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KUKA AG Management Reports 2010

May 12, 2011

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Management Reports

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KUKA Aktiengesellschaft

Augsburg

Konzern- und Jahresabschluss 2010

Geschäftsbericht 2010

Automation wird einfach

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Das abgelaufene Geschäftsjahr des KUKA Konzerns ist vom Aufsichtsrat intensiv begleitet worden. Es war von einer schnellen Erholung der Konjunktur geprägt, von der die Gesellschaft in unterschiedlicher Form profitiert. Ein besonderes Augenmerk legte der Aufsichtsrat 2010 auf die konsequente Umsetzung der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen. Dabei konnte der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Mitwirkungsbefugnisse wesentliche Weichen stellen, wie die dauerhafte Bestellung von Herrn Dr. Till Reuter als Vorstandsvorsitzenden und die Durchführung der verschiedenen Eigen- und Fremdkapitalmaßnahmen, mit denen die Konzernfinanzierung neu geordnet wurde. Immer wieder war die strategische Ausrichtung des Unternehmens in den Sitzungen des Aufsichtsrats ein Thema.

Der Aufsichtsrat blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Die wirtschaftliche Situation der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns gebot es, nicht nur in Sitzungen, sondern auch in mehreren Telefonkonferenzen aktuelle Entwicklungen zu beraten und zu beschließen. Auch darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand im Interesse der Aktionäre und Arbeitnehmer zur Seite. Seine Überwachungs- und Beratungsaufgaben nahm er insbesondere dadurch wahr, dass er sich vom Vorstand zeitnah und eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und finanzielle Lage der Gesellschaft unterrichten ließ, u. a. durch die periodische Berichterstattung über die wesentlichen Kennzahlen des Konzerns (z. B. Auftragseingang, Umsatz, EBIT, Personalstärke). Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hielt engen Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden, um über unternehmerisch bedeutsame Entwicklungen und anstehende Entscheidungen informiert zu sein.

Grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, wie die Finanz-, Investitions- und die Personalplanung, wurden ebenso behandelt. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen sowie von den Budgets wurden vom Vorstand im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat überprüft. Wie eingangs erwähnt, bildeten Strategiethemen einen Schwerpunkt.

Der Aufsichtsrat befasste sich schließlich auch mit dem Risiko- und Compliance Management. Die in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelten zustimmungspflichtigen Geschäfte wurden ihm vorgelegt. Stets hat der Aufsichtsrat die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit, Rechtmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung durch den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben als Kontrollorgan mit einbezogen.

VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND IM AUFSICHTSRAT

In einer telefonischen Beschlussfassung wurde Herr Dr. Reuter am 26. April 2010 nunmehr bis zum 31. Dezember 2013 zum Vorstandsmitglied und Vorsitzenden des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft bestellt. Herr Dr. Reuter war zunächst vor dem Hintergrund der vakanten Position des Vorstandsvorsitzenden gemäß § 105 Abs. 2 AktG ab dem 1. Oktober 2009 für ein Jahr zum Vorstandsvorsitzenden bestellt worden. Sein Aufsichtsratsmandat ruhte gemäß § 105 Abs. 2 S. 3 AktG. Dieses Mandat legte er unmittelbar vor seiner neuerlichen Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden nieder.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der KUKA Aktiengesellschaft am 29. April 2010 wurden zunächst die bislang durch das Amtsgericht Augsburg am 18. September 2009 bestellten Aufsichtsratsmitglieder Herren Professor Dr. Dirk Abel, Dr. Uwe Ganzer, Professor Dr. Uwe Loos und Guy Wyser-Pratte in den Aufsichtsrat gewählt. Außerdem wurde Herr Dr. Michael Proeller an die Stelle von Herrn Dr. Reuter als neues Mitglied in den Aufsichtsrat berufen.

Das Vorstandsamt von Herrn Dr. Walter Bickel war bis zum 16. November 2010 befristet. Um die von ihm als COO in erster Linie verantworteten Restrukturierungsmaßnahmen noch bis zum Jahresende zu betreuen, verlängerte der Aufsichtsrat am 7. November 2010 die Bestellung von Herrn Dr. Bickel bis zum 31. Dezember 2010. Mit dem 31. Dezember 2010 ist Herr Dr. Bickel aus dem Vorstand ausgeschieden.

Interessenkonflikte wurden im Berichtszeitraum weder von Vorstands- noch von Aufsichtsratsmitgliedern angezeigt (s. dazu auch weiter unten).

AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND SITZUNGEN SEINER AUSSCHÜSSE

Im Geschäftsjahr 2010 trat der Aufsichtsrat zu sechs ordentlichen Sitzungen und zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Außerdem fanden vier Telefonkonferenzen mit Beschlussfassungen statt. Eine Beschlussfassung erfolgte im schriftlichen Umlaufverfahren.

Am 4. Februar 2010 standen in einer außerordentlichen Sitzung die Budgetplanung 2010 und die Suche nach einem CEO im Mittelpunkt der Beratungen.

In Telefonkonferenzen am 1. März, 7. Juni und 7. November 2010 wurde die Sicherstellung der Konzernfinanzierung durch die Zuführung von Eigenkapital im Wege einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht (4.655.441 neue Aktien aus genehmigtem Kapital) mit einem Bruttoemissionserlös von 45,4 Mio. €, einen Konsortialkreditvertrag (zuletzt mit einem Volumen von 200 Mio. €) und durch die Begebung einer Hochzinsanleihe ("High Yield Bond") mit einem Volumen von 200 Mio. € (bei einem gesamten Nennwert von 202 Mio. €) behandelt.

In der Bilanzsitzung am 14. und 18. März 2010 standen im Wesentlichen die Jahresabschlüsse sowie die Lageberichte der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns für das Geschäftsjahr 2009, die Hauptversammlung 2010 und die Nominierung der Vertreter der Anteilseigner zur Wahl in den Aufsichtsrat und das endgültige Budget 2010 auf der Tagesordnung.

In einer Telefonkonferenz am 26. April 2010 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Reuter zum Vorstand und Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2013.

In den Aufsichtsratssitzungen am 29. April 2010 - unmittelbar vor und nach der ordentlichen Hauptversammlung - befürwortete der Aufsichtsrat den an die Hauptversammlung zu erwartenden Vorschlag der Aktionärin Grenzebach Maschinenbau GmbH, Herrn Dr. Proeller in Nachfolge von Herrn Dr. Reuter in den Aufsichtsrat zu wählen, und entschied - nach dessen Wahl -dessen Delegation in sämtliche Ausschüsse, in denen zuvor Herr Dr. Reuter vertreten war. Des Weiteren beschäftigte sich das Gremium mit dem weltweiten Vertriebskonzept und ließ über den Stand der Untersuchungen der Universität Witten / Herdecke zur Effizienzprüfung der Arbeit des Aufsichtsrats vortragen.

Am 29. Juni 2010 trat der Aufsichtsrat zu seiner nächsten ordentlichen Sitzung zusammen, auf der es um die Geschäftsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung des laufenden Kostensenkungsprogrammes, das Projektcontrolling sowie das Solar-Geschäft ging. Außerdem wurde zur Vorstandsvergütung beraten.

In seiner ordentlichen Sitzung am 28. September 2010 beriet der Aufsichtsrat zunächst erneut zur Vorstandsvergütung und beschloss den entsprechenden Abschluss von Vorstandsverträgen. Schwerpunktmäßig war es jedoch eine Strategiesitzung. Das Gremium billigte nach einem Bericht des Strategie- und Entwicklungsausschusses, im KUKA Konzern innerhalb der beiden Geschäftsbereiche das Vier-Säulen-Konzept umzusetzen: Anlagengeschäft und Industrial Solutions im Geschäftsbereich Systems sowie Industrierobotik und Advanced Robotics im Geschäftsbereich Robotics.

Am 14. Dezember 2010 hielt der Aufsichtsrat seine Planungssitzung zum Budget 2010 und zur Mittelfristplanung bis 2013 ab. Er ließ sich aus den anderen Ausschüssen berichten und fasste einen Beschluss zur "Diversity" im Aufsichtsrat.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Jahr 2010 mindestens an der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen während ihrer jeweiligen Amtszeit teilgenommen (Ziffer 5.4.7 CGK). Weitere Ausführungen zur Corporate Governance sind im gleichnamigen Bericht enthalten, welcher Bestandteil des Geschäftsberichts ist.

Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse gebildet: Personal-ausschuss (Vorsitz: Herr Minning), Prüfungsausschuss (Vorsitz: Herr Dr. Ganzer), Strategie- und Entwicklungsausschuss (Vorsitz: Herr Minning), Technologie- und Produktionsausschuss (Vorsitz: Prof. Dr. Loos) und Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG (Vorsitz: Herr Minning). Ein Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 CGK ist ebenfalls eingerichtet worden (Vorsitz: Herr Minning).

Im Jahr 2010 wurden fünf Sitzungen des Personalausschusses abgehalten; dieser befasste sich mit der Bestellung der Vorstände Herren Dres. Reuter und Bickel, bereitete Vorstandsverträge vor und erörterte Fragen der Vorstandsvergütung.

Der Prüfungsausschuss traf sich zu fünf Sitzungen. Er befasste sich schwerpunktmäßig mit den Finanzabschlüssen, beriet zu den Finanzierungsthemen und ließ sich zum Risikomanagement und Compliance Management vortragen.

Der Strategie- und Entwicklungsausschuss tagte ebenfalls fünfmal und führte am 18. September 2010 eine ganztägige Strategieklausur durch. Dabei verfolgte er intensiv die Weiterentwicklung des Leichtbauroboters in den jeweiligen Anwendungen. Diese umfassen etwa in der Medizintechnik die Biopsie und allgemein die Bilderkennung.

Der Technologie- und Produktionsausschuss hatte sechs Zusammenkünfte und beschäftigte sich vor allem mit Fragen der Prozessoptimierung in der Fertigung und des Einkaufmanagements im Rahmen des so genannten Transformationsprogramms zur Gesamtkostensenkung.

UNABHÄNGIGKEIT UND ENTSPRECHENS-ERKLÄRUNG

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erfüllten und erfüllen die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Corporate Governance Kodex. Interessenkonflikte im Sinne von Ziffer 5.5 des Corporate Governance Kodex wurden im Berichtszeitraum nicht angezeigt. Aufsichtsrat und Vorstand gaben gleich lautende Entsprechenserklärungen nach § 161 AktG ab. Die jährlichen Beschlussfassungen erfolgten am 2. März 2010 durch den Vorstand und am 5. März 2010 durch den Aufsichtsrat.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM ABSCHLUSSPRÜFER

Den Jahresabschluss und den Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2010 hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG (PwC), Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen war auch das Risikomanagementsystem des KUKA Konzerns Gegenstand der Abschlussprüfung. Außerdem ist der Halbjahresfinanzbericht des KUKA Konzerns zum 30. Juni 2010 einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen worden. Der Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2010 vergeben. Vor Vergabe des Auftrags zur Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzerns erörterten der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer detailliert Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Kosten. Dabei wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe während der Prüfung unverzüglich zu benachrichtigen ist, soweit solche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe nicht sofort beseitigt werden konnten. Außerdem wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser laufend über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, berichtet. Der Abschlussprüfer hatte des Weiteren den Aufsichtsrat zu informieren bzw. in seinem Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung nach § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG ergeben. Schließlich hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 CGK eingeholt und die Unabhängigkeit des Prüfers überwacht. Behandelt wurde ferner die Vergabe von Aufträgen für nicht prüfungsbezogene Dienstleistungen an den Abschlussprüfer. Wie in den vergangenen Jahren - jeweils zu anderen Themen - wurden für die Prüfung im Geschäftsjahr 2010 Schwerpunkte, wie z. B. Werthaltigkeitstests und Umstellung auf BilMoG-Regelungen im Einzelabschluss, mit dem Abschlussprüfer festgelegt. Bei diesen Punkten hat die Prüfung keine wesentlichen Beanstandungen zur Folge gehabt. Der Abschlussprüfer unterrichtete im Dezember 2010 den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ausführlich über die Vorprüfungsergebnisse.

Wegen der auftragsgemäß erfolgten prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2010 nahm der Abschlussprüfer an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 2. August 2010 teil.

In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer befasste sich der Prüfungsausschuss am 11. März 2011 mit den beiden Jahresabschlüssen - auch unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers - und ließ sich diese schwerpunktmäßig von Vorstand und Abschlussprüfer erläutern. Die dabei von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses gestellten Fragen wurden beantwortet, die Abschlussunterlagen im Einzelnen mit dem Abschlussprüfer durchgegangen, diskutiert und geprüft sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse seiner Beratungen in dessen Sitzung am 14. März 2011 und empfahl ihm, den Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft und den Jahresabschluss des KUKA Konzerns zu billigen.

