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LAIQON AG — Annual Report 2016
May 8, 2017
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Annual Report
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Lloyd Fonds AG
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Bilanz zum 31. Dezember 2016
AKTIVA
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| 31.12.2016 EUR |
31.12.2015 EUR |
|
|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | 4.087.794,44 | 4.731.444,57 |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | 23.719,00 | 5.111,00 |
| II. SACHANLAGEN | 161.629,80 | 235.437,40 |
| III. FINANZANLAGEN | 3.902.445,64 | 4.490.896,17 |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | 11.763.806,27 | 9.673.254,90 |
| I. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | 8.922.063,67 | 6.931.172,46 |
| II. KASSENBESTAND UND GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN | 2.841.742,60 | 2.742.082,44 |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 79.263,68 | 146.820,10 |
| 15.930.864,39 | 14.551.519,57 | |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2016 EUR |
31.12.2015 EUR |
|
| A. EIGENKAPITAL | 13.963.996,43 | 11.307.414,92 |
| I. GEZEICHNETES KAPITAL | 9.156.642,00 | 9.156.642,00 |
| II. KAPITALRÜCKLAGE | 580.242,71 | 580.242,71 |
| III. GEWINNRÜCKLAGEN | 335.422,49 | 335.422,49 |
| IV. BILANZGEWINN | 3.891.689,23 | 1.235.107,72 |
| B. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN | 1.302.122,85 | 788.982,31 |
| C. VERBINDLICHKEITEN | 664.745,11 | 2.253.194,54 |
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 0 | 201.927,80 |
| 15.930.864,39 | 14.551.519,57 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016
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| 2016 EUR |
2015 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 1.215.776,53 | 2.257.743,21 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 2.122.001,80 | 2.338.918,93 |
| 3. Aufwendungen für bezogene Leistungen | ‑332.809,22 | ‑37.002,50 |
| 4. Personalaufwand | ‑3.163.391,79 | ‑2.641.142,31 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | ‑90.593,94 | ‑116.066,46 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ‑3.379.971,30 | ‑5.058.389,92 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 1.891.486,56 | 1.095.420,68 |
| 8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 5.075.135,70 | 3.573.161,63 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 761.875,20 | 1.016.485,72 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | ‑661.100,81 | ‑718.183,27 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ‑86.021,21 | ‑118.482,76 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ‑53.457,07 | ‑162.675,70 |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 3.298.930,45 | 1.429.787,25 |
| 14. Sonstige Steuern | ‑1.384,00 | ‑1.087,00 |
| 15. Jahresüberschuss | 3.297.546,45 | 1.428.700,25 |
| 16. Gewinn‑/Verlustvortrag | 594.142,78 | ‑193.592,53 |
| 17. Bilanzgewinn | 3.891.689,23 | 1.235.107,72 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2016
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Von den Erleichterungen nach § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wird unter Beachtung der Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Bestimmungen des Aktiengesetzes wurden beachtet.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Lloyd Fonds AG, Hamburg, ist beim Amtsgericht Hamburg (HRB 75492) eingetragen.
Der Ausweis der Forderungen gegenüber der Kalp GmbH erfolgt im Berichtsjahr, aufgrund der Insolvenz der Gesellschaft, unter den Sonstigen Vermögensgegenständen statt unter den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Das Vorjahr wurde entsprechend ebenfalls umgegliedert.
Aufgrund von BilRUG ist die Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse nicht mehr möglich. Im Geschäftsjahr betragen die Umsatzerlöse nach BilRUG T€ 1.216, im Vorjahr T€ 2.569.
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zur Währungsumrechnung in Euro
Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Geschäftsfortführung (going concern).
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungsdauer beträgt zwischen 3 und 19 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden mit einem Wert bis zu € 150 im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens zwischen € 150 und € 1.000 werden in einem jahresbezogenen Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Sofern von Personenhandelsgesellschaften Liquiditätsausschüttungen erfolgten, wurden diese von den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert abgesetzt, wenn diesen keine entsprechenden Gewinne gegenüberstehen. Es wurden im Berichtsjahr sowohl Abschreibungen, soweit Wertminderungen vorlagen, als auch Zuschreibungen, vorgenommen.
Bei der Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Es wurden im Berichtsjahr Forderungsverluste verbucht, soweit von einer Uneinbringlichkeit der Forderung ausgegangen werden musste. Im Berichtsjahr wurden Einzelwertberichtigungen als auch Pauschalwertberichtigungen gebildet.
Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.
Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken mit ihrem Erfüllungsbetrag angemessen und ausreichend Rechnung getragen.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie flüssige Mittel in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem niedrigeren (höheren) Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Eventualverbindlichkeiten sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet.
Zum Abschlussstichtag wurden auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten gem. § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs (USD 1,0541 bzw. GPB 0,85618) bewertet. Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen gebildet (Verbindlichkeitsmethode). Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und -vorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.
III. Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung der Positionen des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel (Anlage I zum Anhang) dargestellt.
Die Anteilsbesitzliste zum 31.12.2016 ist in der Anlage III zum Anhang dargestellt.
Bei den Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis sind Forderungen in Höhe von T€ 155 enthalten, (31.12.2015: T€ 153), die eine Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren haben. Sämtliche weitere Forderungen haben grundsätzlich Restlaufzeiten von bis zu 1 Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegenüber der Lloyd Treuhand GmbH und der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH aus der Gewinnabführung sowie aus Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften. Weiterhin sind dort Forderungen gegenüber der Wohnwert KGaA. ausgewiesen.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus der Geschäftsbesorgung für Beteiligungsfonds und Darlehensforderungen. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 286 (31.12.2015: T€ 874) enthalten.
Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber der Kalp GmbH, dem Finanzamt sowie aus Kautionen für Miete und einen EDV Dienstleister.
Die flüssigen Mittel in Höhe von T€ 2.842 (31.12.2015: T€ 2.742) setzen sich im Wesentlichen aus Guthaben gegenüber Kreditinstituten zusammen.
Zum Bilanzstichtag bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund € 15,4 Mio. (31.12.2015: € 15,2 Mio.) als auch gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe rund € 21,9 Mio. (31.12.2015: € 17,5 Mio.) für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, da insgesamt von dem Wahlrecht nach § 274 (1) HGB Gebrauch gemacht wurde. Aufgrund von Steuerbescheiden für die Jahre 2009 bis 2014 haben sich die Verlustvorträge, sowohl für die Körperschaftsteuer als auch für die Gewerbesteuer teilweise stark verändert. Somit enthält die Veränderung der Verlustvorträge zum Vorjahr auch Berichtigungen von Altjahren.
Das gezeichnete Kapital (auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag) wurde in 2014 im Wege der vereinfachten Einziehung nach § 237 Abs. 3 Nr. 1 AktG um € 1,00 herabgesetzt. Die Herabsetzung erfolgte durch Einziehung einer Stückaktie mit einem anteiligen Grundkapital von € 1,00, die der Gesellschaft von einem Aktionär unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde.
Das Grundkapital wurde in vereinfachter Form nach den Vorschriften der §§ 229 ff. AktG im Verhältnis 3:1 um € 18.313.284,00 auf € 9.156.642,00 im September 2014 herabgesetzt.
Das gezeichnete Kapital beträgt:
31. Dezember 2015: 9.156.642 Aktien à € 1,00 € 9.156.642,00
31. Dezember 2016: 9.156.642 Aktien à € 1,00 € 9.156.642,00
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Juli 2017 um insgesamt bis zu € 13.734.963,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe nennwertloser, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen.
Aus der Kapitalrücklage zum 31.12.2013 in Höhe von € 48.187.005,00 wurden € 47.606.763,29 mit den Verlustvorträgen zum 31.12.2013 in Höhe von € 66.313.898,36 verrechnet. Somit verbleibt ein Verlustvortrag vor Kapitalschnitt von € 18.707.135,07. Nach dem Kapitalschnitt von 1:3 um € 18.313,284 ergibt sich ein Verlustvortrag zum 31.12.2014 in Höhe von € 393.851,07.
Im Jahr 2016 wurde eine Dividende für das Jahr 2015 in Höhe von 0,07 € je Aktie ausgeschüttet. Insgesamt beläuft sich die Dividendenzahlung bei 9.156.642,00 Aktien auf € 640.964,94.
Der Bilanzgewinn hat sich zum 31.12.2016 wie folgt entwickelt:
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| Gewinnvortrag 1.1.2016 | € 1.235.107,72 |
| Abzüglich Ausschüttung | € 640.964,94 |
| Zuzüglich Jahresüberschuss zum 31.12.2016 | € 3.297.546,45 |
| Bilanzgewinn 31.12.2016 | € 3.891.689,23 |
Die Rückstellungen in Höhe von T€ 1.302 (31.12.2015: T€ 789) betreffen insbesondere Rückstellungen für Rechtsberatung T€ 454 (31.12.2015: T€ 54), Rückstellungen für Boni für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von T€ 295 (31.12.2015: T€ 120), Rückstellungen für die Prüfung des Jahresabschlusses 2016 T€ 108 (31.12.2015: T€ 102), Rückstellungen für bereits erhaltene Ausschüttungen aus Fonds in der Krise T€ 131 (31.12.2015: T€ 129), eine Drohverlustrückstellung für die Untervermietung der Büroräume von T€ 122 (31.12.2015: T€ 234) sowie die Urlaubsrückstellung in Höhe von T€ 151 (31.12.2015: T€ 137).
Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage II zum Anhang) dargestellt.
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Im Berichtsjahr wurden Einzelwertberichtigungen, Pauschalwertberichtigungen in Höhe von pauschal 5% als auch Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von insgesamt T€ 821 gebildet.
Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 661 (Vorjahr: T€ 718) vorgenommen. Die Abschreibungen wurden aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen. Weiterhin erfolgten Zuschreibungen in Höhe von T€ 21 (Vorjahr: T€ 182) aufgrund dauernder Wertsteigerungen.
Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 30 (Vorjahr T€ 47). Sie resultieren aus Aufwendungen für Vorjahre, insbesondere aus der Verwaltergebühr sowie Rechts- und Beratungsaufwendungen.
Im Gegensatz zum Vorjahr handelt es sich bei den periodenfremden Erträgen T€ 101 (Vorjahr: T€ 102) überwiegend um Erstattungen von Rechts- und Beratungskosten aus Klageverfahren der Vorjahre. Im Vorjahr beinhalten die periodenfremden Erträge überwiegend Umsatzsteuererstattungen aus Vorjahren.
V. Sonstige Angaben
Herr Dr. Torsten Teichert ist alleiniger Vorstand der Lloyd Fonds AG.
Er hat die Bereichsverantwortung für sämtliche Geschäftsbereiche.
Der Vorstand ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Die Lloyd Fonds AG hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 27 Mitarbeiter beschäftigt.
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammengesetzt:
- Herr Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Berater (Vorsitzender, bis 20. März 2017)
- Herr Dr. Thomas Duhnkrack, Unternehmensberater (stellvertretender Vorsitzender, ab 20. März Vorsitzender)
- Herr Jens Birkmann, Managing Director der AMA Capital Partners LLC (stellvertretender Vorsitzender ab 20. März 2017)
- Herr Paul M. Leand Jr., CEO der AMA Capital Partners LLC
- Herr Bote de Vries, Managing Director der Finamar B.V.
- Herr Stephen Seymour, Managing Director der Investmentgesellschaft Värde Partners
Herr Prof. Eckhart Dr. Kottkamp ist Mitglied des Aufsichtsrats der Basler AG, Ahrensburg, sowie der KROMI Logistik AG, Hamburg.
Herr Dr. Thomas Duhnkrack ist Mitglied des Aufsichtsrates der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KG aA, Frankfurt, sowie der Deutschen Pfandbriefbank AG, München.
Herr Paul Matison Leand Jr. ist Mitglied folgender anderer gesetzliche zu bildender Aufsichtsräte oder vergleichbarer in- und ausländischer Kontrollgremien:
· Ship Finance International Limited, Hamilton, Bermuda
· Golar LNG Partners LP, Hamilton, Bermuda
· Eagle Bulk Shipping Inc., Majuro, Marshallinseln
· Seadrill Ltd., Hamilton, Bermuda
· North Atlantic Drilling Ltd., Hamilton, Bermuda
· Magenta LLC, Majuro, Marshallinseln
· RGCX Ltd., Mc Allen, USA
Herr Stephen Seymour hat Mandate in den folgenden ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:
· Embrace Group Limited, Birmingham, Vereinigtes Königreich
· Magenta LLC, Majuro, Marshall Islands
· RGCX Ltd., Mc Allen, USA
Herr Bote de Vries ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der Rabobank Krimpenerwaard, Krimpen, Niederlande, Mitglied des Aufsichtsrates des Dutsch Investment Fund for seagoing vessels, Rhoon, Niederlande, Trivire, Dordrecht, Niederlande, des Geistes Versorgungshaus Breburg, Gilze Rijen, Niederlande, der North Atlantic Drilling Ltd., Hamilton, Bermuda sowie der Golden Close Maritime Ltd., Hamilton Bermuda.
Mit Wirkung zum 30. April 2013 hat die Lloyd Fonds AG den Börsenstandard vom Prime-Standard zum Entry-Standard gewechselt.
Für vier (Vorjahr: vier) Schifffahrtsgesellschaften bestehen im Handelsregister eingetragene, jedoch noch nicht eingeforderte Hafteinlagen von insgesamt T€ 2.716 (Vorjahr: T€ 2.716). Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte eine Reduzierung einer Hafteinlage um T€ 725. Der Ausweis erfolgt jedoch gem. § 160 HGB weiterhin in voller Höhe, da ein Nachhaftungszeitraum von 5 Jahren besteht.
Die Gesellschaft hält und verwaltet Kommanditbeteiligungen als Treuhänderin im eigenen Namen für Rechnung verschiedener Treugeber in einem Umfang von T€ 0 (31.12.2015: T€ 981).
Zum 31. Dezember 2016 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den Mietverträgen für die Büroräume von T€ 1.770 (Laufzeit bis zum 30.11.2019, 31.12.2015: T€ 2.377) sowie aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 14 (31.12.2015: T€ 44).
Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus erhaltenen Ausschüttungen der KG- Beteiligungsunternehmen in Höhe von T€ 3.333. Dieser Rückzahlungsanspruch ist rein rechtlicher Natur, da die bereits erhaltenen Ausschüttungen zum Stichtag nicht in voller Höhe durch Gewinne gedeckt sind. Im Geschäftsjahr 2016 wurde dieses Risiko, mit einer Rückstellung von T€ 101 bewertet. Der Vorstand geht davon aus, dass weitere Rückzahlungen für erhaltene Ausschüttungen nicht anfallen.
Zur Sicherstellung der Liquidität hat die Lloyd Fonds AG Patronatserklärungen in unbegrenzter Höhe gegenüber mehreren Tochtergesellschaften abgegeben.
Der Vorstand der Gesellschaft schätzt das Risiko der Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen als sehr gering ein.
In der Anlage III zum Anhang werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hält.
Aus dem am 24. Juni 2010 geschlossenen Vertrag besteht zwischen der Lloyd Fonds AG und der Lloyd Treuhand GmbH eine ertragsteuerliche Organschaft. Weiterhin bestehen mit verbundenen Unternehmen umsatzsteuerliche Organschaften. Hieraus resultieren für die Lloyd Fonds AG Haftungen nach § 73 AO. Am 30. November 2016 wurde eine weitere ertragsteuerliche Organschaft zwischen der Lloyd Fonds AG und der Lloyd Fonds Real Estate GmbH geschlossen.
Angaben nach § 160 (1) Nr. 8 in Verbindung mit § 20 (1) AktG
ACP Fund V LLC, Delaware: USA 49,9%
AMA Capital Partners LLC, New York, USA: 49,9%; 49,9% der Stimmrechte sind AMA Capital Partners LLC gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der ACP Fund V LLC zuzurechnen.
