519 | 6.439 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.219 | 3.149 | 3.039 | 5.358 | 3.957 |
| Nettoumlaufvermögen | 1.679 | 1.600 | 1.526 | 1.628 | 1.948 |
| Eigenkapital (einschl. Anteilen anderer Gesellschafter) | 1.900 | 2.161 | 2.323 | 3.728 | 3.413 |
| Pensionsrückstellungen | 943 | 1.290 | 1.215 | 1.249 | 1.490 |
| Kennzahlen | |||||
| ROCE | 5,8 % | 7,9 % | 8,4 % | 6,9 % | 9,3 % |
| Eigenkapitalquote | 27,9 % | 29,8 % | 32,2 % | 37,7 % | 32,8 % |
| Vermögensquote | 52,7 % | 56,6 % | 57,9 % | 45,8 % | 61,9 % |
| Vermögensdeckungsgrad I | 52,9 % | 52,7 % | 55,6 % | 82,5 % | 53,0 % |
| Nettoumlaufvermögen / Umsatz | 20,2 % | 20,0 % | 19,3 % | 21,1 % | 20,2 % |
| Mitarbeiter (Stand zum 31.12.) | 17.343 | 16.584 | 16.225 | 16.721 | 19.029 |
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER LANXESS AG
Die LANXESS AG hat vor allem die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Ferner bestimmt die Konzernführungsgesellschaft die Finanzierung und die Kommunikation mit den wichtigsten Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird im Wesentlichen von den operativen Geschäftseinheiten des LANXESS Konzerns und der Entwicklung der Chemiebranche bestimmt. Das aus den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Beteiligungen resultierende Beteiligungsergebnis ist von zentraler Bedeutung für das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG. Demnach gelten insbesondere die Aussagen im Chancen- und Risikobericht dieses Lageberichts im Wesentlichen auch für die LANXESS AG.
Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Umsatz und Ergebnis der LANXESS AG
Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS AG nach HGB (Kurzform)
scroll
| in Mio. € | 2016 | 2017 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6 | 6 | 0,0 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen | - 6 | - 6 | 0,0 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0 | 0 | - |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 37 | - 46 | - 24,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3 | 1 | - 66,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 9 | - 1 | 88,9 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | - 43 | - 46 | - 7,0 |
| Beteiligungsergebnis | 762 | 194 | - 74,5 |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 8 | 9 | 12,5 |
| Zinsergebnis | - 50 | - 65 | - 30,0 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge | - 10 | - 10 | 0,0 |
| Finanzergebnis | 710 | 128 | - 82,0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 89 | - 59 | 33,7 |
| Ergebnis nach Steuern | 578 | 23 | - 96,0 |
| Jahresüberschuss | 578 | 23 | - 96,0 |
| Gewinnvortrag | 43 | 93 | >100 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | - 289 | 0 | 100,0 |
| Bilanzgewinn | 332 | 116 | - 65,1 |
Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LAN-XESS Deutschland GmbH, das Zinsergebnis und die allgemeinen Verwaltungskosten bestimmt.
Der Umsatz der LANXESS AG lag mit 6 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres und entfiel im Wesentlichen auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthielten, ergab sich ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz.
Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9 Mio. € bzw. 24,3 % auf 46 Mio. €. Sie betrafen vor allem Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen standen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit betrug minus 46 Mio. € nach minus 43 Mio. € im Vorjahr.
Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis, Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, sank von 710 Mio. € auf 128 Mio. €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH, die mit 194 Mio. € um 568 Mio. € unter dem Wert im Vorjahreszeitraum lag. Der Vorjahreswert resultierte im Wesentlichen aus den Effekten der Begründung der strategischen Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken, einer Verschmelzung sowie den gesetzlichen Änderungen der handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses um 15 Mio. € auf minus 65 Mio. € hatte einen negativen Einfluss auf das Finanzergebnis. Die im Vorjahr angestiegene externe Finanzierung der LANXESS AG wirkte sich im Berichtszeitraum erstmals im ganzen Geschäftsjahr aus.
Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte ein Aufwand von 59 Mio. €. Dieser setzte sich aus Steueraufwand für den Berichtszeitraum in Höhe von 79 Mio. € sowie einem Steuerertrag für Vorjahre in Höhe von 20 Mio. € zusammen. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 betrug 23 Mio. € nach 578 Mio. € im Vorjahr.
Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2017 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 93 Mio. € einen Bilanzgewinn von 116 Mio. € aus. Im Vorjahr ergab sich ein Bilanzgewinn von 332 Mio. €. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 wurden weitere 175 Mio. € aus dem Bilanzgewinn 2016 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der LANXESS AG
Bilanz LANXESS AG nach HGB (Kurzform)
scroll
| 31.12.2016 | 31.12.2017 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| Finanzanlagen | 980 | 16,6 | 980 | 19,3 | 0,0 |
| Anlagevermögen | 980 | 16,6 | 980 | 19,3 | 0,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2.510 | 42,4 | 3.849 | 75,8 | 53,3 |
| Übrige Forderungen | 1.985 | 33,5 | 51 | 1,0 | - 97,4 |
| Bankguthaben, Wertpapiere | 415 | 7,0 | 174 | 3,4 | - 58,1 |
| Umlaufvermögen | 4.910 | 82,9 | 4.074 | 80,2 | - 17,0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 29 | 0,5 | 26 | 0,5 | - 10,3 |
| Bilanzsumme | 5.919 | 100,0 | 5.080 | 100,0 | - 14,2 |
| PASSIVA | |||||
| Eigenkapital | 2.041 | 34,5 | 2.000 | 39,4 | - 2,0 |
| Rückstellungen | 130 | 2,2 | 124 | 2,4 | - 4,6 |
| Anleihen | 2.700 | 45,6 | 2.700 | 53,2 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 23 | 0,4 | 34 | 0,7 | 47,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.021 | 17,2 | 220 | 4,3 | - 78,5 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 4 | 0,1 | 2 | 0,0 | - 50,0 |
| Verbindlichkeiten | 3.748 | 63,3 | 2.956 | 58,2 | - 21,1 |
| Bilanzsumme | 5.919 | 100,0 | 5.080 | 100,0 | - 14,2 |
Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding ist die Bilanz von den Finanzanlagen, den Finanzverbindlichkeiten sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt.
Zum 31. Dezember 2017 lag die Bilanzsumme der LANXESS AG mit 5.080 Mio. € um 839 Mio. € bzw. 14,2 % unter dem Wert des Vorjahres. Das Anlagevermögen betrug 980 Mio. € und beinhaltete vor allem den Beteiligungsbuchwert der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 739 Mio. € sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 198 Mio. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich von 16,6 % auf 19,3 %. Das Umlaufvermögen verringerte sich um 836 Mio. € bzw. 17,0 % auf 4.074 Mio. € und hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 80,2 % nach 82,9 % im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten 75,8 % der Bilanzsumme und resultierten im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen, dem Finanzverrechnungsverkehr sowie dem Ergebnisabführungsanspruch. Die übrigen Forderungen hatten einen Anteil an der Bilanzsumme von 1,0 % nach 33,5 % im Vorjahr. Der Vorjahreswert resultierte im Wesentlichen aus nicht disponiblen Termingeldern. Der Anteil der Bankguthaben und Wertpapiere an der Bilanzsumme verringerte sich von 7,0 % auf 3,4 %.
Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 41 Mio. € auf 2.000 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2016. Gegenläufig wirkte der Jahresüberschuss in Höhe von 23 Mio. €. Die Eigenkapitalquote betrug 39,4 % nach 34,5 % zum Jahresende 2016.
Die Rückstellungen sanken um 6 Mio. € auf 124 Mio. € und betrafen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Rückstellungen für gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten verringerten sich um 792 Mio. € auf 2.956 Mio. €. Die Entwicklung ist vor allem auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die mit 220 Mio. € um 801 Mio. € unter dem Vorjahreswert lagen.
VERGÜTUNGSBERICHT
Vergütung des Vorstands
Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat, nach Vorbereitung durch das Präsidium, festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung umfassen insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des LANXESS Konzerns sowie die Üblichkeit der Vergütung bei vergleichbaren Unternehmen und die Vergütungsstruktur innerhalb des Unternehmens, wobei auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt wird. Die Vergütungsstruktur ist ferner darauf ausgerichtet, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzt. Zwei der drei variablen Komponenten bemessen sich nach der Unternehmensentwicklung über mehrere Jahre und setzen damit langfristige Verhaltensanreize.
Das Vergütungssystem, das für die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt, wurde von der Hauptversammlung der LANXESS AG am 28. Mai 2010 mit einer Mehrheit von 99,10 % des vertretenen Kapitals gebilligt.
Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind neben der festen Jahresvergütung die kurz- und langfristigen variablen Vergütungskomponenten Annual Performance Payment, Long Term Stock Performance Plan und Long Term Performance Bonus sowie die Altersversorgung. Die drei variablen Komponenten orientieren sich am jährlichen und am mehrjährigen Erfolg von LANXESS. Der durchschnittliche Vergütungsmix bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung ist mit 34 % fester Jahresvergütung und 66 % variabler Komponenten stark am unternehmerischen Erfolg und an einer langfristigen Wertsteigerung orientiert. Die laufenden Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder weisen neben der Festvergütung betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsteile auf. Eine darüber hinausgehende, gesonderte Begrenzung der Gesamtvergütung auch unter Einschluss eines möglichen Ermessensbonus sehen sie nicht vor.
Vergütungsmix Vorstandsbezüge
scroll
| in % | |
|---|---|
| Feste Jahresvergütung | 34 |
| Annual Performance Payment | 36 |
| Long Term Stock Performance Plan | 17 |
| Long Term Performance Bonus | 13 |
| 100 |
Feste Jahresvergütung
Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z. B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben. Die feste Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder ist marktorientiert und an der Vergütung vergleichbarer Unternehmen ausgerichtet. Sie wird monatlich anteilig als Gehalt gezahlt.
Variable Vergütung
Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen, wie dem Erreichen bestimmter Ziele für das EBITDA vor Sondereinflüssen. Aufgrund der gesunkenen und zukünftig weiter zurückgehenden Bedeutung von ARLANXEO für den LANXESS Konzern wird hierbei auf das EBITDA vor Sondereinflüssen von New LANXESS, also LANXESS ohne ARLANXEO, Bezug genommen. Bei 100 %iger Zielerreichung entspricht das individuelle Budget des APP im Geschäftsjahr 2017 für Herrn Zachert 125 % und für die übrigen Vorstandsmitglieder 100 % der individuellen festen Jahresvergütung. Die Ziel- und Schwellenwerte, die für die Höhe der Auszahlung maßgebend sind, werden jährlich vom Aufsichtsrat vor Beginn eines neuen Geschäftsjahres festgelegt. Die Auszahlung eines Mindestbetrages gibt es nicht. Für das Geschäftsjahr 2017 ist die maximale Höhe der Auszahlung, im Einklang mit den für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter geltenden Obergrenzen, auf 200 % des individuellen Budgets begrenzt. Bei deutlichen Zielverfehlungen kann die Auszahlung des APP vollständig entfallen (0 %). Zudem behält sich der Aufsichtsrat vor, eine Kürzung des APP vorzunehmen, sollten gravierende Arbeitssicherheits- und/oder Umweltprobleme auftreten.
Weiteres Element der variablen Vergütung ist der mehrjährige sogenannte Long Term Stock Performance Plan (LTSP). Diese Vergütungskomponente bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie. Als Referenzwert wird bei dem ab 2014 aufgelegten Programm LTSP 2014-2017 der MSCI World Chemicals Index herangezogen. Bei dem seit 2010 bestehenden Programm LTSP 2010-2013, aus dem noch ausübbare Anrechte ausstehen, dient der Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Der LTSP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und sieht eine mögliche Auszahlung pro Tranche bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung von 30 % des individuellen Zieleinkommens vor. Die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010-2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014-2017) gesperrt. Nach Ablauf der Sperrfrist können die durch das LTSP gewährten Anrechte ausgeübt werden. Die Ausübungsfristen betragen grundsätzlich drei Jahre, für die Tranchen 2012 und 2013 fünf Jahre.
Im Übrigen wird, insbesondere hinsichtlich der angesetzten Bewertungsparameter, auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben verwiesen.
Der auf das Geschäftsjahr 2017 entfallende Personalaufwand aus der anteilsbasierten Vergütung beträgt für Herrn Zachert 935 T€ (Vorjahr: 1.966 T€), für Herrn Dr. Fink 91 T€ (Vorjahr: 293 T€), für Herrn Pontzen 91 T€ (Vorjahr: 293 T€) und für Herrn Dr. van Roessel 441 T€ (Vorjahr: 879 T€).
Der Long Term Performance Bonus (LTPB) als dritte variable Komponente berücksichtigt ebenfalls eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zielerreichungen werden erst nach zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der beiden Geschäftsjahre. Der LTPB für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat festgelegt und beträgt bei einer durchschnittlichen APP-Zielerreichung von 100 % derzeit 45 % der festen Jahresvergütung.
Der zum 1. Juni 2017 zum Vorstandsmitglied bestellte Stephen C. Forsyth erhält im Rahmen seiner auf ein Jahr begrenzten Vorstandstätigkeit eine Festvergütung sowie das APP als erfolgsabhängige variable Vergütung. Er partizipiert hingegen nicht an den mehrjährigen Vergütungskomponenten LTSP und LTPB.
Bezüge des Vorstands
scroll
| in T€ | Jahr | Erfolgsunabhängige Bezüge | Erfolgsbezogene Bezüge | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | Sachbezüge und sonstige | APP (einjährig)4) | LTPB (mehrjährig) | Anpassung für Vorjahre | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Matthias Zachert | 2017 | 1.200 | 73 | 3.000 | 1.0802) | - 414) |
| 2016 | 1.200 | 73 | 2.250 | 8101) | - 823) | |
| Dr. Hubert Fink | 2017 | 475 | 53 | 1.100 | 5282) | - 134) |
| 2016 | 450 | 53 | 675 | 3041) | - 73) | |
| Michael Pontzen | 2017 | 525 | 47 | 1.100 | 5282) | - 134) |
| 2016 | 450 | 44 | 675 | 3041) | - 203) | |
| Dr. Rainier van Roessel | 2017 | 650 | 51 | 1.300 | 5852) | - 194) |
| 2016 | 650 | 50 | 975 | 4391) | - 383) | |
| Stephen C. Forsyth (eingetreten am 1. Juni 2017) | 2017 | 263 | - | 525 | - | - |
| 2016 | - | - | - | - | - | |
| Summe | 2017 | 3.113 | 224 | 7.025 | 2.721 | - 86 |
| Summe | 2016 | 2.750 | 220 | 4.575 | 1.857 | - 147 |
scroll
| in T€ | Jahr | Barvergütung gesamt | Bezüge aus gewährten LTSP-Anrechten Beizulegende Zeitwerte | Summe |
|---|---|---|---|---|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Matthias Zachert | 2017 | 5.312 | 737 | 6.049 |
| 2016 | 4.251 | 1.337 | 5.588 | |
| Dr. Hubert Fink | 2017 | 2.143 | 246 | 2.389 |
| 2016 | 1.475 | 446 | 1.921 | |
| Michael Pontzen | 2017 | 2.187 | 246 | 2.433 |
| 2016 | 1.453 | 446 | 1.899 | |
| Dr. Rainier van Roessel | 2017 | 2.567 | 355 | 2.922 |
| 2016 | 2.076 | 368 | 2.444 | |
| Stephen C. Forsyth (eingetreten am 1. Juni 2017) | 2017 | 788 | - | 788 |
| 2016 | - | - | - | |
| Summe | 2017 | 12.997 | 1.584 | 14.581 |
| Summe | 2016 | 9.255 | 2.597 | 11.852 |
1) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2017 bzw. 2018.
2) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2018 bzw. 2019.
3) Auszahlung in 2016 bzw. 2017.
4) Auszahlung in 2017 bzw. 2018.
Insgesamt ergeben sich Gesamtbezüge für den Vorstand in Höhe von 14.581 T€ (Vorjahr: 11.852 T€). Diese setzen sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten von 3.337 T€ (Vorjahr: 2.970 T€), erfolgsbezogenen Komponenten von 9.660 T€ (Vorjahr: 6.285 T€) und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung von 1.584 T€ (Vorjahr: 2.597 T€) zusammen. Im Rahmen des LTSP wurden den Vorständen im Geschäftsjahr insgesamt 1.740.000 Anrechte für 2017 gewährt. Im Vorjahr wurden insgesamt 1.740.000 Anrechte für 2016 und zusätzlich 1.350.000 Anrechte für 2012 sowie 1.350.000 Anrechte für 2013 gewährt. Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte pro Anrecht der einzelnen Tranchen zum Bilanzstichtag verweisen wir auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben.
Altersversorgung
Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 bzw. 62 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht werden.
Bei der Altersversorgung für die Mitglieder des Vorstands handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen von der Gesellschaft zu erbringenden Grundbeitrag in Höhe von jeweils 25 % der Festvergütung (Funktionseinkommen) und des APP vorsieht. Für den auf das APP bezogenen Beitrag wird, unabhängig von der tatsächlichen Zielerreichung, maximal der Betrag einer 100 %igen Zielerreichung zugrunde gelegt. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu leisten. Dieser Eigenbeitrag kann von den Vorstandsmitgliedern auf bis zu 25 % des APP erhöht werden. Im Versorgungsfall können bis zu 30 % des verzinslich angesammelten Kapitals in eine Rentenleistung umgewandelt werden. Aus Regelungen vor 2006 resultieren Ansprüche, die für einzelne Vorstandsmitglieder als Besitzstände gewahrt werden. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 bzw. 62 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.
Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs), der nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB hierfür ermittelte Nettoaufwand sowie die Barwerte des Verpflichtungsumfangs nach IFRS und HGB sind für die zum 31. Dezember 2017 aktiven Vorstände der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Pensionsansprüche
scroll
| in T€ | Jahr | IFRS | HGB | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) | Barwert des Verpflichtungsumfangs | Nettoaufwand der erworbenen Versorgungsansprüche | Barwert des Verpflichtungsumfangs | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Matthias Zachert | 2017 | 775 | 5.613 | 1.080 | 4.106 |
| 2016 | 659 | 4.522 | 789 | 3.026 | |
| Dr. Hubert Fink | 2017 | 309 | 3.626 | 550 | 2.666 |
| 2016 | 142 | 3.162 | 189 | 2.116 | |
| Michael Pontzen | 2017 | 268 | 2.108 | 451 | 1.423 |
| 2016 | 228 | 1.607 | 170 | 972 | |
| Dr. Rainier van Roessel | 2017 | 157 | 7.030 | 504 | 6.082 |
| 2016 | 144 | 6.742 | 237 | 5.577 | |
| Stephen C. Forsyth (eingetreten am 1. Juni 2017) | 2017 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe 2017 | 1.509 | 18.377 | 2.585 | 14.277 | |
| Summe 2016 | 1.173 | 16.033 | 1.385 | 11.691 |
Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2017 nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS bei 34.828 T€ (Vorjahr: 34.497 T€) und nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bei 27.772 T€ (Vorjahr: 26.041 T€).
