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LANXESS AG — Annual Report 2012
Aug 20, 2013
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Annual Report
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LANXESS Aktiengesellschaft
Leverkusen
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012
und zusammengefasster Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2012
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT VON LANXESS KONZERN UND LANXESS AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2012
LANXESS KONZERNSTRUKTUR, GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND STRATEGISCHE AUSRICHTUNG
Konzernstruktur
Rechtliche Struktur
Die LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Ihr sind die LANXESS Deutschland GmbH und die LANXESS International Holding GmbH als 100%ige Töchter untergeordnet. Diesen unterstehen die in- und ausländischen Beteiligungen.
An folgenden wesentlichen Gesellschaften ist die LANXESS AG mittel- oder unmittelbar zu 100 % beteiligt:
Wesentliche mittel- und unmittelbare Beteiligungen der LANXESS AG
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| Name und Sitz | Funktion | Segmente |
|---|---|---|
| LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen | Produktion und Vertrieb | Alle |
| LANXESS But Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) | Produktion und Vertrieb | Alle |
| LANXESS Elastomers B.V., Heerlen (Niederlande) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Elastomères SAS., Lillebonne (Frankreich) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Elastomeros do Brasil S.A, Rio de Janeiro (Brasilien) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS Holding Hispania, S.L., Barcelona (Spanien) | Holdinggesellschaft | Alle |
| LANXESS Inc., Sarnia/Ontario (Kanada) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| LANXESS International SA, Granges-Paccot (Schweiz) | Vertrieb | Alle |
| LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers / Performance Chemicals |
| LANXESS Rubber N.V., Zwijndrecht (Belgien) | Produktion und Vertrieb | Performance Polymers |
| Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim | Produktion und Vertrieb | Performance Chemicals |
| Saltigo GmbH, Langenfeld | Produktion und Vertrieb | Advanced Intermediates |
Ergänzungen des Konzernportfolios
Im März 2012 haben wir das US-amerikanische Unternehmen Tire Curing Bladders, LLC, Little Rock (USA), erworben. Das Unternehmen ist ein führender Hersteller von Vulkanisationsbälgen für die Reifenindustrie und bedient vornehmlich den nordamerikanischen Markt. Mit der Akquisition, die dem Segment Performance Chemicals zugeordnet wurde, hat unsere Business Unit Rhein Chemie ihre Strategie fortgesetzt, durch den Einstieg in die Herstellung von Vulkanisationsbälgen für die Produktion von Reifen für Lkw, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Baumaschinen ihre Position als Premium-Anbieter für die Reifenindustrie auszubauen.
Darüber hinaus haben wir im September 2012 mit der Übernahme der Bond-Laminates GmbH mit Sitz in Brilon (Deutschland) unser innovatives Produktportfolio von Materialien für den Leichtbau in der Automobilindustrie gestärkt. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung von maßgeschneiderten Verbundmaterialien aus Kunststoffen spezialisiert, die mit Glasfasern verstärkt sind. Das Geschäft wurde der Business Unit High Performance Materials (ehemals Semi-Crystalline Products) des Segments Performance Polymers zugeordnet und beschäftigt rund 80 Mitarbeiter. Wichtige Absatzmärkte stellen neben der Automobilbranche auch die Sport- und Elektroindustrie dar.
Organisation der Leitung und Kontrolle
Die LANXESS AG besitzt eine duale Führungsstruktur. Diese besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Dabei steht ihm ein aus seinen Reihen besetzter Prüfungsausschuss für die finanzbezogenen Themen unterstützend zur Seite. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds.
Für weitere Ausführungen verweisen wir auf die Corporate-Governance-Berichterstattung.
Geschäftstätigkeit
Geschäftsorganisation
Der LANXESS Konzern ist in drei Segmenten organisiert, in denen mit Wirkung zum 1. Januar 2013 nunmehr 14 Business Units das operative Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung betreiben. Um der wachsenden Bedeutung des globalen Geschäfts mit EPDM-Kautschuk Rechnung zu tragen, haben wir im Segment Performance Polymers unsere Business Unit Technical Rubber Products in zwei neue Einheiten aufgeteilt: Die neue Business Unit Keltan Elastomers wird sich künftig ausschließlich auf das Geschäft mit dem Synthesekautschuk Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) fokussieren. Das verbleibende Geschäft von Technical Rubber Products führen wir unter dem neuen Namen High Performance Elastomers fort. Auf die Berichterstattung zum Geschäftsjahr 2012 hat diese Umstrukturierung keine Auswirkungen.
Group Functions und ihnen zugeordnete Servicegesellschaften unterstützen unsere Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zur globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.
Weitere wesentliche Veränderungen an den oben beschriebenen rechtlichen und organisatorischen Strukturen sehen wir für das Geschäftsjahr 2013 nach derzeitigem Stand nicht vor.
Kurzdarstellung der Segmente
Im Segment Performance Polymers bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet der Herstellung von synthetischen Hochleistungs-Kautschuken und Hightech-Kunststoffen.
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| Performance Polymers | |
|---|---|
| Business Units | Anwendungen |
| --- | --- |
| Butyl Rubber | Reifen, Automobilbereich, Elektronik, |
| Performance Butadiene Rubbers | Elektrotechnik und Medizintechnik |
| Technical Rubber Products 1) | |
| High Performance Materials | |
| Standorte | |
| Brilon, Dormagen, Hamm-Uentrop, | La Wantzenau und Port Jerome (Frankreich) |
| Krefeld-Uerdingen, Leverkusen | Sarnia (Kanada) |
| Marl (Deutschland) | Gastonia, Orange (USA) |
| Antwerpen und Zwijndrecht (Belgien) | Cabo, Duque de Caxias und Triunfo (Brasilien) |
| Sittard-Geleen (Niederlande) | Wuxi (China) |
1) Ab 1. Januar 2013 aufgeteilt in Keltan Elastomers und High Performance Elastomers.
Mit seinen im Segment Advanced Intermediates zusammengefassten Geschäften gehört LANXESS zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet chemischer Zwischenprodukte für die Industrie sowie der Herstellung von chemischen Vorprodukten und speziellen chemischen Wirkstoffen im Kundenauftrag.
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| Advanced Intermediates | |
|---|---|
| Business Units | Anwendungen |
| --- | --- |
| Advanced Industrial Intermediates | Agrochemie, Pflanzenschutz, Automobilbereich, |
| Saltigo | Bauindustrie, Farben und Pharma |
| Standorte | |
| Brunsbüttel, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, | Liyang (China) |
| Leverkusen (Deutschland) | Nagda (Indien) |
| Baytown (USA) |
Im Segment Performance Chemicals fassen wir unsere anwendungsorientierten Geschäfte auf dem Gebiet der Spezialchemikalien zusammen.
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| Performance Chemicals | |
|---|---|
| Business Units | Anwendungen |
| --- | --- |
| Material Protection Products | Desinfektion, Schutz und Konservierung von |
| Inorganic Pigments | Hölzern, Baumaterialien, Farben und |
| Functional Chemicals | Nahrungsmitteln, Farbpigmente, |
| Leather | Kunststoffadditive, Materialien zur |
| Rhein Chemie | Lederverarbeitung, Reifenchemikalien, |
| Rubber Chemicals | Materialien zur Wasseraufbereitung |
| Ion Exchange Resins | |
| Standorte | |
| Bitterfeld, Brunsbüttel, Dormagen, | Porto Feliz (Brasilien) |
| Krefeld-Uerdingen, Leverkusen, Mannheim (Dn.) | Burzaco, Merlo, Zárate (Argentinien) |
| Antwerpen (Belgien), Branston (Großbritannien) | Qingdao, Schanghai, Tongling, Wuxi (China) |
| Filago (Italien), \Massar de Mar (Spanien) | Jhagadia (Indien) |
| Isithebe, Merebank, Newcastle, | Toyohashi (Japan) |
| Rustenburg (Südafrika) | Sydney (Australien) |
| Burgettstown, Bushy Park, Chardon, | |
| Greensboro, Little Rock, Pittsburgh (USA) |
Strategische Ausrichtung
Der LANXESS Konzern ist ein global tätiges Chemieunternehmen. Unser Portfolio umfasst Polymere sowie Industrie-, Spezial- und Feinchemikalien. In unseren Geschäften verfügen wir über alle Voraussetzungen, um langfristig erfolgreich zu sein. Dazu gehören flexible Anlagenstrukturen, eine diversifizierte Kundenbasis, eine globale Aufstellung mit regionaler Flexibilität sowie eine unternehmerisch geprägte Managementstruktur.
Mit Innovationen und gezielten Ergänzungen unseres Produktportfolios positionieren wir uns als Hightech-Anbieter, der seinen Kunden zuverlässig Produkte in Premium-Qualität liefert sowie ihre Innovationsprozesse aktiv begleitet und auf diese Weise messbaren Mehrwert für sie generiert. So stärken wir die Kundenbindung, unterscheiden uns deutlich von unseren Wettbewerbern und bleiben auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen höchst wettbewerbsfähig.
Nachhaltige Megatrends als künftige Erfolgspotenziale
Die von uns erwartete künftige Entwicklung ist gekennzeichnet von vier Megatrends:
| • | Das wachsende Bedürfnis nach Mobilität insbesondere in China, Indien und anderen großen aufstrebenden Volkswirtschaften und die gleichzeitige Notwendigkeit, Mobilität umweltverträglicher zu gestalten. |
| • | Die Landwirtschaft, die vor dem Hintergrund einer rasant wachsenden Weltbevölkerung einen deutlich steigenden globalen Nahrungsmittelbedarf zu decken hat. |
| • | Die Urbanisierung, im Zuge derer weltweit Menschen vom Land in die Städte ziehen. Sie alle benötigen Wohnraum, Büros und eine leistungsfähige Infrastruktur. Aktuellen Prognosen zufolge werden im Jahr 2050 knapp 70 % der Weltbevölkerung in Städten leben. |
| • | Der steigende Wasserbedarf, der aufgrund des Bevölkerungswachstums und des Klimawandels dazu führen wird, dass Wasser in nicht allzu ferner Zukunft ein ebenso wertvoller Rohstoff wie Erdöl sein wird. |
Unsere Segmente leisten mit den maßgeschneiderten Produkten und Dienstleistungen ihrer Business Units einen gesellschaftlich und wirtschaftlich wertvollen Beitrag, um die Herausforderungen zu bewältigen, die sich aus diesen Megatrends täglich ergeben.
Ertragsstrategie
Unser Produktportfolio richten wir vor dem zuvor beschriebenen Hintergrund konsequent auf Märkte aus, die in den kommenden Jahren ein kontinuierliches, überdurchschnittliches Wachstum versprechen. Dementsprechend konzentrieren wir uns in regionaler Hinsicht vor allem darauf, unsere Geschäfte und Produktionskapazitäten in den stärker wachsenden BRICS-Staaten auszubauen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Brasilien, Indien und China. Unsere Ertragskraft sichern wir seit jeher durch die Preis-vor-Menge-Strategie, in deren Rahmen wir volatile Einstandspreise für Rohstoffe an den Markt weitergeben.
Im September 2012 haben wir ein neues mittelfristiges Unternehmensziel kommuniziert: Wir streben an, unsere zentrale Steuerungsgröße das EBITDA vor Sondereinflüssen im Jahr 2018 auf einen Wert von 1,8 Mrd. € zu steigern. Das bisherige Ziel von 1,4 Mrd. € wollen wir nun bereits im Jahr 2014 und damit ein Jahr früher als ursprünglich geplant realisieren. Unsere mittelfristigen Ziele wollen wir sowohl mit organischem Wachstum als auch mit gezielten Akquisitionen erreichen. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf organischem Wachstum.
Investitionsstrategie
Wir steigern unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen mit dem Fokus auf attraktive Wachstumschancen in profitablen Märkten. Für unsere Investitionspolitik gelten dabei die folgenden Leitlinien:
| • | Schwerpunkt ist der Ausbau der Premium-Produkte mit der Möglichkeit der Produktdifferenzierung. |
| • | Wir investieren in nachhaltig wachsende Märkte, auf die wir uns strategisch in den operativen Segmenten fokussiert haben. |
| • | Investitionen unterliegen klaren finanziellen Kriterien, die mindestens den Erhalt der durchschnittlichen Kapitalrendite des Konzerns unter Berücksichtigung eines adäquaten Risikozinses sicherstellen. |
| • | Investitionen werden wesentlich aus dem Cashflow der operativen Geschäftstätigkeit und, falls diese Mittel nicht ausreichen, aus sonstigen zur Verfügung stehenden Barmitteln und Kreditlinien finanziert. |
Finanzierungsstrategie
Unsere Finanzierungspolitik ist konservativ und nachhaltig. Sie bereitet den Boden für langfristig dynamisches, unternehmerisches Handeln. Eckpfeiler sind der Zugang zu den internationalen Finanzmärkten und damit verbunden die langfristige Sicherung der finanziellen Flexibilität.
Dabei werden bei Kapitalbedarf und -deckung die konkurrierenden Anforderungen an die Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit optimiert. Die Verschuldungshöhe orientiert sich an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-GradeBereich.
Das Wachstum unseres Konzerns wird aus dem operativen Geschäft und über gezielte Finanzierungsmaßnahmen ermöglicht. Es ist unser Ziel, neben einem positiven Ergebnisbeitrag auch einen positiven Cashflow zu erwirtschaften.
WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM
Wertmanagement und Steuerungssystem
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| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA vor Sondereinflüssen | Mio.€ | 722 | 465 | 918 | 1.146 | 1.225 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | % | 11,0 | 9,2 | 12,9 | 13,1 | 13,5 |
| Capital Employed | Mio.€ | 2.989 | 3.475 | 3.750 | 4.784 | 5.442 |
| ROCE | % | 15,4 | 5,9 | 17,0 | 17,2 | 15,6 |
| Umschlagdauer Vorräte (DSI) | Tage | 66,9 | 55,1 | 53,7 | 60,1 | 64,7 |
| Forderungslaufzeit Debitoren (DSO) | Tage | 44,6 | 47,0 | 46,3 | 49,9 | 47,4 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | Mio.€ | 864 | 794 | 913 | 1.515 | 1.483 |
| Net Debt Ratio | 1,2x | 1,7x | 1,0x | 1,3x | 1,2x | |
| Investitionsquote | % | 5,4 | 6,8 | 7,4 | 8,0 | 8,1 |
Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir konkrete Steuerungsgrößen, anhand derer wir den Erfolg unserer Maßnahmen messen können. Basis hierfür ist ein zuverlässiges und verständliches Finanz- und Controlling-Informationssystem. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Informationen zu verbessern, die von den Group Functions Accounting und Controlling in Form einer konsistenten Berichterstattung von Planungs-, Erwartungs- und Ist-Daten bereitgestellt werden.
Ertragskraft
Unsere zentrale Steuerungsgröße auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA (Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor operativen Abschreibungen ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt; diese finden Eingang in die Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Mitarbeiter (siehe dazu auch das Kapitel „Mitarbeiter", das Bestandteil dieses Lageberichts ist).
Reine Erlösgrößen wie zum Beispiel die Umsatzerlöse gehören nicht zu den Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie uns keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben. Volatile Einstandspreise für Rohstoffe sind ein wesentliches Kennzeichen unserer Industrie. Bei unterjährig schwankenden Rohstoffpreisen passen wir im Rahmen unserer Preis-vor-Menge-Strategie die Verkaufspreise an. Dies beeinflusst die Höhe der Umsatzerlöse, lässt jedoch die für die Ertragskraft entscheidenden Margen weitgehend unberührt. Eine Zielformulierung für Umsatzwerte unterbleibt daher sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive.
Unternehmensspezifische Frühindikatoren
Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten.
Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert als Ausgangsbasis für die Unternehmenssteuerung die Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, werden zweimal im Jahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, erstellt, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die wichtigsten Steuerungsgrößen regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt.
Für die Forecasts werden bestimmte Parameter zentral vorgegeben und einheitlich verwendet, da sie großen Einfluss auf die Ausprägung der Eckwerte haben. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen zu, wie zum Beispiel Butadien. Die laufende Entwicklung der Beschaffungspreise hat im Rahmen unserer Preis-vor-Menge-Strategie einen maßgeblichen Einfluss auf die zeitnahe Anpassung der Verkaufspreise. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. Aufgrund unserer regional diversifizierten Produktionsstätten und Absatzmärkte beeinflusst ferner der Verlauf der Wechselkurse die aus der Umsatz- und Kostenentwicklung resultierende Ertragskraft, mit entsprechender Rückwirkung auf Preisgestaltung und Absicherungsstrategien. Des Weiteren werden laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Kundenindustrien und Absatzregionen herangezogen, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen.
Rentabilität
Der Return an Capital Employed (ROCE) ist als Steuerungsgröße auf Konzernebene implementiert. Er gibt uns als Messgröße für die Rentabilität Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Dies macht ihn beispielsweise zu einem wichtigen Kriterium bei Investitionsentscheidungen. So müssen sämtliche neuen Investitionsprojekte mindestens den Konzern-ROCE erreichen.
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| EBIT vor Sondereinflüssen | |
| ROCE = | |
| Capital Employed | |
| Capital Employed = | Bilanzsumme |
| ./. Aktive latente Steuern | |
| ./. Zinsfreie Verbindlichkeiten |
Die zinsfreien Verbindlichkeiten setzen sich aus den Rückstellungen ohne Pensionsrückstellungen, den Ertragsteuerschulden, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Verbindlichkeiten zusammen. Wir nutzen daneben eine vereinfachte Variante des ROCE, den sogenannten Business-ROCE, um unsere Geschäftseinheiten zu steuern.
Kapitalkosten
Die Fremdkapitalkosten errechnen sich aus dem sogenannten risikolosen Zins, d.h. in unserem Fall aus der Rendite einer langfristigen deutschen Staatsanleihe, zuzüglich eines Risikoaufschlags für Industrieunternehmen in der gleichen Risikokategorie wie LANXESS. Die Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartungen der Investoren an eine Investition in LANXESS Aktien wider. Aufgrund des gegenüber dem Erwerb risikoloser Staatsanleihen mit dem Aktienerwerb verbundenen höheren Risikos fordern Eigenkapitalinvestoren eine Risikoprämie. Diese sogenannte Market Risk Premium wird aus der langfristigen Überrendite eines Aktieninvestments gegenüber einer Investition in risikolose Staatsanleihen ermittelt und durch den Beta-Faktor korrigiert, der das relative Risiko eines Investments in die LANXESS Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt zum Ausdruck bringt.
Nach 17,2 % im Vorjahr lag der ROCE im Geschäftsjahr 2012 mit 15,6 % deutlich über unseren vergleichsrichtig ermittelten gewichteten Kapitalkosten. Bereinigt um die bereits Ende des Berichtsjahres zur Sicherung der langfristigen Finanzierung emittierte Anleihe über 500 Mio. € läge der ROCE mit 17,2 % exakt auf Vorjahresniveau. Der zu Steuerungszwecken verwendete gewichtete Kapitalkostensatz nach Steuern belief sich im Geschäftsjahr 2012 unverändert zum Vorjahr auf 8,4 %.
Kapitalverwendung
Um unser Working Capital zu steuern, nutzen wir die Kennzahlen DSI und DSO (Lagerreichweite bzw. Days of Sales in Inventories und Forderungslaufzeit bzw. Days of Sales Outstanding). Hier wird der Vorrats- bzw. Forderungsbestand im Verhältnis zum Umsatz des vergangenen Quartals gezeigt. Im Geschäftsjahr 2012 lag der DSI bei 64,7 Tagen (Vorjahr: 60,1 Tage) und der DSO bei 47,4 Tagen (Vorjahr: 49,9 Tage). Eine weitere wichtige Kenngröße ist der Business Free Cashflow, der uns Auskunft darüber gibt, wie viel liquide Mittel unsere Business Units unmittelbar generieren. Er wird unter Anwendung einer vereinfachten Cashflow-Berechnung für die operativen Geschäftseinheiten ermittelt.
Unsere Investitionen in Sachanlagen unterliegen einer strikten Kapitaldisziplin und werden konsequent auf jene Produktbereiche ausgerichtet, die die größten Erfolgspotenziale aufweisen. Dabei priorisieren wir Investitionsprojekte auf Basis finanzieller Kennziffern wie Rückflusszeit, Kapitalwert und ROCE. Für ausführlichere Angaben zu den Investitionsleitlinien verweisen wir auf den vorstehenden Abschnitt „Investitionsstrategie".
Verschuldung
Die Net Debt Ratio, die wir ausschließlich auf Konzernebene verwenden, ist definiert als das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Gesamtsumme der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und liquiditätsnaher finanzieller Vermögenswerte. Die finanziellen Verbindlichkeiten laut Bilanz werden zuvor noch um die Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen gekürzt. Wir konnten die Net Debt Ratio aufgrund des guten Ergebnisses im Berichtsjahr und der niedrigeren Nettofinanzverschuldung zum 31. Dezember 2012 auf 1,2 reduzieren nach einem Wert von 1,3 zum Vorjahresstichtag. Unsere Nettofinanzverschuldung führten wir dabei trotz unverändert hoher Investitionsausgaben im Rahmen der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie leicht zurück.
Nettofinanzverbindlichkeiten
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 959 1) | 1.462 | 1.302 | 1.465 | 2.167 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 168 | 94 | 176 | 633 | 167 |
| abzüglich | |||||
| Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen | -14 | -47 | -41 | -55 | -54 |
| Zahlungsmittel | -249 | -313 | -160 | -178 | -386 |
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | 0 | -402 | -364 | -350 | -411 |
| 864 | 794 | 913 | 1.515 | 1.483 |
1) Nach Abzug spezifischer Wechselkurssicherung für Finanzverbindlichkeiten von 27 Mio. €.
RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Im Geschäftsjahr 2012 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des LANXESS Konzerns gehabt hätten.
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2012 war weiterhin von der Staatsschuldenkrise der etablierten Wirtschaftsräume geprägt. Die Diskussionen um eine höhere Schuldengrenze und die sich verzögernde Lösung in der Budgetdiskussion um die „fiskalische Klippe" belasteten die Entwicklung in den USA. Nordamerika wies 2012 ein Wachstum von 2,3 % auf. In Europa verschärfte sich die Verschuldungssituation mehrerer Staaten, so dass weitere Mittel aus dem Euro-Rettungsschirm beantragt werden mussten. Aufgrund der Sparmaßnahmen fehlten in vielen Ländern die wirtschaftlichen Impulse. Westeuropa bewegte sich vor diesem Hintergrund in weiten Teilen mit minus 0,2 % in der Rezession. Das Wachstum in Deutschland lag 2012 bei 0,9 % und war damit deutlich besser als die Entwicklung in Westeuropa insgesamt. Die Konjunktur in den aufstrebenden Volkswirtschaften verlor ebenfalls an Dynamik. Der chinesische Wirtschaftsraum zeigte mit 6,8 % ein vergleichsweise schwaches Wachstum, das sich zum Jahresende allerdings wieder erhöhte. Insgesamt schwächte sich das globale Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf ab und betrug 2,2 %.
Mit teilweise hohen Kursgewinnen koppelten sich die globalen Kapitalmärkte 2012 bei hoher Volatilität von der verhaltenen konjunkturellen Entwicklung ab. Insbesondere die in der zweiten Jahreshälfte aufkeimende Hoffnung auf nachhaltige Fortschritte in der Bewältigung der europäischen Staatsschuldenkrise beflügelte die Börsen. So gewann der deutsche Leitindex DAX auf Jahressicht fast 30 % und zählte damit zu den stärksten Indizes weltweit. Auch der japanische Nikkei-Index verzeichnete mit rund 23 % einen deutlichen Anstieg, der allerdings auch auf die binnenkonjunkturelle Erholung nach der Naturkatastrophe im Frühjahr 2011 zurückzuführen ist. Mit Kursanstiegen von gut 7 % bzw. knapp 6 % wiesen auch der US-amerikanische Dow-Jones-Index und der britische FTSE 100 positive Entwicklungen auf.
Die Entwicklung des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar zeigte sich im Jahresverlauf 2012 etwas weniger volatil als noch im Vorjahr. Vor dem Hintergrund der europäischen Staatsschuldenkrise gewann der US-Dollar bis etwa zur Jahresmitte gegenüber dem Euro zunächst spürbar an Wert. Infolge der stabilisierenden Maßnahmen von Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds gab der US-Dollar seine Kursgewinne im Verlauf der zweiten Jahreshälfte allerdings wieder vollständig ab. Zum Jahresende wurden für einen Euro 1,32 US-Dollar gezahlt dies entspricht einem Wertverlust des US-Dollar von rund 2,3 % in 2012. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs bei 1,29 US-Dollar je Euro und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,39 US-Dollar je Euro. Aufgrund der regionalen Aufstellung unseres Geschäfts wirkt sich ein stärkerer US-Dollar grundsätzlich positiv auf unsere Erträge aus. Zentralisierte Hedging-Aktivitäten begrenzen jene Auswirkungen, die nicht durch die Harmonisierung von Produktion und Absatz in gleichen Währungsräumen neutralisiert werden können.

Trotz der weiter abnehmenden konjunkturellen Dynamik wiesen die unterjährig volatilen Rohstoffmärkte zum Jahresende ein stabileres Preisniveau auf. Als Einkäufer ist für uns insbesondere die Preisentwicklung bei petrochemischen Rohstoffen relevant, da diese einen wesentlichen Einfluss auf unsere Produktionskosten hat. Unser wichtigster strategischer Rohstoff, Butadien, zeigte im Jahresverlauf eine weit überdurchschnittliche Volatilität mit insbesondere in den ersten Monaten stark ansteigenden Preisen. Diese Entwicklung kehrte sich im weiteren Jahresverlauf um. Zum Jahresende 2012 notierte Butadien sogar leicht unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.
Chemische Industrie
Die gesamtwirtschaftlichen Trends wirkten sich ebenfalls auf die Entwicklung der chemischen Industrie aus, deren Produktion mit 1,4 % deutlich schwächer wuchs als von uns erwartet. Auch die einzelnen Regionen blieben hinter unseren Prognosen zurück. Die Wachstumsraten in China mit 6,0 % und im NAFTA-Raum mit 1,5 % spiegelten die schwache Wirtschaftsentwicklung wider. Der asiatisch-pazifische Raum war mit 3,3 % der Treiber des Wachstums der Chemieindustrie. In Europa konnte sie sich jedoch mit einem Rückgang von 2,0 % der Rezession nicht entziehen. Die Produktion in Deutschland sank mit minus 3,3 % gegenüber einem starken Vorjahr noch deutlicher.
BIP und Chemieproduktion 2012
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Hochschätzung | Bruttoinlandsprodukt | Chemieproduktion |
|---|---|---|
| Amerika | 2,3 | 1,5 |
| NAFTA | 2,3 | 1,5 |
| Lateinamerika | 2,6 | 1,8 |
| EMEA | 0,5 | -1,5 |
| Deutschland | 0,9 | -3,3 |
| Westeuropa | -0,2 | -2,8 |
| Mittel-/Osteuropa | 2,2 | 5,6 |
| Asien/Pazifik | 4,4 | 3,3 |
| Welt | 2,2 | 1,4 |
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen
Die globale Produktion der Reifenindustrie sank leicht um 0,2 %. Die Schwerpunkte dieses Rückgangs lagen mit minus 5,0 % in Europa und mit minus 3,8 % in Amerika. In Asien wurde hingegen ein Wachstum von 3,4 % erzielt. Hier waren China mit 5,5 % und Indien mit 5,3 % die Haupttreiber dieser Entwicklung. Das Geschäft für die Erstausrüstung verlief im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge lediglich in Nordamerika und Japan zufriedenstellend. Ansonsten führte die Wirtschaftslage zu einer negativen Entwicklung in der Produktion für Lkw-Reifen. Die Nachfrage nach Ersatzreifen ging 2012 weltweit zurück. Bei Pkw und kleineren Nutzfahrzeugen verlief die Entwicklung bei den Erstausrüstungsreifen parallel zu der Automobilproduktion. Im Bereich der Ersatzbeschaffung hielten sich die Kunden spürbar zurück.
Die globale Produktion von Automobilen wuchs 2012 mit 4,9 %. Der Wachstumsschwerpunkt lag dabei mit 16,8 % im NAFTA-Raum, in dem sich seit der Finanzkrise über mehrere Jahre ein hoher Nachholbedarf aufgebaut hatte. Auch Japan mit 20,5 % und Südostasien mit 31,5 % verzeichneten hohe Wachstumsraten, die allerdings auf das außergewöhnlich niedrige Vorjahresniveau infolge der Naturkatastrophe Anfang 2011 zurückzuführen waren. Insgesamt entwickelte sich die Automobilproduktion in Asien mit 9,2 % wieder stark. In dem für LANXESS besonders wichtigen europäischen Markt litt auch die Automobilbranche unter den gesamtwirtschaftlichen Problemen, mit einem Rückgang der Produktion um 7,6 %. In Deutschland ging die Produktion mit minus 7,1 % ebenfalls deutlich zurück. Auch in Südamerika war die Entwicklung mit minus 2,0 % von der ökonomischen Situation belastet.
Im Bereich der Agrochemikalien wuchs die weltweite Produktion aufgrund einer weiterhin hohen Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen um 3,0 %. Die Dürre im NAFTA-Raum bewirkte dort einen leichten Rückgang um 0,6 %. In Westeuropa wurde dagegen ein Wachstum von 3,9 % verzeichnet, wobei die Produktion in Deutschland sogar um 6,1 % zulegte.
Die Bauindustrie zeigte ein globales Wachstum von 3,0 %. Insbesondere der europäische Raum dämpfte die globale Entwicklung mit einem Rückgang um 4,6 % in Westeuropa. Deutschland erreichte mit plus 0,4 % einen leicht positiven Trend. Haupttreiber des Wachstums war Asien. Schwerpunkte bildeten dabei China mit 8,7 % und Indien mit 7,4 %. Im NAFTA-Raum entwickelte sich die Bauindustrie mit einem Plus von 2,0 % weiterhin verhalten.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 2012
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) Hochschätzung | Reifenindustrie | Automobilindustrie | Agro-chemikalien | Bauindustrie |
|---|---|---|---|---|
| Amerika | -3,8 | 12,1 | -0,2 | 2,8 |
| NAFTA | -3,7 | 16,8 | -0,6 | 2,0 |
| Lateinamerika | -3,9 | -2,0 | 0,4 | 6,7 |
| EMEA | -5,0 | -7,6 | 4,3 | -3,1 |
| Deutschland | -7,8 | -7,1 | 6,1 | 0,4 |
| Westeuropa | -7,7 | -9,8 | 3,9 | -4,6 |
| Mittel-/Osteuropa | -1,5 | 4,4 | 8,8 | 8,8 |
| Asien/Pazifik | 3,4 | 9,2 | 3,8 | 3,8 |
| Welt | -0,2 | 4,9 | 3,0 | 3,0 |
FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE
Der Verlauf des Geschäftsjahres 2012 war deutlich von der Entwicklung der Schuldenkrise in Europa und der sich daraus entwickelnden Nachfrageschwäche insbesondere in den Bereichen Automobil und Bauwirtschaft geprägt. Diese weitete sich im Jahresverlauf auch auf andere Regionen aus. Positive Impulse setzte hingegen die weiter steigende Nachfrage nach Agrarprodukten. Da die Reifen-und Automobilindustrie - bei regionaler Differenzierung - deutlich verhaltene bis negative Wachstumsraten aufwies, zeigte sich unser Segment Performance Polymers hiervon spürbar belastet. Der im Berichtsjahr volatile Verlauf der Rohstoffpreise hatte aufgrund der beibehaltenen Preis-vor-Menge-Strategie keinen nachteiligen Einfluss auf den Geschäftsverlauf.
Die sich im Jahresverlauf 2012 abschwächende Nachfrage, insbesondere aus dem Automobilbereich und mit regionalem Schwerpunkt in Europa und Lateinamerika, bremste die Umsatzentwicklung des Segments Performance Polymers vorrangig mengenbedingt. Das Segment erreichte eine verhaltene Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vergleichszeitraum. Dazu trugen Preisanpassungen bei, die vom volatilen Verlauf der Rohstoffpreise getrieben waren. Die Situation der europäischen Automobilindustrie erschwerte darüber hinaus auch den Geschäftsverlauf einzelner Business Units unseres Segments Performance Chemicals.
Der weiter steigende Bedarf an landwirtschaftlichen Erzeugnissen erhöhte unseren Absatz im Bereich der Agrochemikalien.
Regional war die Entwicklung unterschiedlich ausgeprägt. Nordamerika und Asien/Pazifik erwiesen sich mit knapp zweistelligen Wachstumsraten beim Umsatz als die erfolgreichsten Berichtsregionen, während die übrigen Regionen sich im Wesentlichen auf Vorjahresniveau bewegten. Auf wechselkursund portfoliobereinigter Basis verzeichnete die Region Lateinamerika den deutlichsten Geschäftsrückgang. Hier spielten der Preisrückgang eines Schlüsselrohstoffs sowie die geringere Nachfrage aus der Reifen- und automobilnahen Industrie eine Rolle.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN A PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
Tatsächlicher versus prognostizierter Geschäftsverlauf in 2012
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| Prognose für 2012 im Geschäftsbericht 2011 & Q1-Zwischenbericht | Prognose für 2012 im Q2-Zwischenbericht | Prognose für 2012 im Q3-Zwischenbericht | Eingetreten in 2012 | |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsentwicklung Konzern | ||||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | Zunahme +5 % bis +10 % | Zunahme +5 % bis +10 % | Zunahme +5 % bis +10 % | 1.225 Mio. € (_ +7 %) |
| Geschäftsentwicklung Segmente | ||||
| Performance Polymers | solide Entwicklung | solide Entwicklung | solide Entwicklung | +2 % Umsatz |
| Advanced Intermediates | solide Entwicklung | solide Entwicklung | solide Entwicklung | +6 % Umsatz |
| Performance Chemicals | solide Entwicklung | solide Entwicklung | solide Entwicklung | +3 % Umsatz |
| Rohstoffpreise | volatil, langfristiger Trend steigend | volatil, langfristiger Trend steigend | volatil, langfristiger Trend steigend | volatil, teilweise angestiegen |
| Forschung und Entwicklung | ||||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | +40 % | +40 % | +40 % | +33 % |
| Finanzlage Konzern | ||||
| Auszahlungswirksame Investitionen | 600 Mo. € | 650 bis 700 Mio. € | 650 bis 700 Mio. € | 696 Mio. € |
Das Geschäftsjahr 2012 stand im Zeichen unterschiedlicher Entwicklungen der Megatrends Mobilität und Landwirtschaft. Während Ersterer von Geschäftsrückgängen der Automobilindustrie und ihrer Zuliefererbranchen belastet war, zeigte sich Letzterer angesichts wachsender Nachfrage nach Agrarprodukten dynamisch.
Wir waren zu Beginn des Berichtsjahres 2012 davon ausgegangen, dass unsere wichtigen Kundenindustrien ihre positive Entwicklung, wenn auch mit unterschiedlicher regionaler Ausprägung, fortsetzen würden. Im Rückblick zeigten die Geschäfte mit der Automobilindustrie und ihren Zulieferern insbesondere in Nordamerika einen positiven Trend, während ihre Entwicklung in Europa negativ war. Der Bereich Agrochemikalien profitierte regionenübergreifend von einer stabilen Nachfrage. Die Bauindustrie entwickelte sich in Nordamerika sowie in Teilen Osteuropas zufriedenstellend, während sie insbesondere in den von der europäischen Staatsschuldenkrise stark betroffenen Ländern rückläufig war.
Im Rahmen der Halbjahres-Finanzberichterstattung hatten wir die zum ersten Quartal konkretisierte Einschätzung einer Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen von 5 bis 10 % für das Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Jahr 2011 bestätigt. Des Weiteren gingen wir davon aus, im zweiten Halbjahr 2012 ein EBITDA vor Sondereinflüssen auf dem Niveau des zweiten Halbjahres 2011 zu erreichen. Im Berichtsjahr wurde ein Ergebnis von 1.225 Mio. € erwirtschaftet. Es liegt damit rund 7 % über dem Niveau des Vergleichszeitraums und innerhalb der prognostizierten Bandbreite.
Der Geschäftsverlauf unserer Segmente entwickelte sich erfreulich, was weitgehend von positiven Preis-, Portfolio- und Währungseffekten sowie gegenläufigen Mengeneffekten im Umsatz getrieben war.
Unter der Annahme, dass der Trend zu höheren Beschaffungskosten insbesondere für petrochemische Rohstoffe auch über das Jahr 2012 hinaus anhalten würde, hatten wir einen volatilen Verlauf der Rohstoffpreise prognostiziert. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres war zunächst ein Anstieg der Rohstoffpreise zu verzeichnen. Diese Entwicklung kehrte sich gegen Ende des zweiten Quartals um, so dass sich der gewichtete Index unserer Rohstoffpreise knapp unterhalb des Niveaus von Ende Dezember des Vorjahres einpendelte. Maßgeblich für diese Entwicklung waren sinkende Preise für den Rohstoff Butadien, während sich andere Rohstoffe leicht verteuerten. Damit entspricht die bisherige Entwicklung unseren anfangs getroffenen Annahmen, denn langfristig erwarten wir weiterhin steigende Rohstoffpreise.
Aufgrund unserer zielgerichteten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die eigenständig generierte, kunden- und marktorientierte Innovationen und Prozessverbesserungen ermöglichen sollen, stiegen die Ausgaben dieses Bereichs im Jahresverlauf um 33 %. Dieser prozentuale Anstieg bleibt hinter dem für das Gesamtjahr erwarteten Wert zurück, weil einige Projekte einen gegenüber der ursprünglichen Planung anderen zeitlichen Kostenanfall zeigten. Schwerpunkt war mit einem Anteil von rund 59 % das Segment Performance Polymers.
