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LAIQON AG Annual Report 2015

Jun 30, 2016

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Annual Report

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Lloyd Fonds Aktiengesellschaft

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

GESCHÄFTSBERICHT 2015

Konzernzahlen

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in Mio. € 2015 2014 2013
Umsatzerlöse 11,4 10,0 13,3
Wiederkehrende Erlöse 9,3 9,5 10,6
EBIT 0,6 -0,4 0,1
Konzernperiodenergebnis 1,6 0,8 1,1
EBIT-Marge (in %) 5,4 -4,5 0,8
Umsatzrendite (in %) 13,7 7,5 8,5
Bilanzsumme 28,2 27,8 26,9
Eigenkapital 18,4 16,8 16,0
Eigenkapitalquote (in %) 65,3 60,5 59,4
Ergebnis je Aktie (in €) 0,17 0,03 0,04
Dividende je Aktie (in €) 0,07 0,00 0,00
Mitarbeiterzahl (zum 31.12.) 43 52 55
Personalaufwand 4,0 4,7 5,0

Prozentzahlen werden auf T€-Zahlen ermittelt.

Investitionen in Sachwerte

Reale Sachwerte haben seit langer Zeit eine besondere Stellung im Anlagenportfolio institutioneller und privater Investoren. Ihre Bedeutung ist in den letzten Jahren noch deutlich gestiegen.

Die Identifizierung zukunftsfähiger Assets, deren Strukturierung zu profitablen Investments sowie das langfristige wertsteigernde Management und der erfolgreiche Assetverkauf stehen im Zentrum der Arbeit der Lloyd Fonds AG. Dabei bringen wir Assets und Investoren in der jeweils bestmöglichen Struktur für die einzelnen Kunden zusammen. Entscheidend für den Erfolg der Investments ist das professionelle Management, das durch uns gewährleistet wird.

Als Multi Investment- und Assetmanager mit über 20-jähriger Erfahrung haben wir fundierte Kenntnisse über die Märkte und deren Entwicklungspotenziale, ein umfangreiches Netzwerk mit Zugang zu den Assets, Zugang zu Investoren und das für die Strukturierung und das Management der Assets notwendige Know-how. Den Investoren stellen wir ein umfangreiches Reporting zur Verfügung. Bisher haben wir über 100 Investments in Sachwerte aufgelegt, mit denen ein Gesamtvolumen von rund 5 Mrd. € insbesondere in den Bereichen Schifffahrt, Immobilien, Flugzeuge, Erneuerbare Energien und Private Equity finanziert wurde. Die Lloyd Fonds AG ist seit dem Jahr 2005 an der Börse notiert und seit April 2013 im Entry Standard der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet.

Die Lloyd Fonds AG hat ihren Sitz in der Amelungstraße 8 -10 in der Innenstadt von Hamburg, zwischen Alster, Hafen und neuer Elbphilharmonie.

Vorwort des Vorstands

Dr. Torsten Teichert

Vorstand der Lloyd Fonds AG

Dr. Torsten Teichert studierte Literaturwissenschaften, Anglistik und Soziologie in Kiel, Providence (USA) und Hamburg. Anschließend promovierte er 1986 mit einer Arbeit über den Hamburger Schriftsteller Hubert Fichte. Von 1986 bis 1988 war Dr. Teichert persönlicher Referent des Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Dr. Klaus von Dohnanyi. Danach leitete er sieben Jahre die Hamburger kulturelle Filmförderung. Nach fünf Jahren als Projektentwickler von Immobilien wurde Dr. Teichert im Juli 2000 Vorsitzender der Geschäftsführung bei Lloyd Fonds. Im Jahr 2001 wurde er Vorstandsvorsitzender der Lloyd Fonds AG.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, verehrte Kunden und Geschäftspartner,

20 Jahre Lloyd Fonds. 10 Jahre davon an der Börse. Diese beiden Jubiläen gab es im vergangenen Jahr. Nicht ohne Stolz können wir sagen, dass die Lloyd Fonds AG mit über 100 strukturierten Anlageprodukten und einem Investitionsvolumen von rund 5 Mrd. € seit 1995 heute zu den etablierten Multi Investment- und Assetmanagern am deutschen Markt gehört. Seit der Unternehmensgründung vor nunmehr 21 Jahren hat sich der Markt immer wieder verändert. Das Unternehmen hat sich an neue Marktgegebenheiten angepasst und sich weiterentwickelt - auch und gerade in Zeiten des Umbruchs und der Marktkonsolidierung.

Während der Bereich Schifffahrt, auf den rund drei Viertel des Gesamtinvestitionsvolumens entfallen, für uns historisch die bedeutendste Assetklasse ist, haben wir mit großer Expertise auch zahlreiche Investments in anderen Bereichen getätigt: Immobilien, Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity und Britische Kapitallebensversicherungen. Wir sind Experten in der Strukturierung und der Platzierung von sachwertbasierten Produkten ebenso wie im langfristigen Assetmanagement eben dieser Anlagen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. So konnten wir im Jahr 2015 die Auszahlungen der 66 von uns aktiv gemanagten Fonds gegenüber dem Vorjahr um rund 7 Mio. € auf knapp 60 Mio. € erhöhen. Das entspricht einer Auszahlung von rund vier Prozent auf das investierte Eigenkapital.

Insgesamt sind vier Prozent in Zeiten der Niedrigzinspolitik ein durchaus attraktives Ergebnis für unsere Anleger. Ausführliche Informationen zu unseren Fonds und zur Gesamtperformance unseres Assetmanagements können Sie dem "Performance Bericht 2014/2015" entnehmen, den Sie auf unserer Homepage finden.

Der Beginn des Berichtsjahres 2015 war geprägt von unserem Angebot an elf Schifffahrtsgesellschaften, die Schiffe in die Lloyd Fonds AG einzubringen. Obwohl insgesamt über 50 Prozent der Anleger das wegweisende Konzept befürworteten, konnte das Projekt letztendlich nicht umgesetzt werden, weil die KG-Gesellschaftsverträge für eine solche Einbringung in jedem Einzelfall eine Mehrheit von 75 Prozent vorsahen. Angesichts der jüngsten Entwicklung der Schifffahrtsmärkte wissen wir heute, dass das aktuelle Umfeld die erfolgreiche Entwicklung einer solchen Schifffahrts-AG nicht leichter gemacht hätte.

Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass eine flottenbasierte Assetfinanzierung im Rahmen einer Aktiengesellschaft langfristig das zukunftsweisende Konzept für die internationale Schiffsfinanzierung ist. Wenn dieses Konzept auch auf die bestehende KG-Flotte ausgeweitet werden soll, bedarf es dazu allerdings einer noch stärkeren Unterstützung durch die Banken und die derzeitigen Anleger.

Wir konnten das institutionelle Neugeschäft im Berichtszeitraum weiter deutlich ausbauen. Zu den von der Lloyd Fonds AG im Berichtsjahr organisierten und strukturierten Transaktionen in diesem Bereich zählen die Realisierung eines neuen städtischen Auszubildendenwohnheims in Hamburg und der anschließende Verkauf an eine renommierte Hamburger Stiftung sowie die Umfinanzierung eines Hotelportfolios in Deutschland und Österreich. Insgesamt belief sich das Gesamtinvestitionsvolumen dieser Transaktionen auf rund 80 Mio. €. Damit ist es der Lloyd Fonds AG im vergangenen Jahr gelungen, sich im institutionellen Geschäft der sachwertbasierten Assetfinanzierung zu positionieren.

Insgesamt hat unser Unternehmen das Geschäftsjahr mit einem positiven Konzernergebnis von 1,6 Mio. € abgeschlossen. Maßgeblich für dieses nunmehr im dritten Jahr positive Ergebnis waren neben den laufenden Erträgen aus dem Assetmanagement vor allem Erlöse aus der Strukturierung und Platzierung der oben genannten Transaktionen für professionelle Investoren - ein Geschäftsbereich, den wir auch im laufenden Geschäftsjahr maßgeblich ausbauen werden.

Der eigentliche Motor des Wandels, den wir alle heute erleben, sind nicht primär politische Vorgaben wie z.B. das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), sondern vielmehr die veränderten Bedürfnisse der Investoren. Für unsere zukünftige Arbeit gehen wir von drei grundlegenden Prämissen aus.

Erstens: Sachwertbasierte Investments werden in Zeiten voraussichtlich lang anhaltender Niedrigzinspolitik weiter stark nachgefragt. Insbesondere institutionelle Investoren setzen in hohem Maße auf reale Assets. Hochwertige Assets zu beschaffen, wird immer schwieriger. Es bedarf größter Expertise, für Investoren die geeigneten Investments nach deren individuellen Bedürfnissen zu strukturieren. Produkte von der Stange wird es so nicht mehr geben.

Zweitens: Die Fungibilität einer Anlage ist heute ebenso ein Investitionskriterium wie ein adäquates Risiko-Rendite-Verhältnis.

Drittens: Wir sind davon überzeugt, dass Multi Investment- und Assetmanagern wie der Lloyd Fonds AG die Zukunft gehört. Unternehmen müssen breit aufgestellt sein, um den differenzierten Anlegeransprüchen gerecht zu werden und flexibel auf Markttrends reagieren zu können. Diese Voraussetzung erfüllen wir.

Unser Geschäftsmodell ist klar: Die Lloyd Fonds AG ist ein erfahrener Investment- und Asstetmanager insbesondere für die Bereiche Schifffahrt und Immobilien. Hier sehen wir unsere Zukunft. Wir haben unsere sehr gute Liquiditätsbasis im letzten Jahr dafür genutzt, neue innovative Produkte zu entwickeln, die zu unserem Geschäftsmodell passen und die im laufenden Geschäftsjahr umgesetzt werden sollen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir damit unsere Marktposition nachhaltig ausbauen können.

Unser wachsendes Neu-Geschäft und unser sehr aktives Assetmanagement bilden die Basis dafür, dass wir im laufenden Jahr mit einer weiteren kräftigen Steigerung unseres Ergebnisses auf 2 bis 3 Mio. € rechnen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Aktie sich vor diesem Hintergrund positiv entwickeln sollte.

Die positive Entwicklung der vergangenen Jahre, unsere sehr gute Liquiditätssituation sowie die Tatsache, dass unser Unternehmen nach der endgültigen Enthaftung 2012 keine maßgeblichen Verbindlichkeiten mehr hat, ermöglichen es uns, in diesem Jahr erstmals wieder eine Dividende zahlen zu können. Ein entsprechender Beschlussvorschlag von 7 Cent pro Aktie liegt der Hauptversammlung vor.

Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Arbeit. Unseren Anlegern und Aktionären sowie unseren Geschäftspartnern danken wir für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit.

Mit besten Grüßen

Dr. Torsten Teichert

Unser Unternehmen

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

das im dritten Jahr in Folge positive Konzernergebnis der Lloyd Fonds AG macht deutlich, dass das Unternehmen auf der Basis einer stabilen Kostengrundlage auf dem richtigen Weg ist, sich in dem wandelnden Markt für sachwertbasierte Kapitalanlageprodukte nachhaltig zu positionieren. In Zeiten der anhaltenden Niedrigzinspolitik - die sich im Berichtszeitraum ebenso wie die weiter anhaltende Schifffahrtskrise zum achten Mal jährte - suchen die Anleger zunehmend nach soliden Investments in Sachwerte. Das gilt insbesondere für institutionelle Investoren. Während das Geschäft im Retailbereich branchenweit nach wie vor schleppend verlief, gewinnt das institutionelle Geschäft zunehmend an Bedeutung - auch für den Investment- und Assetmanager Lloyd Fonds. So hat das Unternehmen im Berichtszeitraum als Berater die Realisierung eines neuen städtischen Auszubildendenwohnheims in Hamburg begleitet sowie dessen Verkauf an eine renommierte Hamburger Stiftung arrangiert. Darüber hinaus wurde die Refinanzierung eines Hotelportfolios einer österreichischen Hotelgruppe strukturiert und organisiert. Damit ist es der Lloyd Fonds AG im vergangenen Jahr gelungen, sich im institutionellen Geschäft der sachwertbasierten Assetfinanzierung zu positionieren. Nun gilt es, diesen Bereich weiter auszubauen und innovative Produkte zu entwickeln, um die Marktposition nachhaltig zu festigen.

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat im Geschäftsjahr 2015 seine zugewiesenen Aufgaben gemäß Gesetz und Satzung wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und überwacht. Der Vorstand berichtete zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich über die Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, den Gang des Geschäfts, das Risikomanagement sowie die Lage und Aussichten der Gesellschaft. Wesentlicher Bestandteil der Beratungen war im ersten Halbjahr 2015 die geplante Neuausrichtung des Unternehmens zur börsennotierten Schifffahrtsgesellschaft, die trotz weit überwiegend sehr positiver Resonanz letztendlich nicht umgesetzt werden konnte.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat sich im vergangenen Geschäftsjahr insbesondere mit folgenden Themen beschäftigt:

Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses 2014
Erörterung des Halbjahresfinanzberichts 2015
Analyse und Diskussion der strategischen Weiterentwicklung der Lloyd Fonds AG zur Schifffahrts-AG
Analyse und Diskussion der Marktentwicklung inklusive veränderter regulatorischer Rahmenbedingungen und sich daraus ergebender strategischer Alternativen für die Lloyd Fonds AG
Analyse und Diskussion der Abweichungen von der Unternehmensplanung
Analyse und Diskussion der Marktentwicklung in den für die Lloyd Fonds AG relevanten Assetmärkten auch unter Berücksichtigung des Scheiterns der Schifffahrts-AG
Analyse und Diskussion der Geschäftsverläufe bei den Gesellschaften mit einer bestehenden Mehrheitsbeteiligung bzw. assoziierten Unternehmen der Lloyd Fonds AG, insbesondere der KALP GmbH. Diskussion der Konsequenzen aus der Insolvenz der KALP GmbH.

Sitzungen

Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2015 sieben Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Am 14. Juli sowie am 1. Dezember 2015 traf sich der Aufsichtsrat zu Präsenzsitzungen. Am 6. Januar, 5. Februar, 31. März, 29. Mai und 2. September tagte der Aufsichtsrat im Rahmen von insgesamt fünf Telefonkonferenzen.

Die Aufsichtsräte haben sich darüber hinaus zu Einzelfragen untereinander telefonisch ausgetauscht. Beschlüsse wurden sowohl in den Präsenzsitzungen, im Rahmen der Telefonkonferenzen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Alle Vorgänge, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand vorgelegt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand darüber hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat keine Ausschüsse gebildet. Er überprüft jährlich einmal seine Arbeit. Daraus ergeben sich einzelne Hinweise für die Verbesserung seiner Arbeit, die kurzfristig umgesetzt werden.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Im Rahmen der Hauptversammlung am 14. Juli 2015 wurde die TPW GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 zum Jahresabschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Der von der Lloyd Fonds AG nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 und der Konzernlagebericht sowie der nach den Vorschriften des HGB erstellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der Lloyd Fonds AG wurden vom Abschlussprüfer geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss haben von den Wirtschaftsprüfern jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Außerdem wurde das von der Lloyd Fonds AG gemäß KonTraG unterhaltene Risikofrüherkennungssystem von den Abschlussprüfern geprüft. Die Prüfung ergab, dass das Risikofrüherkennungssystem sämtlichen gesetzlichen Anforderungen vollständig entspricht.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Gesellschaft, den Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers geprüft. Alle Unterlagen standen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend besprochen und ausgewertet. Der Abschlussprüfer nahm an der Besprechung teil und erläuterte den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und referierte über die Ergebnisse der Abschlussprüfungen. Alle Fragen der Sitzungsteilnehmer wurden beantwortet. Der Aufsichtsrat stimmte nach den Beratungen am 7. Juni 2016 dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hatte nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände zu erheben und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hatte nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung auch keine Einwände gegen den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und billigte diese.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstands zu und wird der Hauptversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 1.235.107,72 € wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,07 € je Stückaktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 9.156.642,00 € an die Aktionäre 640.964,94 €
Vortrag auf neue Rechnung 594.142,78 €

Prüfung des Abhängigkeitsberichts

Der Vorstand hat den von ihm gemäß § 312 AktG aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 (Abhängigkeitsbericht) dem Aufsichtsrat fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer bestätigte, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind. Der Bericht besagt, dass bei der Gesellschaft in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr keine berichtspflichtigen Vorgänge vorgelegen haben.

Erwartungen für das Geschäftsjahr 2016

Die Lloyd Fonds AG hat im Berichtsjahr 2015 ihr 20. Jubiläum gefeiert. Damit gehört das Unternehmen zu den etabliertesten Asset- und Investmentmanagern für sachwertbasierte Kapitalanlageprodukte in Deutschland.

Durch das erfolgreiche Bestandsmanagement steht das Unternehmen auf einer soliden Basis - das zeigt sich deutlich an dem im dritten Jahr in Folge positiven Konzernjahresergebnis von 1,6 Mio. € in 2015. Auf dieser Grundlage gilt es nun, das Unternehmen nachhaltig an die neuen Marktbedingungen anzupassen. Ziel ist es, die Wettbewerbsposition im Markt für sachwertbasierte Kapitalanlageprodukte, der derzeit insbesondere durch zunehmende Investitionsvolumina von institutionellen Anlegern durch starkes Wachstum geprägt ist, nachhaltig auszubauen. In diesem Zusammenhang plant die Lloyd Fonds AG sowohl Produkte im vollregulierten AIF-Segment als auch alternative Anlagevehikel aufzulegen. Der Aufsichtsrat wird die Lloyd Fonds AG bei der Ausweitung der Geschäftstätigkeit beraten und so eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens fördern.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Lloyd Fonds-Konzerns für die geleistete Arbeit und das vorbildliche Engagement. Die Amtszeit von Herrn Gunther Bonz als Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG endete mit der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Juli 2015. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Bonz für seine engagierte Arbeit in den vergangenen fünf Jahren. Darüber hinaus dankt der Aufsichtsrat den Aktionärinnen und Aktionären des Unternehmens für ihr Vertrauen in das Unternehmen.

Hamburg, den 7. Juni 2016

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Eckart Kottkamp

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Vorsitzender

Prof. Dr. Eckart Kottkamp promovierte nach seinem Studium zum Diplom-Ingenieur der Regelungs- und Nachrichtentechnik zum Dr.-Ing. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg verlieh ihm 1996 die Ehrenprofessur. Ab 1983 arbeitete Prof. Dr. Kottkamp bei dem Jungheinrich-Konzern, zunächst als Geschäftsführer Technik und ab 1988 als Vorsitzender des Vorstands. 1996 übernahm er den Vorsitz der Geschäftsführung der Claas KGaA. Von 2001 bis 2006 war er Alleingeschäftsführer der Hako Holding GmbH & Co. KG. Prof. Dr. Kottkamp ist seit 2006 Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG und seitdem auch dessen Vorsitzender.

Dr. Thomas Duhnkrack, stellvertretender Vorsitzender

Nach seiner Lehre zum Bankkaufmann und anschließendem Studium der Betriebswirtschaftslehre promovierte Dr. Thomas Duhnkrack 1983 in Hamburg zum Dr. rer. pol. Anschließend arbeitete er für die Deutsche Bank, wo er während seiner 20-jährigen Tätigkeit verschiedene Führungspositionen innehatte. Als Länderchef Japan zeichnete er langjährig für das Bankhaus in Tokio und war Mitglied des Asia-Pacific-Boards. Ab 1996 war er Mitglied der Geschäftsleitung Hamburg und verantwortete als Regionsleiter das Firmenkundengeschäft in Norddeutschland. 1998 wurde er zum Bereichsvorstand in Frankfurt berufen mit Zuständigkeit für das deutschlandweite Firmengeschäft und die weltweite Absatzfinanzierung. Von 2003 bis 2009 war er Mitglied des Vorstands der DZ Bank, verantwortete das Auslands- und Firmenkundengeschäft und war im Konzern u. a. Aufsichtsratsvorsitzender der DVB Bank SE. Dr. Thomas Duhnkrack ist seit 2010 als Unternehmer tätig und Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG.

Paul M. Leand Jr.

Paul M. Leand Jr. ist Chief Executive Officer und Geschäftsführer der AMA Capital Partners. Nach seinem Studium der Naturwissenschaften und Volkswirtschaft an der School of Management der Boston University war Herr Leand bei The First National Bank of Maryland tätig. Hier war er zunächst für den Geschäftsbereich Rail und anschließend für das Segment Internationale Schifffahrt verantwortlich. 1998 wechselte er zu AMA Capital Partners, wo er den Aufbau der Restrukturierungsabteilung im Bereich Schifffahrt verantwortete. Herr Leand wurde 2004 zum CEO der AMA Capital Partners bestellt. Paul M. Leand Jr. ist seit 2011 Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG.

Bote de Vries

Bote de Vries bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der internationalen Schiffsfinanzierung in den Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG ein. Nach dem Abschluss des Jurastudiums an der Universität Leiden arbeitete Herr de Vries zunächst als Jurist bei der Amro Bank und NIB (De Nationale Investeringsbank). Dort übernahm er später die Verantwortung für die Abteilung Schiffsfinanzierung bei der NIB Capital Bank. Im Jahr 2001 wechselte er zur DVB-Gruppe, wo er für die Schiffs- und Flugzeugfonds der Gruppe verantwortlich war. Seit 2009 ist Bote de Vries Geschäftsführer und Gründer des Finanzberatungsunternehmens Finamar, das vorwiegend im maritimen Bereich zuständig ist. Er ist seit 2015 Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG.

Jens Birkmann

Jens Birkmann ist Managing Director von AMA Capital Partners. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bremen sowie einem weiteren Studium der Finanzwissenschaften an der Université Paris-Sorbonne arbeitete Herr Birkmann als Finanzanalyst in der Vermögensverwaltungssparte der Crédit Lyonnais in Paris. Anschließend absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaft an der University of Pennsylvania und wurde daraufhin im Geschäftsbereich Akquisitionsberatung der Credit Suisse in London tätig. Im Jahr 2003 wechselte Jens Birkmann zu AMA Capital Partners. Er ist seit 2011 Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG.

Stephen Seymour

Stephen Seymour ist Managing Director bei Värde Partners Europe. Nach dem Abschluss eines Bachelor of Arts-Studiums in Politikwissenschaft an der Yale University arbeitete Herr Seymour als Finanzanalyst bei der Deutschen Bank in New York und anschließend als Senior Investment Officer bei Mid Europa Partners in London. Danach absolvierte er ein Studium in Rechtswissenschaften an der Columbia Law School in New York. 2009 trat Herr Seymour, nach seiner Tätigkeit bei Terra Firma Capital Partners, der Londoner Niederlassung von Värde Partners Europe bei. Er ist seit 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG.

Die Lloyd Fonds AG: Multi Investment- und Assetmanager

Schiffe

Im Schifffahrtsbereich wurden Ende 2015 insgesamt 34 Fonds gemanagt. Die Flotte der Lloyd Fonds AG umfasste insgesamt 44 Schiffe, darunter 27 Containerschiffe, 14 Produkten- und Rohöltanker und drei Multipurpose-Schiffe. Zu den Charterern der Containerschiffe zählen u. a. A. P. Møller-Mærsk und CMA CGM. Viele der Tanker werden in professionell gemanagten Pools wie z. B. dem Penfield-Pool eingesetzt. Zudem managt das Schifffahrts-Team von Lloyd Fonds drei von uns konzipierte Zweitmarktfonds für Schiffsbeteiligungen. Das Portfolio dieser Zweitmarktfonds umfasst Beteiligungen an 129 Containerschiffen, 45 Tankern, 14 Bulkern und vier Multipurpose-Schiffen. Die Performance im Schifffahrtsbereich ist aktuell sehr verschieden: Während die Containerschiffe nach wie vor unter der Krise leiden, gibt es im Tankerbereich sehr positive Ergebnisse. So leisteten die 10 Tanker-Fonds im Jahr 2015 Auszahlungen in Höhe von bis zu 40 Prozent an die Anleger.

Immobilien

Im Immobilienbereich managt die Lloyd Fonds AG 12 Fonds, darunter sieben Deutschland- und fünf Hollandfonds, mit einem Investmentvolumen von rund 420 Mio. €. Insgesamt werden 20 verschiedene Objekte vom Immobilien-Team der Lloyd Fonds AG verwaltet. Das Portfolio umfasst eine Mietfläche von über 165.000 Quadratmetern und ist an 46 Mieter vermietet. Investitionsschwerpunkt des Portfolios sind Büro- und Hotelimmobilien. Besonders erfolgreich ist die Performance der bisher vier von der Lloyd Fonds AG aufgelegten Hotelfonds. Die sechs Hotels dieser Fonds haben zusammen rund 1.400 Zimmer und eine Mietfläche von über 70.000 Quadratmetern. Drei der Hotels werden von der Motel One-Gruppe betrieben, zwei von der TUI-Gruppe, eines von der Lindner AG. Lloyd Fonds war eines der ersten Unternehmen, das Hotels der Motel One-Gruppe als Fondsinvestments anbot.

Flugzeuge

Die Lloyd Fonds AG hat seit 2007 bisher vier Flugzeugfonds mit einem Investitionsvolumen von rund 350 Mio. € aufgelegt. Prominentestes Asset im aktuellen Management der Lloyd Fonds AG ist ein Airbus A380, der langfristig an Singapore Airlines verleast ist. Neben dem A380 besteht die Flotte aus einem Airbus A340/600, der an die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic verleast ist, und aus zwei an die deutsche Airline Germania verleaste Mittelstreckenflugzeuge des Typs Airbus A319. Das Durchschnittsalter der Flotte beträgt sieben Jahre. Der vierte Fonds umfasst ein breit diversifiziertes Flugzeugportfolio, das von Guggenheim Aviation Partners gemanagt wird. Im vergangenen Jahr wurde mit einer Boeing 747 das letzte Asset veräußert, nachdem bereits im Jahr 2014 45 Flugzeuge erfolgreich verkauft werden konnten.

Erneuerbare Energien

Die Lloyd Fonds AG managt aktuell zwei Energieparks mit insgesamt 12 Windkraftanlagen in Deutschland und Schottland. Ein Park mit insgesamt neun Windenergieanlagen des Typs Vestas V80 liegt in der Nähe von Aachen. Im Jahr 2015 produzierte dieser Windpark 40,67 Mio. Kilowattstunden Strom. Zudem managt das Lloyd Fonds-Team drei weitere Windkraftanlagen des Herstellers Nordex mit einer Nennleistung von jeweils 2,5 Megawatt in den schottischen Highlands in der Ortschaft Lairg. Bereits im Jahr 2007, 15 Jahre vor dem ursprünglich geplanten Exit im Jahr 2022, wurde der im Jahr 2002 aufgelegte "Windpark Coppanz", der in insgesamt acht Windenergieanlagen investierte, mit einer Rendite von 5,3 Prozent p. a. nach Steuern verkauft.

Private Equity

Die Lloyd Fonds AG ist seit dem Jahr 2006 im Private Equity-Bereich mit einem im Jahr 2006 aufgelegten Fonds tätig. Der "Global Partnership" investiert über einen von der amerikanischen Investmentgesellschaft Neuberger Berman gemanagten Dachfonds mit einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Mrd. US-$ überwiegend in Buy-out-Beteiligungen in den USA. Der Dachfonds hat mit den bisher getätigten Investitionen eine hohe Branchendiversifikation erreicht. Über die Zielfonds beteiligte sich der Dachfonds beispielsweise aktuell an Eltel, einem führenden europäischen Anbieter von technischen Dienstleistungen für Infrastrukturnetzwerke, oder an der US-amerikanischen Restaurantkette Fazoli's.

Britische Kapitallebensversicherungen

Die Lloyd Fonds AG managt acht britische Kapitallebensversicherungsfonds mit einem Investitionsvolumen von rund 270 Mio. €. Insgesamt wurden per Ende 2015 rund 3.600 Policen von rund 250 Versicherungsunternehmen in den Fonds betreut. Der Lebensversicherungssektor hat immer noch mit den niedrigen Zinsen zu kämpfen, dennoch leisteten die Fonds im Jahr 2015 substanzielle Auszahlungen an die Investoren. Britische Policen können in der Regel langfristig höhere Erträge erwirtschaften als deutsche, denn britische Versicherungsunternehmen dürfen mehr Kapital in Aktien investieren.

Die Aktie

DAX unterliegt starken Marktschwankungen

Während sich der deutsche Aktienmarkt seit Jahresbeginn 2016 sehr volatil entwickelte, schloss der deutsche Leitindex DAX zum Jahresende 2015 mit einem Plus von fast 10 Prozent und entwickelte sich damit - trotz großer Schwankungen im Jahresverlauf - insgesamt positiv. Viele Faktoren, wie beispielsweise die Talfahrt des Ölpreises, die Kriege in der Ukraine und in Syrien, die Terroranschläge in Paris, der Crash an den chinesischen Börsen, die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank, beeinflussten im Berichtsjahr das Geschehen an den Finanzmärkten und sorgte für einen sehr volatilen Verlauf. Entsprechend zeigte sich auch der Verlauf des DAX. Der Index verbuchte am 10. April 2015 mit 12.375 Punkten ein neues Allzeithoch. Gut fünf Monate später war die Euphorie deutlicher Ernüchterung gewichen. Das Börsenbarometer rutschte zeitweilig auf unter 9.500 Punkte - ein Minus von rund 24 Prozent gegenüber dem Stand im April. Insgesamt konnte sich das Börsenjahr 2015 dennoch sehen lassen, der DAX legte seit Jahresbeginn von 9.765 auf 10.743 Punkte am 30. Dezember 2015 zu.

Nach einem schwachen Jahresstart 2016 hat sich der Leitindex inzwischen wieder erholt und ist Mitte März erstmals seit Anfang Januar wieder über die Marke von 10.000 Punkten geklettert. Auch der MDax als Börsenbarometer für die Aktien mittelgroßer Unternehmen und der Technologiewerte-Index TecDax konnten wieder zulegen.

Der Markt reagierte damit auf die jüngste geldpolitische Entscheidung der EZB, mit der diese die Liquiditätsversorgung von Banken und Märkten noch einmal deutlich hochgefahren hat. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung an den Aktienmärkten wird neben der Entwicklung der Weltwirtschaft aber auch der weitere Konjunkturverlauf in Deutschland sein. Die Prognosen sind weiterhin optimistisch. Der niedrige Ölpreis und der für die Exportwirtschaft Deutschlands momentan günstige Wechselkurs des Euro bleiben neben der positiven Entwicklung in den Dienstleistungsbereichen voraussichtlich weitere Stützen der Konjunktur.

Entwicklung der Lloyd Fonds-Aktie

Die Lloyd Fonds-Aktie beendete das abgelaufene Jahr mit einem Plus von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Börsenschlusskurs zum Jahresende wurde mit 1,51 € festgestellt. Im Jahresverlauf 2015 wurden täglich im Durchschnitt 4.221 Aktien gehandelt. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens lag zum Jahresende bei rund 13,8 Mio. €.

Die Kursentwicklung war wesentlich durch das am 6. Februar 2015 von der Lloyd Fonds AG unterbreitete Angebot an elf von der Gesellschaft initiierte Schifffahrtsgesellschaften geprägt, ihre Schiffsbetriebe einschließlich der Schiffe in die Lloyd Fonds AG im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung einzubringen. Nach Bekanntgabe des Angebots stieg der Kurs der Lloyd Fonds AG bei einem lebhaften Aktienhandel in der Spitze am 4. März auf 3,03 €. Obwohl die Mehrheit der Anleger das Konzept befürwortete, wurde bei nur einer der insgesamt elf Schifffahrtsgesellschaften die zur Einbringung in die Lloyd Fonds AG erforderliche Mehrheit von 75 Prozent des Kommanditkapitals erreicht, sodass das Konzept letztendlich nicht umgesetzt werden konnte. Der Kurs der Lloyd Fonds-Aktie fiel daraufhin am 8. April auf 1,85 €. Danach stabilisierte sich der Kurs auf einen Jahresdurchschnitt von 1,73 €. Zu dieser positiven Entwicklung des Aktienkurses hat die Bekanntgabe des erneut positiven Konzernergebnisses für das Jahr 2014 in Höhe von 0,8 Mio. € und des positiven Halbjahresergebnisses 2015 in Höhe von 0,7 Mio. € beigetragen. Maßgeblich dafür waren die wiederkehrenden Erlöse aus dem aktiven Management des Investmentportfolios als auch die erfolgreiche Umsetzung von zwei Immobilienprojekten mit institutionellen Investoren.