Leistungen in Zusammenhang mit bzw. nach der Beendigung der Vorstandstätigkeit
Der Vorstand verfügt über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw. für den Fall einer wesentlichen Veränderung in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control). Die Konditionen richten sich nach dem jeweiligen Sachverhalt und beinhalten Abfindungsleistungen in Höhe von bis zu zwei, im Falle des Kontrollwechsels drei festen Jahresvergütungen jeweils zuzüglich des APP und LTPB bei Annahme einer 100 ° %igen Zielerreichung sowie eine zeitanteilige Abgeltung der LTSP-Anrechte. Bei der Berechnung der im Fall des vorzeitigen Ausscheidens zu zahlenden Abfindung würden für Herrn Dr. Fink und Herrn Pontzen aufgrund der mit ihnen bestehenden Vereinbarungen die variablen Vergütungskomponenten LTPB und LTSP nicht berücksichtigt werden.
Weitergehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden.
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 473 T€ (Vorjahr: 1.244 T€).
Sonstiges
Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentliche Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt.
Individuelle Vergütung gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)
In den nachfolgenden Tabellen werden gemäß den Anforderungen des DCGK die für die Jahre 2016 und 2017 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen sowie der jeweilige Zufluss (Auszahlungsbetrag) dargestellt. Bei den variablen Vergütungskomponenten wird nach Bezugsjahren differenziert. Die Angabe der gewährten Zuwendungen ist bei den variablen Vergütungskomponenten ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung.
scroll
| in T€ | Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands | |||
|---|---|---|---|---|
| Zielwert 2016 | Zielwert 2017 | 2017 (Min.) | 2017 (Max.) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 1.200 | 1.200 | 1.200 | 1.200 |
| Nebenleistungen | 73 | 73 | 73 | 73 |
| Summe | 1.273 | 1.273 | 1.273 | 1.273 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 1.500 | 1.500 | 0 | 3.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 1.876 | 1.277 | 0 | 2.700 |
| LTPB (Tranche 2016-2017) | 540 | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2017-2018) | - | 540 | 0 | 1.080 |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) | 356 | - | - | - |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) | 243 | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) | 737 | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) | - | 737 | 0 | 1.620 |
| Summe | 4.649 | 4.050 | 1.273 | 6.973 |
| Versorgungsaufwand | 659 | 775 | 775 | 775 |
| Gesamtvergütung | 5.308 | 4.825 | 2.048 | 7.748 |
scroll
| in T€ | Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied | |||
|---|---|---|---|---|
| Zielwert 2016 | Zielwert 2017 | 2017 (Min.) | 2017 (Max.) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 450 | 475 | 475 | 475 |
| Nebenleistungen | 53 | 53 | 53 | 53 |
| Summe | 503 | 528 | 528 | 528 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 450 | 550 | 0 | 1.100 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 649 | 517 | 0 | 1.068 |
| LTPB (Tranche 2016-2017) | 203 | 23 | - | 33 |
| LTPB (Tranche 2017-2018) | - | 248 | 0 | 495 |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) | 119 | - | - | - |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) | 81 | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) | 246 | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) | - | 246 | 0 | 540 |
| Summe | 1.602 | 1.595 | 528 | 2.696 |
| Versorgungsaufwand | 142 | 309 | 309 | 309 |
| Gesamtvergütung | 1.744 | 1.904 | 837 | 3.005 |
scroll
| in T€ | Michael Pontzen Finanzvorstand | |||
|---|---|---|---|---|
| Zielwert 2016 | Zielwert 2017 | 2017 (Min.) | 2017 (Max.) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 450 | 525 | 525 | 525 |
| Nebenleistungen | 44 | 47 | 47 | 47 |
| Summe | 494 | 572 | 572 | 572 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 450 | 550 | 0 | 1.100 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 649 | 517 | 0 | 1.068 |
| LTPB (Tranche 2016-2017) | 203 | 23 | - | 33 |
| LTPB (Tranche 2017-2018) | - | 248 | 0 | 495 |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) | 119 | - | - | - |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) | 81 | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) | 246 | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) | - | 246 | 0 | 540 |
| Summe | 1.593 | 1.639 | 572 | 2.740 |
| Versorgungsaufwand | 228 | 268 | 268 | 268 |
| Gesamtvergütung | 1.821 | 1.907 | 840 | 3.008 |
scroll
| in T€ | Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied | |||
|---|---|---|---|---|
| Zielwert 2016 | Zielwert 2017 | 2017 (Min.) | 2017 (Max.) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 650 | 650 | 650 | 650 |
| Nebenleistungen | 50 | 51 | 51 | 51 |
| Summe | 700 | 701 | 701 | 701 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 650 | 650 | 0 | 1.300 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 661 | 648 | 0 | 1.365 |
| LTPB (Tranche 2016-2017) | 293 | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2017-2018) | - | 293 | 0 | 585 |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) | 3 | - | - | - |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) | 10 | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) | 355 | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) | - | 355 | 0 | 780 |
| Summe | 2.011 | 1.999 | 701 | 3.366 |
| Versorgungsaufwand | 144 | 157 | 157 | 157 |
| Gesamtvergütung | 2.155 | 2.156 | 858 | 3.523 |
scroll
| in T€ | Stephen C. Forsyth Vorstandsmitglied Eintritt 01.06.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| Zielwert 2016 | Zielwert 2017 | 2017 (Min.) | 2017 (Max.) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 263 | 263 | 263 | |
| Nebenleistungen | - | - | - | - |
| Summe | - | 263 | 263 | 263 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | - | 263 | 0 | 525 |
| Mehrjährige variable Vergütung | - | |||
| LTPB (Tranche 2016-2017) | - | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2017-2018) | - | - | - | - |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) | - | - | - | - |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) | - | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) | - | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2017) | - | - | - | - |
| Summe | - | 526 | 263 | 788 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | - | 526 | 263 | 788 |
Zufluss
scroll
| in T€ | Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands | Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied | Michael Pontzen Finanzvorstand | Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied | Stephen C. Forsyth Vorstandsmitglied Eintritt 01.06.2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 1.200 | 1.200 | 450 | 475 | 450 | 525 | 650 | 650 | - | 263 |
| Nebenleistungen | 73 | 73 | 53 | 53 | 44 | 47 | 50 | 51 | - | - |
| Summe | 1.273 | 1.273 | 503 | 528 | 494 | 572 | 700 | 701 | - | 263 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 2.190 | 2.970 | 670 | 1.091 | 661 | 1.091 | 949 | 1.287 | - | 525 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 788 | 935 | 188 | 429 | 260 | 429 | 427 | 506 | - | - |
| LTPB (Tranche 2014-2015) | - 11 | - 1 | - 3 | - 6 | - | - | ||||
| LTPB (Tranche 2015-2016) | 799 | - 5 | 189 | - 2 | 263 | - 2 | 433 | - 3 | - | - |
| LTPB (Tranche 2016-2017) | 940 | 431 | 431 | 509 | ||||||
| LTSP 2010-2013 | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 4.251 | 5.178 | 1.361 | 2.048 | 1.415 | 2.092 | 2.076 | 2.494 | - | 788 |
| Versorgungsaufwand | 659 | 775 | 142 | 309 | 228 | 268 | 144 | 157 | - | - |
| Gesamtvergütung | 4.910 | 5.953 | 1.503 | 2.357 | 1.643 | 2.360 | 2.220 | 2.651 | - | 788 |
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LANXESS AG erhalten danach eine jährliche Festvergütung in Höhe von 80 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Festvergütung, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Halb der festen Vergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich ein weiteres Halb der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem anderen Ausschuss als dem Prüfungsausschuss den Vorsitz führen, erhalten zusätzlich ein Viertel der Festvergütung. Insgesamt erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats jedoch maximal das Dreifache der Festvergütung.
Daneben werden den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen erstattet. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder 1,5 T€ Sitzungsgeld für jede Aufsichtsratssitzung und für jede Ausschusssitzung, an der sie teilnehmen. Allerdings wird die Teilnahme an Sitzungen des Ausschusses gem. § 27 Abs. 3 MitbestG und des Nominierungsausschusses nicht vergütet. Für Aufsichtsratsmandate in Konzerngesellschaften wird an die Mitglieder des Aufsichtsrats nur eine Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von jeweils 5 T€ gezahlt.
Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete variable Vergütungskomponente, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag entsprechend.
Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM in den fünf Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen fünf Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 %-Punkten wird für diesen Zeitraum von fünf Jahren eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 %-Punkten 100 T€, darüber 150 T€.
Im Geschäftsjahr 2017 kam es zu keiner Auszahlung der variablen Vergütung.
Der erwartete Vergütungsanspruch für die laufenden Mandatszeiten der Aufsichtsratsmitglieder wurde zum 31. Dezember 2017 mit 950 T€ (Vorjahr: 600 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen.
Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen hat im Berichtszeitraum keines der Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Mandatstätigkeit die in der folgenden Tabelle aufgeführten Bezüge erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats
scroll
| in €1) | Jahr | Feste Vergütung LANXESS AG | Vergütung der Ausschusstätigkeit LANXESS AG | Sitzungsgeld | Feste Vergütung LANXESS Deutschland GmbH | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Rolf Stomberg, | 2017 | 240.000 | 02) | 16.500 | 5.000 | 261.500 |
| Vorsitzender | 2016 | 240.000 | 02) | 18.000 | 5.000 | 263.000 |
| Ralf Sikorski, stellv. Vorsitzender | 2017 | 120.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 181.500 |
| 2016 | 103.388 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 166.388 | |
| Gisela Seidel | 2017 | - | - | - | - | - |
| (ausgeschieden am 31. Mai 2016) | 2016 | 49.836 | 16.612 | 7.500 | 2.077 | 76.025 |
| Werner Czaplik | 2017 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2016 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 | |
| Dr. Hans-Dieter Gerriets | 2017 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2016 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 | |
| Dr. Heike Hanagarth | 2017 | 80.000 | - | 9.000 | 5.000 | 94.000 |
| (eingetreten am 1. Juli 2016) | 2016 | 40.219 | - | 6.000 | 2.514 | 48.733 |
| Dr. Friedrich Janssen | 2017 | 80.000 | 80.000 | 13.500 | 5.000 | 178.500 |
| 2016 | 80.000 | 80.000 | 16.500 | 5.000 | 181.500 | |
| Thomas Meiers | 2017 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2016 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 | |
| Claudia Nemat | 2017 | - | - | - | - | - |
| (ausgeschieden am 30. Juni 2016) | 2016 | 39.781 | 19.891 | 4.500 | 2.486 | 66.658 |
| Lawrence A. Rosen | 2017 | 80.000 | 40.000 | 13.500 | 5.000 | 138.500 |
| 2016 | 80.000 | 40.000 | 13.500 | 5.000 | 138.500 | |
| Manuela Strauch | 2017 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 |
| 2016 | 80.000 | 40.000 | 13.500 | 5.000 | 138.500 | |
| Ifraim Tairi | 2017 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 |
| (eingetreten am 1. Juni 2016) | 2016 | 46.776 | 15.847 | 9.000 | 2.924 | 74.547 |
| Theo H. Walthie | 2017 | 80.000 | 80.000 | 22.500 | 5.000 | 187.500 |
| 2016 | 80.000 | 55.847 | 19.500 | 5.000 | 160.347 | |
| Dr. Matthias L. Wolfgruber | 2017 | 80.000 | 40.000 | 13.500 | 5.000 | 138.500 |
| 2016 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 | |
| Summe 2017 | 1.160.000 | 480.000 | 183.000 | 60.000 | 1.883.000 | |
| Summe 2016 | 1.160.000 | 468.197 | 190.500 | 60.001 | 1.878.698 |
1) Beträge ohne Umsatzsteuer.
2) Gem. § 12 Abs. 2 der Satzung durch die feste Vergütung abgegolten.
BERICHTERSTATTUNG NACH §§ 289A ABS. 1, 315A ABS. 1 HGB
Zu den Vorschriften der §§ 289a Abs. 1 S. 1 Ziffer 1 bis 9 und 315a Abs. 1 S. 1 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:
1. Zum 31. Dezember 2017 beträgt das Grundkapital der LANXESS AG 91.522.936 € und ist eingeteilt in 91.522.936 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.
2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiter-Aktienprogrammen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktien.
3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet.
4. Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
5. Über Mitarbeiter-Aktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben.
6. Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG).
Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen.
7. Der Vorstand der LANXESS AG hat die folgenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
Eigene Aktien:
Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 20. Mai 2016 den Vorstand ermächtigt, bis zum 19. Mai 2021 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Unter anderem kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Auch ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, zum Erwerb anzubieten (Belegschaftsaktien).
Bedingtes Kapital:
Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 13. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.304.587 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 18.304.587 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 13. Mai 2015 bis zum 22. Mai 2018 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die
Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat.
Genehmigtes Kapital I, II und III:
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 2 der Satzung ausschließen. Unter anderem kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten.
Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 3 der Satzung ausschließen. Der Vorstand kann beispielsweise das Bezugsrecht ausschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Des Weiteren kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der
Aktionäre aus dem genehmigten Kapital II wird der Vorstand die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgegebenen Aktien aus dem genehmigten Kapital II sollen insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreiten. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Schließlich ist der Vorstand gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 25. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 9.152.293 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital III). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung ausschließen. Er kann Spitzenbeträge bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen von dem Bezugsrecht der Aktionäre ausnehmen. Des Weiteren kann das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Der Vorstand hält sich an die bei der Schaffung des genehmigten Kapitals II in der Einladung zur Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erklärten Beschränkungen zum Gesamtumfang der bezugsrechtsfreien Kapitalmaßnahmen, über die in der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 Beschluss gefasst wurde, auch nach der Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals III inhaltlich unverändert gebunden.
8. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG enthalten Regelungen über ein mögliches Ausscheiden der Mitglieder des Vorstands bei einem Kontrollwechsel. Diese sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt. Solche Vereinbarungen bestehen auch zwischen der Gesellschaft und Mitarbeitern der ersten Führungsebene, jedoch zu anderen Konditionen. Weiterhin können die Bedingungen für die Platzierungen von Schuldverschreibungen, die unter dem bei der Gesellschaft bestehenden Debt-Issuance-Programm ausgegeben werden, Change-of-Control-Klauseln vorsehen, die in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen zu einem Rückgaberecht der Gläubiger führen können. Dies ist der Fall für die von der LANXESS Finance B.V. begebenen und 2015 von der LANXESS AG übernommenen Euroanleihen im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2011 sowie im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2012. Entsprechende Change-of-Control-Klauseln sehen die Bedingungen für zwei im Geschäftsjahr 2012 unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS Finance B.V. erfolgte Privatplatzierungen im Volumen von jeweils 100 Mio. € vor. Diese sind zwischenzeitlich ebenfalls von der LANXESS AG übernommen worden. Ebenso sehen die Bedingungen für die unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS AG mit unterschiedlichen Fälligkeiten im Geschäftsjahr 2016 begebenen Schuldverschreibungen im Volumen von (i) 500 Mio. € (Fälligkeit 2021) und (ii) 500 Mio. € (Fälligkeit 2026) entsprechende Change-of-Control-Klauseln vor. Auch die Bedingungen der von der LANXESS AG ebenfalls im Geschäftsjahr 2016 begebenen nachrangigen Hybrid-Schuldverschreibungen im Volumen von 500 Mio. € enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Hiernach hat die LANXESS AG im Falle eines Kontrollwechsels in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen den Gläubigern einen erhöhten Zinssatz zu zahlen, wenn die Gesellschaft nicht von dem zugleich zur Verfügung stehenden Kündigungsrecht Gebrauch macht. Zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium besteht ein Vertrag über einen Kreditrahmen von derzeit 1.250 Mio. €. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, sofern eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Darüber hinaus besteht nach Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem LANXESS Pension Trust e.V. die Verpflichtung der Gesellschaft, im Falle eines Kontrollwechsels erhebliche Einzahlungen an den LANXESS Pension Trust e.V. vorzunehmen.
Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Vertrags mit Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A. zur Gründung einer strategischen Partnerschaft für synthetischen Kautschuk, an der beide einen Anteil von je 50 % halten, wurde im Shareholders' Agreement vereinbart, dass im Falle des Kontrollwechsels bei einem der Gesellschafter der andere Gesellschafter berechtigt ist, die Anteile des anderen Gesellschafters zu einem reduzierten Preis zu übernehmen.
9. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG sowie Anstellungsverträge von Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene der LANXESS AG enthalten Entschädigungsvereinbarungen für dort näher definierte Fälle eines Kontrollwechsels.
BERICHTERSTATTUNG NACH § 289F HGB UND § 315D HGB
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 289f sowie § 315d des Handelsgesetzbuches vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance, jederzeit eingesehen werden.
PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Im folgenden Konjunkturausblick wird unsere Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung dargestellt. Im Anschluss an den Prognosebericht gehen wir auf Chancen und Risiken ein, aus denen sich Abweichungen gegenüber der Prognose ergeben können.
Konjunkturausblick
Das Geschäftsjahr 2017 war durch ein grundsätzlich gutes wirtschaftliches Wachstum gekennzeichnet. Eine Eskalation der Krisensituation im Nahen Osten und die Lage in Ostasien könnten das globale Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr 2018 beeinträchtigen. Für die Region Europa würde ein ungeordneter Brexit-Prozess die wirtschaftliche Lage unserer Einschätzung nach negativ beeinflussen. Die ökonomische Lage in Europa wird durch die weiterhin relativ expansive Geldpolitik beeinflusst. Wir erwarten eine volatile Rohstoffpreisentwicklung mit moderat steigenden Rohstoffpreisen.
Für 2018 sehen wir für die Weltwirtschaft ein moderates Wachstum von 3,0 %, das hauptsächlich von der Wirtschaftsentwicklung im asiatisch-pazifischen Raum getrieben wird. China ist weiterhin einer der Haupttreiber der Wachstumsdynamik. Aufgrund der Erholung der lateinamerikanischen Wirtschaft und der US-Steuerreform gehen wir in Summe von einem stärkeren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Amerika von 2,5 % aus. Durch die weiterhin intakten Wachstumstreiber in EMEA (inklusive Deutschland) erwarten wir auf Basis des Jahres 2017 ein Wirtschaftswachstum von 2,0 %.
