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Lang + Schwarz AG Interim / Quarterly Report 2021

Aug 20, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Halbjahresabschluss 6/2021

LANG & SCHWARZ | AKTIENGESELLSCHAFT

Inhaltsverzeichnis

Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2021 3
Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2021 9
Konzernbilanz zum 30. Juni 2021 9
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
10
Verkürzter Konzernanhang zum 30. Juni 2021 11

LANG & SCHWARZ Ι AKTIENGESELLSCHAFT

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist die Holding-Gesellschaft einer Gruppe von Unternehmen des Finanzsektors, die über 70 Mitarbeiter beschäftigt. Operativ entwickelt die Gesellschaft strukturierte Produkte und emittiert diese unter dem eigenen Namen. Gegründet wurde das Unternehmen 1996. Ihr gehören die beiden Tochtergesellschaften Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG und Lang & Schwarz Broker GmbH an.

LANG & SCHWARZ Ι TRADECENTER

Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG betreibt die führende Plattform für außerbörslichen Handel in Deutschland. Kunden von rund 20 Partnerbanken wird der Handel mit in- und ausländischen Aktien, Fonds, Bonds, ETPs (ETFs, ETCs, ETNs) sowie mit eigenen Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft angeboten.

LANG & SCHWARZ Ι Broker

Die Lang & Schwarz Broker GmbH erbringt Dienstleistungen im Bereich der EDV-Hardware- und Softwarebereitstellung im Konzern und für Dritte.

LANG & SCHWARZ Ι EXCHANGE

LS Exchange ist ein elektronisches Handelssystem der Börsen AG, Hamburg und Hannover. Als Market-Maker und Liquidity Provider fungiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG. Handelbar sind Aktien, ETFs, ETCs, ETNs und Bonds.

Konzernzwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021

1. Geschäftliche Aktivitäten des Konzerns

Lang & Schwarz ist ein Finanzkonzern, bestehend aus drei Konzerngesellschaften.

Die Begebung von derivativen Finanzinstrumenten mit dem Schwerpunkt auf Hebelprodukte und Themenzertfikate – einschließlich wikifolio-Endlosindexzertifikate – ist die Haupttätigkeit der Konzernmutter Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Sie ist damit als operative Holdinggesellschaft tätig. Ihre Aktivitäten werden im Konzern unter dem Geschäftsbereich Strukturierte Produkte zusammengefasst. Im 1. Halbjahr 2021 emittierte die Gesellschaft mehr als 28.000 eigene Produkte.

Die verschiedenen Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden durch die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG außerbörslich oder börslich an der Börse Stuttgart (Marktsegment EUWAX) und der BX Swiss, Bern (Schweiz) zum Handel angeboten. Zum Ultimo Juni 2021 quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG über 13.000 derivative Finanzinstrumente der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Bezug auf inländische und ausländische Aktientitel, Indizes, Währungskursrelationen, Rohwarenkurse oder die Zinsentwicklung sowie über 9.000 Themenzertifikate. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG stellt darüber hinaus Handelskurse für über 12.000 Aktien, Anleihen, Fonds sowie ETPs (ETFs, ETCs und ETNs) wochentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Als Market Maker quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG auch an der Lang & Schwarz Exchange, dem elektronischen Handelssystem der Börse Hamburg, an der Frankfurter Wertpapierbörse, an der Wiener Börse, Wien (Österreich) und an der BX Swiss, Bern (Schweiz). Partnerbanken können sich an die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel über TradeLink, cats-os oder andere alternative Anschlussmöglichkeiten anbinden. Über angeschlossene Partnerbanken der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erreicht diese über 25 Millionen Privatkunden. Die Aktivitäten der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG werden im Konzern unter dem Geschäftsbereich TradeCenter zusammengefasst.

Die 100%-ige Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH erbringt Dienstleistungen im Bereich der EDV-Hardware- und Softwarebereitstellung, der Unterhaltung der technischen Handelsplatzanbindungen sowie den laufenden EDV-Support für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG. Diese Aktivitäten werden im Konzern unter dem Geschäftsbereich EDV-Dienstleistungen zusammengefasst.

