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Lang + Schwarz AG — Interim / Quarterly Report 2016
Aug 25, 2016
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Interim / Quarterly Report
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Halbjahresabschluss 6/2016
LANG & SCHWARZ | AKTIENGESELLSCHAFT
Inhaltsverzeichnis
| Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2016 | 3 |
|---|---|
| Konzernhalbiahresabschluss zum 30. Juni 2016 | |
| Konzernbilanz zum 30. Juni 2016 | 9 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das erste Halbjahr 2016 |
10 |
| Verkürzter Konzernanhang zum 30. Juni 2016 | 11 |
LANG & SCHWARZ | AKTIENGESELLSCHAFT Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist die Holding-Gesellschaft einer Gruppe von Finanzdienstleistern. die rund 50 Mitarbeiter beschäftigt. Operativ ist die AG bei der Entwicklung strukturierter Produkte tätig. Gegründet wurde das Unternehmen 1996. LANG & SCHWARZ | TRADECENTER Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG betreibt die führende Plattform für außerbörslichen Handel in Deutschland. Kunden von über 15 Partnerbanken wird der Handel mit in- und ausländischen Aktien, Fonds, Bonds und ETPs sowie mit eigenen Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft angeboten. ----------------------------LANG & SCHWARZ | Broker Die Lang & Schwarz Broker GmbH berät Unternehmen
beim Going & Being Public, inklusive IPO- und Corporate-Finanz-Beratung. Darüber hinaus ist die Gesellschaft als Market Maker aktiv und betreibt das klassische Brokerage-Geschäft. Innerhalb des Lang & Schwarz Konzerns ist sie zudem für die Entwicklung, den Betrieb und die Sicherheit der Informations- und Kommunikationsstruktur aktiv.
Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Konzernzwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar his 30. Juni 2016
1. Geschäftliche Aktivitäten des Konzerns
Lang & Schwarz ist ein Finanzkonzern bestehend aus drei Konzerngesellschaften, in denen die maßgeblichen geschäftlichen Tätigkeiten des Konzerns betrieben werden.
Die Begebung von derivativen Finanzinstrumenten mit dem Hauptaugenmerk auf Hebelprodukte ist die Haupttätigkeit der Konzernmutter Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Sie ist damit als operative Holdinggesellschaft tätig. Ihre Aktivitäten werden im Konzern unter dem Geschäftsbereich Issuing zusammengefasst. Insgesamt wurden im 1. Halbjahr 2016 über 14.000 eigene Produkte emittiert.
Die verschiedenen Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden durch die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG an der EUWAX oder außerbörslich angeboten. Zum Ultimo 2015 quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG nahezu 8.000 derivative Finanzinstrumente der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Bezug auf inländische und ausländische Aktientitel, Indizes, Währungskursrelationen, Rohwarenkurse oder die Zinsentwicklung sowie über 4.000 wikifolio-Endlosindexzertifikate. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG stellt darüber hinaus Handelskurse für über 7.500 verschiedene Aktien, Fonds, ETPs (ETFs, ETCs und ETNs) sowie Anleihen. Dies erfolgt wochentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Über die Partnerbanken der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erreicht diese über 15 Millionen Privatkunden. Seit dem 1. August 2016 ist die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zudem als Market Marker an der Lang & Schwarz Exchange tätig, einer neuen Handelsplattform an der Börse Hamburg. Dabei bietet die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG den Handel in Aktien, Anleihen und ETPs angeschlossenen Partnerbanken in der gewohnt hohen LS-Qualität an.
Die 100%-ige Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH ist eine Spezialbank im Bereich des Handels mit Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten. Die Bank ist an den Börsen in Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Wien (Österreich) sowie auf XETRA zum Handel zugelassen und hat Zugang zu weiteren nationalen und internationalen Handelsplätzen. Das Institut stellt als Designated Sponsor verbindliche An- und Verkaufskurse auf der elektronischen Handelsplattform XETRA in Frankfurt und Wien. Die Beratung und Betreuung beim going- und being-public, einschließlich der IPO- und Corporate-Finance-Beratung bildet einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit. Darüber hinaus zählen zum Dienstleistungsspektrum in eingeschränkter Form das klassische Brokerage-Geschäft mit der Orderausführung sowie die Ausführung von aktienhandelsnahen Dienstleistungen wie die Durchführung von Aktienrückkaufprogrammen börsennotierter Unternehmen.
Die Lang & Schwarz Broker GmbH erbringt zudem Dienstleistungen im Bereich der EDV-Hardware- und Softwarebereitstellung, der Unterhaltung der technischen Handelsplatzanbindungen sowie den laufenden EDV-Support für die Konzerngesellschaften.
2. Wirtschaftsbericht zum ersten Halbjahr 2016
2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Wie erwartet konnte das Wirtschaftswachstum in Deutschland im ersten Quartal 2016 ein moderates Wachstum verzeichnen. Gegenüber dem vierten Quartal 2015 betrug der preis-, saison- und kalenderbereinigte Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal 2016 nach den Angaben des Statistischen Bundesamts 0,7%. Getragen wurde diese Entwicklung insbesondere durch eine stärkere Inlandsnachfrage. Zudem wirkte sich die milde Witterung zu Jahresbeginn 2016 positiv auf das Baugewerbe aus. Die Dynamik aus dem ersten Quartal 2016 konnte jedoch nicht mit in das zweite Quartal 2016 übernommen werden. So fiel die Zuwachsrate des BIP im 2.
