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LANXESS AG Annual Report 2010

Jun 14, 2011

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Annual Report

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LANXESS Aktiengesellschaft

Leverkusen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

Allgemeines

Die LANXESS AG hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding für den LANXESS Konzern. Der LANXESS AG sind die LANXESS Deutschland GmbH und die LANXESS International Holding GmbH als 100%ige Töchter untergeordnet, mit denen Ergebnisabführungsverträge bestehen. Der LANXESS Deutschland GmbH unterstehen alle in- und mehrere ausländischen Beteiligungen, die LANXESS International Holding GmbH verwaltet einige der ab 2007 erworbenen bzw. gegründeten ausländischen Aktivitäten des LANXESS Konzerns. Die wirtschaftliche Entwicklung der LANXESS AG wird somit wesentlich bestimmt von den produktiven Unternehmen des LANXESS Konzerns und der Entwicklung in der Chemiebranche.

Entwicklung der Umsatz- und Ertragslage

Die Ertragslage der LANXESS AG wird wesentlich durch die Ergebnisabführung der LANXESS Deutschland GmbH und der LANXESS International Holding GmbH, in denen die Anteile an den Enkel- bzw. Tochtergesellschaften und somit der produktive Geschäftbetrieb gebündelt sind, bestimmt.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse von 4.027 T€ (Vorjahr: 2.539 T€) entfielen auf Dienstleistungen für die LANXESS Deutschland GmbH. Nach Abzug der Herstellungskosten, die im Wesentlichen Personalaufwendungen und allgemeine Verwaltungskosten enthielten, war ein ausgeglichenes Bruttoergebnis vom Umsatz zu verzeichnen.

Die verbliebenen allgemeinen Verwaltungskosten von 50.309 T€ (Vorjahr: 30.949 T€) betrafen im Wesentlichen Personal- und Sachkosten der Geschäftstätigkeit, die nicht direkt im Zusammenhang mit den Konzerndienstleistungen stehen. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf höheren Personalkosten durch gestiegene erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und der Rücknahme der Challenge09-12-Maßnahmen. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge von 7 T€ (Vorjahr: 440 T€) und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 1.748 T€ (Vorjahr: 1.755 T€) ergab sich ein negatives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von 52.050 T€ (Vorjahr: 32.264 T€).

Das Finanzergebnis, bestehend aus Beteiligungs- und Zinsergebnis, den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen, war mit 137.845 T€ positiv (Vorjahr: 54.113 T€). Das positive Ergebnis resultierte maßgeblich aus der Gewinnabführung der LANXESS Deutschland GmbH in Höhe von 190.528 T€ (Vorjahr: 117.535 T€) bei negativen Ergebnisbeiträgen der anderen Posten. Die Ergebnisverbesserung der LANXESS Deutschland GmbH resultierte im Wesentlichen aus der guten Geschäftsentwicklung aufgrund der ausgeprägten Erholung der Weltwirtschaft. Bei Erträgen von 129 T€ (Vorjahr: 178 T€) aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens fielen Abschreibungen von 715 T€ (Vorjahr: 2.221 T€) auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens an. Das Zinsergebnis war mit 29.636 T€ (Vorjahr: 37.363 T€) und das Ergebnis aus den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge mit 22.412 T€ (Vorjahr: 23.991 T€) negativ. Das verbesserte, negative Zinsergebnis resultiert im Wesentlichen aus den im Berichtsjahr gestiegenen Zinserträgen von verbundenen Unternehmen. In den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge werden die Kosten aus der vorzeitigen Beendigung von Darlehen ausgewiesen.

Der Gewinn aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 85.795 T€ (Vorjahr: 21.849 T€). Als außerordentliche Erträge werden die Umstellungseffekte aus der geänderten Währungsbewertung nach dem BilMoG zum 1. Januar 2010 ausgewiesen. Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 8.119 T€ (Vorjahr: Ertrag 28.972 T€) resultiert aus Steuererträgen für Vorjahre in Höhe von 4.228 T€ und aus einem Steueraufwand für das Jahr 2010 in Höhe von 12.347 T€. Der Jahresüberschuss betrug danach 78.370 T€ (Vorjahr: 50.821 T€). Vom Jahresüberschuss wurden bereits 50 % bzw. 39.185 T€ in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages von 64.550 T€ ergibt sich ein Bilanzgewinn von 103.735 T€.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Bedingt durch die Funktion der LANXESS AG als strategische Holding und „Liquiditätszentrale“ ist die Bilanz von den Finanzanlagen, der Liquidität im Konzern und den daraus resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt.

Zum 31. Dezember 2010 beträgt die Summe der Aktivwerte der LANXESS AG 2.179.736 T€ (Vorjahr: 2.288.498 T€) und liegt damit um 108.762 T€ bzw. 4,8 % unter dem Stand des Vorjahres.

Das Anlagevermögen hat mit 756.760 T€ (Vorjahr: 756.632 T€) einen Anteil von 34,7 % an der Bilanzsumme. In den Finanzanlagen ist unverändert zum Vorjahr die Beteiligung an der LANXESS Deutschland GmbH mit 738.839 T€ enthalten.

Mit 1.405.156 T€ (Vorjahr: 1.530.858 T€) entfallen 64,5 % der Bilanzsumme auf das Umlaufvermögen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen 53,3 % der Bilanzsumme und resultieren im Wesentlichen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und kurzfristigen Darlehensforderungen. Die Wertpapiere betragen 4,9 % und die liquiden Mittel 2,1 % der Bilanzsumme. Der LANXESS AG stehen des Weiteren von einem internationalen Bankenkonsortium zugesagte Kreditlinien von 1,4 Mrd. € aus einem Multi Currency Syndicated Revolving Credit sowie eine weitere Kreditlinie von 100 Mio. € bei einem Kreditinstitut zur Verfügung.

Die Eigenkapitalquote steigt bei einem Eigenkapital von 1.173.738 T€ (Vorjahr: 1.136.969 T€) aufgrund des Rückgangs der Bilanzsumme auf 53,8%. Die Entwicklung des Eigenkapitals der LANXESS AG ist geprägt durch die Dividendenzahlung von 41.601 T€ und den Jahresüberschuss von 78.370 T€ (Vorjahr: 50.821 T€). Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zu 155,1%.

Zum 31. Dezember 2010 beträgt das Fremdkapital 1.005.998 T€ (Vorjahr: 1.151.529 T€) und damit 46,2 % der Bilanzsumme.

Die Rückstellungen von 87.441 T€ (Vorjahr: 64.251 T€), die 4,0 % der Bilanzsumme ausmachen, betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Rückstellungen für gesetzliche Verpflichtungen sowie Aufwand des Geschäftsjahres 2010.

Die Verbindlichkeiten von 918.557 T€ (Vorjahr: 1.087.278 T€) stellen 42,1 % der Bilanzsumme dar. Wesentliche Finanzierungsquellen sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 806.450 T€ (Vorjahr: 834.465 T€) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 100.676 T€ (Vorjahr: 235.884 T€). Diese entsprechen 37,0 % bzw. 4,6 % der Bilanzsumme. Der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der vorzeitigen Tilgung von Darlehen.

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich stichtagsbezogen auf 127 Mitarbeiter (Vorjahr: 125) erhöht, im Durchschnitt waren 126 Mitarbeiter (Vorjahr: 125) für die Gesellschaft tätig.

Vergütungsbericht

Die Struktur des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Angemessenheit der Vergütung wird regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die Lage und die Aussichten des LANXESS Konzerns. Die Vergütungsstruktur ist ferner darauf ausgerichtet, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für eine erfolgreiche Arbeit zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzt.

Im Zuge der erneuten Bestellungen der Herren Dr. Werner Breuers und Dr. Rainier van Roessel zu Mitgliedern des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Tätigkeit aller vier Mitglieder des Vorstands zum 1. Januar 2010 auf eine neue vertragliche Grundlage gestellt. Dabei wurden die Bestimmungen des „Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung“ sowie die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Anwendung gebracht und umgesetzt. Damit ist auch zukünftig für alle LANXESS Vorstände eine weitgehende Einheitlichkeit in den vertraglichen Konditionen gewährleistet.

Neben der festen Jahresvergütung enthält die Vergütung des Vorstands in 2010 drei variable Komponenten, die sich am jährlichen und insbesondere am mehrjährigen Erfolg von LANXESS orientieren.

Die erfolgsunabhängige Komponente umfasst die feste Jahresvergütung sowie Sachbezüge, die sich im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Regelwerken zu berücksichtigenden Werten, wie z.B. für die Nutzung von Dienstwagen, ergeben. Der Gesamtbetrag der erfolgsunabhängigen Bezüge belief sich für das Geschäftsjahr 2010 auf 2.578 T€.

Die jährliche, erfolgsabhängige Komponente ist das Annual Performance Payment (APP). Sie richtet sich nach dem Erreichen definierter EBITDA-Ziele des Konzerns und entspricht bei einer 100%igen Zielerreichung unverändert 115 % der festen Jahresvergütung. Die maximale Höhe des APP ist auf 150 % des so zu errechnenden Betrags der Vergütungskomponente begrenzt. Die im Geschäftsjahr 2010 gewährten Bezüge aus der erfolgsabhängigen APP beliefen sich auf 4.010 T€. Die tatsächliche Auszahlung im Jahr 2011 kann von diesem im Voraus berechneten Betrag abweichen. Für das Vorjahr ergaben sich Bezüge für Herrn Dr. Heitmann von 60 T€, für Herrn Zachert von 40 T€ und für die Herren Dr. Breuers und Dr. van Roessel jeweils von 32 T€.

Einzelheiten in individualisierter Form zu den jährlichen Bezügen der Vorstände der LANXESS AG sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen.

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Jährliche Vergütung des Vorstands Feste Vergütung

in T€
Variable Vergütung*

in T€
Summe



in T€
Dr. Axel C. Heitmann 932 1.423 2.355
Dr. Werner Breuers 525 819 1.344
Dr. Rainier van Roessel 518 819 1.337
Matthias Zachert 603 949 1.552
2.578 4.010 6.588

* Auszahlung in 2011

Als Element der mehrjährigen Vergütung erstreckt sich der Long Term Incentive Plan (LTIP) jeweils über drei dreijährige Tranchen. Er besteht für die Jahre 2005 bis 2007 aus dem anteilsbasierten Stock Performance Plan (SP) und dem Economic Value Plan (EVP), für die Jahre 2008 bis 2010 nur noch aus dem anteilsbasierten Stock Performance Plan.

Der SP ist an die Entwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex gekoppelt. Der EVP honoriert die finanzwirtschaftliche Entwicklung des Nettovermögens der Gesellschaft. Als Referenz für alle drei Tranchen des EVP dient der Business Plan für die Jahre 2005 bis 2007.

Die Teilnahme am LTIP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 13 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind je Plan für insgesamt fünf Jahre gesperrt. Zahlungen aus dem LTIP erfolgen ausgehend vom jeweiligen Startzeitpunkt erstmals nach drei Jahren, soweit definierte Bedingungen eingetreten sind. Bei einer 100%igen Zielerreichung von SP und EVP der Jahre 2005 bis 2007 kommt es pro Tranche zu einer Auszahlung von 43,3 % des individuellen Zieleinkommens, das heißt von der festen Jahresvergütung zuzüglich des APP unter Annahme einer 100%igen Zielerreichung. Für die Jahre 2008 bis 2010 steht bei einer 100%igen Zielerreichung des SP pro Tranche eine Auszahlung in Höhe von 50 % des individuellen Zieleinkommens an.

Vor dem Hintergrund des in 2010 auslaufenden Long Term Incentive Plans hat der Aufsichtsrat ein neues Programm für die Jahre 2010 bis 2013 verabschiedet. Dieser Long Term Stock Performance Plan (LTSP) erstreckt sich jeweils über vier vierjährige Tranchen und basiert weiterhin auf der Entwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 ChemicalsSM als Referenzindex. Im Vergleich zum bisherigen LTIP wurde bei diesem neuen Programm die mögliche Auszahlung pro Tranche bei Annahme einer 100%igen Zielerreichung von 50 % auf 30 % des individuellen Zieleinkommens abgesenkt. Die Teilnahme am LTSP erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG in Höhe von jährlich 5 % der festen Jahresvergütung. Diese Aktien sind für durchschnittlich fünf Jahre gesperrt.