Im Geschäftsjahr 2012 nahmen wir Investitionsauszahlungen von 696 Mio. € vor. Sie lagen damit am oberen Ende der von uns im Rahmen der Halbjahresfinanzberichterstattung 2012 prognostizierten Spanne von 650 bis 700 Mio. €. Aufgrund der Umsetzung einer Reihe strategischer Investitionsprojekte und der Initiierung neuer chancenreicher Wachstumsinitiativen lagen die Investitionsauszahlungen des Berichtsjahres damit um 96 Mio. € über dem im Geschäftsbericht 2011 angekündigten Wert von 600 Mio. €.
GESCHÄFTSENTWICKLUNG LANXESS KONZERN
| • | Leichter Umsatzanstieg um 3,6 %, im Wesentlichen aus Währungs- und Portfolioeffekten bei gegenläufiger Mengenentwicklung |
| • | Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik mit deutlicher Umsatzausweitung |
| • | EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,9 % auf 1.225 Mio. € verbessert |
| • | EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen mit 13,5 % gegenüber 13,1 % im Vorjahr |
| • | Konzernergebnis mit 514 Mio. € leicht über Vorjahresniveau |
| • | Ergebnis je Aktie 6,18 € nach 6,08 € im Vorjahr |
| • | Unverändert solide Bilanz- und Finanzierungsstruktur |
| • | Net Debt Ratio von 1,3 auf 1,2 verbessert |
Überblick Finanzkennzahlen
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| 2011 | 2012 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 8.775 | 9.094 | 3,6 |
| Bruttoergebnis vorn Umsatz | 2.010 | 2.108 | 4,9 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 1.146 | 1.225 | 6,9 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | 13,1% | 13,5% | - |
| EBITDA | 1.101 | 1.188 | 7,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 826 | 849 | 2,8 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 776 | 810 | 4,4 |
| EBIT-Marge | 8,8% | 8,9% | - |
| Finanzergebnis | -121 | -141 | -16,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 655 | 669 | 2,1 |
| Konzernergebnis | 506 | 514 | 1,6 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 6,08 | 6,18 | 1,6 |
Umsatz und Ergebnis Der Umsatz des LANXESS Konzerns wuchs gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % von 8.775 Mio. € auf 9.094 Mio. €. Ein Portfolioeffekt von 2,6 %, insbesondere aus der Akquisition des Keltan-EPDM-Geschäfts im Vorjahr, sowie positive Beiträge aus der Währungsentwicklung in Höhe von 3,9 %, vor allem aufgrund der Entwicklung des US-Dollar, prägten dabei den Geschäftsverlauf. Gegenläufig wirkten geringere Absatzvolumina, die um 3,5 % unter dem starken Vorjahreszeitraum lagen. Die Verkaufspreise konnten gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,6 % erhöht werden.
Umsatzeffekte
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| in % | 2012 |
|---|---|
| Preis | 0,6 |
| Menge | -3,5 |
| Währung | 3,9 |
| Portfolio | 2,6 |
| 3,6 |
Unser Segment Performance Polymers weitete seinen Umsatz im Berichtsjahr um 2,3 % aus. Neben der positiven Wechselkursentwicklung leistete insbesondere das von der DSM im Mai 2011 übernommene Keltan-EPDM-Geschäft einen spürbaren Beitrag zur Umsatzverbesserung. Die beiden Effekte kompensierten einen Mengenrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Absatzpreise lagen in diesem Segment auf dem Niveau des Vorjahres.
Das Segment Advanced Intermediates verzeichnete ein Umsatzplus von 8,3 %. Dabei führte vor allem die anhaltend starke Nachfrage nach Agrochemikalien zu einem Anstieg der Absatzmengen. Hohe Einstandspreise für Rohstoffe konnten durch Preisanpassungen kompensiert werden und trugen ebenso wie die positive Wechselkursentwicklung zum erfreulichen Geschäftsverlauf bei.
Unser Segment Performance Chemicals weitete seine Umsätze ebenfalls aus und erzielte im Vorjahresvergleich ein Umsatzplus von 3,4 %. Mengenverluste wurden durch positive Wechselkurseffekte sowie eine geringfügige Anpassung der Verkaufspreise ausgeglichen. Zudem ergab sich ein positiver Portfolioeffekt aus den im Vorjahr und im Berichtszeitraum getätigten Akquisitionen, deren Aktivitäten den Business Units Rhein Chemie, Material Protection Products sowie Functional Chemicals zugeordnet wurden.
Umsatz nach Segmenten
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| 2011 | 2012 | Veränd. | Anteil am Konzernumsatz | |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in% | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Performance Polymers | 5.059 | 5.176 | 2,3 | 56,9 |
| Advanced Intermediates | 1.545 | 1.674 | 8,3 | 18,4 |
| Performance Chemicals | 2.130 | 2.203 | 3,4 | 24,2 |
| Überleitung | 41 | 41 | 0,0 | 0,5 |
| 8.775 | 9.094 | 3,6 | 100,0 |
In den Absatzregionen Nordamerika sowie Asien/Pazifik steigerten wir unsere Umsätze um jeweils rund 10 %. Das Segment Performance Chemicals war dabei wesentlicher Wachstumstreiber auf dem nordamerikanischen Markt, sowohl absolut als auch in relativen Größen. Die Entwicklung der Region Asien/Pazifik wurde weiterhin vom Segment Performance Polymers mit einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich geprägt. In den übrigen Absatzregionen lag der Umsatz nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
Auftragsentwicklung
Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellungsvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßige, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operativen Zielgrößen des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren".
Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft nicht aussagefähig und unterbleibt an dieser Stelle.
Bruttoergebnis vom Umsatz
Die Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 % auf 6.986 Mio. € und damit unterproportional zum Umsatz. Das Bruttoergebnis vom Umsatz wuchs um 98 Mio. € auf 2.108 Mio. €. Die Bruttomarge verbesserte sich leicht um 0,3 % auf 23,2 %. Die schwächere Nachfrage führte zu einem entsprechenden Rückgang der Absatzmengen. Gegenläufig wirkten die im Saldo deutlich positive Entwicklung der Wechselkurse sowie Portfolioeffekte aus den im Vorjahr erworbenen Geschäften, insbesondere den Keltan-EPDM-Aktivitäten. Veränderungen in den Einstandspreisen für Rohstoffe konnten auf Konzernebene in den Markt weitergegeben werden und führten in Summe zu einem positiven Effekt auf das Bruttoergebnis. Während vor allem bei Butadien im Jahresverlauf ein Deflationseffekt zu verzeichnen war, stiegen die Preise für nahezu alle anderen strategischen Rohstoffe, unter anderem Isobutylen, Benzol, Toluol und Cyclohexan, im Vergleich zum Vorjahr teilweise deutlich an. Die Auslastung der Kapazitäten lag aufgrund der sich im Jahresverlauf abschwächenden Nachfrage und der daran angepassten Bestandsführung mit rund 81 % um 5 %Punkte unter dem Wert des Vorjahres. Dies belastete das Ergebnis mit höheren Kosten für nicht genutzte Kapazitäten.
EBITDA und operatives Ergebnis (EBIT)
Die Vertriebskosten stiegen im Geschäftsjahr 2012 vornehmlich aufgrund von Portfolio- und Währungseffekten um 31 Mio. € auf 763 Mio. €. Der Anteil der Vertriebskosten am Umsatz erhöhte sich leicht von 8,3 % auf 8,4 %.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten wuchsen um 33,3 % auf 192 Mio. €. Sie bestätigten damit die fortgesetzte Ausweitung der Forschungsaktivitäten im Rahmen unserer LANXESS Technologieinitiative. Im Verhältnis zum Umsatz lagen sie mit 2,1 % über dem Anteil des Vorjahres von 1,6 %. Die Zahl der in diesem Bereich beschäftigten Mitarbeiter wuchs bis zum Jahresende deutlich auf 843 von 731 zum Vorjahresstichtag.
Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im Geschäftsjahr 2012 von 325 Mio. € auf 339 Mio. €. Grund dafür waren unter anderem Portfolioeffekte aus den in der Vergangenheit akquirierten Geschäftsaktivitäten. Ihr Anteil am Umsatz blieb mit 3,7 % unverändert zum Vorjahr.
Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, verbesserte sich um 29 Mio. € auf minus 4 Mio. €. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein um 18 Mio. € höheres sonstiges betriebliches Ergebnis. Dies resultierte unter anderem aus entfallenden Einmalaufwendungen des Vorjahres. Die Sondereinflüsse des Berichtsjahres von saldiert 39 Mio. € waren mit 37 Mio. € EBITDA-wirksam und betrafen Reorganisations- und Portfoliomaßnahmen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur. Im Vorjahr fielen Sondereinflüsse von saldiert 50 Mio. € an, die in Höhe von 45 Mio. € EBITDA-wirksam waren. Auch diese standen vor allem im Zusammenhang mit Reorganisations- und Portfoliomaßnahmen.
EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
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| 2011 | 2012 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Performance Polymers | 768 | 817 | 6,4 |
| Advanced Intermediates | 264 | 305 | 15,5 |
| Performance Chemicals | 289 | 281 | -2,8 |
| Überleitung | -175 | -178 | -1,7 |
| 1.146 | 1.225 | 6,9 |
Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen steigerten wir im Geschäftsjahr 2012 um 79 Mio. € oder 6,9 % auf 1.225 Mio. € nach 1.146 Mio. € im Vorjahr. Die Ergebnisverbesserung ist vor allem auf positive Wechselkurseinflüsse, die rohstoffpreisgetriebene Anpassung der Verkaufspreise sowie Portfolioeffekte, insbesondere aus der Akquisition des Keltan-EPDM-Geschäfts, zurückzuführen. Gegenläufige Effekte, insbesondere aus der niedrigeren Nachfrage, konnten so überkompensiert werden. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich im Konzern von 13,1 % auf 13,5 %.
Unser Segment Performance Polymers steigerte das EBITDA vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahr um 6,4 %. Positive Portfolio- und Wechselkurseffekte überkompensierten den Mengenrückgang. Der positive Portfolioeffekt aus der Akquisition des Keltan-EPDM-Geschäfts im Mai 2011 wirkte zudem weiteren Kostensteigerungen, unter anderem im Bereich der Fertigung, entgegen. Im Segment Advanced Intermediates war die Ausweitung der Absatzmenge maßgeblich für die deutliche Ergebnisverbesserung um 15,5 %. Zusätzlich wurden höhere Einstandspreise für Rohstoffe vollständig in den Markt weitergegeben. Das Segment Performance Chemicals verzeichnete dagegen einen Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen um 2,8 %. Eine geringe Steigerung der Einstandspreise für Rohstoffe konnte durch entsprechende Anpassungen der Verkaufspreise ausgeglichen werden. Die Ergebnisbelastung aus geringeren Absatzmengen wurde in vergleichbarer Größenordnung von der positiven Wechselkursentwicklung neutralisiert. In Summe konnte jedoch auch ein Portfolioeffekt die Kostensteigerungen, unter anderem im Bereich der Fertigung und bei Energien, nicht vollständig kompensieren, so dass das Segmentergebnis unter dem Vorjahr lag. Der leichte Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen in der Überleitung war unter anderem bedingt durch einen Anstieg der Forschungsaufwendungen aufgrund des Ausbaus der segmentübergreifenden, zentral geführten Forschungsaktivitäten. Hinzu kamen leichte Steigerungen der Personalkosten.
Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich im Berichtsjahr spürbar von 776 Mio. € auf 810 Mio. €.
Überleitung EBIT zum Konzernergebnis
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| 2011 | 2012 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 776 | 810 | 4,4 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 7 | 1 | -85,7 |
| Zinsergebnis | -93 | -96 | -3,2 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -35 | -46 | -31,4 |
| Finanzergebnis | -121 | -141 | -16,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 655 | 669 | 2,1 |
| Ertragsteuern | -148 | -154 | -4,1 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 507 | 515 | 1,6 |
| davon: | |||
| auf andere Gesellschafter entfallend | 1 | 1 | 0,0 |
| den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) | 506 | 514 | 1,6 |
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf minus 141 Mio. € nach minus 121 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis der at equity bewerteten Beteiligungen, im Wesentlichen der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), betrug 1 Mio. € nach 7 Mio. € im Vorjahr. Im Zinsergebnis lag der Zinsaufwand nahezu auf Vorjahresniveau. Entlastend wirkte, dass anteilige Fremdkapitalkosten, im Wesentlichen im Rahmen der Errichtung der neuen Butylkautschuk-Anlage in Singapur, aktiviert wurden. Der aktivierte Betrag erhöhte sich im Vorjahresvergleich und kompensierte leicht gesunkene Zinserträge. In Summe lag das Zinsergebnis mit minus 96 Mio. € um 3 Mio. € unter dem Vorjahr. Das sonstige Finanzergebnis war mit 18 Mio. € belastet durch die Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der Gevo Inc., Englewood (USA), infolge der Aktienkursentwicklung der Gesellschaft. Hierin sind die bisher im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Verluste von 10 Mio. € enthalten, welche im Berichtsjahr vom Eigenkapital in das Finanzergebnis umgegliedert wurden.
Ergebnis vor Ertragsteuern
Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verbesserte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 14 Mio. € auf 669 Mio. €.
Ertragsteuern
Im Geschäftsjahr 2012 ergab sich ein Ertragsteueraufwand in Höhe von 154 Mio. € nach 148 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 23,0 % gegenüber 22,6 % in der Vergleichsperiode.
Konzernergebnis/Ergebnis je Aktie
Das Konzernergebnis lag mit 514 Mio. € um 8 Mio. € über dem Vorjahreswert. Auf andere Gesellschafter entfiel wie im Vorjahr ein Ergebnisanteil von 1 Mio. €.
Bei einer unveränderten Zahl umlaufender LANXESS Aktien lag das Ergebnis je Aktie mit 6,18 € um 0,10 € bzw. 1,6 % über dem Wert des Vorjahres von 6,08 €.
ENTWICKLUNG DER REGIONEN
Umsatz nach Verbleib
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| 2011 | 2012 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EMEA | |||||
| (ohne Deutschland) | 2.546 | 29,0 | 2.526 | 27,8 | -0,8 |
| Deutschland | 1.569 | 17,9 | 1.577 | 17,3 | 0,5 |
| Nordamerika | 1.458 | 16,6 | 1.611 | 17,7 | 10,5 |
| Lateinamerika | 1.201 | 13,7 | 1.185 | 13,0 | -1,3 |
| Asien/Pazifik | 2.001 | 22,8 | 2.195 | 24,2 | 9,7 |
| 8.775 | 100,0 | 9.094 | 100,0 | 3,6 |
EMEA (ohne Deutschland)
Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) ging um 20 Mio. € bzw. 0,8 % auf 2.526 Mio. € zurück. Bereinigt um Portfoliomaßnahmen und Währungseffekte sank der Umsatz um 4,1 %. Das Segment Advanced Intermediates wies dabei eine Wachstumsrate im mittleren einstelligen Bereich auf. Rückläufige Geschäfte verzeichneten dagegen unsere Segmente Performance Polymers und Performance Chemicals mit einem Umsatzrückgang im hohen bzw. mittleren einstelligen Prozentbereich. In Osteuropa und im Nahen Osten fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um niedrige einstellige Prozentwerte. Westeuropa hingegen verzeichnete relative Umsatzeinbußen im mittleren einstelligen Bereich und prägte damit in absoluten Größen die operative Entwicklung. Die Umsätze in der Region sanken insbesondere in den Ländern Italien, Spanien, Schweiz, Tschechien und Großbritannien. Dagegen erzielten die zur BRICS-Gruppe gehörenden Länder Russland und Südafrika gegenüber dem Vorjahr höhere Umsätze.
Die Region EMEA (ohne Deutschland) hatte einen Anteil am Konzernumsatz von 27,8 % und lag damit um 1,2 %-Punkte unter dem Vorjahresniveau.
Deutschland
Hier erwirtschafteten wir im Jahr 2012 mit 1.577 Mio. € einen Umsatz, der um 8 Mio. € bzw. 0,5 % über dem Wert des Vorjahres lag. Bereinigt um Portfolioeinflüsse, die im Wesentlichen auf das im Mai des Vorjahres erworbene Keltan-EPDM-Geschäft zurückzuführen sind, ergab sich jedoch ein Rückgang um 1,2 %. Während die Segmente Performance Polymers und Performance Chemicals rückläufige Umsätze im mittleren einstelligen Bereich verzeichneten, erzielte unser Segment Advanced Intermediates Zuwächse in der gleichen Größenordnung.
Der Deutschland-Anteil am Konzernumsatz reduzierte sich leicht von 17,9 % auf 17,3 %.
Nordamerika
In dieser Region erzielten wir mit 1.611 Mio. € einen Umsatz, der um 153 Mio. € bzw. 10,5 % über dem Wert des Vorjahres lag. Nach Bereinigung um positive Wechselkurs- und Portfolioeffekte ergab sich ein Rückgang um 1,9 %. Dieser wurde maßgeblich durch die Entwicklung im Segment Performance Polymers verursacht, welches im Vergleich zu einer starken Vorjahresbasis eine Umsatzminderung im mittleren einstelligen Prozentbereich verzeichnete. Die positive Geschäftsentwicklung der Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals konnte dies nur teilweise kompensieren.
Der Anteil Nordamerikas am Konzernumsatz lag mit 17,7 % um 1,1 %-Punkte über dem Niveau des Vorjahres.
Lateinamerika
In der Region Lateinamerika sanken die Umsätze im Berichtszeitraum um 16 Mio. € bzw. 1,3 % auf 1.185 Mio. €. Bereinigt um positive Währungs- und Portfolioeffekte ging der Umsatz um 9,1 % zurück. Die Entwicklung war geprägt von einer schwächeren Geschäftsentwicklung im Segment Performance Polymers, das einen nachfrage- und rohstoffpreisbedingten Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verzeichnete. Eine zweistellige Zuwachsrate erzielte dagegen unser Segment Advanced Intermediates. Das Segment Performance Chemicals entwickelte sich ebenfalls positiv und weitete seine Umsätze im hohen einstelligen Bereich aus. Der Umsatz in der Region wurde vor allem durch den Geschäftsverlauf in Brasilien beeinflusst.
Der Anteil am Konzernumsatz sank im Jahresvergleich leicht von 13,7 % auf 13,0 %.
Asien/Pazifik
Der Umsatz in dieser Region stieg 2012 um 194 Mio. € bzw. 9,7 % auf 2.195 Mio. €. Nach Bereinigung um Wechselkurseinflüsse und Portfolioeffekte ergab sich ein Plus von 0,4 %. Unsere Segmente Performance Polymers und Advanced Intermediates erzielten ein operatives Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich, während die Umsätze im Segment Performance Chemicals um einen mittleren einstelligen Prozentsatz rückläufig waren.
Eine erfreuliche Entwicklung verzeichneten wir in Thailand und Vietnam, wogegen insbesondere in den Ländern China und Japan leichte Rückgänge zu beobachten waren.
Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 22,8 % auf 24,2 %. Damit ist die Region Asien/Pazifik in der Umsatzverteilung weiterhin die zweitstärkste Region des Konzerns.
SEGMENTDATEN
| • | Performance Polymers: Portfolio- und Währungseffekte kompensieren Mengenverluste im Umsatz und im Ergebnis |
| • | Advanced Intermediates: Rohstoffbedingte Preisanpassungen treiben den Umsatz, Nachfrage nach Agrochemikalien unterstützt die Ergebnisentwicklung |
| • | Performance Chemicals: Leichte Preiserhöhungen sowie Währungs- und Portfolioeffekte kompensieren Mengenverluste im Umsatz, gestiegene Fertigungskosten belasten das Ergebnis |
Performance Polymers
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| 2011 | 2012 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 5.059 | 5.176 | 2,3 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 768 | 15,2 | 817 | 15,8 | 6,4 |
| EBITDA | 759 | 15,0 | 808 | 15,6 | 6,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 607 | 12,0 | 608 | 11,7 | 0,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 598 | 11,8 | 599 | 11,6 | 0,2 |
| Auszahlungen für Investitionen 1) | 437 | 434 | -0,7 | ||
| Abschreibungen | 161 | 209 | 29,8 | ||
| Mitarbeiter (31.12.) | 4.977 | 5.348 | 7,5 |
1) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Unser Segment Performance Polymers entwickelte sich im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem starken Vorjahr sehr solide. Die Umsatzerlöse erhöhten sich leicht um 2,3 % auf 5.176 Mio. €. Die im Vergleich zur Vorperiode volatile und uneinheitliche Entwicklung der Rohstoffpreise führte zu zeitnahen Anpassungen der Verkaufspreise. Da insbesondere der Preis für Butadien, einem der Schlüsselrohstoffe dieses Segments, nach einem deutlichen Anstieg in der ersten Jahreshälfte im weiteren Verlauf einen signifikanten Rückgang unter den Preis zum Jahresanfang zeigte, ergab sich für das Gesamtjahr 2012 mit einem Minus von 0,3 % kein wesentlicher Preiseffekt im Umsatz. Eine geringere Nachfrage infolge der schwächeren Entwicklung der Automobilindustrie führte insbesondere in der zweiten Jahreshälfte zu niedrigeren Absatzmengen. Hieraus ergab sich auf Jahressicht ein Mengenrückgang um 5,5 %. Positive Währungseffekte von 4,7 % sowie ein Portfolioeffekt in Höhe von 3,4 % stützen die Umsatzentwicklung.
Sämtliche Business Units des Segments verzeichneten eine sinkende Nachfrage aus ihren wesentlichen Kundenindustrien. Unsere Business Units Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers, die eng mit der Reifenindustrie verbunden sind, mussten angesichts der Absatzschwäche der Automobilindustrie leichte Mengeneinbußen hinnehmen. Die Business Unit Technical Rubber Products registrierte angesichts verhaltener Nachfrage, insbesondere in Asien, deutlich niedrigere Absatzmengen für nahezu alle Produkte. Die Business Unit High Performance Materials (ehemals Semi-Crystalline Products) zeigte im Wesentlichen unveränderte Mengen gegenüber der Vergleichsperiode. Über nahezu alle Berichtsregionen hinweg entwickelte sich der Umsatz teilweise deutlich rückläufig. In der Region Asien/Pazifik konnten wir das Geschäft geringfügig ausweiten.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Polymers erhöhte sich um 49 Mio. € bzw. 6,4 % auf 817 Mio. €. Die aus der Veränderung der Rohstoffpreise resultierenden Preisanpassungen führten auf Segmentebene zu einem positiven Ergebniseffekt. Fehlende Deckungsbeiträge infolge des Mengenrückgangs belasteten das Ergebnis spürbar. Positive Wechselkurseffekte, insbesondere aus dem US-Dollar, wirkten unterstützend und kompensierten steigende Fertigungskosten sowie zusätzliche Kosten aus erhöhten Forschungsaktivitäten. Ergebnisverbessernd wirkten zusätzlich Portfolioeffekte aus dem im Mai des Vorjahres erworbenen Keltan-EPDM-Geschäft. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments stieg von 15,2 % auf 15,8 %.
Die vollständig EBITDA-wirksamen Sondereinflüsse des Segments in Höhe von 9 Mio. € betrafen unter anderem Aufwendungen im Zusammenhang mit der Integration erworbener Geschäftsaktivitäten. Die ebenfalls vollständig EBITDA-wirksamen Sondereinflüsse des Vorjahres von 9 Mio. € standen im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen sowie Sanierungsmaßnahmen an unserem Standort in Kanada.
Advanced Intermediates
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| 2011 | 2012 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.545 | 1.674 | 8,3 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 264 | 17,1 | 305 | 18,2 | 15,5 |
| EBITDA | 245 | 15,9 | 311 | 18,6 | 26,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 198 | 12,8 | 238 | 14,2 | 20,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 175 | 11,3 | 244 | 14,6 | 39,4 |
| Auszahlungen für Investitionen 1) | 107 | 92 | -14,0 | ||
| Abschreibungen | 70 | 67 | -4,3 | ||
| Mitarbeiter (31.12.) | 2.883 | 2.841 | -1,5 |
1) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates stiegen im Geschäftsjahr 2012 um 129 Mio. € bzw. 8,3 % auf 1.674 Mio. €. Maßnahmen zur Kompensation höherer Einstandspreise für Rohstoffe führten zu einem Preiseffekt von 3,9 %. Zudem ergab sich aus der verbesserten Nachfragesituation ein Mengeneffekt von 2,2 %. Die Entwicklung der Wechselkurse führte zu einem Umsatzanstieg von ebenfalls 2,2 %.
Die Nachfrage nach Agrochemikalien setzte die wesentlichen Impulse im Berichtszeitraum. Beide Business Units des Segments profitierten von dieser Entwicklung. Die Business Unit Advanced Industrial Intermediates steigerte den Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum insbesondere bei den Produkten des Aromatenverbunds für die Agrochemie. Darüber hinaus wurden unsere neuen Kapazitäten im Bereich der Menthol-Produktion vom Markt positiv angenommen. Die Region Lateinamerika wuchs relativ am stärksten, während Deutschland in absoluten Größen maßgeblich war.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates wuchs um 41 Mio. € bzw. 15,5 % auf 305 Mio. €. Höhere Einstandspreise für Rohstoffe, insbesondere für erdölnahe Produkte wie Toluol und Benzol, kompensierten wir auf Segmentebene mit entsprechenden Verkaufspreisanpassungen. Die gute Nachfrage im Agrobereich führte zu einem positiven Mengeneffekt in beiden Business Units. Steigenden Energiekosten standen Produktmixeffekte und Optimierungen in den Fertigungsabläufen gegenüber. Daraus ergab sich insgesamt ein positiver Ergebnisbeitrag. Der vorteilhafte Verlauf der Wechselkurse führte ebenfalls zu einem leicht positiven Effekt. Die EBITDAMarge vor Sondereinflüssen stieg daher von 17,1 % auf 18,2 %.
Im Geschäftsjahr fielen Sondererträge von 6 Mio. € an, die sich aus der Anpassung der bilanziellen Vorsorge für eine proaktive, marktbedingte Neuausrichtung der Business Unit Saltigo ergaben. Diese Neuausrichtung war im Vorjahr mit dem Ziel initiiert worden, vorhandene Infrastrukturen und Ressourcen des Pharmabereichs schrittweise für das wachsende Agro-Geschäft zu konvertieren.
Performance Chemicals
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| 2011 | 2012 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Marge in% | in Mo. € | Marge in% | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 2.130 | 2.203 | 3,4 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 289 | 13,6 | 281 | 12,8 | -2,8 |
| EBITDA | 289 | 13,6 | 264 | 12,0 | -8,7 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 211 | 9,9 | 196 | 8,9 | -7,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 211 | 9,9 | 177 | 8,0 | -16,1 |
| Auszahlungen für Investitionen 1) | 112 | 135 | 20,5 | ||
| Abschreibungen | 78 | 87 | 11,5 | ||
| Mitarbeiter (31.12.) | 5.819 | 6.031 | 3,6 |
1) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Die Umsätze unseres Segments Performance Chemicals stiegen im Geschäftsjahr um 3,4 % von 2.130 Mio. € auf 2.203 Mio. €. Der Zuwachs resultierte vor allem aus Währungseffekten von 3,3 % sowie Portfolioeffekten von 2,5 %, während die Absatzmengen um 3,0 % zurückgingen. Die Portfolioeffekte ergaben sich aus Aktivitäten, die für unsere Business Units Material Protection Products, Functional Chemicals sowie Rhein Chemie übernommen worden waren. Ein Preiseffekt von 0,6 % unterstützte die Umsatzentwicklung.
Fast alle Business Units des Segments, insbesondere aber die Business Unit Rhein Chemie, erhöhten ihre Verkaufspreise. Lediglich die Business Unit Leather verzeichnete angesichts eines niedrigeren Preisniveaus auf dem Markt für Chromerze deutliche Preisrückgänge. Die Absatzmengen des Segments lagen unter dem Vorjahresniveau, wobei in nahezu allen Business Units geringere Produktvolumina abgesetzt wurden. Insbesondere in den Business Units Rubber Chemicals sowie Rhein Chemie, die mit Kunden aus automobilnahen Industrien einen bedeutenden Umsatzanteil erzielen, gingen die Absatzmengen angesichts der Nachfrageschwäche ihrer Hauptkundenindustrien absolut wie prozentual deutlich zurück. Darüber hinaus machte sich im Segment das schwächere gesamtwirtschaftliche Umfeld bemerkbar. Insbesondere in der Region EMEA (ohne Deutschland) sowie in Deutschland wirkte sich die zurückhaltende Nachfrage spürbar aus, während in Lateinamerika entgegen dem Trend ein deutlicher prozentualer Anstieg zu verzeichnen war.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals ging gegenüber dem Vorjahr um 8 Mio. € bzw. 2,8 % auf 281 Mio. € zurück. Diese Entwicklung war insbesondere auf gestiegene Energie- und andere Fertigungskosten sowie auf leicht erhöhte Forschungskosten zurückzuführen. Demgegenüber wurden höhere Rohstoffkosten auf Segmentebene vollständig in den Markt weitergegeben. Hinzu kamen ein geringfügiger positiver Portfoliobeitrag aus den getätigten Akquisitionen sowie der stützende Einfluss der Wechselkurse. Diese konnten jedoch in Summe den Kostenanstieg nicht ausgleichen. Das Segmentergebnis war darüber hinaus belastet durch Produktionseinschränkungen infolge einer instabilen CO2-Versorgung an einem Produktionsstandort in Südafrika. Die beschriebenen Effekte führten dazu, dass die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen von 13,6 % auf 12,8 % zurückging.
Im Berichtsjahr entfielen auf das Segment Sondereinflüsse in Höhe von 19 Mio. €, von denen 2 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren. Diese Sondereinflüsse betrafen im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen in der Business Unit Rubber Chemicals.
Überleitung
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| 2011 | 2012 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| in Mo.€ | in Mo.€ | in % | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 41 | 41 | 0,0 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | -175 | -178 | -1,7 |
| EBITDA | -192 | -195 | -1,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | -190 | -193 | -1,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | -208 | -210 | -1,0 |
| Auszahlungen für Investitionen 1) | 23 | 35 | 52,2 |
| Abschreibungen | 16 | 15 | -6,3 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 2.711 | 2.957 | 9,1 |
1) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung von minus 178 Mio. € nach minus 175 Mio. € im Vorjahr wurde unter anderem von einer planmäßigen Ausweitung der zentralen Forschungsaktivitäten beeinflusst. Die in der Überleitung gezeigten Sonderaufwendungen von 17 Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren, betrafen im Wesentlichen Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten sowie Portfolioaufwendungen, soweit eine sachgerechte Verteilung auf die Segmente bzw. Business Units nicht möglich war. Die in der Überleitung gezeigten EBITDA-wirksamen Sonderaufwendungen des Vorjahres in Höhe von 17 Mio. € betrafen ebenfalls Kosten für IT-Projekte und Portfolioaufwendungen.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
| • | Solide Bilanzstruktur als Basis für weiteren Wachstumskurs |
| • | Ausweitung der Bilanzsumme im Wesentlichen durch Investitionen und geschäftsbedingt höheres Working Capital |
| • | Anstieg liquider Mittel nach erfolgreicher Platzierung einer 500 Mio. €-Anleihe |
| • | Eigenkapitalquote gegenüber Vorjahr verbessert |
| • | Nettofinanzverbindlichkeiten mit 1.483 Mio. € leicht unter Vorjahr |
Bilanzstruktur
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| 31.112 | 31.12.2012 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio.€ | in% | in Mio.€ | in% | in% | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 3.489 | 50,7 | 3.747 | 49,8 | 7,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.389 | 49,3 | 3.772 | 50,2 | 11,3 |
| Bilanzsumme | 6.878 | 100,0 | 7.519 | 100,0 | 9,3 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital (einschließlich Anteile anderer Gesellschafter) | 2.074 | 30,2 | 2.331 | 31,0 | 12,4 |
| Langfristiges Fremdkapital | 2.715 | 39,5 | 3.558 | 47,3 | 31,0 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 2.089 | 30,3 | 1.630 | 21,7 | -22,0 |
| Bilanzsumme | 6.878 | 100,0 | 7.519 | 100,0 | 9,3 |
Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2012 betrug 7.519 Mio. €. Sie lag damit um 641 Mio. € bzw. 9,3 % über dem Wert zum Vorjahresende. Diese Entwicklung war insbesondere auf die unterjährig getätigten Investitionen in Sachanlagen, die Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie den Anstieg des Working Capital zurückzuführen. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme verringerte sich von 50,7 % auf 49,8 %. Auf der Passivseite stieg insbesondere das langfristige Fremdkapital aufgrund der im Geschäftsjahr begebenen Anleihen. Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Geschäftsjahres 31,0 % nach 30,2 % im Vorjahr.
Das langfristige Vermögen wuchs um 258 Mio. € bzw. 7,4 % auf 3.747 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich dabei vor allem aufgrund von Investitionen und Akquisitionen um 332 Mio. € auf 3.384 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 696 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 679 Mio. €. Die Abschreibungen betrugen im gleichen Zeitraum 378 Mio. € nach 325 Mio. € im Vorjahr. Der Equity-Beteiligungsbuchwert verringerte sich um 4 Mio. € bzw. 33,3 % auf 8 Mio. €. Die Veränderung resultierte insbesondere aus der Fortschreibung des anteiligen Eigenkapitals an der Currenta GmbH & Co. OHG. Hinzu kam die Ergebnisentwicklung der als Joint Venture geführten Gesellschaft LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd. (China). Die Entwicklung der sonstigen Beteiligungen war wesentlich beeinflusst durch den Erwerb einer strategischen Minderheitsbeteiligung an der BioAmber Inc., Minneapolis (USA), sowie einen kompensierenden Effekt aus der Marktbewertung der Gevo Inc., Englewood (USA), infolge der aktuellen Aktienkursentwicklung der Gesellschaft. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte sanken insbesondere durch die Veräußerung von sonstigen Wertpapieren um 74 Mio. € bzw. 90,2 % auf 8 Mio. €.
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.772 Mio. € um 383 Mio. € bzw. 11,3 % über dem Vorjahreswert. Der Anteil an der Bilanzsumme betrug 50,2 % nach 49,3 % im Vorjahr. Der Wert der Vorräte erhöhte sich dabei um 141 Mio. € auf 1.527 Mio. €. Bei einem geringfügig negativen Währungseffekt war dies im Wesentlichen die Folge leicht erhöhter Bestände unter anderem in Vorbereitung einer Technologieumstellung an unserem niederländischen Standort in Geleen Anfang 2013. Die Kennzahl zur Lagerreichweite (DSI) lag bei 64,7 nach 60,1 im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund leicht negativer Währungseffekte um 29 Mio. € auf 1.117 Mio. €. Die Kennzahl zur Forderungsdauer (DSO) lag bei 47,4 nach 49,9 im Vorjahr. Geringfügige Portfolioeffekte aus den im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen hatten keinen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Working Capital. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich aufgrund der im Geschäftsjahr vorgenommenen Finanzierungsmaßnahmen in Summe gegenüber dem Jahresende 2011 um 269 Mio. € auf 797 Mio. €.
In der Bilanz des LANXESS Konzerns sind bedeutende selbsterstellte Vermögenswerte aufgrund der Bilanzierungsvorschriften nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns. Sie wurden im Berichtszeitraum durch eine Vielzahl an Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und unterstützten dadurch die anhaltend erfolgreiche Positionierung unserer Business Units im Markt.
Daneben stellen unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen einen signifikanten immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierliche Lieferqualität gefestigte, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es uns, konsequent an unserer Preis-vorMenge-Strategie festzuhalten. Unsere spezifische Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen ist, fußt auf unserem Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir Mehrwert für unsere Kunden.
Das Know-how und die Erfahrung unserer Mitarbeiter sind tragende Säulen unseres unternehmerischen Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten.
Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter 2.331 Mio. € nach 2.074 Mio. € im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote betrug 31,0 % nach 30,2 % zum Jahresende 2011. Der Anstieg des Eigenkapitals resultierte insbesondere aus dem positiven Konzernergebnis. Dem standen in Summe negative Währungsumrechnungsdifferenzen im kumulierten übrigen Eigenkapital sowie die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der LANXESS AG im Mai 2012 von 71 Mio. € gegenüber.
Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2012 um 843 Mio. € auf 3.558 Mio. €. Dies ist vor allem auf die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zurückzuführen, die mit 2.167 Mio. € um 702 Mio. € über dem Wert zum Vorjahresstichtag lagen. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einer im November 2012 begebenen Euroanleihe über 500 Mio. €. Darüber hinaus wurden neben einer in chinesischen Offshore-Renminbi emittierten Anleihe im Volumen von 500 Mio. CNH umgerechnet 60 Mio. € zwei weitere Anleihen über jeweils 100 Mio. € mit Laufzeiten von 10 beziehungsweise 15 Jahren begeben. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen gegenüber dem Jahresende 2011 um 213 Mio. € auf 892 Mio. € an. Der wesentliche Grund hierfür war eine Reduzierung der zur Bewertung herangezogenen Zinssätze. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag mit 47,3 % signifikant über dem Wert von 39,5 % zum Jahresende 2011.
Das kurzfristige Fremdkapital lag mit 1.630 Mio. € um 459 Mio. € bzw. 22,0 % deutlich unter dem Wert zum 31. Dezember 2011. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus der planmäßigen Tilgung der fälligen Euroanleihe aus 2005. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen aufgrund leicht erhöhter Einkaufsvolumina mit 795 Mio. € geringfügig über dem Wert von 766 Mio. € zum Jahresende 2011. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme betrug 21,7 % am 31. Dezember 2012 nach 30,3 % zum Vorjahresende.