Quartal 2016 gegenüber dem 1. Quartal 2016 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4%, so das Statistische Bundesamt. Verursacht wurde dies durch schwache Bruttoinvestitionen, insbesondere in Ausrüstungen und im Baugewerbe.
2.2. Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeit im ersten Halbjahr 2016
Das erste Halbjahr 2016 war an den Börsen eher durchwachsen. Direkt zu Jahresbeginn kam es zu massiven Kurseinbrüchen im DAX, der die Marke von 9.000 im Februar 2016 sogar wieder unterschritt. Mit seinem tiefsten Stand von 8.753 Punkten lag der DAX ca. 2.000 Punkte unter dem Stand zum Jahresbeginn und setzte damit ein unerfreuliches Zeichen im ersten Quartal 2016. Nur allmählich konnte sich das deutsche Aktienbarometer wieder einigermaßen erholen und die Marke von 10.000 Punkten im April 2016 übersteigen. Jedoch wurde diese bis Ende Juni 2016 immer wieder nach unten durchbrochen. Anlegern machte dabei insbesondere die allgemeine Ungewissheit über den Ausgang des Votums von Großbritannien über einen möglichen Ausstieg aus der EU zu schaffen. Aber auch mit der anschließenden Gewissheit über den Ausgang des Referendums und dem im Allgemeinen so eher unerwarteten Ergebnis, setzte sich die Abwärtsentwicklung für den DAX weiter fort. Mit 9.268 Punkten setzte der DAX seinen negativsten Punkt im Hinblick auf seine Entwicklung im 2. Quartal 2016. Berechnet auf den Schlusskurs zum 30. Juni 2016 lag die Performance des DAX gegenüber dem Jahresauftakt bei nahezu -10%. Im Zuge dieser Entwicklung waren die Handelsumsätze an der Deutschen Börse gemäß den Angaben der Kassamarktstatistik überwiegend im zweistelligen Prozentbereich rückläufig. Insgesamt verzeichnete die Deutsche Börse nach ihren Angaben einen Rückgang der Umsatztätigkeit in EUR von 13%. Der Juni 2016 war dabei zwar aufgrund der Turbulenzen rund um das BREXIT-Votum noch der stärkste Handelsmonat, aber selbst dieser lag mit nahezu -10% hinter den Umsätzen des Vorjahres deutlich zurück. Die Volatilität der Aktienmärkte war gerade im Januar 2016 an mehreren Handelstagen sehr noch. Gleiches gilt für die Tage rund um das BREXIT-Votum. An den volatilsten Handelstagen war die Performance des DAX überwiegend negativ. Rohöl blieb in der ersten Hälfte 2016 ebenfalls volatil. Wobei zunächst mit Beginn des Jahres 2016 der Tiefpunkt des Ölpreises im Januar, mit einem Preis leicht unter 29 Dollar je Barrel der Marke Brent, markiert wurde. Seither konnte sich der Ölpreis der Marke Brent zwar leicht erholen, erreichte aber im ersten Halbjahr 2016 noch nicht ganz die Marke von 50 US-Dollar je Barrel.
Insgesamt wurden sechs IPO Maßnahmen an der Frankfurter Wertpaperbörse im ersten Halbjahr 2016 durchgeführt (gegenüber 13 im vergleichbaren Vorjahreszeitraum). Davon wurden vier Neuemissionen (acht) mit Platzierungsvolumen von insgesamt ca. EUR 321 Mio. durchgeführt. Von zwei Notierungsaufnahmen erfolgte eine Aufnahme in den Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse (drei) und eine in den Open Market (zwei).
Trotz des schwierigen Umfelds behaupteten sich die Geschäftsbereiche im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im ersten Halbjahr 2016. Der Umsatz des ersten Halbjahres 2016 im TradeCenter in EUR über alle Produkte hinweg konnte gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 gehalten werden.
2.3. Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2016
Für die Entwicklung des Konzerns sind bestimmte Kennzahlen und ihre Einflussgrößen maßgeblich. Diese werden als bedeutende Leistungsindikatoren (finanziell und nicht finanziell) bezeichnet. Als zentrale Größen des Konzerns werden diese beobachtet, gemessen und gegebenenfalls zu anderen Werten oder Entwicklungen in Beziehung gesetzt. Die nachstehende Übersicht stellt die bedeutenden Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar:
| P/ZUIS | ||
|---|---|---|
| TEUR | 9.456 | 10.159 |
| TEUR | 6.294 | 5.848 |
| TEUR | 3.876 | 4.251 |
| TEUR | 172.199 | 128.714 |
| Anzahl | 14.139 | 14.745 |
| Anzahl | gehalten | gestiegen |
| Anzahl | 24 | 21 |
| Anzahl | 3 | 7 |
| TEUR | 33.306 | 28.050 |
| Anzahl | 49 | 48 |
| p/ZUIP |
Summe aus Umsatzerlöse, Materialaufwand, Zinsergebnis und Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
<sup>2 Personalaufwand zuzüglich sonstige betriebliche
Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit spiegelt die Ertragsentwicklung aus der operativen Tätigkeit wider. Als tägliche, monatliche, quartalsweise und jährliche Größe wird diese jeweils gesellschafts- und konzernbezogen intern berichtet. Zusammen mit den Verwaltungsaufwendungen als überwiegendem Fixkostenblock und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellen diese Größen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren bezogen auf die Erfolgsrechnung für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar. In Abhängigkeit vom Ergebnis aus der Handelstätigkeit und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit können sich Veränderungen der Verwaltungsaufwendungen durch das Vergütungssystem im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ergeben. An dieser Stelle wird auf den Vergütungsbericht als Bestandteil des Lageberichts 2015 verwiesen.
