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LAIQON AG — Interim / Quarterly Report 2021
Aug 23, 2021
5417_10-q_2021-08-23_58a16cfd-727a-4795-ae25-796440263606.pdf
Interim / Quarterly Report
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| H1-2021 | H1-2020 | H1-2019 | ||
|---|---|---|---|---|
| Assets under Management LLOYD FONDS LIQUID ASSETS in Mrd. EUR |
2,0 | 1,1 | 0,1 | |
| Konzernzahlen in Mio. EUR |
||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 18,2 | 6,2 | 3,7 | |
| EBITDA | 7,2 | -2,4 | 0,7 | |
| EAT* | 3,7 | -3,9 | 0,9 | |
| Operativer Cashflow | 13,0 | -0,5 | 1,7 | |
| Bilanzsumme | 112,4 | 95,1 | 39,0 | |
| Eigenkapital | 47,2 | 37,5 | 22,3 | |
| Eigenkapitalquote (in %) | 42,0 | 39,4 | 57,2 | |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 0,28 | -0,30 | 0,09 | |
| Mitarbeiterzahl (zum 30.06)** | 73 | 72 | 59 |
Prozentzahlen werden auf TEUR-Zahlen ermittelt. * Nach Minderheiten.
** Mit Lange Assets & Consulting GmbH.
,
Lloyd Fonds AG
,

Unser Anspruch: Vermögen. Next Generation.
Die Lloyd Fonds AG ist ein innovatives, börsengelistetes Finanzhaus, das mit aktiven, nachhaltigen und digitalen Investmentlösungen Rendite für seine Partner und Kunden erzielt.
Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS erfolgt eine Positionierung als Spezialanbieter benchmarkfreier Aktien-, Renten- und Mischfonds mit einem klaren Fokus auf aktiven Alpha-Strategien. Alle durch erfahrene Fondsmanager mit nachgewiesenem Track Record gesteuerten Fonds berücksichtigen einen integrierten Nachhaltigkeitsansatz im Investmentprozess.
Im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN erfolgt eine proaktive, ganzheitliche 360°-Umsetzung der individuellen Ziele von vermögenden Kunden in einer persönlichen Vermögensverwaltung.

| Aktives Fondsmanagement | Persönliche Vermögensverwaltung | Fortschrittlichste Geldanlage | |
|---|---|---|---|
| LLOYD FONDS Spezialanbieter für aktive Alpha-Strategien |
LLOYD VERMÖGEN Proaktive ganzheitliche 360°-Umsetzung der individuellen Vermögensziele |
LAIC KI-basierte Anlagelösungen für alle Risikoklassen |
|
| Erlaubnis nach § 15 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG)* |
Erlaubnis nach § 15 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG)** |
Erlaubnis nach § 15 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG)*** |
|
| Onboarding LAIC App Website LAIC Intermediär/ Alle Endkunden CRM System PMS Fronted Salesforce LF-Vertrieb (Web / mobile) pardot Confluence QPLIX tableau Handelssystem I Tick-TS Portfolio Management Bloomberg Handelssystem II HRlab Cisco LF-Mitarbeiter Dropbox Webex Admin DWH 4.0 DAP 4.0 PMS DATEV Kernsysteme Analytik amazon web QPLIX DB /BI PMS VWD (LAC) LAIC services vwdgroup LucaNet Algorithmus Single Point of truth RepRisk ARIVA.DE Externe Datenquellen Bloomberg Aggredium MORNINGSTAR ISS FWW CDP DAB Außerbörslich KVG Depotbank Broker Börsen Abwicklung BNP PARIBAS Börsen Universal HSBC OTC, andere Produktion ebase HSBC Broker, etc… Investment Baader Bank Verwahrer Baader Bank weitere |
Digitalisierung Nutzerzentrierung |
Nachhaltigkeit |
Im Geschäftsfeld LAIC werden mit dem WealthTech LAIC digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur digitalen Portfoliooptimierung mit dem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz basierendem System (LAIC ADVISOR®) für Privatanleger und institutionelle Kunden angeboten.
31.08.2021 I Hauptversammlung 2021 24
Ziel der Strategie 2023/25 ist es, die Lloyd Fonds AG als innovativen Qualitätsführer im Fonds- und Vermögensmanagement in Deutschland zu positionieren.
* SPSW Capital GmbH. ** Lange Assets & Consulting GmbH. *** LAIC Vermögensverwaltung GmbH.
Inhalt

Unternehmen
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Konzernzwischenlagebericht
| ––––––––––––––––––––––––––––––––––––– "Wir haben geliefert". Interview mit Dipl.- Ing. Achim Plate, Chief Executive Officer (CEO) der Lloyd Fonds AG |
8 |
|---|---|
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Lloyd Fonds-Aktie |
12 |
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– "Integration, Transformation, Wirkung - unser performanceorientiertes Nachhal tigkeitsverständnis". Interview mit Michael Schmidt, CFA, Chief Investment Officer |
(CIO) der Lloyd Fonds AG 14 ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
| 1 Wirtschaftsbericht | 22 |
|---|---|
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 2 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage |
25 |
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– |
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 29 |
|---|
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 30 |
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 30 |
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 31 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– |
Konzernzwischenabschluss
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung |
38 | –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 5 Konzern- Eigenkapitalveränderungsrechnung |
42 |
|---|---|---|---|
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 2 Konzern- Gesamtergebnisrechnung |
39 | –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 6 Konzernanhang –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– |
43 |
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– | 7 Versicherung | 55 | |
| 3 Konzern-Bilanz | 40 | der gesetzlichen Vertreter | |
| –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 4 Konzern-Kapitalflussrechnung –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– |
41 | –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 8 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht |
56 |

6

Lloyd Fonds AG: "Wir haben geliefert"
Dipl.-Ing. Achim Plate Chief Executive Officer (CEO) der Lloyd Fonds AG
Im Interview zur Entwicklung im 1. Halbjahr 2021 und zur Strategie 2023/25

Wie bewerten Sie das Ergebnis des 1. Halbjahres 2021?
Achim Plate: Wir sind insgesamt sehr zufrieden. Von der Ergebnislage sind die Umsätze im 1. Halbjahr 2021 um insgesamt 12 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR brutto angestiegen. Das EBITDA, also das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation ist auf 7,2 Mio. EUR angestiegen. Bezogen auf den Nettoumsatz des Lloyd Fonds-Konzerns in Höhe von 16,8 Mio. EUR entspricht dies einer EBITDA-Marge von 43 %. Und auch das Nachsteuerergebnis nach Minderheiten, das EAT, ist von minus 3,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf plus 3,7 Mio. EUR angestiegen.
Hinsichtlich der Entwicklung der Assets under Managment (AuM) stiegen diese im 1. Halbjahr 2021 innerhalb von zwölf Monaten um über 80 % von 1,1 Mrd. EUR auf knapp 2 Mrd. EUR. Das beschleunigte AuM-Wachstum bestätigt unsere Plattformstrategie. Davon verwalteten wir im Geschäftsfeld LLOYD FONDS zum 30. Juni 2021 ein AuM-Volumen von rund 1,4 Mrd. EUR. Im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN betreuen wir in der persönlichen Vermögensverwaltung AuM in Höhe von knapp über 430 Mio. EUR. Und im Geschäftsfeld LAIC investierten Anleger rund 140 Mio. EUR.

Konzern: Starke operative Entwicklung im 1. Halbjahr 2021


Beschleunigtes AuM-Wachstum bestätigt Plattformstrategie

Als Fazit für das erste Halbjahr 2021 zeigt sich, dass wir durch das Erreichen der AuM-Schwelle von knapp 2 Mrd. EUR durch weiteres organisches Wachstum und die Steigerung der EBITDA-Marge von 26,1 % für das Jahr 2020 auf 43 % im 1. Halbjahr 2021 bei der operativen Umsetzung dieser beiden strategischen Wachstumsziele sehr gut voranschreiten.
Wie haben Sie den Sprung im AuM-Volumen um 80 % gegenüber dem Vorjahr geschafft?
Achim Plate: Dies ist das Ergebnis des deutlichen Ausbaus unserer Vertriebsaktivitäten und der damit verbundenen Kundenansprachen in allen unseren drei Geschäftsfeldern LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und dem WealthTech LAIC. Das AuM-Wachstum im aktiven Fondsmanagement, dem Geschäftsfeld LLOYD FONDS, resultiert zu 70 % aus Nettomittelzuflüssen. Aufgrund der fortgesetzten positiven Kapitalmarktentwicklung in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist das AUM-Wachstum neben den Nettomittelzuflüssen zu 30 % auf die erzielte Performance für unsere Kunden zurückzuführen. Auch in der persönlichen Vermögensverwaltung, dem Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN, haben wir die Mandatsansprache ausgeweitet und einige Großmandate gewonnen. Und bei dem dritten Geschäftsfeld, unserem WealthTech LAIC, mit dem wir ja erst seit dem 1. April 2020 im Markt sind, haben wir das Produktangebot von Anfang an konsequent bedarfsorientiert im Hinblick auf die Wünsche unserer Partner, entwickelt.
Sie setzen sich nun auf Konzernebene mit der Guidance eines operativen Cashflows von 14,0–16,0 Mio. EUR und einem weiteren AuM-Anstieg der Lloyd Fonds AG auf knapp 2,4 Mrd. EUR bis zum 31. Dezember 2021 zwei ehrgeizige Ziele. Was macht Sie zuversichtlich, diese auch zu erreichen?
Achim Plate: Wir wollen in allen unseren drei Geschäftsfeldern weiter organisch wachsen. Der wesentliche Treiber unseres Konzerngewinns im 1. Halbjahr 2021 war die starke Performance unserer aktiv gemanagten Fonds im Geschäftsfeld LLOYD FONDS. Aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes und entsprechenden Drucks auf Spareinlagen sollten Wertpapierinvestments noch für eine lange Zeit sehr gefragt bleiben. Meine feste Überzeugung ist es, dass wir daher weiterhin eine hohe Kundennachfrage nach unseren Investmentlösungen sehen werden. Setzt sich die bisherige überdurchschnittliche Performance unserer aktiv gemanagten Fonds fort, dies bedingt natürlich eine weiterhin solide Kapitalmarktentwicklung im 2. Halbjahr 2021, so führt dies erneut zu nennenswerten Performance-Fees als Ergebnistreiber zum Jahresende.
Und wie ist Ihre Langfristplanung?
Achim Plate: Für die Umsetzung unserer Strategie 2023/25 streben wir mittelfristig neben dem weiteren organischen und anorganischen Wachstum der AuM auf 7 Mrd. EUR als zweites Ziel die Erreichung einer EBITDA-Marge von über 45 % auf den Nettoumsatz des Lloyd Fonds-Konzerns bis Ende 2024 an.
Große Aufmerksamkeit hat im 1. Halbjahr 2021 ihre Blockchain-basierte Wachstumsfinanzierung, die Sie auf Ebene der Tochtergesellschaft LAIC Capital GmbH umgesetzt haben, erzielt. Könnten Sie uns dieses Konstrukt bitte kurz erläutern?
Achim Plate: Die Investoren beteiligen sich über ein tokenbasiertes Treuhandverhältnis, wir nennen es LAIC-Token 21, an einem Spezial-AIF in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG, der sich wiederum in Höhe von bis zu 9,75 Prozent an der LAIC Capital GmbH und ihren Tochtergesellschaften, dem LAIC-Teilkonzern der Lloyd Fonds AG, beteiligt. Vereinfacht gesagt, stellen die LAIC-Token 21 eine digitale Abbildung eines Treuhandverhältnisses dar. Die Zeichnung der Token erfolgt dabei über ein Zeichnungsportal auf einer Online-Plattform, über welche auch die später mögliche Übertragbarkeit der LAIC-Token 21 auf der Blockchain organisiert und durchgeführt werden kann. Betreiber der Plattform ist unsere LAIC Vermögenverwaltung GmbH, die als regulierter Finanzdienstleister über eine Erlaubnis nach § 15 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) verfügt.
Welchen Erlös haben Sie durch die Platzierung der LAIC-Token 21 erzielt?
Achim Plate: Auf Basis einer Bewertung des LAIC Teilkonzerns in Höhe von rund 50 Mio. EUR haben wir mit der nun erfolgten Platzierung der 2. Tranche des LAIC-Token 21 einen Emissionserlös in Höhe von brutto 5 Mio. EUR erzielt.
Der Emissionserlös aus der Ausgabe der LAIC-Token 2021 soll für die Beschleunigung des dynamischen Wachstums des WealthTech LAIC verwendet werden. Was planen Sie konkret?
Achim Plate: Wir erleben gerade eine hohe Nachfrage nach unseren Produktlösungen bei LAIC. Dies erfordert neben notwendigen, neuen Personalinvestitionen weitere Investitionen in die Plattform und in den stetigen Ausbau der Technik, wie beispielsweise in unsere API-Schnittstellentechnologie. Zudem wollen wir mit dem Emissionserlös unsere Vertriebs- und Marketingaktivitäten weiter ausbauen. Dies gilt sowohl im Direkt-, Online-, und externen Partner-Vertrieb als auch im White Label Exklusiv-Partner-Vertrieb. Darin enthalten sind selbstverständlich auch die geplanten Aufwendungen für die digitale, datengetriebene Neukundengewinnung als Herzstück eines nutzerorientierten Vertriebsansatzes, der künftig eine immer entscheidendere Rolle einnehmen wird. Zielbild bei unserem WealthTech LAIC ist die Entwicklung einer hybriden Geldanlage-Plattform, die neben digital abschließbaren Produktlösungen auch ein eigenes Vertriebspartnerportal bietet.
Und was bedeutet dies nun für die Bewertung des Gesamtkonzerns?
Achim Plate: Für die Lloyd Fonds AG hat die Bewertung des LAIC Teilkonzerns in Höhe von 50 Mio. EUR natürlich eine immense Bedeutung, denn wir machen damit erstmals gegenüber dem Kapitalmarkt nicht nur den aus eigener Kraft organisch geschaffenen Wert unseres WealthTech LAIC sichtbar, sondern auch den des Lloyd Fonds-Konzerns in allen drei aufgebauten Geschäftsfeldern. Die deutlich gestiegenen Umsätze in der Aktie und der erfreuliche Kursanstieg in den letzten Monaten zeigen, dass sich inzwischen vermehrt Investoren für unser Geschäftsmodell und die operative Entwicklung der Gesellschaft interessieren.
Und welche Vorteile bietet diese Token-basierte Finanzierung der Lloyd Fonds AG bzw. LAIC?
Achim Plate: Für die Lloyd Fonds AG bzw. LAIC ergeben sich neben der geschilderten Schaffung von Visibilität des organisch geschaffenen Wertes unseres WealthTech LAIC und damit auch des Lloyd Fonds-Konzerns drei wesentliche weitere Vorteile. Erstens

LAIC-Token 21
- Innovative Wachstumsfinanzierung über Blockchain umgesetzt
- Ausgabe von LAIC-Token in einem Umfang von 9.75 % am Stammkapital der LAIC Capital GmbH
- Bewertung der LAIC Capital GmbH mit 50 Mio. EUR
- Erhöhung der Visibilität in Bezug auf die geschaffenen Werte des WealthTech LAIC
Ziele
- – Beschleunigtes Wachstum des Wealth Tech LAIC
- – Ausbau neuer Vertriebswege der Blockchain basierten Tokenisierungen
wollen wir mit dem Emissionserlös das AuM-Wachstum beschleunigen und den Bekanntheitsgrad von LAIC bei Investoren weiter erhöhen. Zweitens haben wir erneut unsere Innovationskraft unter Beweis gestellt, denn die Tokenisierung von Finanzprodukten wird nach meiner festen Überzeugung der nächste große Wachstumsschritt in der Industrie sein. Als einer der First Mover in diesem Markt können wir nun von den gemachten Erfahrungen profitieren. Drittens können wir uns gut vorstellen, dass in Zukunft auch unsere verschiedenen Fondsprodukte tokenisiert werden können. Damit würde dann eine neue Vertriebsform geschaffen werden, die zusätzliches Wachstum generieren kann.
Was sind die vorrausichtlich nächsten Schritte auf dem Weg zur Umsetzung Ihrer Strategie 2023/25?
Achim Plate: Neben dem geschilderten organischen Wachstum haben wir im Zuge der weiteren Umsetzung unserer Strategie 2023/25 immer gesagt, dass wir auch anorganisch weiter wachsen wollen, insbesondere bei unserer persönlichen Vermögensverwaltung, dem Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN. Momentan betreuen wir unsere vermögenden Kunden an unserem Hauptstandort Hamburg durch die Lange Assets & Consulting GmbH. Dies planen wir noch in diesem Jahr auf einen weiteren Standort auszuweiten. Dafür suchen wir Vermögensverwalter, die zu unserem neu aufgebauten Geschäftsmodell passen, einen nachhaltigen Track-Rekord vorweisen können und ein entsprechendes Netzwerk in ihrer Region mitbringen. Im Fokus der geplanten Akquisitionsstrategie noch in diesem Jahr stehen dabei Vermögensverwalter mit einem AuM-Volumen von mindestens 1 Mrd. EUR.

