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LANXESS AG Annual Report 2016

Apr 26, 2017

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Annual Report

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LANXESS Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT VON LANXESS KONZERN UND LANXESS AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Konzernstruktur

Rechtliche Struktur

Die LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Ihr ist die LANXESS Deutschland GmbH als 100 %ige Tochter untergeordnet. Dieser unterstehen die in- und ausländischen Beteiligungen.

An folgenden wesentlichen Gesellschaften ist die LANXESS AG mittel- oder unmittelbar zu 100% beteiligt:

Wesentliche mittel- und unmittelbare Beteiligungen der LANXESS AG

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Name und Sitz Funktion Segmente
LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Performance Chemicals / High Performance Materials
LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Performance Chemicals / High Performance Materials
LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates / Performance Chemicals / High Performance Materials
LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates High Performance Materials
LANXESS Chemicals S.L., Barcelona (Spanien) Holdinggesellschaft Advanced Intermediates / Performance Chemicals / High Performance Materials
Saltigo GmbH, Leverkusen (Deutschland) Produktion und Vertrieb Advanced Intermediates

Im Rahmen der mit Saudi Aramco gebildeten strategischen Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken, die im Abschnitt „Geschäftsorganisation und Konzernportfolio" dieses Lageberichts erläutert wird, ist die LANXESS AG zu 50 % an der ARLANXEO Holding B.V., Sittard-Geleen (Niederlande), beteiligt. Dieser Tochtergesellschaft sind die folgenden wesentlichen Beteiligungen zu 100 % zugeordnet:

Wesentliche unmittelbare Beteiligungen der ARLANXEO Holding B.V.

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Name und Sitz Funktion Segment
ARLANXEO Singapore Pte. Ltd., Singapur (Singapur) Produktion und Vertrieb ARLANXEO
ARLANXEO Elastomères France S.A.S., Lillebonne (Frankreich) Produktion und Vertrieb ARLANXEO
ARLANXEO Netherlands B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) Produktion und Vertrieb ARLANXEO
ARLANXEO Brasil S.A., Rio de Janeiro (Brasilien) Produktion und Vertrieb ARLANXEO
ARLANXEO Canada Inc., Sarnia (Kanada) Produktion und Vertrieb ARLANXEO
ARLANXEO Switzerland S.A., Granges-Paccot (Schweiz) Vertrieb ARLANXEO

Organisation der Leitung und Kontrolle

Die LANXESS AG besitzt eine duale Führungsstruktur. Sie besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Den Aufsichtsrat unterstützt ein Prüfungsausschuss für Finanzthemen, der aus seinen Reihen besetzt wird. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds.

Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen in der Corporate-Governance-Berichterstattung.

Geschäftstätigkeit

Geschäftsorganisation und Konzernportfolio

Im Rahmen der Neuausrichtung durch das Programm „Let's LANXESS again" hat LANXESS mit der Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A., Den Haag (Niederlande), eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken unter dem Namen ARLANXEO gegründet, an der beide Partner zu jeweils 50 % beteiligt sind. Saudi Aramco hat auf Basis einer vorläufigen Kaufpreisermittlung für seinen Anteil nach Abzug von Schulden und anderen finanziellen Verbindlichkeiten eine Zahlung in Form einer Bareinlage von 1,2 Mrd. € geleistet. Die Transaktion wurde am 1. April 2016 wirtschaftlich abgeschlossen. Der Geschäftsbereich wird weiterhin in den LANXESS Konzernabschluss einbezogen und in den ersten drei Jahren vollkonsolidiert, da die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik in entscheidenden Punkten zu bestimmen. In diesem Zusammenhang ergaben sich Neugründungen von Gesellschaften sowie Umfirmierungen bestehender Gesellschaften, die in den Geschäftsbereich ARLANXEO eingebracht wurden. Einzelheiten zum Konsolidierungskreis finden sich im Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016.

Infolge der zuvor beschriebenen Transaktion haben sich auch unsere Konzernstrukturen verändert: Das in den Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers gebündelte und bislang im Segment Performance Polymers enthaltene Geschäft mit synthetischen Kautschuken wird seitdem als Segment ARLANXEO berichtet, während die ebenfalls bislang im Segment Performance Polymers enthaltene Business Unit High Performance Materials ein eigenes Segment darstellt. LANXESS berichtet seitdem über die folgenden vier Segmente, in denen unverändert insgesamt zehn Business Units das operative Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung betreiben: Advanced Intermediates, Performance Chemicals, High Performance Materials und ARLANXEO. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

Group Functions unterstützen unsere Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zur globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.

Am 31. August 2016 haben wir die Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions-und Hygienelösungen des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemours vollzogen. Der Geschäftsbereich mit weltweit rund 170 Mitarbeitern hat drei Produktionsstandorte, in Memphis und North Kingstown (USA) sowie Sudbury (Großbritannien), und wurde in die Business Unit Material Protection Products des Segments Performance Chemicals eingegliedert. Der erwartete jährliche EBITDA-Beitrag liegt bei etwa 20 Mio. €. Darüber hinaus sollen durch Wachstum und Synergieeffekte schrittweise bis zum Jahr 2020 weitere rund 10 Mio. € generiert werden. Im Jahr 2015 erwirtschaftete der erworbene Geschäftsbereich einen Umsatz von rund 100 Mio. €, etwa die Hälfte davon in Nordamerika. Der vorläufige Kaufpreis von rund 200 Mio. € wurde aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert. Mit dieser Übernahme haben wir den ersten Zukauf im Rahmen unserer strategischen Neuausrichtung getätigt. In diesem Zusammenhang erwarb LANXESS sämtliche Anteile an der Antec International Ltd., Sudbury (Großbritannien), der International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA), und der Chemours Jersey Ltd., St Helier (Jersey).

LANXESS bereitet sich außerdem auf die Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Chemtura vor, eines der großen, global tätigen Anbieter von hochwertigen Flammschutz- und Schmierstoff-Additiven. Mit dieser größten Akquisition in seiner Geschichte baut LANXESS sein eigenes Additiv-Portfolio deutlich aus und wird in diesem Wachstumsmarkt zu einem der größten Akteure weltweit. Neben den Additiven zählen auch die Geschäftsbereiche Urethane und Organometalle zum Portfolio von Chemtura. Laut den von Chemtura im Rahmen der Berichterstattung zum 31. Dezember 2016 veröffentlichten Zahlen erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. €, davon 43 % in Nordamerika. Das von Chemtura berichtete bereinigte EBITDA lag hiernach bei etwa 255 Mio. €. Der Unternehmenswert (inklusive Nettofinanzverbindlichkeiten und Pensionsverpflichtungen) beträgt rund 2,4 Mrd. €. Beide Unternehmen haben eine Vereinbarung für die Übernahme unterzeichnet. Sie sieht vor, dass die Chemtura-Aktionäre 33,50 US-Dollar je ausstehender Aktie in bar erhalten. Dies entspricht einem voraussichtlichen Kaufpreis von rund 1,9 Mrd. €, den LANXESS im Wesentlichen über bereits begebene Unternehmensanleihen sowie aus bestehenden liquiden Mitteln finanzieren wird. Die Chemtura-Aktionäre haben der Übernahme in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 1. Februar 2017 mit großer Mehrheit zugestimmt. Vorbehaltlich der Zustimmung einzelner Kartellbehörden sowie weiterer für eine derartige Transaktion üblicher Bedingungen wird die Akquisition voraussichtlich zur Mitte des Geschäftsjahres 2017 vollzogen.

Im Rahmen der Optimierung unserer Anlagennetzwerke für Kautschuke haben wir die Produktion von Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk am Standort Marl (Deutschland) zum Ende des ersten Quartals 2016 beendet. Im EPDM-Kautschuk-Produktionsnetzwerk von LANXESS war diese Anlage aufgrund ihrer verhältnismäßig geringen Kapazität sowie der im Vergleich höheren Energie- und Rohstoffkosten nicht mehr wettbewerbsfähig.

Kurzdarstellung der Segmente

Mit seinen Geschäften, die im Segment Advanced Intermediates zusammengefasst sind, gehört LANXESS zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet chemischer Zwischenprodukte für die Industrie sowie der Herstellung chemischer Vorprodukte und spezieller chemischer Wirkstoffe im Kundenauftrag.

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Advanced Intermediates
Business Units Anwendungen
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Advanced Industrial Intermediates Agrochemie, Automobilbereich,
Saltigo Bauindustrie, Duft- und Geschmacksstoffe,
Pharma, Reifenchemikalien

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Standorte
Brunsbüttel, Dormagen, Krefeld-Uerdingen Baytown, Bushy Park (USA)
und Leverkusen (Deutschland) Liyang (China)
Antwerpen (Belgien) Nagda, Jhagadia (Indien)

Im Segment Performance Chemicals fassen wir unsere anwendungsorientierten Geschäfte auf dem Gebiet der Prozess- und Funktionschemikalien zusammen.

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Performance Chemicals
Business Units Anwendungen
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Rhein Chemie Additives Kunststoff- und Kautschukadditive,
Inorganic Pigments Desinfektion, Schutz und Konservierung von
Material Protection Products Hölzern, Baumaterialien, Farben und
Leather Nahrungsmitteln, Farbpigmente,
Liquid Purification Technologies Materialien zur Lederverarbeitung
und zur Wasseraufbereitung

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Standorte
Bitterfeld, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, Porto Feliz (Brasilien)
Leverkusen und Mannheim (Deutschland) Burzaco, Merlo, Zárate (Argentinien)
Epierre (Frankreich) Changzhou, Qingdao, Schanghai und
Branston, Sudbury (Großbritannien) Ningbo (China)
Filago (Italien), Lipetsk (Russland) Jhagadia (Indien)
Vilassar de Mar (Spanien) Toyohashi (Japan)
Merebank, Newcastle und Rustenburg (Südafrika) Sydney (Australien)
Burgettstown, Chardon, Greensboro, Little Rock, Singapur (Singapur)
Memphis, North Kingstown, Pittsburgh (USA)

Im Segment High Performance Materials bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet technischer Kunststoffe.

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High Performance Materials
Business Unit Anwendungen
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High Performance Materials Automobilbereich, Bauindustrie, Elektro/Elektronik und Medizintechnik

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Standorte
Brilon, Hamm-Uentrop und Wuxi (China)
Krefeld-Uerdingen (Deutschland) Jhagadia (Indien)
Antwerpen (Belgien) Gastonia (USA)
Porto Feliz (Brasilien)

Im Segment ARLANXEO bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet synthetischer Kautschuke.

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ARLANXEO
Business Units Anwendungen
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Tire & Specialty Rubbers Reifen, Automobilbereich,
High Performance Elastomers Elektro/Elektronik und Medizintechnik

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Standorte
Leverkusen, Dormagen (Deutschland) Sarnia (Kanada)
Zwijndrecht (Belgien) Orange (USA)
Sittard-Geleen (Niederlande) Cabo, Duque de Caxias, Triunfo (Brasilien)
Singapur (Singapur) Changzhou, Nantong (China)
La Wantzenau und Port Jérôme (Frankreich)

Strategische Ausrichtung

Trotz ihres vergleichsweise hohen Reifegrads ist die Chemieindustrie nach wie vor eine wachsende Branche. Weltweit erreicht sie Zuwachsraten, die teilweise deutlich über dem allgemeinen Wirtschaftswachstum liegen. An diesem Wachstum teilzuhaben erfordert insbesondere von Unternehmen mit europäischen Wurzeln ein hohes Maß an Wandlungsfähigkeit und -bereitschaft, denn die chemische Industrie befindet sich in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess.

Angesichts des enormen wissenschaftlichen Fortschritts und der hohen Kosten für die Registrierung neuer Substanzen bestehen heute nur noch geringe Chancen, kommerziell relevante neue chemische Verbindungen auf den Markt zu bringen. Die Herausforderung für die meisten Chemieunternehmen lautet nun, bestehende und neue Anwendungsfelder mit nachhaltigen, auf bekannten Verbindungen basierenden Produkten zu bedienen, sowie globale Prozesse und Lieferketten nachhaltig, effizient, sicher und fair zu gestalten.

Zudem verändert sich auch das Wettbewerbsumfeld in der chemischen Industrie. Auf der Anbieterseite, und dort vor allem im Massengeschäft, verschieben sich die Kräfteverhältnisse: Produzenten aus den Schwellenländern, dem Nahen Osten und auch den USA mit guten Zugriffsmöglichkeiten auf günstige Rohstoffe und Energie erweitern ihre Wertschöpfungsketten und drängen mit preislich wie qualitativ wettbewerbsfähigen Produkten auf die globalen Märkte. Auf der Absatzseite werden ehemals klassische Importeure wie China zu Selbstversorgern. Hier ist in den vergangenen Jahren eine eigene moderne Produktionsinfrastruktur entstanden, auch für höherwertige Produkte.

Neben diesen Verschiebungen erwachsen bedeutende Unsicherheiten und Risiken, sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite, auch aus der zunehmenden politischen Instabilität wichtiger Wachstumsmärkte. Darüber hinaus wird die Digitalisierung die Prozesse, Arbeitsbedingungen und Wertschöpfungsketten in der chemischen Industrie in den kommenden Jahren verändern.

Die Qualität eines Unternehmens zeigt sich unter diesen herausfordernden Rahmenbedingungen darin, eine zukunftsfähige Strategie zu formulieren und konsequent umzusetzen, die

Wandel aktiv gestaltet,
in einem zunehmend unsicheren Umfeld Stabilität schafft und
die Interessen und Bedürfnisse aller Stakeholder bestmöglich ausbalanciert.

Neuausrichtung deutlich vorangekommen

Die Voraussetzungen für eine solche Strategie haben wir mit unserem 2014 eingeleiteten dreistufigen Programm „Let's LANXESS again" zur weltweiten Neuausrichtung des Konzerns geschaffen. Eine neue, effizientere Organisationsstruktur sowie umfassende Optimierungen der Geschäfts- und Verwaltungsstrukturen in unseren Business Units und Group Functions haben nicht nur unsere Markt- und Kundennähe, sondern auch unsere Kostenposition nachhaltig um rund 150 Mio. € verbessert. Mit Saudi Aramco haben wir einen starken Partner für unser Geschäft mit synthetischen Kautschuken gefunden und das neue gemeinsame Unternehmen ARLANXEO im April 2016 erfolgreich operativ an den Start gebracht. Weiterhin haben wir im Rahmen unserer Initiative zur Optimierung von Produktion, Vertrieb und Lieferketten zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teilweise bereits abgeschlossen, mit denen wir bis Ende 2019 jährlich weitere rund 150 Mio. € einsparen wollen. Wie bereits bei der Optimierung unserer Geschäfts- und Verwaltungsstrukturen kommen wir hier sogar schneller voran; so konnten wir einige Maßnahmen von 2017 auf 2016 vorziehen und damit verbundene Einsparungen früher als erwartet realisieren.

LANXESS stabiler und mit stärkerem Cashflow

LANXESS soll ein noch stabilerer Spezialchemie-Konzern mit stärkerem Cashflow und einem noch ausgewogeneren Portfolio werden. Dabei bauen wir insbesondere auf unsere Stärken in mittelgroßen Märkten und einzelnen Nischenmärkten.

Ein wichtiges Element unserer Strategie ist es, die wirtschaftliche Abhängigkeit von einzelnen Branchen oder stark korrelierenden Märkten zu verringern. Auch in regionaler Hinsicht wollen wir unser Portfolio noch besser ausbalancieren, indem wir den Anteil der Wachstumsmärkte China, Nordamerika und Südostasien an unserem Geschäft erhöhen. Mit dem Start von ARLANXEO haben wir damit begonnen, den Einfluss der Reifenindustrie auf unser Geschäft einzugrenzen. Die Ende August 2016 abgeschlossene Akquisition der Spezialitätensparte für Desinfektions- und Hygienelösungen des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemours stärkt das Portfolio und die regionale Position unserer Business Unit Material Protection Products insbesondere in Nordamerika.

Mit der angestrebten Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Chemtura, einem der großen globalen Anbieter hochwertiger Flammschutz- und Schmierstoff-Additive, würden wir ferner unser eigenes Additiv-Portfolio deutlich ausbauen und in diesem Wachstumsmarkt zu einem der großen Akteure weltweit avancieren. Wir sind zuversichtlich, die Übernahme von Chemtura bis zur Mitte des Geschäftsjahres 2017 abzuschließen.

Um die Aufstellung unserer bestehenden Geschäfte weiter zu verbessern und künftige Wachstumspotenziale auszuschöpfen, wollen wir, wie in 2015 beschlossen, bis zu 400 Mio. € in unser organisches Wachstum bis 2020 investieren. Der Großteil unseres Investitionsbudgets wird sich auf Erweiterungsmaßnahmen fokussieren und sich auf die Segmente Advanced Intermediates, Performance Chemicals und High Performance Materials verteilen. Alle Investitionen erfolgen, wie auch künftige strategische Maßnahmen, unter der strikten Maßgabe einer konservativen, an klaren Maßstäben ausgerichteten Finanzpolitik, in deren Fokus unsere zentrale Steuerungsgröße EBITDA vor Sondereinflüssen und der Erhalt unseres Investment-Grade-Ratings stehen.

WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM

Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir Kennzahlen, anhand derer wir die Ergebnisse unserer Maßnahmen messen können. Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und damit die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns ist das EBITDA (Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren wie Return an Capital Employed (ROCE), Umschlagdauer der Vorräte (DSI) oder die Net Financial Debt Ratio betrachten wir als unternehmensspezifische Frühindikatoren bzw. Kennzahlen zur Überwachung.

Wertmanagement und Steuerungssystem

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2012 2013 2014 2015 2016
EBITDA vor Sondereinflüssen Mio. € 1.223 735 808 885 995
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen % 13,4 8,9 10,1 11,2 12,9
Capital Employed Mio. € 5.442 4.969 5.093 5.043 7.479
ROCE % 15,6 5,8 7,9 8,4 6,9
Umschlagdauer Vorräte (DSI) Tage 64,7 58,0 65,4 67,2 67,2
Forderungslaufzeit Debitoren (DSO) Tage 47,4 47,8 48,0 47,6 51,1
Nettofinanzverbindlichkeiten Mio. € 1.483 1.731 1.336 1.211 2.394
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren Mio. € 1.483 1.731 1.336 1.211 269
Net Financial Debt Ratio 1,2x 2,4x 1,7x 1,4x 0,3x
Investitionsquote % 7,7 7,5 7,7 5,5 5,7

Unser Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft wider. Entsprechend ist unser Steuerungssystem konsequent auf die Steuerung der Ertragskraft ausgerichtet.

Ertragskraft

Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die aufgrund ihrer Art oder ihres Ausmaßes einen besonderen Einfluss auf die Ertragslage haben und deren Einbeziehung bei der Beurteilung der Geschäftsentwicklung über mehrere Berichtsperioden jedoch nicht geeignet erscheint. Zu den Sondereinflüssen können außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen oder Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, bestimmte IT-Kosten, Restrukturierungsaufwendungen und Erträge aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang gebildeten Rückstellungen sowie Ergebnisbelastungen aus Portfolio-aktivitäten oder Kaufpreisallokationen zählen. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter Anwendung der Bruttomethode abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden über die Bruttoabschreibungen hinaus bei der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen keine weiteren Bereinigungen vorgenommen.

Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt, die bei der Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Mitarbeiter berücksichtigt werden.

Reine Erlösgrößen wie zum Beispiel die Umsatzerlöse sind keine Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben. Volatile Ein-standspreise für Rohstoffe sind ein wesentliches Kennzeichen unserer Industrie. Unterjährig schwankende Rohstoffpreise wirken sich auf Verkaufspreise aus. Dies beeinflusst die Höhe der Umsatzerlöse, lässt jedoch die für die Ertragskraft entscheidenden absoluten Margen, abgesehen von kurzfristigen Anpassungseffekten, grundsätzlich unberührt. Eine Zielformulierung für Umsatzwerte unterbleibt daher sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive.

Die Ergebnismargen errechnen sich aus dem Verhältnis der jeweiligen Ergebnisgrößen zum Umsatz. Beispielsweise wird die EBITDA-Marge (vor Sondereinflüssen) aus der Relation des EBITDA (vor Sondereinflüssen) zum Umsatz ermittelt und dient als relative Kennzahl zum Vergleich der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente.

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten.

Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns als Basis für die Unternehmensführung. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, erstellen wir zweimal im Geschäftsjahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die Eckwerte der Ertragskraft regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt.

Für Budget und Forecast werden bestimmte Parameter zentral vorgegeben und einheitlich verwendet, da sie großen Einfluss auf die Ausprägung der Eckwerte haben. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen zu. Die Entwicklung der Beschaffungspreise hat vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung der Verkaufspreise einen hohen Stellenwert. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. Aufgrund unserer regional diversifizierten Produktionsstätten und Absatzmärkte beeinflusst ferner der Verlauf der Wechselkurse die aus der Umsatz- und Kostenentwicklung resultierende Ertragskraft, mit entsprechender Rückwirkung auf Preisgestaltung und Absicherungsstrategien. Zudem ziehen wir laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Kundenindustrien und Absatzregionen heran, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen.

Rentabilität

Der Return an Capital Employed (ROCE) ist als Messgröße für die Rentabilität auf Konzernebene implementiert und gibt Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Dies macht ihn beispielsweise zu einem wichtigen Kriterium bei Investitionsentscheidungen.

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ROCE = EBIT vor Sondereinflüssen/Capital Employed
Capital Employed = Bilanzsumme
./. Aktive latente Steuern
./. Zinsfreie Verbindlichkeiten

Die zinsfreien Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus den Rückstellungen ohne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den Ertragsteuerschulden, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Wir nutzen daneben eine vereinfachte Variante des ROCE, den sogenannten Business-ROCE, um den Beitrag unserer Geschäftseinheiten zu beurteilen.

Kapitalkosten

Die Fremdkapitalkosten errechnen sich aus dem sogenannten risikolosen Zins, d. h. in unserem Fall aus der Rendite einer langfristigen deutschen Staatsanleihe, zuzüglich eines Risikoaufschlags für Industrieunternehmen in der gleichen Risikokategorie wie LANXESS. Die Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartungen der Investoren an eine Investition in LANXESS Aktien wider. Aufgrund des höheren Risikos, das mit dem Aktienerwerb gegenüber risikolosen Staatsanleihen verbunden ist, fordern Eigenkapitalinvestoren eine Risikoprämie. Diese sogenannte Marktrisikoprämie wird aus der langfristigen Überrendite eines Aktieninvestments gegenüber einer Investition in risikolose Staatsanleihen ermittelt und durch den Beta-Faktor korrigiert. Er drückt das relative Risiko eines Investments in die LAN-XESS Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt aus.

Der ROCE lag im Geschäftsjahr 2016 mit 6,9 % leicht oberhalb unseres vergleichsrichtig ermittelten gewichteten Kapitalkostensatzes. Im Vorjahr hatte der ROCE 8,4 % betragen. Der ROCE des Geschäftsjahres ist vor dem Hintergrund der geplanten Akquisition von Chemtura und der damit verbundenen Vorhaltung entsprechender Finanzmittel negativ beeinflusst.

Kapitalverwendung

Um unser Nettoumlaufvermögen auf operativer Ebene zu optimieren, nutzen wir die Kennzahlen DSO (Forderungslaufzeit bzw. Days of Sales Outstanding) und DSI (Umschlagdauer der Vorräte bzw. Days of Sales in Inventory). Sie zeigen den Forderungs- bzw. Vorratsbestand im Verhältnis zum Umsatz des vergangenen Quartals. Im Berichtsjahr wurde die Kennzahl DSI anstelle der zuvor eingesetzten Kennzahl DIO (Lagerreichweite bzw. Days of Inventory Outstanding) eingesetzt. Letztere verwendete die Kosten der Herstellung anstelle des Umsatzes. Die Umstellung auf DSI erfolgte, da die Umsatzerlöse eine an den Stichtagen vergleichsrichtigere Ermittlung der Kennzahl ermöglichen als die Kosten der Herstellung, die auch von vorratsbezogenen Bewertungseffekten beeinflusst sein können. Im Geschäftsjahr 2016 lag der Wert für DSI bei 67,2 Tagen (Vorjahr: 67,2 Tage) und der DSO bei 51,1 Tagen (Vorjahr: 47,6 Tage). Hierbei vergleicht sich der Forderungsbestand der Berichtsperiode gegen eine niedrige Vorjahresbasis.

Unsere Investitionen in Sachanlagen unterliegen einer strikten Kapitaldisziplin und werden konsequent auf die Produktbereiche mit den größten Erfolgspotenzialen ausgerichtet. Dabei priorisieren wir Investitionsprojekte auf Basis finanzieller Kennziffern wie Rückflusszeit, Kapitalwert und ROCE. Die Kennzahl der Investitionsquote setzt die auszahlungswirksamen Investitionen ins Verhältnis zum Umsatz. Für ausführlichere Angaben zu den Investitionsleitlinien verweisen wir auf die Ausführungen im vorstehenden Abschnitt „Strategische Ausrichtung"

Verschuldung

Die Nettofinanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Gesamtsumme der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen) abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte.

Nach Abzug von Termingeldern in Höhe von 1.950 Mio. € und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren belaufen sich die Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 auf 269 Mio. € nach 1.211 Mio. € zum Ende des Vorjahres.

Die Termingelder, die eine Laufzeit bis längstens Mitte des Jahres 2017 haben, und die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere resultieren aus der Anlage der von Saudi Aramco für die Beteiligung an ARLANXEO erhaltenen Einzahlung von rund 1,2 Mrd. € sowie aus liquiden Mitteln in Höhe von 1.477 Mio. € aus der Begebung neuer Anleihen. Die Finanzmittel sind im Wesentlichen für die Finanzierung der Chemtura-Akquisition bestimmt.

Die Net Financial Debt Ratio, die wir ausschließlich auf Konzernebene verwenden, ist definiert als das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Auf Basis der Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren verringerte sich die Net Financial Debt Ratio zum 31. Dezember 2016 auf 0,3 nach einem Wert von 1,4 zum Vorjahresstichtag.

Auf Konzernebene betrachten wir auch die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Verschuldungskomponente. Gegenüber dem Jahresende 2015 stiegen diese um 34 Mio. € auf 1.249 Mio. €. Mit dieser zusätzlichen Verschuldungskomponente ergibt sich im Verhältnis zum EBITDA vor Sondereinflüssen die sogenannte Total Net Debt Ratio von 1,5 nach 2,7 zum Vorjahresstichtag.

Nettofinanzverbindlichkeiten

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in Mio. € 2012 2013 2014 2015 2016
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.167 1.649 1.698 1.258 2.734
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 167 668 182 443 78
abzüglich:
Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen -54 -53 -26 -24 -23
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -386 -427 -418 -366 -355
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte -411 -106 -100 -100 -40
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.483 1.731 1.336 1.211 2.394
abzüglich Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 0 0 0 0 -2.125
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 1.483 1.731 1.336 1.211 269

EINKAUF UND PRODUKTION

Einkauf

LANXESS stellt die Versorgung mit Rohstoffen, sonstigen Materialien und Dienstleistungen über die zentral gesteuerte Organisationseinheit Global Procurement & Logistics sicher. In enger Abstimmung mit unseren Business Units bündeln die sogenannten „Global Categories" ihren Bedarf in den Einkaufssegmenten Rohstoffe, technische Güter, Packmittel, Energie, Services und Logistik. Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert Einkaufssynergien, so dass wir optimal am Markt agieren und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing"). Im Berichtszeitraum kam es daher nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung.

Die Beschaffung chemischer Rohstoffe hat für uns einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, die Versorgung basierend auf langfristigen Einkaufsverträgen sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen spielt seit jeher auch eine wesentliche Rolle bei Standortentscheidungen. An zahlreichen Produktionsstandorten beziehen wir wesentliche Rohstoffe und Energieträger in Form von Dampf oder Biomasse aus der unmittelbaren Umgebung. So minimieren wir nicht nur Transportkosten und transportbezogene Umweltauswirkungen, sondern reduzieren vor allem das Risiko transportbedingter Lieferausfälle.

Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2016 unter anderem BASF, BP, Braskem, Covestro, ExxonMobil, INEOS, LyondellBasell, Nova Chemicals, Sabic und Shell Chemicals.

Zu den mit Abstand wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2016 Ammoniak, Butadien, Cyclohexan, Ethylen, Isobutylen und Toluol. Insgesamt entfiel im Geschäftsjahr 2016 ein Einkaufsvolumen von ca. 2,2 Mrd. € (Vorjahr: ca. 2,5 Mrd. €) auf strategische Rohstoffe. Dies entspricht einem Anteil von rund 76 % unseres gesamten Beschaffungsvolumens für Rohstoffe und Handelswaren im Jahr 2016, die etwa 2,9 Mrd. € betrugen (Vorjahr: 3,1 Mrd. €). Unser Gesamtbeschaffungsvolumen belief sich 2016 auf etwa 5,7 Mrd. € (Vorjahr: ca. 5,9 Mrd. €).

Wir setzen konsequent Best-Practice-Prozesse ein. Dazu gehört unter anderem die Nutzung von E-Procurement-Werkzeugen wie E-Catalogs, Auktionen oder elektronischen Marktplätzen, die weitgehend in unsere internen DV-Systeme integriert sind. Zum Jahresende 2016 wurden rund 80 % (Vorjahr: ca. 70 %) aller Bestellpositionen automatisiert über E-Procurement abgewickelt. Wir haben in diesem Kontext 693 neue Kataloge global angebunden. Die Katalognutzungsrate betrug bei ARLANXEO ca. 20 %, in den übrigen drei Segmenten ca. 45 %.

Unser HSEQ-Managementprozess setzt bereits ein, wenn Rohstoffe und Dienstleistungen beschafft werden. Konzernweit definiert eine globale Beschaffungsrichtlinie das Verhalten unserer Mitarbeiter im Umgang mit Lieferanten und deren Mitarbeitern. Im Berichtsjahr wurden Beschaffungsvorgänge mit rund 18.000 Lieferanten abgewickelt. Basierend auf den Grundsätzen von UN Global Compact, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Responsible Care® und anderen CSR-Kodizes erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie sich unter anderem an die nationalen und sonstigen geltenden Gesetze und Verordnungen halten, zum Schutz von Umwelt, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie hinsichtlich der Arbeits- und Einstellungspraktiken. Diese Anforderungen unseres „Supplier Code of Conduct" sind ein wesentliches Kriterium bei unserer Lieferantenauswahl und -bewertung. Ein bestandenes Nachhaltigkeitsassessment bzw. -audit ist für wesentliche neue Lieferanten Grundvoraussetzung, um in unser Portfolio aufgenommen zu werden. 2016 nahmen wir insgesamt rund 95 wesentliche neue Lieferanten auf. Um den globalen Roll-out der Prüfung weiter zu unterstützen, haben wir im Berichtsjahr Mitarbeiter in Indien in der Nachhaltigkeitsprüfung unserer Lieferanten geschult. In Ländern, in denen wir bereits in den Vorjahren Schulungen durchgeführt hatten, finden regelmäßig Trainings statt. Dabei machen wir sowohl neue Mitarbeiter mit dem Programm an sich vertraut als auch Stammkräfte mit zwischenzeitlichen Weiterentwicklungen.

Als Gründungsmitglied der Initiative „Together for Sustainability" (TfS) ist es unser Ziel, die Transparenz in unserer gesamten Lieferkette zu erhöhen und somit Beschaffungsrisiken weiter zu minimieren. Die im Berichtsjahr auf 19 international operierende Chemieunternehmen mit einem kumulierten Einkaufsvolumen von mehr als 180 Mrd. € gewachsene Initiative hat das Ziel, ein globales Auditierungsprogramm zu entwickeln und umzusetzen, um so die Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Lieferkette der Chemieindustrie zu bewerten und fortlaufend zu verbessern. Hierbei stehen die Themen Menschenrechte, Vermeidung von Kinderarbeit, Arbeitsstandards, Arbeitssicherheit, Umweltschutz sowie Geschäftsethik im Vordergrund. Da die Bewertungsergebnisse und Auditreports innerhalb der Initiative geteilt werden, stand uns Ende 2016 erneut eine deutlich gestiegene Anzahl von Nachhaltigkeitsbewertungen (mehr als 6.500) und Auditreports (rund 680) zur Verfügung. Lieferanten, deren Nachhaltigkeitsaktivitäten im Rahmen von TfS bewertet wurden, repräsentieren derzeit 60 % (Vorjahr: 57 %) unseres relevanten Beschaffungsvolumens. Der Schwerpunkt der 2016 durchgeführten 238 Audits (Vorjahr: 179) lag unverändert auf Brasilien, China und Indien. Hierbei zeigte sich bei rund zehn Lieferanten Handlungsbedarf hinsichtlich der Themen Arbeits- und Menschenrechte sowie Arbeitssicherheit, jedoch wurden keine gravierenden Mängel erkannt, die dazu geführt hätten, eine Geschäftsbeziehung zu beenden. Unser Produktionsstandort in Leverkusen (Deutschland) hat sich im Berichtsjahr selbst erfolgreich einer TfS-Auditierung gestellt und mit bestmöglicher Bewertung abgeschlossen.