Die Verbindlichkeiten aus verkauften eigenen derivativen Produkten geben den Stand der im Umlauf befindlichen eigenen Produkte im Eurogegenwert an. Als Anhaltspunkt kann diese Größe die Bereitschaft von Investoren widerspiegeln, Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zu erwerben. Jedoch unterliegt der Betrag natürlichen Schwankungen, die dadurch hervorgerufen werden können, dass nicht im gleichen Maße Produkte jederzeit neu emittiert werden, wie Produkte laufzeitbedingt oder aufgrund von Marktänderungen verfallen. Eine direkte Ableitung aus der Veränderung des Betrags ist damit nicht unmittelbar möglich. Hierzu erfolgen interne tiefergehende Analysen. Die Anzahl der im Geschäftsjahr emittierten Produkte wird hierbei einbezogen.
Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchgeführten Handelsgeschäfte kann Aufschluss über die Möglichkeit geben. Handelserträge zu generieren. Die Entwicklung dieser Kennziffer erfolgt daher durch die Geschäftsleitung in regelmäßigen Abständen.
Die Anzahl der Designated Sponsoring-Mandate kann einen Gradmesser für die Akzeptanz der Dienstleistungen im Liquidityproviding darstellen. Sie wird daher laufend intern berichtet. Aus diesem Geschäftsfeld ergeben sich Anknüpfungspunkte für die Dienstleistungen rund um Corporate Actions, deren Anzahl und auch Art berichtet werden, und ebenfalls als Maßstab für die Nachfrage nach
qualitativ hochwertiger Beratung durch die Lang & Schwarz Broker GmbH dienen kann.
Als Haftungsgröße stellt das bilanzielle Eigenkapital eine zentrale Kennziffer dar, deren Entwicklung auch für Aktionäre der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft von maßgeblicher Bedeutung ist.
Die Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft stellen eine signifikante Größe für einen nachhaltigen Erfolg und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzerns dar. Gut ausgebildete Mitarbeiter stellen die Basis für erfolgsorientiertes, effizientes und prozessorientiertes Arbeiten in Zusammenhang mit den zumeist sehr schnellen Handelsgeschäften und deren reibungslosen Verarbeitung sowie der laufenden risikoorientierten Überwachung. Daher wird die Entwicklung des Mitarbeiterbestands intern gemessen und berichtet.
2.3.1. Entwicklung in den Geschäftsbereichen 2.3.1.1. Geschäftsbereich Issuing
Die Summe aus den Umsatzerlösen, den Materialaufwendungen und dem Bewertungsergebnis für den Wertpapierbestand war im ersten Halbjahr 2016 rückläufig und beträgt TEUR 5.561. Insgesamt konnten in dem schwierigen Marktumfeld bislang das Vorjahresergebnis (TEUR 8.549) nicht erreicht werden. Die Anzahl der wikifolio-Endlosindexzertifikate wurde jedoch weiter auf über 4.000 emittierte Produkte ausgebaut.
2.3.1.2. Geschäftsbereich TradeCenter
Die Entwicklung der Geschäfte im außerbörslichen und börslichen Handel war für das 1. Halbjahr 2016 erneut erfreulich und konnte gesteigert werden. Insgesamt wurde ein Ergebnis aus Umsatzerlösen, den Materialaufwendungen und dem Bewertungsergebnis für den Wertpapierbestand von TEUR 3.333 erzielt (Vorjahr TEUR 1.568).
2.3.1.3. Geschäftsbereich Financial Services
Insgesamt konnten aus Umsatzerlösen3. Materialaufwendungen zuzüglich dem Bewertungsergebnis für den Wertpapierbestand ein Ergebnis von TEUR 508 erzielt werden.
Ohne Berücksichtigung konzerninterne Umsätze für EDV bezogenen Dienstleistungen.
Gegenüber dem Voriahreszeitraum (TEUR 416) ist dies eine leichte Verbesserung.
2.3.1.4. Geschäftsbereich EDV-Dienstleistungen
Die handelsbezogene jederzeitige Erreichbarkeit und der störungsfreie Zugang zu notwendigen Handelssystemen und Kommunikationstechniken ist für den Lang & Schwarz Konzern unumgänglich. Die Lang & Schwarz Broker GmbH erbringt daher neben den Geschäften einer Wertpapierhandelsbank für die Konzerngesellschaft hochspezialisierte EDV bezogene Dienstleistungen. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass das Know-how konzentriert für konzerneigene Bedürfnisse eingesetzt wird.
$2.3.2.$ Konzernertragslage
Insgesamt konnte der Konzern seine Möglichkeiten nutzen und trotz eines schwierigen Marktumfelds erneut ein überzeugendes Ergebnis erreichen. Der Rohertrag aus der geschäftlichen Tätigkeit verringerte sich leicht um TEUR 673 auf TEUR 9.486. Dabei war der Rohertrag bezogen auf das Provisionsergebnis mit TEUR 236 um TEUR 325 geringer als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Rohertrag bezogen auf das Handelsergebnis (inkl. Bewertungsergebnis auf den Wertpapierbestand) konnte mit TEUR 9.240 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 9.588 nahezu gehalten werden. Die Verwaltungsaufwendungen bestehend aus den Personalaufwendungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen legten um TEUR 446 auf TEUR auf TEUR 6.294 zu (TEUR 5.848 im Vorjahreshalbjahr). Berücksichtigung fanden hierbei variable Gehaltsbestandteile aufgrund der Ertragsentwicklung. Die leichte Erhöhung betrifft im Wesentlichen einmalige periodenfremde Aufwendungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 406. Diesen stehen einmalige periodenfremde Erträge unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 587 entgegen.
