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Lang + Schwarz AG Annual Report 2011

Jun 6, 2012

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Annual Report

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Lang & Schwarz Aktiengesellschaft

(vormals: Lang & Schwarz Wertpapierhandelsbank AG)

Düsseldorf

Jahresabschluss zum 31.12.2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

1. Geschäftliche Aktivitäten

Wir blicken zurück auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2011. Operativ konnten wir mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 8.252 unser bestes Ergebnis in der Firmengeschichte erzielen. Mit einer beabsichtigten Dividendenausschüttung von ca. 75% des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bzw. EUR 1,20 je dividendenberichtigter Aktie werden wir zudem eine Dividendenzahlung auf Rekordniveau der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2011 vorschlagen.

Dabei war das Geschäftsjahr 2011 kein einfaches. Die Ausgliederung des Geschäftsbereichs TradeCenter – dem elektronischen und außerbörslichen Handel in Finanzinstrumenten – auf die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erfolgte zum 1. Dezember 2010 und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Begebung von derivativen Finanzinstrumenten mit dem Hauptaugenmerk auf Hebelprodukten ist seither die Haupttätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als operative Holdinggesellschaft von drei weiteren Konzerngesellschaften. Insgesamt wurden in 2011 ca. 30.000 eigene Produkte emittiert, dies entspricht einer Verdoppelung gegenüber 2010. Die eigenen Produkte werden durch die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel unter anderem über TradeLink, auf scoach oder an der EUWAX angeboten. Zum Ultimo Dezember 2011 quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG nahezu 7.000 derivative Finanzinstrumente der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Bezug auf inländische und ausländische Aktientitel, Indizes, Währungskursrelationen, Rohwarenkurse oder die Zinsentwicklung. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG stellt darüber hinaus Handelskurse für ca. 5.000 unterschiedliche Aktien, Fonds, ETF’s und Anleihen wochentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Über die Partnerbanken der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erreicht diese über 10 Millionen Privatkunden. Die 100%-ige Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH ist eine Spezialbank im Bereich des Handels mit Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten. Das Institut erbringt neben dem klassischen Brokergeschäft auch die Beratung und Betreuung beim going und being-public, einschließlich der IPO- und Corporate-Finance-Beratung. Darüber hinaus zählen zum Dienstleistungsspektrum dieses Bereichs die Orderausführung sowie die Ausführung von aktienhandelsnahen Dienstleistungen wie die Durchführung von Aktienrückkaufprogrammen börsennotierter Unternehmen. Als Designated Sponsor stellt die Lang & Schwarz Broker GmbH zudem verbindliche An- und Verkaufskurse auf der elektronischen Handelsplattform Xetra. Die Lang & Schwarz Gate GmbH erbringt EDV bezogene Dienstleistung überwiegend für die Konzerngesellschaften.

Auf der Handelsseite zeigte sich das Börsenjahr 2011 als ein Jahr der Extreme mit Licht, aber auch mit langen Schatten. Zu Jahresbeginn deuteten noch alle Zeichen auf eine Fortsetzung des positiven Trends aus 2010 hin. Der DAX legte Anfang 2011 auf über 7.100 Punkte zu. Dann stieg der Ölpreis rasant an und die Welt wurde durch das verheerende Erdbeben, der Tsunamikatastrophe und den anschließenden, folgenschweren Kernreaktorunfällen in Japan schockiert. Die Folgen waren ein weltweiter Kursverfall. Der DAX sackte von Mitte Februar 2011 bis Mitte März 2011 um nahezu 900 Punkte auf 6.513 Punkte ab. In dieser Zeit stieg das Handelsvolumen an den Märkten sprunghaft an. Durch die starken Kursausschläge stieg die Nachfrage nach Hebelprodukten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Hiervon konnten wir sehr deutlich profitieren.

Die Märkte zeigten sich zunächst sehr robust und mit der anschließenden Erholung wurde der Höchstwert in 2011 von 7.600 Punkten im DAX erreicht. Spätestens im dritten Quartal 2011 wurde dies jedoch durch eine verschärfte Staatsschuldenkrise im Euroraum zunichte gemacht.

Griechenland, das unter seinen horrenden Staatsschulden stöhnt, konnte sich nur durch drastische Sparmaßnahmen Gelder über den „EURO-Rettungsschirm“ (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität) erkaufen. Unter dem dramatischen Sparkurs taucht die griechische Volkswirtschaft in die Rezession ab. Und weitere Staaten wie Portugal und Italien haben den Sparkurs eingeschlagen. Die Schuldenkrise wirkte sich auf die Realwirtschaft aus und das Bruttoinlandsprodukt sackte ab. Mit der Angst, dass sich die Staatsschuldenkrise in eine europäische Banken- und Wirtschaftskrise auswächst, nahmen die Bewegungen im DAX gegen Ende des dritten Quartals 2011 zu. Mit 4.965 Punkten im DAX wurde am 12. September 2011 der Tiefpunkt des Börsenjahres 2011 markiert. Aufgrund der Volatilität der Märkte stieg in dieser Phase das Handelsvolumen an den Finanzmärkten erneut stark an. Gleichermaßen wurden die angebotenen Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bei steigenden wie auch bei fallenden Kursbewegungen nachgefragt und führten zu einer neuerlichen Zunahme der Umsätze in eigenen Produkten im zweiten und dritten Quartal 2011.

Trotz aller Anstrengungen der EURO-Staaten ist die Staatsschuldenkrise zum Ende des Jahres 2011 weiter ungelöst. Mit der Herabstufung der Ratingnoten von Amerika und neun europäischen Staaten durch die Ratingagentur Standard & Poor's, hierunter Frankreich, Italien, Spanien und Portugal, findet diese einen traurigen Höhepunkt.

Auch Anfang 2012 lassen die Themen rund um die Schuldenkrisen die Finanzmärkte nicht los.

2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft konnte nach vorläufigen Zahlen trotz eines Rückgangs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal 2011 auf Jahressicht um 3,0% gegenüber 2010 zulegen. Maßgeblich für die Eintrübung des BIP um 0,2% im Schlussquartal 2011 gegenüber dem dritten Quartal 2011 war die Weltwirtschaftsentwicklung, die sich negativ auf den deutschen Außenhandel auswirkte. Im Vergleich der Quartale mit dem Vorjahr kann das 4. Quartal 2011 gegenüber dem 4. Quartal 2010 dennoch mit einer Steigerung von +1,5% (preisbereinigt) aufwarten, zusätzlich kalenderbereinigt sogar um +2%. Die Wirtschaftsleistung lag auch im zweiten Jahr nach der Weltwirtschaftskrise in allen Quartalen deutlich über dem Niveau des Jahres 2010.

Die Fortentwicklung der deutschen Wirtschaft und auch der Weltwirtschaft hängt davon ab, welche Richtung die Schuldenkrise einschlägt. Ein mögliches, positives Szenario geht davon aus, dass eine Rezession im Euroraum vermieden werden kann und die europäische Schuldenkrise sich nicht weiter verschärft. Länder wie Italien und Spanien behalten weiteren Refinanzierungszugang zum Kapitalmarkt. Dieses „Basisszenario“ erfordert eine nachhaltige Beruhigung der Finanzmärkte. Nur mit hinreichend starken Anstrengungen zur Sanierung der Staatsfinanzen bei einer Anzahl von Mitgliedsstaaten des Euroraums sowie einer strikten Umsetzung von Reformprogrammen wird dies gelingen. [1]

Die EZB erhöhte im April 2011 den Leitzins um 0,25%-Punkte und legte diesen in Erwartung einer Normalisierung des Zinsniveaus mit 1,25% fest. Im Juli 2011 erfolgte eine weitere Erhöhung um 0,25%-Punkte auf 1,5%. Bereits im November und im Dezember 2011 erfolgten Senkungen des Leitzinssatzes jeweils um 0,25%-Punkte, die der Zuspitzung der Schuldenkriesen zuzurechnen sind. Zum Jahresende liegt der Leitzins damit wieder mit 1,0% auf dem historisch niedrigen Niveau aus Mai 2009.