Die Nettofinanzverbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 32 Mio. € auf 1.483 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen, Zinsen und Dividenden sowie das Working Capital wurden dabei überkompensiert durch die hohen Zuflüsse aus dem operativen Geschäft.
Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
Kennzahlen
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| in % | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital 1) | 29,2 | 28,5 | 31,1 | 30,2 | 31,0 |
| Bilanzsumme | ||||||
| Vermögensquote | Langfristige Vermögenswerte | 47,2 | 47,0 | 48,3 | 50,7 | 49,8 |
| Bilanzsumme | ||||||
| Vermögensdeckungsgrad I | Eigenkapital 1) Langfristige | 61,7 | 60,7 | 64,3 | 59,4 | 62,2 |
| Vermögenswerte | ||||||
| Vermögensdeckungsgrad II | Eigenkapital 1) und langfristiges Fremdkapital | 151,8 | 165,8 | 153,9 | 137,3 | 157,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Finanzierungsstruktur | Kurzfristiges Fremdkapital | 40,0 | 30,9 | 37,2 | 43,5 | 31,4 |
| Fremdkapital |
1) Einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.
Investitionen
Im Jahr 2012 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 734 Mio. € nach 700 Mio. € im Vorjahr. Von diesen waren 696 Mio. € (Vorjahr: 679 Mio. €) auszahlungswirksam. Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 378 Mio. € (Vorjahr: 325 Mio. €) an. Diese enthielten als Sondereinflüsse gezeigte außerplanmäßige Wertminderungen von 2 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Um diese Sonderabschreibungen bereinigt lagen die Investitionen, unserer Wachstumsstrategie folgend, deutlich um 95 % (Vorjahr: 118 %) über den Abschreibungen.
Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr in folgenden Bereichen:
| • | Neubau-, Erweiterungs- und Instandhaltungsmaßnahmen |
| • | Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit |
| • | Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften |
Bei rund zwei Drittel der im Jahr 2012 getätigten Investitionsausgaben handelte es sich um Erweiterungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen; der restliche Anteil betraf Investitionen in die Substanzerhaltung. Dies unterstreicht unser im Abschnitt „Strategische Ausrichtung" unter Ertragsstrategie beschriebenes Ziel, durch Investitionen weiteres organisches Wachstum zu generieren.
Im Jahr 2012 entfielen aus regionaler Sicht 29 % unserer Investitionen auf Deutschland, 22 % auf die Region EMEA (ohne Deutschland), 9 % auf Nordamerika, 6 % auf Lateinamerika und 34 % auf die Region Asien/Pazifik Bei den Investitionen am Standort Deutschland handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungs- und Anlagenmodernisierungsmaßnahmen sämtlicher Segmente, insbesondere Erweiterungsinvestitionen der Business Unit Advanced Industrial Intermediates sowie den Ausbau mehrerer Anlagen der Business Unit Technical Rubber Products. Der hohe Anteil der Investitionen in der Region Asien/Pazifik ist vor allem auf den Neubau eines Butylkautschuk-Werks der Business Unit Butyl Rubber in Singapur zurückzuführen, das bisher größte Investitionsprojekt in unserer Unternehmensgeschichte.
Im Segment Performance Polymers beliefen sich die Investitionen auf 455 Mio. € (Vorjahr: 447 Mio. €), von denen 434 Mio. € (Vorjahr: 437 Mio. €) auszahlungswirksam waren. Diesen standen Abschreibungen von 209 Mio. € (Vorjahr: 161 Mio. €) gegenüber. Wesentlich waren in diesem Segment insbesondere die Investitionen der Business Unit Butyl Rubber. Die Investitionen im Segment Advanced Intermediates betrugen 104 Mio. € (Vorjahr: 117 Mio. €). Die Auszahlungen lagen mit 92 Mio. € (Vorjahr: 107 Mio. €) über den Abschreibungen von 67 Mio. € (Vorjahr: 70 Mio. €). Hierin enthalten sind unter anderem Investitionen der Business Unit Advanced Industrial Intermediates zur Erweiterung der Formalin-Anlage in Leverkusen und zum Ausbau der Menthol-Produktion am Standort Krefeld-Uerdingen. Im Segment Performance Chemicals erfolgten Investitionen von 139 Mio. € (Vorjahr: 113 Mio. €), hiervon waren 135 Mio. € (Vorjahr: 112 Mio. €) auszahlungswirksam. Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 87 Mio. € (Vorjahr: 78 Mio. €). Wesentliche Investitionen stellten hierbei der Baubeginn einer CO2-Aufbereitungsanlage in Newcastle (Südafrika) und die Errichtung einer Anlage zur Produktion von Lederchemikalien in Changzhou (China) der Business Unit Leather dar.
Bedeutende Investitionsprojekte des LANXESS Konzerns in Sachanlagen sind folgender Übersicht zu entnehmen:
Ausgewählte Investitionsprojekte 2012
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| Segment | Standort | Maßnahme |
|---|---|---|
| Performance Polymers | ||
| Butyl Rubber | Singapur | Neubau eines Butylkautschuk-Werks, Inbetriebnahme im 1. Quartal 2013 |
| Performance Butadiene Rubbers | Singapur | Neubau einer Produktionsanlage für Butadien-Kautschuk, Inbetriebnahme im 1. Halbjahr 2015 |
| Technical Rubber Products | Dornvagen (Deutschland) | Erweiterung der Produktionskapazitäten für Chloroprenund Ethylen-Venylacetat-Kautschuk |
| Technical Rubber Products | Geleen (Niederlande) | Investition zur Umstellung der Produktionsverfahren von EPDM-Kautschuk auf die innovative Keltan-ACETechnologie, Fertigstellung in 2013 |
| Technical Rubber Products | Changzhou (China) | Errichtung einer Anlage zur Herstellung von EPDMKautschuk, Inbetriebnahme in 2015 |
| High Performance Materials | Jhagadia (Indien), Gastonia (USA), Porto Feliz (Brasilien) | Neubau von drei Anlagen zur Compoundierung von technischen Hightech-Kunststoffen, Fertigstellung Brasilien in 2013 |
| High Performance Materials | Antwerpen (Belgien) | Ausbau der Kapazität zur Glasfaserproduktion |
| High Performance Materials | Antwerpen (Belgien) | Neubau einer Produktionsanlage für Polyamid-Kunststoffe, Fertigstellung im 1. Quartal 2014 |
| Advanced Intermediates | ||
| Advanced Industrial Intermediates | Leverkusen (Deutschland) | Ausbau der Kresol-Produktion, Fertigstellung Nute 2013 |
| Advanced Industrial Intermediates | Krefeld-Uerdingen (Deutschland) | Ausbau der Menthol-Produktion |
| Performance Chemicals | ||
| Rhein Chemie | Porto Feliz (Brasilien) | Errichtung einer Anlage zur Produktion von Vulkanisationsbälgen, Inbetriebnahme in 2013 |
| Rhein Chemie | Lipetsk (Russland) | Neubau einer Produktionsanlage für Kautschukadditive und Trennmittel, Inbetriebnahme im 1. Halbjahr 2013 |
| Inorganic Pigments | Krefeld-Uerdingen (Deutschland) | Modernisierung und Erweiterung der Wasseraufbereitungsanlage |
| Leather | Changzhou (China) | Errichtung einer Anlage zur Produktion von Lederchemikalien, Inbetriebnahme im 1. Halbjahr 2013 |
| Leather | Newcastle (Südafrika) | Bau einer CO2-Aufbereitungsanlage, Inbetriebnahme im 2. Halbjahr 2013 |
Ausweitung des Beteiligungsportfolios
Hinsichtlich der Ausweitung des Beteiligungsportfolios im Geschäftsjahr 2012 verweisen wir auf den Abschnitt „Ergänzungen des Konzernportfolios" in diesem Lagebericht.
Finanzlage
| • | Hoher Cashflow aus operativer Tätigkeit aufgrund solider Geschäftsentwicklung |
| • | Geschäftsbedingter Anstieg der Mittelbindung im Working Capital |
| • | Cashflow aus investiver Tätigkeit reflektiert umfangreiche Investitionen in Wachstumsprojekte |
| • | Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten deutlich verlängert |
| • | Hoher Bestand an Liquidität zur Sicherung der Wachstumsstrategie |
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit.
Kapitalflussrechnung
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 655 | 669 | 14 |
| Abschreibungen | 325 | 378 | 53 |
| Sonstige Positionen | -52 | -91 | -39 |
| Zufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung Working Capital | 928 | 956 | 28 |
| Veränderung Working Capital | -256 | -118 | 138 |
| Zufluss aus operativer Tätigkeit | 672 | 838 | 166 |
| Abfluss aus investiver Tätigkeit | -923 | -674 | 249 |
| Zufluss aus Finanzierungstätigkeit | 276 | 46 | -230 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit | 25 | 210 | 185 |
| Zahlungsmittel per 31. Dezember | 178 | 386 | 208 |
Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Veränderung des Working Capital nahm im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr leicht um 28 Mio. € auf 956 Mio. € zu. Maßgeblich dafür war das um 14 Mio. € auf 669 Mio. € verbesserte Ergebnis vor Ertragsteuern. Aufgrund unserer umfangreichen Investitions- und Akquisitionstätigkeit der vergangenen Jahre erhöhte sich die Anlagenbasis des LANXESS Konzerns. Die Abschreibungen stiegen entsprechend von 325 Mio. € auf 378 Mio. €. In den sonstigen Positionen sind unter anderem ergebnisneutrale Auszahlungen aus rollierenden Sicherungsgeschäften für konzerninterne Fremdwährungsdarlehen enthalten, die infolge der unterjährigen Euro-Abschwächung an die Kontraktpartner zu leisten waren.
Aus dem Anstieg des Working Capital gegenüber dem 31. Dezember 2011 resultierte ein Mittelabfluss von 118 Mio. €. Im Vorjahr betrug der Mittelabfluss aus der Veränderung des Working Capital 256 Mio. €. Ursächlich für die Entwicklung in beiden Zeiträumen war neben gestiegenen Rohstoffkosten vor allem der Aufbau der Vorrats- und Forderungsbestände. Die hierfür benötigten Mittel wurden mit dem hohen Zufluss aus dem operativen Geschäft finanziert.
Aus investiver Tätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2012 ein Mittelabfluss von 674 Mio. € nach 923 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 696 Mio. € leicht über dem Wert des Vorjahres von 679 Mio. €. Für den Erwerb von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten fielen, bereinigt um übernommene Zahlungsmittel und nachträgliche Kaufpreisanpassungen, Auszahlungen von 44 Mio. € an nach 285 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Bei den Zukäufen des Berichtsjahres handelte es sich vor allem um die Tire Curing Bladders, LLC, Little Rock (USA), sowie die Bond-Laminates GmbH, Brilon (Deutschland). Die Einzahlungen aus finanziellen Vermögenswerten von 41 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus dem Verkauf kurzfristiger Geldanlagen sowie einer teilweisen Einlagenrückgewähr der Currenta GmbH & Co. OHG. Gegenläufig wirkten die Auszahlungen für den Erwerb einer 3,4 %-Beteiligung an der BioAmber Inc.
Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit erhöhte sich um 415 Mio. € von minus 251 Mio. € im Vorjahr auf 164 Mio. €. Der negative Free Cashflow des Vorjahres war auf die Akquisition des Keltan-EPDMGeschäfts im Mai 2011 zurückzuführen.
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelzufluss von 46 Mio. € nach einem Mittelzufluss von 276 Mio. € im Vorjahr. Einzahlungen in Höhe von 893 Mio. € resultierten hierbei aus der Aufnahme von Finanzschulden. Dabei handelte es sich vor allem um die Begebung von Anleihen und Privatplatzierungen im Gesamtvolumen von 760 Mio. €. Die Auszahlungen für die Rückführungen von Finanzschulden von 652 Mio. € waren wesentlich geprägt von der Tilgung einer im zweiten Quartal 2012 fälligen Anleihe aus dem Jahr 2005 mit einem ausstehenden Volumen von 402 Mio. €. Die Zinszahlungen hatten einen vergleichbaren Umfang wie im Vorjahr. Im Mai erfolgte die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der LANXESS AG in Höhe von 71 Mio. € (Vorjahr: 58 Mio. €).
Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2012 aus der Geschäftstätigkeit eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 210 Mio. € nach 25 Mio. € im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der sonstigen Veränderungen der Zahlungsmittel um minus 2 Mio. € resultierte zum Bilanzstichtag ein Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 386 Mio. € nach 178 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Zusammen mit dem Bestand an liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten (kurzfristige Geldanlage liquider Mittel in Geldmarktfonds) von 411 Mio. € nach 350 Mio. € im Vorjahr verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2012 über eine weiterhin solide Liquiditätsposition von 797 Mio. € nach 528 Mio. € zum Jahresende 2011.
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
LANXESS verfolgt eine konservative Finanzpolitik. Diese ist gekennzeichnet durch langfristig gesicherte Finanzierungen und eine vorausschauende Steuerung finanzieller Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Die Verschuldungshöhe orientiert sich im Wesentlichen an den Kennzahlensystemen der führenden Ratingagenturen für Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich. Als Ausdruck der vorausschauenden Steuerung der Verschuldung hat LANXESS darüber hinaus in 2012 erstmals einen Ziel-Verschuldungskorridor definiert. Über einen normalen Geschäftszyklus hinweg soll sich die Verschuldung innerhalb eines Korridors von 1,0 bis 1,5, gemessen als Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum EBITDA vor Sondereinflüssen, bewegen. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Zins- oder Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Risikobericht sowie im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [35] „Finanzinstrumente" dargestellt. Der Erfolg bzw. die Richtigkeit unseres Finanzmanagements wurde wie in den Jahren zuvor auch im Geschäftsjahr 2012 bestätigt: Die im Berichtsjahr weiterhin volatilen Kapitalmärkte hatten keinen negativen Einfluss auf unsere solide Finanzposition oder unser Rating. Die stabile Finanzlage diente als verlässliche Unterstützung unserer Wachstumsstrategie und für die Erreichung unserer operativen Ziele.
Rating des LANXESS Konzerns
Um die Ziele des Finanzmanagements zu erreichen, sind der Zugang zu den Kapitalmärkten sowie eine intakte Geschäftsbeziehung zu den nationalen und internationalen Geschäftsbanken notwendige Voraussetzungen. Entsprechend ist auch die nachhaltige Interaktion und Kommunikation mit Banken, Investoren und Ratingagenturen von wesentlicher Bedeutung. Letztere haben unsere Kreditwürdigkeit auch im Geschäftsjahr 2012 weiterhin mit BBB bzw. Baa2 und stabilem Ausblick bewertet. Dabei betonten sie die verbesserte Aufstellung unserer Geschäfte sowie die hohe Bedeutung unserer konservativen Finanzpolitik für die Beibehaltung der Einstufung.
Entwicklung der LANXESS Ratings und deren Ausblick seit 2008
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| 2008 | 2009 | 2010 | 2011i | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Standard & Poor's | BBB/ stable | BBB/ stable | BBB/ stable | BBB/ stable | BBB/ stable |
| 16.05.2008 | 28.05.2009 | 1.9.2010 | 23.08.2011 | 31.08.2012 | |
| Moody's Investors Service | Baa2/stable | Baa2/stable | Baa2/stable | Baa2/stable | Baa2/stable |
| 25.07.2008 | 26.05.2009 | 19.05.2010 | 23.11.2011 | 26.09.2012 | |
| Fitch Ratings | BBB/ stable | BBB/ stable | BBB/ stable | BBB/ stable | BBB/ stable |
| 4.12.2008 | 20.07.2009 | 17.12.2010 | 22.11.2011 | 13.09.2012 |
Finanzierungsanalyse
LANXESS startete mit einer sehr soliden Finanz- und Liquiditätslage in das Geschäftsjahr 2012.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2012 verbesserte sich unser Finanzportfolio, insbesondere aufgrund vorgenommener Kapitalmarktfinanzierungen sowie der Refinanzierung unserer syndizierten Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. €. Das organische Wachstum finanzierten wir durch die Ertragssteigerung des operativen Geschäfts. Zusätzliches Wachstum wurde mithilfe vorhandener Liquidität und Kreditlinien finanziert. Die Emission einer dreijährigen chinesischen Offshore-Renminbi-Anleihe über 500 Mio. CNH umgerechnet 60 Mio. € sowie die erstmalige Begebung von zwei Privatplatzierungen in Höhe von jeweils 100 Mio. € trugen dazu bei, die langfristige Liquidität zu sichern. Die Privatplatzierungen wurden Anfang April 2012 unter unserem Debt-Issuance-Programm begeben und haben eine Laufzeit von 10 bzw. 15 Jahren, bei einem Zinskupon von 3,5 % bzw. 3,95 %. Im November 2012 nutzten wir zudem das sehr gute Marktumfeld, um erstmals eine zehnjährige 500 Mio. €-Anleihe mit einem Kupon von 2,625 % zu platzieren. Hiermit stärkten wir unsere Liquiditätsposition zu günstigen Konditionen und schafften frühzeitig finanzielle Reserven für die Rückzahlung der 2014 fälligen 500 Mio. €-Anleihe. Die Finanzierungen verbesserten das Fälligkeitsprofil unserer Finanzverbindlichkeiten. Darüber hinaus wurde die im Berichtszeitraum fällige Euroanleihe aus 2005 über 402 Mio. € aus vorhandener Liquidität getilgt. Entsprechend lagen zum 31. Dezember 2012 die Bilanzpositionen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit 386 Mio. € um 208 Mio. € und liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte mit 411 Mio. € um 61 Mio. € über Vorjahresniveau.
Seit März 2009 verfügen wir über ein Debt-Issuance-Programm in Höhe von 2,5 Mrd. €. Auf dessen Dokumentationsbasis können, angepasst an die jeweiligen Marktbedingungen und sehr flexibel hinsichtlich des Zeitpunkts und der Höhe, Schuldverschreibungen im Kapitalmarkt platziert werden. Die Begebungen der oben genannten Anleihen und Privatplatzierungen erfolgten jeweils auf dieser Dokumentationsbasis. Zum 31. Dezember 2012 war der Finanzierungsrahmen von 2,5 Mrd. € durch die unter dem Programm begebenen Anleihen und Privatplatzierungen zu knapp 2,0 Mrd. € genutzt.
Im Dezember 2012 erfolgte die frühzeitige Refinanzierung unserer 2014 fälligen syndizierten Kreditlinie. Der neue syndizierte Kreditrahmen beläuft sich auf 1,25 Mrd. € und hat eine Laufzeit bis Februar 2018 mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Durch die frühzeitige Refinanzierung konnten wir die Liquidität von LANXESS langfristig sichern. Die Herabsetzung der syndizierten Kreditlinie von 1,408 Mrd. € auf 1,25 Mrd. € erfolgte aufgrund der höheren Gewichtung von Kapitalmarktfinanzierungen bei gleichzeitiger Wahrung einer starken Liquiditätsposition.
Insgesamt haben wir im Berichtsjahr 2012 mit der Begebung der vorgenannten Anleihen und Privatplatzierungen sowie der Refinanzierung der syndizierten Kreditlinie Finanzierungen in einem Gesamtvolumen von rund 2,0 Mrd. € erfolgreich abgeschlossen. Diese Finanzierungen tragen langfristig zur Verbesserung unserer Finanzierungskosten sowie zur Optimierung unseres Fälligkeitsprofils bei. Darüber hinaus stellen sie wichtige Bausteine in der Finanzierung unseres Unternehmenswachstums dar.
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten verringerten sich von 633 Mio. € auf 167 Mio. €, insbesondere aufgrund der Tilgung der 2012 fälligen Anleihe über 402 Mio. €.
In nur geringem Umfang nutzten wir Finanzierungsleasing, welches unter den finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz geführt wird. Zum 31. Dezember 2012 beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing auf 78 Mio. € nach 84 Mio. € im Vorjahr. Operate-Leasing wird im LANXESS Konzern hauptsächlich aus operativen Gründen und nicht als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Operate-Leasingverhältnissen belaufen sich auf 496 Mio. € nach 418 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist hauptsächlich auf den Neubau des Werks in Singapur sowie unsere neue Konzernzentrale in Köln zurückzuführen.
LANXESS verfügte am 31. Dezember 2012 über keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungen, z.B. in Form von Factoring, Asset-Backed-Strukturen oder Projektfinanzierungen.
In Summe erhöhten sich die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzungen, von 2.043 Mio. € im Jahr 2011 auf 2.280 Mio. € zum 31. Dezember 2012. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, also die Summe der so definierten Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Kasse und der liquiditätsnahen Finanzanlagen, nahmen um 32 Mio. € von 1.515 Mio. € auf 1.483 Mio. € ab.
Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, belief sich vergleichbar zum Vorjahr auf rund 99 %. Änderungen des Zinsniveaus haben deshalb in der momentanen Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Der Anteil der in Euro in Anspruch genommenen Kredite und Anleihen lag im Berichtsjahr mit durchschnittlich 97 % auf Vorjahresniveau. Den gewichteten durchschnittlichen Zinssatz unserer Finanzverbindlichkeiten konnten wir aufgrund der im Geschäftsjahr 2012 abgeschlossenen Finanzierungen weiter verbessern. Dieser lag zum Jahresende 2012 bei 4,8 % nach 5,3 % im Vorjahr.
Nachfolgende Übersicht zeigt detailliert die Finanzierungsstruktur von LANXESS zum 31. Dezember 2012 einschließlich der wesentlichen Liquiditätsreserven.
Finanzierungsstruktur
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| Instrument | Betrag | Laufzeit bis | Zinssatz | Financial Covenant* |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Euroanleihe 2009/2014 (500 Mio. €) | 498 | April 2014 | 7,750 | nein |
| Euroanleihe 2009/2016 (200 Mio. €) | 199 | September 2016 | 5,500 | nein |
| Euroanleihe 2011/2018 (500 Mio. €) | 497 | Mai 2018 | 4,125 | nein |
| Euroanleihe 2012/2022 (500 Mio. €) | 493 | November 2022 | 2,625 | nein |
| Privatplatzierung 2012/2022 (100 Mo.€) | 100 | April 2022 | 3,500 | nein |
| Privatplatzierung 2012/2027 (100 Mo. €) | 99 | April 2027 | 3,950 | nein |
| CNH-Bond 2012/2015 (500 Mio. CNH) | 60 | Februar 2015 | 3,950 | nein |
| Investitionsdarlehen | 67 | Dezember 2017 | nein | |
| Förderbankdarlehen | 120 | September 2018 | nein | |
| Sonstige Kredite | 69 | n/a | nein | |
| Finanzierungsleasing | 78 | n/a | nein | |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 2.280 | |||
| Zahlungsmittel | 386 | <=3 Monate | ||
| Liquiditätsnahe Finanzanlagen | 411 | <= 3 Monate | ||
| Summe Liquidität | 797 | |||
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 1.483 |
* Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA vor Sondereinflüssen.
Aufgrund der umfangreichen Finanzierungsmaßnahmen in den zurückliegenden Geschäftsjahren haben wir die Fälligkeitsstruktur unserer Finanzverbindlichkeiten kontinuierlich verbessert. Zum Aufstellungszeitpunkt wiesen wir keinen wesentlichen Refinanzierungsbedarf auf. Die sonstigen Kredite betrafen im Wesentlichen Inanspruchnahmen von Tochtergesellschaften in Brasilien, China, Indien und Argentinien, die zum Teil 2013 fällig sind. Da diese regelmäßig, z.B. jährlich, verlängert werden, erwarten wir hieraus keinen wesentlichen Refinanzierungsbedarf.
Fälligkeitsprofil der LANXESS Finanzverbindlichkeiten 31.12.2012
in Mio. €

Liquiditätsanalyse
Neben den Zahlungsmitteln von 386 Mio. € und hochliquiden AAA-Geldmarktfondsanlagen von 411 Mio. € verfügt LANXESS über weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form ungenutzter Kreditlinien. Die Anlage in Geldmarktfonds erfolgt ausschließlich in europäischen Konzerngesellschaften mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr und unterliegt damit für uns keiner Verfügungsbeschränkung. Die Zahlungsmittel werden zu rund 93 % in Konzerngesellschaften in Ländern mit freiem Devisen- und Kapitalverkehr gehalten. Nur rund 7 % der Zahlungsmittel werden in Gesellschaften in regulierten Kapitalmärkten gehalten, in denen Beschränkungen zum Zahlungsmitteltransfer existieren.
Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2012 jederzeit gesichert.
Die mit Abstand bedeutendste Kreditlinie ist die bis zum Februar 2018 gültige und zweimal um jeweils ein Jahr verlängerbare syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,25 Mrd. €, die zum Bilanzstichtag kaum in Anspruch genommen wurde. Diese ist als Betriebsmittel- und Investitionslinie ausgestaltet. Sie entspricht den Markt-Usancen des europäischen syndizierten Kreditmarkts für Investment-Grade-Unternehmen mit einem Rating von BBB. Eine weitere wesentliche Kreditlinie über 200 Mio. € besteht mit der Europäischen Investitionsbank. Keiner unserer wesentlichen Kreditverträge enthält einen Financial Covenant. Insgesamt verfügten wir zum 31. Dezember 2012 über nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 1,5 Mrd. € nach 1,8 Mrd. € im Vorjahr.
In Summe ergibt sich aus dem Bestand liquider Mittel und ungenutzter Kreditlinien wie im Vorjahr ein Liquiditätsspielraum von rund 2,3 Mrd. €. Die Liquiditätsreserve ist auch vor dem Hintergrund weiterhin volatiler Kapitalmärkte und angesichts der angestrebten Wachstumsziele Ausdruck unserer vorausschauenden und konservativen Finanzpolitik. Unsere Zahlungsfähigkeit ist kurzfristig und langfristig gesichert.
Bond Performance Entwicklung des Credit Spread im Jahr 2012
Eine wichtige Kenngröße von Unternehmensanleihen ist neben der absoluten Kursentwicklung die relative Bewertung des unternehmensspezifischen Kreditrisikos im Vergleich zu einem Referenzzinssatz. Dieser Kreditrisikoaufschlag findet seinen Ausdruck im sogenannten Credit Spread. Aufgrund des höheren Ausfallrisikos, das mit einer längeren Restlaufzeit einer Anleihe verbunden ist, weisen länger laufende Anleihen in der Regel einen höheren Credit Spread auf. Dies gilt auch, neben Faktoren wie Liquidität und Handelsvolumen, für unsere unterschiedlichen Anleihen. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Credit Spreads unserer Anleihen sowie den durchschnittlichen Credit Spread von Unternehmensanleihen mit BBB-Rating und fünf Jahren Laufzeit gegenüber der Zinsswapkurve.
LANXESS Anleihen-Spreads vs. BBB Corporates Index
Basispunkte

Die Kreditrisikoaufschläge für Unternehmensanleihen fielen im Jahr 2012 trotz weiterhin hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten. Mit dem sich abzeichnenden Schuldenschnitt Griechenlands im ersten Quartal sanken die Credit Spreads für Unternehmensanleihen. Dieser Trend setzte sich, unterbrochen durch neuerliche Anspannungen in der Finanzkrise der Euro-Peripherieländer im zweiten Quartal, bis zum Ende des Jahres 2012 fort.
Die Kreditrisikoaufschläge für vergleichbare LANXESS Anleihen lagen im gesamten Geschäftsjahr deutlich unter der BBB-Vergleichsgruppe, was speziell der Vergleich zu unserer 2018 fälligen Anleihe zeigt. Während die Kreditrisikoaufschläge unserer Anleihen dem allgemeinen Trend im ersten Quartal folgten, blieben unsere Credit Spreads im zweiten Quartal im Gegensatz zur BBB-RatingVergleichsgruppe relativ konstant. Dies kann speziell auf die hohe Nachfrage von Investoren nach Unternehmensanleihen aus dem Kern-Euroraum, insbesondere aus Deutschland, zurückgeführt werden. Über das Jahr 2012 hinweg verhielten sich unsere Credit Spreads hierbei gegenüber der BBB-Rating-Vergleichsgruppe weniger volatil. Die niedrigeren Credit Spreads bei geringerer Volatilität von LANXESS Anleihen verdeutlichen unseren guten Zugang zum Kapitalmarkt und die vergleichsweise niedrigen Kosten, die LANXESS zu tragen hat. Den guten Zugang zum Kapitalmarkt haben wir im Jahr 2012 mit den durchgeführten Finanzierungen erfolgreich genutzt.
GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Das Geschäftsjahr 2012 stand angesichts der weltweiten makroökonomischen Rahmenbedingungen unter dem Einfluss einer regional differenzierten, überwiegend rückläufigen Nachfrage bei gleichzeitiger Volatilität der Preise wesentlicher Rohstoffe.
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten wir eine Umsatzsteigerung um 3,6 %. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeinflüsse ergab sich gegenüber einem starken Vorjahr ein mengenbedingter operativer Umsatzrückgang um 2,9 %. Insbesondere das Segment Performance Polymers blieb angesichts der verhaltenen Nachfrage im Reifenmarkt unter den Absatzmengen des Vorjahres. Andererseits profitierte das Segment Advanced Intermediates von der erfreulichen Entwicklung im Bereich der Agrochemikalien, insbesondere in Nord- und Lateinamerika.
Die Preis-vor-Menge-Strategie war im Geschäftsjahr intakt. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Vergleich zur Vorperiode um 6,9 % und erreichte einen Wert von 1.225 Mio. €. Auch die EBITDA-Marge verbesserte sich weiter auf nun 13,5 %. Das Ergebnis je Aktie lag aufgrund des ebenfalls verbesserten Nachsteuerergebnisses leicht über dem Vorjahreswert.
Die Integration und Weiterentwicklung der von uns zuletzt erworbenen Geschäftsaktivitäten, die den Segmenten Performance Polymers und Performance Chemicals zugeordnet wurden, verlief planmäßig.
Unsere konservative Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik äußert sich in soliden Kennzahlen der Bilanz, unter anderem in einer Eigenkapitalquote von 31,0 %. Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die Investitionstätigkeit zur Unterstützung unseres organischen Wachstums zurückzuführen. Angesichts der differenzierten Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr stieg das Working Capital gegenüber dem Vorjahr leicht an. Gemäß dem Grundsatz der Stetigkeit haben wir die Bewertungsmethoden sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf den Abschnitt ,,Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräume" im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012.
Unsere Bilanz zeigt eine solide Liquiditätsposition. Darüber hinaus sind weitere wesentliche Liquiditätsreserven in Form nicht genutzter Kreditlinien vorhanden. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, die mit einem über die Laufzeit der Finanzierung fest vereinbarten Zinssatz ausgestattet sind, belief sich vergleichbar zum Vorjahr auf rund 99 %. Änderungen des Zinsniveaus haben in dieser Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernfinanzlage. Unsere Finanzverbindlichkeiten sind frei von Financial Covenants.
Die Nettofinanzverbindlichkeiten belaufen sich auf 1.483 Mio. €, das Verhältnis zum erwirtschafteten EBITDA vor Sondereinflüssen beträgt 1,2. Die Ratingagenturen haben im Geschäftsjahr 2012 die Kreditwürdigkeit unseres Konzerns weiterhin mit BBB bzw. Baa2 mit stabilem Ausblick eingestuft.
Vor dem Hintergrund der stabilen Liquiditäts- und Finanzierungsbasis sowie des im Ergebnis guten Geschäftsverlaufs beurteilen wir unsere wirtschaftliche Lage insgesamt positiv. Sie ist eine geeignete Ausgangsbasis für die Umsetzung der angestrebten profitablen Wachstumsziele.
KENNZAHLEN ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE - MEHRPERIODENÜBERSICHT
Kennzahlen
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragslage | |||||
| Umsatzerlöse | 6.576 | 5.057 | 7.120 | 8.775 | 9.094 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 722 | 465 | 918 | 1.146 | 1.225 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen | 11,0% | 9,2"/o | 12,9% | 13,1% | 13,5% |
| EBITDA | 602 | 422 | 890 | 1.101 | 1.188 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 462 | 204 | 635 | 826 | 849 |
| EBIT | 323 | 149 | 607 | 776 | 810 |
| EBIT-Marge | 4,9% | 2,9% | 8,5% | 8,8% | 8,9% |
| Konzernergebnis | 183 | 40 | 379 | 506 | 514 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 2,20 | 0,48 | 4,56 | 6,08 | 6,18 |
| Finanzlage | |||||
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 492 | 565 | 430 | 672 | 838 |
| Abschreibungen | 279 | 273 | 283 | 325 | 378 |
| Auszahlungen Tür Investitionen | 342 | 275 | 501 | 679 | 696 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 864 | 794 | 913 | 1.515 | 1.483 |
| Vermögenslage | |||||
| Bilanzsumme | 4.592 | 5.068 | 5.666 | 6.878 | 7.519 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.169 | 2.382 | 2.738 | 3.489 | 3.747 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.423 | 2.686 | 2.928 | 3.389 | 3.772 |
| Net Working Capital | 1.289 | 1.096 | 1.372 | 1.766 | 1.849 |
| Eigenkapital (einschl. Anteile anderer Gesellschafter) | 1.339 | 1.445 | 1.761 | 2.074 | 2.331 |
| Pensionsrückstellungen | 498 | 569 | 605 | 679 | 892 |
| Kennzahlen | |||||
| ROCE | 15,4% | 5,9% | 17,0% | 17,2% | 15,6% |
| Eigenkapitalquote | 29,2% | 28,5% | 31,1% | 30,2% | 31,0% |
| Gearing | 64,5% | 54,9% | 51,8% | 73,0% | 63,6% |
| Vermögensquote | 47,2 | 47,0 | 48,3 | 50,7 | 49,8 |
| Vermögensdeckungsgrad I | 61,7 | 60,7 | 64,3 | 59,4 | 62,2 |
| Net Working Capital / Umsatz | 19,6% | 21,7% | 19,3% | 20,1% | 20,3% |
| Mitarbeiter (Stand zum 31.12.) | 14.797 | 14.338 | 14.648 | 16.390 | 17.177 |
Werte aus 2008 angepasst.
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER LANXESS AG
Die LANXESS AG hat vor allem die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands. Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und steuert die Ressourcenverteilung sowie die Infrastruktur und Organisation des Konzerns. Die LANXESS AG als Konzernführungsgesellschaft bestimmt die Finanzierung und die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird hauptsächlich von den produktiven Unternehmen des LANXESS Konzerns und der Entwicklung der Chemiebranche bestimmt.
Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Umsatz und Ergebnis der LANXESS AG
Gewinn- und Verlustrechnung LANXESS AG nach HGB (Kurzform)
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| 2011 | 2012 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 4 | 5 | 25,0 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen | 4 | 5 | 25,0 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0 | 0 | 0,0 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -45 | -44 | -2,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1 | 1 | 0,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2 | -3 | 50,0 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -46 | -46 | 0,0 |
| Beteiligungsergebnis | 216 | 283 | 31,0 |
| Zinsergebnis | -45 | -71 | 57,8 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge | -10 | -8 | -20,0 |
| Fnanzergebnis | 161 | 204 | 26,7 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 115 | 158 | 37,4 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -46 | -54 | 17,4 |
| Jahresüberschuss | 69 | 104 | 50,7 |
| Gewinnvortrag | 46 | 44 | -4,3 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage | 0 | -52 | - |
| Bilanzgewinn | 115 | 96 | -16,5 |
Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LANXESS Deutschland GmbH und der LANXESS International Holding GmbH bestimmt. Diese halten die in- und ausländischen Beteiligungen.
Der Umsatz der LANXESS AG lag mit 5 Mio. € leicht über dem Wert des Vorjahres von 4 Mio. € und entfiel auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung enthielten, ergab sich ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz.
Die allgemeinen Verwaltungskosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 1 Mio. € bzw. 2,2 % auf 44 Mio. €. Sie betrafen vor allem Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen stehen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lag mit minus 46 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres.
Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis sowie den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, wuchs um 43 Mio. € bzw. 26,7 % auf 204 Mio. €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH, die mit 283 Mio. € um 67 Mio. € über dem Wert im Vorjahreszeitraum lag. Belastend wirkte die Verschlechterung des Zinsergebnisses um 26 Mio. € auf minus 71 Mio. €, die sich vor allem aus den im Berichtsjahr zusätzlich aufgenommenen Darlehen von verbundenen Unternehmen ergab.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 158 Mio. € nach 115 Mio. € im Vorjahr. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich um 8 Mio. € auf 54 Mio. € und setzen sich aus Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von 14 Mio. € sowie einem Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 40 Mio. € zusammen. Der Jahresüberschuss stieg deutlich um 35 Mio. € auf 104 Mio. €.
Nach der Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 52 Mio. € sowie unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 44 Mio. € ergab sich zum 31. Dezember 2012 ein Bilanzgewinn von 96 Mio. € nach 115 Mio. € im Vorjahr.
Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der LANXESS AG
Bilanz LANXESS AG nach HGB (Kurzform)
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| 2011 | 31.12.2012 | Veränd. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| Finanzanlagen | 757 | 26,7 | 757 | 22,3 | 0,0 |
| Anlagevermögen | 757 | 26,7 | 757 | 22,3 | 0,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.704 | 60,0 | 1.850 | 54,6 | 8,6 |
| Übrige Forderungen | 78 | 2,8 | 39 | 1,2 | -50,0 |
| Bankguthaben, Wertpapiere | 298 | 10,5 | 734 | 21,7 | > 100 |
| Umlaufvermögen | 2.080 | 73,3 | 2.623 | 77,5 | 26,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1 | 0,0 | 6 | 0,2 | > 100 |
| Bilanzsumme | 2.838 | 100,0 | 3.386 | 100,0 | 19,3 |
| PASSIVA | |||||
| Eigenkapital | 1.185 | 41,8 | 1.219 | 36,0 | 2,9 |
| Rückstellungen | 105 | 3,7 | 117 | 3,4 | 11,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 80 | 2,8 | 68 | 2,0 | -15,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.464 | 51,6 | 1.973 | 58,3 | 34,8 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 4 | 0,1 | 9 | 0,3 | > 100 |
| Verbindlichkeiten | 1.548 | 54,5 | 2.050 | 60,6 | 32,4 |
| Bilanzsumme | 2.838 | 100,0 | 3.386 | 100,0 | 19,3 |
Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding ist die Bilanz von den Finanzanlagen sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt.