Weitere Informationen zu den mehrjährigen Bezügen ergeben sich aus folgender Tabelle:

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Mehrjährige Vergütung des Vorstands Im Jahr 2010 gewährte SP-Anrechte

(ab 2013 bzw. 2014 ausübbar)
EVP-Anrechte

(ab 2011 ausübbar)

in T€
Stück1) Beizulegende Zeitwerte

in T€
--- --- --- ---
Dr. Axel C. Heitmann 1.419.000 1.139 200
Dr. Werner Breuers 817.000 656 143
Dr. Rainier van Roessel 817.000 656 143
Matthias Zachert 946.000 759 133
3.999.000 3.210 619

1) Umfasst SP-Anrechte aus LTIP und LTSP

Da der Wert der zum 31. Dezember 2010 ausstehenden SP-Anrechte den Wert der zum 31. Dezember 2009 ausstehenden SP-Anrechte übersteigt, entfällt auf das Geschäftsjahr ein Personalaufwand. Hauptursache hierfür ist die positive Entwicklung der LANXESS Aktie. Der auf das Geschäftsjahr 2010 entfallende Personalaufwand der gewährten SP-Anrechte beträgt für Herrn Dr. Heitmann 3.266 T€, bei Herrn Dr. Breuers 1.446 T€, bei Herrn Dr. van Roessel 1.438 T€ und bei Herrn Zachert 1.875 T€. Der dargestellte Personalaufwand ist als rechnerische Größe nicht mit dem tatsächlichen Zufluss der realisierten Gewinne bei Ausübung der Anrechte in der Zukunft gleichzusetzen.

Im Hinblick auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung wird als dritte variable Vergütungskomponente künftig ein Long Term Performance Bonus (LTPB) gewährt, der Zielerreichungen erst nach zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren honoriert. Bemessungsgrundlage ist die jeweilige APP-Zielerreichung der zu berücksichtigenden Geschäftsjahre. Die konkrete Höhe des LTPB ergibt sich aus dem Durchschnitt der APP-Zielerreichungen der beiden Geschäftsjahre. Unter der Annahme einer durchschnittlichen APP-Zielerreichung von 100 % beträgt der LTPB 45 % der festen Jahresvergütung. Eine Auszahlung kann erstmals im Frühjahr 2012 auf Basis der Geschäftsjahre 2010 und 2011 erfolgen. Als im Geschäftsjahr 2010 erdiente Bezüge aus dem LTPB fielen 784 T€ an. Diese entfielen mit 278 T€ auf Herrn Dr. Heitmann, mit jeweils 160 T€ auf die Herren Dr. Breuers und Dr. van Roessel und mit 186 T€ auf Herrn Zachert.

Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden den Mitgliedern des Vorstands Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die bei Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren, im Falle der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und bei Tod an die Hinterbliebenen erbracht werden.

Bei der in 2006 für die Mitglieder des Vorstands neu geregelten Altersversorgung handelt es sich um einen beitragsorientierten Pensionsplan, der einen Grundbeitrag in Höhe von 25 % des Funktionseinkommens vorsieht. Darüber hinaus ist von den Vorstandsmitgliedern ein Eigenbeitrag aus Entgeltumwandlung in Höhe von 12,5 % des APP zu erbringen, der von der Gesellschaft in gleicher Höhe aufgestockt wird. Im Versorgungsfall werden 70 % bis 75 % des verzinslich angesammelten Kapitals als Einmalbetrag ausgezahlt. Die verbleibenden 25 % bis 30 % werden in eine Rentenleistung umgewandelt. Die aus Regelungen vor der Umstellung resultierenden Ansprüche werden als Besitzstand gewahrt. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses vor Erreichen der Altersgrenze von 60 Lebensjahren erbringt die Gesellschaft bestimmte Zusatzbeiträge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.

Für die Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die hierfür im Jahresabschluss 2010 berücksichtigten Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche beliefen sich auf insgesamt 91 T€. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2010 lag bei 11.392 T€.

Die Barwerte der erworbenen Versorgungsansprüche zum 31. Dezember 2010 betragen für Herrn Dr. Heitmann 6.182 T€, für Herrn Dr. Breuers 906 T€, für Herrn Dr. van Roessel 2.279 T€ und für Herrn Zachert 2.025 T€.

Der Verpflichtungsumfang für frühere Mitglieder des Vorstands lag zum 31. Dezember 2010 bei 6.977 T€.

An ehemalige Vorstandsmitglieder erfolgten Zahlungen von 441 T€.

Der Vorstand verfügte im Geschäftsjahr 2010 über eine spezielle Absicherung für definierte, unternehmensseitig veranlasste Vertragsbeendigungen, die zu einem Ausscheiden führen, bzw. für den Fall einer wesentlichen Veränderung in der Kontrolle über das Unternehmen (Change of Control). Die Konditionen richteten sich nach dem jeweiligen Sachverhalt und beinhalteten Abfindungsleistungen in Höhe von bis zu zwei festen Jahresvergütungen zuzüglich des APP und LTPB bei Annahme einer 100 %igen Zielerreichung. Im Falle der Trennung aufgrund einer Change-of-Control-Situation beträgt die Abfindung drei feste Jahresvergütungen zuzüglich APP und LTPB.

Weiter gehende Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt.

Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB

Zu den Vorschriften des § 289 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:

1. Das Grundkapital der LANXESS AG beträgt zum 31. Dezember 2010 83.202.670 € und ist eingeteilt in 83.202.670 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Eine Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.
2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Allerdings unterliegen die Teilnehmer an Mitarbeiteraktienprogrammen einer Sperrfrist zur Veräußerung ihrer Aktien.
3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der LANXESS AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden uns nicht gemeldet.
4. Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
5. Über Mitarbeiteraktienprogramme sind Arbeitnehmer direkt am Kapital der LANXESS AG beteiligt. Es bestehen keine Beschränkungen, die Kontrollrechte aus diesen Aktien unmittelbar auszuüben.
6. Für die Bestellung und Abberufung des Vorstands gelten die §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung erfordert mindestens zwei Drittel der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG).

Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Weitere Regelungen in der Satzung werden hierzu nicht getroffen. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann der Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 9 der Satzung der LANXESS AG beschließen.
7. Eigene Aktien

Die Hauptversammlung der LANXESS AG hat am 28. Mai 2010 den Vorstand ermächtigt, bis zum 25. November 2011 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu erwerben. Die Ermächtigung kann auch durch Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften ausgeübt werden. Die eigenen Aktien können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern sowie gegen Sachleistung übertragen, soweit dies zum Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse herbeizuführen. Ferner ist er ermächtigt, sie zur Erfüllung von Umtauschrechten aus von der Gesellschaft begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) zu verwenden sowie die Aktien Inhabern der von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bzw. Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die ein Wandlungs- oder Optionsrecht gewähren oder eine Wandlungs- oder Optionspflicht bestimmen, in dem Umfang zu gewähren, in dem ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflicht ein Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft zustehen würde. In den vorgenannten Fällen ist, außer bei der Einziehung eigener Aktien, das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.

Bedingtes Kapital I und II

Die Hauptversammlung der LANXESS AG vom 31. Mai 2007 hat den Vorstand in zwei Ermächtigungen ermächtigt, bis zum 31. Mai 2012 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit und ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von jeweils 500.000.000 € zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 21.155.167 € zu gewähren. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gem. § 4 Abs. 4 und 5 der Satzung der LANXESS AG um jeweils bis zu 21.155.167 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I und II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient jeweils der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Die zwei im Wesentlichen inhaltsgleichen Ermächtigungen zur Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), verbunden mit der Schaffung eines bedingten Kapitals, unterscheiden sich lediglich im Hinblick auf die Höhe des Wandlungs- und Optionspreises. Der Vorstand wird nur von einer der beiden Ermächtigungen Gebrauch machen. Der Vorstand kann bei der Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen ausschließen:

- für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben,

- bei Ausgabe gegen Barleistung, wenn der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Werden Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben, dürfen die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten,

- wenn die Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen obligationsähnlich ausgestaltet sind,

- wenn Schuldverschreibungen gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen ausgegeben werden und der Wert der Sachleistung in einem angemessenen Verhältnis zum Wert der Schuldverschreibung steht und

- soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- bzw. Optionsrechten auf auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht gewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- bzw. Optionsrechts oder bei Erfüllung der Wandlungspflicht zustehen würde.

Genehmigtes Kapital I und II

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 2 der Satzung.Der Vorstand ist des Weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 3 der Satzung.
8. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG enthalten Regelungen über ein mögliches Ausscheiden der Mitglieder des Vorstands bei einem Kontrollwechsel. Diese sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt. Solche Vereinbarungen bestehen auch zwischen der Gesellschaft und Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene, jedoch zu anderen Konditionen. Daneben enthalten die Anleihebedingungen der im Geschäftsjahr 2005 von der LANXESS Finance B.V. begebenen Euro-Anleihe im Volumen von 500 Mio. € eine Change-of-Control-Klausel, die in Verbindung mit bestimmten ratingbezogenen Ereignissen zu einem Rückgaberecht der Anleihegläubiger führen kann. Die Anleihe wurde von der LANXESS AG garantiert. Gleiches gilt für die Anleihebedingungen der im Geschäftsjahr 2009 von der LANXESS Finance B.V. begebenen Euro-Anleihen im Volumen von 500 Mio. € und 200 Mio. €, die ebenfalls von der LANXESS AG garantiert werden. Die Gesellschaft hat mit zwei Großbanken Kreditverträge über 100 Mio. € bzw. 93 Mio. € geschlossen. Diese Verträge können mit sofortiger Wirkung gekündigt bzw. die Rückzahlung ausstehender Darlehensbeträge kann verlangt werden, wenn eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Ferner besteht zwischen der Gesellschaft und einem Bankenkonsortium ein Vertrag über einen Kreditrahmen von derzeit 1.408 Mio. €. Auch dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, sofern eine Übernahme der Kontrolle von mehr als 50 % über die LANXESS AG durch ein anderes Unternehmen oder eine andere Person erfolgt. Darüber hinaus besteht nach Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem LANXESS Pension Trust e.V. die Verpflichtung der Gesellschaft, im Falle eines Kontrollwechsels erhebliche Einzahlungen an den LANXESS Pension Trust e.V. vorzunehmen.
9. Die Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands der LANXESS AG sowie Anstellungsverträge von Mitarbeitern der ersten und zweiten Führungsebene der LANXESS AG enthalten Entschädigungsvereinbarungen für dort näher definierte Fälle eines Kontrollwechsels.

Berichterstattung nach § 289 a HGB

Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 289 a des Handelsgesetzbuches vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance, jederzeit eingesehen werden.

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Risikomanagement

Der Erfolg des LANXESS Konzerns wird wesentlich durch das Erkennen von und einen bewussten Umgang mit den Chancen und Risiken der unternehmerischen Tätigkeit beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist somit ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens und dessen erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft. Basis des LANXESS Risikomanagements sind sowohl die internen Abläufe der Organisation, die mittels Regelungs- und Überwachungsmechanismen gesteuert werden, als auch die Früherkennungssysteme, mit denen Veränderungen externer Rahmenbedingungen überwacht werden und aus denen heraus zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden. Wie alle Methoden zur Handhabung unternehmerischen Risikos bietet aber auch dieses System keinen absoluten Schutz. Es dient jedoch dazu, mit hinreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.

Grundlagen des LANXESS Chancen- und Risikomanagements sind klar geregelte Geschäftsprozesse, eine lückenlose Zuordnung von Zuständigkeiten in der Organisation sowie angemessene Berichtssysteme, die eine zeitnahe Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen an den Vorstand bzw. nachgelagerte Management-Ebenen gewährleisten. Das Risikomanagementsystem bei LANXESS basiert auf einem Integrationskonzept, d.h., die Risikofrüherkennung ist integraler Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums und nicht Gegenstand einer separaten Aufbauorganisation. Es besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen, die in die gesamte Aufbau- und Ablauforganisation eingebettet sind. Risikomanagement wird als originäre Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen in den Konzerngesellschaften verstanden. Basis für die Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Organisationsstruktur, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme sowie ein detailliertes Regelwerk aus Managementregelungen und technischen Standards. In verschiedenen LANXESS Ausschüssen und Sitzungen werden Chancen und Risiken erörtert und überwacht.

Bei LANXESS betreiben die Business Units das operative Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung. Group Functions und Servicegesellschaften unterstützen die Business Units mit finanziellen, rechtlichen, technischen und anderen zentralen Dienstleistungen. Komplementär zu dieser globalen Ausrichtung der Business Units und Group Functions stellen die Landesorganisationen die erforderliche Marktnähe sowie die notwendige organisatorische Infrastruktur sicher. Entsprechend dieser Aufgabenteilung hat LANXESS die Zuständigkeiten, die so genannten Risk-Owner, für

die Identifikation und Bewertung von Risiken,
die Vorbeugung (Maßnahmen zur Risikovermeidung, -minderung oder -diversifikation),
die Überwachung von Risiken (z. B. anhand von Kennzahlen und gegebenenfalls Frühwarnindikatoren),
die Vorsorge (Maßnahmen zur Schadensminimierung im Ereignisfall) und
die Kommunikation der wesentlichen Risiken in den Führungsgremien der operativen und zentralen Geschäftsbereiche

definiert. Transaktionen insbesondere zum finanziellen aber auch operativen Risikotransfer (Sicherungsgeschäfte bzw. Versicherungen) werden bei LANXESS zentral über die Group Function Treasury abgeschlossen bzw. gesteuert.

