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Lang + Schwarz AG — Annual Report 2011
Jun 11, 2012
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Annual Report
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Lang & Schwarz Aktiengesellschaft
(vormals: Lang & Schwarz Wertpapierhandelsbank AG)
Düsseldorf
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011
1. Geschäftliche Aktivitäten
Wir blicken zurück auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2011. Operativ konnten wir mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 10.040 unser bestes Konzernergebnis in der Firmengeschichte erzielen. Dabei war das Geschäftsjahr 2011 kein einfaches.
Mit einer beabsichtigten Dividendenausschüttung von ca. 75% des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns bzw. EUR 1,20 EUR je dividendenberichtigter Aktie werden wir zudem eine Dividendenzahlung auf Rekordniveau der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2011 vorschlagen.
Auf der Handelsseite zeigte sich das Börsenjahr 2011 als ein Jahr der Extreme mit Licht, aber auch mit langen Schatten. Zu Jahresbeginn deuteten noch alle Zeichen auf eine Fortsetzung des positiven Trends aus 2010 hin. Der DAX legte Anfang 2011 auf über 7.100 Punkte zu. Dann stieg der Ölpreis rasant an und die Welt wurde durch das verheerende Erdbeben, der Tsunamikatastrophe und den anschließenden, folgenschweren Kernreaktorunfällen in Japan schockiert. Die Folgen waren ein weltweiter Kursverfall. Der DAX sackte von Mitte Februar 2011 bis Mitte März 2011 um nahezu 900 Punkte auf 6.513 Punkte ab. In dieser Zeit stieg das Handelsvolumen an den Märkten sprunghaft an. Durch die starken Kursausschläge stieg die Nachfrage nach Hebelprodukten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Hiervon konnten wir sehr deutlich profitieren.
Die Märkte zeigten sich zunächst sehr robust und mit der anschließenden Erholung wurde der Höchstwert in 2011 von 7.600 Punkten im DAX erreicht. Spätestens im dritten Quartal 2011 wurde dies jedoch durch eine verschärfte Staatsschuldenkrise im Euroraum zunichte gemacht.
Griechenland, das unter seinen horrenden Staatsschulden stöhnt, konnte sich nur durch drastische Sparmaßnahmen Gelder über den „EURO-Rettungsschirm“ (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität) erkaufen. Unter dem dramatischen Sparkurs taucht die griechische Volkswirtschaft in die Rezession ab. Und weitere Staaten wie Portugal und Italien haben den Sparkurs eingeschlagen. Die Schuldenkrise wirkte sich auf die Realwirtschaft aus und das Bruttoinlandsprodukt sackte ab. Mit der Angst, dass sich die Staatsschuldenkrise in eine europäische Banken- und Wirtschaftskrise auswächst, nahmen die Bewegungen im DAX gegen Ende des dritten Quartals 2011 zu. Mit 4.965 Punkten im DAX wurde am 12. September 2011 der Tiefpunkt des Börsenjahres 2011 markiert. Aufgrund der Volatilität der Märkte stieg in dieser Phase das Handelsvolumen an den Finanzmärkten erneut stark an. Gleichermaßen wurden die angebotenen Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bei steigenden wie auch bei fallenden Kursbewegungen nachgefragt und führten zu einer neuerlichen Zunahme der Umsätze in eigenen Produkten im zweiten und dritten Quartal 2011.
Trotz aller Anstrengungen der EURO-Staaten ist die Staatsschuldenkrise zum Ende des Jahres 2011 weiter ungelöst. Mit der Herabstufung der Ratingnoten von Amerika und neun europäischen Staaten durch die Ratingagentur Standard & Poor's, hierunter Frankreich, Italien, Spanien und Portugal, findet diese einen traurigen Höhepunkt.
Auch Anfang 2012 lassen die Themen rund um die Schuldenkrisen die Finanzmärkte nicht los.
2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft konnte nach vorläufigen Zahlen trotz eines Rückgangs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal 2011 auf Jahressicht um 3,0% gegenüber 2010 zulegen. Maßgeblich für die Eintrübung des BIP um 0,2% im Schlussquartal 2011 gegenüber dem dritten Quartal 2011 war die Weltwirtschaftsentwicklung, die sich negativ auf den deutschen Außenhandel auswirkte. Im Vergleich der Quartale mit dem Vorjahr kann das 4. Quartal 2011 gegenüber dem 4. Quartal 2010 dennoch mit einer Steigerung von 1,5% (preisbereinigt) aufwarten, zusätzlich kalenderbereinigt sogar um +2%. Die Wirtschaftsleistung lag auch im zweiten Jahr nach der Weltwirtschaftskrise in allen Quartalen deutlich über dem Niveau des Jahres 2010.
Die Fortentwicklung der deutschen Wirtschaft und auch der Weltwirtschaft hängt davon ab, welche Richtung die Schuldenkrise einschlägt. Ein mögliches, positives Szenario geht davon aus, dass eine Rezession im Euroraum vermieden werden kann und die europäische Schuldenkrise sich nicht weiter verschärft. Länder wie Italien und Spanien behalten weiteren Refinanzierungszugang zum Kapitalmarkt. Dieses „Basisszenario“ erfordert eine nachhaltige Beruhigung der Finanzmärkte. Nur mit hinreichend starken Anstrengungen zur Sanierung der Staatsfinanzen bei einer Anzahl von Mitgliedsstaaten des Euroraums sowie einer strikten Umsetzung von Reformprogrammen wird dies gelingen. [1]
Die EZB erhöhte im April 2011 den Leitzins um 0,25%-Punkte und legte diesen in Erwartung einer Normalisierung des Zinsniveaus mit 1,25% fest. Im Juli 2011 erfolgte eine weitere Erhöhung um 0,25%-Punkte auf 1,5%. Bereits im November und im Dezember 2011 erfolgten Senkungen des Leitzinssatzes jeweils um 0,25%-Punkte, die der Zuspitzung der Schuldenkriesen zuzurechnen sind. Zum Jahresende liegt der Leitzins damit wieder mit 1,0% auf dem historisch niedrigen Niveau aus Mai 2009.
Turbulente Aktienmärkte kennzeichnen das Börsenjahr 2011. Unisono stürzen die deutschen Indizes im Vergleich der Jahresendwerte 2011 mit 2010 ab, angeführt vom DAX mit -14,7%. Der SDAX begleitet diese Entwicklung mit -14,5% unmittelbar und wird dabei dicht gefolgt vom MDAX mit -12,1%. Dies wird nur übertroffen vom Euro Stoxx der sogar einen Rückgang von -17,1% gegenüber dem Vorjahr aufweist. Als ein Fels in der Brandung erwies sich da der S&P 500 Index, der sich nahezu auf dem Niveau des Vorjahres halten konnte. Der VDAX, der die Volatilität der Aktienmärkte misst, schnellt aufgrund der erheblichen Ausschläge während des Börsenjahres 2011 um 49,8% auf 28,59%-Punkte hoch. Nur 2002 wies der VDAX zum Jahresende einen höheren Wert auf. Der Höchststand des VDAX in 2011 ist mit 47,3%-Punkte ebenfalls rekordverdächtig und liegt nur leicht unter den Topwerten aus 2001 bis 2003.
Rohöl steigt erneut und erreicht mit 99,05 USD/Barrel bzw. +11% ein neues Jahresendhoch. Im gleichen Zug verteuert sich der Goldpreis auf 1.563,20 USD je Feinunze, ein Plus von 10%. Der USD Wechselkurs zum Euro pendelt sich nach Ausschlägen in Richtung Norden (bis über 1,46 USD/EUR) auf dem Niveau des Vorjahresultimos ein.
3. Geschäftsentwicklung 2011
Die Ausgliederung des Geschäftsbereich TradeCenter – der elektronische und außerbörsliche Handel in Finanzinstrumenten – auf die Tochtergesellschaft und Finanzdienstleistungsinstitut Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erfolgte auf den 1. Dezember 2010 und konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft besteht seither aus vier operativ tätigen Einzelgesellschaften einschließlich der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Sämtliche Anteile an den Konzerngesellschaften werden im Konzern gehalten. Die Geschäftsbereiche des Konzerns sind in die einzelnen Konzerngesellschaften ausgegliedert. Aufgrund der Konzernstruktur ist die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft eine Finanzholdinggesellschaft im Sinne des Kreditwesengesetzes.
3.1. Geschäftsbereich Issuing
Die Begebung von derivativen Finanzinstrumenten mit dem Hauptaugenmerk auf Hebelprodukten ist die Haupttätigkeit der Konzernmuttergesellschaft Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als operative Holdinggesellschaft und wird unter dem Geschäftsbereich Issuing zusammengefasst. Insgesamt wurden in 2011 ca. 30.000 eigene Produkte emittiert.
Die Turbulenzen an den Aktienmärkten haben einen deutlichen Zuwachs des Umsatzes und der Anzahl an Geschäften in den eigenen Produkten des Bereichs Issuing bewirkt. Dies belegten auch die Statistiken der EUWAX. Hier bleiben die Deutsche Bank AG und die Commerzbank AG weiterhin unangefochtene Spitzenreiter in allen Disziplinen. Dennoch ist die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in der Anzahl der ausgeführten Kundenorders bei den Knock-Out-Produkten im Mittelfeld angesiedelt. Erfolgreich sehen wir die Entwicklung unserer Emissionstätigkeit. Gegenüber 2010 wurde diese nicht nur ausgebaut, sondern konnte verdoppelt werden.
Der Geschäftsbereich erzielte erneut ein Rekordergebnis aus der geschäftlichen Tätigkeit (Umsatzerlöse, Materialaufwand zzgl. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens und Zinsergebnis) von TEUR 16.380. Dies entspricht einer Steigerung von TEUR 4.485 gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 11.895.