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 3.876 nach TEUR 4.251. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen für das erste Halbiahr 2016 TEUR 1.061. Damit liegen diese um TEUR 288 unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von TEUR 1.348. Die sich ergebene geringere Steuerquote zum Halbjahr 2016 beruht unter anderem auf den Ermittlungen der gesellschaftsabhängigen, im Konzern zu berechnenden steuerlichen
Bemessungsgrundlagen. Hierbei können steuerliche Verlustvorträge auf der Ebene von einzelnen Konzerngesellschaften genutzt werden.
Das Konzernperiodenergebnis für das erste Halbjahr 2016 beträgt insgesamt TEUR 2.816, womit das Ergebnis des Vorjahreshalbjahres nahezu gehalten werden konnte. Bezogen auf 3.146.000 ausgegebene Anteile entspricht dies einem Ertrag je Anteil von EUR 0,90 (Vorjahreshalbjahr EUR 0.92).
2.3.3. Konzernfinanzlage
Die Liquidität im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im abgelaufenen ersten Halbjahr 2016 jederzeit ausreichend, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Zum 30. Juni 2016 stehen kurzfristigen Forderungen, sonstigen Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 252.759 (31. Dezember 2015: TEUR 198.523) kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen von insgesamt TEUR 223.797 (31. Dezember 2015: TEUR 174.882) gegenüber. Finanzinstrumente, die aufgrund ihrer Fungibilität einen kurzfristigen Charakter aufweisen, werden trotz einer langfristen Restlaufzeit entsprechend der internen Steuerung in die kurzfristigen Verbindlichkeiten einbezogen. Dies betrifft auch von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft begebene Optionsscheine und Zertifikate. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von TEUR 28.962 (31. Dezember 2015: TEUR 23.641).
Über das derzeitige Konzernkapital in Höhe von TEUR 33.306 hinausgehend stehen den Konzerngesellschaften aufgrund aktueller Verträge mit der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG auch im Anschluss an das erste Halbjahr 2016 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, um ihre geschäftlichen Tätigkeiten finanzieren zu können. Im Hinblick auf das Konzernkapital ist zu berücksichtigen, dass die Verwaltung in der ordentlichen Hauptversammlung am 31. August 2016 eine Dividendenzahlung aus dem Gewinn des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von TEUR 4.499 vorschlagen wird.
Konzernvermögenslage $2.3.4.$
Die Konzernbilanzsumme zum 30. Juni 2016 beträgt TEUR 257.189 und hat sich damit gegenüber dem 31. Dezember
2015 um TEUR 54.564 erhöht. Die Aktivseite wird dabei dominiert durch den Wertpapierbestand in Höhe von TEUR 170.801 unter den sonstigen Wertpapieren (31. Dezember 2015: TEUR 166.993) sowie aktivischen Optionenprämien in Höhe von TEUR 11.376 (31. Dezember 2014: TEUR 581). Zusammen machen diese 71% der Bilanzsumme aus. Weitere 24% betreffen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 70.209 (31. Dezember 2015: TEUR 31.368).
Auch auf der Passivseite prägen die Verbindlichkeiten aus Wertpapierbeständen das Bild. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden verkaufte eigene Optionsscheine und Zertifikate in Höhe von TEUR 172.199 (31. Dezember 2015: TEUR 165.249) ausgewiesen sowie Verbindlichkeiten aus Optionsprämien in Höhe von TEUR 115 (31. Dezember 2015: TEUR 0). Darüber hinaus sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 14.602 Lieferverbindlichkeiten aus anderen Wertpapierbeständen ausgewiesen (31. Dezember 2015: TEUR 750). Insgesamt machen die passivischen Wertpapier- und Optionsbestände 73% der Bilanzsumme aus. Weitere 18% der Bilanzsumme betreffen die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 46.267). Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 33.306 (31. Dezember 2015: TEUR 27.643) macht 13% der Bilanzsumme aus. Gegenüber dem 31. Dezember 2015 erhöhte sich das Eigenkapital um insgesamt TEUR 2.847 durch den Verkauf der eigenen Anteile. Hierbei konnte ein Kursgewinn von TEUR 496 erzielt werden, der unmittelbar in die Kapitalrücklagen eingeflossen ist, da der Kursgewinn aus dem Handel in eigenen Anteilen nicht der Besteuerung unterliegt.
Die Leistungsindikatoren haben sich im ersten Halbjahr 2016 überwiegend positiv entwickelt. Insgesamt haben sich diese günstig auf die Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage ausgewirkt. Die Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weisen insgesamt geordnete Verhältnisse auf.
$3.$ Vergütungsbericht
Die Vergütung der Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bzw. in der Finanzholding-Gruppe wird einheitlich für alle Konzerngesellschaften gehandhabt und berücksichtigt die Vorgaben der InstitutsVergV. Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben wird jährlich durch den Vorstand, den Aufsichtsrat sowie darüber hinaus im Rahmen der Jahresabschlussprüfungen durch unseren Wirtschaftsprüfer überprüft.