Für die globale Chemieindustrie erwarten wir einen Produktionszuwachs von 3,5 %.
Erwartetes Wachstum 2018
scroll
| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%)1) | Bruttoinlandsprodukt | Chemieproduktion |
|---|---|---|
| Amerika | 2,5 | 3,5 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 2,0 | 1,5 |
| Asien/Pazifik | 4,5 | 4,0 |
| Welt | 3,0 | 3,5 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Quelle: Eigene Einschätzungen und IHS Global Insight
Die erwartete Entwicklung unserer Absatzmärkte kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2018
scroll
| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%)1) | Reifen | Automobil | Agrochemikalien | Bauindustrie |
|---|---|---|---|---|
| Amerika | 4,0 | 1,0 | 5,5 | 4,0 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 3,0 | 3,0 | 1,5 | 2,5 |
| Asien/Pazifik | 3,0 | 1,5 | 3,0 | 4,5 |
| Welt | 3,0 | 2,0 | 3,0 | 3,5 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Quelle: Eigene Einschätzungen und IHS Global Insight
Prognosebericht
Erwartete Ertragslage LANXESS Konzern
Die nachfolgende Ergebnisprognose bezieht sich auf New LANXESS und umfasst die Segmente Advanced Intermediates, Specialty Additives, Performance Chemicals und Engineering Materials. ARLANXEO wird ab dem 1. April 2018 als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft. Das in den folgenden Berichtsperioden ausgewiesene und auch das nachfolgend prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des LANXESS Konzerns beinhaltet dementsprechend keine EBITDA-Ergebnisbeiträge von ARLANXEO.
Wir erwarten, dass sich unser existierendes Geschäft im Jahr 2018 positiv entwickeln wird. Das prognostizierte Volumenwachstum der globalen Wirtschaft und die eingeleiteten Kosteneffizienzmaßnahmen bei der Chemtura-Integration sollten einen entsprechenden positiven Beitrag für unsere Ertragsentwicklung leisten. Ein anhaltend schwacher US-Dollar wirkt sich weiterhin deutlich negativ auf unsere Geschäfte aus.
Für das Segment Advanced Intermediates gehen wir für 2018 insgesamt von einer Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau aus. Das Segment wird weiterhin von der starken Diversifizierung der Endmärkte profitieren. Bezüglich der Nachfrage unserer Kunden in der Agrarindustrie erwarten wir insbesondere in der ersten Jahreshälfte noch ein eher schwaches Niveau.
Unser in 2017 neu gegründetes Segment Specialty Additives sollte sich durch die erworbenen Chemtura-Geschäftsbereiche und die erwarteten Synergien deutlich über Vorjahresniveau entwickeln. Insbesondere erwarten wir einen Anstieg des Ergebnisses, da die erworbenen Chemtura-Geschäftsbereiche erstmals über einen vollen Jahreszeitraum Berücksichtigung finden.
Für unser Segment Performance Chemicals erwarten wir eine Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau.
Unser Segment Engineering Materials, welches das Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen für Anwendungen in der Automobilindustrie und Elektro-/Elektronikindustrie enthält, sollte sich im laufenden Jahr leicht über dem Niveau des Vorjahres entwickeln. Dieses Wachstum stützt sich auf das weiterhin erfolgreiche Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen sowie den Ergebnisbeitrag des durch die Chemtura-Akquisition erworbenen Geschäfts mit Urethanen.
Im Segment Überleitung von New LANXESS gehen wir von einem Ergebnis auf Vorjahresniveau aus. Höhere Verwaltungskosten aufgrund der erstmaligen Einbeziehung über einen vollen 12-Monatszyklus werden teilweise durch weitere Synergien im Zusammenhang mit der Chemtura-Integration kompensiert. Das Segment beinhaltet auch die Absicherung von Wechselkursschwankungen.
Die wesentliche Währung für unsere Geschäfte bleibt auch künftig der US-Dollar.
Vor dem Hintergrund der erwarteten Entwicklung in unseren Segmenten von New LANXESS gehen wir für das Gesamtjahr 2018 von einem leicht höheren EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr aus. Hierin sind die erwarteten Kostensenkungen, Synergien aus der Akquisition von Chemtura sowie Ergebnisbeiträge der in 2017 erworbenen Geschäfte berücksichtigt. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von New LANXESS betrug im Geschäftsjahr 2017 rund 925 Mio. €.
Erwartete Finanzlage LANXESS Konzern
Liquiditätssituation
LANXESS wird seine vorausschauende und konservative Finanzpolitik im laufenden Jahr fortsetzen. Angesichts der im Abschnitt „Finanzlage" dieses Lageberichts beschriebenen Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln und ungenutzten Kreditlinien, die zum Jahresende 2017 rund 1,9 Mrd. € betrugen, verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Finanzierungssituation, die unsere unternehmerische Flexibilität zur Umsetzung der Strategie von LANXESS sichert.
Investitionen
Unsere Investitionen werden sich wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr hauptsächlich auf die Instandhaltung bestehender Produktionsstandorte sowie auf die Effizienzsteigerung und Erweiterung vorhandener Anlagen fokussieren. Wir erwarten in Summe für New LAN-XESS rund 450 Mio. € auszahlungswirksame Investitionen in 2018. Wir streben damit nach wie vor einen ausgewogenen Investitionszyklus an, der uns finanziellen Spielraum verschafft.
Finanzierungsmaßnahmen
LANXESS ist aufgrund der langfristigen Ausrichtung der Finanzierung gut aufgestellt. Die Fälligkeit einer 500-Mio.-€-Anleihe im Mai 2018 kann aus liquiden Mitteln und bestehenden Kreditlinien abgedeckt werden. Eine Refinanzierung der Anleihe am Kapitalmarkt ist ebenfalls denkbar. Wir setzen unsere Aktivitäten zur langfristigen Sicherung der Finanzierung im Rahmen einer konservativen Finanzpolitik fort.
Erwartete Ertragslage der LANXESS AG
Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir für den Einzelabschluss der LANXESS AG einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Jahresüberschuss. Das Ergebnis ist neben den Verwaltungskosten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management-Holding vom Finanzergebnis und hier insbesondere vom Zins- und Beteiligungsergebnis geprägt. Das Beteiligungsergebnis und damit das künftige Ausschüttungspotenzial der LAN-XESS AG wird wesentlich von den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Gesellschaften des LANXESS Konzerns bestimmt. Wir verfolgen auch weiterhin eine kontinuierliche Dividendenpolitik und gehen davon aus, bei der LANXESS AG einen Bilanzgewinn zu erzielen, der es ermöglicht, unsere Aktionäre im kommenden Jahr angemessen am Ergebnis des Konzerns zu beteiligen.
Dividendenpolitik
LANXESS verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Bei den künftigen Dividendenvorschlägen ist es unser Ziel, die Dividende wenn möglich zu erhöhen, mindestens aber auf einem stabilen Niveau zu halten. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der LANXESS AG werden der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 eine Dividende von 0,80 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2017 vorschlagen.
Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
Wir erwarten, dass sich unser Geschäft im laufenden Jahr leicht positiv entwickeln wird.
Die strategische Neuausrichtung des Konzerns, mit dem Ziel eines stabileren, weniger zyklischen Geschäftsprofils, werden wir auch im Jahr 2018 fortsetzen. LANXESS wird weiterhin an der Optimierung seiner Produktionsplattform arbeiten und, wie angekündigt, neben Projekten zum organischen Wachstum auch aktives Portfoliomanagement betreiben.
Für das Gesamtjahr 2018 gehen wir von einer leicht positiven Entwicklung des EBITDA vor Sondereinflüssen aus.
Chancen- und Risikobericht
Chancen- und Risikomanagementsystem
Unser Erfolg wird wesentlich dadurch beeinflusst, dass wir Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit erkennen und bewusst mit ihnen umgehen. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und sie, entsprechend ihrer Ausprägung, angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um das Unternehmen langfristig zu sichern und seine erfolgreiche Weiterentwicklung zu unterstützen. Chancen und Risiken werden verstanden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven bzw. negativen Abweichung von Prognosen bzw. Zielen führen können.
Basis dieses Managementsystems sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früherkennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für Chancen wie für Risiken.
Wie alle Methoden, mit denen unternehmerisches Risiko gehandhabt werden soll, bietet auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es soll aber mit hinreichender Sicherheit verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.
Strukturelle Grundlagen
Die Grundsätze unseres Chancen- und Risikomanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Das Managementsystem, das sich an dem Rahmenkonzept des Enterprise Risk Management gemäß dem COSO-Modell orientiert, besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen. Sie sind in die betrieblichen Prozesse durch die Aufbau- und Ablauforganisation, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementanweisungen und technischen Standards eingebunden.
Das System folgt dem Integrationskonzept, das heißt, die Früherkennung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Der Umgang mit Chancen und Risiken ist daher originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften. In diesem Sinn basiert unser Chancen- und Risikomanagement auf klar geregelten Geschäftsprozessen, einer lückenlosen Zuordnung von Zuständigkeiten sowie angemessenen Berichtssystemen, die eine zeitnahe Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Vorstand bzw. nachgelagerte Managementebenen gewährleisten.
Rollen wesentlicher Organisationseinheiten
Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.
Entsprechend dieser Aufgabenteilung haben wir die Zuständigkeiten, die sogenannten Risk-Owner, definiert für
| • | die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken, |
| • | die Implementierung der Steuerungsmaßnahmen (Maßnahmen zur Wahrnehmung bzw. Erhöhung von Chancen sowie zur Risikovermeidung bzw. -minderung), |
| • | die Überwachung der Entwicklung der Chancen und Risiken (z.B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren), |
| • | die Vorsorge (Maßnahmen zur Schadensminimierung im Ereignisfall) und |
| • | die Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche. |
Ein Risikokomitee (Corporate Risk Committee) unter der Leitung des Finanzvorstands ist für die Ausgestaltung und Implementierung des konzernweiten Risikomanagementprozesses verantwortlich. Es setzt sich aus Vertretern ausgewählter Group Functions zusammen und analysiert die wesentlichen Chancen und Risiken sowie deren Entwicklung aus Sicht des gesamten Unternehmens. Es hinterfragt bestehende Bewältigungsmaßnahmen, initiiert zusätzliche Maßnahmen, sofern erforderlich, und stößt bei Bedarf weitere Analysen zu einzelnen Chancen und Risiken an.
Die Group Function Corporate Controlling koordiniert für das Corporate Risk Committee den konzernweiten Risikomanagementprozess und ernennt hierzu einen sogenannten Group Risk Management Coordinator. Dieser verantwortet die konzernweite Sammlung und Aggregation maßgeblicher Chancen- und Risikoinformationen. Zweimal jährlich, im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses und des Budget- und Planungsprozesses, werden die kurz-, mittel- und langfristigen Chancen und Risiken erfasst.
Die Group Function Corporate Development unterstützt bei der Analyse und Bewertung systematisch bedeutender und strategischer Chancen und Risiken.
Zum Corporate Risk Committee existieren Untergremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit bestimmten Risikofeldern beschäftigen, um schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse reagieren zu können. Demnach steuert zum Beispiel das finanzielle Risikokomitee (Financial Risk Committee), unter Leitung des Finanzvorstands und bestehend aus Vertretern der Group Function Treasury & Investor Relations, zentral Transaktionen insbesondere zum finanziellen, aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen).
Die Meldepflicht für Chancen und Risiken an die Group Function Corporate Controlling ergibt sich aus der erwarteten Auswirkung auf das Konzernergebnis oder das EBITDA vor Sondereinflüssen. Meldepflichtig sind alle Chancen und Risiken mit einer erwarteten Auswirkung von mehr als 1 Mio. € nach Maßnahmen. Darüber hinaus sind auch diejenigen Risiken anzugeben, deren erwartete Auswirkung durch Maßnahmen um mehr als 10 Mio. € begrenzt wurde. Diese Mindestmeldegrenzen stellen sicher, dass Chancen und Risiken umfassend erhoben werden. Eine Beschränkung nur auf wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit. Erst im Nachgang werden die Top-Chancen und Top-Risiken zentral von der Group Function Corporate Controlling bestimmt.
Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen vorgesehen, wie beispielsweise unerwartet auftretende operative Ereignisse mit einer Auswirkung von mehr als 5 Mio. € nach Maßnahmen. Im Berichtsjahr bestand kein Anlass zu solch einer sofortigen Berichterstattung.
Die berichteten Chancen und Risiken werden mithilfe einer Risiko Management Software verwaltet und regelmäßig für das Corporate Risk Committee, den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Dies stellt sicher, dass dem Vorstand neu auftretende bzw. sich wesentlich verändernde bestehende Chancen und Risiken zeitnah kommuniziert und damit zielgerichtet in die allgemeine Unternehmenssteuerung eingebunden werden.
Chancen- und Risikobewertung
Das Chancen- und Risikomanagement ist in den Planungs- und Erwartungsprozess integriert und erfasst Chancen und Risiken als mögliche Abweichungen zum geplanten bzw. erwarteten EBITDA vor Sondereinflüssen oder Konzernergebnis.
Zur Bewertung der Chancen und Risiken werden je nach Art unterschiedliche Berechnungsverfahren angewendet. Verteilungsorientierte Chancen und Risiken werden durch Sensitivitäten der Plangrößen (Wechselkurse, Rohstoffpreise, Energiepreise) erfasst. So kann die Ausprägung der Variablen sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Abweichung gegenüber der Planung bzw. Erwartung führen.
Ereignisbasierte Chancen und Risiken (z.B. Ausfall eines Lieferanten oder Versicherungsfälle), die nur im Falle ihres Eintretens einen Einfluss auf das Ergebnis haben, werden mittels ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen oder das Konzernergebnis bewertet.
Bedeutung des konzernweiten Planungsprozesses
Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Kernelement unseres Chancen- und Risikomanagements. Ereignisse mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit fließen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling gesteuert und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Planung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden in dedizierten Vorstandsterminen erörtert und verabschiedet. Die Jahresplanung im jeweiligen Berichtsjahr überwachen wir, indem wir regelmäßig die aktuellen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung ermitteln. Bei Bedarf wird eine Anpassung der Planung vorgenommen.
Compliance als integraler Bestandteil
Zum Risikomanagement gehört auch, unrechtmäßiges Handeln unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Wir setzen darauf, uns bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle umfassend rechtlich beraten zu lassen und unsere Mitarbeiter mit unserem „Code of conduct - Kodex für integres und regelkonformes Verhalten bei LANXESS" dazu zu verpflichten, sich entsprechend den Gesetzen und unseren internen Richtlinien zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Dieser Kodex ist eingebettet in ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS), das in seinem Aufbau den Leitlinien eines international anerkannten Rahmenwerks zum unternehmensweiten Risikomanagement (COSO) folgt. Dieses CMS wird betreut von der Compliance-Organisation bestehend aus dem Group Compliance Officer und einem Netzwerk lokaler Compliance Officer in den Ländern, in denen wir eine Tochtergesellschaft unterhalten. Ziel des CMS ist es, die Einhaltung unserer Compliance-Grundsätze sicherzustellen. Die Compliance-Funktion, die die globale Compliance-Organisation umfasst, untersteht direkt dem Vorstand, dem regelmäßig berichtet wird.
(Konzern-)Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Hierzu existieren klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei uns in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem (Konzern-)Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement. Wirksamkeit und Verlässlichkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings aufgrund von Ermessensentscheidungen, kriminellen Handlungen, fehlerbehafteten Kontrollen oder sonstigen Umständen eingeschränkt sein. Dass Sachverhalte korrekt und zeitnah in der (Konzern-)Rechnungslegung erfasst werden, kann also selbst dann nicht vollständig gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Systembestandteile konzernweit angewendet werden.
Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG und des Konzernabschlusses sowie für die Einheitlichkeit der Bilanzierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss auf, die danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet werden. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses werden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Chancen- und Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers.
Quartalsmitteilungen werden für das erste und dritte Quartal erstellt. Der darüber hinaus aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni unterliegt der prüferischen Durchsicht, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer.
Unserer HGB-konformen Rechnungslegung liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisung zugrunde. Neben der Funktionstrennung sind das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen grundlegende Überwachungsmaßnahmen im Abschlusserstellungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess wird IT-technisch ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen erfolgen auf Basis eines systematischen Belegwesens. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen.
Grundlage des einheitlichen und IFRS-konformen Konzernberichtswesens ist die LANXESS Konzernabschlussrichtlinie. Sie regelt, in welcher Art die für den Konzern relevanten Normen der International Financial Reporting Standards (IFRS) von den Tochtergesellschaften als berichtenden Einheiten anzuwenden sind. Die Richtlinie definiert ferner den verbindlichen Konzernkontenrahmen. Sie wird auf der IT-technischen Seite durch ein konzernweit einheitliches Anlieferungs- und Konsolidierungssystem ergänzt, das weitgehend auf Standardsoftware basiert und mit Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.
Indem wir den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess regeln und überwachen, stellen wir eine den einschlägigen Gesetzen und Normen entsprechende, ordnungsgemäße (Konzern-) Rechnungslegung sicher und gewährleisten eine verlässliche Finanzberichterstattung. Das bei uns angewendete (konzern-)rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Entsprechende Vorgaben existieren auch für die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften.
Der Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein detailliert ausgearbeiteter Prozess zugrunde. Dieser wird zeitlich definiert durch die Vorgabe eines Abschluss-Terminkalenders, der die Zeitpunkte für die Anlieferung bestimmter Daten festlegt. Fester Bestandteil ist auch die regelmäßige Prüfung, ob der Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen korrekt ermittelt und vollständig ist. Die Prinzipien der Funktionstrennung in Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Prüfungen von Angaben auf Plausibilität prägen durchgängig den gesamten Erstellungs- und Konsolidierungsprozess.
Für den Konzernabschluss liefern alle berichtspflichtigen Tochtergesellschaften ihre Konzernberichtsdaten über das oben genannte Konsolidierungssystem. Systemintegrierte Validierungsregeln stellen bei der Anlieferung sicher, dass die Daten der Tochtergesellschaften konsistent sind. Das Rechnungswesen der Tochtergesellschaften ist dafür verantwortlich, dass die gemeldeten Daten inhaltlich korrekt sind. Weiterhin prüft die Abteilung Corporate Accounting innerhalb der Group Function Accounting, ob die Daten inhaltlich korrekt sind. Hierzu werden unter anderem standardisierte Berichte ausgewertet, in denen die Gesellschaften wesentliche abschlussrelevante Sachverhalte erläutern. Nach den prozessintegrierten Kontrollen erfolgt die Konsolidierung einschließlich Währungsumrechnung ohne weitere Schnittstellen im selben System, wobei sowohl automatische als auch manuelle Konsolidierungsmaßnahmen vollzogen werden. Die Korrektheit der automatischen Konsolidierungsschritte und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Konsolidierungssachverhalte werden separat gebucht, im erforderlichen Rahmen dokumentiert und von nachgelagerten Stellen kontrolliert. Ergänzt wird dies durch systemintegrierte Validierungsregeln.
Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury & Investor Relations, Tax & Trade Compliance und Corporate Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten. Im Rahmen des laufenden Informationsaustauschs mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions identifiziert und verarbeitet die Group Function Accounting Sachverhalte, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsprüfungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen.
Überwachung des Risikomanagementsystems und des Internen Kontrollsystems (IKS)
Konzernintern überprüft der Bereich Corporate Audit innerhalb der Group Function Legal & Compliance, ob das interne Steuerungs- und Überwachungssystem funktioniert und organisatorische Sicherungsmaßnahmen eingehalten werden. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und die Prüfungsansätze sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Um die Wirksamkeit des IKS zu beurteilen, wird zudem ein jährliches Self Assessment in wesentlichen Konzerngesellschaften, operativen Einheiten und Group Functions durchgeführt. Der Aufsichtsrat übernimmt Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit der zuvor beschriebenen Managementsysteme. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse der Compliance-Funktion, des Bereichs Corporate Audit sowie den Status des Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems berichten. Zusätzlich beurteilt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Konzern- bzw. Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem.
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Zur vollständigen Identifikation der Chancen und Risiken des LANXESS Konzerns dient ein Katalog mit Kategorien, die in Gruppen zusammengefasst werden. Im Rahmen unseres Chancen- und Risikomanagements wird dieser Katalog fortlaufend aktualisiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Gegenüber dem Vorjahr haben sich folgende wesentliche Veränderungen ergeben: Aufgrund der gestiegenen Bedeutung von Sicherheit und Umwelt sowie IT und Security wurden hierfür eigene Gruppen gebildet. Die Kategorien der Gruppe „Unternehmensstrategie" wurden einzelnen Gruppen zugeordnet, in denen strategische Chancen und Risiken auftreten können. Ferner wurde die Gruppe „Betriebliche Abläufe und Gefahren" in „Produktion und Technik" und die Gruppe „Rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld" in „Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance" umbenannt.
Insgesamt sind alle Chancen und Risiken bestimmten Kategorien in den folgenden acht Gruppen zuzuordnen:
Gruppen
| Beschaffungsmärkte | |
| Personal | |
| Produktion und Technik | |
| Sicherheit und Umwelt | |
| IT und Security | |
| Absatzmarkt | |
| Finanzbereich | |
| Rechtliches und | |
| länderspezifisches Umfeld und Compliance |
Der folgenden Berichterstattung zu den einzelnen Gruppen zugeordneten wesentlichen Kategorien liegt ein Planungshorizont von grundsätzlich einem Jahr zugrunde.
Beschaffungsmärkte
Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen und Risiken aufgrund der hohen Volatilität von Rohstoff- und Energiepreisen. Eine Preiserhöhung bzw. -senkung bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer höheren bzw. niedrigeren Kostenbasis in der Produktion. Ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Darüber hinaus resultieren Veränderungen der Rohstoffpreise direkt oder zeitversetzt in höheren bzw. niedrigeren Verkaufspreisen. Diesem Umstand begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoff- und Energieversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten abgedeckt. Vergleichbare Vereinbarungen bestehen auch auf der Verkaufsseite. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Absicherung über Derivate, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Finanzbereich" in diesem Chancen- und Risikobericht. Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen. Nicht eingehaltene Abnahmeverpflichtungen können ungeplante Kosten aufgrund von Strafzahlungen zur Folge haben. Die Volatilität von Rohstoffpreisen, insbesondere für den Schlüsselrohstoff Butadien, wirkt sich insbesondere auf unser Segment ARLANXEO aus.
Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Ausfälle können unter anderem bedingt sein durch mangelhafte Instandhaltung oder durch Insolvenzen auf Seiten der Zulieferer. Wir streben an, sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch zu vermeiden, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing"). Sollten wir gezwungen sein, im Rahmen von Ausweichplänen auf alternative Bezugsquellen zurückzugreifen, könnte dies z.B. zu höheren Einkaufspreisen oder zusätzlichen Transportkosten führen.
Des Weiteren stellt die Qualität der gelieferten Rohstoffe einen Risikofaktor dar, welcher sich negativ auf die Qualität unserer Produkte auswirken kann. Konkrete Produktspezifikationen unsererseits legen die vom Lieferanten zu erfüllenden Eigenschaften der Rohstoffe fest und werden durch permanente Eingangsanalysen kontrolliert.
Personal
Eine eindeutige Chance sehen wir in der Implementierung unserer Performance Culture, mit der wir über verschiedenste Maßnahmen eine auf gemeinsamen Werten basierende Unternehmenskultur etablieren möchten, in der verantwortliches und moralisch einwandfreies Handeln und das Streben nach Leistung keine Widersprüche darstellen. Wir gehen davon aus, dass dies zu erhöhter Mitarbeitermotivation und somit höherer Leistung führen wird. Durch die so gestärkte Unternehmenskultur streben wir eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und stärkere Mitarbeiterbindung an.
Angesichts fortdauernder Veränderungen aufgrund der Digitalisierung und von Unternehmensakquisitionen besteht das Risiko von Demotivation und geringerer Leistungserbringung der Mitarbeiter. Dieses kann bedeutsam werden, wenn Mitarbeiter sich in Entscheidungen nicht genügend eingebunden fühlen oder neue Prozesse und Verhaltensweisen nicht verstehen. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir nächste Schritte und anstehende Maßnahmen so klar und früh wie möglich kommunizieren. Ergänzt wird dies durch gezielte Trainingsmaßnahmen insbesondere im Bereich Führung im Rahmen der zuvor erläuterten Performance Culture.
Das Risiko von Arbeitsniederlegungen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist nicht auszuschließen. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis ebenso belasten wie die zuvor beschriebenen steigenden Preise für Einsatzstoffe, ohne dass jedoch Möglichkeiten bestehen, sich gegenüber Kunden oder in Terminmärkten abzusichern. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen der Globalisierung und der zunehmenden Digitalisierung in der Arbeitswelt nutzen wir kontinuierlich bestehende Dialogplattformen wie das Europaforum der europäischen Betriebsräte. Auch in anderen Regionen, in denen wir tätig sind, suchen wir den Dialog mit Arbeitnehmervertretungen, Gewerkschaften und anderen Interessengruppen und gehen aktiv auf deren Vertreter zu, insbesondere im Rahmen der Übernahme von Unternehmen und deren Integration. Wir verwenden rechtlich solide und bewährte Arbeitsverträge und achten auf rechtssichere Kollektivvereinbarungen. Bei Akquisitionen legen wir großen Wert auf professionelles Projektmanagement, das ausführliche Kommunikation mit Mitarbeitern, faire Konsolidierungsprozesse und angemessene Abfindungspakete umfasst. Im Falle einer potenziellen Klage beobachtet die Personalabteilung in engem Austausch mit der Rechts- sowie der Kommunikationsabteilung die Lage sehr genau, um frühzeitig Vorbereitungen treffen zu können.
Das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen ist ein entscheidender Faktor für die effiziente Abwicklung unserer Geschäfte. Um das Risiko des Wissensverlustes zu begrenzen, verfolgen wir unterschiedliche Ansätze: Mit attraktiven Vergütungsmodellen, herausfordernden Aufgaben und internationalen Karriereperspektiven möchten wir Mitarbeiter an das Unternehmen binden. Im Rahmen jährlicher Personalentwicklungskonferenzen kümmern wir uns zudem um eine strukturierte Nachfolgeplanung. Um mit besonders guten Mitarbeitern stets in Kontakt zu stehen und diese entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse fördern zu können, haben wir mit dem Performance Dialog und einem 360°-Feedback ein professionelles Performance Management weltweit etabliert.
Dass insbesondere Fachkräfte auf unseren Märkten knapp werden, spüren wir vor allem in Deutschland. Das Risiko des Fachkräftemangels sehen wir insbesondere für Chemikanten und Chemielaboranten sowie zunehmend auch für Fachkräfte aus anderen Bereichen, wie beispielsweise aus der IT. Regelmäßige Personalentwicklungskonferenzen helfen uns dabei, intern vorhandene Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Wir investieren zudem kontinuierlich in die Nachwuchsförderung, sei es mit einer weiter steigenden Zahl von Ausbildungsplätzen in verschiedenen Bereichen in Deutschland, Praktikantenprogrammen oder unserem Corporate Traineeprogramm, welches sich im Hinblick auf den Aufbau von Führungsnachwuchs bewährt hat. In der externen Sicht pflegen wir eine intensive Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und weiterführenden Schulen in Deutschland sowie mit öffentlichen Institutionen sowohl in Deutschland als auch in allen wichtigen Zielmärkten. Darüber hinaus haben wir unser Unternehmen in zahlreichen Veranstaltungen und Konferenzen weltweit als attraktiven Arbeitgeber positioniert und suchen auch weiterhin früh Kontakt zu besonders begabten Nachwuchstalenten. Für diese Studenten und Doktoranden bieten wir in Deutschland als mitarbeiterstärkster Region eigens ein LANXESS Förderprogramm an, das sowohl finanzielle als auch fachliche Unterstützung beinhaltet. Analog bauen wir unser Bindungsprogramm für besonders herausragende Praktikanten weiter aus. Schwerpunkte beider Programme liegen auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften.
Hinsichtlich des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Alterung der Gesellschaft besteht neben der mangelnden Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften zudem das Risiko gesundheitsbedingter Fehlzeiten sowie das Risiko veralteten Wissens oder auch des Wissensverlusts. Dieses Risiko sehen wir als ein mittel- und langfristig aufkommendes Risiko und haben daher bereits im Jahr 2011 ein umfassendes Demografieprogramm Xcare aufgesetzt, um den Herausforderungen des demografischen Wandels strukturiert zu begegnen. Seitdem wurde ein ganzes Bündel neuer Initiativen angestoßen und umgesetzt. So wurden beispielsweise 45 Demografiestellen (im Bereich der Chemikanten und Ingenieure) geschaffen, zusätzliche Trainings entwickelt und betriebliche Eingliederungsmaßnahmen verstärkt (Wiedereingliederungsmaßnahmen nach Krankheit).
Produktion und Technik
Fehlende Anlagenverfügbarkeit durch Störungen kann dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, sodass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z.B. proaktive Anlagenwartungen, systematische Schulungen unserer Mitarbeiter und regelmäßige Audits zur Schwachstellenanalyse. Systematische Sicherheitsbetrachtungen und Gefährdungsbeurteilungen helfen die Anlagen- und Verfahrenssicherheit zu verbessern. Die Implementierung und Einhaltung der Maßnahmen wird durch Compliance Checks global überprüft. Darüber hinaus begegnen wir dem Risiko eines ungeplanten Produktionsstillstands, indem wir die Produktion bestimmter Produkte auf verschiedene Standorte weltweit verteilen.
Operative Chancen zu erschließen und zu nutzen ist zentraler Bestandteil unserer unternehmerischen Aktivitäten. Es ist unser Anspruch, unser Wachstum mit bestehenden Produkten und neuen Lösungen voranzutreiben und unsere Position in den globalen Märkten dadurch nachhaltig zu stärken. Investitionen in neue Werke sowie Kapazitätserweiterungen und die Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen sind hierfür zentrale Elemente. Die erwarteten Effekte sind in der Planung berücksichtigt oder darüber hinaus als Chance erfasst. Auch wenn wir uns grundsätzlich Vorteile von Investitionen versprechen, sind sie auch mit Risiken verbunden. So ist beispielsweise der Erfolg unserer Investitionen im asiatischen Raum stark belastet durch die herausfordernde Wettbewerbssituation im Bereich der synthetischen Kautschuke. Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden von den zuständigen Business Units vorbereitet und dem Vorstand nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Komitee zur Entscheidung vorgelegt. Mit diesem Prozess stellen wir sicher, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden.
Umsatz- und Ergebniseffekte, die wir aus unseren Investitionen und den bis zum Bilanzstichtag vollzogenen Akquisitionen erwarten, sind bereits in unseren Planungen berücksichtigt. Darüber hinaus können diese gezielten Investitionen weitere operative Chancen eröffnen, weil wir uns hierdurch neue Potenziale erschließen sowie die Positionierung in wichtigen Märkten vorantreiben.
Sicherheit und Umwelt
Selbst bei hohen (sicherheits-)technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen - auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus - nicht völlig auszuschließen. Sie können zu Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden könnten. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert.
In unserem Produktportfolio befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend eingestuft sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Kunden im Rahmen von Responsible Care® auf Risiken hin, die mit der Verwendung einhergehen. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen.
Gemäß unserem vorausschauenden Ansatz werden im Rahmen der Produktbeobachtung potenzielle Gefahren im Umfeld unseres Produktportfolios frühzeitig erkannt, bewertet und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen.
Regulatorische Maßnahmen können zu einer Verschärfung von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards in verschiedenen Bereichen führen. Dies kann höhere Kosten, Produktionsverbote und Haftungsrisiken zur Folge haben. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Implementierung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern. Zusätzliche Belastungen im Bereich der Energie- und Umweltpolitik, wie z.B. durch neue Regelungen im Emissionshandel, neue Ökosteuern oder die Neuverteilung der Kosten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz, können zu höheren Kosten und damit zum Teil zu erheblichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen. Zur Minderung dieses Risikos führen wir ein aktives Energiemanagement durch, um den Verbrauch an Energien zu reduzieren. Weiterhin diskutieren wir die wirtschaftlichen Folgen steigender Energiepreise direkt mit Behörden und Politik sowie über Wirtschaftsverbände zusammen mit anderen energieintensiven Unternehmen.
LANXESS war und ist für zahlreiche aktive und ehemalige Standorte mit bis zu 140 Jahren chemischer Produktion zuständig. Dies umfasst u.a. auch Abfallentsorgungseinrichtungen. Es lässt sich nicht ausschließen, dass in diesem Zeitraum auch Verunreinigungen des Untergrundes verursacht wurden, die bislang noch nicht identifiziert wurden. Wir bekennen uns zum Responsible-Care®-Gedanken und betreiben aktives Umwelt- sowie auch proaktives Umweltschutzmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft sowie weiteren Emissionen und Immissionen. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen haben wir ausreichende Rückstellungen gebildet. Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen für Umweltschutz finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [15] „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen".
IT und Security
Unsere IT unterstützt unsere Geschäftsaktivitäten weltweit, unter anderem die Prozesse vom Auftragseingang bis zum Ausgleich der Forderung oder von der Bestellung bis zur Zahlung der Lieferantenrechnung. Es ist wichtig, dass die Nutzer der Systeme zum richtigen Zeitpunkt korrekte und aussagekräftige Informationen erhalten. Um dies zu unterstützen, entwickeln wir eine einheitliche und integrierte Systemlandschaft und investieren weltweit in den Ausbau und die Modernisierung der IT-Services.
Beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen verfälscht oder gelöscht werden. Insbesondere beobachten wir eine wachsende Bedrohung der IT-Infrastruktur durch Angriffe von außen (Cyber-Risiken). All dies kann zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen und Reputationsschäden führen. Um derartigen Risiken zu begegnen, investieren wir in angemessene Datensicherungssysteme, die den Verlust von Daten und Informationen verhindern. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme gewährleisten die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie den störungsfreien Betrieb der Systeme. Zur Verbesserung der Sicherheit im Bereich der IT-Infrastruktur werden Sicherheitsmaßnahmen bewertet und geprüft, ob sie bei den aktuellen Angriffsszenarien weiterhin als sicher gelten können. Sofern erforderlich, werden sie auf einen angemessenen sicherheitstechnischen Stand gebracht. Zur Abwehr neuartiger und zielgerichteter Bedrohungen werden international neue Schutzeinrichtungen aufgebaut und bestehende zielgerichtet an die aktuelle Bedrohungssituation angepasst. Darüber hinaus schulen wir die Nutzer unserer IT-Systeme regelmäßig über IT-Risiken sowie über geeignetes Verhalten und Schutzmaßnahmen.
Absatzmarkt
Grundsätzlich unterliegt unser Konzern den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen und politischen sowie geopolitischen Veränderungen in den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind. Hier sehen wir insbesondere aufkommende protektionistische Tendenzen als mittelfristiges Risiko für Wachstum und Stabilität. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden positiven bzw. negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Durch unsere weltweite Präsenz, die wir in den Wachstumsregionen weiter ausbauen, können wir an vorteilhaften regionalen Entwicklungen partizipieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von bestimmten Regionen reduzieren. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden sich im Kapitel „Strategische Ausrichtung" dieses Lageberichts.
Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Unsicherheiten für uns. Neben dem Einfluss der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung kann insbesondere die Abhängigkeit des Kautschukgeschäftes unseres Segments ARLANXEO von Kunden aus der Reifen- und Automobilindustrie zu einer Volatilität des Absatzes führen. Zusätzliche über die Planung hinausgehende Absatzmöglichkeiten können sich durch die Erschließung neuer Märkte oder Gewinnung neuer Kunden ergeben. Neben diesen nachfragebedingten Markteinflüssen können auch strukturelle Marktveränderungen unsere Ertragskraft beeinflussen, etwa durch den Marktaustritt bestehender oder das Auftreten neuer Wettbewerber bzw. zusätzlicher Kapazitäten sowie regionale Verschiebungen, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigem Kostenniveau, Produktsubstitution oder durch Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten. Wir begegnen diesen Entwicklungen mit einem konsequenten Kostenmanagement und passen unsere Produktportfolios kontinuierlich an. Die Fokussierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios richtet sich dabei auf innovative Anwendungssegmente, sodass eine langfristig erfolgreiche Geschäftsausrichtung sichergestellt werden kann.
In unserem Segment ARLANXEO stehen unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken weiterhin in intensivem Wettbewerb, auch durch neu in den Markt tretende Produzenten. Dadurch können in einzelnen Geschäftsbereichen weitere Überkapazitäten und ein stärkerer Preiswettbewerb entstehen. Wir verfolgen in diesen Bereichen eine produktspezifische Strategie, die unter anderem auf Produkt- und Prozessdifferenzierung sowie einer globalen Aufstellung beruht. Durch die Partnerschaft mit Saudi Aramco wollen wir unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken in diesem Wettbewerb mittelfristig strategisch stärken.