2. Wirtschaftsbericht zum ersten Halbjahr 2021 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung war im ersten Halbjahr 2021 weiterhin durch die Coronavirus-Krise und den zunehmenden Impffortschritt geprägt. Nach den Angaben des statistischen Bundesamts ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem ersten Quartal 2021 um 1,5 % gestiegen. Nachdem die Corona-Krise zum Jahresbeginn 2021 zunächst zu einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung geführt hatte (-2,1 % im ersten Quartal 2021), erholte sich die Wirtschaft im zweiten Quartal wieder. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, welches vom ersten Corona-Lockdown besonders betroffen war, stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2021 um 9,2 %.

Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen und beträgt im Juni 2021 5,7 %; das entspricht ca. 2,6 Millionen Arbeitslosen. Der Zahl von Kurzarbeitenden ist im Vergleich ebenfalls deutlich geringer.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa ging es insgesamt aufwärts. Für die gesamte EU ergab sich im zweiten Quartal 2021 ein Wachstum von 1,9 %. Auch in den USA ist die Wirtschaft im ersten Halbjahr 2021 deutlich gewachsen.

Bei den Zinssätzen der EZB gab es im ersten Halbjahr 2021 keine Veränderungen, so beträgt der Hauptrefinanzierungssatz, welcher auch Leitzins genannt wird, weiterhin 0 %, der Zins für die Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB -0,5 % und der Spitzenrefinanzierungssatz 0,25 %.

Im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie hat der Konzern eine Gefahrenbeurteilung nach § 2 Corona-ArbSchV vorgenommen und Maßnahmen hiernach ausgerichtet. Gegebenenfalls werden Anpassungen vorgenommen. Zudem wurden die im konzernweiten Notfallkonzept vorgesehen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs umgesetzt.

2.2. Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeit im ersten Halbjahr 2021

Trotz der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie entwickelte sich das erste Börsenhalbjahr 2021 bezogen auf die Aktienindizes sehr positiv. Nachdem der deutsche Leitindex das Jahr 2020 mit einem Endstand von 13.718 Punkten beendet hatte, überschritt er im März 2021 erstmalig die 15.000-Punkte-Marke. Den Börsenmonat Juni beendete der DAX bei einem Stand von 15.531 Punkten und konnte somit einen Gewinn von 13,2 % im ersten Halbjahr 2021 verbuchen. Der MDAX legte ca. 10,6 % gegenüber dem Vorjahresschlusskurs zu und schloss zum 30. Juni 2021 mit einem Stand von 34.049 Punkten (31. Dezember 2020: 30.796 Punkte). Der TecDAX gewann im ersten Halbjahr 2021 ca. 10,9 % und schloss zum 30. Juni 2021 bei 3.564 Punkten (Vorjahr: 3.212 Punkte).

Die größten DAX-Gewinner im ersten Halbjahr 2021 waren die Aktien der Deutsche Post AG, der Volkswagen AG sowie der Daimler AG. Zu den größten Verlierern zählten die Aktien der Siemens Energy AG, der Delivery Hero SE sowie der RWE AG.

Auch an den internationalen Aktienmärkten war die Entwicklung im ersten Halbjahr 2021 sehr positiv. So stieg der Dow Jones Index von 30.606 Punkten zum Jahresende 2020 auf 34.502 Punkte zum 30. Juni 2021. Ähnliche Entwicklungen waren beim S&P 500 oder beim EURO STOXX 50 zu verzeichnen.

2.3. Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2021

Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft konnte gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses aus der Handelstätigkeit um 124 % erzielen. Dabei konnte der Geschäftsbereich Strukturierte Produkte seine Aktivitäten sowohl im Hinblick auf die Anzahl der Geschäfte als auch auf den Umsatz deutlich ausweiten. So ist der Umsatz um ca. 50 % und die Anzahl der Geschäfte um mehr als 20 % gestiegen. Auch der Geschäftsbereich TradeCenter konnte seine Handelsaktivitäten im ersten Halbjahr 2021 signifikant ausweiten. Der Umsatz hat sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um mehr als 80 % erhöht. Die Anzahl der Geschäfte hat sich fast verdreifacht. Die Nachfragesteigerungen nach den Market-Making Dienstleistungen im TradeCenter hat sich über alle angeschlossenen Partnerbanken erstreckt.

Bei einer Erhöhung des Verwaltungsaufwands um 54 % konnte ein signifikant erhöhtes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielt werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um 167 % angestiegen.