Dr. Torsten Teichert, Hamburg 3,15%.
Schlusserklärung zum Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Abs. 3 AktG:
Bei unser Gesellschaft haben in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr keine berichtspflichtigen Vorgänge vorgelegen.
Aus dem Bilanzgewinn in Höhe von € 3.891.689,23 soll ein Betrag von € 0,16, je Aktie ausgeschüttet werden. Der verbleibende Betrag von € 2.426.626,51 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
VI. Nachtragsbericht
Seit dem 1. März 2017 ist die Lloyd Fonds AG in das neu geschaffene Segment „Scale“ der Deutschen Börse gewechselt, das den bisherigen Entry Standard abgelöst hat.
Holger Schmitz, der seit dem Jahr 2012 als Generalbevollmächtigter bei der Lloyd Fonds AG beschäftigt war, hat das Unternehmen im Frühjahr 2017 verlassen. Zukünftig verantwortet Dr. Teichert als Vorstand den Immobilienbereich.
Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Aufsichtsratsvorsitzender, hat auf der Aufsichtsratssitzung am 20.03.2017 sein Amt niedergelegt. Vorstand und Aufsichtsrat werden zur anstehenden ordentlichen Hauptversammlung einen Kandidaten für die Nachfolge zur Wahl vorschlagen.
Hamburg, 27. März 2017
Der Vorstand
gez. Dr. Torsten Teichert
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 11. April 2017 festgestellt.
Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2016 (Anlage I zum Anhang)
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2016 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Stand am 31.12.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 916.876,12 | 23.770,00 | 0,00 | 0,00 | 940.646,12 |
| Summe immaterielle Wirtschaftsgüter | 916.876,12 | 23.770,00 | 0,00 | 0,00 | 940.646,12 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Einbauten in fremden Grundstücken | 491.019,83 | 2.590,00 | 0,00 | 0,00 | 493.609,83 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.508.325,16 | 9.034,34 | 25.978,66 | 0,00 | 1.491.380,84 |
| Summe Sachanlagen | 1.999.344,99 | 11.624,34 | 25.978,66 | 0,00 | 1.984.990,67 |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.718.670,61 | 0,00 | 1.186.481,98 | 0,00 | 3.532.188,63 |
| Beteiligungen | 11.281.867,32 | 309.932,29 | 447.703,25 | 0,00 | 11.144.096,36 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 20.000,00 | 20.000,00 | |||
| Summe Finanzanlagen | 16.000.537,93 | 329.932,29 | 1.634.185,23 | 0,00 | 14.696.284,99 |
| Summe Anlagevermögen | 18.916.759,04 | 365.326,63 | 1.660.163,89 | 0,00 | 17.621.921,78 |
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| kumulierte Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2016 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Zuschreibungen EUR |
Stand am 31.12.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 911.765,12 | 5.162,00 | 0,00 | 0,00 | 916.927,12 | |
| Summe immaterielle Wirtschaftsgüter | 911.765,12 | 5.162,00 | 0,00 | 0,00 | 916.927,12 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Einbauten in fremden Grundstücken | 453.776,83 | 18.663,00 | 0,00 | 0,00 | 472.439,83 | |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.310.130,76 | 66.768,94 | 25.978,66 | 0,00 | 1.350.921,04 | |
| Summe Sachanlagen | 1.763.907,59 | 85.431,94 | 25.978,66 | 0,00 | 1.823.360,87 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.317.919,86 | 0,00 | 1.023.430,98 | 0,00 | 4.000,00 | 1.290.488,88 |
| Beteiligungen | 9.191.719,90 | 526.933,89 | 204.421,80 | 0,00 | 10.881,52 | 9.503.350,47 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | |||||
| Summe Finanzanlagen | 11.509.639,76 | 526.933,89 | 1.227.852,78 | 0,00 | 14.881,52 | 10.793.839,35 |
| Summe Anlagevermögen | 14.185.312,47 | 617.527,83 | 1.253.831,44 | 0,00 | 13.534.127,34 |
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| Buchwert | ||
|---|---|---|
| Stand am 31.12.2015 EUR |
Stand am 31.12.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 5.111,00 | 23.719,00 |
| Summe immaterielle Wirtschaftsgüter | 5.111,00 | 23.719,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Einbauten in fremden Grundstücken | 37.243,00 | 21.170,00 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 198.194,40 | 140.459,80 |
| Summe Sachanlagen | 235.437,40 | 161.629,80 |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.400.750,75 | 2.241.699,75 |
| Beteiligungen | 2.090.147,42 | 1.640.745,89 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 20.000,00 |
| Summe Finanzanlagen | 4.490.898,17 | 3.902.445,64 |
| Summe Anlagevermögen | 4.731.446,57 | 4.087.794,44 |
Verbindlichkeitenspiegel (Anlage II zum Anhang)
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| davon mit einer Restlaufzeit von | vom Gesamtbetrag | Art und Form der | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag € |
bis zu einem Jahr € |
ein bis fünf Jahre € |
über fünf Jahre € |
sind gesichert € |
Sicherheit | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| (Vorjahr:) | (0,00) | (0,00) | (0,00) | (0,00) | (0,00) | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 106.941,64 | 106.941,64 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| (Vorjahr:) | (217.199,00) | (217.199,00) | (0,00) | (0,00) | (0,00) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| (Vorjahr:) | (1.487.589,90) | (1.487.589,90) | (0,00) | (0,00) | (0,00) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein | ||||||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 352.336,14 | 196.828,17 | 155.507,97 | 0,00 | 0,00 | |
| (Vorjahr:) | (269.663,26) | (196.828,17) | (72.835,09) | (0,00) | (0,00) | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 205.467,33 | 205.467,33 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| (Vorjahr:) | (278.742,38) | (278.742,38) | (0,00) | (0,00) | (0,00) | |
| 664.745,11 | 509.237,14 | 155.507,97 | 0,00 | 0,00 |
Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2016 (Anlage III zum Anhang)
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| Gesellschaft | Anteil am Kapital 2016 | * | Geschäftjahr | Eigenkapital | Jahresergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Air Management GmbH, Offenbach am Main | 50,00% | 2015 | 41.512,78 | 3.160,10 | |
| Beteiligung EMILIA SCHULTE Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2010 | 49.025,89 | 3.486,11 | |
| Beteiligung HENRY SCHULTE Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 29.405,70 | -1.358,97 | |
| Beteiligung MS "ANTONIA SCHULTE" Shipping GmbH, Nordenham | 50,00% | 2015 | 47.904,27 | 16.540,23 | |
| Beteiligung MS CAROLIN SCHULTE Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 34.078,53 | -1.353,80 | |
| Beteiligung MS "FRIDA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2010 | 56.068,85 | 15.641,69 | |
| Beteiligung MS "HELENA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2014 | 29.322,79 | 19.031,98 | |
| Beteiligung MS "JULIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2010 | 59.425,64 | 17.174,38 | |
| Beteiligung MS "LAURA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2010 | 51.608,89 | 14.187,49 | |
| Beteiligung MS "LISA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2011 | 43.288,10 | 14.686,81 | |
| Beteiligung MS "MAXIMILIAN SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2010 | 52.484,25 | 14.171,10 | |
| Beteiligung MS "PATRICIA SCHULTE" Shipping GmbH, Niebüll | 50,00% | 2013 | 51.261,37 | 19.010,24 | |
| Beteiligung MS "SARAH SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 26.322,30 | 16.301,38 | |
| Beteiligung MS "TATIANA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2010 | 52.657,24 | 14.338,67 | |
| Beteiligung MS "VICTORIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2014 | 27.118,04 | 16.524,02 | |
| Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 61.201,13 | 17.762,19 | |
| Dritte Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 30.339,23 | 2.772,14 | |
| Dritte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg | 49,00% | 2015 | 40.506,58 | 2.900,00 | |
| Erste Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | -191.975,50 | 112.872,73 | |
| Erste Lloyd Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 36.631,67 | 3.144,41 | |
| Erste Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 38.343,37 | 11.449,19 | |
| Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Fleesensee GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 35.915,49 | 4.588,41 | |
| Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg | 45,21% | 2015 | 366.194,26 | 171.088,65 | |
| Kalp GmbH, Böel | 45,09% | 2012 | -353.391,49 | -547.203,13 | |
| LF Open Waters Cash GmbH, i.L., Hamburg | 100,00% | 2014 | 16.666,94 | -1.415,44 | |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben GmbH, Kufstein / Österreich | 50,00% | 2015 | 114.458,07 | 96.408,79 | |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben II. GmbH, Kufstein / Österreich | 50,00% | 2015 | 97.843,79 | 79.749,56 | |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben III. GmbH, Kufstein / Österreich | 50,00% | 2015 | 203.585,68 | 185.602,69 | |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben IV. GmbH, Kufstein / Österreich | 50,00% | 2015 | 110.575,40 | 92.533,45 | |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben V. GmbH, Kufstein / Österreich | 50,00% | 2015 | 115.823,45 | 98.195,89 | |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VI. GmbH, Kufstein / Österreich | 50,00% | 2015 | 57.939,48 | 40.344,51 | |
| Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII. GmbH, Kufstein / Österreich | 50,00% | 2015 | 66.815,97 | 48.843,88 | |
| Verwaltung Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VIII GmbH | 100,00% | 2015 | 51.016,33 | 21.977,80 | |
| Lloyd Fonds Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100,00% | 2014 | 28.112,12 | 2.410,47 | |
| Verwaltung MS "BAHAMAS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 41.000,53 | 15.966,81 | |
| MS "BAHIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg | 0,37% | 2014 | 5.325.514,04 | -2.437.588,28 | |
| MS "BENITO" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg | 0,37% | 2014 | 6.424.728,11 | -1.724.166,90 | |
| SAPIAN GmbH & Co. KG, Hamburg | 50,00% | 2014 | -1.351,13 | -3.136,84 | |
| SIATON GmbH & Co. KG, Hamburg | 50,00% | 2008 | -442.523,03 | -522.786,24 | |
| SILAGO GmbH & Co. KG, Hamburg | 50,00% | 2009 | -361.942,76 | -96.054,53 | |
| SIMARA" GmbH & Co. KG, Hamburg | 50,00% | 2009 | -361.258,31 | -95.370,27 | |
| SUBIC GmbH & Co. KG, Hamburg | 50,00% | 2014 | 1.287,40 | -1.353,81 | |
| Verwaltung MS "THIRA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2012 | 2.808,10 | -616,66 | |
| Verwaltung MS "TOSA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2011 | 40.166,26 | 15.013,10 | |
| Verwaltung "Air Fuhlsbüttel/ Air Finkenwerder" Flugzeugfonds GmbH | 100,00% | 2015 | 32.772,74 | 2.305,90 | |
| Verwaltung "BAVARIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 41.674,12 | -1.324,30 | |
| Verwaltung "CHEMTRANS RAMSEY" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 11.623,31 | -903,51 | |
| Verwaltung "CHEMTRANS ROY" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 5.751,41 | -468,82 | |
| Verwaltung "CHEMTRANS RYE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 3.911,85 | -1.342,55 | |
| Verwaltung "COLONIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 70.868,64 | 10.975,95 | |
| Verwaltung der Lloyd Fonds Gesellschaft für Immobilienbeteiligungen mbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 25.771,19 | 15,42 | |
| Verwaltung Global Partnership I GmbH, Aschheim | 50,00% | 2015 | 69.981,30 | 34.504,83 | |
| Verwaltung LF Immobiliengesellschaft mbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 38.716,19 | 1.217,18 | |
| Verwaltung LF-Flottenfonds GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 42.259,39 | 1.684,31 | |
| Verwaltung LloFo Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 23.995,30 | 1,06 | |
| Verwaltung Lloyd Fonds Air Portfolio III GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 34.703,16 | 3.215,35 | |
| Verwaltung Lloyd Fonds Immobilienportfolio Hamburg/ Sylt GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 39.904,28 | 6.206,48 | |
| Verwaltung Lloyd Fonds Immobilienportfolio Köln GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 33.563,18 | 7.828,84 | |
| Verwaltung MS "ADRIAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2013 | 89.086,27 | 21.935,47 | |
| Verwaltung MS "ALMATHEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 30.639,14 | 6.523,32 | |
| Verwaltung MS "BENITO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 40.619,26 | 3.047,75 | |
| Verwaltung MS "BAHIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 40.637,58 | 3.038,85 | |
| Verwaltung MS "BARBADOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 32.586,37 | 7.519,84 | |
| Verwaltung MS "BERMUDA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 32.687,86 | 7.587,47 | |
| Verwaltung MS "BONAIRE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 32.608,24 | 7.512,88 | |
| Verwaltung MS "CCNI ARAUCO" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 51,00% | 2015 | 4.351,70 | -217,74 | |
| Verwaltung MS "CHICAGO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 32.294,19 | 7.210,50 | |
| Verwaltung MS "CHRISTIANE SCHULTE" GmbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 20.200,02 | -4.799,98 | |
| Verwaltung MS "COMMANDER" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2011 | 46.292,60 | -1.421,75 | |
| Verwaltung MS "DELOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 104.237,52 | 94.259,98 | |
| Verwaltung MS "LLOYD DON PASCUALE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 31.328,56 | 6.328,56 | |
| Verwaltung MS "FERNANDO" Schifffahrtsgeselllschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 21.963,22 | -21.868,97 | |
| Verwaltung MS "LAS VEGAS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 32.570,19 | 7.507,30 | |
| Verwaltung MS "LLOYD DON CARLOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 30.751,49 | 5.751,49 | |
| Verwaltung MS "LLOYD DON GIOVANNI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 30.314,08 | 5.314,08 | |
| Verwaltung MS "LLOYD EUROPA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Burg | 50,00% | 2015 | 60.655,37 | 14.565,20 | |
| Verwaltung MS "LLOYD PARSIFAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 31.356,86 | 6.356,86 | |
| Verwaltung MS "MANHATTAN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2010 | 39.824,86 | 14.661,02 | |
| Verwaltung MS "MEMPHIS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 32.313,41 | 7.215,86 | |
| Verwaltung MS "METHAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 88.265,07 | -1.286,11 | |
| Verwaltung MS "MIAMI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 45.149,15 | 20.133,53 | |
| Verwaltung MS "NATAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 44.119,58 | 19.064,27 | |
| Verwaltung MS "NELSON" Schifffahrtsgesellschaft mbh, Hamburg | 50,00% | 2015 | 44.092,81 | 19.057,40 | |
| Verwaltung MS "NEWARK" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 45.207,63 | 20.201,28 | |
| Verwaltung MS "NORDPACIFIC" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 21.562,20 | -2.161,48 | |
| Verwaltung MS "NORO" Schifffahrtsgesellschaft mbh, Hamburg | 50,00% | 2015 | 45.359,24 | 20.127,31 | |
| Verwaltung MS "SAN ANTONIO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 20.318,29 | -35.851,84 | |
| Verwaltung MS "SAN PABLO" Schifffahrtsgesellschaft mbh, Hamburg | 50,00% | 2015 | 21.024,43 | -26.718,73 | |