Finanzbereich
Die Group Function Treasury & Investor Relations hat die Aufgabe, die finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken zentral zu erfassen und zu managen. Im Wesentlichen sind dies:
Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken:
scroll
| Preisänderungen | Liquidität und Refinanzierung | Kontrahentenrisiken | Kapitalanlagen |
|---|---|---|---|
| - Währungen | - Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln | - Kunden | - Investitionen in Pensionsvermögen |
| - Zinsen | - Banken | ||
| - Rohstoffe | - Zugang zu multi- und bilateralen | ||
| - Energien | Kapitalmärkten |
In regelmäßig stattfindenden Strategiegesprächen des Financial Risk Committee unter Vorsitz des Finanzvorstands wird über die Ergebnisse des finanziellen Risikomanagements sowie über das aktuelle Risiko berichtet und über die weitere Vorgehensweise entschieden. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, Risiken zu erkennen und zu bewerten sowie deren Auswirkungen zu steuern und gegebenenfalls zu begrenzen.
• Preisänderungen
Währungen
Da der LANXESS Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen durchführt, ist er Schwankungen der relativen Werte dieser Währungen ausgesetzt. Der Planung für das Geschäftsjahr 2018 liegen feste Wechselkurse zugrunde. Besonders relevant ist die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem geplanten Wechselkurs führt zu einem positiven Effekt auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen (und umgekehrt). Für die Jahre 2018, 2019 und 2020 haben wir bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um Währungsschwankungen zu begegnen.
Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Solche Risiken werden grundsätzlich zu 100 % abgesichert. Ebenso werden Währungsrisiken aus Finanztransaktionen inklusive der Zinskomponente in der Regel zu 100 % kursgesichert. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte genutzt. Die Absicherung führt dazu, dass sich Auf- oder Abwertungen des Euro-Kurses im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen kurzfristig nur eingeschränkt auf die Zahlungsströme auswirken. Zudem bestehen Translationsrisiken durch die Umrechnung in lokaler Währung geführter Jahresabschlusswerte in den in Euro aufgestellten Konzernabschluss. Anders als der Effekt der Wechselkursschwankungen im Falle des Transaktionsrisikos hat das Translationsrisiko keinerlei Auswirkungen auf die Zahlungsströme des Konzerns in lokaler Währung. Des Weiteren haftet wesentlichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in lokaler Währung ein langfristiges Währungsrisiko an. Dieses wird regelmäßig eingeschätzt und bewertet. Eine Absicherung durch Devisentransaktionen erfolgt jedoch nur in dem Falle, wenn erwogen wird, sich aus bestimmten Geschäften zurückzuziehen, und die frei gewordenen Mittel zurückgeführt werden sollen.
Die Chancen und Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Hierzu werden sowohl die Umsätze als auch die Kosten in Fremdwährung geplant. Auf Dauer können Wechselkursschwankungen die künftigen Zahlungsströme beeinträchtigen, falls der LANXESS Konzern nicht in der Lage sein sollte, diese Wechselkursschwankungen, z.B. durch die Preisgestaltung für seine Produkte in der jeweiligen lokalen Währung, aufzufangen. Um dieses Risiko zu verringern, erfolgt eine teilweise Absicherung durch derivative Finanzinstrumente. Die Absicherung erfolgt entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Grundsätzen und wird kontinuierlich überwacht.
Zinsen
Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsänderungen betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden.
Da der überwiegende Anteil der Finanzschulden zu festen Zinskonditionen aufgenommen wurde, haben Zinsänderungen in den kommenden Jahren nur einen begrenzten Einfluss auf den LANXESS Konzern.
Im Rahmen einer Langfristplanung entscheidet LANXESS regelmäßig über Refinanzierung zur Sicherung des prognostizierten Liquiditätsbedarfes. Für die Folgejahre haben wir bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um Zinsschwankungen zu begegnen.
Rohstoffe/Energien
Der LANXESS Konzern ist bei seiner operativen Geschäftstätigkeit Marktpreisänderungen für Energien und Rohstoffe ausgesetzt. Diese werden in der Regel an die Kunden weitergegeben. Wenn eine Weitergabe bestimmter Marktpreisrisiken aus Energien und Rohstoffen an den Kunden nur eingeschränkt möglich ist, kann im Einzelfall eine Sicherung durch finanzielle Warentermingeschäfte erfolgen, mit dem Ziel, die Cashflow-Volatilität zu reduzieren. LAN-XESS hat zum Bilanzstichtag finanzielle Warentermingeschäfte in geringem Umfang im Bestand.
• Liquidität und Refinanzierung
Eine grundsätzlich konservative Finanzpolitik und eine Zielkapitalstruktur, die sich im Wesentlichen an Kennzahlensystemen führender Ratingagenturen orientiert, sichern den Zugang zu Kapitalmärkten und damit unsere Zahlungsfähigkeit. Die konservative Finanzpolitik bezieht auch das Risiko einer Ratingänderung und damit verbundener Auswirkungen in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement ein, wobei LANXESS keinen direkten Einfluss auf die abschließende Beurteilung unabhängiger Ratingagenturen hat.
Als wesentliche Liquiditätsreserve dient eine syndizierte Kreditlinie über 1,25 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag nicht wesentlich in Anspruch genommen wurde. Die ursprüngliche Laufzeit der Kreditlinie wurde im Februar 2015 und im Mai 2017 bis Mai 2022 verlängert. Neben der Kreditlinie bestanden kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserven in Höhe von 538 Mio. € in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Darüber hinaus verfügte LANXESS zum Bilanzstichtag über Anlagen in geldmarktnahen Fonds in Höhe von 50 Mio. €. Dementsprechend verfügt der LANXESS Konzern über eine Liquiditätsposition, die sich über eine breite Basis von Finanzierungsinstrumenten erstreckt.
• Kontrahentenrisiken
Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowohl mit unseren Kunden als auch mit Bank- und Finanzpartnern, insbesondere im Rahmen von Geldanlagegeschäften und Transaktionen mit Finanzinstrumenten.
Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können sie gegen das Kreditrisiko abgesichert werden.
Ziel des LANXESS Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der liquiditätsnahen, derivativen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird (ohne Berücksichtigung nicht bilanzieller Aufrechnungsvereinbarungen) durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben.
Zur Absicherung von Kreditrisiken aus Kundenforderungen werden für einzelne Kunden zugunsten des LANXESS Konzerns eröffnete Akkreditive genutzt sowie mit Vertragspartnern Vorauskasse vereinbart. Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität.
Bei der Auswahl von Bank- und Finanzpartnern für Geldanlagegeschäfte und Transaktionen mit Finanzinstrumenten ist die Bonität der Partner ein wichtiges Kriterium der LANXESS Finanzpolitik und des Kreditrisikomanagements. Daher strebt LANXESS grundsätzlich an, mit Bank- und Finanzpartnern Geschäfte zu tätigen, die mindestens über ein Investment-Grade-Rating verfügen.
Ferner erfolgt im Rahmen des Kreditrisikomanagements ein globales Management des Kontrahentenrisikos für alle bestehenden Bank- und Finanzpartner. Hierbei achtet der LANXESS Konzern darauf, dass im Sinne einer Risikodiversifikation keine existenzbedrohenden Konzentrationsrisiken bestehen. Durch den Abschluss von Rahmenverträgen können im Falle der Insolvenz des Transaktionspartners die Marktwerte der offenen Handelspositionen miteinander aufgerechnet werden, was zu einer weiteren Verringerung der Risikopositionen führt.
• Kapitalanlagen
Chancen und Risiken aus der Anlage von Pensionsvermögen werden durch das Pension Committee, bestehend aus dem Finanzvorstand sowie Vertretern der Group Functions Treasury & Investor Relations, Accounting und Human Resources, überwacht.
Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance
Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Konzerns aktiv voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzsteigerung, Optimierung von Chancen und Risiken, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen. Wir verweisen weiterhin auf das Kapitel „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht.
Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko hinsichtlich künftiger (Markt-)Entwicklungen und der möglichen Umsetzbarkeit angestrebter Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Einstieg in oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite- oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. Wir begegnen dem, indem wir die entscheidungsrelevanten Informationen sorgfältig und strukturiert aufarbeiten sowie eine regelmäßige Überprüfung der Entwicklung vornehmen. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand von erfahrenen Fachabteilungen und ggf. von externen Beratern unterstützt.
Bei der Gewinnung von Informationen im Rahmen von Akquisitionen ist nicht auszuschließen, dass nicht alle Informationen, die für die Einschätzung der künftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlich sind, vorliegen oder richtig bewertet werden. Dem begegnen wir durch systematische „Due-Diligence"-Analysen und - soweit möglich - entsprechende Restrisiko-minimierenden Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration erworbener Unternehmen oder Geschäfte kann dazu führen, dass erwartete Mehrwertgenerierung nicht eintritt. Daher existieren bei uns Prozesse, die eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleisten. Werden Einschätzungen über künftige Entwicklungen, wie beispielsweise die Realisierung von Synergien, nicht erfüllt, könnte sich Wertminderungsbedarf von Vermögenswerten ergeben. Dieses Risiko überwachen wir mit mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen. Das Risiko eines sich ergebenden Wertminderungsbedarfs von Vermögenswerten wird der Gruppe Finanzbereich zugeordnet.
Unternehmen des LANXESS Konzerns unterliegen rechtlichen Risiken und sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines für LANXESS nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen mit Dritten hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf unser geplantes EBITDA vor Sondereinflüssen.
Um rechtliche Risiken zu vermeiden, hat LANXESS ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS) aufgesetzt, das eine Reihe organisatorischer präventiver Maßnahmen beinhaltet. LANXESS hat für sich als Risiken unter anderem Wettbewerbsrecht oder Anlagensicherheit/Umweltschutz identifiziert. Diese Themen sind als inhaltliche Sonderzuständigkeit im Rahmen des CMS unterschiedlichen Group Functions zugeordnet, die entsprechende Compliance-Programme etabliert haben. Im Hinblick auf kartellrechtsbezogene Risiken hat LANXESS beispielsweise ein Programm zur Sicherstellung wettbewerbsrechtlicher Compliance entwickelt, das Präsenzschulungen wie auch E-Learning umfasst. Hierdurch werden unsere Mitarbeiter und Führungskräfte in den jeweiligen Unternehmensbereichen auf die besonderen Risiken hingewiesen und entsprechend sensibilisiert. Diese Schulungen werden regelmäßig durchgeführt und dokumentiert. Zusätzlich stehen den Mitarbeitern bei Fragestellungen ausgewiesene Experten der Group Function Legal & Compliance zur Verfügung. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Compliance als integraler Bestandteil" in diesem Chancen- und Risikobericht.
Verstöße im Außenwirtschaftsrecht können Verbote und Einschränkungen in der Exporttätigkeit sowie den Wegfall von Privilegien im Rahmen der Exportabwicklung des Konzerns zur Folge haben. Dies kann in Einzelfällen zu Bußgeldern, Handelseinschränkungen und Reputationsverlust führen. Der Konzern stellt die Gesetzeskonformität im Bereich Außenwirtschaftsrecht und Exportkontrolle sicher, indem weltweit geeignete stabile Kontrollinstrumente und automatisierte Prüfprozesse etabliert wurden und kontinuierlich verbessert werden. Im Rahmen der proaktiven Beobachtung der handelspolitischen Entwicklungen werden sowohl die operativen Einheiten als auch die Leitungsgremien frühzeitig über Änderungen im Außenwirtschaftsverkehr und die damit einhergehenden Chancen und Risiken informiert und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen.
Bedeutung der Chancen und Risiken sowie Ergebnis der Chancen- und Risikobewertung
Die identifizierten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung werden, wie zuvor beschrieben, kategorisiert und in Gruppen zusammengefasst. Die Bedeutung der Chancen und Risiken ergibt sich aus ihrer möglichen Auswirkung auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen für New LANXESS. Einzelne Kategorien, bei denen die Chance oder das Risiko einer Zielabweichung von mehr als 5 % bezogen auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des Planungsjahres besteht, haben hierbei für uns eine mittlere bis hohe Bedeutung. Dies gilt auch für Gruppen, bei denen dieser Grenzwert lediglich kumuliert über alle jeweils zugeordneten Kategorien überschritten wird.
Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements wurde für das Planungsjahr der Kategorie Rohstoffpreise eine mittlere bis hohe Bedeutung beigemessen. Bezogen auf unsere zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, ergibt sich bei dieser Kategorie gemäß den zugrunde liegenden Szenarien bzw. den getroffenen Wahrscheinlichkeitsannahmen eine mögliche positive bzw. eine nachteilige Zielabweichung von 11 bzw. 9 %.
Im Vorjahr wurde auch den Kategorien Währung und wirtschaftliche Entwicklung eine mittlere bis hohe Bedeutung beigemessen. Die Kategorie wirtschaftliche Entwicklung ist nun der Gruppe Absatzmarkt zugeordnet. Die Kategorien Energie- und Umweltpolitik sowie Produktsicherheit der Gruppe rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance wurden der neuen Gruppe Sicherheit und Umwelt zugeordnet, die insbesondere durch die Risiken der Kategorie Energie und Umweltpolitik beeinflusst wird. Die Chancen und Risiken der anderen Kategorien dieser Gruppe haben nur eine sehr untergeordnete Bedeutung.
Auch wenn außer der Kategorie Rohstoffpreise aus der Gruppe Beschaffungsmärkte alle anderen Kategorien oder Gruppen nur eine geringe Bedeutung für die Chancen- und Risikoberichterstattung für das Jahr 2018 haben, werden nachfolgend auch für die Kategorien und Gruppen, die im Vorjahr bedeutsam waren, mögliche positive bzw. negative Zielabweichungen dargestellt:

Zusammenfassende Aussage zur Chancen- und Risikoposition
Die Chemieindustrie befindet sich weltweit weiterhin in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess, mit dem naturgemäß wirtschaftliche Chancen und Risiken verbunden sind. Die auch in 2017 weiter vorangetriebene weltweite Neuausrichtung des LANXESS Konzerns verschafft uns jedoch Spielräume, durch die wir in der Lage sind, auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen weiterhin handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Zudem ermöglicht uns die Neuausrichtung, strategische und operative Chancen zu nutzen und Wachstumspotenziale auszuschöpfen.
Mit der im Berichtsjahr erfolgten Akquisition von Chemtura haben wir unser Additiv-Geschäft deutlich ausgebaut und sind im Wachstumsmarkt für Flammschutz- und Schmierstoffadditive nun einer der großen Anbieter weltweit. Weiterhin konnten wir auch durch die im Vorjahr erfolgte Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours unsere Position in mittelgroßen und weniger zyklischen Märkten mit hoher Marge und guten Wachstumsaussichten weiter ausbauen. Es bleibt ein wichtiges Ziel unserer Strategie, die wirtschaftliche Abhängigkeit von einzelnen Branchen oder stark korrelierenden Märkten zu verringern. So wollen wir unter anderem unsere Präsenz in attraktiven Kundenindustrien mit innovativen Produktanwendungen ausbauen.
Im Rahmen der Neuausrichtung haben wir im Vorjahr für ARLANXEO mit Saudi Aramco einen starken Partner gefunden, mit dem wir Chancen und Risiken im zyklischen und wettbewerbsintensiven Markt für synthetische Kautschuke teilen.
Aufgrund unseres breiter diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios hat sich unsere Risikoexposition im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr verbessert.
Alle Planungen unterliegen bestimmten Prognoserisiken, sodass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen, z.B. aufgrund von Veränderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten, grundsätzlich eingeschränkt ist.
Einen schwer einschätzbaren Unsicherheitsfaktor stellen weiterhin die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits dar.
Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen Finanzierungsstrukturen, unserer soliden Liquiditätsausstattung sowie der Handlungsspielräume, die sich aus der Neuausrichtung, insbesondere durch die im Berichtsjahr umgesetzten oder vereinbarten Veränderungen unseres Konzernportfolios ergeben, sind wir zuversichtlich, künftig auftretende Risiken zu bewältigen.
In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden.
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2017
scroll
| in T€ | Anhang | 2016 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 5.877 | 6.345 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (2) | - 5.709 | - 6.284 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 168 | 61 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 37.741 | - 45.490 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (3) | 3.454 | 1.065 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (4) | - 9.059 | - 1.425 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | - 43.178 | - 45.789 | |
| Ertrag aus Gewinnabführung von verbundenen Unternehmen | 762.164 | 193.727 | |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 8.388 | 8.580 | |
| Zinsergebnis | (6) | - 49.530 | - 65.293 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | (7) | - 10.505 | - 9.353 |
| Finanzergebnis | 710.517 | 127.661 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (8) | - 89.148 | - 59.149 |
| Ergebnis nach Steuern | 578.191 | 22.723 | |
| Jahresüberschuss | 578.191 | 22.723 | |
| Gewinnvortrag | (20) | 42.909 | 92.939 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | - 289.095 | 0 | |
| Bilanzgewinn | 332.005 | 115.662 |
Bilanz zum 31. Dezember 2017
AKTIVA
scroll
| in T€ | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| A Anlagevermögen | (12) | ||
| I. Immaterielle Vermögengegenstände | 33 | 13 | |
| II. Sachanlagen | 64 | 66 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | (13) | 738.864 | 738.864 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | (14) | 198.363 | 198.363 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | (15) | 43.066 | 43.156 |
| 980.390 | 980.462 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (16) | 2.510.254 | 3.849.019 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | (17) | 1.984.518 | 50.445 |
| II. Wertpapiere | (18) | 215.064 | 49.937 |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 200.339 | 124.033 | |
| 4.910.175 | 4.073.434 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | (19) | 28.500 | 26.149 |
| Summe Aktiva | 5.919.065 | 5.080.045 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2017 | |
| A. Eigenkapital | (20) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital 18.305 T€) | 91.523 | 91.523 | |
| II. Kapitalrücklage | 1.230.529 | 1.230.529 | |
| III. Andere Gewinnrücklagen | 386.988 | 561.988 | |
| IV. Bilanzgewinn | 332.005 | 115.662 | |
| 2.041.045 | 1.999.702 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (21) | 58.801 | 65.760 |
| 2. Steuerrückstellungen | (22) | 35.688 | 17.547 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (23) | 35.964 | 40.626 |
| 130.453 | 123.933 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Anleihen | (24) | 2.700.000 | 2.700.000 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (25) | 22.553 | 34.301 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | 2.442 | 1.565 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (27) | 1.021.282 | 219.993 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | (28) | 1.290 | 551 |
| 3.747.567 | 2.956.410 | ||
| Summe Passiva | 5.919.065 | 5.080.045 | |
| Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften | (30) | 298.770 | 285.558 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2017
der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln
Allgemeines
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 des Aktiengesetzes (AktG) vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance jederzeit eingesehen werden.
