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LAIQON AG — Annual Report 2020
Jun 4, 2021
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Annual Report
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Finanzbericht: 28321623

Lloyd Fonds AG
Hamburg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020
Lloyd Fonds AG: Geschäftsbericht 2020
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| 2020 | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Assets under Management LLOYD FONDS LIQUID ASSETS in Mrd. EUR | 1,66 | 1,06 | 0 |
| Konzernzahlen in Mio. EUR | |||
| Umsatzerlöse (brutto) | 27,7 | 8,2 | 7,9 |
| EBITDA | 7,0 | -9,7 | -1,8 |
| EAT * | 1,0 | -0,1 | -1,5 |
| Operativer Cashflow | -0,9 | -3,2 | -1,2 |
| Bilanzsumme | 113,7 | 104,8 | 29,5 |
| Eigenkapital | 42,7 | 41,2 | 20,8 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 37,6 | 39,3 | 70,5 |
| Mitarbeiterzahl (zum 31.12) ** | 69 | 68 | 36 |
Prozentzahlen werden auf TEUR-Zahlen ermittelt.
* Vor Minderheiten.
** Mit Lange Assets & Consulting GmbH.
Unser Anspruch:
Vermögen. Next Generation.
Die Lloyd Fonds AG ist ein innovatives, börsengelistetes Finanzhaus, das mit aktiven, nachhaltigen und digitalen Investmentlösungen Rendite für seine Partner und Kunden erzielt.
Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS erfolgt eine Positionierung als Spezialanbieter benchmarkfreier Aktien-, Renten- und Mischfonds mit einem klaren Fokus auf aktiven Alpha-Strategien. Alle durch erfahrene Fondsmanager mit nachgewiesenem Track Record gesteuerten Fonds berücksichtigen einen integrierten Nachhaltigkeitsansatz im Investmentprozess.
Im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN erfolgt eine proaktive, ganzheitliche 360°-Umsetzung der individuellen Ziele von vermögenden Kunden in einer persönlichen Vermögensverwaltung.

Im Geschäftsfeld LAIC werden mit dem WealthTech LAIC digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur digitalen Portfoliooptimierung mit dem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz basierenden System (LAIC ADVISOR ® ) für Privatanleger und institutionelle Kunden angeboten.
Ziel der Strategie 2023/25 ist es, die Lloyd Fonds AG als innovativen Qualitätsführer im Fonds- und Vermögensmanagement in Deutschland zu positionieren.
* SPSW Capital GmbH.
** Lange Assets & Consulting GmbH.
*** LAIC Vermögensverwaltungs GmbH.
Unternehmen
Vorstand
Dipl.-Ing. Achim Plate
Executive Board
Chief Executive Officer (CEO)
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| ― | Staatsangehörigkeit: Deutsch |
| ― | Jahrgang 1959, verheiratet, 2 Kinder |
| ― | Studium an der Hochschule der Bundeswehr in Hamburg, Dipl.-Ing. Maschinenbau |
| ― | Ab 1990 Aufbau einer eigenen mittelständischen Unternehmensgruppe und Auszeichnung mit dem deutschen Arbeitsplatzinvestor-Preis im Jahr 2001 |
| ― | 2002 Einbringung der größten Einzelgesellschaft der Gruppe in die D+S europe AG |
| ― | Von 2003 bis 2009 Chief Executive Officer (CEO) der D+S europe AG (Prime Standard und SDAX-Wert) |
| ― | Entwicklung der D+S europe-Gruppe von einem Call Center-Unternehmen mit 1.500 Mitarbeitern und ca. 42 Mio. EUR Umsatz zu einem Dienstleistungskonzern für multimediales Kundenkontaktmanagement mit über 7.000 Beschäftigten und rund 300 Mio. EUR Umsatz im Jahr 2009 |
| ― | 2010 Gründung der SPS Investments GmbH |
| ― | 2015 Aufnahme der Verwaltung des WHC Global Discovery und von Herrn Markus Wedel als weiteren Partner der SPSW Capital GmbH |
| ― | Seit 09/2014 Aufsichtsratsvorsitzender der mVISE AG |
| ― | Von 06/2017 bis 12/2019 Aufsichtsratsvorsitzender der DEWB AG |
| ― | Von 04/2018 bis 12/2019 Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG, seit 08/2018 Vorsitzender |
| ― | Seit 01/2020 Mitglied des Vorstands der Lloyd Fonds AG und Chief Executive Officer (CEO) |
Michael Schmidt, CFA
Executive Board
Chief Investment Officer (CIO)
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| ― | Staatsangehörigkeit: Deutsch |
| ― | Jahrgang 1973, verheiratet |
| ― | Bankkaufmann (IHK, Deutsche Bank AG, Ingolstadt) |
| ― | Diplom-Betriebswirt (Frankfurt School of Finance and Management, Frankfurt) |
| ― | CFA-Charterholder (CFA Institute, Charlottesville) |
| ― | Von 1994 bis 2004 verschiedene Fach- und Führungspositionen bei Deutsche Asset Management/DWS (Asset Management Division der Deutsche Bank AG): Portfolio Manager Equities, Head of Global Telecom Services Team, Head of European Equity Research |
| ― | Von 2005 bis 2008 Managing Director und Head of Portfolio Management Institutional Equity bei Deutsche Asset Management/DWS |
| ― | Von 2009 bis 2014 Mitglied der Geschäftsführung der Union Investment Privatfonds GmbH und Leiter Portfoliomanagement Aktien der Union Investment-Gruppe |
| ― | Von 07/2016 bis 03/2019 Mitglied der Geschäftsführung der Deka Investment GmbH und Leiter des Bereichs "Asset Servicing & Alternative Investments" der Deka-Gruppe |
| ― | Seit 04/2019 Mitglied des Vorstands und Chief Investment Officer (CIO) der Lloyd Fonds AG |
| ― | Mitglied des Vorstands des DVFA e.V., Leiter der DVFA-Kommission Governance & Stewardship |
| ― | Mitglied des Sustainability Advisory Council der Deutsche Post DHL |
| ― | Mitglied der High Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission, die von 01/2017 bis 02/2018 eingesetzt war und mit ihrem Schlussbericht die Basis für den EU-Aktionsplan "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" legte |
| ― | Mitglied des Sustainable Finance-Beirats der Bundesregierung |
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
im Jahr 2020 haben wir uns mit der Strategie 2023/25 als innovatives börsengelistetes Finanzhaus positioniert, das mit aktiven, nachhaltigen und digitalen Investmentlösungen Rendite für seine Kunden und Partner erzielt.
Die Strategie 2023/25 berücksichtigt die drei Megatrends Digitalisierung, Nutzerzentrierung und Nachhaltigkeit. Die Covid-19-Pandemie ist nach unserer Überzeugung ein Beschleuniger dieser Trends, denn die Voraussetzung von nutzerzentrierten Produkten sind Daten und die Fähigkeit, diese in Echtzeit zu analysieren bzw. auf deren Basis entsprechende Impulse zu setzen. Aus diesem Grund setzen wir bei unserer Strategie konsequent auf Digitalisierung und Datenmanagement und haben dafür unsere cloudbasierte digitale Infrastruktur, die Digital Asset Platform 4.0 (DAP 4.0), als technischen Enabler für das gesamte Asset Management der Lloyd Fonds AG entwickelt. Die digitale Plattform ist die Grundlage, um unsere Produktwelt zu individualisieren und zu skalieren. Die DAP 4.0 ist auch technischer Enabler unseres WealthTech LAIC, mit dem wir seit dem 1. April 2020 im stark wachsenden Markt der digitalen Vermögensverwalter aktiv sind.
Die Covid-19-Pandemie ist unserer Ansicht nach der ultimative Stresstest für Unternehmen und Märkte weltweit. Durch diese Krise ist das gesellschaftliche Bewusstsein für den Stellenwert der ökologischen und sozialen Lebensgrundlagen geschärft worden. Deren Bedeutung spiegelt sich in den schon 2015 verabschiedeten nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs), die auch mehr und mehr Unternehmen für ihre Geschäftsstrategie berücksichtigen. Unser innovativer, an den SDGs orientierter, integrierter Nachhaltigkeitsansatz als treuhänderischer Investor ist daher zukunftsgerichtet und betont die Veränderungsfähigkeit von Unternehmen. Nach unserer Überzeugung lässt sich nur durch ernsthafte, engagierte und konstruktive Begleitung von Unternehmen die notwendige Transformation der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit erreichen. Dieses Nachhaltigkeitsverständnis teilen wir mit dem WWF Deutschland, der seit Anfang 2020 unser Partner für nachhaltigere Investments ist.
Wir selbst orientieren uns an ausgewählten SDGs und wollen nicht zuletzt für den Klimaschutz unseren eigenen Beitrag leisten. Auf Basis einer erstmalig erstellten C0 2-Evidenz arbeiten wir an Maßnahmen zur Reduktion der C0 2-Emissionen unseres Geschäftsbetriebs und kompensieren diese für das Jahr 2020 durch Aufforstungsprojekte in Zusammenarbeit mit PLANT-MY-TREE® in Hohenaspe bei Itzehoe, Schleswig-Holstein.
Das Wachstum bei Kunden und gemanagten Vermögen wurde im Jahr 2020 erfolgreich fortgesetzt. Die Assets under Management (AuM) der Lloyd Fonds AG stiegen um 57 % auf rund 1,66 Mrd. EUR. Inmitten der anhaltenden Covid-19-Pandemie ist dies ein Beleg der Stärke des aufgebauten diversifizierten Geschäftsmodells der Lloyd Fonds AG. Der Anstieg der AuM um 600 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus starken Nettomittelzuflüssen, aber auch aus der positiven Wertentwicklung der Fonds im Geschäftsfeld LLOYD FONDS, die durch ihren aktiven Ansatz an der Erholungsbewegung der Kapitalmärkte überproportional partizipieren konnten.
Im zweiten Halbjahr 2020 gelang, gestützt durch dieses äußerst positive Kapitalmarktumfeld, der operative Turnaround der Lloyd Fonds AG. Im Ergebnis stiegen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr auf 27,74 Mio. EUR (Vj.: 8,22 Mio. EUR). Das EBITDA stieg im Berichtsjahr auf 6,96 Mio. EUR (Vj.: -9,68 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 26,08 % bezogen auf den Nettoumsatz des Lloyd Fonds-Konzerns in Höhe von 26,67 Mio. EUR. Der hohe Ergebnisbeitrag des Geschäftsfelds LLOYD FONDS zum Gesamtergebnis des Lloyd Fonds-Konzerns durch die Erzielung von Performance-Fees ist ein Beleg der erfolgreichen Integration der SPSW Capital GmbH in den Lloyd Fonds-Konzern im Rahmen der Strategie 2023/25. Das Nachsteuerergebnis (EAT) vor Minderheiten des Lloyd Fonds-Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 stieg auf 1,0 Mio. EUR (Vj.: -0,1 Mio. EUR).
Die konsequente Erfüllung der Kundenbedürfnisse anhand der Megatrends Digitalisierung, Nutzerzentrierung und Nachhaltigkeit bestimmt die weitere Umsetzung der Strategie 2023/25. Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS soll die bereits bestehende Integration von Nachhaltigkeitsparametern im Investmentprozess weiter ausgebaut werden. Dies entspricht der Überzeugung der Lloyd Fonds AG, dass Nachhaltigkeit für Investoren zu einem zentralen Entscheidungsfaktor für Risiko und Rendite geworden ist.
Im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN ist neben der weiteren Integration von Geschäftsprozessen der Lange Assets & Consulting GmbH in den Lloyd Fonds-Konzern die aktive Betreuung unserer Kunden neben unserem Standort in Hamburg auch in Frankfurt am Main und München geplant. Dafür suchen wir aktiv Vermögensverwalter, die zu unserem Geschäftsmodell passen.
Im Geschäftsfeld LAIC ist ein erheblicher Ausbau der Vertriebs- und Marketingaktivitäten geplant. Zielbild ist die Entwicklung einer digital verfügbaren, hybriden Geldanlage-Plattform, die neben digital abschließbaren Produktlösungen auch ein eigenes Vertriebspartnerportal bietet. Darauf aufbauend ist die digitale, datengetriebene Neukundengewinnung geplant, die den eigenen Endkundenvertrieb einschließt. Bereits ein Jahr nach Marktstart am 1. April 2020 stieg das AuM-Volumen auf über 100 Mio. EUR.
Das weitere überproportionale Wachstum der AuM soll der wesentliche Treiber der zukünftigen Ergebnisse der Lloyd Fonds AG sein. Für die Zukunft hat sich die Lloyd Fonds AG zwei mittelfristige Ziele gesetzt. Bis Ende 2024 soll durch weiteres organisches und anorganisches Wachstum das AuM-Volumen auf über 7 Mrd. EUR steigen. Dabei strebt die Lloyd Fonds AG eine EBIDTA-Marge von über 45 % bezogen auf den Nettoumsatz an. Diese strategische Planung ist aus unserer Sicht das langfristige Erfolg versprechen der Lloyd Fonds AG gegenüber ihren Investoren, die Synergien aller Geschäftsfelder nachhaltig zu heben.
Die Lloyd Fonds AG ist wie die gesamte Finanzdienstleistungsbranche nach wie vor von der Entwicklung der Covid-19-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen betroffen. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäfts können weiterhin nicht ausgeschlossen werden.
Wir danken unseren Aktionärinnen und Aktionären für das Vertrauen in unser Unternehmen. Allen unseren Fondsanlegern, Kunden und Geschäftspartnern danken wir für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen in unsere Anlagelösungen. Nicht zuletzt danken wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Begeisterung und Einsatzbereitschaft.
Mit freundlichen Grüßen
Dipl.-Ing. Achim Plate, Chief Executive Officer
Michael Schmidt, CFA, Chief Investment Officer
Aufsichtsrat
Dr. Stefan Rindfleisch
Vorsitzender
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| ― | Staatsangehörigkeit: Deutsch |
| ― | Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder |
| ― | Rechtsanwalt. 2. Staatsexamen im Jahr 1996. Zulassung in Deutschland und in der Republik der Marschallinseln |
| ― | Im Jahr 2000 Promotion zum seevölkerrechtlichen Thema "Die Nacheile zur See" |
| ― | Im Jahr 1998 Beginn der Tätigkeit in der Kanzlei EHLERMANN RINDFLEISCH GADOW Rechtsanwälte Partnerschaft mbB (ehemals Ehlermann & Jeschonnek) |
| ― | Seit 2001 Partner in der Kanzlei EHLERMANN RINDFLEISCH GADOW Rechtsanwälte Partnerschaft mbB (ehemals Ehlermann & Jeschonnek) |
| ― | Tätigkeitsschwerpunkte: Maritimes Wirtschaftsrecht, strukturierte maritime Finanzierungen, Gesellschaftsrecht |
| ― | Mitglied im Deutschen Verein für Internationales Seerecht und der German Maritime Arbitration Association |
| ― | Seit Februar 2021 Aufsichtsratsvorsitzender der Salamon AG |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG seit 05/2017 |
Oliver Heine
stellvertretender Vorsitzender
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| ― | Staatsangehörigkeit: Deutsch |
| ― | Jahrgang 1962 |
| ― | Von 1984 bis 1990 Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg |
| ― | 1995 Zulassung zum Rechtsanwalt |
| ― | Partner der Kanzlei Heine und Partner GbR |
| ― | Gründungsgesellschafter der Lange Assets & Consulting GmbH |
| ― | Seit 04/2005 Mitglied des Aufsichtsrats der Axel Springer SE |
| ― | Seit 06/2019 Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG |
Peter Zahn
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| ― | Staatsangehörigkeit: Deutsch |
| ― | Jahrgang 1958, verheiratet, 2 Kinder |
| ― | Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH München) |
| ― | Von 1987 bis 04/2001 leitende Positionen in der Hypo Vereinsbank AG |
| ― | Von 05/2001 bis 06/2004 Bereichsleiter Handel der Neugründung Falkebank AG |
| ― | Von 07/2004 bis 10/2019 Vorstand der Lang & Schwarz AG |
| ― | Von 03/2008 bis 06/2020 Geschäftsführer Lang & Schwarz Broker GmbH |
| ― | Von 08/2013 bis 12/2020 Aufsichtsrat der Backbone Technology AG und der PAN AMP AG |
| ― | Seit 02/2021 Geschäftsführer Zahn Invest GmbH |
| ― | Seit 01/2020 Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG |
Prof. Wolfgang Henseler
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| ― | Staatsangehörigkeit: Deutsch |
| ― | Jahrgang 1961, verheiratet |
| ― | Diplom-Designer und Master of HCID (Human Computer Interaction and Design) |
| ― | Ab 1994 bis 2000 Gründer und Geschäftsführer von Pixel Factory GmbH, einem Multimedia-Start-up |
| ― | Ab 2000 bis 2005 Geschäftsführer, Design Director International bei GFT Technologies AG. Die Gruppe ist ein börsennotierter Informationstechnik-Dienstleister für Banken. Zu den angebotenen Produkten zählen insbesondere Lösungen für die Umsetzung regulatorischer Vorgaben und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen |
| ― | Ab 2005 bis 2009 Geschäftsführer, Creative Managing Director bei Syzgy Deutschland GmbH, einer international tätigen börsennotierten Agenturgruppe für digitales Marketing |
| ― | Seit 2009 Creative Managing Director bei Sensory Minds GmbH, einem Designstudio für innovative Technologien und smarte Medien |
| ― | Professur für Digitale Medien und Master of Creative Directions an der Hochschule Pforzheim - Fakultät für Gestaltung seit 1999. Er ist Studiengangleiter des Studiengangs "Visuelle Kommunikation" und unterrichtet in den Fächern "Digitale Transformation" (Wirtschaft 4.0 und Denken 4.0), User Centricity, Usability, User Experience, Innovation Thinking, smarte Ecosystem-Plattformen und Service Design mittels KI-Systemen |
| ― | Mitglied im Investment-Komitee des Main-Incubator, einer F&E-Gruppe der Commerzbank AG |
| ― | Seit 08/2018 Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG |
Jörg Ohlsen
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―
Staatsangehörigkeit: Deutsch
―
Jahrgang 1955, verheiratet, 5 Kinder
―
Diplom-Kaufmann, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
―
Ab 1982 bis 1994 Peat Marwick Mitchell & Co. Hamburg (KPMG)
―
Ab 1987 bis 1989 KPMG Peat Marwick Kalifornien/USA
―
Ab 1990 bis 1994 Partner & Managing Director KPMG Peat Marwick Deutschland
―
Ab 1994 bis 2004 Gründer & Managing Partner OLP-Gruppe
―
2004 erfolgte der Verkauf der OLP-Gruppe an Deloitte
―
Ab 2004 bis 2019 Partner bei Deloitte:
| ― | 2004 bis 2010 Verantwortlicher Lead Partner für die Prüfung von drei SDAX- und TecDAX-Unternehmen |
| ― | 2007 bis 2014 Verantwortlicher Partner in Hamburg für Corporate Finance in Norddeutschland (Hamburg, Berlin und Hannover) für Transaktionsberatung, IPOs und Unternehmensbewertung |
| ― | 2014 bis 2019 Managing Partner der Deloitte Corporate Finance Deutschland (M&A/Investment Banking-Bereich) |
| ― | 2011 bis 2019 Mitglied des Deloitte Global Executive Committee für Corporate Finance Advisory/M&A |
―
Von 1995 bis 2004 Vorsitzender und Mitglied von Aufsichtsräten von Start-up-Firmen, Management Buy-outs, Investment Fonds und IPO-Kandidaten
―
Seit 2007 Mitglied des Kuratoriums des Instituts für Unternehmens- und Kapitalmarktrecht der Bucerius Law School-Corporate Finance, Corporate Governance & Compliance
―
Seit 01/2020 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG
―
Seit 01/2020 Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Lloyd Fonds-Aktionärinnen und -Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
der Aufsichtsrat erstattet für das Geschäftsjahr 2020 wie folgt Bericht:
Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat im Geschäftsjahr 2020 seine zugewiesenen Aufgaben gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und überwacht. Der Vorstand berichtete regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Unternehmensplanung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie die Lage und Aussichten der Gesellschaft.
Die grundlegenden Geschäfte der Gesellschaft wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert und der Vorstand holte, soweit erforderlich, die Zustimmung des Aufsichtsrats ein.
Sitzungen
Alle Geschäftsvorgänge der Gesellschaft, die nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand zur Zustimmung vorgelegt.
Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2020 13 Aufsichtsratssitzungen statt, die teilweise als Präsenzsitzungen, teilweise in Form von Videokonferenzen und teilweise telefonisch abgehalten wurden. Hinzu kam ein Umlaufbeschluss, der außerhalb von Aufsichtsratssitzungen gefasst wurde.
An allen Sitzungen nahmen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder persönlich, telefonisch oder im Rahmen von Videokonferenzen teil. Der Vorsitzende und weitere Mitglieder des Aufsichtsrats standen darüber hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich zudem zu Einzelfragen untereinander ausgetauscht.
Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat sich im vergangenen Geschäftsjahr u. a. mit folgenden Themen beschäftigt und diesbezügliche Beschlüsse gefasst:
Februar 2020
In der ersten Sitzung des Geschäftsjahres 2020 am 14. Februar 2020 begrüßte der Vorsitzende die neuen Aufsichtsratsmitglieder Jörg Ohlsen und Peter Zahn, die sich kurz vorstellten. Der Aufsichtsrat stimmte sodann zunächst den seitens des Vorstands beabsichtigten personellen Veränderungen auf Geschäftsführungs- und Prokuristenebene der Tochtergesellschaften des Lloyd Fonds-Konzerns zu. Anschließend befasste sich der Aufsichtsrat u. a. mit dem aktuellen Stand zum D&O-Versicherungsschutz der Organe der Gesellschaft sowie zur Versicherungsabdeckung im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS bzw. LLOYD FONDS REAL AS-SETS. Ferner berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat neben dem aktuellen Stand der Strategie unter besonderer Berücksichtigung des Geschäftsfelds LAIC insbesondere über die vorläufigen Zahlen des Jahres- und Konzernabschlusses der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2019, die aktuelle Finanz- und Liquiditätsplanung der Gesellschaft sowie regulatorische Themen. Abschließend befasste sich der Aufsichtsrat mit Angelegenheiten des Vorstands.
März 2020
In seiner zweiten Aufsichtsratssitzung am 3. März 2020 beschloss der Aufsichtsrat die Bonuszahlungen an die Mitglieder des Vorstands Klaus M. Pinter und Michael Schmidt für das Geschäftsjahr 2019.
In seiner dritten Aufsichtsratssitzung am 24. März 2020 billigte der Aufsichtsrat den aufgestellten, geprüften und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, versehenen Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2019; der Jahresabschluss war damit festgestellt. Zudem billigte der Aufsichtsrat den mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, versehenen Konzernabschluss und stellte den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 fest. An der Erörterung dieser Tagesordnungspunkte nahmen Vertreter des Abschlussprüfers per Videokonferenz teil. Ferner stimmte der Aufsichtsrat aufgrund der Covid-19-Pandemie der Verschiebung der Hauptversammlung vom ursprünglich avisierten 2. Juni 2020 auf den 31. August 2020 zu. Anschließend erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat ausführlich die bisherigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Liquiditäts- und Finanzplanung der Gesellschaft sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Strategie und die damit verbundenen Maßnahmenpläne.
In der vierten Aufsichtsratssitzung am 27. März 2020 erfolgte eine Nachbesprechung der vorherigen Sitzung. Die Aufsichtsratsmitglieder bestätigten übereinstimmend die vom Vorstand vorgestellten Maßnahmenpläne und Strategieanpassungen. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit Personalangelegenheiten des Vorstands.
In seiner fünften Aufsichtsratssitzung am 30. März 2020 beschloss der Aufsichtsrat die Umsetzung der die drei Megatrends Digitalisierung, Nutzerzentrierung und Nachhaltigkeit adressierenden Strategie 2023/25 der Gesellschaft. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat erneut mit Angelegenheiten des Vorstands.
April 2020
In seiner sechsten Aufsichtsratssitzung am 6. April 2020 beschloss der Aufsichtsrat den bestehenden Vorstandsdienstvertrag mit Klaus M. Pinter im gemeinsamen Einvernehmen auf Basis eines Aufhebungsvertrags mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2020 zu beenden. Ferner beschloss der Aufsichtsrat im gemeinsamen Einvernehmen mit Herrn Pinter, dass dessen Amt als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft zum 15. April 2020 enden soll. Der Aufsichtsrat stimmte zudem u. a. der damit verbundenen Anpassung des Geschäftsverteilungsplans des Vorstands der Gesellschaft zu.
Mai 2020
In seiner siebten Aufsichtsratssitzung am 15. Mai 2020 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den Umsetzungsfortschritt der verabschiedeten Maßnahmen im Rahmen der Strategie 2023/25 und die damit verbundene aktualisierte Liquiditäts- und Finanzplanung der Gesellschaft aufgrund der Covid-19-Pandemie. Weitere Themen der Aufsichtsratssitzung waren u. a. die Berichte des Vorstands zum regulatorischen Zielbild der Gesellschaft aufgrund der Strategieanpassung, die Anpassung des Fondsangebots im Geschäftsbereich LLOYD FONDS, der Sachstand im Geschäftsbereich LAIC sowie im Vertrieb der Produkte. Der Aufsichtsrat stimmte zudem dem Abschluss von zwei Geschäftsführerdienstverträgen im Geschäftsbereich LAIC zu. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat ferner über aktuelle Gespräche mit potenziellen Partnern für eine Verbreiterung des AuM-Wachstums.
Juni 2020
In seiner achten Aufsichtsratssitzung am 22. Juni 2020 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Durchführung und den Abschluss der aufgrund der Covid-19-Pandemie ergriffenen Maßnahmen. Weitere Themen waren neben den Berichten über den aktuellen Sachstand in den Geschäftssegmenten LLOYD FONDS REAL ASSETS und LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, insbesondere hinsichtlich der beiden Geschäftsfelder LLOYD FONDS und LAIC, u. a. die Vorbereitung der Platzierung der Wandelschuldverschreibung 2020/24 sowie die Durchführung der ordentlichen Hauptversammlung 2020 am 31. August 2020 als virtuelle Hauptversammlung.
Juli 2020
In seiner neunten Aufsichtsratssitzung am 7. Juli 2020 stimmte der Aufsichtsrat nach eingehender Erörterung der diesbezüglich vom Vorstand vorgetragenen Begründungserwägungen dem Beschluss des Vorstands vom 7. Juli 2020 über die Ausgabe der Wandelschuldverschreibung 2020/24 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 12. Juni 2019 (Tagesordnungspunkt 9) zu. Nach den Beschlüssen von Vorstand und Aufsichtsrat sollte die Wandelschuldverschreibung 2020/24 im Wege einer Privatplatzierung ausgewählten Investoren unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre angeboten werden. Die näheren Konditionen der Emission sollten nach weiteren diesbezüglichen Marktsondierungen durch ergänzende Gremienbeschlüsse festgelegt werden.
In seiner zehnten Aufsichtsratssitzung am 15. Juli 2020 stimmte der Aufsichtsrat nach eingehender Erörterung der diesbezüglich vom Vorstand vorgetragenen Begründungserwägungen der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung 2020/24 zu den vom Vorstand mit Beschluss vom 12. Juli 2020 festgelegten Konditionen zu. Ferner stimmte der Aufsichtsrat der vom Vorstand am 15. Juli 2020 beschlossenen Zulassung der M.M. Warburg & Co. (AG & Co.) Kommanditgesellschaft auf Aktien als einziger Zeichnerin der Wandelschuldverschreibung 2020/24 (zu deren Weiterplatzierung) zu.
August 2020
In seiner elften Aufsichtsratssitzung am 6. August 2020 beschloss der Aufsichtsrat über die Tagesordnung und die Einberufung der ordentlichen (virtuellen) Hauptversammlung der Gesellschaft am 31. August 2020.
Im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat in der zwölften Aufsichtsratssitzung am 31. August 2020 u. a. die wesentlichen Kennzahlen des Halbjahresberichts 2020 und informierte über den Sachstand der Neugewinnung von Vertriebspartnern zum Absatz von LLOYD FONDS- und LAIC-Produkten. Zudem informierte der Vorstand über die aktuelle Performance der LLOYD FONDS-Produkte, deren Absatzentwicklung und -chancen, u.a. auch in der Gewinnung eines institutionellen Mandats, sowie über den Abschluss der Umsetzung des regulatorischen Zielbilds der Gesellschaft.
November 2020
In der 13. Sitzung des Aufsichtsrats am 27. November 2020 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat zunächst über die aktuelle Entwicklung der Liquiditäts- und Finanzplanung der Gesellschaft, die Entwicklung der Lloyd Fonds-Aktie, den Status im Geschäftsbereich LAIC, die geplanten Projekte im Jahr 2021, die Entwicklung im Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie über die Vorbereitung des Jahresabschlusses 2020 der Gesellschaft. Zudem informierte der Vorstand den Aufsichtsrat u. a. über die Entwicklung der Fondsperformance im Geschäftsbereich LLOYD FONDS und gab einen Überblick über den Stand der Nachhaltigkeitsstrategie im Lloyd Fonds-Konzern und die weiteren Umsetzungsschritte. Abschließend erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat u. a. die Geschäftsplanung für das Jahr 2021 und die vorgeschlagenen Veränderungen der Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands, die seit dem 1. Januar 2021 Gültigkeit haben.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2020 wurde die Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag verhandelt und den Auftrag erteilt. Prüfungsschwerpunkte waren die Bewertung des Finanzanlagevermögens, die latenten Steuern, die Umsatzerlöse und die Auswirkung der Covid-19-Pandemie auf den Konzernabschluss der Gesellschaft. Mit dem Abschlussprüfer wurde vereinbart, dass dieser dem Aufsichtsrat über alle für seine Aufgaben wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die bei der Durchführung der Abschlussprüfung zur Kenntnis des Abschlussprüfers gelangen, unverzüglich berichtet.
Der von der Lloyd Fonds AG nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020 sowie der nach den Vorschriften des HGB erstellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 der Lloyd Fonds AG wurden vom Abschlussprüfer geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss nebst Lageberichten haben von den Wirtschaftsprüfern jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Außerdem wurde das von der Lloyd Fonds AG gemäß Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) unterhaltene Risikofrüherkennungssystem von den Abschlussprüfern geprüft. Die Prüfung ergab, dass das Risikofrüherkennungssystem sämtlichen gesetzlichen Anforderungen vollständig entspricht.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Gesellschaft, den Lage- und Konzernlagebericht sowie die Berichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2020 geprüft. Alle Unterlagen standen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Lage- und Konzernlagebericht geprüft und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend besprochen und ausgewertet. Der Abschlussprüfer nahm an der Besprechung teil und erläuterte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss und referierte über die Ergebnisse der Abschlussprüfungen. Alle Fragen der Sitzungsteilnehmer wurden beantwortet. Der Aufsichtsrat stimmte nach den Beratungen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.
Der Aufsichtsrat hatte nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände zu erheben und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht in seiner Sitzung am 26. März 2021. Der Jahresabschluss 2020 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hatte nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung auch keine Einwände gegen den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und billigte diese. Er prüfte auch den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns und schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an.
Prüfung des Abhängigkeitsberichts
Der Vorstand hat den von ihm gemäß § 312 AktG aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2020 (Abhängigkeitsbericht) dem Aufsichtsrat zusammen mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer erteilte folgenden Vermerk:
"Vermerk des Abschlussprüfers:
Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Lloyd Fonds AG zu verbundenen Unternehmen geprüft und sich auf Basis seiner eigenen Prüfung und Erörterung des Berichts dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat in seiner Sitzung vom 26. März 2021 festgestellt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind.
Aktuelle Entwicklung der Covid-19-Pandemie
Der Lloyd Fonds-Konzern ist wie die gesamte Finanzdienstleistungsbranche nach wie vor von der Entwicklung der Covid-19-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen betroffen. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäfts können trotz der zuletzt positiven Entwicklung an den Finanzmärkten weiterhin nicht ausgeschlossen werden und würden voraussichtlich zu Plananpassungen führen. Die Dauer und Intensität der Auswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt unsicher und daher nicht abschließend quantifizierbar.
Danksagungen
Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Lloyd Fonds-Konzerns sehr für ihre persönliche Leistung und die erbrachte Arbeit.
Sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat dankt Ihnen für Ihr Vertrauen und würde sich freuen, wenn Sie unser Unternehmen weiterhin auf seinem vielversprechenden Weg begleiten.
Hamburg, den 26. März 2021
Für den Aufsichtsrat
Dr. Stefan Rindfleisch, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Corporate Governance
Corporate Governance steht für eine verantwortungsvolle und transparente Führung und Kontrolle von Unternehmen. Die Lloyd Fonds AG misst einer guten Corporate Governance eine große Bedeutung zu.
Orientierung am "Deutscher Corporate Governance Kodex"
Der "Deutscher Corporate Governance Kodex" (DCGK), zuletzt aktualisiert am 16. Dezember 2019, enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Hierzu zählen neben seiner Organisation geschäftspolitische Grundsätze und Werte, Leitlinien sowie interne und externe Kontroll- und Überwachungsmechanismen.
Eine gute Corporate Governance soll maßgeblich zu einer verantwortungsvollen Unternehmensleitung und -kontrolle beitragen. Die effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Aktionärsinteressen, Offenheit und Transparenz sowie ein Bewusstsein für die Wirkungen des Geschäftsmodells auf Umwelt und Gesellschaft sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance. Zudem soll sie das Vertrauen von Aktionären, Investoren, Geschäftspartnern und Beschäftigten sowie der Öffentlichkeit in ein Unternehmen fördern.
Heutige Elemente der Corporate Governance der Lloyd Fonds AG sind beispielsweise ein ausführlicher Aufsichtsratsbericht sowie die Veröffentlichung tabellarischer Lebensläufe von Aufsichtsrat und Vorstand. Ein besonderes Augenmerk auf Corporate Governance legte die Lloyd Fonds AG zudem bei der Durchführung der ordentlichen Hauptversammlung 2020 am 31. August 2020. Im Rahmen der aufgrund der Covid-19-Pandemie erstmals virtuell durchgeführten Hauptversammlung veröffentlichte die Lloyd Fonds AG die Rede und Präsentation des Vorstands vorab am 26. August 2020. Die Aktionäre hatten die Möglichkeit, darauf aufbauend ihre Fragen zur Entwicklung der Gesellschaft bis zum 29. August einzureichen. Abweichend von den gesetzlichen Möglichkeiten des "Covid-19-Gesetzes" wurden zudem alle eingereichten Fragen der Aktionäre beantwortet.
Die Lloyd Fonds AG gehört aufgrund ihrer Notierung im Freiverkehr (Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse) nicht zu den börsennotierten Gesellschaften im Sinne des § 161 Abs. 1 AktG. Vorstand und Aufsichtsrat sind daher derzeit rechtlich nicht verpflichtet, jährlich zu erklären, dass dem DCGK entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.
Umsetzung einzelner Elemente des "Deutscher Corporate-Governance-Kodex"
Der Vorstand der Gesellschaft hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG gleichwohl entschieden, sukzessive ausgewählte Empfehlungen des DCGK umzusetzen. Mit Beschluss vom 26. März 2021 stimmten Vorstand und Aufsichtsrat dem Ziel- und Kompetenzprofil für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG sowie einem für die Gesellschaft und alle Beschäftigten gültigen Code of Conduct zu. Zudem stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zu, neben dem Ziel- und Kompetenzprofil des Aufsichtsrats und dem Code of Conduct auch die Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands auf der Webseite der Lloyd Fonds AG im Bereich Investor Relations/Corporate Governance zu veröffentlichen.
Hamburg, im März 2021
Dipl.-Ing. Achim Plate, Chief Executive Officer
Michael Schmidt, CFA, Chief Investment Officer
Dr. Stefan Rindfleisch, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Lloyd Fonds-Aktie
Positive Entwicklung der Lloyd Fonds-Aktie
Eine durch die Covid-19-Pandemie geprägte und sehr volatile Marktentwicklung im ersten Halbjahr 2020 zeichnete sich insbesondere ab Mitte Februar durch deutliche Kursrückschläge gefolgt von einer dann einsetzenden Erholung der Aktienmärkte ab. Dieses Handelsmuster spiegelte sich auch im Kursverlauf der Lloyd Fonds-Aktie wider. Am 2. Januar 2020 startete der Aktienkurs der Lloyd Fonds AG mit einem Schlusskurs von 5,25 EUR in das neue Jahr. Nach einem Zwischentief im März erreichte die Aktie in den Folgemonaten wieder die Kursniveaus vor dem Covid-19-bedingten Einbruch. Dank positiver Unternehmensnachrichten und einer im zweiten Halbjahr 2020 deutlich gestiegenen medialen Präsenz konnte die Aktie in einem günstigen Marktumfeld weiter zulegen und das Börsenjahr mit einem Schlusskurs von 6,20 EUR am 30. Dezember 2020 beenden. Die Marktkapitalisierung betrug zu diesem Stichtag rund 82 Mio. EUR.
KURSVERLAUF DER LLOYD FONDS-AKTIE SEIT 2018

Aktionärsstruktur *

* Ca.-Angaben. Aktionäre von Unternehmen, deren Aktien im Scale-Segment (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse notieren, unterliegen nicht der Stimmrechtsmitteilungspflicht nach WpHG. Die Darstellung der Aktionärsstruktur erfolgt daher nach bester Kenntnis der Gesellschaft und vollständig ohne Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität. Stand: März 2021.
** Lange Assets & Consulting GmbH.
Ordentliche Hauptversammlung 2020
Auf der Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG am 31. August 2020 wurden alle Beschlüsse zu den zehn Tagesordnungspunkten mit Zustimmungsquoten von durchschnittlich über 82 % gefasst. Mit einer Zustimmung von rund 87 % der anwesenden Stimmen erreichte insbesondere der Beschluss zum Abschluss eines Gewinnabführungsvertrags zwischen der Lloyd Fonds AG und der SPSW Capital GmbH das nötige Quorum.
Wandelschuldverschreibung 2020/24 platziert
Am 15. Juli 2020 wurde die Wandelschuldverschreibung 2020/24 mit einem Nennbetrag von 5 Mio. EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Das Wertpapier (ISIN: DE000A289BQ3) verfügt über eine vierjährige Laufzeit ab dem 17. Juli 2020 und wird mit einem halbjährlich nachträglich zahlbaren, fixen Kupon von 5,50 % p. a. verzinst. Investoren können die Anleihe zu festgelegten Terminen, frühestens jedoch ab 3. Februar 2021 in Aktien der Emittentin tauschen. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf 5,00 EUR festgelegt, wobei dieser Betrag nach Maßgabe der Emissionsbedingungen bei bestimmten Maßnahmen angepasst werden kann. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Die Emission stieß insbesondere bei den neuen Investoren auf positive Resonanz. Die technische Abwicklung der Wandelanleihe erfolgte durch die Hamburger Privatbank M.M. Warburg & Co. (AG & Co.), KGaA. Die Platzierung erfolgte zusammen mit der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers Aktiengesellschaft als Sole Lead Manager.
Analysten
Die Coverage der Lloyd Fonds-Aktie wurde erheblich ausgeweitet. Folgende Research-Häuser, Banken und Wertpapierhäuser erstellten regelmäßig Analysen bzw. (Kurz-)Studien und Updates zur Lloyd Fonds-Aktie:
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| Analysten | |
|---|---|
| Keefe, Bruyette & Woods (Stifel) | Clara Kamenicek |
| Warburg Research | Marius Fuhrberg |
| Hauck & Aufhäuser | Frederik Jarchow |
| SMC Reseach | Holger Steffen |
| Edison | Milosz Papst |
Das Research und die aktuellen Empfehlungen können auf der Webseite der Lloyd Fonds AG im Bereich Investor Relations/Research eingesehen werden. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit und erfolgt ohne Gewähr.
Investor Relations
Dem Markt begegnet die Lloyd Fonds AG mit einer transparenten, direkten und kontinuierlichen Finanzkommunikation. Im Berichtsjahr wurde die IR- und Pressearbeit erheblich ausgeweitet. Die Veröffentlichungen können auf der Webseite der Lloyd Fonds AG im Bereich Investors Relations/Investor News eingesehen werden.
Stammdaten der Lloyd Fonds-Aktie
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| Börsenkürzel | WKN: A12UP2, ISN: DE000A12UP29 |
|---|---|
| Börsenplätze | Freiverkehr Frankfurt (Scale), Xetra, Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart und Tradegate |
| Marktsegment | Scale |
| Grundkapital (31. Dezember 2020) | 13.265.914 EUR |
| Corporate Brokerage | Stifel Europe Bank AG |
| Designated Sponsorship | Stifel Europe Bank AG |
| Capital Market Partner | Stifel Europe Bank AG |
| Erster Handelstag | 28. Oktober 2005 |
| Gattung | Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR |
| Kurs (Durchschnitt) * | 4,60 EUR |
| Kurs (30. Dezember 2020) * | 6,20 EUR |
| Handelsvolumen (Durchschnitt) * | rund 10.300 Stücke |
| Marktkapitalisierung (30. Dezember 2020) | rund 82 Mio. EUR |
* Xetra.
Digital Asset Platform (DAP 4.0)
Ein Blick auf den Erfolg globaler Player in verschiedensten Industrien führt aus Sicht der Lloyd Fonds AG zu dem Rückschluss, dass besonders nutzerorientierte und im zweiten Schritt dann entsprechend nutzerzentrierte Firmen einen Wettbewerbsvorteil haben. Hier geht es in erster Linie um das frühzeitige Erkennen persönlicher und individueller Bedürfnisse der Kunden. Die Grundlage für nutzerzentrierte Produkte und Vertriebswege sind Daten und die Fähigkeit, diese in Echtzeit zu analysieren.
Aus diesem Grund setzt die Konzernstrategie der Lloyd Fonds AG konsequent auf Digitalisierung und Datenmanagement. Dafür wurde die cloudbasierte digitale Infrastruktur, die Digital Asset Platform 4.0 (DAP 4.0), als technischer Enabler unabhängig von Altsystemen entwickelt. Sie verarbeitet die Daten einer Vielzahl von Datenbanken und Systemen. Die Plattform ist der technische Enabler für das gesamte Asset Management der Lloyd Fonds AG. Sie unterstützt beispielsweise bei der Vorbereitung der Investmententscheidungen im Geschäftsfeld LLOYD FONDS, indem Daten und Analysen erstellt werden und so aktiv in die Entscheidungsfindung einfließen. Zudem werden die Daten und Systeme für die Integration von Nachhaltigkeitsparametern genutzt. Die Daten und Systeme der DAP 4.0 sind aber auch der Kern für die Steuerung des algorithmusbasierten Portfoliomanagements im LAIC-ADVISOR®. Dabei soll eine digital verfügbare, hybride Geldanlage-Plattform entwickelt werden, die neben digital abschließbaren Produktlösungen auch ein eigenes Vertriebspartnerportal bietet.
Konzernstrategie 2023/25:
Fokus auf Nutzen der Digitalisierung


Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit hat das Potenzial, die ökonomische wie soziale Landschaft weltweit stark zu verändern. Nachhaltigkeit bedeutet dabei nicht nur die Berücksichtigung von ESG * -Kriterien. Es geht vielmehr um einen umfassenden Strukturwandel des Wirtschaftsmodells, das mit weniger Ressourcenverbrauch und geringeren Schäden auskommen muss, wenn für zukünftige Generationen noch Wohlstand in einer lebenswerten Umwelt gesichert werden soll.
Nachhaltigkeit ist inzwischen ein Megatrend in allen Bereichen des Finanzwesens, nicht zuletzt auch im Asset Management und in der Vermögensverwaltung mit entsprechend dynamischem Wachstum bei nachhaltig gemanagten Vermögen und Fonds. So erwartet eine Studie von PwC Luxemburg, dass das in Fonds verwaltete ESG-Vermögen über alle Anlageklassen in Europa bis 2025 auf 5,5 bis 7,6 Bio. EUR ansteigen und damit zwischen 41 % und 57 % des gesamten Fondsvermögens in Europa ausmachen wird.
Volumen europäischer ESG-Publikumsfonds (Mrd. EUR)

