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Lang + Schwarz AG — Annual Report 2016
Jul 27, 2017
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Annual Report
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Lang & Schwarz Aktiengesellschaft
Düsseldorf
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Damen und Herren,
auf der Grundlage von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung nahm der Aufsichtsrat auch für das Berichtsjahr 2016 seine ihm obliegenden Aufgaben wahr. Der Schwerpunkt der laufenden Erörterungen lag auf der jeweils aktuellen Geschäfts- und Ertragslage des Konzerns. Dies umfasste auch Strategien zur Sicherstellung einer möglichst stabilen Fortentwicklung der geschäftlichen Tätigkeiten und der Ertragsmöglichkeiten der gesamten Lang & Schwarz Gruppe. Der laufende Austausch zwischen Aufsichtsrat und Vorstand hierzu war stets zielgerichtet und von einem konstruktiven miteinander geprägt.
Ein besonderes Augenmerk legte der Aufsichtsrat in 2016 auf die Umsetzungen der Mindestanforderungen an das Risikomanagement, denen die Institute im Konzern direkt unterliegen. Aufgrund der Finanzholdingstruktur im Konzern und der internen Vorgaben unterliegt die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ebenfalls diesen Anforderungen. Auch begleitete der Aufsichtsrat die Eröffnung des neuen elektronischen Handelssystems der Börse Hamburg, die LANG & SCHWARZ Exchange. Weiterhin beschäftigten den Aufsichtsrat abermals Neuerungen und Änderungen im regulatorischen Umfeld, die den Aufsichtsbereich der European Banking Authority (EBA) oder den Wertpapierhandelsbereich der European Securities and Market Authority (ESMA) betrafen. Maßgeblich standen hierbei Änderungen aus der Markets in Financial Instruments Directive (auch MiFid II genannt) im Vordergrund, die ab Anfang 2018 anzuwenden sind, aber auch Konsultationsverfahren zu Neuerungen der Berechnung von operationellen Risiken innerhalb der regulatorischen Vorschriften oder zur Neufassung der Institutsvergütungsverordnung, Vorhaben der EBA zu erleichterten Datenerhebungen für die Überwachung von Wertpapierfirmen beziehungsweise Auswirkungen aufgrund deutscher und US-amerikanischer Änderungen im Steuerrecht.
Im Laufe des Jahres 2016 konnte darüber hinaus mit den Vorständen eine Verlängerung der Dienstverträge verhandelt werden, so dass die mittelfristige Leitungsplanung abgesichert werden konnte. Damit konnten die Voraussetzungen für eine kontinuierliche und weiterhin erfolgreiche Geschäftspolitik zusammen mit Herrn Bütow bis Juni 2021 und Herrn Zahn bis Juni 2020 geschaffen werden.
Die Rahmenbedingungen und das börsliche Umfeld, aus denen die geschäftlichen Aktivitäten im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ihre Ertragsmöglichkeiten ableiten, waren in 2016 nicht immer so, dass sich für die Geschäftsmodelle jeweils positive Impulse ergaben. Dennoch konnte für den Konzern wieder ein sehr erfreuliches Gesamtergebnis erreicht werden.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat fand eine stets in allen Belangen enge, vertrauensvolle und für den Konzern förderliche Zusammenarbeit statt. Vorstand und Aufsichtsrat berieten sich regelmäßig und umfassend innerhalb wie auch außerhalb von Sitzungen über alle Themen, die für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft maßgeblich waren. Regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen wurden dabei umfassend Rechnung getragen.
Seinen Berichtspflichten ist der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend nachgekommen. Er hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum mündlich und auch schriftlich unterrichtet. Meinen Aufsichtsratskollegen und mir wurden Unterlagen zu allen Sitzungen rechtzeitig zur Einarbeitung übersendet. Der Aufsichtsrat hat sich stets von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen können.
In monatlichen Abständen erhält der Aufsichtsrat Kurzdarstellungen zur Ergebnisentwicklung. Zudem erfolgte eine umfassende Berichterstattung im Rahmen der turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats. Ausgehend von einer zusammenfassenden Darstellung der wesentlichen Kennzahlen zur Vermögens- und Ertragslage enthielten die quartalsweisen Berichte insbesondere Ausführungen zu Segmentergebnissen und Handelsvolumen, zu Veränderungen im Personalbereich, die Entwicklung der Aufwendungen sowie weiteren Leistungsindikatoren. Auch wurde die laufende Liquiditätslage im Konzern dargestellt. Zusätzlich lagen quartalsweise Risikoberichte vor mit Angaben zur Risikotragfähigkeit, der Risikoneigung einschließlich der Auslastung von Limiten im jeweils abgelaufenen Quartal inklusive der Darstellung von Kennziffern zu Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken. Gerade die Modelle zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit wurden nebst ihren zu Grunde liegenden Annahmen umfassend erörtert. Neben den Risiken, die auf der Veränderung von Marktpreisen resultieren können, wurden daneben auch die wesentlichen operationellen Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung erörtert. Der Risikobericht enthielt zusätzliche Ausführungen über die Tätigkeiten der Internen Revision und des Compliance Officers, soweit dies geboten war. Mit Ablauf des Geschäftsjahres erfolgte zusätzlich mit der quartalsweisen Berichterstattung eine zusammengefasste Darstellung des Risikoberichts auf Jahresbasis.
Unterlagen und Ausführungen wurden kritisch hinterfragt, und es wurden — soweit erbeten — zusätzliche Informationen stets unverzüglich durch die Gesellschaft zusammengetragen, zur Verfügung gestellt sowie darüber hinaus um Erläuterungen durch den Vorstand ergänzt. Im Zusammenhang mit Spezialthemen erfolgte gegebenenfalls die Hinzuziehung sachkundiger Mitarbeiter. Vertiefende Einblicke konnten so zur Zufriedenheit des Aufsichtsrats jederzeit gewährt werden.
Ergänzend zu den zuvor dargestellten Berichterstattungen über die laufende Geschäftsentwicklung, Risikolage sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle — soweit vorhanden — waren die Plan- und Zieleinhaltung Gegenstand von Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Dabei wurden auch Abweichungen der Ergebnisse von Plänen und Zielen besprochen.
Soweit externe Untersuchungen und Prüfungen erfolgten, hat sich der Aufsichtsrat über deren Ergebnisse unterrichten lassen bzw. erhielt der Aufsichtsrat turnusmäßig aktualisierte Auskünfte zu den Ergebnissen.
In als auch außerhalb von Sitzungen des Aufsichtsrats waren Entwürfe, Konsultationen und Neuerungen von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien auf nationaler und internationaler Ebene Gegenstand von Debatten, insbesondere hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Konzern.
Um seinen Aufgaben nachkommen zu können, wurden dem Aufsichtsrat zudem finanzielle und personelle Ressourcen in angemessenem Umfang zur Verfügung gestellt. Hierzu zählte auch das von den Mitgliedern wahrgenommene Angebot an Weiterbildungen teilnehmen zu können.
Arbeit des Aufsichtsrats
Im abgelaufenen Geschäftsjahr trat der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zu insgesamt vier Präsenzsitzungen in den Geschäftsräumen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zusammen. An diesen Sitzungen haben jeweils alle Mitglieder teilgenommen, allerdings musste ein Mitglied aufgrund kurzfristiger gesundheitlicher Verhinderung wiederholt telefonisch zugeschaltet werden. Zusätzliche Telefonkonferenzen wurden in 2016 nicht abgehalten.
Beschlussfassungen durch den Aufsichtsrat erfolgen grundsätzlich im Rahmen der Präsenzsitzungen. Daneben wurde eine Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im Umlaufverfahren herbeigeführt.
Fortlaufend befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere in Sitzungen mit der wirtschaftlichen Entwicklung des gesamten Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Dabei beschäftigte er sich auch mit internen und externen Einflüssen, welche Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung haben oder haben können.
Im Rahmen der ersten Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 wurde am 24. Februar 2016 insbesondere das Ergebnis des vierten Quartals des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015 behandelt. Hiermit einhergehend wurde das Ergebnis für das gesamte Jahr 2015 vorgestellt und besprochen. Zudem gab der Vorstand Erläuterungen zum Strategieprozess und legte die Geschäftsstrategie ab dem Jahr 2016 sowie den Entwurf der Risikostrategie nebst dem Konzept zur Risikotragfähigkeitsberechnung des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2016 zur Erörterung vor.
Gegenstand der Sitzung am 23. Mai 2016 war maßgeblich die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2016. Hierzu nahm an der Sitzung der Abschlussprüfer teil, der ebenso wie der Vorstand Fragen beantwortete und vertiefende Erläuterungen zum Jahresabschluss und Konzernabschluss zur Zufriedenheit aller Aufsichtsratsmitglieder geben konnte. Der Aufsichtsrat stimmte anschließend einstimmig dem Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 zu, der u.a. als Bestandteil des Geschäftsberichts 2015 offengelegt wurde. Darüber hinaus wurde zum Ergebnis für das erste Quartal 2016 berichtet und mit dem Vorstand erörtert. Der Vorstand legte im Rahmen dieser Sitzung auch endgültig die Risikostrategie und das Konzept zur Risikotragfähigkeitsberechnung des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2016 vor, die zustimmend zur Kenntnis genommen wurde.
Am 12. Juli 2016 wurde im Umlaufbeschlussverfahren durch den Aufsichtsrat einstimmig die vom Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vorgeschlagene Tagesordnung für die Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2016 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft am 31. August 2016 gebilligt. Darüber hinaus wurden die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats zu den einzelnen Tagesordnungspunkten einstimmig beschlossen.
Im Vorfeld der Hauptversammlung fand am Vortag der Versammlung, dem 30. August 2016, die Sitzung des Aufsichtsrats statt, in der durch den Vorstand das Ergebnis für das zweite Quartal 2016 vorgelegt und erläutert wurden. Daneben wurden in dieser Sitzung die Ergebnisse der Evaluierungen des Aufsichtsrats, die aus den Anforderungen nach § 25d KWG resultieren, erörtert und zudem die Feststellungen des Vorstands im Sinne des § 25c Abs. 3 KWG vollzogen. Zudem erfolgte die Vorlage des Jahresberichts des Compliance-Beauftragten.
Am 16. November 2016 fand die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 statt. In dieser wurde das Ergebnis des dritten Quartals 2016 behandelt. Vertiefend wurde zudem das EDV-Budget 2017 sowie das Konzern-Budget 2017 besprochen und nach den Erörterungen vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.
Jahres- und Konzernabschluss 2016
Die Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG, Wirtschaftprüfungsgesellschaft, wurde als Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft betraut. Dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2016 entsprechend hat die Wirtschaftprüfungsgesellschaft den Prüfungsauftrag erhalten.
Aufsichtsrat und Abschlussprüfer haben sich intensiv über die Festlegung von Prüfungsschwerpunkten abgestimmt. Nach Durchführung der Prüfungen erklärte der Abschlussprüfer, dass diese zu keinen Einwendungen geführt haben, und, dass der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen wurden. Die Abschlüsse sowie die Lageberichte lagen dem gesamten Aufsichtsrat rechtzeitig vor, so dass die Unterlagen eigenen Prüfungen unterzogen wurden und in der Sitzung am 24. Mai 2017 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer besprochen werden konnten. Der Abschlussprüfer erteilte uns umfassende Auskünfte und stand für anstehende Fragen zur Verfügung. Wir stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigten den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss 2016. Damit ist der Jahresabschluss 2016 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach § 172 AktG festgestellt. Gemeinsam mit dem Vorstand beabsichtigt der Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 13. Juli 2017 die Zahlung einer Dividende von EUR 1,15 je gewinnberechtigter Aktie aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 vorzuschlagen.
Der Aufsichtsrat stimmte in der Sitzung am 24. Mai 2017 zudem dem Inhalt des vorliegenden Berichts zu.
Für die erneut erfolgreiche Arbeit und bedeutenden Leistungen, die im abgelaufenen Jahr durch den Vorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbracht wurden, bedanke ich mich auch im Namen meiner Aufsichtsratskollegen sehr herzlich und freue mich auf eine weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Düsseldorf, im Mai 2017
Michael Schwartzkopff
Vorsitzender des Aufsichtsrat
Inhaltsverzeichnis zum Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016
1. Geschäftliche Aktivitäten des Konzerns
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.2 Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeiten in 2016
2.3 Geschäftsentwicklung in 2016
| 2.3.1 Entwicklung in den Geschäftsbereichen | |
| 2.3.2 Konzernertragslage | |
| 2.3.3 Konzernfinanzlage | |
| 2.3.4 Konzernvermögenslage |
3. Vergütungsbericht
4. Risikobericht
4.1 Risikomanagement
4.2 Risikoarten der Geschäftstätigkeit
| 4.2.1 Adressenausfallrisiko | |
| 4.2.2 Marktpreisrisiko | |
| 4.2.3 Liquiditätsrisiken | |
| 4.2.4 Operationelles Risiko |
4.3 Risikotragfähigkeit
5. Prognose- und Chancenbericht
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016
1. Geschäftliche Aktivitäten des Konzerns
Lang & Schwarz ist ein Finanzkonzern bestehend aus drei Konzerngesellschaften, in denen die maßgeblichen geschäftlichen Tätigkeiten des Konzerns betrieben werden.
Die Begebung von derivativen Finanzinstrumenten mit dem Hauptaugenmerk auf Hebelprodukte ist die Haupttätigkeit der Konzernmutter Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Sie ist damit als operative Holdinggesellschaft tätig. Ihre Aktivitäten werden im Konzern unter dem Geschäftsbereich Issuing zusammengefasst. In 2016 emittierte die Gesellschaft über 26.000 eigene Produkte.