Der Aufsichtsrat prüfte die Abschlussvorlagen des Vorstands. Zu einem Gewinnverwendungsvorschlag musste er nicht befinden. Die Prüfungsberichte von PricewaterhouseCoopers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Der Abschlussprüfer nahm an der Aufsichtsratssitzung über den Jahresabschluss am 14. März 2011 teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und ergänzende Auskünfte zu erteilen. Der Abschlussprüfer erläuterte im Einzelnen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sowie des Konzerns. Der Abschlussprüfer berichtete darüber hinaus, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, vorlägen. Außerdem informierte er darüber, dass keine Umstände vorlägen, die seine Befangenheit besorgen lassen, sowie über Leistungen, die er zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbracht hat. Die dabei vom Aufsichtsrat gestellten Fragen wurden beantwortet, die Abschlussunterlagen im Einzelnen mit dem Abschlussprüfer durchgegangen, vom Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen diskutiert und geprüft. Die Prüfungsberichte wurden mit dem Abschlussprüfer erörtert und dazu vorhandene Fragen vom Abschlussprüfer beantwortet.

FESTSTELLUNG JAHRESABSCHLUSS 2010

Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses sowie der Berichte des Abschlussprüfers und der Erläuterung in seiner Sitzung am 14. März 2011 nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen erhoben und sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen. Die Berichte des Abschlussprüfers entsprechen nach seiner Überzeugung den gesetzlichen Anforderungen nach den §§ 317 und 321 HGB.

Der Aufsichtsrat hat sich von der Vollständigkeit des Lageberichts und des Konzernlageberichts überzeugt. Die vom Vorstand getroffenen Einschätzungen im Lagebericht und im Konzernlagebericht stimmen mit dessen Berichten an den Aufsichtsrat überein und die Aussagen der beiden Berichte decken sich auch mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat auch gegen den Lagebericht und den Konzernlagebericht keine Einwendungen erhoben.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 14. März 2011 den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2010 aufgestellten Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2010 aufgestellten Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft gebilligt und den Corporate Governance Bericht verabschiedet.

DANK AN DIE MITARBEITER

Das Geschäftsjahr 2010 war ein Jahr der Transformation für KUKA. Die Mitarbeiter haben durch ihr außerordentliches Engagement in vielen Bereichen zu der erfreulichen Entwicklung des Unternehmens im abgelaufenen Jahr beigetragen. Ihnen, den Mitgliedern des Vorstands, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und den gewählten Belegschaftsvertretungen gilt der besondere Dank des Aufsichtsrats. Sie alle haben KUKA in einer schwierigen Phase zur Seite gestanden. Wir sind davon überzeugt, dass das Unternehmen auch in Zukunft Spitzenleistungen in der Robotik und in der Automation erbringen wird.

Augsburg, 14. März 2011

Der Aufsichtsrat

Bernd Minning, Vorsitzender

KONZERNLAGEBERICHT

GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die KUKA AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und gehört dem Auswahlindex SDAX an.

Als international tätiger Maschinen- und Anlagenbauer konzentriert sich KUKA auf die robotergestützte Automation von Produktionsprozessen. Das Geschäftsmodell basiert auf der Planung und dem Bau automatisierter Anlagen im Geschäftsbereich Systems, sowie im Geschäftsbereich Robotics auf der Lieferung einer der Kernkomponenten für die Automatisierung, dem Industrieroboter. Dem Kunden können so bei Bedarf Produkte, Dienstleistungen und Lösungen aus einer Hand angeboten werden, sodass Cross-Selling-Potenziale zwischen beiden Geschäftsbereichen entstehen.

Der Geschäftsbereich Robotics entwickelt, produziert und vertreibt Industrieroboter unter der Führungsgesellschaft KUKA Roboter GmbH. Der Geschäftsbereich Systems plant und baut vorwiegend automatisierte Produktionsanlagen. Die zwei Führungsgesellschaften und die Holdinggesellschaft KUKA AG haben ihren Sitz in Augsburg. Landesgesellschaften in den für das Geschäft wichtigsten Ländern der Welt unterstützen die Geschäftsbereiche im Vertrieb ihrer Produkte sowie Dienstleistungen und führen Montage- und Serviceleistungen vor Ort durch. Damit ist die globale Präsenz des Konzerns sichergestellt.

GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS

Der Geschäftsbereich Robotics liefert eine der Kernkomponenten für die Automation von Produktionsprozessen: den Industrieroboter. Das Produktprogramm des Geschäftsbereiches ist modular aufgebaut. Dadurch können dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen auf der Basis eines Standardbaukastens mit Traglasten von 5 bis 1.300 kg angeboten werden. Die Entwicklung und der Bau von Industrierobotern erfolgt überwiegend in Augsburg. Die arbeitsintensive Montage von Schaltschränken findet in zwei ungarischen Werken statt; eine weitere Produktionsstätte zur Bedienung insbesondere des asiatischen Marktes befindet sich in Shanghai / China. Der Geschäftsbereich hat im Sommer 2010 eine neue Generation von Industrierobotern (QUANTEC) mit einer grundlegenden Verbesserung der Mechanik und der Steuerung vorgestellt, die im Laufe des Geschäftsjahres 2011 in den Markt eingeführt werden soll. QUANTEC zeichnet sich u. a. durch ein deutlich geringeres Eigengewicht mit entsprechend schnelleren Taktzeiten bei unveränderter Reichweite und Traglast der Roboter aus. Die neue Steuerungsgeneration KR C4 bietet neben der Weiterentwicklung von Bewegungen und Abläufen der Roboter insbesondere eine in die Software integrierte Sicherheitstechnologie. Dies bedeutet einen spürbar erhöhten Kundennutzen.

ADVANCED ROBOTICS

Zur Weiterentwicklung des Leichtbauroboters (LBR) und zum Ausbau neuer Anwendungen und Märkte hat KUKA im Frühjahr 2010 innerhalb des Geschäftsbereichs Robotics den Bereich Advanced Robotics gebildet. Seit Januar 2011 arbeitet dieser Bereich als eigenständige Gesellschaft KUKA Laboratories. Kernprojekte sind neben Forschung und Entwicklung für beide Geschäftsbereiche die Entwicklung des Leichtbauroboters (LBR) bis zur Marktreife und die Produktentwicklung für industrielle und nichtindustrielle Kundensegmente. Der LBR kann wegen seiner einzigartigen Kombination von Sensorik und Sicherheit in Anwendungen eingesetzt werden, bei denen bislang roboterbasierte Lösungen beispielsweise aus Sicherheitsgründen nicht einsetzbar sind. Ein weiterer Fokus der Advanced Robotics stellt der erweiterte Einsatz von Leichtbau- und Industrierobotern in der Medizintechnik dar.

GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS

Der Geschäftsbereich Systems plant, projektiert und errichtet automatisierte Produktionsanlagen. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Anlage ab: von einzelnen Systemkomponenten, Werkzeugen und Vorrichtungen über automatisierte Produktionszellen bis hin zu kompletten Anlagen, die als Systemintegrator "schlüsselfertig" erstellt werden. Das Know-how des Geschäftsbereichs liegt in der Automation einzelner Produktionsverfahren wie Schweißen und Löten, in der Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe (metallisch oder nichtmetallisch) sowie in der Integration verschiedener Produktionsschritte zu einer vollautomatischen Anlage (Anlagengeschäft).

An die Automobilindustrie liefert der Geschäftsbereich vor allem Anlagen zum Bau von Karosserien und zur Montage von Motoren und Getrieben sowie Werkzeuge zur Bearbeitung von Blechen. KUKA Systems betreibt außerdem auf dem Gelände des Automobilherstellers Chrysler in Toledo / USA eine Fertigung von Karosserien für den Jeep Wrangler (KTPO).

Der Geschäftsbereich Systems ist global tätig und arbeitet mit regionalen Kompetenzzentren. Die Märkte in Deutschland und Europa werden von Augsburg aus betreut, Nord- / Südamerika vom Großraum Detroit / USA und Asien von Shanghai / China aus. Weitere Geschäftsfelder sind der Presswerkzeugbau sowie automatisierte Montagelinien und Prüfstände für Motoren und Getriebe, die ihre Standorte in Schwarzenberg / Erzgebirge und in der Slowakei bzw. in Bremen und im Großraum Detroit / USA besitzen.

MÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONEN

Die Automobilindustrie ist die wichtigste Kundengruppe mit einem Anteil am Konzernumsatz von nahezu zwei Dritteln. Für diese Kundengruppe entwickelt und realisiert KUKA seit mehr als 30 Jahren fortschrittliche Automatisierungslösungen. Die hohen Anforderungen der Automobilindustrie an Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit haben KUKA in dieser Zeit zu einer anerkannten Marke für innovative Technologien in der Automation von Produktionsprozessen gemacht. So ist KUKA Robotics marktführend bei Industrierobotern in Europa und gehört zu den drei führenden Anbietern weltweit. KUKA Systems ist im europäischen und nordamerikanischen Karosseriebau für die Automobilindustrie jeweils die Nr. 2. Beide Geschäftsbereiche sehen sich darüber hinaus als Technologieführer in ihren jeweiligen Märkten.

KUKA nutzt seine führende Marktstellung in der Automobilindustrie gezielt, um das Geschäft in Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) kontinuierlich auszubauen. Dabei ist KUKA Robotics am weitesten fortgeschritten: In Märkten wie der Metallverarbeitung und dem Maschinenbau, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik gehört der Geschäftsbereich zu den wichtigen Global Playern in der General Industry weltweit. Vertrieb und Service von Robotern für die General Industry erfolgen vornehmlich über branchenspezifische Systempartner. Auch KUKA Systems expandiert in verwandte Branchen u. a. des übrigen Fahrzeugbaus oder der Solarindustrie und setzt derzeit fast 20 % seines Umsatzes in diesen Bereichen um.

KONZERNSTRATEGIE

Auf der Basis identifizierter Stärken wie der führenden Marktpositionen der Geschäftsbereiche sowie der hohen Innovationskraft und Kundennähe des Unternehmens verfolgt KUKA eine Strategie des profitablen Wachstums. Dazu wurden drei strategische Stoßrichtungen definiert:

1. Ausbau der Innovations- und Technologieführerschaft

Die Marke KUKA steht seit über 30 Jahren für zahlreiche Innovationen im automobilen Anlagenbau und der Robotertechnologie. In der Entwicklung innovativer Produktionstechnologien hat die Automobilindustrie allgemein eine Pionierfunktion. Um das hohe Innovationsniveau zu sichern und auszubauen, beschäftigt der Geschäftsbereich Robotics dabei rund 10 % seiner Mitarbeiter am zentralen Standort in Augsburg in der Forschung & Entwicklung und investiert jährlich durchschnittlich 6 bis 8 % seines Umsatzes in diesen Bereich. Die F&E-Aktivitäten des Geschäftsbereichs Systems erfolgen in der Regel im Kundenauftrag. Der Bereich Advanced Robotics nimmt für beide Geschäftsbereiche bei der technologischen Entwicklung neuer Anwendungen und Märkte eine Querschnittsfunktion im Unternehmen wahr.

2. Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neue Märkte und Regionen

Ausgehend von einem stabilen Automobilgeschäft, expandiert KUKA gezielt in Märkte außerhalb der Automobilindustrie (General Industry). KUKA Systems überträgt dabei sein Automatisierungs-Know-how z. B. auf verwandte Märkte des Luftfahrt- und Schienenfahrzeugbaus oder die Solarindustrie, während KUKA Robotics in Zusammenarbeit mit seinen branchenspezifischen Systempartnern neue Anwendungen für Industrieroboter in Zielmärkten wie der Metallverarbeitung, dem Maschinenbau, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik entwickelt. General Industry-Märkte zeichnen sich durch ein im Vergleich zur Automobilindustrie höheres Wachstums- und Ertragspotenzial aus. Parallel hierzu hat KUKA Vertriebs- und Servicekapazitäten in den wachstumsstarken Schwellenländern Asiens und Südamerikas aufgebaut, um von der zunehmenden Industrialisierung u. a. der BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China zu profitieren. Häufig erfolgt dort der Markteintritt über Automobilprojekte mit ihren hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen, um die Kundenansprache anschließend auf die Märkte der General Industry auszuweiten.

3. Optimierung der Kostenstruktur und kontinuierliche Effizienzverbesserung

KUKA hat im Rahmen des Kostensenkungsprogramms sämtliche internen Prozesse überprüft und insbesondere das Lieferantenmanagement und die Beschaffung aus Niedrigkostenländern neu strukturiert. Dadurch konnte die Gewinnschwelle des Unternehmens deutlich gesenkt werden.