Kenndaten der Lloyd Fonds-Aktie

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Börsenkürzel WKN A12UP2, ISIN DE000A12UP29, Reuters L10A
Börsenplatz Freiverkehr Frankfurt (Entry Standard), Xetra; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart und Tradegate
Marktsegment Entry Standard
Grundkapital (31. Dezember 2015) Rund 9,16 Mio. €
Designated Sponsor Oddo Seydler Bank AG
Erster Handelstag 28. Oktober 2005
Gattung Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 €
Aktienanzahl (31. Dezember 2015) 9.156.642 Stück
Höchstkurs 2015 3,03 €
Tiefstkurs 2015 1,19 €
Durchschnittskurs 2015 1,73 €
Kurs (30. Dezember 2015) 1,51 €
Börsenwert (30. Dezember 2015) 13,8 Mio. €

Aktionärsstruktur bleibt stabil

Aktionärsstruktur in %

* Gründungsgesellschafter

Aktionäre von Unternehmen, deren Aktien im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notieren, unterliegen nicht der Stimmrechtsmitteilung nach WpHG. Die Darstellung der Aktionärsstruktur erfolgt nach bester Kenntnis der Gesellschaft. Stand: Mai 2016.

Die Aktionärsstruktur stellt sich unverändert wie folgt dar: Großaktionär ist die ACP Fund V LLC mit einem Anteil von 49,9 Prozent. Den zweitgrößten Aktienanteil hält die B&P-T Treuhandgesellschaft mit rund 10,2 Prozent. Die Wehr Schiffahrts KG hält rund 3,3 Prozent der Stimmrechte. Der Aktienanteil von Dr. Torsten Teichert, Vorstand, beläuft sich auf rund 3,2 Prozent. Rund 33,4 Prozent der Lloyd Fonds-Aktien befinden sich im Streubesitz.

Ordentliche Hauptversammlung 2015

Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Juli 2015 begrüßte die Lloyd Fonds AG rund 80 Aktionärinnen und Aktionäre in Hamburg. Die Präsenz wurde mit 6.335.972 Aktien festgestellt, damit waren 69,2 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals der Gesellschaft auf der Hauptversammlung vertreten. Nach dem Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2014 stand Dr. Teichert ausführlich für Fragen zum abgeschlossenen Geschäftsjahr und zur Unternehmensstrategie zur Verfügung. Die Aktionäre haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 entlastet, die TPW GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft zum Jahres- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 gewählt sowie Herrn Bote de Vries zum Aufsichtsrat gewählt. Allen Tagesordnungspunkten wurde mit Quoten von nahezu 100 Prozent zugestimmt.

Offene und transparente Investor Relations-Arbeit

Dem Marktumfeld begegnet der Bereich Investor Relations der Lloyd Fonds AG mit einer transparenten, direkten und kontinuierlichen Finanzkommunikation. So standen der Lloyd Fonds-Vorstand und die Investor Relations-Abteilung den Aktionärinnen und Aktionären und der Öffentlichkeit persönlich, telefonisch und per Mail für Fragen, Anmerkungen und Auskünfte zur Verfügung, um den Anspruchsgruppen eine realistische Einschätzung der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens zu ermöglichen.

Mit dem Wirksamwerden der Marktmissbrauchsverordnung ("MMVO") am 3. Juli 2016 werden Kernmaterien des Kapitalmarktrechts europaweit vereinheitlicht und neue Regeln für den Entry Standard in Kraft gesetzt, die im Prime Standard bereits seit Jahren erfüllt werden müssen. Dies betrifft vor allem das Insiderrecht, die Ad-hoc-Publizität sowie das Verbot der Marktmanipulation und der Eigengeschäfte durch Führungskräfte (Directors Dealings). Die Lloyd Fonds AG war bis zum Eintritt in den Entry Standard im April 2013 im Prime Standard notiert und ist vor diesem Hintergrund mit den ab Mitte dieses Jahres geltenden Regeln langjährig vertraut.

Konzernlagebericht

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftstätigkeit

Die Lloyd Fonds AG ist seit über 20 Jahren als Multi Investment- und Assetmanager auf sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen sowie deren professionelles Management spezialisiert. Das Unternehmen ist seit dem Jahr 2005 börsennotiert und wird - nach acht Jahren im Prime Standard - seit April 2013 im Entry Standard der Deutschen Börse in Frankfurt gehandelt.

Mit ihren Experten-Teams entwickelt, vertreibt und managt die Lloyd Fonds AG sachwertbasierte Investments für institutionelle Investoren und Privatanleger. Seit ihrer Gründung 1995 hat die Lloyd Fonds AG 105 geschlossene Investments und einen offenen Schiffsfonds mit einem Investitionsvolumen von rund 5 Mrd. € aufgelegt. Zu den geschlossenen Fonds zählen 72 Schiffsfonds, 3 Schiffs-Zweitmarktfonds, 12 Immobilienfonds, 4 Flugzeugfonds, 3 Fonds mit Erneuerbaren Energien, 8 Fonds mit Britischen Kapitallebensversicherungen, 2 Portfoliofonds sowie 1 Fonds im Bereich Private Equity.

Neben dem Assetmanagement bestehender und zukünftiger Investments stehen die Identifizierung zukunftsfähiger Assets sowie deren Strukturierung zu profitablen Investments im Zentrum der Arbeit der Lloyd Fonds AG.

Aufgrund der langen Firmenhistorie verfügt das Unternehmen über ein solides internationales Netzwerk an Partnern und einen exzellenten Marktzugang, der es dem Unternehmen erlaubt, Markttrends zu identifizieren und erstklassige Produkte für seine Anleger anzubieten.

1.2 Organisation und Führungsstrukturen

Als börsennotiertes Unternehmen wird die Geschäftstätigkeit der Lloyd Fonds AG durch den Aufsichtsrat kontrolliert. Die Besetzung des sechsköpfigen Aufsichtsrats änderte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Jahr 2014. Nach Ende der fünfjährigen Amtszeit von Herrn Gunther Bonz wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Juli 2015 Herr Bote de Vries, Geschäftsführer und Gründer des Finanzberatungsunternehmens Finamar, als neues Aufsichtsratsmitglied gewählt. Alle weiteren Aufsichtsratspositionen blieben unverändert bestehen.

Ende Januar 2015 verließ Dr. Joachim Seeler, der als Vorstand die Bereiche Immobilien, Vertrieb und Treuhand verantwortete, das Unternehmen. Entsprechend verantwortet Herr Dr. Torsten Teichert nunmehr als alleiniger Vorstand neben den Bereichen Schifffahrt & weitere Assets (Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity, Britische Kapitallebensversicherungen), Finanzen und Verwaltung auch die ehemals von Herrn Dr. Seeler geführten Ressorts.

Die leitenden Positionen unterhalb der Vorstandsebene sind mit erfahrenem Management besetzt. Die Unternehmenskultur des Lloyd Fonds-Konzerns ist durch flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege geprägt, die zu einer effektiven Organisation im Rahmen der Matrix-Struktur führen. Per 31. Dezember 2015 waren 43 (Vj.: 52) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

Beteiligungsstruktur des Lloyd Fonds-Konzerns (per 31. Dezember 2015)

1.3 Rechtliche Struktur

Der Lloyd Fonds-Konzern verfügt unter anderem über 18 verbundene Tochterunternehmen, die gemäß Rechnungslegungsstandard IFRS vollkonsolidiert werden, sowie 91 assoziierte Unternehmen. Eines der 18 vollkonsolidierten Unternehmen der Lloyd Fonds AG ist die Lloyd Treuhand GmbH, die die Kommunikation mit den Anlegern vornimmt. Eine Übersicht über die Beteiligungsstruktur des Lloyd Fonds-Konzerns ist auf Seite 16 dieses Geschäftsberichts abgebildet. Zudem wird ab Seite 77 ff. der Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB dargestellt.

1.4 Wertmanagement und Steuerungssysteme

Das Unternehmen verfügt über ein internes Planungs- und Steuerungssystem, das es ermöglicht, auf Veränderungen des Marktes und des Umfelds zeitnah und effizient reagieren zu können. Abweichungen von strategischen und operativen Zielen werden so erkannt und entsprechende Adjustierungsaktivitäten eingeleitet. Wesentlicher Bestandteil des internen Steuerungssystems ist das ausführliche Berichts- und Informationswesen. Eine mehrjährige Unternehmensplanung, die im Rahmen eines rollierenden Systems den sich verändernden Bedingungen angepasst wird, bildet die Grundlage für die Finanzplanung. Diese integriert die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Liquiditätsentwicklung. Im Rahmen von monatlichen Berichten wird der Vorstand der Lloyd Fonds AG in einem Plan-Ist-Vergleich über alle relevanten Kennzahlen informiert. Kommt es zu wesentlichen Abweichungen, wird dies unverzüglich an die entsprechenden Entscheidungsträger kommuniziert.

Das Konzernergebnis bildet die zentrale Steuerungsgröße der Lloyd Fonds AG. Im Berichtsjahr konnte die Lloyd Fonds AG ein positives Konzernperiodenergebnis von 1,6 Mio. € erwirtschaften. Nach dem Vorjahresergebnis von 0,8 Mio. € ist dies das dritte Jahr in Folge mit einem positiven Jahresergebnis. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) bildet eine weitere Steuerungsgröße der Lloyd Fonds AG. Im Geschäftsjahr 2015 lag das EBIT bei 0,6 Mio. € (Vj.: -0,4 Mio. €).

Maßgebliche Steuerungsgrößen sind zudem Erlöse aus den Assets under Management (wiederkehrende Erträge) und das realisierte Volumen neuer Projekte. Im Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die wiederkehrenden Erlöse auf 9,3 Mio. € (Vj.: 9,5 Mio. €). Mit der Beratung bei der Realisierung eines Auszubildendenwohnheims sowie dessen Verkauf an eine renommierte Hamburger Stiftung und der Organisation der Refinanzierung einer namhaften österreichischen Hotelgruppe hat die Lloyd Fonds AG im Berichtsjahr 2015 Transaktionen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 80 Mio. € umgesetzt.

Grundlage einer soliden und nachhaltigen Planung sind darüber hinaus eine angemessene Eigenkapitalausstattung sowie das Vorreichen ausreichender Liquidität im Unternehmen über einen angemessenen Planungszeitraum. Zum 31.12.2015 verfügte das Unternehmen über eine komfortable Liquiditätsausstattung von 10,2 Mio. € (Vj.: 7,6 Mio. €).

Um frühzeitig unternehmensgefährdende Entwicklungen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, verfügt die Lloyd Fonds AG über ein softwaregestütztes Risikomanagementsystem. Das Unternehmen erstellt halbjahresweise Risikoberichte, die durch den verantwortlichen Risikomanager erhoben, bewertet und plausibilisiert werden. Die Risikoberichte werden an den Vorstand berichtet und von ihm geprüft.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld

2.1.1 Internationale Wirtschaftsentwicklung

Die globale Wirtschaft entwickelte sich im Jahr 2015 weniger dynamisch als erwartet. Dementsprechend hat die OECD ihre Wachstumsprognose für die weltweite Wirtschaftsentwicklung für das Jahr 2015 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,9 % und im Jahr 2016 um 0,5 Prozentpunkte auf 3,3 % nach unten korrigiert. Maßgebliche Auslöser für diese verhaltene Entwicklung der Weltwirtschaft waren vor allem die langsamere Expansion in den Schwellenländern, aber auch die Belastung von rohstoffexportierenden Ländern wie Russland oder Brasilien durch deutlich niedrigere Öl- und Rohstoffpreise. Die internationalen Organisationen - OECD und IWF - erwarten jedoch, dass sich die Konjunktur in den Schwellenländern ungeachtet der Wachstumsnormalisierung teilweise wieder etwas belebt.

In den Industrieländern verlief das Wachstum dagegen relativ robust. In den USA setzte sich die wirtschaftliche Erholung fort. Angesichts des weiter zunehmenden Beschäftigungsniveaus hat die amerikanische Zentralbank im Dezember des Berichtsjahres die Leitzinsen sogar erstmals wieder angehoben. Auch in Japan setzte sich der Aufschwung moderat fort: Im dritten Quartal 2015 nahm das BIP um 0,3 % zu. Angesichts der geschwächten Exportnachfrage aus dem asiatischen Raum prognostiziert die OECD im Jahr 2016 für die Industrieländer jedoch lediglich ein verhaltenes Wirtschaftswachstum von 1,0 %.

Im Euroraum setzte sich die moderate Wirtschaftsentwicklung ebenfalls fort. Von den großen Mitgliedsstaaten wuchs insbesondere die spanische Wirtschaft dynamisch. Die Konjunktur in Europa dürfte sich aufgrund des niedrigen Ölpreises und des schwachen Euro-Kurses weiter festigen. Die OECD erwartet für das Jahr 2015 im Euroraum ein Wachstum in Höhe von 1,5 % und prognostiziert für das Jahr 2016 eine Beschleunigung des Wachstums um weitere 0,3 Prozentpunkte auf 1,8 %.

2.1.2 Wirtschaftsentwicklung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin auf einem Wachstumskurs und ist trotz des schwierigen internationalen Umfelds im vergangenen Jahr um 1,7 % gewachsen. Die Konjunktur entwickelte sich insbesondere in den eher binnenwirtschaftlich getriebenen Dienstleistungsbereichen positiv. Der niedrige Ölpreis und der für die Exportwirtschaft günstige Wechselkurs des Euro bleiben voraussichtlich weitere Stützen der Konjunktur. Zusätzliche Konjunkturimpulse gehen von der gestiegenen Nachfrage durch die Flüchtlingsmigration insbesondere nach Wohnraum aus, wovon die Bauwirtschaft maßgeblich profitieren dürfte. Dies dürfte insbesondere in den Ballungsgebieten der Fall sein, wo bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt wird.

2.1.3 Marktentwicklung Schifffahrt

Im vergangenen Jahr setzte sich die Schifffahrtskrise neben der Bulkschifffahrt insbesondere in der Containerschifffahrt fort. Der Charterratenindex notiert auf einem Langzeittief und leidet insbesondere unter einem anhaltenden Zufluss sogenannter ULCSs (Ultra-Large-Container-Ship). Durch Kaskadeneffekte breitet sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auch auf andere Segmente mit kleineren Schiffsgrößen aus. In diesem Marktumfeld ist die Zahl der beschäftigungslos aufliegenden Containerschiffe deutlich gestiegen.

Im Bereich der Tankermärkte verlief die Entwicklung heterogen. Der gestiegene Bedarf nach Rohöl, der von der Internationalen Energieagentur (IEA) auf 1,8 % gegenüber dem Vorjahr prognostiziert wird, kam der Einnahmesituation am Tankermarkt insbesondere in den größeren Tankersegmenten zugute. Zudem haben Erdölunternehmen wie beispielsweise Shell Großtanker eingechartert und günstig eingekauftes Erdöl auf hoher See eingelagert, wodurch Tonnage aus dem Markt genommen wurde. Folgen waren höhere Beschäftigungsraten insbesondere bei den größeren Tankersegmenten. Gleichzeitig war allerdings zu erleben, dass die Preise von Second-Hand-Tonnage eher rückläufig waren.

2.1.4 Marktentwicklung Immobilien

Angesichts solider Wirtschaftsdaten und niedriger Finanzierungskosten konnte die Immobilienwirtschaft in Deutschland im Berichtsjahr auf ein positives Jahr zurückblicken. Insbesondere institutionelle Investoren engagierten sich im deutschen Markt, was sich deutlich im Gewerbeimmobiliensegment mit einem Investitionsvolumen von 55,5 Mrd. € zeigt. Dominiert haben dabei die Büroimmobilien mit einem Transaktionsvolumen von 26,1 Mrd. €. Ebenfalls weiter zugenommen hat die Attraktivität von Hotelimmobilien für Investoren, das Transaktionsvolumen erreichte mit rund 3,5 Mrd. € im Berichtszeitraum ein neues Rekordniveau. In Deutschland besteht aufgrund des anhaltenden Zuzugs in Ballungsgebiete, vor allem in den größeren Städten wie Hamburg und Berlin, ein enormer Bedarf an neuen Sozialwohnungen. Um den Wohnraumbedarf, der sich unter anderem aus der aktuellen Flüchtlingskrise ergibt, zeitnah zu decken, müssen bis 2020 jährlich, laut einer Studie der Universität Freiburg, deutschlandweit gut 494.000 Wohnungen gebaut werden.

In den Niederlanden gibt es kaum Hinweise darauf, dass sich die Wirtschaft erholt, der Büromarkt leidet noch unter der Rezession der vergangenen Jahre. Durch das große Angebot und die begrenzte Nachfrage nach Büroimmobilien blieb die Leerstandsrate mit rund 16,1 % auch im Jahr 2015 hoch.

2.1.5 Marktentwicklung weitere Assets: Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity, Britische Kapitallebensversicherungen

Neben den Bereichen Schifffahrt und Immobilien managt die Lloyd Fonds AG zudem 17 Fondsgesellschaften in den Bereichen Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity und Britische Kapitallebensversicherungen. Die Luftverkehrsbranche ist ein sich stetig entwickelndes Marktsegment mit langfristigem Wachstumstrend. Das Marktwachstum wird besonders von den Zuwächsen im Passagiersegment getragen werden. Im vergangenen Jahr wurden rund 3,5 Mrd. Passagiere transportiert. Über 1.700 neue Flugzeuge wurden neu ausgeliefert, dies erhöhte die weltweite Flotte zum Jahresende auf fast 27.000 Flugzeuge. Die Windenergie an Land erlebte nach Branchenschätzungen 2015 weltweit ein substanzielles Marktwachstum von mindestens 55.000 Megawatt, was einem Zuwachs von mehr als 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Deutschland konnte die Branche rund 3.500 Megawatt neu installieren. Aufgrund der makroökonomischen Unsicherheiten war das Engagement der Investoren im Private Equity-Bereich insbesondere im zweiten Halbjahr 2015 etwas rückläufig. Für das Jahr 2016 rechnet aber die Mehrzahl der Private Equity-Gesellschaften wieder mit einem Marktaufschwung. Der britische Versicherungsbereich hatte im vergangenen Jahr erneut mit dem niedrigen Zinsniveau zu kämpfen, die Kapitalbasis der Branche ist aber nach wie vor als gut einzustufen.

2.1.6 Kapitalmarktentwicklung

Als Anbieter von Kapitalanlageprodukten in Real Assets für sowohl institutionelle Investoren als auch private Anleger profitiert die Lloyd Fonds AG von einer Branchendynamik, die durch das Wachstum institutioneller Vermögenswerte und eine steigende Asset Allocation zu alternativen Investments geprägt ist. Das niedrige Zinsniveau, gekoppelt mit nach wie vor volatilen Finanzmärkten, erschwert es institutionellen Investoren, mit klassischen Eigenkapital- und Anleihenanlagestrategien hohe Renditen wie in den Vorkrisenjahren bei einem gleichzeitig vertretbaren Risiko-Rendite-Verhältnis zu erwirtschaften. Vor diesem Hintergrund haben Stiftungen, Staatsfonds, Pensionsfonds und andere Assetmanager daher ihr Investment in alternative Anlageformen deutlich erhöht.

Beispielsweise haben sich die globalen Vermögenswerte von Pensionsfonds zwischen 2004 und 2015 auf fast 35 Billionen US-$ verdoppelt. Dabei besteht ein klarer Trend in Richtung alternativer Asset Allocation von Pensionsvermögen. Der Anteil des gemanagten Pensionsvermögens der sieben maßgeblichen Staaten USA, Großbritannien, Schweiz, Niederlande, Japan, Kanada und Australien ist auf rund 24 % in 2015 von 7 % in 1996 gestiegen.

Im Markt für Publikums-AIFs (Alternative Investment Funds) in Deutschland wurden laut dem bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. im Berichtsjahr 33 neue Publikums-AIFs mit einem geplanten Gesamtinvestitionsvolumen von 1,37 Mrd. € aufgelegt. Die schwache Nachfrage der Anleger hielt damit an. Positive Impulse lieferten jedoch die Immobilienfonds, die weiterhin die Neuplatzierungen dominieren: 22 der 33 emittierten AIFs sind Immobilienfonds.

Für alle neuen Kapitalanlagen bestehen aktuell mehrere Herausforderungen: Die weltweite Niedrigzinspolitik hat zu massiven Preissteigerungen bei guten Assets geführt, gleichzeitig sind immer weniger Verkäufer heute noch bereit, ihre Assets zu verkaufen. In der Folge steigt der Margendruck bei Neu-Investments, da die Rendite bei guten Assets immer weiter gesunken ist.

2.2 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

2.2.1 Wesentliche Ereignisse 2015

60 Mio. € Auszahlungen an die Investoren der Fonds

Im Jahr 2015 erhöhten sich die Auszahlungen an die Anleger der 66 aktiv gemanagten Kapitalanlagen gegenüber dem Jahr 2014 um rund 7 Mio. € auf knapp 60 Mio. €. Dabei erhöhten sich die Auszahlungen im Bereich der Schiffsfonds inklusive der drei Zweitmarktfonds für Schiffsbeteiligungen um 11 Mio. € auf 11,9 Mio. €. Die 12 Immobilienfonds leisteten Auszahlungen in Höhe von 6,5 Mio. €. In den weiteren Assetbereichen, zu denen Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity, Britische Kapitallebensversicherungen gehören, wurden Auszahlungen von rund 41,5 Mio. € an die Investoren geleistet.

Transaktionen mit institutionellen Investoren im Neugeschäft

Sachwerte werden verstärkt von institutionellen Investoren nachgefragt. Der Lloyd Fonds-Konzern hat im Berichtszeitraum in diesem Bereich zwei Transaktionen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von insgesamt rund 80 Mio. € erfolgreich umgesetzt. Der Konzern hat als Berater die Realisierung eines neuen städtischen Auszubildendenwohnheims in Hamburg begleitet sowie dessen Verkauf an eine renommierte Hamburger Stiftung arrangiert. Das neue Auszubildendenwohnheim wird von der Stadt Hamburg öffentlich gefördert und ist langfristig an die Stiftung "Azubiwerk" vermietet. Zudem hat der Konzern die Refinanzierung eines Hotelportfolios einer österreichischen Hotelgruppe strukturiert und organisiert. Das Hotelportfolio besteht aus sieben in Deutschland und Österreich befindlichen Hotels der 3- bzw. 4-Sterne-Kategorie. Mit der Umsetzung der Projekte ist es der Lloyd Fonds AG im Berichtszeitraum gelungen, sich im Segment des institutionellen Geschäfts international zu positionieren.

Plan zur Neuausrichtung als börsennotiertes Schifffahrtsunternehmen im Jahr 2014/2015

Im Februar 2015 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG, die Lloyd Fonds AG zukünftig als börsengelistetes Schifffahrtsunternehmen zu positionieren. Im Rahmen dieser Strategie hat die Lloyd Fonds AG am 6. Februar 2015 elf Schifffahrtsgesellschaften angeboten, ihre Schiffsbetriebe einschließlich der Schiffe in die Lloyd Fonds AG im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung einzubringen. Obwohl insgesamt über 50 % der Anleger das Konzept befürworteten, wurde die zur Einbringung in die Lloyd Fonds AG erforderliche Mehrheit von 75 % des Kommanditkapitals bei nur einer Schifffahrtsgesellschaft erreicht.

Die Ende des Jahres 2014 zu beobachtenden Erholungstendenzen in der Schifffahrt setzten sich im Berichtszeitraum - mit Ausnahme einiger Segmente im Tankerbereich - nicht fort. Im Gegenteil, insbesondere die Raten in der Container- und Bulkschifffahrt verzeichneten neue Allzeittiefs. Entsprechend belebte sich der Markt für Schiffsinvestments nicht wie zu Jahresbeginn noch angenommen. Das wohl prominenteste Beispiel für das verhaltene Interesse des Kapitalmarktes an maritimen Investments ist der erfolgreiche, aber keinesfalls reibungslose Börsengang der Hapag- Lloyd AG Ende des Jahres 2015. Solange sich die Schiffsmärkte nicht deutlich stabilisieren und Überkapazitäten nachhaltig reduziert werden, ist davon auszugehen, dass das Sentiment am Kapitalmarkt gegenüber Schiffsinvestments zurückhaltend bleibt.

Ordentliche Hauptversammlung 2015

Auf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 am 14. Juli 2015 begrüßte die Lloyd Fonds AG rund 80 Aktionärinnen und Aktionäre in Hamburg. Die Präsenz wurde mit 6.335.972 Aktien festgestellt, damit waren 69,2 % des stimmberechtigten Grundkapitals der Gesellschaft auf der Hauptversammlung vertreten. Die Hauptversammlung beschloss u. a. die Wahl von Herrn Bote de Vries zum Aufsichtsrat. Darüber hinaus informierte der Vorstand die Aktionäre ausführlich über die Lage des Unternehmens.

2.2.2 Entwicklung in den Assetklassen

Schifffahrt

Die Lloyd Fonds AG investiert seit ihrer Unternehmensgründung im Jahr 1995 in die Schifffahrt. Die gemanagte Flotte umfasst per Ende 2015 insgesamt 44 Schiffe, darunter 27 Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von bis zu 8.500 TEU, 14 Produkten- und Rohöltanker und drei Multipurpose-Schiffe, die alternativ insbesondere für die weltweite Fahrt von Anlagen- und Projektladungen und als Containerschiffe einsetzbar sind. Zu den Charterern der Schiffe zählen A. P. Møller-Mærsk, CMA CGM und Neptune Orient Lines Ltd. Viele der Tanker werden in sogenannten Einnahmepools eingesetzt, die direkte Verträge mit den großen Ölgesellschaften wie BP, ExxonMobil oder Shell abschließen. Zudem managt das Schifffahrts-Team drei Zweitmarktfonds für Schiffsbeteiligungen. Per Dezember 2015 befanden sich 129 Containerschiffe, 45 Tanker, 14 Bulker und vier Multipurpose-Schiffe im Portfolio.

Im Berichtsjahr verschärfte sich die Schifffahrtskrise in den meisten Segmenten. Insbesondere die Containerschifffahrt steckt nach wie vor in einer schweren Krise. Die Ende des Jahres 2014 zu beobachtenden Erholungstendenzen setzen sich nicht fort. Die schwache Nachfrageentwicklung spiegelte sich auf verschiedenen Hauptrouten der Containerschifffahrt, beispielsweise zwischen China und Europa, wider, auf denen die transportierten Volumina um 3 bis 4 % gegenüber dem Jahr 2014 zurückgingen. In der Folge sanken die Charterraten sehr deutlich, die Zahl der weltweit beschäftigungslos aufliegenden Containerschiffe stieg auf den höchsten Stand seit fünf Jahren. Wie herausfordernd die Entwicklung ist, zeigt der Verlauf des Baltic Dry Index, eines Gradmessers für die Kosten der Verschiffung von Rohstoffen. Als Folge der Verlangsamung des Wachstums in China fiel der Index seit Jahresbeginn 2016 auf ein Rekordtief. Reedereien reagieren zunehmend auf diese Krise, indem sie Flotten verkleinern, Stellen abbauen und die Konsolidierung der Branche durch Zusammenschlüsse weiter vorantreiben.

Die Marktentwicklung insbesondere in der Containerschifffahrt hat dazu geführt, dass die aktuell erzielbaren Charterraten weiterhin für viele Schifffahrtsgesellschaften nicht auskömmlich sind, sodass weder Auszahlungen und in vielen Fällen noch nicht einmal der Kapitaldienst in vollem Umfang geleistet werden kann. Entsprechend lag der Fokus des Assetmanagements auch im Jahr 2015 erneut darauf, die Bestandsflotte bestmöglich durch die Krise zu führen. Dafür wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, beispielsweise wurden im Berichtszeitraum die Darlehen von drei Containerschiffen umfinanziert. Weitere Maßnahmen betrafen die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Flotte. Dafür hat das Schifffahrts-Team im Berichtsjahr bei den vier 8.500 TEU-Schiffen das sogenannte ECO-Retrofitting vorbereitet, das in diesem Frühjahr bei den Werftaufenthalten der Schiffe umgesetzt werden soll. Die Schiffe sollen durch die Modifikationen insgesamt weniger Treibstoff verbrauchen und damit wettbewerbsfähiger werden. Zusätzlich werden bei den Schiffen während der Werftzeit weitere technische Anpassungen vorgenommen, die zum einen auf die Nutzung der verbreiterten Schleusen des Panamakanals ausgerichtet sind und es den Containerschiffen zum anderen ermöglichen, mit schwefelarmen Treibstoffen zu fahren. Bei allen Schiffen der Flotte werden in enger Kooperation mit dem jeweiligen Vertragsreeder laufend Maßnahmen zur Verbesserung der technischen Performance geprüft und in vielen Fällen auch umgesetzt. Ziel der technischen Optimierungsmaßnahmen ist jeweils eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Schiffe.

Keine Krise ohne Ausnahme: Während der Container- und der Bulkermarkt im Berichtsjahr Allzeittiefs verzeichneten, führte die seit dem dritten Quartal 2014 zu verzeichnende Erholung der Raten im Tankermarkt im Jahr 2015 teilweise zu sehr guten Ergebnissen bei den Lloyd Fonds-Tankern. Zum Ende des Berichtsjahres managt Lloyd Fonds 14 Tanker in verschiedenen Fonds. Die Investoren dieser Tanker erhielten im Jahr 2015 Auszahlungen in Höhe von bis zu 40 % bezogen auf das Eigenkapital, insgesamt wurden rund 11,3 Mio. € ausgezahlt. Zusätzlich leisteten die drei Zweitmarktfonds für Schiffsbeteiligungen im Berichtsjahr Auszahlungen in Höhe von rund 0,6 Mio. €.

Immobilien

Im Bereich Immobilien managt die Lloyd Fonds AG zum Stichtag 12 Immobilienfonds mit einem Investitionsvolumen von rund 420 Mio. €. Die Fondsimmobilien befinden sich in Deutschland und in den Niederlanden. Das Portfolio aus sieben Deutschlandfonds und fünf Investments in den Niederlanden umfasst eine Mietfläche von über 160.000 Quadratmetern, die an 46 Mieter vermietet sind. Schwerpunkt der Investitionen sind Büro- und Hotelinvestments mit einem Anteil von 55 bzw. 44 % der Mietfläche. Rund 1 % der Gesamtfläche ist an vier Einzelhandelsmieter vermietet. Im Assetmanagement wurde im Berichtsjahr beispielsweise die Vollvermietung eines Bürogebäudes in zentraler Innenstadtlage in Bremen realisiert sowie zwei Einzelhandelsflächen in dem Gebäude des Motel One in Leipzig neu vermietet. Die durchschnittliche Restlaufzeit aller Mietverträge des Portfolios beträgt über acht Jahre.

Bisher hat Lloyd Fonds vier Hotelfonds mit insgesamt sechs Hotels für Investoren strukturiert und platziert. Das Investitionsvolumen dieses Portfolios liegt bei rund 150 Mio. €. Die sechs Hotels haben zusammen rund 1.400 Zimmer und eine Mietfläche von über 70.350 Quadratmetern. Lloyd Fonds hat bei der Strukturierung der Hotelfonds auf solide Betreiber mit innovativen Nutzungskonzepten, zentrale Lagen und vor allem langfristige Miet-/Pachtverträge von mindestens 20 Jahren gesetzt. Drei Hotels sind an die Motel One-Gruppe vermietet, zwei an die TUI AG, eines an die Lindner AG.