Die verschiedenen Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden durch die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel, unter anderem außerbörslich über TradeLink oder börslich an der Börse Stuttgart (Marktsegment EUWAX), angeboten. Zum Ultimo Dezember 2016 quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG über 7.500 derivative Finanzinstrumente der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Bezug auf inländische und ausländische Aktientitel, Indizes, Währungskursrelationen, Rohwarenkurse oder die Zinsentwicklung sowie über nahezu 6.000 wikifolio-Endlosindexzertifikate. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG stellt darüber hinaus Handelskurse für über 9.000 unterschiedliche Aktien, Anleihen, Fonds sowie ETPs (ETFs, ETCs und ETNs) wochentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Als Market Maker quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG Finanzinstrumente auch an der Lang & Schwarz Exchange, dem elektronischen Handelssystem der Börse Hamburg. Partnerbanken können sich an die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel über TradeLink, cats-os oder andere alternative Anschlussmöglichkeiten anbinden. Über angeschlossene Partnerbanken der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erreicht diese über 15 Millionen Privatkunden.
Die 100%-ige Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH ist eine Spezialbank im Bereich des Handels mit Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten. Die Bank ist an den Börsen in Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Wien (Österreich) sowie auf XETRA zum Handel zugelassen und hat Zugang zu weiteren nationalen und internationalen Handelsplätzen. Das Institut stellt als Designated Sponsor verbindliche An- und Verkaufskurse auf der elektronischen Handelsplattform XETRA in Frankfurt und Wien. Die Beratung und Betreuung beim going- und being-public, einschließlich der IPO- und Corporate-Finance-Beratung bildet einen Schwerpunkt der Tätigkeit. Darüber hinaus zählen zum Dienstleistungsspektrum in eingeschränkter Form auch das klassische Brokergeschäft mit der Orderausführung sowie die Ausführung von aktienhandelsnahen Dienstleistungen wie die Durchführung von Aktienrückkaufprogrammen börsennotierter Unternehmen. Die Lang & Schwarz Broker GmbH erbringt darüber hinaus Dienstleistungen im Bereich der EDV-Hardware- und Softwarebereitstellung, der Unterhaltung der technischen Handelsplatzanbindungen sowie den laufenden EDV-Support für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die US-Notenbank Fed reagierte im Dezember 2016 auf den anhaltenden Boom am US-Arbeitsmarkt und die gut laufende US-Konjunktur, indem sie den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,50% bis 0,75% anhob. Es war die zweite Zinserhöhung der Fed seit der Finanzkrise im Jahr 2008. Die Weltwirtschaft wuchs 2016 nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds um 3,1%. Für die USA betrug das Wachstum in 2016 laut Internationalen Währungsfonds 1,6%, während er für die Eurozone ein Wachstum von 1,7% ermittelte. Die chinesische Wirtschaft ist nach Angaben staatlicher Stellen im Jahr 2016 um 6,7% gewachsen. Trotz des vergleichsweise hohen Niveaus fiel das Wachstum der chinesischen Wirtschaft damit auf den niedrigsten Wert seit 1990.
Der Euroraum ist weiterhin von stark unterschiedlichen Werten geprägt. Während in Griechenland das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 um 0,1% schrumpfte, brummte die Wirtschaft in den größeren Volkswirtschaften im Euroraum wie Spanien und Deutschland mit einem Wachstum von 3,1% bzw. 1,9%.
Der Arbeitsmarkt im Euroraum konnte sich weiter erholen. So sank die Arbeitslosenquote in 2016 nach den statistischen Angaben von eurostat auf 9,6% und damit auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren. Es existieren jedoch nach wie vor erhebliche Unterschiede in den einzelnen Mitgliedsstaaten, so betrug die Quote in Deutschland lediglich 3,9% während diese in Griechenland mit 23% weiterhin auf einem sehr hohen Niveau lag. Einen traurigen Höhepunkt bildet die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien mit besorgniserregend hohen 42,9%.
Die unterschiedliche Entwicklung der US-Wirtschaft im Vergleich zum Euroraum und die damit verbundenen geldpolitischen Maßnahmen führten zu einer weiteren Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro (Schlussstand 2016: 1,05170 Dollar für einen Euro).
Die europäische Gemeinschaftswährung und die europäischen Aktienmärkte wurden erneut von geldpolitischen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflusst. So wurde die Einlagefazilität im März 2016 auf -0,4% gesenkt. Zudem wurde auch der Hauptrefinanzierungssatz auf 0,00% und der Spitzenrefinanzierungssatz auf 0,25% verringert. Des Weiteren wurde das Anleihe-Kaufprogramm um neun Monate, bis mindestens Ende 2017, verlängert. Das Volumen soll hingegen ab April 2017 von bisher EUR 80 Mrd. auf EUR 60 Mrd. pro Monat verringert werden.
Der Ölpreis fiel im Januar 2016 — nach dem Ende der Sanktionen gegenüber dem Iran — auf den tiefsten Stand seit 2003. Ein Fass der führenden Nordseesorte Brent kostete im Tief 27,67 US-Dollar, West Texas Intermediate (WTI) Light Sweet Crude-Oil 28,36 USD. Im weiteren Verlauf des Jahres 2016 erholten sich die Ölpreise durch Spekulationen auf Förderkürzungen deutlich, welche Ende des Jahres 2016 durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) nach langen Verhandlungen realisiert wurden. Die Preise für Rohöl der Nordseesorte Brent stiegen bis zum Jahresende 2016 auf ein Niveau von 56,71 US-Dollar je Barrel wieder merklich an.
Abseits dieser allgemeinen Entwicklungen lagen in 2016 mehrere Ereignisse vor, deren Auswirkungen über die nationalen Grenzen hinweg für Aufmerksamkeit sorgten. So stimmte am 23. Juni 2016 Großbritannien über die EU-Mitgliedschaft ab. Mit 51,9% stimmte eine knappe Mehrheit der Briten für den EU-Austritt. Dieses für fast alle Beobachter überraschende Ergebnis führte dazu, dass der Deutsche Leitindex DAX zwischen dem Tagesendkurs am 23. Juni 2016 und dem Eröffnungskurs am 24. Juni 2016 um 9,9% abrutschte. Der britische Financial Times Stock Exchange 100 (FTSE 100) brach um 8,3% ein. Aufgrund des Abstimmungsergebnisses gab der englische Premierminister David Cameron, der das Referendum initiiert und für einen Verbleib in der EU geworben hatte, seinen Rücktritt bekannt. Theresa May trat seine Nachfolge in diesem politischen Amt an. Ende März 2017 veranlasste sie die Übergabe des Kündigungsschreibens der Briten in Brüssel im Hinblick auf die Mitgliedschaft in der EU.
Ein weiteres unerwartetes Ereignis des Jahres 2016 nahm mit den Wahlen zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika am 8. November 2016 seinen Lauf. Der nach Ansicht der Beobachter politisch unerfahrene Immobiliengeschäftsmann Donald Trump setzte sich buchstäblich auf den letzten Metern gegen die innen- und außenpolitisch als erfahren geltende Hillary Clinton durch. Nachdem der DAX zunächst mit dem bekannt werden des Wahlergebnisses um bis zu 3% nachgab, konnte sich der Markt im Laufe des Handelstages erholen und schloss mit einem Plus von 1,6%. Als Grund für diese Entwicklung wurden von Neu-US-Präsident Trump angekündigte höhere Staatsausgaben und die Senkung der Unternehmenssteuern angeführt.
Ereignisreich war es auch in der Türkei, wo es am 15. Juli 2016 zu einem Putschversuch durch Teile des türkischen Militärs kam. Der Umsturzversuch scheiterte. Die Regierung macht die sogenannte Gülen-Bewegung verantwortlich. Es folgte eine Reaktion der Regierung gegen mögliche Beteiligte und Verbündete der Gülen-Bewegung. Durch die Ereignisse wurde an den Finanzmärkten der Türkei große Unruhe ausgelöst. So fiel der Index der 100 größten Werte an der Istanbuler Börse (BIST) um 5%. In der Nachfolge der Ereignisse und der Unruhen rund um den Bosporus senkte die Ratingagentur Moody's die langfristigen Verbindlichkeiten der Türkei auf die Note „Bar, womit der türkische Staat aus dem Investment-Bereich nach unten abrutschte.
2.2 Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeiten in 2016
Das Jahr 2016 schreckte Börsenkandidaten eher ab. Im Vergleich zum Vorjahr sank so die Zahl der Neuemissionen an der Frankfurter Wertpapierbörse von fünfzehn auf sechs und damit auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008. Das Emissionsvolumen sank um 28% auf EUR 5,1 Mrd. Besonders hervorzuheben ist der Börsengang der Innogy SE. Die RWE-Tochter sorgte alleine für ein Emissionsvolumen von EUR 4,6 Mrd. mit der Trennung der „Old-Economy" von der „New-Economy". Vergleichbar, aber dennoch anders, vollzog zuvor der E.ON Konzern diesen Trennungsschritt. Hier wurde die „Old-Economy" abgespalten. Die so als Spin-Off an die Börse gebrachte Uniper AG bündelt Kohle-, Gas- und Wasserkraftwerke. Der Börsenwert der nicht zu den Neuemissionen zählenden Notierungsaufnahme war rund EUR 3,7 Mrd. schwer.
Im Bereich Mergers & Acquisitions ergaben sich ebenfalls eine Menge interessanter Transaktionen. So erwarb beispielsweise Microsoft für USD 26 Mrd. das Karriere-Netzwerk Linkedln. Des Weiteren legte der chinesische Haushaltsgerätehersteller Midea Group ein Übernahmeangebot von EUR 115 je Aktie für die deutsche Kuka AG vor, einen marktbekannten Roboter- und Anlagenbauer. Das Unternehmen wurde mit EUR 4,6 Mrd. bewertet. Die Bayer AG legte eine Übernahmeofferte für den US-amerikanischen Pestizide- und Düngemittelhersteller Monsanto von USD 128 pro Aktie bzw. einem Gesamtvolumen von USD 66 Mrd. vor. Die bisher größte Übernahme durch ein deutsches Unternehmen würde, wenn kartellrechtliche Hürden diese nicht noch stoppen, den Bayer-Konzern zur weltweiten Nummer eins im Geschäft mit Agrarchemie aufsteigen lassen. Die größte Übernahme des Jahres stemmte der amerikanische Telekom-Konzern AT & T mit der Übernahme von Time Warner Inc. Der Kaufpreis lag bei USD 107,5 je Aktie bzw. USD 85,4 Mrd. Zu Time Warner gehören unter anderem Fernsehsender wie CNN und HBO sowie das Hollywood Filmstudio Warner Bros. Entertainment.
Wie in den Jahren zuvor konnten im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016 die US-Indices neue Höchststände verzeichnen. Der Dow-Jones-Index kletterte auf ein neues Allzeithoch von 19.762 Punkten und konnte auf Jahressicht 13,5% zulegen. Der S & P-500-Index schloss bei 2.238 Punkten, was einem Jahresplus von 9,5% entspricht. Der NASDAQ-Composite-Index markierte mit 5.383 Punkten seinen Jahresendstand, ein Plus von 7,5%. In China stürzten die Aktienmärkte am Jahresanfang zunächst ab bedingt durch Ängste, dass die Wirtschaft an Fahrt verliert und damit die Weltkonjunktur beeinträchtigt. Allerdings konnten sie sich im Laufe des Jahres 2016 deutlich erholen.
Auf europäischer Ebene erzielte der EuroStoxx50 einen Kursgewinn von 0,7%. Bei der Betrachtung der einzelnen Länder lässt sich feststellen, dass Börsen in Südeuropa denen aus dem Norden hinterherlaufen. Die Börse in Mailand schloss das Jahr 2016 mit einem Minus von 10% ab. Dies wird damit begründet, dass dringend notwendige Reformen in Italien nicht umgesetzt werden. Zu viele Menschen sind in Italien weiterhin arbeitssuchend. Zudem ist der Staat weiter hoch verschuldet. Auch Portugal konnte die Anleger nicht überzeugen. Der PSI-20 weist für die zurückliegenden zwölf Monate ein Minus von knapp 11% aus. Dagegen gehörte die Börse in Norwegen (OBX-Index) mit einem Plus von gut 15% zu den größten Gewinnern in diesem Jahr.
Aus nationaler Sicht konnte der DAX mit einem Jahresendstand von 11.481 Punkten gegenüber seinem Startwert von 10.486 Punkten einen Zugewinn in 2016 von 9,5% verbuchen. Der MDAX stieg um 7,5% und schloss am Jahresende bei 22.189 Punkten. Negativ überraschte in diesem Jahr der TecDAX, der mit einem Schlussstand von 1.811 Punkten somit 0,4% verlor. Auf Jahressicht konnten insbesondere die dem DAX angehörenden Aktien von Adidas und Siemens mit Jahresgewinnen von über 67% bzw. 30% überzeugen. Unter den größten Verlierern waren einmal mehr die Banken. Die Aktien der Commerzbank AG brachen um 24% ein, Deutsche Bank AG Aktien verloren 23%. Die Deutsche Bank AG stand dabei erneut besonders im Blickpunkt. Aufgrund dubioser Praktiken im Hypothekengeschäft vor der Finanzkrise sollte die Bank die höchste Strafe in den USA zahlen, die jemals gegen eine ausländische Bank verhängt wurde. 14 Milliarden USD forderte das US-Justizministerium. Nachfolgend fiel die Aktie der Deutschen Bank AG bis auf EUR 9,898. Erst Anfang 2017 konnte eine Einigung erzielt werden, die Deutschlands größtes Geldhaus nun wohl insgesamt 7,2 Milliarden Dollar kosten wird.