Turbulente Aktienmärkte kennzeichnen das Börsenjahr 2011. Unisono stürzen die deutschen Indizes im Vergleich der Jahresendwerte 2011 mit 2010 ab, angeführt vom DAX mit -14,7%. Der SDAX begleitet diese Entwicklung mit -14,5% unmittelbar und wird dabei dicht gefolgt vom MDAX mit -12,1%. Dies wird nur übertroffen vom Euro Stoxx der sogar einen Rückgang von -17,1% gegenüber dem Vorjahr aufweist. Als ein Fels in der Brandung erwies sich da der S&P 500 Index, der sich nahezu auf dem Niveau des Vorjahres halten konnte. Der VDAX, der die Volatilität der Aktienmärkte misst, schnellt aufgrund der erheblichen Ausschläge während des Börsenjahres 2011 um 49,8% auf 28,59%-Punkte hoch. Nur 2002 wies der VDAX zum Jahresende einen höheren Wert auf. Der Höchststand des VDAX in 2011 ist mit 47,3%-Punkte ebenfalls rekordverdächtig und liegt nur leicht unter den Topwerten aus 2001 bis 2003.

Rohöl steigt erneut und erreicht mit 99,05 USD/Barrel bzw. +11% ein neues Jahresendhoch. Im gleichen Zug verteuert sich der Goldpreis auf 1.563,20 USD je Feinunze, ein Plus von 10%. Der USD Wechselkurs zum Euro pendelt sich nach Ausschlägen in Richtung Norden (bis über 1,46 USD/EUR) auf dem Niveau des Vorjahresultimos ein.

3. Geschäftsentwicklung 2011

Durch die Übertragung des Geschäftsbereichs TradeCenter auf die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum 1. Dezember 2010 beinhalten die Geschäftszahlen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2011 keine Erträge und Aufwendungen dieses ehemaligen Geschäftsbereichs mehr. Die Vergleichbarkeit der Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres 2011 mit denen des Vorjahres ist daher nur sehr eingeschränkt möglich.

3.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2011 haben wir aus unseren Weichenstellungen der letzten Jahre Profit geerntet. Auch konnte aus Sonderbewegungen und einem zeitweise deutlichem Zuwachs der Handelstätigkeit und der Nachfrage nach unseren Produkten profitiert werden. Zum Jahresende weist die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 4.921 aus.

Im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein Jahresüberschuss von TEUR 14.537 erzielt wurde, mag dies auf den ersten Blick nicht sonderlich überzeugen. Aber eine genauere Analyse lohnt sich. So war der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 maßgeblich durch zwei Sonderfaktoren beeinflusst. Zum einen wurde aus der BilMoG-Umstellung ein Ertrag unter den Umsatzerlösen als auch ein außerordentlicher Aufwand von jeweils TEUR 1.830 ausgewiesen. Während sich diese Beträge gegenseitig neutralisierten, wurden TEUR 11.340 aus der steuerfreien Auflösung des Fonds nach §340g HGB als einmaliger außerordentlicher Ertrag ausgewiesen. Unter Berücksichtigung dieses Effekts ergibt sich ein um diesen Sondereffekt bereinigter Jahresüberschuss für 2010 von TEUR 3.197. Vergleichbare Sondereffekte liegen in 2011 nicht vor. Der Jahresüberschuss ist damit unter Berücksichtigung des einmaligen Effektes in 2010 um TEUR 1.724 auf TEUR 4.921 gestiegen.

Auch bei Betrachtung der Einzelwerte der Gewinn- und Verlustrechnung wirkt im einfachen Vergleich der Daten zunächst nüchtern. Aber auch hier fördert die richtige Interpretation der Daten erfreuliches zu Tage.

Der Rohertrag aus der Handelstätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, der sich aus den Umsatzerlösen, dem Materialaufwand und den Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens zusammensetzt scheint mit TEUR 16.646 gegenüber TEUR 15.258 und damit um TEUR 1.388 nicht sonderlich gestiegen zu sein. Die Werte des Vorjahres beinhalten jedoch aufgrund der Umstrukturierung zum 1. Dezember 2010 für elf Monate die des ehemalig in der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft angesiedelten Geschäftsbereichs TradeCenter. Rechnet man das Ergebnis der Handelstätigkeit des ehemaligen Geschäftsbereichs der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft aus den Daten des Geschäftsjahres 2010 heraus, ergibt sich ein bereinigtes Ergebnis der Handelstätigkeit für 2010 bezogen auf den in der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verbliebenen operativen Geschäftsbereich. Der bereinigte Vergleich zeigt, dass eine Steigerung von TEUR 4.450 erreicht werden konnte, dies entspricht +29%. Die Turbulenzen an den Aktienmärkten haben zu einem deutlichen Zuwachs des Umsatzes und der Anzahl an Geschäften in den eigenen Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft geführt. Dies belegten auch die Statistiken der EUWAX. Hier bleiben die Deutsche Bank AG und die Commerzbank AG weiterhin unangefochtene Spitzenreiter in allen Disziplinen. Dennoch ist die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in der Anzahl der ausgeführten Kundenorders bei den Knock-Out-Produkten im Mittelfeld angesiedelt. Erfolgreich sehen wir die Entwicklung unserer Emissionstätigkeit. Gegenüber 2010 wurde diese nicht nur ausgebaut, sondern konnte verdoppelt werden.

Bei der herausragenden Entwicklung der Ertragszahlen erhöhten sich die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um lediglich TEUR -270 auf TEUR -4.262. Auch hier ist der Effekt der Ausgliederung des Geschäftsbereichs TradeCenter in 2010 zu berücksichtigen. Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2010 betreffen mit TEUR -1.659 den Geschäftsbereich TradeCenter, wodurch sich ein korrigierter Vorjahreswert von TEUR -2.334 und eine Erhöhung der Personalaufwendungen, bedingt vor allem durch variable und flexible Vergütungsbestandteile, um TEUR -1.928 ergibt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um TEUR 1.401 von TEUR -4.817 auf TEUR -3.416 ab. Aufgrund der Ausgliederung korrigiert sich der Vorjahreswert auf TEUR -3.252, wodurch sich eine leichte Erhöhung um TEUR -164 ergibt.

Das bereinigte operative Ergebnis 2010 von TEUR 4.754 stieg um 73% auf TEUR 8.252 an. Bedingt durch das gegenüber 2010 gestiegene Ergebnis nahmen die Aufwendungen für die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zu.

3.2. Finanzlage

Die Liquidität der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Zum Jahresultimo stehen kurzfristige Forderungen, sonstige Wertpapiere und liquide Mittel im Umlaufvermögen von insgesamt TEUR 34.227 (Vorjahr: TEUR 59.635) kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen von insgesamt TEUR 16.426 (Vorjahr: TEUR 43.681) gegenüber. Dies entspricht einem bilanziellen Liquiditätsüberschuss von TEUR 17.801 (Vorjahr: TEUR 15.954).

Über die bestehenden Eigenmittel der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in Höhe von TEUR 24.316 hinausgehend, stehen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft aufgrund aktueller Verträge mit der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt, auch im Anschluss an das Geschäftsjahr 2011 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, um ihre geschäftliche Tätigkeit finanzieren zu können.

3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 63.972 um TEUR 23.230 auf TEUR 40.742. Grund hierfür ist insbesondere ein aktives Bestandsmanagement der Finanzinstrumente zum Jahresultimo, wodurch eine Reduzierung der aktiven und passiven Handelsbestände zum Bilanzstichtag erreicht wurde. So nahmen die aktiven Handelsbestände unter den sonstigen Wertpapieren von TEUR 51.701 auf TEUR 16.743 in Form der Aktien-, Fonds- und ETF-Bestände ab. Die gezahlten Optionsprämien unter den sonstigen Vermögensgegenständen verringerten sich von TEUR 2.175 auf TEUR 790. Zugleich reduzierten sich die passiven Handelsbestände in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch eine Reduzierung der Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften von TEUR 550 auf TEUR 153. In den sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich die erhaltenen Optionsprämien von TEUR 1.218 auf TEUR 1.579 und die Verbindlichkeiten aus selbst gegebenen Optionsscheinen und Zertifikaten verringerten sich von TEUR 13.741 auf TEUR 7.659.

Einhergehend mit dem Abbau der Handelsbestände erhöhten sich die Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 11.736 von TEUR 2.966 auf TEUR 14.703 bei einem gleichzeitigen Rückgang der Verbindlichkeiten auf Bankkonten von TEUR 18.179 um TEUR 17.451 auf TEUR 728.

Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr. Grund hierfür waren eine Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG um TEUR 2.500 sowie einer Abwertung auf den Buchwert der Anteile an der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH auf TEUR 775 (Buchwert Vorjahr: TEUR 1.075). Anteile an der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Gate GmbH verbleiben unverändert mit TEUR 500.

Rückstellungen von insgesamt TEUR 6.007 betreffen mit TEUR 3.327 Steuerrückstellungen, die sich insgesamt um TEUR 1.777 veränderten, sowie mit TEUR 2.680 sonstige Rückstellungen. Im Berichtsjahr wurden die Steuerrückstellungen für das Geschäftsjahr 2011 vollständig verbraucht sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 3.327 zugeführt.

Das Eigenkapital von TEUR 24.316 entspricht 60% der Bilanzsumme. Die Eigenmittel haben sich sowohl aufgrund des Ergebnisses aus dem Geschäftsjahr 2011 als auch durch Erträge aus dem Handel in eigenen Anteilen um insgesamt TEUR 4.024 bzw. 20% erhöht.

Insgesamt weist die wirtschaftliche Lage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft geordnete Verhältnisse auf.

4. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft haben könnten und über die zu berichten gewesen wäre, liegen nicht vor.

5. Risikobericht

5.1. Risikomanagement

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigt in ihrem Geschäftsfeld insbesondere Handelsgeschäfte in Finanzinstrumenten, die über einen meist kurzfristigen Zeitraum im Eigenbestand gehalten werden. Eine Absicherung dieser Wertpapierbestände erfolgt durch gegenläufige Bestände gleicher Art oder durch ein dynamisches Delta-Hedging. Der Umgang mit Risiken, wie ein möglicher Verlust oder ein entgangener Gewinn, ist Bestandteil der Gesamtsteuerung durch die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Aus diesem Grund wurde ein zeitnahes Risikomanagement als Risikofrüherkennungs- und -steuerungsinstrument unter Einbeziehung aller Konzerngesellschaften eingerichtet. Die Rahmenbedingungen für den Handel in Finanzinstrumenten sowie das Risikomanagement formuliert die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern in Form von Richtlinien und Arbeitsanweisungen (Organisationsanweisungen). Die in den Rahmenbedingungen enthaltene Geschäftsstrategie und Risikostrategie werden jährlich durch die Geschäftsleitung überprüft und geben Art und Umfang möglicher Risikogeschäfte in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern vor. Die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken erfolgt unmittelbar durch die Geschäftsleitung, die hierbei vom Risikocontrolling und der Internen Revision im gesamten Konzern unterstützt wird.

5.2. Arten von Risiken

Aus der Geschäftstätigkeit heraus wurden als maßgebliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko.

5.2.1. Adressenausfallrisiko

Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner nicht oder nicht fristgerecht leistet oder die Gesellschaft einem Vertragspartner trotz der Nichtleistung eines Dritten zu leisten verpflichtet ist. Das Adressenausfallrisiko wird unterteilt in die drei Unterrisiken: Kreditrisiko, Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko.

Kreditrisiken betreffen derivative und außerbilanzielle Risiken, die durch das Risikocontrolling der Handelsgeschäfte überwacht werden.

Von untergeordneter Bedeutung sind Kontrahentenrisiken als Risiken des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Kontrahenten, da nahezu sämtliche Handelsgeschäfte Zug um Zug abgewickelt werden.

Dem Emittentenrisiko als Risiko des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Emittenten wird mit dem Risikomanagement der Handelsgeschäfte begegnet. Derivative und außerbilanzielle Risiken werden im Rahmen der Marktpreisrisiken überwacht. Darüber hinaus werden mögliche Risikokonzentrationen insbesondere durch die analoge Anwendung von aufsichtsrechtlichen Vorgaben im Risikomanagement gemessen und gemindert.

Das Adressenausfallrisiko wird, soweit es nicht das Handelsgeschäft betrifft, auf Basis der durchschnittlichen Wertverluste vergangener Perioden quantifiziert. Auf den 31. Dezember 2011 bezogen wurde ein Risiko von TEUR -288 berechnet. Für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wurde ein Betrag von TEUR -13 ermittelt.

5.2.2. Marktpreisrisiko

Marktpreisrisiken sind allgemeine Preisveränderungen von Aktien, Anleihen, Währungen und Rohwaren durch Marktbewegungen. Zu den Marktpreisrisiken zählen Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Marktpreisrisiken aus Warengeschäften. Als Kursrisiken werden sowohl Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen definiert als auch Liquiditätsrisiken aufgrund einer eingeschränkten Handelbarkeit von Wertpapieren, die auf ein geringes Handelsvolumen zurückzuführen ist („marktenge“ Wertpapiere).

· Preisrisiko aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen

Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen oder aus Schwankungen einer impliziten Volatilität misst ein zeitnahes Risikocontrolling. Um risikobehaftete Bestände zu beschränken, wird die Einhaltung von der Geschäftsleitung vorgegebener Handelslimite kontinuierlich überwacht.

· Preisrisiko durch Liquiditätsengpässe

Liquiditätsrisiken in Finanzinstrumenten wird durch die bewusste Auswahl der von der Gesellschaft gehandelten Finanzinstrumente begegnet. Darüber hinaus erfolgt einerseits die Risikomessung analog der Risiken aus kurzfristigen Marktschwankungen. Das Risiko wird ebenfalls in Form einer sich verzögernden Glattstellungsmöglichkeit die sich aus einer Minderliquidität von Produkten ergeben kann, als Preisrisiko ermittelt und im Rahmen der Liquiditätsrisiken berücksichtigt.

· Zinsänderungsrisiko im Handelsgeschäft

Zinsänderungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen für das Unternehmen bei zinsabhängigen Produkten. Solche Risiken werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah gemessen und überwacht.

· Währungsrisiko im Handelsgeschäft

Da die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft Turbo-Optionsscheine auf die Entwicklung von Wechselkursen begibt, können grundsätzlich auch Währungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen. Diese werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah überwacht.

Die Überwachung sämtlicher Marktpreisrisiken erfolgt vom Handel unabhängig auf der Grundlage von Bestands- und Marktpreisberechnungen sowie Szenarioanalysen. Eventuelle Limitüberschreitungen im Laufe eines Handelstags werden nach den Vorgaben der Richtlinien und Arbeitsanweisungen durch das Risikocontrolling gemeldet. Die Geschäftsleitung erhält darüber hinaus täglich einen Bericht über die Einhaltung der Handelslimite auf das Ende eines Handelstages. Weiterhin werden mit Stress-Test-Szenarien starke Schwankungen von Preisindikatoren simuliert und mögliche Ergebnisauswirkungen auf den Handelsbestand berechnet. Die Messung der Marktpreisrisiken für die Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt auf Basis vorgegebener Szenariomodelle. Das negativste Ergebnis einer Szenario-Matrix wird für die Risikotragfähigkeitsanalyse herangezogen. Auf den Bestand zum Jahresultimo wurde ein zu berücksichtigendes Szenario-Ergebnis in Höhe von TEUR -613 ermittelt. Bezogen auf den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft AG beträgt dieses Risiko TEUR -827.

5.2.3. Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken, die unter die Verfügbarkeit liquider Mittel fallen, können für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der Finanzausstattung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden solche Risiken jedoch als gering angesehen. Dennoch wird die Liquiditätslage täglich in angemessener Weise durch interne Verfahren überwacht. Zudem werden Liquiditätsrisiken im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse durch die Berechnung eines Zinsschocks berücksichtigt. Grundlage des Zinsschocks bilden dabei die Zinsaufwendungen der vorangegangenen Abrechnungsperioden. Für dieses Risiko wurde zum Jahresultimo bezogen auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ein Risiko von TEUR -392 ermittelt, für den Konzern wurde ein Risiko von TEUR -116 berechnet.

Als Liquiditätsrisiko wird auch ein mögliches Risiko berechnet, das sich aus einer verzögerten Glattstellung aufgrund einer Minderliquidität eines Wertpapierbestands ergeben kann. Dieses Risiko wird aufgrund der Relation eines Wertpapierbestandes zu erwarteten Umsätzen an Referenzmärkten berechnet. Für dieses Risiko wurde für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft auf den Jahresultimo ein Betrag von TEUR 0 ermittelt. Für den Konzern ergibt sich ein Risiko von TEUR -444.

