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Lang + Schwarz AG — Annual Report 2014
May 20, 2015
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2014
LANG & SCHWARZ Aktiengesellschaft
Inhaltsverzeichnis zum Geschäftsbericht
| Vorwort des Vorstands | 3 |
|---|---|
| Bericht des Aufsichtsrats | 6 |
| Konzernlagebericht 2014 | 12 |
| Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 | 28 |
| Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014 | 28 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2014 | 29 |
| Konzernanhang 2014 | 31 |
| Kapitalflussrechnung 2014 | 41 |
| Konzerneigenkapitalspiegel 31. Dezember 2014 | 42 |
| Wiedergabe des Bestätigungsvermerks | 44 |
LANG & SCHWARZ Ι AKTIENGESELLSCHAFT LANG & SCHWARZ Ι Broker
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist die Holding-Gesellschaft einer Gruppe von Finanzdienstleistern, die rund 50 Mitarbeiter beschäftigt. Operativ ist die AG bei der Entwicklung strukturierter Produkte tätig. Gegründet wurde das Unternehmen 1996.
Die Lang & Schwarz Broker GmbH bietet klassisches Brokerage, Market Making sowie Beratung beim Going & Being Public, inklusive IPO- und Corporate-Finanz-Beratung und ist Listing-Partner der Deutschen Börse und Kapitalmarktpartner der Börse Düsseldorf.
LANG & SCHWARZ Ι TRADECENTER LANG & SCHWARZ Ι Gate
Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG betreibt die führende Plattform für außerbörslichen Handel in Deutschland. Kunden von über 13 Partnerbanken wird der Handel mit in- und ausländischen Aktien, Fonds, Bonds und ETF's, ETC's, ETN's sowie mit eigenen Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft angeboten.
Die Lang & Schwarz Gate GmbH ist seit über zehn Jahren erfolgreich für die Entwicklung, den Betrieb und die Sicherheit der Informations- und Kommunikationsstruktur des Lang & Schwarz Konzerns aktiv.
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
die erwartete Niedrigzinsphase ist da und im Moment sieht es ganz danach aus, als wenn wir noch ein wenig darin verbleiben. Renditen von Bundesanleihen im 10 jährigen Bereich nahe Null, vor gar nicht so langer Zeit noch völlig unvorstellbar, gehören inzwischen zum Tagesgeschäft. Und der Bundfuture eilt munter weiter von einem Allzeithoch zu nächsten. Der EURO fiel nicht nur gegen den US-Dollar und der Ölpreis ging zurück in Regionen, die während der heißen Spekulationsphase als nicht mehr erreichbar galten. Die Immobilienpreise in den Ballungszentren schlagen derweil Kapriolen. Das sind einige der Rahmenbedingungen, denen sich der gestresste, die Inflation fürchtende Investor auf seiner Suche nach Geldanlage heute gegenüber sieht. Und in dem Umfeld deswegen auch wieder vermehrt an die Börse zurückkehrt? Neben den Ausländern, die als Haupttreiber des Anstieges im DAX gelten, haben auch die Retailkunden und damit die Kunden des LS TradeCenter diesen Weg an die Börse vermehrt zurückgefunden. Krisen um die Ukraine oder die anhaltende Debatte um einen Austritt Griechenlands aus dem EURO führen zwar kurzfristig zu Irritationen an den Märkten mit entsprechenden Kursschwankungen, die sich aber bisher immer als Einstiegs- oder Tradingchancen entpuppt haben. Für unsere Kunden haben wir in diesem Umfeld auch im 15'ten Jahr des LS Tradecenters wieder die richtigen Produkte und Dienstleistungen anbieten können. Die Umsätze im LS TradeCenter sind in 2014 weiterhin stark gestiegen, unser Angebot und die Preisstellung im Market Making fand gleichermaßen bei Aktien, Fonds, Bonds, ETFs/ETCs als auch bei selbst emittierten Derivaten bei unseren Kunden Anklang. An der EUWAX konnten wir mit unseren Wikifoliozertifikaten 2014 den ersten Platz bei den Indexpartizipationsscheinen belegen, mit drei Wikifoliozertifikaten waren wir erstmals unter den Top 10 der meisterverkauften Indexzertifikate vertreten. Dies zeigt wieder deutlich, dass Wikifolio nicht nur immer besser bei den Kunden ankommt, sondern auch weiter wächst. Das Hedgevolumen hat mit über EUR 5 Mrd. eine inzwischen durchaus beachtliche Größenordnung erreicht. Die Anzahl der investierbaren Wikifolios beträgt zwischenzeitlich über 3.000. Neben Österreich wurde mit dem Marktstart in der Schweiz in 2015 die Internationalisierung von wikifolio weiter vorangetrieben. Wir haben bei der Kapitalerhöhung der wikifolio Financial Technologies AG im Mai 2014 mitgezogen und halten somit unseren strategischen Anteil von 5% konstant. Auch wenn bei der einen oder anderen Entwicklung am Kapitalmarkt die Keimzelle für die nächste Blase gelegt wird, die dann auch irgendwann mal mit lautem Knall platzt, so glauben wir, dass das Thema Social Trading keine Modeerscheinung ist, sondern seinen festen Platz innerhalb der Anlagealternativen abseits der Beratung durch die Banken festigen und weiter ausbauen wird. Mit unserer Kooperation mit einer der am stärksten wachsenden Plattformen sind wir damit auch bei diesem Thema bestens positioniert.
Auch die Umsatzentwicklung auf Quotrix verlief mit dem Gewinn einer Best-Ex-Policy im zweiten Halbjahr 2014 erfreulich. Hier muss sich zeigen, inwieweit bei zunehmendem Wettbewerb auch in Zukunft in diesem Bereich gepunktet werden kann.
Spannend bleibt auch das Thema "Regulierung mit Augenmaß". Es bleibt abzuwarten, ob die notwendige Verschärfung der Überwachung und Regulierung auch so umgesetzt wird, dass sie das Gewünschte erreicht. Wir sind durch die Mitarbeit in mehreren Gremien nahe an der Sacharbeit dran und konnten bisher durch die Flexibilität unsere Konzerngruppe immer sowohl den Vorgaben des Gesetzgebers und der Aufsicht als auch den Wünschen unserer Kunden entsprechen.
In 2014 haben wir den Konzernüberschuss mehr als verfünffachen können. Der Kurs unserer Aktie stieg im Geschäftsjahr 2014 um mehr als 80% und wir planen eine Dividende von €1,17 für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten. Dies alles wäre ohne die außerordentliche Leistung aller unserer Mitarbeiter nicht möglich gewesen, denen an dieser Stelle unser Dank gilt. Wir können wirklich stolz auf das Erreichte sein, ohne dabei den Ansporn zu verlieren, in 2015 wieder ein tolles Ergebnis zu erzielen.
Bei der Wahl zum Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung im August 2014 traten zwei Mitglieder nach langjähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl an. Herr von Ciriacy Wantrup und Herr Lieske haben über 16 Jahre für die Lang & Schwarz AG durchgehend hervorragende Dienste im Aufbau und bei der Positionierung unseres Unternehmens geleistet. Durch ihre umsichtige Aufsichtsratstätigkeit und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit haben sie Ihren Anteil zum Erfolg unseres Unternehmens beigetragen. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.
Düsseldorf, im Mai 2015
Der Vorstand
André Bütow Peter Zahn
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
viele neue Themen im regulatorischen Umfeld der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften haben diese im Geschäftsjahr 2014 beschäftigt. Besonders zu nennen sind hier die aufsichtsrechtlichen Neuerungen im Zusammenhang mit der Verordnung (EU) 575/2013 (CRR) wodurch der Finanzindustrie mit dem 1. Januar 2014 eine vollständig überarbeitete Solvenzaufsicht auferlegt wurde. Durch Übergangsregelungen waren einige Neuerungen erstmals nach Beginn des Geschäftsjahres 2014 anzuwenden. Mit Regulatory Technical Standards (RTS) wurden darüber hinaus durch die European Banking Authority (EBA) eine Vielzahl von Regelungen mit konkretisierendem Charakter zur CRR veröffentlicht. Nicht nur für die Gesellschaften der Lang & Schwarz Gruppe, sondern auch für den Aufsichtsrat und den Vorstand als Organe der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ergaben sich darüber hinaus Neuerungen auch im Zusammenhang mit der Umsetzung der CRD IV Richtlinie (Richtlinie 2013/36 (EU)) und den sich hieraus ergebenden gesetzlichen Neuerungen des KWG. Viele dieser Neuerungen aus der CRD IV Richtlinie waren im Geschäftsjahr 2014 erstmals anzuwenden, sie haben aber kontinuierliche Auswirkungen auf die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.
Das geschäftliche Umfeld war durch die noch immer anhaltende europäische Staatsschuldenkrise geprägt. Negative Meldungen wurden umgehend vom Markt aufgenommen und führten mehrfach zu steigender Volatilität. Nicht zuletzt waren Unruhen durch den Konflikt um die Krim zwischen Russland und der Ukraine im Fokus der Märkte und fanden ihren Niederschlag in Kursentwicklungen. Auch hier waren Kursschwankungen die Folge. Gleichwohl wählten Anleger aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) insbesondere vermehrt auch Aktienanlagen als alternative Geldanlage aus. Hierdurch kam es vermehrt zu steigenden Handelsvolumen, von denen der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft profitiert hat. In dem beschriebenen Umfeld bewegte sich die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2014 souverän und konnte ihre Geschäftsfelder, insbesondere im Market Making und in der Begebung von Themenzertifikaten, weiter ausbauen.
Mit einem außerordentlich guten Ergebnis schloss der Konzern daher das Geschäftsjahr 2014 ab, wozu wir bereits an dieser Stelle den Vorstand sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beglückwünschen möchten.
Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat
Mit der Hauptversammlung am 28. August 2014 endete die Amtszeit der Herren Jochen von Ciriacy-Wantrup und Aribert Lieske. Beide stellten sich nicht erneut zur Wahl. Beide Herren waren langjährig mit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft geschäftlich verbunden und gehörten dem Aufsichtsrat seit der Umwandlung der Lang & Schwarz Börsenmakler GmbH in die heutige Aktiengesellschaft im Jahr 1998 an. Herr von Ciriacy-Wantrup war dabei über sechzehn Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender tätig und Herr Lieske eben solange als stellvertretender Vorsitzender.
Der Aufsichtsrat dankt den Herren von Ciriacy-Wantrup und Lieske auch im Namen des Vorstands und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr herzlich für die vielen Jahre engagierter, vertrauensvoller und umsichtiger Aufsichtsratsarbeit.
Zu neuen Aufsichtsratsmitgliedern wurden in der Hauptversammlung am 28. August 2014 Herr Andreas Willius und Herr Michael Schwartzkopff, der Unterzeichner dieses Berichts, gewählt. Herr Thomas Schult stellte sich zur Wiederwahl und wurde in seinem Amt bestätigt.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat begleitete die Entwicklung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in enger Absprache mit dem Vorstand. Den regulatorischen Änderungen wurde dabei eben so viel Aufmerksamkeit gewidmet, wie weiteren rechtlichen und auch geschäftlichen Anpassungen und Entwicklungen. Insbesondere wurde erneut darauf geachtet, ob Änderungen gegebenenfalls einen unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsmodelle im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft haben könnten. Die anhaltenden Neuregelungen durch den europäischen und den nationalen Gesetzgeber erfordern die stetige Bereitschaft von Vorstand und Aufsichtsrat, sich mit den unterschiedlichen neuen Themen der Aufsicht zu befassen.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, auch außerhalb von Sitzungen, über die geschäftliche Entwicklung unterrichtet und ist dabei seinen Berichtspflichten jederzeit nachgekommen. Er hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum sowohl mündlich als auch schriftlich informiert. Dem Aufsichtsrat wurden finanzielle und personelle Ressourcen ausreichend zur Verfügung gestellt. Dies beinhaltet auch die Begleitung der neuen Mitglieder des Aufsichtsrats bei der Einarbeitung in ihre Aufgaben und das Angebot von Möglichkeiten zur kontinuierlichen Weiterbildung.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat war und ist zu jedem Zeitpunkt als vertrauensvoll und förderlich für die Belange der Gesellschaft zu bezeichnen. Meinen aktuellen Aufsichtsratskollegen und mir, als auch den ehemaligen Aufsichtsratsmitgliedern, wurden jederzeit eingehende Erläuterungen sowie Begründungen zu allen Geschäftsbelangen dargelegt. Der gesamte Aufsichtsrat hat sich stets von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen können.
Arbeit des Aufsichtsrats
Im abgelaufenen Geschäftsjahr trat der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zu insgesamt fünf Sitzungen in den Geschäftsräumen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zusammen. An diesen haben jeweils alle Mitglieder persönlich teilgenommen bzw. in einer Sitzung wurde ein kurzfristig erkranktes Mitglied telefonisch zugeschaltet. Darüber hinaus wurden drei Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im Umlaufverfahren herbeigeführt.
Im Rahmen der turnusmäßigen Quartalssitzungen des Geschäftsjahres 2014 wurde die wirtschaftliche Entwicklung des gesamten Konzerns erläutert. Dabei wurde neben Darstellungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auch die Ertragsentwicklung der einzelnen Geschäftsfelder in den operativen Bereichen innerhalb des Konzerns dargestellt und erläutert. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung erhielten die Aufsichtsratsmitglieder weitere, vertiefende Unterlagen zu jeder Aufsichtsratssitzung. Auch die Risikoberichterstattung und die Darstellung des Risikomanagements für den gesamten Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und in den rechtlich selbständigen Einheiten erfolgte laufend in den Quartalssitzungen. Hierbei wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats über die Kennzahlen der Risikotragfähigkeitsberechnungen, Limitauslastungen und andere Risikokennziffern unterrichtet. Auch die Entwicklung der Liquidität des Konzerns wurde dargestellt. Die Unterlagen wurden kritisch hinterfragt und – soweit erbeten – wurden zusätzliche Informationen durch den Vorstand oder durch hinzugezogene sachkundige Mitarbeiter stets unverzüglich bereitgestellt, die vertiefenden Einblicke zur Zufriedenheit der Aufsichtsräte zuließen. Zu internen und externen Untersuchungen und Prüfungen haben wir uns unterrichten lassen bzw. erhielten turnusmäßig aktualisierende Auskünfte.
Es wurde nicht nur turnusmäßig über die laufende Geschäftsentwicklung, die Finanzlage und über bedeutende Geschäftsvorfälle – soweit vorhanden – berichtet, sondern auch der Geschäftsverlauf, die Plan- und Zieleinhaltung, sowie Abweichungen von diesen waren Gegenstand der Erörterungen. Immer wieder waren auch Neuerungen der europäischen und nationalen Aufsicht bzw. Änderungen der gesetzlichen Anforderungen Gegenstand der Besprechungen, in und auch außerhalb von Sitzungen.