Positive Entwicklung der Lloyd Fonds-Aktie
Am 4. Januar 2021 startete die Aktie der Lloyd Fonds AG mit einem Schlusskurs von 6,25 EUR in das neue Jahr. In Folge positiver Unternehmensnachrichten konnte die Aktie in einem günstigen Marktumfeld weiter zulegen und das 1. Halbjahr 2021 mit einem Schlusskurs von 8,74 EUR am 30. Juni 2021 beenden. Die Marktkapitalisierung betrug damit zu diesem Stichtag rund 116 Mio. EUR.
Nach der Bekanntmachung der LAIC-Token 21 Wachstumsfinanzierung am 29. Juni 2021 stieg der Kurs der Lloyd Fonds AG auf das bisherige Jahreshoch von 10,55 Euro am 5. Juli 2021. Nach einer dann eintretenden Konsolidierungsphase stand der Aktienkurs am 20. August 2021 bei rund 9,20 Euro. Dies entspricht einer Marktkapitalisierung von 122 Mio. EUR.
Kursverlauf der Lloyd Fonds-Aktie: Januar 2018 – 20. August 2021

Aktionärsstruktur*

Die Coverage der Lloyd Fonds-Aktie wurde erheblich ausgeweitet. Folgende Banken, Research- und Wertpapierhäuser erstellten regelmäßig Analysen bzw. (Kurz-) Studien und Updates zur Lloyd Fonds-Aktie:
Analysten
Analysten
| Warburg Research | Marius Fuhrberg |
|---|---|
| Hauck & Aufhäuser | Frederik Jarchow |
| SMC Reseach | Holger Steffen |
| Edison | Michal Mordel, Michal Mierzwiak |
*Ca.-Angaben. Aktionäre von Unternehmen, deren Aktien im Scale-Segment (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse notieren, unterliegen nicht der Stimmrechtsmitteilungspflicht nach WpHG. Die Darstellung der Aktionärsstruktur erfolgt daher nach bester Kenntnis der Gesellschaft und vollständig ohne Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität. Stand: Juni 2021.
** Lange Assets & Consulting GmbH
Investor Relations
Im Kapitalmarkt agiert die Lloyd Fonds AG mit einer transparenten, direkten und kontinuierlichen Finanzkommunikation. Die Veröffentlichungen können auf der Webseite der Lloyd Fonds AG unter der neuen Domain www.lloydfonds.ag im Bereich Investors Relations und Presse eingesehen werden.
Übersicht Ad-hoc-Meldungen, Corporate News, Pressemitteilungen bis 30. Juni 2021:
29. Juni 2021
Lloyd Fonds AG platziert 1. Tranche des LAIC Token 21 und erwartet deutliche Ergebnisverbesserung im 1. Halbjahr 2021
29. Juni 2021
Lloyd Fonds AG: LAIC-Token 21 auf LAIC-Bewertung von 50 Mio. EUR
11. Mai 2021
Lloyd Fonds AG startet Vertrieb in Österreich über Tochtergesellschaft
29. März 2021
Lloyd Fonds AG: EBITDA-Marge bis 2024 über 45 %
26. März. 2021
Lloyd Fonds AG strebt Wachstumsfinanzierung über die Emission von LAIC-Token in 2021 an
08. März 2021
Lloyd Fonds AG: Goldener Bulle für zwei Publikumsfonds
01. März 2021
Ausbau zukunftsgerichteter Nachhaltigkeitsstrategie: Lloyd Fonds AG wird CO2-neutrales Finanzhaus und tritt SBTi bei
18. Februar 2021
Lloyd Fonds AG: Ergebnissprung im Jahr 2020
25. Januar 2021
Dr. Claas Müller-Lankenau Head of Technology der Lloyd Fonds AG
05. Januar 2021
Lloyd Fonds AG erwartet deutliche Ergebnisverbesserung im Geschäftsjahr 2020: Erhöhung der Prognosen für Konzern-EBITDA im 2. Hj. 2020 und im Geschäftsjahr 2020 und Konzernperiodenergebnis (EAT) im 2. Hj. 2020 sowie positives Konzerngesamtjahresergebnis
05. Januar 2021
Lloyd Fonds AG erwartet nunmehr EBITDA-Anstieg 2020 auf 6,1 Mio EUR.
Stammdaten der Lloyd Fonds-Aktie
| Börsenkürzel ISIN |
WKN: A12UP2, : DE000A12UP29 |
|---|---|
| Börsenplätze T |
Freiverkehr Frankfurt (Scale), Xetra, Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart und radegate |
| Marktsegment | Scale |
| Anzahl Aktien | 13.305.914 |
| Corporate Brokerage | Stifel Europe Bank AG |
| Designated Sponsorship | Stifel Europe Bank AG |
| Capital Market Partner | Stifel Europe Bank AG |
| Erster Handelstag | 28. Oktober 2005 |
| Gattung | Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR |
| Kurs (Durchschnittskurs 1. Hj. 2021)* | 7,33 EUR |
| Schlusskurs (30. Juni 2021)* | 8,74 EUR |
| Tägliches Handelsvolumen (Durchschnitt 1 Hj. 2021)* |
10.370 |
| Marktkapitalisierung (30. Juni 2021) |
115,94 Mio. EUR |
*Xetra.
Lloyd Fonds AG: "Integration, Transformation, Wirkung - unser performance- orientiertes Nachhaltigkeits- verständnis"
Michael Schmidt, CFA
Chief Investment Officer (CIO) der Lloyd Fonds AG
Im Interview zur Entwicklung von LLOYD FONDS im 1. Halbjahr 2021 sowie zu nachhaltigen Investments

Wie positionieren Sie sich im Wettbewerb mit Ihrer Fondspalette?
Michael Schmidt: Wir haben uns im Markt als Spezialanbieter benchmarkfreier Aktien-, Renten- und Mischfonds positioniert. So können wir Anlegerinnen und Anlegern in den wesentlichen Anlageklassen Lösungen passend zu ihren unterschiedlichen Renditeerwartungen und Risikoneigungen anbieten. Unsere Fonds werden alle durch erfahrene Fondsmanager mit nachgewiesenen Track Record gesteuert und berücksichtigen einen integrierten Nachhaltigkeitsansatz im Investmentprozess.
Vertrieblich konnten wir die Partnerbetreuung trotz der Covid-19-Pandemie ausweiten, beispielsweise durch regelmäßige Webkonferenzen und individuelle Web-Calls mit den Fondsmanagern. Diese intensive Betreuung unserer Kunden zahlt sich aus, im Geschäftsfeld LLOYD FONDS sind die AuM im 1. Halbjahr 2021 erneut um rund 200 Mio. EUR auf 1,4 Mrd. EUR gegenüber dem Jahresende 2020 gestiegen. Zudem haben wir mit dem Mandat einer deutschen Pensionskasse einen zweiten institutionellen Großanleger gewonnen. Das Anlageuniversum des Mandats wird sich auf Opportunitäten und Sondersituationen bei Unternehmensanleihen fokussieren. Fondsmanager ist Dr. Tobias Spies. Für mich ist dies ein weiterer Beleg unserer tragfähigen Kompetenz im gesamten Lloyd Fonds-Konzern.
Zum 1. Juni 2021 wurde der neue Aktienfonds Lloyd Fonds – European Emerging Champions aufgelegt. Welches Konzept verfolgt der Fonds und planen Sie die Auflage weiterer Fonds?
Michael Schmidt: Unser neuer Fonds investiert in wachstumsstarke und innovative europäische Mittelständler mit noch sehr geringer Marktkapitalisierung (Micro- und Small-Caps) und ergänzt damit unser Aktienfondsangebot. Fondsmanager ist Dr. Maximilian Thaler, der bei uns bereits sehr erfolgreich den Lloyd Fonds - European Hidden Champions managt, der auf schon etabliertere Marktführer mit hohem Wachstum fokussiert (Small- und Mid-Caps). Bei beiden Fonds verfolgt Dr. Thaler für seine konzentrierte Titelauswahl einen aktiven Bottom-Up-Ansatz mit tiefgehender Fundamentalanalyse und intensiven Unternehmenskontakten.
LLOYD FONDS: 8 fokussierte und differenzierte Fondskonzepte

Disclaimer:
Die obenstehenden Angaben zu Performance und Risiko wurden sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen auf Basis von Kenntnissen, Einschätzungen und Annahmen per Juni 2021 zusammengetragen. Sie spiegeln die Einschätzungen der Lloyd Fonds AG zum Zeitpunkt August 2021 wider und können sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung verändern. Eine Verantwortung für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben sowie den Eintritt von Prognosen wird nicht übernommen.

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Was weitere Fonds betrifft, überprüfen wir unsere Produktpalette regelmäßig. Dabei kommt es auf die richtige Passung unserer Fondsmanagementkompetenz zum Anlagebedarf unserer Kunden und zu den Chancen des Kapitalmarkts an. Im Moment sind wir mit unserer Aufstellung sehr zufrieden.
Welche Faktoren in Politik und Wirtschaft werden die Märkte in diesem und im kommenden Jahr bestimmen?
Michael Schmidt: Wir sehen jetzt eine deutliche Erholungsbewegung nach einer tiefen Rezession, wobei die Covid-19-Pandemie eine wichtige Zäsur darstellt. Der Gestaltungswille der Politik ist wieder zurück, es gibt mehr Staatsausgaben. Und diese scheinen mehr und mehr über eine finanzielle Repression gemanagt zu werden. Wir sind in einer Ära, die vermutlich negative Realzinsen perpetuieren muss, damit die Staatsschulden in den Griff zu bekommen sind. Dies ist voraussichtlich gleichzeitig die Startphase eines neuen, längeren Konjunkturzyklus, mit einer Chance auf höheres Potenzialwachstum, weil die Staatsausgaben auch sehr viele investive Elemente enthalten. Der Ausbau digitaler Infrastruktur und Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele sind die Schwerpunkte.
Kommt durch die expansive Geldpolitik die Inflation zurück? Welche Auswirkungen hätte dies auf Anlageklassen und -strategien?
Michael Schmidt: Ich sehe die Inflation nicht als Gefahr, sondern als Chance. Drei Prozent wären endlich eine Normalisierung, begünstigt durch die Kombination aus einer starken Fiskalpolitik und einer grundsätzlich fortgeschriebenen lockeren Geldpolitik. Die EZB hat dem Markt bislang eine klare Ansage erteilt, man wird die Inflation eher höher tolerieren. Drei Prozent Inflation wären aber ein gutes Umfeld für Unternehmen und bieten ihnen genug Planungssicherheit. Das wäre auch sehr positiv für den Aktienausblick. Staatsanleihen, in unseren Fonds haben wir keine, sollte man in so einem Umfeld nicht anfassen, wenn dies nicht erforderlich ist. Falls die Inflationserwartungen sehr stark steigen, würden die Zentralbanken getestet, was zu einer Verwerfung am Markt führen könnte. Dieses Risiko muss man im Blick haben.
Seit 10. März 2021 gilt die EU-Offenlegungsverordnung zur Transparenzpflicht nachhaltiger Finanzprodukte. Finanzportfolioverwalter müssen ihre Kunden seitdem umfassender über Nachhaltigkeitsmerkmale ihrer Anlageprodukte informieren. Wie haben Sie sich in der Praxis mit Ihrer Produktpalette positioniert? Und werden die Anforderungen weiter zunehmen?
Michael Schmidt: Alle unsere Publikumsfonds erfüllen schon seit längerem die Kriterien des UN Global Compact und haben relevante und materielle Nachhaltigkeitsparameter in die Investmentprozesse integriert, insbesondere in der Unternehmensanalyse und beim Risikomanagement. Ferner ist unser Lloyd Fonds – Green Dividend World ein Leitstern für einen zukunfts- und wirkungsorientierten Nachhaltigkeitsansatz, der schwerpunktmäßig nachhaltige Investitionen im Sinne von Artikel 9 der Offenlegungsverordnung tätigt. Im Rahmen der Ein-

führung der Verordnung haben wir die konkreten ökologischen bzw. sozialen Merkmale von fünf weiteren, bereits erfolgreich etablierten Fonds so geschärft, dass gleichzeitig zur Verfolgung der finanziellen Anlageziele auch Mindeststandards sowie konkrete Zielsetzungen der Nachhaltigkeit passend zum jeweiligen Fondskonzept im Anlageprozess umgesetzt werden. Dabei sind für uns die SDGs (die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen) sowie die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens der klare Orientierungsrahmen. Denn entscheidend für eine gute Nachhaltigkeitsperformance ist die Transformation vieler Unternehmen entlang dieser ökologischen und sozialen Ziele, sodass eine positive Nachhaltigkeitswirkung entsteht. Wir sehen es als wichtige und lohnende Aufgabe für Investoren, diesen Prozess zu begleiten und auch mit Engagement zu befördern.
Was die weitere Entwicklung der Sustainable-Finance-Regulierung betrifft, ist sicher mit noch mehr Transparenzanforderungen zu rechnen. Insbesondere wird es um die Darlegung der Nachhaltigkeitsrisiken und die Nachvollziehbarkeit der Nachhaltigkeitswirkungen gehen, nicht zuletzt im Abgleich mit der sich konkretisierenden EU-Taxonomie. Ich setze dabei darauf, dass der Fokus auf eine zukunftsgerichtete positive Transformationswirkung gelegt wird.
Die Partnerschaft mit dem WWF Deutschland im Rahmen Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie besteht jetzt über eineinhalb Jahre. Welche Ergebnisse wurden bislang erreicht?
Michael Schmidt: Die Arbeit mit dem WWF Deutschland, insbesondere die Begleitung unseres Lloyd Fonds – Green Dividend World, hat unsere Überzeugung bestärkt, einen zukunftsgerichteten Nachhaltigkeitsansatz zu verfolgen und fest in unsere Investmentprozesse zu integrieren. Dabei wollen wir auch mit unseren Fondsinvestments wie schon geschildert zielorientiert zur ökologisch-sozialen Transformation der Wirtschaft beitragen. Daher sind Integration, Transformation und Wirkung die Leitprinzipien unseres verantwortungsvollen Investmentansatzes.
Die intensive Beschäftigung mit Klima- und Umweltzielen im Rahmen unserer Partnerschaft mit dem WWF Deutschland hat auch wertvolle Impulse für unsere Nachhaltigkeitsstrategie auf Unternehmensebene geliefert. So sind wir Anfang 2021 beispielsweise als erster unabhängiger Asset Manager Deutschlands der "Science Based Targets initiative" (SBTi) beigetreten.
Warum dieser Schritt?
Michael Schmidt: Die SBTi-Initiative setzt sich für die Reduktion von Treibhausgasen auf Basis von wissenschaftlich berechneten Zielvorgaben ein. Hierdurch können Unternehmen ihre Klimapolitik fundiert an den Zielen des Pariser Klimaabkommens ausrichten, dem Klimawandel effektiv entgegenwirken und die Transition zu einer klimaneutralen Zukunft mitgestalten. Wir wollen mit der Methode der SBTi die CO2-Emissionen unserer Wertpapierfonds berechnen und reduzieren. Die SBTi-Methode soll uns dazu möglichst objektive Orientierung geben.
Sie haben auch ihre eigenen CO2-Emissionen für 2020 berechnet, durch Aufforstungsprojekte in Zusammenarbeit mit PLANT-MY-TREE® kompensiert und wollen Sie weiter reduzieren. Wie soll das gelingen?
Michael Schmidt: Wir arbeiten momentan daran, unsere eigenen CO2-Emissionen durch weitere Maßnahmen um etwa 20 Prozent zu reduzieren, z. B. durch die Umstellung auf Ökostrom. Über die Maßnahmen werden wir transparent im Geschäftsbericht informieren.
Stichwort "bessere Nachhaltigkeitsdaten". Warum ist dies so entscheidend für die Transformation und wie ist hier der Stand des gemeinsamen Projekts mit dem WWF Deutschland?
Michael Schmidt: Unser SDG-Datenprojekt mit dem WWF Deutschland hat bestätigt, dass bei ungefähr einem Drittel der untersuchten Unternehmen verlässliche CO2-Daten fehlen. Daher ist die auch im Abschlussbericht des Sustainable-Finance-Beirats empfohlene Verbesserung der Unternehmensberichterstattung von besonderer Bedeutung. Denn nur auf einer relevanten und verlässlichen Datenbasis lassen sich im Asset Management verantwortungsvoll Investmententscheidungen treffen und ein ganzheitliches Risikomanagement aufbauen, um zur Transformation beitragen zu können. Mit dem gemeinsamen Datenprojekt, mit dem wir derzeit auf die EU-Taxonomie fokussieren, versuchen wir, auch durch den direkten Austausch mit unseren Portfoliounternehmen Datenlücken insbesondere zu Klimaschutz und Klimaanpassung zu schließen. Wir wirken dabei darauf hin, dass sich die Unternehmen eigene Nachhaltigkeitsziele setzen und transparent über ihren Transitionspfad berichten.
Sie sind neben Ihrem Engagement als Mitglied des Sustainable Finance Beirates der Bundesregierung auch Vorstandsmitglied der DVFA e.V. und leiten die Kommission für Governance & Stewardship. Welchen Stellenwert misst die Lloyd Fonds AG Corporate Governance zu?
Michael Schmidt: Wir messen Corporate Governance eine große Bedeutung zu, denn es ist unsere Überzeugung, dass bessere Governance mittel- und langfristig eine stabilere Unternehmensentwicklung bewirkt. Übersetzt in die Praxis setzen wir daher sukzessive Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" um, obwohl wir als im Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse und damit im Freiverkehr gelistetes Unternehmen nicht zu den börsennotierten Gesellschaften gehören und dazu nicht verpflichtet sind. So haben wir beispielsweise im 1. Halbjahr 2021 ein Ziel- und Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat und einen für die Gesellschaft und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gültigen Code of Conduct erarbeitet und veröffentlicht. Und auch auf unserer diesjährigen virtuellen Hauptversammlung am 31. August werden wir die Rede und Präsentation des Vorstands erneut vorab veröffentlichen und abweichend von den gesetzlichen Möglichkeiten des Covid-19-Gesetzes alle eingereichten Fragen der Aktionärinnen und Aktionäre beantworten.