Im Jahr 2016 besuchten zahlreiche Teilnehmer die „TfS Supplier Days" in Mumbai (Indien), in deren Rahmen den Lieferanten die zunehmende Bedeutung einer nachhaltigen Lieferkette für LANXESS und die anderen Mitglieder der Initiative verdeutlicht wurde.

Produktion

LANXESS zählt zu den global bedeutenden Herstellern von Spezialchemikalien. Mit unseren Produktionsanlagen stellen wir sowohl kleinste Produktmengen auf Basis maßgeschneiderter Kundensynthesen als auch Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymere in Mengen von mehreren zehntausend Tonnen her.

Unsere Produktionsbetriebe sind organisatorisch einzelnen Business Units zugeordnet. Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen (Deutschland), Antwerpen (Belgien), Sittard-Geleen (Niederlande), Orange (USA), Sarnia (Kanada), Triunfo und Duque de Caxias (Brasilien), Jhagadia (Indien), Singapur (Singapur) sowie Changzhou und Wuxi (China). Daneben betreiben wir weitere Produktionsstandorte in Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Russland, Spanien, Südafrika und den USA. Eine detaillierte Übersicht über unsere Produktionsstandorte nach Segmenten findet sich im Abschnitt „Kurzdarstellung der Segmente" in diesem Lagebericht.

Wesentliche Veränderungen unseres globalen Produktionsnetzwerks im Jahr 2016:

Am Standort Gastonia (USA) nahm unsere Business Unit High Performance Materials Anfang des Jahres die zweite Produktionsstraße für die Compoundierung von Hightech-Kunststoffen in Betrieb. Die Kapazität der Anlage verdoppelte sich damit auf 40.000 Jahrestonnen.
Im chinesischen Ningbo startete in 2016 das neue Werk unserer Business Unit Inorganic Pigments die Produktion von Eisenoxidrot-Pigmenten. Es verfügt über die modernste Verfahrenstechnik und ist im ersten Schritt auf eine Kapazität von 25.000 Jahrestonnen ausgelegt. Auf demselben Gelände nahm in 2016 auch die Misch- und Mahlanlage mit einer Kapazität von 70.000 Jahrestonnen ihre Produktion anorganischer Pigmente auf.
Mit der Akquisition des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours übernahm unsere Business Unit Material Protection Products Ende August drei Produktionsstandorte in Memphis und North Kingstown (USA) sowie Sudbury (Großbritannien).
Im Rahmen der Optimierung unseres globalen Produktionsnetzwerks für Kautschuke beendeten wir zum Ende des ersten Quartals 2016 die Produktion von EPDM-Kautschuk am nicht mehr wettbewerbsfähigen Standort Marl (Deutschland).

Einschließlich der oben genannten Maßnahmen lagen die auszahlungswirksamen Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 439 Mio. €. Weitere Informationen zu den Investitionen finden sich im Abschnitt „Vermögens- und Finanzlage" dieses Lageberichts.

VERTRIEB UND KUNDEN

Vertrieb

Wir vertreiben unsere Produkte weltweit an mehrere tausend Kunden in über 150 Staaten auf allen Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir flexible Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Unseren Vertrieb steuern wir über 48 eigene Gesellschaften weltweit. In Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen.

Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. 52 eigene Produktionsstätten in 17 Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von regionalen Produktionsstandorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile.

Auch im Geschäftsjahr 2016 waren die E-Business-Aktivitäten ein signifikanter Teil der Geschäftstransaktionen in den Bereichen Ein- und Verkauf sowie Logistik. Insgesamt wurden weit über eine Million Vorgänge und deren automatisierte Folgenachrichten per E-Business realisiert. Dazu dienten das Internetportal „LANXESS one" und die System-zu-System-Anbindungen mittels „ELEMICA". Erstmals wurde in 2016 im Einkaufsbereich auch das Portal „SAP Ariba" eingesetzt. Diesen für alle Beteiligten vorteilhaften Prozess bauen wir fortlaufend aus, indem wir weitere Partner und technische Services hinzunehmen. Die im Verkauf per E-Business erzielten Umsatzerlöse erreichten ca. 1,4 Mrd. € (Vorjahr: 1,7 Mrd. €).

Der Anteil der Vertriebskosten am LANXESS Konzernumsatz betrug im Berichtsjahr 10,1 % nach einem Wert von 9,6 % im Vorjahr.

Die Entwicklung der Vertriebskosten sowie die Aufteilung nach Segmenten in den vergangenen fünf Jahren ergibt sich aus folgender Übersicht.

Vertriebskosten

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2012 2013 2014 2015 2016
Vertriebskosten in Mio. € 763 755 742 759 781
in % der Umsatzerlöse 8,4 9,1 9,3 9,6 10,1
Aufteilung nach Segmenten
Advanced Intermediates 147 146 143 152 155
Performance Chemicals 313 308 310 321 324
High Performance Materials 75 81 77 83 85
ARLANXEO 209 205 200 197 208
Überleitung 19 15 12 6 9

Vorjahreswerte entsprechend der geänderten Segmentstruktur.

Kunden

Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen individueller, gezielter Ansprache, die wir aufgrund der Vertriebsorganisationen in der Verantwortung der Business Units leisten können. Die individuellen Vertriebsstrategien überprüfen wir regelmäßig anhand von Erhebungen zur Kundenzufriedenheit.

Wir beliefern vor allem die Branchen Reifen, Automobil, Kunststoff, Chemie, Agrochemie, Bau, Elektro, Leder/Schuhe, Pharma, Lebensmittel, Wasseraufbereitung und Möbel.

Umsatzanteile nach Branchen

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in % 2016
Reifen ~20
Automobil ~20
Chemie ~15
Agrochemie ~10
Bau, Elektro, Leder/Schuhe ~15
Sonstige (in Summe) ~20

Im Geschäftsjahr 2016 vereinten unsere zehn Top-Kunden einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 20 % (Vorjahr: 22 %). Keiner unserer Kunden erreichte einen Anteil von mehr als 10 % am Konzernumsatz. Bei 51 Kunden (Vorjahr: 55) übertraf der Jahresumsatz 20 Mio. €.

Die Anzahl unserer Kunden in den jeweiligen Segmenten unterscheidet sich deutlich: Das Segment Advanced Intermediates arbeitete 2016 mit rund 3.300 Kunden (Vorjahr: 3.400), Performance Chemicals mit rund 9.800 Kunden (Vorjahr: 10.400), High Performance Materials mit rund 1.900 Kunden (Vorjahr: 1.900) und ARLANXEO mit rund 1.900 Kunden (Vorjahr: 1.800). Basis dieser Angabe ist jeweils die Anzahl der Kundennummern im jeweiligen Segment. In allen Segmenten sind sämtliche Kunden- bzw. Umsatzklassen anzutreffen, wobei ein Kunde auch aus mehreren Segmenten beliefert werden kann.

Die vergleichsweise geringen Umsätze der einzelnen Kunden im Segment Performance Chemicals und die breite Kundenbasis spiegeln das Geschäft mit oftmals maßgeschneiderten Anwendungslösungen der Spezialchemie wider. Die deutlich niedrigere Zahl der Kunden in den Segmenten High Performance Materials und ARLANXEO, die jedoch relativ hohe Umsätze generieren, ist dagegen typisch für das Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen bzw. synthetischen Kautschukprodukten. Aufgrund der hohen Kundenzahl lässt sich in keinem Segment eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Der Bereich Forschung und Entwicklung leistet mit der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren sowie der ständigen Verbesserung bestehender Produktionsprozesse einen wichtigen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erweiterung unseres Produktportfolios. Im Jahr 2016 haben wir im Zuge der organisatorischen Veränderungen bei LANXESS auch den Rahmen für Forschung und Entwicklung angepasst. Mit der Gründung von ARLANXEO sind neben den direkt in den Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers geführten Forschungsaktivitäten auch die entsprechenden kautschukbezogenen Projekte aus der Group Function Production, Technology, Safety & Environment in diese Business Units übergegangen.

Organisatorische Ausrichtung

Unsere Forschungsprogramme sind an den Kundenanforderungen in den Endmärkten ausgerichtet. Daher haben wir unsere Aktivitäten im Bereich „Product Innovation" in den jeweiligen Business Units gebündelt und auch die bisher zentral geführten Projekte in die dortigen Forschungsabteilungen überführt.

Die Business Units fokussieren ihre Aktivitäten darauf, Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln. Die Fachabteilung „Global Technology & Innovation" unserer Group Function Production, Technology, Safety & Environment unterstützt und ergänzt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Business Units mit dem Schwerpunkt „Process Innovation". Hier stehen die Planung neuer Prozesse und die Integration neuer Technologien in unsere bereits bestehenden Produktionsprozesse im Fokus. Unser Ziel ist hier die Kosten- und Technologieführerschaft. Ein Schwerpunkt liegt darin, unsere aktuellen Produktionsprozesse im Hinblick auf Optimierungspotenziale mit mathematischen und experimentellen Methoden zu überprüfen. Auf diese Weise konnten wir Rohstoff- und Energieeinsparmöglichkeiten identifizieren, entsprechende Verfahrenskonzepte zu ihrer Nutzung entwickeln und in einigen Bereichen bereits realisieren. Darüber hinaus ist es uns gelungen, Betriebskosten weiter zu senken, indem wir in einigen Betrieben neue modellbasierte Prozessführungskonzepte entwickelt und unter Einbeziehung moderner Methoden zur Online-Analytik umgesetzt haben. Diese Konzepte ermöglichen es, unsere Anlagen noch näher am optimalen Betriebspunkt und damit noch effizienter hinsichtlich der Rohstoff- und Energienutzung zu betreiben. Damit stellen wir sicher, dass Synergien voll ausgeschöpft werden und Innovationen auf unterschiedliche Unternehmensbereiche übertragen werden können.

Unsere wesentlichen Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich an den Standorten Leverkusen, Krefeld-Uerdingen, Dormagen (Deutschland), London (Kanada) sowie Qingdao und Wuxi (China). Zusätzlich sind wir in Hongkong mit einem Zentrum für technische Kunststoffe präsent. An unseren internationalen Forschungs- und Entwicklungsstandorten testen wir beispielsweise Hochleistungs-Kautschuke oder technische Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie.

Im Rahmen vieler Forschungsprojekte unterhält LANXESS zudem Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Im Jahr 2016 bestanden insgesamt 144 (Vorjahr: 153) wesentliche Forschungs- und Entwicklungskooperationen, davon 38 mit Hochschulen (Vorjahr: 35), 88 mit Zulieferern oder Kunden (Vorjahr: 97) und 18 mit Forschungsinstituten (Vorjahr: 21).

Wesentliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte

Das Segment Advanced Intermediates investierte auch 2016 in seine Effizienz und die Verbesserung der Herstellprozesse.

Für die Business Unit Saltigo sind innovative Produkte nicht länger alleiniger Garant des Markterfolgs. An ihre Stelle sind ganzheitliche Lösungen für komplexe und sich dynamisch verändernde Kundenanforderungen getreten. Maßgeschneiderte Kombinationen von Technologien und Dienstleistungen machen den Mehrwert solcher Lösungen aus. Damit dieser auch künftig gewährleistet ist, investiert Saltigo derzeit in Leverkusen rund 60 Mio. €, um in diesem Betrieb die Synthesekapazitäten für Kundenprojekte mit modernster Technik um etwa ein Drittel zu erweitern. Die Um- und Ausbauarbeiten sollen Ende 2017 abgeschlossen sein.

Im Segment Performance Chemicals haben wir 2016 wichtige Innovationen zur Marktreife gebracht. So stellte die Business Unit Rhein Chemie Additives mit Stabaxol P 110 einen neuen polymeren Hydrolyseschutz für Kunststoffe vor. Insbesondere Biokunststoffe wie Polymilchsäure erhalten durch ihn eine verlängerte Lebensdauer. Mit Rhenowave präsentierte die Business Unit eine innovative Prozesskontrolle, die es unseren Kunden ermöglicht, die Güte der Kautschukmischungen bei der Verarbeitung noch zuverlässiger zu gewährleisten.

Die Business Unit Material Protection Products erschloss sich mit der Einführung eines maßgeschneiderten Produktportfolios für die antimikrobielle Ausrüstung von Kunststoffen den Zugang zum attraktiven Biozidmarkt für die Volumenanwendungen Weich-PVC, silikonbasierte Baustoffe und Polyurethane. Die unter den Handelsnamen Biochek® 8064-8069 sowie Biochek® 8071 in den Kernmärkten USA, China, Taiwan und EMEA vermarkteten Produkte tragen insbesondere den stetig steigenden regulatorischen Anforderungen an Biozidprodukte Rechnung.

Das Segment High Performance Materials entwickelte im Berichtsjahr neben zahlreichen anderen Produktinnovationen die Polyamid Produktreihe Durethan TC für das Thermomanagement von Bauteilen und Geräten. Die neuen wärmeleitenden Polyamide eignen sich sehr gut für Bauteile, aus denen Wärme abgeführt werden muss, denn sie sind bis zu siebenmal leitfähiger als im Automobilbau etablierte Standard-Polyamide. Zudem sind sie eine kostengünstige Alternative zu Druckgussmetallen. Ein weiterer Meilenstein des vergangenen Jahres war die Weiterentwicklung unseres hochtemperaturstabilisierten Polyamid-Portfolios. Den steigenden Anforderungen an die Dauergebrauchstemperatur im Motorraum haben wir uns gestellt und können heute unseren Kunden hochleistungsfähige Polyamide mit extremer Temperaturstabilität anbieten.

ARLANXEO entwickelte auch im Jahr 2016 sein hochwertiges Portfolio an Kautschukprodukten weiter. So baute die Business Unit Tire & Specialty Rubbers ihre Produktpalette funktionalisierter S-SBR-Kautschuke der Buna-FX-Gruppe aus. Die Kautschuke wurden intensiv von verschiedensten Reifenkunden getestet und sollen 2017 kommerzialisiert werden. Unsere Forschungsaktivitäten zu einer Technologie, die den Luftdruck eines Reifens trotz eingedrungener Fremdkörper wie Schrauben oder Nägel aufrechterhält, indem sich die Einstichstelle selbstständig verschließt, gingen von unserer zentralen Forschungseinheit an Tire & Specialty Rubbers über. Im Berichtsjahr wurden die ersten Reifenhersteller bemustert.

Kostenentwicklung und Beschäftigte

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2016 insgesamt 131 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 1,7 % entspricht (Vorjahr: 130 Mio. € bzw. 1,6 %). Der Großteil der Aufwendungen entfiel auf die Business Units High Performance Elastomers, Tire & Specialty Rubbers, High Performance Materials und Saltigo. Hinsichtlich des Anteils der Aufwendungen an ihrem jeweiligen Umsatz wiesen unsere Business Units Material Protection Products, Saltigo, Liquid Purification Technologies und Leather die höchste Forschungsintensität auf.

Forschungs- und Entwicklungskosten

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2012 2013 2014 2015 2016
Forschungs- und Entwicklungskosten in Mio. € 192 186 160 130 131
in % der Umsatzerlöse 2,1 2,2 2,0 1,6 1,7

Zum Jahresende 2016 beschäftigten wir in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboren weltweit 589 Mitarbeiter nach 585 Mitarbeitern im Vorjahr. Durch die Übergabe von Projekten an ARLANXEO sank die Zahl der Beschäftigten in unserer zentralen Forschungseinheit auf 117 nach 213 zum 31. Dezember 2015.

Entwicklung Beschäftigtenzahlen im F & E-Bereich

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2012 2013 2014 2015 2016
Stand am Jahresende 843 931 708 585 589
in % der Konzern-Beschäftigtenzahl 4,9 5,4 4,3 3,6 3,5

Themengebiete und Patentstrategie

Im Rahmen der weltweiten Neuausrichtung fokussieren wir unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf marktnahe Projekte mit kurz- bis mittelfristigem Zeithorizont. Die Gesamtzahl der Projekte ist dadurch im Jahr 2016 von 223 auf 270 gestiegen. Davon wurden 176 (Vorjahr: 128) mit dem Ziel bearbeitet, neue Produkte und Anwendungen zu entwickeln bzw. bestehende zu verbessern. Die verbleibenden 94 (Vorjahr: 95) Projekte befassten sich unter den Zielsetzungen Kostensenkung, Effizienzsteigerung oder Kapazitätserhöhung mit verfahrenstechnischen Themen.

Die Ergebnisse unserer Tätigkeit werden, wo es möglich und sinnvoll ist, von Patenten geschützt. Im Laufe des Jahres 2016 haben wir weltweit 56 Prioritätsanmeldungen getätigt. Das gesamte Patentportfolio bestand zum 31. Dezember 2016 aus ca. 1.010 Patentfamilien mit ca. 6.820 einzelnen Schutzrechten.

UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG

Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln ist für uns eine unabdingbare Voraussetzung, um auch in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich agieren und Werte für alle Stakeholder schaffen zu können. In diesem Bewusstsein steht Nachhaltigkeit als wesentlicher Erfolgsfaktor im Zentrum der wertebasierten Unternehmenskultur von LANXESS und ist Teil unserer Unternehmensstrategie. Wir haben den Anspruch, die Auswirkungen des eigenen Handelns, im Positiven wie im Negativen, zu kennen und im engen Dialog den Erwartungen unserer Stakeholder bestmöglich gerecht zu werden. Dabei haben wir unsere gesamte Liefer- bzw. Wertschöpfungskette im Blick — von der weltweiten Beschaffung von Rohstoffen und der Produktentwicklung über die Produktion, Lagerung und den Transport bis hin zur Verwendung und Entsorgung.

In unserem Handeln orientieren wir uns zum einen an etablierten internationalen Standards und Rahmenwerken wie dem UN Global Compact, der Responsible Care® Global Charter, den Arbeitsnormen der International Labor Organization und den Sustainable Development Goals. Interne Leitlinien und Regelwerke, an deren Spitze der „Code of conduct — Kodex für integres und regelkonformes Verhalten bei LANXESS" steht, konkretisieren die Regelungen zu einzelnen Handlungsfeldern und sind konzernweit bindende Vorgaben für unsere Mitarbeiter.

Integriertes Managementsystem

Ein zentral geführtes Managementsystem sorgt bei LANXESS für die notwendigen globalen Managementstrukturen in allen Geschäftsprozessen, um verantwortliches unternehmerisches Handeln zu gewährleisten. Weltweit orientieren wir uns an den internationalen Normen ISO 9001 und ISO 14001 für Qualitäts- bzw. Umweltmanagement sowie ISO 50001 für Energiemanagement. Die Compliance-Bestätigung nach den Normen ISO 9001 und ISO 14001 erfolgt in einem globalen Matrixzertifikat. Den Fortschritt der Integration neuer Standorte in unser Managementsystem und seine Leistungsfähigkeit lassen wir regelmäßig weltweit von externen und unabhängigen Experten prüfen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 umfasste unser Matrixzertifikat 49 zertifizierungsfähige Gesellschaften (Gesellschaften mit Personal und über 50 % LANXESS Beteiligung) mit 79 Standorten in 23 Ländern. Dies entspricht einem Abdeckungsgrad, bezogen auf die Mitarbeiterzahl, von 98%. Seit 2012 haben wir darüber hinaus in Deutschland die LANXESS AG mit allen Tochtergesellschaften (über 50 % Beteiligung1) sukzessive nach der ISO 50001 für Energiemanagement zertifizieren lassen. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 erreichten wir in Deutschland, bezogen auf die Mitarbeiteranzahl, einen Abdeckungsgrad des Energiemanagementsystems von 100 %. Der Status unserer Zertifizierungen ist auf unserer Unternehmens-Website im Bereich Corporate Responsibility jederzeit einsehbar.

Umweltdaten

Um Kennzahlen in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz weltweit systematisch zu erfassen, nutzen wir ein elektronisches Datenerfassungssystem. Die Datenerhebung erfolgt mit Ausnahme der beiden arbeitssicherheitsbezogenen Kennzahlen MAQ und RIR nur an Produktionsstandorten mit einem Beteiligungsverhältnis von über 50 %1. Für die Jahre 2012 bis 2016 hat die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals: PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) unsere HSE-Kennzahlen und die hierzu erforderlichen Datenerhebungsprozesse einer betriebswirtschaftlichen Prüfung („limited assurance") unterzogen.

1 Zudem werden auch die 100 %igen Tochtergesellschaften der ARLANXEO Holding B.V., Sittard-Geleen (Niederlande), an der die LANXESS AG zu 50 % beteiligt ist, berücksichtigt.

Gesellschaftliches Engagement

Es ist für uns selbstverständlich, im Sinne von Corporate Citizenship Verantwortung für die Entwicklung des gesellschaftlichen Umfelds zu übernehmen. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk darauf, dass Menschen von unseren Projekten profitieren. Im Zentrum unseres gemeinnützigen Handelns steht die Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung an Schulen. Unsere konzernweite Plattform dafür ist die LANXESS Bildungsinitiative. Seit ihrer Gründung haben wir in ihrem Rahmen weltweit zahlreiche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt unseres gesellschaftlichen Engagements liegt darauf, Menschen weltweit für die Ursachen und Konsequenzen von Klimawandel und Trink- bzw. Nutzwasserknappheit zu sensibilisieren. Darüber hinaus fördern wir mit mehreren kulturellen Engagements literarische und musikalische Talente.

WIRTSCHAFTSBERICHT

RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Im Geschäftsjahr 2016 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG gehabt hätten.

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Unterschiedliche Impulse wirkten im Berichtsjahr. Einerseits unterstützten die Ölpreise sowie die Geldpolitik maßgeblicher Zentralbanken die wirtschaftliche Entwicklung. Andererseits erhöhte die zu Jahresbeginn geführte Diskussion über eine mögliche harte Landung der chinesischen Wirtschaft die Unsicherheit, ebenso wie die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme in Russland und Brasilien sowie die wachsende Terrorbedrohung. Belastend wirkten auch protektionistische und populistische Trends in der Politik, die schwierige Lage verschiedener europäischer Banken sowie die politischen Unsicherheiten in Europa, die durch die Entscheidung für den Austritt Großbritanniens aus der EU verstärkt wurden.

Trotz dieser uneinheitlichen Rahmenbedingungen wuchs die globale Wirtschaft um 2,3 %, bei uneinheitlichen regionalen Tendenzen, wie sie in der folgenden Tabelle dargestellt sind.

BIP und Chemieproduktion 2016

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Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Bruttoinlandsprodukt Chemieproduktion
NAFTA 1,6 0,4
Lateinamerika -2,3 -0,8
EMEA (inklusive Deutschland) 1,6 1,3
Deutschland 1,8 -0,9
Asien/Pazifik 4,4 5,9
Welt 2,3 3,7

Quelle Wachstumsraten 2016: IHS Markit.

Zum Jahresende 2016 wurden für einen Euro 1,05 US-Dollar gezahlt — dies entspricht gegenüber dem Jahresendwert 2015 von 1,09 US-Dollar einem Wertzuwachs des US-Dollars von 3,7 % im Jahr 2016. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs wie bereits im Vorjahr bei 1,11 US-Dollar je Euro. Aufgrund der regionalen Aufstellung unseres Geschäfts wirkt sich ein stärkerer US-Dollar grundsätzlich positiv auf unser Ergebnis aus. Zentralisierte Hedging-Aktivitäten begrenzen jene Auswirkungen, die nicht durch die Harmonisierung von Produktion und Absatz in gleichen Währungsräumen neutralisiert werden können.

Gegenüber dem Vorjahr entwickelten sich die Beschaffungspreise für Rohstoffe überwiegend rückläufig, wobei die Entwicklung im Bereich der Aromaten und Olefine in Summe weniger stark ausgeprägt war als für die organischen und anorganischen Rohstoffe. Für uns sind insbesondere die Preise von petrochemischen Rohstoffen relevant, da diese einen wesentlichen Einfluss auf unsere Produktionskosten haben. Der Preis für den Rohstoff Butadien stieg an den Beschaffungsmärkten im Jahresdurchschnitt, während sich die Preise für Eingangsprodukte wie Benzol und Toluol gegenläufig entwickelten.

Chemische Industrie

Die Chemieindustrie steigerte ihre Produktion 2016 global um 3,7 %, wobei sich auch hier ein regional differenziertes Bild ergab und sich Asien/Pazifik angesichts von Impulsen aus China und Indien mit 5,9 % Zuwachs als treibende Kraft erwies.

Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen

Die weltweite Produktion von Automobilen expandierte im Berichtszeitraum um 3,8 %. Asien/Pazifik, angetrieben von China und Indien, erreichte hierbei das größte Wachstum, während Lateinamerika einen sehr deutlichen Rückgang aufwies.

Die Agrochemikalien erreichten mit 2,9 % weltweit einen soliden Zuwachs. Die NAFTA-Region weitete die Produktion mit einem Plus von 5,2 % deutlich aus. Die Produktion in Deutschland ging hingegen um 5,3 % zurück.

Die Bauindustrie erzielte ein weltweites Wachstum von 2,8 %. Wesentlicher Faktor war hierbei die Region Asien/Pazifik mit einem Plus von 5,1 %, während der Trend in Lateinamerika um 3,2 % rückläufig war.

Die globale Reifenindustrie zeigte mit 3,8 % ein starkes Produktionswachstum. Asien/Pazifik war mit 4,9 % Produktionszuwachs die dynamischste Region. Lateinamerika erzielte gegenüber einem niedrigen Vorjahresniveau ein Wachstum von 3,0 %.

Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2016

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Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Automobilindustrie Agrochemikalien Bauindustrie Reifenindustrie
NAFTA 1,9 5,2 2,1 0,9
Lateinamerika -12,9 0,1 -3,2 3,0
EMEA (inklusive Deutschland) 3,4 0,7 0,9 2,6
Deutschland 0,2 -5,3 1,3 0,2
Asien/Pazifik 5,8 3,4 5,1 4,9
Welt 3,8 2,9 2,8 3,8

FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE

Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr war geprägt durch höhere Produktions- und Absatzmengen sowie die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Wettbewerbsfähigkeit. Rückläufige Einstandspreise für Rohstoffe und Energien sowie die weiterhin schwierige Wettbewerbssituation in unseren Geschäften mit synthetischen Kautschuken führten zu Anpassungen der Verkaufspreise. Die Entwicklung der Wechselkurse unterstützte ein insgesamt positives Ergebnis.

Als einen wesentlichen Teil seiner Neuausrichtung hat LANXESS mit Saudi Aramco unter dem Namen ARLANXEO eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken gegründet, an der beide Partner zu jeweils 50 % beteiligt sind. Wir versprechen uns hiervon für die betroffenen Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers mittelfristig einen wettbewerbsfähigen und verlässlichen Zugang zu strategischen Rohstoffen. Die Transaktion wurde am 1. April 2016 wirtschaftlich abgeschlossen. LANXESS konnte mit der von Saudi Aramco geleisteten Bareinlage von 1,2 Mrd. € seine Verschuldung deutlich reduzieren.

Mit der Ende August 2016 erfolgten Akquisition des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions-und Hygienelösungen des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemours haben wir den ersten Zukauf im Rahmen der strategischen Neuausrichtung getätigt. Einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem noch stabileren Spezialchemie-Konzern mit einem noch ausgewogeneren Portfolio wollen wir mit der Übernahme des US-amerikanischen Konzerns Chemtura machen, die bis zur Mitte des Geschäftsjahres 2017 abgeschlossen sein soll.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Tatsächlicher versus prognostizierter Geschäftsverlauf 2016

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Geschäftsentwicklung Konzern Prognose für 2016 im Geschäftsbericht 2015 Eingetreten in 2016
EBITDA vor Sondereinflüssen Innerhalb der einzelnen Segmente in etwa ausgleichende Einflussfaktoren 995 Mio. €
In etwa vergleichbares Niveau wie in 2015 (885 Mio. €)
Geschäftsentwicklung Segmente
Advanced Intermediates Stabile Geschäftsentwicklung, insb. des Geschäftsbereichs Advanced Industrial Intermediates EBITDA vor Sondereinflüssen nahezu auf Höhe der Erwartung: 326 Mio. € (Vorjahr: 339 Mio. €)
Geringes Wachstum für das Agrargeschäft unseres Geschäftsbereichs Saltigo
Performance Chemicals Insgesamt stabile Geschäftsentwicklung EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich höher als erwartet: 374 Mio. € (Vorjahr: 326 Mio. €)
High Performance Materials Positive Entwicklung für unser Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen für Anwendungen in der Autoindustrie Prognostiziertes EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich Obertroffen: 159 Mio. € (Vorjahr: 111 Mio. €)
ARLANXEO Rückläufige Geschäftsentwicklung EBITDA vor Sondereinflüssen rückläufig, aber deutlich besser als erwartet: 373 Mio. € (Vorjahr: 391 Mio. €)
Leichte Nachfrageverbesserung aus Reifen- und Automobilindustrie
Anhaltender Preisdruck vor dem Hintergrund zusätzlicher Kapazitäten
Belastungen durch Leerkosten
Keine signifikanten positiven Effekte aus einem anhaltend starken US-Dollar auf Vorjahresniveau
Rohstoffpreise Keine wesentliche Veränderung des niedrigen Niveaus der Beschaffungskosten, insbesondere bei petrochemischen Rohstoffen für synthetische Kautschukprodukte Weiterhin volatil und deutlich unter Vorjahresniveau
Fortsetzung der zum Teil erheblichen Volatilität der Rohstoffpreise
Finanzlage Konzern
Auszahlungswirksame Investitionen ca. 450 Mio. € 439 Mio. €

Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 waren wir für das Jahr 2016 von einem EBITDA vor Sondereinflüssen auf einem in etwa vergleichbaren Niveau wie 2015 ausgegangen. Die für die einzelnen Segmente erwarteten Einflussfaktoren sollten sich dabei in etwa ausgleichen. Nach unterjährigen Konkretisierungen unserer Erwartung prognostizierten wir zuletzt im Rahmen der Zwischenberichterstattung für das dritte Quartal 2016 ein verbessertes EBITDA vor Sondereinflüssen für das Gesamtjahr 2016 zwischen 960 Mio. € und 1 Mrd. €. Das tatsächlich erwirtschaftete Ergebnis lag mit 995 Mio. € am oberen Ende dieser Bandbreite und übertraf den Vorjahreswert von 885 Mio. € um 110 Mio. €.

Die Segmente Performance Chemicals, High Performance Materials und ARLANXEO trugen zu etwa gleichen Teilen dazu bei, dass die Ergebniserwartungen für den LANXESS Konzern übertroffen werden konnten. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag nahezu auf der Höhe der Erwartung. Das Ergebnis der Überleitung des LANXESS Konzerns war mit minus 237 Mio. € negativer als erwartet.

Auf Konzernebene stellten sich positive Wechselkurseinflüsse ein. Die frühzeitige Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Wettbewerbsfähigkeit, aus der sich auch eine höhere Produktionsauslastung ergab, war ein weiterer Grund dafür, dass die Ergebniserwartung deutlich übertroffen werden konnte. Unterstützend wirkte weiterhin ein leicht positiver Portfolioeffekt aus der Akquisition des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours.

Wie im Vorjahr erwartet, ergab sich aus der Partnerschaft mit Saudi Aramco eine Stärkung unserer Liquiditätsposition. Für die Beteiligung an ARLANXEO leistete Saudi Aramco eine Bareinlage von 1,2 Mrd. €. Ein Großteil dieses Betrags wurde zusammen mit Erlösen aus der Emission neuer Anleihen in Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere investiert. Für die LANXESS AG gingen wir für das Berichtsjahr von einem gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Jahresüberschuss aus. Im Wesentlichen bedingt durch das deutlich verbesserte Beteiligungsergebnis konnte ein Jahresüberschuss von 578 Mio. € erwirtschaftet werden, während sich im Vorjahr ein Jahresüberschuss von 91 Mio. € ergeben hatte.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES LANXESS KONZERNS

Signifikante strategische Weiterentwicklung des Konzerns durch Gründung von ARLANXEO
Integration des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours erfolgreich abgeschlossen
Weiterhin herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken
Umsatzrückgang, im Wesentlichen rohstoffpreisbedingt, um 2,6 % gegenüber Vorjahr
Anstieg der Absatzmengen um 3,7 % gegenüber Vorjahr
EBITDA vor Sondereinflüssen um 12,4 % auf 995 Mio. € gestiegen
Deutliche Verbesserung der EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen auf 12,9 % nach 11,2 % im Vorjahr
Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie verbessert auf 192 Mio. € bzw. 2,10 € nach 165 Mio. € bzw. 1,80 € im Vorjahr
Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 2,03 € auf 2,69 € gesteigert

Überblick Finanzkennzahlen

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in Mio. € 2015 2016 Veränd. in %
Umsatzerlöse 7.902 7.699 -2,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.748 1.754 0,3
EBITDA vor Sondereinflüssen 885 995 12,4
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 11,2% 12,9% -
EBITDA 833 945 13,4
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 422 514 21,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 415 464 11,8
EBIT-Marge 5,3% 6,0% -
Finanzergebnis -127 -125 1,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 288 339 17,7
Konzernergebnis 165 192 16,4
Ergebnis je Aktie (€) 1,80 2,10 16,4
Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (€) 2,03 2,69 32,5

Umsatz und Ergebnis

Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 7.699 Mio. € um 2,6 % unter dem Wert des Vorjahres von 7.902 Mio. €. Niedrigere Verkaufspreise, die sich insbesondere aus der Weitergabe von gesunkenen Einstandspreisen für Rohstoffe sowie aufgrund der herausfordernden Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken ergaben, führten zu einem Umsatzminus von 6,5 %. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte mit minus 0,1 % nahezu keine Auswirkung. Gegenläufig führten höhere Absatzmengen mit 3,7 % und die Akquisition des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours mit 0,3 % zu einem Umsatzplus. Nach Bereinigung um Währungs- und Portfolio-effekte sank der operative Umsatz um 2,8 %.