Seit mehreren Jahren sind die Preise für Hotelimmobilien deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden Hotelimmobilien mit einem Transaktionsvolumen von rund 4,4 Mrd. € umgesetzt. Jetzt gibt es erste Anzeichen, dass sich dieser Trend nicht weiter fortsetzt, denn die kontinuierlich gestiegene Nachfrage nach guten Hotelprojekten hat zu einem Boom an Hotel-Neubauprojekten geführt. So entstehen in Deutschland momentan 365 neue Hotels mit rund 56.000 Zimmern. Da nicht auszuschließen ist, dass künftig ein noch stärkerer Verdrängungswettbewerb um Gäste stattfindet und damit einhergehend die Preise für Hotels wieder sinken werden, hat das Immobilien-Team im Berichtsjahr einen Verkaufsbeschluss für zwei Motel One-Hotels in Berlin und Nürnberg vorbereitet, der es den Anlegern ermöglicht, von dem aktuell noch guten Verkäufermarkt zu profitieren und die Fondsobjekte zu einem attraktiven Preis zu veräußern. Der Beschluss wurde mit 94,4 % der abgegebenen Stimmen angenommen.

Im Januar 2015 hat der Einzelhandelsfonds "Vier Einzelhandelsobjekte in Norddeutschland" das letzte im Fonds verbliebene Objekt in Hamburg-Hamm veräußert. Nachdem vor einigen Jahren der Ankermieter vorzeitig das Hamburger Objekt verlassen hatte, war es dem Assetmanagement der Lloyd Fonds AG gelungen, die Fläche an zwei Einzelhandelsfilialisten neu zu vermieten. Zudem wurde die Grundlage für die Veränderung des Baurechts vom Gewerbegebiet zum Mischgebiet gelegt, welches eine Bebauung auch mit Wohnungen zulassen soll. Die Liquiditätssituation des Fonds konnte dadurch insgesamt stabilisiert werden. Nachdem bereits im Jahr 2013 die beiden Liegenschaften in Göttingen und Hardegsen und in 2014 die Liegenschaft in Leezen an die REWE-Gruppe veräußert wurden, wird das Investment nun beendet.

Insgesamt leistete das Immobilienportfolio im Jahr 2015 trotz des nach wie vor unter der Krise leidenden Büromarktes in den Niederlanden, der bei vier der insgesamt fünf niederländischen Investments zu reduzierten Auszahlungen führte, Auszahlungen in Höhe von rund 6,5 Mio. € an die Investoren. Dies entspricht rund 3,5 % bezogen auf das investierte Eigenkapital.

Im Berichtszeitraum wurden neben dem aktiven Assetmanagement des Bestandsportfolios zwei Projekte mit institutionellen Kunden erfolgreich umgesetzt. Im März 2015 arrangierte der Lloyd Fonds-Konzern als Berater die Realisierung eines neuen städtischen Auszubildendenwohnheims in Hamburg und begleitete dessen Verkauf an eine renommierte Hamburger Stiftung. Das öffentlich geförderte Auszubildendenwohnheim ist langfristig an die Stiftung "Azubiwerk" vermietet. Nach Fertigstellung des Wohnheims im Spätsommer 2016 werden dort rund 156 Auszubildende in circa 68 Apartments bezahlbaren Wohnraum finden.

Darüber hinaus strukturierte und organisierte der Lloyd Fonds-Konzern Ende April 2015 die Refinanzierung eines Hotelportfolios einer namhaften österreichischen Hotelgruppe. Zwei luxemburgische Kreditfonds stellten den Eigentümern des Hotelportfolios Darlehen in Höhe von insgesamt 44,7 Mio. € zur Verfügung. Das Hotelportfolio besteht aus sieben in Deutschland und Österreich befindlichen Hotels der 3- bzw. 4-Sterne-Kategorie mit insgesamt über 800 Zimmern.

Weitere Assets: Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity, Britische Kapitallebensversicherungen

Zu dem Segment Schifffahrt & weitere Assets der Lloyd Fonds AG gehört darüber hinaus das aktive Management von 17 Fondsgesellschaften in den Bereichen Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity, Britische Kapitallebensversicherungen, Portfoliofonds und das Management der Eigenbeteiligungen der Lloyd Fonds AG wie beispielsweise der KALP GmbH. Das Investitionsvolumen der in diesem Bereich gemanagten Fonds beläuft sich auf insgesamt rund 700 Mio. €. Darüber hinaus wurde ein Erneuerbare-Energien-Fonds mit einem Investitionsvolumen von rund 17 Mio. € aufgelegt, der bereits erfolgreich veräußert wurde.

Im Bereich der Flugzeugfonds managt das Team ein Investitionsvolumen von rund 350 Mio. € in vier Flugzeugfonds mit einem Eigenkapital von rund 125 Mio. €. Die mit einem durchschnittlichen Alter von sieben Jahren relativ junge Flotte von insgesamt drei der vier Fonds besteht aus zwei Langstreckenflugzeugen, einem Airbus A380 und einem Airbus A340-600, sowie zwei Mittelstreckenflugzeugen (Airbus A319). Das Portfolio ist vollständig u. a. an die Fluggesellschaft Singapore Airlines verleast. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Kredit- und Darlehensverträge des Portfolios beträgt sechs Jahre. Der vierte Fonds ist ein breit diversifizierter Flugzeugfonds aus verschiedenen Flugzeugtypen. Hier wurde mit der Boeing 747 im Berichtszeitraum das letzte Asset veräußert, nachdem im Jahr 2014 bereits 45 Flugzeuge erfolgreich verkauft werden konnten. Im Jahr 2014 erhielten die Investoren dieses Fonds entsprechend hohe Auszahlungen in Höhe von 66 % bezogen auf das Eigenkapital und im Jahr 2015 eine weitere Auszahlung in Höhe von 45 %. Insgesamt erhielten die Anlegerinnen und Anleger der vier Flugzeugfonds im Jahr 2015 Auszahlungen in Höhe von 26,1 Mio. €.

Im Bereich der Erneuerbaren Energien hat Lloyd Fonds bisher drei Fonds, die in insgesamt 20 Windkraftanlagen in Deutschland und Schottland investieren, mit einem Investitionsvolumen von rund 56 Mio. € aufgelegt. Das im Jahr 2002 aufgelegte Investment "Windpark Coppanz" wurde bereits 15 Jahre vor dem ursprünglich geplanten Exit im Jahr 2007 mit einer Rendite von 5,3 % p. a. nach Steuern verkauft. Laut einer Untersuchung der Fondszeitung vom August 2015 erzielte der Windpark nach einem branchenweiten Performance- und Strukturvergleich das bisher beste Ergebnis aller aufgelösten Energiefonds. Im Jahr 2015 erhöhten sich die Auszahlungen der zwei aktiv gemanagten Fonds gegenüber dem Jahr 2014 um 327 T€ auf rund 1,3 Mio. €. Der im Jahr 2005 aufgelegte Fonds "Windpark Breberen" leistete Auszahlungen in Höhe von 10,5 % bezogen auf das Eigenkapital. Dieser Wert überstieg die Prospektprognose um 1,5 %. Durch die Direktvermarktung des Stroms, bessere Finanzierungskonditionen und einen neu abgeschlossenen Vollwartungsvertrag, der eine technische Verfügbarkeit der Anlagen von 98 % garantiert, wurden die Voraussetzungen für weitere stetige Auszahlungen an die Investoren geschaffen. Auch der Windpark im schottischen Lairg leistete Auszahlungen in Höhe von 4 % bezogen auf das Eigenkapital.

Im Bereich Private Equity betreut Lloyd Fonds einen von der amerikanischen Investmentgesellschaft Neuberger Berman gemanagten Dachfonds, der breit diversifiziert überwiegend in Buy-out-Beteiligungen in den USA investiert. Der im Jahr 2006 zusammen mit dem Emissionshaus Sachsenfonds aufgelegte Fonds verfügt über ein Investitionsvolumen von 22,8 Mio. €. Im Jahr 2015 erhöhten sich die Auszahlungen an die Investoren gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozentpunkte auf 18,5 % bezogen auf das Eigenkapital.

Darüber hinaus managt das Unternehmen acht britische Kapitallebensversicherungsfonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 270 Mio. € sowie zwei Portfoliofonds, die breit diversifiziert in verschiedene Assetklassen investieren. Im Jahr 2015 leisteten die Fonds bezogen auf das Eigenkapital insgesamt Auszahlungen in Höhe von rund 9,4 Mio. €. Davon entfielen Auszahlungen in Höhe von 4,5 bis 9 %, d. h. insgesamt rund 8,9 Mio. €, an die Investoren der britischen Kapitallebensversicherungsfonds.

Die KALP GmbH, an der die Lloyd Fonds AG mit 45,1 % beteiligt ist, hat im Juni 2015 einen Antrag auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen hält die weltweiten Patentrechte für die Innovation einer automatischen Laschplattform für das Be- und Entladen von Containerschiffen. Die Lloyd Fonds AG hat der KALP GmbH in den vergangenen Jahren ein Darlehen gewährt, das trotz des gestellten Insolvenzantrags als werthaltig angesehen wird.

2.3 Zielerreichung und Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf sowie zur wirtschaftlichen Lage

Das Berichtsjahr 2015 war wie schon in den vergangenen Jahren durch eine anhaltende Dynamik geprägt. Weltweit werden Real Assets im aktuellen Umfeld der Niedrigzinspolitik und volatiler Finanzmärkte zunehmend von allen Investorenkreisen, insbesondere von institutionellen Anlegern, nachgefragt. Neben dem wachsenden Markt für AIFs gewinnen auch alternative Anlagestrukturen außerhalb des Fondsbereichs wie aktienbasierte und direkte Investments zunehmend an Bedeutung. In diesem Marktumfeld hat sich die Lloyd Fonds AG im Berichtszeitraum nachhaltig im Bereich professioneller Investoren mit einem realisierten Gesamtinvestionsvolumen von rund 80 Mio. € positionieren können.

Insgesamt erzielte die Lloyd Fonds AG ein Konzernergebnis von 1,6 Mio. €. Nach dem Vorjahresergebnis von 0,8 Mio. € ist dies das dritte Jahr in Folge mit einem positiven Jahresergebnis. Damit wurde die Prognose des Unternehmens für ein erneut positives Jahresergebnis 2015 erfüllt und die im Zuge der geplanten Schifffahrts-AG von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RBS RoeverBroennerSusat erstellte Prognose eines erwarteten Konzernergebnisses in Höhe von 0,8 Mio. € für das Jahr 2015 sogar um 0,8 Mio. € deutlich überschritten.

Auch die Liquiditätssituation des Unternehmens wurde 2015 deutlich verbessert. So lag die Liquidität Ende 2015 um 2,6 Mio. € höher als Ende 2014 und betrug insgesamt 10,2 Mio. € (Vj.: 7,6 Mio. €).

Die Herausforderung für das Unternehmen besteht nunmehr darin, mit der Erfahrung und Kompetenz aus über 20 Jahren Marktzugehörigkeit das Geschäftsmodell den Marktgegebenheiten weiter anzupassen und das Transaktionsvolumen insbesondere im Neugeschäft weiter zu erhöhen.

3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3.1 Ertragslage

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Lloyd Fonds-Konzerns werden in der nachfolgenden Analyse erläutert.

Die Ertragslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

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in T€ 2015 2014
Umsatzerlöse 11.424 10.040
Materialaufwand -2.060 -1.573
Personalaufwand -4.035 -4.747
Abschreibungen und Wertminderungen -453 -365
Sonstiges betriebliches Ergebnis -4.761 -4.306
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 497 502
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 612 -449
Finanzergebnis 1.227 1.362
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.839 913
Ertragsteuern -273 -162
Konzernjahresergebnis 1.566 751

Bei den Umsatzerlösen kam es im Einzelnen zu folgenden Veränderungen:

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in T€ 2015 2014
Erlöse aus Managementleistungen 2.707 2.799
Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen 2.154 321
Erlöse aus Treuhandtätigkeit 6.562 6.735
Sonstige 1 185
Umsatzerlöse 11.424 10.040

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sind die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2015 um 1.384 T€ auf 11.424 T€ gestiegen.

Bei den Erlösen aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus der Strukturierung der Refinanzierung eines Hotelportfolios an eine namhafte österreichische Hotelgruppe in Höhe von 1.021 T€, um Erlöse für die Erstellung eines Betriebsfortführungskonzepts bzw. Finanzierungskonzepts für verschiedene Schifffahrtsgesellschaften in Höhe von 676 T€ sowie Verkaufserlöse für die Veräußerungen einzelner Schiffe in Höhe von 300 T€. Ferner wurde im Geschäftsjahr ein Erlös für die Beratung bei der Realisierung eines neuen Auszubildendenwohnheims und dessen anschließenden Verkauf an eine renommierte Stiftung in Höhe von 85 T€ generiert. Bei den Erlösen des Vorjahres handelt es sich um Erlöse aus der Finanzierungsvermittlung für den Flugzeugfonds "A380 Singapore Airlines" in Höhe von 239 T€ sowie weitere Platzierungserlöse in Höhe von 82 T€.

Die Erlöse aus Managementleistungen 2015 enthalten erbrachte Leistungen an den offenen Schiffsfonds "LF Open Waters OP" über insgesamt 1.077 T€ (Vj.: 1.199 T€) sowie Vergütungen in Höhe von 1.630 T€ (Vj.: 1.600 T€) für das Management laufender Fonds.

Die Erlöse aus Treuhandtätigkeit haben sich von dem Vorjahreswert von 6.735 T€ leicht um 2,6 % auf 6.562 T€ reduziert. Hierbei handelt es sich um die jährlich wiederkehrenden Erlöse aus laufenden Treuhandgebühren. Wie im Vorjahr werden keine Erlöse an Gesellschaften gebucht, bei denen das Insolvenzverfahren bereits eröffnet wurde. Der leichte Rückgang liegt insbesondere an insolvenzbedingten Vertragsbeendigungen und an gegenüber notleidenden Fondsgesellschaften ausgesprochenen Verzichten auf laufende Vergütungen.

Die sonstigen Umsatzerlöse des Vorjahres betreffen im Wesentlichen Verkaufserlöse für verschiedene Schiffe.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Posten Materialaufwand um 487 T€ auf 2.060 T€ gestiegen. Dies ist insbesondere durch die Aufwendungen für bezogene Leistungen im Zusammenhang mit der Strukturierung der Refinanzierung für das Hotelportfolio in Höhe von 534 T€ begründet. Die für den "LF Open Waters OP" anfallenden Gebühren in Höhe von 770 T€ (Vj.: 952 T€) sind aufgrund des Verkaufs von Schiffen zurückgegangen.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2015 beläuft sich auf 4.035 T€, nach 4.747 T€ im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 52 auf 47 Personen sowie auf das Ausscheiden eines Vorstands zurückzuführen. Ferner sind die variablen Vergütungen im Berichtsjahr um 148 T€ gesunken. Dagegen sind die Abfindungen im Berichtsjahr um 63 T€ gestiegen.

Die Abschreibungen und Wertminderungen haben sich im Berichtsjahr um 88 T€ auf 453 T€ erhöht. Darin enthalten sind Aufwendungen für Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 309 T€ (Vj.: 193 T€).

Das sonstige betriebliche Ergebnis hat sich von -4.306 T€ im Jahr 2014 auf -4.761 T€ im Geschäftsjahr verändert. Negativ wirkte sich hier insbesondere im Vergleich zum Vorjahr die Erhöhung von Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle um 599 T€ auf 2.034 T€ aus. Weiterhin negativ wirkten sich die um 367 T€ geringeren Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen, die um 258 T€ niedrigeren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie die leicht gestiegenen Aufwendungen für die Vertriebsunterstützung und Anlegerbetreuung (87 T€) aus.

Dagegen wird das sonstige betriebliche Ergebnis entlastet durch den Rückgang der Rechts- und Beratungsaufwendungen um 181 T€, durch höhere Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (105 T€), aus dem Rückgang der Mieten und Mietnebenkosten im laufenden Geschäftsjahr (102 T€) sowie aus höheren Erträgen aus Weiterbelastungen (75 T€).

Die Ergebnissse aus assoziierten Unternehmen in Höhe von 497 T€ (Vj.: 502 T€) liegt auf Vorjahresniveau. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um vereinnahmte Beteiligungserträge sowie um anteilige Ergebnisse aus der vorgenommenen at Equity-Bewertung.

Als Folge der dargestellten Entwicklung weist der Lloyd Fonds-Konzern im Jahr 2015 ein Ergebnis aus operativer Tätigkeit (EBIT) in Höhe von 612 T€ (Vj.: -449 T€) aus.

Das Finanzergebnis in Höhe von 1.227 T€ (Vj.: 1.362 T€) setzt sich aus einem positiven Zinsergebnis in Höhe von 516 T€ (Vj.: 376 T€), aus einem Fremdwährungsgewinn in Höhe von 338 T€ (Vj.: 345 T€) sowie aus Beteiligungserträgen in Höhe von 373 T€ (Vj.: 641 T€) zusammen.

Die Ertragsteuern des Berichtszeitraums betragen -273 T€ (Vj.: -162 T€) und resultieren im Wesentlichen aus Steueraufwendungen für das laufende Jahr und Vorjahre für nicht zum ertragsteuerlichen Organkreis gehörende Gesellschaften sowie aus laufendem Steueraufwand aus der Mindestversteuerung der Lloyd Fonds AG in Höhe von 99 T€. Hinzu kommt ein Saldo von -11 T€ für ertragswirksam erfasste aktive latente Steuern auf Verlustvorträge. Dagegen setzt sich das Vorjahresergebnis aus Steuernachzahlungen für Vorjahre (-516 T€) sowie aus der ertragswirksam erfassten aktiven latenten Steuer auf Verlustvorträge in Höhe von 354 T€ zusammen.

Insgesamt beläuft sich das Konzernperiodenergebnis 2015 auf 1.566 T€ (Vj.: 751 T€). Der Vorstand der Lloyd Fonds AG schlägt der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,07 € je Aktie vor.

Im Folgenden werden weitere Informationen zum Konzernergebnis für die Segmente Schifffahrt & weitere Assets, Immobilien sowie Treuhand gegeben. Hinsichtlich des Segments "Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen" wird auf die allgemeinen Ausführungen zur Ertragslage sowie die weiteren Informationen in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang verwiesen (vergleiche Anhang Ziffer 6.5). Dabei werden die wesentlichen Sachverhalte für jedes berichtspflichtige Segment erläutert.

3.1.1 Segment Schifffahrt & weitere Assets

Das EBIT des Segments Schifffahrt & weitere Assets hat sich von 791 T€ auf 928 T€ verbessert. Positiv im laufenden Geschäftsjahr wirkte sich hierbei die Erhöhung der Umsatzerlöse um 403 T€ aus. Gegenläufig haben sich die Erträge aus assoziierten Unternehmen entwickelt. Diese haben sich um 211 T€ reduziert.

Die Erhöhung der Umsatzerlöse um 403 T€ ist im Zusammenhang mit der Abwicklung vom Verkauf dreier Schiffe aus der Ocean MPP in Höhe von 300 T€ (Vj.: 31 T€) sowie aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen für die Erstellung von Betriebsfortführungskonzepten als auch Finanzierungskonzepten in Höhe von 676 T€ (Vj.: 0 T€) angefallen. Die im Geschäftsjahr 2014 erwirtschafteten Erlöse resultieren überwiegend aus der Platzierung der Mezzanine-Tranche für den Flugzeugfonds "A380 Singapore Airlines" (239 T€).

Der Rückgang der Erträge aus assoziierten Unternehmen resultiert aus der allgemeinen schwierigen Marktlage im Schifffahrtsbereich, was geringere Ausschüttungen und somit auch niedrigere Beteiligungswerte begründet.

3.1.2 Segment Immobilien

Während im Segment Immobilien das Ergebnis nach Steuern im Vorjahr noch bei -169 T€ lag, konnte im laufenden Geschäftsjahr ein Ergebnis von +404 T€ erzielt werden. Insbesondere sind hier die Umsatzerlöse um 1.155 T€, aufgrund der Strukturierung der Refinanzierung eines Hotelportfolios an eine namhafte österreichische Hotelgruppe in Höhe von 1.021 T€, gestiegen. Der Anstieg des Materialaufwands ist ausschließlich im Zusammenhang mit der Strukturierung der Refinanzierung des Hotelportfolios entstanden (534 T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus der Ausbuchung einer Verbindlichkeit aufgrund Verjährung (133 T€) sowie aus weiterberechneten Kosten im Zusammenhang mit der Strukturierung der Refinanzierung des Hotelportfolios (225 T€). Im Vorjahr wurden Erlöse im Zusammenhang mit dem Verkauf der Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG in Höhe von 225 T€ ausgewiesen.

Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr im Gegensatz zum Vorjahr um 88 T€ gestiegen.

Die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen haben sich positiv entwickelt. Im Vorjahr wurde noch ein negatives Ergebnis in Höhe von 124 T€ erwirtschaftet. Dieses beinhaltete eine Wertminderung auf den Beteiligungsansatz der Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG in Höhe von 125 T€. Im Geschäftsjahr ist das Ergebnis positiv mit 82 T€. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Zuschreibung auf den Beteiligungsansatz der Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG in Höhe von 78 T€.

3.1.3 Segment Treuhand

Das Ergebnis des Segments Treuhand ist im Wesentlichen durch die Erhöhung der Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen um 239 T€ auf 1.043 T€ sowie den Rückgang der Treuhanderlöse um 173 T€ auf 6.562 T€ geprägt. Ferner sind die Erträge aus bereits einzelwertberichtigten Forderungen im Gegensatz zum Vorjahr um 417 T€ geringer.

3.2 Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich in der Kurzübersicht zum Jahresende 2015 im Vergleich zum 31. Dezember 2014 wie folgt dar:

Aktiva

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in T€ 2015 2014
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 289 419
Finanzanlagen 10.353 11.478
Latente Steuererstattungsansprüche 343 354
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.992 7.978
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.173 7.592
Bilanzsumme 28.150 27.821

Passiva

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in T€ 2015 2014
Konzerneigenkapital 18.391 16.829
Latente Steuerverbindlichkeiten 706 738
Finanzschulden 2.752 2.837
Übrige Verbindlichkeiten 6.301 7.417
Bilanzsumme 28.150 27.821

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015 erhöht sich gegenüber dem Jahresende 2014 um 329 T€ bzw. 1,2 % auf 28.150 T€.

Auf der Aktivseite haben sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um insgesamt 2.581 T€ auf 10.173 T€ erhöht. Für eine detaillierte Analyse der Entwicklung der liquiden Mittel wird auf die Erläuterungen zur Finanzlage verwiesen.

Der Rückgang der Finanzanlagen um 1.125 T€ auf 10.353 T€ ist im Wesentlichen auf erhaltene Ausschüttungen (508 T€), hier insbesondere die der Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG in Höhe von 376 T€, auf die negative at Equity-Bewertung (282 T€) und auf Abschreibungen (309 T€) zurückzuführen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 7.978 T€ auf 6.992 T€ reduziert. Dies ist insbesondere durch den stichtagsbedingten Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 545 T€ sowie durch den Rückgang der laufenden Ertragsteuererstattungsansprüche um 232 T€ begründet. Ferner wirkt sich der Rückgang der Forderung gegen Anleger der Beteiligungsgesellschaften in Höhe von 209 T€ auf 1.995 T€ aus. Die Forderung ist begründet durch in der Vergangenheit gewährte Auszahlungen, bei denen eine Wiedereinzahlungsverpflichtung vorliegt. Im Gegenzug wurde in der gleichen Höhe die übrige Verbindlichkeit verringert.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital um 1.562 T€ auf 18.391 T€ zum Bilanzstichtag gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem laufenden Konzernergebnis in Höhe von 1.566 T€. Dagegen negativ wirkte sich die Veränderung des sonstigen Ergebnisses (OCI) in Höhe von -4 T€ aus.

Die Wertminderungen bei den Beteiligungen des Konzerns führten zu einer Reduzierung der erfolgsneutral erfassten passiven latenten Steuern in Höhe von 32 T€ und sind Ursache des Rückgangs der latenten Steuerverbindlichkeiten von 738 T€ auf 706 T€ zum 31. Dezember 2015.

Die Finanzschulden haben sich von 2.837 T€ auf 2.752 T€ zum Bilanzstichtag reduziert. Berücksichtigt sind hier sowohl Tilgungen als auch Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeit aus der Finanzierung der übernommenen Beteiligungen der Zielfonds des "Premium Portfolio Austria".

Die übrigen Verbindlichkeiten sind um 1.116 T€ auf 6.301 T€ gesunken.

3.3 Finanzlage

Das Finanzmanagement des Lloyd Fonds-Konzerns erfolgt über den Bereich Finanzen. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und die Stärkung der Finanzkraft sind oberstes Ziel des Bereichs. Im Rahmen der Finanzaktivitäten sichert das Finanzmanagement die jederzeitige Liquidität des Konzerns, steuert die Risiken im Bereich der Finanzinstrumente und optimiert das konzernweite Cash-Management. Für diese Zwecke kommt eine rollierende, währungsdifferenzierte Liquiditätsplanung mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten zum Einsatz. Die mittelfristige Finanzplanung wird mithilfe eines integrierten Planungstools auf Basis der aktuellen Businessplanung für die folgenden zwei Geschäftsjahre durchgeführt.

Die Finanzlage des Konzerns stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

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in T€ 2015 2014
Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Steuern 453 -606
Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen 1.970 797
Veränderung des Working Capital -490 945
Erhaltene Ausschüttungen und Dividenden 1.133 1.422
Erhaltene sowie gezahlte Zinsen und Ertragsteuern -312 -263
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.754 2.295
Cashflow aus Investitionstätigkeit 41 -149
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -173 -210
Zahlungsunwirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 32 -
Nettomittelzufluss 2.654 1.936
Zahlungsmittel am Beginn der Periode 7.552 5.670
Währungsumrechnungsdifferenzen -41 -54
Zahlungsmittel am Ende der Periode 10.165 7.552

Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 2.754 T€ (Vj.: 2.295 T€) ist zum einen auf das positive Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Steuern zurückzuführen. Zum anderen wird er durch die zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen in Höhe von 1.970 T€ beeinflusst. In den zahlungsunwirksamen Erträgen und Aufwendungen sind insbesondere die im Berichtsjahr vorgenommenen Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle (2.034 T€) und die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte (453 T€) enthalten. Gegenläufig wirkten sich hier insbesondere die Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen (-388 T€) und die Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (-166 T€) aus. Die erhaltenen Ausschüttungen und Dividenden aus GmbH- und KG-Beteiligungen in Höhe von 1.133 T€ konnten den Saldo aus Ein- und Auszahlungen von Zinsen und Ertragsteuern in Höhe von -312 T€ decken und somit zusätzlich einen positiven Beitrag auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit leisten.

Belastet wird der nach der indirekten Methode ermittelte Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit durch den Rückgang des Working Capital in Höhe von -490 T€. Ausschlaggebend für das geringere Working Capital sind insbesondere die stichtagsbedingten Änderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten.

Aufgrund geringer Investitionstätigkeiten ergibt sich im laufenden Geschäftsjahr lediglich ein geringer Zahlungsmittelzufluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 41 T€. Dieser resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung der anteiligen Stammeinlage inzwischen erloschener Gesellschaften.

Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (173 T€) ist im Wesentlichen auf die Tilgung von Finanzschulden zurückzuführen.

Ausschlaggebend für die zahlungsunwirksame Veränderung der Zahlungsmittel in Höhe von 32 T€ ist die Rückzahlung des als Mietkaution hinterlegten Bankguthabens.

Unter Berücksichtigung der dargestellten Veränderungen und der Währungsumrechnungsdifferenzen (-41 T€) ist der Bestand an freien Zahlungsmitteln im Berichtsjahr um 2.613 T€ von 7.552 T€ auf 10.165 T€ gestiegen.

Hinsichtlich der wesentlichen Rückstellungen und der Eventualschulden des Konzerns verweisen wir auf den Risikobericht (Lagebericht Ziffer 5) sowie die zusätzlichen Angaben im Konzernanhang (Ziffern 6.4.5 und 6.9.2).

4 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht

Der Erfolg des Lloyd Fonds-Konzerns hängt im hohen Maß von der Qualifikation, Kompetenz und dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. So haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Berichtsjahr zu dem positiven Konzernergebnis beigetragen.

Bei der Lloyd Fonds AG sind gut ausgebildete und erfahrene Beschäftigte für das Assetmanagement, die Akquisition und Strukturierung der Investmentvermögen, den Vertrieb, die Anlegerbetreuung, die Verwaltung und die Investor Relations-Arbeit tätig. Die langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeiter ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Lloyd Fonds AG. Vor diesem Hintergrund bietet das Unternehmen seinen Beschäftigten ein Umfeld, in dem sie ihre Qualifikation bestmöglich einbringen und weiterentwickeln können. Die Unternehmenskultur des Lloyd Fonds-Konzerns ist durch flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege geprägt.

Am 31. Dezember 2015 waren im Lloyd Fonds-Konzern 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Anzahl ohne Vorstand, Mitarbeiter in Elternzeit, Auszubildende und Aushilfskräfte). Auf die Lloyd Fonds AG entfielen 24, auf die Lloyd Treuhand GmbH 16 Beschäftigte, auf die Tochtergesellschaft TradeOn GmbH zwei Mitarbeiter und auf die Lloyd Fonds Singapore Pte. Ltd. ein Beschäftigter. Das Durchschnittsalter beträgt ca. 39 Jahre. Das Geschlechterverhältnis ist nahezu ausgeglichen.

Anzahl der Mitarbeiter zum Jahresende

Die Anzahl der Beschäftigten hat sich im Berichtsjahr um rund 17 % gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Personalkosten lagen im Berichtsjahr bei 4,0 Mio. € (Vj.: 4,7 Mio. €).

Das Unternehmen achtet auf eine partnerschaftliche Beschäftigungspolitik, die die individuellen Interessen der Beschäftigten berücksichtigt. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten sowie eine attraktive Entlohnung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lloyd Fonds-Konzerns werden mit fixen und variablen Gehaltsbestandteilen entlohnt. Der variable Anteil des Gehalts orientierte sich im Berichtsjahr an dem Unternehmenserfolg (50 %) und an der persönlichen Leistung (50 %).

Neben fixen Gehaltsbestandteilen erhält der Vorstand der Lloyd Fonds AG eine variable Tantieme, die sich nach der Entwicklung des Börsenkurses bemisst und sowohl kurzfristige als auch langfristige Elemente enthält. Die variable Tantieme ist auf einen Maximalbetrag begrenzt. Seit 2015 entfällt die garantierte Tantieme.

Nur mit hoch qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann die Lloyd Fonds AG erfolgreich sein. Daher bietet das Unternehmen seinen Beschäftigten umfangreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Hierzu gehören gezielte Weiterbildungsmaßnahmen für die jeweiligen Fachgebiete sowie IT-Seminare. Zudem ermöglicht die Lloyd Fonds AG jungen und engagierten Menschen den Einstieg in das Berufsleben. So bietet die Lloyd Fonds AG Praktika an und begleitet in verschiedenen Bereichen des Lloyd Fonds-Konzerns die Abschlussarbeiten von Universitätsabsolventen.

5 Risikobericht

5.1 Risikomanagementsystem

Lloyd Fonds verfügt über ein softwaregestütztes Risikomanagementsystem, um bereits frühzeitig Entwicklungen erkennen zu können, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Neben der Lloyd Fonds AG selbst sind alle wesentlichen Tochterunternehmen, bei denen durch ihre jeweilige Geschäftstätigkeit bedeutsame Risiken für den Konzern auftreten können, in das System einbezogen. Ziel ist es dabei, mithilfe transparenter Systeme und Prozesse Risiken zeitnah zu identifizieren und einzuschätzen, um auf dieser Basis entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Der Vorstand gibt Leitlinien für das Risikomanagement vor, die Grundlage für die Risikosteuerung durch das zentrale Risikomanagement/den Risikoadministrator sind. Das Risikomanagement stellt sicher, dass die operativen Fachabteilungen initiativ und zeitnah Risiken identifizieren, diese sowohl quantitativ als auch qualitativ bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -kompensation entwickeln.

Anhand einer systematischen Risikoinventur werden die Risiken von den jeweiligen Verantwortlichen überarbeitet und erneut eingeschätzt. Zudem besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht hinsichtlich neuer von den Verantwortlichen identifizierter Risiken. Jedes erfasste Risiko wird dazu einer Risikogruppe zugeordnet. Bei der Meldung und Neueinschätzung der Risiken müssen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Vorgaben einer Richtlinie angegeben werden. Sowohl die Bewertung als auch die Neueinschätzung der Risiken erfolgen halbjährlich sowie nach Bedarf.