| Verwaltung MS "SAN PEDRO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 20.967,04 | -26.723,93 | |
| Verwaltung MS "SAN RAFAEL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 21.031,24 | -26.720,09 | |
| Verwaltung MS "SAN VICENTE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 20.253,70 | -35.852,51 | |
| Verwaltung MS "Saxonia" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 10.230,95 | -19.601,55 | |
| Verwaltung MS "Scandia" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2012 | 28.731,56 | 4.466,76 | |
| Verwaltung MS "Scotia" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 108.923,61 | -12.336,03 | |
| Verwaltung "MS Sophie" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 31.341,12 | 5.786,18 | |
| Verwaltung MS "VEGA FYNEN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2014 | 96.754,90 | 16.718,21 | |
| Verwaltung MS "VEGA GOTLAND" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2012 | 70.245,46 | 11.673,95 | |
| Verwaltung MS "VIRGINIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2012 | 40.698,85 | 15.698,85 | |
| Verwaltung MS "Wehr Blankenese" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2014 | 28.887,29 | 3.887,29 | |
| Verwaltung MS "Wehr Elbe" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2013 | 27.547,09 | 3.114,40 | |
| Verwaltung MS "Wehr Koblenz" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2014 | 45.745,92 | 20.181,33 | |
| Verwaltung MS "Wehr Nienstedten" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2010 | 26.009,73 | 910,15 | |
| Verwaltung MS "Wehr Schulau" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 32.792,87 | 3.905,58 | |
| Verwaltung MS "Wehr Weser" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2013 | 27.473,05 | 3.128,12 | |
| Verwaltung MT "AMERICAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 49.970,69 | 24.614,18 | |
| Verwaltung MT "ATHENS STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 68.103,60 | 20.161,01 | |
| Verwaltung MT "CANADIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 50.052,37 | 24.959,57 | |
| Verwaltung MT "CARIBBEAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 35.921,77 | 9.994,85 | |
| Verwaltung MT "CHEMTRANS RHINE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 8.847,64 | -779,57 | |
| Verwaltung MT "Green Point" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 32.122,63 | 6.571,63 | |
| Verwaltung MT "HAMBURG STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 44.264,66 | 19.200,28 | |
| Verwaltung MT "LONDON STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 44.661,64 | 19.283,55 | |
| Verwaltung MT "MEXICAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 46.941,55 | 21.137,36 | |
| Verwaltung MT "NEW YORK STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 77.653,05 | 19.358,40 | |
| Verwaltung MT "ST. JACOBI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 36.911,33 | -1.624,33 | |
| Verwaltung MT "TAPATIO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 700,70 | -20.738,03 | |
| Verwaltung MT "TEAM JUPITER" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 32.773,73 | 2.520,72 | |
| Verwaltung MT "TEAM NEPTUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 34.745,10 | 2.520,72 | |
| Verwaltung SUBIC/SAPIAN GmbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 21.855,11 | 87,75 | |
| Verwaltung Windpark COPPANZ GmbH, Hamburg | 75,00% | 2015 | 33.175,10 | -821,65 | |
| Vierte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg | 49,00% | 2015 | 39.639,83 | 2.995,27 | |
| Zweite Beteiligung MS "ANNINA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 33.225,57 | -7.600,69 | |
| Zweite Beteiligung MS "MARIA SCHULTE" Shipping GmbH, Niebüll | 50,00% | 2014 | 29.909,85 | 14.727,38 | |
| Zweite Beteiligung MS "PHILIPPA SCHULTE" Shipping GmbH, Niebüll | 50,00% | 2014 | 65.810,74 | 14.716,83 | |
| Zweite Beteiligung MS "SOFIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 37.053,69 | -7.599,88 | |
| Zweite Beteiligung MS "VALENTINA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg | 50,00% | 2015 | 34.687,07 | -7.585,92 | |
| 2. Lloyd Fonds Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 28.292,64 | -691,59 | |
| Zweite Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 35.916,77 | 2.863,92 | |
| Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Hotelportfolio GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 39.982,88 | 6.185,13 | |
| Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg | 100,00% | 2016 | 2.984.819,74 | 0,00 | |
| Lloyd Shipping GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 835.082,10 | 348.839,68 | |
| TradeOn GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | -8.061.047,45 | -256.926,00 | |
| Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 956.511,40 | 180.145,67 | |
| Lloyd Fonds Special Assets GmbH, Hamburg | 100,00% | 2015 | 63.258,96 | 27.062,76 | |
| Lloyd Fonds UK VIII Limited | 100,00% | 2015 | 97.440,96 | 31.836,76 | |
| Fünfte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH | 100,00% | 2015 | 38.447,59 | 2.735,89 | |
| Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Leipzig Nikolaikirche GmbH | 100,00% | 2015 | 33.948,53 | 1.504,12 | |
| PPA Beteiligungsgesellschaft mbH | 100,00% | 2015 | -2.046.196,58 | -85.688,49 | |
| Verwaltung Lloyd Fonds A380 Flugzeugfonds GmbH | 100,00% | 2015 | 39.172,28 | 2.975,96 | |
| Lloyd Fonds Consulting GmbH | 100,00% | 2015 | 4.375,33 | -266.162,39 | |
| Verwaltung Lloyd Fonds Bremen Domshof GmbH | 100,00% | 2015 | 28.749,18 | 1.022,96 | |
| Lloyd Fonds Management GmbH | 100,00% | 2015 | 31.431,49 | -8.213,25 | |
| OCEAN Multipurpose Verwaltungsgesellschaft mbH | 50,00% | 2015 | 39.346,56 | 7.522,24 | |
| LFS Tanker Portfolio I Verwaltung GmbH | 100,00% | 2015 | 23.369,95 | -1.630,05 | |
| LFS Container Portfolio I Verwaltung GmbH | 100,00% | 2015 | 23.371,05 | -1.628,95 | |
| LFS Container Portfolio II Verwaltung GmbH (ab 2/2016 Lloyd Fonds Wohnungsbau GmbH) | 100,00% | 2015 | 23.371,05 | -1.628,95 | |
| Verwalung LF Immobiliengesellschaft mbH | 100,00% | 2015 | 38.716,19 | 1.217,18 | |
| RIT Real Invest Immobilien-AG | 50,00% | 1) | 2016 | Es liegen noch keine Werte vor | |
| Lloyd Wohnwert GmbH & Co. KGaA | 100,00% | 1) | 2016 | Es liegen noch keine Werte vor | |
| 1.) Gesellschaft wurde in 2016 gegründet | |||||
| Kurs GBP | 0,8562 | ||||
| Kurs USD | 1,0541 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016
Geschäftstätigkeit
Die Lloyd Fonds AG ist ein innovativer Investment- und Assetmanager für sachwertbasierte Kapitalanlagen. Das Unternehmen ist seit dem Jahr 2005 an der Börse notiert und war seit April 2013 im Entry Standard der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet. Im März 2017 ist die Lloyd Fonds AG in das neu geschaffene “Scale” der Deutschen Börse gewechselt, das den bisherigen Entry Standard abgelöst hat.
Gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen entwickelt, vertreibt und managt die Lloyd Fonds AG sachwertbasierte Investitionen für institutionelle Investoren und Privatanleger. Die Lloyd Fonds AG bietet dabei die gesamte Wertschöpfungskette an – von der Identifizierung zukunftsfähiger Assets, deren Strukturierung zu profitablen Investments sowie das langfristige wertsteigernde Management bis hin zum erfolgreichen Assetverkauf im Sinne der Investoren. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot konzentriert sich dabei auf die beiden Kerngeschäftsbereiche Investment- und Assetmanagement.
Aufgrund der über 20-jährigen Marktzugehörigkeit verfügt das Unternehmen über ein umfassendes internationales Netzwerk an Partnern und einen exzellenten Marktzugang, der es dem Unternehmen erlaubt, Markttrends zu identifizieren und erstklassige Produkte für seine Anleger anzubieten.
Mit der Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA gründete die Lloyd Fonds AG im Jahr 2016 beispielsweise die deutschlandweit erste kapitalmarktorientierte Wohnungsgesellschaft über die vorwiegend institutionelle Anleger in den wachsenden Markt des staatlich geförderten und bezahlbaren Wohnungsbaus investieren können.
Bisher hat die Lloyd Fonds AG über 100 Investments in Sachwerte umgesetzt, mit denen ein Gesamtvolumen von rund 5 Mrd. € finanziert wurde.
Organisation und Führungsstrukturen
Als börsennotiertes Unternehmen wird die Geschäftstätigkeit der Lloyd Fonds AG durch den Aufsichtsrat kontrolliert. Mit Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2016 lief die Amtszeit von Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Dr. Thomas Duhnkrack, Paul M. Leand Jr., Jens Birkmann sowie Stephen Seymour turnusgemäß ab. Alle fünf wurden für weitere fünf Jahre in den Aufsichtsrat gewählt.
Bei der an die ordentliche Hauptversammlung anschließenden Aufsichtsratssitzung wurden Herr Prof. Dr. Kottkamp als Vorsitzender und Herr Dr. Duhnkrack als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG bestätigt.
Im ersten Halbjahr 2016 hat die Lloyd Fonds AG die Unternehmensleitung erweitert. Herr Klaus M. Pinter wurde zum Generalbevollmächtigten des Unternehmens berufen und verantwortet nunmehr die Aktivitäten im Schifffahrtsbereich. Herr Holger Schmitz verantwortete als weiterer Generalbevollmächtigter den Bereich Immobilien. Er hat das Unternehmen im Frühjahr 2017 verlassen. Zukünftig verantwortet Herr Dr. Teichert als Vorstand den Immobilienbereich.
Herr Klaus M. Pinter arbeitete von 2006 bis 2015 in verschiedenen leitenden Positionen bei der Commerzbank. Zuletzt hatte er dort mit der Hanseatic Ship Asset Management GmbH eine sehr erfolgreiche Schifffahrtsplattform aufgebaut. Als Geschäftsführer managte er eine Flotte von 18 Containerschiffen und Bulkern.
Die leitenden Positionen unterhalb der Unternehmensleitung sind mit erfahrenem Management besetzt. Die Unternehmenskultur der Lloyd Fonds-AG ist durch flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege geprägt. Per 31. Dezember 2016 waren 28 (Vj: 24) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.
Rechtliche Struktur
Die Lloyd Fonds AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft, die im Scale Segment im Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet ist und ihr operatives Geschäft zusammen mit mehreren Tochtergesellschaften abbildet.
Planungs- und Steuerungssysteme
Das Unternehmen verfügt über ein internes Planungs- und Steuerungssystem, das es ermöglicht, auf Veränderungen des Marktes und des Umfelds zeitnah und effizient reagieren zu können. Abweichungen von strategischen und operativen Zielen werden so erkannt und entsprechende Adjustierungsaktivitäten eingeleitet.
Wesentlicher Bestandteil des internen Steuerungssystems ist das ausführliche Berichts- und Informationswesen. Eine mehrjährige Unternehmensplanung, die im Rahmen eines rollierenden Systems den sich verändernden Bedingungen angepasst wird, bildet die Grundlage für die Finanzplanung. Diese integriert die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Liquiditätsentwicklung. Im Rahmen von monatlichen Berichten wird der Vorstand der Lloyd Fonds AG in einem Plan-Ist-Vergleich über alle relevanten Kennzahlen informiert. Kommt es zu wesentlichen Abweichungen, wird dies unverzüglich an die entsprechenden Entscheidungsträger kommuniziert.
Das Unternehmensergebnis bildet die zentrale Steuerungsgröße der Lloyd Fonds AG. Im Berichtsjahr konnte die Lloyd Fonds AG ein positiven Jahresüberschuss von 3,3 Mio. € erwirtschaften. Nach dem Vorjahresergebnis von 1,4 Mio. € ist dies das zweite Jahr in Folge mit einer Verdopplung des Jahresergebnisses.
Grundlage einer soliden und nachhaltigen Planung sind darüber hinaus eine angemessene Eigenkapitalausstattung sowie das Vorhalten ausreichender Liquidität im Unternehmen über einen angemessenen Planungszeitraum. Zum 31.12.2016 verfügte das Unternehmen über eine komfortable Liquiditätsausstattung von 2,8 Mio. € (Vj.: 2,7 Mio. €).
Um frühzeitig unternehmensgefährdende Entwicklungen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, verfügt die Lloyd Fonds AG über ein softwaregestütztes Risikomanagementsystem.
Das Unternehmen erstellt halbjahresweise Risikoberichte, die durch den verantwortlichen Risikomanager erhoben, bewertet und plausibilisiert werden. Die Risikoberichte werden an den Vorstand berichtet und von ihm geprüft.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld
Internationale Wirtschaftsentwicklung
Die globale Wirtschaft entwickelte sich im Jahr 2016 weniger dynamisch als erwartet. Insgesamt haben sich die Aussichten für die Weltwirtschaft aber aufgehellt. In den USA hat sich die Wirtschaft weiter erholt und die Konjunktur wieder belebt. Wichtigste Stütze für die Expansion waren neben den privaten Konsumausgaben auch die gestärkten Exporte. Auch in Japan setzte sich der Aufschwung moderat fort: Auch in Japan setzte sich der Aufschwung moderat fort: Im vierten Quartal 2016 nahm das BIP um 0,2 % zu. Das Wachstum in China schwächte sich tendenziell weiter ab, bleibt aber vergleichsweise hoch. Im Euroraum setzte sich die moderate Wirtschaftsentwicklung ebenfalls fort, alle Länder konnten im dritten Quartal 2016 ein Wachstum verzeichnen. Die großen rohstoffexportierenden Länder Brasilien und Russland dürften allmählich ihre Rezession verlassen. Laut OECD betrug das weltweite Wachstum im Jahr 2016 rund 3%.
Wirtschaftsentwicklung in Deutschland
Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin auf einem Wachstumskurs. Im Jahr 2016 ist das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 % und damit so stark wie seit 2011 nicht mehr gestiegen. Im Jahr 2017 soll das Wachstum um 1,4 % zulegen. Die Konjunktur entwickelte sich insbesondere in den eher binnenwirtschaftlich getriebenen Dienstleistungsbereichen positiv. Zusätzliche Impulse für die Konjunktur gingen von der gestiegenen Nachfrage durch die Flüchtlingsmigration insbesondere nach Wohnraum aus, wovon die Bauwirtschaft maßgeblich profitieren dürfte. Die Aufträge im Wohnungsbau stiegen allein im September 2016 um 14,1 %. Insbesondere in den Ballungsgebieten wird bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt. Angesichts des Mangels an bezahlbarem Wohnraum und des gleichzeitigen Bevölkerungszuwachs in den Städten wird der Bau bezahlbarer Wohnungen durch Länder und Kommunen vorangetrieben.
Marktentwicklung Immobilien
Angesichts solider Wirtschaftsdaten und niedriger Finanzierungskosten konnte die Immobilienwirtschaft in Deutschland im Berichtsjahr erneut auf ein positives Jahr zurückblicken. Im Gewerbeimmobiliensegment wurde im Jahr 2016 ein Transaktionsvolumen von rund 52,9 Mrd. € in Deutschland erreicht und stellt damit wiederum einen Spitzenwert dar. Die Verknappung des Immobilienangebotes führte jedoch zu einem leichten Rückgang des Transaktionsvolumens. Dominiert haben erneut die Büroimmobilien mit einem Transaktionsvolumen von rund 23,8 Mrd. €. Ebenfalls weiter zugenommen hat die Attraktivität von Hotelimmobilien für Investoren, das Transaktionsvolumen erhöhte sich um rund 20 % und erreichte mit rund 4,5 Mrd. € im Berichtszeitraum ein neues Rekordniveau (2015: rund 3,5 Mrd. €).
In Deutschland besteht aufgrund des anhaltenden Zuzugs in Ballungsgebiete, vor allem in den größeren Städten wie Hamburg und Berlin, ein enormer Bedarf an öffentlich geförderten sowie bezahlbaren Wohnungen. Um den Wohnraumbedarf zu decken, müssen bis 2023 jährlich, laut einer Studie der bulwiengesa AG, deutschlandweit gut 390.000 Wohnungen gebaut werden. Das Transaktionsvolumen von Wohnimmobilien betrug 2016 rund 13,7 Mrd. € und stellt damit nach Büro- und Einzelhandelsimmobilien die drittstärkste Asset-Klasse dar.