Quelle: European ESG Mutual Fund AuM (EUR billion). PwC Global AWM Research Centre analyis. Past data based on Morningstar and Refinitiv Lipper.
Diese Dynamik ist zu begrüßen, weil sie das Thema Nachhaltigkeit aus der Nische in den Mainstream, sprich in die Mitte des Finanzsystems und des Asset Managements führt. Um aber die Zielsetzungen der Weltgemeinschaft und den damit verbundenen Strukturwandel zu erreichen, ist eine ernsthafte, engagierte Begleitung der Unternehmen der Realwirtschaft gerade durch professionelle Investoren erforderlich. Es besteht mittlerweile Einigkeit darüber, dass Nachhaltigkeitsbetrachtungen zur treuhänderischen Pflichterfüllung gehören. Gleichzeitig dürfen aber Renditeerwartungen von Anlegern nicht aus dem Auge verloren werden, auch sie gehören zu den treuhänderischen Pflichten von Asset Managern.
In Deutschland arbeitete der Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung an Empfehlungen, die mit Blick auf die Besonderheiten des deutschen Finanzsystems die ökologisch-soziale Transformation der Wirtschaft unterstützen und Deutschland zu einem führenden Sustainable Finance-Standort machen sollen. Dabei hat er in seinem Schlussbericht vom Februar 2021 mit 31 ambitionierten Handlungsempfehlungen das Finanzsystem ganzheitlich in den Blick genommen. Ziel ist es, das Finanzsystem nachhaltig und damit zukunftsfest auszurichten, orientiert an den großen internationalen Leitplanken des Pariser Klimaabkommens und der Agenda 2030 (SDGs) sowie den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der UN.
* ESG: Diese drei Buchstaben beschreiben drei nachhaltigkeitsbezogene Verantwortungsbereiche von Unternehmen: Das "E" für Environment steht z. B. für Treibhausgas emissionen. Social ("S") beinhaltet Aspekte wie Gesundheitsschutz oder gesellschaftliches Engagement. Unter Governance ("G") wird eine nachhaltige Unternehmens führung verstanden.
Innovativer Nachhaltigkeitsansatz
Moderne nachhaltige Fondsangebote sollten nach Überzeugung der Lloyd Fonds AG nicht auf klassische, in der Regel vergangenheitsbezogene und statische ESG-Ansätze setzen, sondern zukunftsgerichtet und Teil des Investmentprozesses sein ("Integration"), die Veränderungsfähigkeit von Unternehmen betonen ("Transformation") sowie auf Wirkung setzen ("Impact"). Durch aktives Engagement, die einzelne oder kollaborative Einwirkung von Investoren auf Unternehmen, lässt sich die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit beschleunigen. Gerade traditionelle Industrieunternehmen, die sich mit ambitionierten Zielen und glaubwürdigen Maßnahmen auf einen Transitionspfad begeben, sind wichtig für das Gelingen der Transformation und können durch ihre Veränderung auch ein attraktives Rendite-Risiko-Profil bieten.
Michael Schmidt (2.v.l.) bei der Präsentation des Abschlussberichts des Sustainable Finance-Beirats am 25. Februar 2021 auf der Bundespressekonferenz in Berlin.
LLOYD FONDS: SDG-Ansatz

Übergreifendes Nachhaltigkeitsverständnis
Die Lloyd Fonds AG versteht Nachhaltigkeit daher als einen übergreifenden Ansatz auf drei wesentlichen Umsetzungsebenen:
Erstens findet die Nachhaltigkeitsstrategie in allen drei Geschäftsfeldern der Lloyd Fonds AG ihren Niederschlag. So erfüllen die Publikumsfonds im Geschäftsfeld LLOYD FONDS die Kriterien des UN Global Compact. Zusätzlich werden relevante und materielle Nachhaltigkeitsparameter passend zum jeweiligen Fondskonzept in die Investmentprozesse integriert, insbesondere in der Unternehmensanalyse und beim Risikomanagement. Unter den insgesamt sieben Beurteilungskriterien eines Investments in der hauseigenen Analysesystematik ,,LLOYD FONDS - Seven Select" ist aus Nachhaltigkeitsperspektive die Bewertung der Portfoliounternehmen am Kapitalmarkt von besonderer Bedeutung hinsichtlich der Frage, ob Risiken aus kontroversen Geschäftstätigkeiten adäquat berücksichtigt sind bzw. sich sogar ein zusätzliches Bewertungspotenzial aus deren Abbau ergibt. Zur laufenden Überwachung der Fondspositionen kommt der selbst entwickelte Kontroversen-Radar zum Einsatz. In den Geschäftsfeldern LLOYD VERMÖGEN und LAIC liegt der Schwerpunkt auf der Umsetzung kundenindividueller Nachhaltigkeitspräferenzen.
Zweitens entwickelt die Lloyd Fonds AG Investmentlösungen und Fonds, die auf eine spezielle Nachhaltigkeitswirkung, orientiert an den Sustainable Development Goals (SDGs), abzielen und vor allem die hierfür nötige Transformation der Unternehmen befördern und begleiten. Derzeit setzen zwei Fonds diese Zielsetzungen als explizite Nachhaltigkeitsfonds um: mit Fokus auf Umwelt der globale Aktienfonds Lloyd Fonds - Green Dividend World und auf alle SDGs ausgerichtet der Mischfonds Lloyd Fonds - Global Multi Asset Sustainable. Ferner werden im Geschäftsfeld LAIC zwei algorithmisch gesteuerte Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen angeboten (LAIC - Sustainable Digital Selection AC und LAIC - Sustainable Digital Selection EM). Auf die Umsetzung der Sustainable Finance-Regulierung der EU (Offenlegungsverordnung, Taxonomieverordnung und MiFiD-II-Änderungsverordnung) ist die Lloyd Fonds AG in ihrem Produktangebot sehr gut vorbereitet. Im Laufe des Jahres 2021 werden die Nachhaltigkeitsmerkmale und -zielsetzungen aller Fonds im Lloyd Fonds-Konzern entsprechend regulierungskonform konkretisiert und gleichzeitig ihre klaren Differenzierungsmerkmale im Wettbewerb weiter geschärft.
Drittens muss Nachhaltigkeit aber auch übergreifend auf Unternehmensebene verankert werden, um Glaubwürdigkeit zu erlangen. Für die Lloyd Fonds AG bedeutet dies konkret, dass Nachhaltigkeit eine Verantwortung auf Vorstandsebene und Kernelement der Unternehmensstrategie ist. Die Lloyd Fonds AG identifiziert sich dabei mit acht ausgewählten nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen ("Sustainable Development Goals" (SDGs)), für die ein Mapping zu den einzelnen Geschäftsaktivitäten und Organisationseinheiten begonnen wurde.
Für eine konsequente Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie ist die Lloyd Fonds AG seit dem Jahr 2019 verschiedene Partnerschaften eingegangen. Sie bekennt sich zu den Principles for Responsible Investment (PRI), ist Unterzeichner der von der Deutschen Börse initiierten "Frankfurter Erklärung" und Mitglied im Carbon Disclosure Projekt (CDP).
Zur Unterstützung einer konsequenten Nachhaltigkeitspositionierung wurde zudem mit dem WWF Deutschland im Januar 2020 eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. Die Partnerschaft hat das Ziel, Umwelt- und Ressourcenschutz mittels nachhaltiger Investments zu fördern. Die Partnerschaft soll auch zur Realisierung der SDGs beitragen. Der WWF und die Lloyd Fonds AG teilen dabei das gleiche Nachhaltigkeitsverständnis. Daher ist die positive Wirkung auf die Transformation von Unternehmen ein besonderer Fokus der Partnerschaft.
Ferner ist die Lloyd Fonds AG im Januar 2021 als erster unabhängiger Asset Manager Deutschlands der "Science Based Targets initiative" (SBTi) beigetreten. Diese setzt sich für die Reduktion von Treibhausgasen auf Basis von wissenschaftlich berechneten Zielvorgaben ein. Hierdurch können Unternehmen ihre Klimapolitik fundiert an den Zielen des Pariser Klimaabkommens ausrichten, dem Klimawandel effektiv entgegenwirken und die Transition zu einer klimaneutralen Zukunft mitgestalten. Die Lloyd Fonds AG will mit der Methode der SBTi die C0 2-Emissionen ihrer Wertpapierfonds, zunächst beginnend im Geschäftsfeld LLOYD FONDS, berechnen und reduzieren.
C02-neutrales Finanzhaus
Die Lloyd Fonds AG leistet zudem ihren eigenen Beitrag zur C0 2-neutralen Transition der Wirtschaft durch Reduktion und Kompensation ihrer unternehmensspezifischen C0 2-Emissionen. Die C0 2-Emissionen des Geschäftsbetriebs des Lloyd Fonds-Konzerns betrugen nach eigenen Berechnungen rund 270 Tonnen im Jahr 2020. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie ist der C0 2-Ausstoß u. a. aufgrund des reduzierten Reiseaufkommens der Beschäftigten dabei im Jahr 2020 geringer ausgefallen. In einem "normalisierten" Jahr erwartet die Lloyd Fonds AG einen durchschnittlichen C0 2-Ausstoß in Höhe von rund 350 bis 400 Tonnen. Die Berechnung wurde durch Prof. Dr. Timo Busch, Research Group on Sustainable Finance an der Universität Hamburg, geprüft. Die Kompensation der Ist-C0 2-Evidenz 2020 erfolgt durch Aufforstungsprojekte in Zusammenarbeit mit PLANT-MY-TREE® in Hohenaspe bei Itzehoe in Schleswig-Holstein.
Beginnend mit dem Jahr 2021 arbeitet die Lloyd Fonds AG daran, die eigenen C0 2-Emissionen durch weitere Maßnahmen um zunächst etwa 20 % zu reduzieren, z. B. durch die Umstellung auf Ökostrom. Mit konkreten Projekten zusammen mit Partnern soll künftig nicht nur die Kompensation verbleibender Emissionen erreicht werden, sondern möglichst auch ein zusätzlicher C0 2-Reduktionsbeitrag.
Die Lloyd Fonds AG beabsichtigt, über den jährlich ermittelten C0 2-Ausstoß und die eingeleiteten Maßnahmen zukünftig im Rahmen ihres Geschäftsberichts zu informieren.
LLOYD FONDS
Positionierung
Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS erfolgt eine Positionierung als Spezialanbieter benchmarkfreier Aktien-, Renten- und Mischfonds mit einem klaren Fokus auf aktiven Alpha-Strategien. Alle durch erfahrene Fondsmanager mit nachgewiesenem Track Record gesteuerten Fonds berücksichtigen einen integrierten Nachhaltigkeitsansatz im Investmentprozess.
Angebot
Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS bietet die Lloyd Fonds AG aktuell sieben offene Fonds für institutionelle Investoren und Privatanleger an:
Fonds für alle Anlegergruppen

Disclaimer:
Die obenstehenden Angaben zu Performance und Risiko wurden sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen auf Basis von Kenntnissen, Einschätzungen und Annahmen per März 2021 zusammengetragen. Sie spiegeln die Einschätzungen der Lloyd Fonds AG zum Zeitpunkt März 2021 wider und können sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung verändern. Eine Verantwortung für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben sowie den Eintritt von Prognosen wird nicht übernommen.
Aktive Alpha-Strategien
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| ― | Renten-, Misch-, Aktien- und Hedgefonds |
| ― | Starker Fokus auf Nachhaltigkeit |
| ― | Zusammenarbeit mit dem WWF Deutschland |
| ― | Ausgezeichneter Track Record |


Aktive Wertschöpfung
Die aktiv gemanagten Aktien-, Renten- und Mischfonds investieren auf der Grundlage einer fundierten Einzeltitelauswahl. Jedem Fonds liegt eine dezidierte Anlagestrategie des Fondsmanagers zugrunde. Erfolg mit aktiv gemanagten Fonds braucht Kompetenz, Erfahrung und einen überzeugenden Track Record der Fondsmanager. Das Team von Lloyd Fonds, integriert unter der SPSW Capital GmbH, bringt genau diese Eigenschaften mit. Alle Fondsmanager verfolgen ihre Fondsstrategien bereits seit Jahren und wurden für ihre Leistungen regelmäßig ausgezeichnet.
Im Zentrum des Fondsmanagements stehen der tatsächliche Wert, die Erträge sowie die Wachstumschancen eines Unternehmens. Die Wertschöpfung der Fonds resultiert nicht zuletzt auch aus dem aktiven Engagement der Fondsmanager. Aktivität bedeutet dabei nicht eine hohe Handelsintensität, sondern die aktive Analyse, die aktive Auswahl und nicht zuletzt das aktive Begleiten von Portfolio-Unternehmen über einen langen Zeitraum. Ein solches, mit höherem Zeitaufwand verbundenes, aktives Engagement ist effektiv nur im Rahmen von konzentrierten Portfolios möglich. Alle Fonds fokussieren in der Regel auf durchschnittlich ca. 50 Positionen. Sie berücksichtigen ausschließlich solche Titel, von denen die Fondsmanager aufgrund gründlicher Analyse überzeugt sind. Auch beim Performancebeitrag der einzelnen Titel zeigt sich die Fokussierung. Die Top-10-Positionen sind typischerweise höher gewichtet und steuern somit einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Gesamtperformance der jeweiligen Fonds bei.
Top-Platzierungen aller Fonds
Im durch die Covid-19-Pandemie geprägten Jahr 2020 bestätigen die Platzierungen der Fonds den aktiven Managementansatz mit erfahrenen und erfolgreichen Fondsmanagern. Dies zeigen beispielsweise die Auszeichnungen als beste Fondsgesellschaft für "Anleihen-Global Flexibel" und "Mischfonds-Flexibel EUR" durch Citywire im Juni 2020. In die Citywire Group-Ratings fließen die Leistung und Expertise im jeweiligen Sektor als Ganzes ein. Bewertet wurden dabei neben der Fondsperformance auch Faktoren wie die Erfahrung der einzelnen Manager und des gesamten Teams.

Hinweis:
Die vorstehenden Informationen und Performancedaten per 31.12.2020 erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine Verantwortung für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben sowie den Eintritt von Prognosen wird nicht übernommen. Jegliche Haftung für unrichtige beziehungsweise missverständliche Angaben und Äußerungen oder für den nicht wie erwartet erfolgenden Eintritt von angenommenen rechtlichen oder tatsächlichen Umständen, insbesondere von wirtschaftlichen Entwicklungen, ist ebenfalls ausgeschlossen. Die Lloyd Fonds AG weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Informationen weder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen noch eine Finanzanalyse darstellen. Anlageentscheidungen sollten nur auf der Grundlage der aktuellen Verkaufsunterlagen getroffen werden, die auch die allein maßgeblichen Anlagebedingungen enthalten. Der Erwerb dieser Vermögensanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung, ist nicht prognostizierbar. Die Verkaufsprospekte, die wesentlichen Anlegerinformationen und die aktuellen Berichte zu den Fonds, welche von der Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Theodor-Heuss-Allee 70, 60486 Frankfurt am Main, Deutschland, verwaltet werden, sind kostenlos in deutscher Sprache bei Ihrem Berater/Vermittler oder bei Universal-Investment unter www.universalinvestment.com erhältlich.
Morningstar Rating: © 2020 Morningstar, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Die hierin enthaltenen Informationen: (1) sind für Morningstar und/oder ihre Inhalte-Anbieter urheberrechtlich geschützt; (2) dürfen nicht vervielfältigt oder verbreitet werden und (3) deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wird nicht garantiert. Weder Morningstar noch deren Inhalte-Anbieter sind verantwortlich für etwaige Schäden oder Verluste, die aus der Verwendung dieser Informationen entstehen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
LLOYD VERMÖGEN
Positionierung
Im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN erfolgt eine proaktive, ganzheitliche 360°-Umsetzung der individuellen Ziele von vermögenden Kunden in einer persönlichen Vermögensverwaltung.
360°-Beratung
Die persönliche Vermögensverwaltung im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN wird durch die 2005 gegründete Hamburger Vermögensverwaltung Lange Assets & Consulting GmbH ("LAC") erbracht.
In der persönlichen Vermögensverwaltung erfolgt eine proaktive, ganzheitliche 360°-Umsetzung der individuellen Ziele von vermögenden und institutionellen Kunden. Zudem werden maßgeschneiderte Lösungen für Family Offices und Stiftungen erarbeitet, was zur zusätzlichen Verwaltung von Mandaten und Stiftungsvermögen führt. Für die Umsetzung dieser Ziele steht der LAC das gesamte Netzwerk des Lloyd Fonds-Konzerns zur Verfügung.

Nach der erfolgreichen Übernahme der Lange Assets & Consulting GmbH wurden erste Synergien beispielsweise anhand einer integrierten Personalarbeit oder einer entsprechend aufeinander abgestimmten Kommunikationsstrategie gehoben. Darüber hinaus wurde die Vermögensverwaltung erfolgreich bei ihrem Wachstumskurs unterstützt, indem der LAC die gesamte Infrastruktur sowie das Netzwerk der Lloyd Fonds AG zur Verfügung steht. Zudem wurde das Team der Investorenbetreuer und damit die Mandatsansprache ausgeweitet.
Aktive Marktkonsolidierung
Der Markt der unabhängigen Vermögensverwalter ist in Deutschland stark fragmentiert, allein in den sechs großen deutschen Städten gibt es rund 200 unabhängige Marktteilnehmer. Insbesondere vor dem Hintergrund der gestiegenen regulatorischen Anforderungen steht auch Deutschland vor einer mittelfristigen Konsolidierungswelle, welche die Lloyd Fonds AG sich aktiv zu Nutze machen möchte. Ziel ist mittelfristig, die Kunden an jedem der drei Standorte in Hamburg, Frankfurt am Main und München durch eine Vermögensverwaltung zu betreuen. Akquisitionszielen können sowohl klassische administrative Tätigkeiten wie zum Beispiel HR-Themen oder Compliance, abgenommen werden, oder sie erhalten entsprechend Unterstützung durch die aufgebaute IT-Infrastruktur im Sinne der Digital Asset Platform 4.0 (DAP 4.0), welche das Reporting für Kunden ebenso einschließt wie mögliche Markt- und Risikoanalysen. Im engeren Fokus stehen dabei Vermögensverwalter mit einem AuM-Volumen von 500 Mio. EUR bis 1 Mrd. EUR und attraktiven Netzwerken. Den Vermögensverwaltern bietet die Lloyd Fonds AG mit ihrer Digital Asset Platform 4.0 einen klaren Wettbewerbsvorteil in der Kundenbetreuung an.

Hohe Anzahl europäischer Fusionen im Asset Management

Akquisitionstargets
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| ― | Regional: München, Frankfurt |
| ― | Zielgröße: 500 Mio. EUR bis 1,0 Mrd. EUR |
| ― | Effizienzsteigerung durch frühzeitige Identifikation von Synergien |
* Zeigt Transaktionen bis Juli eines jeden Jahres.
Quelle: Deloitte Center for Financial Services, Analysis of M&A Data sourced from SAP Global.
LAIC
Positionierung
Im Geschäftsfeld LAIC werden mit dem WealthTech LAIC digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur Portfoliooptimierung mit dem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz basierenden System (LAIC ADVISOR ®) für Privatanleger und institutionelle Kunden angeboten.
Stark wachsende Nachfrage nach digitalem Portfolio-Management
Digitale Vermögensverwalter vereinfachen für viele Anleger die komplexe Welt der Kapitalanlage. In Deutschland haben sich in den letzten Jahren zahlreiche FinTech-Startups und etablierte Banken involviert, eine moderne digitale Vermögensverwaltung zu schaffen. Mittlerweile gibt es ca. 30 deutsche Anbieter, die i. d. R. anhand vordefinierter Musterportfolios die entsprechende Risikoklasse abbilden und vorwiegend ETFs in ihrer digitalen Vermögensverwaltung anbieten.
Laut Statista soll sich das verwaltete Vermögen der digitalen Vermögensverwalter ("Robo-Advisors") in ganz Europa bis zum Jahr 2024 auf rund 253 Mrd. EUR erhöhen.
Prognose zur Entwicklung des verwalteten Vermögens der Robo-Advisors in Europa von 2017 bis 2024

Quelle: Statista 2021. (in Mio. EUR). Stand Juni 2020.
* Prognose wurde um die erwarteten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie angepasst. Ausgewählte Region beinhaltet nur Länder des Digital Market Outlooks.
Produkte für Endkunden und institutionelle Kunden
Die Lloyd Fonds AG ist mit ihrem WealthTech LAIC seit dem 1. April 2020 im Markt der digitalen Vermögensverwalter aktiv. Die LAIC Vermögensverwaltung GmbH verfügt über die Erlaubnis, gemäß § 32 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 2 KWG die Anlagevermittlung, Anlageberatung, Abschlussvermittlung und die Finanzportfolioverwaltung zu erbringen. Sie verfolgt einen ganzheitlichen, lösungsorientierten Investmentansatz. Dabei übernimmt das algorithmusbasierte Portfoliomanagement die Diversifikation für die Kunden, abgestimmt auf deren individuelle Risikoneigung und auf Basis einer permanenten Risikoüberwachung globaler Rahmenbedingungen.
Der LAIC ADVISOR ® wird bereits in mehreren Produkten für private und institutionelle Anleger eingesetzt. Erstens können vermögende Privatanleger ab einer Mindestzeichnungssumme von aktuell 50.000 EUR ihr Individualdepot zusammenstellen und steuern lassen. Zweitens werden fünf breit diversifizierte LAIC-Mischfonds mit unterschiedlichen Risikostrategien und Nachhaltigkeitsschwerpunkten angeboten. Drittens wurden mit den Versicherungspartnern Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG und Condor Lebensversicherungs-AG zwei fondsgebundene, steuerlich geförderte Rentenversicherungen im Markt positioniert, welche auf den digital gesteuerten Mischfonds basieren und ebenfalls private Anleger adressieren. Zusätzlich wurde das Produktangebot mit der Auflage des institutionellen Publikumsfonds LAIC - Digital Institutional Europe erweitert. Der Fonds wurde gemeinsam mit einem institutionellen Kunden für die Anforderungen von Banken und Sparkassen im Depot A-Geschäft entwickelt und aufgelegt.

Fokus auf Risikomanagement
Im Investmentprozess des LAIC ADVISOR ® wird besonderer Wert auf das Risikomanagement gelegt. Dafür wurde als ein Teilschritt eines sechsstufigen Investmentprozesses die LAIC-Scorecard zur Qualitäts- und Risikobewertung von Fonds und ETFs entwickelt. Jedes einzelne Investment im Universum wird quantitativ nach vorgegebenen Qualitätskriterien, wie Performanceparametern, Handelsmodalitäten und Informationsqualität, bewertet und mit anderen Fonds und ETFs verglichen. Im Ergebnis berechnet das System täglich etwa 200.000 Scores, auf deren Basis ein Ranking über alle Fonds und ETFs erstellt wird, wodurch ein Beitrag zur Qualitätssicherung geleistet wird. Im nächsten Schritt, der Kernoptimierung, wird für jedes Portfolio die "optimale" Allokation ermittelt. Daraufhin wird diese Allokation, mit Fokus auf die Minimierung potenzieller Verluste, durch das Risikomanagement kontrolliert. Zur Einschätzung der aktuellen Marktlage wird sowohl für das Portfolio als auch für den Gesamtmarkt eine Volatilitätsprognose erstellt. Diese Einschätzung der Marktlage fließt entsprechend in die Risikomanagementparameter ein, die eine Einschätzung der potenziellen Verluste des Portfolios ermöglichen und mit der Risikotoleranz des Kunden abgeglichen werden. Das Zusammenspiel von Optimierung und Risikomanagement sorgt für ein Portfolio, das über verschiedene Marktphasen hinweg, mit Fokus auf Volatilität und dem maximalen Drawdown, das optimale Rendite-Risiko-Verhältnis für jede Kundin und jeden Kunden bieten kann.
Konzernlagebericht
1 Grundlagen des Konzerns
1.1 Geschäftstätigkeit
Die Lloyd Fonds AG ist ein börsengelistetes, innovatives, Finanzhaus, das mit aktiven, nachhaltigen und digitalen Investmentlösungen das Ziel hat, Rendite für seine Partner und Kunden zu erzielen.
Das seit 2005 an der Börse vertretene bankenunabhängige Unternehmen ist seit März 2017 im Segment Scale (ISIN: DE-000A12UP29) der Deutschen Börse als Lloyd Fonds AG gelistet.
Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS erfolgt eine Positionierung als Spezialanbieter benchmarkfreier Aktien-, Renten- und Mischfonds mit einem klaren Fokus auf aktiven Alpha-Strategien. Alle durch erfahrene Fondsmanager mit nachgewiesenem Track Record gesteuerten Fonds berücksichtigen einen integrierten Nachhaltigkeitsansatz im Investmentprozess.
Im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN erfolgt eine proaktive, ganzheitliche 360°-Umsetzung der individuellen Ziele von vermögenden Kunden in einer persönlichen Vermögensverwaltung.
Im Geschäftsfeld LAIC werden mit dem WealthTech LAIC digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur digitalen Portfoliooptimierung mit dem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz basierenden System (LAIC ADVISOR ® ) für Privatanleger und institutionelle Kunden angeboten.
1.2 Organisation und Führungsstruktur
Als börsengelistetes Unternehmen wird die Geschäftsführung des Vorstands der Lloyd Fonds AG durch den Aufsichtsrat überwacht. Der Aufsichtsrat besteht laut Satzung aus fünf Mitgliedern. Dies sind Dr. Stefan Rindfleisch (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Oliver Heine (stellvertretender Vorsitzender), Prof. Wolfgang Henseler, Jörg Ohlsen und Peter Zahn. Den Vorstand der Lloyd Fonds AG stellen Dipl.-Ing. Achim Plate als Chief Executive Officer (CEO/CFO) sowie Michael Schmidt, CFA, als Chief Investment Officer (CIO).
Unterhalb des Vorstands wurde ein Führungskreis etabliert, der mit hochqualifizierten und erfahrenen Managern aus allen drei Geschäftsfeldern sowie ausgewählten Stabsstellen wie beispielsweise Finanzen und Personal besetzt ist und sich quartalsweise mit dem Vorstand berät.
Das Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN sowie LAIC. Das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder Immobilien, Schifffahrt sowie Sonstige Assets.
Die Unternehmenskultur der Lloyd Fonds AG ist durch flache Hierarchien, abteilungsübergreifende Team- und Projektarbeit sowie kurze Entscheidungswege geprägt. Per 31. Dezember 2020 waren 69 (Vj.: 68) Mitarbeiter im Lloyd Fonds-Konzern beschäftigt (siehe Kapitel 4, Mitarbeiter und Vergütungsbericht im Lagebericht).
1.3 Rechtliche Struktur
Der Lloyd Fonds-Konzern umfasste zum Stichtag 14 (Vj.: 13) verbundene Tochterunternehmen, die gemäß Rechnungslegungsstandard IFRS vollkonsolidiert werden. Weiterhin zählen zum Lloyd Fonds-Konzern 61 (Vj.: 61) assoziierte Unternehmen. Zudem zählen 162 (Vj.: 162) Beteiligungen zum Konzern.
Zu den Tochterunternehmen des Lloyd Fonds-Konzerns gehört u. a. seit der Übernahme in 2019 von 90% der Gesellschafteranteile durch die Lloyd Fonds AG die SPSW Capital GmbH, ein nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zugelassenes Wertpapierdienstleistungsunternehmen. Seit dem 1. August 2020 wird im Geschäftsfeld LLOYD FONDS die Finanzportfolioverwaltung durch die SPSW Capital GmbH erbracht, diese beinhaltet zum Stichtag 31. Dezember 2020 sieben Fonds sowie ein institutionelles Mandat. Der Vertrieb der Fonds wird auf Ebene der Lloyd Fonds AG seit dem 1. August 2020 unter der Lizenz zur Anlagevermittlung nach § 34 f Gewerbeordnung erbracht.
Beteiligungsstruktur des Lloyd Fonds-Konzerns