Zum 31. Dezember 2012 lag die Bilanzsumme der LANXESS AG mit 3.386 Mio. € um 548 Mio. € bzw. 19,3 % über dem Wert des Vorjahres. Das Anlagevermögen betrug unverändert 757 Mio. € und beinhaltet vor allem den Beteiligungsbuchwert der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 739 Mio. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme verringerte sich von 26,7 % auf 22,3 %. Das Umlaufvermögen wuchs um 543 Mio. € auf 2.623 Mio. € und hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 77,5 % nach 73,3 % im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten 54,6 % der Bilanzsumme und resultierten im Wesentlichen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und kurzfristigen Darlehensforderungen. Gleichzeitig erhöhte sich durch die Aufnahme eines langfristigen Darlehens bei der LANXESS Finance B.V. der Anteil der Bankguthaben und Wertpapiere an der Bilanzsumme von 10,5 % auf 21,7 %.
Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 34 Mio. € auf 1.219 Mio. €. Die Erhöhung ergab sich aus dem Jahresüberschuss, vermindert um die Dividendenauszahlung für das Jahr 2011. Die Eigenkapitalquote betrug 36,0 % nach 41,8 % zum Jahresende 2011.
Das Fremdkapital stieg um 514 Mio. € auf 2.167 Mio. €. Dies ist vor allem auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die mit 1.973 Mio. € um 509 Mio. € über dem Vorjahreswert lagen. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Aufnahme langfristiger Darlehen bei der LANXESS Finance B.V. in Höhe von 493 Mio. €. Die Rückstellungen stiegen um 12 Mio. € auf 117 Mio. € und betrafen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie Rückstellungen für gesetzliche Verpflichtungen.
MITARBEITER
Im LANXESS Konzern waren zum 31. Dezember 2012 insgesamt 17.177 Mitarbeiter tätig nach 16.390 zum Vorjahresstichtag. Unsere Beschäftigtenzahl erhöhte sich damit im Jahresvergleich um 787. Die Zunahme der Beschäftigtenzahl ist im Wesentlichen auf Akquisitionen sowie zusätzliche Neueinstellungen im Rahmen unserer Wachstumsstrategie zurückzuführen. Von unseren Mitarbeitern waren 14.068 bzw. 82 % Männer und 3.109 bzw. 18 % Frauen. Die Zahl unserer Mitarbeiter nichtdeutscher Nationalität belief sich auf 9.481. Darüber hinaus verfügten 628 Mitarbeiter über einen befristeten Arbeitsvertrag. In der LANXESS AG waren zum Stichtag 141 Mitarbeiter nach 135 im Vorjahr beschäftigt.
In unseren deutschen Kerngesellschaften lag die Teilzeitquote zum Bilanzstichtag bei 9,9 %. Die Schwerbehindertenquote der deutschen Gesellschaften betrug 4,8 %. Darüber hinaus vergeben wir regelmäßig Aufträge an deutsche Behindertenwerkstätten.
Zum 31. Dezember 2012 beschäftigte der LANXESS Konzern in der Region EMEA (ohne Deutschland) 3.442 Mitarbeiter nach 3.357 Mitarbeitern im Vorjahr. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten von 7.846 auf 8.072. In der Region Nordamerika belief sich die Mitarbeiterzahl auf 1.553 nach 1.427 zum Bilanzstichtag 2011 und in Lateinamerika auf 1.626 nach 1.585. In der Region Asien/Pazifik beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 2.484 Personen, das sind 309 mehr als noch vor Jahresfrist.
Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf 1.392 Mio. € (Vorjahr: 1.244 Mio. €). Löhne und Gehälter machten mit 1.097 Mio. € (Vorjahr: 985 Mio. €) den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 193 Mio. € (Vorjahr: 174 Mio. €), die Aufwendungen für Altersversorgung 92 Mio. € (Vorjahr: 77 Mio. €) und die Aufwendungen für soziale Unterstützung 10 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €).
Arbeitsbedingungen und Personalstrategie
Unser Erfolg beruht ganz wesentlich auf der Leistungsfähigkeit, der Innovationskraft und dem Engagement unserer Mitarbeiter. Nur eine zielgerichtete, nachhaltige Ausbildung und Entwicklung unserer Mitarbeiter gewährleistet, dass wir unsere Unternehmensziele erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit von LANXESS sichern. Mit gelebter sozialer Verantwortung, attraktiven Aufgabenstellungen in einem internationalen Arbeitsumfeld, einer leistungs- und marktgerechten Vergütung sowie einer Kultur, die Vielfalt, Führung und Vertrauen fördert, eröffnen wir unseren Mitarbeitern außergewöhnliche Entwicklungschancen, auch außerhalb ihres Heimatlandes.
Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Personalarbeit lag im Berichtszeitraum in der Gestaltung unseres internen und externen Wachstums. Außerdem förderten wir intensiv die Vielfalt unserer Mitarbeiterschaft, um den Herausforderungen unterschiedlicher Märkte, Kulturen und Kunden gerecht zu werden. Dazu haben wir die Vorstandsinitiative „Diversity & Inclusion" weiterentwickelt und uns ein klares Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2020 wollen wir auf freiwilliger Basis rund 20 % der Positionen im mittleren und oberen Management mit Frauen besetzen. Aktuell liegt dieser Anteil bei knapp 15 %.
Neben der Entwicklung und Implementierung innovativer Instrumente, mit denen wir den demografischen Herausforderungen begegnen, ist es unser wichtigstes langfristiges personalstrategisches Ziel, weltweit eine Vielfalt an Talenten für LANXESS zu gewinnen und diese gezielt weiterzuentwickeln. Unsere Vielfalt wollen wir insbesondere hinsichtlich Alter, Nationalität und Geschlecht stärken, was auch den Schwerpunkt unserer Vorstandsinitiative „Diversity & Inclusion" darstellt. Wir entwickeln stetig neue Instrumente, um LANXESS als Arbeitgebermarke zu positionieren und weltweit sowohl Nachwuchstalente als auch erfahrene Arbeitskräfte anzusprechen, zu integrieren und an das Unternehmen zu binden. Im Rahmen zahlreicher interner und externer Veranstaltungen beziehen wir unsere Mitarbeiter eng mit ein und machen LANXESS so als Arbeitgeber authentisch erlebbar. Gezielt haben wir gemeinsam mit unseren Fachabteilungen den Kontakt zu Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Studenteninitiativen weltweit ausgebaut und sind Kooperationen eingegangen. Dazu gehört auch der Ausbau des Deutschlandstipendiums, einer Initiative der deutschen Bundesregierung. Im Berichtsjahr förderten wir an acht Zieluniversitäten insgesamt 50 Studierende.
In unseren Managementprogrammen legen wir Wert auf einen vielseitigen globalen Leadership-Ansatz. Diese Programme ebenso wie unser globales Sales-Programm ILSA fördern die Produktivität und Veränderungsfähigkeit der Organisation und unterstützen so weltweit das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens.
Die enge Abstimmung mit den Sozialpartnern Gewerkschaften wie Arbeitgeberverbänden als Prinzip gelebter Mitbestimmung gehört zu den konstituierenden Pfeilern unserer Personalpolitik. Weltweit fallen mehr als 64 % unserer Mitarbeiter unter Bestimmungen von Tarifverträgen, in Deutschland knapp 90 %.
Im engen Dialog mit den Gremien der Arbeitnehmervertreter in Deutschland, in Europa und weltweit diskutieren wir regelmäßig die Unternehmensziele und binden die Gremien frühzeitig bei organisatorischen Änderungen ein. In Deutschland beträgt die Mitteilungsfrist für Betriebsänderungen vier Wochen.
Vergütung und Mitarbeiterbeteiligung
Wir streben ein leistungsgerechtes Vergütungssystem an, das sowohl an den Unternehmenserfolg als auch die jeweilige persönliche Leistung unserer Mitarbeiter gekoppelt ist. Für 78 % unserer Mitarbeiter sind Vergütungssysteme etabliert, die neben festen Bezügen auch variable Vergütungskomponenten enthalten. Zur Anerkennung individueller Leistungen haben unsere Führungskräfte die Möglichkeit, außergewöhnliche Leistungen eines Mitarbeiters zeitnah und unbürokratisch zu honorieren. Im Geschäftsjahr 2012 wurden auf diese Weise allein für außergewöhnliche Einzelleistungen weltweit 9 Mio. € vergeben, davon 6,4 Mio. € in Deutschland.
Zudem haben wir im Geschäftsjahr 2012 erneut ein Mitarbeiter-Kapitalbeteiligungsprogramm aufgelegt. Im Rahmen des LANXESS Aktienplans konnten alle in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter des LANXESS Konzerns LANXESS Aktien mit einem Kursabschlag von 50 % erwerben. Die Aktien wurden zu einem durchschnittlichen Kaufkurs von 54,78 € an der Frankfurter Wertpapierbörse erworben. Die Beteiligungsquote lag bei 73 %. Insgesamt hielten unsere Mitarbeiter und Vorstände zum Bilanzstichtag im Rahmen von Beteiligungsprogrammen rund 1 % der Aktien.
Für die Jahre 2010 bis 2013 wurde bei LANXESS für den Vorstand und die oberen Führungsebenen als Nachfolger des Long Term Incentive Plan (LTIP) eine neue langfristige Vergütungskomponente aufgesetzt, den Long Term Stock Performance Plan 2010-2013 (LTSP). Der LTSP besteht aus vier jeweils vierjährigen Tranchen. Dabei wird die Entwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM über eine Laufzeit von vier Jahren gemessen. Die Beteiligungsquote liegt bei 89 %.
Ausbildung
Die Ausbildung junger Menschen hat für uns sowohl als Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens als auch im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung von jeher einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2012 verstärkten wir nochmals unsere Aktivitäten im Bereich des Ausbildungsmarketings in unterschiedlichen Medien und beteiligten uns regional an allen wichtigen Ausbildungsmessen sowie Besuchen in Schulen. Mit eigenen Events wie „NeXt Azubi" sprechen wir gezielt interessierte junge Menschen an und geben ihnen wertvolle Orientierungshilfe für ihre spätere Berufswahl. Erstmals nahmen wir auch am „Girls Day" teil. Mit unserem Einstiegsqualifizierungsprogramm „XOnce" geben wir darüber hinaus jungen Menschen mit fehlender Ausbildungsreife in einer einjährigen Fördermaßnahme eine sinnvolle Hilfestellung auf dem Weg in die spätere Ausbildung.
In Deutschland ist bei LANXESS eine Kombination von Ausbildung und Studium genauso möglich wie die klassische naturwissenschaftliche, technische oder kaufmännische Ausbildung in unseren Betrieben und Abteilungen. Zusätzlich zum dualen Studium in den IT-Wissenschaften haben wir unser Angebot im naturwissenschaftlichen Bereich durch eine Kombination aus Hochschulstudium und Ausbildung im Bereich der technischen Chemie sowie der Betriebswirtschaft verstärkt und wollen die dualen Studiengänge weiter ausbauen.
Zum Stichtag 31. Dezember 2012 wurden deutschlandweit 386 junge Menschen in 17 unterschiedlichen Berufsbildern ausgebildet. Im Vorjahr belief sich die Zahl der Auszubildenden auf 317 und die Zahl der Ausbildungsberufe auf 14. Wir geben jungen Menschen deutlich über den eigenen Bedarf hinaus die Chance auf eine fundierte Ausbildung. Zum neuen Ausbildungsjahr im Herbst 2012 begannen 140 junge Menschen (108 Männer und 32 Frauen) eine Ausbildung in unserem Haus. Daneben bilden wir derzeit 26 Teilnehmer in vier dualen Studiengängen aus. Im Geschäftsjahr 2012 haben wir in Deutschland mehr als 50 % der Ausbildungsprüflinge auf befristete und unbefristete Stellen übernommen.
Unter dem Motto „Prepare for the Future" gewinnen wir jährlich besonders qualifizierte Hochschulabsolventen für unsere LANXESS Corporate-Trainee-Programme. Bis Ende 2012 bildeten wir über mehrere Jahrgänge hinweg 63 besonders qualifizierte Hochschulabsolventen in unseren Traineeprogrammen aus. Ziel ist es, die Teilnehmer auf eine grenzüberschreitende Karriere innerhalb des LANXESS Konzerns vorzubereiten und für den weiteren Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten weltweit über einen Pool von international erfahrenen Nachwuchsführungskräften mit vielseitigen Fähigkeitsprofilen zu verfügen.
Speziell für den chinesischen Markt etablierten wir 2010 eigens das China Management Trainee Program. Ziel ist es, hoch qualifizierte Absolventen kaufmännischer und technischer Studiengänge in einem zweijährigen Programm auf Führungsaufgaben vorzubereiten und eine Pipeline lokaler Talente aufzubauen. Dieses Programm setzten wir auch 2012 fort, insbesondere mit Traineestellen im Bereich Finanzen sowie in der technischen Produktion. In Indien bieten wir gleich zwei Traineeprogramme an.
Bereits zum dritten Mal nach 2009 und 2011 wurden wir 2012 in China vom CRF Institute als „China's Top Employer" ausgezeichnet.
Personalentwicklung
Wir legen großen Wert darauf, Mitarbeiter über ihre gesamte Karriere und unabhängig vom Alter zu motivieren, sich weiterzubilden und neue Herausforderungen innerhalb des Konzerns anzunehmen. Zur individuellen Förderung unserer Talente ist bei LANXESS ein mehrstufiges und systematisches Verfahren globaler Personalentwicklungskonferenzen etabliert, in dem künftige Führungskräfte weltweit hinsichtlich ihrer Potenziale regelmäßig betrachtet werden. Dem weiteren Ausbau der Führungs- und Managementfähigkeiten widmete sich auch 2012 die LANXESS Academy, die mit ihren modularen Programmen nahezu alle Führungskräfte weltweit in dem einheitlichen Führungsrahmen von LANXESS ausbildete, der konzernweit gilt. An diesen speziellen Managementprogrammen nahmen im Berichtszeitraum 331 Mitarbeiter teil. Darüber hinaus unterstützen wir unsere jungen Führungskräfte in besonderem Maße mit zielgerichtetem Coaching sowie modularen Führungsseminaren. In der LANXESS Sommerakademie fördern wir in Vorträgen, Seminaren und durch ein attraktives Rahmenprogramm die Weiterbildung und die persönliche Entwicklung über die Grenzen unserer Business Units und Group Functions hinaus. Im Jahr 2012 nahmen an der Sommerakademie 130 Mitarbeiter teil.
In Anbetracht unserer ambitionierten Wachstumsziele lag ein wesentlicher Schwerpunkt innerhalb der Personalentwicklung im Jahr 2012 weiterhin auf dem Aufbau der International LANXESS Sales Academy (ILSA), die für alle Vertriebsmitarbeiter weltweit ein maßgeschneidertes und praxisbezogenes Lern- und Schulungsprogramm bietet. Im Fokus des einjährigen modularen Programms steht die Weiterentwicklung sowohl der fachspezifischen als auch der sozialen Kompetenz unserer Vertriebsmitarbeiter. Es ergänzt die in den Business Units und den Ländern existierenden Programme in idealer Weise, indem es einen länder- und Business Unit-übergreifenden Kontakt- und Erfahrungsaustausch ermöglicht. Wir sehen in der gezielten Qualifikation unserer globalen Vertriebsteams einen wesentlichen Erfolgsfaktor für den weiteren Ausbau unserer Kundenbeziehungen und ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber unseren Wettbewerbern auf den globalen Märkten. Insgesamt nahmen in den ersten beiden Jahren des Programms 200 Vertriebsmitarbeiter der ersten Ebenen aus aller Welt teil.
Arbeitssicherheit
Zentrale Messgröße für die Überprüfung der Arbeitssicherheit im LANXESS Konzern ist die MillionArbeitsstunden-Quote (MAQ) für Unfälle. Diese lag im Jahr 2012 bei 3,5 gegenüber 2,7 im Jahr 2011. Gerade außerhalb Deutschlands ist die MAQ deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Maßgeblich hat dazu eine Anzahl von Unfällen in unserer Chromerzmine in Südafrika beigetragen, die durch die internationale Harmonisierung unserer Berichtsstrukturen und Beschäftigtenverhältnisse statistisch an Relevanz gewonnen hat. Zudem sorgt unser globales Sicherheitsprogramm „Xact" für eine stärkere Präsenz des Themas Arbeitssicherheit. Die damit gestiegene Sensibilität unserer Mitarbeiter spiegelt sich in einer verbesserten Meldekultur wider. Wir erwarten, dass die MAQ in den nächsten Jahren wieder sinken wird. Die Anzahl der Arbeitsausfalltage, ein Maß für die Unfallschwere, hat sich im Jahr 2012 gegenüber dem Jahr 2011 von 1.634 auf 1.307 verringert.
Ideenmanagement
Gute Ideen der Mitarbeiter, die helfen, Arbeitsabläufe, die Sicherheit und den Umweltschutz zu verbessern sowie Fehler zu vermeiden, machen sich bezahlt. Mit einem Ideenmanagementsystem bzw. einem betrieblichen Vorschlagswesen fördern wir die Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen systematisch, um fortlaufend Impulse zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes zu erhalten. 2012 reichten unsere Mitarbeiter in den deutschen LANXESS Gesellschaften insgesamt 3.157 Vorschläge ein, was einer Tausend-Mann-Quote von 430 entspricht. Im gleichen Zeitraum wurden 1.507 Ideen mit einem Gesamtnutzen von 3,1 Mio. € realisiert. Hiervon verbesserten 1.035 Vorschläge die Arbeitssicherheit und den Umweltschutz.
VERGÜTUNGSBERICHT
Vergütung des Vorstands
Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die Lage und die nachhaltige Entwicklung des LANXESS Konzerns. Zugleich werden die Üblichkeit der Vergütung bei vergleichbaren Unternehmen und die Vergütungsstruktur innerhalb des Unternehmens berücksichtigt. Die Vergütungsstruktur ist ferner darauf ausgerichtet, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzt.
Bereits mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurden die Verträge der Vorstandsmitglieder an die veränderte Gesetzeslage bedingt durch das „Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung" sowie an die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex angepasst. Die Hauptversammlung der LANXESS AG im Jahr 2010 billigte das mit diesen Verträgen eingeführte Vergütungssystem. Es fand beim Abschluss aller Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands Anwendung.
Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind die feste Jahresvergütung, die variablen Vergütungskomponenten Annual Performance Payment, Long Term Incentive Plan/Long Term Stock Performance Plan und Long Term Performance Bonus sowie die Altersversorgung. Die drei variablen Komponenten orientieren sich am jährlichen und insbesondere am mehrjährigen Erfolg von LANXESS. Sie sind der Höhe nach jeweils begrenzt. Der Vergütungsmix ist mit 31 % fester Jahresvergütung und 69 % variabler Komponenten stark am unternehmerischen Erfolg und an einer langfristigen Wertsteigerung orientiert.
Vergütungsmix Vorstandsbezüge
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| in % | |
|---|---|
| Feste Jahresvergütung | 31 |
| Annual Performance Payment | 36 |
| Long Term Incentive Plan/Long Term Stock Performance Plan | 19 |
| Long Term Performance Bonus | 14 |
| 100 |
Feste Jahresvergütung:
Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z.B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben. Die feste Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder ist marktorientiert und an der Vergütung vergleichbarer Unternehmen ausgerichtet. Der Gesamtbetrag der erfolgsunabhängigen Bezüge belief sich für das Geschäftsjahr 2012 auf 2.678 T€.
Variable Vergütung:
Die jährliche erfolgsabhängige Komponente der variablen Vergütung ist das Annual Performance Payment (APP). Es bemisst sich nach wirtschaftlichen Unternehmenszielen und weiteren Bedingungen, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahrs festgelegt hat, wie z.B. dem Erreichen bestimmter EBITDA-Ziele des Konzerns. Bei 100 %iger Zielerreichung entspricht es 115 % der festen Jahresvergütung. Die maximale Höhe ist auf Auszahlung von 200 % dieser variablen Vergütungskomponente beschränkt. Die im Geschäftsjahr 2012 gewährten Bezüge aus dem erfolgsabhängigen APP beliefen sich auf 4.713 T€. Die tatsächliche Auszahlung im Jahr 2013 kann von diesem im Voraus berechneten Betrag abweichen.
Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat im März 2012 aufgrund der hervorragenden Leistungen im Geschäftsjahr 2011 die Zahlung eines Sonderbonus an die Mitglieder des Vorstands in Höhe von insgesamt 830 T€ beschlossen. Die Bezüge aus diesem Bonus betrugen für Herrn Dr. Heitmann 320 T€, für Herrn Dr. Düttmann 110 T€ und für die Herren Dr. Breuers sowie Dr. van Roessel jeweils 200 T€.
Weiteres Element der variablen Vergütung ist der sogenannte Long Term Incentive Plan (LTIP). Diese Vergütungskomponente bemisst sich an der Kursentwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Der LTIP berücksichtigt die vom Gesetzgeber geforderte stärkere Ausrichtung am mehrjährigen Unternehmenserfolg. Der LTIP erstreckt sich ab dem Startzeitpunkt 2008 über drei jeweils dreijährige Tranchen. Die Teilnahme erforderte ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 13 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für insgesamt fünf Jahre gesperrt. Zahlungen aus dem LTIP erfolgen ausgehend vom jeweiligen Startzeitpunkt erstmals nach drei Jahren, soweit definierte Bedingungen eingetreten sind. Bei einer 100 %igen Zielerreichung steht pro Tranche eine Auszahlung in Höhe von 50 % des individuellen Zieleinkommens an. Das Zieleinkommen ergibt sich aus der festen Jahresvergütung zuzüglich des APP unter Annahme einer 100%igen Zielerreichung.
Der LTIP wurde mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2010 durch die Zusage von zwei anderen langfristigen variablen Vergütungskomponenten abgelöst. Es handelt sich hierbei um den Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und den Long Term Performance Bonus (LTPB).
Der LTSP erstreckt sich über vier jeweils vierjährige Tranchen und basiert weiterhin auf der Entwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Im Vergleich zum bisherigen LTIP wurde bei diesem neuen Programm die mögliche Auszahlung pro Tranche bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung von 50 % auf 30 % des individuellen Zieleinkommens abgesenkt. Die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre gesperrt.
Im Übrigen wird, insbesondere hinsichtlich der angesetzten Bewertungsparameter, auf die im Anhang unter Textziffer [14] erfolgten Angaben verwiesen.
Der auf das Geschäftsjahr 2012 entfallende Personalaufwand für die gewährten LTIP- bzw. LTSPAnrechte beträgt für Herrn Dr. Heitmann 1.726 T€, für Herrn Dr. Düttmann 118 T€ sowie für die Herren Dr. Breuers und Dr. van Roessel jeweils 991 T€. Der dargestellte Personalaufwand ist als rechnerische Größe nicht mit dem tatsächlichen Zufluss der realisierten Gewinne bei Ausübung der Anrechte in der Zukunft gleichzusetzen.
Der LTPB als dritte variable Komponente berücksichtigt ebenfalls eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zielerreichungen werden erst nach zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der beiden Geschäftsjahre. Unter der Annahme einer durchschnittlichen APP-Zielerreichung von 100 % beträgt der LTPB 45 % der festen Jahresvergütung. Die für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 berücksichtigten Bezüge aus dem erfolgsabhängigen LTPB beliefen sich auf 1.844 T€. Die tatsächliche Auszahlung in 2013 bzw. 2014 kann von diesen im Voraus berechneten Beträgen abweichen.
Vergütung des Vorstands
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| Erfolgsunabhängige Vergütung | Erfolgsbezogene Vergütung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Jahr | Festvergütung | Sachbezüge und sonstige |
Jahrestantieme 1 | Zahlung für Vorjahre 2 |
LTPB (mehrjährig) 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Axel C. Heitmann | 2012 | 900 | 119 | 1.798 | 320 | 703 |
| 2011 | 825 | 118 | 1.423 | 190 | 556 | |
| Dr. Werner Breuers | 2012 | 500 | 54 | 972 | 200 | 380 |
| 2011 | 494 | 53 | 862 | 109 | 336 | |
| Dr. Bernhard Düttmann | 2012 | 500 | 61 | 972 | 110 | 380 |
| (ab 1. April 2011) | 2011 | 375 | 194 | 646 | 0 | 126 |
| Dr. Rainier van Roessel | 2012 | 500 | 44 | 972 | 200 | 380 |
| 2011 | 494 | 44 | 862 | 109 | 336 | |
| Matthias Zachert | 2012 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| (bis 31. bbrz2011) | 2011 | 137 | 13 | 158 | 0 | 0 |
| Summe 2012 | 2.400 | 278 | 4.713 | 830 | 1.844 | |
| Summe 2011 | 2.325 | 422 | 3.951 | 408 | 1.354 |
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| Bezüge aus gewährten LTSP-Anrechten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | Barvergütung gesamt | Stück | Beizulegende Zeitwert |
Gesamtvergütung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Axel C. Heitmann | 3.840 | 564.375 | 282 | 4.122 |
| 3.112 | 532.125 | 266 | 3.378 | |
| Dr. Werner Breuers | 2.106 | 322.500 | 161 | 2.267 |
| 1.854 | 306.375 | 153 | 2.007 | |
| Dr. Bernhard Düttmann | 2023 | 322.500 | 161 | 2.184 |
| (ab 1. April 2011) | 1.341 | 322.500 | 161 | 1.502 |
| Dr. Rainier van Roessel | 2096 | 322.500 | 161 | 2.257 |
| 1.845 | 306.375 | 153 | 1.998 | |
| Matthias Zachert | 0 | 0 | 0 | 0 |
| (bis 31. bbrz2011) | 308 | 354.750 | 177 | 485 |
| 10065 | 1.531.875 | 765 | 10.830 | |
| 8.460 | 1022.125 | 910 | 9.370 |
1) Auszahlung In 2012 bzw. 2013.
2) Auszahlung In 2011 bzw. 2012.
3) Auszahlung zu jeweils 50 % in 2013 bzw. 2014.
Altersversorgung:
Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht werden.
Bei der Altersversorgung für die Mitglieder des Vorstands handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen von der Gesellschaft zu erbringenden Grundbeitrag in Höhe von jeweils 25 % des Funktionseinkommens und des APP vorsieht. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu leisten. Dieser Eigenbeitrag kann von den Vorstandsmitgliedern auf bis zu 25 % des APP erhöht werden. Im Versorgungsfall können bis zu 30 % des verzinslich angesammelten Kapitals in eine Rentenleistung umgewandelt werden. Aus Regelungen vor 2006 resultieren Ansprüche, die als Besitzstände gewahrt werden. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.
Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) beliefen sich im Konzernabschluss 2012 auf insgesamt 815 T€. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs für die zum 31. Dezember 2012 aktiven Vorstände lag bei 18.248 T€. Die Kosten für die im Jahr 2012 erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) bzw. der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2012 einschließlich erworbener Besitzstände betragen nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der IFRS für Herrn Dr. Heitmann 257 T€ bzw. 10.924 T€, für Herrn Dr. Breuers 271 T€ bzw. 2.173 T€, für Herrn Dr. Düttmann 204 T€ bzw. 944 T€ und für Herrn Dr. van Roessel 83 T€ bzw. 4.207 T€.
Die nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB ermittelten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche beliefen sich im Jahresabschluss 2012 auf insgesamt 1.987 T€. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs für die zum 31. Dezember 2012 aktiven Vorstände lag bei 14.882 T€. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2012 einschließlich erworbener Besitzstände beträgt nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB für Herrn Dr. Heitmann 8.732 T€, für Herrn Dr. Breuers 1.850 T€, für Herrn Dr. Düttmann 768 T€ und für Herrn Dr. van Roessel 3.532 T€.
Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2012 nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS bei 11.411 T€ und nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bei 8.946 T€.
An ehemalige Vorstandsmitglieder erfolgten Zahlungen von 479 T€.
Der Vorstand verfügte im Geschäftsjahr 2012 über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw. für den Fall einer wesentlichen Veränderung in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control). Die Konditionen richteten sich nach dem jeweiligen Sachverhalt und beinhalteten unabhängig von der Restlaufzeit des Anstellungsvertrags Abfindungsleistungen in Höhe von bis zu zwei, im Falle des Kontrollwechsels drei festen Jahresvergütungen zuzüglich des APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung.
Weitergehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der LANXESS AG erhalten danach eine jährliche Festvergütung in Höhe von 80 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Festvergütung, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Halb der festen Vergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich ein weiteres Halb der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem anderen Ausschuss als dem Prüfungsausschuss den Vorsitz führen, erhalten zusätzlich ein Viertel der Festvergütung. Insgesamt erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats jedoch maximal das Dreifache der Festvergütung.
Daneben werden den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen erstattet. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder 1,5 T€ Sitzungsgeld für jede Aufsichtsratssitzung und für jede Ausschusssitzung, an der sie teilnehmen. Allerdings wird die Teilnahme an Sitzungen des Ausschusses gem. § 27 Abs. 3 MitbestG und des Nominierungsausschusses nicht vergütet. Für Aufsichtsratsmandate in Konzerngesellschaften wurde an die Mitglieder des Aufsichtsrats nur eine Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von jeweils 5 T€ gezahlt.
Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete variable Vergütungskomponente, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag entsprechend.
Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones STOXX 600 ChemicalssM in den fünf Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Index in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen fünf Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 %-Punkten wird für diesen Zeitraum von fünf Jahren eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 %Punkten 100 T€, darüber 150 T€.
Im Geschäftsjahr 2012 kam es zu keiner Auszahlung der variablen Vergütung.
Der erwartete Vergütungsanspruch für die nach der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 begonnene Mandatszeit der Aufsichtsratsmitglieder mit einer Dauer bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 beschließt, wurde zum 31. Dezember 2012 mit insgesamt 1.800 T€ (Vorjahr: 1.500 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen.
Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen hat im Berichtszeitraum keines der Aufsichtsratsmitglieder erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Mandatstätigkeit die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Bezüge erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats 1)
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| in € | Jahr | Feste Vergütung LANXESS AG | Vergütung der Ausschusstätigkeit LANXESS AG | Sitzungsgeld | Feste Vergütung LANXESS Deutschland GmbH | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Rolf Stom berg, Vorsitzender | 2012 | 240.000 | 0 | 16.500 | 5.000 | 261.500 |
| 2011 | 240.000 | 0 | 21.000 | 5.000 | 266.000 | |
| Ulrich Freese, stellv. Vorsitzender | 2012 | 120.000 | 40.000 | 13.500 | 5.000 | 178.500 |
| 2011 | 120.000 | 40.000 | 21.000 | 5.000 | 186.000 | |
| Am! Berndt | 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2011 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 | |
| Wolfgang Blossey | 2012 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| (zeitanteilig bis 31. Mai 2011) | 2011 | 33.333 | 16.667 | 7.500 | 2.083 | 59.583 |
| Dr. Rudolf Fault | 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2011 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 | |
| Dr. Friedrich Janssen | 2012 | 80.000 | 80.000 | 15.000 | 5.000 | 180.000 |
| 2011 | 80.000 | 80.000 | 18.000 | 5.000 | 183.000 | |
| Robert J. Koehler | 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2011 | 80.000 | 40.000 | 21.000 | 5.000 | 146.000 | |
| Rainer Laufs | 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2011 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 | |
| Thomas Meiers | 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| (zeitanteilig ab 1. Juni 2011) | 2011 | 46.667 | 23.333 | 7.500 | 2.917 | 80.417 |
| Dr. Ulrich Mddelmann | 2012 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 |
| 2011 | 80.000 | 40.000 | 21.000 | 5.000 | 146.000 | |
| Hans-Jürgen Schicker | 2012 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 |
| 2011 | 80.000 | 40.000 | 21.000 | 5.000 | 146.000 | |
| Gisela Seidel | 2012 | 80.000 | 40.000 | 16.500 | 5.000 | 141.500 |
| 2011 | 80.000 | 40.000 | 21.000 | 5.000 | 146.000 | |
| Theo H. Walthie | 2012 | 80.000 | 40.000 | 15.000 | 5.000 | 140.000 |
| 2011 | 80.000 | 40.000 | 18.000 | 5.000 | 143.000 | |
| Summe 2012 | 1.160.000 | 480.000 | 184.500 | 60.000 | 1.884.500 | |
| Summe 2011 | 1.160.000 | 480.000 | 231.000 | 60.000 | 1.931.000 |
1) Beträge ohne Umsatzsteuer.
BERICHTERSTATTUNG NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB
Zu den Vorschriften der §§ 289 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 und 315 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:
| 1. | Zum 31. Dezember 2012 beträgt das Grundkapital der LANXESS AG 83.202.670 € und ist eingeteilt in 83.202.670 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz. |
| 2. | Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiteraktien-Programmen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktien. |
| 3. | Gesellschaften der BlackRock-Gruppe haben uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass die von ihnen an unserer Gesellschaft gehaltenen Stimmrechte mit Stand zum 31. Oktober 2012 10,08% betragen haben und damit die Schwelle von 10 % überschritten wurde. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet. |
| 4. | Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. |
| 5. | Über Mitarbeiteraktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben. |
| 6. | Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG). Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen. |
| 7. | Der Vorstand der LANXESS AG hat die folgenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen: |
Eigene Aktien
Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 18. Mai 2011 den Vorstand ermächtigt, bis zum 17. Mai 2016 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Ferner ist er ermächtigt, sie zur Erfüllung von Umtauschrechten aus von der Gesellschaft begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) zu verwenden sowie die Aktien Inhabern der von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die ein Wandlungs- oder Optionsrecht gewähren oder eine Wandlungs- oder Optionspflicht bestimmen, in dem Umfang zu gewähren, in dem ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflicht ein Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft zustehen würde. In den vorgenannten Fällen ist außer bei der Einziehung eigener Aktien das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.
Bedingtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 18. Mai 2011 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. Mai 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 2.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 16.640.534 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 16.640.534 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 18. Mai 2011 bis zum 17. Mai 2016 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.
Der Vorstand kann bei der Begebung von Schuldverschreibungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen ausschließen:
| ― | für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, |
| ― | soweit es erforderlich ist, damit Inhabern von bereits zuvor ausgegebenen Options- oder Wandlungsrechten oder -pflichten ein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt werden kann, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte oder bei Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde, |
| ― | bei Ausgabe gegen Barleistung, wenn der Ausgabepreis den nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Werden Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben, dürfen die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten, |
| ― | wenn Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen ohne Wandlungsrecht/-pflicht oder Optionsrecht/-pflicht ausgegeben werden, die obligationsähnlich ausgestaltet sind. |
Genehmigtes Kapital I und II
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 2 der Satzung.
Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Baroder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 3 der Satzung.
| 8. | Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG enthalten Regelungen über ein mögliches Ausscheiden der Mitglieder des Vorstands bei einem Kontrollwechsel. Diese sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt. Solche Vereinbarungen bestehen auch zwischen der Gesellschaft und Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene, jedoch zu anderen Konditionen. Daneben enthalten die Anleihebedingungen der im Geschäftsjahr 2009 von der LANXESS Finance B.V. begebenen Euroanleihen im Volumen von 500 Mio. € und 200 Mio. € Change-of-Control-Klauseln, die in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen zu einem Rückgaberecht der Anleihegläubiger führen können. Die Anleihen wurden von der LANXESS AG garantiert. Gleiches gilt für die Anleihebedingungen der im Geschäftsjahr 2011 im Volumen von 500 Mio. € von der LANXESS Finance B.V. begebenen Euroanleihe, der von der LANXESS Finance B.V. im Februar 2012 im Volumen von 500 Mio. CNH begebenen Anleihe sowie der ebenfalls von ihr im November 2012 begebenen Euroanleihe im Volumen von 500 Mio. €, die alle von der LANXESS AG garantiert werden. Die Gesellschaft hat mit einer Großbank einen Kreditvertrag über 93 Mio. € geschlossen. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt bzw. die Rückzahlung ausstehender Darlehensbeträge verlangt werden, wenn eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Gleiches gilt für zwei weitere Kreditverträge, die die LANXESS Finance B.V. im Geschäftsjahr 2011 mit Investitionsbanken über 200 Mio. € und 120 Mio. € geschlossen hat. Ferner besteht zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium ein Vertrag über einen Kreditrahmen von derzeit 1.250 Mio. €. Auch dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, sofern eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Darüber hinaus besteht nach Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem LANXESS Pension Trust e.V. die Verpflichtung der Gesellschaft, im Falle eines Kontrollwechsels erhebliche Einzahlungen an den LANXESS Pension Trust e.V. vorzunehmen. |
| 9. | Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG sowie Anstellungsverträge von Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene der LANXESS AG enthalten Entschädigungsvereinbarungen für dort näher definierte Fälle eines Kontrollwechsels. |
BERICHTERSTATTUNG NACH § 289A HGB
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 289a des Handelsgesetzbuches vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance, jederzeit eingesehen werden.