In den Niederlanden gibt es auch weiterhin nur wenige Hinweise darauf, dass sich die Immobilienwirtschaft erholt. Der Büromarkt leidet noch immer unter der Rezession der vergangenen Jahre. Lediglich an wenigen einzelnen Standorten ist im letzten Jahr eine leichte Belebung festzustellen.
Marktentwicklung Schifffahrt
Im vergangenen Jahr setzte sich die Schifffahrtskrise fort. Die Branche leidet nach wie vor an Überkapazitäten, die Frachtraten sind auf einem Rekordtief bei einem gleichzeitig schwächelnden Welthandel. Auch der Charterratenindex notiert auf einem Langzeittief. Gleichzeitig werden noch sogenannte ULCSs (Ultra-Large-Container-Ship) ausgeliefert, die die Überkapazitäten weiter vergrößern. Durch Kaskadeneffekte breitet sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auch auf andere Segmente mit kleineren Schiffsgrößen aus. In diesem Marktumfeld ist die Zahl der beschäftigungslos aufliegenden Containerschiffe erneut deutlich gestiegen.
Im Bereich der Tankermärkte machte sich das zusätzliche Transportangebot durch Tankerablieferungen in insgesamt nachgebenden Raten bemerkbar. Im historischen Verlauf befanden sich die Raten im Jahresdurchschnitt allerdings noch auf einem moderaten Niveau – bei insgesamt sehr volatilen Märkten. Die Hochrechnungen von Clarkson ergaben für das Jahr 2016 einen vergleichsweise kräftigen Anstieg der Nachfrage nach Tankertransporten um ca. 2,8 %. Dabei machten sich insbesondere der weiterhin niedrige Ölpreis, das Wiedererstarken des Handels Naher Osten-USA sowie eine robuste Nachfrage Chinas bemerkbar. Allerdings wuchs auch das Transportangebot insbesondere in den größeren Segmenten der VLCC- und Suezmax-Tanker. Viele der seit 2013 bestellten Tankschiffe wurden im vergangenen Jahr ausgeliefert. Der starke Kapazitätsanstieg hatte insbesondere in den Sommermonaten einen deutlichen Rückgang der Charterraten zur Folge.
Marktentwicklung Flugzeuge
Die Luftverkehrsbranche ist ein sich stetig entwickelndes Marktsegment mit langfristigem Wachstumstrend. Das Marktwachstum wird besonders von den Zuwächsen im Passagiersegment getragen. Im Jahr 2016 stieg die Nachfrage im Passagierbereich und die Kapazitätsauslastung um rund 6 %. Hauptwachstumstreiber sollen dabei wiederum die Regionen Mittlerer Osten und Asien-Pazifik sein.
Marktentwicklung Private Equity
Für das Jahr 2016 wird auch in den Private-Equity-Märkten bei einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft erneut eine stabile Marktentwicklung mit attraktiven Rückflüssen erwartet. Die Vielzahl an möglichen Investitionen sollte zahlreiche Opportunitäten für Investoren bieten.
Marktentwicklung Britische Kapitallebensversicherungen
Die Profitabilität der weltweiten Lebensversicherungsbranche blieb auch im Jahr 2016 weiter unter Druck. Der britische Versicherungssektor ist allerdings gut kapitalisiert und robust genug, um wirtschaftlichen Krisen standzuhalten. Standard & Poor’s schätzt deshalb den britischen Versicherungssektor gegenüber den Brexit-Folgen als weniger exponiert ein, als den Rest des britischen Finanzsektors. Laufende Herausforderungen sind das eher geringe Prämienwachstum in vielen Märkten und die anhaltend niedrigen Zinsen.
Kapitalmarktentwicklung
Als Anbieter von Kapitalanlageprodukten in Real Assets für sowohl institutionelle Investoren als auch private Anleger profitiert die Lloyd Fonds AG von einer Branchendynamik, die durch das Wachstum institutioneller Vermögenswerte und eine steigende Asset Allocation zu alternativen Investments geprägt ist. Das niedrige Zinsniveau, gekoppelt mit nach wie vor volatilen Finanzmärkten, erschwert es institutionellen Investoren, mit klassischen Eigenkapital- und Anleiheanlagestrategien hohe Renditen wie in den Vorkrisenjahren bei einem gleichzeitig vertretbaren Risiko-Rendite-Verhältnis zu erwirtschaften. Vor diesem Hintergrund haben Staats- und Pensionsfonds sowie andere Assetmanager daher ihr Investment in alternative Anlageformen deutlich erhöht und planen das Investitionsvolumen in Sachwerte bis 2020 auf 2,5 Billionen US-$ zu verdoppeln (2013: 1,4 Billionen US-$).
Auch Fidelity rechnet in einer im Dezember 2016 veröffentlichten Studie mit einem starken Investmentfokus auf Alternative Assets. Die Umfrage wurde unter 933 institutionellen Anlegern in 25 Ländern durchgeführt, die ein Vermögen von 21 Billionen US-$ investiert. 72 % dieser weltweit befragten Anleger gaben an, dass sie ihre Investments in Sachwertanlagen in den nächsten zwei Jahren erhöhen wollen.
In Europa wird dabei der deutsche Immobilieninvestmentmarkt für Anleger aufgrund des Niedrigzinsumfeldes attraktiv bleiben. Insbesondere ausländische institutionelle Anleger sind sehr aktiv in diesem Markt. Die Ratingagentur Scope prognostiziert insbesondere für deutsche Wohnimmobilien als risikostabilisierende Beimischung in das Portfolio weiterhin eine positive Nachfrage.
Im Markt für private Anleger in Deutschland konnte sich das geplante Eigenkapitalvolumen der Publikums AIF’s gegenüber dem Vorjahr nicht erhöhen, die Anzahl der 2016 emittierten Fonds war sogar rückläufig. Positive Impulse lieferten auch hier die Immobilienfonds, die zu über 70 % das Emissionsgeschehen dominierten.
Für alle neuen Kapitalanlagen bestehen aktuell mehrere Herausforderungen: Die Zinsen befinden sich weiterhin auf einem historischen Tiefstand. Dies hat zu massiven Preissteigerungen bei vielen Assets geführt, gleichzeitig sind immer weniger Verkäufer heute noch bereit, ihre guten Assets zu verkaufen. In der Folge steigt der Margendruck bei Neu-Investments, da die Rendite bei guten Assets immer weiter gesunken ist.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Wesentliche Ereignisse 2016
Transaktionen mit institutionellen Investoren
Im Berichtszeitraum hat die Lloyd Fonds AG die “Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA” gegründet. Sie etabliert damit deutschlandweit die erste kapitalmarktorientierte Wohnungsgesellschaft, über die vorwiegend institutionelle Anleger in den wachsenden Markt des staatlich geförderten Wohnungsbaus investieren können.
Ordentliche Hauptversammlung 2016
Auf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 am 20. Juli 2016 begrüßten Vorstand und Aufsichtsrat die Aktionärinnen und Aktionäre der Lloyd Fonds AG in Hamburg. Die Hauptversammlung beschloss u. a. die Wiederwahl der Herren Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Dr. Thomas Duhnkrack, Paul M. Leand Jr., Jens Birkmann sowie Stephen Seymour für weitere fünf Jahre in den Aufsichtsrat. Darüber hinaus informierte der Vorstand die Aktionäre ausführlich über die Lage des Unternehmens.
Dividendenzahlung
Auf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre mit einer Quote von 99,98 Prozent dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand zu, eine Dividende von 0,07 € je Aktie auszuzahlen.
Ergebnisabführungsvertrag mit der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH und außerordentliche Hauptversammlung
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 30. November 2016 stimmten die Aktionäre bei einer Präsenz von rund 30 Aktionärinnen und Aktionären und 67,4 % des stimmberechtigten Grundkapitals dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages mit der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH zu.
Dieser wurde am 8. Dezember 2016 in das Handelsregister der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH eingetragen, so dass er mit Wirkung zum 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist. Der Ergebnisabführungsvertrag hat eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren und bewirkt eine Besteuerung der Erträge der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH auf Ebene der Lloyd Fonds AG.
Entwicklung in den Assetklassen
Immobilien
Im Bereich Immobilien managt die Lloyd Fonds AG zum Stichtag 12 Immobilienfonds mit einem ursprünglichen Investitionsvolumen von rund 420 Mio. €. Die Fondsimmobilien befinden sich in Deutschland und in den Niederlanden. Bisher wurden Objekte aus zwei Immobilienfonds erfolgreich veräußert. Die beiden Fondsgesellschaften befinden sich nun in der Liquidation. Das Portfolio aus aktuell fünf Deutschlandfonds und fünf Investments in den Niederlanden umfasst eine Mietfläche von rund 144.000 Quadratmetern, die an rund 40 Mieter vermietet sind. Schwerpunkt der Investitionen sind Büro- und Hotelinvestments mit einem Anteil von 62 bzw. 37 % der Mietfläche. Rund 1 % der Gesamtfläche ist an vier Einzelhandelsmieter vermietet.
Bisher hat die Lloyd Fonds AG vier Hotelfonds mit insgesamt sechs Hotels für Investoren strukturiert und platziert. Das Investitionsvolumen dieses Portfolios betrug rund 150 Mio. €. Die sechs Hotels hatten zusammen rund 1.400 Zimmer und eine Mietfläche von über 70.350 Quadratmetern. Die Lloyd Fonds AG hat bei der Strukturierung der Hotelfonds auf solide Betreiber mit innovativen Nutzungskonzepten, zentrale Lagen und vor allem langfristige Miet-/Pachtverträge von mindestens 20 Jahren gesetzt. Betreiber der Hotels sind an die Motel One-Gruppe, die TUI AG und die Lindner AG.
Die Preise für Hotelimmobilien sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Da nicht auszuschließen ist, dass zukünftig ein noch stärkerer Verdrängungswettbewerb um Gäste stattfindet und die Preise für Hotelimmobilien wieder fallen werden, hat das Fondsmanagement entschieden, die Anleger des Fonds “Moderne Großstadthotels” über den Verkauf der beiden Fondsimmobilien abstimmen zu lassen. Die Anleger des Fonds hatten mit 94 % dafür gestimmt, die Hotelimmobilien bereits zum jetzigen Zeitpunkt zu verkaufen. Die Fondsimmobilien, zwei von MotelOne betriebene Hotels in Berlin und Nürnberg, wurden daraufhin im Juni 2016 an die MotelOne –Gruppe zum 19,8-fachen der Jahresnettomiete veräußert. Ursprünglich wurden die beiden Hotels zum 14,6-fachen erworben.
Durch den erfolgreichen Verkauf der beiden Fondsimmobilien erhielten die Anleger zusammen mit den bisher gezahlten regelmäßigen Auszahlungen in Höhe von insgesamt rund 41 % einen Kapitalrückfluss von 189 % vor Steuern. Bezogen auf die Laufzeit von durchschnittlich rund 7,5 Jahren ergab dies eine jährliche Rendite von rund 11 % vor Steuern.
Insgesamt leistete das Immobilienportfolio im Jahr 2016 Auszahlungen in Höhe von rund 10 Mio. € an die Investoren, trotz des nach wie vor unter der Krise leidenden Büromarktes in den Niederlanden, der bei vier der insgesamt fünf niederländischen Investments zu reduzierten Auszahlungen führte sowie reduzierten Auszahlungen aus drei Fonds aufgrund des Aufbaus von Liquiditätsrücklagen für Ersatzvornahmen zur Mängelbeseitigung und einer zu erfolgenden Nachvermietung. Die erfolgten Auszahlungen inkl. der Veräußerungserlöse aus dem Verkauf der beiden Fondsimmobilien in Berlin und Nürnberg entsprechen rund 6 % bezogen auf das investierte Eigenkapital. Im Fonds Bremen Domshof wurde eine um einen Prozentpunkt erhöhte Auszahlung getätigt.
Nach intensiver Vorbereitung hat die Lloyd Fonds AG im Dezember 2016 die Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA gegründet. Sie hat damit deutschlandweit die erste kapitalmarktorientierte Wohnungsgesellschaft etabliert, über die Anleger in den wachsenden Markt des staatlich geförderten Wohnungsbaus investieren können. Die Gesellschaft ist als Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) strukturiert, bei der die Aktionäre als Kommanditaktionäre und die Lloyd Fonds AG als Eigentümerin der geschäftsführenden Komplementärin fungiert.
Ziel der Gesellschaft ist es, in den kommenden Jahren über Kapitalerhöhungen ein attraktives Portfolio aus Immobilienobjekten im Segment des geförderten Wohnungsbaus mit einer langfristigen Haltestrategie aufzubauen und so ein deutschlandweit aktives Wohnungsbauunternehmen zu etablieren. Dabei werden die Investments maßgeblich in Metropolregionen stattfinden, in denen der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum angesichts wachsender Bevölkerungszahlen und steigender Wohnungs- und Mietpreise besonders groß ist. Als Kooperationspartner zunächst für das Vermietungsmanagement für von der Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA erworbene oder erstellte Objekte hat die Lloyd Fonds AG die Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg mbH (steg) gewinnen können.
Ende November 2016 hat eine Objektgesellschaft aus dem Lloyd Fonds-Konzernverbund bereits einen Kaufvertrag über ein erstes Objekt abgeschlossen. Das im Jahr 2006 gebaute Gebäude in Hamburg-Tonndorf liegt in unmittelbarer Nähe des bekannten Medienunternehmens “Studio Hamburg” und umfasst 22 geförderte Wohnungen sowie einige kleinere Geschäfte. Der Kaufpreis liegt bei über 3 Mio. €.
Schifffahrt
Die Lloyd Fonds AG investiert seit ihrer Unternehmensgründung im Jahr 1995 in die Schifffahrt. Die gemanagte Flotte umfasste per 30.12.2016 insgesamt 32 Schiffe, darunter 20 Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von bis zu 8.500 TEU, 9 Produkten- und Rohöltanker und 3 Multipurpose-Schiffe, die alternativ insbesondere für die weltweite Fahrt von Anlagen- und Projektladungen und als Containerschiffe einsetzbar sind. Zudem managt das Schifffahrts-Team drei Zweitmarktfonds für Schiffsbeteiligungen.
Durch die nach wie vor herausfordernde Lage insbesondere in der Containerschifffahrt fokussierte sich das Assetmanagement im Bereich Schifffahrt auch im Berichtsjahr maßgeblich darauf, die Bestandsflotte bestmöglich durch die Krise zu führen.
Weitere Maßnahmen betrafen die Wirtschaftlichkeit der Flotte: Bei drei der vier 8.500 TEU-Containerschiffen wurde im Frühjahr 2016 im Rahmen der 10-Jahres-Klassedockungen das sogenannte Eco-Retrofitting umgesetzt. Durch diese technischen Modifikationen verbrauchen die Schiffe weniger Treibstoff und sind damit wettbewerbsfähiger. Zusätzlich wurden bei den Schiffen weitere technische Anpassungen vorgenommen, die zum einen auf die Nutzung der verbreiterten Schleusen des Panamakanals ausgerichtet sind und es den Containerschiffen zum anderen ermöglichen, mit schwefelarmen Treibstoffen zu fahren. Alle drei Schiffe sind nach Ablauf der Festcharter und dem Werftaufenthalt im Verbund mit den technischen Modifikationen nunmehr im Harper Petersen Post Panamax Pool beschäftigt. Das vierte 8.500 TEU Containerschiff wurde im Oktober 2016 entsprechend technisch modifiziert und soll ebenfalls für den Harper Petersen Post Panamax Pool fahren.
