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LAIQON AG Annual Report 2011

Apr 30, 2012

5417_10-k_2012-04-30_45cc5c35-8423-458d-b8ee-27002fbb230d.pdf

Annual Report

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TRANSPARENZ. GESCHÄFTSBERICHT 2011

KONZERNZAHLEN

2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005
in Mio. 1
Umsatzerlöse 14,3 19,3 20,0 48,1 90,1 72,0 71,0
Wiederkehrende Erlöse 10,4 10,5 10,2 7,8 9,9 6,4 6,2
EBIT -3,9 4,4 -59,9 -4,3 28,3 23,9 22,8
Konzernperiodenergebnis -2,9 2,7 -63,6 -4,6 20,2 19,0 17,1
EBIT-Marge (in %) -27,1 22,6 -299,2 -8,9 31,5 33,2 32,1
Umsatzrendite (in %) -20,3 13,9 -317,4 -9,6 22,4 26,4 24,1
Bilanzsumme 51,0 51,5 111,5 112,4 118,5 105,2 98,8
Eigenkapital 18,4 8,0 1,8 66,3 86,2 80,5 75,2
Eigenkapitalquote (in %) 36,0 15,5 1,7 59,0 72,7 76,5 76,0
Ergebnis je Aktie (in 1) -0,2 0,2 -5,0 -0,4 1,6 1,5 1,27
Mitarbeiterzahl (zum 31.12.) 78 113 108 156 155 101 72
Personalaufwand 8,8 8,6 8,8 14,8 12,6 9,7 5,7

ENTWICKLUNG DER FONDS

2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005
in Mio. 1
Anzahl der Fondsemissionen,
kumuliert
105 102* 97 96 87 74 66
Platziertes Eigenkapital 38,5 83,0 64,6 289,8 455,8 301,0 286,0
davon in Dachfonds - 0,2 6,7 11,6 3,8 - -
davon als Restrukturierungskapital 7,6 24,4 6,2 - - - -
Platziertes kumuliertes Eigenkapital 2.000 1.961 1.915 1.901 1.623 1.171 870
Kumuliertes Investitionsvolumen 5.103 4.696 4.635 4.462 4.215 3.029 2.235
Verwaltetes Treuhandvermögen,
kumuliert
1.648 1.600 1.542 1.543 1.329 1.003 728
Anzahl der betreuten Anleger 52.864 52.069* 52.707 50.538 44.563 30.301 18.870

* Angepasst.

ERFOLGE 2011 & ZIELE 2012

VORWORT DES VORSTANDS

  • STABILITÄT Kapitalerhöhung sichert unsere Zukunft
  • KOMPETENZ Schifffahrt und Immobilien im Fokus
  • FUNDAMENT Solide Performance und ein starkes Team
  • WANDEL Wir treiben den Wandel der Branche voran
  • TRANSPARENZ Gelebte Offenheit schafft Vertrauen
  • DIE AKTIE
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • BERICHT DES AUFSICHTSRATES
  • KONZERNLAGEBERICHT
  • KONZERNABSCHLUSS

ERFOLGREICHE KAPITALERHÖHUNG

Durch die erfolgreiche Kapitalerhöhung mit einem Bruttoemissionserlös von 14,7 Mio. b wird das Konzerneigenkapital maßgeblich gestärkt. Mit dem neuen Hauptinvestor AMA Capital Partners gewinnt Lloyd Fonds einen starken strategischen Partner.

ABSCHLUSS DER RESTRUKTURIERUNG UND VOLLENTHAFTUNG

Lloyd Fonds schließt die Restrukturierung erfolgreich ab und löst sich insbesondere vollständig von den Risiken der gesamten Schiffspipeline.

KONSEQUENTE KOSTENSENKUNG

Im Rahmen des strategischen Kostensenkungsprogramms wurden weitere Maßnahmen erfolgreich umgesetzt, um die Fixkosten durch die wiederkehrenden Erlöse vollständig abzudecken.

"Wir haben eine stabile Basis geschaffen!"

ERFOLGE

AUF SCHIFFFAHRT UND IMMOBILIEN Die Lloyd Fonds AG fokussiert sich auf ihre Kernkompe-

FOKUSSIERUNG

tenzen Schifffahrt und Immobilien. Im Bereich Schifffahrt gilt es, Bestandsfonds erfolgreich durch die Krise zu managen und Strukturen für die Zukunft zu entwickeln. Im Segment Immobilien plant die Lloyd Fonds AG die Emission neuer, hochwertiger Beteiligungsangebote.

AKTIVE GESTALTUNG DER KONSOLIDIERUNG

Wir wollen die gestärkte Kapitalbasis nutzen, um in der bereits laufenden Konsolidierung des KG-Marktes und der Schifffahrtsbranche eine aktive Rolle zu spielen. Ziel ist es, insbesondere Treuhand- und Fondsmanagementgesellschaften zu akquirieren.

EFFIZIENZ STEIGERN

Auch in diesem Jahr werden wir das Kostensenkungsprogramm fortführen und die Effizienz sowie die Servicequalität des Unternehmens weiter steigern.

ZIELE

» Wir wollen diese Basis nutzen, um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen.«

VORWORT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, verehrte Kunden und Geschäftspartner,

ein ereignisreiches Jahr 2011, das mit der erfolgreichen Kapitalerhöhung einen guten Abschluss gefunden hat, liegt hinter uns. Wir konnten uns dank der substanziellen Erhöhung des Grundkapitals unseres Unternehmens und der Partnerschaft mit unserem neuen Hauptaktionär, dem US-Investor AMA Capital Partners, endgültig von den Verbindlichkeiten der Vergangenheit befreien. In einem unverändert widrigen Marktumfeld ist es uns im vergangenen Jahr gelungen, drei neue Fonds auf den Markt zu bringen, die vielfach ausgezeichnet wurden. Gleichzeitig haben wir durch konsequente Umsetzung unseres Kostensenkungsprogramms eine gute Basis für das Jahr 2012 geschaffen.

Trotz dieser Meilensteine war auch das Jahr 2011 von der Verunsicherung an den Finanzmärkten geprägt. Das zeigen nicht nur unsere Platzierungsergebnisse, sondern auch die Branchenzahlen. In Zeiten wie diesen ist Transparenz wichtiger denn je, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Nicht nur aus diesem Grund haben wir für unseren Geschäftsbericht das Motto "Transparenz" gewählt. Für die Lloyd Fonds AG war und ist Transparenz ein unverzichtbares Gut unserer Arbeit. Mit unserem Börsenlisting haben wir hier schon seit vielen Jahren eine Vorreiterrolle eingenommen.

In den unverändert schwierigen Zeiten ist dieser offene Dialog nicht selten herausfordernd. So müssen wir zum Jahresende 2011 einen Konzernverlust in Höhe von 2,9 Mio. b ausweisen. Auch die Platzierungszahlen sind deutlich hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Allerdings ist es uns gerade wegen unserer Börsennotierung, der erfolgreichen Vereinbarung mit den Banken über unsere Enthaftung und unserer guten und beständigen Arbeit vor der Finanzkrise gelungen, trotz des schwierigen Umfelds frisches Eigenkapital für unser Unternehmen zu gewinnen.

» Unsere Eigenkapitalquote von 36,0% ist Ausdruck neuer Stärke.«

Die Kapitalerhöhung zum Ende des Jahres 2011 hat das Eigenkapital in Relation zur Bilanzsumme auf die beachtliche Quote von 36,0% anwachsen lassen. Die komfortable Kapitalausstattung gibt uns den nötigen Rückenwind, um Lloyd Fonds im Markt deutlich als vertrauenswürdige und leistungsstarke Marke zu positionieren. Spätestens ab Anfang 2012 hat unsere Aufholjagd begonnen, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen und an die alten Erfolge

Das neue Vorstandsteam der Lloyd Fonds AG: Dr. Joachim Seeler und Dr. Torsten Teichert

vor der Finanzkrise anzuknüpfen. Dabei hilft auch die personelle und organisatorische Neuaufstellung, die wir Anfang dieses Jahres vorgenommen haben. Unsere Strategie lässt sich mit drei Zielen beschreiben:

Erstens werden wir unsere langjährigen Kernkompetenzen Schifffahrt und Immobilien in den Fokus rücken und in diesen Segmenten das Assetmanagement konsequent ausbauen. Damit sind wir vorbereitet auf die regulatorischen Herausforderungen, die für unsere Branche gelten werden und die nur solchen Emissionshäusern eine Zukunft lassen, die auch hochkompetente Assetmanager sind. Im Bereich Schifffahrt besteht die Hauptaufgabe darin, die Bestandsfonds erfolgreich durch die anhaltende weltweite Schifffahrtskrise zu bringen. Dafür werden wir innovative Lösungen finden. Im Bereich Immobilien werden wir den Anlegern qualitativ hochwertige Beteiligungen vorwiegend in Deutschland anbieten. Andere Immobilienmärkte wie die USA beobachten wir gezielt.

Zweitens ist es unser Ziel, die gestärkte Kapitalbasis zu nutzen, um in der bereits laufenden Konsolidierung des KG-Marktes und der Schifffahrtsbranche eine aktive Rolle zu spielen. Dabei geht es insbesondere um Treuhand- und Managementverträge.

Drittens werden wir unser Kostensenkungsprogramm fortsetzen, damit die wiederkehrenden Erträge aus Management und Treuhand dauerhaft mindestens Personal- und Mietkosten abdecken und dem Unternehmen eine solide Basis geben.

Mit dieser Strategie wollen wir in diesem Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Wir haben aufgrund der gelungenen Enthaftung, der erfolgreichen Kapitalerhöhung mit einem neuen starken Partner und derzukunftsweisenden Fokussierung unseres Unternehmens alle Chancen, Lloyd Fonds wieder zu einem starken Unternehmen zu machen und Marktanteile zurückzugewinnen.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und ihr Engagement. Unseren Geschäftsund Vertriebspartnern danken wir für die gute Zusammenarbeit und das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Mit besten Grüßen

Dr. Torsten Teichert Dr. Joachim Seeler

"In diesem Jahr wollen wir in die Gewinnzone zurückkehren."

Lloyd Fonds sichert mit einer Kapitalerhöhung die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Mit dem neuen Großinvestor AMA Capital Partners und einer nunmehr soliden Eigenkapitalausstattung startet Lloyd Fonds gestärkt in das Jahr 2012.

STABILITÄT.

AUF STABILER BASIS IN DIE ZUKUNFT

Lloyd Fonds geht in die Offensive

Der von AMA Capital Partners (AMA) gemanagte ACP Fund V hält knapp die Hälfte der Lloyd Fonds-Aktien. Dies ist

ein Ergebnis der Kapitalerhöhung, die der Vorstand im Herbst angekündigt hatte und die zum Jahresende 2011 vollzogen wurde. Die Kapitalspritze bot die nötigen Mittel, die ausstehende Zahlung an die Banken zu leisten und damit die Schulden der Vergangenheit endgültig zu begleichen.

Mit der Kapitalerhöhung hat Lloyd Fonds die Weichen für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens gestellt. Das Grundkapital der Lloyd Fonds AG ist um 14,7 Mio. auf 27,5 Mio. b gewachsen. Damit schließt das Unternehmen die Restrukturierung erfolgreich ab und befreit sich insbesondere von den Risiken der gesamten Schiffspipeline.

Zurück zu alter Stärke

Das Eigenkapital des Lloyd Fonds-Konzerns konnte durch die Kapitalspritze maßgeblich gestärkt werden: Gemessen an der Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote im Jahresvergleich mehr als verdoppelt werden. Die solide Kapitalausstattung lässt uns an die Vorkrisenjahre anknüpfen und gibt uns den nötigen Rückenwind, um Lloyd Fonds im Markt verstärkt als vertrauenswürdige und finanzstarke Marke zu positionieren.

Gestärktes Partner-Netzwerk

Darüber hinaus begreift Lloyd Fonds den US-Investor AMA angesichts seiner ausgewiesenen Expertise im Transportbereich als strategischen Partner für zukünftige Projekte. Ein weiterer Top-Partner im Transportbereich ist beispielsweise Singapore Airlines als Leasingnehmerin des aktuellen Flugzeugfonds. Mehrheitseigner der Airline ist Temasek Holdings, ein staatliches Unternehmen Singapurs, das von den Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's jeweils mit der Bestnote AAA bzw. Aaa bewertet wird.

Auch im Immobilienbereich setzt Lloyd Fonds auf renommierte Vertragspartner: So hat das Unternehmen bereits zwei Fonds mit der erfolgreichen Budget-Hotelkette Motel One emittiert. Partner beim Business-Stadthotel in Hamburg ist die Hotelgruppe Lindner und das Hotel am Fleesensee wird von der TUI AG betrieben, einem führenden internationalen Reise- und Touristikanbieter. Dr. Joachim Seeler wird als neues Vorstandsmitglied und ausgewiesener Immobilienexperte das Lloyd Fonds-Netzwerk weiter stärken und ausbauen.

Das Fonds- und Assetmanagement ist traditionell ein zentrales Element des Geschäftsmodells von Lloyd Fonds. Aufgrund der anstehenden nationalen und europäischen Regulierungen wird es in Zukunft sogar an Bedeutung gewinnen. Nicht nur aus diesem Grund rückt Lloyd Fonds seine langjährigen Kernkompetenzen Schifffahrt und Immobilien weiter in den Mittelpunkt.

KOMPETENZ.

DAS ASSETMANAGEMENT RÜCKT IN DEN VORDERGRUND

Assetmanagement als Renditetreiber

Schifffahrt und Immobilien – auf diese beiden Assetklassen richtet Lloyd Fonds zunehmend seinen Fokus. Seit Jahrzehnten sind dies mit Abstand die beiden wichtigsten und umsatzstärksten Assetklassen bei den Geschlossenen Fonds. Sie machen historisch über 70% der Gesamtplatzierungen aus. Lloyd Fonds wird sich deshalb auf diese beiden Bereiche fokussieren: im Assetmanagement ebenso wie bei den Neuplatzierungen.

Im Bereich der Immobilien liegt das gesamte Asset- und Fondsmanagement bei Lloyd Fonds. Im Segment Schifffahrt findet das eigentliche Assetmanagement traditionellerweise durch den Vertragsreeder statt. Allerdings sind Vertreter von Lloyd Fonds in die Geschäftsführungen der Fondsgesellschaften eingebunden. Auch bei Flugzeugfonds bedient sich Lloyd Fonds im Assetmanagement externer Partner. Das hauseigene Fondsmanagement sorgt für ein umfassendes Controlling der Beteiligungsgesellschaften.

Dem Fondsmanagement obliegt das gesamte wirtschaftliche Controlling. Dazu gehören unter anderem das Zins- und Währungsmanagement, Verhandlungen mit den finanzierenden Banken, Vereinbarungen über Anschlussbeschäftigungen oder Anschlussvermietungen. Insbesondere beim Assetverkauf kommt dem Fondsmanagement eine zentrale Rolle zu. Auch der ständige Kontakt zu Beiräten und Anlegern – in Abstimmung mit der Treuhand – gehört zu den Aufgaben.

Ausbau der Immobilien-Expertise …

Im Immobilienbereich nimmt das Assetmanagement eine zentrale Rolle ein. Sämtliche Fragestellungen in puncto Vermietungs- und Objektmanagement werden mit einem vielseitig aufgestellten Team selbstständig gelöst. Hier gilt es, die bereits vorhandene Lloyd Fonds-Expertise zu nutzen und auszubauen, um die Wertstabilität der Immobilie zu erhalten und eine möglichst hohe Attraktivität für potenzielle Käufer in der Exitphase zu wahren.

  • Kaufmännisches Objektmanagement,
  • technisches Objektmanagement

… und Stärkung des Schifffahrts-Know-hows

Im Bereich Schifffahrt ist aufgrund der gewachsenen Erfahrung im Unternehmen ein hohes Maß an Markt-Know-how vorhanden. Im Jahr 2011 konzentrierte sich das Schifffahrtsmanagement darauf, die vielen Bestandsfonds bestmöglich durch die Krise zu manövrieren – und dort, wo es Not tat, geeignete Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen. Gleichzeitig geht es darum, neue Strukturen für zukünftige Schiffsfinanzierungen zu entwickeln.

AUF DIE ANBIETER UND VERTRIEBE GESCHLOSSENER FONDS KOMMEN WESENTLICHE REGULATORISCHE ÄNDERUNGEN ZU:

Zum einen sind Vermögensanlagen durch das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts nunmehr auch als Finanzinstrumente im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) zu verstehen. Damit sind gewisse bislang von Emissionshäusern erbrachte Dienstleistungen erlaubnispflichtig nach § 32 KWG, wie beispielsweise der Handel mit Zweitmarktanteilen. Die wesentlichen Regelungen treten am 1. Juni 2012 in Kraft.

Zum anderen reguliert die europäische AIFM-Richtlinie die Verwalter (Manager) Alternativer Investment Fonds (sog. AIFMs), wozu auch Verwalter Geschlossener Fonds zählen. Eine der wichtigsten Neuerungen ist danach die Zulassungserfordernis des AIFM durch die BaFin. Diese prüft beispielsweise, ob das Emissionshaus ein Risikomanagementsystem für sich und seine verwalteten Fonds betreibt oder aber die erforderlichen Mindesteigenkapitalanforderungen erfüllt. Die Übertragung der Richtlinie in nationales Recht ist für das Jahr 2013 geplant.

Von links nach rechts

Obere Reihe: Holger Schmitz,

Dr. Daniela Hasche, Michael Arndt Untere Reihe: Frank Ahrens, Christiane Kerschke, Florian von Nolting

KLUGE KÖPFE

Teamwork ist die Basis für den Erfolg

Traditionell ist auch die zweite Managementebene bei Lloyd Fonds hervorragend besetzt. Durch die zum Jahreswechsel vollzogene Neuausrichtung des Unternehmens hat es einige wichtige Änderungen gegeben.

Holger Schmitz, bis zum Jahr 2007 Vorstand für Finanzen und Konzeption bei Lloyd Fonds, ist wieder "an Bord" und leitet als einer von drei Generalbevollmächtigten die Schifffahrtsabteilung. Michael Arndt, vormals Geschäftsführer bei "Hamburg Trust", hat als Generalbevollmächtigter die operative Leitung des Vertriebs inne. Florian von Nolting leitet als Generalbevollmächtigter die neu gegründete Abteilung "Investments und Alternative Assets", die neben dem Management der Eigenbeteiligungen insbesondere die Konsolidierung des KG-Marktes vorantreiben wird. Die langjährigen Mitarbeiter Dr. Daniela Hasche, Christiane Kerschke (beide sind Prokuristinnen des Unternehmens) und Frank Ahrens (als Geschäftsführer) verantworten die Ressorts Recht, Finanzen sowie die unternehmenseigene Treuhand.

Das Fundament der Lloyd Fonds AG sind 105 Fonds, die wir seit 1995 aufgelegt haben. Die bis zum Jahresende 2011 aufgelösten 16 Beteiligungen führten zu einer substanziellen Vermögensmehrung für die Anleger. Diese gute Performance ist auch das Ergebnis des guten Assetmanagements durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lloyd Fonds AG.

FUNDAMENT.

105 FONDS, 53.000 ANLEGER, 5,1 MRD. d INVESTITIONSVOLUMEN

Eine Zwischenbilanz

Die Lloyd Fonds AG gehört zu den nachhaltigsten Anbietern Geschlossener Fonds am deutschen KG-Markt. Die Qualität des Anbieters rückt dabei immer mehr in den Fokus. Lloyd Fonds hat sich in den vergangenen mehr als 16 Jahren mit 105 aufgelegten Fonds, darunter 75 Schiffsfonds und zwölf Immobilienfonds in den beiden Kernbereichen, erfolgreich am Markt etabliert. Geschlossene Fonds sind gemanagte Sachwerte. Die Fonds sind nur so gut wie die Menschen, die dahinterstehen. Hier besitzen die über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lloyd Fonds-Konzerns in allen Bereichen fundierte Expertise, um solide Fonds mit klaren Konzepten und einfachen Strukturen aufzulegen und während der Laufzeit des Fonds erfolgreich zu managen.

Vermögensmehrung

% p.a. bisher aufgelöster Fonds bis Ende 2011

Insbesondere unsere Schiffsfondsmanager und die Mitarbeiter unserer Treuhand stehen erneut vor großen Herausforderungen. Es ist ein deutlicher Rückgang der Nachfrage nach Seeverkehrsleistungen eingetreten. Gleichzeitig stehen kurzfristig in allen Flotten- und Größensegmenten Ablieferungen neuer Tonnage an. Diese Situation aktiv im Sinne der Anleger zu managen, ist eine der Hauptaufgaben von Lloyd Fonds in diesem Jahr. Das Unternehmen arbeitet zurzeit intensiv an einer innovativen Refinanzierung eines Teils des Schiffsportfolios.

Exzellentes Fondsmanagement

Bis Ende 2011 wurden 16 Fonds aufgelöst. Sie haben bei einer durchschnittlichen Laufzeit von knapp vier Jahren einen Vermögenszuwachs nach Steuern von über 9% p.a. für die Anleger erzielt. Der bisher realisierte Rückfluss auf Anlegerebene der in der aktuellen Leistungsbilanz dokumentierten Fonds liegt bei 4,2% pro Jahr bezogen auf das investierte Anlegerkapital. Insbesondere das Segment Immobilien hat sich als sicherheitsorientiertes Investment bewährt und im Schnitt die Prognosen sogar übertroffen.

Stand: 31. Dezember 2011

UNSERE FONDS LEBEN VON GUTEN MITARBEITERN

Performance durch Erfahrung und Wissen

Grundlage für den Erfolg von Lloyd Fonds ist die Expertise der Mitarbeiter: Bei Lloyd Fonds arbeiten erfahrene Spezialisten, die für das Asset- und Fondsmanagement, die Akquisition und die Strukturierung neuer Beteiligungsangebote sowie für den Vertrieb und die langfristige Betreuung der Anleger zuständig sind. Summiert sind die hier exemplarisch für den Lloyd Fonds-Konzern abgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits 78 Jahre bei Lloyd Fonds beschäftigt. Dazu zählt beispielsweise Alexandra Krüger, die seit elf Jahren im Unternehmen tätig ist und als Assistentin in der Schifffahrtsabteilung arbeitet; oder auch Claudia Gutsche, die im September 2011 ihr duales Studium zur Betriebswirtin bei Lloyd Fonds abgeschlossen hat und jetzt im Fondsmanagement Schifffahrt arbeitet.

Von links nach rechts:

Alexandra Krüger, Assistentin Leitung Fondsmanagement Schifffahrt, seit 5/2001 beschäftigt; Thomas Preuß, Fondsentwicklung Investments & Alternative Assets, seit 10/2008 beschäftigt; Claudia Gutsche, Fondsmanagerin Schifffahrt, seit 9/2008 beschäftigt; Torsten Reese, Fondsentwicklung & Fondsmanagement Immobilien, seit 7/2006 beschäftigt; Aysegül Erdogan, Teamleiterin Rechnungswesen, seit 9/2003 beschäftigt; Jennie Bibow, Investorenbetreuerin, seit 1/2004 beschäftigt; Janina Blanck, Investorenbetreuerin, 2002–2005 und seit 4/2008 beschäftigt; Jürgen Hutt, Leitung Fondsmanagement Schifffahrt, seit 1/2007 beschäftigt; Hendrik Duncker, Marketing, seit 4/2002 beschäftigt; Susann Heinecke, Vorstandsassistentin, seit 2/2006 beschäftigt.

Die herausfordernden Marktbedingungen und neue regulatorische Anforderungen führen zu einem Umbruch in der Branche Geschlossener Fonds. Wir sehen diesen Wandel als Chance, die Lloyd Fonds AG, unsere Produkte und die Branche nachhaltig für die Zukunft zu rüsten.

WANDEL.

DIE BRANCHE ENTWICKELT SICH WEITER

Veränderte Marktbedingungen erfordern einen strukturellen Wandel

Die Branche Geschlossener Fonds befindet sich im Wandel. Die mit der Finanz- und Wirtschaftskrise einhergehenden Herausforderungen und veränderten Anlegerinteressen haben eine Anpassung seitens der Emissionshäuser notwendig gemacht. Aber auch neue regulatorische Rahmenbedingungen aus Berlin und Brüssel treiben den Wandel unserer Branche weiter voran.

Dank strengerer gesetzlicher Anforderungen an die Emittenten und den Vertrieb unterliegt ein Geschlossener Fonds heute den gleichen Anforderungen wie andere Finanzprodukte und ist damit endgültig im weißen Kapitalmarkt angekommen.

Die AIFM-Richtlinie wird darüber hinaus dazu führen, dass die Trennung zwischen Emissionshäusern und dem Assetverwalter fließender wird. Das Modell des "maximalen Outsourcing" von Dienstleistungen wird es künftig in dem Maße nicht mehr geben, was eine Stärkung der Assetkompetenz innerhalb der Emissionshäuser notwendig macht. Auch das "Modell Treuhand", wie wir es heute kennen, wird sich im Rahmen der AIFM-Richtlinie wandeln. Zukünftig ist der Fondsmanager, der EU-weiten regulatorischen Qualitätsanforderungen unterliegen wird, zentrale Anlaufstelle der Anleger. Die Treuhand wird neben einer neu einzurichtenden Verwahrstelle existieren und offiziell zu dem, was sie schon lange ist: eine Servicestelle für die Anleger und den AIFM.

Nicht alle Emissionshäuser werden diesen gestiegenen gesetzlichen Anforderungen nachkommen und mit dem Wandel Schritt halten können, was zu einer anhaltenden Konsolidierung innerhalb der Branche führen dürfte. Laut einer Studie von FondsMedia sind schon heute rund drei Viertel aller Emissionshäuser, die 2001 am Markt aktiv waren, nicht mehr existent. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Unser Ziel ist es, im Rahmen der Konsolidierung eine aktive Rolle einzunehmen.

NEUE FINANZIERUNGSFORMEN SIND GEFRAGT

Eigenkapital wird auch in Zukunft dringend gebraucht

Der strukturelle Wandel der Branche Geschlossene Fonds macht unseren Sektor zukunftsfähig. Denn durch Geschlossene Fonds wird auch eine wichtige Finanzierungssäule für Projekte mit hoher gesellschaftlicher Bedeutung langfristig gesichert. So haben Geschlossene Fonds in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte im Bereich Energie oder Infrastruktur finanziert und damit einen erheblichen Beitrag zur volkswirtschaftlichen Entwicklung geleistet.

Vor diesem Hintergrund ist es Lloyd Fonds gelungen, bei Neuemissionen risikoarme Konzeptionsmodelle durchzusetzen. So hat das Unternehmen bei der Konzeption des "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" die Finanzierung des Flugzeuges vollständig gesichert. Damit haben wir den "proof of concept" geliefert, dass man erstklassige Fonds auch ohne Platzierungsgarantien realisieren kann. Wir sind entschlossen, auch in Zukunft an diesen für alle Beteiligten risikoarmen Fondskonzeptionen festzuhalten.

» Unkalkulierbare Risiken in Verbindung mit Platzierungsgarantien werden wir künftig nicht mehr eingehen.«

Nicht nur die Branche an sich befindet sich im Wandel – auch die Finanzierungsstrukturen Geschlossener Fonds müssen sich den neuen Rahmenbedingungen kontinuierlich anpassen. Auf der einen Seite wird die Sicherheit einer Kapitalanlage künftig zunehmend wichtig für den Erfolg eines Anlageprodukts; auf der anderen Seite erwarten Anleger eine attraktive Rendite von einer unternehmerischen Beteiligung.

Vor der Weltwirtschafts- und Finanzkrise agierten die Emissionshäuser selber häufig als Platzierungsgaranten ihrer Fonds und haben in diesem Zusammenhang Risiken übernommen, die im derzeitigen Marktumfeld nicht mehr tragbar sind. Vor Lehman waren solche Garantien ein theoretisches Konstrukt mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Krisenjahre haben aber gezeigt, dass Platzierungsgarantien heute grundlegend anders bewertet werden müssen. Das heißt, Emissionshäuser können nur solche Garantien geben, die sie im Ernstfall tatsächlich auch bedienen können.

Lloyd Fonds setzt in puncto Transparenz branchenweit Maßstäbe: Wir stehen im ständigen Dialog mit Aktionären, Anlegern sowie Geschäfts- und Vertriebspartnern. Diese gelebte Offenheit schafft Vertrauen und stärkt unsere Geschäftsstrategie nachhaltig.

TRANSPARENZ.

TRANSPARENZ AUF ALLEN EBENEN

Kontinuierlicher Dialog schafft Vertrauen

Transparenz ist von zentraler Bedeutung für einen jeden Finanzdienstleister. Diesem Grundsatz hat sich Lloyd Fonds von Anfang an verpflichtet und insbesondere in den zurückliegenden Krisenjahren auf Ebene der Investoren, der Anleger und der Geschäfts- und Vertriebspartner offen und umfänglich kommuniziert. So bringt die Börsennotierung erhebliche Transparenzanforderungen mit sich. Notiert ist Lloyd Fonds im Prime Standard, wo die strengsten Veröffentlichungspflichten der Frankfurter Wertpapierbörse gelten. Auch zukünftig wird die Aktie unter dem ISIN-Code DE0006174873 im elektronischen Handelssystem Xetra, im Parketthandel sowie an den Regionalbörsen gehandelt.

Die Treuhandarbeit ist nichts anderes als eine Form der "Investor Relations". Transparente und serviceorientierte Kommunikation wird bei der Lloyd Treuhand mit ihren 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern großgeschrieben. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, die über 52.000 Anleger schnell, verständlich sowie fachlich und inhaltlich korrekt über die Entwicklung ihrer Beteiligungsgesellschaft zu informieren. Um die Qualität zu steigern, wurde das Management-System der Treuhand als eines der ersten im Markt durch die renommierte Zertifizierungsgesellschaft Germanischer Lloyd nach ISO 9001:2008 zertifiziert.

"Wer das Geld anderer Leute verwaltet, muss die gläsernen Prinzipien der Transparenz aushalten."

  • Vereinheitlichte Prozessabläufe
  • Laufende Kundenzufriedenheitsanalysen
  • Ständige Auffrischungsschulungen für alle Mitarbeiter
  • Jährliche Managementbewertung

Vorreiter in der Branche ist Lloyd Fonds auch bei der transparenten Darstellung der Entwicklung der laufenden Fonds. So haben wir als erster im Markt beginnend mit dem Immobilienfonds "Holland Utrecht" entschieden, Neuemissionen während der gesamten Laufzeit in ihrer Entwicklung überwachen und analysieren zu lassen – objektiv und unabhängig durch die Ratingagentur Scope. Vertriebe und Anleger erhalten so laufend mindestens einmal jährlich eine umfassende aktuelle Leistungsüberprüfung durch einen externen Prüfer. Dafür ist die Lloyd Fonds AG mit dem Transparenz Award 2011 ausgezeichnet worden.

Unser Grundsatz: Service und Transparenz

Guter Service und ein hohes Maß an Transparenz sind die Voraussetzung für den Erfolg eines Emissionshauses – heute mehr denn je. Dass wir diesem Anspruch gerecht werden, zeigt die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt sieben Emissionshäuser in unterschiedlichen Bereichen getestet. Dabei belegte die Lloyd Fonds AG bei fast allen Bewertungen sowie im Gesamtergebnis den ersten Platz und ist damit als das Emissionshaus mit dem besten Service und der höchsten Transparenz gegenüber Anlegern und Vertriebspartnern ausgezeichnet.

Die Lloyd Fonds AG ist Gründungsmitglied des Verbands Geschlossene Fonds e.V. (VGF) mit Sitz in Berlin. Der Verband ist die Interessenvertretung der deutschen Emissionshäuser und informiert Politik, Medien und Anleger aktiv und transparent über die Vermögensanlage "Geschlossener Fonds". Beide Vorstandsmitglieder der Lloyd Fonds AG haben maßgeblich an der Gründung des Verbands mitgewirkt. Dr. Torsten Teichert ist seit Gründung Vorstandsmitglied und Schatzmeister des VGF. Dr. Joachim Seeler

ist heute Vorstandsvorsitzender der Ombudsstelle Geschlossene Fonds e.V. und war seit Gründung des Verbands lange Jahre Vorstandsvorsitzender des VGF.

Inhaltsverzeichnis

Die AKTIE 28
CORPORATE GOVERNANCE 32
BERICHT DES AUFSICHTSRATS 38
Kon
zern
LAGEBericht
42
Geschäft und Rahmenbedingungen
Geschäftstätigkeit
42
42
Absatzmärkte und Marktpositionen 42
Konzernstrategie und Ziele 42
Organisation und Führungsstruktur 43
Rechtliche Struktur 45
Wertmanagement und Steuerungssystem 45
Wirtschaftliches Umfeld 46
Internationale Wirtschaftsentwicklung 46
Wirtschaftsentwicklung in Deutschland 46
Branchenentwicklung 47
Rechtliche Rahmenbedingungen 48
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage 49
Wesentliche Ereignisse 2011 49
Entwicklung in den Assetklassen
Zielerreichung
51
53
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
und zur wirtschaftlichen Lage 53
Ertragslage 54
Segmentinformationen 56
Vermögens- und Finanzlage 59
Vermögenslage 59
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements 60
Finanzlage 60
Mitarbeiter und Vergütungsbericht 61
Entwicklung der Mitarbeiterzahlen 61
Entlohnung- und Anreizsysteme 62
Grundzüge des Vergütungssystems
für den Vorstand 62
Aus- und Weiterbildung 62
Produkte und Leistungen 62
Akquise 62
Fondsentwicklung 63
Fondsmanagement 63
Anleger und Treuhand 64
Vertrieb 65
Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB 66
Risikobericht 67
Risikomanagementsystem 67
Umfeld und Branchenrisiken 68
Unternehmensstrategische und operative Risiken 69
Organisations- und Personalmanagementrisiken 73
IT-Risiken 73
Finanzwirtschaftliche Risiken 74
Sonstige Risiken 75
Gesamtaussage zur Risikosituation 77
Wesentliche Merkmale des rechnungs
legungsbezogenen internen Kontroll
und Risikomanagementsystems 77
Nachtragsbericht 79
Prognosebericht 80
IWF erwartet leichte Rezession 80
Emissionsbranche sieht sich vor
einer Trendwende 80
Unternehmensentwicklung 81
Chancen 82
Kon
zernabschluss
(IFRS)
84
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 84
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 84
Konzernbilanz 85
Konzern-Kapitalflussrechnung 86
Konzern-Eigenkapital
veränderungsrechnung 87
Konzernanhang 88
Allgemeine Informationen 88
Zusammenfassung wesentlicher
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 88
Finanzrisikomanagement 99
Verwendung von Schätzungen und
Annahmen und Änderungen von Schätzungen
sowie Ermessensentscheidungen 105
Segmentberichterstattung 108
Erläuterungen zur
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Erläuterungen zur Konzernbilanz
110
115
Erläuterungen zur
Konzern-Kapitalflussrechnung 123
Sonstige Angaben 124
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 132
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 133
Finanzkalender 134

Die Aktie

Durch die Emission von 14,7 Mio. neuen Aktien stieg das Grundkapital der Lloyd Fonds AG auf 27,5 Mio. c. Der Emissionserlös schuf die Voraussetzung, die dreijährige Restrukturierungsphase des Unternehmens Anfang des Jahres 2012 abzuschließen. Nach einem sehr volatilen Kursverlauf stabilisierte sich der Kurs der Lloyd Fonds-Aktie zum Ende des Geschäftsjahres 2011 bei 1,01 c.

Euro- und Schuldenkrise belasten die globalen Finanzmärkte

Im gesamten Jahresverlauf 2011 zeigten sich die Aktienmärkte höchst volatil. Die Sorge über die angespannte Finanzsituation im Euroraum und in den USA belastete im Berichtszeitraum den weltweiten Finanz- und Kapitalmarkt massiv. Vor allem die dramatische Verschuldung Griechenlands und die niedrigen Bonitätseinstufungen zahlreicher europäischer Staaten verschärften die Diskussion über die Zukunftsfähigkeit der europäischen Gemeinschaftswährung. Die europäische Staatsschuldenkrise folgte fast nahtlos der vorangegangenen Finanzmarkt- und Bankenkrise. Daneben sorgten die Erdbeben-Katastrophe in Japan sowie die politischen Umbrüche in Nordafrika und im Nahen Osten für zusätzliche Nervosität an den Finanz- und Kapitalmärkten.

Im Zuge dieser Entwicklung und aus Angst vor einer neuen Weltwirtschaftskrise reagierten die Anleger zur Mitte des Jahres weltweit mit fast panikartigen Verkäufen. Der DAX fiel Mitte September auf ein neues Zwei-Jahres-Tief von 5.072 Punkten, nachdem das deutsche Börsenbarometer – getragen von positiven Wirtschaftsund Konjunkturnachrichten – im Mai bei 7.527 Punkten noch ein neues Drei-Jahres-Hoch markierte. Im Berichtszeitraum büßten der DAX 15,4% und der SDAX 14,6% an Wert ein. Im gleichen Zeitraum verteuerte sich der Preis für eine Feinunze Gold um 10,5% auf 1.568 US-\$.

Entwicklung der Lloyd Fonds-Aktie

Die Lloyd Fonds-Aktie entwickelte sich im Berichtszeitraum sehr volatil. Zu Beginn des Jahres standen die Aktien der börsennotierten Fondsanbieter im besonderen Fokus der Investoren. Von einem niedrigen Niveau aus konnten die Unternehmen ihre Börsenbewertungen in den ersten sechs Wochen des Geschäftsjahres bei stark erhöhten Aktienumsätzen nahezu verdoppeln. Die zwischenzeitlichen Kursgewinne gaben die Fondshäuser im weiteren Jahresverlauf allerdings wieder ab.

Die unverändert schlechten Platzierungszahlen der gesamten Emissionsbranche und der Ausweis eines Konzernperiodenverlustes nach den ersten sechs Geschäftsmonaten belasteten die Entwicklung der Lloyd Fonds-Aktie. Vor allem der sehr starke Verkaufsdruck bei überdurchschnittlich hohen Umsätzen im dritten Quartal ließ die Lloyd Fonds-Aktie unter die wichtige Marke von einem Euro fallen. Die Aktie erreichte ihren zwischenzeitlichen Tiefstand bei 0,87 a. In dieser Zeit reduzierte die Ernst Russ GmbH & Co. KG ihren Aktienanteil substanziell.

Zum Jahresende erhöhte die Lloyd Fonds AG über eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen mit mittelbarem Bezugsrecht das Grundkapital der Gesellschaft von 12,7 Mio. Aktien auf 27,5 Mio. Aktien. Der Kurs der Lloyd Fonds-Aktie stabilisierte sich um den Bezugspreis der neuen Aktien von 1,00 a und schloss zum 30. Dezember 2011 bei 1,01 a. Im gesamten Berichtszeitraum verbilligte sich die Aktie um 46,4%.

Entwicklung der Lloyd Fonds-Aktie

Lloyd Fonds AG SDAX

Entwicklung des Grundkapitals

Am 21. Oktober 2011 veröffentlichte die Lloyd Fonds AG, dass sich der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats darauf geeinigt hat, das Grundkapital der Lloyd Fonds AG gegen Bareinlagen um bis zu 15,0 Mio. a durch Ausgabe von bis zu 15,0 Mio. neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 1,00 a je Aktie zu erhöhen. Entsprechend dem Bezugsverhältnis konnten Aktionäre für jeweils fünf alte Stückaktien der Lloyd Fonds AG sechs neue Stückaktien beziehen. Nachdem die Aktionäre auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 5. Dezember 2011 der Beschlussvorlage zugestimmt haben, begann die Bezugs-0 50 100 150 200

frist am 9. Dezember 2011 und endete am 22. Dezember 2011. Über die Kapitalerhöhung wurden 14,7 Mio. neue Aktien platziert, wodurch dem Unternehmen ein Bruttoemissionserlös von 14,7 Mio. a zugeflossen ist. Das Grundkapital der Lloyd Fonds AG erhöhte sich damit von 12.725.367 Stück ausgegebene Aktien auf 27.469.927 Stück ausgegebene Aktien. Die Eintragung der Aktien erfolgte am 30. Dezember 2011. Die Zulassung der Aktien aus der Kapitalerhöhung zum Handel im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgt nach Billigung des Emissionsprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Der Emissionsprospekt wird auf der Basis des Konzern- und Jahresabschlusses 2011 erstellt. Die neuen Aktien sollen Ende Mai 2012 die Börsenzulassung erlangt haben.

Im Rahmen der Kapitalerhöhung strebte die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft AMA Capital Partners LLC (AMA) über den ACP Fund V LLC eine Beteiligung an der Lloyd Fonds AG in Höhe von bis zu 49,9% an und verpflichtete sich, unter bestimmten Bedingungen bis zu der Beteiligungshöhe von 49,9% sämtliche nicht von anderen Aktionären bezogenen Aktien aus der Kapitalerhöhung zu zeichnen. Voraussetzung für die Beteiligung von AMA war unter anderem, dass ACP Fund V LLC eine Beteiligung von wenigstens 30,0% an der Lloyd Fonds AG erwirbt, die BaFin die ACP Fund V LLC von der Pflicht zur Abgabe eines Übernahmeangebots befreit und mit den Banken eine Vereinbarung über die endgültige Enthaftungszahlung erreicht wird.

Am 12. Dezember 2011 waren sämtliche formellen Bedingungen für die Beteiligung des US-Investors AMA erfüllt: So hatte die BaFin den US-Investor bereits am 5. Dezember 2011 von der Pflicht zur Abgabe eines Übernahmeangebots befreit. Die Lloyd Fonds AG hat am 10. Januar 2012 die Enthaftungssumme, deren Reduzierung zuvor von 13,65 Mio. a auf 10,0 Mio. a verhandelt werden konnte, an die Banken gezahlt. Der Vorstandsvorsitzende der Lloyd Fonds AG, Dr. Torsten Teichert, zeichnete im Rahmen der Kapitalerhöhung 200 Tsd. neue Aktien, sodass er nunmehr rund 865 Tsd. Lloyd Fonds-Aktien hält.

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der Lloyd Fonds AG hat sich durch die substanzielle Reduzierung des Aktienanteils der Ernst Russ GmbH & Co. KG im dritten Quartal 2011 und in der Folge der Kapitalerhöhung zum Jahresende 2011 erheblich verändert. Die Aktionärsstruktur stellt sich nunmehr wie folgt dar: Neuer Großaktionär ist die ACP Fund V LLC mit einem Anteil von 13,7 Mio. Aktien (49,9%). Den zweitgrößten Aktienanteil hält die B&P-T Treuhandgesellschaft mit 2,8 Mio. Aktien (10,2%). Die Wehr Schiffahrts KG hält 3,3% der Stimmrechte, das entspricht 904 Tsd. Aktien. Der Aktienanteil von Dr. Torsten Teichert, Vorstandsvorsitzender, reduzierte sich relativ auf 3,2%, stieg allerdings absolut um 200 Tsd. Aktien auf rund 865 Tsd. Aktien. Rund 33,3% der Lloyd Fonds-Aktien befinden sich nunmehr im Streubesitz.

aktionärsstruktur

(Stand 17. Januar 2012) in %

Die Aktie 31
Kenndaten der Lloyd Fonds-Aktie
Börsenkürzel WKN 617487, ISIN DE0006174873,
Reuters L10
Börsenplatz Amtlicher Handel in
Frankfurt am Main
Marktsegment Index Prime Standard
Grundkapital (31. Dezember 2011) 27,5 Mio. a
Designated Sponsors DZ BANK AG,
Close Brothers Seydler Bank AG,
Silvia Quandt & Cie. AG
Erster Handelstag 28. Oktober 2005
Gattung Inhaber-Stückaktien mit
einem rechnerischen Anteil am
Grundkapital von je 1,00 a
Aktienanzahl (31. Dezember 2011) 27.469.927 Stück
Emissionskurs (28. Oktober 2005) 15,39 a
Höchstkurs 2011 3,60 a
Tiefstkurs 2011 0,87 a
Kurs (30. Dezember 2011) 1,01 a
Börsenwert (30. Dezember 2011) 27,7 Mio. a
Aktienumsatz (Tagesdurchschnitt
im Jahr 2011)
15.141 Stück
Kurs (30. März 2012) 1,10 a

Zwei Hauptversammlungen im Jahr 2011

Auf der ordentlichen Hauptversammlung 2011 am 30. August 2011 begrüßte Lloyd Fonds rund 120 Aktionärinnen und Aktionäre in Hamburg. Nach dem Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2010 standen beide Vorstände ausführlich für Fragen zum Geschäftsverlauf und zur Unternehmensstrategie zur Verfügung. Mit Ablauf der Hauptversammlung endeten die Amtszeiten der Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr. Eckart Kottkamp sowie Dr. Thomas Duhnkrack. Aus diesem Grund waren Wahlen erforderlich. Beide wurden jeweils für eine weitere Amtszeit bestätigt; Prof. Dr. Eckart Kottkamp als Vorsitzender des Aufsichtsrats und Dr. Thomas Duhnkrack als sein Stellvertreter.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung 2011, die am 5. Dezember 2011 ebenfalls in Hamburg stattfand, haben die vertretenen Aktionäre mit 99,9% für die Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft mit mittelbarem Bezugsrecht der Aktionäre gestimmt. Ferner wurden Beschlüsse über Satzungsänderungen zur Erweiterung des Aufsichtsrats und über die Wahl zum Aufsichtsrat gefasst. Der Aufsichtsrat besteht mit Wirkung zum 30. Dezember 2011 aus sechs Mitgliedern. Die drei neuen Mitglieder des Aufsichtsrats wurden auf Vorschlag des neuen Großaktionärs in den Aufsichtsrat gewählt.

Transparente Investor Relations-Arbeit

Transparenz ist das wesentliche Ziel der Kommunikation mit Anlegern und Aktionären. Dem gestiegenen Informationsbedürfnis begegnet Lloyd Fonds mit vielfältigen Aktivitäten. So nahm das Unternehmen im gesamten Jahresverlauf an verschiedenen Investorenkonferenzen teil. Darüber hinaus informierte Lloyd Fonds mit zahlreichen Pressemitteilungen sowie in vielen Gesprächen mit Analysten und Investoren über die Entwicklung des Konzerns. Daneben waren Aktivitäten wie die Telefonkonferenzen zu den Zwischenberichten bedeutende Bestandteile der Investor Relations-Arbeit. Wichtige Aufgabe der Investor Relations ist zudem der persönliche Kontakt zu Privataktionären. So standen der Lloyd Fonds-Vorstand und die Investor Relations-Abteilung jederzeit den Aktionären und der Öffentlichkeit persönlich, telefonisch und per Mail für Fragen, Anmerkungen und Auskünfte zur Verfügung, um den Anspruchsgruppen eine realistische Einschätzung der zukünftigen Entwicklung von Lloyd Fonds zu ermöglichen. Zentrale Plattform für den Austausch mit Privatinvestoren sind sowohl die Hauptversammlung als auch der alljährliche Börsentag Hamburg.

CORPORATE GOVERNANCE

Corporate Governance steht für eine verantwortungsvolle und transparente Führung und Kontrolle von Unternehmen. Für den Lloyd Fonds-Konzern hat das Thema Corporate Governance eine große Bedeutung. Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

1. Erklärung zur Unternehmensführung

Für eine gute Corporate Governance handelt Lloyd Fonds nach Führungs- und Transparenzstandards, die regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gemäß § 161 des Aktiengesetzes verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Diese Erklärung beinhaltet wesentliche Bestandteile des Corporate Governance-Berichts, wie beispielsweise die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 des Aktiengesetzes, sowie relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, und den Hinweis, wo sie öffentlich zugänglich sind und eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Vorstand und Aufsichtsrat haben ihr Bekenntnis zu den Corporate Governance-Grundsätzen durch ihre Unterschriften unter die nachstehende Entsprechens erklärung ausdrücklich bekundet.