3.2. Geschäftsbereich TradeCenter
Sämtliche Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden im Geschäftsbereich TradeCenter durch die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel unter anderem über TradeLink, auf scoach oder an der EUWAX angeboten. Zum Ultimo Dezember 2011 quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG nahezu 7.000 derivative Finanzinstrumente der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Bezug auf inländische und ausländische Aktientitel, Indizes, Währungskursrelationen, Rohwarenkurse oder die Zinsentwicklung. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG stellt darüber hinaus Handelskurse für ca. 5.000 unterschiedliche Aktien, Fonds, ETF’s und Anleihen. Die Quotierung für alle Produkte erfolgt wochentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Über die Partnerbanken der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erreicht diese über 10 Millionen Privatkunden. Mit der Aufnahme der Quotierung aller xetra-ETF’s in 2011 wurde die Produktpalette gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgebaut. Zudem wurde das Angebot an quotierten Anleihen deutlich erhöht. Auch hat sich die Produktpalette der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, für die durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG das Market Making betrieben wird, ausgeweitet. Die Basis der quotierten Produkte hat sich damit gegenüber 2010 auf insgesamt ca. 12.000 unterschiedliche Gattungen erhöht.
Auch der Bereich TradeCenter konnte von den Sonderbewegungen der Börsen und den sich hieraus ergebenden zeitweise deutlichen Zuwächsen der Handelstätigkeit der Partnerbanken über die Handelsanbindungen profitieren. So konnte die Anzahl der Geschäfte des Bereichs um 17% gegenüber dem Vorjahr ausgebaut werden, der Umsatz sogar um 33%. Insgesamt konnte der Geschäftsbereich TradeCenter ein Rohergebnis aus der geschäftlichen Tätigkeit (Umsatzerlöse, Materialaufwand zzgl. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens und Zinsergebnis) von TEUR 5.700 erzielen, was bei einem Ergebnis des Vorjahres von TEUR 3.326 eine Steigerung von 71% ist.
3.3. Geschäftsbereich Financial Services
Die Lang & Schwarz Broker GmbH ist eine Spezialbank im Bereich des Handels mit Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten. Das Institut erbringt als Geschäftsbereich Financial Services im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft neben dem klassischen Brokergeschäft auch die Beratung und Betreuung beim going und being-public, einschließlich der IPO- und Corporate-Finance-Beratung. Darüber hinaus zählen zu diesem Dienstleistungsspektrum die Orderausführung sowie die Ausführung von aktienhandelsnahen Dienstleistungen wie die Durchführung von Aktienrückkaufprogrammen börsennotierter Unternehmen. Als Designated Sponsor werden zudem verbindliche An- und Verkaufskurse auf der elektronischen Handelsplattform XETRA gestellt.
Anders als in den Geschäftsbereichen Issuing und TradeCenter, die überwiegend Privatkunden ansprechen, schreckten die stark volatilen Märkte im Börsenjahr 2011 institutionelle Anleger weitgehend ab. Die Grundausrichtung dieser so wichtigen Kundengruppe des Geschäftsbereichs Financial Services einerseits, die sich eher an mittel- und langfristigen Trendbewegungen orientiert, und die kurzfristigen Marktschwankungen an den Börsenplätzen andererseits, könnten nicht unterschiedlicher sein. Aufgrund der Unsicherheit über die künftige Entwicklung von Investments und unbestimmbaren Trends, waren die Aktivitäten institutioneller Kunden an den Börsenplätzen stark rückläufig. Das Hauptaugenmerk dieser Kundengruppe fokussierte sich auf die Begrenzung des Risikos der Anlageklasse Aktien. Der Bereich Financial Services litt unter dieser Zurückhaltung der institutionellen Kunden in 2011.
Analog zu dieser Entwicklung entwickelten sich auch für das Geschäftsfeld Designated Sponsoring die Ertragsmöglichkeiten negativ. Die Kursverläufe der small caps, denen die überwiegende Anzahl der durch den Geschäftsbereich Financial Services betreuten Mandate zuzurechnen ist, war insbesondere das zweite Halbjahr 2011 maßgeblich für die negative Ertragsentwicklung verantwortlich. Allein zwischen Juli und August 2011 verlor der SDAX über 1.500 Punkte. Bereits Anfang August fiel der SDAX innerhalb von sechs Handelstagen um 18%. Hiervon konnte sich dieser auch bis zum Jahresende nicht deutlich erholen. Mit dieser Negativperformance stellten sich auch Handelsaufwendungen im Designated Sponsoring ein, die durch die Liquidityprovidingfee nicht kompensiert werden konnte.
Nach Jahren der Stagnation zeigte sich 2011 im Bereich der durchgeführten Börsengänge etwas freundlicher. An der Frankfurter Wertpapierbörse konnten 17 IPO-Maßnahmen, davon 12 im regulierten Markt und fünf im Freiverkehr, gezählt werden. Damit setzte das abgelaufene Jahr nun wahrlich kein Ausrufezeichen für dieses Geschäftsfeld. Es zeigt sich aber trotz des extrem schwierigen Börsenumfelds, dass sich eine Besserung, die in 2010 gestartete (neun IPOs), festigt und sich auch fortsetzt. Darüber hinaus zeigte sich das Jahr 2011 als aufnahmebereit für Kapitalmaßnahmen bereits notierter Unternehmen. An diesem Trend konnte der Bereich Financial Services partizipieren, unter anderem mit der Begleitung bei der Platzierung der KHD Humboldt Wedag International AG bei ihrer Kapitalerhöhung im Volumen von TEUR 75.021. Wir stellten unser Know-how als Sole Lead Manager und Bookrunner erfolgreich unter Beweis. Diese Kapitalmaßnahme notiert auf Platz 15 der durch Unternehmen in Frankfurt durchgeführten Kapitalmaßnahmen im Börsenjahr 2011. Darüber hinaus begleiteten wir mehr als 20 weitere Kapitalmaßnahmen und Notierungsaufnahmen nationaler und internationaler Firmen an unterschiedlichen Börsenplätzen. Diese erbrachten wir dabei ausschließlich als Lead Manager.
Im Geschäftsjahr 2011 hat der Bereich Financial Services erstmals ein Unternehmen bei der Platzierung und Notierungsaufnahme einer Anleihenemissionen im Mittelstandsmarkt der Düsseldorfer Börse erfolgreich begleitet. Zunehmend werden Anleihenplatzierungen für mittelständische Unternehmen als Finanzierungsquelle interessant. Die Initiativen der Börsen stehen für diese neue Entwicklung. Seit 2010 ist die Börse Stuttgart mit dem BondM aktiv, seit 2011 die Börse Düsseldorf mit dem Mittelstandsmarkt bzw. die Frankfurter Börse mit dem Entry Standard für Unternehmensanleihen.
3.4. Geschäftsbereich EDV-Dienstleistungen
Die Lang & Schwarz Gate GmbH erbringt EDV bezogene Dienstleistungen. Dabei erfolgt dies überwiegend für die Konzerngesellschaften.
3.5. Konzernertragslage
Aus der operativen Tätigkeit erzielte der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 10.040. Damit konnte das sehr gute Ergebnis aus dem Geschäftsjahr 2010 in Höhe von TEUR 6.519 noch einmal um TEUR 3.521 bzw. um 54% übertroffen werden. Unter Berücksichtigung des einmaligen Ertrags aus 2010 in Höhe von TEUR 1.830 aufgrund der BilMoG-Umstellung ergibt sich sogar eine Steigerung des Ergebnisses aus der operativen Tätigkeit um TEUR 5.351. Der Konzernüberschuss legte bereinigt um das außerordentliche Ergebnis 2011 aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von TEUR 11.340 um TEUR 3.581 auf TEUR 6.707 zu.
Das Rohergebnis aus der geschäftlichen Tätigkeit, das sich aus den Umsatzerlösen, dem Materialaufwand, den Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie dem Zinsergebnis zusammensetzt, stieg bedingt durch die höhere Handelstätigkeit von TEUR 17.557 um TEUR 5.905 bzw. 34% auf TEUR 23.462 an. Daraus ergibt sich eine Erhöhung des Rohertrags bezogen auf die Handelstätigkeit, die sich insgesamt von TEUR 16.230 auf TEUR 22.311 erhöhte. Der Rohertrag bezogen auf das Provisionsergebnis hingegen nahm von TEUR 1.623 auf 1.563 leicht ab. Ebenso verminderte sich das Zinsergebnis von TEUR -296 auf TEUR -412.
Bei der herausragenden Entwicklung der Ertragszahlen, erhöhten sich die Personalaufwendungen bedingt vor allem durch variable und flexible Vergütungsbestandteile auf TEUR 8.631. Im Konzern werden unverändert zum Vorjahresultimo auch zum 31. Dezember 2011 insgesamt 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, einschließlich zwei Vorstände. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um TEUR -463 von TEUR -5.307 auf TEUR -4.845 ab.
Bedingt durch das gegenüber 2010 gestiegene Ergebnis nahmen die Aufwendungen für die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um TEUR -1.769 auf TEUR -3.329 zu.
3.6. Konzernfinanzlage
Die Liquidität im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Zum Jahresultimo stehen kurzfristigen Forderungen, sonstigen Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 45.485 (Vorjahr: TEUR 61.359) kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen von insgesamt TEUR 21.029 (Vorjahr: TEUR 42.836) gegenüber. Dies entspricht einem bilanziellen Liquiditätsüberschuss von TEUR 24.456 (Vorjahr: TEUR 18.524).
Über das derzeitige Konzernkapital in Höhe von TEUR 26.013 hinausgehend, stehen den Konzerngesellschaften aufgrund aktueller Verträge mit der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt, AG auch im Anschluss an das Geschäftsjahr 2011 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, um ihre geschäftlichen Tätigkeiten finanzieren zu können.