Konzernzwischenlagebericht

1 Wirtschaftsbericht
inklusive dessen Vertrieb, PR und Kommunikation sowie das Ressort Recht & Compliance. Zudem verantwortet er die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie.
Ausbau zukunftsgerichteter Nachhaltigkeitsstrategie
1.1 Geschäftsentwicklung
Das organische Wachstum bei Kunden und Assets wurde auch im 1. Hj. 2021 erfolgreich fortgesetzt. Die Assets under Management (AuM) des Lloyd Fonds-Konzerns stiegen zum 30. Juni 2021 im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS in den Geschäftsfeldern LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und dem WealthTech LAIC auf knapp 2,0 Mrd. EUR. Dies entspricht einem Anstieg der AuM von über 80 % gegenüber dem 1. Hj. 2020 in Höhe von 1,1 Mrd. EUR.
Im 1. Halbjahr 2021 erwirtschaftete der Lloyd Fonds-Konzern ein Konzernperiodenergebnis nach Steuern und nach Zurechnung der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 3,7 Mio. EUR (1. Hj. 2020: -3,9 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse des Lloyd Fonds-Konzerns stiegen auf 18,2 Mio. EUR brutto (1. Hj. 2020: 6,2 Mio. EUR). Das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation (EBITDA) stieg im 1. Halbjahr 2021 auf 7,2 Mio. EUR (1. Hj. 2020: -2,4 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 43 % (1. Hj. 2020: -40,1 %) bezogen auf den Nettoumsatz des Lloyd Fonds-Konzerns in Höhe von 16,8 Mio. EUR (1. Hj. 2020: 5,9 Mio. EUR). Der operative Cashflow stieg von -0,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 13,0 Mio. EUR an.
1.2 Wesentliche Ereignisse bis zum 30. Juni 2021
Geschäftsverteilung
Die Geschäftsverteilung im Vorstand der Lloyd Fonds AG wurde ab 1. Januar 2021 neu strukturiert. Dipl.-Ing. Achim Plate verantwortet als Chief Executive Officer die Entwicklung der Unternehmensstrategie 2023/25. Im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS verantwortet er die Geschäftsfelder LLOYD VERMÖGEN, LAIC jeweils inklusive des Vertriebs, das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie die Konzernressorts Finanzen, Personal, IR und PR sowie DAP 4.0 und IT. Michael Schmidt, CFA, verantwortet als Chief Investment Officer im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS das Geschäftsfeld LLOYD FONDS
Die Lloyd Fonds AG hat ihren zukunftsgerichteten integrierten Nachhaltigkeitsansatz im Rahmen der Wachstumsstrategie 2023/25 weiter ausgebaut und ist im Januar 2021 der "Science Based Targets initiative" (SBTi) als erster unabhängiger Asset Manager Deutschlands beigetreten. Diese setzt sich für die Reduktion von Treibhausgasen auf Basis von wissenschaftlich berechneten Zielvorgaben ein. Hierdurch können Unternehmen ihre Klimapolitik fundiert an den Zielen des Pariser Klimaabkommens ausrichten, dem Klimawandel effektiv entgegenwirken und die Transition zu einer klimaneutralen Zukunft mitgestalten. Die Lloyd Fonds AG will nach eigenen Angaben mit der Methode der SBTi die CO2-Emissionen ihrer Wertpapierfonds, zunächst beginnend im Geschäftsfeld LLOYD FONDS, berechnen und reduzieren.
EU-Pass für LAIC Vermögensverwaltung GmbH
Mit Schreiben der BaFin vom 25. Februar 2021 ist die LAIC Vermögensverwaltung GmbH berechtigt, in Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs Finanzdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Neben den LAIC-Produktlösungen können Privatanleger und institutionelle Kunden in Österreich zukünftig auch die Produktangebote im Bereich der offenen, durch erfahrene Fondsmanager aktiv gemanagten, Publikumsfonds erwerben.
LAIC-Wachstumsfinanzierung 1. Tranche LAIC-Token 21
Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG stimmte am 29. Juni 2021 der Umsetzung der Veräußerung von bis zu 9,75 % der Anteile an der LAIC Capital GmbH zu. Damit konnte die Platzierung der 1. Tranche von 8.191 LAIC-Token 21 mit einem Nennbetrag von insgesamt 4,2 Mio. EUR bei ausgewählten semi-professionellen Anlegerinnen und Anlegern umgesetzt werden (weitere Informationen siehe LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, Geschäftsfeld LAIC).
1.3 Entwicklung LLOYD FONDS LIQUID ASSETS
Das Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und LAIC.
LLOYD FONDS
Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS erfolgt eine Positionierung als Spezialanbieter benchmarkfreier Aktien-, Renten- und Mischfonds mit einem klaren Fokus auf aktiven Alpha-Strategien. Die durch erfahrene Fondsmanager mit nachgewiesenem Track-Rekord gesteuerten Fonds berücksichtigen im Investmentprozess einen integrierten Nachhaltigkeitsansatz.
Per 30. Juni 2021 umfasste das Fondsangebot im aktiven Asset Management im Geschäftsfeld LLOYD FONDS die drei Aktienfonds Lloyd Fonds – European Hidden Champions (Auflage: April 2019), Lloyd Fonds – Green Dividend World (Auflage: Dezember 2019) sowie Lloyd Fonds – European Emerging Champions (Auflage: Juni 2021), die zwei Mischfonds Lloyd Fonds – WHC Global Discovery (Auflage: Oktober 2010) und Lloyd Fonds – Global Multi Asset Sustainable (Auflage: Oktober 2013), den Rentenfonds Lloyd Fonds – Special Yield Opportunities (Auflage: April 2019), den geldmarktorientieren Rentenfonds Lloyd Fonds – ASSETS Defensive Opportunities (Auflage: Mai 2011) und den Spezial-AIF Lloyd Fonds – Active Value Selection, (Auflage: Februar 2011). Daneben war ein institutionelles Aktienmandat in aktiver Managementbetreuung.
Die Finanzportfolioverwaltung erbringt die SPSW Capital GmbH, ein nach § 15 WpIG zugelassenes Wertpapierdienstleistungsunternehmen. Für den Lloyd Fonds – ASSETS Defensive Opportunities (Übernahme der Finanzportfolioverwaltung durch SPSW Capital zum 1. Juli 2021) fungiert weiterhin die Lange Assets & Consulting GmbH als Fondsadvisor. Kapitalverwaltungsgesellschaft der Sondervermögen ist die Universal-Investment-Gesellschaft mbH. Der Vertrieb der Fonds wird in Deutschland auf Ebene der Lloyd Fonds AG unter der Lizenz zur Anlagevermittlung nach § 34 f Gewerbeordnung erbracht, in Österreich unter dem EU-Pass der LAIC Vermögensverwaltung GmbH, ein weiteres nach § 15 WpIG zugelassenes Wertpapierdienstleistungsunternehmen des Lloyd Fonds-Konzerns.
Zum 1. Juni 2021 wurde der Lloyd Fonds – European Emerging Champions aufgelegt, der in wachstumsstarke und innovative europäische Mittelständler mit noch sehr geringer Marktkapitalisierung (Micro- und Small-Caps) investiert.
Die Sondervermögen verwalteten per 30. Juni 2021 ein AuM-Volumen von knapp 1,4 Mrd. EUR (30. Juni 2020: knapp 800 Mio. EUR).
Im Rahmen der €uro-FundAwards 2021 wurde dem Aktienfonds Lloyd Fonds – European Hidden Champions und dem geldmarktorientierten Rentenfonds Lloyd Fonds – ASSETS Defensive Opportunities der Goldene Bulle verliehen. Mit den €uro-FundAwards zeichnet der Finanzen Verlag die besten Fonds des Jahres aus.
Prämiert werden jeweils die drei renditestärksten Fonds über ein, drei, fünf, zehn und 20 Jahre in 88 Kategorien. In die Auswertung wurden ausschließlich zum öffentlichen Vertrieb zugelassene Publikumsfonds einbezogen. Zudem kamen nur Fonds mit mindestens 20 Mio. EUR Anlagevolumen in die Wertung.
LLOYD VERMÖGEN
Die persönliche Vermögensverwaltung im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN wird durch die 2005 gegründete Hamburger Vermögensverwaltung Lange Assets & Consulting GmbH (LAC) erbracht. Der Vermögensverwalter hat ebenfalls die Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen gemäß § 15 WpIG. Die Gesellschaft ist Mitglied im VuV-Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e. V.
In der persönlichen Vermögensverwaltung erfolgt eine proaktive, ganzheitliche 360° Umsetzung der individuellen Ziele von vermögenden und institutionellen Kunden. Zudem werden maßgeschneiderte Lösungen für Family Offices und Stiftungen erarbeitet, was zur zusätzlichen Verwaltung von Mandaten und Stiftungsvermögen führt. Für die Umsetzung dieser Ziele steht der LAC das gesamte Netzwerk des Lloyd Fonds-Konzerns zur Verfügung.
Das gemanagte AuM-Volumen im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN beträgt per 30. Juni 2021 rund 430 Mio. EUR. (inkl. des Fonds ASSETS Special Opportunities UI) (30. Juni 2020: knapp 300 Mio. EUR).
LAIC
Im Geschäftsfeld LAIC werden mit dem WealthTech LAIC digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur Portfoliooptimierung mit dem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz basierenden System (LAIC ADVISOR®) für Privatanleger und institutionelle Kunden angeboten.
Der Teilkonzern der LAIC-Gesellschaften besteht aus der Muttergesellschaft LAIC Capital GmbH und deren Tochtergesellschaften LAIC Vermögensverwaltung GmbH und LAIC Intelligence GmbH. Für das digitale Portfoliomanagement wurde die LAIC Vermögensverwaltung GmbH gegründet. Die Gesellschaft hat ebenfalls die Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen gemäß § 15 WpIG. Die Gesellschaft ist zudem Mitglied im VuV-Verband unabhängiger Vermögensverwalter e. V. Deutschland.
Per 30. Juni 2021 umfasst das Produktangebot im Geschäftsfeld LAIC Individualdepots, fünf Mischfonds, zwei Rentenversicherungen sowie einen institutionellen Publikumsfonds. Bei dem Individualdepot LAIC – My Portfolio Selection können vermögende private und institutionelle Investoren für Mindestanlagebeträge ab aktuell 50.000 EUR mit digitaler Unterstützung nach ihren Präferenzen investieren. Die digital gesteuerten Mischfonds bieten Privatanlegerinnen und -anlegern eine breit gestreute Anlagelösung mit vordefinierten Nebenbedingungen in festgelegten Risikoklassen. Die Mischfonds LAIC – Defensive Digital Selection, LAIC – Balanced Digital Selection und LAIC – Dynamic Digital Selection investieren global in Anlagen innerhalb der Risikoklassen SRRI 4 und 5. Die Mischfonds LAIC – Sustainable Digital Selection EM und LAIC – Sustainable Digital Selection AC investieren mit Fokus auf Nachhaltigkeit, innerhalb der Risikoklasse SRRI 5, erstgenannter mit Schwerpunkt auf Emerging Markets. Kapitalverwaltungsgesellschaft der Sondervermögen ist die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main. Mit den beiden Versicherungspartnern Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG und Condor Lebensversicherungs-AG bestehen zudem zwei fondsgebundene, steuerlich geförderte Rentenversicherungen, die auf den digital gesteuerten Mischfonds basieren und ebenfalls private Anlegerinnen und Anleger adressieren. Abschließend besteht das Produktangebot im Geschäftsfeld LAIC aus dem institutionellen Publikumsfonds LAIC - Digital Institutional Europe. Der Fonds wurde gemeinsam mit einem institutionellen Kunden für die Anforderungen von Banken und Sparkassen im Depot A-Geschäft entwickelt und aufgelegt.
Das gemanagte AuM-Volumen im Geschäftsfeld LAIC beträgt per 30. Juni 2021 rund 140 Mio. EUR. (30. Juni 2020: rund 15 Mio. EUR).
Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG stimmte am 29. Juni 2021 der Umsetzung der Veräußerung von bis zu 9,75 % der Anteile an der LAIC Capital GmbH zu. Damit konnte die Platzierung der 1. Tranche von 8.191 LAIC-Token 21 mit einem Nennbetrag von insgesamt 4,2 Mio. EUR bei ausgewählten semi-professionellen Anlegerinnen und Anlegern umgesetzt werden. Der Emissionserlös aus der Ausgabe der LAIC-Token 21 soll für die Beschleunigung des dynamischen Wachstums des WealthTech LAIC verwendet werden.
Die Zeichnung der LAIC-Token 21 durch die Investoren erfolgte auf der Grundlage einer Bewertung des LAIC-Teilkonzerns der Lloyd Fonds AG in Höhe von rund 50 Mio. EUR. Auf dieser Bewertungsbasis beteiligten sich neben den beiden Vorständen auch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lloyd Fonds-Konzerns an der Wachstumsfinanzierung.
Die Investoren sind über ein Token-basiertes Treuhandverhältnis als Kommanditist an einem Spezial-AIF in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG mit einer Laufzeit von maximal 7 Jahren am wirtschaftlichen Erfolg der LAIC Capital GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (LAIC-Teilkonzern) beteiligt. Zu diesem Zweck wird der Spezial-AIF mit dem eingeworbenen Kapital eine unmittelbare Beteiligung an der LAIC Capital GmbH von der Lloyd Fonds AG erwerben. Die Treugeberstellung der Investoren wird durch Token auf der Blockchain repräsentiert.
Die LAIC-Token 21 setzen auf der Ethereum-Blockchain auf und dienen als Legitimierungsnachweis für die Treugeberstellung. Die Token-Inhaber haben einen digital gespeicherten Beteiligungswert auf der Blockchain und die Möglichkeit, ihre Token in eine konventionelle Kommanditbeteiligung zu wandeln. Den Token-Inhabern stehen dieselben Rechte zu, die ein mittelbarer Kommanditist innehat. Die Stimmrechte und weiteren Rechte des Spezial-AIF im Hinblick auf seine Beteiligung an der LAIC Capital GmbH werden von der KVG des Spezial-AIF ausgeübt.
Die Zeichnung der LAIC-Token 21 durch die Investoren erfolgte über ein digitales Zeichnungsportal auf einer Online-Plattform. Betreiber der Plattform ist die LAIC Vermögensverwaltung GmbH. Als Ersteller und technischer Betreiber der Plattform wurde die micobo GmbH, Frankfurt am Main, gewonnen. Die Bankhaus von der Heydt GmbH & Co. KG in München übernimmt als regulierte Kryptoverwahrstelle die Verwahrung der LAIC-Token 21.
1.4 Entwicklung LLOYD FONDS REAL ASSETS
Das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder Immobilien, Schifffahrt sowie Weitere Assets.
Immobilien
Die Lloyd Fonds AG hat bisher zwölf Immobilienfonds mit einem ursprünglichen Investitionsvolumen von rund 420 Mio. EUR umgesetzt. Die Fondsimmobilien befinden sich in Deutschland und in den Niederlanden. Neben Büroimmobilien fokussierte sich die Lloyd Fonds AG dabei insbesondere auf Hotelinvestments. Bisher wurden vier Hotelfonds für Investoren strukturiert und platziert. Bei der Strukturierung der Hotelfonds legte die Lloyd Fonds AG besonderen Wert auf solide Betreiber mit innovativen Nutzungskonzepten, zentralen Lagen und vor allem langfristige Miet- und Pachtverträge von mindestens 20 Jahren. Betreiber der Hotels waren bzw. sind die Motel One-Gruppe, die TUI AG und die Lindner AG.
Zum Stichtag 30. Juni 2021 managt das Immobilienteam drei aktive Fonds mit dem Investitionsfokus in Deutschland und den Niederlanden. Das Portfolio umfasst eine Mietfläche von rund 28.300 Quadratmetern mit aktuell zehn Mietern. Der Vermietungsstand zum 30. Juni 2021 beträgt, bezogen auf die Büro- und Hotelnutzfläche, rund 87 %. Im April 2021 konnte zudem eine Bürofläche über 1.070 Quadratmeter für sieben Jahre neu vermietet werden. Vermietungsbeginn ist, nach Fertigstellung der Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen, voraussichtlich der 1. August 2021. Der Vermietungsstand erhöht sich dann auf rund 93 % der Büro- und Hotelnutzfläche. Für eine weitere Bürofläche von rund 729 Quadratmetern finden aktuell Verhandlungen mit einem ernsthaften Mietinteressenten statt. Mietbeginn ist voraussichtlich Januar 2022.
Nach Nutzungsarten investiert das Portfolio zu 60 % in Büro- und zu 40 % in Hotelinvestments, bezogen auf die Gesamtmietfläche.
Schifffahrt
Die gemanagte Flotte der Lloyd Fonds AG umfasste zum 30. Juni 2021 insgesamt acht Schiffe, darunter zwei Containerschiffe sowie sechs Produkten- und Rohöltanker in insgesamt acht Schiffsfonds. Zudem befinden sich zwei Zweitmarktfonds für Schiffsbeteiligungen im Management. Zum 30. Juni bestand das Portfolio dieser Zweitmarktfonds aus 19 Containerschiffen und 19 Tankern.
Sonstige Assets: Flugzeuge, Britische Kapitallebensversicherungen, Private Equity etc.
Zum 30. Juni 2021 managt die Lloyd Fonds AG zwei Flugzeugfonds. Die Flotte besteht aktuell aus drei Flugzeugen: einem Langstreckenflugzeug Typ Airbus A380 sowie zwei Mittelstreckenflugzeugen Typ Airbus A319.
Der Airbus A380 ist noch bis mindestens August 2024 an Singapur Airlines verleast. Trotz Einschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie gilt Singapur Airlines weiterhin als eine der finanzstärksten Airlines weltweit.
Auch der Leasingnehmer der beiden Airbus A319, die Chair Airlines AG, Schweiz, ist von der Covid-19-Pandemie betroffen. Im Jahr 2020 wurde für beide Flugzeuge zusammen mit der finanzierenden Bank und dem Leasingnehmer ein Fortführungskonzept vereinbart. Nachdem eines der beiden Flugzeuge bei einem Check in Neapel einen Unfallschaden erlitten hatte, konnte das Fondsmanagement in intensiven Verhandlungen im ersten Quartal 2021 eine Einigung mit den involvierten Versicherungen über die Zahlung einer Versicherungsentschädigung erzielen und damit im Sinne der Anleger ein gutes Ergebnis erreichen. Der Leasingvertrag mit Chair Airlines wird nunmehr für dieses Flugzeug beendet. Anschließend sollen die noch werthaltigen Komponenten des Flugzeuges verkauft oder weiterverleast werden. Der zweite Airbus A319 ist noch bis März 2023 an Chair Airlines verchartert.
Zum 30. Juni 2021 werden zudem vier britische Kapitallebensversicherungsfonds betreut. Drei weitere Fonds befinden sich in Liquidation, einer ist bereits aufgelöst. Im Bereich Private Equity wird zudem noch ein von der amerikanischen Investmentgesellschaft Neuberger Berman gemanagter, ursprünglich breit diversifizierter Fonds, der sich mittlerweile in Liquidation befindet, betreut. Im Bereich der erneuerbaren Energien werden zudem die Anleger von zwei Windpark-Fonds durch die Lloyd Treuhand GmbH verwaltet. Daneben werden von der Lloyd Fonds AG zwei von ihr aufgelegte Portfoliofonds gemanagt.
2 Ertrags-, Vermögens und Finanzlage
2.1 Ertragslage
In den nachfolgenden Erläuterungen zur Ertragslage werden die wesentlichen Entwicklungen im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021 analysiert.
Im Halbjahresvergleich stellt sich die Ertragslage wie folgt dar:
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 18.156 | 6.150 |
| Materialaufwand | -1.329 | -254 |
| Personalaufwand | -5.896 | -5.068 |
| Abschreibungen | -1.942 | -1.794 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -3.945 | -3.535 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 228 | 209 |
| Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit (EBIT) |
5.272 | -4.292 |
| Finanzergebnis | 25 | -1.915 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 5.297 | -6.207 |
| Ertragsteuern | -256 | 2.437 |
| Konzernperiodenergebnis vor Minderheiten |
5.041 | -3.770 |
| den nicht beherrschende Anteilen | ||
| zurechenbares Konzernperiodenergebnis | -1.330 | -154 |
| den Lloyd Fonds-Aktionären zurechen bares Konzernperiodenergebnis |
3.711 | -3.924 |
Bei den Umsatzerlösen kam es zu folgenden Veränderungen:
| Umsatzerlöse | 18.156 | 6.150 |
|---|---|---|
| Sonstige Umsatzerlöse | 30 | 10 |
| Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen |
– | 358 |
| Erlöse aus Fonds- und Asset-Management | 18.126 | 5.782 |