Der Aufsichtsrat stimmte im Umlaufbeschluss vom 05. Februar 2014 einstimmig der Erhöhung der Beteiligung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft an der wikifolio Financial Technologies GmbH, Wien, zu.
In der ersten Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres 2014 wurden am 26. Februar 2014 schwerpunktmäßig das vierte Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2013 behandelt, sowie der Verlauf des gesamten Jahres 2013 zusammenfassend dargestellt. Gegenstand der Sitzung war auch die vom Vorstand vorgetragene Geschäftsstrategie ab dem Jahr 2014. Der Aufsichtsrat erörterte zudem die Vergütungssysteme für Vorstand und für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern für das Geschäftsjahr 2014. Besprochen wurden darüber hinaus die Ergebnisse des Aufsichtsrats aus Prüfungen der Anforderungen nach § 25c KWG. Im Rahmen der Sitzung beschäftigten sich die Teilnehmer erneut mit der Vorlage zur beabsichtigten Erhöhung der Beteiligung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft an der wikifolio Financial Technologies GmbH.
Im Umlaufbeschluss wurde am 28. Februar 2014 Herrn André Bütow die Kandidatur für und die Annahme einer Aufsichtsratstätigkeit genehmigt.
Am 14. Mai 2014 wurde die zweite Aufsichtsratssitzung abgehalten und vornehmlich der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2013 geprüft als auch gebilligt. An der Sitzung nahm der Abschlussprüfer teil, der, ebenso wie der Vorstand, Fragen beantwortete und vertiefende Erläuterungen zum Jahresabschluss und Konzernabschluss zur Zufriedenheit aller Aufsichtsratsmitglieder geben konnte. Weiterhin wurde zum Ergebnis für das erste Quartal 2014 berichtet und mit dem Vorstand erörtert. Der Vorstand legte im Rahmen dieser Sitzung zudem die Risikostrategie und das Konzept zur Risikotragfähigkeitsberechnung des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2014 vor. Der Aufsichtsrat stimmte in dieser Sitzung einstimmig dem Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 zu, der als Bestandteil des Geschäftsberichts 2013 offengelegt wurde.
Die vom Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vorgeschlagene Tagesordnung für die Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2014 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft am 28. August 2014 wurde im Umlaufbeschlussverfahren am 07. Juli 2014 durch den Aufsichtsrat einstimmig gebilligt und die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats zu den einzelnen Tagesordnungspunkten einstimmig beschlossen.
Im Vorfeld zur Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014 wurde in der Aufsichtsratssitzung am 27. August 2014 schwerpunktmäßig die Berichterstattung für das zweite Quartal 2014 behandelt. Der Vorstand legt in diesem Zusammenhang den Halbjahresbericht zum 30. Juni 2014 für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vor. Vertiefend wurde auch über den erwarteten Ablauf der anstehenden Hauptversammlung gesprochen.
Aufgrund der Neuwahlen zum Aufsichtsrat erfolgt am 28. August 2014 im Anschluss an die Hauptversammlung die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats in seiner neuen Besetzung. Herr Andreas Willius wurde zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt, der Unterzeichner zum Aufsichtsratsvorsitzenden. Im Rahmen der Sitzung wurde mit den neu in das Gremium gewählten Aufsichtsratsmitgliedern abgestimmt, welche einführenden Unterlagen diese zur Einarbeitung in ihre Aufgaben erhalten und darüber hinaus ein Besprechungstermin vereinbart. Am 01. Oktober 2014 fand hierzu ein Aufsichtsratsworkshop mit Informationen zum regulatorischen und geschäftlichen Umfeld der Konzerngesellschaften statt.
Gegenstand der Sitzung vom 20. November 2014 war die Berichterstattung über das dritte Quartal 2014. Mögliche Änderung der künftigen strategischen Ausrichtung des Geschäftsbereiches Financial Services wurde mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Weitere Themen betrafen unter anderem die Vorlage des Jahresberichts des Compliancebeauftragten und des EDV-Budget 2015 sowie das Konzern-Budget 2015. Der gesamte Aufsichtsrat nahm beides zustimmend zur Kenntnis. Zudem erfolgte die einstimmige Verabschiedung des Unternehmenskalenders 2015. Erstmalig beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit den
Anforderungen nach § 25d KWG und verabschiedete diesen Themenbereich vertiefend in der folgenden, ersten Sitzung im Geschäftsjahr 2015, abschließend zu behandeln.
Jahres- und Konzernabschluss 2014
Die Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG, Wirtschaftprüfungsgesellschaft wurde als Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft betraut. Dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2014 entsprechend hat die Wirtschaftprüfungsgesellschaft den Prüfungsauftrag erhalten. Nach Durchführung der Prüfungen erklärte der Abschlussprüfer, dass diese zu keinen Einwendungen geführt haben, und dass der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen wurden. Die Abschlüsse sowie die Lageberichte lagen dem gesamten Aufsichtsrat rechtzeitig vor, so dass die Unterlagen eigenen Prüfungen unterzogen werden und in der Sitzung am 19. Mai 2015 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer besprochen werden konnten. Der Abschlussprüfer erteilte uns umfassende Auskünfte und stand für anstehende Fragen zur Verfügung. Wir stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss 2014. Damit ist der Jahresabschluss 2014 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach § 172 AktG festgestellt. Gemeinsam mit dem Vorstand beabsichtigt der Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 27. August 2015, die Zahlung einer Dividende von EUR 1,17 je gewinnberechtigter Aktie aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 vorzuschlagen.
Der Aufsichtsrat stimmte in der Sitzung am 19. Mai 2015 zudem dem Inhalt des vorliegenden Berichts zu.
Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt unser ausdrücklicher Dank für die herausragenden Leistungen sowie immer währende konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Düsseldorf, im Mai 2015
Michael Schwartzkopff Vorsitzender des Aufsichtsrat
Inhaltsverzeichnis zum Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014
| 1. | Geschäftliche Aktivitäten des Konzerns | 12 | |
|---|---|---|---|
| 2. | Wirtschaftsbericht | 12 | |
| 2.1. | Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen | 12 | |
| 2.2. | Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeit | 14 | |
| 2.3. | Geschäftsentwicklung in 2014 | 14 | |
| 2.3.1. | Entwicklung in den Geschäftsbereichen | 16 | |
| 2.3.1.1. | Geschäftsbereich Issuing | 16 | |
| 2.3.1.2. | Geschäftsbereich TradeCenter | 16 | |
| 2.3.1.3. | Geschäftsbereich Fiancial Services | 17 | |
| 2.3.1.4. | Geschäftsbereich EDV-Dienstleistungen | 17 | |
| 2.3.2. | Konzernertragslage | 17 | |
| 2.3.3. | Konzernfinanzlage | 18 | |
| 2.3.4. | Konzernvermögenslage | 18 | |
| 3. | Vergütungsbericht | 19 | |
| 4. | Nachtragsbericht | 20 | |
| 5. | Risikobericht | 20 | |
| 5.1. | Risikomanagement | 20 | |
| 5.2. | Risikoarten der Geschäftstätigkeit | 20 | |
| 5.2.1. | Adressenausfallrisiko | 20 | |
| 5.2.2. | Marktpreisrisiko | 20 | |
| 5.2.3. | Liquiditätsrisiko | 21 | |
| 5.2.4. | Operationelles Risiko | 22 | |
| 5.3. | Risikotragfähigkeit | 23 | |
| 6. | Prognose- und Chancenbericht | 24 |
Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014
1. Geschäftliche Aktivitäten des Konzerns
Lang & Schwarz ist ein Finanzkonzern bestehend aus vier Konzerngesellschaften. Die geschäftliche Tätigkeit des Konzerns ist in drei maßgebliche Geschäftsbereiche unterteilt.
Die Begebung von derivativen Finanzinstrumenten mit dem Hauptaugenmerk auf Hebelprodukte ist die Haupttätigkeit der Konzernmutter Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Sie ist damit als operative Holdinggesellschaft tätig. Ihre Aktivitäten werden im Konzern unter dem Geschäftsbereich Issuing zusammengefasst. Insgesamt wurden in 2014 23.000 eigene Produkte emittiert.
Die verschiedenen Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden durch die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel unter anderem über TradeLink, an der EUWAX oder außerbörslich angeboten. Zum Ultimo 2014 quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG nahezu 12.000 derivative Finanzinstrumente der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Bezug auf inländische und ausländische Aktientitel, Indizes, Währungskursrelationen, Rohwarenkurse oder die Zinsentwicklung sowie über 2.000 wikifolio- Endlosindexzertifikate. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG stellt darüber hinaus Handelskurse für über 6.000 unterschiedliche Aktien, Fonds, ETF's, ETC's und ETN's (ETP's) sowie Anleihen. Dies erfolgt wochentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Über die Partnerbanken der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erreicht diese über 15 Millionen Privatkunden.
Die 100%-ige Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH ist eine Spezialbank im Bereich des Handels mit
Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten. Die Bank ist an den Börsen in Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Wien (Österreich) sowie auf XETRA zum Handel zugelassen und hat Zugang zu weiteren nationalen und internationalen Handelsplätzen. Das Institut stellt als Designated Sponsor verbindliche An- und Verkaufskurse auf der elektronischen Handelsplattform XETRA in Frankfurt und Wien. Die Beratung und Betreuung beim going- und being-public, einschließlich der IPO- und Corporate-Finance-Beratung bildet einen Schwerpunkt der Tätigkeit. Darüber hinaus zählen zum Dienstleistungsspektrum in eingeschränkter Form das klassische Brokergeschäft mit der Orderausführung sowie die Ausführung von aktienhandelsnahen Dienstleistungen wie die Durchführung von Aktienrückkaufprogrammen börsennotierter Unternehmen.
Die Lang & Schwarz Gate GmbH erbringt als Tochtergesellschaft der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft EDV-bezogene Dienstleistungen überwiegend für die Konzerngesellschaften.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft wuchs 2014 nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) um geschätzte 3,5% (Bruttoinlandsproduktion). Wachstumslokomotive waren die Vereinigten Staaten von Amerika. Dabei trugen in 2014 positive Arbeitsmarktdaten und steigende Unternehmensgewinne die Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung der USA. Mit der Schaffung von so vielen Arbeitsplätzen wie seit 15 Jahren nicht mehr, steuert die US-Wirtschaft damit auf eine Vollbeschäftigung zu. Die dynamische Entwicklung der US-Wirtschaft führte zu einer Aufwertung des Dollars, besonders seit April 2014, auch gegenüber dem Euro (Schlussstand 2014: 1,2099 USD je EUR). Dazu beigetragen hat auch die Andeutung einer veränderten Zinspolitik der amerikanischen Zentralbank (FED), die seit Februar 2014 erstmals mit Janet Yellen von einer Frau geführt wird.
Die Eurozone konnte dagegen in 2014 nicht überzeugen. Insbesondere Frankreich und Italien blieben hinter den Erwartungen zurück. Russland stand und steht durch die Sanktionen im Zusammenhang mit der Krimkrise, Aktionen in der Ukraine sowie den Folgen des Ölpreisverfalls massiv unter Druck. Demgegenüber konnten die reformwilligen asiatischen Staaten positiv überzeugen, allen voran China und Indien.
Die europäische Gemeinschaftswährung der nunmehr 19 Mitgliedsländer, einschließlich Litauen, und letztlich auch die europäischen Aktienmärkte, wurden stark von geldpolitischen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflusst. Im Juni und September 2014 senkte die EZB den Hauptrefinanzierungssatz in zwei Schritten auf 0,05% und die Einlagenfazilität auf -0,2%. Damit lag letztere erstmalig im negativen Bereich. Ergebnis hieraus ist, dass Banken bei der Anlage von nicht benötigten liquiden Mitteln bei der EZB künftig hierfür Zinsen zahlen. Eine Entwicklung, die erste Banken an ihre Kunden weitergeben und ebenfalls negative Habenzinsen berechnen. Außerdem beschloss die EZB ein Programm zum Aufkauf von Kreditverbriefungen (ABS) und Pfandbriefen. Die dadurch den Banken zufließenden Mittel sollen nach Auffassung der Experten der Deutschen Bundesbank die Kreditvergabe an die Industrie und die privaten Haushalte ankurbeln.
In der Eurozone herrschte in 2014 im Hinblick auf die schwelenden Staatsschuldenkrisen relative Ruhe. Bei Krisenkandidaten wie Portugal ging es zunächst erkennbar aufwärts. Im August 2014 führte der Zusammenbruch der Banco Espirito Santo jedoch kurzfristig zu Unruhen an den Finanzmärkten. Portugal griff schließlich entschlossen ein, stellte Finanzhilfen von EUR 4,9 Mrd. zur Verfügung und zerschlug die gestrauchelte Bank. Durch die Trennung in einen eigenständigen solventen Teil und einen eigenständigen Teil, der die Risiken aufnahm (Bad Bank) konnte eine Bankenkrise verhindert werden. Zum Jahresende 2014 keimten durch die innenpolitische Situation Griechenlands und sich abzeichnenden Neuwahlen Sorgen um eine Neuauflage des griechischen Euro-Ausstiegs, dem sogenannten Grexit, auf. Die Unsicherheit um einen Euro-Austritt Griechenlands besteht auch Anfang 2015 weiterhin, vielleicht nunmehr aber eher aufgrund des Ausgangs der Wahlen in Griechenland. Eine gemeinsame Gesprächsbasis für eine Lösung der Griechenlandkrise scheinen die Verhandlungsparteien jedenfalls noch nicht gefunden zu haben.
Ungelöst bleibt zunächst auch der Konflikt im Osten von Europa. Nachdem Russland die Krim unter seine Kontrolle gebracht hat und in der Ukraine die Separatistenbewegung unterstützt, treffen Sanktionen und der niedrige Ölpreis die russische Wirtschaft merklich. Beides lässt die russischen Börsenwerte sowie den Rubel fallen.
Großen Einfluss auf die globalen Volkswirtschaften hat der Verfall des Ölpreises, der bis zum Jahresende auf 53,74 USD je Barrel der Marke WTI fiel. Gegenüber einem Stand vom 31. Dezember 2013 (USD 98,69) entspricht dies einer Abwertung um 45,5%. Die Beschleunigung des Kursverfalls zum Jahresende trifft Exporteure wie Russland oder das vor einer Staatspleite stehende Venezuela immens. Verantwortlich für das Überangebot an Rohöl ist zum einen das starke Wachstum der US-Schieferölproduktion. Zum anderen trägt auch das ausbleibende Eingreifen der OPEC durch Maßnahmen wie die Drosselung der Ölfördermenge zum Überangebot an Rohöl bei.