3.7. Konzernvermögenslage
Die Konzernbilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 63.140 um TEUR 15.994 auf TEUR 47.146. Grund hierfür ist insbesondere ein aktives Bestandsmanagement der Finanzinstrumente zum Jahresultimo, wodurch eine Reduzierung der aktiven und passiven Handelsbestände zum Bilanzstichtag erreicht wurde. Die aktiven Handelsbestände unter den sonstigen Wertpapieren nahmen hierbei von TEUR 53.821 auf TEUR 18.167 in Form der Aktien-, Fonds-, ETF-Beständen sowie Optionsscheine und Zertifikate fremder Emittenten ab. Die gezahlten Optionsprämien unter den sonstigen Vermögensgegenständen verringerten sich von TEUR 3.274 auf TEUR 790. Zugleich reduzierten sich die passiven Handelsbestände insgesamt. Darunter legten in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten die Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften von TEUR 618 auf TEUR 751 leicht zu, ebenso die erhaltenen Optionsprämien in den sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 1.218 auf TEUR 1.579. Dagegen verringerten sich die Verbindlichkeiten aus selbst begebenen Optionsscheinen und Zertifikaten von TEUR 13.741 auf TEUR 7.659.
Einhergehend mit dem Abbau der Handelsbestände erhöhten sich die Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 22.242 von TEUR 3.868 auf TEUR 26.110 bei einem gleichzeitigen Rückgang der Verbindlichkeiten auf Bankkonten von TEUR 17.656 um TEUR 16.285 auf TEUR 1.371.
Rückstellungen von insgesamt TEUR 8.598 betreffen mit TEUR 3.331 Steuerrückstellungen, die sich aufgrund der Zuführungen für das Geschäftsjahr 2011 von TEUR 1.553 um TEUR 1.777 erhöhten.
Das Konzerneigenkapital von TEUR 26.013 entspricht 55% der Konzernbilanzsumme. Die Eigenmittel haben sich damit um TEUR 5.810 oder nahezu 30% erhöht.
Insgesamt weist die wirtschaftliche Lage des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft geordnete Verhältnisse auf.
4. Nachtragsbericht
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Lang & Schwarz Gruppe haben könnten und über die zu berichten gewesen wäre, liegen nicht vor.
5. Risikobericht
5.1. Risikomanagement
Die Konzerngesellschaften der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigen in ihren Geschäftsfeldern insbesondere Handelsgeschäfte in Finanzinstrumenten, die über einen meist kurzfristigen Zeitraum im Eigenbestand gehalten werden. Eine Absicherung dieser Wertpapierbestände erfolgt durch gegenläufige Bestände gleicher Art oder durch ein dynamisches Delta-Hedging. Der Umgang mit Risiken, wie ein möglicher Verlust oder ein entgangener Gewinn, ist Bestandteil der Gesamtsteuerung durch die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Aus diesem Grund wurde ein zeitnahes Risikomanagement als Risikofrüherkennungs- und -steuerungsinstrument unter Einbeziehung aller Konzerngesellschaften eingerichtet. Die Rahmenbedingungen für den Handel in Finanzinstrumenten sowie das Risikomanagement formuliert die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern in Form von Richtlinien und Arbeitsanweisungen (Organisationsanweisungen). Die in den Rahmenbedingungen enthaltene Geschäftsstrategie und Risikostrategie werden jährlich durch die Geschäftsleitung überprüft und geben Art und Umfang möglicher Risikogeschäfte in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern vor. Die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken erfolgt unmittelbar durch die Geschäftsleitung, die hierbei vom Risikocontrolling und der Internen Revision im gesamten Konzern unterstützt wird.
5.2. Arten von Risiken
Aus der Geschäftstätigkeit heraus wurden als maßgebliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko.
5.2.1. Adressenausfallrisiko
Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner nicht oder nicht fristgerecht leistet oder eine Konzerngesellschaft einem Vertragspartner trotz der Nichtleistung eines Dritten zu leisten verpflichtet ist. Das Adressenausfallrisiko wird unterteilt in die drei Unterrisiken: Kreditrisiko, Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko.
Kreditrisiken betreffen derivative und außerbilanzielle Risiken, die durch das Risikocontrolling der Handelsgeschäfte überwacht werden.
Von untergeordneter Bedeutung sind Kontrahentenrisiken als Risiken des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Kontrahenten, da nahezu sämtliche Handelsgeschäfte Zug um Zug abgewickelt werden.
Dem Emittentenrisiko als Risiko des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Emittenten wird mit dem Risikomanagement der Handelsgeschäfte begegnet. Derivative und außerbilanzielle Risiken werden im Rahmen der Marktpreisrisiken überwacht. Darüber hinaus werden mögliche Risikokonzentrationen insbesondere durch die analoge Anwendung von aufsichtsrechtlichen Vorgaben im Risikomanagement gemindert.
Das Adressenausfallrisiko wird, soweit es nicht das Handelsgeschäft betrifft, auf Basis der durchschnittlichen Wertverluste vergangener Perioden quantifiziert. Für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wurde auf den 31. Dezember 2011 ein Betrag von TEUR -13 ermittelt.
5.2.2. Marktpreisrisiko
Marktpreisrisiken sind allgemeine Preisveränderungen von Aktien, Anleihen, Währungen und Rohwaren durch Marktbewegungen. Zu den Marktpreisrisiken zählen Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Marktpreisrisiken aus Warengeschäften. Als Kursrisiken werden sowohl Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen definiert als auch Liquiditätsrisiken aufgrund einer eingeschränkten Handelbarkeit von Wertpapieren, die auf ein geringes Handelsvolumen zurückzuführen ist („marktenge“ Wertpapiere).
· Preisrisiko aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen
Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen oder aus Schwankungen einer impliziten Volatilität misst ein zeitnahes Risikocontrolling. Um risikobehaftete Bestände zu beschränken, wird die Einhaltung von der Geschäftsleitung vorgegebener Handelslimite kontinuierlich überwacht.
· Preisrisiko durch Liquiditätsengpässe
Liquiditätsrisiken in Finanzinstrumenten wird durch die bewusste Auswahl der im Konzern gehandelten Finanzinstrumente begegnet. Darüber hinaus erfolgt einerseits die Risikomessung analog der Risiken aus kurzfristigen Marktschwankungen im Rahmen der Ermittlung von Marktpreisrisiken. Das Risiko wird ebenfalls in Form einer sich verzögernden Glattstellungsmöglichkeit, die sich aus einer Minderliquidität von Produkten ergeben kann, als Preisrisiko ermittelt und im Rahmen der Liquiditätsrisiken berücksichtigt.
· Zinsänderungsrisiko im Handelsgeschäft
Zinsänderungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen für das Unternehmen bei zinsabhängigen Produkten. Solche Risiken werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah gemessen und überwacht.
· Währungsrisiko im Handelsgeschäft
Da die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft Turbo-Optionsscheine auf die Entwicklung von Wechselkursen begibt, können grundsätzlich auch Währungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen. Diese werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah überwacht.
Die Überwachung sämtlicher Marktpreisrisiken erfolgt vom Handel unabhängig auf der Grundlage von Bestands- und Marktpreisberechnungen sowie Szenarioanalysen. Eventuelle Limitüberschreitungen im Laufe eines Handelstags werden nach den Vorgaben der Richtlinien und Arbeitsanweisungen durch das Risikocontrolling gemeldet. Die Geschäftsleitung erhält darüber hinaus täglich einen Bericht über die Einhaltung der Handelslimite auf das Ende eines Handelstages. Weiterhin werden mit Stress-Test-Szenarien starke Schwankungen von Preisindikatoren simuliert und mögliche Ergebnisauswirkungen auf den Handelsbestand berechnet. Die Messung der Marktpreisrisiken für die Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt auf Basis vorgegebener Szenariomodelle. Das negativste Ergebnis einer Szenario-Matrix wird für die Risikotragfähigkeitsanalyse herangezogen. Auf den Bestand zum Jahresultimo wurde für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ein Stress-Szenario-Ergebnis von TEUR -827 berechnet.
5.2.3. Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken, die unter die Verfügbarkeit liquider Mittel fallen, können für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der Finanzausstattung des Konzerns werden solche Risiken jedoch als gering angesehen. Dennoch wird die Liquiditätslage täglich in angemessener Weise durch interne Verfahren überwacht. Zudem werden Liquiditätsrisiken im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse durch die Berechnung eines Zinsschocks berücksichtigt. Grundlage des Zinsschocks bilden dabei die Zinsaufwendungen der vorangegangenen Abrechnungsperioden. Für dieses Risiko wurden zum Jahresultimo konzernweit TEUR -116 berechnet.
Als Liquiditätsrisiko wird auch ein mögliches Risiko berechnet, das sich aus einer verzögerten Glattstellung aufgrund einer Minderliquidität eines Wertpapierbestands ergeben kann. Dieses Risiko wird aufgrund der Relation eines Wertpapierbestandes zu erwarteten Umsätzen an Referenzmärkten berechnet. Für dieses Risiko wurde für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft auf den Jahresultimo ein Betrag von TEUR -444 ermittelt. Aus der Berechnung der Marktpreisrisiken mit Hilfe von Stressszenarien können sich gleichgerichtete Risikobeträge ergeben wie bei der Berechnung der hier beschriebenen Liquiditätsrisiken aus einer Minderliquidität von Wertpapieren. Solche sich kumulierende Risikobeträge werden in Kauf genommen und nicht eliminiert.