Umsatzeffekte

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in % 2016
Preis -6,5
Menge 3,7
Währung -0,1
Portfolio 0,3
-2,6

Der Umsatz unseres Segments Advanced Intermediates ging um 4,6 % zurück. Die überwiegend rohstoffpreisbedingte Anpassung der Verkaufspreise führte zu einem Umsatzrückgang. Gegenläufig führte eine gute Nachfrage zu einem positiven Effekt aus höheren Absatzmengen.

In unserem Segment Performance Chemicals stieg der Umsatz um 2,7 %. Dabei konnte die positive Entwicklung der Absatzmengen einen negativen Effekt aus dem Rückgang der Verkaufspreise überkompensieren. Zudem ergab sich aus der Eingliederung des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemours in die Business Unit Material Protection Products ein positiver Effekt auf den Umsatz.

Unser Segment High Performance Materials verzeichnete einen Umsatzrückgang von 2,7 %. Die niedrigeren Einstandspreise für Rohstoffe, die an Kunden weitergegeben wurden, reduzierten den Umsatz. Gegenläufig ergab sich aus den gestiegenen Absatzmengen ein positiver Effekt auf die Umsatzentwicklung.

ARLANXEO verzeichnete einen Umsatzrückgang von 5,2 %. Insbesondere die herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken sowie die niedrigeren Einstandspreise für Rohstoffe führten zu geringeren Verkaufspreisen. Die Verkaufsmengen lagen über dem Vorjahresniveau.

Die Veränderung der Wechselkurse hatte in allen Segmenten nahezu keinen Einfluss auf die Umsatzentwicklung.

Umsatz nach Segmenten

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in Mio. € 2015 2016 Veränd. in % Anteil am Konzernumsatz in %
Advanced Intermediates 1.826 1.742 -4,6 22,6
Performance Chemicals 2.085 2.142 2,7 27,8
High Performance Materials 1.085 1.056 -2,7 13,7
ARLANXEO 2.859 2.710 -5,2 35,2
Überleitung 47 49 4,3 0,7
7.902 7.699 -2,6 100,0

Vorjahreswerte entsprechend der geänderten Segmentstruktur.

Während der Umsatz in der Region Asien/Pazifik leicht um 1,2 % gesteigert werden konnte, verzeichnete LANXESS in den anderen Absatzregionen geringere Umsätze.

Auftragsentwicklung

Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellungsvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßig stattfindende, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren".

Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragsstärke nicht aussagekräftig und unterbleibt an dieser Stelle.

Bruttoergebnis vom Umsatz

Die Kosten der umgesetzten Leistungen verringerten sich überproportional zum Umsatz um 3,4 % auf 5.945 Mio. €. Dabei wirkten vor allem gesunkene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien, die vorteilhafte Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere der argentinischen, brasilianischen und südafrikanischen Währung, geringere Fertigungskosten aufgrund der Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Wettbewerbsfähigkeit sowie eine höhere Auslastung entlastend. Gegenläufig wirkten sich höhere Absatzmengen und das erworbene Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours aus. Die Auslastung der Produktionskapazitäten lag mit rund 80 % um 3 %Punkte über dem Wert des Vorjahres.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 1.754 Mio. € um 6 Mio. € bzw. 0,3 % über dem Wert des Vorjahres. Die Bruttomarge stieg von 22,1 % auf 22,8 %. Aufgrund von in Summe gesunkenen Rohstoffkosten wurden die Verkaufspreise angepasst. Die gestiegenen Absatzmengen sowie der positive Währungseinfluss auf unsere Produktionskosten hatten eine positive Ergebnisauswirkung. Hinzu kam ein positiver Ergebnisbeitrag aus dem von Chemours erworbenen Spezialitätengeschäft.

EBITDA vor Sondereinflüssen und operatives Ergebnis (EBIT)

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2016 um 110 Mio. € bzw. 12,4 % auf 995 Mio. € nach 885 Mio. € im Vorjahr. Die insgesamt positive Ergebnisentwicklung auf Konzernebene resultierte im Wesentlichen aus geringeren Fertigungskosten aufgrund der Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Wettbewerbsfähigkeit und gestiegenen Absatzmengen. Zudem unterstützten vorteilhafte Wechselkurseinflüsse die Entwicklung. Gegenläufig wirkte die Anpassung der Verkaufspreise, die, insbesondere bedingt durch die weiterhin herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken, über den Effekt aus gesunkenen Rohstoffkosten deutlich hinausging. Aus der Akquisition des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions-und Hygienelösungen von Chemours ergab sich ein leicht positiver Effekt. Die Vertriebskosten stiegen vor allem aufgrund von Portfolioeffekten und volumenbedingt höherer Frachtkosten um 2,9 % auf 781 Mio. €. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen um 1 Mio. € auf 131 Mio. €. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 19 Mio. € auf 303 Mio. €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich im Konzern von 11,2 % auf 12,9 %.

In unserem Segment Advanced Intermediates sank das EBITDA vor Sondereinflüssen um 13 Mio. € auf 326 Mio. €. Gesunkene Herstellkosten, höhere Absatzmengen sowie positive Wechselkurseinflüsse führten zu einer positiven Ergebnisentwicklung. Gegenläufig wirkte die Anpassung der Verkaufspreise, überwiegend bedingt durch Rohstoffpreiseffekte.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen unseres Segments Performance Chemicals lag mit 374 Mio. € um 48 Mio. € bzw. 14,7 % über dem Niveau des Vorjahres. Ergebnisverbessernd wirkten höhere Absatzmengen und vorteilhafte Wechselkurseinflüsse auf unsere Produktionskosten. Der Nettoeffekt aus niedrigeren Einstandspreisen für Rohstoffe und der Anpassung der Verkaufspreise war nahezu ausgeglichen.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen in unserem Segment High Performance Materials lag mit 159 Mio. € um 48 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 111 Mio. €. Insbesondere höhere Absatzmengen in profitableren Produktgruppen unterstützten die positive Ergebnisentwicklung. Niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe führten zu einer Anpassung der Verkaufspreise.

ARLANXEO erzielte ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 373 Mio. € nach 391 Mio. € im Vorjahr. Der positive Einfluss aus niedrigeren Einstandspreisen für Rohstoffe wurde durch reduzierte Verkaufspreise aufgrund der weiterhin schwierigen Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken deutlich überkompensiert. Ergebnisverbessernd wirkten höhere Absatzmengen, geringere Fertigungskosten sowie eine vorteilhafte Entwicklung der Wechselkurse.

EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten

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in Mio. € 2015 2016 Veränd. in %
Advanced Intermediates 339 326 -3,8
Performance Chemicals 326 374 14,7
High Performance Materials 111 159 43,2
ARLANXEO 391 373 -4,6
Überleitung -282 -237 16,0
885 995 12,4

Vorjahreswerte entsprechend der geänderten Segmentstruktur.

Die Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum operativen Ergebnis (EBIT) ergibt sich wie folgt:

Überleitung EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBIT

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in Mio. € 2015 2016 Veränd. in %
EBITDA vor Sondereinflüssen 885 995 12,4
Abschreibungen -474 -481 -1,5
Wertaufholungen 56 0 -100,0
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse -52 -50 3,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 415 464 11,8

Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns stieg im Berichtsjahr von 415 Mio. € auf 464 Mio. €. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 481 Mio. € (Vorjahr: 474 Mio. €). Hiervon fielen 9 Mio. € außerplanmäßig an. Im Vorjahr standen den Abschreibungen von 474 Mio. € Wertaufholungen in Höhe von 56 Mio. € gegenüber. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres betrugen 25 Mio. €, von denen 11 Mio. € Sondereinflüsse waren.

Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, verbesserte sich um 85 Mio. € auf minus 75 Mio. €. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein Wert von minus 25 Mio. €, der um 128 Mio. € über dem entsprechenden Saldo des Vorjahres lag. Der Rückgang entstand im Wesentlichen durch niedrigere Aufwendungen aus Geschäften zur Wechselkurssicherung.

Die negativen Sondereinflüsse des Berichtsjahres von saldiert 50 Mio. € ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 56 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 6 Mio. € und standen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns.

Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von saldiert 7 Mio. € angefallen, die sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 106 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 99 Mio. € ergaben. Die negativen Sondereinflüsse, die mit 96 Mio. € EBITDA-wirksam waren, resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Beendigung der EPDM-Kautschuk-Produktion am Standort Marl (Deutschland) zum Ende des ersten Quartals 2016 sowie weiteren Maßnahmen im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again". Die nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse entfielen auf außerplanmäßige Abschreibungen im Rahmen der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Marl (Deutschland). Die positiven Sondereinflüsse, die mit 44 Mio. € EBITDA-wirksam waren, betrafen insbesondere Erträge aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Die nicht EBITDA-wirksamen positiven Sondereinflüsse entfielen im Wesentlichen auf die Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte in Höhe von 56 Mio. €. Die Wertaufholungen betrafen mit 37 Mio. € unsere Business Unit High Performance Elastomers und mit 19 Mio. € die Business Unit Advanced Industrial Intermediates.

Für Details zu den Sondereinflüssen verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis

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in Mio. € 2015 2016 Veränd. in %
Operatives Ergebnis (EBIT) 415 464 11,8
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 0 0 -
Zinsergebnis -66 -63 4,5
Sonstiges Finanzergebnis -61 -62 -1,6
Finanzergebnis -127 -125 1,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 288 339 17,7
Ertragsteuern -121 -144 -19,0
Ergebnis nach Ertragsteuern 167 195 16,8
davon:
auf andere Gesellschafter entfallend 2 3 50,0
den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) 165 192 16,4

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf minus 125 Mio. € nach minus 127 Mio. € im Vorjahr. Aus at equity bewerteten Gesellschaften ergab sich in der Berichtsperiode wie im Vorjahr kein Ergebnisbeitrag. Das Zinsergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 3 Mio. € auf minus 63 Mio. €. Das sonstige Finanzergebnis lag mit minus 62 Mio. € ebenfalls nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Hier standen dem Ertrag aus der Veräußerung unserer Finanzbeteiligung an der Elemica Inc., Exton (USA), und im Vergleich zum Vorjahr geringeren Aufwendungen aus der Aufzinsung verzinslicher Rückstellungen ein schlechteres Kursergebnis sowie Gebühren im Zusammenhang mit der Brückenfinanzierung der geplanten Chemtura Akquisition gegenüber.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verbesserte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 51 Mio. € auf 339 Mio. €.

Ertragsteuern

Im Geschäftsjahr 2016 ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 144 Mio. € nach 121 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 42,5 % gegenüber 42,0 % in der Vergleichsperiode.

Konzernergebnis/Ergebnis je Aktie/Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

Das Konzernergebnis lag mit 192 Mio. € um 27 Mio. € über dem Vorjahreswert. Nach 2 Mio. € im Vorjahr lag der auf andere Gesellschafter entfallende Ergebnisanteil bei 3 Mio. € und resultierte nahezu ausschließlich aus der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO.

Das Ergebnis je Aktie wird mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Berichtsperiode in Umlauf gewesenen LANXESS Aktien errechnet. Das Ergebnis je Aktie lag mit 2,10 € über dem Wert des Vorjahres von 1,80 €.

Darüber hinaus ermitteln wir ein Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, das nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert ist. Die Ermittlung erfolgte ausgehend vom Ergebnis je Aktie unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie darauf entfallender Steuereffekte. Vor dem Hintergrund der Übernahme des Spezialitätengeschäfts von Chemours sowie der geplanten Akquisition von Chemtura eignet sich ein entsprechend bereinigtes Ergebnis je Aktie besser zur Beurteilung und Vergleichbarkeit unserer Unternehmensleistung im Zeitablauf.

Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte lag bei 2,69 € nach 2,03 € im Vorjahr.

Überleitung Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

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in Mio. € 2015 2016
Konzernergebnis 165 192
Sondereinflüsse 1) 7 47
Abschreibungen/Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte 1) 30 31
Ertragsteuern auf dargestellte Anpassungen 1) -16 -24
Konzernergebnis vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 186 246
Ausstehende Aktien in Stück 91.522.936 91.522.936
Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in € 2,03 2,69

1) Ohne Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die den Anteilen anderer Gesellschafter zuzurechnen sind.

ENTWICKLUNG DER REGIONEN

Umsatz nach Verbleib

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2015 2016 Veränd.
in Mio. € in % in Mio. € in % in %
--- --- --- --- --- ---
EMEA (ohne Deutschland) 2.325 29,4 2.254 29,3 -3,1
Deutschland 1.365 17,3 1.292 16,8 -5,3
Nordamerika 1.368 17,3 1.326 17,2 -3,1
Lateinamerika 830 10,5 788 10,2 -5,1
Asien/Pazifik 2.014 25,5 2.039 26,5 1,2
7.902 100,0 7.699 100,0 -2,6

EMEA (ohne Deutschland)

Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) sank um 71 Mio. € bzw. 3,1 % auf 2.254 Mio. €. Wechselkurs- und Portfolioeffekte hatten keinen nennenswerten Einfluss. Die Segmente ARLANXEO, High Performance Materials sowie Advanced Intermediates wiesen Umsatzrückgänge im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich auf. Das Segment Performance Chemicals erreichte hingegen eine leichte Umsatzsteigerung im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die rückläufige Entwicklung in der Region war vom Geschäftsverlauf in Frankreich, Belgien und Italien beeinflusst. Unterstützend wirkte die positive Nachfrageentwicklung unter anderem in der Türkei, der Schweiz, Portugal und der Slowakei.

Deutschland

In Deutschland erwirtschafteten wir im Geschäftsjahr 2016 mit 1.292 Mio. € einen Umsatz, der um 73 Mio. € bzw. 5,3 % unter dem Wert des Vorjahres lag. Es ergaben sich keine wesentlichen Portfolioeinflüsse. Während das Segment ARLANXEO Umsatzeinbußen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verzeichnete, gingen die Geschäfte der Segmente Advanced Intermediates und High Performance Materials um mittlere einstellige Prozentwerte zurück. Das Segment Performance Chemicals hingegen konnte seine Verkäufe leicht steigern.

Nordamerika

Der Umsatz in dieser Region lag mit 1.326 Mio. € um 42 Mio. € bzw. 3,1 % unter dem Wert des Vorjahres. Nach Bereinigung um positive Wechselkurseinflüsse sowie um Portfolioeffekte aus der Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen vom US-amerikanischen Chemiekonzern Chemours ergab sich hingegen ein Umsatzminus von 4,9 %. Wesentlichen Anteil daran hatte die Geschäftsentwicklung der Segmente AR-LANXEO und Advanced Intermediates mit Rückgängen im mittleren einstelligen beziehungsweise niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Auch das Segment Performance Chemicals lag unter dem Niveau des Vorjahres. Demgegenüber verzeichnete das Segment High Performance Materials Umsatzzuwächse im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Lateinamerika

In der Region Lateinamerika gingen die Umsätze um 42 Mio. € bzw. 5,1 % auf 788 Mio. € zurück. Bereinigt um geringfügige Wechselkurs- und Portfolioeinflüsse ergab sich ein Rückgang um 5,4 %. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf war das Segment ARLANXEO mit dem größten absoluten Umsatzrückgang, der einer prozentualen Veränderung im mittleren einstelligen Bereich entsprach. Auch die übrigen Segmente zeigten einen rückläufigen Trend im niedrigen bis hohen einstelligen Prozentbereich. Der Geschäftsverlauf in der Region war vor allem beeinflusst durch den Umsatzrückgang in Brasilien, Mexiko und Argentinien.

Asien/Pazifik

Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik stieg im Geschäftsjahr 2016 um 25 Mio. € bzw. 1,2 % auf 2.039 Mio. €. Nach Bereinigung um gegenläufige Wechselkurs- und geringfügige Portfolioeinflüsse ergab sich ein Zuwachs um 1,7 %. Dieser war im Wesentlichen auf den Geschäftsverlauf des Segments Performance Chemicals zurückzuführen, das einen Umsatzzuwachs im hohen einstelligen Prozentbereich aufwies. Die weiteren Segmente hingegen verzeichneten leicht sinkende oder kaum veränderte Umsätze bei niedrigen einstelligen prozentualen Veränderungswerten. Wesentlichen Anteil an der positiven operativen Entwicklung in der Region hatten steigende Umsätze in China, Indien und Thailand, die aber zu großen Teilen durch Geschäftsrückgänge in Singapur, Korea, Japan und Hongkong kompensiert wurden.

SEGMENTDATEN

Advanced Intermediates: Relativ stabile Geschäftsentwicklung durch höhere Absatzmengen, jedoch herausforderndes Marktumfeld im Agrogeschäft
Performance Chemicals: Neuausrichtung und höhere Verkaufsmengen führen zu Umsatz-und Ergebnissteigerung
High Performance Materials: Deutliche Ergebnissteigerung durch höhere Absatzmengen bei profitableren Produktgruppen
ARLANXEO: Weiterhin herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken; niedrigere Verkaufspreise belasten Umsatz und Ergebnis

Advanced Intermediates

Kennzahlenüberblick

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2015 2016 Veränd.
in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % in %
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.826 1.742 -4,6
EBITDA vor Sondereinflüssen 339 18,6 326 18,7 -3,8
EBITDA 338 18,5 328 18,8 -3,0
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 240 13,1 221 12,7 -7,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 258 14,1 223 12,8 -13,6
Auszahlungen für Investitionen 87 123 41,4
Abschreibungen / Wertaufholungen 80 105 31,3
Mitarbeiter Stand 31.12. 1) 3.259 3.335 2,3

1) Vorjahreswert angepasst.

Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates lagen im Geschäftsjahr 2016 mit 1.742 Mio. € um 4,6 % bzw. 84 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Während die überwiegend rohstoffpreisbedingte Anpassung der Verkaufspreise zu einem negativen Preiseffekt von 6,4 % führte, wirkten gestiegene Absatzmengen mit 1,9 % umsatzerhöhend. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte nahezu keinen Einfluss auf den Umsatz.

Während die Verkaufspreise in der Business Unit Advanced Industrial Intermediates rohstoffpreisbedingt unter dem Niveau des Vorjahres lagen, konnte die Business Unit Saltigo leicht höhere Verkaufspreise realisieren. Aufgrund der weiterhin guten Nachfrage in nahezu allen Endmärkten konnte die Business Unit Advanced Industrial Intermediates ihre Absatzmengen steigern. Die Business Unit Saltigo verzeichnete dagegen insbesondere im Bereich der kundenspezifischen Fertigung für die Agrochemie rückläufige Absatzmengen. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich bei beiden Business Units kaum aus. Der Umsatz lag in allen Regionen unter dem Niveau des Vorjahres.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag mit 13 Mio. € bzw. 3,8 % unter dem Vorjahreswert von 339 Mio. €. Gesunkene Energie- und Herstellkosten sowie leicht höhere Absatzmengen führten zu einer positiven Ergebnisentwicklung. Die Wechselkursentwicklung hatte keinen nennenswerten positiven Einfluss. Gegenläufig wirkte die Anpassung der Verkaufspreise, überwiegend aufgrund geringerer Einstandspreise für Rohstoffe. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 18,7 % nach 18,6 % geringfügig über dem Niveau des Vorjahres.

Im Geschäftsjahr 2016 fielen insgesamt positive Sondereinflüsse von 2 Mio. € an, die vollständig EBITDA-wirksam waren und Auflösungen von in Vorjahren gebildeten Restrukturierungsrückstellungen betrafen. Im Vorjahr waren positive Sondereinflüsse von saldiert 18 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

Performance Chemicals

Kennzahlenüberblick

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2015 2016 Veränd.
in Mio. € Marge in % in Mio. € Marge in % in %
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 2.085 2.142 2,7
EBITDA vor Sondereinflüssen 326 15,6 374 17,5 14,7
EBITDA 313 15,0 371 17,3 18,5
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 238 11,4 280 13,1 17,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 225 10,8 277 12,9 23,1
Auszahlungen für Investitionen 139 118 -15,1
Abschreibungen 88 94 6,8
Mitarbeiter Stand 31.12. 1) 5.138 5.581 8,6

1) Vorjahreswert angepasst.

Im Segment Performance Chemicals stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2016 um 57 Mio. € bzw. 2,7 % auf 2.142 Mio. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus um 3,8 % gestiegenen Verkaufsmengen, während geringere Verkaufspreise zu einem Umsatzrückgang von 2,2 % führten. Aus der Eingliederung des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions-und Hygienelösungen vom US-amerikanischen Chemiekonzern Chemours in die Business Unit Material Protection Products ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz in Höhe von 1,3 %. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte kaum Einfluss auf den Umsatz.

Die Verkaufsmengen sämtlicher Business Units des Segments lagen über dem Niveau des Vorjahres, wobei die Business Unit Material Protection Products ihre Verkaufsmengen deutlich steigern und zudem die Verkaufspreise stabil halten konnte. In den anderen Business Units waren die Verkaufspreise rückläufig. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich in fast allen Business Units leicht negativ auf den Umsatz aus. In der Region Lateinamerika lag der Umsatz des Segments unter dem Niveau des Vorjahres. In allen übrigen Regionen verzeichnete das Segment einen positiven Geschäftsverlauf.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals stieg gegenüber dem Vorjahr um 48 Mio. € bzw. 14,7 % auf 374 Mio. €. Ergebnisverbessernd wirkten höhere Absatzmengen und vorteilhafte Wechselkurseinflüsse auf unsere Produktionskosten. Dem Effekt aus reduzierten Verkaufspreisen stand eine Kostenentlastung durch niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe gegenüber. Aus der Akquisition des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours ergab sich ein leicht positiver Effekt. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg von 15,6 % auf 17,5 %.

Im Berichtsjahr entfielen auf das Segment negative Sondereinflüsse in Höhe von 3 Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren. Diese betrafen im Wesentlichen Effekte im Zusammenhang mit der Neubewertung der Vorräte, die im Rahmen der Akquisition des Spezialitätengeschäfts von Chemours vorgenommen wurde. Die negativen Sondereinflüsse des Vorjahres hatten sich auf 13 Mio. € belaufen und waren vollständig EBITDA-wirksam. Sie betrafen unter anderem Maßnahmen im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again". Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

High Performance Materials

Kennzahlenüberblick

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2015 2016 Veränd.
in Mio. € Marge in Mio. € Marge in %
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in % in %
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.085 1.056 -2,7
EBITDA vor Sondereinflüssen 111 10,2 159 15,1 43,2
EBITDA 131 12,1 159 15,1 21,4
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 66 6,1 114 10,8 72,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 85 7,8 114 10,8 34,1
Auszahlungen für Investitionen 39 46 17,9
Abschreibungen 46 45 -2,2
Mitarbeiter Stand 31.12. 1.546 1.583 2,4

Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur.

In unserem Segment High Performance Materials sanken die Umsätze im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % auf 1.056 Mio. €. Die Anpassung der Verkaufspreise aufgrund der an die Kunden weitergegebenen Entlastung durch niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe führte zu einem negativen Preiseffekt von 8,0 %. Umsatzerhöhend wirkten demgegenüber gestiegene Verkaufsmengen mit 5,6 %. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte nahezu keinen Einfluss auf den Umsatz. Während das Segment in der Region Nordamerika einen positiven Geschäftsverlauf zeigte, lag der Umsatz in den übrigen Regionen unter dem Niveau des Vorjahres.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments High Performance Materials lag mit 159 Mio. € deutlich über dem Wert des Vorjahres von 111 Mio. €. Höhere Absatzmengen in profitableren Produktgruppen sowie eine hohe Auslastung führten zu einer positiven Ergebnisentwicklung. Niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe hatten eine Anpassung der Verkaufspreise zur Folge. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments stieg von 10,2 % auf 15,1 %.

Im Geschäftsjahr 2016 entfielen keine Sondereinflüsse auf das Segment. Im Vorjahr waren positive Sondereinflüsse von saldiert 19 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

ARLANXEO

Kennzahlenüberblick

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2015 2016 Veränd.
in Mio. € Marge in Mio. € Marge in %
--- --- --- --- --- ---
in % in %
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Umsatzerlöse 2.859 2.710 -5,2
EBITDA vor Sondereinflüssen 391 13,7 373 13,8 -4,6
EBITDA 376 13,2 375 13,8 -0,3
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 183 6,4 153 5,6 -16,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 195 6,8 155 5,7 -20,5
Auszahlungen für Investitionen 145 138 -4,8
Abschreibungen / Wertaufholungen 181 220 21,5
Mitarbeiter Stand 31.12. 3.491 3.463 -0,8

Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur.

Im Segment ARLANXEO sanken die Umsätze im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 5,2 % auf 2.710 Mio. €. Die Entwicklung wurde in beiden Business Units wesentlich durch die Anpassung der Verkaufspreise beeinflusst, die zu einem negativen Preiseffekt von 9,2 % führte. Diese ergab sich insbesondere aus der anhaltend schwierigen Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken und den niedrigeren Einstandspreisen für Rohstoffe, die an die Kunden weitergegeben wurden. Die Absatzmengen konnten vor allem aufgrund der guten Nachfrage in der Region Asien/Pazifik in beiden Business Units gesteigert werden und wirkten sich mit 4,0 % positiv auf den Umsatz aus. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte nahezu keinen Einfluss auf den Umsatz. Der Umsatz lag in allen Regionen unter dem Niveau des Vorjahres.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments ARLANXEO lag mit 373 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres von 391 Mio. €. Der positive Einfluss aus der Kostenentlastung durch niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe wurde durch den Effekt aus reduzierten Verkaufspreisen aufgrund des anhaltenden Wettbewerbsdrucks deutlich überkompensiert. Ergebnisverbessernd wirkten höhere Verkaufsmengen, ein verbessertes Portfolio der abgesetzten Produkte, gesunkene Herstellkosten sowie vorteilhafte Wechselkurseinflüsse. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 13,8 % nahezu auf dem Niveau des Vorjahres von 13,7 %.

Im Berichtsjahr entfielen auf das Segment positive Sondereinflüsse in Höhe von 2 Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren. Diese betrafen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen im Zusammenhang mit der Beendigung der EPDM-Kautschuk-Produktion am Standort Marl (Deutschland). Im Vorjahr waren positive Sondereinflüsse von saldiert 12 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

Überleitung

Kennzahlenüberblick

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2015 2016 Veränd.
in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 47 49 4,3
EBITDA vor Sondereinflüssen -282 -237 16,0
EBITDA -325 -288 11,4
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen -305 -254 16,7
Operatives Ergebnis (EBIT) -348 -305 12,4
Auszahlungen für Investitionen 24 14 -41,7
Abschreibungen 23 17 -26,1
Mitarbeiter Stand 31.12. 1) 2.791 2.759 -1,1

1) Vorjahreswert angepasst.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung lag bei minus 237 Mio. € nach minus 282 Mio. € im Vorjahr. Die Veränderung war im Wesentlichen auf geringere Verluste aus der Absicherung von Wechselkursänderungen zurückzuführen. Die in der Überleitung gezeigten negativen Sondereinflüsse von saldiert 51 Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren, resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns. Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von 43 Mio. € angefallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel „Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)".

ERLÄUTERUNGEN ZUM EBIT UND EBITDA (VOR SONDEREINFLÜSSEN)

Zur besseren Beurteilung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene beziehungsweise für die einzelnen Segmente ermitteln wir zusätzlich die Ergebnisgrößen EBITDA sowie EBITDA und EBIT vor Sondereinflüssen, die nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen.

Überleitung zum EBIT/EBITDA

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EBIT EBIT EBITDA EBITDA
in Mio. € 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
EBIT/EBITDA vor Sondereinflüssen 422 514 885 995
Advanced Intermediates 18 2 -1 2
Strategische Neuausrichtung / "Let's LANXESS again" -2 -2
Wertaufholungen 19
Sonstiges 1 2 1 2
Performance Chemicals -13 -3 -13 -3
Strategische Neuausrichtung / "Let's LANXESS again" -3 -3 1) -3 -3 1)
Sonstiges -10 0 -10 0
High Performance Materials 19 20
Strategische Neuausrichtung / "Let's LANXESS again" -1 -1
VeräuRerung von Anlagevermögen 20 21
ARLANXEO 12 2 -15 2
Strategische Neuausrichtung / "Let's LANXESS again" 2) -47 2 -37 2
VeräuRerung von Anlagevermögen 22 22
Wertaufholungen 37 0
Überleitung -43 -51 -43 -51
Strategische Neuausrichtung / "Let's LANXESS again" -34 -42 -34 -42
Sonstiges -9 -9 -9 -9
Summe Sondereinflüsse -7 -50 -52 -50
EBIT/EBITDA 415 464 833 945

1) Die Sondereinflüsse betrafen im Wesentlichen Effekte im Zusammenhang mit der Neubewertung der Vorräte, die im Rahmen der Akquisition des Spezialitätengeschäftes von Chemours vorgenommen wurde.

2) Die Sondereinflüsse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Beendigung der EPDM-Kautschuk-Produktion am Standort Marl (Deutschland).

Das EBITDA ist das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zuzüglich Abschreibungen bzw. abzüglich Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Das EBIT vor Sondereinflüssen und das EBITDA vor Sondereinflüssen errechnen sich aus dem EBIT bzw. aus dem EBITDA ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Vermögenslage

Gestiegene Bilanzsumme im Wesentlichen aufgrund der Sicherstellung der Finanzierung für die geplante Übernahme von Chemtura sowie durch die Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO
Eigenkapitalquote auf 37,7 % verbessert
Substanzieller Rückgang der Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren von 1.211 Mio. € auf 269 Mio. €

Bilanzstruktur

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31.12.2015 31.12.2016 Veränd.
in Mio. € in % in Mio. € in % in %
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Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 4.180 57,9 4.519 45,8 8,1
Kurzfristige Vermögenswerte 3.039 42,1 5.358 54,2 76,3
Bilanzsumme 7.219 100,0 9.877 100,0 36,8
Passiva
Eigenkapital (einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter) 2.323 32,2 3.728 37,7 60,5
Langfristiges Fremdkapital 2.936 40,7 4.516 45,7 53,8
Kurzfristiges Fremdkapital 1.960 27,1 1.633 16,6 -16,7
Bilanzsumme 7.219 100,0 9.877 100,0 36,8

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2016 betrug 9.877 Mio. €. Sie lag damit um 2.658 Mio. € bzw. 36,8 % über dem Wert zum Vorjahresende. Diese Entwicklung war insbesondere bedingt durch die Platzierung von drei Euroanleihen mit einem Nominalvolumen von jeweils 500 Mio. €, die der Finanzierung der geplanten Akquisition von Chemtura dienen. Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg der Bilanzsumme durch den Zahlungsmittelzufluss aufgrund der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO in Höhe von ca. 1,2 Mrd. € sowie der korrespondierenden Erhöhung der im Eigenkapital ausgewiesenen Anteile anderer Gesellschafter.

Das langfristige Vermögen erhöhte sich um 339 Mio. € auf 4.519 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen dabei um 266 Mio. € auf 4.013 Mio. €. Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte war insbesondere bedingt durch die im Rahmen der Akquisition des Spezialitätengeschäfts von Chemours identifizierten immateriellen Vermögenswerte. Für weitere Informationen verweisen wir auf das Kapitel „Berichterstattung zum Konsolidierungskreis" des Anhangs.

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen bei 439 Mio. € und entsprachen nahezu dem Vorjahreswert von 434 Mio. €. Die Abschreibungen lagen mit 481 Mio. € um 7 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 474 Mio. €. Im Vorjahr standen den Abschreibungen Zuschreibungen aus der Wertaufholung in Höhe von 56 Mio. € gegenüber. Der Equity-Beteiligungsbuchwert lag wie im Vorjahr bei 0 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 81 Mio. € auf 442 Mio. €. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen sank von 57,9 % auf 45,8 % zum 31. Dezember 2016.