5.2.4. Operationelles Risiko

Aufgrund der Tätigkeit des Konzerns unterliegt die Gruppe und damit auch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft der Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden. Vor diesem Hintergrund sind für die künftige Entwicklung der Gesellschaft gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Änderungen ebenso relevant wie das sich ständig ändernde wirtschaftliche und börsliche Umfeld. Deshalb beobachtet und analysiert die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft die Rahmenbedingungen, um eine erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft planen und Maßnahmen hierfür umsetzen zu können. In diesem Zusammenhang wurden folgende Risikofelder identifiziert und Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -steuerung ergriffen:

· Personal

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist aufgrund des spezifischen Geschäftsmodells auf ausreichendes und qualifiziertes Personal angewiesen. Die erfolgreiche Personalrekrutierung bleibt zwar auch in kommenden Geschäftsjahren ein latentes Risiko, dürfte sich jedoch gegenüber den Vorjahren nicht verschlechtern. Zudem ist die Gesellschaft intern bestrebt, Mitarbeiter weiterzubilden und fördert die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften. Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern, die leitende Positionen oder Führungsaufgaben wahrnehmen, kann einer Gesellschaft im Einzelfall ein Wissensnachteil entstehen. Dem wird soweit wie möglich entgegengewirkt.

Die Vergütung der Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bzw. in der Finanzholding-Gruppe wird einheitlich gehandhabt und berücksichtigt die Vorgaben der InstitutsVergV. Für die Ausgestaltung des Vergütungssystems der Mitarbeiter ist der Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verantwortlich. Neben festen monatlichen Bezügen kann ein variabler Bestandteil durch die Geschäftsleitung festgelegt werden. Die Zahlung eines variablen Bezugs erfolgt freiwillig, ohne einen rechtlichen Anspruch der Mitarbeiter und ist grundsätzlich gebunden an ein positives Ergebnis des vordefinierten Geschäftsfelds, Bereichs bzw. des Konzerns. Bei der Bemessung der einzelnen Bezüge werden quantitative als auch qualitative Kriterien berücksichtigt wie beispielsweise Qualität der Leistung, Anforderung an die Tätigkeit, Stellung im Unternehmen, Betriebszugehörigkeit oder die Übernahme von besonderen Aufgaben. Die Ausgestaltung des Vergütungssystems des Vorstands erfolgt durch den Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Für den Vorstand gelten dabei grundsätzlich die gleichen Regelungen. Die variablen Bezüge bemessen sich jedoch grundsätzlich nach einer schriftlich vereinbarten Bemessungsgrundlage.

· EDV

Das Unternehmen ist in hohem Maße auf die Funktionsfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme angewiesen. Um die Verfügbarkeit der Systeme jederzeit gewährleisten zu können, wurden alle Kernfunktionalitäten redundant ausgestaltet. Weiterhin hat sich die Gesellschaft gegen den Ausfall der externen Stromversorgung mittels einer unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert und einen Notfallplan erstellt. Zur Aufrechterhaltung und zur Pflege aller wesentlichen Systeme sind darüber hinaus jederzeit Mitarbeiter des EDV-Bereichs der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Gate GmbH verfügbar.

· Markt- und Börsenentwicklung

Im Rahmen seiner Tätigkeit ist das Unternehmen von der Entwicklung der Wertpapier- und Terminbörsen abhängig, da diese das Anlageverhalten der Marktteilnehmer und damit das Ergebnis des Handelsbestands beeinflussen. Diesen Risiken wird durch ein aktives Risikomanagement begegnet.

· Risiken aus einer Strategie- oder Wachstumsverfehlung

Eine Reihe von Faktoren kann das Erreichen von Zielen gefährden. Dazu zählen beispielsweise Marktschwankungen, eine veränderte Marktstellung des Unternehmens sowie veränderte Marktbedingungen im Kernmarkt Deutschland. Wenn es der Gesellschaft nicht gelingt, ihre strategischen Pläne umzusetzen oder wenn die Kosten die Erwartungen übersteigen, könnte die künftige Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflusst werden. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft könnte zukünftig Markttendenzen und Kundenanforderungen nicht rechtzeitig erkennen oder aus anderen Gründen ihr Wachstum in der Zukunft nicht wie gewünscht fortsetzen. Eingetretene Strategieabweichungen werden im Rahmen einer jährlichen Risikoanalyse ebenso überprüft, wie die daraus folgenden Auswirkungen auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft.

· Wettbewerbsrisiken

Der deutsche Finanzsektor ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft steht hierbei nicht nur zu Finanzdienstleistungsinstituten, sondern auch zu Kreditinstituten und anderen Finanzunternehmen im Wettbewerb. Infolgedessen lassen sich in den einzelnen Geschäftsfeldern oft nicht die gewünschten Margen erzielen. Dieses Risiko wird durch die Geschäftsleitung überwacht und ist Bestandteil der täglichen Ergebnisüberwachung sowie der turnusmäßigen Risikoanalyse.

· Risiken aus der Ergebnisentwicklung

Es wird täglich eine Ergebnisübersicht für die Handelstätigkeiten erstellt. Alle nicht am Handelstag geschlossenen Positionen in Derivaten, Wertpapieren oder Devisen werden dabei auf Basis der Mark-to-Market-Methode bewertet. Anhand der täglichen Ergebnisübersicht ist es möglich, eine zeitnahe Kontrolle und Analyse der Ergebnisse vorzunehmen sowie deren Entwicklung zu beobachten. Das selbst entwickelte Limit-Kontroll-System unterstützt zudem eine verbesserte Überwachung der Handelstätigkeit durch eine automatisierte, vom Handel unabhängige Bestandsbewertung aller Finanzprodukte. Hierauf baut das jeweils fortlaufend an aktuelle Marktentwicklungen angepasste Risikomanagementsystem für die Handelsrisiken auf.

Für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wird zum Jahresende eine Planungsrechnung auf Monatsbasis für das neue Geschäftsjahr erstellt. Der Soll-Ist-Abgleich der Erträge und Aufwendungen der Planungsrechnung mit den tatsächlichen Geschäftsdaten gibt frühzeitig Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft.

· Rechtliche Risiken

Rechtsrisiken können durch neue gesetzliche Regelungen, die Änderung bestehender Vorschriften sowie eine geänderte Auslegung von Vorschriften oder schließlich aus vertraglich nicht eindeutigen Formulierungen entstehen. Die Überwachung und Steuerung solcher Risiken übernimmt die Rechtsabteilung der Gesellschaft. Zur Minderung von Rechtsrisiken prüft die Rechtsabteilung sämtliche vertraglichen Beziehungen, gegebenenfalls werden rechtliche Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen. Darüber hinaus werden zur Sicherstellung der Beweisbarkeit von telefonischen Handelsaufträgen die Geschäftsgespräche der Händler auf Tonträger aufgezeichnet. Für Kostenrisiken aus Rechtsstreitigkeiten wurde eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen.

Zur Finanzierung des Entschädigungsfalls Phoenix wurde der EdW ein Darlehen von der KfW in Höhe von ca. Mio. EUR 130 gewährt. Die Rückführung sollte ab dem Jahr 2010 in jährlichen Tranchen von etwa Mio. EUR 25 erfolgen. Diese Tranchen sind aus dem Vermögen der EdW zu leisten. Sollte dieses nicht ausreichen, müsste die EdW versuchen, die notwendigen Finanzmittel über Sonderbeiträge von den angeschlossenen Instituten - in dem Rahmen in dem es der EdW als auch den Unternehmen möglich ist - zu beschaffen. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist zum Jahresultimo 2010 kein Mitglied der EdW mehr. Dennoch kann die künftige Vermögens-, Finanz, und Ertragslage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch Zahlungen der Tochtergesellschaften Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG oder Lang & Schwarz Broker GmbH an die EdW beeinflusst werden. Mögliche Auswirkungen können zum derzeitigen Zeitpunkt jedoch nicht bestimmt werden.