Für die Entwicklung des Konzerns sind bestimmte Kennzahlen und ihre Einflussgrößen maßgeblich. Diese werden als bedeutende Leistungsindikatoren bezeichnet. Als zentrale Größen des Konzerns werden diese beobachtet, gemessen und gegebenenfalls zu anderen Werten oder Entwicklungen in Beziehung gesetzt.

Die nachstehende Übersicht stellt die bedeutenden Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar:

6/2021 6/2020
Ergebnis aus der Handelstätigkeit1 TEUR 76.227 34.007
Verwaltungsaufwand2 TEUR 20.751 13.432
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit3 TEUR 56.331 21.126

1Summe Umsatzerlöse, Materialaufwand und Zinsergebnis

2Personalaufwand zuzüglich sonstige betriebliche Aufwendungen

3Konzernüberschuss zuzüglich bzw. abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zuzüglich bzw. abzüglich Zuführung/Auflösung Fonds für allgemeine Bankenrisiken § 340 HGB

Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit spiegelt die Ertragsentwicklung aus der operativen Tätigkeit wider. Als tägliche, monatliche, quartalsweise und jährliche Größe wird diese jeweils gesellschafts- und konzernbezogen intern berichtet. Zusammen mit den Verwaltungsaufwendungen als überwiegenden Fixkosten und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellen diese Größen die steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar – steuerungsrelevante nicht finanzielle Leistungsindikatoren liegen nicht vor.

Neben den zuvor beschriebenen Leistungsindikatoren stellt die Einhaltung der Risikotragfähigkeit für die Gesellschaft einen ökonomischen Wert dar, welcher nachhaltig einzuhalten ist. Auch zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen wird die Einhaltung der Risikotragfähigkeit turnusmäßig und soweit erforderlich anlassbezogen überprüft.

2.3.1. Konzernertragslage

Im ersten Halbjahr 2021 wurde im Konzern ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 56.331 (Vorjahr: TEUR 21.126) erwirtschaftet. Aus den gestiegenen Handelsaktivitäten ergaben sich außerordentliche Zuwächse. Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 (TEUR 34.007) weit mehr als verdoppelt auf TEUR 76.227. Innerhalb des Ergebnisses aus der Handelstätigkeit ist das Handelsergebnis (Nettoergebnis des Handelsbestands) von TEUR 33.715 auf TEUR 76.311 angestiegen. Das Provisionsergebnis ging insbesondere aufgrund der Schließung des Geschäftsbereichs Financial Services der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH auf TEUR -310 (Vorjahr: TEUR 440) zurück. Das Zinsergebnis war mit TEUR 226 (Vorjahr: TEUR -148) positiv; ursächlich hierfür sind Zinserträge nach § 233a AO im Zusammenhang mit der Erstattung von Steuern im Rahmen des Billigkeitserlasses nach § 163 AO.

Die Verwaltungsaufwendungen bestehend aus den Personalaufwendungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 7.320 auf TEUR 20.751. Der Anstieg betrifft insbesondere die Personalaufwendungen. Neben gestiegenen Gehältern infolge der höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Konzern haben sich die variablen Gehälter entsprechend zur außerordentlich positiven Ergebnisentwicklung erhöht.

Der Steueraufwand auf das Ergebnis für das erste Halbjahr 2021 beträgt TEUR 8.301 gegenüber einem Aufwand von TEUR 6.735 im Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Steueraufwand für das erste Halbjahr 2021 Erträge aus Steuererstattungen aufgrund des stattgegebenen Billigkeitsantrags in Höhe von TEUR 9.065 enthalten sind.

Das Konzernperiodenergebnis für das erste Halbjahr 2021 hat sich mehr als verdreifacht und beträgt insgesamt TEUR 48.031 (Vorjahr: TEUR 14.392). Bezogen auf 3.146.000 ausgegebene Anteile entspricht dies einem Ergebnis je Anteil von EUR 15,27 im ersten Halbjahr 2021 (Vorjahr: EUR 4,57).

2.3.2. Konzernfinanzlage

Die Liquidität im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im abgelaufenen ersten Halbjahr 2021 jederzeit ausreichend, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet.

Über die bestehenden Konzerneigenmittel (einschl. Fonds für allgemeine Bankrisiken) in Höhe von TEUR 113.040 (31. Dezember 2020: TEUR 65.009) hinaus stehen den Konzerngesellschaften aufgrund aktueller Verträge mit der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG auch im Anschluss an das erste Halbjahr 2021 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, um ihre geschäftlichen Tätigkeiten finanzieren zu können.