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 5.358 Mio. € um 2.319 Mio. € bzw. 76,3 % über dem Wert zum 31. Dezember 2015. Dieser Effekt war im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und resultierte hauptsächlich aus der Anlage liquider Mittel in Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren von insgesamt 2.125 Mio. €. Die Vorräte erhöhten sich im Wesentlichen mengen- und währungsbedingt um 80 Mio. € bzw. 5,9 % auf 1.429 Mio. €. Die Kennzahl zur Lagerreichweite (DSI) war mit 67,2 Tagen unverändert gegenüber dem Vorjahr. Weiterhin stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 132 Mio. € bzw. 13,8 % auf 1.088 Mio. €. Die Kennzahl zur Forderungsdauer (DSO) erhöhte sich von 47,6 Tagen auf 51,1 Tage. Dies resultierte im Wesentlichen aus einem niedrigen Vorjahresniveau der Forderungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken um 11 Mio. € auf 355 Mio. €. Die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte gingen im Berichtsjahr auf 40 Mio. € zurück (Vorjahr: 100 Mio. €). Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 54,2 % nach 42,1 % zum 31. Dezember 2015.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 1.405 Mio. € bzw. 60,5 % auf 3.728 Mio. €. Die Veränderung im Berichtszeitraum resultierte im Wesentlichen aus der Erhöhung der Anteile anderer Gesellschafter im Rahmen der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO in Höhe der Bareinlage (nach Transaktionskosten) von 1.194 Mio. €. Zum 31. Dezember 2016 lag der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme bei 37,7 % nach 32,2 % zum 31. Dezember 2015.

Das langfristige Fremdkapital stieg zum 31. Dezember 2016 um 1.580 Mio. € auf 4.516 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich gegenüber dem Jahresende 2015 nur leicht um 34 Mio. € auf 1.249 Mio. € erhöht. Der Effekt aus gesunkenen Zinssätzen für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen (in Deutschland Rückgang von 3,0 % auf 2,0 %) wurde durch die Aufstockung des deutschen Pensionsvermögens zu weiten Teilen kompensiert. Der Anstieg der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 1.476 Mio. € auf 2.734 Mio. € zum 31. Dezember 2016 ist im Wesentlichen auf die Begebung der Anleihen zurückzuführen.

Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf 45,7 % nach 40,7 % zum 31. Dezember 2015.

Das kurzfristige Fremdkapital betrug 1.633 Mio. € und lag somit um 327 Mio. € bzw. 16,7 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2015, im Wesentlichen aufgrund der Tilgung einer fälligen Anleihe über 200 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 110 Mio. € auf 889 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch eine höhere Kapazitätsauslastung zum Jahresende. Die kurzfristigen derivativen Verbindlichkeiten sanken von 100 Mio. € auf 42 Mio. €. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 32 Mio. € auf 174 Mio. €, während die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen mit 406 Mio. € auf Vorjahresniveau waren. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2016 bei 16,6 % nach 27,1 % zum Jahresende 2015.

Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen mit 2.394 Mio. € zwar deutlich über dem Wert zum 31. Dezember 2015 von 1.211 Mio. €, nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren ergab sich allerdings ein Rückgang auf 269 Mio. €.

Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:

Kennzahlen

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in % 2012 2013 2014 2015 2016
Eigenkapitalquote Eigenkapital1)/ Bilanzsumme 31,0 27,9 29,8 32,2 37,7
Vermögensquote Langfristige Vermögenswerte /Bilanzsumme 49,8 52,7 56,6 57,9 45,8
Vermögensdeckungsgrad I Eigenkapital1) /Langfristige Vermögenswerte 62,0 52,9 52,7 55,6 82,5
Vermögensdeckungsgrad II Eigenkapital1) und langfristiges Fremdkapital/Langfristige Vermögenswerte 157,2 137,2 136,7 125,8 182,4
Finanzierungsstruktur Kurzfristiges Fremdkapital/Fremdkapital 31,4 38,3 32,3 40,0 26,6

1) Eigenkapital einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.

Investitionen

Im Jahr 2016 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 462 Mio. € nach 457 Mio. € im Vorjahr. Von diesen waren 439 Mio. € (Vorjahr: 434 Mio. €) auszahlungswirksam. Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 481 Mio. € (Vorjahr: 474 Mio. €) an. Im Vorjahr standen den Abschreibungen Zuschreibungen aus Wertaufholungen in Höhe von 56 Mio. € gegenüber. Darüber hinaus enthielten die Abschreibungen im Jahr 2016 außerplanmäßige Abschreibungen von 9 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €).

Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr in folgenden Bereichen:

Erweiterungs-, Instandhaltungs- und Neubaumaßnahmen
Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit
Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften

Bei etwa zwei Dritteln der im Jahr 2016 getätigten Investitionsausgaben handelte es sich um Investitionen in die Substanzerhaltung, der restliche Anteil betraf Erweiterungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen.

Regional gesehen entfielen im Berichtszeitraum 46 % unserer Investitionen auf Deutschland, 21 % auf die Region EMEA (ohne Deutschland), 16 % auf Nordamerika, 7 % auf Lateinamerika und 10 % auf die Region Asien/Pazifik. Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungs- und Anlagenmodernisierungsmaßnahmen sämtlicher Segmente, insbesondere aber der Business Unit Saltigo. Ein Teil der Investitionen in der Region EMEA (ohne Deutschland) entfiel auf weitere Produktionsoptimierungen im Rahmen der Neuausrichtung für die operative Wettbewerbsfähigkeit. Die Investitionen in der Region Asien/Pazifik betrafen vor allem den Neubau der im Berichtsjahr in Betrieb genommenen Anlagen für Eisenoxidrot-Pigmente sowie einer Misch- und Mahlanlage für anorganische Pigmente der Business Unit Inorganic Pigments in Ningbo (China).

Die Investitionen im Segment Advanced Intermediates betrugen 136 Mio. € (Vorjahr: 99 Mio. €). Die Auszahlungen lagen mit 123 Mio. € (Vorjahr: 87 Mio. €) über den Abschreibungen von 105 Mio. € (Vorjahr, mit Wertaufholungen saldiert: 80 Mio. €). Hierin enthalten sind Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Bau von zwei Mehrzweck-Produktionslinien der Business Unit Saltigo am Standort Leverkusen (Deutschland), der in 2016 begonnen hat. Die Produktion soll Ende 2017 aufgenommen werden. Im Segment Performance Chemicals erfolgten Investitionen von 124 Mio. € (Vorjahr: 144 Mio. €), hiervon waren 118 Mio. € (Vorjahr: 139 Mio. €) auszahlungswirksam. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 94 Mio. € (Vorjahr: 88 Mio. €). Eine wesentliche Investition stellte die mit modernster Verfahrenstechnik ausgestattete und im Berichtsjahr in Betrieb genommene Anlage für Eisenoxid-rot-Pigmente der Business Unit Inorganic Pigments im chinesischen Ningbo dar. Im Segment High Performance Materials beliefen sich die Investitionen auf 47 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. € ), von denen 46 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 45 Mio. € (Vorjahr: 46 Mio. €) gegenüber. Ein Teil der Investitionen in diesem Segment ist auf den Kapazitätsausbau der zweiten Produktionsstraße für die Compoundierung von Hightech-Kunststoffen in Gastonia (USA) zurückzuführen. Die Inbetriebnahme dieser Anlage erfolgte Anfang des Jahres 2016. Darüber hinaus wurden in diesem Segment weitere Investitionen in die Produktionsoptimierung an den belgischen Standorten getätigt.

Im Segment ARLANXEO beliefen sich die Investitionen auf 138 Mio. € (Vorjahr: 151 Mio. €), von denen 138 Mio. € (Vorjahr: 145 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 220 Mio. € (Vorjahr, mit Wertaufholungen saldiert: 181 Mio. €) gegenüber. Wesentlich waren in diesem Segment insbesondere die Investitionen der Business Unit Tire & Specialty Rubbers.

Finanzlage

Starker Cashflow aus operativer Tätigkeit
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit und aus investiver Tätigkeit durch Finanzierung der geplanten Übernahme von Chemtura und zwischenzeitlicher Geldanlage beeinflusst
Weiterhin solide Liquiditätsposition

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit.

Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 2015 2016 Veränd.
Ergebnis vor Ertragsteuern 288 339 51
Abschreibungen / Wertaufholungen 418 481 63
Sonstige Positionen -107 -84 23
Zufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung Nettoumlaufvermögen 599 736 137
Veränderung Nettoumlaufvermögen 93 -47 -140
Zufluss aus operativer Tätigkeit 692 689 -3
Abfluss aus investiver Tätigkeit -400 -2.879 -2.479
Zufluss/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit -333 2.173 2.506
Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit -41 -17 24
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember 366 355 -11
Free Cashflow 258 250 -8

Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 137 Mio. € auf 736 Mio. €. Ausgangspunkt dafür war das um 51 Mio. € auf 339 Mio. € gestiegene Ergebnis vor Ertragsteuern. Die Abschreibungen in Höhe von 481 Mio. € lagen um 63 Mio. € über dem Vorjahreswert von 418 Mio. €, in dem allerdings Zuschreibungen von 56 Mio. € saldiert wurden. Die sonstigen Positionen des Berichtsjahres enthalten unter anderem Steuerzahlungen, Effekte aus Geschäften zur Währungssicherung interner Finanzierungen sowie Auszahlungen für variable Vergütung.

Aus der Entwicklung des Nettoumlaufvermögens im Vergleich zum 31. Dezember 2015 resultierte ein Mittelabfluss von 47 Mio. € gegenüber einem Mittelzufluss von 93 Mio. € im Vorjahr. Der Abfluss im Berichtszeitraum ergab sich insbesondere aus dem Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen überkompensierte. Somit lag der Zufluss aus operativer Tätigkeit mit 689 Mio. € nach 692 Mio. € auf Höhe des Vorjahres.

Aus investiver Tätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2016 im Wesentlichen aufgrund der Anlage der für die Finanzierung der Akquisition von Chemtura erhaltenen Mittel ein Mittelabfluss von 2.879 Mio. € nach 400 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 439 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres von 434 Mio. €. Aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen resultierte eine Einzahlung von 7 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €).

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelzufluss von 2.173 Mio. € nach einem Mittelabfluss von 333 Mio. € im Vorjahr. Wesentliche Effekte im Geschäftsjahr waren die Einzahlung aus der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO sowie ein Mittelzufluss aus der Platzierung der Euroanleihen. Im Vorjahr hatte die Nettorückzahlung von Finanzschulden von 220 Mio. € einen wesentlichen Effekt dargestellt. Die Zinszahlungen und sonstigen Auszahlungen des Finanzbereichs lagen mit 73 Mio. € gegenüber 76 Mio. € im Jahr 2015 leicht unter Vorjahr. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre der LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2015 betrug 55 Mio. € nach 46 Mio. € im Vorjahr.

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2016 aus der Geschäftstätigkeit eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von minus 17 Mio. € nach minus 41 Mio. € im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der währungsbedingten und sonstigen Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 6 Mio. € resultierte zum Bilanzstichtag ein Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 355 Mio. € nach 366 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Zusammen mit dem im Jahresvergleich gesunkenen Bestand an liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten (kurzfristige Geldanlage liquider Mittel in Geldmarktfonds) von 40 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €) verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2016 über eine weiterhin solide Liquiditätsposition von 395 Mio. € nach 466 Mio. € zum Jahresende 2015.

Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände verringerte sich um 8 Mio. € auf 250 Mio. €. Die Definition wurde gegenüber dem Vorjahr, in dem für diese Kennzahl die Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit herangezogen worden war, geändert.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

LANXESS verfolgt eine konservative Finanzpolitik und adressiert vorausschauend finanzielle Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Die Verschuldungshöhe orientiert sich im Wesentlichen an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich und steht zusammen mit dem Free Cashflow im Fokus des Finanzmanagements. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Zins- oder Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Chancen- und Risikobericht dargestellt.

Rating des LANXESS Konzerns

Um die Ziele des Finanzmanagements zu erreichen, sind der Zugang zu den Kapitalmärkten sowie eine intakte Geschäftsbeziehung zu den nationalen und internationalen Geschäftsbanken notwendige Voraussetzungen. Entsprechend ist auch die nachhaltige Interaktion und Kommunikation mit Banken, Investoren und Ratingagenturen von wesentlicher Bedeutung. Die Ratingagenturen Standard & Poor's sowie Moody's haben im Geschäftsjahr 2016 mit BBB— bzw. Baa3 ihre Ratings von LANXESS bestätigt. Nach Ankündigung der Akquisition von Chemtura im September 2016 hat Standard & Poor's den Ausblick von „positiv" auf „negativ" gesenkt, während Moody's seinen Ausblick bei „stabil" beließ. Beide Ratingagenturen kommentierten die geplante Akquisition als positiv für das Geschäftsprofil von LANXESS, nennen aber auch die damit verbundenen Risiken.

Entwicklung der LANXESS Ratings und deren Ausblick seit 2012

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2012 2013 2014 2015 2016
Standard & Poor’s BBB/stabil BBB/negativ BBB–/stabil BBB–/positiv BBB–/negativ
31.08.2012 27.06.2013 19.05.2014 24.09.2015 26.09.2016
Moody’s Investors Service Baa2/stabil Baa2/negativ Baa3/stabil Baa3/stabil Baa3/stabil
26.09.2012 14.08.2013 20.06.2014 2.7.2015 26.09.2016

Finanzierungsanalyse

LANXESS verfügte auch im Geschäftsjahr 2016 über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur und eine sehr solide Liquiditätslage. Die Finanzierung für die geplante Übernahme von Chemtura konnte bereits vollständig gesichert werden.

Im Januar 2016 wurde zunächst ein Förderbankdarlehen in Höhe von 138 Mio. € mit vorhandenen Zahlungsmitteln zurückgezahlt. Die Bereitstellung eines bisher ungenutzten Förderbankdarlehens wurde darüber hinaus im Mai 2016 gekündigt. Eine im September 2016 fällige Euroanleihe in Höhe von 200 Mio. € konnte ebenfalls aus vorhandenen Zahlungsmitteln zurückgezahlt werden.

Zur Finanzierung der geplanten Akquisition von Chemtura wurde im September 2016 eine Brückenfinanzierung in Höhe von 2,0 Mrd. € abgeschlossen. Es folgte eine schrittweise Aus-finanzierung am Kapitalmarkt durch die Platzierung von zwei Euroanleihen unter dem Debt-Issuance-Programm von LANXESS in Höhe von insgesamt 1,0 Mrd. € im Oktober 2016 und die Emission einer Hybridanleihe unter einem eigenständigen Prospekt in Höhe von 500 Mio. € im Dezember 2016. Das Volumen der Brückenfinanzierung wurde mit Begebung der Anleihen schrittweise reduziert und betrug per 31. Dezember 2016 noch 500 Mio. €.

Über das bestehende Debt-Issuance-Programm können sehr flexibel Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt platziert werden. Zum 31. Dezember 2016 war der Finanzierungsrahmen von 5 Mrd. € durch die unter dem Programm begebenen Anleihen und Privatplatzierungen zu knapp 2,2 Mrd. € genutzt. Die Höhe des Debt-Issuance-Programms kann flexibel den künftigen Erfordernissen angepasst werden, um Handlungsspielräume zu sichern. Kapitalmarktfinanzierungen sind zentrale Bausteine im Finanzierungsmix von LANXESS, den wir stets auch vor dem Hintergrund einer ausreichenden Diversifikation unserer Finanzierungsquellen und unserer strategischen Unternehmensausrichtung hinterfragen.

Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten verringerten sich von 443 Mio. € im Vorjahr auf 78 Mio. € zum 31. Dezember 2016.

In nur geringem Umfang nutzten wir Finanzierungsleasing, welches unter den finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz geführt wird. Zum 31. Dezember 2016 entsprach die Höhe der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing mit 70 Mio. € in etwa dem Vorjahr. Operating Leasing wird im LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen beläuft sich auf 334 Mio. € nach 341 Mio. € im Vorjahr.

LANXESS verfügte am 31. Dezember 2016 über keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungen, z. B. in Form von Factoring, Asset-Backed-Strukturen oder Projektfinanzierungen.

In Summe nahmen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzungen, durch die frühzeitige Finanzierung der Chemtura-Akquisition von 1.677 Mio. € im Jahr 2015 auf 2.789 Mio. € zum 31. Dezember 2016 zu. Die Nettofinanzverbindlichkeiten als die Summe der Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Zinsabgrenzungen und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte erhöhten sich im Berichtsjahr auf 2.394 Mio. € nach 1.211 Mio. € zum 31. Dezember 2015. Nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren betrugen sie zum Berichtsjahresende 269 Mio. €.

Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit oberhalb des Vorjahresniveaus von 90 %. Dies resultierte insbesondere aus der Rückzahlung eines variabel verzinsten Förderbankdarlehens. Änderungen des Zinsniveaus haben in der momentanen Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Der Anteil der in Euro in Anspruch genommenen Kredite und Anleihen lag im Berichtsjahr mit durchschnittlich 98 % über dem Vorjahresniveau von 90 %. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz unserer Finanzverbindlichkeiten lag mit 2,7% zum Jahresende 2016 unterhalb des Vorjahreswertes von 3,8 %.

Nachfolgende Übersicht zeigt detailliert die Finanzierungsstruktur von LANXESS zum 31. Dezember 2016 einschließlich der wesentlichen Liquiditätsreserven.

Finanzierungsstruktur

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Instrument Betrag Laufzeit Zinssatz Financial
in Mio. € bis in % Covenant
--- --- --- --- ---
Euroanleihe 2011/2018 (500 Mio. €) 499 Mai 2018 4,125 nein
Euroanleihe 2016/2021 (500 Mio. €) 496 Oktober 2021 250 nein
Euroanleihe 2012/2022 (500 Mio. €) 496 November 2022 2,625 nein
Euroanleihe 2016/2026 (500 Mio. €) 492 Oktober 2026 1,000 nein
Hybridanleihe 2016/2076 (500 Mio. €) 489 Dezember 2076 4,500 nein
Privatplatzierung 2012/2022 (100 Mio. €) 100 April 2022 3,500 nein
Privatplatzierung 2012/2027 (100 Mio. €) 99 April 2027 3,950 nein
Sonstige Kredite 48 n/a nein
Finanzierungsleasing 70 n/a nein
Summe Finanzverbindlichkeiten 2.789
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 355 ≤ 3 Monate
Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte 40 ≤ 3 Monate
Summe Liquidität 395
Nettofinanzverbindlichkeiten 2.394
Termingelder und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 2.125
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 269

Unsere Finanzierungsstruktur hat sich durch die frühzeitige Liquiditätsbeschaffung zur Finanzierung der Akquisition von Chemtura deutlich verändert. Durch die Begebung von zwei Euroanleihen und einer Hybridanleihe sind neue Fälligkeiten von insgesamt 1,5 Mrd. € hinzugekommen. Dabei wurden die Laufzeiten der Anleihen so gewählt, dass ein ausgewogenes Fälligkeitenprofil erhalten bleibt und auch zukünftig ausreichend Möglichkeiten zum Abbau der Verschuldung bestehen. Ein Förderbankdarlehen sowie eine Anleihe in Höhe von 200 Mio. € wurden im Jahr 2016 zurückgezahlt. Zum Aufstellungszeitpunkt lagen keine Refinanzierungsrisiken vor. Die sonstigen Kredite betrafen im Wesentlichen Inanspruchnahmen von Tochtergesellschaften in China und Argentinien, die regelmäßig verlängert werden.

Liquiditätsanalyse

Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 355 Mio. €, liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten von 40 Mio. € sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten von 2.130 Mio. € verfügt LANXESS über weitere Liquiditätsreserven in Form von ungenutzten Kreditlinien. Die Geldanlagen erfolgen im Wesentlichen in bilaterale Anlagen bei Kreditinstituten, geldmarktnahe Fonds und Commercial Papers durch Konzerngesellschaften mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr. Die finanziellen Mittel werden zu rund 97 % in Konzerngesellschaften in Ländern mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr gehalten. Die übrigen rund 3 % werden in Gesellschaften mit regulierten Kapitalmärkten gehalten, in denen Beschränkungen zum Zahlungsmitteltransfer existieren.

Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2016 jederzeit gesichert.

Die mit Abstand bedeutendste Kreditlinie für LANXESS ist die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. € und mit einer Laufzeit bis Februar 2020. Sie wurde bislang nicht wesentlich in Anspruch genommen. Die Kreditlinie ist als Betriebsmittel- und Investitionslinie ausgestaltet und entspricht den Markt-Usancen des europäischen syndizierten Kreditmarkts für Investment-Grade-Unternehmen im BBB-Ratingbereich. Darüber hinaus besteht ein bisher ungenutzter Brückenfinanzierungsvertrag, welcher im September 2016 zur Finanzierung der Akquisition von Chemtura geschlossen wurde. Der Brückenfinanzierungsvertrag hatte zunächst ein Volumen von 2,0 Mrd. €. Das Volumen wurde mit der Begebung von zwei Euroanleihen und einer Hybridanleihe schrittweise nach unten angepasst und betrug per 31. Dezember 2016 noch 500 Mio. €. Keiner unserer wesentlichen Kreditverträge enthält Financial Covenants. Insgesamt verfügten wir zum 31. Dezember 2016 über nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 1,8 Mrd. € nach 1,5 Mrd. € zum Ende des Vorjahres.

In Summe ergibt sich aus dem Bestand liquider Mittel und ungenutzter Kreditlinien eine verfügbare Liquidität von rund 4,3 Mrd. €. Diese liegt rund 2,3 Mrd. € über dem Vorjahreswert. Der höhere Betrag steht in Zusammenhang mit der Vorbereitung der Akquisition von Chemtura und der Sicherstellung unserer unternehmerischen Flexibilität. Sie ist Ausdruck unserer konservativen Finanzpolitik. Unsere Zahlungsfähigkeit ist kurzfristig und langfristig gesichert.

Bond Performance — Entwicklung des Credit Spread im Jahr 2016

Eine wichtige Kenngröße von Unternehmensanleihen ist neben der absoluten Kursentwicklung die relative Bewertung des unternehmensspezifischen Kreditrisikos im Vergleich zu einem Referenzzinssatz. Dieser Kreditrisikoaufschlag findet seinen Ausdruck im sogenannten Credit Spread.

Die Entwicklung der LANXESS Credit Spreads verdeutlicht unseren weiterhin sehr wettbewerbsfähigen Zugang zu Kapitalmarktfinanzierungen.

GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 7.699 Mio. € um 2,6 % unter dem Wert des Vorjahres von 7.902 Mio. €. Das Geschäft des LANXESS Konzerns war im Jahr 2016 weiterhin von gesunkenen Verkaufspreisen aufgrund niedrigerer Einstands-preise für Rohstoffe geprägt. Insbesondere war hiervon unser Segment ARLANXEO aufgrund der weiterhin schwierigen Wettbewerbssituation im Bereich der synthetischen Kautschuke betroffen. Unser Segment Advanced Intermediates verzeichnete einen Umsatzrückgang, der überwiegend auf eine rohstoffpreisbedingte Anpassung der Verkaufspreise zurückzuführen war. Im Segment Performance Chemicals ergaben sich mengen- und portfolio-bedingt höhere Umsätze. Im Segment High Performance Materials konnten höhere Absatzmengen nicht die rohstoffpreisbedingt gesunkenen Verkaufspreise kompensieren. Dank auf Konzernebene gestiegener Absatzmengen, umgesetzter Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Wettbewerbsfähigkeit, sowie vorteilhafter Wechselkurseffekte konnten die Auswirkungen des herausfordernden Geschäftsverlaufs mehr als ausgeglichen werden.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2016 um 12,4 % von 885 Mio. € auf 995 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Absatzmengen und geringeren Fertigungskosten aufgrund der Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Wettbewerbsfähigkeit.

Das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr von 165 Mio. € auf 192 Mio. € bzw. von 1,80 € auf 2,10 €.

Die Ergebnisentwicklung schätzen wir insgesamt als positiv ein.

Wir haben unseren konservativen Ansatz in der Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik auch 2016 beibehalten. Gemäß dem Grundsatz der Stetigkeit haben wir die Bewertungsmethoden und Ermessensspielräume im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet bzw. genutzt. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO von 32,2 % auf 37,7 %. Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund der Sicherstellung der Finanzierung für die geplante Übernahme von Chemtura sowie durch die Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO von 7.219 Mio. € auf 9.877 Mio. €.

Unsere Bilanz zeigt weiterhin eine solide Liquiditätsposition. Darüber hinaus sind weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form nicht genutzter Kreditlinien vorhanden. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag bei fast 100 % und damit oberhalb des Vorjahresniveaus von 90 %. Unsere Finanzverbindlichkeiten sind frei von Financial Covenants.

Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten, unter Berücksichtigung von Termingeldanlagen mit einer Laufzeit von mehr als 90 Tagen sowie von Anlagen in Wertpapieren, sanken um 942 Mio. € auf 269 Mio. €. Die Ratingagenturen Standard & Poor's sowie Moody's haben im Geschäftsjahr 2016 unsere Ratings mit BBB— bzw. Baa3 bestätigt. Nach Ankündigung der Akquisition von Chemtura hat Standard & Poor's den Ausblick von „positiv" auf „negativ" gesenkt, während Moody's seinen Ausblick bei „stabil" beließ.

Unsere wirtschaftliche Lage sehen wir weiterhin positiv. Den Veränderungen und Herausforderungen, mit denen sich insbesondere die europäische Chemieindustrie konfrontiert sieht, begegnen wir mit unserem Programm zur weltweiten Neuausrichtung des LANXESS Konzerns. LANXESS soll durch die strategische Ausrichtung ein cashflowstarker und weniger zyklischer Spezialchemie-Konzern mit einem ausgewogeneren Portfolio werden.

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Kennzahlen

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in Mio. € 2012 2013 2014 2015 2016
Ertragslage
Umsatzerlöse 9.094 8.300 8.006 7.902 7.699
EBITDA vor Sondereinflüssen 1.223 735 808 885 995
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 13,4% 8,9% 10,1% 11,2% 12,9%
EBITDA 1.186 624 644 833 945
EBIT vor Sondereinflüssen 847 288 402 422 514
EBIT 808 -93 218 415 464
EBIT-Marge 8,9% -1,1% 2,7% 5,3% 6,0%
Konzernergebnis 508 -159 47 165 192
Ergebnis je Aktie (€) 6,11 -1,91 0,53 1,80 2,10
Finanzlage
Cashflow aus operativer Tätigkeit 838 641 797 692 689
Abschreibungen / Wertaufholungen 378 717 426 418 481
Auszahlungen für Investitionen 696 624 614 434 439
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.483 1.731 1.336 1.211 2.394
Nettofinanzverbindlichkeiten nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 1.483 1.731 1.336 1.211 269
Vermögenslage
Bilanzsumme 7.519 6.811 7.250 7.219 9.877
Langfristige Vermögenswerte 3.747 3.592 4.101 4.180 4.519
Kurzfristige Vermögenswerte 3.772 3.219 3.149 3.039 5.358
Nettoumlaufvermögen 1.849 1.679 1.600 1.526 1.628
Eigenkapital (einschl. Anteilen anderer Gesellschafter) 2.330 1.900 2.161 2.323 3.728
Pensionsrückstellungen 893 943 1.290 1.215 1.249
Kennzahlen
ROCE 15,6% 5,8% 7,9% 8,4% 6,9%
Eigenkapitalquote 31,0% 27,9% 29,8% 32,2% 37,7%
Vermögensquote 49,8 52,7 56,6 57,9 45,8
Vermögensdeckungsgrad I 62,2 52,9 52,7 55,6 82,5
Nettoumlaufvermögen / Umsatz 20,3% 20,2% 20,0% 19,3% 21,1%
Mitarbeiter (Stand zum 31.12.) 17.177 17.343 16.584 16.225 16.721

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER LANXESS AG

Die LANXESS AG hat vor allem die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Ferner bestimmt die Konzernführungsgesellschaft die Finanzierung und die Kommunikation mit den wichtigsten Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird im Wesentlichen von den operativen Geschäftseinheiten des LANXESS Konzerns und der Entwicklung der Chemiebranche bestimmt. Das aus den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Beteiligungen resultierende Beteiligungsergebnis ist von zentraler Bedeutung für das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG. Demnach gelten insbesondere die Aussagen im Abschnitt Chancen- und Risikobericht im Wesentlichen auch für die LANXESS AG.

Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Umsatz und Ergebnis der LANXESS AG

Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS AG nach HGB (Kurzform)

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in Mio. € 2015 2016 Veränd. in %
Umsatzerlöse 4 6 50,0
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen -4 -6 -50,0
Bruttoergebnis vom Umsatz 0 0 -
Allgemeine Verwaltungskosten -44 -37 15,9
Sonstige betriebliche Erträge 32 3 -90,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4 -9 < -100
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -16 -43 < -100
Beteiligungsergebnis 252 762 > 100
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7 8 14,3
Zinsergebnis -44 -50 -13,6
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge -7 -10 -42,9
Finanzergebnis 208 710 > 100
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -101 -89 11,9
Ergebnis nach Steuern 91 578 > 100
Jahresüberschuss 91 578 > 100
Gewinnvortrag 7 43 > 100
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -289 -
Bilanzgewinn 98 332 > 100

Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LAN-XESS Deutschland GmbH bestimmt.

Der Umsatz der LANXESS AG lag mit 6 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 4 Mio. € und entfiel im Wesentlichen auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthielten, ergab sich ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz.

Die allgemeinen Verwaltungskosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7 Mio. € bzw. 15,9 % auf 37 Mio. €. Sie betrafen vor allem Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen standen. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Wesentlichen durch die geringere Auflösung von Rückstellungen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit verschlechterte sich um 27 Mio. € auf minus 43 Mio. €.

Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis, Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, stieg um 502 Mio. € auf 710 Mio. €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH, die mit 762 Mio. € um 510 Mio. € über dem Wert im Vorjahreszeitraum lag. Hierbei ergaben sich unter anderem aus der Begründung der strategischen Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken, einer Verschmelzung sowie den gesetzlichen Änderungen der handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsverpflichtungen wesentliche Effekte. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses um 6 Mio. € auf minus 50 Mio. € hatte einen negativen Einfluss auf das Finanzergebnis. Die im Vorjahr durchgeführte Bündelung der externen Finanzierung bei der LANXESS AG wirkte sich im Berichtszeitraum erstmals im ganzen Geschäftsjahr aus.

Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte ein Aufwand von 89 Mio. €. Dieser setzte sich aus Steueraufwand für den Berichtszeitraum in Höhe von 68 Mio. € sowie für Vorjahre in Höhe von 21 Mio. € zusammen. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 betrug 577 Mio. € nach 91 Mio. € im Vorjahr.

Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2016 unter Berücksichtigung der Einstellung von 289 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) in andere Gewinnrücklagen sowie des Gewinnvortrags von 43 Mio. € einen Bilanzgewinn von 332 Mio. € aus. Im Vorjahr ergab sich ein Bilanzgewinn von 98 Mio. €.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der LANXESS AG

Bilanz LANXESS AG nach HGB (Kurzform)

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31.12.2015 31.12.2016 Veränd.
in Mio. € in % in Mio. € in % in %
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AKTIVA
Finanzanlagen 956 27,9 980 16,6 2,5
Anlagevermögen 956 27,9 980 16,6 2,5
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.035 59,3 2.510 42,4 23,3
Übrige Forderungen 21 0,6 1.985 33,5 > 100
Bankguthaben, Wertpapiere 411 12,0 415 7,0 1,0
Umlaufvermögen 2.467 71,9 4.910 82,9 99,0
Rechnungsabgrenzungsposten 9 0,2 29 0,5 > 100
Bilanzsumme 3.432 100,0 5.919 100,0 72,5
PASSIVA
Eigenkapital 1.518 44,2 2.041 34,5 34,5
Rückstellungen 145 4,2 130 2,2 -10,3
Anleihen 1.400 40,8 2.700 45,6 92,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 148 4,3 23 0,4 -84,5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unter- nehmen 219 6,4 1.021 17,2 > 100
Übrige Verbindlichkeiten 2 0,1 4 0,1 100,0
Verbindlichkeiten 1.769 51,6 3.748 63,3 > 100
Bilanzsumme 3.432 100,0 5.919 100,0 72,5

Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding ist die Bilanz von den Finanzanlagen, den Finanzverbindlichkeiten sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt.