5.2.4. Operationelles Risiko
Aufgrund der Tätigkeiten im Konzern unterliegt die Gruppe der Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden. Vor diesem Hintergrund sind für die künftige Entwicklung des Konzerns gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Änderungen ebenso relevant wie das sich ständig ändernde wirtschaftliche und börsliche Umfeld. Deshalb beobachten und analysieren die Konzerngesellschaften die Rahmenbedingungen, um eine erfolgreiche Entwicklung des Konzerns planen und Maßnahmen hierfür umsetzen zu können. In diesem Zusammenhang wurden folgende Risikofelder identifiziert und Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -steuerung ergriffen:
· Personal
Der Konzern ist aufgrund des spezifischen Geschäftsmodells auf ausreichendes und qualifiziertes Personal angewiesen. Die erfolgreiche Personalrekrutierung bleibt zwar auch in kommenden Geschäftsjahren ein latentes Risiko, dürfte sich jedoch gegenüber den Vorjahren nicht verschlechtern. Zudem ist der Konzern intern bestrebt, Mitarbeiter weiterzubilden und fördert die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften. Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern, die leitende Positionen oder Führungsaufgaben wahrnehmen, kann einer Konzerngesellschaft im Einzelfall ein Wissensnachteil entstehen. Dem wird soweit wie möglich entgegengewirkt.
Die Vergütung der Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bzw. in der Finanzholding-Gruppe wird einheitlich gehandhabt und berücksichtigt die Vorgaben der InstitutsVergV. Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells sollen durch das Vergütungssystem insbesondere keine Anreize zur Eingehung unverhältnismäßig hoher Risiken gegeben werden. Für die Ausgestaltung des Vergütungssystems der Mitarbeiter ist der Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verantwortlich. Neben festen monatlichen Bezügen kann ein variabler Bestandteil durch die Geschäftsleitung festgelegt werden. Die Zahlung eines variablen Bezugs erfolgt freiwillig, ohne einen rechtlichen Anspruch der Mitarbeiter und ist grundsätzlich gebunden an ein positives Ergebnis des vordefinierten Geschäftsfelds, Bereichs bzw. des Konzerns. Bei der Bemessung der einzelnen Bezüge werden quantitative als auch qualitative Kriterien berücksichtigt wie beispielsweise Qualität der Leistung, Anforderung an die Tätigkeit, Stellung im Unternehmen, Betriebszugehörigkeit oder die Übernahme von besonderen Aufgaben. Die Ausgestaltung des Vergütungssystems des Vorstands erfolgt durch den Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Für den Vorstand gelten dabei grundsätzlich die gleichen Regelungen. Die variablen Bezüge bemessen sich jedoch grundsätzlich nach einer schriftlich vereinbarten Bemessungsgrundlage. Auf weitere Ausführungen im Konzernabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 wird verwiesen.
· EDV
Die Konzerngesellschaften sind in hohem Maße auf die Funktionsfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme angewiesen. Um die Verfügbarkeit der Systeme jederzeit gewährleisten zu können, wurden alle Kernfunktionalitäten redundant ausgestaltet. Weiterhin hat sich Lang & Schwarz gegen den Ausfall der externen Stromversorgung mittels einer unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert und einen Notfallplan erstellt. Zur Aufrechterhaltung und zur Pflege aller wesentlichen Systeme sind darüber hinaus jederzeit Mitarbeiter des EDV-Bereichs der Konzerngesellschaft Lang & Schwarz Gate GmbH verfügbar.
· Markt- und Börsenentwicklung
Im Rahmen seiner Tätigkeit ist der Konzern von der Entwicklung der Wertpapier- und Terminbörsen abhängig, da diese das Anlageverhalten der Marktteilnehmer und damit das Ergebnis des Handelsbestands beeinflussen. Diesen Risiken wird durch ein aktives Risikomanagement begegnet.
· Risiken aus einer Strategie- oder Wachstumsverfehlung
Eine Reihe von Faktoren kann das Erreichen von Zielen gefährden. Dazu zählen beispielsweise Marktschwankungen, eine veränderte Marktstellung des Unternehmens sowie veränderte Marktbedingungen im Kernmarkt Deutschland. Wenn es den Konzerngesellschaften nicht gelingt, ihre strategischen Pläne umzusetzen oder wenn die Kosten die Erwartungen übersteigen, könnte die künftige Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflusst werden. Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft könnte zukünftig Markttendenzen und Kundenanforderungen nicht rechtzeitig erkennen oder aus anderen Gründen das Wachstum in der Zukunft nicht wie gewünscht fortsetzen. Eingetretene Strategieabweichungen werden im Rahmen einer jährlichen Risikoanalyse ebenso überprüft, wie die daraus folgenden Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des Konzerns.
· Wettbewerbsrisiken
Der deutsche Finanzsektor ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Lang & Schwarz steht hierbei nicht nur zu Finanzdienstleistungsinstituten, sondern auch zu Kreditinstituten und anderen Finanzunternehmen im Wettbewerb. Infolgedessen lassen sich in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern oft nicht die gewünschten Margen erzielen. Dieses Risiko wird durch die Geschäftsleitung überwacht und ist Bestandteil der täglichen Ergebnisüberwachung sowie der jährlichen Risikoanalyse des Konzerns.
· Risiken aus der Ergebnisentwicklung
Es wird täglich eine Ergebnisübersicht für die Handelstätigkeiten erstellt. Alle nicht am Handelstag geschlossenen Positionen in Derivaten, Wertpapieren oder Devisen werden dabei auf Basis der Mark-to-Market-Methode bewertet. Anhand der täglichen Ergebnisübersicht ist es möglich, eine zeitnahe Kontrolle und Analyse der Ergebnisse vorzunehmen sowie deren Entwicklung zu beobachten. Das selbst entwickelte Limit-Kontroll-System unterstützt zudem eine verbesserte Überwachung der Handelstätigkeit durch eine automatisierte, vom Handel unabhängige Bestandsbewertung aller Finanzprodukte. Hierauf baut das jeweils fortlaufend an aktuelle Marktentwicklungen angepasste Risikomanagementsystem für die Handelsrisiken auf.
Für die Konzerngesellschaften wird zum Jahresende eine Planungsrechnung auf Monatsbasis für das neue Geschäftsjahr erstellt. Der Soll-Ist-Abgleich der Erträge und Aufwendungen der Planungsrechnung mit den tatsächlichen Geschäftsdaten gibt frühzeitig Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung der Konzerngesellschaften.
· Rechtliche Risiken
Rechtsrisiken können durch neue gesetzliche Regelungen, die Änderung bestehender Vorschriften sowie eine geänderte Auslegung von Vorschriften oder schließlich aus vertraglich nicht eindeutigen Formulierungen entstehen. Die Überwachung und Steuerung solcher Risiken übernimmt die Rechtsabteilung im Konzern. Zur Minderung von Rechtsrisiken prüft die Rechtsabteilung sämtliche vertraglichen Beziehungen, gegebenenfalls werden rechtliche Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen. Darüber hinaus werden zur Sicherstellung der Beweisbarkeit von telefonischen Handelsaufträgen die Geschäftsgespräche der Händler auf Tonträger aufgezeichnet. Für Kostenrisiken aus Rechtsstreitigkeiten wurde eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen.
Zur Finanzierung des Entschädigungsfalls Phoenix wurde der EdW ein Darlehen von der KfW in Höhe von ca. Mio. EUR 130 gewährt. Die Rückführung sollte ab dem Jahr 2010 in jährlichen Tranchen von etwa Mio. EUR 25 erfolgen. Diese Tranchen sind aus dem Vermögen der EdW zu leisten. Sollte dieses nicht ausreichen, müsste die EdW versuchen, die notwendigen Finanzmittel über Sonderbeiträge von den angeschlossenen Instituten - in dem Rahmen in dem es der EdW als auch den Unternehmen möglich ist - zu beschaffen. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist zum Jahresultimo 2010 kein Mitglied der EdW mehr. Dennoch kann die künftige Vermögens-, Finanz, und Ertragslage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch Zahlungen der Tochtergesellschaften Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG oder Lang & Schwarz Broker GmbH an die EdW beeinflusst werden. Mögliche Auswirkungen können zum derzeitigen Zeitpunkt jedoch nicht bestimmt werden.
· Sonstige Risiken
Sonstigen betrieblichen Risiken wird vor allem durch den Abschluss von Versicherungen begegnet. Der Konzern entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse. Es kann trotz intensiver Bemühungen jedoch möglich sein, dass Verluste entstehen oder Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen bzw. für die keine Versicherung abgeschlossen wurde.
Das operationelle Risiko wird für die Risikotragfähigkeitsberechnung im Konzern in ausreichendem Umfang in Anlehnung an die Solvabilitätsverordnung (§§ 269 ff. SolvV) durch den Basisindikatoransatz berücksichtigt. Danach ergeben sich operationelle Risiken zum Jahresende 2011 in Höhe von TEUR -2.831 für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft.
5.3. Risikotragfähigkeit
Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt nach dem Going Conzern-Prinzip (Fortführungsansatz). Für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften ist die Risikotragfähigkeit solange gegeben, wie ausreichend Risikodeckungspotenzial zur Einhaltung der Mindestkapitalanforderungen gemäß der Solvabilitätsverordnung (SolvV) nach Abzug der Risikomasse verbleibt. Nach diesem Grundsatz war die Risikotragfähigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als auch die des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 gegeben.
6. Ausblick
Belastbare Prognosen für künftige Geschäftsjahre sind angesichts der Verfassung der nationalen und internationalen Finanzmärkte kaum möglich. Unsichere Konjunkturprognosen im Allgemeinen, die ungelöste europäische Staatsschuldenkrise im Speziellen und nicht absehbare Reaktionen der Finanzmärkte auf Rückschläge in der europäischen Stabilitätspolitik bilden die Eckpfeiler eines Hauses, dessen Standfestigkeit sich erst noch in 2012 zu erweisen hat. Hinzu kommen Risiken in der Entwicklung der Energiepreise. Ein weiterer Ausbruch des Rohölpreises könnte die Realwirtschaft empfindlich treffen und damit auch die Finanzmärkte. Die expansive Geldpolitik in den Industrieländern zur Belebung der Nachfrage könnte einen Preisauftrieb des Rohöls sogar noch anheizen. Das aktuelle Umfeld stellt damit erneut hohe Anforderungen an Finanzmarktspezialisten sowie Anleger. Ein Scheitern in der Eurokrise oder falsche Signale an die Finanzmärkte können das jüngst gewonnene zaghafte Vertrauen in die Kapitalmärkte wieder zunichtemachen.