Erklärung der Lloyd Fonds AG zum deutschen Corporate Governance Kodex gemäSS § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG erklären:

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 20. Juli 2005 bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (DCGK) in der Fassung vom 26. Mai 2010 wurde und wird durch die Lloyd Fonds AG mit Ausnahme der nachfolgenden Empfehlungen entsprochen:

    1. Die Lloyd Fonds AG bietet ihren Aktionären derzeit keine Briefwahl an, da diesbezüglich diverse Rechtsfragen noch ungeklärt sind und der Vorstand und der Aufsichtsrat die hieraus resultierenden Risiken für das Unternehmen für unverhältnismäßig halten. Insoweit wird von Ziffer 2.3.1 und 2.3.3 DCGK abgewichen.
    1. Die D&O-Versicherung der Gesellschaft beinhaltet abweichend von Ziffer 3.8 Abs. 3 des DCGK keinen Selbstbehalt für Aufsichtsräte. Die Lloyd Fonds AG ist der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts insbesondere angesichts der geringen Festvergütung nicht geeignet oder gar erforderlich ist, um das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats weiter zu erhöhen.
    1. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen die gesellschaftlichen Bemühungen zur Gleichstellung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen einschließlich der Frauen im Berufsleben und halten sich strengstens an die geltenden Diskriminierungsverbote im Zusammenhang mit der Einstellung und Beförderung von Mitarbeitern bzw. Organmitgliedern. Ein erheblicher Anteil der Führungspositionen ist mit Frauen besetzt. Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich allerdings primär dem wirtschaftlichen Unternehmensinteresse verpflichtet, weshalb Vielfalt (Diversity) und die angemessene Berücksichtigung von Frauen nicht zu den wesentlichen Unternehmenszielen gehören. Dies gilt insbesondere, da das Unternehmen in einer äußerst spezialisierten Branche tätig ist, sodass es ohnehin sehr schwierig ist, für zentrale Positionen qualifizierte Bewerber zu finden. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat beschlossen, keine Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen. Insoweit wird von Ziffern 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 DCGK abgewichen.
    1. Die Lloyd Fonds AG hält eine Altersgrenze für Vorstände und Aufsichtsräte für nicht zielführend, da vor allem deren fachliche Qualifikation, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie ihre Erfahrung für das Unternehmen wesentlich sind. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, dass keine Altersgrenze gelten soll, und weichen damit von Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 und 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 DCGK ab.
    1. Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG bildet aufgrund seiner Größe keine Ausschüsse nach Ziffer 5.2 f. DCGK. Die entsprechenden Aufgaben werden von allen sechs Mitgliedern gemeinsam wahrgenommen.
    1. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses der Gesellschaft erfolgt nicht innerhalb der kürzeren Fristen des DCGK zur Veröffentlichung von Konzernabschlüssen (Ziffer 7.1.2 Satz 3 DCGK). Der Konzernabschluss der Lloyd Fonds AG wird in Übereinstimmung mit der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilbereich des amtlichen Markts mit weiteren Zulassungsfolgepflichten – Prime Standard) innerhalb von vier Monaten öffentlich zugänglich gemacht. Gründe für diese zeitliche Entscheidung sind zahlreiche Tochtergesellschaften, die in einem sehr kurzen Zeitraum konsolidiert werden müssen.

Hamburg, im April 2012

Dr. Torsten Teichert Prof. Dr. Eckart Kottkamp Vorstandsvorsitzender Aufsichtsratsvorsitzender

2. Unternehmensführungspraktiken

Die Lloyd Fonds AG und ihre Organe haben sich einer guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung verpflichtet. Ein fairer und gesetzeskonformer Umgang spielt auf allen Unternehmensebenen und in allen Bereichen eine überaus wichtige Rolle. Dazu orientieren sich alle Unternehmensführungspraktiken an den gesetzlichen Bestimmungen und etablierten Standards und Empfehlungen. Das Verhalten des Unternehmens und seiner Mitarbeiter wird von moralischen und ethischen Wertvorstellungen getragen. Diese führen zu einem fairen, respektvollen und gesetzeskonformen Verhalten.

Neben der Beachtung dieser allgemein anerkannten Grundsätze guter Unternehmensführung tragen auch unternehmensindividuelle interne Richtlinien und Standards, die von allen Mitarbeitern gelebt und respektiert werden, zu einer guten und nachhaltigen Unternehmensentwicklung von Lloyd Fonds bei.

Darüber hinaus gibt es Standards für den Umgang mit den mittlerweile über 52.000 Anlegern der Lloyd Treuhand. Aufgrund der Besonderheit des Geschäfts – die Zusammenarbeit mit den Partnern erstreckt sich in der Regel über die Lebenszeit eines Produktes – gibt es keine speziellen Regeln für diese Kooperation. Vielmehr ist eine offene, faire Kommunikation und die gemeinsame Übernahme von Verantwortung die wesentliche Erfolgsgrundlage. Die erfolgreiche Entwicklung von Lösungskonzepten für notleidende Fonds am runden Tisch zeigt die etablierten und bewährten Strukturen zwischen allen Partnern. Führung und Überwachung des Unternehmens entsprechen den deutschen Gesetzen, den gesellschaftlichen Normen und in nahezu allen Punkten den Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex. Spezielle Handlungsanweisungen oder -empfehlungen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen und auch öffentlich zugänglich sind, gibt es nicht.

3. ARBEIT VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Wichtigste Basis einer guten Unternehmensführung ist die gute Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand als ausführendem Organ und dem Aufsichtsrat als überwachendem Organ. Dieses dient dem Ziel einer verantwortungsbewussten, auf Wertschöpfung und Interessenausgleich ausgerichteten Unternehmensführung. Unsere zentralen Ansprüche sind eine effiziente und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Organe der Gesellschaft, die Achtung der Interessen der Aktionäre und übrigen Geschäftspartner sowie eine offene und zeitnahe Kommunikation mit allen Interessengruppen.

Aufgaben des Vorstands

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Wesentlicher Teil seiner Führungsaufgabe ist sowohl die strategische Ausrichtung der Gesellschaft als auch die Entwicklung und der Ausbau von Organisationsstrukturen, Planungs- und Kontrollsystemen, die er mit dem Aufsichtsrat abstimmt und für dessen Umsetzung er schließlich sorgt. Er ist dabei an das Interesse des Unternehmens gebunden und verpflichtet sich, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Des Weiteren zählen die Entwicklung der Führungskräfte, die Unternehmenskommunikation und Investor Relations sowie ein angemessenes Risikomanagement und -controlling zu seinen wesentlichen Aufgaben. Darüber hinaus entscheidet der Vorstand über die Verteilung der Ressourcen und die personelle Besetzung wichtiger Positionen im Unternehmen. Der Vorstand der Lloyd Fonds AG besteht aktuell aus zwei Mitgliedern, die u. a. für folgende Aufgaben verantwortlich sind:

Dr. Torsten Teichert, Vorsitzender

Transport, Immobilien, Energie, Recht, PR (bis zum 31. Januar 2012) Finanzen, Schifffahrt, Energie, Assets & Alternative Investments, Recht, Steuern, IR, Personal (seit dem 1. Februar 2012)

Dr. Joachim Seeler Immobilien, Vertrieb, Treuhand, PR (seit dem 1. Februar 2012)

Michael F. Seidel Finanzen, Vertrieb, Treuhand, IR (bis zum 31. Januar 2012)

Enge Kooperation von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen und informiert ihn regelmäßig, umfassend und zeitnah über alle relevanten Aspekte der Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 5. Dezember 2011 wurden neben der Beschlussfassung über die Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft mit mittelbarem Bezugsrecht der Aktionäre auch Beschlüsse über Satzungsänderungen zur Erweiterung des Aufsichtsrats von drei auf sechs Mitglieder und über die Wahl zum Aufsichtsrat gefasst. Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG besteht nunmehr aus sechs Mitgliedern:

Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Vorsitzender

Dr. Thomas Duhnkrack, stellvertretender Vorsitzender Gunther Bonz Paul M. Leand Jr. (seit dem 30. Dezember 2011)

Jens Birkmann (seit dem 30. Dezember 2011)
Rodney M. Rayburn (seit dem 30. Dezember 2011)

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG, der mit ausgewiesenen Experten aus der Finanzwirtschaft und Schifffahrt sowie mit Vertretern des Hauptgesellschafters der Lloyd Fonds AG besetzt ist, berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung, auch im Hinblick auf das Erreichen der langfristigen Unternehmensziele. Durch den regelmäßigen Dialog sind beide Organe stets über die Geschäftslage, die Unternehmensplanung und die Strategie informiert. Entscheidungen mit grundsätzlicher Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung von Lloyd Fonds müssen vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Seine wesentlichen Zuständigkeiten sind darüber hinaus die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Vorschlag eines unabhängigen Abschlussprüfers sowie die Prüfung und Billigung der Jahresabschlüsse der Lloyd Fonds AG und des Konzerns.

Umfassende Kommunikation mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären

Die Konzernrechnungslegung für Quartals- und Jahresabschlüsse von Lloyd Fonds erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Lloyd Fonds veröffentlicht den Konzernjahresabschluss spätestens 120 Tage nach Ende des Geschäftsjahres und die unterjährigen Abschlüsse innerhalb von 45 Tagen nach Ablauf des Quartals.

Darüber hinaus informiert Lloyd Fonds mit Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen über alle Sachverhalte, die Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens haben können. Lloyd Fonds folgt dem Grundsatz des "Fair Disclosure" und informiert alle wesentlichen Zielgruppen unverzüglich und zeitgleich. Auf der Internetseite (www.lloydfonds.de) stehen alle Fakten zur Ansicht und zum Herunterladen zur Verfügung. Lloyd Fonds schafft damit die Basis für eine hohe Transparenz, zu der sich die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit und ihren Anlegern verpflichtet fühlt.

Der Vorstand beruft die Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG mindestens einmal jährlich unter Angabe der Tagesordnung ein. Die Einberufung sowie die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichtes und der Tagesordnung sind auf der Internetseite des Unternehmens einzusehen. Derzeit bietet die Lloyd Fonds AG ihren Aktionären keine Briefwahl an, da diesbezüglich diverse Rechtsfragen noch ungeklärt sind und der Vorstand und der Aufsichtsrat die hieraus resultierenden Risiken für das Unternehmen für unverhältnismäßig halten.

Aktiengeschäfte

Mitglieder des Vorstands halten Aktien der Lloyd Fonds AG. Angaben dazu sind im Anhang auf Seite 125 zu finden. Mitglieder des Aufsichtsrats halten nach Kenntnis des Unternehmens keine Aktien.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a WpHG dazu verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der Lloyd Fonds AG offenzulegen, wenn der Gesamtwert dieser Transaktionen innerhalb eines Kalenderjahres den Betrag von 5.000 a übersteigt.

Im Rahmen der Kapitalerhöhung zeichnete Dr. Torsten Teichert am 23. Dezember 2011 200 Tsd. Aktien zum Bezugspreis von 1,00 a je Aktie. Nach Eintragung der Kapitalerhöhung am 30. Dezember 2011 hält Dr. Torsten Teichert nunmehr insgesamt 865 Tsd. Aktien, was einem Anteil am gesamten Aktienbestand von 3,2% entspricht.

4. Vergütungsbericht der Lloyd Fonds AG

Der Vergütungsbericht erläutert die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG. Das Vergütungssystem des Unternehmens berücksichtigt weitestgehend die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ziel der Vergütungssysteme ist es, den Vorstandsmitgliedern und den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine gemäß ihrer Tätigkeit und Verantwortung angemessene Vergütung zu bezahlen.

Vergütung des Vorstands

Ziel der Vergütungssysteme der Lloyd Fonds AG ist es, mit der angemessenen Vergütung die persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage und den Erfolg des Unternehmens zu berücksichtigen. Darüber hinaus orientiert sich die Vergütung an branchen- und landesüblichen Standards sowie am Wohle der Firma.

Festlegung der Vorstandsvergütung

Der Vorschlag für die Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsrat erarbeitet und genehmigt.

Höhe und Struktur

Die jährliche Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: einer erfolgsunabhängigen Vergütung und einer erfolgsabhängigen.

Erfolgsunabhängige Vergütung

Die Höhe der Festvergütung ist abhängig von der übertragenen Funktion und Verantwortung, der Zugehörigkeitsdauer zum Vorstand sowie von den branchen- und marktüblichen Rahmenbedingungen. Die Festvergütung wird in monatlichen Raten ausgezahlt.

Erfolgsabhängige Vergütung

Der erfolgsabhängige Bonus wird durch den Aufsichtsrat nach einer entsprechenden Leistungsbeurteilung und nach pflichtgemäßem Ermessen festgelegt. Maßstäbe für den erfolgsabhängigen Bonus sind die Geschäftsentwicklung des Lloyd Fonds-Konzerns und der Erreichungsgrad vorab definierter individueller sowie allgemeiner Unternehmensziele.

Vergütung für das Jahr 2011

Im Geschäftsjahr 2011 verdiente der Vorstand der Lloyd Fonds AG 0,9 Mio. a (Vj. 1,1 Mio. a); davon entfielen 650 Ta auf fixe Bezüge, 220 Ta auf variable Bezüge und 56 Ta auf Nebenleistungen. Eine Aufstellung der individuellen Gehälter der Vorstandsmitglieder ist im Anhang des IFRS-Abschlusses 2011 auf Seite 124 zu finden.

Haftungsversicherung (D&O)

Lloyd Fonds hat für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Für die Vorstandsmitglieder ist hierbei ein Selbstbehalt von 10% des Schadens bis zum Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds vereinbart worden.

Im Rahmen der D&O-Versicherung wurde bisher kein Selbstbehalt für Aufsichtsräte festgelegt. Die Lloyd Fonds AG ist der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts insbesondere angesichts der geringen Festvergütung nicht geeignet oder gar erforderlich ist, um das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats weiter zu erhöhen. Insoweit weicht Lloyd Fonds vom neu in Kraft getretenen VorstAG und den aktuellen Empfehlungen des Kodex ab.

Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder

Die Vorstandsmitglieder per 31. Dezember 2011 und die gegenwärtigen Vorstände hielten zum 31. Dezember 2011 insgesamt 865.135 Aktien bzw. 3,2%.

Vergütung des Aufsichtsrats

Bei der Vergütung der Aufsichtsräte wird im Lloyd Fonds-Konzern ein zweiteiliges System angewendet, das auf fixe und variable Komponenten setzt.

Festlegung

Die Vergütung des Aufsichtsrats beruht auf der Satzung und einem Beschluss der Hauptversammlung 2007.

Höhe und Struktur der fixen Vergütungsbestandteile

Die jährliche Grundvergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied beträgt 10 Ta, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats die doppelte Vergütung erhält, sein Stellvertreter das 1,5-Fache.

Höhe und Struktur der variablen Vergütungsbestandteile

Eine variable Vergütung für die Aufsichtsräte wurde im Jahr 2007 beschlossen. Diese beträgt 0,05% des nach IFRS ermittelten Konzernjahresüberschuss nach Steuern.

Eine Kappungsgrenze bei der Vergütung des Aufsichtsrats besteht nicht.

Vergütung für das Jahr 2011

Im Geschäftsjahr 2011 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 45 Ta. Auf die variable Vergütung entfallen davon 0 A. Die Aufstellung über die individuelle Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder ist auf der Seite 125 im Anhang des IFRS-Abschlusses 2011 zu finden.

Aktienbesitz der Aufsichtsratsmitglieder

Mitglieder des Aufsichtsrats halten nach Kenntnis des Unternehmens keine Aktien.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Lloyd Fonds AG wurden durch die TPW GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung.

Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Aufsichtsratsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG seine zugewiesenen Aufgaben gemäß Gesetz, Satzung und Deutschem Corporate Governance Kodex wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und überwacht. Der Vorstand berichtete stets zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich über die Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, das Risikomanagement sowie über Lage und Aussichten der Gesellschaft. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit lag auf der Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Dies umfasste Festlegungen zur Struktur des zukünftigen Geschäftsfeldportfolios und zur Risikostruktur von Projekten. Unter Beachtung der strategischen Vorgaben stimmte der Aufsichtsrat der Emission der beiden großvolumigen Fonds "Lloyd Fonds Energie Europa" und "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" zu.

Von herausragender Bedeutung war die Entscheidung, das Grundkapital der Gesellschaft mit mittelbarem Bezugsrecht der Aktionäre zu erhöhen und im Rahmen dieses Vorgangs einen strategischen Investor und neuen Großaktionär aufzunehmen. Der Aufsichtsrat teilt mit dem Vorstand die Ansicht, dass insbesondere die abgeschlossene Kapitalerhöhung und die Verwendung eines Teilbetrages des so erzielten Emissionserlöses zur Zahlung des Enthaftungsbetrages wesentliche Schritte sind, um das Unternehmen dauerhaft zu stabilisieren und den Weg für die Zukunft zu bereiten.

In einem weiter von großer Unsicherheit geprägten wirtschaftlichen Umfeld wurden die Abweichungen von der Planung und die daraus resultierenden Anpassungsnotwendigkeiten erörtert und verabschiedet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand darüber hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat sich im vergangenen Geschäftsjahr insbesondere mit folgenden Themen beschäftigt:

  • Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses 2010.
  • Erörterung der Quartalsfinanzberichte und des Halbjahresfinanzberichts 2011.
  • Beratung und Zustimmung über eine ordentliche Kapital erhöhung. Damit verbunden die Zustimmung zu einer gleichzeitigen vertraglichen Vereinbarung mit der US-amerikanischen Beteiligungsgesellschaft AMA Capital Partners LLC, unter bestimmten Voraussetzungen einen Anteil am neuen Grundkapital der Gesellschaft von bis zu 49,9% halten zu wollen und auf Basis dieser Vereinbarung die ausstehende Enthaftungszahlung gemäß der im April 2010 getroffenen Bankenvereinbarung mittels des über die Kapitalerhöhung erzielbaren Emissionserlöses zu leisten.
  • Zustimmung zum Private Placement "Lloyd Fonds Maritime Innovation" zur Unterstützung der Weiterentwicklung und Markteinführung der von der KALP GmbH entwickelten automatischen Laschplattform sowie zwischenzeitlicher Vertriebsaussetzung des Beteiligungsangebotes nach Aufnahme erfolgversprechender Verhandlungen der KALP GmbH mit einem potenziellen industriellen Partner.
  • Zustimmung zur Emission zweier großvolumiger Fonds im Energie- und Flugzeugbereich sowie eines Immobilien-Beteiligungsangebotes trotz des unverändert angespannten Kapitalmarktumfeldes und der im Jahresverlauf zugenommenen Absatz- und Vertriebsschwierigkeiten langfristiger Geldanlagen.
  • Als Reaktion auf die Entwicklung des Marktumfeldes Diskussion über die Optimierung der konzernweiten Kostenstruktur, notwendige Anpassungen der Konzernorganisation und des Personalstandes und Zustimmung zu den Umsetzungsvorschlägen des Vorstands.

  • Kontinuierliche Analyse und Erörterung der weiteren Entwicklung des Container-Schifffahrtsmarktes. Betrachtung der längerfristigen Bedarfe an Transportkapazität sowie der möglichen zukünftigen Flottenstruktur.

  • Diskussion und Beschlussfassung über das Zukunftsportfolio und die zukünftige Risikostruktur von Projekten.
  • Analyse und Diskussion von Restrukturierungserfordernissen bei einzelnen Schifffahrtsgesellschaften.
  • Diskussion der Geschäftsverläufe bei den Gesellschaften mit einer bestehenden Mehrheitsbeteiligung der Lloyd Fonds AG.

Sitzungen

Der Aufsichtsrat traf sich am 11. Januar, 2. März, 31. März, 11. April, 28. April, 14. Juni, 29. August und 7. November zu insgesamt acht Präsenzsitzungen. Die Vorstände waren auf Wunsch des Aufsichtsrats bei allen Sitzungen anwesend. Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit der laufenden Geschäftsentwicklung, der Ertragslage sowie mit den Finanz-, Investitions- und Personalvorgängen.

Weiterhin fanden am 21. Februar, 9. Mai, 5. Juli, 8. August sowie 17. und 21. Oktober zu aktuellen Themen und Projekten sechs Telefonkonferenzen statt. Entsprechende Unterlagen wurden allen Beteiligten frühzeitig per E-Mail übersandt. Die Aufsichtsräte haben sich darüber hinaus zu Einzelfragen untereinander telefonisch ausgetauscht. Beschlüsse wurden sowohl in Präsenzsitzungen als auch im Rahmen von Telefonkonferenzen gefasst.

Alle Vorgänge, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand vorgelegt. Das betraf unter anderem Budget- und Liquiditätsplanungen sowie Organisations- und Personalfragen.

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat keine Ausschüsse gebildet. Er überprüft jährlich einmal seine Arbeit. Daraus ergeben sich einzelne Hinweise für die Verbesserung seiner Arbeit, die kurzfristig umgesetzt werden.

Erweiterung des Aufsichtsrats

Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2011 endeten die Amtszeiten der Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr. Eckart Kottkamp sowie Dr. Thomas Duhnkrack. Aus diesem Grund waren Wahlen erforderlich. Prof. Dr. Eckart Kottkamp wurde als Vorsitzender des Aufsichtsrats für eine weitere Amtszeit bestätigt. Ferner hat Dr. Thomas Duhnkrack als Nachfolger von Hans-Bernd vor dem Esche den stellvertretenden Vorsitz des Kontrollgremiums übernommen.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung 2011 wurden neben der Beschlussfassung über die Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft mit mittelbarem Bezugsrecht der Aktionäre auch Beschlüsse über Satzungsänderungen zur Erweiterung des Aufsichtsrats von drei auf sechs Mitglieder und über die Wahl zum Aufsichtsrat gefasst. Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG besteht nunmehr aus sechs Mitgliedern:

Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Vorsitzender

Dr. Thomas Duhnkrack, stellvertretender Vorsitzender Gunther Bonz

Paul M. Leand Jr. (seit dem 30. Dezember 2011)
Jens Birkmann (seit dem 30. Dezember 2011)
Rodney M. Rayburn (seit dem 30. Dezember 2011)

Veränderung im Vorstand

Am 9. Januar 2012 haben sich Michael F. Seidel und der Aufsichtsrat darauf verständigt, dass Herr Seidel das Unternehmen zum 31. Januar 2012 verlässt. Die Entscheidung ist im gegenseitigen Einvernehmen getroffen worden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Seidel für seine langjährige und engagierte Arbeit und wünscht ihm alles Gute für den weiteren beruflichen Werdegang.

Mit Wirkung zum 1. Februar 2012 wurde Dr. Joachim Seeler zum Vorstand der Lloyd Fonds AG berufen. Dr. Seeler verantwortet in seiner Position die Bereiche Immobilien, Vertrieb, Treuhand und PR. Im Rahmen der Neuaufstellung des Vorstands übernimmt der Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Teichert neben seinen bestehenden Verantwortungsbereichen zudem unter anderem das Finanzressort.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Das Thema Corporate Governance, also die Gestaltung von Leitung und Kontrolle eines Unternehmens sowie dessen Transparenz, hat bei Lloyd Fonds einen hohen Stellenwert. Aufgrund der übernommenen Verantwortung haben Vorstand und Aufsichtsrat zuletzt im April 2012 eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären und der Öffentlichkeit dauerhaft im Internet sowie in diesem Geschäftsbericht ab Seite 32 f. zugänglich gemacht.

Das Unternehmen Lloyd Fonds AG entspricht den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in seiner zu diesem Zeitpunkt gültigen Fassung vom 26. Mai 2010 weiterhin in nahezu allen Punkten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung der Lloyd Fonds AG

Im Rahmen der Hauptversammlung am 30. August 2011 wurde die TPW GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 zum Jahresabschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Dies umfasst auch die prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten, die vor der ordentlichen Hauptversammlung 2012 aufgestellt werden, soweit die prüferische Durchsicht solcher Zwischenfinanzberichte beauftragt wird. Der von der Lloyd Fonds AG nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 und der Konzernlagebericht sowie der nach den Vorschriften des HGB erstellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 der Lloyd Fonds AG und der zugehörige Lagebericht des Vorstands wurden vom Abschlussprüfer geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss haben von den Wirtschaftsprüfern jeweils einen uneingeschränkten, jedoch mit einem Hinweis versehenen Bestätigungsvermerk erhalten.

Außerdem wurde das von der Lloyd Fonds AG gemäß KonTraG unterhaltene Risikofrüherkennungssystem von den Abschlussprüfern geprüft. Die Prüfung ergab, dass das Risikofrüherkennungssystem sämtlichen gesetzlichen Anforderungen vollständig entspricht.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Gesellschaft, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers geprüft. Alle Unterlagen standen dem Aufsichtsrat frühzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend besprochen und ausgewertet. Der Abschlussprüfer nahm an der Besprechung teil und erläuterte den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und referierte über die Ergebnisse der Abschlussprüfungen. Alle Fragen der Sitzungsteilnehmer wurden beantwortet. Der Aufsichtsrat stimmte nach den Beratungen am 27. April 2012 dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Aufsichtsrat hatte nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände zu erheben und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hatte nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung auch keine Einwände gegen den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und billigte diese.

Erwartungen für das Geschäftsjahr 2012

Aufgrund der fortschreitenden Marktkonsolidierung bei den Anbietern Geschlossener Fonds sowie der verstärkten Regulierung des Marktes durch die Europäische Union und die nationale Gesetzgebung ist davon auszugehen, dass größere Initiatoren, die in ihren Kompetenzfeldern gut aufgestellt sind, hohe Marktanteile halten bzw. zurückgewinnen werden. Lloyd Fonds erwartet in der nahen Zukunft daher wieder eine deutliche Verbesserung der eigenen Marktposition.

Mit Zahlung der Enthaftungssumme im Januar 2012 an die finanzierenden Banken gemäß der im April 2010 getroffenen Bankenvereinbarung ist der Lloyd Fonds-Konzern nunmehr von sämtlichen Eventualverbindlichkeiten aus der Bankenvereinbarung befreit. Darüber hinaus gelang es im Zuge der Kapitalerhöhung, das Konzerneigenkapital maßgeblich zu stärken und den Schuldenstand deutlich zu reduzieren. Es ist davon auszugehen, dass die verbesserte Lage des gesamten Lloyd Fonds-Konzerns auch das Sentiment gegenüber Lloyd Fonds verbessert und eine ganz wesentliche Chance der Lloyd Fonds AG darstellt. Die Branche der Geschlossenen Fonds, die infolge der Finanzkrise drastische Einbußen erlitten hatte, spürt unverändert eine Zurückhaltung der Anleger. Die Platzierungszahlen liegen noch deutlich unter dem hohen Niveau der Vorkrisenjahre. Allerdings sind erste Stabilisierungstendenzen erkennbar, da die Platzierungszahlen für das Jahr 2011 doch besser waren, als es die Marktstimmung erwarten ließ. Auf langfristige Sicht rechnet die Lloyd Fonds AG mit einer Erholung des Gesamtmarktes der Geschlossenen Fonds – nicht zuletzt auch aufgrund der steigenden Inflationsgefahr sowie aufgrund der Tatsache, dass der Kapitalmarkt über eine unverändert hohe Liquidität verfügt, die nach attraktiven Anlageformen sucht. Von dieser Entwicklung sollte auch Lloyd Fonds als Anbieter attraktiver Beteiligungs modelle profitieren.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Lloyd Fonds-Konzerns für das große Engagement, die ungebrochene Motivation und den hohen persönlichen Einsatz. Darüber hinaus dankt der Aufsichtsrat besonders den Aktionären des Unternehmens, die sich an der Kapitalerhöhung beteiligt haben und damit dem Unternehmen in dieser nach wie vor wirtschaftlich herausfordernden Situation mehr als ihr Vertrauen geben.

Hamburg, den 27. April 2012

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Eckart Kottkamp

LAGEBERICHT DES Lloyd Fonds-KONZERNS FÜR DAS Geschäftsjahr 2011

Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

Die Lloyd Fonds AG ist ein börsennotierter Initiator und führender Anbieter von Geschlossenen Fonds und strukturierten Kapitalanlageprodukten. Bisher wurden Fonds in den Assetklassen Schifffahrt, Immobilien, Flugzeuge, Energie, Zweitmarkt-Lebensversicherungen und Private Equity aufgelegt. Im Jahr 2011 konzentrierte sich das Unternehmen auf die drei Assetklassen Transport (Schifffahrt und Flugzeuge), Energie sowie Immobilien. Die Leistungen der Lloyd Fonds AG decken die gesamte Wertschöpfungskette eines Emissionshauses ab. Dabei reicht das Leistungsspektrum von der Akquisition der Assets, der Konzeption und Prospektierung der Beteiligungsangebote über den Vertrieb bis zum Fondsmanagement und der Anlegerbetreuung.

Lloyd Fonds hat seit seiner Gründung rund 2,0 Mrd. a Eigenkapital eingeworben und ein kumuliertes Investitionsvolumen von rund 5,1 Mrd. a realisiert. Bis zum Jahresende haben 52.864 Anleger in 105 geschlossene Beteiligungsangebote der Lloyd Fonds AG investiert. Neben Deutschland werden die Lloyd Fonds-Produkte auch in Österreich vertrieben. Der bisher realisierte Rückfluss auf Anlegerebene der in der Leistungsbilanz 2010 dokumentierten Fonds liegt bei durchschnittlich 4,2% pro Jahr bezogen auf das investierte Anlegerkapital.

Als Kommunikationsschnittstelle zwischen Anlegern und allen Beteiligten der Fonds nimmt die Lloyd Treuhand GmbH als Treuhandkommanditistin und Verwaltungstreuhänderin die Interessen der Anlegerinnen und Anleger über die Dauer der Fonds wahr. Der Handel sowie die Strukturierung von Zweitmarktanteilen Geschlossener Fonds ist das Tätigkeitsfeld der TradeOn GmbH, einer weiteren Tochtergesellschaft der Lloyd Fonds AG. Ferner zählen neben diesen beiden Gesellschaften weitere 20 verbundene vollkonsolidierte Tochterunternehmen zum Lloyd Fonds-Konzern, die überwiegend mit dem Geschäft der Lloyd Fonds AG verbundene Dienstleistungen erbringen.

Absatzmärkte und Marktpositionen

Seit mehr als 16 Jahren ist Lloyd Fonds erfolgreich am Markt für Geschlossene Fonds aktiv. Das Unternehmen zählt damit zu einem kleinen Kreis von Emissionshäusern, die auf eine derartig lange Marktpräsenz zurückblicken können. Im Geschäftsjahr 2011 hat Lloyd Fonds 38,5 Mio. a Eigenkapital platziert. Hiervon entfielen 7,6 Mio. a auf neues Kapital für Bestandsfonds. Gemäß den Erhebungen des Verbands Geschlossene Fonds (VGF) sind 2011 im Gesamtmarkt rund 5,9 Mrd. a Eigenkapital platziert worden. Dies entspricht nahezu dem Wert des Vorjahres.

Konzernstrategie und Ziele

Die erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung zum Ende des Berichtsjahres versetzte Lloyd Fonds in die Lage, die reduzierte Enthaftungssumme in Höhe von 10,0 Mio. a am 10. Januar 2012 an die Banken zu leisten und sich damit von allen Eventualverbindlichkeiten aus der Bankenvereinbarung vollständig zu befreien. Mit diesem Schritt erreichte Lloyd Fonds ein ganz wesentliches Ziel, das maßgeblich zur Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beigetragen hat.

Dieser Meilenstein bestimmt in vielerlei Hinsicht die Strategie des Lloyd Fonds-Konzerns für das Jahr 2012: Durch die Kapitalerhöhung von 14,7 Mio. a verbesserte sich die Eigenkapitalausstattung der Lloyd Fonds AG massiv. Gleichzeitig konnte durch die Reduzierung der Enthaftungssumme die in den Vorjahren gebildete Rückstellung anteilig aufgelöst und so die Verpflichtungen des Unternehmens reduziert werden.

Die stark verbesserte Bilanzstruktur ermöglicht es der Lloyd Fonds AG, das Vertrauen der Vertriebspartner in die Marke Lloyd Fonds zu stärken, auf dieser Basis die Wettbewerbsposition auszubauen und in puncto Kapitalausstattung an die Vorkrisenjahre anzuknüpfen. Aus dieser gestärkten Position heraus hat sich die Lloyd Fonds AG darüber hinaus zum Ziel gesetzt, die anstehende Konsolidierung der Schifffahrtsbranche und des KG-Marktes insbesondere im Bereich der Treuhandgesellschaften und des Fondsmanagements aktiv mitzugestalten und so den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

Mit dem über die Kapitalerhöhung gewonnenen neuen Großaktionär AMA Capital Partners LLC hat Lloyd Fonds zusätzlich einen starken strategischen Partner an der Seite, der die Unternehmensziele unterstützt und gemeinsam mit dem Management der Lloyd Fonds AG den Unternehmenswert nachhaltig steigern will.

Um auf dieser soliden wirtschaftlichen Basis mit konzentrierten Kräften Marktanteile zurückzugewinnen, hat Lloyd Fonds beschlossen, sich auf die Assetklassen Schifffahrt und Immobilien zu fokussieren, verfolgt allerdings unverändert das Ziel, die aktuelle Produktpalette zu platzieren. Mit der Fokussierung auf seine langjährigen Kernkompetenzen trägt das Unternehmen auch der zunehmenden Bedeutung des Assetmanagements Rechnung.

Im Bereich Schifffahrt wird Lloyd Fonds besonderen Fokus auf die Entwicklung neuer Anlage- und Platzierungsmodelle zur Re- und Umfinanzierung der Bestandsfonds legen, um diese erfolgreich durch die anhaltende Schifffahrtskrise zu managen.

Produktseitig ist das Unternehmen darüber hinaus entschlossen, wie bereits bei den beiden großvolumigen Neuprojekten "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" und "Lloyd Fonds Energie Europa" erfolgreich praktiziert, auch bei künftigen Fonds keine wesentlichen Risiken in Verbindung mit Platzierungsgarantien oder Garantien für Zwischenfinanzierungen einzugehen.

Vor dem Hintergrund des strukturellen Wandels an den Finanzmärkten und des angespannten Branchenumfeldes hat der Vorstand im ersten Quartal 2012 weitere Maßnahmen verabschiedet, um die operativen Prozesse und Kostenstrukturen zu optimieren. Bereits im Laufe des abgeschlossenen Geschäftsjahres hatte Lloyd Fonds im Zuge eines strategischen Kostenmanagements die Zahl der Beschäftigten um ein Drittel reduziert, um die Personal- und Mietkosten dauerhaft mindestens durch die wiederkehrenden Erlöse aus den Vergütungen für die laufende Treuhandtätigkeit und Managementeinnahmen abzudecken.

Über das Jahr 2012 hinaus ist es das Ziel, die transparente Kommunikation mit Investoren, Anlegern sowie Geschäfts- und Vertriebspartnern auf gleichbleibend hohem Niveau zu halten. Als börsennotiertes Emissionshaus ist Lloyd Fonds aufgrund gesetzlicher Bestimmungen ohnehin zu hoher Transparenz verpflichtet. Darüber hinaus sind hohe Transparenz und umfassende Berichterstattung zentrale Teile der Kommunikationsstrategie der Lloyd Fonds AG gegenüber Investoren, Anlegern und Geschäftspartnern.

Der Transparenzanspruch von Emissionshäusern und Beteiligungsangeboten wird im Rahmen der zunehmenden Regulierung des Marktes durch den Gesetzgeber steigen. Lloyd Fonds sieht dies als Wettbewerbsvorteil und als eine Bestätigung des bereits eingeschlagenen Weges. Die Regulierung wird auch eine Konsolidierung des Marktes nach sich ziehen, im Rahmen derer die Lloyd Fonds AG die Akquisition von Treuhandgesellschaften und Fondsmanagementeinheiten anstrebt. Hierzu wurde Anfang des Jahres 2012 eine neue Abteilung gegründet, die neben dem Management der Eigenbeteiligungen insbesondere die Konsolidierung des KG-Marktes durch den Erwerb von Bestandsgeschäft vorantreiben will.

Organisation und Führungsstruktur

Das Kostensenkungsprogramm der Lloyd Fonds AG wurde vor dem Hintergrund des schwachen Marktumfeldes im Jahr 2011 weiter fortgesetzt. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere Einsparungen bei den Sach- und Personalkosten umgesetzt. Per 31. Dezember 2011 waren 78 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt; ein Jahr zuvor waren es noch 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Vorstandsressorts blieben im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Dr. Torsten Teichert war zuständig für die Unternehmensstrategie und verantwortete u.a. Akquisition sowie Fondsentwicklung und Fondsmanagement in allen Assetklassen. Michael F. Seidel war u. a. für die Bereiche Finanzen, Vertrieb und Treuhand zuständig. Er verließ Ende Januar 2012 das Unternehmen. Seit dem 1. Februar 2012 ist Dr. Joachim Seeler Mitglied des Vorstands der Lloyd Fonds AG und verantwortet nunmehr die Bereiche Immobilien, Vertrieb und Treuhand. Im Rahmen dieser Neuordnung ist Dr. Torsten Teichert jetzt auch für das Finanzressort des Unternehmens zuständig.

Auf Vorschlag des neuen Großaktionärs wurden auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 5. Dezember 2011 neben der Beschlussfassung über die Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft mit mittelbarem Bezugsrecht der Aktionäre auch Beschlüsse über Satzungsänderungen zur Erweiterung des Aufsichtsrats von drei auf sechs Mitglieder und über die Wahl zum Aufsichtsrat gefasst. Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG besteht nunmehr aus sechs Mitgliedern.

Beteiligungsstruktur des Lloyd Fonds-Konzerns (per 31. Dezember 2011)

Lloyd Fonds AG, Hamburg
22 verbundene vollkonsolidierte Tochterunternehmen im IFRS-Konzernabschluss
100% – TradeOn GmbH, Hamburg
– Lloyd Zweitmarkt GmbH, Hamburg
– Lloyd Fonds Sales GmbH, Hamburg
– Lloyd Fonds Austria GmbH, Wien/Österreich
– Lloyd Fonds Special Assets GmbH, Hamburg
– Lloyd Fonds Gesellschaft für Immobilienbeteiligungen mbH & Co. KG, Hamburg
– Dritte Lloyd Fonds Private Equity Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg
– LFP Grundstücksgesellschaft Hamburg-Hamm GmbH, Hamburg
– Lloyd Fonds Vermögensgarant GmbH & Co. KG, Hamburg
– PPA Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg
– Lloyd Fonds Energy Management GmbH, Hamburg
– Lloyd Fonds Energy Commercial Services GmbH, Hamburg
Konsolidierte Zweckgesellschaften gemäß SIC-12
– 2. Lloyd Fonds Shipping Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg (Bet. Konzern 48,9%)
– 2. Lloyd Fonds Real Estate Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg (Bet. Konzern 48,9%)
– 2. Lloyd Fonds Aviation Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg (Bet. Konzern 49,2%)
100% Lloyd Shipping GmbH, Hamburg
Lloyd Fonds Singapore Pte. Ltd.,
100%
Singapur
100% Lloyd Fonds Real Estate
Lloyd Fonds US Real Estate
100%
Management GmbH, Hamburg
Management Inc., Naples/USA
25%
100% Lloyd Fonds US Real Estate I L.P.,
Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg
75%
Naples/USA
100% 21. LloFo Beteiligungsgesellschaft
mbH & Co. KG, Hamburg
138 Assoziierte Unternehmen
dazu gehören:
Feedback AG, Hamburg
TVO Income Portfolio L.P., El Paso/USA
KALP GmbH, Böel
185 Beteiligungen der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar"
davon:
133 Beteiligungen
52 verbundene Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden

Rechtliche Struktur

Die Lloyd Fonds AG hält an dem börsennotierten Finanzvertriebsdienstleister Feedback AG, Hamburg, eine Beteiligung von 40,1%. Die Feedback AG fungiert als Holdinggesellschaft, zu der u. a. die beiden Tochtergesellschaften Treukonzept Vermögensberatungsund Vermittlungsgesellschaft mbH und Dr. Ludz Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH zählen. Beide Tochtergesellschaften sind in der Betreuung von Vermögens- und Anlageberatern, Kreditinstituten, Maklern und deren Kunden im Bereich renditeorientierter Beteiligungen tätig.

An der KALP GmbH, Böel, besteht eine Beteiligung der Lloyd Fonds AG in Höhe von 45,1%. Die KALP GmbH hat eine automatische Laschplattform entwickelt, die das automatische Entfernen von Containerhalterungen (Twistlocks) beim Be- und Entladen ermöglicht.

Wertmanagement und Steuerungssystem

Die Lloyd Fonds AG verfügt über ein internes Planungs- und Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes und des Umfeldes zeitnah und effizient reagieren zu können. Definierte strategische und operative Ziele werden regelmäßig auf ihre Erreichung überprüft. Wesentlicher Bestandteil des internen Steuerungssystems ist das ausführliche Berichts- und Informationswesen. Eine mehrjährige Unternehmensplanung, die im Rahmen eines rollierenden Systems den sich verändernden Bedingungen angepasst wird, bildet die Grundlage für die integrierte Finanzplanung. Diese stellt das vollständige Zusammenspiel zwischen Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Liquiditätsentwicklung dar. Im Rahmen von monatlichen Berichten wird der Vorstand der Lloyd Fonds AG in einem Plan-Ist-Vergleich über alle relevanten Kennzahlen informiert. Kommt es zu wesentlichen Abweichungen, wird dies unverzüglich an die entsprechenden Entscheidungsträger kommuniziert.

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) bildet eine wichtige Steuerungsgröße der Lloyd Fonds AG. Hiermit wird der betriebliche Gewinn einzelner Quartale oder Unternehmensbereiche miteinander verglichen. Im Geschäftsjahr 2011 lag das EBIT bei -3,9 Mio. a und damit unter dem Vorjahreswert von 4,4 Mio. a.

Daneben ist das Platzierungsvolumen eine weitere wichtige Steuerungsgröße der Lloyd Fonds AG. Dabei geben die Höhe des platzierten Eigenkapitals und die Platzierungsgeschwindigkeit Auskunft über den Erfolg einzelner Fonds bzw. der Assetklassen am Kapitalmarkt. Im Berichtszeitraum hat Lloyd Fonds über alle Assetklassen hinweg insgesamt 38,5 Mio. a Eigenkapital platziert (Vj. 83,0 Mio. a). Davon entfallen 7,6 Mio. a Eigenkapital auf Bestandsfonds (Vj. 24,4 Mio. a).

Ferner stellen Material- und Personalaufwandsquoten sowie die wiederkehrenden Erlöse entscheidende Steuerungsgrößen dar. Die wiederkehrenden Erlöse setzen sich überwiegend aus den Vergütungen für die laufende Treuhandtätigkeit und den Managementerlösen zusammen. Im Jahr 2011 beliefen sich die wiederkehrenden Erlöse auf 10,4 Mio. a (Vj. 10,5 Mio. a). Dem standen 8,8 Mio. a Personalkosten (Vj. 8,6 Mio. a) im Berichtszeitraum gegenüber.

Um frühzeitig unternehmensgefährdende Entwicklungen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, verfügt die Lloyd Fonds AG über ein softwaregestütztes Risikomanagementsystem. Das Unternehmen erstellt quartalsweise Risikoberichte, die durch den verantwortlichen Risikomanager erhoben, bewertet und plausibilisiert werden. Die Risikoberichte werden an den Vorstand berichtet und von ihm geprüft. Das Risikofrüherkennungssystem ist auch Bestandteil der Jahresabschlussprüfung des Wirtschaftsprüfers.

Wirtschaftliches Umfeld

Internationale Wirtschaftsentwicklung

Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2012 nur verhalten expandieren. Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) prognostiziert für dieses Jahr ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,8%. Das Wirtschaftswachstum ist in einigen Industriestaaten deutlich zurückgegangen. Zudem hat sich auch in den Schwellenländern die Expansion abgeschwächt, allerdings auf robustem Niveau. Von der Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums ist auch der Welthandel betroffen. Hauptursachen für die gedämpfte Entwicklung der Weltwirtschaft sind die zunehmenden Spannungen an den Finanzmärkten, die Schuldenkrise im Euroraum und die damit einhergehende Unsicherheit von Unternehmen und Verbrauchern.

Im Euroraum belasten die anhaltende Staatsschuldenkrise und die damit verbundenen Spannungen an den Finanzmärkten sowie die Investitionszurückhaltung die Wirtschaftsentwicklung. Die resultierenden Unsicherheiten und Abwärtsrisiken spiegeln sich in der Entwicklung des Wirtschaftswachstums wider. Die OECD erwartet für das Jahr 2012 ein nahezu stagnierendes Wirtschaftswachstum von 0,5%.

Wirtschaftsentwicklung in Deutschland

Im Jahr 2011 wuchs die deutsche Wirtschaft insgesamt kräftig um preisbereinigt 3,0%. Dies war mehr als doppelt so stark wie das durchschnittliche Wachstum seit der Wiedervereinigung (1,3%). Nach schwungvoller Entwicklung in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011, in denen das BIP um preisbereinigt durchschnittlich 0,7% expandierte, sank die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal leicht um 0,2%. Die Verunsicherung durch die Finanz- und Staatsschuldenkrise sowie die konjunkturelle Eintrübung des europäischen sowie des übrigen internationalen Umfelds hinterlassen zunehmend Spuren auch bei der deutschen Wirtschaft.

Zwar sind laut der Deutschen Bundesbank die binnenwirtschaftlichen Voraussetzungen für einen breit angelegten Aufschwung weiterhin gegeben, angesichts der hohen deutschen Außenhandelsorientierung macht der deutschen Konjunktur allerdings die sinkende Nachfrage aus den Hauptabnahmeländern zu schaffen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Binnennachfrage zunehmend an Bedeutung, nachdem in den vergangenen beiden Jahrzehnten ein vielleicht zu starker Fokus auf den Export gelegt worden war.

Nach einem Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr dürfte sich das Expansionstempo der deutschen Wirtschaft auch laut der Deutschen Bundesbank spürbar auf 0,6% verlangsamen. Sollte sich die Verunsicherung der Verbraucher und Konsumenten im Laufe des Jahres etwas verringern, könnte die deutsche Wirtschaft – gestützt durch eine expansive Geldpolitik und die dann allmählich wieder stärker wachsende Weltwirtschaft – bereits im Jahr 2012 auf einen soliden Wachstumspfad zurückkehren. Unter diesen Umständen halten die Experten ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2013 von 1,8% für möglich.

Der weitere Verlauf der europäischen Vertrauens- und Schuldenkrise bleibt von entscheidender Bedeutung für die künftige Wirtschaftsentwicklung. Es spricht aber einiges dafür, dass die dämpfenden Effekte weltweit langsam an Einfluss verlieren, die Weltwirtschaft im weiteren Jahresverlauf wieder etwas mehr Fahrt aufnimmt und sich damit auch die außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft wieder verbessern.