Die EBIT-Zielmargen betragen im Geschäftsbereich Robotics 10 % und im Geschäftsbereich Systems 5 %. Im Bereich Advanced Robotics wird mittel- bis langfristig eine EBIT-Zielmarge von mehr als 10 % angestrebt.

KONZERNINTERNES STEUERUNGSSYSTEM

Mit dem konzerninternen Steuerungssystem werden die Erfolgskennzahlen des Unternehmens transparent gemacht und so systematisch gestärkt. Die finanziellen Zielgrößen der KUKA AG messen Leistungen, die den Unternehmenswert beeinflussen.

Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt; daraus ergibt sich die EBIT-Marge. Der Free Cashflow - also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich der Investitionstätigkeit - zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viele Mittel ggf. für die Zahlung einer Dividende und für den Schuldendienst zur Verfügung stehen. Um die Rentabilität des eingesetzten Kapitals (Capital Employed) zu ermitteln, wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlichen Capital Employed gesetzt; dies ergibt den ROCE (Return on Capital Employed). EBIT und ROCE werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt.

Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau ist der Auftragseingang. Nach Abzug der Umsatzerlöse ergibt sich hieraus der Auftragsbestand als Stichtagswert am Ende einer Berichtsperiode. Der Auftragsbestand ist ein wichtiger Indikator für die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten in den kommenden Monaten. Auftragseingang und Auftragsbestand werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt.

Alle Kennziffern werden vom zentralen Rechnungswesen und Controlling des KUKA Konzerns laufend verfolgt und überprüft. Das Management analysiert Planabweichungen und vereinbart ggf. Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Zielgrößen.

ZIELERREICHUNG 2010

Auf der Bilanzpressekonferenz am 16. März 2010 gab der Vorstand der KUKA AG folgenden Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr: Das Geschäftsjahr 2010 stellt ein Jahr der Transformation für KUKA dar. Mit der Bereinigung der Kostenstrukturen und der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens wird die Basis für nachhaltiges profitables Wachstum geschaffen. Im laufenden Geschäftsjahr sollten sowohl der Geschäftsbereich Robotics als auch der Geschäftsbereich Systems ein Umsatzwachstum erzielen. Insgesamt wird ein Zuwachs der Umsatzerlöse auf Konzernebene gegenüber dem Vorjahr im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Daraus ergibt sich 2010 im KUKA Konzern vor Sonderaufwendungen voraussichtlich ein positives operatives EBIT.

Aufgrund der schnellen Erholung des Geschäftes konnte der Ausblick bei der Vorlage der Halbjahreszahlen am 3. August 2010 angehoben werden. Unter der Voraussetzung weiterhin stabiler Rahmenbedingungen sollte KUKA die Umsatzschwelle von 1 Mrd. € im laufenden Geschäftsjahr übertreffen. Das EBIT des KUKA Konzerns wird danach zwischen 20 und 30 Mio. € erwartet. Hiervon sind noch Restrukturierungsaufwendungen in Höhe bis zu 10 Mio. € in Abzug zu bringen.

Da sich die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die weltweite Nachfrage insbesondere der Automobilindustrie im Verlauf des Jahres 2010 kontinuierlich verbesserten, übertraf der tatsächliche Anstieg der Umsatzerlöse im KUKA Konzern mit 19,6 % auf 1.078,6 Mio. € das Ziel. Dadurch lag auch das erwirtschaftete operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns mit 24,8 Mio. € einschließlich Sonderaufwendungen über der gegebenen Bandbreite.

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Soll Ist
Zuwachs Umsatzerlöse (in %) ca. 5 % 19,6 %
EBIT (in Mio. €) inkl. Sonderaufwendungen 10 - 20 24,8

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

STARKE ERHOLUNG NACH DER WIRTSCHAFTSKRISE

Von den entwickelten Volkswirtschaften hat Deutschland die Wirtschaftskrise am schnellsten überwunden. Wesentliche Gründe hierfür liegen in den Arbeitsmarktreformen und den Lohnzurückhaltungen des vergangenen Jahrzehnts; beides hat dem industriebasierten deutschen Geschäftsmodell wieder eine hohe Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten verschafft. Dabei profitierte die exportorientierte Industrie vor allem von der starken Nachfrage nach Investitionsgütern und Fahrzeugen der weiter wachsenden Schwellenländer Asiens und Südamerikas. So konnte Deutschland den stärksten Einbruch seiner Wirtschaftsleistung seit 80 Jahren bereits wieder zu drei Vierteln aufholen. Insgesamt erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt 2010 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 3,6 % nach einem Rückgang von 4,7 % im Vorjahr (Quelle: Handelsblatt vom 13. Januar 2011).

WACHSTUMSTREIBER ENTWICKLUNGS- UND SCHWELLENLÄNDER

Motor des Aufschwungs war die deutsche Industrie, die vor allem in den BRIC-Staaten China, Russland, Brasilien und Indien erfolgreich war. So stiegen die deutschen Exporte wieder um 14,2 % gegenüber dem Vorjahr (2009: -14,3 %; Quelle: Handelsblatt vom 13. Januar 2011). Damit entwickelte Deutschland sich gleichzeitig auch zur Konjunkturlokomotive in der Euro-Zone. Hier dämpfen die anlaufenden Haushaltskonsolidierungen in den europäischen Randländern Griechenland, Spanien, Portugal und Irland die konjunkturelle Erholung. Insgesamt erreichten die großen Industriestaaten Europas und Nordamerikas nach Angaben der Weltbank einen Zuwachs ihrer Wirtschaftsleistungen um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Wachstumstreiber waren und bleiben hingegen die Entwicklungs- und Schwellenländer, von denen China nach Angaben des chinesischen Statistikamtes um 10,3 % wuchs. Dadurch zeigte sich die Weltwirtschaft 2010 insgesamt von dem Einbruch des Vorjahres gut erholt und steigerte ihre Wirtschaftsleistung um 3,9 % (Quelle: Weltbank vom 13. Januar 2011).

ERFOLGREICHES JAHR FÜR DIE AUTOMOBILINDUSTRIE

Die internationale Automobilindustrie war eine der von der Wirtschaftskrise am stärksten betroffenen Branchen; dementsprechend erholte sie sich schneller als andere und blickt 2010 bereits wieder auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Dies ist insbesondere der starken Nachfrage auf den Schlüsselmärkten China und USA zu verdanken, die nach Berechnungen des Center Automotive Research der Universität Duisburg / Essen mit 11,4 Mio. bzw. 11,6 Mio. abgesetzten Fahrzeugen (PKW und leichten LKW) zwischenzeitlich nahezu gleich groß sind. Dabei wächst der chinesische Markt insbesondere im Premiumbereich seit Jahren mit zweistelligen Zuwachsraten. Die Marke Mercedes verdoppelte beispielsweise ihren Absatz in China in nur einem Jahr. Auch VW als Marktführer ausländischer Hersteller meldete ein Plus von 35 % gegenüber dem Vorjahr. Die deutschen Hersteller konnten die Hälfte aller zusätzlich verkauften Fahrzeuge in China absetzen (Quelle: Handelsblatt vom 10. Januar 2011).

DEUTSCHE PREMIUMHERSTELLER WACHSEN ÜBERDURCHSCHNITTLICH

Auch in den USA wächst das Premiumsegment wieder überdurchschnittlich und führte 2010 zu zweistelligen Zuwachsraten der deutschen Hersteller. Der Aufschwung für die US-amerikanischen Hersteller fiel jedoch noch deutlicher aus: General Motors setzte 21 % mehr Fahrzeuge ab; Ford 16 % und Chrysler 17 %, während der Gesamtmarkt lediglich um 11 % anstieg. Die einheimischen Hersteller konnten im abgelaufenen Jahr also wieder Marktanteile gewinnen (Quelle: Handelsblatt vom 10. Januar 2011).

In Europa, dem dritten großen Automobilabsatzmarkt, entwickelte sich die PKW-Nachfrage dagegen nach dem Auslaufen staatlicher Stützungsmaßnahmen, z. B. der Abwrackprämie in Deutschland, mit einem Minus von 5,5 % rückläufig. Dies ist insbesondere auf den signifikanten Rückgang in der Bundesrepublik mit einem Minus von 23 % auf 2,9 Mio. Fahrzeuge zurückzuführen. Andere Länder wie Großbritannien und Spanien wiesen dagegen leichte Zuwächse auf. Zusammen kam Europa im Berichtsjahr auf 13,8 Mio. Fahrzeuge. Insgesamt legte der Weltautomobilmarkt 2010 nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) um 8 % auf knapp 60 Mio. PKW zu und konnte damit bereits wieder das Vorkrisenniveau erreichen (Pressemitteilung VDA vom 2. Dezember 2010).

Infolge der starken Nachfrage vor allem aus Asien und Amerika steigerte die deutsche Automobilindustrie ihre Exporte 2010 gegenüber dem Vorjahr um 23 % auf 4,2 Mio. PKW. Dadurch erhöhte sich auch die Inlandsproduktion trotz rückläufigen Inlandsabsatzes um 11 % auf 5,5 Mio. PKW. Gleichzeitig zog die Auslandsproduktion der deutschen Hersteller um 17 % auf 5,7 Mio. Einheiten an und übertraf erstmals den Inlandswert.

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU REAGIERT ZEITVERZÖGERT

Auch der Maschinen- und Anlagenbau profitierte von der schnellen Erholung der Weltwirtschaft - wenn auch geschäftsbedingt mit Zeitverzögerung. Insgesamt erhöhten sich die Auftragseingänge nach Angaben des Verbandes VDMA im abgelaufenen Jahr preisbereinigt um 36 % gegenüber dem Vorjahr. Damit hat diese Branche jedoch erst den Auftragswert des Jahres 2005 erreicht und liegt noch deutlich hinter dem Spitzenwert vor der Krise zurück. Dieser Rückstand zeigt sich insbesondere in einer wesentlich geringeren Zunahme der Produktion des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus, die im Gesamtjahr erst um 8,8 % zulegte (Quelle: Pressemitteilung des VDMA vom 1. Februar 2011).

Der Bereich Robotik und Automation belebte sich dabei weit überdurchschnittlich. Nach Angaben des Verbandes sprangen die Auftragseingänge in diesem Segment preisbereinigt um 55 % gegenüber dem Vorjahr an.

EINBRUCH DES ROBOTERMARKTES INNERHALB EINES JAHRES AUSGEGLICHEN

Der Absatz von Industrierobotern hat sich nach dem scharfen Einbruch im Vorjahr schnell wieder erholt. Beide Entwicklungen sind wesentlich auf die stark schwankende Nachfrage aus der Automobilindustrie zurückzuführen. Die Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) entwickelten sich dagegen in diesem Zeitraum deutlich stabiler. Insgesamt erwartet die International Federation of Robotics (IFR) 2010 eine Rückkehr des Marktes auf das Niveau vor der Krise. Damit ist der Einbruch des Vorjahres schon ein Jahr später wieder ausgeglichen worden (Quelle: IFR vom 18. November 2010).

GESCHÄFTSVERLAUF

Im Zuge der allgemeinen Erholung der Weltwirtschaft profitierte KUKA im Geschäftsjahr 2010 insbesondere von der hohen Investitionsbereitschaft der internationalen Automobilindustrie. Dadurch konnte der KUKA Konzern seine Auftragseingänge und Umsatzerlöse gegenüber dem niedrigen Niveau des Vorjahres jeweils mit einem zweistelligen Prozentsatz erhöhen. Gleichzeitig wurde das laufende Kostensenkungsprogramm planmäßig umgesetzt und die Profitabilitätsschwelle gesenkt sowie die Flexibilität des Konzerns deutlich gesteigert.

STARKE NACHFRAGE AUS DER AUTOMOBILINDUSTRIE

Der KUKA Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2010 insgesamt Auftragseingänge in Höhe von 1.142,3 Mio. €; dies ist ein Zuwachs um 26,5 % gegenüber dem Vorjahr (2009: 903,3 Mio. €). Damit näherte sich das Unternehmen wieder dem hohem Niveau des Jahres 2008 mit Bestellungen von über 1,2 Mrd. € an. Insbesondere der Geschäftsbereich Robotics erholte sich früher von der Marktschwäche des Vorjahres und erzielte aufgrund einer starken Nachfrage aus der Automobilindustrie ein neues Allzeithoch; insgesamt stiegen die Auftragseingänge dieses Geschäftsbereichs um 49,9 % auf 486,2 Mio. € (2009: 324,3 Mio. €). Nachdem das Automotive-Geschäft im Vorjahr stärker zurückgegangen war, verdoppelten sich die Auftragseingänge hier nahezu gegenüber dem Vorjahr. Auch die General Industry holte deutlich auf und platzierte Aufträge, die wieder auf dem Niveau des Jahres 2008 lagen. Der Geschäftsbereich Systems profitierte ebenfalls von der hohen Investitionsbereitschaft der Automobilindustrie und steigerte seinen Auftragseingang vor allem im zweiten Halbjahr um 16,5 % auf 716,8 Mio. € (2009: 615,4 Mio. €).