2.3.3. Konzernvermögenslage

Die Konzernbilanzsumme zum 30. Juni 2021 beträgt TEUR 1.325.930 und hat sich damit gegenüber dem 31. Dezember 2020 um TEUR 514.401 erhöht. Die Aktivseite wird dabei dominiert durch den Wertpapierbestand in Höhe von TEUR 857.679 (31. Dezember 2020: TEUR 678.147) unter den sonstigen Wertpapieren sowie aktivische Optionsprämien in Höhe von TEUR 31.269 (31. Dezember 2020: TEUR 75). Zusammen machen diese 67 % der Bilanzsumme aus. Weitere 32 % der Bilanzsumme betreffen den Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 425.907 (31. Dezember 2020: TEUR 129.957). Die

Beteiligungen verringerten sich geringfügig im Zuge des letzten Teilvollzugs im Zusammenhang mit der Veräußerung von sämtlichen Anteilen an der Trade Republic Bank GmbH.

Auch die Passivseite der Bilanz ist geprägt durch die Verbindlichkeiten aus Wertpapierbeständen. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden verkaufte eigene Optionsscheine und Zertifikate in Höhe von TEUR 809.908 (31. Dezember 2020: TEUR 629.810) ausgewiesen sowie Verbindlichkeiten aus Optionsprämien in Höhe von TEUR 801 (31. Dezember 2020: TEUR 17). Darüber hinaus sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 61.392 Lieferverbindlichkeiten aus anderen Wertpapierbeständen ausgewiesen (31. Dezember 2020: TEUR 42.755). Insgesamt machen die passivischen Wertpapier- und Optionsbestände 66 % der Bilanzsumme aus. Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 86.012 (31. Dezember 2020: TEUR 37.982) macht 6,5 % der Bilanzsumme aus. Gegenüber dem 31. Dezember 2020 erhöhte sich das Eigenkapital um insgesamt TEUR 48.031 infolge des laufenden Gewinns für das erste Halbjahr 2021. Darüber hinaus werden die Eigenmittel durch den Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von TEUR 27.027 (31. Dezember 2020: TEUR 27.027) gestärkt.

Die Geschäftsentwicklung war im ersten Halbjahr 2021 vor dem Hintergrund der im Vergleich zum Vorjahr signifikant gestiegenen Handelsumsätze und des Ergebnisses aus der Handelstätigkeit außerordentlich positiv. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weisen geordnete Verhältnisse auf.

3. Risikobericht

3.1. Risikomanagement

Zu den Chancen und Risiken sowie zu deren Management haben wir in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 ausführlich Stellung genommen. Wir verweisen für den vorliegenden Konzernhalbjahresabschluss auf diese Ausführungen, die auch weiterhin gültig sind.

3.2. Risikoarten der Geschäftstätigkeit

Aus der geschäftlichen Tätigkeit heraus wurden als maßgebliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko. Es wird auf die Ausführungen im Lagebericht zum 31. Dezember 2020 verwiesen.

3.3. Risikotragfähigkeit

Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt unter Berücksichtigung des Leitfadens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie der Deutschen Bundesbank zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessualer Einbindung in die Gesamtbanksteuerung und sieht neben der Berechnung der Risikotragfähigkeit nach einer normativen Perspektive (Erfüllung aller regulatorischen Anforderungen) auch die Berechnung einer ökonomischen Perspektive (Erfüllung unter dem Gesichtspunkt einer langfristigen Substanzerhaltung) vor. Für beide Perspektiven ist die Berechnung unter Verwendung von Planzahlen über einen Planungszeitraum von drei Jahren und zusätzlich unter der Verwendung eines adversen Szenarios für den Planungszeitraum vorzunehmen. Im adversen Szenario ist dabei ein schwerer konjunktureller Abschwung im Planungszeitraum zu simulieren. Nur wenn in allen Berechnungsvarianten nachhaltig ausreichend Kapital zur Deckung der Risiken aus den Geschäftstätigkeiten vorgehalten wird, ist die Risikotragfähigkeit uneingeschränkt gegeben. Werden aufsichtsrechtlich relevante Kapitalbeträge bei den Szenariobetrachtungen hingegen soweit abgebaut, dass die Unterlegung von Risiken aus der geschäftlichen Tätigkeit mit Kapital nicht mehr vollständig gewährleistet werden kann, ist die Risikotragfähigkeit nicht mehr uneingeschränkt gegeben. In diesem Fall sind Maßnahmen zu ergreifen. Diese Maßnahmen können die Deckung von Risiken durch zusätzliches Kapital betreffen oder die Reduzierung von Risiken. Nach den vorgenannten Grundsätzen zeichnete sich im ersten Halbjahr 2021 und zum 30. Juni 2021 keine Bedrohung der Risikotragfähigkeit des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ab.