Zum 31. Dezember 2016 lag die Bilanzsumme der LANXESS AG mit 5.919 Mio. € um 2.487 Mio. € bzw. 72,5 % über dem Wert des Vorjahres. Das Anlagevermögen betrug 980 Mio. € und beinhaltete vor allem den Beteiligungsbuchwert der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 739 Mio. € sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 198 Mio. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme verringerte sich von 27,9 % auf 16,6 %. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 2.443 Mio. € bzw. 99,0 % auf 4.910 Mio. € und hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 83,0 % nach 71,9 % im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten 42,4 % der Bilanzsumme und resultierten im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen, dem Finanzverrechnungsverkehr sowie Ergebnisabführungsansprüchen. Die Übrigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen nicht disponible Termingelder und hatten einen Anteil an der Bilanzsumme von 33,5 % nach 0,6 % im Vorjahr. Der Anteil der Bankguthaben und Wertpapiere an der Bilanzsumme verringerte sich von 12,0 % auf 7,0 %.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 523 Mio. € auf 2.041 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch den Jahresüberschuss in Höhe von 578 Mio. €. Gegenläufig wirkte die Dividendenzahlung für das Jahr 2015. Die Eigenkapitalquote betrug 34,5 % nach 44,2 % zum Jahresende 2015.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1.979 Mio. € auf 3.748 Mio. €. Die Entwicklung ist vor allem auf die Aufnahme neuer Anleihen in Höhe von 1.500 Mio. € sowie den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die mit 1.021 Mio. € um 802 Mio. € über dem Vorjahreswert lagen. Gegenläufig wirkte sich die Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 200 Mio. € aus. Die Rückstellungen sanken um 15 Mio. € auf 130 Mio. € und betrafen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Rückstellungen für gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen.

Die Aufnahme der Anleihen in Höhe von 1.500 Mio. € erfolgte zur Sicherstellung der Finanzierung der geplanten Akquisition von Chemtura. Zum Bilanzstichtag waren die Finanzmittel in Termingeldern angelegt.

MITARBEITER

Im LANXESS Konzern waren zum 31. Dezember 2016 insgesamt 16.721 Mitarbeiter tätig nach einer Zahl von 16.225 zum Vorjahresstichtag. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf lokale Gesetzesänderungen in Südafrika und China, gemäß denen externe Dienstleister ab einer bestimmten Dauer der Beschäftigung als Konzernmitarbeiter zu erfassen sind und auf die Akquisition des Spezialitätengeschäfts von Chemours zurückzuführen.

Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte der LANXESS Konzern in der Region EMEA (ohne Deutschland) 3.251 Mitarbeiter nach 3.143 Mitarbeitern im Vorjahr. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten von 7.523 auf 7.600.

In der Region Nordamerika belief sich die Mitarbeiterzahl auf 1.418 nach 1.312 zum 31. Dezember 2015 und in Lateinamerika auf 1.435 nach 1.412 im Vorjahr. In der Region Asien/Pazifik beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 3.017 Arbeitnehmer, das sind 182 mehr als noch vor Jahresfrist.

Unsere Belegschaft setzte sich aus 13.649 bzw. 81,6 % Männern und 3.072 bzw. 18,4 % Frauen zusammen. Die Zahl unserer Mitarbeiter nicht deutscher Nationalität belief sich auf 9.596. Darüber hinaus arbeiteten weltweit 1.003 Mitarbeiter befristet für den Konzern. In der LANXESS AG waren zum Stichtag 135 Mitarbeiter nach 127 im Vorjahr beschäftigt.

Zum Jahresende 2016 waren insgesamt 533 Auszubildende in 18 unterschiedlichen Berufsbildern und sechs dualen Studiengängen tätig. Wir bilden damit auch weiterhin über den eigenen Bedarf hinaus aus. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir in Deutschland 81 % (Vorjahr: 80 %) der Ausbildungsprüflinge übernommen.

In unseren deutschen Kerngesellschaften lag die Teilzeitquote zum Bilanzstichtag bei 7,0 %. Die Schwerbehindertenquote der deutschen Gesellschaften betrug 5,6 %. Darüber hinaus vergeben wir regelmäßig Aufträge an deutsche Behindertenwerkstätten.

Indikatoren für die Bewertung der Arbeitssicherheit bei LANXESS sind die Recordable Incident Rate (RIR) und die Million-Arbeitsstunden-Quote (MAQ). Die MAQ lag im Jahr 2016 bei 2,0 und damit erneut unter dem Niveau des Vorjahres. Die RIR, die eine international bessere Vergleichbarkeit ermöglicht, verbesserte sich von 0,9 im Vorjahr auf 0,7.

Der Personalaufwand belief sich konzernweit im Geschäftsjahr 2016 auf 1.467 Mio. € (Vorjahr: 1.432 Mio. €). Löhne und Gehälter machten mit 1.168 Mio. € (Vorjahr: 1.124 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 194 Mio. € (Vorjahr: 198 Mio. €), die Aufwendungen für Altersversorgung 92 Mio. € (Vorjahr: 97 Mio. €) und die Aufwendungen für soziale Unterstützung 13 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €).

Der Personalaufwand der LANXESS AG belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 33 Mio. € nach 36 Mio. € im Vorjahr. Löhne und Gehälter machten mit 31 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben sanken von 10 Mio. € auf 2 Mio. €. Hiervon entfielen 1 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) auf die Aufwendungen für Altersversorgung.

Personalstrategie

Der langfristige unternehmerische Erfolg von LANXESS beruht ganz wesentlich auf der Verantwortungsbereitschaft, der Professionalität und der Lösungsorientierung unserer Mitarbeiter. Unsere globale Personalarbeit begleitet die tiefgreifenden Veränderungsprozesse im Konzern sowohl organisatorisch als auch kulturell und ist damit mehr denn je ein strategischer Erfolgsfaktor.

Die Identität von LANXESS als Arbeitgeber ist nach der Neuausrichtung geprägt von fünf zentralen Werten: Respekt, Verantwortung, Vertrauen, Professionalität und Integrität. Wir pflegen eine Unternehmenskultur, bei der verantwortliches, moralisch einwandfreies Handeln und Streben nach Leistung sich nicht widersprechen, sondern ergänzen. LANXESS soll ein Unternehmen sein, dessen Erfolg vom persönlichen Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters angetrieben wird. Organisatorisch waren 2016 die personalstrategische und operative Unterstützung der Ausgliederung von ARLANXEO, die Integration der Mitarbeiter, die wir im Zuge der Chemours-Transaktion übernommenen haben, und die Vorbereitung der geplanten Akquisition von Chemtura von besonderer Bedeutung. Hohe Aufmerksamkeit widmeten wir darüber hinaus der Erweiterung unseres Demografieprogramms Xcare.

Neben der Entwicklung und Implementierung innovativer Instrumente, mit denen wir den demografischen Herausforderungen begegnen, ist es unser wichtigstes langfristiges personalstrategisches Ziel, weltweit eine Vielfalt an Talenten für LANXESS zu gewinnen und diese gezielt weiterzuentwickeln. Unsere Vielfalt wollen wir insbesondere hinsichtlich Alter, Nationalität und Geschlecht stärken.

VERGÜTUNGSBERICHT

Vergütung des Vorstands

Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung umfassen insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des LANXESS Konzerns sowie die Üblichkeit der Vergütung bei vergleichbaren Unternehmen und die Vergütungsstruktur innerhalb des Unternehmens, wobei auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt wird. Die Vergütungsstruktur ist ferner darauf ausgerichtet, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzt.

Das Vergütungssystem, das für die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt, wurde von der Hauptversammlung der LANXESS AG am 28. Mai 2010 gebilligt. Es fand beim Abschluss aller Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands Anwendung.

Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind neben der festen Jahresvergütung die variablen Vergütungskomponenten Annual Performance Payment, Long Term Stock Performance Plan und Long Term Performance Bonus sowie die Altersversorgung. Die drei variablen Komponenten orientieren sich am jährlichen und insbesondere am mehrjährigen Erfolg von LANXESS. Der durchschnittliche Vergütungsmix bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung ist mit 31 % fester Jahresvergütung und 69 % variabler Komponenten stark am unternehmerischen Erfolg und an einer langfristigen Wertsteigerung orientiert. Die laufenden Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder weisen neben der Festvergütung betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsteile auf. Eine darüber hinausgehende, gesonderte Begrenzung der Gesamtvergütung auch unter Einschluss eines möglichen Ermessensbonus sehen sie nicht vor.

Vergütungsmix Vorstandsbezüge

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in %
Feste Jahresvergütung 31
Annual Performance Payment 35
Long Term Stock Performance Plan 20
Long Term Performance Bonus 14
100

Feste Jahresvergütung

Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z. B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben. Die feste Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder ist marktorientiert und an der Vergütung vergleichbarer Unternehmen ausgerichtet.

Variable Vergütung

Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen und weiteren Bedingungen, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festgelegt hat, wie z. B. dem Erreichen bestimmter Ziele für das EBITDA vor Sondereinflüssen. Bei 100 %iger Zielerreichung entspricht das individuelle Budget des APP im Geschäftsjahr 2016 für Herrn Zachert 125 % und für die übrigen Vorstandsmitglieder 100 % der individuellen festen Jahresvergütung. Die maximale Höhe der Auszahlung wird jährlich vom Aufsichtsrat festgelegt. Für das Geschäftsjahr 2016 ist die Auszahlung bei voller Zielerreichung auf jeweils 150 % des individuellen Budgets der Mitglieder des Vorstands beschränkt. Für das Geschäftsjahr 2017 ist die maximale Höhe der Auszahlung, entsprechend der für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter geltenden Obergrenzen, auf 200 % des individuellen Budgets festgelegt. Die tatsächliche Auszahlung kann von den im Voraus berechneten Beträgen abweichen.

Weiteres Element der variablen Vergütung ist der sogenannte Long Term Stock Performance Plan (LTSP). Diese Vergütungskomponente bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalssM als Referenzindex. Der LTSP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und sieht eine mögliche Auszahlung pro Tranche bei Annahme einer 100%igen Zielerreichung von 30 % des individuellen Zieleinkommens vor. Die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010 - 2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014 - 2017) gesperrt. Nach Ablauf der Sperrfrist können die durch das LTSP gewährten Anrechte ausgeübt werden. Die Ausübungsfristen betragen grundsätzlich drei Jahre, für die Tranchen 2012 und 2013 fünf Jahre. Bei dem ab 2014 neu aufgelegten Programm LTSP 2014 - 2017 wird der MSCI World Chemicals Index als neuer Referenzindex herangezogen. Weitere wesentliche Änderungen gegenüber dem LTSP 2010 - 2013 wurden nicht vorgenommen.

Im Übrigen wird, insbesondere hinsichtlich der angesetzten Bewertungsparameter, auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben verwiesen.

Der auf das Geschäftsjahr 2016 entfallende Personalaufwand aus der anteilsbasierten Vergütung für aktive Vorstände beträgt für Herrn Zachert 1.966 T€ (Vorjahr: 450 T€), für Herrn Dr. Fink 293 T€ (Vorjahr: 0 T€), für Herrn Pontzen 293 T€ (Vorjahr: 0 T€) und für Herrn Dr. van Roessel 879 T€ (Vorjahr: 245 T€). Der Personalaufwand für ehemalige Vorstandsmitglieder betrug für Herrn Dr. Düttmann 0 T€ (Vorjahr: 755 T€).

Der LTPB als dritte variable Komponente berücksichtigt ebenfalls eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zielerreichungen werden erst nach zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der beiden Geschäftsjahre. Unter der Annahme einer durchschnittlichen APP-Zielerreichung von 100 % beträgt der LTPB 45 % der festen Jahresvergütung. Die tatsächliche Auszahlung in den Jahren 2017 bzw. 2018 kann von den im Voraus berechneten Beträgen abweichen.

Bezüge des Vorstands

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Erfolgsunabhängige Bezüge
in T€ Jahr Festvergütung Sachbezüge und sonstige
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Zum 31.12.2016 amtierende Vorstände
Matthias Zachert 2016 1.200 73
2015 1.200 66
Dr. Hubert Fink 2016 450 53
(ab 1. Oktober 2015) 2015 113 14
Michael Pontzen 2016 450 44
(ab 1. April 2015) 2015 338 33
Dr. Rainier van Roessel 2016 650 50
2015 650 49
Zum 31.12.2016 nicht mehr amtierende Vorstände
Dr. Bernhard Düttmann 2016
(bis 31. März 2015) 2015 163 15
Summe 2016 2.750 220
Summe 2015 2.464 177

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Erfolgsbezogene Bezüge
in T€ APP (einjährig) 1) LTPB (mehrjährig) Anpassung für Vorjahre 2)
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Zum 31.12.2016 amtierende Vorstände
Matthias Zachert 2.250 8104) -82
2.250 8103)
Dr. Hubert Fink 675 3044) -7
(ab 1. Oktober 2015) 169 763)
Michael Pontzen 675 3044) -20
(ab 1. April 2015) 506 2283)
Dr. Rainier van Roessel 975 4394) -38
975 4393) -31
Zum 31.12.2016 nicht mehr amtierende Vorstände
Dr. Bernhard Düttmann
(bis 31. März 2015) 187 733) -31
Summe 4.575 1.857 -147
Summe 4.087 1.626 -62

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Bezüge aus gewährten LTSP-Anrechten
in T€ Barvergütung gesamt Beizulegende Zeitwerte Summe
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Zum 31.12.2016 amtierende Vorstände
Matthias Zachert 4.251 1.337 5.588
4.326 721 5.047
Dr. Hubert Fink 1.475 446 1.921
(ab 1. Oktober 2015) 372 372
Michael Pontzen 1.453 446 1.899
(ab 1. April 2015) 1.105 1.105
Dr. Rainier van Roessel 2.076 368 2.444
2.082 347 2.429
Zum 31.12.2016 nicht mehr amtierende Vorstände
Dr. Bernhard Düttmann
(bis 31. März 2015) 407 407
Summe 9.255 2.597 11.852
Summe 8.292 1.068 9.360

1) Auszahlung in 2016 bzw. in 2017.

2) Auszahlung in 2015 bzw. in 2016.

3) Auszahlungzu jeweils 50 % in 2016 bzw. 2017.

4) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2017 bzw. 2018.

Insgesamt ergeben sich Gesamtbezüge für den Vorstand in Höhe von 11.852 T€ (Vorjahr: 9.360 T€). Diese setzen sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten von 2.970 T€ (Vorjahr: 2.641 T€), erfolgsbezogenen Komponenten von 6.285 T€ (Vorjahr: 5.651 T€) und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung von 2.597 T€ (Vorjahr: 1.068 T€) zusammen. Im Rahmen des LTSP wurden den Vorständen im Geschäftsjahr insgesamt 1.740.000 Anrechte für 2016 und zusätzlich 1.350.000 Anrechte für 2012 sowie 1.350.000 Anrechte für 2013 gewährt. Im Vorjahr wurden insgesamt 1.200.000 Anrechte gewährt.

Altersversorgung

Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht werden.

Bei der Altersversorgung für die Mitglieder des Vorstands handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen von der Gesellschaft zu erbringenden Grundbeitrag in Höhe von jeweils 25 % der Festvergütung (Funktionseinkommen) und des APP vorsieht. Für den auf das APP bezogenen Beitrag wird, unabhängig von der tatsächlichen Zielerreichung, maximal der Betrag einer 100 %igen Zielerreichung zugrunde gelegt. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu leisten. Dieser Eigenbeitrag kann von den Vorstandsmitgliedern auf bis zu 25 % des APP erhöht werden. Im Versorgungsfall können bis zu 30 % des verzinslich angesammelten Kapitals in eine Rentenleistung umgewandelt werden. Aus Regelungen vor 2006 resultieren Ansprüche, die für einzelne Vorstandsmitglieder als Besitzstände gewahrt werden. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.

Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) beliefen sich im Konzernabschluss 2016 auf insgesamt 1.173 T€ (Vorjahr: 1.640 T€). Der Barwert des Verpflichtungsumfangs für die zum 31. Dezember 2016 aktiven Vorstände lag bei 16.033 T€ (Vorjahr: 11.903 T€). Die Kosten für die im Jahr 2016 erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) bzw. der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2016 einschließlich erworbener Besitzstände betragen nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der IFRS für Herrn Zachert 659 T€ bzw. 4.522 T€ (Vorjahr: 597 T€ bzw. 2.716 T€), für Herrn Dr. Fink 142 T€ bzw. 3.162 T€ (Vorjahr: 43 T€ bzw. 2.322 T€), für Herrn Pontzen 228 T€ bzw. 1.607 T€ (Vorjahr: 432 T€ bzw. 1.018 T€) und für Herrn Dr. van Roessel 144 T€ bzw. 6.742 T€ (Vorjahr: 151 T€ bzw. 5.847 T€). Auf den aus dem Vorstand ausgeschiedenen Herrn Dr. Düttmann entfielen für die Zeit seiner Vorstandstätigkeit im Jahr 2015 Kosten von 417 T€.

Der nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB ermittelte Nettoaufwand der erworbenen Versorgungsansprüche belief sich im Jahresabschluss 2016 auf insgesamt 1.385 T€ (Vorjahr: 2.628 T€). Der Barwert des Verpflichtungsumfangs für die zum 31. Dezember 2016 aktiven Vorstände lag bei 11.691 T€ (Vorjahr: 10.307 T€). Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2016 einschließlich erworbener Besitzstände beträgt nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB für Herrn Zachert 3.026 T€ (Vorjahr: 2.237 T€), für Herrn Dr. Fink 2.116 T€ (Vorjahr: 1.927 T€), für Herrn Pontzen 972 T€ (Vorjahr: 802 T€) und für Herrn Dr. van Roessel 5.577 T€ (Vorjahr: 5.341 T€).

Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2016 nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS bei 34.497 T€ (Vorjahr: 30.318 T€) und nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bei 26.041 T€ (Vorjahr: 26.682 T€).

Leistungen in Zusammenhang mit bzw. nach der Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Vorstand verfügt über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw. für den Fall einer wesentlichen Veränderung in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control). Die Konditionen richten sich nach dem jeweiligen Sachverhalt und beinhalten Abfindungsleistungen in Höhe von bis zu zwei, im Falle des Kontrollwechsels drei festen Jahresvergütungen jeweils zuzüglich des APP und LTPB bei Annahme einer 100%igen Zielerreichung sowie eine zeitanteilige Abgeltung der LTSP-Anrechte. Bei der Berechnung der im Fall des vorzeitigen Ausscheidens zu zahlenden Abfindung würden für Herrn Dr. Fink und Herrn Pontzen aufgrund der mit ihnen bestehenden Vereinbarungen die variablen Vergütungskomponenten LTPB und LTSP nicht berücksichtigt werden.

Weiter gehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden.

Herr Dr. Düttmann ist zum 31. März 2015 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausgeschieden und hat das Unternehmen verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die vertraglich vereinbarten Leistungen gewährt und ausgezahlt, einschließlich bereits erdienter variabler Vergütungen für das Geschäftsjahr 2015. Am Ende seiner Dienstzeit ausstehende LTSP-Anrechte wurden mit 1,00 E pro Anrecht bewertet und ratierlich, in Abhängigkeit von der Länge der abgelaufenen Sperrfrist, abgegolten. Hieraus ergab sich im Vorjahr ein Anspruch von 857 T€. Darüber hinaus ist Herrn Dr. Düttmann eine Abfindung in Höhe von 3.380 T€ ausgezahlt worden, die sich aus zwei Zieleinkommen, bestehend aus der festen Jahresvergütung zzgl. der variablen Bestandteile APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung, ergibt.

Herr Dr. Breuers hat das Unternehmen mit Auslaufen seines Dienstvertrags zum 31. Mai 2015 verlassen. Aus dem Vorstand ist er bereits zum 5. August 2014 ausgeschieden. Die Konditionen seiner Vergütung galten im vertraglich vereinbarten Umfang bis zu seinem Austritt aus dem Unternehmen weiter. Am Ende seiner Dienstzeit ausstehende LTSP-Anrechte wurden mit 1,00 € pro Anrecht bewertet und ratierlich, in Abhängigkeit von der Länge der abgelaufenen Sperrfrist, abgegolten. Hieraus ergab sich ein Anspruch von 729 T€. Darüber hinaus ist Herrn Dr. Breuers eine Abfindung in Höhe von 1.690 T€ zugesagt und ausgezahlt worden, die sich aus einem Zieleinkommen, bestehend aus einer festen Jahresvergütung zzgl. der variablen Bestandteile APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung, ergibt.

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 1.244 T€ (Vorjahr: 3.673 T€).

Sonstiges

Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt.

Individuelle Vergütung gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

In den nachfolgenden Tabellen werden gemäß den Anforderungen des DCGK die für die Jahre 2015 und 2016 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen sowie der jeweilige Zufluss (Auszahlungsbetrag) dargestellt. Bei den variablen Vergütungskomponenten wird nach Bezugsjahren differenziert. Die Angabe der gewährten Zuwendungen ist bei den variablen Vergütungskomponenten ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung.

Gewährte Zuwendungen (zum 31.12.2016 amtierende Vorstände)

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in T€ Matthias Zachert Dr. Hubert Fink
Vorsitzender des Vorstands Vorstandsmitglied
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Eintritt 01.04.2014 Eintritt 01.10.2015
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Zielwert Zielwert 2016 2016 Zielwert Zielwert 2016 2016
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2015 2016 (Min.) (Max.) 2015 2016 (Min.) (Max.)
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 1.200 1.200 1.200 1.200 113 450 450 450
Nebenleistungen 66 73 73 73 14 53 53 53
Summe 1.266 1.273 1.273 1.273 127 503 503 503
Einjährige variable Vergütung (APP) 1.500 1.500 0 2.250 113 450 0 675
Mehrjährige variable Vergütung 1.261 1.876 0 5.670 152 649 0 1.924
LTPB (Tranche 2014-2015) - - - - 25 - - -
LTPB (Tranche 2015-2016) 540 - - - 127 - - -
LTPB (Tranche 2016-2017) - 540 0 810 - 203 0 304
LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) - 356 0 1.620 - 119 0 540
LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) - 243 0 1.620 - 81 0 540
LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) 721 - - - - - - -
LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) - 737 0 1.620 - 246 0 540
Summe 4.027 4.649 1.273 9.193 392 1.602 503 3.102
Versorgungsaufwand 597 659 659 659 43 142 142 142
Gesamtvergütung 4.624 5.308 1.932 9.852 435 1.744 645 3.244

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in T€ Michael Pontzen Dr. Rainier van Roessel
Finanzvorstand Vorstandsmitglied
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Eintritt 01.04.2015 Eintritt 01.01.2007
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Zielwert Zielwert 2016 2016 Zielwert Zielwert 2016 2016
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2015 2016 (Min.) (Max.) 2015 2016 (Min.) (Max.)
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 338 450 450 450 650 650 650 650
Nebenleistungen 33 44 44 44 49 50 50 50
Summe 371 494 494 494 699 700 700 700
Einjährige variable Vergütung (APP) 338 450 0 675 650 650 0 975
Mehrjährige variable Vergütung 253 649 0 1.924 640 661 0 1.219
LTPB (Tranche 2014-2015) 76 - - - - - - -
LTPB (Tranche 2015-2016) 177 - - - 293 - - -
LTPB (Tranche 2016-2017) - 203 0 304 - 293 0 439
LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) - 119 0 540 - 3 0 0
LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) - 81 0 540 - 10 0 0
LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) - - - 347 - - -
LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) - 246 0 540 - 355 0 780
Summe 962 1.593 494 3.093 1.989 2.011 700 2.894
Versorgungsaufwand 432 228 228 228 151 144 144 144
Gesamtvergütung 1.394 1.821 722 3.321 2.140 2.155 844 3.038

Zufluss (zum 31.12.2016 nicht mehr amtierende Vorstände)

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in T€ Matthias Zachert Dr. Hubert Fink Michael Pontzen Dr. Rainier van Roessel
Vorsitzender des Vorstands Vorstandsmitglied Finanzvorstand Vorstandsmitglied
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Eintritt 01.04.2014 Eintritt 01.10.2015 Eintritt 01.04.2015 Eintritt 01.01.2007
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 1.200 1.200 113 450 338 450 650 650
Nebenleistungen 66 73 14 53 33 44 49 50
Summe 1.266 1.273 127 503 371 494 699 700
Einjährige variable Vergütung (APP) 2.250 2.190 169 670 506 661 953 949
Mehrjährige variable Vergütung 405 788 38 188 114 260 343 427
LTPB (Tranche 2013-2014) -4
LTPB (Tranche 2014-2015) 405 -11 38 -1 114 -3 347 -6
LTPB (Tranche 2015-2016) 799 189 263 433
LTSP 2010-2013 (Tranche 2011)
LTSP 2010-2013 (Tranche 2012)
LTSP 2010-2013 (Tranche 2013)
LTSP 2014-2017 (Tranche 2014)
Summe 3.921 4.251 334 1.361 991 1.415 1.995 2.076
Versorgungsaufwand 597 659 43 142 432 228 151 144
Gesamtvergütung 4.518 4.910 377 1.503 1.423 1.643 2.146 2.220

Gewährte Zuwendungen (zum 31.12.2016 nicht mehr amtierender Vorstand)

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in T€ Dr. Bernhard Düttmann
Finanzvorstand

Austritt 31.03.2015
--- --- --- --- ---
Zielwert Zielwert 2016 2016
--- --- --- --- ---
2015 2016 (Min.) (Max.)
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Festvergütung 163
Nebenleistungen 15 – 1)
Summe 178
Einjährige variable Vergütung (APP) 187
Mehrjährige variable Vergütung 37
LTPB (Tranche 2014-2015) -
LTPB (Tranche 2015-2016) 37
LTPB (Tranche 2016-2017) -
LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) -
LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) -
LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) -
LTSP 2014-2017 (Tranche 2016) -
Summe 402
Versorgungsaufwand 417
Gesamtvergütung 819

Zufluss (zum 31.12.2016 nicht mehr amtierende Vorstände)

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in T€ Dr. Bernhard Düttmann Dr. Werner Breuers
Finanzvorstand Vorstandsmitglied
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Austritt 31.03.2015 Austritt 05.08.2014
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2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
Festvergütung 163
Nebenleistungen 15 – 1)
Summe 178
Einjährige variable Vergütung (APP) 165
Mehrjährige variable Vergütung 1.054 729
LTPB (Tranche 2013-2014) -4
LTPB (Tranche 2014-2015) 164
LTPB (Tranche 2015-2016) 37
LTSP 2010-2013 (Tranche 2011) 305 272
LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) 255 269
LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) 175 188
LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) 122
Summe 1.397 729
Versorgungsaufwand 417
Gesamtvergütung 1.814 729

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LANXESS AG erhalten danach eine jährliche Festvergütung in Höhe von 80 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Festvergütung, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Halb der festen Vergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich ein weiteres Halb der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem anderen Ausschuss als dem Prüfungsausschuss den Vorsitz führen, erhalten zusätzlich ein Viertel der Festvergütung. Insgesamt erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats jedoch maximal das Dreifache der Festvergütung.

Daneben werden den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen erstattet. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder 1,5 T€ Sitzungsgeld für jede Aufsichtsratssitzung und für jede Ausschusssitzung, an der sie teilnehmen. Allerdings wird die Teilnahme an Sitzungen des Ausschusses gem. § 27 Abs. 3 MitbestG und des Nominierungsausschusses nicht vergütet. Für Aufsichtsratsmandate in Konzerngesellschaften wird an die Mitglieder des Aufsichtsrats nur eine Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von jeweils 5 T€ gezahlt.

Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete variable Vergütungskomponente, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag entsprechend.

Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM in den fünf Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen fünf Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 %-Punkten wird für diesen Zeitraum von fünf Jahren eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 %-Punkten 100 T€, darüber 150 T€.

Im Geschäftsjahr 2016 kam es zu keiner Auszahlung der variablen Vergütung.

Der erwartete Vergütungsanspruch für die laufenden Mandatszeiten der Aufsichtsratsmitglieder wurde zum 31. Dezember 2016 mit 600 T€ (Vorjahr: 1.200 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen.

Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen hat im Berichtszeitraum keines der Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Mandatstätigkeit die in der folgenden Tabelle aufgeführten Bezüge erhalten.

Vergütung des Aufsichtsrats

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in € 1) Jahr Feste Vergütung LANXESS AG Vergütung der Ausschuss-

tätigkeit LANXESS AG
Sitzungsgeld Feste Vergütung LANXESS Deutschland GmbH Gesamt
Dr. Rolf Stomberg, 2016 240.000 18.000 5.000 263.000
Vorsitzender 2015 240.000 21.000 5.000 266.000
Ralf Sikorski, stellv. Vorsitzender 2016 103.388 40.000 18.000 5.000 166.388
(eingetreten am 13. Mai 2015) 2015 51.068 25.534 13.500 3.192 93.294
Gisela Seidel 2016 49.836 16.612 7.500 2.077 76.025
(ausgeschieden am 31. Mai 2016) 2015 105.753 40.000 21.000 5.000 171.753
Ulrich Freese 2016
(ausgeschieden am 13. Mai 2015) 2015 43.726 14.575 7.500 1.822 67.623
Axel Berndt 2016
(ausgeschieden am 13. Mai 2015) 2015 29.151 14.575 7.500 1.822 53.048
Werner Czaplik 2016 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500
(eingetreten am 13. Mai 2015) 2015 51.068 25.534 10.500 3.192 90.294
Dr. Hans-Dieter Gerriets 2016 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500
2015 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000
Dr. Heike Hanagarth 2016 40.219 6.000 2.514 48.733
(eingetreten am 1. Juli 2016) 2015
Dr. Friedrich Janssen 2016 80.000 80.000 16.500 5.000 181.500
2015 80.000 94.575 21.000 5.000 200.575
Robert J. Koehler 2016
(ausgeschieden am 13. Mai 2015) 2015 29.151 14.575 3.000 1.822 48.548
Rainer Laufs 2016
(ausgeschieden am 13. Mai 2015) 2015 29.151 14.575 7.500 1.822 53.048
Thomas Meiers 2016 80.000 40.000 16.500 5.000 141.500
2015 80.000 40.000 18.000 5.000 143.000
Claudia Nemat 2016 39.781 19.891 4.500 2.486 66.658
(ausgeschieden am 30. Juni 2016) 2015 80.000 25.534 13.500 5.000 124.034
Lawrence A. Rosen 2016 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500
(eingetreten am 13. Mai 2015) 2015 51.068 25.534 6.000 3.192 85.794
Hans-Jürgen Schicker 2016
(ausgeschieden am 30. Juni 2015) 2015 39.671 19.836 9.000 2.479 70.986
Manuela Strauch 2016 80.000 40.000 13.500 5.000 138.500
(eingetreten am 1. Juli 2015) 2015 40.329 20.164 13.500 2.521 76.514
Ifraim Tairi 2016 46.776 15.847 9.000 2.924 74.547
(eingetreten am 1. Juni 2016) 2015
Theo H. Walthie 2016 80.000 55.847 19.500 5.000 160.347
2015 80.000 40.000 21.000 5.000 146.000
Dr. Matthias L. Wolfgruber 2016 80.000 40.000 15.000 5.000 140.000
(eingetreten am 13. Mai 2015) 2015 51.068 25.534 9.000 3.192 88.794
Summe 2016 1.160.000 468.197 190.500 60.001 1.878.698
Summe 2015 1.161.204 480.545 220.500 60.056 1.922.305

1) Beträge ohne Umsatzsteuer.

BERICHTERSTATTUNG NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB

Zu den Vorschriften der §§ 289 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 und 315 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:

1. Zum 31. Dezember 2016 beträgt das Grundkapital der LANXESS AG 91.522.936 € und ist eingeteilt in 91.522.936 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.
2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiter-Aktienprogrammen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktie
3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet.
4. Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
5. Über Mitarbeiter-Aktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben.
6. Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG).

Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen.
7. Der Vorstand der LANXESS AG hat die folgenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Eigene Aktien:

Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 20. Mai 2016 den Vorstand ermächtigt, bis zum 19. Mai 2021 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Unter anderem kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Auch ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, zum Erwerb anzubieten (Belegschaftsaktien).

Bedingtes Kapital:

Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 13. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options-und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinn-schuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.304.587 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 18.304.587 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Options-ausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 13. Mai 2015 bis zum 22. Mai 2018 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen wird. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat.

Genehmigtes Kapital I und II:

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 2 der Satzung ausschließen. Unter anderem kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10% des Grundkapitals überschreiten. Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 3 der Satzung ausschließen. Der Vorstand kann beispielsweise das Bezugsrecht ausschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Des Weiteren kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10% des Grundkapitals überschreiten. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre aus dem genehmigten Kapital II wird der Vorstand die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgegebenen Aktien aus dem genehmigten Kapital II sollen insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreiten. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat.

8. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG enthalten Regelungen über ein mögliches Ausscheiden der Mitglieder des Vorstands bei einem Kontrollwechsel. Diese sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt. Solche Vereinbarungen bestehen auch zwischen der Gesellschaft und Mitarbeitern der ersten Führungsebene, jedoch zu anderen Konditionen. Weiterhin können die Bedingungen für die Platzierungen von Schuldverschreibungen, die unter dem bei der Gesellschaft bestehenden Debt-Issuance-Programm ausgegeben werden, Change-of-Control-Klauseln vorsehen, die in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen zu einem Rückgaberecht der Gläubiger führen können. Dies ist der Fall für die von der LANXESS Finance B.V. begebenen und 2015 von der LANXESS AG übernommenen Euroanleihen im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2011 sowie im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2012. Entsprechende Change-of-Control-Klauseln sehen die Bedingungen für zwei im Geschäftsjahr 2012 unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS Finance B.V. erfolgte Privatplatzierungen im Volumen von jeweils 100 Mio. € vor. Diese sind zwischenzeitlich ebenfalls von der LANXESS AG übernommen worden. Ebenso sehen die Bedingungen für die unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS AG mit unterschiedlichen Fälligkeiten im Geschäftsjahr 2016 begebenen Schuldverschreibungen im Volumen von (i) 500 Mio. € (Fälligkeit 2021) und (ii) 500 Mio. € (Fälligkeit 2026) entsprechende Change-of-Control-Klauseln vor. Auch die Bedingungen der von der LANXESS AG ebenfalls im Geschäftsjahr 2016 begebenen nachrangigen Hybrid-Schuldverschreibungen im Volumen von 500 Mio. € enthalten eine Change-of-Control Klausel. Hiernach hat die LANXESS AG im Falle eines Kontrollwechsels in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen den Gläubigern einen erhöhten Zinssatz zu zahlen, wenn die Gesellschaft nicht von dem zugleich zur Verfügung stehenden Kündigungsrecht Gebrauch macht. Zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium besteht ein Vertrag über einen Kreditrahmen von derzeit 1.250 Mio. €. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, sofern eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Zudem besteht zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium ein weiterer, im Zusammenhang mit dem Erwerb der Chemtura Corporation abgeschlossener Brückenfinanzierungsvertrag über einen mittlerweile auf 500 Mio. € reduzierten Kreditrahmen, der ebenfalls nicht mehr in Anspruch genommen werden kann, wenn eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % an der LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Darüber hinaus besteht nach Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem LANXESS Pension Trust e.V. die Verpflichtung der Gesellschaft, im Falle eines Kontrollwechsels erhebliche Einzahlungen an den LANXESS Pension Trust e.V. vorzunehmen.

Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Vertrags mit Aramco Overseas Holdings Coöperatief U.A. zur Gründung einer strategischen Partnerschaft für synthetischen Kautschuk, an der beide einen Anteil von je 50 % halten, wurde im Shareholders' Agreement vereinbart, dass im Falle des Kontrollwechsels bei einem der Gesellschafter der andere Gesellschafter berechtigt ist, die Anteile des anderen Gesellschafters zu einem reduzierten Preis zu übernehmen.

9. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG sowie Anstellungsverträge von Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene der LANXESS AG enthalten Entschädigungsvereinbarungen für dort näher definierte Fälle eines Kontrollwechsels.

BERICHTERSTATTUNG NACH § 289A HGB

Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 289a des Handelsgesetzbuches vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance, jederzeit eingesehen werden.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Im folgenden Konjunkturausblick wird unsere Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung dargestellt. Im Anschluss an den Prognosebericht gehen wir auf Chancen und Risiken ein, aus denen sich Abweichungen gegenüber der Prognose ergeben können.

Konjunkturausblick

Die eingeläutete Zinswende in den USA, auch wenn diese in verhaltenen Schritten vollzogen wird, erhöht das Risiko volatiler Wechselkurse. Durch niedrige Rohstoffpreisniveaus erwarten wir in den jeweiligen Exportländern Wachstumseinbußen. Eine Verschärfung der Krisensituation im Nahen Osten könnte das globale Wachstum im Berichtsjahr 2017 beeinträchtigen, ebenso wie die weiterhin ungelösten Probleme im Bankensektor und die angespannte Lage der öffentlichen Haushalte der Länder. In Europa könnte das Wachstum durch den Brexit und die damit verbundenen unklaren wirtschaftlichen Auswirkungen gedämpft werden. In den USA können die geplanten Fiskalmaßnahmen zu einer zusätzlichen Belebung des Wachstums führen, wohingegen wir im Falle einer Umsetzung von Maßnahmen des Protektionismus, insbesondere in den USA, von einem weiter sinkenden globalen Wachstum ausgehen.

Für 2017 sehen wir für die Weltwirtschaft ein moderates Wachstum von 2,5 %, das hauptsächlich von der Wirtschaftsentwicklung im asiatisch-pazifischen Raum getragen wird. China sollte trotz der leichten Abschwächung der Wachstumsraten weiterhin der Treiber der Wachstumsdynamik in Asien sein. Das Wachstum in EMEA (inklusive Deutschland) verläuft mit 1,5 % weiterhin auf niedrigem Niveau, vor allem mit Blick auf den Brexit, der die niedrigen Aussichten in Europa zusätzlich dämpft. In Amerika wird ein erwartetes Wachstum von 2,0 % durch hohen Konsum angetrieben.

Für die Chemieindustrie erwarten wir einen Produktionszuwachs von 3,5 %.

Erwartetes Wachstum 2017

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Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) Bruttoinlandsprodukt Chemieproduktion
Amerika 2,0 2,0
EMEA (inklusive Deutschland) 1,5 1,5
Asien/Pazifik 4,0 5,0
Welt 2,5 3,5

1) Gerundet auf 0,5 %.

Quelle: Eigene Einschätzungen und IHS Global Insight

Die erwartete Entwicklung unserer Absatzmärkte kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2017

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Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) Reifen Automobil Agrochemikalien Bauindustrie
Amerika 4,0 1,5 3,5 2,0
EMEA (inklusive Deutschland) 1,0 3,5 2,0 2,5
Asien/Pazifik 2,5 1,5 3,0 4,0
Welt 2,0 2,0 2,5 3,0

1) Gerundet auf 0,5 %.

Quelle: Eigene Einschätzungen und IHS Global Insight

Prognosebericht

Erwartete Ertragslage LANXESS Konzern

Im Geschäftsjahr 2017 erwarten wir, dass sich unser existierendes Geschäft leicht positiv entwickeln wird. Das prognostizierte moderate Wachstum der globalen Wirtschaft sollte einen entsprechenden Beitrag für unsere Ertragsentwicklung leisten.

Für das Segment Advanced Intermediates nehmen wir in 2017 eine insgesamt stabile Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau an.

In unserem Segment Performance Chemicals sehen wir im Vergleich zum Vorjahr eine leicht bessere Geschäftsentwicklung. Von dem Ende August 2016 von Chemours erworbenen Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen versprechen wir uns für 2017 einen positiven Beitrag zur Entwicklung des Segments.

Unser Segment High Performance Materials, welches das Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen für Anwendungen in der Automobilindustrie und Elektro-/Elektronikindustrie enthält, sollte sich im laufenden Jahr auf Höhe des Vorjahres entwickeln.

Die Geschäftsentwicklung unseres Segmentes ARLANXEO sehen wir für das Jahr 2017 weiterhin als herausfordernd an. Der bereits bestehende Preisdruck bei unserem technischen Kautschuk EPDM wird aufgrund der existierenden Überkapazitäten auch in 2017 anhalten, wohingegen wir eine moderate Verbesserung für unseren Butyl-Kautschuk erwarten. Insgesamt sehen wir hier für das Geschäftsjahr 2017 eine leichte Verschlechterung. Die zentrale Währung für unsere Kautschukgeschäfte ist der US-Dollar. Diesen erwarten wir im Jahresdurchschnitt auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Segment Überleitung gehen wir im Vergleich zum Vorjahr von geringeren Aufwendungen für die Absicherung von Wechselkursschwankungen (Hedgegeschäft) aus.

Vor dem Hintergrund der erwarteten Entwicklung in unseren Segmenten gehen wir für das Gesamtjahr 2017 von einem leicht höheren EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr aus. Hierin sind die erwarteten Kostensenkungen aus unserer Neuausrichtung, aber auch ein Beitrag aus dem akquirierten Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours berücksichtigt.

Darüber hinaus steht das Geschäftsjahr 2017 bei LANXESS im Zeichen des Integrationsprozesses und der weiteren strategischen Neuausrichtung des Konzerns, insbesondere nach dem Abschluss der Akquisition des US-amerikanischen Chemieunternehmens Chemtura, welcher bis Mitte des Jahres 2017 erwartet wird und der somit einen zusätzlichen Beitrag zur oben beschriebenen erwarteten Ergebnisentwicklung in 2017 leisten würde. Zudem werden wir auch unsere bereits in 2015 angekündigten organischen Wachstumsprojekte weiter vorantreiben.

Wir gehen davon aus, dass es im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere bei den petrochemischen Rohstoffen, zu Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten kommen wird. Die nun schon seit mehreren Jahren anhaltende, zum Teil erhebliche Volatilität der Rohstoffpreise wird sich nach unserer Erwartung auch in Zukunft fortsetzen.

Die wesentliche Währung für unsere Geschäfte bleibt auch künftig der US-Dollar.

Erwartete Finanzlage LANXESS Konzern

Liquiditätssituation

LANXESS wird seine vorausschauende und konservative Finanzpolitik im laufenden Jahr fortsetzen. Angesichts der im Abschnitt Finanzlage beschriebenen Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln und ungenutzten Kreditlinien, die zum Jahresende 2016 rund 4,3 Mrd. € betrugen, verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Finanzierungssituation. Damit ist sowohl kurzfristig die Liquidität für den geplanten Abschluss der Übernahme von Chemtura, als auch langfristig die unternehmerische Flexibilität zur Umsetzung der Strategie gesichert.

Investitionen

Unsere Investitionen werden sich wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr hauptsächlich auf die Instandhaltung bestehender Produktionsstandorte sowie auf die Effizienzsteigerung und Erweiterung vorhandener Anlagen fokussieren. In unserer Business Unit Saltigo kündigten wir bereits Ende 2015 Investitionen in zwei neue Produktionsstraßen im Zentralen Technikum Organisch (ZeTO) in Leverkusen (Deutschland) in Höhe von rund 60 Mio. € an. Ende 2017 sollen diese dort anlaufen. Wir erwarten in Summe rund 450-500 Mio. € auszahlungswirksame Investitionen in 2017. Wir streben damit nach wie vor einen ausgewogenen Investitionszyklus an, der uns finanziellen Spielraum verschafft.

Finanzierungsmaßnahmen

LANXESS ist aufgrund der langfristigen Ausrichtung der Finanzierung gut aufgestellt. Die Finanzierung der Chemtura-Übernahme wurde bereits in 2016 gesichert. Daher erwarten wir, dass LANXESS in 2017 die Übernahme von Chemtura sowie Investitionen aus liquiden Mitteln und bestehenden Kreditlinien abdecken kann. Gleiches gilt für die erwartete Dividendenzahlung. In 2017 stehen keine wesentlichen Fälligkeiten zur Refinanzierung an. Wir setzen unsere laufenden Aktivitäten zur langfristigen Sicherung der Finanzierung im Rahmen einer konservativen Finanzpolitik fort.

Erwartete Ertragslage der LANXESS AG

Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir für den Einzelabschluss der LANXESS AG einen gegenüber dem Jahr 2016 deutlich geringeren Jahresüberschuss. Das Vorjahr war durch Sondereffekte aus der Gründung von ARLANXEO, einer Verschmelzung sowie der gesetzlichen Änderungen der handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsverpflichtungen beeinflusst. Das Ergebnis ist neben den Verwaltungskosten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management Holding vom Finanzergebnis und hier insbesondere vom Zins-und Beteiligungsergebnis geprägt. Aufgrund der veränderten Finanzierungsstruktur ist von einem niedrigeren Zinsergebnis auszugehen. Das Beteiligungsergebnis und damit das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG wird wesentlich von den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Gesellschaften des LANXESS Konzerns bestimmt. Wir verfolgen auch weiterhin eine kontinuierliche Dividendenpolitik und gehen davon aus, bei der LANXESS AG einen Bilanzgewinn zu erzielen, der es ermöglicht, unsere Aktionäre im kommenden Jahr angemessen am Ergebnis des Konzerns zu beteiligen.

Dividendenpolitik

LANXESS verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Bei den künftigen Dividendenvorschlägen ist es unser Ziel, die Dividende wenn möglich zu erhöhen, mindestens aber auf einem stabilen Niveau zu halten. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der LANXESS AG werden der Hauptversammlung am 26. Mai 2017 eine Dividende von 0,70 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2016 vorschlagen.

Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

Wir erwarten, dass sich unser Geschäft im laufenden Jahr leicht positiv entwickeln wird.

Das Geschäftsjahr 2017 steht bei LANXESS, nach dem geplanten Abschluss der Akquisition des US-amerikanischen Chemieunternehmens Chemtura, im Zeichen des Integrationsprozesses und der weiteren strategischen Neuaufstellung des Konzerns. Darüber hinaus werden wir auch organische Wachstumsprojekte vorantreiben.

Für das Gesamtjahr 2017 gehen wir von einer leicht positiven Entwicklung des EBITDA vor Sondereinflüssen aus.

Die strategische Neuausrichtung des Konzerns, mit dem Ziel eines stabileren, weniger zyklischen Geschäftsprofils, werden wir auch im Jahr 2017 fortsetzen.

Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagementsystem

Unser Erfolg wird wesentlich dadurch beeinflusst, dass wir Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit erkennen und bewusst mit ihnen umgehen. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken zu erkennen und sie, entsprechend ihrer Ausprägung, angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um das Unternehmen langfristig zu sichern und seine erfolgreiche Weiterentwicklung zu unterstützen. Chancen und Risiken werden verstanden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven bzw. negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Basis dieses Managementsystems sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früherkennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für Chancen wie für Risiken.

Wie alle Methoden, mit denen unternehmerisches Risiko gehandhabt werden soll, bietet auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es soll aber mit hinreichender Sicherheit verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.

Strukturelle Grundlagen

Die Grundsätze unseres Chancen- und Risikomanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Das Managementsystem, das sich an dem Rahmenkonzept des Enterprise Risk Management gemäß dem COSO-Modell orientiert, besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen. Sie sind in die betrieblichen Prozesse durch die Aufbau- und Ablauforganisation, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementanweisungen und technischen Standards eingebunden.

Das System folgt dem Integrationskonzept, das heißt, die Früherkennung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Der Umgang mit Chancen und Risiken ist daher originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften. In diesem Sinn basiert unser Chancen- und Risikomanagement auf klar geregelten Geschäftsprozessen, einer lückenlosen Zuordnung von Zuständigkeiten sowie angemessenen Berichtssystemen, die eine zeitnahe Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Vorstand bzw. nachgelagerte Managementebenen gewährleisten.

Rollen wesentlicher Organisationseinheiten

Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.

Entsprechend dieser Aufgabenteilung haben wir die Zuständigkeiten, die sogenannten Risk-Owner, definiert für

die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken,
die Implementierung der Steuerungsmaßnahmen (Maßnahmen zur Wahrnehmung bzw. Erhöhung von Chancen sowie zur Risikovermeidung bzw. -minderung),
die Überwachung der Entwicklung der Chancen und Risiken (z. B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren),
die Vorsorge (Maßnahmen zur Schadensminimierung im Ereignisfall) und
die Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche.

Die Group Function Corporate Controlling verantwortet die konzernweite Sammlung und Aggregation maßgeblicher Informationen in den folgenden Zyklen:

zweimal jährlich im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses für das laufende Geschäftsjahr
einmal jährlich im Rahmen des Budget- und Planungsprozesses für das Folgejahr sowie den mittelfristigen Prognosezeitraum

Die Group Function Corporate Development analysiert und bewertet systematisch bedeutende und strategische Chancen und Risiken mit dem Ziel, den Konzern langfristig auszurichten.

Die Group Function Treasury & Investor Relations steuert zentral Transaktionen insbesondere zum finanziellen, aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen). Dies erläutert der Abschnitt zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Aufgrund der hohen Integration der allgemeinen Geschäftsprozesse existieren themenbezogene Gremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit den Chancen und Risiken des Konzerns beschäftigen. So können wir schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse reagieren.

Darüber hinaus analysiert ein Risikokomitee unter der Leitung des Finanzvorstands die wesentlichen Risiken und deren Entwicklung aus Sicht des gesamten Unternehmens. Dieses Gremium setzt sich aus Vertretern ausgewählter Group Functions zusammen und hinterfragt bestehende Bewältigungsmaßnahmen, initiiert zusätzliche Maßnahmen, entscheidet über konzernweite Risikomanagementstandards und -richtlinien und stößt bei Bedarf weitere Analysen zu einzelnen Chancen und Risiken an.

Die Meldepflicht für Chancen und Risiken an die Group Function Corporate Controlling ergibt sich aus der erwarteten Auswirkung auf das Konzernergebnis oder das EBITDA vor Sondereinflüssen. Meldepflichtig sind alle Chancen und Risiken mit einer erwarteten Auswirkung von mehr als 1 Mio. € nach Maßnahmen. Darüber hinaus sind auch diejenigen Risiken anzugeben, deren erwartete Auswirkung durch Maßnahmen um mehr als 10 Mio. € begrenzt wurde. Diese Mindestmeldegrenzen stellen sicher, dass Chancen und Risiken umfassend erhoben werden. Eine Beschränkung nur auf wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit. Erst im Nachgang werden die Top-Chancen und Top-Risiken zentral von der Group Function Corporate Controlling bestimmt.

Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen vorgesehen, wie beispielsweise unerwartet auftretende operative Ereignisse mit einer Auswirkung von mehr als 10 Mio. € nach Maßnahmen. Im Berichtsjahr bestand kein Anlass zu solch einer sofortigen Berichterstattung.

Die berichteten Chancen und Risiken werden in einer zentralen Datenbank gesammelt und regelmäßig für den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Dies stellt sicher, dass dem Vorstand neu auftretende bzw. sich wesentlich verändernde bestehende Chancen und Risiken zeitnah kommuniziert und damit zielgerichtet in die allgemeine Unternehmenssteuerung eingebunden werden.

Chancen- und Risikobewertung

Das Chancen- und Risikomanagement ist in den Planungs- und Erwartungsprozess integriert und erfasst Chancen und Risiken als mögliche Abweichungen zum geplanten bzw. erwarteten EBITDA vor Sondereinflüssen oder Konzernergebnis.

Zur Bewertung der Chancen und Risiken werden je nach Art unterschiedliche Berechnungsverfahren angewendet. Verteilungsorientierte Chancen und Risiken werden durch szenariobasierte Schwankungen der Plangrößen (Wechselkurse, Rohstoffpreise, Energiepreise und Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung) beschrieben. So kann die Ausprägung der Variablen sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Abweichung gegenüber der Planung bzw. Erwartung führen.

Ereignisbasierte Chancen und Risiken (z. B. Ausfall eines Lieferanten oder Versicherungsfälle), die nur im Falle ihres Eintretens einen Einfluss auf das Ergebnis haben, werden mittels ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen oder das Konzernergebnis bewertet.

Bedeutung des konzernweiten Planungsprozesses

Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Kernelement unseres Chancen- und Risikomanagements. Ereignisse mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit fließen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling gesteuert und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Planung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden in dedizierten Vorstandsterminen erörtert und verabschiedet. Die Jahresplanung im jeweiligen Berichtsjahr überwachen wir, indem wir regelmäßig die aktuellen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung ermitteln. Bei Bedarf wird eine Anpassung der Planung vorgenommen.

Compliance als integraler Bestandteil

Zum Risikomanagement gehört auch, unrechtmäßiges Handeln unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Wir setzen darauf, uns bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle umfassend rechtlich beraten zu lassen und unsere Mitarbeiter mit unserem „Code of conduct — Kodex für integres und regelkonformes Verhalten bei LANXESS" dazu zu verpflichten, sich entsprechend den Gesetzen und unseren internen Richtlinien zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Dieser Kodex ist eingebettet in ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS), das in seinem Aufbau den Leitlinien eines international anerkannten Rahmenwerks zum unternehmensweiten Risikomanagement (COSO) folgt. Dieses CMS wird betreut von der Compliance Organisation bestehend aus dem Group Compliance Officer und einem Netzwerk lokaler Compliance Officer in den Ländern, in denen wir eine Tochtergesellschaft unterhalten. Ziel des CMS ist es, die Einhaltung unserer Compliance-Grundsätze sicherzustellen. Die Compliance-Funktion, die die globale Compliance-Organisation umfasst, untersteht direkt dem Vorstand, dem regelmäßig berichtet wird.

(Konzern-)Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Hierzu existieren klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei uns in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem (Konzern-)Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement. Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings aufgrund von Ermessensentscheidungen, kriminellen Handlungen, fehlerbehafteten Kontrollen oder sonstigen Umständen eingeschränkt sein. Dass Sachverhalte korrekt und zeitnah in der (Konzern-)Rechnungslegung erfasst werden, kann also selbst dann nicht vollständig gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Systembestandteile konzernweit angewendet werden.

Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG und des Konzernabschlusses sowie für die Einheitlichkeit der Bilanzierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss auf, die danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet werden. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses werden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Chancen- und Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers.

Quartalsmitteilungen werden für das erste und dritte Quartal erstellt. Der darüber hinaus aufgestellte verkürzte Konzernhalbjahresabschluss unterliegt der prüferischen Durchsicht, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer.

Unserer HGB-konformen Rechnungslegung liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisung zugrunde. Neben der Funktionstrennung sind das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen grundlegende Überwachungsmaßnahmen im Abschlusserstellungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess wird IT-technisch ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen erfolgen auf Basis eines systematischen Belegwesens. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen.

Grundlage des einheitlichen und IFRS-konformen Konzernberichtswesens ist die LANXESS Konzernabschlussrichtlinie. Sie regelt, in welcher Art die für den Konzern relevanten Normen der International Financial Reporting Standards (IFRS) von den Tochtergesellschaften als berichtenden Einheiten anzuwenden sind. Die Richtlinie definiert ferner den verbindlichen Konzernkontenrahmen. Sie wird auf der IT-technischen Seite durch ein konzernweit einheitliches Anlieferungs- und Konsolidierungssystem ergänzt, das weitgehend auf Standardsoftware basiert und mit Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.

Indem wir den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess regeln und überwachen, stellen wir eine den einschlägigen Gesetzen und Normen entsprechende, ordnungsgemäße (Konzern-) Rechnungslegung sicher und gewährleisten eine verlässliche Finanzberichterstattung. Das bei uns angewendete (konzern-)rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Entsprechende Vorgaben existieren auch für die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften.

Der Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein detailliert ausgearbeiteter Prozess zugrunde. Dieser wird zeitlich definiert durch die Vorgabe eines Abschluss-Terminkalenders, der die Zeitpunkte für die Anlieferung bestimmter Daten festlegt. Fester Bestandteil ist auch die regelmäßige Prüfung, ob der Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen korrekt ermittelt und vollständig ist. Die Prinzipien der Funktionstrennung in Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Prüfungen von Angaben auf Plausibilität prägen durchgängig den gesamten Erstellungs- und Konsolidierungsprozess.

Für den Konzernabschluss liefern alle berichtspflichtigen Tochtergesellschaften ihre Konzernberichtsdaten über das oben genannte Konsolidierungssystem. Systemintegrierte Validierungsregeln stellen bei der Anlieferung sicher, dass die Daten der Tochtergesellschaften konsistent sind. Das Rechnungswesen der Tochtergesellschaften ist dafür verantwortlich, dass die gemeldeten Daten inhaltlich korrekt sind. Weiterhin prüft die Abteilung Corporate Accounting innerhalb der Group Function Accounting, ob die Daten inhaltlich korrekt sind. Hierzu werden unter anderem standardisierte Berichte ausgewertet, in denen die Gesellschaften wesentliche abschlussrelevante Sachverhalte erläutern. Nach den prozessintegrierten Kontrollen erfolgt die Konsolidierung einschließlich Währungsumrechnung ohne weitere Schnittstellen im selben System, wobei sowohl automatische als auch manuelle Konsolidierungsmaßnahmen vollzogen werden. Die Korrektheit der automatischen Konsolidierungsschritte und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Konsolidierungssachverhalte werden separat gebucht, im erforderlichen Rahmen dokumentiert und von nachgelagerten Stellen kontrolliert. Ergänzt wird dies durch systemintegrierte Validierungsregeln.

Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury & Investor Relations, Tax & Trade Compliance und Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten. Im Rahmen des laufenden Informationsaustauschs mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions identifiziert und verarbeitet die Group Function Accounting Sachverhalte, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsprüfungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen.

Überwachung des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems (IKS)

Konzernintern überprüft der Bereich Corporate Audit innerhalb der Group Function Legal & Compliance, ob das interne Steuerungs- und Überwachungssystem funktioniert und organisatorische Sicherungsmaßnahmen eingehalten werden. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und Prüfungsansätze sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Um die Wirksamkeit des IKS zu beurteilen, wird zudem ein jährliches Self Assessment in wesentlichen Konzerngesellschaften, operativen Einheiten und Group Functions durchgeführt. Der Aufsichtsrat übernimmt Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit der zuvor beschriebenen Managementsysteme. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse der Compliance-Funktion, des Bereichs Corporate Audit sowie den Status des Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems berichten. Zusätzlich beurteilt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Konzern- bzw. Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Zur vollständigen Identifikation der Chancen und Risiken des LANXESS Konzerns dient ein Katalog mit Kategorien, die in folgenden Gruppen zusammengefasst werden:

Gruppen

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Gruppen
Beschaffungsmärkte
Personal
Betriebliche Abläufe und Gefahren
Unternehmensstrategie
Absatzmärkte
Finanzbereich
Rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld

Der folgenden Berichterstattung zu den einzelnen Gruppen zugeordneten wesentlichen Kategorien liegt ein Planungshorizont von grundsätzlich einem Jahr zugrunde.

Beschaffungsmärkte

Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen und Risiken aufgrund der hohen Volatilität von Rohstoffpreisen und Energiepreisen. Eine Preiserhöhung bzw. -senkung bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer höheren bzw. niedrigeren Kostenbasis in der Produktion. Ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Darüber hinaus resultieren Veränderungen der Rohstoffpreise direkt oder zeitversetzt in höheren bzw. niedrigeren Verkaufspreisen. Diesem Umstand begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoff- und Energieversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten abgedeckt. Vergleichbare Vereinbarungen bestehen auch auf der Verkaufsseite. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Absicherung über Derivate, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt (siehe auch Abschnitt „Finanzwirtschaft"). Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen. Die Volatilität von Rohstoffpreisen, insbesondere für den Schlüsselrohstoff Butadien, wirkt sich insbesondere auf unser Segment ARLANXEO aus.

Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Sollten wir gezwungen sein, auf alternative Bezugsquellen zurückgreifen zu müssen, könnte dies z.B. zu höheren Einkaufspreisen oder zusätzlichen Transportkosten führen.

Personal

Das Risiko von Arbeitskampfmaßnahmen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist nicht auszuschließen. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis ebenso belasten wie die zuvor beschriebenen steigenden Preise für Einsatzstoffe, ohne dass jedoch Möglichkeiten bestehen, sich gegenüber Kunden oder in Terminmärkten abzusichern. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen der Globalisierung und der zunehmenden Digitalisierung für die Arbeitswelt nutzen wir kontinuierlich bestehende Dialogplattformen wie das Europaforum der europäischen Betriebsräte. Auch in anderen Regionen, in denen wir tätig sind, suchen wir den Dialog mit Arbeitnehmervertretungen, Gewerkschaften und anderen Interessengruppen und gehen aktiv auf deren Vertreter zu, insbesondere im Rahmen von Unternehmensübernahmen und deren Integration.

Das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen ist ein entscheidender Faktor für die effiziente Abwicklung unserer Geschäfte. Um das Risiko des Wissensverlustes zu begrenzen, verfolgen wir unterschiedliche Ansätze: Mit attraktiven Vergütungsmodellen, herausfordernden Aufgaben und internationalen Karriereperspektiven möchten wir Mitarbeiter an das Unternehmen binden. Wir investieren kontinuierlich in die Nachwuchsförderung, sei es mit einer weiter steigenden Zahl von Ausbildungsplätzen in Deutschland, Praktikantenprogrammen oder Stipendien für begabte Studenten. Auch unser Corporate Traineeprogramm hat sich im Hinblick auf den Aufbau von Führungsnachwuchs bewährt.

Dass insbesondere Fachkräfte auf unseren Märkten knapp werden, spüren wir vor allem in Deutschland. Dies gilt für spezielle ingenieurwissenschaftliche Studiengänge, teilweise aber auch für einzelne Facharbeiterberufe. Eine vorausschauende Personalpolitik bleibt entsprechend weiterhin im Fokus und drückt sich beispielsweise in regelmäßigen Personalentwicklungskonferenzen aus. Unsere Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und weiterführenden Schulen in Deutschland sowie mit öffentlichen Institutionen sowohl in Deutschland als auch in allen wichtigen Zielmärkten pflegen wir unverändert intensiv. Darüber hinaus haben wir unser Unternehmen in zahlreichen Veranstaltungen und Konferenzen weltweit als attraktiven Arbeitgeber positioniert und suchen auch weiterhin früh Kontakt zu besonders begabten Nachwuchstalenten. Für diese Studenten und Doktoranden bieten wir in Deutschland als mitarbeiterstärkster Region eigens ein LANXESS Förderprogramm an, das sowohl finanzielle als auch fachliche Unterstützung beinhaltet. Analog bauen wir unser Bindungsprogramm für besonders herausragende Praktikanten weiter aus. Schwerpunkte beider Programme liegen auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Bereits im Jahr 2011 hat der Vorstand das umfassende Demografieprogramm Xcare aufgesetzt, um dem Risiko des Fachkräftemangels strukturiert zu begegnen. Im Bewusstsein, dass unsere bisherigen Maßnahmen möglicherweise nicht ausreichen könnten, um dem demografischen Risiko angemessen zu begegnen, haben wir in enger Abstimmung mit den Betrieben zum Jahresende 2015 ein ganzes Bündel neuer Initiativen angestoßen. Diese wurden im Berichtsjahr weiter konkretisiert und werden nun Schritt für Schritt umgesetzt.

Betriebliche Abläufe und Gefahren

Fehlende Anlagenverfügbarkeit durch Störungen kann dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, so dass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z. B. proaktive Anlagenwartungen, systematische Schulungen unserer Mitarbeiter und regelmäßige Audits zur Schwachstellenanalyse. Systematische Sicherheitsbetrachtungen und Gefährdungsbeurteilungen helfen die Anlagen- und Verfahrenssicherheit zu verbessern. Die Implementierung und Einhaltung der Maßnahmen wird durch Compliance Checks global überprüft. Darüber hinaus begegnen wir dem Risiko eines ungeplanten Produktionsstillstands, indem wir die Produktion bestimmter Produkte auf verschiedene Standorte weltweit verteilen.

Selbst bei hohen (sicherheits-)technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen — auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus — nicht völlig auszuschließen. Sie können zu Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden könnten. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert.

In unserem Produktportfolio befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend eingestuft sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Kunden im Rahmen von Responsible Care® auf Risiken hin, die mit der Verwendung einhergehen. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen.

Gemäß unserem vorausschauenden Ansatz werden im Rahmen der Produktbeobachtung potenzielle Gefahren im Umfeld unseres Produktportfolios frühzeitig erkannt, bewertet und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen.

Unsere Informationstechnologie (IT) unterstützt unsere Geschäftsaktivitäten weltweit, unter anderem die Prozesse vom Auftragseingang bis zum Ausgleich der Forderung oder von der Bestellung bis zur Zahlung der Lieferantenrechnung. Es ist wichtig, dass die Nutzer der Systeme zum richtigen Zeitpunkt korrekte und aussagekräftige Informationen erhalten. Um dies zu unterstützen, entwickeln wir eine einheitliche und integrierte Systemlandschaft und investieren weltweit in den Ausbau der IT-Services.

Beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen verfälscht oder gelöscht werden. Insbesondere beobachten wir eine wachsende Bedrohung der IT-Infrastruktur durch Angriffe von außen. All dies kann zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen. Um derartigen Risiken zu begegnen, investieren wir in angemessene Datensicherungssysteme, die den Verlust von Daten und Informationen verhindern. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme gewährleisten die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie den störungsfreien Betrieb der Systeme. Zur Verbesserung der Sicherheit im Bereich der IT-Infrastruktur werden Sicherheitsmaßnahmen bewertet und geprüft, ob sie bei den aktuellen Angriffsszenarien weiterhin als sicher gelten können. Sofern erforderlich, werden sie auf einen angemessenen sicherheitstechnischen Stand gebracht. Zur Abwehr neuartiger und zielgerichteter Bedrohungen werden international neue Schutzeinrichtungen aufgebaut und bestehende zielgerichtet an die aktuelle Bedrohungssituation angepasst. Darüber hinaus informieren wir die Nutzer unserer IT-Systeme regelmäßig über IT-Risiken sowie über geeignete Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen.