Das Ergebnis der systematischen Risikoinventur wird dem Vorstand zeitnah durch eine Auswertung aller aktuellen Risiken in grafischer, tabellarischer und schriftlicher Form halbjährlich zur Verfügung gestellt und halbjährlich an den Aufsichtsratsvorsitzenden berichtet. Der Risikomanagementprozess ermöglicht somit einen strukturierten Überblick über die bestehende Risikosituation, die Verbesserung der Unternehmenssteuerung, Transparenz und Dokumentation der Risikobewältigung sowie die Steigerung des Risikobewusstseins und dient letztendlich als Basis für die Risikoberichterstattung an interne und externe Adressaten.

Die nachfolgende Bewertung der Risiken erfolgt in den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe (Liquiditätswirkung). Dabei erfolgt die Bewertung der Dimensionen in jeweils vier Kategorien.

Eintrittswahrscheinlichkeit:

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- gering
- mittel ■■
- hoch ■■■
- sehr hoch ■■■■

Schadenshöhe (Liquiditätswirkung):

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- niedrig
- moderat ■■
- wesentlich ■■■
- gravierend ■■■■

5.2 Umfeld- und Branchenrisiken

5.2.1 Marktrisiko

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Eintrittswahrscheinlichkeit ■■ Schadenshöhe ■■

Die Lloyd Fonds AG entwickelt, vertreibt und managt sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen für nationale und internationale Investoren und Privatanleger. Dabei wurden bislang Investments in den Bereichen Schifffahrt, Immobilien, Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity und Britische Kapitallebensversicherungen getätigt. Dementsprechend ist die geschäftliche Entwicklung des Konzerns in erheblichem Maße von der Entwicklung der Assetmärkte sowie der nationalen und internationalen Kapitalmärkte und maßgeblich auch von der Investitionsbereitschaft der Investoren abhängig.

Negative Entwicklungen auf diesen Märkten sowie eine nachlassende Investitionsbereitschaft bei institutionellen Investoren oder Privatanlegern können zur Verringerung der Einnahmen aus Bestandsinvestments oder der Nichtumsetzung von Kapitalanlagen führen und entsprechend negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. Der internationale Markt ist durch eine deutliche Erhöhung der Investitionsquote für Sachwertinvestments durch institutionelle Anleger geprägt, während das Nachfrageniveau bei Privatanlegern weiterhin schwach ist. Zu den Marktzahlen im Bereich der Sachwertinvestments verweisen wir auf Kapitel 2.1.6 des Konzernlageberichts.

5.2.2 Wettbewerbsrisiko

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Eintrittswahrscheinlichkeit ■■ Schadenshöhe ■■■

Lloyd Fonds steht in seinem Marktumfeld im Wettbewerb mit anderen Asset- und Investmentmanagern. Schwächephasen an den Finanz- und Kapitalmärkten und/oder die nachlassende Investitionsbereitschaft von Investoren können zur Verschiebung von Marktanteilen führen und die Position des Konzerns im Wettbewerb schwächen.

Strategische Entwicklungen wie etwa Kooperationen oder Fusionen zwischen Wettbewerbern können zur Verschiebung von Marktanteilen beitragen und für die Lloyd Fonds AG gegebenenfalls zu Marktanteilsverlusten führen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lloyd Fonds einer feindlichen Übernahme durch ein anderes Unternehmen ausgesetzt sein könnte. Hierdurch könnte der Fortbestand der bestehenden Unternehmensstruktur der Lloyd Fonds AG gefährdet werden und ggf. die Unabhängigkeit des Unternehmens verloren gehen.

5.2.3 Risiko der Veränderung aufsichtsrechtlicher und steuerrechtlicher Rahmenbedingungen

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Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe ■■■

Änderungen der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen können einen unmittelbaren Einfluss auf die Konzeption und den Absatzerfolg haben und auch den wirtschaftlichen Erfolg der von Lloyd Fonds bereits platzierten und gemanagten Investments negativ beeinflussen.

Das im Jahr 2013 in Kraft getretene Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) enthält neben umfangreichen Vorgaben hinsichtlich der Konzeption von Investments auch aufsichtsrechtliche Vorgaben für das Management und den Vertrieb dieser Investments. Bei der Entwicklung von neuen Produkten besteht somit das Risiko, dass das vertreibbare Produktspektrum eingeschränkt wird und/ oder sich zeitlich verzögert.

Daneben können auch aufsichtsrechtliche Auflagen und Genehmigungserfordernisse zur Erhöhung des Aufwands bei der Lloyd Fonds AG bzw. ihren Tochtergesellschaften führen.

5.3 Operative und unternehmensstrategische Risiken

Gegenüber dem Vorbericht wurden die Risiken "Einnahmeausfallrisiko bei wiederkehrenden Erträgen der Bestandsinvestments", "Prospekthaftungsrisiko und Risiken aus der Mithaftung bei Beratungsfehlern", "Risiken im Zusammenhang mit den Aufgaben der Lloyd Treuhand GmbH" sowie "Risiko im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells" innerhalb des Kapitels Operative und unternehmensstrategische Risiken vorangestellt. Die vorangestellten Risiken beschreiben Sachverhalte, die im Berichtszeitraum für den Konzern vor dem Hintergrund der Tätigkeit als Manager sachwertbasierter Investitionen und Kapitalanlagen für nationale und internationale Investoren und Privatanleger erheblich an Bedeutung gewonnen haben. Durch die Voranstellung der vorgenannten Risiken wird die Klarheit und Übersichtlichkeit des Geschäftsberichts erhöht.

Ferner wurden sämtliche im Vorbericht bislang im Kapitel Sonstige Risiken aufgeführten Risiken dem Kapitel Operative und unternehmensstrategische Risiken zugeordnet. Das Kapitel Sonstige Risiken wurde aufgelöst. Die neue Zuordnung dient ebenfalls der Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Geschäftsberichts, da diese Risiken überwiegend operative und unternehmensstrategische Sachverhalte beschreiben.

5.3.1 Einnahmeausfallrisiko bei wiederkehrenden Erträgen der Bestandsinvestments

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Eintrittswahrscheinlichkeit ■■ Schadenshöhe ■■

Die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns hängt in erheblichem Umfang von der wirtschaftlichen Entwicklung der von Lloyd Fonds gemanagten Bestandsfonds ab. Schwächephasen auf den relevanten Märkten, wie etwa den Schifffahrts- und Immobilienmärkten, können die wirtschaftliche Situation der vom Konzern emittierten und gemanagten Investments bis hin zur Insolvenz der Fonds beeinträchtigen.

Die anhaltende Krise in der Schifffahrt hat in den vergangenen Geschäftsjahren die Geschäftsrisiken der Investments weiter ansteigen lassen. Dabei stellt der Ausfall von Vertragspartnern der Investments, wie Charterern, die aufgrund der anhaltenden Schifffahrtskrise ihrerseits in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, ein Geschäftsrisiko dar. In der Folge fanden Schiffe nach Auslaufen einer bestehenden Beschäftigung keine Anschlussbeschäftigung oder eine Anschlussbeschäftigung nur zu (teilweise deutlich) schlechteren Konditionen.

Ein weiteres Geschäftsrisiko besteht darin, dass Kreditinstitute gegebene Finanzierungszusagen für bestehende Kapitalanlagen nicht mehr einhalten bzw. verlängern und Kredite zur Rückzahlung fällig gestellt werden. Im Falle der Realisierung des Risikos und für den Fall, dass eine Refinanzierung des Kredits durch eine andere Bank nicht möglich sein sollte, ist mit entsprechenden Einnahmeausfällen bei den Management- und Treuhandvergütungen zu rechnen. Bei stark betroffenen Investments führten die vorgenannten Geschäftsrisiken zu finanziellen Schieflagen, teilweise wurde eine Insolvenz unumgänglich.

Sollte es auch in Zukunft zu Insolvenzen von Investments kommen, wäre insbesondere die Werthaltigkeit der Anteile, die Lloyd Fonds als Gründungsgesellschafter dieser Kapitalanlagen hält, betroffen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass eventuell bereits bestehende Forderungen gegen diese Investments uneinbringlich werden, soweit sie die bereits getroffenen Vorsorgemaßnahmen, wie etwa Rückstellungen, übersteigen. Ferner wären aus der Insolvenz von Investments Einnahmeausfälle bei den wiederkehrenden Management- und Treuhandvergütungen die Folge. Signifikante bilanzielle Auswirkungen in Bezug auf die Beteiligungen des Konzerns sind hingegen nicht zu erwarten, da die Konzerngesellschaften mit geringen Quoten an den betreffenden Gesellschaften beteiligt sind. Sollte es jedoch zu einem kumulierten Eintritt der Einzelrisiken kommen, sind signifikante bilanzielle Auswirkungen nicht ausgeschlossen. Die Konzernleitung befindet sich in intensiven Gesprächen mit Finanzierungspartnern über ein Lösungskonzept in Form einer Umfinanzierung der betroffenen Kapitalanlagen.

5.3.2 Prospekthaftungsrisiko und Risiken aus der Mithaftung bei Beratungsfehlern

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Eintrittswahrscheinlichkeit ■■ Schadenshöhe ■■■

Zur Einwerbung von Eigenkapital in Form von Kommanditeinlagen hat die Lloyd Fonds AG Verkaufsprospekte erstellt, für welche sie - im Falle des Schadens infolge unrichtiger oder unvollständiger Angaben - als Herausgeberin gegenüber den einzelnen Anlegern haftet. Die Verkaufsprospekte wurden gemäß den "Grundsätzen ordnungsmäßiger Beurteilung von Verkaufsprospekten über öffentlich angebotene Vermögensanlagen" (IDW S4), einem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., erstellt und entsprechend diesem Standard durch einen Wirtschaftsprüfer begutachtet (Prospektgutachten). Bei sämtlichen geprüften Prospekten hat der Wirtschaftsprüfer die Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich der Plausibilität der im Prospekt enthaltenen Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Chancen und Risiken im Sinne des IDW S4 grundsätzlich bestätigt, jedoch in Einzelfällen Anmerkungen vorgenommen, die das Prüfungsergebnis nicht einschränkten. Zusätzlich wurde für jede Kapitalanlage regelmäßig ein Steuergutachten im Hinblick auf die im Prospekt vorgenommenen steuerlichen Aussagen erstellt.

Bis zum 21. Juli 2013 mussten die Verkaufsprospekte zudem durch die BaFin gebilligt werden. Das Billigungsverfahren umfasste neben einer Vollständigkeitsprüfung auch die Prüfung des Inhalts auf Kohärenz und Verständlichkeit. Allerdings können auch eine Prospektbeurteilung durch einen Wirtschaftsprüfer und die weiteren Maßnahmen keine absolute Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Prospektangaben sowie für den Eintritt des wirtschaftlichen Erfolgs und der steuerlichen Auswirkungen der Kapitalanlage bieten.

Zum 31. Dezember 2015 sind insgesamt 152 (Vj.: 54) gerichtliche Verfahren, die ein Nominalkapital von rund 7,1 Mio. € sowie 0,4 Mio. US-$ betreffen, wegen behaupteter Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung rechtshängig, bei denen die Lloyd Fonds AG oder die Lloyd Treuhand GmbH Beklagte oder Streitverkündete sind. Ferner sind zum 31. Dezember 2015 weitere fünf gerichtliche Verfahren mit gleichem Gegenstand, die ein Nominalkapital von rund 0,1 Mio. € betreffen, bei Gerichten anhängig. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass erfolgreich Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung wegen falscher oder unvollständiger Angaben gegen die Lloyd Fonds AG oder ihre Tochtergesellschaft geltend gemacht werden. Lloyd Fonds verfügt in diesen Fällen über entsprechende Versicherungen. Zum jetzigen Zeitpunkt hält die Lloyd Fonds AG es für insgesamt überwiegend wahrscheinlich, dass sie mit ihren Argumenten vor Gericht durchdringen und sich erfolgreich gegen die Klagen verteidigen kann.

Soweit Dritte im Auftrag oder im Pflichtenkreis der Lloyd Fonds AG tätig werden, besteht das Risiko, dass die Lloyd Fonds AG für deren Handlungen verantwortlich gemacht wird. Externe Partner werden allerdings sorgfältig betreut, um haftungsrelevantes Handeln zu vermeiden und damit das Haftungspotenzial für die Lloyd Fonds AG zu reduzieren. Die aktuelle Rechtsprechung zeigt weiterhin eine zunehmende Tendenz, Aufklärungs- und Beratungspflichten im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Kapitalanlageprodukten auszuweiten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Beratungsfehler von Externen (z. B. Vertriebspartnern), die beim Absatz von Kapitalanlageprodukten von Lloyd Fonds eingeschaltet werden, in zunehmendem Maße in den Verantwortungsbereich des Produktanbieters fallen werden. Dies gilt insbesondere für die Haftung für Beratungsfehler eines Vertriebspartners.

5.3.3 Risiken im Zusammenhang mit den Aufgaben der Lloyd Treuhand GmbH

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Eintrittswahrscheinlichkeit ■■ Schadenshöhe ■■■

Die Lloyd Treuhand GmbH, eine Tochtergesellschaft der Lloyd Fonds AG, verwaltete Ende 2015 auf der Grundlage von Treuhand- und Verwaltungsverträgen - teilweise treuhänderisch - das Kapital von mehr als 53.000 Anlegern. Im Rahmen ihrer Verwaltungstätigkeit hat sie bisher sämtliche Rechte und Pflichten der Anleger aufgrund des Treuhandvertrags mit der größtmöglichen Sorgfalt wahrgenommen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Anleger der Lloyd Treuhand GmbH Pflichtverletzung vorwirft. Die Treuhand wählt ihre Mitarbeiter gezielt aus, um dieses im Vorfeld zu vermeiden. Zudem wird über Fortbildungen und regelmäßige Qualitätskontrollen eine bestmögliche Zuverlässigkeit erreicht.

Bereits im November 2010 hat die Lloyd Treuhand GmbH das Qualitätsmanagementsystem (QMS) von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle nach ISO 9001 zertifizieren lassen. Die Zertifizierung umfasst sämtliche Arbeitsprozesse der Gesellschaft, von der Investorenbetreuung über die Fachabteilungen für Steuern und Handelsregister bis hin zur Fonds- und Ausschüttungsdokumentation. Das QMS wird nicht nur einmalig für die Zertifizierung geprüft und genormt, sondern regelmäßig - mindestens alle zwölf Monate - von der Zertifizierungsstelle kontrolliert. Das aktuelle Zertifikat ist gültig bis zum 9. November 2016.

Die Lloyd Treuhand ist teilweise bei Bestandsfonds als Treuhandkommanditistin für diverse Anleger im Handelsregister mit der jeweiligen Hafteinlage dieser Anleger (Treugeber) eingetragen. Es besteht das Risiko, dass die Lloyd Treuhand GmbH im Fall von Auszahlungen von nicht durch Gewinne gedeckten Liquiditätsüberschüssen gemäß §§ 171, 172 IV HGB haftet.

Vor dem Hintergrund, dass die Treuhand selbst wiederum gemäß Treuhandvertrag einen Regressanspruch gegen die jeweiligen Treugeber hat, wird ein ungedeckter möglicher Abfluss von Ressourcen bei der Lloyd Treuhand GmbH als relativ unwahrscheinlich eingeschätzt.

Für die Kommanditisten eines Fonds besteht im Fall der Insolvenz einer Fondsgesellschaft gegebenenfalls das Risiko einer Rückzahlungsverpflichtung für in der Vergangenheit vorgenommene Auszahlungen, die nicht durch Gewinne der Gesellschaft gedeckt sind. Soweit hier der Konzern als Treuhandgesellschaft fungiert, ist auch die Lloyd Fonds AG betroffen, da es zu beträchtlichen Liquiditätsabflüssen bei der Lloyd Treuhand GmbH kommen kann, sofern die Treuhand als Treuhandkommanditist für die Anleger tätig ist. Die Erstattungsansprüche der Treuhandgesellschaft gegenüber den Anlegern müssten dann individuell durchgesetzt werden.

Daneben besteht im Fall der Insolvenz einer Fondsgesellschaft das Risiko, dass Forderungen der Lloyd Treuhand GmbH gegen die betreffende Fondsgesellschaft (z. B. Treuhandgebühren) nicht mehr beglichen werden können und im ungünstigsten Fall dauerhaft entfallen. Ein kumulierter Eintritt könnte die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Lloyd Fonds AG stark negativ beeinflussen.

5.3.4 Risiko im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells

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Eintrittswahrscheinlichkeit ■■ Schadenshöhe ■■

Angesichts der gravierenden Veränderungen innerhalb der Sachwertbranche und der weiterhin schwachen Schifffahrtsmärkte muss Lloyd Fonds sein Geschäftsmodell weiterentwickeln. Es besteht das Risiko, dass es bei der Weiterentwicklung und Umsetzung des Geschäftsmodells aus verschiedenen Gründen zeitliche Verzögerungen gibt. Zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells ist die Einbindung von externen Beratern zwingend erforderlich. Die Kosten hierfür wären im Fall der Nichtumsetzung von Lloyd Fonds zu tragen, ohne dass daraus Erträge erzielt werden könnten.

5.3.5 Projektrisiko

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Eintrittswahrscheinlichkeit ■■ Schadenshöhe ■■

Ein wesentlicher Teil der Tätigkeiten von Lloyd Fonds ist die Entwicklung neuer Kapitalanlagen und Investments. Trotz vorsichtiger und umsichtiger Planung dieses Projektgeschäfts besteht das Risiko, dass geplante und budgetierte Projekte nicht realisiert werden können. Darüber hinaus können Fehleinschätzungen bei der Konzeption eines Investments sowie in der Prüfungsphase und beim Ankauf eines Assets dazu führen, dass die Realisierung eines Projekts nicht oder nicht im geplanten Umfang möglich ist und sich damit negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns ergeben. Ebenso kann eine sinkende oder fehlende Nachfrage nach Kapitalanlagen und Investments die Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen.

Sofern zur Realisierung von Projekten die Einbindung externer Berater zwingend erforderlich ist, wären die Kosten hierfür im Fall der Nichtumsetzung von der Lloyd Fonds AG zu tragen, ohne dass aus den Projekten Erträge erzielt werden könnten.

5.3.6 Rechtliche Risiken

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Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe ■■■

Bei der Strukturierung von ausländischen Kapitalanlagen sowie einer gegebenenfalls im Ausland erfolgenden Platzierung des Angebots werden ausländische Rechtskreise berührt bzw. unterliegen Kapitalanlagen einer ausländischen behördlichen Aufsicht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ausländische Rechtsordnungen nicht hinreichend beachtet werden. Ferner kann die Durchsetzung eigener oder die Abwehr fremder Ansprüche im Ausland schwieriger und mit erheblichen Kosten verbunden sein. Zudem könnten Gesellschaften und Organe einer erhöhten Haftung ausgesetzt sein.

Bei im Ausland gefällten Urteilen kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Sachverhalt anders und ggf. nachteiliger beurteilt wird, als dies vor deutschen Gerichten der Fall wäre. Ein ausländisches Urteil entfaltet aber dennoch Bindungswirkung vor deutschen Gerichten mit der Folge, dass eine gerichtliche Entscheidung nicht mehr abänderbar ist.

Im Zusammenhang mit der Rückabwicklung einiger Schiffsgesellschaften, in denen Lloyd Fonds als Gründungsgesellschafterin fungierte, besteht zwischen den finanzierenden Banken und der Bauwerft ein Rechtsstreit über die Rückzahlung der Quellensteuer. Sollten die finanzierenden Banken unterliegen, hätten diese gegebenenfalls Rückgriffsansprüche in einer Höhe von maximal 1,1 Mio. € gegenüber der Gründungsgesellschafterin.

5.3.7 Steuerliche Risiken

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Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe ■■

Es besteht das Risiko, dass Beurteilungs- oder Beratungsfehler oder Fristversäumnisse im steuerlichen Bereich auftreten. Dies kann dazu führen, dass steuerliche Folgen eintreten, die für Lloyd Fonds nachteilig sind, oder es bei Fristversäumnissen zu Zwangsgeldern oder Verspätungszuschlägen durch die Finanzverwaltung kommt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vertragsprüfungen in steuerlicher Hinsicht nicht oder nur unzureichend durchgeführt werden, was ebenfalls zu nachteiligen steuerlichen Folgen für die Lloyd Fonds AG führen kann.

5.3.8 Reputationsrisiko

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Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe

Die Lloyd Fonds AG ist als börsennotiertes Unternehmen einem erhöhten öffentlichen Interesse ausgesetzt. In der Öffentlichkeit wahrnehmbare Ereignisse oder Entwicklungen, wie etwa negative Nachrichten oder Informationen über Lloyd Fonds, die Produkte des Konzerns oder auch über die Branche der Sachwertinvestments, negative Marktentwicklungen oder Branchenskandale, können daher zu einem fallenden Ansehen der Lloyd Fonds AG und damit zu einem Reputationsverlust für den Konzern führen.

Ferner können auch unternehmensinterne Ereignisse oder Entwicklungen, wie Insolvenzen von Bestandsfonds oder ein massiver Kursverfall der Aktie, der Reputation des Konzerns schaden.

5.4 Organisations- und Personalmanagementrisiken

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Eintrittswahrscheinlichkeit ■■ Schadenshöhe

Der Erfolg des Konzerns hängt maßgeblich von der Tätigkeit des Vorstands und der Geschäftsführungsmitglieder sowie von qualifizierten Führungskräften in Schlüsselpositionen ab. Für den wirtschaftlichen Erfolg von Lloyd Fonds ist es deshalb unerlässlich, dass qualifizierte Führungs- und Fachkräfte in ausreichender Zahl für Lloyd Fonds tätig sind, um nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaften im Konzern und ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung auszuschließen.

Eine überdurchschnittliche Fluktuation von Mitarbeitern, insbesondere von Führungskräften in Schlüsselpositionen, könnte dazu führen, dass Positionen nicht adäquat neu besetzt werden können und damit personelle Kapazitätsengpässe nach sich ziehen. Aufgrund falscher Personalentscheidungen können Fehl- und/oder Unterbesetzungen entstehen. Dies könnte Verzögerungen bei der Aufgabenerledigung zur Folge haben und den Eintritt von Fehlentscheidungen oder Managementfehlern begünstigen.

5.5 IT-Risiken

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Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe ■■

Die ständige Verfügbarkeit von IT-Systemen ist für Lloyd Fonds Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Abwicklung des Geschäfts. Auch steht das Unternehmen in der Pflicht, jederzeit die Sicherheit sensibler Daten, insbesondere von Kunden, zu gewährleisten. Zur Minimierung des Risikos von Systemausfällen hat Lloyd Fonds zahlreiche Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählen die Virtualisierung von Servern und moderne Backup-Systeme inklusive externer Datensicherung sowie Notfallpläne für eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Systeme. Zum Schutz von Daten und IT-Systemen werden unter anderem Firewall-Systeme, Virenschutz- und Verschlüsselungsprogramme sowie Zutritts- und Zugriffskontrollsysteme eingesetzt, die regelmäßig oder gegebenenfalls anlassbezogen aktualisiert werden.

5.6 Finanzwirtschaftliche Risiken

5.6.1 Liquiditätsrisiko

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Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe ■■■

Das dynamische Geschäftsumfeld, in dem der Konzern operiert, macht es notwendig, die Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend Liquiditätsreserven vorgehalten werden. Das maximale Risiko besteht in der Insolvenz aufgrund von Zahlungsunfähigkeit. Sofern es zur Verringerung der Liquiditätsdecke des Konzerns kommt und in der Folge ein entsprechender Finanzbedarf entsteht, besteht das Risiko, dass keine geeigneten Finanzierungspartner gefunden werden können und der Liquiditätsbedarf des Konzerns nicht oder nur zu nachteiligen Konditionen gedeckt werden kann.

Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement greift die Finanzabteilung auf eine rollierende Liquiditätsplanung zurück, die einen Planungshorizont von bis zu einem Jahr abbildet. Daneben kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden zwei Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-GuV und der daraus abgeleiteten Plan-Cashflow-Rechnung besteht. Sowohl die kurzfristige Liquiditätsplanung als auch das mittelfristige Modell bauen auf der aktuellen Businessplanung des Konzerns auf und sind miteinander abgestimmt.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf insgesamt 8,6 Mio. € (Vj.: 9,4 Mio. €). Weitere Details, insbesondere hinsichtlich der Fälligkeitsstruktur, finden sich im Konzernanhang unter Ziffer 6.3.2.3.

Die Liquiditätslage des Konzerns wird als stabil eingeschätzt. Dennoch können etwaige nicht geplante liquiditätswirksame Ereignisse ein Risiko darstellen. Hierbei kann es sich grundsätzlich um den Ausfall geplanter Einnahmen oder zusätzliche nicht geplante Ausgaben handeln. Im Fall des kumulierten Eintritts mehrerer Ereignisse sind negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns zu erwarten.

5.6.2 Bewertungs- und Forderungsausfallrisiko

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Eintrittswahrscheinlichkeit ■■ Schadenshöhe ■■

Die Bewertung von Beteiligungen des Konzerns ist wie in den Vorjahren etwa aufgrund der anhaltend schwachen Schifffahrtsmärkte einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Dies betrifft neben den Anteilen, die Lloyd Fonds an eigenen Fonds hält, auch die Beteiligungen des Konzerns an assoziierten Unternehmen. Diesem Risiko trägt Lloyd Fonds durch eine fortlaufende Überprüfung der bestehenden Beteiligungsansätze im Zusammenspiel mit der Analyse von Finanzdaten der wesentlichen Beteiligungen Rechnung. Auf Basis der regelmäßig durchgeführten Wertminderungstests wurden bereits in den Vorjahren zum Teil umfangreiche Abwertungen von Beteiligungsansätzen bei einigen dieser Gesellschaften vorgenommen und damit grundsätzlich das Risiko für weitere Wertminderungen gesenkt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Abwertungen der Beteiligungsansätze vorgenommen werden müssen. Dies könnte insbesondere das an die KALP GmbH gewährte Darlehen in Höhe von 1,8 Mio. € betreffen. In Einzelfällen sind bei schwacher gesamtwirtschaftlicher Lage und weiterhin schwachen Schifffahrtsmärkten zusätzliche Wertberichtigungen nicht ausgeschlossen.

Das wie in den Vorjahren schwache Marktumfeld für Sachwertinvestments im Publikumsbereich in Deutschland hatte zudem erhebliche Auswirkungen bezüglich drohender Forderungsausfälle und damit auf die Risikoposition des Konzerns. Dem insoweit gestiegenen Risiko ist Lloyd Fonds bereits in den Vorjahren durch die Vornahme umfangreicher Abwertungen begegnet. Auch im Berichtsjahr wurden Abwertungen im Forderungsbestand vorgenommen und damit die Werthaltigkeit der Forderungen angepasst.

Zudem wird dem Marktrisiko durch laufende Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen mit einer kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserung des Debitorenmanagements Rechnung getragen. Ziel ist dabei die zeitnahe Realisierung von Zahlungseingängen und die damit verbundene Verminderung des Bestands an fälligen Forderungen.

Trotz der auch im Berichtsjahr durchgeführten Wertberichtigungen - sowohl Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen - sind weitere Verluste und entsprechende Liquiditätsausfälle aus Forderungsausfällen nicht ausgeschlossen. Dies betrifft auch die Forderungen der Lloyd Treuhand GmbH gegenüber den Treugebern aus Auszahlungen, die als unverzinste Darlehen gewährt wurden. Diesem Risiko wurde durch die Schaffung und Umsetzung eines Maßnahmenplans begegnet, der verschiedene Vorgehensweisen, wie z. B. die Erreichung eines Vergleichs mit Gläubigern oder die Abtretung des Regressanspruchs der Treuhand an Gläubiger, vorsieht. Für weitere Analysen verweisen wir auf den Konzernanhang unter Ziffer 6.3.1.3.

5.6.3 Risiken aus Eventualverbindlichkeiten

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Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe ■■■

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lloyd Fonds auch jenseits der auf die Treuhand entfallenden Risiken (siehe hierzu: Risiken im Zusammenhang mit den Aufgaben der Lloyd Treuhand GmbH, Seite 31) aus den bestehenden Eventualverbindlichkeiten in Anspruch genommen wird. Die zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Eventualschulden des Lloyd Fonds-Konzerns belaufen sich auf insgesamt 14,3 Mio. € (Vj.: 12,8 Mio. €). Nach Abzug der Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen, die im Jahr 2015 11,0 Mio. € (Vj.: 9,5 Mio. €) betrugen, beträgt auch das Nettohaftungsvolumen 3,3 Mio. € (Vj.: 3,3 Mio. €). Bezüglich der Einzelheiten und der Zusammensetzung der Eventualschulden verweisen wir auf Ziffer 6.9.2 des Konzernanhangs.

5.6.4 Zinsänderungs- und Währungsrisiko

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Eintrittswahrscheinlichkeit ■■■ Schadenshöhe

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Sie wirken sich zum einen auf die Höhe der zukünftigen Zinserträge und -aufwendungen des Konzerns aus und zum anderen beeinflussen sie den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten. Zur Gegensteuerung werden ggf. Sicherungsmaßnahmen wie etwa Zinsswaps oder Zinsoptionen eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken. Für weitere Details verweisen wir auf Ziffer 6.3.1.2 des Konzernanhangs.

Auf Konzernebene bestehen derzeit Fremdwährungsrisiken in US-Dollar, welche im Wesentlichen durch die Stichtagsbewertung der entsprechenden monetären Posten entstehen. Unter den monetären Posten werden Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten zusammengefasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten entstehen hauptsächlich dadurch, dass ein Teil der Kapitalanlagen auf Fremdwährungsbasis initiiert wird. Entsprechenden Währungsrisiken unterliegen auch viele der von Lloyd Fonds initiierten Investments. Im Fall einer negativen Währungsentwicklung besteht das Risiko, dass deren Rendite sinkt und sich dies in der Folge negativ auf die Kundenzufriedenheit und die Reputation des Konzerns auswirkt. Fremdwährungsrisiken wird mit dem Einsatz von Währungsswaps oder Währungsoptionsgeschäften begegnet. Die Nettofremdwährungsposition des Konzerns ist insgesamt als nicht wesentlich einzuordnen. Zum Abschlussstichtag bestehen daher keine signifikanten Bewertungsrisiken.

5.7 Gesamtaussage zur Risikosituation

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind weder existenzbedrohende Einzelrisiken noch Risiken mit einer gravierenden Schadenshöhe noch Risiken mit einer sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bekannt. Allerdings könnte ein kumulierter Eintritt von Einzelrisiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

5.8 Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

5.8.1 Elemente des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Lloyd Fonds-Konzerns umfasst sämtliche Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Zentrum des internen Kontrollsystems stehen das interne Steuerungssystem sowie das interne Überwachungssystem. Zuständig für die Steuerung des internen Kontrollsystems des Konzerns ist der zentrale Bereich Finanzen, dem Rechnungswesen, "IFRS" und Controlling zugeordnet sind. Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl prozessintegrierte als auch prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen. Als prozessintegrierte Maßnahmen kommen sowohl individuelle Kontrollen, wie beispielsweise das "Vier-Augen-Prinzip", als auch IT-gestützte Kontrollen zum Einsatz. Zusätzlich werden durch spezifische Konzernfunktionen wie z. B. Konzern-Steuern und Konzern-Recht prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt. Des Weiteren bestehen prozessunabhängige Kontrollen, die im Wesentlichen durch den Aufsichtsrat und sonstige Prüfungsorgane wahrgenommen werden.

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist in das auf Seite 28 beschriebene Risikomanagementsystem des Lloyd Fonds-Konzerns integriert. Es ist auf die signifikanten Risiken des Unternehmens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der externen Berichterstattung, ausgerichtet. Kernelement ist dabei die Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken können.

5.8.2 Aufbauorganisation

Der Lloyd Fonds-Konzern verfügt über eine zentrale Buchhaltungs- und Abschlusserstellungsorganisation. Mit Ausnahme der Gesellschaft in Singapur werden die Geschäftsvorfälle sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Tochterunternehmen direkt in der zentralen Buchhaltung erfasst. Dort erfolgt auch die Erstellung der Einzelabschlüsse nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Abschluss des genannten ausländischen Tochterunternehmens wird in der lokalen Buchhaltung vor Ort erstellt. Die Lloyd Fonds AG erhält monatliche Saldenreports dieser ausländischen Tochtergesellschaft und überträgt diese Daten in das zentrale Buchhaltungssystem.