Im Oktober 2014 wurden die Ergebnisse des mit Spannung erwarteten Bankenstresstests veröffentlicht. Die EZB prüfte 130 Banken. Insgesamt hielten 25 europäische Banken den Stressparametern nicht stand. Dabei hatten zwölf von ihnen bereits ihr Eigenkapital aufgestockt, offenkundig aber nicht ausreichend. Bis auf die Münchner Hypothekenbank kamen alle deutschen Institute durch den Test, da sie augenscheinlich, zuvor bezogen auf ihre Risikopositionen, für eine ausreichende Eigenkapitaldecke gesorgt hatten.
Schmerzhaft für den Bankensektor und damit auch für die Kursentwicklungen vieler Institute, waren die Enthüllungen über Manipulationen von Devisenkursen. Waren gerade
erst Manipulationen um die Zinsentwicklung des EURIBOR abgearbeitet worden, folgte aufgrund der neuerlichen Enthüllungen eine weiterhin anhaltende negative Wahrnehmung der Branche. Gegen die Akteure wurden drastische Geldbußen verhängt.
2.2. Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeiten in 2014
Wie in den Jahren zuvor konnten im abgelaufenen Kalenderjahr die US-Indices neue Höchststände verzeichnen. Der Dow-Jones-Index kletterte um 7,5% auf 17.823 Punkte, der S&P-500-Index auf 2.058 Punkte und der NASDAQ-Composite-Index schloss bei 4.736 Punkten.
Japans Wirtschaft brach nach einer Mehrwertsteuer-Erhöhung deutlich ein und fiel im Herbst 2014 zurück in die Rezession. Die vorgezogenen Parlamentswahlen konnte Premier Abe für sich entscheiden, womit die als "Abenomics" bezeichnete Wirtschaftspolitik weitergeführt wird. Der Nikkei konnte um 6,5% zulegen, was aber vor allem die sehr expansive Geldpolitik widerspiegelt.
Verhältnismäßig bescheiden fiel beim Dax-Performanceindex mit einem Jahresendstand von 9.805 Punkten der Zugewinn von 2,6% aus, wenngleich zwischenzeitlich im Juni 2014 die 10.000 Punkte-Marke durchbrochen und neue Höchststände erreicht wurden. Den größten Einzelverlust musste nach Schwierigkeiten in wichtigen Absatzmärkten Adidas verkraften, Jahresgewinner wurde Merck knapp vor ThyssenKrupp. Als Befreiungsschlag wurde die von der E.ON AG im Zuge der politisch ausgerufenen Energiewende angekündigte Aufspaltung der Geschäftsbereiche wahrgenommen. Aufgrund dieser soll beim Energieversorger die Atomsparte von den restlichen Geschäftsfeldern getrennt werden.
Der MDAX entwickelte sich 2,2% nach oben und schloss am Jahresende bei 16.934 Punkten. Besonders positiv überraschte der TecDax mit einem Anstieg auf 1.371 Punkte und glänzte somit am Jahresende mit einem Zugewinn von 17,5%.
Für eine andere Art der Unternehmensfinanzierung, den Mittelstandsanleihen, war 2014 ein schwarzes Jahr. Hier kam es gehäuft zu Zahlungsausfällen und in deren Folge zu drastischen Kursabwertungen der Anleihen.
Die rote Laterne trägt im Vergleich der Indexentwicklungen der Euro Stoxx-Index, der lediglich einen Kursgewinn von 1% gegenüber dem Vorjahresende erzielen konnte.
Ein Revival erlebten teilweise Technologieaktien und es kam zu einer beachtlichen Zahl an Firmenübernahmen, bei denen die Übernahme von "WhatsApp" durch die Facebook Inc. und von "Beats by Dr Dre" durch die Apple Inc. schon aufgrund der bekannten Protagonisten herausstachen. Besonderes Augenmerk erfuhr auch der amerikanische IPO-Markt mit spektakulären Börsengängen wie dem der Alibaba-Aktie.
Die Anzahl der Börsengänge war im Vergleich hierzu in Deutschland geringer. Auch wenn bekannte Namen wie Zalando und Rocket Internet im Oktober 2014 für Furore sorgten, wagten gerade einmal elf Konzerne den Gang auf das heimische Börsenparkett. Durch die vereinfachten Rahmenbedingungen zum Rückzug von der Börse verschwanden gleichzeitig 39 Unternehmen vom Kurszettel an der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Laufe des Kalenderjahres 2014 wurden, auch im Zusammenhang mit den Börsengängen der Samwer-Firmen, Stimmen laut, die bisher vergeblich nach einer erneuten Auflage eines "Neuen Marktes" für Start Up-Unternehmen riefen. Dieses Segment der Frankfurter Wertpapierbörse war 1997 gestartet und wurde 2003 nach Skandalen und drastischen Kursverlusten wieder eingestampft.
Auch aufgrund der Suche nach Anlagealternativen wird weltweit ein starkes Interesse an Börsengängen prognostiziert.
2.3. Geschäftsentwicklung in 2014
Für die Entwicklung des Konzerns sind bestimmte Kennzahlen und ihre Einflussgrößen maßgeblich. Diese werden als bedeutende Leistungsindikatoren (finanziell und nicht finanziell) bezeichnet. Als zentrale Größe des Konzerns werden diese beobachtet, gemessen und gegebenenfalls zu anderen Werten oder Entwicklungen in Beziehung gesetzt. Die nachstehende Übersicht stellt die bedeutenden Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar:
| 2014 | 2013 | ||
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus der Handelstätigkeit1 | TEUR | 19.535 | 10.494 |
| Verwaltungsaufwand2 | TEUR | 11.914 | 8.772 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftst. | TEUR | 7.500 | 1.834 |
| Verbindlichkeiten aus verkauften | |||
| eigenen derivativen Produkten | TEUR | 109.412 | 69.064 |
| Emissionen im Geschäftsjahr | Anzahl | 23.140 | 28.154 |
| Handelsumsätze | Anzahl | gestiegen | gestiegen |
| Designated Sponsoring-Mandate | Anzahl | 22 | 21 |
| Begleitete Kapitalmaßnahmen | Anzahl | 14 | 14 |
| Bilanzielles Eigenkapital | TEUR | 27.503 | 23.376 |
| Vollzeitbe. Konzernmitarbeiter (Stichtag) | Anzahl | 49 | 47 |
| Zugänge im Berichtsjahr | Anzahl | 3 | 0 |
| Abgänge im Berichtsjahr | Anzahl | -1 | -2 |
Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit spiegelt die Ertragsentwicklung aus der operativen Tätigkeit wider. Als tägliche, monatliche, quartalsweise und jährliche Größe wird diese jeweils gesellschafts- und konzernbezogen intern berichtet. Zusammen mit den Verwaltungsaufwendungen als überwiegendem Fixkostenblock und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellen diese Größen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar. In Abhängigkeit vom Ergebnis aus der Handelstätigkeit und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit können sich Veränderungen der Verwaltungsaufwendungen durch das Vergütungssystem im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ergeben. An dieser Stelle wird auf den Vergütungsbericht als Bestandteil des Lageberichts verwiesen.
Die Verbindlichkeiten aus verkauften eigenen derivativen Produkten geben den Stand der im Umlauf befindlichen eigenen Produkte im Eurogegenwert an. Als Anhaltspunkt kann diese Größe die Bereitschaft von Investoren widerspiegeln, Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zu erwerben. Jedoch unterliegt der Betrag natürlichen Schwankungen, die dadurch hervorgerufen werden können, dass nicht im gleichen Maße Produkte jederzeit neu emittiert werden, sowie Produkte laufzeitbedingt oder aufgrund von Marktänderungen verfallen. Eine direkte Ableitung aus der Veränderung des Betrags ist damit nicht unmittelbar möglich. Hierzu erfolgen interne tiefergehende Analysen. Die Anzahl der im Geschäftsjahr emittierten Produkte wird hierbei einbezogen. Durch die unter Punkt 2.3. Geschäftsentwicklung 2014 beschriebene Änderung im Emissionsverhalten hat sich diese Größe gegenüber dem Vorjahr vermindert.
Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchgeführten Handelsgeschäfte kann Aufschluss über die Möglichkeit geben, Handelserträge zu generieren. Die Entwicklung dieser Kennziffer erfolgt daher durch die Geschäftsleitung in regelmäßigen Abständen.
Die Anzahl der Designated Sponsoring-Mandate kann einen Gradmesser für die Akzeptanz der Dienstleistungen im Liquidityproviding darstellen. Sie wird daher laufend berichtet. Aus diesem Geschäftsfeld ergeben sich Anknüpfungspunkte für die Dienstleistungen rund um Corporate Actions, deren Anzahl und auch Art berichtet werden und ebenfalls als Maßstab für die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Beratung durch die Lang & Schwarz Broker GmbH dienen kann.
Als Haftungsgröße stellt das bilanzielle Eigenkapital eine zentrale Kennziffer dar, deren Entwicklung auch für Aktionäre der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft von maßgeblicher Bedeutung ist.
Die Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft stellen eine signifikante Größe für einen nachhaltigen Erfolg und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzerns dar. Gut ausgebildete Mitarbeiter stellen die Basis für erfolgsorientiertes, effizientes und prozessorientiertes Arbeiten in Zusammenhang mit den zumeist sehr schnellen Handelsgeschäften und deren reibungslosen Verarbeitung sowie der laufenden risikoorientierten Überwachung dar. Eine hohe Fluktuation kann einem nachhaltigen Erfolg entgegenstehen. Daher wird diese intern gemessen und berichtet.
Die Kapitalrendite nach § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG als Quotient aus dem Nettogewinn (Konzernüberschuss) und der Konzernbilanzsumme beträgt 3,3 % (Vorjahr 0,8%).
1Summe aus Umsatzerlöse, Materialaufwand, Zinsergebnis und Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
2Personalaufwand zuzüglich sonstige betriebliche Aufwendungen
2.3.1. Entwicklung in den Geschäftsbereichen
2.3.1.1. Geschäftsbereich Issuing
Erfolgreich bauten wir in 2014 die Produktreihe der Themenzertifikate weiter aus, die über einen Index die Entwicklung von wikifolio-Musterdepots nachvollziehen. An der EUWAX, dort listen wir sämtliche Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, befinden sich gleich drei dieser innovativen Anlagealternativen unter den Top 10 der meist gehandelten Produkte an der EUWAX in der Kategorie Index- und Partizipations-Zertifikate.
Inzwischen konnte sich die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Emittent an der EUWAX einen Marktanteil von 6,4% bei den Anlageprodukten ohne Kapitalschutz erarbeiten und damit auf Platz 5 vordringen. Alle Erwartungen haben wir jedoch dadurch übertroffen, dass wir in der Kategorie Index- und Partizipations-Zertifikate im Geschäftsjahr 2014 gemessen an der Anzahl der ausgeführten Kundenorders den ersten Platz belegen konnten. Im Vorjahr konnten wir bereits Platz vier erreichen. Auch gemessen am Volumen ausgeführter Kundenorders legten wir in dieser Kategorie zu und nehmen hier nunmehr Platz vier ein, nach Platz sechs im Vorjahr. Dabei stieg der Umsatz an der EUWAX in diesen Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, bezogen auf diese Produktkategorie, von EUR 74,7 Mio. auf EUR 183,7 Mio. an.
Die Zusammenarbeit mit der wikifolio Financial Technologies AG ist in diesem Zusammenhang als überaus erfolgreich zu bezeichnen. Zum Jahresultimo 2014 wurden über 2.000 unterschiedliche wikifolio-Endlosindexzertifikate durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft emittiert. Weitere Emissionen von wikifolio-Endlosindexzertifikate folgten bereits in 2015. Der Trend in diese Produkte zu investieren hält weiterhin an.
Sowohl für die durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft emittierten Knock-Out Produkte auf unterschiedliche Underlyings als auch für die wikifolio-Endlosindexzertifikate, war das Jahr 2014 mit seinen Schwankungen an den Börsen überwiegend positiv. Insbesondere ausgelöst durch die höhere Volatilitäten unterschiedlicher Underlyings auf die Knock-Out Produkte begeben wurden, nahm die Handelsintensität handelsaffiner Kunden bei Lang & Schwarz zu. So wurden beispielsweise Produkte auf Rohöl aufgrund der gestiegenen Volatilität ebenso stärker nachgefragt wie Produkte auf die Goldpreisentwicklung bedingt durch die deutlichen Kursveränderungen des Edelmetalls. Auch durch Kursentwicklung beim Wechselkurs USD/EUR legte der Handel in Lang & Schwarz Produkten zu. Neben der zuvor dargelegten aufstrebenden Entwicklung bei den wikifolio-Endlosindexzertifikaten konnte die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft daher ebenfalls bei den eigenen Knock-Out Produkten zulegen.
2.3.1.2. Geschäftsbereich TradeCenter
Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG konnte als Market Maker von über 20.000 unterschiedlichen Produkten im abgelaufenen Jahr erneut stark zulegen. So konnte beim Handelsvolumen und bei der Transaktionsanzahl insgesamt prozentual signifikant gewachsen werden. Auch im Vergleich zur Deutschen Börse, welche das Handelsvolumen lediglich um 11% steigern konnte. Dabei profitierte die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG auch von einer erhöhten Aufmerksamkeit für wikifolio-Endlosindexzertifikate der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Insgesamt wirkten sich die Zunahme an verkauften wikifolio-Endlosindexzertifikaten, ein verstärkter Handel in diesen Produkten sowie eine erhöhte Aktivität der wikifolio-Redakteure in den fiktiven Musterportfolien für die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG in 2014 positiv aus.
Erfreulich war darüber hinaus auch die erstmalige Wahl des Handelsplatzes Quotrix als Best Execution Platz. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG ist als alleiniger Market Maker an diesem börslichen Handelssegment der Düsseldorfer Börse tätig. Die Wahl zum Best Execution Platz für sieben von neun Kategorien bei Inlandsaktien einer Bank erfolgte zur Mitte 2014. Hierdurch konnte eine höhere Anzahl von Kundenaufträgen direkt in den Genuss der Handelsqualität der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG kommen. Die Bank nimmt turnusmäßig Überprüfungen der Handelsplätze vor, um den Best Execution Platz zu bestimmen. Ab Anfang 2015 wurde ein anderer Handelsplatz im Rahmen der Überprüfungen als Best Execution Platz ermittelt. Zusammen mit der Düsseldorfer Börse wird die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG jedoch versuchen, die Kriterien der Bank für den Best Execution Platz erneut besser zu erfüllen, als alternative Handelsplätze.
Mit der Wahl der Bank Quotrix als Best Execution Platz, konnte ein Zuwachs an Handelsgeschäften im zweiten Halbjahr 2014 erreicht werden. Absolut gesehen konnte darüber hinaus auch das außerbörsliche Geschäft der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zulegen.