Unternehmensstrategie

Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Konzerns aktiv voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzoptimierung, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen. Wir verweisen weiterhin auf den Abschnitt „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht.

Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko hinsichtlich künftiger (Markt-)Entwicklungen und der möglichen Umsetzbarkeit angestrebter Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Einstieg in oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite- oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. Wir begegnen dem, indem wir die entscheidungsrelevanten Informationen sorgfältig und strukturiert aufarbeiten. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand von erfahrenen Fachabteilungen und ggf. von externen Beratern unterstützt.

Unser Produktportfolio ist konsequent auf zentrale weltweite Trends ausgerichtet, die in den kommenden Jahren kontinuierliches Wachstum versprechen. Mit unseren Produkten bieten wir innovative Lösungen für diese Trends und generieren dadurch einen erkennbaren Mehrwert für unsere Kunden. Wir positionieren uns dabei erfolgreich in den Märkten, in denen wir mittel- und langfristig mit unserem Produktportfolio besonders von den Trends profitieren können.

Bei der Gewinnung von Informationen im Rahmen von Akquisitionen ist nicht auszuschließen, dass nicht alle Informationen, die für die Einschätzung der künftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlich sind, vorliegen oder richtig bewertet werden. Dem begegnen wir durch systematische „Due-Diligence"-Analysen und — soweit möglich — entsprechende Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration erworbener Unternehmen oder Geschäfte kann dazu führen, dass erwartete Entwicklungen nicht eintreten. Daher existieren bei uns Prozesse, die eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleisten. Werden Einschätzungen über künftige Entwicklungen, wie beispielsweise die Realisierung von Synergien, nicht erfüllt, könnte sich Wertminderungsbedarf von Vermögenswerten ergeben. Dieses Risiko überwachen wir mit mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen.

Operative Chancen zu erschließen und zu nutzen ist zentraler Bestandteil unserer unternehmerischen Aktivitäten. Es ist unser Anspruch, unser Wachstum mit bestehenden Produkten und neuen Lösungen voranzutreiben und unsere Position in den globalen Märkten dadurch nachhaltig zu stärken. Investitionen in neue Werke sowie Kapazitätserweiterungen und die Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen sind hierfür zentrale Elemente. Die erwarteten Effekte sind in der Planung berücksichtigt oder darüber hinaus als Chance erfasst. Auch wenn wir uns grundsätzlich Vorteile von Investitionen versprechen, sind sie auch mit Risiken verbunden. So ist beispielsweise der Erfolg unserer Investitionen im asiatischen Raum stark belastet durch die herausfordernde Wettbewerbssituation im Bereich der synthetischen Kautschuke. Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden von den zuständigen Business Units vorbereitet und dem Vorstand nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Komitee zur Entscheidung vorgelegt. Mit diesem Prozess stellen wir sicher, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden.

Umsatz- und Ergebniseffekte, die wir aus unseren Investitionen und bis zum Bilanzstichtag vollzogenen Akquisitionen erwarten, sind bereits in unseren Planungen berücksichtigt. Darüber hinaus können diese gezielten Investitionen weitere operative Chancen eröffnen, weil wir uns hierdurch neue Potenziale erschließen sowie die Positionierung in wichtigen Märkten vorantreiben.

Absatzmärkte

Grundsätzlich unterliegt unser Konzern den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen und politischen sowie geopolitischen Veränderungen in den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden positiven bzw. negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Durch unsere weltweite Präsenz, die wir in den Wachstumsregionen weiter ausbauen, können wir an vorteilhaften regionalen Entwicklungen partizipieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von bestimmten Regionen reduzieren. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden sich im Abschnitt „Strategische Ausrichtung" dieses Lageberichts.

Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Unsicherheiten für uns. Neben dem Einfluss der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung kann insbesondere die Abhängigkeit des Kautschukgeschäftes unseres Segments ARLANXEO von Kunden aus der Reifen- und Automobilindustrie zu einer Volatilität des Absatzes führen. Zusätzliche über die Planung hinausgehende Absatzmöglichkeiten können sich durch die Erschließung neuer Märkte oder Gewinnung neuer Kunden ergeben. Neben diesen nachfragebedingten Markteinflüssen können auch strukturelle Marktveränderungen unsere Ertragskraft beeinflussen, etwa durch den Marktaustritt bestehender oder das Auftreten neuer Wettbewerber bzw. zusätzlicher Kapazitäten sowie regionale Verschiebungen, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigem Kostenniveau, Produktsubstitution oder durch Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten. Wir begegnen diesen Entwicklungen mit einem konsequenten Kostenmanagement und passen unsere Produktportfolios kontinuierlich an. Die Fokussierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios richtet sich dabei auf innovative Anwendungssegmente, so dass eine langfristig erfolgreiche Geschäftsausrichtung sichergestellt werden kann.

In unserem Segment ARLANXEO stehen unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken weiterhin in intensivem Wettbewerb, auch durch neu in den Markt tretende Produzenten. Dadurch können in einzelnen Geschäftsbereichen weitere Überkapazitäten und ein stärkerer Preiswettbewerb entstehen. Wir verfolgen in diesen Bereichen eine produktspezifische Strategie, die unter anderem auf Produkt- und Prozessdifferenzierung sowie einer globalen Aufstellung beruht. Durch die Partnerschaft mit Saudi Aramco wollen wir unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken in diesem Wettbewerb mittelfristig strategisch stärken.

Finanzbereich

Die Group Function Treasury & Investor Relations hat die Aufgabe, die finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken zentral zu erfassen und zu managen. Im Wesentlichen sind dies:

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken:

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Preisänderungen Liquidität und Refinanzierung - Kontrahentenrisiken Kapitalanlagen Versicherungen
- Währungen - Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln - Kunden - Investitionen in Pensionsvermögen - Unterdeckung
- Zinsen - Banken
- Rohstoffe - Zugang zu multi- und bilateralen Kapitalmärkten
- Energien

In regelmäßig stattfindenden Strategiegesprächen des Finanzrisikokomitees unter Vorsitz des Finanzvorstands wird über die Ergebnisse des finanziellen Risikomanagements sowie über das aktuelle Risiko berichtet und die weitere Vorgehensweise entschieden. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, Risiken zu erkennen und zu bewerten sowie deren Auswirkungen zu steuern und gegebenenfalls zu begrenzen.

Preisänderungen

Währungen

Da der LANXESS Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen durchführt, ist er Schwankungen der relativen Werte dieser Währungen ausgesetzt. Der Planung für das Geschäftsjahr 2017 liegen feste Wechselkurse zugrunde. Besonders relevant ist die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem geplanten Wechselkurs führt zu einem positiven Effekt auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen (und umgekehrt). Für die Jahre 2017 und 2018 haben wir bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um Währungsschwankungen zu begegnen.

Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Solche Risiken werden grundsätzlich zu 100% abgesichert. Ebenso werden Währungsrisiken aus Finanztransaktionen inklusive der Zinskomponente in der Regel zu 100% kursgesichert. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte genutzt. Die Absicherung führt dazu, dass sich Auf- oder Abwertungen des Euro-Kurses im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen kurzfristig nur eingeschränkt auf die Zahlungsströme auswirken. Zudem bestehen Translationsrisiken durch die Umrechnung in lokaler Währung geführten Jahresabschlusswerten in den in Euro aufgestellten Konzernabschluss. Anders als der Effekt der Wechselkursschwankungen im Falle des Transaktionsrisikos hat das Translationsrisiko keinerlei Auswirkungen auf die Zahlungsströme des Konzerns in lokaler Währung. Des Weiteren haftet wesentlichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in lokaler Währung ein langfristiges Währungsrisiko an. Dieses wird regelmäßig eingeschätzt und bewertet. Eine Absicherung durch Devisentransaktionen erfolgt jedoch nur in dem Falle, wenn erwogen wird, sich aus bestimmten Geschäften zurückzuziehen und die frei gewordenen Mitteln zurückgeführt werden sollen.

Die Chancen und Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Hierzu werden sowohl die Umsätze als auch die Kosten in Fremdwährung geplant. Auf Dauer können Wechselkursschwankungen die künftigen Zahlungsströme beeinträchtigen, falls der LANXESS Konzern nicht in der Lage sein sollte, diese Wechselkursschwankungen, z. B. durch die Preisgestaltung für seine Produkte in der jeweiligen lokalen Währung, aufzufangen. Um dieses Risiko zu verringern, erfolgt eine teilweise Absicherung durch derivative Finanzinstrumente. Die Absicherung erfolgt entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Grundsätzen und wird kontinuierlich überwacht.

Zinsen

Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsänderungen betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden.

Da der überwiegende Anteil der Finanzschulden zu festen Zinskonditionen aufgenommen wurde, haben Zinsänderungen in den kommenden Jahren nur einen begrenzten Einfluss auf den LANXESS Konzern.

Rohstoffe/Energien

Der LANXESS Konzern ist bei seiner operativen Geschäftstätigkeit Marktpreisänderungen für Energien und Rohstoffe ausgesetzt. Diese werden in der Regel an die Kunden weitergegeben. Wenn eine Weitergabe bestimmter Marktpreisrisiken aus Energien und Rohstoffen an den Kunden nur eingeschränkt möglich ist, kann im Einzelfall eine Sicherung durch finanzielle Warentermingeschäfte erfolgen, mit dem Ziel, die Cashflow-Volatilität zu reduzieren. LAN-XESS hat zum Bilanzstichtag finanzielle Warentermingeschäfte in geringem Umfang im Bestand.

Liquidität und Refinanzierung

Eine grundsätzlich konservative Finanzpolitik und eine Zielkapitalstruktur, die sich im Wesentlichen an Kennzahlensystemen führender Ratingagenturen orientiert, sichern den Zugang zu Kapitalmärkten und damit unsere Zahlungsfähigkeit. Die konservative Finanzpolitik bezieht auch das Risiko einer Ratingänderung und damit verbundener Auswirkungen in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement ein, wobei LANXESS keinen direkten Einfluss auf die abschließende Beurteilung unabhängiger Ratingagenturen hat.

Als wesentliche Liquiditätsreserve dient eine syndizierte Kreditlinie über 1,25 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag nicht wesentlich in Anspruch genommen wurde. Die ursprüngliche Laufzeit der Kreditlinie wurde im Februar 2015 um ein Jahr bis Februar 2020 verlängert. Neben der Kreditlinie bestanden kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserven in Höhe von 395 Mio. € in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie hochliquiden AAA-Geldmarktfondsanlagen. Darüber hinaus verfügte LANXESS zum Bilanzstichtag über bilaterale Anlagen bei Kreditinstituten und in geldmarktnahen Fonds und Commercial Papers in Höhe von 2.125 Mio. €. Dementsprechend verfügt der LANXESS Konzern über eine Liquiditätsposition, die sich über eine breite Basis von Finanzierungsinstrumenten erstreckt.

Kontrahentenrisiken

Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowohl mit unseren Kunden als auch mit Bank- und Finanzpartnern, insbesondere im Rahmen von Geldanlagegeschäften und Transaktionen mit Finanzinstrumenten.

Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können sie gegen das Kreditrisiko abgesichert werden.

Ziel des LANXESS Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der liquiditätsnahen, derivativen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird (ohne Berücksichtigung nicht bilanzieller Aufrechnungsvereinbarungen) durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben.

Zur Absicherung von Kreditrisiken aus Kundenforderungen werden für einzelne Kunden zugunsten des LANXESS Konzerns eröffnete Akkreditive genutzt sowie mit Vertragspartnern Vorauskasse vereinbart. Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität.

Bei der Auswahl von Bank- und Finanzpartnern für Geldanlagegeschäfte und Transaktionen mit Finanzinstrumenten ist die Bonität der Partner ein wichtiges Kriterium der LANXESS Finanzpolitik und des Kreditrisikomanagements. Daher strebt LANXESS grundsätzlich an, mit Bank- und Finanzpartnern Geschäfte zu tätigen, die mindestens über ein Investment-Grade-Rating verfügen.

Ferner erfolgt im Rahmen des Kreditrisikomanagements ein globales Management des Kontrahentenrisikos für alle bestehenden Bank- und Finanzpartner. Hierbei achtet der LANXESS Konzern darauf, dass im Sinne einer Risikodiversifikation keine existenzbedrohenden Konzentrationsrisiken bestehen. Durch den Abschluss von Rahmenverträgen können im Falle der Insolvenz des Transaktionspartners die Marktwerte der offenen Handelspositionen miteinander aufgerechnet werden, was zu einer weiteren Verringerung der Risikopositionen führt.

Kapitalanlagen

Chancen und Risiken aus der Anlage von Pensionsvermögen werden durch das Pension Committee, bestehend aus dem Finanzvorstand sowie Vertretern der Group Functions Treasury & Investor Relations, Accounting und Human Resources, überwacht.

Versicherungen

Der LANXESS Konzern hat sich gegen wesentliche Risiken u. a. aus Sachschäden, Betriebsunterbrechungen und Produkthaftungen extern abgesichert. Im Schadensfall muss LANXESS daher nur bis zur Höhe des Selbstbehalts für den Schaden aufkommen. Ein Restrisiko besteht allerdings beim Eintritt von Ereignissen, die nicht von der Versicherung erfasst sind oder bei denen die Schadenshöhe die von der Versicherung zugesagte Deckungssumme übersteigt.

Rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld

Unternehmen des LANXESS Konzerns unterliegen rechtlichen Risiken und sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines für LANXESS nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen mit Dritten hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf unser geplantes EBITDA vor Sondereinflüssen.

Um rechtliche Risiken zu vermeiden, hat LANXESS ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS) aufgesetzt, das eine Reihe organisatorischer präventiver Maßnahmen beinhaltet. LANXESS hat für sich unter anderem die folgenden Hauptrisiken identifiziert: Wettbewerbsrecht, Anlagensicherheit/Umweltschutz, Außenwirtschaftsrecht und korruptionsbezogene Risiken. Diese Themen sind als inhaltliche Sonderzuständigkeit im Rahmen des CMS unterschiedlichen Group Functions zugeordnet, die entsprechende Compliance-Programme etabliert haben. Im Hinblick auf kartellrechtsbezogene Risiken hat LANXESS beispielsweise ein Programm zur Sicherstellung wettbewerbsrechtlicher Compliance entwickelt, das Präsenzschulungen wie auch E-Learning umfasst. Hierdurch werden unsere Mitarbeiter und Führungskräfte in den jeweiligen Unternehmensbereichen auf die besonderen Risiken hingewiesen und entsprechend sensibilisiert. Diese Schulungen werden regelmäßig durchgeführt und dokumentiert. Zusätzlich stehen den Mitarbeitern bei Fragestellungen ausgewiesene Experten der Group Function Legal & Compliance zur Verfügung. Weitere Erläuterungen zu Compliance finden sich im Corporate Governance Bericht. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Compliance als integraler Bestandteil" in diesem Chancen- und Risikobericht.

Regulatorische Maßnahmen können zu einer Verschärfung von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards in verschiedenen Bereichen führen. Dies kann Kosten, Produktionsverbote und Haftungsrisiken zur Folge haben. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Implementierung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern. Zusätzliche Belastungen im Bereich der Energie- und Umweltpolitik, wie z. B. durch neue Regelungen im Emissionshandel, neue Ökosteuern oder die Neuverteilung der Kosten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz, können zu höheren Kosten und damit zum Teil zu erheblichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen. Zur Minderung dieses Risikos führen wir ein aktives Energiemanagement durch, um den Verbrauch an Energien zu reduzieren. Weiterhin diskutieren wir die wirtschaftlichen Folgen steigender Energiepreise direkt mit Behörden und Politik sowie über Wirtschaftsverbände zusammen mit anderen energieintensiven Unternehmen.

LANXESS war und ist für zahlreiche aktive und ehemalige Standorte mit bis zu 140 Jahren chemischer Produktion zuständig. Dies umfasst u. a. auch Abfallentsorgungseinrichtungen. Es lässt sich nicht ausschließen, dass in diesem Zeitraum auch Verunreinigungen des Untergrundes verursacht wurden, die bislang noch nicht identifiziert wurden. Wir bekennen uns zum Responsible-Caree-Gedanken und betreiben aktives Umwelt- sowie auch proaktives Umweltschutzmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft sowie weiteren Emissionen und Immissionen. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen haben wir ausreichende Rückstellungen gebildet. Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen für Umweltschutz finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [15] „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen".

Verstöße im Außenwirtschaftsrecht können Verbote und Einschränkungen in der Exporttätigkeit sowie den Wegfall von Privilegien im Rahmen der Exportabwicklung des Konzerns zur Folge haben. Dies kann in Einzelfällen zu Bußgeldern, Handelseinschränkungen und Reputationsverlust führen. Der Konzern stellt die Gesetzeskonformität im Bereich Außenwirtschaftsrecht und Exportkontrolle sicher, indem weltweit geeignete stabile Kontrollinstrumente und automatisierte Prüfprozesse etabliert wurden und kontinuierlich verbessert werden. Im Rahmen der proaktiven Beobachtung der handelspolitischen Entwicklungen werden sowohl die operativen Einheiten als auch die Leitungsgremien frühzeitig über Änderungen im Außenwirtschaftsverkehr und die damit einhergehenden Chancen und Risiken informiert und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen.

Bedeutung der Chancen und Risiken sowie Ergebnis der Chancen- und Risikobewertung

Die identifizierten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung werden, wie zuvor beschrieben, kategorisiert und in Gruppen zusammengefasst. Die Bedeutung der Chancen und Risiken ergibt sich aus ihrer möglichen Auswirkung auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen. Einzelne Kategorien, bei denen die Chance oder das Risiko einer Zielabweichung von mehr als 5% bezogen auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des Planungsjahres besteht, haben hierbei für uns eine mittlere bis hohe Bedeutung. Dies gilt auch für Gruppen, bei denen dieser Grenzwert lediglich kumuliert über alle jeweils zugeordneten Kategorien überschritten wird.

Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements wurde für das Planungsjahr den Kategorien wirtschaftliche Entwicklung, Rohstoffpreise und Währung sowie der Gruppe rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld eine mittlere bis hohe Bedeutung beigemessen. Bezogen auf unsere zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, ergibt sich bei diesen Kategorien sowie der Gruppe gemäß den zugrunde liegenden Szenarien bzw. den getroffenen Wahrscheinlichkeitsannahmen eine mögliche positive bzw. eine nachteilige Zielabweichung von jeweils bis zu 10 %. Die Gruppe rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld wurde insbesondere von Chancen bzw. Risiken der Kategorie Energie- und Umweltpolitik beeinflusst. Chancen oder Risiken anderer Kategorien, wie beispielsweise rechtliche Risiken, haben nur eine sehr untergeordnete Bedeutung.

Für das Planungsjahr 2017 ergaben sich keine Änderungen bei den Kategorien.

Aufgrund seiner umfassenden weltweiten Aktivitäten und seiner Abhängigkeit von Rohstoffen mit volatiler Preisentwicklung kann hiervon insbesondere ARLANXEO betroffen sein. Allerdings begegnen wir entsprechenden Risiken mit Gegenmaßnahmen.

Zusammenfassende Aussage zur Chancen- und Risikoposition

Die Chemieindustrie befindet sich weltweit weiterhin in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess, mit dem naturgemäß wirtschaftliche Chancen und Risiken verbunden sind. Die bereits im Jahr 2014 mit dem dreistufigen Programm „Let's LANXESS again" eingeleitete weltweite Neuausrichtung des LANXESS Konzerns verschafft uns jedoch Spielräume, durch die wir in der Lage sind, auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen weiterhin hand-lungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben (siehe Abschnitt „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht). Zudem ermöglicht uns die Neuausrichtung, strategische und operative Chancen zu nutzen und Wachstumspotenziale auszuschöpfen.

Aufgrund unseres breit diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios hat sich unsere Risikoexposition im Berichtsjahr trotz der regional und branchenbezogen unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich nicht maßgeblich verändert.

Mit der im Berichtsjahr erfolgten Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions-und Hygienelösungen von Chemours konnten wir allerdings unsere Position in mittelgroßen und weniger zyklischen Märkten mit hoher Marge und guten Wachstumsaussichten weiter ausbauen. Mit der angestrebten Übernahme des US-amerikanischen Chemiekonzerns Chemtura wollen wir unser eigenes Additivgeschäft deutlich ausbauen und im Wachstumsmarkt für Flammschutz- und Schmierstoff-Additive zu einem der großen Anbieter weltweit aufsteigen.

Wir weisen auf den intensiven Wettbewerb hin, dem unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken unverändert ausgesetzt sind. Im Rahmen der Neuausrichtung haben wir hierfür mit Saudi Aramco jedoch einen starken Partner gefunden und gemeinsam ARLANXEO erfolgreich operativ an den Start gebracht.

Alle Planungen unterliegen bestimmten Prognoserisiken, so dass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen aufgrund von Veränderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten grundsätzlich eingeschränkt wird.

Einen schwer einschätzbaren Unsicherheitsfaktor stellen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit sowie der zukünftigen Wirtschaftspolitik der USA dar.

Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen Finanzierungsstrukturen, unserer soliden Liquiditätsausstattung sowie der Handlungsspielräume, die sich aus der Neuausrichtung, insbesondere durch die im Berichtsjahr umgesetzten oder vereinbarten Veränderungen unseres Konzernportfolios ergeben, sind wir zuversichtlich, künftig auftretende Risiken zu bewältigen.

In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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in T€ Anhang 2015 2016
Umsatzerlöse (1) 4.090 5.877
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (2) -4.090 -5.709
Bruttoergebnis vom Umsatz 0 168
Allgemeine Verwaltungskosten -44.238 -37.741
Sonstige betriebliche Erträge (3) 32.570 3.454
Sonstige betriebliche Aufwendungen (4) -4.061 -9.059
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -15.729 -43.178
Ertrag aus Gewinnabführung von verbundenen
Unternehmen 252.471 762.164
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (5) 6.526 8.388
Zinsergebnis (6) -43.570 -49.530
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge (7) -7.559 -10.505
Finanzergebnis 207.868 710.517
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) -101.377 -89.148
Ergebnis nach Steuern 90.762 578.191
Jahresüberschuss 90.762 578.191
Gewinnvortrag (20) 7.061 42.910
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -289.096
Bilanzgewinn 97.823 332.005

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

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in T€ Anhang 31.12.2015 31.12.2016
A. Anlagevermögen (12)
I. Immaterielle Vermögengegenstände 46 33
II. Sachanlagen 70 64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (13) 738.864 738.864
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen (14) 198.363 198.363
3. Sonstige Ausleihungen (15) 19.096 43.066
956.439 980.390
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (16) 2.035.239 2.510.254
2. Sonstige Vermögensgegenstände (17) 21.454 1.984.518
II. Wertpapiere (18) 100.004 215.064
III. Guthaben bei Kreditinstituten 309.893 200.339
2.466.590 4.910.175
C. Rechnungsabgrenzungsposten (19) 8.743 28.500
Summe Aktiva 3.431.772 5.919.065
PASSIVA
Anhang 31.12.2015 31.12.2016
A. Eigenkapital (20)
I. Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital 18.305 T€) 91.523 91.523
II. Kapitalrücklage 1.230.529 1.230.529
III. Andere Gewinnrücklagen 97.892 386.988
IV. Bilanzgewinn 97.823 332.005
1.517.767 2.041.045
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (21) 58.280 58.801
2. Steuerrückstellungen (22) 56.881 35.688
3. Sonstige Rückstellungen (23) 30.316 35.964
145.477 130.453
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen (24) 1.400.000 2.700.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (25) 148.118 22.553
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) 652 2.442
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (27) 218.370 1.021.282
5. Sonstige Verbindlichkeiten (28) 1.388 1.290
1.768.528 3.747.567
Summe Passiva 3.431.772 5.919.065
Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften (30) 315.276 298.770

Anhang der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln,

für das Geschäftsjahr 2016

Allgemeines

Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 des Aktiengesetzes (AktG) vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance jederzeit eingesehen werden.

Im Berichtsjahr wurden folgende Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen:

Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre) bewertet worden.
Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BiIRUG nicht vergleichbar. Bei analoger Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BiIRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 5.472 T€ ergeben.

Grundlagen

Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt. Wie im Vorjahr wurde der Lagebericht der LANXESS AG in Anwendung von § 315 Absatz 3 HGB i. V. m. § 298 Absatz 3 HGB mit dem Lagebericht des LANXESS Konzerns zusammengefasst.

Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang einzeln erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge des Finanzbereichs, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist und die keinem eigenständigen Posten zugeordnet werden, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

Die LANXESS AG als oberstes Mutterunternehmen stellt zum 31. Dezember 2016 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind, auf.

Der Jahresabschluss und der zusammengefasste Lagebericht in Anwendung von § 315 Absatz 3 HGB i. V. m. § 298 Absatz 3 HGB für das Geschäftsjahr 2016 werden mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Sie werden unter www.lanxess.de , Investor Relations, Publikationen zugänglich sein.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge des Berichtsjahres werden linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 150,00 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über 150,00 bis 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.

Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen:

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EDV-Lizenzen 3 bis 4 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 4 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10 Jahre

Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag der Chemiebranche sind entsprechende Barmittel bei einem Treuhänder angelegt. Sie werden von der Deutsche Treuinvest Stiftung treuhänderisch für die LANXESS AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Demzufolge erfüllt die Höhe der dem Arbeitnehmer geschuldeten Leistung die Voraussetzungen für eine wertpapiergebundene Versorgungszusage gem. § 253 Abs. 1 S. 3 HGB. Das Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB wird gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gern. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Da im Falle wertpapiergebundener Versorgungszusagen bereits durch die Anpassung des Buchwerts der Verpflichtungen an den beizulegenden Zeitwert des korrespondierenden Deckungsvermögens eine Ausschüttungssperrwirkung erzielt wird, greift die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 3 i.V.m. S. 1 HGB insoweit nicht.

Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Guthaben bei Kreditinstituten in Euro werden zum Nennwert angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Zudem sind hier Unterschiedsbeträge zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag der von der LANXESS AG begebenen Anleihen erfasst; diese werden durch planmäßige Abschreibungen während der Laufzeit der jeweiligen Anleihen getilgt.

Latente Steuern werden für temporäre Bilanzierungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die LANXESS AG ist in Deutschland Organträger und muss somit nicht nur die eigenen temporären Differenzen aus Bilanzposten einbeziehen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der LANXESS AG von aktuell 32,3 % (Vorjahr 32,1 %). Der kombinierte Ertrag-steuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vorn Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein — nicht bilanzierter — Aktivüberhang.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die erwarteten Entgeltsteigerungen bei den Tarifmitarbeitern und bei den leitenden Angestellten betrugen unverändert zum Vorjahr 2,50 % bzw. 2,75 %. Die erwarteten Rentensteigerungen für Altzusagen wurden im Jahresabschluss 2016 um 0,25 % auf 1,50 % gesenkt. Für Neuzusagen betrug die erwartete Rentensteigerung, wie auch im Vorjahr, 1,00 %. Der Rechnungszins beträgt 4,01 % (Vorjahr: 3,89 %) für Pensionen, 1,59 % (Vorjahr: 2,02 %) für Frühruhestand und 3,24 % (Vorjahr: 3,89 %) für sonstige ähnliche Verpflichtungen. Bei den zugrunde gelegten Rechnungszinssätzen für die Abzinsung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2016 handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Vorjahr: sieben Geschäftsjahre) für eine angenommene Restlaufzeit. Die angenommene Restlaufzeit beträgt für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 Jahre, für Frühruhestand 5 Jahre und für Altersteilzeit 3 Jahre.

Die Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende, objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die ausgewiesenen Haftungsverhältnissen aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BiIRUG erfasst. Bei den Umsatzerlösen von 5.877 T€ (Vorjahr: 4.090 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus Dienstleistungen, die gegenüber der LANXESS Deutschland GmbH und somit im Inland auf Basis eines Dienstleistungsvertrages erbracht wurden.

(2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Bei den Herstellungskosten von 5.709 T€ (Vorjahr: 4.090 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen im Zusammenhang mit den erbrachten Dienstleistungen. Sie beinhalten insbesondere Personalaufwendungen und allgemeine Verwaltungsaufwendungen.

(3) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 2.959 T€ (Vorjahr: 28.366 T€) enthalten.

(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von 8.484 T€ (Vorjahr: 0 T€) aus einem Ausgleichsanspruch aus dem Grundlagenvertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG enthalten.

(5) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten im Wesentlichen Erträge aus langfristigen Darlehen an die LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 8.281 T€ (Vorjahr: 6.471 T€).

(6) Zinsergebnis

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in T€ 2015 2016
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
von Dritten 396 150
von verbundenen Unternehmen 18.273 13.994
18.669 14.144
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
an Dritte 52.107 58.275
aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen langfristigen Personalrückstellungen 2.121 2.250
an verbundene Unternehmen 8.011 3.149
62.239 63.674
Zinsergebnis -43.570 -49.530

(7) Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

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in T€ 2015 2016
Übrige finanzielle Aufwendungen
aus Währungsumrechnung 596.497 165.747
Sonstige 7.976 11.166
604.473 176.913
Übrige finanzielle Erträge
aus Währungsumrechnung 595.784 165.676
Sonstige 1.130 732
596.914 166.408
Obrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -7.559 -10.505

Die Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung resultieren im Wesentlichen aus eigenen Fremdwährungspositionen sowie aus der Bewertung von für Konzernunternehmen mit Dritten abgeschlossenen Fremdwährungsgeschäften.

In den sonstigen übrigen finanziellen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Bürgschaftsprovisionen an verbundene Unternehmen enthalten. Die sonstigen übrigen finanziellen Erträge resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Bürgschaftsprovisionen von verbundenen Unternehmen.

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 89.148 T€ (Vorjahr: 101.377 T€) setzt sich aus dem Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von 68.352 T€ sowie für Vorjahre in Höhe von 20.796 T€ zusammen.

Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die LANXESS AG zum 31. Dezember 2016 aus temporären Bilanzierungsunterschieden - sowohl eigenen als auch solchen bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung. Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,3 % (LANXESS AG und Organgesellschaften).

Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Sachanlagen, immateriellen Vermögensgegenständen sowie von Anteilen an Kapitalgesellschaften. Aus den Pensionsverpflichtungen ergibt sich auf Grund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht an-setzbaren Rückstellungen u.a. für drohende Verluste und für Pensionsurlaub, ferner aus wertmäßigen Unterschieden u.a. bei Rückstellungen für Jubiläen und sonstige Rückstellungen sowie übrige Verbindlichkeiten.

(9) Personalaufwand

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in T€ 2015 2016
Löhne und Gehälter 25.588 30.709
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 10.188 1.781
davon für Altersversorgung 9.351 915
35.776 32.490

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

(10) Mitarbeiter

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Stichtag Durchschnitt Stichtag
31.12.2015 2016 31.12.2016
--- --- --- ---
Verwaltung 127 133 135

(11) Honorare des Jahresabschlussprüfers

Sämtliche Honorare der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der LANXESS AG veröffentlicht.

(12) Anlagevermögen

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Bruttowerte
in T€ Stand 01.01.2016 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software-Lizenzen 57 7 0 64
57 7 0 64
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 213 31 44 200
213 31 44 200
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 738.864 0 0 738.864
Ausleihungen an verb. Unternehmen 198.363 0 0 198.363
Sonstige Ausleihungen 19.096 23.970 0 43.066
956.323 23.970 0 980.293
Anlagevermögen gesamt 956.593 24.008 44 980.557

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Abschreibungen
in T€ Stand 01.01.2016 Zugänge Abgäng Stand 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software-Lizenzen 11 20 0 31
11 20 0 31
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 143 37 44 136
143 37 44 136
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Ausleihungen an verb. Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
0 0 0 0
Anlagevermögen gesamt 154 57 44 167

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Nettowerte
in T€ Stand 31.12.2015 Stand 31.12.2016
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software-Lizenzen 46 33
46 33
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 70 64
70 64
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 738.864 738.864
Ausleihungen an verb. Unternehmen 198.363 198.363
Sonstige Ausleihungen 19.096 43.066
956.323 980.293
Anlagevermögen gesamt 956.439 980.390

(13) Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB

Die Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 HGB sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellt.

(14) Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten zwei langfristige Darlehen an die LANXESS Deutschland GmbH.

(15) Sonstige Ausleihungen

Die sonstigen Ausleihungen betreffen fast ausschließlich das anteilige Treuhandvermögen am LANXESS Pension Trust e.V. (LXS Trust). Die LANXESS AG hat mit mehreren Tranchen insgesamt Barmittel in Höhe von 41.765 T€, davon 23.963 T€ im Berichtsjahr, im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen in den LXS Trust eingebracht.

Das anteilige Treuhandvermögen der LANXESS AG ist in Anteilen an einem Spezialfonds in einer Kapitalanlagegesellschaft angelegt. Die Ertragsrealisierung in der LANXESS AG erfolgt zum Zeitpunkt eines getroffenen Ausschüttungsbeschlusses der Kapitalanlagegesellschaft. Darüber hinaus können sich vertraglich geregelte Nachschusspflichten beim Treugeber auswirken. In 2016 wurde keine Ausschüttung beschlossen.