Zum Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN gehört die Vermögensverwaltung Lange Assets & Consulting GmbH (LAC). Das Unternehmen wird als assoziiertes Unternehmen berücksichtigt, da trotz 90 %igen Anteilsbesitzes der Lloyd Fonds AG derzeit nicht sämtliche Voraussetzungen einer Vollkonsolidierung erfüllt werden. Die LAC verfügt über eine § 32 KWG-Lizenz.
Ebenfalls zum Konsolidierungskreis des Lloyd Fonds-Konzerns gehört der LAIC-Teilkonzern des Geschäftsfelds LAIC. Der Teilkonzern der LAIC-Gesellschaften besteht aus der Muttergesellschaft LAIC Capital GmbH und deren Tochtergesellschaften LAIC Vermögensverwaltung GmbH und LAIC Intelligence GmbH. Gegenstand der LAIC Capital GmbH ist die Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Erbringung von Beratungs-, IT- und sonstigen nicht erlaubnispflichtigen Dienstleistungen im Rahmen der digitalen Vermögensverwaltung durch Dritte. Gegenstand der LAIC Vermögensverwaltung GmbH ist u.a. die Finanzportfolioverwaltung, die Anlage- und Abschlussvermittlung sowie die Anlageberatung im Rahmen der digitalen Vermögensverwaltung. Als Vermögensverwalter verfügt die LAIC Vermögensverwaltung GmbH ebenfalls über eine § 32 KWG-Lizenz. Gegenstand der LAIC Intelligence GmbH sind die Bereitstellung, der Betrieb, die Wartung und Pflege, die Lizenzierung sowie die Entwicklung von IT- und Softwareprodukten.
Eines der 14 vollkonsolidierten Unternehmen der Lloyd Fonds AG ist zudem die Lloyd Treuhand GmbH, die die Kommunikation mit den Anlegern der Bestandsfonds im Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS in den drei Geschäftsfeldern Immobilien, Schifffahrt und Sonstige Assets übernimmt.
Die Beteiligungsstruktur des Lloyd Fonds-Konzerns ist auf Seite 35 abgebildet. Zudem wird im Kapitel 6.9.5.2 des Konzernanhangs der Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB dargestellt.
1.4 Planungs- und Steuerungssysteme
Das Unternehmen verfügt über ein internes Planungs- und Steuerungssystem, das es ermöglicht, auf Veränderungen der Märkte und des Umfelds zeitnah und effizient reagieren zu können. Abweichungen von strategischen und operativen Zielen werden so erkannt und entsprechende Anpassungen eingeleitet. Wesentlicher Bestandteil des internen Steuerungssystems ist das ausführliche Berichts- und Informationswesen.
Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement greift die Finanzabteilung auf eine rollierende Liquiditätsplanung zurück, die einen Planungshorizont von einem Jahr abbildet. Daneben kommt eine mittelfristige Finanzplanung zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-GuV und Plan-Bilanz besteht. Sowohl die kurzfristige Liquiditätsplanung als auch das mittelfristige Modell bauen auf der aktuellen Geschäftsplanung des Lloyd Fonds-Konzerns auf und sind miteinander abgestimmt. Im Rahmen von mindestens monatlichen Berichten wird der Vorstand der Lloyd Fonds AG in einem Plan-Ist-Vergleich über alle relevanten Kennzahlen informiert. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Unternehmensplanung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie über die Aussichten der Gesellschaft. Bei für die Gesellschaft grundlegenden Geschäften holt der Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats ein. Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2020 13 Aufsichtsratssitzungen stattgefunden (siehe Kapitel Bericht des Aufsichtsrats).
Die zentralen Steuerungsgrößen der Lloyd Fonds AG sind neben der Entwicklung der Assets under Management (AuM) die Entwicklung der Umsatzerlöse, das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation (EBITDA) und der Gewinn nach Steuern (EAT). Das Wachstum bei Kunden und Assets wurde im Jahr 2020 erfolgreich fortgesetzt. Gegenüber dem 31. Dezember 2019 stiegen die AuM des Lloyd Fonds-Konzerns im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS in den drei Geschäftsfeldern LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und dem WealthTech LAIC um 57 % auf rund 1,66 Mrd. EUR (Vj.: 1,06 Mrd. EUR). Aufgrund der AuM-Entwicklung und der damit u.a. erzielten Performance Fees im Geschäftsfeld LLOYD FONDS stiegen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr auf 27,74 Mio. EUR (Vj.: 8,22 Mio. EUR). In den Umsatzerlösen des Lloyd Fonds-Konzerns sind erstmalig die Ergebnisbeiträge der SPSW Capital GmbH berücksichtigt. Das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation (EBITDA) stieg im Jahr 2020 auf 7,0 Mio. EUR (Vj.: -9,7 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 26,08 % bezogen auf den Nettoumsatz des Lloyd Fonds-Konzerns in Höhe von 26,67 Mio. EUR. Das Nachsteuerergebnis (EAT) vor Minderheiten stieg auf 1,0 Mio. EUR (Vj.: -0,1 Mio. EUR).
Um frühzeitig unternehmensgefährdende Entwicklungen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, verfügt die Lloyd Fonds AG über ein Risikomanagementsystem. Das Unternehmen erstellt halbjährlich einen Risikobericht, der durch den verantwortlichen Risikoadministrator erhoben und plausibilisiert wird. Der Risikobericht wird dem Vorstand vorgelegt, von ihm geprüft und freigegeben.
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld
2.1.1 Entwicklung der Weltwirtschaft
Die Entwicklung der Weltwirtschaft litt im Jahr 2020 gravierend unter der Covid-19-Pandemie. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel um 3,4 %, nachdem im Jahr 2019 noch ein globales BIP-Wachstum von 3 % zu verzeichnen war. Das Welthandelsvolumen brach um historische 9,3 % ein.
Die zweite Jahreshälfte 2020 war von einer weltweiten Erholungsdynamik geprägt, bei welcher erhebliche Teile der Verluste aus den ersten beiden Quartalen wieder wettgemacht werden konnten. Zum Jahresende 2020 wurde diese Dynamik aber insbesondere in den entwickelten Volkswirtschaften vielerorts infolge erneut stark steigender Infektionszahlen und damit verbundener Eindämmungsmaßnahmen unterbrochen.
In den USA beispielsweise wies das BIP im Jahr 2020 ein Minus von 3,6% auf. Das bis zum Jahresende noch sehr intensive Infektionsgeschehen behinderte die wirtschaftliche Erholung. Die Covid-19-Pandemie hatte u. a. erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, weshalb mit einer Schwächung des privaten Konsums zu rechnen ist. Diesem dürften jedoch die im Dezember 2020 und März 2021 verabschiedeten Konjunkturpakete entgegenwirken. Zusätzlich dämpften die Handelskonflikte mit China und der Europäischen Union den US-amerikanischen Außenhandel und die damit verbundene Investitionstätigkeit.
Die chinesische Volkswirtschaft war vor allem im ersten Quartal 2020 von der Covid-19-Pandemie betroffen. Das lokale BIP konnte aber bereits im dritten Quartal wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen, sodass für das Gesamtjahr 2020 sogar ein leichtes Wachstum verzeichnet wurde.
Im Euroraum wurde ebenfalls im dritten Quartal 2020 ein Großteil der massiven BIP-Einbußen aus den beiden Vorquartalen wieder aufgeholt. Das BIP lag noch rund 4% unter dem Vorjahresniveau. Im zweiten Quartal wiesen die Volkswirtschaften noch ein Minus von 15 % aus. Die Entwicklung der Covid-19-Pandemie sorgte im vierten Quartal 2020 allerdings dafür, dass in fast allen Mitgliedstaaten wieder sehr deutliche Eindämmungsmaßnahmen getroffen werden mussten.
Mit dem externen Schock der Covid-19-Pandemie endete auch eine mehr als ein Jahrzehnt währende Wachstumsphase der deutschen Wirtschaft, die mit dem Ende der Finanzkrise begann. Infolge der Covid-19-Pandemie geriet die deutsche Wirtschaft mit einem BIP-Rückgang um 5 % im Jahr 2020 in eine Rezession. Die Unterbrechung der weltweiten Lieferketten, der globale Nachfragerückgang und die gestiegene Unsicherheit trafen die exportorientierte deutsche Wirtschaft besonders hart. Im Zuge der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen kam es im zweiten Quartal zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung in nahezu allen Wirtschaftssektoren. Nachdem sich das Infektionsgeschehen in den Sommermonaten beruhigt hatte, nahm die Wirtschaftsentwicklung infolge der schrittweisen Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder Fahrt auf. Der Aufschwung hielt allerdings nur bis zu Beginn des vierten Quartals an, da durch die stark steigenden Infektionszahlen in den Wintermonaten ein erneuter Lockdown erforderlich wurde, der insbesondere die Dienstleistungsbereiche erneut einschränkte. Der seit November andauernde Lockdown bewirkte eine erhebliche Verlangsamung der konjunkturellen Dynamik.
Die Finanzwirtschaft war aufgrund deutscher, europäischer und globaler Stützungsmaßnahmen von der Covid-19-Pandemie bislang nur mittelbar betroffen. Bei der Mobilisierung von Kapitalflüssen kommt dem Finanzsektor aufgrund seiner Allokations- und Multiplikatorfunktion eine bedeutende Rolle zu. Dies gilt aktuell nicht nur für die Bereitstellung von Geldern im Rahmen staatlicher Hilfsmaßnahmen gegen die Pandemie, sondern verstärkt auch für die Finanzierung nachhaltiger Investitionen, insbesondere zur Begrenzung des Klimawandels und zur ökologischen Transformation der Wirtschaft. Weltweit wurden hohe staatliche Investitionsprogramme zu diesem Zweck verabschiedet (z. B. der "Green Deal" der Europäischen Union), und das Finanzsystem soll eine breite Umlenkung auch privater Kapitalströme gewährleisten. Hierfür wurden maßgeblich auf europäischer Ebene eine Reihe von Maßnahmen zu "Sustainable Finance" ergriffen. So wurde noch Ende 2019 die Offenlegungsverordnung verabschiedet, die ab 10. März 2021 eine erhöhte Transparenz von Finanzmarktteilnehmern und Finanzberatern hinsichtlich der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien fordert. Mitte 2020 wurde die EU-Taxonomie, ein Klassifizierungssystem zur näheren Definition nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten, beschlossen. Zudem legte die EU-Kommission im November die ersten Entwürfe für zwei von sechs Umweltzielen (Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel) mit den technischen Details zur Festlegung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten vor. Weitere, u.a. derzeit laufende regulatorische Maßnahmen, umfassen die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in der Anlageberatung, die Entwicklung eines EU-Green-Bond-Standards und eines Ecolabels für Finanzprodukte. Ferner soll die EU-Taxonomie sukzessive erweitert und 2021 eine erneuerte Sustainable Finance-Strategie der EU-Kommission vorgelegt werden. In Deutschland arbeitete der Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung an Empfehlungen, die mit Blick auf die Besonderheiten des deutschen Finanzsystems die ökologisch-soziale Transformation der Wirtschaft unterstützen sollen. Zusammengefasst in einem Schlussbericht vom Februar 2021 sollen die Empfehlungen in eine deutsche Sustainable Finance-Strategie münden mit dem Ziel, Deutschland zu einem führenden Standort für Sustainable Finance zu entwickeln. Auch die Regulierungsmaßnahmen bei digitalen Finanzdienstleistungen wurden weiterentwickelt. Auf nationaler Ebene wurde zum 1. Januar 2020 ein Rechtsrahmen für das Kryptoverwahrgeschäft geschaffen sowie ein Gesetzentwurf zur Einführung elektronischer Wertpapiere beschlossen.
2.1.2 Kapitalmarktentwicklung
Das Jahr 2020 war auch an den Finanzmärkten anspruchsvoll. Als zu Jahresbeginn der Optimismus durch die Unterzeichnung eines ersten Handelsabkommens zwischen den USA und China am 15. Januar 2020 dominierte, preisten die Märkte eine globale Konjunkturerholung ein. Viele Aktienindizes markierten in der Folge im Februar Allzeithochs, ehe die sich ausbreitende Covid-19-Pandemie zu einem weltweiten Abverkauf aufgrund einer sich abzeichnenden globalen Rezession führte. Sofortige und konzertierte umfangreiche geld- und fiskalpolitische Maßnahmen führten ab Ende März zu einer starken und schnellen Erholung an den Aktienmärkten. Nach einer Konsolidierung im September und Oktober nahm die Aufwärtsbewegung zum Jahresende wieder Fahrt auf, angetrieben vom Wahlsieg des neuen US-Präsidenten Joe Biden und vor allem von den positiven Impfstoffnachrichten. In Summe erzielte der S&P 500 damit ungeachtet des zwischenzeitlichen pandemiebedingten Einbruchs ein Plus von rund 16 % im Jahresverlauf. Der deutsche Leitindex DAX erreichte einen Zuwachs von rund 3,5 %.
Die Covid-19-Pandemie beherrschte nach Einschätzung der Lloyd Fonds AG auch die Entwicklung an den Rentenmärkten. Anfang 2020 sanken die Renditen von Unternehmensanleihen über alle Laufzeiten noch auf historische Tiefststände bevor eine beachtliche Ausweitung der Risikoaufschläge (Spreads) stattfand. Ab dem zweiten Quartal erholten sich auch die internationalen Rentenmärkte, der Trend sich wieder einengender Spreads dauerte im weiteren Jahresverlauf an. US-Staatsanleihen erwiesen sich während der Krise im März als einer der wenigen sicheren Häfen mit einem Renditerückgang 10-jähriger US-Treasuries auf historische Tiefststände von nahe 0,5 %. Mit wachsender Zuversicht in eine wirtschaftliche Erholung kletterte die Rendite im vierten Quartal wieder in Richtung 1 %. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen dagegen bewegte sich über das ganze Jahr im negativen Bereich.
Ein wichtiger Faktor für die rasche Erholung der Finanzmärkte waren die umfangreichen geldpolitischen Maßnahmen. Die Europäische Zentralbank unterstützte beispielsweise den Geschäftsbankensektor durch eine erweiterte Kreditversorgung und sorgte durch das Pandemie-Notfallankaufprogramm für zusätzliche Nachfrage im Unternehmens- und Staatsanleihemarkt, um deren günstige Finanzierungsbedingungen zu sichern. Die US-Notenbank Fed gewährte mit demselben Ziel Banken neue Kredite und Unternehmen Notfallhilfen, sie kaufte Anleihen von Unternehmen und Bundesstaaten an und senkte zudem zweimal den Leitzins.
2.1.3 Marktentwicklung Immobilien
Auch für den deutschen Immobilienmarkt war das Jahr 2020 außergewöhnlich, bisher erwies er sich insgesamt jedoch als robust. Das Segment der Büroimmobilien entwickelte sich größtenteils stabil, da die Covid-19-Pandemie auf einen Markt traf, der bis Jahres beginn 2020 an allen Top-Standorten steigende Nachfrage in Verbindung mit sinkenden Leerstandsquoten verzeichnet hatte. Für Hotelimmobilien war das Umfeld deutlich herausfordernder. Insbesondere die Reisebeschränkungen, Absagen von Großveranstaltungen und die Lockdown-Maßnahmen belasteten die Branche spürbar. Insgesamt wurde 2020 laut Jones Lang LaSalle ein Transaktionsvolumen von 81,6 Mrd. EUR (Vj.: 91,8 Mrd. EUR) im deutschen Immobilienmarkt erreicht.
2.1.4 Marktentwicklung Schifffahrt
Laut Einschätzung der Lloyd Fonds AG war das erste Halbjahr 2020 in der Containerschifffahrt stark von den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie geprägt. Zeitweise kam es zu einem Stillstand des Marktes bei Charterneuabschlüssen oder Zweitmarkttransaktionen. Ab etwa August 2020 entwickelte sich jedoch ein Boom in der Containerschifffahrt. Die hohe Tonnagenachfrage durch Faktoren wie Lageraufbau, Veränderungen im Konsum und Abfertigungs- und Produktionsengpässe verbunden mit einem seit Jahren nur geringen Tonnagewachstum trieben die Raten in vielen Segmenten auf Höchststände seit 2011. In der Tankschifffahrt verlief die Marktentwicklung genau entgegengesetzt. Im ersten Halbjahr 2020 war das Umfeld für Tanker insgesamt sehr positiv. Bedingt durch mehrere Faktoren, u. a. durch das Scheitern von Förder- und Preisabsprachen innerhalb der OPEC, kam es zu einer Tonnageknappheit, die entsprechend positive Auswirkungen auf die Einnahmen von Tankern hatte. Demgegenüber gingen ab dem dritten Quartal die Raten deutlich zurück. Neben den saisonal üblichen Effekten führte nun der pandemiebedingte Nachfragerückgang nach Öl- und Ölprodukten zunehmend zu einer Freisetzung der vorher als schwimmende Lagerstätten genutzten Schiffe, die fortan wieder für Transporte zur Verfügung standen. Dies führte zu einem zunehmenden Überangebot und einem deutlichen Rückgang der Einnahmen von Tankern.
2.1.5 Marktentwicklung Sonstige Assets: Flugzeuge, Britische Kapitallebensversicherungen
Als Auswirkung der Covid-19-Pandemie brach der Luftverkehr laut der International Air Transport Association (IATA) bis November 2020 um zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr ein. Der Tiefpunkt der Entwicklung war mit -94 % im April zu verzeichnen. Von Mai bis September erholte sich der Flugverkehr langsam wieder. Mit den seit September erneut deutlich steigenden Infektionszahlen stoppte diese Erholung aber und pendelte sich bei einem Verlust von -70 % ein. In der Folge verzeichneten die Fluggesellschaften einen nie dagewesenen Umsatz- und Gewinneinbruch, die Verluste sollen weltweit im Jahr 2020 119 Mrd. US-$ betragen haben.
Die Covid-19-Pandemie führte auch in der Versicherungsindustrie zu erheblichen Unsicherheiten. Für die britische, aber auch europäische Versicherungsindustrie stellte der Austritt Großbritanniens aus der EU zudem einen erheblichen Umbruch dar. Der Brexit erschwerte den Zugang zum europäischen Markt, hemmte potenzielle M&A-Deals und führte zu aufsichtsrechtlichen Fragestellungen. Das weitere Wachstum der Lebensversicherer in Westeuropa und Großbritannien ist nach Einschätzung der Lloyd Fonds AG abhängig von der Fähigkeit der Unternehmen, ihr Geschäft mit kapitalbildenden Produkten an das Niedrigzinsumfeld anzupassen und das Vertrauen der Verbraucher in diese Produkte wiederzuerlangen. Auf längere Sicht dürfte die alternde Bevölkerung Europas die Nachfrage nach Risikoschutz-, Rentenversicherungs- und kapitalbildenden Produkten jedoch fördern.
2.2 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
2.2.1 Wesentliche Ereignisse 2020 Neuaufstellung Aufsichtsrat
Im Zuge der Übernahme der SPSW Capital GmbH seitens der Lloyd Fonds AG wurde Anfang 2020 die Neuaufstellung im Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG abgeschlossen. Dipl.-Ing. Achim Plate und Henning Soltau legten im Dezember 2019 ihre Mandate als Mitglieder des Aufsichtsrats nieder. Dipl.-Ing. Achim Plate ist seit dem 1. Januar 2020 Chief Executive Officer (CEO) der Lloyd Fonds AG. Henning Soltau ist weiterhin als geschäftsführender Gesellschafter der SPSW Capital GmbH tätig. Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG besteht laut Satzung aus fünf Mitgliedern. Auf Antrag der Lloyd Fonds AG bestellte daher zunächst das zuständige Registergericht als Nachfolger von Herrn Plate und Herrn Soltau die Herren Jörg Ohlsen und Peter Zahn zu neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats, zunächst bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2020. Die Hauptversammlung wählte am 31. August 2020 die beiden Herren zu neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats. Weitere Aufsichtsratsmitglieder sind Dr. Stefan Rindfleisch als Vorsitzender, Oliver Heine als stellvertretender Vorsitzender sowie Prof. Wolfgang Henseler.
Partnerschaft der Lloyd Fonds AG mit dem WWF Deutschland
Die Lloyd Fonds AG und die Umweltstiftung WWF Deutschland haben eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. Hauptziel der Partnerschaft ist es, Umwelt- und Ressourcenschutz mittels nachhaltiger Investments zu fördern. Die seit dem 1. Januar 2020 bestehende Partnerschaft ist langfristig angelegt und hat zunächst eine Laufzeit von drei Jahren.
Verkleinerung Vorstand
Das Vorstandsmandat von Klaus M. Pinter, Chief Financial Officer (CFO), wurde mit Wirkung zum 15. April 2020 einvernehmlich beendet. Seine Aufgaben, u. a. die Ressorts Finanzen und IR, sowie das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS, wurden ab diesem Zeitpunkt vom CEO der Lloyd Fonds AG, Dipl.-Ing. Achim Plate, übernommen.
Marktstart LAIC
Die Lloyd Fonds AG ist mit ihrem WealthTech LAIC seit dem 1. April 2020 im Markt der digitalen Vermögensverwalter aktiv. Herzstück der digitalen Vermögensverwaltung ist das algorithmus-basierte Portfoliomanagement durch den eigenentwickelten LAIC ADVISOR ® . Neben individuell zugeschnittenen Depots bieten die neu aufgelegten LAIC-Fonds eine breit gestreute Anlagelösung mit vordefinierten Bedingungen in festgelegten Risikoklassen. Das Angebot wurde im Laufe des Jahres skaliert und adressiert sowohl Privatanleger als auch institutionelle Kunden (siehe Kapitel 2.2.2 Entwicklung LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, LAIC).
Platzierung Wandelschuldverschreibung
Am 15. Juli 2020 wurde die Wandelschuldverschreibung 2020/24 mit einem Nennbetrag von 5 Mio. EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Das Wertpapier (ISIN: DE000A289BQ3) verfügt über eine vierjährige Laufzeit ab dem 17. Juli 2020 und wird mit einem halbjährlich, nachträglich zahlbaren, fixen Kupon von 5,50 % p. a. verzinst. Investoren können die Anleihe zu festgelegten Terminen, frühestens jedoch ab dem 3. Februar 2021, in Aktien der Emittentin tauschen. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf 5,00 EUR festgelegt, wobei dieser Betrag nach Maßgabe der Emissionsbedingungen bei bestimmten Maßnahmen angepasst werden kann. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Die Emission stieß insbesondere bei den neuen Investoren auf positive Resonanz. Die technische Abwicklung der Wandelanleihe erfolgte durch die Hamburger Privatbank M.M. Warburg & CO. (AG & Co.), KGaA. Die Platzierung erfolgte zusammen mit der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers Aktiengesellschaft als Sole Lead Manager.
Hauptversammlung 2020
Auf der Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG am 31. August 2020 wurden alle Beschlüsse zu den 10 Tagesordnungspunkten mit Zustimmungsquoten von durchschnittlich über 82% gefasst. Mit einer Zustimmung von rund 87 % der anwesenden Stimmen erreichte insbesondere der Beschluss zum Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages zwischen der Lloyd Fonds AG und der SPSW Capital GmbH das nötige Quorum.
Markenpositionierung
Die Lloyd Fonds AG entwickelte im Rahmen der Strategieumsetzung 2023/25 die Markenpositionierung für den Konzern und die damit verbundenen drei Geschäftsfelder LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und LAIC im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS weiter. Mit der Markenpositionierung verbunden war auch die Anpassung des äußeren Erscheinungsbildes. Hierfür wurde das Corporate Design für die Lloyd Fonds AG und die drei Geschäftsfelder weiterentwickelt.
2.2.2 Entwicklung LLOYD FONDS LIQUID ASSETS
Das Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN sowie LAIC.
LLOYD FONDS
Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS erfolgt eine Positionierung als Spezialanbieter benchmarkfreier Aktien-, Renten- und Mischfonds mit einem klaren Fokus auf aktiven Alpha-Strategien.
Per 31. Dezember 2020 umfasste das Angebot im aktiven Asset Management im Geschäftsfeld LLOYD FONDS die drei Aktienfonds Lloyd Fonds - European Hidden Champions (Auflage: April 2019), Lloyd Fonds - European Quality & Growth (Auflage: April 2019) sowie Lloyd Fonds - Green Dividend World (Auflage: Dezember 2019), die zwei Mischfonds Lloyd Fonds - WHC Global Discovery (Auflage: Oktober 2010) und Lloyd Fonds - Global Multi Asset Selection (Auflage: Oktober 2013), den Rentenfonds Lloyd Fonds -Special Yield Opportunities (Auflage: April 2019), den geldmarktorientierten Rentenfonds ASSETS Defensive Opportunities UI (Auflage: Mai 2011) sowie einen Hedgefonds gemäß § 283 KAGB, den Lloyd Fonds - Active Value Selection (Auflage: Februar 2011). Kapitalverwaltungsgesellschaft der Sondervermögen ist die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main.
Zur Vereinheitlichung des Markenauftritts im Geschäftsfeld LLOYD FONDS erhielten die drei SPSW-Fonds (SPSW - Global Multi Asset Selection, SPSW - WHC Global Discovery sowie SPSW - Active Value Selection) im Jahr 2020 neue Fondsbezeichnungen: Lloyd Fonds - Global Multi Asset Selection, Lloyd Fonds - WHC Global Discovery, Lloyd Fonds - Active Value Selection.
Die Lloyd Fonds AG war bis zum 31. Juli 2020 bei der Erbringung der Anlageberatung und der Anlagevermittlung als vertraglich gebundener Vermittler ausschließlich für Rechnung und unter der Haftung der Lange Assets & Consulting GmbH tätig. Zum 1. August 2020 hat die SPSW Capital GmbH die Finanzportfolioverwaltung für alle vier im Jahr 2019 neu aufgelegten Fonds übernommen. Zusätzlich managt die SPSW Capital GmbH weiterhin ihre drei Fonds Lloyd Fonds - WHC Global Discovery, Lloyd Fonds - Global Multi Asset Selection (seit 01.Januar 2021: Lloyd Fonds - Global Multi Asset Sustaianable) sowie Lloyd Fonds - Active Value Selection. Weiterhin ist die Lange Assets & Consulting GmbH Fondsadvisor des ASSETS Defensive Opportunities UI (seit 01. Januar 2021: Lloyd Fonds - ASSETS Defensive Opportunities).
Zusätzlich managt die SPSW Capital GmbH ein im Jahr 2020 gewonnenes institutionelles Mandat aus dem skandinavischen Raum. Das Anlageuniversum besteht aus europäischen Small-/Mid-Caps mit einem Fokus auf die DACH-Region.
Das gemanagte AuM-Volumen im Geschäftsfeld LLOYD FONDS beträgt per 31. Dezember 2020 rund 1,2 Mrd. EUR. (Vj.: rd. 0,9 Mrd. EUR).
Die durch erfahrene Fondsmanager mit nachgewiesenem Track-Record gesteuerten Publikumsfonds erfüllen die Kriterien des UN Global Compact und integrieren Nachhaltigkeit in die aktive Titelselektion. Zur Unterstützung einer konsequenten Nachhaltigkeitspositionierung wurde mit dem WWF Deutschland am 1. Januar 2020 eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. Die Partnerschaft hat das Ziel, Umwelt- und Ressourcenschutz mittels nachhaltiger Investments zu fördern und zur Realisierung der "Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen" (Sustainable Development Goals - SDGs) beizutragen.
LLOYD VERMÖGEN
Die persönliche Vermögensverwaltung im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN wird durch die 2005 gegründete Hamburger Vermögensverwaltung Lange Assets & Consulting GmbH (LAC) erbracht. Der Vermögensverwalter hat ebenfalls die Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen gemäß § 32 KWG. Die Gesellschaft ist Mitglied im VuV-Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e. V.
In der persönlichen Vermögensverwaltung erfolgt eine proaktive, ganzheitliche 360° Umsetzung der individuellen Ziele von vermögenden und institutionellen Kunden. Zudem werden maßgeschneiderte Lösungen für Family Offices und Stiftungen erarbeitet, was zur zusätzlichen Verwaltung von Mandaten und Stiftungsvermögen führt. Für die Umsetzung dieser Ziele steht der LAC das gesamte Netzwerk des Lloyd Fonds-Konzerns zur Verfügung.
Neben der Integration des in Hamburg ansässigen Teams in den Lloyd Fonds-Konzern im 1. Halbjahr 2020 galt die Konzentration der weiteren Kundengewinnung und dem damit einhergehenden Wachstum. Die betreuten AuM in der persönlichen Vermögensverwaltung konnten auch durch die Neugewinnung von Großmandaten gesteigert werden.
Das gemanagte AuM-Volumen im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN beträgt per 31. Dezember 2020 rund 410 Mio. EUR. (inkl. des Fonds ASSETS Special Opportunities UI) (Vj.: rd. 200 Mio. EUR).
LAIC
Im Geschäftsfeld LAIC werden mit dem WealthTech LAIC seit dem 1. April 2020 digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur Portfoliooptimierung mit dem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz basierenden System (LAIC ADVISOR ® ) für Privatanleger und institutionelle Kunden angeboten.
Die Produktlösungen werden mit Unterstützung des LAIC ADVISOR® gesteuert. Der LAIC ADVISOR ® strebt insbesondere an, durch Risikomanagementparameter wie Value at Risk und Expected Shortfall drohenden Marktverlusten vorzubeugen. Er beobachtet daher ständig sämtliche globale Märkte, um rechtzeitig Umschichtungen im vorgegebenen Portfolio vorschlagen zu können. Bei höheren Marktschwankungen erfolgt eine Portfolioanpassung aufgrund eines stärkeren Fokus auf Diversifikation und gegebenenfalls eine Anpassung der Investitionsquote.
Der Teilkonzern der LAIC-Gesellschaften besteht aus der Muttergesellschaft LAIC Capital GmbH und deren Tochtergesellschaften LAIC Vermögensverwaltung GmbH und LAIC Intelligence GmbH. Für das digitale Portfoliomanagement wurde die LAIC Vermögensverwaltung GmbH gegründet. Die Gesellschaft hat ebenfalls die Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen gemäß § 32 KWG. Die Gesellschaft ist zudem Mitglied im VuV-Verband unabhängiger Vermögensverwalter e.V. Deutschland.
Im Jahr 2020 wurde das Angebot breit skaliert und Produktlösungen, die sowohl Privatanleger als auch institutionelle Kunden adressieren, am Markt eingeführt.
Seit dem 1. April 2020 können vermögende Privatanleger und institutionelle Investoren für Mindestanlagebeträge ab aktuell 50.000 EUR mit digitaler Unterstützung gesteuerte Individualdepots nach ihren Präferenzen ("LAIC - My Portfolio Selection") investieren und ihre LAIC Vermögensverwaltung sowie ihre Depots über eine digitale Onboarding-Strecke beantragen.
Das Produktangebot wurde am 29. Mai 2020 mit der Neuauflage von fünf mit digitaler Untersützung gesteuerten Mischfonds erweitert. Die Mischfonds verfolgen das Ziel, die Volatilität des jeweiligen Portfolios möglichst gering zu halten. Sie bieten Privatanlegern damit eine breit gestreute Anlagelösung mit vordefinierten Nebenbedingungen in festgelegten Risikoklassen. Die Mischfonds LAIC - Defensive Digital Selection, LAIC - Balanced Digital Selection und LAIC - Dynamic Digital Selection investieren global in Anlagen innerhalb der Risikoklassen SRRI 4 und 5. Die Mischfonds LAIC -Sustainable Digital Selection EM und LAIC - Sustainable Digital Selection AC investieren mit Fokus auf Nachhaltigkeit, erstgenannter mit Schwerpunkt auf Emerging Markets, innerhalb der Risikoklasse SRRI 5. Kapitalverwaltungsgesellschaft der Sondervermögen ist die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main.
Mit den beiden Versicherungspartnern Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG und Condor Lebensversicherungs-AG wurden zudem seit August 2020 zwei fondsgebundene, steuerlich geförderte Rentenversicherungen im Markt positioniert, die auf den digital gesteuerten Mischfonds basieren und ebenfalls private Anleger adressieren.
Zusätzlich wurde das Produktangebot am 2. November 2020 mit der Auflage des institutionellen Publikumsfonds LAIC - Digital Institutional Europe erweitert. Der Fonds wurde gemeinsam mit einem institutionellen Kunden für die Anforderungen von Banken und Sparkassen im Depot A-Geschäft entwickelt und aufgelegt.
Das gemanagte AuM-Volumen im Geschäftsfeld LAIC beträgt per 31. Dezember 2020 rund 50 Mio. EUR. (Vj.: 0 EUR).
2.2.3 Entwicklung LLOYD FONDS REAL ASSETS
Das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder Immobilien, Schifffahrt sowie Sonstige Assets.
Immobilien
Die Lloyd Fonds AG hat bisher zwölf Immobilienfonds mit einem ursprünglichen Investitionsvolumen von rund 420 Mio. EUR umgesetzt. Die Fondsimmobilien befinden sich in Deutschland und in den Niederlanden. Neben Büroimmobilien fokussierte sich die Lloyd Fonds AG dabei insbesondere auf Hotelinvestments, bisher wurden vier Hotelfonds für Investoren strukturiert und platziert. Bei der Strukturierung der Hotelfonds legte die Lloyd Fonds AG besonderen Wert auf solide Betreiber mit innovativen Nutzungskonzepten, zentrale Lagen und vor allem langfristige Miet- und Pachtverträge von mindestens 20 Jahren. Betreiber der Hotels waren bzw. sind die Motel One-Gruppe, die TUI AG und die Lindner AG.
Zum Stichtag 31. Dezember 2020 managt das Immobilienteam drei aktive Fonds mit dem Investitionsfokus in Deutschland und den Niederlanden. Das Portfolio umfasst eine Mietfläche von rund 28.300 Quadratmetern, die komplett an 12 Mieter vermietet bzw. verpachtet sind (Vermietungsstand zum 31. Dezember 2020: 100%). Nach Nutzungsarten investiert das Portfolio zu 60% in Büro- und zu 40% in Hotelinvestments, bezogen auf die Gesamtmietfläche.
Die Lloyd Fonds-Gruppe verkaufte im März 2020 ein vollständig an die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Deloitte Holding B. V. vermietetes Büroobjekt in Utrecht an einen französischen institutionellen Investor. Durch die vereinbarte Gewinnbeteiligung profitierte der Lloyd Fonds-Konzern von dem erfolgreichen Verkauf der Büroimmobilie.
Schifffahrt
Die gemanagte Flotte der Lloyd Fonds AG umfasste zum 31. Dezember 2020 insgesamt 10 Schiffe, darunter vier Containerschiffe sowie sechs Produkten- und Rohöltanker in insgesamt neun Schiffsfonds. Zudem befinden sich zwei Zweitmarktfonds für Schiffsbeteiligungen im Management. Zum 31. Dezember 2020 bestand das Portfolio dieser Zweitmarktfonds aus 27 Containerschiffen, 19 Tankern und einem Bulker.
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 13 Schiffe geregelt verkauft, darunter zwei Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von 8.500 TEU, acht Panamax-Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität bis zu 5.100 TEU, zwei weitere Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von bis zu 1.700 TEU sowie ein Öl-/Chemiekalientanker mit einer Ladekapazität von rund 74.000 DWT. Die Übergabe der Schiffe an die neuen Eigentümer erfolgt teilweise erst im Jahr 2021.
Sonstige Assets: Flugzeuge, Britische Kapitallebensversicherungen, Private Equity etc.
Zum Stichtag 31. Dezember 2020 managt die Lloyd Fonds AG zwei Flugzeugfonds. Die Flotte besteht aktuell aus drei Flugzeugen: einem Langstreckenflugzeug Typ Airbus A380 sowie zwei Mittelstreckenflugzeugen Typ Airbus A319.
In dem sehr herausfordernden Marktumfeld der Covid-19-Pandemie gelang es dem Fondsmanagement des Lloyd Fonds - A380, sich nach intensiven Verhandlungen vorzeitig mit Singapore Airlines, dem Leasingnehmer des Fonds, auf eine Laufzeitverlängerung des Leasingvertrages um drei Jahre bis August 2024 zu verständigen.
Auch der Leasingnehmer der beiden Airbus A319, die Chair Airlines AG, Schweiz, ist von der Covid-19-Pandemie betroffen. Im Jahr 2020 wurde für beide Flugzeuge zusammen mit der finanzierenden Bank und dem Leasingnehmer ein Fortführungskonzept vereinbart. Nachdem eines der beiden Flugzeuge bei einem Check in Neapel einen Unfallschaden erlitten hatte, konnte das Fondsmanagement in intensiven Verhandlungen eine Einigung mit den involvierten Versicherungen über die Zahlung einer Versicherungsentschädigung erzielen. Es ist nunmehr vorgesehen, den Leasingvertrag dieses Airbus A319 mit Chair Airlines nach Abwicklung des Schadens zu beenden. Anschließend sollen die noch werthaltigen Komponenten des Flugzeuges verkauft werden.
Die Lloyd Fonds AG betreut zudem zum Stichtag vier britische Kapitallebensversicherungsfonds. Drei weitere Fonds befinden sich in Liquidation, einer ist bereits aufgelöst. Die "With-Profit Funds" der britischen Versicherungsgesellschaften sind zu einem großen Teil im britischen Markt investiert. Daher hängen deren Erträge auch stark von der Entwicklung des Zinsniveaus in Großbritannien sowie der dortigen wirtschaftlichen Entwicklung ab. Die durch die Folgen des Brexit nach wie vor unsicheren Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und die Versicherungsindustrie werden die Renditeerwartungen für die noch aktiven Kapitallebensversicherungsfonds weiterhin dämpfen.
Im Bereich Private Equity betreut die Lloyd Fonds AG zum Stichtag zudem noch einen von der amerikanischen Investmentgesellschaft Neuberger Berman gemanagten ursprünglich breit diversifizierten Fonds, der sich mittlerweile in Liquidation befindet. Im Bereich der erneuerbaren Energien werden zudem die Anleger von zwei Windpark-Fonds durch die Lloyd Treuhand GmbH verwaltet. Daneben werden von der Lloyd Fonds AG zwei von ihr aufgelegte Portfoliofonds gemanagt.
2.3 Zielerreichung und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
In einem äußerst anspruchsvollen Kapitalmarktumfeld, geprägt von der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen weltweiten Lockdowns, setzte die Lloyd Fonds AG mit der Strategie 2023/25 ihre Neuausrichtung als innovatives Finanzhaus für aktive, nachhaltige und digitale Investmentlösungen im Jahr 2020 erfolgreich fort. Dabei wurden folgende wesentliche Ziele umgesetzt:
Integration zweier im Jahr 2019 durchgeführter Akquisitionen in den Segmenten LLOYD FONDS und LLOYD VERMÖGEN
Mit der Integration der Vermögensverwaltung Lange Assets & Consulting GmbH und des Asset Managers SPSW Capital GmbH gewann der Lloyd Fonds-Konzern Unternehmerpersönlichkeiten, Vermögensverwalter und Fondsmanager hinzu, die ihre exzellente Reputation, ihre Netzwerke und ihre langjährige Investmenterfahrung in den Lloyd Fonds-Konzern einbrachten. Dies führte im Jahr 2020 sowohl zu einer Erhöhung der qualitativen Wettbewerbsfähigkeit als auch zu einer erhöhten vertrieblichen Skalierbarkeit. Der hohe Ergebnisbeitrag des Geschäftsfelds LLOYD FONDS zum Gesamtergebnis des Lloyd Fonds-Konzerns durch die Erzielung von Performance-Fees belegt zudem die Sinnhaftigkeit der Integration der SPSW Capital GmbH in den Lloyd Fonds-Konzern im Rahmen der Strategie 2023/25.
Weiterer Ausbau der Digital Asset Plattform 4.0 (DAP 4.0)
Für alle drei Geschäftsfelder im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS wurde im Jahr 2020 die DAP 4.0 weiter ausgebaut. Die Plattform ist Kern für die Steuerung aller Geschäftsfelder. So dient diese beispielsweise zur Steuerung des algorithmusbasierten Portfoliomanagements im Geschäftsfeld LAIC. Zudem unterstützt die DAP 4.0 die Publikumsfonds im Geschäftsfeld LLOYD FONDS, indem sie Daten und Analysen erstellt und so aktiv bei der Entscheidungsfindung von den Fondsmanagern eingesetzt wird. Gleiches gilt auch für die Berater in der persönlichen Vermögensverwaltung des Geschäftsfelds LLOYD VERMÖGEN, die im persönlichen Dialog mit dem Kunden Vermögensanlagekonzepte entwickeln und umsetzen. Die Cloud-Architektur der Plattform erlaubt es zudem, dass das System mit den wachsenden Anforderungen skalierbar ist und weitere Systeme und Schnittstellen integriert werden können. Sie ist damit der technische Enabler zur operativen Implementierung der drei Megatrends Digitalisierung, Nutzerzentrierung und Nachhaltigkeit.
WealthTech LAIC mit skalierbaren Produktlösungen
Mit dem Start des WealthTech LAIC ist der Lloyd Fonds-Konzern zudem seit dem 1. April 2020 in dem stark wachsenden Markt der modernen, digitalen Vermögensanlage aktiv. Im Jahr 2020 wurde das Angebot bereits breit skaliert. Die Produktlösungen adressieren sowohl private als auch institutionelle Anleger, was auch deren Relevanz für die unterschiedlichen Vertriebskanäle aufzeigt. So wurde beispielsweise im September 2020 die erste Vertriebskooperation für die LAIC-Produktplattform mit einer Volksbank geschlossen. Dies ist ein weiterer Beleg für die hohe Nachfrage, insbesondere von institutionellen Investoren, nach bedarfsorientierten Produktplattformen.
Implementierung von Vertriebskanälen
Vor dem Hintergrund, dass die Anzahl der zu adressierenden Marktteilnehmer wächst und vielfältiger wird, insbesondere durch die neuen Online-Kanäle, wurde der Vertrieb im Jahr 2020 auf die vier Vertriebswege Direktvertrieb, Onlinevertrieb, Externer Partnervertrieb und White Label Exklusiv Partner ausgebaut. Die aufgebaute Produktvielfalt ermöglicht es der Lloyd Fonds AG, nahezu für alle Vertriebsgruppen ein vollständiges Produktportfolio anbieten zu können, was zu einer hohen künftigen Skalierbarkeit des Geschäftsmodells der Lloyd Fonds AG beiträgt.
Organisches AuM-Wachstum 2020 um 57 %
Das Wachstum bei Kunden und gemanagten Vermögen wurde im Jahr 2020 erfolgreich fortgesetzt. Die AuM der Lloyd Fonds AG im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS in den drei Geschäftsfeldern LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und LAIC stiegen um 57 % auf rund 1,66 Mrd. EUR (Vj.: 1,06 Mrd. EUR). Inmitten der anhaltenden Covid-19-Pandemie ist dies ein Beleg der Stärke des aufgebauten diversifizierten Geschäftsmodells der Lloyd Fonds AG. Der Anstieg der AuM um 600 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus starken Nettomittelzuflüssen, aber auch der positiven Fondsperformance im Geschäftsbereich LLOYD FONDS, insbesondere im vierten Quartal 2020.
Operativer Turnaround in H2 2020
Im zweiten Halbjahr 2020 gelang, gestützt durch ein äußerst positives Kapitalmarktumfeld, der operative Turnaround der Lloyd Fonds AG. Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS partizipierten alle Fonds überproportional an der erfreulichen Entwicklung der Kapitalmärkte, gerade auch in den beiden Schlussmonaten des Jahres. Hierbei ist insbesondere der Mischfonds Lloyd Fonds - WHC Global Discovery zu nennen, da dessen erzielte Performance-Fee zum Geschäftsjahresende am 31. Dezember 2020 abgerechnet wurde.
Die wirtschaftlichen Abrechnungsperioden von Performance-Fees im Geschäftsfeld LLOYD FONDS sind nach der erfolgreichen Aufbau- und Integrationsphase der Fonds gezielt auf die Kalenderquartale aufgeteilt worden. Somit verteilen sich die daraus erzielbaren Umsätze aus den Performance-Fees für den Lloyd Fonds-Konzern strukturiert unterjährig über das Geschäftsjahr.
Da die bisherige Erlösplanung der Lloyd Fonds AG aufgrund der Covid-19-Pandemie keine erfolgsabhängigen Vergütungen berücksichtigte, erzielte die Lloyd Fonds AG unter Einbeziehung dieser Vergütungen einen deutlichen Ergebnissprung im Geschäftsjahr 2020.
Aufgrund der AuM-Entwicklung und den erzielten Performance-Fees im Geschäftsfeld LLOYD FONDS stiegen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr auf 27,74 Mio. EUR (Vj.: 8,22 Mio. EUR). Das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation (EBITDA) stieg im Jahr 2020 auf 7,0 Mio. EUR (Vj.: -9,7 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 26,08% bezogen auf den Nettoumsatz des Lloyd Fonds-Konzerns in Höhe von 26,67 Mio. EUR. Der hohe Ergebnisbeitrag des Geschäftsfelds LLOYD FONDS zum Gesamtergebnis des Lloyd Fonds-Konzerns durch die Erzielung von Performance-Fees ist ein Beleg der erfolgreichen Integration der SPSW Capital GmbH in den Lloyd Fonds-Konzern im Rahmen der Strategie 2023/25. Das Nachsteuerergebnis (EAT) vor Minderheiten des Lloyd Fonds-Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 stieg somit auf 1,0 Mio. EUR (Vj.: -0,1 Mio. EUR).
Damit wurden die Ergebnisprognosen aus der Ad-hoc-Meldung vom 26. August 2020 sowie vom 14. Dezember 2020 erheblich übertroffen und auch die Ergebnisprognosen aus der Ad-hoc-Meldung vom 5. Januar 2021 bzw. aus der Pressemitteilung vom 18. Februar 2021 erreicht bzw. übertroffen.
Der Kursverlauf der Lloyd Fonds-Aktie im Jahr 2020 spiegelte das Vertrauen des Kapitalmarktes in die Lloyd Fonds AG und die Umsetzung der Strategie 2023/25 wider. Zum 31. Dezember 2020 betrug die Marktkapitalisierung der Gesellschaft rund 82,0 Mio. EUR (Vj.: 68,3 Mio. EUR).
3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
3.1 Ertragslage
Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Lloyd Fonds-Konzerns werden in der nachfolgenden Analyse erläutert. Zu berücksichtigen ist, dass im Berichtsjahr erstmalig die Gewinn- und Verlustrechnung der 90 %-igen Tochtergesellschaft SPSW Capital GmbH einbezogen wurde.
Die Ertragslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
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| in TEUR | 2020 | 2019 alt | 2019 SPSW Capital GmbH |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 27.739 | 8.223 | 7.119 |
| Materialaufwand | -1.072 | -426 | 0 |
| Personalaufwand | -11.726 | -8.732 | -3.488 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -3.750 | -1.258 | -52 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -8.385 | -9.603 | -444 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 400 | 858 | 0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 3.206 | -10.938 | 3.135 |
| Finanzergebnis | -6.156 | 5.864 | 6 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -2.950 | -5.074 | 3.141 |
| Ertragsteuern | 3.964 | 4.981 | -818 |
| Konzernjahresergebnis vor Minderheiten | 1.014 | -93 | 2.323 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernperiodenergebnis | 1.717 | 0 | - |
| davon den Lloyd Fonds-Aktionären zurechenbares Konzernperiodenergebnis | -703 | -93 | - |
Die Umsatzerlöse sind eine wichtige Steuerungsgröße des Lloyd Fonds-Konzerns. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist die Summe der Umsatzerlöse um 19.516 TEUR auf 27.739 TEUR (Vj.: 8.223 TEUR) gestiegen. Dabei haben sich die Umsatzerlöse wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Fonds- und Assetmanagement | 26.522 | 5.070 |
| Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen | 1.198 | 3.137 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 19 | 16 |
| Umsatzerlöse | 27.739 | 8.223 |
Die positive Entwicklung der Erlöse aus dem Fonds- und Assetmanagement ist auf die Fondsperformance 2020 und den damit u.a. erzielten Performance-Fees aus dem Fondsmanagement im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS zurückzuführen. Der Rückgang der Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen in Höhe von 1.939 TEUR ist überwiegend bedingt durch die im Vorjahr vereinnahmten Vermittlungsvergütungen aus den Verkäufen der vier Immobilien in Köln, Hamburg, Sylt und Eindhoven (917 TEUR) des Geschäftssegments LLOYD FONDS REAL ASSETS.
Die sonstigen Umsatzerlöse sind auf 19 TEUR gestiegen und resultieren aus zusätzlichen Managementdienstleistungen.
Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 646 TEUR auf 1.072 TEUR bedingt durch Vertriebsfolgeprovisionen angestiegen.
Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2020 beläuft sich auf 11.726 TEUR, nach 8.732 TEUR im Vorjahr. Der Anstieg der laufenden Gehälter ist im Wesentlichen auf die gestiegene durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 18,5 % von 54 im Vorjahr auf 64 im Geschäftsjahr zurückzuführen.
Ferner ist im Geschäftsjahr für das Aktienoptionsprogramm (AOP) der Mitarbeiter und für die Phantom Stock Pläne (PSP) der Vorstände ein Aufwand in Höhe von 123 TEUR (Vj: 84 TEUR) angefallen.
Die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung sowie die Beiträge zur Direktversicherung sind gemäß IAS 19.38 als beitragsorientierte Versorgungspläne zu klassifizieren. Im Berichtsjahr belaufen sich diese Aufwendungen auf 388 TEUR (Vj.: 329 TEUR).
In der Berichtsperiode sind die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen von 283 TEUR um 309 TEUR auf 592 TEUR gestiegen. Des Weiteren sind die Abschreibungen der Nutzungsrechte der Anwendung des IFRS 16 in Höhe von 1.174 TEUR (Vergleichsperiode: 626 TEUR) ausgewiesen. (siehe Ziffer 6.2.1.1). Die von 349 TEUR auf 1.970 TEUR gestiegenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind im Wesentlichen auf die Ende 2019 aktivierten Fondsmanagementverträge der SPSW Capital GmbH zurückzuführen und die daraus resultierende Abschreibung über das ganze Berichtsjahr.