2.3.1.3. Geschäftsbereich Financial Services
Die sich zum Teil erholenden Umsätze auf XETRA gehen nach unseren Beobachtungen nicht von den Anlegeradressen wie Versicherungen, Pensionsfonds und anderen Kapitalanlagestellen aus. Vielmehr stehen hinter einem großen Anteil der Umsätze Handelsmaschinen, die nicht im Fokus der Kundenakquisition eines Wertpapiervermittlers stehen. Daher war auch das Jahr 2014 für die Lang & Schwarz Broker GmbH eher verhalten. Vor diesem Hintergrund wurde Ende 2014 auch die Maßnahme verabschiedet, das Büro in Frankfurt a.M. zu schließen. Nach der Berücksichtigung von Kosten im Abschluss 2014, die mit dieser Maßnahme im Zusammenhang stehen, werden sich durch die Maßnahme ergebenden Kostensenkungen erst ab 2015 im Ergebnis niederschlagen.
Die aufgebaute Kooperation zwischen der Montega AG und der Lang & Schwarz Broker GmbH wird weiter betrieben. Hiermit sollen auch künftig die bestehende Kapitalmarktexpertise der Lang & Schwarz Broker GmbH für nationale und internationale Investoren und die Beziehungen sowie das umfassende Spezialwissen im Bereich Research für Mid- und Small-Cap Aktien in Deutschland der Montega AG zusammen gewinnbringend genutzt werden.
Mit zehn Neuemissionen bzw. acht Notierungsaufnahmen wurden in 2014 insgesamt 18 IPO-Maßnahmen an der Frankfurter Wertpapierbörse3 durchgeführt (Vorjahr: zehn). Somit wurden acht IPO Maßnahmen mehr als noch im Jahr 2013 durchgeführt. Hiervon entfallen 14 Neuemissionen bzw. Notierungsaufnahmen des Jahres 2014 auf Maßnahmen im regulierten Markt und vier Maßnahmen auf den Freiverkehr. Mit EUR 3.380 Mio. liegt das Volumen der Maßnahmen jedoch trotz der gestiegenen Anzahl der Maßnahmen unter dem Volumen aus 2013 (EUR 3.606 Mio.). In 2014 begleitete die Lang & Schwarz Broker GmbH wie im Vorjahr insgesamt 14 Kapitalmaßnahmen und Notierungsaufnahmen bzw. wirkte bei diesen mit. Dabei wurden nationale und internationale Mandanten erneut an unterschiedlichen Börsenplätzen betreut.
2.3.1.4. Geschäftsbereich EDV-Dienstleistungen
Die handelsbezogene jederzeitige Erreichbarkeit und der störungsfreie Zugang zu notwendigen Handelssystemen und Kommunikationstechniken ist für den Lang & Schwarz Konzern unumgänglich. Die Lang & Schwarz Gate GmbH erbringt daher als eigene Konzerngesellschaft hochspezialisierte EDV-bezogene Dienstleistungen für alle Konzerngesellschaften. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass das Know-how konzentriert für konzerneigene Bedürfnisse eingesetzt wird.
2.3.2. Konzernertragslage
Ein erhöhtes Interesse an den Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die nachhaltig hohe Qualität der Dienstleistungen und ein begünstigendes Marktumfeld haben für ein hohes Interesse an den Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft geführt. Hieraus konnte für das Geschäftsjahr 2014 deutlich profitiert werden. So hat der Geschäftsumfang der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr erfahren. Mit einem Ergebnis der Handelstätigkeit von TEUR 19.535 für das Geschäftsjahr 2014 erhöhte sich dieses im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 9.041 und konnte sich somit nahezu verdoppeln.
Maßgeblich durch dieses hervorragende Ergebnis beeinflusst, stiegen die Personalaufwendungen von TEUR 5.078 auf TEUR 7.286 an, insbesondere aufgrund variabler Gehaltsbestandteile für Mitarbeiter und Vorstand. Die variablen Vergütungsbestandteile werden nach dem Vergütungssystem für den Konzern der Lang & Schwarz
3nach Angaben der Deutschen Börse AG
Aktiengesellschaft gewährt, welches auch die neuen Regulierungen der Institutsvergütungsverordnung berücksichtigt. Zudem erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 25% von TEUR 3.694 auf TEUR 4.628. Dabei erhöhten sich insbesondere die Rechts- und Beratungskosten bezogen auf die Begebung von eigenen Produkten außerhalb des deutschen Rechtsraums. Gegenläufig hierzu nahmen die Emissionskosten aufgrund der verminderten Emissionstätigkeit leicht ab.
Die sonstigen betrieblichen Erträge waren gegenüber dem Vorjahr um TEUR 200 rückläufig und betragen für 2014 TEUR 234. Die Minderung ist im Wesentlichen auf die geringeren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen. Diese verminderten sich von TEUR 257 im Vorjahr auf TEUR 105 im Berichtsjahr.
Unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens ist das Bewertungsergebnis ausgewiesen. Dieses ergibt sich aus der Portfoliobewertung nach § 254 HGB bezogen auf die aktivisch und passivisch gehaltenen Bestände in Finanzinstrumenten. Zur Portfoliobildung verweisen wir auf die Angaben zur Bildung von Bewertungseinheiten im Konzernanhang.
Auf Basis der positiven Ertragsentwicklung konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Vorjahres in Höhe von TEUR 1.834 mehr als verdreifacht werden und beträgt für 2014 insgesamt TEUR 7.500. Zugleich stiegen die Steuern vom Einkommen und Ertrag deutlich an und erhöhten sich nach TEUR 857 für das Vorjahr auf TEUR 2.520 im Geschäftsjahr 2014.
Der Konzernüberschuss konnte sich nach TEUR 994 für 2013 im Geschäftsjahr 2014 um mehr als den Faktor 5 erhöhen und beträgt TEUR 4.977.
2.3.3. Konzernfinanzlage
Die Liquidität im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Zum Jahresultimo stehen kurzfristige Forderungen, sonstige Wertpapiere und liquide Mittel im Umlaufvermögen von insgesamt TEUR 149.008 (Vorjahr: TEUR 126.153) kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen von insgesamt TEUR 124.556 (Vorjahr: TEUR 104.426) gegenüber. Finanzinstrumente, die aufgrund ihrer Fungibilität einen kurzfristigen Charakter aufweisen, werden trotz einer langfristigen Restlaufzeit entsprechend der internen Steuerung in die kurzfristigen Verbindlichkeiten einbezogen. Dies betrifft auch von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft begebene Optionsscheine und Zertifikate. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von TEUR 24.452 (Vorjahr: TEUR 21.727).
Die Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen nahezu ausschließlich in EURO. Im Gegenwert von TEUR 41 werden Geldforderungen in USD auf laufenden Bankkonten unterhalten. In Höhe von TEUR 570 werden Geldverbindlichkeiten in USD auf laufenden Bankkonten unterhalten. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG werden mit Ausnahme von Forderungen in Höhe von TEUR 98, die eine Laufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen, auf laufenden Konten geführt.
Über die derzeitigen Konzerneigenmittel in Höhe von TEUR 27.503 (Vorjahr: TEUR 23.376) hinausgehend, stehen den Konzerngesellschaften aufgrund aktueller Verträge mit der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG auch im Anschluss an das Geschäftsjahr 2014 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, um ihre geschäftlichen Tätigkeiten finanzieren zu können.
2.3.4. Konzernvermögenslage
Die Konzernbilanzsumme erhöht sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 127.906 um TEUR 24.256 auf TEUR 152.162. Dabei ist insbesondere der Wertpapierhandelsbestand gestiegen, wie nachfolgende Übersicht zeigt:
| Bilanzausweis | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | Veränd. | |||
| Bilanzposten und Produkte | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| sonstige Vermögensgegenstände | |||||
| Optionen | 13.475 | 921 | +12.554 | ||
| sonstige Wertpapiere | |||||
| Aktien, Fonds, ETPs, OS und ZT | 102.353 | 85.952 | +16.401 | ||
| festverzinsliche Wertpapiere | 6.891 | 1.476 | +5.415 | ||
| Summe aktive Handelsbestände | 122.719 | 88.349 | +34.370 |
| Bilanzausweis | |||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | Veränd. | |
| Bilanzposten und Produkte | TEUR | TEUR | TEUR |
| sonstige Verbindlichkeiten | |||
| Optionen | 472 | 0 | +472 |
| verkaufte eigene OS und ZT | 109412 | 69.064 | +40.348 |
| Summe passive Handelsbestände | 110.501 | 72.286 | +38.215 |
Die Erhöhung der Wertpapierhandelsbestände steht in Zusammenhang mit der Ausdehnung der Geschäftstätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und hier besonders in wikifolio-Endlosindexzertifikaten. Dies zeigt sich im Bilanzposten sonstige Verbindlichkeiten, unter dem die verkauften eigenen Optionsscheine und Zertifikate der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ausgewiesen werden. Gegenüber dem Vorjahresausweis stieg der Bestand von verkauften eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten von TEUR 69.064 um TEUR 40.348 auf TEUR 109.412 an. Mit über 2.000 unterschiedlichen wikifolio-Endlosindexzertifikaten konnte die Anzahl der zum Verkauf angebotenen Produkte in 2014 deutlich erhöht werden. Zugleich erhöhten sich die sonstigen Wertpapiere auf der Aktivseite um insgesamt TEUR 21.815. Unter dem Bilanzposten sonstige Wertpapiere werden unter anderem die zur Absicherung der verkauften wikifolio-Endlosindexzertifikate erworbenen Wertpapierbestände ausgewiesen.
Innerhalb des Bilanzpostens Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten nahmen die aus der Handelstätigkeit unterhaltenen laufenden Bankkonten von TEUR 26.887 um insgesamt TEUR 1.271 auf TEUR 25.616 ab. Zugleich verminderten sich die Verbindlichkeiten auf laufenden Bankkonten innerhalb des Bilanzpostens Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 28.496 um TEUR 22.989 auf TEUR 5.507. Guthaben und Verbindlichkeiten in laufender Rechnung betreffen im Wesentlichen die Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG.
Die Erhöhung der Verpflichtungen aus den eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten (TEUR +40.348) spiegeln sich auch in anderen Bilanzposten wieder. So werden in der Veränderung der sonstigen Wertpapiere, insbesondere der gehaltenen Aktien, Fonds, ETPs, Optionsscheine und Zertifikate (TEUR +16.401), die Anpassungen der Sicherungsbestände für verkaufte Themenzertifikate (z.B. wikifolio-Endlosindexzertifikate) deutlich. Soweit sich aus verkauften Themenzertifikaten die Notwendigkeit zur Unterhaltung von Barmitteln ergibt, betreffen die Veränderungen, der auf den laufenden Konten unterhaltenen Finanzmittel, auch die Veränderung dieser als Sicherungsbestand zu führenden Barmittel.
Trotz eines um TEUR 4.128 auf TEUR 27.503 gestiegenen Eigenkapitals reduzierte sich die Eigenkapitalquote, bedingt durch die um TEUR 24.256 bzw. 19 % ausgeweitete Bilanzsumme, nur leicht von 18,3% auf 18,1%.
Die Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr 2014 überwiegend positiv entwickelt. Insgesamt haben sich diese günstig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgewirkt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weisen insgesamt geordnete Verhältnisse auf.
3. Vergütungsbericht
Die Vergütung der Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bzw. in der Finanzholding-Gruppe wird einheitlich für alle Konzerngesellschaften gehandhabt und berücksichtigt die Vorgaben der InstitutsVergV. Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben wird jährlich durch den Vorstand, den Aufsichtsrat sowie darüber hinaus im Rahmen der Jahresabschlussprüfungen durch unseren Wirtschaftsprüfer überprüft.
Für die Ausgestaltung des Vergütungssystems der Konzernmitarbeiter ist der Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verantwortlich. Neben festen monatlichen Bezügen kann ein variabler Bestandteil durch die Geschäftsleitung festgelegt werden, um positive Leistungsanreize zu setzen. Die Zahlung eines variablen Bezugs erfolgt freiwillig, ohne einen rechtlichen Anspruch der Mitarbeiter und ist grundsätzlich gebunden an ein positives Ergebnis des vordefinierten Geschäftsfelds, Bereichs bzw. des Konzerns. Bei der Bemessung der einzelnen Bezüge werden quantitative als auch qualitative Kriterien berücksichtigt, wie beispielsweise die Qualität der Leistung, die Anforderung an die Tätigkeit, die Stellung im Unternehmen, die Betriebszugehörigkeit oder die Übernahme von besonderen Aufgaben. Die Ausgestaltung des Vergütungssystems des Vorstands erfolgt durch den Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Für den Vorstand gelten dabei grundsätzlich die gleichen Regelungen. Die variablen Bezüge bemessen sich jedoch nach einer schriftlich vereinbarten Bemessungsgrundlage.
4. Nachtragsbericht
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lang & Schwarz Gruppe haben könnten und über die zu berichten gewesen wäre, liegen nicht vor.
5. Risikobericht
5.1. Risikomanagement
Die Konzerngesellschaften der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigen in ihren Geschäftsfeldern insbesondere Handelsgeschäfte in Finanzinstrumenten, die über einen meist kurzfristigen Zeitraum im Eigenbestand gehalten werden. Eine Absicherung dieser Wertpapierbestände erfolgt durch gegenläufige Bestände gleicher Art oder durch ein dynamisches Delta-Hedging. Der Umgang mit Risiken, wie ein möglicher Verlust oder ein entgangener Gewinn, ist Bestandteil der Gesamtsteuerung durch die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Aus diesem Grund wurde ein zeitnahes Risikomanagement als Risikofrüherkennungsund -steuerungsinstrument unter Einbeziehung aller Konzerngesellschaften eingerichtet. Die Rahmenbedingungen für den Handel in Finanzinstrumenten sowie das Risikomanagement formuliert die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern in Form von Richtlinien und Arbeitsanweisungen (Organisationsanweisungen). Die in den Rahmenbedingungen enthaltene Geschäftsstrategie und Risikostrategie werden jährlich durch die Geschäftsleitung überprüft und geben Art und Umfang möglicher Risikogeschäfte in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern vor. Die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken erfolgt unmittelbar durch die Geschäftsleitung, die hierbei vom Risikocontrolling und der Internen Revision im gesamten Konzern unterstützt wird.
5.2. Risikoarten der Geschäftstätigkeit
Aus der Geschäftstätigkeit heraus wurden als maßgebliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko.
5.2.1. Adressenausfallrisiko
Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner nicht oder nicht fristgerecht leistet oder eine Konzerngesellschaft einem Vertragspartner trotz der Nichtleistung eines Dritten zu leisten verpflichtet ist. Das Adressenausfallrisiko wird unterteilt in die drei Unterrisiken: Kreditrisiko, Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko.
Kreditrisiken betreffen derivative und außerbilanzielle Risiken, die durch das Risikocontrolling der Handelsgeschäfte überwacht werden.