DEUTLICHER UMSATZANSTIEG

Die Umsatzerlöse stiegen im KUKA Konzern 2010 insgesamt um 19,6 % auf 1.078,6 Mio. € (2009: 902,1 Mio. €). Hierbei entfielen auf den Geschäftsbereich Systems Umsätze in Höhe von 695,3 Mio. €, ein Plus von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr (2009: 605,5 Mio. €). Der Geschäftsbereich Robotics erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 435,7 Mio.€, ein Plus von 31,8 % (2009: 330,5 Mio. €).

HOHER AUFTRAGSBESTAND SICHERT BESCHÄFTIGUNG

Der Auftragsbestand stieg im KUKA Konzern von 543,5 Mio. € Ende 2009 auf 630,5 Mio. € Ende 2010; dies ist ein Anstieg um 16,0 % gegenüber dem Vorjahresstichtag. Dabei verzeichnete der Geschäftsbereich Robotics den stärksten Zuwachs: von 93,9 Mio. € auf 149,0 Mio. €, ein Plus von 58,7 %. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Systems entwickelte sich auf hohem Niveau weiter und stieg im Betrachtungszeitraum um 8,6 % auf 500,0 Mio. €. Die Reichweite des Auftragsbestands beträgt im Projektgeschäft des Geschäftsbereichs Systems sechs bis acht Monate, im Produktgeschäft des Geschäftsbereichs Robotics drei bis vier Monate.

MITARBEITERAUFBAU IN OSTEUROPA UND IN DEN BRIC-STAATEN

Die Anzahl der Mitarbeiter stieg im KUKA Konzern von 5.744 Ende 2009 auf 5.990 Ende 2010; dies ist im Vergleich zur Zunahme der Auftragseingänge (+26,5 %) ein unterdurchschnittlicher Zuwachs um 4,3 % bzw. 246 Personen. Dabei waren zwei gegenläufige Entwicklungen erkennbar: Entsprechend der globaleren Ausrichtung der Kunden hat KUKA Personalkapazitäten in Osteuropa und den BRIC-Staaten aufgebaut. So wurde in der ungarischen Tochtergesellschaft, die den Schaltschrankbau für Roboter betreibt, die Anzahl der Mitarbeiter um 351 erhöht. In den BRIC-Staaten stieg die Anzahl der Mitarbeiter um 104. Dagegen wurde der Mitarbeiterstamm am zentralen Standort des KUKA Konzerns in Augsburg um 259 auf 2.375 zum Jahresende 2010 reduziert.

KOSTENSENKUNGSPROGRAMM VERBESSERT GESCHÄFTSABLÄUFE

Das Kostensenkungsprogramm wurde planmäßig umgesetzt und führte in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 kumuliert zu wiederkehrenden Kosteneinsparungen in Höhe von 68,6 Mio. €. Dabei wurden vor allem konzernweit Geschäftsprozesse und organisatorische Strukturen verbessert.

ENTWICKLUNG IN DEN GESCHÄFTSBEREICHEN

GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS

Der Geschäftsbereich Robotics profitierte von der bereits Ende 2009 einsetzenden starken Nachfrage nach Industrierobotern insbesondere aus der Automobilindustrie, die sich 2010 noch verstärkte. Auch in den Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) entwickelte sich die Nachfrage positiv und übertraf in der 2. Jahreshälfte bereits die vergleichbaren Auftragseingänge des Jahres 2008. So konnte der Geschäftsbereich im zweiten und dritten Quartal 2010 mit 131,7 bzw. 137,7 Mio. € jeweils Auftragseingänge erzielen, die die bisherigen Höchstwerte überschritten. Auch insgesamt lagen die Auftragseingänge im Berichtsjahr mit 486,2 Mio. € über dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2008 (464,4 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahr fiel der Zuwachs mit 49,9 % noch deutlicher aus (2009: 324,3 Mio. €).

Auftragseingänge Automobilindustrie nahezu verdoppelt

Wesentlicher Träger dieser erfreulichen Nachfrageentwicklung waren die großen Kunden aus der Automobilindustrie, die gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgingen und massiv in neue Fahrzeugmodelle und Produktionsanlagen in allen Teilen der Welt investierten. Dabei erhielt KUKA Robotics größere Bestellungen vornehmlich aus Rahmenverträgen mit europäischen Automobilherstellern, z. B. der Audi AG. Insgesamt verdoppelten sich so die Auftragseingänge aus der Automobilindustrie (+92,9 %) nahezu gegenüber dem Vorjahr auf 202,4 Mio. €. Aber auch die Kunden aus der General Industry, deren Roboteraufträge im Konjunkturabschwung weniger zurückgingen, holten deutlich auf (+32,0 %) und platzierten Aufträge in Höhe von 187,6 Mio. €. Der Servicebereich, der sich im Abschwung besser behaupten konnte, legte 2010 noch um 24,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 96,5 Mio. € zu.

Infolge der stark gestiegenen Auftragseingänge zogen auch die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Robotics 2010 deutlich an und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 31,8 % auf 435,7 Mio. € (2009: 330,5 Mio. €). Die Book to Bill-Ratio; d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, lag im Geschäftsjahr 2010 dennoch deutlich über Eins (1,12). Entsprechend stieg der Auftragsbestand im Jahresverlauf weiter an.

Mit hohem Auftragsbestand ins neue Jahr

Zum Stichtag 31. Dezember 2010 erreichte der Geschäftsbereich mit einem Auftragsbestand in Höhe von 149,0 Mio. € ebenfalls einen neuen Höchstwert und überschritt den Vergleichswert des Vorjahres um 58,7 % (31. Dezember 2009: 93,9 Mio. €). Für diesen Anstieg waren neben den größeren Auftragseingängen vor allem aus Rahmenverträgen mit der Automobilindustrie auch längere Lieferzeiten von Vorlieferanten verantwortlich.

EBIT-Marge wieder bei knapp 5 %

Der Geschäftsbereich Robotics erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 20,8 Mio. € (Vorjahr: -11,5 Mio. €, darin enthalten Sonderaufwendungen in Höhe von 9,6 Mio. €). Diese deutlich verbesserte Ertragslage ist zum einen auf das wesentlich höhere Umsatzvolumen zurückzuführen. Dadurch waren die flexiblen Produktionskapazitäten des Geschäftsbereichs erheblich besser ausgelastet; zum anderen aber auch das Ergebnis des durchgeführten Kostensenkungsprogramms. Insbesondere aufgrund des hohen Anteils an Großaufträgen aus der Automobilindustrie verblieb die Bruttomarge mit 28,1 % jedoch noch unter dem Vorjahresniveau (2009: 30,7 %). Die EBIT-Marge betrug im Geschäftsbereich Robotics 2010 insgesamt wieder 4,8 % (Vorjahr: -3,5 %). Im zweiten Halbjahr wurden dabei bereits wieder Quartalswerte von mehr als 6 % erzielt.

GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS

Der Geschäftsbereich Systems profitierte ebenfalls von der anziehenden Nachfrage aus der Automobilindustrie, wenngleich das Anlagengeschäft im Vergleich zum Geschäftsbereich Robotics tendenziell spätzyklisch reagiert. Im Geschäftsjahr 2010 kamen größere Aufträge insbesondere von Großserienherstellern wie Ford, die in erheblichem Umfang Kapazitäten in den Wachstumsmärkten Asiens und Südamerikas aufbauen. Dagegen wurden in den entwickelten Automobilmärkten Europas und Nordamerikas vorwiegend Ersatzinvestitionen getätigt.

Alle Automotive-Geschäftsfelder im Plus

Insgesamt stiegen die Auftragseingänge des Geschäftsbereichs Systems im Geschäftsjahr 2010 um 16,5 % auf 716,8 Mio. € (2009: 615,4 Mio. €). Dabei verzeichneten alle Geschäftsfelder im Automobilgeschäft (Anlagenbau, Karosserieproduktion Jeep Wrangler, Werkzeugbau, Montage- und Prüftechnik) höhere Auftragsvolumina. In den Segmenten der General Industry wurden ebenfalls mehr Aufträge beispielsweise im Flugzeugbau oder der Solarindustrie gewonnen, sodass die Auftragseingänge in diesem Geschäftsfeld gegenüber dem Vorjahr ebenfalls gestiegen sind.

Parallel zu den höheren Auftragseingängen konnte der Geschäftsbereich Systems auch höhere Umsatzerlöse realisieren; diese stiegen im Geschäftsjahr 2010 insgesamt um 14,8 % auf 695,3 Mio. € (2009: 605,5 Mio. €). Die Book to Bill-Ratio lag 2010 mit 1,03 leicht über Eins. Entsprechend erhöhte sich der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs weiter.

Mit hoher Auslastung ins neue Jahr

Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Systems betrug am 31. Dezember 2010 500,0 Mio. €; dies ist ein Zuwachs um 8,6 % gegenüber dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres (31. Dezember 2009: 460,2 Mio. €).

Effizienzsteigerungen führten zu deutlich positivem Ergebnis

Der Geschäftsbereich Systems erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 20,0 Mio. € (2009: -28,8 Mio. €, darin enthalten 23,8 Mio. € Sonderaufwendungen). Diese Verbesserung ist das Ergebnis einer deutlichen Senkung der Kosten und Steigerung der Effizienz vor allem am Standort Augsburg sowie eines Anstiegs der abgewickelten Auftragsvolumina. Die Bruttomarge lag mit 10,6 % bereits über dem Niveau des Vorjahres (2009: 9,0 %). Unter Herausrechnung der in den Herstellkosten enthaltenen Zinsanteile belief sich die Bruttomarge in 2010 auf 11,6 %. Der Geschäftsbereich Systems erzielte im Berichtsjahr eine EBIT-Marge von 2,9 % (2009: -4,8 %), die in den letzten drei Quartalen jeweils überschritten wurde.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

ERTRAGSLAGE

Gesamtaussage

Im Zuge der Erholung der Weltwirtschaft steigerte der KUKA Konzern seine Auftragseingänge und Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2010 um 26,5 % bzw. 19,6 % jeweils deutlich gegenüber dem Vorjahr. Damit näherte sich das Unternehmen wieder dem hohen Niveau des Jahres 2008. Infolge des größeren Geschäftsvolumens und der durchgeführten Kostensenkungen wurde ein Turnaround des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreicht; dieses verbesserte sich von -52,6 Mio. € (2009) auf 24,8 Mio. € (2010). In diesen Zahlen sind Sonderaufwendungen in Höhe von 38,6 Mio. € (2009) bzw. 6,3 Mio. € (2010) enthalten. Dabei handelt es sich in 2010 um Beratungsleistungen im Rahmen des Kostensenkungsprogramms.

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in Mio. € 2006 2007 2008 2009 2010
EBIT 16,7 70,4 52,0 -52,6 24,8
EBIT-Marge in % vom Umsatz 1,4 5,5 4,1 -5,8 2,3
Finanzergebnis -13,8 -8,0 -5,0 -11,5 -22,0
Jahresüberschuss / Fehlbetrag -64,8 117,9 30,6 -75,8 -8,6

Deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse

Der Geschäftsbereich Robotics realisierte eine erhebliche Steigerung seiner Umsatzerlöse von 330,5 Mio. € (2009) auf 435,7 Mio. € (2010); ein Zuwachs um 31,8 % gegenüber dem Vorjahr. Wesentlicher Treiber dieser erfreulichen Entwicklung war das seit Jahresbeginn stark anziehende Geschäft mit Kunden aus der Automobilindustrie. Da es sich hierbei vor allem um kurzfristigeres Produktgeschäft handelt, schlug sich die positive Entwicklung der Auftragseingänge ganz überwiegend noch im laufenden Jahr in entsprechend höheren Umsatzerlösen nieder. Der Geschäftsbereich Systems wies dagegen ein Umsatzwachstum von 605,5 Mio. € (2009) auf 695,3 Mio. € (2010) auf; ein Zuwachs um 14,8 %. Dabei entwickelte die Auftragslage in diesem Geschäftsbereich erst im zweiten Halbjahr eine gewisse Dynamik. Im länger laufenden Projektgeschäft schlägt sich eine verbesserte Auftragssituation erst zeitverzögert in den Umsätzen nieder. Im KUKA Konzern betrugen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr insgesamt 1.078,6 Mio. € nach 902,1 Mio. € im Vorjahr; ein Zuwachs um 19,6 %.