2.3 Geschäftsentwicklung in 2016
Für die Entwicklung des Konzerns sind bestimmte Kennzahlen und ihre Einflussgrößen maßgeblich. Diese werden als bedeutende Leistungsindikatoren (finanziell und nicht finanziell) bezeichnet. Als zentrale Größe des Konzerns werden diese beobachtet, gemessen und gegebenenfalls zu anderen Werten oder Entwicklungen in Beziehung gesetzt. Die nachstehende Übersicht stellt die bedeutenden Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar:
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| 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus der Handelstätigkeit 1 | TEUR | 18.378 | 20.128 |
| Verwaltungsaufwand 2 | TEUR | 11.803 | 11.439 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | TEUR | 7.051 | 8.775 |
| Verbindlichkeiten aus verkauften eigenen derivativen Produkten | TEUR | 201.243 | 165.249 |
| Emissionen im Geschäftsjahr | Anzahl | 26.421 | 29.482 |
| Handelsumsätze im TradeCenter | Anzahl | gestiegen | gestiegen |
| Designated Sponsoring-Mandate | Anzahl | 20 | 21 |
| Begleitete Kapitalmaßnahmen | Anzahl | 11 | 16 |
| Bilanzielles Eigenkapital | TEUR | 30.726 | 27.643 |
| Vollzeitbeschäftigte Konzernmitarbeiter zum Stichtag | Anzahl | 50 | 49 |
1 Summe aus Umsatzerlöse, Materialaufwand, Zinsergebnis und Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.
2 Personalaufwand zuzüglich sonstige betriebliche Aufwendungen.
Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit spiegelt die Ertragsentwicklung aus der operativen Tätigkeit wider. Als tägliche, monatliche, quartalsweise und jährliche Größe wird diese jeweils gesellschafts- und konzernbezogen intern berichtet. Zusammen mit den Verwaltungsaufwendungen als überwiegendem Fixkostenblock und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellen diese Größen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar. In Abhängigkeit vom Ergebnis aus der Handelstätigkeit und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit können sich Veränderungen der Verwaltungsaufwendungen durch das Vergütungssystem im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ergeben. An dieser Stelle wird auf den Vergütungsbericht als Bestandteil des Lageberichts verwiesen.
Die Verbindlichkeiten aus verkauften eigenen derivativen Produkten geben den Stand der im Umlauf befindlichen eigenen Produkte im Eurogegenwert an. Als Anhaltspunkt kann diese Größe die Bereitschaft von Investoren widerspiegeln, Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zu erwerben. Jedoch sind auch eigene Produkte mit kurzer Laufzeit enthalten, deren ausstehende Anzahl natürlichen Schwankungen unterliegt. Solche Schwankungen können dadurch hervorgerufen werden, dass nicht im gleichen Maße Produkte jederzeit neu emittiert werden sowie diese Produkte laufzeitbedingt oder aufgrund von Marktänderungen verfallen. Eine direkte Ableitung aus der Veränderung des Betrags ist damit nur aufgrund interner tiefergehender Analysen möglich. Die Anzahl der im Geschäftsjahr emittierten Produkte wird hierbei einbezogen.
Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchgeführten Handelsgeschäfte kann Aufschluss über die Möglichkeit geben, Handelserträge zu generieren. Die Entwicklung dieser Kennziffer erfolgt daher durch die Geschäftsleitung in regelmäßigen Abständen.
Die Anzahl der Designated Sponsoring-Mandate kann einen Gradmesser für die Akzeptanz der Dienstleistungen im Liquidityproviding darstellen. Sie wird daher laufend berichtet. Aus diesem Geschäftsfeld ergeben sich Anknüpfungspunkte für die Dienstleistungen rund um Corporate Actions, deren Anzahl und auch Art berichtet werden, und ebenfalls als Maßstab für die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Beratung durch die Lang & Schwarz Broker GmbH dienen kann.
Als Haftungsgröße stellt das bilanzielle Eigenkapital eine zentrale Kennziffer dar, deren Entwicklung auch für Aktionäre der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft von maßgeblicher Bedeutung ist.
Die Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft stellen eine signifikante Größe für einen nachhaltigen Erfolg und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzerns dar. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Basis für erfolgsorientiertes, effizientes und prozessorientiertes Arbeiten in Zusammenhang mit den zumeist sehr schnellen Handelsgeschäften und deren reibungslosen Verarbeitung sowie der laufenden risikoorientierten Überwachung. Daher wird der Mitarbeiterbestand und damit die Fluktuation intern gemessen und berichtet sowie die persönliche Entwicklung von Mitarbeitern gefördert.
Die Kapitalrendite nach § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG als Quotient aus dem Nettogewinn (Konzernüberschuss) und der Konzernbilanzsumme beträgt 1,8% (Vorjahr 3,0%).
2.3.1 Entwicklung in den Geschäftsbereichen
2.3.1.1 Geschäftsbereich Issuing
Das Jahr 2016 war, wie bereits im Vorjahr prognostiziert, ein schwieriges Jahr für das Wertpapierhandelsgeschäft. Insbesondere für den Bereich des Begebungsgeschäfts mit kurzlaufenden Produkten hielt das Jahr 2016 einige Überraschungen bereit. Aus Phasen mit länger anhaltenden Seitwärtsbewegungen und ohne Tradingimpulse lassen sich kaum Handelsmöglichkeiten und damit auch nur schwierig Ertragsmöglichkeiten erschließen. Von einer solchen Grundstimmung waren die Märkte ab Ende des ersten Quartals 2016 bis in den Dezember 2016 hinein grundsätzlich bestimmt. Drei Ausnahmen ergaben sich. Zu Beginn des Jahres 2016 kam es zu einem Kursverfall von nahezu 1.800 Punkten im DAX, bedingt durch die wachsende Sorge um die Entwicklung der Weltwirtschaft, ausgelöst durch eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaftsleistung. Im Zuge dessen waren in dieser Zeit Verunsicherungen über die Entwicklung der Kursverläufe an der Tagesordnung. Im Juni 2016 sorgte die Brexit Entscheidung in Großbritannien für Kursausschläge mit massiven Handelsaktivitäten. Letztlich sorgten die US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November 2016 für nervöse Handelsaktivitäten, begleitet von Kursabschlägen und unmittelbaren Kurserholungen. Gerade bei solchen extremen Handelsaktivitäten, wie die zwei zuletzt genannten, ist eine besondere Analyse notwendig, um bevorstehende unmittelbare Risiken zu minimieren sowie Erfolgschancen zu nutzen.
Alles in allem konnten wir mit den besonderen Situationen in 2016 im Bereich Issuing nicht nur gut umgehen, sondern wir konnten hieraus auch Ertragsmöglichkeiten nutzen. Die Schwächephasen und damit Phasen geringerer Ertragssituationen konnten hierdurch gut aufgefangen werden. Es ist uns jedoch nicht gelungen die ertragsschwache Phase vollständig mit Hilfe der Sonderbewegungen zu kompensieren. So konnte sich der Bereich Issuing insgesamt den abnehmenden Handelsaktivitäten an den Börsen im Handel mit eigenen Produkten, insbesondere bezogen auf die kurzlaufenden Produkte, nicht entziehen. Die Anzahl der Geschäfte und das Handelsvolumen der Produkte in EUR mit kurzer Laufzeit nahmen in 2016 gegenüber 2015 ab.
Erfreulich war die Entwicklung in 2016 erneut im Hinblick auf wikifolio-Endlosindexzertifikate. Hier konnte die Marktstellung nach den Angaben der EUWAX im Jahresreport 2016 nochmals verbessert werden. Bezogen auf das gehandelte Volumen verbesserten wir unsere Stellung in Stuttgart vom 5. Platz auf den 3. Platz hinter der Commerzbank AG und der Deutschen Bank AG. Im Hinblick auf die Anzahl der ausgeführten Kundenorders verteidigten wir unseren 2. Platz.
2.3.1.2 Geschäftsbereich TradeCenter
Überaus erfreulich entwickelte sich die Handelsaktivität im Bereich TradeCenter im Geschäftsjahr 2016. Zum einen stieg das Handelsvolumen erneut an und legte um 10% gegenüber dem Vorjahr zu. Zum anderen konnte die Anzahl der Transaktionen nochmals um 15% gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Diese weiterhin dynamische Entwicklung ist umso positiver zu werten, als im Vergleich zum Vorjahr das Handelsvolumen an der Frankfurter Wertpapierbörse insgesamt nahezu um 16% abnahm.
Mit gegebenenfalls negativen Auswirkungen auf die Handelstätigkeit des Bereichs TradeCenter wurde aufgrund der Übernahme der DAB Bank AG durch die Consorsbank in 2016 gerechnet. Die volle Integration der DAB Bank AG in die Consorsbank erfolgte im November 2016 mit der Abschaltung der Homepage dab.com. Auf die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG hatte dies für 2016 eher keine Auswirkungen. Generell positiv entwickelten sich zudem die Handelsaktivitäten die sich aus wikifolio- Endlosindexzertifikaten ergaben.
2.3.1.3 Geschäftsbereich Financial Services
Für die kerngeschäftliche Tätigkeit, die zum einen maßgeblich von der Entwicklung an den Börsen abhängt und zum anderen von den Handelsaktivitäten der Kunden im Bereich Financial Services, war 2016 insgesamt schwierig. Trotz der Großereignisse wie dem BREXIT-Votum und den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen war das Jahr 2016 bezogen auf das Handelsvolumen insgesamt eher ruhig. Die Handelsumsätze an den Märkten war gegenüber dem Vorjahr sogar signifikant rückläufig. Nach den veröffentlichten Statistiken der Deutschen Börse nahm der Kassamarktumsatz gegenüber 2015 um über 15% ab. Zulegen konnte der Handelsumsatz nur gegenüber dem Jahr 2015 in den Monaten Februar und November 2016. Wobei letzterer durch die US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen beeinflusst war. Selbst im Juni 2016, in dem das BREXIT-Votum aus Großbritannien für starke Handelsaktivitäten sorgte, verringerte sich der Handelsumsatz gegenüber Juni 2015 um nahezu 10%.
Die Kursabschläge des DAX im ersten Quartal 2016 konnten erst gegen Ende des Jahres 2016 wieder aufgeholt werden. Insgesamt schwankte der Dax in 2016 mit annähernd 2.800 Punkten. Dabei machten gerade Unsicherheiten den Börsenakteuren ihre Handelsaktivitäten schwer. Insbesondere zählen hierzu zähe Verhandlungen der OPEC und Spekulationen über den Ölpreis, ungelöste strukturelle Probleme in einigen europäischen Ländern, hohe Arbeitslosenquoten in Teilen des Euroraums, das Verhalten der FED und der EZB im Hinblick auf die expansive Zinspolitik und der Abkehr von dieser nebst politischen Wahlen, deren Ausgang alles andere als sicher war.
Dies hatte auch Auswirkungen auf die Bereitschaft von Gesellschaften, sich der Börse erstmalig durch einen Börsengang oder durch anderweitige Kapitalmaßnahmen zu nähern. In diesem Umfeld konnte der Bereich Financial Services lediglich an elf Kapitalmaßnahmen und Notierungsaufnahmen mitwirken. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2015, in dem 16 Kapitalmaßnahmen und Notierungsaufnahmen begleitet werden konnten, ist dies eine deutliche Reduzierung. Allerdings lag das hierbei tatsächlich platzierte Volumen mit ca. 60% deutlich über dem Vorjahreswert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass an der Frankfurter Wertpapierbörse im Geschäftsjahr 2016 auch nur sechs Neu- bzw. neun Notierungsaufnahmen zu verzeichnen waren.
2.3.1.4 Geschäftsbereich ITS-Dienstleistungen
Die handelsbezogene jederzeitige Erreichbarkeit und der störungsfreie Zugang zu notwendigen Handelssystemen und Kommunikationstechniken ist für den Lang & Schwarz Konzern unumgänglich. Diese hochspezialisierte EDV-bezogene Dienstleistung wird durch die Lang & Schwarz Broker GmbH im Konzern erbracht. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass das Know-how konzentriert für konzerneigene Bedürfnisse eingesetzt wird.
2.3.2 Konzernertragslage
Unter Berücksichtigung der schwierigen Marktverhältnisse im Geschäftsjahr 2016, waren wir in der Lage ein beachtliches Konzernergebnis in Höhe von TEUR 4.729 zu erzielen. Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit nahm dabei von TEUR 20.128 um 9% auf TEUR 18.378 ab. Eine Reduzierung, die auch dadurch bedingt ist, dass Investoren gerade im ersten Halbjahr des Kalenderjahres 2016 allgemein Möglichkeiten zum Handeln vermindert genutzt haben.
Die Personalaufwendungen reduzierten sich von TEUR -7.424 auf TEUR -7.140. Zugleich erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR -4.015 auf TEUR -4.663. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen einmalige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 500 enthalten sind. Unter Berücksichtigung dieser konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die Verwaltungsaufwendungen insgesamt konnten mit TEUR 11.803 für das Berichtsjahr gegenüber TEUR 11.439 für das Vorjahr dementsprechend ebenfalls nahezu auf Höhe des Vorjahres gehalten werden.
Korrespondierend zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 990 einmalige periodenfremde Erträge. Diese wurden in Höhe von TEUR 587 berücksichtigt. Periodenfremde Erträge und periodenfremde Aufwendungen betreffen im Wesentlichen eine umsatzsteuerliche Korrektur beim konzerninternen Leistungsaustausch, der auf eine Änderung im Umsatzsteuerrecht zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten darüber hinaus in Höhe von TEUR 255 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens ist das Bewertungsergebnis für alle aktivisch und passivisch am Bilanzstichtag gehaltenen Finanzinstrumente ausgewiesen. Dieses ergibt sich nach den Regeln zur Portfoliobewertung unter Anwendung des § 254 HGB. Zur Portfoliobildung im Sinne des § 254 HGB verweisen wir auf die Angaben zur Bildung von Bewertungseinheiten im Konzernanhang. Das Bewertungsergebnis in Höhe von TEUR -4.858 (Vorjahr: TEUR -13.885), die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 196.303 (Vorjahr: TEUR 250.206), die Materialaufwendungen in Höhe von TEUR -173.061 (Vorjahr: TEUR 216.212) und das Zinsergebnis in Höhe von TEUR -6 (Vorjahr: TEUR +19) ergeben zusammen das Ergebnis aus der Handelstätigkeit in Höhe von TEUR 18.378 (Vorjahr: TEUR 20.128).
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verminderte sich von TEUR 8.775 auf TEUR 7.051. Zugleich nahmen die gewinnabhängigen Steuern ab, so dass sich auch die Steuern vom Einkommen und Ertrag nach TEUR 2.703 im Vorjahr auf TEUR 2.117 für das Geschäftsjahr 2016 reduzierten.