Grundlagen
Der Jahresabschluss der LANXESS AG, Köln (eingetragen beim Amtsgericht Köln, HRB 53652) ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt. Wie im Vorjahr wurde der Lagebericht der LANXESS AG in Anwendung von § 315 Absatz 5 HGB i. V. m § 298 Absatz 2 HGB mit dem Lagebericht des LANXESS Konzerns zusammengefasst.
Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang einzeln erläutert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Aufwendungen und Erträge des Finanzbereichs, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist und die keinem eigenständigen Posten zugeordnet werden, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die LANXESS AG als oberstes Mutterunternehmen stellt zum 31. Dezember 2017 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind, auf.
Der Jahresabschluss und der zusammengefasste Lagebericht in Anwendung von § 315 Absatz 5 HGB i. V. m. § 298 Absatz 2 HGB für das Geschäftsjahr 2017 werden mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Sie werden unter www.lanxess.de , Investor Relations, Publikationen zugänglich sein.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge des Berichtsjahres werden linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 150,00 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über 150,00 bis 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.
Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen:
scroll
| EDV-Lizenzen | 3 bis 4 Jahre |
| EDV-Anlagen | 3 bis 4 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 10 Jahre |
Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag der Chemiebranche sind entsprechende Barmittel bei einem Treuhänder angelegt. Sie werden von der Deutsche Treuinvest Stiftung treuhänderisch für die LANXESS AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Demzufolge erfüllt die Höhe der dem Arbeitnehmer geschuldeten Leistung die Voraussetzungen für eine wertpapiergebundene Versorgungszusage gem. § 253 Abs. 1 S. 3 HGB. Das Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB wird gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Da im Falle wertpapiergebundener Versorgungszusagen bereits durch die Anpassung des Buchwerts der Verpflichtungen an den beizulegenden Zeitwert des korrespondierenden Deckungsvermögens eine Ausschüttungssperrwirkung erzielt wird, greift die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 3 i. V. m. S. 1 HGB insoweit nicht.
Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.
Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.
Guthaben bei Kreditinstituten in Euro werden zum Nennwert angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Zudem sind hier Unterschiedsbeträge zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag der von der LANXESS AG begebenen Anleihen erfasst; diese werden durch planmäßige Abschreibungen während der Laufzeit der jeweiligen Anleihen getilgt.
Latente Steuern werden für temporäre Bilanzierungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die LANXESS AG ist in Deutschland Organträger und muss somit nicht nur die eigenen temporären Differenzen aus Bilanzposten einbeziehen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der LANXESS AG von aktuell 32,3 % (Vorjahr 32,3 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein - nicht bilanzieller - Aktivüberhang.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die erwarteten Entgeltsteigerungen bei den Tarifmitarbeitern und bei den leitenden Angestellten betrugen unverändert zum Vorjahr 2,50 % bzw. 2,75 %. Die erwarteten Rentensteigerungen für Altzusagen wurden im Jahresabschluss 2017 auf dem Vorjahreswert von 1,50 % belassen. Für Neuzusagen betrug die erwartete Rentensteigerung, wie auch im Vorjahr, 1,00 %. Der Rechnungszins beträgt 3,68 % (Vorjahr: 4,01 %) für Pensionen, 1,26 % (Vorjahr: 1,59 %) für Frühruhestand und 2,80 % (Vorjahr: 3,24 %) für sonstige ähnliche Verpflichtungen. Bei den zugrunde gelegten Rechnungszinssätzen für die Abzinsung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2017 handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit. Die angenommene Restlaufzeit beträgt für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 Jahre, für Frühruhestand 5 Jahre und für Altersteilzeit 3 Jahre.
LANXESS hat für nach dem 31. Dezember 2016 eingetretene und neu eintretende Mitarbeiter ein rückdeckungsakzessorisches Versorgungsmodell aufgesetzt, das sich aus arbeitnehmer- sowie arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierten Bestandteilen zusammensetzt. Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung entspricht dem Zeitwert der über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) gesicherten Rückdeckungsversicherung, die Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellt, und somit saldieren sich Verpflichtung und Deckungsvermögen zu Null. Bei der vorliegenden Zusage entspricht der Zinsaufwand dem Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung. Beide Beträge sind gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB miteinander zu saldieren.
Die Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende, objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Die ausgewiesenen Haftungsverhältnissen aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.
Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen von 6.345 T€ (Vorjahr: 5.877 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus Dienstleistungen, die gegenüber der LANXESS Deutschland GmbH und somit im Inland auf Basis eines Dienstleistungsvertrages erbracht wurden.
(2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Bei den Herstellungskosten von 6.284 T€ (Vorjahr: 5.709 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen im Zusammenhang mit den erbrachten Dienstleistungen. Sie beinhalten insbesondere Personalaufwendungen und allgemeine Verwaltungsaufwendungen.
(3) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 853 T€ (Vorjahr: 2.959 T€) enthalten.
(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von 166 T€ (Vorjahr: 8.484 T€) enthalten.
(5) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten im Wesentlichen Erträge aus langfristigen Darlehen an die LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 8.258 T€ (Vorjahr: 8.281 T€).
(6) Zinsergebnis
scroll
| in T€ | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| von Dritten | 150 | 9.298 |
| von verbundenen Unternehmen | 13.994 | 6.164 |
| 14.144 | 15.462 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| an Dritte | 58.275 | 74.544 |
| aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen langfristigen Personalrückstellungen | 2.250 | 2.342 |
| an verbundene Unternehmen | 3.149 | 3.869 |
| 63.674 | 80.755 | |
| Zinsergebnis | - 49.530 | - 65.293 |
(7) Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge
scroll
| in T€ | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Übrige finanzielle Aufwendungen | ||
| aus Währungsumrechnung | 165.747 | 271.569 |
| Sonstige | 11.166 | 10.199 |
| 176.913 | 281.768 | |
| Übrige finanzielle Erträge | ||
| aus Währungsumrechnung | 165.676 | 270.876 |
| Sonstige | 732 | 1.539 |
| 166.408 | 272.415 | |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | - 10.505 | - 9.353 |
Die Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung resultieren im Wesentlichen aus eigenen Fremdwährungspositionen sowie aus der Bewertung von für Konzernunternehmen mit Dritten abgeschlossenen Fremdwährungsgeschäften.
In den sonstigen übrigen finanziellen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Bürgschaftsprovisionen an verbundene Unternehmen enthalten. Die sonstigen übrigen finanziellen Erträge resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Bürgschaftsprovisionen von verbundenen Unternehmen.
(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 59.149 T€ (Vorjahr: 89.148 T€) setzt sich aus dem Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von 78.886 T€ sowie Steuererträge für Vorjahre in Höhe von 19.737 T€ zusammen.
Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die LANXESS AG zum 31. Dezember 2017 aus temporären Bilanzierungsunterschieden - sowohl eigenen als auch solchen bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung. Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,3 % (LANXESS AG und Organgesellschaften).
Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Sachanlagen, immateriellen Vermögensgegenständen sowie von Anteilen an Kapitalgesellschaften. Aus den Pensionsverpflichtungen ergibt sich auf Grund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht ansetzbaren Rückstellungen u.a. für drohende Verluste und für Pensionsurlaub, ferner aus wertmäßigen Unterschieden u.a. bei Rückstellungen für Jubiläen und sonstige Rückstellungen sowie übrigen Verbindlichkeiten.
(9) Personalaufwand
scroll
| in T€ | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 30.709 | 31.659 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Atersversorgung und Unterstützung | 1.781 | 7.347 |
| davon für Altersversorgung | 915 | 6.456 |
| 32.490 | 39.006 |
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie werden im Zinsergebnis ausgewiesen.
(10) Mitarbeiter
scroll
| Stichtag 31.12.2016 | Durchschnitt 2017 | Stichtag 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| Verwaltung | 135 | 140 | 146 |
(11) Honorare des Jahresabschlussprüfers
Sämtliche Honorare der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der LANXESS AG veröffentlicht. Die Honorare wurden im Wesentlichen gezahlt für die Prüfung des Jahresabschlusses der LANXESS AG sowie des Konzernabschlusses inklusive des Risikofrüherkennungssystems sowie für die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses. Des Weiteren wurden Honorare für andere Bestätigungsleistungen sowie sonstige Leistungen gezahlt. Die anderen Bestätigungsleistungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie sonstige Leistungen für Prüfbescheinigungen. In den sonstigen Leistungen sind zu großen Teilen IT-Dienstleistungen eines mit dem Abschlussprüfer verbundenen Unternehmens enthalten.
Erläuterungen zur Bilanz
(12) Anlagevermögen
scroll
| in T€ | Bruttowerte | |||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software-Lizenzen | 64 | 0 | 0 | 64 |
| Sachanlagen | 64 | 0 | 0 | 64 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 200 | 35 | 46 | 189 |
| Finanzanlagen | 200 | 35 | 46 | 189 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.864 | 0 | 0 | 738.864 |
| Ausleihungen an verb. Unternehmen | 198.363 | 0 | 0 | 198.363 |
| Sonstige Ausleihungen | 43.066 | 90 | 0 | 43.156 |
| 980.293 | 90 | 0 | 980.383 | |
| Anlagevermögen gesamt | 980.557 | 125 | 46 | 980.636 |
scroll
| in T€ | Abschreibungen | |||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software-Lizenzen | 31 | 20 | 0 | 51 |
| Sachanlagen | 31 | 20 | 0 | 51 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 136 | 33 | 46 | 123 |
| Finanzanlagen | 136 | 33 | 46 | 123 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausleihungen an verb. Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anlagevermögen gesamt | 167 | 53 | 46 | 174 |
scroll
| in T€ | Nettowerte | |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2016 | Stand 31.12.2017 | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Software-Lizenzen | 33 | 13 |
| Sachanlagen | 33 | 13 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 64 | 66 |
| Finanzanlagen | 64 | 66 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.864 | 738.864 |
| Ausleihungen an verb. Unternehmen | 198.363 | 198.363 |
| Sonstige Ausleihungen | 43.066 | 43.156 |
| 980.293 | 980.383 | |
| Anlagevermögen gesamt | 980.390 | 980.462 |
(13) Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB
Die Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 HGB sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellt.
(14) Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten zwei langfristige Darlehen an die LANXESS Deutschland GmbH.
(15) Sonstige Ausleihungen
Die sonstigen Ausleihungen betreffen fast ausschließlich das anteilige Treuhandvermögen am LANXESS Pension Trust e.V. (LXS Trust). Die LANXESS AG hat mit mehreren Tranchen insgesamt Barmittel in Höhe von 41.765 T€ im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen in den LXS Trust eingebracht.
Das anteilige Treuhandvermögen der LANXESS AG ist in Anteilen an einem Spezialfonds in einer Kapitalanlagegesellschaft angelegt. Die Ertragsrealisierung in der LANXESS AG erfolgt zum Zeitpunkt eines getroffenen Ausschüttungsbeschlusses der Kapitalanlagegesellschaft. Darüber hinaus können sich vertraglich geregelte Nachschusspflichten beim Treugeber auswirken. In 2017 wurde keine Ausschüttung beschlossen.
Die in 2017 ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen von in Summe 90 T€ (Vorjahr: 7 T€) resultieren im Wesentlichen aus Nachschusspflichten des Treugebers. Der Marktwert des LXS Trust Vermögens liegt am Bilanzstichtag über dem Buchwert.
Da der CTA kein Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB darstellt, wird unter Beachtung von § 253 Abs. 1 S. 4 HGB keine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt, sondern die Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten bewertet. Eine Ausschüttungssperre besteht aus diesem Grunde nicht.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag der Chemiebranche sind jährlich ab 2010 Barmittel bei der Deutsche Treuinvest Stiftung angelegt worden. Der Zeitwert des Treuhandvermögens entspricht dem Zeitwert der Verpflichtungen aus dem Demografiefonds in Höhe von 205 T€ (Vorjahr: 160 T€). Der Bilanzwert für das Treuhandvermögen und die unter den sonstigen Rückstellungen zu zeigenden Verpflichtungen sind, wie auch die Aufwendungen und Erträge, verrechnet worden.
(16) Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 3.849.019 T€ (Vorjahr: 2.510.254 T€) betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehensforderungen einschließlich der Zinsabgrenzung, Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Aus dem in Punkt (1) beschriebenen Dienstleistungsvertrag bestehen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.189 T€ (Vorjahr: 1.137 T€). Des Weiteren bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
(17) Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Steuerforderungen | ||
| aus Umsatzsteuer | 21.103 | 20.532 |
| aus Ertragsteuern | 10.862 | 24.970 |
| Termingelder | 1.950.000 | 0 |
| Sonstige | 2.553 | 4.943 |
| 1.984.518 | 50.445 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle im Folgejahr fällig.
(18) Wertpapiere
Unter den Wertpapieren in Höhe von 49.937 T€ (Vorjahr: 215.064 T€) werden jederzeit veräußerbare Anteile an Publikumsfonds ausgewiesen.
(19) Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Geschäftsjahr 2017 im Wesentlichen Disagiobeträge auf die ausgegebenen Anleihen in Höhe von 24.277 T€ (Vorjahr: 27.085 T€) ausgewiesen.
(20) Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich im Jahr 2017 wie folgt entwickelt:
scroll
| in T€ | 31.12.2016 | Dividende | Jahresüberschuss | Entnahme aus | Einstellung in | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 91.523 | 0 | 0 | 0 | 0 | 91.523 |
| Kapitalrücklage | 1.230.529 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.230.529 |
| Andere Gewinnrücklagen | 386.988 | 0 | 0 | 0 | 175.000 | 561.988 |
| Bilanzgewinn | 332.005 | - 64.066 | 22.723 | - 175.000 | 0 | 115.662 |
| 2.041.045 | - 64.066 | 22.723 | - 175.000 | 175.000 | 1.999.702 |
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 91.522.936 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
In der Hauptversammlung am 26. Mai 2017 wurde für den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 von 332.005 T€ die folgende Verwendung beschlossen:
| ― | eine Dividendenzahlung von 64.066 T€ (0,70 € je dividendenberechtigte Stückaktie), |
| ― | einen Betrag von 175.000 T€ in andere Gewinnrücklagen einzustellen, |
| ― | einen Betrag von 92.939 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. |
Bedingtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 13. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern dieser Schuldverschreibungen auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.304.587 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung um bis zu 18.304.587 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Von der Ermächtigung der Ausgabe von Schuldverschreibungen wurde bisher kein Gebrauch gemacht.
Genehmigtes Kapital I, II und III
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Schließlich ist der Vorstand gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 25. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 9.152.293 EURO zu erhöhen (Genehmigtes Kapital III). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals I, II und III steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Dieses kann jedoch unter bestimmten, in § 4 Abs. 2, Abs. 3 und Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG näher definierten, Fällen ausgeschlossen werden. Bei der Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre aus dem genehmigten Kapital II wird der Vorstand die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgegebenen Aktien aus dem genehmigten Kapital II sollen insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreiten. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand auch nach der Schaffung des neuen genehmigten Kapitals III inhaltlich unverändert gebunden. Eine Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals I, II und III ist bisher nicht erfolgt.
(21) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
In den Pensionsrückstellungen werden Versorgungsverpflichtungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern sowie Verpflichtungen aus Frühruhestandsvereinbarungen ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2017 betragen die Rückstellungen für Pensionen 65.487 T€ (Vorjahr 58.345 T€). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt für das Geschäftsjahr 10.228 T€ (Vorjahr 7.943 T€) und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.
Die Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen aus den rückdeckungsakzessorischen Versorgungszusagen betragen 26 TEUR und wurden mit dem Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung, die Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellt, von 26 TEUR saldiert. Zinsaufwendungen und Erträge aus der Rückdeckungsversicherung sind im Berichtszeitraum nicht entstanden.
(22) Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen bestehen für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 3.511 T€ für das laufende Geschäftsjahr sowie in Höhe von 14.036 T€ für Vorjahre.
(23) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für Verpflichtungen aus erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten (APP, LTSP, LTPB) für Mitarbeiter, noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubs- und Überstundenguthaben, Arbeitnehmerjubiläen sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Unter den sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten werden unter anderem die erwarteten Kosten für die Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2017, die variable sowie die Festvergütung für den Aufsichtsrat ausgewiesen.
Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen und weiteren Bedingungen, die der Vorstand bzw. Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festgelegt hat, wie z. B. dem Erreichen bestimmter Ziele für das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns. Die tatsächliche Auszahlung kann von den im Voraus berechneten Beträgen abweichen.
Die langfristig ausgerichteten, erfolgsabhängigen Komponenten des Vergütungssystems sind der Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und der Long Term Performance Bonus (LTPB).
Der LTSP bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie. Als Referenzwert wird bei dem ab 2014 aufgelegten Programm LTSP 2014 - 2017 der MSCI World Chemicals Index herangezogen. Bei dem seit 2010 bestehenden Programm LTSP 2010-2013, aus dem noch ausübbare Anrechte ausstehen, dient der Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Der LTSP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010 - 2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014 - 2017) gesperrt. Nach Ablauf der Sperrfrist können die durch das LTSP gewährten Anrechte ausgeübt werden. Die Ausübungsfristen betragen grundsätzlich drei Jahre, für die Tranchen 2012 und 2013 fünf Jahre.
Der LTPB honoriert die finanzwirtschaftliche Entwicklung auf Basis des Geschäftserfolgs für zwei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre. Die Höhe des Bonus ist ein Prozentsatz des Festgehalts.
(24) Anleihen
Die Anleihen betragen zum 31. Dezember 2017 2.700.000 T€ (Vorjahr: 2.700.000 T€) und setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in T€ | Zinssatz in % | Laufzeit bis | Betrag |
|---|---|---|---|
| Euroanleihe 2011/2018 | 4,125 | Mai 2018 | 500.000 |
| Euroanleihe 2012/2022 | 2,625 | November 2022 | 500.000 |
| Privatplatzierung 2012/2022 | 3,500 | April 2022 | 100.000 |
| Privatplatzierung 2012/2027 | 3,950 | April 2027 | 100.000 |
| Euroanleihe 2016/2021 | 0,250 | Oktober 2021 | 500.000 |
| Euroanleihe 2016/2026 | 1,000 | Oktober 2026 | 500.000 |
| Hybridanleihe 2016/2076 | 4,500 | Dezember 2076 | 500.000 |
| 2.700.000 |
(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 34.301 T€ (Vorjahr: 22.553 T€) bestehen im Wesentlichen aus abgegrenzten Zinsen.
(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegenüber Dritten.
(27) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 219.993 T€ (Vorjahr: 1.021.282 T€) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten einschließlich der Zinsabgrenzung sowie Verbindlichkeiten aus dem Finanzverrechnungsverkehr.