EINKAUF UND PRODUKTION
Einkauf
LANXESS stellt die Versorgung mit Materialien und Dienstleistungen über die zentral gesteuerte Organisationseinheit Global Procurement & Logistics sicher. In Abstimmung mit unseren Business Units bündeln die sogenannten „Global Categories" ihren Bedarf. Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert die effektive Nutzung von Einkaufssynergien, so dass wir optimal am Markt auftreten und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir etwaige Lieferengpässe oder Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten („multiple sourcing"). Wir setzen konsequent Best-Practice-Prozesse ein. Dazu gehört unter anderem die Nutzung von E-Procurement-Werkzeugen wie E-Catalogs oder elektronischen Marktplätzen, die weitgehend in unsere internen EDV-Systeme integriert sind. Im Jahr 2012 wurden rund 60 % (Vorjahr: ca. 55 %) aller Bestellpositionen über E-Procurement abgewickelt.
Unser HSEQ-Managementprozess beginnt bereits, wenn Rohstoffe und Dienstleistungen beschafft werden. Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass sie sich unter anderem an die nationalen und sonstigen geltenden Gesetze und Verordnungen bezüglich des Schutzes der Umwelt, der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie der Arbeits- und Einstellungspraktiken halten. Diese in unserem „Supplier Code of Conduct” definierten Anforderungen sind bei unserer Lieferantenauswahl und Lieferantenbewertung ein wichtiges Kriterium. Ob dessen Vorgaben eingehalten werden, überprüfen wir insbesondere bei ausgewählten Lieferanten regelmäßig mit Audits im In- und Ausland. Im Jahr 2012 haben wir insgesamt 29 Audits durchgeführt. Dies entspricht einem Anteil von 7 %.
Um unsere Risiken im Bereich der Beschaffung weiter zu minimieren und eine höhere Transparenz in der Lieferkette zu erzielen, haben wir im Jahr 2012 gemeinsam mit fünf anderen internationalen Chemieunternehmen die Initiative „Together for Sustainability" gegründet. Wesentliche Ziele dieser Initiative sind, die Anforderungen hinsichtlich der Lieferantenbewertung und -auditierung zu standardisieren, eine neutrale Risikobewertung der Lieferanten durch einen anerkannten externen Partner zu institutionalisieren und einen qualifizierten gemeinsamen Auditorenpool für die Überprüfung der Lieferanten zu bilden. Wir erwarten von diesem konzertierten Vorgehen eine noch stärkere Bewusstseinsbildung bei unseren Lieferanten und eine höhere Bereitschaft zur ständigen Verbesserung. In der im Berichtsjahr angelaufenen Pilotphase werden mehr als 1.850 Lieferanten bewertet und rund 150 Lieferanten auditiert.
Konzernweit definiert eine globale Beschaffungsrichtlinie das Verhalten unserer Mitarbeiter im Umgang mit Lieferanten und deren Mitarbeitern. Eine interne Trainingsakademie unterstützt die Aus-und Fortbildung unserer Mitarbeiter und stellt den hohen Qualitätsstandard unserer Einkaufsprozesse sicher. Zu den Schulungsinhalten zählen unter anderem unser siebenstufiger strategischer Einkaufsprozess, Verhandlungs- und interkulturelle Trainings sowie Zeit-, Lieferanten- und Risikomanagement.
Die Beschaffung chemischer Rohstoffe hat für uns einen bedeutenden Stellenwert. Wir erwerben diese überwiegend auf Basis von langfristigen Einkaufsverträgen. Ihre Verfügbarkeit spielt seit jeher auch eine wesentliche Rolle bei unseren Standortentscheidungen. So werden wir beispielsweise in Singapur die wichtigsten Rohstoffe für unsere beiden neuen Kautschukwerke über Pipelines aus der unmittelbaren Nachbarschaft beziehen. Auch an zahlreichen anderen Produktionsstandorten beziehen wir Schlüsselrohstoffe wie z.B. Butadien und Energieträger wie Dampf oder Biomasse aus der unmittelbaren Umgebung. Auf diese Weise können wir nicht nur Transportkosten und transportbezogene Umweltauswirkungen minimieren, sondern reduzieren auch das Risiko transportbedingter Lieferausfälle.
Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2012 unter anderem BASF, Bayer, BP, Braskem, Chevron Phillips, Enterprise, Evonik, Exxon Mobil, INEOS, LyondellBasell, Nova Chemicals, Sabic, Shell Chemicals, Texas Petrochemicals und Total/Petrofina.
Zu den mit Abstand wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2012 Ammoniak, Butadien, Cyclohexan, Ethylen, Isobutylen, Natronlauge, Propylen, Toluol und Styrol. Insgesamt entfiel im Geschäftsjahr 2012 auf strategische Rohstoffe ein Einkaufsvolumen von ca. 3,9 Mrd. € (Vorjahr: ca. 3,9 Mrd. €). Dies entspricht einem Anteil von rund 83 % unserer gesamten Aufwendungen für Rohstoffe und Handelswaren des LANXESS Konzerns im Jahr 2012, die etwa 4,7 Mrd. € (Vorjahr: ca. 4,6 Mrd. €) betrugen. Unser Gesamtbeschaffungsvolumen belief sich 2012 auf etwa 6,9 Mrd. € (Vorjahr: ca. 6,8 Mrd. €).
Wir sind weiterhin nicht abhängig von einzelnen Lieferanten. Auch kam es im Berichtszeitraum nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung.
Produktion
LANXESS zählt zu den global bedeutenden Herstellern von Chemie- und Polymerprodukten. Mit unseren Produktionsanlagen stellen wir sowohl kleinste Produktmengen auf Basis maßgeschneiderter Kundensynthesen als auch Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymere in Mengen von mehreren zehntausend Tonnen her.
Unsere Produktionsbetriebe sind organisatorisch jeweils einzelnen Business Units zugeordnet. Die wichtigsten Produktionsstandorte befinden sich in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen (Deutschland), Antwerpen (Belgien), Sittard-Geleen (Niederlande), Orange (USA), Sarnia (Kanada), Triunfo und Duque de Caxias (Brasilien), Jhagadia (Indien) sowie Wuxi (China). Daneben betreiben wir weitere Produktionsstandorte in Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Spanien, Südafrika und den USA. Für eine vollständige Übersicht über unsere Produktionsstandorte nach Segmenten verweisen wir auf den Abschnitt „Kurzdarstellung der Segmente" in diesem Lagebericht.
In unserem globalen Produktionsnetzwerk kam es im Jahr 2012 zu folgenden wesentlichen Veränderungen:
| • | Termingerecht konnten wir im Mai 2012 in Nantong (China) unser in einem Joint Venture mit der taiwanesischen TSRC Corporation errichtetes Werk zur Produktion von NBR-Kautschuk eröffnen. |
| • | Am Standort Orange (USA) schloss unsere Business Unit Performance Butadiene Rubbers die zweite Ausbaustufe in ihrer Produktionsanlage für High-Performance-Kautschuke ab. |
| • | Die Business Unit Technical Rubber Products hat ihre Produktionskapazitäten für den synthetischen Hochleistungskautschuk Therban® an den Standorten Leverkusen und Orange um jeweils 40 % erweitert. Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurde diese Business Unit aufgespalten in die neuen Einheiten Keltan sowie High Performance Elastomers. Die genannten Anlagen sind zukünftig der Business Unit High Performance Elastomers zugeordnet. |
| • | Ebenfalls deutlich ausgebaut hat Technical Rubber Products die Kapazitäten seiner EVMProduktion am Standort Dormagen. Auch diese Anlage ist zukünftig der Business Unit High Performance Elastomers zugeordnet. |
| • | Unsere erste Compoundier-Anlage in den USA eröffnete die Business Unit High Performance Materials im September 2012 in Gastonia im Bundesstaat North Carolina. |
| • | Zusammen mit unserem Partner, dem US-Chemiekonzern DuPont, haben wir die Kapazität der gemeinsamen Compoundier-Anlage für Polybutylenterephthalat (PBT) in Hamm-Uentrop verdoppelt. |
| • | Mit der Bond-Laminates GmbH hat unsere Business Unit High Performance Materials eine Produktionsstätte für hoch spezialisierte Verbundwerkstoffe übernommen. |
| • | Planmäßig abschließen konnten wir in der Business Unit Advanced Industrial Intermediates die Verdoppelung unserer Produktionskapazitäten für synthetisches Menthol am Standort Krefeld-Uerdingen. |
| • | Eine Kapazitätserhöhung um 10 % nahm unsere Business Unit Functional Chemicals in ihrem Produktionsnetzwerk für Phosphorchemikalien am Standort Leverkusen vor. |
| • | Mit der Tire Curing Bladders, LLC hat unsere Business Unit Rhein Chemie eine Produktionsstätte für Vulkanisationsbälge in Little Rock (USA) übernommen. |
| • | Zudem erweiterte die Business Unit Rhein Chemie am Standort Burzaco (Argentinien) ihre Produktionskapazitäten für Vulkanisationsbälge um 40 %. In diesem Zusammenhang wurde die Produktion in Uruguay im Berichtsjahr nach Argentinien bzw. in die USA verlagert. |
Einschließlich der oben genannten Maßnahmen ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auszahlungswirksame Investitionen von 696 Mio. €. Einzelheiten hierzu finden sich in der Darstellung der Investitionen im Abschnitt „Vermögens- und Finanzlage" dieses Lageberichts. Für weitere Erläuterungen zu den im Berichtsjahr durchgeführten Akquisitionen verweisen wir auf den Abschnitt „Ergänzungen des Konzernportfolios" in diesem Lagebericht.
VERTRIEB UND KUNDEN
Vertrieb
Wir vertreiben unsere Produkte weltweit an mehrere tausend Kunden in über 150 Staaten auf allen Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir sehr flexible Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Unseren Vertrieb steuern wir über 49 eigene Gesellschaften weltweit. Diese globale Präsenz bauen wir kontinuierlich aus, um weiter an Marktnähe zu gewinnen und strategische Potenziale besser evaluieren zu können.
So steuern wir seit Mitte 2012 über die neue Landesgesellschaft LANXESS Kimya Ticaret Limited
irketi unsere Geschäfte in der Türkei, wo wir das gesamte LANXESS Portfolio vertreiben. Im Fokus stehen dabei Hochleistungskautschuke, Kautschukchemikalien und Hightech-Kunststoffe für den Automobilsektor sowie Farbpigmente für die Bauindustrie. In Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen.
Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. Unsere 49 Produktionsstätten in 16 Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von den regionalen Produktionsstandorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden ca. 20 % aller Bestellvorgänge mit externen Partnern des Ein- und Verkaufs per E-Business abgewickelt. Insgesamt wurden in diesen Bereichen sowie in der Logistik ca. 300.000 Bestellungen und deren automatisierte Folgenachrichten per E-Business realisiert. Dazu dienten das Internetportal „LANXESS one" und die System-zu-System-Anbindungen via „ELEMICA". Diesen für alle Beteiligten vorteilhaften Prozess bauen wir fortlaufend aus, indem wir weitere Partner und technische Services hinzunehmen, beispielsweise durch die Anbindung unserer brasilianischen Gesellschaften. So konnten die verkaufsseitig per E-Business erzielten Nettoerlöse im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7 % auf ca. 1.690 Mio. € gesteigert werden.
Im Geschäftsjahr 2012 betrug der Anteil der Vertriebskosten am LANXESS Konzernumsatz 8,4 % und lag damit um 0,1 %-Punkte über dem Wert des Vorjahres von 8,3 %.
Die Entwicklung der Vertriebskosten sowie die Aufteilung nach Segmenten in den vergangenen fünf Jahren kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Vertriebskosten
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| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Vertriebskosten in Mio.€ | 658 | 530 | 646 | 732 | 763 |
| in % der Umsatzerlöse | 10,0% | 10,5% | 9,1% | 8,3% | 8,4% |
| Aufteilung nach Segmenten | |||||
| Performance Polymers | 228 | 178 | 216 | 262 | 284 |
| Advanced Intermediates | 110 | 92 | 122 | 127 | 125 |
| Performance Chemicals | 307 | 253 | 300 | 320 | 335 |
| Überleitung | 13 | 7 | 8 | 23 | 19 |
Kunden
Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen individueller, gezielter Ansprache, die wir aufgrund der Vertriebsorganisationen in der Verantwortung der Business Units leisten können. Die individuellen Vertriebsstrategien werden anhand von Erhebungen zur Kundenzufriedenheit regelmäßig überprüft.
Wir beliefern vor allem die Branchen Reifenproduktion, Chemie, Automobilzulieferer, Kunststoff, Elektro, Agrochemie, Pharma, Lebensmittel, Wasseraufbereitung, Bau und Möbel.
Umsatzanteile nach Branchen
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| in % | 2012 |
|---|---|
| Reifen | ~25 |
| Chemie | ~ 15 |
| Automobil | ~ 15 |
| Bau, Elektro, Agrochemie, Leder/Schuhe | jeweils 3-10 |
| Sonstige (in Summe) | ~ 15 |
Im Geschäftsjahr 2012 vereinten unsere zehn Top-Kunden einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 26 % (Vorjahr: 28 %) auf sich. Keiner unserer Kunden erreichte einen Umsatzanteil von mehr als 10 % am Konzernumsatz. Bei 50 Kunden (Vorjahr: 53) übertraf der Jahresumsatz 20 Mio. €. Die leicht rückläufigen Zahlen stehen im Zusammenhang mit den im Konzernumsatz enthaltenen Mengenverlusten.
Die Anzahl unserer Kunden in den jeweiligen Segmenten unterscheidet sich deutlich. Das Segment Performance Polymers verfügte 2012 über rund 3.300 Kunden (Vorjahr: 3.100), Advanced Intermediates über rund 3.000 Kunden (Vorjahr: 2.900) und Performance Chemicals über rund 11.800 Kunden (Vorjahr: 12.000). Basis dieser Angabe ist jeweils die Anzahl der Kundennummern im jeweiligen Segment. Sämtliche Kunden- bzw. Umsatzklassen sind in allen Segmenten anzutreffen, wobei ein Kunde auch aus mehreren Segmenten beliefert werden kann.
Die vergleichsweise geringen Umsätze der einzelnen Kunden im Segment Performance Chemicals und die breite Kundenbasis spiegeln das Geschäft mit vielfach maßgeschneiderten Anwendungslösungen der Spezialchemie wider. Die deutlich niedrigere Zahl der Kunden im Segment Performance Polymers, die relativ hohe Umsätze generieren, ist ebenso typisch für das Geschäft mit synthetischen Kautschukprodukten. Aufgrund der hohen Kundenzahl lässt sich in keinem Segment eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Der Bereich Forschung und Entwicklung trägt mit der Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte sowie der ständigen Weiterentwicklung bestehender Produktionsprozesse maßgeblich dazu bei, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und unser Geschäft weiter auszubauen.
Im Jahr 2012 haben wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deshalb konsequent intensiviert. Bestehende Produkte und Verfahren wurden mit einem kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont weiterentwickelt und optimiert. Vor allem in der Group Function Innovation & Technology wurden darüber hinaus mittel- bis langfristig angelegte Forschungsprojekte initiiert, um auch in den Wachstumsbereichen der Zukunft erfolgreich zu sein und so den nachhaltigen Erfolg des Konzerns zu sichern.
Wesentliche Forschungsprojekte wurden im Segment Performance Polymers vorangetrieben, das sich auf den Megatrend Mobilität fokussiert. Dort investierten wir unter anderem in die Weiterentwicklung von Hochleistungskautschuken, die dazu beitragen, die Brems-, Abrieb- und Nassrutscheigenschaften von Reifen weiter zu verbessern. In diesem Rahmen entwickelten wir einen Konzeptreifen, der bereits heute eine doppelte A-Bewertung gemäß der neuen EU-Reifenkennzeichnungsverordnung hinsichtlich Kraftstoffeffizienz und Nasshaftung erhalten hat. Unser Hochleistungs-Kautschuk Nd-PBR trägt ferner zu einer verbesserten Laufleistung bei. Damit untermauern wir unsere Position als führendes Unternehmen der Spezialchemie, das „Grüne Mobilität" ermöglicht. Darüber hinaus ist das Thema der Nachhaltigkeit bei der Rohstoffversorgung von besonderer Bedeutung. LANXESS setzt hierbei auf biobasierten Kautschuk. Seit Ende 2011 vertreiben wir EPDM-Kautschuk-Typen, die nicht nur auf der Basis von Erdöl, sondern auch unter Verwendung von aus Zuckerrohr gewonnenem Ethylen produziert werden.
Auch das Segment Performance Chemicals setzt trendorientierte Impulse im Bereich Forschung und Entwicklung. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme der Membranfilterproduktion in Bitterfeld haben wir neue Membranfilterelemente mit hohem Rückhaltevermögen beziehungsweise einer hohen Flussrate in unser Sortiment aufgenommen. Zudem entwickelten wir ein hochwirksames synthetisches Eisenoxid zur Reduzierung von Schwefelwasserstoff in Biogas, das sich unter anderem durch eine einfache Dosierung im Fermentationsprozess auszeichnet. Neu entwickelt wurden hier auch Eisenoxide für die Herstellung von Kathoden für Lithium-lonen-Batterien. Die Produkte zeichnen sich für den Einsatz im Bereich der Elektromobilität vor allem durch gute morphologische Eigenschaften und hohe Reaktivität aus.
Kostenentwicklung und Beschäftigte
Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2012 insgesamt 192 Mio. €. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 33 % und einem Umsatzanteil von 2,1 % (Vorjahr: 144 Mio. € bzw. 1,6 %). Der größte Anteil der Aufwendungen entfiel auf die Business Units Butyl Rubber, Technical Rubber Products, High Performance Materials und Saltigo. Im Jahr 2012 vereinigten diese 61 % unserer Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung auf sich (Vorjahr: 54 %). Hinsichtlich des Anteils der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen an ihrem jeweiligen Umsatz weisen unsere Business Units Butyl Rubber, Saltigo, Material Protection Products und Ion Exchange Resins die höchste Forschungsintensität auf.
Die Entwicklung der Forschungs- und Entwicklungskosten in den vergangenen fünf Jahren kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Forschungs- und Entwicklungskosten
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| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten in Mio. € | 97 | 101 | 116 | 144 | 192 |
| in % der Umsatzerlöse | 1,5% | 2,0% | 1,6% | 1,6% | 2,1%% |
Eine langfristige Finanzierungszusage der Europäischen Investitionsbank (EIB) wird unseren finanziellen Spielraum für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den kommenden sechs Jahren weiter vergrößern. Die von der in Luxemburg ansässigen Förderbank der EU erteilte Zusage umfasst einen mit attraktiven Konditionen versehenen Kreditrahmen von 200 Mio. €. Wir sehen in dieser Partnerschaft eine Bestätigung unseres Innovationspotenzials und die Anerkennung unserer konsequenten Ausrichtung auf nachhaltige Produkte und Produktionsprozesse.
Entwicklung Beschäftigtenzahl im F&E-Bereich
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| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am Jahresende | 453 | 489 | 519 | 731 | 843 |
| in % der Konzern-Beschäftigtenzahl | 3,1% | 3,4% | 3,5% | 4,5% | 4,9% |
Zum Jahresende 2012 beschäftigten wir in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboratorien weltweit 843 Personen (Vorjahr: 731 Personen). Um die Leistungen von Spitzenforschern und wissenschaftlichen Experten zu würdigen, Motivation und Perspektiven für eine Karriere in Forschung und Entwicklung zu schaffen sowie den Fokus noch stärker auf Innovation und unsere Premium-Strategie zu richten, haben wir 2012 die Auszeichnung „Group Senior Scientist" ins Leben gerufen. Die ersten Auszeichnungen für herausragende und nachhaltige wissenschaftlich-technische Leistungen mit entsprechendem Ergebnisbeitrag wurden bereits vergeben.
Unsere größeren Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich an den Standorten Leverkusen, Krefeld-Uerdingen, Dormagen (Deutschland), London (Kanada) sowie Qingdao und Wuxi (China). Dort entwickeln und testen wir beispielsweise Hochleistungskautschuke für energiesparende „Grüne Reifen" oder Hightech-Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie. Auch in Hongkong sind wir seit Dezember 2012 mit einem Entwicklungszentrum für Hightech-Kunststoffe präsent und stärken auf diese Weise unsere Beziehungen zu den Automobilherstellern in der asiatisch-pazifischen Wachstumsregion.
Themengebiete und Patentstrategie
Im Jahr 2012 bearbeiteten wir rund 235 Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Vorjahr: 210), davon ca. 145 mit dem Ziel, neue Produkte und Anwendungen zu entwickeln bzw. bestehende zu verbessern (Vorjahr: 125). Die verbleibenden etwa 90 Projekte befassten sich unter den Zielsetzungen Kostensenkung, Effizienzsteigerung oder Kapazitätserhöhung mit verfahrenstechnischen Themen (Vorjahr: ca. 85). Etwa 25 % unserer Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus 2012 planen wir bis Ende 2013 im Markt zu implementieren bzw. in der Technik zu starten (Vorjahr: ca. 20 %).
Unsere Forschungs- und Entwicklungsergebnisse werden wo es möglich und sinnvoll ist von Patenten geschützt. Im Laufe des Jahres 2012 haben wir weltweit 90 Prioritätsanmeldungen getätigt. Das gesamte Patentportfolio bestand zum 31. Dezember 2012 aus ca. 1.100 Patentfamilien mit ca. 7.600 einzelnen Schutzrechten.
Organisatorische Ausrichtung
Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten orientieren sich strikt an den Bedürfnissen des Marktes und unserer Kunden. Entsprechende Forschungs- und Entwicklungseinheiten sind daher organisatorisch den Business Units zugeordnet. So konzentrieren sich Business Units mit ausgeprägten Anteilen an Produkten mit hoher Marktreife beispielsweise Advanced Industrial Intermediates darauf, ihre Produktionsanlagen und -verfahren stetig zu verbessern (Prozessoptimierung). Andere Business Units fokussieren ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verstärkt darauf, ihre Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln, die auf die Erfordernisse des Marktes und die besonderen Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet sind. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Forschungsprogramme künftig noch direkter und konsequenter an den großen globalen Megatrends auszurichten: dem wachsenden Bedürfnis nach Mobilität, dem sich deutlich erhöhenden globalen Nahrungsmittelbedarf, der zunehmenden Urbanisierung und dem steigenden Wasserbedarf.
Die Grundlagenforschung konzentriert sich bei uns überwiegend auf Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Diese Form der Wissensgenerierung ist wesentlich effizienter und kostengünstiger, als die entsprechenden Ressourcen selbst vorzuhalten. Im Jahr 2012 bestanden insgesamt 203 (Vorjahr: 145) größere Forschungs- und Entwicklungskooperationen, davon 78 mit Hochschulen (Vorjahr: 50), 66 mit Zulieferern oder Kunden (Vorjahr: 55) und 59 mit Forschungsinstituten (Vorjahr: 40).
Group Function Innovation & Technology
Unsere Group Function Innovation & Technology ergänzt als zentrale Einheit die Forschungsarbeiten unserer Business Units mit neuen, längerfristigen bzw. Business Unit-übergreifenden Projekten. So stellen wir sicher, dass mögliche Synergiepotenziale voll ausgeschöpft werden und Innovationen in unterschiedliche Unternehmensbereiche übertragen werden können.
Im Jahr 2012 bauten wir die Group Function in allen Bereichen weiter aus und stärkten sowohl unsere chemische als auch technische Kompetenz maßgeblich. So gründeten wir vor dem Hintergrund steigender Energiepreise ein zentrales Energieteam aus Experten verschiedener Fachrichtungen. Seine Aufgabe ist es, konzernweit Energieeffizienz-Projekte zu realisieren und technologische Kompetenz rund um das Thema Energie vorzuhalten. Auch unsere Engineering-Kompetenz haben wir erweitert, um große Investitionsprojekte mit eigenem Know-how durchführen zu können.
Die Forschungsschwerpunkte der Group Function liegen auf den beiden jeweils in eigenen Abteilungen behandelten Themenfeldern „Process Innovation" und „Product Innovation".
Im Bereich „Process Innovation" widmen wir uns der Entwicklung neuer Prozesse und der Integration neuer Technologien in unsere bereits bestehenden Produktionsprozesse mit dem Ziel der Kosten- und Technologieführerschaft. Ein Schwerpunkt liegt darauf, unsere aktuellen Produktionsprozesse im Hinblick auf Optimierungspotenziale mit mathematischen und experimentellen Methoden zu überprüfen. Auf diese Weise konnten wir bereits erhebliche Rohstoff- und Energieeinsparmöglichkeiten identifizieren und in einigen Bereichen schon realisieren. Die Betriebskosten konnten wir außerdem weiter senken, indem wir unsere Konzepte zur Prozessführung in einigen Betrieben umsetzten. Die neu implementierten Prozessführungskonzepte unter Einschluss der Online-Analytik ermöglichen es, unsere Anlagen noch näher am optimalen Betriebspunkt zu fahren und dadurch nicht nur Kosten zu reduzieren, sondern in einigen Fällen auch die Kapazität zu erhöhen. Darüber hinaus arbeiten wir vor dem Hintergrund unserer strategischen Wachstumsinitiative noch intensiver daran, unsere Prozesse für Wachstumsprojekte technologisch weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang haben wir im Jahr 2012 ein neues verfahrenstechnisches Labor eingerichtet. Dort können wir nicht nur bestehende Prozesse optimieren, sondern auch neue Verfahren entwickeln und untersuchen, inwieweit sie sich auf den industriellen Maßstab überführen lassen.
Der Bereich „Product Innovation" konzentriert sich auf die Entwicklung neuer Produkte und neuer Anwendungen für bestehende Produkte sowie auf Produktmodifizierungen. Die Suche nach neuen Produkten ist dabei breiter angelegt als in den Business Units, die Themenschwerpunkte in der Regel Business Unit-übergreifend und der Zeithorizont mittel- bis langfristig. Unsere Forschungsziele leiten sich auch hier aus den globalen Megatrends ab. Seit der Einführung unserer intranetbasierten Ideenplattform „Xplore" Anfang 2011 werden in regelmäßig initiierten Aktionen, sogenannten Challenges, weltweit Ideen und Lösungen für zukunftsweisende Innovationen entwickelt. Beispielsweise entwickelte das Siegerteam der im Berichtsjahr abgeschlossenen Challenge zum Thema „Nachhaltigkeit" eine neuartige Methode zur Beseitigung organischer Verunreinigungen aus Trinkwasser. Der große Erfolg dieser Plattform trägt maßgeblich dazu bei, unsere konzerninterne Innovationskultur zu fördern. Mithilfe standardisierter Prozesse wurden bereits zahlreiche Ideen zu konkreten Projekten ausgestaltet. Diese bewerten wir regelmäßig hinsichtlich ihrer technologischen und wirtschaftlichen Attraktivität. Unser breites Netzwerk externer Partner haben wir mit neuen Kooperationen mit Universitäten, Instituten und fachlich führenden Unternehmen, unter anderem in den Bereichen Biotechnologie, Nano- und Mikrotechnik sowie Membrantechnik, weiter ausgebaut.
Seit 2010 arbeiten wir eng mit der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN) zusammen einer der weltweit renommiertesten wissenschaftlichen Einrichtungen mit mehr als 285-jähriger Geschichte und haben in der Zwischenzeit ein Forschungsnetzwerk mit führenden russischen Instituten und Universitäten etabliert. Unter dem Leitthema „Chemistry Shaping the Future" veranstalteten wir im November 2012 ein gemeinsames wissenschaftliches Symposium in Moskau. Die Konferenz mit Wissenschaftlern beider Länder bot im Rahmen des Deutschlandjahres in Russland ein vielfältiges Themenspektrum aus den unterschiedlichen Disziplinen der Chemie angefangen bei der Katalyse-Chemie über Polymer- und organische Chemie bis hin zu Fragen der Materialwissenschaften.
UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG
Es ist unser Anspruch, in unseren geschäftlichen Aktivitäten die Erfordernisse von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft miteinander zu verbinden. Mit unseren Produkten und unserer Kompetenz im Bereich nachhaltige Entwicklung können wir wichtige Beiträge dazu leisten, unsere Kunden zu stärken, die Umwelt zu schützen und die Lebensqualität aller Menschen zu steigern. Alle unsere CR-Aktivitäten müssen einen Bezug zu unserem Kerngeschäft oder zum vorhandenen Know-how haben.
Compliance, d.h. die Einhaltung von Gesetzen und ethischen Grundsätzen, verstehen wir als Grundlage nachhaltiger Unternehmensführung. Der konzernweit gültige „Kodex für gesetzmäßiges und verantwortungsbewusstes Handeln bei LANXESS" legt Mindeststandards fest und gibt unseren Mitarbeitern Hinweise und Orientierung für deren Einhaltung. Unser Compliance-Management-System wurde im Jahr 2012 durch die Deloitte & Touche GmbH geprüft.
Bereits seit 2006 unterstützen wir die Initiative Responsible Care® und haben die entsprechende Erklärung des Weltchemieverbands ICCA mit unterzeichnet. Darüber hinaus bekennen wir uns zu den anerkannten Prinzipien der weltweit größten Initiative für Corporate Responsibility, dem UN Global Compact. Seit unserem Beitritt im Jahr 2011 haben wir unser Nachhaltigkeitsprofil weiter geschärft.
Integriertes Managementsystem
Ein global integriertes Managementsystem sorgt konzernweit für die notwendigen Managementstrukturen, um verantwortliches unternehmerisches Handeln zu gewährleisten. Weltweit gelten neben den internen Richtlinien und Handlungsanweisungen anspruchsvolle Qualitäts- und Umweltstandards nach den internationalen Normen ISO 9001 und ISO 14001. Den Fortschritt der System integration neuer Standorte und die Leistungsfähigkeit unseres Managementsystems lassen wir regelmäßig weltweit von externen und unabhängigen Experten prüfen. Die Bestätigung der Compliance mit den Normen ISO 9001 und ISO 14001 erfolgt danach in einem sogenannten globalen Matrixzertifikat. 2012 haben wir das sogenannte Re-Zertifizierungsaudit, das im Dreijahresrhythmus stattzufinden hat, erfolgreich durchgeführt.
Zum Stichtag 28. April 2012 umfasste unser Matrixzertifikat 41 Gesellschaften mit 79 Standorten in 22 Ländern. Ende 2012 wurden der von DSM übernommene Standort Geleen (Niederlande), der chinesische Standort Liyang, das Hauptquartier der Business Unit Butyl Rubber in Singapur sowie die Darmex-Standorte der Rhein Chemie in Burzaco und Merlo (Argentinien) bzw. Colonia (Uruguay) neu in das Zertifikat mit aufgenommen. An unseren Standorten in den USA erlangten wir zusätzlich ein Zertifikat gemäß RC14001 (RC = Responsible Care®).
Im Jahr 2010 haben wir zudem begonnen, ein Energiemanagementsystem auf Basis der ISO 50001 zu implementieren. Die im Februar 2012 in Kraft gesetzte LANXESS Richtlinie zum Energiemanagement legt die entsprechenden weltweit gültigen Standards fest. Ende 2012 konnten wir die Implementierung des Energiemanagementsystems in den deutschen Produktionsbereichen erfolgreich abschließen. Als erster LANXESS Produktionsbetrieb wurde die IAB Ionenaustauscher GmbH in Bitterfeld in 2012 nach der ISO 50001 zertifiziert.
Umweltdaten
Um Kennzahlen in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz weltweit systematisch zu erfassen, nutzen wir ein eigens entwickeltes elektronisches Datenerfassungssystem. Die Datenerhebung erfolgt mit Ausnahme der Million-Arbeitsstunden-Quote nur an Produktionsstandorten, die zu über 50 % zum Konzern gehören. Für das Berichtsjahr 2012 hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unsere Datenerhebungsprozesse und unser Datenerfassungssystem im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Prüfung beurteilt und den Großteil unserer HSE-Kennzahlen des Jahres 2012 mit dem Ziel geprüft, eine „gewisse Prüfungssicherheit" („limited assurance”) zu erlangen.
Produktverantwortung
Wir befürworten ausdrücklich die Schutzziele der europäischen Chemikalienverordnung REACH. Fristgerecht haben wir in der ersten REACH-Registrierphase bis zum 30. November 2010 Dossiers für 193 Stoffe, die wir in jährlichen Mengen über 1.000 Tonnen in der EU herstellen oder dorthin importieren, an die zentrale europäische Chemikalienagentur (ECHA) übermittelt. In der zweiten Phase erfolgt nun bis Ende Mai 2013 die Registrierung von rund 200 Stoffen über 100 Tonnen. Zum Abschluss der dritten Registrierfrist Ende Mai 2018 werden schließlich alle Stoffe über einer Tonne registriert sein. Insgesamt rechnen wir mit etwa 750 Stoffdossiers über alle drei Phasen.
Gesellschaftliches Engagement
Im Zentrum unseres gemeinnützigen Handelns steht die Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung an Schulen. 2008 haben wir die umfangreiche LANXESS Bildungsinitiative ins Leben gerufen, mit der wir unser klares Bekenntnis zum Wirtschafts- und Chemiestandort Deutschland unterstreichen. In den vergangenen fünf Jahren haben wir insgesamt rund 4 Mio. € in die Initiative investiert. Auch international haben wir an fast allen LANXESS Standorten Projekte etabliert, mit denen insbesondere die naturwissenschaftliche Bildung gefördert werden soll.
NACHTRAGSBERICHT
Nach dem 31. Dezember 2012 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LANXESS Konzerns oder der LANXESS AG zu erwarten ist.
RISIKO- UND CHANCENBERICHT
Voraussichtliche Entwicklung der Rahmenbedingungen
Allgemeine Rahmenbedingungen
Wir gehen davon aus, dass sich die konjunkturellen Schwierigkeiten in den Industriestaaten im Laufe des Jahres 2013 nur graduell verringern werden. Auch die Wachstumsmärkte dürften sich dem herausfordernden Umfeld in den etablierten Wirtschaftsräumen nicht entziehen können. Die Dynamik des globalen Wachstums sollte daher auch im Jahr 2013 mit einer Rate von 2,0 % nur schwach ausfallen.
Selbst diese vorsichtige Prognose unterliegt dabei noch wesentlichen Risiken, zu denen die politische Unsicherheit hinsichtlich der Fiskalsituation in den USA und der Staatsverschuldung in Europa beiträgt. Die Lage im Nahen Osten und in Afrika stellt derzeit das höchste Risiko im Hinblick auf politische Instabilitäten dar.
Das BIP-Wachstum im NAFTA-Raum wird sich unseren Einschätzungen zufolge in etwa auf Vorjahresniveau bewegen und 2,0 % erreichen. Da die Probleme in Europa weiterhin noch nicht gelöst sind, eine weitere Verschärfung aber auch nicht zu erwarten ist, gehen wir von einer wirtschaftlichen Stagnation aus. In der ersten Jahreshälfte 2013 dürften dabei noch rezessive Tendenzen vorherrschen, woran sich in der zweiten Jahreshälfte eine Erholung anschließen könnte. Unsere Prognose für Westeuropa geht daher ebenfalls von einem Nullwachstum aus. Mit 4,0 % dürfte Asien etwas stärker wachsen als 2012.
Erwartetes BIP-Wachstum
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) | Bruttoinlandsprodukt | ||
|---|---|---|---|
| 2013 | 2014 | 2015 -2017 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Amerika | 2,0 | 3,0 | 3,0 |
| NAFTA | 2,0 | 3,0 | 3,0 |
| Lateinamerika | 3,5 | 4,5 | 4,0 |
| EMEA | 0,5 | 1,5 | 2,5 |
| Deutschland | 0,5 | 1,0 | 1,5 |
| Westeuropa | 0,0 | 0,5 | 2,0 |
| Mittel-/Osteuropa | 2,0 | 3,5 | 4,0 |
| Asien/Pazifik | 4,0 | 5,0 | 5,0 |
| wen | 2,0 | 3,0 | 3,5 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Anm.: Daten basieren auf Erwartungen i. W. Vom Februar 2013 des IHS Global Insight.
Die geopolitische Lage wird unserer Einschätzung nach weiterhin zu einer hohen Volatilität im Rohstoffbereich beitragen. Der Trend zu höheren Beschaffungskosten, insbesondere für petrochemische Rohstoffe, dürfte anhalten. Hinsichtlich der Energiepreise ist für die kommenden Jahre von einem weiteren Anstieg auszugehen.
Für den US-Dollar erwarten wir 2013 eine volatile Entwicklung in einer Bandbreite von 1,25 bis 1,40 USD/€ im Vergleich zum Stichtagskurs von 1,32 USD/€ am 31. Dezember 2012.
Künftige Entwicklung der chemischen Industrie
Die chemische Industrie wird unserer Einschätzung nach dem Trend der makroökonomischen Rahmenbedingungen folgen. Wir prognostizieren für 2013 mit 3,0 % ein eher unterdurchschnittliches Wachstum, das erneut von der geringen Nachfrage im NAFTA-Raum und in Westeuropa geprägt sein dürfte. Die aufstrebenden Volkswirtschaften werden unverändert die Haupttreiber des globalen Wachstums darstellen. So erwarten wir in China ein Wachstum von 7,5 % und in Indien von 5,5 %. Das Wachstum des asiatisch-pazifischen Raums insgesamt dürfte bei 5,5 % liegen. Für Südamerika sehen wir mit einem Wachstum von 3,5 % wieder positivere Impulse.
Erwartetes Wachstum Chemieproduktion
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) | Chemieproduktion | ||
|---|---|---|---|
| 2013 | 2014 | 2015-2017 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Amerika | 1,5 | 2,5 | 3,0 |
| NAFTA | 1,5 | 2,0 | 3,0 |
| Lateinamerika | 3,5 | 4,0 | 4,0 |
| EMEA | 0,5 | 1,5 | 2,5 |
| Deutschland | 1,5 | 2,0 | 1,5 |
| Westeuropa | 0,0 | 1,0 | 2,0 |
| Mittel-/Osteuropa | 2,5 | 3,5 | 4,5 |
| Asien/Pazifik | 5,5 | 7,0 | 6,5 |
| Welt | 3,0 | 4,5 | 4,5 |
1) Gerundet auf 0,5 %.