Branchenentwicklung

Der Markt für Geschlossene Fonds stabilisiert sich

Die Branche der Geschlossenen Fonds, die infolge der Finanzkrise drastische Einbußen erlitten hatte, beginnt sich langsam zu stabilisieren, allerdings vorerst noch auf niedrigem Niveau. Die Platzierungszahlen für das Jahr 2011 liegen noch deutlich unter dem hohen Niveau der Vorkrisenjahre, doch ist das Ergebnis besser, als manche Pessimisten erwartet hatten. Das Eigenkapital, das Emissionshäuser bei privaten und institutionellen Anlegern im Berichtsjahr eingeworben haben, ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2% auf 5,9 Mrd. a gestiegen. Mit dem eingeworbenen Eigenkapital wurden Sachwertinvestitionen mit einem Volumen von 9,9 Mrd. a getätigt. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Fondsvolumen damit um 8,4% (Vj. 10,8 Mrd. a). Diese Zahlen wie alle folgenden ergeben sich aus einer Befragung des Verbands Geschlossene Fonds (VGF). Gemessen am platzierten Eigenkapital sind die deutschen und ausländischen Immobilienfonds mit einem Marktanteil von 51,8% nach wie vor eindeutig die beliebteste Anlageklasse, gefolgt von Energiefonds mit einem Marktanteil von 10,9%. Schiffsfonds erzielten einen Marktanteil von 8,7%, gefolgt von Private Equity-Fonds mit 8,0%, Infrastrukturfonds mit 7,1% und Flugzeugfonds mit 5,4%.

investitionsvolumen und platziertes eigenkapital geschlossener fonds

Quelle: VGF

Institutioneller Vertrieb legt zu

Zu dem stabilen Ergebnis haben insbesondere die institutionellen Anleger beigetragen, die 66,8% mehr als im Vorjahr platzierten und damit ihren Anteil am Gesamtmarkt auf 17,8% steigern konnten.

Immobilien sind beliebteste Anlageklasse

Immobilienfonds sind nach wie vor die beliebteste Anlageklasse. Trotz der starken Konkurrenz von Direktinvestitionen konnten über Deutschlandimmobilienfonds 2,3 Mrd. a Eigenkapital platziert werden, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 38,2% entspricht. Auch Immobilienfonds mit Investitionsobjekten im Ausland haben im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 10,0% bei dem platzierten Eigenkapital zugelegt. Damit hat sich diese Assetklasse auch – und vielleicht gerade – in der Finanzkrise als sehr beständig erwiesen.

Platzierungen bei Schiffsfonds weiter rückläufig

Das Platzierungsvolumen bei Schiffsfonds ist demgegenüber weiter rückläufig und gegenüber dem Vorjahr um 49,2% auf rund 505,7 Mio. a zurückgegangen. Darin enthalten sind Eigenkapitalerhöhungen von rund 104,2 Mio. a. Anleger haben diese Mittel gewährt, um die entsprechenden Schifffahrtsgesellschaften mit notwendigem neuen Kapital auszustatten. Es ist davon auszugehen, dass sich das Platzierungsvolumen im Schifffahrtsbereich erst dann erholen wird, wenn auch die gravierende Krise der verschiedenen Schifffahrtsmärkte vorbei ist. Derzeit ist keine isolierte Krise der KG-Schiffe zu beobachten, sondern eine massive Krise der Weltschifffahrt, von der zwangsläufig auch die deutschen Schifffahrts-KGs betroffen sind.

Energiefonds hinter den Erwartungen zurückgeblieben

Obwohl das platzierte Eigenkapital mit 637,1 Mio. a um 23,4% zurückgegangen ist, belegte die Klasse der Energiefonds im Gesamtmarktvergleich erstmalig Platz drei hinter den Immobilienfonds (Deutschland und Ausland). Dieses Ergebnis liegt hinter den Erwartungen, denn die Branche hatte sich darauf eingestellt, dass die Energiewende in Deutschland einen stärkeren Effekt auf die Assetklasse haben würde. In Deutschland fehlte es jedoch oftmals an geeigneten Investitionsobjekten. Mögliche Investitionen an südeuropäischen Standorten wurden angesichts der Staatsschuldenkrise ausgesetzt bzw. in die Zukunft verschoben.

Weitere Assetklassen

Zuwächse gab es bei den Private Equity-, Infrastruktur- und Leasingfonds. In allen anderen Segmenten wurde weniger investiert als im Vorjahr.

Vorsichtiger Optimismus für 2012

Vermittler Geschlossener Beteiligungen sind für das Geschäftsjahr 2012 vorsichtig optimistisch gestimmt – das ergibt eine Anfang des Jahres 2012 durchgeführte Umfrage der Ratingagentur Scope Analysis GmbH unter insgesamt 73 Initiatoren, die mehr als 70% des platzierten Eigenkapitals repräsentieren, sowie unter 87 Banken, Sparkassen und Vermögensverwaltern. Vor allem das grundsätzlich hohe Anlegerinteresse an Sachwertanlagen sei ein Grund, auf eine verbesserte Marktlage zu setzen. Anlass zu Optimismus geben auch die hohe Liquidität und der damit verbundene Anlagedruck bei vielen Anlegern. Zudem verbinden viele Vertriebe mit der erwarteten Marktkonsolidierung bei den Anbietern und der Fokussierung vieler Emissionshäuser auf ihre Kernkompetenzen die Erwartung an qualitativ sehr hochwertige Produkte. Dennoch gehen auch die Optimisten davon aus, dass sich die Verunsicherung am Markt nur langsam auflöst.

Dabei stehen deutsche Immobilien nach wie vor im Fokus der Vermittler. Scope geht daher davon aus, dass Immobilienfonds mit deutschen Objekten wie im Vorjahr das dominante Segment im deutschen Beteiligungsmarkt sein werden. Aktuell stoßen fast nur Immobilienmärkte mit stabilem volkswirtschaftlichen Hintergrund, wie in Deutschland und den Niederlanden, auf das Interesse der Anleger. Die verhaltenen Aussichten für das Schiffssegment sind vor allem auf die zahlreichen negativen Meldungen über Fonds in Schieflage zurückzuführen. Der Vertrieb Geschlossener Schiffsbeteiligungen ist in einem derartigen Umfeld sehr herausfordernd. Auch die Signale aus den Schifffahrtsmärkten deuten nicht auf eine schnelle Erholung hin, denn in den meisten Segmenten hat der Markt mit einem massiven Überangebot an Transportkapazität und infolgedessen mit niedrigen Charterraten zu kämpfen. Scope geht vor diesem Hintergrund nicht von einer schnellen Belebung des traditionellen Schiffssegmentes aus, sieht aber in Nischenmärkten wie beispielsweise Kreuzfahrtschiffen durchaus Möglichkeiten für Platzierungserfolge im Jahr 2012.

Die Ratingagentur geht davon aus, dass sich die Platzierung von Flugzeugfonds in diesem Jahr positiv entwickeln wird. Der Hauptgrund dafür sei, dass die aktuellen Flugzeugfonds stark sicherheitsorientiert sind, das heißt über lange Vertragslaufzeiten sowie über attraktive und bonitätsstarke Leasingnehmer verfügen und in der Regel Betriebskostenrisiken durch entsprechende Vertragsgestaltungen eliminiert sind.

Im Segment Energie erwartet Scope einen stagnierenden bis leicht sinkenden Marktanteil. Die Experten begründen ihre Erwartung damit, dass zahlreiche der Energiefonds in Südeuropa investieren, die aufgrund der makroökonomischen Situation im Vertrieb nur schwer platzierbar sind. Beteiligungen an deutschen Solarprojekten genießen zwar grundsätzlich das Interesse der Anleger, sind jedoch aufgrund der gesunkenen Einspeisevergütungen kaum noch mit attraktiven Renditen darstellbar. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Windenergie für viele Emissionshäuser zunehmend an Bedeutung.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Mehr Transparenz

Bereits seit Mitte 2005 werden die Verkaufsprospekte nach festen Vorgaben erstellt und durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf Vorliegen der gesetzlich geforderten Mindestangaben sowie Verständlichkeit geprüft. Zudem haben sich die VGF-Mitglieder freiwillig verpflichtet, Branchenstandards zur Erhöhung des Vertrauens und Verbesserung der Transparenz einzuhalten. Dazu gehören beispielsweise ein Prospektgutachten eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers für jeden öffentlich angebotenen Fonds und die Erstellung einer jährlichen Leistungsbilanz, die die laufende Performance der vom Anbieter aufgelegten Fonds aufzeigt.

Auch in den Jahren 2012 und 2013 werden weitere regulatorische Vorschriften in Kraft treten, die das Ziel haben, durch schärfere Anforderungen an Anbieter und Vertriebe Geschlossener Fonds den Anlegerschutz weiter zu verbessern und die Transparenz zu erhöhen.

Mit dem Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts und der europäischen Richtlinie über die Verwalter (Manager) Alternativer Investment Fonds (AIFM-Richtlinie), die bis zum Jahr 2013 in nationales Recht umgesetzt werden wird, kommen wesentliche Änderungen auf Anbieter und Vertriebe Geschlossener Fonds zu. Kern des Gesetzes zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts ist das Gesetz über Vermögensanlagen (VermAnlG), dessen wesentliche Regelungen am 1. Juni 2012 in Kraft treten werden.

Die Regelwerke unterscheiden sich in ihrem Anwendungsbereich: Die AIFM-Richtlinie reguliert Verwalter Alternativer Investment Fonds (sog. AIFMs), wozu auch Verwalter Geschlossener Fonds zählen. Eine der wichtigsten Neuerungen durch die AIFM-Richtlinie ist die Zulassungserfordernis des AIFM durch die BaFin. So prüft die BaFin beispielsweise, ob das Emissionshaus ein Risikomanagementsystem für sich und seine verwalteten Fonds betreibt oder aber die erforderlichen Mindesteigenkapitalanforderungen erfüllt. Liegen die Voraussetzungen nicht vor oder fallen sie später weg, versagt bzw. entzieht die BaFin die Zulassung.

Das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts bezieht sich hingegen vornehmlich auf das Produkt selbst und dessen Vertrieb. So erfolgt zukünftig eine umfassendere Prüfung der Verkaufsprospekte durch die BaFin. Die sogenannte Kohärenzprüfung soll aufzeigen, ob die Verkaufsprospekte inhaltlich schlüssig und frei von Widersprüchen sind. Die Transparenz für die Anleger zu erhöhen ist auch Ziel des Vermögensanlagen-Informationsblattes (VIB), das komprimierte Informationen zum angebotenen Fonds enthält. Auch im Vertrieb ändert sich einiges: Jeder Berater wird in einem Register erfasst, der Vertrieb muss die Beratung dokumentieren, den Anleger aufklären, seine persönlichen Verhältnisse und Ziele ermitteln und Provisionen offenlegen.

Lloyd Fonds beobachtet den europäischen und nationalen Gesetzgebungsprozess und bereitet sich intensiv auf die Umsetzung der Regulierungen vor. Das Unternehmen schließt nicht aus, dass infolge der Regulierung Teile der Konzernstruktur und möglicherweise des Geschäftsmodells angepasst werden müssen. Als Mitglied des VGF unterstützt Lloyd Fonds eine weitgehende Regulierung für Geschlossene Fonds und hat sich entsprechend schon frühzeitig dafür eingesetzt.

Geschäftsverlauf und Wirtschaftliche Lage

Wesentliche Ereignisse 2011

Kapitalerhöhung 2011

In einem unverändert angespannten Branchenumfeld für Geschlossene Fonds ist es Lloyd Fonds im Geschäftsjahr 2011 gelungen, Maßnahmen zur Stärkung des Unternehmens und Überwindung der wirtschaftlichen Herausforderungen einzuleiten. Maßgeblich war hier, dass mit der Kapitalerhöhung zum Jahresende 2011 und der anschließenden Enthaftungszahlung Anfang des Jahres 2012 die Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Entscheidend war darüber hinaus, dass sehr attraktive neue Fondsprodukte mit erheblich geringerem Risiko für Lloyd Fonds und die Anleger auf den Markt gebracht werden konnten. Damit hat die Lloyd Fonds AG im vergangenen Jahr die Weichen für die positive Weiterentwicklung des Unternehmens gestellt.

Zum Ende des Berichtszeitraumes hat die Lloyd Fonds AG eine Kapitalerhöhung mit mittelbaren Bezugsrechten für die Aktionäre erfolgreich abgeschlossen. Die Kapitalerhöhung war durch die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft AMA Capital Partners LLC garantiert worden, sofern diese sich über den ACP Fund V LLC mit mindestens 30,0% und maximal 49,9% an dem Emissionshaus beteiligen kann. Insgesamt wurden 14,7 Mio. junge Aktien zu einem Preis von je 1,00 a platziert, sodass Lloyd Fonds ein Bruttoemissionserlös von 14,7 Mio. a zugeflossen ist. Der Emissionserlös wurde zum Teil dafür genutzt, im Januar 2012 den mit den finanzierenden Banken vereinbarten und nochmals reduzierten Enthaftungsbetrag in Höhe von 10,0 Mio. a zu leisten. Damit ist die Enthaftung der Lloyd Fonds AG von sämtlichen Eventualverbindlichkeiten, die Gegenstand der im April 2010 vertraglich vereinbarten Bankenvereinbarung waren, vollumfänglich vollzogen. Im Rahmen der Kapitalerhöhung hat die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft AMA Capital Partners LLC über den ACP Fund V LLC eine Beteiligung an der Lloyd Fonds AG in Höhe von bis zu 49,9% angestrebt und hält diesen Anteil nunmehr.

Außerordentliche Hauptversammlung 2011

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 5. Dezember 2011 wurden neben der Beschlussfassung über die Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft auch Beschlüsse über Satzungsänderungen zur Erweiterung des Aufsichtsrats von drei auf sechs Mitglieder und über die Wahl zum Aufsichtsrat gefasst. Der Aufsichtsrat wurde folglich um drei Vertreter des US-Investors erweitert und damit von drei auf sechs Mitglieder aufgestockt.

Die Zulassung der Aktien aus der Kapitalerhöhung zum Handel im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgt nach Billigung des Emissionsprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Der Emissionsprospekt wird auf der Basis des Konzern- und Jahresabschlusses 2011 erstellt. Die neuen Aktien sollen Ende Mai 2012 die Börsenzulassung erlangt haben.

Ordentliche Hauptversammlung 2011

Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 30. August 2011 endeten die Amtszeiten der Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr. Eckart Kottkamp sowie Dr. Thomas Duhnkrack. Aus diesem Grund waren Wahlen erforderlich. Beide wurden jeweils für eine weitere Amtszeit bestätigt. Prof. Dr. Eckart Kottkamp behält den Vorsitz des Aufsichtsrats und Dr. Thomas Duhnkrack bleibt sein Stellvertreter.

Kostenreduzierung

Das Kostensenkungsprogramm wurde auch im Berichtsjahr fortgesetzt mit dem Ziel, die Personal- und Mietkosten dauerhaft mindestens durch die wiederkehrenden Erlöse aus den Vergütungen für die laufende Treuhandtätigkeit und Managementeinnahmen abzudecken. Zur Reduzierung des Personalaufwandes wurden neben der natürlichen Fluktuation gegenüber rund 20% der Belegschaft Kündigungen ausgesprochen. Weiterhin hat Lloyd Fonds rund ein Drittel der Bürofläche untervermietet, was die Mietund Mietnebenkosten reduziert und zu einer Entlastung der Sachkosten beigetragen hat.

Produkte

Im Neugeschäft startete Lloyd Fonds zunächst nur mit zwei Fondsprodukten in das Berichtsjahr. So wurde im ersten Quartal der Restbestand des Immobilienfonds "Hotel Leipzig Nikolaikirche" platziert, woraufhin der Fonds erfolgreich geschlossen werden konnte. Weiter in der Platzierung blieb der Zweitmarktfonds "Best of Shipping III", der aufgrund seines innovativen Fondskonzepts mit dem Feri-Award 2011 prämiert wurde.

Im weiteren Jahresverlauf hat das Unternehmen neue attraktive Fondsprodukte entwickelt, die von unabhängiger Seite vielfach ausgezeichnet wurden. Den Auftakt machte Lloyd Fonds mit dem Immobilienfonds "Holland Utrecht". Damit setzte das Unternehmen seine erfolgreiche Fondsserie mit holländischen Immobilien fort. Mitte des Jahres 2011 knüpfte Lloyd Fonds an die Erfolge von zwei in der Vergangenheit aufgelegten Energiefonds an und startete mit dem "Lloyd Fonds Energie Europa" eine neue Generation von Geschlossenen Fonds in der Assetklasse Energie. Hierfür wurde Anfang des Jahres 2011 ein vierköpfiges Expertenteam, das zuvor bei der Commerzbank im Bereich der internationalen Finanzierung von Energieprojekten gearbeitet hatte, eingestellt.

In der Assetklasse Transport wurde mit dem "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" ein Flugzeugfonds entwickelt, der zwei Spitzenreiter der Luftfahrtbranche in einem erstklassigen Beteiligungsangebot vereint: den A380 und die weltweit renommierte Fluggesellschaft Singapore Airlines, die als Leasingnehmerin des modernsten und größten Passagierflugzeuges der Welt agiert.

In Anbetracht des von Unsicherheit und Nervosität geprägten Kapitalmarktumfeldes verharrte die Nachfrage nach Geschlossenen Fonds auf dem schwachen Niveau des Vorjahres, sodass auch Lloyd Fonds seine prognostizierten Platzierungszahlen für das Gesamtjahr 2011 nicht erreichen konnte.

KALP – Automatische Laschplattform

Die KALP GmbH, an der Lloyd Fonds mit 45,1% beteiligt ist, konnte die Entwicklung der ersten automatischen Laschplattform für die Be- und Entladung von Containerschiffen erfolgreich fortsetzen. Mit dieser innovativen Technologie wird der letzte manuelle Handgriff im globalen Containertransport automatisiert. Damit leistet die KALP GmbH einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsschutz in den Häfen und zur Wettbewerbsfähigkeit der Terminalbetreiber. Ende des Jahres 2011 wurden Verhandlungen mit der finnischen Cargotec-Gruppe aufgenommen mit dem Ziel, einen globalen Lizenzvertrag abzuschließen. Wegen dieser Verhandlungen wurde ein ursprünglich zur Finanzierung von KALP gestartetes Beteiligungsangebot, das als Private Placement strukturiert war, gestoppt. Im Februar 2012 wurde der angestrebte Lizenzvertrag unterzeichnet. Damit steht der produktionsreifen Entwicklung und weltweiten Vermarktung der automatischen Laschplattform als technischer Weltneuheit nichts mehr im Weg.

Leistungsbilanz

Lloyd Fonds hat seine Leistungsbilanz für das Jahr 2010 turnusgemäß erstellt. Darin wird der wirtschaftliche Verlauf der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelegten 102 Geschlossenen Fonds dokumentiert. Die 16 bisher aufgelösten Fonds führten zu einer substanziellen Vermögensmehrung für die Anleger. Die Fonds haben für die Anleger bei einer durchschnittlichen Laufzeit von knapp vier Jahren einen durchschnittlichen gewichteten Vermögenszuwachs nach Steuern von 9,5% p. a. erzielt. Bei den laufenden Fonds liegt der bisher realisierte Mittelrückfluss auf Anlegerebene bei 4,2% pro Jahr bezogen auf das investierte Anlegerkapital. Die Segmente Immobilien und Energie haben sich als sicherheitsorientierte Investments bewährt und im Schnitt ihre Prognosen bisher sogar übertroffen.

Transparenz-Auszeichnung

Zur Mitte des Berichtsjahres wurde Lloyd Fonds gemäß einer unabhängigen Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) als Emissionshaus mit dem besten Service und der höchsten Transparenz gegenüber Anlegern und Vertriebspartnern ausgezeichnet. Von insgesamt sieben getesteten sehr namhaften Emissionshäusern belegte Lloyd Fonds bei fast allen Bewertungen sowie im Gesamtergebnis den ersten Platz.

Zudem ist Lloyd Fonds ein Vorreiter in der Branche bei der transparenten Darstellung der Entwicklung der laufenden Fonds. So hat sich Lloyd Fonds als erstes Unternehmen im Markt beginnend mit dem Immobilienfonds "Holland Utrecht" entschieden, Neuemissionen während der gesamten Laufzeit in ihrer Entwicklung überwachen und analysieren zu lassen – objektiv und unabhängig durch die Ratingagentur Scope. Vertriebe und Anleger erhalten so laufend mindestens einmal jährlich eine umfassende aktuelle Leistungsüberprüfung durch einen externen Prüfer. Dafür ist die Lloyd Fonds AG mit dem Transparenz Award 2011 ausgezeichnet worden.

Entwicklung in den Assetklassen

Transport

Die Charterraten auf den Schifffahrtsmärkten bewegten sich zwischenzeitlich kurzfristig fast wieder auf Vorkrisenniveau. Allerdings belasteten im Jahresverlauf die sich verschärfende Eurokrise und der zunehmende Wettbewerb führender Linienreedereien um Marktanteile die Schifffahrtsmärkte im zweiten Halbjahr 2011 deutlich.

Analog führte die nur kurz anhaltende Erholung im Bereich der Containerschifffahrt nur vorübergehend zu höheren Umsätzen am Zweitmarkt. Leider haben sich die Aussichten zum Ende des Jahres wieder verschlechtert, was die Aussetzung bzw. Verschiebung einiger Auszahlungen seitens der Schifffahrtsgesellschaften zur Folge hatte. Vermehrt auftretende Restrukturierungskonzepte führten zu Verunsicherung der Anleger und somit zu einem erhöhten Beteiligungsangebot, jedoch verharrte die Nachfrage aufgrund teilweise fehlender Liquidität auf einem geringen Niveau. Zum Jahresende fiel der durchschnittlich gehandelte Kurs auf ein Allzeittief von rund 41% bezogen auf den Nominalbetrag der Beteiligungen. Gleichzeitig wirkt sich diese Entwicklung jedoch positiv auf den Zweitmarktfonds "Best of Shipping III" aus, da die rückläufigen Ankaufkurse für Schiffsbeteiligungen günstige Konditionen bieten.

Insgesamt hat die Assetklasse Transport des Lloyd Fonds-Konzerns im Berichtsjahr 21,6 Mio. a (Vj. 49,1 Mio. a) Eigenkapital platziert, das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 27,5 Mio. a bzw. 56,0%. Ohne Berücksichtigung des Private Placements für zwei Schiffe in Höhe von 22,0 Mio. a am Jahresende 2010 verringert sich der Rückgang im Jahresvergleich auf 5,5 Mio. a. Auf den Bereich Schifffahrt entfielen 7,6 Mio. a (Vj. 46,4 Mio. a). Da Lloyd Fonds im Berichtsjahr keine klassischen Schiffsfonds in der Platzierung hatte, entspricht das über Schiffsfonds eingeworbene Eigenkapital exakt dem über Bestandsfonds platzierten Restrukturierungskapital (Vj. 24,4 Mio. a). Auf Flugzeuge entfielen 7,9 Mio. a (Vj. 1,9 Mio. a) und auf den Zweitmarkt 6,1 Mio. a (Vj. 0,8 Mio. a) des Platzierungsvolumens.

Gemäß dem Branchenverband VGF platzierte die gesamte Branche über Schiffsfonds 505,7 Mio. a und damit im Vergleich zum Vorjahr 49,2% weniger Eigenkapital (Vj. 996,3 Mio. a). Über Kapitalerhöhungen wurden davon 104,2 Mio. a (Vj. 285,6 Mio. a) eingeworben, was einem Rückgang von 63,5 % entspricht. Über Flugzeugfonds platzierte die gesamte Branche im Berichtsjahr 316,3 Mio. a (Vj. 607,1 Mio. a). Dies ist ein Platzierungsrückgang von 47,9%.

Seit Anfang August ist das Beteiligungsangebot "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" im Vertrieb. Der Flugzeugfonds ist das nunmehr vierte Beteiligungsangebot der Lloyd Fonds AG in diesem Segment. Der aktuelle Fonds vereint zwei Spitzenreiter der Luftfahrtbranche in einem erstklassigen Beteiligungsangebot: Leasingnehmer des modernsten und größten Passagierflugzeuges der Welt ist Singapore Airlines. Mehrheitseigner der Airline ist Temasek Holdings, ein staatliches Unternehmen Singapurs, das von den Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's jeweils mit der Bestnote AAA bzw. Aaa bewertet wurde.

Das Investitionskapital des "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" beträgt 204,7 Mio. US-\$ (inkl. 5% Agio), das Emissionskapital liegt bei 87,7 Mio. US-\$. Anleger können den Fonds ab 15 Tsd. US-\$ zeichnen, die Fondslaufzeit soll 15 Jahre betragen. Die prognostizierten Auszahlungen betragen anfänglich 7,2% p. a. und steigen auf 14% p. a. Der Gesamtmittelrückfluss ist mit rund 210% vor Steuern prospektiert.

Bei der Fondskonzeption ist es Lloyd Fonds gelungen, den Flugzeugankauf vollständig vorzufinanzieren. In dem Fonds gibt es insgesamt drei Finanzierungstranchen von ausländischen Finanzierungspartnern, von denen die beiden Junior-Tranchen plangemäß Stück für Stück durch das Eigenkapital der Anleger ersetzt werden. Für den Fall, dass die Platzierung nicht vollständig erfolgreich verläuft, bleiben die Junior-Tranchen prospektgemäß langfristig Teil der Finanzierung. Insoweit besteht sowohl für die Anleger als auch für Lloyd Fonds kein Rückabwicklungsrisiko, was den Fonds von aktuellen Wettbewerbsangeboten unterscheidet. Der Fonds wurde Anfang des Jahres 2012 von der Ratingagentur Scope Analysis mit dem Rating "AA-", von TKL.Fonds mit "sehr gut" und von FondsMedia als "Premiumprodukt" bewertet.

Immobilien

In der Assetklasse Immobilien platzierte Lloyd Fonds im Berichtsjahr im In- und Ausland 6,9 Mio. a Eigenkapital (Vj. 33,7 Mio. a). Die gesamte Branche platzierte gemäß VGF im Berichtsjahr über Immobilienfonds rund 3,0 Mrd. a bzw. 29,1% mehr Eigenkapital (Vj. 2,3 Mrd. a) als im Jahr 2010.

Während Lloyd Fonds im Vorjahr die maßgeblichen Tranchen von zwei Immobilienfonds mit Eigenkapitalvolumina in Höhe von 18,5 Mio. a und 18,2 Mio. a innerhalb kurzer Zeit voll platzieren konnte, gab es im Jahr 2011 nur einen neuen Fonds in dieser Assetklasse. Zunächst wurde der Restbestand des Immobilienfonds "Motel One Leipzig" (1,2 Mio. a) mit einem Gesamteigenkapitalvolumen von 8,0 Mio. a voll platziert. Dieser Hotelimmobilienfonds investiert in einen Neubau der Motel One-Gruppe in der historischen Altstadt Leipzigs. Das Analysehaus Scope hat den Fonds mit "A-" bewertet.

Lloyd Fonds setzte im Jahr 2011 seine erfolgreiche Fondsserie mit holländischen Immobilien fort: "Holland Utrecht" investiert in eine Büroimmobilie in der niederländischen Randstad, einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Der siebenstöckige Büroneubau in Utrecht ist für mindestens zehn Jahre an die Deloitte Holding B.V. vermietet. Die Gesellschaft gehört zum weltweit größten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen und wird das Gebäude als neue "Meeting-Europazentrale" nutzen. Der Mietvertrag kann anschließend für jeweils fünf Jahre verlängert werden. Das geplante Investitionsvolumen von "Holland Utrecht" liegt bei rund 30,3 Mio. a (inkl. 5% Agio), das Emissionskapital (inkl. 5% Agio) bei 16,3 Mio. a. Die geplante Fondslaufzeit beträgt zehn Jahre. Die jährlichen Ausschüttungen sind mit durchgehend 6% prognostiziert und der Gesamtmittelrückfluss ist mit 171,4% vor Steuern prospektiert. Die Steuerbelastung ist durch das Doppelbesteuerungsabkommen für den Anleger sehr gering. Anleger können Fondsanteile ab einem Mindestbetrag von 10.000 a zeichnen. Der Fonds wurde von den unabhängigen Analysehäusern G.U.B. mit "sehr gut", von TKL.Fonds mit "gut" und von Scope Anfang des Jahres 2012 mit dem Rating "A" bewertet.

Energie

In der zu Jahresanfang 2011 neu etablierten Assetklasse Energie sind im Berichtsjahr 10,0 Mio. a Eigenkapital platziert worden. Branchenweit wurden über Energiefonds im Berichtsjahr 637,1 Mio. a Eigenkapital platziert (Vj. 832,2 Mio. a). Mit dem "Lloyd Fonds Energie Europa" startete Lloyd Fonds in eine neue Generation von Geschlossenen Fonds im Segment Energie. Das Angebot investiert zu gleichen Teilen in Wind- und Solarenergieanlagen in vier westeuropäischen Ländern. Die Diversifizierung über die beiden Leitmärkte im Bereich erneuerbare Energien und die breite geografische Streuung sorgen für eine maximale Stabilität des Investments. Darüber hinaus verfügen 80% der Anlagen (bezogen auf das Investitionsvolumen) über Ist-Ertragsdaten von mehr als einem Jahr, wodurch die gesamte Kalkulation des Fonds auf belastbaren Daten basiert.

Wie auch beim Flugzeugfonds ist es der Lloyd Fonds AG auch bei diesem Beteiligungsangebot gelungen, bezüglich der Anbindung der Projekte nicht in die Vorfinanzierung zu gehen. Das geplante Investitionsvolumen des "Lloyd Fonds Energie Europa" sowie dessen Projektgesellschaften liegt bei 144,7 Mio. a, das Emissionskapital bei 70,0 Mio. a. Die Fondslaufzeit ist mit 17 Jahren prospektiert. Die jährlichen prognostizierten Auszahlungen belaufen sich auf anfänglich 7% ansteigend auf 10% des investierten Eigenkapitals. Der Gesamtmittelrückfluss ist mit rund 202% vor Steuern prospektiert. Der Fonds wurde von der Ratingagentur Scope Anfang des Jahres 2012 mit dem Rating "A", von G.U.B. mit "sehr gut" und von Feri EuroRating Services mit "A" ausgezeichnet. Ferner gewann der Fonds den Financial Advisors Award 2011 des Magazins "Cash" in der Kategorie Geschlossene Fonds im Segment Erneuerbare Energien.

Im Rahmen der sukzessiven Einwerbung des Kommanditkapitals wurden im Jahr 2011 bereits zwei der prospektierten Projektgesellschaften angekauft. Wie prognostiziert sind inzwischen alle Projekte fertiggestellt und speisen Strom in das jeweilige Netz zu den prospektierten Vergütungen ein. Sowohl operativ als auch hinsichtlich des Investitionskostenbudgets hat sich der Fonds plangemäß entwickelt und unterstreicht dadurch die robuste Kalkulation des Produktes.

Zielerreichung

Das im Berichtsjahr platzierte Eigenkapital in Höhe von 38,5 Mio. a hat sowohl den Vorjahreswert von 83,0 Mio. a als auch die Zielgröße von 150 Mio. a für das Jahr 2011 verfehlt. Die Differenz ist in erster Linie dem Umstand geschuldet, dass Lloyd Fonds mit lediglich zwei Fonds ins das Berichtsjahr startete und die beiden großvolumigen Fonds "Lloyd Fonds Energie Europa" und "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" erst zur Jahresmitte auf den Markt bringen konnte. Die Entwicklungszeit für beide Fonds, bei denen bewusst auf eine Garantie für mögliche Zwischenfinanzierungen durch Lloyd Fonds verzichtet wurde, war länger als gedacht. Die Entwicklungsarbeit war gerade wegen der neuen Finanzierungsstruktur ohne Risiko für Lloyd Fonds deutlich komplizierter.

Dazu spitzte sich in der zweiten Jahreshälfte die Finanz- und Eurokrise dramatisch zu. In der Folge entwickelte sich die Investitionszurückhaltung der Anleger gegenüber Geschlossenen Fonds zu einer zwischenzeitlichen Platzierungskrise, die sich auch auf andere Finanzanlageprodukte auswirkte. Trotz der vielfach prämierten neuen Fondsangebote gelang es Lloyd Fonds im Jahr 2011 noch nicht, die ab 2009 verlorenen Marktanteile zurückzugewinnen. Dies wird nun Aufgabe für das Jahr 2012 sein.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Trotz eines im Vergleich zum Vorjahr unverändert angespannten Branchenumfeldes und eines Konzernverlustes ist es Lloyd Fonds gelungen, seine Bilanzstruktur im Geschäftsjahr 2011 zu verbessern. Dazu trug zum einen die Erhöhung des Grundkapitals von 12,7 Mio. a auf 27,5 Mio. a bei. Zum anderen konnte durch die Reduzierung der Enthaftungssumme die dafür in den Vorjahren gebildete Rückstellung anteilig aufgelöst und so die Verpflichtungen des Unternehmens reduziert werden.

Mit Zahlung der Enthaftungssumme im Januar 2012 konnte die im April 2010 mit den finanzierenden Banken ratifizierte Enthaftungsvereinbarung erfolgreich abgeschlossen und so die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig gesichert werden. Nachdem bereits im Vorjahr der Bestand an liquiden Mitteln erhöht werden konnte, führte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, der im Wesentlichen auf Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung zurückzuführen ist, zu einem erneuten Anstieg des Liquiditätsbestandes zum Jahresende.

Das operative Geschäft war im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich geprägt von einer Investitionszurückhaltung der Anleger gegenüber Geschlossenen Fonds, die sich in der zweiten Jahreshälfte im Zuge der Finanz- und Eurokrise zu einer zwischenzeitlichen Platzierungskrise steigerte. In diesem Umfeld emittierte Lloyd Fonds in den Assetklassen Transport, Immobilien und Energie jeweils einen neuen Fonds, die von unabhängiger Seite vielfach ausgezeichnet wurden. Im Vergleich zum Konzernergebnis des Vorjahres, das stark durch Sondereffekte beeinflusst war, spiegelt das Konzernergebnis 2011 die unverändert angespannte Marktsituation für Geschlossene Fonds wider. Das im Berichtsjahr platzierte Eigenkapital in Höhe von 38,5 Mio. a verfehlte sowohl die eigenen Prognosen als auch den Vorjahreswert von 83,0 Mio. a.

Entscheidend für den zukünftigen operativen Erfolg des Lloyd Fonds-Konzerns wird sein, im Bereich Immobilien neue hochwertige Beteiligungsangebote anzubieten und im Bereich Schifffahrt innovative Finanzierungsmodelle zur Re- und Umfinanzierung von Bestandsfonds zu entwickeln. Vor dem Hintergrund des strukturellen Wandels an den Finanzmärkten und des angespannten Branchenumfeldes hat der Vorstand im ersten Quartal 2012 weitere Maßnahmen verabschiedet, um die operativen Prozesse und Kostenstrukturen im Lloyd Fonds-Konzern zu optimieren. Auf dieser Basis rechnet Lloyd Fonds mit einer Reduzierung der Personalkosten um rund 25% im Jahr 2012 gegenüber dem Berichtsjahr. Auf der Ertragsseite arbeitet Lloyd Fonds an einer Stabilisierung der wiederkehrenden Erlöse aus Managementeinnahmen und Treuhandgebühren.

ERTRAGSLAGE

Nachdem das Konzernergebnis des Vorjahres insbesondere durch den positiven Ergebniseffekt aus der Entkonsolidierung des Fonds Immobilienportfolio Köln Ende Juni 2010 beeinflusst wurde, ist das Konzernergebnis 2011 in Höhe von -2.900 Ta geprägt durch das anhaltend schwierige Marktumfeld für Geschlossene Fonds.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Lloyd Fonds-Konzerns werden in der nachfolgenden Analyse eingehend erläutert.

Die Ertragslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

2011 2010
in Ta
Umsatzerlöse 14.290 19.307
Materialaufwand -4.497 -6.031
Personalaufwand -8.765 -8.643
Abschreibungen und Wertminderungen -1.318 -2.380
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3.961 130
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 379 1.978
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -3.872 4.361
Finanzergebnis 349 -3.136
Ergebnis vor Steuern (EBT) -3.523 1.225
Ertragsteuern 623 1.454
Konzernjahresergebnis -2.900 2.679

Bei den Umsatzerlösen kam es im Einzelnen zu folgenden Veränderungen:

2011 2010
in Ta
Platzierung von Beteiligungskapital
und Platzierungsgarantien
2.766 4.474
Projektierung 705 386
Finanzierungsvermittlung 300 2.106
Managementtätigkeit 2.990 3.133
Treuhandtätigkeit 7.462 7.441
Mieterlöse 1.733
Sonstige 67 34
Umsatzerlöse 14.290 19.307

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sind die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2011 um 5.017 Ta auf 14.290 Ta gesunken. In den Umsätzen des Vorjahres sind unter anderem Mieterlöse in Höhe von 1.733 Ta enthalten, die aus der zwischenzeitlichen Einbeziehung des Fonds Immobilienportfolio Köln resultierten. Des Weiteren kam es bei den Erlösen aus der Platzierung von Beteiligungskapital und Platzierungsgarantien zu einem Rückgang um 1.708 Ta auf 2.766 Ta. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere das niedrige Platzierungsniveau 2011 mit insgesamt 38,5 Mio. a (Vj. 83,0 Mio. a). In dem platzierten Eigenkapital sind zudem 7,6 Mio. a (Vj. 24,4 Mio. a) Restrukturierungskapital enthalten, die zu keinen Provisionserlösen führen.

Insbesondere die Initiierung von drei neuen Fonds im Geschäftsjahr 2011 führte zu einem Anstieg der Umsätze aus der Projektierung von 386 Ta auf 705 Ta.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum haben sich die Erlöse aus Finanzierungsvermittlung von 2.106 Ta auf 300 Ta deutlich verringert. Dies ist zum einen auf die Entwicklung des Platzierungsvolumens im Berichtszeitraum zurückzuführen. Zum anderen werden lediglich für eines der neu initiierten Beteiligungsprodukte Finanzierungsvermittlungsvergütungen berechnet. Des Weiteren enthält der Vorjahreswert Erlöse in Höhe von 627 Ta aus der Zusammenlegung der Schiffsfonds Thira Sea und Tosa Sea.

Die Managementvergütungen 2011 enthalten erbrachte Leistungen für den offenen Schiffsfonds "LF Open Waters OP" über insgesamt 1.151 Ta (Vj. 1.205 Ta) sowie Vergütungen in Höhe von 1.839 Ta (Vj. 1.928 Ta) für das Management laufender Fonds.

Die Erlöse aus Treuhandtätigkeit liegen mit 7.462 Ta leicht über dem Vorjahreswert von 7.441 Ta, was auf einen Anstieg der wiederkehrenden Erlöse aus laufenden Treuhandgebühren von 7.213 Ta im Jahr 2010 auf 7.362 Ta zurückzuführen ist. Die Einrichtungsgebühren, die entsprechend dem Platzierungsfortschritt der Fonds vereinnahmt werden, sind zurückgegangen und betragen 100 Ta (Vj. 228 Ta).

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Posten Materialaufwand um insgesamt 1.534 Ta auf 4.497 Ta gesunken. Dies ist insbesondere auf die Reduzierung von Aufwendungen für Vertriebsprovisionen um 1.267 Ta infolge der dargestellten Entwicklung des platzierten Eigenkapitals zurückzuführen.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2011 beläuft sich auf 8.765 Ta, nach 8.643 Ta im Vorjahr. Eine erneute Verminderung des Personalbestands führte zunächst zu einem Anstieg der Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 409 Ta. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist von 110 in 2010 auf 102 in 2011 gesunken.

Die Abschreibungen und Wertminderungen haben sich im Berichtsjahr um 1.062 Ta auf 1.318 Ta verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr enthaltenen planmäßigen Abschreibungen der drei Büroobjekte des Immobilienportfolios Köln in Höhe von insgesamt 1.218 Ta zurückzuführen, die bis zur Entkonsolidierung des Fonds Ende Juni 2010 erfasst wurden.

Im Berichtsjahr beläuft sich das sonstige betriebliche Ergebnis auf -3.961 Ta, nach 130 Ta im Jahr 2010. Wesentliche Ursache für das bessere Vorjahresergebnis war der Buchgewinn in Höhe von 7.895 Ta, der aus der Entkonsolidierung des Fonds Immobilienportfolio Köln Ende Juni 2010 resultierte. Des Weiteren sind im Vergleich zum Vorjahr u. a. die Rechts- und Beratungsaufwendungen deutlich zurückgegangen (1.836 Ta; Vj. 3.222 Ta). Dies ist insbesondere auf Aufwendungen im Vorjahr in Zusammenhang mit der Enthaftung sowie auf Kosteneinsparungen im Berichtsjahr zurückzuführen. Im Berichtsjahr ergaben sich Erträge in Höhe von 3.650 Ta aus der Auflösung von Rückstellungen infolge der Herabsetzung der Enthaftungssumme von 13.650 Ta auf 10.000 Ta.

In dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in Höhe von 379 Ta (Vj. 1.978 Ta) sind im Berichtsjahr vereinnahmte Beteiligungserträge (810 Ta) sowie anteilige Erträge aus der Anpassung von Beteiligungsbuchwerten (678 Ta) enthalten. Das positive anteilige Ergebnis aus der TVO Income Portfolio L.P. (420 Ta) ist im Wesentlichen auf Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung des Beteiligungsansatzes (240 Ta) sowie auf Wertaufholungen in Höhe von 300 Ta zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die nach der Equity-Methode erfassten anteiligen Ergebnisse der KALP GmbH (-645 Ta) und der Feedback AG (-805 Ta) aus. Das Vorjahresergebnis enthielt zudem Gewinne in Höhe von 2.236 Ta aus der Veräußerung eines 114.000-dwt-Rohöltankers.

Als Folge der dargestellten Entwicklung weist der Lloyd Fonds-Konzern im Jahr 2011 ein Ergebnis aus operativer Tätigkeit (EBIT) in Höhe von -3.872 Ta (Vj. 4.361 Ta) aus.

Das Finanzergebnis in Höhe von 349 Ta (Vj. -3.136 Ta) ist insbesondere auf Fremdwährungsgewinne in Höhe von 381 Ta (Vj. Fremdwährungsverluste in Höhe von 103 Ta) sowie auf Beteiligungserträge in Höhe von 224 Ta (Vj. null) zurückzuführen. Ursächlich für das negative Finanzergebnis des Vorjahres waren im Wesentlichen Bewertungsverluste von Zinsswaps des Immobilienportfolios Köln in Höhe von 2.179 Ta.

Das positive Steuerergebnis des Berichtszeitraums in Höhe von 623 Ta resultiert u. a. aus Erträgen infolge der Ausbuchung von Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 837 Ta. Gegenläufig wirken sich Steuerveranlagungen für Vorjahre aus. Weitere Steueraufwendungen sind insbesondere aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft zwischen der Lloyd Fonds AG (Organträger) und der Lloyd Treuhand GmbH (Organgesellschaft) nur in unwesentlicher Höhe angefallen.

Insgesamt beläuft sich das Konzernperiodenergebnis 2011 auf -2.900 Ta.

Segmentinformationen

Im Folgenden werden weitere Informationen zum Konzernergebnis für die Segmente Transport, Immobilien, Energie und sonstige Assets gegeben. Hinsichtlich der Segmente Treuhand und Fondsmanagement wird auf die allgemeinen Ausführungen zur Ertragslage sowie die weiteren Informationen in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang verwiesen. Neben einer Darstellung des jeweiligen EBIT werden dabei insbesondere die Zusammensetzung und Entwicklung der Umsatzerlöse für jedes berichtspflichtige Segment im Detail erläutert.

Segment Transport

Das Segment Transport umfasst den Ankauf und die Strukturierung von Assets aus den Bereichen Schifffahrt, Luftfahrt und Zweitmarktschiffsfonds, die Finanzierung der Assets durch Vermittlung von Fremdkapital sowie den Vertrieb der Beteiligungsprodukte dieses Segments.

Zusammensetzung des Segment-EBIT:

2011 2010
in Ta
Umsatzerlöse mit externen Kunden 1.651 1.901
Sonstige betriebliche Erträge 778 3.366
Materialeinsatz I -1.183 -1.032
Materialeinsatz II -122 -112
Personalaufwand -1.607 -1.663
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.029 -4.432
Erträge aus Beteiligungen 461 2.399
Abschreibungen und Wertminderungen -538 101
EBIT -1.589 528

Das EBIT des Segments Transport hat sich mit -1.589 Ta im Vergleich zum Vorjahr (528 Ta) deutlich verschlechtert. Dies ist insbesondere auf den Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von 3.366 Ta auf 778 Ta zurückzuführen. Im Vorjahr resultierten diese u. a. aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen auf Forderungen. Darüber hinaus enthielten die Erträge aus Beteiligungen des Geschäftsjahres 2010 Erlöse aus der Veräußerung eines 114.000-dwt-Rohöltankers durch ein assoziiertes Unternehmen in Höhe von 2.236 Ta.

Zusammensetzung der Umsatzerlöse des Segments Transport:

2011 Flugzeuge Zweitmarkt
schiffsfonds
Summe
in Ta
Platzierung von Beteiligungs
kapital und Platzierungsgarantien
779 621 1.400
Projektierung 200 51 251
Summe Umsatzerlöse
mit externen Kunden
979 672 1.651
Platziertes Eigenkapital 7.866 6.120 13.986
Anteil am gesamten platzierten
Eigenkapital *
25,5% 19,8% 45,3%

*Ohne Restrukturierungskapital.

2010 Schifffahrt Flugzeuge Zweitmarkt
schiffsfonds
Summe
in Ta
Platzierung von
Beteiligungskapital
und Platzierungs
garantien
1.051 149 64 1.264
Projektierung 5 5
Finanzierungs
vermittlung
627 1 628
Übrige 4 4
Summe
Umsatzerlöse
mit externen
Kunden
1.678 153 70 1.901
Platziertes
Eigenkapital
22.000 1.853 814 24.667
Anteil am gesam
ten platzierten
Eigenkapital **
37,5% 3,2% 1,4% 42,1%

**Inkl. Fonds der Premium Portfolio-Reihe ohne Restrukturierungskapital.

Die gesamten Umsatzerlöse mit externen Kunden im Segment Transport betragen im Berichtsjahr 1.651 Ta und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 250 Ta vermindert. Im Vorjahr hat Lloyd Fonds 22,0 Mio. a Eigenkapital für zwei Containerschiffe aus der ehemaligen Produktpipeline im Rahmen eines Private Placements platziert und dadurch Erlöse in Höhe von 842 Ta vereinnahmt.

Segment Immobilien

Im Segment Immobilien werden sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Ankauf, der Strukturierung sowie der Finanzierung von Assets aus dem Bereich Immobilien zusammengefasst. Darüber hinaus beinhaltet dieses Segment den Vertrieb von Immobilienfonds.

Zusammensetzung des Segment-EBIT:

2011 2010
in Ta
Umsatzerlöse mit externen Kunden 1.033 6.787
Sonstige betriebliche Erträge 73 360
Materialeinsatz I -765 -3.357
Materialeinsatz II -106 -310
Personalaufwand -818 -1.428
Sonstige betriebliche Aufwendungen -802 -765
Erträge aus Beteiligungen 56
Abschreibungen und Wertminderungen -1.218
EBIT -1.329 69

Bei den Immobilien hat sich das Segment-EBIT im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich verschlechtert. Nach dem leicht positiven Ergebnis des Jahres 2010 in Höhe von 69 Ta kam es im Berichtsjahr zu einem Verlust in Höhe von 1.329 Ta. Ausschlaggebend hierfür ist insbesondere der Rückgang der Umsatzerlöse von 6.787 Ta auf 1.033 Ta. Die Abschreibungen und Wertminderungen des Vorjahres resultierten aus planmäßigen Abschreibungen der drei Büroobjekte des Immobilienportfolios Köln in Höhe von 1.218 Ta, die bis zur Entkonsolidierung des Fonds im Juni 2010 aufwandswirksam erfasst wurden.

Zusammensetzung der Umsatzerlöse des Segments Immobilien:

2011 2010
643 3.195
90 380
300 1.479
1.733
1.033 6.787
6.884 33.728
22,3% 57,5%

*Ohne Restrukturierungskapital.