(28) Sonstige Verbindlichkeiten
scroll
| in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 431 | 517 |
| Sonstige | 859 | 34 |
| 1.290 | 551 |
(29) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
scroll
| in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr | über 1 bis zu 5 Jahre | über 5 Jahre | bis zu 1 Jahr | über 1 bis zu 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen | 0 | 1.000.000 | 1.700.000 | 500.000 | 1.100.000 | 1.100.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 22.553 | 0 | 0 | 34.301 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.442 | 0 | 0 | 1.565 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.021.282 | 169.993 | 50.000 | 0 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.290 | 0 | 0 | 551 | 0 | 0 |
| 1.047.567 | 1.000.000 | 1.700.000 | 706.410 | 1.150.000 | 1.100.000 |
(30) Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften
In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögensgegenständen entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen.
Die LANXESS AG hat zu Gunsten von Tochtergesellschaften folgende Garantien abgegeben:
scroll
| in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Gegenüber Kreditinstituten | 95.789 | 130.181 |
| Gegenüber Lieferanten/ übrige Dritte | 202.981 | 155.377 |
| 298.770 | 285.558 |
Weiterhin hat die LANXESS AG für Tochterunternehmen Garantien für Zahlungsverpflichtungen aus zukünftigen Lieferungen aufgrund langfristiger Beschaffungsverträge übernommen.
Im Ausland hat die englische Konzerngesellschaft LANXESS Limited (Registrierungsnummer 03498959), Newbury, von der Befreiung der Prüfung des Jahresabschlusses unter dem Abschnitt 479A des Companies Act 2006 Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG als oberste Muttergesellschaft hat eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 in Bezug auf den Abschnitt 479C des Companies Act 2006 abgegeben. Die bilanzierten Verbindlichkeiten der LANXESS Limited belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf 1.627 T€.
Die niederländische Konzerngesellschaft ARLANXEO Netherlands B.V., Sittard-Geleen, hat von der Befreiung der Veröffentlichung und der Prüfung des Jahresabschlusses gemäß Artikel 2:403, Paragraph 1 (f) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches (Dutch Civil Code) Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG als oberste Muttergesellschaft hat hierfür eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 in Bezug auf den Artikel 2:403, Paragraph 1 (f) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches (Dutch Civil Code) abgegeben. Die bilanzierten Verbindlichkeiten der ARLANXEO Netherlands B.V. belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf 57.161 T€.
Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Sonstige Pflichtangaben
(31) Bestehen einer Beteiligung (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG)
Die Meldungen über das Bestehen einer Beteiligung an der LANXESS AG sind in den Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG aufgeführt.
(32) Derivative Finanzinstrumente
Die LANXESS AG und Gesellschaften des LANXESS Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Marktpreisrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte, Zinsswaps und Warenterminkontrakte.
Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt.
Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Marktpreisen zurückgehen.
Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen wie Währungen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten aufgrund sinkender Preise durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.
Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos werden den Banken Kontrahentenlimite zugeteilt sowie Rahmenverträge eingesetzt, die im Falle der Insolvenz eines Vertragspartners eine Aufrechnung der Marktwerte der offenen derivativen Geschäfte vorsehen.
Das Nominalvolumen der mit externen Vertragspartnern abgeschlossenen Derivate belief sich zum 31.12.2017 auf 2.175 Mio. € (Vorjahr: 1.897 Mio. €). Mit Konzerngesellschaften wurden gegenläufige Derivate von nominal 1.510 Mio. € (Vorjahr: 879 Mio. €) abgeschlossen. Insgesamt bestanden damit derivative Geschäfte im Nominalvolumen von 3.685 Mio. € (Vorjahr: 2.776 Mio. €). Hierin enthalten waren auch solche Geschäfte, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden.
Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:
scroll
| in T€ | Nominalwerte | Marktwerte | Buchwerte | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | ||||||
| - positive Marktwerte | 1.840.679 | 1.544.792 | 83.193 | 32.383 | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 927.637 | 1.632.452 | 37.968 | 37.518 | 2.824 | 831 |
| 2.768.316 | 3.177.244 | 45.225 | - 5.135 | - 2.824 | - 831 | |
| Zinsswaps | ||||||
| - positive Marktwerte | 0 | 500.000 | 0 | 531 | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 500.000 | 0 | 531 | 0 | 0 | |
| Warenterminkontrakte | ||||||
| - positive Marktwerte | 3.681 | 4.057 | 449 | 382 | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 3.681 | 4.057 | 449 | 382 | 0 | 0 |
| 7.362 | 8.114 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 2.775.678 | 3.685.358 | 45.225 | - 4.604 | - 2.824 | - 831 |
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Währungsrisiken
Zur Absicherung von Währungsrisiken setzte die LANXESS AG Devisentermingeschäfte ein.
Die Sicherungsmaßnahmen umfassen externe Devisentermingeschäfte die einer Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung dienen und spiegelbildlich an diese Konzerngesellschaften weitergegeben werden.
Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung bestanden externe Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 311,7 Mio. € (Vorjahr: 340,7 Mio. €) mit einem beizulegenden Zeitwert von 14,9 Mio. € (Vorjahr: 20,2 Mio. €). Ihnen standen gegenläufige Geschäfte mit Unternehmen des Konzerns von nominal 311,7 Mio. € (Vorjahr: 337,0 Mio. €) gegenüber; ihr beizulegender Zeitwert belief sich auf -14,9 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €). Wertänderungen korrespondierender externer und interner Geschäfte verhalten sich jeweils gegenläufig und gleichen sich mit Fälligkeit bis zum Jahr 2020 aus. Die Geschäfte waren in Bewertungsportfolios zusammengefasst und wurden bilanziell nicht erfasst.
Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der LANXESS AG sowie der Konzernunternehmen (bilanzielles Exposure) schloss die LANXESS AG Devisentermingeschäfte mit externen Vertragspartnern im Nominalvolumen von 1.359,5 Mio. € (Vorjahr: 1.556,5 Mio. €) ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug 6,1 Mio. € (Vorjahr: 37,3 Mio. €). Die Geschäfte wurden teilweise an Konzerngesellschaften weitergereicht; diese internen Gegengeschäfte machten nominal 1.194,4 Mio. € (Vorjahr: 537,7 Mio. €) bei einem beizulegenden Zeitwert von -11,2 Mio. € (Vorjahr: 7,9 Mio. €) aus. Soweit zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften abgeschlossene Devisentermingeschäfte über interne Geschäfte an die betroffenen Konzerngesellschaften weitergereicht wurden, erfolgte eine Zusammenfassung der sich gegenläufig verhaltenden Geschäfte zu Bewertungsportfolios. Hierin standen sich aus externen und internen Geschäften zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwerte von per Saldo 6,1 Mio. € bzw. -11,2 Mio. € (Vorjahr: 37,3 Mio. € bzw. 7,9 Mio. €) gegenüber. Sie werden überwiegend im Jahr 2018 und im Übrigen spätestens im Jahr 2020 fällig. Die Geschäfte waren bilanziell nicht erfasst.
Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung des bilanziellen Fremdwährungsexposures von Konzerngesellschaften dienten und denen keine korrespondierenden internen Gegengeschäfte gegenüberstanden, belief sich auf -0,8 Mio. € (Vorjahr: -2,8 Mio. €). Der negative Marktwert wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.
Weitere Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) wurden aus Währungsdarlehen, die die LANXESS AG bei Konzernunternehmen aufgenommen bzw. an diese gewährt hatte, und den zu ihrer Absicherung abgeschlossenen sich gegenläufig verhaltenden Devisentermingeschäften gebildet. Die gesicherten Darlehen hatten zum Abschlussstichtag einen Buchwert von 48,3 Mio. € (Vorjahr: 50,5 Mio. €) für gewährte bzw. von 88,8 Mio. € (Vorjahr: 911,2 Mio. €) für aufgenommene Darlehen. Per Saldo bestand ein Währungsrisiko von 4,3 Mio. € (Vorjahr: -46,7 Mio. €). Die externen Devisenkontrakte wiesen per Saldo einen negativen Zeitwert von -0,8 Mio. € (Vorjahr: -2,8 Mio. €) auf, sind jeweils im Jahr 2018 fällig und bilanziell nicht erfasst.
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Zinsrisiken
Zur Absicherung von Zinsrisiken bei der Emission von Finanzierungsinstrumenten setzte die LANXESS AG Zinsswaps ein.
Die Sicherungsmaßnahmen umfassen externe Zinsswaps, die einer Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte zur Refinanzierung des Konzerns dienen und direkt durch die LANXESS AG am Kapitalmarkt emittiert werden sollen.
Zur Abdeckung der Zinsrisiken schloss die LANXESS AG Zinsswaps mit externen Partnern mit einem Nominalvolumen von 500 Mio. € ab.
Für diese Sicherungsbeziehung ist angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls eine antizipative Bewertungseinheit gebildet worden (Mikro-Bewertungseinheit). Die sehr hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ist am Bilanzstichtag gegeben, da wesentliche risikobestimmende Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen (Critical Terms Match-Methode). Die Bildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
Der beizulegende Zeitwert des Sicherungsgeschäfts betrug zum Bilanzstichtag 0,5 Mio. € und wurde voll in die Bewertungseinheit einbezogen. Zum Bilanzstichtag bestand kein Rückstellungsbedarf aus Verlustüberhängen.
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Preisrisiken
Die externen Warenterminkontrakte, die alle innerhalb eines Jahres fällig werden, wurden spiegelbildlich an Konzerngesellschaften weitergegeben. Die Ergebnisse der bis zum Jahresende beendeten Geschäfte glichen sich aus. Zur Bewertung der noch offenen Geschäfte wurden jeweils Microbewertungseinheiten gebildet, sodass per Saldo kein Ergebnis entstand.
Bewertungsmethoden
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Im Einzelnen gelten dabei folgende Grundsätze:
| ― | die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden mit der „Forward-Methode" aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. |
| ― | die Marktwerte der Zinsswaps wurden mit der "Discounted Cash Flow"-Methode auf Basis der Zinsstrukturkurve zum Bewertungsstichtag ermittelt. |
| ― | die Marktwerte der Warentermingeschäfte wurden ebenfalls mit der „Forward-Methode" aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. |
Zur Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode herangezogen.
(33) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 a HGB)
Für das Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 14.581 T€ (Vorjahr: 11.852 T€). Hiervon entfielen auf die jährliche Vergütung (Festvergütung, Annual Performance Payment (APP), Sachbezüge und sonstige) 10.362 T€ (Vorjahr: 7.545 T€), auf Bezüge für das Vorjahr minus 86 T€ (Vorjahr: minus 147 T€) sowie auf die mehrjährige Vergütung 4.305 T€ (Vorjahr: 4.454 T€).
In der mehrjährigen Vergütung sind Bezüge im Rahmen des Long Term Performance Bonus (LTPB) von 2.721 T€ (Vorjahr: 1.857 T€) und im Rahmen des anteilsbasierten Long Term Stock Performance Plan (LTSP) enthalten. Innerhalb des LTSP wurden 1.740.000 (Vorjahr: 4.440.000) Vergütungsrechte gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 1.584 T€ (Vorjahr: 2.597 T€). Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich ein Aufwand aus der anteilsbasierten Vergütung von 1.558 T€ (Vorjahr: 3.430 T€).
Daneben fielen Nettoaufwendungen für die Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 2.585 T€ (Vorjahr: 1.385 T€) an. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs der zum Jahresende aktiven Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2017 lag bei 14.277 T€ (Vorjahr: 11.691 T€). Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2017 im Abschnitt Vergütungsbericht.
Vergütung des Aufsichtsrates:
scroll
| in T€ | Feste Vergütung | Vergütung der Ausschusstätigkeit | Sitzungsgeld | Langfristige Vergütung | Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | 1.160 | 480 | 183 | 0 | 1.823 |
| 2016 | 1.160 | 468 | 191 | 0 | 1.819 |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2016 Gesamtbezüge von 1.823 T€ (Vorjahr: 1.819 T€). Die für die Mitglieder des Aufsichtsrats gebildete Rückstellung für mehrjährige Vergütung belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 950 T€ (Vorjahr: 588 T€).
Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im LANXESS Konzern sind, Gehälter im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Die Höhe der Gehälter entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern.
Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2017 im Abschnitt Vergütungsbericht.
(34) Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands sowie Vorstandsmitglieder, die Ihre Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet haben (gemäß § 285 Nr. 9 a Satz 6 dd und Nr. 9 b HGB)
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 473 T€ (Vorjahr: 1.244 T€) und betreffen erfolgte Zahlungen aus der Altersversorgung. Es wurden 2.203 T€ (Vorjahr: 603 T€) an laufendem Pensionsaufwand erfasst.
Für den Verpflichtungsumfang laufender Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes sind Rückstellungen zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 27.772 T€ (Vorjahr: 26.041 T€) gebildet.
(35) Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 c HGB)
Zum 31. Dezember 2017 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.
(36) Ausschüttungsgesperrte Beträge (gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB)
Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
scroll
| in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen (7-Jahres-Durchschnittszinssatz) | 66.288 | 75715 |
| abzüglich Rückstellungen für Pensionen (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) | - 58.345 | - 65.487 |
| Unterschiedsbetrag | 7.943 | 10.228 |
| Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge | 7.943 | 10.228 |
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn in Höhe von 189.484 T€.
(37) Nachtragsbericht
Nach dem 31. Dezember 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG zu erwarten ist.
(38) Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, zu beschließen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 115.662 T€ eine Dividendenzahlung von 73.218 T€ (0,80 € je dividendenberechtigte Stückaktie) vorzunehmen und den verbleibenden Betrag von 42.444 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.
(39) Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden die nachstehend genannten Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2017).
Als Vertreter der Anteilseigner gehören derzeit die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an:
Dr. Rolf Stomberg (Vorsitzender)
| • | Ehem. Chief Executive der Sparte Shipping, Refining und Marketing von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien |
| • | Ehem. Mitglied des Board of Directors von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* (Vorsitzender) |
| • | Biesterfeld AG, Hamburg* |
| • | HOYER GmbH, Hamburg |
| • | KEMNA Bau Andrae GmbH & Co. KG, Pinneberg (bis 11. Juli 2017) |
Dr. Heike Hanagarth
| • | Unternehmensberaterin |
| • | Ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Bahn AG, Berlin Weitere |
Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* |
| • | aichele GROUP GmbH & Co. KG, Bretten |
| • | Gilde Buy Out Partners BV, Utrecht/Niederlande (seit 1. September 2017) |
Dr. Friedrich Janssen
| • | Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG, Essen |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* |
| • | National-Bank AG, Essen* |
| • | Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender des Beirats) |
Lawrence A. Rosen
| • | Ehemaliges Mitglied des Vorstandes der Deutsche Post AG |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* |
| • | Qiagen N.V., Venlo/Niederlande |
Theo H. Walthie
| • | Selbstständiger Berater |
| • | Ehemaliger Global Business President des Geschäftsbereichs Hydrocarbons & Energyder Dow Chemical Company |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* |
| • | NBE Therapeutics AG, Basel/Schweiz(Präsident des Verwaltungsrats) |
Dr. Matthias L. Wolfgruber
| • | Selbstständiger Berater |
| • | Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der ALTANA AG |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* |
| • | Grillo Werke AG, Duisburg* |
| • | ALTANA AG, Wesel* |
| • | ARDEX GmbH, Witten (Vorsitzender des Beirats) |
| • | Cabot Corporation, Boston, Massachusetts/Vereinigte Staaten von Amerika |
* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte
Als Vertreter der Arbeitnehmer gehören derzeit und/oder gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an (Mandate der ausgeschiedenen Mitglieder beziehen sich auf den Zeitpunkt des Ausscheidens):
Ralf Sikorski (Stellvertretender Vorsitzender)
| • | Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE, Hannover |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | RAG AG, Herne* |
| • | RAG Deutsche Steinkohle AG, Herne* |
| • | RWE AG, Essen* |
| • | RWE Power AG, Köln und Essen* (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | RWE Generation AG, Essen* |
| • | KSBG - Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen* (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | KSBG - Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH, Essen* ( Stellvertretender Vorsitzender) |
Werner Czaplik
| • | Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats LANXESS und des Konzernbetriebsrats |
| • | Mitglied des Betriebsrats LANXESS am Standort Leverkusen |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* |
Dr. Hans-Dieter Gerriets
| • | Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses der leitenden Angestellten der LANXESS AG und Vorsitzender des Sprecherausschusses LANXESS; Verantwortlicher Betriebsleiter eines Produktionsbetriebes der Business Unit Advanced Industrial Intermediates der LANXESS Deutschland GmbH |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* |
Thomas Meiers
| • | Vorstandssekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hannover |
| • | zuvor: Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Köln |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* |
| • | INEOS Deutschland Holding GmbH, Köln* |
| • | INEOS Köln GmbH, Köln* |
Manuela Strauch
| • | Vorsitzende des Betriebsrats LANXESS am Standort Uerdingen |
| • | Mitglied im Gesamtbetriebsrat LANXESS |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* |
Ifraim Tairi
| • | Vorsitzender des Betriebsrats LANXESS am Standort Dormagen |
| • | Mitglied im Gesamtbetriebsrat LANXESS |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln* |
| • | ARLANXEO Deutschland GmbH, Dormagen* |
* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte
Vorstand
Dem Vorstand der Gesellschaft gehören derzeit folgende Herren an:
scroll
| Mitglied des Vorstands | Externe Mandate | Konzernmandate |
|---|---|---|
| Matthias Zachert | • Mitglied im Aufsichtsrat der Siemens AG, Berlin und München (eingetreten zum 31. Januar 2018) | • Vorsitzender der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsvorsitzender | • Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der ARLANXEO Holding B.V. | |
| Dr. Hubert Fink | • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH | |
| Vorstandsmitglied | • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Saltigo GmbH | |
| Stephen C. Forsyth | • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions US Inc. | |
| Vorstandsmitglied (eingetreten zum 1. Juni 2017) | • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Canada Co./Cie | |
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Laurel de Mexico, S.A. de C.V. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der Chemtura Corporation Mexico, S. de R.L. de C.V. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der Crompton Servcios, SA de C.V. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der Great Lakes Chemical Corporation | ||
| • Mitglied des Board of Directors der Assured Insurance Company | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Holding CompanyUS Inc. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Sybron Chemicals Inc. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der Sybron Chemical Holdings Inc. | ||
| • Mitglied des Board of Directors THE LANXESS Foundation Inc. | ||
| Michael Pontzen | • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH | |
| Vorstandsmitglied und Finanzvorstand | • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Corp. | |
| • Mitglied des Gesellschafterausschusses der ARLANXEO | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions Korea Inc. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions US Inc. | ||
| Dr. Rainier van Roessel | • Mitglied im Aufsichtsrat der Currenta Geschäftsführungs-GmbH, Leverkusen | • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor | • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS S.A. de C.V. | |
| • Geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungsrats der LANXESS N.V. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Hong Kong Ltd. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Pte. Ltd. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Corp. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Chemical (China) Co. Ltd. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS India Private Ltd. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS KK | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Thai Co., Ltd. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions US Inc. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions Korea Inc. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Solutions Japan K.K. |
Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
scroll
| Mitteilungspflichtiger | Datum der Änderung | Schwellenwert | Stimmrechtsanteil über Aktien | Stimmrechtsanteil über Instrumente | Zurechnung der Stimmrechte | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in % | absolut | in % | absolut | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA | 07.12.2017 | 5,00 % | 5,15 % | 4.713.269 | 0,76 % | 695.832 | BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA (5,15 % gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F. & 0,76 % gemäß § 25 Abs. 1 WpHG a.F., § 38 Abs. 1 WpHG n.F.) |
| The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, California, USA | 22.11.2017 | 5,00 % | 5,02 % | 4.598.544 | 0,00 % | 0 | The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, California, USA(5,02 % gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.) |
| Warren E. Buffett | 21.12.2017 | 5,00 % | 5,02 % | 4.589.596 | 0,00 % | 0 | General Reinsurance AG, Köln, Deutschland (5,02 % gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.) |
| Ministryof Finance on behalf of the State of Norway, Oslo, Norwegen | 20.12.2017 | 5,00 % | 5,01 % | 4.583.900 | 0,56 % | 510.294 | Norges Bank, Oslo, Norway (5,01 % gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F. & 0,56 % gemäß § 25 Abs. 1 WpHG a.F., § 38 Abs. 1 WpHG n.F.) |
| Government of Singapore, acting by and through the Ministry of Finance, Singapore, Singapore | 21.12.2017 | 5,00 % | 5,01 % | 4.583.610 | 0,00 % | 0 | GIC Private Limited, Singapore, Singapore (5,01 % gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.) |
| Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA | 23.10.2015 | 3,00 % | 3,04 % | 2.779.376 | 0,00 % | 0 | Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA(3.04 % gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.) |
| Allianz Global Investors, GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland | 23.11.2016 | 3,00 % | 3,02 % | 2.765.955 | 0,00 % | 0 | Allianz Global Investors, GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland (3,02 % gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.) |
| Dimensional Holdings Inc., Austin, Texas, USA | 28.06.2017 | 3,00 % | 3,00 % | 2.740.730 | 0,00 % | 0 | Dimensional Holdings Inc., Austin, Texas, USA (3,00 % gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F.) |
| Union Investment Privatfonds GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland | 12.09.2017 | 3,00 % | 2,97 % | 2.718.481 | 0,27 % | 250.000 | Union Investment Privatfonds GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland (2,97 % gemäß §§ 21, 22 WpHG a.F., §§ 33, 34 WpHG n.F. & 0,27 % gemäß § 25 Abs. 1 WpHG a.F., § 38 Abs. 1 WpHG n.F.) |
Aufstellung des Anteilsbesitzes
An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die LANXESS AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen.