4. Prognose- und Chancenbericht

Die wirtschaftliche Entwicklung der Volkswirtschaften wird auch im zweiten Halbjahr 2021 maßgeblich vom Verlauf der Corona-Pandemie geprägt werden. Dabei entscheiden verschiedene Faktoren über eine Erholung der nationalen Volkswirtschaften, etwa der Impffortschritt und die Wirksamkeit der politischen Maßnahmen gegen die Pandemie. Anlass zur Sorge geben die derzeit in zahlreichen Ländern aufgrund der Delta-Variante wieder steigenden Infektionszahlen, die einen Unsicherheitsfaktor bezogen auf die nationale volkswirtschaftliche Entwicklung die Realwirtschaft, die Finanzindustrie und damit auch für die Aktienmärkte darstellen.

Die Konjunkturprognosen der Volkswirte sind weiterhin mit einer relativ großen Unsicherheit behaftet. Die Deutsche Bundesbank rechnet für das Jahr 2021 mit einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 3,7 %. Für das Jahr 2022 wird ein Wachstum von 5,2 % erwartet. Hinsichtlich des weltweiten Wirtschaftswachstums erwartet der Internationale Währungsfonds ein Plus von 6,0 %. Zugleich spricht der IWF aber eine deutliche Warnung aus, wonach aggressive Covid-Mutationen, wie die Delta-Variante die Weltwirtschaft über Jahre belasten können.

Es ist zu erwarten, dass das Coronavirus und die gegen die Pandemie eingeleiteten Maßnahmen die Aktienmärkte 2021 wohl weiter bestimmen werden, wobei die Volatilitäten in 2021 bislang nicht so hoch waren, wie noch in 2020.

Das Umfeld des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wird auch im laufenden Jahr 2021 und darüber hinaus von wachsenden Anforderungen aus der Regulatorik geprägt sein. Auch für die nähere Zukunft stehen aufsichtsrechtliche Neuerungen an, die fristgerecht umzusetzen sind. Daher werden hierfür weiterhin personelle und technische Ressourcen benötigt.

Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Ausgestaltung der IT-Infrastruktur zu legen sein sowie auf die Sicherstellung der Verfügbarkeit der wesentlichen Systeme. Hierdurch schaffen wir die Basis, um die anhaltend sehr stark gestiegene Nachfrage nach unseren Dienstleistungen bedienen zu können.

Die Möglichkeiten, Ertragspotentiale im Bereich Strukturierte Produkte zu finden, hängen für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft von der Handelsintensität ihrer Kunden ab. Diese wiederum ist maßgeblich von den Rahmenbedingungen des Marktes abhängig wie auch von dem zum Handel angebotenen Produktangebot. Auf die Rahmenbedingungen des Marktes haben wir keinen Einfluss. Jedoch versuchen wir, unsere Kundenbasis durch das Listing unserer Produkte auf weiteren Handelsplätzen zu verbreitern. Im Hinblick auf unser Produktangebot beobachten wir die Entwicklung am Markt, um auch kurzfristig attraktive Underlyings für unsere derivativen Produkte zu finden. Dabei unterliegt die Attraktivität zum Teil sehr kurzfristigen Trends, so dass auch die Frage der Begebung eines Produktes hinsichtlich der mit der Emission entstehenden Kosten zu berücksichtigen ist, ebenso wie die Frage einer adäquaten Risikoabbildung und der Risikoneigung. Wir sehen in dem aktuellen Umfeld die Möglichkeiten, auch weiterhin erfolgreich zu arbeiten.