2.3.3 Konzernfinanzlage
Die Liquidität im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Zum Jahresultimo stehen kurzfristige Forderungen, sonstige Wertpapiere und liquide Mittel im Umlaufvermögen von insgesamt TEUR 263.356 (Vorjahr: TEUR 198.523) kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen von insgesamt TEUR 236.748 (Vorjahr: TEUR 174.882) gegenüber. Finanzinstrumente, die aufgrund ihrer Fungibilität einen kurzfristigen Charakter aufweisen, werden trotz einer langfristigen Restlaufzeit entsprechend der internen Steuerung in die kurzfristigen Verbindlichkeiten einbezogen. Dies betrifft auch von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft begebene Optionsscheine und Zertifikate. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von TEUR 26.608 (Vorjahr: TEUR 23.641).
Die Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen nahezu ausschließlich in EURO. Geldforderungen in fremder Währung werden zum Stichtag auf laufenden Bankkonten in USD in Höhe von TEUR 77 unterhalten. In Höhe von TEUR 33 werden Geldverbindlichkeiten in USD bzw. TEUR 8 in HKD auf laufenden Bankkonten unterhalten. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG werden mit Ausnahme von Forderungen in Höhe von TEUR 235, die eine Laufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen, auf laufenden Konten geführt.
Über die derzeitigen Konzerneigenmittel in Höhe von TEUR 30.726 (Vorjahr: TEUR 27.643) hinausgehend stehen den Konzerngesellschaften aufgrund aktueller Verträge mit der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG auch im Anschluss an das Geschäftsjahr 2016 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, um ihre geschäftlichen Tätigkeiten finanzieren zu können.
2.3.4 Konzernvermögenslage
Das Geschäftsvolumen im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft erhöhte sich insgesamt, wodurch sich die Bilanzsumme von TEUR 202.625 um TEUR 64.947 auf TEUR 267.572 ausdehnte.
Dabei veränderte sich der Wertpapierhandelsbestand, wie nachfolgende Übersicht zeigt:
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| Bilanzausweis | |||
|---|---|---|---|
| 2016 | 2015 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- |
| Bilanzposten und Produkte | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- |
| sonstige Vermögensgegenstände | |||
| - Optionen | 274 | 581 | -307 |
| sonstige Wertpapiere | |||
| - Aktien, Fonds, ETPs, Optionsscheine und Zertifikate | 182.859 | 162.366 | +20.493 |
| - festverzinsliche Wertpapiere | 4.712 | 4.627 | +85 |
| 187.571 | 166.993 | +20.578 | |
| Summe aktive Handelsbestände | 187.845 | 167.574 | +20.271 |
| Bilanzausweis | |||
| 2016 | 2015 | Veränderung | |
| Bilanzposten und Produkte | TEUR | TEUR | TEUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||
| - verkaufte Aktien, Fonds und ETPs | 2.462 | 750 | +1.712 |
| sonstige Verbindlichkeiten | |||
| - Optionen | 0 | 46 | -46 |
| - verkaufte eigene Optionsscheine und Zertifikate | 201.243 | 165.249 | +35.994 |
| 201.243 | 165.295 | +35.948 | |
| Summe passive Handelsbestände | 203.705 | 166.045 | +37.753 |
Einhergehend mit dem Ausbau des Volumens an verkauften eigenen Produkten nahmen diese auf der Passivseite im Bilanzausweis sonstige Verbindlichkeiten um TEUR 35.994 auf TEUR 201.243 zu. Dies entspricht einer Steigerung um ca. 22%. Zugleich legten auf der Aktivseite auch die sonstigen Wertpapiere zu und stiegen auf TEUR 187.571. Diese Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von TEUR 20.578 entspricht ca. 12%. Unter den sonstigen Wertpapieren sind solche Wertpapiere ausgewiesen, die zu Absicherung der Kursentwicklung von verkauften eigenen Produkten unterhalten werden.
Guthaben bei Kreditinstituten, die im Wesentlichen laufende Bankkonten betreffen, nahmen innerhalb des Bilanzpostens Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 31.367 um insgesamt TEUR 44.543 auf TEUR 75.910 zu. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich stichtagsbedingt von TEUR 1.714 um TEUR 29.088 auf TEUR 30.802. Dabei legten die Verbindlichkeiten auf laufenden Bankkonten von TEUR 793 um TEUR 27.276 auf TEUR 28.069 zu. Die saldierte Größe der Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten auf laufenden Konten erhöhte sich von Guthaben TEUR 32.159 auf Guthaben TEUR 47.841.
Das bilanzielle Eigenkapital ist von TEUR 27.643 um TEUR 3.083 auf TEUR 30.726 angestiegen. Die Veränderung betrifft mit TEUR 2.853 Erhöhungen im Zusammenhang mit dem Rückkauf eigener Anteile, mit TEUR 4.499 Minderungen durch Dividendenzahlungen in 2016 aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres sowie mit TEUR 4.729 einen Anstieg aufgrund des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2016.
Die Eigenkapitalquote verminderte sich angesichts der weiter gestiegenen Bilanzsumme von ca. 14% auf ca. 12%.
Die Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr 2016 für den Konzern überwiegend in einer positiven Weise entwickelt. Insgesamt haben sich diese darüber hinaus im Wesentlichen günstig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgewirkt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weisen insgesamt geordnete Verhältnisse auf.
3. Vergütungsbericht
Die Vergütung der Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bzw. in der Finanzholding-Gruppe wird einheitlich für alle Konzerngesellschaften gehandhabt und berücksichtigt die Vorgaben der InstitutsVergV. Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben wird jährlich durch den Vorstand, den Aufsichtsrat sowie darüber hinaus im Rahmen der Jahresabschlussprüfungen durch unseren Wirtschaftsprüfer überprüft.
Für die Ausgestaltung des Vergütungssystems der Konzernmitarbeiter ist der Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verantwortlich. Neben festen monatlichen Bezügen kann ein variabler Bestandteil durch die Geschäftsleitung festgelegt werden, um positive Leistungsanreize zu setzen. Die Zahlung eines variablen Bezugs erfolgt freiwillig, ohne einen rechtlichen Anspruch der Mitarbeiter und ist grundsätzlich gebunden an ein positives Ergebnis des vordefinierten Geschäftsfelds, Bereichs bzw. des Konzerns. Bei der Bemessung der einzelnen Bezüge werden quantitative als auch qualitative Kriterien berücksichtigt wie beispielsweise die Qualität der Leistung, die Anforderung an die Tätigkeit, die Stellung im Unternehmen, die Betriebszugehörigkeit oder die Übernahme von besonderen Aufgaben. Die Ausgestaltung des Vergütungssystems des Vorstands erfolgt durch den Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Für den Vorstand gelten dabei grundsätzlich die gleichen Regelungen. Die variablen Bezüge bemessen sich jedoch nach einer schriftlich vereinbarten Bemessungsgrundlage.
4. Risikobericht
4.1 Risikomanagement
Die Konzerngesellschaften der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigen in ihren Geschäftsfeldern insbesondere Handelsgeschäfte in Finanzinstrumenten, die über einen meist kurzfristigen Zeitraum im Eigenbestand gehalten werden. Eine Absicherung dieser Wertpapierbestände erfolgt durch gegenläufige Bestände gleicher Art oder durch ein dynamisches Delta-Hedging. Der Umgang mit Risiken, wie ein möglicher Verlust oder ein entgangener Gewinn, ist Bestandteil der Gesamtsteuerung durch die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Aus diesem Grund wurde ein zeitnahes Risikomanagement als Risikofrüherkennungs- und -steuerungsinstrument unter Einbeziehung aller Konzerngesellschaften eingerichtet. Die Rahmenbedingungen für den Handel in Finanzinstrumenten sowie das Risikomanagement formuliert die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern in Form von Richtlinien und Arbeitsanweisungen (Organisationsanweisungen). Die in den Rahmenbedingungen enthaltene Geschäftsstrategie und Risikostrategie werden jährlich durch die Geschäftsleitung überprüft und geben Art und Umfang möglicher Risikogeschäfte in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern vor. Die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken erfolgt unmittelbar durch die Geschäftsleitung, die hierbei vom Risikocontrolling und der Internen Revision im gesamten Konzern unterstützt wird.
4.2 Risikoarten der Geschäftstätigkeit
Aus der Geschäftstätigkeit heraus wurden als maßgebliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko.
4.2.1 Adressenausfallrisiko
Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner nicht oder nicht fristgerecht leistet oder eine Konzerngesellschaft einem Vertragspartner trotz der Nichtleistung eines Dritten zu leisten verpflichtet ist. Das Adressenausfallrisiko wird unterteilt in die drei Unterrisiken: Kreditrisiko, Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko.
Kreditrisiken betreffen derivative und außerbilanzielle Risiken, die durch das Risikocontrolling der Handelsgeschäfte überwacht werden.
Von untergeordneter Bedeutung sind Kontrahentenrisiken als Risiken des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Kontrahenten, da nahezu sämtliche Handelsgeschäfte Zug um Zug abgewickelt werden.
Dem Emittentenrisiko als Risiko des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Emittenten wird mit dem Risikomanagement der Handelsgeschäfte begegnet. Derivative und außerbilanzielle Risiken werden im Rahmen der Marktpreisrisiken überwacht. Darüber hinaus werden mögliche Risikokonzentrationen insbesondere durch die analoge Anwendung von aufsichtsrechtlichen Vorgaben im Risikomanagement gemindert.
Das Adressenausfallrisiko wird, soweit es nicht das Handelsgeschäft betrifft, auf Basis der durchschnittlichen Wertverluste vergangener Perioden quantifiziert.
4.2.2 Marktpreisrisiko
Marktpreisrisiken sind allgemeine Preisveränderungen von Aktien, Anleihen, Währungen und Rohwaren durch Marktbewegungen. Zu den Marktpreisrisiken zählen Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Marktpreisrisiken aus Warengeschäften. Als Kursrisiken werden sowohl Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen definiert als auch Liquiditätsrisiken aufgrund einer eingeschränkten Handelbarkeit von Wertpapieren, die auf ein geringes Handelsvolumen zurückzuführen ist („marktenge" Wertpapiere).
| • | Preisrisiko aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen |
Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen oder aus Schwankungen einer impliziten Volatilität misst ein zeitnahes Risikocontrolling. Um risikobehaftete Bestände zu beschränken, wird die Einhaltung von der Geschäftsleitung vorgegebener Handelslimite kontinuierlich überwacht.
| • | Preisrisiko durch Liquiditätsengpässe |
Liquiditätsrisiken in Finanzinstrumenten wird durch die bewusste Auswahl der im Konzern gehandelten Finanzinstrumente begegnet. Darüber hinaus erfolgt einerseits die Risikomessung analog der Risiken aus kurzfristigen Marktschwankungen im Rahmen der Ermittlung von Marktpreisrisiken. Andererseits wird das Risiko in Form sich verzögernder Glattstellungsmöglichkeiten, die sich aus einer Minderliquidität von Produkten ergeben kann, als Preisrisiko ermittelt und im Rahmen der Liquiditätsrisiken berücksichtigt.
| • | Zinsänderungsrisiko im Handelsgeschäft |
Zinsänderungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen für das Unternehmen bei zinsabhängigen Produkten. Solche Risiken werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah gemessen und überwacht.
| • | Währungsrisiko im Handelsgeschäft |
Da die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft Turbo-Optionsscheine auf die Entwicklung von Wechselkursen begibt, können grundsätzlich auch Währungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen. Diese werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah überwacht.
Die Überwachung sämtlicher Marktpreisrisiken erfolgt vom Handel unabhängig auf der Grundlage von Bestands- und Marktpreisberechnungen sowie Szenarioanalysen. Eventuelle Limitüberschreitungen im Laufe eines Handelstags werden nach den Vorgaben der Richtlinien und Arbeitsanweisungen durch das Risikocontrolling gemeldet. Die Geschäftsleitung erhält darüber hinaus täglich einen Bericht über die Einhaltung der Handelslimite auf das Ende eines Handelstags. Weiterhin werden mit Stress-Test-Szenarien starke Schwankungen von Preisindikatoren simuliert und mögliche Ergebnisauswirkungen auf den Handelsbestand berechnet. Die Messung der Marktpreisrisiken für die Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt auf Basis vorgegebener Szenariomodelle. Das negativste Ergebnis einer Szenario-Matrix wird für die Risikotragfähigkeitsanalyse herangezogen.
4.2.3 Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken, die unter die Verfügbarkeit liquider Mittel fallen, können für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der Finanzausstattung des Konzerns werden solche Risiken jedoch als gering angesehen. Dennoch wird die Liquiditätslage täglich in angemessener Weise durch interne Verfahren überwacht. Zudem werden Liquiditätsrisiken im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse durch die Berechnung eines Zinsschocks berücksichtigt. Grundlage des Zinsschocks bilden dabei die Zinsaufwendungen der vorangegangenen Abrechnungsperioden.
Als Liquiditätsrisiko wird auch ein mögliches Risiko berechnet, das sich aus einer verzögerten Glattstellung aufgrund einer Minderliquidität eines Wertpapierbestands ergeben kann. Dieses Risiko wird aufgrund der Relation eines Wertpapierbestandes zu erwarteten Umsätzen an Referenzmärkten berechnet. Aus der Berechnung der Marktpreisrisiken mit Hilfe von Stressszenarien können sich gleichgerichtete Risikobeträge ergeben wie bei der Berechnung der hier beschriebenen Liquiditätsrisiken aus einer Minderliquidität von Wertpapieren. Solche sich kumulierende Risikobeträge werden in Kauf genommen und nicht eliminiert.