Bezugnehmend auf die bereits im Risikobericht dargelegten Chancen und Risiken für die geschäftlichen Tätigkeiten im Konzern ist gerade die Entwicklung der Märkte und Börsen maßgeblich für die Konzerngesellschaften. Es hat sich jedoch erneut gezeigt, dass wir in stark volatilen Märkten bei steigenden Handelstätigkeiten sehr erfolgreich agieren können. Die Aussichten auf ein weiteres volatiles Geschäftsjahr beinhalten damit für die Geschäftsfelder im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft erneut Chancen, sie bergen jedoch auch immer Risiken. Unsere Mechanismen zur Risikobegrenzung waren bislang erfolgreich und führten bei kalkulierbaren Risiken zu erwarteten Erfolgen. Bei gleichen Rahmenbedingungen im wirtschaftlichen Umfeld sollten auch in künftigen Geschäftsjahren Erträge in ausreichender Höhe erzielt werden können.
Für den Bereich Issuing setzte dies jedoch auch weiterhin das Interesse der Anleger an den Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in vergleichbarem Umfang voraus. Hierzu tragen wir auch nach 2011 erneut durch eine zunehmende Emissionstätigkeit bei. Bereits in den ersten drei Monten 2012 erreichten wir hier eine neuerliche Steigerung gegenüber dem 1. Quartal 2011 von 34%. Dennoch war und bleibt die Entwicklung des Begebungsgeschäfts weiterhin von den Handelsaktivitäten an den Börsen und der Volatilität von Märkten und einzelnen Produkten abhängig.
Im Bereich TradeCenter wurde mit der Aufnahme der Quotierung aller Xetra-ETF’s in 2011 auch die originäre Produktpalette gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgebaut. Zudem wurde das Angebot an quotierten Anleihen deutlich erhöht. Die Basis der quotierten Produkte hat sich damit auf den Jahresultimo 2011 auf ca. 12.000 Gattungen erhöht. Mit diesem Ausbau der angebotenen Produktpalette glauben wir ein attraktives Dienstleistungsangebot zu bieten.
Trotz Vorverlegung der Handelszeiten an den Regionalbörsen ist Lang & Schwarz aufgrund der Öffnung des Handelsplatzes um 7:30 Uhr immer noch der erste Handelsplatz der in Deutschland öffnet und der Handelsplatz an dem am längsten auf Bewegungen an internationalen Finanzmärkten und auf wichtige Nachrichten reagiert werden kann. Unser Bestreben ist es diesen Status beizubehalten.
Die Aktienmärkte konnten mit einem Bilderbuchstart ins Rennen für 2012 starten. Dabei waren die Umsätze an den Märkten eher durchschnittlich. Dem Bereich Financial Services steht voraussichtlich abermals ein schwieriges Geschäftsjahr bevor, in dem es gilt Stärken herauszuarbeiten und überzeugendes zu leisten. Mit einer breit aufgestellten Kundenbasis im Bereich Orderexecution und Sales muss es gelingen, auch bei einer bislang vorherrschenden Zurückhaltung der institutionellen Kunden Ordervolumen zu akquirieren. Ein verstärkter Fokus auf die Betreuung und individuelle Unterrichtung der Kunden zu Bewegungen in Zielmärkten bzw. Zielsegmenten wurde daher Anfang 2012 bereits umgesetzt. Mit dem Designated Sponsoring werden Dienstleistungen im Liquidityproviding angeboten, denen Handelsrisiken immanent sind. Aus einer vertrauensvollen und kundenorientierten Leistung im Interesse der Mandanten entstehen aus diesem Geschäftsfeld jedoch immer wieder interessante Projekte für den angrenzenden Bereich going- und being-public, einschließlich der IPO- und Corporate-Finance-Beratung, wie sich auch in 2011 bereits gezeigt hat. Dies wiederum verstärkt Chancen auf eine breitere Wahrnehmung des gesamten kompetenten Dienstleistungsspektrums von Lang & Schwarz am Markt. So konnten Anfang 2012 bereits fünf Kapitalmaßnahmen erfolgreich betreut werden. An dieser erfolgreichen Entwicklung wollen wir in den kommenden Jahren weiter arbeiten.
Der sich weiter verschärfenden Druck der europäischen Aufsicht auf die Kreditwirtschaft und die damit einhergehenden höheren Anforderungen an die Eigenkapitalunterlegung von Kreditrisiken, kann zu einer Reduzierung der gewerblichen Kreditvergaben in der Kreditwirtschaft führen. Wir sehen daher die Entwicklung der Mittelstandsinitiativen für Bondemissionen der mittelständischen Wirtschaft als Alternative zur klassischen Kreditrefinanzierung positiv. Mit unseren Geschäftsbereichen IPO und Corporate-Finance sehen wir Chancen, interessierte Unternehmen hinsichtlich der Refinanzierung über Bonds beratend und unterstützend zur Seite zu stehen.
Wir sind und bleiben offen für neue Entwicklungen und Produkte im Umfeld unserer Geschäftsfelder. Als Geschäftspartner sind wir innovativ und kompetent, wodurch wir Raum für Neuerungen schaffen und an der Umsetzung von Ideen mitwirken.
Düsseldorf, den 15. April 2012
Der Vorstand
André Bütow
Peter Zahn
[1] Ifo Konjunkturprognose 2011/2012 vom 14. Dezember 2011
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011
Aktiva
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| 31.12.2011 EUR |
EUR | Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.168.587,10 | 1.283.065,60 | |
| II. Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 283.410,16 | 310.693,66 | |
| 1.451.997,26 | 1.593.759,26 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 277.120,07 | 309.138,25 | |
| 2. sonstige Vermögensgegenstände | 1.034.762,09 | 3.483.729,43 | |
| 1.311.882,16 | 3.792.867,68 | ||
| II. Wertpapiere | |||
| sonstige Wertpapiere | 18.166.982,64 | 53.820.922,48 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 26.109.866,52 | 3.868.189,01 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 105.333,25 | 64.682,22 | |
| 47.146.061,83 | 63.140.420,65 | ||
| Passiva | |||
| 31.12.2011 EUR |
EUR | Vorjahr EUR |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 9.438.000,00 | 9.438.000,00 | |
| rechnerischer Wert erworbener eigener Anteile | 0,00 | -406.896,00 | |
| ausgegebenes Kapital | 9.438.000,00 | 9.031.104,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 9.327.813,37 | 9.038.129,91 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| andere Gewinnrücklagen | 111.105,07 | 0,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | 7.136.213,03 | 2.133.799,63 | |
| 26.013.131,47 | 20.203.033,54 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 3.330.574,00 | 1.553.335,00 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 5.267.018,47 | 2.463.363,49 | |
| 8.597.592,47 | 4.016.698,49 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.122.687,57 | 18.273.582,91 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 971.153,36 | 619.380,09 | |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 9.337.122,89 | 19.926.058,47 | |
| davon aus Steuern: EUR 102.165,95 (Vorjahr: EUR 75.200,81) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.710,97 (Vorjahr: EUR 3.425,50) | |||
| 12.430.963,82 | 38.819.021,47 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 104.374,08 | 101.667,15 | |
| 47.146.061,83 | 63.140.420,65 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2011
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| 01.01. - 31.12.2011 | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 578.489.664,90 | 416.618.421,14 | |
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 361.931,60 | 170.807,93 | |
| 3. Materialaufwand | -552.147.161,75 | -396.276.871,60 | |
| 26.704.434,75 | 20.512.357,47 | ||
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -8.029.328,23 | -4.941.161,45 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -601.308,89 | -581.467,20 | |
| davon für Altersversorgung: EUR 90.847,43 (Vorjahr: EUR 89.106,76) | |||
| -8.630.637,12 | -5.522.628,65 | ||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen | -308.743,19 | -379.270,30 | |
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.844.570,92 | -5.307.489,12 | |
| 7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 190.572,77 | 118.512,72 | |
| 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -2.468.443,36 | -2.488.225,55 | |
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -603.057,61 | -414.365,16 | |
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 10.039.555,32 | 6.518.891,41 | |
| 11. außerordentliche Erträge | 0,00 | 11.340.000,00 | |
| 12. außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | -1.830.449,71 | |
| 13. außerordentliches Ergebnis | 0,00 | 9.509.550,29 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3.329.442,05 | -1.560.125,12 | |
| 15. sonstige Steuern | -3.592,48 | -2.626,73 | |
| -3.333.034,53 | -1.562.751,85 | ||
| 16. Konzernüberschuss | 6.706.520,79 | 14.465.689,85 | |
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (Vorjahr: Verlustvortrag aus dem Vorjahr) | 323.893,80 | -12.226.091,78 | |
| 18. Unterschiedsbetrag aus der Veräußerung eigener Anteile (Vorjahr: aus dem Erwerb eigener Anteile) | 105.798,44 | -105.798,44 | |
| 19. Bilanzgewinn | 7.136.213,03 | 2.133.799,63 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011
1. Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 wurde wie im Vorjahr nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) sowie dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Zudem wurde nach § 315 HGB ein Konzernlagebericht aufgestellt.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Darstellung und Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den allgemeinen Anforderungen des HGB für große Kapitalgesellschaften.