Der Bereich TradeCenter generiert Ertragspotentiale aus Kundenanfragen. Ein vorrangiges Ziel ist daher eine breite Erreichbarkeit, um Kunden die Möglichkeit zu bieten, unsere Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Eine hohe Qualität der erbrachten Dienstleistungen ist hierfür unerlässlich und wird daher auch in 2021 laufend überwacht. Die Zahl der an die Lang & Schwarz Exchange angeschlossenen Partnerbanken bzw. das börsliche Handelsvolumen mit diesen wie auch das außerbörsliche Handelsvolumen sollen weiter ausgebaut werden. Hierbei sehen wir auch mögliches Ertragspotenzial durch die Expansion einzelner an uns angeschlossener Partnerbanken ins europäische Ausland. Wir sehen gute Chancen, unseren eingeschlagenen Wachstumskurs weiter fortzusetzen und unsere Position als der dritte Handelsplatz in Deutschland zu festigen.

Durch das Jahressteuergesetz 2020 wurde durch den Gesetzgeber eine neue Regelung im § 20 Abs. 6 EStG durch die Aufnahme der Sätze 5 und 6 aufgenommen. Mit der Regelung wurden die Verlustabzugsmöglichkeiten aus Termingeschäften ab dem Kalenderjahr 2021 eingeschränkt. Ein finales konkretisierendes BMF-Schreiben ist zwischenzeitlich ergangen. Eine negative Auswirkung auf die Nachfrage von Kunden der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft aufgrund der gesetzlichen Neuerung ist derzeit nicht erkennbar. Die Entwicklung wird aufmerksam durch uns beobachtet.

Die Handelsaktivitäten konnten im ersten Halbjahr 2021 deutlich ausgebaut werden, wobei das erste Quartal hierbei außerordentlich positiv ausgefallen ist. Das laufende dritte Quartal 2021 zeigt, dass sich der positive Geschäftsverlauf bislang fortsetzt. Soweit sich die aktuellen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, kann angesichts der sich auf hohem Niveau verfestigenden Handelsaktivitäten für das zweite Halbjahr 2021 ein Handelsergebnis erwartet werden, dass an die guten Ergebnisse der Vergangenheit anschließt.

Düsseldorf, den 19. August 2021

Der Vorstand

André Bütow Torsten Klanten

Konzernbilanz zum 30. Juni 2021

Aktiva

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Passiva

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021

1.1. - 30.06.2021 1.1. - 30.06.2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 458.755.661,06 295.825.255,76
2. sonstige betriebliche Erträge 1.133.674,46 909.165,90
3. Materialaufwand -382.754.913,41 -261.670.275,14
77.134.422,11 35.064.146,52
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.778.258,92 -9.192.547,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -680.779,73 -438.222,39
und für Unterstützung, davon für Altersversorgung:
EUR 40.862,77
(Vorjahr: EUR 48.027,38)
-16.459.038,65 -9.630.769,85
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -290.877,23 -360.873,14
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.292.352,72 -3.801.050,53
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 303.487,13 -70.310,09
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -77.208,73 -77.787,89
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.300.929,98 -6.734.662,31
10. Ergebnis nach Steuern 48.017.501,93 14.388.692,71
11. sonstige Steuern 13.063,63 3.067,80
12. Konzernüberschuss 48.030.565,56 14.391.760,51
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.228.235,64 1.701.220,78
14. Konzernbilanzgewinn 60.258.801,20 16.092.981,29

Verkürzter Konzernanhang zum Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2021

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2021 wurde aufgrund der Anforderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Börse für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse im Zusammenhang mit der Notierung der Anteile der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Basic Board erstellt. Er besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) sowie dem verkürzten Konzernanhang. Zudem wurde nach § 315 HGB ein Konzernzwischenlagebericht aufgestellt. Auf die freiwillige Erstellung einer Kapitalflussrechnung, eines Eigenkapitalspiegels sowie einer Segmentberichterstattung wurde verzichtet.

Die Firma der Gesellschaft lautet auf Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nr. HR B 36259 eingetragen.

Der Konzernhalbjahresabschluss wurde nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er wurde keiner Prüfung oder prüferischen Durchsicht unterzogen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Es wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020.

3. Konsolidierungskreis

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist wie zum 31. Dezember 2020 nach § 290 Abs. 1 HGB Mutterunternehmen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf sowie der Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf.