4.2.4 Operationelles Risiko
Aufgrund der Tätigkeiten im Konzern unterliegt die Gruppe der Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden. Vor diesem Hintergrund sind für die künftige Entwicklung des Konzerns gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Änderungen ebenso relevant wie das sich ständig ändernde wirtschaftliche und börsliche Umfeld. Deshalb beobachten und analysieren die Konzerngesellschaften die Rahmenbedingungen, um eine erfolgreiche Entwicklung des Konzerns zu planen und Maßnahmen hierfür umsetzen zu können. In diesem Zusammenhang wurden folgende Risikofelder identifiziert und Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -steuerung ergriffen:
| • | Personal |
Der Konzern ist aufgrund des spezifischen Geschäftsmodells auf ausreichendes und qualifiziertes Personal angewiesen. Die erfolgreiche Personalrekrutierung bleibt zwar auch in kommenden Geschäftsjahren ein latentes Risiko, dürfte sich jedoch gegenüber den Vorjahren nicht verschlechtern. Zudem ist der Konzern intern bestrebt, Mitarbeiter weiterzubilden und fördert die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften. Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern, die leitende Positionen oder Führungsaufgaben wahrnehmen, kann einer Konzerngesellschaft im Einzelfall ein Wissensnachteil entstehen. Dem wird soweit wie möglich entgegengewirkt.
| • | EDV |
Die Konzerngesellschaften sind in hohem Maße auf die Funktionsfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme angewiesen. Um die Verfügbarkeit der Systeme jederzeit gewährleisten zu können, wurden alle Kernfunktionalitäten redundant ausgestaltet. Weiterhin hat sich Lang & Schwarz gegen den Ausfall der externen Stromversorgung mittels einer unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert und einen Notfallplan erstellt. Zur Aufrechterhaltung und zur Pflege aller wesentlichen Systeme sind darüber hinaus jederzeit Mitarbeiter des EDV-Bereichs der Konzerngesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH verfügbar.
| • | Markt- und Börsenentwicklung |
Im Rahmen seiner Tätigkeit ist der Konzern von der Entwicklung der Wertpapier- und Terminbörsen abhängig, da diese das Anlageverhalten der Marktteilnehmer und damit das Ergebnis des Handelsbestands beeinflussen. Diesen Risiken wird durch ein aktives Risikomanagement begegnet.
| • | Risiken aus einer Strategie- oder Wachstumsverfehlung |
Eine Reihe von Faktoren kann das Erreichen von Zielen gefährden. Dazu zählen beispielsweise Marktschwankungen, eine veränderte Marktstellung des Unternehmens sowie veränderte Marktbedingungen im Kernmarkt Deutschland. Wenn es den Konzerngesellschaften nicht gelingt, ihre strategischen Pläne umzusetzen oder, wenn die Kosten die Erwartungen übersteigen, könnte die künftige Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflusst werden. Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft könnte zukünftig Markttendenzen und Kundenanforderungen nicht rechtzeitig erkennen oder aus anderen Gründen das Wachstum in der Zukunft nicht wie gewünscht fortsetzen. Eingetretene Strategieabweichungen werden im Rahmen einer jährlichen Risikoanalyse ebenso überprüft, wie die daraus folgenden Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des Konzerns.
| • | Wettbewerbsrisiken |
Der deutsche Finanzsektor ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Lang & Schwarz steht hierbei nicht nur zu Finanzdienstleistungsinstituten, sondern auch zu Kreditinstituten und anderen Finanzunternehmen im Wettbewerb. Infolgedessen lassen sich in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern oft nicht die gewünschten Margen erzielen. Dieses Risiko wird durch die Geschäftsleitung überwacht und ist Bestandteil der täglichen Ergebnisüberwachung sowie der jährlichen Risikoanalyse des Konzerns.
| • | Risiken aus der Ergebnisentwicklung |
Es wird täglich eine Ergebnisübersicht für die Handelstätigkeiten erstellt. Alle nicht am Handelstag geschlossenen Positionen in Derivaten, Wertpapieren oder Devisen werden dabei auf Basis der Mark-to-Market-Methode bewertet. Anhand der täglichen Ergebnisübersicht ist es möglich, eine zeitnahe Kontrolle und Analyse der Ergebnisse vorzunehmen sowie deren Entwicklung zu beobachten. Das selbst entwickelte Limit-Kontroll-System unterstützt zudem eine verbesserte Überwachung der Handelstätigkeit durch eine automatisierte, vom Handel unabhängige Bestandsbewertung aller Finanzprodukte. Hierauf baut das jeweils fortlaufend an aktuelle Marktentwicklungen angepasste Risikomanagementsystem für die Handelsrisiken auf.
Für die Konzerngesellschaften wird zum Jahresende eine Planungsrechnung auf Monatsbasis für das neue Geschäftsjahr erstellt. Der Soll-Ist-Abgleich der Erträge und Aufwendungen der Planungsrechnung mit den tatsächlichen Geschäftsdaten gibt frühzeitig Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung der Konzerngesellschaften.
| • | Rechtliche Risiken |
Rechtsrisiken können durch neue gesetzliche Regelungen, die Änderung bestehender Vorschriften sowie eine geänderte Auslegung von Vorschriften oder schließlich aus vertraglich nicht eindeutigen Formulierungen entstehen. Die Überwachung und Steuerung solcher Risiken übernimmt die Rechtsabteilung im Konzern. Zur Minderung von Rechtsrisiken prüft die Rechtsabteilung sämtliche vertraglichen Beziehungen, gegebenenfalls werden rechtliche Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen. Darüber hinaus werden zur Sicherstellung der Beweisbarkeit von telefonischen Handelsaufträgen die Geschäftsgespräche der Händler auf Tonträger aufgezeichnet. Für Kostenrisiken aus Rechtsstreitigkeiten wurde eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen.
| • | Aufsichtsrechtliche Risiken |
Eine Vielzahl an aufsichtsrechtlichen Bestimmungen sind aufgrund der Geschäftstätigkeiten im Konzern zu beachten. Die Einhaltung dieser überwiegend europäischen geprägten und auch nationalen Vorgaben, die Kontrolle der Einhaltung dieser Bestimmungen sowie die laufende Überwachung möglicher Änderungen bestehender Vorschriften sind unerlässlich. Aufgrund nicht ausreichender, fehlerhafter oder gar unterlassener Beachtung aufsichtsrechtlicher Vorgaben können Maßnahmen durch die Aufsicht ergriffen werden. Diese Maßnahmen reichen unter anderem von einer Verwarnung, über die Festsetzung von Bußgeldern, deren Höhe die Vermögens- Finanz- und Ertragslage empfindlich beeinträchtigen können, bis hin zur Rücknahme der Erlaubnisse durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Betreiben von Kredit- und Finanzdienst-leistungsgeschäften. Durch das eingerichtete Compliance-Management-System, das Risikomanagementsystem, das interne Kontrollsystem und das interne Revisionssystem soll verhindert werden, dass es zu einem Fehlverhalten im Hinblick auf aufsichtsrechtliche Bestimmungen kommen kann. Dies kann jedoch letztlich nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Zur Finanzierung von Entschädigungsfällen bei der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) kann die Entschädigungseinrichtung Kredite aufnehmen und diese durch künftige Einnahmen von Jahresbeiträgen aus dem Mitgliederkreis der verpflichtend angeschlossenen Institute bedienen. Die Entschädigungseinrichtung kann zur Finanzierung von Entschädigungsfällen Sonderbeiträge bei den Mitgliedern neben den Jahresbeiträgen erheben. Zum einen kann das Risiko eines möglichen künftigen Entschädigungsfalls bei der EdW nicht abgeschätzt werden. Zum anderen kann nicht beurteilt werden, inwieweit die Gesellschaften im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft künftig Sonderbeitragszahlungen an die EdW zu leisten haben, deren Ausmaße nicht bekannt sind und auch nicht bestimmt werden können.
| • | Sonstige Risiken |
Reputationsrisiken aus der Zusammenarbeit mit der wikifolio Financial Technologies AG können sich in der Weise ergeben, als dass Redakteure, die eine Handelsidee in einem wikifolio-Musterdepot abbilden, nicht in gleichem Maße an frühere Erfolge anknüpfen können wie erwartet. Sollte durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG auf solche wikifolio-Musterdepots ein Index berechnet werden und auf diesen durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ein wikifolio-Indexzertifikat begeben worden sein, könnten Anleger im Hinblick auf die Performance enttäuscht werden. Trotz aller Bemühungen kann dies nicht verhindert werden und damit einen negativen Einfluss auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Emittentin und die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als Indexsponsor nehmen.
Sonstigen betrieblichen Risiken wird vor allem durch den Abschluss von Versicherungen begegnet. Der Konzern entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse. Es kann trotz intensiver Bemühungen jedoch möglich sein, dass Verluste entstehen oder Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen bzw. für die keine Versicherung abgeschlossen wurde.
Das operationelle Risiko wird für die Risikotragfähigkeitsberechnung durch die Gesellschaft in ausreichendem Umfang in Anlehnung an Artikel 315 ff. der Verordnung (EU) 575/2013 CRR durch den Basisindikatoransatz berücksichtigt.
4.3 Risikotragfähigkeit
Nachfolgende Übersicht zeigt die berechneten Risikobeträge für die wesentlichen Risikoarten im Konzern bezogen auf den 31. Dezember 2016:
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| 2016 | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Adressenausfallrisiko | -159 |
| Marktpreisrisiko | -881 |
| Liquiditätsrisiko | |
| - davon Refinanzierungsrisiken | -220 |
| - davon Risiken aus der Marktilliquidität von Wertpapieren | -133 |
| Operationelles Risiko | -2.976 |
| -4.369 |
Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt nach dem Going Concern-Prinzip (Fortführungsansatz). Für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften ist die Risikotragfähigkeit solange gegeben, wie ausreichend Risikodeckungspotential zur Einhaltung der Solvenzanforderungen der Verordnung (EU) 575/2013 nach Abzug der Risikomasse verbleibt. Nach dem vorgenannten Grundsatz war die Risikotragfähigkeit des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr sowie zum 31. Dezember 2016 gegeben.
5. Prognose- und Chancenbericht
Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2017 sehen die meisten Prognosen zumindest verhalten positiv. Für das weltweite Wachstum rechnet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) auf der Datenquelle des Internationalen Währungsfonds mit einem Zuwachs von 3,5% beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). Dabei sehen die Experten für Russland eine ansteigende Erholungstendenz. Bei den Vereinigten Staaten wird eine erhöhte Dynamik der Wirtschaftsleistung erwartet, wodurch sich ein Zuwachs beim BIP für 2017 von 2,5% ergeben könnte. Auf längere Sicht —und damit über 2017 hinaus — wird für die Vereinigten Staaten jedoch eine deutlich abnehmende Dynamik angenommen.
Bezogen auf den Euroraum wird ein moderater Zuwachs des BIP von 1,8% für 2017 angenommen. Damit würde das BIP 2017 im Euroraum leicht über dem Niveau des abgelaufenen Jahres liegen. Die Erwartungshaltung für Länder wie Griechenland (0,4%), Italien (0,9%) und auch Frankreich (1,3%) sind jedoch nicht in gleichem Maße positiv. Hier wird auch weiter mit höheren Arbeitslosenquoten gerechnet (23,5%, 11,7% bzw. 10,1%) als im europäischen Durchschnitt (Erwartung für 2017: 9,3%). Erfreulich dagegen bleiben in Hinsicht auf die Wirtschaftsleistungen die Erwartungen für Spanien, das mit einem Zuwachs beim BIP von 2,6% für 2017 hoffen darf. Allerdings wird hier weiterhin von einer hohen Arbeitslosenquote ausgegangen. Diese soll in 2017 trotz weiter fallender Tendenz noch bei 19,6% liegen.
Der Aufschwung in Deutschland hält nach Einschätzung des IfW auf der Grundlage von Konsumbereitschaft, Exporten und Investitionsneigungen auch in 2017 weiter an. Damit steht diese Entwicklung auf einer breiten Basis. Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland soll in diesem Sinne arbeitstagsbereinigt für eine Steigerung des BIP um 2% in 2017 sorgen. Für die Arbeitslosenquote wird in Deutschland eine weiter sinkende Tendenz erwartet, so dass für 2017 ein Wert von 3,6% prognostiziert wird.
Unwägbarkeiten für 2017 und auch darüber hinaus können sich für die nationale, europäische und die weltwirtschaftliche Entwicklung ergeben. Kaum einzuschätzen erscheinen so mögliche Maßnahmen und sich hieraus ergebende Auswirkungen aufgrund einer geänderten Handelspolitik durch die neue US-Administration unter Präsident Donald Trump. Effekte auf den Wechselkurs des Euro zum Dollar können sich aus möglichen Reformen der Unternehmensbesteuerung in den USA ergeben. Abzuwarten bleibt hier auch, wie sich die allmähliche Straffung der Geldpolitik durch die Fed auswirkt. Als Exportnation könnte die deutsche Wirtschaft hiervon besonders betroffen sein.
Mit den anstehenden Wahlen in Frankreich und nicht zuletzt auch in Deutschland könnten sich zudem aus den Wählerentscheidungen neue politische Strömungen in Europa ergeben. Einen Trend hin zu mehr Nationalismus könnte sich insbesondere aus den Präsidentschaftswahlen in Frankreich ergeben. Nicht ausgeschlossen werden kann mit dem Ausgang dieser Wahlen eine mögliche Änderung der Ausrichtung der Wirtschaftspolitik Frankreichs, da aussichtsreiche Kandidaten mit zum Teil diametral zu einander stehenden Ansichten zur Europa- und auch Wirtschaftspolitik gegeneinander antreten. Mit dem Ausgang der Wahlen könnten wichtige Weichenstellungen in diesem zentral europäischen Land neu erfolgen.
Turbulenzen blieben nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum Anfang Dezember 2016 und dem Rücktritt des bisherigen Ministerpräsidenten Matteo Renzi in Italien bislang aus. Unsicher bleibt dennoch, ob die zurzeit amtierende Übergangsregierung unter Paolo Gentiloni bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleibt oder Neuwahlen vorgezogen werden. Diese könnten die zart positive Entwicklung der Wirtschaft Italiens empfindlich treffen und damit erneut Probleme im italienischen Bankensektor sowie die hohe öffentliche Verschuldungsquote erneut in den Blickwinkel rücken. Letztere bleibt aufgrund ihrer Höhe (2016: 130% in Relation zur Wirtschaftsleistung Italiens) eine latente Gefahr für die Finanzstabilität Italiens und auch für Europa.