Konzernweite Richtlinien und Verfahrensanweisungen gewährleisten die Sicherstellung einer zeitnahen, vollständigen, richtigen und effizienten Erfassung der Geschäftsvorfälle.

Dem zentralen Bereich Finanzen zugeordnet ist auch der Bereich "IFRS". Hier werden die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften von den deutschen handelsrechtlichen bzw. lokalen ausländischen Vorschriften auf die Ansatz- und Bewertungsmethoden der International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet. Des Weiteren verantwortet der Bereich "IFRS" die Konsolidierung der einzelnen Gesellschaften und die daraus folgende Aufstellung des Konzernabschlusses.

Die buchhalterische Erfassung der einzelnen Geschäftsvorfälle einschließlich der gegebenenfalls erforderlichen IFRS-Anpassungen wird EDV-gestützt mithilfe der Finanzbuchhaltungssoftware FibuNet durchgeführt. Das Programm wird ferner für die Zusammenführung der Einzelgesellschaften zu einem Summenabschluss und die Erfassung der Konsolidierungsbuchungen eingesetzt. Wesentliche in FibuNet eingebundene Vorsysteme sind das Integrierte Treasurymanagement System (ITS) der Firma ecofinance sowie das Enterprise Resource Planning (ERP)-System DC-Fonds des Herstellers Devcon. DC-Fonds dient insbesondere der Organisation, Steuerung und Überwachung der Treuhandverwaltung der von Lloyd Fonds initiierten Anlageprodukte. Neben diesen integrierten Systemen verfügt Lloyd Fonds über ein IT-gestütztes Tool zur Bewertung von Schiffsbeteiligungen.

5.8.3 Ablauforganisation

Die Erstellung des Konzernabschlusses und die externe Berichterstattung erfolgen in Form eines strukturierten Prozesses auf Basis eines zwischen den einbezogenen internen Abteilungen sowie externen Partnern abgestimmten Zeitplans. Dabei werden auch Fristen für die Lieferung von abschlussrelevanten Informationen, die außerhalb des Rechnungswesens generiert werden, vereinbart. Beispiele hierfür sind Informationen aus dem Fondsmanagement für die Bewertung von Beteiligungen oder Abschlüsse von assoziierten Unternehmen für die Bilanzierung nach der Equity-Methode. Die Erhebung von abteilungs- und unternehmensfremden Daten erfolgt auf der Grundlage von zuvor festgelegten individuellen Anforderungsprofilen. Der Prozess beinhaltet auch eine Rücklaufkontrolle zur Sicherstellung des rechtzeitigen Eingangs vollständiger Informationen.

Der Konsolidierungsprozess erfolgt in Form einer Gesamtkonsolidierung auf Ebene der Lloyd Fonds AG. Dementsprechend werden keine Teilkonzernabschlüsse erstellt.

Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses beinhaltet der Erstellungsprozess eine Vielzahl von Kontrollen. Hierbei handelt es sich um präventive und nachgelagerte aufdeckende Kontrollen. In den Bereich der präventiven Kontrollen fallen insbesondere Genehmigungs- und Freigabeverfahren, beispielsweise im Rahmen der Eingangsrechnungserfassung und beim Zahlungsverkehr. Bestimmte Transaktionen, die sich wegen ihres Umfangs oder ihrer Komplexität auf den Konzernabschluss auswirken können, sind ebenfalls nach einem festgelegten Verfahren freizugeben. Zudem werden die zentralen Bereiche Rechnungswesen, Controlling und Recht direkt als interne Berater in die Gestaltung von bedeutenden Verträgen, beispielsweise im Rahmen der Konzeption neuer Beteiligungsangebote, mit eingebunden. Infolgedessen erhält das Rechnungswesen Informationen aus erster Hand, um die richtige bilanzielle Behandlung dieser Vorgänge sicherzustellen.

Die aufdeckenden Kontrollen finden in den verschiedenen Phasen des Abschlussprozesses statt. Hier kommt insbesondere das "Vier-Augen-Prinzip" zum Tragen. Sämtliche Einzelabschlüsse werden von der Leitung des Bereichs Finanzen geprüft, bevor sie für die weitere Verarbeitung durch den Bereich "IFRS" freigegeben werden. Im Rahmen der Überleitung der Abschlüsse auf die IFRS-Vorschriften und der Konsolidierung erfolgt darüber hinaus eine zusätzliche Plausibilisierung und Abstimmung der einzelnen Abschlüsse. Die auf Konzernebene ermittelten Daten werden anschließend in elektronischer Form an das Controlling übertragen. Dort werden sie für Zwecke des monatlichen Management-Reportings weiterverarbeitet. Hierbei findet eine enge Abstimmung zwischen Rechnungswesen und Controlling hinsichtlich der gelieferten Abschlussinformationen statt.

Neben dem monatlichen Management-Reporting wird ein wöchentlicher Jour fixe zwischen dem Rechnungswesen und dem Vorstand durchgeführt, in dem wesentliche abschlussrelevante Themen besprochen werden.

6 Nachtragsbericht

Im Februar des laufenden Jahres hatten die Geschäftsführung und der Beirat des Immobilienfonds "Zweite Lloyd Fonds Hotelportfolio GmbH & Co. KG" den Anlegern einen Beschlussvorschlag zum Verkauf der Beteiligungen an den Hotelobjekten in Berlin und Nürnberg vorgelegt. Insgesamt stimmten 94,4 % der Gesellschafter diesem Beschluss zu, sodass die beiden Objekte zu einem Kaufpreisfaktor von rund 20 verkauft werden sollen.

Die PPA Beteiligungsgesellschaft mbH (PPA), eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Lloyd Fonds AG, hat ihren Anteil am Immobilienfonds "Businesshotel Hamburg/Ferienhotel Sylt" in Höhe von nominal 1,4 Mio. € an ein Unternehmen der HTB-Gruppe, die Beteiligungen für Immobilienfonds erwirbt, zu einem Nominalwert von 83 % verkauft. In die PPA wurden im Jahr 2011 die Anteile an den Zielfonds des vorzeitig geschlossenen Fonds "Premium Portfolio Austria" eingebracht. Der Zufluss an die Gesellschaft in Höhe von rund 1,2 Mio. € wird zur weiteren Rückführung des zur Finanzierung der Anteile aufgenommenen Darlehens gegenüber der Raiffeisenbank Niederösterreich-Wien AG (RaiBa) genutzt. Aufgrund der IFRS-Bewertung des Anteils am Zielfonds "Businesshotel Hamburg/Ferienhotel Sylt" im Konzern der Lloyd Fonds AG führt diese Transaktion zu einem positiven Ergebnisbeitrag von rund 950 T€ im Jahr 2016.

Die Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH (LFREM) hatte bereits vor einigen Monaten einem namhaften Hamburger Family Office ein Hotelportfolio zum Erwerb angeboten. Eigentümerin des aus sechs Touristenhotels an der deutschen Ostseeküste sowie am Harz befindlichen Portfolios ist die bisherige und zukünftige Betreiberin der Hotels. Die langfristigen Kaufvertragsverhandlungen zwischen der Käuferin und der Verkäuferin konnten zwischenzeitlich abgeschlossen werden. Die notarielle Beurkundung des Kaufvertrages ist Ende Mai erfolgt. Die LFREM hat auf Grund dessen einen Anspruch auf ein kaufpreisabhängiges Vermittlungshonorar.

7 Prognosebericht

7.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld

In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen.

7.1.1 Internationale Wirtschaftsentwicklung

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im vergangenen Jahr weniger dynamisch als erwartet. Dies lag vor allem an dem langsameren Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern. Die Industrieländer verzeichneten dagegen ein relativ robustes Wirtschaftswachstum.

In China scheint sich die Verlangsamung des Wachstums im laufenden Jahr fortzusetzen. Die nach wie vor niedrigen Öl- und Rohstoffpreise belasten rohstoffexportierende Länder wie Brasilien oder Russland. Die Wachstumsperspektiven der USA und der japanischen Wirtschaft werden weiterhin positiv, aber vorsichtiger als zuvor eingeschätzt. Im Euroraum gehen Prognosen davon aus, dass sich die begonnene Erholung moderat fortsetzt. Insgesamt dürfte sich daher das globale Wirtschaftswachstum nur wenig beschleunigen. Die OECD erwartet für das Jahr 2016 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,3 %.

7.1.2 Wirtschaftsentwicklung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2015 solide um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Die Industrieproduktion erfuhr im Schlussquartal einen Dämpfer, doch die zuletzt gemeldeten Auftragseingänge stimmen zuversichtlich. In den kommenden Monaten dürfte sich die Belebung insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus fortsetzen. Die eher binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereiche entwickeln sich voraussichtlich weiterhin dynamisch. Positiv auf die weitere Konjunkturentwicklung sollten sich die weiterhin niedrigen Ölpreise, die niedrigen Zinsen und der für die Exportwirtschaft günstige Wechselkurs des Euro auswirken. Zusätzliche Impulse insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus werden auch durch die Zuwanderung der Flüchtlinge erwartet. Für das Jahr 2016 wird daher ein erneutes Wachstum von 1,7 % prognostiziert.

7.1.3 Marktentwicklung Schifffahrt

Für die Containerschifffahrt geht das Beratungsunternehmen Drewry angesichts des anhaltenden Überangebots an Schiffen von einem weiteren Rückgang der Frachtraten und von erheblichen Verlusten für die Containerreeder aus. Bereits im vergangenen Jahr sind die Frachtraten um rund neun Prozent eingebrochen, auf zahlreichen wichtigen Containerrouten wurden die niedrigsten Spotraten der Geschichte erzielt. Dieser negativen Entwicklung konnten sich auch die Chartermärkte nicht entziehen, mit der Folge eines sehr schwachen Starts in das laufende Jahr 2016. Das Beratungsunternehmen teilt auch nicht die Einschätzung zahlreicher Marktteilnehmer, dass die niedrigen Bunkerkosten weiterhin zu Kosteneinsparungen führen. Vielmehr geht Drewry davon aus, dass die Ölpreise ihren Tiefpunkt erreicht haben und dass die Kosten für die Positionierung von Leercontainern und das Aufliegen von Schiffen weiter zunehmen werden. Zudem erwartet das Beratungsunternehmen, dass auch eine weitere Konsolidierung der Branche nicht zu einer grundlegenden Reduzierung der Schiffskapazitäten in der Containerschifffahrt führen wird.

Im Tankerbereich könnte sich nach Einschätzung von Experten unter der Annahme weiterhin niedriger Ölpreise und weiterhin robuster Nachfrage das Angebot-Nachfrage-Verhältnis aufgrund höherer Ablieferungszahlen in allen Segmenten im Jahr 2016 drehen. Dies kann die wirtschaftliche Situation in der Tankschifffahrt wieder schwieriger gestalten.

7.1.4 Marktentwicklung Immobilien

Angesichts der guten Entwicklung der deutschen Konjunktur prognostiziert das Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) auch für das Jahr 2016 erneut ein positives Ergebnis am deutschen gewerblichen Immobilienmarkt. Höchstwahrscheinlich kann das Transaktionsvolumen erneut die Marke von 50 Mrd. € erreichen. Ob dieses Ergebnis erreicht wird, hängt allerdings davon ab, wie die zunehmenden globalen Risiken unterschiedlichster Art bewältigt werden können. Im Büroimmobiliensektor wird für dieses Jahr erneut eine leichte Steigerung der Spitzenmiete auch in den Nebenstandorten erwartet. Für den Hotelinvestmentmarkt erwartet JLL aufgrund der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut ein positives Investitionsklima. Hotelimmobilien seien im Portfolio vieler Investoren weiterhin eine gesetzte Assetklasse. In den Niederlanden hängt die weitere Entwicklung des Büroimmobilienmarktes wesentlich von der Konjunkturentwicklung ab.

7.1.5 Marktentwicklung weitere Assets: Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity, Britische Kapitallebensversicherungen

Für das Jahr 2016 ist die Luftverkehrsbranche erneut positiv gestimmt und erwartet - auch aufgrund des weiterhin niedrigen Ölpreises - weiterhin ein moderates Wachstum. Der Passagierverkehr soll um weitere 6,7 % auf rund 3,8 Mrd. Passagiere ansteigen. Der Energieverbrauch wird nach Einschätzung von Experten weltweit bis zum Jahr 2035 um ein Drittel höher sein als heute. Dieser Bedarf wird immer noch größtenteils durch die fossilen Energieträger gedeckt werden, die erneuerbaren Energien sollen ihren Anteil am Energiemix aber nach Einschätzung einer Studie von BP vervierfachen. In Europa rechnet die Private Equity-Branche für das Jahr 2016 mit einer Marktbelebung und sieht beispielsweise gute Chancen für Neuinvestitionen in der Bereitstellung von Wachstumskapital. Die britische Versicherungsindustrie wird auch im Jahr 2016 mit den Auswirkungen des niedrigen Zinsniveaus zu kämpfen haben.

7.1.6 Marktentwicklung Kapitalmarkt

In dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld ist davon auszugehen, dass Investitionen in Real Assets auch im laufenden Jahr in den Anlageportfolios sowohl professioneller als auch privater Kunden zunehmend an Bedeutung gewinnen werden. Klassische Fondsstrukturen, wie der vollregulierte AIF, werden dabei ebenso Zuwächse generieren wie alternative Strukturen, die Anlegern Investitionen in Sachwerte ermöglichen. Die zunehmende Zahl erfolgreicher Immobilien-AGs, die sich am deutschen Markt etabliert haben und ihre Bilanzen stetig ausbauen, macht deutlich, dass aktienbasierte Finanzierungsvehikel insbesondere von professionellen Investoren zunehmend nachgefragt werden.

In diesem Marktumfeld erwartet die Ratingagentur Scope für das laufende Jahr 2016 eine Verschärfung des Wettbewerbs unter den Investment- und Assetmanagern alternativer Investmentfonds. Assetexpertise und der Zugang zu attraktiven Anlagemöglichkeiten gewinnen in diesem Marktumfeld eine immer größere Bedeutung. Immobilien sollen dabei laut Scope auch im Jahr 2016 die bevorzugte Anlageklasse für alternative Investments bleiben. Die Erwartung stabiler Cashflows und eine zunehmende Nachfrage asiatischer und nordamerikanischer Investoren sollten in Deutschland die Preise weiter treiben. Entscheidend ist dabei die Immobilien- und Standortwahl. Objekte an Top-Standorten mit langfristig hohem Investmentvolumen sollen auch in schwierigen Marktphasen eine hohe Fungibilität aufweisen. Das Sentiment institutioneller

Anleger gegenüber der Assetklasse Schifffahrt dürfte, solange sich die Märkte nicht deutlich stabilisieren und ihre Überkapazitäten nachhaltig abbauen, weiterhin zurückhaltend bleiben.

7.2 Unternehmensentwicklung

In Zeiten der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Notenbanken und nach wie vor volatiler Finanzmärkte erhöhen sowohl institutionelle als auch private Investoren ihren Portfolioanteil an Sachwertinvestitionen mit einem adäquaten Risiko-Rendite-Verhältnis. Dieses Marktumfeld bietet der Lloyd Fonds AG die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsposition auf Basis der langjährigen Expertise als Multi Investment- und Assetmanager nachhaltig auszubauen und zielgruppengerechte sachwertbasierte Kapitalanlagen erfolgreich zu platzieren.

Mit Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuchs im Jahr 2013 (KAGB) ist der Markt für sachwertbezogene Kapitalanlagen nahezu vollständig reguliert. Dadurch können sich insbesondere bei institutionellen Anlegern, die strengen Investitionskriterien bei ihrer Asset Allocation unterliegen, neue Absatzwege ergeben, da sie aus aufsichtsrechtlichen Gründen bis 2013 nicht in den damals noch unregulierten Markt investieren konnten.

Als einer der etabliertesten Anbieter dieser sachwertbasierten Kapitalanlagen bringt die Lloyd Fonds AG die besten Voraussetzungen mit, um an diesem Markt teilzuhaben. Seit seiner Gründung im Jahr 1995 hat das Unternehmen über 100 geschlossene Investments mit einem Investitionsvolumen von knapp 5 Mrd. € aufgelegt und die Assets erfolgreich gemanagt. Auf Basis dieser Erfahrung und Vernetzung in den relevanten Märkten gilt es nun, die Lloyd Fonds AG im Bereich der AIF-Produkte nachhaltig zu etablieren. Das Unternehmen arbeitet derzeit an der Umsetzung unterschiedlicher Produkte in diesem Bereich.

Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass Sachwerte zunehmend auch über Produkte außerhalb der AIF-Regulierung nachgefragt und vertrieben werden. Das Anlegerbedürfnis - von institutionellen ebenso wie von privaten Investoren - nach fungiblen Investments dürfte das Wachstum dieses alternativen Marktsegments in den kommenden Jahren maßgeblich beschleunigen. Bereits heute ist zu beobachten, dass zunehmend aktienbasierte Produkte nachgefragt werden. Immobilien-AGs liefern ein gutes Beispiel für die Prosperität dieses Wachstumsmarktes. Die Lloyd Fonds AG - als börsennotiertes Unternehmen - hat es sich zum Ziel gesetzt, neben dem Ausbau des Geschäfts mit AIFs auch alternative Investmentformen auf Aktienbasis anzubieten, und arbeitet derzeit an der konkreten Umsetzung unterschiedlicher Projekte.

Das im dritten Jahr in Folge positive Konzernergebnis von 1,6 Mio. € verdeutlicht, dass der Lloyd Fonds-Konzern auf Basis des soliden Fundaments der Bestandsverwaltung mit einem Investitionsvolumen von rund 3,5 Mrd. € auf einem guten Weg ist, sich nachhaltig in dem wandelnden Markt als Multi Investment- und Assetmanager zu positionieren. Für das Jahr 2016 wird mit einem positiven Konzernergebnis zwischen 2 und 3 Mio. € gerechnet.

7.3 Chancen

7.3.1 Gesamtaussage

Mit Ausweis eines positiven Jahresergebnisses in Höhe von 1,6 Mio. € steht der Lloyd Fonds-Konzern auf einer soliden wirtschaftlichen Basis, um die Wettbewerbsposition des Unternehmens im Jahr 2016 strategisch weiterzuentwickeln. Unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen Stärken und Kompetenzen ist die Lloyd Fonds AG bestrebt, dieses Chancenpotenzial bestmöglich auszuschöpfen. Wesentliche Chancen ergeben sich aus folgenden Entwicklungen:

7.3.2 Neue Beteiligungs-Investments

Die größte Herausforderung für Anbieter von Sachwertinvestments ist, auf den Markt zu hören und Produkte zu entwickeln, die den jeweiligen Bedürfnissen der Anleger - ob privat oder institutionell - entsprechen. Mit neuen Beteiligungs-Investments wird die Lloyd Fonds AG die Voraussetzung dafür schaffen, wieder eine substanzielle Position als Multi Investment- und Assetmanager zu spielen.

7.3.3 Kompetenz und langjährige Erfahrung im aktiven Assetmanagement

Die Lloyd Fonds AG gehört mit ihrer über 20-jährigen Historie zu den ältesten Sachwerteanbietern der Branche. Seit Unternehmensgründung im Jahr 1995 investierten über 53.000 Anleger in über 100 Sachwertinvestments mit einem Gesamtvolumen von rund 5 Mrd. €. Die Bestandsverwaltung mit einem Gesamtvolumen von rund 3,5 Mrd. € Assets under Management bildet die wirtschaftliche Basis des Unternehmens. Durch das aktive Assetmanagement des Portfolios können zudem zusätzliche Einnahmen generiert werden. Durch die langjährige Erfahrung als Assetmanager können sich nennenswerte Chancen für den Lloyd Fonds-Konzern ergeben.

7.3.4 Möglichkeiten für Wachstum

Das genehmigte Kapital von 13.734.963 Aktien sowie die bestehenden Liquiditätsreserven schaffen die Voraussetzung dafür, gegebenenfalls interessante Beteiligungen für das geplante Wachstum der Lloyd Fonds AG zu finanzieren.

8 Schlusserklärung

Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Abs. 3 AktG:

"Bei unserer Gesellschaft haben in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr keine berichtspflichtigen Vorgänge vorgelegen."

Hamburg, den 6. Juni 2016

Der Vorstand der Lloyd Fonds AG

Dr. Torsten Teichert

Konzernabschluss

1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

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in T€ Ziffer 2015 2014
Umsatzerlöse 6.6.1 11.424 10.040
Materialaufwand 6.6.2 -2.060 -1.573
Personalaufwand 6.6.3 -4.035 -4.747
Abschreibungen und Wertminderungen 6.6.4 -453 -365
Sonstiges betriebliches Ergebnis 6.6.5 -4.761 -4.306
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 6.6.6 497 502
Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit 612 -449
Finanzerträge 6.6.7 1.675 1.542
Finanzaufwand 6.6.7 -448 -180
Ergebnis vor Steuern 1.839 913
Ertragsteuern 6.6.8 -273 -162
Konzernjahresergebnis 1.566 751
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) für die Berichtsperiode (€ je Aktie) 6.6.9 0,17 0,03

2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

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in T€ Ziffer 2015 2014
Konzernjahresergebnis 1.566 751
Sonstige, direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisbestandteile
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 6.7.4 3 96
Latente Steuern darauf 6.7.5 32 57
Währungsumrechnungsdifferenzen -39 -52
Sonstiges Ergebnis -4 101
Konzerngesamtergebnis 1.562 852

Alle sonstigen im Eigenkapital erfassten Ergebnisbestandteile können, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden.

Die Erläuterungen auf den Seiten 44 bis 80 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

3 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015

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in T€ Ziffer 31.12.2015 31.12.2014
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 6.7.1 284 408
Immaterielle Vermögenswerte 6.7.2 5 11
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 6.7.7 - 1.923
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 6.7.3 1.628 2.282
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 6.7.4 3.640 3.548
Sonstige Forderungen 6.7.6 1.928 -
Latente Steuererstattungsansprüche 6.7.5 343 354
7.828 8.526
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 6.7.6 4.472 5.099
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 6.7.7 149 281
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 6.7.4 5.085 5.648
Laufende Ertragsteuererstattungsansprüche 6.7.15 443 675
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.7.8 10.173 7.592
20.322 19.295
Summe Vermögenswerte 28.150 27.821
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 6.7.9.1 9.157 9.157
Gewinnrücklagen 6.7.9.2 9.234 7.672
Summe Eigenkapital 18.391 16.829
Schulden
Langfristige Schulden
Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert 6.7.10 719 712
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.7.11 - 80
Sonstige Rückstellungen 6.7.14 154 45
Latente Steuerverbindlichkeiten 6.7.5 706 738
1.579 1.575
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 6.7.11 4.639 5.137
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 6.7.13 450 615
Finanzschulden 6.7.12 2.752 2.837
Sonstige Rückstellungen 6.7.14 270 409
Laufende Ertragsteuerschulden 6.7.15 69 419
8.180 9.417
Summe Schulden 9.759 10.992
Summe Eigenkapital und Schulden 28.150 27.821

Die Erläuterungen auf den Seiten 44 bis 80 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

4 Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

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in T€ Ziffer 2015 2014
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Ertragsteuern 6.8.1 453 -606
Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte 6.6.4 453 365
Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle 6.8.2 1.517 432
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Forderungen -1.998 821
Veränderung der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 1.597 -419
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten -290 425
Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 210 6
Veränderung der sonstigen Rückstellungen -9 112
Erhaltene Zinsen 81 1
Gezahlte Zinsen -14 -41
Erhaltene Dividenden und Ausschüttungen 1.133 1.422
Erhaltene Ertragsteuererstattungen 321 58
Gezahlte Ertragsteuern -700 -281
Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.754 2.295
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in:
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 6.7.1-2 -12 -142
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen -64 -38
Einzahlungen aus Abgängen von:
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 117 31
Nettomittelzu-/-abfluss aus der Investitionstätigkeit 41 -149
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Veränderung des anderen Kommanditisten zuzurechnenden Nettovermögenswertes -31 -
Tilgung von Finanzschulden -142 -210
Nettomittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -173 -210
Zahlungsunwirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 32 -
Nettozunahme an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 2.654 1.936
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar 7.552 5.670
Währungsumrechnungsdifferenzen -41 -54
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember 6.8.3 10.165 7.552

Die Erläuterungen auf den Seiten 44 bis 80 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

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Sonstiges Ergebnis
in T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Summe Eigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2014 27.470 44.065 -58.612 3.094 -40 15.977
Gesamtes im Konzerneigenkapital erfasstes Ergebnis - - 751 153 -52 852
Kapitalherabsetzung -18.313 -44.065 62.378 - - -
Stand 31. Dezember 2014 9.157 - 4.517 3.247 -92 16.829
Stand 1. Januar 2015 9.157 - 4.517 3.247 -92 16.829
Gesamtes im Konzerneigenkapital erfasstes Ergebnis - - 1.566 35 -39 1.562
Stand 31. Dezember 2015 9.157 - 6.083 3.282 -131 18.391

Die Erläuterungen auf den Seiten 44 bis 80 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

6 Konzernanhang

6.1 Allgemeine Informationen

Die Tätigkeit der Lloyd Fonds AG (im Folgenden "Muttergesellschaft") und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden "Lloyd Fonds-Konzern") umfasst die Entwicklung, die Initiierung und den Vertrieb von Kapitalanlagen für private und institutionelle Investoren über Vertriebspartner. Im Geschäftsjahr 2015 erstreckten sich die Tätigkeiten insbesondere auf das Assetmanagement der Bestandsinvestments sowie auf das Projektgeschäft. Weitere Geschäftsaktivitäten des Konzerns umfassen Aufgaben im Zusammenhang mit der Treuhandverwaltung laufender Fonds.

Bei der Muttergesellschaft handelt es sich um eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, gegründet und mit Sitz in Hamburg. Die Adresse der Gesellschaft lautet: Lloyd Fonds AG, Amelungstraße 8-10, 20354 Hamburg. Die Lloyd Fonds AG ist seit dem 30. April 2013 im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 6. Juni 2016 vom Vorstand der Lloyd Fonds AG zur Veröffentlichung genehmigt.

6.2 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Folgenden dargestellt. Die Methoden wurden für alle dargestellten Berichtszeiträume stetig angewandt, sofern nichts anderes angegeben ist.

Die Darstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Tausend Euro (T€), da durch diese Rundung keine Informationsverluste entstehen. Hierdurch können sich Rundungsdifferenzen zwischen den einzelnen Abschlussbestandteilen ergeben. Einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

6.2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 wird freiwillig nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Der Konzernabschluss der Lloyd Fonds AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie von der Europäischen Union (EU) bis zum 31. Dezember 2015 angenommen wurden. Es wurden folgende im Geschäftsjahr 2015 von der EU-Kommission per Endorsement-Verfahren übernommene Standards nicht vorzeitig angewendet:

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
Änderungen im Rahmen des "Annual Improvement Projects 2010-2012"
IAS 16/IAS 41 Sachanlagen/Landwirtschaft
IAS 16/IAS 38 Sachanlagen/Immaterielle Vermögenswerte
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen
Änderungen im Rahmen des "Annual Improvement Projects 2012-2014"
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
IAS 27 Einzelabschlüsse

Aus der erstmaligen Anwendung der Standards werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern ergeben.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses wurde von der Prämisse der Unternehmensfortführung ausgegangen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf Basis der historischen Kosten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie derivative Finanzinstrumente werden mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt.

6.2.1.1 Erstmals angewendete neue Standards und Interpretationen

Die im Geschäftsjahr 2015 erstmalig anzuwendenden Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Änderungen im Rahmen des "Annual Improvement Projects 2011-2013": Diese Sammelstandards umfassen sowohl Änderungen verschiedener IFRS mit Auswirkung auf den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen als auch terminologische oder redaktionelle Korrekturen.

6.2.1.2 Ausblick auf zukünftige Standards

Im Folgenden wird auf wesentliche neue, ab dem 1. Januar 2016 oder später anzuwendende IFRS-Standards, Änderungen von bestehenden Standards sowie Interpretationen eingegangen. Eine frühere Anwendung ist jeweils empfohlen worden. Mangels erfolgter Annahme durch die EU-Kommission bis zum Bilanzstichtag ist eine vorzeitige Anwendung dieser neuen Regelungen im Lloyd Fonds-Konzern nicht erfolgt.

IAS 7 Kapitalflussrechnung (ab 1. Januar 2017)
IAS 12 Ertragsteuern (ab 1. Januar 2017)
IFRS 9 Finanzinstrumente (ab 1. Januar 2018)
IFRS 10/IFRS 12/IAS 28 Konzernabschlüsse (ab 1. Januar 2016)
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten (ab 1. Januar 2016)
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (ab 1. Januar 2018)
IFRS 16 Leasingverhältnisse (ab 1. Januar 2019)
Änderungen im Rahmen des "Annual Improvement Projects 2014-2016"

Die möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit noch ermittelt.

6.2.2 Konsolidierung

6.2.2.1 Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Seit Einführung des IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" sind zur Abgrenzung des Konsolidierungskreises neben der Entscheidungsmacht die variablen Rückflüsse entscheidend. Zudem muss die Möglichkeit bestehen, die variablen Rückflüsse über die vorliegende Entscheidungsmacht beeinflussen zu können.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet.

Gesellschaften, an denen Lloyd Fonds zu mehr als 50 % beteiligt war, wurden nicht als Tochterunternehmen klassifiziert, wenn aufgrund spezifischer gesellschaftsvertraglicher Regelungen trotz der Stimmrechtsmehrheit keine Möglichkeit zur Bestimmung der Geschäfts- und Finanzpolitik durch den Konzern bestand. Das Kriterium der Beherrschung war demnach nicht erfüllt, jedoch übte Lloyd Fonds einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaften aus, sodass sie als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert wurden. Des Weiteren wurden 31 Tochterunternehmen (Vj.: 30), die in ihrer Gesamtheit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die bei der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebniseliminierungen waren mangels relevanter Transaktionen innerhalb des Konzerns nicht erforderlich.

6.2.2.2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 werden neben der Muttergesellschaft die nachfolgenden 18 (Vj.: 16) Gesellschaften einbezogen.