Die Erlöse aus der Platzierung von Beteiligungskapital und Platzierungsgarantien haben sich von 3.195 Ta im Vorjahr auf 643 Ta im Geschäftsjahr 2011 vermindert. Ausschlaggebend hierfür ist die Entwicklung des platzierten Eigenkapitals in diesem Segment. Dieser Effekt ist ebenso ursächlich für den Rückgang der Erlöse aus der Finanzierungsvermittlung. Die Mieterlöse des Vorjahres resultierten aus der zwischenzeitlichen Einbeziehung des Immobilienportfolios Köln.

Segment Energie

Im Berichtsjahr wurde der Segmentbericht um das Segment Energie erweitert. In diesem werden sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Ankauf, der Strukturierung sowie der Finanzierung von Assets aus dem Bereich Energie zusammengefasst. Darüber hinaus beinhaltet dieses Segment den Vertrieb von Energiefonds.

Zusammensetzung des Segment-EBIT:

2011
in Ta
Umsatzerlöse mit externen Kunden 1.029
Sonstige betriebliche Erträge 129
Materialaufwand I -872
Materialaufwand II -181
Personalaufwand -940
Sonstige betriebliche Aufwendungen -117
Erträge aus Beteiligungen 26
EBIT -926

Zusammensetzung der Umsatzerlöse des Segments Energie:

2011
in Ta
Platzierung von Beteiligungskapital und
Platzierungsgarantien
724
Projektierung 305
Summe Umsatzerlöse mit externen Kunden 1.029
Platziertes Eigenkapital 10.015
Anteil am gesamten platzierten Eigenkapital * 32,4%

*Ohne Restrukturierungskapital.

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres wurden mit dem neu aufgelegten Fonds Energie Europa erwirtschaftet.

Segment sonstige Assets

Im Segment sonstige Assets werden Leistungen im Zusammenhang mit der Konzeption und dem Vertrieb von Fonds, die nicht den Kernbereichen Transport, Immobilien und Energie zuzuordnen sind, zusammengefasst.

Zusammensetzung des Segment-EBIT:

2011 2010
in Ta
Umsatzerlöse 107 10
Sonstige betriebliche Erträge 2 774
Materialaufwand I -31
Materialaufwand II -8 -9
Personalaufwand - -6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -937 -246
Erträge aus Beteiligungen 311 264
Abschreibungen -68
Ergebnis der operativen
Geschäftstätigkeit (EBIT)
-624 787

Das negative EBIT des Segments in Höhe von -624 Ta (Vj. 787 Ta) ist im Wesentlichen auf Wertminderungen auf Forderungen aus der Eigenkapitalvermittlung des Fonds Premium Portfolio I (-724 Ta) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Verbindlichkeiten für ausstehende Vertriebsleistungen für diesen Fonds (714 Ta).

Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich in der Kurzübersicht zum Jahresende 2011 und 2010 wie folgt dar:

Aktiva 2011 2010
in Ta
Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte
1.209 1.757
Finanzanlagen 22.464 28.067
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 10.428 10.141
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente
16.947 11.539
Bilanzsumme 51.048 51.504
Passiva 2011 2010
in Ta
Konzerneigenkapital 18.390 7.974
Latente Steuerverbindlichkeiten 664 607
Finanzschulden 13.640 13.939
Übrige Verbindlichkeiten 18.354 28.984
Bilanzsumme 51.048 51.504

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2011 ist gegenüber dem Jahresende 2010 um 456 Ta auf 51.048 Ta zurückgegangen. Auf der Aktivseite haben sich insbesondere die Finanzanlagen um insgesamt 5.603 Ta auf 22.464 Ta vermindert. Die Buchwerte der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen haben sich um 4.927 Ta auf 11.093 Ta reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf Ausschüttungen von Beteiligungsergebnissen zurückzuführen. Entsprechend gemindert wurden in diesem Zusammenhang im Konzernabschluss erfasste Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen. Die Buchwerte der als zur Veräußerung verfügbar eingestuften Beteiligungen des Konzerns sind insbesondere aufgrund von Wertminderungen um insgesamt 676 Ta gesunken.

Gegenläufig entwickelten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Insbesondere die Barkapitalerhöhung ist eine der Ursachen für den Anstieg um 5.408 Ta auf 16.947 Ta. Für eine detaillierte Analyse der Entwicklung der liquiden Mittel wird auf die Erläuterungen zur Finanzlage verwiesen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte von 10.141 Ta auf 10.428 Ta leicht gestiegen. Die Zunahme der Forderungen betrifft im Wesentlichen kurzfristige Darlehensforderungen gegen die Kalp GmbH in Höhe von 1.444 Ta sowie Zahlungen der Einlagen der Altgesellschafter aus der Kapitalerhöhung (778 Ta). Gegenläufig wirken sich Wertminderungen und Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 1.683 Ta aus.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital um 10.416 Ta auf 18.390 Ta zum Bilanzstichtag gestiegen. Der Anstieg resultiert aus der Ausgabe neuer Aktien in Höhe von insgesamt 14.745 Ta. Gegenläufig wirkten sich die Transaktionskosten der Kapitalerhöhung in Höhe von 1.236 Ta, das laufende Konzernergebnis (-2.900 Ta) sowie die Veränderung des sonstigen Ergebnis (OCI) -193 Ta aus.

Die Wertaufholungen bei den Beteiligungen des Konzerns führten zu erfolgsneutral erfassten passiven latenten Steuern in Höhe von 57 Ta und sind Ursache des Anstiegs der latenten Steuerverbindlichkeiten von 607 Ta auf 664 Ta zum 31. Dezember 2011.

Die Finanzschulden haben sich von 13.939 Ta auf 13.640 Ta zum Bilanzstichtag nur leicht vermindert. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf Tilgungsleistungen an Darlehen zur Finanzierung der übernommenen Beteiligungen der Zielfonds des Premium Portfolios Austria zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich Effekte aus der Stichtagsbewertung des US-\$- Darlehens zur Finanzierung der Beteiligung an der TVO Income Portfolio L.P., USA, aus.

Die Reduzierung der übrigen Verbindlichkeiten um 10.630 Ta auf 18.354 Ta ist zu einem großen Teil auf die im Rahmen der Finanzanlagen beschriebene Minderung der Verbindlichkeiten durch Ausschüttungen zurückzuführen. Darüber hinaus konnte durch die Reduzierung der Enthaftungssumme die in den Vorjahren gebildete Rückstellung anteilig in Höhe von 3.650 Ta ertragswirksam aufgelöst werden.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement des Lloyd Fonds-Konzerns erfolgt über den Bereich Finanzen/Treasury. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und die Stärkung der Finanzkraft sind oberstes Ziel des Bereichs. Im Rahmen der Finanzaktivitäten sichert das Finanzmanagement die jederzeitige Liquidität des Konzerns, steuert die Risiken im Bereich der Finanzinstrumente und optimiert das konzernweite Cash-Management. Für diese Zwecke kommt eine rollierende, währungsdifferenzierte Liquiditätsplanung mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten zum Einsatz. Die mittelfristige Finanzplanung wird mit Hilfe eines integrierten Planungstools auf Basis der aktuellen Businessplanung für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016 durchgeführt.

Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

2011 2010
in Ta
Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus
Beteiligungen, Zinsen und Steuern
-3.870 2.280
Zahlungsunwirksame Erträge
und Aufwendungen
-1.474 -7.294
Veränderung des Working Capitals -2.316 9.098
Erhaltene Ausschüttungen und Dividenden 1.034 2.935
Erhaltene sowie gezahlte Zinsen
und Ertragsteuern
389 -219
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
-6.237 6.800
Cashflow aus Investitionstätigkeit -270 398
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 11.935 -2.260
Zahlungsunwirksame Veränderung
der Zahlungsmittel
279 408
Nettomittelzufluss 5.707 5.346
Zahlungsmittel am Beginn der Periode 10.288 6.474
Veränderung des Konsolidierungskreises -1.477
Währungsumrechungsdifferenzen -22 -55
Zahlungsmittel am Ende der Periode 15.973 10.288

Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 6.237 Ta ist zum einen auf das negative Konzernergebnis vor dem Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Steuern zurückzuführen. Zum anderen wirkt sich der Rückgang des Working Capitals in Höhe von 2.316 Ta vermindernd auf den nach der indirekten Methode ermittelten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus. Ausschlaggebend für das geringere Working Capital ist insbesondere der zahlungswirksame Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte. Bei den zahlungsunwirksamen Erträgen handelt es sich insbesondere um die Erträge aus der anteiligen Auflösung der Rückstellung für die Enthaftung (3.650 Ta) sowie um unrealisierte Fremdwährungsgewinne. Kompensiert werden diese Erträge zum Teil durch die Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte (1.318 Ta) und die Wertminderungen auf Forderungen sowie Forderungsausfälle (1.683 Ta).

Ursächlich für die Zahlungsmittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 270 Ta sind u. a. die Gründung von Gesellschaften im Zusammenhang mit neu aufgelegten bzw. sich in der Entwicklung befindlichen Beteiligungsangeboten des Konzerns sowie der Erwerb von Anteilen an der Feedback AG.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (11.935 Ta) ist im Wesentlichen auf Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die Kosten der Kapitalerhöhung sowie Darlehenstilgungen aus.

Ausschlaggebend für die zahlungsunwirksame Veränderung der Zahlungsmittel in Höhe von 279 Ta ist die Freigabe von als Sicherheit hinterlegten Bankguthaben.

Unter Berücksichtigung der dargestellten Veränderungen und der Währungsumrechnungsdifferenzen (-22 Ta) ist der Bestand an freien Zahlungsmitteln im Berichtsjahr um 5.685 Ta von 10.288 Ta auf 15.973 Ta gestiegen.

Hinsichtlich der wesentlichen Rückstellungen und der Eventualschulden des Konzerns verweisen wir auf den Risikobericht (S. 72 f.) sowie die zusätzlichen Angaben im Konzernanhang (Ziffern 4.5 und 9.2).

Mitarbeiter und Vergütungsbericht

Eine wesentliche Grundlage für den Erfolg von Lloyd Fonds ist die Expertise der Mitarbeiter: Bei Lloyd Fonds arbeiten erfahrene Spezialisten, die für das Asset- und Fondsmanagement, die Akquisition, die Strukturierung neuer Beteiligungsangebote sowie für den Vertrieb, die langfristige Betreuung der Anleger und die Investor Relations-Arbeit zuständig sind.

Lloyd Fonds möchte seine Mitarbeiter als entscheidenden Erfolgsfaktor langfristig an das Unternehmen binden – und bietet ihnen deshalb ein Umfeld, in dem sie ihre Fähigkeiten bestmöglich entfalten und weiterentwickeln können. Zur Unternehmenskultur des Lloyd Fonds-Konzerns gehören flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege. Die Mitarbeiter können sich auf vielfältige Weise einbringen.

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Am 31. Dezember 2011 waren im Lloyd Fonds-Konzern 78 Mitarbeiter beschäftigt (Anzahl ohne Vorstand, Mitarbeiter in Elternzeit, Auszubildende und Aushilfskräfte). Auf die Kernfunktionen in der AG entfielen 54, auf die Lloyd Treuhand GmbH 22 und die Tochtergesellschaft TradeOn GmbH zwei Mitarbeiter. Lloyd Fonds verfügt über einen vergleichsweise jungen Mitarbeiterstamm mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren. Das Geschlechterverhältnis ist nahezu ausgeglichen.

anzahl der mitarbeiter

20 40 60 100 120 Im Laufe des abgeschlossenen Geschäftsjahres hat sich die Anzahl der Mitarbeiter deutlich verringert: Insgesamt waren zum 31. Dezember 2011 rund 31% weniger Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt als zum Jahresende 2010. Dieser Rückgang ist auf den Stellenabbau im Zusammenhang mit den unverändert schwachen Platzierungszahlen der Branche und den zum Halbjahr ausgewiesenen Konzernverlust in Höhe von -4,5 Mio. a zurückzuführen. Die Entlassungen betrafen alle Unternehmensbereiche und Hierarchieebenen. Lloyd Fonds hat seinen Mitarbeitern Abfindungsangebote unterbreitet. Der entsprechende Mehraufwand für 2011 lag bei 0,4 Mio. a und führte zu Personalkosten in Höhe von 8,8 Mio. a (Vj. 8,6 Mio. a).

alter der mitarbeiter

Entlohnung und Anreizsysteme

Der Lloyd Fonds-Konzern legt unverändert großen Wert auf eine partnerschaftliche Beschäftigungspolitik, die die individuellen Interessen der Beschäftigten achtet. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten sowie eine attraktive Entlohnung. Die Mitarbeiter des Lloyd Fonds-Konzerns werden mit fixen und variablen Entgeltbestandteilen entlohnt: Der variable Anteil orientiert sich an der persönlichen Leistung sowie dem Unternehmenserfolg.

Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand

Neben fixen Gehaltsbestandteilen erhalten die Mitglieder des Vorstands erfolgsabhängige Vergütungen in Form von Tantiemen, die jeweils auf einen Maximalbetrag begrenzt sind. Als Bemessungsgrundlage dafür dient der Konzernjahresüberschuss (IFRS) der Lloyd Fonds AG. Die variablen Vergütungen sind entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen mit einem Bonus- und einem Malussystem ausgestattet und verfügen über eine Kurzfrist- sowie seit dem Jahr 2011 über eine deutliche Langfristkomponente.

Aus- und Weiterbildung

Nur mit hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeitern kann Lloyd Fonds seine Leistungsfähigkeit weiter ausbauen. Daher bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern auf der persönlichen und fachlichen Ebene eine Vielzahl von Entwicklungsmöglichkeiten. Hierzu gehören auch gezielte Aufbaukurse zu den einzelnen Assetklassen und Produkten sowie IT-Seminare.

Eine Investition in die Bildung ist eine Investition in die Zukunft und hat für Lloyd Fonds höchste Priorität. Wir möchten deswegen jungen, engagierten Menschen den Einstieg in das Berufsleben ermöglichen. In Kooperation mit der HSBA (Hamburg School of Business Administration) bieten wir Studenten an, studienbegleitend in unserem Team wertvolle Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft zu sammeln und sich zum Bachelor of Arts (B.A.) Business Administration ausbilden zu lassen. Als ersten Einstieg gibt es auch die Möglichkeit eines Praktikums oder der Begleitung von Abschlussarbeiten in verschiedenen Bereichen der Lloyd Fonds-Gruppe.

Produkte und Leistungen

Lloyd Fonds ist als Anbieter hochwertiger Kapitalanlagen im Bereich Geschlossener Fonds in der gesamten Wertschöpfungskette aktiv. Nahezu alle aufgelegten Fonds werden von der unternehmenseigenen Treuhandgesellschaft und von den jeweiligen Fondsmanagementabteilungen betreut. Besonderer Fokus wird auf das Fondsmanagement gelegt, das teilweise in Kooperation mit erfahrenen externen Partnern geleistet wird. Auch bei der Akquise von neuen Produkten bedient sich Lloyd Fonds seines historisch gewachsenen sehr großen Netzwerkes. Die Strukturierung neuer Fonds sowie der im B-to-B-Verfahren erfolgende Vertrieb runden das Leistungsspektrum ab.

Das operative Geschäft konzentriert sich auf das laufende Management der Fonds in mehreren Produktklassen und Marktsegmenten. Lloyd Fonds fokussiert sich bei seinen Sachwertanlagen zunehmend auf die beiden Kompetenzbereiche Transport/ Schifffahrt und Immobilien. Im Berichtsjahr wurde mit dem Bereich Energie eine weitere Assetklasse etabliert. Alle anderen in der Vergangenheit aufgelegten Fonds werden hausintern ebenso qualifiziert betreut. In diesen Assetklassen, z.B. Private Equity und britische Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen, wird es jedoch keine neuen Fonds geben.

Die erfolgreiche Arbeit eines Emissionshauses setzt voraus, attraktive Märkte und Produkte zu identifizieren, daraus einen soliden, den individuellen Bedürfnissen der Kunden entsprechenden Geschlossenen Fonds zu entwickeln und über Vertriebspartner an die Anleger zu verkaufen. Dafür sind umfassende Kenntnisse der jeweiligen Märkte und ein Netzwerk aus etablierten Partnern in allen Produktbereichen erforderlich.

Akquise

In Abhängigkeit von der jeweiligen Produktklasse erwirbt in der Regel eine von Lloyd Fonds initiierte Projektgesellschaft die Anlageobjekte. Der Übernahmezeitpunkt der Sachwertinvestitionen ist dabei flexibel: Er erfolgt vor der Platzierung eines Fonds, während der Platzierungsphase oder nach Einwerbung des Eigenkapitals bei den Anlegern. Bei der Anbindung neuer Projekte profitiert Lloyd Fonds von vielfältigen internationalen Kontakten und einem breiten Partnernetzwerk.

Fondsentwicklung

Die Entwicklung neuer Anlageprodukte folgt dem Anspruch der Lloyd Fonds AG, den Anlegern solide und verständliche Sachwertinvestitionen mit abschätzbaren Zahlungsströmen und gutem Chancen-Risiko-Profil anzubieten. Vor allem müssen die langfristigen Perspektiven der aufgelegten Fonds attraktiv sein.

Insbesondere im Bereich Schifffahrt ist aufgrund der Historie und gewachsenen Erfahrung im Unternehmen ein hohes Maß an Markt-Know-how vorhanden. Im Berichtsjahr konzentrierte sich der Bereich Schifffahrt aufgrund der schwierigen Marktlage auf das Management der laufenden Fonds, insbesondere auf die Restrukturierung notleidender Beteiligungen.

Für den Kompetenzbereich Immobilien werden verlässliche Standorte in Westeuropa bevorzugt. Der Investitionsschwerpunkt der bisher aufgelegten Geschlossenen Fonds liegt in Deutschland und den Niederlanden. Diese Strategie berücksichtigt das Interesse der Anleger nach hoher Investitionssicherheit. Zukünftig wird der Standort Deutschland voraussichtlich eine noch größere Rolle spielen.

Das zu Beginn des Berichtsjahres rekrutierte Energieteam bringt aufgrund seiner Investmenterfahrung ein breites Netzwerk zuverlässiger Partner mit ein. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Auswahl der rechtlichen, technischen, steuerlichen und Finance Modelling-Partner gerichtet.

Die Fondsentwicklung ist in allen Kompetenzbereichen der Lloyd Fonds AG im Berichtsjahr erneut mit Problemen bei der Darstellung von Finanzierungen konfrontiert gewesen. Das betrifft die gesamte Branche der Geschlossenen Fonds. Die Finanzmarktkrise hat bei vielen Banken zu einem sehr restriktiven Verhalten bei der Zwischenfinanzierung für den Ankauf von Sachwertinvestitionen geführt. Lloyd Fonds selbst ist entschlossen, zukünftig keine neuen Risiken in Verbindung mit Platzierungsgarantien oder Garantien für Zwischenfinanzierungen mehr einzugehen.

Lloyd Fonds verfolgt seit Jahren die Strategie, Geschlossene Fonds zu entwickeln, in die die umfassende Erfahrung, das Risikobewusstsein sowie das Wissen um die Bedürfnisse der Anleger einfließen. Dabei ist es Lloyd Fonds gelungen, Trends frühzeitig zu erkennen und zu gestalten. Das galt im Berichtsjahr

insbesondere für den "Lloyd Fonds Energie Europa", der Anlegern die Möglichkeit bietet, mit einer einzigen Beteiligung gleichzeitig in Wind- und Solaranlagen an attraktiven Standorten in Frankreich, Großbritannien, Spanien und Deutschland zu investieren. Die Anbindung der einzelnen Anlagen erfolgte dabei über Kaufoptionen, sodass Lloyd Fonds das geplante Portfolio an Wind- und Energieparks Stück für Stück zusammenstellt, sobald das notwendige Eigenkapitalvolumen eingeworben ist.

Auch der "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" zeichnet sich durch eine innovative Finanzierungsstruktur aus: Bei der Entwicklung des Flugzeugfonds ist es gelungen, die Finanzierung ohne eigene Bürgschaften von Lloyd Fonds darzustellen. Dies ist im Hinblick auf Risikopositionen nicht nur wichtig für Lloyd Fonds, sondern auch für die Anleger, die nach der Finanzkrise nur in wertstabile Sachwerte investieren, deren Finanzierungen vollständig gesichert sind.

Fondsmanagement

Das Fonds- und Assetmanagement ist traditionell ein zentrales Element des Geschäftsmodells von Lloyd Fonds und wird in der Zukunft aufgrund der anstehenden nationalen und europäischen Regulierungen noch wichtiger werden. Im Bereich der Immobilien liegt das gesamte Asset- und Fondsmanagement bei Lloyd Fonds. Im Segment Schifffahrt findet das eigentliche Assetmanagement traditionellerweise durch den Vertragsreeder statt. Allerdings sind Vertreter von Lloyd Fonds in die meisten Geschäftsführungen der Fondsgesellschaften eingebunden. Zudem ist das hauseigene Fondsmanagement bei allen Schiffsfonds stark in die operative Arbeit einbezogen. Auch im Bereich Flugzeuge bedient sich Lloyd Fonds im Assetmanagement externer Partner, überwacht allerdings durch das hauseigene Fondsmanagement aktiv das wirtschaftliche Geschehen dieser Gesellschaften.

Dem Fondsmanagement obliegt das gesamte wirtschaftliche Controlling der Beteiligungsgesellschaften sowie die Zuarbeit für die von Lloyd Fonds gestellten Geschäftsführer in den Beteiligungsgesellschaften. Dazu gehören unter anderem das Zins- und Währungsmanagement, Verhandlungen mit den finanzierenden Banken, Vereinbarungen über Anschlussbeschäftigung oder Anschlussvermietung. Zudem schlägt das Fondsmanagement gemeinsam mit den zuständigen Partnern den Verkauf der

Sachwertinvestitionen vor und begleitet diese bis zur vollständigen Auflösung. Auch der ständige Kontakt zu den Beiräten und teilweise auch Anlegern gehört zu seinen Aufgaben.

Das Fondsmanagement stand im Berichtsjahr erneut vor allem im Bereich der Schifffahrt vor schwierigen Aufgaben und konzentrierte sich zusätzlich zum Management der laufenden Beteiligungen auf die Restrukturierung notleidender Fonds. Dabei legte Lloyd Fonds ein besonderes Augenmerk auf die Beteiligungen im Schifffahrtsbereich, in denen der Chartervertrag auslief und keine oder nur eine geringe Anschlussbeschäftigung vereinbart werden konnte.

In solchen Fällen ergaben sich nach dem Abbau bestehender Reserven Liquiditätsengpässe. In der Folge wurden frühzeitig Gespräche über Lösungsansätze wie Restrukturierungen mit den beteiligten Parteien und insbesondere den finanzierenden Banken geführt.

Bestandteile der Sanierungskonzepte waren sowohl frisches Eigenkapital als auch Fremdkapital von Anlegern sowie Drittkapitalgebern. Darüber hinaus leisteten die Banken durch Tilgungsstundungen einen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Liquiditätssicherungskonzepte. Diese wurden von den Anlegern mit großer Mehrheit unterstützt.

Zum Berichtsjahresende 2011 und auch in diesem Jahr stehen die Hauptschifffahrtsmärkte – und mit ihnen die Schiffsfinanzierer – erneut vor großen Herausforderungen. Es ist ein deutlicher Rückgang der Nachfrage nach Seeverkehrsleistungen eingetreten. Gleichzeitig stehen kurzfristig in allen Größenbereichen und -segmenten der Flotte Ablieferungen neuer Tonnage an. Diese Situation bestmöglich im Sinne der Anleger zu managen, wird die Hauptaufgabe des Fondsmanagements und der Treuhand im laufenden Jahr sein.

Anleger und Treuhand

Als Kommunikationsschnittstelle zwischen Anlegern und allen Beteiligten des Fonds nimmt die Lloyd Treuhand die Interessen der Investoren über die Betriebslaufzeit des Fonds wahr. Sie informiert die Anleger regelmäßig, zeitnah und fundiert über die Performance ihrer Beteiligungsgesellschaften sowie alle sonstigen aktuellen Ereignisse. Das Fondsmanagement stellt die Zahlen auf den Prüfstand: Abweichungen und Änderungen werden in Zusammenarbeit mit dem Beirat der Fonds, aber auch anderen beteiligten Partnern wie beispielsweise Reedereien und Banken analysiert und hinterfragt und der Treuhand zur Verfügung gestellt. Weiterführende Fragen wie etwa zur Führung der Treuhandkonten, zu Auszahlungen, zu Handelsregisterangelegenheiten, zu Verkäufen, aber auch zu allen steuerlichen Aspekten rund um die Fonds beantworten die Ansprechpartner der Treuhand kompetent, zeitnah und persönlich. Für die Informationen der Investoren über ihre Beteiligungsgesellschaft erstellt die Treuhand Dokumentationen, unter anderem bestehend aus dem Bericht der Geschäftsführung, dem Beiratsbericht und dem Jahresabschluss. Wichtiges Informationsmedium ist zudem die jährlich erscheinende Leistungsbilanz nach dem VGF-Standard.

anzahl der betreuten anleger in Tsd.

*Angepasst.

Die Germanische Lloyd SE hat das Qualitätsmanagementsystem der Lloyd Treuhand GmbH nach ISO 9000:2008 zertifiziert. Die Zertifizierung erstreckt sich auf sämtliche Arbeitsprozesse der Treuhand. Mit der Zertifizierung verpflichtet sich die Lloyd Treuhand zu einer gleichbleibend hohen Qualität der treuhänderischen Tätigkeit gegenüber ihren Anlegern.

Zum Jahresende 2011 hatten insgesamt 52.864 Anleger Beteiligungen von Lloyd Fonds gezeichnet und 67.378 Anteile gehalten. Die Zahl der Anleger hat damit im Vergleich zum Vorjahr um 795 Personen zugenommen (per 31.12.2010: 52.069 Anleger). Rund 62 % der Anleger sind männlich, 37 % weiblich und 1% juristische Personen.

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Lloyd Treuhand GmbH im Rahmen des Treuhandgeschäfts Beteiligungen in Höhe von 1.648 Mio. a (Vj. 1.600 Mio. a) verwaltet.

verwaltetes treuhandvermögen

2009 2010 2011

Im Mittelpunkt der Treuhand-Aktivitäten standen im Berichtsjahr erneut die mit der Wirtschaftskrise einhergehenden Probleme in der Schifffahrt. Die Treuhand hat entscheidend an den Konzepten für notleidende Schiffe mitgearbeitet.

Vertrieb

500

Lloyd Fonds konzentriert sich im Wesentlichen auf zwei Vertriebswege. Während der eine Vertriebsweg Großbanken, Sparkassen und Volksbanken umfasst, geht der zweite Vertriebsweg über platzierungsstarke freie Partner, Pools und Exklusivpartner. Lloyd Fonds arbeitet zudem auch mit institutionellen Investoren wie Versicherungen, Stiftungen, Pensionskassen und Family Offices.

In Österreich arbeitet das Unternehmen überwiegend mit Banken und institutionellen Vertrieben zusammen, wobei auch dieser Markt von Hamburg aus betreut wird.

vetrteilung des platzierungsvolumens nach vertriebswegen

in %

Unterstützt wird der Vertrieb durch die intensive Zusammenarbeit mit Analysehäusern wie der führenden deutschen Ratingagentur für Geschlossene Fonds, der Scope-Gruppe, oder mit Feri. Aufgrund der anhaltenden Anlegerverunsicherung sind unabhängige Fondsgutachten im Vertrieb maßgeblich. Gerade auf der Produktseite verlangt die aktuelle Rechtsprechung ein hohes Maß an Information, Produktkenntnis und -einschätzung. Die Analysen zu den einzelnen Fonds tragen dieser Anforderung Rechnung.

Aufgrund der fortschreitenden Marktkonsolidierung bei den Anbietern Geschlossener Fonds sowie der verstärkten Regulierung des Marktes durch die Europäische Union und die nationale Gesetzgebung ist davon auszugehen, dass größere Initiatoren, die in ihren Kompetenzfeldern gut aufgestellt sind, hohe Marktanteile halten bzw. zurückgewinnen werden. Lloyd Fonds erwartet in der nahen Zukunft daher wieder eine deutliche Verbesserung der eigenen Marktposition.

Einen wichtigen Beitrag zur zielgruppenorientierten Vertriebskommunikation leistet die Lloyd Fonds Sales Academy. Sie bietet Vertriebspartnern und interessierten Finanzmaklern weiterführende Seminare und Workshops an. Neben reinen Produktschulungen stehen vor allem Soft-Skill-Seminare erstklassiger Verkaufstrainer im Vordergrund.

Auf Vertriebsveranstaltungen werden den Partnern und Anlegern zudem Produktkenntnisse vermittelt, neue Marktstudien präsentiert und über das Unternehmen informiert. Anfang 2011 wurde mit der neuen, exklusiv für die engsten Vertriebspartner durchgeführten Veranstaltungsreihe "Der Weg zum Kunden" eine neue Veranstaltung ins Leben gerufen. Auf der Auftaktveranstaltung berichteten hochkarätige Referenten aus ihren jeweiligen Fachgebieten.

Darüber hinaus erhalten die Partner vielfältige Informationsund Werbemittel. Beispielsweise informieren die regelmäßig erscheinenden "Lloyd Fonds-Schlagzeilen" die Vertriebspartner über die aktuell in der Platzierung befindlichen Fonds, Marktentwicklungen und Neuigkeiten über Lloyd Fonds.

Im Online-Servicebereich geht Lloyd Fonds gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Vertriebspartner ein und bietet ihnen beispielsweise Leistungen wie moderierte Produktschulungen, individuelles Marketing-on-Demand und Kundenumsätze auf einen Blick.

Seit Anfang 2011 werden die Vertriebspartner regelmäßig zu Telefonkonferenzen eingeladen, in denen sie News zu den in der Platzierung befindlichen Fonds bekommen, Aktuelles zu den Märkten erfahren und über die Arbeit des Fondsmanagements zu den einzelnen Fonds informiert werden.

Insgesamt dienen die Kommunikationsmaßnahmen der Intensivierung des Dialogs mit den Vertriebspartnern und Anlegern, fördern das Unternehmensimage und stärken das Vertrauen in die Lloyd Fonds AG und ihre Produkte.

Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Gemäß den Vorschriften des § 315 Abs. 4 Ziffer 1 bis 9 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:

  1. Im Zuge der ordentlichen Kapitalerhöhung im Dezember 2011 erhöhte sich das Grundkapital der Lloyd Fonds AG von 12.725.367 a um 14.744.560 a auf 27.469.927 a. Damit beträgt das Grundkapital der Lloyd Fonds AG zum 31. Dezember 2011 27.469.927 a und ist in 27.469.927 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

    1. Beschränkungen, welche die Ausübung von Stimmrechten oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt.
    1. Die folgenden Firmen und Personen überschreiten mit ihren Stimmrechtsanteilen den Anteil von mehr als 10% der gesamten Stimmrechtsanteile:
  2. ACP Fund V LLC, Delaware: 49,90%
  3. AMA Capital Partners LLC, New York: 49,90%. Davon sind dieser über die ACP Fund V LLC, Delaware, nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 49,90% der Stimmrechte zuzurechnen.
  4. B&P-T Treuhandgesellschaft mbH, Hamburg: 10,19%
  5. Revisions- und Treuhandgesellschaft Brinkmann & Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH, Hamburg: 10,19%. Davon sind dieser über die B&P-T Treuhandgesellschaft mbH, Hamburg, nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 10,19% der Stimmrechte zuzurechnen.
  6. Herr Bertold Brinkmann, Hamburg: 10,19%. Davon sind diesem über die Revisions- und Treuhandgesellschaft Brinkmann & Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH, Hamburg, und die B&P-T Treuhandgesellschaft mbH, Hamburg, nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 10,19% der Stimmrechte zuzurechnen.
    1. Aktien mit Sonderrechten, welche Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
    1. Stimmrechtskontrollrechte über Kapitalbeteiligungen von Arbeitnehmern sind nicht bekannt. Der Lloyd Fonds AG stehen keine Stimmrechte oder Vertretungen aus den Beteiligungen zu.
    1. Über Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern entscheidet der Aufsichtsrat in einfacher Mehrheit. Für eine Satzungsänderung sind mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals erforderlich.
    1. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Juni 2013 um insgesamt bis zu 6.362.000 a durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von nennwertlosen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Diese können mit Zustimmung des Aufsichtsrats eingezogen, veräußert oder als Gegenleistung bei Unternehmenszusammenschlüssen oder -erwerben verwendet werden.
    1. Vereinbarungen der Lloyd Fonds AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht geschlossen.
    1. Entschädigungsvereinbarungen der Lloyd Fonds AG, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Risikobericht

Die geschäftliche Entwicklung des Lloyd Fonds-Konzerns kann von einer Reihe von Unwägbarkeiten beeinträchtigt werden. Diese können zur Verschlechterung der Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns führen. So haben sich die weltweite Wirtschafts- und Finanzmarktkrise nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 sowie die sich daran anschließende europäische und US-amerikanische Schuldenkrise auch auf den Markt der Geschlossenen Fonds ausgewirkt und in den vergangenen Geschäftsjahren zu einem spürbaren Ertragsrückgang und deutlich gestiegenen Geschäftsrisiken bei Lloyd Fonds geführt. Der Konzern hatte frühzeitig und umfassend auf die Krisen reagiert und im Jahr 2009 ein Sanierungskonzept entwickelt, das eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstrukturen und einer nachhaltigen Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit vorsah. Wesentlicher Bestandteil des Konzeptes war zudem die Verringerung der Risikopositionen des Konzerns durch eine Reduzierung der Schiffspipeline sowie der abgegebenen Platzierungsgarantien und sonstigen Bürgschaften. Das Sanierungskonzept wurde im Frühjahr 2010 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG (KPMG) eingehend geprüft und positiv bescheinigt. Die Sanierungsfähigkeit des Konzerns war Voraussetzung für die Bankenvereinbarung zur Enthaftung der Lloyd Fonds AG, die am 21. April 2010 in Kraft trat.

Die Lloyd Fonds AG hat am 10. Januar 2012 die Enthaftungssumme, deren Reduzierung zuvor von 13,65 Mio. a auf 10,0 Mio. a verhandelt werden konnte, an die Banken gezahlt. Die Mittel für die Begleichung der Enthaftungssumme wurden aus dem Emissionserlös der im Dezember 2011 erfolgten Kapitalerhöhung der Lloyd Fonds AG um 14,7 Mio. a geleistet. Mit der Zahlung der Enthaftungssumme ist die Lloyd Fonds AG aus allen in den vergangenen Geschäftsjahren im Zusammenhang mit Zwischenfinanzierungen für Fondsprodukte gegenüber den finanzierenden Banken abgegebenen Bürgschaften und Platzierungsgarantien befreit. Aufgrund des Wegfalls dieser Verpflichtungen besteht hieraus keine Gefährdung mehr für den Fortbestand des Unternehmens. Lloyd Fonds hat es im Geschäftsjahr 2011 weitgehend vermieden, im Rahmen der Initiierung neuer Fonds Garantien zu geben. Das aus den Eventualverbindlichkeiten resultierende Nettohaftungsvolumen des Lloyd Fonds-Konzerns zum 31. Dezember 2011 beläuft sich auf 86,1 Mio. a (Vj. 97,1 Mio. a).

Das Marktumfeld für Geschlossene Fonds ist dennoch weiterhin von Unsicherheiten geprägt, sodass geschäftsbezogene Risiken auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden können. Vor diesem Hintergrund zeigt sich die besondere Bedeutung des über die vergangenen Jahre kontinuierlich verbesserten und erweiterten Risikomanagementsystems der Lloyd Fonds AG.

Risikomanagementsystem

Lloyd Fonds verfügt über ein softwaregestütztes Risikomanagementsystem, um bereits frühzeitig Entwicklungen erkennen zu können, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Das System bezieht alle wesentlichen Tochterunternehmen mit ein, bei denen durch die Geschäftstätigkeit bedeutsame Risiken für den Konzern auftreten können. Ziel ist es dabei, mithilfe transparenter Systeme und Prozesse Risiken zeitnah zu identifizieren und einzuschätzen, um auf dieser Basis entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Der Vorstand gibt Leitlinien für das Risikomanagement vor, die Grundlage für die Risikosteuerung durch die zentrale Controllingabteilung sind. Das Controlling stellt sicher, dass die operativen Fachabteilungen initiativ und zeitnah Risiken identifizieren, diese sowohl quantitativ als auch qualitativ bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -kompensation entwickeln.

Anhand einer systematischen Risikoinventur werden die Risiken von den jeweiligen Verantwortlichen überarbeitet und erneut eingeschätzt. Zudem besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht hinsichtlich neuer von den Verantwortlichen identifizierter Risiken. Jedes erfasste Risiko wird dazu einer Risikogruppe zugeordnet. Bei der Meldung und Neueinschätzung der Risiken müssen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Vorgaben einer Richtlinie angegeben werden. Sowohl die Bewertung als auch die Neueinschätzung der Risiken erfolgen quartalsweise sowie nach Bedarf.

Das Ergebnis wird dem Vorstand zeitnah durch eine Auswertung aller aktuellen Risiken in grafischer, tabellarischer und schriftlicher Form zur Verfügung gestellt und quartalsweise an den Aufsichtsrat berichtet. Der Risikomanagementprozess ermöglicht somit einen strukturierten Überblick über die bestehende Risikosituation, die Verbesserung der Unternehmenssteuerung, Transparenz und Dokumentation der Risikobewältigung sowie die Steigerung des Risikobewusstseins und dient letztendlich als Basis für die Risikoberichterstattung an interne und externe Adressaten.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit des Risikofrüherkennungssystems wird regelmäßig im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer beurteilt.

Umfeld und Branchenrisiken

Markt- und Emissionsrisiko

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe
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Lloyd Fonds initiiert Kapitalanlagen und vertreibt diese über seine Vertriebspartner an private und institutionelle Anleger. Wie jedes andere Unternehmen ist auch Lloyd Fonds dem Risiko von Nachfragerückgängen ausgesetzt, etwa aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder Präferenzänderungen bei den Anlegern zugunsten anderer Kapitalanlagen. Seit dem Ausbruch der weltweiten Wirtschafts- und Finanzmarktkrise in der zweiten Jahreshälfte 2008 und der sich anschließenden europäischen und US-amerikanischen Schuldenkrise ist der Markt für Geschlossene Fonds, insbesondere im Bereich der Schiffsbeteiligungen, einem erheblichen Nachfragerückgang unterworfen. Die Krise setzte sich auch im vergangenen Geschäftsjahr fort und führte zu anhaltender Investitionszurückhaltung bei den Anlegern. Niedrige Platzierungsvolumina mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns waren die Folge.

Auf den Bereich Schifffahrt inklusive Zweitmarkt entfielen im Berichtszeitraum 6,1 Mio. a platziertes Eigenkapital sowie 7,6 Mio. a Eigenkapital für Bestandsfonds. Dies zeigt, dass die Eigenkapitalplatzierung im Bereich Schifffahrt in dem derzeit schwierigen Marktumfeld für Schiffsbeteiligungen ihre Grenzen findet. Nach einer Erhebung des Verbands Geschlossene Fonds e.V. (VGF) halbierte sich das platzierte Eigenkapitalvolumen der Branche im Bereich Schifffahrt im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Bereich Immobilien konnte Lloyd Fonds im Jahr 2011 rund 6,9 Mio. Eigenkapital platzieren. Die relative Stärke dieses Marktsegments führt insgesamt zu einer gestiegenen Nachfrage nach Investitionsobjekten durch Initiatoren von Geschlossenen Fonds sowie institutionellen Großinvestoren und damit auch zu einer Erhöhung der Immobilienpreise. Aus diesem Grund steht Lloyd Fonds in zunehmendem Maße vor der Herausforderung, geeignete Assets zu akquirieren, um weiterhin renditestarke Produkte mit vergleichsweise geringem Risiko anbieten zu können.

In der Fondssparte Energie, die im Jahr 2011 als Assetklasse aufgebaut wurde, konnten im Berichtszeitraum ab etwa Mitte des Jahres 10,0 Mio. a Eigenkapital platziert werden. Nach Angaben des VGF ist die gesamte Branche mit einem Platzierungsergebnis in Höhe von 637,1 Mio. a hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dies dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass die Auswirkungen der politischen Energiewende geringer ausgefallen sind als von den Branchenteilnehmern erwartet.

Über Flugzeugfonds wurden nach Angaben des VGF im Jahr 2011 316,3 Mio. a Eigenkapital eingeworben (Vj. 607,1 Mio. a). Sinkende Passagierzahlen und Überkapazitäten könnten zur Beeinträchtigung einzelner Fluggesellschaften führen, was sich in sinkenden Leasingraten niederschlagen dürfte.

Wettbewerbsrisiko

Lloyd Fonds steht in seinem Marktumfeld in einem harten Wettbewerb mit anderen Fondsinitiatoren. Der Rückgang der Gesamtnachfrage im Markt für Geschlossene Fonds infolge der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise sowie der sich anschließenden europäischen und US-amerikanischen Schuldenkrise in den vergangenen Geschäftsjahren ging einher mit einer Verschiebung der Marktanteilsstruktur bei den Anbietern.

Wie auch andere größere Emissionshäuser hatte Lloyd Fonds bei den Schiffs- und Immobilienfonds erhebliche Nachfrageeinbußen zu verzeichnen, die nur teilweise durch die im Jahr 2011 aufgebaute Assetklasse Energie kompensiert werden konnten. Durch das insgesamt niedrige Platzierungsvolumen auf dem Gesamtmarkt konnten spezialisierte Anbieter ebenso wie bankenabhängige Emissionshäuser Marktanteile hinzugewinnen.

Mittel- bis langfristig sind die erfolgreiche Präsenz in mehr als einer Assetklasse sowie die Konzentration auf Kernkompetenzen wesentliche Faktoren zur nachhaltigen Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit. Lloyd Fonds hat in den Krisenjahren den Immobilienbereich als weiteres bedeutendes Standbein neben den klassischen Schiffsfonds ausgebaut und mit der Assetklasse Energie erfolgreich eine weitere Fondssparte installiert. Durch die mittelfristige Konzentration auf die Assetklassen Schifffahrt und Immobilien werden Kernkompetenzen zukünftig noch stärker genutzt. Damit ist die Basis für eine nachhaltige Stärkung der Marktposition von Lloyd Fonds geschaffen.

Aufgrund der fortschreitenden Marktkonsolidierung bei den Emissionshäusern sowie der verstärkten Regulierung des Marktes für Geschlossene Fonds durch die Europäische Union und die nationale Gesetzgebung ist davon auszugehen, dass größere Initiatoren mit hoher Assetkompetenz Marktanteile zurückgewinnen werden. Dementsprechend erwartet Lloyd Fonds eine deutliche Verbesserung der eigenen Marktposition.

Risiko der Veränderung steuer- und aufsichtsrechtlicher Rahmenbedingungen

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe

Änderungen der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen können einen unmittelbaren Einfluss auf die Konzeption und den Vertrieb von Fondsprodukten haben. Die Veränderung steuerrechtlicher Rahmenbedingungen im In- und Ausland kann sowohl den wirtschaftlichen Erfolg der bereits platzierten Fonds als auch die Konzeption künftiger Fonds von Lloyd Fonds negativ beeinflussen.

Das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts wird am 1. Juni 2012 in Kraft treten. In diesem Zusammenhang wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Auffassung vertreten, dass Zweitmarktfonds, deren Geschäftsführungen zum aktiven Portfoliomanagement berechtigt sind, ab Inkrafttreten des Gesetzes Anlageverwaltung im Sinne des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) betreiben und daher einer Erlaubnis nach § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG bedürfen. Sollte sich diese Auffassung durchsetzen, müssten die Zweitmarktfonds zukünftig eine entsprechende Erlaubnis haben, das aktive Portfoliomanagement auszulagern oder einzustellen. Einnahmen aus dem aktiven Handel für die Lloyd Fonds AG bzw. ihre Tochtergesellschaft TradeOn GmbH würden entfallen. Weitere Fonds dieser Art könnten gegebenenfalls nur ohne aktiven Portfoliohandel realisiert werden.

Ein erster Gesetzentwurf für die Umsetzung der im November 2010 durch das EU-Parlament verabschiedeten sogenannten AIFM-Richtlinie, deren Anwendungsbereich auch das Management Geschlossener Fonds umfasst, wird für den Frühsommer 2012 erwartet. Es ist damit zu rechnen, dass die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht umfangreiche aufsichtsrechtliche Auflagen und Genehmigungserfordernisse enthalten wird. Es besteht somit das Risiko, dass das vertreibbare Produktspektrum eingeschränkt wird. Ferner ist zu erwarten, dass aufsichtsrechtliche Auflagen und Genehmigungserfordernisse zur Erhöhung des Aufwandes bei der Lloyd Fonds AG bzw. ihren Tochtergesellschaften führen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Regulierung zur Anpassung von Teilen der Konzernstruktur oder des Geschäftsmodells führen kann. Als börsennotiertes Unternehmen ist Lloyd Fonds auf diese Veränderungen jedoch vergleichsweise gut vorbereitet. Die politische Debatte über die Einzelheiten der Regulierung dauert an und wird von der Lloyd Fonds AG genau beobachtet, um rechtzeitig reagieren zu können.

Unternehmensstrategische und operative Risiken

Risiko der Abhängigkeit von Vertriebspartnern

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe
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Lloyd Fonds vertreibt seine Fondsprodukte über Banken, Vertriebsplattformen sowie unabhängige Vertriebspartner. Sollten in einem engen zeitlichen Rahmen mehrere dieser wichtigen Vertriebspartner ihre Geschäftsbeziehungen mit Lloyd Fonds beenden oder einschränken, könnte dies die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen.

Lloyd Fonds arbeitet kontinuierlich daran, die Vertriebspartnerbasis zu verbreitern und damit die Abhängigkeit von einzelnen Partnern zu reduzieren. Im Fokus dieser Aktivitäten stehen dabei sowohl die Partner im freien Vertrieb als auch bedeutende Key Accounts für die Durchführung von Exklusivplatzierungen. Des Weiteren soll der institutionelle Vertrieb ausgebaut werden. Zu diesem Zweck führt Lloyd Fonds eine regelmäßige und systematische Kommunikation mit den bestehenden und potenziellen Vertriebspartnern durch. In Einzelfällen erfolgt dies unter direkter Einbindung des Vorstands der Lloyd Fonds AG. Vertriebsschulungen, das Erschließen neuer Vertriebswege und ein aktives Key Account-Management zählen darüber hinaus zu den wesentlichen Maßnahmen zur Stärkung der Vertriebsbasis.

Risiko im Zusammenhang mit der Realisierung von Projekten

schadenshöhe

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe

von bestehenden Fonds

Risiko im Zusammenhang mit der Finanzierung

Voraussetzung für die nachhaltige erfolgreiche Geschäftstätigkeit der Lloyd Fonds AG ist die regelmäßige Initiierung von neuen Fondsprodukten, um eine attraktive Fondspalette am Markt anbieten zu können. Dabei kommt es darauf an, Produkte zu realisieren, die ausreichend rentabel und attraktiv sind und dem Qualitätsanspruch des Unternehmens und der Anleger gerecht werden, um eine hohe Vertriebsfähigkeit zu gewährleisten.

Die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise sowie die sich anschließende europäische und US-amerikanische Schuldenkrise haben zu einer anhaltend hohen Nachfrage nach attraktiven Assets, insbesondere Immobilien, geführt. Auf der Angebotsseite ist die Anzahl geeigneter Anlageobjekte zunehmend knapper geworden, sodass es im Berichtsjahr entsprechend schwieriger war, sich im Wettbewerb gegenüber anderen Interessenten durchzusetzen. Zudem hat der Nachfragedruck die Preise für attraktive Assets steigen lassen. Es besteht somit das Risiko, Fondsobjekte zu Preisen zu erwerben, die sich im Nachhinein als nicht wirtschaftlich herausstellen.