Von untergeordneter Bedeutung sind Kontrahentenrisiken als Risiken des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Kontrahenten, da nahezu sämtliche Handelsgeschäfte Zug um Zug abgewickelt werden.
Dem Emittentenrisiko als Risiko des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Emittenten wird mit dem Risikomanagement der Handelsgeschäfte begegnet. Derivative und außerbilanzielle Risiken werden im Rahmen der Marktpreisrisiken überwacht. Darüber hinaus werden mögliche Risikokonzentrationen insbesondere durch die analoge Anwendung von aufsichtsrechtlichen Vorgaben im Risikomanagement gemindert.
Das Adressenausfallrisiko wird, soweit es nicht das Handelsgeschäft betrifft, auf Basis der durchschnittlichen Wertverluste vergangener Perioden quantifiziert.
5.2.2. Marktpreisrisiko
Marktpreisrisiken sind allgemeine Preisveränderungen von Aktien, Anleihen, Währungen und Rohwaren durch Marktbewegungen. Zu den Marktpreisrisiken zählen Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Marktpreisrisiken aus Warengeschäften. Als Kursrisiken werden
sowohl Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen definiert, als auch Liquiditätsrisiken aufgrund einer eingeschränkten Handelbarkeit von Wertpapieren, die auf ein geringes Handelsvolumen zurückzuführen ist ("marktenge" Wertpapiere).
_ Preisrisiko aus kurzfristigen
Marktpreisschwankungen
Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen oder aus Schwankungen einer impliziten Volatilität misst ein zeitnahes Risikocontrolling. Um risikobehaftete Bestände zu beschränken, wird die Einhaltung von der Geschäftsleitung vorgegebener Handelslimite kontinuierlich überwacht.
_ Preisrisiko durch Liquiditätsengpässe
Liquiditätsrisiken in Finanzinstrumenten wird durch die bewusste Auswahl der im Konzern gehandelten Finanzinstrumente begegnet. Darüber hinaus erfolgt einerseits die Risikomessung analog der Risiken aus kurzfristigen Marktschwankungen im Rahmen der Ermittlung von Marktpreisrisiken. Andererseits wird das Risiko in Form sich verzögernder Glattstellungsmöglichkeiten, die sich aus einer Minderliquidität von Produkten ergeben kann, als Preisrisiko ermittelt und im Rahmen der Liquiditätsrisiken berücksichtigt.
_ Zinsänderungsrisiko im Handelsgeschäft
Zinsänderungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen für das Unternehmen bei zinsabhängigen Produkten. Solche Risiken werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah gemessen und überwacht.
_ Währungsrisiko im Handelsgeschäft
Da die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft Turbo-Optionsscheine auf die Entwicklung von Wechselkursen begibt, können grundsätzlich auch Währungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen. Diese werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah überwacht.
Die Überwachung sämtlicher Marktpreisrisiken erfolgt vom Handel unabhängig auf der Grundlage von Bestands- und Marktpreisberechnungen sowie Szenarioanalysen. Eventuelle Limitüberschreitungen im Laufe eines Handelstags werden nach den Vorgaben der Richtlinien und Arbeitsanweisungen durch das Risikocontrolling gemeldet. Die Geschäftsleitung erhält darüber hinaus täglich einen Bericht über die Einhaltung der Handelslimite auf das Ende eines Handelstages. Weiterhin werden mit Stress-Test-Szenarien starke Schwankungen von Preisindikatoren simuliert und mögliche Ergebnisauswirkungen auf den Handelsbestand berechnet. Die Messung der Marktpreisrisiken für die Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt auf Basis vorgegebener Szenariomodelle. Das negativste Ergebnis einer Szenario-Matrix wird für die Risikotragfähigkeitsanalyse herangezogen.
5.2.3. Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken, die unter die Verfügbarkeit liquider Mittel fallen, können für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der Finanzausstattung des Konzerns werden solche Risiken jedoch als gering angesehen. Dennoch wird die Liquiditätslage täglich in angemessener Weise durch interne Verfahren überwacht. Zudem werden Liquiditätsrisiken im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse durch die Berechnung eines Zinsschocks berücksichtigt. Grundlage des Zinsschocks bilden dabei die Zinsaufwendungen der vorangegangenen Abrechnungsperioden.
Als Liquiditätsrisiko wird auch ein mögliches Risiko berechnet, das sich aus einer verzögerten Glattstellung aufgrund einer Minderliquidität eines Wertpapierbestands ergeben kann. Dieses Risiko wird aufgrund der Relation eines Wertpapierbestandes zu erwarteten Umsätzen an Referenzmärkten berechnet. Aus der Berechnung der Marktpreisrisiken mit Hilfe von Stressszenarien können sich gleichgerichtete Risikobeträge ergeben wie bei der Berechnung der hier beschriebenen Liquiditätsrisiken aus einer Minderliquidität von Wertpapieren. Solche sich kumulierende Risikobeträge werden in Kauf genommen und nicht eliminiert.
5.2.4. Operationelles Risiko
Aufgrund der Tätigkeiten im Konzern unterliegt die Gruppe der Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden. Vor diesem Hintergrund sind für die künftige Entwicklung des Konzerns gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Änderungen ebenso relevant wie das sich ständig ändernde wirtschaftliche und börsliche Umfeld. Deshalb beobachten und analysieren die Konzerngesellschaften die Rahmenbedingungen, um eine erfolgreiche Entwicklung des Konzerns planen und Maßnahmen hierfür umsetzen zu können. In diesem Zusammenhang wurden folgende Risikofelder identifiziert und Maßnahmen zur Risikobegrenzung und steuerung ergriffen:
_ Personal
Der Konzern ist aufgrund des spezifischen Geschäftsmodells auf ausreichendes und qualifiziertes Personal angewiesen. Die erfolgreiche Personalrekrutierung bleibt zwar auch in kommenden Geschäftsjahren ein latentes Risiko, dürfte sich jedoch gegenüber den Vorjahren nicht verschlechtern. Zudem ist der Konzern intern bestrebt, Mitarbeiter weiterzubilden und fördert die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften. Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern, die leitende Positionen oder Führungsaufgaben wahrnehmen, kann einer Konzerngesellschaft im Einzelfall ein Wissensnachteil entstehen. Dem wird soweit wie möglich entgegengewirkt.
_ EDV
Die Konzerngesellschaften sind in hohem Maße auf die Funktionsfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme angewiesen. Um die Verfügbarkeit der Systeme jederzeit gewährleisten zu können, wurden alle Kernfunktionalitäten redundant ausgestaltet. Weiterhin hat sich Lang & Schwarz gegen den Ausfall der externen Stromversorgung mittels einer unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert und einen Notfallplan erstellt. Zur Aufrechterhaltung und zur Pflege aller wesentlichen Systeme sind darüber hinaus jederzeit Mitarbeiter des EDV-Bereichs der Konzerngesellschaft Lang & Schwarz Gate GmbH verfügbar.
_ Markt- und Börsenentwicklung
Im Rahmen seiner Tätigkeit ist der Konzern von der Entwicklung der Wertpapier- und Terminbörsen abhängig, da diese das Anlageverhalten der Marktteilnehmer und damit das Ergebnis des Handelsbestands beeinflussen. Diesen Risiken wird durch ein aktives Risikomanagement begegnet.
_ Risiken aus einer Strategie- oder
Wachstumsverfehlung
Eine Reihe von Faktoren kann das Erreichen von Zielen gefährden. Dazu zählen beispielsweise Marktschwankungen, eine veränderte Marktstellung des Unternehmens sowie veränderte Marktbedingungen im Kernmarkt Deutschland. Wenn es den Konzerngesellschaften nicht gelingt, ihre strategischen Pläne umzusetzen oder wenn die Kosten die Erwartungen übersteigen, könnte die künftige Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflusst werden. Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft könnte zukünftig Markttendenzen und Kundenanforderungen nicht rechtzeitig erkennen oder aus anderen Gründen das Wachstum in der Zukunft nicht wie gewünscht fortsetzen. Eingetretene Strategieabweichungen werden im Rahmen einer jährlichen Risikoanalyse ebenso überprüft, wie die daraus folgenden Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des Konzerns.
_ Wettbewerbsrisiken
Der deutsche Finanzsektor ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Lang & Schwarz steht hierbei nicht nur zu Finanzdienstleistungsinstituten, sondern auch zu Kreditinstituten und anderen Finanzunternehmen im Wettbewerb. Infolgedessen lassen sich in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern oft nicht die gewünschten Margen erzielen. Dieses Risiko wird durch die Geschäftsleitung überwacht und ist Bestandteil der täglichen Ergebnisüberwachung sowie der jährlichen Risikoanalyse des Konzerns.
_ Risiken aus der Ergebnisentwicklung
Es wird täglich eine Ergebnisübersicht für die Handelstätigkeiten erstellt. Alle nicht am Handelstag geschlossenen Positionen in Derivaten, Wertpapieren oder Devisen werden dabei auf Basis der Mark-to-Market-Methode bewertet. Anhand der täglichen Ergebnisübersicht ist es möglich, eine zeitnahe Kontrolle und Analyse der Ergebnisse vorzunehmen sowie deren Entwicklung zu beobachten. Das selbst entwickelte Limit-Kontroll-System unterstützt zudem eine verbesserte Überwachung der Handelstätigkeit durch eine automatisierte, vom Handel unabhängige Bestandsbewertung aller Finanzprodukte. Hierauf baut das jeweils fortlaufend an aktuelle Marktentwicklungen angepasste Risikomanagementsystem für die Handelsrisiken auf.
Für die Konzerngesellschaften wird zum Jahresende eine Planungsrechnung auf Monatsbasis für das neue Geschäftsjahr erstellt. Der Soll-Ist-Abgleich der Erträge und Aufwendungen der Planungsrechnung mit den tatsächlichen Geschäftsdaten gibt frühzeitig Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung der Konzerngesellschaften.
_ Rechtliche Risiken
Rechtsrisiken können durch neue gesetzliche Regelungen, die Änderung bestehender Vorschriften sowie eine geänderte Auslegung von Vorschriften oder schließlich aus vertraglich nicht eindeutigen Formulierungen entstehen. Die Überwachung und Steuerung solcher Risiken übernimmt die Rechtsabteilung im Konzern. Zur Minderung von Rechtsrisiken prüft die Rechtsabteilung sämtliche vertraglichen Beziehungen, gegebenenfalls werden rechtliche Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen. Darüber hinaus werden zur Sicherstellung der Beweisbarkeit von telefonischen Handelsaufträgen die Geschäftsgespräche der Händler auf Tonträger aufgezeichnet. Für Kostenrisiken aus Rechtsstreitigkeiten wurde eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen.
Zur Finanzierung des Entschädigungsfalls Phoenix wurde der EdW ein Darlehen von der KfW in Höhe von ca. EUR 130 Mio. gewährt. Die Rückführung sollte ab dem Jahr 2010 in jährlichen Tranchen von etwa EUR 25 Mio. erfolgen. Diese Tranchen sind aus dem Vermögen der EdW zu leisten. Sollte dieses nicht ausreichen, müsste die EdW versuchen, die notwendigen Finanzmittel über Sonderbeiträge von den angeschlossenen Instituten - in dem Rahmen in dem es der EdW als auch den Unternehmen möglich ist - zu beschaffen. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist zum Jahresultimo 2010 kein Mitglied der EdW mehr. Dennoch kann die künftige Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch Zahlungen der Tochtergesellschaften Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG oder Lang & Schwarz Broker GmbH an die EdW beeinflusst werden. Mögliche Auswirkungen können zum derzeitigen Zeitpunkt jedoch nicht bestimmt werden.
_ Sonstige Risiken
Reputationsrisiken aus der Zusammenarbeit mit der wikifolio Financial Technologies GmbH können sich in der Weise ergeben, als dass Redakteure, die eine Handelsidee in einem wikifolio-Musterdepot abbilden, nicht in gleichem Maße an frühere Erfolge anknüpfen können wie erwartet. Sollte durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG auf solche wikifolio-Musterdepots ein Index berechnet werden und auf diesen durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ein wikifolio-Indexzertifikat begeben worden sein, könnten Anleger im Hinblick auf die Performance enttäuscht werden. Trotz aller Bemühungen kann dies nicht verhindert werden und damit einen negativen Einfluss auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Emittentin und die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als Indexsponsor nehmen.
Sonstigen betrieblichen Risiken wird vor allem durch den Abschluss von Versicherungen begegnet. Der Konzern entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse. Es kann trotz intensiver Bemühungen jedoch möglich sein, dass Verluste entstehen oder Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen bzw. für die keine Versicherung abgeschlossen wurde.
Das operationelle Risiko wird für die Risikotragfähigkeitsberechnung durch die Gesellschaft in ausreichendem Umfang, in Anlehnung an Artikel 315 ff. der Verordnung (EU) 575/2013 CRR durch den Basisindikatoransatz berücksichtigt.
5.3. Risikotragfähigkeit
Nachfolgende Übersicht zeigt die berechneten Risikobeträge für die wesentlichen Risikoarten im Konzern bezogen auf den 31. Dezember 2014:
| 2014 | |
|---|---|
| TEUR | |
| Adressenausfallrisiko | -10 |
| Marktpreisrisiko | -530 |
| Liquiditätsrisiko | |
| davon Refinanzierungsrisiken | -293 |
| davon Risiken aus der Marktilliquidität | |
| von Wertpapieren | -142 |
| Operationelles Risiko | -1.957 |
| -2.932 |
Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt nach dem Going Concern-Prinzip (Fortführungsansatz). Für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften ist die Risikotragfähigkeit solange gegeben, wie ausreichend Risikodeckungspotential zur Einhaltung der Solvenzanforderungen der Verordnung(EU) 575/2013 nach Abzug der Risikomasse verbleibt. Nach dem vorgenannten Grundsatz war die Risikotragfähigkeit des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr sowie zum 31. Dezember 2014 gegeben.
6. Prognose- und Chancenbericht
Die Erwartungen an das Weltwirtschaftswachstum für das Jahr 2015 liegen im Bereich der Entwicklungen des Jahres 2014. Auch Deutschland wird voraussichtlich seinem Weg weiter auf dem Wachstumspfad folgen. Dabei ist die Entwicklung des Arbeitsmarktes in Deutschland von großem Interesse. Eine Minderung der Arbeitslosenquote steht in Verbindung mit einer starken Inlandsnachfrage, welche national eine Kompensation für eine schwächere Nachfrage aus dem europäischen Umfeld darstellen kann.
Geopolitische Krisen tragen mit ihren Risiken, die sich nicht nur für die europäische Wirtschaft ergeben können, zur Verunsicherung der Anleger bei. Ungewissheit über das weitere Vorgehen Russlands stehen ebenso im Fokus wie die grundsätzliche Frage zur Stabilität der Ukraine.