Für die Ausgestaltung des Vergütungssystems der Konzernmitarbeiter ist der Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verantwortlich. Neben festen monatlichen Bezügen kann ein variabler Bestandteil durch die Geschäftsleitung festgelegt werden, um positive Leistungsanreize zu setzen. Die Zahlung eines variablen Bezugs erfolgt freiwillig, ohne einen rechtlichen Anspruch der Mitarbeiter, und ist grundsätzlich gebunden an ein positives Ergebnis des vordefinierten Geschäftsfelds. Bereichs bzw. des Konzerns. Bei der Bemessung der einzelnen Bezüge werden quantitative als auch qualitative Kriterien berücksichtigt wie beispielsweise die Qualität der Leistung, die Anforderung an die Tätigkeit, die Stellung im Unternehmen, die Betriebszugehörigkeit oder die Übernahme von besonderen Aufgaben. Die Ausgestaltung des Vergütungssystems des Vorstands erfolgt durch den Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Für den Vorstand gelten dabei grundsätzlich die gleichen Regelungen. Die variablen Bezüge bemessen sich jedoch nach einer schriftlich vereinbarten Bemessungsgrundlage.
4. Nachtragsbericht
Ereignisse nach dem 30. Juni 2016, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Lang & Schwarz Gruppe haben könnten und über die zu berichten gewesen wäre, liegen nicht vor.
5. Risikobericht
5.1. Risikomanagement
Zu den Chancen und Risiken sowie zu deren Management haben wir in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 ausführlich Stellung genommen. Wir verweisen für den vorliegenden Konzernhalbjahresabschluss auf diese Ausführungen, die auch weiterhin gültig sind.
5.2. Risikoarten der Geschäftstätigkeit
Aus der geschäftlichen Tätigkeit heraus wurden als maßgebliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko. Es wird auf die Ausführungen im Lagebericht zum 31. Dezember 2015 verwiesen.
5.3. Risikotragfähigkeit
Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt quartalsweise nach dem going-concern-Prinzip (Fortführungsansatz). Für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften ist die Risikotragfähigkeit solange gegeben, wie ausreichend Risikodeckungspotenzial zur Einhaltung der Solvabilitätsanforderungen der Verordnung (EU) 575/2013 nach Abzug der Risikomasse verbleibt. Nach dem vorgenannten Grundsatz war die Risikotragfähigkeit des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im ersten Halbjahr 2016 sowie zum 30. Juni 2016 gegeben.
6. Prognose- und Chancenbericht
Unsere Erwartungshaltungen im Prognose- und Chancenbericht des Konzernlageberichts 2015 waren im Hinblick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen leicht positiv gestimmt. Angesichts der Daten aus den USA und dem Euroraum halten wir an dieser Einschätzung grundsätzlich fest. Ein moderates Wirtschaftswachstum im Euroraum wird aller Voraussicht nach erreicht werden können. USA wird den Euroraum dem Anschein nach hierbei übertreffen können. Großbritannien ist in dieser Hinsicht ein anderes Thema und kann aufgrund des Referendums zum BREXIT derzeit nicht seriös abgeschätzt werden. China und Russland sehen sich rückläufigen Wirtschaftsleistungen ausgesetzt.
Wesentliches Thema der europäischen Finanzmärkte bleibt die weiterhin anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Ohne eine nachhaltige Lösung der Schuldenkrisen der europäischen Mitgliedstaaten scheint eine Politik der Zinswende für den Euroraum nicht greifbar zu sein. Während der Bondmarkt hiervon im ersten Halbjahr 2016 noch in Form von Kursgewinnen profitieren konnte, bleibt abzuwarten wie sich dies im weiteren Verlauf des Jahres 2016 entwickelt. Aktienanleger waren zumindest im Hinblick auf die Perspektiven zur Zinsentwicklung verunsichert. Diese Verunsicherung wird voraussichtlich auch weiterhin bestehen bleiben. Angesichts der bestehenden Zinslage ist die Anlage in Aktien weiterhin alternativlos. Im Zusammenspiel der verschiedenen Einflussfaktoren erwarten wir auch im zweiten Halbjahr 2016 volatile Aktienmärkte. Von solchen konnten wir bislang aufgrund höherer Handelsaktivitäten zumeist profitieren.
Wie bereits im Lagebericht 2015 hingewiesen, bestanden Risiken im Hinblick auf mögliche Gesetzesänderungen zur Besteuerung von Dividendenerträgen. Diese Gesetzesinitiative ist trotz berechtigter, begründeter und daher zum Teil massiver Kritik durch verschiedene Marktteilnehmer, Börsen, von Börsenaufsichtsbehörden und Fachverbänden ohne die notwendigen Korrekturen beschlossen worden. Die nunmehr anzuwendenden steuerlichen Normen haben als Grundlage die US-amerikanisch Steuergesetzgebung herangezogen. Dabei blieb unter anderem völlig unberücksichtigt, dass das steuerliche Umfeld und eine Vielzahl von Geschäftsmodellen, die von der neuen Norm betroffen sind, so in den USA nicht oder nur deutlich abgewandelt existieren. Angesichts der Änderung der Besteuerung von Dividenden erwarten wir signifikante Auswirkungen auf die im deutschen Raum bestehende Produktvielfalt. Dies betrifft solche Produkte, die sich auf Aktiendividendentitel derivativ beziehen. Letztendlich gehen wir davon aus, dass über eine eingeschränkte Produktvielfalt auch der private Anleger negativ betroffen sein wird.