Die Realisierung von Produkten setzt regelmäßig die Sicherstellung von entsprechenden Zwischen- und Langfristfinanzierungen der Assets voraus. Die Bereitschaft der Kreditinstitute zur Gewährung der notwendigen Zwischen- und Langfristfinanzierungen hat im Zuge der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise sowie der sich anschließenden europäischen und US-amerikanischen Schuldenkrise stark abgenommen. Hierdurch kann sich der Abschluss von Finanzierungen schwieriger gestalten und gegebenenfalls nur zu schlechteren Konditionen realisiert werden. Es ist auch nicht auszuschließen, dass Kreditinstitute die Gewährung von Finanzierungen für Projekte ablehnen. Können in diesem Fall keine anderweitigen Finanzierungsmöglichkeiten gefunden werden, ist die Realisierbarkeit von Projekten gefährdet. Darüber hinaus können Fehleinschätzungen bei der Konzeption eines Beteiligungsangebotes sowie in der Prüfungsphase und beim Ankauf eines Assets dazu führen, dass die Realisierung eines Projektes nicht möglich ist.

Es ist nicht auszuschließen, dass Kreditinstitute gegebene Finanzierungszusagen für bestehende Projekte nicht mehr einhalten bzw. verlängern und Kredite zur Rückzahlung fällig gestellt werden.

Dies betrifft insbesondere die Fremdfinanzierungen der HSH Nordbank für bestehende Schiffsfonds. Grund hierfür ist, dass der HSH Nordbank nach den Fehlspekulationen im Kreditund Kapitalmarktgeschäft strenge Sanierungsvorgaben durch die Europäische Kommission auferlegt worden sind. Eine der Vorgaben ist, dass Volumen an Schiffskrediten um rund 11 Mrd. a zu verringern. Im Falle der Realisierung des Risikos und für den Fall, dass eine Refinanzierung des Kredits durch eine andere Bank nicht möglich sein sollte, ist mit einem Reputationsschaden für die Lloyd Fonds AG sowie mit Einnahmeausfällen bei den Management- und Treuhandvergütungen zu rechnen. Signifikante bilanzielle Auswirkungen sind für den Konzern hingegen nicht zu erwarten, da die Lloyd Fonds AG mit geringen Quoten an den betreffenden Gesellschaften beteiligt ist. Die Konzernleitung befindet sich aktuell in intensiven Gesprächen mit Finanzierungspartnern über ein Lösungskonzept in Form einer Umfinanzierung der betroffenen Projekte.

Als Folge der Finanzkrise hat die Bereitschaft der Kreditinstitute deutlich abgenommen, notwendige Zwischen- und Langfristfinanzierungen bereitzustellen. Für das aktuell in der Platzierung befindliche Beteiligungsangebot "Holland Utrecht" besteht für den Fall, dass die Platzierung des Anlegerkapitals bis zur Übernahme des Objektes im Mai 2012 nicht vollständig erfolgt sein sollte, das Risiko, keine weitere Zwischenfinanzierung für den unplatzierten Eigenkapitalanteil zu erhalten. Es sind Abreden getroffen worden, nach denen eine Brückenfinanzierung in Höhe von 2,5 Mio. a abgeschlossen werden soll. Ferner gewährt die Lloyd Fonds AG gegenüber der Fondsgesellschaft ein Darlehen zur Finanzierung des noch verbleibenden Differenzbetrages zum Kaufpreis des Objektes. Darüber hinaus besteht aktuell kein Finanzierungsrisiko für den Fonds. Lloyd Fonds wird den Vertrieb bis zur Vollplatzierung plangemäß fortsetzen. Für die übrigen derzeit zur Zeichnung angebotenen Fonds besteht dieses Risiko aufgrund innovativer Finanzierungskonzepte nicht.

Risiko der Insolvenz von Fondsgesellschaften

Prospekthaftungsrisiko

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe

Die weltweite Wirtschafts- und Finanzmarktkrise sowie die sich daran anschließende europäische und US-amerikanische Schuldenkrise haben in den vergangenen Geschäftsjahren die Geschäftsrisiken der Fondsgesellschaften ansteigen lassen. Dabei stellt der Ausfall von Vertragspartnern, wie Charterer, Mieter oder Leasingnehmer, die aufgrund der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise ihrerseits in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, ein Geschäftsrisiko dar. Der Schifffahrtsbereich hatte im Jahr 2011 zudem die anhaltend schwachen Schifffahrtsmärkte zu verkraften. Dies führte dazu, dass Schiffe nach Auslaufen einer bestehenden Beschäftigung keine Anschlussbeschäftigung oder eine Anschlussbeschäftigung nur zu schlechteren Konditionen fanden. Dies hat zu einer finanziellen Schieflage bei den entsprechenden Fondsgesellschaften geführt.

Sollte es zur Insolvenz einer Fondgesellschaft kommen, ist insbesondere die Werthaltigkeit der Anteile, die Lloyd Fonds als Gründungsgesellschafter dieser Fonds hält, betroffen. Zudem besteht das Risiko, dass eventuelle Forderungen gegen Fondsgesellschaften uneinbringlich sind. Ferner ist aus der Insolvenz von Fondsgesellschaften ein Reputationsschaden für die Lloyd Fonds AG zu erwarten.

Für die Kommanditisten eines Fonds besteht im Fall der Insolvenz einer Fondsgesellschaft gegebenenfalls das Risiko einer Rückzahlungsverpflichtung für in der Vergangenheit vorgenommene Auszahlungen, die nicht durch Gewinne der Gesellschaft gedeckt sind. Soweit hier der Konzern als Treuhandgesellschaft fungiert, ist auch die Lloyd Fonds AG betroffen, da es zu beträchtlichen Liquiditätsabflüssen bei der Lloyd Treuhand GmbH kommen kann, sofern die Treuhand als Treuhandkommanditist für die Anleger tätig ist. Die Erstattungsansprüche der Treuhandgesellschaft gegenüber den Anlegern müssten dann individuell durchgesetzt werden.

Ferner besteht im Fall der Insolvenz einer Fondsgesellschaft das Risiko, dass Forderungen der Lloyd Treuhand GmbH gegen die betreffende Fondsgesellschaft (z.B. Treuhandgebühren) nicht mehr beglichen werden können und im ungünstigsten Fall dauerhaft entfallen. Ein kumulierter Eintritt könnte die Ertrags-, Vermögensund Finanzlage der Lloyd Fonds AG negativ beeinflussen.

Zur Einwerbung von Eigenkapital in Form von Kommanditeinlagen erstellt die Lloyd Fonds AG Verkaufsprospekte, für welche sie – im Falle des Schadens infolge unrichtiger oder unvollständiger Angaben – als Herausgeberin gegenüber den einzelnen Anlegern haftet. Die Verkaufsprospekte werden gemäß den "Grundsätzen ordnungsgemäßer Beurteilung von Verkaufsprospekten über öffentlich angebotene Vermögensanlagen" (IDW S 4), einem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., erstellt und entsprechend diesem Standard durch einen Wirtschaftsprüfer begutachtet (Prospektgutachten). Bei sämtlichen geprüften Prospekten hat der Wirtschaftsprüfer die Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich der Plausibilität der im Prospekt enthaltenen Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Chancen und Risiken im Sinne des IDW S 4 grundsätzlich bestätigt, jedoch in Einzelfällen Anmerkungen vorgenommen, die das Prüfungsergebnis nicht einschränkten. Zusätzlich wird für jedes Fondsprodukt regelmäßig ein Steuergutachten im Hinblick auf die im Prospekt vorgenommenen steuerlichen Aussagen erstellt.

Auch Vertriebspartner (insbesondere Banken) unterziehen die Prospekte regelmäßig einer internen Prüfung, bevor sie die Produkte vertreiben. Allerdings können auch eine Prospektbeurteilung durch einen Wirtschaftsprüfer und die weiteren Maßnahmen keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Prospektangaben, für den Eintritt des wirtschaftlichen Erfolges und der steuerlichen Auswirkungen der Kapitalanlage bieten. Ferner besteht insbesondere bei längerer Vertriebsphase eines Fonds das Risiko, dass Nachträge, die wegen einer Veränderung der einem Prospekt zugrunde liegenden Tatsachen erforderlich werden, nicht rechtzeitig erstellt werden, wodurch ein Prospekt nachträglich fehlerhaft werden kann.

Es kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass erfolgreich Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung wegen falscher oder unvollständiger Angaben in den bisher oder in den künftig erstellten Prospekten gegen Lloyd Fonds geltend gemacht werden, insbesondere wenn die Renditeerwartungen der Fondsanleger durch Mängel der Anlage oder sonstige Gründe nicht erfüllt werden.

Zur Reduzierung der oben genannten Risiken verwendet Lloyd Fonds größtmögliche Sorgfalt auf die Auswahl der Produkte, deren Ausgestaltung und Beschreibung sowie die Auswahl und Überwachung der Vertriebspartner.

Risiko aus der Beratungshaftung

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe
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In der aktuellen Rechtsprechung ist die Tendenz erkennbar, Aufklärungs- und Beratungspflichten im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Kapitalanlageprodukten auszuweiten. Es kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, dass Beratungsfehler von Externen, die beim Absatz von Kapitalanlageprodukten von Lloyd Fonds eingeschaltet werden, in zunehmendem Maße in den Verantwortungsbereich des Produktanbieters fallen werden. Eine derartige Entwicklung wird jedoch voraussichtlich für Marktteilnehmer mit langjähriger Erfahrung keine wesentlichen Auswirkungen haben.

Risiko im Zusammenhang mit den Aufgaben der Lloyd Treuhand GmbH

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe

Die Lloyd Treuhand GmbH, eine Tochtergesellschaft der Lloyd Fonds AG, verwaltete Ende 2011 auf der Grundlage von Treuhand- und Verwaltungsverträgen – teilweise treuhänderisch – das Kapital von mehr als 52.000 Fondsanlegern. Im Rahmen ihrer Verwaltungstätigkeit hat sie bisher sämtliche Rechte und Pflichten der Anleger aufgrund des Treuhandvertrags mit der größtmöglichen Sorgfalt wahrgenommen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass ein Anleger der Lloyd Treuhand Pflichtverletzung vorwirft. Um dieses im Vorfeld zu vermeiden, wählt die Treuhand ihre Mitarbeiter gezielt aus und erreicht über Fortbildungen und regelmäßige Qualitätskontrollen eine bestmögliche Zuverlässigkeit.

Im November 2010 hat die Lloyd Treuhand GmbH das Qualitätsmanagementsystem (QMS) von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle nach ISO 9001 zertifizieren lassen. Die Zertifizierung erstreckt sich auf sämtliche Arbeitsprozesse der Gesellschaft, von der Investorenbetreuung über die Fachabteilungen für Steuern und Handelsregister bis hin zur Fonds- und Ausschüttungsdokumentation. Das QMS, mit dem die Lloyd Treuhand bereits seit 2009 arbeitet, wird nicht nur einmalig für die Zertifizierung geprüft und genormt, sondern regelmäßig – mindestens alle zwölf Monate – von der Zertifizierungsstelle kontrolliert. Durch die ständige Analyse der Kundenanforderungen und Überprüfung der Prozesse wird sichergestellt, dass die Prozesse aktuell sind und ständig verbessert werden können.

Risiken im Zusammenhang mit abgegebenen Bürgschaften und Garantien

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe

Im Zusammenhang mit Zwischenfinanzierungen für Fondsprodukte hatte Lloyd Fonds in den vergangenen Geschäftsjahren gegenüber den finanzierenden Banken Bürgschaften und Platzierungsgarantien abgegeben, mit der sich das Unternehmen verpflichtete, das ausstehende Eigenkapital, sofern es am Markt nicht platzierbar sein sollte, durch Übernahme einer entsprechenden Kommanditeinlage selbst oder durch einen Dritten auf eigene Kosten zu erbringen. Lloyd Fonds trug in diesen Fällen in Höhe der jeweiligen Haftungsverhältnisse das Platzierungsrisiko.

Im April 2010 hatte die Lloyd Fonds AG mit ihren finanzierenden Banken ein Konzept für die Vollenthaftung des Unternehmens vereinbart. Im Rahmen dieser Vereinbarung verzichteten die Banken gegenüber der Lloyd Fonds AG dauerhaft auf die Inanspruchnahme der gegebenen Sicherheiten sowie der abgetretenen Platzierungsgarantien. Als Gegenleistung für die Enthaftung war Lloyd Fonds zur ratierlichen Zahlung eines Enthaftungsbetrages in Höhe von bis zu 20 Mio. a bis zum 31. Dezember 2014 verpflichtet. Bei einer nicht vollständigen Zahlung würde sich der Restbetrag in die Folgejahre übertragen, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2017. Die weiteren vertraglichen Einzelheiten der Enthaftungsvereinbarung sind den Geschäftsberichten 2009 (Seite 51 ff.) und 2010 (Seite 78) der Lloyd Fonds AG zu entnehmen.

Das Unternehmen führte im Berichtsjahr intensive Verhandlungen zur Finanzierung des Betrags. Schließlich wurden aus dem Bruttoemissionserlös der im Dezember 2011 erfolgten Kapitalerhöhung der Lloyd Fonds AG um 14,7 Mio. a die notwendigen Mittel für die Begleichung der Enthaftungssumme, deren Reduzierung zuvor von 13,65 Mio. a auf 10,0 Mio. a verhandelt werden konnte, aufgebracht. Die Lloyd Fonds AG hat am 10. Januar 2012 die Enthaftungssumme von 10,0 Mio. a an die Banken gezahlt. Mit der Zahlung der Enthaftungssumme ist das Unternehmen aus nahezu allen in den vergangenen Geschäftsjahren im Zusammenhang mit Zwischenfinanzierungen für Fondsprodukte gegenüber den finanzierenden Banken abgegebenen Bürgschaften und Platzierungsgarantien befreit.

Im Rahmen der Enthaftungsvereinbarung hatte Lloyd Fonds den finanzierenden Banken 21 Call-Optionen für den Erwerb der Gesellschaftsanteile an Projektgesellschaften aus der sogenannten Schiffspipeline, für die Lloyd Fonds Garantien abgegeben hatte, eingeräumt. Im Zeitraum nach Unterzeichnung der Bankenvereinbarung bis zum Jahresende 2011 wurden 14 Call-Optionen durch die Bank ausgeübt, indem die Gesellschaftsanteile an Dritte übertragen wurden. Darüber hinaus waren bei drei weiteren Gesellschaften bereits vor Unterzeichnung der Bankenvereinbarung die Gesellschaftsanteile der Lloyd Fonds AG rechtswirksam an Dritte übertragen worden. Lloyd Fonds ist somit nicht mehr Gesellschafter dieser Projektgesellschaften. Durch die Enthaftungsvereinbarung mit den Banken blieb die Sicherheitenstellung auch nach Ausübung der Call-Optionen bis zum endgültigen Vollzug der Enthaftung grundsätzlich unberührt. Jedoch ist die Möglichkeit einer Inanspruchnahme aufgrund der inzwischen geleisteten Zahlung der Enthaftungssumme und der damit vollzogenen Vollenthaftung nicht mehr gegeben.

Die zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Eventualschulden des Lloyd Fonds-Konzerns belaufen sich auf insgesamt 123,6 Mio. a (Vj. 154,1 Mio. a). Nach Abzug der Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen in Höhe von 37,5 Mio. a (Vj. 57,0 Mio. a) beträgt das Nettohaftungsvolumen 86,1 Mio. a (Vj. 97,1 Mio. a). Hiervon sind 69,6 Mio. a bzw. 80,8% Gegenstand der Enthaftungsvereinbarung.

Zum 31. März 2012 beläuft sich das Nettohaftungsvolumen im Zusammenhang mit einer abgegebenen Kaufpreisgarantie für den Immobilienfonds "Holland Utrecht" auf 7,0 Mio. a. Durch die Platzierung weiteren Eigenkapitals konnte der Kapitalbedarf zum 24. April 2012 auf 4,4 Mio. a reduziert werden. Entsprechend reduziert sich das Haftungsvolumen der Lloyd Fonds AG.

Organisations- und Personalmanagementrisiken

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe

Der Erfolg von Lloyd Fonds hängt erheblich von der Tätigkeit der Vorstände und Geschäftsführungsmitglieder sowie von qualifizierten Führungskräften in Schlüsselpositionen ab. Für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg von Lloyd Fonds ist es deshalb unerlässlich, dass qualifizierte Führungs- und Fachkräfte in ausreichender Zahl für Lloyd Fonds tätig sind, um nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaften im Konzern und ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung auszuschließen.

Im Rahmen der Restrukturierung hat Lloyd Fonds in den Vorjahren umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen durchgeführt, um Prozesse zu straffen und Effizienzpotenziale zu nutzen. Die getroffenen Maßnahmen werden regelmäßig im Hinblick auf ihre Wirksamkeit überprüft und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus hat Lloyd Fonds ein Projekt zur Optimierung der Schnittstellen zwischen den einzelnen Bereichen des Konzerns mit dem Ziel einer weiteren Verbesserung der Qualität und Effizienz der Geschäftsprozesse umgesetzt.

Eine überdurchschnittliche Fluktuation von Mitarbeitern im Unternehmen könnte dazu führen, dass Positionen nicht adäquat neu besetzt werden können. Aufgrund falscher Personalentscheidungen können Fehl- und/oder Unterbesetzungen entstehen.

IT-Risiken

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe

Die ständige Verfügbarkeit von IT-Systemen ist für Lloyd Fonds Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Abwicklung des Geschäfts. Auch steht das Unternehmen in der Pflicht, jederzeit die Sicherheit sensibler Daten, insbesondere von Kunden, zu gewährleisten. Um das Risiko von Systemausfällen zu minimieren, hat Lloyd Fonds zahlreiche Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählen die Virtualisierung von Servern und moderne Back-up-Systeme inklusive externer Datensicherung sowie Notfallpläne für eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Systeme. Zum Schutz von Daten und IT-Systemen werden unter anderem Firewall-Systeme, Virenschutz- und Verschlüsselungsprogramme sowie Zutritts- und Zugriffskontrollsysteme eingesetzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiko

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe

Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt das Halten einer ausreichenden Liquiditätsreserve ein. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds, in dem der Konzern operiert, ist es Ziel der Abteilung Finanzen/Treasury, die notwendige Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend Liquiditätsreserven bestehen.

Die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise sowie die sich daran anschließende europäische und US-amerikanische Schuldenkrise haben zu einem spürbaren Ertragsrückgang und in der Folge zu einer Verringerung der Liquiditätsdecke im Konzern geführt. Gleichzeitig haben sich sowohl Angebot als auch Konditionen von Krediten deutlich verschlechtert. Zudem führen neue Regelungen (Basel III) zu einer weiteren Verschärfung und entsprechend restriktiver Kreditvergabe durch Banken und Kreditinstitute. Es besteht somit das Risiko, dass keine geeigneten Partner für eine Finanzierung gefunden werden können und der Finanzbedarf des Konzerns nicht oder nur zu nachteiligen Konditionen gedeckt werden kann.

Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement greift die Finanzabteilung auf eine rollierende Liquiditätsplanung zurück, die einen Planungshorizont von bis zu einem Jahr abbildet. Daneben kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden vier Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-Bilanz, einer Plan-GuV und der daraus abgeleiteten Plan-Cashflow-Rechnung besteht. Sowohl die kurzfristige Liquiditätsplanung als auch das mittelfristige Modell bauen auf der aktuellen Businessplanung des Konzerns auf und sind miteinander abgestimmt. Die mithilfe dieser Modelle prognostizierten Cashflows waren Grundlage für die positive Beurteilung der Sanierungsfähigkeit des Konzerns durch KPMG.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf insgesamt 31,1 Mio. a (Vj. 27,9 Mio. a) und liegen damit etwa auf dem Niveau des Vorjahreswerts. Weitere Details, insbesondere hinsichtlich der Fälligkeitsstruktur, finden sich im Konzernanhang unter Ziffer 3.2.c.

Für das aktuell in der Platzierung befindliche Beteiligungsangebot "Holland Utrecht" besteht für die Lloyd Fonds AG für den Fall, dass die Platzierung des Anlegerkapitals bis zur Übernahme des Objektes im Mai 2012 nicht vollständig erfolgt sein sollte und keine Zwischenfinanzierung gefunden würde, das Risiko einer Inanspruchnahme unter der abgegebenen Garantie gegenüber dem Verkäufer der Immobilie. Um das daraus resultierende Liquiditätsrisiko abzudecken sind Abreden getroffen worden, dass eine Brückenfinanzierung abgeschlossen werden soll. Den zur Leistung des Kaufpreises erforderlichen Restbetrag stellt die Lloyd Fonds AG der Fondsgesellschaft darlehensweise zur Verfügung. Sofern der Platzierungsfortschritt (eingeworbenes Eigenkapital) beim Fonds "Holland Utrecht" nicht ausreicht, um (1.) fristgerecht die Brückenfinanzierung zu tilgen und das von der Lloyd Fonds AG gewährte Darlehen zurückzuzahlen, sofern (2.) die Liquidität der Lloyd Fonds AG aus dem operativen Geschäft nicht ausreicht, die daraus resultierende Liquiditätslücke zu decken und sofern (3.) Lloyd Fonds keine alternative Zwischenfinanzierung zur Schließung der Liquiditätslücke abschließen kann, ist der Fortbestand des Unternehmens gefährdet.

Forderungsausfallrisiko

Die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise und die sich daran anschließende europäische und US-amerikanische Schuldenkrise hatten erhebliche Auswirkungen bezüglich drohender Forderungsausfälle und damit auf die Risikoposition des Konzerns. Lloyd Fonds hat dem gestiegenen Risiko durch bereits in den Vorjahren vorgenommene umfangreiche Wertminderungen Rechnung getragen. Auch im Berichtsjahr wurden Abwertungen im Forderungsbestand vorgenommen und damit die Werthaltigkeit der Forderungen angepasst.

Zudem wird dem gestiegenen Marktrisiko durch permanente Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen mit einer kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserung des Debitorenmanagements begegnet. Ziel ist dabei die zeitnahe Realisierung von Zahlungseingängen und der damit verbundenen Verminderung des Bestands an fälligen Forderungen.

Trotz des im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Forderungsbestandes und aufgrund der auch im Berichtsjahr durchgeführten Wertberichtigungen besteht derzeit kein signifikantes Risiko für Verluste aus Forderungsausfällen. Für weitere Analysen verweisen wir auf den Konzernanhang unter Ziffer 3.2.a.

Währungsrisiko

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe
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Für den Konzern bestehen derzeit Fremdwährungsrisiken in US-\$, welche im Wesentlichen durch die Stichtagsbewertung der entsprechenden monetären Posten entstehen. Unter den monetären Posten werden Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten zusammengefasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten entstehen hauptsächlich dadurch, dass ein Teil der Fondsprodukte auf Fremdwährungsbasis initiiert wird. Um Ergebniseffekte zu minimieren, prognostiziert der Konzern zunächst regelmäßig das Nettoergebnisrisiko aus der Fremdwährungsbewertung. Falls festgestellt wird, dass sich eine Absicherung durch bereits bestehende Positionen nicht erreichen lässt, sieht die Risikomanagementpolitik des Konzerns eine Absicherung einzelner Transaktionen durch Abschluss von Währungsterminkontrakten mit Finanzinstituten höchster Bonität vor. Diese Aufgaben werden durch die Fachabteilung Finanzen/ Treasury in Abstimmung mit den jeweils zuständigen anderen Abteilungen wahrgenommen.

Entsprechenden Währungsrisiken unterliegen auch viele der von Lloyd Fonds initiierten Kapitalbeteiligungen. Im Fall einer negativen Währungsentwicklung besteht das Risiko, dass die Rendite der Kapitalbeteiligungen sinkt und sich in der Folge negativ auf die Kundenzufriedenheit und die Reputation des Konzerns auswirkt. Eine Absicherung des Risikos in den Fonds erfolgt gegebenenfalls auf Beschluss der Geschäftsführung in Abstimmung mit den Beiräten.

Die Nettofremdwährungsexposition des Konzerns ist insgesamt als nicht wesentlich einzuordnen. Dementsprechend bestehen zum Abschlussstichtag keine signifikanten Bewertungsrisiken.

Bewertungsrisiko aus Beteiligungen

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe

Die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise führte in den Vorjahren zu einem erhöhten Risiko bei der Bewertung von Beteiligungen des Konzerns. Neben den Anteilen, die Lloyd Fonds an eigenen Fonds hält, können hiervon auch die Beteiligungen des Konzerns an assoziierten Unternehmen, wie beispielsweise der Feedback AG, der KALP GmbH oder der TVO Income Portfolio L.P., betroffen sein. Lloyd Fonds trägt diesem Risiko durch eine fortlaufende Überprüfung der bestehenden Beteiligungsansätze im Zusammenspiel mit der Analyse von Finanzdaten der wesentlichen Beteiligungen Rechnung. Auf Basis der regelmäßig durchgeführten Wertminderungstests wurden bereits in den Vorjahren zum Teil umfangreiche Abwertungen von Beteiligungsansätzen bei einigen dieser Gesellschaften vorgenommen. Durch diese Maßnahmen sank grundsätzlich das Risiko für weitere Wertminderungen. Gleichzeitig haben sich die Bewertungsrisiken im Berichtsjahr aufgrund der schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage erhöht. In Einzelfällen sind daher zusätzliche Wertberichtigungen nicht ausgeschlossen.

Zinsänderungsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Sie wirken sich zum einen auf die Höhe der zukünftigen Zinserträge und -aufwendungen des Konzerns aus und zum anderen beeinflussen sie den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken. Für weitere Details verweisen wir auf Ziffer 3.1.b des Konzernanhangs.

Sonstige Risiken

Juristische Auseinandersetzungen

Die Lloyd Fonds AG war zum Stichtag einer Zahlungsaufforderung einer Werft zur Übernahme von gegen insolvente Einschiffs-Kommanditgesellschaften titulierten Schadenersatzansprüchen ausgesetzt. Eine Haftungsübernahme durch die Lloyd Fonds AG wurde allerdings nie erklärt und die handelnden Personen waren für die Lloyd Fonds AG nicht vertretungsberechtigt. Nachdem die anwaltliche Zahlungsaufforderung aus dem April 2011 im Mai 2011 abgelehnt wurde, hat sich die Werft nicht wieder gemeldet. Es besteht das Risiko, dass es in diesem Fall zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt. Die Wahrscheinlichkeit einer gerichtlichen Auseinandersetzung wird vor dem Hintergrund, dass sich die Werft seit nahezu einem Jahr nicht mehr gemeldet hat, als gering eingeschätzt.

Steuerliche Risiken

eintrittswahrscheinlichkeit schadenshöhe
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Zum Stichtag können sich steuerliche Risiken insbesondere aus einer abweichenden Bewertung mehrerer Schiffstransaktionen unter Beteiligung von zypriotischen Projektgesellschaften aus den Jahren 2004 bis 2007 ergeben. Das Risiko für Lloyd Fonds beläuft sich unter Berücksichtigung etwaiger Zinsbelastungen auf derzeit rund 5,6 Mio. a.

Etwaige betroffene Sachverhalte wurden unter Einbeziehung aller Beteiligten einer Neubewertung unterzogen. Hieraus resultierende mögliche Ansprüche richten sich nach Einschätzung einer großen renommierten Beratungsgesellschaft in erster Linie nicht gegen Gesellschaften des Lloyd Fonds-Konzerns. Aufgrundlage der bisherigen Erkenntnisse wird das tatsächliche Risiko eines Rückgriffs auf den Konzern oder der direkten Inanspruchnahme der Lloyd Fonds AG als gering eingestuft.

Ferner können Beratungs- und Beurteilungsfehler oder Fristversäumnisse im steuerlichen Bereich dazu führen, dass steuerliche Folgen eintreten, die für Lloyd Fonds nachteilig sind, oder es bei Fristversäumnissen zu Zwangsgeldern oder Verspätungszuschlägen durch die Finanzverwaltung kommt.

Reputationsrisiko

Als börsennotiertes Unternehmen ist Lloyd Fonds einem erhöhten öffentlichen Interesse ausgesetzt. Wie die gesamte Branche wurde der Konzern hart von der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise und der sich anschließenden europäischen und US-amerikanischen Schuldenkrise getroffen. In der Folge hat Lloyd Fonds in den vergangenen Geschäftsjahren zum Teil erhebliche Verluste erleiden müssen und einige der selbstgesteckten Ziele nicht erreichen können. Diese Entwicklung blieb nicht ohne Folgen für die gute Reputation des Konzerns. Allerdings geht das Unternehmen davon aus, dass die erfolgreiche Restrukturierung und die vollständige Enthaftung der Lloyd Fonds AG durch Zahlung der Enthaftungssumme an die finanzierenden Banken Anfang des Jahres 2012 das Vertrauen der Banken und anderer Partner in die Leistungsfähigkeit und Ertragskraft des Unternehmens wieder wachsen lassen wird.

Ein weiteres wesentliches Reputationsrisiko ging von der Entwicklung auf den relevanten Assetmärkten infolge der Krise aus. Betroffen war hiervon insbesondere das Segment Schifffahrt. Schiffe mit auslaufenden Charterverträgen konnten zeitweise keine oder nur eine unzureichende Anschlusscharter vereinbaren, mit der Folge, dass einige Schiffsfonds in eine wirtschaftliche Schieflage gerieten. In dieser Situation hat Lloyd Fonds im bestmöglichen Interesse der Anleger der Fonds gehandelt und umfassende Sanierungskonzepte für die betroffenen Gesellschaften entwickelt und umgesetzt. Daneben ist ein restriktives Vorgehen einiger finanzierender Banken im Hinblick auf die Beendigung der bestehenden Finanzierungen bei einer Reihe von Schiffsfonds zu beobachten, sodass die Gefahr der Insolvenz der betroffenen Gesellschaften besteht. Im Fall der Realisierung würde dies die Reputation des Konzerns nachteilig beeinflussen.

Dank des ganzheitlichen und umsichtigen Handelns des Fondsmanagements konnten für viele Fondsgesellschaften tragfähige Lösungen entwickelt werden, die zu einer Stabilisierung der Gesellschaften führten, wodurch ein signifikanter Reputationsschaden von Lloyd Fonds abgewendet wurde.

Ferner können negative Nachrichten oder Informationen über Lloyd Fonds, wie etwa ein massiver Verfall der Aktie der Lloyd Fonds AG, die Produkte des Konzerns, z.B. Berichte über eine schwache Performance der Bestandsfonds oder die Rückabwicklung oder Insolvenz von Fonds, oder auch über die Branche der Geschlossenen Fonds, wie etwa ein Branchenskandal, der Reputation des Konzerns erheblich schaden.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Mit der Zahlung der Enthaftungssumme am 10. Januar 2012 ist die Lloyd Fonds AG von allen Eventualverbindlichkeiten, die von der Bankenvereinbarung im April 2010 erfasst sind, endgültig befreit. Die Risikoposition des Konzerns konnte damit signifikant verringert werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind neben der im Mai 2012 fällig werdenden Kaufpreisgarantie gegenüber dem Verkäufer der Objektimmobilie "Holland Utrecht" keine existenzbedrohenden Einzelrisiken mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bekannt. Bei den identifizierten Risiken mit einer hohen Schadenshöhe besteht nach Einschätzung der Konzernleitung eine niedrige oder mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit. Risiken mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit weisen keine hohen Schadenshöhen auf. Allerdings könnte ein kumulierter Eintritt von Einzelrisiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollund Risikomanagementsystems

Elemente des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Lloyd Fonds-Konzerns umfasst sämtliche Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Kernelemente des internen Kontrollsystems sind das interne Steuerungssystem sowie das interne Überwachungssystem. Zuständig für die Steuerung des internen Kontrollsystems des Konzerns sind die zentralen Abteilungen Rechnungswesen, Controlling und Finanzen/Treasury. Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl prozessintegrierte als auch prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen. Als prozessintegrierte Maßnahmen kommen sowohl individuelle Kontrollen, wie beispielsweise das "Vier-Augen-Prinzip", als auch IT-gestützte Kontrollen zum Einsatz. Zudem werden durch spezifische Konzernfunktionen wie z.B. Konzern-Steuern und Konzern-Recht prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt. Prozessunabhängige Kontrollfunktionen werden im Wesentlichen durch den Aufsichtsrat und sonstige Prüfungsorgane, wie beispielsweise steuerliche Betriebsprüfer, wahrgenommen.

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist in das auf Seite 67 beschriebene Risikomanagementsystem des Lloyd Fonds-Konzerns integriert. Es ist auf die signifikanten Risiken des Unternehmens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der externen Berichterstattung, ausgerichtet. Wesentliches Element ist dabei die Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken können.

Aufbauorganisation

Der Lloyd Fonds-Konzern verfügt über eine zentrale Buchhaltungs- und Abschlusserstellungsorganisation. Mit Ausnahme der Gesellschaften in Singapur und Österreich werden die Geschäftsvorfälle sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Tochterunternehmen direkt in der zentralen Buchhaltung erfasst. Dort erfolgt auch die Erstellung der Einzelabschlüsse nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Die Abschlüsse der beiden genannten ausländischen Tochterunternehmen werden in den lokalen Buchhaltungen vor Ort erstellt. Lloyd Fonds erhält jedoch monatliche Saldenreports und überträgt diese Daten in das zentrale Buchhaltungssystem.

Zur Sicherstellung einer zeitnahen, vollständigen, richtigen und effizienten Erfassung der Geschäftsvorfälle bestehen konzernweite Richtlinien und Verfahrensanweisungen.

Dem zentralen Rechnungswesen zugeordnet ist auch der Bereich "IFRS". Hier werden die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften von den deutschen handelsrechtlichen bzw. lokalen ausländischen Vorschriften auf die Ansatz- und Bewertungsmethoden des International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet. Des Weiteren ist der Bereich "IFRS" für die Konsolidierung der einzelnen Gesellschaften und die daraus folgende Aufstellung des Konzernabschlusses verantwortlich.

Die buchhalterische Erfassung der einzelnen Geschäftsvorfälle einschließlich der gegebenenfalls erforderlichen IFRS-Anpassungen wird EDV-gestützt mithilfe der Finanzbuchhaltungssoftware FibuNet durchgeführt. Das Programm kommt zudem für die Zusammenführung der Einzelgesellschaften zu einem Summenabschluss und die Erfassung der Konsolidierungsbuchungen zum Einsatz. Wesentliche in FibuNet eingebundene Vorsysteme sind das integrierte Treasurymanagement System (ITS) der Firma econfinance sowie das Enterprise Ressource Planning (ERP)-System DC-Fonds des Herstellers Devcon. DC-Fonds dient insbesondere der Organisation, Steuerung und Überwachung des Vertriebs sowie der Treuhandverwaltung der von Lloyd Fonds initiierten Anlageprodukte. Neben diesen integrierten Systemen verfügt Lloyd Fonds über ein IT-gestütztes Tool zur Bewertung von Schiffsbeteiligungen. Darüber hinaus werden mithilfe eines Bloomberg Terminals aktuelle bewertungsrelevante Daten in Echtzeit generiert.

Ablauforganisation

Die Erstellung des Konzernabschlusses und die externe Berichterstattung erfolgen in Form eines strukturierten Prozesses auf Basis eines zwischen den einbezogenen internen Abteilungen sowie externen Partnern abgestimmten Zeitplans. Dabei werden auch Fristen für die Lieferung von abschlussrelevanten Informationen, die außerhalb des Rechnungswesens generiert werden, vereinbart. Beispiele hierfür sind Informationen aus dem Fondsmanagement für die Bewertung von Beteiligungen oder Abschlüsse von assoziierten Unternehmen für die Bilanzierung nach der Equity-Methode. Die Erhebung von abteilungs- und unternehmensfremden Daten erfolgt auf der Grundlage von zuvor festgelegten individuellen Anforderungsprofilen. Der Prozess beinhaltet auch eine Rücklaufkontrolle zur Sicherstellung des rechtzeitigen Eingangs vollständiger Informationen.

Der Konsolidierungsprozess erfolgt in Form einer Gesamtkonsolidierung auf Ebene der Lloyd Fonds AG. Dementsprechend werden keine Teilkonzernabschlüsse erstellt.

Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses beinhaltet der Erstellungsprozess eine Vielzahl von Kontrollen. Hierbei handelt es sich um präventive und nachgelagerte aufdeckende Kontrollen. In den Bereich der präventiven Kontrollen fallen insbesondere Genehmigungs- und Freigabeverfahren, beispielsweise im Rahmen der Eingangsrechnungserfassung und beim Zahlungsverkehr. Bestimmte Transaktionen, die sich wegen ihres Umfangs oder ihrer Komplexität auf den Konzernabschluss auswirken können, sind ebenfalls nach einem festgelegten Verfahren freizugeben. Zudem werden die zentralen Abteilungen Rechnungswesen, Finanzen/Treasury, Steuern und Recht direkt als interne Berater in die Gestaltung von bedeutenden Verträgen, beispielsweise im Rahmen der Konzeption neuer Fonds, mit eingebunden. Infolgedessen erhält das Rechnungswesen Informationen aus erster Hand, um die richtige bilanzielle Behandlung dieser Vorgänge sicherzustellen.

Die aufdeckenden Kontrollen finden in den verschiedenen Phasen des Abschlussprozesses statt. Hier kommt insbesondere das "Vier-Augen-Prinzip" zum Tragen. Sämtliche Einzelabschlüsse werden von der Leitung des Rechnungswesens geprüft, bevor sie für die weitere Verarbeitung durch den Bereich "IFRS" freigegeben werden. Im Rahmen der Überleitung der Abschlüsse auf die IFRS-Vorschriften und der Konsolidierung erfolgt darüber hinaus eine zusätzliche Plausibilisierung und Abstimmung der einzelnen Abschlüsse. Die auf Konzernebene ermittelten Daten werden anschließend in elektronischer Form in das Controlling Tool Corporate Planner übertragen. Dort werden sie für Zwecke des monatlichen Management-Reportings weiterverarbeitet. Hierbei findet eine enge Abstimmung zwischen Rechnungswesen und Controlling hinsichtlich der gelieferten Abschlussinformationen statt.

Neben dem monatlichen Management-Reporting wird ein wöchentlicher Jour fixe zwischen dem Rechnungswesen und dem Finanzvorstand durchgeführt, in dem wesentliche abschlussrelevante Themen besprochen werden. Darüber hinaus erfolgt ein regelmäßiger Austausch zwischen Rechnungswesen, Finanzen/Treasury und Controlling mit beiden Vorständen der Lloyd Fonds AG im Rahmen einer monatlichen Finanzrunde.

Nachtragsbericht

Die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise in den Jahren 2008 und 2009 wirkte sich erheblich negativ auf die Lloyd Fonds AG aus. Insbesondere hatte die Gesellschaft zugunsten verschiedener Fondsfinanzierungen in erheblichem Ausmaß Platzierungsgarantien übernommen, deren Eintritt wahrscheinlich geworden war. Hierzu wurde mit den finanzierenden Banken eine Enthaftungsvereinbarung abgeschlossen, die nach Zahlung der Enthaftungssumme in Höhe von 10,0 Mio. a am 10. Januar 2012 mit den Mitteln der Kapitalerhöhung Ende 2011 zu einer Enthaftung der Lloyd Fonds AG aus den Platzierungsgarantien und anderen Eventualverbindlichkeiten aus der Bankenvereinbarung führte.

Beim "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" wandelten sich Anfang Januar 2012 die beiden Zwischenfinanzierungen vertragsgemäß in langfristige Darlehen mit Laufzeiten von jeweils 11,5 Jahren, wobei deren Rückführung auch weiterhin aus eingeworbenem Eigenkapital erfolgt. Dem Fonds steht damit eine über mehr als elf Jahre gesicherte Zwischenfinanzierung mit insgesamt attraktiven Konditionen zur Verfügung.

Am 9. Januar 2012 haben sich Michael F. Seidel (Vorstand für die Ressorts Finanzen, Vertrieb, Treuhand und IR) und der Aufsichtsrat darauf verständigt, dass Herr Seidel das Unternehmen zum 31. Januar 2012 verlässt. Die Entscheidung ist im gegenseitigen Einvernehmen getroffen worden. Mit Wirkung zum 1. Februar 2012 wurde Dr. Joachim Seeler zum Vorstand der Lloyd Fonds AG berufen. Dr. Seeler verantwortet in seiner Position die Bereiche Immobilien, Vertrieb, Treuhand und PR. Im Rahmen der Neuaufstellung des Vorstands übernimmt der Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Teichert neben seinen bestehenden Verantwortungsbereichen unter anderem das Finanzressort.

Die Ratingagentur Scope Analysis hat mit Wirkung zum 1. Februar 2012 ihre Analysesystematik weiter verfeinert und insbesondere marktspezifischen Faktoren und der Qualität des Fondsmanagers mehr Gewicht gegeben. Dies führte dazu, dass die Fondsratings der Lloyd Fonds AG bessere Ergebnisse bekommen haben. Der "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" wurde von "A" auf "AA-" gestuft, der "Best of Shipping III" von "BBB+" auf "A", der "Lloyd Fonds Energie Europa" von "A-" auf "A" und "Holland Utrecht" von "A-" auf "A". Zudem hat Scope der Lloyd Fonds AG über ein Management Rating eine hohe Qualität bescheinigt und das Unternehmen mit dem Rating "A+" ausgezeichnet. Die beiden Kernsegmente Schifffahrt und Immobilien wurden ebenfalls jeweils mit dem Rating "A+" bewertet.

Aus Liquiditätsgründen meldete die Geschäftsführung der MS "Wehr Nienstedten" am 10. Februar 2012 die Insolvenz der Schiffsgesellschaft beim Amtsgericht Hamburg an. Durch die anhaltende Beschäftigungslosigkeit des Schiffes reduzierte sich die verfügbare Liquidität so sehr, dass die Zahlungsfähigkeit nicht weiter aufrechterhalten werden konnte.

Die KALP GmbH, an der Lloyd Fonds mit 45,1 % beteiligt ist, konnte die Entwicklung der ersten automatischen Laschplattform für die Be- und Entladung von Containerschiffen erfolgreich fortsetzen. Ende des Jahres 2011 wurden Verhandlungen mit der finnischen Cargotec-Gruppe aufgenommen mit dem Ziel, einen globalen Lizenzvertrag abzuschließen. Wegen dieser Verhandlungen wurde ein ursprünglich zur Finanzierung von KALP gestartetes Beteiligungsangebot, das als Private Placement strukturiert war, gestoppt. Im Februar 2012 wurde der angestrebte Lizenzvertrag unterzeichnet. Als Lizenznehmer verfügt die Cargotec-Gruppe über die industriellen Kapazitäten und das internationale Netzwerk, um die innovative Entwicklung der KALP GmbH in die Produktionsreife zu führen und die weltweite Vermarktung zu starten.

Da die aktuellen Auswirkungen der möglichen Regulierung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zum 1. Juni 2012 nicht absehbar sind und die BaFin derzeit die Auffassung vertritt, dass auch Zweitmarktfonds ab Inkrafttreten des Gesetzes zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts Anlageverwaltung im Sinne des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) betreiben, hat die Lloyd Fonds AG Anfang März beschlossen, die Platzierung des Zweitmarktfonds "Best of Shipping III" vorerst zu beenden.

Anfang März 2012 wurde mit einem potenziellen Kaufinteressenten für das TVO-Portfolio (US-Wohnanlagen) ein Letter of Intent abgeschlossen, an den sich eine Due Diligence anschließt.

Der Immobilienfonds "Holland Utrecht" befindet sich nach wie vor in der Platzierung. Die Übernahme des Investitionsobjektes ist planmäßig für Mai 2012 vorgesehen. Das noch ausstehende Emissionskapital wird zum einen über eine Darlehensgewährung der Lloyd Fonds AG finanziert. Zum anderen sind Abreden getroffen worden, nach denen eine Brückenfinanzierung des Objektkaufpreises geschlossen werden soll.

Prognosebericht

In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen.

IWF erwartet leichte Rezession

Aufgrund der konjunkturellen Dynamik in den Schwellenländern befand sich die Weltwirtschaft Anfang des Berichtsjahres im Aufschwung. Allerdings prognostizierten die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) bereits zu diesem Zeitpunkt für das Gesamtjahr 2011 eine leichte Verlangsamung des globalen Expansionstempos. Angesichts der Verschlimmerung der Schuldenkrise im Euroraum und deren Auswirkungen auf die weltweite Konjunktur passte der IWF im weiteren Jahresverlauf seine Prognosedaten in erster Linie für den Euroraum und Deutschland mehrfach nach unten an.

Mit einer deutlichen Korrektur der Wachstumszahlen nach unten hat der IWF zu Anfang des Jahres 2012 auf die anhaltende Krise im Euroraum reagiert. Danach prognostizieren die Experten für das Jahr 2012 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,5% und für das Folgejahr einen leichten Anstieg von 0,8 %. Für die deutsche Wirtschaft wird für die Jahre 2012 und 2013 ein Wachstum von 0,3% und 1,5% erwartet. Die Hauptverursacher für den Abschwung der Gesamtzahlen im Euroraum sind Italien und Spanien, deren Wachstumsperspektiven der IWF deutlich schlechter einschätzt als die der übrigen Industrieländer. Die Schwellen- und Entwicklungsländer müssen dem IWF zufolge ebenfalls mit einem schwächeren Wachstum von 5,4% auf Gesamtjahressicht rechnen.

Das Wachstum der gesamten Weltwirtschaft sehen die Experten dagegen nicht gefährdet: Die weltweite Wirtschaftsleistung soll im Jahr 2012 um 3,3% und 2013 um 3,9% zulegen. Für die USA erwartet der IWF unverändert ein Wachstum von 1,8% im laufenden Jahr. Für das Jahr 2013 rechnen die Experten des Weltwährungsfonds für die US-amerikanische Wirtschaft mit einem Plus von 2,2%.

2012 2013
Veränderung der Wirtschaftsleistung in%
Welt 3,3 3,9
USA 1,8 2,2
Eurozone -0,5 0,8
Großbritannien 0,6 2,0
Frankreich 0,2 1,0
Deutschland 0,3 1,5
Spanien -1,7 -0,3
Entwicklungs- und Schwellenländer 5,4 5,9
China 8,2 8,8
Indien 7,0 7,3

Quelle: IWF, Januar 2012

Emissionsbranche sieht sich vor einer Trendwende

Die Branche der Geschlossenen Fonds, die infolge der Finanzkrise drastische Einbußen erlitten hatte, beginnt sich langsam zu stabilisieren. Die Platzierungszahlen für das Jahr 2011 liegen noch deutlich unter dem hohen Niveau der Vorkrisenjahre, doch haben sich die Platzierungszahlen auf niedrigem Niveau stabilisiert. Auch der Geschäftsklimaindex Geschlossene Fonds, den die Ratingagentur Scope Analysis GmbH regelmäßig ermittelt, ist in der zweiten Jahreshälfte des Berichtsjahres von 146 auf 150 Punkte gestiegen und liegt damit knapp über seinem langfristigen Mittel. Laut einer Umfrage Anfang des Jahres 2012 unter insgesamt 73 Initiatoren, die mehr als 70% des platzierten Eigenkapitals repräsentieren, sowie 87 Banken, Sparkassen und Vermögensverwaltern sind insbesondere Vermittler Geschlossener Beteiligungen für das Geschäftsjahr 2012 vorsichtig optimistisch gestimmt. Vor allem das grundsätzlich hohe Anlegerinteresse an Sachwertanlagen sei ein Grund, auf eine verbesserte Marktlage zu setzen. Anlass zu Optimismus geben auch die hohe Liquidität und der damit verbundene Anlagedruck bei vielen Anlegern. Zudem verbinden viele Vertriebe mit der erwarteten Marktkonsolidierung bei den Anbietern und der Fokussierung vieler Emissionshäuser auf ihre Kernkompetenzen die Erwartung an qualitativ sehr hochwertige Produkte. Dennoch gehen auch die Optimisten unter den Vertrieben davon aus, dass sich die Verunsicherung am Markt nur langsam auflösen werde. Dabei stehen deutsche Immobilien nach wie vor im Fokus der Vermittler. Scope geht daher davon aus, dass Immobilienfonds mit deutschen Objekten wie im Vorjahr das dominante Segment im deutschen Beteiligungsmarkt sein werden. Auch Lloyd Fonds ist davon überzeugt, dass die Assetklasse Immobilien ihre Stellung als größtes Segment der Geschlossenen Fonds im laufenden Geschäftsjahr verteidigen wird. Daher fokussiert sich Lloyd Fonds bei seinen Sachwertanlagen neben der Schifffahrt auf den Bereich Immobilien.