· Sonstige Risiken

Sonstigen betrieblichen Risiken wird vor allem durch den Abschluss von Versicherungen begegnet. Die Gesellschaft entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse. Es kann trotz intensiver Bemühungen jedoch möglich sein, dass Verluste entstehen oder Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen bzw. für die keine Versicherung abgeschlossen wurde.

Das operationelle Risiko wird für die Risikotragfähigkeitsberechnung durch die Gesellschaft in ausreichendem Umfang in Anlehnung an die Solvabilitätsverordnung (§§ 269 ff. SolvV) durch den Basisindikatoransatz berücksichtigt. Danach ergeben sich operationelle Risiken zum Jahresende 2011 in Höhe von TEUR -2.337 für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Insgesamt beträgt das Risiko für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft TEUR -2.854.

5.3. Risikotragfähigkeit

Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt nach dem Going Conzern-Prinzip (Fortführungsansatz). Für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften ist die Risikotragfähigkeit solange gegeben, wie ausreichend Risikodeckungspotenzial zur Einhaltung der Mindestkapitalanforderungen gemäß der Solvabilitätsverordnung (SolvV) nach Abzug der Risikomasse verbleibt. Nach diesem Grundsatz war die Risikotragfähigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als auch die des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 gegeben.

6. Ausblick

Belastbare Prognosen für künftige Geschäftsjahre sind angesichts der Verfassung der nationalen und internationalen Finanzmärkte kaum möglich. Unsichere Konjunkturprognosen im Allgemeinen, die ungelöste europäische Staatsschuldenkrise im Speziellen und nicht absehbare Reaktionen der Finanzmärkte auf Rückschläge in der europäischen Stabilitätspolitik bilden die Eckpfeiler eines Hauses, dessen Standfestigkeit sich erst noch in 2012 zu erweisen hat. Hinzu kommen Risiken in der Entwicklung der Energiepreise. Ein weiterer Ausbruch des Rohölpreises könnte die Realwirtschaft empfindlich treffen und damit auch die Finanzmärkte. Die expansive Geldpolitik in den Industrieländern zur Belebung der Nachfrage könnte einen Preisauftrieb des Rohöls sogar noch anheizen. Das aktuelle Umfeld stellt damit erneut hohe Anforderungen an Finanzmarktspezialisten sowie Anleger. Ein Scheitern in der Eurokrise oder falsche Signale an die Finanzmärkte können das jüngst gewonnene zaghafte Vertrauen in die Kapitalmärkte wieder zunichtemachen.

Es hat sich erneut gezeigt, dass wir in stark volatilen Märkten bei steigenden Handelstätigkeiten sehr erfolgreich agieren können. Die Aussichten auf ein weiteres volatiles Geschäftsjahr beinhalten damit für das Geschäft der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft erneut Chancen, sie bergen jedoch auch immer Risiken. Unsere Mechanismen zur Risikobegrenzung waren bislang erfolgreich und führten bei kalkulierbaren Risiken zu erwarteten Erfolgen. Bei gleichen Rahmenbedingungen im wirtschaftlichen Umfeld sollten daher auch in der Zukunft Erträge in ausreichender Höhe erzielt werden können. Dies setzte jedoch auch weiterhin das Interesse der Anleger an den Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in vergleichbarem Umfang voraus. Hierzu tragen wir auch in 2012 erneut durch eine zunehmende Emissionstätigkeit bei. Bereits in den ersten drei Monten 2012 erreichten wir hier eine neuerliche Steigerung gegenüber dem 1. Quartal 2011 von 34%.

Wir sind und bleiben offen für neue Entwicklungen und Produkte im Umfeld unseres Geschäftsfelds. Als Geschäftspartner sind wir innovativ und kompetent, wodurch wir Raum für Neuerungen schaffen und an der Umsetzung von Ideen mitwirken.

Bezugnehmend auf die bereits im Risikobericht dargelegten Chancen und Risiken für die geschäftlichen Tätigkeiten der Gesellschaft ist gerade die Entwicklung der Märkte und Börsen maßgeblich für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Die Entwicklung des Begebungsgeschäfts war und ist weiterhin von den Handelsaktivitäten an den Börsen und der Volatilität von Märkten und einzelnen Produkten abhängig. Trotz Vorverlegung der Handelszeiten an den Regionalbörsen ist Lang & Schwarz aufgrund der Öffnung des Handelsplatzes um 7:30 Uhr immer noch der erste Handelsplatz der in Deutschland öffnet und der Handelsplatz an dem am längsten auf Bewegungen an internationalen Finanzmärkten und auf wichtige Nachrichten reagiert werden kann. Unser Bestreben ist es diesen Status beizubehalten.

Düsseldorf, den 31. März 2012

Der Vorstand

André Bütow

Peter Zahn

[1] Ifo Konjunkturprognose 2011/2012 vom 14. Dezember 2011

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

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31.12.2011 Vorjahr
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.174,66 137.104,66
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.275.000,00 4.075.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 83.417,80 114.671,28
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.804.519,04 1.519.804,85
3. sonstige Vermögensgegenstände 997.847,70 3.455.764,42
2.885.784,54 5.090.240,55
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 16.742.531,13 51.700.937,97
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14.702.601,61 2.966.272,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.604,80 2.740,61
40.741.696,74 63.972.295,97
Passiva
31.12.2011 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.438.000,00 9.438.000,00
rechnerischer Wert erworbener eigener Anteile 0,00 -406.896,00
ausgegebenes Kapital 9.438.000,00 9.031.104,00
II. Kapitalrücklage 9.327.813,37 9.038.129,91
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 111.105,07 0,00
IV. Bilanzgewinn 5.438.655,39 2.221.966,37
24.315.573,83 20.291.200,28
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.327.040,00 1.549.801,00
2. sonstige Rückstellungen 2.680.146,87 1.795.565,46
6.007.186,87 3.345.366,46
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 728.119,47 18.178.626,76
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 392.350,00 368.283,01
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 1.893.140,84
4. sonstige Verbindlichkeiten 9.298.466,57 19.895.678,62
davon aus Steuern: EUR 61.270,68 (Vorjahr: EUR 75.761,32)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.408,74 (Vorjahr: EUR 1.735,75)
10.418.936,04 40.335.729,23
40.741.696,74 63.972.295,97

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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2011 Vorjahr
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 513.765.213,88 402.888.228,11
2. sonstige betriebliche Erträge 376.756,24 324.878,56
3. Materialaufwand -495.042.394,55 -385.321.158,04
19.099.575,57 17.891.948,63
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.978.532,17 -3.633.360,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -283.153,47 -358.796,28
davon für Altersversorgung: EUR 57.147,49 (Vorjahr: EUR 67.001,64)
-4.261.685,64 -3.992.157,27
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -21.299,55 -27.489,25
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.416.037,94 -4.816.924,30
7. Erträge aus Beteiligungen 149.985,00 1.419,84
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 149.985,00 (Vorjahr: EUR 1.419,84)
8. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungsverträgen oder Teilgewinnabführungsverträgen 244.668,23 40.435,87
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 217.873,14 151.819,68
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 56.877,78 (Vorjahr: EUR 37.666,67)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -3.276.605,43 -2.308.930,46
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -484.268,31 -355.426,97
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.252.205,07 6.584.695,77
13. außerordentliche Erträge 0,00 11.340.000,00
14. außerordentliche Aufwendungen 0,00 -1.830.449,71
15. außerordentliches Ergebnis 0,00 9.509.550,29
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.329.442,05 -1.556.591,46
17. sonstige Steuern -1.966,61 -1.110,23
-3.331.408,66 -1.557.701,69
18. Jahresüberschuss 4.920.796,41 14.536.544,37
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (Vorjahr: Verlustvortrag aus dem Vorjahr) 412.060,54 -12.208.779,56
20. Unterschiedsbetrag aus dem Handel in eigener Anteile 105.798,44 -105.798,44
21. Bilanzgewinn 5.438.655,39 2.221.966,37

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

1 Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 wurde wie im Vorjahr nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) sowie dem Anhang. Zudem wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht aufgestellt.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Darstellung und Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den allgemeinen Anforderungen des HGB für große Kapitalgesellschaften.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer beträgt 1 bis 13 Jahre. Zugänge geringwertiger Wirtschaftsgüter von nicht mehr als EUR 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Darüber hinaus wird die Vereinfachungsregel nach § 6 Abs. 2a EStG in Anspruch genommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen werden nach den Regeln für Finanzanlagen bilanziert, dauerhafte Wertminderungen werden soweit erforderlich berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (mit Ausnahme der Wertpapiere) sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung ggf. notwendiger Wertberichtigungen, Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt unter Anwendung der Vorschrift des § 256a HGB.