Aufgrund der hohen Integration der allgemeinen Geschäftsprozesse existieren themenbezogene Gremien, bestehend aus Vertretern der Business Units und der Group Functions, die sich mit den Chancen und Risiken des Konzerns beschäftigen. Durch diese wird LANXESS in die Lage versetzt, schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen und deren Einflüsse zu reagieren.

Die konzernweite Sammlung und Aggregation der maßgeblichen Informationen erfolgt durch die Group Function Corporate Controlling. Die Erhebung der Chancen und Risiken findet dabei dreimal jährlich im Rahmen des aktuellen Erwartungsprozesses für das laufende Geschäftsjahr und zusätzlich einmal jährlich im Rahmen des Budget- und Planungsprozesses für das Folgejahr sowie den mittelfristigen Prognosezeitraum statt. Die berichteten Chancen und Risiken werden in einer zentralen Risikodatenbank gesammelt und regelmäßig für den Vorstand und den Aufsichtsrat aufbereitet. Hierdurch ist zugleich sichergestellt, dass beim Auftreten neuer wesentlicher Chancen und Risiken bzw. bei wesentlichen Veränderungen bestehender Chancen und Risiken die erforderliche zeitnahe Kommunikation bis hin zum Vorstand und damit eine zielgerichtete Einbindung in die allgemeine Unternehmenssteuerung erfolgt.

Als Meldeuntergrenze für Chancen und Risiken gilt eine Auswirkung auf das Konzernergebnis oder EBITDA von 1 Mio. € unter Berücksichtigung einer Mindesteintrittswahrscheinlichkeit. Durch diese niedrige Meldeuntergrenze ist sichergestellt, dass eine umfassende Erhebung der Chancen und Risiken erfolgt. Eine Beschränkung auf wesentliche oder sogar bestandsgefährdende Risiken bereits im Rahmen der Bestandsaufnahme unterbleibt somit. Vielmehr werden erst im Nachgang zentral durch die Group Function Corporate Controlling die Top-Chancen und Top-Risiken bestimmt. Die Wesentlichkeitsgrenze hierfür beträgt konzernweit 10 Mio. €.

Neben der zentralen und regelmäßigen Sammlung und Abbildung der Unternehmensrisiken ist die Unternehmensplanung ein weiteres Kernelement des Chancen- und Risikomanagements von LANXESS. Chancen und Risiken mit einer Wahrscheinlichkeit größer als die vorgegebene Mindestwahrscheinlichkeit gehen unmittelbar in den Planungsprozess ein. Dabei werden die führenden Planzahlen ermittelt sowie Chancen und Risiken mit hinreichender Eintrittswahrscheinlichkeit in Worst-Case-/Best-Case-Szenarien aufgeführt. Die Prozesse zur Unternehmensplanung und zu unterjährigen Erwartungsrechnungen sowie entsprechende Analysen und Handlungsoptionen werden durch die Group Function Corporate Controlling geführt und eng mit den operativ verantwortlichen Business Units abgestimmt. Die Erörterung und Verabschiedung der Planung und der damit verbundenen Chancen und Risiken sind Gegenstand dedizierter Vorstandstermine. Im jeweiligen Berichtsjahr wird die Jahresplanung durch regelmäßiges Einholen der aktuellen Erwartungen angepasst und überwacht. Mit dem Ziel der richtigen langfristigen Ausrichtung des Konzerns werden bedeutende und strategische Chancen und Risiken in der Group Function Corporate Development systematisch analysiert und bewertet.

Zusätzlich ist eine interne, sofortige Berichterstattung für spezielle Risikothemen, wie zum Beispiel wesentliche Verstöße gegen Compliance-Regeln, organisatorisch vorgesehen. Im Berichtsjahr hat kein Anlass zu einer solchen sofortigen Berichterstattung über derartige Risiken bei LANXESS bestanden.

Die Grundsätze des LANXESS Risikomanagements sind in einer Konzernrichtlinie niedergelegt. Zum Risikomanagement gehört ebenfalls die Vermeidung von unrechtmäßigem Handeln durch Mitarbeiter des Unternehmens. LANXESS setzt hier auf eine umfassende rechtliche Beratung bei der Abwicklung der Geschäftsvorfälle sowie die Verpflichtung der Mitarbeiter durch den LANXESS Compliance-Kodex, sich entsprechend den Gesetzen zu verhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Ein Compliance-Committee fördert und überwacht die Einhaltung der Compliance-Grundsätze. Es wird unterstützt durch Compliance-Beauftragte, die für jedes Land, in dem LANXESS eine Tochtergesellschaft unterhält, bestimmt wurden. Das Compliance-Committee wird von einem Compliance-Officer geführt. Dieser untersteht direkt dem Vorstand, dem er regelmäßig berichtet.

LANXESS hat die Bedeutung des Risikomanagements für die Unternehmensführung erkannt und Maßnahmen getroffen, um potenzielle Gefahren wie auch Chancen für die Erreichung seiner Unternehmensziele frühzeitig und vollständig zu identifizieren und abzuschätzen. Geeignete Vorbeuge- und Sicherungsmaßnahmen mindern die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken oder begrenzen deren mögliche Schadensauswirkung. Die Beherrschung von Chancen und Risiken ist Ziel von LANXESS und deswegen integraler Bestandteil der Entscheidungsprozesse.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Bei LANXESS existieren hierzu klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen. Die branchentypischen Besonderheiten der chemischen Industrie und der bei LANXESS in diesem Zusammenhang regelmäßig eingesetzten Steuerungsinstrumentarien zur Risikoabsicherung werden berücksichtigt. Neben dem Rechnungslegungsprozess im engeren Sinne gehören dazu vor allem der vorstehend beschriebene strukturierte Budget- und Erwartungsprozess sowie ein umfangreiches Vertragsmanagement. Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können allerdings durch Ermessensentscheidungen, kriminelle Handlungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder sonstige Umstände eingeschränkt werden. Eine vollständige Sicherheit hinsichtlich einer korrekten und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Rechnungslegung kann somit selbst bei unternehmensweiter Anwendung der eingesetzten Systembestandteile nicht gewährleistet werden.

Die Group Function Accounting, die dem Finanzvorstand untersteht, ist verantwortlich für den Rechnungslegungsprozess und damit für die Erstellung des Jahresabschlusses der LANXESS AG. Der Jahresabschluss unterliegt einer vollumfänglichen Prüfung durch den Abschlussprüfer.

Mit der Regelung und Überwachung der Rechnungslegungsprozesse wird bei LANXESS eine ordnungsmäßige Rechnungslegung entsprechend den einschlägigen Gesetzen und Normen, insbesondere des Handelsgesetzbuches (HGB), sichergestellt sowie die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung gewährleistet. Das bei LANXESS angewendete rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem orientiert sich an allgemein anerkannten Standards (COSO-Modell). Wesentliche Änderungen an diesem System haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Der einheitlichen und HGB-konformen Rechnungslegung liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich zugehöriger Arbeitsanweisungen zugrunde. Die Prinzipien der Funktionstrennung in der Form strukturierter Genehmigungs- und Freigabeverfahren und das Vier-Augen-Prinzip sowie laufende Plausibilisierungen kommen durchgängig zur Anwendung. Der Rechnungslegungsprozess wird auf der IT-technischen Seite ergänzt durch ein integriertes EDV-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert und durch Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Die Korrektheit automatisch generierter Buchungen und der dafür notwendigen Stammdaten wird regelmäßig überprüft. Manuelle Buchungen werden auf Basis eines systematischen Belegwesens gebucht. Es erfolgt eine Dokumentation im erforderlichen Rahmen sowie eine Kontrolle durch nachgelagerte Stellen.

Regelmäßige Abstimmungen mit anderen Group Functions des Finanzbereichs, insbesondere den Group Functions Treasury, Tax und Controlling, unterstützen die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten wie zum Beispiel die Bestandsbewertung und die Darstellung der im Bereich der derivativen Finanzinstrumente getätigten Geschäfte. Über den laufenden Informationsaustausch mit den operativen Business Units sowie weiteren Group Functions werden Sachverhalte identifiziert und verarbeitet, die außerhalb der Rechnungslegung entstehen. Hierzu zählen unter anderem Prozessrisiken, Planungsrechnungen für Werthaltigkeitsuntersuchungen sowie besondere Vertragsvereinbarungen mit Lieferanten oder Kunden. Zusätzlich werden bei Spezialthemen, insbesondere bei der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, externe Dienstleister hinzugezogen.

Der Gesamtvorstand stellt den Jahresabschluss auf, der danach unverzüglich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet wird. Nach Empfehlung des Prüfungsausschusses wird der Jahresabschluss vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung festgestellt. Der Aufsichtsrat und insbesondere dessen Prüfungsausschuss befassen sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements, des Prüfungsauftrages und der Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers.

Überwachung des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems

Bestandteil des Risikomanagementsystems ist eine Überwachung des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems (IKS) von LANXESS durch prozessunabhängige Prüfungen. Die Group Function Internal Auditing ist beauftragt, die Funktionsfähigkeit des internen Steuerungs- und Überwachungssystems sowie die Einhaltung organisatorischer Sicherungsmaßnahmen zu überwachen. Die Prüfungsplanung (Auswahl der Prüfobjekte) und Prüfungsansätze dieser Group Function sind entsprechend risikoorientiert ausgerichtet. Zur Beurteilung der Wirksamkeit des IKS wird zudem ein jährliches Self Assessment durchgeführt. Zusätzlich erfolgt eine Beurteilung des Risikofrüherkennungssystems im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Schließlich übernimmt der Aufsichtsrat Kontrollfunktionen; unter anderem überwacht er im Plenum und in dem von ihm eingesetzten Prüfungsausschuss regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements. Der Prüfungsausschuss lässt sich über die Tätigkeiten und Ergebnisse des Compliance-Committees sowie der Group Function Internal Auditing berichten.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Marktrisiken

Grundsätzlich unterliegt LANXESS den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Chancen und Risiken in den Ländern und Regionen, in denen der Konzern tätig ist. Als Unternehmen der chemischen Industrie ist LANXESS konjunkturellen und branchentypischen Risiken ausgesetzt. Auf der Absatzseite bergen die Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von Entwicklungen der Abnehmerbranchen Chancen und Risiken für LANXESS.

Neben konjunkturellen und zyklischen Marktrisiken können auch strukturelle Marktveränderungen, wie etwa das Auftreten neuer Anbieter, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigem Kostenniveau, Produktsubstitution oder Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten, das Risikoprofil von LANXESS beeinflussen. LANXESS begegnet diesen Entwicklungen mit umfassenden Maßnahmen. Das heißt vor allem Fokussierung und Weiterentwicklung eines Produktportfolios, mit dem LANXESS langfristig erfolgreich tätig sein kann, sowie konsequentes Kostenmanagement. Auf der Beschaffungsseite bestehen Risiken durch die hohe Preisvolatilität von Rohstoffen und Energien. Ein Preisanstieg von Einsatzstoffen führt direkt zu einer erhöhten Kostenbasis in der Produktion, ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Beschaffungsrisiken begegnet LANXESS durch eine bewusste Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoffversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten und/oder in den Verkaufsverträgen mit den Kunden abgedeckt. Darüber hinaus sichert LANXESS sich unter anderem über Derivate ab, soweit es liquide Terminmärkte zur Absicherung von Rohstoff- und Energiepreisrisiken gibt. Details dazu finden sich im Anhang zum Jahresabschluss unter der Tz. 24 „Derivative Finanzinstrumente“. Gegen eventuelle Lieferengpässe, zum Beispiel durch den Ausfall eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichert sich LANXESS durch eine angemessene Bevorratungsstrategie und die Vorbereitung alternativer Bezugsquellen ab.

Unternehmensstrategische Risiken

LANXESS treibt die strategische Weiterentwicklung des Konzerns ständig voran. Diese umfasst kontinuierliche Effizienzoptimierung, die Stärkung der Kernbereiche, aktives Portfoliomanagement sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen.

Der Erfolg der damit verbundenen Entscheidungen unterliegt naturgemäß einem Prognoserisiko bezüglich der Einschätzung künftiger (Markt-)Entwicklungen sowie der Annahmen zur Umsetzbarkeit der angestrebten Maßnahmen. So könnte beispielsweise der Ein- oder Ausstieg aus einem Geschäftsfeld auf Rendite- oder Wachstumserwartungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht realistisch herausstellen. LANXESS begegnet dem durch eine sorgfältige und strukturierte Aufarbeitung der entscheidungsrelevanten Informationen. Dabei werden die betroffenen Business Units sowie der Vorstand durch erfahrene Fachabteilungen und ggf. durch externe Berater unterstützt. Beim Informationsgewinnungsprozess über M&A-Objekte ist nicht auszuschließen, dass nicht alle für die Abschätzung der zukünftigen Entwicklung bzw. des Kaufpreises erforderlichen Informationen vorliegen oder richtig bewertet werden. Dieses Risiko verringert LANXESS durch systematische „Due-Diligence“-Analysen sowie – soweit möglich – durch entsprechende Verträge mit den Verkäufern. Eine unzureichende Integration von erworbenen Unternehmen oder Geschäften kann dazu führen, dass erwartete Entwicklungen nicht eintreten. Daher existieren bei LANXESS strukturierte Prozesse, mit denen eine vollständige Integration übernommener Geschäftseinheiten gewährleistet wird.