Sofern sich die Energiepreise — hier allen voran der Ölpreis — nicht mittelfristig nachhaltig erhöhen sondern weitgehend auf dem aktuellen Niveau verharren, ist mit einer moderaten Gesamtinflationsrate für 2017 zu rechnen. In diesem Zusammenhang ist wohl zunächst von einer weiter expansiven Geldpolitik der EZB auszugehen. Anfang 2017 wurde das Anleihen-Kaufprogramm im Wert von monatlich EUR 80 Mrd. fortgesetzt. Ab dem zweiten Quartal 2017 soll dieses auf monatlich EUR 60 Mrd. verringert werden. Weiter bleiben die Zentralbankzinsen niedrig. Die Zinsen zehnjähriger Anleihen der meisten Euroländer liegen im Zuge dessen derzeit unter einem Prozent. Ersichtlich sind Spread-Unterschiede zwischen Staatspapieren von als sicher geltenden Emittenten und solchen, bei denen schwelende Risiken aus dem Finanzsektor, in der Haushaltsdisziplin oder in der politischen Stabilität gesehen werden.
Mit Rückenwind starteten die Märkte in 2017 in ein neues Börsenjahr. Getrieben wurde diese Entwicklung bislang von positiven Wirtschaftsmeldungen und der Hoffnung auf eine weitere schwungvolle Wirtschaftserholung im Euroraum. Auch trieb die Hoffnung, dass Maßnahmen in den USA zu steigenden wirtschaftlichen Erfolgen der Wirtschaft jenseits und zugleich auch diesseits des Atlantiks führen können. Gegenüber der Anlage in Anleihen ist damit die Aktienanlage weiter im Trend. Wenngleich die Anfälligkeit für Kursvolatilitäten mit steigenden Kursverläufen zunehmen dürfte. Investoren in Aktien werden sich also auch in 2017 mit der notwenigen Aufmerksamkeit der Aktienanlage nähern müssen.
Die Gesetzgebungsmaßnahmen in Deutschland zur Anrechnung von Kapitalertragsteuern aus Dividenden wurden in 2016 in letzter Sekunde zwar leicht entschärft, bringt aber für kurzfristige Akteure um den Dividendenstichtag steuerliche Nachteile. Inwieweit sich dies auf die Handelsaktivitäten und die Kursentwicklungen um Dividendenstichtage herum auswirkt, wird mit der aktuellen Dividendensaison in Deutschland erstmals zu beobachten sein.
Auf die Kultur der Aktienanlage könnte sich die Einführung einer Finanztransaktionssteuer negativ auswirken. Weiterhin werden hierzu Diskussionen über eine Einführung durch wichtige europäische Länder in Form einer verstärkten Zusammenarbeit geführt. Über einen möglichen Beschluss zur Erhebung, einer möglichen Höhe, weiterer Verschiebungen oder gar über das Aus der Einführung kann nur spekuliert werden. Anforderungen der MiFID II und anderer europäischer Regelungen, die sich auf die Wertpapieraufsicht (ESMA-Regulierung) beziehen, werden auch in 2017 mit hoher Aufmerksamkeit beachtet und ggf. umgesetzt. Dies betrifft auch Regelungen der Solvenzaufsicht (EBA-Regulierung), die in 2017 oder 2018 erstmalig Anwendung finden werden. Negative Auswirkungen, wie geringere Handelsumsätze oder abnehmende Margen, können die Folge einzelner politischer Vorhaben oder Regulierungsmaßnahmen mit sich bringen. Darüber hinaus bestehen Risiken im operationellen Bereich aus denen sich aufsichtsrechtliche oder finanzielle Auswirkungen ergeben können.
Die angebotene Produktpalette der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist zweigeteilt. Auf der einen Seite bemühen wir uns mit kurzlaufenden Optionsscheinen für Anleger auf aktuelle Marktereignisse zu reagieren. Diese kurzlaufenden Produkte unterliegen einem stetigen Wandel und sind im Hinblick auf ihre Aktualität, die sich aus Markttrends und Marktausschläge ergeben, durch immer neue Produkte zu ergänzen. Die Beobachtung der verschiedenen Märkte, um jeweils Anlegerwünsche erfüllen zu können, ist daher Grundvoraussetzung, um mit diesen Produkten auch weiterhin im bestehenden Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Die hohe Emissionstätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft auch in 2016 belegt diese Bemühungen. Es ist zu erwarten, dass in 2017 ähnliche Emissionstätigkeiten erreicht und hieraus Ertragsmöglichkeiten generiert werden können. Das Verfehlen von Trends oder eine fehlerhafte Einschätzung der Marktlage kann hingegen zu ausbleibenden Geschäftschancen führen. Dieses gilt es zu vermeiden.
Auf der anderen Seite werden Zertifikate mit endloser Laufzeit emittiert. Allen voran sind hier wikifolio-Indexzertifikate zu nennen, deren Anzahl an emittierten Produkten voraussichtlich auch in 2017 weiter zunehmen wird. Der Trend ist hier weiter ungebrochen. Das Volumen an verkauften wikifolio-Indexzertifikaten steigt kontinuierlich an. Mit den Ende Februar 2017 abgeschlossenen Verträgen zur weitgehenden Besicherung solcher Produkte sehen wir die Möglichkeit für weitere positive Impulse in Bezug auf das verkaufte Volumen dieser Assetklasse in 2017 und auch darüber hinaus. Der Erfolg hängt dabei auch maßgeblich von der Performance der zugrundeliegenden Musterportfolien ab. Mit der hohen Transparenz, die dem Konzept von wikifolio zugrunde liegt, und der damit gegebenen Möglichkeit für Anleger, schnell an Informationen zu gelangen - auch bezogen auf einzelnen Musterportfolien -, sehen wir mehrheitlich Chancen für die weitere Entwicklung dieses Geschäftsmodells. Inwieweit einzelne Musterportfolios - als Grundlage von Indizes - erhoffte Erfolge nicht erreichen oder gar negative Entwicklungen hinnehmen, bleibt ebenso abzuwarten, wie die Reaktion der Anleger auf solche Entwicklungen. Auf beides hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft keinen Einfluss.
Auch in schwierigen Marktphasen konnten im Geschäftsfeld der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG in der Vergangenheit positive Impulse erkannt und entsprechend auf Kundenverhalten reagiert werden. Es gilt auch in 2017 solche Chancen - bei vertretbaren Risiken - zu nutzen. Mit fehlenden Impulsen und Chancen nimmt die Handelstätigkeit in diesem Bereich jedoch zumeist ab. Damit würden sich Ertragsmöglichkeiten eintrüben. Insbesondere auf Faktoren wie Konjunkturdaten, die ausschlaggebend für Markttrends sein können, haben wir keinen Einfluss. Auch die allgemeine Börsenentwicklung kann nur beobachtet werden. Beeinflussbar bleiben für uns lediglich solche Faktoren, die auf die Qualität unserer Dienstleistungen bezogen sind, und die Angebotspalette der über uns handelbaren Wertpapiere.
2017 und auch die hieran anschließenden Jahre wird die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Emittentin nutzen, um die ab Anfang 2018 verpflichtend anzuwenden MiFID II Regularien umzusetzen. Diese Maßnahmen werden auch die Änderungen der internen Organisation betreffen. Als kleineres Emissionshaus sehen wir noch stärker die Notwendigkeit, dass unsere interne Organisation und die internen Risikominderungssysteme mit der wachsenden Geschäftstätigkeit Schritt halten. Solche Anstrengungen sehen wir im Hinblick auf unsere künftigen Entwicklungsmöglichkeiten als eine Investition in unserer Zukunft. Diese Investitionen werden jedoch mit einmaligen und laufenden Kosten verbunden sein.
Unter vergleichbaren Rahmenbedingungen für die geschäftlichen Tätigkeiten der Konzerngesellschaften erwartet die Geschäftsleitung, dass für das Geschäftsjahr 2017 ein Konzernjahresüberschuss erzielt werden kann, der nicht wesentlich vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 abweicht. Ungewiss bleibt hierbei jedoch, inwieweit von den Konzerngesellschaften einmalige und laufende Kosten aufgrund von Gesetzesänderungen oder der regulatorischen Aufsicht zu tragen sind, letztere insbesondere aus anstehenden Änderungen im Zusammenhang mit MiFID II.
Mit der Veröffentlichung unserer Finanzberichte und den hierin enthaltenen Angaben und getroffenen Aussagen glauben wir, einen angemessenen Einblick in unsere Tätigkeiten und den sich hieraus ergebenden Risiken und Chancen zu ermöglichen. Auch kann sich der Leser mit diesen Angaben und Aussagen einen Eindruck über den aktuellen Stand sowie künftige Entwicklungen verschaffen. Die jährliche Veröffentlichung der Geschäftszahlen wird durch die quartalsweise Konzernberichterstattung sowie ergänzende Nachrichten zu besonderen Themen ergänzt. Zusammen bieten diese Informationen einen zeitnahen und umfassenden Einblick in die wesentlichen auch unterjährigen Aktivitäten rund um Lang & Schwarz.
Düsseldorf, den 24. April 2017
Der Vorstand
André Bütow
Peter Zahn
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016
Aktiva
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 924.187,50 | 1.010.781,10 | |
| 2. geleistete Anzahlungen | 49.125,00 | 65.125,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 562.443,39 | 465.119,89 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| Beteiligungen | 632.400,00 | 632.400,00 | |
| 2.168.155,89 | 2.173.425,99 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 186.312,14 | 230.191,78 | |
| 2. sonstige Vermögensgegenstände | 1.540.448,64 | 1.724.149,13 | |
| 1.726.760,78 | 1.954.340,91 | ||
| II. Wertpapiere | |||
| sonstige Wertpapiere | 187.570.908,27 | 166.992.960,97 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 75.944.932,67 | 31.368.463,86 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 160.888,70 | 136.091,48 | |
| 267.571.646,31 | 202.625.283,21 | ||
| Passiva | |||
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||
| EUR | EUR | EUR | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 9.438.000,00 | 9.438.000,00 | |
| rechnerischer Wert erworbener eigener Anteile | 0,00 | -470.223,00 | |
| ausgegebenes Kapital | 9.438.000,00 | 8.967.777,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 10.138.433,23 | 9.636.447,08 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| andere Gewinnrücklagen | 6.138.419,32 | 2.765.869,40 | |
| IV. Bilanzgewinn | 5.011.166,54 | 6.272.955,02 | |
| 30.726.019,09 | 27.643.048,50 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 14.620,00 | 2.625.613,00 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 3.465.422,93 | 3.940.246,65 | |
| 3.480.042,93 | 6.565.859,65 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30.801.589,54 | 1.713.899,60 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 782.304,19 | 762.118,40 | |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 201.683.794,65 | 165.839.961,25 | |
| davon aus Steuern: EUR 182.504,08 (Vorjahr: EUR 157.078,77) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 6.125,39 (Vorjahr: EUR 738,38) | |||
| 233.267.688,38 | 168.315.979,25 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 97.895,91 | 100.395,81 | |
| 267.571.646,31 | 202.625.283,21 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
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| 1.1. - 31.12.2016 | 1.1. - 31.12.2016 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 196.303.274,99 | 250.206.380,12 | |
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 990.406,91 | 494.802,01 | |
| 3. Materialaufwand | -173.060.882,88 | -216.212.465,12 | |
| 24.232.799,02 | 34.488.717,01 | ||
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -6.491.596,01 | -6.816.421,40 | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -648.496,26 | -607.785,24 | |
| davon für Altersversorgung: EUR 85.350,77 (Vorjahr: EUR 85.312,15) | |||
| -7.140.092,27 | -7.424.206,64 | ||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -514.417,07 | -409.036,01 | |
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.662.976,11 | -4.014.849,98 | |
| 7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 43.243,29 | 93.747,75 | |
| 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -4.857.781,41 | -13.884.622,71 | |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -49.633,85 | -74.917,42 | |
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 7.051.141,60 | 8.774.832,00 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.116.943,14 | -2.703.053,08 | |
| 12. Ergebnis nach Steuern | 4.934.198,46 | 6.071.778,92 | |
| 13. sonstige Steuern | -205.480,67 | -84.811,71 | |
| 14. Konzernjahresüberschuss | 4.728.717,79 | 5.986.967,21 | |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.774.175,02 | 1.699.695,55 | |
| 16. Einstellungen in die Gewinnrücklagen | -1.491.726,27 | -1.413.707,74 | |
| 17. Konzernbilanzgewinn | 5.011.166,54 | 6.272.955,02 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016
1. Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 wurde wie im Vorjahr nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) sowie dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Zudem wurde nach § 315 HGB ein Konzernlagebericht aufgestellt.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Darstellung und Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den allgemeinen Anforderungen des HGB für große Kapitalgesellschaften.
Die Vorschriften für die Kapital-, Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden entsprechend angewendet.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen einem bis 13 Jahre. Zugänge geringwertiger Wirtschaftsgüter werden - soweit zulässig - im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (mit Ausnahme der Wertpapiere) sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung ggf. notwendiger Wertberichtigungen und Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt unter Anwendung der Vorschrift des § 256a HGB.
Soweit Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt deren Bewertung nach den Vorschriften des § 254 HGB. Für Bestände in Finanzinstrumenten, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt die Ermittlung des aktuellen Börsen- oder Marktpreises zum Bilanzstichtag. Die Bewertung erfolgt sodann unter Beachtung des Imparitätsprinzips.
Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Langfristige Rückstellungen werden, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist, mit dem Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Latente Steuern nach § 306 HGB werden soweit erforderlich berechnet und passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2. i.V.m. § 298 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung latenter Steuern liegen die Körperschaftsteuer in Höhe von 15% sowie hierauf der Solidaritätszuschlag von 5,5% zugrunde. Darüber hinaus sind für die Gewerbesteuer ein Hebesatz von 440% und die Gewerbesteuermesszahl in Höhe von 3,5% zu berücksichtigen. Rechnerisch ergibt sich so insgesamt ein Steuersatz in Höhe von 31,23%.
Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die operative Tätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft umfasst insbesondere die Begebung von Optionsscheinen und Zertifikaten sowie den Handel mit diesen auf eigene Rechnung. Dabei werden Risiken, die sich aus den verkauften eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten ergeben, durch gegenläufige Produkte abgesichert. Aus dem Handel mit diesen Finanzinstrumenten und den Sicherungsgeschäften erzielt die Gesellschaft einen Handelserfolg, der sich aus der Differenz von An- und Verkaufskurs ermittelt. Aufgrund der Wertpapierhandelstätigkeit der Tochtergesellschaften Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG und Lang & Schwarz Broker GmbH trifft entsprechendes auch für diese Gesellschaften zu. Zur sachgerechten Darstellung der Erträge und Aufwendungen aus der Handelstätigkeit des Konzerns sowie zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr werden positive Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Umsatzerlösen bzw. negative Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Materialaufwendungen ausgewiesen.
Für den Konzernabschluss wurden die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.
3. Konsolidierungskreis
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist wie im Vorjahr nach § 290 Abs. 1 HGB Mutterunternehmen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, mit Sitz in Düsseldorf sowie der Lang & Schwarz Broker GmbH, mit Sitz in Düsseldorf.
Sämtliche Tochtergesellschaften werden nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
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| Stammkapital | Anteil der Lang & Schwarz | ||
|---|---|---|---|
| Name und Sitz der Gesellschaft | zum 31.12.2016 | Aktiengesellschaft zum 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- |
| in nom. TEUR | in % | in nom. TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf | 750 | 100,0 | 750 |
| Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf | 7.750 | 100,0 | 7.750 |
Die Beteiligung an der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG wird zu 99,99% direkt durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten. Weitere 0,01% werden treuhänderisch für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch die Lang & Schwarz Broker GmbH gehalten. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist Komplementärin der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG.
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.
Der Bilanzausweis andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen in den Sachanlagen enthält TEUR 29 Bauten auf fremden Grundstücken. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Anlagespiegel als Anlage zum Konzernanhang.
4.2 Restlaufzeiten der Forderungen
Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Gesamthöhe von TEUR 1.727 gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt:
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| 31.12.2016 | 31.12.2016 | Vorjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | > 1 Jahr | bis 1 Jahr | > 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| — Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 78 | 0 | 230 | 0 |
| — Sonstige Vermögensgegenstände | 1.636 | 13 | 1.701 | 23 |
| 1.714 | 13 | 1.931 | 23 |
Unter den Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 75.945 werden keine Beträge einer Drittbank ausgewiesen, die zugunsten der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet wurden.
4.3 Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Berichtsjahr laut Satzung unverändert TEUR 9.438 (rechnerischer Wert) und ist eingeteilt in 3.146.000 Stückaktien. Die Stammaktien lauten auf den Namen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 werden keine eigenen Anteile gehalten.
4.4 Eigene Anteile
Zum 31. Dezember 2016 werden keine eigenen Aktien im Bestand geführt. Die Entwicklung der eigenen Anteile in 2016 ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
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| Anteil am Grundkapital | Anteil am Grundkapital | |
|---|---|---|
| in EUR | in % | |
| --- | --- | --- |
| 156.741 Stücke zum 31. Dezember 2015 | 470.223 | 4,98 |
| Käufe: 6.300 Stücke zum Durchschnittskurs von 15,13 EUR/Stück | 18.900 | 0,20 |
| Verkäufe: 163.041 Stücke zum Durchschnittskurs von 18,08 EUR/Stück | 489.123 | 5,18 |
| 0 Stücke zum 31. Dezember 2016 | 0 | 0 |
Die Aktienerwerbe erfolgten zu Handelszwecken. Käufe und Verkäufe wurden zu Nominalwerten vom gezeichneten Kapital abgezogen bzw. hinzugerechnet. Beträge, die über den Nominalwert hinausgingen, wurden mit den freien Rücklagen verrechnet. Erträge, die sich aus dem Handel ergaben, erhöhten die Kapitalrücklage.
4.5 Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage betrug im Vorjahr TEUR 9.636. Durch den Handel in eigenen Anteilen hat sich diese um das positive Handelsergebnis in Höhe von TEUR 502 erhöht.
4.6 Gewinnrücklagen
Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten Veränderungen in Höhe von TEUR 1.881 aufgrund der Veräußerung eigener Anteile im Berichtsjahr. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 31. August 2016 TEUR 1.492 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Insgesamt haben sich damit die Gewinnrücklagen auf TEUR 6.138 erhöht.
4.7 Genehmigtes und bedingtes Kapital
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. August 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. August 2020 durch Ausgabe von bis zu 1.573.000 Stück neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlage einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 4.719.000,00, zu erhöhen (genehmigtes Kapital I).
Das Grundkapital der Gesellschaft ist zudem um bis zu EUR 1.800.000,00, eingeteilt in bis zu 600.000 Namensaktien als Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Optionsanleihen (bei Ausgabe an Anleiheinhaberrechte geknüpfte Bezugsrechte) und/oder Optionsaktien (bei Ausgabe an Inhaberrechte von jungen Aktien geknüpfter Bezugsrechte), zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Oktober 1998 in Verbindung mit der Änderung dieses Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 ermächtigt wurde. Sie ist nur insoweit durchgeführt, als von diesem Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird.
4.8 Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich, Aufsichtsratsvergütung sowie Prüfungs- und Beratungskosten.
4.9 Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in Gesamthöhe von TEUR 233.268 gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt:
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| 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | > 1 bis < 5 Jahre | >5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| — Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30.802 | 0 | 0 |
| — Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 782 | 0 | 0 |
| — Sonstige Verbindlichkeiten | 3.641 | 136 | 197.907 |
| 35.225 | 136 | 197.907 | |
| Vorjahr | |||
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | > 1 bis < 5 Jahre | >5 Jahre |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| — Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.714 | 0 | 0 |
| — Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 762 | 0 | 0 |
| — Sonstige Verbindlichkeiten | 6.465 | 10.209 | 149.166 |
| 8.941 | 10.209 | 149.166 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 28.069 Salden auf laufenden Bankkonten, die bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG geführt wurden.
Bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterhaltene Guthaben auf laufenden Konten sowie Wertpapierbestände wurden im Rahmen einer Sicherheitenvereinbarung hierfür verpfändet.
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
5.1 Umsatzerlöse
Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigt in allen Geschäftsbereichen Wertpapierhandelsgeschäfte und bietet hieran angrenzende Dienstleistungen an. Vor diesem Hintergrund liegen keine Märkte, die sich nach ihren Tätigkeiten oder geographisch wesentlich voneinander unterscheiden, vor.
5.2 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 990 betreffen im Wesentlichen:
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| TEUR | |
|---|---|
| — Periodenfremde Erträge | 587 |
| — Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 255 |
| 842 |
5.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.663 werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 500 ausgewiesen. Periodenfremde Erträge (vgl. unter 5.2 Sonstige betriebliche Erträge) und periodenfremde Aufwendungen ergaben sich im Wesentlichen aufgrund Änderungen im Umsatzsteuerrecht mit Auswirklungen auf Innenumsätze mit den Konzerngesellschaften.
5.4 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Steuern von Einkommen und vom Ertrag wurden für das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit berücksichtigt.
5.5 Angaben zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung geht bei Ihrer Ermittlung von dem Konzernüberschuss vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 6.846 aus, welcher sich aus dem Konzernüberschuss in Höhe von TEUR 4.729 zuzüglich der Ertragssteuern in Höhe von TEUR 2.117 ergibt.
In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel in Form der Liquidität ersten Grads einbezogen. Hierzu zählen der Kassenbestand in Höhe von TEUR 35 und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 75.817. Von diesen werden jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 28.069 abgezogen.
Bedeutende zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge lagen im Geschäftsjahr 2016 nicht vor.
5.6 Wesentliche Beträge bestimmter Konzernbilanzposten
Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich sowie Prüfungs- und Beratungskosten.
6. Sonstige Angaben
6.1 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus laufenden Verträgen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.193.
Im Rahmen des Kreditvertrags der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG mit HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wurde vereinbart, dass Vermögenswerte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die diese bei HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterhält, zur Deckung von Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG aus der Handelstätigkeit gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG herangezogen werden können. Zudem hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine unbegrenzte Bürgschaftserklärung für Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen nicht vor. Daneben hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine Bürgschaftserklärung bis zur Höhe von TEUR 1.000 für Verpflichtungen der Lang & Schwarz Broker GmbH abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen auch hier nicht vor.
Weitere Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, die zur Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, betreffen Angaben nachstehend unter Gliederungspunkt 6.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB, soweit sich diese auf Futurebestände beziehen, welche zur Absicherung im Portfolio gehalten werden.
6.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB
Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist Verpflichtungen insbesondere aus selbst begebenen Produkten sowie aus sonstigen Geschäften aus, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen werden. Der Ausweis erfolgt in Höhe von TEUR 1.859 unter den sonstigen Wertpapieren sowie in Höhe von TEUR 201.243 unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Grundgeschäfte beinhalten neben Risiken aus der Kursschwankung von Indizes in Höhe von TEUR 5.875 (DAX, MDAX und SDAX), aus einzelnen Aktienwerten und Themenzertifikaten in Höhe von TEUR 194.813 auch Risiken aus Kursschwankungen von Rohwaren in Höhe von TEUR 346 (Gold, Silber, Platin, Palladium, Kupfer, Gas und Rohöl), bezogen auf den Bund-Future in Höhe von TEUR 171 und der Wechselkursrelation (USD/EUR bzw. GBP/EUR) von TEUR 39. Für die jeweiligen Risiken wurden gesonderte Bewertungseinheiten gebildet. Bewertungseinheiten werden in Form von Makrooder Portfolio-Hedges abgebildet.
Durch den Verkauf von eigenen Produkten auf alle genannten Risikoarten geht der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft offene Positionen bezogen auf die jeweils zugrundeliegenden Finanzinstrumente (Underlying) ein. Diese Risiken werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgesichert. Die Sicherung erfolgt durch entsprechende Gegengeschäfte und/oder im Rahmen eines dynamischen Deltahedgings direkt durch gegenläufige Positionen im Underlying. Hierdurch ist, jeweils bezogen auf die einzelnen Risiken, sichergestellt, dass sich Wert- und Zahlungsströme weitgehend ausgleichen. Sicherungsinstrumente werden untergliedert nach den gebildeten Bewertungseinheiten wie folgt bilanziert:
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| Bewertungseinheiten | Sonstige Wertpapiere | Sonstige Vermögensgegenstände | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Sonstige Verbindlichkeiten | Schwebende Geschäfte 2) |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| DAX 1), MDAX und SDAX | 16.145 | 201 | 17 | - | -22.448 |
| Einzelne Aktienwerte und Themenzertifikate | 165.939 | - | 84 | - | 1.178 |
| Rohwaren 1) | 4 | - | - | - | 2.725 |
| Bund-Future 1) | - | 73 | - | - | -9.685 |
| Wechselkursrelationen 1) | 54 | - | - | - | 2.253 |
1) Im Rahmen der Sicherungsbeziehungen werden auch Bestände in Futures einbezogen, deren Ergebnisse in Höhe der Variation Margin direkt erfolgswirksam vereinnahmt werden.
2) Kontraktgröße multipliziert mit dem Basispreis (ggf. in Währung)
Der Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument besteht für den Zeitraum, in welchem das Grundgeschäft durch die Gesellschaft gehalten wird. Wird die Position aus den selbst begebenen Produkten geschlossen, erfolgt auch eine Schließung der Sicherungspositionen.
Im Rahmen des Risikomanagementsystems der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden die Risiken aus den Positionen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente überwacht. Hierzu wurde auch im Hinblick auf die Bewertungseinheiten ein Limitsystem installiert, das täglich überwacht, welche Risiken untergliedert nach Aktienkurs-, Rohwaren-, Zins- und Wechselkursrisiken die Gesellschaft eingeht, und die Auslastung von vorgegebenen Limiten berechnet sowie an den Vorstand berichtet. Zudem erfolgt täglich eine Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung in Form einer quantitativen Sensitivitätsanalyse nach der Market-Shift-Methode. Des Weiteren wird auch auf die Ausführungen zum Risikomanagement der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Lagebericht verwiesen.
Ergebnisse aus den Bewertungseinheiten werden nach der Durchbuchungsmethode erfasst, dabei werden für die ausgewiesenen Finanzinstrumente, soweit möglich, Marktwerte aktiver Märkte herangezogen. Sollte dies nicht möglich sein, etwa bei Optionsbeständen, erfolgt eine Bewertung mit Hilfe des finanzmathematischen Modells Black-Scholes oder im Fall von american-style-Optionen mit Hilfe des Modells von Cox-Ross-Rubinstein. Den Berechnungen der finanzmathematischen Modelle liegen insbesondere Zinssätze, Indizes und andere Underlyingkurse zugrunde. Die für die Berechnungen notwendigen Volatilitäten werden, soweit möglich, aus am Markt gehandelten Produkten abgeleitet. Gegebenenfalls wird auf alternative Daten oder Berechnungen zurückgegriffen.
6.3 Namen und Bezüge der Organmitglieder
Vorstandsmitglieder der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2016 waren:
— Herr André Bütow, Dipl.-Kaufmann, Neuss,
— Herr Peter Zahn, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH), Düsseldorf.
Herr Bütow ist Mitglied des Aufsichtsrats der vwd Transaction Solutions AG, Frankfurt a. M. Herr Zahn ist Mitglied des Aufsichtsrats der Backbone Technology AG, Hamburg, sowie der PAN AMP AG, Hamburg.
Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt zusammen:
— Herr Michael Schwartzkopff, Rechtsanwalt aus Köln, Vorsitzender,
— Herr Dipl.-Volkswirt Andreas Willius, selbständiger Berater aus Frankfurt am Main, stellvertretender Vorsitzender,
— Herr Thomas Schult aus Hamburg, Bankkaufmann bei der M.M.Warburg & CO KGaA in Hamburg.
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bemessen sich nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2016. Insgesamt beliefen sich die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 208.
6.4 Honorar des Abschlussprüfers
Im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorare betragen TEUR 116 für Abschlussprüfungen sowie TEUR 2 für andere Bestätigungen.