Während die Containerschifffahrt im Jahr 2016 neue Allzeittiefs verzeichnete, konnten zumindest einige unserer Tanker positive Ergebnisse vermelden. Ein Handysize-Tanker leistete Auszahlungen in Höhe von 15 % an die Investoren bezogen auf das Eigenkapital. Die Anleger von zwei Panamax-Tankern erhielten im Jahr 2016 Auszahlungen in Höhe von jeweils 20 % bezogen auf das Eigenkapital. Die drei Schiffe mit einer Tragfähigkeit von ca. 37.000 tdw bzw. ca. 72.000 tdw wurden 2004 in Dienst gestellt und fahren im Handy Tankers Pool von Maersk bzw. im Penfield Marine Pool. Aktuell managt die Lloyd Fonds AG insgesamt neun Tanker in verschiedenen Fonds, die entweder fest verchartert oder in Einnahmepools beschäftigt sind.
Die aktuelle Marktlage in der Schifffahrt ist nach wie vor herausfordernd, die Marktpreise sind weiter deutlich unter Druck. Vor diesem Hintergrund arbeitet die Lloyd Fonds AG in der Schifffahrt u. a. an Plattform-Lösungen für Banken und Investoren, um Schiffe cash-flow-optimiert zu betreiben und die Basis für einen späteren Verkauf der Schiffe zu schaffen.
Zu dem Segment Schifffahrt & weitere Assets der Lloyd Fonds AG gehört darüber hinaus das aktive Management von 16 Fondsgesellschaften in den Bereichen Flugzeuge, Private Equity, Britische Kapitallebensversicherungen, Portfoliofonds und das Management der Beteiligungen.
Flugzeuge
Seit 2007 bietet die Lloyd Fonds AG Investoren das Beteiligungsmodell Flugzeugfonds an. Bisher wurden vier Fonds mit einem Investitionsvolumen von rund 351 Mio. € aufgelegt. Aktuell gemangt werden drei Flugzeugfonds mit einem Eigenkapital von rund 74 Mio. €. Die Flotte besteht aus zwei Langstreckenflugzeugen, einem Airbus A380 und einem Airbus A340-600, sowie zwei Mittelstreckenflugzeugen (Airbus A319). Das Portfolio ist vollständig verleast, u. a. an die beiden namhaften Fluggesellschaften Singapore Airlines und Virgin Atlantic. Der vierte Fonds ist ein breit diversifizierter Flugzeugfonds aus verschiedenen Flugzeugtypen, der von Guggenheim Aviation Partners gemanagt wurde. In den vergangenen Jahren wurde das Portfolio dieses Fonds sukzessive veräußert, nach Übergabe des letzten Flugzeugs Anfang 2015 befindet sich der Zielfonds in Liquidation. Bisher wurden Auszahlungen in Höhe von insgesamt 115 % bezogen auf Eigenkapital an die Investoren dieses Flugzeugfonds geleistet.
Private Equity
Im Bereich Private Equity betreut Lloyd Fonds AG einen von der amerikanischen Investmentgesellschaft Neuberger Berman gemanagten Dachfonds, der breit diversifiziert überwiegend in Buy-out-Beteiligungen in den USA investiert. Der im Jahr 2006 zusammen mit dem Emissionshaus Sachsenfonds aufgelegte Fonds “Global Partnership I“ verfügt über ein Investitionsvolumen von 22,8 Mio. €. Die Investoren erhielten bisher Auszahlung von über 60 % bezogen auf das Eigenkapital, davon 18 % im Jahr 2016.
Britische Kapitallebensversicherungen
Lloyd Fonds AG hat zudem acht britische Kapitallebensversicherungsfonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 270 Mio. € aufgelegt. Im Jahr 2016 leisteten die Fonds Auszahlungen in Höhe von 2,5 % bis 5 % p.a. bezogen auf das Eigenkapital, insgesamt rund 6,6 Mio. €. Insgesamt wurden per 31. Dezember 2016 in den britischen Kapitallebensversicherungsfonds rund 2.400 Policen von rund 230 Versicherungsunternehmen betreut.
Erneuerbare Energien
Die Betriebsführungs- und Managementverträge der beiden laufenden Fonds “Windpark Breberen“ und “Lloyd Fonds Energie Europa“ hat die Lloyd Fonds AG im August 2016 an die Chorus Clean Energy AG veräußert. Die Anlegerbetreuung der beiden Windparks erfolgt weiterhin durch die Lloyd Treuhand GmbH. Der in Nordrhein-Westfalen liegende “Windpark Breberen“ besteht aus neun Windkraftanlagen des bewährten Typs Vestas V80 mit einer Gesamtleistung von rund 18 Megawatt. Der Windpark “Lloyd Fonds Energie Europa“ liegt küstennah im schottischen Lairg in den North West Highlands und ist seit dem Jahr 2011 am Netz. Der Park besteht aus drei Anlagen des Herstellers Nordex vom Typ N80/2500 und verfügt über eine Gesamtleistung von 7,5 Megawatt.
Weitere Assets
Die KALP GmbH, an der die Lloyd Fonds AG mit 45,1 % beteiligt ist, hat im Juni 2015 einen Antrag auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen hält die weltweiten Patentrechte für die Innovation einer automatischen Laschplattform für das Be- und Entladen von Containerschiffen. Die Lloyd Fonds AG hat der KALP GmbH in den vergangenen Jahren ein Darlehen gewährt, das trotz des gestellten Insolvenzantrags als werthaltig angesehen wird. Mittlerweile wurden im Rahmen eines neu geschlossenen Lizenzvertrages die ersten sechs Laschplattformen an den Hafen in Melbourne, Australien, verkauft.
Zielerreichung und Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf sowie zur wirtschaftlichen Lage
Angesichts des anhaltenden Niedrigzinsniveaus waren Sachanlagen – insbesondere in Aktien und als Direktinvestitionen in Immobilien – auch im Berichtsjahr 2016 gefragt. Dies gilt für alle Investorenkreise, insbesondere für institutionelle Investoren. Das Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsunternehmen PwC geht einer Studie zufolge davon aus, dass der Anteil an Sachwertinvestments bis zum Jahr 2020 auf mindestens 2,5 Bio. US-$ ansteigen wird (2013: 1,4 Bio. US-$). Aktienhandel und –bestand entwickelten sich in den letzten Jahren unterschiedlich. Der Aktienhandel stieg zwischen 1980 und 2015 um den Faktor 488 (2015: 146,5 Bio. US-$), der Aktienbestand erhöhte sich im selben Zeitraum um das 23-fache (2015: 67,1 Bio. US-$).
In diesem Marktumfeld hat sich die Lloyd Fonds AG als professioneller Investment- und Assetmanager positioniert und erzielte im Berichtszeitraum insgesamt ein Ergebnis von 3,3 Mio. €. Das ist zum zweiten Mal in Folge mehr als eine Verdopplung des Ergebnisses (2014: 1,4 Mio.). Maßgeblich für das positive Ergebnis waren neben den Erträgen aus Beteiligungen Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen.
Darüber hinaus hat die Lloyd Fonds AG mit der Gründung der Wohnungsgesellschaft Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA den Grundstein für Investitionsmöglichkeiten im Bereich sozialer Wohnungsbau in deutschen Großstädten gelegt. Insgesamt verfügte die Lloyd Fonds-AG zum Ende des Berichtszeitraumes über eine Liquidität in Höhe von 2,8 Mio. €. Dies ist eine Steigerung um rund 4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Herausforderung für das Unternehmen besteht nunmehr darin, Marktchancen zu nutzen und die im Berichtszeitraum angestoßenen Projekte voran zu treiben.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Ertragslage der Lloyd Fonds AG
Im Gegensatz zum Vorjahr hat die Lloyd Fonds AG für das Geschäftsjahr 2016 den Jahresüberschuss deutlich verbessern können. Dieser ist von 1.429 T€ auf 3.298 T€ angestiegen. Die Verbesserung des Ergebnisses ist maßgeblich auf den im Geschäftsjahr 2016 geschlossenen Gewinnabführungsvertrag mit der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH zurück zu führen. Die Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH hat Ergebnis in Höhe von 2.090 T€ erzielt. Die Erträge aus Beteiligungen konnten ebenfalls durch eine Ausschüttung der Lloyd Shipping GmbH in Höhe von 810 T€ gesteigert werden. Weiterhin konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1.678 T€ gesenkt werden. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass die Mietaufwendungen für die untervermieteten Büroflächen gem. BilRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) ab dem Geschäftsjahr 2016 unter den bezogenen Aufwendungen und nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Dieser Betrag beläuft sich auf 296 T€.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse von 2.258 T€ um 1.042 T€ auf 1.216 T€ reduziert. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Lloyd Fonds AG durch ihre Tätigkeiten umfangreiche Erträge aus Beteiligungen und hohe Erträge aus Gewinnabführungsverträgen erzielt.
Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist geprägt durch das anhaltend sehr schwierige Marktumfeld. Im Berichtsjahr hat die Lloyd Fonds AG Restrukturierungskapital in Höhe von 893 T€ (Vj. 0 T€) platziert.
Abweichend zum Vorjahr werden aufgrund von BilRUG Mieterlöse und Erlöse aus Dienstleistungen unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.
Die Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 1.087 T€ auf 219 T€ reduziert. Dies ist darin begründet, dass die Lloyd Fonds AG im Vorjahr höhere Erlöse für die Erstellung von Betriebsfortführungskonzepten als auch Finanzierungskonzepten erzielen konnte.
Die Managementvergütungen, die direkt mit der Lloyd Fonds AG abgerechnet werden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 1.171 T€ auf 670 T€ verringert. Hierbei handelt es sich um Vergütungen für das Management laufender Fonds. Zudem enthalten die Managementvergütungen im Geschäftsjahr Erlöse aus Meldungen bei der Bundesbank (84 T€), welche durch BilRUG erstmalig unter den Umsatzerlösen ausgewiesen werden. Die Vorjahreszahl wäre bei vorzeitiger Anwendung von BilRUG von 1.171 T€ auf 1.262 T€ entsprechend gestiegen.
Der Ausweis der Erlöse aus Untervermietung beinhaltet Erträge aus der Untervermietung von Büroflächen in Höhe von 300 T€ (Vj: 189 T€). Der Anstieg der Mieterträge ist dadurch begründet, dass der Mietvertrag in 2015 geschlossen wurde, und somit nur anteilige Mieterträge für das Vorjahr generiert werden konnten. Im Vorjahr wurden diese Erlöse unter den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt.
Die sonstigen Umsatzerlöse in Höhe von 27 T€ betreffen Erlöse aus Dienstleistungen für Finanzbuchhaltungen, die aufgrund von BilRUG von den sonstigen betrieblichen Erlösen in die Umsatzerlöse umgegliedert wurden. Im Vorjahr betragen diese Erlöse 34 T€.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 2.339 T€ um 217 T€ auf 2.122 T€ gesunken. Im Berichtsjahr sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 173 T€ (Vj: 202 T€), Erträge aus der Zuschreibung von Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 21 T€ (Vj: 183 T€), Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen aufgrund von Zahlungen 186 T€ (Vj: 122 T€), Erträge aus der Personalgestellung in Höhe von 762 T€ (Vj: 646 T€), Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von 11 T€ (Vj: 145 T€) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 21 T€ (Vj: 29 T€). Durch den Verkauf der Betriebsführung eines Windparks und dem Abgang von Anteilen an verbundenen Unternehmen konnten im Berichtsjahr Erträge von 519 T€ erzielt werden. Im Berichtsjahr sind periodenfremde Erträge in Höhe von 101 T€ angefallen. Hierbei handelt es sich um erstattungsfähige Rechts- und Beratungskosten aus Klagen gegenüber der Lloyd Fonds AG. In nahezu gleicher Höhe sind in den Vorjahren entsprechende Aufwendungen ausgewiesen worden.
Die bezogenen Leistungen sind im Gegensatz zum Vorjahr um 296 T€ auf 333 T€ gestiegen. Bei den bezogenen Leistungen handelt es sich um Bestandsvertriebsprovisionen für den Fonds Best of Shipping III die unverändert zum Vorjahr 37 T€ betragen. Die weiteren bezogenen Leistungen sind Mietaufwendungen für die untervermieteten Büroflächen in Höhe von 296 T€ und sind gem. BilRUG unter dem Materialaufwand zu zeigen. Im Vorjahr wurden diese Mietaufwendungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Der Personalaufwand liegt mit 3.163 T€ deutlich über dem Vorjahrsniveau von 2.641 T€. Dies liegt maßgeblich an der Erweiterung der Unternehmensleitung durch einen zusätzlichen Generalbevollmächtigten. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist mit 27 im Jahr 2015 und 27 im Berichtsjahr gleich. Die Boni für das laufende Jahr sind, aufgrund des deutlich gestiegenen Jahresüberschusses, von 137 T€ auf 413 T€ im Berichtsjahr gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 5.058 T€ auf 3.380 T€ gesunken. Die Reduzierung der Aufwendungen resultiert unter anderem aus der Minderung der Einzelwertberichtigungen in Höhe von 588 T€ im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund weniger Insolvenzen als im Vorjahr. Die Aufwendungen für die Rückzahlung erhaltener Ausschüttungen hat sich im Gegensatz zum Vorjahr um 152 T€ reduziert. Weiterhin erfolgte eine leichte Reduzierung der Rechts- und Beratungskosten um 129 T€. Diese resultiert aus dem Wegfall der im Vorjahr angefallenen Beratungskosten im Rahmen der Schifffahrts AG. Die Kursaufwendungen konnten um 74 T€ reduziert werden. Durch striktes und stetes Kostencontrolling konnten in fast allen Bereichen weitere Einsparungen erreicht werden. Eine weitere Reduktion dieser Position ist durch die Anwendung von BilRUG entstanden, da die Mietaufwendungen in Höhe von 296 T€ für die untervermietete Fläche unter den bezogenen Leistungen ausgewiesen wird. Weiterhin ist der Mietaufwand um weitere 223 T€ gefallen, dies liegt insbesondere an der im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen sind von 718 T€ auf 661 T€ gefallen. Bei diesen Abschreibungen handelt es sich um Abschreibungen auf Kommanditbeteiligungen an Schifffahrtsgesellschaften, Abschreibungen auf GmbH Beteiligungen an Schifffahrtsgesellschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen, deren Ertragskraft durch die Verschlechterung des Schifffahrtsmarktes, insbesondere durch das geringere Charterratenniveau als auch durch Überkapazitäten von Schiffen, geprägt ist.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Beteiligungserträge durch Ausschüttungen von Tochtergesellschaften in Höhe von 1.891 T€ (Vj: 1.095 T€) generiert, die durch Managementtätigkeiten verdient wurden. Die Erhöhung resultiert aus der Ausschüttung einer Tochtergesellschaft in Höhe von 810 T€, die im Vorjahr nicht angefallen ist.
Die Gewinne aufgrund von Gewinnabführungsverträgen in Höhe von insgesamt 5.075 T€ (Vj: 3.573 T€) resultieren aus dem am 24. Juni 2010 geschlossenen Vertrag über die Begründung einer ertragsteuerlichen Organschaft zwischen der Lloyd Fonds AG und der Lloyd Treuhand GmbH sowie aufgrund eines im Geschäftsjahr 2016 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages über die Begründung einer weiteren ertragsteuerlichen Organschaft zwischen der Lloyd Fonds AG und der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH vom 30. November 2016. Der starke Anstieg liegt in dem neuen Organschaftsvertrag begründet.
Der Steueraufwand ist um 109 T€ auf 53 T€ gesunken. Dieser resultiert aus Körperschaftsteuererstattungen nebst Solidaritätszuschlag aus Vorjahren sowie aus Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag für das Geschäftsjahr 2016 aufgrund der Mindestbesteuerung.
Zum Bilanzstichtag bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund € 15,4 Mio. als auch gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe rund € 21,9 Mio. für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, da von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht wird, die aktiven latenten Steuern nach § 274 (1) HGB nicht zu aktivieren.
Vermögens- und Finanzlage der Lloyd Fonds AG
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2016 ist gegenüber dem Jahresende 2015 um 1.379 T€ oder 9,48 % auf 15.931 T€ gestiegen.