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sind die Umsatzerlöse des 1. Halbjahres 2021 um insgesamt 12.006 TEUR auf 18.156 TEUR gestiegen. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist auf die positive Entwicklung aus dem Fonds- und Assetmanagements und den damit u. a. erzielten Performance-Fees aus dem Fondsmanagement im Segment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS zurückzuführen. In den Erlösen aus dem Fonds- und Assetmanagement in Höhe von 18.126 TEUR sind Provisionserlöse der SPSW Capital GmbH in Höhe von 15.553 TEUR enthalten sowie Vertriebsprovisionen der Lloyd Fonds AG in Höhe von 1.136 TEUR. Die Erlöse aus der Verwaltung der Treuhandverträge sind bedingt durch die auslaufenden Treuhandverträge und verkaufter Assets von 1.686 TEUR um 700 TEUR auf 986 TEUR gesunken. Erlöse aus Vermittlungsund Strukturierungsleistungen sind im Berichtszeitraum nicht erzielt worden.
Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1.075 TEUR auf 1.329 TEUR bedingt durch Vertriebsfolgeprovisionen angestiegen.
Der Anstieg des Personalaufwands ist bedingt durch Abgrenzung variabler Vergütungen, den Aufwand für das Aktienoptionsprogramm (AOP) für Mitarbeiter sowie für die Phantom Stock Pläne (PSP) der Vorstände.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Abschreibungen um 148 TEUR auf 1.942 TEUR gestiegen. In der Berichtsperiode sind die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen aufgrund von Zugängen zu den Sachanlagen um 54 TEUR auf 920 TEUR gestiegen. Die von 928 TEUR auf 1.023 TEUR gestiegenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind im Wesentlichen auf die Aktivierung der Fondsmanagementverträge der SPSW Capital GmbH zurückzuführen.
Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Ergebnisses von -3.535 TEUR auf -3.945 TEUR ist im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der IT-Aufwendungen in Höhe von 317 TEUR.
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen besteht im Wesentlichen aus vereinnahmten Beteiligungserträgen sowie aus der vorgenommenen At-Equity-Bewertung der GmbH-Anteile und der Lange Assets & Consulting GmbH.
Das Finanzergebnis beläuft sich auf 25 TEUR, nach -1.915 TEUR im Vorjahreszeitraum. Die Veränderung des Beteiligungsergebnisses in Höhe von 6.574 TEUR ist zum einen bedingt durch die Bewertung zweier Beteiligungen der Lloyd Fonds AG zum Fair Value, welche bis zum 31.12.2020 in den assoziierten Unternehmen ausgewiesen waren. Der dafür notwendige maßgebliche Einfluss der Lloyd Fonds AG ist erloschen. Die Umgliederung der beiden Beteiligungen in die Bilanzposition finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert hat keinerlei Auswirkungen auf die Vermögenslage. Das negative Zinsergebnis in Höhe von 6.711 TEUR (Vergleichsperiode: -1.774 TEUR) resultiert aus Zinsaufwendungen für die Kaufpreisverbindlichkeiten der SPSW Capital GmbH und der Lange Assets & Consulting GmbH (-1.102 TEUR), die Anpassung für die Kaufpreisverbindlichkeit der SPSW Capital GmbH (4.884 TEUR), den Zinsaufwendungen für die begebene Wandelschuldverschreibung (-191 TEUR), der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit IFRS 16 (-196 TEUR) sowie den Erträgen aus der Anpassung des Zinsaufwands im Zusammenhang mit dem den anderen Kommanditisten zuzurechnenden Nettovermögenswert aus der Beteiligung des Zielfonds "Premium Portfolio Austria" aufgrund angepasster Auszahlungsprognosen in Höhe von 2 TEUR (Vergleichsperiode: -24 TEUR).
Das übrige Finanzergebnis in Höhe von 6 TEUR beinhaltet die Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 und ist insbesondere durch die Bewertung von Wertpapierdepots geprägt.
Als Folge der dargestellten Entwicklung weist der Lloyd Fonds-Konzern im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 5.297 TEUR (Vergleichsperiode: -6.207 TEUR) aus.
Das Steuerergebnis des Berichtszeitraums resultiert wesentlich aus den Erträgen aus der Aktivierung und Auflösung von latenten Steuern (523 TEUR) und aus den laufenden Steueraufwendungen der Lloyd Fonds AG und der SPSW Capital GmbH (-779 TEUR). Aufgrund der zugrunde liegenden Konzernplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren werden zukünftige Konzerngewinne durch die Nutzung der Verlustvorträge steuerlich begünstigt.
Weitere Steueraufwendungen sind aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft zwischen der Lloyd Fonds AG (Organträger), der SPSW Capital GmbH, der Lloyd Treuhand GmbH, der Lloyd Shipping GmbH und der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH (jeweils Organgesellschaften) nicht angefallen.
Insgesamt beläuft sich das Konzernperiodenergebnis nach Zurechnung der nicht beherrschenden Anteile für das erste Halbjahr 2021 auf 3.711 TEUR (Vergleichsperiode: -3.942 TEUR).
Der Lloyd Fonds-Konzern berichtet über zwei operative Segmente sowie das Segment Group. Im Rahmen der Strategieumsetzung 2023/25 wurde die Markenpositionierung für den Konzern und die drei Geschäftssegmente LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie LLOYD FONDS GROUP weiterentwickelt. Das Segment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und LAIC. Das Segment LLOYD FONDS REAL ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder Immobilien, Schifffahrt sowie Sonstige Assets, welche in 2019 noch als einzelne Geschäftsfelder in der Segmentberichtserstattung dargestellt wurden. Das Segment LLOYD FONDS GROUP beinhaltet die allgemeinen sonstigen Aufwendungen des Lloyd Fonds-Konzerns.
Im Bereich "LLOYD FONDS GROUP" sind im Wesentlichen die Personalaufwendungen für Verwaltungs- und Stabsstellen wie Rechnungswesen, Rechtsabteilung, Kommunikation (IR/PR) inklusive Marketing und Vorstand sowie allgemeine sonstige betriebliche Aufwendungen wie Miet-, Büro- und EDV-Aufwendungen enthalten.
Im Folgenden werden weitere Informationen zum Konzernergebnis für die Segmente LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, LLOYD FONDS REAL ASSETS und LLOYD FONDS GROUP gegeben.
2.1.1 Segment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS
In den Umsatzerlösen in Höhe von 15.870 TEUR sind Erlöse aus dem Fonds- und Assetmanagement der SPSW Capital GmbH von 15.553 TEUR enthalten. Das sonstige betriebliche Ergebnis setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Aufwendungen für die Weiterentwicklung der IT-Umgebung (739 TEUR), Rechts- und Beratungsaufwendungen (765 TEUR) sowie Kosten aus Vertriebsunterstützung (478 TEUR).
2.1.2 Segment LLOYD FONDS REAL ASSETS
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von 2.578 TEUR um 1.473 TEUR auf 1.105 TEUR gesunken. Dies liegt insbesondere an den geringeren Erlösen aus den Treuhandtätigkeit aufgrund von auslaufenden Treuhandverträgen und verkaufter Assets.
Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von 779 TEUR auf 897 TEUR angestiegen sowie das sonstige betriebliche Ergebnis von 544 TEUR auf 597 TEUR.
2.2 Vermögenslage
Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich in der Kurzübersicht zum 30. Juni 2021 im Vergleich zum 31. Dezember 2020 wie folgt dar:
| Aktiva in TEUR |
30.6.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
65.827 | 67.726 |
| Finanzanlagen | 15.907 | 9.523 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 9.444 | 9.150 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 14.475 | 20.745 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel äquivalente |
6.773 | 6.533 |
| Bilanzsumme | 112.426 | 113.677 |
| Passiva in TEUR |
30.6.2021 | 31.12.2020 |
| Konzerneigenkapital | 47.185 | 42.728 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 12.384 | 12.613 |
| Finanzschulden | 18.276 | 18.951 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 34.581 | 39.385 |
| Bilanzsumme | 112.426 | 113.677 |
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2021 vermindert sich gegenüber dem Jahresende 2020 von 113.677 TEUR um 1.251 TEUR auf 112.426 TEUR. Die diesbezüglichen Effekte werden im Folgenden näher erläutert:
Auf der Aktivseite sind die Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte um insgesamt 1.899 TEUR auf 65.827 TEUR gesunken. In der Entwicklung des Sachanlagevermögens von 11.536 TEUR um 876 TEUR auf 10.660 TEUR wirken sich neben den Anlagenzugängen des Berichtszeitraums insbesondere die planmäßige Abschreibung der Nutzungsrechte an Vermögensgegenständen nach IFRS 16 aus. Die Nutzungsrechte belaufen sich zum 30. Juni 2021 auf 7.395 TEUR (31.12.2020: 8.131 TEUR). Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 920 TEUR.
Die immateriellen Vermögenswerte sind um 1.023 TEUR auf 55.167 TEUR (31.12.2020: 56.190 TEUR) gesunken. Enthalten sind der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 14.650 TEUR (31.12.2020: 14.650 TEUR) sowie die aktivierten immateriellen Vermögenswerte der SPSW Capital GmbH und die DAP 4.0 in Höhe von 40.517 TEUR (31.12.2020: 41.540 TEUR). Der Rückgang ergibt sich aus den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1.023 TEUR.
Die Finanzanlagen sind von 9.523 TEUR um 6.384 TEUR auf 15.907 TEUR gestiegen. Dies resultiert insbesondere aus dem Anstieg der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte von 1.855 TEUR um 6.344 TEUR auf 8.199 TEUR, welcher insbesondere aus der Bewertung zweier Beteiligungen der Lloyd Fonds AG zum Fair Value resultiert.
Zum aktuellen Stichtag bestehen keine langfristigen Forderungen.
Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 20.005 TEUR auf 13.779 TEUR ist im Wesentlichen stichtagsbedingt.
Die aktiven latenten Steuern betragen zum Stichtag 9.444 TEUR (31.12.2020: 9.150 TEUR) und betreffen die zukünftige Nutzung der vorhandenen Verlustvorträge.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich um insgesamt 240 TEUR auf 6.773 TEUR erhöht. Bezüglich der Veränderung der liquiden Mittel wird auf die Erläuterungen zur Finanzlage verwiesen.
Auf der Passivseite beläuft sich das Eigenkapital nach 42.728 TEUR zum 31. Dezember 2020 auf 47.185 TEUR zum 30. Juni 2021. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das positive Konzernergebnis des Berichtszeitraums von 3.711 TEUR zurückzuführen. In der Kapitalrücklage ist der Eigenkapitaleffekt aus der Bewertung des Aktienoptionsprogramms für ausgewählte Mitarbeiter in Höhe von 116 TEUR (31. 12.2020: 111 TEUR) sowie der Zugang von Wandlungen der Wandelschuldverschreibung 2020/24 in Höhe von 160 TEUR enthalten.
Die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der konsolidierten SPSW Capital GmbH, LAIC Intelligence GmbH und der LAIC TOKEN MITARBEITER GmbH & Co. KG betragen zum Stichtag 5.323 TEUR.
Die Finanzschulden haben sich von 18.951 TEUR um 675 TEUR auf 18.276 TEUR verringert. In den langfristigen Finanzschulden ist die Fremdkapitalkomponente der im Geschäftsjahr 2019 und 2020 begebenen Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 10.137 TEUR enthalten. Weiterhin sind die Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 entsprechend in den langfristigen und den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.
2.3 Finanzlage
Die Finanzlage des Konzerns stellt sich im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres wie folgt dar:
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
|---|---|---|
| Konzernperiodenergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Steuern/Konzern |
||
| periodenergebnis vor Minderheiten* | 5.041 | -4.508 |
| Zahlungsunwirksame Erträge und | ||
| Aufwendungen | 2.179 | 2.860 |
| Veränderung des Working Capitals | 5.824 | 1.314 |
| Erhaltene Ausschüttungen und Dividenden | – | 576 |
| Erhaltene sowie gezahlte Zinsen und | ||
| Ertragsteuern | – | -693 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 13.044 | -451 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 50 | 1.531 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -12.854 | -5.224 |
| Zahlungsunwirksame Veränderung der | ||
| Zahlungsmittel | – | 21 |
| Nettomittelab-/-zunahme | 240 | -4.123 |
| Zahlungsmittel am Beginn der Periode | 6.533 | 9.131 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 6.773 | 5.008 |
* Ab dem 01.01.2021 geht die Berechnung des Cashflows vom Konzernperiodenergebnis vor Minderheiten nach Steuern aus
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt zum Bilanzstichtag 13.044 TEUR. Dies liegt im Wesentlichen an der Zahlung der Forderungen in Höhe von 16.275 TEUR im Januar 2021 seitens der Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main. Die Veränderung des Working Capitals wirkt sich positiv in Höhe von 5.824 TEUR auf den Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit aus. Ausschlaggebend für das gestiegene Working Capital sind insbesondere die stichtagsbedingten Änderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten. Ferner sind im Cashflow die zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen in Höhe von 2.179 TEUR enthalten, die sich insbesondere aus den im Berichtsjahr vorgenommenen Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte (1.943 TEUR) sowie die Verluste aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten zusammensetzen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Investition in finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen in Höhe von -254 TEUR, Sachanlagen in Höhe von -167 TEUR und den Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens in Höhe von 63 TEUR sowie Zahlungsmittel aus Zugängen zum Konsolidierungskreis von 406 TEUR.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -12.854 TEUR ist insbesondere durch die Tilgung der Kaufpreisraten der SPSW Capital GmbH (-10.652 TEUR) und der Lange Assets & Consulting GmbH (455 TEUR ) geprägt.
Unter Berücksichtigung der dargestellten Veränderungen ist der Bestand an freien Zahlungsmitteln im Berichtszeitraum um 240 TEUR auf 6.773 TEUR gestiegen.
3 Mitarbeiterbericht
Den Beschäftigten des Lloyd Fonds-Konzerns kommt ein sehr hoher Stellenwert zu. Die Loyalität und die positive Einstellung der Beschäftigten sind wichtige Faktoren für den Geschäftserfolg und das Erreichen der Ziele des Unternehmens im Rahmen der Strategie 2023/25.
Am 30. Juni 2021 waren im Lloyd Fonds-Konzern einschließlich der Beschäftigten der nicht vollkonsolidierten Lange Assets & Consulting GmbH 73 Personen (30 Juni. 2020: 72) angestellt (Anzahl ohne Vorstand, Mitarbeiter in Mutterschutz oder Elternzeit, Auszubildende und Aushilfskräfte). Das Durchschnittsalter beträgt rund 42 Jahre. Rund 71 % der Beschäftigten sind Männer, rund 29 % sind Frauen.
Vorstand und Aufsichtsrat beobachteten auch im 1. Halbjahr 2021 kontinuierlich die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Dabei wurden die Vorgaben der Behörden und Empfehlungen der Wissenschaftler zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr ernst genommen. Der Maßnahmenplan beinhaltete neben umfangreichen Hygienemaßnahmen u. a. das Aufstellen von Luftreinigern in den drei Standorten des Lloyd Fonds-Konzerns sowie ein Angebot an alle Beschäftigten, sich dreimal pro Woche auf das Coronavirus zu testen. Zudem erfolgte ein Impfangebot an alle Beschäftigten sowie deren Familienangehörigen für eine Sars-CoV-2-Schutzimpfung.
4 Risikobericht
5 Nachtragsbericht
Der ausführliche Risikobericht findet sich im Geschäftsbericht 2020 ab Seite 50 ff. Die dort aufgeführten Risiken und deren Bewertung bilden mit der nachfolgend aufgeführten Anpassung die Risikosituation zum 30. Juni 2021 ab.
Unter den operativen und unternehmensstrategischen Risiken im Geschäftsbericht 2020 (5.3) wurde nachfolgend aufgeführte Anpassung vorgenommen:
Vor dem Hintergrund, dass die Lloyd Fonds AG nunmehr über ihr WealthTech LAIC Vermögensverwaltung GmbH in Österreich vertrieblich tätig werden kann, wurde in den Vertriebsrisiken (Ziffer 5.3.5) der Aspekt der nicht vorhandenen Möglichkeit der Marktbearbeitung außerhalb Deutschlands aufgrund nicht im Konzern bestehender Erlaubnisse, gestrichen. Die LAIC Vermögensverwaltung GmbH hatte Ende Februar 2021 die Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhalten, im Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs Finanzdienstleistungen in Österreich zu erbringen ("EU-Pass").
Die Einschätzung der Vertriebsrisiken (jetzt Ziffer 5.3.5) hat sich hierdurch jedoch nicht geändert und entspricht der zum 31. Dezember 2020 vorgenommenen Bewertung.
LAIC-Wachstumsfinanzierung 2. Tranche LAIC-Token 21
Im August 2021 erfolgte die Platzierung der 2. Tranche von 1.559 LAIC-Token 21 mit einem Nennbetrag von 0,8 Mio. EUR im Rahmen der LAIC-Wachstumsfinanzierung. Durch die Platzierung beider Tranchen des LAIC-Token 21 wurde damit ein Nennbetrag von insgesamt 5,0 Mio. EUR eingeworben. Mit der vollständigen Umsetzung der Transaktion hält die Lloyd Fonds AG nun einen Anteil von 90,25 % an der LAIC Capital GmbH.
6 Prognosebericht
6.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld
In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen. Wie stark sich die weltweite Verbreitung der Covid-19-Pandemie weiterhin auf die globale Konjunktur auswirken wird, ist derzeit nicht abschätzbar. Die nach wie vor bestehenden und zukünftig möglicherweise wieder verschärften Einschränkungen der Mobilität in vielen Ländern können auch weiterhin zu deutlichen Rückschlägen bei den Wirtschafts- und Unternehmensdaten führen.
6.1.1 Entwicklung der Weltwirtschaft
Die Weltwirtschaft folgte im ersten Halbjahr 2021 weiter ihrem Erholungspfad. Nach einer Drosselung im Februar setzte die globale Industrieproduktion im März wieder ihren seit Mai 2021 bestehenden positiven Trend fort. Der Welthandel erreichte nach einem kräftigen Plus von 2,2 % ebenfalls einen neuen Höchststand oberhalb des Vorkrisenniveaus. Die Stimmungsindikatoren hellten sich auf und deuten auf eine weitere Verbesserung der konjunkturellen Lage hin. Beispielsweise legte der Einkaufsmanagerindex von J. P. Morgan/IHS Markit im Mai 2021 zum dritten Mal in Folge zu und bewegte sich mit 58,4 Punkten (April: 56,7 Punkte) komfortabel oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Auch die Stimmung bei den Dienstleistern hellte sich vor dem Hintergrund der Fortschritte bei der weltweiten Impfkampagne gegen Covid-19 erneut deutlich auf. Die Erwartungen in der Industrie sind demgegenüber noch gedämpfter. Hintergrund dafür dürften die derzeitigen Engpässe bei wichtigen Vorleistungsgütern wie Bauholz, Stahl und Halbleiter sein. Nach den Berechnungen des IWF sollte die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 6,0 % zulegen, 2022 dann noch um 4,4 %.
Auch in Deutschland nahmen die Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung im zweiten Quartal 2021 zu, nachdem es im ersten Quartal 2021 im Zuge der dritten Welle der Covid-19-Pandemie noch zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 % kam. Es herrscht spürbar Aufbruchstimmung in der deutschen Wirtschaft. Angesichts des Impffortschritts sollte die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf verstärkt Fahrt aufnehmen. In der Industrie hat sich das Geschäftsklima in den letzten Monaten stetig verbessert und auch bei den Dienstleistungen war zuletzt wieder spürbar mehr Optimismus zu verzeichnen. Angesichts der sich insgesamt aufhellenden weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die weiteren Aussichten für die deutschen Exportunternehmen gut, vor allem angesichts der positiven Konjunkturentwicklung wichtiger Absatzmärkte wie Asien und die Vereinigten Staaten. Am Arbeitsmarkt ist, nachdem die Kurzarbeit ihren Höhepunkt überschritten haben soll, ebenfalls mit einer Fortsetzung des Erholungskurses zu rechnen. Die Frühindikatoren entwickelten sich weiter positiv. Für das laufende Jahr 2021 erscheint die Einschätzung der Bundesregierung im Rahmen der Frühjahrsprojektion vom 27. April 2021 mit einer Zunahme des BIP um 3,5 % weiterhin realistisch.