Das sonstige betriebliche Ergebnis hat sich von -9.603 TEUR im Jahr 2019 auf -8.385 TEUR im Geschäftsjahr aufgrund der erhöhten Aufwendungen der Neuausrichtung des Vorjahres reduziert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen um 409 TEUR auf 31 TEUR gesunken. Die Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen waren im Vorjahr im Wesentlichen durch angepasste Quoten aus Insolvenzverfahren begründet.
Die Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von 184 TEUR (Vj.: 346 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus einem nicht mehr bestehenden Anspruch auf Aktienoptionen und einer Reduzierung der Kaufpreisverbindlichkeit der Beteiligung an der SPSW Capital GmbH zusammen.
Durch den Umzug des Standortes Hamburg in 2019 wurde in 2020 kein Mietertrag aus Untervermietung des alten Standortes erzielt. Des Weiteren ist der Rückgang der Mietaufwendungen der Büroflächen auf die Anwendung des IFRS 16 zurückzuführen, diese werden unter den Abschreibungen der Nutzungsrechte ausgewiesen.
Die Rechts- und Beratungsaufwendungen sind im Berichtsjahr von 4.088 TEUR auf 3.250 TEUR gesunken. Der Anstieg der Aufwendungen für Vertriebsunterstützung und Anlegerbetreuung von 1.248 TEUR auf 1.302 TEUR ist auf die Neuauflage der Fonds im Geschäftsjahr der LAIC Vermögensverwaltung GmbH zurückzuführen.
Die Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Abwicklung von Insolvenzverfahren um 429 TEUR auf 231 TEUR gesunken.
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in Höhe von 400 TEUR (Vj.: 858 TEUR) besteht im Wesentlichen aus vereinnahmten Beteiligungserträgen sowie aus der vorgenommenen At-Equity-Bewertung der GmbH-Anteile.
Das Finanzergebnis in Höhe von -6.156 TEUR (Vj.: 5.864 TEUR) setzt sich aus Finanzerträgen in Höhe von 1.529 TEUR, aus Verlusten aus Fremdwährungsumrechnung von 154 TEUR (Vj.: 31 TEUR) sowie den sonstigen Zinsaufwendungen in Höhe von 7.531 TEUR (Vj.: 1.784 TEUR) zusammen. Die Finanzerträge resultieren im Wesentlichen aus den Schlussauskehrungen der Immobilienfonds in Hamburg, auf Sylt, Köln und Eindhoven in Höhe von 738 TEUR und aus dem übrigen Finanzergebnis von 559 TEUR.
Das übrige Finanzergebnis setzt sich im Wesentlichen aus der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden finanziellen Vermögenswerte zusammen und ist durch Werterhöhungen von Beteiligungen für die Bereiche Schiffe und weitere Assets geprägt.
In den sonstigen Finanzaufwendungen sind im Wesentlichen die erforderliche Anpassung für die Kaufpreisverbindlichkeiten der SPSW Capital GmbH (3.272 TEUR), der Lange Assets & Consulting GmbH (122 TEUR) enthalten. Des Weiteren sind die Zinsaufwendungen für die Wandelschuldverschreibungen von 614 TEUR ausgewiesen. Diese entfallen in Höhe von 358 TEUR auf den Zinsanspruch der Anleihegläubiger und in Höhe von 228 TEUR auf die Aufzinsung des Erfüllungsbetrags. Vom Zinsanspruch sind 228 TEUR (VJ.: 114 TEUR) im Geschäftsjahr zahlungswirksam an die Anleihegläubiger ausgezahlt worden. Zum anderen sind Zinsaufwendungen im Zusammenhang der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 in Höhe von 414 TEUR enthalten.
In der Berichtsperiode sind Verluste aus dem Verkauf von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 1.026 TEUR entstanden.
Als Folge der dargestellten Entwicklung weist der Lloyd Fonds-Konzern im Jahr 2020 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von -2.950 TEUR (Vj.: -5.074 TEUR) aus.
Die Ertragsteuern des Berichtszeitraums betragen 3.964 TEUR nach 4.981 TEUR im Vorjahr. In den latenten Steuern in Höhe von 4.730 TEUR (Vj.: 5.139 TEUR) sind im Wesentlichen latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste innerhalb des fünfjährigen Planungshorizonts in Höhe von 4.174 TEUR enthalten. Aufgrund der zugrunde liegenden Konzernplanung werden zukünftige Konzerngewinne durch die Nutzung der Verlustvorträge steuerlich begünstigt. Der laufende Steueraufwand in Höhe von 766 TEUR (Vj.: 158 TEUR) des Berichtszeitraums resultiert im Wesentlichen aus den abgeschlossenen Betriebsprüfungen bei der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH und der Lloyd Fonds Special Assets GmbH sowie aus den Steuern auf Einkommen und Ertrag der Lloyd Fonds AG und der SPSW Capital GmbH.
Weitere Steueraufwendungen sind aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaften zwischen der Lloyd Fonds AG (Organträger) und der Lloyd Treuhand GmbH, der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH sowie der Lloyd Shipping GmbH (Organgesellschaften) nicht angefallen.
Insgesamt beläuft sich das den Lloyd Fonds-Aktionären zurechenbares Konzernjahresergebnis 2020 auf -703 TEUR (Vj.: -93 TEUR).
Die Lloyd Fonds AG hat im Rahmen der Strategieumsetzung 2023/25 die Markenpositionierung für den Konzern und die drei Geschäftssegmente LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie LLOYD FONDS GROUP weiterentwickelt. Das Segment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und LAIC. Das Segment LLOYD FONDS REAL ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder Immobilien, Schifffahrt sowie Sonstige Assets, welche in 2019 noch als einzelne Geschäftsfelder in der Segmentberichtserstattung dargestellt wurden. Das Segment LLOYD FONDS GROUP beinhaltet die allgemeinen sonstigen Aufwendungen des Lloyd Fonds-Konzerns.
Im Bereich "LLOYD FONDS GROUP" sind im Wesentlichen die Personalaufwendungen für Verwaltungs- und Stabsstellen wie Rechnungswesen, Rechtsabteilung, Kommunikation (IR/PR) incl. Marketing und Vorstand sowie allgemeine sonstige betriebliche Aufwendungen wie Miet-, Büro- und EDV-Aufwendungen enthalten.
Im Folgenden werden weitere Informationen zum Konzernergebnis für die Segmente LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, LLOYD FONDS REAL ASSETS und LLOYD FONDS GROUP gegeben.
3.1.1 Segment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS
In den Umsatzerlösen in Höhe von 22.348 TEUR sind Erlöse aus dem Fonds- und Assetmanagement der SPSW Capital GmbH von 21.967 TEUR enthalten. Das sonstige betriebliche Ergebnis setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Aufwendungen für die Weiterentwicklung der IT-Umgebung (1.238 TEUR), Rechts- und Beratungsaufwendungen (2.173 TEUR), Kosten aus Vertriebsunterstützung (956 TEUR) sowie Mietaufwendungen (594 TEUR).
3.1.2 Segment LLOYD FONDS REAL ASSETS
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von 8.223 TEUR um 3.628 TEUR auf 4.595 TEUR gesunken. Dies liegt insbesondere an den im Vorjahr vereinnahmten Vermittlungsvergütungen aus den Verkäufen der vier Immobilien in Köln, Hamburg, Sylt und Eindhoven sowie den geringeren Erlösen aus den Treuhandtätigkeit aufgrund von auslaufenden Treuhandverträgen und verkaufter Assets.
Die Personalaufwendungen haben sich von 2.289 TEUR auf 1.785 TEUR im Vergleich zum Vorjahr reduziert und sind bedingt durch den Rückgang der Mitarbeiteranzahl des Segments im Berichtsjahr. Bedingt durch den Personalrückgang sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ebenfalls von 3.833 TEUR um 2.557 TEUR auf 1.276 TEUR gesunken.
Das Finanzergebnis ist von 5.284 TEUR auf -76 TEUR gesunken. Dies ist auf die in 2019 erfolgten Schlussauskehrungen aus den Verkäufen der Immobilien in Köln, Hamburg, Sylt und Eindhoven zurückzuführen.
3.2 Vermögenslage
Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich in der Kurzübersicht zum Jahresende 2020 im Vergleich zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar:
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| Aktiva in TEUR |
2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 67.726 | 70.431 |
| Finanzanlagen | 9.523 | 13.571 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 9.150 | 4.975 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 20.745 | 6.709 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.533 | 9.152 |
| Bilanzsumme | 113.677 | 104.838 |
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| Passiva in TEUR |
2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Konzerneigenkapital | 42.728 | 41.219 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 12.613 | 13.168 |
| Finanzschulden | 18.951 | 14.794 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 39.385 | 35.657 |
| Bilanzsumme | 113.677 | 104.838 |
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2020 erhöht sich gegenüber dem Jahresende 2020 von 104.838 TEUR um 8.839 TEUR auf 113.677 TEUR. Die diesbezüglichen Effekte werden im Folgenden näher erläutert:
Auf der Aktivseite sind die Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 70.431 TEUR um 2.705 TEUR auf 67.726 TEUR gesunken. In den Sachanlagen sind Zugänge in Höhe von 676 TEUR zu verzeichnen, diese sind bedingt durch den Umzug des Standort in Hamburg und die damit verbundene Neuanschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Es wirken sich neben den Anlagenzugängen des Berichtszeitraums insbesondere die Nutzungsrechte an Vermögensgegenständen durch die Anwendung von IFRS 16 aus. Die Nutzungsrechte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 8.117 TEUR (Vj.: 9.436 TEUR).
Die immateriellen Vermögenswerte sind um 1.443 TEUR auf 56.190 TEUR (Vj.: 57.663 TEUR) gesunken. Dies ist bedingt durch die planmäßige Abschreibung der Ende 2019 aktivierten Fondsmanagementverträge der SPSW Capital GmbH, der DAP 4.0, der Homepage der LAIC Capital GmbH sowie der LAIC ADVISOR ® in Höhe von 1.969 TEUR.
Auf der Aktivseite sind die Finanzanlagen von 13.571 TEUR um 4.048 TEUR auf 9.523 TEUR gesunken. Der Rückgang ist zum einen bedingt durch die im Berichtsjahr veräußerten finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 3.641 TEUR und zum anderen durch den Erwerb an fünf Publikumsfonds, die im Mai 2020 durch die LAIC Vermögensverwaltung GmbH neu aufgelegt worden sind. Es handelt sich dabei um die Mischfonds LAIC - Defensive Digital Selection, LAIC - Balanced Digital Selection, LAIC - Dynamic Digital Selection, LAIC - Sustainable Digital Selection AC und LAIC - Sustainable Digital Selection EM. Die Anteile der Lloyd Fonds AG an den genannten Fonds belaufen sich zum Stichtag auf einen Wert von 578 TEUR.
Die von der Lloyd Fonds AG gehaltenen Depots werden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Zum Stichtag weisen die Depots einen Marktwert in Höhe von 230 TEUR aus.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind in Höhe von 2.420 TEUR (Vj.: 2.356 TEUR) berücksichtigt.
Es wurden im Geschäftsjahr 2020 latente Steueransprüche für nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von 9.150 TEUR (Vj.: 4.975 TEUR) gebildet.
Aufgrund der zugrunde liegende Konzernplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren werden zukünftige Konzerngewinne durch die Nutzung der Verlustvorträge steuerlich begünstigt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte auf der Aktivseite sind von 6.709 TEUR auf 20.745 TEUR gestiegen.
Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag von 4.080 TEUR auf 18.903 TEUR ist im Wesentlichen auf die positive Fondsperformance 2020 und den damit u. a. erzielten Performance-Fees aus dem Fondsmanagement im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS zurückzuführen
Der Rückgang der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2020 von 1.840 TEUR auf 1.103 TEUR ist im Wesentlichen durch die Rückzahlung der Umsatzsteuerforderungen des Vorjahres in Höhe von 547 TEUR bedingt.
Auf der Aktivseite haben sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um insgesamt 2.619 TEUR auf 6.533 TEUR reduziert. Für eine detaillierte Analyse der Entwicklung der liquiden Mittel wird auf die Erläuterungen zur Finanzlage verwiesen.
Auf der Passivseite ist das Eigenkapital von 41.219 TEUR um 1.509 TEUR auf 42.728 TEUR zum Bilanzstichtag gestiegen.
Die Steigerung des Eigenkapitals resultiert aus der Eigenkapitalkomponente der begebenen Wandelschuldverschreibung in Höhe von 417 TEUR. Ferner ist die aus dem Berichtsjahr resultierende Eigenkapitalkomponente des Aktienoptionsprogramms in Höhe von 111 TEUR in der Kapitalrücklage enthalten. Ebenso sind die Minderheitenanteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der vollkonsolidierten SPSW in Höhe von 4.878 TEUR (Vj.: 3.074 TEUR) und der LAIC Intelligence GmbH in Höhe von -20 TEUR, sowie das negative Jahresergebnis in Höhe von 703 TEUR (VJ.: 93 TEUR) berücksichtigt. Im Rahmen des diesjährigen Verkaufs von 20% der Anteile an der LAIC Intelligence GmbH ist eine Verkaufsoption abgeschlossen worden. Diese wirkt sich zum Stichtag in Höhe von 100 TEUR kapitalmindernd aus.
Die Eigenkapitalquote von 39,2 % im Vorjahr ist im Berichtsjahr auf 37,6 % leicht zurückgegangen.
Die Veränderung der passiven latenten Steuern von 13.168 TEUR um 555 TEUR auf 12.613 TEUR ist im Wesentlichen auf die Realisierung der latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 459 TEUR zurückzuführen.
Die Finanzschulden haben sich von 14.794 TEUR um 4.157 TEUR auf 18.951 TEUR erhöht.
In den langfristigen Finanzschulden ist die Fremdkapitalkomponente der im Geschäftsjahr 2019 und 2020 begebenen Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 10.146 TEUR enthalten. Der Betrag an Transaktionskosten, der im Wertansatz als Abzug von der Fremdkapitalkomponente berücksichtigt wurde, beträgt 10 TEUR. Der zum Bilanzstichtag im Zusammenhang mit der Wandelschuldverschreibungen entstandene und noch nicht ausgezahlte Verzinsungsanspruch ist ebenfalls in Höhe von 145 TEUR unter den Finanzschulden ausgewiesen.
Weiterhin sind die Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 in Höhe von 8.660 TEUR (Vj.: 9.233 TEUR) enthalten.
Die übrigen Verbindlichkeiten sind um 3.728 TEUR auf 39.385 TEUR gestiegen. Es sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 3.739 TEUR (Vj.: 4.146 TEUR), sonstige Verbindlichkeiten von 25.421 TEUR (Vj.: 22.964 TEUR), sonstige Rückstellungen von 248 TEUR (Vj.: 372 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen von 8.891 TEUR (Vj.: 7.300 TEUR), anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert von 151 TEUR (Vj.: 488 TEUR) und laufende Ertragsteuerschulden von 835 TEUR (Vj.: 387 TEUR) enthalten.
Der Anstieg der übrigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die abgezinste Verbindlichkeit aus den in den Jahren 2020 bis 2027 an externe Dritte fälligen Kaufpreistranchen für die Akquisition der SPSW Capital GmbH in Höhe von insgesamt 23.100 TEUR zurückzuführen. Darüber hinaus ist die abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit für die Jahre 2020 bis 2026 im Zusammenhang mit der Akquisition von Lange Assets & Consulting GmbH in Höhe von 2.529 TEUR enthalten. Der Umfang jeder Tranche hängt unter anderem von einer bestimmten Leistungskennzahl ab. Im Rahmen des diesjährigen Verkaufs von 20 % der Anteile an der LAIC Intelligence GmbH ist eine Verkaufsoption abgeschlossen worden.
Diese ist zum Stichtag in Höhe von 100 TEUR in den langfristigen Verbindlichkeit berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen die Verbindlichkeit aus zukünftig an die Plate & Cie. GmbH zu zahlenden Kaufpreisraten für die Anteile an der SPSW Capital GmbH.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 407 TEUR gesunken. Ferner ist der den anderen Kommanditisten zuzurechnende Nettovermögenswert aufgrund geänderter Auszahlungsprognosen um 377 TEUR gesunken.
3.3 Finanzlage
Das Finanzmanagement des Lloyd Fonds-Konzerns erfolgt über den Bereich Finanzen. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und die Stärkung der Finanzkraft sind oberstes Ziel des Bereichs. Im Rahmen der Finanzaktivitäten sichert das Finanzmanagement die jederzeitige Liquidität des Konzerns, steuert die Risiken im Bereich der Finanzinstrumente und optimiert das konzernweite Cash-Management. Für diese Zwecke kommt eine rollierende Liquiditätsplanung mit einem Zeithorizont von bis zu einem Jahr zum Einsatz. Die mittelfristige Finanzplanung wird mithilfe eines integrierten Planungstools auf Basis der aktuellen Businessplanung für die folgenden fünf Geschäftsjahre durchgeführt.
Die Finanzlage des Konzerns stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Steuern | 1.851 | -11.782 |
| Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | 4.566 | 1.443 |
| Veränderung des Working Capital | -8.818 | -154 |
| Erhaltene Ausschüttungen und Dividenden | 1.427 | 7.425 |
| Erhaltene sowie gezahlte Zinsen und Ertragsteuern | 25 | -142 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -949 | -3.210 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -936 | -51.570 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -736 | 46.655 |
| Nettomittelzu-/-abfluss | -2.621 | -8.125 |
| Zahlungsmittel am Beginn der Periode | 9.131 | 13.888 |
| Zahlungsunwirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 23 | - |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | - | 3.368 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 6.533 | 9.131 |
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr -949 TEUR (Vj.: -3.210 TEUR). Positiv wirkt sich das Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Steuern in Höhe von 1.851 TEUR aus. Der stichtagsbezogene Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wirkt sich auf den nach der indirekten Methode ermittelten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit negativ auf das Working Capital in Höhe von -11.729 TEUR aus. Diese beinhalten Forderungen in Höhe von 16.275 TEUR gegenüber der Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main. Dieser Betrag wurde im Januar 2021 an die SPSW Capital GmbH und die Lloyd Fonds AG ausgezahlt.
In den zahlungsunwirksamen Erträgen und Aufwendungen sind insbesondere die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (3.714 TEUR) enthalten.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -936 TEUR ist insbesondere durch die Auszahlungen für Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 526 TEUR sowie für Sachanlagen in Höhe von 655 TEUR getätigt worden.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -736 TEUR ist insbesondere durch die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung in Höhe von 5.000 TEUR geprägt. Gegenläufig wirkt sich die Zahlung der Kaufpreisverbindlichkeit 4.741 TEUR an die Minderheitsgesellschafter der SPSW Capital GmbH aus.
Der Bestand an freien Zahlungsmitteln im Berichtsjahr ist um 2.619 TEUR von 9.152 TEUR auf 6.533 TEUR gesunken.
Hinsichtlich der wesentlichen Rückstellungen und der Eventualschulden des Konzerns verweisen wir auf den Risikobericht (Lagebericht Ziffer 5) sowie die zusätzlichen Angaben im Konzernanhang (Ziffer 6.9.2).
4 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht
Den Beschäftigten des Lloyd Fonds-Konzerns kommt ein sehr hoher Stellenwert zu. Die Loyalität und die positive Einstellung der Beschäftigten sind wichtige Faktoren für den Geschäftserfolg und das Erreichen der Ziele des Unternehmens im Rahmen der Strategie 2023/25.
Am 31. Dezember 2020 waren im Lloyd Fonds-Konzern einschließlich der Beschäftigten der nicht vollkonsolidierten Lange Assets & Consulting GmbH 69 Personen (Vj.: 68) beschäftigt (Anzahl ohne Vorstand, Mitarbeiter in Mutterschutz oder Elternzeit, Auszubildende und Aushilfskräfte). Das Durchschnittsalter beträgt rund 42 Jahre. Rund 74% der Beschäftigten sind Männer, rund 26% sind Frauen.
Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten im Jahr 2020 in der Stabsabteilung Personal war die Entwicklung und Umsetzung von Covid-19-Maßnahmenplänen unter Beachtung der jeweiligen Vorgaben der Behörden und Empfehlungen der Wissenschaftler zum Schutz der Beschäftigten, Kunden und Geschäftspartner in enger Abstimmung mit dem Vorstand. Die Maßnahmenpläne ermöglichten den Beschäftigten einen reibungslosen Arbeitsablauf. Dies war an allen drei Standorten in Hamburg, Frankfurt und München u.a. durch die Bereitstellung moderner und agiler Arbeitsplätze und die Ausstattung mit zeitgemäßen Endgeräten, u. a. Apple-iPads, möglich, sodass jederzeit auch dezentrales Arbeiten gewährleistet war. So konnten die Erreichbarkeit und Handlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sichergestellt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeiten war der Abschluss der Integration der Vermögensverwaltung Lange Assets & Consulting GmbH im Hinblick auf eine gemeinsame Personalarbeit. Der Lloyd Fonds-Konzern arbeitet in diesem Bereich mit einer cloudbasierten Plattform. Das System gewährleistet eine agile und zentralisierte Administration aller Daten und Prozesse in der Personalarbeit und ermöglicht so ein professionelles, automatisiertes und zeitgemäßes Personalmanagement.
Die Gewinnung neuer Beschäftigter, insbesondere für den weiteren Ausbau des WealthTech LAIC, wird Arbeitsschwerpunkt des Personalbereichs im Jahr 2021 sein. Die Lloyd Fonds AG agiert in einem durch einen starken nationalen und internationalen Wettbewerb geprägten Umfeld. Umso mehr ist das Unternehmen auf qualifizierte, kompetente und engagierte Beschäftigte angewiesen. Der Lloyd Fonds-Konzern achtet daher insbesondere auf eine partnerschaftliche Personalpolitik, die die individuellen Interessen der Beschäftigten mit einbezieht. Dazu zählen neben einer attraktiven Vergütung u. a. flexible Arbeitszeiten sowie die Möglichkeit, mobil zu arbeiten. Alle Beschäftigten erhalten darüber hinaus einen Zuschlag zum Essengeld über eine App-Lösung. Die Mitarbeiter des Lloyd Fonds-Konzerns werden mit fixen und variablen Gehaltsbestandteilen entlohnt. Die variablen Vergütungen orientieren sich dabei sowohl an Unternehmenszielen als auch an individuell vereinbarten Zielen. Bestimmten Beschäftigten des Lloyd Fonds-Konzerns wird zusätzlich die Teilnahme an einem Aktienoptionsprogramm gewährt.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt im laufenden Geschäftsjahr wird zudem die Umsetzung von Personalentwicklungsmaßnahmen zur weiteren persönlichen und fachlichen Qualifikation der Beschäftigten sein. Hierzu gehören Weiterbildungsmaßnahmen für die jeweiligen Fachgebiete, Management- sowie IT-Seminare und Präsentationstrainings. Die Personalentwicklungsmaßnahmen wurden bereits im Jahr 2020 entwickelt, konnten aber aufgrund der Covid-19-Pandemie bisher nur teilweise umgesetzt werden.
Seit dem 1. September 2019 ermöglicht die Lloyd Fonds AG zudem zwei Mitarbeiterinnen ein praxisintegrierendes bzw. kooperatives duales Studium an der HSBA Hamburg School of Business Administration. Des Weiteren ermöglicht die Lloyd Fonds AG jungen und engagierten Menschen u. a. durch das Angebot von Traineeprogrammen, Praktika oder als Werkstudent den Einstieg in das Berufsleben.
Die Mitglieder des Vorstands erhalten neben fixen Gehaltsbestandteilen eine variable Vergütung, die auf der persönlichen Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds und der Entwicklung der Lloyd Fonds AG basiert. Die variable Vergütung ist durch eine Maximalbetragsregelung begrenzt. Zudem wird beiden Vorstandsmitgliedern die Teilnahme an einem Phantom Stock Plan gewährt. Darüber hinaus nimmt der CIO an einem Aktienoptionsprogramm teil und es wird ihm ein Flag Ship Bonus gewährt.
5 Risikobericht
Die nachfolgende Darstellung des Risikoberichts berücksichtigt stichtagsbezogen auf den 31. Dezember 2020 die bestehenden Risiken der Lloyd Fonds AG.
5.1 Risikomanagementsystem
Die Lloyd Fonds AG verfügt über ein Risikomanagementsystem, um bereits frühzeitig Entwicklungen erkennen zu können, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Neben der Lloyd Fonds AG selbst sind alle wesentlichen Tochterunternehmen, bei denen durch ihre jeweilige Geschäftstätigkeit bedeutsame Risiken für den Konzern auftreten können, in das System einbezogen. Ziel ist es dabei, mithilfe softwaregestützter Systeme und transparenter Prozesse Risiken zeitnah zu identifizieren und einzuschätzen, um auf dieser Basis entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Der Vorstand gibt im Rahmen einer Richtlinie für das Risikomanagement die Grundlage für die Risikosteuerung durch das zentrale Risikomanagement/den Risikoadministrator vor. Das Risikomanagement stellt sicher, dass die operativen Fachabteilungen initiativ und zeitnah Risiken identifizieren, diese sowohl quantitativ als auch qualitativ bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -kompensation entwickeln.
Anhand einer systematischen Risikoinventur werden die Risiken von den jeweiligen Verantwortlichen überarbeitet und erneut eingeschätzt. Zudem besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht hinsichtlich neuer von den Verantwortlichen identifizierter Risiken. Jedes erfasste Risiko wird dazu einer Risikogruppe zugeordnet. Bei der Meldung und Neueinschätzung der Risiken müssen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Vorgaben der von der Gesellschaft erstellten Richtlinie angegeben werden. Sowohl die Bewertung als auch die Neueinschätzung der Risiken erfolgen halbjährlich sowie nach Bedarf.
Das Ergebnis der systematischen Risikoinventur wird dem Vorstand zeitnah durch eine Auswertung aller aktuellen Risiken in grafischer, tabellarischer und schriftlicher Form halbjährlich zur Verfügung gestellt und halbjährlich an den Aufsichtsratsvorsitzenden berichtet. Der Risikomanagementprozess ermöglicht somit einen strukturierten Überblick über die bestehende Risikosituation, die Verbesserung der Unternehmenssteuerung, Transparenz und Dokumentation der Risikobewältigung sowie die Steigerung des Risikobewusstseins und dient letztendlich als Basis für die Risikoberichterstattung an interne und externe Adressaten.
Die nachfolgende Bewertung der Risiken erfolgt in den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe (Liquiditätswirkung). Dabei erfolgt die Bewertung der Dimensionen in jeweils vier Kategorien.
Eintrittswahrscheinlichkeit:
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| gering | + |
| mittel | + + |
| hoch | + + + |
| sehr hoch | + + + + |
Schadenshöhe (Liquiditätswirkung):
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| niedrig | - |
|---|---|
| moderat | - - |
| wesentlich | - - - |
| gravierend | - - - - |
Die bisher als "Säule" benannten Tätigkeitsbereiche des Unternehmens werden nunmehr als Geschäftsfeld bezeichnet. Ferner wurden die Bezeichnungen der einzelnen Geschäftsfelder angepasst: "LF-Linie" wird nunmehr "LLOYD FONDS", "LF-System" wird nunmehr "LAIC" und "LF-Vermögen" nunmehr "LLOYD VERMÖGEN" genannt. Diese drei Geschäftsfelder bilden das Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS. Der bisherige Tätigkeitsbereich "Bestandsgeschäft" führt die Bezeichnung LLOYD FONDS REAL ASSETS. Es ändern sich daher die hiervon betroffenen Risikobezeichnungen entsprechend.
Die Risiken im Zusammenhang mit den Aufgaben der Lloyd Treuhand GmbH (Ziffer 5.3.8) werden im Hinblick auf ihre Schadenshöhe gegenüber dem Zwischenbericht 2020 niedriger eingeschätzt.
5.2 Umfeld- und Branchenrisiken
5.2.1 Marktrisiko
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | ++ |
| Schadenshöhe | ---- |
Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen des Konzerns in den drei Geschäftsfeldern LLOYD VERMÖGEN, LAIC und LLOYD FONDS ist in erheblichem Umfang von Faktoren abhängig, auf die die Lloyd Fonds AG keinen Einfluss hat. Dies können z. B. nachteilige Entwicklungen an den Kapital- und Finanzmärkten, erhöhte Volatilität dieser Märkte, aber auch Entwicklungen im politischen, gesellschaftlichen oder gesamtwirtschaftlichen Umfeld sein, inklusive ESG-Risiken (aus den Faktoren Umwelt, Soziales und Governance), insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels (Gefahr von "stranded assets").
Wie stark die weltweite Verbreitung des Coronavirus Auswirkungen auf die globale Konjunktur haben wird, ist derzeit noch nicht abschätzbar. Die zahlreichen Einschränkungen der Mobilität in vielen Ländern werden zu deutlichen Rückschlägen bei den Wirtschafts- und Unternehmensdaten führen. Diese Entwicklung fand auch in den starken Kursverlusten an den Weltbörsen ihren Niederschlag. Gleichzeitig ist nach Überwindung des Virus eine kräftige Erholung der Wirtschaft zu erwarten, nicht zuletzt wegen Nachholeffekten. Der Lloyd Fonds-Konzern ist, wie die gesamte Finanzdienstleistungsbranche, nach wie vor von der Entwicklung der Covid-19-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen betroffen. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäftes können trotz der zuletzt positiven Entwicklung an den Finanzmärkten weiterhin nicht ausgeschlossen werden und würden voraussichtlich zu Plananpassungen führen. Die Dauer und Intensität der Auswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt unsicher und daher nicht abschließend quantifizierbar.
Darüber hinaus könnten in der Folge die von Lloyd Fonds angebotenen Produkte für Kunden in ihrer Attraktivität abnehmen und die Investitionsbereitschaft der Kunden könnte sinken. Die budgetierten Erlöse, insbesondere die geplanten Managementgebühren und Performance-Fees, könnten hierdurch signifikant hinter die Planungen zurückfallen.
Daneben managt das Unternehmen im Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS sachwertbasierte Kapitalanlagen für nationale und internationale Investoren und Privatanleger. Dabei wurden bislang Investments in den Bereichen Schifffahrt, Immobilien, Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity und Britische Kapitallebensversicherungen getätigt. Dementsprechend ist die geschäftliche Entwicklung des Konzerns auch in erheblichem Maße von der Entwicklung der Assetmärkte abhängig. Negative Entwicklungen auf diesen Märkten können zur Verringerung der Einnahmen aus Bestandsinvestments führen und gleichfalls negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. Zur Kapitalmarktentwicklung verweisen wir auf Kapitel 2.1.
5.2.2 Wettbewerbsrisiko
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | ++ |
| Schadenshöhe | -- |
Lloyd Fonds ist mit Umsetzung der Unternehmensstrategie in neue Märkte eingetreten und neuen Wettbewerbssituationen ausgesetzt. Es besteht das Risiko, dass starker Wettbewerb vor allem auch durch sehr große Marktteilnehmer in diesen Märkten Lloyd Fonds den Eintritt und die Erlangung von Marktanteilen erschwert. Dies betrifft insbesondere das Geschäftsfeld LAIC, da in diesem Markt derzeit viele Marktteilnehmer an digitalen Angeboten arbeiten. Die Vermögensverwaltungsbranche ist sehr wettbewerbsintensiv mit moderaten Eintrittsbarrieren. Zunehmender Wettbewerb kann ferner dazu führen, dass bereits erlangte Marktanteile wieder verloren gehen. Zudem können sich eine schlechte Performance oder das Versagen von Wettbewerbsprodukten negativ auf die von Lloyd Fonds angebotenen Produkte auswirken.
5.2.3 Reputationsverlust
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | + |
| Schadenshöhe | --- |
Der Erfolg des Unternehmens ist in erheblichem Umfang mit der Verwendung der Marken "Lloyd Fonds" und "LAIC" verknüpft. Interne sowie externe Ereignisse wie z.B. schwache Produktperformance der eigenen Produkte, Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften durch Mitarbeiter oder Organe, mangelnde Berücksichtigung von ESG-Risiken (aus den Faktoren Umwelt, Soziales und Governance), negative Veröffentlichungen in den digitalen Medien und den Printmedien sowie Branchenskandale können zu einem fallenden Ansehen der Marken der Lloyd Fonds AG oder ihrer Tochterunternehmen und damit zu einem Reputationsverlust führen, die bislang nicht geplante Aufwendungen in der Marktbearbeitung erforderlich machen könnten.
5.3 Operative und unternehmensstrategische Risiken
5.3.1 Risiken aus dem Geschäftsfeld LLOYD FONDS
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | + |
| Schadenshöhe | --- |
Die Lloyd Fonds AG hat Ende 2019 erfolgreich 90 % der Anteile an der SPSW Capital GmbH übernommen. Aus der erfolgreichen Übernahme ergeben sich auf Ebene der Lloyd Fonds AG die im Folgenden dargestellten wesentlichen Risiken.
Es besteht das Risiko, dass die Integration der SPSW Capital GmbH nicht oder nur unzureichend gelingt. Dies könnte die Umsetzung der geplanten Unternehmensstrategie und das vorgesehene Unternehmenswachstum hemmen.
Es besteht daneben das Risiko, dass Finanzmittel aus der SPSW Capital GmbH abfließen und damit dem Konzern nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die geplanten Wachstumsziele auf Ebene der SPSW Capital GmbH könnten nicht erreicht werden. In der Folge würde dies auf Konzernebene zu einer Verringerung der Umsatzerlöse führen. Das angestrebte Unternehmenswachstum könnte hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Die Lloyd Fonds AG hat sich im Rahmen des Einbringungsvertrags mit der SPSW Capital GmbH verpflichtet, einen Mindestkaufpreis zu zahlen. Es besteht das Risiko, dass der Unternehmenswert der SPSW Capital GmbH unter den im Einbringungsvertrag vereinbarten Mindestpreis sinkt. In diesem Fall würde Lloyd Fonds Aufwendungen tätigen, denen kein gleichwertiger Unternehmenswert gegenüberstehen würde.
5.3.2 Risiken aus dem Geschäftsbereich LLOYD VERMÖGEN
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | + |
| Schadenshöhe | --- |
Die Lloyd Fonds AG hat im zweiten Halbjahr 2019 erfolgreich 90 % der Anteile an der Lange Assets & Consulting GmbH übernommen Aus der erfolgreichen Übernahme ergeben sich auf Ebene der Lloyd Fonds AG die im Folgenden dargestellten wesentlichen Risiken.
Es besteht das Risiko, dass die Integration der Lange Assets & Consulting GmbH nicht oder nur unzureichend gelingt. Dies könnte die Umsetzung der geplanten Unternehmensstrategie und das vorgesehene Unternehmenswachstum hemmen.
Es besteht daneben das Risiko, dass Finanzmittel aus der Lange Assets & Consulting GmbH abfließen und damit dem Konzern nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die geplanten Wachstumsziele auf Ebene der Lange Assets & Consulting GmbH könnten nicht erreicht werden. In der Folge würde dies auf Konzernebene zu einer Verringerung des Finanzergebnisses führen. Das angestrebte Unternehmenswachstum könnte hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Die Lloyd Fonds AG hat sich im Rahmen des Einbringungsvertrags mit der Lange Assets & Consulting GmbH verpflichtet, einen Mindestkaufpreis zu zahlen. Es besteht das Risiko, dass der Unternehmenswert der Lange Assets & Consulting GmbH unter den im Einbringungsvertrag vereinbarten Mindestpreis sinkt. In diesem Fal würde Lloyd Fonds Aufwendungen tätigen, denen kein gleichwertiger Unternehmenswert gegenüberstehen würde.
5.3.3 Risiken im Zusammenhang mit den LAIC-Gesellschaften
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | + |
| Schadenshöhe | --- |
Es besteht das Risiko, dass die bestehende Erlaubnis der LAIC Vermögensverwaltung GmbH oder die erteilten Erlaubnisse für die LAIC Capital GmbH eingeschränkt oder aufgehoben werden. Die Ausübung der jeweiligen Unternehmenstätigkeiten würde damit unmöglich werden und in der Folge die Umsetzung der geplanten Unternehmensstrategie und des vorgesehenen Unternehmenswachstums erheblich gefährden.
Ferner besteht das Risiko, dass Finanzmittel aus den LAIC-Gesellschaften abfließen und damit dem Konzern nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die geplanten Wachstumsziele auf Ebene der LAIC-Gesellschaften könnten nicht erreicht werden. In der Folge würde dies auf Konzernebene zu einer Verringerung der Umsatzerlöse führen. Das angestrebte Unternehmenswachstum könnte hinter den Erwartungen zurückbleiben.
5.3.4 Produktrisiko
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | ++ |
| Schadenshöhe | ---- |
Der Erfolg der in den Geschäftsfeldern angebotenen Produkte am Markt ist wesentlich von den nachfolgenden Faktoren abhängig.
Die Wertentwicklung der von Lloyd Fonds angebotenen Fonds hängt im Wesentlichen von der Qualität des Fondsmanagements ab. Bei der Anlageentscheidung ziehen Anleger in der Regel unter anderem die Performance der einzelnen Fonds als ein Entscheidungskriterium heran. Eine gute Performance ist auch auf richtige Anlageentscheidungen des Fondsmanagements zurückzuführen. Es besteht das Risiko, dass das Fondsmanagement Investitionsentscheidungen trifft, die sich im Nachhinein als unrichtig erweisen und insoweit die erwartete Fondsperformance und damit der angestrebte Erfolg nicht erzielt wird.
Zudem besteht das Risiko, dass das Fondsmanagement im Rahmen der Anlageentscheidung bei der Auswertung von Research-Berichten, Statistiken, Ratings und anderen Marktinformationen zu Fehlinterpretationen hinsichtlich der darin enthaltenen Informationen kommt. Dies könnte sich ebenfalls negativ auf die Performance der gemanagten Fonds auswirken.
Eine negative Fondsperformance würde die Vertriebstätigkeit erheblich erschweren und die geplanten Vertriebsziele könnten in diesem Fall nicht oder nur eingeschränkt erreicht werden mit der Folge, dass die Ergebnisse aus den Geschäftsfeldern deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Die Entwicklung der Erträge der Lloyd Fonds AG hängt vom Wert der Fonds der Lloyd Fonds AG und der verwalteten Vermögensgegenstände ab. Wenn der Wert der Fonds sinken würde oder wenn keine oder nur geringe Wertsteigerungen der verwalteten Vermögensgegenstände erzielt werden könnten, würden die Jahresumsätze entsprechend sinken und sich dadurch negativ auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken. Ferner hängt der Wert der Fonds von verschiedenen Faktoren ab, die außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen, einschließlich makroökonomischer Trends, die sich auf die globalen Märkte im Allgemeinen auswirken und den Wert der verwalteten Vermögensgegenstände bzw. den Wert bestimmter Vermögenswerte der Fonds beeinträchtigen können. Zunehmend haben auch Nachhaltigkeits- bzw. ESG-Risiken (aus den Faktoren Umwelt, Soziales und Governance), insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels (Gefahr von "stranded assets"), Einfluss auf die Bewertung von Vermögensgegenständen am Kapitalmarkt.
Die Lloyd Fonds AG steht in einem starken Wettbewerb und die Vermögensverwaltungsbranche ist sehr wettbewerbsintensiv mit moderaten Eintrittsbarrieren. Privatkunden haben zahlreiche Anlagemöglichkeiten, die mit zunehmender Verfügbarkeit von Online-Angeboten wachsen.
Der Ausfall oder die negative Performance von Produkten der Wettbewerber kann zu einem Vertrauensverlust der Kunden und damit auch zu einem Vertrauensverlust in die Vermögensverwaltungsprodukte führen.
Die Höhe der Performancegebühren ist schwer vorhersehbar und die Volatilität, insbesondere in Bezug auf Marktbedingungen, welche außerhalb der Kontrolle der Lloyd Fonds AG liegen, hat einen direkten Einfluss auf das operative Ergebnis des Unternehmens. Überdies sind Dauer und Intensität der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin unsicher und daher nicht abschließend quantifizierbar.
5.3.5 Vertriebsrisiken
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | +++ |
| Schadenshöhe | ---- |
Der Vertriebserfolg wird wesentlich von den nachfolgend aufgeführten Faktoren beeinflusst.
Bei der Generierung der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen und damit bei der Aufrechterhaltung und dem Ausbau der verwalteten Vermögensgegenstände ist die Lloyd Fonds AG auf Vertriebspartner und Vertriebsplattformen Dritter angewiesen. Bei der Umsetzung der Strategie 2023/25, insbesondere im Zusammenhang mit dem Geschäftsbereich LLOYD FONDS, ist das Unternehmen zudem auf die Fähigkeit angewiesen, neue Vertriebskanäle wie Sparkassen, Privatbanken, Versicherungen, Maklerpools, Vermögensverwalter und Family Offices zu erschließen. Es besteht das Risiko, dass die Erschließung neuer Vertriebskanäle hinter den Planungen zurückbleibt und sich damit die Umsetzung der Strategie 2023/25 verzögert.
Daneben besteht das Risiko, dass Vertriebspartner ausfallen, da negative Marktentwicklungen, zunehmende regulatorische Anforderungen bei Vertriebspartnern oder Störungen in der Servicequalität bei Lloyd Fonds dazu führen, dass Vertriebspartner ihre Tätigkeit vollständig einstellen oder die Zusammenarbeit mit Lloyd Fonds nicht aufnehmen oder fortsetzen. Die aktuelle Ausgestaltung der im Konzern bestehenden Erlaubnisse berechtigen nicht zur Marktbearbeitung außerhalb Deutschlands. Es besteht das Risiko, Absatzpotenziale nicht erschließen zu können. Dies kann die Vertriebstätigkeit selbst und die geplanten Vertriebs- und Absatzziele erheblich beeinträchtigen.
Ferner besteht das Risiko, dass die gesetzlichen Anforderungen, insbesondere die regulatorischen Anforderungen, für die Vertriebstätigkeiten weiter ansteigen. Dies kann die Ausübung der Vertriebstätigkeiten beeinträchtigen oder unmöglich machen. Geplante Vertriebsziele wären in diesem Fall nicht oder nur eingeschränkt erreichbar. Zudem kann der Anstieg von gesetzlichen Anforderungen zu ungeplanten Aufwendungen, etwa für die Erlangung weiterer Genehmigungen oder Pflichtfortbildungen für Vertriebsmitarbeiter, führen.
Zunehmende gesetzliche Vorgaben hinsichtlich der Verwendung/ Verarbeitung persönlicher Daten können zur Folge haben, dass Daten bestände von Kunden nicht oder nur sehr eingeschränkt genutzt werden dürfen. Dies kann die Ansprache von bestehenden und neuen Kunden erschweren und zu einem Vertriebshindernis werden.
Die vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie behördlich angeordneten "Kontaktverbote" führen zu drastischen Einschränkungen der Vertriebsaktivitäten, insbesondere im Hinblick auf die Durchführung von Kundenterminen. Der Ausbau vorhandener und die Akquise neuer Kundenverbindungen ist hierdurch deutlich erschwert und könnte Einfluss auf die Erreichung der geplanten Absatzziele haben.
5.3.6 Einnahmeausfallrisiko bei Managementerträgen und weiteren Erträgen im Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | +++ |
| Schadenshöhe | -- |
Die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns hängt auch in maßgeblichem Umfang von der wirtschaftlichen Entwicklung der von der Lloyd Fonds AG im Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS gemanagten Investments (Fonds-KGs) ab.
Schwächephasen auf den relevanten Assetmärkten, wie etwa den Schifffahrts- und Immobilienmärkten, können die wirtschaftliche Situation der vom Konzern emittierten und gemanagten Investments bis hin zur Insolvenz der Fonds beeinträchtigen.
Zudem können erhebliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die relevanten Assetmärkte nicht ausgeschlossen werden und zu einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation der Fonds-KGs führen.
Es besteht das Risiko, dass die gemanagten Investments sich nicht wie geplant entwickeln, mit der Folge, dass die Einnahmen hieraus vollständig oder geringer ausfallen als im Budget angenommen. Darüber hinaus könnten sich geplante Beteiligungserträge sowie Erlöse aus Vermittlungsleistungen nicht oder nicht im vorgesehenen Umfang realisieren lassen, was ebenso eine Abweichung zum Budget bedeuten würde.
Die wesentlichen Faktoren auf Ebene der Fonds-KGs sind nachstehend beschrieben.
Der Ausfall von Vertragspartnern der Investments, wie Charterern oder Leasingnehmern, die aufgrund der schwachen Schifffahrtsmärkte bzw. des aufgrund der Covid-19-Pandemie stark zurückgegangenen Flugverkehrs ihrerseits in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, stellt einen wesentlichen Faktor dar.
Ferner wären aus der Insolvenz von Investments Einnahmeausfälle bei den Management- und Treuhandvergütungen die Folge. Es besteht das Risiko, dass die hierfür getroffenen Maßnahmen zur Risikovorsorge nicht ausreichen und budgetierte Einnahmen ganz oder teilweise entfallen. Signifikante bilanzielle Auswirkungen in Bezug auf die Beteiligungen des Konzerns sind hingegen im Wesentlichen nicht zu erwarten, da die Konzerngesellschaften mit geringen Quoten an den betreffenden Gesellschaften beteiligt sind. Sollte es jedoch zu einem kumulierten Eintritt der Einzelrisiken kommen, sind signifikante bilanzielle Auswirkungen nicht ausgeschlossen.
5.3.7 Prospekthaftungsrisiko und Risiken aus der Mithaftung bei Beratungsfehlern
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | ++ |
| Schadenshöhe | --- |
Zur Einwerbung von Eigenkapital in Form von Kommanditeinlagen hat die Lloyd Fonds AG Verkaufsprospekte erstellt, für die sie - im Falle des Schadens infolge unrichtiger oder unvollständiger Angaben - als Herausgeberin gegenüber den einzelnen Anlegern haftet. Die Verkaufsprospekte wurden gemäß den "Grundsätzen ordnungsmäßiger Beurteilung von Verkaufsprospekten über öffentlich angebotene Vermögensanlagen" (IDW S4), einem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., erstellt und entsprechend diesem Standard durch einen Wirtschaftsprüfer begutachtet (Prospektgutachten). Bei sämtlichen geprüften Prospekten hat der Wirtschaftsprüfer die Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich der Plausibilität der im Prospekt enthaltenen Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Chancen und Risiken im Sinne des IDW S4 grundsätzlich bestätigt, jedoch in Einzelfällen Anmerkungen vorgenommen, die das Prüfungsergebnis nicht einschränken. Zusätzlich wurde für jede Kapitalanlage regelmäßig ein Steuergutachten im Hinblick auf die im Prospekt vorgenommenen steuerlichen Aussagen erstellt.
Bis zum 21. Juli 2013 mussten die Verkaufsprospekte zudem durch die BaFin gebilligt werden. Das Billigungsverfahren umfasste neben einer Vollständigkeitsprüfung auch die Prüfung des Inhalts auf Kohärenz und Verständlichkeit. Allerdings können auch eine Prospektbeurteilung durch einen Wirtschaftsprüfer und die weiteren Maßnahmen keine absolute Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Prospektangaben sowie für den Eintritt des wirtschaftlichen Erfolgs und der steuerlichen Auswirkungen der Kapitalanlage bieten.
Zum 31. Dezember 2020 sind insgesamt 213 (Vj.: 241) gerichtliche Verfahren, die ein Nominalkapital von rund 10,9 Mio. EUR (Vj.: rund 11,7 Mio. EUR) sowie rund 0,4 Mio. US-$ (Vj.: rund 0,4 Mio. US-$) betreffen, wegen behaupteter Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung rechtshängig, bei denen die Lloyd Fonds AG oder die Lloyd Treuhand GmbH Beklagte oder Streitverkündete sind. Per 31. Dezember 2020 kommen ferner 93 (Vj.: 109) gerichtliche Verfahren hinzu, in denen eine Bank der Lloyd Fonds AG den Streit verkündet hat. Diese betreffen Zeichnungen von insgesamt nominal rund 0,01 Mio. EUR (Vj.: rund 0,07 Mio. EUR) sowie nominal rund 3,3 Mio. US-$ (Vj.: rund 3,8 Mio. US-$).
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass aus den genannten oder zukünftig eingereichten Klagen erfolgreich Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung wegen falscher oder unvollständiger Angaben gegen die Lloyd Fonds AG oder ihre Tochtergesellschaften geltend gemacht werden. Die Lloyd Fonds AG verfügt in diesen Fällen über entsprechende Versicherungen. Zum jetzigen Zeitpunkt hält die Lloyd Fonds AG es für insgesamt überwiegend wahrscheinlich, dass sie auch weiterhin mit ihren Argumenten vor Gericht durchdringen und sich erfolgreich gegen die Klagen verteidigen kann.