Auf der Aktivseite haben sich im Wesentlichen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (+1.991 T€) erhöht. Gegenläufig haben sich die Finanzanlagen entwickelt. Diese sind um 588 T€ gefallen. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten um 1.588 gefallen. Die Rückstellungen sind um 513 T€ höher ausgefallen und das Eigenkapital um 2.657 T€ gestiegen.
Die Minderung der Finanzanlagen resultiert aus der Abwertung von Beteiligungen und aus Abwertungen an Anteilen an verbundenen Unternehmen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Im Berichtsjahr wurde eine Beteiligung an der RIT Real Invest Immobilien-AG in Höhe von 128 T€ als auch eine Beteiligung an der Lloyd Wohnwert GmbH & Co. KGaA in Höhe von 100 T€ erworben. Darüber hinaus wurden keine weiteren wesentlichen Investitionen getätigt.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte von 6.931 T€ auf 8.922 T€ erhöht.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um insgesamt 1.911 T€ gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Darlehensgewährung an die Lloyd Wohnwert GmbH & Co. KGaA in Höhe von 1.709 T€. Aufgrund des im Berichtsjahr geschlossenen Gewinnabführungsvertrages zwischen der Lloyd Fonds AG und der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH haben sich die Forderungen gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Forderung aus der Gewinnabführung beträgt 2.090 T€. Unter Anrechnung laufender Verrechnungen ergibt sich noch eine Forderung von 1.460 T€. Gegenläufig haben sich die Forderungen gegenüber der Lloyd Treuhand GmbH aufgrund des Gewinnabführungsvertrages, unter Berücksichtigung laufender Verrechnungen (-569 T€), entwickelt.
Die Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis sind im Gegensatz zum Vorjahr um 588 T€ gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den Ausgleich der Forderungen durch Zahlung der Fondsgesellschaften zurückzuführen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 692 T€ erhöht und resultieren aus der Erhöhung der Forderungen gegen das Finanzamt aus anrechenbaren Steuern (319 T€). Weiterhin bestehen Forderungen gegenüber Rechtsanwälten in Höhe von 360 T€. Diese resultieren aus bereits erfassten Aufwendungen für Klagen, die, entweder durch die Versicherung oder aber durch den Kläger selbst, erstattungsfähig sind.
Die Wertminderungen und Forderungsausfälle inklusive der Pauschalwertberichtigung beliefen sich im Berichtsjahr auf 821 T€ nach 1.423 T€ im Vorjahr.
Die sonstigen Rückstellungen haben sich von 789 T€ auf 1.302 T€ erhöht. Dies resultiert aus höheren Bonusansprüchen für das Geschäftsjahr 2016 (+175 T€) als auch aus erhöhten Beratungsaufwendungen für Rechtsanwälte für diverse Klageverfahren in Höhe von 394 T€.
Die Steuerrückstellungen sind unverändert zum Vorjahr mit 0 T€ bilanziert.
Die Verbindlichkeiten haben sich von 2.253 T€ in 2015 auf 665 T€ in 2016 reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 110 T€ verringert. Dies liegt zum einen an der Ausbuchung einer Verbindlichkeit aufgrund von Verjährung (133 T€) als auch an im Vorjahr hohen ausstehenden Verbindlichkeiten aus Rechts- und Beratungskosten aufgrund der „Schifffahrts AG“. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von 1.488 T€ auf 0 T€ reduziert. Dies resultiert aus der Tilgung des Darlehens gegenüber der Lloyd Shipping GmbH und aus der Verrechnung der Verbindlichkeiten gegenüber der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH mit den Gewinnen aus Gewinnabführungsvertrag. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis sind um 83 T€ gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an Rückzahlungsverpflichtungen aus Strukturierungsleistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 73 T€ reduziert. Dies liegt im Wesentlichen an der Umsatzsteuerverbindlichkeit 2015.
Durch das positive Ergebnis von 3.298 T€ ist das Eigenkapital von 11.308 T€ im Vorjahr auf 13.964 T€ gestiegen.
Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist in 2016 mit TEUR -1.518 (Vj.: TEUR 1.231) wesentlich niedriger als im Vorjahr. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist mit TEUR 2.345 (Vj.: TEUR 995) deutlich über dem Vorjahr. Insgesamt haben sich die Zahlungsmittel in 2016 bis zum Bilanzstichtag um 100 T€ auf 2.842 T€ erhöht. Im Jahr 2016 konnte sämtlichen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachgekommen werden.
Mitarbeiter- und Vergütungsbericht
Der Erfolg der Lloyd Fonds AG hängt im hohen Maß von der Qualifikation, Kompetenz und dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. So haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Berichtsjahr zu dem positiven Ergebnis beigetragen.
Bei der Lloyd Fonds AG sind gut ausgebildete und erfahrene Beschäftigte für das Assetmanagement, die Akquisition und Strukturierung der Investments, den Vertrieb, die Anlegerbetreuung, die Verwaltung und die Investor Relations-Arbeit tätig. Die langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeiter ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Lloyd Fonds AG. Vor diesem Hintergrund bietet das Unternehmen seinen Beschäftigten ein Umfeld, in dem sie ihre Qualifikation bestmöglich einbringen und weiterentwickeln können. Die Unternehmenskultur des Lloyd Fonds AG ist durch flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege geprägt.
Am 31. Dezember 2016 waren in der Lloyd Fonds AG 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Anzahl ohne Vorstand, Mitarbeiter in Elternzeit, Auszubildende und Aushilfskräfte). Das Durchschnittsalter beträgt ca. 42 Jahre. Die 28 Mitarbeiter setzten sich aus 11 weiblichen und 17 männlichen Mitarbeitern zusammen.
Die Anzahl der Beschäftigten liegt im Berichtsjahr über dem Vorjahr. Das Unternehmen achtet auf eine partnerschaftliche Beschäftigungspolitik, die die individuellen Interessen der Beschäftigten berücksichtigt. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten sowie eine attraktive Entlohnung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lloyd Fonds AG werden mit fixen und variablen Gehaltsbestandteilen entlohnt. Die erfolgsabhängigen Vergütungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientieren sich am Unternehmenserfolg sowie an den persönlichen Beiträgen zum Unternehmenserfolg.
Neben fixen Gehaltsbestandteilen erhält der Vorstand der Lloyd Fonds AG eine variable Tantieme, die sich nach der Entwicklung des Börsenkurses bemisst und sowohl kurzfristige als auch langfristige Elemente enthält. Die Tantieme ist auf einen Maximalbetrag begrenzt, es gibt keinen Mindestbetrag.
Nur mit hoch qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann die Lloyd Fonds AG erfolgreich sein. Daher bietet das Unternehmen seinen Beschäftigten umfangreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Hierzu gehören gezielte Weiterbildungsmaßnahmen für die jeweiligen Fachgebiete sowie IT-Seminare.
Zudem ermöglicht die Lloyd Fonds AG jungen und engagierten Menschen u. a. durch das Angebot von Praktika den Einstieg in das Berufsleben.
Risikobericht
Risikomanagementsystem
Die Lloyd Fonds AG verfügt über ein softwaregestütztes Risikomanagementsystem, um bereits frühzeitig Entwicklungen erkennen zu können, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Ziel ist es dabei, mithilfe transparenter Systeme und Prozesse Risiken zeitnah zu identifizieren und einzuschätzen, um auf dieser Basis entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Der Vorstand gibt Leitlinien für das Risikomanagement vor, die Grundlage für die Risikosteuerung durch das zentrale Risikomanagement/den Risikoadministrator sind. Das Risikomanagement stellt sicher, dass die operativen Fachabteilungen initiativ und zeitnah Risiken identifizieren, diese sowohl quantitativ als auch qualitativ bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung bzw. –kompensation entwickeln.
Anhand einer systematischen Risikoinventur werden die Risiken von den jeweiligen Verantwortlichen überarbeitet und erneut eingeschätzt. Zudem besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht hinsichtlich neuer von den Verantwortlichen identifizierter Risiken. Jedes erfasste Risiko wird dazu einer Risikogruppe zugeordnet. Bei der Meldung und Neueinschätzung der Risiken müssen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Vorgaben einer Richtlinie angegeben werden. Sowohl die Bewertung als auch die Neueinschätzung der Risiken erfolgen halbjährlich sowie nach Bedarf.
Das Ergebnis der systematischen Risikoinventur wird dem Vorstand zeitnah durch eine Auswertung aller aktuellen Risiken in grafischer, tabellarischer und schriftlicher Form halbjährlich zur Verfügung gestellt und halbjährlich an den Aufsichtsratsvorsitzenden berichtet. Der Risikomanagementprozess ermöglicht somit einen strukturierten Überblick über die bestehende Risikosituation, die Verbesserung der Unternehmenssteuerung, Transparenz und Dokumentation der Risikobewältigung sowie die Steigerung des Risikobewusstseins und dient letztendlich als Basis für die Risikoberichterstattung an interne und externe Adressaten.
Die nachfolgende Bewertung der Risiken erfolgt in den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe (Liquiditätswirkung). Dabei erfolgt die Bewertung der Dimensionen in jeweils vier Kategorien.
Eintrittswahrscheinlichkeit:
– gering X
– mittel XX
– hoch XXX
– sehr hoch XXXX
Schadenshöhe (Liquiditätswirkung):
– niedrig X
– moderat XX
– wesentlich XXX
– gravierend XXXX
Umfeld- und Branchenrisiken
Marktrisiko
Eintrittswahrscheinlichkeit XX Schadenshöhe XX
Die Lloyd Fonds AG entwickelt aktuell verschiedene neue sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen. Daneben managt das Unternehmen sachwertbasierte Kapitalanlagen für nationale und internationale Investoren und Privatanleger. Dabei wurden bislang Investments in den Bereichen Schifffahrt, Immobilien, Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity und Britische Kapitallebensversicherungen getätigt. Dementsprechend ist die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens in erheblichem Maße von der Entwicklung der Investitionsbereitschaft der Investoren, der Assetmärkte sowie der nationalen und internationalen Kapitalmärkte abhängig.
Negative Entwicklungen auf diesen Märkten können zur Nichtumsetzung von Kapitalanlagen oder zur Verringerung der Einnahmen aus Bestandsinvestments führen und entsprechend negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Unternehmens haben. Der nationale und internationale Markt ist durch eine deutliche Erhöhung der Investitionsquote für Sachwertinvestments durch institutionelle Anleger geprägt, während das Nachfrageniveau bei Privatanlegern in Deutschland weiterhin schwach ist. Zu den Marktzahlen im Bereich der Sachwertinvestments verweisen wir auf Kapitel Kapitalmarktentwicklung in diesem Bericht.
Wettbewerbsrisiko
Eintrittswahrscheinlichkeit X Schadenshöhe XXX
Die Lloyd Fonds AG steht in ihrem Marktumfeld im Wettbewerb mit anderen Anbietern von sachwertbasierten Investitionen sowie Asset- und Investmentmanagern. Die nachlassende Investitionsbereitschaft von Investoren und/oder Schwächephasen an den Finanz- und Kapitalmärkten können zur Verschiebung von Marktanteilen führen und die Position des Unternehmens im Wettbewerb schwächen.
Strategische Entwicklungen wie etwa Kooperationen oder Fusionen zwischen Wettbewerbern können zur Verschiebung von Marktanteilen beitragen und für die Lloyd Fonds AG gegebenenfalls zu Marktanteilsverlusten führen.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Lloyd Fonds AG einer Übernahme durch ein anderes Unternehmen ausgesetzt sein könnte, so dass der Fortbestand der bestehenden Unternehmensstruktur der Lloyd Fonds AG gefährdet werden könnte und ggf. die Unabhängigkeit des Unternehmens verloren geht.
Risiko aus aufsichtsrechtlichen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen
Eintrittswahrscheinlichkeit X Schadenshöhe X
Änderungen der steuerrechtlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen können einen unmittelbaren Einfluss auf die Strukturierung von Investments und den Absatzerfolg haben und auch den wirtschaftlichen Erfolg der von der Lloyd Fonds AG bereits platzierten und gemanagten Investments negativ beeinflussen.
Daneben können auch aufsichtsrechtliche Auflagen und Genehmigungserfordernisse zur Erhöhung des Aufwands bei der Lloyd Fonds AG führen.
Operative und unternehmensstrategische Risiken
Gegenüber dem Vorbericht wurde das “Projektrisiko” innerhalb des Kapitels “Operative und unternehmensstrategische Risiken” an die erste Position der Risikodarstellung verschoben. Das verschobene Risiko beschreibt Sachverhalte, die für die AG vor dem Hintergrund der Tätigkeit der Entwicklung neuer Kapitalanlagen und Investments erheblich an Bedeutung gewonnen haben. Durch die Voranstellung des vorgenannten Risikos wird die Klarheit und Übersichtlichkeit des Geschäftsberichtes erhöht
Projektrisiko
Eintrittswahrscheinlichkeit XX Schadenshöhe XXXX
Ein wesentlicher Teil der Tätigkeiten der Lloyd Fonds AG ist die Entwicklung neuer Kapitalanlagen und Investments sowie die Umsetzung von verschiedenen Projekten in unterschiedlichen Assetbereichen. Aktuell entwickelt das Unternehmen verschiedene neue sachwertbasierte Kapitalanlagen in den Bereichen Immobilien und Schifffahrt. Trotz vorsichtiger und umsichtiger Planung besteht das Risiko, dass geplante Projekte nicht realisiert werden können, budgetierte Einnahmen entfallen und sich damit negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Unternehmens ergeben.
Darüber hinaus können Fehleinschätzungen bei der Konzeption eines Investments sowie in der Prüfungsphase und beim Ankauf eines Assets dazu führen, dass die Realisierung eines Projekts nicht oder nicht im geplanten Umfang möglich ist. Ebenso kann eine sinkende oder fehlende Nachfrage nach Kapitalanlagen und Investments die Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen. Sofern zur Realisierung von Projekten die Einbindung externer Berater zwingend erforderlich ist, wären die Kosten hierfür im Fall der Nichtumsetzung von der Lloyd Fonds AG zu tragen, ohne dass aus den Projekten Erträge erzielt werden könnten.
Einnahmeausfallrisiko bei Managementerträgen der Bestandsinvestments
Eintrittswahrscheinlichkeit XX Schadenshöhe XXX
Die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens hängt in erheblichem Umfang von der wirtschaftlichen Entwicklung der von der Lloyd Fonds AG gemanagten Bestandsfonds ab. Schwächephasen auf den relevanten Märkten, wie etwa den Schifffahrts- und Immobilienmärkten, können die wirtschaftliche Situation der vom Unternehmen emittierten und gemanagten Investments bis hin zur Insolvenz der Fonds beeinträchtigen.
Die anhaltende Krise in der Schifffahrt hat in den vergangenen Geschäftsjahren die Geschäftsrisiken der Investments weiter ansteigen lassen. Dabei stellt der Ausfall von Vertragspartnern der Investments, wie Charterern, die aufgrund der anhaltenden Schifffahrtskrise ihrerseits in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, ein Geschäftsrisiko dar. In der Folge fanden Schiffe nach Auslaufen einer bestehenden Beschäftigung keine Anschlussbeschäftigung oder eine Anschlussbeschäftigung nur zu (teilweise deutlich) schlechteren Konditionen.
Ein weiteres Geschäftsrisiko besteht darin, dass Kreditinstitute gegebene Finanzierungszusagen für bestehende Kapitalanlagen nicht mehr einhalten bzw. verlängern und Kredite zur Rückzahlung fällig gestellt werden. Im Falle der Realisierung des Risikos und für den Fall, dass eine Refinanzierung des Kredits durch eine andere Bank nicht möglich sein sollte, ist trotz der bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikovorsorge mit entsprechenden Einnahmeausfällen bei den Management- und Treuhandvergütungen zu rechnen. Bei stark betroffenen Investments führten die vorgenannten Geschäftsrisiken zu finanziellen Schieflagen, teilweise wurde eine Insolvenz unumgänglich.