6.1.2 Kapitalmarktentwicklung
Im ersten Halbjahr 2021 setzten die Aktienmärkte die Ralley des zweiten Halbjahres 2020 fort. Die Börsenindizes in den USA und Europa erreichten erneut neue Höchststände. In Summe stieg der S&P 500 um 14 %, und auch der deutsche Leitindex DAX erzielte ein Plus von 13 %. Ein wichtiger Faktor für diese Entwicklung waren neben den Impffortschritten die weltweit weiterhin lockere Geldpolitik sowie die umfangreichen fiskalpolitischen Maßnahmen insbesondere in den USA, die auch die Märkte in Europa positiv stimulierten. Der "American Rescue Plan" der neuen Biden-Administration mit einem Gesamtvolumen von rund 1,9 Billionen US-Dollar trat Anfang März 2021 in Kraft. Getrieben wurden die Märkte zudem durch gute Unternehmensergebnisse, aber auch günstige Bewertungen in Sektoren, die noch im Jahr 2020 unter der zyklischen Konjunkturflaute (wie beispielsweise die Automobilbranche) oder dem negativen Zinsumfeld (wie der Finanzsektor) litten. Aktien des "Value"-Segments entwickelten sich vor diesem Hintergrund besser als "Growth"-Werte. Im zweiten Quartal führten stark steigende Rohstoffpreise insbesondere im Grundstoffsektor zu Kursanstiegen. Die positive Entwicklung an den Aktienmärkten sollte sich angesichts der Anzeichen für eine kraftvolle wirtschaftliche Erholung und unverändert niedriger Zinsen nach Einschätzung der Lloyd Fonds AG auch im zweiten Halbjahr 2021 fortsetzen.
Im Rentenmarkt war das Interesse der Marktteilnehmer nach Einschätzung der Lloyd Fonds AG an Unternehmensanleihen angesichts eines komfortablen Finanzierungsumfeldes, kräftiger Unterstützung durch die Notenbanken und dank der Konjunkturerholung ungebrochen hoch. Daher blieben Spreads und absolute Renditen sehr niedrig, und auch die zwischenzeitlichen Sorgen um den Markt für Anleihen der öffentlichen Hand aufgrund der sehr hohen Kreditaufnahme der EU wirkten sich nicht negativ auf die Renditen der Corporates aus. Aufgrund der positiven Konjunkturaussichten nehmen allerdings auch die Inflationserwartungen der Marktteilnehmer weiter zu. Trotz des Konjunkturaufschwungs ist neben der Federal Reserve Bank auch die Europäische Zentralbank (EZB) aber bisher bei ihrer sehr expansiven, an der Covid-19-Pandemie ausgerichteten Geldpolitik geblieben. Die EZB will einer zu schnellen Straffung der Finanzierungsbedingungen entgegenwirken. Allerdings erscheint es unwahrscheinlich, dass sie Aufkäufe unter dem Pandemie-Notfallprogramm PEPP noch einmal aufstocken und über das geplante Auslaufen im März 2022 hinaus verlängern wird. Nach Einschätzung der Lloyd Fonds AG sollten insbesondere Unternehmensanleihen höherer Risikokategorien attraktiv bleiben.
Die Entwicklung an den Kapitalmärkten ist nach wie vor auch von dem weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie abhängig. So besteht das Risiko, dass durch die rasche Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus weltweit neue wirtschaftliche Beschränkungen notwendig werden könnten, die zu einem erneuten Einbruch der Konjunktur mit entsprechenden Auswirkungen auf die Kapitalmärkte führen würden. Die Wahrscheinlichkeit einer starken vierten Infektionswelle sinkt zwar aufgrund des Impffortschritts, dennoch bleibt dies neben den Sorgen über einen Anstieg der Inflation ein bedeutsamer Unsicherheitsfaktor für die Märkte.
6.1.3 Marktentwicklung Immobilien
Im ersten Halbjahr 2021 erzielte der deutsche Immobilieninvestmentmarkt nach der Analyse des Immobiliendienstleisters CBRE ein Transaktionsvolumen von 33,2 Mrd. EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 22 % gegenüber dem Vorjahresergebnis, wobei der Rückgang vor allem auf das niedrige Transaktionsvolumen im ersten Quartal 2021 zurückzuführen ist. Mit einem Transaktionsvolumen von 10,8 Mrd. EUR verzeichneten Büroimmobilien dabei wieder die höchste Investorennachfrage, knapp gefolgt von der Assetklasse Wohnen mit 9,7 Mrd. EUR. Laut CBRE soll sich auch der deutsche Immobilieninvestmentmarkt angesichts des raschen Fortschritts der Impfkampagne erholen und aufgrund seiner robusten Fundamentaldaten und seiner hohen Qualität auf ein neues Rekordjahr zusteuern.
6.1.4 Marktentwicklung Schifffahrt
Im Containerverkehr hat sich die Situation im ersten Halbjahr 2021 im Vorjahresvergleich fundamental verändert. Nahezu alle verfügbaren Containerschiffe sind derzeit verchartert. Aufgrund der hohen Nachfrage bei knappen Kapazitäten sind die Frachtraten für Container auf neue Rekordhöhen gestiegen. Im 2. Halbjahr 2021 wird eine Fortsetzung des Booms erwartet, eine Trendumkehr dürfte erst im kommenden Jahr eintreten. Auch die Schiffbauwerften profitieren vom Boom in der Containerschifffahrt, zumindest die Werften in China und Südkorea, die 97 % der Neubauaufträge im Zeitraum Januar bis Mai 2021 für sich verbuchen konnten. Im genannten Zeitraum wurden insgesamt 239 Containerschiffe mit 2,2 Mio. TEU bestellt, was mehr als das Bestellvolumen der Jahre 2019 und 2020 zusammen ist (1,8 Mio. TEU). Der Tankermarkt könnte vor einer Trendwende stehen, da in den kommenden Monaten eine steigende Nachfrage erwartet wird. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass fast 2 Mio. Barrel/US-Dollar an zusätzlicher Produktion benötigt werden könnten, um das erwartete Nachfragewachstum zu decken, selbst mit den kürzlich angekündigten Produktionssteigerungen der OPEC+. Die meisten dieser Zuwächse werden wahrscheinlich aus den OPEC+-Ländern kommen und die Nachfrage nach Rohöltankern stark ankurbeln.
6.1.5 Marktentwicklung Sonstige Assets: Flugzeuge, Britische Kapitallebensversicherungen
Laut der International Air Transport Association (IATA) erholte sich der Passagierverkehr im Mai 2021 weiter, lag allerdings immer noch um 62,7 % unter dem Niveau vor der Covid-19-Pandemie, da strenge Reisebeschränkungen die Wiederbelebung des internationalen Reiseverkehrs verzögerten. Die Konjunkturentwicklung im ersten Halbjahr 2021 und die damit verbundene erhöhte Reisetätigkeit führten im Juni zu einer weiteren Erholung der Buchungen. Dies stimmt optimistisch für die Reisesaison im Sommer. Allerdings gefährdet das Auftauchen neuer Virusmutationen von Covid-19 den erwarteten Aufschwung des Luftverkehrs im zweiten Halbjahr 2021. Der Flugverkehr wird voraussichtlich erst im Zeitraum bis 2025 auf das Niveau des Jahres 2019 zurückkehren. Der britische Versicherungsmarkt muss sich nach dem Brexit auf die neuen Gegebenheiten einstellen. Der Brexit erschwert den Zugang zum europäischen Markt, hemmt potenzielle M&A-Transaktionen und schafft aufsichtsrechtliche Fragestellungen. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld wird auch weiterhin großen Einfluss auf die Renditeerwartungen der britischen Versicherer haben.
6.2 Unternehmensentwicklung
Die Lloyd Fonds AG hat im Rahmen der Strategieumsetzung 2023/25 im 1. Halbjahr 2021 die Markenpositionierung für den Konzern und die damit verbundenen drei Geschäftssegmente LLOYD FONDS LIQUID ASSETS (Geschäftsfelder LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN sowie LAIC), LLOYD FONDS REAL ASSETS (Geschäftsfelder Immobilien, Schifffahrt und Sonstige Assets) sowie LLOYD FONDS GROUP weiterentwickelt.
Mit der Strategie 2023/25 positioniert sich die Lloyd Fonds AG als innovatives, börsengelistetes Finanzhaus, mit dem Ziel, mit aktiven, nachhaltigen und digitalen Investmentlösungen Rendite für ihre Partner und Kunden zu erzielen.
Die Erfüllung der Kundenbedürfnisse soll die Strategie bestimmen. Damit sollen sich die Anlagebedürfnisse sämtlicher Zielgruppen, von Privatanlegern bis hin zu institutionellen Investoren, gezielt abbilden lassen. Transparentes aktives Asset Management, zukunftsweisende digitale Lösungen und individuelle und institutionelle Vermögensverwaltung sollen den Mehrwert für die Kunden der Lloyd Fonds AG bilden. Mit dieser an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten Strategie will die Lloyd Fonds AG weiter primär organisch, aber auch anorganisch über weitere Akquisitionen wachsen.
Die Strategie 2023/25 berücksichtigt die drei Megatrends Digitalisierung, Nutzerzentrierung und Nachhaltigkeit und hat mit ihrer cloudbasierten Digital Asset Plattform 4.0 (DAP 4.0) den technischen Enabler hierfür geschaffen.
Ziel der Strategie 2023/25 ist es, die Lloyd Fonds AG deutschlandweit als innovativen Qualitätsführer im Fonds- und Vermögensmanagement zu positionieren.
Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS erfolgt eine Positionierung als Spezialanbieter benchmarkfreier Aktien-, Renten- und Mischfonds mit einem klaren Fokus auf aktiven Alpha-Strategien. Erfahrene Asset Manager mit nachweisbarem Track-Record steuern diese aktiv mit klar definierten Anlagezielen und transparenten Renditeund Risikoprofilen. Die Publikumsfonds erfüllen seit längerem umfänglich die Kriterien des UN Global Compact und haben relevante und materielle Nachhaltigkeitsparameter ("ESG-Kriterien") passend zum jeweiligen Fondskonzept in die Investmentprozesse integriert. Zusätzlich wurden die konkreten Nachhaltigkeitsmerkmale der Fonds im Rahmen der Umsetzung der EU-Offenlegungsverordnung weiter geschärft. Im zweiten Halbjahr 2021 werden die Prozesse und die Transparenz zur Nachhaltigkeit auf Fondsebene weiter ausgebaut werden, nicht nur mit Blick auf die zusätzlichen regulatorischen Anforderungen ab 2022, sondern auch der Überzeugung der Lloyd Fonds AG folgend, dass Nachhaltigkeit für Investoren zu einem zentralen Entscheidungsfaktor für Risiko und Rendite geworden ist.
Im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN erfolgt eine proaktive, ganzheitliche 360°-Umsetzung der individuellen Ziele von vermögenden Kunden durch die Hamburger Vermögensverwaltung Lange Assets & Consulting GmbH. Die Lloyd Fonds AG plant im zweiten Halbjahr 2021 weiteres anorganisches Wachstum, um die Betreuung ihrer Kunden auszuweiten.
Im Fokus der geplanten Akquisitionsstrategie stehen dabei Vermögensverwalter mit einem AuM-Volumen von mindestens 1 Mrd. EUR.
Im Geschäftsfeld LAIC werden mit dem WealthTech LAIC digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur digitalen Portfoliooptimierung mit dem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz basierenden System (LAIC ADVISOR®) für Privatanleger und institutionelle Kunden angeboten. Im zweiten Halbjahr 2021 soll u. a. mit dem Emissionserlös aus der Platzierung des LAIC-Token 21 neben notwendigen neuen Personalinvestitionen die Plattform weiter ausgebaut werden. Zudem sollen die Vertriebs- und Marketingaktivitäten weiter ausgebaut werden. Dies gilt sowohl im Direkt-, Online-, und externen Partner-Vertrieb als auch im White Label Exklusiv-Partner-Vertrieb. Zielbild bei dem WealthTech LAIC ist die Entwicklung einer hybriden Geldanlage-Plattform, die neben digital abschließbaren Produktlösungen auch ein eigenes Vertriebspartnerportal bietet.
Das organische Wachstum bei Kunden und Assets wurde auch im 1. Hj. 2021 erfolgreich fortgesetzt. Die AuM des Lloyd Fonds-Konzerns stiegen zum 30. Juni 2021 im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS in den Geschäftsfeldern LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und dem WealthTech LAIC auf knapp 2,0 Mrd. EUR. Dies entspricht einem Anstieg der AuM von über 80 % gegenüber dem 1. Hj. 2020 in Höhe von 1,1 Mrd. EUR.
Im 1. Halbjahr 2021 erwirtschaftete der Lloyd Fonds-Konzern ein Konzernperiodenergebnis nach Steuern und nach Zurechnung der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 3,7 Mio. EUR (1. Hj. 2020: -3,9 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse des Lloyd Fonds-Konzerns stiegen auf 18,2 Mio. EUR brutto (1. Hj. 2020: 6,2 Mio. EUR). Das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation (EBITDA) stieg im 1. Halbjahr 2021 auf 7,2 Mio. EUR (1. Hj. 2020: -2,4 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 43,0 % (1. Hj. 2020: -40,1 %) bezogen auf den Nettoumsatz des Lloyd Fonds-Konzerns in Höhe von 16,8 Mio. EUR (1. Hj. 2020: 5,9 Mio. EUR). Der operative Cashflow stieg von -0,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 13,0 Mio. EUR an.
Aufgrund des geplanten weiteren organischen Wachstums in allen drei Geschäftsfeldern des Geschäftssegments LLOYD FONDS LIQUID ASSETS der Lloyd Fonds AG sollen die AuM zum 31. Dezember 2021 auf knapp 2,4 Mrd. EUR ansteigen. Dies entspricht einem prozentualen Anstieg von rund 45 Prozent.
Zudem soll der operative Cashflow für den Konzern in einer Bandbreite von 14,0 Mio. EUR bis 16,0 Mio. EUR ansteigen. Bezogen auf die aktuell ausstehenden Aktien der Gesellschaft von rund 13,3 Mio. Stücken entspricht dies einem operativen Cashflow von rund 1,05 EUR bis 1,20 EUR je Aktie.
Das weitere überproportionale Wachstum der AuM im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS mit den drei Geschäftsfeldern LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und LAIC soll der wesentliche Treiber der zukünftigen Ergebnisse der Lloyd Fonds AG sein. Zudem liefert das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS mit den Geschäftsfeldern Immobilien, Schifffahrt und Sonstige Assets planmäßig abschmelzende, aber noch immer kalkulierbare Erträge.
Für die Zukunft hat sich die Lloyd Fonds AG zwei mittelfristige Ziele gesetzt. Bis Ende 2024 soll durch weiteres organisches als auch anorganisches Wachstum das AuM-Volumen auf über 7 Mrd. EUR steigen. Dabei strebt die Lloyd Fonds AG eine EBITDA-Marge von über 45 % bezogen auf den Nettoumsatz an. Diese strategische Planung ist aus Sicht des Vorstands das langfristige Erfolgsversprechen der Lloyd Fonds AG gegenüber ihren Investoren, die Synergien aller Geschäftsfelder nachhaltig zu heben.
Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Finanzmärkte lassen sich auch im 2. Halbjahr 2021 nicht prognostizieren. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäftes können daher weiterhin nicht ausgeschlossen werden und können zu Plananpassungen führen.
6.3 Chancen
6.3.1 Gesamtaussage
Die Lloyd Fonds AG positioniert sich mit der Strategie 2023/25 als innovatives, börsengelistetes Finanzhaus, das mit aktiven, nachhaltigen und digitalen Investmentlösungen Rendite für seine Partner und Kunden erzielen möchte. Durch Nutzung und den Ausbau ihrer Stärken und Kompetenzen ist die Lloyd Fonds AG bestrebt, das damit verbundene Chancenpotenzial bestmöglich auszuschöpfen. Wesentliche Chancen ergeben sich aus folgenden Entwicklungen:
6.3.2 Positionierung in wachsenden Märkten
Das anhaltend niedrige Zinsniveau kann die Attraktivität von Investitionen in liquide, offene Publikumsfonds weiter steigern. Besonders interessant ist dabei das verstärkte Aufkommen digitaler Angebote, welche eine besonders hohe Wachstumsdynamik aufweisen. Auch soll die Nachfrage nach nachhaltigen Finanzprodukten stark wachsen. Der Asset Management-Markt sollte zusätzlich von einer anhaltend hohen Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland profitieren. Ebenso dürfte eine hohe Nachfrage von privaten, aber auch institutionellen Investoren nach qualitätsorientierten Anlageprodukten bestehen, wodurch ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren zu erwarten ist. Die Lloyd Fonds AG erwartet demzufolge ein erhebliches Marktpotenzial für rendite- und ausschüttungsorientierte Publikumsfonds und Anlagelösungen mit Nachhaltigkeitsmerkmalen, aber auch für innovative digitale Angebote im Vermögensmanagement.
6.3.3 Management mit Kapitalmarkterfahrung
Der Vorstand der Lloyd Fonds AG und das weitere Management verfügen über umfangreiche Erfahrungen und Expertise am Kapitalmarkt und auf dem Gebiet der Vermögensverwaltung. Dies bietet weiterhin die Chance, das bestehende Netzwerk auszubauen und dadurch auch neue Zielgruppen erschließen zu können.
6.3.4 Innovationskraft
Im Geschäftsfeld LAIC bietet die Lloyd Fonds AG digitale und risikooptimierte Portfoliomanagement-Lösungen mit dem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz basierenden System (LAIC ADVISOR®) für Privatanleger und institutionelle Kunden an. LAIC verfügt dabei nach Überzeugung der Lloyd Fonds AG über eine der innovativsten Anlagephilosophien im Markt mit einem konsequent algorithmischen Ansatz. In einem wachsenden Markt digitaler Asset Management-Lösungen bieten sich dadurch erhebliche Markteintritts- und Wachstumschancen.
6.3.5 DAP 4.0
Für die Steuerung der Geschäftsfelder hat die Lloyd Fonds AG die DAP 4.0 aufgebaut. Mit den Daten und Systemen wird u. a. der Algorithmus bei LAIC unterstützt. Zudem unterstützt sie u. a. die Arbeit der Fondsmanager bei den Publikumsfonds, indem sie Daten und Analysen automatisiert erstellt und so aktiv zur Entscheidungsfindung beiträgt. Die Cloud-Architektur der Plattform ermöglicht zudem, dass das System mit den wachsenden Anforderungen skalierbar ist. Die Plattform erhöht die Agilität der Organisation und der IT, wodurch sich die Chance bietet, Infrastrukturen individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten anzupassen und neue Softwarelösungen schneller zu implementieren. Dies kann ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in einem durch ein dynamisches Wettbewerbsumfeld gekennzeichneten Markt sein.
6.3.6 Transparenz
Transparenz ist ein wichtiges Kriterium bei einer Investitionsentscheidung sowohl für private als auch institutionelle Anleger. Die Lloyd Fonds AG will sich über ein transparentes aktives Asset Management im Wettbewerb differenzieren. Ziel ist es, alle Zielgruppen bestmöglich über die Produkte und deren Performance zu informieren. Dies bietet die Chance, einen Mehrwert für die Kunden zu generieren, und schafft Vertrauen in die Marke. Als Unternehmen im Scale-Segment an der Frankfurter Wertpapierbörse erfüllt die Lloyd Fonds AG zudem die Transparenzerwartungen an einen Anbieter von Kapitalanlagen und hat sich, obwohl sie derzeit aufgrund der Notierung im Freiverkehr rechtlich dazu nicht verpflichtet ist, entschlossen, bestimmte Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex umzusetzen.
6.3.7 Aktive Marktkonsolidierung
Die Lloyd Fonds AG will sowohl organisch als auch anorganisch weiter wachsen. Als integrierter Vermögensmanager und Partner für Privatkunden und institutionelles Kapital bietet die Lloyd Fonds AG insbesondere Vermögensverwaltern ein umfassendes Leistungsangebot. Dadurch bietet sich die Chance, in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld schneller Marktanteile zu generieren und auch Kosten und Synergien zu optimieren.