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Gesellschaft Anteil Konzern Kurzbeschreibung der Tätigkeit
Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, Hamburg 100,0 % Geschäftsführungsfunktion für initiierte Immobilienfonds
Lloyd Fonds Gesellschaft für Immobilienbeteiligungen mbH & Co. KG, Hamburg 100,0 % Derzeit kein Geschäftsbetrieb
Lloyd Shipping GmbH, Hamburg 100,0 % Projektentwicklung, Schiffsmaklerei und Betrieb von Seeschiffen
Lloyd Fonds Singapore Pte. Ltd., Singapur 100,0 % Management der Schiffe im Eigentum von LF Open Waters OP SICAV
Lloyd Fonds Consulting GmbH, Hamburg 100,0 % Erbringung von Anlagevermittlung und Beratung i. S. d. § 34f sowie die Vermittlung von Darlehensverträgen i. S. d. § 34c Gewerbeordnung
Lloyd Fonds Special Assets GmbH, Hamburg 100,0 % Entwicklung, Konzeption und Management von Beteiligungsgesellschaften
TradeOn GmbH, Hamburg 100,0 % Bewertung, Erwerb, Halten, Verwaltung, Strukturierung und Veräußerung von Anteilen an geschlossenen Fonds in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft; Vermittlung des Abschlusses von Verträgen über Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte gewerbliche Räume oder Wohnräume
Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg 100,0 % Treuhänderische Verwaltung von Beteiligungen, insbesondere Übernahme der Stellung des Treuhandkommanditisten in Beteiligungsgesellschaften
PPA Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 % Erwerb, Halten, Verwalten und Veräußern von Kommanditbeteiligungen
Lloyd Fonds Energy Management GmbH, Hamburg 100,0 % Übernahme der Geschäftsführung für Energiefonds
Lloyd Fonds Energy Commercial Services GmbH, Hamburg 100,0 % Kaufmännische Dienst- und Beratungsleistungen für Gesellschaften des Energiesektors
Lloyd Fonds Management GmbH, Hamburg 100,0 % Externe Kapitalverwaltungsgesellschaft i. S. v § 17 Abs. 2 Nr. 1 KAGB; Verwaltung von inländischen geschlossenen AIFs, auf Grundlage einer Registrierung nach § 44 Abs. 1 i. V .m. § 2 Abs. 5 KAGB
LFS Containerschiff Portfolio I Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 % Geschäftsführung und persönlich haftende Gesellschafterin von Kommanditgesellschaften, deren Geschäftsbetrieb der Erwerb und der Betrieb von Containerschiffen sowie die Beteiligung an solchen Gesellschaften ist
LFS Containerschiff Portfolio II Verwaltung GmbH, Hamburg (ab 22.02.2016 umbenannt in: Lloyd Fonds Wohnungsbau GmbH, Hamburg) 100,0 % Geschäftsführung und persönlich haftende Gesellschafterin von Kommanditgesellschaften, deren Geschäftsbetrieb der Erwerb und der Betrieb von Containerschiffen sowie die Beteiligung an solchen Gesellschaften ist (Mit Umbenennung ändert sich der Gesellschaftszweck in: Investition in Immobilienobjekte, insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus)
LFS Tanker Portfolio I Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 % Geschäftsführung und persönlich haftende Gesellschafterin von Kommanditgesellschaften, deren Geschäftsbetrieb der Erwerb und der Betrieb von Tankschiffen sowie die Beteiligung an solchen Gesellschaften ist
2. Lloyd Fonds Shipping Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg 48,9 % Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung von Beteiligungen an geschlossenen Schiffsfonds
2. Lloyd Fonds Real Estate Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg 48,9 % Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung von Beteiligungen an geschlossenen Immobilienfonds
2. Lloyd Fonds Aviation Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg 49,2 % Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung von Beteiligungen an geschlossenen Flugzeugfonds

Die drei letztgenannten Gesellschaften werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 10 aufgrund der Präsenzmehrheiten in den Gesellschafterversammlungen trotz einer Beteiligungsquote von unter 50 % vollkonsolidiert.

Der Abschlussstichtag des Lloyd Fonds-Konzerns stimmt mit dem Abschlussstichtag der Tochterunternehmen (31. Dezember) überein.

Die Erstkonsolidierungen im Februar 2015 der LFS Tanker Portfolio I Verwaltung GmbH, der LFS Containerschiff Portfolio I Verwaltung GmbH und der LFS Containerschiff Portfolio II Verwaltung GmbH (am 22. Februar 2016 umbenannt in Lloyd Fonds Wohnungsbau GmbH), jeweils mit Sitz in Hamburg, haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Lloyd Fonds-Konzerns.

Die Anwachsung der Dritte Lloyd Fonds Private Equity Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg, zum 31. Dezember 2015 auf die Lloyd Fonds AG hat keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Lloyd Fonds-Konzerns.

6.2.2.3 Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind diejenigen Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Die 91 (Vj.: 119) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen, beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist damit begründet, dass assoziierte Unternehmen bei denen ein Insolvenzverwalter bestellt wurde, nicht mehr bei der Anzahl der Gesellschaften mitberücksichtigt werden.

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.

Der Abschlussstichtag des Lloyd Fonds-Konzerns stimmt mit dem Abschlussstichtag der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (31. Dezember) überein. Die Abschlüsse der Lloyd Fonds AG und der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sofern zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch keine finalen Abschlüsse der betroffenen Gesellschaften vorliegen, wird auf vorläufige Abschlüsse zurückgegriffen.

In Ausnahmefällen kann es auch aufgrund besonderer gesellschaftsvertraglicher Regelungen oder Geschäftsbeziehungen dazu kommen, dass der Lloyd Fonds-Konzern trotz einer Beteiligung von unter 20 % einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Im Berichtsjahr wurden zwei (Vj.: zwei) Gesellschaften, an denen der Konzern weniger als 20 % der Anteile hält, als assoziierte Unternehmen klassifiziert.

6.2.3 Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Anschaffungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich. Für Einbauten in gemieteten Büroräumen wird eine voraussichtliche Mietdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt. Bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen betragen die Nutzungsdauern zwischen drei und 19 Jahren. Abschreibungen auf Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen aktiviert werden, bestimmen sich nach der erwarteten Nutzungsdauer des Vermögenswerts, sofern ein Eigentumsübergang am Ende der Leasinglaufzeit hinreichend sicher ist. Andernfalls werden die Vermögenswerte über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Nutzungsdauern und etwaige Restwerte werden jährlich auf ihre Angemessenheit hin überprüft.

6.2.4 Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen im Lloyd Fonds-Konzern nicht vor. Interne Ausgaben für die Entwicklung und den Betrieb von unternehmenseigenen Internetseiten werden als Aufwand erfasst. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt der Nutzung linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, welche für Software drei bis fünf Jahre beträgt.

6.2.5 Wertminderung nichtmonetärer Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben oder sich noch nicht im betriebsbereiten Zustand befinden, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sie werden jährlich auf Wertminderungsbedarf hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert ggf. nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (Cash-Generating-Units).

6.2.6 Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (At Fair Value through Profit or Loss)
Darlehen und Forderungen (Loans and Receivables)
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held-to-maturity)
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-sale)

Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt beim erstmaligen Ansatz und wird zu jedem Stichtag auf Angemessenheit überprüft. Folgende Kategorien sind für den Lloyd Fonds-Konzern relevant:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden im Lloyd Fonds-Konzern von Beginn an in diese Kategorie eingeordnet; eine Anwendung der Designation als zu Handelszwecken gehalten ist zurzeit nicht einschlägig.
Darlehen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt ohne die Absicht, diese Forderung zu handeln. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Darlehen und Forderungen sind in der Bilanz in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie in den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen enthalten.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie entweder direkt zugeordnet wurden oder sich nicht in eine der drei anderen genannten Kategorien einordnen lassen. Ausgewiesen werden hier Beteiligungen sowie Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, diese innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, das heißt dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und an darauf folgenden Bilanzstichtagen mit den beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts resultierende unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung der steuerlichen Auswirkungen erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Darlehen und Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten und an den nachfolgenden Bilanzstichtagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung, inwieweit die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind, berücksichtigt. Wenn ein derartiger Hinweis für die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust - gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich davor im Hinblick auf den betrachteten finanziellen Vermögenswert erfasster Wertminderungsverluste - aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht.

Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden mittels Discounted-Cashflow-Verfahren bestimmt, wobei ein marktüblicher sowie risiko- und laufzeitkongruenter Abzinsungssatz zugrunde gelegt wird. Abhängig von dem jeweiligen Vermögenswert betragen die Laufzeiten zehn bis 19 Jahre. Die Abzinsungssätze liegen zwischen 6 % und 10 %.

6.2.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Dabei wird die Effektivzinsmethode nur angewendet, falls die Forderung eine Fälligkeit von mehr als zwölf Monaten aufweist. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Als Indikatoren für eine mögliche Wertminderung kommen insbesondere Zahlungsverzögerungen und eine verschlechterte Bonität der Schuldner in Betracht. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiges betriebliches Ergebnis erfasst. Sofern eine Forderung uneinbringlich geworden ist, wird sie gegen das Wertminderungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. sonstige Forderungen ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf vormals ausgebuchte Beträge werden als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

6.2.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden Kontokorrentkredite mit den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten saldiert. Bankguthaben, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, werden nicht in die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Kapitalflussrechnung einbezogen.

6.2.9 Eigenkapital

Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert. Steuern werden berücksichtigt, sofern sich diese voraussichtlich auswirken. Kosten, die sich auf die Ausgabe von neuen Aktien sowie die Börsennotierung von bereits ausgegebenen Aktien beziehen, werden auf die einzelnen Transaktionen aufgeteilt. Diejenigen Transaktionskosten, die sich auf die Börsennotierung von bereits ausgegebenen Aktien beziehen, werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

6.2.10 Verbindlichkeiten und Finanzschulden

Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, nach Abzug von Transaktionskosten, angesetzt. In den Folgeperioden werden die Verbindlichkeiten und Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Verbindlichkeiten und Finanzschulden zählen zu den kurzfristigen Schulden, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag liegt, ansonsten erfolgt ein Ausweis als langfristige Schulden.

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der angegebene beizulegende Zeitwert langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung der zukünftigen vertraglich vereinbarten Zahlungsströme mit dem gegenwärtigen Marktzinssatz, der dem Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente gewährt würde, ermittelt.

Der den anderen Kommanditisten zuzurechnende Nettovermögenswert beruht auf den gesellschaftsvertraglich festgelegten Kündigungsrechten der Gesellschafter des Fonds "Premium Portfolio Austria". Diese Rechte können erstmals zum 31. Dezember 2025 ausgesprochen werden. Hierbei handelt es sich um ein Inhaberkündigungsrecht i. S. d. IAS 32.18 (b). Gemäß IAS 32.AG 29A kommen die Ausnahmeregelungen der Paragrafen 16A-D des IAS 32 im Konzernabschluss nicht zum Tragen, sodass die Einlagen zwingend als Fremdkapital zu klassifizieren sind. Die Höhe des Abfindungsanspruchs richtet sich nach den Bestimmungen des jeweiligen Gesellschaftsvertrags bzw. nach dem Zeitwert des Nettovermögens. Die Bewertung des Postens erfolgte im Rahmen der Erstkonsolidierung zum beizulegenden Zeitwert (Barwert des Abfindungsanspruchs). In den Folgeperioden werden die hieraus resultierenden Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode fortgeschrieben und gegebenenfalls an geänderte Ausschüttungsprognosen angepasst.

6.2.11 Leistungen an Arbeitnehmer und Organmitglieder

Die sich nach bestimmten Berechnungsverfahren ergebenden Gewinnbeteiligungen des Vorstands, des Aufsichtsrats und bestimmter Arbeitnehmer werden als Aufwand erfasst und als Verbindlichkeit passiviert. Der Konzern passiviert eine Verbindlichkeit in den Fällen, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt.

6.2.12 Steuern

Die laufenden Ertragsteuern werden basierend auf den nationalen Steuervorschriften berechnet. Darüber hinaus beinhalten die laufenden Steuern des Jahres auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen bzw. -erstattungen für noch nicht veranlagte Jahre.

Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss gebildet (Verbindlichkeitsmethode). Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und -vorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. In 2015 erfolgt ein Ansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von 343 T€ (Vj.: 354 T€).

Aktive und passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen nicht vom Konzern gesteuert werden kann und die Umkehrung der temporären Differenz hinreichend gesichert erscheint.

6.2.13 Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Langfristige Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzinssatz verwendet wird, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Aus der reinen Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwendungen erfasst.

6.2.14 Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse umfassen den erhaltenen beizulegenden Zeitwert für den Verkauf von Dienstleistungen ohne Umsatzsteuer, Rabatte und Preisnachlasse und nach Eliminierung konzerninterner Transaktionen. Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen jeglicher Art werden grundsätzlich nur dann realisiert, wenn die Leistung erbracht ist, der Vergütungsanspruch rechtlich entstanden ist, die Höhe der Erträge verlässlich geschätzt werden kann und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließt. Darüber hinaus gelten folgende Grundsätze in Bezug auf die einzelnen Erlöse:

Lloyd Fonds erbringt Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen, Beratungsleistungen sowie Finanzierungskonzepte im Rahmen von Projektierungen gegenüber den Fondsgesellschaften oder fremden Dritten. Grundsätzlich erfolgt die Ertragsrealisierung je nach Vertragsgestaltung entweder zum Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Leistungserbringung oder ratierlich anteilig nach Fertigstellungsstand bzw. Teilleistung.

Die in der Vergangenheit erbrachten Leistungen im Rahmen der Platzierung von Beteiligungskapital erfolgten zum Zeitpunkt der Anteilsannahme. Korrespondierend wurden Aufwendungen im Zusammenhang mit den Eigenkapitalplatzierungen zum gleichen Zeitpunkt erfasst.

Neben den Geschäftsführertätigkeiten erbringt Lloyd Fonds auch Serviceleistungen für Managementunterstützung gegenüber Fondsgesellschaften. Diese Leistungen werden kontinuierlich über die Laufzeit ausgeführt. Dementsprechend erfolgt die Realisierung der Erlöse anteilig mit Zeitfortschritt.

Weiterhin erbringt Lloyd Fonds Leistungen im Rahmen des Treuhandgeschäfts, welche die Einrichtung der Treuhandverwaltung, die Verwaltung der von ihr für Dritte gehaltenen bzw. nach Eintragung der Kommanditisten in das Handelsregister betreuten Kommanditbeteiligungen sowie die Vorbereitung, Einberufung und Durchführung von Gesellschafterversammlungen umfassen. Die Einrichtungsgebühr wird im Jahr der Fertigstellung der Leistung mittels einer pauschalen Vergütung ratierlich entsprechend dem Platzierungsfortschritt des zugrunde liegenden Fonds realisiert. Bei den laufenden Treuhandvergütungen der Folgejahre erfolgt die Erfassung an jedem Bilanzstichtag anteilig bezogen auf den jeweiligen Stand des verwalteten Kapitals.

Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden im Zeitpunkt erfasst, in dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht, welches dem Datum der Beschlussfassung entspricht.

6.2.15 Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sofern Lloyd Fonds als Leasingnehmer die wesentlichen mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen trägt, werden die Leasingverhältnisse als Finanzierungs-Leasing klassifiziert. In diesem Fall kommt es zur Aktivierung des Leasinggegenstands sowie zur Passivierung einer Verbindlichkeit in gleicher Höhe. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz ist der beizulegende Zeitwert des Leasinggegenstands oder der Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. In den Folgeperioden wird der Leasinggegenstand grundsätzlich über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Sofern jedoch nicht mit hinreichender Sicherheit feststeht, dass das Eigentum am Leasingobjekt zum Ende des Leasingverhältnisses auf Lloyd Fonds übergeht, ist der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, vollständig abzuschreiben. Die Mindestleasingzahlungen sind in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufzuteilen. Während der Zinsanteil im Finanzergebnis aufwandswirksam erfasst wird, führt der Tilgungsanteil zu einer Verminderung der Restschuld.

6.2.16 Währungsumrechnung

6.2.16.1 Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung der Lloyd Fonds AG darstellt.

6.2.16.2 Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie sind im Eigenkapital als qualifizierter Cashflow Hedge zu berücksichtigen.

6.2.16.3 Konzernunternehmen

Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen, die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet:

Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet,
Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet und
alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Für die Geschäftsjahre 2015 und 2014 wurden folgende Umrechnungskurse verwendet:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
US-Dollar (US-$) 1,0887 1,2141 1,1096 1,3285
Britische Pfund 0,7340 0,7789 0,7260 0,8061

6.3 Finanzrisikomanagement

6.3.1 Risiken aus Finanzinstrumenten

Der Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Diese Risiken umfassen das Liquiditätsrisiko, das Marktrisiko sowie das Ausfallrisiko. Das Marktrisiko umfasst das Zinsrisiko, das Währungsrisiko und das Preisrisiko.

6.3.1.1 Liquiditätsrisiko

Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt durch den Bereich Finanzen auf Grundlage von Verfahren und Maßnahmen, die im Einklang mit den vom Vorstand beschlossenen Richtlinien zum Risikomanagement stehen. Das kurzfristige Liquiditätsmanagement wird mittels einer währungsdifferenzierten rollierenden Liquiditätsplanung vorgenommen, die einen Planungshorizont von bis zu einem Jahr abbildet. Darüber hinaus kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden zwei Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung und der daraus abgeleiteten Plan-Cashflow-Rechnung besteht. Sowohl die Kurz- als auch die Mittelfristplanung sind aus der Businessplanung des Konzerns abgeleitet und aufeinander abgestimmt.

6.3.1.2 Marktrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, welches Bestandteil des Marktrisikos ist, resultiert aus möglichen Schwankungen des Zeitwerts eines Finanzinstruments bzw. der hieraus erwarteten Zahlungsströme aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes. Diese Zinsschwankungen wirken sich zum einen auf die Höhe der zukünftigen Zinserträge und -aufwendungen des Konzerns aus. Zum anderen können sie den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten beeinflussen.

Im Regelfall werden gewährte oder in Anspruch genommene Darlehen mit einem festen Zinssatz zu marktüblichen Konditionen verzinst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß den Vorschriften des IAS 39 nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Insofern sind keine wesentlichen Zeitwertanpassungen zu erwarten.

Fremdwährungsrisiken resultieren im aktuellen Konzernabschluss im Wesentlichen aus der Umrechnung von US-$-Beständen in Euro. Um die Bewertungseffekte zu minimieren, analysiert Lloyd Fonds regelmäßig die in Fremdwährung lautenden Vermögenswerte und Schulden des Konzerns und prognostiziert deren weitere Entwicklung. Im Vordergrund stehen dabei Risiken mit zahlungswirksamen Auswirkungen. Sofern sich aus der offenen Fremdwährungsexposition ein signifikantes Risiko für die Finanzlage des Konzerns ergeben sollte, werden entsprechende Sicherungsgeschäfte durchgeführt.

Verantwortlich für das Management der Zins- und Fremdwährungsrisiken ist der Bereich Finanzen in Abstimmung mit anderen Abteilungen des Konzerns.

Das Preisrisiko betrifft insbesondere die Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert. In diese Kategorie von Finanzinstrumenten fallen die Beteiligungen des Konzerns an eigenen Fonds. Dabei handelt es sich in der Regel um Anteile, die Lloyd Fonds als Gründungsgesellschafter an diesen Unternehmen hält. Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts werden grundsätzlich erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Ausgenommen hiervon sind Wertminderungen, die zu Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung führen. Wertaufholungen werden wiederum erfolgsneutral gebucht.

Lloyd Fonds führt zu jedem Halbjahresstichtag eine Zeitwertbewertung der wesentlichen Beteiligungen durch. Verantwortlich hierfür ist das Fondsmanagement des Konzerns. Dabei findet eine enge Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen statt, um die korrekte bilanzielle Abbildung der Wertentwicklung sicherzustellen. Sofern ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt, werden entsprechende Wertminderungstests vorgenommen und die betroffenen Beteiligungen aufwandswirksam abgewertet. Insbesondere in den Vorjahren wurden bereits umfangreiche Wertberichtigungen gebildet. Durch die weiterhin angespannte Marktlage, insbesondere im Bereich Schifffahrt, wurden auch im Berichtsjahr Wertminderungen vorgenommen, damit wurde dem Preisrisiko Rechnung getragen (siehe auch Ziffer 6.4.2).

6.3.1.3 Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko bezieht sich auf die drohende Uneinbringlichkeit bestehender Forderungen. Infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise kam es zu einem allgemeinen Anstieg dieses Risikos. Betroffen waren hiervon insbesondere Forderungen gegenüber Fonds, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten waren. Im Rahmen der Sanierung dieser Gesellschaften hat der Lloyd Fonds-Konzern Forderungen gestundet oder einen teilweisen Verzicht gegen Besserungsschein erklärt. Die hiermit verbundenen Ausfallrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Durch die somit erfolgte Einzelbetrachtung einer Forderung wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich der gebildeten Wertberichtigung dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Zusätzlich werden Pauschalwertberichtigungen für weitere Ausfallrisiken berücksichtigt.

Neben der permanenten Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen begegnet Lloyd Fonds dem Ausfallrisiko durch eine kontinuierliche und nachhaltige Verbesserung des Debitorenmanagements. Dabei liegt der Fokus auf einer zeitnahen Realisierung von Zahlungseingängen und der damit verbundenen Verminderung des Bestands an fälligen Forderungen.

6.3.2 Angaben zu Finanzinstrumenten

Im Folgenden werden die Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IAS 39 sowie den vom Lloyd Fonds-Konzern gewählten Klassen nach IFRS 7 dargestellt. Der Buchwert entspricht jeweils dem Zeitwert:

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2015

in T€
Darlehen und Forderungen Zur Veräußerung verfügbar Finanzielle Verbindlichkeiten, zum Restbuchwert Summe
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Forderungen 1.928 - - 1.928
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 3.640 - 3.640
1.928 3.640 - 5.568
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 4.472 - - 4.472
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 149 - - 149
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 5.085 - 5.085
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.173 - - 10.173
14.794 5.085 - 19.879
16.722 8.725 - 25.447
Langfristige Schulden
Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert - - 719 719
- - 719 719
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten - - 4.639 4.639
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen - - 450 450
Finanzschulden - - 2.752 2.752
- - 7.841 7.841
- - 8.560 8.560

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2014

in T€
Darlehen und Forderungen Zur Veräußerung verfügbar Finanzielle Verbindlichkeiten, zum Restbuchwert Summe
Langfristige Vermögenswerte
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 1.923 - - 1.923
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 3.548 - 3.548
1.923 3.548 - 5.471
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 5.099 - - 5.099
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 281 - - 281
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 5.648 - 5.648
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.592 - - 7.592
12.972 5.648 - 18.620
14.895 9.196 - 24.091
Langfristige Schulden
Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert - - 712 712
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - 80 80
- - 792 792
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten - - 5.137 5.137
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen - - 615 615
Finanzschulden - - 2.837 2.837
- - 8.589 8.589
- - 9.381 9.381

6.3.2.1 Darlehen und Forderungen

Der Bestand an Darlehen und Forderungen des Konzerns ist um insgesamt 1.378 T€ von 7.303 T€ auf 5.925 T€ gesunken. Im Vorjahresvergleich stellt sich die Fälligkeitsstruktur wie folgt dar:

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in T€ 2015 2014
noch nicht fällig 5.069 5.602
fällig seit 1-30 Tagen 29 15
fällig seit 31-365 Tagen 546 768
seit über einem Jahr fällig 281 918
5.925 7.303

Die Umsatzsteuer auf die uneinbringlichen Forderungen wird nunmehr unter den noch nicht fälligen Forderungen ausgewiesen. Diese besteht jetzt gegenüber dem Finanzamt und nicht mehr gegenüber dem ursprünglichen Forderungsnehmer.

Zum 31. Dezember 2015 waren Forderungen, auf die anteilige oder komplette Wertberichtigungen gebildet wurden, in Höhe von nominal 18.930 T€ (Vj.: 16.982 T€) um insgesamt 16.039 T€ (Vj.: 14.393 T€) auf 2.891 T€ (Vj.: 2.589 T€) wertberichtigt. Hinsichtlich der zugrunde liegenden Schätzungen und Annahmen verweisen wir auf Ziffer 6.4.3.

6.3.2.2 Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Schulden

Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert werden drei Hierarchiestufen unterschieden:

Stufe 1: auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte Preise (z. B. Aktienkurse).
Stufe 2: an einem Markt beobachtbare Inputfaktoren, die zwar keine notierten Preise der Stufe 1 darstellen, die sich jedoch entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in der Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
Stufe 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung.

Wie im Vorjahr bestehen auch zum 31. Dezember 2015 die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente des Konzerns ausschließlich aus Beteiligungen der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar". Die Bestimmung der Zeitwerte dieser Beteiligungen erfolgt auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode und wird dementsprechend der Stufe 3 zugeordnet. Zu den Details verweisen wir auf Ziffer 6.4.2.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Finanzinstrumente der Stufe 3:

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in T€ Ziffer 2015 2014
Stand 1. Januar 9.196 9.558
Zugänge 176 18
Abgänge -214 -25
Erhaltene Ausschüttungen -132 -272
Umgliederungen 5 14
Direkt in Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Ergebnisse 6.6.4 -309 -193
Erfolgsneutral erfasste Ergebnisse 6.7.4 3 96
Stand 31. Dezember 6.3.2 8.725 9.196

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte aller anderen Vermögenswerte und Schulden erfolgt entsprechend der Stufe 3.

6.3.2.3 Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf insgesamt 8.560 T€ (Vj.: 9.381 T€).

Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten:

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in T€ 2015 2014
bis ein Jahr 7.841 8.589
ein bis fünf Jahre - 80
über fünf Jahre 719 712
8.560 9.381

Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Darlehen gegenüber der Raiffeisenbank Niederösterreich-Wien AG (RaiBa) aus der Finanzierung der übernommenen Anteile an den Zielfonds des "Premium Portfolio Austria" in Höhe von 2.752 T€. Im Rahmen der vorzeitigen Schließung des Fonds bei herabgesetztem Kapital wurden diese Darlehen zusammen mit den überschüssigen Beteiligungen in die im Geschäftsjahr 2011 neu gegründete Gesellschaft PPA GmbH eingebracht. Die Anteile sowie sämtliche Rückflüsse aus den Beteiligungen dienen der Besicherung dieser Darlehen. Sollten die Rückflüsse aus den Beteiligungen nicht ausreichen, um die finanziellen Verbindlichkeiten bei der RaiBa zu tilgen, besteht seitens der RaiBa kein weiterer Anspruch auf Ausgleich. Hier verweisen wir auf die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Ziffer 6.9.6).

6.3.2.4 Wertminderungen

Die Wertminderungen in Bezug auf Finanzinstrumente haben sich im Lloyd Fonds-Konzern wie folgt entwickelt:

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in T€ 2015 2014
Bewertungskategorie Darlehen und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Stand 1. Januar 7.027 7.074
Umbuchungen 755 -
Zuführungen 1.576 896
Inanspruchnahmen - -199
Auflösungen -388 -744
Stand 31. Dezember 8.970 7.027
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen
Stand 1. Januar 7.367 7.162
Umbuchungen -755 -
Zuführungen 457 539
Inanspruchnahmen - -323
Auflösungen - -11
Stand 31. Dezember 7.069 7.367
16.039 14.394
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Stand 1. Januar 4.650 4.345
Zuführungen 309 193
Anpassung Ausweis 122 112
Inanspruchnahmen -208 -
Auflösungen -14 -
Abgang -5 -
Stand 31. Dezember 4.854 4.650
Wertminderungen am 31. Dezember 20.893 19.044

6.3.2.5 Sonstige Angaben

Die Nettogewinne (bzw. -verluste) aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

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in T€ 2015 2014
Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten
Bewertungskategorie Darlehen und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.128 -59
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen -457 -529
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 123
-1.585 -465
Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 164 60
164 60
-1.421 -405
Klasse erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Bewertungskategorie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungen -309 -193
Veränderung der Neubewertungsrücklage nach IAS 39 35 153
-274 -40
Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten -1.695 -445

Das Nettoergebnis der Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhaltet unrealisierte Gewinne aus der Fremdwährungsumrechnung, Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, die Zuführung und Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Forderungsausfällen. Die Klasse erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert stellt die Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten nach IAS 39 dar.

Das Zinsergebnis für die Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten ist im Folgenden dargestellt:

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in T€ 2015 2014
Bewertungskategorie Darlehen und Forderungen
Zinserträge aus Bankguthaben 6 -
Zinserstattung Finanzamt 75 28
Zinserträge von nahestehenden Unternehmen und Personen 455 526
Zinserträge von anderen Kommanditisten 156 -
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 96 -
788 554
Bewertungskategorie Darlehen und Forderungen
Zinsaufwendungen aus Finanzschulden -57 -58
Zinsaufwendungen gegenüber Kommanditisten -195 -26
Sonstige Zinsaufwendungen -20 -94
-272 -178

6.3.3 Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Lloyd Fonds-Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen in der nachhaltigen Aufrechterhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung und der Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite auf das eingesetzte Kapital. Dabei steht die Bonität des Konzerns an vorderster Stelle.

Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis der absoluten Höhe unter Berücksichtigung der Eigenkapitalquote. Die zukünftige Kapitalentwicklung und der mögliche Kapitalbedarf werden auf Basis eines integrierten Planungsmodells für die kommenden zwei Geschäftsjahre ermittelt.

Grundsätzlich erfolgt die Steuerung der Kapitalstruktur über die Dividendenpolitik der Lloyd Fonds AG. Für die vergangenen sieben Geschäftsjahre wurden aufgrund der Ertragssituation des Unternehmens keine Dividenden ausgeschüttet. Unter Berücksichtigung des Dividendenvorschlags für das Berichtsjahr ergibt sich ein Eigenkapital in Höhe von 17.750 T€.

Zum 31. Dezember 2015 beläuft sich das Eigenkapital des Lloyd Fonds-Konzerns auf 18.391 T€ nach 16.829 T€ zum Ende des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 65,3 % (31. Dezember 2014: 60,5 %).

Erhöhend wirken sich der Konzernperiodengewinn (1.566 T€) sowie die ergebnisneutralen Effekte (-4 T€) aus.

6.4 Verwendung von Schätzungen und Annahmen und Änderungen von Schätzungen sowie Ermessensentscheidungen

Sämtliche Schätzungen und Annahmen werden fortlaufend neu beurteilt und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen wahrscheinlich erscheinen. Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, die die Zukunft betreffen. Die Beträge der hieraus abgeleiteten Schätzungen können naturgemäß von den späteren tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Die wesentlichen Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen könnten, werden nachstehend erörtert. Es ist möglich, dass von den getroffenen Annahmen innerhalb des nächsten Jahres abgewichen werden könnte, sodass eine wesentliche Anpassung der Buchwerte erforderlich ist.

6.4.1 Werthaltigkeit der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen

Lloyd Fonds hält insgesamt 91 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Verwaltungsgesellschaften von Fonds sowie um Projektgesellschaften. Verwaltungsgesellschaften erhalten fixierte jährliche Vergütungen von den Fonds.

Im Berichtsjahr ergibt sich bei den nach der Equity-Methode zu erfassenden anteiligen Ergebnissen der Gesellschaften eine ertragswirksame Minderung um 282 T€ (Vj.: 61 T€). Zum Stichtag betragen die Beteiligungsbuchwerte dieser Gesellschaften insgesamt 1.550 T€.

Aufgrund des Verkaufs des letzten Objekts der Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG im Januar 2015 wurde zum 31. Dezember 2014 eine Abwertung von 125 T€ auf einen Buchwert von 376 T€ vorgenommen. Dieser Betrag wurde im ersten Halbjahr 2015 ausgeschüttet. Wegen erwarteter zukünftiger Zuflüsse im Rahmen der bevorstehenden Schlussauskehrungen konnte zum 31. Dezember 2015 eine Zuschreibung in Höhe von 78 T€ vorgenommen werden.

6.4.2 Bewertung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte

Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise sind in den Vorjahren bereits einzelne Fonds in eine finanzielle Schieflage geraten; in Einzelfällen gab es Insolvenzen. Risiken haben sich im Bereich der Schiffsbeteiligungen beispielsweise durch auslaufende Charterverträge ergeben, wenn eine Anschlusscharter ausstand oder nur zu Konditionen vereinbart werden konnte, die deutlich unter den Werten liegen, die erforderlich sind, um operativ ausgeglichene Ergebnisse zu erzielen sowie den Kapitaldienst zu bedienen. Im Rahmen des Risikomanagementsystems überprüft Lloyd Fonds laufend die finanzielle Situation sämtlicher Beteiligungen, um gegebenenfalls rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Zwar wirken sich Verluste in den Fondsgesellschaften nicht unmittelbar auf das Konzernergebnis der Lloyd Fonds AG aus, jedoch können sich hieraus Anzeichen für mögliche Wertminderungen der Forderungen und Beteiligungsansätze ergeben. Aus diesem Grund führt Lloyd Fonds regelmäßig umfangreiche Wertminderungstests durch. Der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen wird dabei in der Regel auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt.

Der Zeitwertbewertung der Schiffsbeteiligungen des Konzerns liegen prognostizierte Charterraten und Stahlpreise zugrunde, die von Clarkson Research zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus basiert die Bewertung im Wesentlichen auf den folgenden Parametern:

Planungshorizont: 25 Jahre ab Infahrtsetzung
Plan-Wechselkurs: 1,10 US-$/€ (Vj.: 1,20 US-$/€)
Kapitalisierungszinssatz: 7,0 %
Steigerungsfaktor Schiffsbetriebskosten: 3 % p. a.
Steigerungsfaktor Verwaltungskosten: 2 % p. a.

Die Zeitwertbewertung insbesondere im Bereich Immobilien- und Flugzeugbeteiligungen sowie Zweitmarkt-Lebensversicherungen wird auf Basis der Ausschüttungsprognosen des Fondsmanagements der Beteiligung durchgeführt (s. Ziffer 6.2.6). Zur Diskontierung der Zahlungsströme werden die internen Renditen des jeweiligen Fonds herangezogen. Im Hinblick auf die weiterhin angespannte Wirtschaftslage und insbesondere die anhaltend schwachen Schifffahrtsmärkte wurden im Berichtsjahr weitere Wertminderungen in Höhe von 309 T€ (Vj.: 193 T€) vorgenommen. Darüber hinaus konnten einzelne erfolgsneutrale Zuschreibungen in Höhe von 3 T€ (Vj.: 96 T€) im sonstigen Ergebnis erfasst werden.

