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LANXESS AG — Annual Report 2015
Jul 4, 2016
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Annual Report
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LANXESS Aktiengesellschaft
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT VON LANXESS KONZERN UND LANXESS AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
Konzernstruktur
Rechtliche Struktur
Die LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Ihr ist die LANXESS Deutschland GmbH als 100 %ige Tochter untergeordnet. Dieser unterstehen die in- und ausländischen Beteiligungen.
An folgenden wesentlichen Gesellschaften ist die LANXESS AG mittel- oder unmittelbar zu 100 % beteiligt:
Wesentliche mittel- und unmittelbare Beteiligungen der LANXESS AG
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| Name und Sitz | Funktion | Segmente |
|---|---|---|
| LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | Alle |
| LANXESS Butyl Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers / Performance Chemicals |
| LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers / Performance Chemicals |
| LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) | Produktion und Vertrieb | Alle |
| LANXESS Elastomères S.A.S., Lillebonne (Frankreich) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Elastomers B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Elastômeros do Brasil S.A., Rio de Janeiro (Brasilien) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) | Holdinggesellschaft | Alle |
| LANXESS Inc., Sarnia (Kanada) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) | Produktion und Vertrieb | Alle |
| LANXESS International SA, Granges-Paccot (Schweiz) | Vertrieb | Alle |
| LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers / Performance Chemicals |
| LANXESS Rubber N.V., Zwijndrecht (Belgien) | Produktion | Performance Polymers |
| Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | Performance Chemicals |
| Saltigo GmbH, Leverkusen (Deutschland) | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates |
Veränderungen des Konzernportfolios
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2015 ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen unseres Geschäftsportfolios. Im Vorjahr hatten wir unterjährig unser 100 %iges Tochterunternehmen Perlon-Monofil GmbH mit Sitz in Dormagen (Deutschland) veräußert.
Organisation der Leitung und Kontrolle
Die LANXESS AG besitzt eine duale Führungsstruktur. Sie besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Den Aufsichtsrat unterstützt ein Prüfungsausschuss für Finanzthemen, der aus seinen Reihen besetzt wird. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds.
Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen in der Corporate-Governance- Berichterstattung.
Geschäftstätigkeit
Geschäftsorganisation
Im Rahmen der Neuausrichtung durch das Programm „Let's LANXESS again" hat LANXESS mit der Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Company B.V., Den Haag (Niederlande), eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken unter dem Namen ARLANXEO vereinbart, an der beide Partner zu jeweils 50 % beteiligt sein werden. Saudi Aramco wird für seinen Anteil nach Abzug von Schulden und anderen finanziellen Verbindlichkeiten voraussichtlich rund 1,2 Mrd. € an LANXESS zahlen. Alle zuständigen Kartellbehörden haben der Transaktion ihre Freigabe erteilt. Sie soll am 1. April 2016 wirtschaftlich abgeschlossen sein. Im Anschluss soll der Geschäftsbereich weiterhin in den LANXESS Konzernabschluss einbezogen werden, in den ersten drei Jahren vollkonsolidiert.
Bereits zum 1. Januar 2015 legten wir im Rahmen der Neuausrichtung einige unserer Business Units zusammen. Der LANXESS Konzern ist weiterhin in drei Segmenten organisiert, in denen 10 Business Units das operative Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung betreiben. So wurden die Business Units Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers zur Business Unit Tire & Specialty Rubbers zusammengelegt. Gründe dafür sind Schnittmengen in der Kundenstruktur, regionale Überschneidungen in den etablierten Märkten sowie Ergänzungen in den Wachstumsmärkten. Zudem wurden die Business Units High Performance Elastomers und Keltan Elastomers unter dem Namen High Performance Elastomers vereint. Auch hier bestehen signifikante Schnittmengen in der Kundenstruktur. Die Spezialchemie- Produktlinie der Business Unit Rubber Chemicals, die Business Unit Functional Chemicals sowie die Business Unit Rhein Chemie bilden die neue Business Unit Rhein Chemie Additives. Durch die Bündelung unserer Additiv-Geschäfte streben wir die Erschließung neuer Märkte und Kunden an. Die Produktlinien Alterungsschutzmittel und Beschleuniger von Rubber Chemicals wurden zum 1. Januar 2015 in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates integriert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden, sofern erforderlich, die Vorjahreswerte angepasst.
Group Functions unterstützen unsere Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zur globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.
In der Region Asien/Pazifik wurden im Berichtszeitraum die neuen Anlagen unserer Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers in Betrieb genommen. Weitere Informationen hierzu finden sich im Abschnitt „Finanzlage und Investitionen".
Im Rahmen der Optimierung der Anlagennetzwerke für Kautschuke beabsichtigt LANXESS, die Produktion von Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk am Standort Marl (Deutschland) zum Ende des ersten Quartals 2016 zu beenden. Im EPDM-Kautschuk- Produktionsnetzwerk von LANXESS ist die Anlage in Marl aufgrund ihrer verhältnismäßig geringen Kapazität sowie der im Vergleich höheren Energie- und Rohstoffkosten nicht mehr wettbewerbsfähig.
Kurzdarstellung der Segmente
Im Segment Performance Polymers bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet synthetischer Kautschuke und technischer Kunststoffe.
Performance Polymers
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| Business Units | Anwendungen |
| Tire & Specialty Rubbers | Reifen, Automobilbereich, Elektronik, |
| High Performance Elastomers | Elektrotechnik und Medizintechnik, |
| High Performance Materials |
Standorte
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| Brilon, Dormagen, Hamm-Uentrop, | Jhagadia (Indien) |
| Krefeld-Uerdingen, Leverkusen und | Sarnia (Kanada) |
| Marl (Deutschland)1) | Gastonia und Orange (USA) |
| Antwerpen und Zwijndrecht (Belgien) | Cabo, Duque de Caxias, Porto Feliz |
| Sittard-Geleen (Niederlande) | und Triunfo (Brasilien) |
| Singapur (Singapur) | Changzhou, Nantong und Wuxi (China) |
| La Wantzenau und Port Jérôme (Frankreich) |
1) Beendigung der Produktion Ende des ersten Quartals 2016 beabsichtigt.
Mit seinen Geschäften, die im Segment Advanced Intermediates zusammengefasst sind, gehört LANXESS zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet chemischer Zwischenprodukte für die Industrie sowie der Herstellung chemischer Vorprodukte und spezieller chemischer Wirkstoffe im Kundenauftrag.
Advanced Intermediates
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| Business Units | Anwendungen |
| Advanced Industrial Intermediates Saltigo | Agrochemie, Automobilbereich, Bauindustrie, Farben, Pharma, Reifenchemikalien |
Standorte
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| Brunsbüttel, Dormagen, Krefeld-Uerdingen | Baytown, Bushy Park (USA) |
| und Leverkusen (Deutschland) | Liyang (China) |
| Antwerpen (Belgien) | Nagda, Jhagadia (Indien) |
Im Segment Performance Chemicals fassen wir unsere anwendungsorientierten Geschäfte auf dem Gebiet der Prozess- und Funktionschemikalien zusammen.
Performance Chemicals
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| Business Units | Anwendungen |
| Material Protection Products | Desinfektion, Schutz und Konservierung von |
| Inorganic Pigments | Hölzern, Baumaterialien, Farben und |
| Leather | Nahrungsmitteln, Farbpigmente, |
| Rhein Chemie Additives | Kunststoff- und Kautschukadditive, |
| Liquid Purification Technologies | Materialien zur Lederverarbeitung |
| und zur Wasseraufbereitung |
Standorte
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| Bitterfeld, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, | Porto Feliz (Brasilien) |
| Leverkusen und Mannheim (Deutschland) | Burzaco, Merlo, Zarate (Argentinien) |
| Epierre (Frankreich) | Changzhou, Qingdao, Schanghai (China) |
| Branston (Großbritannien) | Jhagadia (Indien) |
| Filago (Italien), Lipetsk (Russland) | Toyohashi (Japan) |
| Vilassar de Mar (Spanien) | Sydney (Australien) |
| Merebank, Newcastle und Rustenburg (Südafrika) | Singapur (Singapur) |
| Burgettstown, Chardon, Greensboro, | |
| Little Rock und Pittsburgh (USA) |
Strategische Ausrichtung
Der LANXESS Konzern ist ein weltweit tätiges Chemieunternehmen, das sich insbesondere durch flexible Anlagenstrukturen, eine diversifizierte Kundenbasis, eine globale Aufstellung sowie eine unternehmerisch geprägte Managementstruktur auszeichnet. Unser Portfolio umfasst Polymere sowie Industrie-, Spezial- und Feinchemikalien.
Obwohl die Chemieindustrie weltweit Zuwachsraten erreicht, die teilweise deutlich über dem allgemeinen Wachstum der Weltwirtschaft liegen, wird es insbesondere für europäische Chemieunternehmen mittelfristig immer herausfordernder, von diesen grundsätzlich positiven Rahmenbedingungen zu profitieren. Ursache dafür sind tiefgreifende Veränderungsprozesse, die teilweise über Jahrzehnte etablierte Marktstrukturen und -mechanismen erfasst haben und die auch in den kommenden Jahren das Branchenumfeld noch wesentlich prägen werden:
| • | Mit der Inbetriebnahme großer neuer Werke zur Produktion von synthetischen Kautschuken sind in diesem Markt in den letzten Jahren erhebliche Überkapazitäten entstanden, die den ohnehin bestehenden Preisdruck weltweit verstärkt haben. |
| • | In diesem preissensiblen Geschäft mit synthetischen Kautschuken profitieren etwa Produzenten aus den Schwellenländern, dem Nahen Osten und den USA mit ihrem meist besseren Zugang zu preisgünstigen Rohstoffen und Energie von Kostenvorteilen, die europäische Anbieter kaum noch durch eine höhere Effizienz kompensieren können. |
| • | Mit dem stetigen Aufbau lokaler Produktionskapazitäten in den globalen Wachstumsregionen, insbesondere in Asien, sinken die Exportmöglichkeiten für europäische Anbieter sukzessive. Zudem entwickeln sich die USA und der Nahe Osten insbesondere im Commodity-Segment von Importeuren zu Exporteuren, die mit günstigen Produkten auf die Weltmärkte drängen. |
| • | Schätzungen des Marktforschungsunternehmens IHS zufolge dürften im Jahr 2030 etwa 40 % der weltweiten Chemie-Nachfrage auf China entfallen. Ein signifikanter Teil davon soll dabei aus dem Inland bedient werden. Anbieter, die von diesem Wachstum profitieren wollen, werden vor Ort nicht nur einzelne Werke, sondern komplette Wertschöpfungsketten aufbauen müssen. |
| • | Angesichts des enormen wissenschaftlichen Fortschritts und der hohen Kosten für die Registrierung neuer Substanzen bestehen heute weniger Chancen, kommerziell relevante neue chemische Verbindungen in den Markt zu bringen. Innovation wird für die breite Mehrheit der Chemieunternehmen künftig bedeuten, neue Anwendungsfelder für bestehende Produkte zu erschließen und die Produktionsprozesse möglichst sicher und effizient zu gestalten. |
| • | Mit einem zunehmenden Umweltbewusstsein werden die Standards für eine nachhaltige Produktion weltweit auf hohem Niveau konvergieren. Diese Entwicklung bietet mittelfristig auch eine Chance zur Konsolidierung, da insbesondere in den Wachstumsmärkten nicht alle Wettbewerber die erforderlichen Investitionen aufbringen werden, um ihre Anlagen den regulatorischen Anforderungen entsprechend aufzurüsten. Allerdings entfällt für Anbieter, die sich seit jeher an hohen Standards orientiert haben, somit langfristig ein Differenzierungsmerkmal. |
Auch wir sind gefordert, auf diese Veränderungsprozesse zu reagieren. Unsere Maßnahmen lassen sich auf sechs strategische Ansatzpunkte verdichten, die sich sowohl in unserem 2014 eingeleiteten dreistufigen Programm zur weltweiten Neuausrichtung als auch in den 2015 definierten Handlungsfeldern zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns widerspiegeln:
| 1. | Rohstoffe: Reduktion der Abhängigkeit von volatilen Rohstoffen wie z. B. Ethylen und Butadien |
| 2. | Kosten: Prozess- und Kostenoptimierung als anhaltende unternehmerische Herausforderung |
| 3. | Wertschöpfungsketten: weiterer Ausbau unserer integrierten Wertschöpfungsketten |
| 4. | Wachstum: nachhaltiges Wachstum in China, Nordamerika und Südostasien |
| 5. | Anlagen: Wettbewerbsfähigkeit der vorhandenen Verbundstandorte stärken |
| 6. | Märkte: Augenmerk zunehmend auf profitable mittelgroße Märkte |
Dreistufiges Programm zur Neuausrichtung wird konsequent umgesetzt
Die aus unserer neuen, effizienteren Organisationsstruktur sowie umfassenden Optimierungen in unseren Business Units und Group Functions resultierenden zukünftigen Einsparungen von jährlich etwa 150 Mio. € konnten wir bereits im Berichtsjahr vollständig realisieren.
Als Ergebnis unserer Initiative zur Produktionsoptimierung beabsichtigen wir, die Herstellung von EPDM-Kautschuk am Standort Marl (Deutschland) bis zum Ende des ersten Quartals 2016 einzustellen. An unseren Standorten La Wantzenau (Frankreich) und Duque de Caxias (Brasilien) reduzieren wir darüber hinaus die Kapazitäten für NBR- bzw. ESBR-Kautschuk. Im Zusammenspiel mit zahlreichen weiteren Maßnahmen zur Prozessverbesserung und Effizienzsteigerung wollen wir bis Ende 2019 jährliche Einsparungen von weiteren 150 Mio. € erreichen. Im Zuge unserer Initiative zur Optimierung von Vertrieb und Lieferketten wurden ebenfalls mehrere Projekte umgesetzt, die vor allem auf Effizienzsteigerungen abzielen.
Im September 2015 vereinbarten wir mit Saudi Aramco eine Partnerschaft für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken, an dem beide Parteien einen Anteil von jeweils 50 % halten werden. In die Allianz unter dem Namen ARLANXEO bringen wir unsere Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers sowie unterstützende Stabsfunktionen ein. Unser Partner ermöglicht diesem Geschäftsbereich mittelfristig einen wettbewerbsfähigen Zugang zu strategischen Rohstoffen. Saudi Aramco wird für seinen Anteil von 50 % nach Abzug von Schulden und anderen finanziellen Verbindlichkeiten voraussichtlich rund 1,2 Mrd. € zahlen. Dieser Mittelzufluss erlaubt uns nicht nur, unsere Finanzverschuldung weiter zu reduzieren, sondern verschafft uns darüber hinaus den finanziellen Handlungsspielraum, den Konzern in den kommenden Jahren strategisch weiterzuentwickeln.
Strategische Weiterentwicklung mit Zeithorizont 2020
LANXESS soll durch seine neue strategische Ausrichtung bis 2020 ein cashflowstarker und weniger zyklischer Spezialchemie-Konzern mit einem ausgewogenen Portfolio werden. Dabei bauen wir insbesondere auf unsere Stärken in mittelgroßen Märkten, die wir vor allem mit unseren Segmenten Advanced Intermediates und Performance Chemicals adressieren.
Es ist unser erklärtes Ziel, in Zukunft wirtschaftliche Abhängigkeiten von einzelnen Branchen oder stark korrelierenden Märkten zu verringern. Auch in regionaler Hinsicht wollen wir unser Portfolio noch besser ausbalancieren, indem wir den Anteil der Wachstumsmärkte China, Nordamerika und Südostasien an unserem Geschäft erhöhen.
Stabilität soll unverändert auch eine konservative, an klaren Maßstäben ausgerichtete Finanzpolitik gewährleisten, in deren Fokus der Erhalt unseres Investment-Grade-Ratings und ein starker Free Cashflow stehen. Dabei werden bei Kapitalbedarf und -anlage die konkurrierenden Anforderungen an Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit optimiert. Die Verschuldungshöhe orientiert sich an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich.
Um die Aufstellung unserer Geschäfte weiter zu verbessern und künftige Wachstumspotenziale auszuschöpfen, wollen wir rund 400 Mio. € aus dem Erlös der Kautschuk-Transaktion in unser organisches Wachstum investieren. Grundsätzlich gelten für unsere Investitionsaktivitäten folgende Leitlinien:
| • | Unsere Investitionsschwerpunkte liegen auf Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Erweiterung bestehender Anlagen sowie auf neuen Anlagen in den Segmenten Advanced Intermediates und Performance Chemicals sowie der Business Unit High Performance Materials. |
| • | Wir investieren in nachhaltig wachsende Märkte, auf die wir uns strategisch in den operativen Segmenten fokussieren. |
| • | Investitionen unterliegen klaren finanziellen Kriterien, die mindestens den Erhalt einer Kapitalrendite (ROCE) sicherstellen, die oberhalb der Kapitalkosten liegt. |
| • | Investitionen werden wesentlich aus dem Cashflow der operativen Geschäftstätigkeit und, falls diese Mittel nicht ausreichen, aus sonstigen zur Verfügung stehenden Barmitteln und Kreditlinien finanziert. |
Daneben suchen wir auch nach externen Wachstumsmöglichkeiten. Hierbei wollen wir einerseits Konsolidierungsoptionen in Geschäftsfeldern wahrnehmen, in denen LANXESS bereits aktiv ist. Andererseits prüfen wir aber auch Möglichkeiten, unser Portfolio auf angrenzende Geschäftsfelder mit passender Aufstellung zu erweitern.
WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM
Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir Kennzahlen, anhand derer wir die Ergebnisse unserer Maßnahmen messen können. Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und damit die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns ist das EBITDA (Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren wie Return on Capital Employed (ROCE), Lagerreichweite der Vorräte (DIO) oder die Net Financial Debt Ratio betrachten wir als unternehmensspezifische Frühindikatoren bzw. Kennzahlen zur Überwachung.
Wertmanagement und Steuerungssystem
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| 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA vor Sondereinflüssen | Mio. € | 1.146 | 1.223 | 735 | 808 | 885 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | % | 13,1 | 13,4 | 8,9 | 10,1 | 11,2 |
| Capital Employed | Mio. € | 4.784 | 5.442 | 4.969 | 5.093 | 5.043 |
| ROCE | % | 17,2 | 15,6 | 5,8 | 7,9 | 8,4 |
| Lagerreichweite Vorräte (DIO) | Tage | 73,7 | 82,8 | 70,7 | 79,1 | 84,3 |
| Forderungslaufzeit Debitoren (DSO) | Tage | 49,9 | 47,4 | 47,8 | 48,0 | 47,6 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | Mio. € | 1.515 | 1.483 | 1.731 | 1.336 | 1.211 |
| Net Financial Debt Ratio | 1,3x | 1,2x | 2,4x | 1,7x | 1,4x | |
| Investitionsquote 1) | % | 7,7 | 7,7 | 7,5 | 7,7 | 5,5 |
1) Vorjahreswerte angepasst.
Ein zuverlässiges und verständliches Finanz- und Controlling-Informationssystem bildet die Basis für die Ermittlung konkreter Kennzahlen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Planungs-, Erwartungs- und Ist-Daten zu verbessern, die die Group Functions Accounting und Corporate Controlling in Form einer konsistenten Berichterstattung bereitstellen.
Unser Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft wider. Entsprechend ist unser Steuerungssystem konsequent auf die Steuerung der Ertragskraft ausgerichtet.
Ertragskraft
Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die ungewöhnlich in ihrer Art oder in ihrer Höhe sind. Hierzu können außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, Portfolioaufwendungen sowie Wertaufholungen zählen. Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter Anwendung der Bruttomethode abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden über die Bruttoabschreibungen hinaus bei der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen keine weiteren Bereinigungen vorgenommen.
Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt, die bei der Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der
Mitarbeiter berücksichtigt werden. Wir verwenden das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA als zentrale Steuerungsgröße, da sich auf dieser Basis eine Entwicklung über mehrere Berichtsperioden besser beurteilen lässt.
Reine Erlösgrößen wie zum Beispiel die Umsatzerlöse sind keine Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben. Volatile Einstandspreise für Rohstoffe sind ein wesentliches Kennzeichen unserer Industrie. Unterjährig schwankende Rohstoffpreise wirken sich auf Verkaufspreise aus. Dies beeinflusst die Höhe der Umsatzerlöse, lässt jedoch die für die Ertragskraft entscheidenden Margen, abgesehen von kurzfristigen Anpassungseffekten, grundsätzlich unberührt. Eine Zielformulierung für Umsatzwerte unterbleibt daher sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive.
Unternehmensspezifische Frühindikatoren
Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten.
Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns als Basis für die Unternehmensführung. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, erstellen wir zweimal im Jahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die Eckwerte der Ertragskraft regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt.
Für Budgetierung und Forecasts werden bestimmte Parameter zentral vorgegeben und einheitlich verwendet, da sie großen Einfluss auf die Ausprägung der Eckwerte haben. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen zu, wie zum Beispiel Butadien. Die Entwicklung der Beschaffungspreise hat vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung der Verkaufspreise einen hohen Stellenwert. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. Aufgrund unserer regional diversifizierten Produktionsstätten und Absatzmärkte beeinflusst ferner der Verlauf der Wechselkurse die aus der Umsatz- und Kostenentwicklung resultierende Ertragskraft, mit entsprechender Rückwirkung auf Preisgestaltung und Absicherungsstrategien. Zudem ziehen wir laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Kundenindustrien und Absatzregionen heran, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen.
Rentabilität
Der Return on Capital Employed (ROCE) ist als Messgröße für die Rentabilität auf Konzernebene implementiert und gibt Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Dies macht ihn beispielsweise zu einem wichtigen Kriterium bei Investitionsentscheidungen.
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| EBIT vor Sondereinflüssen | |
| ROCE = | __________________ |
| Capital Employed | |
| Capital Employed = | Bilanzsumme |
| ./. Aktive latente Steuern | |
| ./. Zinsfreie Verbindlichkeiten |
Die zinsfreien Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus den Rückstellungen ohne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den Ertragsteuerschulden, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Wir nutzen daneben eine vereinfachte Variante des ROCE, den sogenannten Business-ROCE, um den Beitrag unserer Geschäftseinheiten zu beurteilen.
Kapitalkosten
Die Fremdkapitalkosten errechnen sich aus dem sogenannten risikolosen Zins, d. h. in unserem Fall aus der Rendite einer langfristigen deutschen Staatsanleihe, zuzüglich eines Risikoaufschlags für Industrieunternehmen in der gleichen Risikokategorie wie LANXESS. Die Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartungen der Investoren an eine Investition in LANXESS Aktien wider. Aufgrund des höheren Risikos, das mit dem Aktienerwerb gegenüber risikolosen Staatsanleihen verbunden ist, fordern Eigenkapitalinvestoren eine Risikoprämie. Diese sogenannte Market Risk Premium wird aus der langfristigen Überrendite eines Aktieninvestments gegenüber einer Investition in risikolose Staatsanleihen ermittelt und durch den Beta-Faktor korrigiert. Er drückt das relative Risiko eines Investments in die LANXESS Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt aus.
Der ROCE lag im Geschäftsjahr 2015 mit 8,4 % leicht oberhalb unseres vergleichsrichtig ermittelten gewichteten Kapitalkostensatzes. Im Vorjahr hatte der ROCE 7,9 % betragen.
Kapitalverwendung
Um unser Working Capital auf operativer Ebene zu optimieren, nutzen wir die Kennzahlen DSO (Forderungslaufzeit bzw. Days of Sales Outstanding) und DIO (Lagerreichweite bzw. Days of Inventory Outstanding). Sie zeigen den Forderungs- bzw. Vorratsbestand im Verhältnis zum Umsatz bzw. zu den Kosten der umgesetzten Leistungen des vergangenen Quartals. Im Geschäftsjahr 2015 lag der Wert für DIO bei 84,3 Tagen (Vorjahr: 79,1 Tage) und der DSO bei 47,6 Tagen (Vorjahr: 48,0 Tage).
Unsere Investitionen in Sachanlagen unterliegen einer strikten Kapitaldisziplin und werden konsequent auf die Produktbereiche mit den größten Erfolgspotenzialen ausgerichtet. Dabei priorisieren wir Investitionsprojekte auf Basis finanzieller Kennziffern wie Rückflusszeit, Kapitalwert und ROCE. Die Kennzahl der Investitionsquote setzt die auszahlungswirksamen Investitionen ins Verhältnis zum Umsatz. Für ausführlichere Angaben zu den Investitionsleitlinien verweisen wir auf die Ausführungen im vorstehenden Abschnitt „Strategische Ausrichtung".
Verschuldung
Die Net Financial Debt Ratio, die wir ausschließlich auf Konzernebene verwenden, ist definiert als das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Gesamtsumme der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte. Die finanziellen Verbindlichkeiten laut Bilanz werden zuvor um die Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen gekürzt. Die Net Financial Debt Ratio verringerte sich aufgrund der gesunkenen Nettofinanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 auf 1,4 nach einem Wert von 1,7 zum Vorjahresstichtag. Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten sanken um 125 Mio. € auf 1.211 Mio. €. Darüber hinaus betrachten wir auf Konzernebene die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Verschuldungskomponente. Gegenüber dem Jahresende 2014 sanken diese um 75 Mio. € auf 1.215 Mio. €.
Nettofinanzverbindlichkeiten
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.465 | 2.167 | 1.649 | 1.698 | 1.258 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 633 | 167 | 668 | 182 | 443 |
| abzüglich: | |||||
| Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen | - 55 | - 54 | - 53 | - 26 | - 24 |
| Zahlungsmittel | - 178 | - 386 | - 427 | - 418 | - 366 |
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | - 350 | - 411 | - 106 | - 100 | - 100 |
| 1.515 | 1.483 | 1.731 | 1.336 | 1.211 |
EINKAUF UND PRODUKTION
Einkauf
LANXESS stellt die Versorgung mit Rohstoffen, sonstigen Materialien und Dienstleistungen über die zentral gesteuerte Organisationseinheit Global Procurement & Logistics sicher. In enger Abstimmung mit unseren Business Units bündeln die sogenannten „Global Categories" ihren Bedarf in den Einkaufssegmenten Rohstoffe, technische Güter, Packmittel, Energie, Services und Logistik.
Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert Einkaufssynergien, so dass wir optimal am Markt agieren und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing"). Im Berichtszeitraum kam es daher nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung.
Die Beschaffung chemischer Rohstoffe hat für uns einen bedeutenden Stellenwert. Ziel ist es, die Versorgung basierend auf langfristigen Einkaufsverträgen sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen spielt seit jeher auch eine wesentliche Rolle bei Standortentscheidungen. An zahlreichen Produktionsstandorten beziehen wir wesentliche Rohstoffe wie z. B. Butadien und Energieträger in Form von Dampf oder Biomasse aus der unmittelbaren Umgebung. Auf diese Weise minimieren wir nicht nur Transportkosten und transportbezogene Umweltauswirkungen, sondern reduzieren vor allem das Risiko transportbedingter Lieferausfälle.
Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2015 unter anderem BASF, BP, Braskem, Covestro, ExxonMobil, INEOS, LyondellBasell, Nova Chemicals, Sabic und Shell Chemicals.
Zu den mit Abstand wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2015 Ammoniak, Butadien, Cyclohexan, Ethylen, Isobutylen, Natronlauge, Propylen, Raffinat I, Styrol und Toluol. Insgesamt entfiel im Geschäftsjahr 2015 auf strategische Rohstoffe ein Einkaufsvolumen von ca. 2,5 Mrd. € (Vorjahr: ca. 3,0 Mrd. €). Dies entspricht einem Anteil von rund 81 % unserer gesamten Aufwendungen für Rohstoffe und Handelswaren im Jahr 2015, die etwa 3,1 Mrd. € betrugen (Vorjahr: 3,7 Mrd. €). Von den Gesamtaufwendungen für Rohstoffe und Handelswaren entfielen ca. 76 % (Vorjahr: 78 %) auf Lieferanten aus Ländern, deren „Country Sustainability Ranking" im oberen Drittel liegt. Von den verbleibenden 24 % entfielen allein knapp zwei Drittel auf Bezüge aus Brasilien, China und Indien. Unser Gesamtbeschaffungsvolumen belief sich 2015 auf etwa 5,9 Mrd. € (Vorjahr: ca. 6,2 Mrd. €).
Wir setzen konsequent Best-Practice-Prozesse ein. Dazu gehört unter anderem die Nutzung von E-Procurement-Werkzeugen wie E-Catalogs, Auktionen oder elektronischen Marktplätzen, die weitgehend in unsere internen DV-Systeme integriert sind. Zum Jahresende 2015 wurden rund 70 % (Vorjahr: ca. 66 %) aller Bestellpositionen automatisiert über E-Procurement abgewickelt. Wir haben in diesem Kontext 214 neue Kataloge global angebunden und die Katalognutzungsrate konstant bei mindestens 25 % gehalten.
Unser HSEQ-Managementprozess setzt bereits ein, wenn Rohstoffe und Dienstleistungen beschafft werden. Konzernweit definiert eine globale Beschaffungsrichtlinie das Verhalten unserer Mitarbeiter im Umgang mit Lieferanten und deren Mitarbeitern. Im Berichtsjahr wurden Beschaffungsvorgänge mit mehr als 18.000 Lieferanten abgewickelt. Basierend auf den Grundsätzen von UN Global Compact, ILO, Responsible Care® und anderen CSR-Kodizes erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie sich unter anderem an die nationalen und sonstigen geltenden Gesetze und Verordnungen halten, zum Schutz von Umwelt, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie hinsichtlich der Arbeits- und Einstellungspraktiken. Diese Anforderungen unseres „Supplier Code of Conduct" sind ein wesentliches Kriterium bei unserer Lieferantenauswahl und -bewertung. Ein bestandenes Nachhaltigkeitsassessment bzw. -audit ist für wesentliche neue Lieferanten Grundvoraussetzung, um in unser Portfolio aufgenommen zu werden. Im Berichtsjahr haben wir Mitarbeiter in Brasilien, China und Nordamerika in der Nachhaltigkeitsprüfung unserer Lieferanten geschult, um den globalen Roll-out der Prüfung zu unterstützen.
Als Gründungsmitglied der Initiative „Together for Sustainability" (TfS) ist es unser Ziel, die Transparenz in unserer gesamten Lieferkette zu erhöhen und somit Beschaffungsrisiken weiter zu minimieren. Die im Berichtsjahr auf inzwischen achtzehn international operierende Chemieunternehmen gewachsene Initiative hat das Ziel, ein globales Auditierungsprogramm zu entwickeln und umzusetzen, um so die Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Lieferkette der Chemieindustrie zu bewerten und fortlaufend zu verbessern. Hierbei stehen die Themen Menschenrechte, Kinderarbeit, Arbeitsstandards, Arbeitssicherheit, Umweltschutz sowie Geschäftsethik im Vordergrund. Da die Bewertungsergebnisse und Auditreports innerhalb der Initiative geteilt werden, stand uns Ende 2015 eine deutlich höhere Anzahl von Nachhaltig- keitsbewertungen (mehr als 4.600) und Auditreports (466) zur Verfügung. Lieferanten, deren Nachhaltigkeitsaktivitäten bewertet wurden, repräsentieren derzeit 57 % unseres relevanten Beschaffungsvolumens. Der Schwerpunkt der 2015 durchgeführten 179 Audits lag unverändert auf Ländern wie Brasilien, China und Indien. Hierbei zeigte sich weiterhin Handlungsbedarf hinsichtlich der Themen Arbeits- und Menschenrechte sowie Arbeitssicherheit, jedoch wurden keine gravierenden Mängel erkannt, die dazu geführt hätten, eine Geschäftsbeziehung zu beenden. Im Jahr 2015 besuchten ca. 750 Teilnehmer die „TfS Supplier Days" in Sao Paulo (Brasilien) und Schanghai (China), in deren Rahmen den Lieferanten die zunehmende Bedeutung einer nachhaltigen Lieferkette für LANXESS und die anderen Mitglieder der Initiative verdeutlicht wurde.
Produktion
LANXESS zählt zu den global bedeutenden Herstellern von Chemie- und Polymerprodukten. Mit unseren Produktionsanlagen stellen wir sowohl kleinste Produktmengen auf Basis maßgeschneiderter Kundensynthesen her als auch Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymere in Mengen von mehreren zehntausend Tonnen.
Unsere Produktionsbetriebe sind organisatorisch einzelnen Business Units zugeordnet. Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen (Deutschland), Antwerpen (Belgien), Sittard-Geleen (Niederlande), Orange (USA), Sarnia (Kanada), Triunfo und Duque de Caxias (Brasilien), Jhagadia (Indien), Singapur (Singapur) sowie Changzhou und Wuxi (China). Daneben betreiben wir weitere Produktionsstandorte in Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Russland, Spanien, Südafrika und den USA. Eine detaillierte Übersicht unserer Produktionsstandorte nach Segmenten findet sich im Abschnitt „Kurzdarstellung der Segmente" in diesem Lagebericht.
Wesentliche Veränderungen unseres globalen Produktionsnetzwerks im Jahr 2015:
| • | In Singapur nahm die neue Anlage für die Produktion des Hochleistungs-Kautschuks Neodymium-basierter Performance-Butadien-Kautschuk (Nd-PBR) ihren Betrieb auf. Die Produktionskapazität der Anlage, die zur Business Unit Tire & Specialty Rubbers gehört, ist auf 140.000 Jahrestonnen ausgelegt. |
| • | Am Standort Changzhou (China) nahm unsere Business Unit High Performance Elastomers eine neue Anlage für die Produktion von hochwertigen EPDM- Kautschuken in Betrieb. Die Anlage hat eine nominelle Kapazität von 160.000 Tonnen pro Jahr. |
Einschließlich der oben genannten Maßnahmen lagen die auszahlungswirksamen Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 434 Mio. €. Weitere Informationen zu den Investitionen finden sich im Abschnitt „Vermögens- und Finanzlage" dieses Lageberichts.
Im Rahmen der Optimierung unseres globalen Produktionsnetzwerks beabsichtigen wir zudem, die Produktion von EPDM-Kautschuk am Standort Marl (Deutschland) zum Ende des ersten Quartals 2016 zu beenden. Im EPDM-Kautschuk-Produktionsnetzwerk von LANXESS ist die Anlage in Marl aufgrund ihrer verhältnismäßig geringen Kapazität sowie der im Vergleich höheren Energie- und Rohstoffkosten nicht mehr wettbewerbsfähig.
VERTRIEB UND KUNDEN
Vertrieb
Wir vertreiben unsere Produkte weltweit an mehrere tausend Kunden in über 150 Staaten auf allen Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir flexible Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Unseren Vertrieb steuern wir über 46 eigene Gesellschaften weltweit. In Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen.
Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. 50 eigene Produktionsstätten in 17 Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von regionalen Produktionsstandorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden die E-Business-Aktivitäten in den Bereichen Ein- und Verkauf sowie Logistik weiter ausgebaut. Insgesamt wurden weit über 1.000.000 Vorgänge und deren automatisierte Folgenachrichten per E-Business realisiert. Dazu dienten das Internetportal „LANXESS one" und die System-zu-System-Anbindungen via „ELEMICA". Diesen für alle Beteiligten vorteilhaften Prozess bauen wir fortlaufend aus, indem wir weitere Partner und technische Services hinzunehmen. Die im Verkauf per E-Business erzielten Nettoerlöse erreichten ca. 1,7 Mrd. €.
Der Anteil der Vertriebskosten am LANXESS Konzernumsatz betrug im Berichtsjahr 9,6 % und lag damit um 0,3 %-Punkte über dem Wert des Vorjahres von 9,3 %.
Die Entwicklung der Vertriebskosten sowie die Aufteilung nach Segmenten in den vergangenen fünf Jahren ergibt sich aus folgender Übersicht.