Anm.: Daten basieren auf Erwartungen i.W. Vom Februar 2013 des IHS Global Insight.
Künftige Entwicklung der Absatzmärkte
Die globale Reifenindustrie wird unserer Prognose zufolge 2013 um insgesamt 4,5 % wachsen. Vor allem bei Ersatzreifen sollte sich die Nachfrage erholen. Für die Region Asien/Pazifik mit ihren Wachstumsmotoren China und Indien gehen wir von einem Zuwachs um 6,5 % aus. In Europa müssen wir hingegen mit einem leichten Rückgang rechnen. In Westeuropa wird sich die Abwärtsdynamik des Vorjahres mit einem Minus von 7,5 % vermutlich fortsetzen, während Mittel-/Osteuropa ein deutliches Wachstum von 7,5 % erzielen könnte. Ein lediglich marginales Wachstum von 0,5 % erwarten wir für den NAFTA-Raum.
In der Automobilindustrie ist 2013 mit einem deutlich geringeren Wachstum von nur noch 2,5 % zu rechnen. Während wir vor dem Hintergrund der schwachen konjunkturellen Entwicklung in Westeuropa mit einem starken Rückgang um rund 8,5 % kalkulieren, dürfte sich die Lage in Zentraleuropa mit einem Plus von 6,0 % verbessern. Im NAFTA-Raum gehen wir von einer Normalisierung des Wachstums auf 3,0 % aus. In Asien wird die Produktion von Automobilen voraussichtlich um 6,0 % zunehmen. China dürfte mit 10,5 % ein starkes Wachstum aufweisen, während sich in Japan die Produktion mit minus 6,0 % deutlich abschwächen sollte.
Aufgrund einer guten weltweiten Nachfrage sollte der Markt für Agrochemikalien weiterhin wachsen. Die Region mit dem stärksten Zuwachs dürfte dabei Asien mit 4,5 % sein. Europa könnte auf einem hohen Produktionsniveau weiter leicht zulegen. Die mit plus 0,5 % schwächste Entwicklung erwarten wir im NAFTA-Raum aufgrund der niedrigen Nachfrage im Jahr 2012 und entsprechend hoher Lagerbestände bei den Kunden.
Für die Bauindustrie erwarten wir global weiterhin ein moderates Wachstum. Die Krise in der Eurozone wird unserer Einschätzung nach zu einem weiteren Rückgang um 0,5 % führen. Im NAFTA-Raum sagen wir für die Bauindustrie ein leichtes Wachstum von 3,0 % voraus. Die Wachstumsschwerpunkte in dieser Branche dürften unverändert in Asien mit 7,0 % und hier insbesondere in China liegen.
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen
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| Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%) 1) | Reifen | Automobil | Agrochemikalien | Bauindustrie | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | 2014 | 2015-2017 | 2013 | 2014 | 2015–2017 | 2013 | 2014 | 2015–2017 | 2013 | 2014 | 2015–2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Amerika | 2,5 | 2,0 | 1,0 | 3,5 | 5,5 | 3,5 | 2,0 | 2,5 | 2,5 | 3,5 | 8,0 | 6,0 |
| NAFTA | 0,5 | 0,0 | -0,5 | 3,0 | 5,0 | 2,5 | 0,5 | 2,0 | 2,0 | 3,0 | 8,5 | 6,0 |
| Lateinamerika | 9,5 | 8,5 | 5,0 | 5,0 | 6,5 | 6,0 | 3,5 | 3,0 | 3,0 | 5,5 | 6,0 | 5,0 |
| EMEA | 0,5 | 1,5 | 2,0 | -5,5 | 5,0 | 6,5 | 1,0 | 2,0 | 3,0 | 0,5 | 1,5 | 3,0 |
| Deutschland | -3,5 | -1,0 | -0,5 | -10,0 | 0,5 | 5,5 | 1,5 | 2,0 | 2,5 | -0,5 | 0,5 | 1,0 |
| Westeuropa | -7,5 | -4,0 | -1,0 | -8,5 | 1,5 | 6,0 | 1,5 | 1,5 | 2,0 | -0,5 | 0,5 | 2,0 |
| Mittel/Osteuropa | 7,5 | 6,0 | 4,0 | 6,0 | 9,0 | 5,0 | 1,0 | 2,5 | 3,0 | 2,0 | 4,0 | 5,0 |
| Asien/Pazifik | 6,5 | 8,5 | 7,5 | 6,0 | 10,0 | 7,0 | 4,5 | 5,5 | 5,5 | 7,0 | 6,5 | 5,5 |
| Welt | 4,5 | 5,5 | 5,0 | 2,5 | 7,5 | 6,0 | 3,0 | 4,0 | 4,0 | 3,5 | 5,0 | 4,5 |
1) Gerundet auf 0,5 %
Anm.: Daten basieren auf Erwartungen i. W. vom Februar 2013 von IHS Global Insight. LMC und weiteren Quellen.
Risikobericht
Chancen- und Risikomanagementsystem
Unser Erfolg wird wesentlich vom Erkennen von Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit und einem bewussten Umgang mit diesen beeinflusst. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken zu erkennen und ihrer Ausprägung gemäß angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um die langfristige Sicherung des Unternehmens und dessen erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft zu unterstützen. Risiken ebenso wie Chancen werden als negative bzw. positive Abweichung vom geplanten Ergebnis verstanden.
Basis dieses Managementsystems sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früherkennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Dieser Ansatz gilt gleichermaßen für Chancen wie für Risiken.
Wie alle Methoden, mit denen unternehmerisches Risiko gehandhabt werden soll, bietet aber auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es dient jedoch dazu, mit hinreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.
Strukturelle Grundlagen
Die Grundsätze unseres Chancen- und Risikomanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Das Managementsystem, das dem Rahmenkonzept des Enterprise Risk Management gemäß dem COSO-Modell folgt, besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen, die in die betrieblichen Prozesse durch die Aufbau- und Ablauforganisation, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementanweisungen und technischen Standards eingebunden sind.
Das System folgt dem Integrationskonzept, d.h., die Früherkennung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Der Umgang mit Chancen und Risiken ist daher originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften. In diesem Sinn basiert unser Chancen- und Risikomanagement auf klar geregelten Geschäftsprozessen, einer lückenlosen Zuordnung von Zuständigkeiten in der Organisation sowie angemessenen Berichtssystemen, die eine zeitnahe Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen an den Vorstand bzw. nachgelagerte Managementebenen gewährleisten. Chancen und Risiken werden bei uns in verschiedenen Ausschüssen und Sitzungen erörtert und überwacht.
Rollen wesentlicher Organisationseinheiten
Bei LANXESS betreiben die Business Units das operative Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher.
Entsprechend dieser Aufgabenteilung haben wir die Zuständigkeiten, die sogenannten Risk-Owner, für
| • | die Identifikation und Bewertung von Risiken und Chancen, |
| • | die Vorbeugung (Maßnahmen zur Risikovermeidung, -minderung oder -diversifikation), |
| • | die Überwachung von Risiken (z.B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren), |
| • | die Vorsorge (Maßnahmen zur Schadensminimierung im Ereignisfall) und |
| • | die Kommunikation der wesentlichen Risiken und Chancen in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche |
| • | definiert. |
Die Group Function Corporate Controlling verantwortet die konzernweite Sammlung und Aggregation der maßgeblichen Informationen in den nachfolgend dargestellten Zyklen:
| • | zweimal jährlich im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses für das laufende Geschäftsjahr |
| • | einmal jährlich im Rahmen des Budget- und Planungsprozesses für das Folgejahr sowie den mittelfristigen Prognosezeitraum |
Die berichteten Chancen und Risiken werden in einer zentralen Datenbank gesammelt und regelmäßig für den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Dies stellt sicher, dass neu auftretende bzw. sich wesentlich verändernde, bestehende Chancen und Risiken zeitnah bis hin zum Vorstand kommuniziert und damit zielgerichtet in die allgemeine Unternehmenssteuerung eingebunden werden.
Als Meldeuntergrenze für Chancen und Risiken gilt eine Auswirkung auf das Konzernergebnis oder EBITDA von 1 Mio. € unter Berücksichtigung einer Mindesteintrittswahrscheinlichkeit. Diese niedrige Meldeuntergrenze bedingt, dass Chancen und Risiken umfassend erhoben werden. Eine Beschränkung nur auf wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit. Erst im Nachgang werden die Top-Chancen und Top-Risiken zentral von der Group Function Corporate Controlling bestimmt. Die Wesentlichkeitsgrenze hierfür beträgt konzernweit 10 Mio. €.
Die Group Function Corporate Development analysiert und bewertet systematisch bedeutende und strategische Chancen und Risiken mit dem Ziel, den Konzern langfristig richtig auszurichten.
Die Group Function Treasury steuert zentral Transaktionen insbesondere zum finanziellen, aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen). Dies wird im Abschnitt zu den Risiken der künftigen Entwicklung im Detail erläutert.
Aufgrund der hohen Integration der allgemeinen Geschäftsprozesse existieren themenbezogene Gremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit den Chancen und Risiken des Konzerns beschäftigen. Das versetzt uns in die Lage, schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse zu reagieren.
Bedeutung des konzernweiten Planungsprozesses
Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Kernelement unseres Chancen- und Risikomanagements. Chancen und Risiken mit einer Wahrscheinlichkeit größer als die vorgegebene Mindestwahrscheinlichkeit fließen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Dabei werden die führenden Planzahlen ermittelt sowie Chancen und Risiken mit hinreichender Eintrittswahrscheinlichkeit in Worst-Case/Best-Case-Szenarien aufgeführt. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling gesteuert und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Planung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden in dedizierten Vorstandsterminen erörtert und verabschiedet. Die Jahresplanung im jeweiligen Berichtsjahr überwachen wir, indem wir regelmäßig die aktuellen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung ermitteln.
Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen, wie beispielsweise unerwartet auftretende operative Ereignisse mit erheblicher Ergebnisauswirkung, organisatorisch vorgesehen. Im Berichtsjahr bestand bei uns kein Anlass zu einer solchen sofortigen Berichterstattung.
Compliance als integraler Bestandteil
Zum Risikomanagement gehört auch, unrechtmäßiges Handeln unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Wir setzen hier darauf, uns bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle umfassend rechtlich beraten zu lassen und unsere Mitarbeiter mit unserem Compliance-Kodex dazu zu verpflichten, sich entsprechend den Gesetzen zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Dieser Kodex ist eingebettet in ein umfassendes Compliance-Management-System, das in seinem Aufbau den Leitlinien eines international anerkannten Rahmenwerks zum unternehmensweiten Risikomanagement (COSO) folgt. Hierbei fördert und überwacht ein Compliance-Committee die Einhaltung unserer Compliance-Grundsätze. Es wird von Compliance-Beauftragten unterstützt, die für jedes Land bestimmt wurden, in dem wir eine Tochtergesellschaft unterhalten. Das Compliance-Committee wird von einem Compliance-Officer geführt. Dieser untersteht direkt dem Vorstand, dem er regelmäßig berichtet. Darüber hinaus ist eine unverzügliche Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat für schwerwiegende Compliance-Verstöße eingerichtet. Im Berichtsjahr bestand bei uns kein Anlass zu einer solchen Berichterstattung.
(Konzern-) Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Hierzu existieren klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei LANXESS in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem (Konzern-) Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement. Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings aufgrund von Ermessensentscheidungen, kriminellen Handlungen, fehlerbehafteten Kontrollen oder sonstigen Umständen eingeschränkt sein. Eine vollständige Sicherheit, dass Sachverhalte korrekt und zeitnah in der (Konzern-) Rechnungslegung erfasst werden, kann somit selbst dann nicht gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Systembestandteile konzernweit angewendet werden.
Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG und des Konzernabschlusses sowie für die Einheitlichkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss auf, die danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet werden. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses werden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers.
Konsolidierte Konzernzwischenabschlüsse werden jedes Quartal erstellt. Der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss unterliegt der prüferischen Durchsicht, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer.
Der einheitlichen und HGB-konformen Rechnungslegung der LANXESS AG liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisung zugrunde. Neben der Funktionstrennung sind das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen und grundlegende Überwachungsmaßnahmen im Abschlusserstellungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess wird auf der IT-technischen Seite ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen erfolgen auf Basis eines systematischen Belegwesens. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen.
Grundlage des einheitlichen und IFRS-konformen Konzernberichtswesens ist die LANXESS Konzernabschlussrichtlinie. Sie regelt, in welcher Art die für den Konzern relevanten Normen der International Financial Reporting Standards (IFRS) von den Tochtergesellschaften als berichtenden Einheiten anzuwenden sind. Die Richtlinie definiert ferner den verbindlichen Konzernkontenrahmen. Sie wird auf der IT-technischen Seite durch ein konzernweit einheitliches Anlieferungs- und Konsolidierungssystem ergänzt, das weitgehend auf Standardsoftware basiert und mit Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist
Indem wir den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess regeln und überwachen, stellen wir eine den einschlägigen Gesetzen und Normen entsprechende, ordnungsgemäße (Konzern-) Rechnungslegung sicher und gewährleisten die Verlässlichkeit unserer Finanzberichterstattung. Das bei uns angewendete (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Entsprechende Vorgaben existieren auch für die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften.
Der Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein detailliert ausgearbeiteter Prozess zugrunde. Dieser wird zeitlich definiert durch die Vorgabe eines Abschluss-Terminkalenders, der die Zeitpunkte für die Anlieferung bestimmter Daten festlegt. Fester Bestandteil ist auch die regelmäßige Prüfung, ob der Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen korrekt ermittelt und vollständig ist. Die Prinzipien der Funktionstrennung in der Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Prüfungen von Angaben auf Plausibilität werden im gesamten Erstellungs- und Konsolidierungsprozess durchgängig angewendet.
Für den Konzernabschluss liefern alle berichtspflichtigen Tochtergesellschaften ihre Konzernberichtsdaten über das oben genannte Konsolidierungssystem an. Systemintegrierte Validierungsregeln stellen zum Zeitpunkt der Anlieferung sicher, dass die gemeldeten Daten der Tochtergesellschaften konsistent sind. Die originäre Verantwortung dafür, dass die gemeldeten Daten inhaltlich korrekt sind, liegt beim Rechnungswesen der Tochtergesellschaften. Weiter gehende Prüfungen der inhaltlichen Korrektheit nimmt die Abteilung Corporate Accounting innerhalb der Group Function Accounting vor. Hierzu werden unter anderem standardisierte Berichte ausgewertet, in denen die Gesellschaften wesentliche abschlussrelevante Sachverhalte erläutern. Nach den prozessintegrierten Kontrollen erfolgt die Konzernkonsolidierung einschließlich Währungsumrechnung ohne weitere Schnittstellen im selben System, wobei sowohl automatische als auch manuelle Konsolidierungsmaßnahmen vollzogen werden. Die Korrektheit der automatischen Konsolidierungsschritte und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Konsolidierungssachverhalte werden separat gebucht, im erforderlichen Rahmen dokumentiert und von nachgelagerten Stellen kontrolliert. Ergänzt wird dies durch systemintegrierte Validierungsregeln.
Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury, Tax und Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten. Im Rahmen des laufenden Informationsaustauschs mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions identifiziert und verarbeitet die Group Function Accounting Sachverhalte, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsuntersuchungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen.
Überwachung des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems (IKS)
Konzernintern ist die Group Function Internal Auditing beauftragt, zu überwachen, ob das interne Steuerungs- und Überwachungssystem funktionsfähig ist und die organisatorischen Sicherungsmaßnahmen eingehalten werden. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und Prüfungsansätze dieser Group Function sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Zur Beurteilung der Wirksamkeit des IKS wird zudem ein jährliches Self Assessment in wesentlichen Konzerngesellschaften, operativen Einheiten und Group Functions durchgeführt. Zusätzlich beurteilt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem. Auch der Aufsichtsrat übernimmt Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit der zuvor beschriebenen Managementsysteme. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse des Compliance-Committees, der Group Function Internal Auditing sowie den Status des Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems berichten.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die wesentlichen Risikoquellen lassen sich wie folgt darstellen:
Gruppierung der Risikoquellen
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| Makroökonomisch | - regionale Entwicklungsdivergenz |
| - langfristige Wechselkursparitäten | |
| - demografische Entwicklung | |
| Strategisch | - Unternehmensstrategie |
| -Investitionen | |
| - Informationstechnologie | |
| - Personal | |
| Leistungswirtschaftlich | -Absatzrnärkte |
| - Betriebsabläufe | |
| - Umweltrisiken | |
| - Beschaffungsmärkte | |
| - Finanzwirtschaft | |
| Regulatorisch | - rechtliche Aspekte |
| - regulatorische Maßnahmen | |
| - Steuern |
• Regional unterschiedliche Wirtschaftsentwicklung
Grundsätzlich unterliegt LANXESS den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Chancen und Risiken in den Ländern und Regionen, in denen der Konzern tätig ist. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Wir begegnen diesem Szenario mit unserer regional breit gefächerten Aufstellung und dem Ausbau unserer Präsenz in ausgewählten Wachstumsregionen. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden sich im Abschnitt „Strategische Ausrichtung" dieses Lageberichts.
• Langfristige Wechselkursentwicklung
Verschiebungen in den Paritäten der Wechselkurse können sich, abhängig von ihrem Produktionsland, auf die Verkaufserlöse in Konzemwährung und ihre Margen bezogen auf die Herstellungskosten der Produkte auswirken. Neben den im Abschnitt „Finanzwirtschaftliche Risiken" beschriebenen Absicherungsmaßnahmen setzen wir auch darauf, unsere Produktionsstandorte in den wesentlichen Wachstumsregionen auszubauen, um mit der regionalen Angleichung von Produktion und Absatz eine Natural-Hedge-Position aufzubauen.
• Demografische Entwicklung
Dem Risiko der demografischen Entwicklung begegnen wir ebenfalls aktiv. Um auch künftig ausreichend qualifiziertes Personal beschäftigen zu können, haben wir zunächst für Deutschland seit 2009 unter dem Begriff XCare umfassende Maßnahmen ergriffen. Interdisziplinäre Arbeitsgruppen entwickeln in enger Abstimmung mit den Sozialpartnern bei LANXESS innovative Konzepte, um Veränderungen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben, frühzeitig und aktiv anzugehen. Angefangen bei der Erhöhung der Zahl von Ausbildungsstellen bis hin zu Angeboten, die es älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, länger am Erwerbsleben teilzunehmen.
Ein weiteres Handlungsfeld ist der Bereich „Gesundheit". Ziel ist es, die Produktivität zu steigern und das Risiko von Ausfallzeiten weiter zu senken. Hier wurden die Maßnahmen zur Prävention und Wiedereingliederung erfolgreich ausgebaut. Zusätzlich schlossen wir 2011 in enger Absprache mit unseren Arbeitnehmervertretern eine Vereinbarung über ein mehrstufiges Konzept, das es Mitarbeitern erleichtern wird, neben ihrem Beruf für die Pflege von Angehörigen zu sorgen. Dazu gehört beispielsweise eine eigens definierte Pflege-Teilzeit. 2012 wurde dieses Pflegekonzept durch weitere Module ergänzt, u.a. durch das Angebot zur Vermittlung von Pflegeplätzen für Angehörige in der Nähe unserer deutschen Standorte sowie durch ein zinsgünstiges Pflegedarlehen. Insgesamt bauen wir unsere Konzepte bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter aus. So begannen im November 2012 auch die Bauarbeiten an einem betriebsnahen Kindergarten am Standort Leverkusen.
Dass Arbeitskräfte auf unseren weltweiten Märkten knapp werden, ist bislang noch nicht in einem hohen Maße zu spüren. Einer vorausschauenden und nachhaltigen Personalpolitik entsprechend, haben wir jedoch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und weiterführenden Schulen in Deutschland und in wichtigen Zielmärkten im Berichtszeitraum weiter ausgebaut. Darüber hinaus haben wir unser Unternehmen in zahlreichen Veranstaltungen weltweit als attraktiven Arbeitgeber positionieren können. Hierbei profitieren wir auch von unserem Aufstieg in den DAX. Des Weiteren bauen wir in zahlreichen Regionen unsere Praktikanten- und Nachwuchsprogramme aus, insbesondere in den BRICS-Staaten.
Ein wesentlicher Baustein für eine weltweit verantwortliche Steuerung der Personalressourcen ist die Vorstandsinitiative „Diversity & Inclusion". Sie soll einen Beitrag dazu leisten, dass sich unsere Mitarbeiterschaft mittel- und langfristig durch eine größere Vielfalt hinsichtlich Alter, Geschlecht und Nationalität auszeichnet, um damit noch besser den Herausforderungen globaler Märkte und unterschiedlicher Kundenanforderungen gerecht zu werden. Die Initiative „Diversity & Inclusion" startete bereits 2011 und ging 2012 mit zahlreichen Teilprojekten in eine entscheidende Phase. Erstmals setzte sich LANXESS in diesem Rahmen auch ein konkretes Ziel: Der Anteil von Frauen im mittleren und oberen Management soll weltweit bis 2020 von 15 % auf 20 % steigen. Gleichzeitig ist es unsere Absicht, intelligente Lösungen in der Verknüpfung von Diversity- und Demografiemanagement zu finden. Mit dem Teilprojekt „Senior-Trainee-Programm" ermöglichen wir beispielsweise in Deutschland der Gruppe der akademisch ausgebildeten Frauen und Männer unterschiedlichen Alters die Rückkehr in den Beruf nach einer längeren Familienphase. Ziel ist es, demografiebedingten Veränderungen besser zu begegnen, indem wir eine bislang auf dem deutschen Arbeitsmarkt wenig beachtete Zielgruppe ansprechen und gleichzeitig als verantwortungsvolles Unternehmen Chancengleichheit für Frauen ermöglichen.
• Unternehmensstrategische Risiken
Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Konzerns aktiv voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzoptimierung, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen.
Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko hinsichtlich künftiger (Markt-)Entwicklungen und der Annahmen zur Umsetzbarkeit der angestrebten Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Ein- oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite-oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. Wir begegnen dem, indem wir die entscheidungsrelevanten Informationen sorgfältig und strukturiert aufarbeiten. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand von erfahrenen Fachabteilungen und ggf. von externen Beratern unterstützt.
Bei der Gewinnung von Informationen über M&A-Objekte ist nicht auszuschließen, dass nicht alle für die Einschätzung der künftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlichen Informationen vorliegen oder richtig bewertet werden. Dieses Risiko verringern wir durch systematische „DueDiligence"-Analysen und soweit möglich entsprechende Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration von erworbenen Unternehmen oder Geschäften kann dazu führen, dass erwartete Entwicklungen nicht eintreten. Daher existieren bei uns Prozesse, die eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleisten.
• Investitionsrisiken
Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden von den zuständigen Business Units vorbereitet und dem Vorstand nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Committee zur Entscheidung vorgelegt. Mit diesem Prozess stellen wir sicher, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden.
• Informationstechnologische Risiken
Unsere IT-Systeme unterstützen LANXESS Geschäftsaktivitäten weltweit, unter anderem die Prozesse vom Auftragseingang bis zum Ausgleich der Forderung oder von der Bestellung bis zur Zahlung der Lieferantenrechnung. Wichtig ist, dass die Nutzer der Systeme zum richtigen Zeitpunkt korrekte und aussagefähige Informationen erhalten. Um dies zu unterstützen, entwickeln wir eine einheitliche und integrierte Systemlandschaft und investieren weltweit in den Ausbau und die Erweiterung der IT-Services.
Beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen verfälscht oder gelöscht werden. In beiden Fällen kann dies zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen. Um derartigen Risiken zu begegnen, investieren wir in angemessene Datensicherungssysteme wie Spiegeldatenbanken, die den Verlust von Daten und Informationen verhindern. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente, beispielsweise FirewallSysteme sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme, sollen die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie den störungsfreien Betrieb der Systeme gewährleisten. Das Risikomanagement der Group Function Information Technology basiert auf anerkannten Standards.
• Personalpolitische Risiken
Das Risiko von Arbeitskampfmaßnahmen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist in einigen Ländern nicht auszuschließen. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Dazu gehört auch das Instrument QUEST, das Qualifizierungs-, Einsatz- und Stellenmanagement-Center, eine firmeninterne Vermittlungseinheit, die schon seit 2009 fest in den deutschen Organisationen verankert ist, um Personalüberhänge abzufedern und Wissen im Unternehmen zu halten.
Das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen ist ein entscheidender Faktor für die effiziente Abwicklung unserer Geschäfte. Um das Risiko zu bewältigen, das in einem Verlust dieses Wissens liegt, verfolgen wir unterschiedliche Ansätze: Mit attraktiven Vergütungsmodellen, herausfordernden Aufgaben und internationalen Karriereperspektiven möchten wir Mitarbeiter an das Unternehmen binden. In Personalkonferenzen und Development Centern sichten wir darüber hinaus jedes Jahr besonders qualifizierte Mitarbeiter für einen späteren Einsatz in Schlüssel- und Führungsfunktionen, um Kompetenzen im Haus weiter auszubauen und Verluste von Know-how zu vermeiden. Stetig bauen wir dazu auch den internationalen Austausch von Wissensträgern über die verschiedenen Group Functions und Business Units aus. Außerdem investieren wir kontinuierlich in die Nachwuchsförderung, sei es mit einer steigenden Zahl von Ausbildungsplätzen in Deutschland oder mit dem Auf- und Ausbau auch von regionalen Praktikanten-und Traineeprogrammen beispielsweise in Brasilien, Indien und China neben einem zentralen Corporate-Trainee-Programm mit internationalen Einsätzen. Ein Indikator für den bislang geringen
Know-how-Verlust sind niedrige Fluktuationsquoten in allen Regionen sowie beständig steigende Bewerberzahlen. Insgesamt schätzen wir das Risiko, dass unsere Geschäfte von Wissensverlusten beeinträchtigt werden, als gering ein.
Um die Produktivität von LANXESS weiter zu steigern, haben wir im Geschäftsjahr 2011 im Rahmen des strategischen Wachstumsprogramms GOFOR 1.4 die International LANXESS Sales Academy (ILSA) für unsere weltweite Vertriebsorganisation entwickelt und eingeführt. Diese haben wir im Berichtszeitraum fortgesetzt. Mittlerweile sind 200 internationale Vertriebsmitarbeiter aus allen Regionen in drei Modulen geschult worden.
• Risiken in Absatzmärkten
Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Risiken für LANXESS. Neben diesen nachfragebedingten Marktrisiken können auch strukturelle Marktveränderungen, etwa das Auftreten neuer Anbieter, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigem Kostenniveau, Produktsubstitution oder Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten, unser Risikoprofil beeinflussen und unsere Ertragskraft schwächen. Wir begegnen diesen Entwicklungen mit umfassenden Maßnahmen, wie z.B. der Fokussierung und Weiterentwicklung eines Produktportfolios, mit dem wir langfristig erfolgreich tätig sein können, und einem konsequenten Kostenmanagement.
• Risiken im Betriebsablauf
Fehlende Anlagenverfügbarkeit sowie Störungen in der Arbeits- und Verfahrenssicherheit können dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine bestehende Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, so dass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z.B. proaktive Anlagenwartungen, reguläre Compliance-Checks, Gefährdungsbeurteilungen und systematische Schulungen unserer Mitarbeiter, um die Standards und die Sicherheit zu verbessern.
• Umweltrisiken aus dem Produktionsprozess
Selbst bei hohen (sicherheits-)technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus möglich. Sie können zu Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert.
LANXESS war und ist für zahlreiche Standorte, an denen teilweise seit über 140 Jahren chemische Produktion stattgefunden hat, und Abfallentsorgungseinrichtungen zuständig. Es lässt sich nicht ausschließen, dass in dieser Zeit auch Verunreinigungen verursacht wurden, die bisher noch nicht bekannt sind. Wir bekennen uns zum Responsible-Care-Gedanken und betreiben aktives Umweltmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen haben wir im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ausreichende Rückstellungen gebildet.
Im Produktportfolio von LANXESS befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Abnehmer auf die mit der Verwendung einhergehenden Risiken hin. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflicht-Versicherungen abgeschlossen.
• Risiken in Beschaffungsmärkten
Auf der Beschaffungsseite bestehen Risiken aufgrund der hohen Preisvolatilität von Rohstoffen und Energien. Ein Preisanstieg bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer erhöhten Kostenbasis in der Produktion, ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Dem begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoffversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten und/oder in den Verkaufsverträgen mit den Kunden abgedeckt. Darüber hinaus sichern wir uns teilweise über Derivate ab, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt (siehe auch Abschnitt „Finanzwirtschaftliche Risiken"). Details hierzu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [35] „Finanzinstrumente Rohstoffpreisrisiken".
Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorbereitung alternativer Bezugsquellen ab. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis ebenso belasten wie die zuvor beschriebenen steigenden Preise für Einsatzstoffe, ohne dass jedoch Möglichkeiten bestehen, sich gegenüber Kunden oder in Terminmärkten abzusichern. Um solche negativen Einflüsse auf die Kostenbasis abzumildern, verfolgen wir eine marktgerechte Preispolitik, die dem Premium-Charakter unserer Produkte gerecht wird. Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen.
• Finanzwirtschaftliche Risiken
Die Group Function Treasury steuert zentral die finanzwirtschaftlichen Risiken. Im Wesentlichen sind dies:
Finanzwirtschaftliche Risiken
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| Preisrisiken | Liquidität und Refinanzierung | Kontrahentenrisiken | Anlagerisiken |
|---|---|---|---|
| - Zinsen | - Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln | - Banken | - Investitionen in Pensionsvermögen |
| - Währungen | - Kunden | ||
| - Rohstoffe | - Zugang zu multi- und bilateralen Kapitalmärkten | ||
| - Energien |
Preisrisiken werden mit dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente im Rahmen freigegebener Bandbreiten der Absicherung gesteuert. Eine grundsätzlich konservative Finanzpolitik und eine Zielkapitalstruktur, die sich im Wesentlichen an Kennzahlensystemen führender Ratingagenturen orientiert, sichern den Zugang zu Kapitalmärkten und damit unsere Zahlungsfähigkeit. Kontrahentenrisiken, also dem Ausfall von Forderungen, begegnen wir, indem wir bewusst Kreditlimits setzen. Das Pension Committee, bestehend aus dem Finanzvorstand sowie Vertretern der Group Functions Treasury, Accounting und Human Resources, begrenzt die Anlagerisiken, indem es Allokationsentscheidungen für die Investitionen des Pensionsfonds fällt, soweit LANXESS hierauf Einfluss nehmen kann.
Eine detaillierte Darstellung finanzwirtschaftlicher Risiken und deren Management findet sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [35] „Finanzinstrumente".
• Rechtliche Risiken
Unternehmen des LANXESS Konzerns sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines ungünstigen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen mit Dritten hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf unsere künftige Finanz- oder Ertragslage.
In der Berichterstattung über frühere Geschäftsjahre wurden erhöhte Risiken aus bestimmten behördlichen und zivilgerichtlichen Kartellverfahren in den USA, Kanada und Europa im Zusammenhang mit bestimmten Produkten des ehemaligen Geschäftsbereichs Kautschuk benannt, der bei der Abspaltung von der Bayer AG dem LANXESS Konzern zugeordnet worden war. Die LANXESS AG und die Bayer AG haben im Innenverhältnis eine Haftungsvereinbarung für diese Verfahren getroffen. Danach trägt LANXESS im Innenverhältnis 30 % der Verbindlichkeiten und die Bayer AG 70 %. Für die Erstattungspflicht von LANXESS bestanden Wertgrenzen, die durch die zwischenzeitlich erbrachten Zahlungen von LANXESS ausgeschöpft sind. Mögliche zusätzliche Erstattungspflichten von LANXESS können sich noch aus einem der eingeschränkten steuerlichen Abzugsfähigkeit folgenden Steuerschaden sowie den laufenden Kosten einer Rechtsverteidigung ergeben. Letztere werden ebenfalls im Verhältnis 30 : 70 geteilt.
Weitere Ausführungen zu rechtlichen Risiken finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Anhangangabe [14] „Sonstige langfristige und kurzfristige Rückstellungen".
• Risiken aus regulatorischen Maßnahmen
Verschärfen sich Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards, kann das zu zusätzlichen Kosten und Haftungsrisiken führen. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Implementierung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern.
• Steuerliche Risiken
Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen.
Zusammenfassende Aussage zur Gesamtrisikoposition
Aufgrund unseres breit diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios hat sich unsere Risikoexposition im Berichtsjahr trotz der regional und branchenbezogen unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr nicht maßgeblich verändert. Dennoch unterliegen alle Planungen bestimmten Prognoserisiken, so dass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahrs flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen von den in der jüngeren Vergangenheit beobachteten drastischen und globalen Änderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten grundsätzlich eingeschränkt wird.
Vor dem Hintergrund der im Berichtsjahr konsequent verbesserten Finanzierungsstrukturen, unserer soliden Liquiditätsausstattung und der bereits in der Vergangenheit unter Beweis gestellten Fähigkeit, unsere Geschäfte auch kurzfristig an bedeutende Änderungen des Umfelds anzupassen, sind wir zuversichtlich, in der Zukunft auftretende Risiken zu bewältigen.
In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden.
Chancenbericht
Strategische Chancen
An der bewährten strategischen Ausrichtung von LANXESS wollen wir auch in Zukunft festhalten. Unser Produktportfolio ist konsequent auf die Märkte ausgerichtet, die in den kommenden Jahren Wachstum versprechen. Eine zentrale Rolle nehmen weiterhin die BRICS-Staaten ein, insbesondere Brasilien, China und Indien. Wir positionieren uns auch künftig als marktnaher, flexibler Premium-Anbieter im Kern der chemischen Industrie, der mit hoher Innovationskraft messbaren Mehrwert für seine Kunden generiert.
Mittelfristig streben wir an, unsere zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, auf 1,4 Mrd. € im Jahr 2014 zu steigern sowie im Jahr 2018 ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 1,8 Mrd. € zu erreichen. Diese Ziele verfolgen wir sowohl auf der Basis organischen Wachstums als auch durch gezielte Akquisitionen. Der Fokus soll dabei auf organischem Wachstum liegen.
Eine entscheidende Rolle zur Erreichung unserer Ergebnisziele spielen sowohl strategische organische Wachstumsprojekte als auch die Zusammensetzung unseres Produktportfolios, unsere regionale Ausrichtung, Akquisitionen und eine zielgerichtete Forschung und Entwicklung.
• Ausrichtung des Produktportfolios an vier globalen Megatrends
LANXESS ist mit seinem Produktportfolio in allen wichtigen Abnehmerbranchen vertreten. Aufgrund unserer breiten Diversifikation sind wir nicht von einzelnen Produkten bzw. Verfahren abhängig. Die jeweiligen Produktbereiche stärken wir gezielt durch weiter optimierte Produktionsprozesse und -verfahren, kontinuierliche Innovationen, Kapazitätserweiterungen, neue Produktionsstätten oder Akquisitionen. Dabei orientieren wir uns an den für uns wesentlichen globalen Megatrends:
Mobilität: Die steigende Nachfrage nach Fahrzeugen, insbesondere in den aufstrebenden Volkswirtschaften, und die Notwendigkeit, Mobilität überall auf der Welt umweltverträglicher zu gestalten, setzen in unseren bedeutenden Kundenindustrien Reifenproduktion und Fahrzeugbau wichtige Wachstumsimpulse. Auf europäischer und internationaler Ebene gelten Regulierungen bzw. werden Regulierungen entwickelt, die eine Bewertung von Fahrzeugreifen nach den Kriterien Rollwiderstand, Nasshaftung und Geräuschemission oder Laufleistung vorsehen und damit die Qualitätsanforderungen an Reifen erhöhen. Eine gute Bewertung ist hier nur unter Verwendung von HochleistungsKautschuken möglich. Im Automobilbau sind es vor allem die Bestrebungen, eine deutliche Gewichtsreduktion durch den vermehrten Einsatz von Hightech-Kunststoffen zu erreichen.
Landwirtschaft: Die wachsende Weltbevölkerung treibt die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten. Die vor dem Hintergrund begrenzter Anbauflächen erforderliche Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft ist insbesondere für unsere Kunden in der Agrochemikalienindustrie von zentraler Bedeutung. Mit unseren Produkten tragen wir zum Schutz der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen und damit zur Ertragsteigerung in der Landwirtschaft bei.
Urbanisierung: Besonders in den wachstumsstarken aufstrebenden Volkswirtschaften wie Brasilien, China und Indien sind die Ausdehnung bestehender Städte und die Entstehung neuer sogenannter „Megacities" zu beobachten. Entsprechend groß ist der Bedarf an Neubauten und leistungsfähiger Infrastruktur. Zudem steigen mit der wachsenden Mittelschicht auch die Ansprüche an Konsum und Lebensstandard. Von dieser Entwicklung profitieren wir vor allem durch unsere Kundenindustrien Bau und Konsumgüter.
Wasser: Die zunehmende Umweltbelastung sowie ein kontinuierlich steigender Wasserbedarf durch das anhaltende Bevölkerungswachstum und durch den industriellen Sektor sorgen dafür, dass die Nachfrage nach sauberem Wasser stetig steigt. Mit unseren innovativen Lösungen zur Reinigung und Aufbereitung von Trinkwasser, Abwasser und industriellem Prozesswasser bedienen wir folglich einen wachstumsstarken Markt.