Soweit Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt deren Bewertung nach den Vorschriften des § 254 HGB. Für Bestände in Finanzinstrumenten, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt die Ermittlung des aktuellen Börsen- oder Marktpreises zum Bilanzstichtag. Die Bewertung erfolgt sodann unter Beachtung des Imparitätsprinzips.

Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Langfristige Rückstellungen werden, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist, mit dem Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Latente Steuern nach § 274 werden soweit erforderlich berechnet und passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2. i.V.m. § 298 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die operative Tätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft umfasst insbesondere die Begebung von Optionsscheinen und Zertifikaten sowie den Handel mit diesen auf eigene Rechnung. Dabei werden Risiken, die sich aus den verkauften, eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten ergeben durch gegenläufige Produkte abgesichert. Aus dem Handel mit diesen Finanzinstrumenten und den Sicherungsgeschäften erzielt die Gesellschaft einen Handelserfolg, der sich aus der Differenz von An- und Verkaufskurs ermittelt. Zur sachgerechten Darstellung der Erträge und Aufwendungen aus der Handelstätigkeit der Gesellschaft werden positive Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Umsatzerlösen bzw. negative Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Materialaufwendungen ausgewiesen.

Auf den Jahresabschluss wurden die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

3 Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten

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Bilanzposten 31.12.2011

bis 1 Jahr

TEUR
31.12.2011

> 1 Jahr

TEUR
Vorjahr

bis 1 Jahr

TEUR
Vorjahr

> 1 Jahr

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 83 115 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.805 1.520 0
Sonstige Vermögensgegenstände 882 116 3.334 122
2.770 116 4.969 122

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31.12.2011

bis 1 Jahr

TEUR
31.12.2011

>5 Jahr

TEUR
Vorjahr

bis 1 Jahr

TEUR
Vorjahr

>5 Jahr

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 728 0 18.179 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 392 0 368 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 1.893 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.350 4.889 19.896 0
5.470 4.889 40.336 0

Unter den Guthaben bei Kreditinstituten werden TEUR 1.206 gegenüber einer Drittbank ausgewiesen, die zugunsten der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet wurden.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 573 Salden auf laufenden Bankkonten, die bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG geführt werden. Bei dieser Bank unterhaltene Guthaben auf laufenden Konten sowie Wertpapierbestände wurden im Rahmen einer Sicherheitenvereinbarung hierfür verpfändet.

3.2 Sonstige Wertpapiere

Unter den sonstigen Wertpapieren sind am Bilanzstichtag Anteile an inländischen Investmentvermögen von mehr als 10% ausgewiesen. Anlageschwerpunkte sind europäische Aktien mit signifikanten Unterbewertungen, auffälligen Bewertungsanomalien und attraktiven Chance- / Risikoverhältnissen. Die Anlagestrategien basieren auf aktiven Entscheidungen hinsichtlich der eingesetzten Anlageinstrumente, wobei ein opportunistischer, sehr flexibler und mehrstufiger Investmentprozess verfolgt wird. Der Wert der Anteile bezogen auf den Bilanzstichtag nach § 36 Investmentgesetz beträgt TEUR 1.889 und liegt damit um TEUR 5 über dem Buchwert zum 31. Dezember 2011. Ausschüttungen hieraus wurden im Geschäftsjahr nicht erhalten. Die Anteile sind börslich gelistet, rechtliche oder sachliche Einschränkungen der Möglichkeiten einer täglichen Rückgabe sind nicht bekannt.

3.3 Anteilsbesitz

Für den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB wurde jeweils der letzte vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft erfasst:

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Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital

%
Eigenkapital

TEUR
Jahresergebnis 2011

TEUR
Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf 99,99 5.153 2
Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf 100,0 1.148 -695
Lang & Schwarz Gate GmbH, Düsseldorf 100,0 522 0

Mit Beschlüssen der Gesellschafterversammlung vom 19. Juli 2011 wurde das Kapital bei der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG um TEUR2.500 auf TEUR 5.000 erhöht. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf, ist persönlich haftende Gesellschafterin der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf. An der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG ist neben der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit 0,01% die Lang & Schwarz Gate GmbH beteiligt, die diese Beteiligung treuhändisch für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft hält. Mit der Lang & Schwarz Gate GmbH, Düsseldorf, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Anteile an der Lang & Schwarz Broker GmbH wurden nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB um TEUR 1.200 abgewertet.

Die ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind weder börsennotiert noch börsenfähig.

3.4 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

3.5 Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2011 werden keine eigenen Aktien im Bestand geführt. Die Entwicklung in 2011 ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:

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Anteil am Grundkapitalin

EUR
Anteil am Grundkapitalin

%
135.632 Stücke zum 31. Dezember 2010 406.896 4,31
Käufe 22.169 Stück zum Kurs von 6,93 EUR/Stück 66.507 0,70
Verkäufe 157.801 Stück zum Kurs von 6,76 EUR/Stück -473.403 5,01
0 Stücke zum 31. Dezember 2011 0 0,00

Die Aktienerwerbe erfolgten zum Zweck des Handelns.

3.6 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Berichtsjahr unverändert TEUR 9.438 und ist eingeteilt in 3.146.000 Stückaktien. Die Stammaktien lauten auf den Namen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 wurden keine eigenen Anteile gehalten.

3.7 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrug im Vorjahr TEUR 9.038. Durch den Handel in eigenen Anteilen haben sich diese um TEUR 290 auf TEUR 9.328 erhöht.

3.8 Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen wurden aufgrund der Veräußerung der eigenen Anteile nach § 272 Abs. 1b HGB dotiert. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wurde im Rahmen des Unterschiedbetrags berücksichtigt und darüber hinausgehend in die Kapitalrücklagen eingestellt. (vgl. unter „5. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2011“).

3.9 Genehmigtes und bedingtes Kapital

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 31. August 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. August 2016 durch Ausgabe von bis zu 1.573.000 Stück neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und oder Bareinlage einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 4.719.000,00, zu erhöhen (genehmigtes Kapital I),

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zudem um bis zu EUR 1.800.000,00, eingeteilt in bis zu 600.000 Namensaktien als Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Optionsanleihen (bei Ausgabe an Anleiheinhaberrechte geknüpfte Bezugsrechte) und/oder Optionsaktien (bei Ausgabe an Inhaberrechte von jungen Aktien geknüpfter Bezugsrechte), zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Oktober 1998 in Verbindung mit der Änderung dieses Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 ermächtigt wurde. Sie ist nur insoweit durchgeführt, als von diesem Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird.

3.10 Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonifikationen, Rechtskosten, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Kosten der Rechtsform.

4 Sonstige Angaben

4.1 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus laufenden Verträgen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.245. Hierin enthalten sind künftige Aufwendungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 651, die sich insbesondere aus der Überlassung von Hard- und Software, dem Betrieb eines Rechenzentrums und Supportdienstleistungen im EDV-Bereich ergeben. Diese beruhen auf zwischen den Gesellschaften abgeschlossenen Dienstleistungsverträgen, um Synergieeffekte zu nutzen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2011 sind aus diesen Verträgen TEUR 1.005 enthalten.

Darüber hinaus können sich aufgrund des zum 31. Dezember 2011 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Gate GmbH finanzielle Verpflichtungen aus Verlustübernahmen ergeben. Im Rahmen des Kreditvertrags der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG mit HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wurde vereinbart, dass Vermögenswerte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die diese bei HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterhält, zur Deckung von Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG aus der Handelstätigkeit gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG herangezogen werden können. Zudem hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine unbegrenzte Bürgschaftserklärung für Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen vor dem Hintergrund der geschäftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften nicht vor.

Weitere Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, die zur Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, betreffen Angaben unter „4.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB“, soweit sich diese auf Futurebestände beziehen, welche zur Absicherung im Portfolio gehalten werden.