Die im Konzernlagebericht 2015 dargestellten Risiken im Zusammenhang mit einer europäischen Finanztransaktionssteuer, die neben Frankreich und Italien auch durch weitere wichtige europäische Länder in der Form einer verstärkten Zusammenarbeit eingeführt werden könnte, haben sich nicht geändert.
Über das Designated Sponsoring und dem hier als Dienstleistung erbrachten Liquidityproviding hinaus bestehen Verbindungen zu solchen Gesellschaften, bei denen beispielsweise aufgrund erfolgter oder bevorstehender geschäftlicher Expansionen eine Stärkung der Kapitalisierung ins Auge gefasst wird. In dem aktuellen Kapitalmarktumfeld sehen wir die Möglichkeiten für das Geschäftsfeld Corporate Actions Beratung. Dies umfasst neben bereits börsennotierten Gesellschaften auch solche, die eine Börsennotierung erstmals anstreben.
Düsseldorf, den 24. August 2016
Der Vorstand
$A.B.\pi h$ André Bütow
Pote Eddu
Peter Zahn
Passiva
Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Konzernbilanz zum 30. Juni 2016
Aktiva
| 30.06.2016 | 31.12.2015 | 30.06.2016 | 31.12.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| A. Anlagevermögen | A. Eigenkapital | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | I. Gezeichnetes Kapital | 9.438.000,00 | 9.438.000,00 | ||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche | rechnerischer Wert erworbener eigener Anteile | 0,00 | $-470.223,00$ | ||||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie | ausgegebenes Kapital | 9.438.000,00 | 8.967.777,00 | ||||
| Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.000.015,36 | 1.010.781,10 | II. Kapitalrücklage | 10.132.175,63 | 9.636.447,08 | ||
| 2. geleistete Anzahlungen | 65.125,00 | 65.125,00 | III. Gewinnrücklagen | ||||
| andere Gewinnrücklagen | 4.646.693,05 | 2.765.869,40 | |||||
| II. Sachanlagen | IV. Bilanzgewinn | 9.089.297,01 | 6.272.955,02 | ||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 464.356,15 | 465.119,89 | 33.306.165,69 | 27.643.048,50 | |||
| III. Finanzanlagen | B. Rückstellungen | ||||||
| Beteiligungen | 632.400,00 | 632.400,00 | 1. Steuerrückstellungen | 778.881,00 | 2.625.613,00 | ||
| 2.161.896,51 | 2.173.425,99 | 2. sonstige Rückstellungen | 2.610.302,20 | 3.940.246,65 | |||
| 3.389.183,20 | 6.565.859,65 | ||||||
| B. Umlaufvermögen | |||||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | C. Verbindlichkeiten | ||||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 420.855,63 | 230.191,78 | 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 46.267.013,77 | 1.713.899,60 | ||
| 2. sonstige Vermögensgegenstände | 13.214.231,89 | 1.724.149,13 | 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 830.395,51 | 762.118,40 | ||
| 13.635.087,52 | 1.954.340.91 | 3. sonstige Verbindlichkeiten | 173.309.940,17 | 165.839.961,25 | |||
| II. Wertpapiere | davon aus Steuern: | ||||||
| sonstige Wertpapiere | 170.800.924,34 | 166.992.960,97 | EUR 990.382,58 (Vorjahr: EUR 157.078,77) | ||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: | |||||||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 70.209.276,68 | 31.368.463,86 | EUR 4.593,51 (Vorjahr: EUR 738,38) | ||||
| 220.407.349,45 | 168.315.979,25 | ||||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 381.903,12 | 136.091,48 | |||||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 86.389.83 | 100.395,81 | |||||
| 257.189.088.17 | 202.625.283.21 | 257.189.088,17 | 202.625.283,21 |
Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016
| $1.1. - 30.06.2016$ | $1.1. - 30.06.2015$ | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | ||
| 1. | Umsatzerlöse | 107.614.894,87 | 118.870.800,88 | |
| 2. | sonstige betriebliche Erträge | 918.094,59 | 118.211,06 | |
| 3. | Materialaufwand | -97.437.698,98 | $-107.751.790,80$ | |
| 11.095.290,48 | 11.237.221,14 | |||
| $\overline{4}$ . | Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | $-3.533.095.92$ | $-3.470.517,83$ | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung: |
$-380.924.30$ | $-342.576.82$ | ||
| EUR 40.600,55 (Vorjahr: EUR 37.718,30) | ||||
| $-3.914.020,22$ | $-3.813.094,65$ | |||
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständen | |||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | $-234.040,52$ | $-177.575,88$ | ||
| 6. | sonstige betriebliche Aufwendungen | $-2.380.382,68$ | $-2.035.210,76$ | |
| 7. | sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 35.323,70 | 72.974,33 | |
| 8. | Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere | $-701.308,52$ | $-970.263,07$ | |
| des Umlaufvermögens | ||||
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | $-25.318,29$ | $-62.772,48$ | |
| 10. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.875.543,95 | 4.251.278,63 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | $-1.060.668,37$ | $-1.348.209,34$ | ||
| 12. sonstige Steuern | 1.466,41 | $-1.181,47$ | ||
| $-1.059.201,96$ | $-1.349.390,81$ | |||
| 13. Konzernüberschuss | 2.816.341,99 | 2.901.887,82 | ||
| 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 6.272.955,02 | 5.196.825,55 | ||
| 15. Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 | ||
| 16. Konzernbilanzgewinn | 9.089.297,01 | 8.098.713,37 |
Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Verkürzter Konzernanhang zum Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2016
1. Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernhalbjahresabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2016 wurde aufgrund der Anforderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Börse für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse im Zusammenhang mit der Notierung der Anteile der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Entry Standard erstellt. Er besteht nach § 19 Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Börse für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse aus einer verkürzten Konzernbilanz, einer verkürzten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) sowie einem verkürzten Konzernanhang nebst einem Konzernzwischenlagebericht, der analog zu § 315 HGB aufgestellt wurde. Auf die freiwillige Erstellung einer Kapitalflussrechnung, eines Eigenkapitalspiegels sowie einer Segmentberichtserstattung wurde verzichtet.