Investitionen, die eine festgelegte Wesentlichkeitsgrenze überschreiten, werden durch die zuständigen Business Units vorbereitet und nach Überprüfung in einem dafür eingerichteten Investment-Committee dem Vorstand zur Entscheidung vorgelegt. Durch diesen Prozess wird sichergestellt, dass die Investitionen der Unternehmensstrategie sowie den Rendite- und Sicherheitsanforderungen gerecht werden. Insgesamt betrachtet LANXESS aufgrund der sorgfältigen Chancen- und Risikoabwägung seine Investitions- und Portfoliomaßnahmen als aktives Mittel zur Weiterentwicklung des Unternehmens.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken werden von der Group Function Treasury zentral gesteuert. Im Wesentlichen werden Liquiditätsrisiken, Zinsrisiken, Währungskursrisiken, Energie- und Rohstoffpreisrisiken, Kontrahentenrisiken mit Banken, Kundenrisiken und Anlagerisiken für Pensionsvermögen analysiert, bewertet und gesteuert. Eine detaillierte Darstellung der finanzwirtschaftlichen Risiken und deren Managements findet sich im Anhang zum Jahresabschluss unter der Tz. 24 „Derivative Finanzinstrumente“.

Rechtliche Risiken

Unternehmen des LANXESS Konzerns sind von diversen Rechtsstreitigkeiten betroffen. Der Ausgang der einzelnen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, wurden als Risikovorsorge für den Fall eines ungünstigen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung bestehender Rückstellungen und Versicherungen sowie mit Dritten zu Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten getroffener Vereinbarungen hat nach der derzeitigen Einschätzung grundsätzlich keines der Verfahren einen erheblichen Einfluss auf die künftige Ertragslage von LANXESS.

In der Berichterstattung über frühere Geschäftsjahre wurden erhöhte Risiken aus bestimmten behördlichen und zivilgerichtlichen Kartellverfahren in den USA, Kanada und Europa im Zusammenhang mit bestimmten Produkten des ehemaligen Geschäftsbereichs Kautschuk, der bei der Abspaltung von der Bayer AG dem LANXESS Konzern zugeordnet worden ist, benannt. Die LANXESS AG und die Bayer AG haben im Innenverhältnis eine Haftungsvereinbarung für diese Verfahren getroffen. Danach trägt LANXESS im Innenverhältnis 30 % der Verbindlichkeiten und die Bayer AG 70%. Für die Erstattungspflicht von LANXESS bestanden Wertgrenzen, die durch die zwischenzeitlich erbrachten Zahlungen von LANXESS ausgeschöpft sind. Mögliche zusätzliche Erstattungspflichten von LANXESS können sich noch aus einem der eingeschränkten steuerlichen Abzugsfähigkeit folgenden Steuerschaden sowie den laufenden Kosten einer Rechtsverteidigung ergeben. Diese werden ebenfalls im Verhältnis 30: 70 geteilt.

Produktions- und Umweltrisiken

Auch wenn LANXESS hohe technische und sicherheitstechnische Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen anlegt, sind Betriebsstörungen – auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus – nicht auszuschließen. Sie können zu Explosionen, der Freisetzung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle ist LANXESS im branchenüblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert. Risiken, die sich aus fehlender Anlagenverfügbarkeit sowie Störungen in der Arbeits- und Verfahrenssicherheit ergeben könnten, wird mit umfangreichen Maßnahmen entgegengewirkt. Dazu gehören z.B. reguläre Compliance-Checks, systematische Schulungen der Mitarbeiter zur Verbesserung der Standards und der Sicherheit sowie die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen.

Mögliche Verschärfungen von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -standards können zu zusätzlichen Kosten und Haftungsrisiken führen, ohne dass LANXESS Einfluss darauf hätte. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Implementierung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu Ungunsten von LANXESS verändern.

LANXESS ist und war für zahlreiche Standorte, in denen teilweise seit über 140 Jahren chemische Produktion stattgefunden hat, und Abfallentsorgungseinrichtungen zuständig. Es ist nicht auszuschließen, dass in dieser Zeit auch Verunreinigungen verursacht wurden, die bisher noch nicht bekannt sind. LANXESS bekennt sich zum Responsible-Care-Gedanken und betreibt ein aktives Umweltmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen wurden im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ausreichende Rückstellungen gebildet.

Im Produktportfolio von LANXESS befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüft LANXESS systematisch die Eigenschaften seiner Produkte und weist seine Abnehmer auf die mit der Verwendung einhergehenden Risiken hin. Zusätzlich wurden branchenübliche Produkthaftpflicht-Versicherungen abgeschlossen.

Sonstige Risiken

Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländischer Steuerbehörden. Auch wenn LANXESS der Überzeugung ist, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen.

Die Bereitstellung der richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Adressaten ist ein Erfolgsfaktor von LANXESS. In Bezug auf das Management dieser Informationen ist LANXESS von seinen integrierten IT-Systemen abhängig. Um eine stete Datenverfügbarkeit zu gewährleisten, betreibt LANXESS Datensicherungssysteme, Spiegeldatenbanken, Viren- und Zugangsschutzsysteme und andere Sicherungs- und Kontrollinstrumente nach dem neusten Entwicklungsstand der Technik.

LANXESS handelt durch seine Mitarbeiter. Im Hinblick auf Personalrisiken sind Arbeitskampfmaßnahmen in einigen Ländern aufgrund von Auseinandersetzungen über die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen oder im Zusammenhang mit Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen nicht auszuschließen. LANXESS begegnet dem durch eine offene Kommunikation mit der Belegschaft und deren Vertretungen. Zu den Personalrisiken zählt auch die erwartete Erhöhung der Personalkosten durch künftige Lohnerhöhungen. Insbesondere bei höheren Steigerungsraten besteht die Gefahr, dass die dadurch erhöhte Kostenbasis nicht durch eine weitere Verbesserung der Produktivität kompensiert werden kann.

Um dem demografischen Risiko zu begegnen und auch zukünftig ausreichend qualifiziertes Personal zu haben, hat LANXESS präventiv ein umfassendes Maßnahmenpaket aufgelegt. Interdisziplinäre Arbeitsgruppen entwickeln bei LANXESS innovative Konzepte, um Veränderungen aus dem demografischen Wandel frühzeitig und aktiv anzugehen - von Rekrutierungsprogrammen im Ausbildungsbereich bis hin zu Maßnahmen die es älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, länger am Erwerbsleben teilzuhaben. Gleichzeitig haben wir mit dem „Langzeitkonto“ ein Instrument geschaffen, das es unseren Mitarbeitern in Deutschland künftig ermöglicht, flexibler in den Ruhestand zu gehen.

Zusammenfassende Aussage zur Gesamtrisikoposition

Die Risikoexposition von LANXESS hat sich im Berichtsjahr durch die Erholung des wirtschaftlichen Umfelds im Vergleich zum Vorjahr verringert. Dennoch unterliegen alle Planungen bestimmten Prognoserisiken, so dass flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sind. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen durch die in der jüngsten Vergangenheit beobachteten drastischen und globalen Änderungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten grundsätzlich eingeschränkt wird.

Die führenden internationalen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s Investors Service und Fitch Ratings bewerten das Ausfallrisiko von LANXESS einheitlich mit „BBB“ bzw. „Baa2“ und stabilem Ausblick, was einem soliden Investment-Grade-Rating entspricht. Diese Bewertungen wurden im Berichtsjahr erneut bestätigt.

Durch die verbesserten Finanzstrukturen und durch das flexible Management, welches LANXESS in den vergangenen Jahren bereits bewiesen hat, sind wir zuversichtlich, die auftretenden Risiken zu bewältigen.

In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden.

Chancenbericht

Die Chancen für die LANXESS AG werden bestimmt von den Chancen der produzierenden Unternehmen der LANXESS-Gruppe, auf die im Nachfolgenden kurz eingegangen wird.

Die strategische Ausrichtung der LANXESS-Gruppe hat sich in dem sehr volatilen wirtschaftlichen Umfeld der vergangenen Jahre erfolgreich bewährt. Die LANXESS-Gruppe wird sich auch zukünftig als marktnaher, flexibler Premium-Anbieter im Kern der chemischen Industrie positionieren, der mit hoher Innovationskraft messbaren Mehrwert für seine Kunden generiert.

Das übergeordnete Unternehmensziel der LANXESS-Gruppe ist es, die zentrale Steuerungsgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, auf rund 1,4 Mrd. € im Jahr 2015 zu steigern. Von bereits initiierten Investitionsprojekten wird ein nachhaltiger Beitrag zum EBITDA vor Sondereinflüssen von etwa 300 Mio. € erwartet. Der verbleibende Teil bis zum gesetzten mittelfristigen Ziel soll sowohl aus organischem Wachstum als auch aus gezielten Akquisitionen generiert werden. Der Fokus wird dabei auf organischem Wachstum liegen.

Zur Erreichung dieses Ziels spielen die Zusammensetzung des Produktportfolios, die regionale Ausrichtung, strategische Akquisitionen, eine zielgerichtete Forschung und Entwicklung sowie verschiedene strategische Initiativen eine zentrale Rolle.

Hier richtet sich die LANXESS-Gruppe auf die vier globalen Megatrends Mobilität, Agrikultur, Urbanisierung und Wasser aus. Als wesentliche Wachstumsregionen werden die BRIC-Staaten gesehen.

Ausblick

Die LANXESS-Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren mit seinem Produktportfolio erfolgreich in den wichtigen Kundenindustrien platziert und in den weltweiten Wachstumsregionen positioniert.

Für die künftige Entwicklung hat die LANXESS-Gruppe ein klares mittelfristiges Ertragsziel definiert: Im Geschäftsjahr 2015 soll die zentrale Steuerungsgröße der Gruppe, EBITDA vor Sondereinflüssen, etwa 1,4 Mrd. € erreichen. Zur Erreichung des Ertragsziels hat die LANXESS-Gruppe auf Basis der vier Megatrends Mobilität, Agrikultur, Urbanisierung und Wasser klare Wachstumschancen definiert und seine strategische Ausrichtung darauf abgestimmt.

Die eingeleiteten und zum Teil getätigten Investitionen in künftiges organisches Wachstum werden bereits einen wesentlichen Beitrag für die definierte Ertragsentwicklung leisten. Die LANXESS-Gruppe erwartet aus den initiierten bzw. bereits zum Teil umgesetzten Investitionen einen nachhaltigen Beitrag von etwa 300 Mio. € EBITDA vor Sondereinflüssen in den kommenden Jahren. Darüber hinaus ergeben sich durch bereits erfolgte Akquisitionen, die erfolgreich fortgeführte Preis-vor-Menge-Strategie, den Fokus auf Premium-Produkte, Produkt- und Prozessinnovationen weitere Chancen auf künftiges Wachstum für die LANXESS-Gruppe.

Die künftige Geschäftsentwicklung kann durch bestimmte Faktoren beeinflusst werden. Zu den wichtigsten unternehmensspezifischen Faktoren gehört die weitere Entwicklung der Rohstoff- und Energiekosten. Hier rechnet die LANXESS-Gruppe für das Jahr 2011 mit einem weiteren Preisanstieg. Die LANXESS-Gruppe richtet sich darauf ein, dass dieser Trend auch darüber hinaus anhalten könnte.

Die LANXESS-Gruppe ist insgesamt optimistisch in das Jahr 2011 gestartet und geht für ihre drei operativen Segmente von einer anhaltend guten Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr aus. Die für die LANXESS-Gruppe wichtigen Kundenindustrien werden, wenn auch mit unterschiedlicher regionaler Ausprägung, ihre positive Entwicklung fortsetzen. Die LANXESS-Gruppe ist in allen Segmenten weltweit erfolgreich aufgestellt, um von diesem Wachstum auch im laufenden Jahr profitieren zu können.

Vor dem Hintergrund blickt die LANXESS-Gruppe insgesamt zuversichtlich in die Zukunft und geht für das Geschäftsjahr 2011 und das darauf folgende Jahr von steigenden Umsätzen und einem im Vergleich zu 2010 höheren Ergebnis aus.

Für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als strategische Management-Holding erwartet die LANXESS AG für dieses und das nächste Geschäftsjahr leicht steigende Personalkosten und somit auch steigende Verwaltungskosten. Im Übrigen wird das Ergebnis der LANXESS AG vom Finanzergebnis (Zins- und Beteiligungsergebnis sowie dem Ergebnis aus den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen) geprägt sein. Für das laufende und das nächste Geschäftsjahr wird bei einem negativen Zinsergebnis mit einem verbesserten Beteiligungsergebnis und geringeren sonstigen finanziellen Aufwendungen gerechnet. Die Ertragslage der produzierenden Unternehmen der Gruppe wird das Ausschüttungspotential und damit den Jahresüberschuss der LANXESS AG wesentlich bestimmen.