Verbesserte Ertrags- und Kostensituation

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg im KUKA Konzern von 159,2 Mio. € (2009) um 44,8 Mio. € auf 204,0 Mio. € (2010). Wesentlicher Grund dieses deutlichen Anstiegs waren die um 176,5 Mio. € höheren Umsatzerlöse. Gleichzeitig konnte aber auch die Bruttomarge, das Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, im Konzern von 17,7 % auf 18,9 % gesteigert werden.

Der Geschäftsbereich Robotics erzielte dabei einen Anstieg des Bruttoergebnisses, während die Bruttomarge im Berichtsjahr noch rückläufig war und von 30,7 % im Vorjahr auf 28,1 % zurückging. Hierfür war insbesondere der höhere Umsatzanteil mit Großkunden aus der Automobilindustrie verantwortlich, welcher im Vergleichszeitraum von 31 % auf 41 % anstieg.

KENNZAHLEN KUKA ROBOTICS

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in Mio. € 2009 2010
Auftragseingänge 324,3 486,2
Umsatzerlöse 330,5 435,7
EBIT -11,5 20,8
EBIT ohne Sonderaufwendungen -1,9 20,8
% vom Umsatz -3,5 4,8
% vom Capital Employed (ROCE) -9,5 16,1
Capital Employed 120,5 129,1
Mitarbeiter (31.12.) 2.009 2.347

Der Geschäftsbereich Systems konnte neben dem Bruttoergebnis auch den relativen Ergebnisanteil an seinen Umsatzerlösen steigern. Die Bruttomarge belief sich 2010 auf 10,6 % nach 9,0 % in 2009. Bereinigt um die in den Herstellkosten enthaltenen Zinsaufwendungen verbesserte sich die Marge sogar auf 11,6 % (Vorjahr: 9,1 %). Neben der verbesserten Marktsituation und der damit verbundenen höheren Preisqualität der Aufträge sind auch die Projektrisiken deutlich verringert worden.

KENNZAHLEN KUKA SYSTEMS

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in Mio. € 2009 2010
Auftragseingänge 615,4 716,8
Umsatzerlöse 605,5 695,3
EBIT -28,8 20,0
EBIT ohne Sonderaufwendungen -5,0 20,0
% vom Umsatz -4,8 2,9
% vom Capital Employed (ROCE) -14,5 10,4
Capital Employed 198,6 192,4
Mitarbeiter (31.12.) 3.534 3.456

Die Funktionskosten; d. h. die Kosten aus Verwaltung und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns, verringerten sich im Jahresvergleich von 198,0 Mio. € (2009) auf 192,7 Mio. € (2010). Aufgrund der durchgeführten Kostensenkungsmaßnahmen wiesen die Vertriebskosten trotz der erhöhten Umsatzerlöse nur einen geringen Anstieg auf. Der Rückgang der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 6,0 Mio. € ist u. a. auf den Abschluss der Großprojekte zur neuen Robotergeneration zurückzuführen. In den Verwaltungsaufwendungen ist ein wesentlicher Teil der Sonderaufwendungen enthalten. Operativ ergab sich in dieser Position im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang.

Die sonstigen Aufwendungen und Erträge enthalten im Wesentlichen Aufwendungen und Erträge aus Währungsgeschäften mit einem positiven Saldo von 3,8 Mio. € (2010) nach 0,4 Mio. € (2009).Darüber hinaus war im Vorjahr ein großer Teil der sonstigen Aufwendungen durch die Restrukturierung der französischen Standorte verursacht worden.

Turnaround des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern

Infolge des deutlich höheren Bruttoergebnisses und des Wegfalls von Sonderaufwendungen schaffte KUKA einen Turnaround seines Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT). Dadurch verbesserte sich das EBIT von -52,6 Mio. € (2009) auf 24,8 Mio. € (2010). In diesen Zahlen sind Sonderaufwendungen in Höhe von 38,6 Mio. € (2009) bzw. 6,3 Mio. € (2010) enthalten. Die EBIT-Marge des KUKA Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2010 wieder 2,3 % (Vorjahr: -5,8 %).

Dabei konnten beide Geschäftsbereiche ihr Ergebnis vor Zinsen und Steuern deutlich verbessern. Der Geschäftsbereich Robotics erreichte 2010 ein EBIT in Höhe von 20,8 Mio. € (Vorjahr: -11,5 Mio. €) und damit eine EBIT-Marge von 4,8 %. Auch der Geschäftsbereich Systems entwickelte sich in diesem Zeitraum positiv und erwirtschaftete 2010 ein EBIT in Höhe von 20,0 Mio. € (Vorjahr: -28,8 Mio. €). Dementsprechend betrug die EBIT-Marge dieses Geschäftsbereichs 2,9 %. Beide Geschäftsbereiche sind im Berichtsjahr der Erreichung ihrer Ziel-EBIT-Margen planmäßig näher gekommen.

Das Finanzergebnis fiel dagegen mit -22,0 Mio. € im Vergleich zu 2009 (-11,5 Mio. €) deutlich negativer aus. Ausschlaggebend hierfür waren erheblich höhere Finanzierungskosten aufgrund der Neuvereinbarung des Konsortialkreditvertrages im März 2010; dieser konnte im November 2010 bereits wieder abgelöst werden. Darüber hinaus sind in dem Finanzergebnis Einmalkosten in Höhe von 5,3 Mio. € für den abgelösten Konsortialkreditvertrag enthalten. Ferner enthält das Finanzergebnis 2010 erstmalig Zinsaufwendungen aus der im November 2010 platzierten Anleihe in Höhe von 2,3 Mio. €.

Der Steueraufwand des KUKA Konzerns betrug 2010 insgesamt 4,0 Mio. €. Dabei standen laufenden Steueraufwendungen insbesondere in den USA anteilige Zuschreibungen auf die aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge gegenüber. 2009 waren die laufenden Steueraufwendungen deutlich geringer. Der Vorjahreswert war im Wesentlichen von dem Wegfall steuerlicher Verlustvorträge geprägt, da ein Großaktionär die Beteiligungsgrenze von 25 % überschritten hatte.

Ergebnis nach Steuern

Insgesamt belief sich das Ergebnis nach Steuern 2010 im KUKA Konzern auf -8,6 Mio. € (Vorjahr: -75,8 Mio. €). Im vierten Quartal konnte bereits wieder ein positives Ergebnis erzielt werden. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von -2,95 € (2009) auf -0,28 € (2010). Aufgrund der Kapitalerhöhung in 2010 hat sich die Anzahl des gewichteten Durchschnitts der im Umlauf befindlichen Aktien von 25,7 Mio. Stück (2009) auf 30,3 Mio. Stück (2010) erhöht. Hierin sind 1,3 Mio. eigene Aktien nicht enthalten.

KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG (VERKÜRZT)

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in Mio. € 2009 2010
Umsatzerlöse 902,1 1.078,6
EBIT -52,6 24,8
Finanzergebnis -11,5 -22,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -11,4 -4,0
Jahresfehlbetrag -75,8 -8,6

FINANZLAGE

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Bei der KUKA AG wird der wesentliche Teil der Finanzvolumina der Konzerngesellschaften gebündelt und über das zentrale Finanzmanagement gesteuert. Basierend auf einem einheitlichen Berichts- und Meldesystem, werden dort die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst und im Wesentlichen gesichert. Der Einsatz von marktgängigen derivativen Finanzinstrumenten erfolgt ausschließlich grund-geschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Geschäfte. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien werden fortlaufend auf ihre Aktualität überprüft und optimiert.

Konzernfinanzierung und Liquiditätssicherung

Die Finanzierungspolitik verfolgt das Ziel, jederzeit über ausreichend Liquiditätsreserven zu verfügen, um den operativen sowie strategischen Finanzbedarf der Konzerngesellschaften sicherstellen zu können. Die Liquiditätssicherung erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Finanzplanung und einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle konsolidierten Konzernunternehmen einbezieht.

Die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften stellen die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns dar. Im Rahmen vorhandener Cash-Management-Systeme werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften genutzt, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Der zentrale konzerninterne Finanzausgleich verringert das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis. Die Deckung des Finanzbedarfs des KUKA Konzerns wird im Wesentlichen durch den bestehenden Konsortialkreditvertrag, durch die begebene Anleihe sowie die noch bis November 2011 laufende Wandelanleihe sichergestellt (weiterführende Erläuterungen siehe Konzernanhang / Erläuterung 27).

Neuordnung der Finanzierungsstruktur

Das Geschäftsjahr 2010 war von der Neuordnung der Finanzierungsstruktur des KUKA Konzerns geprägt. Der seit 2007 bestehende Konsortialkreditvertrag enthielt bestimmte Kreditbedingungen (Covenants), die aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation des Unternehmens seit dem zweiten Quartal 2009 nicht eingehalten werden konnten; dadurch wären die Kredit gebenden Banken zur kurzfristigen Fälligstellung der Linien berechtigt gewesen. Im Rahmen eines rollierenden Waiver-Prozesses verzichteten die Banken auf dieses Recht. Zur Deckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs wurde der Konsortialkreditvertrag in einem Volumen von 336,0 Mio. €, davon 146,0 Mio. € Barkreditlinie und 190,0 Mio. € Avallinie, im März 2010 verlängert. Dieser Kreditvertrag sah verschiedene Auflagen und Bedingungen, z. B. die erfolgreiche Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen, die Zuführung von weiterem Eigenkapital und die Refinanzierung der begebenen Wandelanleihe, vor.

Die Restrukturierungsmaßnahmen des KUKA Konzerns wurden im Geschäftsjahr umgesetzt. Die Zuführung von weiterem Eigenkapital ist durch die Kapitalerhöhung im Juni 2010 ebenfalls realisiert worden. Im November 2010 konnte schließlich die Neuordnung der Finanzierungsstruktur mit dem Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags über 200,0 Mio. € und der Begebung einer Anleihe mit einem Volumen von 200 Mio. € bei einem Gesamtnennwert von 202,0 Mio. € beendet werden. Aus den Erlösen der Anleihe wurde ein Betrag von 69,0 Mio. € auf ein Treuhandkonto für die Wandelanleihe eingezahlt.

Im Zuge der Begebung der Anleihe wurde die KUKA AG im November 2010 erstmalig von der Ratingagentur Standard & Poor's mit B (stabil) und von Moody's mit B2 (stabil) bewertet. Die Anleihe selbst besitzt ein Rating von Standard & Poor's mit B- und von Moody's mit B3.

Der neue Konsortialkreditvertrag umfasst ein Volumen in Höhe von 200,0 Mio. €, davon 50,0 Mio. € Barkreditlinie und 150,0 Mio. € Avallinie, und hat eine Laufzeit bis März 2014. Darüber hinaus bestand zum 31. Dezember 2010 eine weitere Avallinie in Höhe von 10,0 Mio. € bei Kautionsversicherungsgesellschaften. Außerdem läuft seit Dezember 2006 ein ABS-Programm (regelmäßiger Verkauf von Forderungen) in Höhe von bis zu 25,0 Mio. €, dessen tatsächliche Inanspruchnahme zum 31. Dezember 2010 10,3 Mio. € betrug. Die im Rahmen der Neuordnung der Finanzierungsstruktur zugesagten Mittel standen zum Jahresende 2010 in voller Höhe zur Verfügung.

Die Finanzierung des KUKA Konzerns ist damit aus Sicht des Vorstandes angemessen und langfristig gewährleistet.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (VERKÜRZT)

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in Mio. € 2009 2010
Cash Earnings -43,7 23,4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4,8 -24,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit -27,0 -12,5
Free Cashflow -22,2 -37,3

Cash Earnings deutlich verbessert

Die Cash Earnings, die sich aus dem Jahresfehlbetrag korrigiert um nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge zusammensetzen, lagen im Geschäftsjahr 2010 bei 23,4 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahreswert von -43,7 Mio. €. Dies ist insbesondere auf die Verringerung des Jahresfehlbetrags von -75,8 Mio. € in 2009 auf -8,6 Mio. € in 2010 zurückzuführen.