Die Vorschriften für die Kapital-, Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden entsprechend angewendet.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer beträgt 1 bis 13 Jahre. Zugänge geringwertiger Wirtschaftsgüter von nicht mehr als EUR 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Darüber hinaus wird die Vereinfachungsregel nach § 6 Abs. 2a EStG in Anspruch genommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (mit Ausnahme der Wertpapiere) sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung ggf. notwendiger Wertberichtigungen, Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt unter Anwendung der Vorschrift des § 256a HGB.
Soweit Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt deren Bewertung nach den Vorschriften des § 254 HGB. Für Bestände in Finanzinstrumenten, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt die Ermittlung des aktuellen Börsen- oder Marktpreises zum Bilanzstichtag. Die Bewertung erfolgt sodann unter Beachtung des Imparitätsprinzips.
Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Langfristige Rückstellungen werden, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist, mit dem Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Latente Steuern nach § 306 werden soweit erforderlich berechnet und passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2. i.V.m. § 298 HGB wird kein Gebrauch gemacht.
Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die operative Tätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft umfasst insbesondere die Begebung von Optionsscheinen und Zertifikaten sowie den Handel mit diesen auf eigene Rechnung. Dabei werden Risiken, die sich aus den verkauften, eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten ergeben, durch gegenläufige Produkte abgesichert. Aus dem Handel mit diesen Finanzinstrumenten und den Sicherungsgeschäften erzielt die Gesellschaft einen Handelserfolg, der sich aus der Differenz von An- und Verkaufskurs ermittelt. Aufgrund der Wertpapierhandelstätigkeit der Tochtergesellschaften Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG und Lang & Schwarz Broker GmbH trifft entsprechendes auch für diese Gesellschaften zu. Zur sachgerechten Darstellung der Erträge und Aufwendungen aus der Handelstätigkeit des Konzerns sowie zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr werden positive Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Umsatzerlösen bzw. negative Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Materialaufwendungen ausgewiesen.
Die auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
3. Konsolidierungskreis
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist wie im Vorjahr nach § 290 Abs. 1 HGB Mutterunternehmen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf, der Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf, sowie der Lang & Schwarz Gate GmbH, Düsseldorf.
Sämtliche Tochtergesellschaften werden nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Stammkapital zum 31.12.2011 | Anteil der Lang & SchwarzAktiengesellschaft zum 31.12.2011 | |
|---|---|---|---|
| in nom. TEUR |
in % | in nom. TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Lang & Schwarz Gate GmbH, Düsseldorf | 500 | 100,0 | 500 |
| Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf | 750 | 100,0 | 750 |
| Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf | 5.000 | 99,99 | 5.000 |
Mit der Lang & Schwarz Gate GmbH, Düsseldorf, besteht zum 31. Dezember 2011 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten
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| Bilanzposten | 31.12.2011 bis 1 Jahr TEUR |
31.12.2011> 1 Jahr TEUR |
Vorjahr bis 1 Jahr TEUR |
Vorjahr> 1 Jahr TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 277 | 0 | 309 | 0 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 920 | 115 | 3.362 | 122 |
| 1.197 | 115 | 3.671 | 122 | |
| 31.12.2011 bis 1 Jahr TEUR |
31.12.2011>5 Jahre TEUR |
Vorjahr bis 1 Jahr TEUR |
Vorjahr>5 Jahre TEUR |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.123 | 0 | 18.274 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 971 | 0 | 619 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.389 | 4.889 | 19.926 | 0 |
| 7.483 | 4.889 | 38.819 | 0 |
Unter den Guthaben bei Kreditinstituten werden TEUR 1.206 gegenüber einer Drittbank ausgewiesen, die zugunsten der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet wurden.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 1.346 Salden auf laufenden Bankkonten, die bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG geführt werden. Bei dieser Bank unterhaltene Guthaben auf laufenden Konten sowie Wertpapierbestände wurden im Rahmen einer Sicherheitenvereinbarung hierfür verpfändet.
4.2 Sonstige Wertpapiere
Unter den sonstigen Wertpapieren sind zum Bilanzstichtag Anteile an inländischen Investmentvermögen von mehr als 10% ausgewiesen. Anlageschwerpunkte sind europäische Aktien mit signifikanten Unterbewertungen, auffälligen Bewertungsanomalien und attraktiven Chance- / Risikoverhältnissen. Die Anlagestrategien basieren auf aktiven Entscheidungen hinsichtlich der eingesetzten Anlageinstrumente, wobei ein opportunistischer, sehr flexibler und mehrstufiger Investmentprozess verfolgt wird. Der Wert der Anteile bezogen auf den Bilanzstichtag nach § 36 Investmentgesetz beträgt TEUR 1.889 und liegt damit um TEUR 5 über dem Buchwert zum 31. Dezember 2011. Ausschüttungen hieraus wurden im Geschäftsjahr nicht erhalten. Die Anteile sind börslich gelistet, rechtliche oder sachliche Einschränkungen der Möglichkeiten einer täglichen Rückgabe sind nicht bekannt.
4.3 Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.
4.4 Eigene Anteile
Zum 31. Dezember 2011 werden keine eigene Aktien im Bestand geführt. Die Entwicklung in 2011 ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
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| Anteil am Grundkapital in EUR |
Anteil am Grundkapital in % |
|
|---|---|---|
| 135.632 Stücke zum 31. Dezember 2010 | 406.896 | 4,31 |
| Käufe 22.169 Stück zum Kurs von 6,93 EUR/Stück | 66.507 | 0,70 |
| Verkäufe 157.801 Stück zum Kurs von 6,76 EUR/Stück | -473.403 | 5,01 |
| 0 Stücke zum 31. Dezember 2011 | 0 | 0,00 |
Die Aktienerwerbe erfolgten zum Zweck des Handelns.
4.5 Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Berichtsjahr unverändert TEUR 9.438 und ist eingeteilt in 3.146.000 Stückaktien. Die Stammaktien lauten auf den Namen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 wurden keine eigenen Anteile gehalten.
4.6 Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage betrug im Vorjahr TEUR 9.034. Durch den Handel in eigenen Anteilen haben sich diese um TEUR 290 auf TEUR 9.328 erhöht.
4.7 Gewinnrücklagen
Die anderen Gewinnrücklagen wurden aufgrund der Veräußerung der eigenen Anteile nach § 272 Abs. 1b HGB dotiert. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wurde im Rahmen des Unterschiedbetrags berücksichtigt und darüber hinausgehend in die Kapitalrücklagen eingestellt. (vgl. unter „6. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2011“).
4.8 Genehmigtes und bedingtes Kapital
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 31. August 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. August 2016 durch Ausgabe von bis zu 1.573.000 Stück neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und oder Bareinlage einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 4.719.000,00, zu erhöhen (genehmigtes Kapital I),
Das Grundkapital der Gesellschaft ist zudem um bis zu EUR 1.800.000,00, eingeteilt in bis zu 600.000 Namensaktien als Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Optionsanleihen (bei Ausgabe an Anleiheinhaberrechte geknüpfte Bezugsrechte) und/oder Optionsaktien (bei Ausgabe an Inhaberrechte von jungen Aktien geknüpfter Bezugsrechte), zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Oktober 1998 in Verbindung mit der Änderung dieses Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 ermächtigt wurde. Sie ist nur insoweit durchgeführt, als von diesem Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird.
4.9 Wesentliche Beträge bestimmter Konzernbilanzposten
Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonifikationen, Rechtskosten, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Kosten der Rechtsform.
5. Sonstige Angaben
5.1 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus laufenden Verträgen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.290.
Darüber hinaus können sich aufgrund des zum 31. Dezember 2011 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Gate GmbH finanzielle Verpflichtungen aus Verlustübernahmen für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ergeben. Im Rahmen des Kreditvertrags der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG mit HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wurde vereinbart, dass Vermögenswerte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die diese bei HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterhält, zur Deckung von Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG aus der Handelstätigkeit gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG herangezogen werden können. Zudem hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine unbegrenzte Bürgschaftserklärung für Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen vor dem Hintergrund der geschäftlichen Entwicklungen der Tochtergesellschaften nicht vor.
Weitere Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, die zur Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, betreffen Angaben unter „5.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB“, soweit sich diese auf Futurebestände beziehen, welche zur Absicherung im Portfolio gehalten werden.
5.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist Verpflichtungen aus selbst begebenen Produkten und sonstigen Geschäften aus, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen werden. Der Ausweis erfolgt in Höhe von TEUR 4.780 unter den sonstigen Wertpapieren sowie in Höhe von TEUR 7.659 unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Grundgeschäfte beinhalten neben Risiken aus der Kursschwankung von Indizes in Höhe von TEUR 7.696 (DAX, MDAX und SDAX), aus einzelnen Aktienwerten und Themenzertifikaten in Höhe von TEUR 4.046 auch Risiken aus Kursschwankungen von Rohwaren in Höhe von TEUR 478 (Gold, Silber, Platin, Palladium und dem Brent-Crude-Oil-Future), dem Bund-Future (TEUR 125) und der Wechselkursrelation (USD/EUR bzw. GBP/EUR) von TEUR 94. Für diese jeweiligen Risiken wurden gesonderte Bewertungseinheiten gebildet. Sämtliche Bewertungseinheiten werden in Form des Portfolio-Hedges abgebildet.