Die Lloyd Fonds AG hat im Rahmen von Kapitalmaßnahmen in den Jahren 2019 und 2020 Emissionsdokumente begeben. Es besteht das Risiko, dass im Fall von Fehlern in diesen Emissionsdokumenten die Lloyd Fonds AG, z. B. aus Prospekthaftung, in Anspruch genommen wird. Entsprechendes gilt für Emissionsdokumente, die von Tochtergesellschaften der Lloyd Fonds AG begeben werden.
Soweit Dritte im Auftrag oder im Pflichtenkreis der Lloyd Fonds AG tätig werden, besteht das Risiko, dass die Lloyd Fonds AG für deren Handlungen verantwortlich gemacht wird. Externe Partner werden allerdings sorgfältig betreut, um haftungsrelevantes Handeln zu vermeiden und damit das Haftungspotenzial für die Lloyd Fonds AG zu reduzieren. In Bezug auf LLOYD FONDS REAL ASSETS kommt hinzu, dass der Bundesgerichtshof seit 2012 die Auffassung vertritt, dass Gründungsgesellschafter eines KG-Fonds für anlagebezogene Beratungsfehler des Vertriebspartners haften.
Die aktuelle Rechtsprechung zu KG-Fonds zeigt jedoch weiterhin eine zunehmende Tendenz, Aufklärungs- und Beratungspflichten im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Kapitalanlageprodukten auszuweiten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Beratungsfehler von Externen (z. B. Vertriebspartnern), die beim Absatz von Kapitalanlageprodukten von der Lloyd Fonds AG eingeschaltet wurden, in zunehmendem Maße in den Verantwortungsbereich des Produktanbieters fallen. Dies gilt insbesondere für die Haftung für Beratungsfehler eines Vertriebspartners.
5.3.8 Risiken im Zusammenhang mit den Aufgaben der Lloyd Treuhand GmbH
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | + |
| Schadenshöhe | -- |
Die Lloyd Treuhand GmbH, eine Tochtergesellschaft der Lloyd Fonds AG, verwaltete Ende 2020 auf der Grundlage von Treuhand- und Verwaltungsverträgen, teilweise treuhänderisch, das Kapital von über 47.100 Anlegern. Im Rahmen ihrer Verwaltungstätigkeit hat sie bisher sämtliche Rechte und Pflichten der Anleger aufgrund des Treuhandvertrags mit der größtmöglichen Sorgfalt wahrgenommen. Die Mitarbeiter, welche die Treuhandtätigkeiten ausüben, werden daher gezielt im Vorfeld ausgewählt. Zudem wird über Fortbildungen und regelmäßige Qualitätskontrollen eine bestmögliche Zuverlässigkeit erreicht.
Die Lloyd Treuhand GmbH ist teilweise bei Bestandsfonds als Treuhandkommanditistin für diverse Anleger im Handelsregister mit der jeweiligen Hafteinlage dieser Anleger (Treugeber) eingetragen.
Es besteht das Risiko, dass die Lloyd Treuhand GmbH im Fall von Auszahlungen von nicht durch Gewinne gedeckten Liquiditätsüberschüssen gemäß §§ 171, 172 IV HGB haftet.
Vor dem Hintergrund, dass die Lloyd Treuhand GmbH selbst wiederum gemäß Treuhandvertrag einen Regressanspruch gegen die jeweiligen Treugeber hat, wird ein ungedeckter möglicher Abfluss von Ressourcen bei der Lloyd Treuhand GmbH als relativ unwahrscheinlich eingeschätzt.
Für die Kommanditisten eines Fonds besteht im Fall der Insolvenz einer Fondsgesellschaft gegebenenfalls das Risiko einer Rückzahlungsverpflichtung für in der Vergangenheit vorgenommene Auszahlungen, die nicht durch Gewinne der Gesellschaft gedeckt sind. Soweit hier der Konzern als Treuhandgesellschaft fungiert, ist auch die Lloyd Fonds AG betroffen, da es zu beträchtlichen Liquiditätsabflüssen bei der Lloyd Treuhand GmbH kommen kann, sofern die Treuhand als Treuhandkommanditistin für die Anleger tätig ist. Die Erstattungsansprüche der Treuhandgesellschaft gegenüber den Anlegern müssten dann individuell durchgesetzt werden.
5.3.9 Rechtliche Risiken
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | ++ |
| Schadenshöhe | -- |
Bei im Ausland gefällten Urteilen kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Sachverhalt anders und ggf. nachteiliger beurteilt wird, als dies vor deutschen Gerichten der Fall wäre. Ein ausländisches Urteil entfaltet ggf. aber dennoch Bindungswirkung vor deutschen Gerichten mit der Folge, dass eine gerichtliche Entscheidung nicht mehr abänderbar ist.
Aus Fehlern bei Vertragsverhandlungen und im Falle von Vertragsverletzungen können sich Schadenersatzansprüche ergeben. Es bestehen Vertragsrisiken aus geschlossenen Verträgen, z. B. aus der Zusammenarbeit mit Banken, Vertriebspartnern, Beratern und anderen Geschäftspartnern. Vertragsverstöße können auch in der Nichteinhaltung vertraglicher Vorgaben oder der Missachtung von Form- und Fristvorschriften in Verträgen liegen. Vertragsverletzungen können die Geschäftstätigkeit des Unternehmens erheblich beeinträchtigen und eine finanzielle Verpflichtung der Lloyd Fonds AG auslösen.
5.3.10 Risiko im Zusammenhang mit den aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen und das Risiko von Gesetzesverstößen
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | ++ |
| Schadenshöhe | --- |
Der Lloyd Fonds-Konzern unterliegt einer Vielzahl von Regulierungs- und Aufsichtsregimen, und die Einhaltung dieser Regeln und Vorschriften ist kostspielig, zeitaufwendig und komplex. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften kann zu Geldbußen und/oder einem vorübergehenden oder dauerhaften Verbot bestimmter Tätigkeiten führen. Insbesondere durch die erlaubnispflichtigen Konzerngesellschaften LAIC Vermögensverwaltung GmbH, SPSW Capital GmbH und Lange Assets & Consulting GmbH unterliegt der Lloyd Fonds-Konzern in verstärktem Maße den aufsichtsrechtlichen Vorgaben.
Aufgrund der Regelungstiefe und der permanenten Regelungserneuerungen/-ergänzungen besteht das Risiko, dass im Konzern die aufsichtsrechtlichen Regelungen nicht ausreichend transparent genug sind. Hieraus können Verstöße gegen Vorschriften und Anordnungen der nationalen Aufsichtsbehörden resultieren, die eine Haftung der Lloyd Fonds AG nach sich ziehen können (z. B. in Form von Bußgeldern).
Im Fall von Verstößen sehen die gesetzlichen Regelungen teils erhebliche Sanktionen, z. B. in Form von drastischen Bußgeldern, vor. Auch jenseits der aufsichtsrechtlichen Vorgaben kann es zu Verstößen gegen gesetzliche Vorschriften (z. B. Geldwäschegesetz, Urheberrecht, Lizenzrecht, Datenschutzrecht) oder Verordnungen sowie zu Fehlern, fehlerhafter Auslegung (z. B. bei fiskalischen Bestimmungen) oder Fristversäumnissen kommen.
Aus aufsichtsrechtlichen Auflagen und Genehmigungserfordernissen kann sich zudem eine Erhöhung des Aufwands bei der Lloyd Fonds AG oder ihren Tochtergesellschaften ergeben.
5.3.11 Steuerliche Risiken
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | ++ |
| Schadenshöhe | -- |
Es besteht das Risiko, dass Beurteilungs- oder Beratungsfehler oder Fristversäumnisse im steuerlichen Bereich auftreten. Dies kann dazu führen, dass steuerliche Folgen eintreten, die für die Lloyd Fonds AG nachteilig sind, oder es bei Fristversäumnissen zu Zwangsgeldern oder Verspätungszuschlägen durch die Finanzverwaltung kommt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vertragsprüfungen in steuerlicher Hinsicht nicht oder nur unzureichend durchgeführt werden, was ebenfalls zu nachteiligen steuerlichen Folgen für die Lloyd Fonds AG führen kann.
Aufgrund der Vielzahl an Beteiligungen besteht das Risiko, dass es zu Veränderungen bei der steuerlichen Veranlagung, etwa aufgrund geänderter Sonderbetriebsergebnisse oder auch durch Betriebsprüfungen auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften, kommt. Dies könnte dazu führen, dass die Lloyd Fonds AG Steuernachzahlungen leisten muss.
5.4 Organisations- und Personalmanagementrisiken
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | +++ |
| Schadenshöhe | -- |
Der Erfolg des Unternehmens hängt in hohem Maße von den Fähigkeiten und dem Fachwissen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie wichtiger Fach- und Führungskräfte ab, die über langjährige Branchenerfahrung verfügen, die es ihnen ermöglicht, eine entscheidende Rolle beim Wachstum und bei der Weiterentwicklung des Geschäfts der Gesellschaft zu übernehmen. Sollten eines oder mehrere der Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder nicht mehr zur Verfügung stehen, könnte dies das Wachstum und die Weiterentwicklung des Unternehmens deutlich beeinträchtigen. Entsprechendes gilt für Geschäftsführungsmitglieder sowie qualifizierte Führungskräfte in Schlüsselpositionen. Für den wirtschaftlichen Erfolg der Lloyd Fonds AG ist es deshalb unerlässlich, dass qualifizierte Führungs- und Fachkräfte in ausreichender Zahl für die Lloyd Fonds AG tätig sind, um nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaften im Konzern und ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung auszuschließen. Eine überdurchschnittliche Fluktuation von Mitarbeitern, insbesondere von Führungs- und Fachkräften in Schlüsselpositionen, könnte dazu führen, dass Positionen nicht adäquat neu oder nur mit Verzögerung besetzt werden können und damit personelle Kapazitätsengpässe nach sich ziehen. Entsprechendes gilt für die Besetzung neu geschaffener Positionen. Aufgrund falscher Personalentscheidungen können Fehl- und /oder Unterbesetzungen entstehen. Dies könnte Verzögerungen bei der Aufgabenerledigung zur Folge haben und den Eintritt von Fehlentscheidungen oder Managementfehlern begünstigen.
5.5 IT-Risiken
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | + |
| Schadenshöhe | --- |
Lloyd Fonds ist stark auf seine IT-Systeme angewiesen, einschließlich der Bereitstellung von Informationen für Kunden und Mitarbeiter und der Führung von Finanzunterlagen. Die ständige Verfügbarkeit von IT-Systemen ist daher für die Lloyd Fonds AG Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Abwicklung des Geschäfts. Auch steht das Unternehmen in der Pflicht, jederzeit die Sicherheit sensibler Daten, insbesondere von Kunden, zu gewährleisten. Zur Minimierung des Risikos von Systemausfällen hat die Lloyd Fonds AG zahlreiche Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählen die redundante Virtualisierung von Servern und moderne Back-up-Systeme inklusive externer Datensicherung sowie Notfallpläne für eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Systeme. Zum Schutz von Daten und IT-Systemen werden unter anderem Firewall-Systeme, Virenschutz- und Verschlüsselungsprogramme sowie Zutritts- und Zugriffskontrollsysteme eingesetzt, die regelmäßig oder gegebenenfalls anlassbezogen aktualisiert werden.
5.6 Finanzwirtschaftliche Risiken
5.6.1 Liquiditätsrisiko
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | ++ |
| Schadenshöhe | --- |
Das Geschäftsumfeld, in dem der Konzern operiert, macht es notwendig, die Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend Liquiditätsreserven vorgehalten werden. Ferner setzt die Umsetzung der Geschäftsziele die Aufbringung von Eigen- oder Fremdkapital voraus. Das maximale Risiko besteht in der Insolvenz aufgrund von Zahlungsunfähigkeit. Sofern es zur Verringerung der Liquiditätsdecke des Konzerns kommt und in der Folge ein entsprechender Finanzbedarf entsteht, besteht das Risiko, dass keine geeigneten Finanzierungspartner oder Eigenkapitalgeber gefunden werden können und der Liquiditätsbedarf des Konzerns nicht oder nur zu nachteiligen oder wirtschaftlich nicht vertretbaren Konditionen gedeckt werden kann. Darüber hinaus könnten sich die Finanzierungsaufwendungen durch einen Anstieg der Zinssätze erhöhen.
Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement greift die Finanzabteilung auf eine rollierende Liquiditätsplanung zurück, die einen Planungshorizont von bis zu einem Jahr abbildet. Daneben kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden fünf Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-GuV und einer Plan-Bilanz besteht. Sowohl die kurzfristige Liquiditätsplanung als auch das mittelfristige Modell bauen auf der aktuellen Geschäftsplanung des Konzerns auf und sind miteinander abgestimmt.
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum 31. Dezember 2020 auf insgesamt 57,0 Mio. EUR (Vj.: 49,7 Mio. EUR). Weitere Details, insbesondere hinsichtlich der Fälligkeitsstruktur, finden sich im Konzernanhang unter Ziffer 6.3.2.3.
Die Liquiditätslage des Konzerns wird als stabil eingeschätzt. Dennoch können etwaige nicht geplante liquiditätswirksame Ereignisse ein Risiko darstellen. Hierbei kann es sich grundsätzlich um den Ausfall geplanter Einnahmen oder zusätzliche nicht geplante Ausgaben handeln. Im Fall des kumulierten Eintritts mehrerer Ereignisse sind negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns zu erwarten.
5.6.2 Bewertungs- und Forderungsausfallrisiko
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | +++ |
| Schadenshöhe | -- |
Die Bewertung von Beteiligungen des Konzerns ist wie in den Vorjahren aufgrund der Marktentwicklungen einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Dies betrifft neben den Anteilen, die die Lloyd Fonds AG an eigenen Fonds hält, auch die Beteiligungen des Konzerns an verbundenen und assoziierten Unternehmen primär aus dem Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS. Diesem Risiko trägt die Lloyd Fonds AG durch eine fortlaufende Überprüfung der bestehenden Beteiligungsansätze und Forderungen im Zusammenspiel mit der Analyse von Finanzdaten der wesentlichen Beteiligungen Rechnung. Auf Basis der regelmäßig durchgeführten Wertminderungstests wurden bereits in den Vorjahren zum Teil umfangreiche Abwertungen von Beteiligungsansätzen bei einigen dieser Gesellschaften vorgenommen und damit grundsätzlich das Risiko für weitere Wertminderungen gesenkt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Abwertungen der Beteiligungsansätze und Forderungen vorgenommen werden müssen. In Einzelfällen sind im Fall einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage und weiterhin schwacher Schifffahrtsmärkte zusätzliche Wertberichtigungen nicht ausgeschlossen.
Das Kapitalmarktumfeld hat zudem erhebliche Auswirkungen bezüglich drohender Forderungsausfälle und damit auf die Risikoposition des Konzerns. Dem Risiko ist die Lloyd Fonds AG bereits in den Vorjahren durch die Vornahme umfangreicher Abwertungen begegnet. Im Berichtsjahr wurden geringere Abwertungen im Forderungsbestand des Geschäftssegments LLOYD FONDS REAL ASSETS vorgenommen und damit die Werthaltigkeit dieser Forderungen angepasst. Im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS waren aufgrund der Werthaltigkeit der Forderungen keine Abwertungen notwendig. Jedoch wird dem Marktrisiko durch laufende Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen mit einer kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserung des Debitorenmanagements Rechnung getragen. Ziel ist dabei die zeitnahe Realisierung von Zahlungseingängen und die damit verbundene Verminderung des Bestands an fälligen Forderungen.
Trotz der auch im Berichtsjahr durchgeführten Wertberichtigungen sind weitere Verluste und entsprechende Liquiditätsausfälle aus Forderungsausfällen nicht ausgeschlossen. Etwaige Forderungen der Lloyd Treuhand GmbH gegenüber den Treugebern aus Auszahlungen können hiervon betroffen sein. Diesem Risiko wurde durch die Schaffung und Umsetzung eines Maßnahmenplans begegnet, der verschiedene Vorgehensweisen, wie z. B. die Erreichung eines Vergleichs mit Gläubigern oder die Abtretung des Regressanspruchs der Treuhand an Gläubiger, vorsieht. Für weitere Analysen verweisen wir auf den Konzernanhang unter Ziffer 6.3.1.3.
5.6.3 Risiken aus Eventualverbindlichkeiten
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | + |
| Schadenshöhe | --- |
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Lloyd Fonds AG auch jenseits der auf die Treuhand entfallenden Risiken (siehe hierzu: Risiken im Zusammenhang mit den Aufgaben der Lloyd Treuhand GmbH, Ziffer 5.3.8) aus den bestehenden Eventualverbindlichkeiten in Anspruch genommen wird. Die zum 31. Dezember 2020 ausgewiesenen Eventualschulden des Lloyd Fonds-Konzerns belaufen sich auf insgesamt 36,0 Mio. EUR (Vj.: 34,6 Mio. EUR). Nach Abzug der Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen, die im Jahr 2020 36,0 Mio. EUR (Vj.: 31,3 Mio. EUR) betrugen, beträgt das Nettohaftungsvolumen 0 Mio. EUR (Vj.: 3,3 Mio. EUR). Bezüglich der Einzelheiten und der Zusammensetzung der Eventualschulden verweisen wir auf Ziffer 6.9.2 des Konzernanhangs.
5.6.4 Zinsänderungs- und Währungsrisiko
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | ++ |
| Schadenshöhe | -- |
Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Zudem ist denkbar, dass zukünftig Negativzinsen auf Guthaben bei Banken erhoben werden. Auswirkungen auf die Höhe der zukünftigen Zinserträge und -aufwendungen des Konzerns und Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten können die Folge sein. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken. Für weitere Details verweisen wir auf Ziffer 6.3.1.2 des Konzernanhangs. Auf Konzernebene bestehen derzeit Fremdwährungsrisiken in US-Dollar, die im Wesentlichen durch die Stichtagsbewertung der entsprechenden monetären Posten entstehen. Unter den monetären Posten werden Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten zusammengefasst. Fremdwährungsrisiken wird bei Zahlungseingängen in Fremdwährung durch eine zeitnahe Konvertierung in Euro begegnet. Zum Abschlussstichtag bestehen daher keine signifikanten Bewertungsrisiken.
5.7 Gesamtaussage zur Risikosituation
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind keine existenzbedrohenden Einzelrisiken bekannt. Bei den identifizierten Risiken mit einer gravierenden Schadenshöhe besteht nach Einschätzung der Konzernleitung eine hohe bzw. mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit. Allerdings könnte ein kumulierter Eintritt von Einzelrisiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
Wie stark die weltweite Verbreitung des Coronavirus Auswirkungen auf die globale Konjunktur haben wird, ist derzeit noch nicht abschätzbar. Die zahlreichen Einschränkungen der Mobilität in vielen Ländern können auch weiterhin zu deutlichen Rückschlägen bei den Wirtschafts- und Unternehmensdaten führen. Diese Entwicklung fand auch in den starken Kursverlusten an den Weltbörsen im ersten Quartal 2020 ihren Niederschlag. Gleichzeitig ist nach Überwindung des Virus eine kräftige Erholung der Wirtschaft zu erwarten, nicht zuletzt wegen Nachholeffekten. Der Lloyd Fonds-Konzern ist, wie die gesamte Finanzdienstleistungsbranche, nach wie vor von der Entwicklung der Covid-19-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen betroffen. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäftes können trotz der zuletzt positiven Entwicklung an den Finanzmärkten weiterhin nicht ausgeschlossen werden und würden voraussichtlich zu Plananpassungen führen. Die Dauer und Intensität der Auswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt unsicher und daher nicht abschließend quantifizierbar.
5.8 Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
5.8.1 Elemente des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Lloyd Fonds-Konzerns umfasst sämtliche Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Im Zentrum des internen Kontrollsystems stehen das interne Steuerungssystem sowie das interne Überwachungssystem. Zuständig für die Steuerung des internen Kontrollsystems des Konzerns ist der zentrale Bereich Finanzen, dem Rechnungswesen, "IFRS", Controlling und Steuern zugeordnet sind. Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl prozessintegrierte als auch prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen. Als prozessintegrierte Maßnahmen kommen sowohl individuelle Kontrollen wie beispielsweise das "Vier-Augen-Prinzip" als auch IT-gestützte Kontrollen zum Einsatz. Zusätzlich werden durch spezifische Konzernfunktionen wie z. B. Konzern-Recht bzw. Finanzen prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt. Des Weiteren bestehen prozessunabhängige Kontrollen, die im Wesentlichen durch den Aufsichtsrat und sonstige Prüfungsorgane wahrgenommen werden.
Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist in das auf Seite 50 beschriebene Risikomanagementsystem des Lloyd Fonds-Konzerns integriert. Es ist auf die signifikanten Risiken des Unternehmens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der externen Berichterstattung, ausgerichtet.
Kernelement ist dabei die Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken können.
5.8.2 Aufbauorganisation
Der Lloyd Fonds-Konzern verfügt über einen zentralen Bereich Finanzen. Das Rechnungswesen sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Tochterunternehmen sowie die Erstellung der deutschen handelsrechtlichen Einzelabschlüsse wird dort abgebildet.
Konzernweite Richtlinien und Verfahrensanweisungen gewährleisten die Sicherstellung einer zeitnahen, vollständigen, richtigen und effizienten Erfassung der Geschäftsvorfälle. Dem zentralen Bereich Finanzen zugeordnet ist auch der Bereich "IFRS". Hier werden die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften von den deutschen handelsrechtlichen bzw. lokalen ausländischen Vorschriften auf die Ansatz- und Bewertungsmethoden der International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet sowie die Konsolidierung der einzelnen Gesellschaften und die daraus folgende Aufstellung des Konzernabschlusses.
Die buchhalterische Erfassung der einzelnen Geschäftsvorfälle einschließlich erforderlicher IFRS-Anpassungen wird EDV-gestützt mithilfe der Finanzbuchhaltungssoftware FibuNet durchgeführt. Das Programm wird ferner für die Zusammenführung der Einzelgesellschaften zu einem Summenabschluss und die Erfassung der Konsolidierungsbuchungen eingesetzt. Wesentliche in FibuNet eingebundene Vorsysteme sind das Programm SFirm der Star Finanz-Software Entwicklung und Vertriebs GmbH sowie das Enterprise Resource Planning (ERP)-System DC-Fonds des Herstellers Devcon. DC-Fonds dient insbesondere der Organisation, Steuerung und Überwachung der Treuhandverwaltung der von der Lloyd Fonds AG initiierten Anlageprodukte. Neben diesen integrierten Systemen verfügt die Lloyd Fonds AG über ein IT-gestütztes Tool zur Bewertung von Schiffsbeteiligungen.
5.8.3 Ablauforganisation
Die Erstellung des Konzernabschlusses und die externe Berichterstattung erfolgen in Form eines strukturierten Prozesses auf Basis eines zwischen den einbezogenen internen Abteilungen sowie externen Partnern abgestimmten Zeitplans. Dabei werden auch Fristen für die Lieferung von abschlussrelevanten Informationen, die außerhalb des Rechnungswesens generiert werden, vereinbart. Beispiele hierfür sind Informationen aus dem Fondsmanagement für die Bewertung von Beteiligungen oder Abschlüsse von assoziierten Unternehmen für die Bilanzierung nach der Equity-Methode. Die Erhebung von abteilungs- und unternehmensfremden Daten erfolgt auf der Grundlage von zuvor festgelegten individuellen Anforderungsprofilen. Der Prozess beinhaltet auch eine Rücklaufkontrolle zur Sicherstellung des rechtzeitigen Eingangs vollständiger Informationen. Der Konsolidierungsprozess erfolgt in Form einer Gesamtkonsolidierung auf Ebene der Lloyd Fonds AG. Im Geschäftsjahr 2020 wird erstmalig ein Teilkonzernabschluss für die Gesellschaften LAIC Capital GmbH (Muttergesellschaft), LAIC Vermögensverwaltung GmbH und LAIC Intelligence GmbH erstellt und testiert.
Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses, des Teilkonzernabschlusses und der Einzelabschlüsse beinhaltet der Erstellungsprozess eine Vielzahl von Kontrollen. Hierbei handelt es sich um präventive und nachgelagerte aufdeckende Kontrollen. In den Bereich der präventiven Kontrollen fallen insbesondere Genehmigungs- und Freigabeverfahren, beispielsweise im Rahmen der Eingangsrechnungserfassung und beim Zahlungsverkehr. Bestimmte Transaktionen, die sich wegen ihres Umfangs oder ihrer Komplexität auf den Konzernabschluss und den Teilkonzernabschluss auswirken können, sind ebenfalls nach einem festgelegten Verfahren freizugeben. Zudem werden die zentralen Bereiche Finanzen und Recht direkt als interne Berater in die Gestaltung von bedeutenden Verträgen, beispielsweise im Rahmen des Abschlusses von Miet- oder Dienstleistungsverträgen, mit eingebunden. Infolgedessen erhält der Bereich Finanzen Informationen aus erster Hand, um die richtige bilanzielle Behandlung dieser Vorgänge sicherzustellen.
Die aufdeckenden Kontrollen finden in den verschiedenen Phasen des Abschlussprozesses statt. Hier kommt insbesondere das "Vier-Augen-Prinzip" zum Tragen. Sämtliche Einzelabschlüsse werden von der Leitung des Bereichs Finanzen geprüft, bevor sie für die weitere Verarbeitung durch den Bereich "IFRS" freigegeben werden. Im Rahmen der Überleitung der Abschlüsse auf die IFRS-Vorschriften und der Konsolidierung erfolgt darüber hinaus eine zusätzliche Plausibilisierung und Abstimmung der einzelnen Abschlüsse.
6 Nachtragsbericht
Geschäftsverteilung
Die Geschäftsverteilung im Vorstand der Lloyd Fonds AG wurde ab 1. Januar 2021 neu strukturiert. Dipl.-Ing. Achim Plate verantwortet als CEO die Entwicklung der Unternehmensstrategie 2023/25. Im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS verantwortet er die Geschäftsfelder LLOYD VERMÖGEN, LAIC jeweils inklusive des Vertriebs, das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie die Konzernressorts Finanzen, Personal, IR und PR sowie DAP 4.0 und IT. Michael Schmidt verantwortet als CIO im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS das Geschäftsfeld LLOYD FONDS inklusive dessen Vertrieb, PR und Kommunikation sowie das Ressort Recht & Compliance. Zudem verantwortet er die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie.
Namensänderungen bei LLOYD FONDS
Zur weiteren Vereinheitlichung des Markenauftritts erhielt der geldmarktorientierte Rentenfonds ASSETS Defensive Opportunities UI zum 1. Januar 2021 die neue Fondsbezeichnung Lloyd Fonds - Assets Defensive Opportunities. Fondsadvisor ist die Lange Assets & Consulting GmbH. Ferner wurde im Zuge der Umstellung auf einen dezidierten Nachhaltigkeitsansatz der Mischfonds Lloyd Fonds - Global Multi Asset Selection zum 1. Januar 2021 in Lloyd Fonds - Global Multi Asset Sustainable umbenannt.
EU-Pass für LAIC Vermögensverwaltung GmbH
Mit Schreiben der BaFin vom 25. Februar 2021 ist die LAIC Vermögensverwaltung GmbH berechtigt, in Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs Finanzdienstleistungen in Österreich zu erbringen.
Aktuelle Entwicklung der Covid-19-Pandemie
Der Lloyd Fonds-Konzern ist wie die gesamte Finanzdienstleistungsbranche nach wie vor von der Entwicklung der Covid-19-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen betroffen. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäfts können trotz der zuletzt positiven Entwicklung an den Finanzmärkten weiterhin nicht ausgeschlossen werden und würden voraussichtlich zu Plananpassungen führen. Die Dauer und Intensität der Auswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt unsicher und daher nicht abschließend quantifizierbar.
7 Prognosebericht
7.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld
In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen. Wie stark sich die weltweite Verbreitung der Covid-19-Pandemie weiterhin auf die globale Konjunktur auswirken wird, ist derzeit nicht abschätzbar. Die nach wie vor zahlreichen Einschränkungen der Mobilität in vielen Ländern können auch weiterhin zu deutlichen Rückschlägen bei den Wirtschafts- und Unternehmensdaten führen.
7.1.1 Entwicklung der Weltwirtschaft
Für das Jahr 2021 wird mit dem allmählichen Abklingen der Covid-19-Pandemie eine globale Wirtschaftserholung erwartet, die zu einem BIP-Anstieg um 5,3% gegenüber dem Vorjahr führen soll. Für das laufende Jahr wird erwartet, dass mit steigenden Impfquoten, sinkenden Infektionszahlen und schrittweiser Rücknahme der Pandemiemaßnahmen eine weltweite Belebung der Wirtschaftsleistung einsetzt. Entsprechend sollte im zweiten Quartal 2021 auch im Euroraum ein wirtschaftlicher Aufholprozess beginnen. Rückenwind bekommt die europäische Wirtschaft dabei zum einen von den ergriffenen fiskalpolitischen Maßnahmen der Mitgliedstaaten und zum anderen von der nach wie vor expansiven Geldpolitik, die den Unternehmen weiterhin vorteilhafte Refinanzierungsmöglichkeiten bietet und eine hohe Liquiditätsversorgung des Finanzsystems sicherstellt. Die Arbeitslosigkeit hat sich trotz der Covid-19-Pandemie bislang aufgrund umfangreicher Kurzarbeiterregelungen nur leicht erhöht.
Für das Jahr 2021 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des BIP in Deutschland in Höhe von 3 %. Es ist davon auszugehen, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal noch deutlich durch die Pandemie beeinträchtigt wird. Im weiteren Verlauf, nach Stabilisierung der pandemischen Lage durch die Impfung größerer Bevölkerungsgruppen und der Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens, soll die Konjunktur wieder an Fahrt aufnehmen. Grundsätzlich soll die Entwicklung der Wirtschaft zunächst jedoch zweigeteilt bleiben: Einem von sozialen Kontakten stärker abhängigen und daher durch die Pandemie stärker beeinträchtigten Dienstleistungssektor steht eine sich robust entwickelnde Industrie gegenüber. Im Jahresverlauf wird die allmähliche Überwindung der Covid-19-Pandemie und eine Erholung der Dienstleistungsbereiche erwartet. Die vor dem zweiten Lockdown beobachtete positive Entwicklung am Arbeitsmarkt dürfte sich erst im Frühjahr 2021 fortsetzen. Steigende Erwerbstätigkeit und Löhne sollen dann für Einkommenszuwächse sorgen und den privaten Konsum stützen.
7.1.2 Kapitalmarktentwicklung
Nach Einschätzung vieler Marktteilnehmer besteht im Jahr 2021 Grund für einen vorsichtigen Optimismus in Bezug auf die Entwicklung an den Kapitalmärkten, insbesondere an den Aktienmärkten. Nicht zuletzt lässt die Wahl des neuen US-Präsidenten Joe Biden eine Rückkehr zu einem verlässlicheren politischen Verhalten und eine deutliche Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und vielen anderen Ländern erwarten. Dies sollte zu weniger politischer Unsicherheit führen. Zudem stützt sich das vorsichtig optimistische Szenario vor allem auf drei Faktoren: Erstens wird mit dem allmählichen Abklingen der Covid-19-Pandemie ein weltweit kräftiger Wirtschaftsaufschwung erwartet. Zweitens sollten die umfassenden Geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen für eine hohe Liquiditätsversorgung und Investitionsimpulse sorgen, sodass drittens die Gewinnentwicklung und Bewertung der Unternehmen unterstützt sein sollte.
Die umfangreichen Liquiditätsmaßnahmen und regulatorischen Änderungen während der Covid-19-Pandemie sollten Banken und Unternehmen auch im Jahr 2021 Entlastung bieten und damit auch an den Rentenmärkten weiterhin stabilisierend wirken. Für den Euroraum ist eine Verlängerung des Pandemie-Notfallprogramms PEPP durch die EZB über den bislang anvisierten Ausstiegszeitpunkt zur Jahresmitte 2021 hinaus dabei die wahrscheinlichste Option. Zudem werden die Leitzinsen voraussichtlich noch für lange Zeit negativ bzw. sehr niedrig bleiben.
7.1.3 Marktentwicklung Immobilien
Für das Jahr 2021 wird weiterhin mit einer soliden Entwicklung der Transaktionsmärkte im deutschen Immobilieninvestmentmarkt ausgegangen. Das extrapolierte Mietpreiswachstum der Zeit vor Covid-19, vor allem im Bürosektor, sollte sich allerdings nicht mehr in den Transaktionspreisen abbilden lassen. Die derzeitige Nachfrage und Mietpreisbereitschaft von Mietern sowie steigende Leerstände führen bei Investoren zu einer Zurückhaltung. Mit dem allmählichen Abklingen der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen Konjunkturerholung sollten Unternehmen ihre Umzugs- und Expansionspläne allerdings wieder aufnehmen und so die Tendenz sinkender Vermietungsumsätze gestoppt werden.
7.1.4 Marktentwicklung Schifffahrt
Im Containerverkehr dürften die Faktoren wie u. a. Lageraufbau und Veränderungen im Konsum, die im zweiten Halbjahr 2020 zu einem Boom führten, abhängig vom Verlauf der Covid-19-Pandemie zeitlich begrenzt sein. Vor dem Hintergrund des historisch geringen Orderbuches, der bevorstehenden wirtschaftlichen Erholung und der Überwindung der Covid-19-Pandemie herrscht allerdings vorsichtiger Optimismus in der Branche hinsichtlich der Entwicklung in den nächsten Jahren. In der Tankschifffahrt startete das Jahr 2021 erneut mit durchweg niedrigen Tankerraten. Nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's soll sich das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage aber voraussichtlich im Jahresverlauf verbessern.
7.1.5 Marktentwicklung Sonstige Assets: Flugzeuge, Britische Kapitallebensversicherungen
Der Flugverkehr wird voraussichtlich erst im Zeitraum bis 2025 auf das Niveau des Jahres 2019 zurückkehren. Die Erholung ist abhängig davon, wie schnell die Impfungen gegen das Covid-19-Virus vonstattengehen und in der Folge die Staaten ihre Quarantänebeschränkungen wieder lockern. Der britische Versicherungsmarkt muss sich nach dem Brexit auf die neuen Gegebenheiten einstellen. Der Brexit erschwert den Zugang zum europäischen Markt, hemmt potenzielle M&A-Transaktionen und schafft aufsichtsrechtliche Fragestellungen. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld wird auch weiterhin großen Einfluss auf die Renditeerwartungen der britischen Versicherer haben.
7.2 Unternehmensentwicklung
Mit der Strategie 2023/25 positioniert sich die Lloyd Fonds AG als innovatives, börsengelistetes Finanzhaus, mit dem Ziel, mit aktiven, nachhaltigen und digitalen Investmentlösungen Rendite für ihre Partner und Kunden zu erzielen.
Die Erfüllung der Kundenbedürfnisse soll die Strategie bestimmen. Damit sollen sich die Anlagebedürfnisse sämtlicher Zielgruppen, von Privatanlegern bis hin zu institutionellen Investoren, gezielt abbilden lassen. Transparentes aktives Asset Management, zukunftsweisende digitale Lösungen und individuelle und institutionelle Vermögensverwaltung sollen den Mehrwert für die Kunden der Lloyd Fonds AG bilden. Mit dieser an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten Strategie will die Lloyd Fonds AG weiter primär organisch, aber auch anorganisch über weitere Akquisitionen wachsen.
Die Strategie 2023/25 berücksichtigt die drei Megatrends Digitalisierung, Nutzerzentrierung und Nachhaltigkeit und hat mit ihrer cloudbasierten Digital Asset Plattform 4.0 (DAP 4.0) den technischen Enabler hierfür geschaffen.
Ziel der Strategie 2023/25 ist es, die Lloyd Fonds AG deutschlandweit als innovativen Qualitätsführer im Fonds- und Vermögensmanagement zu positionieren.
Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS erfolgt eine Positionierung als Spezialanbieter benchmarkfreier Aktien-, Renten- und Mischfonds mit einem klaren Fokus auf aktiven Alpha-Strategien. Erfahrene Asset Manager mit nachweisbarem Track-Record steuern diese aktiv mit klar definierten Anlagezielen und transparenten Rendite- und Risikoprofilen. Die Publikumsfonds erfüllen bereits heute umfänglich die Kriterien des UN Global Compact. Zusätzlich wurden relevante und materielle Nachhaltigkeitsparameter ("ESG-Kriterien") passend zum jeweiligen Fondskonzept in die Investmentprozesse integriert. Dies erfolgt insbesondere in der jeweiligen Unternehmensanalyse und findet ebenso auf der Ebene des Risikomanagements statt. Diese bereits bestehende Integration von Nachhaltigkeitsparametern im Investmentprozess soll im Berichtsjahr weiter ausgebaut werden, der Überzeugung der Lloyd Fonds AG folgend, dass Nachhaltigkeit für Investoren zu einem zentralen Entscheidungsfaktor für Risiko und Rendite geworden ist. Nachhaltigkeit ist inzwischen ein Megatrend in allen Bereichen des Finanzwesens, nicht zuletzt auch im Asset Management und in der Vermögensverwaltung mit entsprechend dynamischem Wachstum bei nachhaltig gemanagten Vermögen und Fonds. So erwartet eine Studie von PwC Luxemburg, dass das in Fonds verwaltete ESG-Vermögen über alle Anlageklassen in Europa bis 2025 auf 5,5 bis 7,6 Bio. EUR ansteigen und damit zwischen 41 % und 57 % des gesamten Fondsvermögens in Europa ausmachen wird. Zudem soll im laufenden Geschäftsjahr die Vertriebsunterstützung weiterentwickelt werden.
Im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN erfolgt eine proaktive, ganzheitliche 360°-Umsetzung der individuellen Ziele von vermögenden Kunden durch die Vermögensverwaltung Lange Assets & Consulting GmbH. Nachdem im Jahr 2020 u. a. das Personalwesen in den Lloyd Fonds-Konzern integriert wurde, sollen im laufenden Geschäftsjahr weitere Geschäftsprozesse, wie beispielsweise Finanzen, integriert werden. Die Lloyd Fonds AG plant mittelfristig weiteres anorganisches Wachstum, um die Betreuung ihrer Kunden an jedem ihrer drei Standorte in Hamburg, Frankfurt und München durch eine Vermögensverwaltung gewährleisten zu können.
Im Geschäftsfeld LAIC werden mit dem WealthTech LAIC digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur digitalen Portfoliooptimierung mit dem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz basierenden System (LAIC ADVISOR ® ) für Privatanleger und institutionelle Kunden angeboten. Im laufenden Geschäftsjahr ist ein erheblicher Ausbau der Vertriebs- und Marketingaktivitäten sowohl im Direkt-, Online-, externer Partner- sowie im White Label Exklusiv Partner-Vertrieb geplant. Zielbild ist die Entwicklung einer digitalen Geldanlage-Plattform. Diese flexible Plattformstruktur für Asset Management und Vermögensverwaltung soll digital und hybrid verfügbar sein und neben digital abschließbaren Lösungen auch ein eigenes Vertriebspartnerportal zur Unterstützung des digitalen und hybriden Vertriebs bieten. Im nächsten Schritt ist dann die digitale, datengetriebene Neukundengewinnung geplant, die den eigenen Endkundenvertrieb einschließt. Der Markt für moderne, digitale Vermögensanlagen ist ein Wachstumsmarkt, laut Statista soll sich das verwaltete Vermögen der digitalen Vermögensverwalter in ganz Europa bis zum Jahr 2024 auf rund 253 Mrd. EUR erhöhen.
Technisch umgesetzt wird das gesamte Geschäftsmodell der Lloyd Fonds AG durch eine eigene hochleistungsfähige und cloudbasierte digitale Infrastruktur. Diese DAP 4.0. ist nach Ansicht des Vorstands ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil, denn sie bietet u. a. die Möglichkeit, Infrastrukturen individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten anzupassen und neue Softwarelösungen plattformübergreifend zu integrieren. Auch im Jahr 2021 ist eine weitere gruppenweite Vereinheitlichung der IT-Basisstruktur und deren technische Unterstützung ein weiterer Bestandteil der geplanten Digitalisierungsprojekte in der Lloyd Fonds AG.
Das weitere überproportionale Wachstum der AuM im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS mit den drei Geschäftsfeldern LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und LAIC soll der wesentliche Treiber der zukünftigen Ergebnisse der Lloyd Fonds AG sein. Zudem liefert das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS mit den Geschäftsfeldern Immobilien, Schifffahrt und Sonstige Assets planmäßig abschmelzende, aber noch immer kalkulierbare Erträge. Für die Zukunft hat sich die Lloyd Fonds AG zwei mittelfristige Ziele gesetzt. Bis Ende 2024 soll durch weiteres organisches als auch anorganisches Wachstum das AuM-Volumen auf über 7 Mrd. EUR steigen. Dabei strebt die Lloyd Fonds AG eine EBITDA-Marge von über 45 % bezogen auf den Nettoumsatz an. Diese strategische Planung ist aus Sicht des Vorstands das langfristige Erfolgsversprechen der Lloyd Fonds AG gegenüber ihren Investoren, die Synergien aller Geschäftsfelder nachhaltig zu heben.
Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Finanzmärkte lassen sich auch im Jahr 2021 nicht prognostizieren. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäftes können daher weiterhin nicht ausgeschlossen werden und können zu Plananpassungen führen.
7.3 Chancen
7.3.1 Gesamtaussage
Die Lloyd Fonds AG positioniert sich mit der Strategie 2023/25 als innovatives, börsengelistetes Finanzhaus, das mit aktiven, nachhaltigen und digitalen Investmentlösungen Rendite für seine Partner und Kunden erzielen möchte. Durch Nutzung und den Ausbau ihrer Stärken und Kompetenzen ist die Lloyd Fonds AG bestrebt, das damit verbundene Chancenpotenzial bestmöglich auszuschöpfen. Wesentliche Chancen ergeben sich aus folgenden Entwicklungen:
7.3.2 Positionierung in wachsenden Märkten
Das anhaltend niedrige Zinsniveau kann die Attraktivität von Investitionen in liquide, offene Publikumsfonds weiter steigern. Besonders interessant ist dabei das verstärkte Aufkommen digitaler Angebote, welche eine besonders hohe Wachstumsdynamik aufweisen. Auch soll die Nachfrage nach nachhaltigen Finanzprodukten stark wachsen. Der Asset Management-Markt sollte zusätzlich von einer anhaltend hohen Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland profitieren. Ebenso dürfte eine hohe Nachfrage von privaten, aber auch institutionellen Investoren nach qualitätsorientierten Anlageprodukten bestehen, wodurch ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren zu erwarten ist. Die Lloyd Fonds AG erwartet demzufolge ein erhebliches Marktpotenzial für rendite- und ausschüttungsorientierte Publikumsfonds und Anlagelösungen mit Nachhaltigkeitsmerkmalen, aber auch für innovative digitale Angebote im Vermögensmanagement.
7.3.3 Management mit Kapitalmarkterfahrung
Der Vorstand der Lloyd Fonds AG und das weitere Management verfügen über umfangreiche Erfahrungen und Expertise am Kapitalmarkt und auf dem Gebiet der Vermögensverwaltung. Dies bietet weiterhin die Chance, das bestehende Netzwerk auszubauen und dadurch auch neue Zielgruppen erschließen zu können.
7.3.4 Innovationskraft
Im Geschäftsfeld LAIC bietet die Lloyd Fonds AG digitale und risikooptimierte Portfoliomanagement-Lösungen mit dem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz basierenden System (LAIC ADVISOR ® ) für Privatanleger und institutionelle Kunden an. LAIC verfügt dabei nach Überzeugung der Lloyd Fonds AG über eine der innovativsten Anlagephilosophien im Markt mit einem konsequent algorithmischen Ansatz. In einem wachsenden Markt digitaler Asset Management-Lösungen bieten sich dadurch erhebliche Markteintritts- und Wachstumschancen.
7.3.5 DAP 4.0
Für die Steuerung der Geschäftsfelder hat die Lloyd Fonds AG die DAP 4.0 aufgebaut. Mit den Daten und Systemen wird u.a. der Algorithmus bei LAIC unterstützt. Zudem unterstützt sie u. a. die Arbeit der Fondsmanager bei den Publikumsfonds, indem sie Daten und Analysen automatisiert erstellt und so aktiv zur Entscheidungsfindung beiträgt. Die Cloud-Architektur der Plattform ermöglicht zudem, dass das System mit den wachsenden Anforderungen skalierbar ist. Die Plattform erhöht die Agilität der Organisation und der IT, wodurch sich die Chance bietet, Infrastrukturen individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten anzupassen und neue Softwarelösungen schneller zu implementieren. Dies kann ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in einem durch ein dynamisches Wettbewerbsumfeld gekennzeichneten Markt sein.
7.3.6 Transparenz
Transparenz ist ein wichtiges Kriterium bei einer Investitionsentscheidung sowohl für private als auch institutionelle Anleger. Die Lloyd Fonds AG will sich über ein transparentes aktives Asset Management im Wettbewerb differenzieren. Ziel ist es, alle Zielgruppen bestmöglich über die Produkte und deren Performance zu informieren. Dies bietet die Chance, einen Mehrwert für die Kunden zu generieren, und schafft Vertrauen in die Marke. Als Unternehmen im Scale-Segment an der Frankfurter Wertpapierbörse erfüllt die Lloyd Fonds AG zudem die Transparenzerwartungen an einen Anbieter von Kapitalanlagen.
7.3.7 Aktive Marktkonsolidierung
Die Lloyd Fonds AG will sowohl organisch als auch anorganisch weiter wachsen. Als integrierter Vermögensmanager und Partner für Privatkunden und institutionelles Kapital bietet die Lloyd Fonds AG insbesondere Vermögensverwaltern ein umfassendes Leistungsangebot. Dadurch bietet sich die Chance, in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld schneller Marktanteile zu generieren und auch Kosten und Synergien zu optimieren.
8 Schlusserklärung
Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Abs. 3 AktG.
"Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Hamburg, 25. März 2021
Der Vorstand der Lloyd Fonds AG
Achim Plate
Michael Schmidt
Konzernabschluss
1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
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| in TEUR | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.6.1 | 27.739 | 8.223 |
| Materialaufwand | 6.6.2 | -1.072 | -426 |
| Personalaufwand | 6.6.3 | -11.726 | -8.732 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 6.6.4 | -3.750 | -1.258 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 6.6.5 | -8.385 | -9.603 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 6.6.6 | 400 | 858 |
| Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit | 3.206 | -10.938 | |
| Finanzerträge | 6.6.7 | 1.529 | 7.179 |
| Finanzaufwand | 6.6.7 | -7.685 | -1.315 |
| Ergebnis vor Steuern | -2.950 | -5.074 | |
| Ertragsteuern | 6.6.8 | 3.964 | 4.981 |
| Konzernjahresergebnis vor Minderheiten | 1.014 | -93 | |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernperiodenergebnis | 1.717 | - | |
| davon den Lloyd Fonds-Aktionären zurechenbares Konzernperiodenergebnis | -703 | - | |
| Ergebnis je Aktie für die Berichtsperiode (EUR je Aktie) verwässert/unverwässert | 6.6.9 | -0,05 | -0,01 |
Die Erläuterungen auf den Seiten 71 bis 105 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
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| in TEUR | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | 1.014 | -93 | |
| Konzerngesamtergebnis vor Minderheiten | 1.014 | -93 | |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernperiodenergebnis | 1.717 | - | |
| davon den Lloyd Fonds-Aktionären zurechenbares Konzernperiodenergebnis | -703 | -93 |
Die Erläuterungen auf den Seiten 71 bis 105 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
3 Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2020
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| in TEUR | Ziffer | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 6.7.1 | 11.536 | 12.798 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.7.2 | 56.190 | 57.633 |
| Finanzielle Vermögenswerte | - | - | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 6.7.3 | 6.295 | 6.584 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 6.7.4 | 1.373 | 1.686 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 6.7.5 | 9.150 | 4.975 |