Konzernzwischenabschluss
37

Konzernzwischenabschluss

1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
| in TEUR | Ziffer | H1-2021 | H1-2020 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.6.1 | 18.156 | 6.150 |
| Materialaufwand | 6.6.2 | -1.329 | -254 |
| Personalaufwand | 6.6.3 | -5.896 | -5.068 |
| Abschreibungen | 6.6.4 | -1.942 | -1.794 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 6.6.5 | -3.945 | -3.535 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 6.6.6 | 228 | 209 |
| Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit | 5.272 | -4.292 | |
| Finanzerträge | 6.6.7 | 6.884 | 233 |
| Finanzaufwand | 6.6.7 | -6.859 | -2.148 |
| Ergebnis vor Steuern | 5.297 | -6.207 | |
| Ertragsteuern | 6.6.8 | -256 | 2.437 |
| Konzernperiodenergebnis vor Minderheiten | 5.041 | -3.770 | |
| den nicht beherrschende Anteilen zurechenbares Konzernperiodenergebnis | -1.330 | -154 | |
| den Lloyd Fonds-Aktionären zurechenbares Konzernperiodenergebnis | 3.711 | -3.924 | |
| Ergebnis je Aktie für die Berichtsperiode (EUR je Aktie) verwässert / unverwässert |
6.6.9 | 0,28 | -0,30 |
2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
|---|---|---|
| Konzernperiodenergebnis vor Minderheiten | 5.041 | -3.770 |
| den nicht beherrschende Anteilen zurechenbares Konzernperiodenergebnis | -1.330 | -154 |
| den Lloyd-Fonds Aktionären zurechenbares Konzernperiodenergebnis | 3.711 | -3.924 |
3 Konzern-Bilanz
- Juni 2021 im Vergleich zum 31. Dezember 2020
| in TEUR | Ziffer | 30.6.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 6.7.1 | 10.660 | 11.536 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.7.2 | 55.167 | 56.190 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 6.7.3 | 6.340 | 6.295 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 6.7.4 | 1.367 | 1.373 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 6.7.5 | 9.444 | 9.150 |
| 82.978 | 84.544 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 6.7.6 | 13.760 | 20.005 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | 19 | 35 | |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 6.7.4 | 8.200 | 1.855 |
| Laufende Ertragsteuererstattungsansprüche | 6.7.7 | 696 | 705 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.7.8 | 6.773 | 6.533 |
| 29.448 | 29.133 | ||
| Summe Vermögenswerte | 112.426 | 113.677 | |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 6.7.9.1 | 13.306 | 13.266 |
| Kapitalrücklage | 6.7.9.2 | 17.823 | 17.582 |
| Gewinnrücklagen | 10.733 | 7.022 | |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehendes Kapital und Rücklagen | 41.862 | 37.870 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 6.7.9.3 | 5.323 | 4.858 |
| Summe Eigenkapital | 47.185 | 42.728 | |
| Schulden | |||
| Langfristige Schulden | |||
| Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert | 6.7.10 | 151 | 151 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 6.7.11 | 9.437 | 11.510 |
| Finanzschulden | 6.7.12 | 17.073 | 17.666 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 6.7.14 | 2.774 | 3.308 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.7.13 | 260 | 243 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 6.7.5 | 12.384 | 12.613 |
| 42.079 | 45.491 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 6.7.11 | 17.074 | 18.700 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 6.7.14 | 3.513 | 4.402 |
| Finanzschulden | 6.7.12 | 1.203 | 1.285 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.7.13 | 5 | 5 |
| Laufende Ertragsteuerschulden | 6.7.7 | 1.367 | 1.066 |
| 23.162 | 25.458 | ||
| Summe Schulden | 65.241 | 70.949 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 112.426 | 113.677 |
4 Konzern-Kapitalflussrechnung
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
| in TEUR | Ziffer | H1-2021 | H1-2020 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | |||
| Konzernperiodenergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Ertragsteuern / Konzernperiodenergebnis vor Minderheiten* |
6.8.1 | 5.041 | -4.508 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 1.943 | 1.794 | |
| 6.6.4 Gewinne aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten 6.6.7 – |
|||
| Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle | 6.8.2 | 236 | 48 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Forderungen | 7.963 | 2.116 | |
| Veränderung der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | -8.367 | 6 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten | 5.509 | -1.060 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 703 | 371 | |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | 16 | -5 | |
| Erhaltene Zinsen | – | 1 | |
| Gezahlte Zinsen | – | -115 | |
| Erhaltene Dividenden und Ausschüttungen | – | 576 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | – | -693 | |
| Nettomittelab-/-zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 13.044 | -451 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| Auszahlungen für Investitionen in: | |||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -167 | -373 | |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen |
2 | -776 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von: | |||
| Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 27 | 231 | |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen |
-218 | 2.449 | |
| Einzahlungen aus Zugängen zu dem Konsolidierungskreis | 406 | – | |
| Nettomittelzu-/-abfluss aus der Investitionstätigkeit | 50 | 1.531 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| Veränderung des anderen Kommanditisten zuzurechnenden Nettovermögenswerts | – | -312 | |
| Auszahlungen für den Anteilserwerb SPSW Capital GmbH |
– | -53 | |
| Kaufpreisverbindlichkeit der SPSW Capital GmbH und Lange Assets & Consulting GmbH |
-12.321 | -4.741 | |
| Tilgung von Finanzschulden | -533 | -118 | |
| Nettomittelab-/-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit | -12.854 | -5.224 | |
| Zahlungsunwirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | – | 21 | |
| Nettoabnahme an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 240 | -4.123 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar | 6.533 | 9.131 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30. Juni | 6.8.3 | 6.773 | 5.008 |
* Ab dem 01.01.2021 geht die Berechnung des Cashflows vom Konzernperiodenergebnis vor Minderheiten aus
5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
| Nicht | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes | Kapital | Gewinn | beherrschende | Summe | |
| in TEUR | Kapital | rücklage | rücklagen | Anteile | Eigenkapital |
| Stand 1. Januar 2020 | 13.266 | 17.154 | 7.725 | 3.074 | 41.219 |
| Gesamtes im Konzerneigenkapital erfasstes Ergebnis | – | – | -3.770 | – | -3.770 |
| Aktienoptionsprogramm | – | 45 | – | – | 45 |
| Übergang nicht beherrschende Anteile | – | – | – | 67 | 67 |
| den nicht beherrschende Anteilen zurechenbares | |||||
| Konzernergebnis | – | – | -154 | 154 | – |
| Kapitalerhöhung | – | -53 | – | – | -53 |
| Stand 30. Juni 2020 | 13.266 | 17.146 | 3.801 | 37.508 | |
| Stand 1. Januar 2021 | 13.266 | 17.582 | 7.022 | 4.858 | 42.728 |
| Gesamtes im Konzerneigenkapital erfasstes Ergebnis | – | – | 3.711 | – | 3.711 |
| Aktienoptionsprogramm | – | 116 | – | – | 116 |
| den nicht beherrschende Anteilen zurechenbares | |||||
| Konzernergebnis | – | – | – | 465 | 465 |
| Wandelschuldverschreibung | 40 | 160 | – | – | 200 |
| Optionen LAIC Intelligence GmbH | – | -35 | – | – | -35 |
| Stand 30. Juni 2021 | 13.306 | 17.823 | 10.733 | 5.323 | 47.185 |
6 Konzernanhang
für den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021
6.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2021 wird freiwillig nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Die Angaben erfolgen in Tausend Euro (TEUR). Hierdurch können sich Rundungsdifferenzen zwischen den einzelnen Abschlussbestandteilen ergeben. Der Zwischenabschluss der Lloyd Fonds AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie von der Europäischen Union (EU) bis zum 30. Juni 2021 angenommen wurden. In Übereinstimmung mit den Regelungen der IFRS (IAS 34 "Zwischenberichterstattung") wird dieser Zwischenabschluss in einer im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 verkürzten Form erstellt.
Ob und wann eine Übernahme von der EU-Kommission per Endorsement-Verfahren erfolgen wird, ist für folgende Standards derzeit noch in Klärung:
- IFRS 17 Versicherungsverträge (erstmalig ab 1. Januar 2023)
- IFRS 4 Versicherungsverträge (erstmalig ab 1. Januar 2023)
• Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig (erstmalig ab 1. Januar 2022)
Die übrigen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 angegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewendet. Daher ist der Zwischenabschluss unter Berücksichtigung der Angaben des Konzernabschlusses 2020 zu verstehen.
Neue Standards und Interpretationen, die im Berichtszeitraum erstmalig anzuwenden sind:
- Änderungen an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Definition eines Geschäftsbetriebs (erstmalig ab 1. Januar 2020)
- Änderungen an IAS 1 und IAS 8: Definition von Wesentlichkeit (erstmalig ab 1. Januar 2020)
- Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS (erstmalig ab 1. Januar 2020)
- Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Reform der Referenzzinssätze (erstmalig ab 1. Januar 2020)
- Änderungen an IFRS 16: Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID-19 (erstmalig ab 1. Juni 2020)
Aus der erstmaligen Anwendung der oben beschriebenen Änderungen haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern ergeben.
6.2 Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis zum Bilanzstichtag umfasst neben der Muttergesellschaft 18 vollkonsolidierte Tochterunternehmen (31.12.2020: 14).
| Anteil | ||
|---|---|---|
| Gesellschaft | Konzern | Kurzbeschreibung der Tätigkeit |
| SPSW Capital GmbH, Hamburg |
90,0 % | Anlageberatung, Anlage- und Abschlussvermittlung und Finanzport folioverwaltung § 1 Abs. 1a KWG; die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Gegenstand des Unternehmens ist außerdem die strategische und sonstige Beratung von Unternehmen sowie die Übernahme der Geschäftsführungsfunktion anderer Gesellschaften. |
| LAIC AIF GmbH , Hamburg | 100,0 % | Der Erwerb und die Verwaltung des eigenen Vermögens, insbesondere von Beteiligungen an Kommanditgesellschaften sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung und Vertretung bei diesen. |
| Anteil | ||
|---|---|---|
| Gesellschaft | Konzern | Kurzbeschreibung der Tätigkeit |
| LAIC AIF KVG GmbH, Hamburg | 100,0 % | 1. Die kollektive Vermögensverwaltung von Spezial-AIF als registrierte AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft im Rahmen von § 44 KAGB i. V. m. § 2 Abs. 4 KAGB ausschließlich zur erlaubnisfreien Verwaltung von geschlossenen Spezial-AIF ("Spezial-AIF"). Dies beinhaltet auch das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens im Wesentlichen auf Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf (z. B. Übernahme der Stellung eines persönlich haftenden Gesellschafters eines verwalteten Spezial-AlF) und bei denen die Haftung der Gesell schaft aufgrund der Rechtsform des Beteiligungsunternehmens beschränkt ist, und die Übernahme von Leitungs- und Verwaltungs aufgaben sowie die Erbringung von Organisationsleistungen. 2. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte und Hilfsgeschäfte betreiben, die ihr notwendig oder sinnvoll erscheinen, um den Gesellschaftszweck zu erreichen. Die Gesellschaft betreibt keine erlaubnispflichtigen Geschäfte nach dem Kreditwesengesetz (KWG) und/oder nach der Gewerbe ordnung (GewO). Dienstleistungen und Nebendienstleistungen nach § 20 Abs. 3 KAGB werden nicht erbracht. |
| LAIC AIF Token GmbH & Co. KG, Hamburg | 0,9 % | Gegenstand des Unternehmens ist die Nutzung und Verwaltung des eigenen Vermögens auf eigene Rechnung. Die Gesellschaft darf keine Geschäfte vornehmen, die einer staatlichen oder öffentlich-rechtlichen Registrierung/Genehmigung bedürfen. |
| LAIC TOKEN MITARBEITER GmbH & Co. KG, Hamburg |
0,9 % | Gegenstand des Unternehmens ist die Nutzung und Verwaltung des eigenen Vermögens auf eigene Rechnung. Die Gesellschaft darf keine Geschäfte vornehmen, die einer staatlichen oder öffentlich-rechtlichen Registrierung/Genehmigung bedürfen. |
| LAIC Capital GmbH, Hamburg | 100,0 % | Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Erbringung von Bera tungs-, IT- und sonstigen nicht erlaubnispflichtigen Dienstleistungen im Rahmen der digitalen Vermögensverwaltung durch Dritte, sowie die Tätigkeit als Versicherungsmakler nach §34d Absatz 1, Satz 1 Nr. 2 GewO und als Finanzanlagevermittler nach §34f Absatz 1, GewO. |
| LAIC Intelligence GmbH, Hamburg | 80,0 % | Bereitstellung, Betrieb, Wartung und Pflege, Lizenzierung sowie Entwicklung von IT- und Softwareprodukten. |
| LAIC Vermögensverwaltung GmbH, Hamburg | 100,0 % | Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung); Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung); Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung); die Anlagebe ratung; die Vermittlung und Verwaltung von Anteilen an Kapital- und Personengesellschaften sowie Anteilen geschlossener und offener Fonds. Ausgenommen sind die Rechts- und Steuerberatung sowie Tätigkeiten, die unter das Investmentgesetz fallen oder Bank- oder Versicherungsgeschäfte darstellen sowie sonstige erlaubnispflichtige Tätigkeiten, es sei denn, dass für diese Tätigkeiten eine Erlaubnis vor liegt. Die Gesellschaft ist bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistun gen nicht befugt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Finanz instrumenten von Kunden zu verschaffen oder auf eigene Rechnung Finanzinstrumente anzuschaffen und zu veräußern. |
| Anteil | ||
|---|---|---|
| Gesellschaft | Konzern | Kurzbeschreibung der Tätigkeit |
| Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, Hamburg | 100,0 % | Geschäftsführungsfunktion für initiierte Immobilienfonds; Vermittlung von Abschlüssen von Verträgen über Grundstücke und grundstücks gleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume. |
| Lloyd Shipping GmbH, Hamburg | 100,0 % | Projektentwicklung, Schiffsmaklerei und Betrieb von Seeschiffen |
| Lloyd Fonds Consulting GmbH, Hamburg | 100,0 % | Verwaltung eigenen Vermögens und die Finanz- und Wirtschaftsbera tung, ausgenommen sind Tätigkeiten, für die eine KWG-Genehmigung erforderlich ist. |
| Lloyd Fonds Special Assets GmbH, Hamburg | 100,0 % | Entwicklung, Konzeption und Management von Beteiligungsgesell schaften. |
| TradeOn GmbH, Hamburg | 100,0 % | Bewertung, Erwerb, Halten, Verwaltung, Strukturierung und Veräuße rung von Anteilen an geschlossenen Fonds in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft; Vermittlung des Abschlusses von Verträgen über Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume. |
| Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg | 100,0 % | Treuhänderische Verwaltung von Beteiligungen, insbesondere Über nahme der Stellung des Treuhandkommanditisten in Beteiligungs gesellschaften. |
| PPA Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100,0 % | Erwerb, Halten, Verwalten und Veräußern von Kommanditbeteiligungen |
| Lloyd Fonds Management GmbH, Hamburg | 100,0 % | Beratung bei der Entwicklung und Konzeption von Kapitalanlagepro dukten. Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Tätigkeiten aller Art. |
| Lloyd WohnWert Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,0 % | Geschäftsführung und persönlich haftende Gesellschafterin der ehemaligen Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA. |
| 2. Lloyd Fonds Shipping Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg |
48,9 % | Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung von Beteiligungen an geschlossenen Schiffsfonds. |
Die LAIC AIF GmbH, Hamburg, wurde am 6. Mai 2021 gegründet und am 8. Juni 2021 in das Handelsregister eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung des eigenen Vermögens, insbesondere von Beteiligungen an Kommanditgesellschaften sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung und Vertretung bei diesen. Die Erstkonsolidierung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Lloyd Fonds-Konzern.
Die LAIC AIF KVG GmbH, Hamburg, wurde am 8. April 2021 gegründet und am 27. April 2021 in das Handelsregister eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die kollektive Vermögensverwaltung von Spezial-AIF als registrierte AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft im Rahmen von § 44 KAGB i. V. m. § 2 Abs. 4 KAGB ausschließlich zur erlaubnisfreien Verwaltung von geschlossenen Spezial-AIF ("Spezial-AIF"). Dies beinhaltet auch das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens im Wesentlichen auf Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf (z. B. Übernahme der Stellung eines persönlich haftenden Gesellschafters eines verwalteten Spezial-AlF) und bei denen die Haftung der Gesellschaft aufgrund der Rechtsform des Beteiligungsunternehmens beschränkt ist, und die Übernahme von Leitungs- und Verwaltungsaufgaben sowie die Erbringung von Organisationsleistungen. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte und Hilfsgeschäfte betreiben, die ihr notwendig oder sinnvoll erscheinen, um den Gesellschaftszweck zu erreichen. Die Gesellschaft betreibt keine erlaubnispflichtigen Geschäfte nach dem Kreditwesengesetz (KWG) und/oder nach der Gewerbeordnung (GewO). Dienstleistungen und Nebendienstleistungen nach § 20 Abs. 3 KAGB werden nicht erbracht. Die Erstkonsolidierung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Lloyd Fonds-Konzern.