Bei veränderten Kapitalisierungszinssätzen (8 %) würden sich eine erhöhte Abschreibung von 19 T€ und eine erfolgsneutrale Verringerung der Neubewertungsrücklage von 235 T€ ergeben, welche zu einem niedrigeren Ansatz der Beteiligung von 254 T€ führen würde.

Analog würde sich die Abschreibung bei einem unterstellten Wechselkurs von 1,15 US-$/€ um 16 T€ erhöhen, die Neubewertungsrücklage um 170 T€ verringern, wodurch der Ansatz der Beteiligung um 186 T€ sinken würde.

Gegenläufig würden sich bei einem Kapitalisierungszinssatz von 6 % eine verringerte Abschreibung von 12 T€ und eine erfolgsneutrale Erhöhung der Neubewertungsrücklage von 273 T€ ergeben, welche zu einem höheren Ansatz der Beteiligung von 285 T€ führen würde.

Analog würde sich die Abschreibung bei einem unterstellten Wechselkurs von 1,05 US-$/€ um 15 T€ reduzieren, die Neubewertungsrücklage sich um 190 T€ erhöhen, wodurch der Ansatz der Beteiligung um 205 T€ steigen würde.

6.4.3 Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögenswerten

Die Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen basiert auf einer Analyse der individuellen Ausfallrisiken von offenen Posten. Ein Großteil der Forderungen des Konzerns besteht gegen Fondsgesellschaften und resultiert aus den Dienstleistungen, die der Konzern erbringt. Hierzu zählen insbesondere die Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen, das Fondsmanagement und die Treuhandtätigkeit. Ausfallrisiken ergeben sich insbesondere, wenn die Ertragslage des Fonds sich nicht plangemäß entwickelt. Hiervon sind im Berichtsjahr insbesondere Schiffsfonds betroffen (s. Ziffer 6.4.2). In der Folge hat Lloyd Fonds weitere Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Insgesamt belief sich der Aufwand für Wertminderungen und Abschreibungen auf Forderungen im Geschäftsjahr 2015 auf 2.034 T€.

Ungeachtet der Insolvenzanmeldung im Geschäftsjahr 2015 und des geänderten Ausweises der Darlehensforderung gegenüber der KALP GmbH gehen wir weiterhin von der Werthaltigkeit in Höhe von 1.800 T€ aus (siehe auch Ziffer 6.4.4).

6.4.4 Werthaltigkeit von Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen

Vor dem Hintergrund der noch zu führenden Verhandlungen wurde das Darlehen gegenüber der KALP GmbH im Geschäftsjahr 2013 mit 1.800 T€ bewertet. Die laufenden Zinsen des Geschäftsjahres wurden abgewertet. Durch Bestellung des Insolvenzverwalters wird das Darlehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 als sonstige langfristige Forderung ausgewiesen.

6.4.5 Bewertung der Risiken aus drohenden Rechtsstreitigkeiten

Soweit Dritte im Auftrag oder im Pflichtenkreis der Lloyd Fonds AG tätig werden, besteht das Risiko, dass die Lloyd Fonds AG für deren Handlungen verantwortlich gemacht wird. Externe Partner werden allerdings sorgfältig betreut, um haftungsrelevantes Handeln zu vermeiden und damit das Haftungspotenzial für die Lloyd Fonds AG zu reduzieren.

Zum 31. Dezember 2015 sind insgesamt 152 (Vj.: 54) gerichtliche Verfahren, die ein Nominalkapital von 7.130 T€ sowie 370 TUS-$ betreffen, wegen behaupteter Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung rechtshängig, bei denen die Lloyd Fonds AG oder die Lloyd Treuhand GmbH Beklagte oder Streitverkündete sind. Ferner sind zum 31. Dezember 2015 weitere fünf gerichtliche Verfahren mit gleichem Gegenstand, die ein Nominalkapital von 135 T€ betreffen, bei Gerichten anhängig. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass erfolgreich Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung wegen falscher oder unvollständiger Angaben gegen die Lloyd Fonds AG oder ihre Tochtergesellschaft geltend gemacht werden. Lloyd Fonds verfügt in diesen Fällen über entsprechende Versicherungen. Zum jetzigen Zeitpunkt hält die Lloyd Fonds AG es für insgesamt überwiegend wahrscheinlich, dass sie mit ihren Argumenten vor Gericht durchdringen und sich erfolgreich gegen die Klagen verteidigen kann.

Angesichts der zunehmenden Zahl an Fonds mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten bis hin zur Insolvenz steigt das Risiko, aus Prospekthaftung in Anspruch genommen zu werden.

6.4.6 Schätzungen in Bezug auf steuerliche Risiken

Wesentliche steuerliche Risiken bestehen nicht.

6.5 Segmentberichterstattung

6.5.1 Geschäftssegmente

Zum 31. Dezember 2015 wird die Segmentberichterstattung in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften auf Grundlage des IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Der Standard folgt dem sogenannten "Management Approach", d. h., die Definition und Darstellung der berichtspflichtigen Segmente bestimmt sich nach dem internen Berichtswesen des Unternehmens. Hauptentscheidungsträger im Sinne des IFRS 8 ist der Vorstand der Lloyd Fonds AG. Als relevante ergebnisbezogene Steuerungsgröße wird neben dem EBIT auch das Ergebnis nach Steuern verwendet.

Zum Beginn des Vorjahres hat die Lloyd Fonds AG die Ordnung der Geschäftsbereiche angepasst. Organisatorisch ist die Geschäftstätigkeit in die zwei Assetklassen Schifffahrt & weitere Assets und Immobilien sowie in die Dienstleistungsbereiche Treuhand und "Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen" aufgeteilt. Das Management der Bestandsfonds obliegt den jeweiligen Assetklassen.

Aus dem internen Berichtswesen des Lloyd Fonds-Konzerns lassen sich die folgenden berichtspflichtigen Segmente ableiten:

Schifffahrt & weitere Assets

Ankauf, Strukturierung und Verkauf von Assets aus den Bereichen Schifffahrt und Zweitmarktschiffsfonds sowie dem Bereich weitere Assets (z. B. Flugzeuge, Britische Kapitallebensversicherungen, Energie)
Finanzierung der Assets durch Vermittlung von Fremd- und Eigenkapital
Vereinnahmung von Beteiligungserträgen
Sicherung der Effizienz von Geschäftsführung und Controlling der Fondsgesellschaften
Einbindung in das laufende Berichtswesen der Fonds
Vorbereitung der Beiratssitzungen der Gesellschaften
Unterstützung der Treuhänderin und Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen
Überwachung der bestehenden Fondsgesellschaften hinsichtlich der Liquiditätsentwicklung zur frühzeitigen Identifikation von Risiken und der Einleitung von eventuell erforderlichen Gegenmaßnahmen
Überwachung und Steuerung der wesentlichen Beteiligungen des Bereichs weitere Assets des Lloyd Fonds-Konzerns

Immobilien

Ankauf und Strukturierung von Assets aus dem Bereich Immobilien
Übrige Tätigkeiten analog zum Segment "Schifffahrt & weitere Assets"

Treuhand

Administration von Auszahlungen an die Anleger
Führung und Verwaltung der Treuhandkonten der Anleger
Prüfung und Durchführung von Anteilsübertragungen und Handelsregisterangelegenheiten
Regelmäßige Information der Investoren der Fondsgesellschaften zur wirtschaftlichen und steuerlichen Entwicklung des Investments
Individuelle Kommunikation mit Anlegern, insbesondere bei nicht prognosegemäßem Verlauf der Fondsgesellschaften
Erbringung von zusätzlichen Serviceleistungen gegenüber den Investoren der Fondsgesellschaften
Durchführung und Leitung von Gesellschafterversammlungen
Ergreifung geeigneter Maßnahmen zur Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsprävention

Die Segmentergebnisse stellen sich wie folgt dar:

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2015

in T€
Schifffahrt & weitere Assets Immobilien Treuhand Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen Summe
Umsatzerlöse mit externen Kunden 3.471 1.388 6.565 - 11.424
Sonstige betriebliche Erträge 397 392 551 365 1.705
Materialaufwand -806 -534 -720 - -2.060
Personalaufwand -963 -478 -971 -1.623 -4.035
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.382 -450 -2.063 -2.571 -6.466
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 415 82 - - 497
Abschreibungen und Wertminderungen -204 -11 -22 -216 -453
EBIT 928 389 3.340 -4.045 612
Finanzergebnis 607 168 218 234 1.227
Steuern 2 -153 21 -143 -273
Ergebnis nach Steuern 1.537 404 3.579 -3.954 1.566

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2014

in T€
Schifffahrt & weitere Assets Immobilien Treuhand Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen Summe
Umsatzerlöse mit externen Kunden 3.068 233 6.739 - 10.040
Sonstige betriebliche Erträge 473 293 974 263 2.003
Materialaufwand -982 -5 -586 - -1.573
Personalaufwand -1.062 -390 -977 -2.318 -4.747
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.133 -468 -2.016 -2.692 -6.309
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 626 -124 - - 502
Abschreibungen und Wertminderungen -199 - -15 -151 -365
EBIT 791 -461 4.119 -4.898 -449
Finanzergebnis 662 389 154 157 1.362
Steuern -5 -97 -84 24 -162
Ergebnis nach Steuern 1.448 -169 4.189 -4.717 751

In dem Bereich "Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen" sind im Wesentlichen die Personalaufwendungen für Verwaltungs- und Stabsstellen des Lloyd Fonds-Konzerns wie Rechnungswesen, Rechtsabteilung, Kommunikation (IR/PR) und Vorstand sowie allgemeine sonstige betriebliche Aufwendungen wie Miet-, Büro- und EDV-Aufwendungen enthalten. In den drei Segmenten sind die ganz eindeutig zuzurechnenden Aufwendungen für die jeweiligen Segmente sowie Aufwendungen, die sich aus vertraglichen und organisatorischen Regelungen zwischen den einzelnen Konzerngesellschaften ergeben, enthalten. Ist die Eindeutigkeit der Aufwendungen nicht gegeben, werden diese dem Bereich "Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen" zugerechnet. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen, die nicht direkt den einzelnen Segmenten zugerechnet werden können. Da diese Bereiche keine Erträge im Sinne des IFRS 8 generieren, sind sie per Definition nicht als Geschäftssegment zu klassifizieren und fallen somit in diese Kategorie.

Eine Darstellung der Vermögenswerte und Schulden je Segment ist im internen Berichtswesen von Lloyd Fonds nicht vorgesehen, da diese Kennzahlen aus Sicht der Unternehmensleitung für die Steuerung des Konzerns nicht relevant sind. Somit entfällt eine entsprechende Berichterstattung.

Intrasegmentäre Umsatzerlöse waren wie im Vorjahr nicht zu verzeichnen. Aufwendungen und Erträge im sonstigen betrieblichen Ergebnis, die aus Transaktionen zwischen den einzelnen Segmenten resultieren, wurden - falls erforderlich - eliminiert. Dabei handelt es sich ausschließlich um zu Einstandskosten getätigte Weiterbelastungen.

Die in dem Posten Abschreibung enthaltenen Wertminderungen des Geschäftsjahres in Höhe von 309 T€ sowie die erfolgsneutral erfassten Werterhöhungen in Höhe von 3 T€ betreffen im Wesentlichen das Segment Schifffahrt. Im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind Wertminderungen und Abschreibungen auf Forderungen (2.034 T€) enthalten, die insbesondere die Bereiche Schifffahrt & weitere Assets, Immobilien und Treuhand betreffen. Aufgrund der internen Berichtsstruktur wird das Finanzergebnis in der Segmentberichterstattung saldiert ausgewiesen.

6.5.2 Überleitungsrechnung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Segmentinformationen entsprechen denjenigen, die für Zwecke des Lloyd Fonds-Konzernabschlusses angewendet werden. Aus diesem Grund stimmen sowohl die Umsatzerlöse als auch die Gewinne und Verluste nach Steuern der berichtspflichtigen Segmente, einschließlich des Bereichs "Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen", mit den Konzernumsätzen bzw. dem Konzernergebnis nach Steuern überein.

6.5.3 Angaben auf Unternehmensebene

6.5.3.1 Informationen über Produkte und Dienstleistungen

Hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse von externen Kunden nach Produkten und Dienstleistungen verweisen wir auf die Ziffer 6.6.1.

6.5.3.2 Informationen über geografische Gebiete

Von den Umsätzen des Geschäftsjahres 2015 wurden 10.347 T€ (Vj.: 8.687 T€) in Deutschland und 1.077 T€ (Vj.: 1.353 T€) in Singapur erzielt.

Die Summe der langfristigen Vermögenswerte des Lloyd Fonds-Konzerns, ohne Finanzinstrumente und aktive latente Steuern, beläuft sich in Deutschland auf 1.506 T€ (Vj.: 2.296 T€). Im Ausland hält Lloyd Fonds langfristige Vermögenswerte mit einem Buchwert von insgesamt 411 T€ (Vj.: 405 T€).

6.6 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

6.6.1 Umsatzerlöse

Zusammensetzung:

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in T€ 2015 2014
Erlöse aus Managementleistungen 2.707 2.799
Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen 2.154 321
Erlöse aus Treuhandtätigkeit 6.562 6.735
Sonstige 1 185
Umsatzerlöse 11.424 10.040

Der Anstieg der Umsatzerlöse von 10.040 T€ um 1.384 T€ auf 11.424 T€ ist im Wesentlichen durch den Anstieg der Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen um 1.833 T€ begründet.

Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere der positive Ertrag aus der Strukturierung der Refinanzierung eines Hotelportfolios an eine namhafte österreichische Hotelgruppe in Höhe von 1.021 T€ sowie die Erlöse für die Erstellung eines Betriebsfortführungskonzepts bzw. Finanzierungskonzepts für verschiedene Schifffahrtsgesellschaften in Höhe von 676 T€ sowie Verkaufserlöse für die Veräußerungen einzelner Schiffe in Höhe von 300 T€. Ferner wurde im Geschäftsjahr ein Erlös für die Beratung bei der Realisierung und dem anschließenden Verkauf eines Auszubildendenwohnheims an eine renommierte Stiftung in Höhe von 85 T€ erzielt.

Bei den Erlösen des Vorjahres handelt es sich im Wesentlichen um die Finanzierungsvermittlung für den Flugzeugfonds "A380 Singapore Airlines" in Höhe von 239 T€ sowie um weitere Platzierungserlöse in Höhe von 82 T€.

Dahingegen sind die Treuhanderlöse im Geschäftsjahr mit 6.562 T€ um 173 T€ geringfügig niedriger als im Geschäftsjahr 2014. Dies liegt insbesondere an insolvenzbedingten Vertragsbeendigungen und an gegenüber notleidenden Fondsgesellschaften ausgesprochenen Verzichten auf laufende Vergütungen.

In den Erlösen aus Managementleistungen sind Vergütungen in Höhe von 1.630 T€ (Vj.: 1.600 T€) für das Management laufender geschlossener Fonds sowie an den offenen Schiffsfonds erbrachte Leistungen über insgesamt 1.077 T€ (Vj.: 1.199 T€) enthalten.

Für weitere Erläuterungen hinsichtlich der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Ausführungen zur Ertragslage im Lagebericht.

6.6.2 Materialaufwand

Zusammensetzung:

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in T€ 2015 2014
Provisionen 37 36
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.023 1.537
Materialaufwand 2.060 1.573

Bei den Provisionen handelt es sich ausschließlich um Bestandsvertriebsprovisionen für den Fonds "Best of Shipping III". In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind insbesondere erhaltene Managementleistungen enthalten. Daneben sind hier auch Aufwendungen für bezogene Leistungen im Zusammenhang mit der Strukturierung der Refinanzierung für das Hotelportfolio in Höhe von 534 T€ enthalten.

6.6.3 Personalaufwand

Zusammensetzung:

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in T€ 2015 2014
Löhne und Gehälter 3.595 4.269
Soziale Abgaben 434 470
Aufwendungen für Altersversorgung 6 8
Personalaufwand 4.035 4.747

Der Rückgang des Personalaufwands von 4.747 T€ auf 4.035 T€ ist im Wesentlichen auf die Verminderung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 52 im Jahr 2014 auf 47 im Berichtsjahr zurückzuführen. Ferner sind die variablen Vergütungen um 148 T€ gesunken. Dagegen sind die Abfindungen im Berichtsjahr um 63 T€ auf 111 T€ gestiegen.

Bei den beschäftigten Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Gehaltsempfänger.

Die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung sowie die Beiträge zur Direktversicherung sind gemäß IAS 19.38 als beitragsorientierte Versorgungspläne zu klassifizieren. Im Berichtsjahr belaufen sich diese Aufwendungen auf 206 T€ (Vj.: 234 T€).

6.6.4 Abschreibungen und Wertminderungen

Zusammensetzung:

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in T€ Ziffer 2015 2014
Abschreibungen
Sachanlagen 6.7.1 138 166
Immaterielle Vermögenswerte 6.7.2 6 6
144 172
Wertminderungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 6.7.4 309 193
309 193
Abschreibungen und Wertminderungen 453 365

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten haben sich die Wertminderungen im Vergleich zum Vorjahr von 193 T€ auf 309 T€ erhöht. In diese Kategorie von Finanzinstrumenten fallen insbesondere Anteile, die Lloyd Fonds an eigenen Fonds hält. Ausschlaggebend für die erneuten Abwertungen des Berichtsjahres ist die anhaltend schwierige Lage der Schifffahrtsmärkte.

6.6.5 Sonstiges betriebliches Ergebnis

Zusammensetzung:

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in T€ 2015 2014
Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus Weiterbelastungen 401 326
Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen 388 755
Mieten 312 277
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 166 61
Sachbezüge 70 89
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 21 279
Übrige Erlöse 347 216
1.705 2.003
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle -2.034 -1.435
Abschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen -1.320 -1.501
Mieten, Mietnebenkosten, Raumkosten und Instandhaltung -1.243 -1.345
Bürobedarf, EDV-Aufwendungen und Kommunikation -658 -633
Vertriebsunterstützung und Anlegerbetreuung -370 -283
Kfz- und Reiseaufwendungen -150 -264
Versicherungen und Beiträge -120 -121
Kostenübernahme für Fondsgesellschaften -32 -21
Sonstige Personalaufwendungen -20 -49
Nicht abzugsfähige Vorsteuer -10 -83
Übrige Aufwendungen -509 -574
-6.466 -6.309
Sonstiges betriebliches Ergebnis -4.761 -4.306

Das sonstige betriebliche Ergebnis hat sich von -4.306 T€ im Jahr 2014 auf -4.761 T€ im Geschäftsjahr verändert.

Negativ wirkten sich hier insbesondere im Vergleich zum Vorjahr die Erhöhung von Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle um 599 T€ auf 2.034 T€ aus. Weiterhin negativ wirkten sich die um 367 T€ geringeren Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen, die um 258 T€ niedrigeren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie die leicht gestiegenen Aufwendungen für die Vertriebsunterstützung und Anlegerbetreuung (87 T€) aus.

Dagegen wird das sonstige betriebliche Ergebnis entlastet durch den Rückgang der Rechts- und Beratungsaufwendungen um 181 T€, durch höhere Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (105 T€), aus dem Rückgang der Mieten und Mietnebenkosten im laufenden Geschäftsjahr (102 T€) sowie aus höheren Erträgen aus Weiterbelastungen (75 T€).

6.6.6 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

Zusammensetzung:

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in T€ 2015 2014
Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 78 -125
Übrige 419 627
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 497 502

Das Vorjahresergebnis der Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG resultiert im Wesentlichen aus einer Wertminderung aufgrund des Verkaufs des letzten Objekts und der daraus zukünftig erwarteten Liquiditätszuflüsse. Aufgrund der erwarteten Schlussauskehrung konnte im Dezember 2015 eine Zuschreibung in Höhe von 78 T€ vorgenommen werden.

In dem übrigen Ergebnis aus assoziierten Unternehmen sind ferner vereinnahmte Beteiligungserträge sowie die Ergebnisse aus der vorgenommenen at Equity-Bewertung insbesondere aus assoziierten GmbHs in Höhe von 419 T€ (Vj.: 627 T€) enthalten.

6.6.7 Finanzergebnis

Zusammensetzung:

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in T€ 2015 2014
Finanzerträge
Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung 514 347
Beteiligungserträge 373 641
Zinserträge aus Bankguthaben 6 -
Zinserstattung Finanzamt 75 28
Zinserträge von nahestehenden Unternehmen und Personen 455 526
Zinserträge von anderen Kommanditisten 156 -
Sonstige Zinserträge 96 -
1.675 1.542
Finanzaufwand
Verluste aus Fremdwährungsumrechnung -176 -2
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -57 -58
Zinsaufwendungen gegenüber Kommanditisten -195 -26
Sonstige Zinsaufwendungen -20 -94
-448 -180
Finanzergebnis 1.227 1.362

Ursächlich für das positive Fremdwährungsergebnis (338 T€) sind insbesondere Kursgewinne aus der Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Bewertung der Fremdwährungskonten.

Der Rückgang der Beteiligungserträge ist durch den Rückgang der Gewinnvorabs begründet, die in dem Geschäftsjahr mit 27 T€ deutlich unter denen des Vorjahres liegen (458 T€).

Bei den Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 57 T€ handelt es sich im Wesentlichen um laufende Zinsen aus der Finanzierung der übernommenen Beteiligungen der Zielfonds des "Premium Portfolio Austria".

Im Vorjahr sind in den Zinserträgen von nahestehenden Unternehmen und Personen Zinsen in Höhe von 277 T€ für ein langfristiges Darlehen gegenüber der KALP GmbH enthalten, welche im laufenden Geschäftsjahr, seit dem Zeitpunkt der Übernahme durch den Insolvenzverwalter, unter den sonstigen Zinserträgen (96 T€) ausgewiesen sind.

Hinsichtlich des Zinsergebnisses (Vj.: Zinsaufwand) gegenüber Kommanditisten verweisen wir auf unsere Erläuterungen in Ziffer 6.7.10.

6.6.8 Ertragsteuern

Unter den Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die laufenden Steuern setzen sich dabei aus Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer zusammen.

Zusammensetzung:

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in T€ Ziffer 2015 2014
Laufende Steuern 6.7.15 -262 -516
Latente Steuern 6.7.5 -11 354
Ertragsteuern -273 -162

Das negative laufende Steuerergebnis des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von 262 T€ ist zum einen auf Steueraufwendungen für das laufende Jahr und Vorjahre für nicht zum ertragsteuerlichen Organkreis gehörende Gesellschaften sowie zum anderen auf laufenden Steueraufwand aus der Mindestbesteuerung der Lloyd Fonds AG in Höhe von 99 T€ zurückzuführen.

Dagegen handelt es sich im Geschäftsjahr 2014 im Wesentlichen um Steueraufwendungen für Nachzahlungen für Vorjahre.

Die Ertragsteuern lassen sich auf den erwarteten Steueraufwand bzw. -ertrag, der sich bei Anwendung des relevanten Steuersatzes der Konzernobergesellschaft (Lloyd Fonds AG) in Höhe von 32,275 % auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, wie folgt überleiten:

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in T€ 2015 2014
Konzernergebnis vor Steuern 1.839 913
Steuersatz (Lloyd Fonds AG) in % 32,275 % 15,825 %
Fiktiver Steueraufwand -594 -144
Steuerfreie Erträge 554 412
Nicht abziehbare Betriebsausgaben -699 -50
Minderung/Zuführung aktive latente Steuern -11 354
Nicht aktivierte latente Steuern auf Verlustvorträge -9 -202
Nicht steuerbare Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen -85 -44
Steuernachzahlungen für Vorjahre -19 -389
Gewerbesteuer - -98
Gewerbesteuerliche Kürzungen 611 -
Sonstiges -21 -1
Ertragsteuern -273 -162
tatsächliche Steuerquote in % 14,82 % 17,80 %

Die Konzernobergesellschaft unterliegt als Kapitalgesellschaft der Körperschaftsteuer 15 % zuzüglich dem Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % der geschuldeten Körperschaftsteuer sowie einer Gewerbesteuer von 16,45 % bei einem Hebesatz von 470 %. Im Geschäftsbericht für 2014 wurde die Konzernsteuerquote ohne die Gewerbesteuer berechnet, da die Gewerbeerträge der Konzernobergesellschaft aus ihren mitunternehmerischen Beteiligungen an den Personengesellschaften im Rahmen der Kürzungsvorschriften des Gewerbesteuergesetzes herausgerechnet werden. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Einkünfte im Immobilienbereich erzielt, die nicht unter die gewerbesteuerlichen Kürzungsvorschriften fallen, so dass abweichend zum Vorjahr die Gewerbesteuer in der Quote berücksichtigt wird. Dies führt in der Überleitungsrechnung erstmalig zu einer Position gewerbesteuerliche Kürzung von 611 T€.

Bei den steuerfreien Erträgen handelt es sich insbesondere um Erträge aus Beteiligungen und um Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen. Die nicht abziehbaren Betriebsausgaben betreffen im Wesentlichen Wertminderungen auf Forderungen und Abschreibungen auf Beteiligungen. Die Minderung der aktiven latenten Steuern in Höhe von 11 T€ betrifft die angepasste Erwartung der zukünftigen Nutzung der vorhandenen Verlustvorträge.

6.6.9 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres gebildet wird. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie war weder in 2015 noch im Vorjahr gegeben.

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in T€ 2015 2014
Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (T€) 1.566 751
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in 1.000) 9.157 21.901
Ergebnis je Aktie (€ je Aktie) 0,17 0,03

Auf der ordentlichen Hauptversammlung 2014 am 21. August 2014 stimmten die Aktionäre einer Kapitalherabsetzung in zwei Schritten zu: Dabei wurde das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 27.469.927,00 € zunächst nach § 237 Abs. 3 Nr. 1 AktG um eine Aktie (1,00 € Grundkapital) und anschließend in Form der vereinfachten Kapitalherabsetzung nach § 229 ff. AktG im Verhältnis 3:1 um 18.313.284,00 € auf 9.156.642,00 € herabgesetzt. Für die Aktionäre bedeutet der Kapitalschnitt, dass sich zwar die Anzahl der von ihnen gehaltenen Aktien, nicht aber ihr Anteil am Grundkapital der Lloyd Fonds AG verringerte. Die börsentechnische Umsetzung des Kapitalschnitts ist am 22. September 2014 erfolgt.

Im Geschäftsjahr blieb der Bestand der ausgegebenen Aktien unverändert bei 9.156.642.

Im Vorjahr ergab sich bezogen auf die im Berichtsjahr durchschnittlich ausgegebene Anzahl von Aktien (9.156.642) ein Gewinn von 0,08 € pro Aktie.

6.6.10 Dividende je Aktie

Die ausschüttungsfähigen Beträge beziehen sich auf das Jahresergebnis der Lloyd Fonds AG, das gemäß deutschem Handelsrecht ermittelt wird.

Der Vorstand der Lloyd Fonds AG schlägt der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,07 € je Aktie vor. In diesem Konzernabschluss wird diese Dividendenverbindlichkeit von 641 T€ nicht berücksichtigt. Auf die Ausschüttung sind 26,37 % Kapitalertragsteuer inkl. Soli (169 T€) an das Finanzamt abzuführen, sodass 73,63 % (472 T€) direkt an die Aktionäre gezahlt werden.

6.7 Erläuterungen zur Konzernbilanz

6.7.1 Sachanlagen

Entwicklung der Buchwerte:

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in T€ Ziffer Bauten auf fremden Grundstücken Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung Gesamt
Zum 1. Januar 2014
Anschaffungskosten 526 2.005 2.531
Kumulierte Abschreibungen -403 -1.690 -2.093
Buchwert netto 123 315 438
Geschäftsjahr 2014
Eröffnungsbuchwert netto 123 315 438
Zugänge - 134 134
Währungsumrechnungsdifferenzen - 2 2
Abgänge - -71 -71
Abschreibungen 6.6.4 -43 -123 -166
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen - 71 71
Endbuchwert netto 80 328 408
Zum 31. Dezember 2014
Anschaffungskosten 526 2.070 2.596
Kumulierte Abschreibungen -446 -1.742 -2.188
Buchwert netto 80 328 408
Geschäftsjahr 2015
Eröffnungsbuchwert netto 80 328 408
Zugänge - 12 12
Währungsumrechnungsdifferenzen - 2 2
Abgänge - -236 -236
Abschreibungen 6.6.4 -41 -97 -138
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen - 236 236
Endbuchwert netto 39 245 284
Zum 31. Dezember 2015
Anschaffungskosten 526 1.848 2.374
Kumulierte Abschreibungen -487 -1.603 -2.090
Buchwert netto 39 245 284

6.7.2 Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der Buchwerte:

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in T€ Ziffer Immaterielle Vermögenswerte
Zum 1. Januar 2014
Anschaffungskosten 8.110
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -8.101
Buchwert netto 9
Geschäftsjahr 2014
Eröffnungsbuchwert netto 9
Zugänge 8
Abgänge -
Abschreibungen 6.6.4 -6
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen -
Endbuchwert netto 11
Zum 31. Dezember 2014
Anschaffungskosten 8.118
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -8.107
Buchwert netto 11
Geschäftsjahr 2015
Eröffnungsbuchwert netto 11
Zugänge -
Abgänge -13
Abschreibungen 6.6.4 -6
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen 13
Endbuchwert netto 5
Zum 31. Dezember 2015
Anschaffungskosten 8.105
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -8.100
Buchwert netto 5

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen vollständig abgeschriebene Treuhandverträge, die seit dem 31. Dezember 2013 einen Buchwert von 0 T€ aufweisen und letztmalig im Geschäftsjahr 2013 mit 166 T€ abgeschrieben wurden. Der aktuelle Buchwert umfasst ausschließlich erworbene Software.

6.7.3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Entwicklung der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen:

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in T€ 2015 2014
Beginn des Jahres 2.282 2.561
Zugänge - 20
Wertminderungen -59 -196
Zuschreibungen 78 -
Abgänge -10 -6
Anteilig zugewiesene Ergebnisse -282 -83
Ausschüttungen -376 -
Umgliederungen -5 -14
Ende des Jahres 1.628 2.282

Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG ein weiteres Impairment in Höhe von 125 T€ gebucht, sodass der Beteiligungsansatz zum 31. Dezember 2014 noch 376 T€ betrug. Dieser Betrag wurde im Geschäftsjahr 2015 ausgeschüttet. Aufgrund der in 2016 noch zu erwartenden Schlussauskehrung konnte eine Zuschreibung in Höhe von 78 T€ vorgenommen werden. Bei diesem Betrag handelt es sich auch um den aktuellen Beteiligungsansatz.

Die ausgewiesenen Beträge basieren zum Teil auf vorläufigen Geschäftszahlen der betroffenen Gesellschaften. Die kumulierten Jahresergebnisse der assoziierten Unternehmen betragen aufgrund geschätzter bzw. vorläufiger Zahlen 779 T€.

Für weitere Informationen zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen verweisen wir auf die Erläuterungen in Ziffer 6.4.1 sowie 6.6.6.

6.7.4 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zusammensetzung:

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31.12.2015 31.12.2014
Anzahl T€ Anzahl T€
--- --- --- --- ---
Verbundene Unternehmen 31 937 30 897
Beteiligungsgesellschaften 149 7.788 135 8.299
180 8.725 165 9.196

Bei den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen handelt es sich um Vorratsgesellschaften und Komplementär-GmbHs für Fonds. Die Beteiligungen umfassen 130 Anteile, die der Lloyd Fonds-Konzern als Gründungsgesellschafter an bereits initiierten sowie noch aufzulegenden Fonds hält, 17 Anteile an insolventen, zuvor als assoziierte Unternehmen ausgewiesene Beteiligungen sowie zwei Beteiligungen an Zweitmarktfonds mit kurzfristiger Halteabsicht.