| 84.544 | 83.676 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 6.7.6 | 20.005 | 5.920 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | 6.7.7 | 35 | 39 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 6.7.4 | 1.855 | 5.301 |
| Laufende Ertragsteuererstattungsansprüche | 6.7.15 | 705 | 750 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.7.8 | 6.533 | 9.152 |
| 29.133 | 21.162 | ||
| Summe Vermögenswerte | 113.677 | 104.838 | |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 6.7.9.1 | 13.266 | 13.266 |
| Kapitalrücklage | 6.7.9.2 | 17.582 | 17.154 |
| Gewinnrücklagen | 6.7.9.3 | 7.022 | 7.725 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehendes Kapital und Rücklagen | 37.870 | 38.145 | |
| Minderheitenanteile | 6.7.9.4 | 4.858 | 3.074 |
| Summe Eigenkapital | 42.728 | 41.219 | |
| Schulden | |||
| Langfristige Schulden | |||
| Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert | 6.7.10 | 151 | 488 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 6.7.11 | 11.510 | 15.892 |
| Finanzschulden | 6.7.12 | 17.666 | 14.121 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 6.7.13 | 3.308 | 4.848 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.7.14 | 243 | 258 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 6.7.5 | 12.613 | 13.168 |
| 45.491 | 48.775 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 6.7.11 | 18.700 | 11.218 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 6.7.13 | 4.402 | 2.452 |
| Finanzschulden | 6.7.12 | 1.285 | 673 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.7.14 | 5 | 114 |
| Laufende Ertragsteuerschulden | 6.7.15 | 1.066 | 387 |
| 25.458 | 14.844 | ||
| Summe Schulden | 70.949 | 63.619 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 113.677 | 104.838 |
Die Erläuterungen auf den Seiten 71 bis 105 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
4 Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
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| in TEUR | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | |||
| Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Ertragsteuern | 6.8.1 | 1.851 | -11.782 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 6.6.4 | 3.736 | 1.258 |
| IFRS 9 (übriges Finanzergebnis) | -128 | - | |
| Verluste aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten | 921 | 15 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle | 6.8.2 | -127 | 170 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen | -14.221 | 829 | |
| Veränderungen der übrigen Vermögenswerte (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) * | 2.616 | -4.630 | |
| Veränderung der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | 6 | 77 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten | 922 | 2.974 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 1.859 | 445 | |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | 164 | 151 | |
| Erhaltene Zinsen | 61 | 453 | |
| Gezahlte Zinsen | -553 | ||
| Erhaltene Dividenden und Ausschüttungen | 1.427 | 7.425 | |
| Erhaltene Ertragsteuererstattungen | 167 | 1 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -203 | -43 | |
| Nettomittelzu-/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -949 | -3.210 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| Auszahlungen für Investitionen in: | |||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 6.7.1-2 | -1.204 | -4.913 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | - | -9.802 | |
| Anteilserwerb SPSW Capital GmbH | - | -42.317 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von: | |||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 6.7.1-2 | 268 | 2 |
| Finanziellen Vermögenswerten | - | 20 | |
| Finanziellen Vermögenswerten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | - | 5.440 | |
| Nettomittelab-/-zufluss aus der Investitionstätigkeit | -936 | -51.570 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| Einzahlungen aus der Ausgabe neuer Aktien | - | 18.040 | |
| Einzahlung aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung (EK-Anteil) | - | 582 | |
| Einzahlung aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung (FK-Anteil) | 4.509 | 5.518 | |
| Transaktionskosten aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung und neuer Aktien durch Bar- und Sachkapitalerhöhungen | 382 | -1.200 | |
| Veränderung des anderen Kommanditisten zuzurechnenden Nettovermögenswertes | -312 | -385 | |
| Kaufpreisverbindlichkeiten SPSW Capital GmbH und Lange Assets & Consulting GmbH | -4.741 | 25.627 | |
| Tilgung von Finanzschulden | -574 | -1.527 | |
| Nettomittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit | -736 | 46.655 | |
| Zahlungsunwirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 23 | - | |
| Nettoab-/-zunahme an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | -2.598 | -8.125 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar | 9.131 | 13.888 | |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | - | 3.368 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember | 6.8.3 | 6.533 | 9.131 |
* Der Abgang der finanziellen Vermögenswerte der erfolgswirksamen zum beizulegenden Zeitwert und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen, welcher im Vorjahr der Investitiontätigkeit zugewiesen wurde, wird nunmehr im operativen Cashflow ausgewiesen.
Die Erläuterungen auf den Seiten 71 bis 105 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Minderheitenanteil | Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2019 | 10.072 | 2.896 | 7.818 | - | 20.786 |
| Gesamtes im Konzerneigenkapital erfasstes Ergebnis | - | - | -93 | - | -93 |
| Aktienoptionsprogramm | - | 72 | - | - | 72 |
| Wandelschuldverschreibung | - | 572 | - | - | 572 |
| Erstkonsolidierung | - | - | - | 3.074 | 3.074 |
| Kapitalerhöhung | 3.194 | 13.614 | - | - | 16.808 |
| Stand 31. Dezember 2019 | 13.266 | 17.154 | 7.725 | 3.074 | 41.219 |
| Stand 1. Januar 2020 | 13.266 | 17.154 | 7.725 | 3.074 | 41.219 |
| Gesamtes im Konzerneigenkapital erfasstes Ergebnis | - | - | -703 | - | -703 |
| Aktienoptionsprogramm | - | 111 | - | - | 111 |
| Wandelschuldverschreibung | - | 417 | - | - | 417 |
| Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | - | - | - | 1.784 | 1.784 |
| Option LAIC Intelligence GmbH | - | -100 | - | - | -100 |
| Stand 31. Dezember 2020 | 13.266 | 17.582 | 7.022 | 4.858 | 42.728 |
Die Erläuterungen auf den Seiten 71 bis 105 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
6 Konzernanhang
6.1 Allgemeine Informationen
Die Tätigkeit der Lloyd Fonds AG (im Folgenden auch "Muttergesellschaft") und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden "Lloyd Fonds-Konzern") umfasst die Entwicklung, die Initiierung und den Vertrieb von Kapitalanlagen für private und institutionelle Investoren über Vertriebspartner. Im Geschäftsjahr 2020 agiert die Lloyd Fonds AG als börsengelisteter, bankenunabhängiger Vermögensverwalter und aktiver Asset Manager. Die Lloyd Fonds AG hat im Rahmen der Strategieumsetzung 2023/25 die Markenpositionierung für den Konzern und die drei Geschäftssegmente LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie LLOYD FONDS GROUP weiterentwickelt. Das Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und LAIC. Das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder Immobilien, Schifffahrt sowie Sonstige Assets. Das Geschäftssegment LLOYD FONDS GROUP beinhaltet insbesondere die allgemeinen sonstigen Aufwendungen des Lloyd Fonds Konzerns.
Bei der Muttergesellschaft handelt es sich um eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, gegründet und mit Sitz in Hamburg. Die Adresse der Gesellschaft lautet: Lloyd Fonds AG, An der Alster 42, 20099 Hamburg. Die Lloyd Fonds AG, geführt beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRB 75 492, ist seit März 2017 im Segment "Scale" der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 25. März 2021 vom Vorstand der Lloyd Fonds AG zur Veröffentlichung genehmigt.
6.2 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Folgenden dargestellt. Die Methoden wurden für alle dargestellten Berichtszeiträume stetig angewandt, sofern nichts anderes angegeben ist.
Die Darstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Tausend Euro (TEUR), da hierdurch keine Informationsverluste entstehen. Es können sich Rundungsdifferenzen zwischen den einzelnen Abschlussbestandteilen ergeben. Einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
6.2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 wird freiwillig nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Der Konzernabschluss der Lloyd Fonds AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie von der Europäischen Union (EU) bis zum 31. Dezember 2020 angenommen wurden.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses wurde von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen.
6.2.1.1 Erstmalig angewendete neue Standards und Interpretationen
Neue Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2020 erstmalig anzuwenden sind:
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| ― | Änderungen an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Definition eines Geschäftsbetriebs (erstmalig ab 1. Januar 2020) |
| ― | Änderungen an IAS 1 und IAS 8: Definition von Wesentlichkeit (erstmalig ab 1. Januar 2020) |
| ― | Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS (erstmalig ab 1. Januar 2020) |
| ― | Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Reform der Referenzzinssätze (erstmalig ab 1. Januar 2020) |
| ― | Änderungen an IFRS 16: Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit Covid-19 (erstmalig ab 1. Juni 2020) |
Aus der erstmaligen Anwendung der oben beschriebenen Änderungen haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern ergeben.
6.2.1.2 Ausblick auf zukünftige Standards
Im Folgenden wird auf wesentliche neue, ab dem 1. Januar 2021 oder später anzuwendende IFRS-Standards, Änderungen von bestehenden Standards sowie Interpretationen eingegangen. Eine frühere Anwendung ist jeweils empfohlen worden. Eine vorzeitige Anwendung dieser neuen Regelungen im Lloyd Fonds-Konzern ist nicht erfolgt:
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| ― | IFRS 17 Versicherungsverträge (erstmalig ab 1. Januar 2023) |
| ― | IFRS 4 Versicherungsverträge (erstmalig ab 1. Januar 2023) |
| ― | Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig (erstmalig ab 1. Januar 2022) |
Aus der erstmaligen Anwendung der oben beschriebenen Änderungen werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern ergeben.
6.2.2 Konsolidierung
6.2.2.1 Tochterunternehmen
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Seit Einführung des IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" sind zur Abgrenzung des Konsolidierungskreises neben der Entscheidungsmacht die variablen Rückflüsse entscheidend. Zudem muss die Möglichkeit bestehen, die variablen Rückflüsse über die vorliegende Entscheidungsmacht beeinflussen zu können.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet.
Gesellschaften, an denen Lloyd Fonds zu mehr als 50 % beteiligt ist, werden nicht als Tochterunternehmen klassifiziert, wenn aufgrund spezifischer gesellschaftsvertraglicher Regelungen trotz der Stimmrechtsmehrheit keine Möglichkeit zur Bestimmung der Geschäfts- und Finanzpolitik durch den Konzern besteht. Das Kriterium der Beherrschung ist demnach nicht erfüllt, jedoch übt Lloyd Fonds einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaften aus, sodass sie als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert werden. Des Weiteren werden 26 Tochterunternehmen (Vj.: 26), die in ihrer Gesamtheit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die bei der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebniseliminierungen waren mangels relevanter Transaktionen innerhalb des Konzerns nicht erforderlich.
6.2.2.2 Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 werden neben der Muttergesellschaft die nachfolgenden 14 (Vj.: 13) Gesellschaften einbezogen.
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| Gesellschaft | Anteil Konzern | Kurzbeschreibung der Tätigkeit |
|---|---|---|
| SPSW Capital GmbH, Hamburg | 90,0 % | Anlageberatung, Anlage- und Abschlussvermittlung und Finanzportfolioverwaltung nach § 1 Abs. 1a KWG; die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Gegenstand des Unternehmens ist außerdem die strategische und sonstige Beratung von Unternehmen sowie die Übernahme der Geschäftsführungsfunktion anderer Gesellschaften. |
| LAIC Capital GmbH, Hamburg | 100,0 % | Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Erbringung von Beratungs-, IT- und sonstigen nicht erlaubnispfliichtigen Dienstleistungen im Rahmen der digitalen Vermögensverwaltung durch Dritte, sowie die Tätigkeit als Versicherungsmakler nach §34d Absatz 1, Satz 1 Nr. 2 GewO und als Finanzanlagenvermittler nach §34f Absatz 1, GewO. |
| LAIC Intelligence GmbH, Hamburg | 80,0 % | Bereitstellung, Betrieb, Wartung und Pflege, Lizenzierung sowie Entwicklung von IT- und Softwareprodukten. |
| LAIC Vermögensverwaltung GmbH, Hamburg | 100,0 % | Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung); Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung); Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung); die Anlageberatung; die Vermittlung und Verwaltung von Anteilen an Kapital- und Personengesellschaften sowie Anteilen geschlossener und offener Fonds. Ausgenommen sind die Rechts- und Steuerberatung sowie Tätigkeiten, die unter das Investmentgesetz fallen oder Bank- oder Versicherungsgeschäfte darstellen sowie sonstige erlaubnispflichtige Tätigkeiten, es sei denn, dass für diese Tätigkeiten eine Erlaubnis vorliegt. Die Gesellschaft ist bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen nicht befugt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Finanzinstrumenten von Kunden zu verschaffen oder auf eigene Rechnung Finanzinstrumente anzuschaffen und zu veräußern. |
| Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, Hamburg | 100,0 % | Geschäftsführungsfunktion für initiierte Immobilienfonds; Vermittlung von Abschlüssen von Verträgen über Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume. |
| Lloyd Shipping GmbH, Hamburg | 100,0 % | Projektentwicklung, Schiffsmaklerei und Betrieb von Seeschiffen. |
| Lloyd Fonds Consulting GmbH, Hamburg | 100,0 % | Verwaltung eigenen Vermögens und die Finanz- und Wirtschaftsberatung, ausgenommen sind Tätigkeiten, für die eine KWG-Genehmigung erforderlich ist. |
| Lloyd Fonds Special Assets GmbH, Hamburg | 100,0 % | Entwicklung, Konzeption und Management von Beteiligungsgesellschaften. |
| TradeOn GmbH, Hamburg | 100,0 % | Bewertung, Erwerb, Halten, Verwaltung, Strukturierung und Veräußerung von Anteilen an geschlossenen Fonds in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft; Vermittlung des Abschlusses von Verträgen über Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume. |
| Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg | 100,0 % | Treuhänderische Verwaltung von Beteiligungen, insbesondere Übernahme der Stellung des Treuhandkommanditisten in Beteiligungsgesellschaften. |
| PPA Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100,0 % | Erwerb, Halten, Verwalten und Veräußern von Kommanditbeteiligungen. |
| Lloyd Fonds Management GmbH, Hamburg | 100,0 % | Beratung bei der Entwicklung und Konzeption von Kapitalanlageprodukten. Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Tätigkeiten aller Art. |
| Lloyd WohnWert Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,0 % | Geschäftsführung und persönlich haftende Gesellschafterin der ehemaligen Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA. |
| 2. Lloyd Fonds Shipping Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg | 48,9 % | Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung von Beteiligungen an geschlossenen Schiffsfonds. |
Mit der SPSW Capital GmbH, Hamburg, besteht seit dem 7. Oktober 2020 (Eintragung in das Handelsregister) ein Ergebnisabführungsvertrag rückwirkend zum 01. Januar 2020.
Mit der Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg, der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, Hamburg, sowie der Lloyd Shipping GmbH, Hamburg, bestehen Ergebnisabführungsverträge.
Die LAIC Vermögensverwaltung GmbH, Hamburg, wurde im August 2019 gegründet und am 30. März 2020 in das Handelsregister eingetragen.
Die 2. Lloyd Fonds Shipping Beteiligung GmbH & Co. KG wird entsprechend der Vorschriften des IFRS 10 aufgrund der Präsenzmehrheiten in den Gesellschafterversammlungen trotz einer Beteiligungsquote von unter 50 % vollkonsolidiert.
Die Lloyd Fonds AG hat am 2. August 2019 einen Erlaubnisantrag für eine OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaft (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere) nach §§ 20 i.V. m. 21 Kapitalanlagegesetzbuch bei der BaFin eingereicht. Dieser Antrag wurde seitens der Lloyd Fonds AG mit Schreiben an die BaFin vom 15. Juni 2020 zurückgenommen.
Der Abschlussstichtag des Lloyd Fonds-Konzerns stimmt mit dem Abschlussstichtag der Tochterunternehmen (31. Dezember) überein.
6.2.2.3 Assoziierte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen sind diejenigen Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Die 61 (Vj.: 61) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).
Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil eines assoziierten Unternehmens dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.
Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden, soweit diese vorliegen, entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.
Der Abschlussstichtag des Lloyd Fonds-Konzerns stimmt mit dem Abschlussstichtag der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (31. Dezember) überein. Die Abschlüsse der Lloyd Fonds AG und der wesentlichen nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sofern zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch keine finalen Abschlüsse der betroffenen Gesellschaften vorliegen, wird auf vorläufige Abschlüsse zurückgegriffen.
In Ausnahmefällen kann es auch aufgrund besonderer gesellschaftsvertraglicher Regelungen oder Geschäftsbeziehungen dazu kommen, dass der Lloyd Fonds-Konzern trotz einer Beteiligung von unter 20% einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Im Berichtsjahr wurden entsprechend zwei (Vj.: zwei) Gesellschaften, an denen der Konzern weniger als 20 % der Anteile hält, als assoziierte Unternehmen klassifiziert.
Bei insolventen Gesellschaften fällt zu dem Zeitpunkt der Übernahme der Geschäftsführung durch den Insolvenzverwalter der maßgebliche Einfluss weg, sodass solche Gesellschaften nicht mehr als assoziierte Unternehmen zu werten sind. Hierzu zählen aus Konzernsicht aktuell 28 Gesellschaften.
6.2.3 Sachanlagen
Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Anschaffungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich. Für Einbauten in gemieteten Büroräumen wird eine voraussichtliche Mietdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt. Bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen betragen die Nutzungsdauern zwischen drei und 19 Jahren. Andernfalls werden die Vermögenswerte über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Nutzungsdauern und etwaige Restwerte werden jährlich auf ihre Angemessenheit hin überprüft.
Nach den Regelungen des IFRS 16 wird grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse mit bilanzverlängernder Wirkung ein Nutzungsrecht am zugrunde liegenden Vermögenswert aktiviert und eine Leasingverbindlichkeit erfasst. Der IFRS 16 räumt jedoch jeweils ein Wahlrecht ein, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten (kurzfristige Leasingverhältnisse) sowie für Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte auf eine Erfassung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit zu verzichten. Der Lloyd Fonds-Konzern nimmt dieses Wahlrecht in Anspruch. Die Leasingverbindlichkeit wird zum Zeitpunkt der Erstbilanzierung gemäß IFRS 16.27 anhand des Barwerts der zukünftigen Leasingzahlungen mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers diskontiert und unter den Finanzschulden angesetzt. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz des Lloyd Fonds-Konzerns beträgt 4,79%. Die Nutzungsrechte werden vereinfacht mit dem Betrag der jeweiligen Leasingverbindlichkeit, bereinigt um im Voraus geleistete oder abgegrenzte Leasingzahlungen, bilanziert. Die Leasingrate teilt sich in Tilgungs- und Finanzierungsaufwendungen auf. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst.
Die Nutzungsrechte an Grundstücken und Gebäuden beziehen sich auf Mietobjekte. Unter Kraftfahrzeuge sind Dienstfahrzeugleasingverträge zusammengefasst und die Betriebs- und Geschäftsausstattung bezieht sich auf Büroausstattung. Zahlungen für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse werden linear erfolgswirksam erfasst. Drei Immobilienleasingverträge beinhalten Verlängerungsoptionen, welche jedoch zum Stichtag bilanziell nicht berücksichtigt wurden. Es bestehen Optionen, die Verträge über 2022, 2024 und 2029 um jeweils fünf Jahre zu verlängern.
6.2.4 Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen im Lloyd Fonds-Konzern nicht vor. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ab dem Zeitpunkt der Nutzung linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer beträgt drei bis 25 Jahre.
Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten die Aufwendungen für die Entwicklung von Software und für die Homepage, die durch Verträge mit externen Dritten und intern angefallen sind. Die hierfür entstandenen Forschungsaufwendungen werden im Aufwand erfasst. Die Nutzungsdauer der Software und der Homepage beträgt drei bis zehn Jahre. Der Ausweis erfolgt unter den geleisteten Anzahlungen, wenn die Inbetriebnahme zum Bilanzstichtag noch nicht erfolgt ist.
6.2.5 Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- und Firmenwerte sind zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Sie unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung und werden jedoch mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.
6.2.6 Wertminderung nichtmonetärer Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben oder sich noch nicht in betriebsbereitem Zustand befinden, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sie werden jährlich auf Wertminderungsbedarf hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert ggf. nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (Cash-Generating-Units).
6.2.7 Finanzielle Vermögenswerte
Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wird anhand des betriebenen Geschäftsmodells und der Struktur der Zahlungsströme bestimmt. Ein finanzieller Vermögenswert wird dabei beim erstmaligen Ansatz entweder als "Zu fortgeführten Anschaffungskosten", als "Zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgsneutraler Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis" oder als "Zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgswirksamer Erfassung der Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung" klassifiziert.
"Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" werden im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme ist. Die Zahlungsströme dieser Vermögenswerte betreffen ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag.
"Zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgswirksamer Erfassung der Wertänderungen" werden Schuldinstrumente bewertet, die kurzfristig zur Realisierung von Kursgewinnen gehalten werden oder deren Zahlungsströme nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag betreffen.
Finanzielle Vermögenswerte, bei denen es sich um Schuldinstrumente handelt, werden "Zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgsneutraler Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis" bewertet, wenn die Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme sowie zur Veräußerung gehalten werden und die Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen.
Finanzielle Vermögenswerte unterliegen Ausfallrisiken, welche durch die Bilanzierung einer Risikovorsorge oder bei bereits eingetretenen Verlusten durch Erfassung einer Wertminderung berücksichtigt werden. Dem Ausfallrisiko von Forderungen und Krediten wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und portfoliobasierten Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Im Einzelnen wird für diese finanziellen Vermögenswerte nach konzerneinheitlichen Maßstäben eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Ausfalls (expected loss) gebildet. Aus dieser Risikovorsorge werden dann die tatsächlichen Einzelwertberichtigungen der eingetretenen Ausfälle erfasst. Ein potenzieller Wertberichtigungsbedarf wird nicht nur bei Vorliegen verschiedener Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen, sondern auch für nicht überfällige Forderungen angenommen.
Für die Ermittlung portfoliobasierter Wertberichtigungen werden nicht-signifikante Forderungen sowie signifikante Individualforderungen ohne Hinweise auf Wertminderungen anhand vergleichbarer Kreditrisikomerkmale zu homogenen Portfolios zusammengefasst und nach Risikoklassen aufgeteilt. Für die Ermittlung der Wertminderungshöhe werden durchschnittliche historische Ausfallwahrscheinlichkeiten in Verbindung mit zukunftsbezogenen Parametern des jeweiligen Portfolios herangezogen. Kreditausfallrisiken sind für sämtliche finanzielle Vermögenswerte zu betrachten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum Fair Value (Fremdkapitalinstrumente) bewertet werden.
Der Ansatz der erwarteten Kreditverluste (expected credit losses) nutzt ein dreistufiges Vorgehen zur Ermittlung von Wertberichtigungen:
Stufe 1: erwartete Kreditverluste innerhalb der nächsten zwölf Monate ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos.
Diese Stufe beinhaltet alle Verträge ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung und beinhaltet regelmäßig neue Verträge und solche, deren Zahlungen weniger als 31 Tage überfällig sind. Der Anteil an den erwarteten Kreditverlusten über die Laufzeit des Instruments, welcher auf einen Ausfall innerhalb der nächsten zwölf Monate zurückzuführen ist, wird erfasst.
Stufe 2: erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit - keine beeinträchtigte Bonität.
Wenn ein finanzieller Vermögenswert nach seiner erstmaligen Erfassung eine signifikante Steigerung des Kreditrisikos erfahren hat, allerdings nicht in seiner Bonität beeinträchtigt ist, wird er der Stufe 2 zugeordnet. Als Wertberichtigung werden die erwarteten Kreditverluste erfasst, welche über mögliche Zahlungsausfälle über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts bemessen werden.
Stufe 3: erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit - bonitätsbeeinträchtigt.
Wenn ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt oder ausgefallen ist, wird er der Stufe 3 zugeordnet. Als Wertberichtigung werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erfasst. Objektive Hinweise darauf, dass ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt ist, umfassen eine Überfälligkeit ab 91 Tagen sowie weitere Informationen über wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners. Die Festlegung, ob ein finanzieller Vermögenswert eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos erfahren hat, basiert auf einer mindestens quartalsweise durchgeführten Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, welche sowohl externe Ratinginformationen als auch interne Informationen über die Kreditqualität des finanziellen Vermögenswerts berücksichtigen. Für Schuldinstrumente, die nicht Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind, wird eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos maßgeblich anhand von Überfälligkeitsinformationen festgestellt. Ein finanzieller Vermögenswert wird in Stufe 3 überführt, wenn das Kreditrisiko im Vergleich zu seinem Kreditrisiko zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung signifikant angestiegen ist. Das Kreditrisiko wird auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit eingeschätzt.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird der Ansatz angewandt, wonach für diese Forderungen bereits bei der erstmaligen Erfassung erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit erfasst werden. Der Lloyd Fonds-Konzern wendet die Stufenzuordnung für alle Finanzinstrumente, mit der Ausnahme von finanziellen Vermögenswerten mit niedrigem Kreditrisiko, an. Dies gilt für an Börsen notierte und ein Investment-Grade-R ating besitzende finanzielle Vermögenswerte, und ordnet diese stets der Stufe 1 zu. In Stufe 1 und 2 wird der Effektivzinsertrag auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt. Sobald ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt ist und der Stufe 3 zugeordnet wird, wird der Effektivzinsertrag auf Basis des Nettobuchwerts (Bruttobuchwert abzüglich Risikovorsorge) berechnet.
6.2.8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Dabei wird die Effektivzinsmethode nur angewendet, falls die Forderung eine Fälligkeit von mehr als zwölf Monaten aufweist. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Als Indikatoren für eine mögliche Wertminderung kommen insbesondere Zahlungsverzögerungen und eine verschlechterte Bonität der Schuldner in Betracht. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiges betriebliches Ergebnis erfasst. Sofern eine Forderung uneinbringlich geworden ist, wird sie gegen das Wertminderungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. sonstige Forderungen ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf vormals ausgebuchte Beträge werden als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Bei der Ermittlung des künftig zu erwartenden Wertminderungsbedarfs im Zusammenhang mit IFRS 9 wird grundsätzlich auf historische Ausfallwahrscheinlichkeiten abgestellt, die um für das Kreditrisiko relevante Zukunftsparameter ergänzt werden. Die Wertminderungen tragen den künftig erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung, konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht und wertberichtigt.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht.
6.2.9 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden Kontokorrentkredite mit den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten saldiert. Bankguthaben, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, werden nicht in die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Kapitalflussrechnung einbezogen.
Da die liquiden Mittel ausschließlich bei Finanzinstituten mit hoher Bonität innerhalb Deutschlands gehalten werden und daher keinem wesentlichen Kreditrisiko unterliegen, werden diese im Rahmen des Wertminderungsmodells gemäß IFRS 9 der Stufe 1 zugeordnet.
6.2.10 Eigenkapital
Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert. Steuern werden berücksichtigt, sofern sich diese voraussichtlich auswirken. Kosten, die sich auf die Ausgabe von neuen Aktien sowie die Börsennotierung von bereits ausgegebenen Aktien beziehen, werden auf die einzelnen Transaktionen aufgeteilt. Diejenigen Transaktionskosten, die sich auf die Börsennotierung von bereits ausgegebenen Aktien beziehen, werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
6.2.11 Verbindlichkeiten und Finanzschulden
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden und Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, nach Abzug von Transaktionskosten, angesetzt, der regelmäßig dem Wert der erhaltenen Gegenleistung entspricht. In den Folgeperioden werden die Verbindlichkeiten und Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Verbindlichkeiten und Finanzschulden zählen zu den kurzfristigen Schulden, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag liegt, ansonsten erfolgt ein Ausweis als langfristige Schulden.
Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der angegebene beizulegende Zeitwert langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung der zukünftigen vertraglich vereinbarten Zahlungsströme mit dem gegenwärtigen Marktzinssatz, der dem Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente gewährt würde, ermittelt.
Der den anderen Kommanditisten zuzurechnende Nettovermögenswert beruht auf den gesellschaftsvertraglich festgelegten Kündigungsrechten der Gesellschafter des Fonds "Premium Portfolio Austria". Diese Rechte können erstmals zum 31. Dezember 2025 ausgesprochen werden. Hierbei handelt es sich um ein Inhaberkündigungsrecht i. S. d. lAS 32.18 (b). Gemäß lAS 32.AG 29A kommen die Ausnahmeregelungen der Paragrafen 16AD des IAS 32 im Konzernabschluss nicht zum Tragen, sodass die Einlagen zwingend als Fremdkapital zu klassifizieren sind. Die Höhe des Abfindungsanspruchs richtet sich nach den Bestimmungen des jeweiligen Gesellschaftsvertrags bzw. nach dem Zeitwert des Nettovermögens. Die Bewertung des Postens erfolgte im Rahmen der Erstkonsolidierung zum beizulegenden Zeitwert (Barwert des Abfindungsanspruchs). In den Folgeperioden werden die hieraus resultierenden Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode fortgeschrieben und gegebenenfalls an geänderte Ausschüttungsprognosen angepasst.
6.2.12 Leistungen an Arbeitnehmer und Organmitglieder
6.2.12.1 Gewinnbeteiligung
Die sich nach bestimmten Berechnungsverfahren ergebenden Gewinnbeteiligungen des Vorstands, des Aufsichtsrats und bestimmter Arbeitnehmer werden als Aufwand erfasst und entweder als Eigenkapitalerhöhung im Eigenkapital bilanziert oder als Verbindlichkeit passiviert. Der Konzern passiviert eine Verbindlichkeit in den Fällen, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt.
6.2.12.2 Aktienbasierte und performancebasierte Vergütung
Die Aktionäre der Lloyd Fonds AG haben zugestimmt, einen aktien- und performancebasierten Vergütungsplan mit drei Komponenten aufzulegen:
Aktienoptionsprogramm (AOP)
Ein Teil der Vergütung der Vorstände und einzelner Beschäftigte der Lloyd Fonds AG, LAIC Capital GmbH, LAIC Vermögensverwaltung GmbH, SPSW Capital GmbH und Lange Assets & Consulting GmbH kann aus Aktienoptionen im Rahmen des AOP bestehen. Im Rahmen des AOP erhalten diese Mitarbeiter Optionen auf Aktien der Gesellschaft. Damit fällt der AOP in den Anwendungsbereich des IFRS 2. Die Aktienoptionen können mit Aktien beglichen werden. Hierzu hat die Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG ein bedingtes Kapital genehmigt, das am 29. August 2018 in das Handelsregister eingetragen wurde. Eine Anpassung des bedingten Kapital 2018 II hat die Hauptversammlung am 31. August 2020 genehmigt, die am 7. September 2020 in das Handelsregister eingetragen wurde (siehe auch bedingtes Kapital 2018 II Ziffer 6.7.9.1).
Der AOP ist gemäß IFRS 2.41 grundsätzlich als sog. equity-settled Plan zu klassifizieren und dementsprechend im Eigenkapital abzubilden. Die Lloyd Fonds AG hat die Möglichkeit, die Aktienoptionen in bar zu begleichen (share-based payments with cash alternatives). Es gibt jedoch keine Verpflichtung zur Barauszahlung und es gibt auch keine Erfahrungswerte aus der Vergangenheit zum Ausübungsverhalten oder andere Umstände, die zu einer Barauszahlung verpflichten würden. Vor diesem Hintergrund ist das AOP als equity-settled Plan zu klassifizieren, weshalb die Erfassung entsprechend im Eigenkapital erfolgt.
Bei equity-settled Plänen ist der Fair Value jeweils zum Gewährungszeitpunkt (Grant Date) zu bestimmen. Bewertungsstichtage des AOP im Berichtszeitraum sind aufgrund vertraglicher Regelungen der 1. Januar 2020, der 7. September 2020 und 13. Oktober 2020.
Die Berechtigten des AOP können die ihnen gewährten Aktienoptionen ausüben, sofern der Ablauf der Wartezeit von fünf Jahren, beginnend am Ausgabetag der Optionen, die Ausübung der Aktienoptionen während der Laufzeit von maximal acht Jahren (das heißt innerhalb von drei Jahren nach Ablauf der Wartezeit) außerhalb gewisser Sperrzeiten und der Eintritt zweier Erfolgsziele gegeben sind:
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| ― | Erfolgsziel 1 (sog. Market Condition): Verdopplung des Aktienkurses innerhalb von fünf bis acht Jahren (Zeitraum ab Ende der Wartezeit bis Ende der Laufzeit): Der volumengewichtete Durchschnittskurs der nennbetragslosen Inhaber-Stammaktien (Stückaktien) der Firma im elektronischen Xetra-Handel der Deutschen Börse AG in Frankfurt am Main oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem an den letzten 30 (dreißig) Börsenhandelstagen vor dem Tag der Ausübung der Bezugsrechte ("Prüfzeitraum") beträgt mindestens 200 % des Ausübungspreises. Relevant sind nur die Prüfzeiträume, welche am letzten Tag der Wartezeit oder später enden. |
| ― | Erfolgsziel 2 (sog. Non-Market Condition): Verdreifachung des EBITDA 2018 bis zum Geschäftsjahr 2024: Das Ist-EBITDA auf Konzernebene ausweislich des auf den letzten Bilanzstichtag vor Ablauf der Wartezeit aufzustellenden Konzernabschlusses übersteigt das Ist-EBITDA ausweislich des auf den vorletzten vor Ablauf der Begebung der Bezugsrechte liegenden Bilanzstichtag aufzustellenden Konzernabschlusses um mindestens 200 %. |
Das AOP sieht ferner einen sogenannten Cap vor, welcher den erzielbaren Gewinn aus dem AOP auf das Achtfache des Ausübungspreises beschränkt.
Die Aktienoptionen für die Vorstände können nach einer Wartezeit von fünf Jahren ausgeübt werden, sofern die Vorstände am Ende der Wartezeit noch in einem aktiven Dienstverhältnis stehen. Zum 15. April 2020 ist Klaus M. Pinter (Chief Financial Officer) aus dem Vorstand der Lloyd Fonds AG ausgeschieden.
Sofern der anspruchsberechtigte Vorstand durch Wiederbestellung durch eine Verlängerung seines Arbeitsvertrags eine Zusage auf die Aktienoptionen erhält, ist der AOP grundsätzlich als equity-settled Plan zu bilanzieren. Bei equity-settled Plänen wird per Aufwand an Eigenkapital gebucht (IFRS 2.10). Die Erfassung von Aufwand erfolgt dabei über den Zeitraum, über den das Unternehmen die Arbeitsleistung empfängt (vesting period). Die vesting period ist regelmäßig der Zeitraum zwischen der Gewährung der Zusage (Grant Date) und dem Zeitpunkt der Unverfallbarkeit der Ansprüche (IFRS 2.15). Mit der Wiederbestellung des anspruchsberechtigten Vorstands liegt dann das Grant Date vor. Das Ende der Aufwandserfassung fällt auf das Ende der Wartezeit. Die Aufwendungen werden daher vom Zeitpunkt der Wiederbestellung oder Verlängerung bis zum Ende der Wartezeit linear verteilt erfasst.
Phantom Stock Plan (PSP)
Als weitere Vergütung können die Vorstandsmitglieder der Lloyd Fonds AG im Rahmen des PSP in jedem Jahr der Vorstandstätigkeit, jeweils zum 1. Juli eines Jahres, eine Tranche an Phantom Stocks erhalten, die jeweils nach dem Ablauf von zwei Jahren zum Erhalt einer variablen Vergütung von der Gesellschaft berechtigen.
Durch die Beendigung seiner Vorstandstätigkeit zum 15. April 2020 hat Klaus M. Pinter sämtliche Ansprüche aus dem PSP verloren.
Da die Phantom Stocks in bar beglichen werden und es kein Wahlrecht zur Begleichung in Aktien gibt, wird der PSP als sog. cash-settled Plan klassifiziert (IFRS 2.30). Bei cash-settled Plänen wird aufwandswirksam eine Rückstellung gebildet. Im Unterschied zu equity-settled Plänen wird die zu bildende Rückstellung an jedem Bilanzstichtag aufwandswirksam an den aktuellen Fair Value angepasst, sodass im vorliegenden Fall der Fair Value der Phantom Stocks zum 31. Dezember 2020 für die bilanzielle Aufwandserfassung ermittelt wurde. Die Auszahlung des Phantom Stock Bonus ist an zwei Erfolgsziele geknüpft:
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| ― | Erfolgsziel 1 (sog. Market Condition): Erhöhung des Aktienkurses um 15 % innerhalb von zwei Jahren (bis zum 30. Juni des übernächsten Jahres): Eine Auszahlung erfolgt nur, wenn zum Stichtag ein bestimmtes Kursziel (das Erfolgsziel 1) eintritt. Das Erfolgsziel 1 gilt als eingetreten, wenn der maßgebliche Aktienkurs zum Stichtag mindestens 115% des Basiswerts beträgt. |
| ― | Erfolgsziel 2 (sog. Non-Market Condition): Ist-EBITDA vor dem Stichtag entspricht oder ist größer als 90 % des jeweiligen Plan-EBITDA. Ferner setzt die Abrechnung des Phantom Stock Bonus voraus, dass das EBITDA der Gesellschaft in den zwei Quartalen vor dem jeweiligen Stichtag mindestens 90 % des EBITDA gemäß dem vom Aufsichtsrat genehmigten Business Plan entspricht. |
Auch der PSP sieht einen sogenannten Cap vor. Die Auszahlung einer Tranche aus dem PSP darf die jeweilige Bonuszahlung des Vorstandsmitglieds aus dem vorherigen Jahr nicht übersteigen. Die Vorstände verlieren sämtliche Ansprüche auf Auszahlung, wenn die Vorstandstätigkeit vor dem Ablauf der zweijährigen Laufzeit endet.
Der Fair Value einer Aktienoption sowie eines Phantom Stocks wurde mittels Monte-Carlo-Simulationen berechnet. In den nachfolgenden Tabellen sind die relevanten Bewertungsparameter sowie die ermittelten Fair Values zusammenfassend dargestellt.
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| Gewährungszeitpunkt | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | 1.1.2020 | 7.9.2020 | 13.10.2020 |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt (in EUR) | 5,22 | 4,74 | 4,83 |
| Ausübungspreis (in EUR) | 5,15 | 4,56 | 5,00 |
| Laufzeit (ab Bewertungsstichtag) | 8 Jahre | 8 Jahre | 8 Jahre |
| Risikofreier Zins | 0% | 0% | 0% |
| Dividendenrendite | 2% | 2% | 2% |
| Volatilität der Aktie | 32,5% | 40,0 % | 40,0 % |
| Volatilität des EBITDA | 50% | 50% | 50% |
| Fair Value je Aktienoption (in EUR) | 1,14 | 1,34 | 1,56 |
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| in TEUR | 1.7.2019 (Tranche 2019) |
|---|---|
| Bewertungsstichtag | 31.12.2020 |
| --- | --- |
| Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt (in EUR) | 6,20 |
| Basiswert (in EUR) | 5,32 |
| Laufzeit (ab Bewertungsstichtag) | 0,5 Jahre |
| Risikofreier Zins | 0% |
| Dividendenrendite | 0% |
| Volatilität der Aktie | 35,0% |
| Volatilität des EBITDA | 50% |
| Fair Value je Phantom Stock (in EUR) | 0,92 |
Flag Ship Bonus (FSB)
Ab dem Geschäftsjahr 2019 gibt es für den CIO und für einzelne Beschäftigte zudem einen FSB. Dieser leitet sich von der Performance eines vom Lloyd Fonds-Konzern gemanagten Fonds für je zwei Geschäftsjahre ab. Für das Geschäftsjahr 2020 findet der FSB erstmalig Anwendung.
6.2.13 Steuern
Die laufenden Ertragsteuern werden basierend auf den nationalen Steuervorschriften berechnet. Darüber hinaus beinhalten die laufenden Steuern des Jahres auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen bzw. -erstattungen für noch nicht veranlagte Jahre, woraus sich im Rahmen der Veranlagung noch Veränderungen ergeben können. Darüber hinaus bestehen gegenüber dem Finanzamt Forderungen aufgrund noch nicht erstatteter anrechenbarer Steuern sowie noch nicht geänderter Bescheide.
Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss gebildet (Verbindlichkeitsmethode). Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und -vorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.
Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Der Planungshorizont beträgt zum Bilanzstichtag fünf Jahre. Die Veränderung des Planungshorizonts ist bedingt durch die Neuausrichtung des Geschäftsmodells. Im Geschäftsjahr 2020 erfolgt ein Ansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von 9.150 TEUR (Vj.: 4.975 TEUR).
Aktive und passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen nicht vom Konzern gesteuert werden kann und die Umkehrung der temporären Differenz hinreichend gesichert erscheint.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die laufenden Steuerforderungen gegen die laufenden Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen, und wenn die latenten Steuern gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen.
6.2.14 Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird, und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Langfristige Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzinssatz verwendet wird, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Aus der reinen Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwendungen erfasst.
In den langfristigen Rückstellungen sind unter anderem die PSP der Vorstände enthalten. Es ist eine Rückstellung gebildet worden, welche an jedem Bilanzstichtag an den aktuellen Fair Value angepasst werden muss (siehe auch 6.2.12.2).
6.2.15 Ertragsrealisierung
Die Umsatzerlöse umfassen den erhaltenen beizulegenden Zeitwert für den Verkauf von Dienstleistungen ohne Umsatzsteuer, Rabatte und Preisnachlässe und nach Eliminierung konzerninterner Transaktionen. Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen jeglicher Art werden grundsätzlich nur dann realisiert, wenn die Leistung erbracht ist, der Vergütungsanspruch rechtlich entstanden ist, die Höhe der Erträge verlässlich geschätzt werden kann und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließt. Darüber hinaus gelten folgende Grundsätze in Bezug auf die einzelnen Erlöse:
Lloyd Fonds erbringt Leistungen aus der Verwaltung von Investmentvermögen, Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen, Beratungsleistungen sowie Finanzierungskonzepte im Rahmen von Projektierungen gegenüber den Fondsgesellschaften oder fremden Dritten. Grundsätzlich erfolgt die Ertragsrealisierung je nach Vertragsgestaltung entweder zum Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Leistungserbringung oder ratierlich anteilig nach Fertigstellungsstand bzw. Teilleistung.
Neben den Geschäftsführertätigkeiten erbringt Lloyd Fonds auch Serviceleistungen für Managementunterstützung gegenüber Fondsgesellschaften. Diese Leistungen werden kontinuierlich über die Laufzeit ausgeführt. Dementsprechend erfolgt die Realisierung der Erlöse anteilig mit Zeitfortschritt.
Weiterhin erbringt Lloyd Fonds Leistungen im Rahmen des Treuhandgeschäfts, welche die Verwaltung der von ihr für Dritte gehaltenen bzw. nach Eintragung der Kommanditisten in das Handelsregister betreuten Kommanditbeteiligungen sowie die Vorbereitung, Einberufung und Durchführung von Gesellschafterversammlungen umfassen. Bei den laufenden Treuhandvergütungen der Folgejahre erfolgt die Erfassung an jedem Bilanzstichtag anteilig bezogen auf den jeweiligen Stand des verwalteten Kapitals.
Der IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wurde erstmals zum 1. Januar 2018 angewendet. Gemäß IFRS 15 bemisst sich die Beurteilung der Umsatzerlöse bezüglich der Höhe sowie danach, ob es sich um einen zeitpunkt- oder eine zeitraumbezogene Erlösrealisierung handelt, nach dem Fünf-Schritte-Modell:
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| ― | Schritt 1: Identifikation von Verträgen mit Kunden |
| ― | Schritt 2: Identifikation separater Leistungsverpflichtungen |
| ― | Schritt 3: Ermittlung des Transaktionspreises |
| ― | Schritt 4: Allokation des Transaktionspreises |
| ― | Schritt 5: Ertragsrealisierung bei Erfüllung der Leistungsverpflichtung |
Wesentliche Erlöse aus Managementleistungen und Erlöse aus Treuhandtätigkeiten sind im Sinne des IFRS 15 zeitraumbezogene Leistungen. Auch nach den Regelungen des IFRS 15 kam es zu keiner veränderten Erlösrealisierung. Dagegen handelt es sich bei den Erlösen aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen im Wesentlichen um zeitpunktbezogene Leistungen. Im Zusammenhang mit den Anlageberatungsdienstleistungen hinsichtlich der im Geschäftsjahr 2019 sowie in 2020 aufgelegten Publikumsfonds wurden zwei Leistungsverpflichtungen identifiziert. Zum einen die Anlageberatung hinsichtlich des Kaufs und Verkaufs von Finanzinstrumenten für die Fonds und zum anderen die Vermarktung der Fonds. Die Vergütung für die Anlageberatung ist unterjährig in der Abrechnungsperiode mit Unsicherheit behaftet und der Umsatz aus dieser Leistungsverpflichtung kann erst mit der Abrechnung realisiert werden. Die Vergütung für die Vermarktungsleistung wird monatlich abgerechnet. Dementsprechend kann die Leistung monatlich als realisiert angesehen und monatsweise als Umsatz erfasst werden.
Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht, welches dem Datum der Beschlussfassung entspricht.
6.2.16 Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung der Lloyd Fonds AG darstellt. Fremdwährungstransaktionen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Für die Geschäftsjahre 2020 und 2019 wurden folgende Umrechnungskurse verwendet:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar (US-$) | 1,2271 | 1,1234 | 1,1422 | 1,1195 |
| Britische Pfund | 0,8990 | 0,8508 | 0,8897 | 0,8777 |
6.3 Finanzrisikomanagement
6.3.1 Risiken aus Finanzinstrumenten
Der Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Diese Risiken umfassen das Liquiditätsrisiko, das Marktrisiko sowie das Ausfallrisiko. Das Marktrisiko umfasst das Zinsrisiko, das Währungsrisiko und das Preisrisiko.
6.3.1.1 Liquiditätsrisiko
Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt durch den Bereich Finanzen auf Grundlage von Verfahren und Maßnahmen, die im Einklang mit der vom Vorstand beschlossenen Richtlinie zum Risikomanagement stehen. Das kurzfristige Liquiditätsmanagement wird mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung vorgenommen, die einen Planungshorizont von bis zu einem Jahr abbildet. Darüber hinaus kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden fünf Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung besteht. Sowohl die Kurz- als auch die Mittelfristplanung sind aus der Businessplanung des Konzerns abgeleitet und aufeinander abgestimmt.
6.3.1.2 Marktrisiko
Das Zinsänderungsrisiko, das Bestandteil des Marktrisikos ist, resultiert aus möglichen Schwankungen des Zeitwerts eines Finanzinstruments bzw. der hieraus erwarteten Zahlungsströme aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes. Diese Zinsschwankungen wirken sich zum einen auf die Höhe der zukünftigen Zinserträge und -aufwendungen des Konzerns aus. Zum anderen können sie den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten beeinflussen.
Im Regelfall werden gewährte oder in Anspruch genommene Darlehen mit einem festen Zinssatz zu marktüblichen Konditionen verzinst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß den Vorschriften des IFRS 9 nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Insofern sind keine wesentlichen Zeitwertanpassungen zu erwarten.
Fremdwährungsrisiken resultieren im aktuellen Konzernabschluss im Wesentlichen aus der Umrechnung von US-$-Beständen in Euro. Um die Bewertungseffekte zu minimieren, analysiert die Lloyd Fonds AG regelmäßig die in Fremdwährung lautenden Vermögenswerte und Schulden des Konzerns und prognostiziert deren weitere Entwicklung. Im Vordergrund stehen dabei Risiken mit zahlungswirksamen Auswirkungen. Sofern sich aus der offenen Fremdwährungsexposition ein signifikantes Risiko für die Finanzlage des Konzerns ergeben sollte, werden entsprechende Sicherungsgeschäfte durchgeführt.
Verantwortlich für das Management der Zins- und Fremdwährungsrisiken ist der Bereich Finanzen in Abstimmung mit anderen Abteilungen des Konzerns. Wegen der möglichen negativen Entwicklung der Fremdwährungskurse werden aktuell nicht benötigte Fremdwährungsbestände zeitnah in Euro gewechselt.
Das Preisrisiko betrifft insbesondere die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. In diese Kategorie von Finanzinstrumenten fallen die Beteiligungen des Konzerns an eigenen Fonds des Geschäftssegments LLOYD FONDS REAL ASSETS. Dabei handelt es sich in der Regel um Anteile, die der Lloyd Fonds-Konzern als Gründungsgesellschafter an diesen Unternehmen hält.
Die Lloyd Fonds führt zu jedem Halbjahresstichtag eine Zeitwertbewertung der wesentlichen Beteiligungen durch. Verantwortlich hierfür ist das Fondsmanagement im Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS des Konzerns. Dabei findet eine enge Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen statt, um die korrekte bilanzielle Abbildung der Wertentwicklung sicherzustellen. Durch IFRS 9 erfolgen sämtliche Wertveränderungen an den beizulegenden Zeitwert im übrigen Finanzergebnis.
Der Lloyd Fonds-Konzern ist von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie wie die gesamte Finanzdienstleistungsbranche betroffen. Die Dauer und Intensität der Auswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt unsicher und daher nicht abschätzbar.
6.3.1.3 Ausfallrisiko
Das Ausfallrisiko bezieht sich auf die drohende Uneinbringlichkeit bestehender Forderungen. Infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise kam es zu einem allgemeinen Anstieg dieses Risikos. Betroffen waren hiervon insbesondere Forderungen gegenüber Fonds, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten waren. Im Rahmen der Sanierung dieser Gesellschaften hat der Lloyd Fonds-Konzern Forderungen gestundet oder einen teilweisen Verzicht gegen Besserungsschein erklärt. Die hiermit verbundenen Ausfallrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Durch die somit erfolgte Einzelbetrachtung einer Forderung wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich der gebildeten Wertberichtigung dem beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 9 entspricht. Der IFRS 9 enthält Regelungen, wonach sich das Ausfallrisiko bedingt durch die Überfälligkeit von finanziellen Vermögenswerten erhöht. Dies ist aufgrund des Geschäfts der Lloyd Fonds AG zumeist nicht zutreffend. Es erfolgt weiterhin eine Einzelfallbetrachtung. Das maximale Ausfallrisiko beläuft sich auf 20.040 TEUR.
Neben der permanenten Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen begegnet die Lloyd Fonds AG dem Ausfallrisiko durch eine kontinuierliche und nachhaltige Verbesserung des Debitorenmanagements. Dabei liegt der Fokus auf einer zeitnahen Realisierung von Zahlungseingängen und der damit verbundenen Verminderung des Bestands an fälligen Forderungen.
6.3.2 Angaben zu Finanzinstrumenten
Im Folgenden werden die Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 sowie den vom Lloyd Fonds-Konzern gewählten Klassen nach IFRS 7 dargestellt. Die restlichen Bilanzposten, die als Finanzinstrumente klassifiziert sind, unterliegen nicht den Bewertungskategorien des IFRS 9. Der Buchwert entspricht jeweils dem Zeitwert:
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| in TEUR | Bewertungskategorie IFRS 9 31.12.2020 AC | Bewertungskategorie IFRS 9 31.12.2020 FVTPL | Buchwert gemäß IFRS 9 zum 31.12.2020 Gesamt |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | - | 1.373 | 1.373 |
| - | 1.373 | 1.373 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 20.005 | - | 20.005 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | 35 | - | 35 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | - | 1.855 | 1.855 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.533 | - | 6.533 |
| 26.573 | 1.855 | 28.428 | |
| Vermögenswerte | 26.573 | 3.228 | 29.801 |
| Langfristige Schulden | |||
| Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert | 151 | - | 151 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 50 | 11.460 | 11.510 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | - | 3.308 | 3.308 |
| Finanzschulden | 17.666 | - | 17.666 |
| 17.867 | 14.768 | 32.635 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 13.153 | 5.547 | 18.700 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 1.244 | 3.158 | 4.402 |
| Finanzschulden | 1.285 | - | 1.285 |
| 15.682 | 8.705 | 24.387 | |
| Schulden | 33.549 | 23.473 | 57.022 |
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| in TEUR | Bewertungskategorie IFRS 9 31.12.2019 AC | Bewertungskategorie IFRS 9 31.12.2019 FVTPL | Buchwert gemäß IFRS 9 zum 31.12.2019 Gesamt |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | - | 1.686 | 1.686 |
| - | 1.686 | 1.686 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 5.920 | - | 5.920 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | 39 | - | 39 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | - | 5.301 | 5.301 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 9.152 | - | 9.152 |
| 15.111 | 5.301 | 20.412 | |
| Vermögenswerte | 15.111 | 6.987 | 22.098 |
| Langfristige Schulden | |||
| Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert | 488 | - | 488 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 65 | 15.827 | 15.892 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | - | 4.848 | 4.848 |
| Finanzschulden | 14.121 | - | 14.121 |
| 14.674 | 20.675 | 35.349 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 7.539 | 3.679 | 11.218 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 1.179 | 1.273 | 2.452 |
| Finanzschulden | 673 | - | 673 |
| 9.391 | 4.952 | 14.343 | |
| Schulden | 24.065 | 25.627 | 49.692 |
6.3.2.1 Zu Anschaffungskosten bewertete Forderungen
Der Bestand der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen (AC) des Konzerns ist um insgesamt 14.081 TEUR von 5.959 TEUR auf 20.040 TEUR gestiegen. Im Vorjahresvergleich stellt sich die Fälligkeitsstruktur wie folgt dar:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Noch nicht fällig | 594 | 4.809 |
| Fällig seit 1-30 Tagen | 16.442 | 156 |
| Fällig seit 31-365 Tagen | 2.304 | 386 |
| Seit über einem Jahr fällig | 700 | 608 |
| 20.040 | 5.959 |
Zum 31. Dezember 2020 waren Forderungen, auf die anteilige oder komplette Wertberichtigungen gebildet wurden, in Höhe von nominal 6.805 TEUR (Vj.: 7.059 TEUR) um insgesamt 6.575 TEUR (Vj.: 6.374 TEUR) auf 230 TEUR (Vj.: 685 TEUR) wertberichtigt. Hinsichtlich der zugrunde liegenden Schätzungen und Annahmen verweisen wir auf Ziffer 6.4.3.
6.3.2.2 Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert werden drei Hierarchiestufen unterschieden:
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| ― | Stufe 1: auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte Preise (z. B. Aktienkurse). |
| ― | Stufe 2: an einem Markt beobachtbare Inputfaktoren, die zwar keine notierten Preise der Stufe 1 darstellen, die sich jedoch entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in der Ableitung von Preisen) beobachten lassen. |
| ― | Stufe 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung. |
Wie im Vorjahr bestehen zum 31. Dezember 2020 die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente des Konzerns ausschließlich aus Beteiligungen und Anteile an Publikumsfonds und Depots. Diese gehören der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert an. Die Bestimmung der Zeitwerte dieser Beteiligungen erfolgt auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode und wird dementsprechend der Stufe 3 zugeordnet. Die Zuordnung zu den einzelnen Hierarchiestufen wird regelmäßig überprüft und soweit nötig entsprechend angepasst. Zu den Details verweisen wir auf Ziffer 6.4.2.
6.3.2.3 Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum 31. Dezember 2020 auf insgesamt 57.021 TEUR (Vj.: 49.692 TEUR). Die Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Bis ein Jahr | 24.386 | 14.343 |
| Ein bis fünf Jahre | 32.484 | 27.308 |
| Über fünf Jahre | 151 | 8.041 |
| 57.021 | 49.692 |
Zu den Erläuterungen der wesentlichen Entwicklungen der finanziellen Verbindlichkeiten wird auf die Textziffern 6.7.10, 6.7.11, 6.7.12 und 6.7.13 verwiesen.
6.3.2.4 Wertminderungen
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Bewertungskategorie AC | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | ||
| Stand 1. Januar | 6.374 | 9.783 |
| Anpassungen nach IFRS 9 zum 1. Januar | - | - |
| Zuführungen | 230 | 145 |
| Inanspruchnahmen | - | -3.315 |
| Auflösungen | -29 | -239 |
| Stand 31. Dezember | 6.575 | 6.374 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | ||
| Stand 1. Januar | - | - |
| Zuführungen | - | - |
| Inanspruchnahmen | - | - |
| Auflösungen | - | - |
| Stand 31. Dezember | - | - |
| Wertminderungen am 31. Dezember | 6.575 | 6.374 |
6.3.2.5 Sonstige Angaben
Die Nettogewinne (bzw. -verluste) aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| Bewertungskategorie (AC) | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | -315 | -204 |
| -315 | -204 | |
| Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 184 | 346 |
| 184 | 346 | |
| Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten | -131 | 142 |
Das Nettoergebnis der Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhaltet unrealisierte Gewinne aus der Fremdwährungsumrechnung, Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, die Zuführung und Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen, die weiteren Abwertungen gemäß IFRS 9 sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Forderungsausfällen. Durch Anwendung von IFRS 9 werden keine Finanzinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Das Zinsergebnis für die Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß IFRS 9 ist im Folgenden dargestellt:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Bewertungskategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | ||
| Zinserträge von anderen Kommanditisten | 24 | - |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1 | 3 |
| 25 | 3 | |
| Bewertungskategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | ||
| Zinsaufwendungen aus Finanzschulden | -6 | -33 |
| Zinsaufwendungen gegenüber Kommanditisten | - | -69 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -1.095 | -497 |
| -1.101 | -599 | |
| -1.076 | -596 |
6.3.3 Kapitalmanagement
Die Ziele des Lloyd Fonds-Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen in der nachhaltigen Aufrechterhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung und der Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite auf das eingesetzte Kapital. Dabei steht die Bonität des Konzerns an vorderster Stelle.
Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis der absoluten Höhe unter Berücksichtigung der Eigenkapitalquote. Die zukünftige Kapitalentwicklung und der mögliche Kapitalbedarf werden auf Basis eines integrierten Planungsmodells für die kommenden fünf Geschäftsjahre ermittelt.
Die Dividendenpolitik ist Teil der Steuerung der Kapitalstruktur der Lloyd Fonds AG. Aufgrund der Neuausrichtung und der damit im Zusammenhang stehenden geplanten Investitionen wurde für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende ausgeschüttet. Auch für das Geschäftsjahr 2020 wird wegen der Umsetzung der Neuausrichtung keine Dividende vorgeschlagen.
Mit Datum vom 15. Juli 2020 hat die Lloyd Fonds AG eine Wandelschuldverschreibung 2020/24 im Gesamtnennbetrag von 5.000 TEUR unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre aus dem bedingten Kapital (2020) begeben. Zum zugrunde liegenden Bilanzstichtag wurden sämtliche Schuldverschreibungen gezeichnet. Die Schuldverschreibungen verbriefen neben dem Rückzahlungsanspruch einen Anspruch auf eine Verzinsung von 5,50 % p. a. sowie ein Recht auf Wandlung in Aktien der Lloyd Fonds AG zu einem aktuellen Wandlungspreis von 5,00 EUR je Aktie. Für die Emittenten bestehen zum aktuellen Zeitpunkt Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 1.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die früheste Wandlung ist ab dem 3. Februar 2021 möglich. Der Endfälligkeitstag ist der dritte Jahrestag nach dem Begebungstag.
Zum 31. Dezember 2020 beläuft sich das Eigenkapital des Lloyd Fonds-Konzerns auf 42.728 TEUR nach 41.219 TEUR zum Ende des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 37,6 % (31. Dezember 2019: 39,3 %). Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung und auf Textziffer 6.7.9 verwiesen.
6.4 Verwendung von Schätzungen und Annahmen und Änderungen von Schätzungen sowie Ermessensentscheidungen
Sämtliche Schätzungen und Annahmen werden fortlaufend neu beurteilt und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen wahrscheinlich erscheinen. Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, die die Zukunft betreffen. Die Beträge der hieraus abgeleiteten Schätzungen können naturgemäß von den späteren tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Die wesentlichen Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen könnten, werden nachstehend erörtert. Es ist möglich, dass von den getroffenen Annahmen innerhalb des nächsten Jahres abgewichen werden könnte, sodass eine wesentliche Anpassung der Buchwerte erforderlich ist.
6.4.1 Werthaltigkeit der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
Die Lloyd Fonds AG hält insgesamt 61 Beteiligungen an assoziierten Unter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Verwaltungsgesellschaften von Fonds sowie um Projektgesellschaften. Verwaltungsgesellschaften erhalten fixierte jährliche Vergütungen von den Fonds.
Die Lange Assets & Consulting GmbH wird seit dem 2. Dezember 2019 mit einem Wertansatz von 5.009 TEUR als assoziiertes Unternehmen berücksichtigt, hinzukommt das anteilige Ergebnis in Höhe von -145 TEUR, was zum 31. Dezember 2020 zu einem Wertansatz von 4.864 TEUR führt. (siehe Ziffer 6.2.2.3).
Im Berichtsjahr ergibt sich bei den nach der Equity-Methode zu erfassenden anteiligen Ergebnisse der Gesellschaften unter Berücksichtigung der Ausschüttungen eine ertragswirksame Anpassung um 400 TEUR (Vj.: 407 TEUR). Zum Stichtag betragen die Beteiligungsbuchwerte dieser Gesellschaften insgesamt 6.295 TEUR (Vj: 6.584 TEUR).
6.4.2 Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise sind in den Vorjahren bereits einzelne Fonds des Geschäftssegments LLOYD FONDS REAL ASSETS in eine finanzielle Schieflage geraten; in Einzelfällen gab es Insolvenzen. Risiken haben sich im Bereich der Schiffsbeteiligungen beispielsweise durch auslaufende Charterverträge ergeben, wenn eine Anschlusscharter ausstand oder nur zu Konditionen vereinbart werden konnte, die deutlich unter den Werten liegen, die erforderlich sind, um operativ ausgeglichene Ergebnisse zu erzielen sowie den Kapitaldienst zu bedienen. Im Rahmen des Risikomanagementsystems überprüft die Lloyd Fonds AG laufend die finanzielle Situation sämtlicher Beteiligungen, um gegebenenfalls rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Zwar wirken sich Verluste in den Fondsgesellschaften nicht unmittelbar auf das Konzernergebnis der Lloyd Fonds AG aus, jedoch können sich hieraus Anzeichen für mögliche Wertminderungen der Forderungen und Beteiligungsansätze ergeben. Der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen wird dabei gemäß den Regelungen des IFRS 9 in der Regel auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Zum Stichtag betragen die Beteiligungsbuchwerte dieser Gesellschaften und die Anteile an den Publikumsfonds insgesamt 2.420 TEUR (Vj.: 2.356 TEUR).
Der Zeitwertbewertung der Schiffsbeteiligungen des Konzerns liegen prognostizierte Charterraten und Stahlpreise zugrunde, die von Clarkson Research zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus basiert die Bewertung im Wesentlichen auf den folgenden Parametern:
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| ― | Planungshorizont: 25 Jahre ab Infahrtsetzung |
| ― | Plan-Wechselkurs: 1,20 US-$/EUR |
| ― | Kapitalisierungszinssatz: 7,0 % |
| ― | Steigerungsfaktor Schiffsbetriebskosten: 3 % p. a. |
| ― | Steigerungsfaktor Verwaltungskosten: 2% p.a. |
Die Zeitwertbewertung wird, insbesondere im Bereich Immobilien- und Flugzeugbeteiligungen sowie Zweitmarkt-Lebensversicherungen, auf Basis der Ausschüttungsprognosen des Fondsmanagements der Beteiligungen durchgeführt (siehe Ziffer 6.2.7). Zur Diskontierung der Zahlungsströme werden die internen Renditen des jeweiligen Fonds herangezogen. Nach IFRS 9 werden sämtliche Wertveränderungen im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.
Bei veränderten Kapitalisierungszinssätzen von 8% würde sich ein positives Finanzergebnis von 11 TEUR ergeben, was zu einem höheren Ansatz der Beteiligungen in Höhe von 11 TEUR führen würde. Analog würde sich bei einem unterstellten Wechselkurs von 1,25 US-$/EUR eine positive Veränderung von 17 TEUR ergeben.
Gegenläufig würden sich bei einem Kapitalisierungszinssatz von 6 % ein negatives Finanzergebnis und somit ein niedrigeren Wertansatz der Beteiligungen von 10 TEUR ergeben. Analog würde sich bei einem unterstellten Wechselkurs von 1,15 US-$/EUR eine positive Veränderung von 3 TEUR ergeben.
6.4.3 Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögenswerten
Die Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen basiert auf einer Analyse der individuellen Ausfallrisiken von offenen Posten. Ein Großteil der Forderungen des Konzerns besteht gegen Fondsgesellschaften im Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS und resultiert aus den Dienstleistungen, die der Konzern erbringt. Hierzu zählen insbesondere die Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen, das Fondsmanagement und die Treuhandtätigkeit. Ausfallrisiken ergeben sich insbesondere, wenn die Ertragslage der Fonds sich nicht plangemäß entwickelt. Hiervon sind im Berichtsjahr weiterhin insbesondere Schiffsfonds betroffen (siehe Ziffer 6.4.2). In der Folge hat die Lloyd Fonds AG weitere Einzelwertberichtigungen gebildet. Insgesamt belief sich der Aufwand für Wertminderungen und Abschreibungen auf Forderungen im Geschäftsjahr 2020 auf 201 TEUR (Vj: 660 TEUR). Die Forderungen werden grundsätzlich individuell betrachtet und es werden einzelfallbezogen Wertberichtigungen vorgenommen. Ferner wird durch das Wertminderungsmodell gemäß IFRS 9 eine weitere Abwertung vorgenommen (siehe hierzu auch Ziffer 6.2.7). Zum Stichtag betrifft der Buchwert dieser Forderungen 20.040 TEUR (Vj: 5.959 TEUR).
6.4.4 Bewertung der Risiken aus drohenden Rechtsstreitigkeiten Soweit Dritte im Auftrag oder im Pflichtenkreis der Lloyd Fonds AG tätig werden, besteht das Risiko, dass die Lloyd Fonds AG für deren Handlungen verantwortlich gemacht wird. Externe Partner werden allerdings sorgfältig betreut, um haftungsrelevantes Handeln zu vermeiden und damit das Haftungspotenzial für die Lloyd Fonds AG zu reduzieren.
Zum 31. Dezember 2020 sind insgesamt 213 (Vj.: 241) gerichtliche Verfahren, die ein Nominalkapital von 10,9 Mio. EUR (Vj.: 11,7 Mio. EUR) sowie 0,4 Mio. US-$ (Vj.: 0,4 Mio. US-$) betreffen, wegen behaupteter Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung rechtshängig, bei denen die Lloyd Fonds AG oder die Lloyd Treuhand GmbH Beklagte oder Streitverkündete sind. Die Lloyd Fonds AG oder die Lloyd Treuhand GmbH haben von den zwischen 2013 und Ende 2020 insgesamt durchgeführten und bis zum Bilanzstichtag beendeten 299 (Vj: 270) gerichtlichen Verfahren, in denen sie Beklagte oder Streitverkündete waren, 221 (Vj: 198) gewonnen. In 55 Verfahren wurden Vergleiche geschlossen, die vollumfänglich von der Versicherung übernommen wurden (Vj: 49). Seit 2013 waren lediglich drei Fonds (12 Verfahren) von stattgebenden Urteilen gegen die Lloyd Fonds AG bzw. die Lloyd Treuhand GmbH betroffen. Davon unterstellten die stattgebenden Urteile bezüglich eines Fonds einen Prospektfehler. Die weiteren Urteile betrafen weitere zwei Fonds. Es wurde in diesen Fällen kein Prospektfehler, sondern eine Falschberatung angenommen, die der Lloyd Fonds AG bzw. der Lloyd Treuhand GmbH über § 278 BGB zugerechnet wurde. Die Versicherung hat in allen Fällen die entstandenen Kosten übernommen. In Bezug auf alle stattgebenden Urteile und geschlosssenen Vergleiche waren insgesamt 61 TEUR (Vj: angepasst 58 TEUR) Selbstbehalt von der Lloyd Fonds AG bzw. der Lloyd Treuhand GmbH zu zahlen, jeweils bis zu 10 TEUR pro Fonds.
Darüber hinaus sind per 31. Dezember 2020 weitere 93 (Vj.: 109) gerichtliche Verfahren rechtshängig, in denen eine Bank der Lloyd Fonds AG den Streit verkündet hat. Diese betreffen Zeichnungen von insgesamt nominal 0,01 Mio. EUR (Vj.: 0,07 Mio. EUR) sowie nominal 3,3 Mio. US-$ (Vj.: 3,8 Mio. US-$). Diese Verfahren werden vorrangig durch Vergleich zwischen der klagenden Partei und der Bank beendet (Lloyd Fonds AG ist lediglich Streithelferin der Bank).
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass aus den genannten oder zukünftig eingereichten Klagen erfolgreich Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung wegen falscher oder unvollständiger Angaben gegen die Lloyd Fonds AG oder ihre Tochtergesellschaft geltend gemacht werden. Die Lloyd Fonds AG verfügt in diesen Fällen über entsprechende Versicherungen und trägt lediglich einen geringen Selbstbehalt. Zum jetzigen Zeitpunkt hält die Lloyd Fonds AG es für insgesamt überwiegend wahrscheinlich, dass sie auch weiterhin mit ihren Argumenten vor Gericht durchdringen und sich erfolgreich gegen die Klagen verteidigen kann.
6.4.5 Schätzungen in Bezug auf steuerliche Risiken
Wesentliche steuerliche Risiken bestehen nicht.
6.5 Segmentberichterstattung
6.5.1 Geschäftssegmente
Zum 31. Dezember 2020 wird die Segmentberichterstattung auf Grundlage des IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Der Standard folgt dem sogenannten "Management Approach", d. h., die Definition und Darstellung der berichtspflichtigen Segmente bestimmt sich nach dem internen Berichtswesen des Unternehmens. Hauptentscheidungsträger im Sinne des IFRS 8 ist der Vorstand der Lloyd Fonds AG. Als relevante ergebnisbezogene Steuerungsgröße wird neben dem EBT auch das Ergebnis nach Steuern verwendet.
Aus dem internen Berichtswesen des Lloyd Fonds-Konzerns lassen sich die folgenden berichtspflichtigen Segmente ableiten:
LLOYD FONDS LIQUID ASSETS
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| ― | (digitale) Finanzportfolioverwaltung |
| ― | Anlageberatung |
| ― | Anlagevermittlung |
| ― | Abschlussvermittlung |
| ― | Vermittlung und Verwaltung von Anteilen an Kapital- und Personengesellschaften sowie Anteilen geschlossener und offener Fonds |
LLOYD FONDS REAL ASSETS
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| ― | Ankauf und Verkauf von Assets für Dritte aus dem Bereich Immobilien, Schifffahrt und Zweitmarktschiffsfonds |
| ― | Strukturierung von Anlageprodukten |
| ― | Finanzierung der Assets durch Fremd- und Eigenkapital |
| ― | Assetmanagement und hiermit zusammenhängende sonstige Dienstleistungen |
| ― | Übernahme von Geschäftsführungen in Beteiligungsgesellschaften |
| ― | Fondsverwaltung und Information der Investoren |
| ― | Erstellung von Fortführungskonzepten sowie die Übernahme des Poolmanagements |
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Lloyd Fonds-Konzerns wider. Die Lloyd Fonds AG hat im Rahmen der Strategieumsetzung 2023/25 die Markenpositionierung für den Konzern und die drei Geschäftssegmente LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie LLOYD FONDS GROUP weiterentwickelt. Das Segment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder LLOYD FONDS, LLOYD VERMÖGEN und LAIC. Das Segment LLOYD FONDS REAL ASSETS beinhaltet die Geschäftsfelder Immobilien, Schifffahrt sowie Sonstige Assets, welche in 2019 noch als einzelne Geschäftsfelder in der Segmentberichtserstattung dargestellt wurden. Das Segment LLOYD FONDS GROUP beinhaltet die allgemeinen sonstigen Aufwendungen des Lloyd Fonds-Konzerns.
Im Bereich "LLOYD FONDS GROUP" sind im Wesentlichen die Personalaufwendungen für Verwaltungs- und Stabsstellen wie Rechnungswesen, Rechtsabteilung, Kommunikation (IR/PR) inkl. Marketing und Vorstand sowie allgemeine sonstige betriebliche Aufwendungen wie Miet-, Büro- und EDV-Aufwendungen enthalten.
Die Segmentergebnisse stellen sich wie folgt dar:
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| 2020 in TEUR |
LLOYD FONDS LIQUID ASSETS | LLOYD FONDS REAL ASSETS | LLOYD FONDS GROUP | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 22.348 | 4.595 | 796 | 27.739 |
| Materialaufwand | -58 | -301 | -713 | -1.072 |
| Personalaufwand | -7.230 | -1.785 | -2.711 | -11.726 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -5.170 | -1.276 | -1.939 | -8.385 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | - | 400 | - | 400 |
| Segmentergebnis EBITDA | 9.890 | 1.633 | -4.567 | 6.956 |
Überleitung des Segmentergebnisses (EBITDA) auf das Konzernergebnis nach Zurechnung der Minderheiten
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| Segmentergebnis EBITDA | 6.956 |
| Abschreibungen | -3.750 |
| EBIT | 3.206 |
| Finanzergebnis | -6.156 |
| EBT | -2.950 |
| Ertragsteuern | 3.964 |
| Konzernperiodenergebnis vor Minderheiten | 1.014 |
| davon den Minderheiten zurechenbares Konzernperiodenergebnis | 1.717 |
| davon Konzernperiodenergebnis nach Zurechnung der Minderheiten | -703 |
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| 2019 (angepasst) | LLOYD FONDS REAL ASSETS | LLOYD FONDS GROUP | Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2019 in TEUR |
Immobilien | Schifffahrt | Weitere Assets | Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 3.343 | 3.024 | 1.856 | - | 8.223 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 393 | 199 | 467 | 537 | 1.596 |
| Materialaufwand | - | -426 | - | - | -426 |
| Personalaufwand | -1.488 | -518 | -283 | -6.443 | -8.732 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.393 | -1.520 | -920 | -7.366 | -11.199 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | -20 | 200 | 678 | - | 858 |
| Segmentergebnis EBITDA | 835 | 959 | 1.798 | -13.272 | -9.680 |
Überleitung des Segmentergebnisses (EBITDA) auf das Konzernergebnis
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| Segmentergebnis EBITDA | -9.680 |
| Abschreibungen | -1.258 |
| EBIT | -10.938 |
| Finanzergebnis | 5.864 |
| EBT | -5.074 |
| Ertragsteuern | 4.981 |
| Konzernperiodenergebnis | -93 |
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| 2019 (alt) in TEUR |
Immobilien | Schifffahrt | Weitere Assets | Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 3.343 | 3.024 | 1.856 | - | 8.223 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 393 | 199 | 467 | 537 | 1.596 |
| Materialaufwand | - | -426 | - | - | -426 |
| Personalaufwand | -1.488 | -518 | -283 | -6.443 | -8.732 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.393 | -1.520 | -920 | -7.366 | -11.199 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | -20 | 200 | 678 | - | 858 |
| Abschreibungen | -9 | -45 | -15 | -1.189 | -1.258 |
| EBIT | 826 | 914 | 1.783 | -14.461 | -10.938 |
| Finanzergebnis | 5.250 | - | -23 | 637 | 5.864 |
| EBT | 6.076 | 914 | 1.760 | -13.824 | -5.074 |
| Steuern | 411 | - | -38 | 4.608 | 4.981 |
| Ergebnis nach Steuern | 6.487 | 914 | 1.722 | -9.216 | -93 |
Eine Darstellung der Vermögenswerte und Schulden je Segment ist im internen Berichtswesen von Lloyd Fonds nicht vorgesehen, da diese Kennzahlen aus Sicht des Vorstands für die Steuerung des Konzerns nicht relevant sind. Somit entfällt eine entsprechende Berichterstattung.
Intrasegmentäre Umsatzerlöse waren wie im Vorjahr nicht zu verzeichnen. Aufwendungen und Erträge im sonstigen betrieblichen Ergebnis, die aus Transaktionen zwischen den einzelnen Segmenten resultieren, wurden - falls erforderlich - eliminiert. Dabei handelt es sich ausschließlich um zu Einstandskosten getätigte Weiterbelastungen.
Aufgrund der internen Berichtsstruktur wird das Finanzergebnis in der Segmentberichterstattung saldiert ausgewiesen.
6.5.2 Überleitungsrechnung
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Segmentinformationen entsprechen denjenigen, die für Zwecke des Lloyd Fonds-Konzernabschlusses angewendet werden. Aus diesem Grund stimmen sowohl die Umsatzerlöse als auch die Gewinne und Verluste nach Steuern der berichtspflichtigen Segmente, einschließlich des Bereichs "LLOYD FONDS GROUP", mit den Konzernumsätzen bzw. dem Konzernergebnis nach Steuern überein.
6.5.3 Angaben auf Unternehmensebene
6.5.3.1 Informationen über Produkte und Dienstleistungen
Hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse von externen Kunden nach Produkten und Dienstleistungen verweisen wir auf die Ziffer 6.6.1.
6.5.3.2 Informationen über geografische Gebiete
Die Umsätze des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von 27.739 TEUR (Vj.: 8.223 TEUR) wurden wie im Vorjahr komplett in Deutschland erzielt.
Die Summe der langfristigen Vermögenswerte des Lloyd Fonds-Konzerns, ohne Finanzinstrumente und aktive latente Steuern, beläuft sich in Deutschland auf 74.020 TEUR (Vj.: 76.598 TEUR). Im Ausland hält Lloyd Fonds langfristige Vermögenswerte mit einem Buchwert von insgesamt 417 TEUR (Vj.: 417 TEUR).
6.6 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
6.6.1 Umsatzerlöse
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Fonds- und Assetmanagement | 26.522 | 5.070 |
| Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen | 1.198 | 3.137 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 19 | 16 |
| Umsatzerlöse | 27.739 | 8.223 |
Die positive Entwicklung der Erlöse aus dem Fonds- und Assetmanagement ist auf die Fondsperformance 2020 und den damit u.a. erzielten Performance-Fees aus dem Fondsmanagement im Geschäftsfeld LLOYD FONDS LIQUID ASSETS zurückzuführen. Der Rückgang der Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen in Höhe von 1.939 TEUR ist überwiegend bedingt durch die im Vorjahr vereinnahmten Vermittlungsvergütungen aus den Verkäufen der vier Immobilien in Köln, Hamburg, Sylt und Eindhoven (917 TEUR) des Geschäftsfelds LLOYD FONDS REAL ASSETS.
6.6.2 Materialaufwand
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.055 | 402 |
| Provisionen | 16 | 12 |
| Sonstige Materialaufwendungen | 1 | 12 |
| Materialaufwand | 1.072 | 426 |
Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 646 TEUR auf 1.072 TEUR bedingt durch Vertriebsfolgeprovisionen angestiegen.
6.6.3 Personalaufwand
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Gehälter | 10.774 | 7.999 |
| Soziale Abgaben | 826 | 646 |
| Aktienoptionsprogramm | 123 | 84 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 3 | 3 |
| Personalaufwand | 11.726 | 8.732 |
Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2020 beläuft sich auf 11.726 TEUR, nach 8.732 TEUR im Vorjahr. Der Anstieg der laufenden Gehälter ist im Wesentlichen auf die gestiegenen durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 18,5 % von 54 im Vorjahr auf 64 im Geschäftsjahr zurückzuführen.
Ferner ist im Geschäftsjahr für das Aktienoptionsprogramm (AOP) einzelner Beschäftigter und für die Phantom Stock Pläne (PSP) der Vorstände ein Aufwand in Höhe von 123 TEUR (Vj.: 84 TEUR) angefallen.
Die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung sowie die Beiträge zur Direktversicherung sind gemäß IAS 19.38 als beitragsorientierte Versorgungspläne zu klassifizieren. Im Berichtsjahr belaufen sich diese Aufwendungen auf 388 TEUR (Vj.: 329 TEUR).
6.6.4 Abschreibungen
Zusammensetzung:
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| in TEUR | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Abschreibungen auf | |||
| Sachanlagen | 6.7.1 | 1.766 | 909 |
| immaterielle Vermögenswerte | 6.7.2 | 1.984 | 349 |
| Abschreibungen | 3.750 | 1.258 |
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Abschreibungen um 2.492 TEUR auf 3.750 TEUR gestiegen. In der Berichtsperiode sind die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen zum einen aufgrund von Zugängen in Höhe von 909 TEUR um 857 TEUR auf 1.766 TEUR gestiegen. Zum anderen sind unter den Abschreibungen auf Sachanlagen die Abschreibungen der Nutzungsrechte aus der Anwendung des IFRS 16 in Höhe von 1.174 TEUR (Vergleichsperiode: 626 TEUR) ausgewiesen (siehe Ziffer 6.2.1.1). Die von 349 TEUR auf 1.989 TEUR gestiegenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind im Wesentlichen auf die Aktivierung der Fondsmanagementverträge der SPSW Capital GmbH zurückzuführen.
Zur Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte wird auf die Ziffern 6.7.1 und 6.7.2 verwiesen.
6.6.5 Sonstiges betriebliches Ergebnis
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | ||
| Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen | 28 | 441 |
| Mieten | - | 360 |
| Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 184 | 346 |
| Sachbezüge | 58 | 55 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 289 | - |
| Erträge aus Anteilsverkäufen | 4 | - |
| Übrige Erlöse | 198 | 394 |
| 761 | 1.596 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| Abschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen | -3.250 | -4.088 |
| Bürobedarf, EDV-Aufwendungen und Kommunikation | -1.954 | -2.219 |
| Mieten, Mietnebenkosten, Raumkosten und Instandhaltung | -719 | -1.347 |
| Vertriebsunterstützung und Anlegerbetreuung | -1.302 | -1.248 |
| Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle | -227 | -660 |
| Kfz- und Reiseaufwendungen | -230 | -351 |
| Sonstige Personalaufwendungen | -160 | -331 |
| Versicherungen und Beiträge | -395 | -140 |
| Übrige Aufwendungen | -909 | -815 |
| -9.146 | -11.199 | |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -8.385 | -9.603 |
Der Rückgang des sonstigen betrieblichen Ergebnisses von -9.603 TEUR auf -8.385 TEUR ist im Wesentlichen bedingt durch die zum großen Teil umgesetzte Neuausrichtung des Lloyd Fonds-Konzerns. Dies wirkt sich insbesondere auf die Position Rechts- und Beratungskosten aus, die im Vergleich zum Vorjahr um 838 TEUR reduziert wurde. Durch den Umzug des Standortes Hamburg in 2019, wurde in 2020 kein Mietertrag aus Untervermietung des alten Standortes erzielt. Des Weiteren ist der Rückgang der Mietaufwendungen der Büroflächen auf die Anwendung des IFRS 16 zurückzuführen, diese werden unter den Abschreibungen der Nutzungsrechte ausgewiesen.
6.6.6 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 400 | 858 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 400 | 858 |
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen besteht im Wesentlichen aus vereinnahmten Beteiligungserträgen sowie aus der vor genommenen At-Equity-Bewertung der GmbH-Anteile.
6.6.7 Finanzergebnis
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Finanzerträge | ||
| Beteiligungserträge | 738 | 6.950 |
| Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung | 39 | 45 |
| Zinserstattung Finanzamt | 26 | - |
| Zinserträge von anderen Kommanditisten | 24 | - |
| Sonstige Zinserträge | 143 | 184 |
| Übriges Finanzergebnis (IFRS 9) | 559 | - |
| 1.529 | 7.179 | |
| Finanzaufwand | ||
| Übriges Finanzergebnis (IFRS 9) | - | -677 |
| Verluste aus Fremdwährungsumrechnung | -154 | -31 |
| Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -6 | -33 |
| Zinsaufwendungen gegenüber Kommanditisten | - | -69 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -7.525 | -505 |
| -7.685 | -1.315 | |
| Finanzergebnis | -6.156 | 5.864 |
Das Finanzergebnis beläuft sich auf -6.156 TEUR, nach 5.864 TEUR im Vorjahr. Die Finanzerträge in Höhe von 1.529 TEUR setzen sich im Wesentlichen aus den Schlussauskehrungen der Immobilienfonds in Hamburg, auf Sylt, Köln und Eindhoven in Höhe von 738 TEUR und aus dem übrigen Finanzergebnis von 559 TEUR zusammen.
Das übrige Finanzergebnis setzt sich im Wesentlichen aus der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden finanziellen Vermögenswerten zusammen. Dies ist insbesondere durch Werterhöhungen von Beteiligungen für die Bereiche Schiffe und weitere Assets zurückzuführen.
Die sonstigen Zinsaufwendungen in Höhe von 7.525 TEUR (Vj.: 505 TEUR) resultieren aus Zinsaufwendungen und die erforderliche Anpassung für die Kaufpreisverbindlichkeiten der SPSW Capital GmbH (3.272 TEUR), der Lange Assets & Consulting GmbH (122 TEUR), den Zinsaufwendungen für die begebene Wandelschuldverschreibung (255 TEUR), sowie der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit IFRS 16 (423 TEUR). Des Weiteren sind in der Berichtsperiode Verluste aus dem Verkauf von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 1.026 TEUR entstanden.
Der Fremdwährungsverlust ist im Vergleich zum Vorjahr von 31 TEUR auf 154 TEUR gestiegen. Das Fremdwährungsergebnis beinhaltet im Geschäftsjahr insbesondere Kursgewinne aus der Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Bewertung der Fremdwährungskonten.
6.6.8 Ertragsteuern
Unter den Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die laufenden Steuern setzen sich dabei aus Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer zusammen.
Zusammensetzung:
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| in TEUR | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Laufende Steuern | 6.7.15 | -766 | -158 |
| Latente Steuern | 6.7.5 | 4.730 | 5.139 |
| Ertragsteuern | 3.964 | 4.981 |
Es wurden im Geschäftsjahr 2020 latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste in Höhe von 4.174 TEUR (Vj.: 4.975 TEUR) gebildet. Aufgrund der zugrunde liegenden Konzernplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren werden zukünftige Konzerngewinne durch die Nutzung der Verlustvorträge steuerlich begünstigt (siehe Textziffer 6.7.5).
Der laufende Steueraufwand des Berichtszeitraums resultiert aus dem positiv zu versteuernden Einkommen des Berichtsjahres 2020 der Lloyd Fonds AG sowie den Betriebsprüfungen bei der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH und der Lloyd Fonds Special Assets GmbH.
Weitere Steueraufwendungen sind aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaften zwischen der Lloyd Fonds AG (Organträger) und der Lloyd Treuhand GmbH, der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH sowie der Lloyd Shipping GmbH (Organgesellschaften) nicht angefallen.
Die Ertragsteuern lassen sich auf den erwarteten Steueraufwand bzw. -ertrag, der sich bei Anwendung des relevanten Steuersatzes der Konzernobergesellschaft (Lloyd Fonds AG) in Höhe von 31,8 % (Vj.: 31,8 %) auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, wie folgt überleiten:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | -2.950 | -5.074 |
| Steuersatz (Lloyd Fonds AG) in % | 31,80% | 31,80% |
| Fiktiver Steuerertrag/-aufwand | 847 | 1.614 |
| Nicht abziehbare Betriebsausgaben/ Bilanzkorrekturen | 130 | 120 |
| Steuernachzahlungen/-erstattungen für Vorjahre | - | -138 |
| Gewerbesteuerliche Kürzungen | 12 | 12 |
| Sonstiges | -1.755 | -1.766 |
| Ertragsteuern | -766 | -158 |
| Tatsächliche Steuerquote | 25,97 % | 3,11% |
Die Konzernobergesellschaft unterliegt als Kapitalgesellschaft der Körperschaftsteuer von 15 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5 % der geschuldeten Körperschaftsteuer sowie einer Gewerbesteuer von 16,45 % bei einem Hebesatz von 470 % des Standorts Hamburg. Leichte Abweichungen des Hebesatzes der beiden neuen Standorte München und Frankfurt führen insgesamt zu einer Steuerquote von 25,97 %.
Die Steuerquote resultiert auch aus Betriebsprüfungen sowie aus Steuern für Vorjahre. Eine direkte Ableitung der Ertragsteuern aus dem Konzernergebnis vor Steuern ist aufgrund des negativen Ergebnisses nicht möglich. Ferner führen die Ergebnisabführungsverträge einiger Tochtergesellschaften mit der Lloyd Fonds AG dazu, dass keine laufenden Steuern der Tochtergesellschaften aus Konzernsicht anfallen.
Im Berichtsjahr wurden die Betriebsprüfungen für die Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, die TradeOn GmbH, die Lloyd Fonds Special Assets GmbH und die Lloyd Fonds Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH i.L. abgeschlossen. Aktuell sind die Betriebsprüfungen der Lloyd Fonds AG und der Lloyd Treuhand GmbH noch nicht abgeschlossen.
In den latenten Steuern wirkt sich im Wesentlichen ein latenter Steueranspruch auf Verlustvorträge in Höhe von 4.174 TEUR (Vj.: 4.975 TEUR) aus. Weiterhin wurden passive latente Steuern auf Wertansätze für finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert, aber auch für unterschiedliche Wertansätze aufgrund von abweichenden Aktivierungen nach IFRS im Vergleich zur Steuerbilanz ergebniswirksam berücksichtigt (siehe Textziffer 6.7.5).
6.6.9 Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres gebildet wird. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie weist bezogen auf die im Berichtszeitraum durchschnittlich ausgegebene Anzahl von Aktien (13.265.914; Vj.: 10.170.698) einen Verlust von 0,05 EUR (Vj.: -0,01 EUR) je Aktie aus.
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| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in TEUR) | -703 | -93 |
| Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in 1.000) | 13.266 | 10.171 |
| Ergebnis je Aktie (EUR je Aktie) | -0,05 | -0,01 |
6.6.10 Dividende je Aktie
Die ausschüttungsfähigen Beträge beziehen sich auf das Jahresergebnis der Lloyd Fonds AG, das gemäß deutschem Handelsrecht ermittelt wird.
Aufgrund der Neuausrichtung wurde für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende gezahlt. Der Vorstand der Lloyd Fonds AG schlägt der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2020 wegen der in der Umsetzung befindlichen Neuausrichtung vor, ebenfalls auf eine Dividendenzahlung zu verzichten.
6.7 Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
6.7.1 Sachanlagen
Entwicklung der Buchwerte:
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| in TEUR | Ziffer | Bauten auf fremden Grundstücken | Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen | Nutzungsrechte | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum 1. Januar 2019 | ||||||
| Anschaffungskosten | 386 | 1.463 | - | - | 1.849 | |
| Kumulierte Abschreibungen | -383 | -801 | - | - | -1.184 | |
| Buchwert netto | 3 | 662 | - | - | 665 | |
| Geschäftsjahr 2019 | ||||||
| Eröffnungsbuchwert netto | 3 | 662 | - | - | 665 | |