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

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(Anhang) 2010

T€
2009

T€
1. Umsatzerlöse (1) 4.027 2.539
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (2) - 4.027 - 2.539
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 0 0
4. Allgemeine Verwaltungskosten - 50.309 - 30.949
5. Sonstige betriebliche Erträge 7 440
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 1.748 - 1.755
7. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit - 52.050 - 32.264
8. Erträge aus Gewinnabführungen von verbundenen Unternehmen 190.528 117.535
9. Aufwand aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen - 49 - 25
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 129 178
11. Zinsergebnis (3) - 29.636 - 37.363
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - 715 - 2.221
13. Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge (4) - 22.412 - 23.991
14. Finanzergebnis 137.845 54.113
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 85.795 21.849
16. Außerordentliche Erträge 694 0
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5) - 8.119 28.972
18. Jahresüberschuss 78.370 50.821
19. Gewinnvortrag (14) 64.550 55.330
20. Einstellung in die Gewinnrücklagen (14) - 39.185 0
21. Bilanzgewinn 103.735 106.151

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

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(Anhang) 31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
A. Anlagevermögen (9)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 9 4
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83 86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (10) 738.864 738.864
2. Sonstige Ausleihungen (11) 17.804 17.678
756.760 756.632
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (12) 1.161.543 970.104
2. Sonstige Vermögensgegenstände (13) 89.936 50.250
1.251.479 1.020.354
II. Sonstige Wertpapiere 107.031 322.827
III. Guthaben bei Kreditinstituten 46.646 187.677
1.405.156 1.530.858
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.820 1.008
2.179.736 2.288.498
Passiva
(Anhang) 31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
A. Eigenkapital (14)
I. Gezeichnetes Kapital 83.203 83.203
(Bedingtes Kapital 42.310 T€)
II. Kapitalrücklage 806.195 806.195
III. Andere Gewinnrücklagen 180.605 141.420
IV. Bilanzgewinn 103.735 106.151
1.173.738 1.136.969
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (15)
28.852 27.554
2. Steuerrückstellungen 2.008 2.008
3. Sonstige Rückstellungen (16) 56.581 34.689
87.441 64.251
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (17) 100.676 235.884
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (18) 1.509 1.914
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (19) 806.450 834.465
4. Sonstige Verbindlichkeiten (20) 9.922 15.015
918.557 1.087.278
2.179.736 2.288.498

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(Anhang) 31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften (22) 1.233.060 1.172.006

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

der LANXESS Aktiengesellschaft, Leverkusen

Allgemeines

Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 des Aktiengesetzes (AktG) vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären zugänglich gemacht worden und kann unter www.lanxess.de, Investor Relations, Corporate Governance jederzeit eingesehen werden.

Grundlagen

Der Jahresabschluss der LANXESS AG ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Soweit sich durch das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) Änderungen bei Ansatz und Bewertung von Bilanzposten ergeben haben, wurden die Vorjahresbeträge nicht an die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden angepasst. Änderungen im Ausweis der Vorjahresbeträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung fallweise vorgenommen; dies ist bei den betreffenden Posten jeweils erwähnt. Aus der erstmaligen Anwendung der BilMoG-Bestimmungen bzw. der entsprechenden Übergangsregelungen ergaben sich keine Sachverhalte, die in die anderen Gewinnrücklagen ergebnisneutral einzustellen waren bzw. zu verrechnen waren. Die Effekte aus der BilMoG-Einführung werden im außerordentlichen Ergebnis gezeigt.

Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang einzeln erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge des Finanzbereiches, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist, sind unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

Die LANXESS AG als oberstes Mutterunternehmen stellt zum 31. Dezember 2010 einen Konzernabschluss nach den IFRS, wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind, auf.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge des Berichtsjahres werden linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150,00 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00 bis 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.

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Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen
EDV-Lizenzen 3 bis 4 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 4 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10 Jahre

Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß des Tarifvertrages der Chemiebranche sind entsprechende Barmittel bei einem Treuhänder angelegt. Sie werden von der Deutsche Treuinvest Stiftung treuhänderisch für die LANXESS AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert; dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.

Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.

Latente Steuern werden für temporäre Bilanzierungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die LANXESS AG ist in Deutschland Organträger und muss somit nicht nur die eigenen temporären Differenzen aus Bilanzposten, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen, einbeziehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der LANXESS AG von aktuell 31,2%. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein – nicht bilanzierter – Aktivüberhang.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,625 % (Vorjahr: 2,625%) bei den Entgelten und von 1,25 % (Vorjahr: 1,25%) bei den Renten aus. Der Rechnungszins beträgt 5,15 % (Vorjahr: 5,00%) für Pensionen, 4,36 % (Vorjahr: 4,25%) für Frühruhestand, 4,07 % (Vorjahr: 4,25%) für Altersteilzeit und 5,15 % (Vorjahr: 4,75%) für sonstige ähnliche Verpflichtungen. Bei den zugrunde gelegten Rechnungszinssätzen für die Abzinsung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2010 handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit. Die angenommen Restlaufzeit beträgt für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 Jahre, für Frühruhestand 5 Jahre und für Altersteilzeit 3 Jahre. Im Vorjahr orientierten sich die Rechnungszinssätze laufzeitadäquat an den angenommenen Renditeerwartungen festverzinslicher Wertpapiere.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende, objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten mit den Kassakursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen von 4.027 T€ (Vorjahr: 2.539 T€) handelt es sich um Erlöse aus Dienstleistungen, die ausschließlich gegenüber der LANXESS Deutschland GmbH und somit im Inland, auf Basis eines Dienstleistungsvertrages (Stand 1. Juli 2006), erbracht wurden.

(2) Herstellungskosten

Bei den Herstellungskosten von 4.027 T€ (Vorjahr: 2.539 T€) handelt es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit den erbrachten Dienstleistungen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen und allgemeine Verwaltungsaufwendungen.

(3) Zinsergebnis

Erstmals im Zinsergebnis erfasst sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen längerfristigen Personalrückstellungen. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensions- und sonstigen längerfristigen Personalrückstellungen wurde bis zum Vorjahr unter den übrigen finanziellen Aufwendungen erfasst. Durch die BilMoG-Änderung (§ 277 Abs. 5 S. 1 HGB) ist der Aufwand nun im Zinsergebnis gesondert zu zeigen. Dies führt zu einer geänderten Vorjahresdarstellung im Zinsergebnis und bei den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen (siehe Punkt 4).

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2010

T€
2009

T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
von Dritten 3.756 9.133
von verbundenen Unternehmen 18.998 6.275
22.754 15.408
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
an Dritte 10.732 21.335
aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen längerfristigen Personalrückstellungen 1.456 1.359
an verbundene Unternehmen 40.202 30.077
52.390 52.771
Zinsergebnis - 29.636 - 37.363

(4) Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

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2010

T€
2009

T€
Übrige finanzielle Aufwendungen
Aus Warentermingeschäften 12.157 28.991
Aus Währungsumrechnung 741.318 285.436
Sonstige 19.885 36.088
773.360 350.515
Übrige finanzielle Erträge
Aus Warentermingeschäften 12.157 28.991
Aus Währungsumrechnung 736.360 295.970
Sonstige 2.431 1.563
750.948 326.524
- 22.412 - 23.991

In den sonstigen übrigen finanziellen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der vorzeitigen Rückzahlung von Darlehen und Bürgschaftsprovisionen an verbundene Unternehmen enthalten. Die sonstigen übrigen finanziellen Erträge resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Bürgschaftsprovisionen von verbundenen Unternehmen.

(5) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 8.119 T€ (Vorjahr: Steuerertrag 28.972 T€) setzt sich zusammen aus einem Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von 12.347 T€ und aus einem Steuerertrag für Vorjahre in Höhe von 4.228 T€.

Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die LANXESS AG zum 31. Dezember 2010 aus temporären Bilanzierungsunterschieden - sowohl eigenen als auch solchen bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung von 27.499 T€. Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,2 % (LANXESS AG und Organgesellschaften).

Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Sachanlagen sowie von Anteilen an Kapitalgesellschaften. Aus den Pensionsverpflichtungen ergibt sich auf Grund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht ansetzbaren Rückstellungen u.a. für drohende Verluste und für Pensionsurlaub, ferner aus wertmäßigen Unterschieden u.a. bei Rückstellungen für Altersteilzeit und für sonstige betriebliche Aufwendungen.

(6) Personalaufwand

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2010

T€
2009

T€
Löhne und Gehälter 35.233 18.088
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.114 2.583
davon für Altersversorgung (492) (1.970)
36.347 20.671

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind im Zinsergebnis erfasst.

(7) Mitarbeiter

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Durchschnitt

2010
Stichtag

31.12.2010
Stichtag

31.12.2009
Verwaltung 126 127 125

(8) Honorare des Jahresabschlussprüfers

Sämtliche Honorare der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der LANXESS AG veröffentlicht.

Erläuterungen zur Bilanz

(9) Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt.

(10) Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

(11) Sonstige Ausleihungen

Die sonstigen Ausleihungen betreffen fast ausschließlich das anteilige Treuhandvermögen am LANXESS Pension Trust e.V. (LXS Trust). Die LANXESS AG hat in Vorjahren mit mehreren Tranchen insgesamt Barmittel in Höhe von 17.802 T€ im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen in den LXS Trust eingebracht.

Die laufenden Erträge und Aufwendungen des LXS Trust werden thesauriert. Im Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis von 126 T€ (Vorjahr: -536 T€) erwirtschaftet. Der Marktwert des LXS Trust Vermögens liegt am Bilanzstichtag über dem Buchwert.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Demografiefonds für Mitarbeiter gemäß des Tarifvertrages der Chemiebranche sind am 20. Dezember 2010 Barmittel in Höhe von 24 T€ bei der Deutsche Treuinvest Stiftung angelegt worden. Die Einzahlung entspricht dem Zeitwert zum 31. Dezember 2010 und dem Zeitwert der Verpflichtungen aus dem Demografiefonds von 24 T€. Der Bilanzwert für das Treuhandvermögen und die unter den sonstigen Rückstellungen zu zeigende Verpflichtungen sind verrechnet worden. Aufwendungen und Erträge ergaben sich für das Geschäftsjahr nicht.

(12) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1.161.543 T€ (Vorjahr: 970.104 T€) betreffen kurzfristige Darlehensforderungen einschließlich der Zinsabgrenzung, Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Des Weiteren bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.686 T€, die aus dem in Punkt (1) beschriebenen Dienstleistungsvertrag resultieren.

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

(13) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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2010

T€
2009

T€
Steuerforderungen
aus Umsatzsteuer 21.307 15.970
aus Steuererstattungsansprüchen 62.167 22.947
gezahlte Optionsprämien 5.894 11.264
Sonstige 568 69
89.936 50.250

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle im Folgejahr fällig.

Die Steuererstattungsansprüche entstehen rechtlich erst mit der Abgabe der Steuererklärung bzw., soweit sie aus einer Betriebsprüfung resultieren, aus der Abgabe der geänderten Steuererklärungen.

(14) Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Jahr 2010 wie folgt entwickelt:

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31.12.2009

T€
Entnahme aus

T€
Einstellung

in T€
Dividende

T€
Jahresüberschuss

T€
31.12.2010

T€
Gezeichnetes Kapital 83.203 0 0 0 0 83.203
Kapitalrücklage 806.195 0 0 0 0 806.195
Andere Gewinnrücklagen 141.420 0 39.185 0 0 180.605
Bilanzgewinn 106.151 - 39.185 0 - 41.601 78.370 103.735
1.136.969 - 39.185 39.185 - 41.601 78.370 1.173.738

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 83.202.670 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung am 28. Mai 2010 wurde für den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2009 von 106.151 T€ die folgende Verwendung beschlossen:

eine Dividendenzahlung von 41.601 T€ (0,50 € je dividendenberechtigte Stückaktie),
einen Betrag von 64.550 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

Bedingtes Kapital I und II

Die Hauptversammlung der LANXESS AG vom 31. Mai 2007 hat den Vorstand in zwei Ermächtigungen ermächtigt, bis zum 31. Mai 2012 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit und ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von jeweils 500.000.000 € zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 21.155.167 € zu gewähren. Im Zusammenhang damit ist das Grundkapital der LANXESS AG gem. § 4 Abs. 4 und 5 der Satzung der LANXESS AG um jeweils bis zu 21.155.167 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital I und II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient jeweils der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Die zwei im Wesentlichen inhaltsgleichen Ermächtigungen zur Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) verbunden mit der Schaffung eines bedingten Kapitals unterscheiden sich lediglich im Hinblick auf die Höhe des Wandlungs- und Optionspreises. Der Vorstand wird nur von einer der beiden Ermächtigungen Gebrauch machen. Der Vorstand kann bei der Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen ausschließen:

für Spitzenbeträge, die sich auf Grund des Bezugsverhältnisses ergeben,
bei Ausgabe gegen Barleistung, wenn der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs-/und oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Werden Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben, dürfen die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten,
wenn die ausgegebenen Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen obligationsähnlich ausgestaltet sind,
wenn Schuldverschreibungen gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen ausgegeben werden und der Wert der Sachleistung in einem angemessenen Verhältnis zum Wert der Schuldverschreibung steht, und
soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- bzw. Optionsrechten auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspfllichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht gewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- bzw. Optionsrechts oder bei Erfüllung der Wandlungspflicht zustehen würde.