Durch den Verkauf von eigenen Produkten auf alle genannten Risikoarten geht die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft offene Positionen bezogen auf die jeweils zugrundeliegenden Finanzinstrumente (Underlying) ein. Diese Risiken werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgesichert. Die Sicherung erfolgt durch entsprechende Gegengeschäfte oder/und im Rahmen eines dynamischen Deltahedgings direkt durch gegenläufige Positionen im Underlying. Hierdurch ist jeweils bezogen auf die einzelnen Risiken sichergestellt, dass sich Wert- und Zahlungsströme weitgehend ausgleichen. Sicherungsinstrumente werden untergliedert nach den gebildeten Bewertungseinheiten wie folgt bilanziert:
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| Bewertungseinheiten | Sonstige Wertpapiere TEUR |
Sonstige Vermögens- gegenstände TEUR |
Verbindlich- keiten gegenüber Kredit- instituten TEUR |
Sonstige Verbindlich- keiten TEUR |
Schwebende Geschäfte 2) TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| DAX 1), MDAX und SDAX | 7.848 | 666 | 143 | 1.579 | -8.998 |
| Einzelne Aktienwerte und Themenzertifikate | 4.209 | 124 | 10 | - | - |
| Rohwaren 1) | - | - | - | - | 916 |
| Bund-Future 1) | - | - | - | - | -8.064 |
| Wechselkursrelationen 1) | - | - | - | - | 2.380 |
1) Im Rahmen der Sicherungsbeziehungen werden auch Bestände in Futures einbezogen, deren Ergebnisse in Höhe der variation Margin direkt erfolgswirksam vereinnahmt werden.
2) Kontraktgröße multipliziert mit dem Basispreis (ggf. in Währung)
Der Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument besteht für den Zeitraum, den das Grundgeschäft durch die Gesellschaft gehalten wird. Wird die Position aus den selbst begebenen Produkten geschlossen, erfolgt auch eine Schließung der Sicherungspositionen.
Im Rahmen des Risikomanagementsystems der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden die Risiken aus den Positionen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente überwacht. Hierzu wurde auch im Hinblick auf die Bewertungseinheiten ein Limitsystem installiert, das täglich überwacht, welche Risiken untergliedert nach Aktienkurs-, Rohwaren-, Zins- und Wechselkursrisiken die Gesellschaft eingeht und die Auslastung von vorgegebenen Limiten berechnet sowie an den Vorstand berichtet. Zudem erfolgt täglich eine Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung in Form einer quantitativen Sensitivitätsanalyse nach der Markt-Shift-Methode. Des Weiteren wird auch auf die Ausführungen zum Risikomanagement der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Lagebericht verwiesen.
Ergebnisse aus den Bewertungseinheiten werden nach der Durchbuchungsmethode erfasst, dabei werden für die ausgewiesenen Finanzinstrumente soweit möglich Marktwerte aktiver Märkte herangezogen. Sollte dies nicht möglich sein, etwa bei Optionsbeständen, erfolgt eine Bewertung mit Hilfe des finanzmathematischen Modells Black-Scholes oder im Fall von american-style-Optionen mit Hilfe des Modells von Cox-Ross-Rubinstein. Den Berechnungen der finanzmathematischen Modelle liegen insbesondere Zinssätze, Indizes und andere Underlyingkurse zugrunde. Die für die Berechnungen notwendigen Volatilitäten werden, soweit möglich, aus am Markt gehandelten Produkten abgeleitet. Gegebenenfalls wird auf alternative Daten oder Berechnungen zurückgegriffen.
5.3 Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen oder geographischen Märkten
Märkte, die sich nach ihren Tätigkeiten oder geographisch wesentlich voneinander unterscheiden, liegen nicht vor.
5.4 Namen und Bezüge der Organmitglieder
Vorstandsmitglieder der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2011 waren:
Herr André Bütow, Diplom-Kaufmann, Neuss
Herr Peter Zahn, Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH), Düsseldorf
Herr Bütow ist Mitglied des Aufsichtsrats der vwd Transaction Solutions AG, Frankfurt a. M.
Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt zusammen:
Herr Jochen von Ciriacy-Wantrup aus Friedberg, Bankier i.R., Vorsitzender
Herr Aribert Lieske aus Düsseldorf, Steuerberater, stellvertretender Vorsitzender
Herr Thomas Schult aus Hamburg, Bankkaufmann bei der M.M.Warburg & CO KGaA in Hamburg
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bemessen sich nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2007. Insgesamt beliefen sich die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 149.
5.5 Honorar des Abschlussprüfers
Im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorare betragen TEUR 95 für Abschlussprüfungen sowie TEUR 24 für andere Bestätigungen.
5.6 Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft
Am Aktienkapital wird – soweit der Gesellschaft bekannt – eine bedeutende Beteiligung von der M.M.Warburg & CO Gruppe KGaA gehalten, der – zusammen mit einer weiteren Konzerngesellschaft – mehr als der vierte Teil der Aktien der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehören.
5.7 Mitarbeiter
In 2011 waren im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach Quartalsendständen gerechnet durchschnittlich 48 Personen (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren 48 Mitarbeiter (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt:
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| 31.12.2011 | ||
|---|---|---|
| männlich | weiblich | |
| --- | --- | --- |
| Vorstand | 2 | 0 |
| Angestellte | 38 | 8 |
5.8 Offenlegung
Der Konzernsabschluss zum 31. Dezember 2011 nebst Konzernlagebericht 2011 sowie weitere Unterlagen nach § 325 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2011 werden dem elektronischen Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.
6. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2011
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| EUR | EUR | |
|---|---|---|
| Konzernüberschuss 2011 | 6.706.520,79 | |
| Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2011 | 2.133.799,63 | 0 |
| Ausschüttungen in 2011 | -1.809.905,83 | 0 |
| Gewinnvortrag | 323.893,80 | |
| Unterschiedbetrag aus der Veräußerung eigener Anteile | 105.798,44 | |
| Konzernbilanzgewinn zum 31. Dezember 2011 | 7.136.213,03 |
Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft am 29. August 2012 in Düsseldorf die Zahlung einer Dividende je gewinnberechtigter Aktie aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2011 in Höhe von EUR 1,20 vorzuschlagen.
Düsseldorf, den 15. April 2012
Der Vorstand
André Bütow
Peter Zahn
Anlage zum Konzernanhang
Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
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| Historische Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2011 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2011 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| 1. Software | 2.627.201,66 | 81.003,79 | 0,00 | 2.708.205,45 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 26.239,50 | 0,00 | 26.239,50 |
| 2.627.201,66 | 107.243,29 | 0,00 | 2.734.444,95 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.034.680,97 | 56.770,94 | 0,00 | 3.091.451,91 |
| 2. Einbauten | 118.593,50 | 0,00 | 0,00 | 118.593,50 |
| 3. GWG/GWG Sammelkonto | 37.417,92 | 2.966,96 | 2.966,96 | 37.417,92 |
| 3.190.692,39 | 59.737,90 | 2.966,96 | 3.247.463,33 | |
| 5.817.894,05 | 166.981,19 | 2.966,96 | 5.981.908,28 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2011 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2011 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| 1. Software | 1.344.136,06 | 221.721,79 | 0,00 | 1.565.857,85 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.344.136,06 | 221.721,79 | 0,00 | 1.565.857,85 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.821.718,31 | 64.595,44 | 0,00 | 2.886.313,75 |
| 2. Einbauten | 41.873,50 | 11.957,00 | 0,00 | 53.830,50 |
| 3. GWG/GWG Sammelkonto | 16.406,92 | 10.468,96 | 2.966,96 | 23.908,92 |
| 2.879.998,73 | 87.021,40 | 2.966,96 | 2.964.053,17 | |
| 4.224.134,79 | 308.743,19 | 2.966,96 | 4.529.911,02 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2011 EUR |
Vorjahr EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Anlagewerte | ||
| 1. Software | 1.142.347,60 | 1.283.065,60 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 26.239,50 | 0,00 |
| 1.168.587,10 | 1.283.065,60 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 205.138,16 | 212.962,66 |
| 2. Einbauten | 64.763,00 | 76.720,00 |
| 3. GWG/GWG Sammelkonto | 13.509,00 | 21.011,00 |
| 283.410,16 | 310.693,66 | |
| 1.451.997,26 | 1.593.759,26 |
Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
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| 1.1. - 31.12.2011 TEUR |
Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|
| Konzernüberschuss vor Ertragsteuern | 10.036 | 16.026 |
| Im Konzernüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash Flow aus operativer Tätigkeit | ||
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens und auf immaterielle Vermögenswerte | 309 | 379 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (ohne Steuerrückstellungen) | 2.804 | 82 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 2.382 | -8.890 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 0 |
| +/- Sonstige Anpassungen | -54.470 | -25.268 |
| Zwischensumme | -38.939 | -17.671 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile | ||
| -/+ Zunahme/Abnahme der nicht zum Finanzmittelfonds zuzurechnenden Forderungen an Kreditinstituten | -24 | -6 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12 | -403 |
| -/+ Zunahme/Abnahme Wertpapiere | 34.110 | -16.891 |
| -/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva | 1.240 | 6.229 |
| +/- Zunahme/Abnahme der nicht dem Finanzmittellfonds zuzurechnenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -513 | -17.033 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 352 | -301 |
| +/- Zunahme/Abnahme anderer Passiva | -10.248 | 1.547 |
| + Erhaltene Zinsen und Dividenden | 55.093 | 25.851 |
| - Gezahlte Zinsen | -603 | -414 |
| + Erstattete Ertragsteuern | 0 | 13 |
| - Gezahlte Ertragsteuern | -1.550 | 833 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 38.930 | -18.246 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | -57 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -3 | -141 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 0 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -107 | -211 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 0 | 0 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -167 | -352 |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 0 |