Fokus Schifffahrt

Die Schifffahrt ist der zentrale Assetbereich des Unternehmens. Auch das Jahr 2012 wird ganz im Zeichen des Bestandsmanagements stehen. Hier gilt es, neue Anlage- und Platzierungsmodelle zur Re- und Umfinanzierung des Bestandsgeschäfts zu entwickeln. Lloyd Fonds hat dazu verschiedene Optionen geprüft, die klassische Einschiffs-KG durch die Bündelung einzelner Schifffahrtsgesellschaften zu größeren Einheiten zu verschmelzen. Ziel ist es, mehrere Schiffe gesellschaftsrechtlich zu verbinden, um über das damit verbundene Cash-Pooling, die Überkreuzbesicherungen und die Skaleneffekte im Schiffsbetrieb und -management bessere Finanzierungsbedingungen zu erreichen. Damit soll allen beteiligten Schiffen eine bessere Chance zur Überdauerung der Krise gegeben werden.

Fokus Immobilien

Lloyd Fonds wird seinen Fokus sowohl auf Wohn- und Büroimmobilien als auch auf Gewerbeimmobilien richten. Bei der Standortwahl konzentriert sich das Unternehmen auf Teilmärkte mit hohem Wachstumspotenzial in wirtschaftlich und politisch stabilen Ländern: Hier hat der deutsche Markt oberste Priorität. Daneben stehen der US-amerikanische und niederländische Immobilienmarkt permanent unter Beobachtung.

Bei der Akquise wird sich Lloyd Fonds an strengen Auswahlkriterien orientieren: Dazu zählen neben Objektlage und Bonität der Mieter eine Reihe weiterer Punkte, die entscheidend sind für den Erfolg eines konservativ entwickelten Beteiligungsangebotes im Immobilienbereich. Bei der Vorselektion der Objekte achtet das Unternehmen sehr stark auf eine hohe Energieeffizienz der Gebäude sowie auf effektive Gebäudestrukturen und eine mögliche Drittverwendungsfähigkeit der Objekte. Zudem spielen hohe geografische oder rechtliche Markteintrittsbarrieren eine ganz zentrale Rolle im Selektionsprozess.

Im Immobilienbereich wird neben der Akquise und Fondskonzeption vor allem das Assetmanagement als zentrale Serviceleistung eine ganz entscheidende Rolle einnehmen. Ziel ist es, sämtliche Fragestellungen in puncto Vermietungs- und Objektmanagement mit einem vielseitig aufgestellten Immobilien-Team selbstständig lösen zu können. Hier gilt es, die bereits vorhandene Lloyd Fonds-Expertise zu nutzen und auszubauen, um die Wertstabilität der Immobilie zu erhalten und eine möglichst hohe Attraktivität für potenzielle Käufer in der Exitphase zu wahren.

Lloyd Fonds hat im Jahr 2011 die erfolgreiche Fondsserie von holländischen Immobilien durch das Fondsangebot einer Büroimmobilie in Utrecht fortgesetzt. Dieser Fonds ist im Jahr 2012 unverändert im Vertrieb. Lloyd Fonds plant in diesem Jahr mindestens einen neuen deutschen Immobilienfonds auf den Markt zu bringen.

Unternehmensentwicklung

Wegen der unverändert schwierigen makroökonomischen Rahmenbedingungen für die geschlossene Fondsbranche sieht Lloyd Fonds davon ab, eine konkrete Platzierungsprognose für das Jahr 2012 abzugeben. Allerdings geht die Gesellschaft davon aus, dass die Platzierungszahlen 2012 über denen des Vorjahres liegen. Für das Jahr 2013 wird mit einem weiteren Anstieg des Platzierungsvolumens gerechnet.

Zur Einstellung auf den strukturellen Wandel an den Finanzmärkten und vor dem Hintergrund des angespannten Branchenumfeldes hat der neu zusammengesetzte Vorstand im ersten Quartal 2012 Maßnahmen verabschiedet, um die operativen Prozesse und Kostenstrukturen weiter zu optimieren. Bereits im zweiten Halbjahr des Berichtsjahres wurden Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz eingeleitet. So wurde zum Ende des Berichtszeitraumes rund ein Drittel der Gesamtmietfläche untervermietet und die Beschäftigtenzahl nochmals reduziert. Auf dieser Basis rechnet Lloyd Fonds mit einer Reduzierung der Personalkosten um rund 25% im Jahr 2012 gegenüber dem Berichtsjahr. Auf der Ertragsseite arbeitet Lloyd Fonds an einer Stabilisierung der wiederkehrenden Erlöse aus Managementeinnahmen und Treuhandgebühren. Für das Jahr 2012 rechnet die Gesellschaft auf dieser Basis mit einem positiven Konzernergebnis im unteren einstelligen Millionenbereich. Für das Jahr 2013 erwartet Lloyd Fonds eine Stabilisierung dieses Trends.

Lloyd Fonds hat beschlossen, sich auf die Kernbereiche Schifffahrt und Immobilien zu fokussieren, verfolgt allerdings unverändert das Ziel, die aktuelle Produktpalette zu platzieren. Dazu zählen die Weiterplatzierung der Fonds "Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines" sowie "Lloyd Fonds Energie Europa" im laufenden Geschäftsjahr.

CHANCEN

Mit Abschluss der Kapitalerhöhung steht die Lloyd Fonds AG auf einer soliden wirtschaftlichen Basis, um das Unternehmen im Jahr 2012 strategisch weiterentwickeln und verlorene Marktanteile zurückgewinnen zu können. Unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen Stärken und Kompetenzen sowie im Rahmen der Branchenkonsolidierung ist die Lloyd Fonds AG bestrebt, dieses Chancenpotenzial bestmöglich auszuschöpfen. Wesentliche Chancen ergeben sich aus folgenden Entwicklungen:

Unternehmensstrategische Chancen

Solides wirtschaftliches Fundament & starker strategischer Partner Die Lloyd Fonds AG hat sich im Zuge der erfolgreichen Kapitalerhöhung von allen Eventualverbindlichkeiten aus der Bankenvereinbarung im April 2010 befreit und damit die Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen. Darüber hinaus wurde das Grundkapital und damit das Konzerneigenkapital maßgeblich gestärkt. Diese positive Entwicklung stellt eine wesentliche Chance der Lloyd Fonds AG dar. Das Unternehmen hat eine solide wirtschaftliche Basis geschaffen, um sich strategisch weiterzuentwickeln und nachhaltiges Wachstum zu realisieren.

Die US-amerikanische Beteiligungsfirma AMA Capital Partners LLC (AMA) hat im Rahmen der Kapitalerhöhung 49,9 % der Anteile an der Lloyd Fonds AG erworben. Mit AMA hat die Lloyd Fonds AG einen starken strategischen Investor gewonnen, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Marktanteile zurückzugewinnen und den Unternehmenswert der Lloyd Fonds AG zu erhöhen. AMA ist ein international tätiges Beratungs- und Beteiligungsunternehmen mit ausgewiesenem Fokus auf die Bereiche Schifffahrt und Transport. Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1987 hat AMA eine Vielzahl internationaler Schifffahrtstransaktionen begleitet.

Lloyd Fonds will die Chancen, die der laufende Konsolidierungsprozess in der Branche der Geschlossenen Fonds und in der Schifffahrt bietet, nutzen und eine aktive Rolle spielen.

Erfolgreiches Assetmanagement durch Fokussierung

Die Lloyd Fonds AG wird sich künftig auf die Assetklassen Schifffahrt und Immobilien konzentrieren. Daneben wird die neu gegründete Abteilung "Investments & Alternative Assets" eine tragende Säule des Unternehmens darstellen. Diese Fokussierung auf die Kernkompetenzen des Unternehmens sowie der erfolgreiche Abschluss der Enthaftung dürfte die Position und Reputation der Lloyd Fonds gegenüber Anlegern und Vertriebspartnern stärken.

Kompetenz & langjährige Erfahrung

Die Lloyd Fonds AG hat seit der Unternehmensgründung im Jahr 1995 105 Beteiligungen realisiert, in die über 52.000 Anleger Eigenkapital in Höhe von über 2,0 Mrd. Euro investiert haben. Das Unternehmen verwaltet ein kumuliertes Investitionsvolumen von über 5,1 Mrd. a. Durch diese langjährige Erfahrung, die personelle Anbindung erweiterter Kompetenz insbesondere im Bereich Immobilien sowie durch die mittelfristig erwartete Erholung des Marktes für Geschlossene Fonds können sich nennenswerte Chancen für den Lloyd Fonds-Konzern ergeben.

Die anhaltende Schifffahrtskrise wird zu einem Innovationsschub bei der Entwicklung neuer Fondsmodelle und Finanzierungsstrukturen führen. Es gilt, Strukturen zu schaffen, die Bestandsfonds erfolgreich durch die Krise managen. Lloyd Fonds will den Wandel der Branche mitgestalten und eine Vorreiterposition in dem sich wandelnden Markt einnehmen.

Im Immobilienbereich konnte durch den neuen Vorstand Dr. Joachim Seeler eine substanzielle Verstärkung verzeichnet werden, sodass Lloyd Fonds mit hoher Expertise diesen Assetbereich ausbauen kann.

Kostensenkung und Effizienz

Um sich an die veränderten Marktbedingungen anzupassen, hat die Lloyd Fonds AG bereits im Jahr 2008 ein strategisches Kostenmanagement eingeführt, das auch im Jahr 2011 erfolgreich weitergeführt wurde. Mit der Reduzierung der Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr sowie der Fokussierung auf die Assetklassen Schifffahrt und Immobilien zu Beginn des laufenden Jahres optimiert die Lloyd Fonds AG interne Abläufe und steigert so die operative Effizienz. Darüber hinaus wurden auch andere Kostenpositionen im Berichtsjahr erfolgreich gesenkt, sodass der Lloyd Fonds-Konzern – zusammen mit der erhöhten Eigenkapitalquote und der verbesserten Liquiditätsausstattung – gestärkt in das Jahr 2012 startet.

Chancen aus Rahmenbedingungen

Regulierung & Konsolidierung

Die zunehmende Regulierung der Branche Geschlossener Fonds bietet für die Lloyd Fonds AG Chancen, Marktanteile zurückgewinnen zu können. So werden sich mittelfristig nur solche Emissionshäuser im Markt an führender Stelle durchsetzen können, die ausreichend kapitalisiert sind und die strengen regulatorischen Anforderungen erfüllen können, die durch die AIFM-Richtlinie und das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts auf die Branche zukommen. Chancen ergeben sich für die Lloyd Fonds AG, da sie als börsennotiertes Emissionshaus im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern schon heute hohe Transparenz- und Qualitätsstandards erfüllt, die bereits zahlreiche Vorgaben der geplanten regulatorischen Änderungen beinhalten.

Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Lloyd Fonds AG gestärkt aus der Branchenkonsolidierung hervorgehen wird. Insbesondere auch deshalb, weil sich die Lloyd Fonds AG bereits heute intensiv auf die Erfüllung der strukturellen Anforderungen der AIFM-Richtlinie vorbereitet. Bei Inkrafttreten der jeweils zu erwartenden Genehmigungstatbestände in Deutschland sollen deren Voraussetzungen sofort erfüllt und entsprechende Anträge innerhalb der Fristen gestellt werden, um die vorgesehenen sofortigen Genehmigungsfiktionen herbeizuführen und damit lückenlos handlungsfähig zu sein.

Im Rahmen der Konsolidierung strebt die Lloyd Fonds AG darüber hinaus an, Treuhandgesellschaften und Fondsmanagement-Einheiten zu akquirieren, um so die wiederkehrenden Erlöse aus Treuhandeinnahmen weiter zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund erwartet Lloyd Fonds künftig eine deutliche Verbesserung der eigenen Marktposition.

Markt

Trotz der anhaltenden Zurückhaltung der Anleger geht die Lloyd Fonds AG davon aus, dass sich der Markt der Geschlossenen Fonds mittelfristig erholen wird – nicht zuletzt auch aufgrund der steigenden Inflationsgefahr, die Investments in Sachwerte attraktiver macht, sowie aufgrund der Tatsache, dass der Kapitalmarkt über eine unverändert hohe Liquidität verfügt, die nach attraktiven Anlageformen sucht. Die im Berichtszeitraum im Gesamtmarkt platzierten 5,9 Mrd. a Eigenkapital machen deutlich, dass die Nachfrage nach Geschlossenen Fonds nach wie vor gegeben ist. Aufgrund der hier aufgeführten Chancen gehen wir davon aus, dass die Lloyd Fonds AG ihren Marktanteil mittelfristig ausbauen kann.

Konzern-Gewinn- und VerlustRechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Ziffer 2011 2010
in Ta
Umsatzerlöse 6.1 14.290 19.307
Materialaufwand 6.2 -4.497 -6.031
Personalaufwand 6.3 -8.765 -8.643
Abschreibungen und Wertminderungen 6.4 -1.318 -2.380
Sonstiges betriebliches Ergebnis 6.5 -3.961 130
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 6.6 379 1.978
Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit -3.872 4.361
Finanzerträge 6.7 2.260 1.520
Finanzaufwand 6.7 -1.911 -4.656
Ergebnis vor Steuern -3.523 1.225
Ertragsteuern 6.8 623 1.454
Konzernjahresergebnis -2.900 2.679
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) für die Berichtsperiode (a je Aktie) 6.9 -0,23 0,21

Konzern-gesamtergebnisrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Ziffer 2011 2010
in Ta
Konzernperiodenergebnis -2.900 2.679
Sonstige, direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisbestandteile
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 7.4 272 3.665
Latente Steuern darauf 7.5 -57 -545
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 7.3 -385 395
Währungsumrechnungsdifferenzen -23 -63
Sonstiges Ergebnis -193 3.452
Konzerngesamtergebnis -3.093 6.131

Konzernbilanz

zum 31. Dezember 2011

Ziffer 31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 7.1 803 1.003
Immaterielle Vermögenswerte 7.2 406 754
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 7.3 11.093 16.020
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 7.4 4.247 4.935
16.549 22.712
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 7.6 6.088 6.368
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 7.7 2.380 1.125
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 7.4 7.124 7.112
Laufende Ertragsteuererstattungsansprüche 1.960 2.648
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.8 16.947 11.539
34.499 28.792
Summe Vermögenswerte 51.048 51.504
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 7.9.a 27.470 12.725
Kapitalrücklage 7.9.b 44.196 45.432
Gewinnrücklagen 7.9.c -53.276 -50.183
Summe Eigenkapital 18.390 7.974
Schulden
Langfristige Schulden
Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert 7.10 1.028 1.181
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.11 414 836
Finanzschulden 7.12 48 71
Sonstige Rückstellungen 7.14 180
Latente Steuerverbindlichkeiten 7.5 664 607
2.334 2.695
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 7.11 14.244 4.377
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 7.13 1.801 7.602
Finanzschulden 7.12 13.592 13.868
Sonstige Rückstellungen 7.14 591 13.963
Laufende Ertragsteuerschulden 96 1.025
30.324 40.835
Summe Schulden 32.658 43.530
Summe Eigenkapital und Schulden 51.048 51.504

Konzern-kapitalflussrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Ziffer 2011 2010
in Ta
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Ertragsteuern 8.1 -3.870 2.280
Entkonsolidierungserfolg 6.5 -7.884
Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte 6.4 1.318 2.380
Verluste/Gewinne aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten 6.5 14 -636
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen 8.2 -2.806 -1.154
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstiger Forderungen
und derivativer Finanzinstrumente
-346 14.044
Veränderung der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen -1.366 438
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstiger Verbindlichkeiten
und derivativer Finanzinstrumente
14 -3.578
Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen -1.077 172
Veränderung der sonstigen Rückstellungen 459 -1.978
Erhaltene Zinsen 34 17
Gezahlte Zinsen -315 -1.117
Erhaltene Dividenden und Ausschüttungen 1.034 2.935
Erhaltene Ertragsteuererstattungen 1.137 1.302
Gezahlte Ertragsteuern -467 -421
Nettomittelab-/-zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit -6.237 6.800
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in:
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 7.1-2 -51 -172
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und nach der Equity-Methode
bilanzierte Finanzanlagen
-291 -1.996
Einzahlungen aus Abgängen von:
Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 7.1-2 12
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen
72 2.554
Nettomittelab-/-zufluss aus der Investitionstätigkeit -270 398
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Ausgabe neuer Aktien 13.966
Transaktionskosten aus der Ausgabe neuer Aktien -1.236
Veränderung des anderen Kommanditisten zuzurechnenden Nettovermögenswertes -64 230
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 336
Tilgung von Finanzschulden -731 -2.826
Nettomittelzu-/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 11.935 -2.260
Zahlungsunwirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 279 408
Nettozunahme an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 5.707 5.346
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar 10.288 6.474
Veränderung des Konsolidierungskreises -1.477
Währungsumrechnungsdifferenzen -22 -55
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember 8.3 15.973 10.288

Konzern-eigenkapitalveränderungsrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Zur Ver
äußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögens
werte
Nach der
Equity
Methode
bilanzierte
Finanz
anlagen
Währungs
differenzen
Summe
Eigenkapital
12.725 45.432 -56.736 360 53 9 1.843
2.679 3.120 395 -63 6.131
12.725 45.432 -54.057 3.480 448 -54 7.974
12.725 45.432 -54.057 3.480 448 -54 7.974
-2.900 215 -385 -23 -3.093
14.745 -1.236 13.509
27.470 44.196 -56.957 3.695 63 -77 18.390
Sonstiges Ergebnis
umrechnungs

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011

1 Allgemeine Informationen

Die Tätigkeit der Lloyd Fonds AG (im Folgenden "Muttergesellschaft") und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden "Lloyd Fonds-Konzern") umfasst die Entwicklung, die Initiierung und den Vertrieb von Kapitalanlagen für private und institutionelle Investoren über Vertriebspartner. Im Geschäftsjahr 2011 erstreckten sich die Tätigkeiten insbesondere auf Geschlossene Fonds der Bereiche Transport (Schiffe, Flugzeuge und Zweitmarktschiffsfonds), Immobilien sowie Energie. Weitere Geschäftsaktivitäten des Konzerns umfassen Aufgaben im Zusammenhang mit der Treuhandverwaltung und dem Management laufender Fonds.

Bei der Muttergesellschaft handelt es sich um eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, gegründet und mit Sitz in Hamburg. Die Adresse der Gesellschaft lautet: Lloyd Fonds AG, Amelungstraße 8-10, 20354 Hamburg. Die Lloyd Fonds AG ist seit dem 28. Oktober 2005 im regulierten Markt (Segment Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 27. April 2012 vom Vorstand der Lloyd Fonds AG zur Veröffentlichung genehmigt.

2 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Folgenden dargestellt. Die Methoden wurden für alle dargestellten Berichtszeiträume stetig angewandt, sofern nichts anderes angegeben ist.

Die Darstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Tausend Euro (Ta), da durch diese Rundung keine Informationsverluste entstehen. Einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die Lloyd Fonds AG unterliegt der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 HGB. Als börsennotiertes Unternehmen ist die Lloyd Fonds AG infolge von Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 dazu verpflichtet, den Konzernabschluss gemäß § 315 a HGB nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufzustellen.

Der Konzernabschluss der Lloyd Fonds AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie von der Europäischen Union (EU) bis zum 31. Dezember 2011 angenommen wurden. In der Regel wendet Lloyd Fonds sämtliche Standards und Interpretationen vorzeitig an.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses wurde von der Prämisse der Unternehmensfortführung ausgegangen. Hinsichtlich der Risiken aus den Eventualverbindlichkeiten und deren potenziellen Auswirkungen auf diese Prämisse verweisen wir auf die Angaben in Ziffer 9.2.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf Basis der historischen Kosten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie derivative Finanzinstrumente werden mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt.

2.1.a Erstmals angewendete neue Standards und Interpretationen

Bis zum 31. Dezember 2011 wurden Änderungen an folgenden bestehenden Standards und Interpretationen von der EU-Kommission im Rahmen des Endorsement-Verfahrens übernommen:

  • Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben Übertragung finanzieller Vermögenswerte" (verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen).
  • Änderungen an sieben Standards und einer Interpretation im Rahmen des Annual Improvement Projects 2008–2010 (verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen).

Die neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Lloyd Fonds-Konzerns.

2.1.b Ausblick auf zukünftige Standards

Im Folgenden wird auf wesentliche neue, ab dem 1. Januar 2012 oder später anzuwendende IFRS-Standards, Änderungen von bestehenden Standards sowie Interpretationen eingegangen. Eine frühere Anwendung ist jeweils empfohlen worden. Mangels erfolgter Annahme durch die EU-Kommission bis zum Bilanzstichtag ist eine vorzeitige Anwendung dieser neuen Regelungen im Lloyd Fonds-Konzern nicht erfolgt.

  • Änderungen an IAS 1 "Presentation of Financial Statements": Gegenstand der am 16. Juni 2011 veröffentlichten Änderung ist die Angleichung der Darstellung von Posten des Other Comprehensive Income (OCI) zwischen den IFRS und US-GAAP. Das OCI soll nunmehr in recycelte und nicht-recycelte Posten unterteilt werden. Die Änderungen sind erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.
  • Änderungen an IAS 19 "Employee Benefits": Durch die am 16. Juni 2011 veröffentlichten Änderungen sind in Zukunft versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erfolgsneutral im OCI zu erfassen. Weitere Änderungen betreffen die Darstellung bzw. Aufteilung von Änderungen der Nettoverbindlichkeit/-vermögenswerte aus leistungsorientierten Vergütungsplänen sowie zusätzliche Anhangangaben zu Eigenschaften und Risiken dieser leistungsorientierten Pläne. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
  • Änderungen an IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" sowie IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures": Durch die am 16. Dezember 2011 veröffentlichten Änderungen sollen bestehende Inkonsistenzen in der Auslegung der bestehenden Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beseitigt werden. Brutto- und Nettoerträge aus der Saldierung sowie Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die den bilanziellen Saldierungskriterien nicht genügen, sind in Zukunft anzugeben. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und sind rückwirkend anzuwenden.

  • IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" und Änderungen an IAS 27 "Separate Financial Statements": Der am 12. Mai 2011 veröffentlichte Standard dient der Einführung eines einheitlich anzuwendenden Konsolidierungsmodells basierend auf einem überarbeiteten Beherrschungskonzept, nachdem die Elemente Bestimmungsmacht, variable Rückflüsse und die Möglichkeit zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse kumulativ zu erfüllen sind. Mit der Einführung des IFRS 10 werden der SIC-12 sowie Teile des IAS 27 ersetzt. Der neue Standard und die Änderungen sind für Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

  • IFRS 11 "Joint Arrangements" und Änderungen an IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures": Durch den am 12. Mai 2011 veröffentlichten IFRS 11 werden neue Bilanzierungsvorschriften für gemeinsame Vereinbarungen eingeführt, die IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" sowie SIC-13 ersetzen. Die Möglichkeit der Quotenkonsolidierung ist somit aufgehoben. Die Anwendnung der Equity-Methode erfolgt nach den Vorschriften des angepassten IAS 28. Der neue Standard und die Änderungen sind für Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
  • IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities": Der am 12. Mai 2011 veröffentlichte IFRS 12 führt die überarbeiteten Angabepflichten zu Joint Arrangements mit den Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10 sowie IAS 28 bzw. IFRS 11 in einem Standard zusammen. Der neue Standard und die Änderungen sind für Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
  • IFRS 13 "Fair Value Measurement": Der am 12. Mai 2011 veröffentlichte Standard regelt ausschließlich die Vorgehensweise bei der Fair Value-Bewertung. Welche Posten der Bilanz zum Fair Value zu bewerten sind, ist jedoch nicht Gegenstand des Standards, sondern wird in den einzelnen Standards geregelt. Des Weiteren wird der Fair Value neu definiert als Veräußerungspreis einer tatsächlichen oder hypothetischen Transaktion zwischen beliebigen unabhängigen Marktteilnehmern unter marktüblichen Bedingungen. IFRS 13 ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

2.2 Konsolidierung

2.2.a Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Drei (Vj. drei) Gesellschaften, an denen Lloyd Fonds zu mehr als 50% beteiligt war, wurden nicht als Tochterunternehmen klassifiziert, da aufgrund spezifischer gesellschaftsvertraglicher Regelungen trotz der Stimmrechtsmehrheit keine Möglichkeit zur Bestimmung der Geschäfts- und Finanzpolitik durch den Konzern bestand. Das Kriterium der Beherrschung war demnach nicht erfüllt, jedoch übte Lloyd Fonds einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaften aus, sodass sie als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert wurden. Des Weiteren wurden 52 Tochterunternehmen (Vj. 50), die in ihrer Gesamtheit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die bei der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebniseliminierungen waren mangels relevanter Transaktionen innerhalb des Konzerns nicht erforderlich.

2.2.b Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 werden neben der Muttergesellschaft die nachfolgenden 22 (Vj. 19) Gesellschaften einbezogen.

Gesellschaft Anteil
Konzern
Kurzbeschreibung der Tätigkeit
Lloyd Fonds US Real Estate Management Inc., Naples/USA 100,0% Geschäftsführung der Lloyd Fonds US Real Estate I L.P.
Lloyd Fonds US Real Estate I L.P., Naples/USA 100,0% Halten der Beteiligung an der TVO
Income Portfolio L.P.
LFP Grundstücksgesellschaft Hamburg-Hamm GmbH,
­Hamburg
100,0% Derzeit kein Geschäftsbetrieb
Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, Hamburg 100,0% Geschäftsführungsfunktion für initiierte Immobilienfonds
Lloyd Fonds Gesellschaft für Immobilienbeteiligungen mbH &
Co. KG, Hamburg
100,0% Derzeit kein Geschäftsbetrieb
Lloyd Shipping GmbH, Hamburg 100,0% Projektentwicklung, Schiffsmaklerei und Betrieb von Seeschiffen
21. LloFo Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,0% Anschaffung und Finanzierung des Schiffs MV "Tiger Pearl"
Lloyd Fonds Singapore Pte. Ltd., Singapur 100,0% Management der Schiffe im Eigentum von LF Open Waters OP SIC
AV
Lloyd Fonds Vermögensgarant GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0% Erwerb von Beteiligungen, die die Anleger des Fonds Best of Shipping II
Plus im Rahmen ihrer Rückgabeoption andienen
Lloyd Fonds Special Assets GmbH, Hamburg 100,0% Entwicklung, Konzeption und Management von Beteiligungsgesellschaften
im Private Equity-Bereich
Dritte Lloyd Fonds Private Equity Beteiligung GmbH & Co. KG,
Hamburg
100,0% Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung von Private Equity-Fonds
Lloyd Fonds Sales GmbH, Hamburg 100,0% Vermittlung und Vertrieb von Anteilen an Kommanditgesellschaften oder
anders strukturierten Beteiligungen und Vermögensanlagen
TradeOn GmbH, Hamburg 100,0% Bewertung, Erwerb, Halten, Verwaltung, Strukturierung und Veräußerung
von Anteilen an Geschlossenen Fonds in der Rechtsform der Kommandit
gesellschaft
Lloyd Zweitmarkt GmbH, Hamburg 100,0% Derzeit kein Geschäftsbetrieb
Lloyd Fonds Austria GmbH, Wien/Österreich 100,0% Vertrieb von durch Lloyd Fonds initiierten Fonds im österreichischen
Raum
Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg 100,0% Treuhänderische Verwaltung von Beteiligungen, insbesondere Übernahme
der Stellung des Treuhandkommanditisten in Beteiligungsgesellschaften
PPA Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0% Siehe Erläuterungen im nachfolgenden Text
Lloyd Fonds Energy Management GmbH, Hamburg 100,0% Siehe Erläuterungen im nachfolgenden Text
Lloyd Fonds Energy Commercial Services GmbH, Hamburg 100,0% Siehe Erläuterungen im nachfolgenden Text
2. Lloyd Fonds Shipping Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg 48,9% Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung von Beteiligungen an
Geschlossenen Schiffsfonds
2. Lloyd Fonds Real Estate Beteiligung GmbH & Co. KG,
Hamburg
48,9% Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung von Beteiligungen an
Geschlossenen Immobilienfonds
2. Lloyd Fonds Aviation Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg 49,2% Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung von Beteiligungen an
Geschlossenen Flugzeugfonds

Die drei letztgenannten Gesellschaften werden entsprechend den Vorschriften des SIC-12 aufgrund der spezifischen Chancen- und Risikoverteilung trotz einer Beteiligungsquote von unter 50 % vollkonsolidiert.

Der Abschlussstichtag des Lloyd Fonds-Konzerns stimmt mit dem Abschlussstichtag der Tochterunternehmen (31. Dezember) überein.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden drei neue Gesellschaften ab dem Zeitpunkt der Gründung in den Konzernkreis einbezogen.

Die PPA Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, wurde im Februar 2011 erstmals konsolidiert. Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb, das Halten, Verwalten und Veräußern von Kommanditbeteiligungen. Im Rahmen der Schließung des vollkonsolidierten Fonds Premium Portfolio Austria bei herabgesetztem Kapital hat die PPA GmbH die überschüssigen Anteile sowie die im Fonds enthaltenen Darlehen zur Finanzierung dieser Anteile übernommen.

Seit März 2011 werden darüber hinaus die Lloyd Fonds Energy Management GmbH, Hamburg, sowie die Lloyd Fonds Energy Commercial Services GmbH, Hamburg, in den Lloyd Fonds-Konzernabschluss einbezogen. Gegenstand der Lloyd Fonds Energy Management GmbH ist im Wesentlichen die Übernahme der Geschäftsführung für Energiefonds. Die Lloyd Fonds Commercial Services GmbH erbringt kaufmännische Dienst- und Beratungsleistungen für Gesellschaften des Energiesektors.

Die Erstkonsolidierung der drei Gesellschaften hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Lloyd Fonds-Konzerns.

2.2.c Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind diejenigen Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20% und 50%. Die 138 (Vj. 144) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.

Der Abschlussstichtag des Lloyd Fonds-Konzerns stimmt mit dem Abschlussstichtag der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (31. Dezember) überein. Die Abschlüsse der Lloyd Fonds AG und der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sofern zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch keine finalen Abschlüsse der betroffenen Gesellschaften vorliegen, wird auf vorläufige Abschlüsse zurückgegriffen.

In Ausnahmefällen kann es auch aufgrund besonderer gesellschaftsvertraglicher Regelungen oder Geschäftsbeziehungen dazu kommen, dass der Lloyd Fonds-Konzern trotz einer Beteiligung unter 20% einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Im Berichtsjahr wurden zwei (Vj. zwei) Gesellschaften, an denen der Konzern weniger als 20% der Anteile hält, als assoziierte Unternehmen klassifiziert.

2.3 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die zu Beginn des Vorjahres noch als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Fonds Immobilienportfolio Köln in den Konzernabschluss der Lloyd Fonds AG zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entsprach weitestgehend dem Nutzungswert der Objekte und ersetzte die bis dahin angesetzten Anschaffungs- und Herstellungskosten. Die Immobilien wurden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer linear bis auf ihre angenommenen Restwerte abgeschrieben. Es kam insoweit das Anschaffungskostenmodell zur Anwendung. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer entsprach der voraussichtlichen Investitionsdauer, die einheitlich im Jahr 2016 enden wird. Infolge der Entkonsolidierung des Fonds sind die Objekte im Juni 2010 wieder abgegangen. Die bis dahin angefallenen planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Abschreibungen und Wertminderungen (s. Ziffer 6.4) ausgewiesen.

2.4 Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Anschaffungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich. Für Einbauten in gemieteten Büroräumen wird eine voraussichtliche Mietdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt. Bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen betragen die Nutzungsdauern zwischen drei und 19 Jahren. Abschreibungen auf Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen aktiviert werden, bestimmen sich nach der erwarteten Nutzungsdauer des Vermögenswerts, sofern ein Eigentumsübergang am Ende der Leasinglaufzeit hinreichend sicher ist. Andernfalls werden die Vermögenswerte über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Nutzungsdauern und etwaige Restwerte werden jährlich auf ihre Angemessenheit hin überprüft.

2.5 Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden im Lloyd Fonds-Konzern als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert.

2.6 Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen im Lloyd Fonds-Konzern nicht vor. Interne Ausgaben für die Entwicklung und den Betrieb von unternehmenseigenen Internetseiten werden als Aufwand erfasst. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt der Nutzung linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, welche für Treuhandverträge elf Jahre und für Software drei bis fünf Jahre beträgt.

Die Treuhandverträge wurden zusammen mit der Lloyd Treuhand GmbH im Jahre 2002 erworben. Hierbei handelte es sich um insgesamt neun Vertragsverhältnisse mit Beteiligungsgesellschaften über die treuhänderische Verwaltung von eingeworbenem Beteiligungskapital. Der der Bewertung zugrunde liegende Eigenkapital-Platzierungsstand betrug zum Erwerbszeitpunkt insgesamt 125.202 Ta bei einem Vergütungssatz von 0,5% p. a. Bei der Bewertung des Vermögens der Lloyd Treuhand GmbH für Zwecke der Erstkonsolidierung wurden für die Wertermittlung der Treuhandverträge folgende Prämissen zugrunde gelegt:

  • Netto-Cashflow 2.616 Ta
  • Kapitalisierungszins 6,0% p. a.
  • Laufzeit elf Jahre

Die Nutzungsdauer der Treuhandverträge orientiert sich an den durchschnittlichen Laufzeiten der zugrunde liegenden Fonds.

2.7 Wertminderung nicht-monetärer Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben oder sich noch nicht im betriebsbereiten Zustand befinden, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sie werden jährlich auf Wertminderungsbedarf hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert ggf. nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (Cash-Generating-Units).

2.8 Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt:

  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (At Fair Value through Profit or Loss)
  • Darlehen und Forderungen (Loans and Receivables)
  • bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held to Maturity)
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale)

Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt beim erstmaligen Ansatz und wird zu jedem Stichtag auf Angemessenheit überprüft. Folgende Kategorien sind für den Lloyd Fonds-Konzern relevant:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden im Lloyd Fonds-Konzern von Beginn an in diese Kategorie eingeordnet; eine Anwendung der Designation als zu Handelszwecken gehalten ist zurzeit nicht einschlägig. Vermögenswerte und Schulden dieser Klasse betreffen derivative Finanzinstrumente, welche unter Ziffer 2.9 beschrieben werden.

  • Darlehen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt ohne die Absicht, diese Forderung zu handeln. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Darlehen und Forderungen sind in der Bilanz in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie in den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen enthalten.
  • Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie entweder direkt zugeordnet wurden oder sich nicht in eine der drei anderen genannten Kategorien einordnen lassen. Ausgewiesen werden hier Beteiligungen sowie Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, diese innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, das heißt dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und an darauf folgenden Bilanzstichtagen mit den beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts resultierende unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung der steuerlichen Auswirkungen erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Darlehen und Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten und an den nachfolgenden Bilanzstichtagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung, inwieweit die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind, berücksichtigt. Wenn ein derartiger Hinweis für die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust – gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich davor im Hinblick auf den betrachteten finanziellen Vermögenswert erfasster Wertminderungsverluste – aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht.

Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden mittels Discounted-Cashflow-Verfahren bestimmt, wobei ein marktüblicher sowie risiko- und laufzeitkongruenter Abzinsungssatz zugrunde gelegt wird. Abhängig von dem jeweiligen Vermögenswert betragen die Restlaufzeiten zehn bis 19 Jahre. Die Abzinsungssätze liegen zwischen 6% und 10%.

2.9 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden erstmals am Tag des Vertragsabschlusses mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nur zu Sicherungszwecken ein. Als mögliche Geschäfte kommen neben Devisenterminkontrakten oder Devisenoptionsgeschäften insbesondere Zinssicherungsgeschäfte infrage.

2.10 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Dabei wird die Effektivzinsmethode nur angewendet, falls die Forderung eine Fälligkeit von mehr als zwölf Monaten aufweist. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Als Indikatoren für eine mögliche Wertminderung kommen insbesondere Zahlungsverzögerungen und eine verschlechterte Bonität der Schuldner in Betracht. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiges betriebliches Ergebnis erfasst. Sofern eine Forderung uneinbringlich geworden ist, wird sie gegen das Wertminderungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf vormals ausgebuchte Beträge werden als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

2.11 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden Kontokorrentkredite mit den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten saldiert. Bankguthaben, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, werden nicht in die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Kapitalflussrechnung einbezogen. In der Bilanz werden in Anspruch genommene Kontokorrentkredite als kurzfristige Finanzschulden ausgewiesen.

2.12 Eigenkapital

Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert. Kosten, die sich auf die Ausgabe von neuen Aktien sowie die Börsennotierung von bereits ausgegebenen Aktien beziehen, werden auf die einzelnen Transaktionen aufgeteilt. Diejenigen Transaktionskosten, die sich auf die Börsennotierung von bereits ausgegebenen Aktien beziehen, werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

2.13 Verbindlichkeiten und Finanzschulden

Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, nach Abzug von Transaktionskosten, angesetzt. In den Folgeperioden werden die Verbindlichkeiten und Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Verbindlichkeiten und Finanzschulden zählen zu den kurzfristigen Schulden, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag liegt, ansonsten erfolgt ein Ausweis als langfristige Schulden.

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der angegebene beizulegende Zeitwert langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung der zukünftigen vertraglich vereinbarten Zahlungsströme mit dem gegenwärtigen Marktzinssatz, der dem Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente gewährt würde, ermittelt.

Der den anderen Kommanditisten zuzurechnende Nettovermögenswert beruht auf den gesellschaftsvertraglich festgelegten Kündigungsrechten der Gesellschafter des Fonds Premium Portfolio Austria. Diese Rechte können erstmals zum 31. Dezember 2025 ausgesprochen werden. Hierbei handelt es sich um ein Inhaberkündigungsrecht i.S.d. IAS 32.18 (b). Gemäß IAS 32.AG 29A kommen die Ausnahmeregelungen der Paragrafen 16A-D des IAS 32 im Konzernabschluss nicht zum Tragen, sodass die Einlagen zwingend als Fremdkapital zu klassifizieren sind. Die Höhe des Abfindungsanspruchs richtet sich nach den Bestimmungen des jeweiligen Gesellschaftsvertrags bzw. nach dem Zeitwert des Nettovermögens. Die Bewertung des Postens erfolgte im Rahmen der Erstkonsolidierung zum beizulegenden Zeitwert (Barwert des Abfindungsanspruchs). In den Folgeperioden werden die hieraus resultierenden Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode fortgeschrieben.

2.14 Leistungen an Arbeitnehmer und Organmitglieder

Die sich nach bestimmten Berechnungsverfahren ergebenden Gewinnbeteiligungen des Vorstands, des Aufsichtsrats und bestimmter Arbeitnehmer werden als Aufwand erfasst und als Verbindlichkeit passiviert. Der Konzern passiviert eine Verbindlichkeit in den Fällen, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt.

2.15 Latente Steuern

Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss gebildet (Verbindlichkeitsmethode). Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und -vorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Konzernabschluss (IFRS) 97

Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können.

Aktive und passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen nicht vom Konzern gesteuert werden kann und die Umkehrung der temporären Differenz hinreichend gesichert erscheint. In 2011 erfolgte kein Ansatz aktiver latenter Steuern.

2.16 Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Langfristige Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzinssatz verwendet wird, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Aus der reinen Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwendungen erfasst.

2.17 Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse umfassen den erhaltenen beizulegenden Zeitwert für den Verkauf von Dienstleistungen ohne Umsatzsteuer, Rabatte und Preisnachlasse und nach Eliminierung konzerninterner Transaktionen. Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen werden grundsätzlich nur dann realisiert, wenn die Leistung erbracht ist, der Vergütungsanspruch rechtlich entstanden ist, die Höhe der Erträge verlässlich geschätzt werden kann und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließt. Darüber hinaus gelten folgende Grundsätze in Bezug auf die einzelnen Erlöse:

Lloyd Fonds erbringt im Rahmen der Projektierung Leistungen gegenüber den Fondsgesellschaften, welche die betriebswirtschaftliche Beratung und Betreuung der Gesellschaften in der Gründungsphase, die Fertigstellung des Gesamt- und Finanzierungskonzepts sowie die Erstellung des Fondsprospekts beinhalten. Die Ertragsrealisierung erfolgt je nach Vertragsgestaltung entweder zum Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Leistungserbringung oder ratierlich entsprechend dem Platzierungsfortschritt des zugrunde liegenden Fonds.

Weiterhin erbringt Lloyd Fonds Leistungen im Rahmen der Platzierung von Beteiligungskapital, welche die Eigenkapitalbeschaffung sowie die damit verbundenen Vertriebsmaßnahmen wie Werbung und Marketing umfassen. Die Leistung ist hier grundsätzlich zu dem Zeitpunkt erbracht, zu dem die entsprechenden Anteilsscheine von der Lloyd Treuhand GmbH angenommen werden; insoweit ist der rechtliche Beitrittszeitpunkt für die Erlösrealisierung maßgeblich. Stornierungen aufgrund der gesetzlichen Widerrufsfrist, welche während der Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgen, werden im Berichtsjahr berücksichtigt. Korrespondierend werden Aufwendungen im Zusammenhang mit den Eigenkapitalplatzierungen zum gleichen Zeitpunkt erfasst.

Im Rahmen der Finanzierungsvermittlung erbringt Lloyd Fonds Leistungen an die Fondsgesellschaften durch Einholung einer Finanzierungszusage von einem Finanzierungsinstitut über die von der jeweiligen Fondsgesellschaft benötigte Zwischenfinanzierung bis zur Einzahlung des Emissionskapitals sowie die Endfinanzierung. In der Regel erfolgt die Realisierung der Erlöse aus Finanzierungsvermittlung vertragsgemäß entsprechend dem Platzierungsfortschritt des zugrunde liegenden Fonds.

Vergütungen für die Übernahme von Platzierungsgarantien werden aufgrund des akzessorischen Charakters einer Garantie sukzessive mit der Einwerbung von Beteiligungskapital realisiert.

Managementvergütungen fallen im Rahmen von Serviceleistungen wie Zins- und Währungsmanagement sowie Controlling an, die Lloyd Fonds für Fondsgesellschaften erbringt. Da diese Leistungen kontinuierlich über die Laufzeit der Dienstleistungsverträge ausgeführt werden, erfolgt eine Realisierung der Erlöse anteilig mit Zeitfortschritt.

Weiterhin erbringt Lloyd Fonds Leistungen im Rahmen des Treuhandgeschäfts, welche die Einrichtung der Treuhandverwaltung, die Verwaltung der von ihr für Dritte gehaltenen bzw. nach Eintragung der Kommanditisten in das Handelsregister betreuten Kommanditbeteiligungen sowie die Vorbereitung, Einberufung und Durchführung von Gesellschafterversammlungen umfassen. Die Einrichtungsgebühr wird im Jahr der Fertigstellung der Leistung mittels einer pauschalen Vergütung ratierlich entsprechend dem Platzierungsfortschritt des zugrunde liegenden Fonds realisiert. Bei den laufenden Treuhandvergütungen der Folgejahre erfolgt die Erfassung an jedem Bilanzstichtag anteilig bezogen auf den jeweiligen Stand des verwalteten Kapitals.

Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden im Zeitpunkt erfasst, in dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht, welches dem Datum der Beschlussfassung entspricht.

2.18 Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn und Verlustrechnung erfasst.

Sofern Lloyd Fonds als Leasingnehmer die wesentlichen mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen trägt, werden die Leasingverhältnisse als Finanzierungs-Leasing klassifiziert. In diesem Fall kommt es zur Aktivierung des Leasinggegenstands sowie zur Passivierung einer Verbindlichkeit in gleicher Höhe. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz ist der beizulegende Zeitwert des Leasinggegenstandes oder der Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. In den Folgeperioden wird der Leasinggegenstand grundsätzlich über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Sofern jedoch nicht mit hinreichender Sicherheit feststeht, dass das Eigentum am Leasingobjekt zum Ende des Leasingverhältnisses auf Lloyd Fonds übergeht, ist der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, vollständig abzuschreiben. Die Mindestleasingzahlungen sind in einen Zinsund einen Tilgungsanteil aufzuteilen. Während der Zinsanteil im Finanzergebnis aufwandswirksam erfasst wird, führt der Tilgungsanteil zu einer Verminderung der Restschuld.

2.19 Währungsumrechnung

2.19.a Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung der Lloyd Fonds AG darstellt.

2.19.b Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie sind im Eigenkapital als qualifizierter Cashflow Hedge zu berücksichtigen.

2.19.c Konzernunternehmen

Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen (ausgenommen solche aus Hyperinflationsländern), die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet:

  • Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet,
  • Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet und
  • alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden folgende Umrechnungskurse verwendet:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
US-Dollar 1,2939 1,3920

3 Finanzrisikomanagement

3.1 Risiken aus Finanzinstrumenten

Der Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Diese Risiken umfassen das Liquiditätsrisiko, das Marktrisiko sowie das Ausfallrisiko. Das Marktrisiko umfasst das Zinsrisiko, das Währungsrisiko und das Preisrisiko.

3.1.a Liquiditätsrisiko

Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt durch die Abteilung Finanzen/Treasury auf Grundlage von Verfahren und Maßnahmen, die im Einklang mit den vom Vorstand beschlossenen Richtlinien zum Risikomanagement stehen. Das kurzfristige Liquiditätsmanagement wird mittels einer währungsdifferenzierten rollierenden Liquiditätsplanung vorgenommen, die einen Planungshorizont von bis zu einem Jahr abbildet und nach der direkten Methode erstellt wird. Darüber hinaus kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden vier Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-Bilanz, einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung und der daraus abgeleiteten Plan-Cashflow-Rechnung besteht. Sowohl die Kurz- als auch die Mittelfristplanung sind aus der Businessplanung des Konzerns abgeleitet und aufeinander abgestimmt. Die rollierende Planung wird einmal wöchentlich zusammen mit einer Übersicht über die Entwicklung der Ist-Liquidität an den Konzern-Vorstand berichtet. Bei der mittelfristigen Finanzplanung kommt es zu einer regelmäßigen Aktualisierung und Abstimmung mit dem Konzern-Vorstand.

3.1.b Marktrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, welches Bestandteil des Marktrisikos ist, resultiert aus möglichen Schwankungen des Zeitwerts eines Finanzinstruments bzw. der hieraus erwarteten Zahlungsströme aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes. Diese Zinsschwankungen wirken sich zum einen auf die Höhe der zukünftigen Zinserträge und -aufwendungen des Konzerns aus. Zum anderen können sie den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten beeinflussen.

Im Regelfall werden gewährte oder in Anspruch genommene Darlehen mit einem festen Zinssatz zu marktüblichen Konditionen verzinst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß den Vorschriften des IAS 39 nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Insofern sind keine wesentlichen Zeitwertanpassungen zu erwarten.