Die LAIC AIF Token GmbH & Co. KG, Hamburg, wurde am 26. Mai 2021 gegründet und am 10. Juni 2021 in das Handelsregister eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Nutzung und Verwaltung des eigenen Vermögens auf eigene Rechnung. Die Gesellschaft darf keine Geschäfte vornehmen, die einer staatlichen oder öffentlich-rechtlichen Registrierung/Genehmigung bedürfen. Die Erstkonsolidierung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Lloyd Fonds-Konzern.
Die LAIC TOKEN MITARBEITER GmbH & Co. KG, Hamburg, wurde am 31. Mai 2021 gegründet und am 10. Juni 2021 in das Handelsregister eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Nutzung und Verwaltung des eigenen Vermögens auf eigene Rechnung. Die Gesellschaft darf keine Geschäfte vornehmen, die einer staatlichen oder öffentlich-rechtlichen Registrierung/Genehmigung bedürfen. Die Erstkonsolidierung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Lloyd Fonds-Konzern.
Die Gesellschaften werden aufgrund der bestehenden gesellschaftsvertraglichen Regelungen vollkonsolidiert.
6.3 Kapitalmanagement
Die Ziele des Lloyd Fonds-Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen in der nachhaltigen Aufrechterhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung und der Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite auf das eingesetzte Kapital. Dabei steht die Bonität des Konzerns an vorderster Stelle. Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis der absoluten Höhe unter Berücksichtigung der Eigenkapitalquote. Die zukünftige Kapitalentwicklung und der mögliche Kapitalbedarf werden auf Basis eines integrierten Planungsmodells für die kommenden fünf Geschäftsjahre ermittelt.
Die Dividendenpolitik ist Teil der Steuerung der Kapitalstruktur der Lloyd Fonds AG. Aufgrund der Neuausrichtung und der damit im Zusammenhang stehenden geplanten Investitionen wurden für das Geschäftsjahr 2020 keine Dividenden ausgeschüttet.
Zum 30. Juni 2021 beläuft sich das Eigenkapital des Lloyd Fonds-Konzerns auf 47.185 TEUR nach 42.728 TEUR zum Ende des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 42,0 % (31.12.2020: 37,6 %).
6.4 Änderungen von Schätzungen, Annahmen sowie Ermessensentscheidungen
Sämtliche Schätzungen und Annahmen werden fortlaufend neu beurteilt und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als wahrscheinlich erscheinen. Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen. Die Beträge der hieraus abgeleiteten Schätzungen können naturgemäß von den späteren tatsächlichen Gegebenheiten abweichen.
6.5 Segmentberichterstattung
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Lloyd Fonds-Konzerns wider. Die Lloyd Fonds AG hat im Rahmen der Strategieumsetzung 2023/25 die Markenpositionierung für den Konzern und die drei Geschäftssegmente LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie LLOYD FONDS GROUP weiterentwickelt. Das Segment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und LAIC. Das Segment LLOYD FONDS REAL ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder Immobilien, Schifffahrt sowie Sonstige Assets. Das Segment LLOYD FONDS GROUP beinhaltet die allgemeinen sonstigen Aufwendungen des Lloyd Fonds-Konzerns.
LLOYD FONDS LIQUID ASSETS
- (digitale) Finanzportfolioverwaltung
- Anlageberatung
- Anlagevermittlung
- Abschlussvermittlung
- Vermittlung und Verwaltung von Anteilen an Kapital- und Personengesellschaften sowie Anteilen geschlossener und offener Fonds
LLOYD FONDS REAL ASSETS
- Ankauf und Verkauf von Assets für Dritte aus dem Bereich Immobilien, Schifffahrt und Zweitmarktschiffsfonds
- Strukturierung von Anlageprodukten
- Finanzierung der Assets durch Fremd- und Eigenkapital
- Assetmanagement und hiermit zusammenhängende sonstige Dienstleistungen
- Übernahme von Geschäftsführungen in Beteiligungsgesellschaften
- Fondsverwaltung und Informationen der Investoren
- Erstellung von Fortführungskonzepten sowie die Übernahme des Poolmanagements
Im Bereich "LLOYD FONDS GROUP" sind im Wesentlichen die Personalaufwendungen für Verwaltungs- und Stabsstellen wie Rechnungswesen, Rechtsabteilung, Kommunikation (IR/PR) inklusive Marketing und Vorstand sowie allgemeine sonstige betriebliche Aufwendungen wie Miet-, Büro- und EDV-Aufwendungen enthalten.
Die Segmentergebnisse für das erste Halbjahr 2021 stellen sich wie folgt dar:
| Segmentergebnis EBITDA | 10.104 | -736 | -2.154 | 7.214 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 575 | -347 | – | 228 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -2.420 | -597 | -928 | -3.945 |
| Personalaufwand | -3.635 | -897 | -1.364 | -5.896 |
| Materialaufwand | -286 | – | -1.043 | -1.329 |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 15.870 | 1.105 | 1.181 | 18.156 |
| H1-2021 in TEUR |
LLOYD FONDS LIQUID ASSETS |
LLOYD FONDS REAL ASSETS |
LLOYD FONDS GROUP |
Summe |
Überleitung des Segmentergebnisses (EBITDA) auf das Konzernergebnis nach Zurechnung der Minderheiten
| Segmentergebnis EBITDA | 7.214 |
|---|---|
| Abschreibungen | -1.942 |
| EBIT | 5.272 |
| Finanzergebnis | 25 |
| EBT | 5.297 |
| Ertragsteuern | -256 |
| Konzernperiodenergebnis vor Minderheiten | 5.041 |
| davon den Minderheiten zurechenbares Konzernperiodenergebnis |
-1.330 |
| davon Konzernperiodenergebnis nach Zurechnung der Minderheiten |
3.711 |
| H1-2020 (angepasst) in TEUR |
LLOYD FONDS LIQUID ASSETS |
LLOYD FONDS REAL ASSETS |
LLOYD FONDS GROUP |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 3.562 | 2.578 | 10 | 6.150 |
| Materialaufwand | -114 | -140 | – | -254 |
| Personalaufwand | -3.033 | -779 | -1.256 | -5.068 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -2.115 | -544 | -876 | -3.535 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | – | 209 | – | 209 |
| Segmentergebnis EBITDA | -1.700 | 1.324 | -2.122 | -2.498 |
Überleitung des Segmentergebnisses (EBITDA) auf das Konzernergebnis nach Zurechnung der Minderheiten
| Segmentergebnis EBITDA | -2.498 | |
|---|---|---|
| Abschreibungen | -1.794 | |
| EBIT | -4.292 | |
| Finanzergebnis | -1.915 | |
| EBT | -6.207 | |
| Ertragsteuern | 2.437 | |
| Konzernperiodenergebnis vor Minderheiten | -3.770 | |
| davon den Minderheiten zurechenbares Konzernperiodenergebnis |
-154 | |
| davon den Minderheiten zurechenbares Konzernperiodenergebnis |
-3.924 |
| H1-2020 (alt) | LLOYD FONDS | LLOYD FONDS | LLOYD FONDS | |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | LIQUID ASSETS | REAL ASSETS | GROUP | Summe |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 3.562 | 2.578 | 10 | 6.150 |
| Materialaufwand | -114 | -140 | – | -254 |
| Personalaufwand | -3.033 | -779 | -1.256 | -5.068 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.115 | -544 | -876 | -3.535 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | – | 209 | – | 209 |
| Abschreibungen | -1.346 | -172 | -276 | -1.794 |
| EBIT | -3.046 | 1.152 | -2.398 | -4.292 |
| Finanzergebnis | -406 | -76 | -1.433 | -1.915 |
| EBT | -3.452 | 1.076 | -3.831 | -6.207 |
| Steuern | 1.355 | -422 | 1.504 | 2.437 |
| Ergebnis nach Steuern | -2.097 | 654 | -2.327 | -3.770 |
Eine Darstellung der Vermögenswerte und Schulden je Segment ist im internen Berichtswesen des Lloyd Fonds-Konzerns nicht vorgesehen, da diese Kennzahlen aus Sicht der Unternehmensleitung für die Steuerung des Konzerns nicht relevant sind. Somit entfällt eine entsprechende Berichterstattung.
6.6 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
6.6.1 Umsatzerlöse
Zusammensetzung:
| Umsatzerlöse | 18.156 | 6.150 |
|---|---|---|
| Sonstige Umsatzerlöse | 30 | 10 |
| Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen |
– | 358 |
| Erlöse aus Fonds- und Assetmanagement | 18.126 | 5.782 |
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sind die Umsatzerlöse des 1. Halbjahres 2021 um insgesamt 12.006 TEUR auf 18.156 TEUR gestiegen. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist auf die positive Entwicklung aus dem Fonds- und Assetmanagements und den damit u. a. erzielten Performance-Fees aus dem Fondsmanagement im Geschäftsfeld LLOYD FONDS LIQUID ASSETS zurückzuführen. Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen wurden im Berichtszeitraum nicht erzielt.
6.6.2 Materialaufwand
Zusammensetzung:
| Materialaufwand | 1.329 | 254 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.329 | 254 |
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
6.6.3 Personalaufwand
Zusammensetzung:
| Personalaufwand | 5.896 | 5.068 |
|---|---|---|
| Sonstige Personalkosten | 11 | – |
| Freiwillige soziale Aufwendungen | 17 | – |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 1 | 1 |
| Aktienoptionsprogramm | 285 | 45 |
| Soziale Abgaben | 438 | 414 |
| Löhne und Gehälter | 5.144 | 4.608 |
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
Der Anstieg des Personalaufwands ist bedingt durch Abgrenzung variabler Vergütungen, der Aufwand für das Aktienoptionsprogramm (AOP) für Mitarbeiter sowie für die Phantom Stock Pläne (PSP) der Vorstände.
6.6.4 Abschreibungen
Zusammensetzung:
| Abschreibungen | 1.943 | 1.794 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.023 | 928 |
| Sachanlagen | 920 | 866 |
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Abschreibungen um 149 TEUR auf 1.943 TEUR aufgrund von Zugängen zu den Sachanlagen gestiegen.
6.6.5 Sonstiges betriebliches Ergebnis
Zusammensetzung:
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | ||
| Erträge aus Auflösung von Rückstellungen | 202 | – |
| Erträge aus der Ausbuchung von Verbind lichkeiten |
57 | 287 |
| Sachbezüge | 39 | 34 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertminde rungen auf Forderungen |
20 | 21 |
| Erträge aus Anlagenverkäufen | 21 | 4 |
| Mieten | – | – |
| Übrige Erträge | 69 | 79 |
| 408 | 425 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| Bürobedarf, EDV-Aufwendungen und Kommunikation |
-1.428 | -1.111 |
| Abschluss-, Rechts- und Beratungs aufwendungen |
-1.241 | -1.031 |
| Vertriebsunterstützung und Anleger betreuung |
-619 | -559 |
| Mieten, Mietnebenkosten und Raumkosten und Instandhaltung |
-165 | -322 |
| Versicherungen und Beiträge | -220 | -248 |
| Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle |
-57 | -181 |
| Kfz- und Reiseaufwendungen | -88 | -134 |
| Sonstige Personalaufwendungen | -124 | -60 |
| Nicht abzugsfähige Vorsteuer | – | -10 |
| Übrige Aufwendungen | -411 | -304 |
| -4.353 | -3.960 | |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -3.945 | -3.535 |
Die Veränderung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses von -3.960 TEUR auf -4.353 TEUR ist im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der IT-Aufwendungen in Höhe von 317 TEUR. Der Rückgang der Mietaufwendungen der Büroflächen ist auf die Anwendung des IFRS 16 zurückzuführen, diese werden unter den Abschreibungen der Nutzungsrechte ausgewiesen.
6.6.6 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
Das Ergebnis besteht im Wesentlichen aus vereinnahmten Beteiligungserträgen sowie aus der vorgenommenen At-Equity-Bewertung der GmbH-Anteile und der Lange Assets & Consulting GmbH.
6.6.7 Finanzergebnis
Zusammensetzung:
| Finanzergebnis | 25 | -1.915 |
|---|---|---|
| Übriges Finanzergebnis | 6 | -267 |
| Fremdwährungsergebnis | 22 | -8 |
| Zinsergebnis | -6.711 | -1.774 |
| Beteiligungsergebnis | 6.708 | 134 |
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
Das Finanzergebnis beläuft sich auf 25 TEUR, nach -1.915 TEUR im Vorjahreszeitraum. Die Veränderung des Beteiligungsergebnisses in Höhe von 6.574 TEUR ist zum einen bedingt durch die Bewertung zweier Beteiligungen der Lloyd Fonds AG zum Fair Value, welche bis 31.12.2020 in den assoziierten Unternehmen ausgewiesen waren. Der dafür notwendige maßgebliche Einfluss der Lloyd Fonds AG ist in 2018 erloschen, die Umgliederung der beiden Beteiligungen in das Finanzergebnis hat keinerlei Auswirkung auf die Vorjahre. Das negative Zinsergebnis in Höhe von 6.711 TEUR (Vergleichsperiode: -1.774 TEUR) resultiert aus Zinsaufwendungen für die Kaufpreisverbindlichkeiten der SPSWCapital GmbH und der Lange Assets & Consulting GmbH (-1.102 TEUR), die Anpassung für die Kaufpreisverbindlichkeit der SPSW Capital GmbH (4.884 TEUR), den Zinsaufwendungen für die begebene Wandelschuldverschreibung (-191 TEUR), der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit IFRS 16 (-196 TEUR) sowie aus den Erträgen aus der Anpassung des Zinsaufwands im Zusammenhang mit dem den anderen Kommanditisten zuzurechnenden Nettovermögenswert aus der Beteiligung des Zielfonds "Premium Portfolio Austria" aufgrund angepasster Auszahlungsprognosen in Höhe von 2 TEUR (Vergleichsperiode: -24 TEUR).
Das übrige Finanzergebnis in Höhe von 6 TEUR beinhaltet die Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 und ist insbesondere durch die Bewertung von Wertpapierdepots geprägt.
6.6.8 Ertragsteuern
In den Ertragsteuern sind die gezahlten und geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die laufenden Steuern setzen sich dabei aus Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zusammen.
Das Steuerergebnis des Berichtszeitraums resultiert wesentlich aus den Erträgen aus der Aktivierung und Auflösung von latenten Steuern (523 TEUR) und aus den laufenden Steueraufwendungen der Lloyd Fonds AG und SPSW Capital GmbH (-779 TEUR). Aufgrund der zugrunde liegenden Konzernplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren werden zukünftige Konzerngewinne durch die Nutzung der Verlustvorträge steuerlich begünstigt. Die Unternehmens- sowie die Steuerplanung des Lloyd Fonds-Konzerns wurde zum 31.12.2020 von vier auf fünf Jahre erweitert.
Weitere Steueraufwendungen sind aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaften zwischen der Lloyd Fonds AG (Organträger) und der Lloyd Treuhand GmbH, der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH sowie der Lloyd Shipping GmbH (Organgesellschaften) nicht angefallen.
6.6.9 Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während der Berichtsperiode gebildet wird. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt bezogen auf die im Berichtszeitraum durchschnittlich ausgegebene Anzahl von Aktien (13.305.914) bei -0,28 EUR je Aktie.
| Ergebnis je Aktie (EUR je Aktie) | 0,28 | -0,30 |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in 1.000) |
13.306 | 13.266 |
| Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in TEUR) |
3.711 | -3.924 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | H1-2021 | H1-2020 |
6.7 Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Im Folgenden werden wesentliche Bilanzposten und ausgewählte Veränderungen dargestellt.
6.7.1 Sachanlagen
Die Sachanlagen in Höhe von 10.661 TEUR (31.12.2020: 11.535 TEUR) setzen sich aus den Mietereinbauten des Standortes Hamburg und Frankfurt am Main (1.724 TEUR), der Betriebs- und Geschäftsausstattung (1.514 TEUR) und im Wesentlichen aus den Nutzungsrechten an Vermögensgegenständen durch die Anwendung des IFRS 16 (7.395 TEUR) zusammen. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen durch die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 920 TEUR.
6.7.2 Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte sind um 1.023 TEUR auf 55.167 TEUR (31.12.2020: 56.190 TEUR) gesunken. Enthalten sind der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 14.650 TEUR (31.12.2020: 14.650 TEUR) sowie die aktivierten immateriellen Vermögenswerte der SPSW Capital GmbH und die DAP 4.0 in Höhe von 40.517 TEUR (31.12.2020: 41.540 TEUR). Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände ergibt sich im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1.023 TEUR.
6.7.3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
Die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen umfassen insgesamt 59 Gesellschaften, auf die der Lloyd Fonds-Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Anteile an der Lange Assets & Consulting GmbH, die Komplementär-GmbHs und Projektgesellschaften, die die Lloyd Fonds AG gemeinsam mit ihren Reedereipartnern hält. Die Beteiligung an zwei Personengesellschaften mit einem Buchwert in Höhe von 2,00 EUR wurden zum Stichtag in die Bilanzposition Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert umgegliedert, da der maßgebliche Einfluss der Lloyd Fonds AG erloschen ist. Die Umgliederung der beiden Beteiligungen in die Bilanzposition finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert hat keinerlei Auswirkung auf die Vermögenslage.
6.7.4 Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Zusammensetzung:
| 8.200 | 3.228 | |
|---|---|---|
| Beteiligungsgesellschaften | 7.180 | 2.420 |
| Verbundene Unternehmen und | ||
| Anteile Fonds LAIC | 1.020 | 808 |
| in TEUR | 30.6.2021 31.12.2020 | |
Zum Stichtag hält die Lloyd Fonds AG Anteile an fünf Publikumsfonds, die durch die LAIC Vermögensverwaltungsgesellschaft GmbH in 2020 aufgelegt wurden. Es handelt sich dabei um die Aktienfonds LAIC – Defensive Digital Selection, LAIC – Balanced Digital Selection, LAIC – Dynamic Digital Selection, LAIC – Sustainable Digital Selection AC und LAIC – Sustainable Digital Selection EM. Die Anteile der Lloyd Fonds AG an den genannten Fonds belaufen sich zum Stichtag auf einen Wert von 564 TEUR. Des Weiteren wurde im Juni 2021 ein neuer Aktienfonds (Lloyd Fonds – European Emerging Champions) aufgelegt. Die Anteile der Lloyd Fonds AG an dem genannten Fonds werden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet und betragen zum Stichtag 201 TEUR. Weiterhin weisen die Wertpapierdepots der Lloyd Fonds AG einen Marktwert in Höhe von 255 TEUR aus (31.12.2020: 808 TEUR).