Sämtliche Tochtergesellschaften werden nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Anteil der Lang & Schwarz
Name und Sitz der Stammkapital Aktiengesellschaft
Gesellschaft zum 30.06.2021 zum 30.06.2021
in nom. in % in nom.
TEUR TEUR
Lang & Schwarz Broker
GmbH, Düsseldorf 750 100,0 750
Lang & Schwarz TradeCenter
AG & Co. KG, Düsseldorf 9.250 100,0 9.250

Die Beteiligung an der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG wird zu 99,99 % direkt durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten. Weitere 0,01 % werden treuhänderisch für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch die Lang & Schwarz Broker GmbH gehalten.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden mit TEUR 31.269 im Wesentlichen Optionsbestände ausgewiesen.

4.2. Sonstige Wertpapiere

Der Ausweis betrifft zum einen Wertpapiere, die zu Handelszwecken erworben wurden, und zum anderen solche Wertpapiere, die zu Absicherungszwecken im Zusammenhang mit verkauften eigenen Produkten unterhalten werden.

4.3. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Posten enthält TEUR 70.193 Guthaben bei der Deutschen Bundesbank.

Guthaben bei Kreditinstituten werden überwiegend bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG auf laufenden Konten unterhalten. Bei dieser Bank unterhaltene Guthaben auf laufenden Konten sowie Wertpapierbestände wurden im Rahmen einer Sicherheitenvereinbarung hierfür verpfändet. Darüber hinaus werden Kontokorrentguthaben bei weiteren Banken unterhalten.

4.4 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 300.363 Salden auf laufenden Bankkonten, die bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG geführt werden. Darüber hinaus beinhalten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 61.392 verkaufte Wertpapierbestände.

4.5 Sonstige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden mit TEUR 809.908 verkaufte eigene Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ausgewiesen.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse und Materialaufwand

Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigt in allen Geschäftsbereichen Wertpapierhandelsgeschäfte und bietet hieran angrenzende Dienstleistungen an. Vor diesem Hintergrund liegen keine Märkte vor, die sich nach ihrer Tätigkeit oder geographisch wesentlich voneinander unterscheiden.

Im Hinblick auf die Ermittlung der Umsatzerlöse und des Materialaufwands wird auf den Konzernanhang zum 31. Dezember 2020 unter 2. Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verwiesen.

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 388) sowie den letzten Teilbetrag des Veräußerungsgewinns aus dem Verkauf der Beteiligung an der Trade Republic Bank GmbH (TEUR 540).

5.3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden für das Geschäftsjahr 2021 in der Höhe berücksichtigt, wie sich diese auf die berechneten steuerlichen Bemessungsgrundlagen, bezogen auf die einzelnen Steuersubjekte im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, ergeben. In dem Posten enthalten sind TEUR 9.065 Erträge aus

Steuererstattungen aufgrund des stattgegebenen Billigkeitsantrags nach § 163 AO.

5.4 Wesentliche Beträge bestimmter Konzernbilanzposten

Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich sowie Kosten für ausstehende Rechnungen.

6. Sonstige Angaben

6.1 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist Verpflichtungen aus selbst begebenen Produkten und sonstigen Geschäften aus, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen werden. Bei den abgesicherten Risiken handelt es sich um Preisänderungsrisiken aufgrund von Marktpreisschwankungen (Börsenpreis). Bewertungseinheiten werden in Form von Portfolio-Hedges abgebildet. Hierbei werden Portfolien für Kursschwankungsrisiken von Indizes (z.B. DAX), einzelnen Aktienwerten und Themenzertifikaten, Rohwaren (z.B. Gold, Silber und Rohöl), des Bund-Future sowie von Wechselkursrelationen (z.B. USD/EUR) gebildet.

Durch den Verkauf von eigenen Produkten auf alle genannten Risikoarten geht die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft offene Positionen bezogen auf die jeweils zugrundeliegenden Finanzinstrumente (Underlying) ein. Diese Risiken werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgesichert. Die Sicherung erfolgt durch entsprechende Gegengeschäfte und/oder im Rahmen eines dynamischen Deltahedgings direkt durch gegenläufige Positionen im Underlying. Hierdurch ist, jeweils bezogen auf die einzelnen Risiken, sichergestellt, dass sich Wertänderungen weitestgehend ausgleichen. Als Sicherungsinstrumente werden insbesondere Aktien, Anleihen, Fonds, ETPs (ETFs, ETCs und ETNs) sowie derivative Finanzinstrumente wie Futures und Optionen verwendet.