Genehmigtes Kapital I und II

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 2 der Satzung.

Der Vorstand ist des weiteren gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der LANXESS AG aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.640.534 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann dies für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden und um Inhabern der von der Gesellschaft und deren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie ihnen nach Ausübung des Wandlungs- und Optionsrechts zustehen würde. Ferner kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, erfolgt. Auch kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Rechte neue Aktien gewähren zu können. Schließlich kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien nicht 10 % des Grundkapitals überschreiten. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 3 der Satzung.

(15) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In den Pensionsrückstellungen werden Versorgungsverpflichtungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern sowie Verpflichtungen aus Frühruhestandsvereinbarungen ausgewiesen.

(16) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für Verpflichtungen aus noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubs- und Überstundenguthaben, Altersteilzeit, Arbeitnehmerjubiläen, Tantiemen und den erfolgsabhängigen Vergütungsplänen (LTIP, LTPB) für Mitarbeiter sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Unter den sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die erwarteten Kosten für die Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2010 sowie die variable, erfolgsabhängige Vergütung und die Festvergütung für den Aufsichtsrat ausgewiesen.

Die langfristig ausgerichteten, erfolgsabhängigen Komponenten des Vergütungssystems sind das Long Term Incentive Program (LTIP) und der Long Term Performance Bonus (LTPB).

Der LTIP erstreckt sich über jeweils drei jährliche Tranchen für die Geschäftsjahre 2005 bis 2007, 2008 bis 2010 sowie vier jährliche Tranchen für die Jahre 2010 bis 2013.

Für die Jahre 2005 bis 2007 besteht der LTIP aus dem Stock Performance Plan (SP) und dem Economic Value Plan (EVP). Zahlungen aus den LTIP Tranchen 2005 bis 2007 erfolgen seit 2008.

Der SP ist an die Entwicklung der LANXESS Aktie im Vergleich zum Dow Jones STOXX 600 Chemicals als Referenzindex gekoppelt und sieht einen Barausgleich vor. Die Höhe des beizulegenden Zeitwertes der Verpflichtungen wurde auf der Grundlage einer Monte-Carlo-Simulation bewertet. Bei der Monte-Carlo-Simulation werden die zukünftigen Renditen der Aktie und des Referenzindexes simuliert und der Wert der Anrechte als zu erwartender Ausschüttungsbetrag ermittelt. Dabei wird eine zweidimensionale Normalverteilung der Renditen unterstellt. Die erwarteten Volatilitäten basieren auf der historischen Volatilität der LANXESS Aktie und des Dow Jones STOXX 600 Chemical Index.

Der EVP honoriert die finanzwirtschaftliche Entwicklung von LANXESS. Als Referenz für die verbliebene Tranche diente der Business Plan für die Jahre 2005 bis 2007.

Die Teilnahme am LTIP 2005 bis 2007 erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG. Diese Aktien waren bis zum 31. Januar 2010 zu halten.

Der LTIP für die Jahre 2008 bis 2010 besteht nur noch aus einem virtuellen Stock Performance Plan. Die Teilnahme erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG. Diese Aktien sind bis zum 31. Januar 2013 zu halten. Der Plan hat für jede Tranche eine Gesamtlaufzeit von sechs Jahren, bestehend aus einer dreijährigen Sperrfrist und einer dreijährigen Ausübungsfrist.

Der LTIP für die Jahre 2010 bis 2013 besteht ebenfalls nur aus einem virtuellen Stock Performance Plan. Die Teilnahme erfordert ein Eigeninvestment in Aktien der LANXESS AG. Diese Aktien sind bis zum 31. Januar 2017 zu halten. Der Plan hat für jede Tranche eine Gesamtlaufzeit von sieben Jahren, bestehend aus einer vierjährigen Sperrfrist und einer dreijährigen Ausübungsfrist.

Der LTPB honoriert die finanzwirtschaftliche Entwicklung auf Basis des Geschäftserfolges für zwei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre. Die Höhe des Bonus ist ein Prozentsatz des Festgehalts und eine Auszahlung kann erstmals im Frühjahr 2012 auf Basis des Erfolgs der Geschäftsjahre 2010 und 2011 erfolgen.

(17) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 100.676 T€ (Vorjahr: 235.884 T€) sind 20.676 T€ innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten in Höhe von 30.000 T€ haben eine Restlaufzeit vom mehr als 5 Jahren.

(18) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten bestehen sämtlich gegenüber Dritten und sind innerhalb eines Jahres fällig.

(19) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 806.450 T€ (Vorjahr: 834.465 T€) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten einschließlich der Zinsabgrenzung sowie Verbindlichkeiten aus dem Finanzverrechnungsverkehr.

Von den Verbindlichkeiten sind 311.170 T€ innerhalb eines Jahres fällig.

(20) Sonstige Verbindlichkeiten

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2010

T€
2009

T€
Erhaltene Optionsprämien 5.894 11.264
Verbindlichkeiten aus Steuern 476 398
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 891 310
Sonstige 2.661 3.043
9.922 15.015
Vom Gesamtbetrag im Folgejahr fällig 9.922 15.015

(21) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

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Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten 31.12.2010 31.12.2009
bis zu 1 Jahr

T€
über 1 bis zu 5 Jahre

T€
über 5 Jahre

T€
bis zu 1 Jahr

T€
über 1 bis zu 5 Jahre

T€
über 5 Jahre

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.676 50.000 30.000 5.884 180.000 50.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.509 0 0 1.914 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 311.170 495.280 0 339.185 495.280 0
Sonstige Verbindlichkeiten 9.922 0 0 15.015 0 0
343.277 545.280 30.000 361.998 675.280 50.000

(22) Haftungsverhältnisse

In einem mit dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der Bayer AG und der LANXESS AG abgeschlossenen Grundlagenvertrag haben die Bayer AG und die LANXESS AG unter anderem eine den jeweils zugeordneten Vermögensgegenständen entsprechende gegenseitige Freistellung von Verbindlichkeiten vereinbart. Ferner wurden spezielle Vereinbarungen über Produkthaftungsverbindlichkeiten, Umweltlasten und die Haftung für Kartellverstöße im Verhältnis der Vertragsparteien zueinander getroffen. Der Grundlagenvertrag enthält ferner Regelungen für die Zuordnung steuerrechtlicher Effekte, die im Zusammenhang mit der Abspaltung und den vorausgegangenen Maßnahmen zur Herstellung des abgespaltenen Unternehmensbereichs stehen.

Mit der nach fünf Jahren eingetretenen Entlassung von LANXESS aus der gesetzlichen Mithaftung für Altverbindlichkeiten des Bayer-Konzerns entfiel 2009 eine bis dahin bestehende Risikoexposition.

Die LANXESS AG hat zu Gunsten von Tochtergesellschaften folgende Garantien abgegeben:

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2010

T€
2009

T€
Gegenüber Kreditinstituten 116.240 55.394
Gegenüber Lieferanten 15.215 15.007
Gegenüber Anleihegläubigern der LANXESS Finance B.V. 1.101.605 1.101.605
1.233.060 1.172.006

Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden, mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Sonstige Pflichtangaben

(23) Bestehen einer Beteiligung (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG)

Die Meldungen über das Bestehen einer Beteiligung an der LANXESS AG nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind in einer Anlage zum Anhang aufgeführt.

(24) Derivative Finanzinstrumente

Die LANXESS AG und Gesellschaften des LANXESS-Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Marktpreisrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte otc-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte, sowie Warentermingeschäfte.

Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Im Commodity-Bereich schließt die LANXESS AG derivative Geschäfte mit externen Vertragspartnern ab, um Marktpreise von Rohstoffen und Energien abzusichern, die von Konzerngesellschaften zur Durchführung ihres operativen Geschäfts benötigt werden.

Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen und Marktpreisen zurückgehen.

Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen wie Währungen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten aufgrund sinkender Preise durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.

Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos werden den Banken Kontrahentenlimite zugeteilt sowie Rahmenverträge eingesetzt, die im Falle der Insolvenz eines Vertragspartners eine Aufrechnung der Marktwerte der offenen derivativen Geschäfte vorsehen.

Das Nominalvolumen der mit externen Vertragspartnern abgeschlossenen Derivate belief sich zum 31.12.2010 auf 1.720 Mio. € (Vorjahr: 1.512 Mio. €). Mit Konzerngesellschaften wurden gegenläufige Derivate von nominal 1.672 Mio. € (Vorjahr: 1.461 Mio. €) abgeschlossen. Insgesamt bestanden damit derivative Geschäfte im Nominalvolumen von 3.392 Mio. € (Vorjahr: 2.973 Mio. €). Hierin enthalten waren auch solche Geschäfte, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden.

Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:

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Nominalwerte Marktwerte Buchwerte
31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte
– positive Marktwerte 1.529.339 1.120.810 34.635 46.060 0 0
– negative Marktwerte 1.517.864 1.170.326 34.576 47.748 0 0
3.047.203 2.291.136 59 - 1.688 0 0
Devisenoptionsgeschäfte
– positive Marktwerte 152.817 294.029 10.980 14.586 5.894 11.264
– negative Marktwerte 152.817 294.029 10.980 14.586 5.894 11.264
305.634 588.058 0 0 0 0
Warenterminkontrakte
– positive Marktwerte 19.371 46.735 4.066 11.062 0 0
– negative Marktwerte 19.371 46.735 4.066 11.062 0 0
38.742 93.470 0 0 0 0
3.391.579 2.972.664 59 - 1.688 0 0

Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Währungsrisiken

Zur Absicherung von Währungsrisiken setzte die LANXESS AG Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte ein.

Die Sicherungsmaßnahmen beinhalten zum einen die Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung.

Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung bestanden externe Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte im Nominalwert von 865,0 Mio. € (Vorjahr: 686,5 Mio. €) mit einem beizulegenden Zeitwert von -14,3 Mio. € (Vorjahr: 25,1 Mio. €). Ihnen standen gegenläufige Geschäfte mit Unternehmen des Konzerns von nominal 865,0 Mio. € (Vorjahr: 686,5 Mio. €) gegenüber; ihr beizulegender Zeitwert belief sich auf 14,3 Mio. € (Vorjahr: -25,1 Mio. €). Wertänderungen korrespondierender externer und interner Geschäfte verhalten sich jeweils gegenläufig und gleichen sich mit Fälligkeit bis zum Jahr 2013 aus. Die Geschäfte waren in Bewertungsportfolios zusammengefasst und wurden bilanziell nicht erfasst.

Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der LANXESS AG sowie der Konzernunternehmen (bilanzielles Exposure) schloss die LANXESS AG Devisentermingeschäfte mit externen Vertragspartnern im Nominalvolumen von 835,5 Mio. € (Vorjahr: 778,9 Mio. €) ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug -4,2 Mio. € (Vorjahr: -14,7 Mio. €). Die Geschäfte wurden teilweise an Konzerngesellschaften weitergereicht; diese internen Gegengeschäfte machten nominal 787,3 Mio. € (Vorjahr: 727,3 Mio. €) bei einem beizulegenden Zeitwert von 4,2 Mio. € (Vorjahr: 13,0 Mio. €) aus. Soweit zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften abgeschlossene Devisentermingeschäfte über interne Geschäfte an die betroffenen Konzerngesellschaften weitergereicht wurden, erfolgte eine Zusammenfassung der sich gegenläufig verhaltenden Geschäfte zu Bewertungsportfolios. Hierin standen sich aus externen und internen Geschäften zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwerte von per Saldo -4,2 Mio. € bzw. 4,2 Mio € gegenüber. Sie werden überwiegend im Jahr 2011 und im Übrigen spätestens im Jahr 2015 fällig. Die Geschäfte waren bilanziell nicht erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung des bilanziellen Fremdwährungsexposures von Konzerngesellschaften dienten und denen keine korrespondierenden internen Gegengeschäfte gegenüberstanden, belief sich auf + 0,1 Mio. € (Vorjahr: + 0,1 Mio. €). Der positive Marktwert wird nicht ausgewiesen.