Zudem stand der Ausgang der Wahlen mit einem Sieg der Linkspartei Syriza in Griechenland nicht für eine Stabilisierung der schwelenden Staatsschuldenkrise der Helenen. Durch die Verzögerungen im Fortgang zur Sanierung des griechischen Staatshaushalts schwinden die Möglichkeiten Griechenlands sich am Kapitalmarkt refinanzieren zu können. Auch die Diskussion um einen Schuldenschnitt trägt nicht zu einer Vertrauensbildung bei. Mit der Bewilligung von Notfallkrediten rettete die EZB Griechenland zunächst in letzter Minute, jedoch ist das nur ein zeitlicher Aufschub.
Das aktuelle Zinsniveau stellt Anleger vor die Wahl ihre Anlagen bei Banken mit Zinssätzen nahe null anzulegen, AAA-Anleihen mit Zinsen von unter null zu erwerben oder spekulativere Alternativen zu suchen. Unternehmensanleihen, gerade der kleineren Unternehmen, haben hier aufgrund der im abgelaufenen Jahr vermehrt für negative Schlagzeilen gesorgt. Dies insbesondere vor den Hintergrund der mit großem Aufsehen eingetretenen Zahlungsunfähigkeiten einzelner Emittenten. Eine Aktienanlage stellt hierzu eine mögliche Alternative dar. Hiervon sollten europäische und insbesondere deutsche Aktien 2015 profitieren. Dabei stellt nicht nur die Zinspolitik der EZB einen Grund für die Anlage in Aktien dar. Auch die Abwertung des EURO zum USD und die sich hieraus ergebenden Möglichkeiten zu verstärkten Exporten können bei der exportorientierten deutschen Industrie zu Ertragszuwächsen führen und damit für einen Kursschub bei den Aktien sorgen. Die zuvor beschriebenen Risikofaktoren können dem jedoch entgegen stehen. Mit einer Zunahme der Wahrscheinlichkeit von Risiken wird daher auch mit einer Zunahme der Volatilität der Märkte zu rechnen sein. Zudem ist das bereits erreichte Bewertungsniveau zu berücksichtigen, dass im ersten Quartal 2015 für neue Rekordstände beim DAX-Performanceindex geführt hat.
Unbefriedigend bleiben die Diskussionen rund um die Einführung einer europäischen Finanztransaktionssteuer durch wichtige europäische Länder in Form einer verstärkten Zusammenarbeit. Mit der Einführung einer solchen Steuer, ohne eine Ausnahmeregelung für Market Maker, Spezialisten oder Vermittler, die im Interesse der Anleger tätig werden, können sich finanzielle Belastungen ergeben. Negative Auswirkungen könnten sich zudem für europäische und insbesondere für den deutschen Finanzplatz durch reduzierte Handelsaktivitäten ergeben, wie dies bereits am Beispiel von Frankreich zu sehen ist, wo auf nationaler Ebene eine Finanztransaktionssteuer erhoben wird. Dies würde nicht nur die gewerblichen Vermittlungsakteure treffen, sondern auch private Anleger oder solche Akteure, die für private Anleger tätig werden. Denn geringere Handelsumsätze können sich negativ auf die Kursstellung von Finanzinstrumenten auswirken.
Zusammen mit der wikifolio Financial Technologies AG wird das Geschäft mit wikifolio-Endlosindexzertifikaten weiter entwickelt. Die Expansion des öffentlichen Angebots dieser Produkte über Deutschland und Österreich hinaus wurde mit der Schweiz Anfang 2015 vorangetrieben. Als größter Markt für derivative Produkte ist die Schweiz im besonderen Maße für diese alternativen Anlageprodukte interessant. Damit ist es schweizer Anlegern nunmehr möglich, sich bei ihrer Hausbank über wikifolio-Endlosindexzertifikate zu informieren. Der Handel erfolgt über die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als Market Maker direkt oder über die EUWAX, an der alle wikifolio-Endlosindexzertifikate gelistet sind. Eine höhere Erreichbarkeit von Kunden über Österreich und Deutschland hinaus kann den Handelserfolg der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG positiv beeinflussen.
Zwei Komponenten sind für den Erfolg der Market Maker Dienstleistungen im Bereich TradeCenter auf den unterschiedlichen außerbörslichen und börslichen Handelsplätzen wesentlich. Zum einen ist hier die Kundenbindung der Partnerbanken an die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zu sehen. Dabei steht im Fokus, dass Partnerbanken ein Interesse daran haben, dass Kundenorders ihren Weg an die Handelsanbindung zu Lang & Schwarz finden. Als Dienstleistungsanbieter stehen wir daher mit unseren Partnerbanken im Kontakt, um Verbesserungen für unsere Partnerbanken zu erkennen, umzusetzen oder Aufwendungen zu reduzieren. Zum anderen sehen wir die Herausforderung, wertpapieraffinen Bankkunden ein umfassendes Angebot als Market Maker bereitzustellen und dies in herausragender Qualität, Geschwindigkeit sowie in einem bestmöglichen Umfang. Hieran arbeiten wir intern aber auch in Absprache mit unseren Partnerbanken fortwährend. Durch den stetigen Willen der Verbesserung unserer Market Maker Dienstleistungen sehen wir die Chance, eine verbesserte Kundenbindung und auch positive Wahrnehmungen durch Bankkunden zu erreichen.
Das Designated Sponsoring stellt eine der Haupttätigkeiten des strukturell angepassten Bereich Financial Services dar. Durch den Bekanntheitsgrad des Konzerns ist es vermehrt möglich Kunden anzusprechen. Mit dem Liquidityproviding als Dienstleistung innerhalb des Designated Sponsoring sind Handelsrisiken verbunden, die sich auf das Ergebnis aus der Handelstätigkeit auswirken können. Die Handelsergebnisse fallen in Abhängigkeit der Märkte aus, wie sich Möglichkeiten zum Handel in den betreuten Wertpapieren bieten und im Gegenzug Verpflichtungen bestehen, die Liquidität in den Wertpapieren aufrecht zu erhalten. Nicht vorhersehbar ist, wie sich die Märkte in den betreuten Wertpapieren und damit die Ergebnisse aus der Handelstätigkeit im Zusammenhang mit dem Designated Sponsoring in 2015 entwickeln werden. Die Beobachtung der Märkte und der einzelnen betreuten Wertpapiere ist daher wesentlicher Bestandteil der mit der Dienstleistung einhergehenden Arbeiten der Lang & Schwarz Broker GmbH.
Aus dem Designated Sponsoring heraus sowie aufgrund der bereits vertrauensvoll und kundenorientiert abgewickelten Betreuungen und Beratungen im Geschäftsfeld Corporate Finance wird es auch weiterhin möglich sein, interessante kapitalmarktorientierte Dienstleistungen anzubieten. Mit einer Belebung der Aktienmärkte können sich auch hier vermehrt Möglichkeiten, für das Geschäftsfeld going- und being-public, einschließlich der IPO- und Corporate-Finance-Beratung, ergeben.
Bei der Ausrichtung der geschäftlichen Tätigkeit wird sich der Bereich Issuing auch künftig von der Nachfrage und dem Marktumfeld leiten lassen. Daher werden voraussichtlich auch weiterhin maßgeblich kurzlaufende Turbo-Zertifikate auf unterschiedliche Underlyings begeben werden. Eine Ausdehnung der Produktpalette bezogen auf Underlyings wird derzeit nicht gesehen.
Darüber hinaus ist zu erwarten, dass das Interesse an wikifolio-Endlosindexzertifikaten weiterhin bestehen bleibt und darüber hinaus die Nachfrage nach diesen Produkten weiter ansteigt. Eine höhere Nachfrage kann sich dabei auch mit einer Ausweitung des öffentlichen Angebots über den deutschen und österreichischen Rechtsraum hinaus ergeben. Durch die Möglichkeit, ausgewählte wikifolioEndlosindexzertifikate über den S-Broker auch für einen Sparplan zu erwerben, besteht zusätzlich die Möglichkeit eines steigenden Absatzes dieser Produkte.
Das Interesse an Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im derivativen Finanzbereich hängt wie bisher auch in der Zukunft maßgeblich von einem fairen Umgang mit den Kunden ab, die in Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft investieren. Die möglichst weitgehend zeitliche Handelbarkeit der eigenen Emissionen ist dabei ebenso bedeutend wie die fortlaufende marktgerechte Preisstellung. An der Überwachung von festgelegten Qualitätsstandards wird daher im Interesse unserer Kunden auch in 2015 weiter gearbeitet. Nur so lässt sich das bereits erreichte hohe Niveau unserer Dienstleistungen beibehalten und im Interesse unserer Kunden weiter ausbauen.
Mit der Veröffentlichung unserer Finanzberichte und den hierin enthaltenen Angaben und getroffenen Aussagen glauben wir einen angemessenen Einblick in unsere Tätigkeiten und den sich hieraus ergebenden Risiken und Chancen zu ermöglichen. Auch kann sich mit diesen Angaben und Aussagen der Leser einen Eindruck über den aktuellen Stand sowie zu künftigen Entwicklungen verschaffen. Die jährliche Veröffentlichung des Geschäftsberichts wird durch die quartalsweise Konzernberichterstattungen sowie ergänzende Nachrichten zu besonderen Themen ergänzt. Zusammen bieten diese Informationen einen zeitnahen und umfassenden Einblick in die wesentlichen auch unterjährigen Aktivitäten rund um Lang & Schwarz.
Düsseldorf, den 10. April 2015
Der Vorstand
André Bütow Peter Zahn
Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014
AktivaPassiva
| 31. 12. |
201 4 |
31. 12. 201 3 |
31. 12. |
201 4 |
31. 12. 201 3 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EU R |
EU R |
EU R |
EU R |
EU R |
EU R |
||
| ita | |||||||
| lag öge A. An eve rm n I. Im iel le V änd ter nst |
Eig kap l A. en I. Ge zei chn s K ete |
9.4 38. 000 |
9.4 38. 000 |
||||
| öge ma erm nsg ege e ltli ch orb erb lich 1. e K sio ent |
api tal lrü ckl II. ita |
,00 9.6 35. 669 |
,00 9.6 35. 669 |
||||
| ge erw en on zes ne n, g ew e Sch hte d ä hn lich ech und utz e R te W ert |
Kap age wi kla III. Ge rüc |
,97 | ,97 | ||||
| rec un e ie L ize olc he n R ech d W ten ert |
831 .61 0 |
930 .17 0 |
nn ge n and Ge win nrü ckl |
3.2 32. 985 |
1.1 11. 105 |
||
| sow nze n a n s un en leis hlu e A tet |
3,6 28. 560 |
4,6 0 |
ere age n Bila IV. inn |
,31 5.1 96. 825 |
,07 3.1 91. 123 |
||
| 2. ge nza nge n han lag II. Sac |
,00 | 0,0 | nzg ew |
,55 27. 503 .48 3 |
,09 23. 375 .89 |
||
| en and An lag Be trie bs- d G häf tsa tat tun |
425 .32 8,0 3 |
366 .23 6,1 5 |
0,8 | 8,1 3 |
|||
| ere en, un esc uss g III. Fin anl |
Rüc kst ell |
||||||
| anz age n eil Bet |
632 .40 0 |
289 .98 0 |
B. ung en cks tel lun Ste rrü |
2.1 74. 306 |
478 .95 |
||
| igu nge n |
0,0 | 1.9 17. 901 |
0,0 1.5 86. 390 |
1. ue gen ück llu e R ste |
,00 4.4 52. 095 |
9,0 0 2.0 27. 396 |
|
| B. | ,63 | ,75 | 2. stig son nge n |
,10 | 6.6 26. 401 ,10 |
,27 2.5 06. 355 ,27 |
|
| fve Um lau öge rm n |
|||||||
| de nd änd I. For stig e V nst |
rbi nd lich kei Ve ten |
||||||
| öge run ge n u son erm nsg ege e de Lie fer d L eis For tun |
367 .99 6,5 0 |
351 .06 9,4 1 |
C. rbi nd lich kei übe red itin stit Ve ten r K ute |
6.8 10. 701 ,31 |
31. 721 .78 5,9 6 |
||
| 1. run ge n a us ung en un ge n stig e V änd nst |
14. 922 .29 9,0 0 |
1.5 52. 189 ,53 |
1. ge gen n Ve rbi nd lich kei s Li efe nd Lei ten stu n |
619 .94 9,4 9 |
1.0 20. 147 ,07 |
||
| 2. öge son erm nsg ege e |
15. 290 .29 5,5 0 |
1.9 03. 258 ,94 |
2. au run ge n u nge erb ind lich kei e V ten |
110 .49 9.0 07, 68 |
69. 177 .30 2,0 7 |
||
| II. We |
3. stig son dav Ste |
||||||
| api rtp ere e W ier ert |
109 .24 4.3 61 |
87. 428 .33 2 |
on aus ue rn: EU R 1 84. 109 ahr : EU R 1 06. 977 |
||||
| stig son pap e |
43, | 5,1 | (V ) ,05 orj ,82 dav Rah n d iale ich erh im n S eit |
||||
| bes d, G uth abe n b ei K red itin stit III. Kas tan ute |
25. 617 .64 2 |
36. 889 .78 7 |
on me er soz : 6 (V ahr EU R 4 .94 : EU R 2 .09 |
||||
| sen n C. |
1,9 | 9,9 | orj 7) 8,0 2,7 |
117 .92 9.6 48 |
101 .91 9.2 10 |
||
| Rec hn sab ten |
91. 461 |
98. 164 |
58, | 35, | |||
| ung gre nzu ngs pos |
,93 | ,85 | hn sab Rec ste |
102 .10 8 |
104 .45 |
||
| D. ung gre nzu ngs po n |
4,1 | 1,1 3 |
|||||
| 152 .16 1.6 59 |
127 .90 5.9 |
152 .16 1.6 |
127 .90 5.9 |
||||
| 44, | 39, 63 |
44, 59 |
39, 63 |
Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
| 01.01. - 31.12.2014 | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | ||
| 1. Umsatzerlöse |
257.805.247,95 | 122.653.695,28 | ||
| 2. sonstige betriebliche Erträge |
234.431,45 | 434.106,11 | ||
| 3. Materialaufwand |
-232.463.587,74 | -110.100.621,31 | ||
| 25.576.091,66 | 12.987.180,08 | |||
| 4. Personalaufwand |
||||
| a) Löhne und Gehälter | -6.661.248,10 | -4.491.138,22 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | -624.447,47 | -586.935,84 | ||
| und für Unterstützung davon für Altersversorgung: | ||||
| EUR 98.061,58 (Vorjahr: EUR 92.725,03) | ||||
| -7.285.695,57 | -5.078.074,06 | |||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände |
||||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | -355.921,22 | -322.520,99 | ||
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen |
-4.628.049,95 | -3.694.075,91 | ||
| 7. Zinsen und ähnliche Erträge |
295.230,71 | 198.752,52 | ||
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und 8. |
||||
| auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -5.621.695,65 | -1.964.938,28 | ||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
-480.152,85 | -292.459,21 | ||
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 7.499.807,13 | 1.833.864,15 | ||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.520.160,68 | -857.177,57 | ||
| 12. sonstige Steuern | -2.643,75 | 17.107,65 | ||
| -2.522.804,43 | -840.069,92 | |||
| 13. Konzernüberschuss (Vorjahr: Konzernfehlbetrag) | 4.977.002,70 | 993.794,23 | ||
| 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 219.822,85 | 2.197.328,86 | ||
| 15. Konzernbilanzgewinn | 5.196.825,55 | 3.191.123,09 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014
1. Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2014 wurde wie im Vorjahr nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) sowie dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Zudem wurde nach § 315 HGB ein Konzernlagebericht aufgestellt.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Darstellung und Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den allgemeinen Anforderungen des HGB für große Kapitalgesellschaften.