Vertriebskosten
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| 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Vertriebskosten in Mio. € | 732 | 763 | 755 | 742 | 759 |
| in % der Umsatzerlöse | 8,3 | 8,4 | 9,1 | 9,3 | 9,6 |
| Aufteilung nach Segmenten | |||||
| Performance Polymers | 262 | 284 | 286 | 277 | 280 |
| Advanced Intermediates | 127 | 125 | 126 | 143 | 152 |
| Performance Chemicals | 320 | 335 | 328 | 310 | 321 |
| Überleitung | 23 | 19 | 15 | 12 | 6 |
Vorjahreswerte angepasst.
Kunden
Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen individueller, gezielter Ansprache, die wir aufgrund der Vertriebsorganisationen in der Verantwortung der Business Units leisten können. Die individuellen Vertriebsstrategien überprüfen wir regelmäßig anhand von Erhebungen zur Kundenzufriedenheit.
Wir beliefern vor allem die Branchen Reifen, Automobil, Kunststoff, Chemie, Agrochemie, Bau, Elektro, Leder/Schuhe, Pharma, Lebensmittel, Wasseraufbereitung und Möbel.
Umsatzanteile nach Branchen
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| in % | 2015 |
|---|---|
| Reifen | ~ 20 |
| Automobil | ~ 20 |
| Chemie | ~ 15 |
| Agrochemie | ~ 10 |
| Bau, Elektro, Leder/Schuhe | ~ 15 |
| Sonstige (in Summe) | ~ 20 |
Im Geschäftsjahr 2015 vereinten unsere zehn Top-Kunden wie im Vorjahr einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 22 %. Keiner unserer Kunden erreichte einen Anteil von mehr als 10 % am Konzernumsatz. Bei 55 Kunden (Vorjahr: 50) übertraf der Jahresumsatz 20 Mio. €.
Die Anzahl unserer Kunden in den jeweiligen Segmenten unterscheidet sich deutlich. Das Segment Performance Polymers arbeitete 2015 mit rund 3.700 Kunden (Vorjahr: 3.600), Advanced Intermediates mit rund 3.400 Kunden (Vorjahr: 3.100) und Performance Chemicals mit rund 10.400 Kunden (Vorjahr: 11.300). Basis dieser Angabe ist jeweils die Anzahl der Kundennummern im jeweiligen Segment. In allen Segmenten sind sämtliche Kunden- bzw. Umsatzklassen anzutreffen, wobei ein Kunde auch aus mehreren Segmenten beliefert werden kann.
Die vergleichsweise geringen Umsätze der einzelnen Kunden im Segment Performance Chemicals und die breite Kundenbasis spiegeln das Geschäft mit oftmals maßgeschneiderten Anwendungslösungen der Spezialchemie wider. Die deutlich niedrigere Zahl der Kunden im Segment Performance Polymers, die jedoch relativ hohe Umsätze generieren, ist dagegen typisch für das Geschäft mit synthetischen Kautschukprodukten. Aufgrund der hohen Kundenzahl lässt sich in keinem Segment eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Der Bereich Forschung und Entwicklung liefert mit der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren sowie der ständigen Verbesserung bestehender Produktionsprozesse einen wichtigen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erweiterung unseres Produktportfolios. Im Jahr 2015 haben wir im Zuge der Neuausrichtung auch den organisatorischen Rahmen für Forschung und Entwicklung angepasst. Mit der Zusammenlegung von Business Units haben wir die zugehörigen F&E-Bereiche gebündelt. Die bisherige Group Function Innovation & Technology ist in die neugegründete Group Function Production, Technology, Safety & Environment integriert worden. Die Fokussierung auf Produkte und Verfahren in unseren Kernbereichen mit einem kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont ist dabei unverändert geblieben.
Organisatorische Ausrichtung
Unsere Forschungsprogramme sind direkt und konsequent an den Anforderungen unserer Kunden in den für uns relevanten Endmärkten ausgerichtet. So fokussieren beispielsweise die Business Units im Segment Performance Polymers ihre Aktivitäten verstärkt darauf, ihre Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln.
Andere Business Units, wie etwa die Business Unit Advanced Industrial Intermediates im Segment Advanced Intermediates, deren Produkte zu einem großen Teil eine hohe Marktreife aufweisen, konzentrieren sich darauf, ihre Produktionsanlagen und -verfahren durch stetige Prozessoptimierung zu verbessern.
Die Fachabteilungen unserer Group Function Production, Technology, Safety & Environment unterstützen und ergänzen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Business Units. Damit stellen wir sicher, dass Synergien voll ausgeschöpft werden und Innovationen auf unterschiedliche Unternehmensbereiche übertragen werden können. Auch Business-Unit- übergreifende Projekte werden hier gebündelt. Unsere Forschungsschwerpunkte liegen hierbei auf den Themenfeldern „Product Innovation" und „Process Innovation", die jeweils in eigenen Abteilungen bearbeitet werden.
Im Bereich „Process Innovation" stehen die Planung neuer Prozesse und die Integration neuer Technologien in unsere bereits bestehenden Produktionsprozesse im Fokus. Ziel ist hier die Kosten- und Technologieführerschaft. Ein Schwerpunkt liegt darin, unsere aktuellen Produktionsprozesse im Hinblick auf Optimierungspotenziale mit mathematischen und experimentellen Methoden zu überprüfen. Auf diese Weise konnten wir Rohstoff- und Energieeinsparmöglichkeiten identifizieren, entsprechende Verfahrenskonzepte zu ihrer Nutzung entwickeln und in einigen Bereichen bereits realisieren. Darüber hinaus ist es gelungen, Betriebskosten weiter zu senken, indem wir in einigen Betrieben neue modellbasierte Prozessführungskonzepte entwickelt und unter Einbeziehung moderner Methoden zur Online-Analytik umgesetzt haben. Diese Konzepte ermöglichen es, unsere Anlagen noch näher am optimalen Betriebspunkt und damit noch effizienter hinsichtlich der Rohstoff- und Energienutzung zu betreiben.
Der Bereich „Product Innovation" konzentriert sich auf das Entwickeln neuer Produkte und neuer Anwendungen für bestehende Produkte sowie auf Produktmodifikationen. Die Produktentwicklung ist dabei breiter angelegt als in den Business Units, die Themenschwerpunkte sind in der Regel Business-Unit-übergreifend. Unsere Forschungsziele leiten sich auch hier aus den Bedürfnissen unserer Kunden in den für uns relevanten Märkten ab.
Unsere wesentlichen Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich an den Standorten Leverkusen, Krefeld-Uerdingen, Dormagen (Deutschland), London (Kanada) sowie Qingdao und Wuxi (China). Zusätzlich sind wir in Hongkong mit einem Zentrum für technische Kunststoffe präsent und stärken auf diese Weise unsere Beziehungen zu den Automobilherstellern in der asiatisch-pazifischen Wachstumsregion. An unseren internationalen Forschungs- und Entwicklungsstandorten testen wir beispielsweise Hochleistungs-Kautschuke oder technische Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie.
Wesentliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte
Im Segment Performance Polymers wurde auch im Jahr 2015 unsere hochwertige Palette an Kautschuk- und Kunststoffprodukten insbesondere mit dem Fokus auf den sogenannten „grünen Reifen" weiterentwickelt. Der Kautschuktyp der BUNA-FX-Familie ist ein funktionalisierter SSBR (Solution Styrene-Butadiene Rubber), der sich durch eine verbesserte Wechselwirkung zwischen Kautschuk und Füllstoffen auszeichnet. Damit kann der Rollwiderstand des Reifens deutlich verringert werden. Der neue Kautschuktyp Buna VSL 3038-2HM ermöglicht ein besseres Nassfahrverhalten bei gleichzeitig guten Rollwiderstandswerten. Aufgrund ihrer hervorragenden Materialeigenschaften sind beide Kautschuke besonders für hochwertige Sommerreifen geeignet. Mit Durethan BKV 25 FN27 haben wir im Jahr 2015 ein neues halogenfrei flammgeschütztes Polyamid 6 für elektrische Schaltgeräte entwickelt. Gegenüber mineralgefüllten Polyamid-6-Typen, die in diesem Bereich häufig zum Einsatz kommen, zeichnet sich das glasverstärkte Material durch eine hohe mechanische Festigkeit und thermische Stabilität aus. Komponenten, die daraus gefertigt werden, widerstehen daher gut den enormen mechanischen Belastungen und hohen Temperaturspitzen bei einem elektrischen Kurzschluss. Das halogenfreie Flammschutzpaket verleiht dem Polyamid zudem eine gute Brandwidrigkeit.
Das Segment Advanced Intermediates baut konsequent sein Sortiment an Estrichzusatzmitteln aus. Die neue Produktfamilie der „pro-Linie" ist seit September 2015 im Markt. Die modernen formaldehydfreien Zusatzmittel zeichnen sich dadurch aus, dass der Estrichmörtel besser und mit weniger Wasser zu verarbeiten ist. Letzteres erhöht die Festigkeiten und beschleunigt die Estrichtrocknung.
Auch im Segment Performance Chemicals wurden wichtige Innovationen zur Marktreife gebracht. Im Berichtsjahr wurden so etwa innovative halogenfreie Flammschutzmittel auf Phosphorbasis für Weichschäume vorgestellt. Sie zeichnen sich durch niedrigere Emissionen („Fogging") und geringe Kernverfärbung („Scorching") aus und sind daher ideal für den Einsatz in der Möbel- und Automobilindustrie geeignet. Mit Levagard TP LXS 51114 hergestellte Schäume erreichen sogar die strengen Normen des Verbands der Automobilindustrie für die Charakterisierung von Werkstoffen in Kraftfahrzeugen. Mit Preventol A31-D haben wir zudem ein neues Konservierungsmittel für Außenanstrichmittel entwickelt. Es kann zum Beispiel in Fassadenfarben gegen Algen und Pilze eingesetzt werden. Aufgrund einer innovativen Kombination von Fungiziden und einem Mechanismus zur verlangsamten Freisetzung zeigt das Produkt sogar bei niedriger Konzentration eine breite Wirksamkeit.
In unserer zentralen Forschungseinheit entwickeln wir gemeinsam mit der Business Unit Tire & Specialty Rubbers eine Technologie für Reifen, die den Luftdruck des Reifens trotz eingedrungener Fremdkörper wie Schrauben oder Nägel aufrechterhält, indem sich die Einstichstelle selbstständig verschließt. Diese Technologie erlaubt mittelfristig auf Ersatzräder oder Reparatursets zu verzichten, um weiter Gewicht und Treibstoff einzusparen. Darüber hinaus erhöht die Technologie die Zuverlässigkeit von Reifen.
Die von der Group Function Production, Technology, Safety & Environment koordinierten forschungsintensiven Produkt- und Prozessentwicklungen werden auch im Rahmen von Kooperationsprojekten mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchgeführt. Diese Generierung von Wissen ergänzt wesentlich die LANXESS-internen Forschungsaktivitäten. Im Jahr 2015 bestanden insgesamt 153 (Vorjahr: 154) wesentliche Forschungs- und Entwicklungskooperationen, davon 35 mit Hochschulen (Vorjahr: 41), 97 mit Zulieferern oder Kunden (Vorjahr: 79) und 21 mit Forschungsinstituten (Vorjahr: 34).
Kostenentwicklung und Beschäftigte
Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2015 insgesamt 130 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 1,6 % entspricht (Vorjahr: 160 Mio. € bzw. 2,0 %). Der Großteil der Aufwendungen entfiel auf die Business Units High Performance Elastomers, Tire & Specialty Rubbers, High Performance Materials und Saltigo. Im Jahr 2015 vereinigten diese Business Units 57 % unserer Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung auf sich. Hinsichtlich des Anteils der Aufwendungen an ihrem jeweiligen Umsatz wiesen unsere Business Units Material Protection Products, Saltigo, Liquid Purification Technologies und High Performance Elastomers die höchste Forschungsintensität auf.
Der Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten ist bedingt durch die Konzentration unserer F&E Pipeline auf unsere Kerngeschäfte und durch strukturelle Veränderungen in der Organisation im Rahmen der Zusammenlegung einzelner Business Units.
Die Entwicklung der Forschungs- und Entwicklungskosten in den vergangenen fünf Jahren kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Forschungs- und Entwicklungskosten
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| 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten in Mio. € | 144 | 192 | 186 | 160 | 130 |
| in % der Umsatzerlöse | 1,6 | 2,1 | 2,2 | 2,0 | 1,6 |
Zum Jahresende 2015 beschäftigten wir in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboren weltweit 585 Mitarbeiter nach 708 Mitarbeitern im Vorjahr. In unserer zentralen Forschungseinheit sank die Zahl der Beschäftigten auf 213 nach 309 zum 31. Dezember 2014. Hiermit haben wir den F&E-Bereich wieder auf ein den Geschäftsanforderungen entsprechendes Niveau gebracht.
Entwicklung Beschäftigtenzahlen im F&E-Bereich
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| 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am Jahresende | 731 | 843 | 931 | 708 | 585 |
| in % der Konzern-Beschäftigtenzahl | 4,5 | 4,9 | 5,4 | 4,3 | 3,6 |
Themengebiete und Patentstrategie
Im Rahmen der weltweiten Neuausrichtung fokussieren wir unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf marktnahe Kernprojekte. Im Jahr 2015 bearbeiteten wir 223 Projekte (Vorjahr: rund 210), davon 128 mit dem Ziel, neue Produkte und Anwendungen zu entwickeln bzw. bestehende zu verbessern (Vorjahr: ca. 120). Die verbleibenden 95 Projekte befassten sich unter den Zielsetzungen Kostensenkung, Effizienzsteigerung oder Kapazitätserhöhung mit verfahrenstechnischen Themen (Vorjahr: ca. 90). Etwa 41 % unserer Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus dem Jahr 2015 planen wir bis Ende 2016 in den Markt einzuführen bzw. in der Technik einzusetzen (Vorjahr: ca. 20 %).
Die Ergebnisse unserer Tätigkeit werden wo es möglich und sinnvoll ist - von Patenten geschützt. Im Laufe des Jahres 2015 haben wir weltweit 52 Prioritätsanmeldungen getätigt. Das gesamte Patentportfolio bestand zum 31. Dezember 2015 aus ca. 1.060 Patentfamilien mit ca. 6.850 einzelnen Schutzrechten.
UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG
Als global tätiger Spezialchemie-Konzern tragen wir eine große Verantwortung für Mensch und Umwelt. Unser unternehmerisches Handeln reflektiert dieses Verantwortungsbewusstsein, das wichtiger Bestandteil unserer Strategie ist. Sicherheit, Umweltschutz, soziale Verantwortung, Qualität und Wirtschaftlichkeit sind für uns wesentliche Unternehmensziele. Mit unseren Produkten und Aktivitäten können wir weltweit dazu beitragen, unsere Kunden zu stärken und die Lebensqualität der Menschen zu steigern. Unsere Verantwortung erstreckt sich dabei über die gesamte Liefer- bzw. Wertschöpfungskette - von der weltweiten Beschaffung von Rohstoffen und der Produktentwicklung über die Produktion, Lagerung und den Transport bis hin zur Verwendung und Entsorgung. Alle unsere Aktivitäten im Bereich Corporate Responsibility (CR) müssen zudem einen Bezug zu unserem Kerngeschäft oder unserem Know-how haben.
Compliance, d. h. die Einhaltung von Gesetzen und ethischen Grundsätzen, verstehen wir als Grundlage nachhaltiger Unternehmensführung. Der konzernweit gültige „Code of conduct - Kodex für integres und regelkonformes Verhalten bei LANXESS" legt Mindeststandards fest und gibt unseren Mitarbeitern Hinweise und Orientierung für deren Einhaltung. Bereits seit 2006 unterstützen wir die Initiative Responsible Care® und haben dies durch die Unterzeichnung der Responsible Care® Global Charter 2014 bekräftigt. Darüber hinaus bekennen wir uns zu den anerkannten Prinzipien der weltweit größten Initiative für Corporate Responsibility, dem UN Global Compact.
Integriertes Managementsystem
Ein zentral geführtes Managementsystem sorgt bei LANXESS für die notwendigen globalen Managementstrukturen, um verantwortliches unternehmerisches Handeln zu gewährleisten. Weltweit orientieren wir uns an internen Richtlinien und Handlungsanweisungen, darüber hinaus an den internationalen Normen ISO 9001 und ISO 14001 für Qualitäts- bzw. Umweltmanagement sowie ISO 50001 für Energiemanagement. Den Fortschritt der Integration neuer Standorte in unser Managementsystem und seine Leistungsfähigkeit lassen wir regelmäßig weltweit von externen und unabhängigen Experten prüfen. Die Bestätigung der Compliance mit den Normen ISO 9001 und ISO 14001 erfolgt in einem globalen Matrixzertifikat. 2015 haben wir dazu das Rezertifizierungsaudit erfolgreich absolviert.
Zum Stichtag 31. Dezember 2015 umfasste unser Matrixzertifikat 48 Gesellschaften mit 80 Standorten in 23 Ländern. Erstmals wurden, wie geplant, die Standorte Epierre (Frankreich), Lipetsk (Russland) und Little Rock (USA) berücksichtigt. An unseren Standorten in den USA wurde zusätzlich das Zertifikat gemäß RC14001 (RC = Responsible Care®) bestätigt. 2016 beabsichtigen wir, die Produktionsstandorte Neville Island (USA), Rustenburg (Südafrika) und Joo Koon (Singapur) in das Zertifikat zu integrieren.
Darüber hinaus haben wir weltweit eine Vorgehensweise für ein Energiemanagementsystem nach dem Standard ISO 50001 etabliert. In Deutschland wurde die Gültigkeit des Zertifikats 2015 erneut bestätigt. Außerhalb Deutschlands läuft die Fortsetzung der Implementierung und Vorbereitung auf lokale Zertifizierungen dezentral an den Standorten weiter. So wurde zum Beispiel der Standort in Liyang (China) im April 2015 erfolgreich zertifiziert.
Umweltdaten
Um Kennzahlen in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz weltweit systematisch zu erfassen, nutzen wir ein elektronisches Datenerfassungssystem. Die Datenerhebung erfolgt, mit Ausnahme der Million-Arbeitsstunden-Quote, nur an Produktionsstandorten, die zu über 50 % zum Konzern gehören. Für die Jahre 2013 bis 2015 hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unsere HSE-Kennzahlen und die erforderlichen Datenerhebungsprozesse im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Prüfung mit dem Ziel beurteilt, eine „begrenzte Prüfungssicherheit" („limited assurance") zu erlangen.
Gesellschaftliches Engagement
Im Zentrum unseres gemeinnützigen Handelns steht die Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung an Schulen. Unsere konzernweite Plattform dafür ist die LANXESS Bildungsinitiative, in deren Rahmen wir mittlerweile an fast allen LANXESS Standorten entsprechende Projekte etabliert haben. Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 haben wir mit der LANXESS Bildungsinitiative weltweit zehntausende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erreicht.
WIRTSCHAFTSBERICHT
RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Im Geschäftsjahr 2015 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG gehabt hätten.
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Im Berichtsjahr entwickelte sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld uneinheitlich. Als positiver Stimulus in den Ländern mit hoher Ölnachfrage wirkte der anhaltende Preisrückgang dieses Rohstoffs. Demgegenüber beeinträchtigten im Euroraum die fortgesetzten Diskussionen bezüglich der Griechenlandkrise sowie der generell fortbestehenden Verschuldungsproblematik die wirtschaftliche Entwicklung. Auch die schwelenden Konflikte im Osten der Ukraine sowie die Eskalation der Situation im Nahen Osten dämpften das Wachstum. Als zunehmend belastend für die wirtschaftliche Stimmungslage erwies sich zudem die Verunsicherung durch die sich ausweitende terroristische Bedrohung.
Das globale Wirtschaftswachstum schwächte sich im Verlauf des Jahres 2015 leicht ab und betrug 2,4 %. Es wurde unter anderem gebremst von rückläufigen Investitionen in den Energiesektor aufgrund des Ölpreisverfalls. Die regionale Entwicklung war uneinheitlich. Asien/Pazifik verzeichnete ein vergleichsweise niedriges Wachstum von 4,0 %, das durch die verringerte Wachstumsdynamik im chinesischen Wirtschaftsraum belastet wurde. Letztere strahlte wiederum auf andere größere Volkswirtschaften der Region aus. Der Zuwachs in EMEA (inklusive Deutschland) lag bei 1,6 %, wobei die Eurozone als Folge des schwächeren Euros und des günstigen Öls positiv tendierte. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland erreichte ein Plus von 1,7 %, getrieben vor allem von steigenden Konsumausgaben. Russland hingegen verharrte aufgrund der anhaltenden Sanktionen und des Ölpreisverfalls weiter in der Rezession. In Lateinamerika resultierte der rückläufige Trend in einem Minus des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 %.
Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar setzte den im Vorjahr begonnenen Aufwertungstrend des US-Dollars fort. Das geldpolitische Umfeld in beiden Währungsräumen entwickelte sich im Jahresverlauf deutlich gegenläufig. Während die Europäische Zentralbank mit negativen Einlagezinsen für Geschäftsbanken, Käufen von Staatsanleihen und darüber hinausgehender quantitativer Lockerung im Jahresverlauf beharrlich an ihrer Politik der Geldmengenausweitung festhielt, reduzierte die US-amerikanische Notenbank schrittweise das Volumen ihrer Anleihekäufe und setzte sie Ende Oktober schließlich aus. Im Anschluss daran läutete sie Ende Dezember die Zinswende in den USA ein, indem sie mit einer geringfügigen Erhöhung des Leitzinses die über mehrere Jahre anhaltende Phase der Zinssenkungen beendete. Vor diesem Hintergrund wertete die US-amerikanische Währung, ausgehend von einem Startwert von 1,21 US-Dollar je Euro, bis Mitte April kontinuierlich auf und erreichte einen Wert von 1,06 US-Dollar je Euro. Nach einer kurzen Phase der Abwertung trat der Wechselkurs dann in einen Korridor von etwa 1,09 bis 1,15 US-Dollar je Euro ein, in dem er sich bis etwa Anfang November bewegte. Im Anschluss daran folgte eine kurze Phase der Aufwertung des US-Dollars, die aber zum Jahresende an den Märkten wieder korrigiert wurde. Zum Jahresende wurden für einen Euro 1,09 US-Dollar gezahlt - dies entspricht einem Wertzuwachs des US-Dollars von 9,9 % im Jahr 2015. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs bei 1,11 US-Dollar je Euro nach einem Wert von 1,33 im Vorjahr, was die Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar unterstreicht. Aufgrund der regionalen Aufstellung unseres Geschäfts wirkt sich ein stärkerer US-Dollar grundsätzlich positiv auf unser Ergebnis aus. Zentralisierte Hedging-Aktivitäten begrenzen jene Auswirkungen, die nicht durch die Harmonisierung von Produktion und Absatz in gleichen Währungsräumen neutralisiert werden können.
Gegenüber dem Vorjahresende sank das Preisniveau an den Rohstoffmärkten bis zum Ende des Berichtsjahres spürbar. Der im ersten Quartal ausgeprägte Abwärtstrend wurde von einer Phase steigender Preise im zweiten Quartal unterbrochen, an die sich ein zum Jahresende stärker sinkendes Preisniveau anschloss. Für uns sind insbesondere die Preise von petrochemischen Rohstoffen relevant, da diese einen wesentlichen Einfluss auf unsere Produktionskosten haben. Der Preis für unseren wichtigsten strategischen Rohstoff, Butadien, sank an den Beschaffungsmärkten im Jahresverlauf. Der Entwicklung des Rohölpreises folgend, verringerten sich auch die Preise für Eingangsprodukte wie Benzol und Toluol.
Chemische Industrie
Die Chemieindustrie steigerte ihre Produktion 2015 global um 3,9 %, wobei sich auch hier ein regional differenziertes Bild ergab. Asien/Pazifik wuchs weiterhin stark mit 6,0 %, wobei sich die Entwicklung in China verlangsamte. Auch das Wachstum in NAFTA fiel aufgrund der niedrigen Energiepreise und der günstigen Rohstoffsituation mit 3,6 % dynamisch aus. Demgegenüber sank die Produktion in Lateinamerika, beeinflusst durch das ökonomische Umfeld, um 2,3 %. Der Produktionszuwachs in EMEA (inklusive Deutschland) belief sich auf 1,6 %, wobei Russland sich dynamisch entwickelte. In Deutschland hingegen war die Produktion um 0,9 % rückläufig.
Bruttoinlandsprodukt 2015
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr ( %) | Bruttoinlandsprodukt |
|---|---|
| NAFTA | 2,4 |
| Lateinamerika | - 1,4 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 1,6 |
| Deutschland | 1,7 |
| Asien/Pazifik | 4,0 |
| Welt | 2,4 |
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen
Die globale Reifenindustrie erzielte 2015 bei starken regionalen Differenzen ein Wachstum von 2,2 %. In EMEA (inklusive Deutschland) zeigte sich ein guter Produktionszuwachs um 5,5 %, wobei lediglich die Nachfrage nach Erstausrüstung in Russland sehr schwach ausfiel. In Deutschland stieg die Produktion um 0,6 %. In NAFTA ergab sich ein Anstieg um 3,2 %, getrieben von einem höheren Bedarf an Ersatzreifen bei gleichzeitig leicht rückläufigen Importen. Geprägt durch die allgemeine Rezession nahm die Produktion in Lateinamerika um 3,2 % ab. Der Rückgang des Bedarfs nach Erstausrüstung konnte nicht durch eine gestiegene Nachfrage nach Ersatzreifen ausgeglichen werden. In Asien/Pazifik zeigte sich ein leichtes Wachstum von 1,0 %. Ein rückläufiger Export in Verbindung mit einer deutlich steigenden lokalen Nachfrage nach Ersatzreifen führte zu einer schwachen Zunahme der Produktion in China.
Die weltweite Produktion von Automobilen erholte sich gegen Jahresende 2015 und legte leicht um 0,8 % zu. Als Stabilitätsanker erwies sich NAFTA mit einem Wachstum von 3,7 %. In Lateinamerika dagegen ergab sich ein sehr deutlicher Einbruch um 19 %. Die Entwicklung in EMEA (inklusive Deutschland) war uneinheitlich, resultierte aber dennoch in einem Anstieg um 3,7 %. Das Wachstum in Europa war deutlich, wurde aber von einem Produktionseinbruch in Russland gebremst. In Deutschland ergab sich eine leichte Steigerung um 0,6 %. Die Produktion in Asien/Pazifik stagnierte. China zeigte gegen Ende des Jahres als Folge von Steuererleichterungen ein leichtes Wachstum, während der Trend in Japan rückläufig war.
Aufgrund sinkender Preise für Agrarprodukte nahm die Produktion von Agrochemikalien im Berichtsjahr weltweit nur verhalten um 1,0 % zu. Dabei erreichte Asien/Pazifik einen Zuwachs von 2,3 %. Auch EMEA (inklusive Deutschland) tendierte insgesamt mit einem Anstieg um 1,9 % positiv, wobei die Produktion in Deutschland um 0,8 % rückläufig war. NAFTA zeigte mit 0,2 % nur ein schwaches Wachstum, während Lateinamerika einen deutlichen Rückgang um 7,1 % aufwies.
Die Bauindustrie erreichte ein globales Wachstum von 3,1 %. Als Treiber erwies sich NAFTA, die einen dynamischen Zuwachs von 5,8 % aufwies. Demgegenüber konnte sich in Lateinamerika auch dieser Sektor den Auswirkungen der Rezession nicht entziehen, was in einem Produktionsrückgang um 2,5 % resultierte. Asien/Pazifik erwies sich mit einem Plus von 3,3 % als ein Wachstumszentrum, wenngleich sich die Dynamik vor allem in China abschwächte. EMEA (inklusive Deutschland) erzielte ein Wachstum von 1,6 %, das durch den stark rückläufigen Trend in Osteuropa beeinträchtigt wurde. Die Entwicklung in Deutschland war mit einem Minus von 0,7 % leicht negativ.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2015
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr ( %) | Chemie | Reifenindustrie | Automobilindustrie | Agrochemikalien | Bauindustrie |
|---|---|---|---|---|---|
| NAFTA | 3,6 | 3,2 | 3,7 | 0,2 | 5,8 |
| Lateinamerika | - 2,3 | - 3,2 | - 19,0 | - 7,1 | - 2,5 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 1,6 | 5,5 | 3,7 | 1,9 | 1,6 |
| Deutschland | - 0,9 | 0,6 | 0,6 | - 0,8 | - 0,7 |
| Asien/Pazifik | 6,0 | 1,0 | 0,0 | 2,3 | 3,3 |
| Welt | 3,9 | 2,2 | 0,8 | 1,0 | 3,1 |
FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE
Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr war geprägt durch die weiterhin schwierige Wettbewerbssituation in unseren Geschäften mit synthetischen Kautschuken. Die rückläufige Entwicklung der Beschaffungskosten für Schlüsselrohstoffe, insbesondere für Butadien, führte zu entsprechenden Anpassungen der Verkaufspreise. Positiv wirkte die Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollars.
In der Region Asien/Pazifik haben wir im Berichtszeitraum die neuen Anlagen unserer Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers in Betrieb genommen. Die Unterauslastung dieser und weiterer in Asien betriebener World-Scale-Anlagen führte zu steigenden Kosten für nicht genutzte Kapazitäten.
Im Berichtsjahr führten wir die umfassende Neuausrichtung des Konzerns fort. Im Rahmen des dazu etablierten Programms „Let's LANXESS again" beabsichtigen wir, die Produktion von Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk am Standort Marl (Deutschland) zum Ende des ersten Quartals 2016 zu beenden. Im Berichtsjahr haben wir zu diesem Sachverhalt im erforderlichen Rahmen ergebniswirksame bilanzielle Vorsorge getroffen.
Als weiteren, wesentlichen Teil der Neuausrichtung haben LANXESS und Saudi Aramco unter dem Namen ARLANXEO eine strategische Allianz für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken vereinbart. Wir versprechen uns hiervon für die betroffenen Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers mittelfristig einen wettbewerbsfähigen und verlässlichen Zugang zu strategischen Rohstoffen. Alle zuständigen Kartellbehörden haben der Transaktion ihre Freigabe erteilt. Sie soll am 1. April 2016 wirtschaftlich abgeschlossen sein. Aus dieser Vereinbarung ergaben sich keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Berichtsjahres. Weitere Informationen zu dieser Allianz finden sich im Abschnitt „Strategische Ausrichtung" dieses Lageberichts.
Zum 1. Januar 2015 veränderten wir im Rahmen der Neuausrichtung unsere Geschäftsorganisation. So wurden die Business Units Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers zur Business Unit Tire & Specialty Rubbers zusammengelegt. Ferner wurden die Produktlinien Alterungsschutzmittel und Beschleuniger von der in diesem Kontext aufgelösten Business Unit Rubber Chemicals in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates integriert. Für detailliertere Ausführungen verweisen wir auf die Abschnitte „Geschäftstätigkeit" und „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
Tatsächlicher versus prognostizierter Geschäftsverlauf 2015
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| Prognose für 2015 im Geschäftsbericht 2014 | Eingetreten in 2015 | |
|---|---|---|
| Geschäftsentwicklung Konzern | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | Innerhalb der einzelnen Segmente in etwa ausgleichende Einflussfaktoren; in etwa vergleichbares Niveau wie in 2014 (808 Mio. €) | 885 Mio. € |
| Geschäftsentwicklung Segmente | ||
| Performance Polymers | Leichte Nachfrageverbesserung aus wesentlichen Kundenindustrien; anhaltender Preisdruck; positive Effekte aus einem anhaltend starken US-Dollar; Anlaufkosten von insgesamt ca. 25 Mio. € sowie Leerkosten von etwa 50 Mio. € | Ausweitung der Absatzmengen wirkte ergebnisverbessernd; vorteilhafte Wechselkurseinflüsse; Anlaufkosten sowie Leerkosten wie erwartet angefallen (EBITDA vor Sondereinflüssen: 502 Mio. €) |
| Advanced Intermediates | Anhaltend gute Nachfrage aus den wesentlichen Kundenindustrien; eher gedämpftes Wachstum für Agrochemikalien; leicht rückläufiges Feinchemie- und Pharmageschäft | Höhere Absatzmengen, Nachfrage nach Agrochemikalien entwickelte sich erfreulich (EBITDA vor Sondereinflüssen: 339 Mio. €) |
| Performance Chemicals | Leichte Nachfrageverbesserung | Geringere Absatzmengen bei allen Business Units mit Ausnahme der Business Unit Liquid Purification Technologies (EBITDA vor Sondereinflüssen: 326 Mio. €) |
| Rohstoffpreise | Anhaltend volatile Entwicklung; steigende Beschaffungskosten für petrochemische Rohstoffe | Sehr volatil und deutlich unter Vorjahresniveau |
| Finanzlage Konzern | ||
| Auszahlungswirksame Investitionen | Auszahlungswirksame Investitionen von ca. 450 Mio. € | 434 Mio. € |
Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 waren wir für das Jahr 2015 von einem EBITDA vor Sondereinflüssen auf einem in etwa vergleichbaren Niveau wie 2014 ausgegangen. Die für die einzelnen Segmente erwarteten Einflussfaktoren sollten sich dabei in etwa ausgleichen. Nach unterjährigen Konkretisierungen unserer Erwartung prognostizierten wir zuletzt im Rahmen der Zwischenberichterstattung für das dritte Quartal 2015 ein E- BITDA vor Sondereinflüssen für das Gesamtjahr 2015 zwischen 860 und 900 Mio. €. Das tatsächlich erwirtschaftete Ergebnis lag mit 885 Mio. € innerhalb dieser Bandbreite und übertraf das Ergebnis des Vorjahres von 808 Mio. € um 9,5 %.
Alle Segmente erzielten Ergebnisse, die teilweise deutlich über denen des Vorjahres lagen. Während die Segmente Performance Polymers und Advanced Intermediates das EBITDA vor Sondereinflüssen von 392 Mio. € auf 502 Mio. € bzw. von 308 Mio. € auf 339 Mio. € steigern konnten, erwirtschaftete unser Segment Performance Chemicals ein von 269 Mio. € im Vorjahr auf 326 Mio. € gesteigertes Ergebnis.
Die segmentübergreifend niedrigeren Verkaufspreise im Markt resultierten aus den gesunkenen Rohstoffpreisen. Die insgesamt positive Ergebnisentwicklung des Berichtsjahres war insbesondere im Segment Performance Polymers von Wechselkursen getragen, die sich vorteilhafter entwickelten als von uns im Rahmen der ursprünglichen Prognose für das Jahr 2015 erwartet. Die Absatzmengen lagen insgesamt auf Vorjahresniveau. Während sie in den Segmenten Performance Polymers und Advanced Intermediates ausgeweitet werden konnten, waren sie im Segment Performance Chemicals rückläufig.
Wie erwartet, lag die konzernweite Steuerquote im Berichtsjahr mit 42,0 % über der 30 %- Schwelle.
Für die LANXESS AG gingen wir für das Berichtsjahr von einem gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Jahresergebnis aus. Im Wesentlichen bedingt durch das deutlich verbesserte Beteiligungsergebnis konnte ein Jahresüberschuss von 91 Mio. € erwirtschaftet werden, während sich im Vorjahr ein Jahresfehlbetrag von 85 Mio. € ergab.
GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES LANXESS KONZERNS
| • | LANXESS und Saudi Aramco schließen strategische Allianz für Geschäft mit synthetischen Kautschuken |
| • | Weiterhin herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken; gute Nachfrage nach Agrochemikalien |
| • | Umsatzrückgang um 1,3 % gegenüber Vorjahr |
| • | Anpassung der Verkaufspreise aufgrund geringerer Rohstoffkosten |
| • | EBITDA vor Sondereinflüssen um 9,5 % auf 885 Mio. € gestiegen |
| • | EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen bei 11,2 % nach 10,1 % im Vorjahr |
| • | Positiver Wechselkurseinfluss auf Umsatz und Ergebnis |
| • | Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie verbessert auf 165 Mio. € bzw. 1,80 € nach 47 Mio. € bzw. 0,53 € |
| • | Sichtlicher Fortschritt bei der Reduktion der Verschuldung erzielt |
Überblick Finanzkennzahlen
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 8.006 | 7.902 | - 1,3 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.588 | 1.748 | 10,1 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 808 | 885 | 9,5 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | 10,1 % | 11,2 % | - |
| EBITDA | 644 | 833 | 29,3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 402 | 422 | 5,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 218 | 415 | 90,4 |
| EBIT-Marge | 2,7 % | 5,3 % | - |
| Finanzergebnis | - 138 | - 127 | 8,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 80 | 288 | > 100 |
| Konzernergebnis | 47 | 165 | > 100 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,53 | 1,80 | > 100 |
Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 7.902 Mio. € um 1,3 % unter dem Wert des Vorjahres von 8.006 Mio. €. Niedrigere Verkaufspreise, die sich insbesondere aus der Weitergabe von niedrigeren Einstandspreisen für Rohstoffe ergaben, führten zu einem Umsatzminus von 9,8 %. Zudem wirkten sich Portfolioeffekte mit 0,1 % geringfügig negativ aus. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte mit 7,7 % umsatzerhöhend. Zudem führten höhere Absatzmengen zu einem Umsatzplus von 0,9 %. Nach Bereinigung um Währungs- und Portfolioeffekte sank der operative Umsatz um 8,9 %.
Umsatzeffekte
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| in % | 2015 |
|---|---|
| Preis | - 9,8 |
| Menge | 0,9 |
| Währung | 7,7 |
| Portfolio | - 0,1 |
| - 1,3 |
Unser Segment Performance Polymers verzeichnete einen Umsatzrückgang von 4,5 %. Insbesondere die niedrigeren Einstandspreise für Rohstoffe und die herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken führten zu geringeren Verkaufspreisen. Ein geringer Portfolioeffekt aus der im Vorjahr erfolgten Veräußerung der Anteile an der Perlon- Monofil GmbH, Dormagen (Deutschland), wirkte sich leicht negativ aus. Die Verkaufsmengen lagen leicht über Vorjahresniveau. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte umsatzerhöhend.
Der Umsatz unseres Segments Advanced Intermediates ging um 1,1 % zurück. Die niedrigeren Verkaufspreise, bedingt durch die Weitergabe geringerer Einstandspreise für Rohstoffe, reduzierten den Umsatz. Gegenläufig ergab sich aus der Veränderung der Wechselkurse ein positiver Effekt auf die Umsatzentwicklung. Zudem führte eine gute Nachfrage nach Agrochemikalien sowie in weiten Teilen auch in den übrigen Absatzmärkten zu einem positiven Effekt aus höheren Absatzmengen.
In unserem Segment Performance Chemicals stieg der Umsatz um 4,8 %. Ein Rückgang der Absatzmengen wurde durch eine positive Entwicklung der Wechselkurse überkompensiert. Die Verkaufspreise lagen auf dem Niveau des Vorjahres.
Umsatz nach Segmenten
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | Veränd. in % | Anteil am Konzernumsatz in % |
|---|---|---|---|---|
| Performance Polymers | 4.128 | 3.944 | - 4,5 | 49,9 |
| Advanced Intermediates | 1.847 | 1.826 | - 1,1 | 23,1 |
| Performance Chemicals | 1.989 | 2.085 | 4,8 | 26,4 |
| Überleitung | 42 | 47 | 11,9 | 0,6 |
| 8.006 | 7.902 | - 1,3 | 100,0 |
Vorjahreswerte angepasst.
In der Region Nordamerika erzielten wir einen leichten wechselkursbedingten Umsatzzuwachs von 2,2 %. Die Region EMEA (ohne Deutschland) zeigte sich mit einem Plus von 1,3 % auf einem stabilen Niveau. In allen anderen Absatzregionen waren die Umsätze rückläufig. Deutschland war von einem Umsatzrückgang um 5,2 % betroffen. Die Regionen Lateinamerika und Asien/Pazifik verzeichneten ein Umsatzminus von 3,4 % bzw. 2,8 %. Die Entwicklung des Segments Performance Polymers war dabei maßgeblich für den Geschäftsverlauf in den unterschiedlichen Regionen.
Auftragsentwicklung
Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellungsvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßig stattfindende, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren".
Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragsstärke nicht aussagekräftig und unterbleibt an dieser Stelle.
Bruttoergebnis vom Umsatz
Die Kosten der umgesetzten Leistungen verringerten sich überproportional zum Umsatz um 4,1 % auf 6.154 Mio. €. Die Entlastung resultierte vor allem aus geringeren Einstandspreisen für Rohstoffe und Energien. Gegenläufig wirkten die Entwicklung der Wechselkurse, im Wesentlichen des US-Dollars, die Ausweitung der Absatzmengen sowie höhere Fertigungskosten, auch aufgrund einer geringeren Auslastung und damit verbundenen höheren Leerkosten, insbesondere im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme unserer neuen Anlagen in Asien. Unter anderem bedingt durch die geringe Auslastung dieser Anlagen lag die Gesamtauslastung unserer Kapazitäten mit rund 77 % um 2 %-Punkte unter dem Wert des Vorjahres.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 1.748 Mio. € um 160 Mio. € bzw. 10,1 % über dem Wert des Vorjahres. Die Bruttomarge stieg von 19,8 % auf 22,1 %. Die Ausweitung der Absatzmengen sowie die Veränderung der Wechselkurse hatten einen positiven Einfluss auf das Bruttoergebnis. Die höheren Fertigungskosten wirkten gegenläufig.
EBITDA und operatives Ergebnis (EBIT)
Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2015 um 77 Mio. € bzw. 9,5 % auf 885 Mio. € nach 808 Mio. € im Vorjahr. Auf Konzernebene wurde der Effekt aus niedrigeren Rohstoffpreisen über eine Anpassung der Verkaufspreise in den Markt weitergegeben. Darüber hinaus belastete die weiterhin herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken. Die insgesamt positive Entwicklung war wesentlich auf vorteilhafte Wechselkursveränderungen zurückzuführen. Zusätzlich unterstützte ein positiver Mengeneffekt die Ergebnisentwicklung. Die Vertriebskosten stiegen vor allem aufgrund volumenbedingt höherer Frachtkosten sowie wechselkursbedingt um 2,3 % auf 759 Mio. €. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sanken um 30 Mio. € auf 130 Mio. €. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 6 Mio. € auf 284 Mio. €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich im Konzern von 10,1 % auf 11,2 %. In sämtlichen Funktionsbereichen ergaben sich Kosteneinsparungen im Rahmen unserer Programme zur Neuausrichtung. Diesen standen wechselkursbedingte Kostensteigerungen gegenüber.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen in unserem Segment Performance Polymers lag mit 502 Mio. € um 110 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 392 Mio. €. Der Anstieg war insbesondere durch die vorteilhafte Veränderung der Wechselkurse geprägt. Darüber hinaus unterstützten ein positiver Mengeneffekt und geringere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung den Ergebnisverlauf. Der positive Einfluss aus niedrigeren Einstandspreisen für Rohstoffe wurde durch reduzierte Verkaufspreise aufgrund der weiterhin schwierigen Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken überkompensiert. Ergebnisbelastend wirkten zudem höhere Fertigungskosten.
In unserem Segment Advanced Intermediates stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um 31 Mio. € auf 339 Mio. €. Dabei führten die positiven Wechselkurseinflüsse zu einer Ergebnisverbesserung. Die weiterhin gute Nachfrage nach Agrochemikalien sowie in den weiteren Absatzmärkten erhöhte die Absatzmengen und steigerte das Ergebnis. Niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe sowie die Anpassung der Verkaufspreise resultierten in Summe in einem positiven Effekt.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen unseres Segments Performance Chemicals lag mit 326 Mio. € um 57 Mio. € bzw. 21,2 % über dem Niveau des Vorjahres. Die vorteilhafte Entwicklung der Wechselkurse sowie geringere Einstandspreise für Rohstoffe führten zu einer Ergebnisverbesserung. Gegenläufig wirkten gesunkene Absatzmengen.
EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Performance Polymers | 392 | 502 | 28,1 |
| Advanced Intermediates | 308 | 339 | 10,1 |
| Performance Chemicals | 269 | 326 | 21,2 |
| Überleitung | - 161 | - 282 | - 75,2 |
| 808 | 885 | 9,5 |
Vorjahreswerte angepasst.
Die Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum operativen Ergebnis (EBIT) ergibt sich wie folgt:
Überleitung EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBIT
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 808 | 885 | 9,5 |
| Abschreibungen | - 426 | - 474 | - 11,3 |
| Wertaufholungen | - | 56 | - |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | - 164 | - 52 | 68,3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 218 | 415 | 90,4 |
Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns stieg im Berichtsjahr deutlich von 218 Mio. € auf 415 Mio. €. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 474 Mio. €. Hiervon fielen 25 Mio. € (Vorjahr: 32 Mio. €) außerplanmäßig an, von denen 11 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) keinen Einfluss auf das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen hatten. Den Abschreibungen standen Wertaufholungen in Höhe von 56 Mio. € gegenüber.
Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, verbesserte sich um 30 Mio. € auf minus 160 Mio. €. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein Wert von minus 153 Mio. €, der um 147 Mio. € unter dem entsprechenden Vorjahreswert lag. Der Rückgang entstand im Wesentlichen aus Geschäften zur Wechselkurssicherung.
Die negativen Sondereinflüsse des Berichtsjahres von saldiert 7 Mio. € ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 106 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 99 Mio. €. Die negativen Sondereinflüsse, die mit 96 Mio. € EBITDA-wirksam waren, resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Beendigung der EPDM-Kautschuk-Produktion am Standort Marl (Deutschland) zum Ende des ersten Quartals 2016 sowie weiteren Maßnahmen im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again". Die nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse entfielen auf außerplanmäßige Abschreibungen im Rahmen der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Marl (Deutschland). Die positiven Sondereinflüsse, die mit 44 Mio. € EBITDA-wirksam waren, betrafen insbesondere Erträge aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Die nicht EBITDA-wirksamen positiven Sondereinflüsse entfielen im Wesentlichen auf die Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte in Höhe von 56 Mio. €. Die Wertaufholungen betrafen mit 37 Mio. € unsere Business Unit High Performance Elastomers und mit 19 Mio. € die Business Unit Advanced Industrial Intermediates.
Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von saldiert 184 Mio. € angefallen, die in Höhe von 164 Mio. € EBITDA-wirksam waren und vor allem die Programme „Let's LANXESS again" und „Advance" sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten betrafen. Die nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse des Vorjahres von 20 Mio. € betrafen im Wesentlichen die außerplanmäßige Abschreibung einer Testanlage der jetzigen Business Unit Tire & Specialty Rubbers.
Überleitung EBIT zum Konzernergebnis
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 218 | 415 | 90,4 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 2 | 0 | - 100,0 |
| Zinsergebnis | - 69 | - 66 | 4,3 |
| Sonstiges Finanzergebnis | - 71 | - 61 | 14,1 |
| Finanzergebnis | - 138 | - 127 | 8,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 80 | 288 | > 100 |
| Ertragsteuern | - 36 | - 121 | < -100 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 44 | 167 | >100 |
| davon: | |||
| auf andere Gesellschafter entfallend | - 3 | 2 | > 100 |
| den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) | 47 | 165 | > 100 |
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf minus 127 Mio. € nach minus 138 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis der at equity bewerteten Beteiligung an der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), betrug 0 Mio. € nach 2 Mio. € im Vorjahr. In Summe lag das Zinsergebnis mit minus 66 Mio. € um 3 Mio. € über dem Vorjahr. Der Zinsaufwand lag dabei aufgrund von im Berichtszeitraum getätigten Tilgungen und fällig gewordenen Darlehen unter dem Vorjahresniveau. Gegenläufig wirkte sich aus, dass infolge der Fertigstellung der neuen Anlagen in Asien weniger anteilige Fremdkapitalkosten aktiviert wurden. Die Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses resultierte im Wesentlichen aus dem Kursergebnis. Zudem waren im Vorjahr Aufwendungen aus der vorfälligen Tilgung langfristiger Darlehen enthalten.
Ergebnis vor Ertragsteuern
Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verbesserte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 208 Mio. € auf 288 Mio. €.
Ertragsteuern
Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 121 Mio. € nach 36 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 42,0 % gegenüber 45,0 % in der Vergleichsperiode.
Konzernergebnis/Ergebnis je Aktie/Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen
Das Konzernergebnis lag mit 165 Mio. € um 118 Mio. € über dem Vorjahreswert. Auf andere Gesellschafter entfiel ein Ergebnisanteil von 2 Mio. € nach minus 3 Mio. € im Vorjahr.
Das Ergebnis je Aktie wird mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Berichtsperiode in Umlauf gewesenen LANXESS Aktien errechnet. Die Anzahl der in Umlauf gewesenen Aktien wurde durch die im Rahmen der Kapitalerhöhung im Mai 2014 ausgegebenen Aktien erhöht. Das Ergebnis je Aktie lag mit 1,80 € über dem Wert des Vorjahres von 0,53 €.
Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen lag bei 1,80 € nach 1,98 € im Vorjahr. Die Ermittlung erfolgte ausgehend vom Ergebnis je Aktie unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse sowie darauf entfallender Steuereffekte. Die insgesamt negativen Sondereinflüsse betrugen im Berichtsjahr saldiert 7 Mio. € nach 184 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
ENTWICKLUNG DER REGIONEN
Umsatz nach Verbleib
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| 2014 | 2015 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EMEA (ohne Deutschland) | 2.296 | 28,7 | 2.325 | 29,4 | 1,3 |
| Deutschland | 1.440 | 18,0 | 1.365 | 17,3 | - 5,2 |
| Nordamerika | 1.338 | 16,7 | 1.368 | 17,3 | 2,2 |
| Lateinamerika | 859 | 10,7 | 830 | 10,5 | - 3,4 |
| Asien/Pazifik | 2.073 | 25,9 | 2.014 | 25,5 | - 2,8 |
| 8.006 | 100,0 | 7.902 | 100,0 | - 1,3 |
Die weltweite Entwicklung der Umsätze war geprägt von niedrigeren Verkaufspreisen aufgrund in Summe geringerer Einstandspreise für wesentliche Rohstoffe sowie von positiven Wechselkurseinflüssen.
EMEA (ohne Deutschland)
Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) stieg um 29 Mio. € bzw. 1,3 % auf 2.325 Mio. €. Bereinigt um Wechselkurseffekte und geringfügige Portfolioeinflüsse aus der Veräußerung der Anteile an der Perlon-Monofil GmbH, Dormagen (Deutschland), im März des Vorjahres lag der Umsatz mit einem Plus von 0,1 % auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Das Segment Performance Polymers wies einen geringen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich auf. Unsere Segmente Performance Chemicals und Advanced Intermediates erreichten hingegen eine leichte Umsatzsteigerung in derselben Größenordnung. Bei dieser insgesamt ausgeglichenen Entwicklung in der Region verzeichnete der Konzern vor allem in Italien, Irland, Polen und den Niederlanden rückläufige Umsätze. Unterstützend wirkte die positive Nachfrageentwicklung unter anderem in Belgien, der Türkei, Portugal und Ungarn.
Mit einem Umsatzanteil von 29,4 % nach 28,7 % im Vorjahr lag der Schwerpunkt unserer Geschäftsaktivitäten unverändert in der Region EMEA (ohne Deutschland).
Deutschland
In Deutschland erwirtschafteten wir im Geschäftsjahr 2015 mit 1.365 Mio. € einen Umsatz, der um 75 Mio. € bzw. 5,2 % unter dem Wert des Vorjahres lag. Bereinigt um geringfügige Wechselkurs- und Portfolioeffekte ergab sich ein Rückgang um 5,7 %. Die Umsätze der Segmente Advanced Intermediates sowie Performance Polymers wiesen Einbußen im mittleren einstelligen Prozentbereich auf, während unser Segment Performance Chemicals einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich verzeichnete.
Der Anteil Deutschlands am Konzernumsatz sank leicht von 18,0 % auf 17,3 %.
Nordamerika
Der Umsatz in dieser Region lag mit 1.368 Mio. € um 30 Mio. € bzw. 2,2 % über dem Wert des Vorjahres. Nach Bereinigung um positive Wechselkurseffekte ergab sich hingegen ein Umsatzminus von 13,9 %. Wesentlichen Anteil daran hatte der Umsatzrückgang des Segments Performance Polymers, der sich im niedrigen zweistelligen Prozentbereich bewegte. Auch die Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals verzeichneten Umsatzrückgänge im niedrigen zweistelligen beziehungsweise einstelligen Prozentbereich.
Der Anteil Nordamerikas am Konzernumsatz lag mit 17,3 % um 0,6 %-Punkte über dem Niveau des Vorjahres.
Lateinamerika
In der Region Lateinamerika gingen die Umsätze um 29 Mio. € bzw. 3,4 % auf 830 Mio. € zurück. Bereinigt um positive Währungseffekte, die sich aufgrund der Kursentwicklung des US-Dollars ergaben und weil ein Großteil der Umsätze in US-Dollar abgerechnet wird, resultierte ein Rückgang um 13,7 %. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf war die Entwicklung im Segment Performance Polymers, das ein Umsatzminus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verzeichnete. Auch das Segment Advanced Intermediates wies einen Geschäftsrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich auf, während die Umsätze des Segments Performance Chemicals nur um einen niedrigen einstelligen Prozentwert sanken. Die Entwicklung in der Region war vor allem beeinflusst durch den Umsatzrückgang in Brasilien. Geringfügig positive Impulse kamen aus Mexiko.
In Lateinamerika erwirtschafteten wir 10,5 % des Konzernumsatzes nach 10,7 % im Vorjahreszeitraum.
Asien/Pazifik
Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik sank im Geschäftsjahr 2015 um 59 Mio. € bzw. 2,8 % auf 2.014 Mio. €. Nach Bereinigung um positive Wechselkurs- sowie geringfügige Portfolioeinflüsse ergab sich ein Rückgang um 16,1 %. Die Entwicklung war im Wesentlichen auf den Geschäftsverlauf des Segments Performance Polymers zurückzuführen, das einen Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aufwies. Ebenfalls rückläufig mit knapp zweistelligen Prozentwerten waren die Geschäfte der Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals. Wesentlichen Anteil an der operativen Entwicklung in der Region hatten rückläufige Umsätze in China, Singapur, Korea und Taiwan.
Der Anteil am Konzernumsatz lag mit 25,5 % leicht unter dem Wert des Vorjahres von 25,9 %. Die Region Asien/Pazifik bestätigte damit in der Umsatzverteilung des Konzerns den Platz als zweitstärkste Region hinter EMEA (ohne Deutschland).
SEGMENTDATEN
| • | Performance Polymers: Herausfordernde Wettbewerbssituation bei synthetischen Kautschuken; niedrigere Verkaufspreise belasten Umsatz; Ergebnis dennoch deutlich über Vorjahr |
| • | Advanced Intermediates: Ergebnissteigerung bei leicht rückläufigem Umsatz, gute Geschäftsentwicklung im Bereich Agrochemikalien |
| • | Performance Chemicals: Umsatz- und Ergebnissteigerung bei nahezu stabilen Preisen |
Performance Polymers
Kennzahlenüberblick
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| 2014 | 2015 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge F in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 4.128 | 3.944 | - 4,5 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 392 | 9,5 | 502 | 12,7 | 28,1 |
| EBITDA | 351 | 8,5 | 507 | 12,9 | 44,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 181 | 4,4 | 249 | 6,3 | 37,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 120 | 2,9 | 280 | 7,1 | > 100 |
| Auszahlungen für Investitionen | 428 | 184 | - 57,0 | ||
| Abschreibungen / Wertaufholungen | 231 | 227 | - 1,7 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12.1) | 5.240 | 5.088 | - 2,9 |
1) Vorjahreswert angepasst.
In unserem Segment Performance Polymers sanken die Umsätze im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 4,5 % auf 3.944 Mio. €. Die Anpassung der Verkaufspreise führte zu einem negativen Preiseffekt von 14,9 %. Dieser ergab sich insbesondere aus der an die Kunden weitergegebenen Entlastung durch niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe. Umsatzerhöhend wirkten vorteilhafte Wechselkurseinflüsse mit 8,9 % sowie leicht erhöhte Absatzmengen. Sämtliche Business Units des Segments waren von niedrigeren Verkaufspreisen betroffen. Die Business Units Tire & Specialty Rubbers und High Performance Materials wiesen eine positive Mengenentwicklung auf, während die Business Unit High Performance Elastomers ein geringeres Absatzvolumen verzeichnete. Die Veränderung der Wechselkurse wirkte sich auf sämtliche Business Units positiv aus. Während das Segment in der Region EMEA (ohne Deutschland) einen positiven Geschäftsverlauf zeigte, lag der Umsatz in den übrigen Regionen unter dem Niveau des Vorjahres.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Polymers lag mit 502 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahres von 392 Mio. €. Ergebnisverbessernd wirkten vorteilhafte Wechselkurseinflüsse sowie ausgeweitete Absatzmengen. Der positive Einfluss aus der Kostenentlastung durch niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe wurde durch den Effekt aus reduzierten Verkaufspreisen überkompensiert. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments stieg von 9,5 % auf 12,7 %.
Auf das Segment entfielen insgesamt positive Sondereinflüsse von 31 Mio. €, die sich als Saldo von 79 Mio. € positiven Sondereinflüssen und 48 Mio. € negativen Sondereinflüssen ergaben. Die positiven Sondereinflüsse waren mit 43 Mio. € EBITDA-wirksam und entfielen insbesondere auf Veräußerungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Die nicht EBITDA-wirksamen positiven Sondereinflüsse von 36 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus einer Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte der Business Unit High Performance Elastomers. Die negativen Sondereinflüsse ergaben sich aus 38 Mio. € EBITDA-wirksamen und 10 Mio. € nicht EBITDA- wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Beendigung der EPDM-Kautschuk-Produktion am Standort Marl (Deutschland) sowie Maßnahmen im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again". Die nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse resultierten aus außerplanmäßigen Abschreibungen im Rahmen der beabsichtigten Beendigung der Produktion am Standort Marl (Deutschland).
Im Vorjahr hatten sich die negativen Sondereinflüsse auf 61 Mio. € belaufen, von denen 41 Mio. € EBITDA-wirksam waren. Im Wesentlichen entfielen die nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse von 20 Mio. € auf eine außerplanmäßige Abschreibung einer Testanlage der Business Unit Tire & Specialty Rubbers. Die EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse standen im Zusammenhang mit Maßnahmen im Rahmen der Programme zur Neuausrichtung.
Advanced Intermediates
Kennzahlenüberblick
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| 2014 | 2015 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.847 | 1.826 | - 1,1 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 308 | 16,7 | 339 | 18,6 | 10,1 |
| EBITDA | 295 | 16,0 | 338 | 18,5 | 14,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 215 | 11,6 | 240 | 13,1 | 11,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 202 | 10,9 | 258 | 14,1 | 27,7 |
| Auszahlungen für Investitionen | 90 | 87 | - 3,3 | ||
| Abschreibungen / Wertaufholungen | 93 | 80 | - 14,0 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 3.312 | 3.264 | - 1,4 |
Vorjahreswerte angepasst.
Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates lagen im Geschäftsjahr 2015 mit 1.826 Mio. € um 1,1 % bzw. 21 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Während die Anpassung der Verkaufspreise, bedingt durch die überwiegende Weitergabe der Entlastung aus geringeren Einstandspreisen für Rohstoffe, zu einem negativen Preiseffekt von 9,0 % führte, wirkte die Entwicklung der Wechselkurse mit 4,8 % umsatzerhöhend. Die Absatzmengen lagen mit 3,2 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums.
Während beide Business Units des Segments höhere Absatzmengen verzeichneten, lagen die Verkaufspreise in der Business Unit Advanced Industrial Intermediates rohstoffpreisbedingt unter dem Niveau des Vorjahres. Die weiterhin gute Nachfrage nach Agrochemikalien sowie in den weiteren Absatzmärkten führte zu einem positiven Effekt aus höheren Absatzmengen. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich insbesondere in der Business Unit Advanced Industrial Intermediates positiv aus. In der Region Deutschland lag der Umsatz des Segments unter dem Niveau des Vorjahres. In den übrigen Regionen verzeichnete das Segment einen positiven Geschäftsverlauf.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates stieg um 31 Mio. € bzw. 10,1 % auf 339 Mio. €. Dabei führten insbesondere die positive Wechselkursentwicklung sowie höhere Absatzmengen zu einer Ergebnisverbesserung. Während gesunkene Rohstoffpreise zu einer Kostenentlastung führten, belastete die überwiegende Weitergabe dieser Preiseffekte an Kunden das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 18,6 % nach 16,7 % über dem Niveau des Vorjahres.
Im Geschäftsjahr 2015 fielen insgesamt positive Sondereinflüsse von saldiert 18 Mio. € an, die aus positiven Sondereinflüssen von 20 Mio. € und negativen Sondereinflüssen von 2 Mio. € resultierten. Die positiven Sondereinflüsse waren mit 19 Mio. € nicht EBITDA- wirksam und betrafen eine Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte der ehemaligen Business Unit Rubber Chemicals. Die EBITDA- wirksamen negativen Sondereinflüsse von 1 Mio. € ergaben sich als Saldo aus negativen Sondereinflüssen im Zusammenhang mit Maßnahmen des Programms „Let's LANXESS again" und positiven Sondereinflüssen aus der Veräußerung von Anlagevermögen. Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse von 13 Mio. € angefallen, die vollständig EBITDA- wirksam waren und im Wesentlichen auf das Programm „Let's LANXESS again" entfielen.
Performance Chemicals
Kennzahlenüberblick
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| 2014 | 2015 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.989 | 2.085 | 4,8 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 269 | 13,5 | 326 | 15,6 | 21,2 |
| EBITDA | 238 | 12,0 | 313 | 15,0 | 31,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 187 | 9,4 | 238 | 11,4 | 27,3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 156 | 7,8 | 225 | 10,8 | 44,2 |
| Auszahlungen für Investitionen | 71 | 139 | 95,8 | ||
| Abschreibungen | 82 | 88 | 7,3 | ||
| Mitarbeiter Stand 31.12. | 5.318 | 5.260 | - 1,1 |
Vorjahreswerte angepasst.
Im Segment Performance Chemicals stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2015 um 96 Mio. € bzw. 4,8 % auf 2.085 Mio. €. Der Anstieg resultierte insbesondere mit 8,2 % aus der positiven Entwicklung der Wechselkurse. Während geringere Absatzmengen zu einem Umsatzrückgang von 3,1 % führten, lagen die Verkaufspreise nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
Die einzelnen Business Units des Segments zeigten dabei eine unterschiedliche Entwicklung. Während die Verkaufspreise der Business Units Material Protection Products und Inorganic Pigments über dem Niveau des Vorjahres lagen, verzeichneten die anderen Business Units leicht rückläufige Verkaufspreise. Mit Ausnahme der Business Unit Liquid Purification Technologies wiesen alle Business Units geringere Absatzmengen auf. Sämtliche Business Units profitierten von der vorteilhaften Wechselkursentwicklung. Während das Geschäft in der Region Deutschland rückläufig war, konnte es in den übrigen Regionen ausgeweitet werden.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals stieg gegenüber dem Vorjahr um 57 Mio. € bzw. 21,2 % auf 326 Mio. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der positiven Entwicklung der Wechselkurse. Zudem unterstützten geringere Einstandspreise für Rohstoffe bei nahezu stabilen Verkaufspreisen die Entwicklung. Ergebnisbelastend wirkte die rückläufige Mengenentwicklung. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg von 13,5 % auf 15,6 %.
Im Berichtsjahr entfielen auf das Segment negative Sondereinflüsse in Höhe von 13 Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren. Diese betrafen unter anderem Maßnahmen im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again". Die negativen Sondereinflüsse des Vorjahres hatten 31 Mio. € betragen und waren vollständig EBITDA-wirksam. Sie betrafen insbesondere Maßnahmen im Rahmen der Programme „Let's LANXESS again" und „Advance".
Überleitung
Kennzahlenüberblick
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| 2014 in Mio. € |
2015 in Mio. € |
Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 42 | 47 | 11,9 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | - 161 | - 282 | - 75,2 |
| EBITDA | - 240 | - 325 | - 35,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | - 181 | - 305 | - 68,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | - 260 | - 348 | - 33,8 |
| Auszahlungen für Investitionen | 25 | 24 | - 4,0 |
| Abschreibungen | 20 | 23 | 15,0 |
| Mitarbeiter Stand 31.12.1) | 2.714 | 2.613 | - 3,7 |
1) Vorjahreswert angepasst.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung lag bei minus 282 Mio. € nach minus 161 Mio. € im Vorjahr. Die Veränderung war im Wesentlichen auf Aufwendungen aus der Absicherung von Wechselkursänderungen zurückzuführen. Die in der Überleitung gezeigten negativen Sondereinflüsse von 43 Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren, resultierten im Wesentlichen aus dem Programm „Let's LANXESS again". Die in der Überleitung gezeigten EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüsse des Vorjahres in Höhe von 79 Mio. € hatten im Wesentlichen Maßnahmen im Rahmen von „Let's LANXESS again" und „Advance" sowie Kosten für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten sowie Portfolioaufwendungen betroffen.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Vermögenslage
| • | Gesunkene Bilanzsumme im Wesentlichen aufgrund von reduziertem Working Capital |
| • | Eigenkapitalquote auf 32,2 % verbessert |
| • | Niedrigere Pensionsrückstellungen aufgrund gestiegener Diskontierungszinsen |
| • | Nettofinanzverbindlichkeiten mit 1.211 Mio. € sichtlich verbessert |
Bilanzstruktur
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| 31.12.2014 | 31.12.2015 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 4.101 | 56,6 | 4.180 | 57,9 | 1,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.149 | 43,4 | 3.039 | 42,1 | - 3,5 |
| Bilanzsumme | 7.250 | 100,0 | 7.219 | 100,0 | - 0,4 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital (einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter) | 2.161 | 29,8 | 2.323 | 32,2 | 7,5 |
| Langfristiges Fremdkapital | 3.447 | 47,6 | 2.936 | 40,7 | - 14,8 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.642 | 22,6 | 1.960 | 27,1 | 19,4 |
| Bilanzsumme | 7.250 | 100,0 | 7.219 | 100,0 | - 0,4 |
Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2015 betrug 7.219 Mio. €. Sie lag damit um 31 Mio. € bzw. 0,4 % unter dem Wert zum Vorjahresende. Diese Entwicklung war insbesondere bedingt durch den Rückgang der Vorräte sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig wirkte sich die Entwicklung der Sachanlagen aus. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich von 56,6 % auf 57,9 %. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital im Wesentlichen aufgrund des positiven Gesamtergebnisses. Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Geschäftsjahres 32,2 % nach 29,8 % im Vorjahr.
Das langfristige Vermögen erhöhte sich um 79 Mio. € auf 4.180 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen dabei um 94 Mio. € auf 3.747 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 434 Mio. € unter dem Wert von 614 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Abschreibungen lagen mit 474 Mio. € um 48 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 426 Mio. €. Ihnen standen Zuschreibungen aus der Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen auf Vermögenswerte in zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in Höhe von 56 Mio. € gegenüber. Der Equity-Beteiligungsbuchwert lag wie im Vorjahr bei 0 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern verringerten sich um 19 Mio. € auf 361 Mio. €. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 57,9 % nach 56,6 % zum 31. Dezember 2014.
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.039 Mio. € um 110 Mio. € bzw. 3,5 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2014. Die Vorräte verringerten sich um 35 Mio. € bzw. 2,5 % auf 1.349 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch das gesunkene Preisniveau für bestimmte Schlüsselrohstoffe. Dem wirkten die Entwicklung der Wechselkurse und ein leichter Anstieg der Mengen entgegen. Die Kennzahl zur Lagerreichweite (DIO) stieg von 79,1 Tagen auf 84,3 Tage. Demgegenüber sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 59 Mio. € bzw. 5,8 % auf 956 Mio. €, trotz gegenläufiger Währungseffekte. Die Kennzahl zur Forderungsdauer (DSO) lag nahezu unverändert bei 47,6 Tagen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken um 52 Mio. € auf 366 Mio. €. Die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte lagen wie im Vorjahr bei 100 Mio. €. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 42,1 % nach 43,4 % zum 31. Dezember 2014.
Aufgrund der Bilanzierungsvorschriften sind selbsterstellte Vermögenswerte in der Bilanz des LANXESS Konzerns nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns.
Auch unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen stellen einen signifikanten immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierliche Lieferqualität gefestigte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es uns, auch in einem herausfordernderen wirtschaftlichen Umfeld im Wettbewerb erfolgreich zu sein. Unsere Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen ist, fußt auf unserem spezifischen Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir einen signifikanten Mehrwert für unsere Kunden.
Das Know-how und die Erfahrung unserer Mitarbeiter sind tragende Säulen unseres unternehmerischen Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 162 Mio. € bzw. 7,5 % auf 2.323 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund des positiven Gesamtergebnisses im Berichtszeitraum. Zum 31. Dezember 2015 lag der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme bei 32,2 % nach 29,8 % zum 31. Dezember 2014.
Das langfristige Fremdkapital sank zum 31. Dezember 2015 um 511 Mio. € auf 2.936 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sanken gegenüber dem Jahresende 2014 um 75 Mio. € auf 1.215 Mio. €. Dies war im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Diskontierungszinssätze, insbesondere in Deutschland. Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten lagen mit 1.258 Mio. € um 440 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2014. Dieser Effekt resultierte aus der Umgliederung einer im Jahr 2016 fälligen Anleihe sowie eines Darlehens in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich auf 40,7 % nach 47,6 % zum 31. Dezember 2014.
Das kurzfristige Fremdkapital betrug 1.960 Mio. € und lag somit um 318 Mio. € bzw. 19,4 % über dem Wert zum 31. Dezember 2014. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 779 Mio. € um 20 Mio. € unter dem Vorjahreswert, im Wesentlichen bedingt durch gesunkene Rohstoffpreise. Dem Rückgang wirkte die Veränderung der Wechselkurse entgegen. Die kurzfristigen derivativen Verbindlichkeiten lagen mit 100 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Umgliederung der Anleihe und des Darlehens aus den lang- in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten war maßgeblich für deren Anstieg um 261 Mio. € auf 443 Mio. €. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken um 24 Mio. € auf 142 Mio. €, während die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um 61 Mio. € auf 411 Mio. € stiegen. Dies war bedingt durch die Zuführung für Restrukturierungsmaßnahmen sowie für variable Vergütung. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2015 bei 27,1 % nach 22,6 % zum Jahresende 2014.
Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen mit 1.211 Mio. € deutlich unter dem Wert zum 31. Dezember 2014 von 1.336 Mio. €.
Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
Kennzahlen
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| in % | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 1) Bilanzsumme | ||||||
| Eigenkapitalquote | ___________________ | 30,2 | 31,0 | 27,9 | 29,8 | 32,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Vermögensquote | ___________________ | 50,7 | 49,8 | 52,7 | 56,6 | 57,9 |
| Bilanzsumme | ||||||
| Eigenkapital 1) | ||||||
| Vermögensdeckungsgrad I | ___________________ | 59,4 | 62,0 | 52,9 | 52,7 | 55,6 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Eigenkapital 1) und langfristiges Fremdkapital | ||||||
| Vermögensdeckungsgrad II | ___________________ | 137,3 | 157,2 | 137,2 | 136,7 | 125,8 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Kurzfristiges Fremdkapital | ||||||
| Finanzierungsstruktur | ___________________ | 43,5 | 31,4 | 38,3 | 32,3 | 40,0 |
| Fremdkapital |
1) Eigenkapital einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.