Weitere Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) wurden aus Währungsdarlehen, die die LANXESS AG bei Konzernunternehmen aufgenommen bzw. an diese gewährt hatte, und den zu ihrer Absicherung abgeschlossenen sich gegenläufig verhaltenden Devisentermingeschäften gebildet. Die gesicherten Darlehen hatten zum Abschlussstichtag einen Buchwert von 14,0 Mio € für gewährte bzw. von 32,0 Mio € für aufgenommene Darlehen; per Saldo bestand kein Währungsrisiko. Die externen Devisenkontrakte wiesen per Saldo auch keinen beizulegenden Zeitwert auf, sind jeweils im Jahr 2011 fällig und bilanziell nicht erfasst.

Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Preisrisiken

Die externen Warenterminkontrakte, die Laufzeiten von ein bis zwei Jahren haben, wurden spiegelbildlich an andere Konzerngesellschaften weitergegeben. Die Ergebnisse der bis zum Jahresende beendeten Geschäfte glichen sich aus. Zur Bewertung der noch offenen Geschäfte wurden jeweils Bewertungsportfolios gebildet, sodass per Saldo kein Ergebnis entstand.

Bewertungsmethoden

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Im Einzelnen gelten dabei folgende Grundsätze:

die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden mit der „Forward-Methode“ aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. Devisenoptionen wurden mittels eines Preisberechnungsmodells in Anlehnung an Black & Scholes bewertet.
Die Marktwerte der Warentermingeschäfte wurden ebenfalls mit der „Forward-Methode“ aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden.

Zur Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird, je nach Art des Hedges, die Dollar-Offset-Methode herangezogen oder eine Regressionsanalyse durchgeführt.

(25) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 a HGB)

Für das Geschäftsjahr 2010 beliefen sich die jährlichen Bezüge der Mitglieder des Vorstands der LANXESS AG auf 6.588 T€ (Vorjahr: 3.592 T€). Sie setzten sich zusammen aus festen Bezügen von 2.578 T€ (Vorjahr: 2.250 T€) sowie variablen Bezügen von 4.010 T€ (Vorjahr: 1.342 T€). Die tatsächliche Auszahlung im Jahr 2011 kann von diesem, im Voraus berechneten Betrag abweichen. Neben den im Jahresabschluss 2009 als Aufwand erfassten variablen Bezügen von 1.342 T€ kamen im Berichtsjahr Bezüge für das Vorjahr von 164 T€ zusätzlich zur Auszahlung.

Daneben erhielten die Vorstandsmitglieder Bezüge aus der mehrjährigen Vergütung im Rahmen des Long Term Incentive Program (LTIP). Dabei wurden 3.999.000 (Vorjahr: 2.203.750) anteilsbasierte Vergütungsrechte gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung belief sich auf 3.210 T€ (Vorjahr: 1.147 T€). Aus dem nicht anteilsbasierten Economic Value Plan ergaben sich Bezüge von 619 T€ (Vorjahr: 372 T€). Aus dem Long Term Performance Bonus als weiterem Element der mehrjährigen Vergütung fielen im Geschäftsjahr 2010 erdiente Bezüge von 784 T€ an.

Daneben fielen laufende Aufwendungen für die Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 91 T€ (Vorjahr: 1.792 T€) an. Der Barwert des Verpflichtungsumfangs zum 31. Dezember 2010 lag bei 11.392 T€ (Vorjahr: 11.301 T€).

Einzelheiten zum Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder und die Individualisierung der Vorstandsbezüge finden sich im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 im Abschnitt Vergütungsbericht.

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Vergütung des Aufsichtsrates Feste

Vergütung

T€
Vergütung der

Ausschusstätigkeit

T€
Sitzungsgeld

T€
Langfristige

Vergütung

T€
Gesamtsumme

T€
2010 647 141 192 2.400 3.380
2009 740 170 181 0 1.091

Neben den für das Geschäftsjahr 2010 zu zahlenden kurzfristigen Vergütungen (Festvergütung, Ausschusstätigkeitsvergütung, Sitzungsgeld) besteht nachfolgend beschriebener langfristiger Vergütungsanspruch:

Die ordentliche Hauptversammlung 2006 hat die Änderung von § 12 der Satzung beschlossen und damit eine langfristig orientierte Vergütungskomponente eingeführt, die sich auf die gewöhnliche Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds (fünf Jahre) bezieht. Die variable Vergütungskomponente wird anders als die fixe Vergütung nicht jedes Jahr gezahlt, sondern nur einmal am Ende der regulären Amtsdauer von 5 Jahren. Ist ein Aufsichtsratsmitglied kürzer im Amt, vermindert sich der Betrag anteilig.

Ob die variable Vergütung zur Auszahlung gelangt, hängt davon ab, wie sich der Aktienkurs von LANXESS im Vergleich zum Vergleichsindex Dow Jones Stoxx Chemicals 600 SM in den 5 Jahren vom Beginn des Mandats bis zum Ende des Mandats eines Aufsichtsratsmitglieds entwickelt. Verglichen werden der Durchschnitt des Aktienkurses und des Indexes in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder bestellt wurden, mit dem Durchschnitt des Aktienkurses und des Indexes in den 90 Börsentagen vor der Hauptversammlung, mit deren Beendigung das Mandat der Aufsichtsratsmitglieder endet. Nur wenn der Aktienkurs sich besser als der Vergleichsindex entwickelt hat, wird die variable Vergütung fällig. Die genaue Höhe der variablen Vergütung bemisst sich wiederum danach, um wie viel sich der Aktienkurs besser als der Vergleichsindex in den vergangenen 5 Jahren entwickelt. Bei einem Unterschied von bis zu 10 Prozentpunkten wird eine Vergütung von 50 T€ fällig, zwischen 10 und 20 Prozentpunkten 100 T€, darüber 150 T€.

Die Auszahlung der variablen Vergütung erfolgt zum Ende der gewöhnlichen Mandatszeit eines Aufsichtsratsmitglieds. Die erste Mandatszeit der Aufsichtsratsmitglieder endete im Mai 2010. Die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder erhielten jeweils eine Vergütung von 150 T€, insgesamt kamen 2.400 T€ zur Auszahlung.

Der erwartete Vergütungsanspruch für die neue Mandatszeit vom Mai 2010 bis Mai 2015 wurde zum 31. Dezember 2010 mit insgesamt 1.500 T€ (Vorjahr: 1.549 T€) bewertet und als Rückstellung ausgewiesen.

Einzelheiten zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder und die Individualisierung der Aufsichtsratsbezüge finden sich in der Corporate-Governance-Berichterstattung im Abschnitt Vergütungssystem des Aufsichtsrates.

(26) Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates (gemäß § 285 Nr. 9 b HGB)

An ehemalige Vorstandsmitglieder erfolgten im Berichtsjahr Zahlungen in Höhe von 441 T€ (Vorjahr: 276 T€). Zusätzlich wurden 147 T€ (Vorjahr: 95 T€) an laufendem Pensionsaufwand erfasst.

Für den Verpflichtungsumfang laufender Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes sind Rückstellungen zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 6.977 T€ (Vorjahr: 6.830 T€) gebildet.

(27) Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (gemäß § 285 Nr. 9 c HGB)

Zum 31. Dezember 2010 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.

(28) Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats oder im vergangenen Geschäftsjahr aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedene Mitglieder bekleiden oder bekleideten neben einzelnen Kontrollfunktionen in Beteiligungen von Unternehmen, denen sie als Organe angehören, die nachstehend genannten Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2010, bei ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats ist der Zeitpunkt des Ausscheidens maßgeblich).

Als Vertreter der Anteilseigner gehören derzeit und gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Herren dem Aufsichtsrat an:

Dr. Rolf Stomberg

Vorsitzender des Aufsichtsrats der LANXESS AG
Ehem. Chief Executive der Sparte Shipping, Refining und Marketing von

The British Petrolium Co. plc., London, GB

Ehem. Mitglied des Board of Directors von The British Petrolium Co. plc., London, GB

Weitere Mandate:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Mitglied des Aufsichtsrats der Biesterfeld AG, Hamburg*
Mitglied des Board of Directors der Smith & Nephew plc, London, GB
Mitglied des Board of Directors der JSC Severstal, Russland
Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der HOYER GmbH, Hamburg
Mitglied des Beirats der KEMNA Bau Andrae GmbH & Co. KG, Pinneberg
Dr. Friedrich Janssen

Ehemaliges Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG, Essen

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Mitglied des Aufsichtsrats der National-Bank AG, Essen*
Mitglied des Aufsichtsrats der E.ON Avacon AG, Helmstedt*
Mitglied des Aufsichtsrats der E.ON Energy Trading SE, Düsseldorf*
Mitglied des Aufsichtsrats der E.ON Hanse AG, Quickborn*
Mitglied des Aufsichtsrats der E.ON Ruhrgas AG, Essen*
Mitglied des Aufsichtsrats der Stadtwerke Göttingen AG, Göttingen*
Mitglied des Beirats des HDI-Gerling Sach Serviceholding AG, Hannover
Mitglied des Aufsichtsrats der Thüga Assekuranz Services München Versicherungsmakler GmbH, München
Dr. Jürgen F. Kammer (bis 28. Mai.2010)

Ehem. Vorsitzender des Vorstands der Süd-Chemie AG, München

Ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Süd-Chemie AG, München

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Mitglied des Aufsichtsrats der Villeroy & Boch AG, Mettlach*
Mitglied des Verwaltungsrats des Wittelsbacher Ausgleichsfonds, München
Robert J. Koehler

Vorsitzender des Vorstands der SGL Carbon SE, Wiesbaden

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Benteler International AG, Paderborn*
Mitglied des Aufsichtsrats der Klöckner & Co. SE, Duisburg*
Mitglied des Aufsichtsrats der Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg*
Mitglied des Aufsichtsrats der Demag Cranes AG, Wetter/Ruhr*
Weitere Mandate in mit der SGL Carbon SE, Wiesbaden, verbundenen Unternehmen
Rainer Laufs

Selbstständiger Berater

Ehem. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Shell AG, Hamburg

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Vorsitzender des Aufsichtsrats der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG, Frankfurt am Main*
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Petrotec AG, Düsseldorf*
Mitglied des Aufsichtsrats der AVANCOS TECHNICAS SERVICES GmbH, Hamburg
Vorsitzender des Aufsichtsrats der BorsodChem Zrt, Kazincbarcika, Ungarn
Lutz Lingnau (bis 28. Mai 2010)

Selbständiger Berater

Ehem. Mitglied des Vorstands der Schering AG, Berlin

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Mitglied des Board of Directors der Nektar Therapeutics, San Carlos, USA
Dr. Ulrich Middelmann

Ehemaliger stellvertretender Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG, Duisburg/Essen

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG, Bonn*
Mitglied des Aufsichtsrats der Commerzbank AG, Frankfurt am Main*
Mitglied des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg*
Mitglied des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp Materials International GmbH, Essen*
Vorsitzender des Beirats der Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf
Dr. Sieghardt Rometsch (bis 28. Mai 2010)

Vorsitzender des Aufsichtsrats der HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA, Düsseldorf

Ehem. Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter der

HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA, Düsseldorf

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Vorsitzender des Aufsichtsrats der HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA, Düsseldorf*
Member of the Board of HSBC Private Banking Holdings (Suisse) SA, Genf, Schweiz
Vorsitzender des Aufsichtsrats des Düsseldorfer Universitätsklinikums
Vorsitzender des Beirats der Management Partner GmbH, Unternehmensberater, Stuttgart
Theo H. Walthie (ab 28. Mai 2010)

Selbständiger Berater

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*

* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte

Als Vertreter der Arbeitnehmer gehören derzeit und gehörten im vergangenen Geschäftsjahr die folgenden Damen und Herren dem Aufsichtsrat an:

Ulrich Freese

Stellvertretener Vorsitzender des Aufsichtsrats der LANXESS AG

Stellvertretender Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hannover

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Vattenfall Europe Mining AG, Cottbus*
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Vattenfall Europe Generation AG, Cottbus*
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der 50Hertz Transmission GmbH, Berlin*
Mitglied des Aufsichtsrats Vattenfall Europa AG, Berlin*
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der DMT GmbH, Essen*
Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der Evonik Wohnen GmbH, Essen
Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der Evonik Immobilien GmbH, Essen
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der GSB – Gesellschaft zur Sicherung von Bergmannswohnungen mbH, Essen
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der GSG Wohnungsbau Braunkohle GmbH, Köln
Gisela Seidel

Vorsitzende des LANXESS Betriebsrats Dormagen

weitere Mandate

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Wolfgang Blossey

Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hannover

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Mitglied des Aufsichtsrats der INEOS Deutschland GmbH, Köln*
Mitglied des Aufsichtsrats der INEOS Köln GmbH, Köln*
Axel Berndt (ab 28. Mai 2010)

Mitglied im LANXESS Betriebsrat Leverkusen

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Mitglied des Aufsichtsrats der ALISECA GmbH, Leverkusen*
Werner Czaplik (bis 28. Mai 2010)