Die Anzahl der zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Beteiligungen beläuft sich zum Halbjahresstichtag auf insgesamt 168 Gesellschaften. Hierbei handelt es sich zum einen um verbundene Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden. Zum anderen handelt es sich um Beteiligungsgesellschaften, die der Lloyd Fonds-Konzern als Gründungskommanditist an eigenen Fonds hält, sowie um GmbHs, bei denen ein Insolvenzverwalter die Geschäftsführung tätigt (ehemals assoziierte GmbHs).
Die Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden finanziellen Vermögenswerte erfolgt anhand von nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren. Der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen wird dabei in der Regel auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Die Bewertungsparameter entsprechen im Wesentlichen den Daten aus dem Geschäftsbericht 2020 unter Ziffer 6.4.2. Bei den sonstigen Bewertungsparametern, insbesondere dem Kapitalisierungszinssatz und den sich daraus ergebenen Sensitivitäten gibt es keine wesentlichen Änderungen.
6.7.5 Latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern betragen zum Stichtag 9.444 TEUR (31.12.2020: 9.150 TEUR) und betreffen die zukünftige Nutzung der vorhandenen Verlustvorträge.
Die passiven latenten Steuern haben sich um 229 TEUR auf 12.384 TEUR (31.12.2020: 12.613 TEUR) verringert. Bei den latenten Steuerverbindlichkeiten, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden, handelt es sich im Wesentlichen um latente Steuerverbindlichkeiten auf die im Rahmen der Akquisition der SPSW Capital GmbH erworbenen immateriellen Vermögenswerten von 780 TEUR (31.12.2020: 780 TEUR). In den nach mehr als 12 Monaten realisierten latenten Steuerverbindlichkeiten sind im Wesentlichen die erworbenen immateriellen Vermögenswerte von 11.747 TEUR (31.12.2020: 11.927 TEUR) enthalten.
In den latenten Steuern wirkt sich im Wesentlichen ein latenter Steueranspruch auf Verlustvorträge in Höhe von 9.397 TEUR aus.
6.7.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Zusammensetzung:
| Forderungen | 13.779 | 20.005 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 19 | 1.102 |
| Übrige Forderungen und sonstige | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
13.760 | 18.903 |
| Kurzfristige Forderungen | ||
| in TEUR | 30.6.2021 31.12.2020 | |
Zum aktuellen Stichtag bestehen keine langfristigen Forderungen. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen stichtagsbedingt.
6.7.7 Ertragsteuern
Die laufenden Ertragsteueransprüche in Höhe von 696 TEUR (31.12.2020: 705 TEUR) betreffen im Wesentlichen vom Finanzamt noch zu erstattende Kapitalertragsteueransprüche.
Die laufenden Ertragsteuerschulden zum 30. Juni 2021 betragen 1.367 TEUR (31.12.2020: 1.065 TEUR) und betreffen im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten der Lloyd Fonds AG und der SPSW Capital GmbH.
6.7.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt. Zur Zusammensetzung der Position verweisen wir auf Ziffer 6.8.3.
6.7.9 Eigenkapital
Die Veränderung des Eigenkapitals des Lloyd Fonds-Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
6.7.9.1 Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Grundkapital zum 30. Juni 2021 beinhaltet mit Eintragung im Handelsregister am 20. Dezember 2019 13.265.914 (Vj.: 13.265.914) auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem Nominalwert von jeweils 1,00 EUR. Es gilt die Satzung in der Fassung vom 15. Dezember 2020. Durch erfolgte Wandlungen der Wandelschuldverschreibung 2020/24 im 1. Halbjahr 2021 stieg das gezeichnete Kapital um 40 TEUR auf 13.306 TEUR an.
Die Aktien der Lloyd Fonds AG werden an der Börse unter der ISIN DE000A12UP29 gehandelt. Im März 2017 ist das Unternehmen in das neu geschaffene Segment "Scale" der Deutschen Börse gewechselt, das den bisherigen Entry Standard abgelöst hat.
Genehmigtes Kapital 2020
In der Hauptversammlung am 31. August 2020 wurde das Genehmigte Kapital 2018 und seine Regelungen aufgehoben und die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals 2020 beschlossen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. August 2025 um insgesamt bis zu 6.632.957,00 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 6.632.957 neuen, nennwertlosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen.
Bedingtes Kapital 2018 I
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 11. Juni 2024 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu 6.500.000 EUR mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben. Hierfür kann ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 1.000.000 EUR, eingeteilt in bis zu 1.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, gewährt werden.
Bedingtes Kapital 2018 II
Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter bis zum 11. Juni 2024 einmalig oder mehrmals Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 1.175.000 EUR (Erhöhung des Altbetrags um 168.000 EUR) zum auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) der Gesellschaft auszugeben. Hierfür ist das Grundkapital in entsprechender Höhe bedingt erhöht.
Bedingtes Kapital 2020
In der Hauptversammlung am 31. August 2020 wurde das Bedingte Kapital 2019 und seine Regelungen aufgehoben und die Schaffung eines neue Bedingten Kapital 2020 beschlossen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Juni 2024 um insgesamt bis zu 4.457.957,00 EUR Stückaktien einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) zu erhöhen.
6.7.9.2 Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklage zum 30. Juni 2021 beträgt 17.825 TEUR (31.12.2020: 17.582 TEUR).
6.7.9.3 Nicht beherrschende Anteile
Die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der konsolidierten SPSW Capital GmbH, LAIC Intelligence GmbH und der LAIC TOKEN MITARBEITER GmbH & Co. KG betragen zum Stichtag 5.323 TEUR.
6.7.10 Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert
Der Posten resultiert aus der Einbeziehung des "Premium Portfolio Austria" in den Lloyd Fonds-Konzern. Er beinhaltet die Anteile derjenigen Kommanditisten, die nicht zum Konzernkreis gehören. Da es sich hierbei um kündbare Finanzinstrumente handelt, werden sie im langfristigen Fremdkapital ausgewiesen. Die Ermittlung des Nettovermögenswerts erfolgte auf Basis eines einmal festgelegten Effektivzinssatzes. Dieser ergibt sich als interner Zinsfuß der ursprünglich prospektierten Auszahlungen der jeweiligen Fondsgesellschaften. Anschließend wurden die Barwerte der Zahlungen an die Kommanditisten mit dem Effektivzinssatz diskontiert. Die Fortschreibung der Nettovermögenswerte nach der Effektivzinsmethode sowie Anpassungen in den Auszahlungsprognosen führen im ersten Halbjahr 2021 zu einem Zinsertrag in Höhe von 2 TEUR (Vergleichsperiode: Zinsaufwand von 24 TEUR) und zu einem Bilanzausweis von 151 TEUR (31.12.2020: 151 TEUR).
6.7.11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
| 930 915 12.042 14.047 17.074 18.701 |
|---|
| 4.102 3.739 |
| 9.437 11.510 |
| 9.437 11.510 |
| 30.6.2021 31.12.2020 |
Die übrigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus der abgezinsten Verbindlichkeit aus den in den Jahren 2021 bis 2027 an externe Dritte fälligen Kaufpreistranchen für die Akquisition der SPSW Capital GmbH. Diese ist in Höhe von 5.752 TEUR (31.12.2020: 7.744 TEUR) als kurzfristig und in Höhe von 7.794 TEUR (31.12.2019: 9.293 TEUR) als langfristig ausgewiesen. Darüber hinaus ist die abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit für die Jahre 2021 bis 2026 im Zusammenhang mit der Akquisition der Lange Assets & Consulting GmbH in Höhe von 1.457 TEUR (31.12.2020: 2.068 TEUR) unter den langfristigen und in Höhe von 731 TEUR (31.12.2020: 461 TEUR) in den kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten enthalten.
Ferner sind hier Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 1.807 TEUR (31.12.2020.: 3.065 TEUR), wie Urlaubsansprüche und Abfindungen sowie ausstehende Bonuszahlungen, enthalten.
6.7.12 Finanzschulden
| Finanzschulden | 18.276 | 18.951 |
|---|---|---|
| 1.203 | 1.285 | |
| Wandelschuldverschreibung | 144 | 145 |
| Leasingverbindlichkeit IFRS 16 | 1.059 | 1.140 |
| Kurzfristige Finanzschulden | ||
| 17.073 | 17.666 | |
| Wandelschuldverschreibung | 10.137 | 10.146 |
| Leasingverbindlichkeit IFRS 16 | 6.936 | 7.520 |
| Langfristige Finanzschulden | ||
| in TEUR | 30.6.2021 31.12.2020 |
In den langfristigen Finanzschulden ist die Fremdkapitalkomponente der im Geschäftsjahr 2019 und 2020 begebenen Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 10.137 TEUR enthalten. Der zum Bilanzstichtag im Zusammenhang mit der Wandelschuldverschreibung entstandene und noch nicht ausgezahlte Verzinsungsanspruch ist unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.
Weiterhin sind die Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 entsprechend in den langfristigen und den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.
6.7.13 Sonstige Rückstellungen
Die langfristigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von 260 TEUR (31.12.2020: 243 TEUR) enthalten die Rückbauverpflichtungen für die angemieteten Büroräume in Frankfurt am Main und Hamburg.
Die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen werden in Höhe von 5 TEUR (31.12.2020: 5 TEUR) ausgewiesen.
6.7.14 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen
| in TEUR | 30.6.2021 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern |
2.774 | 3.308 |
| 2.774 | 3.308 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen |
62 | 62 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern |
3.451 | 4.340 |
| 3.513 | 4.402 | |
| Verbindlichkeiten | 6.287 | 7.710 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 62 TEUR (31.12.2020: 62 TEUR) und betreffen in voller Höhe noch ausstehende Kommanditeinlagen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern entfallen mehrheitlich auf den Chief Executive Officer im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Akquisition der SPSW Capital GmbH sowie zu 182 TEUR auf den Chief Investment Officer und mit 112 TEUR auf die ausstehenden Aufsichtsratsvergütungen.
6.8 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
6.8.1 Überleitung des Konzernperiodenergebnisses
Für die Zwecke der Kapitalflussrechnung des Vorjahres ermittelte sich das Konzernperiodenergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Ertragsteuern wie folgt:
| in TEUR | Ziffer | H1-2021 | H1-2020 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit |
– | -4.292 | |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen |
6.6.6 | – | -209 |
| Ergebnis aus Fremdwährungs umrechnung |
6.6.7 | – | -8 |
| – | -4.508 |
Die Vorgehensweise zur Ermittlung des Konzernperiodenergebnisses ab dem 01.01.2021 wurde dahingehend angepasst, dass das Konzernperiodenergebnis vor Minderheiten die Basis für die Konzern-Kapitalflussrechnung ist.
6.8.2 Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle
Zusammensetzung:
| in TEUR | Ziffer | H1-2021 | H1-2020 |
|---|---|---|---|
| Unrealisierte Fremdwährungs verluste/-gewinne |
– | 1 | |
| Personalaufwand | 285 | 45 | |
| Zinsaufwendungen | – | 108 | |
| Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle |
6.6.5 | – | 181 |
| Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten |
6.6.5 | -49 | -287 |
| 236 | 48 |
6.8.3 Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zusammensetzung:
| 6.773 | 5.008 | |
|---|---|---|
| Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | – | – |
| Kassenbestände | – | – |
| Bankguthaben | 6.773 | 5.008 |
| in TEUR | H1-2021 | H1-2020 |
6.9 Sonstige Angaben
6.9.1 Eventualschulden
Die ausgewiesenen Eventualschulden zum 30. Juni 2021 betreffen erhöhte Hafteinlagen sowie potenzielle Rückzahlungsverpflichtungen von Auszahlungen. Unter Berücksichtigung der Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen gegenüber Dritten beläuft sich das Nettohaftungsvolumen auf insgesamt 0 TEUR (31.12.2020: 0 TEUR).
Im Rahmen des Treuhandgeschäfts werden im eigenen Namen und für Rechnung der Anleger Beteiligungen in Höhe von 1.346.486 TEUR (31.12.2020: 1.437.616 TEUR) verwaltet.
Die Lloyd Treuhand GmbH ist teilweise bei Bestandsfonds als Treuhandkommanditistin für Anleger im Handelsregister mit der jeweiligen Hafteinlage dieser Anleger eingetragen (Treugeber). Das in diesem Zusammenhang verwaltete Treuhandvermögen beläuft sich auf 718.797 TEUR (31.12.2020: 738.275 TEUR). Erhaltene Auszahlungen im Rahmen dieser Treuhandverhältnisse wurden entsprechend an die Treugeber weitergeleitet. Für diese Auszahlungen besteht für die Lloyd Treuhand GmbH grundsätzlich die Haftung nach §§ 171, 172 IV HGB, sofern die Auszahlungen nicht durch Gewinne gedeckt sind. Der die Hafteinlage durch Auszahlungen unterschreitende Betrag ist seitens der Lloyd Treuhand GmbH ggf. zurückzuzahlen. Das Gesamtvolumen dieser Auszahlungen beträgt zum aktuellen Stichtag 25.115 TEUR (31.12.2020: 35.992 TEUR). Die Lloyd Treuhand GmbH kann gemäß den Treuhandverträgen bei einer möglichen Inanspruchnahme den gleichen Betrag gegen die jeweiligen Treugeber geltend machen. Hierbei handelt es sich um darlehensweise geleistete Auszahlungen der Beteiligungsgesellschaften, die über die Lloyd Treuhand GmbH an die Treugeber weitergeleitet und anschließend durch die Beteiligungsgesellschaften gekündigt und zurückgefordert wurden. Die Lloyd Treuhand GmbH hat ihre Regressforderungen gegenüber den Treugebern an die Beteiligungsgesellschaften teilweise abgetreten. Von der maximalen Rückzahlungsverpflichtung von 25.115 TEUR (31.12.2020: 35.992 TEUR) betreffen, entsprechend der risikoäquivalenten Gewichtung, Auszahlungen in Höhe von 603 TEUR (31.12.2020: 775 TEUR) Auszahlungen von Beteiligungsgesellschaften, die sich derzeit in Insolvenz oder schwieriger wirtschaftlicher Lage befinden und solche, bei denen Fremdverbindlichkeiten, überwiegend gegenüber Banken, bestehen. Aufgrund der Regressansprüche gegenüber den Treugebern wird ein möglicher ergebniswirksamer Liquiditätsabfluss als unwahrscheinlich angesehen.
6.9.2 Nahestehende Personen
Die folgenden Geschäftsvorfälle wurden mit Aufsichtsratsmitgliedern, ihnen nahestehenden Personen oder mit von ihnen beherrschten bzw. beeinflussten Unternehmen getätigt:
- Die Lloyd Fonds AG hat die Firma Sensory-Minds GmbH im November 2020 mit der Durchführung von Workshops zur Ausrichtung des Angebots zum Thema "Kundenzentrierung" beauftragt. Bis zum Bilanzstichtag wurden 0 TEUR abgerechnet. Geschäftsführer der Sensory-Minds GmbH ist neben anderen Personen u. a. Prof. Wolfgang Henseler, der gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG ist.
- Im 2. Quartal 2019 wurde eine Vereinbarung mit der Kanzlei EHLERMANN RINDFLEISCH GADOW Rechtsanwälte Partnerschaft mbB über die Reorganisation der Fondsbeteiligungen der Lloyd Fonds AG in Höhe von maximal 55 TEUR geschlossen. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Stefan Rindfleisch ist Partner dieser Kanzlei.
Die Geschäftsverteilung im Vorstand der Lloyd Fonds AG wurde ab 1. Januar 2021 neu strukturiert. Dipl.-Ing. Achim Plate verantwortet als Chief Executive Officer die Entwicklung der Unternehmensstrategie 2023/25. Im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS verantwortet er die Geschäftsfelder LLOYD VERMÖGEN, LAIC jeweils inklusive des Vertriebs, das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie die Konzernressorts Finanzen, Personal, IR und PR sowie DAP 4.0 und IT. Michael Schmidt, CFA, verantwortet als Chief Investment Officer im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS das Geschäftsfeld LLOYD FONDS inklusive dessen Vertrieb, PR und Kommunikation sowie das Ressort Recht & Compliance. Zudem verantwortet er die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie.
Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG besteht laut Satzung aus fünf Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:
- Dr. Stefan Rindfleisch, Rechtsanwalt (Vorsitzender)
- Oliver Heine, Gesellschafter der Lange Assets & Consulting GmbH (stellvertretender Vorsitzender)
- Prof. Wolfgang Henseler, Creative Managing Director bei Sensory-Minds
- Jörg Ohlsen, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
- Peter Zahn, selbstständiger Unternehmensberater
6.9.3 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der Lloyd Fonds-Konzern ist wie die gesamte Finanzdienstleistungsbranche nach wie vor von der Entwicklung der Covid-19-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen betroffen. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäfts können trotz der zuletzt positiven Entwicklung an den Finanzmärkten weiterhin nicht ausgeschlossen werden und würden voraussichtlich zu Plananpassungen führen. Die Dauer und Intensität der Auswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt unsicher und daher nicht abschließend quantifizierbar.
Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat am 29. Juni 2021 der Umsetzung der Veräußerung von insgesamt bis zu 9,75 % der Anteile an der LAIC Capital GmbH zugestimmt. Am 19. August 2021 wurde die 2. Tranche von 1.559 LAIC-Token 21 mit einem Nennbetrag von 0,8 Mio. EUR platziert.
Hamburg, 20. August 2021
Der Vorstand
Achim Plate Michael Schmidt
7 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hamburg, 20. August 2021
Der Vorstand
Achim Plate Michael Schmidt
8 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die Lloyd Fonds AG:
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der Lloyd Fonds AG für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischen-abschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Hamburg, den 23. August 2021
Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Oliver Pegelow Stefanie Hartmann – Wirtschaftsprüfer – – Wirtschaftsprüferin –
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