Im Cashflow aus laufendender Geschäftstätigkeit spiegelt sich vor allem die Veränderung des Working Capitals im Berichtsjahr wider. Infolge der deutlichen Geschäftsbelebung erhöhten sich zum Bilanzstichtag insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen (+53,3 Mio. €) und die Vorräte (+54,2 Mio. €). Dieser Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte wurde im Wesentlichen mit einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+75,3 Mio. €) gegenfinanziert. Diese Erhöhung ist auch auf den Umstand zurückzuführen, dass der KUKA Konzern nach erfolgreicher Refinanzierung auch wieder normalisierte Zahlungskonditionen mit wichtigen Lieferanten vereinbaren konnte. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich im Berichtsjahr um 22,3 Mio. € insbesondere durch Auszahlungen vor allem für 2009 bilanzierte Restrukturierungsmaßnahmen.

Insgesamt sank der Cashflow des KUKA Konzerns aus laufender Geschäftstätigkeit zum Bilanzstichtag auf -24,8 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €). Gleichzeitig verminderte sich aber auch der Cashflow aus Investitionstätigkeit infolge eines geringeren Investitionsvolumens auf -12,5 Mio. € (Vorjahr: -27,0 Mio. €).

Geringere Investitionen

Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms investierte der KUKA Konrern im Berichtsjahr 15,4 Mio. € und damit deutlich weniger als im Vorjahr (27,2 Mio. €). Die Investitionen in Sachanlagen betrugen dabei 10,6 Mio. € (Vorjahr: 15,8 Mio. €) und flossen in technische Anlagen und Maschinen (3,9 Mio. €), Betriebs- und Geschäftsausstattung (4,9 Mio. €), Anlagen im Bau und Anzahlungen (0,9 Mio. €) sowie in Grundstücke und Bauten (0,9 Mio. €). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen 4,8 Mio. € (Vorjahr: 11,4 Mio. €) und bestanden überwiegend aus Rechten und Werten einschließlich der aktivierten eigenen Entwicklungsleistungen.

Nach Geschäftsbereichen teilten sich die Investitionen 2010 folgendermaßen auf: Im Geschäftsbereich Robotics betrug der entsprechende Wert 6,7 Mio.€ (Vorjahr: 16,3 Mio. €). Hier handelt es sich neben aktivierten Entwicklungsleistungen überwiegend um technische Anlagen und Maschinen, wie z. B. das DMC 80 Bearbeitungszentrum. Der deutliche Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem daraus, dass die Entwicklung der neuen Generation von Industrierobotern in 2010 abgeschlossen werden konnte. Im Geschäftsbereich Systems wurden 7,5 Mio. € (Vorjahr: 8,9 Mio. €) investiert. Hier handelt es sich im Wesentlichen um technische Anlagen, wie z. B. Fräsmaschinen, Pressen oder CNC-Maschinen, sowie um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Auch die Investitionen der KUKA AG / Sonstige waren mit 1,2 Mio. € geringer als im Vorjahr (2,0 Mio. €).

Grundsätzlich weist die Geschäftstätigkeit des KUKA Konzerns eine geringe Anlagenintensität auf, sodass die Geschäftsentwicklung nicht wesentlich von Investitionen in Sachanlagen abhängig ist. Bei immateriellen Vermögenswerten werden ab 2011 jedoch wieder höhere aktivierte Eigenleistungen aus Forschung und Entwicklung erwartet.

Der geringere Cashflow aus Investitionstätigkeit ergab zusammen mit dem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen Free Cashflow in Höhe von -37,3 Mio. € (Vorjahr: -22,2 Mio. €).

Liquide Mittel deutlich erhöht

Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind die Zuflüsse aus der im Juni 2010 durchgeführten Kapitalerhöhung (42,8 Mio. €) sowie aus der Begebung der Anleihe im November 2010 (198,2 Mio. €) enthalten. Hieraus wurden unter anderem die Bankverbindlichkeiten um 63,9 Mio. € zurückgeführt. Damit verfügte der KUKA Konzern zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 203,4 Mio. € (Vorjahr: 61,2 Mio. €). Davon sind 69,0 Mio. € für eine etwaige Tilgung der Wandelanleihe im November 2011 vorgesehen.

Die Nettoverschuldung des KUKA Konzerns, d. h. die flüssigen Mittel abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, betrug am 31. Dezember 2010 -60,3 Mio. €; dies ist ein Anstieg um 11,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahresstichtag (31. Dezember 2009: -48,5 Mio. €). Gleichzeitig hat sich jedoch die Finanzierungsstruktur des Konzerns deutlich verbessert.

VERMÖGENSLAGE

Bilanzsumme geschäftsbedingt deutlich angestiegen

Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahresstichtag geringfügig um 4,3 Mio. € an und beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 296,6 Mio. €. Dabei ging das Anlagevermögen infolge der Investitionszurückhaltung vor allem bei den Sachanlagen insgesamt um 7,2 Mio. € zurück. Während sich bei den Forderungen aus Finanzleasing aus der seinerzeitigen Übernahme der Finanzierung von KTPO und den Ertragssteuerforderungen nur unwesentliche Veränderungen ergaben, stiegen die aktiven latenten Steuern um 8,8 Mio. €. Aufgrund höherer Gewinnerwartungen im Planungszeitraum sind die anteiligen Zuschreibungen auf Verlustvorträge gegenüber dem Vorjahr angehoben worden.

VERMÖGENSLAGE

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in Mio. € 2006 2007 2008 2009 2010
Bilanzsumme 1.072,5 888,0 865,5 726,2 984,7
Eigenkapital 120,5 233,5 213,5 160,8 198,1
in % der Bilanzsumme 11,2 26,3 24,7 22,1 20,1
Nettoliquidität / -verschuldung -83,9 163,6 -53,6 -48,5 -60,3

Die kurzfristigen Vermögenswerte verzeichneten einen deutlichen Anstieg der Forderungen aus Fertigungsaufträgen und der Vorräte. Näheres hierzu findet sich in den Ausführungen zur Finanzlage. Der Anstieg der sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen resultiert insbesondere aus höheren Umsatzsteuerforderungen und abgegrenzten Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem neuen Konsortialkreditvertrag. Insgesamt betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag 688,1 Mio. €, eine Zunahme gegenüber dem Vorjahresstichtag um 254,2 Mio. €. Gleichzeitig erhöhte sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vor allem infolge der Begebung der Unternehmensanleihe um 142,2 Mio. €.

Insgesamt stieg die Bilanzsumme des KUKA Konzerns von 726,2 Mio. € per 31. Dezember 2009 auf 984,7 Mio. € per 31. Dezember 2010; dies ist ein Anstieg um 258,5 Mio. € bzw. 35,6 % gegenüber dem Vorjahresstichtag.

Eigenkapital deutlich angestiegen

Der Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 40,5 Mio. € sowie die Entwicklung der Wechselkurse (6,9 Mio. €) haben sich positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt. Dem stand ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 8,6 Mio. € gegenüber. Insgesamt stieg das Eigenkapital per 31. Dezember 2010 um 37,3 Mio. € auf 198,1 Mio. €. Da die Bilanzsumme sich insgesamt um 35,6 % erhöhte, ging die Eigenkapitalquote, d. h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, dennoch zum Bilanzstichtag um 2,0 Prozentpunkte von 22,1 % auf 20,1 % zurück.

Der Anstieg der langfristigen Finanzschulden auf 192,8 Mio. € zum Bilanzstichtag ist hauptsächlich durch die Begebung der Unternehmensanleihe begründet. Im Vorjahr wurde unter dieser Position lediglich die Wandelanleihe ausgewiesen. Da diese innerhalb eines Jahres (im November 2011) fällig wird, wurde die Wandelanleihe nunmehr unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die übrigen langfristigen Schuldenpositionen änderten sich nur unwesentlich.

Die kurzfristigen Finanzschulden enthalten 2010 erstmals die Wandelanleihe. Im Zuge der Ausweitung des Geschäftsvolumens haben sich außerdem die erhaltenen Anzahlungen um 21,9 Mio. € auf 49,0 Mio. € erhöht. Gleichzeitig gingen die Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen um 15,0 Mio. € auf 39,6 Mio. € zurück. Insgesamt betrugen die kurzfristigen Schulden am Jahresende 2010 491,6 Mio. € (Vorjahr: 396,7 Mio. €).

Working Capital und Capital Employed

Das Working Capital erhöhte sich im Berichtsjahr infolge des steigenden Geschäftsvolumens um 29,9 Mio. € auf 84,8 Mio. €.

Eine wichtige Kennzahl ist im KUKA Konzern die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed / ROCE). Das eingesetzte Kapital wird dabei als Durchschnitt des Capital Employed zu Beginn und zum Ende eines Geschäftsjahres berechnet. Im Durchschnitt der Jahre 2009 und 2010 betrug das Capital Employed des KUKA Konzerns 317,5 Mio. € bzw. 312,5 Mio. €, ist also leicht zurückgegangen. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals war angesichts eines EBIT von 24,8 Mio. € positiv und betrug 7,9 %. Im Vorjahr fiel die Verzinsung des eingesetzten Kapitals infolge der Ergebnisentwicklung negativ aus.

Der Geschäftsbereich Robotics erwirtschaftete dabei mit einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 129,1 Mio. € eine Verzinsung (ROCE) von 16,1 %. Für den Geschäftsbereich Systems ergab sich bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 192,4 Mio. € eine Verzinsung von 10,4 %.

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Die Forschung und Entwicklung hat im KUKA Konzern eine hohe strategische Bedeutung und dient vorrangig zur Absicherung und Weiterentwicklung der Innovations- und Technologieführerschaft des Unternehmens. Der Geschäftsbereich Robotics setzt dabei sowohl auf eigene Mitarbeiter, die nahezu ausschließlich am Standort Augsburg eingesetzt werden, als auch auf langfristig orientierte Kooperationen mit externen Forschungsinstituten. Im Gegensatz dazu erfolgen die Aktivitäten des Geschäftsbereichs Systems in der Forschung und Entwicklung vor allem innerhalb von Kundenprojekten, die direkt als Auftrag vergeben werden.

Die Strategie der Forschung und Entwicklung basiert im KUKA Konzern auf folgenden Grundsätzen:

Anwenderfreundliche Produkte und Lösungen mit hoher Funktionalität und Wirtschaftlichkeit zu entwickeln,
Skalierbare Lösungen mit hohem Kundennutzen durch entsprechende Steuerungstechnik und Mechatronik anzustreben,
Produktlebenszyklusorientierte Werte wie Qualität, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz umzusetzen,
Die Zeitspanne von der Idee bis zum fertigen Produkt durch Nutzung modernster IT-Technologien zu minimieren sowie
Die nachhaltige Verbesserung bereits bestehender Produkte zur Steigerung der Effizienz.

ABSCHLUSS EINES GROSSPROJEKTES

Mit der Markteinführung der neuen Generation Industrieroboter QUANTEC auf der internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik AUTOMATICA im Juni 2010 in München konnte der Bereich Forschung und Entwicklung eine Reihe von Projekten abschließen. Vor allem dadurch sank der Aufwand für Forschung und Entwicklung im KUKA Konzern von 35,6 Mio. € in 2009 auf 29,5 Mio. € in 2010. Bei deutlich anziehenden Umsatzerlösen verminderte sich folglich die F&E-Quote im Berichtsjahr; der Aufwand für Forschung und Entwicklung im Verhältnis zu den Umsatzerlösen erreichte mit 2,7 % das Niveau des Jahres 2008 (2,7 %). Im Vorjahr 2009 lag die F&E-Quote, bedingt durch die deutlich geringeren Umsatzerlöse, bei 3,9 %.

KONZERN-FORSCHUNGS- UND -ENTWICKLUNGSAUFWAND

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2006 2007 2008 2009 2010
Gesamtaufwand in Mio. € 35,5 30,8 33,7 35,6 29,5
davon KUKA Robotics in Mio. € 32,7 28,3 31,0 33,1 28,2
Anteil KUKA Robotics in % 92,1 91,9 91,0 93,0 95,6
F&E-Quote KUKA Robotics in % vom Umsatz 8,8 6,9 6,5 10,1 6,6

Der überwiegende Teil der F&E-Leistungen wird vom Geschäftsbereich Robotics erbracht. Entsprechend gingen hier die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von 33,1 Mio. € im Vorjahr auf 28,2 Mio. € zurück. Zusätzlich sind 1,5 Mio. € Entwicklungsleistungen angefallen, die der Geschäftsbereich für den Geschäftsbereich Systems und andere Gesellschaften des KUKA Konzerns erbracht hat (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Insgesamt belief sich die F&E-Quote des Geschäftsbereichs Robotics auf 6,6 %. Im Vorjahr lag diese Quote aufgrund der deutlich geringeren Umsatzerlöse noch bei 10,1 %. Der Geschäftsbereich Systems erbringt die überwiegende Anzahl seiner Entwicklungsprojekte in Kundenauftrag; dadurch sind 2010 lediglich 1,4 Mio. € als Forschungs- und Entwicklungsaufwand ausgewiesen (Vorjahr: 2,5 Mio. €).