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und jeweils Stellvertretender Vorsitzender des LANXESS Konzernbetriebsrats und des LANXESS Betriebsrats Leverkusen,

Vorsitzender des LANXESS Europa-Forums

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Ralf Deitz (bis 28. Mai 2010)

Mitglied im LANXESS Betriebsrat Leverkusen

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Mitglied des Aufsichtsrats der Saltigo GmbH, Langenfeld*
Dr. Rudolf Fauß

Leiter Human Resources Zentrale Funktionen; Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses der leitenden Angestellten der LANXESS AG und Vorsitzender des Sprecherausschusses LANXESS

Weitere Mandate

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Rainer Hippler (bis 28. Mai 2010)

Vorsitzender des LANXESS Konzernbetriebsrats und Vorsitzender des Betriebsrats der Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim

Weitere Mandate

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*
Mitglied des Aufsichtsrats der Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim*
Hans-Jürgen Schicker

Vorsitzender des LANXESS Betriebsrats Uerdingen

Weitere Mandate

Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen*

* gesetzlich zu bildende Aufsichtsräte

Vorstand

Dem Vorstand der Gesellschaft gehören folgende Herren an:

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Mitglied des Vorstands Externe Mandate Konzernmandate
Dr. Axel C. Heitmann

Vorstandsvorsitzender
Mitglied im Präsidium des VCI Vorsitzender der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
Mitglied im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA) Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Chemical (Shanghai) Co. Ltd.
Mitglied des Kuratoriums des Konvent für Deutschland e.V.
Mitglied im Landeskuratorium NRW des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft
Mitglied im Wirtschaftsbeirat des Goethe-Institut e.V.
Mitglied des Kuratoriums der Philharmonie KölnMusik e.V.
Dr. Werner Breuers

Vorstandsmitglied
Mitglied im Aufsichtsrat der Currenta Geschäftsführungs-GmbH Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
Mitglied im Kuratorium des Fonds der Chemischen Industrie im VCI Vorsitzender des Aufsichtsrats der Saltigo GmbH
Mitglied im Kuratorium des DWI der RWTH Aachen Vorsitzender des Aufsichtsrats der Aliseca GmbH
Mitglied im Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS KK
Mitglied des Beirats Vereinigung Chemie und Wirtschaft (VCW) Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS International S.A.
Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Butyl Pte. Ltd.
Dr. Rainier van Roessel

Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor
Mitglied im Vorstand des VCI Nordrhein-Westfalen Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
Mitglied im Handelspolitischen Ausschuss des VCI Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS S.A. de C.V.
Mitglied der Erfa-Gruppe 1 b bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) Geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungsrats der LANXESS N.V.
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rhein Chemie Rheinau GmbH
Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Hong Kong Ltd.
Vorsitzender des Board of Directors der Holding Hispania S.L.
Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Chemicals S.L.
Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Corp.
Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS Pte. Ltd.
Vorsitzender des Governing Board der LANXESS Srl.
Mitglied des Board of Directors der LANXESS Chemical (Shanghai) Co. Ltd.
Vorsitzender des Board of Directors der LANXESS India Private Ltd.
Matthias Zachert

Vorstandsmitglied und Finanzvorstand
Mitglied im Vorstand des Deutschen Aktieninstituts (DAI) Mitglied der Geschäftsführung der LANXESS Deutschland GmbH
Mitglied im Beirat des Instituts für Unternehmensplanung (IUP) Mitglied des Board of Directors der LANXESS Corp.
Mitglied in der Gesellschaft für Finanzwirtschaft in der Unternehmensführung e.V. (GEFIU)

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar - 31. Dezember 2010

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Bruttowerte
Stand

01.01.2010

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
Stand

31.12.2010

T€
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software-Lizenzen 42 8 0 50
42 8 0 50
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 132 16 0 148
132 16 0 148
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 738.864 0 0 738.864
Sonstige Ausleihungen 18.387 127 1 18.513
757.251 127 1 757.377
Anlagevermögen gesamt 757.425 151 1 757.575

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Abschreibungen Nettowerte
kumulierte

Stand

31.12.2010

T€
2010

31.12.2010

T€
Stand

31.12.2010

T€
Stand

31.12.2009

T€
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software-Lizenzen 41 3 9 4
41 3 9 4
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 65 19 83 86
65 19 83 86
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 738.864 738.864
Sonstige Ausleihungen 709 0 17.804 17.678
709 0 756.668 756.542
Anlagevermögen gesamt 815 22 756.760 756.632

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

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Mitteilungspflichtiger Datum der

Änderung
Schwellenwert Stimmrechtsanteil Zurechnung der Stimmrechte
in % absolut
--- --- --- --- --- ---
JPMorgan-Gesellschaften
JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, UK*) 08.11.2010 5,00 % 4,88 % 4.061.612 JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, UK, (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. Abs. 2 WpHG)
JPMorgan Investment Management Inc, New York, USA*) 08.11.2010 5,00 % 4,88 % 4.061.612 JPMorgan Investment Management Inc, New York, USA (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. Abs. 2 WpHG)
JPMorgan Asset Management (Taiwan) Limited, Taipei, Taiwan*) 08.11.2010 5,00 % 4,88 % 4.061.612 JPMorgan Asset Management (Taiwan) Limited, Taipei, Taiwan, (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. Abs. 2 WpHG)
JPMorgan Chase Bank, National Association, Columbus, USA*) 08.11.2010 5,00 % 4,88 % 4.061.612 JPMorgan Chase Bank, National Association, Columbus, USA, (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. Abs. 2 WpHG)
Dodge & Cox
Dodge & Cox, San Francisco, USA*) 17.08.2010 10,00 % 9,93 % 8.258.284 Dodge & Cox, San Francisco, USA (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG)
Dodge & Cox, San Francisco International Stock Fund, California, USA*) 17.08.2010 10,00 % 9,76 % 8.119.784 Dodge & Cox, San Francisco International Stock Fund, California, USA (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG)
Teachers Adviors, Inc.
TIAA-CREF Funds, New York, USA 01.03.2010 3,00 % 3,19 % 2.651.195 TIAA-CREF Funds, New York, USA (gemäß § 22 Abs. 1 WpHG)
TIAA-CREF Investment Management
TIAA-CREF Investment Management, LLC, New York, USA*) 14.06.2010 3,00 % 3,26 % 2.715.772 TIAA-CREF Investment Management, LLC, New York, USA (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG)
College Retirement Equities Fund*) 14.06.2010 3,00 % 3,26 % 2.715.772 TIAA-CREF Investment Management, LLC, New York, USA (gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG)

*) Die jeweils gemeldeten Stimmrechte sind nicht additiv zu sehen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die LANXESS AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. –fehlbetrag handelt es sich um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen.

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Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsanteil

(%)
Eigenkapital

Mio. €
Ergebnis

Mio. €
Vollkonsolidierte Unternehmen
Deutschland
Aliseca GmbH, Leverkusen 100 0 0*
DuBay Polymer GmbH, Hamm 50 20 2
IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, Greppin 100 67 0*
LANXESS Accounting GmbH, Leverkusen 100 0 0*
LANXESS Buna GmbH, Marl 100 8 0*
LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen 100 1.499 0*
LANXESS Distribution GmbH, Langenfeld 100 4 0*
LANXESS International Holding GmbH, Leverkusen 100 0 0*
LXS Dormagen Verwaltungs-GmbH, Dormagen 100 32 0*
Perlon-Monofil GmbH, Dormagen 100 2 0*
Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim 100 45 0*
SALTIGO GmbH, Langenfeld 100 28 0*
EMEA
Europigments, S.L., Barcelona (Spanien) 52 6 1
LANXESS (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 100 97 21
LANXESS Central Eastern Europe s.r.o., Bratislava (Slowakei) 100 3 1
LANXESS Chemicals, S.L., Barcelona (Spanien) 100 3 0
LANXESS CISA (Pty.) Ltd., Newcastle (Südafrika) 100 62 9
LANXESS Elastomères, Lillebonne (Frankreich) 100 73 11
LANXESS Emulsion Rubber S.A.S., La Wantzenau (Frankreich) 100 36 0
LANXESS Finance B.V., Ede (Niederlande) 100 9 1
LANXESS Holding Hispania, S.L., Barcelona (Spanien) 100 620 109
LANXESS International SA, Granges-Paccot (Schweiz) 100 155 77
LANXESS Limited, Newbury (Großbritannien) 100 16 1
LANXESS Mining (Proprietary) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 100 9 1
LANXESS N.V., Antwerpen (Belgien) 100 286 27
LANXESS Rubber N.V., Zwijndrecht (Belgien) 100 150 6
LANXESS S.A.S., Courbevoie (Frankreich) 100 61 0
LANXESS S.r.l., Mailand (Italien) 100 11 2
OOO LANXESS, Dserschinsk (Russland) 100 4 2
Sybron Chemical Industries Nederland B.V., Ede (Niederlande) 100 97 0
Sybron Chemicals International Holdings Ltd., Newbury (Großbritannien) 100 0 0
Nordamerika
LANXESS Buna LLC, Wilmington (USA) 100 - 12 - 4
LANXESS Corporation, Pittsburgh (USA) 100 89 14
LANXESS Inc., Sarnia (Kanada) 100 326 - 11
LANXESS Sybron Chemicals Inc., Birmingham (USA) 100 21 - 1
Rhein Chemie Corporation, Chardon (USA) 100 - 13 1
Sybron Chemical Holdings Inc., Wilmington (USA) 100 21 - 1

* Ergebnis nach Ergebnisabführung

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Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsanteil

(%)
Eigenkapital

Mio. €
Ergebnis

Mio. €
Lateinamerika
LANXESS Elastômeros do Brasil S.A., Rio de Janeiro (Brasilien) 100 295 9
LANXESS Industria de Produtos Quimicos e Plasticos Ltda., Sao Paulo (Brasilien) 100 - 2 - 17
LANXESS S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) 100 1 1
LANXESS S.A., Buenos Aires (Argentinien) 100 30 3
Petroflex Trading S.A., Montevideo (Uruguay) 100 - 1 0
Asien/Pazifik
LANXESS (Liyang) Polyols Co., Ltd., Liyang (China) 100 8 - 3
LANXESS Butyl Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100 93 78
LANXESS Chemical (China) Co., Ltd., Shanghai (China) 100 9 0
LANXESS Chemical (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai (China) 100 0 0
LANXESS Hong Kong Limited, Hongkong (Hong Kong) 100 71 10
LANXESS India Private Ltd., Thane (Indien) 100 126 1**
LANXESS K.K., Tokio (Japan) 100 34 2
LANXESS Korea Limited, Seoul (Südkorea) 100 4 1
LANXESS Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100 51 5
LANXESS PTY Ltd., Homebush Bay (Australien) 100 8 0
LANXESS Shanghai Pigments Co., Ltd., Schanghai (China) 100 17 3
LANXESS Specialty Chemicals Co., Ltd., Schanghai (China) 100 2 - 2
LANXESS Wuxi Chemical Co., Ltd., Wuxi (China) 100 45 4
Rhein Chemie (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (China) 90 21 4
Rhein Chemie Japan Ltd., Tokio (Japan) 100 13 1
Rhein Chemie LOA (Qingdao) Limited, Qingdao (China) 100 0 - 1
At equity bewertete assoziierte Unternehmen
Deutschland
Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen 40 92 1
Asien/Pazifik
LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co. Ltd., Nantong (China) 50 11 0
At equity bewertete Gemeinschaftsunternehmen
Asien/Pazifik
Anhui Tongfeng Shengda Chemical Co. Ltd., Tongling (China) 25 1 - 1
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung
Deutschland
LANXESS Middle East GmbH, Leverkusen 100 0 0*
Vierte LXS GmbH, Leverkusen 100 0 0*
EMEA
Rustenburg Chrome Mine Holdings (Pty.) Ltd., Modderfontein (Südafrika) 74 0 0
W. Hawley & Son. Ltd., Newbury (Großbritannien) 100 0 0

*) Ergebnis nach Ergebnisabführung

**) Jahresabschluss zum 31.03.2010

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Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsanteil

(%)
Eigenkapital

Mio. €
Ergebnis

Mio. €
Nordamerika
LANXESS Energy LLC, Wilmington (USA) 100 0 0
Lateinamerika
Comercial Andinas Ltda., Santiago de Chile (Chile) 100 0 0
Asien/Pazifik
LANXESS (Changzhou) Co. Ltd., Changzhou (China) 100 0 0
Nicht konsolidierte andere Unternehmen von untergeordneter Bedeutung
Lateinamerika
Hidrax Ltda., Taboao da Serra (Brasilien) 39 2 2

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LANXESS AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Leverkusen, 2. März 2011

LANXESS Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Axel C. Heitmann

Dr. Werner Breuers

Dr. Rainier van Roessel

Matthias Zachert

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LANXESS Aktiengesellschaft, Leverkusen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, 3. März 2011

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Peter Albrecht, Wirtschaftsprüfer

Jörg Sechser, Wirtschaftsprüfer