Die Vorschriften für die Kapital-, Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden entsprechend angewendet.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer beträgt 1 bis 13 Jahre. Zugänge geringwertiger Wirtschaftsgüter werden - soweit zulässig - im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (mit Ausnahme der Wertpapiere) sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung ggf. notwendiger Wertberichtigungen und Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt unter Anwendung der Vorschrift des § 256a HGB.
Soweit Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt deren Bewertung nach den Vorschriften des § 254 HGB. Für Bestände in Finanzinstrumenten, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt die Ermittlung des aktuellen Börsen- oder Marktpreises zum Bilanzstichtag. Die Bewertung erfolgt sodann unter Beachtung des Imparitätsprinzips.
Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Langfristige Rückstellungen werden, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist, mit dem Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Latente Steuern nach § 306 HGB werden soweit erforderlich berechnet und passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2. i.V.m. § 298 HGB wird kein Gebrauch gemacht.
Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die operative Tätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft umfasst insbesondere die Begebung von Optionsscheinen und Zertifikaten sowie den Handel mit diesen auf eigene Rechnung. Dabei werden Risiken, die sich aus den verkauften, eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten ergeben, durch gegenläufige Produkte abgesichert. Aus dem Handel mit diesen Finanzinstrumenten und den Sicherungsgeschäften erzielt die Gesellschaft einen Handelserfolg, der sich aus der Differenz von Anund Verkaufskurs ermittelt. Aufgrund der Wertpapierhandelstätigkeit der Tochtergesellschaften Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG und Lang & Schwarz Broker GmbH trifft entsprechendes auch für diese Gesellschaften zu. Zur sachgerechten Darstellung der Erträge und Aufwendungen aus der Handelstätigkeit des Konzerns sowie zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr werden positive Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Umsatzerlösen bzw. negative Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Materialaufwendungen ausgewiesen.
Für den Konzernabschluss wurden die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.
3. Konsolidierungskreis
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist wie im Vorjahr nach § 290 Abs. 1 HGB Mutterunternehmen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf, der Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf, sowie der Lang & Schwarz Gate GmbH, Düsseldorf.
Sämtliche Tochtergesellschaften werden nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
| Anteil der Lang & Schwarz | ||
|---|---|---|
| Stammkapital | Aktiengesellschaft | |
| zum 31.12.14 | zum 31.12.2014 | |
| in nom. | ||
| in nom. TEUR | in % | TEUR |
| 500 | 100,0 | 500 |
| 750 | 100,0 | 750 |
| 6.250 | 100,0 | 6.250 |
Die Beteiligung an der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG wird zu 99,99% direkt durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten. Weitere 0,01% werden treuhänderisch für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch die Lang & Schwarz Gate GmbH gehalten.
Mit der Lang & Schwarz Gate GmbH, Düsseldorf, besteht zum 31. Dezember 2014 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
4.1. Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten
| 31.12.14 | 31.12.14 | Vorjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | > 1 Jahr | bis 1 Jahr | > 1 Jahr |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus | ||||
| Lieferungen und | ||||
| Leistungen | 368 | 0 | 351 | 0 |
| Sonstige | 13.778 | 1.144 | 1.484 | 68 |
| Vermögensgegenstände | ||||
| 14.146 | 1.144 | 1.835 | 68 |
Die Restlaufzeiten zu den Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.811, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 620 sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 110.499 gliedern sich wie folgt:
| 31.12.14 | 31.12 14 | Vorjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | >5 Jahre | bis 1 Jahr | >5 Jahre |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten | ||||
| gegenüber | ||||
| Kreditinstituten | 6.811 | 0 | 31.722 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||
| Lieferungen und | ||||
| Leistungen | 620 | 0 | 1.020 | 0 |
| Sonstige | ||||
| Verbindlichkeiten | 8.499 | 101.998 | 7.891 | 61.283 |
| 15.930 | 101.998 | 40.633 | 61.283 |
Unter den Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 25.616 werden keine Beträge einer Drittbank ausgewiesen, die zugunsten der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet wurden.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 5.507 Salden auf laufenden Bankkonten, die bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG geführt wurden.
Bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterhaltene Guthaben auf laufenden Konten sowie Wertpapierbestände wurden im Rahmen einer Sicherheitenvereinbarung hierfür verpfändet.
4.2. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.
4.3. Eigene Anteile
Zum 31. Dezember 2014 werden keine eigenen Aktien im Bestand geführt. Zudem wurde kein Handel in eigenen Anteilen in 2014 durchgeführt.
Geschäfte in eigenen Anteilen erfolgen, soweit diese durchgeführt werden, zum Zweck des Handelns. Käufe und Verkäufe werden zu Nominalwerten vom gezeichneten Kapital abgezogen bzw. hinzugerechnet. Beträge die über den Nominalwert hinausgehen, werden mit den freien Rücklagen verrechnet. Erträge, die sich aus dem Handel ergaben, erhöhen die Kapitalrücklage.
4.4. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Berichtsjahr unverändert TEUR 9.438 und ist eingeteilt in 3.146.000 Stückaktien. Die Stammaktien lauten auf den Namen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 wurden keine eigenen Anteile gehalten.
4.5. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt wie im Vorjahr TEUR 9.636.
4.6. Gewinnrücklagen
Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten, für den Fall, dass der Handel in eigenen Anteilen durchgeführt wird, auch die Veränderungen aufgrund des Handels in eigenen Anteilen. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden TEUR 2.122 in die Gewinnrücklagen eingestellt.
4.7. Genehmigtes und bedingtes Kapital
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 31. August 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. August 2016 durch Ausgabe von bis zu 1.573.000 Stück neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlage einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 4.719.000,00, zu erhöhen (genehmigtes Kapital I).
Das Grundkapital der Gesellschaft ist zudem um bis zu EUR 1.800.000,00, eingeteilt in bis zu 600.000 Namensaktien als Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Optionsanleihen (bei Ausgabe an Anleiheinhaberrechte geknüpfte Bezugsrechte) und/oder Optionsaktien (bei Ausgabe an Inhaberrechte von jungen Aktien geknüpfter Bezugsrechte), zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Oktober 1998 in Verbindung mit der Änderung dieses Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 ermächtigt wurde. Sie ist nur insoweit durchgeführt, als von diesem Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird.
4.8. Wesentliche Beträge bestimmter Konzernbilanzposten
Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich sowie Prüfungs- und Beratungskosten.
5. Sonstige Angaben
5.1. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus laufenden Verträgen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.690.
Darüber hinaus können sich aufgrund des zum 31. Dezember 2014 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Gate GmbH finanzielle Verpflichtungen aus Verlustübernahmen für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ergeben. Im Rahmen des Kreditvertrags der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wurde vereinbart, dass Vermögenswerte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die diese bei HSBC
Trinkaus & Burkhardt AG unterhält, zur Deckung von Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG aus der Handelstätigkeit gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG herangezogen werden können. Zudem hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine unbegrenzte Bürgschaftserklärung für Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG abgegeben. Daneben hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine Bürgschaftserklärung bis zur Höhe von TEUR 1.000 für Verpflichtungen der Lang & Schwarz Broker GmbH abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen derzeit nicht vor.
Weitere Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, die zur Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, betreffen Angaben nachstehend unter "5.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB", soweit sich diese auf Futurebestände beziehen, welche zur Absicherung im Portfolio gehalten werden.
5.2. Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist Verpflichtungen aus selbst begebenen Produkten und sonstigen Geschäften aus, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen werden. Der Ausweis erfolgt in Höhe von TEUR 540 unter den sonstigen Wertpapieren, in Höhe von TEUR 7.000 unter den sonstigen Vermögensgegenständen sowie in Höhe von TEUR 109.412 unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Grundgeschäfte beinhalten neben Risiken aus der Kursschwankung von Indizes in Höhe von TEUR 15.960 (DAX, MDAX und SDAX), aus einzelnen Aktienwerten und Themenzertifikaten in Höhe von TEUR 100.356 auch Risiken aus Kursschwankungen von Rohwaren in Höhe von TEUR 428 (Gold, Silber und Rohöl), bezogen auf den Bund-Future in Höhe von TEUR 19 und der Wechselkursrelation (USD/EUR) von TEUR 189. Für die jeweiligen Risiken wurden gesonderte Bewertungseinheiten gebildet. Bewertungseinheiten werden in Form von Makro- oder Portfolio-Hedges abgebildet.
Durch den Verkauf von eigenen Produkten auf alle genannten Risikoarten geht die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft offene Positionen bezogen auf die jeweils zugrundeliegenden Finanzinstrumente (Underlying) ein. Diese Risiken werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgesichert. Die Sicherung erfolgt durch entsprechende Gegengeschäfte und/oder im Rahmen eines dynamischen Deltahedgings direkt durch gegenläufige Positionen im Underlying. Hierdurch ist, jeweils bezogen auf die einzelnen Risiken, sichergestellt, dass sich Wert- und Zahlungsströme weitgehend ausgleichen. Sicherungsinstrumente werden untergliedert nach den gebildeten Bewertungseinheiten wie folgt bilanziert:
| Bewertungseinheiten | Sonstige Wertpapiere |
Sonstige Vermögens gegenstände |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
Sonstige Verbindlich keiten |
Schwebende Geschäfte 2) |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| DAX 1), MDAX und SDAX | 17.368 | 6.458 | 81 | 15 | 37.757 |
| Einzelne Aktienwerte und Themenzertifikate | 89.522 | - | 384 | - | - |
| Rohwaren 1) | 23 | - | - | - | 2.318 |
| Bund-Future 1) | - | 17 | - | 457 | -13.249 |
| Wechselkursrelationen 1) | - | - | - | - | 3.158 |
1) Im Rahmen der Sicherungsbeziehungen werden auch Bestände in Futures einbezogen, deren Ergebnisse in Höhe der variation Margin direkt erfolgswirksam vereinnahmt werden.
2) Kontraktgröße multipliziert mit dem Basispreis (ggf. in Währung)
Der Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument besteht für den Zeitraum, in welchem das Grundgeschäft durch die Gesellschaft gehalten wird. Wird die Position aus den selbst begebenen Produkten geschlossen, erfolgt auch eine Schließung der Sicherungspositionen.
Im Rahmen des Risikomanagementsystems der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden die Risiken aus den Positionen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente überwacht. Hierzu wurde auch im Hinblick auf die Bewertungseinheiten ein Limitsystem installiert, das täglich überwacht, welche Risiken untergliedert nach Aktienkurs-, Rohwaren-, Zins- und Wechselkursrisiken die Gesellschaft eingeht und die Auslastung von vorgegebenen Limiten berechnet sowie an den Vorstand berichtet. Zudem erfolgt täglich eine Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung in Form einer quantitativen Sensitivitätsanalyse nach der Markt-Shift-Methode. Des Weiteren wird auch auf die Ausführungen zum Risikomanagement der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Lagebericht verwiesen.
Ergebnisse aus den Bewertungseinheiten werden nach der Durchbuchungsmethode erfasst, dabei werden für die ausgewiesenen Finanzinstrumente, soweit möglich, Marktwerte aktiver Märkte herangezogen. Sollte dies nicht möglich sein, etwa bei Optionsbeständen, erfolgt eine Bewertung mit Hilfe des finanzmathematischen Modells Black-Scholes oder im Fall von american-style-Optionen mit Hilfe des Modells von Cox-Ross-Rubinstein. Den Berechnungen der finanzmathematischen Modelle liegen insbesondere Zinssätze, Indizes und andere Underlyingkurse zugrunde. Die für die Berechnungen notwendigen Volatilitäten werden, soweit möglich, aus am Markt gehandelten Produkten abgeleitet. Gegebenenfalls wird auf alternative Daten oder Berechnungen zurückgegriffen.
5.3. Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen oder geographischen Märkten
Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigt in allen Geschäftsbereichen Wertpapierhandelsgeschäfte und bietet hieran angrenzende Dienstleistungen an. Vor diesem Hintergrund liegen keine Märkte, die sich nach ihren Tätigkeiten oder geographisch wesentlich voneinander unterscheiden, vor.
5.4. Angaben zur Kapitalflussrechnung
In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel in Form der Liquidität ersten Grads einbezogen. Hierzu zählen der Kassenbestand in Höhe von TEUR 2 und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 25.450. Von diesen werden jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.811 abgezogen.
Bedeutende zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge lagen im Geschäftsjahr 2014 nicht vor.
5.5. Namen und Bezüge der Organmitglieder
Vorstandsmitglieder der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2014 waren:
Herr André Bütow, Diplom-Kaufmann, Neuss, Herr Peter Zahn, Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH), Düsseldorf.
Herr Bütow ist Mitglied des Aufsichtsrats der vwd Transaction Solutions AG, Frankfurt a. M. Herr Zahn ist Mitglied des Aufsichtsrats der Backbone Technology AG, Hamburg, sowie der PAN AMP AG, Hamburg.
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt zusammen:
vom 1. Januar 2014 bis zum bis zum 28. August 2014: Herr Jochen von Ciriacy-Wantrup aus Friedberg, Bankier i.R., Vorsitzender;
Herr Aribert Lieske, Steuerberater aus Düsseldorf, stellvertretender Vorsitzender.
ab dem 28. August 2014:
Herr Michael Schwartzkopff, Rechtsanwalt aus Köln, Vorsitzender;
Herr Dipl.-Volkswirt Andreas Willius, selbständiger Berater aus Berlin, stellvertretender Vorsitzender.
vom 1. Januar 2014 bis zum bis zum 31. Dezember 2014:
Herr Thomas Schult aus Hamburg, Bankkaufmann bei der M.M.Warburg & CO (AG & Co.) Kommanditgesellschaft auf Aktien in Hamburg.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bemessen sich nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2007. Insgesamt beliefen sich die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 149.
5.6. Honorar des Abschlussprüfers
Im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorare betragen TEUR 101 für Abschlussprüfungen sowie TEUR 5 für andere Bestätigungen. Die im Vorjahr berücksichtigten Gesamthonorare für Abschlussprüfungen in Höhe von TEUR 101 wurden im Berichtsjahr nahezu vollständig berechnet.