6.5 Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft
Am Aktienkapital der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden zum 31. Dezember 2016 — soweit bekannt — keine Beteiligung von mehr als dem vierten Teil der Aktien an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten.
6.6 Mitarbeiter
In 2016 waren im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach Quartalsendständen gerechnet durchschnittlich 49 Personen (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren 50 Mitarbeiter (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt:
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| 31.12.2016 | ||
|---|---|---|
| männlich | weiblich | |
| --- | --- | --- |
| Vorstand | 2 | 0 |
| Mitarbeiter | 40 | 8 |
6.7 Offenlegung
Der Konzernabschluss nach HGB zum 31. Dezember 2016 nebst Konzernlagebericht 2016 sowie weitere Unterlagen nach § 325 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2016 werden dem Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.
Der Offenlegungsbericht nach § 26a KWG i.V.m. Art. 435 ff Verordnung (EU) 575/2013 (CRR), wird durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als übergeordnetes Institut für die Lang & Schwarz Gruppe erstellt. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft veröffentlicht diesen Bericht mit allen Pflichtangaben auf ihrer Homepage.
7. Nachtragsbericht
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lang & Schwarz Gruppe haben könnten und über die zu berichten wäre, liegen nicht vor.
8. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2016
Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 5.991 wurde gemäß Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vom 31. August 2016 eine Dividende von EUR 1,43 je gewinnberechtigte Aktie, mithin TEUR 4.499, an die Aktionäre ausgeschüttet. TEUR 1.492 wurden gemäß Hauptversammlungsbeschluss in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die voraussichtlich im Juli 2017 in Düsseldorf stattfindet, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 4.178 die Zahlung einer Dividende je gewinnberechtigter Aktie von EUR 1,15 vorzuschlagen. Für den übersteigenden Betrag soll der Hauptversammlung die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen vorgeschlagen werden.
Düsseldorf, den 24. April 2017
Der Vorstand
André Bütow
Peter Zahn
Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
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| Historische Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2016 | Zugänge | Abgänge | Umgliederung | 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| 1. Software | 3.413.660,78 | 221.676,66 | 887.684,61 | 20.760,00 | 2.768.412,83 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 65.125,00 | 4.760,00 | 0,00 | -20.760,00 | 49.125,00 |
| 3.478.785,78 | 226.436,66 | 887.684,61 | 0,00 | 2.817.537,83 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 536.316,58 | 31.838,50 | 0,00 | 0,00 | 568.155,08 |
| 2. Hardware | 2.364.660,43 | 222.586,10 | 958.577,27 | 0,00 | 1.628.669,26 |
| 3. Bauten auf fremden Grundstücken (Einbauten) | 245.094,44 | 8.930,36 | 0,00 | 15.375,87 | 269.400,67 |
| 4. Geleistete Anzahlung auf technische Anlagen | 0,00 | 15.375,87 | 0,00 | -15.375,87 | 0,00 |
| 5. GWG/GWG Sammelkonto | 7.265,87 | 34.528,58 | 36.556,55 | 0,00 | 5.237,90 |
| 3.153.337,32 | 313.259,41 | 995.133,82 | 0,00 | 2.471.462,91 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Beteiligungen | 632.400,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 632.400,00 |
| 632.400,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 632.400,00 | |
| 7.264.523,10 | 539.696,07 | 1.882.818,43 | 0,00 | 5.921.400,74 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2016 | Zugänge | Abgänge | Zuschreibungen | Umgliederung | 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Anlagewerte | ||||||
| 1. Software | 2.402.879,68 | 298.503,16 | 857.157,51 | 0,00 | 0,00 | 1.844.225,33 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.402.879,68 | 298.503,16 | 857.157,51 | 0,00 | 0,00 | 1.844.225,33 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 429.568,69 | 17.747,50 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 447.316,19 |
| 2. Hardware | 2.084.283,43 | 127.747,60 | 958.555,27 | 1.253.475,76 | ||
| 3. Bauten auf fremden Grundstücken (Einbauten) | 167.099,44 | 35.890,23 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 202.989,67 |
| 4. Geleistete Anzahlung auf technische Anlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5. GWG/GWG Sammelkonto | 7.265,87 | 34.528,58 | 36.556,55 | 0,00 | 0,00 | 5.237,90 |
| 2.688.217,43 | 215.913,91 | 995.111,82 | 0,00 | 0,00 | 1.909.019,52 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 5.091.097,11 | 514.417,07 | 1.852.269,33 | 0,00 | 0,00 | 3.753.244,85 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | Vorjahr | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Anlagewerte | ||
| 1. Software | 924.187,50 | 1.010.781,10 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 49.125,00 | 65.125,00 |
| 973.312,50 | 1.075.906,10 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 120.838,89 | 106.747,89 |
| 2. Hardware | 375.193,50 | 280.377,00 |
| 3. Bauten auf fremden Grundstücken (Einbauten) | 66.411,00 | 77.995,00 |
| 4. Geleistete Anzahlung auf technische Anlagen | 0,00 | 0,00 |
| 5. GWG/GWG Sammelkonto | 0,00 | 0,00 |
| 562.443,39 | 465.119,89 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Beteiligungen | 632.400,00 | 632.400,00 |
| 632.400,00 | 632.400,00 | |
| 2.168.155,89 | 2.173.425,99 |
Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
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| Angaben in EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | |
|---|---|---|---|---|
| Stammaktien | Gewinnrücklagen | Bilanzgewinn | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1.1.2015 | 9.438.000,00 | 9.635.669,97 | 3.232.985,31 | 5.196.825,55 |
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | -1.883.931,54 | 0,00 | ||
| Veräußerung eigener Anteile | 777,11 | 3.107,89 | ||
| Gezahlte Dividenden | -3.497.130,00 | |||
| Übrige Veränderungen | ||||
| - Einstellung in die Gewinnrücklagen | 1.413.707,74 | -1.413.707,74 | ||
| - übriges Konzernergebnis | 5.986.967,21 | |||
| Konzerngesamtergebnis | 1.413.707,74 | 4.573.259,47 | ||
| Stand 31.12.2015 | 9.438.000,00 | 9.636.447,08 | 2.765.869,40 | 6.272.955,02 |
| Stand am 1.1.2016 | 9.438.000,00 | 9.636.447,08 | 2.765.869,40 | 6.272.955,02 |
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | -76.453,33 | 0,00 | ||
| Veräußerung eigener Anteile | 501.986,15 | 1.957.276,98 | ||
| Gezahlte Dividenden | -4.498.780,00 | |||
| Übrige Veränderungen | ||||
| - Einstellung in die Gewinnrücklagen | 1.491.726,27 | -1.491.726,27 | ||
| - übriges Konzernergebnis | 4.728.717,79 | |||
| Konzerngesamtergebnis | 1.491.726,27 | 3.236.991,52 | ||
| Stand 31.12.2016 | 9.438.000,00 | 10.138.433,23 | 6.138.419,32 | 5.011.166,54 |
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| Angaben in EUR | Eigene Anteile | Eigenkapital des Mutterunternehmens |
|---|---|---|
| gemäß Konzernbilanz / Konzerneigenkapital | ||
| --- | --- | --- |
| Stand am 1.1.2015 | 0,00 | 27.503.480,83 |
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | -471.000,00 | -2.354.931,54 |
| Veräußerung eigener Anteile | 777,00 | 4.662,00 |
| Gezahlte Dividenden | -3.497.130,00 | |
| Übrige Veränderungen | ||
| - Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0,00 | |
| - übriges Konzernergebnis | 5.986.967,21 | |
| Konzerngesamtergebnis | 5.986.967,21 | |
| Stand 31.12.2015 | -470.223,00 | 27.643.048,50 |
| Stand am 1.1.2016 | -470.223,00 | 27.643.048,50 |
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | -18.900,00 | -95.353,33 |
| Veräußerung eigener Anteile | 489.123,00 | 2.948.386,13 |
| Gezahlte Dividenden | -4.498.780,00 | |
| Übrige Veränderungen | ||
| - Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0,00 | |
| - übriges Konzernergebnis | 4.728.717,79 | |
| Konzerngesamtergebnis | 4.728.717,79 | |
| Stand 31.12.2016 | 0,00 | 30.726.019,09 |
Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
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| 1.1. - 31.12.2016 | 1.1. - 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Konzernüberschuss vor Ertragsteuern | 6.846 | 8.690 | |
| Im Konzernüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash Flow aus operativer Tätigkeit | |||
| +/- | Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens und auf immaterielle Vermögenswerte | 514 | 409 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (ohne Steuerrückstellungen) | -475 | -512 |
| +/- | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 3.969 | 12.837 |
| -/+ | Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 31 | 0 |
| +/- | Sonstige Anpassungen | -3.263 | -2.485 |
| Zwischensumme | 7.622 | 18.939 | |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile | |||
| -/+ | Zunahme/Abnahme der nicht zum Finanzmittelfonds zuzurechnenden Forderungen an Kreditinstituten | 101 | -4 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 29 | 138 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme Wertpapiere | -17.603 | -55.948 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme anderer Aktiva | 449 | 12.983 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der nicht dem Finanzmittellfonds zuzurechnenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.811 | -382 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20 | 142 |
| +/- | Zunahme/Abnahme anderer Passiva | 28.919 | 40.877 |
| + | Erhaltene Zinsen und Dividenden | 3.328 | 2.559 |
| - | Gezahlte Zinsen | -50 | -75 |
| + | Erstattete Ertragsteuern | 9 | 0 |
| - | Gezahlte Ertragsteuern | -5.078 | -2.252 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 19.557 | 16.977 | |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 0 | 156 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -313 | -348 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 0 | 256 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -226 | -728 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 0 | 0 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | 0 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -539 | -664 | |
| + | Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 0 |
| -/+ | Nettoveränderung aus Käufen und Verkäufen eigener Anteile | 2.853 | -2.350 |
| - | Ausschüttungen | -4.499 | -3.497 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -1.646 | -5.847 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 30.411 | 19.945 | |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 19.557 | 16.977 | |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -539 | -664 | |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -1.646 | -5.847 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 17.372 | 10.466 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 47.783 | 30.411 | |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | |||
| Kassenbestand | 35 | 2 | |
| Täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 47.748 | 30.409 | |
| 47.783 | 30.411 |
Offenlegung im Sinne des § 26 a Absatz 1 Satz 2 KWG zum Stichtag 31. Dezember 2016
(Country-by-Country-Reporting)
CRR-Institute haben nach § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG auf konsolidierter Basis zusätzliche Angaben offenzulegen.
Zu den Angaben, die im Rahmen der Offenlegungsanforderungen darzulegen sind, fallen:
— die Firmenbezeichnung, die Art der Tätigkeiten und die geografische Lage der Niederlassungen,
— der Umsatz,
— die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Volläquivalenten,
— der Gewinn oder Verlust vor Steuern,
— die Steuern auf den Gewinn oder Verlust,
— erhaltene öffentliche Beihilfe.
Der Umsatz wird nach den handelsrechtlichen Vorgaben ermittelt und umfasst das Zinsergebnis, die Umsatzerlöse und die Materialaufwendungen sowie die sonstigen betrieblichen Erträge. Hinsichtlich der Ermittlung der Umsatzerlöse und der Materialaufwendungen wird auf die Ausführungen im Konzernanhang unter 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verwiesen.
Die Anzahl Lohn- und Gehaltsempfänger in Volläquivalenten (Anzahl der Beschäftigten) wird auf Basis von Vollzeitäquivalenten entsprechend der handelsrechtlichen Regelung gem. § 267 Abs. 5 HGB angegeben (nach Quartalsendständen berechneter Durchschnittswert).
Der Gewinn oder Verlust vor Steuern wird aus dem Konzernüberschuss zuzüglich Steueraufwendungen bzw. abzüglich Steuererträge aus dem Einkommen oder dem Ertrag ermittelt.
Bei der Angabe zu den Steuern auf den Gewinn oder Verlust ist zu berücksichtigen, dass die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft sowie Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG ein Steuersubjekt für Zwecke der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer darstellen. Die Lang & Schwarz Broker GmbH gilt als eigenständiges Steuersubjekt. Die Angaben betreffen daher zum einen die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und zum anderen die Lang & Schwarz Broker GmbH. Der Steueraufwand setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer in Höhe von 15% auf die körperschaftsteuerliche Bemessungsgrundlage, 5,5% Solidaritätszuschlag auf die Summe der Körperschaftsteuer sowie 3,5% auf die gewerbesteuerliche Bemessungsgrundlage unter Berücksichtigung eines Hebesatzes von 440%. Auf die Ausführungen zu latenten Steuern im Konzernanhang unter 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wird verwiesen.
Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften erhielten keine öffentlichen Beihilfen im Geschäftsjahr 2016.
Nachstehend kommt die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Konzernmuttergesellschaft diesen Offenlegungsanforderungen in tabellarischer Form nach. Dabei ist zu beachten, dass die konsolidierten Konzerngesellschaften ausschließlich in Deutschland ansässig sind und keine Niederlassungen unterhalten werden.
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| Firmenbezeichnung | Lang & Schwarz Aktiengesellschaft | Lang & Schwarz Broker GmbH | Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG | HGB Konsolidierungskreis (Konzernmutter Lang & Schwarz Aktiengesellschaft) |
|---|---|---|---|---|
| Art der Tätigkeit | Finanzunternehmen / Finanzholdinggesellschaft | Wertpapierhandelsbank | Finanzdienstleistungsinstitut | Finanzholdinggruppe |
| Sitz | Düsseldorf | Düsseldorf | Düsseldorf | Düsseldorf |
| Umsatz in TEUR | 18.842 | 2.955 | 5.466 | 24.158 |
| Anzahl der Beschäftigten | 36 | 15 | 38 | 49 |
| Gewinn / Verlust vor Steuern in TEUR | 6.295 | 8 | 2 | 6.846 |
| Steuern auf Gewinn / Verlust in TEUR | 2.117 | 0 | 0 | 2.117 |
„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.”
Berlin, den 16. Mai 2017
**Dohm ■ Schmidt ■ Janka
Revision und Treuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Wolfgang Janka
Wirtschaftsprüfer
Matthias Schmidt
Wirtschaftsprüfer