Neben den genannten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit fester Verzinsung hat der Lloyd Fonds-Konzern ein variabel verzinstes Darlehen über 9,0 Mio. US-\$ (Vj. 9,0 Mio. US-\$) auf Basis des US-\$-Libor in Anspruch genommen. Wäre der US-\$-Libor um 10,0% (Vj. 10,0%) höher oder niedriger gewesen, wären die Zinsaufwendungen unter Annahme unveränderter Wechselkurse um 8 Ta (Vj. 10 Ta) höher beziehungsweise niedriger ausgefallen. Insgesamt ist Lloyd Fonds zum Bilanzstichtag keinen signifikanten Zinsänderungsrisiken ausgesetzt, sodass derzeit keine Sicherungsgeschäfte auf Ebene der Lloyd Fonds AG oder einer Konzerngesellschaft bestehen.

Fremdwährungsrisiken resultieren im aktuellen Konzernabschluss im Wesentlichen aus der Umrechnung von US-\$-Beständen in Euro. Um die Bewertungseffekte zu minimieren, analysiert Lloyd Fonds regelmäßig die in Fremdwährung lautenden Vermögenswerte und Schulden des Konzerns und prognostiziert deren weitere Entwicklung. Im Vordergrund stehen dabei Risiken mit zahlungswirksamen Auswirkungen. Sofern sich aus der offenen Fremdwährungsexposition ein signifikantes Risiko für die Finanzlage des Konzerns ergeben sollte, werden entsprechende Sicherungsgeschäfte durchgeführt.

Verantwortlich für das Management der Zins- und Fremdwährungsrisiken ist der Bereich Finanzen/Treasury in Abstimmung mit anderen Abteilungen des Konzerns.

Das Preisrisiko betrifft insbesondere die Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert. In diese Kategorie von Finanzinstrumenten fallen die Beteiligungen des Konzerns an eigenen Fonds. Dabei handelt es sich in der Regel um Anteile, die Lloyd Fonds als Gründungsgesellschafter an diesen Unternehmen hält. Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts werden grundsätzlich erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Ausgenommen hiervon sind Wertminderungen, die zu Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung führen. Wertaufholungen werden wiederum erfolgsneutral gebucht.

Lloyd Fonds führt zu jedem Quartalsstichtag eine Zeitwertbewertung der wesentlichen Beteiligungen durch. Verantwortlich hierfür ist das Fondsmanagement des Konzerns. Dabei findet eine enge Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen statt, um die korrekte bilanzielle Abbildung der Wertentwicklung sicherzustellen. Sofern ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt, werden entsprechende Wertminderungstests vorgenommen und die betroffenen Beteiligungen aufwandswirksam abgewertet. Insbesondere im Krisenjahr 2009 wurden bereits umfangreiche Wertberichtigungen gebildet. Durch die weiterhin angespannte Marktlage, insbesondere im Bereich Schifffahrt, wurden auch im Berichtsjahr Wertminderungen vorgenommen und damit dem Preisrisiko Rechnung getragen.

3.1.c Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko bezieht sich auf die drohende Uneinbringlichkeit bestehender Forderungen. Infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise kam es zu einem allgemeinen Anstieg dieses Risikos. Betroffen waren hiervon insbesondere Forderungen gegenüber Fonds, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten waren. Im Rahmen der Sanierung dieser Gesellschaften hat der Lloyd Fonds-Konzern Forderungen gestundet oder einen teilweisen Verzicht gegen Besserungsschein erklärt. Die hiermit verbundenen Ausfallrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Durch die somit erfolgte Einzelbetrachtung einer Forderung wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich der gebildeten Wertberichtigung dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Neben der permanenten Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen begegnet Lloyd Fonds dem Ausfallrisiko durch eine kontinuierliche und nachhaltige Verbesserung des Debitoren managements. Dabei liegt der Fokus auf einer zeitnahen Realisierung von Zahlungseingängen und der damit verbundenen Verminderung des Bestands an fälligen Forderungen.

3.2 Angaben zu Finanzinstrumenten

Im Folgenden werden die Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IAS 39 sowie den vom Lloyd Fonds-Konzern gewählten Klassen nach IFRS 7 dargestellt. Der Buchwert entspricht jeweils dem Zeitwert:

Darlehen und Zur
Veräußerung
Finanzielle
Verbindlich
keiten, zum
2011 Forderungen verfügbar Restbuchwert Summe
in Ta
Langfristige Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.247 4.247
4.247 4.247
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 6.088 6.088
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 2.380 2.380
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 7.124 7.124
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16.947 16.947
25.415 7.124 32.539
25.415 11.371 36.786
Langfristige Schulden
Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert 1.028 1.028
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 414 414
Finanzschulden 48 48
1.490 1.490
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 14.244 14.244
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 1.801 1.801
Finanzschulden 13.592 13.592
29.637 29.637
31.127 31.127
Zur Finanzielle
Verbindlich
2010 Darlehen und
Forderungen
Veräußerung
verfügbar
keiten, zum
Restbuchwert
Summe
in Ta
Langfristige Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.935 4.935
4.935 4.935
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 6.368 6.368
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 1.125 1.125
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 7.112 7.112
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.539 11.539
19.032 7.112 26.144
19.032 12.047 31.079
Langfristige Schulden
Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert 1.181 1.181
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 836 836
Finanzschulden 71 71
2.088 2.088
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 4.377 4.377
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 7.602 7.602
Finanzschulden 13.868 13.868
25.847 25.847
27.935 27.935

3.2.a Darlehen und Forderungen

Der Bestand an Darlehen und Forderungen des Konzerns ist um insgesamt 975 Ta von 7.493 Ta auf 8.468 Ta gestiegen. Im Vorjahresvergleich stellt sich die Fälligkeitsstruktur wie folgt dar:

2011 2010
5.863 3.153
297 235
1.278 1.747
1.030 2.358
8.468 7.493

Zum 31. Dezember 2011 waren Forderungen in Höhe von 4.242 Ta (Vj. 2.896 Ta) um insgesamt 3.285 Ta (Vj. 2.548 Ta) auf 957 Ta (Vj. 348 Ta) wertberichtigt. Hinsichtlich der zugrunde liegenden Schätzungen und Annahmen verweisen wir auf Ziffer 4.3.

3.2.b Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Schulden

Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert werden drei Hierarchiestufen unterschieden:

  • Stufe 1: auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte Preise (z.B. Aktienkurse).
  • Stufe 2: an einem Markt beobachtbare Inputfaktoren, die zwar keine notierten Preise der Stufe 1 darstellen, die sich jedoch entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in der Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
  • Stufe 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung.

Wie im Vorjahr bestehen auch zum 31. Dezember 2011 die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente des Konzerns ausschließlich aus Beteiligungen der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar". Die Bestimmung der Zeitwerte dieser Beteiligungen erfolgt auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode und wird dementsprechend der Stufe 3 zugeordnet.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Finanzinstrumente der Stufe 3:

Ziffer 2011 2010
in Ta
Stand 1. Januar 12.047 7.732
Zugänge 160 701
Abgänge -51 -1.144
Erhaltene Ausschüttungen -353 -348
Veränderungen des
Konsolidierungskreises
1.621
Umgliederungen 14 238
Direkt in der Gewinn- und Verlust
rechnung erfasste Ergebnisse
6.4 -718 -418
Erfolgsneutral erfasste Ergebnisse 7.9 272 3.665
Stand 31. Dezember 11.371 12.047

3.2.c Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf insgesamt 31.127 Ta (Vj. 27.935 Ta).

Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten:

31.127 27.935
Über fünf Jahre 1.028 1.261
Ein bis fünf Jahre 462 827
Bis ein Jahr 29.637 25.847
in Ta
2011 2010

Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Darlehen gegenüber der Raiffeisenbank Niederösterreich-Wien AG (RaiBa) aus der Finanzierung der übernommenen Anteile an den Zielfonds des Premium Portfolio Austria in Höhe von 5.622 Ta. Diese Darlehen hatten ursprünglich eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2008. Die Darlehen wurden mehrfach prolongiert, zuletzt bis auf Weiteres im Rahmen der Bankenvereinbarung. Im Rahmen der vorzeitigen Schließung des Fonds bei herabgesetztem Kapital wurden diese Darlehen zusammen mit den überschüssigen Beteiligungen in die im Berichtsjahr neu gegründete Gesellschaft PPA GmbH eingebracht. Die Anteile sowie sämtliche Rückflüsse aus den Beteiligungen dienen der Besicherung dieser Darlehen.

Im Rahmen der Enthaftungsvereinbarung wurden zudem Vermögenswerte mit einem Buchwert von insgesamt 1.267 Ta als Sicherheit für bestehende Verbindlichkeiten gestellt.

3.2.d Wertminderungen

Die Wertminderungen in Bezug auf Finanzinstrumente haben sich im Lloyd Fonds-Konzern wie folgt entwickelt:

2011 2010
in Ta
Bewertungskategorie Darlehen
und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
Stand 1. Januar 2.125 5.339
Umbuchungen 626
Zuführungen 1.494 242
Inanspruchnahmen -661 -3.076
Auflösungen -39 -1.006
Stand 31. Dezember 2.919 2.125
Forderungen gegen nahestehende
Unternehmen und Personen
Stand 1. Januar 423 2.555
Umbuchungen -626
Zuführungen 97 136
Inanspruchnahmen -154 -1.604
Auflösungen -38
Stand 31. Dezember 366 423
3.285 2.548
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
Stand 1. Januar 2.479 3.519
Zuführungen 718 418
Inanspruchnahmen -45 -1.458
Stand 31. Dezember 3.152 2.479
Wertminderung am 31. Dezember 6.437 5.027

3.2.e Sonstige Angaben

Die Nettogewinne (bzw. -verluste) aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

2011 2010
in Ta
Klasse zu fortgeführten
­Anschaffungskosten
Bewertungskategorie Darlehen
und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
-1.444 -181
Forderungen gegen nahestehende
Unternehmen und Personen
-110 -104
Zahlungsmittel- und Zahlungs
mitteläquivalente
50 -48
-1.504 -333
Bewertungskategorie finanzielle
Verbindlichkeiten zum Restbuchwert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
314 895
Verbindlichkeiten gegenüber nahe
stehenden Unternehmen und Personen
617 -517
Kurzfristige Finanzschulden -220 -488
711 -110
-793 -443
Klasse erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
Bewertungskategorie erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente -2.179
-2.179
Klasse erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert
Bewertungskategorie erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
direkt in der Gewinn- und Verlust
rechnung erfasste Wertminderungen
-718 -418
realisierte Veräußerungsgewinne 23 822
realisierte Veräußerungsverluste -38 -186
Veränderung der Neubewertungs
rücklage nach IAS 39
215 3.120
-518 3.338
Nettoverluste/-gewinne
aus Finanzinstrumenten
-1.311 716

Das Nettoergebnis der Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhaltet unrealisierte Gewinne aus der Fremdwährungsumrechnung, Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, die Zuführung und Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Forderungsausfällen. In der Klasse erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert sind im Vorjahr Buchverluste aus der Bewertung von Zinsswaps des Immobilienportfolios Köln erfasst worden, die unterjährig bis zur Entkonsolidierung des Fonds angefallen sind. Die Klasse erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert stellt die Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten nach IAS 39 dar.

Das Zinsergebnis für die Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten ist im Folgenden dargestellt:

2011 2010
in Ta
Bewertungskategorie Darlehen
und Forderungen
Zinserträge aus Bankguthaben 73 150
Zinserstattung Finanzamt 147 144
Zinserträge von nahestehenden
Unternehmen und Personen
118 57
Zinserträge von anderen Kommanditisten 89
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - 76
427 427
Bewertungskategorie finanzielle
Verbindlichkeiten zum Restbuchwert
Zinsaufwendungen aus Finanzschulden -510 -895
Zinsaufwendungen gegenüber
Kommanditisten
-362
Zinsaufwendungen aus der
Aufzinsung von Finanzschulden
Sonstige Zinsaufwendungen -173 -24
-683 -1.281

3.3 Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Lloyd Fonds-Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen in der nachhaltigen Aufrechterhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung und der Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite auf das eingesetzte Kapital. Dabei steht die Bonität des Konzerns an vorderster Stelle.

Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis der absoluten Höhe unter Berücksichtigung der Eigenkapitalquote. Die zukünftige Kapitalentwicklung und der mögliche Kapitalbedarf werden auf Basis eines integrierten Planungsmodells für die kommenden vier Geschäftsjahre ermittelt.

Grundsätzlich erfolgt die Steuerung der Kapitalstruktur über die Dividendenpolitik der Lloyd Fonds AG. In den vergangenen beiden Geschäftsjahren wurden aufgrund der Ertragssituation des Unternehmens keine Dividenden ausgeschüttet. Bis zum endgültigen Vollzug der Enthaftung (10. Januar 2012) war es Lloyd Fonds darüber hinaus nicht gestattet, Dividenden zu zahlen.

Nachdem das Eigenkapital des Konzerns in vergangenen Jahren krisenbedingt in erheblichem Umfang belastet war, wurde zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung im Geschäftsjahr eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von 14.744.560 neuen Aktien durchgeführt. Mindernd hingegen wirken sich der Konzernperiodenverlust (2.900 Ta), die Transaktionskosten der Kapitalerhöhung (-1.236 Ta) sowie negative ergebnisneutrale Effekte (-193 Ta) aus. Insgesamt führt dies zu einem Eigenkapital per 31. Dezember 2011 in Höhe von 18.390 Ta (Vj. 7.974 Ta). Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 36,0% nach 15,5% zum 31. Dezember 2010.

4 Verwendung von Schätzungen und Annahmen und Änderungen von Schätzungen sowie Ermessensentscheidungen

Sämtliche Schätzungen und Annahmen werden fortlaufend neu beurteilt und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen wahrscheinlich erscheinen. Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, die die Zukunft betreffen. Die Beträge der hieraus abgeleiteten Schätzungen können naturgemäß von den späteren tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Die wesentlichen Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen könnten, werden nachstehend erörtert.

4.1 Werthaltigkeit der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen

Lloyd Fonds hält insgesamt 138 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Verwaltungsgesellschaften von Fonds sowie um Projektgesellschaften. Verwaltungsgesellschaften erhalten fixierte jährliche Vergütungen von den Fonds.

Aufgrund geänderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hat Lloyd Fonds eine Neueinschätzung hinsichtlich der Höhe der nach der Equity-Methode zu erfassenden anteiligen Ergebnisse der Gesellschaften vorgenommen. Die Änderung erfolgte prospektiv und führte zu einer ertragswirksamen Erhöhung der Beteiligungsbuchwerte um insgesamt 678 Ta.

Bei den Projektgesellschaften erfolgte bereits Ende 2009 eine Abwertung auf null, sofern Lloyd Fonds den Banken im Rahmen der Enthaftungsvereinbarung Call-Optionen betreffend den Erwerb der Anteile an diesen Gesellschaften eingeräumt hatte. Unter den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen werden auch die Anteile der Lloyd Fonds AG an der Feedback AG ausgewiesen. Nach der Fortschreibung des Beteiligungsansatzes gemäß der Equity-Methode um anteilige Ergebnisse der Feedback AG sowie unter Berücksichtigung des im Jahre 2009 vorgenommenen Impairments (7.056 Ta) beträgt der Buchwert zum Bilanzstichtag 1.499 Ta. Aufgrund des insgesamt unsicheren Branchenumfelds wurde auch im Geschäftsjahr 2011 ein Impairmenttest für die Anteile an der Feedback AG durchgeführt.

Wesentliche Bewertungsparameter waren:

  • Detailplanungszeitraum: fünf Jahre
  • Wachstumsrate für Cashflows jenseits des Detailplanungszeitraums: 1,5%
  • Kapitalisierungsszinssatz: 8,71%

Der zum Bilanzstichtag ermittelte erzielbare Betrag in Höhe von 1.815 Ta lag über dem Buchwert der Beteiligung (1.499 Ta), sodass eine weitere Abwertung nicht erforderlich war.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Kapitalisierungszinssatz um insgesamt 3,85%-Punkte vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang des Basiszinssatzes zurückzuführen. Wären die erwarteten Cashflows aus der Beteiligung mit dem Kapitalisierungszinssatz des Vorjahres diskontiert worden, würde sich der erzielbare Betrag auf 1.721 Ta belaufen und ebenfalls über dem aktuellen Buchwert liegen. Der Kurs der Feedback-Aktie belief sich am Geschäftsjahresende auf 0,58 a. Bezogen auf die gehaltenen Anteile ergibt sich hieraus ein Wert von 3.654 Ta. Aufgrund des nach wie vor unsicheren allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds der Feedback AG besteht nach Einschätzung des Lloyd Fonds-Managements derzeit noch kein hinreichender Anhaltspunkt für eine Wertaufholung per 31. Dezember 2011.

Bei der TVO Income Portfolio L.P. hat Lloyd Fonds in den Vorjahren Wertminderungen in Höhe von insgesamt 4.608 TUS-\$ erfasst. Dies entspricht 38,0% des Nominalwerts der Beteiligung (12.125 TUS-\$). Auch zum aktuellen Bilanzstichtag wurde die Werthaltigkeit der Beteiligung durch einen Impairmenttest überprüft.

Während im Vorjahr die Wertermittlung unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der Unternehmensplanung der Beteiligung durchgeführt wurde, bestimmt sich der beizulegende Zeitwert der Beteiligung im Berichtsjahr maßgeblich nach Marktwerten der vier Objekte, die in der TVO Income Portfolio L.P. gebündelt sind. Auf Basis dieser Marktwertberechnungen konnte eine Wertaufholung bei der Beteiligung an der TVO Income Portfolio L.P. in Höhe von 300 Ta vorgenommen werden. Unter Berücksichtigung der laufenden Bewertung nach der Equity-Methode und Währungsanpassungen beläuft sich der Restbuchwert zum Bilanzstichtag auf 4.652 Ta (Vj. 4.319 Ta). Wären die Marktpreise um 10% höher oder 10% niedriger gewesen, wäre der Buchwert der Beteiligung unter Annahme unveränderter Wechselkurse um 1.877 Ta höher beziehungsweise niedriger ausgefallen.

4.2 Bewertung der zur VeräuSSerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte

Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise sind in den Vorjahren bereits einzelne Fonds in eine finanzielle Schieflage geraten. Risiken haben sich im Bereich der Schiffsbeteiligungen beispielsweise durch auslaufende Charterverträge ergeben, wenn eine Anschlusscharter ausstand oder nur zu Konditionen vereinbart werden konnte, die deutlich unter den prospektierten Werten liegen. Im Rahmen des Risikomanagementsystems überprüft Lloyd Fonds laufend die finanzielle Situation sämtlicher Beteiligungen, um gegebenenfalls rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Zwar wirken sich Verluste in den Fondsgesellschaften nicht unmittelbar auf das Konzernergebnis der Lloyd Fonds AG aus, jedoch können sich

hieraus Anzeichen für mögliche Wertminderungen ergeben. Aus diesem Grund führt Lloyd Fonds regelmäßig umfangreiche Wertminderungstests durch. Der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen wird dabei in der Regel auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt.

Der Zeitwertbewertung der Schiffsbeteiligungen des Konzerns liegen prognostizierte Charterraten und Stahlpreise zugrunde, die von Clarkson Research zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus basiert die Bewertung im Wesentlichen auf den folgenden Parametern:

  • Planungshorizont: 25 Jahre ab Infahrtsetzung
  • Plan-Wechselkurs: 1,35 US-\$/a
  • Kapitalisierungszinssatz: 7,0%
  • Steigerungsfaktor Schiffsbetriebskosten: 3% p. a.
  • Steigerungsfaktor Verwaltungskosten: 2% p. a.

Die Zeitwertbewertung insbesondere in den Bereichen Immobilien- und Flugzeugbeteiligungen sowie Zweitmarkt-Lebensversicherungen wird auf Basis der Ausschüttungsprognosen des Fondsmanagements der Beteiligung durchgeführt (s. Ziffer 2.8). Zur Diskontierung der Zahlungsströme werden die internen Renditen des jeweiligen Fonds herangezogen. Im Hinblick auf die weiterhin angespannte Wirtschaftslage und insbesondere die anhaltend schwachen Schifffahrtsmärkte wurden im Berichtsjahr weitere Wertminderungen in Höhe von 718 Ta vorgenommen. Darüber hinaus wurden erfolgsneutrale Wertaufholungen in Höhe von 272 Ta im sonstigen Ergebnis erfasst.

4.3 Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögenswerten

Die Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen basiert auf einer Analyse der individuellen Ausfallrisiken von offenen Posten. Ein Großteil der Forderungen des Konzerns besteht gegen Fondsgesellschaften und resultiert aus den Dienstleistungen, die der Konzern erbringt. Hierzu zählen insbesondere die Projektierung, die Finanzierungsvermittlung, der Vertrieb, das Fondsmanagement und die Treuhandtätigkeit. Ausfallrisiken ergeben sich insbesondere, wenn die Ertragslage des Fonds sich nicht plangemäß entwickelt. Hiervon sind im Berichtsjahr insbesondere Schiffsfonds betroffen (s. Ziffer 4.2). In der Folge hat Lloyd Fonds weitere Einzelwertberichtigungen gebildet. Insgesamt belief sich der Aufwand für Wertminderungen und Abschreibungen auf Forderungen im Geschäftsjahr 2011 auf 1.683 Ta.

4.4 Bewertung der Risiken aus drohenden Rechtsstreitigkeiten

Zum Bilanzstichtag lag der Lloyd Fonds AG eine Zahlungsaufforderung einer Werft zur Übernahme von Schadenersatzansprüchen gegen insolvente Einschiffs-Kommanditgesellschaften vor. Jedoch gab es diesbezüglich keine Haftungsübernahme durch die Lloyd Fonds AG und die in diesem Zusammenhang handelnden Personen waren für Lloyd Fonds nicht vertretungsberechtigt. Nach Ablehnung der anwaltlichen Zahlungsaufforderung im Mai 2011 gab es keine weitere Kommunikation seitens der Werft. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen kann. Die Wahrscheinlichkeit wird allerdings als gering eingeschätzt. Aus Sicht des Konzerns droht somit kein nennenswertes Risiko aus diesem Sachverhalt.

4.5 Bewertung der Rückstellung aus gegebenen Bürgschaften und Garantien

Lloyd Fonds weist per 31. Dezember 2011 Eventualschulden aus Bürgschaften und Garantien in Höhe von insgesamt 86.128 Ta (Vj. 97.126 Ta) aus (s. Ziffer 9.2). Darin sind Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen gegenüber Dritten bereits berücksichtigt. Krisenbedingt führten die Verluste der Geschäftsjahre 2009 und 2008 zu einer spürbaren Verringerung der Eigenkapitaldecke des Konzerns, sodass das Ausmaß der Risiken – ohne ein entsprechendes Entgegenwirken seitens des Managements – zu einer Bestandsgefährdung hätte führen können. Am 21. April 2010 hat die Lloyd Fonds AG eine Vereinbarung mit den finanzierenden Banken bezüglich eines Moratoriums mit anschließender Enthaftung der Gesellschaft geschlossen. Ziel dieser Vereinbarung ist ein dauerhafter Verzicht der Banken auf ihre Ansprüche aus diesen Bürgschaften und Garantien. Im Gegenzug verpflichtet sich Lloyd Fonds zur Zahlung eines sogenannten Enthaftungsbetrags. Durch erneute Verhandlungen konnte die Enthaftungssumme von 13.650 a auf 10.000 Ta reduziert werden. Durch die Kapitalerhöhung im Berichtsjahr stehen dem Konzern die entsprechenden liquiden Mittel zur Verfügung, um den Betrag zu Beginn des Geschäftsjahres 2012 zu zahlen. Die gebildete Rückstellung konnte somit in Höhe von 3.650 Ta aufgelöst werden. Der verbleibende Restbetrag in Höhe von 10.000 Ta wird zum Bilanzstichtag unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

4.6 Schätzungen in Bezug auf steuerliche Risiken

Zum Stichtag können sich steuerliche Risiken insbesondere aus einer abweichenden Bewertung mehrerer Schiffstransaktionen unter Beteiligung von zypriotischen Projektgesellschaften aus den Jahren 2004–2007 ergeben. Das Risiko für Lloyd Fonds beläuft sich unter Berücksichtigung etwaiger Zinsbelastungen auf derzeit 5,6 Mio. a.

Etwaige betroffene Sachverhalte wurden unter Einbeziehung aller Beteiligten einer Neubewertung unterzogen. Hieraus resultierende mögliche Ansprüche richten sich nach Einschätzung einer großen renommierten Beratungsgesellschaft in erster Linie nicht gegen Gesellschaften des Lloyd Fonds-Konzerns. Auf Grundlage der bisherigen Erkenntnisse wird das tatsächliche Risiko eines Rückgriffs auf den Konzern als gering eingestuft, sodass sich hieraus zum Bilanzstichtag kein Rückstellungsbedarf ergibt.

5 Segmentberichterstattung

5.1 Geschäftssegmente

Zum 31. Dezember 2011 wird die Segmentberichterstattung in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften auf Grundlage des IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Der Standard folgt dem sogenannten "Management Approach", d.h., die Definition und Darstellung der berichtspflichtigen Segmente bestimmt sich nach dem internen Berichtswesen des Unternehmens. Hauptentscheidungsträger im Sinne des IFRS 8 ist der Vorstand der Lloyd Fonds AG. Als relevante ergebnisbezogene Steuerungsgröße wird neben dem EBIT auch das Ergebnis vor Steuern verwendet.

Im Berichtsjahr ist die Segmentberichterstattung mit der Assetklasse Energie um ein neues Segment erweitert worden. Die Geschäftstätigkeit von Lloyd Fonds wird nunmehr organisatorisch in die drei Assetklassen des Kerngeschäfts Transport, Immobilien und Energie, die sonstigen Assets sowie die Dienstleistungsbereiche Fondsmanagement und Treuhand aufgeteilt. Diese Struktur spiegelt sich im internen Berichtswesen des Konzerns wider, sodass sich hieraus die folgenden berichtspflichtigen Segmente ableiten lassen:

Transport

  • Ankauf und Strukturierung von Assets aus den Bereichen Schifffahrt, Luftfahrt und Zweitmarktschiffsfonds
  • Finanzierung der Assets durch Vermittlung von Fremdkapital
  • Vertrieb der Beteiligungsprodukte dieses Segments
  • Vereinnahmung von Beteiligungserträgen

Immobilien

  • Ankauf und Strukturierung von Assets aus dem Bereich Immobilien
  • Übrige Tätigkeiten analog zum Segment "Transport"

Energie

  • Ankauf und Strukturierung von Assets aus dem Bereich Energie
  • Übrige Tätigkeiten analog zum Segment "Transport"

Sonstige Assets

  • Das Segment umfasst Fonds, die nicht zum Kerngeschäft von Lloyd Fonds zählen (z.B. Zweitmarkt-Lebensversicherungen, Private Equity-Fonds, Portfolio-Fonds)
  • Übrige Tätigkeiten analog zum Segment "Transport"

Fondsmanagement

  • Sicherung der Effizienz von Geschäftsführung und Controlling der Fondsgesellschaften
  • Einbindung in das laufende Berichtswesen der Fonds
  • Vorbereitung der Beiratssitzungen der Gesellschaften
  • Unterstützung der Treuhänderin und Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen
  • Überwachung der bestehenden Fondsgesellschaften hinsichtlich der Liquiditätsentwicklung zur frühzeitigen Identifikation von Risiken und der Einleitung von eventuell erforderlichen Gegenmaßnahmen
  • Einbindung in den Prozess der Verkäufe von Assets einschließlich der Abwicklung der entsprechenden Fondsgesellschaften

Treuhand

  • Treuhänderische Abwicklung von Neuemissionen
  • Führung und Verwaltung der Treuhandkonten der Anleger
  • Erbringung von Informations- und Serviceleistungen gegenüber den Treugebern

Die Segmentergebnisse stellen sich wie folgt dar:

Sonstige Fonds Alle sonstigen
2011 Transport Immobilien Energie Assets management Treuhand Segmente Summe
in Ta
Umsatzerlöse mit externen
Kunden
1.651 1.033 1.029 107 2.990 7.462 18 14.290
Sonstige betriebliche Erträge 778 73 129 2 78 124 3.769 4.953
Materialeinsatz I -1.183 -765 -872 -31 -909 -712 -25 -4.497
Materialeinsatz II -122 -106 -181 -8 -8 -222 -381 -1.028
Personalaufwand -1.607 -818 -940 - -901 -1.240 -3.259 -8.765
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
-1.029 -802 -117 -937 -187 -965 -3.849 -7.886
Erträge aus Beteiligungen 461 56 26 311 430 -905 379
Abschreibungen -538 -68 -30 -98 -584 -1.318
EBIT -1.589 -1.329 -926 -624 1.463 4.349 -5.216 -3.872
Finanzergebnis 8 56 -669 38 916 349
Ergebnis vor Steuern -1.581 -1.273 -926 -624 794 4.387 -4.300 -3.523
Sonstige Fonds Alle sonstigen
2010 Transport Immobilien Assets management Treuhand Segmente Summe
in Ta
Umsatzerlöse mit externen Kunden 1.901 6.787 10 3.133 7.441 35 19.307
Sonstige betriebliche Erträge 3.366 360 774 67 401 8.176 13.144
Materialeinsatz I -1.032 -3.357 -953 -816 127 -6.031
Materialeinsatz II -112 -310 -9 -20 -218 -684 -1.353
Personalaufwand -1.663 -1.428 -6 -1.127 -1.175 -3.244 -8.643
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.432 -765 -246 -191 -1.081 -4.946 -11.661
Erträge aus Beteiligungen 2.399 264 200 -16 -869 1.978
Abschreibungen 101 -1.218 -57 -51 -1.155 -2.380
EBIT 528 69 787 1.052 4.485 -2.560 4.361
Finanzergebnis 684 -139 142 -1.151 -19 -2.653 -3.136
Ergebnis vor Steuern 1.212 -70 929 -99 4.466 -5.213 1.225

Der Materialeinsatz wird im Einklang mit der internen Berichtsstruktur in Materialeinsatz I und II aufgegliedert. Der Materialeinsatz I entspricht im Berichtsjahr im Wesentlichen dem Materialaufwand der Gewinn- und Verlustrechnung (vgl. Ziffer 6.2). Der Materialeinsatz II findet sich im sonstigen betrieblichen Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung wieder.

In dem Bereich "alle sonstigen Segmente" sind im Wesentlichen die Verwaltungs- und Stabsstellen des Lloyd Fonds-Konzerns zusammengefasst. Da diese Bereiche keine Erträge im Sinne des IFRS 8 generieren, sind sie per Definition nicht als Geschäftssegment zu klassifizieren und fallen somit in diese Kategorie.

Eine Darstellung der Vermögenswerte und Schulden je Segment ist im internen Berichtswesen von Lloyd Fonds nicht vorgesehen, da diese Kennzahlen aus Sicht der Unternehmensleitung für die Steuerung des Konzerns nicht relevant sind. Somit entfällt eine entsprechende Berichterstattung.

Intrasegmentäre Umsatzerlöse waren wie im Vorjahr nicht zu verzeichnen. Aufwendungen und Erträge im sonstigen betrieblichen Ergebnis, die aus Transaktionen zwischen den einzelnen Segmenten resultieren, wurden – falls erforderlich – eliminiert. Dabei handelt es sich ausschließlich um zu Einstandskosten getätigte Weiterbelastungen.

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen. Die in dem Posten Abschreibung enthaltenen Wertminderungen des Geschäftsjahres in Höhe von 718 Ta sowie die erfolgsneutral erfassten Wertaufholungen in Höhe von 272 Ta betreffen die Segmente Transport, Immobilien und sonstige Assets. Im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind Wertminderungen und Abschreibungen auf Forderungen (1.683 Ta) enthalten, die insbesondere die Bereiche Transport, sonstige Assets und Treuhand betreffen. Aufgrund der internen Berichtsstruktur wird das Finanzergebnis in der Segmentberichterstattung saldiert ausgewiesen.

5.2 Überleitungsrechnung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Segmentinformationen entsprechen denjenigen, die für Zwecke des Lloyd Fonds-Konzernabschlusses angewendet werden. Aus diesem Grund stimmen sowohl die Umsatzerlöse als auch die Gewinne und Verluste vor Steuern der berichtspflichtigen Segmente, einschließlich des Bereichs "alle sonstigen Segmente", mit den Konzernumsätzen bzw. dem Konzernergebnis vor Steuern überein.

5.3 Angaben auf Unternehmensebene

5.3.a Informationen über Produkte und Dienstleistungen

Hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse von externen Kunden nach Produkten und Dienstleistungen verweisen wir auf die Ziffer 6.1.

5.3.b Informationen über geografische Gebiete

Von den Umsätzen des Geschäftsjahres 2011 wurden 13.139 Ta (Vj. 18.102 Ta) in Deutschland und 1.151 Ta (Vj. 1.205 Ta) in Singapur erzielt.

Die Summe der langfristigen Vermögenswerte des Lloyd Fonds-Konzerns, ohne Finanzinstrumente und aktive latente Steuern, beläuft sich in Deutschland auf 7.621 Ta (Vj. 13.201 Ta). Im Ausland hält Lloyd Fonds langfristige Vermögenswerte mit einem Buchwert von insgesamt 4.680 Ta (Vj. 4.351 Ta).

6 Erläuterungen zur Konzern-Gewinnund VerlustRechnung

6.1 Umsatzerlöse

Zusammensetzung:

2011 2010
in Ta
Platzierung von Beteiligungskapital
und Platzierungsgarantien
2.766 4.474
Projektierung 705 386
Finanzierungsvermittlung 300 2.106
Managementvergütungen 2.990 3.133
Treuhandtätigkeit 7.462 7.441
Mieterlöse 1.733
Übrige 67 34
14.290 19.307

Der Rückgang der Erlöse aus der Platzierung von Beteiligungskapital und Platzierungsgarantien ist auf das geringere Platzierungsvolumen im Berichtsjahr zurückzuführen. Zudem sind im Vorjahresergebnis Erlöse in Höhe von 842 Ta aus der Vermittlung von Eigenkapital für zwei Containerschiffe aus der ehemaligen Schiffspipeline im Rahmen eines Private Placements enthalten. Insbesondere die Initiierung von drei neuen Fonds im Geschäftsjahr 2011 führte zu einem Anstieg der Umsätze aus der Projektierung von 386 Ta auf 705 Ta. Die Erlöse aus Finanzierungsvermittlung sind mit 300 Ta ausschließlich dem Immobilienbereich zuzuordnen. In den Managementvergütungen sind Vergütungen in Höhe von 1.839 Ta (Vj. 1.928 Ta) für das Management laufender Geschlossener Fonds sowie an den offenen Schiffsfonds erbrachte Leistungen über insgesamt 1.151 Ta (Vj. 1.205 Ta) enthalten.

Die Mieterlöse des Vorjahres resultieren aus der zwischenzeitlichen Einbeziehung des Fonds Immobilienportfolio Köln bis zum Ende des ersten Halbjahres.

Für weitere Erläuterungen hinsichtlich der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Ausführungen zur Ertragslage im Lagebericht.

6.2 Materialaufwand

Zusammensetzung:

2011 2010
in Ta
Provisionen 2.685 3.952
Aufwendungen für sonstige bezogene
Leistungen
1.812 2.079
4.497 6.031

Die Provisionen enthalten erfolgsabhängige Vergütungen für die Einwerbung von Beteiligungskapital durch Vertriebspartner. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind neben erhaltenen Managementleistungen hauptsächlich fondsbezogene Marketing- und Vertriebskosten enthalten.

6.4 Abschreibungen und Wertminderungen

Zusammensetzung:

Ziffer 2011 2010
in Ta
Abschreibungen
Als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien
1.218
Sachanlagen 7.1 248 286
Immaterielle Vermögenswerte 7.2 352 458
600 1.962
Wertminderungen
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
7.4 718 418
718 418
Abschreibungen und
Wertminderungen
1.318 2.380

6.3 Personalaufwand

Zusammensetzung:

Aufwendungen für Altersversorgung 11 11
Soziale Abgaben 898 980
Löhne und Gehälter 7.856 7.652
in Ta 2011 2010

Trotz einer Verminderung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 110 im Jahr 2010 auf 102 im Berichtsjahr ist der Personalaufwand von 8.643 Ta auf 8.765 Ta leicht gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Kosten im Zusammenhang mit der Freisetzung von Mitarbeitern zurückzuführen (472 Ta).

Bei den beschäftigten Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Gehaltsempfänger.

Die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung sowie die Beiträge zur Direktversicherung sind gemäß IAS 19.38 als beitragsorientierte Versorgungspläne zu klassifizieren. Im Berichtsjahr belaufen sich diese Aufwendungen auf 471 Ta (Vj. 508 Ta).

Bei den Abschreibungen auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich im Vorjahr um die planmäßigen Abschreibungen der drei im Immobilienportfolio Köln enthaltenen Objekte, die bis zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung der Gesellschaften im Juni 2010 aufwandswirksam erfasst wurden.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten haben sich die Wertminderungen im Vergleich zum Vorjahr von 418 Ta auf 718 Ta deutlich erhöht. In diese Kategorie von Finanzinstrumenten fallen insbesondere Anteile, die Lloyd Fonds an eigenen Fonds hält. Ausschlaggebend für die Abwertungen des Berichtsjahres ist die anhaltend schwierige Lage der Schifffahrtsmärkte.

6.5 Sonstiges betriebliches Ergebnis

Zusammensetzung:

2011 2010
in Ta
Sonstige betriebliche Erträge
Entkonsolidierungserfolg 7.884
Auflösung von Rückstellungen 3.650 1.548
Erträge aus Weiterbelastungen 563 326
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 319 897
Sachbezüge 150 152
Erträge aus Auflösungen von Einzelwert
berichtigungen auf Forderungen
39 1.044
Mieten 36 30
Erträge aus Anteilsverkäufen 23 822
Übrige Erlöse 173 441
4.953 13.144
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Abschluss-, Rechts- und Beratungs
aufwendungen
-1.836 -3.222
Wertminderungen auf Forderungen
und Forderungsausfälle
-1.683 -1.631
Mieten, Mietnebenkosten, Raumkosten
und Instandhaltung
-1.476 -1.329
Vertriebsunterstützung und Anleger
betreuung
-1.272 -1.432
Bürobedarf, EDV-Aufwendungen
und Kommunikation
-818 -923
Kfz- und Reiseaufwendungen -619 -676
Nicht abzugsfähige Vorsteuer -169 -236
Kostenübernahme für
Fondsgesellschaften
-156 -266
Versicherungen und Beiträge -155 -160
Sonstige Personalaufwendungen -128 -412
Verpflichtungen aus Bürgschaften
und Garantien
-75 -2.191
Verluste aus Anteilsverkäufen -38 -186
Übrige Aufwendungen -489 -350
-8.914 -13.014
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3.961 130

Das leicht positive sonstige betriebliche Ergebnis des Vorjahres ist insbesondere auf den Gewinn aus der Entkonsolidierung des Fonds Immobilienportfolio Köln in Höhe von 7.895 Ta zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2011 sind insbesondere die Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten um 1.386 Ta oder 43,0% auf 1.836 Ta zurückgegangen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (3.650 Ta) resultierten aus der Herabsetzung der Enthaftungszahlung von 13.650 Ta auf 10.000 Ta.

6.6 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

Zusammensetzung:

2011 2010
in Ta
Gewinne aus dem Verkauf
von Seeschiffen
2.236
TVO
Income Portfolio L.P.,
El Paso, USA
420 253
Feedback AG, Hamburg -805 -740
KALP GmbH, Böel -645 -554
Übrige 1.409 783
379 1.978

Das positive Ergebnis der TVO Income Portfolio L.P., USA, im Berichtsjahr in Höhe von 420 Ta (Vj. 253 Ta) ist insbesondere auf die US-\$-Bewertung der Beteiligung (240 Ta) zurückzuführen sowie auf Wertaufholungen in Höhe von 300 Ta.

Im Geschäftsjahr 2011 weist der Lloyd Fonds-Konzern anteilige Verluste der Feedback AG in Höhe von 805 Ta (Vj. 740 Ta) im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen aus.

Bei der KALP GmbH sind die Verluste im Rahmen der Start-up-Phase des Unternehmens angefallen.

Das übrige Ergebnis aus assoziierten Unternehmen beinhaltet neben den im laufenden Geschäftsjahr vereinnahmten anteiligen Ergebnissen auch Beteiligungserträge in Höhe von 810 Ta und Erträge (678 Ta), die aus der Neueinschätzung der Beteiligungsbuchwerte von Verwaltungs- bzw. Komplementärgesellschaften gemäß Ziffer 4.1 resultieren.

Die Gewinne aus dem Verkauf von Seeschiffen des Vorjahres resultieren aus der Veräußerung eines 114.000-dwt-Rohöltankers durch ein assoziiertes Unternehmen.

6.7 Finanzergebnis

Zusammensetzung:

2011 2010
in Ta
Finanzerträge
Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung 1.609 1.093
Beteiligungserträge 224
Zinserträge aus Bankguthaben 73 150
Zinserstattung Finanzamt 147 144
Zinserträge von nahestehenden
Unternehmen und Personen
118 57
Zinserträge von anderen Kommanditisten 89
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 76
2.260 1.520
Finanzaufwand
Verluste aus Fremdwährungsumrechnung -1.228 -1.196
Aufwendungen aus derivativen
Finanzinstrumenten
-2.179
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
-510 -895
Zinsaufwendungen gegenüber
Kommanditisten
-362
Sonstige Zinsaufwendungen -173 -24
-1.911 -4.656
Finanzergebnis 349 -3.136

Ursächlich für das positive Fremdwährungsergebnis (381 Ta) sind insbesondere Kursgewinne aus der Bewertung von Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen.

Bei den Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 510 Ta handelt es sich insbesondere um laufende Zinsen aus der Finanzierung der übernommenen Beteiligungen der Zielfonds des Premium Portfolios Austria sowie der TVO Income Portfolio L.P.

Hinsichtlich der Zinsaufwendungen gegenüber Kommanditisten verweisen wir auf unsere Erläuterungen in Ziffer 7.10.

Die im Vorjahr angefallenen Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten resultieren aus der Zeitwertbewertung dreier Zinsswaps, die zur Absicherung der Zinsen aus der Finanzierung der Objekte des Immobilienportfolios Köln bis zur Entkonsolidierung des Fonds am Ende des ersten Halbjahres erfasst wurden.

6.8 Ertragsteuern

In Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die Steuern setzen sich dabei aus Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer zusammen.

Zusammensetzung:

Ziffer 2011 2010
in Ta
Laufende Steuern 623 1.445
Latente Steuern 7.5 9
Ertragsteuern 623 1.454

Das positive laufende Steuerergebnis in Höhe von 623 Ta resultiert insbesondere aus Erträgen infolge der Ausbuchung von Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 837 Ta. Gegenläufig wirken sich Steuerveranlagungen für Vorjahre aus. Das positive Steuerergebnis des Geschäftsjahres 2010 ist im Wesentlichen auf Steuererstattungen für Vorjahre zurückzuführen.

Die Ertragsteuern lassen sich auf den erwarteten Steueraufwand bzw. -ertrag, der sich bei Anwendung des relevanten Steuersatzes der Konzernobergesellschaft (Lloyd Fonds AG) in Höhe von 15,825 % auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, wie folgt überleiten:

2011 2010
in Ta
Konzernergebnis vor Steuern -3.523 1.225
Steuersatz (Lloyd Fonds AG) in % 15,825% 15,825%
Fiktiver Steueraufwand/-ertrag 558 -194
Steuerfreie Erträge 1.003 2.324
Nicht abziehbare Betriebsausgaben -540 -1.274
Nicht aktivierte latente Steuern
auf Verlustvorträge
-68 -723
Nicht steuerbare Ergebnisse aus
assoziierten Unternehmen
-110 -166
Steuererstattungen/-nachzahlungen
für Vorjahre
-577 1.635
Gewerbesteuer 357 -163
Auflösung passiver latenter Steuern
aus Vorjahren
9
Sonstiges 6
Ertragsteuern 623 1.454

Die Konzernobergesellschaft unterliegt als Kapitalgesellschaft der Körperschaftsteuer sowie dem Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% der geschuldeten Körperschaftsteuer. Der positive Saldo der Gewerbesteuer resultiert im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Steuerveranlagungen für das Jahr 2007. Ansonsten fällt Gewerbesteuer in der Regel nicht an, da die Gewerbeerträge der Konzernobergesellschaft aus ihren mitunternehmerischen Beteiligungen an den Personengesellschaften im Rahmen der Kürzungsvorschriften des Gewerbesteuergesetzes herausgerechnet werden.

Bei den steuerfreien Erträgen handelt es sich insbesondere um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus Beteiligungen und unrealisierte Kursgewinne. Die nicht abziehbaren Betriebsausgaben betreffen im Wesentlichen Wertminderungen auf Forderungen und Abschreibungen auf Beteiligungen.

6.9 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres gebildet wird:

Ergebnis je Aktie (d je Aktie) -0,23 0,21
Durchschnittliche Anzahl der
ausgegebenen Aktien (in 1.000)
12.806 12.725
Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zuzurechnendes Ergebnis (Ta)
-2.900 2.679
2011 2010

Die Anzahl der im Geschäftsjahr ausgegebenen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien 12.806
Stand 31. Dezember 27.470
Zugänge zum 30. Dezember 14.745
Stand 1. Januar 12.725
in 1.000 2011

Im Vorjahr ergab sich bezogen auf die im Berichtsjahr durchschnittlich ausgegebene Anzahl von Aktien (12.806.159) ein Gewinn von 0,21a pro Aktie.

6.10 Dividende je Aktie

Die ausschüttungsfähigen Beträge beziehen sich auf das Jahresergebnis der Lloyd Fonds AG, das gemäß deutschem Handelsrecht ermittelt wird.

Wie im abgelaufenen Geschäftsjahr wird auch im Jahr 2011 keine Dividende ausgeschüttet werden.

7 Erläuterungen zur Konzernbilanz

7.1 Sachanlagen

Entwicklung der Buchwerte:

Bauten auf Andere
Anlagen,
fremden Betriebs- u.
Ziffer Grund
stücken
Geschäfts
ausstattung
Gesamt
in Ta
Zum 1. Januar 2010
Anschaffungskosten 543 2.048 2.591
Kumulierte Abschreibungen -251 -1.213 -1.464
Buchwert netto 292 835 1.127
Geschäftsjahr 2010
Eröffnungsbuchwert netto 292 835 1.127
Zugänge 172 172
Währungsumrechungsdifferenzen 4 4
Abgänge -20 -121 -141
Abschreibungen 6.4 -43 -243 -286
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen 20 107 127
Endbuchwert netto 249 754 1.003
Zum 31. Dezember 2010
Anschaffungskosten 523 2.103 2.626
Kumulierte Abschreibungen -274 -1.349 -1.623
Buchwert netto 249 754 1.003
Geschäftsjahr 2011
Eröffnungsbuchwert netto 249 754 1.003
Zugänge 47 47
Währungsumrechungsdifferenzen 1 1
Abgänge -75 -75
Abschreibungen 6.4 -43 -205 -248
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen 75 75
Endbuchwert netto 206 597 803
Zum 31. Dezember 2011
Anschaffungskosten 523 2.076 2.599
Kumulierte Abschreibungen -317 -1.479 -1.796
Buchwert netto 206 597 803

7.2 Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der Buchwerte:

Immaterielle
Vermögens
Ziffer werte
in Ta
Zum 1. Januar 2010
Anschaffungskosten 14.072
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
-12.861
Buchwert netto 1.211
Geschäftsjahr 2010
Eröffnungsbuchwert netto 1.211
Abgänge -44
Veränderungen Konsolidierungskreis -5.905
Abschreibungen 6.4 -458
Veränderungen Konsolidierungskreis 5.905
Kumulierte Abschreibungen
zu den Abgängen
45
Endbuchwert netto 754
Zum 31. Dezember 2010
Anschaffungskosten 8.123
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
-7.369
Buchwert netto 754
Geschäftsjahr 2011
Eröffnungsbuchwert netto 754
Zugänge 4
Abschreibungen 6.4 -352
Endbuchwert netto 406
Zum 31. Dezember 2011
Anschaffungskosten 8.127
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
-7.721
Buchwert netto 406

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen die unter Ziffer 2.6 beschriebenen Treuhandverträge, die zum 31. Dezember 2011 einen Buchwert von 332 Ta (Vj. 498 Ta) aufweisen. Die planmäßige Abschreibung für 2011 beläuft sich auf 166 Ta (Vj. 166 Ta) und wird unter der Position 6.4 Abschreibungen und Wertminderungen der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

7.3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Entwicklung der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen:

2011 2010
in Ta
Beginn des Jahres 16.020 16.680
Zugänge 1.079 1.229
Wertminderungen -25
Zuschreibungen 300
Abgänge -61 -991
Anteilig zugewiesene Ergebnisse -494 -1.056
Ausschüttungen -5.327
Sonstiges Ergebnis (erfolgsneutral) -385 395
Umgliederungen -14 -237
Ende des Jahres 11.093 16.020

Die Zugänge betreffen insbesondere die Erhöhung des Beteiligungsansatzes an zwei Schifffahrtsgesellschaften (949 Ta) sowie den Erwerb von Anteilen an der Feedback AG, Hamburg (130 Ta). Die Abgänge sind im Wesentlichen auf die Auflösung von Verwaltungsgesellschaften zurückzuführen.