Ferner wären aus der Insolvenz von Investments Einnahmeausfälle bei den Managementvergütungen die Folge. Es besteht das Risiko, dass die hierfür getroffenen Maßnahmen zur Risikovorsorge nicht ausreichen und budgetierte Einnahmen ganz oder teilweise entfallen. Signifikante bilanzielle Auswirkungen in Bezug auf die Beteiligungen des Unternehmens sind hingegen nicht zu erwarten, da die Gesellschaften mit geringen Quoten an den betreffenden Gesellschaften beteiligt sind. Sollte es jedoch zu einem kumulierten Eintritt der Einzelrisiken kommen, sind signifikante bilanzielle Auswirkungen nicht ausgeschlossen.
Prospekthaftungsrisiko und Risiken aus der Mithaftung bei Beratungsfehlern
Eintrittswahrscheinlichkeit XX Schadenshöhe XXX
Zur Einwerbung von Eigenkapital in Form von Kommanditeinlagen hat die Lloyd Fonds AG Verkaufsprospekte erstellt, für welche sie – im Falle des Schadens infolge unrichtiger oder unvollständiger Angaben – als Herausgeberin gegenüber den einzelnen Anlegern haftet. Die Verkaufsprospekte wurden gemäß den “Grundsätzen ordnungsmäßiger Beurteilung von Verkaufsprospekten über öffentlich angebotene Vermögensanlagen” (IDW S4), einem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., erstellt und entsprechend diesem Standard durch einen Wirtschaftsprüfer begutachtet (Prospektgutachten).
Bei sämtlichen geprüften Prospekten hat der Wirtschaftsprüfer die Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich der Plausibilität der im Prospekt enthaltenen Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Chancen und Risiken im Sinne des IDW S4 grundsätzlich bestätigt, jedoch in Einzelfällen Anmerkungen vorgenommen, die das Prüfungsergebnis nicht einschränkten. Zusätzlich wurde für jede Kapitalanlage regelmäßig ein Steuergutachten im Hinblick auf die im Prospekt vorgenommenen steuerlichen Aussagen erstellt.
Bis zum 21. Juli 2013 mussten die Verkaufsprospekte zudem durch die BaFin gebilligt werden. Das Billigungsverfahren umfasste neben einer Vollständigkeitsprüfung auch die Prüfung des Inhalts auf Kohärenz und Verständlichkeit. Allerdings können auch eine Prospektbeurteilung durch einen Wirtschaftsprüfer und die weiteren Maßnahmen keine absolute Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Prospektangaben sowie für den Eintritt des wirtschaftlichen Erfolgs und der steuerlichen Auswirkungen der Kapitalanlage bieten.
Zum 31. Dezember 2016 sind insgesamt 195 (Vj.: 137) gerichtliche Verfahren, die ein Nominalkapital von rund 9,0 Mio. € (Vj.: 7,0 Mio. €) sowie 0,8 Mio. US-$ (Vj.: 0,4 US-$) betreffen, wegen behaupteter Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung rechtshängig, bei denen die Lloyd Fonds AG Beklagte oder Streitverkündete ist. Ferner sind zum 31. Dezember 2016 weitere drei (Vj.: vier) gerichtliche Verfahren mit gleichem Gegenstand, die ein Nominalkapital von rund 0,09 Mio. € (Vj.: 0,1 Mio. €) betreffen, bei Gerichten anhängig. Für insgesamt fünf Fonds sind Musterverfahrensanträge nach dem Kapitalanleger Musterverfahrensgesetz gestellt.
Per 31. Dezember 2016 kommen ferner 165 gerichtliche Verfahren hinzu, in denen eine Bank der Lloyd Fonds AG den Streit verkündet hat. Diese betreffen Zeichnungen von insgesamt nominal 0,2 Mio. € sowie nominal 4,6 Mio. US-$. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass erfolgreich Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung wegen falscher oder unvollständiger Angaben gegen die Lloyd Fonds AG oder ihre Tochtergesellschaft geltend gemacht werden. Die Lloyd Fonds AG verfügt in diesen Fällen über entsprechende Versicherungen.
Zum jetzigen Zeitpunkt hält die Lloyd Fonds AG es für insgesamt überwiegend wahrscheinlich, dass sie auch weiterhin mit ihren Argumenten vor Gericht durchdringen und sich erfolgreich gegen die Klagen verteidigen kann.
Soweit Dritte im Auftrag oder im Pflichtenkreis der Lloyd Fonds AG tätig werden, besteht das Risiko, dass die Lloyd Fonds AG für deren Handlungen verantwortlich gemacht wird. Externe Partner werden allerdings sorgfältig betreut, um haftungsrelevantes Handeln zu vermeiden und damit das Haftungspotenzial für die Lloyd Fonds AG zu reduzieren.
Die aktuelle Rechtsprechung zeigt jedoch weiterhin eine zunehmende Tendenz, Aufklärungs- und Beratungspflichten im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Kapitalanlageprodukten auszuweiten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Beratungsfehler von Externen (z. B. Vertriebspartnern), die beim Absatz von Kapitalanlageprodukten von der Lloyd Fonds AG eingeschaltet werden, in zunehmendem Maße in den Verantwortungsbereich des Produktanbieters fallen werden. Dies gilt insbesondere für die Haftung für Beratungsfehler eines Vertriebspartners.
Risiko im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells
Eintrittswahrscheinlichkeit XX Schadenshöhe XX
Angesichts der gravierenden Veränderungen innerhalb der Sachwertbranche und der weiterhin schwachen Schifffahrtsmärkte muss die Lloyd Fonds AG ihr bestehendes Geschäftsmodell für die Kernbereiche Schifffahrt und Immobilien weiterentwickeln. Es besteht das Risiko, dass es bei der Weiterentwicklung und Umsetzung des Geschäftsmodells aus verschiedenen Gründen zu zeitlichen Verzögerungen kommt. Zur Weiterentwicklung des neuen Geschäftsmodells ist die Einbindung von externen Beratern zwingend erforderlich. Die Kosten hierfür wären im Fall der Nichtumsetzung von der Lloyd Fonds AG zu tragen, ohne dass daraus Erträge erzielt werden könnten.
Rechtliche Risiken
Eintrittswahrscheinlichkeit X Schadenshöhe X
Bei der Strukturierung von ausländischen Kapitalanlagen sowie einer gegebenenfalls im Ausland erfolgenden Platzierung des Angebots werden ausländische Rechtskreise berührt bzw. unterliegen Kapitalanlagen einer ausländischen behördlichen Aufsicht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ausländische Rechtsordnungen nicht hinreichend beachtet werden. Ferner kann die Durchsetzung eigener oder die Abwehr fremder Ansprüche im Ausland schwieriger und mit erheblichen Kosten verbunden sein. Zudem könnten Gesellschaften und Organe einer erhöhten Haftung ausgesetzt sein.
Bei im Ausland gefällten Urteilen kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Sachverhalt anders und ggf. nachteiliger beurteilt wird, als dies vor deutschen Gerichten der Fall wäre. Ein ausländisches Urteil entfaltet ggf. aber dennoch Bindungswirkung vor deutschen Gerichten mit der Folge, dass eine gerichtliche Entscheidung nicht mehr abänderbar ist.
Nichtbeachtung der aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen
Eintrittswahrscheinlichkeit X Schadenshöhe XXX
Die Nichtbeachtung der gesetzlichen Vorschriften und Anordnungen (z.B. KAGB, KWG etc.) kann bei der Konzeption und dem Vertrieb von Produkten zu Fehlentscheidungen führen und zeitliche Verzögerungen mit sich bringen. Dies kann das Ausbleiben geplanter Einnahmen zur Folge haben.
Verstöße gegen Vorschriften und Anordnungen der nationalen Aufsichtsbehörden können eine Haftung der Lloyd Fonds AG (z.B. in Form von Bußgeldern bei Fristversäumnissen) nach sich ziehen.
Steuerliche Risiken
Eintrittswahrscheinlichkeit X Schadenshöhe XX
Es besteht das Risiko, dass Beurteilungs- oder Beratungsfehler oder Fristversäumnisse im steuerlichen Bereich auftreten. Dies kann dazu führen, dass steuerliche Folgen eintreten, die für die Lloyd Fonds AG nachteilig sind, oder es bei Fristversäumnissen zu Zwangsgeldern oder Verspätungszuschlägen durch die Finanzverwaltung kommt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vertragsprüfungen in steuerlicher Hinsicht nicht oder nur unzureichend durchgeführt werden, was ebenfalls zu nachteiligen steuerlichen Folgen für die Lloyd Fonds AG führen kann.
Organisations- und Personalmanagementrisiken
Eintrittswahrscheinlichkeit XX Schadenshöhe X
Der Erfolg des Unternehmens hängt maßgeblich von der Tätigkeit des Vorstands und der Geschäftsführungsmitglieder sowie von qualifizierten Führungskräften in Schlüsselpositionen ab. Für den wirtschaftlichen Erfolg der Lloyd Fonds AG ist es deshalb unerlässlich, dass qualifizierte Führungs- und Fachkräfte in ausreichender Zahl für die Lloyd Fonds AG tätig sind, um nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaften und ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung auszuschließen. Eine überdurchschnittliche Fluktuation von Mitarbeitern, insbesondere von Führungskräften in Schlüsselpositionen, könnte dazu führen, dass Positionen nicht adäquat neu besetzt werden können und damit personelle Kapazitätsengpässe nach sich ziehen. Aufgrund falscher Personalentscheidungen können Fehl- und /oder Unterbesetzungen entstehen. Dies könnte Verzögerungen bei der Aufgabenerledigung zur Folge haben und den Eintritt von Fehlentscheidungen oder Managementfehlern begünstigen.
IT-Risiken
Eintrittswahrscheinlichkeit X Schadenshöhe XX
Die ständige Verfügbarkeit von IT-Systemen ist für die Lloyd Fonds AG Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Abwicklung des Geschäfts. Auch steht das Unternehmen in der Pflicht, jederzeit die Sicherheit sensibler Daten, insbesondere von Kunden, zu gewährleisten. Zur Minimierung des Risikos von Systemausfällen hat die Lloyd Fonds AG zahlreiche Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählen die Virtualisierung von Servern und moderne Backup-Systeme inklusive externer Datensicherung sowie Notfallpläne für eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Systeme. Zum Schutz von Daten und IT-Systemen werden unter anderem Firewall-Systeme, Virenschutz- und Verschlüsselungsprogramme sowie Zutritts- und Zugriffskontrollsysteme eingesetzt, die regelmäßig oder gegebenenfalls anlassbezogen aktualisiert werden.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Liquiditätsrisiko
Eintrittswahrscheinlichkeit X Schadenshöhe XXX
Das dynamische Geschäftsumfeld, in dem das Unternehmen operiert, macht es notwendig, die Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend Liquiditätsreserven vorgehalten werden. Das maximale Risiko besteht in der Insolvenz aufgrund von Zahlungsunfähigkeit. Sofern es zur Verringerung der Liquiditätsdecke des Unternehmens kommt und in der Folge ein entsprechender Finanzbedarf entsteht, besteht das Risiko, dass keine geeigneten Finanzierungspartner gefunden werden können und der Liquiditätsbedarf des Unternehmens nicht oder nur zu nachteiligen Konditionen gedeckt werden kann.
Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement greift die Finanzabteilung auf eine rollierende Liquiditätsplanung zurück, die einen Planungshorizont von bis zu einem Jahr abbildet. Daneben kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden zwei Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-GuV besteht. Sowohl die kurzfristige Liquiditätsplanung als auch das mittelfristige Modell bauen auf der aktuellen Businessplanung des Unternehmens auf und sind miteinander abgestimmt.
Die finanziellen Verbindlichkeiten der Lloyd Fonds AG belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf insgesamt 2,1 Mio. € (Vj.: 3,2 Mio. €).
Die Liquiditätslage des Unternehmens wird als stabil eingeschätzt. Dennoch können etwaige nicht geplante liquiditätswirksame Ereignisse ein Risiko darstellen. Hierbei kann es sich grundsätzlich um den Ausfall geplanter Einnahmen oder zusätzliche nicht geplante Ausgaben handeln. Im Fall des kumulierten Eintritts mehrerer Ereignisse sind negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Unternehmens zu erwarten.
Bewertungs- und Forderungsausfallrisiko
Eintrittswahrscheinlichkeit XX Schadenshöhe XXX
Die Bewertung von Beteiligungen des Unternehmens ist wie in den Vorjahren u. a. aufgrund der anhaltend schwachen Schifffahrtsmärkte einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Diesem Risiko trägt die Lloyd Fonds AG durch eine fortlaufende Überprüfung der bestehenden Beteiligungsansätze im Zusammenspiel mit der Analyse von Finanzdaten der wesentlichen Beteiligungen Rechnung. Auf Basis der regelmäßig durchgeführten Wertminderungstests wurden bereits in den Vorjahren zum Teil umfangreiche Abwertungen von Beteiligungsansätzen und Forderungen bei einigen dieser Gesellschaften vorgenommen und damit grundsätzlich das Risiko für weitere Wertminderungen gesenkt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Abwertungen der Beteiligungsansätze und Forderungen vorgenommen werden müssen. Dies könnte insbesondere das an die KALP GmbH gewährte Darlehen in Höhe von 1,8 Mio. € betreffen. In Einzelfällen sind bei schwacher gesamtwirtschaftlicher Lage und weiterhin schwachen Schifffahrtsmärkten zusätzliche Wertberichtigungen nicht ausgeschlossen.
Jedoch wird dem Marktrisiko durch laufende Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen mit einer kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserung des Debitorenmanagements Rechnung getragen. Ziel ist dabei die zeitnahe Realisierung von Zahlungseingängen und die damit verbundene Verminderung des Bestands an fälligen Forderungen.
Trotz der auch im Berichtsjahr durchgeführten Wertberichtigungen – sowohl Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen – sind weitere Verluste und entsprechende Liquiditätsausfälle aus Forderungsausfällen nicht ausgeschlossen. Dies betrifft insbesondere Forderungen aus abgeschlossenen und zukünftigen Neuprojekten, die auf Grund von Zahlungsunwilligkeit oder Zahlungsunfähigkeit der Projektpartner nicht erfüllt werden.
Risiken aus Eventualverbindlichkeiten
Eintrittswahrscheinlichkeit X Schadenshöhe XXX
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lloyd Fonds aus den bestehenden Eventualverbindlichkeiten in Anspruch genommen wird. Die zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Eventualschulden der Lloyd Fonds AG belaufen sich auf insgesamt 2,7 Mio. € (Vj.: 2,7 Mio.).
Zinsänderungs- und Währungsrisiko
Eintrittswahrscheinlichkeit XXX Schadenshöhe X
Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Zudem ist denkbar, dass zukünftig Negativzinsen auf Guthaben bei Banken erhoben werden. Auswirkungen auf die Höhe der zukünftigen Zinserträge und -aufwendungen des Unternehmens und Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten können die Folge sein. Zur Gegensteuerung besteht die Möglichkeit, Sicherungsmaßnahmen wie etwa Zinsswaps oder Zinsoptionen einzusetzen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken.
Auf Unternehmensebene bestehen derzeit Fremdwährungsrisiken in US-Dollar, welche im Wesentlichen durch die Stichtagsbewertung der entsprechenden monetären Posten entstehen. Unter den monetären Posten werden Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten zusammengefasst. Fremdwährungsrisiken wird, sofern erforderlich, mit dem Einsatz von Währungsswaps oder Währungsoptionsgeschäften begegnet. Zum Abschlussstichtag bestehen daher keine signifikanten Bewertungsrisiken.