Investitionen
Im Jahr 2015 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 457 Mio. € nach 692 Mio. € im Vorjahr. Von diesen waren 434 Mio. € (Vorjahr: 614 Mio. €) auszahlungswirksam. Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 474 Mio. € (Vorjahr: 426 Mio. €) an. Den Abschreibungen standen Zuschreibungen aus Wertaufholungen in Höhe von 56 Mio. € gegenüber. Die Abschreibungen enthielten als Sondereinflüsse gezeigte außerplanmäßige Abschreibungen von 11 Mio. € (Vorjahr: außerplanmäßige Abschreibungen von 20 Mio. €). Um diese Sondereinflüsse bereinigt lagen die Investitionen etwa auf dem Niveau der Abschreibungen (Vorjahr: 70 % über den Abschreibungen).
Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr in folgenden Bereichen:
| • | Erweiterungs-, Instandhaltungs und Neubaumaßnahmen |
| • | Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit |
| • | Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften |
Bei etwa zwei Drittel der im Jahr 2015 getätigten Investitionsausgaben handelte es sich um Investitionen in die Substanzerhaltung, der restliche Anteil betraf Erweiterungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen.
Regional gesehen entfielen im Berichtszeitraum 36 % unserer Investitionen auf Deutschland, 20 % auf die Region EMEA (ohne Deutschland), 17 % auf Nordamerika, 5 % auf Lateinamerika und 22 % auf die Region Asien/Pazifik. Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungs- und Anlagenmodernisierungsmaßnahmen sämtlicher Segmente, insbesondere aber der Business Units Saltigo und Liquid Purification Technologies. Der weiterhin hohe Anteil der Investitionen in der Region Asien/Pazifik ist vor allem auf den im Berichtsjahr abgeschlossenen Neubau einer Anlage zur Herstellung von EPDM-Kautschuk unserer Business Unit High Performance Elastomers in Changzhou (China) zurückzuführen sowie auf den Neubau einer Anlage für Eisenoxidrot Pigmente der Business Unit Inorganic Pigments in Ningbo (China).
Im Segment Performance Polymers beliefen sich die Investitionen auf 190 Mio. € (Vorjahr: 472 Mio. €), von denen 184 Mio. € (Vorjahr: 428 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen mit Wertaufholungen saldierte Abschreibungen von 227 Mio. € (Vorjahr: 231 Mio. €) gegenüber. Wesentlich waren in diesem Segment insbesondere die Investitionen der Business Unit Tire & Specialty Rubbers. Die Investitionen im Segment Advanced Intermediates betrugen 99 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €). Die Auszahlungen lagen mit 87 Mio. € (Vorjahr: 90 Mio. €) über den mit Wertaufholungen saldierten Abschreibungen von 80 Mio. € (Vorjahr: 93 Mio. €). Hierin enthalten sind verschiedene kleinere Investitionsprojekte sowie erste Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Bau von zwei Mehrzweck-Produktionslinien der Business Unit Saltigo am Standort Leverkusen (Deutschland), der 2016 beginnen wird. Die Produktion soll Ende 2017 aufgenommen werden. Im Segment Performance Chemicals erfolgten Investitionen von 144 Mio. € (Vorjahr: 94 Mio. €), hiervon waren 139 Mio. € (Vorjahr: 71 Mio. €) auszahlungswirksam. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 88 Mio. € (Vorjahr: 82 Mio. €). Eine wesentliche Investition stellte hierbei die Errichtung einer Anlage mit modernster Verfahrenstechnik für Eisenoxidrot-Pigmente im chinesischen Ningbo durch die Business Unit Inorganic Pigments dar.
Bedeutende Investitionsprojekte des LANXESS Konzerns in Sachanlagen sind folgender Übersicht zu entnehmen:
Ausgewählte Investitionsprojekte
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| Segment | Standort | Maßnahme |
|---|---|---|
| Performance Polymers | ||
| Tire & Specialty Rubbers | Singapur (Singapur) | Neubau einer Produktionsanlage für Neodymium-basierten-Performance-Butadien- Kautschuk (Nd-PBR), Inbetriebnahme im 1. Halbjahr 2015 |
| High Performance Elastomers | Changzhou (China) | Errichtung einer Anlage zur Herstellung von synthetischem Ethylen-Propylen-Dien- Kautschuk (EPDM), Inbetriebnahme in Q1 2015 |
| High Performance Materials | Gastonia (USA) | Erweiterung des Werks für Hightech Kunststoffe um eine zweite Compoundier- Anlage, geplanter Produktionsstart 2016 |
| Advanced Intermediates | ||
| Saltigo | Leverkusen (Deutschland) | Bau von zwei Mehrzweck-Produktionslinien, Baubeginn 2016, geplanter Produktionsstart Ende 2017 |
| Performance Chemicals | ||
| Inorganic Pigments | Ningbo (China) | Errichtung einer Anlage für Eisenoxidrot Pigmente einschließlich Erweiterung um Misch- und Mahlanlage für anorganische Pigmente, Fertigstellung in Q4 2015, geplanter Produktionsstart Q1 2016 |
Veränderungen des Konzernportfolios
Hinsichtlich der Veränderungen des Konzernportfolios verweisen wir auf den Abschnitt „Veränderungen des Konzernportfolios" in diesem Lagebericht.
Finanzlage
| • | Free Cashflow über Vorjahr |
| • | Zufluss aus geringerer Mittelbindung im Working Capital |
| • | Cashflow aus investiver Tätigkeit reflektiert hauptsächlich Investitionen in die Anlagensubstanz und Kapazitätserweiterung |
| • | Weiterhin solide Liquiditätsposition |
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit.
Kapitalflussrechnung
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 80 | 288 | 208 |
| Abschreibungen / Wertaufholungen | 426 | 418 | - 8 |
| Sonstige Positionen | 144 | - 107 | - 251 |
| Zufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung Working Capital | 650 | 599 | - 51 |
| Veränderung Net Working Capital | 147 | 93 | - 54 |
| Zufluss aus operativer Tätigkeit | 797 | 692 | - 105 |
| Abfluss aus investiver Tätigkeit | - 587 | - 400 | 187 |
| Free Cash Flow | 210 | 292 | 82 |
| Abfluss aus Finanzierungstätigkeit | - 222 | - 333 | - 111 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit | - 12 | - 41 | - 29 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember | 418 | 366 | - 52 |
Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Net Working Capital verringerte sich im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 51 Mio. € auf 599 Mio. €. Ausgangspunkt dafür war das um 208 Mio. € auf 288 Mio. € gestiegene Ergebnis vor Ertragsteuern. Die Abschreibungen in Höhe von 474 Mio. €, denen Zuschreibungen in Höhe von 56 Mio. € gegenüberstanden, lagen um 48 Mio. € über dem Wert von 426 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen Positionen des Berichtsjahres enthalten unter anderem Steuerzahlungen, Effekte aus Geschäften zur Währungssicherung sowie für variable Vergütung. Außerdem ergaben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Auszahlungen im Rahmen der Neuausrichtung.
Aus der Abnahme des Net Working Capital im Vergleich zum 31. Dezember 2014 resultierte ein Mittelzufluss von 93 Mio. € gegenüber 147 Mio. € im Vorjahr. Der Zufluss im Berichtszeitraum ergab sich insbesondere aus dem Rückgang der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig wirkte. Aus operativer Tätigkeit flossen somit insgesamt Mittel in Höhe von 692 Mio. € nach 797 Mio. € im Vorjahr zu.
Aus investiver Tätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2015 ein Mittelabfluss von 400 Mio. € nach 587 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 434 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres von 614 Mio. €. Aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen resultierte eine Einzahlung von 45 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €).
Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit erhöhte sich um 82 Mio. € auf 292 Mio. €.
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 333 Mio. € nach 222 Mio. € im Vorjahr. Ein wesentlicher Effekt im Geschäftsjahr war die Nettorückzahlung von Finanzschulden von 220 Mio. €. Im Vorjahr hatte der Zufluss aus der Kapitalerhöhung von 433 Mio. € einen wesentlichen Effekt dargestellt, dieser wurde jedoch durch die Nettorückzahlung von Finanzschulden in Höhe von 478 Mio. € überkompensiert. Die Zinszahlungen und sonstigen Auszahlungen des Finanzbereichs lagen mit 76 Mio. € gegenüber 131 Mio. € deutlich niedriger als im Vorjahr. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre der LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2014 betrug wie im Vorjahr 46 Mio. €.
Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2015 aus der Geschäftstätigkeit eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von minus 41 Mio. € nach minus 12 Mio. € im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der währungsbedingten und sonstigen negativen Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 11 Mio. € resultierte zum Bilanzstichtag ein Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 366 Mio. € nach 418 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Zusammen mit dem im Jahresvergleich unveränderten Bestand an liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten (kurzfristige Geldanlage liquider Mittel in Geldmarktfonds) von 100 Mio. € verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2015 über eine weiterhin solide Liquiditätsposition von 466 Mio. € nach 518 Mio. € zum Jahresende 2014.
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
LANXESS verfolgt eine konservative Finanzpolitik und adressiert vorausschauend finanzielle Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Die Verschuldungshöhe orientiert sich im Wesentlichen an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich und steht zusammen mit dem Free Cashflow im Fokus des Finanzmanagements. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Zins- oder Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Chancen- und Risikobericht sowie im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [36] „Finanzinstrumente" dargestellt.
Rating des LANXESS Konzerns
Um die Ziele des Finanzmanagements zu erreichen, sind der Zugang zu den Kapitalmärkten sowie eine intakte Geschäftsbeziehung zu den nationalen und internationalen Geschäftsbanken notwendige Voraussetzungen. Entsprechend ist auch die nachhaltige Interaktion und Kommunikation mit Banken, Investoren und Ratingagenturen von wesentlicher Bedeutung. Die Ratingagenturen Standard & Poor's sowie Moody's haben im Geschäftsjahr 2015 mit BBB- bzw. Baa3 ihre Ratings von LANXESS bestätigt. Fitch hat das nicht beauftragte („unso- licited") Rating von BBB- am 11. März 2015 bestätigt und anschließend eingestellt. Nach Ankündigung der Partnerschaft mit Saudi Aramco im September 2015 hob Standard & Poor's den Ausblick von „stabil" auf „positiv" an, während Moody's seinen Ausblick bei „stabil" beließ. Beide Ratingagenturen kommentierten die geplante Transaktion positiv und hoben die verbesserte Verschuldungssituation bei zusätzlicher finanzieller Flexibilität aufgrund der erwarteten Erlöse hervor.
Entwicklung der LANXESS Ratings und deren Ausblick seit 2010
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| 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Standard & Poor's | BBB/stabil | BBB/stabil | BBB/negativ | BBB-/stabil | BBB-/positiv |
| 23.08.2011 | 31.08.2012 | 27.06.2013 | 19.05.2014 | 24.09.2015 | |
| Moody's Investors Service | Baa2/stabil | Baa2/stabil | Baa2/negativ | Baa3/stabil | Baa3/stabil |
| 23.11.2011 | 26.09.2012 | 14.08.2013 | 20.06.2014 | 02.07.2015 |
Finanzierungsanalyse
LANXESS verfügte auch im Geschäftsjahr 2015 über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur und eine sehr solide Liquiditätslage.
Die im Februar 2015 fällig gewordene Renminbi-Anleihe in Höhe von 500 Mio. CNH konnte aus vorhandenen Zahlungsmitteln zurückgezahlt werden. Um Bruttoverschuldung und Zinslast weiter zu reduzieren, haben wir darüber hinaus insgesamt 114 Mio. € eines Förderbankdarlehens in zwei Tranchen vorzeitig zurückgezahlt. Die Schuldentilgung sowie die Finanzierung laufender Investitionen, des operativen Geschäfts sowie des Restrukturierungsprogramms „Let's LANXESS again" erfolgten aus dem operativen Cashflow und bestehender Liquidität.
Seit März 2009 verfügt LANXESS über ein Debt-Issuance-Programm in Höhe von derzeit 2,5 Mrd. €. Auf dieser Basis können, angepasst an die jeweiligen Marktbedingungen und sehr flexibel hinsichtlich des Zeitpunkts und der Höhe, Schuldverschreibungen im Kapitalmarkt platziert werden. Zum 31. Dezember 2015 war der Finanzierungsrahmen von 2,5 Mrd. € durch die unter dem Programm begebenen Anleihen und Privatplatzierungen zu knapp 1,5 Mrd. € genutzt. Auch die Höhe des Debt-Issuance-Programms kann flexibel den künftigen Erfordernissen angepasst werden, um Handlungsspielräume zu sichern. Die LANXESS Finance B.V. wurde als Emittentin der Anleihen und Privatplatzierungen unter dem Debt-Issuance-Programm zum 20. März 2015 durch die LANXESS AG, die ursprüngliche Garantin der Anleihe, abgelöst. Kapitalmarktfinanzierungen sind zentrale Bausteine im Finanzierungsmix von LANXESS, den wir stets auch vor dem Hintergrund einer ausreichenden Diversifikation unserer Finanzierungsquellen und unserer strategischen Unternehmensausrichtung hinterfragen.
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 182 Mio. € im Vorjahr auf 443 Mio. € zum 31. Dezember 2015. Die Zunahme ergab sich maßgeblich aus der Umgliederung der im Jahr 2016 fälligen Anleihe und eines Darlehens aus den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
In nur geringem Umfang nutzten wir Finanzierungsleasing, welches unter den finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz geführt wird. Zum 31. Dezember 2015 entsprach die Höhe der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing mit 71 Mio. € dem Vorjahr. Operating Leasing wird im LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen beläuft sich auf 341 Mio. € nach 390 Mio. € im Vorjahr.
LANXESS verfügte am 31. Dezember 2015 über keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungen, z. B. in Form von Factoring, Asset-Backed-Strukturen oder Projektfinanzierungen.
In Summe nahmen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzungen, von 1.854 Mio. € im Jahr 2014 auf 1.677 Mio. € zum 31. Dezember 2015 ab. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, also die Summe der so definierten Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte, verringerten sich um 125 Mio. € auf 1.211 Mio. €.
Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag mit 90 % über dem Vorjahresniveau von 86 %. Dies resultierte insbesondere aus der Reduktion der Bruttoverschuldung durch die wirtschaftlich attraktive Rückzahlung variabel verzinster Darlehen. Änderungen des Zinsniveaus haben in der momentanen Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Der Anteil der in Euro in Anspruch genommenen Kredite und Anleihen lag im Berichtsjahr mit durchschnittlich 90 % über dem Vorjahresniveau von 79 %. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz unserer Finanzverbindlichkeiten entsprach mit 3,8 % zum Jahresende 2015 dem Vorjahreswert.
Nachfolgende Übersicht zeigt detailliert die Finanzierungsstruktur von LANXESS zum 31. Dezember 2015 einschließlich der wesentlichen Liquiditätsreserven.
Finanzierungsstruktur
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| Instrument | Betrag in Mio. € |
Laufzeit bis | Zinssatz in % | Financial Covenant 1) |
|---|---|---|---|---|
| Euroanleihe 2009/2016 (200 Mio. €) | 200 | September 2016 | 5,500 | nein |
| Euroanleihe 2011/2018 (500 Mio. €) | 499 | Mai 2018 | 4,125 | nein |
| Euroanleihe 2012/2022 (500 Mio. €) | 494 | November 2022 | 2,625 | nein |
| Privatplatzierung 2012/2022 (100 Mio. €) | 100 | April 2022 | 3,500 | nein |
| Privatplatzierung 2012/2027 (100 Mio. €) | 99 | April 2027 | 3,950 | nein |
| Förderbankdarlehen | 138 | Januar 2016 2) | nein | |
| Sonstige Kredite | 76 | n/a | nein | |
| Finanzierungsleasing | 71 | n/a | nein | |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 1.677 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 366 | ≤ 3 Monate | ||
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | 100 | ≤ 3 Monate | ||
| Summe Liquidität | 466 | |||
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 1.211 |
1) Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen.
2) Ursprüngliche Laufzeit bis April 2019, am 4. Januar 2016 aufgrund der starken Liquiditätsposition zur Reduktion der Zinslast vollständig zurückgeführt.
Die in den zurückliegenden Geschäftsjahren kontinuierlich verbesserte Finanzierungsstruktur haben wir 2015 im Rahmen unserer Neuausrichtung und mit Blick auf anstehende Fälligkeiten in Folgejahren durch gezielte Schuldentilgung bei gleichzeitiger Sicherstellung unserer langfristigen Liquidität aktiv gesteuert. Zum Aufstellungszeitpunkt lagen keine Refinanzierungsrisiken vor. Insbesondere die Rückzahlung der im September 2016 fälligen Anleihe in Höhe von 200 Mio. € ist durch bestehende Liquidität und Kreditlinien sichergestellt. Die sonstigen Kredite betrafen im Wesentlichen Inanspruchnahmen von Tochtergesellschaften in Brasilien, China, Indien und Argentinien, von denen die meisten in 2016 fällig sind und regelmäßig, z. B. jährlich, verlängert werden.

Liquiditätsanalyse
Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 366 Mio. € sowie hochliquiden AAA-Geldmarktfondsanlagen von 100 Mio. € verfügt LANXESS über weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form von ungenutzten Kreditlinien. Die Anlage in Geldmarktfonds erfolgt ausschließlich in europäischen Konzerngesellschaften mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr und unterliegt damit für uns keiner Verfügungsbeschränkung. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die hochliquiden Geldmarktfonds werden zu rund 90 % in Konzerngesellschaften in Ländern mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr gehalten. Die übrigen rund 10 % werden in Gesellschaften in regulierten Kapitalmärkten gehalten, in denen Beschränkungen zum Zahlungsmitteltransfer existieren.
Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2015 jederzeit gesichert. Die starke Liquiditätsposition von LANXESS wurde 2015 auch in der Bonitätsbewertung der Ratingagenturen positiv betont.
Die mit Abstand bedeutendste Kreditlinie für LANXESS ist die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. €. Diese wurde im Februar 2015 um ein Jahr bis Februar 2020 verlängert. Sie wurde bislang nicht wesentlich in Anspruch genommen. Die Kreditlinie ist als Betriebsmittel- und Investitionslinie ausgestaltet und entspricht den Markt-Usancen des europäischen syndizierten Kreditmarkts für Investment-Grade-Unternehmen im BBB-Ratingbereich. Eine weitere wesentliche Kreditlinie über 150 Mio. € wurde mit der Europäischen Investitionsbank im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen. Keiner unserer wesentlichen Kreditverträge enthält Financial Covenants. Insgesamt verfügten wir zum 31. Dezember 2015 wie im Vorjahr über nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 1,5 Mrd. €.
In Summe ergibt sich aus dem Bestand liquider Mittel und ungenutzter Kreditlinien, wie im Vorjahr, ein Liquiditätsspielraum von rund 2,0 Mrd. €. Die Liquiditätsreserve dient der Sicherstellung unserer unternehmerischen Flexibilität sowie als Reserve für das Programm zur weltweiten Neuausrichtung des Konzerns und ist Ausdruck unserer konservativen Finanzpolitik. Unsere Zahlungsfähigkeit ist kurzfristig und langfristig gesichert.
Bond Performance - Entwicklung des Credit Spread im Jahr 2015
Eine wichtige Kenngröße von Unternehmensanleihen ist neben der absoluten Kursentwicklung die relative Bewertung des unternehmensspezifischen Kreditrisikos im Vergleich zu einem Referenzzinssatz. Dieser Kreditrisikoaufschlag findet seinen Ausdruck im sogenannten Credit Spread. Aufgrund des höheren Ausfallrisikos, das mit einer längeren Restlaufzeit einer Anleihe verbunden ist, weisen länger laufende Anleihen in der Regel einen höheren Credit Spread auf. Dies gilt auch, neben Faktoren wie Liquidität und Handelsvolumen, für unsere unterschiedlichen Anleihen. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Credit Spreads unserer Anleihen sowie den durchschnittlichen Credit Spread von Unternehmensanleihen mit einem Rating im BBB-Bereich und fünf Jahren Laufzeit gegenüber der Zinsswapkurve.

Die Kreditrisikoaufschläge von Unternehmensanleihen im BBB-Ratingbereich sind im ersten Quartal 2015 von einem vergleichsweise niedrigen Niveau aus zunächst weiter gesunken. In der zweiten Jahreshälfte 2015 haben sich die Risikoaufschläge dann wieder ausgeweitet. Demgegenüber haben sich die Kreditrisikoaufschläge der LANXESS Anleihen 2015 trotz des etwas niedrigeren Ratings von BBB- stabil entwickelt und lagen zuletzt auf einem vergleichbaren Niveau zu anderen Unternehmen im BBB-Ratingbereich.
Die Entwicklung der LANXESS Credit Spreads verdeutlicht unseren weiterhin sehr wettbewerbsfähigen Zugang zu Kapitalmarktfinanzierungen.
GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Das Geschäft des LANXESS Konzerns war im Jahr 2015 weiterhin von der schwierigen Wettbewerbssituation im Bereich der synthetischen Kautschuke bestimmt. Vor diesem Hintergrund haben wir unser Programm zur weltweiten Neuausrichtung weiter erfolgreich vorangetrieben. Die Absatzmengen lagen konzernweit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der generell gesunkenen Rohstoffpreise mussten die Verkaufspreise in allen Segmenten angepasst werden. Dank der umgesetzten Einsparmaßnahmen und der vorteilhaften Wechselkurseffekte konnten die Auswirkungen des herausfordernden Geschäftsverlaufs mehr als ausgeglichen werden. Die Ergebnisentwicklung schätzen wir insgesamt als positiv ein.
Der Umsatz des LANXESS Konzerns lag im Berichtszeitraum mit 7.902 Mio. € um 1,3 % unter dem Wert des Vorjahres von 8.006 Mio. €. Unser Segment Performance Polymers verzeichnete einen Umsatzrückgang, der insbesondere auf Preisdruck aufgrund niedrigerer Einstandspreise für Rohstoffe sowie auf die anhaltend herausfordernde Wettbewerbssituation zurückzuführen war. Im Segment Advanced Intermediates ergaben sich bei einer guten Nachfrage nach Agrochemikalien sowie in den anderen Endmärkten Umsätze, die nahezu auf Vorjahresniveau lagen. Das Geschäft in unserem Segment Performance Chemicals war durch niedrigere Absatzmengen und Verkaufspreise, die in etwa auf Vorjahresniveau lagen, geprägt.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2015 um 9,5 % von 808 Mio. € im Vorjahr auf 885 Mio. €. Die Entwicklung war wesentlich auf vorteilhafte Wechselkurse sowie auf Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen zurückzuführen.
Das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 47 Mio. € auf 165 Mio. € bzw. von 0,53 € auf 1,80 €.
Wir haben unseren konservativen Ansatz in der Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik auch 2015 beibehalten. Gemäß dem Grundsatz der Stetigkeit haben wir die Bewertungsmethoden und Ermessensspielräume im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet bzw. genutzt. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund des Konzernergebnisses von 29,8 % auf 32,2 %. Die Bilanzsumme lag auf dem Niveau des Vorjahres.
Unsere Bilanz zeigt weiterhin eine solide Liquiditätsposition. Darüber hinaus sind weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form nicht genutzter Kreditlinien vorhanden. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, lag mit 90 % über dem Vorjahresniveau von 86 %. Unsere Finanzverbindlichkeiten sind frei von Financial Covenants.
Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten sanken um 125 Mio. € auf 1.211 Mio. €. Die Ratingagenturen Standard & Poor's sowie Moody's haben im Geschäftsjahr 2015 unsere Ratings mit BBB- bzw. Baa3 bestätigt. Nach Ankündigung der Partnerschaft mit Saudi Aramco hob Standard & Poor's den Ausblick von „stabil" auf „positiv" an, während Moody's seinen Ausblick bei „stabil" beließ.
Unsere wirtschaftliche Lage sehen wir weiterhin positiv. Den Veränderungen und Herausforderungen, mit denen sich insbesondere die europäische Chemieindustrie konfrontiert sieht, begegnen wir mit unserem Programm zur weltweiten Neuausrichtung des LANXESS Konzerns. LANXESS soll durch die neue strategische Ausrichtung ein cashflowstarker und weniger zyklischer Spezialchemie-Konzern mit einem ausgewogeneren Portfolio werden.
MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Kennzahlen
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragslage | |||||
| Umsatzerlöse | 8.775 | 9.094 | 8.300 | 8.006 | 7.902 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 1.146 | 1.223 | 735 | 808 | 885 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | 13,1 % | 13,4 % | 8,9 % | 10,1 % | 11,2 % |
| EBITDA | 1.101 | 1.186 | 624 | 644 | 833 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 826 | 847 | 288 | 402 | 422 |
| EBIT | 776 | 808 | - 93 | 218 | 415 |
| EBIT-Marge | 8,8 % | 8,9 % | - 1,1 % | 2,7 % | 5,3 % |
| Konzernergebnis | 506 | 508 | - 159 | 47 | 165 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 6,08 | 6,11 | - 1,91 | 0,53 | 1,80 |
| Finanzlage | |||||
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 672 | 838 | 641 | 797 | 692 |
| Abschreibungen / Wertaufholungen | 325 | 378 | 717 | 426 | 418 |
| Auszahlungen für Investitionen | 679 | 696 | 624 | 614 | 434 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 1.515 | 1.483 | 1.731 | 1.336 | 1.211 |
| Vermögenslage | |||||
| Bilanzsumme | 6.878 | 7.519 | 6.811 | 7.250 | 7.219 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.489 | 3.747 | 3.592 | 4.101 | 4.180 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.389 | 3.772 | 3.219 | 3.149 | 3.039 |
| Net Working Capital | 1.766 | 1.849 | 1.679 | 1.600 | 1.526 |
| Eigenkapital (einschl. Anteilen anderer Gesellschafter) | 2.074 | 2.330 | 1.900 | 2.161 | 2.323 |
| Pensionsrückstellungen | 679 | 893 | 943 | 1.290 | 1.215 |
| Kennzahlen | |||||
| ROCE | 17,2 % | 15,6 % | 5,8 % | 7,9 % | 8,4 % |
| Eigenkapitalquote | 30,2 % | 31,0 % | 27,9 % | 29,8 % | 32,2 % |
| Vermögensquote | 50,7 | 49,8 | 52,7 | 56,6 | 57,9 |
| Vermögensdeckungsgrad I | 59,4 | 62,2 | 52,9 | 52,7 | 55,6 |
| Net Working Capital / Umsatz | 20,1 % | 20,3 % | 20,2 % | 20,0 % | 19,3 % |
| Mitarbeiter (Stand zum 31.12.) | 16.390 | 17.177 | 17.343 | 16.584 | 16.225 |
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER LANXESS AG
Die LANXESS AG hat vor allem die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Ferner bestimmt die Konzernführungsgesellschaft die Finanzierung und die Kommunikation mit den wichtigsten Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird im Wesentlichen von den operativen Geschäftseinheiten des LANXESS Konzerns und der Entwicklung der Chemiebranche bestimmt. Das aus den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Beteiligungen resultierende Beteiligungsergebnis ist von zentraler Bedeutung für das künftige Ausschüttungspotential der LANXESS AG. Demnach gelten insbesondere die Aussagen im Abschnitt Chancen- und Risikobericht im Wesentlichen auch für die LANXESS AG.
Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Umsatz und Ergebnis der LANXESS AG
Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS AG nach HGB (Kurzform)
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5 | 4 | - 20,0 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen | - 5 | - 4 | 20,0 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0 | 0 | - |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 43 | - 44 | - 2,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 34 | 32 | - 5,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 14 | - 4 | 71,4 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | - 23 | - 16 | 30,4 |
| Beteiligungsergebnis | 53 | 252 | > 100 |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1 | 7 | > 100 |
| Zinsergebnis | - 57 | - 44 | 22,8 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge | - 34 | - 7 | 78,8 |
| Finanzergebnis | - 37 | 208 | > 100 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | - 60 | 192 | > 100 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 25 | - 101 | < -100 |
| Jahresüberschuss (-fehlbetrag) | - 85 | 91 | >100 |
| Gewinnvortrag | 3 | 7 | > 100 |
| Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen | 135 | 0 | - 100,0 |
| Bilanzgewinn | 53 | 98 | 84,9 |
Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LANXESS Deutschland GmbH bestimmt. Nach der Verschmelzung der LANXESS International Holding GmbH, Köln (Deutschland), auf die LANXESS Deutschland GmbH, Köln (Deutschland), hält diese alle in- und ausländischen Beteiligungen.
Der Umsatz der LANXESS AG lag mit 4 Mio. € leicht unter dem Wert des Vorjahres von 5 Mio. € und entfiel auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthielten, ergab sich ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz.
Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 Mio. € bzw. 2,3 % auf 44 Mio. €. Sie betrafen vor allem Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen standen. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Wesentlichen durch die geringere Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 10 Mio. € bzw. 71,4 % auf 4 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch den Wegfall der Kosten für das Programm „Let's LANXESS again". Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit verbesserte sich um 7 Mio. € auf minus 16 Mio. €.
Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis, Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, stieg um 245 Mio. € auf 208 Mio. €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH, die mit 252 Mio. € um 185 Mio. € über dem Wert im Vorjahreszeitraum lag. Hierbei ergab sich unter anderem aus der Ausschüttung historischer Gewinne ein wesentlicher Effekt. Des Weiteren wirkte sich die Verbesserung des Zinsergebnisses um 13 Mio. € auf minus 44 Mio. € positiv aus, die vor allem aus der Bündelung der externen Finanzierung bei der LANXESS AG resultierte.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 192 Mio. € nach minus 60 Mio. € im Vorjahr. Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte ein Aufwand von 101 Mio. €. Dieser setzte sich aus Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 63 Mio. € sowie für Vorjahre in Höhe von 38 Mio. € zusammen. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 betrug 91 Mio. € nach einem Jahresfehlbetrag von 85 Mio. € im Vorjahr.
Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2015 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 7 Mio. € einen Bilanzgewinn von 98 Mio. € aus. Im Vorjahr ergab sich ein Bilanzgewinn von 53 Mio. €.
Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der LANXESS AG
Bilanz LANXESS AG nach HGB (Kurzform)
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| 31.12.2014 | 31.12.2015 | Veränd. in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| Finanzanlagen | 758 | 26,3 | 956 | 27,9 | 26,1 |
| Anlagevermögen | 758 | 26,3 | 956 | 27,9 | 26,1 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.754 | 60,8 | 2.035 | 59,3 | 16,0 |
| Übrige Forderungen | 20 | 0,7 | 21 | 0,6 | 5,0 |
| Bankguthaben, Wertpapiere | 348 | 12,1 | 411 | 11,9 | 18,1 |
| Umlaufvermögen | 2.122 | 73,6 | 2.467 | 71,8 | 16,3 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4 | 0,1 | 9 | 0,3 | > 100 |
| Bilanzsumme | 2.884 | 100,0 | 3.432 | 100,0 | 19,0 |
| PASSIVA | |||||
| Eigenkapital | 1.473 | 51,1 | 1.518 | 44,2 | 3,1 |
| Rückstellungen | 103 | 3,6 | 145 | 4,2 | 40,8 |
| Anleihen | 0 | 0,0 | 1.400 | 40,8 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1 | 0,0 | 148 | 4,3 | > 100 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.297 | 45,0 | 219 | 6,4 | - 83,1 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 10 | 0,3 | 2 | 0,1 | - 80,0 |
| Verbindlichkeiten | 1.308 | 45,3 | 1.769 | 51,6 | 35,2 |
| Bilanzsumme | 2.884 | 100,0 | 3.432 | 100,0 | 19,0 |
Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding ist die Bilanz von den Finanzanlagen, den Finanzverbindlichkeiten sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt.
Zum 31. Dezember 2015 lag die Bilanzsumme der LANXESS AG mit 3.432 Mio. € um 548 Mio. € bzw. 19,0 % über dem Wert des Vorjahres. Das Anlagevermögen betrug 956 Mio. € und beinhaltete vor allem den Beteiligungsbuchwert der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 739 Mio. € sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 198 Mio. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich von 26,3 % auf 27,9 %. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 345 Mio. € bzw. 16,3 % auf 2.467 Mio. € und hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 71,8 % nach 73,6 % im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten 59,3 % der Bilanzsumme und resultierten im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen, dem Finanzverrechnungsverkehr sowie Ergebnisabführungsansprüchen. Der Anteil der Bankguthaben und Wertpapiere an der Bilanzsumme verringerte sich von 12,1 % auf 11,9 %.
Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 45 Mio. € auf 1.518 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch den Jahresüberschuss in Höhe von 91 Mio. € sowie die gegenläufig wirkende Dividendenzahlung für das Jahr 2014. Die Eigenkapitalquote betrug 44,2 % nach 51,1 % zum Jahresende 2014.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 461 Mio. € auf 1.769 Mio. €. Dies ist vor allem auf die Übernahme der Anleihen in Höhe von 1.400 Mio. € sowie den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die mit 219 Mio. € um 1.078 Mio. € unter dem Vorjahreswert lagen. Diese beiden gegenläufigen Veränderungen resultieren aus der Übernahme der externen Finanzierung der LANXESS-Gesellschaften von der LANXESS Finance B.V., Sittard-Geleen (Niederlande), durch die LANXESS AG. Die Rückstellungen stiegen um 42 Mio. € auf 145 Mio. € und betrafen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Rückstellungen für gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen.
MITARBEITER
Im LANXESS Konzern waren zum 31. Dezember 2015 insgesamt 16.225 Mitarbeiter tätig nach 16.584 zum Vorjahresstichtag. In unseren globalen Personalzahlen spiegelt sich weiterhin die Neuausrichtung des Konzerns wider. Im Rahmen der ersten Stufe der Neuausrichtung („Wettbewerbsfähigkeit der Geschäfts- und Verwaltungsstruktur") wurden weltweit rund 1.000 Stellen in den Verwaltungs- und Servicebereichen, im Marketing sowie im Bereich Forschung und Entwicklung identifiziert, die bis Ende 2015 weltweit entfallen sind.
Zum 31. Dezember 2015 beschäftigte der LANXESS Konzern in der Region EMEA (ohne Deutschland) 3.143 Mitarbeiter nach 3.267 Mitarbeitern im Vorjahr. In Deutschland sank die Zahl der Beschäftigten von 7.747 auf 7.523. In der Region Nordamerika belief sich die Mitarbeiterzahl auf 1.312 nach 1.371 zum 31. Dezember 2014 und in Lateinamerika auf 1.412 nach 1.467 im Vorjahr. In der Region Asien/Pazifik beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 2.835 Arbeitnehmer, das sind 103 mehr als noch vor Jahresfrist. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme sowie dem Neubau von Produktionsanlagen.
Von unserer Belegschaft waren 13.345 bzw. 82,2 % Männer und 2.880 bzw. 17,8 % Frauen. Die Zahl unserer Mitarbeiter nicht deutscher Nationalität belief sich auf 9.165. Darüber hinaus arbeiteten weltweit 969 Mitarbeiter befristet für den Konzern. In der LANXESS AG waren zum Stichtag 127 Mitarbeiter nach 139 im Vorjahr beschäftigt.
Zum Jahresende 2015 waren insgesamt 500 Auszubildende in 19 unterschiedlichen Berufsbildern und sechs dualen Studiengängen tätig. LANXESS bildet damit auch weiterhin über den eigenen Bedarf hinaus aus. Im Geschäftsjahr 2015 haben wir in Deutschland trotz unseres Programms zur Neuausrichtung 80 % der Ausbildungsprüflinge übernommen.
In unseren deutschen Kerngesellschaften lag die Teilzeitquote zum Bilanzstichtag bei 6,8 %. Die Schwerbehindertenquote der deutschen Gesellschaften betrug 5,5 %. Darüber hinaus vergeben wir regelmäßig Aufträge an deutsche Behindertenwerkstätten.
Indikatoren für die Bewertung der Arbeitssicherheit bei LANXESS sind die Recordable Incident Rate (RIR) und die Million-Arbeitsstunden-Quote (MAQ). Die MAQ lag im Jahr 2015 bei 2,2 und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die bei uns neu eingeführte RIR, die eine international bessere Vergleichbarkeit ermöglicht, lag in den Jahren 2015 und 2014 jeweils bei 0,8.