scroll
| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil ( %) | Eigenkapital Mio. € |
Ergebnis Mio. € |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| ARLANXEO Deutschland GmbH, Dormagen | 100 | 138 | 43 |
| Bond-Laminates GmbH, Brilon | 100 | 3 | 0* |
| IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin | 100 | 31 | 0* |
| IMD Natural Solutions GmbH, Dortmund | 100 | 2 | - 1** |
| LANXESS Accounting GmbH, Köln | 100 | 0 | 0* |
| LANXESS Buna GmbH, Marl | 100 | 8 | 0* |
| LANXESS Deutschland GmbH, Köln | 100 | 1.299 | 0* |
| LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen | 100 | 4 | 0* |
| LANXESS OMS Holding GmbH, Bergkamen | 100 | 54 | - 5 |
| LANXESS Organometallics GmbH, Bergkamen | 100 | 23 | 0* |
| SALTIGO GmbH, Leverkusen | 100 | 28 | 0* |
| EMEA (ohne Deutschland) | |||
| Anderol B.V., Venlo (Niederlande) | 100 | 12 | 4 |
| Antec Internation Ltd., Sudbury, Suffolk (Großbritannien) | 100 | 15 | 8 |
| ARLANXEO Belgium N.V., Zwijndrecht (Belgien) | 100 | 131 | 3 |
| ARLANXEO Branch Offices B.V., Maastricht (Niederlande) | 100 | 0 | 0 |
| ARLANXEO Elastomères France S.AS., Lillebonne (Frankreich) | 100 | 104 | 9 |
| ARLANXEO Emulsion Rubber France SAS., La Wantzenau (Frankreich) | 100 | 32 | 0 |
| ARLANXEO Holding B.V., Maastricht (Niederlande) | 50 | 2.550 | 70 |
| ARLANXEO Netherlands B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) | 100 | 139 | 16 |
| ARLANXEO Switzerland SA, Granges-Paccot (Schweiz) | 100 | 24 | 21 |
| Chemours JerseyLtd., St Helier (Jersey) | 100 | 23 | 0 |
| Chemtura France S.A.S., FitzJames (Frankreich) | 100 | 5 | 0 |
| Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) | 52 | 5 | 1 |
| Great Lakes Chemical (Netherlands) B.V., Amsterdam (Niederlande) | 100 | 3 | 0 |
| Great Lakes Holding S.A.S., Fitz James (Frankreich) | 100 | 6 | 0 |
| LANXESS (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | 30 | 0 |
| LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) | 100 | 16 | 2 |
| LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) | 100 | 1.396 | - 73 |
| LANXESS Chrome Mining (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | - 28 | 7 |
| LANXESS CISA (Pty.) Ltd., Newcastle (Südafrika) | 100 | 54 | - 3 |
| LANXESS Epierre SAS, Epierre (Frankreich) | 100 | 1 | 0 |
| LANXESS Holding Switzerland AG, Frauenfeld (Schweiz) | 100 | 475 | 0 |
| LANXESS Holding UK Unlimited, Manchester (Großbritannien) | 100 | 77 | 0 |
| LANXESS Investments Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) | 100 | 115 | 0 |
| LANXESS Kimya Ticaret Limited Çirketi, Istanbul (Türkei) | 100 | 4 | 2 |
| LANXESS Limited, Newbury(Großbritannien) | 100 | 24 | 1 |
| LANXESS Manufacturing Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) | 100 | 218 | 2 |
| LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) | 100 | 248 | 11 |
| LANXESS S.A.S., Courbevoie (Frankreich) | 100 | 110 | 1 |
| LANXESS S.r.l., Mailand (Italien) | 100 | 19 | 3 |
| LANXESS Sales Netherlands B.V., Amsterdam (Niederlande) | 100 | 15 | 3 |
| LANXESS Services Switzerland GmbH, Frauenfeld (Schweiz) | 100 | 63 | 0 |
| LANXESS Solutions Belgium N.V., Antwerpen (Belgien) | 100 | 5 | 0 |
| LANXESS Solutions Italy S.r.L., Latina (Italien) | 100 | 73 | 7 |
| LANXESS Solutions UK Ltd., Manchester (Großbritannien) | 100 | 209 | 8 |
| LANXESS Switzerland GmbH, Frauenfeld (Schweiz) | 100 | 244 | - 6 |
| LANXESS Urethanes UK Ltd., Baxenden NR Accrington (Großbritannien) | 100 | 20 | 2 |
| OOO LANXESS Lipetsk, Lipetsk (Russland) | 100 | 2 | 0 |
| OOO LANXESS, Moskau (Russland) | 100 | 3 | 1 |
| Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) | 100 | 99 | 0 |
| Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury (Großbritannien) | 100 | 0 | 0 |
* Ergebnis nach Ergebnisabführung
** Jahresabschluss zum 30.06.2017
scroll
| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil ( %) | Eigenkapital Mio. € |
Ergebnis Mio. € |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Unternehmen (Fortsetzung) | |||
| Nordamerika ARLANXEO Canada Inc., Sarnia (Kanada) | 100 | 102 | 4 |
| ARLANXEO USA Holdings Corp., Pittsburgh (USA | 100 | - 4 | - 3 |
| ARLANXEO USA LLC, Pittsburgh (USA) | 100 | 63 | - 14 |
| Assured Insurance Company, Montpelier (USA) | 100 | 1 | 0 |
| Great Lakes Chemical Corporation, Wilmington, New Castle (USA) | 100 | 1.000 | 37 |
| LANXESS Canada Co./Cie, Elmira (Kanada) | 100 | - 86 | - 11 |
| LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) | 100 | 2.076 | 18 |
| LANXESS Holding CompanyUS Inc., Wilmington, New Castle (USA) | 100 | 261 | 0 |
| LANXESS Laurel US LLC, Wilmington, New Castle (USA | 100 | 14 | 0 |
| LANXESS Services US LLC, Wlmington, New Castle (USA) | 100 | - 1 | 0 |
| LANXESS Solutions US Inc., Wilmington, New Castle (USA) | 100 | 2.270 | - 136 |
| LANXESS Sybron Chemicals Inc., Birmingham (USA) | 100 | 23 | - 3 |
| Sybron Chemical Holdings Inc., Wilmington (USA) | 100 | 0 | 0 |
| Lateinamerika | |||
| ARLANXEO Brasil SA, Duque de Caxias (Brasilien) | 100 | 262 | 49 |
| Chemtura Corporation Mexico, S. de R.L. de C.V., Atizapan de Zaragoza (Mexiko) | 100 | 14 | 1 |
| LANXESS Indùstria de Poliuretanos e Lubrificantes Ltda., Rio Claro (Brasilien) | 100 | 16 | - 1 |
| LANXESS Industria de Produtos Quimicos e Plasticos Ltda., Säo Paulo (Brasilien) | 100 | 70 | - 1 |
| LANXESS Laurel de Mexico, S.A. de C.V., Reynosa (Mexiko) | 100 | 2 | 0 |
| LANXESS S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) | 100 | 18 | 4 |
| LANXESS S.A., Buenos Aires (Argentinien) | 100 | 11 | - 73 |
| Rhein Chemie Uruguay SA, Colonia (Uruguay) | 100 | 1 | 0 |
| Asien/Pazifik | |||
| ARLANXEO High Performance Elastomers (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) | 100 | 56 | - 36 |
| ARLANXEO Singapore Pte. Ltd, Singapur (Singapur) | 100 | 577 | - 27 |
| ARLANXEO-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China) | 50 | 11 | 0 |
| Chemtura Chemicals Nanjing Co. Ltd., Nanjing (China) | 100 | 12 | 0 |
| Chemtura China Holding Co. Ltd., Schanghai (China) | 100 | 60 | 0 |
| Chemtura Shanghai Co. Ltd., Schanghai (China) | 100 | 2 | 0 |
| LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) | 100 | 31 | 7 |
| LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) | 100 | - 1 | - 1 |
| LANXESS (Ningbo) Pigments Co., Ltd., Ningbo City (China) | 100 | - 11 | - 15 |
| LANXESS (Wuxi) High Performance Composite Materials CompanyLimited, Wuxi (China) | 100 | 132 | 16 |
| LANXESS Additives Hong Kong Ltd., Hongkong (Hong Kong) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS Additives Taiwan Ltd., Kaohsiung (Taiwan) | 100 | 10 | 0 |
| LANXESS Advanced Materials (Nantong) Co. Ltd., Nantong (China) | 100 | 20 | - 9 |
| LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Shanghai (China) | 100 | 38 | 1 |
| LANXESS Electronic Materials L.L.C., Gyeonggi-do (Korea) | 100 | 14 | - 5 |
| LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) | 100 | 276 | 8 |
| LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) | 100 | 173 | 10 |
| LANXESS K.K., Tokio (Japan) | 100 | 41 | 3 |
| LANXESS Korea Limited, Seoul (Südkorea) | 100 | 17 | 2 |
| LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 49 | 6 |
| LANXESS PTY Ltd., Lidcombe (Australien) | 100 | 9 | 1 |
| LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Shanghai (China) | 100 | 49 | 27 |
| LANXESS Solutions Australia Pty. Ltd., West Gosford (Australien) | 100 | 3 | 1 |
| LANXESS Solutions India Private Ltd., Neu-Delhi (Indien) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS Solutions Japan K.K., Tokyo (Japan) | 100 | 20 | 2 |
| LANXESS Solutions Korea Inc., Gyeonggi-do (Korea) | 100 | 8 | 0 |
| LANXESS Solutions Singapore Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 4 | 0 |
| LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Shanghai (China) | 100 | - 7 | - 7 |
| LANXESS Taiwan Ltd., Kaohsiung (Taiwan) | 100 | 18 | 2 |
| Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) | 90 | 40 | 1 |
* Jahresabschluss zum 31.03.2017
scroll
| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil ( %) | Eigenkapital Mio. € |
Ergebnis Mio. € |
|---|---|---|---|
| Gemeinschaftlich geführte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| DuBay Polymer GmbH, Hamm | 50 | 33 | 2 |
| Nordamerika | |||
| Rubicon LLC, Salt Lake City(USA) | 50 | 15 | - 9 |
| At equity bewertete assoziierte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen | 40 | 36 | 24 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung | |||
| Deutschland | |||
| LANXESS Middle East GmbH, Köln | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS Digital GmbH, Berlin | 100 | 0 | 0* |
| Siebte LXS GmbH | 100 | 0 | 0 |
| EMEA (ohne Deutschland) | |||
| Gulf Stabilizers Industries Sales FZCO, Dubai (VAE) | 52 | 0 | 0 |
| W. Hawley & Son Ltd., Newbury(Großbritannien) | 100 | 0 | 0 |
| Nordamerika | |||
| LANXESS Energy LLC, Wilmington (USA) | 100 | 0 | 0 |
| Lateinamerika | |||
| Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) | 100 | 0 | 0 |
| Crompton Servicios, S.A. de C.V., Atizapan de Zaragoza (Mexiko) | 100 | 0 | 0 |
| Petroflex Trading SA, Montevdeo (Uruguay) | 100 | 0 | 0 |
| Asien/Pazifik | |||
| LANXESS Thai Co., Ltd., Bangkok (Thailand) | 100 | 0 | 0 |
| PCTS SpecialtyChemicals Malaysia (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (Malaysia) | 100 | 0 | 0 |
| Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung | |||
| Lateinamerika | |||
| Hidrax Ltda., Taboão da Serra (Brasilien) | 39 | 1 | 0 |
* Ergebnis nach Ergebnisabführung
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des LANXESS Konzerns sowie der LANXESS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des LANXESS Konzerns bzw. der LANXESS AG beschrieben sind.
Köln, den 28. Februar 2018
LANXESS Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Matthias Zachert
Dr. Hubert Fink
Stephen C. Forsyth
Michael Pontzen
Dr. Rainier van Roessel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die LANXESS Aktiengesellschaft, Köln
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 und |
| • | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
| (1) | Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen |
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
| (1) | Sachverhalt und Problemstellung |
| (2) | Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse |
| (3) | Verweis auf weitergehende Informationen |
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
(1) Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
(1) In dem Jahresabschluss der LANXESS AG werden unter dem Bilanzposten „Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 739 Mio. (14,5 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Es handelt sich dabei um die Beteiligung an der LANXESS Deutschland GmbH, die wiederum weitere Beteiligungen hält.
Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH werden auch die beizulegenden Werte ihrer mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen berücksichtigt, da diese einen wesentlichen Einfluss auf den beizulegenden Wert der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH haben können. Eine Ermittlung des jeweiligen beizulegenden Werts der LANXESS Deutschland GmbH und ihrer mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen erfolgt, sofern Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf vorliegen. In diesem Zusammenhang werden die Beteiligungen darauf hin untersucht, ob der Beteiligungsbuchwert nicht durch entsprechendes (anteiliges) Eigenkapital der Gesellschaft gedeckt ist, die Gesellschaft eine Verlusthistorie aufweist oder sonstige Indikatoren vorliegen, die zu einer dauerhaften Wertminderung der Beteiligung führen könnten.
Die beizulegenden Werte für Beteiligungen werden grundsätzlich als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den erstellten Planungsrechnungen ergeben, ermittelt.
Aus den Untersuchungen auf Anzeichen eines Wertminderungsbedarfs und den ermittelten beizulegenden Werten ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf.
Das Ergebnis der Untersuchungen und Bewertungen ist insbesondere von Planungsrechnungen, der Einschätzung künftiger Zahlungsmittelzuflüsse sowie von Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten abhängig, die mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet sind. Vor diesem Hintergrund und angesichts der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der LANXESS AG war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung der Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH nachvollzogen und beurteilt. Wir haben anhand von Jahresabschlüssen der LANXESS Deutschland GmbH nachvollzogen, dass der Buchwert der Beteiligung an der LANXESS Deutschland GmbH durch das Eigenkapital der Gesellschaft gedeckt ist und eine Verlusthistorie nicht besteht. Darüber hinaus haben wir Befragungen beim Mandanten durchgeführt, Unterlagen auf Sachverhalte durchgesehen, die zu einer dauerhaften Wertminderung dieser Beteiligung führen könnten und diesbezüglich auch Informationen der gesetzlichen Vertreter eingeholt. Ebenfalls haben wir uns die Planungsrechnungen der verschiedenen Geschäftsbereiche auf Ebene der LANXESS AG angesehen und nachvollzogen, dass sich daraus ebenfalls nicht auf eine dauerhafte Wertminderung der Beteiligung schließen lässt. Die Angemessenheit der in den Planungsrechnungen verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern genehmigten Fünf-Jahresplanung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein.
Darüber hinaus haben wir die Werthaltigkeit der Beteiligungen, welche von der LANXESS Deutschland GmbH gehalten werden, beurteilt. Dabei haben wir nachvollzogen, ob der Beteiligungsbuchwert durch das (anteilige) Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gedeckt ist. Für die Gesellschaften mit einem (anteiligen) Eigenkapital unter dem Beteiligungsbuchwert, einer Verlusthistorie oder sonstigen Indikatoren, die zu einer dauerhaften Wertminderung der Beteiligung führen könnten, haben wir die entsprechende Ermittlung des beizulegenden Werts für diese Beteiligung erhalten und beurteilt, ob die beizulegenden Werte sachgerecht ermittelt wurden und Auswirkungen auf den Buchwert der Beteiligung an der LANXESS Deutschland GmbH haben.
Das Vorgehen der gesetzlichen Vertreter zur Durchführung der Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an der LANXESS Deutschland GmbH und die dabei angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.
(3) Die Angabe der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen ist im Anhang in dem Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und §
315d HGB.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. November 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2004 als Abschlussprüfer der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jörg Sechser.
Köln, den 2. März 2018
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer
Jörg Sechser, Wirtschaftsprüfer