• Nachhaltige Expansion in den BRICS-Staaten
Wir haben im Lauf der vergangenen Jahre unsere Geschäftsaktivitäten in Asien, Mittel- und Osteuropa sowie in Lateinamerika deutlich verstärkt und werden dort den Ausbau unserer Marktpositionen auch künftig weiter vorantreiben. Durch unsere zunehmende Präsenz in diesen bedeutenden wirtschaftlichen Regionen haben wir die Chance, an deren dynamischer wirtschaftlicher Entwicklung zu partizipieren. Insbesondere in Asien, mit den Schwerpunkten Singapur und China, haben wir im Berichtsjahr mit gezielten Investitionen die Basis für weiteres Wachstum gelegt.
• Stärkung des Konzerns durch Akquisitionen
In den kommenden Jahren planen wir keine tiefgreifende Änderung unserer Konzernstruktur und Geschäftspolitik. Ein wesentliches Element unserer Strategie bleibt aber, unsere Segmente auch künftig durch gezielte Akquisitionen zu stärken.
• Zielgerichtete Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
Wir investieren gezielt in Forschungs- und Entwicklungsarbeit für neue Lösungen, die den Premium-Anspruch unserer Produkte unterstreichen und für unsere Kunden einen nachhaltigen Mehrwert bieten. Kunden- und marktorientierte Innovationen sollen auch künftig wesentlich zu organischem Wachstum beitragen und unsere Wettbewerbspositionen als Premium-Anbieter stärken. Der Fokus liegt dabei unverändert auf Prozess- und Produktinnovationen.
Die Bedeutung unserer Forschung und Entwicklungsaktivitäten spiegelt sich auch in unserem Budget für das Geschäftsjahr 2013 wider, das um gut 10% über dem Ist-Niveau des Berichtsjahrs liegt.
Operative Chancen
Die Erschließung und Nutzung operativer Chancen ist zentraler Bestandteil der unternehmerischen Aktivitäten von LANXESS. Unser Anspruch ist es, mit bestehenden Produkten und neuen Lösungen unser Wachstum konsequent voranzutreiben und unsere Position in den globalen Märkten nachhaltig zu stärken. Investitionen in neue Werke sowie die Erhöhung der Produktivität bestehender Anlagen sind dabei zentrale Elemente für künftiges organisches Wachstum.
Im Berichtsjahr haben wir mit gezielten Investitionen in unsere bestehenden Geschäfte und mit Innovationen etwa für die Megatrends Mobilität und Wasser die Basis für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren zusätzlich gestärkt.
Im ersten Quartal 2013 werden wir im Segment Performance Polymers in der Business Unit Butyl Rubber unser neues Werk zur Herstellung von Butylkautschuk in Singapur planmäßig in Betrieb nehmen. Die Anlage ist für eine Jahreskapazität von bis zu 100.000 Tonnen ausgelegt. Mit den neuen Kapazitäten werden wir die mittel- und langfristig wachsende Nachfrage nach Butylkautschuk für Reifen, insbesondere aus den BRICS-Staaten, bedienen können. Das neue Werk entsteht mit einem Investitionsvolumen von rund 400 Mio. €.
In der Business Unit Performance Butadiene Rubbers errichtet LANXESS ebenfalls in Singapur seit September 2012 eine neue Produktionsanlage für den Hochleistungs-Kautschuk Neodymium-basierter Performance-Butadien-Kautschuk (Nd-PBR). Die Investition in das neue Werk auf Jurong Island beläuft sich auf rund 200 Mio. €. Mit einer Jahreskapazität von 140.000 Tonnen wird die Anlage, die in der ersten Jahreshälfte 2015 in Betrieb gehen soll, die weltweit größte ihrer Art sein.
Im wichtigen asiatischen Wachstumsmarkt China investieren wir rund 235 Mio. € in den Bau der weltweit größten Produktionsanlage für synthetischen EPDM-Kautschuk. Die Anlage unserer Business Unit Technical Rubber Products (seit 1. Januar 2013: Business Unit Keltan Elastomers) wird über eine Jahreskapazität von 160.000 Tonnen verfügen und im Jahr 2015 in Betrieb gehen. Der Spatenstich für die neue Anlage erfolgte im September 2012.
Mit dem Bau einer neuen Anlage zur Polymerisierung für rund 75 Mio. € in Antwerpen, Belgien, stärkt unsere Business Unit High Performance Materials ihren Produktionsverbund für Hightech-Kunststoffe und wird künftig von dort aus ihr globales Netzwerk von Compoundier-Betrieben bedienen können. Antwerpen ist ebenfalls Standort der Caprolactam-Anlage dem zentralen Vorprodukt für die Kunststoffherstellung und des Produktionsbetriebs für Glasfasern. Die neue Polymerisationsanlage soll im ersten Quartal 2013 fertiggestellt werden und ist auf eine Jahreskapazität von rund 90.000 Tonnen Polyamid ausgelegt.
Im Segment Advanced Intermediates sind wir mit unseren Business Units Advanced Industrial Intermediates und Saltigo gut im Markt positioniert, um die auf dem Trend Landwirtschaft basierende wachsende Nachfrage nach Agrochemikalien bedienen zu können. Unsere Business Unit Saltigo haben wir im vergangenen Geschäftsjahr verstärkt auf das Agro-Geschäft ausgerichtet. Zudem stehen in der Business Unit Advanced Industrials Intermediates nach dem erfolgten Ausbau der Kapazitäten etwa für Menthol und Dichlorbenzol im Berichtsjahr bzw. zu Beginn 2013 dem Markt weitere Kapazitäten zur Verfügung, um die langfristige Nachfrageentwicklung zu bedienen.
Für die Business Units in unserem Segment Performance Chemicals ergeben sich durch eine Vielzahl an Maßnahmen operative Chancen. So hat beispielsweise die Business Unit Inorganic Pigments mit der Errichtung eines neuen Werkes für Eisenoxidrot-Pigmente an der chinesischen Ostküste begonnen. Hiermit baut sie ihr weltweites Produktionsnetzwerk für anorganische Pigmente aus. Die Kapazität des nach modernsten Umweltstandards ausgerichteten Werkes ist zunächst auf 25.000 Tonnen im Jahr ausgelegt. Die Produktion soll im ersten Quartal 2015 beginnen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 55 Mio. €.
Die Business Unit Rhein Chemie wird ihre Marktposition im Bereich der Vulkanisationsbälge durch den im Berichtsjahr erfolgten Erwerb der US-amerikanischen Tire Curing Bladders, LLC, weiter stärken. In der Business Unit Ion Exchange Resins, mit der wir den Megatrend Wasser bedienen, haben wir uns nach der Markteinführung unserer Membrantechnologie erfolgreich als Komplettanbieter für Wasserbehandlungslösungen im Markt positioniert.
Unsere Business Unit Leather wird in der ersten Jahreshälfte 2013 ihre neue Anlage zur Herstellung von Lederchemikalien in China, dem weltweit größten Markt für Lederchemikalien, in Betrieb nehmen. Die neue Anlage mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Mio. € verfügt über eine Jahreskapazität von bis zu 50.000 Tonnen. Daneben ist in dieser Business Unit im zweiten Halbjahr 2013 die Inbetriebnahme unserer neuen CO2-Aufbereitungsanlage in Südafrika vorgesehen, mit der wir unsere Wertschöpfungskette in diesem Geschäftsbereich stärken. Das Investitionsvolumen für die neue Anlage beläuft sich auf 40 Mio. €.
Die Entwicklung innovativer Produkte und die Weiterentwicklung unserer Produktionsverfahren sind zentrale Elemente, um unsere aktuelle Marktposition zu stärken und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
So setzen wir in der Business Unit Keltan Elastomers für die Produktion unseres synthetischen EPDM-Kautschuks auf die nachhaltige Advanced-Catalyst-Elastomers-Technologie (ACE-Technologie). Die ACE-Technologie reduziert im Vergleich zu herkömmlicher Technologie den Energiebedarf für die Produktion. Zudem entfällt durch die hohe Effizienz des Katalysators die Katalysatorextraktion. Die Technologie ermöglicht daneben die Herstellung neuer Kautschuktypen, so dass wir unser EPDM-Portfolio weiter entwickeln und unsere Produkte noch mehr den spezifischen Kundenbedürfnissen anpassen können. Wir werden die ACE-Technologie in unserer derzeit in Bau befindlichen EPDM-Anlage in China einsetzen. Darüber hinaus werden wir in diesem Jahr rund 50 % der Produktionskapazität etwa 80.000 Tonnen an unserem bisher größten EPDM-Standort im niederländischen Geleen auf diese Technologie umstellen.
Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur bei der Produktion von zentraler Bedeutung. Sie setzt bereits bei der Rohstoffversorgung an. Deshalb treiben wir die Erforschung alternativer Rohstoffquellen für unsere Geschäftsbereiche wie z.B. unsere Kautschukaktivitäten voran. So ist es uns gelungen, den für die EPDM-Produktion unter anderem notwendigen Rohstoff Ethylen durch Dehydratisierung aus Zuckerrohr zu gewinnen. Dieses biobasierte Ethylen wird von uns seit Ende 2012 für die Produktion von EPDM in unserem Werk in Brasilien eingesetzt und ersetzt hier das aus Erdöl gewonnene Ethylen. Den Einsatz biobasierter Rohstoffe wollen wir in den kommenden Jahren in der Business Unit Keltan Elastomers sukzessive erweitern. Daneben forschen wir auch für andere Business Units im Bereich der nachhaltigen Rohstoffe.
Für den wichtigen Megatrend Mobilität entwickeln wir in unserer Business Unit High Performance Materials innovative Leichtbau-Lösungen. Mit unseren neuen Materialverbundsystemen aus hochwertigen Kunststoffen lassen sich Metallteile in Fahrzeugen ersetzen, was dazu beiträgt, Kraftstoffverbrauch und Emissionen zu senken. Insbesondere mit den Strukturbauteilen aus Verbundwerkstoffen (Composite Sheets), in denen unsere Hightech-Kunststoffe verarbeitet sind, können wir für die Automobilindustrie hochbelastbare und beständige Bauteile herstellen. Diese ersetzen bisher aus Metall gefertigte Teile an zentralen Stellen in Fahrzeugen. Dazu gehören unter anderem Frontends, Bremspedale oder verschiedene Gehäuse, etwa für den Airbag. Für diese Innovationen arbeiten wir eng mit namhaften Automobilherstellern zusammen und ermöglichen maßgeschneiderte Lösungen für jedes Fahrzeugmodell. Mit dem Erwerb des Unternehmens Bond-Laminates GmbH im September 2012 haben wir diesen zukunftsweisenden Bereich gestärkt. Bond-Laminates verarbeitet thermoplastische Kunststoffe und hochfeste Fasern in Composite sheets. Dadurch stärken wir unser Know-how in diesem zukunftsweisenden Leichtbau-Bereich und bieten nun Entwicklung und Produktion solcher Verbundsysteme aus einer Hand an.
Unsere Business Unit Ion Exchange Resins erweiterte ihre Palette an maßgeschneiderten Lösungen für den Megatrend Wasser. Wir haben uns nach der Markteinführung von Membranelementen für die Umkehrosmose im Berichtsjahr erfolgreich als Komplettanbieter für Lösungen zur Wasserbehandlung im Markt etabliert. Unsere Wettbewerbsposition haben wir ausgebaut, indem wir als eines von zwei Unternehmen Produkte für den lonenaustausch und die Membranfiltration anbieten. Für den bedeutenden Bereich der Umkehrosmose-Membranen, die in der Industrie zur Entsalzung von Brackwasser eingesetzt werden, das beispielsweise bei der Herstellung von Kesselspeisewasser für die Stromerzeugung benötigt wird, ergänzen wir unser Portfolio sukzessive um innovative Produkte. Die neuen Membranelemente sind so konstruiert, dass die Ablagerung von Partikeln auf der Membranoberfläche während der industriellen Wasserbehandlung reduziert wird und sich dadurch die Einsatzzeit unserer Membranelemente verlängert.
Erwartete Ertragslage LANXESS Konzern
LANXESS hat sich klare mittelfristige Ergebnisziele gesetzt: Im Geschäftsjahr 2014 wollen wir ein EBITDA vor Sondereinflüssen von rund 1,4 Mrd. € erreichen. Als weiteres mittelfristiges Wachstumsziel streben wir darüber hinaus für das Jahr 2018 ein EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 1,8 Mrd. € an.
Die anhaltend unsichere Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der europäischen Finanzkrise erschwert die Prognose konkreter Ergebnisgrößen für das laufende Jahr 2013. Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds, das wir insbesondere für das erste Halbjahr 2013 sehen, sind wir zuversichtlich, im Jahr 2014 unser erstes mittelfristiges Ergebnisziel von 1,4 Mrd. € EBITDA vor Sondereinflüssen zu erreichen.
Für das Segment Performance Polymers erwarten wir, dass die Nachfrage nach Reifen im Jahr 2013 insbesondere aus den asiatischen Wachstumsmärkten China und Indien kommen wird. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die neue EU-Richtlinie zur Kennzeichnungspflicht für Reifen, die im November 2012 in der EU in Kraft getreten ist, sowie weitere globale Kennzeichnungsvorschriften beispielsweise in Korea und Japan, die Nachfrage unterstützen werden. Nach unserer Einschätzung wird auch vor diesem Hintergrund die Nachfrage nach rollwiderstandsoptimierten Reifen weiter zunehmen, deren Herstellung mit unseren Hochleistungs-Kautschuken ermöglicht wird.
Aufgrund unseres globalen Produktionsnetzwerks und langjähriger Kundenbeziehungen sind wir mit unseren Kautschukaktivitäten gut aufgestellt, um von dieser Entwicklung zu profitieren. Im Jahresverlauf 2013 werden wir die Belieferung der asiatischen Wachstumsmärkte direkt aus unserem Butylkautschukwerk in Singapur aufnehmen, das wie angekündigt im ersten Quartal 2013 in Betrieb geht. Für den Bereich Hightech-Kunststoffe sehen wir angesichts des anhaltenden Trends zur Gewichtsreduktion in Fahrzeugen weitere Wachstumschancen. Auch in diesem Bereich sind wir, unter anderem nach der zuvor erläuterten Akquisition der Bond-Laminates, gut positioniert.
Im Segment Advanced Intermediates gehen wir in den Business Units Advanced Industrials Intermediates und Saltigo von einer guten Nachfrage in 2013 für unsere Produkte für die Agrochemie aus.
Im Segment Performance Chemicals erwarten wir, dass die Nachfrage nach Produkten für die Bauindustrie 2013 insbesondere im nordamerikanischen und chinesischen Raum zunehmen wird. In der Business Unit Ion Exchange Resins, mit der wir den Megatrend Wasser bedienen, sehen wir im laufenden Jahr Wachstumschancen aufgrund einer guten Nachfrage nach lonenaustauschern sowie der erfolgreichen Etablierung unserer Membrantechnologie im Markt. Für die Business Unit Leather können sich im Jahresverlauf 2013 Wachstumsmöglichkeiten aus der Inbetriebnahme unserer neuen Produktionsanlage in China ergeben.
Erwartete Kostenentwicklung LANXESS Konzern
LANXESS hat vor dem Hintergrund herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bereits im Berichtsjahr Maßnahmen eingeleitet, um den Auswirkungen einer nachlassenden Nachfrage entgegenzuwirken. Diese werden wir auch 2013 fortführen. Hierzu zählen insbesondere ein flexibles Anlagenmanagement und eine hohe Kostendisziplin. Bereits in den vergangenen Jahren haben wir auch vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise unsere Kostenbasis weiter flexibilisiert und können nun die Kostenentwicklung bei Bedarf frühzeitig dem wirtschaftlichen Umfeld anpassen.
Für das Jahr 2013 gehen wir im Vergleich zum Vorjahr von einer höheren Kostenbasis aus. Diese resultiert unter anderem aus steigenden planmäßigen Abschreibungen nach der Inbetriebnahme neuer Produktionsanlagen sowie aus steigenden Löhnen und Gehältern infolge der anstehenden Tarifabschlüsse.
Im Geschäftsjahr 2013 erwarten wir planmäßige Abschreibungen im Volumen von 420 bis 440 Mio. €. Bei den Rohstoffkosten gehen wir für das Jahr 2013 von einem anhaltend volatilen Verlauf auf vergleichsweise hohem Niveau aus. Im Falle steigender Rohstoffkosten streben wir wie bereits in den Vorjahren an, diese durch eine Anpassung unserer Produktpreise in den Markt weiterzugeben. Aufgrund der erwarteten Volatilität der Rohstoffpreise ist eine Aussage zu der mittelfristigen Entwicklung unserer Rohstoffkosten nur bedingt möglich. Wir stellen uns aber generell auf unterschiedliche Preistrends bei den verschiedenen strategischen Rohstoffen ein und gehen davon aus, dass bei entsprechender Volatilität der Trend zu höheren Beschaffungskosten insbesondere für petrochemische Rohstoffe anhalten könnte. Die Energiekosten dürften nach unserer Einschätzung im Verlauf des Jahres 2013 leicht steigen.
Unser Ergebnis wird durch Währungsschwankungen beeinflusst. Um diesen zu begegnen, haben wir für die Jahre 2013 und 2014 bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Die konzernweite Steuerquote wird maßgeblich durch den regionalen Ertragsanfall beeinflusst. Vor diesem Hintergrund erwarten wir mittelfristig eine Steuerquote von etwa 22,0 %, die jedoch im Jahr 2013 leicht über diesem Niveau liegen könnte.
Erwartete Finanzlage LANXESS Konzern
• Liquiditätssituation
LANXESS wird seine vorausschauende und konservative Finanzpolitik fortsetzen. Angesichts der im Abschnitt Finanzlage beschriebenen Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln und ungenutzten Kreditlinien in Höhe von über 2,3 Mrd. € verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Finanzierungssituation, um unsere gezielte Wachstumsstrategie finanziell umsetzen zu können.
• Investitionen
Unsere Investitions- und Wachstumsstrategie setzen wir auch im Geschäftsjahr 2013 fort. Rund 70 % der auszahlungswirksamen Investitionen sollen dabei erneut auf Erweiterungen bestehender Anlagen bzw. den Neubau von Produktionsanlagen entfallen. Die verbleibenden 30 % fließen in Maßnahmen für die Instandhaltung bestehender LANXESS Produktionsstandorte. Für das laufende Jahr 2013 rechnen wir wie im Vorjahr mit auszahlungswirksamen Investitionen von 650 bis 700 Mio. €. Für unsere neue Produktionsanlage in Singapur für den Hochleistungs-Kautschuk Nd-PBR erwarten wir in 2013 ein Investitionsvolumen von rund 65 Mio. €. Für unsere Anlage für EPDM-Kautschuk in China sehen wir etwa 100 Mio. € vor.
• Finanzierungsmaßnahmen
Die Finanzierung der vorgesehenen Investitionen ist durch künftige Cashflows, vorhandene Zahlungsmittel sowie bestehende Kreditlinien ebenso gewährleistet wie die erwartete Dividendenzahlung. LANXESS ist aufgrund der langfristigen Ausrichtung der Finanzierung gut aufgestellt. Nennenswerte Refinanzierungserfordernisse bestehen aufgrund der bisher getätigten umfangreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzposition im laufenden Jahr nicht. Darüber hinaus wird LANXESS seine Aktivitäten zur langfristigen Sicherung der Finanzierung im Rahmen einer konservativen Finanzpolitik durch weitere Diversifikation der Finanzierungsquellen und vorausschauende Finanzierungsmaßnahmen fortsetzen
Erwartete Ertragslage der LANXESS AG
Wir erwarten für die LANXESS AG in diesem und im kommenden Geschäftsjahr ein leicht steigendes Niveau der Verwaltungskosten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management-Holding. Im Übrigen wird das Ergebnis der LANXESS AG vom Finanzergebnis, und hier insbesondere vom Zins- und Beteiligungsergebnis geprägt sein. Für das laufende und das folgende Geschäftsjahr ist dabei von einem negativen Zinsergebnis auszugehen, während wir ein Beteiligungsergebnis in einer Höhe erwarten, dass der Jahresüberschuss der LANXESS AG auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen sollte. Das künftige Ausschüttungspotenzial der LANXESS AG wird wesentlich von den Ergebnisabführungen und Gewinnausschüttungen der Gesellschaften des LANXESS Konzerns bestimmt.
Dividendenpolitik
LANXESS verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Bei künftigen Dividendenvorschlägen werden wir, wie bereits in der Vergangenheit, die wirtschaftliche Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres, die Finanzierungsziele des Konzerns sowie sich abzeichnende Entwicklungen im neuen Geschäftsjahr berücksichtigen.
Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
Der LANXESS Konzern ist mit seinem Produktportfolio erfolgreich in den relevanten Märkten positioniert und wird seine Präsenz in den Wachstumsregionen der Welt auch im aktuellen Geschäftsjahr ausbauen. Auch unter der Annahme geringer wirtschaftlicher Dynamik im Jahr 2013 streben wir eine Stärkung unserer Marktposition, insbesondere in den BRICS-Staaten, an. Wir haben uns klare mittelfristige Wachstumsziele gesetzt, die wir insbesondere durch organisches Wachstum, aber auch durch gezielte Akquisitionen erreichen wollen. Im Geschäftsjahr 2014 soll die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns, das EBITDA vor Sondereinflüssen, 1,4 Mrd. € erreichen. Darüber hinaus gaben wir im Berichtsjahr bekannt, im Geschäftsjahr 2018 ein EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 1,8 Mrd. € anzustreben. Wir halten dabei weiter fest an unserer Preis-vor-Menge-Strategie und dem Fokus auf Premium-Produkte.
Die künftige Geschäftsentwicklung kann durch bestimmte unternehmensspezifische Faktoren beeinflusst werden. Ein wesentlicher Faktor ist die weitere Entwicklung der Rohstoff- und Energiekosten. Für das Gesamtjahr 2013 rechnen wir mit einem anhaltenden Trend zu höheren Beschaffungskosten und sehen derzeit auch danach keine grundsätzliche Veränderung dieses Trends. Die Volatilität der Rohstoff- und Energiepreise wollen wir auch in Zukunft durch Preisanpassungen in den Markt weitergeben.
Die wesentliche Währung der LANXESS Geschäfte bleibt auch künftig der US-Dollar. Wir erwarten, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro im Jahr 2013 volatil bleibt und sich in einem breiten Kursband zwischen 1,25 und 1,40 US-Dollar je Euro bewegen wird.
Für das Gesamtjahr 2013 sind wir aufgrund der erwarteten geringen globalen wirtschaftlichen Dynamik vorsichtig optimistisch. Von den Wachstumsmärkten wird Asien unserer Ansicht nach die dynamischste Entwicklung im Vergleich zum Berichtsjahr zeigen.
Im ersten Quartal 2013 sehen wir die Kundennachfrage wie zum Ende des Berichtsjahres weiterhin auf einem niedrigeren Niveau. Vor diesem Hintergrund wird von uns insbesondere die Situation im ersten Quartal als herausfordernd eingestuft. Für das zweite Halbjahr gehen wir dann von einer sukzessiven Verbesserung der Nachfragesituation aus.
LANXESS hat bereits im Berichtsjahr Maßnahmen eingeleitet, um den Auswirkungen einer nachlassenden Nachfrage erfolgreich entgegenzuwirken. Hierzu zählen unser flexibles Anlagenmanagement und unsere hohe Kostendisziplin. Diese Maßnahmen setzen wir vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen im Geschäftsjahr 2013 fort. Darüber hinaus sind wir in allen Segmenten gut aufgestellt, um im laufenden Jahr von einer Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds profitieren zu können.
Vor diesem Hintergrund sind wir zuversichtlich, in den kommenden Jahren weiter zu wachsen und unser mittelfristiges Ziel von 1,4 Mrd. € EBITDA vor Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2014 zu erreichen.
Bilanz zum 31. Dezember 2012
AKTIVA
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| in T€ | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|
| A Anlagevermögen | (9) | ||
| I. Immaterielle Vermögengegenstände | 8 | 4 | |
| II. Sachanlagen | 104 | 116 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | (10) | 738.864 | 738.864 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | (11) | 18.090 | 18.184 |
| 757.066 | 757.168 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (12) | 1.703.557 | 1.850.485 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | (13) | 78.304 | 38.858 |
| II. Wertpapiere | 201.426 | 411.000 | |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 97.239 | 322.748 | |
| 2.080.526 | 2.623.091 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 635 | 6.208 | |
| Summe Aktiva | 2.838.227 | 3.386.467 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2012 | |
| A. Eigenkapital | (14) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital 16.641 T€) | 83.203 | 83.203 | |
| II. Kapitalrücklage | 806.195 | 806.195 | |
| III. Andere Gewinnrücklagen | 180.605 | 232.892 | |
| IV. Bilanzgewinn | 114.700 | 96.265 | |
| 1.184.703 | 1.218.555 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (15) | 34.175 | 37.375 |
| 2. Steuerrückstellungen | 16.553 | 19.655 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (16) | 53.819 | 60.446 |
| 104.547 | 117.478 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (17) | 80.435 | 67.898 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 1.804 | 1.967 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (19) | 1.464.279 | 1.972.820 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | (20) | 2.459 | 7.751 |
| 1.548.977 | 2.050.438 | ||
| Summe Passiva | 2.838.227 | 3.386.467 | |
| Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften | (22) | 1.839.214 | 2.226.542 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
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| in T€ | Anhang | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 4.056 | 4.511 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (2) | -4.056 | -4.511 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0 | 0 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -45.417 | -43.832 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.231 | 1.326 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.439 | -3.546 | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -45.625 | -46.052 | |
| Erträge aus Gewinnabführungen von verbundenen Unternehmen | 215.410 | 283.351 | |
| Aufwand aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen | -87 | -54 | |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 295 | 95 | |
| Zinsergebnis | (3) | -44.792 | --71.080 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -602 | -1.204 | |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | (4) | -9.354 | -6.582 |
| Finanzergebnis | 160.870 | 204.526 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 115.245 | 158.474 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (5) | -46.038 | --53.900 |
| Jahresüberschuss | 69.207 | 104.574 | |
| Gewinnvortrag | (14) | 45.493 | 43.978 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage | 0 | -52.287 | |
| Bilanzgewinn | 114.700 | 96.265 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2012
Allgemeines
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 des Aktiengesetzes (AktG) vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance jederzeit eingesehen werden.
Grundlagen
Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang einzeln erläutert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Aufwendungen und Erträge des Finanzbereiches, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die LANXESS AG als oberstes Mutterunternehmen stellt zum 31. Dezember 2012 einen Konzernabschluss nach den IFRS, wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind, auf.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge des Berichtsjahres werden linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150,00 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 150,00 bis 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.
Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen:
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| EDV-Lizenzen | 3 bis 4 Jahre |
| EDV-Anlagen | 3 bis 4 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 10 Jahre |
Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß des Tarifvertrages der Chemiebranche sind entsprechende Barmittel bei einem Treuhänder angelegt. Sie werden von der Deutsche Treuinvest Stiftung treuhänderisch für die LANXESS AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Demzufolge erfüllt die Höhe der dem Arbeitnehmer geschuldeten Leistung die Voraussetzungen für eine wertpapiergebundene Versorgungszusage gem. § 253 Abs. 1 S. 3 HGB. Das Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB wird gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HS. 1 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Da im Falle wertpapiergebundener Versorgungszusagen bereits durch die Anpassung des Buchwerts der Verpflichtungen an den beizulegenden Zeitwert des korrespondierenden Deckungsvermögens eine Ausschüttungssperrwirkung erzielt wird, greift die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 3 i.V.m. S. 1 HGB insoweit nicht.
Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.
Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.
Latente Steuern werden für temporäre Bilanzierungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die LANXESS AG ist in Deutschland Organträger und muss somit nicht nur die eigenen temporären Differenzen aus Bilanzposten einbeziehen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der LANXESS AG von aktuell 31,5 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein nicht bilanzierter Aktivüberhang.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die erwarteten Entgeltsteigerungen bei den Tarifmitarbeitern und bei den leitenden Angestellten betrugen unverändert zum Vorjahr 2,50 % bzw. 2,75 %. Die erwarteten Rentensteigerungen für Altzusagen wurden im Jahresabschluss 2012 auf dem Vorjahreswert von 1,75 % belassen. Für Neuzusagen betrugen die Rentensteigerungserwartungen, wie auch im Vorjahr, 1,00 %. Der Rechnungszins beträgt 5,05 % (Vorjahr: 5,14 %) für Pensionen, 3,95 % (Vorjahr: 4,37 %) für Frühruhestand, 3,81 % (Vorjahr: 3,94 %) für Altersteilzeit und 5,05 % (Vorjahr: 5,14 %) für sonstige ähnliche Verpflichtungen. Bei den zugrunde gelegten Rechnungszinssätzen für die Abzinsung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2012 handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit. Die angenommen Restlaufzeit beträgt für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 Jahre, für Frühruhestand 5 Jahre und für Altersteilzeit 3 Jahre.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende, objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.
Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Kassakursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen von 4.511 T€ (Vorjahr: 4.056 T€) handelt es sich um Erlöse aus Dienstleistungen, die ausschließlich gegenüber der LANXESS Deutschland GmbH und somit im Inland, auf Basis eines Dienstleistungsvertrages erbracht wurden.
(2) Herstellungskosten
Bei den Herstellungskosten von 4.511 T€ (Vorjahr: 4.056 T€) handelt es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit den erbrachten Dienstleistungen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen und allgemeine Verwaltungsaufwendungen.
(3) Zinsergebnis
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| in T€ | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| von Dritten | 3.930 | 4.619 |
| von verbundenen Unternehmen | 13.789 | 1.253 |
| 17.719 | 5.872 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| an Dritte | 7.085 | 8.436 |
| aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen langfristigen Personalrückstellungen | 1.499 | 1372 |
| an verbundene Unternehmen | 53.927 | 66.644 |
| 62.511 | 76.952 | |
| Zinsergebnis | -44.792 | -71.080 |
(4) Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge
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| in T€ | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Übrige finanzielle Aufwendungen | ||
| aus Warentermingeschäften | 7.541 | 3.283 |
| aus Währungsumrechnung | 546.571 | 601.439 |
| Sonstige | 7.516 | 10.002 |
| 561.628 | 614.724 | |
| Übrige finanzielle Erträge | ||
| aus Warentermingeschäften | 7.541 | 3.283 |
| aus Währungsumrechnung | 541.784 | 600.659 |
| Sonstige | 2.949 | 4.200 |
| 552.274 | 608.142 | |
| Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge | -9.354 | -6.582 |
Die Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung resultieren im Wesentlichen aus eigenen Fremdwährungspositionen sowie aus der Bewertung von für Konzernunternehmen mit Dritten abgeschlossenen Fremdwährungsgeschäften.
In den sonstigen übrigen finanziellen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Änderung von Darlehensvertragsbedingungen und Bürgschaftsprovisionen an verbundene Unternehmen enthalten. Die sonstigen übrigen finanziellen Erträge resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Bürgschaftsprovisionen von verbundenen Unternehmen.
(5) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 53.900 T€ (Vorjahr: 46.038 T€) setzt sich zusammen aus einem Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von 39.885 T€ und aus einem Steueraufwand für Vorjahre in Höhe von 14.015 T€.
Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die LANXESS AG zum 31. Dezember 2012 aus temporären Bilanzierungsunterschieden - sowohl eigenen als auch solchen bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung von 50.818 T€. Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,5 % (LANXESS AG und Organgesellschaften).
Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Sachanlagen sowie von Anteilen an Kapitalgesellschaften. Aus den Pensionsverpflichtungen ergibt sich auf Grund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht ansetzbaren Rückstellungen u.a. für drohende Verluste und für Pensionsurlaub, ferner aus wertmäßigen Unterschieden u.a. bei Rückstellungen für Altersteilzeit.
(6) Personalaufwand
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| in T€ | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 28.513 | 33.010 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 6.080 | 3.276 |
| davon für Altersversorgung | 5.429 | 2.602 |
| 34.593 | 36.286 |
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie werden im Zinsergebnis ausgewiesen.
(7) Mitarbeiter
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| Stichtag 31.12.2011 | Stichtag 31.12.2012 | Durchschnitt 2012 | |
|---|---|---|---|
| Verwaltung | 135 | 141 | 135 |
(8) Honorare des Jahresabschlussprüfers
Sämtliche Honorare der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der LANXESS AG veröffentlicht.
Erläuterungen zur Bilanz
(9) Anlagevermögen
Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.
(10) Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB
Die Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 HGB sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellt.
(11) Sonstige Ausleihungen
Die sonstigen Ausleihungen betreffen fast ausschließlich das anteilige Treuhandvermögen am LANXESS Pension Trust e.V. (LXS Trust). Die LANXESS AG hat in Vorjahren mit mehreren Tranchen insgesamt Barmittel in Höhe von 17.802 T€ im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen in den LXS Trust eingebracht.
Die laufenden Erträge und Aufwendungen des LXS Trust werden thesauriert. Im Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis von 94 T€ (Vorjahr: 293 T€) erwirtschaftet. Der Marktwert des LXS Trust Vermögens liegt am Bilanzstichtag über dem Buchwert.
Da der CTA kein Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB darstellt, wird unter Beachtung von § 253 Abs. 1 S. 4 HGB keine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt, sondern die Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten bewertet. Die Ausschüttungssperre besteht aus diesem Grunde nicht.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß des Tarifvertrages der Chemiebranche sind jährlich ab 2010 Barmittel bei der Deutsche Treuinvest Stiftung angelegt worden. Der Zeitwert des Treuhandvermögens entspricht dem Zeitwert der Verpflichtungen aus dem Demografiefonds in Höhe von 50 T€ (Vorjahr 32 T€). Der Bilanzwert für das Treuhandvermögen und die unter den sonstigen Rückstellungen zu zeigende Verpflichtungen sind, wie auch die Aufwendungen und Erträge, verrechnet worden.
(12) Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1.850.485 T€ (Vorjahr: 1.703.557 T€) betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehensforderungen einschließlich der Zinsabgrenzung, Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Aus dem in Punkt (1) beschriebenen Dienstleistungsvertrag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.561 T€ (Vorjahr: 1.325 T€). Des Weiteren bestehen Forderungen aus Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 6.800 T€ (Vorjahr: 7.050 T€).
(13) Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
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| in T€ | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Steuerforderungen | ||
| aus Umsatzsteuer | 25.158 | 30.725 |
| aus Ertragsteuern | 52.966 | 7.491 |
| Sonstige | 180 | 642 |
| 78.304 | 38.858 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle im Folgejahr fällig.
(14) Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich im Jahr 2012 wie folgt entwickelt:
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| in T€ | 31.12.2011 | Dividende | Jahresüberschuss | Entnahme aus | Einstellung in | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 83.203 | 0 | 0 | 0 | 0 | 83.203 |
| Kapitalrücklage | 806.195 | 0 | 0 | 0 | 0 | 806.195 |
| Andere Gewinnrücklagen | 180.605 | 0 | 0 | 0 | 52.287 | 232.892 |
| Bilanzgewinn | 114.700 | -70.722 | 104.574 | -52.287 | 0 | 96.265 |
| 1.184.703 | -70.722 | 104.574 | -52.287 | 52.287 | 1.218.555 |
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 83.202.670 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
In der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 wurde für den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 von 114.700 T€ die folgende Verwendung beschlossen:
| ― | eine Dividendenzahlung von 70.722 T€ (0,85 € je dividendenberechtigte Stückaktie), |
| ― | einen Betrag von 43.978 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. |
Bedingtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung der LANXESS AG vom 18. Mai 2011 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. Mai 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 2.000.000.000 € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder pflichten auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 16.640.534 € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der LANXESS AG um bis zu 16.640.534 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 18. Mai 2011 bis zum 17. Mai 2016 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.
Der Vorstand kann bei der Begebung Schuldverschreibungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen ausschließen:
| ― | für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, |
| ― | soweit es erforderlich ist, damit Inhabern von bereits zuvor ausgegebenen Optionsoder Wandlungsrechten oder -pflichten ein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt werden kann, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte oder bei Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde, |
| ― | bei Ausgabe gegen Barleistung, wenn der Ausgabepreis den nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Werden Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben, dürfen die ausgegebenen Aktien insgesamt 10% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten, |
| ― | wenn Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen ohne Wandlungsrecht/pflicht oder Optionsrecht/-pflicht ausgegeben werden, die obligationsähnlich ausgestaltet sind. |
Genehmigtes Kapital I und II
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungsund Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10% des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 2 der Satzung.
Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10% des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 3 der Satzung.
(15) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
In den Pensionsrückstellungen werden Versorgungsverpflichtungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern sowie Verpflichtungen aus Frühruhestandsvereinbarungen ausgewiesen.
(16) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für Verpflichtungen aus noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubs- und Überstundenguthaben, Altersteilzeit, Arbeitnehmerjubiläen, Tantiemen und den erfolgsabhängigen Vergütungsplänen (LTIP/LTSP, LTPB) für Mitarbeiter sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Unter den sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die erwarteten Kosten für die Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2012 sowie die variable, erfolgsabhängige Vergütung und die Festvergütung für den Aufsichtsrat ausgewiesen.
Die langfristig ausgerichteten, erfolgsabhängigen Komponenten des Vergütungssystems sind der Long Term Incentive Plan (LTIP), der Long Term Stock Performance Plan (LTSP) und der Long Term Performance Bonus (LTPB).