Der Personalaufwand belief sich konzernweit im Geschäftsjahr 2015 auf 1.432 Mio. € (Vorjahr: 1.457 Mio. €). Löhne und Gehälter machten mit 1.124 Mio. € (Vorjahr: 1.106 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 198 Mio. € (Vorjahr: 202 Mio. €), die Aufwendungen für Altersversorgung 97 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €) und die Aufwendungen für soziale Unterstützung 13 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €).
Der Personalaufwand der LANXESS AG belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 36 Mio. € nach 39 Mio. € im Vorjahr. Löhne und Gehälter machten den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus und verringerten sich von 36 Mio. € auf 26 Mio. €. Die Sozialabgaben hingegen stiegen von 3 Mio. € auf 10 Mio. €. Hiervon entfielen 9 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) auf die Aufwendungen für Altersversorgung.
Personalstrategie
Unser langfristiger unternehmerischer Erfolg beruht ganz wesentlich auf der Verantwortung, der Professionalität und der Lösungsorientierung unserer Mitarbeiter. Nur ein stetiges Investment in ihre Aus- und Weiterbildung - insbesondere in ihre Fähigkeiten, auf der Basis von Werten zu handeln, Themen neu zu denken und zügig umzusetzen sowie im Team Lösungen zu erarbeiten - gewährleistet, dass wir als Unternehmen die Chancen sich verändernder Märkte auch künftig erfolgreich nutzen können.
Mit unserer Personalstrategie unterstützten wir auch 2015 die Neuausrichtung des Konzerns. Um den angestrebten Kulturwandel zu gestalten und zu steuern, entwickelten Vorstand und Topmanagement in einem interaktiven Ansatz ein neues Wertemodell und diskutierten es mit Mitarbeitern in zahlreichen Workshops an nahezu allen Standorten weltweit. Weitere personalstrategische Schwerpunktthemen waren die Umsetzung und Begleitung der weltweiten Restrukturierung sowie die organisatorische Gestaltung von ARLANXEO, unserer neuen Partnerschaft mit Saudi Aramco.
Neben der Entwicklung und Implementierung innovativer Instrumente, mit denen wir den demografischen Herausforderungen begegnen, ist es unser wichtigstes langfristiges personalstrategisches Ziel, weltweit eine Vielfalt an Talenten für LANXESS zu gewinnen und diese gezielt weiterzuentwickeln. Unsere Vielfalt wollen wir insbesondere hinsichtlich Alter, Nationalität und Geschlecht stärken.
VERGÜTUNGSBERICHT
Vergütung des Vorstands
Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des LANXESS Konzerns sowie die Üblichkeit der Vergütung bei vergleichbaren Unternehmen und die Vergütungsstruktur innerhalb des Unternehmens, wobei auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt wird. Die Vergütungsstruktur ist ferner darauf ausgerichtet, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzt.
Das Vergütungssystem, das für die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt, wurde von der Hauptversammlung der LANXESS AG am 28. Mai 2010 gebilligt. Es fand beim Abschluss aller Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands Anwendung.
Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind neben der festen Jahresvergütung die variablen Vergütungskomponenten Annual Performance Payment, Long Term Stock Performance Plan und Long Term Performance Bonus sowie die Altersversorgung. Die drei variablen Komponenten orientieren sich am jährlichen und insbesondere am mehrjährigen Erfolg von LANXESS. Der durchschnittliche Vergütungsmix bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung ist mit 31 % fester Jahresvergütung und 69 % variabler Komponenten stark am unternehmerischen Erfolg und an einer langfristigen Wertsteigerung orientiert. Die laufenden Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder weisen neben der Festvergütung betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsteile auf. Eine darüber hinausgehende, gesonderte Begrenzung der Gesamtvergütung auch unter Einschluss eines möglichen Ermessensbonus sehen sie nicht vor.
Vergütungsmix Vorstandsbezüge
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| in % | |
| Feste Jahresvergütung | 31 |
| Annual Performance Payment | 35 |
| Long Term Stock Performance Plan | 20 |
| Long Term Performance Bonus | 14 |
| 100 |
Feste Jahresvergütung:
Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z. B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben. Die feste Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder ist marktorientiert und an der Vergütung vergleichbarer Unternehmen ausgerichtet.
Variable Vergütung:
Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen und weiteren Bedingungen, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festgelegt hat, wie z. B. dem Erreichen bestimmter EBITDA-Ziele des Konzerns. Bei 100 %iger Zielerreichung entspricht das individuelle Budget des APP im Geschäftsjahr 2015 für Herrn Zachert 125 % und für die übrigen Vorstandsmitglieder 100 % der individuellen festen Jahresvergütung. Die maximale Höhe der Auszahlung wird jährlich vom Aufsichtsrat festgelegt. Für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 ist die Auszahlung bei voller Zielerreichung auf jeweils 150 % des individuellen Budgets der Mitglieder des Vorstands beschränkt. Die tatsächliche Auszahlung kann von den im Voraus berechneten Beträgen abweichen.
Weiteres Element der variablen Vergütung ist der sogenannte Long Term Stock Performance Plan (LTSP). Diese Vergütungskomponente bemisst sich nach der Kursentwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Der LTSP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und sieht eine mögliche Auszahlung pro Tranche bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung von 30 % des individuellen Zieleinkommens vor. Die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre (LTSP 2010 - 2013) bzw. vier Jahre (LTSP 2014 - 2017) gesperrt. Bei dem ab 2014 neu aufgelegten Programm LTSP 2014 - 2017 wird der MSCI World Chemicals Index als neuer Referenzindex herangezogen. Weitere wesentliche Änderungen gegenüber dem LTSP 2010 - 2013 wurden nicht vorgenommen.
Im Übrigen wird, insbesondere hinsichtlich der angesetzten Bewertungsparameter, auf die im Anhang unter Textziffer [15] erfolgten Angaben verwiesen.
Der auf das Geschäftsjahr 2015 entfallende Personalaufwand aus der anteilsbasierten Vergütung für aktive Vorstände beträgt für Herrn Zachert 450 T€ (Vorjahr: 100 T€) und für Herrn Dr. van Roessel 245 T€ (Vorjahr: 428 T€). Für Herrn Dr. Fink wie auch für Herrn Pontzen ergab sich im aktuellen Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr kein Aufwand. Der Personalaufwand für ehemalige Vorstandsmitglieder betrug für Herrn Dr. Heitmann 0 T€ (Vorjahr: 564 T€), für Herrn Dr. Breuers 0 T€ (Vorjahr: 1.056 T€) sowie für Herrn Dr. Düttmann 755 T€ (Vorjahr: 20 T€).
Der LTPB als dritte variable Komponente berücksichtigt ebenfalls eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zielerreichungen werden erst nach zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der beiden Geschäftsjahre. Unter der Annahme einer durchschnittlichen APP-Zielerreichung von 100 % beträgt der LTPB 45 % der festen Jahresvergütung. Die tatsächliche Auszahlung in den Jahren 2016 bzw. 2017 kann von den im Voraus berechneten Beträgen abweichen.
Bezüge des Vorstands
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| in T€ | Erfolgsunabhängige Bezüge | Erfolgsbezogene Bezüge | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Festvergütung | Sachbezüge und sonstige | Jahrestantieme 1) | LTPB (mehrjährig) | Anpassung für Vorjahre 2) | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 31.12.2015 amtierende Vorstände | ||||||
| Matthias Zachert | 2015 | 1.200 | 66 | 2.250 | 810 5) | - |
| 2014 | 900 | 54 | 1.125 | 406 3) | - | |
| Dr. Hubert Fink (ab 1. Oktober 2015) | 2015 | 113 | 14 | 169 | 76 5) | - |
| 2014 | - | - | - | - | - | |
| Michael Pontzen (ab 1. April 2015) | 2015 | 338 | 33 | 506 | 228 5) | - |
| 2014 | - | - | - | - | - | |
| Dr. Rainier van Roessel | 2015 | 650 | 49 | 975 | 439 5) | - 31 |
| 2014 | 650 | 49 | 673 | 263 4) | - | |
| Zum 31.12.2015 nicht mehr amtierende Vorstände | ||||||
| Dr. Bernhard Düttmann (bis 31. März 2015) | 2015 | 163 | 15 | 187 | 73 5) | - 31 |
| 2014 | 650 | 60 | 673 | 263 4) | - | |
| Dr. Axel C. Heitmann (bis 21. Februar 2014) | 2015 | - | - | - | - | - |
| 2014 | 157 | - 1 | - | - | - | |
| Dr. Werner Breuers (bis 5. August 2014) | 2015 | - | - | - | - | - |
| 2014 | 387 | 34 | 238 | - | - | |
| Summe | 2015 | 2.464 | 177 | 4.087 | 1.626 | - 62 |
| Summe | 2014 | 2.744 | 196 | 2.709 | 932 | - |
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| in T€ | Bezüge aus gewährten LTSP-Anrechten | Summe | ||
|---|---|---|---|---|
| Barvergütung gesamt | Stück | Beizulegende Zeitwerte | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 31.12.2015 amtierende Vorstände | ||||
| Matthias Zachert | 4.326 | 810.000 | 721 | 5.047 |
| 2.485 | 810.000 | 689 | 3.174 | |
| Dr. Hubert Fink (ab 1. Oktober 2015) | 372 | - | - | 372 |
| - | - | - | - | |
| Michael Pontzen (ab 1. April 2015) | 1.105 | - | - | 1.105 |
| - | - | - | - | |
| Dr. Rainier van Roessel | 2.082 | 390.000 | 347 | 2.429 |
| 1.635 | 419.250 | 356 | 1.991 | |
| Zum 31.12.2015 nicht mehr amtierende Vorstände | ||||
| Dr. Bernhard Düttmann (bis 31. März 2015) | 407 | - | - | 407 |
| 1.646 | 419.250 | 356 | 2.002 | |
| Dr. Axel C. Heitmann (bis 21. Februar 2014) | - | - | - | - |
| 156 | - | - | 156 | |
| Dr. Werner Breuers (bis 5. August 2014) | - | - | - | - |
| 659 | - | - | 659 | |
| Summe | 8.292 | 1.200.000 | 1.068 | 9.360 |
| Summe | 6.581 | 1.648.500 | 1.401 | 7.982 |
1) Auszahlung in 2015 bzw. in 2016.
2) Auszahlung in 2015.
3) Auszahlung in 2014.
4) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2015 bzw. 2016.
5) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2016 bzw. 2017.
Insgesamt ergeben sich Gesamtbezüge für den gesamten Vorstand in Höhe von 9.360 T€ (Vorjahr: 9.982 T€). Diese setzen sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten von 2.641 T€ (Vorjahr: 4.940 T€), erfolgsbezogenen Komponenten von 5.651 T€ (Vorjahr: 3.641 T€) und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung von 1.068 T€ (Vorjahr: 1.401 T€) zusammen. Im Jahr 2014 erhielt Herr Zachert einmalig 2.000 T€ als Teilausgleich für eine in seinem vormaligen Anstellungsverhältnis ursprünglich vereinbarte mehrjährige variable Vergütung, die aufgrund seines Wechsels zur LANXESS AG nicht zur Auszahlung gelangte. Seine Gesamtbezüge beliefen sich somit im Jahr 2014 auf 5.174 T€. Bei den übrigen Vorständen entsprachen die Gesamtbezüge der in der Tabelle angegebenen Summe.
Altersversorgung:
Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht werden.
Bei der Altersversorgung für die Mitglieder des Vorstands handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen von der Gesellschaft zu erbringenden Grundbeitrag in Höhe von jeweils 25 % der Festvergütung (Funktionseinkommen) und des APP vorsieht. Für den auf das APP bezogenen Beitrag wird, unabhängig von der tatsächlichen Zielerreichung, maximal der Betrag einer 100 %igen Zielerreichung zugrunde gelegt. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu leisten. Dieser Eigenbeitrag kann von den Vorstandsmitgliedern auf bis zu 25 % des APP erhöht werden. Im Versorgungsfall können bis zu 30 % des verzinslich angesammelten Kapitals in eine Rentenleistung umgewandelt werden. Aus Regelungen vor 2006 resultieren Ansprüche, die für einzelne Vorstandsmitglieder als Besitzstände gewahrt werden. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.
Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) beliefen sich im Konzernabschluss 2015 auf insgesamt 1.640 T€ (Vorjahr: 2.496 T€). Der Barwert des Verpflichtungsumfangs für die zum 31. Dezember 2015 aktiven Vorstände lag bei 11.903 T€ (Vorjahr: 9.994 T€). Die Kosten für die im Jahr 2015 erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) bzw. der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2015 einschließlich erworbener Besitzstände betragen nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der IFRS für Herrn Zachert 597 T€ bzw. 2.716 T€ (Vorjahr: 1.574 T€ bzw. 1.993 T€), für Herrn Dr. Fink 43 T€ bzw. 2.322 T€, für Herrn Pontzen 432 T€ bzw. 1.018 T€ und für Herrn Dr. van Roessel 151 T€ bzw. 5.847 T€ (Vorjahr: 148 T€ bzw. 5.906 T€). Auf Herrn Dr. Düttmann entfallen für die Zeit seiner Vorstandstätigkeit im Jahr 2015 Kosten von 417 T€.
Der nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB ermittelte Nettoaufwand der erworbenen Versorgungsansprüche belief sich im Jahresabschluss 2015 auf insgesamt 2.628 T€ (Vorjahr: 109 T€), hierin enthalten sind Aufwendungen im Zusammenhang mit Versorgungsansprüchen von Herrn Dr. Düttmann von 295 T€. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs für die zum 31. Dezember 2015 aktiven Vorstände lag bei 10.307 T€ (Vorjahr: 7.787 T€). Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2015 einschließlich erworbener Besitzstände beträgt nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB für Herrn Zachert 2.237 T€ (Vorjahr: 1.287 T€), für Herrn Dr. Fink 1.927 T€, für Herrn Pontzen 802 T€ und für Herrn Dr. van Roessel 5.341 T€ (Vorjahr: 4.856 T€).
Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2015 nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS bei 30.318 T€ (Vorjahr: 27.921 T€) und nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bei 26.682 T€ (Vorjahr: 21.215 T€). Dieser Betrag enthält im Jahr 2015 erstmals Verpflichtungen für Herrn Dr. Düttmann.
Leistungen in Zusammenhang mit bzw. nach der Beendigung der Vorstandstätigkeit:
Der Vorstand verfügt über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw. für den Fall einer wesentlichen Veränderung in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control). Die Konditionen richten sich nach dem jeweiligen Sachverhalt und beinhalten Abfindungsleistungen in Höhe von bis zu zwei, im Falle des Kontrollwechsels drei festen Jahresvergütungen jeweils zuzüglich des APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung sowie eine zeitanteilige Abgeltung der LTSP-Anrechte. Bei der Berechnung der im Fall des vorzeitigen Ausscheidens zu zahlenden Abfindung würden für Herrn Dr. Fink und Herrn Pontzen aufgrund der mit ihnen bestehenden Vereinbarungen die variablen Vergütungskomponenten LTPB und LTSP nicht berücksichtigt werden.
Weiter gehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden.
Herr Dr. Düttmann ist zum 31. März 2015 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausgeschieden und hat das Unternehmen verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die vertraglich vereinbarten Leistungen gewährt und ausgezahlt, einschließlich bereits erdienter variabler Vergütungen für das Geschäftsjahr 2015. Am Ende seiner Dienstzeit ausstehende LTSP-Anrechte wurden mit 1,00 € pro Anrecht bewertet und ratierlich, in Abhängigkeit von der Länge der abgelaufenen Sperrfrist, abgegolten. Hieraus ergibt sich ein Anspruch von 857 T€. Darüber hinaus ist Herrn Dr. Düttmann eine Abfindung in Höhe von 3.380 T€ ausgezahlt worden, die sich aus zwei Zieleinkommen, bestehend aus der festen Jahresvergütung zzgl. der variablen Bestandteile APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung, ergibt.
Im Vorjahr ist Herr Dr. Heitmann zum 21. Februar 2014 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausgeschieden und hat das Unternehmen verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die vertraglich vereinbarten Leistungen gewährt und ausgezahlt, einschließlich bereits erdienter variabler Vergütungen für das Geschäftsjahr 2013. Auf weitere Ansprüche, d. h. auf eine anteilige variable Vergütung (APP und LTPB), eine Abgeltung ausstehender LTSP-Anrechte oder sonstige Abfindungsleistungen, hat er verzichtet.
Herr Dr. Breuers hat das Unternehmen mit Auslaufen seines Dienstvertrags zum 31. Mai 2015 verlassen. Aus dem Vorstand ist er bereits zum 5. August 2014 ausgeschieden. Die Konditionen seiner Vergütung galten im vertraglich vereinbarten Umfang bis zu seinem Austritt aus dem Unternehmen weiter. Am Ende seiner Dienstzeit ausstehende LTSP- Anrechte wurden mit 1,00 € pro Anrecht bewertet und ratierlich, in Abhängigkeit von der Länge der abgelaufenen Sperrfrist, abgegolten. Hieraus ergab sich im Vorjahr ein Anspruch von 729 T€. Darüber hinaus ist Herrn Dr. Breuers eine Abfindung in Höhe von 1.690 T€ zugesagt und ausgezahlt worden, die sich aus einem Zieleinkommen, bestehend aus einer festen Jahresvergütung zzgl. der variablen Bestandteile APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung, ergibt.
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 3.673 T€ (Vorjahr: 1.983 T€).
Sonstiges:
Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt.
Individuelle Vergütung gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)
In den nachfolgenden Tabellen werden gemäß den Anforderungen des DCGK die für die Jahre 2014 und 2015 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen sowie der jeweilige Zufluss (Auszahlungsbetrag) dargestellt. Bei den variablen Vergütungskomponenten wird nach Bezugsjahren differenziert. Die Angabe der gewährten Zuwendungen ist bei den variablen Vergütungskomponenten ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung.
Gewährte Zuwendungen (zum 31.12.2015 amtierende Vorstände)
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| in T€ | Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands Eintritt 01.04.2014 | Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied Eintritt 01.10.2015 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zielwert 2014 | Zielwert 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) | Zielwert 2014 | Zielwert 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 900 | 1.200 | 1.200 | 1.200 | - | 113 | 113 | 113 |
| Nebenleistungen | 54 | 66 | 66 | 66 | - | 14 | 14 | 14 |
| Summe | 954 | 1.266 | 1.266 | 1.266 | - | 127 | 127 | 127 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 1.125 | 1.500 | 0 | 2.250 | - | 113 | 0 | 169 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 1.365 | 1.261 | 0 | 2.430 | - | 152 | 0 | 228 |
| LTPB (Tranche 2013 - 2014) | 203 | - | - | - | - | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2014 - 2015) | 473 | - | - | - | - | 25 | 0 | 38 |
| LTPB (Tranche 2015 - 2016) | - | 540 | 0 | 810 | - | 127 | 0 | 190 |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) | 689 | - | - | - | - | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) | - | 721 | 0 | 1.620 | - | - | - | - |
| Summe | 3.444 | 4.027 | 1.266 | 5.946 | - | 392 | 127 | 524 |
| Versorgungsaufwand | 1.574 | 597 | 597 | 597 | - | 43 | 43 | 43 |
| Gesamtvergütung 1) | 5.018 | 4.624 | 1.863 | 6.543 | - | 435 | 170 | 567 |
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| in T€ | Michael Pontzen Finanzvorstand Eintritt 01.04.2015 | Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied Eintritt 01.01.2007 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zielwert 2014 | Zielwert 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) | Zielwert 2014 | Zielwert 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | - | 338 | 338 | 338 | 650 | 650 | 650 | 650 |
| Nebenleistungen | - | 33 | 33 | 33 | 49 | 49 | 49 | 49 |
| Summe | - | 371 | 371 | 371 | 699 | 699 | 699 | 699 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | - | 338 | 0 | 506 | 748 | 650 | 0 | 975 |
| Mehrjährige variable Vergütung | - | 253 | 0 | 380 | 649 | 640 | 0 | 1.219 |
| LTPB (Tranche 2013 - 2014) | - | - | - | - | - | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2014 - 2015) | - | 76 | 0 | 114 | 293 | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2015 - 2016) | - | 177 | 0 | 266 | - | 293 | 0 | 439 |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) | - | - | - | - | 356 | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) | - | - | - | - | - | 347 | 0 | 780 |
| Summe | - | 962 | 371 | 1.257 | 2.096 | 1.989 | 699 | 2.893 |
| Versorgungsaufwand | - | 432 | 432 | 432 | 148 | 151 | 151 | 151 |
| Gesamtvergütung 1) | - | 1.394 | 803 | 1.689 | 2.244 | 2.140 | 850 | 3.044 |
1) Im Jahr 2014 erhielt Herr Zachert außerdem einmalig 2.000 T€ als Teilausgleich für eine in seinem vormaligen Anstellungsverhältnis ursprünglich vereinbarte mehrjährige variable Vergütung, die aufgrund seines Wechsels zur LANXESS AG nicht zur Auszahlung gelangte.
Zufluss (zum 31.12.2015 amtierende Vorstände)
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| in T€ | Matthias Zachert Vorsitzender des Vorstands Eintritt 01.04.2014 | Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied Eintritt 01.10.2015 | Michael Pontzen Finanzvorstand Eintritt 01.04.2015 | Dr. Rainier van Roessel Vorstandsmitglied Eintritt 01.01.2007 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 900 | 1.200 | - | 113 | - | 338 | 650 | 650 |
| Nebenleistungen | 54 | 66 | - | 14 | - | 33 | 49 | 49 |
| Summe | 954 | 1.266 | - | 127 | - | 371 | 699 | 699 |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 1.125 | 2.250 | - | 169 | - | 506 | 673 | 953 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 406 | 405 | - | 38 | - | 114 | 825 | 343 |
| LTPB (Tranche 2013-2014) | 203 | - | - | - | - | - | 212 | - 4 |
| LTPB (Tranche 2014-2015) | 203 | 405 | - | 38 | - | 114 | - | 347 |
| LTPB (Tranche 2015-2016) | - | - | - | - | - | - | - | - |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2010) | - | - | - | - | - | - | 613 | - |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2011) | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 2.485 | 3.921 | - | 334 | - | 991 | 2.197 | 1.995 |
| Versorgungsaufwand | 1.574 | 597 | - | 43 | - | 432 | 148 | 151 |
| Gesamtvergütung 1) | 4.059 | 4.518 | - | 377 | - | 1.423 | 2.345 | 2.146 |
1) Im Jahr 2014 erhielt Herr Zachert außerdem einmalig 2.000 T€ als Teilausgleich für eine in seinem vormaligen Anstellungsverhältnis ursprünglich vereinbarte mehrjährige variable Vergütung, die aufgrund seines Wechsels zur LANXESS AG nicht zur Auszahlung gelangte.
Gewährte Zuwendungen (zum 31.12.2015 nicht mehr amtierende Vorstände)
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| in T€ | Dr. Bernhard Düttmann Finanzvorstand Austritt 31.03.2015 | Dr. Axel C. Heitmann Vorsitzender des Vorstands Austritt 21.02.2014 | Dr. Werner Breuers Vorstandsmitglied Austritt 05.08.2014 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zielwert 2014 | Zielwert 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) | Zielwert 2014 | Zielwert 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) | Zielwert 2014 | Zielwert 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 650 | 163 | 163 | 163 | 157 | - | - | - | 387 | - | - | - |
| Nebenleistungen | 60 | 15 | 15 | 15 | - 1 1) | - | - | - | 34 | - | - | - |
| Summe | 710 | 178 | 178 | 178 | 156 | - | - | - | 421 | - | - | - |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 748 | 187 | 0 | 280 | - | - | - | - | 445 | - | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | 649 | 37 | 0 | 55 | - | - | - | - | 87 | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2013-2014) | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2014-2015) | 293 | - | - | - | - | - | - | - | 87 | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2015-2016) | - | 37 | 0 | 55 | - | - | - | - | - | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) | 356 | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2015) | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 2.107 | 402 | 178 | 513 | 156 | - | - | - | 953 | - | - | - |
| Versorgungsaufwand | 254 | 417 | 417 | 417 | 366 | - | - | - | 154 | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 2.361 | 819 | 595 | 930 | 522 | - | - | - | 1.107 | - | - | - |
1) Inkl. Korrektur des Vorjahres.
Zufluss (zum 31.12.2015 nicht mehr amtierende Vorstände)
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| in T€ | Dr. Bernhard Düttmann Finanzvorstand Austritt 31.03.2015 | Dr. Axel C. Heitmann Vorsitzender des Vorstands Austritt 21.02.2014 | Dr. Werner Breuers Vorstandsmitglied Austritt 05.08.2014 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 650 | 163 | 157 | - | 387 | - |
| Nebenleistungen | 60 | 15 | - 1 1) | - | 34 | - |
| Summe | 710 | 178 | 156 | - | 421 | - |
| Einjährige variable Vergütung (APP) | 673 | 165 | - | - | 238 | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | 212 | 1.054 | 1.064 | - | 693 | 729 |
| LTPB (Tranche 2013-2014) | 212 | - 4 | - | - | 80 | - |
| LTPB (Tranche 2014-2015) | - | 164 | - | - | - | - |
| LTPB (Tranche 2015-2016) | - | 37 | - | - | - | - |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2010) | - | - | 1.064 | - | 613 | - |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2011) | - | 305 | - | - | - | 272 |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2012) | - | 255 | - | - | - | 269 |
| LTSP 2010-2013 (Tranche 2013) | - | 175 | - | - | - | 188 |
| LTSP 2014-2017 (Tranche 2014) | - | 122 | - | - | - | - |
| Summe | 1.595 | 1.397 | 1.220 | - | 1.352 | 729 |
| Versorgungsaufwand | 254 | 417 | 366 | - | 154 | - |
| Gesamtvergütung | 1.849 | 1.814 | 1.586 | - | 1.506 | 729 |
1) Inkl. Korrektur des Vorjahres.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LANXESS AG erhalten danach eine jährliche Festvergütung in Höhe von 80 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Festvergütung, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Halb der festen Vergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich ein weiteres Halb der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem anderen Ausschuss als dem Prüfungsausschuss den Vorsitz führen, erhalten zusätzlich ein Viertel der Festvergütung. Insgesamt erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats jedoch maximal das Dreifache der Festvergütung.
Daneben werden den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen erstattet. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder 1,5 T€ Sitzungsgeld für jede Aufsichtsratssitzung und für jede Ausschusssitzung, an der sie teilnehmen. Allerdings wird die Teilnahme an Sitzungen des Ausschusses gem. § 27 Abs. 3 MitbestG und des Nominierungsausschusses nicht vergütet. Für Aufsichtsratsmandate in Konzerngesellschaften wird an die Mitglieder des Aufsichtsrats nur eine Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von jeweils 5 T€ gezahlt.
Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete variable Vergütungskomponente, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag entsprechend.
Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones STOXX 600 Chemicals SM in den fünf Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen fünf Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 %-Punkten wird für diesen Zeitraum von fünf Jahren eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 % Punkten 100 T€, darüber 150 T€.
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 endete die Mandatszeit von elf Aufsichtsratsmitgliedern. Aufgrund der schlechteren Kursentwicklung der LANXESS-Aktie gegenüber dem Vergleichsindex ist die variable Vergütung nicht zur Auszahlung gelangt. Der erwartete Vergütungsanspruch für die laufenden Mandatszeiten der Aufsichtsratsmitglieder wurde zum 31. Dezember 2015 mit 1.200 T€ (Vorjahr: 0 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen.
Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen hat im Berichtszeitraum keines der Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Mandatstätigkeit die in der folgenden Tabelle aufgeführten Bezüge erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats
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| in € 1) | Jahr | Feste Vergütung LANXESS AG | Vergütung der Ausschusstätigkeit LANXESS AG | Sitzungsgeld | Feste Vergütung LANXESS Deutschland GmbH | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Rolf Stomberg, Vorsitzender | 2015 | 240.000 | - | 21.000 | 5.000 | 266.000 |
| 2014 | 240.000 | - | 22.500 | 5.000 | 267.500 | |
| Ulrich Freese, stellv. Vorsitzender (ausgeschieden am 13. Mai 2015) | 2015 | 43.726 | 14.575 | 7.500 | 1.822 | 67.623 |
| 2014 | 120.000 | 40.000 | 21.000 | 5.000 | 186.000 | |
| Gisela Seidel (stellvertretende Vorsitzende ab 13. Mai 2015) | 2015 | 105.753 | 40.000 | 21.000 | 5.000 | 171.753 |
| 2014 | 80.000 | 40.000 | 22.500 | 5.000 | 147.500 | |
| Axel Berndt (ausgeschieden am 13. Mai 2015) | 2015 | 29.151 | 14.575 | 7.500 | 1.822 | 53.048 |
| 2014 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 | |
| Werner Czaplik (eingetreten am 13. Mai 2015) | 2015 | 51.068 | 25.534 | 10.500 | 3.192 | 90.294 |
| 2014 | - | - | - | - | - | |
| Dr. Rudolf Fauß (ausgeschieden am 30. Juni 2014) | 2015 | - | - | - | - | - |
| 2014 | 40.000 | 20.000 | 10.500 | 2.500 | 73.000 | |
| Dr. Hans-Dieter Gerriets (eingetreten am 1. Juli 2014) | 2015 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 |
| 2014 | 40.000 | 20.000 | 7.500 | 2.500 | 70.000 | |
| Dr. Friedrich Janssen | 2015 | 80.000 | 94.575 | 21.000 | 5.000 | 200.575 |
| 2014 | 80.000 | 120.000 | 27.000 | 5.000 | 232.000 | |
| Robert J. Koehler (ausgeschieden am 13. Mai 2015) | 2015 | 29.151 | 14.575 | 3.000 | 1.822 | 48.548 |
| 2014 | 80.000 | 40.000 | 21.000 | 5.000 | 146.000 | |
| Rainer Laufs (ausgeschieden am 13. Mai 2015) | 2015 | 29.151 | 14.575 | 7.500 | 1.822 | 53.048 |
| 2014 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 | |
| Thomas Meiers | 2015 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 |
| 2014 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 | |
| Claudia Nemat | 2015 | 80.000 | 25.534 | 13.500 | 5.000 | 124.034 |
| 2014 | 80.000 | - | 9.000 | 5.000 | 94.000 | |
| Lawrence A. Rosen (eingetreten am 13. Mai 2015) | 2015 | 51.068 | 25.534 | 6.000 | 3.192 | 85.794 |
| 2014 | - | - | - | - | - | |
| Hans-Jürgen Schicker (ausgeschieden am 30. Juni 2015) | 2015 | 39.671 | 19.836 | 9.000 | 2.479 | 70.986 |
| 2014 | 80.000 | 40.000 | 22.500 | 5.000 | 147.500 | |
| Ralf Sikorski (eingetreten am 13. Mai 2015) | 2015 | 51.068 | 25.534 | 13.500 | 3.192 | 93.294 |
| 2014 | - | - | - | - | - | |
| Manuela Strauch (eingetreten am 1. Juli 2015) | 2015 | 40.329 | 20.164 | 13.500 | 2.521 | 76.514 |
| 2014 | - | - | - | - | - | |
| Theo H. Walthie | 2015 | 80.000 | 40.000 | 21.000 | 5.000 | 146.000 |
| 2014 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 | |
| Dr. Matthias L. Wolfgruber (eingetreten am 13. Mai 2015) | 2015 | 51.068 | 25.534 | 9.000 | 3.192 | 88.794 |
| 2014 | - | - | - | - | - | |
| Summe | 2015 | 1.161.204 | 480.545 | 220.500 | 60.056 | 1.922.305 |
| Summe | 2014 | 1.160.000 | 480.000 | 235.500 | 60.000 | 1.935.500 |
1) Beträge ohne Umsatzsteuer.
BERICHTERSTATTUNG NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB
Zu den Vorschriften der §§ 289 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 und 315 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:
| 1. | Zum 31. Dezember 2015 beträgt das Grundkapital der LANXESS AG 91.522.936 € und ist eingeteilt in 91.522.936 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz. |
| 2. | Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiter Aktienprogrammen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktien. |
| 3. | Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet. |
| 4. | Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. |
| 5. | Über Mitarbeiter-Aktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben. |
| 6. | Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG). |
Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen.
7. Der Vorstand der LANXESS AG hat die folgenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
Eigene Aktien:
Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 18. Mai 2011 den Vorstand ermächtigt, bis zum 17. Mai 2016 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Ferner ist er ermächtigt, sie zur Erfüllung von Umtauschrechten aus von der Gesellschaft begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) zu verwenden sowie die Aktien Inhabern der von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die ein Wandlungs- oder Optionsrecht gewähren oder eine Wandlungs- oder Optionspflicht bestimmen, in dem Umfang zu gewähren, in dem ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflicht ein Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft zustehen würde. In den vorgenannten Fällen ist außer bei der Einziehung eigener Aktien das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.
Bedingtes Kapital:
Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 13. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.304.587 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 18.304.587 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 13. Mai 2015 bis zum 22. Mai 2018 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.
Der Vorstand kann bei der Begebung von Schuldverschreibungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen ausschließen:
| • | für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, |
| • | soweit es erforderlich ist, damit Inhabern von bereits zuvor ausgegebenen Options- oder Wandlungsrechten oder -pflichten ein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt werden kann, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte oder bei Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde, |
| • | bei Ausgabe gegen Barleistung, wenn der Ausgabepreis den nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Werden Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben, dürfen die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten, |
| • | wenn Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen ohne Wandlungsrecht/ -pflicht oder Optionsrecht/-pflicht ausgegeben werden, die obligationsähnlich ausgestaltet sind. |
Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) kann der Vorstand nur in einem Umfang von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand auch eine Ausgabe von Aktien berücksichtigen, die auf der Grundlage anderer, dem Vorstand insoweit in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilter Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erfolgt (Beschlussvorschlag zu TOP 7; siehe auch genehmigtes Kapital II gem. § 4 Abs. 3 der Satzung), und zwar mit der Maßgabe, dass er insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen wird. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat.
Genehmigtes Kapital I und II:
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 2 der Satzung.
Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 3 der Satzung.
Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital II kann der Vorstand nur in einem Umfang von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand auch eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten berücksichtigen, die auf der Grundlage anderer, dem Vorstand insoweit in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilter Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre (Beschlussvorschlag zu TOP 8; siehe auch bedingtes Kapital gem. § 4 Abs. 4 der Satzung) erfolgt, und zwar mit der Maßgabe, dass er insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen wird. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgegebenen Aktien aus dem genehmigten Kapital II sollen insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreiten. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat.
8. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG enthalten Regelungen über ein mögliches Ausscheiden der Mitglieder des Vorstands bei einem Kontrollwechsel. Diese sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt. Solche Vereinbarungen bestehen auch zwischen der Gesellschaft und Mitarbeitern der ersten Führungsebene, jedoch zu anderen Konditionen. Weiterhin können die Bedingungen für die Platzierungen von Schuldverschreibungen, die unter dem bei der Gesellschaft bestehenden Debt- Issuance-Programm ausgegeben werden, Change-of-Control-Klauseln vorsehen, die in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen zu einem Rückgaberecht der Gläubiger führen können. Dies ist der Fall für die von der LANXESS Finance B.V. begebenen und 2015 von der LANXESS AG übernommenen Euroanleihen im Volumen von 200 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2009, im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2011 sowie im Volumen von 500 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2012. Entsprechende Change-of-Control-Klauseln sehen die Bedingungen für zwei im Geschäftsjahr 2012 unter dem Debt-Issuance-Programm durch die LANXESS Finance B.V. erfolgte Privatplatzierungen im Volumen von jeweils 100 Mio. € vor. Diese sind zwischenzeitlich ebenfalls von der LANXESS AG übernommen worden. In den Geschäftsjahren 2011 bzw. 2014 haben die LANXESS Finance B.V. bzw. die LANXESS AG mit einer Investitionsbank Kreditverträge über 200 Mio. € und 150 Mio. € geschlossen, wobei der von der LANXESS Finance B.V. abgeschlossene Kreditvertrag im Januar 2015 auf die LANXESS AG übertragen wurde. Diese Verträge können mit sofortiger Wirkung gekündigt bzw. die Rückzahlung ausstehender Darlehensbeträge verlangt werden, wenn eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Ferner besteht zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium ein Vertrag über einen Kreditrahmen von derzeit 1.250 Mio. €. Auch dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, sofern eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Darüber hinaus besteht nach Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem LANXESS Pension Trust e.V. die Verpflichtung der Gesellschaft, im Falle eines Kontrollwechsels erhebliche Einzahlungen an den LANXESS Pension Trust e.V. vorzunehmen.
Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Vertrags mit Aramco Overseas Company B.V. zur Gründung einer strategischen Partnerschaft für synthetischen Kautschuk, an der beide einen Anteil von je 50 % halten werden, wurde für den Vollzug der Transaktion der Abschluss eines Shareholders' Agreements vereinbart, das vorsieht, dass im Falle des Kontrollwechsels bei einem der Gesellschafter der andere Gesellschafter berechtigt ist, die Anteile des anderen Gesellschafters zu einem reduzierten Preis zu übernehmen.
9. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG sowie Anstellungsverträge von Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene der LANXESS AG enthalten Entschädigungsvereinbarungen für dort näher definierte Fälle eines Kontrollwechsels.
BERICHTERSTATTUNG NACH § 289A HGB
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 289a des Handelsgesetzbuches vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance, jederzeit eingesehen werden.
NACHTRAGSBERICHT
Nach dem 31. Dezember 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG zu erwarten ist.
PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Im folgenden Konjunkturausblick stellen wir unsere Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung dar. Im Anschluss an den Prognosebericht gehen wir auf Chancen und Risiken ein, aus denen sich Abweichungen gegenüber der Prognose ergeben können. Um die Klarheit der Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung sowie der Chancen und Risiken des Konzerns für den verständigen Adressaten zu erhöhen, wird gemeinsam über Chancen und Risiken berichtet.
Konjunkturausblick
Allgemeine Rahmenbedingungen
Im folgenden Konjunkturausblick beschränken wir uns neben einer Einschätzung der weltweiten Entwicklung grundsätzlich auf Angaben zur Konjunkturerwartung für Amerika (NAFTA und Lateinamerika), EMEA (inklusive Deutschland) und Asien/Pazifik. Gegebenenfalls gehen wir auch auf Teile dieser Regionen oder einzelne Länder ein.
Für die wirtschaftliche Entwicklung 2016 erwarten wir unterschiedliche Herausforderungen. Neben den Auswirkungen der eingeleiteten Zinswende in den USA stellen die nachlassende Wachstumsdynamik in China sowie die von einer anhaltenden Rezession betroffenen aufstrebenden Ökonomien Brasilien und Russland Risikokomponenten dar. Eine weitere Eskalation der Krisenherde in Afrika und dem Nahen Osten sowie des Konflikts in der Ukraine kann das globale Wirtschaftswachstum ebenfalls beeinträchtigen. Auch ein erneutes Aufkommen der Eurokrise hätte einen dämpfenden Einfluss. Obwohl der niedrige Ölpreis zu einer Stimulierung des Wachstums führt, gibt es auch negative Aspekte, die das Wachstum bremsen.
Für die Weltwirtschaft sehen wir im laufenden Jahr ein Wachstum von 3,0 %, wiederum getragen von einem robusten Wachstum in Asien/Pazifik von 4,5 %, auch wenn sich die Wachstumsdynamik in China weiterhin abschwächt. Für Amerika erwarten wir ein Wachstum von 2,5 %, hauptsächlich getragen von höheren Konsumausgaben und niedrigeren Energiepreisen in NAFTA. Die Entwicklung in Lateinamerika dürfte weiterhin schwach ausfallen. EMEA (inklusive Deutschland) sollte mit einem Plus von 2,0 % etwas über dem Wachstum im Berichtsjahr liegen.
Erwartetes BIP-Wachstum
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr ( %) 1) | Bruttoinlandsprodukt 2016 |
|---|---|
| Amerika | 2,5 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 2,0 |
| Asien/Pazifik | 4,5 |
| Welt | 3,0 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Quelle: eigene Einschätzungen und IHS Global Insight
Künftige Entwicklung der chemischen Industrie
Wir sehen die globale Entwicklung der Chemieindustrie mit einem Produktionswachstum von 3,5 % weiter positiv. Wachstumstreiber wird erneut Asien/Pazifik sein, wo wir ein Plus von 5,0 % erwarten, zu dem China wesentlich beitragen sollte. Der Zuwachs der chemischen Industrie in Amerika sollte mit 3,0 % robust sein. Für EMEA (inklusive Deutschland) gehen wir von einer Produktionsausweitung von 2,0 % aus.
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr ( %)1) | Chemieproduktion 2016 |
|---|---|
| Amerika | 3,0 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 2,0 |
| Asien/Pazifik | 5,0 |
| Welt | 3,5 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Quelle: eigene Einschätzungen und IHS Global Insight
Künftige Entwicklung der Absatzmärkte
Für die weltweite Reifenindustrie sind die Aussichten für das Jahr 2016 geprägt von der ökonomischen Gesamtsituation. Insgesamt gehen wir von einem Wachstum der Produktion von 3,0 % aus. Den Wachstumsschwerpunkt sehen wir mit 4,0 % im asiatisch-pazifischen Raum, auch wenn sich das Wachstumstempo in China deutlich verringern dürfte, insbesondere bedingt durch einen Exportrückgang in die USA. Für Amerika erwarten wir mit einem Plus von 2,0 % ein solides Wachstum, wobei sich die Importe nach NAFTA leicht verringern sollten. Auch für EMEA (inklusive Deutschland) nehmen wir mit 1,0 % Wachstum eine leicht steigende Produktion an, wobei diese vor allem in Mittel-/Osteuropa zunehmen dürfte.
Für die weltweite Automobilproduktion rechnen wir mit einem Wachstum von 3,0 %. Asien/Pazifik wird mit 3,0 % Wachstum positiv erwartet, dabei bildet der chinesische Wirtschaftsraum weiterhin einen Schwerpunkt. Amerika sollte sich mit einem Plus von 2,5 % ebenfalls gut entwickeln. Für EMEA (inklusive Deutschland) gehen wir von einem Produktionszuwachs um 2,5 % aus und nehmen hierbei auch eine leichte Erholung der Produktion in Russland an.
Für den Markt mit Agrochemikalien gehen wir von einem weltweiten Wachstum von 2,0 % aus, das durch die erwartete Erlössituation im Bereich der Agrarprodukte bedingt ist. Düngemittel ausgeklammert gehen wir von einem Wachstum von 2,5 % aus. Asien/Pazifik und Amerika sollten dabei mit 3,5 % bzw. 1,5 % wachsen, während wir bei EMEA (inklusive Deutschland) ein Plus von 2,0 % erwarten.
Die Bauindustrie sollte mit 4,5 % im Jahr 2016 weiterhin gut wachsen. Für den asiatisch-pazifischen Raum nehmen wir dabei ein Wachstum von 5,0 % an. In Amerika rechnen wir sogar mit einem noch etwas stärkeren Wachstum von 5,5 %. EMEA (inklusive Deutschland) sollte um 3,0 % zulegen.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr ( %)1) | Reifen 2016 | Automobil 2016 | Agrochemikalien 2016 | Bauindustrie 2016 |
|---|---|---|---|---|
| Amerika | 2,0 | 2,5 | 3,0 | 5,5 |
| EMEA (inklusive Deutschland) | 1,0 | 2,5 | 1,5 | 3,0 |
| Asien/Pazifik | 4,0 | 3,0 | 2,5 | 5,0 |
| Welt | 3,0 | 3,0 | 2,0 | 4,5 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Quelle: eigene Einschätzungen und IHS Global Insight
Prognosebericht
Erwartete Ertragslage LANXESS Konzern
Wir erwarten, dass unsere Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2016 erneut durch das anhaltend herausfordernde Wettbewerbsumfeld, insbesondere für unsere Geschäfte mit synthetischem Kautschuk, beeinflusst wird. Aus dem prognostizierten leichten Wachstum der globalen Wirtschaft erwarten wir keine wesentlichen Impulse für unsere Ertragsentwicklung.
In unseren Segmenten rechnen wir dabei mit nachstehend beschriebener Entwicklung. Die angenommene Entwicklung in den Segmenten ergibt sich dabei insbesondere durch die unterschiedliche Markt- und Wettbewerbssituation in den Geschäftsbereichen unserer Segmente sowie die der zugrunde liegenden Kundenindustrien.
Für das Segment Performance Polymers nehmen wir in 2016 eine insgesamt leicht rückläufige Geschäftsentwicklung an, die in der zweiten Jahreshälfte etwas stärker ausfallen dürfte. Aus der Reifen- und Automobilindustrie als wesentlichen Abnehmerbranchen ist zwar eine leichte Nachfrageverbesserung im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten, unsere Geschäftsbereiche mit synthetischen Kautschuken, und hier insbesondere für EPDM- und Butylkautschuk, werden aber vor dem Hintergrund zusätzlicher Kapazitäten anhaltendem Preisdruck ausgesetzt sein. Nach Inbetriebnahme unserer Anlagen für Nd-PBR-Kautschuk in Singapur und EPDM-Kautschuk in Changzhou (China) erwarten wir, aufgrund der zusätzlich verfügbaren Kapazitäten dieser beiden neuen Anlagen, weiterhin Belastungen durch Leerkosten. Beide Anlagen werden sukzessive in Einklang mit der Nachfrageentwicklung ausgelastet. Unser Geschäft mit Leichtbau-Kunststoffen für Anwendungen in der Automobilindustrie sollte sich im laufenden Jahr in den verschiedenen Endmärkten weiterhin positiv entwickeln. Die zentrale Währung für unsere Kautschukgeschäfte ist der US-Dollar. Aus einem anhaltend starken US-Dollar auf Vorjahresniveau erwarten wir im Vergleich zur Entwicklung des Vorjahres keine signifikanten positiven Effekte für unsere Geschäfte.
Für das Segment Advanced Intermediates nehmen wir in 2016 eine insgesamt stabile Geschäftsentwicklung an. Der Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates sollte sich aufgrund der starken Diversifizierung der Absatzmärkte stabil entwickeln. Für das Agrargeschäft unseres Geschäftsbereichs Saltigo gehen wir in 2016 von einem geringeren Wachstum aus.
Für unser Segment Performance Chemicals sehen wir eine ebenfalls insgesamt stabile Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. Der Geschäftsbereich Additive sollte eine insgesamt eher stabile Entwicklung aufweisen. Unser Geschäft mit anorganischen Pigmenten für die Bauindustrie sollte sich nach unseren Erwartungen gut entwickeln. Im Bereich Leder bleibt aus unserer Sicht das anhaltend niedrige Preisniveau für Chromerzprodukte herausfordernd. Für unseren Geschäftsbereich Liquid Purification Technologies, mit Technologien zur Wasseraufbereitung, rechnen wir mit einer soliden Entwicklung. Diese nehmen wir auch für das Geschäft mit Bioziden unserer Business Unit Material Protection Products an.
In unserem nicht operativen Segment gehen wir im Vergleich zum Vorjahr von deutlich geringeren Aufwendungen für die Absicherung von Wechselkursschwankungen (Hedgegeschäft) aus.
Unser dreistufiges Programm „Let's LANXESS again" zur Neuausrichtung des Konzerns werden wir auch im kommenden Jahr weiter vorantreiben. Aufgrund der raschen Umsetzung der Neuausrichtung konnten wir die zukünftigen Kostensenkungen in Höhe von jährlich etwa 150 Mio. € aus der ersten Stufe des Programms, mit der wir die Effizienz der Geschäftsbereiche und Verwaltungsstrukturen steigern, bereits im Berichtsjahr realisieren und damit ein Jahr früher als erwartet. Aus der zweiten Stufe des Programms, mit der wir die operative Wettbewerbsfähigkeit stärken, erwarten wir im laufenden Jahr Einsparungen in Höhe von 20 Mio. €. Insgesamt gehen wir in Stufe II von rund 150 Mio. € Einsparungen aus, die bis Ende 2019 erreicht werden.
Im laufenden Geschäftsjahr sind zudem durch den anstehenden Tarifabschluss in Deutschland und damit verbundene steigende Löhne und Gehälter Kostensteigerungen zu erwarten.
Vor dem Hintergrund der erwarteten und sich innerhalb der einzelnen Segmente in etwa ausgleichenden Einflussfaktoren gehen wir für das Gesamtjahr 2016 von einem EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau aus. Hierin sind die erwarteten Kostensenkungen aus unserer Neuausrichtung berücksichtigt.
Wir gehen davon aus, dass sich - insbesondere bei den petrochemischen Rohstoffen für unsere synthetischen Kautschukprodukte im Segment Performance Polymers - das niedrige Niveau der Beschaffungskosten in 2016 im Vergleich zum Berichtsjahr nur unwesentlich verändern wird. Die schon seit mehreren Jahren anhaltende, zum Teil erhebliche Volatilität der Rohstoffpreise wird sich nach unserer Erwartung auch in Zukunft fortsetzen.
Die wesentliche Währung für unsere Geschäfte bleibt auch künftig der US-Dollar.
Erwartete Finanzlage LANXESS Konzern Liquiditätssituation
LANXESS wird seine vorausschauende und konservative Finanzpolitik im laufenden Jahr fortsetzen. Angesichts der im Abschnitt Finanzlage beschriebenen Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln und ungenutzten Kreditlinien, die auch zum Jahresende 2015 rund 2,0 Mrd. € betrugen, verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Finanzierungssituation. Wir erwarten zudem eine weitere Stärkung der Liquiditätsposition aus der geplanten Partnerschaft mit Saudi Aramco. Damit ist die unternehmerische Flexibilität zur Umsetzung der Strategie langfristig gesichert.
Investitionen
Unsere Investitionen werden sich wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr auch künftig zunehmend auf die Instandhaltung bestehender LANXESS Produktionsstandorte sowie auf Effizienzerhöhung und Erweiterung vorhandener Anlagen fokussieren. Nach der Inbetriebnahme unserer zwei großen Produktionsanlagen in Asien für Nd-PBR- und EPDM- Kautschuk in 2015 sind in den kommenden Jahren keine weiteren hohen Investitionen für den Bau von neuen Produktionsanlagen vorgesehen. Wir erwarten deshalb im laufenden Jahr auszahlungswirksame Investitionen von ca. 450 Mio. €, wovon der Großteil für die zuvor genannte Instandhaltung von Standorten sowie Effizienzerhöhung und Erweiterung von Anlagen vorgesehen ist. Ein wesentlicher Teilbetrag ist für Investitionen unserer Business Unit Saltigo am Standort Leverkusen (Deutschland) vorgesehen. Wir streben damit weiterhin einen ausgewogenen Investitionszyklus an, der uns finanziellen Spielraum verschafft.
Finanzierungsmaßnahmen
LANXESS ist aufgrund der langfristigen Ausrichtung der Finanzierung gut aufgestellt. Dabei erwarten wir, dass LANXESS in 2016 sowohl Investitionen als auch fällige Finanzierungen aus liquiden Mitteln ohne Refinanzierung abdecken kann. Gleiches gilt für die erwartete Dividendenzahlung und den angekündigten beabsichtigten Aktienrückkauf. Weitere finanzielle Handlungsspielräume gewinnen wir durch den erwarteten Erlös von voraussichtlich rund 1,2 Mrd. € aus dem Verkauf des 50 %igen Anteils an unserem Geschäft mit synthetischen Kautschuken.
Neben der Rückzahlung einer Anleihe im Volumen von 200 Mio. € im September 2016 bestehen im Geschäftsjahr 2016 keine weiteren wesentlichen Fälligkeiten. Wie bereits mit der vorzeitigen Rückführung eines Förderbankdarlehens in Höhe von 138 Mio. € im Januar 2016 erfolgt, wird LANXESS auch weiterhin das Finanzierungsportfolio aktiv steuern. Darüber hinaus setzen wir unsere laufenden Aktivitäten zur langfristigen Sicherung der Finanzierung im Rahmen einer konservativen Finanzpolitik fort.
Erwartete Ertragslage der LANXESS AG
Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir für den Einzelabschluss der LANXESS AG einen gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Jahresüberschuss. Dabei werden die für den 1. April 2016 geplante Umsetzung der Transaktion für die Geschäfte mit synthetischen Kautschuken sowie die zu erwartenden gesetzlichen Änderungen der handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsverpflichtungen einen maßgeblichen Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Das Ergebnis ist neben den Verwaltungskosten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management Holding vom Finanzergebnis und hier insbesondere vom Zins- und Beteiligungsergebnis geprägt. Aufgrund der Finanzierungsstruktur ist von einem negativen Zinsergebnis auszugehen. Das Beteiligungsergebnis und damit das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG werden wesentlich von den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Gesellschaften des LANXESS Konzerns bestimmt. Wir verfolgen auch weiterhin eine kontinuierliche Dividendenpolitik und gehen davon aus, bei der LAN- XESS AG einen Bilanzgewinn zu erzielen, der es ermöglicht, unsere Aktionäre im kommenden Jahr angemessen am Ergebnis des Konzerns zu beteiligen.
Dividendenpolitik
LANXESS verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. In den künftigen Dividendenvorschlägen werden wir, wie bereits in der Vergangenheit, die wirtschaftliche Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres, die Finanzierungsziele des Konzerns sowie sich abzeichnende Entwicklungen im neuen Geschäftsjahr berücksichtigen.
Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
Wir erwarten, dass unsere Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr erneut durch das anhaltend herausfordernde Wettbewerbsumfeld, insbesondere für unsere Geschäfte mit synthetischem Kautschuk, beeinflusst werden wird. Aus dem prognostizierten leichten Wachstum der globalen Wirtschaft erwarten wir keine wesentlichen Impulse für unsere Geschäftsentwicklung.
Für das Gesamtjahr 2016 gehen wir von einem EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau aus.
Im Geschäftsjahr 2015 haben wir unser dreistufiges Programm zur weltweiten Neuausrichtung des Konzerns konsequent weiter vorangetrieben und bereits in großen Teilen umgesetzt. Damit haben wir bereits einen wesentlichen Schritt zur nachhaltigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in der Geschäfts- und Verwaltungsstruktur, im operativen Bereich sowie in unseren jeweiligen Geschäftsbereichen getan und erste umfangreiche Kostensenkungen erreicht. Im laufenden Jahr werden wir unsere Neuausrichtung, und hier insbesondere die Stärkung der operativen Wettbewerbsfähigkeit, weiter umsetzen.
Nachdem wir im Rahmen der Neuausrichtung unsere synthetischen Kautschukgeschäfte aus dem Segment Performance Polymers zum 1. April 2016 in eine Partnerschaft mit Saudi Aramco einbringen, fokussieren wir uns künftig auf die Stärkung unserer Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals sowie des Geschäftsbereichs High Performance Materials.
Chancen- und Risikobericht
Chancen- und Risikomanagementsystem
Unser Erfolg wird wesentlich dadurch beeinflusst, dass wir Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit erkennen und bewusst mit ihnen umgehen. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken zu erkennen und sie, entsprechend ihrer Ausprägung, angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um das Unternehmen langfristig zu sichern und seine erfolgreiche Weiterentwicklung zu unterstützen. Chancen und Risiken werden verstanden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven bzw. negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.
Basis dieses Managementsystems sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früherkennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für Chancen wie für Risiken.
Wie alle Methoden, mit denen unternehmerisches Risiko gehandhabt werden soll, bietet auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es soll aber, mit hinreichender Sicherheit verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.
Strukturelle Grundlagen
Die Grundsätze unseres Chancen- und Risikomanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Das Managementsystem, das sich an dem Rahmenkonzept des Enterprise Risk Management gemäß dem COSO-Modell orientiert, besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen. Sie sind in die betrieblichen Prozesse durch die Aufbau- und Ablauforganisation, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementanweisungen und technischen Standards eingebunden.
Das System folgt dem Integrationskonzept, das heißt, die Früherkennung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Der Umgang mit Chancen und Risiken ist daher originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften. In diesem Sinn basiert unser Chancen- und Risikomanagement auf klar geregelten Geschäftsprozessen, einer lückenlosen Zuordnung von Zuständigkeiten sowie angemessenen Berichtssystemen, die eine zeitnahe Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Vorstand bzw. nachgelagerte Managementebenen gewährleisten.
Rollen wesentlicher Organisationseinheiten
Das operative Geschäft wird von unseren Business Units mit globaler Ergebnisverantwortung betrieben. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.
Entsprechend dieser Aufgabenteilung haben wir die Zuständigkeiten, die sogenannten Risk-Owner, definiert für
| • | die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken, |
| • | die Implementierung der Steuerungsmaßnahmen (Maßnahmen zur Wahrnehmung bzw. Erhöhung von Chancen sowie zur Risikovermeidung bzw. -minderung), |
| • | die Überwachung der Entwicklung der Chancen und Risiken (z. B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren), |
| • | die Vorsorge (Maßnahmen zur Schadensminimierung im Ereignisfall) und |
| • | die Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche. |
Die Group Function Corporate Controlling verantwortet die konzernweite Sammlung und Aggregation maßgeblicher Informationen in den folgenden Zyklen:
| • | zweimal jährlich im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses für das laufende Geschäftsjahr |
| • | einmal jährlich im Rahmen des Budget- und Planungsprozesses für das Folgejahr sowie den mittelfristigen Prognosezeitraum |
Die Group Function Corporate Development analysiert und bewertet systematisch bedeutende und strategische Chancen und Risiken mit dem Ziel, den Konzern langfristig auszurichten.
Die Group Function Treasury & Investor Relations steuert zentral Transaktionen insbesondere zum finanziellen, aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen). Dies erläutert der Abschnitt zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.
Aufgrund der hohen Integration der allgemeinen Geschäftsprozesse existieren themenbezogene Gremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit den Chancen und Risiken des Konzerns beschäftigen. So können wir schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse reagieren.
Darüber hinaus analysiert ein Risikokomitee unter der Leitung des Finanzvorstands die wesentlichen Risiken und deren Entwicklung aus Sicht des gesamten Unternehmens. Dieses Gremium setzt sich aus Vertretern ausgewählter Group Functions zusammen und hinterfragt bestehende Bewältigungsmaßnahmen, initiiert zusätzliche Maßnahmen, entscheidet über konzernweite Risikomanagementstandards und -richtlinien und stößt bei Bedarf weitere Analysen zu einzelnen Chancen und Risiken an.
Die Meldepflicht für Chancen und Risiken an die Group Function Corporate Controlling ergibt sich aus der erwarteten Auswirkung auf das Konzernergebnis oder das EBITDA vor Sondereinflüssen. Meldepflichtig sind alle Chancen und Risiken mit einer erwarteten Auswirkung von mehr als 1 Mio. € nach Maßnahmen. Darüber hinaus sind auch diejenigen Risiken anzugeben, deren erwartete Auswirkung durch Maßnahmen um mehr als 10 Mio. € begrenzt wurde. Diese Mindestmeldegrenzen stellen sicher, dass Chancen und Risiken umfassend erhoben werden. Eine Beschränkung nur auf wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit. Erst im Nachgang werden die Top-Chancen und Top-Risiken zentral von der Group Function Corporate Controlling bestimmt.
Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen vorgesehen, wie beispielsweise unerwartet auftretende operative Ereignisse mit einer Auswirkung von mehr als 10 Mio. € nach Maßnahmen. Im Berichtsjahr bestand kein Anlass zu solch einer sofortigen Berichterstattung.
Die berichteten Chancen und Risiken werden in einer zentralen Datenbank gesammelt und regelmäßig für den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Dies stellt sicher, dass dem Vorstand neu auftretende bzw. sich wesentlich verändernde bestehende Chancen und Risiken zeitnah kommuniziert und damit zielgerichtet in die allgemeine Unternehmenssteuerung eingebunden werden.
Chancen- und Risikobewertung
Das Chancen- und Risikomanagement ist in den Planungs- und Erwartungsprozess integriert und erfasst Chancen und Risiken als mögliche Abweichungen zum geplanten bzw. erwarteten EBITDA vor Sondereinflüssen oder Konzernergebnis.
Zur Bewertung der Chancen und Risiken werden je nach Art unterschiedliche Berechnungsverfahren angewendet. Verteilungsorientierte Chancen und Risiken werden durch szenariobasierte Schwankungen der Plangrößen (Wechselkurse, Rohstoffpreise, Energiepreise und Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung) beschrieben. So kann die Ausprägung der Variablen sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Abweichung gegenüber der Planung bzw. Erwartung führen.
Ereignisbasierte Chancen und Risiken (z. B. Ausfall eines Lieferanten oder Versicherungsfälle), die nur im Falle ihres Eintretens einen Einfluss auf das Ergebnis haben, werden mittels ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen oder das Konzernergebnis bewertet.
Bedeutung des konzernweiten Planungsprozesses
Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Kernelement unseres Chancen- und Risikomanagements. Ereignisse mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit fließen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling gesteuert und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Planung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden in dedizierten Vorstandsterminen erörtert und verabschiedet. Die Jahresplanung im jeweiligen Berichtsjahr überwachen wir, indem wir regelmäßig die aktuellen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung ermitteln. Bei Bedarf wird eine Anpassung der Planung vorgenommen.
Compliance als integraler Bestandteil
Zum Risikomanagement gehört auch, unrechtmäßiges Handeln unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Wir setzen darauf, uns bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle umfassend rechtlich beraten zu lassen und unsere Mitarbeiter mit unserem Compliance-Kodex dazu zu verpflichten, sich entsprechend den Gesetzen zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Dieser Kodex ist eingebettet in ein umfassendes Compliance-Management-System (CMS), das in seinem Aufbau den Leitlinien eines international anerkannten Rahmenwerks zum unternehmensweiten Risikomanagement (COSO) folgt. Dieses CMS wird betreut von der Compliance Organisation bestehend aus dem Group Compliance Officer und einem Netzwerk lokaler Compliance Officer in den Ländern, in denen wir eine Tochtergesellschaft unterhalten. Ziel des CMS ist es, die Einhaltung unserer Compliance-Grundsätze sicherzustellen. Die Compliance-Funktion, die die globale Compliance-Organisation umfasst, untersteht direkt dem Vorstand, dem regelmäßig berichtet wird.
(Konzern-)Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Hierzu existieren klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei uns in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem (Konzern-)Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement. Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings aufgrund von Ermessensentscheidungen, kriminellen Handlungen, fehlerbehafteten Kontrollen oder sonstigen Umständen eingeschränkt sein. Dass Sachverhalte korrekt und zeitnah in der (Konzern-)Rechnungslegung erfasst werden, kann also selbst dann nicht vollständig gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Systembestandteile konzernweit angewendet werden.
Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG und des Konzernabschlusses sowie für die Einheitlichkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss auf, die danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet werden. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses werden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Chancen- und Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers.
Konsolidierte Konzernzwischenabschlüsse werden jedes Quartal erstellt. Der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss unterliegt der prüferischen Durchsicht, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer.
Unserer HGB-konformen Rechnungslegung liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisung zugrunde. Neben der Funktionstrennung sind das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen grundlegende Überwachungsmaßnahmen im Abschlusserstellungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess wird IT-technisch ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen erfolgen auf Basis eines systematischen Belegwesens. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen.
Grundlage des einheitlichen und IFRS-konformen Konzernberichtswesens ist die LANXESS Konzernabschlussrichtlinie. Sie regelt, in welcher Art die für den Konzern relevanten Normen der International Financial Reporting Standards (IFRS) von den Tochtergesellschaften als berichtenden Einheiten anzuwenden sind. Die Richtlinie definiert ferner den verbindlichen Konzernkontenrahmen. Sie wird auf der IT-technischen Seite durch ein konzernweit einheitliches Anlieferungs- und Konsolidierungssystem ergänzt, das weitgehend auf Standardsoftware basiert und mit Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.
Indem wir den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess regeln und überwachen, stellen wir eine den einschlägigen Gesetzen und Normen entsprechende, ordnungsgemäße (Konzern-) Rechnungslegung sicher und gewährleisten eine verlässliche Finanzberichterstattung. Das bei uns angewendete (konzern-)rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Entsprechende Vorgaben existieren auch für die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften.
Der Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein detailliert ausgearbeiteter Prozess zugrunde. Dieser wird zeitlich definiert durch die Vorgabe eines Abschluss-Terminkalenders, der die Zeitpunkte für die Anlieferung bestimmter Daten festlegt. Fester Bestandteil ist auch die regelmäßige Prüfung, ob der Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen korrekt ermittelt und vollständig ist. Die Prinzipien der Funktionstrennung in Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Prüfungen von Angaben auf Plausibilität prägen durchgängig den gesamten Erstellungs- und Konsolidierungsprozess.
Für den Konzernabschluss liefern alle berichtspflichtigen Tochtergesellschaften ihre Konzernberichtsdaten über das oben genannte Konsolidierungssystem. Systemintegrierte Validierungsregeln stellen bei der Anlieferung sicher, dass die Daten der Tochtergesellschaften konsistent sind. Das Rechnungswesen der Tochtergesellschaften ist dafür verantwortlich, dass die gemeldeten Daten inhaltlich korrekt sind. Weiterhin prüft die Abteilung Corporate Accounting innerhalb der Group Function Accounting, ob die Daten inhaltlich korrekt sind. Hierzu werden unter anderem standardisierte Berichte ausgewertet, in denen die Gesellschaften wesentliche abschlussrelevante Sachverhalte erläutern. Nach den prozessintegrierten Kontrollen erfolgt die Konsolidierung einschließlich Währungsumrechnung ohne weitere Schnittstellen im selben System, wobei sowohl automatische als auch manuelle Konsolidierungsmaßnahmen vollzogen werden. Die Korrektheit der automatischen Konsolidierungsschritte und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Konsolidierungssachverhalte werden separat gebucht, im erforderlichen Rahmen dokumentiert und von nachgelagerten Stellen kontrolliert. Ergänzt wird dies durch systemintegrierte Validierungsregeln.
Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury & Investor Relations, Tax & Trade Compliance und Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten. Im Rahmen des laufenden Informationsaustauschs mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions identifiziert und verarbeitet die Group Function Accounting Sachverhalte, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsprüfungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen.
Überwachung des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems (IKS)
Konzernintern überprüft der Bereich Corporate Audit innerhalb der Group Function Legal & Compliance, ob das interne Steuerungs- und Überwachungssystem funktioniert und organisatorische Sicherungsmaßnahmen eingehalten werden. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und Prüfungsansätze sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Um die Wirksamkeit des IKS zu beurteilen, wird zudem ein jährliches Self Assessment in wesentlichen Konzerngesellschaften, operativen Einheiten und Group Functions durchgeführt. Der Aufsichtsrat übernimmt Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit der zuvor beschriebenen Managementsysteme. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse der Compliance-Funktion, des Bereichs Corporate Audit sowie den Status des Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems berichten. Zusätzlich beurteilt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Konzern- bzw. Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem.
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Zur vollständigen Identifikation der Chancen und Risiken des LANXESS Konzerns dient ein Katalog mit Kategorien, die in folgenden Gruppen zusammengefasst werden:
Gruppen
| Gruppen | |
| Beschaffungsmärkte | |
| Personal | |
| Betriebliche Abläufe und Gefahren | |
| Unternehmensstrategie | |
| Absatzmärkte Finanzbereich | |
| Rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld |
Der folgenden Berichterstattung zu den den einzelnen Gruppen zugeordneten wesentlichen Kategorien liegt ein Planungshorizont von einem Jahr zugrunde.
Beschaffungsmärkte
Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen und Risiken aufgrund der hohen Volatilität von Rohstoffpreisen und Energiepreisen. Eine Preiserhöhung bzw. -senkung bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer höheren bzw. niedrigeren Kostenbasis in der Produktion. Ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Darüber hinaus resultieren Veränderungen der Rohstoffpreise direkt oder zeitversetzt in höheren bzw. niedrigeren Verkaufspreisen. Diesem Umstand begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoff- und Energieversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten abgedeckt. Vergleichbare Vereinbarungen bestehen auch auf der Verkaufsseite. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Absicherung über Derivate, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt (siehe auch Abschnitt „Finanzwirtschaft"). Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen. Die Volatilität von Rohstoffpreisen, insbesondere für den Schlüsselrohstoff Butadien, wirkt sich insbesondere auf unser Segment Performance Polymers aus.
Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Sollten wir gezwungen sein, auf alternative Bezugsquellen zurückgreifen zu müssen, könnte dies z.B. zu höheren Einkaufspreisen oder zusätzlichen Transportkosten führen.
Personal
Das Risiko von Arbeitskampfmaßnahmen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist nicht auszuschließen. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis ebenso belasten wie die zuvor beschriebenen steigenden Preise für Einsatzstoffe, ohne dass jedoch Möglichkeiten bestehen, sich gegenüber Kunden oder in Terminmärkten abzusichern. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Insbesondere im Rahmen des Programms „Let's LANXESS again", dessen Auswirkungen in einzelnen Ländern wie z. B. Frankreich auch 2015/2016 noch sichtbar werden, sind die Arbeitnehmervertretungen in den verschiedenen Ländern eingebunden und bestehende Dialogplattformen wie das Europaforum der europäischen Betriebsräte werden kontinuierlich und verstärkt genutzt. Auch in anderen Regionen, in denen wir tätig sind, suchen wir den Dialog mit Arbeitnehmervertretungen, Gewerkschaften und anderen Interessengruppen und gehen aktiv auf deren Vertreter zu.
Das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen ist ein entscheidender Faktor für die effiziente Abwicklung unserer Geschäfte. Um das Risiko des Wissensverlustes zu begrenzen, verfolgen wir unterschiedliche Ansätze: Mit attraktiven Vergütungsmodellen, herausfordernden Aufgaben und internationalen Karriereperspektiven möchten wir Mitarbeiter an das Unternehmen binden. Wir investieren kontinuierlich in die Nachwuchsförderung, sei es mit einer weiter steigenden Zahl von Ausbildungsplätzen in Deutschland oder mit dem Auf- und Ausbau von regionalen Praktikanten- und Nachwuchsprogrammen sowie Stipendien für begabte Studenten. Regionale Schwerpunkte sind neben dem Heimatland Deutschland beispielsweise Nordamerika, Brasilien, Indien, China sowie Südafrika.
Dass insbesondere Fachkräfte auf unseren weltweiten Märkten knapp werden, ist vereinzelt spürbar. Allerdings wurde dieser Effekt durch das im April 2014 eingeleitete Programm „Let's LANXESS again", das den konkreten Fachkräftebedarf im Berichtszeitraum zunächst deutlich senkte, vorerst abgeschwächt. Wir rechnen aufgrund erster Wachstumstendenzen jedoch in spezifischen Funktionen wieder mit einer verstärkten Rekrutierung von Personal, so dass das Thema Employer Branding erneut wichtiger werden wird. Eine vorausschauende und nachhaltige Personalpolitik bleibt entsprechend weiterhin im Fokus, beispielsweise durch regelmäßige Personalentwicklungskonferenzen. Unsere Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und weiterführenden Schulen in Deutschland sowie mit öffentlichen Institutionen sowohl in Deutschland als auch in allen wichtigen Zielmärkten bauen wir verstärkt aus. Darüber hinaus haben wir unser Unternehmen in zahlreichen Veranstaltungen und Konferenzen weltweit als attraktiven Arbeitgeber positioniert und suchen auch weiterhin früh Kontakt zu besonders begabten Nachwuchstalenten. Für diese Studenten und Doktoranden bieten wir in Deutschland als mitarbeiterstärkster Region eigens ein LANXESS Förderprogramm an, das sowohl finanzielle als auch fachliche Unterstützung beinhaltet. Analog unterhalten wir ein Bindungsprogramm für besonders herausragende Praktikanten. Schwerpunkte beider Programme liegen auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Diese Programme etablieren wir nicht nur in Deutschland, sondern zunehmend auch in weiteren bedeutenden Regionen, immer unter Berücksichtigung lokaler Anforderungen.