Entwicklung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte:

Anteile an verbundenen Unternehmen

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in T€ 2015 2014
Beginn des Jahres 897 884
Zugänge 113 13
Abgänge -113 -25
Wertminderungen -11 -7
Sonstiges Ergebnis (erfolgsneutral) 43 18
Umgliederung 8 14
Ende des Jahres 937 897

Beteiligungsunternehmen

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in T€ 2015 2014
Beginn des Jahres 8.299 8.674
Zugänge 63 5
Abgänge -101 -
Veränderung von Verbindlichkeiten aus Liquiditätsausschüttungen -132 -272
Wertminderungen -298 -186
Sonstiges Ergebnis (erfolgsneutral) -40 78
Umgliederungen -3 -
Ende des Jahres 7.788 8.299

Zu den Wertminderungen in Höhe von insgesamt 309 T€ (Vj.: 193 T€) und dem erfolgsneutralen Ergebnis in Höhe von 3 T€ (Vj.: 96 T€) verweisen wir auf die Erläuterungen in Ziffer 6.4.2.

Im Zusammenhang mit den bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind von den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten die Anteile, die von der PPA GmbH gehalten werden, in Höhe von 3.959 T€ an die RaiBa verpfändet (siehe hierzu auch Ziffer 6.3.2.1 und Ziffer 6.9.6).

6.7.5 Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen wie folgt:

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in T€ 31.12.2015 Aktive latente Steuern 31.12.2014 Aktive latente Steuern
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - -
Verlustvorträge 343 354
Gesamt 343 354

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in T€ 31.12.2015 Passive latente Steuern 31.12.2014 Passive latente Steuern
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 706 738
Verlustvorträge - -
Gesamt 706 738

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die laufenden Steuerforderungen gegen die laufenden Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen, und wenn die latenten Steuern gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen.

Die temporären Differenzen werden sich nach aktuellem Kenntnisstand wie folgt umkehren:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Latente Steuerforderungen
Die nach mehr als zwölf Monaten realisiert werden -287 -216
Die innerhalb von zwölf Monaten realisiert werden -56 -138
-343 -354
Latente Steuerverbindlichkeiten
Die nach mehr als zwölf Monaten realisiert werden 706 738
706 738
363 384

Entwicklung der latenten Steuern:

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in T€ Ziffer 2015 2014
Beginn des Jahres -253 -664
Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung 6.6.8 -138 -
Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung 6.6.8 127 354
Im Eigenkapital erfasste Steuern 32 57
Ende des Jahres -232 -253

Die Veränderung der latenten Steuerverbindlichkeiten im laufenden Jahr ohne die Berücksichtigung der Saldierung von offenen Posten bei derselben Steuerbehörde ermittelt sich wie folgt:

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Latente Steuerverbindlichkeiten

in T€
Am 1. Januar Erfolgswirksam erfasst Im Eigenkapital erfasst Am 31. Dezember
2014
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -795 - 57 -738
-795 - 57 -738
2015
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -738 - 32 -706
-738 - 32 -706

Zum Bilanzstichtag bestehen nach vorläufigen Berechnungen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 15 Mio. € und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 18 Mio. €, für die teilweise aktive latente Steuern angesetzt wurden.

6.7.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Zusammensetzung:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Langfristige Forderungen
Sonstige Forderungen 1.928 -
1.928 -
Kurzfristige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.015 1.105
Forderungen aus der Treuhandverwaltung 916 1.071
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2.541 2.923
4.472 5.099
6.400 5.099

Bei den sonstigen langfristigen Forderungen handelt es sich um Forderungen gegenüber der KALP GmbH. Durch Bestellung des Insolvenzverwalters handelt es sich um langfristige sonstige Forderungen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 1.923 T€. Trotz der Insolvenz kann die Forderung weiterhin als werthaltig angesehen werden (siehe auch Ziffer 6.4.4).

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand an kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen um insgesamt 627 T€ verringert. Die höheren Forderungen aus der Treuhandverwaltung des Vorjahres betrafen Erlöse des Vorjahres, die erst im laufenden Geschäftsjahr gezahlt wurden.

Von den zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen im Wesentlichen 785 T€ (Vj.: 786 T€) auf den Bereich Schifffahrt, 17 T€ (Vj.: 209 T€) auf Flugzeugfonds, 136 T€ (Vj.: 84 T€) auf Forderungen aus dem Bereich Energie sowie 77 T€ (Vj.: 26 T€) auf den Immobilienbereich.

Der Rückgang der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte resultiert insbesondere aus dem Rückgang der Forderung gegen Anleger der Beteiligungsgesellschaften um 209 T€ auf 1.995 T€. Die Forderung ist begründet durch in der Vergangenheit gewährte Auszahlungen, bei denen eine Wiedereinzahlungsverpflichtung vorliegt. Im Gegenzug wird auf der Passivseite eine übrige Verbindlichkeit in gleicher Höhe berücksichtigt (siehe hierzu auch Ziffer 6.7.11).

6.7.7 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen

Zusammensetzung:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Langfristige Forderungen
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen - 1.923
- 1.923
Kurzfristige Forderungen
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 119 2
Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen 30 279
149 281
149 2.204

Die kurzfristigen Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 119 T€ betreffen noch nicht gezahlte Managementleistungen für das Geschäftsjahr. Im Vorjahr sind in den langfristigen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen ein gegenüber einem assoziierten Unternehmen gewährtes Darlehen inkl. Zinsen (1.800 T€) sowie eine sonstige Forderung (123 T€) enthalten. Bei den kurzfristigen Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen des Vorjahres in Höhe von 279 T€ handelt es sich im Wesentlichen um die Verkaufsvergütungen für das letzte Objekt der Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG in Höhe von 225 T€, die im laufenden Jahr beglichen wurden.

6.7.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bezüglich der Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente über 10.173 T€ (Vj.: 7.592 T€) wird auf Ziffer 6.8.3 verwiesen.

6.7.9 Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals des Lloyd Fonds-Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

6.7.9.1 Gezeichnetes Kapital

Auf der ordentlichen Hauptversammlung 2014 am 21. August 2014 stimmten die Aktionäre einer Kapitalherabsetzung in zwei Schritten zu: Dabei wurde das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 27.469.927,00 € zunächst nach § 237 Abs. 3 Nr. 1 AktG um eine Aktie und anschließend in Form der vereinfachten Kapitalherabsetzung nach § 229 ff. AktG im Verhältnis 3:1 um 18.313.284,00 € auf 9.156.642,00 € herabgesetzt.

Das voll eingezahlte Grundkapital zum 31. Dezember 2015 beinhaltet somit 9.156.642 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem Nominalwert von jeweils 1,00 €. Es gilt die Satzung in der Fassung vom 21. August 2014.

Der Vorstand der Lloyd Fonds AG hat am 17. Oktober 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Wechsel vom Prime Standard des regulierten Marktes in den Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse beschlossen und unverzüglich den Segmentwechsel bei der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt. Mit Wirkung zum 30. April 2013 hat die Lloyd Fonds AG den Börsenstandard vom Prime Standard zum Entry Standard gewechselt. Lloyd Fonds AG-Aktien wurden unter der Wertpapier-Kennnummer 617487 an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Seit dem 22. September 2014, dem Tag der Umsetzung der vereinfachten Kapitalherabsetzung an der Börse, werden die Aktien unter der neuen Wertpapier-Kennnummer A12UP2 gehandelt.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Juli 2017 um insgesamt bis zu 13.734.963 € durch ein- oder mehrmalige Ausgabe nennwertloser auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Angaben nach § 160 (1) Nr. 8 in Verbindung mit § 20 (1) AktG

ACP Fund V LLC, Delaware, USA: 49,9 %.

AMA Capital Partners LLC, New York, USA: 49,9 %; 49,9 % der Stimmrechte sind AMA Capital Partners LLC gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der ACP Fund V LLC zuzurechnen.

Dr. Torsten Teichert, Hamburg: 3,15 %.

6.7.9.2 Gewinnrücklagen

Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung der Gewinnrücklagen verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

6.7.10 Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert

Der Posten resultiert aus der Einbeziehung des "Premium Portfolio Austria" in den Lloyd Fonds-Konzernabschluss. Er beinhaltet die Anteile derjenigen Kommanditisten, die nicht zum Lloyd Fonds-Konzern gehören. Da es sich hierbei um kündbare Finanzinstrumente handelt, werden sie im langfristigen Fremdkapital ausgewiesen.

Die Ermittlung des Nettovermögenswerts erfolgte auf Basis eines einmal festgelegten Effektivzinssatzes. Dieser ergibt sich als interner Zinsfuß der ursprünglich prospektierten Auszahlungen der jeweiligen Fondsgesellschaften und beträgt je nach Fonds zwischen 5,9 % und 6,1 % p. a. Anschließend wurden die Barwerte der Zahlungen an die Kommanditisten mit dem Effektivzinssatz diskontiert. Die Fortschreibung der Nettovermögenswerte nach der Effektivzinsmethode sowie Anpassungen in den Auszahlungsprognosen führten im Jahr 2015 zu einem Zinsergebnis in Höhe von -39 T€ (Vj.: Zinsaufwand von -26 T€).

6.7.11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Zusammensetzung:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 80
- 80
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.099 1.457
Verbindlichkeiten aus Betriebssteuern und Abgaben 134 87
Übrige Verbindlichkeiten 3.406 3.593
4.639 5.137
4.639 5.217

Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen des Vorjahres resultieren aus der periodengerechten Erfassung von Mietaufwendungen für Geschäftsräume (vgl. Ziffer 6.9.3). In den übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 1.995 T€ (Vj.: 2.204 T€) enthalten. Hierbei handelt es sich um die Gegenposition zu der übrigen Forderung (vgl. Ziffer 6.7.6). Ferner sind hier Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 311 T€ (Vj.: 309 T€), wie beispielsweise Urlaubs- oder Abfindungsansprüche sowie ausstehende Gehalts- und Bonuszahlungen, enthalten.

6.7.12 Finanzschulden

Zusammensetzung:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Kurzfristige Finanzschulden
Kurzfristige Darlehen 2.752 2.837
2.752 2.837

Zum aktuellen Stichtag bestehen keine langfristigen Finanzschulden. Die kurzfristigen Darlehen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus der Finanzierung der übernommenen Beteiligung der Zielfonds des "Premium Portfolio Austria" in Höhe von 2.752 T€ (Vj.: 2.837 T€). Die Buchwerte der Darlehensverbindlichkeiten entsprechen wie im Vorjahr im Wesentlichen deren Marktwerten. Des Weiteren wird auf die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Ziffer 6.9.6) verwiesen.

6.7.13 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen

Zusammensetzung:

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31.12.2015 31.12.2014
in T€
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 339 341
Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 4 3
Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern 107 271
450 615

Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 339 T€. Diese sind im Wesentlichen auf Ausschüttungen von Beteiligungsergebnissen sowie auf Effekte aus der Fremdwährungsbewertung zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern sind mit 107 T€ deutlich unter dem Vorjahresniveau.

6.7.14 Sonstige Rückstellungen

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen:

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in T€ 1.1.2015 Verbrauch Zuführung Auflösung 31.12.2015
Sonstige Rückstellungen 454 -313 304 -21 424

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert. Die sonstigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag betreffen insbesondere Rückstellungen für drohende Rückzahlungen von Ausschüttungen aus Schiffsbeteiligungen in Höhe von 133 T€ (Vj.: 161 T€). Des Weiteren enthalten sie Drohverlustrückstellungen für die Untervermietung von Büroflächen in Höhe von 291 T€ (Vj.: 293 T€), von denen 154 T€ (Vj.: 45 T€) als langfristige Rückstellungen ausgewiesen werden.

6.7.15 Ertragsteuern

Die laufenden Ertragsteueransprüche betreffen im Wesentlichen vom Finanzamt noch zu erstattende Kapitalertragsteueransprüche. Die laufenden Ertragsteuerschulden stellen Steuerverbindlichkeiten von im Konzern befindlichen Tochterunternehmen dar.

6.8 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

6.8.1 Überleitung des Konzernjahresüberschusses

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung ermittelt sich der Konzernjahresüberschuss vor Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Ertragsteuern wie folgt:

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in T€ Ziffer 2015 2014
Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit 612 -449
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 6.6.6 -497 -502
Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung 6.6.7 514 347
Verluste aus Fremdwährungsumrechnung 6.6.7 -176 -2
453 -606

6.8.2 Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle

Zusammensetzung:

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in T€ Ziffer 2015 2014
Unrealisierte Fremdwährungsgewinne/-verluste 58 92
Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle 6.6.5 2.034 1.435
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 6.6.5 -21 -279
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 6.6.5 -166 -61
Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen 6.6.5 -388 -755
1.517 432

6.8.3 Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zusammensetzung für Zwecke der Kapitalflussrechnung:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Bankguthaben 10.170 7.590
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung -8 -39
Kassenbestände 3 1
10.165 7.552

Die Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung betreffen hinterlegte Mietkautionen.

6.9 Sonstige Angaben

6.9.1 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten für den Lloyd Fonds-Konzern die Unternehmen und Personen, die den Lloyd Fonds-Konzern beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diesen ausüben oder durch den Lloyd Fonds-Konzern beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dabei sind die Verhältnisse am jeweiligen Bilanzstichtag maßgeblich.

6.9.1.1 Assoziierte Unternehmen

Umsatzerlöse mit assoziierten Unternehmen:

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2015 2014
in T€
--- --- ---
Managementvergütungen 100 54
100 54

Entwicklung der Darlehensforderungen gegen assoziierte Unternehmen:

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in T€ 2015 2014
Beginn des Jahres 1.800 1.800
Im laufenden Jahr gewährte Darlehen - -
Erhaltene Darlehensrückzahlungen - -
Berechnete Zinsen 291 291
Umgliederungen -1.800 -
Wertminderungen und Ausbuchungen -291 -291
Ende des Jahres - 1.800

Zu den offenen Forderungen aus den oben angegebenen Managementleistungen zum Bilanzstichtag wird auf Ziffer 6.7.7 verwiesen. Die in Ziffer 6.7.13 aufgeführten offenen Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus noch ausstehenden Kommanditeinlagen.

In den dargestellten Perioden sind keine wesentlichen zu eliminierenden Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen angefallen.

6.9.1.2 Verbundene Unternehmen

Die offenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Ziffer 6.7.7 aufgeführt.

6.9.1.3 Nahestehende Personen

Der Vorstand setzt sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt zusammen:

Herr Dr. Torsten Teichert, Vorstand (Vorsitzender), Bereichsverantwortung für die Geschäftsbereiche Schifffahrt & weitere Assets, Finanzen und Verwaltung; ab 1. Februar 2015 übernimmt Herr Dr. Torsten Teichert alle Geschäftsbereiche von Herrn Dr. Joachim Seeler
Herr Dr. Joachim Seeler, Vorstand (bis zum 31. Januar 2015), Bereichsverantwortung für die Geschäftsbereiche Immobilien und Treuhand

Ferner ist Herr Dr. Joachim Seeler Mitglied des Verwaltungsrats der Olympus Europa Management S. E. sowie Vorstandsvorsitzender der Ombudsstelle Geschlossene Fonds e.V.

Die kurzfristig fälligen Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

in T€
Fix Variabel Nebenleistungen Gesamt
Dr. Torsten Teichert 350 - 17 367
Dr. Joachim Seeler 21 4 3 28
371 4 20 395

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2014

in T€
Fix Variabel Nebenleistungen Gesamt
Dr. Torsten Teichert 350 125 22 497
Dr. Joachim Seeler 248 50 23 321
598 175 45 818

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammengesetzt:

Herr Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Berater (Vorsitzender)
Herr Dr. Thomas Duhnkrack, Unternehmer (stellvertretender Vorsitzender)
Herr Gunther Bonz, Generalbevollmächtigter (bis zum 14. Juli 2015)
Herr Paul M. Leand Jr., CEO der AMA Capital Partners LLC
Herr Jens Birkmann, Managing Director der AMA Capital Partners LLC
Herr Stephen Seymour, Managing Director der Investmentgesellschaft Värde Partners
Herr Bote de Vries, Unternehmer, Managing Director der Finamar B.V. (seit dem 14. Juli 2015)

Herr Prof. Dr. Kottkamp ist Mitglied des Aufsichtsrats der Basler AG, Ahrensburg, sowie der KROMI Logistik AG, Hamburg. Herr Dr. Thomas Duhnkrack ist Mitglied des Aufsichtsrats der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, Frankfurt, und der Deutsche Pfandbriefbank AG, München. Herr Gunther Bonz ist Mitglied des Aufsichtsrats der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG, Hamburg, der AVW AG, Hamburg, der AVW Immobilien AG, Hamburg, sowie der ACOS Holding AG, Bremen. Herr Paul M. Leand Jr. ist CEO der AMA Capital Partners LLC, New York, USA. Er ist ferner Mitglied in folgenden gesetzlichen ausländischen Kontrollgremien bei der Ship Finance International Ltd., der Golar LNG Partners LP, der Seadrill Ltd., der North Atlantic Drilling Ltd. mit jeweiligem Sitz in Hamilton, Bermuda, der Eagle Bulk Shipping Inc., Majuro, Marshallinseln, der Magenta LLC, Majuro, Marshallinseln, sowie der RGCX Ltd., McAllen, USA. Herr Stephen Seymour ist Mitglied in vergleichbaren ausländischen Kontrollgremien bei der Embrace Group Limited, Birmingham, Vereinigtes Königreich, der Magenta LLC, Majuro, Marshallinseln, sowie der RGCX Ltd., McAllen, USA. Herr Bote de Vries ist Mitglied in vergleichbaren ausländischen Kontrollgremien bei der Rabobank Krimpenerwaard, Krimpen, Niederlande, der Dutch Investment Fund for seagoing vessels, Rhoon, Niederlande, der Trivire, Dordrecht, Niederlande, sowie des Geistes Versorgungshaus Breburg, Gilze Rijen, Niederlande.

Neben der festen Vergütung gemäß § 14 Abs. (1) der Satzung hat der Aufsichtsrat Anspruch auf eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 ‰ des nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelten Konzernjahresüberschusses nach Steuern für das abgelaufene Geschäftsjahr. Für den Vorsitzenden beträgt die Vergütung das Doppelte des vorgenannten Betrages, für den Stellvertreter beträgt diese das Eineinhalbfache des vorgenannten Betrages.

Die Vergütungen der Geschäftsjahre 2015 und 2014 stellen sich wie folgt dar:

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2015

in T€
Fix Variabel Gesamt
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 20 2 22
Dr. Thomas Duhnkrack 15 1 16
Gunther Bonz 5 - 5
Paul M. Leand Jr. 10 1 11
Jens Birkmann 10 1 11
Rodney M. Rayburn - - -
Stephen Seymour 10 1 11
Bote de Vries 5 - 5
75 6 81

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2014

in T€
Fix Variabel Gesamt
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 20 1 21
Dr. Thomas Duhnkrack 15 1 16
Gunther Bonz 10 1 11
Paul M. Leand Jr. 10 01) 10
Jens Birkmann 10 01) 10
Rodney M. Rayburn 5 - 5
Stephen Seymour 4 - 4
74 3 77

1) Inklusive T€-Rundungen.

Die Vergütungen an die Aufsichtsratsmitglieder sind wie im Vorjahr als Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern passiviert.

Herr Dr. Torsten Teichert ist zum Bilanzstichtag mit 3,15 % an der Lloyd Fonds AG beteiligt.

Dem Vorstand nahestehende Personen halten im Berichtsjahr 0,48 % der Anteile. Der Vorstand und ihm nahestehende Personen hielten insgesamt 3,63 % (Vj.: 3,77 %) der Aktien der Lloyd Fonds AG. Mitglieder des Aufsichtsrats halten wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag keine Aktien der Lloyd Fonds AG. Darüber hinaus wurden keine weiteren meldepflichtigen Erwerbe oder Veräußerungen seitens der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und diesen Mitgliedern nahestehender Personen mitgeteilt.

6.9.2 Eventualschulden

Die Eventualschulden betreffen erhöhte Hafteinlagen sowie potenzielle Rückzahlungsverpflichtungen von Ausschüttungen. Unter Berücksichtigung der Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen gegenüber Dritten in Höhe von 11.013 T€ (Vj.: 9.472 T€) belaufen sich die Eventualschulden zum 31. Dezember 2015 auf insgesamt 3.298 T€ (Vj.: 3.298 T€).

Laufzeiten der Eventualschulden:

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2015

in T€
Haftungsvolumen Ausgleichsansprüche Nettohaftungsvolumen
bis zu einem Jahr - - -
zwischen einem und fünf Jahren - - -
über fünf Jahre - - -
ohne Befristung 14.311 -11.013 3.298
14.311 -11.013 3.298

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2014

in T€
Haftungsvolumen Ausgleichsansprüche Nettohaftungsvolumen
bis zu einem Jahr - - -
zwischen einem und fünf Jahren - - -
über fünf Jahre - - -
ohne Befristung 12.770 -9.472 3.298
12.770 -9.472 3.298

Im Rahmen des Treuhandgeschäfts werden im eigenen Namen und für Rechnung verschiedener Treugeber Beteiligungen in Höhe von 1.755.451 T€ (Vj.: 1.707.725 T€) verwaltet. Das in diesem Zusammenhang gehaltene Treuhandvermögen beläuft sich auf 947.847 T€ (Vj.: 939.736 T€), dem in gleicher Höhe Treuhandverbindlichkeiten gegenüberstehen. Daneben werden Treuhandkonten im eigenen Namen für Rechnung verschiedener Treugeber in Höhe von 1.605 T€ (Vj.: 1.927 T€) geführt.

Die Lloyd Treuhand GmbH ist teilweise bei Bestandsfonds als Treuhandkommanditistin für die Anleger im Handelsregister mit der jeweiligen Hafteinlage dieser Anleger eingetragen. Aufgrund von Ausschüttungen diverser Bestandsfonds, die nicht durch Gewinne gedeckte Liquiditätsüberschüsse zur Ausschüttung gebracht haben, besteht für die Lloyd Treuhand GmbH grundsätzlich die Haftung nach §§ 171, 172 IV HGB. Der Betrag, der durch die Ausschüttungen die eingetragene Hafteinlage unterschreitet, ist seitens der Treuhand ggf. zurückzuzahlen. Die potenziellen Rückzahlungsverpflichtungen aus Ausschüttungen betragen zum Stichtag 11.013 T€ (Vj.: 9.472 T€), die die Treuhand wiederum gemäß Treuhandvertrag gegen die jeweiligen Anleger geltend machen kann. Nach Einschätzung des Vorstands wird der mögliche Abfluss von Ressourcen aufgrund der bestehenden Regressansprüche als unwahrscheinlich angesehen.

6.9.3 Verpflichtungen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen

Der Konzern mietet Büroräume, Kraftfahrzeuge sowie Kopierer im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen.

Zusammensetzung der Leasingverpflichtungen:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Büroräume 3.983 4.988
Kraftfahrzeuge 71 123
Sonstiges 53 69
4.107 5.180

Laufzeiten der zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen:

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in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.084 1.089
Restlaufzeit von mehr als ein bis zu fünf Jahren 3.023 4.091
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren - -
4.107 5.180

Im Berichtsjahr wurden 1.178 T€ (Vj.: 1.318 T€) an Mindestleasingzahlungen im Aufwand erfasst.

Die Lloyd Fonds AG und die Lloyd Treuhand GmbH haben mit Mietverträgen vom 5. August 2005 neue Geschäftsräume angemietet. Mietbeginn war der 1. Dezember 2006. Die Verträge haben eine unkündbare Laufzeit von zehn Jahren, wobei den Mietern zweimalige Verlängerungsoptionen über je fünf Jahre eingeräumt wurden. Im Zusammenhang mit der in der Vergangenheit vereinbarten Stundung des Mietzinses wurden die Mietverträge um weitere drei Jahre bis zum 30. November 2019 verlängert. Das erste Jahr der Nutzung war mietfrei. Der Gesamtaufwand wurde auf die Mindestlaufzeit von 120 Monatsmieten linear verteilt, die Verlängerungsoptionen wurden nicht als Mindestleasingzahlungen berücksichtigt. Hieraus ergeben sich monatliche Mindestleasingverpflichtungen in Höhe von 86 T€ (Vj.: 86 T€).

6.9.4 Anwendung der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Die Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg, macht von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

6.9.5 Angaben nach § 315 a HGB

6.9.5.1 Honorar des Konzernabschlussprüfers

Honorar des Konzernabschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB:

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in T€ 2015 2014
Abschlussprüfungen 131 115
Sonstige Bestätigungsleistungen - 20
Sonstige Leistungen 14 14
145 149

6.9.5.2 Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz (§ 313 Abs. 2 HGB)

Die Angaben zu den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in Ziffer 6.2.2.2 dargestellt.

Verbundene Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden (§ 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB):

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Gesellschaft Anteil Konzern
LF Open Waters Cash GmbH, Hamburg 100,0 %
Erste Lloyd Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 %
Erste Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 %
2. LF Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 %
Zweite Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 %
Dritte Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 %
Windpark Breberen GmbH, Gangelt 100,0 %
Lloyd Fonds Energie Europa Verwaltungs GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung LF Immobiliengesellschaft mbH, Hamburg 100,0 %
Lloyd Fonds Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung LloFo Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Windpark COPPANZ GmbH, Hamburg 75,0 %
Verwaltung LF-Flottenfonds GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Fleesensee GmbH, Hamburg 100,0 %
Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Hotelportfolio GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Leipzig Nikolaikirche GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung der Lloyd Fonds Gesellschaft für Immobilienbeteiligungen mbH, Hamburg 100,0 %
Erste Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,0 %
Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,0 %
Fünfte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Immobilienportfolio Hamburg/Sylt GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Immobilienportfolio Köln GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung "Air Fuhlsbüttel/Air Finkenwerder" Flugzeugfonds GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Air Portfolio 3 GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VIII. GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung MS "CCNI ARAUCO" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 51,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds A380 Flugzeugfonds GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Ärztehaus Berlin-Dahlem Clayallee GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Bremen Domshof GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung MT "NEW YORK STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 %
Lloyd Fonds UK VIII Limited, Malvern/England 100,0 %

Assoziierte Unternehmen (§ 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB):

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Gesellschaft Anteil Konzern
Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 45,2 %
Sapian GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0 %
Subic GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0 %
Air Management GmbH, Offenbach am Main 50,0 %
Beteiligung HENRY SCHULTE Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Beteiligung MS "ANTONIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Beteiligung MS CAROLIN SCHULTE Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Beteiligung MS "HELENA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Beteiligung MS "PATRICIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Beteiligung MS "SARAH SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Beteiligung MS "VICTORIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben II. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben III. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben IV. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben V. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VI. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Verwaltung MS "BAHAMAS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "CHICAGO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "LAS VEGAS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "MEMPHIS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "MIAMI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "BAVARIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "CHEMTRANS RAMSEY" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "CHEMTRANS ROY" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "CHEMTRANS RYE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "COLONIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung Global Partnership I GmbH, Aschheim 50,0 %
Verwaltung MS "ALMATHEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "BARBADOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "BERMUDA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "BONAIRE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "CHRISTIANE SCHULTE" GmbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "COMMANDER" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "DELOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "FERNANDO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "LLOYD DON GIOVANNI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "LLOYD DON CARLOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "LLOYD DON PASCUALE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "LLOYD EUROPA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Burg 50,0 %
Verwaltung MS "LLOYD PARSIFAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "METHAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "NATAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "NELSON" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "NEWARK" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "NORDPACIFIC" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "NORO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "SAN ANTONIO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "SAN PABLO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "SAN PEDRO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "SAN RAFAEL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "SAN VICENTE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Saxonia" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Scotia" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "MS Sophie" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "THIRA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "VEGA FYNEN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Wehr Blankenese" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Wehr Elbe" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Wehr Koblenz" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Wehr Schulau" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Wehr Weser" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "AMERICAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "ATHENS STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "CANADIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "CARIBBEAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "CHEMTRANS RHINE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "Green Point" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "HAMBURG STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "LONDON STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "MEXICAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "ST. JACOBI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "TAPATIO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "TEAM JUPITER" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "TEAM NEPTUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "BENITO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Zweite Beteiligung MS "ANNINA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Zweite Beteiligung MS "PHILIPPA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Zweite Beteiligung MS "SOFIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Zweite Beteiligung MS "VALENTINA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "BAHIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Vierte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 49,0 %
Verwaltung SUBIC/SAPIAN GmbH, Hamburg 50,0 %
Dritte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 49,0 %
MS "BAHIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 0,4 %
MS "BENITO" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 0,4 %
SIATON GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0 %
SILAGO GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0 %
SIMARA GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0 %
Ocean Multipurpose Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %

Für weitere Angaben zu den assoziierten Unternehmen wird auf Ziffer 6.2.2.3 und 6.9.1.1 verwiesen.

6.9.5.3 Sonstige Angaben

In Bezug auf die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer verweisen wir auf Ziffer 6.6.3. Die Angaben zu aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats können Ziffer 6.9.1.3 entnommen werden.

6.9.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Februar des laufenden Jahres hatten die Geschäftsführung und der Beirat des Immobilienfonds "Zweite Lloyd Fonds Hotelportfolio GmbH & Co. KG" den Anlegern einen Beschlussvorschlag zum Verkauf der Beteiligungen an den Hotelobjekten in Berlin und Nürnberg vorgelegt. Insgesamt stimmten 94,4 % der Gesellschafter diesem Beschluss zu, sodass die beiden Objekte zu einem Kaufpreisfaktor von rund 20 verkauft werden sollen.

Die PPA Beteiligungsgesellschaft mbH (PPA), eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Lloyd Fonds AG, hat ihren Anteil am Immobilienfonds "Businesshotel Hamburg/Ferienhotel Sylt" in Höhe von nominal 1,4 Mio. € an ein Unternehmen der HTB-Gruppe, die Beteiligungen für Immobilienfonds erwirbt, zu einem Nominalwert von 83 % verkauft. In die PPA wurden im Jahr 2011 die Anteile an den Zielfonds des vorzeitig geschlossenen Fonds "Premium Portfolio Austria" eingebracht. Der Zufluss an die Gesellschaft in Höhe von rund 1,2 Mio. € wird zur weiteren Rückführung des zur Finanzierung der Anteile aufgenommenen Darlehens gegenüber der Raiffeisenbank Niederösterreich-Wien AG (RaiBa) genutzt. Aufgrund der IFRS-Bewertung des Anteils am Zielfonds "Businesshotel Hamburg/Ferienhotel Sylt" im Konzern der Lloyd Fonds AG führt diese Transaktion zu einem positiven Ergebnisbeitrag von rund 950 T€ im Jahr 2016.

Die Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH (LFREM) hatte bereits vor einigen Monaten einem namhaften Hamburger Family Office ein Hotelportfolio zum Erwerb angeboten. Eigentümerin des aus sechs Touristenhotels an der deutschen Ostseeküste sowie am Harz befindlichen Portfolios ist die bisherige und zukünftige Betreiberin der Hotels. Die langfristigen Kaufvertragsverhandlungen zwischen der Käuferin und der Verkäuferin konnten zwischenzeitlich abgeschlossen werden. Die notarielle Beurkundung des Kaufvertrages ist Ende Mai erfolgt. Die LFREM hat auf Grund dessen einen Anspruch auf ein kaufpreisabhängiges Vermittlungshonorar.

Weitere Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Hamburg, den 6. Juni 2016

Der Vorstand

Dr. Torsten Teichert

7 Versicherung des gesetzlichen Vertreters

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hamburg, den 6. Juni 2016

Der Vorstand

Dr. Torsten Teichert

8 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Lloyd Fonds AG:

Wir haben den von der Lloyd Fonds AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht

überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 7. Juni 2016

**TPW GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

gez. Roger Hönig, Wirtschaftsprüfer

gez. Oliver Pegelow, Wirtschaftsprüfer

9 Finanzkalender

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2016
Geschäftsbericht 2015 8. Juni
Ordentliche Hauptversammlung 20. Juli
Halbjahresbericht 2016 28. September

Alle Termine sind vorläufige Angaben.

Änderungen vorbehalten.

Herausgeber

Lloyd Fonds AG

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20354 Hamburg

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Hinweise

Der Geschäftsbericht 2015 der Lloyd Fonds AG ist im Internet unter www.lloydfonds.de als PDF-Datei abrufbar. Der Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich.

Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.