Der LTIP erstreckt sich über drei jährliche Tranchen für die Jahre 2008 bis 2010. Der LTIP besteht aus einem virtuellen Stock Performance Plan. Die Teilnahme erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG. Diese Aktien sind bis zum 01. Februar 2013 zu halten. Der Plan hat für jede Tranche eine Gesamtlaufzeit von sechs Jahren, bestehend aus einer dreijährigen Sperrfrist und einer dreijährigen Ausübungsfrist.
Der LTSP erstreckt sich über vier jährliche Tranchen für die Jahre 2010 bis 2013. Der LTSP besteht ebenfalls aus einem virtuellen Stock Performance Plan. Die Teilnahme erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG. Diese Aktien sind bis zum 31. Januar 2017 zu halten. Der Plan hat für jede Tranche eine Gesamtlaufzeit von sieben Jahren, bestehend aus einer vierjährigen Sperrfrist und einer dreijährigen Ausübungsfrist.
Der LTPB honoriert die finanzwirtschaftliche Entwicklung auf Basis des Geschäftserfolges für zwei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre. Die Höhe des Bonus ist ein Prozentsatz des Festgehalts und eine Auszahlung wurde erstmals im Frühjahr 2012 auf Basis des Erfolgs der Geschäftsjahre 2010 und 2011 vorgenommen.
(17) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 67.898 T€ (Vorjahr: 80.435 T€) bestehen im Wesentlichen aus Darlehensverbindlichkeiten sowie Zinsabgrenzungen.
(18) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber Dritten.
(19) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.972.820 T€ (Vorjahr: 1.464.279 T€) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten einschließlich der Zinsabgrenzung sowie Verbindlichkeiten aus dem Finanzverrechnungsverkehr.
(20) Sonstige Verbindlichkeiten
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| in T€ | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 572 | 890 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 1.200 | 381 |
| Sonstige | 687 | 6.480 |
| 2.459 | 7.751 |
(21) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
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| 31.12.2011 | 31.12.2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | bis zu 1 Jahr | über 1 bis zu 5 Jahre | über 5 Jahre | bis zu 1 Jahr | über 1 bis zu 5 Jahre | über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.935 | 50.000 | 17.500 | 7.898 | 55.000 | 5.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.804 | 0 | 0 | 1.967 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 352.999 | 495.280 | 616.000 | 376.295 | 598.580 | 997.945 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.459 | 0 | 0 | 7.751 | 0 | 0 |
| 370.197 | 545.280 | 633.500 | 393.911 | 653.580 | 1.002.945 |
(22) Haftungsverhältnisse
In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögensgegenständen entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen.
Die LANXESS AG hat zu Gunsten von Tochtergesellschaften folgende Garantien abgegeben:
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| in T€ | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Gegenüber Anleihegläubigern der LANXESS Finance B.V. | 1.601.605 | 1.960.822 |
| Gegenüber Kreditinstituten | 215.127 | 216.085 |
| Gegenüber Lieferanten | 22.482 | 49.635 |
| 1.839.214 | 2.226.542 |
Weiterhin hat die LANXESS AG für Tochterunternehmen Garantien für Zahlungsverpflichtungen aus zukünftigen Lieferungen aufgrund langfristiger Beschaffungsverträge übernommen.
Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Sonstige Pflichtangaben
(23) Bestehen einer Beteiligung (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG)
Die Meldungen über das Bestehen einer Beteiligung an der LANXESS AG sind in den Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG aufgeführt.
(24) Derivative Finanzinstrumente
Die LANXESS AG und Gesellschaften des LANXESS Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Marktpreisrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte otc-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte, sowie Warentermingeschäfte.
Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Im Commodity-Bereich schließt die LANXESS AG derivative Geschäfte mit externen Vertragspartnern ab, um Marktpreise von Rohstoffen und Energien abzusichern, die von Konzerngesellschaften zur Durchführung ihres operativen Geschäfts benötigt werden.
Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen und Marktpreisen zurückgehen.
Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen wie Währungen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten aufgrund sinkender Preise durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.
Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos werden den Banken Kontrahentenlimite zugeteilt sowie Rahmenverträge eingesetzt, die im Falle der Insolvenz eines Vertragspartners eine Aufrechnung der Marktwerte der offenen derivativen Geschäfte vorsehen.
Das Nominalvolumen der mit externen Vertragspartnern abgeschlossenen Derivate belief sich zum 31.12.2012 auf 2.081 Mio. € (Vorjahr: 2.009 Mio. €). Mit Konzerngesellschaften wurden gegenläufige Derivate von nominal 2.000 Mio. € (Vorjahr: 2.011 Mio. €) abgeschlossen. Insgesamt bestanden damit derivative Geschäfte im Nominalvolumen von 4.081 Mio. € (Vorjahr: 4.020 Mio. €). Hierin enthalten waren auch solche Geschäfte, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden.
Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:
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| Nominalwerte | Marktwerte | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 11.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.201 | 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | ||||||
| - positive Marktwerte | 1.987.718 | 2.027.616 | 53.054 | 42.190 | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 1.988.638 | 2.053.094 | 52.389 | 41.859 | 185 | 527 |
| 3.976.356 | 4.080.710 | 665 | 331 | -185 | -527 | |
| Warenterminkontrakte | ||||||
| - positive Marktwerte | 22.068 | 78 | 2.452 | 3 | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 22.068 | 78 | 2.452 | 3 | 0 | 0 |
| 44.136 | 156 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 4.020.492 | 4.080.866 | 665 | 331 | -185 | -527 |
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Währungsrisiken
Zur Absicherung von Währungsrisiken setzte die LANXESS AG Devisentermingeschäfte ein.
Die Sicherungsmaßnahmen beinhalten zum einen die Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung.
Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung bestanden externe Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 689,0 Mio. € (Vorjahr: 660,6 Mio. €) mit einem beizulegenden Zeitwert von 16,5 Mio. € (Vorjahr: -29,8 Mio. €). Ihnen standen gegenläufige Geschäfte mit Unternehmen des Konzerns von nominal 689,0 Mio. € (Vorjahr: 653,9 Mio. €) gegenüber; ihr beizulegender Zeitwert belief sich auf -16,5 Mio. € (Vorjahr: 29,8 Mio. €). Wertänderungen korrespondierender externer und interner Geschäfte verhalten sich jeweils gegenläufig und gleichen sich mit Fälligkeit bis zum Jahr 2014 aus. Die Geschäfte waren in Bewertungsportfolios zusammengefasst und wurden bilanziell nicht erfasst.
Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der LANXESS AG sowie der Konzernunternehmen (bilanzielles Exposure) schloss die LANXESS AG Devisentermingeschäfte mit externen Vertragspartnern im Nominalvolumen von 1.391,6 Mio. € (Vorjahr: 1.326,7 Mio. €) ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug 10,5 Mio. € (Vorjahr: -6,8 Mio. €). Die Geschäfte wurden teilweise an Konzerngesellschaften weitergereicht; diese internen Gegengeschäfte machten nominal 1.311,0 Mio. € (Vorjahr: 1.335,1 Mio. €) bei einem beizulegenden Zeitwert von -10,2 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. €) aus. Soweit zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften abgeschlossene Devisentermingeschäfte über interne Geschäfte an die betroffenen Konzerngesellschaften weitergereicht wurden, erfolgte eine Zusammenfassung der sich gegenläufig verhaltenden Geschäfte zu Bewertungsportfolios. Hierin standen sich aus externen und internen Geschäften zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwerte von per Saldo 10,5 Mio. € bzw. -10,2 Mio. € (Vorjahr: -6,6 Mio. € bzw. 6,6 Mio. €) gegenüber. Sie werden überwiegend im Jahr 2013 und im Übrigen spätestens im Jahr 2017 fällig. Die Geschäfte waren bilanziell nicht erfasst.
Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung des bilanziellen Fremdwährungsexposures von Konzerngesellschaften dienten und denen keine korrespondierenden internen Gegengeschäfte gegenüberstanden, belief sich auf -0,5 Mio. € (Vorjahr: -0,2 Mio. €). Der negative Marktwert wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.
Weitere Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) wurden aus Währungsdarlehen, die die LANXESS AG bei Konzernunternehmen aufgenommen bzw. an diese gewährt hatte, und den zu ihrer Absicherung abgeschlossenen sich gegenläufig verhaltenden Devisentermingeschäften gebildet. Die gesicherten Darlehen hatten zum Abschlussstichtag einen Buchwert von 77,5 Mio. € (Vorjahr: 25,5 Mio. €) für gewährte bzw. von 56,0 Mio. € (Vorjahr: 50,4 Mio €) für aufgenommene Darlehen. Per Saldo bestand ein Währungsrisiko von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €). Die externen Devisenkontrakte wiesen per Saldo einen positiven Zeitwert von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) auf, sind jeweils im Jahr 2013 fällig und bilanziell nicht erfasst.
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Preisrisiken
Die externen Warenterminkontrakte, die alle innerhalb eines Jahres fällig werden, wurden spiegelbildlich an Konzerngesellschaften weitergegeben. Die Ergebnisse der bis zum Jahresende beendeten Geschäfte glichen sich aus. Zur Bewertung der noch offenen Geschäfte wurden jeweils Bewertungseinheiten gebildet, sodass per Saldo kein Ergebnis entstand.
Bewertungsmethoden
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Im Einzelnen gelten dabei folgende Grundsätze:
| ― | die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden mit der „Forward-Methode" aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. Devisenoptionen wurden mittels eines Preisberechnungsmodells in Anlehnung an Black & Scholes bewertet. |
| ― | Die Marktwerte der Warentermingeschäfte wurden ebenfalls mit der „Forward-Methode" aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. |
Zur Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird, je nach Art des Hedges, die Dollar-Offset-Methode herangezogen oder eine Regressionsanalyse durchgeführt.
(25) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 a HGB)
Für das Geschäftsjahr 2012 beliefen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 10.830 T€ (Vorjahr: 9.370 T€). Hiervon entfielen auf die jährliche Vergütung 7.391 T€ (Vorjahr: 6.698 T€) und auf die mehrjährige Vergütung 2.609 T€ (Vorjahr: 2.264 T€). Neben den im Jahresabschluss 2011 als Aufwand erfassten Bezügen kamen im Berichtsjahr Bezüge für das Vorjahr von 830 T€ (Vorjahr: 408 T€) zusätzlich zur Auszahlung.
In der mehrjährigen Vergütung enthalten sind Bezüge im Rahmen des Long Term Stock Performance Plan (LISP). Dabei wurden 1.531.875 (Vorjahr: 1.822.125) anteilsbasierte Vergütungsrechte gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 765 T€ (Vorjahr: 910 T€). Der Aufwand aus dem LTIP bzw. LISP betrug im Geschäftsjahr 3.826 T€ (Vorjahr: 934 T€).
An ein Vorstandsmitglied, das seine Tätigkeit im Laufe des Vorjahres beendet hat, wurden in diesem Zusammenhang im Vorjahr Leistungen von 1.320 T€ gewährt.
Daneben fielen laufende Aufwendungen für die Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 1.987 T€ (Vorjahr: 3.528 T€) an. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2012 lag bei 14.882 T€ (Vorjahr: 12.895 T€).
Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2012 im Abschnitt Vergütungsbericht.
Vergütung des Aufsichtsrates:
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| in T€ | Feste Vergütung | Vergütung der Ausschusstätigkeit | Sitzungsgeld | Langfristige Vergütung | Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | 1.160 | 480 | 185 | 0 | 1.825 |
| 2011 | 1.160 | 480 | 231 | 0 | 1.871 |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2012 Gesamtbezüge von 1.825 T€ (Vorjahr: 1.871 T€). Die für die Mitglieder des Aufsichtsrats gebildete Rückstellung für mehrjährige Vergütung belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 1.800 T€ (Vorjahr: 1.500 T€).
Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im LANXESS Konzern sind, Gehälter im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Deren Höhe des Gehalts entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern.
Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS Konzern und LANXESS AG für das Geschäftsjahr 2012 im Abschnitt Vergütungsbericht.
(26) Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates (gemäß § 285 Nr. 9 b HGB)
An ehemalige Vorstandsmitglieder erfolgten im Berichtsjahr Zahlungen in Höhe von 479 T€ (Vorjahr: 1.799 T€). Zusätzlich wurden 149 T€ (Vorjahr: 274 T€) an laufendem Pensionsaufwand erfasst.
Für den Verpflichtungsumfang laufender Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes sind Rückstellungen zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 8.946 T€ (Vorjahr: 9.276 T€) gebildet.
(27) Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 c HGB)
Zum 31. Dezember 2012 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.
(28) Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden oder bekleideten die nachstehend genannten Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2012).Als Vertreter der Anteilseigner gehören derzeit und gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Herren dem Aufsichtsrat an:
Dr. Rolf Stomberg (Vorsitzender)
| • | Ehem. Chief Executive der Sparte Shipping, Refining und Marketing von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien |
| • | Ehem. Mitglied des Board of Directors von The British Petrolium Co. plc., London/Großbritannien Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* (Vorsitzender) |
| • | Biesterfeld AG, Hamburg* |
| • | Smith & Nephew plc, London/Großbritannien (bis 30. April 2012) |
| • | OAO Severstal, Tscherepowez/Russland |
| • | Ruspetro plc, London/Großbritannien |
| • | HOYER GmbH, Hamburg |
| • | KEMNA Bau Andrae GmbH & Co. KG, Pinneberg |
Dr. Friedrich Janssen
| • | Ehemaliges Mitglied des Vorstands der EON Ruhrgas AG, Essen Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* |
| • | National-Bank AG, Essen* |
| • | EON Avacon AG, Helmstedt* |
| • | EON Energy Trading SE, Düsseldorf' |
| • | EON Hanse AG, Quickborn* |
| • | EON Ruhrgas AG, Essen* |
| • | Stadtwerke Göttingen AG, Göttingen* |
| • | HDI-Gerling Sach Serviceholding AG, Hannover |
| • | Thüga Assekuranz Services München Versicherungsmakler Gm bH, München |
| • | Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf |
Robert J. Koehler
| • | Vorsitzender des Vorstands der SGL Carbon SE, Wiesbaden Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* |
| • | Klöckner & Co. SE, Duisburg* |
| • | Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg* (Vorsitzender) |
| • | Benteler International AG, Salzburg/Österreich (Vorsitzender) |
| • | SGL Carbon S.pA, Lainate (Mi)/Italien |
| • | SGL Carbon SDN BHD, Banting/Malaysia |
| • | SGL Carbon SA, La Coruna/Spanien |
Rainer Laufs
| • | Selbstständiger Berater |
| • | Ehem. Vorstandsversitzender der Deutschen Shell AG, Hamburg Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* |
| • | Bilfinger Industrial Services GmbH, München* |
| • | Bilfinger Industrial Technologies GmbH, Frankfurt am Main* |
| • | WCM Beteiligungs- und GrundbesitzAG, Frankfurt am Main* (Vorsitzender) |
| • | Petrotec AG, Düsseldorf' (Vorsitzender) |
Prof. h.c. (CHN) Dr.-Ing. Eh. Dr. Ulrich Middelmann
| • | Ehemaliger stellvertretender Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG, Duisburg/Essen Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* |
| • | Deutsche Telekom AG, Bonn* |
| • | Commerzbank AG, Frankfurt am Main* |
| • | Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender) |
Theo H. Walthie
| • | Selbstständiger Berater Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* |
* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte
Als Vertreter der Arbeitnehmer gehören derzeit und gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an:
Ulrich Freese (Stellvertretener Vorsitzender)
| • | Stellvertretender Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hannover Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Vattenfall Europe Mining AG, Cottbus* (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Vattenfall Europe Generation AG, Cottbus* (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | 50Hertz Transmission GmbH, Berlin* (Stellvertretender Vorsitzender, Mitglied bis 30. November 2012) |
| • | Vattenfall Europa GmbH, Berlin* (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | DMT Gm bH, Essen* (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Vivawest Wohnen GmbH, Essen* (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Vivawest GmbH, Essen (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | GSB Gesellschaft zur Sicherung von Bergmannswohnungen mbH, Essen (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • | GSG Wohnungsbau Braunkohle GmbH, Köln (Stellvertretender Vorsitzender) |
Axel Berndt
| • | Mitglied im Betriebsrat am Standort Leverkusen Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* |
| • | ALISECA GmbH, Leverkusen* |
Dr. Rudolf Fauß
| • | Leiter Zentrale Funktionen der HR-Services Deutschland, Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses der leitenden Angestellten der LANXESS AG und Vorsitzender des Sprecherausschusses LANXESS Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* |
Thomas Meiers
| • | Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie (IC BCE), Köln Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* |
| • | INEOS Deutschland Holding GmbH, Köln* |
| • | INEOS Köln GmbH, Köln* |
Gisela Seidel
| • | Vorsitzende des Betriebsrats am Standort Dornvagen Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* |
Hans-Jürgen Schicker
| • | Vorsitzender des Betriebsrats am Standort Uerdingen Weitere Mandate: |
| • | LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen* |
* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte
Vorstand
Dem Vorstand der Gesellschaft gehören folgende Herren an:
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| Mitglied des Vorstands | Externe Mandate | Konzernmandate |
|---|---|---|
| Dr. Axel C. Heitmann | • Mitglied im Präsidium des VCI e.V. | • Vorsitzender der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsvorsitzender | • Mitglied im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA) | • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Chemical (China) Co. Ltd. |
| • Mitglied im Vorstand und Präsidium der OAV-German- Asia-Pacific Business Association | ||
| • Mitglied im Beirat der NRW.BANK | ||
| • Mitglied im Präsidium der stiftung neue verantwortung e.V. | ||
| • Mitglied im Vorstand des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. | ||
| • Mitglied im Wirtschaftsbeirat des Goethe-Institute.V. | ||
| • Mitglied des Kuratoriums der Philharmonie KölnMusik e.V. | ||
| • Mitglied des Kuratoriums des Konvent für Deutschland e.V. | ||
| Dr. Werner Breuers | • Mitglied im Aufsichtsrat der Currenta Geschäftsführungs-GmbH, Leverkusen | • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsmitglied | • Mitglied im Aufsichtsat der Messer Group GmbH, Bad Soden | • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Saltigo GmbH |
| • Mitglied im Kuratorium des Fonds der Chemischen Industrie im VCI e.V. | • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Aliseca GmbH | |
| • Mitglied im Kuratorium des DWI der RWTH Aachen | • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS KK | |
| • Mitglied im Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft | • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS International S.A. | |
| • Mitglied des Beirats Vereinigung Chemie und Wirtschaft (VCW) | • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS But Pte. Ltd. | |
| • Mitglied im Senat der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften e.V. | ||
| • Member Board of Directors German American Chamber of Commerce | ||
| Dr. Bernhard Düttmann | • Mitglied im Aufsichtsrat der GfKSE, Nürnberg | • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH |
| Vorstandsmitglied und Finanzvorstand | • Mitglied im Vorstand des Deutschen Aktieninstituts (DAI) | • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Corp. |
| • Mitglied in der Gesellschaft für Finanzwirtschaft in der Unternehmensführung e.V. (GEFIU) | • Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH | |
| Dr. Rainier van Roessel | • Mitglied im Vorstand des VCI e.V. Nordrhein-Westfalen | • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS S.A. de C.V. |
| Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor | • Mitglied im Handelspolitischen Ausschuss des VCI e.V. | |
| • Mitglied der Erfa-Gruppe 1 b bei der Deutschen | ||
| Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) | • Geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungs rats der LANXESS N.V. | |
| • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rhein Chemie Rheinau GmbH | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Hong Kong Ltd. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der Holding Hispania S.L. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Chemicals S.L. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Corp. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Pte. Ltd. | ||
| • Vorsitzender des Governing Board der LANXESS Srl. | ||
| • Mitglied des Board of Directors der LANXESS Chemical (China) Co. Ltd. | ||
| • Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS India Private Ltd. |
Entwicklung des Anlagevermögens der LANXESS Aktiengesellschaft, Leverkusen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
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| Bruttowerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | Stand 01.01.2012 |
Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software-Lizenzen | 12 | 0 | 0 | 12 |
| 12 | 0 | 0 | 12 | |
| Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 172 | 48 | 3 | 217 |
| 172 | 48 | 3 | 217 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.864 | 0 | 0 | 738.864 |
| Sonstige Ausleihungen | 18.665 | 94 | 0 | 18.759 |
| 757.529 | 94 | 0 | 757.623 | |
| Anlagevermögen gesamt | 757.713 | 142 | 3 | 757.852 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | Stand 01.01.2012 |
Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software-Lizenzen | 4 | 4 | 0 | 8 |
| 4 | 4 | 0 | 8 | |
| Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 68 | 33 | 0 | 101 |
| 68 | 33 | 0 | 101 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen | 575 | 0 | 0 | 575 |
| 575 | 0 | 0 | 575 | |
| Anlagevermögen gesamt | 647 | 37 | 0 | 684 |
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| Nettowerte | ||
|---|---|---|
| in T€ | Stand 31.12.2011 |
Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Software-Lizenzen | 8 | 4 |
| 8 | 4 | |
| Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 104 | 116 |
| 104 | 116 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.864 | 738.864 |
| Sonstige Ausleihungen | 18.090 | 18.184 |
| 756.954 | 757.048 | |
| Anlagevermögen gesamt | 757.066 | 757.168 |
Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
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| Mitteilungspflichtiger | Datum der Änderung |
Schwellenwert | Stimmrechtsanteil | Zurechnung der Stimmrechte | |
|---|---|---|---|---|---|
| in % | absolut | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| BlackRock -Gesellschaften | |||||
| BlackRock (Luxembourg) SA, Senningerberg, Luxembourg | 05.12.2012 | 3,00% | 3,09% | 2.569.048 | BlackRock (Luxembourg) S.A, Senningerberg, Luxembourg (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Luxembourg Holdco S.a.r.l., Senningerberg, Luxembourg | 05.12.2012 | 3,00% | 3,09% | 2.569.048 | BlackRock Luxembourg Holdco S.a.r.l., Senningerberg, Luxembourg (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz2) |
| BlackRock, Inc., New York, NY, USA | 30.10.2012 | 10,00% | 10,07% | 8.381.235 | BlackRock, Inc. New York, NY, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA | 31.10.2012 | 10,00% | 10,08% | 8.390.032 | BlackRock Financial Management, Inc. New York, NY, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Holdco 2, Inc. Wilmington, DE, USA | 31.10.2012 | 10,00% | 10,08% | 8.390.032 | BlackRock Holdco 2, Inc. Wilmington, DE, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Investment Management (UK) Limited, London, UK | 22.10.2012 | 3,00% | 3,06% | 2.545.392 | BlackRock Investment Management (UK) Limited, London, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Group Limited, London, UK | 22.10.2012 | 5,00% | 5,09% | 4.237.832 | BlackRock Group Limited, London, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Group Limited, London, UK | 05.10.2012 | 5,00% | 4,87% | 4.050.140 | BlackRock Group Limited, London, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Group Limited, London, UK | 25.09.2012 | 5,00% | 5,20% | 4.323.338 | BlackRock Group Limited, London, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Group Limited, London, UK | 24.05.2012 | 5,00% | 4,93% | 4.097.920 | BlackRock Group Limited, London, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Group Limited, London, UK | 21.03.2012 | 5,00% | 5,01% | 4.168.354 | BlackRock Group Limited, London, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Group Limited, London, UK | 03.02.2012 | 3,00% | 3,05% | 2.538.520 | BlackRock Group Limited, London, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Investment Management (UK) Limited, London | 05.10.2012 | 3,00% | 2,98% | 2.482.833 | BlackRock Investment Management UK Limited, London (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Investment Management (UK), London, UK | 25.09.2012 | 3,00% | 3,21% | 2.673.109 | BlackRock Investment Management (UK), London, UK (gem äß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2) |
| BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA | 22.05.2012 | 10,00% | 9,84% | 8.187.947 | BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA | 16.02.2012 | 10,00% | 10,00% | 8.322.167 | BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA | 14.02.2012 | 5,00% | 5,01% | 4.167.446 | BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA | 16.02.2012 | 10,00% | 10,00% | 8.322.167 | BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA NY, US | 22.05.2012 | 10,00% | 9,84% | 8.187.947 | BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA | 16.02.2012 | 10,00% | 10,00% | 8.322.167 | BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA | 14.02.2012 | 5,00% | 5,01% | 4.167.446 | BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Advisors Holdings, Inc., New York, NY, USA | 06.02.2012 | 5,00% | 5,17% | 4.301.220 | BlackRock Advisors Holdings, Inc., New York, NY, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock International Holdings, Inc., New York, NY, USA | 14.02.2012 | 5,00% | 5,04% | 4.191.834 | BlackRock International Holdings, Inc., New York, NY, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BR Jersey International Holdings, L.P., St. Heller, Jersey, Channel Islands | 14.02.2012 | 5,00% | 5,04% | 4.191.834 | BR Jersey International Holdings, L.P., St. Heller, Jersey, Channel Islands (gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr.6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock, Inc., New York, NY, USA | 22.05.2012 | 10,00% | 9,99% | 8.318.386 | BlackRock, Inc., New York, NY, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock, Inc., New York, NY, USA | 15.02.2012 | 10,00% | 10,06% | 8.371.095 | BlackRock, Inc., New York, NY, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Delaware Holdings Inc., Wilmington, DE, USA | 14.05.2012 | 3,00% | 2,82% | 2.345.535 | BlackRock, Delaware Holdings Inc., Wilmington , DE, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Institutional Trust Company, NA, San Francisco, USA | 14.05.2012 | 3,00% | 2,82% | 2.345.535 | BlackRock Institutional Trist Company, NA, San Francisco, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Holdco 4, LLC, Wilmington, DE, USA | 14.05.2012 | 3,00% | 2,82% | 2.345.535 | BlackRock Holdco 4, LLC, DE, USA (gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Holdco 6, LLC, Wilmington, DE, USA | 14.05.2012 | 3,00% | 2,82% | 2.345.535 | BlackRock Holdco 6, LLC, DE, USA (gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Delaware Holdings Inc., Wilmington, DE, USA | 12.03.2012 | 3,00% | 3,34% | 2.776.198 | BlackRock, Delaware Holdings Inc., Wilmington , DE, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Institutional Trust Company, NA, San Francisco, USA | 12.03.2012 | 3,00% | 3,34% | 2.776.198 | BlackRock Institutional Trist Company, NA, San Francisco, USA(gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Holdco 4, LLC, Wilmington, DE, USA | 12.03.2012 | 3,00% | 3,34% | 2.776.198 | BlackRock Holdco 4, LLC, DE, USA (gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| BlackRock Holdco 6, LLC, Wilmington, DE, USA | 12.03.2012 | 3,00% | 3,34% | 2.776.198 | BlackRock Holdco 6, LLC, DE, USA (gemäß § 22 Abs. 1, Satz1, Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2) |
| Fidelity-Gesellschaften | |||||
| FIL Investments International, Hildenborough, Kent, UK* | 09.07.2012 | 3,00% | 2,96% | 2.466.769 | FIL Investments International, Hildenborough, Kent, UK (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG) |
| FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, UK | 9.7.2012 | 3,00% | 2,96% | 2.466.769 | FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, UK (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. Satz WpHG) |
| FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda | 09.07.2012 | 3,00% | 2,96% | 2.466.769 | FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr.6 WpHG) |
| FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, UK | 22.06.2012 | 3,00% | 3,03% | 2.518.133 | FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, UK (gemäß § 22 Abs. 1 Satz1, Nr. 6 i.V.m. Satz WpHG) |
| FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda | 22.06.2012 | 3,00% | 3,03% | 2.518.133 | FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr.6 WpHG) |
| FIL Investments International, Hildenborough, Kent, UK | 22.06.2012 | 3,00% | 3,03% | 2.518.133 | FIL Investments International, Hildenborough, Kent, UK (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG) |
| FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, UK | 20.06.2012 | 3,00% | 2,98% | 2.483.133 | FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 i.V.m. Satz2 WpHG) |
| FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda | 20.06.2012 | 3,00% | 2,98% | 2.483.133 | FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG) |
| FIL Investments International, Hildenborough, Kent, UK | 20.06.2012 | 3,00% | 2,98% | 2.483.133 | FIL Investment International, Hildenborough, Kent, UK (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG) |
| FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, UK | 25.05.2012 | 3,00% | 3,37% | 2.803.554 | FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 i.V.m. Satz2 WpHG) |
| FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda | 25.05.2012 | 3,00% | 3,37% | 2.803.554 | FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr.6 WpHG) |
| FIL Investments International, Hildenborough, Kent, UK | 25.05.2012 | 3,00% | 3,37% | 2.803.554 | FIL Investments International, Hildenborough, Kent, UK (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG) |
| FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, UK | 14.05.2012 | 3,00% | 2,70% | 2.244.918 | FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, UK (gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 i.V.m. Satz2 WpHG) |
| FIL Investment International, Hildenborough, Kent, UK | 14.05.2012 | 3,00% | 2,70% | 2.244.918 | FIL Investment International, Hildenborough, Kent, UK (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG) |
| FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda | 14.05.2012 | 3,00% | 2,70% | 2.244.918 | FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG) |
| Allianz Global Investors Europe GmbH, Frankfurt amMain, Deutschland | 04.10.2012 | 3,00% | 2,97% | 2.467.489 | Allianz Global Investors Europe GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland (0,78% gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 6 WpHG) |
| Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen | 15.06.2012 | 3,00% | 3,00% | 2.499.638 | Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen | 07.06.2012 | 3,00% | 2,93% | 2.436.212 | Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen | 31.05.2012 | 3,00% | 3,09% | 2.574.188 | Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen | 07.05.2012 | 3,00% | 1,74% | 1.448.916 | Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen | 12.03.2012 | 5,00% | 4,94% | 4.113.759 | Norges Bank (Staat Norwegen), Oslo, Norwegen (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| SEB AB (publ), Stockholm, Schweden | 16.05.2012 | 3,00% | 2,35% | 1.953.558 | SEB AB (publ), Stockholm, Schweden (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| SEB AB (publ), Stockholm, Schweden | 14.05.2012 | 5,00% | 4,92% | 4.097.363 | SEB AB (publ), Stockholm, Schweden (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| SEB AB (publ), Stockholm, Schweden | 11.05.2012 | 5,00% | 5,28% | 4.393.435 | SEB AB (publ), Stockholm, Schweden (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
| SEB AB (publ), Stockholm, Schweden | 09.05.2012 | 3,00% | 4,46% | 3.713.351 | SEB AB (publ), Stockholm, Schweden (gemäß § 22 Absatz 1 S. 1 Nr. 1 WpHG) |
*) Die jeweils gemeldeten Stimmrechte der BlackRock und Fidelity Gesellschaften sind nicht additiv zu sehen.
Aufstellung des Anteilsbesitzes
An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die LANXESS AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20% der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. fehlbetrag handelt es sich um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen.
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil | Eigenkapital | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| (%) | Mio. € | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- |
| Vollkonsolidierte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| Aliseca GmbH, Leverkusen | 100 | 0 | 0 * |
| Bond-Laminates GmbH, Brilon | 100 | 3 | 0 |
| DuBay Polymer GmbH, Hamm | 50 | 24 | 2 |
| IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin | 100 | 67 | 0 * |
| LANXESS Accounting GmbH, Leverkusen | 100 | 32 | 0* |
| LANXESS Buna GmbH, Marl | 100 | 8 | 0 * |
| LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen | 100 | 1.499 | 0 * |
| LANXESS Distribution GmbH, Langenfeld | 100 | 4 | 0 * |
| LANXESS International Holding GmbH, Leverkusen | 100 | 0 | 0 * |
| Perlon-Monofil GmbH, Dormagen | 100 | 2 | 0 * |
| Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim | 100 | 45 | 0 * |
| SALTIGO GmbH, Langenfeld | 100 | 28 | 0 * |
| EMEA | |||
| Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) | 52 | 4 | 0 |
| LANXESS (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | 51 | 4 |
| LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) | 100 | 5 | 0 |
| LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) | 100 | 4 | 1 |
| LANXESS CISA(Pty.) Ltd., Newcastle (Südafrika) | 100 | 64 | 8 |
| LANXESS Elastomères, Lillebonne (Frankreich) | 100 | 93 | 8 |
| LANXESS Elastomers B.V., Heerlen (Niederlande) | 100 | 199 | 57 |
| LANXESS Emulsion Rubber SAS., La Wantzenau (Frankreich) | 100 | 56 | 6 |
| LANXESS Finance B.V., Amsterdam (Niederlande) | 100 | 12 | 3 |
| LANXESS Holding Hispania, S.L., Barcelona (Spanien) | 100 | 952 | 146 |
| LANXESS International SA, Granges-Paccot (Schweiz) | 100 | 86 | 79 |
| LANXESS Kimya Ticaret Limited Sirketi, Istanbul (Türkei) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS Limited, Newbury(Großbritannien) | 100 | 20 | 1 |
| LANXESS Mining (Proprietary) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | 9 | -1 |
| LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) | 100 | 354 | 21 |
| LANXESS Rubber NV., Zwijndrecht (Belgien) | 100 | 147 | 6 |
| LANXESS SAS., Courbevoie (Frankreich) | 100 | 66 | 3 |
| LANXESS S.r.I., Mailand (Italien) | 100 | 13 | 2 |
| 000 LANXESS, Dserschinsk (Russland) | 100 | 1 | -2 |
| Rustenburg Chrome Mine Holdings (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) | 100 | 0 | 0 |
| Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) | 100 | 99 | 0 |
| Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury(Großbritannien) | 100 | 0 | 0 |
| Nordamerika | |||
| LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) | 100 | 153 | 14 |
| LANXESS Inc., Sarnia (Kanada) | 100 | 195 | 30 |
| LANXESS Sybron Chemicals Inc., Birmingham (USA) | 100 | 25 | 2 |
| Rhein Chemie Corporation, Chardon (USA) | 100 | -9 | 3 |
| Sybron Chemical Holdings Inc., Wilmington (USA) | 100 | 25 | 2 |
| Lateinamerika | |||
| LANXESS Elast8meros do Brasil S.A, Rio de Janeiro (Brasilien) | 100 | 318 | 27 |
| LANXESS Industria de Produtos Quimicos e Plasticos Ltda., São Paulo (Brasilien) | 100 | 73 | 13 |
| LANXESS S.A de C.V., Mexico City (Mexiko) | 100 | 7 | 4 |
| LANXESS S.A, Buenos Aires (Argentinien) | 100 | 16 | -5 |
| Rhein Chemie Argentina S.A, Buenos Ares (Argentinien) | 100 | 3 | 0 |
| Rhein Chemie UruguaySA, Colonia (Uruguay) | 100 | 3 | -1 |
* Ergebnis nach Ergebnisabführung
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil | Eigenkapital | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| (%) | Mio. € | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- |
| Asien/Pazifik | |||
| LANXESS Elastomers Trading (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 0 | 0 |
| LANXESS (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou (China) | 100 | 50 | -2 |
| LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) | 100 | 9 | -4 |
| LANXESS (Ningbo) Pigments Co., Ltd., Ningbo City(China) | 100 | 5 | 0 |
| LANXESS Butyl Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 359 | 138 |
| LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Shanghai (China) | 100 | 20 | -1 |
| LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) | 100 | 106 | 5 |
| LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) | 100 | 88 | -12 ** |
| LANXESS K.K., Tokio (Japan) | 100 | 34 | -1 |
| LANXESS Korea Limited, Seoul (Südkorea) | 100 | 8 | 2 |
| LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100 | 76 | 6 |
| LANXESS PTY Ltd., Homebush Bay (Australien) | 100 | 9 | 0 |
| LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 18 | 1 |
| LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Schanghai (China) | 100 | 0 | -1 |
| LANXESS Wind Chemical Co., Ltd., Wind (China) | 100 | 62 | 8 |
| Nexachem Trading (Qingdao) Co., Ltd. | 100 | -1 | 0 |
| Rhein Chemie Japan Ltd., Tokio (Japan) | 100 | 16 | 1 |
| Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) | 90 | 27 | 2 |
| At equity bewertete assoziierte Unternehmen | |||
| Deutschland | |||
| Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen | 40 | 43 | 0 |
| Asien/Pazifik | |||
| LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China) | 50 | 18 | -2 |
| At equity bewertete Gemeinschaftsunternehmen | |||
| Asien/Pazifik | |||
| Anhui Tongfeng Shengda Chemical Co., Ltd., Tongling (China) | 25 | -2 | -2 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung | |||
| Deutschland | |||
| LANXESS Middle East GmbH, Leverkusen | 100 | 0 | 0 |
| Vierte LXS GmbH, Leverkusen | 100 | 0 | 0 * |
| EMEA | |||
| OOO LANXESS Lipetsk, Lipetsk (Russland) | 100 | 2 | 0 |
| W. Hawley& Son. Ltd., Newbury(Großbritannien) | 100 | 0 | 0 |
| Nordamerika | |||
| LANXESS Energy LLC, Wilmington (USA) | 100 | 0 | 0 |
| Lateinamerika | |||
| Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) | 100 | 0 | 0 |
| Petroflex Trading S.A, Montevideo (Uruguay) | 100 | 0 | 0 |
| Asien/Pazifik | |||
| Bond-Laminates HK Limited, Hongkong (Hong Kong) | 100 | 0 | 0 |
| Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung | |||
| Lateinamerika | |||
| Hidrax Ltda., Taboão da Serra (Brasilien) | 39 | 2 | 0 |
* ) Ergebnis nach Ergebnisabführung
**) Jahresabschluss zum 31.03.2012
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des LANXESS Konzerns sowie der LANXESS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des LANXESS Konzerns bzw. der LANXESS AG beschrieben sind.
Leverkusen, den 7. März 2013
LANXESS Aktiengesellschaft, Leverkusen
Der Vorstand
Dr. Axel C. Heitmann
Dr. Bernhard Düttmann
Dr. Werner Breuers
Dr. Rainier van Roessel
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, Leverkusen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 8. März 2013
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer
Carsten Manthei, Wirtschaftsprüfer