5.7. Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft
Am Aktienkapital der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wurde zum 31. Dezember 2014 – soweit bekannt – eine Beteiligung von mehr als dem vierten Teil der Aktien an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch die M.M. Warburg & CO (AG & Co.) Kommanditgesellschaft auf Aktien, Hamburg, gehalten, welche zum Konzern der M.M. Warburg & Co. Gruppe (GmbH & Co.) KGaA, Hamburg gehört.
Die M.M. Warburg & CO (AG & Co.) Kommanditgesellschaft auf Aktien, Hamburg, hat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Schreiben vom 19. Februar 2015 gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass ihr nicht mehr mehr als der vierte Teil der Aktien der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehören. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft hat dies nach § 20 Abs. 6 AktG offengelegt.
5.8. Mitarbeiter
In 2014 waren im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach Quartalsendständen gerechnet durchschnittlich 48 Personen (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren 49 Mitarbeiter (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt:
| 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|
| männlich | weiblich | ||
| Vorstand | 2 | 0 | |
| Mitarbeiter | 39 | 8 |
5.9. Offenlegung
Der Konzernabschluss nach HGB zum 31. Dezember 2014 nebst Konzernlagebericht 2014 sowie weitere Unterlagen nach § 325 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2014 werden dem Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.
6. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2014
| EUR | |
|---|---|
| Konzernüberschuss 2014 | 4.977.002,70 |
| Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2013 | 3.191.123,09 |
| Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2013 | -849.420,00 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | -2.121.880,24 |
| Konzernbilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 | 5.196.825.55 |
Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft am 27. August 2015 in Düsseldorf die Zahlung einer Dividende je gewinnberechtigter Aktie von EUR 1,17 aus dem Bilanzgewinn der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von TEUR 4.911 vorzuschlagen. Zum 31. Dezember 2014 beträgt der Bilanzgewinn der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft TEUR 4.911; Gewinnrücklagen werden in Höhe von TEUR 3.233 ausgewiesen.
Düsseldorf, den 10. April 2015
Der Vorstand
André Bütow Peter Zahn
Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
| he sch aff kos His isc An tor ten un gs |
lie Ab sch bu Ku rei rte mu ng en |
stb uch Re rte we |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ab 1.1 .20 14 Zu gän gän ge ge |
31. 12. 201 4 1.1 .20 14 |
Zu gän ge |
Ab gän ge |
31. 12. 201 4 |
31. 12. 201 4 Vo |
hr rja |
||||
| EU R |
EU R |
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EU R |
|
| iel le A nla I. Im ter rte ma ge we |
||||||||||
| Sof 1. tw are |
2.8 85. 733 ,54 |
117 .72 2,9 1 |
0,0 0 |
3.0 03. 456 ,45 |
1.9 55. 558 ,94 |
216 .28 3,9 1 |
0,0 0 |
2.1 71. 842 ,85 |
831 .61 3,6 0 |
930 .17 4,6 0 |
| 2. Ge lei zah lun ste te An ge n |
0,0 0 |
28. 560 ,00 |
0,0 0 |
28. 560 ,00 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
28. 560 ,00 |
0,0 0 |
| 2.8 85. 733 ,54 |
146 .28 2,9 1 |
0,0 0 |
3.0 32. 016 ,45 |
1.9 55. 558 ,94 |
216 .28 3,9 1 |
0,0 0 |
2.1 71. 842 ,85 |
860 .17 3,6 0 |
930 .17 4,6 0 |
|
| ha nla II. Sac ge n |
||||||||||
| 1. trie bs- d G häf Be tsa tat tun un esc uss g |
2.7 93. 116 ,72 |
201 .39 6,9 1 |
244 .32 4,9 9 |
2.7 50. 188 ,64 |
2.5 38. 716 ,57 |
103 .31 1,9 1 |
238 .06 6,8 7 |
2.4 03. 961 ,61 |
346 .22 7,0 3 |
254 .40 0,1 5 |
| 2. Ein ba ute n |
212 .09 1,4 4 |
0,0 0 |
0,0 0 |
212 .09 1,4 4 |
100 .25 6,4 4 |
32. 734 ,00 |
0,0 0 |
132 .99 0,4 4 |
79. 101 ,00 |
111 .83 5,0 0 |
| G/ lko 3. GW GW G S nto am me |
37. 417 ,92 |
3.5 91, 40 |
33. 743 ,45 |
7.2 65, 87 |
37. 416 ,92 |
3.5 91, 40 |
33. 742 ,45 |
7.2 65, 87 |
0,0 0 |
1,0 0 |
| 3.0 42. 626 ,08 |
204 .98 8,3 1 |
278 .06 8,4 4 |
2.9 69. 545 ,95 |
2.6 76. 389 ,93 |
139 .63 7,3 1 |
271 .80 9,3 2 |
2.5 44 .21 7,9 2 |
425 .32 8,0 3 |
366 .23 6,1 5 |
|
| Fin lag III. an zan en |
||||||||||
| tei lig Be un ge n |
289 .98 0,0 0 |
342 .42 0,0 0 |
0,0 0 |
632 .40 0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
632 .40 0,0 0 |
289 .98 0,0 0 |
| 289 .98 0,0 0 |
342 .42 0,0 0 |
0,0 0 |
632 .40 0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
632 .40 0,0 0 |
289 .98 0,0 0 |
|
| 6.2 18. 339 ,62 |
693 .69 1,2 2 |
278 .06 8,4 4 |
6.6 33. 962 ,40 |
4.6 31. 948 ,87 |
355 .92 1,2 2 |
271 .80 9,3 2 |
4.7 16. 060 ,77 |
1.9 17. 90 1,6 3 |
1.5 86. 390 ,75 |
|
Offenlegung im Sinne des § 26 a Absatz 1 Satz 2 KWG (Country-by-Country-Reporting) zum Stichtag 31. Dezember 2014
CRR-Institute haben nach § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG auf konsolidierter Basis zusätzliche Angaben offenzulegen.
Zu den Angaben, die im Rahmen der Offenlegungsanforderungen darzulegen sind, fallen:
- die Firmenbezeichnung, die Art der Tätigkeiten und die geografische Lage der Niederlassungen,
- der Umsatz,
- die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Volläquivalenten,
- der Gewinn oder Verlust vor Steuern,
- die Steuern auf den Gewinn oder Verlust,
- erhaltene öffentliche Beihilfe.
Der Umsatz wird nach den handelsrechtlichen Vorgaben ermittelt und umfasst das Zinsergebnis, die Umsatzerlöse und die Materialaufwendungen sowie die sonstigen betrieblichen Erträge. Hinsichtlich der Ermittlung der Umsatzerlöse und der Materialaufwendungen wird auf die Ausführungen im Konzernanhang unter 2. Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze verwiesen.
Die Anzahl Lohn- und Gehaltsempfänger in Volläquivalenten (Anzahl der Beschäftigten) wird auf Basis von Vollzeitäquivalenten entsprechend der handelsrechtlichen Regelung gem. § 267 Abs. 5 HGB angegeben (nach Quartalsendständen berechneter Durchschnittswert).
Der Gewinn oder Verlust vor Steuern wird aus dem Konzernüberschuss zuzüglich Steueraufwendungen bzw. abzüglich Steuererträge aus dem Einkommen oder dem Ertrag ermittelt.
Bei der Angabe zu den Steuern auf den Gewinn oder Verlust ist zu berücksichtigen, dass die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG sowie die Lang & Schwarz Gate GmbH ein Steuersubjekt für Zwecke der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer darstellen. Die Lang & Schwarz Broker GmbH gilt als eigenständiges Steuersubjekt. Die Angaben betreffen daher zum einen die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und zum anderen die Lang & Schwarz Broker GmbH. Der Steueraufwand setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer in Höhe von 15% auf die körperschaftsteuerliche Bemessungsgrundlage, 5,5% Solidaritätszuschlag auf die Summe der Körperschaftsteuer sowie 3,5% auf die gewerbesteuerliche Bemessungsgrundlage unter Berücksichtigung eines Hebesatzes von 440%. Auf die Ausführungen zu latenten Steuern im Konzernanhang unter 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wird verwiesen.
Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften erhielten keine öffentlichen Beihilfen im Geschäftsjahr 2014.
Nachstehend kommt die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Konzernmuttergesellschaft diesen Offenlegungsanforderungen in tabellarischen Form nach. Dabei ist zu beachten, dass die konsolidierten Konzerngesellschaften ausschließlich in Deutschland ansässig sind und keine Niederlassungen unterhalten
| Firmenbezeichnung | Lang & Schwarz Aktiengesellschaft |
Lang & Schwarz Broker GmbH |
Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG |
Lang & Schwarz Gate GmbH |
HGB Konsolidierungs kreis (Konzernmutter Lang & Schwarz Aktiengesellschaft) |
|---|---|---|---|---|---|
| Art der Tätigkeit | Finanzunternehmen / Finanzholding gesellschaft |
Wertpapier handelsbank |
Finanzdienst leistungsinstitut |
Sonstiges Unternehmen (EDV) |
Finanzholdinggruppe |
| Sitz | Düsseldorf | Düsseldorf | Düsseldorf | Düsseldorf | Düsseldorf |
| Umsatz in TEUR | 21.554 | 1.105 | 3.239 | 1.538 | 25.391 |
| Anzahl der Beschäftigten | 32 | 5 | 37 | 8 | 48 |
| Gewinn / Verlust vor Steuern in TEUR | 7.431 | -801 | 3 | 0 | 7.497 |
| Steuern auf Gewinn / Verlust in TEUR | 2.520 | 0 | 0 | 0 | 2.520 |
Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
| 01.01. - | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | |||
| TEUR | TEUR | ||
| Konzernüberschuss vor Ertragsteuern | 7.497 | 1.851 | |
| Im Konzernüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash Flow aus operativer Tätigkeit | |||
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens und auf immaterielle Vermögenswerte | 356 | 322 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (ohne Steuerrückstellungen) | 2.425 | 825 | |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 4.292 | -1.049 | |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 0 | |
| +/- Sonstige Anpassungen | -1.951 | -1.140 | |
| Zwischensumme | 12.619 | 809 | |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile | |||
| -/+ Zunahme/Abnahme der nicht zum Finanzmittelfonds zuzurechnenden Forderungen an Kreditinstituten | -1.916 | -8 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -17 | -104 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme Wertpapiere | -21.709 | -54.296 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva | -13.368 | -327 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der nicht dem Finanzmittellfonds zuzurechnenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -22 | -5 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -400 | 620 | |
| +/- Zunahme/Abnahme anderer Passiva | 38.859 | 51.446 | |
| + | Erhaltene Zinsen und Dividenden | 2.431 | 1.432 |
| - | Gezahlte Zinsen | -480 | -292 |
| + | Erstattete Ertragsteuern | 66 | 22 |
| - | Gezahlte Ertragsteuern | -887 | -309 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 15.176 | -1.012 | |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 146 | 131 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -345 | -201 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 216 | 192 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -363 | -257 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 0 | 0 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -342 | -290 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -688 | -425 | |
| + | Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 0 |
| -/+ Nettoveränderung aus Käufen und Verkäufen eigener Anteile | 0 | 362 | |
| - | Ausschüttungen | -849 | 0 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -849 | 362 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 13.639 | -1.075 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 5.003 | 6.078 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 18.642 | 5.003 | |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | |||
| Kassenbestand | 2 | 10.003 | |
| Täglich fällige Guthaben bei Kreditinstitute abzüglich täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 18.640 | -5.000 | |
| 18.642 | 5.003 |
Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
| be n i An n E UR ga |
zei ch Ge net es al Ka pit |
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irt sch aft Erw ete s nka al Ko ige pit nze rne |
Eig ile e A nte en |
Eig ka pit al de en s hm Mu tte ter run ne en s |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
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Ge wi nn rüc kla gen |
Bil wi an zge nn |
äß rnb ila / Ko gem nze nz Ko ige nka pit al nze rne |
|||
| nd Sta 1. 1.2 01 3 am erb /Ei eh ile Erw nzi ige r A nte un g e ne zah lte vid de Ge Di en n Üb nd rig e V erä eru nge n |
9.4 38 .00 0,0 0 |
9.4 55 .86 4,1 8 17 9.8 05 ,79 |
1.0 11 .54 4,4 8 99 .56 0,5 9 |
2.1 97 .32 8,8 6 0,0 0 0,0 0 |
82 .25 7,0 0 - 82 .25 7,0 0 |
22 .02 0.4 80 ,52 36 1.6 23 ,38 0,0 0 |
| - ü bri Ko bn is ges nze rne rge |
99 3.7 94 ,23 |
99 3.7 94 ,23 |
||||
| Ko eb nis mt nze rng esa erg |
0,0 0 |
99 3.7 64 ,23 |
99 4.7 64 ,23 |
|||
| nd Sta 31 .12 .20 13 |
9.4 38 .00 0,0 0 |
9.6 35 .66 9,9 7 |
1.1 11 .10 5,0 7 |
3.1 91 .12 3,0 9 |
0,0 0 |
23 .37 5.8 98 ,13 |
| Sta nd 1. 1.2 01 4 am Ge zah lte Di vid de en n Üb e V erä nd |
9.4 38 .00 0,0 0 |
9.6 35 .66 9,9 7 |
1.1 11 .10 5,0 7 |
3.1 91 .12 3,0 9 -84 9.4 20 ,00 |
0,0 0 |
23 .37 5.8 98 ,13 -84 9.4 20 ,00 |
| rig eru nge n ins tel lun g i n d ie G inn kla - E rüc ew ge n bri bn - ü Ko is ges nze rne rge |
2.1 21 .88 0,2 4 |
2.1 21 .88 0,2 4 - 4.9 77 .00 2,7 0 |
0,0 0 4.9 77 .00 2,7 0 |
|||
| eb Ko nis mt nze rng esa erg |
2.1 21 .88 0,2 4 |
2.8 55 .12 2,4 6 |
4.9 77 .00 2,7 0 |
|||
| Sta nd 31 .12 .20 14 |
9.4 38 .00 0,0 0 |
9.6 35 .66 9,9 7 |
3.2 32 .98 5,3 1 |
5.1 96 .82 5,5 5 |
0,0 0 |
27 .50 3.4 80 ,83 |
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Berlin, den 08. Mai 2015
Dohm ■ Schmidt ■ Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Dr. Wolfgang Janka | Matthias Schmidt |
|---|---|
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Kontakt:
LANG & SCHWARZ Aktiengesellschaft Breite Straße 34 40213 Düsseldorf
T 0211 13840 40-0 F 0211 13840 40-90
www.LS-D.de [email protected]
Bilder: Impressionen aus Düsseldorf von Stephan Walochnik