Im Berichtsjahr hat der Vorstand eine Demografie-Initiative aufgesetzt, die Themen aufgreift wie funktionskritische Tätigkeiten, die im Nachgang des Programms „Let's LANXESS again" identifiziert wurden, sowie Fragen zum Transfer spezifischen Know-hows oder die Sicherung von Nachfolgeketten. Die Initiative baut auf den Ergebnissen von Xcare auf, dem ersten Demografieprojekt aus dem Jahr 2011.
Fragen der Mitarbeiter-Performance - auch unter dem Eindruck der Restrukturierungsmaß- nahmen der letzten Jahre - begegnen wir mit dem Programm zur sogenannten Erfolgskultur, das der Vorstand aufgesetzt hat und das die Neuausrichtung des Konzerns unterstützt. U. a. sollen verbindliche Unternehmenswerte und Führungsleitlinien einen Rahmen dafür schaffen, dass Führungskräfte ihre Mitarbeiter noch stärker unterstützen, ihr Potenzial zu nutzen.
Dem möglichen Verlust einzelner Know-how-Träger im Zusammenhang mit der vereinbarten Partnerschaft für das Geschäft mit synthetischen Kautschuken begegnen wir mit gezielter Information betroffener Mitarbeiter und indem wir mögliche Karrierechancen aufzeigen.
Darüber hinaus bestehen weitere Personalrisiken, die aufgrund ihrer langfristigen Natur nahezu keine Auswirkung auf die für das Geschäftsjahr 2016 relevanten Ergebnisgrößen haben.
Betriebliche Abläufe und Gefahren
Fehlende Anlagenverfügbarkeit sowie Störungen in der Arbeits- und Verfahrenssicherheit können dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, so dass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z. B. proaktive Anlagenwartungen, reguläre Compliance-Checks, Gefährdungsbeurteilungen und systematische Schulungen unserer Mitarbeiter, um Standards und Sicherheit zu verbessern. Darüber hinaus begegnen wir dem Risiko eines ungeplanten Produktionsstillstands, indem wir die Produktion bestimmter Produkte auf verschiedene Standorte weltweit verteilen.
Selbst bei hohen (sicherheits-)technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen - auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus - möglich. Sie können zu Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert.
In unserem Produktportfolio befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Abnehmer auf Risiken hin, die mit der Verwendung einhergehen. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen.
Gemäß unserem vorausschauenden Ansatz werden im Rahmen der Produktbeobachtung potenzielle Gefahren im Umfeld unseres Produktportfolios frühzeitig erkannt, bewertet und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen.
Unsere Informationstechnologie (IT) unterstützt unsere Geschäftsaktivitäten weltweit, unter anderem die Prozesse vom Auftragseingang bis zum Ausgleich der Forderung oder von der Bestellung bis zur Zahlung der Lieferantenrechnung. Es ist wichtig, dass die Nutzer der Systeme zum richtigen Zeitpunkt korrekte und aussagefähige Informationen erhalten. Um dies zu unterstützen, entwickeln wir eine einheitliche und integrierte Systemlandschaft und investieren weltweit in den Ausbau der IT-Services.
Beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen verfälscht oder gelöscht werden. Insbesondere beobachten wir eine wachsende Bedrohung der IT-Infrastruktur durch Angriffe von außen. All dies kann zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen. Um derartigen Risiken zu begegnen, investieren wir in angemessene Datensicherungssysteme, die den Verlust von Daten und Informationen verhindern. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme gewährleisten die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie den störungsfreien Betrieb der Systeme. Zur Verbesserung der Sicherheit im Bereich der IT-Infrastruktur werden Sicherheitsmaßnahmen bewertet und geprüft, ob sie bei den aktuellen Angriffsszenarien weiterhin als sicher gelten können. Sofern erforderlich, werden sie auf einen angemessenen sicherheitstechnischen Stand gebracht. Zur Abwehr neuartiger und zielgerichteter Bedrohungen werden international neue Schutzeinrichtungen aufgebaut und bestehende zielgerichtet an die aktuelle Bedrohungssituation angepasst.
Unternehmensstrategie
Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Konzerns aktiv voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzoptimierung, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen. Wir verweisen weiterhin auf den Abschnitt „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht.
Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko hinsichtlich künftiger (Markt-)Entwicklungen und der möglichen Umsetzbarkeit angestrebter Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Einstieg in oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite- oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. Wir begegnen dem, indem wir die entscheidungsrelevanten Informationen sorgfältig und strukturiert aufarbeiten. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand von erfahrenen Fachabteilungen und ggf. von externen Beratern unterstützt.
Unser Produktportfolio ist konsequent auf zentrale weltweite Trends ausgerichtet, die in den kommenden Jahren kontinuierliches Wachstum versprechen. Mit unseren Produkten bieten wir innovative Lösungen für diese Trends und generieren dadurch einen erkennbaren Mehrwert für unsere Kunden. Wir positionieren uns dabei erfolgreich in den Märkten, in denen wir mittel- und langfristig mit unserem Produktportfolio besonders von den Trends profitieren können. Der Fokus wird auf China, Nordamerika und Südostasien liegen.
Bei der Gewinnung von Informationen im Rahmen von Akquisitionen ist nicht auszuschließen, dass nicht alle Informationen, die für die Einschätzung der künftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlich sind, vorliegen oder richtig bewertet werden. Dem begegnen wir durch systematische „Due-Diligence"-Analysen und - soweit möglich - entsprechende Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration erworbener Unternehmen oder Geschäfte kann dazu führen, dass erwartete Entwicklungen nicht eintreten. Daher existieren bei uns Prozesse, die eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleisten. Werden Einschätzungen über künftige Entwicklungen, wie beispielsweise die Realisierung von Synergien, nicht erfüllt, könnte sich Wertminderungsbedarf von Vermögenswerten ergeben. Dieses Risiko überwachen wir mit mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen.
Operative Chancen zu erschließen und zu nutzen ist zentraler Bestandteil unserer unternehmerischen Aktivitäten. Es ist unser Anspruch, unser Wachstum mit bestehenden Produkten und neuen Lösungen voranzutreiben und unsere Position in den globalen Märkten dadurch nachhaltig zu stärken. Investitionen in neue Werke sowie Kapazitätserweiterungen und die Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen sind hierfür zentrale Elemente. Die erwarteten Effekte sind in der Planung berücksichtigt oder darüber hinaus als Chance erfasst. Auch wenn wir uns grundsätzlich Vorteile von Investitionen versprechen, sind sie auch mit Risiken verbunden. So ist beispielsweise der Erfolg unserer Investitionen im asiatischen Raum stark belastet durch die herausfordernde Wettbewerbssituation im Bereich der synthetischen Kautschuke. Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden von den zuständigen Business Units vorbereitet und dem Vorstand nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Komitee zur Entscheidung vorgelegt. Mit diesem Prozess stellen wir sicher, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden.
Umsatz- und Ergebniseffekte, die wir aus unseren Investitionen und Akquisitionen erwarten, sind bereits in unseren Planungen berücksichtigt. Darüber hinaus können diese gezielten Investitionen weitere operative Chancen eröffnen, weil wir uns hierdurch neue Potenziale erschließen sowie die Positionierung in wichtigen Märkten vorantreiben.
Absatzmärkte
Grundsätzlich unterliegt unser Konzern den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen und politischen Veränderungen in den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden positiven bzw. negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Durch unsere weltweite Präsenz, die wir in den Wachstumsregionen weiter ausbauen, können wir an vorteilhaften regionalen Entwicklungen partizipieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von bestimmten Regionen reduzieren. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden sich im Abschnitt „Strategische Ausrichtung" dieses Lageberichts.
Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Unsicherheiten für uns. Neben dem Einfluss der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung kann insbesondere die Abhängigkeit des Kautschukgeschäftes von Kunden aus der Reifen- und Automobilindustrie zu einer Volatilität des Absatzes führen. Zusätzliche über die Planung hinausgehende Absatzmöglichkeiten können sich durch die Erschließung neuer Märkte oder Gewinnung neuer Kunden ergeben. Neben diesen nachfragebedingten Markteinflüssen können auch strukturelle Marktveränderungen unsere Ertragskraft beeinflussen, etwa durch den Marktaustritt bestehender oder das Auftreten neuer Wettbewerber bzw. zusätzlicher Kapazitäten sowie regionale Verschiebungen, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigem Kostenniveau, Produktsubstitution oder durch Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten. Wir begegnen diesen Entwicklungen mit einem konsequenten Kostenmanagement und passen unsere Produktportfolios kontinuierlich an. Die Fokussierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios richtet sich dabei auf innovative Anwendungssegmente, so dass eine langfristig erfolgreiche Geschäftsausrichtung sichergestellt werden kann.
In unserem Segment Performance Polymers stehen unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken weiterhin in intensivem Wettbewerb, auch durch neu in den Markt tretende Produzenten. Dadurch können in einzelnen Geschäftsbereichen weitere Überkapazitäten und ein stärkerer Preiswettbewerb entstehen. Wir verfolgen in diesen Bereichen eine produktspezifische Strategie, die unter anderem auf Produkt- und Prozessdifferenzierung sowie einer globalen Aufstellung beruht. Durch die Partnerschaft mit Saudi Aramco wollen wir unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken in diesem Wettbewerb mittelfristig strategisch stärken.
Finanzbereich
Die Group Function Treasury & Investor Relations hat die Aufgabe, die finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken zentral zu erfassen und zu managen. Im Wesentlichen sind dies:
Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken:
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| Preisänderungen | Liquidität und Refinanzierung | Kontrahentenrisiken | Kapitalanlagen | Versicherungen |
|---|---|---|---|---|
| - Währungen | - Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln | - Kunden | - Investitionen in Pensionsvermögen | - Unterdeckung |
| - Zinsen | - Banken | |||
| - Rohstoffe | - Zugang zu multi- und bilateralen Kapitalmärkten | |||
| - Energien |
• Preisänderungen
Währungen
Da der LANXESS Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen durchführt, ist er Schwankungen der relativen Werte dieser Währungen ausgesetzt. Der Planung für das Geschäftsjahr 2016 liegen feste Wechselkurse zugrunde. Besonders relevant ist die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem geplanten Wechselkurs führt zu einem positiven Effekt auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen. Für die Jahre 2016, 2017 und 2018 haben wir bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um den Währungsschwankungen zu begegnen.
Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Solche Risiken werden grundsätzlich zu 100 % abgesichert. Ebenso werden Währungsrisiken aus Finanztransaktionen inklusive der Zinskomponente in der Regel zu 100 % kursgesichert. Als Sicherungsinstrumente werden Devisentermingeschäfte genutzt. Die Absicherung führt dazu, dass sich Auf- oder Abwertung des Euro-Kurses im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen kurzfristig nur eingeschränkt auf die Zahlungsströme auswirken.
Die Chancen und Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Hierzu werden sowohl die Umsätze als auch die Kosten in Fremdwährung geplant. Auf Dauer können Wechselkursschwankungen die künftigen Zahlungsströme beeinträchtigen, falls der LANXESS Konzern nicht in der Lage sein sollte, diese Wechselkursschwankungen, z. B. durch die Preisgestaltung für seine Produkte in der jeweiligen lokalen Währung, aufzufangen. Um dieses Risiko zu verringern, erfolgt eine teilweise Absicherung durch derivative Finanzinstrumente. Die Absicherung erfolgt entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Grundsätzen und wird kontinuierlich überwacht.
Zinsen
Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsänderungen betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden.
Da der überwiegende Anteil der Finanzschulden zu festen Zinskonditionen aufgenommen wurde, haben Zinsänderungen in den kommenden Jahren nur einen begrenzten Einfluss auf den LANXESS Konzern.
Rohstoffe/Energien
Wenn eine Weitergabe bestimmter Marktpreisrisiken aus Energien und Rohstoffen an den Kunden nur eingeschränkt möglich ist, kann im Einzelfall eine Sicherung durch finanzielle Warentermingeschäfte erfolgen, mit dem Ziel, die Cashflow-Volatilität zu reduzieren. Wie im Vorjahr hat LANXESS zum Bilanzstichtag keine finanziellen Warentermingeschäfte im Bestand.
• Liquidität und Refinanzierung
Eine grundsätzlich konservative Finanzpolitik und eine Zielkapitalstruktur, die sich im Wesentlichen an Kennzahlensystemen führender Ratingagenturen orientiert, sichern den Zugang zu Kapitalmärkten und damit unsere Zahlungsfähigkeit. Die konservative Finanzpolitik bezieht auch das Risiko einer Ratingänderung und damit verbundener Auswirkungen in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement ein, wobei LANXESS keinen direkten Einfluss auf die abschließende Beurteilung unabhängiger Ratingagenturen hat.
Als wesentliche Liquiditätsreserve dient eine syndizierte Kreditlinie über 1,25 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag nicht wesentlich in Anspruch genommen wurde. Die ursprüngliche Laufzeit der Kreditlinie wurde im Februar 2015 um ein Jahr bis Februar 2020 verlängert. Daneben besteht eine weitere wesentliche Kreditlinie mit der Europäischen Investitionsbank über 150 Mio. €. Neben den Kreditlinien bestanden kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserven in Höhe von 466 Mio. € in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie hochliquiden AAA-Geldmarktfondsanlagen. Dementsprechend verfügt der LANXESS Konzern über eine Liquiditätsposition, die sich über eine breite Basis von Finanzierungsinstrumenten erstreckt.
• Kontrahentenrisiken
Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowohl mit unseren Kunden als auch mit Bank- und Finanzpartnern, insbesondere im Rahmen von Geldanlagegeschäften und Transaktionen mit Finanzinstrumenten.
Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können sie gegen das Kreditrisiko abgesichert werden.
Ziel des LANXESS Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt.
Zur Absicherung von Kreditrisiken aus Kundenforderungen werden für einzelne Kunden zugunsten des LANXESS Konzerns eröffnete Akkreditive genutzt sowie mit Vertragspartnern Vorauskasse vereinbart. Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität.
Bei der Auswahl von Bank- und Finanzpartnern für Geldanlagegeschäfte und Transaktionen mit Finanzinstrumenten ist die Bonität der Partner ein wichtiges Kriterium der LANXESS Finanzpolitik und des Kreditrisikomanagements. Daher strebt LANXESS grundsätzlich an, mit Bank- und Finanzpartnern Geschäfte zu tätigen, die mindestens über ein Investment-Grade-Rating verfügen. Die zum Bilanzstichtag offenen Derivate und Finanzanlagen wurden nahezu ausschließlich mit Banken mit Bonität im Investment-Grade-Bereich kontrahiert.
Ferner erfolgt im Rahmen des Kreditrisikomanagements ein globales Management des Kontrahentenrisikos für alle bestehenden Bank- und Finanzpartner. Hierbei achtet der LANXESS Konzern darauf, dass im Sinne einer Risikodiversifikation keine existenzbedrohenden Konzentrationsrisiken bestehen. Durch den Abschluss von Rahmenverträgen können im Falle der Insolvenz des Transaktionspartners die Marktwerte der offenen Handelspositionen miteinander aufgerechnet werden, was zu einer weiteren Verringerung der Risikopositionen führt.
• Kapitalanlagen
Chancen und Risiken aus der Anlage von Pensionsvermögen werden durch das Pension Committee, bestehend aus dem Finanzvorstand sowie Vertretern der Group Functions Treasury & Investor Relations, Accounting und Human Resources, überwacht.
• Versicherungen
Der LANXESS Konzern hat sich gegen wesentliche Risiken u. a. aus Sachschäden, Betriebsunterbrechungen und Produkthaftungen extern abgesichert. Im Schadensfall muss LANXESS daher nur bis zur Höhe des Selbstbehalts für den Schaden aufkommen. Ein Restrisiko besteht allerdings beim Eintritt von Ereignissen, die nicht von der Versicherung erfasst sind oder bei denen die Schadenshöhe die von der Versicherung zugesagte Deckungssumme übersteigt.
Weitere Erläuterungen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [36] „Finanzinstrumente".
Rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld
Unternehmen des LANXESS Konzerns unterliegen rechtlichen Risiken und sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines für LANXESS nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen mit Dritten hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf unser geplantes EBITDA vor Sondereinflüssen.
Um rechtliche Risiken zu vermeiden, hat LANXESS ein umfassendes Compliance Management System aufgesetzt, das eine Reihe organisatorischer präventiver Maßnahmen beinhaltet. LANXESS hat für sich unter anderem die folgenden Hauptrisiken identifiziert: Kartellrecht, Anlagensicherheit/Umweltschutz, Außenwirtschaftsrecht, und korruptionsbezogene Risiken. Im Hinblick auf kartellrechtsbezogene Risiken hat LANXESS beispielsweise ein Programm zur Sicherstellung wettbewerbsrechtlicher Compliance entwickelt, das Präsenzschulungen wie auch E-Learning umfasst. Hierdurch werden unsere Mitarbeiter und Führungskräfte in den jeweiligen Unternehmensbereichen auf die besonderen Risiken hingewiesen und entsprechend sensibilisiert. Diese Schulungen werden regelmäßig durchgeführt und dokumentiert. Zusätzlich stehen den Mitarbeitern bei Fragestellungen ausgewiesene Experten der Group Function Legal & Compliance zur Verfügung. Weitere Erläuterungen zu Compliance finden sich im Corporate Governance Bericht. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen im Abschnitt „Compliance als integraler Bestandteil" in diesem Chancen- und Risikobericht.
Regulatorische Maßnahmen können zu einer Verschärfung von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards in verschiedenen Bereichen führen. Dies kann Kosten und Haftungsrisiken zur Folge haben. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Implementierung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern. Zusätzliche Belastungen im Bereich der Energie- und Umweltpolitik, wie z. B. durch neue Regelungen im Emissionshandel, neue Ökosteuern oder die Neuverteilung der Kosten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz, können zu höheren Kosten und damit zum Teil zu erheblichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen. Zur Minderung dieses Risikos diskutieren wir die wirtschaftlichen Folgen steigender Energiepreise direkt mit Behörden und Politik sowie über Wirtschaftsverbände zusammen mit anderen energieintensiven Unternehmen.
LANXESS war und ist für zahlreiche aktive und ehemalige Standorte mit bis zu 140 Jahren chemischer Produktion zuständig. Dies umfasst u. a. auch Abfallentsorgungseinrichtungen. Es lässt sich nicht ausschließen, dass in diesem Zeitraum auch Verunreinigungen des Untergrundes verursacht wurden, die bislang noch nicht identifiziert wurden. Wir bekennen uns zum Responsible-Care®-Gedanken und betreiben aktives Umwelt- sowie auch proaktives Umweltschutzmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft sowie weiteren Emissionen und Immissionen. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen haben wir ausreichende Rückstellungen gebildet. Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen für Umweltschutz finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [15] „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen".
Im Rahmen von Initiativen zur Kennzeichnungspflicht für Reifen kann sich die Nachfrage nach qualitativ höherwertigen Reifen und damit nach synthetischen Hochleistungs-Kautschuken stärker als geplant erhöhen. Hiervon würde insbesondere unser Segment Performance Polymers mit seinem globalen Produktionsnetzwerk sowie langjährigen Kundenbeziehungen profitieren.
Verstöße im Außenwirtschaftsrecht können Verbote und Einschränkungen in der Exporttätigkeit sowie den Wegfall von Privilegien im Rahmen der Exportabwicklung des Konzerns zur Folge haben. Dies kann in Einzelfällen zu Bußgeldern, Handelseinschränkungen und Reputationsverlust führen. Der Konzern stellt die Gesetzeskonformität im Bereich Außenwirtschaftsrecht und Exportkontrolle sicher, indem weltweit geeignete stabile Kontrollinstrumente und automatisierte Prüfprozesse etabliert wurden und kontinuierlich verbessert werden. Im Rahmen der proaktiven Beobachtung der handelspolitischen Entwicklungen werden sowohl die operativen Einheiten als auch die Leitungsgremien frühzeitig über Änderungen im Außenwirtschaftsverkehr und die damit einhergehenden Chancen und Risiken informiert und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen.
Bedeutung der Chancen und Risiken sowie Ergebnis der Chancen- und Risikobewertung
Die identifizierten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung werden, wie zuvor beschrieben, kategorisiert und in Gruppen zusammengefasst. Die Bedeutung der Chancen und Risiken ergibt sich aus ihrer möglichen Auswirkung auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen. Einzelne Kategorien, bei denen die Chance oder das Risiko einer Zielabweichung von mehr als 5 % bezogen auf das prognostizierte EBITDA vor Sondereinflüssen des Planungsjahres besteht, haben hierbei für uns eine mittlere bis hohe Bedeutung. Dies gilt auch für Gruppen, bei denen dieser Grenzwert lediglich kumuliert über alle jeweils zugeordneten Kategorien überschritten wird.
Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements wurde für das Planungsjahr den Kategorien wirtschaftliche Entwicklung, Rohstoffpreise und Währung sowie der Gruppe rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld eine mittlere bis hohe Bedeutung beigemessen. Bezogen auf unsere zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, ergibt sich bei diesen Kategorien sowie der Gruppe gemäß den zugrunde liegenden Szenarien bzw. den getroffenen Wahrscheinlichkeitsannahmen eine mögliche positive bzw. eine nachteilige Zielabweichung von jeweils bis zu 14 %. Die Gruppe rechtliches, regulatorisches und politisches Umfeld wurde insbesondere von Chancen bzw. Risiken der Kategorie Energie- und Umweltpolitik beeinflusst. Chancen oder Risiken anderer Kategorien, wie beispielsweise rechtliche Risiken, haben nur eine sehr untergeordnete Bedeutung.
Im Vorjahr war die Kategorie Währung nicht für sich genommen, sondern nur im Rahmen der Gruppe Finanzbereich bedeutsam. Weiterhin war die Kategorie Energiepreise von Bedeutung.

Aufgrund seiner umfassenden weltweiten Aktivitäten und seiner Abhängigkeit von Rohstoffen mit volatiler Preisentwicklung kann hiervon insbesondere unser Segment Performance Polymers betroffen sein. Allerdings begegnen wir entsprechenden Risiken mit Gegenmaßnahmen.
Zusammenfassende Aussage zur Chancen- und Risikoposition
Die Chemieindustrie befindet sich weltweit in einer Phase des Umbruchs, mit der naturgemäß wirtschaftliche Chancen und Risiken verbunden sind. Die bereits im Jahr 2014 mit dem dreistufigen Programm „Let's LANXESS again" eingeleitete weltweite Neuausrichtung des LANXESS Konzerns verschafft uns jedoch Spielräume, durch die wir in der Lage sind, auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen weiterhin handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben (siehe Abschnitt „Strategische Ausrichtung" in diesem Lagebericht). Zudem ermöglicht uns die Neuausrichtung, strategische und operative Chancen zu nutzen und Wachstumspotenziale auszuschöpfen.
Aufgrund unseres breit diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios hat sich unsere Risikoexposition im Berichtsjahr trotz der regional und branchenbezogen unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich nicht maßgeblich verändert. Weiterhin weisen wir auf den intensiven Wettbewerb hin, dem unsere Geschäfte mit synthetischen Kautschuken unverändert ausgesetzt sind. Im Rahmen der Neuausrichtung stärken wir künftig unsere Wettbewerbsfähigkeit durch die im Berichtsjahr vereinbarte Partnerschaft mit Saudi Aramco.
Alle Planungen unterliegen bestimmten Prognoserisiken, so dass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen aufgrund von Veränderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten grundsätzlich eingeschränkt wird.
Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen Finanzierungsstrukturen, unserer soliden Liquiditätsausstattung sowie der Handlungsspielräume, die sich aus der Neuausrichtung, insbesondere durch die vereinbarte Partnerschaft mit Saudi Aramco, ergeben, sind wir zuversichtlich, künftig auftretende Risiken zu bewältigen.
In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden.
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015
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| in T€ | Anhang | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 4.564 | 4.090 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (2) | - 4.564 | - 4.090 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0 | 0 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 42.901 | - 44.238 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (3) | 34.508 | 32.570 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 14.443 | - 4.061 | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | - 22.836 | - 15.729 | |
| Ertrag aus Gewinnabführung von verbundenen Unternehmen | 66.820 | 252.471 | |
| Aufwand aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen | - 13.482 | 0 | |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | (4) | 736 | 6.526 |
| Zinsergebnis | (5) | - 56.693 | - 43.570 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | - 23 | 0 | |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | (6) | - 33.933 | - 7.559 |
| Finanzergebnis | - 36.575 | 207.868 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | - 59.411 | 192.139 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (7) | - 25.398 | - 101.377 |
| Jahresüberschuss/ -fehlbetrag | - 84.809 | 90.762 | |
| Gewinnvortrag | (19) | 2.631 | 7.061 |
| Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen | 135.000 | 0 | |
| Bilanzgewinn | 52.822 | 97.823 |
Bilanz zum 31. Dezember 2015
AKTIVA
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| in T€ | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| A Anlagevermögen | (11) | ||
| I. Immaterielle Vermögengegenstände | 0 | 46 | |
| II. Sachanlagen | 75 | 70 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | (12) | 738.864 | 738.864 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | (13) | 0 | 198.363 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | (14) | 19.043 | 19.096 |
| 757.982 | 956.439 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (15) | 1.754.205 | 2.035.239 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | (16) | 20.240 | 21.454 |
| II. Wertpapiere | (17) | 100.002 | 100.004 |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 247.313 | 309.893 | |
| 2.121.760 | 2.466.590 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | (18) | 3.835 | 8.743 |
| Summe Aktiva | 2.883.577 | 3.431.772 | |
| PASSIVA | |||
| in T€ | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2015 |
| A. Eigenkapital | (19) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital 16.641 T€) | 91.523 | 91.523 | |
| II. Kapitalrücklage | 1.230.529 | 1.230.529 | |
| III. Andere Gewinnrücklagen | 97.892 | 97.892 | |
| IV. Bilanzgewinn | 52.822 | 97.823 | |
| 1.472.766 | 1.517.767 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (20) | 46.896 | 58.280 |
| 2. Steuerrückstellungen | (21) | 4.872 | 56.881 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (22) | 50.910 | 30.316 |
| 102.678 | 145.477 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Anleihen | (23) | 0 | 1.400.000 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (24) | 748 | 148.118 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (25) | 2.993 | 652 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (26) | 1.297.193 | 218.370 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | (27) | 7.199 | 1.388 |
| 1.308.133 | 1.768.528 | ||
| Summe Passiva | 2.883.577 | 3.431.772 | |
| Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften | (29) | 1.988.363 | 315.276 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2015
der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln
Allgemeines
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 des Aktiengesetzes (AktG) vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance jederzeit eingesehen werden.
Grundlagen
Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt. Wie im Vorjahr wurde der Lagebericht der LANXESS AG in Anwendung von § 315 Absatz 3 HGB i. V. m. § 298 Absatz 3 HGB mit dem Lagebericht des LANXESS Konzerns zusammengefasst.
Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang einzeln erläutert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Aufwendungen und Erträge des Finanzbereichs, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist und die keinem eigenständigen Posten zugeordnet werden, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die LANXESS AG als oberstes Mutterunternehmen stellt zum 31. Dezember 2015 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind, auf.
Der Jahresabschluss und der zusammengefasste Lagebericht in Anwendung von § 315 Absatz 3 HGB i. V. m. § 298 Absatz 3 HGB für das Geschäftsjahr 2015 werden mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Sie werden unter www.lanxess.de, Investor Relations, Publikationen zugänglich sein.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge des Berichtsjahres werden linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 150,00 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über 150,00 bis 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.
Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen:
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| EDV-Lizenzen | 3 bis 4 Jahre |
| EDV-Anlagen | 3 bis 4 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 10 Jahre |
Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag der Chemiebranche sind entsprechende Barmittel bei einem Treuhänder angelegt. Sie werden von der Deutsche Treuinvest Stiftung treuhänderisch für die LANXESS AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Demzufolge erfüllt die Höhe der dem Arbeitnehmer geschuldeten Leistung die Voraussetzungen für eine wertpapiergebundene Versorgungszusage gem. § 253 Abs. 1 S. 3 HGB. Das Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB wird gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Da im Falle wertpapiergebundener Versorgungszusagen bereits durch die Anpassung des Buchwerts der Verpflichtungen an den beizulegenden Zeitwert des korrespondierenden Deckungsvermögens eine Ausschüttungssperrwirkung erzielt wird, greift die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 3 i.V.m. S. 1 HGB insoweit nicht.
Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.
Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.
Flüssige Mittel in Euro werden zum Nennwert angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Zudem sind hier Unterschiedsbeträge zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag der von der LANXESS AG begebenen Anleihen erfasst; diese werden durch planmäßige Abschreibungen während der Laufzeit der jeweiligen Anleihen getilgt.
Latente Steuern werden für temporäre Bilanzierungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die LANXESS AG ist in Deutschland Organträger und muss somit nicht nur die eigenen temporären Differenzen aus Bilanzposten einbeziehen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der LANXESS AG von aktuell 32,1 % (Vorjahr 31,8 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein - nicht bilanzieller - Aktivüberhang.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die erwarteten Entgeltsteigerungen bei den Tarifmitarbeitern und bei den leitenden Angestellten betrugen unverändert zum Vorjahr 2,50 % bzw. 2,75 %. Die erwarteten Rentensteigerungen für Altzusagen wurden im Jahresabschluss 2015 auf dem Vorjahreswert von 1,75 % belassen. Für Neuzusagen betrug die erwartete Rentensteigerung, wie auch im Vorjahr, 1,00 %. Der Rechnungszins beträgt 3,89 % (Vorjahr: 4,54 %) für Pensionen, 2,02 % (Vorjahr: 3,08 %) für Frühruhestand und 3,89 % (Vorjahr: 4,54 %) für sonstige ähnliche Verpflichtungen. Bei den zugrunde gelegten Rechnungszinssätzen für die Abzinsung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2015 handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit. Die angenommene Restlaufzeit beträgt für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 Jahre, für Frühruhestand 5 Jahre und für Altersteilzeit 3 Jahre.
Die Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende, objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.
Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen von 4.090 T€ (Vorjahr: 4.564 T€) handelt es sich um Erlöse aus Dienstleistungen, die ausschließlich gegenüber der LANXESS Deutschland GmbH und somit im Inland, auf Basis eines Dienstleistungsvertrages erbracht wurden.
(2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Bei den Herstellungskosten von 4.090 T€ (Vorjahr: 4.564 T€) handelt es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit den erbrachten Dienstleistungen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen und allgemeine Verwaltungsaufwendungen.
(3) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 28.366 T€ (Vorjahr: 30.161 T€) enthalten.
(4) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten im Wesentlichen Erträge aus langfristigen Darlehen an die LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 6.471 T€ (Vorjahr: 0 T€).
(5) Zinsergebnis
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| in T€ | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| von Dritten | 664 | 396 |
| von verbundenen Unternehmen | 3.660 | 18.273 |
| 4.324 | 18.669 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| an Dritte | 9.770 | 52.107 |
| aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen langfristigen Personalrückstellungen | 2.155 | 2.121 |
| an verbundene Unternehmen | 49.092 | 8.011 |
| 61.017 | 62.239 | |
| Zinsergebnis | - 56.693 | - 43.570 |
(6) Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge
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| in T€ | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Übrige finanzielle Aufwendungen | ||
| aus Währungsumrechnung | 351.796 | 596.497 |
| Sonstige | 33.211 | 7.976 |
| 385.007 | 604.473 | |
| Übrige finanzielle Erträge | ||
| aus Währungsumrechnung | 348.697 | 595.784 |
| Sonstige | 2.377 | 1.130 |
| 351.074 | 596.914 | |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | - 33.933 | - 7.559 |
Die Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung resultieren im Wesentlichen aus eigenen Fremdwährungspositionen sowie aus der Bewertung von für Konzernunternehmen mit Dritten abgeschlossenen Fremdwährungsgeschäften.
In den sonstigen übrigen finanziellen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Bürgschaftsprovisionen an verbundene Unternehmen enthalten. Die sonstigen übrigen finanziellen Erträge resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Bürgschaftsprovisionen von verbundenen Unternehmen.
(7) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 101.377 T€ (Vorjahr: 25.398 T€) setzt sich zusammen aus einem Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von 63.292 T€ sowie für Vorjahre in Höhe von 38.085 T€.
Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die LANXESS AG zum 31. Dezember 2015 aus temporären Bilanzierungsunterschieden - sowohl eigenen als auch solchen bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung. Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,1 % (LANXESS AG und Organgesellschaften).
Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Sachanlagen sowie von Anteilen an Kapitalgesellschaften. Aus den Pensionsverpflichtungen ergibt sich auf Grund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht ansetzbaren Rückstellungen u.a. für drohende Verluste und für Pensionsurlaub, ferner aus wertmäßigen Unterschieden u.a. bei Rückstellungen für Altersteilzeit und sonstige Rückstellungen sowie übrige Verbindlichkeiten.
(8) Personalaufwand
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| in T€ | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 36.270 | 25.588 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 3.004 | 10.188 |
| davon für Altersversorgung | 2.139 | 9.351 |
| 39.274 | 35.776 |
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie werden im Zinsergebnis ausgewiesen.
(9) Mitarbeiter
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| Stichtag 31.12.2014 | Durchschnitt 2015 | Stichtag 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|
| Verwaltung | 139 | 132 | 127 |
(10) Honorare des Jahresabschlussprüfers
Sämtliche Honorare der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der LANXESS AG veröffentlicht.
Erläuterungen zur Bilanz
(11) Anlagevermögen
Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.
(12) Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB
Die Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 HGB sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellt.
(13) Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten zwei langfristige Darlehen an die LANXESS Deutschland GmbH.
(14) Sonstige Ausleihungen
Die sonstigen Ausleihungen betreffen fast ausschließlich das anteilige Treuhandvermögen am LANXESS Pension Trust e.V. (LXS Trust). Die LANXESS AG hat in Vorjahren mit mehreren Tranchen insgesamt Barmittel in Höhe von 17.802 T€ im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen in den LXS Trust eingebracht.
Im ersten Quartal 2014 wurde das anteilige Treuhandvermögen der LANXESS AG gegen Anteile an einem Spezialfonds in eine Kapitalanlagegesellschaft eingebracht. Die Ertragsrealisierung in der LANXESS AG erfolgt seitdem zum Zeitpunkt eines getroffenen Ausschüttungsbeschlusses der Kapitalanlagegesellschaft, im Gegensatz zur bisherigen Vermögensverwaltung. Darüber hinaus können sich vertraglich geregelte Nachschusspflichten beim Treugeber auswirken. In 2015 wurde keine Ausschüttung beschlossen.
Die in 2015 ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen von in Summe 55 T€ resultieren im Wesentlichen aus Nachschusspflichten des Treugebers. Die im Vorjahr ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen von in Summe 706 T€ betreffen den Zeitraum bis zur Einbringung in die Kapitalanlagegesellschaft. Der Marktwert des LXS Trust Vermögens liegt am Bilanzstichtag über dem Buchwert.
Da der CTA kein Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB darstellt, wird unter Beachtung von § 253 Abs. 1 S. 4 HGB keine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt, sondern die Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten bewertet. Eine Ausschüttungssperre besteht aus diesem Grunde nicht.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß dem Tarifvertrag der Chemiebranche sind jährlich ab 2010 Barmittel bei der Deutsche Treuinvest Stiftung angelegt worden. Der Zeitwert des Treuhandvermögens entspricht dem Zeitwert der Verpflichtungen aus dem Demografiefonds in Höhe von 119 T€ (Vorjahr: 108 T€). Der Bilanzwert für das Treuhandvermögen und die unter den sonstigen Rückstellungen zu zeigenden Verpflichtungen sind, wie auch die Aufwendungen und Erträge, verrechnet worden.
(15) Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 2.035.239 T€ (Vorjahr: 1.754.205 T€) betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehensforderungen einschließlich der Zinsabgrenzung, Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Aus dem in Punkt (1) beschriebenen Dienstleistungsvertrag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.039 T€ (Vorjahr: 974 T€). Des Weiteren bestehen Forderungen aus Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 3.500 T€ (Vorjahr: 5.000 T€).