Gesamtaussage zur Risikosituation
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Unternehmensabschlusses sind weder existenzbedrohende Einzelrisiken, noch Risiken mit einer sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bekannt. Bei dem identifizierten Risiko mit einer gravierenden Schadenshöhe besteht nach Einschätzung der Unternehmensleitung eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit. Allerdings könnte ein kumulierter Eintritt von Einzelrisiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
Wesentliche Merkmale des Rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Elemente des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Lloyd Fonds AG umfasst sämtliche Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Im Zentrum des internen Kontrollsystems stehen das interne Steuerungssystem sowie das interne Überwachungssystem. Zuständig für die Steuerung des internen Kontrollsystems ist der zentrale Bereich Finanzen, dem Rechnungswesen, “IFRS” und Controlling zugeordnet sind. Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl prozessintegrierte als auch prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen. Als prozessintegrierte Maßnahmen kommen sowohl individuelle Kontrollen, wie beispielsweise das “Vier-Augen-Prinzip”, als auch IT-gestützte Kontrollen zum Einsatz.
Zusätzlich werden durch spezifische Funktionen wie z. B. Steuern und Recht prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt. Des Weiteren bestehen prozessunabhängige Kontrollen, die im Wesentlichen durch den Aufsichtsrat und sonstige Prüfungsorgane wahrgenommen werden.
Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist in das beschriebene Risikomanagemnetsystem der Lloyd Fonds AG integriert. Es ist auf die signifikanten Risiken des Unternehmens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, einschließlich der Erstellung des Abschlusses und der externen Berichterstattung, ausgerichtet.
Kernelement ist dabei die Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken können.
Aufbauorganisation
Die Lloyd Fonds AG verfügt über eine zentrale Buchhaltungs-und Abschlusserstellungsorganisation. Dort erfolgt die Erstellung der Einzelabschlüsse nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften.
Richtlinien und Verfahrensanweisungen gewährleisten die Sicherstellung einer zeitnahen, vollständigen, richtigen und effizienten Erfassung der Geschäftsvorfälle.
Die buchhalterische Erfassung der einzelnen Geschäftsvorfälle wird EDV-gestützt mithilfe der Finanzbuchhaltungssoftware FibuNet durchgeführt. Wesentliche in FibuNet eingebundene Vorsysteme sind das Integrierte Treasurymanagement System (ITS) der Firma ecofinance sowie das Enterprise Resource Planning (ERP)-System DC-Fonds des Herstellers Devcon. DC-Fonds dient insbesondere der Organisation, Steuerung und Überwachung der Treuhandverwaltung der von Lloyd Fonds initiierten Anlageprodukte. Neben diesen integrierten Systemen verfügt Lloyd Fonds über ein IT-gestütztes Tool zur Bewertung von Schiffsbeteiligungen.
Ablauforganisation
Die Erstellung des Jahresabschlusses und die externe Berichterstattung erfolgen in Form eines strukturierten Prozesses auf Basis eines zwischen den einbezogenen internen Abteilungen sowie externen Partnern abgestimmten Zeitplans. Dabei werden auch Fristen für die Lieferung von abschlussrelevanten Informationen, die außerhalb des Rechnungswesens generiert werden, vereinbart. Beispiele hierfür sind Informationen aus dem Fondsmanagement für die Bewertung von Beteiligungen für die Bilanzierung. Die Erhebung von abteilungs- und unternehmensfremden Daten erfolgt auf der Grundlage von zuvor festgelegten individuellen Anforderungsprofilen. Der Prozess beinhaltet auch eine Rücklaufkontrolle zur Sicherstellung des rechtzeitigen Eingangs vollständiger Informationen.
Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses beinhaltet der Erstellungsprozess eine Vielzahl von Kontrollen. Hierbei handelt es sich um präventive und nachgelagerte aufdeckende Kontrollen. In den Bereich der präventiven Kontrollen fallen insbesondere Genehmigungs- und Freigabeverfahren, beispielsweise im Rahmen der Eingangsrechnungserfassung und beim Zahlungsverkehr. Bestimmte Transaktionen, die sich wegen ihres Umfangs oder ihrer Komplexität auf den Jahresabschluss auswirken können, sind ebenfalls nach einem festgelegten Verfahren freizugeben. Zudem werden die zentralen Bereiche Rechnungswesen, Controlling und Recht direkt als interne Berater in die Gestaltung von bedeutenden Verträgen, beispielsweise im Rahmen der Konzeption neuer Beteiligungsangebote, mit eingebunden. Infolgedessen erhält das Rechnungswesen Informationen aus erster Hand, um die richtige bilanzielle Behandlung dieser Vorgänge sicherzustellen.
Die aufdeckenden Kontrollen finden in den verschiedenen Phasen des Abschlussprozesses statt. Hier kommt insbesondere das “Vier-Augen-Prinzip” zum Tragen. Die ermittelten Daten werden anschließend in elektronischer Form an das Controlling übertragen. Dort werden sie für Zwecke des monatlichen Management-Reportings weiterverarbeitet. Hierbei findet eine enge Abstimmung zwischen Rechnungswesen und Controlling hinsichtlich der gelieferten Abschlussinformationen statt.
Neben dem monatlichen Management-Reporting wird ein wöchentlicher Jour fixe zwischen dem Rechnungswesen und dem Finanzvorstand durchgeführt, in dem wesentliche abschlussrelevante Themen besprochen werden.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld
In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen.
Internationale Wirtschaftsentwicklung
Die OECD erwartet ein weltweites Wachstum von 3,3 % für das Jahr 2017 und von 3,6 % für das Jahr 2018. In Europa erwarten Analysten aufgrund des Brexits allerdings einen leichten Rückgang des Wirtschaftswachstums von voraussichtlich 1,6 % im Jahr 2016 auf 1,3 % für das Jahr 2017.
Wirtschaftsentwicklung in Deutschland
Die deutsche Wirtschaft blieb in einem unruhigen internationalen Umfeld auf Expansionskurs, im Jahr 2016 stiegt das BIP um 1,9 %. In diesem Jahr soll das Wachstum um 1,4 % zulegen. Geprägt wird
diese Entwicklung weiterhin von einer kräftigen binnenwirtschaftlichen Dynamik. Dabei sollen die Investitionen – insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus – weiter an Gewicht gewinnen.
Marktentwicklung Immobilien
Angesichts der historisch niedrigen Zinsen prognostizieren Analysten auch für das Jahr 2017 erneut ein positives Ergebnis am deutschen gewerblichen Immobilienmarkt. Aufgrund der soliden ökonomischen und immobilienwirtschaftlichen Fundamentaldaten kann sich das Transaktionsvolumen in diesem Jahr zwischen 45 und 50 Mrd. € bewegen. Damit geht der Aufwärtstrend in das achte Jahr. Dabei dürfte die Bauwirtschaft aufgrund der bereits erteilten Baugenehmigungen sowohl für Wohnungen als auch im gewerblichen Bereich erneut positiv aus dem Rahmen fallen und zu den Branchen mit den besten Zukunftsaussichten in Deutschland gehören. Ob dieses Ergebnis erreicht wird, hängt wie im vergangenen Jahr allerdings von der Entwicklung der Geldpolitik und der Bewältigung der politischen Risiken ab.
Marktentwicklung Schifffahrt
Für die Containerschifffahrt gehen Marktteilnehmer angesichts des anhaltenden Überangebots an Schiffen und den dauerhaft unter den Betriebskosten liegenden Charterraten von einem Fortdauern der Krise auch im Jahr 2017 aus. In der Folge werden auch weiterhin Fusionen, Übernahmen und Kooperationen unter den Reedereien zu beobachten sein. Frühestens im Jahr 2018 könnte ein Umschwung kommen. Spätestens 2020, wenn strengere Umweltregeln für Schiffe in Kraft treten, stehen verstärkte Verschrottungen der älteren Schiffe bevor. Im Tankermarkt wird für 2017 mit einer um 2 % wachsenden Nachfrage nach Tankern und einer um 5 % wachsenden Tankerflotte gerechnet. Es ist jedoch nach wie vor ein auskömmliches Niveau der Zeitcharterraten zu erwarten
Marktentwicklung weitere Assets: Flugzeuge, Private Equity, britische Kapitallebensversicherungen
Für das Jahr 2017 ist die Luftverkehrsbranche erneut positiv gestimmt und erwartet weiterhin ein moderates Wachstum. Der Passagierverkehr soll erneut um über 5 % auf rund 4 Mrd. Passagiere ansteigen. Nach Analysen von Airbus wird der internationale Luftverkehr in den kommenden Jahren weiter stark wachsen und bis zum Jahr 2035 rund 33.000 neue Passagiermaschinen brauchen. Motor dieses Wachstum soll dabei der asiatische Markt sein.
Das voraussichtlich anhaltende moderate Wachstum der Weltwirtschaft unterstützt die Aktienmärkte, wovon nach Analystenmeinung auch Private Equity-Anlagen profitieren dürften.
Die britische Versicherungsindustrie wird auch im Jahr 2017 mit den Auswirkungen des niedrigen Zinsniveaus zu kämpfen haben. Zudem sind die Auswirkungen des Brexit-Votums auf die Industrie noch nicht absehbar, verunsichern aber Investoren.
Marktentwicklung Kapitalmarkt
In dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld ist davon auszugehen, dass Investitionen in Real Assets auch im laufenden Jahr in den Anlageportfolios sowohl professioneller als auch privater Kunden zunehmend an Bedeutung gewinnen werden. Vom erwarteten dynamischeren weltweiten Umfeld dürften aktienbasierte Investments am meisten profitieren, denn sie können vor Inflationsrisiken schützen und sind in der Regel weniger mit traditionellen Assetklassen korreliert. Das sorgt in turbulenten Marktphasen für mehr Stabilität.
Das Dienstleistungs-, Beratungs-, und Investment-Management-Unternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) prognostiziert dabei auch für Jahr 2017 aufgrund des historisch günstigen Zinsniveaus einen anhaltenden Anlagebedarf insbesondere institutioneller Investoren nach Immobilieninvestments in allen Sektoren des Immobilienmarktes. Insbesondere Wohnimmobilien werden dabei weiterhin sowohl von privaten als auch institutionellen Investoren stark nachgefragt werden. In Deutschland besteht aufgrund des anhaltenden Zuzugs in Ballungsgebiete ein enormer Bedarf an öffentlich geförderten sowie bezahlbaren Wohnungen.
Unternehmensentwicklung
Die Finanzmärkte waren in den letzten Jahren starken Veränderungen unterworfen, die im Wesentlichen seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 nachwirken. Um die Weltwirtschaft anzukurbeln und die Preise stabil zu halten, werden die Geldmengen voraussichtlich weiter hoch bleiben und das Zinsniveau historisch niedrig. In Zeiten hoher Volatilitäten an den Aktien- und Rentenmärkten wird die Nachfrage institutioneller als auch privater Investoren in Sachwertinvestitionen mit adäquaten Risiko-Rendite-Verhältnissen weiter anhalten.
In diesem Marktumfeld positioniert sich die Lloyd Fonds AG mit ihrer über 20-jährigen Erfahrung als Investment und Assetmanager, der zielgruppengerechte Sachwertanlagen bietet. Neben Sicherheit und Rentabilität ist Fungibilität heute ein wichtiges Anlagekriterium. Einer Investorenumfrage zufolge sind 46 Prozent der befragten institutionellen Anlegern Verfügbarkeit und Liquidität sehr wichtig. Aktienbasierte Sachinvestments verbinden die Stabilität von Sachanlagen mit einer jederzeitigen Handelbarkeit.
Bestehende Immobilien-AGs sind ein gutes Beispiel für diesen prosperierenden Wachstumsmarkt. Die Lloyd Fonds AG – selbst ein börsennotiertes Unternehmen – hat es sich zum Ziel gesetzt, neben dem Ausbau des Geschäfts mit AIFs auch alternative Investmentformen auf Aktienbasis anzubieten. Mit der Gründung der Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 ist der Grundstein für die weitere Entwicklung dieses Segmentes gelegt.
Mit neuen Beteiligungen und Investments will die Lloyd Fonds AG mittelfristig die Assets under Management von derzeit rund 1,4 Milliarden Euro auf 3 Milliarden Euro erhöhen.
Der positive Geschäftsverlauf im Jahr 2016, das wiederrum positive Unternehmensergebnis in Verbindung mit der erfreulichen Entwicklung des Aktienkurses zeigen, dass die Lloyd Fonds AG auf einem guten Weg ist, sich nachhaltig in dem wandelnden Markt zu etablieren.
Chancen
Gesamtaussage
Die Lloyd Fonds AG hat das Jahresergebnis in Höhe von 3,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2016, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zum zweiten Mal mehr als verdoppelt. Das Unternehmen wird von einer soliden wirtschaftlichen Basis aus agierend, die strategische Neuausrichtung kontinuierlich vorantreiben. Unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen Stärken und Kompetenzen ist die Lloyd Fonds AG bestrebt, dieses Chancenpotenzial bestmöglich auszuschöpfen. Wesentliche Chancen ergeben sich aus folgenden Entwicklungen:
Umfeld- und marktbezogene Chancen
Durch das anhaltend niedrige Zinsniveau steigt die Attraktivität von Investitionen in Sachwerte. Es besteht ein hoher Anlagebedarf von institutionellen und privaten Investoren nach Sachwertinvestitionen. Die Lloyd Fonds AG sieht daher ein großes Marktpotenzial für insbesondere neue und innovative sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen.
Neue Beteiligungs-Investments
Trends erkennen, Marktchancen nutzen und die Bedürfnisse institutioneller und privater Investoren berücksichtigen, das sind heute die größten Herausforderungen für Investment- und Assetmanager. Mit neuen Investitionsmöglichkeiten, wie der Investition in den sozialen Wohnungsbau in deutschen Großstädten über aktienbasierte Investments, zeigt die Lloyd Fonds AG ihr Innovationspotenzial. Mit neuen Projekten wie diesem will das Unternehmen die Positionierung als Investment- und Assetmanager weiter ausbauen.
Chancen aus Transparenz
Ein wichtiges Entscheidungskriterium institutioneller Investoren bei einer Investition ist Transparenz. Der Markt für sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen ist heute nahezu vollständig reguliert und damit deutlich transparenter. Zudem erfüllt die Lloyd Fonds AG als börsennotiertes Unternehmen im Scale-Segment an der Frankfurter Wertpapierbörse wesentliche Transparenzanforderungen dieser Investoren. Dadurch können sich neue Absatzchancen für die Lloyd Fonds AG insbesondere bei institutionellen Anlegern ergeben
Kompetenz und langjährige Erfahrung im aktiven Assetmanagement
Die Lloyd Fonds AG gehört mit ihrer über 20-jährigen Historie zu den erfahrensten Sachwertanbietern der Branche. Seit Unternehmensgründung im Jahr 1995 investierten über 53.000 Anleger in über 100 Sachwertinvestments mit einem Gesamtvolumen von rund 5 Mrd. €. Durch das aktive Assetmanagement des Portfolios können zudem zusätzliche Einnahmen generiert werden. Durch die langjährige Erfahrung als Assetmanager können sich nennenswerte Chancen für die Lloyd-Fonds AG ergeben.
Solide finanzielle Basis für Wachstum
Das genehmigte Kapital von 13.734.963 Aktien sowie die bestehenden Liquiditätsreserven schaffen die Voraussetzung für die Finanzierung des weiteren Wachstums der Lloyd Fonds AG.
Schlusserklärung
Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Abs. 3 AktG: “Bei unserer Gesellschaft haben in Beziehung zu den herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr keine berichtspflichtigen Vorgänge vorgelegen.”
Hamburg, den 27. März 2017
Der Vorstand der Lloyd Fonds AG
gez. Dr. Torsten Teichert