4.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist Verpflichtungen aus selbst begebenen Produkten und sonstigen Geschäften aus, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen werden. Der Ausweis erfolgt in Höhe von TEUR 4.780 unter den sonstigen Wertpapieren sowie in Höhe von TEUR 7.659 unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Grundgeschäfte beinhalten neben Risiken aus der Kursschwankung von Indizes in Höhe von TEUR 7.696 (DAX, MDAX und SDAX), aus einzelnen Aktienwerten und Themenzertifikaten in Höhe von TEUR 4.046 auch Risiken aus Kursschwankungen von Rohwaren in Höhe von TEUR 478 (Gold, Silber, Platin, Palladium und dem Brent-Crude-Oil-Future), dem Bund-Future (TEUR 125) und der Wechselkursrelation (USD/EUR bzw. GBP/EUR) von TEUR 94. Für diese jeweiligen Risiken wurden gesonderte Bewertungseinheiten gebildet. Sämtliche Bewertungseinheiten werden in Form des Portfolio-Hedges abgebildet.

Durch den Verkauf von eigenen Produkten auf alle genannten Risikoarten geht die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft offene Positionen bezogen auf die jeweils zugrundeliegenden Finanzinstrumente (Underlying) ein. Diese Risiken werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgesichert. Die Sicherung erfolgt durch entsprechende Gegengeschäfte oder/und im Rahmen eines dynamischen Deltahedgings direkt durch gegenläufige Positionen im Underlying. Hierdurch ist jeweils bezogen auf die einzelnen Risiken sichergestellt, dass sich Wert- und Zahlungsströme weitgehend ausgleichen. Sicherungsinstrumente werden untergliedert nach den gebildeten Bewertungseinheiten wie folgt bilanziert:

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Bewertungseinheiten Sonstige Wertpapiere

TEUR
Sonstige Vermögensgegenstände

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten

TEUR
Schwebende Geschäfte 2)

TEUR
DAX 1), MDAX und SDAX 7.848 666 143 1.579 -8.998
Einzelne Aktienwerte und Themenzertifikate 4.209 124 10 - -
Rohwaren 1) - - - - 916
Bund-Future 1) - - - - -8.064
Wechselkursrelationen 1) - - - - 2.380

1) Im Rahmen der Sicherungsbeziehungen werden auch Bestände in Futures einbezogen, deren Ergebnisse in Höhe der variation Margin direkt erfolgswirksam vereinnahmt werden.

2) Kontraktgröße multipliziert mit dem Basispreis (ggf. in Währung)

Der Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument besteht für den Zeitraum in dem das Grundgeschäft durch die Gesellschaft gehalten wird. Wird die Position aus den selbst begebenen Produkten geschlossen, erfolgt auch eine Schließung der Sicherungspositionen.

Im Rahmen des Risikomanagementsystems der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden die Risiken aus den Positionen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente überwacht. Hierzu wurde auch im Hinblick auf die Bewertungseinheiten ein Limitsystem installiert, das täglich überwacht, welche Risiken untergliedert nach Aktienkurs-, Rohwaren-, Zins- und Wechselkursrisiken die Gesellschaft eingeht und die Auslastung von vorgegebenen Limiten berechnet sowie an den Vorstand berichtet. Zudem erfolgt täglich eine Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung in Form einer quantitativen Sensitivitätsanalyse nach der Markt-Shift-Methode. Des Weiteren wird auch auf die Ausführungen zum Risikomanagement der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Lagebericht verwiesen.

Ergebnisse aus den Bewertungseinheiten werden nach der Durchbuchungsmethode erfasst, dabei werden für die ausgewiesenen Finanzinstrumente soweit möglich Marktwerte aktiver Märkte herangezogen. Sollte dies nicht möglich sein, etwa bei Optionsbeständen, erfolgt eine Bewertung mit Hilfe des finanzmathematischen Modells Black-Scholes oder im Fall von american-style-Optionen mit Hilfe des Modells von Cox-Ross-Rubinstein. Den Berechnungen der finanzmathematischen Modelle liegen insbesondere Zinssätze, Indizes und andere Underlyingkurse zugrunde. Die für die Berechnungen notwendigen Volatilitäten werden, soweit möglich, aus am Markt gehandelten Produkten abgeleitet. Gegebenenfalls wird auf alternative Daten oder Berechnungen zurückgegriffen.

4.3 Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen oder geographischen Märkten

Märkte, die sich nach ihren Tätigkeiten oder geographisch wesentlich voneinander unterscheiden liegen nicht vor.

4.4 Namen und Bezüge der Organmitglieder

Vorstandsmitglieder der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2011 waren:

Herr André Bütow, Diplom-Kaufmann, Neuss

Herr Peter Zahn, Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH), Düsseldorf

Herr Bütow ist Mitglied des Aufsichtsrats der vwd Transaction Solutions AG, Frankfurt a. M.

Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt zusammen:

Herr Jochen von Ciriacy-Wantrup aus Friedberg, Bankier i.R., Vorsitzender

Herr Aribert Lieske aus Düsseldorf, Steuerberater, stellvertretender Vorsitzender

Herr Thomas Schult aus Hamburg, Bankkaufmann bei der M.M.Warburg & CO KGaA in Hamburg

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bemessen sich nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2007. Insgesamt beliefen sich die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 149.

4.5 Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorare betragen TEUR 58 für Abschlussprüfungen.

4.6 Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft

Am Aktienkapital wird – soweit der Gesellschaft bekannt – eine bedeutende Beteiligung von der M.M.Warburg & CO Gruppe KGaA gehalten, der – zusammen mit einer weiteren Konzerngesellschaft – mehr als der vierte Teil der Aktien der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehören.

4.7 Mitarbeiter

In 2011 waren bei der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach Quartalsendständen gerechnet durchschnittlich 34 Personen (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren 33 Mitarbeiter (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt:

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31.12.2011
männlich weiblich
--- --- ---
Vorstand 2 0
Angestellte 25 6

4.8 Konzernbeziehungen

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist nach § 290 Abs. 1 HGB Mutterunternehmen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf, der Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf, sowie der Lang & Schwarz Gate GmbH, Düsseldorf.

4.9 Offenlegung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 nebst Lagebericht 2011 sowie weitere Unterlagen nach § 325 Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr 2011 werden dem Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.

Nach § 290 HGB hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft einen Konzernabschluss nach HGB zum 31. Dezember 2011 nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 erstellt. In diesem Konzernabschluss sind die Tochterunternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss nach HGB zum 31. Dezember 2011 nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sowie weitere Unterlagen nach § 325 Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr 2011 werden ebenfalls dem Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.

5 Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2011

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EUR EUR
Jahresüberschuss 2011 4.920.796,41
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2010 2.221.966,37 0
Ausschüttungen in 2011 -1.809.905,83 0
Gewinnvortrag 412.060,54
Unterschiedbetrag aus der Veräußerung eigener Anteile 105.798,44
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2011 5.438.655,39

Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft am 29. August 2012 in Düsseldorf die Zahlung einer Dividende je gewinnberechtigter Aktie aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2011 in Höhe von EUR 1,20 vorzuschlagen.

Düsseldorf, den 31. März 2012

Der Vorstand

André Bütow

Peter Zahn

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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Historische Anschaffungskosten
1.1.2011

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- --- --- ---
I. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.075.000,00 3.400.000,00 0,00 7.475.000,00
4.075.000,00 3.400.000,00 0,00 7.475.000,00
II. Sachanlagen
1. Betriebsausstattung/Büroeinrichtung 467.944,21 5.899,92 0,00 473.844,13
2. Einbauten 118.593,50 0,00 0,00 118.593,50
3. Pkw 34.109,52 0,00 0,00 34.109,52
4. GWG/GWG Sammelkonto 4.448,02 469,63 469,63 4.448,02
625.095,25 6.369,55 469,63 630.995,17
4.700.095,25 3.406.369,55 469,63 8.105.995,17

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2011

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- --- --- ---
I. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.200.000,00 0,00 1.200.000,00
0,00 1.200.000,00 0,00 1.200.000,00
II. Sachanlagen
1. Betriebsausstattung/Büroeinrichtung 409.725,05 7.978,92 0,00 417.703,97
2. Einbauten 41.873,50 11.957,00 0,00 53.830,50
3. Pkw 34.109,02 0,00 0,00 34.109,02
4. GWG/GWG Sammelkonto 2.283,02 1.363,63 469,63 3.177,02
487.990,59 21.299,55 469,63 508.820,51
487.990,59 1.221.299,55 469,63 1.708.820,51