| -/+ Nettoveränderung aus Käufen und Verkäufen eigener Anteile | 913 | -620 |
| - Ausschüttungen | -1.810 | 0 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -897 | -620 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 37.866 | -19.218 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | -13.886 | 5.332 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 23.980 | -13.886 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Kassenbestand | 2 | 3 |
| Täglich fällige Guthaben bei Kreditinstitute abzüglich täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 23.978 | -13.889 |
| 23.980 | -13.886 |
Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
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| Angaben in EUR |
Gezeichnetes Kapital | Gewinn- rücklagen |
Kapitalrücklage | Erwirtschaftetes Konzern- eigenkapital |
Eigenkapital gemäß Konzernbilanz |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2010 | 9.438.000,00 | 0,00 | 9.033.942,97 | -12.114.986,71 | 6.356.956,26 |
| Effekte aus der BilMoG-Umstellung | -83.121,00 | 83.121,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Erwerb/Einziehnung eigener Anteile | -323.775,00 | -83.121,00 | 4.186,94 | -216.903,51 | -619.612,57 |
| Konzernüberschuss | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 14.465.689,85 | 14.465.689,85 |
| Stand 31.12.2010 | 9.031.104,00 | 0,00 | 9.038.129,91 | 2.133.799,63 | 20.203.033,54 |
| Stand am 1.1.2011 | 9.031.104,00 | 0,00 | 9.038.129,91 | 2.133.799,63 | 20.203.033,54 |
| Erwerb/Einziehnung eigener Anteile | 406.896,00 | 111.105,07 | 289.683,46 | 105.798,44 | 913.482,97 |
| Gezahlte Dividenden | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -1.809.905,83 | -1.809.905,83 |
| Konzernüberschuss | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 6.706.520,79 | 6.706.520,79 |
| Stand 31.12.2011 | 9.438.000,00 | 111.105,07 | 9.327.813,37 | 7.136.213,03 | 26.013.131,47 |
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| Angaben in EUR |
Eigene Aktien die nicht zur Einziehung bestimmt sind | Konzerneigenkapital |
|---|---|---|
| Stand am 1.1.2010 | -111.105,07 | 6.245.851,19 |
| Effekte aus der BilMoG-Umstellung | 111.105,07 | 111.105,07 |
| Erwerb/Einziehnung eigener Anteile | 0,00 | -619.612,57 |
| Konzernüberschuss | 0,00 | 14.465.689,85 |
| Stand 31.12.2010 | 0,00 | 20.203.033,54 |
| Stand am 1.1.2011 | 0,00 | 20.203.033,54 |
| Erwerb/Einziehnung eigener Anteile | 0,00 | 913.482,97 |
| Gezahlte Dividenden | 0,00 | -1.809.905,83 |
| Konzernüberschuss | 0,00 | 6.706.520,79 |
| Stand 31.12.2011 | 0,00 | 26.013.131,47 |
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
„ Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Berlin, den 07. Mai 2012
**Dohm ■ Schmidt ■ Janka
Revision und Treuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Wolfgang Janka, Wirtschaftsprüfer
Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2011
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Damen und Herren,
das Geschäftsjahr 2011 konnte die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft sehr erfolgreich abschließen. Dabei liegt kein einfaches Jahr hinter uns, im Gegenteil. Das Fahrwasser, durch das es zu steuern galt, war bereits Anfang 2011 durch Turbulenzen in Fernost gekennzeichnet. Die Staatsschuldenkrisen in Europa und hier insbesondere die drohende Zahlungsunfähigkeit der Hellenischen Republik forderten so manch erfahrenen Steuermann. Meine Aufsichtsratskollegen und ich möchten der Belegschaft und dem Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft unseren besonderen Dank dafür aussprechen, dass sie den Konzern durch diese Höhen und Tiefen mit Übersicht lenkten.
Die Entwicklungen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und des Umfelds wurden auch in diesem Jahr durch den Aufsichtsrat eng begleitet. Hierbei ist der Vorstand jederzeit seinen Berichtspflichten dem Aufsichtsrat gegenüber regelmäßig, zeitnah und umfassend, auch außerhalb von Sitzungen, nachgekommen. Er hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum sowohl mündlich als auch schriftlich informiert. Es wurde uns nicht nur turnusmäßig über die laufende Geschäftsentwicklung, die Finanzlage und über bedeutende Geschäftsvorfälle - soweit vorhanden - berichtet. Auch der Geschäftsverlauf, die Plan- und Zieleinhaltung sowie Abweichungen von diesen waren Gegenstand der Erörterungen. Hierzu wurden meinen Aufsichtsratskollegen und mir eingehende Erläuterungen sowie Begründungen dargelegt. Der gesamte Aufsichtsrat hat sich dabei stets von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen können.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat kann auch weiterhin zu jedem Zeitpunkt als vertrauensvoll und förderlich für die Belange der Gesellschaft bezeichnet werden.
Arbeit des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft trat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen. Hierbei haben jeweils alle Mitglieder persönlich oder telefonisch teilgenommen. Darüber hinaus wurden vier Beschlussfassung des Aufsichtsrats im Umlaufverfahren herbeigeführt.
Im Rahmen der turnusmäßigen Quartalssitzungen des Geschäftsjahres 2011 wurde die wirtschaftliche Entwicklung des gesamten Konzerns erläutert. Dabei wurde uns neben Darstellungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auch die Ertragsentwicklung der einzelnen Geschäftsfelder in den operativen Bereichen dargestellt und erläutert. Regelmäßig erhielten wir als Aufsichtsratsmitglieder vertiefende Unterlagen zu dem Berichteten. Auch die Risikoberichterstattung und die Darstellung des Risikomanagements für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft erfolgte laufend in den Quartalssitzungen. Dabei wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats über die Kennzahlen der Risikotragfähigkeitsberechnungen, Limitauslastungen und andere Risikokennziffern unterrichtet.
Die erste Aufsichtsratssitzung fand auch in 2011 im Laufe des ersten Quartals statt und beinhaltete schwerpunktmäßig das vierte Quartal 2010 sowie den Verlauf des gesamten Vorjahres. Dabei wurde auch insbesondere über die abgeschlossene Ausgliederung des Geschäftsbereichs „TradeCenter“ auf die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum 1. Dezember 2010 berichtet und vertiefend erörtert. Daneben wurde uns die Geschäftsstrategie 2011 durch den Vorstand vorgestellt.
In der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Mai 2011 wurden neben dem Ergebnis zum ersten Quartal 2011 vornehmlich der Jahresabschluss und der Konzernabschluss 2010 geprüft und gebilligt. An der Sitzung nahm der Abschlussprüfer teil, der uns ebenso wie der Vorstand Fragen beantwortete und Erläuterungen gab. Darüber hinaus stellte der Vorstand die Risikostrategie und die Risikotragfähigkeit 2011 für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vor.
Im Juli 2011 wurde im Umlaufbeschlussverfahren die vom Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vorgeschlagene Tagesordnung für die Hauptversammlung des Geschäftsjahr 2010 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft am 30. August 2011 durch den Aufsichtsrat gebilligt sowie die Beschlussvorläge des Aufsichtsrats zu den einzelnen Tagesordnungspunkten beschlossen.
Mit der Aufsichtsratssitzung am 26. August 2011 erfolgte die Berichterstattung zum zweiten Quartal 2011. Speziell schlossen wir die Vorbereitung für die Hauptversammlung 2011 ab.
Am 31. August 2011 wurde die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft unmittelbar nach der Hauptversammlung abgehalten. Der gesamte ehemalige Aufsichtsrat hatte sich in der Hauptversammlung zur erneuten Wahl gestellt. An dieser Stelle möchten sich alle Mitglieder des Aufsichtsrats für das erneute Vertrauen bedanken, das dem gesamten Kollegium mit der Wiederwahl entgegengebracht wurde. Während der Sitzung wurde als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Herr Aribert Lieske bestätigt und der Unterzeichner als Aufsichtsratsvorsitzender wiedergewählt. Für die gute Zusammenarbeit im Aufsichtsrat im Laufe der letzten Amtsperiode, die mit der Hauptversammlung am 31. August 2011 endete, möchte ich mich herzlich bedanken und sehe einer weiterhin erfolgreichen Arbeit entgegen.
Weitere Personalangelegenheiten betrafen zum einen die erneute Bestellung des Vorstandsmitglieds Herrn Peter Zahn. Seine Bestellung als Mitglied des Vorstands der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wurde bis zum 30. Juni 2017 verlängert. Zum anderen erfolgte die Verlängerung der Bestellung von Herr André Bütow als Mitglied des Vorstands bis zum 14. November 2017.
Ebenfalls in der Sitzung am 17. November 2011 wurde dem Aufsichtsrat über das dritte Quartal 2011 berichtet. Im Laufe der Sitzung wurde dem Aufsichtsrat des Weiteren der Bericht des Compliance-Officers vorgelegt, der über seine Tätigkeiten und Feststellungen im Berichtszeitraum informierte. Zudem wurde das Budget 2012 vorgestellt und der Finanzkalender 2012 verabschiedet.
Jahres- und Konzernabschluss 2011
Die Dohm, Schmidt, Janka Revision und Treuhand AG, Wirtschaftprüfungsgesellschaft wurde als Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft betraut. Die Wirtschaftprüfungsgesellschaft hat den Prüfungsauftrag entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2011 erhalten. Nach Durchführung der Prüfungen erklärte der Abschlussprüfer, dass diese zu keinen Einwendungen geführt haben und dass der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen wurden. Die Abschlüsse sowie die Lageberichte lagen dem gesamten Aufsichtsrat rechtzeitig vor, so dass die Unterlagen eigenen Prüfungen unterzogen werden und in der Sitzung am 15. Mai 2012 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer besprochen werden konnten. Der Abschlussprüfer erteilte uns umfassende Auskünfte und stand für anstehende Fragen zur Verfügung. Wir stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss 2011. Damit ist der Jahresabschluss 2011 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach § 172 AktG festgestellt. Gemeinsam mit dem Vorstand freut sich der Aufsichtrat der Hauptversammlung am 31. August 2012 eine Dividendenzahlung je gewinnberechtigter Aktie von EUR 1,20 aus dem Bilanzgewinn vorschlagen zu können.
Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für ihr engagiertes Handeln und wünschen allen ein gutes Geschäftsjahr 2012.
Düsseldorf, im April 2012
Jochen von Ciriacy-Wantrup, Vorsitzender des Aufsichtsrats