(16) Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
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| in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Steuerforderungen | ||
| aus Umsatzsteuer | 15.262 | 11.436 |
| aus Ertragsteuern | 3.865 | 7.771 |
| Sonstige | 1.113 | 2.247 |
| 20.240 | 21.454 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle im Folgejahr fällig.
(17) Wertpapiere
Unter den Wertpapieren in Höhe von 100.004 T€ (Vorjahr: 100.002 T€) werden im Wesentlichen jederzeit veräußerbare Anteile an Geldmarktfonds ausgewiesen.
(18) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Geschäftsjahr 2015 erstmals Disagiobeträge auf die ausgegebenen Anleihen in Höhe von 6.127 T€ ausgewiesen.
(19) Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich im Jahr 2015 wie folgt entwickelt:
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| in T€ | 31.12.2014 | Dividende | Jahresüberschuss | Entnahme aus | Einstellung in | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 91.523 | 0 | 0 | 0 | 0 | 91.523 |
| Kapitalrücklage | 1.230.529 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.230.529 |
| Andere Gewinnrücklagen | 97.892 | 0 | 0 | 0 | 0 | 97.892 |
| Bilanzgewinn | 52.822 | - 45.761 | 90.762 | 0 | 0 | 97.823 |
| 1.472.766 | - 45.761 | 90.762 | 0 | 0 | 1.517.767 |
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 91.522.936 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
In der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 wurde für den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 von 52.822 T€ die folgende Verwendung beschlossen:
| ― | eine Dividendenzahlung von 45.761 T€ (0,50 € je dividendenberechtigte Stückaktie), |
| ― | einen Betrag von 7.061 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. |
Bedingtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 13. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.304.587 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 18.304.587 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 13. Mai 2015 bis zum 22. Mai 2018 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.
Der Vorstand kann bei der Begebung von Schuldverschreibungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen ausschließen:
| ― | für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, |
| ― | soweit es erforderlich ist, damit Inhabern von bereits zuvor ausgegebenen Options- oder Wandlungsrechten oder -pflichten ein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt werden kann, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte oder bei Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde, |
| ― | bei Ausgabe gegen Barleistung, wenn der Ausgabepreis den nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Werden Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben, dürfen die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten, |
| ― | wenn Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen ohne Wandlungsrecht/-pflicht oder Optionsrecht/-pflicht ausgegeben werden, die obligationsähnlich ausgestaltet sind. |
Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) kann der Vorstand nur in einem Umfang von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand auch eine Ausgabe von Aktien berücksichtigen, die auf der Grundlage anderer, dem Vorstand insoweit in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilter Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erfolgt (Beschlussvorschlag zu TOP 7; siehe auch genehmigtes Kapital II gem. § 4 Abs. 3 der Satzung), und zwar mit der Maßgabe, dass er insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen wird. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat.
Genehmigtes Kapital I und II
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 2 der Satzung.
Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.304.587 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 3 der Satzung.
Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital II kann der Vorstand nur in einem Umfang von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Bei seiner Entscheidung über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wird der Vorstand auch eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten berücksichtigen, die auf der Grundlage anderer, dem Vorstand insoweit in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilter Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre (Beschlussvorschlag zu TOP 8; siehe auch bedingtes Kapital gem. § 4 Abs. 4 der Satzung) erfolgt, und zwar mit der Maßgabe, dass er insgesamt die ihm in der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 erteilten Ermächtigungen zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur zu einer Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von maximal 20 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals nutzen wird. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgegebenen Aktien aus dem genehmigten Kapital II sollen insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreiten. An diese Beschränkungen hält sich der Vorstand so lange gebunden, solange nicht eine Hauptversammlung neuerlich über eine Ermächtigung des Vorstands zu Kapitalmaßnahmen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Beschluss gefasst hat.
(20) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
In den Pensionsrückstellungen werden Versorgungsverpflichtungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern sowie Verpflichtungen aus Frühruhestandsvereinbarungen ausgewiesen.
(21) Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen bestehen für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 44.608 T€ für das laufende Geschäftsjahr sowie in Höhe von 12.273 T€ aus Vorjahren.
(22) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für Verpflichtungen aus Tantiemen und den erfolgsabhängigen Vergütungsplänen (LTSP, LTPB) für Mitarbeiter, noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubs- und Überstundenguthaben, Arbeitnehmerjubiläen sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Unter den sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die erwarteten Kosten für die Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2015, die variable sowie die Festvergütung für den Aufsichtsrat ausgewiesen.
Die langfristig ausgerichteten, erfolgsabhängigen Komponenten des Vergütungssystems sind der Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und der Long Term Performance Bonus (LTPB).
Der LTSP erstreckt sich über vier jährliche Tranchen für die Jahre 2010 bis 2013. Der LTSP besteht aus einem virtuellen Stock Performance Plan. Die Teilnahme erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG. Diese Aktien sind bis zum 31. Januar 2017 zu halten. Der Plan hat für jede Tranche eine Gesamtlaufzeit von sieben Jahren, bestehend aus einer vierjährigen Sperrfrist und einer dreijährigen Ausübungsfrist.
Das in 2014 aufgelegte Programm LTSP 2014 - 2017 besteht ebenfalls aus vier Tranchen. Der Plan hat für jede Tranche eine Gesamtlaufzeit von sieben Jahren, bestehend aus einer vierjährigen Sperrfrist pro Tranche und einer dreijährigen Ausübungsfrist. Die für die Teilnahme als Eigeninvestment erforderlichen Aktien der LANXESS AG sind bis zum Ablauf der jeweiligen Sperrfrist zu halten.
Der LTPB honoriert die finanzwirtschaftliche Entwicklung auf Basis des Geschäftserfolgs für zwei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre. Die Höhe des Bonus ist ein Prozentsatz des Festgehalts.
(23) Anleihen
Die Anleihen betragen zum 31. Dezember 2015 1.400.000 T€ und wurden im März 2015 im Rahmen der Umstrukturierung der Konzernfinanzierung von der LANXESS Finance B.V., Sittard-Geleen/Niederlande, übernommen und setzen sich wie folgt zusammen:
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| in T€ | Zinssatz in % | Laufzeit bis | Betrag |
|---|---|---|---|
| Euroanleihe 2009/2016 | 5,500 | September 2016 | 200.000 |
| Euroanleihe 2011/2018 | 4,125 | Mai 2018 | 500.000 |
| Euroanleihe 2012/2022 | 2,625 | November 2022 | 500.000 |
| Privatplatzierung 2012/2022 | 3,500 | April 2022 | 100.000 |
| Privatplatzierung 2012/2027 | 3,950 | April 2027 | 100.000 |
| 1.400.000 |
(24) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 148.118 T€ (Vorjahr: 748 T€) bestehen im Wesentlichen aus einem Darlehen und wurden im März 2015 im Rahmen der Umstrukturierung der Konzernfinanzierung von der LANXESS Finance B.V., Sittard- Geleen/Niederlande, übernommen.
(25) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegenüber Dritten.
(26) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 218.370 T€ (Vorjahr: 1.297.193 T€) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten einschließlich der Zinsabgrenzung sowie Verbindlichkeiten aus dem Finanzverrechnungsverkehr.
(27) Sonstige Verbindlichkeiten
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| in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 1.664 | 427 |
| Sonstige | 5.535 | 961 |
| 7.199 | 1.388 |
(28) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
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| in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr | über 1 bis zu 5 Jahre | über 5 Jahre | bis zu 1 Jahr | über 1 bis zu 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen | 0 | 0 | 0 | 200.000 | 500.000 | 700.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 748 | 0 | 0 | 148.118 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.993 | 0 | 0 | 652 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 308.348 | 496.000 | 492.845 | 218.370 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.199 | 0 | 0 | 1.388 | 0 | 0 |
| 319.288 | 496.000 | 492.845 | 568.528 | 500.000 | 700.000 |
(29) Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften
In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögensgegenständen entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen.
Die LANXESS AG hat zu Gunsten von Tochtergesellschaften folgende Garantien abgegeben:
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| in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Gegenüber Anleihegläubigern der LANXESS Finance B.V. | 1.466.350 | 0 |
| Gegenüber Kreditinstituten | 333.943 | 119.717 |
| Gegenüber Lieferanten/ übrige Dritte | 188.070 | 195.559 |
| 1.988.363 | 315.276 |
Weiterhin hat die LANXESS AG für Tochterunternehmen Garantien für Zahlungsverpflichtungen aus zukünftigen Lieferungen aufgrund langfristiger Beschaffungsverträge übernommen.
Im Ausland hat die englische Tochtergesellschaft LANXESS Limited (Registrierungsnummer 03498959), Newbury, von der Befreiung der Prüfung des Jahresabschlusses unter dem Abschnitt 479A des Companies Act 2006 Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG als oberste Muttergesellschaft hat eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 in Bezug auf den Abschnitt 479C des Companies Act 2006 abgegeben. Die bilanzierten Verbindlichkeiten der LANXESS Limited belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf 1.845 T€.
Die niederländische Tochtergesellschaft LANXESS Elastomers B.V., Sittard-Geleen, hat von der Befreiung der Veröffentlichung und der Prüfung des Jahresabschlusses gemäß Artikel 2:403, Paragraph 1 (f) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches (Dutch Civil Code) Gebrauch gemacht. Die LANXESS AG als oberste Muttergesellschaft hat hierfür eine gesetzlich vorgeschriebene Garantie über alle ausstehenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 in Bezug auf den Artikel 2:403, Paragraph 1 (f) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches (Dutch Civil Code) abgegeben. Die bilanzierten Verbindlichkeiten der LANXESS Elastomers B.V. belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf 121.669 T€.
Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Sonstige Pflichtangaben
(30) Bestehen einer Beteiligung (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG)
Die Meldungen über das Bestehen einer Beteiligung an der LANXESS AG sind in den Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG aufgeführt.
(31) Derivative Finanzinstrumente
Die LANXESS AG und Gesellschaften des LANXESS Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Marktpreisrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte.
Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt.
Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen und Marktpreisen zurückgehen.
Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen wie Währungen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten aufgrund sinkender Preise durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.
Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos werden den Banken Kontrahentenlimite zugeteilt sowie Rahmenverträge eingesetzt, die im Falle der Insolvenz eines Vertragspartners eine Aufrechnung der Marktwerte der offenen derivativen Geschäfte vorsehen.
Das Nominalvolumen der mit externen Vertragspartnern abgeschlossenen Derivate belief sich zum 31.12.2015 auf 2.615 Mio. € (Vorjahr: 2.206 Mio. €). Mit Konzerngesellschaften wurden gegenläufige Derivate von nominal 1.984 Mio. € (Vorjahr: 1.858 Mio. €) abgeschlossen. Insgesamt bestanden damit derivative Geschäfte im Nominalvolumen von 4.598 Mio. € (Vorjahr: 4.064 Mio. €). Hierin enthalten waren auch solche Geschäfte, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden.
Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:
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| in T€ | Nominalwerte | Marktwerte | Buchwerte | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | ||||||
| - positive Marktwerte | 1.852.498 | 1.985.875 | 88.095 | 92.750 | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 2.211.205 | 2.612.526 | 104.067 | 100.621 | 6.796 | 7.499 |
| 4.063.703 | 4.598.401 | - 15.972 | - 7.871 | - 6.796 | - 7.499 |
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Währungsrisiken
Zur Absicherung von Währungsrisiken setzte die LANXESS AG Devisentermingeschäfte ein.
Die Sicherungsmaßnahmen umfassen externe Devisentermingeschäfte die einer Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung dienen und spiegelbildlich an diese Konzerngesellschaften weitergegeben werden.
Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung bestanden externe Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 1.188,2 Mio. € (Vorjahr: 854,3 Mio. €) mit einem beizulegenden Zeitwert von -61,7 Mio. € (Vorjahr: -47,2 Mio. €). Ihnen standen gegenläufige Geschäfte mit Unternehmen des Konzerns von nominal 1.188,2 Mio. € (Vorjahr: 854,3 Mio. €) gegenüber; ihr beizulegender Zeitwert belief sich auf 61,7 Mio. € (Vorjahr: 47,2 Mio. €). Wertänderungen korrespondierender externer und interner Geschäfte verhalten sich jeweils gegenläufig und gleichen sich mit Fälligkeit bis zum Jahr 2018 aus. Die Geschäfte waren in Bewertungsportfolios zusammengefasst und wurden bilanziell nicht erfasst.
Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der LANXESS AG sowie der Konzernunternehmen (bilanzielles Exposure) schloss die LANXESS AG Devisentermingeschäfte mit externen Vertragspartnern im Nominalvolumen von 1.426,5 Mio. € (Vorjahr: 1.351,8 Mio. €) ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug - 18,0 Mio. € (Vorjahr: -39,2 Mio. €). Die Geschäfte wurden teilweise an Konzerngesellschaften weitergereicht; diese internen Gegengeschäfte machten nominal 795,6 Mio. € (Vorjahr: 1.003,4 Mio. €) bei einem beizulegenden Zeitwert von 10,1 Mio. € (Vorjahr: 23,3 Mio. €) aus. Soweit zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften abgeschlossene Devisentermingeschäfte über interne Geschäfte an die betroffenen Konzerngesellschaften weitergereicht wurden, erfolgte eine Zusammenfassung der sich gegenläufig verhaltenden Geschäfte zu Bewertungsportfolios. Hierin standen sich aus externen und internen Geschäften zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwerte von per Saldo -18,0 Mio. € bzw. 10,1 Mio. € (Vorjahr: -39,2 Mio. € bzw. 23,3 Mio. €) gegenüber. Sie werden überwiegend im Jahr 2016 und im Übrigen spätestens im Jahr 2019 fällig. Die Geschäfte waren bilanziell nicht erfasst.
Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung des bilanziellen Fremdwährungsexposures von Konzerngesellschaften dienten und denen keine korrespondierenden internen Gegengeschäfte gegenüberstanden, belief sich auf -7,5 Mio. € (Vorjahr: -6,8 Mio. €). Der negative Marktwert wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.
Weitere Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) wurden aus Währungsdarlehen, die die LANXESS AG bei Konzernunternehmen aufgenommen bzw. an diese gewährt hatte, und den zu ihrer Absicherung abgeschlossenen sich gegenläufig verhaltenden Devisentermingeschäften gebildet. Die gesicherten Darlehen hatten zum Abschlussstichtag einen Buchwert von 710,7 Mio. € (Vorjahr: 296,1 Mio. €) für gewährte bzw. von 175,3 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) für aufgenommene Darlehen. Per Saldo bestand ein Währungsrisiko von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 9,2 Mio. €). Die externen Devisenkontrakte wiesen per Saldo einen negativen Zeitwert von -7,9 Mio. € (Vorjahr: -16,0 Mio. €) auf, sind jeweils im Jahr 2016 fällig und bilanziell nicht erfasst.
Bewertungsmethoden
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Es gilt dabei folgender Grundsatz:
| ― | die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden mit der „Forward-Methode" aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. |
Zur Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode herangezogen.
(32) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 a HGB)
Für das Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 9.360 T€ (Vorjahr: 9.982 T€). Hiervon entfielen auf die jährliche Vergütung (Festvergütung, Jahrestantieme, Sachbezüge und sonstige) 6.728 T€ (Vorjahr: 7.649 T€), auf Bezüge für das Vorjahr minus 62 T€ (Vorjahr: 0 T€) sowie auf die mehrjährige Vergütung 2.694 T€ (Vorjahr: 2.333 T€).
In der mehrjährigen Vergütung sind Bezüge im Rahmen des Long Term Performance Bonus (LTPB) von 1.626 T€ (Vorjahr: 932 T€) und im Rahmen des anteilsbasierten Long Term Stock Performance Plan (LTSP) enthalten. Innerhalb des LTSP wurden 1.200.000 (Vorjahr: 1.648.500) Vergütungsrechte gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 1.068 T€ (Vorjahr: 1.401 T€). Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich ein Aufwand aus der anteilsbasierten Vergütung von 1.450 T€ (Vorjahr: 2.168 T€).
Daneben fielen Nettoaufwendungen für die Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 2.628 T€ (Vorjahr: 109 T€) an. Im Vorjahr waren hierin Erträge für Herrn Dr. Heitmann von 1.851 T€ und für Herrn Dr. Breuers von 2 T€ enthalten. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs der zum Jahresende aktiven Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2015 lag bei 10.307 T€ (Vorjahr: 7.787 T€). Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2015 im Abschnitt Vergütungsbericht.
Vergütung des Aufsichtsrates:
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| in T€ | Feste Vergütung | Vergütung der Ausschusstätigkeit | Sitzungsgeld | Langfristige Vergütung | Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | 1.161 | 481 | 220 | 1.200 | 3.062 |
| 2014 | 1.160 | 480 | 236 | 0 | 1.876 |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2015 Gesamtbezüge von 3.062 T€ (Vorjahr: 1.876 T€). Die für die Mitglieder des Aufsichtsrats gebildete Rückstellung für mehrjährige Vergütung belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 1.200 T€ (Vorjahr: 0 T€).
Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im LANXESS Konzern sind, Gehälter im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Die Höhe der Gehälter entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern.
Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2015 im Abschnitt Vergütungsbericht.
(33) Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands sowie Vorstandsmitglieder, die Ihre Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet haben (gemäß § 285 Nr. 9 a Satz 6 dd und Nr. 9 b HGB)
An ehemalige Vorstandsmitglieder erfolgten Zahlungen aus der Altersversorgung von 293 T€ (Vorjahr: 293 T€). Es wurden 3.822 T€ (Vorjahr: 887 T€) an laufendem Pensionsaufwand erfasst.
Für den Verpflichtungsumfang laufender Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes sind Rückstellungen zum 31. Dezember 2015 in Höhe von 26.682 T€ (Vorjahr: 21.215 T€) gebildet.
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 3.673 T€ (Vorjahr: 1.983 T€). Hierin enthalten ist ein Aufwand aus der Abfindung von Herrn Dr. Düttmann in Höhe von 3.380 T€. Zusammen mit der Abgeltung seiner LTSP-Anrechte in Höhe von 857 T€ wurden somit einem früheren Vorstandsmitglied, das seine Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet hat, Leistungen von insgesamt 4.237 T€ zugesagt und im Laufe des Geschäftsjahres gewährt. Im Vorjahr war ein Aufwand aus der Abfindung von Herrn Dr. Breuers in Höhe von 1.690 T€ enthalten. Zusammen mit der Abgeltung seiner LTSP-Anrechte in Höhe von 729 T€ wurden somit im Vorjahr einem früheren Vorstandsmitglied, das seine Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet hat, Leistungen von insgesamt 2.419 T€ zugesagt und im Laufe des Geschäftsjahres gewährt.
(34) Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 c HGB)
Zum 31. Dezember 2015 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.
(35) Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden oder bekleideten die nachstehend genannten Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2015).
Als Vertreter der Anteilseigner gehören derzeit und/oder gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an (Mandate der ausgeschiedenen Mitglieder beziehen sich auf den Zeitpunkt des Ausscheidens):
Dr. Rolf Stomberg (Vorsitzender)
| • | Ehem. Chief Executive der Sparte Shipping, Refining und Marketing von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien |
| • | Ehem. Mitglied des Board of Directors von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * (Vorsitzender) |
| • | Biesterfeld AG, Hamburg * (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | HOYER GmbH, Hamburg |
| • | KEMNA Bau Andrae GmbH & Co. KG, Pinneberg |
| • | OAO Severstal, Tscherepowez/Russland (bis 31. Mai 2015) |
Dr. Friedrich Janssen
| • | Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG, Essen Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
| • | National-Bank AG, Essen * |
| • | HanseWerk AG, Quickborn * (bis 31. Dezember 2015) |
| • | Avacon AG, Helmstedt * (bis 31. Dezember 2015) |
| • | Thüga Assekuranz Services München Versicherungsmakler GmbH, München (bis 30. April 2015) |
| • | Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender des Beirats) |
Robert J. Koehler t (ausgeschieden am 13. Mai 2015)
| • | Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der SGL Carbon SE, Wiesbaden |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
| • | Klöckner & Co. SE, Duisburg * |
| • | Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg * (Vorsitzender) |
| • | Freudenberg SE, Weinheim * |
| • | Benteler International AG, Salzburg/Österreich (Vorsitzender) |
Rainer Laufs (ausgeschieden am 13. Mai 2015)
| • | Selbstständiger Berater |
| • | Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Shell AG, Hamburg Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
| • | WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG, Frankfurt am Main * (Vorsitzender) |
| • | Petrotec AG, Düsseldorf * (Vorsitzender) |
| • | Asklepios Kliniken GmbH, Hamburg * |
| • | Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH, Königstein im Taunus * |
| • | MediClin AG, Offenburg * |
| • | Bilfinger Industrial Services GmbH, München (Mitglied im Verwaltungsbeirat) |
| • | Bilfinger Industrial Technologies GmbH, Frankfurt am Main (Mitglied im Verwaltungsbeirat) |
Claudia Nemat
| • | Mitglied des Vorstandes der Deutschen Telekom AG |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
| • | Buyln SA, Brüssel/Belgien (Vorsitzende) |
| • | Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE S.A.), Maroussi, Athen/Griechenland |
Lawrence A. Rosen (eingetreten am 13. Mai 2015)
| • | Mitglied des Vorstandes der Deutsche Post AG Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
| • | Qiagen N.V., Venlo/Niederlande |
Theo H. Walthie
| • | Selbstständiger Berater |
| • | Ehemaliger Global Business President des Geschäftsbereichs Hydrocarbons & Energyder Dow Chemical Company |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
| • | NBE Therapeutics AG, Basel/Schweiz |
Dr. Matthias L. Wolfgruber (eingetreten am 13. Mai 2015)
| • | Selbstständiger Berater |
| • | Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der ALTANAAG |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
| • | Grillo Werke AG, Duisburg * |
| • | BYK-Chemie GmbH, Wesel * (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 31. Dezember 2015) |
| • | ECKART GmbH, Hartenstein * (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 31. Dezember 2015) |
| • | ARDEX GmbH, Witten (Vorsitzender des Beirats) |
| • | Cabot Corporation, Boston, Massachusetts/Vereinigte Staaten von Amerika |
| • | ELANTAS Beck India Ltd., New Delhi/Indien (Vorsitzender des Board of Directors) (bis 31. Dezember 2015) |
* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte
Als Vertreter der Arbeitnehmer gehören derzeit und/oder gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an (Mandate der ausgeschiedenen Mitglieder beziehen sich auf den Zeitpunkt des Ausscheidens):
Gisela Seidel (Stellvertretende Vorsitzende seit dem 13. Mai 2015)
| • | Vorsitzende des Betriebsrats LANXESS am Standort Dormagen |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
Ulrich Freese (Stellvertretender Vorsitzender; ausgeschieden am 13. Mai 2015)
| • | Mitglied des Bundestages |
| • | Ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hannover |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Vattenfall Europe Mining AG, Cottbus * (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Vattenfall Europe Generation AG, Cottbus * (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Vattenfall GmbH, Berlin * |
Axel Berndt (ausgeschieden am 13. Mai 2015)
| • | Referent Portfolio & Change Management im Konzernbereich IT, LANXESS Deutschland GmbH |
| • | Früheres Mitglied im Betriebsrat am Standort Leverkusen |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
Werner Czaplik (eingetreten am 13. Mai 2015)
| • | Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats LANXESS |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
Dr. Hans-Dieter Gerriets
| • | Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses der leitenden Angestellten der LANXESS AG und Vorsitzender des Sprecherausschusses LANXESS; Verantwortlicher Betriebsleiter eines Produktionsbetriebes der Business Unit Advanced Industrial Intermediates der LANXESS Deutschland GmbH |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
Thomas Meiers
| • | Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Köln |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
| • | INEOS Deutschland Holding GmbH, Köln * |
| • | INEOS Köln GmbH, Köln * |
Hans-Jürgen Schicker (ausgeschieden am 30. Juni 2015)
| • | Vorsitzender des Betriebsrats LANXESS am Standort Uerdingen |
Weitere Mandate:
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
Ralf Sikorski (eingetreten am 13. Mai 2015)
| • | Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der IG BCE, Hannover Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
| • | RAG AG, Herne * |
| • | RAG Deutsche Steinkohle AG, Herne * |
| • | RWE AG, Essen * |
| • | RWE Power AG, Köln und Essen * (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| • | RWE Generation AG, Essen * |
| • | KSBG - Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen * |
| • | KSBG - Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH, Essen * ( Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
Manuela Strauch (eingetreten am 1. Juni 2015)
| • | Vorsitzende des Betriebsrats LANXESS am Standort Uerdingen Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Köln * |
* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte
Vorstand
Dem Vorstand der Gesellschaft gehören derzeit folgende Herren an:
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| Mitglied des Vorstands | Externe Mandate | Konzernmandate |
|---|---|---|
| Matthias Zachert | • Mitglied im Präsidium des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) | • Vorsitzender der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsvorsitzender | • Mitglied im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA) | |
| • Mitglied im Präsidium der "stiftung neue verantwortung e.V." | ||
| Dr. Hubert Fink Vorstandsmitglied (eingetreten zum 1. Oktober 2015) | • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH | |
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd. | ||
| Michael Pontzen | • Mitglied im Vorstand des Deutschen Aktieninstituts (DAI) | • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsmitglied und Finanzvorstand (eingetreten zum 1. April 2015) | • Mitglied in der Gesellschaft für Finanzwirtschaft in der Unternehmensführung e.V. (GEFIU) | • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Corp. |
| • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Saltigo GmbH | ||
| Dr. Rainier van Roessel | • Mitglied im Aufsichtsrat der Currenta Geschäftsführungs-GmbH, Leverkusen | • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor | • Mitglied im Vorstand des VCI e.V. Nordrhein-Westfalen | • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS S.A. de C.V. |
| • Vorsitzender im Handelspolitischen Ausschuss des VCI | • Geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungsrats der LANXESS N.V. | |
| • Mitglied der Erfa-Gruppe 1 b bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) | • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Hong Kong Ltd. | |
| • Mitglied im Vorstand des Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) | • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Pte. Ltd. | |
| • Mitglied im Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft | • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Chemicals S.L. | |
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Corp. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Chemical (China) Co. Ltd. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS India Private Ltd. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS KK | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Butyl Pte. Ltd. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS International S.A. |
Im Geschäftsjahr 2015 ausgeschiedene Mitglieder des Vorstandes:
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| Mitglied des Vorstands | Externe Mandate | Konzernmandate |
| Dr. Bernhard | • Mitglied im Aufsichtsrat der GfK SE, Nürnberg | • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Düttmann (aus dem Vorstand ausgeschieden mit Ablauf des 31. März 2015) | • Mitglied im Vorstand des Deutschen Aktieninstituts (DAI) | • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Corp. |
| • Mitglied in der Gesellschaft für Finanzwirtschaft in der Unternehmensführung e.V. (GEFIU) |
Entwicklung des Anlagevermögens der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
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| in T€ | Bruttowerte | |||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software-Lizenzen | 4 | 53 | 0 | 57 |
| 4 | 53 | 0 | 57 | |
| Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 197 | 32 | 16 | 213 |
| 197 | 32 | 16 | 213 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.864 | 0 | 0 | 738.864 |
| Ausleihungen an verb. Unternehmen | 0 | 198.363 | 0 | 198.363 |
| Sonstige Ausleihungen | 19.043 | 53 | 0 | 19.096 |
| 757.907 | 198.416 | 0 | 956.323 | |
| Anlagevermögen gesamt | 758.108 | 198.501 | 16 | 956.593 |
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| in T€ | Abschreibungen | |||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software-Lizenzen | 4 | 7 | 0 | 11 |
| 4 | 7 | 0 | 11 | |
| Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 122 | 37 | 16 | 143 |
| 122 | 37 | 16 | 143 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausleihungen an verb. Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anlagevermögen gesamt | 126 | 44 | 16 | 154 |
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| in T€ | Nettowerte | |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2014 | Stand 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Software-Lizenzen | 0 | 46 |
| 0 | 46 | |
| Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 75 | 70 |
| 75 | 70 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.864 | 738.864 |
| Ausleihungen an verb. Unternehmen | 0 | 198.363 |
| Sonstige Ausleihungen | 19.043 | 19.096 |
| 757.907 | 956.323 | |
| Anlagevermögen gesamt | 757.982 | 956.439 |
Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
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| Mitteilungspflichtiger | Datum der Änderung | Schwellenwert | Stimmrechtsanteil | Zurechnung der Stimmrechte | |
|---|---|---|---|---|---|
| in % | absolut | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA | 09.12.2015 | 5,00 % | 5,41 % | 4.953.177 | BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA (5.41 % gemäß § 22 WpHG) |
| Dodge & Cox International Stock Funds, San Francisco, USA | 13.10.2015 | 5,00 % | 4,98 % | 4.559.092 | Dodge & Cox International Stock Funds, San Francisco, USA(4,98 % gem § 21 Abs. 1 WpHG) |
| Dodge & Cox, San Francisco, USA | 13.10.2015 | 5,00 % | 4,98 % | 4.559.092 | Dodge & Cox, San Francisco, USA (4.98 % gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG) |
| The Capital Group Companies, Inc. USA | 21.01.2016 | 3,00 % | 3,07 % | 2.805.957 | The Capital Group Companies, Inc., Los AngelesUSA (3,07 % gemäß §22 WpHG) |
| Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA | 23.10.2015 | 3,00 % | 3,04 % | 2.779.376 | Templeton Investment Counsel, LLC, Wilmington, Delaware, USA(3.04 % gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG) |
| UBS Group AG, Zuerich, Schweiz | 26.11.2015 | 3,00 % | 0,58 % | 533.668 | UBS Group AG, Zuerich, Schweiz (0.58 % gemäß § 22 WpHG) |
| Union Investment Privatfonds GmbH | 29.01.2015 | 3,00 % | 3,16 % | 2.890.313 | Union Investment Privatfonds GmbH (0.05 % gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG) - Stimmrechtsanteile am 15.01.2016 auf 2.620.930 Anteile verringert worden. (2,864 % gemäß §22 WpHG) |
Aufstellung des Anteilsbesitzes
An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die LANXESS AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen.
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil ( %) | Eigenkapital Mio. € |
Ergebnis Mio. € |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| Bond-Laminates GmbH, Brilon | 100 | 3 | 0 * |
| IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin | 100 | 31 | 0 * |
| LANXESS Accounting GmbH, Köln | 100 | 0 | 0 * |
| LANXESS Buna GmbH, Marl | 100 | 8 | 0 * |
| LANXESS Deutschland GmbH, Köln | 100 | 1.299 | 0 * |
| LANXESS Distribution GmbH, Leverkusen | 100 | 4 | 0 * |
| Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim | 100 | 45 | 0 * |
| SALTIGO GmbH, Leverkusen | 100 | 28 | 0 * |
| Vierte LXS GmbH, Leverkusen | 100 | 0 | 0 * |
| EMEA | |||
| Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) | 52 | 5 | 0 |
| LANXESS (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | 20 | - 3 |
| LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) | 100 | 11 | 2 |
| LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) | 100 | 1.117 | 50 |
| LANXESS CISA (Pty.) Ltd., Newcastle (Südafrika) | 100 | 47 | - 2 |
| LANXESS Chrome Mining (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | - 20 | - 12 |
| LANXESS Elastomeres SAS., Lillebonne (Frankreich) | 100 | 105 | 3 |
| LANXESS Elastomers B.V., Sittard-Geleen (Niederlande) | 100 | 108 | 4 |
| LANXESS Emulsion Rubber S.AS., La Wantzenau (Frankreich) | 100 | 38 | - 12 |
| LANXESS Epierre SAS, Epierre (Frankreich) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS International SA Granges-Paccot (Schweiz) | 100 | 90 | 85 |
| LANXESS Kimya Ticaret Limited Şirketi, Istanbul (Türkei) | 100 | 2 | 1 |
| LANXESS Limited, Newbury(Großbritannien) | 100 | 26 | 0 |
| LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) | 100 | 221 | 47 |
| LANXESS Rubber N.V., Zwijndrecht (Belgien) | 100 | 149 | 5 |
| LANXESS S.AS., Courbevoie (Frankreich) | 100 | 73 | 3 |
| LANXESS S.r.l., Mailand (Italien) | 100 | 15 | 2 |
| OOO LANXESS, Moskau (Russland) | 100 | 2 | 0 |
| OOO LANXESS Lipetsk, Lipetsk (Russland) | 100 | 1 | 0 |
| Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) | 100 | 99 | 0 |
| Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury (Großbritannien) | 100 | 0 | 0 |
| Nordamerika | |||
| LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) | 100 | 180 | 4 |
| LANXESS Inc., Sarnia (Kanada) | 100 | 138 | - 5 |
| LANXESS Sybron Chemicals Inc., Birmingham (USA) | 100 | 29 | - 4 |
| Sybron Chemical Holdings Inc., Wilmington (USA) | 100 | 0 | 0 |
| Lateinamerika | |||
| LANXESS Elastômeros do Brasil S.A, Rio de Janeiro (Brasilien) | 100 | 190 | 21 |
| LANXESS Industria de Produtos Quimicos e Plasticos Ltda., Säo Paulo (Brasilien) | 100 | 109 | 4 |
| LANXESS S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) | 100 | 15 | 4 |
| LANXESS S.A, Buenos Aires (Argentinien) | 100 | 9 | - 9 |
| Rhein Chemie Uruguay S.A, Colonia (Uruguay) | 100 | 1 | 0 |
* Ergebnis nach Ergebnisabführung
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil ( %) | Eigenkapital Mio. € |
Ergebnis Mio. € |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Unternehmen (Fortsetzung) Asien/Pazifik | |||
| LANXESS Elastomers Trading (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) | 100 | 128 | - 50 |
| LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) | 100 | 0 | - 3 |
| LANXESS (Ningbo) Pigments Co., Ltd., Ningbo City (China) | 100 | 21 | - 5 |
| LANXESS Butyl Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 428 | - 31 |
| LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 46 | 2 |
| LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) | 100 | 289 | - 11 |
| LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) | 100 | 163 | 3 ** |
| LANXESS K.K., Tokio (Japan) | 100 | 36 | 2 |
| LANXESS Korea Limited, Seoul (Südkorea) | 100 | 14 | 1 |
| LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 39 | 6 |
| LANXESS PTY Ltd., Homebush Bay (Australien) | 100 | 8 | 1 |
| LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 25 | - 1 |
| LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 2 | 1 |
| LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China) | 50 | 13 | - 3 |
| LANXESS (Wuxi) Chemical Co., Ltd., Wuxi (China) | 100 | 105 | 14 |
| Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) | 90 | 41 | 3 |
| Gemeinschaftlich geführte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| DuBay Polymer GmbH, Hamm | 50 | 29 | 2 |
| At equity bewertete assoziierte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen | 40 | 13 | 1 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung | |||
| Deutschland | |||
| LANXESS Middle East GmbH, Köln | 100 | 0 | 0 |
| EMEA | |||
| LANXESS Mining (Proprietary) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS Performance Elastomeres B.V., Geleen (Niederlande) | 100 | 0 | 0 |
| W. Hawley & Son Ltd., Newbury (Großbritannien) | 100 | 0 | 0 |
| Nordamerika | |||
| LANXESS Energy LLC, Wilmington (USA) | 100 | 0 | 0 |
| Lateinamerika | |||
| Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) | 100 | 0 | 0 |
| Petroflex Trading SA, Montevideo (Uruguay) | 100 | 0 | 0 |
| Asien/Pazifik | |||
| PCTS Specialty Chemicals Malaysia (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (Malaysia) | 100 | 0 | 0 |
| Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung | |||
| Lateinamerika | |||
| Hidrax Ltda., Taboão da Serra (Brasilien) | 39 | 1 | 0 |
*) Ergebnis nach Ergebnisabführung
**) Jahresabschluss zum 31.03.2015
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des LANXESS Konzerns sowie der LANXESS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des LANXESS Konzerns bzw. der LANXESS AG beschrieben sind.
Köln, 26. Februar 2016
LANXESS Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Matthias Zachert
Dr. Hubert Fink
Michael Pontzen
Dr. Rainier van Roessel
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 29. Februar 2016
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer
Carsten Manthei, Wirtschaftsprüfer