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Restbuchwerte
31.12.2011

EUR
Vorjahr

EUR
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I. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.275.000,00 4.075.000,00
6.275.000,00 4.075.000,00
II. Sachanlagen
1. Betriebsausstattung/Büroeinrichtung 56.140,16 58.219,16
2. Einbauten 64.763,00 76.720,00
3. Pkw 0,50 0,50
4. GWG/GWG Sammelkonto 1.271,00 2.165,00
122.174,66 137.104,66
6.397.174,66 4.212.104,66

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Berlin, den 04. Mai 2012

**Dohm ■ Schmidt ■ Janka Revision und Treuhand AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Wolfgang Janka, Wirtschaftsprüfer

Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2011

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

sehr geehrte Damen und Herren,

das Geschäftsjahr 2011 konnte die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft sehr erfolgreich abschließen. Dabei liegt kein einfaches Jahr hinter uns, im Gegenteil. Das Fahrwasser, durch das es zu steuern galt, war bereits Anfang 2011 durch Turbulenzen in Fernost gekennzeichnet. Die Staatsschuldenkrisen in Europa und hier insbesondere die drohende Zahlungsunfähigkeit der Hellenischen Republik forderten so manch erfahrenen Steuermann. Meine Aufsichtsratskollegen und ich möchten der Belegschaft und dem Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft unseren besonderen Dank dafür aussprechen, dass sie den Konzern durch diese Höhen und Tiefen mit Übersicht lenkten.

Die Entwicklungen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und des Umfelds wurden auch in diesem Jahr durch den Aufsichtsrat eng begleitet. Hierbei ist der Vorstand jederzeit seinen Berichtspflichten dem Aufsichtsrat gegenüber regelmäßig, zeitnah und umfassend, auch außerhalb von Sitzungen, nachgekommen. Er hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum sowohl mündlich als auch schriftlich informiert. Es wurde uns nicht nur turnusmäßig über die laufende Geschäftsentwicklung, die Finanzlage und über bedeutende Geschäftsvorfälle - soweit vorhanden - berichtet. Auch der Geschäftsverlauf, die Plan- und Zieleinhaltung sowie Abweichungen von diesen waren Gegenstand der Erörterungen. Hierzu wurden meinen Aufsichtsratskollegen und mir eingehende Erläuterungen sowie Begründungen dargelegt. Der gesamte Aufsichtsrat hat sich dabei stets von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen können.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat kann auch weiterhin zu jedem Zeitpunkt als vertrauensvoll und förderlich für die Belange der Gesellschaft bezeichnet werden.

Arbeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft trat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen. Hierbei haben jeweils alle Mitglieder persönlich oder telefonisch teilgenommen. Darüber hinaus wurden vier Beschlussfassung des Aufsichtsrats im Umlaufverfahren herbeigeführt.

Im Rahmen der turnusmäßigen Quartalssitzungen des Geschäftsjahres 2011 wurde die wirtschaftliche Entwicklung des gesamten Konzerns erläutert. Dabei wurde uns neben Darstellungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auch die Ertragsentwicklung der einzelnen Geschäftsfelder in den operativen Bereichen dargestellt und erläutert. Regelmäßig erhielten wir als Aufsichtsratsmitglieder vertiefende Unterlagen zu dem Berichteten. Auch die Risikoberichterstattung und die Darstellung des Risikomanagements für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft erfolgte laufend in den Quartalssitzungen. Dabei wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats über die Kennzahlen der Risikotragfähigkeitsberechnungen, Limitauslastungen und andere Risikokennziffern unterrichtet.

Die erste Aufsichtsratssitzung fand auch in 2011 im Laufe des ersten Quartals statt und beinhaltete schwerpunktmäßig das vierte Quartal 2010 sowie den Verlauf des gesamten Vorjahres. Dabei wurde auch insbesondere über die abgeschlossene Ausgliederung des Geschäftsbereichs „TradeCenter“ auf die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum 1. Dezember 2010 berichtet und vertiefend erörtert. Daneben wurde uns die Geschäftsstrategie 2011 durch den Vorstand vorgestellt.

In der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Mai 2011 wurden neben dem Ergebnis zum ersten Quartal 2011 vornehmlich der Jahresabschluss und der Konzernabschluss 2010 geprüft und gebilligt. An der Sitzung nahm der Abschlussprüfer teil, der uns ebenso wie der Vorstand Fragen beantwortete und Erläuterungen gab. Darüber hinaus stellte der Vorstand die Risikostrategie und die Risikotragfähigkeit 2011 für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vor.

Im Juli 2011 wurde im Umlaufbeschlussverfahren die vom Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vorgeschlagene Tagesordnung für die Hauptversammlung des Geschäftsjahr 2010 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft am 30. August 2011 durch den Aufsichtsrat gebilligt sowie die Beschlussvorläge des Aufsichtsrats zu den einzelnen Tagesordnungspunkten beschlossen.

Mit der Aufsichtsratssitzung am 26. August 2011 erfolgte die Berichterstattung zum zweiten Quartal 2011. Speziell schlossen wir die Vorbereitung für die Hauptversammlung 2011 ab.

Am 31. August 2011 wurde die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft unmittelbar nach der Hauptversammlung abgehalten. Der gesamte ehemalige Aufsichtsrat hatte sich in der Hauptversammlung zur erneuten Wahl gestellt. An dieser Stelle möchten sich alle Mitglieder des Aufsichtsrats für das erneute Vertrauen bedanken, das dem gesamten Kollegium mit der Wiederwahl entgegengebracht wurde. Während der Sitzung wurde als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Herr Aribert Lieske bestätigt und der Unterzeichner als Aufsichtsratsvorsitzender wiedergewählt. Für die gute Zusammenarbeit im Aufsichtsrat im Laufe der letzten Amtsperiode, die mit der Hauptversammlung am 31. August 2011 endete, möchte ich mich herzlich bedanken und sehe einer weiterhin erfolgreichen Arbeit entgegen.

Weitere Personalangelegenheiten betrafen zum einen die erneute Bestellung des Vorstandsmitglieds Herrn Peter Zahn. Seine Bestellung als Mitglied des Vorstands der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wurde bis zum 30. Juni 2017 verlängert. Zum anderen erfolgte die Verlängerung der Bestellung von Herr André Bütow als Mitglied des Vorstands bis zum 14. November 2017.

Ebenfalls in der Sitzung am 17. November 2011 wurde dem Aufsichtsrat über das dritte Quartal 2011 berichtet. Im Laufe der Sitzung wurde dem Aufsichtsrat des Weiteren der Bericht des Compliance-Officers vorgelegt, der über seine Tätigkeiten und Feststellungen im Berichtszeitraum informierte. Zudem wurde das Budget 2012 vorgestellt und der Finanzkalender 2012 verabschiedet.

Jahres- und Konzernabschluss 2011

Die Dohm, Schmidt, Janka Revision und Treuhand AG, Wirtschaftprüfungsgesellschaft wurde als Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft betraut. Die Wirtschaftprüfungsgesellschaft hat den Prüfungsauftrag entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2011 erhalten. Nach Durchführung der Prüfungen erklärte der Abschlussprüfer, dass diese zu keinen Einwendungen geführt haben und dass der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen wurden. Die Abschlüsse sowie die Lageberichte lagen dem gesamten Aufsichtsrat rechtzeitig vor, so dass die Unterlagen eigenen Prüfungen unterzogen werden und in der Sitzung am 15. Mai 2012 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer besprochen werden konnten. Der Abschlussprüfer erteilte uns umfassende Auskünfte und stand für anstehende Fragen zur Verfügung. Wir stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss 2011. Damit ist der Jahresabschluss 2011 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach § 172 AktG festgestellt. Gemeinsam mit dem Vorstand freut sich der Aufsichtrat der Hauptversammlung am 31. August 2012 eine Dividendenzahlung je gewinnberechtigter Aktie von EUR 1,20 aus dem Bilanzgewinn vorschlagen zu können.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für ihr engagiertes Handeln und wünschen allen ein gutes Geschäftsjahr 2012.

Düsseldorf, im April 2012

Jochen von Ciriacy-Wantrup, Vorsitzender des Aufsichtsrats