Der Konzernhalbjahresabschluss wurde analog den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er wurde keiner Prüfung oder prüferischen Durchsicht unterzogen.
$2.$ Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Es wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015.
$\overline{3}$ . Konsolidierungskreis
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist wie zum 31. Dezember 2015 nach § 290 Abs. 1 HGB Mutterunternehmen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf sowie der Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf.
Sämtliche Tochtergesellschaften werden nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
| Anteil der Lang & Schwarz | |||
|---|---|---|---|
| Name und Sitz der | Stammkapital | Aktiengesellschaft | |
| Gesellschaft | zum 30.6.16 | zum 30.6.16 | |
| in nom. | in $%$ | in nom. | |
| TEUR | TEUR | ||
| Lang & Schwarz Broker | |||
| GmbH, Düsseldorf | 750 | 100,0 | 750 |
| Lang & Schwarz TradeCenter | |||
| AG & Co. KG, Düsseldorf | 6.250 | 100,0 | 6.250 |
Die Beteiligung an der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG wird zu 99,99% direkt durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten. Weitere 0,01% werden treuhänderisch für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch die Lang & Schwarz Broker GmbH gehalten.
$4.$ Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
$4.1$ Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten
| 30.6.16 | 30.6.16 | 31.12 15 | 31.12 15 | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | $> 1$ Jahr | bis 1 Jahr | $>1$ Jahr |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus | ||||
| Lieferungen und | ||||
| Leistungen | 421 | $\cap$ | 230 | U |
| Sonstige | ||||
| Vermögensgegenstände | 13.214 | $\Omega$ | 1.701 | 23 |
| 13.635 | $\cap$ | 1.931 | 23 |
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in Gesamthöhe von TEUR 220.407 gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt:
| 31.12.16 | 31.12.16 | 31.12.16 | ||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | $> 1$ bis $< 5$ | ab 5 Jahre | |
| TEUR | Jahre TEUR | TEUR | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber | 46.267 | $\Omega$ | 0 | |
| Kreditinstituten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | 830 | $\Omega$ | $\Omega$ | |
| und Leistungen | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.900 | $\Omega$ | 168,410 | |
| 51.997 | $\Omega$ | 168.410 | ||
| 31.12.15 | 31.12.15 | 31.12.15 | |
|---|---|---|---|
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | $> 1$ bis $< 5$ | ab 5 Jahre |
| TEUR | Jahre TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber | 1.714 | 0 | 0 |
| Kreditinstituten | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | 762 | O | $\Omega$ |
| und Leistungen | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.465 | 10.209 | 149.166 |
| 8.941 | 10.209 | 149.166 |
Unter den Guthaben bei Kreditinstituten werden keine Guthaben bei Dritten Kreditinstituten ausgewiesen, die zugunsten der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet sind.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 31.283 Salden auf laufenden Bankkonten, die bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG geführt werden. Bei dieser Bank unterhaltene Guthaben auf laufenden Konten sowie Wertpapierbestände wurden im Rahmen einer Sicherheitenvereinbarung hierfür verpfändet.
$4.2.$ Eigene Anteile
Zum 30. Juni 2016 werden keine eigenen Aktien im Bestand geführt. Die Entwicklung der eigenen Anteile in 2016 ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
| Anteil am | Anteil am | |
|---|---|---|
| Grundkapital | Grundkapital in | |
| in EUR | $\%$ | |
| 156.741 Stk zum 31.12.2015 | 470.223 | 4,98 |
| Verkäufe: 156.741 Stk, | ||
| zum Ø-Kurs EUR 18.16 | $-470.223$ | 4,98 |
| 0 Stücke zum 30.06.2016 | $\Omega$ | 0,00 |
Die Aktienerwerbe erfolgten im März 2015 zu Handelszwecken. Käufe und Verkäufe wurden zu Nominalwerten vom gezeichneten Kapital abgezogen bzw. hinzugerechnet. Beträge, die über den Nominalwert hinausgingen, wurden mit den freien Rücklagen verrechnet. Erträge, die sich aus dem Handel ergaben, erhöhten die Kapitalrücklage.
$4.3$ Wesentliche Beträge bestimmter Konzernbilanzposten
Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich, Kosten für ausstehende Rechnungen sowie Kosten der Rechtsform.
$4.4$ Wesentliche Beträge bestimmter Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 406 einmalige periodenfremde Beträge enthalten. Diesen stehen einmalige periodenfremde Beträge in Höhe von TEUR 587 in den sonstigen betrieblichen Erträgen gegenüber.
$4.5$ Steuer vom Einkommen und vom Ertrag
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden in der Höhe berücksichtigt, wie sich diese auf die berechneten steuerlichen Bemessungsgrundlagen, bezogen auf die einzelnen Steuersubjekte im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, zum Stichtag ergeben.