Der KUKA Konzern finanziert seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung hauptsächlich aus eigenen Mitteln. Darüber hinaus werden öffentliche Fördergelder in Anspruch genommen und mit Forschungszentren, Universitäten und anderen Unternehmen kooperiert. Der Anteil der bezogenen Drittleistungen am Gesamtbudget lag 2010 unverändert bei etwa 20 %.

GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS

Zum 31. Dezember 2010 waren 212 (Vorjahr: 232) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung des Geschäftsbereichs Robotics beschäftigt, der überwiegende Teil davon mit Hochschulabschluss. Diese Mitarbeiter arbeiten je zur Hälfte im Bereich Software- und Hardwareentwicklung und im Bereich Mechanische Konstruktion und Mechatronik. Im Berichtsjahr wurden 137 Patente angemeldet und 98 Patente erteilt.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit des Geschäftsbereichs Robotics konzentriert sich auf die Felder Industrierobotik und Service Robotics.

In der Industrierobotik wurde 2010 die Entwicklung einer neuen Produktfamilie abgeschlossen. Diese Generation von Industrierobotern besteht aus einer Mechanik, einer Steuerungstechnik, einem Bediengerät und einer Engineering-Software, die jeweils Neuentwicklungen darstellen. Diese Produktfamilie wurde im Juni 2010 auf der internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik AUTOMATICA in München das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt und im 2. Halbjahr 2010 erstmals an Kunden ausgeliefert. In 2011 wird der neue Industrieroboter zuerst im Kundensegment Automotive vertrieben werden. Im kommenden Jahr folgt planmäßig das Kundensegment der General Industry.

QUANTEC - die neue Generation von Industrierobotern

Mit QUANTEC ist eine Generation von Industrierobotern entwickelt worden, die durch gezielte technische Innovationen gleichzeitig den Kundennutzen erhöht und die Produktionsprozesse effizienter gestalten lässt. So deckt eine einzige Roboterfamilie erstmals den Traglastbereich von 90 bis 300 kg ab. QUANTEC Roboter weisen 25 % weniger Volumen auf als bisher und sind damit sehr viel handlicher als ihre Vorgänger; sie haben 12 % weniger Gewicht, was ihnen eine höhere Dynamik und eine um bis zu 25 % kürzere Taktzeit verleiht. Gleichzeitig sinkt dadurch der Energieverbrauch um 30 %. Die steifere Bauweise führt außerdem zu einer höheren Genauigkeit. Somit kann auf weniger Produktionsfläche mehr produziert und gleichzeitig Energie gespart werden. Die neue Robotergeneration QUANTEC ist sowohl auf die hohen Anforderungen der Automobilindustrie als auch auf die spezifischen Bedürfnisse der Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) ausgerichtet.

Auf der K 2010 in Düsseldorf, der Weltmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie, präsentierte KUKA die neuen QUANTEC Konsol-Maschinen. Diese Roboter eignen sich besonders für den Einsatz in der Kunststoffindustrie. Durch ihr geringeres Gewicht lassen sie sich leicht auf Spritzgussmaschinen montieren. Der nach vorn und nach unten erweiterte Arbeitsbereich erleichtert die Entnahme von Teilen aus den Spritzgussmaschinen. Der QUANTEC K ultra Roboter ist der weltweit stärkste Konsolroboter mit der höchsten Leistungsdichte.

Neue Steuerungstechnik KR C4 Basis für erweiterte Mensch-Maschine-Kooperationen

Für die neue Generation der Steuerungstechnik KR C4 wurden Technologiesprünge aus der IT-Welt genutzt, um dem Markt kostenoptimierte Innovationen zu bieten. So wurde die interne und externe Kommunikationstechnik konsequent auf Ethernet umgestellt, ein besonders industrietaugliches PC-Mainboard verwendet und die Rechen-Performance durch den Einsatz von Multi-Core-Prozessoren skalierbar gesteigert. Diese Architektur ermöglichte eine Verringerung proprietärer Hardwarebaugruppen durch Einsatz von Softwarefunktionalitäten, welche auf dem PC ablaufen. Weniger Hardware führt zu einer geringeren Verkabelung, die Verfügbarkeit der Steuerung steigt. Gleichzeitig wird die Flexibilität der Steuerung durch umfassende Konfigurationsmöglichkeiten der Softwaremodule erhöht. Eine integrierte, ebenfalls softwarebasierte Sicherheitssteuerung ermöglicht flexibel konfigurierbare Sicherheitsfunktionen, welche beispielsweise die Basis für neue Mensch-Maschine-Kooperationen bilden. Intelligente Energiesparfunktionen führen darüber hinaus zu einem um bis zu 95 % reduzierten Energieverbrauch im Stand-by.

KUKA smartPAD mit intuitiver Bedienung

Auch bei der Entwicklung des neuen Handbediengerätes KUKA smartPAD standen innovative Neuerungen im Mittelpunkt. Der neue Touchscreen im Hochkantformat ermöglicht eine sehr intuitive Bedienung des Robotersystems. Das Bediengerät ist im laufenden Betrieb absteckbar. Außerdem können mit einem einzelnen Bediengerät mehrere vernetzte Robotersysteme angesteuert werden.

Die neue KUKA Engineering Software WorkVisual begleitet den Benutzer über den gesamten Lebenszyklus eines Automatisierungsprojekts hinweg. Mit dieser Softwareumgebung wird die neue Steuerung mit Hilfe moderner und intuitiver Interaktionsprinzipien wie Drag&Drop konfiguriert und programmiert.

KUKA Labs (Advanced Robotics)

KUKA entwickelt zukunftsweisende Lösungen für die Industrie und im Bereich der Servicerobotik. Vor allem der KUKA Leichtbauroboter (LBR) zielt auf eine Vielzahl von Aufgaben: zum Beispiel Arbeitsplätze, an denen Mensch und Roboter ohne die bis heute gegebene Erfordernis von Schutzeinrichtungen zusammenarbeiten können, sowie in neuen Märkten wie der Medizin. Auf Grundlage von existierenden Fundamenten wird die Leichtbauroboter-Familie gezielt weiterentwickelt. Auf der AUTOMATICA 2010 demonstrierte das Unternehmen eine Ausführung des LBR, deren Außenstruktur aus Aluminium gefertigt und damit besonders industrietauglich ist. Die Stärken dieses Roboters liegen bei Füge- und Montagevorgängen.

Aufgrund seines geringen Eigengewichts und seiner Energieeffizienz ist dieser Roboter sowohl ortsflexibel einsetzbar als auch für den Einsatz auf mobilen Systemen prädestiniert. Eine Weiterentwicklung der 2008 vorgestellten Studie eines mobilen Roboters "Konzept omniRob" konnte auf der AUTOMATICA 2010 mit der autonomen Durchführung von Kommissionierungs- und Zulieferaufgaben in einer reellen, unstrukturierten Produktionsumgebung von seiner Industrietauglichkeit überzeugen. Der mobile Roboter wird nun in mehreren Pilotprojekten in der Automobilbranche und der General Industry weiterentwickelt.

Im Bereich der mobilen Robotik leitet KUKA das geförderte Projekt TAPAS (www.tapas-project.eu), in welchem robotergestützte Logistik- und Assistenzdienste für die flexiblen Produktionen der Zukunft entwickelt werden. Das Unternehmen ist Projektpartner in FIRST-MM (www.first-mm.eu), wo erforscht wird, wie mobile Systeme mit notwendigen Informationen versorgt werden. Auch in vielen anderen Themenbereichen arbeitet KUKA mit führenden Industrie- und Forschungspartnern zusammen, um den schnellen Wissenstransfer von der Forschung in die Industrie und damit KUKAs Technologieführerschaft zu sichern.

Im Bereich der Medizintechnik wurden die F&E-Prozesse für die Entwicklung von Produkten der Medizinrobotik weiter ausgeprägt und für eine Zertifizierung vorbereitet. Dies ermöglicht unseren Kunden eine verbesserte Schnittstelle bei der Durchführung gemeinsamer kundenspezifischer Medizinanwendungen. Des Weiteren wird der KUKA Leichtbauroboter zunehmend in Forschungsprojekten der Medizintechnik eingesetzt.

KUKA engagiert sich weiterhin auch für die Robotik als Ganzes und bringt sich hier vor allem als Koordinator der European Technology Platform (EUROP; www.robotics-platform.eu), als Mitglied des European Robotics Networks (EURON; www.euron.org) und als Koordinator des mit diesen Netzwerken im Zusammenhang stehenden Projekts euRobotics (www.euRobotics-project.eu) ein.

GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS

KUKA Systems konzentrierte sich im Berichtsjahr auf die Standardisierung von Produkten und Komponenten im Anlagenbau und im Zellengeschäft. Folgende Beispiele machen das breite Anwendungsspektrum der Lösungen deutlich.

FlexibleCube - Baukastensystem für Laser- und Schutzgasanwendungen

Mit FlexibleCube hat der Geschäftsbereich ein Baukastensystem für Laser- sowie Schutzgasanwendungen entwickelt und erstmalig auf der Messe Euroblech in Hannover vorgestellt. Das modulare Konzept erleichtert Anwendern den Einstieg in die Automatisierungstechnik oder ermöglicht die Erweiterung von Produktionskapazitäten. FlexibleCube bietet eine breite Palette an standardisierten Komponenten wie Schutzkabinen, Sicherheitselementen oder Positionierhilfen und stellt damit eine preiswerte und flexible Basis dar, um die Produktion effizienter zu gestalten. Mit KUKA FlexibleCube ist der Kunde in der Lage, sich passend zu seinen Anforderungen eine teilautomatisierte Produktionszelle selbst zusammenzustellen.

Cycle Move - ein neues Konzept für die Teilebereitstellung

Cycle Move ist ein neues, kostengünstiges Konzept für die Teilebereitstellung in automatisierten Produktionsanlagen. Das Zuführsystem besteht im Wesentlichen aus zwei übereinander angeordneten und gegenläufig geneigten Bahnen, auf denen die rollengelagerten Paletten mit Bauteilen durch die Schwerkraft weiterbefördert werden. Dabei dient eine Bahn als Zuführung und die andere als Rücklaufbahn. Der Transport der entleerten Paletten von der Zuführ- auf die Rücklaufbahn erfolgt durch den in der Zelle vorhandenen Roboter oder eine automatische Rückführeinrichtung. Vorteile dieses Zuführsystems sind eine hohe Verfügbarkeit, ein geringer Energieverbrauch und die Entkopplung des Bedieners vom Anlagentakt.

Pressenautomation mit KUKA COBRA

Ebenfalls auf der Euroblech in Hannover stellte KUKA Systems ein neues System zur Automatisierung von Pressen vor. Erstmalig wird der Greifer horizontal geschwenkt; dies führt zu einer höheren Freigängigkeit und größeren Flexibilität in der Presse. Die höheren Geschwindigkeiten werden durch eine Überlagerung der Achsen von Roboter und Linearsystem bei gleichzeitiger Reduzierung der bewegten Masse erreicht. Mit KUKA COBRA ist eine Ausbringung von bis zu 18 Bauteilen pro Minute möglich. Es können außerdem Bauteile inklusive Greifer von bis zu 100 Kilogramm bewegt werden. In diesem neuen System sind die Software KS PressTec und ein Funktionspaket zum Handling der Bauteile bereits integriert.

Wafersägen für die Solarindustrie weiterentwickelt

Für die Produktion von Wafern in der Solarindustrie wurden zwei Sägen weiterentwickelt. Die Advanced Wire Saw Maschine 3800 bietet nunmehr die Möglichkeit, statt des ölbasierten ein umweltfreundliches, auf Polyethylenglykol basiertes Schleifmittel zu verwenden. Zudem kann diese Wafersäge jetzt Siliziumblöcke mit einer Gesamtlänge von 1200 mm verarbeiten. Gleichzeitig wurde der Lärmpegel der Maschine reduziert und die Prozessstabilität des Sägevorgangs gesteigert. Für das Sägen der Blöcke auf Länge wurde außerdem eine neue Generation der Cropping-Säge entwickelt. Diese Maschine zeichnet sich durch eine automatische Spannvorrichtung und die Möglichkeit zur Integration in automatisierte Linien aus.

Falzen eines Schiebedachs

Als Ausbaustufe des bewährten HighOutputQuality-Systems kann mit einem neu entwickelten Falzkopf eine 180°-Schiebedach-falzung in höchster Oberflächenqualität und kurzer Prozesszeit durchgeführt werden. Alle notwendigen Funktionen sind in diesem Falzkopf untergebracht. Das System kann sowohl "fliegend" als auch traditionell (Schiebedach wird in Falzvorrichtung gespannt) eingesetzt werden. Je nach Schiebedachgröße sind Prozesszeiten unter 50 Sekunden möglich.