Die in 2016 ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen von in Summe 7 T€ (Vorjahr: 55 T€) resultieren im Wesentlichen aus Nachschusspflichten des Treugebers. Der Marktwert des LXS Trust Vermögens liegt am Bilanzstichtag über dem Buchwert.

Da der CTA kein Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB darstellt, wird unter Beachtung von § 253 Abs. 1 S. 4 HGB keine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt, sondern die Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten bewertet. Eine Ausschüttungssperre besteht aus diesem Grunde nicht.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag der Chemiebranche sind jährlich ab 2010 Barmittel bei der Deutsche Treuinvest Stiftung angelegt worden. Der Zeitwert des Treuhandvermögens entspricht dem Zeitwert der Verpflichtungen aus dem Demografiefonds in Höhe von 160 T€ (Vorjahr: 119 T€). Der Bilanzwert für das Treuhandvermögen und die unter den sonstigen Rückstellungen zu zeigenden Verpflichtungen sind, wie auch die Aufwendungen und Erträge, verrechnet worden.

(16) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 2.510.254 T€ (Vorjahr: 2.035.239 T€) betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehensforderungen einschließlich der Zinsabgrenzung, Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Aus dem in Punkt (1) beschriebenen Dienstleistungsvertrag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.137 T€ (Vorjahr: 1.039 T€). Des Weiteren bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: 3.500 T€).

(17) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2016
Termingelder 0 1.950.000
Steuerforderungen
aus Umsatzsteuer 11.436 21.103
aus Ertragsteuern 7.771 10.862
Sonstige 2.247 2.553
21.454 1.984.518

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle im Folgejahr fällig.

(18) Wertpapiere

Unter den Wertpapieren in Höhe von 215.064 T€ (Vorjahr: 100.004 T€) werden im Wesentlichen jederzeit veräußerbare Anteile an Geldmarktfonds, Publikumsfonds sowie Commercial Papers ausgewiesen.

(19) Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Geschäftsjahr 2016 im Wesentlichen Disagiobeträge auf die ausgegebenen Anleihen in Höhe von 27.085 T€ (Vorjahr: 6.127 T€) ausgewiesen.

(20) Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Jahr 2016 wie folgt entwickelt:

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in T€ 31.12.2015 Dividende Jahresüberschuss Entnahme Einstellung 31.12.2016
aus in
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Gezeichnetes Kapital 91.523 0 0 0 0 91.523
Kapitalrücklage 1.230.529 0 0 0 0 1.230.529
Andere Gewinnrücklagen 97.892 0 0 0 289.096 386.988
Bilanzgewinn 97.823 -54.913 578.191 -289.096 0 332.005
1.517.767 -54.913 578.191 -289.096 289.096 2.041.045

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 91.522.936 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung am 20. Mai 2016 wurde für den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015 von 97.823 T€ die folgende Verwendung beschlossen:

eine Dividendenzahlung von 54.913 T€ (0,60 € je dividendenberechtigte Stückaktie),
einen Betrag von 42.910 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

Bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 13. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern dieser Schuldverschreibungen auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.304.587 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 18.304.587 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Von der Ermächtigung der Ausgabe von Schuldverschreibungen wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Genehmigtes Kapital I und II

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals I und II steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Dieses kann jedoch unter bestimmten, in § 4 Abs. 2 und 3 der Satzung der LANXESS AG näher definierten, Fällen ausgeschlossen werden. Bei der Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre aus dem genehmigten Kapital II wird der Vorstand die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgegebenen Aktien aus dem genehmigten Kapital II sollen insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreiten. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat. Eine Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals I und II ist bisher nicht erfolgt.

(21) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In den Pensionsrückstellungen werden Versorgungsverpflichtungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern sowie Verpflichtungen aus Frühruhestandsvereinbarungen ausgewiesen.

Am 26. Februar 2016 hat der Bundesrat das „Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" gebilligt. Das Gesetz ist am 16. März 2016 verkündet worden und am 17. März in Kraft getreten. Im Zuge des Gesetzes wurde § 253 HGB hinsichtlich der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert und der Zeitraum, über den der Durchschnittszinssatz für die handelsrechtliche Abzinsung von Pensionsrückstellungen berechnet wird, von sieben auf zehn Jahre verlängert.

Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB n.F. ist die Neufassung des § 253 HGB erstmalig im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 anzuwenden. Zum 31. Dezember 2016 betragen die Rückstellungen für Pensionen 58.345 T€. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt für das Geschäftsjahr 7.943 T€ und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im operativen Ergebnis erfasst.

(22) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen bestehen für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 12.432 T€ für das laufende Geschäftsjahr sowie in Höhe von 23.256 T€ für Vorjahre.

(23) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für Verpflichtungen aus erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten (APP, LTSP, LTPB) für Mitarbeiter, noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubs- und Überstundenguthaben, Arbeitnehmerjubiläen sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Unter den sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten werden unter anderem die erwarteten Kosten für die Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2016, die variable sowie die Festvergütung für den Aufsichtsrat ausgewiesen.

Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen und weiteren Bedingungen, die der Vorstand bzw. Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festgelegt hat, wie z. B. dem Erreichen bestimmter Ziele für das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns. Die tatsächliche Auszahlung kann von den im Voraus berechneten Beträgen abweichen.

Die langfristig ausgerichteten, erfolgsabhängigen Komponenten des Vergütungssystems sind der Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und der Long Term Performance Bonus (LTPB).

Der LTSP bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Der LTSP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010 - 2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014 - 2017) gesperrt. Nach Ablauf der Sperrfrist können die durch das LTSP gewährten Anrechte ausgeübt werden. Die Ausübungsfristen betragen grundsätzlich drei Jahre, für die Tranchen 2012 und 2013 fünf Jahre. Bei dem ab 2014 neu aufgelegten Programm LTSP 2014 - 2017 wird der MSCI World Chemicals Index als neuer Referenzindex herangezogen. Weitere wesentliche Änderungen gegenüber dem LTSP 2010 - 2013 wurden nicht vorgenommen.

Der LTPB honoriert die finanzwirtschaftliche Entwicklung auf Basis des Geschäftserfolgs für zwei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre. Die Höhe des Bonus ist ein Prozentsatz des Festgehalts.

(24) Anleihen

Die Anleihen betragen zum 31. Dezember 2016 2.700.000 T€ (Vorjahr: 1.400 T€) und setzen sich wie folgt zusammen:

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in T€ Zinssatz in % Laufzeit bis Betrag
Euroanleihe 2011/2018 4,125 Mai 2018 500.000
Euroanleihe 2012/2022 2,625 November 2022 500.000
Privatplatzierung 2012/2022 3,500 April 2022 100.000
Privatplatzierung 2012/2027 3,950 April 2027 100.000
Euroanleihe 2016/2021 250 Oktober 2021 500.000
Euroanleihe 2016/2026 1,000 Oktober 2026 500.000
Hybridanleihe 2016/2076 4,500 Dezember 2076 500.000
2.700.000

Die im Geschäftsjahr 2009 begebene Anleihe in Höhe von 200.000 T€ wurde im September 2016 zurückgezahlt. Zudem wurden im Geschäftsjahr 2016 Anleihen im Gesamtwert von 1.500.000 T€ begeben.

(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 22.553 T€ (Vorjahr: 148.118 T€) bestehen im Wesentlichen aus abgegrenzten Zinsen.

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegenüber Dritten.

(27) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.021.282 T€ (Vorjahr: 218.370 T€) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten einschließlich der Zinsabgrenzung sowie Verbindlichkeiten aus dem Finanzverrechnungsverkehr.

(28) Sonstige Verbindlichkeiten

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in T€ 31.12.2015 31.12.2016
Verbindlichkeiten aus Steuern 427 431
Sonstige 961 859
1.388 1.290

(29) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

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31.12.2015 31.12.2016
in T€ bis zu 1 Jahr über 1 bis zu 5 Jahre über 5 Jahre bis zu 1 Jahr über 1 bis zu 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 200.000 500.000 700.000 0 1.000.000 1.700.000
Verbindlichkeiten gegenüber 148.118 0 0 22.553 0 0
Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 652 0 0 2.442 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber 218.370 1.021.282 0 0
verbundenen Unternehmen
Sonstige Verbindlichkeiten 1.388 0 0 1.290 0 0
568.528 500.000 700.000 1.047.567 1.000.000 1.700.000

(30) Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften

In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögensgegenständen entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen.

Die LANXESS AG hat zu Gunsten von Tochtergesellschaften folgende Garantien abgegeben:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2016
Gegenüber Kreditinstituten 119.717 95.789
Gegenüber Lieferanten/ übrige Dritte 195.559 202.981
315.276 298.770

Weiterhin hat die LANXESS AG für Tochterunternehmen Garantien für Zahlungsverpflichtungen aus zukünftigen Lieferungen aufgrund langfristiger Beschaffungsverträge übernommen.

Im Ausland hat die englische Konzerngesellschaft LANXESS Limited (Registrierungsnummer 03498959), Newbury, von der Befreiung der Prüfung des Jahresabschlusses unter dem Abschnitt 479A des Companies Act 2006 Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG als oberste Muttergesellschaft hat eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 in Bezug auf den Abschnitt 479C des Companies Act 2006 abgegeben. Die bilanzierten Verbindlichkeiten der LANXESS Limited belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 1.663 T€.

Die niederländische Konzerngesellschaft ARLANXEO Netherlands B.V., Sittard-Geleen, hat von der Befreiung der Veröffentlichung und der Prüfung des Jahresabschlusses gemäß Artikel 2:403, Paragraph 1 (f) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches (Dutch Civil Code) Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG als oberste Muttergesellschaft hat hierfür eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 in Bezug auf den Artikel 2:403, Paragraph 1 (f) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches (Dutch Civil Code) abgegeben. Die bilanzierten Verbindlichkeiten der ARLANXEO Netherlands B.V. belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 101.244 T€.

Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Sonstige Pflichtangaben

(31) Bestehen einer Beteiligung (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG)

Die Meldungen über das Bestehen einer Beteiligung an der LANXESS AG sind in den Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG aufgeführt.

(32) Derivative Finanzinstrumente

Die LANXESS AG und Gesellschaften des LANXESS Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Marktpreisrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte und Warenterminkontrakte.

Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt.

Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen und Marktpreisen zurückgehen.

Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen wie Währungen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten aufgrund sinkender Preise durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.

Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos werden den Banken Kontrahentenlimite zugeteilt sowie Rahmenverträge eingesetzt, die im Falle der Insolvenz eines Vertragspartners eine Aufrechnung der Marktwerte der offenen derivativen Geschäfte vorsehen.

Das Nominalvolumen der mit externen Vertragspartnern abgeschlossenen Derivate belief sich zum 31.12.2016 auf 1.897 Mio. € (Vorjahr: 2.615 Mio. €). Mit Konzerngesellschaften wurden gegenläufige Derivate von nominal 879 Mio. € (Vorjahr: 1.984 Mio. €) abgeschlossen. Insgesamt bestanden damit derivative Geschäfte im Nominalvolumen von 2.776 Mio. € (Vorjahr: 4.598 Mio. €). Hierin enthalten waren auch solche Geschäfte, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden.

Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:

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Nominalwerte Marktwerte Buchwerte
in T€ 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016
--- --- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte
- positive Marktwerte 1.985.875 1.840.679 92.750 83.193 0 0
- negative Marktwerte 2.612.526 927.637 100.621 37.968 7.499 2.824
4.598.401 2.768.316 -7.871 45.225 -7.499 -2.824
Warenterminkontrakte
- positive Marktwerte 0 3.681 0 449 0 0
- negative Marktwerte 0 3.681 0 449 0 0
0 7.362 0 0 0 0
4.598.401 2.775.678 -7.871 45.225 -7.499 -2.824

Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Währungsrisiken

Zur Absicherung von Währungsrisiken setzte die LANXESS AG Devisentermingeschäfte ein.

Die Sicherungsmaßnahmen umfassen externe Devisentermingeschäfte die einer Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung dienen und spiegelbildlich an diese Konzerngesellschaften weitergegeben werden.

Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung bestanden externe Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 340,7 Mio. € (Vorjahr: 1.188,2 Mio. €) mit einem beizulegenden Zeitwert von -20,2 Mio. € (Vorjahr: -61,7 Mio. €). Ihnen standen gegenläufige Geschäfte mit Unternehmen des Konzerns von nominal 337,0 Mio. € (Vorjahr: 1.188,2 Mio. €) gegenüber; ihr beizulegender Zeitwert belief sich auf 20,7 Mio. € (Vorjahr: 61,7 Mio. €). Wertänderungen korrespondierender externer und interner Geschäfte verhalten sich jeweils gegenläufig und gleichen sich mit Fälligkeit bis zum Jahr 2018 aus. Die Geschäfte waren in Bewertungsportfolios zusammengefasst und wurden bilanziell nicht erfasst.

Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der LANXESS AG sowie der Konzernunternehmen (bilanzielles Exposure) schloss die LANXESS AG Devisentermingeschäfte mit externen Vertragspartnern im Nominalvolumen von 1.556,5 Mio. € (Vorjahr: 1.426,5 Mio. €) ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug 37,3 Mio. € (Vorjahr: -18,0 Mio. €). Die Geschäfte wurden teilweise an Konzerngesellschaften weitergereicht; diese internen Gegengeschäfte machten nominal 537,7 Mio. € (Vorjahr: 795,6 Mio. €) bei einem beizulegenden Zeitwert von 7,9 Mio. € (Vorjahr: 10,1 Mio. €) aus. Soweit zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften abgeschlossene Devisentermingeschäfte über interne Geschäfte an die betroffenen Konzerngesellschaften weitergereicht wurden, erfolgte eine Zusammenfassung der sich gegenläufig verhaltenden Geschäfte zu Bewertungsportfolios. Hierin standen sich aus externen und internen Geschäften zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwerte von per Saldo 37,3 Mio. € bzw. 7,9 Mio. € (Vorjahr: -18,0 Mio. € bzw. 10,1 Mio. €) gegenüber. Sie werden überwiegend im Jahr 2017 und im Übrigen spätestens im Jahr 2019 fällig. Die Geschäfte waren bilanziell nicht erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung des bilanziellen Fremdwährungsexposures von Konzerngesellschaften dienten und denen keine korrespondierenden internen Gegengeschäfte gegenüberstanden, belief sich auf -2,8 Mio. € (Vorjahr: -7,5 Mio. €). Der negative Marktwert wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Weitere Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) wurden aus Währungsdarlehen, die die LANXESS AG bei Konzernunternehmen aufgenommen bzw. an diese gewährt hatte, und den zu ihrer Absicherung abgeschlossenen sich gegenläufig verhaltenden Devisentermingeschäften gebildet. Die gesicherten Darlehen hatten zum Abschlussstichtag einen Buchwert von 50,5 Mio. € (Vorjahr: 710,7 Mio. €) für gewährte bzw. von 911,2 Mio. € (Vorjahr: 175,3 Mio. €) für aufgenommene Darlehen. Per Saldo bestand ein Währungsrisiko von 46,7 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €). Die externen Devisenkontrakte wiesen per Saldo einen negativen Zeitwert von -2,8 Mio. € (Vorjahr: -7,9 Mio. €) auf, sind jeweils im Jahr 2017 fällig und bilanziell nicht erfasst.

Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Preisrisiken

Die externen Warenterminkontrakte, die alle innerhalb eines Jahres fällig werden, wurden spiegelbildlich an Konzerngesellschaften weitergegeben. Die Ergebnisse der bis zum Jahresende beendeten Geschäfte glichen sich aus. Zur Bewertung der noch offenen Geschäfte wurden jeweils Bewertungseinheiten gebildet, sodass per Saldo kein Ergebnis entstand.

Bewertungsmethoden

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Im Einzelnen gelten dabei folgende Grundsätze:

die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden mit der „Forward-Methode" aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden.
die Marktwerte der Warentermingeschäfte wurden ebenfalls mit der „Forward-Methode" aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden.

Zur Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode herangezogen.

(33) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 a HGB)

Für das Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 11.852 T€ (Vorjahr: 9.360 T€). Hiervon entfielen auf die jährliche Vergütung (Festvergütung, Jahrestantieme, Sachbezüge und sonstige) 7.545 T€ (Vorjahr: 6.728 T€), auf Bezüge für das Vorjahr minus 147 T€ (Vorjahr: minus 62 T€) sowie auf die mehrjährige Vergütung 4.454 T€ (Vorjahr: 2.694 T€).

In der mehrjährigen Vergütung sind Bezüge im Rahmen des Long Term Performance Bonus (LTPB) von 1.857 T€ (Vorjahr: 1.626 T€) und im Rahmen des anteilsbasierten Long Term Stock Performance Plan (LTSP) enthalten. Innerhalb des LTSP wurden 4.440.000 (Vorjahr: 1.200.000) Vergütungsrechte gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 2.597 T€ (Vorjahr: 1.068 T€). Im Geschäftsjahr 2016 ergab sich ein Aufwand aus der anteilsbasierten Vergütung von 3.430 T€ (Vorjahr: 1.450 T€).

Daneben fielen Nettoaufwendungen für die Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 1.385 T€ (Vorjahr: 2.628 T€) an. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs der zum Jahresende aktiven Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2016 lag bei 11.691 T€ (Vorjahr: 10.307 T€). Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2016 im Abschnitt Vergütungsbericht.

Vergütung des Aufsichtsrates:

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in T€ Feste Vergütung Vergütung der Ausschusstätigkeit Sitzungsgeld Langfristige Vergütung Gesamtsumme
2016 1.160 468 191 0 1.819
2015 1.161 481 220 1.200 3.062

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2016 Gesamtbezüge von 1.819 T€ (Vorjahr: 3.062 T€). Die für die Mitglieder des Aufsichtsrats gebildete Rückstellung für mehrjährige Vergütung belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 588 T€ (Vorjahr: 1.200 T€).

Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im LANXESS Konzern sind, Gehälter im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Die Höhe der Gehälter entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern.

Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2016 im Abschnitt Vergütungsbericht.

(34) Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands sowie Vorstandsmitglieder, die Ihre Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet haben (gemäß § 285 Nr. 9 a Satz 6 dd und Nr. 9 b HGB)

An ehemalige Vorstandsmitglieder erfolgten Zahlungen aus der Altersversorgung von 1.244 T€ (Vorjahr: 293 T€). Es wurden 603 T€ (Vorjahr: 3.822 T€) an laufendem Pensionsaufwand erfasst.

Für den Verpflichtungsumfang laufender Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes sind Rückstellungen zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 26.041 T€ (Vorjahr: 26.682 T€) gebildet.

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 1.244 T€ (Vorjahr: 3.673 T€). Im Vorjahr war ein Aufwand aus der Abfindung von Herrn Dr. Düttmann in Höhe von 3.380 T€ enthalten. Zusammen mit der Abgeltung seiner LTSP-Anrechte in Höhe von 857 T€ wurden somit im Vorjahr einem früheren Vorstandsmitglied, das seine Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet hat, Leistungen von insgesamt 4.237 T€ zugesagt und im Laufe des Geschäftsjahres gewährt.

(35) Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 c HGB)

Zum 31. Dezember 2016 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.

(36) Ausschüttungsgesperrte Beträge (gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB)

Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:

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in T€ Betrag
Rückstellungen für Pensionen 66.288
(7-Jahres-Durchschnittszinssatz)
abzüglich Rückstellungen für Pensionen -58.345
(10-Jahres-Durchschnittszinssatz)
Unterschiedsbetrag 7.943
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge 7.943

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn in Höhe von 332.005 T€.

(37) Nachtragsbericht

LANXESS und das US-amerikanische Unternehmen Chemtura haben im September 2016 eine Vereinbarung über die Übernahme von Chemtura durch LANXESS unterzeichnet. Die Chemtura-Aktionäre haben dieser Übernahme in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 1. Februar 2017 zugestimmt. Vorbehaltlich der noch ausstehenden regulatorischen Zustimmungen wird die Akquisition voraussichtlich bis Mitte des Geschäftsjahres 2017 vollzogen.

Darüber hinaus sind nach dem 31. Dezember 2016 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der LANXESS AG zu erwarten ist.

(38) Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor zu beschließen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 332.005 T€ eine Dividendenzahlung von 64.066 T€ (0,70 € je dividendenberechtigte Stückaktie) sowie eine Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 175.000 T€ vorzunehmen und den verbleibenden Betrag von 92.939 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

(39) Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden oder bekleideten die nachstehend genannten Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2016).

Als Vertreter der Anteilseigner gehören derzeit und/oder gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an (Mandate der ausgeschiedenen Mitglieder beziehen sich auf den Zeitpunkt des Ausscheidens):

Dr. Rolf Stomberg (Vorsitzender)

Ehem. Chief Executive der Sparte Shipping, Refining und Marketing von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien
Ehem. Mitglied des Board of Directors von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln* (Vorsitzender)
Biesterfeld AG, Hamburg" (Stellvertretender Vorsitzender)
HOYER GmbH, Hamburg
KEMNA Bau Andrae GmbH & Co. KG, Pinneberg

Dr. Heike Hanagarth (eingetreten am 1. Juli 2016)

Unternehmensberaterin

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
aichele GROUP GmbH & Co. KG, Bretten (seit 1. November 2016)

Dr. Friedrich Janssen

Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG, Essen

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
National-Bank AG, Essen*
Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender des Beirats)

Claudia Nemat (ausgeschieden am 30. Juni 2016)

Mitglied des Vorstandes der Deutschen Telekom AG

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
Airbus Group SE, Leiden/Niederlande* (ab 28. April 2016)
Airbus Defence and Space GmbH, Ottobrunn* (ab 28. April 2016)
Buyln SA Brüssel/Belgien
Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE SA), Maroussi, Athen/Griechenland

Lawrence A. Rosen

Ehemaliges Mitglied des Vorstandes der Deutsche Post AG

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
Qiagen N.V., Venlo/Niederlande

Theo H. Walthie

Selbstständiger Berater
Ehemaliger Global Business President des Geschäftsbereichs Hydrocarbons & Energy der Dow Chem ical Company

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
NBE Therapeutics AG, Basel/Schweiz

Dr. Mafthias L. Wolfgruber

Selbstständiger Berater
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der ALTANA AG

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
Grillo Werke AG, Duisburg*
ALTANAAG, Wesel* (seit 17. März 2016)
ARDEX Gm bH, Witten (Vorsitzender des Beirats)
Cabot Corporation, Boston, MassachusettsNereinigte Staaten von Amerika

* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte

Als Vertreter der Arbeitnehmer gehören derzeit und/oder gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an (Mandate der ausgeschiedenen Mitglieder beziehen sich auf den Zeitpunkt des Ausscheidens):

Ralf Sikorski (Stellvertretender Vorsitzender)

Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE, Hannover

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln* (Stellvertretender Vorsitzender)
RAG AG, Herne*
RAG Deutsche Steinkohle AG, Herne*
RWE AG, Essen*
RWE Power AG, Köln und Essen* (Stellvertretender Vorsitzender)
RWE Generation AG, Essen*
KSBG — Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen* (Stellvertretender Vorsitzender)
KSBG — Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH, Essen* ( Stellertretender Vorsitzender)

Gisela Seidel (ehemalige Stellvertretende Vorsitzende; ausgeschieden am 31. Mai 2016)

Vorsitzende des Betriebsrats LANXESS am Standort Dormagen

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*

Werner Czaplik

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats LANXESS

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*

Dr. Hans-Dieter Gerriets

Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses der leitenden Angestellten der LANXESS AG und Vorsitzender des Sprecherausschusses LANXESS; Verantwortlicher Betriebsleiter eines Produktionsbetriebes der Business Unit Advanced Industrial Intermediates der LANXESS Deutschland GmbH

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*

Thomas Meiers

Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Köln

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
INEOS Deutschland Holding GmbH, Köln*
INEOS Köln GmbH, Köln*

Manuela Strauch

Vorsitzende des Betriebsrats LANXESS am Standort Uerdingen

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*

Ifraim Tairi (eingetreten am 1. Juni 2016)

Vorsitzender des Betriebsrats LANXESS am Standort Dormagen

Weitere Mandate:

LANXESS Deutschland GmbH, Köln*
ARLANXEO Deutschland GmbH, Dormagen*

* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte

Vorstand

Dem Vorstand der Gesellschaft gehören derzeit folgende Herren an:

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Mitglied des Vorstands Externe Mandate Konzernmandate
Matthias Zachert Vorstands- • Mitglied im Präsidium des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) • Vorsitzender der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
vorsitzender • Mitglied im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA) • Vorsitzender des Gesellschafterausschusses
• Mitglied im Präsidium der "stiftung neue verantwortung e.V." der ARLANXEO Holding B.V.
Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
• Vorsitzender des Aufsichtsrats der Saltigo GmbH
Michael Pontzen • Mitglied im Vorstand des Deutschen Aktieninstituts (DAI) • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
Vorstandsmitglied und Finanzvorstand • Mitglied in der Gesellschaft für Finanzwirtschaft in der Unternehmensführung e.V. (GEFIU) • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Corp.
• Mitglied des Gesellschafterausschusses der ARLANXEO Holding B.V.
Dr. Rainier van Roessel • Mitglied im Aufsichtsrat der Currenta Geschäftsführungs-GmbH, Leverkusen • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor • Mitglied im Vorstand des VCI e.V. Nordrhein-Westfalen • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS S.A. de C.V.
• Vorsitzender im Handelspolitischen Ausschuss des VCI e.V. • Geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungsrats der LANXESS N.V.
• Mitglied der Erfa-Gruppe 1 b bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Hong Kong Ltd.
• Mitglied im Vorstand des Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Pte. Ltd.
• Mitglied im Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Corp.
• Mitglied des Board of Directors der LANXESS Chemical (China) Co. Ltd.
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS India Private Ltd.
• Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS KK
• Mitglied des Board of Directors der LANXESS Thai Co., Ltd.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

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Mitteilungspflichtiger Datum der Änderung Schwellenwert Stimmrechtsanteil Zurechnung der Stimmrechte
in % absolut
--- --- --- --- --- ---
BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA 21.11.2016 5,00% 5,64% 5.161.891 BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA (5.64% gemäß § 22 WpHG)
Ministry of Finance on behalf of the State of Norway, Oslo, Norwegen 12.12.2016 3,00% 4,70% 4.303.688 Norges Bank, Oslo, Norway (4,70% gem § 22 WpHG)
Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA 23.10.2015 3,00% 3,04% 2.779.376 Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA (3.04% gemäß § 22 Abs. WpHG)
Allianz Global Investors, GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland 23.11.2016 3,00% 3,02% 2.765.955 Allianz Global Investors, GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland (3,02% gemäß §22 WpHG)
Dimensional Holdings, Inc., Austin, Texas, USA 20.04.2016 3,00% 3,00% 2.748.082 Dimensional Holdings, Inc., Austin, Texas, USA (3.00% gemäß § 22 WpHG)
Union Investment Privatfonds, GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland 06.07.2016 3,00% 3,00% 2.746.545 Union Investment Privatfonds, GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland (3,00% gemäß §22 WpHG)

Aufstellung des Anteilsbesitzes

An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die LANXESS AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20% der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. —fehlbetrag handelt es sich um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen.

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Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsanteil Eigenkapital Ergebnis
(%) Mio. € Mio. €
--- --- --- ---
Vollkonsolidierte Unternehmen
Deutschland
ARLANXEO Deutschland GmbH, Dormagen 100 96 11
Bond-Laminates GmbH, Brilon 100 3 0 *
IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin 100 31 0 *
LANXESS Accounting GmbH, Köln 100 0 0 *
LANXESS Buna GmbH, Marl 100 8 0 *
LANXESS Deutschland GmbH, Köln 100 1.299 0 *
LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen 100 4 0 *
SALTIGO GmbH, Leverkusen 100 28 0 *
EMEA (ohne Deutschland)
Antec Internation Ltd., Sudbury, Suffolk (Großbritannien) 100 102 1
ARLANXEO Belgium N.V., Zwijndrecht (Belgien) 100 149 3
ARLANXEO Elastomères France S.A.S., Lillebonne (Frankreich) 100 105 4
ARLANXEO Emulsion Rubber France S.A.S., La Wantzenau (Frankreich) 100 36 2
ARLANXEO Netherlands B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) 100 118 29
ARLANXEO Holding B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) 50 2.430 33
ARLANXEO Switzerland S.A., Granges-Paccot (Schweiz) 100 45 42
Chemours Jersey Ltd., St Helier (Jersey) 100 24 0
Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) 52 5 0
LANXESS (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 100 36 7
LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) 100 14 2
LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) 100 1.486 369
LANXESS Chrome Mining (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 100 -35 -10
LANXESS CISA (Pty.) Ltd., Newcastle (Südafrika) 100 58 3
LANXESS Epierre SAS, Epierre (Frankreich) 100 0 0
LANXESS Kimya Ticaret Limited Şirketi, Istanbul (Türkei) 100 3 1
LANXESS Limited, Newbury (Großbritannien) 100 25 2
LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) 100 237 15
LANXESS S.A.S., Courbevoie (Frankreich) 100 108 73
LANXESS S.r.l., Mailand (Italien) 100 16 2
OOO LANXESS Lipetsk, Lipetsk (Russland) 100 2 0
OOO LANXESS, Moskau (Russland) 100 2 0
Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) 100 99 0
Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury (Großbritannien) 100 0 0
Nordamerika
ARLANXEO Canada Inc., Sarnia (Kanada) 100 135 -3
ARLANXEO USA Holdings Corp., Pittsburgh (USA) 100 1 1
ARLANXEO USA LLC, Pittsburgh (USA) 100 87 -11
International Dioxcide Inc., North Kingstown (USA) 100 2 -1
LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) 100 1.236 3
LANXESS Sybron Chemicals Inc., Birmingham (USA) 100 29 -1
Sybron Chemical Holdings Inc., Wilmington (USA) 100 0 0
Lateinamerika
ARLANXEO Brasil S.A., Duque de Caxias (Brasilien) 100 327 56
LANXESS Industria de Produtos Quimicos e Plasticos Ltda., 100 81 8
São Paulo (Brasilien)
LANXESS S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) 100 16 3
LANXESS S.A., Buenos Aires (Argentinien) 100 21 -8
Rhein Chemie Uruguay S.A., Colonia (Uruguay) 100 1 0
Asien/Pazifik
ARLANXEO High Performance Elastomers (Changzhou) Co., Ltd., 100 81 -18
Changzhou (China)
ARLANXEO Singapore Pte. Ltd, Singapur (Singapur) 100 686 -87
ARLANXEO-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China) 50 11 1
LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) 100 16 -58
LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) 100 0 1
LANXESS (Ningbo) Pigments Co., Ltd., Ningbo City (China) 100 4 -16
LANXESS (Wuxi) High Performance Composite Materials Company Limited, Wuxi (China) 100 124 23
LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Shanghai (China) 100 46 1
LANXESS Elastomers Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai (China) 100 0 0
LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) 100 305 6
LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) 100 170 9 **
LANXESS K.K., Tokio (Japan) 100 42 3
LANXESS Korea Limited, Seoul (Südkorea) 100 15 0
LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100 49 13
LANXESS PTY Ltd., Lidcombe (Australien) 100 8 0
LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Shanghai (China) 100 22 -1
LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Shanghai (China) 100 0 2
Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) 90 42 3
Gemeinschaftlich geführte Unternehmen
Deutschland
DuBay Polymer GmbH, Hamm 50 31 2
At equity bewertete assoziierte Unternehmen
Deutschland
Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen 40 127 1
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung
Deutschland
LANXESS Middle East GmbH, Köln 100 0 0
Sechste LXS GmbH, Köln 100 0 0
EMEA (ohne Deutschland)
W. Hawley & Son Ltd., Newbury (Großbritannien) 100 0 0
Nordamerika
LANXESS Additives Inc., Wilmington (USA) 100 0 0
LANXESS Energy LLC, Wilmington (USA) 100 0 0
Lateinamerika
Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) 100 0 0
Petroflex Trading S.A., Montevideo (Uruguay) 100 0 0
Asien/Pazifik
LANXESS Thai Co., Ltd., Bangkok (Thailand) 100 0 0
PCTS Specialty Chemicals Malaysia (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (Malaysia) 100 0 0
Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung
Lateinamerika
Hidrax Ltda., Taboão da Serra (Brasilien) 39 1 0

*) Ergebnis nach Ergebnisabführung

**) Jahresabschluss zum 31.03.2016

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des LANXESS Konzerns sowie der LANXESS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des LANXESS Konzerns bzw. der LANXESS AG beschrieben sind.

Köln, den 1. März 2017

LANXESS Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Matthias Zachert

Dr. Hubert Fink

Michael Pontzen

Dr. Rainier van Roessel

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 2. März 2017

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer

Carsten Manthei, Wirtschaftsprüfer