5. Sonstige Angaben
$5.1$ Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist Verpflichtungen aus selbst begebenen Produkten und sonstigen Geschäften aus, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen werden. Für die jeweiligen Risiken aus Kursschwankungen von Indizes (DAX, MDAX und SDAX), einzelnen Aktienwerten und Themenzertifikaten sowie Rohwaren (Gold, Silber, Platin, Palladium, Kupfer, Gas und Rohöl), dem Bund-Future und Wechselkursen wurden gesonderte Bewertungseinheiten gebildet. Sämtliche Bewertungseinheiten werden in Form des Portfolio-Hedges abgebildet.
Durch den Verkauf von eigenen Produkten auf alle genannten Risikoarten geht die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft offene Positionen bezogen auf die jeweils zugrundeliegenden Finanzinstrumente (Underlying) ein. Diese Risiken werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgesichert. Die Sicherung erfolgt durch entsprechende Gegengeschäfte oder/und im Rahmen eines dynamischen Deltahedgings direkt durch gegenläufige Positionen im Underlying. Hierdurch ist, jeweils bezogen auf die einzelnen Risiken, sichergestellt, dass sich Wert- und Zahlungsströme weitgehend ausgleichen.
Der Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument besteht für den Zeitraum, den
das Grundgeschäft durch die Gesellschaft gehalten wird. Wird die Position aus den selbst begebenen Produkten geschlossen, erfolgt auch eine Schließung der Sicherungspositionen.
Im Rahmen des Risikomanagementsystems der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden die Risiken aus den Positionen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente überwacht. Hierzu wurde auch im Hinblick auf die Bewertungseinheiten ein Limitsystem installiert, das täglich überwacht, welche Risiken untergliedert nach Aktienkurs-, Rohwaren-, Zins- und Wechselkursrisiken die Gesellschaft eingeht und die Auslastung von vorgegebenen Limiten berechnet sowie an den Vorstand berichtet. Zudem erfolgt täglich eine Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung in Form einer quantitativen Sensitivitätsanalyse nach der Markt-Shift-Methode. Des Weiteren wird auch auf die Ausführungen zum Risikomanagement der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Lagebericht 2015 verwiesen.
Ergebnisse aus den Bewertungseinheiten werden nach der Durchbuchungsmethode erfasst; dabei werden für die ausgewiesenen Finanzinstrumente soweit möglich Marktwerte aktiver Märkte herangezogen. Sollte dies nicht möglich sein, etwa bei Optionsbeständen, erfolgt eine Bewertung mit Hilfe des finanzmathematischen Modells Black-Scholes oder im Fall von american-style-Optionen mit Hilfe des Modells von Cox-Ross-Rubinstein. Den Berechnungen der finanzmathematischen Modelle liegen insbesondere Zinssätze, Indizes und andere Underlyingkurse zugrunde. Die für die Berechnungen notwendigen Volatilitäten werden, soweit möglich, aus am Markt gehandelten Produkten abgeleitet. Gegebenenfalls wird auf alternative Daten oder Berechnungen zurückgegriffen.
$5.2$ Namen und Bezüge der Organmitglieder
Vorstandsmitglieder der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft waren vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016:
- -Herr André Bütow, Diplom-Kaufmann, Neuss
- $-$ Herr Peter Zahn, Diplom-Wirtschaftsing. $(FH)$ . Düsseldorf
Herr Bütow ist Mitglied des Aufsichtsrats der vwd Transaction Solutions AG, Frankfurt a. M., Herr Zahn ist Mitglied des Aufsichtsrats der BACKBONE Technology AG, Hamburg sowie der PAN AMP AG, Hamburg.
Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft setzte sich vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016 wie folgt zusammen:
- -Herr Michael Schwartzkopff, Rechtsanwalt aus Köln, Vorsitzender
- -Herr Dip.-Volkswirt Andreas Willius, selbständiger Berater aus Frankfurt am Main, stellvertretender Vorsitzender
- -Herr Thomas Schult aus Hamburg, Bankkaufmann bei der M.M.Warburg & CO KGaA in Hamburg
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bemessen sich nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2007. Insgesamt wurden für das erste Halbjahr 2016 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 75 berücksichtigt.
$5.3$ Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft
Am Aktienkapital der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wird zum Berichtszeitpunkt - soweit bekannt - keine Beteiligung von mehr als den vierten Teil der Aktien an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch einen Dritten gehalten.
$5.4$ Mitarbeiter
Im ersten Halbjahr 2016 waren im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach Quartalsendständen gerechnet durchschnittlich 49 Personen (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt. Zum 30. Juni 2016 waren 49 Mitarbeiter (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt:
| 30.6.2016 | |||
|---|---|---|---|
| männlich | weiblich | ||
| orstand/ | |||
| Ingestellte | 39 | x | |
5.5 Offenlegung
Der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2016 nebst Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2016 werden der Deutschen Börse AG, Frankfurt, zur Veröffentlichung auf ihrer Homepage übermittelt sowie auf der Homepage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zugänglich gemacht.
Düsseldorf, den 24. August 2016
Der Vorstand
$A.$ Brity
Pote Eddu
André Bütow
Peter Zahn
Kontakt:
LANG & SCHWARZ Aktiengesellschaft Breite Straße 34 40213 Düsseldorf
T +49 (0) 211 13840 -0 F +49 (0) 211 13840 -90
www.ls-d.de [email protected]