Der Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument besteht für den Zeitraum, in welchem das Grundgeschäft durch die Gesellschaft gehalten wird. Wird die Position aus den selbst begebenen Produkten geschlossen, erfolgt auch eine Schließung der Sicherungspositionen.

Im Rahmen des Risikomanagementsystems der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden die Risiken aus den Positionen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente überwacht. Hierzu wurde auch im Hinblick auf die Bewertungseinheiten ein Limitsystem installiert, das täglich überwacht, welche Risiken untergliedert nach Aktienkurs-, Rohwaren-, Zins- und Wechselkursrisiken die Gesellschaft eingeht, und die Auslastung von vorgegebenen Limiten berechnet sowie an den Vorstand berichtet. Zudem erfolgt täglich eine Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung in Form einer quantitativen Sensitivitätsanalyse nach der Market-Shift-Method. Des Weiteren wird auch auf die Ausführungen zum Risikomanagement der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Lagebericht 2020 verwiesen.

Ergebnisse aus den Bewertungseinheiten werden nach der Durchbuchungsmethode erfasst, dabei werden für die ausgewiesenen Finanzinstrumente, soweit möglich, Marktwerte aktiver Märkte herangezogen. Sollte dies nicht möglich sein, etwa bei Optionsbeständen, erfolgt eine Bewertung mit Hilfe des finanzmathematischen Modells Black-Scholes oder im Fall von american-style-Optionen mit Hilfe des Modells von Cox-Ross-Rubinstein. Den Berechnungen der finanzmathematischen Modelle liegen insbesondere Zinssätze, Indizes und andere Underlyingkurse zugrunde. Die für die Berechnungen notwendigen Volatilitäten werden soweit möglich aus am Markt gehandelten Produkten abgeleitet. Gegebenenfalls wird auf alternative Daten oder Berechnungen zurückgegriffen.

6.2 Namen und Bezüge der Organmitglieder

Vorstandsmitglieder der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft waren vom 1. Januar bis 30. Juni 2021:

  • Herr André Bütow, Diplom-Kaufmann (Vorsitzender des Vorstands, Handelsvorstand)
  • Herr Torsten Klanten, Diplom Betriebswirt (FH) (Verwaltungsvorstand)

Herr Bütow ist Mitglied des Aufsichtsrats der vwd Transaction Solutions AG, Frankfurt a. M.

Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft setzte sich vom 1. Januar bis 30. Juni 2021 wie folgt zusammen:

  • Herr Jan Liepe, Rechtsanwalt bei Waldeck Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft, Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Herr Dipl.-Volkswirt Andreas Willius, Geschäftsführer bei der Trade Republic Bank GmbH, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Herr Gerd Goetz, Grevenbroich, Vorstand bei der tick Trading Software AG (seit dem 30. Juni 2021)
  • Herr Thomas Schult, selbständiger Unternehmensberater
  • Herr Michael Schwartzkopff, Rechtsanwalt bei LLR Legerlotz Laschet und Partner Rechtsanwälte Partnerschaft mdB (bis zum 14. März 2021)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bemessen sich nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2016.

6.3 Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft

Am Aktienkapital der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden zum Berichtszeitpunkt – soweit bekannt – keine Beteiligungen von mehr als dem vierten Teil der Aktien an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten.

6.4 Mitarbeiter

Im ersten Halbjahr 2021 waren im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach Quartalsendständen gerechnet durchschnittlich 74 Personen (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt. Zum 30. Juni 2021 waren 75 Mitarbeiter (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt:

30.06.2021
männlich weiblich
Vorstand 2 0
Angestellte 62 11

6.5 Offenlegung

Der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2021 nebst Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2021 werden der Deutschen Börse AG, Frankfurt a.M., zur Veröffentlichung auf ihrer Homepage übermittelt sowie auf der Homepage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zugänglich gemacht.

Düsseldorf, den 19. August 2021

Der Vorstand

André Bütow Torsten Klanten

Kontakt:

LANG & SCHWARZ Aktiengesellschaft Breite Straße 34 40213 Düsseldorf

T +49 (0) 211 13840 -0 F +49 (0) 211 13840 -90

www.ls-d.de [email protected]