Die im Berichtsjahr erhaltenen Ausschüttungen resultieren aus der handelsrechtlichen Gewinnfeststellung in zwei Schifffahrtsgesellschaften. Entsprechend gemindert wurden in diesem Zuge die im Konzernabschluss erfassten Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden anteilige Verluste assoziierter Unternehmen in Höhe von 122 Ta nicht erfasst, da der Buchwert der betroffenen Beteiligungen bereits null beträgt. Die kumulierten nicht erfassten anteiligen Verluste belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf 1.830 Ta (Vj. 1.920 Ta).

Die aggregierten Finanzinformationen der wesentlichen assoziierten Unternehmen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

2011 2010
in Ta
Vermögenswerte 138.916 156.457
Schulden 104.686 106.279
Erlöse 24.078 24.314
Periodenergebnis -4.009 -1.892

Die ausgewiesenen Beträge basieren zum Teil auf vorläufigen Geschäftszahlen der betroffenen Gesellschaften. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die anteiligen Eventualschulden assoziierter Unternehmen auf rund 2,6 Mio. a (Vj. 3,3 Mio. a).

7.4 Zur VeräuSSerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zusammensetzung:

31.12.2011 31.12.2010
Anzahl Ta Anzahl Ta
52 733 50 745
133 10.638 129 11.302
185 11.371 179 12.047

Bei den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen handelt es sich um Vorratsgesellschaften und Komplementär-GmbHs für Fonds. Die Beteiligungen umfassen 131 Anteile, die Lloyd Fonds als Gründungsgesellschafter an bereits initiierten sowie noch aufzulegenden Fonds hält, und zwei Beteiligungen an Zweitmarktfonds mit kurzfristiger Halteabsicht.

Entwicklung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte:

Anteile an verbundenen Unternehmen 2011 2010
in Ta
Beginn des Jahres 745 730
Erwerb von verbundenen Unternehmen 75 127
Abgänge -51 -75
Wertminderungen -52 -30
Umgliederung 16 -7
Ende des Jahres 733 745
Beteiligungsunternehmen 2011 2010
in Ta
Beginn des Jahres 11.302 7.002
Zugänge 85 574
Abgänge -1.069
Veränderung von Verbindlichkeiten
aus Liquiditätsausschüttungen
-353 -347
Wertminderungen -666 -388
Sonstiges Ergebnis (erfolgsneutral) 272 3.665
Veränderung Konsolidierungskreis 1.621
Umgliederungen -2 244
Ende des Jahres 10.638 11.302

Die Zugänge des Jahres 2011 resultieren unter anderem aus der Gründung von Komplementär-GmbHs für die im Berichtsjahr neu initiierten Fonds. Zu den Wertminderungen in Höhe von insgesamt 718 Ta (Vj. 418 Ta) und dem erfolgsneutralen Ergebnis (272 Ta) verweisen wir auf die Erläuterungen in Ziffer 4.2.

7.5 Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen wie folgt:

31.12.2011 31.12.2010
Passive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
in Ta
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
664 607
Gesamt 664 607

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die laufenden Steuerforderungen gegen die laufenden Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen, und wenn die latenten Steuern gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen.

Die temporären Differenzen werden sich nach aktuellem Kenntnisstand wie folgt umkehren:

31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Latente Steuerforderungen
die nach mehr als 12 Monaten
realisiert werden
664 607
664 607

Entwicklung der latenten Steuern:

Ziffer 2011 2010
in Ta
Beginn des Jahres -607 -71
Aufwand/Ertrag in der Gewinn
und Verlustrechnung
6.8 9
Im Eigenkapital erfasste Steuern -57 -545
Ende des Jahres -664 -607

Die Veränderung der latenten Steuerverbindlichkeiten im laufenden Jahr ohne die Berücksichtigung von der Saldierung von offenen Posten bei derselben Steuerbehörde ermittelt sich wie folgt:

Erfolgswirk Im Eigen
kapital
Am
Latente Steuerverbindlichkeiten Am 1. Januar sam erfasst erfasst 31. Dezember
in Ta
2010
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen -51 51
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -62 -545 -607
-113 51 -545 -607
2011
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -607 -57 -664
-607 -57 -664

Zum Bilanzstichtag bestehen nach vorläufigen Berechnungen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 18 Mio. a und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 12 Mio. a, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Darüber hinaus wurden für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von insgesamt rund 3 Mio. a keine latenten Steuern aktiviert.

7.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Zusammensetzung:

31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Kurzfristige Forderungen
Forderungen aus dem Emissionsgeschäft 3.563 4.339
Forderungen aus der Treuhandverwaltung 997 1.657
Übrige Forderungen und sonstige
Vermögenswerte
1.528 372
6.088 6.368

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen um insgesamt 280 Ta reduziert. Der Rückgang der Forderungen aus dem Emissionsgeschäft und der Treuhandverwaltung ist im Wesentlichen auf Wertminderungen und Forderungsausfälle in Höhe von 1.569 Ta zurückzuführen.

Von den zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Forderungen aus dem Emissionsgeschäft entfallen im Wesentlichen 1.359 Ta (Vj. 2.273 Ta) auf den Bereich Schifffahrt, 990 Ta (Vj. 111 Ta) auf Flugzeugfonds sowie 940 Ta (Vj. null) auf Forderungen aus dem Bereich Energie.

Der Anstieg der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte resultiert insbesondere aus der Zahlung der Einlagen der Altgesellschafter aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 778 Ta sowie aus Kostenübernahmen für eine Fondsgesellschaft.

7.7 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen

Zusammensetzung:

31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Kurzfristige Forderungen
Forderungen gegen
assoziierte Unternehmen
2.316 1.085
Forderungen gegen nicht
konsolidierte Tochterunternehmen
64 40
2.380 1.125

In den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen sind an assoziierte Unternehmen gewährte kurzfristige Darlehen (1.855 Ta) sowie sonstige Forderungen (461 Ta) gegen Gesellschaften, an denen der Lloyd Fonds-Konzern maßgeblich beteiligt ist, enthalten.

7.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bezüglich der Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente über 16.947 Ta (Vj. 11.539 Ta) wird auf Ziffer 8.3 verwiesen.

7.9 Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals des Lloyd Fonds-Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

7.9.a Gezeichnetes Kapital

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 5. Dezember 2011 wurde eine Grundkapitalerhöhung gegen Bareinlage mit mittelbarem Bezugsrecht der Aktionäre um bis zu 15 Mio. a beschlossen. Am 30. Dezember 2011 wurde die Kapitalerhöhung infolge der Ausübung der Bezugsrechte in Höhe von 14.745 Ta in das Handelsregister eingetragen.

Das Grundkapital zum 31. Dezember 2011 beinhaltet 27.469.927 (Vj. 12.725.367) auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem Nominalwert von jeweils 1,00 a. Zum Abschlussstichtag wurden alle Aktien voll einbezahlt. Die Einlage der Altgesellschafter in Höhe von 778 Ta wurde zum Bilanzstichtag erbracht, ist jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf dem Bankkonto der Lloyd Fonds AG eingegangen. Für die Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien verweisen wir auf Ziffer 6.9 sowie die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Es gilt die Satzung in der Fassung vom 23. Dezember 2011. Lloyd Fonds AG-Aktien werden unter der Wertpapier-Kennnummer 617487 im regulierten Markt (Segment Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Juni 2013 um insgesamt bis zu 6.362.000 a durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von nennwertlosen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Bedingtes Kapital

Gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ist das Kapital der Lloyd Fonds AG im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2005 bedingt um 441.300,00 a erhöht. Nach dem Auslaufen des Programms im Geschäftsjahr 2009 sind keine Wandelschuldverschreibungen mehr im Umlauf und es können auch keine weiteren mehr ausgegeben werden. Die Bedingung, unter der die bedingte Kapitalerhöhung steht, kann damit nicht mehr eintreten, sodass die Satzungsbestimmung des § 4 Abs. 3 obsolet geworden ist.

Veröffentlichungen nach § 25 Abs. 1 WpHG

Die folgenden Firmen und Personen haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG bzw. § 41 Abs. 4 a mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an unserer Gesellschaft wie folgt bestehen:

Anteilseigner
Datum
Veränderung Schwellenwert Stimmrechtsanteile zum 31.12.2011
Zurechnung nach § 22 Abs. 1, S. 1 WpHG
ACP Funds V LLC, 30.12.2011 Überschreitung: 49,9%, davon:
Delaware, USA 3%, 5%, 10%,15%, 20%, 25%, 30% AMA Capital Partners LLC, New York, USA: 49,9%
B&P-T Treuhandgesellschaft mbH, 30.12.2011 Unterschreitung: 10,19%, davon:
Hamburg 20%, 15% Revisions- und Treuhandgesellschaft
Brinkmann & Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH,
Hamburg: 10,19%
Herr Bertold Brinkmann, Hamburg: 10,19%
Wehr Schiffahrts KG, Hamburg 30.12.2011 Unterschreitung: 3,29%, davon:
5% Verwaltung Wehr Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg:
3,29%
Herr Jürgen Peter Wehr, Hamburg: 3,29%
VEM Aktienbank AG, München 30.12.2011 Überschreitung: 3,78%, davon:
3% Computershare Deutschland GmbH
Co. KG, München:
3,78%
Computershare Verwaltungs GmbH, München: 3,78%
ACN 081 035 752 Pty. Limited, Abbotsford, Australien:
3,78%
Hans-Jürgen Wömpener, Hamburg 30.12.2011 Unterschreitung:
3%
2,32%
Ernst Russ GmbH & Co. KG, Hamburg 02.08.2011 Unterschreitung: 2,94%, davon:
08.08.2011 5%, 3% Ernst Russ Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg:
2,94%
Herr Robert Lorenz Meyer, Hamburg: 2,94%
Dr. Torsten Teichert, Hamburg 30.12.2011 Unterschreitung: 3,15%, davon:
5% Dr. Torsten Teichert, Hamburg: 0,73%

Am 23. Dezember 2011 hat Herr Dr. Torsten Teichert im Rahmen der Kapitalerhöhung 200.000 Aktien zu je 1,00 a gezeichnet.

7.9.b Kapitalrücklage

Der Ausgabekurs der neuen Aktien von 1,00 a entspricht dem Nennbetrag der Stückaktien. Ein Agio wurde nicht erhoben.

Die auf die neuen Aktien entfallenden Transaktionskosten in Höhe von insgesamt 1.236 Ta wurden gemäß IAS 32.35 ff. als Minderung der Kapitalrücklage erfasst.

Stand 31. Dezember
2011
43.307 889 44.196
Transaktionskosten der
Kapitalerhöhung
-1.236 -1.236
Stand 1. Januar 2011 44.543 889 45.432
Stand 31. Dezember
2010
44.543 889 45.432
Stand 1. Januar 2010 44.543 889 45.432
in Ta
Agio auf
ausgegebene
Aktien
Rücklage
für Wandel
schuldver
schreibungen
Summe
Kapital
rücklage

7.9.c Gewinnrücklagen

Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung der Gewinnrücklagen verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

7.10 Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert

Der Posten resultiert aus der Einbeziehung des Premium Portfolios Austria in den Lloyd Fonds-Konzernabschluss. Er beinhaltet die Anteile derjenigen Kommanditisten, die nicht zum Lloyd Fonds-Konzern gehören. Da es sich hierbei um kündbare Finanzinstrumente handelt, werden sie im langfristigen Fremdkapital ausgewiesen.

Die Ermittlung des Nettovermögenswerts erfolgte auf Basis eines einmal festgelegten Effektivzinssatzes. Dieser ergibt sich als interner Zinsfuß der ursprünglich prospektierten Auszahlungen der jeweiligen Fondsgesellschaften und beträgt je nach Fonds zwischen 5,9% und 6,1% p. a. Anschließend wurden die Barwerte der Zahlungen an die Kommanditisten mit dem Effektivzinssatz diskontiert. Die Fortschreibung der Nettovermögenswerte nach der Effektivzinsmethode im Jahr 2011 führte zu einem Zinsertrag in Höhe von 89 Ta (Vj. Zinsaufwand 362 Ta).

7.11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Zusammensetzung:

31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
414 836
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
2.816 1.906
Verbindlichkeiten aus Betriebssteuern
und Abgaben
118 267
Übrige Verbindlichkeiten 11.310 2.204
14.244 4.377
14.658 5.213

Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus der periodengerechten Erfassung von Mietaufwendungen für Geschäftsräume (vgl. Ziffer 9.3). In den übrigen Verbindlichkeiten sind die Enthaftungssumme über 10.000 Ta sowie Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 703 Ta (Vj. 1.000 Ta), wie beispielsweise Urlaubs- oder Abfindungsansprüche sowie ausstehende Gehalts- und Bonuszahlungen, enthalten.

7.12 Finanzschulden

Zusammensetzung:

31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Langfristige Finanzschulden
Leasingverbindlichkeiten 48 71
48 71
Kurzfristige Finanzschulden
Kurzfristige Darlehen 12.602 12.882
Kontokorrentkredite 967 964
Leasingverbindlichkeiten 23 22
13.592 13.868
13.640 13.939

Die Leasingverbindlichkeiten betreffen ein Serversystem, das im Rahmen eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses mit einer Laufzeit bis zum 30. November 2014 angeschafft wurde. Der Effektivzins beträgt zum Bilanzstichtag 6,61%.

Die kurzfristigen Finanzschulden beinhalten ein Darlehen über nominal 9.000 TUS-\$ (Vj. 9.000 TUS-\$) bzw. 6.956 Ta (Vj. 6.736 Ta) aus der Finanzierung der Beteiligung an der TVO Income Portfolio L.P. Das Darlehen wird auf Basis des US-\$-Libor zzgl. einer Marge von 3,00% und durchschnittlichen Liquiditätskosten von 0,92% variabel verzinst. Der Effektivzinssatz zum Bilanzstichtag beträgt 4,16% (Vj. 4,18%). Darüber hinaus sind in den kurzfristigen Finanzschulden die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung der übernommenen Beteiligung der Zielfonds des Premium Portfolios Austria in Höhe von 5.622 Ta (Vj. 6.149 Ta) enthalten. Die Buchwerte der Darlehensverbindlichkeiten entsprechen wie im Vorjahr im Wesentlichen deren Marktwerten.

Neben den dargestellten Darlehen bestanden am Bilanzstichtag Kontokorrentkredite in Höhe von 967 Ta (Vj. 964 Ta), die ebenfalls unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen werden.

Laufzeitenstruktur der Finanzschulden:

31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Restlaufzeit bis 1 Jahr 13.592 13.868
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 48 71
13.640 13.939

Überleitung der zukünftig zu leistenden Leasingraten zu den Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen:

Restlaufzeiten 31.12.2011
bis 1 Jahr 1-5 Jahre Gesamt
in Ta
Summe der zukünftig zu
leistenden Leasingraten
27 51 78
Zinsanteil -4 -3 -7
Verbindlichkeiten
aus Finanzierungs
Leasingverhältnissen
23 48 71

7.13 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen

Zusammensetzung:

31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Verbindlichkeiten gegenüber
assoziierten Unternehmen
1.536 7.310
Verbindlichkeiten gegenüber nicht
konsolidierten Tochterunternehmen
4 36
Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären,
Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern
261 256
1.801 7.602

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen um 5.774 Ta auf 1.536 Ta ist im Wesentlichen auf Ausschüttungen von Beteiligungsergebnissen sowie auf Effekte aus der Fremdwährungsbewertung zurückzuführen.

7.14 Sonstige Rückstellungen

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen:

1.1.2011 Verbrauch Zuführung Auflösung 31.12.2011
in Ta
Sonstige Rückstellungen 13.963 -10.252 710 -3.650 771

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr um 13.192 Ta vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Enthaftungssumme von 13.650 Ta auf 10.000 Ta zurückzuführen. 3.650 Ta wurden ertragswirksam aufgelöst. Die endgültige Enthaftungssumme in Höhe von 10.000 Ta wird zum Bilanzstichtag in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert (s. Ziffer 7.11).

Die sonstigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag betreffen insbesondere Rückstellungen für drohende Rückzahlungen von Ausschüttungen aus Schiffsbeteiligungen (331 Ta). Des Weiteren enthalten sie Drohverlustrückstellungen für die Untervermietung von Büroflächen in Höhe von 294 Ta, von denen 180 Ta als langfristige Rückstellungen ausgewiesen werden. Der Restbetrag sind im Wesentlichen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von unter einem Jahr.

8 Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

8.1 Überleitung des Konzernjahresüberschusses

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung ermittelt sich der Konzernjahresüberschuss vor Ergebnis aus assoziierten Unternehmen, Zinsen und Ertragsteuern wie folgt:

Ziffer 2011 2010
in Ta
Ergebnis der operativen
Geschäftstätigkeit
-3.872 4.361
Ergebnis aus assoziierten
Unternehmen
6.6 -379 -1.978
Gewinne aus Fremd
währungsumrechnung
6.7 1.609 1.093
Verluste aus Fremd
währungsumrechnung
6.7 -1.228 -1.196
-3.870 2.280

8.2 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen

Zusammensetzung:

Ziffer 2011 2010
in Ta
Unrealisierte Fremdwährungs
gewinne/-verluste
-481 704
Wertminderungen auf Forderun
gen und Forderungsausfälle
6.5 1.683 1.631
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
6.5 -3.650 -1.548
Ausbuchung von
Verbindlichkeiten
6.5 -319 -897
Erträge aus der Auflösung von
Einzelwertberichtigungen
6.5 -39 -1.044
-2.806 -1.154

8.3 Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zusammensetzung für Zwecke der Kapitalflussrechnung:

31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Kassenbestände 3 2
Bankguthaben 16.944 11.537
Bankguthaben mit
Verfügungsbeschränkung
-7 -287
Kontokorrentkredite -967 -964
15.973 10.288

Die Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung betreffen hinterlegte Mietkautionen.

9 Sonstige Angaben

9.1 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten für den Lloyd Fonds-Konzern die Unternehmen und Personen, die den Lloyd Fonds-Konzern beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diesen ausüben oder durch den Lloyd Fonds-Konzern beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dabei sind die Verhältnisse am jeweiligen Bilanzstichtag maßgeblich.

9.1.a Assoziierte Unternehmen

Umsatzerlöse mit assoziierten Unternehmen:

2011 2010
in Ta
Managementvergütungen 39
Erlöse aus Private Placement 842
39 842

Entwicklung der Darlehensforderungen gegen assoziierte Unternehmen:

2011 2010
in Ta
Beginn des Jahres 418 175
Im laufenden Jahr gewährte Darlehen 1.342 820
Erhaltene Darlehensrückzahlungen -7 -666
Berechnete Zinsen 117 55
Umgliederungen -31
Wertminderungen und Ausbuchungen -15 -15
Auflösungen von
Einzelwertberichtigungen
38
Kursgewinne 42
Ende des Jahres 1.855 418

Die gewährten Darlehen an assoziierte Unternehmen wurden zwischen 4,0% und 20,0% verzinst (Vj. zwischen 4,0% und 12,0%). Zu den offenen Forderungen aus den oben angegebenen Managementleistungen zum Bilanzstichtag wird auf Ziffer 7.7 verwiesen. Die in Ziffer 7.13 aufgeführten offenen Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus noch ausstehenden Kommanditeinlagen.

In den dargestellten Perioden sind keine wesentlichen zu eliminierenden Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen angefallen.

9.1.b Verbundene Unternehmen

Die offenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Ziffer 7.7 aufgeführt.

9.1.c Nahestehende Personen

Der Vorstand zum 31. Dezember 2011 setzt sich wie folgt zusammen:

  • Herr Dr. Torsten Teichert, Vorstand (Vorsitzender)
  • Herr Michael F. Seidel, Finanzvorstand (bis zum 31. Januar 2012)

Michael F. Seidel war Vorsitzender des Aufsichtsrats der Feedback AG, Hamburg, bis zum 10. April 2012 sowie Mitglied des Beirats der KALP GmbH, Böel.

Mit Wirkung zum 1. Februar 2012 wird Dr. Joachim Seeler in den Vorstand berufen. Er ist zudem stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender der Olympus Europa Holding GmbH, Hamburg.

Die Vergütungen an die Vorstandsmitglieder betreffen folgende kurzfristig fällige Leistungen:

2011 Fix Erfolgs
abhängig
Neben
leistungen
Gesamt
in Ta
Dr. Torsten Teichert 350 122 19 491
Michael F. Seidel 300 98 37 435
650 220 56 926
Erfolgs Neben
2010 Fix abhängig leistungen Gesamt
in Ta
Dr. Torsten Teichert 350 215 21 586
Michael F. Seidel 300 190 28 518
650 405 49 1.104

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 5. Dezember 2011 wurde beschlossen, den Aufsichtsrat von drei Mitgliedern auf sechs Mitglieder zu erweitern.

Die Zusammensetzung im Geschäftsjahr ergibt sich wie folgt:

  • Herr Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Berater (Vorsitzender)
  • Herr Dr. Thomas Duhnkrack, Unternehmensberater (stellvertretender Vorsitzender)
  • Herr Gunther Bonz, Generalbevollmächtigter
  • Herr Paul M. Leand Jr., Kaufmann, CEO der AMA Capital Partners LLC (seit dem 30. Dezember 2011)
  • Herr Jens Birkmann, Kaufmann, Managing Director der AMA Capital Partners LLC (seit dem 30. Dezember 2011)
  • Herr Rodney M. Rayburn, Investment Analyst (seit dem 30. Dezember 2011)

Prof. Dr. Kottkamp ist Mitglied des Aufsichtsrats der Basler AG, Ahrensburg, sowie der KROMI Logistik AG, Hamburg. Dr. Thomas Duhnkrack ist Mitglied des Aufsichtsrats der BCG Baden-Baden Cosmetics Group AG, Baden-Baden, und der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, Frankfurt. Gunther Bonz ist Mitglied des Aufsichtsrats der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG, Hamburg. Paul M. Leand Jr. ist CEO der AMA Capital Partners LLC, New York, USA, und Mitglied folgender gesetzlicher in- und ausländischer Kontrollgremien:

  • Ship Finance International Ltd., Hamilton/Bermuda
  • Golar LNG Partners LP, Hamilton/Bermuda
  • SeaCo. Ltd., Hamilton/Bermuda
  • GE Seaco SRL, Bridgetown/Barbados

Neben der festen Vergütung gemäß § 14 Abs. (1) der Satzung hat der Aufsichtsrat Anspruch auf eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 ‰ des nach International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelten Konzernjahresüberschusses nach Steuern für das abgelaufene Geschäftsjahr. Für den Vorsitzenden beträgt die Vergütung das Doppelte des vorgenannten Betrages, für den Stellvertreter beträgt diese das Eineinhalbfache des vorgenannten Betrages.

Die Vergütungen der Geschäftsjahre 2011 und 2010 stellen sich wie folgt dar:

2011 Fix Erfolgs
abhängig
Gesamt
in Ta
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 20 20
Dr. Thomas Duhnkrack 15 15
Gunther Bonz 10 10
Hans-Bernd vor dem Esche
Albert Lundt
45 45
2010 Fix Erfolgs
abhängig
Gesamt
in Ta
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 20 2 22
Dr. Thomas Duhnkrack 3 3
Gunther Bonz 6 1 7
Hans-Bernd vor dem Esche 12 2 14
Albert Lundt 4 1 5
45 6 51

Die Aufsichtsräte Paul M. Leand Jr., Jens Birkmann sowie Rodney M. Rayburn haben auf die anteilige Vergütung 2011 verzichtet.

Die Vergütungen an die Aufsichtsratsmitglieder sind wie im Vorjahr als Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern passiviert.

Dr. Torsten Teichert ist zum Bilanzstichtag mit 3,15% an der Lloyd Fonds AG beteiligt. Dem Vorstand nahestehende Personen halten im Berichtsjahr 0,48% der Anteile. Im Vorjahr hielten der Vorstand und ihm nahestehende Personen 6,26% der Aktien der Lloyd Fonds AG.

9.2 Eventualschulden

Die Eventualschulden betreffen Platzierungsgarantien über einzuwerbendes Eigenkapital, Bürgschaften für Anzahlungs- und Eigenmittelzwischenfinanzierungen, Bankavale, Garantien für Zins- und Währungssicherungen sowie erhöhte Hafteinlagen. Höchstbetragsbürgschaften werden nur in Höhe des jeweiligen Stands der Hauptschuld vermerkt. Unter Berücksichtigung der Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen gegenüber Dritten in Höhe von 37.498 Ta (Vj. 57.001 Ta) belaufen sich die Eventualschulden zum 31. Dezember 2011 auf insgesamt 86.128 Ta (Vj. 97.126 Ta).

Laufzeiten der Eventualschulden:

2011 Haftungs
volumen
Ausgleichs
ansprüche
Netto
haftungs
volumen
in Ta
bis zu einem Jahr 87.993 -37.498 50.495
zwischen einem und
fünf Jahren
150 150
über fünf Jahre
ohne Befristung 35.483 35.483
123.626 -37.498 86.128
Haftungs
volumen
Ausgleichs
ansprüche
Netto
haftungs
volumen
116.618 -57.001 59.617
959 959
150 150
36.400 36.400
154.127 -57.001 97.126

Im Zeitraum nach Unterzeichnung der Bankenvereinbarung bis Jahresende 2011 wurden 14 (Vj. zwölf) der sogenannten Call-Optionen durch die Bank im Kontext mit Dritten ausgeübt. Die Lloyd Fonds AG oder eine ihrer Tochtergesellschaften waren somit nicht mehr Gesellschafter dieser Einschiffsgesellschaften. Dadurch hatte die Lloyd Fonds AG keinen Zugriff mehr auf deren Bankkonten bzw. Darlehensvaluten und erhielt auch keine Auskunft durch die finanzierenden Banken (Bankgeheimnis). Veränderungen der bestehenden Finanzierungen entzogen sich somit unserer Kenntnis. Die Ausübung der Call-Optionen hatte keinen Einfluss auf die Besicherungssituation der finanzierenden Banken. Insbesondere hinderte sie nicht den in der Bankenvereinbarung vereinbarten Anspruch der finanzierenden Banken gegen die Lloyd Fonds AG auf Stellung von gleichwertigen Ersatzsicherheiten nach Ablösung der Baufinanzierung durch eine Endfinanzierung. Wie die bestehenden Sicherheiten durften auch die Ersatzsicherheiten nur im Fall des Scheiterns der Bankenvereinbarung verwertet werden. Es blieb also unabhängig von der Ausübung der Call-Optionen auch nach Ablauf der Baufinanzierung – für die die Lloyd Fonds AG im Kontext mit dem Mitgesellschafter gesamtschuldnerisch gehaftet hat – eine theoretische Haftung für die Endfinanzierung bestehen, für die die Lloyd Fonds AG bisher keine Haftung übernommen hatte. Da das Management die Inanspruchnahme aufgrund der neuen Gegebenheiten als äußerst unwahrscheinlich einschätzt, werden die entsprechenden möglichen Ansprüche der Banken zum Bilanzstichtag nicht mehr unter den Eventualschulden ausgewiesen. Durch die Zahlung des Enthaftungsbetrages im Januar 2012 wird sich das Haftungsvolumen auf 13.534 Ta reduzieren.

Gegenüber einem Immobilienfonds wurde eine Kaufpreisgarantie in Höhe von 15.500 Ta (Vj. null) abgegeben, aus der sich zum Stichtag eine maximale Haftung von 10.086 Ta ergibt. Diese Haftung reduziert sich analog zur Platzierung des Fonds und bestand zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch in Höhe von 4.398 Ta.

Der Immobilienfonds befindet sich nach wie vor in der Platzierung. Die Übernahme des Investitionsobjektes ist planmäßig im Mai 2012 vorgesehen. Es wurden Abreden getroffen, dass eine Brückenfinanzierung in Höhe von 2,5 Mio. a abgeschlossen werden soll. Ferner gewährt die Lloyd Fonds AG gegenüber der Fondsgesellschaft ein Darlehen in Höhe von 2,5 Mio. a zur Finanzierung des noch verbleibenden Differenzbetrages zum Kaufpreis des Objektes. Über diese Sachverhalte besteht eine Liquiditätslücke für die Lloyd Fonds AG. Sollte Lloyd Fonds keine alternativen Finanzierungsquellen zur Schließung dieser Liquiditätslücke finden, ist der Fortbestand des Unternehmens gefährdet.

Im Rahmen des Treuhandgeschäfts werden im eigenen Namen und für Rechnung verschiedener Treugeber Beteiligungen in Höhe von 1.648.096 Ta (Vj. 1.600.278 Ta) verwaltet. Daneben werden Treuhandkonten im eigenen Namen für Rechnung verschiedener Treugeber in Höhe von 6.528 Ta (Vj. 16.157 Ta) geführt.

Die Lloyd Treuhand ist teilweise bei Bestandsfonds als Treuhandkommanditistin für die Anleger im Handelsregister mit der jeweiligen Hafteinlage dieser Anleger eingetragen. Aufgrund von Ausschüttungen diverser Bestandfonds, die nicht durch Gewinne gedeckte Liquiditätsüberschüsse zur Ausschüttung gebracht haben, besteht für die Lloyd Treuhand grundsätzlich die Haftung nach §§ 171, 172 IV HGB. Der Betrag, der durch die Ausschüttungen die eingetragene Hafteinlage unterscheitet, ist seitens der Treuhand ggf. zurückzuzahlen. Die Treuhand hat wiederum gemäß Treuhandvertrag einen Regressanspruch gegen die jeweiligen Anleger. Nach Einschätzung des Vorstands wird der mögliche Abfluss von Ressourcen aufgrund der bestehenden Regressansprüche als unwahrscheinlich angesehen.

9.3 Verpflichtungen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen

Der Konzern mietet Büroräume, Kraftfahrzeuge sowie Kopierer im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen.

Zusammensetzung der Leasingverpflichtungen:

31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Büroräume 7.600 8.569
Kraftfahrzeuge 298 242
Sonstiges 59 31
7.957 8.842

Laufzeiten der zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen:

31.12.2011 31.12.2010
in Ta
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 1.120 1.091
Restlaufzeit von mehr als
1 bis zu 5 Jahren
4.037 3.987
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 2.800 3.764
7.957 8.842

Im Berichtsjahr wurden 1.520 Ta (Vj. 1.199 Ta) an Mindestleasingzahlungen im Aufwand erfasst.

Die Lloyd Fonds AG und die Lloyd Treuhand GmbH haben mit Mietverträgen vom 5. August 2005 neue Geschäftsräume angemietet. Mietbeginn war der 1. Dezember 2006. Die Verträge haben eine unkündbare Laufzeit von zehn Jahren, wobei den Mietern zweimalige Verlängerungsoptionen über je fünf Jahre eingeräumt wurden. Das erste Jahr der Nutzung war mietfrei. Der Gesamtaufwand wurde auf die Mindestlaufzeit von 120 Monatsmieten linear verteilt, die Verlängerungsoptionen wurden nicht als Mindestleasingzahlungen berücksichtigt. Hieraus ergeben sich monatliche Mindestleasingverpflichtungen in Höhe von 80 Ta (Vj. 69 Ta).

9.4 Anwendung der Befreiungsvorschrift gemäSS § 264 Abs. 3 HGB

Die Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg, macht von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

9.5 Angaben nach § 315 a HGB

9.5.a Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)

Vorstand und Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG haben im April 2012 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Der Wortlaut der Entsprechenserklärungen ist auf der Internetseite des Konzerns (www.lloydfonds.de) dauerhaft zugänglich.

9.5.b Honorar des Konzernabschlussprüfers

Honorar des Konzernabschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB:

2011 2010
in Ta
Abschlussprüfungen 105 90
Sonstige Bestätigungsleistungen 18 18
Steuerberatungsleistungen 2 9
125 117

9.5.c Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz (§ 313 Abs. 2 HGB)

Die Angaben zu den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in Ziffer 2.2.b dargestellt.

Verbundene Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden (§ 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB):

Gesellschaft Anteil Konzern
LF Open Waters Cash GmbH, Hamburg 100,0%
Erste Lloyd Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0%
Erste LF TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0%
Zweite LF Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0%
Zweite Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung
GmbH, Hamburg
100,0%
Dritte Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung
GmbH, Hamburg
100,0%
Lloyd Fonds Energie Europa Verwaltungs GmbH,
Hamburg
100,0%
Verwaltung LF Immobiliengesellschaft mbH, Hamburg 100,0%
Lloyd Fonds Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft
mbH, Hamburg
100,0%
LF Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0%
Verwaltung LloFo Schifffahrtsgesellschaft mbH,
Hamburg
100,0%
Erste LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG,
Hamburg
90,0%
Zweite LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG,
Hamburg
90,0%
Dritte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG,
Hamburg
90,0%
Verwaltung Windpark CO
PPANZ GmbH, Hamburg
75,0%
Verwaltung LF-Flottenfonds GmbH, Hamburg 100,0%
Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Fleesensee GmbH,
Hamburg
100,0%
Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Hotelportfolio GmbH,
Hamburg
100,0%
Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Leipzig Nikolaikirche
GmbH, Hamburg
100,0%
Verwaltung Lloyd Fonds Universitätsgebäude Bamberg
GmbH, Hamburg
100,0%
Verwaltung Lloyd Fonds Hochschulportfolio Bayern
GmbH, Hamburg
100,0%
Verwaltung LF Bürogebäude Nürnberg Rudolphstraße
GmbH, Hamburg
100,0%
Verwaltung der Lloyd Fonds Gesellschaft für
­Immobilienbeteiligungen mbH, Hamburg
100,0%
Gesellschaft Anteil Konzern
Vierte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG,
Hamburg
100,0%
Erste Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,0%
Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH,
Hamburg
100,0%
Fünfte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH,
­Hamburg
100,0%
Verwaltung Lloyd Fonds Immobilienportfolio
­Hamburg/Sylt GmbH, Hamburg
100,0%
Verwaltung Lloyd Fonds Vermögensgarant GmbH,
Hamburg
100,0%
Verwaltung Lloyd Fonds Immobilienportfolio Köln
GmbH, Hamburg
100,0%
1. MITO
MA Schiffsneubau GmbH, Hamburg
100,0%
3. MITO
MA Schiffsneubau GmbH, Hamburg
100,0%
2. MITO
MA Schiffsneubau GmbH, Hamburg
100,0%
4. MITO
MA Schiffsneubau GmbH, Hamburg
100,0%
1. MITO
MA Schiffsneubau GmbH & Co. KG, Hamburg
100,0%
2. MITO
MA Schiffsneubau GmbH & Co. KG, Hamburg
100,0%
3. MITO
MA Schiffsneubau GmbH & Co. KG, Hamburg
100,0%
4. MITO
MA Schiffsneubau GmbH & Co. KG, Hamburg
100,0%
Verwaltung "Air Fuhlsbüttel/Air Finkenwerder"
Flugzeugfonds GmbH, Hamburg
100,0%
Verwaltung Lloyd Fonds Air Portfolio 3 GmbH,
­Hamburg
100,0%
Lloyd Fonds Kreuzfahrt I GmbH & Co. KG, Hamburg 91,7%
Verwaltung Lloyd Fonds Kreuzfahrt I GmbH, Hamburg 100,0%
Verwaltung Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VIII.
GmbH, Hamburg
100,0%
Verwaltung MS "CC
NI ARAUCO
" Schiffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
60,0%
Lloyd Fonds Canada Real Estate Inc., Toronto/Canada 100,0%
Lloyd Fonds UK VIII Limited, Worcestershire 100,0%
Lloyd Fonds Nürnberg Rudolphstraße GmbH & Co. KG,
Hamburg
95,2%
Lloyd Fonds Universitätsgebäude Bamberg GmbH &
Co. KG, Hamburg
95,2%
Lloyd Fonds Hochschulportfolio Bayern GmbH & Co.
KG, Hamburg
95,2%
Verwaltung Lloyd Fonds A380 Flugzeugfonds GmbH,
Hamburg
100,0%
LF Kalp Beteiligungs GmbH, Hamburg 100,0%
LF Kalp Invest GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0%

Assoziierte Unternehmen (§ 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB):

Gesellschaft Anteil Konzern
Feedback AG, Hamburg 40,1%
KALP GmbH, Böel 45,1%
TVO
Income Portfolio L.P., El Paso, USA
97,0%
Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG,
Hamburg
44,9%
Sapian GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0%
Subic GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0%
Air Management GmbH, Schöneck/Hessen 50,0%
Beteiligung EMILIA SCH
ULTE Shipping GmbH,
­Hamburg
50,0%
Beteiligung HENRY
SCH
ULTE Shipping GmbH,
­Hamburg
50,0%
Beteiligung MS ANNABELLE SCH
ULTE Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "ANNINA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "ANTO
NIA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS CARO
LIN SCH
ULTE Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "FRI
DA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "HELENA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "JULIA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "LAURA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "LISA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "MARTH
A SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "MAXIMILIAN SCH
ULTE" Shipping
GmbH, Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "PAULA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "PATRICI
A SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "SARAH SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "SOFIA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Gesellschaft Anteil Konzern
Beteiligung MS "TATIANA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "VICTORI
A SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Cape Antigua Shipping Company Limited, Limassol/
Zypern
50,0%
Cape Avon Shipping Company Limited, Limassol/
Zypern
50,0%
Erste Grove Beteiligungs GmbH, Hamburg 50,0%
Green Bay Shipping Limited, Limassol/Zypern 50,0%
Green Grove Shipping Limited, Limassol/Zypern 50,0%
IGB Lloyd Fonds Real Estate Beteiligungsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben GmbH, Wörgl/
Österreich
50,0%
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben II. GmbH, Wörgl/
Österreich
50,0%
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben III. GmbH, Wörgl/
Österreich
50,0%
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben IV. GmbH, Wörgl/
Österreich
50,0%
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben V. GmbH, Wörgl/
Österreich
50,0%
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VI. GmbH, Wörgl/
Österreich
50,0%
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII. GmbH, Wörgl/
Österreich
50,0%
Verwaltung MS "BAHAMAS" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "CHIC
AGO" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "LAS VEGAS" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "MEMPHI
S" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "MIAMI" Schifffahrtsgesellschaft mbH,
Hamburg
50,0%
Beteiligung MS "VALENTINA SCH
ULTE" Shipping GmbH,
Hamburg
50,0%
Northern Valour Shipping Limited, Limassol/Zypern 50,0%
Schelde Verwaltungsgesellschaft mbH, Haren 50,0%
Verwaltung "BAVARI
AN SUN" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung "CH
EMTR
ANS RAMSEY" Schifffahrtsgesell
schaft mbH, Hamburg
50,0%
Gesellschaft Anteil Konzern
Verwaltung "CH
EMTR
ANS ROY
" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung "CH
EMTR
ANS RY
E" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung "CO
LONIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung Global Partnership I GmbH, Aschheim 50,0%
Verwaltung MS "ADRI
AN" Schiffahrtsgesellschaft mbH,
Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "ALMATH
EA" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "BARBADOS" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "BERMUDA" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "BONAIR
E" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "CHRI
STIANE SCH
ULTE" GmbH,
Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "CO
MMANDER" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "DELOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH,
Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "FERNANDO" Schifffahrtsgeselllschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "LLOY
D DON GIO
VANNI" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "LLOY
D DON CARLOS" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "LLOY
D DON PASCUALE" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "LLOY
D EURO
PA" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Burg
50,0%
Verwaltung MS "LLOY
D HELSINKI" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "LLOY
D PARSIFAL" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "LLOY
D STOC
KHO
LM" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "MANHATT
AN" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "METH
AN" Schiffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Gesellschaft Anteil Konzern
Verwaltung MS "NATAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH,
Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "NELSON" Schifffahrtsgesellschaft
mbh, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "NEWARK" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "NOR
DPACI
FIC
" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "NORO
" Schifffahrtsgesellschaft mbh,
Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "Samaria" Schiffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
30,0%
Verwaltung MS "SAN ANTO
NIO
" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "SAN PABLO" Schifffahrtsgesellschaft
mbh, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "SAN PEDRO
" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "SAN RAFAEL" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "SAN VIC
ENTE" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "Saxonia" Schiffahrtsgesellschaft mbH,
Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "Scandia" Schiffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "Scotia" Schiffahrtsgesellschaft mbH,
Hamburg
50,0%
Verwaltung "MS Sophie" Schifffahrtsgesellschaft mbH,
Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "TO
SA SEA" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "THIR
A SEA" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "VEGA FYNEN" Schifffahrtsgesell
schaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "VEGA GOT
LAND" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "VIR
GINIA" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "Wehr Blankenese" Schiffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Gesellschaft Anteil Konzern
Verwaltung MS "Wehr Elbe" Schiffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "Wehr Koblenz" Schiffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "Wehr Nienstedten" Schiffahrtsgesell
schaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "Wehr Schulau" Schiffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MS "Wehr Weser" Schiffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "AMERIC
AN SUN" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "ATH
ENS STAR" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "CANADIAN SUN" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "CARI
BBEAN SUN" Schifffahrtsgesell
schaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "CH
EMTR
ANS RHI
NE" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "Green Point" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "HAMBURG STAR" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "LONDON STAR" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "MEXIC
AN SUN" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "NEW YOR
K STAR" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "ST. JACO
BI" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "TAPATIO
" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "TEAM JUPITER" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung MT "TEAM NEPTUN" Schifffahrts
gesellschaft mbH, Hamburg
50,0%
Verwaltung NADINE Schifffahrtsgesellschaft mbH,
Hamburg
50,0%
Verwaltung Todito Schiffsneubau GmbH, Hamburg 50,0%
Verwaltung MS "BENITO
" Schifffahrtsgesellschaft
mbH, Hamburg
50,0%
Gesellschaft Anteil Konzern
Windpark Breberen GmbH, Gangelt 50,0%
Zweite Beteiligung MS "ANNINA SCH
ULTE" Shipping
GmbH, Hamburg
50,0%
Zweite Beteiligung MS "Maria Schulte" Shipping
GmbH, Hamburg
50,0%
Zweite Beteiligung MS "PHI
LIPPA SCH
ULTE" Shipping
GmbH, Hamburg
50,0%
Zweite Beteiligung MS "SOFIA SCH
ULTE" Shipping
GmbH, Hamburg
50,0%
Zweite Beteiligung MS "VALENTINA SCH
ULTE" Shipping
GmbH, Hamburg
50,0%
Zweite Grove Beteiligungs GmbH, Hamburg 50,0%
Verwaltung MS "BAHI
A" Schifffahrtsgesellschaft mbH,
Hamburg
50,0%
Vierte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH,
­Hamburg
49,0%
Verwaltung SUBIC
/SAPIAN GmbH, Hamburg
50,0%
Dritte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH,
­Hamburg
49,0%
Erste Grove Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg 54,6%
Zweite Grove Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg 54,6%
MS "BAHI
A" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG,
Hamburg
0,4%
MS "BENITO
" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG,
Hamburg
0,4%
MS "MARTH
A SCH
ULTE" Shipping GmbH & Co. KG,
Hamburg
50,0%
MS "PAULA SCH
ULTE" Shipping GmbH & Co. KG,
Hamburg
50,0%
MS "SAMAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG,
Hamburg
50,0%
MS "SARANGANI" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co.
KG, Hamburg
50,0%
SIATO
N GmbH & Co. KG, Hamburg
50,0%
SILAGO GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0%
SIMARA GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0%
SURI
GAO GmbH & Co. KG, Hamburg
50,0%
MS "SOFIA SCH
ULTE" Shipping GmbH & Co. KG,
Hamburg
50,0%

Für weitere Angaben zu den assoziierten Unternehmen wird auf Ziffer 2.2.c und 9.1.a verwiesen.

9.5.d Sonstige Angaben

In Bezug auf die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer verweisen wir auf Ziffer 6.3. Die Angaben zu aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats können Ziffer 9.1.c entnommen werden.

9.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 10. Januar 2012 wurde die reduzierte Enthaftungssumme von 10,0 Mio. a, die gemäß der im April 2010 getroffenen Bankenvereinbarung bis zum 15. Februar 2012 zu leisten war, an die Banken gezahlt.

Zum 31. Januar 2012 verließ Michael F. Seidel im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat das Unternehmen. Seit dem 1. Februar 2012 ist Dr. Joachim Seeler neues Vorstandsmitglied.

Weitere Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Hamburg, den 27. April 2012

Der Vorstand

Dr. Torsten Teichert Dr. Joachim Seeler

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hamburg, den 27. April 2012

Der Vorstand

Dr. Torsten Teichert Dr. Joachim Seeler

bestätigungsvermerk des abschlussprüfers

Wir haben den von der Lloyd Fonds AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Gesellschaft im Konzernanhang unter Ziffer 9.2 "Eventualschulden" und im Abschnitt "Risikobericht" des Konzernlageberichts hin. Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Lloyd Fonds AG gefährdet ist, sofern der durch eine Darlehensgewährung und eine Garantie für eine Brückenfinanzierung im Zusammenhang mit dem Fonds "Holland Utrecht" entstehende zusätzliche Liquiditätsbedarf nicht gedeckt werden kann.

Hamburg, den 27. April 2012

TPW GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Roger Hönig Britta Martens Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Finanzkalender

2012
Zwischenbericht zum ersten Quartal/3M 10. Mai
Ordentliche Hauptversammlung 2012 26. Juli
Zwischenbericht zum zweiten Quartal/6M 9. August
Zwischenbericht zum dritten Quartal/9M 8. November

Alle Termine sind vorläufige Angaben. Änderungen vorbehalten.

HERAUSGEBER

Lloyd Fonds AG Amelungstraße 8–10 20354 Hamburg

KONTAKT

Marcel Wiskow Investor Relations

Telefon: +49 (0)40/32 56 78-0 Fax: +49 (0)40/32 56 78-99 E-Mail: [email protected]

BILDNACHWEIS

Lloyd Fonds AG

DRUCK

ZERTANI GmbH & Co. DIE DRUCKEREI KG, Bremen

HINWEISE

Der Geschäftsbericht 2011 der Lloyd Fonds AG ist im Internet unter www.lloydfonds.de als PDF-Datei abrufbar. Der Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

Alle in diesem Geschäftsbericht genannten Marken- und Warenzeichen sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Dies gilt insbesondere für DAX, SDAX und XETRA als eingetragene Warenzeichen und Eigentum der Deutschen Börse AG.

Lloyd Fonds AG · Amelungstraße 8–10 · 20354 Hamburg · Tel. +49 (0)40 325678-0 · Fax +49 (0)40 325678-99 · www.lloydfonds.de