| Zugänge | 2.134 | 694 | 32 | 9.745 | 12.605 | |
| Konsolidierung | 143 | 241 | - | 317 | 701 | |
| Abgänge | -351 | -853 | - | - | -1.204 | |
| Abschreibungen | 6.6.4 | -60 | -223 | - | -626 | -909 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -97 | -149 | - | - | -246 | |
| Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen | 348 | 838 | - | - | 1.186 | |
| Endbuchwert netto | 2.120 | 1.210 | 32 | 9.436 | 12.798 | |
| Zum 1. Januar 2020 | ||||||
| Anschaffungskosten | 2.312 | 1.545 | 32 | 10.062 | 13.951 | |
| Kumulierte Abschreibungen | -192 | -335 | - | -626 | -1.153 | |
| Buchwert netto | 2.120 | 1.210 | 32 | 9.436 | 12.798 | |
| Geschäftsjahr 2020 | ||||||
| Eröffnungsbuchwert netto | 2.120 | 1.210 | 32 | 9.436 | 12.798 | |
| Zugänge | - | 676 | - | 129 | 805 | |
| Konsolidierung | - | - | - | - | - | |
| Abgänge | -35 | -167 | - | -260 | -462 | |
| Abschreibungen | 6.6.4 | -232 | -360 | - | -1.174 | -1.766 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | 32 | -32 | - | - | |
| Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen | - | 160 | - | - | 160 | |
| Endbuchwert netto | 1.853 | 1.551 | - | 8.131 | 11.535 | |
| Zum 31. Dezember 2020 | ||||||
| Anschaffungskosten | 2.277 | 2.054 | 32 | 9.931 | 14.294 | |
| Kumulierte Abschreibungen | -424 | -503 | -32 | -1.800 | -2.759 | |
| Buchwert netto | 1.853 | 1.551 | - | 8.131 | 11.535 |
In den Sachanlagen wirken sich neben den Anlagenzugängen des Berichtszeitraums insbesondere die Nutzungsrechte an Vermögensgegenständen nach IFRS 16 aus. Die Nutzungsrechte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 8.131 TEUR (31. Dezember 2019: 9.436 TEUR). Die Anlagenzugänge im Berichtsjahr von 676 TEUR (31. Dezember 2019: 2.860 TEUR) sind im Wesentlichen auf den Umzug innerhalb Hamburgs zurückzuführen.
6.7.2 Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklung der Buchwerte:
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| in TEUR | Ziffer | Immaterielle Vermögenswerte | Geschäfts- oder Firmenwert | geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Zum 1. Januar 2019 | |||||
| Anschaffungskosten | 7.782 | - | 473 | 8.255 | |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | -7.752 | - | - | -7.752 | |
| Buchwert netto | 30 | - | 473 | 503 | |
| Geschäftsjahr 2019 | |||||
| Eröffnungsbuchwert netto | 30 | - | 473 | 503 | |
| Zugänge | 443 | - | 1.610 | 2.053 | |
| Abgänge | -381 | - | - | -381 | |
| Konsolidierung | 40.800 | 14.650 | - | ||
| Abschreibungen | -349 | - | - | -349 | |
| Umbuchungen | 1.689 | - | -1.689 | - | |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 6.6.4 | -24 | - | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen | 381 | - | - | 381 | |
| Endbuchwert netto | 42.589 | 14.650 | 394 | 2.207 | |
| Zum 1. Januar 2020 | |||||
| Anschaffungskosten | 50.333 | 14.650 | 394 | 65.377 | |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | -7.744 | - | - | -7.744 | |
| Buchwert netto | 42.589 | 14.650 | 394 | 57.633 | |
| Geschäftsjahr 2020 | |||||
| Eröffnungsbuchwert netto | 42.589 | 14.650 | 394 | 57.633 | |
| Zugänge | 928 | - | 174 | 1.102 | |
| Konsolidierung | - | - | - | - | |
| Abgänge | -245 | - | -568 | -813 | |
| Umbuchungen | - | - | - | - | |
| Abschreibungen | 6.6.4 | -1.969 | - | - | -1.969 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - | - | |
| Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen | 237 | - | - | 237 | |
| Endbuchwert netto | 41.540 | 14.650 | - | 56.190 | |
| Zum 31. Dezember 2020 | |||||
| Anschaffungskosten | 51.016 | 14.650 | - | 65.666 | |
| Kumulierte Abschreibungen | -9.476 | - | - | -9.476 | |
| Buchwert netto | 41.540 | 14.650 | - | 56.190 |
Die immateriellen Vermögenswerte sind um 1.443 TEUR auf 56.190 TEUR (31. Dezember 2019: 57.633 TEUR) gesunken. Dies ist zum einen bedingt durch die planmäßige Abschreibung der Fondsmanagementverträge und der DAP 4.0 in Höhe von 1.969 TEUR und zum anderen durch die Aktivierung der neuen Homepage der LAIC Capital GmbH.
6.7.3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
Entwicklung der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Beginn des Jahres | 6.584 | 1.594 |
| Zugänge | - | 4.611 |
| Abgänge | - | -28 |
| Anteilig zugewiesene Ergebnisse | 373 | 883 |
| Ausschüttungen | -662 | -476 |
| Ende des Jahres | 6.295 | 6.584 |
Die anteilig zugewiesenen Ergebnisse betreffen laufende Ergebnisse der Komplementär-GmbHs, die zum Teil auf vorläufigen Jahresabschlüssen basieren. Die Ausschüttungen der Komplementär-GmbHs betragen im laufenden Geschäftsjahr 662 TEUR (Vj: 476 TEUR).
Für weitere Informationen zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen verweisen wir auf die Erläuterungen in Ziffer 6.4.1 sowie 6.6.6.
6.7.4 Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Anteile Fonds LAIC (31.12.2019: LF-Linie und LF-System) | 808 | 4.631 |
| Verbundene Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften | 2.420 | 2.356 |
| 3.228 | 6.987 |
Zum Stichtag hält die Lloyd Fonds AG Anteile an fünf Publikumsfonds, die im Mai 2020 durch die LAIC Vermögensverwaltung GmbH neu aufgelegt worden sind. Es handelt sich dabei um die Aktienfonds LAIC - Defensive Digital Selection, LAIC - Balanced Digital Selection, LAIC - Dynamic Digital Selection, LAIC - Sustainable Digital Selection AC und LAIC - Sustainable Digital Selection EM. Die Anteile der Lloyd Fonds AG an den genannten Fonds belaufen sich zum Stichtag auf einen Wert von 578 TEUR. Im ersten Halbjahr 2020 wurden finanzielle Vermögenswerte veräußert (31.12.2019: 4.335 TEUR).
Des Weiteren wurden Depots bei zwei Depotbanken eröffnet, in die die Lloyd Fonds AG eingezahlt hat, um die Wirkungsweise des eigenentwickelten innovativen Algorithmus abzubilden. Die Depots werden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Zum Stichtag weisen die Depots einen Marktwert in Höhe von 230 TEUR aus.
Die Anteile an den Fonds und Depots sind als kurzfristig klassifiziert. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind in Höhe von 1.047 TEUR kurzfristige und in Höhe von 1.373 TEUR langfristige Vermögenswerte.
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| 31.12.2020 | 31.12.2019 | |||
|---|---|---|---|---|
| Anzahl | TEUR | Anzahl | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbundene Unternehmen | 26 | 602 | 26 | 949 |
| Beteiligungsgesellschaften | 136 | 1.818 | 136 | 1.407 |
| 162 | 2.420 | 162 | 2.356 |
Die Anzahl der zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden finanziellen Vermögenswerte beläuft sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 162 Beteiligungen. Bei den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen handelt es sich um Vorratsgesellschaften und Komplementär-GmbHs für Fonds. Die Beteiligungen umfassen 108 Anteile, die der Lloyd Fonds-Konzern als Gründungsgesellschafter an bereits initiierten Fonds hält, 28 Anteile an insolventen, zuvor als assoziierte Unternehmen ausgewiesener Beteiligungen sowie eine Beteiligung an Zweitmarktfonds mit kurzfristiger Halteabsicht.
Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert:
Anteile an verbundenen Unternehmen
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Beginn des Jahres | 949 | 839 |
| FVTPL | -347 | 110 |
| Wertminderungen | - | - |
| Ende des Jahres | 602 | 949 |
Beteiligungsunternehmen
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Beginn des Jahres | 1.407 | 4.247 |
| Zugänge | - | 69 |
| Abgänge | - | -41 |
| Veränderung von Verbindlichkeiten aus Liquiditätsausschüttungen | 410 | -1.810 |
| FVTPL | - | -1.058 |
| Ende des Jahres | 1.817 | 1.407 |
Die Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden finanziellen Vermögenswerte erfolgt gemäß IFRS 9 erfolgswirksam.
6.7.5 Latente Steuern
Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen wie folgt:
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| 31.12.2020 | 31.12.2019 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | - | 11 | - | 107 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 12.561 | - | 13.020 |
| Geleistete Anzahlungen für immaterielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | - | 41 | - | 41 |
| Geleistete Anzahlungen nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | - | - | - | - |
| Verlustvorträge | 9.150 | - | 4.975 | - |
| Gesamt | 9.150 | 12.613 | 4.975 | 13.168 |
Es wurden im Geschäftsjahr 2020 latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste in Höhe von 9.150 TEUR (Vj.: 4.975 TEUR) gebildet.
Die latenten Steuerverbindlichkeiten für finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert ergeben sich durch die Bewertung nach IFRS 9. Die weiteren latenten Steuerverbindlichkeiten beziehen sich auf unterschiedliche Wertansätze von Bilanzposten.
Die temporären Differenzen werden sich nach aktuellem Kenntnisstand wie folgt umkehren:
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| in TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Latente Steuerforderungen, | ||
| die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden | -301 | - |
| die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden | -8.849 | -4.975 |
| -9.150 | -4.975 | |
| Latente Steuerverbindlichkeiten, | ||
| die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden | 686 | 809 |
| die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden | 11.927 | 12.359 |
| 12.613 | 13.168 | |
| 3.463 | 8.193 |
Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge werden im Wesentlichen nach mehr als 12 Monaten realisiert. Bei den latenten Steuerverbindlichkeiten, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden, handelt es sich um latente Steuerverbindlichkeiten auf die im Rahmen der Akquisition der SPSW Capital GmbH erworbenen immateriellen Vermögenswerten von ursprünglich 780 TEUR sowie auf die Aktivierung eines immateriellen Vermögensgegenstandes in Höhe von 29 TEUR. In den nach mehr als 12 Monaten realisierten latenten Steuerverbindlichkeiten sind im Wesentlichen die erworbenen immateriellen Vermögenswerte von 11.927 TEUR enthalten.
Die Veränderung der latenten Steuerverbindlichkeiten im laufenden Jahr unter Berücksichtigung einer möglichen Saldierung von offenen Posten bei derselben Steuerbehörde ermittelt sich wie folgt:
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| Latente Steuerverbindlichkeiten in TEUR |
Am 1. Januar | Erfolgswirksam erfasst | Erwerb Tochterunternehmen | Realisierung | Umgliederung | Am 31. Dezember |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | ||||||
| Geleistete Anzahlungen für immaterielle Vermögenswerte | -53 | -8 | -12.959 | - | - | -13.020 |
| Geleistete Anzahlungen nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | -41 | - | - | - | - | -41 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | -699 | - | - | 592 | - | -107 |
| -793 | -8 | -12.959 | 592 | - | -13.168 | |
| 2020 | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | -13.020 | - | - | 459 | - | -12.561 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | -41 | - | - | - | - | -41 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | -107 | - | - | 96 | - | -11 |
| -13.168 | - | - | 555 | - | -12.613 |
Es bestehen nach vorläufigen Berechnungen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 29,2 Mio. EUR als auch gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 44,0 Mio. EUR, für die teilweise aktive latente Steuern angesetzt wurden.
6.7.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Forderungen | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.903 | 4.080 |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.102 | 1.840 |
| Forderungen | 20.005 | 5.920 |
Zum aktuellen Stichtag bestehen keine langfristigen Forderungen.
Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14.085 TEUR ist bedingt durch die Fondsperformance 2020 und den damit u.a. erzielten Performance-Fees aus dem Fondsmanagement im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS.
6.7.7 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen
Die kurzfristigen Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 35 TEUR (Vj.: 39 TEUR) betreffen noch nicht gezahlte Managementleistungen für das jeweilige laufende Geschäftsjahr.
6.7.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Bezüglich der Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente über 6.533 TEUR (Vj.: 9.152 TEUR) wird auf Ziffer 6.8.3 verwiesen.
6.7.9 Eigenkapital
Die Veränderung des Eigenkapitals des Lloyd Fonds-Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
6.7.9.1 Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Grundkapital zum 31. Dezember 2020 beinhaltet mit Eintragung im Handelsregister am 20. Dezember 2019 13.265.914 (Vj.: 10.072.306) auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem Nominalwert von jeweils 1,00 EUR. Es gilt die Satzung in der Fassung vom 15. Dezember 2020.
Die Aktien der Lloyd Fonds AG werden an der Börse unter der ISIN DE000A12UP29 gehandelt. Im März 2017 ist das Unternehmen in das neu geschaffene Segment "Scale" der Deutschen Börse gewechselt, das den bisherigen Entry Standard abgelöst hat.
Genehmigtes Kapital
In der Hauptversammlung am 31. August 2020 wurde das Genehmigte Kapital 2018 und seine Regelungen aufgehoben und die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals 2020 beschlossen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. August 2025 um insgesamt bis zu 6.632.957,00 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 6.632.957 neuen, nennwertlosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen.
Bedingtes Kapital 2018 I
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum zum 11. Juni 2024 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu 6.500.000 EUR mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben. Hierfür kann ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 1.000.000 EUR, eingeteilt in bis zu 1.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, gewährt werden.
Bedingtes Kapital 2018 II
Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter bis zum 11. Juni 2024 einmalig oder mehrmals Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 1.175.000 EUR (Erhöhung des Altbetrags um 168.000 EUR) zum auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) der Gesellschaft auszugeben. Hierfür ist das Grundkapital in entsprechender Höhe bedingt erhöht.
Bedingtes Kapital 2020
In der Hauptversammlung am 31. August 2020 wurde das Bedingte Kapital 2019 und seine Regelungen aufgehoben und die Schaffung eines neue Bedingten Kapital 2020 beschlossen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Juni 2024 um insgesamt bis zu 4.457.957,00 EUR Stückaktien einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) zu erhöhen.
6.7.9.2 Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklage zum Bilanzstichtag beträgt 17.582 TEUR (Vj.: 17.154 TEUR). Der Anstieg ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und ergibt sich aus der im Geschäftjahr 2020 gegebene Wandelschuldverschreibung sowie dem Aktienoptionsprogramm.
Die Eigenkapitalkomponente der im Geschäftsjahr 2020 begebenen Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 5.000 TEUR beläuft sich auf 417 TEUR und wird ebenfalls in der Kapitalrücklage gezeigt. Darin enthalten sind 10 TEUR Transaktionskosten, die als Abzug von der Eigenkapitalkomponente berücksichtigt wurden. Ferner ist das Aktienoptionsprogramm für ausgewählte Mitarbeiter als sogennanter equity-settled Plan zu klassifizieren und bewirkt ebenfalls einen Anstieg der Kapitalrücklage in Höhe von 111 TEUR (31. Dezember 2019: 72 TEUR). Im Rahmen des diesjährigen Verkaufs von 20 % der Anteile an der LAIC Intelligence GmbH ist eine Verkaufsoption abgeschlossen. Diese ist zum Stichtag in Höhe von 100 TEUR kapitalmindernd sowie als Verbindlichkeit berücksichtigt.
6.7.9.3 Gewinnrücklagen
Das Konzernjahresergebnis in Höhe von -703 TEUR (Vj.: -93 TEUR) wird in der Gewinnrücklage erfasst.
6.7.9.4 Minderheiten
Die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der konsolidierten SPSW Capital GmbH und der LAIC Intelligence GmbH betragen zum Bilanzstichtag 4.858 TEUR.
6.7.10 Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert
Der Posten resultiert aus der Einbeziehung des "Premium Portfolio Austria" in den Lloyd Fonds-Konzernabschluss. Er beinhaltet die Anteile derjenigen Kommanditisten, die nicht zum Lloyd Fonds-Konzern gehören. Da es sich hierbei um kündbare Finanzinstrumente handelt, werden sie im langfristigen Fremdkapital ausgewiesen.
Die Ermittlung des Nettovermögenswerts erfolgt auf Basis eines einmal festgelegten Effektivzinssatzes. Dieser ergibt sich als interner Zinsfuß der ursprünglich prospektierten Auszahlungen der jeweiligen Fondsgesellschaften und beträgt je nach Fonds zwischen 5,9% und 6,1 % p. a. Anschließend wurden die Barwerte der Zahlungen an die Kommanditisten mit dem Effektivzinssatz diskontiert. Die Fortschreibung der Nettovermögenswerte nach der Effektivzinsmethode sowie Anpassungen in den Auszahlungsprognosen führten im Jahr 2020 zu Zinsaufwendungen in Höhe von 24 TEUR (Vj.: 69 TEUR) und somit zu einem Bilanzausweis von 151 TEUR (Vj.: 488 TEUR).
6.7.11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Übrige Verbindlichkeiten | 11.510 | 15.892 |
| 11.510 | 15.892 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.739 | 4.146 |
| Verbindlichkeiten aus Betriebsteuern und Abgaben | 915 | 90 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 14.047 | 6.982 |
| 17.749 | 11.218 | |
| Verbindlichkeiten | 29.259 | 27.110 |
Der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich stichtagsbedingt und resultiert im Wesentlichen aus der zum großen Teil umgesetzten Neuausrichtung des Lloyd Fonds-Konzerns.
Der Anstieg der übrigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die abgezinste Verbindlichkeit aus den in den Jahren 2020 bis 2027 an externe Dritte fälligen Kaufpreistranchen für die Akquisition der SPSW Capital GmbH zurückzuführen. Diese ist in Höhe von 7.744 TEUR (Vj.: 3.576 TEUR) als kurzfristig und in Höhe von 9.293 TEUR (Vj.: 13.620 TEUR) als langfristig ausgewiesen. Darüber hinaus ist die abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit für die Jahre 2020 bis 2026 im Zusammenhang mit der Akquisition der Lange Assets & Consulting GmbH in Höhe von 2.068 TEUR (Vj.: 2.207 TEUR) in den langfristigen und in Höhe von 461 TEUR (Vj.: 103 TEUR) in den kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten enthalten. Im Rahmen des diesjährigen Verkaufs von 20 % der Anteile an der LAIC Intelligence GmbH ist eine Verkaufsoption abgeschlossen worden. Diese ist zum Stichtag in Höhe von 100 TEUR in den langfristigen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die genannten Verbindlichkeiten sind in den Folgejahren entsprechend ihrer Parameter anzupassen.
Ferner sind hier Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 3.065 TEUR (Vj.: 2.566 TEUR), wie Urlaubsansprüche und Abfindungen sowie ausstehende Bonuszahlungen, enthalten.
6.7.12 Finanzschulden
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzschulden | ||
| Leasingverbindlichkeit IFRS 16 | 7.520 | 8.579 |
| Wandelschuldverschreibung | 10.146 | 5.542 |
| 17.666 | 14.121 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | ||
| Leasingverbindlichkeit IFRS 16 | 1.140 | 654 |
| Wandelschuldverschreibung | 145 | 19 |
| 1.285 | 673 | |
| Finanzschulden | 18.951 | 14.794 |
In den langfristigen Finanzschulden ist die Fremdkapitalkomponente der im Geschäftsjahr 2020 begebenen Wandelschuldverschreibung in Höhe von 4.509 TEUR enthalten. Der Betrag an Transaktionskosten, der im Wertansatz als Abzug von der Fremdkapitalkomponente berücksichtigt wurde, beträgt 10 TEUR. Der zum Bilanzstichtag im Zusammenhang mit der Wandelschuldverschreibung entstandene und noch nicht ausgezahlte Verzinsungsanspruch ist unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.
Weiterhin sind die Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 entsprechend in den langfristigen und den kurzfristigen Finanz schulden ausgewiesen.
6.7.13 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen
Zusammensetzung:
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| in TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern | 3.308 | 4.848 |
| 3.308 | 4.848 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | 62 | 62 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen | - | 2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern | 4.340 | 2.388 |
| 4.402 | 2.452 | |
| Verbindlichkeiten | 7.710 | 7.300 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 62 TEUR (Vj: 62 TEUR) und und betreffen in voller Höhe noch ausstehende Kommanditeinlagen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern in Höhe von 4.340 TEUR (Vj.: 2.388 TEUR) entfallen mehrheitlich auf die Plate & Cie. GmbH und stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Akquisition der SPSW Capital GmbH. Die Verbindlichkeiten aus der Akquisition sind in den Folgejahren entsprechend ihrer Parameter anzupassen.
6.7.14 Sonstige Rückstellungen
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen:
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| in TEUR | 1.1.2020 | Verbrauch | Zuführung | Auflösung | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | |||||
| Rückstellungen für aktienbasierte Vergütung | 19 | - | - | -19 | - |
| Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen | 239 | -29 | 33 | - | 243 |
| 258 | -29 | 33 | -19 | 243 | |
| Kurzfristige Rückstellungen | |||||
| Sonstige Rückstellungen | 114 | -109 | - | - | 5 |
| 114 | -109 | - | - | 5 | |
| 372 | -138 | 33 | -19 | 248 |
In den langfristigen Rückstellungen sind die Rückbauverpflichtungen für die angemieteten Büroräume in Frankfurt und Hamburg (243 TEUR) berücksichtigt. Der PSP-Anspruch von Klaus M. Pinter wurde in Höhe von 19 TEUR im Berichtsjahr bedingt durch sein Ausscheiden ertragswirksam aufgelöst.
Die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 109 TEUR auf 5 TEUR (Vj: 114 TEUR) reduziert.
6.7.15 Ertragsteuern
Die laufenden Ertragsteueransprüche betreffen im Wesentlichen vom Finanzamt noch zu erstattende Kapitalertragsteueransprüche. Die laufenden Ertragsteuerschulden stellen Steuerverbindlichkeiten von im Konzern befindlichen Tochterunternehmen und der Lloyd Fonds AG dar.
6.8 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
6.8.1 Überleitung des Konzernperiodenergebnisses
Für Zwecke der Kapitalflussrechnung ermittelt sich das Konzernperiodenergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Ertragsteuern wie folgt:
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| in TEUR | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit | 3.206 | -10.938 | |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 6.6.6 | -400 | -858 |
| Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung | 6.6.7 | - | 45 |
| Verluste aus Fremdwährungsumrechnung | 6.6.7 | - | -31 |
| Verluste/Gewinne aus Abgang Finanzanlagvermögen | -885 | 0 | |
| Anpassung Konsolidierung | -70 | - | |
| 1.851 | -11.782 |
6.8.2 Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle
Zusammensetzung:
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| in TEUR | Ziffer | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Unrealisierte Fremdwährungsgewinne/-verluste | -37 | 11 | |
| Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle | 6.6.5 | 28 | 660 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 6.6.5 | 289 | - |
| Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 6.6.5 | 184 | -346 |
| Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen | 6.6.5 | - | -227 |
| Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -591 | 72 | |
| -127 | 170 |
6.8.3 Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zusammensetzung für Zwecke der Kapitalflussrechnung:
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| in TEUR | Ziffer 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Bankguthaben | 6.533 | 9.152 |
| Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | - | -21 |
| 6.533 | 9.131 |
Die Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung betreffen hinterlegte Mietkautionen.
6.9 Sonstige Angaben
6.9.1 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten für den Lloyd Fonds-Konzern die Unternehmen und Personen, die den Lloyd Fonds-Konzern beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diesen ausüben oder durch die der Lloyd Fonds-Konzern beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst wird. Dabei sind die Verhältnisse am jeweiligen Bilanzstichtag maßgeblich.
6.9.1.1 Assoziierte Unternehmen
Die Umsatzerlöse in Höhe von 69 TEUR (Vj.: 93 TEUR) mit assoziierten Unternehmen betreffen Managementvergütungen für das laufende Geschäftsjahr. Zu den offenen Forderungen aus den oben angegebenen Managementleistungen zum Bilanzstichtag wird auf Ziffer 6.7.7 verwiesen. Die in Ziffer 6.7.13 aufgeführten offenen Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen betreffen noch ausstehende Kommanditeinlagen.
In den dargestellten Perioden sind keine zu eliminierenden Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen angefallen.
6.9.1.2 Verbundene Unternehmen
Offene Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen nicht.
6.9.1.3 Nahestehende Personen
Der Vorstand setzt sich im Geschäftsjahr 2020 wie folgt zusammen:
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| ― | Achim Plate, CEO, seit dem 1. Januar 2020, verantwortlich für die Entwicklung der Unternehmensstrategie 2023/25. Im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS verantwortet er die Geschäftsfelder LLOYD VERMÖGEN, LAIC jeweils inklusive des Vertriebs, das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie die Konzernressorts Finanzen, Personal, IR und PR sowie DAP 4.0 und IT. |
| ― | Michael Schmidt, CIO, seit dem 1. April 2019, verantwortlich für das Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS, für das Geschäftsfeld LLOYD FONDS inklusive dessen Vertrieb, PR und Kommunikation sowie das Ressort Recht & Compliance. Zudem verantwortet er die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie. |
| ― | Klaus M. Pinter, CFO, bis zum 15. April 2020. |
Die Leistungen gegenüber den Vorständen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2020 in TEUR |
Fix | Variabel | Nebenleistungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Achim Plate | 360 | 200 | 30 | 590 |
| Michael Schmidt | 340 | 281 | 12 | 633 |
| Klaus M. Pinter | 300 | 71 | 28 | 399 |
| 1.000 | 552 | 70 | 1.622 |
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| 2019 in TEUR |
Fix | Variabel | Nebenleistungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Michael Schmidt | 256 | 337 | - | 593 |
| Klaus M. Pinter | 300 | 178 | 26 | 504 |
| Jochen Sturtzkopf | 455 | 153 | 15 | 623 |
| 1.011 | 668 | 41 | 1.720 |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betragen für das Geschäftsjahr 2020 1.622 TEUR (Vj.: 1.720 TEUR).
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammengesetzt:
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| ― | Dr. Stefan Rindfleisch, Rechtsanwalt (Vorsitzender) |
| ― | Oliver Heine, Gesellschafter der Lange Assets & Consulting GmbH (stellvertretender Vorsitzender) |
| ― | Prof. Wolfgang Henseler, Creative Managing Director bei Sensory-Minds |
| ― | Jörg Ohlsen, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer |
| ― | Peter Zahn, selbstständiger Unternehmensberater |
Im Zuge der Integration der SPSW Capital GmbH in den Lloyd Fonds-Konzern wurde Anfang 2020 die Neuaufstellung im Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG abgeschlossen. Dipl.-Ing. Achim Plate und Henning Soltau legten im Dezember 2019 ihre Mandate als Mitglieder des Aufsichtsrats nieder. Dipl.-Ing. Achim Plate ist seit dem 1. Januar 2020 Chief Executive Officer (CEO) der Lloyd Fonds AG. Henning Soltau ist weiterhin als geschäftsführender Gesellschafter der SPSW Capital GmbH tätig. Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG besteht laut Satzung aus fünf Mitgliedern. Auf Antrag der Lloyd Fonds AG bestellte daher zunächst das zuständige Registergericht als Nachfolger von Herrn Plate und Herrn Soltau die Herren Jörg Ohlsen und Peter Zahn zu neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats, zunächst bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2020. Die Hauptversammlung wählte am 31. August 2020 die beiden Herren zu neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats. Weitere Aufsichtsratsmitglieder sind Dr. Stefan Rindfleisch als Vorsitzender, Oliver Heine als stellvertretender Vorsitzender sowie Prof. Wolfgang Henseler.
Durch die Änderung der Satzung am 16. August 2018 hat jedes Aufsichtsratsmitglied ab diesem Datum neben dem Ersatz seiner nachgewiesenen und angemessenen Auslagen einen Anspruch einer jährlichen Festvergütung von 35 TEUR pro Geschäftsjahr; für den Vorsitzenden beträgt die Vergütung das Doppelte des vorgenannten Betrags, für den Stellvertreter beträgt diese das Eineinhalbfache des vorgenannten Betrags. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit zeitanteilig.
Die Vergütungen der Geschäftsjahre 2020 und 2019 stellen sich wie folgt dar:
2020
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| in TEUR | Fix | Gesamt |
|---|---|---|
| Dr. Stefan Rindfleisch | 70 | 70 |
| Prof. Wolfgang Henseler | 35 | 35 |
| Oliver Heine | 53 | 53 |
| Jörg Ohlsen | 35 | 35 |
| Peter Zahn | 35 | 35 |
| 228 | 228 |
2019
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| in TEUR | Fix | Gesamt |
|---|---|---|
| Achim Plate | 68 | 68 |
| Dr. Stefan Rindfleisch | 53 | 53 |
| Henning Soltau | 34 | 34 |
| Prof. Wolfgang Henseler | 35 | 35 |
| Oliver Heine | 20 | 20 |
| 210 | 210 |
Die Vergütungen an die Aufsichtsratsmitglieder sind wie im Vorjahr als Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern passiviert.
Die folgenden wesentlichen Geschäftsvorfälle wurden mit Aufsichtsratsmitgliedern, ihnen nahestehenden Personen oder mit von ihnen beherrschten bzw. beeinflussten Unternehmen getätigt:
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| ― | Die Lloyd Fonds AG hat die Firma Sensory-Minds GmbH im November 2020 mit der Durchführung von Workshops zur Ausrichtung des Angebots zum Thema "Kundenzentrierung" beauftragt. Bis zum Bilanzstichtag wurden 0 TEUR abgerechnet. Geschäftsführer der Sensory-Minds GmbH ist neben anderen Personen u. a. Prof. Wolfgang Henseler, der gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG ist. |
| ― | Im 2. Quartal 2019 wurde eine Vereinbarung mit der Kanzlei EHLERMANN RINDFLEISCH GADOW Rechtsanwälte Partnerschaft mbB über die Reorganisation der Fondsbeteiligungen der Lloyd Fonds AG mit einer Vergütung in Höhe von maximal 55 TEUR geschlossen. Im Geschäftsjahr 2020 wurden insgesamt 1 TEUR abgerechnet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG, Dr. Stefan Rindfleisch, ist Partner dieser Kanzlei. |
6.9.2 Eventualschulden
Die ausgewiesenen Eventualschulden betreffen erhöhte Hafteinlagen sowie potenzielle Rückzahlungsverpflichtungen von Auszahlungen. Unter Berücksichtigung der Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen gegenüber Dritten beläuft sich das Nettohaftungsvolumen zum 31. Dezember 2020 auf insgesamt 0 TEUR (Vj.: 3.298 TEUR).
Im Rahmen des Treuhandgeschäfts werden im eigenen Namen und für Rechnung der Anleger Beteiligungen in Höhe von 1.437.616 TEUR (Vj.: 1.526.387 TEUR) verwaltet.
Die Lloyd Treuhand GmbH ist teilweise bei Bestandsfonds als Treuhandkommanditistin für Anleger im Handelsregister mit der jeweiligen Hafteinlage dieser Anleger eingetragen (Treugeber). Das in diesem Zusammenhang verwaltete Treuhandvermögen beläuft sich auf 738.275 TEUR (Vj.: 786.232 TEUR). Erhaltene Auszahlungen im Rahmen dieser Treuhandverhältnisse wurden entsprechend an die Treugeber weitergeleitet. Für diese Auszahlungen besteht für die Lloyd Treuhand GmbH grundsätzlich die Haftung nach §§ 171, 172 IV HGB, sofern die Auszahlungen nicht durch Gewinne gedeckt sind. Der die Hafteinlage durch Auszahlungen unterschreitende Betrag ist seitens der Lloyd Treuhand GmbH ggf. zurückzuzahlen. Das Gesamtvolumen dieser Auszahlungen beträgt zum aktuellen Stichtag 35.992 TEUR (Vj.: 31.335 TEUR). Die Lloyd Treuhand GmbH kann gemäß den Treuhandverträgen bei einer möglichen Inanspruchnahme den gleichen Betrag gegen die jeweiligen Treugeber geltend machen. Hierbei handelt es sich um darlehensweise geleistete Auszahlungen der Beteiligungsgesellschaften, die über die Lloyd Treuhand GmbH an die Treugeber weitergeleitet und anschließend durch die Beteiligungsgesellschaften gekündigt und zurückgefordert wurden. Die Lloyd Treuhand GmbH hat ihre Regressforderungen gegenüber den Treugebern an die Beteiligungsgesellschaften teilweise abgetreten. Von der maximalen Rückzahlungsverpflichtung von 35.992 TEUR (Vj.: 31.335 TEUR) betreffen, entsprechend der risikoäquivalenten Gewichtung, Auszahlungen in Höhe von 775 TEUR (Vj.: 540 TEUR) Auszahlungen von Beteiligungsgesellschaften, die sich derzeit in Insolvenz oder schwieriger wirtschaftlicher Lage befinden, und solche, bei denen Fremdverbindlichkeiten, überwiegend gegenüber Banken, bestehen. Aufgrund der Regressansprüche gegenüber den Treugebern wird ein möglicher ergebniswirksamer Liquiditätsabfluss als unwahrscheinlich angesehen.
6.9.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
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| in TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Sonstiges | - | 117 |
| - | 117 |
Laufzeiten der zukünftigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
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| in TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | - | 38 |
| Restlaufzeit von mehr als 1 bis zu 5 Jahren | - | 79 |
| - | 117 |
Es lagen zum Stichtag keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen vor.
6.9.4 Anwendung der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB
Die Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg, die Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, Hamburg, sowie die Lloyd Shipping GmbH, Hamburg, machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.
6.9.5 Angaben nach § 315e HGB
6.9.5.1 Honorar des Konzernabschlussprüfers
Honorar des Konzernabschlussprüfers, Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB:
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| in TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungen | 178 | 178 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 54 | 180 |
| Steuerberatungsleistungen | 40 | 11 |
| Sonstige Leistungen | 42 | 2 |
| 314 | 371 |
6.9.5.2 Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz (§ 313 Abs. 2 HGB)
Die Angaben zu den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in Ziffer 6.2.2.2 dargestellt.
Verbundene Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden (§ 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB):
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| Gesellschaft | Anteil Konzern |
|---|---|
| Erste Lloyd Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Erste Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| 2. Lloyd Fonds Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Zweite Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Dritte Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung LF Immobiliengesellschaft mbH i. L., Hamburg | 100,0 % |
| Lloyd Fonds Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH i. L., Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung LloFo Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung LF-Flottenfonds GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Fleesensee GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Hotelportfolio GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Leipzig Nikolaikirche GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung der Lloyd Fonds Gesellschaft für Immobilienbeteiligungen mbH i. L., Hamburg | 100,0 % |
| Erste Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Fünfte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung Lloyd Fonds Immobilienportfolio Hamburg/Sylt GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung Lloyd Fonds Immobilienportfolio Köln GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung "Air Fuhlsbüttel/Air Finkenwerder" Flugzeugfonds GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung Lloyd Fonds Air Portfolio 3 GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VIII GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung MS "CCNI ARAUCO" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 51,0 % |
| Verwaltung Lloyd Fonds A380 Flugzeugfonds GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung Lloyd Fonds Bremen Domshof GmbH, Hamburg | 100,0 % |
| Verwaltung MT "NEW YORK STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 100,0 % |
| Lloyd Fonds UK VIII Limited, Malvern/England | 100,0 % |
Assoziierte Unternehmen (§ 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB):
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| Gesellschaft | Anteil Konzern |
|---|---|
| Lange Assets & Consulting GmbH, Hamburg | 90,0 % |
| Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg | 45,2 % |
| Air Management GmbH, Offenbach am Main | 50,0 % |
| Beteiligung MS "ANTONIA SCHULTE" Shipping GmbH, Nordenham | 50,0 % |
| Beteiligung MS "HELENA SCHULTE" Shipping GmbH i. L., Hamburg | 50,0 % |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben GmbH, Kufstein/ Österreich | 50,0 % |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben II. GmbH, Kufstein/ Österreich | 50,0 % |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben III. GmbH, Kufstein/ Österreich | 50,0 % |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben IV. GmbH, Kufstein/ Österreich | 50,0 % |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben V. GmbH, Kufstein/ Österreich | 50,0 % |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VI. GmbH, Kufstein/ Österreich | 50,0 % |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII. GmbH, Kufstein/ Österreich | 50,0 % |
| Verwaltung MS "BAHAMAS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "CHICAGO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "LAS VEGAS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "MEMPHIS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "MIAMI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung "BAVARIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung "COLONIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung Global Partnership I GmbH, Aschheim | 50,0 % |
| Verwaltung MS "ALMATHEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "BERMUDA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "BONAIRE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "CHRISTIANE SCHULTE" GmbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "COMMANDER" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "DELOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "LLOYD DON GIOVANNI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "LLOYD DON CARLOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "LLOYD DON PASCUALE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "LLOYD PARSIFAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "METHAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "NATAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "NELSON" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "NEWARK" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "NORO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "Saxonia" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "Scotia" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "Sophie" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "THIRA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "VEGA FYNEN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "Wehr Elbe" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "Wehr Schulau" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MS "Wehr Weser" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "AMERICAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "ATHENS STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "CANADIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "CARIBBEAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "Green Point" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "HAMBURG STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "LONDON STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "MEXICAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "ST. JACOBI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "TAPATIO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "TEAM JUPITER" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Verwaltung MT "TEAM NEPTUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,0 % |
| Zweite Beteiligung MS "SOFIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,0 % |
| Vierte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg | 49,0 % |
| Verwaltung SUBIC/SAPIAN GmbH, Hamburg | 50,0 % |
| Dritte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg | 49,0 % |
| MS "BAHIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg | 0,4 % |
| MS "BENITO" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg | 0,4 % |
Für weitere Angaben zu den assoziierten Unternehmen wird auf Ziffer 6.2.2.3 und 6.9.1.1 verwiesen.
6.9.5.3 Sonstige Angaben
In Bezug auf die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer verweisen wir auf Ziffer 6.6.3. Die Angaben zu aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats können Ziffer 6.9.1.3 entnommen werden.
6.9.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die Geschäftsverteilung im Vorstand der Lloyd Fonds AG wurde ab 1. Januar 2021 neu strukturiert. Dipl.-Ing. Achim Plate verantwortet als CEO die Entwicklung der Unternehmensstrategie 2023/25. Im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS verantwortet er die Geschäftsfelder LLOYD VERMÖGEN, LAIC jeweils inklusive des Vertriebs, das Geschäftssegment LLOYD FONDS REAL ASSETS sowie die Konzernressorts Finanzen, Personal, IR und PR sowie DAP 4.0 und IT. Michael Schmidt verantwortet als CIO im Geschäftssegment LLOYD FONDS LIQUID ASSETS das Geschäftsfeld LLOYD FONDS inklusive dessen Vertrieb, PR und Kommunikation sowie das Ressort Recht & Compliance. Zudem verantwortet er die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie.
Zur weiteren Vereinheitlichung des Markenauftritts erhielt der geldmarktorientierte Rentenfonds ASSETS Defensive Opportunities UI zum 1. Januar 2021 die neue Fondsbezeichnung Lloyd Fonds - Assets Defensive Opportunities. Fondsadvisor ist die Lange Assets & Consulting GmbH. Ferner wurde im Zuge der Umstellung auf einen dezidierten Nachhaltigkeitsansatz der Mischfonds Lloyd Fonds - Global Multi Asset Selection zum 1. Januar 2021 in Lloyd Fonds - Global Multi Asset Sustainable umbenannt.
Mit Schreiben der BaFin vom 25. Februar 2021 ist die LAIC Vermögensverwaltung GmbH berechtigt, in Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs Finanzdienstleistungen in Österreich zu erbringen.
Der Lloyd Fonds-Konzern ist wie die gesamte Finanzdienstleistungsbranche nach wie vor von der Entwicklung der Covid-19-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen betroffen. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäfts können trotz der zuletzt positiven Entwicklung an den Finanzmärkten weiterhin nicht ausgeschlossen werden und würden voraussichtlich zu Plananpassungen führen. Die Dauer und Intensität der Auswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt unsicher und daher nicht abschließend quantifizierbar.
Weitere Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Hamburg, 25. März 2021
Der Vorstand der Lloyd Fonds AG
Achim Plate
Michael Schmidt
7 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, 25. März 2021
Der Vorstand der Lloyd Fonds AG
Achim Plate
Michael Schmidt
8 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Lloyd Fonds AG, Hamburg
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Lloyd Fonds AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lloyd Fonds AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des "Geschäftsberichts 2020" aber nicht den geprüften Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung des Konzerns zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
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| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Muttergesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 26. März 2021
Baker Tilly GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Oliver Pegelow, Wirtschaftsprüfer
Stefanie Hartmann, Wirtschaftsprüferin
Finanzkalender
2021
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| Geschäftsbericht 2020 | 29. März |
| Stifel Europe, German SMID Cap One-on-One Forum | 11. Mai |
| Equity Forum, Frühjahreskonferenz | 17. Mai |
| Halbjahresbericht 2021 | 23. August |
| Ordentliche Hauptversammlung (virtuell) | 31. August |
| Analystenkonferenz/Call | 1. September |
| Deutsches Eigenkapitalforum | 22. November |
Alle Termine sind vorläufige Angaben. Änderungen vorbehalten.
Bildrechte
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| ― | Titelseite: Jochen Stüber Fotografie - istockphoto.com, pexels.com |
| ― | S. 3: LF-Montage/Pixabay (Kein Bildnachweis nötig, freie kommerzielle Nutzung, siehe Website) |
| ― | S. 4: Pentagram |
| ― | S. 5: LF-Fotos intern entstanden (D. Z.) |
| ― | S. 8-9: LF-Fotos intern entstanden (D. Z.) |
| ― | S. 10-12: LF-Fotos intern entstanden (D. Z.) |
| ― | S. 14: Jochen Stüber Fotografie |
| ― | S. 18: pexels.com |
| ― | S. 19: LF-Fotos intern entstanden (D. Z.) |
| ― | S. 21: Shutterstock.com |
| ― | S. 22: pexels.com |
| ― | S. 23: Mit freundlicher Genehmigung der Lloyd Fonds AG von Privat zur Verfügung gestellt. |
| ― | S. 25: Pixabay (Kein Bildnachweis nötig, freie kommerzielle Nutzung, siehe Website) |
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| ― | S. 31-34: LF-Fotos intern entstanden (D. Z.) |
| ― | S. 64-66: LF-Fotos intern entstanden (D. Z.) |
| ― | S. 111: LF-Fotos intern entstanden (D. Z.) |
Herausgeber
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An der Alster 42
20099 Hamburg
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Frankfurt
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Ulmenstraße 23-25
60325 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 97 78 27-100
Hinweise
Der Geschäftsbericht 2020 der Lloyd Fonds AG ist im Internet unter www.lloydfonds.de als PDF-Datei abrufbar.
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Zertani
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