Radhausfalzen an der Karosserie

Mit diesem Konzept können hochflexible Falzanwendungen im Radhausbereich an der Karosserie durchgeführt werden. Das "Softtouch"-Konzept ermöglicht ein "Anschmiegen" des Formbettes, um beste Oberflächenqualität zu erreichen. Ein integriertes Messsystem erfasst alle Toleranzabweichungen und übermittelt diese Daten an die Robotersteuerung - somit wird höchste Prozessgenauigkeit erzielt. Bis zu sechs unterschiedliche Fahrzeugmodelle sind mit dem neuen Konzept bearbeitbar.

BESCHAFFUNG

Im KUKA Konzern wickeln die Geschäftsbereiche Robotics und Systems die Beschaffung der direkt benötigten Produktionsteile jeweils in eigener Regie ab. Indirektes Material und Dienstleistungen werden dagegen nach dem Lead-Buyer-Konzept für alle Konzernteile gemeinschaftlich eingekauft. Dabei ist KUKA Robotics unter anderem für die Beschaffung von Transportdienstleistungen und Energie zuständig und KUKA Systems für das Gebäudemanagement, die Fahrzeugflotte und Telekommunikationsdienstleistungen. Der massive Anstieg der Nachfrage im zweiten Halbjahr veranlasste beide Einkaufsabteilungen zu besonderen Maßnahmen bei der Sicherstellung der Materialversorgung.

ROBOTICS INSTALLIERT SPEZIALISTENTEAMS

Im Geschäftsbereich Robotics führte das sprunghafte Anziehen der Nachfrage zu Verknappungen vor allem bei Rohmaterialen (Metalle) und elektronischen Komponenten. Deshalb wurden Spezialistenteams gebildet, die die Materialversorgung bei den Lieferanten vor Ort, bei deren Zulieferern und vereinzelt auch bei den Herstellern von Rohmaterialen und elektronischen Komponenten sicherstellen sollten. Dennoch war eine Verlängerung der Lieferzeiten in der Produktion und Auslieferung von Robotern nicht zu vermeiden.

Gleichzeitig intensivierte der Geschäftsbereich die Nutzung seines webbasierten Supplier Relationship Managements, mit dem KUKA im Maschinen- und Anlagenbau Maßstäbe setzt. Dieses Beschaffungssystem besteht aus einer elektronischen Plattform zur Durchführung von Lieferantenanfragen und der elektronischen Einbindung von Lieferanten in eine moderne Bevorratung der Bauteile (Vendor Managed Inventory). So konnte KUKA Robotics u. a. die Beschaffungsmengen aus Niedrigkostenländern wie China und Osteuropa weiter erhöhen. Insgesamt gelang es, die stark anziehenden Preise für Rohstoffe auszugleichen und die Zielvorgaben des Kostensenkungsprogramms zu erfüllen.

SYSTEMS STRAFFT SEINE EINKAUFSAKTIVITÄTEN

Auch der Geschäftsbereich Systems reagierte auf die Verknappung von Bauteilen mit der Bildung eines Spezialistenteams vor Ort, das die Verfügbarkeit von Konstruktionsdaten und Kaufteilen klärt, die Zusagen der Lieferanten überwacht und eine Priorisierung in der eigenen Fertigung vornimmt. So konnten Engpässe frühzeitig erkannt und vermieden werden.

Gleichzeitig wurde der Einkauf des Geschäftsbereichs Systems gestrafft und warengruppenorientiert ausgerichtet. Projekteinkäufer begleiten dabei ihre Projekte, bis sie auf den Facheinkäufer der Warengruppe übergehen. Spezialisten konzentrieren sich außerdem auf die weltweite Suche und Bewertung von neuen Lieferanten. Wegen der notwendigen Flexibilität bei der Realisierung der Anlagen kauft KUKA Systems überwiegend in der Region für die Region ein. Ausnahmen bestehen hierbei für Konstruktionsdienstleistungen, die für Europa teilweise in Asien erbracht werden, und den Stahl- und Vorrichtungsbau, der mehrheitlich aus Deutschland und Osteuropa kommt. Insgesamt konnte der Geschäftsbereich seine Einkaufskosten 2010 deutlich senken.

MITARBEITER

AUSSERGEWÖHNLICHE BESCHÄFTIGUNGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2010 musste KUKA eine außergewöhnliche Beschäftigungslage meistern. Während einerseits noch Anpassungen der Personalkapazitäten im Zuge des Kostensenkungsprogramms und des geringeren Geschäftsvolumens zu Jahresbeginn im Fokus standen, hatte der Geschäftsbereich Robotics andererseits ab dem zweiten Quartal das starke Anziehen der Nachfrage personell zu bewältigen.

Der Geschäftsbereich Robotics erweiterte seine Produktionskapazitäten in Augsburg dabei vorwiegend mit Zeitarbeitskräften. Gerade in der Wirtschaftskrise hat sich das hohe Maß an Flexibilität in der Produktion ausgezahlt. Im Abschwung konnten die Kapazitäten schnell angepasst und im Aufschwung wieder aufgebaut werden. Eine atmende Produktion kann so Nachfragespitzen ausgleichen.

Seit dem 1. Juli 2010 wurden außerdem wieder Mitarbeiter für die Forschung und Entwicklung eingestellt. Gleichzeitig strukturierte der Geschäftsbereich Systems seine internen Prozesse -vor allem in Augsburg - neu. Neben Altersteilzeitlösungen, konzerninternen Versetzungen, Arbeitszeitreduzierungen und der Nutzung der natürlichen Fluktuation wurde die Mehrheit der freiwilligen Aufhebungsvereinbarungen in 2010 im Geschäftsbereich Systems abgeschlossen. Die zentralen Dienstleistungsabteilungen der KUKA AG arbeiten bereits in Shared Service Centern für den Konzern.

Ein Erfolgsfaktor des KUKA Konzerns sind seine motivierten und qualifizierten Mitarbeiter. Ihrer Einsatzbereitschaft ist es zu verdanken, dass KUKA die besonderen Belastungen der außergewöhnlichen Beschäftigungslage des Geschäftsjahres 2010 gemeistert hat und gestärkt in den laufenden Aufschwung geht. Dadurch ist das Unternehmen außerdem auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung in Deutschland besser vorbereitet. Auch die eingeleitete Internationalisierung der Belegschaft ist eine Antwort auf den zu erwartenden Mangel an Fachkräften.

Insgesamt haben die personalpolitischen Anpassungsmaßnahmen des KUKA Konzerns im Berichtsjahr zu folgenden Veränderungen geführt:

Die Kurzarbeit konnte in Deutschland schrittweise zurückgeführt werden. Waren Ende 2009 noch 477 Mitarbeiter in Kurzarbeit, so verringerte sich diese Anzahl von 425 am 31. März über 245 zum Halbjahr auf 100 am 30. September. Zum Jahresende konnte die Kurzarbeit größtenteils beendet werden.
Gleichzeitig wurden am Standort Augsburg insgesamt 104 freiwillige Aufhebungsvereinbarungen abgeschlossen.
Die Anzahl der eingesetzten Zeitarbeitskräfte erreichte konzernweit im ersten Quartal mit 573 ihren Tiefpunkt und stieg anschließend wieder an. Ende 2010 lag diese Zahl wieder bei 843. Knapp die Hälfte der Zeitarbeiter wird in den amerikanischen Gesellschaften eingesetzt.

INTERNATIONALITÄT IM UNTERNEHMEN GESTÄRKT

Insgesamt stieg die Anzahl der Mitarbeiter im KUKA Konzern von 5.744 am 31. Dezember 2009 auf 5.990 am 31. Dezember 2010; angesichts des deutlich angezogenen Geschäftsvolumens ist dies ein unterdurchschnittlicher Zuwachs um 4,3 % bzw. 246 Personen. Dabei waren zwei gegenläufige Entwicklungen festzustellen. Einerseits wurden gemäß der globalen Ausrichtung unserer Kunden Personalkapazitäten in Osteuropa und den BRIC-Staaten aufgebaut. So wurde bei der ungarischen Tochtergesellschaft KUKA Robotics Hungaria, die den Schaltschrankbau für Roboter betreibt, die Anzahl der Mitarbeiter nach der geschäftsbedingten Anpassung im Vorjahr wieder um 351 erhöht. In den BRIC-Staaten stieg die Anzahl der Mitarbeiter um 104. Andererseits wurde am zentralen Standort des KUKA Konzerns in Augsburg die Belegschaft um 259 auf 2.375 Mitarbeiter zum Jahresende 2010 reduziert.

Im Jahr 2010 fand somit ein Aufbau vorwiegend von Produktionsarbeitsplätzen im Ausland und ein Abbau von Zentralfunktionen im Inland statt. So kann eine marktgerechtere Verteilung der Wertschöpfung des Unternehmens auf die Regionen Europa, Amerika und Asien erreicht und die Internationalität im Konzern weiterentwickelt werden. Ziel dieser Maßnahmen ist die langfristige Sicherung der Ertragskraft des Unternehmens und damit auch die Sicherung von Arbeitsplätzen im gesamten Unternehmen.

ALTERSSTRUKTUR KONSTANT GEBLIEBEN

Die Altersstruktur der Mitarbeiter im KUKA Konzern ist gegenüber dem Vorjahr mit durchschnittlich 41 Jahren konstant geblieben. Dabei liegt der Altersdurchschnitt im Geschäftsbereich Robotics mit 39 Jahren etwas unter dem Konzerndurchschnitt und im Geschäftsbereich Systems mit 42 Jahren etwas darüber. Auch die Qualifikationsstruktur hat sich im Berichtsjahr nur wenig verändert. 20 % der Mitarbeiter besitzen einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, 72 % verfügen über eine qualifizierte technische oder kaufmännische Ausbildung; die übrigen Mitarbeiter befinden sich in der Ausbildung oder haben keine Fachausbildung.

Für ihre 40-jährige Betriebszugehörigkeit konnten 11 Mitarbeiter (Vorjahr: 7) geehrt werden; 48 Mitarbeiter (Vorjahr: 20) feierten ihr 25-jähriges Betriebsjubiläum.

VERSTÄRKT IN AUSBILDUNG INVESTIEREN

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau erwartet in den nächsten Jahren erste negative Auswirkungen der demographischen Entwicklung und geringere Bewerberzahlen für neue Ausbildungsplätze. Dies führt zu einem generellen Umdenken in der Ausbildung. Es müssen neue Zielgruppen u. a. mittels Teilqualifizierungen der Bewerber angesprochen werden. KUKA plant darüber hinaus ein Traineeprogramm unter anderem für Absolventen chinesischer Hochschulen, um Nachwuchskräfte für die asiatischen Wachstumsmärkte auszubilden.

2010 konnte die Anzahl der Ausbildungsplätze gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Insgesamt stieg die Anzahl der Auszubildenden im Konzern zum Jahresende von 193 auf 210. Damit erhöhte sich auch die Ausbildungsquote; d. h. der Anteil junger Berufstätiger, von 3,4 % im Vorjahr auf 3,5 % im Berichtsjahr.

KUKA bietet an seinen deutschen Standorten in Augsburg, Bremen und Schwarzenberg / Erzgebirge ein breites Angebot an technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen an: Industriekauffrau / -mann, Fachinformatiker / -in, Mechatroniker / -in, Zerspanungsmechaniker / -in, Industriemechaniker / -in sowie Elektroniker für die Automatisierungstechnik. Am Standort Schwarzenberg werden außerdem Werkzeugmechaniker / -innen ausgebildet.

Neben der Intensivierung der Ausbildung von Facharbeitern ist KUKA dabei, seine Attraktivität für junge Absolventen von Hochschulen und Schulen zu erhöhen. Eine zentrale Maßnahme hierbei sind in den kommenden Jahren familienfreundlichere Arbeitsplätze.

KUKA UNTER DEN 100 TOP-ARBEITGEBERN

Das Unternehmen pflegt seit vielen Jahren intensive Kontakte zu Hochschulen und Schulen. 2010 präsentierte sich KUKA auf 12 Hochschul- und Bewerbermessen und stellte insgesamt 85 Plätze für Praktikanten zur Verfügung (Vorjahr: 80). 32 Studenten schrieben ihre Diplomarbeit im Unternehmen (Vorjahr: 30).

Den Schulen in der Region bietet das neue Ausbildungszentrum in Augsburg außerdem verschiedene Möglichkeiten, die Arbeitswelt kennen zu lernen. Schüler aller Schulformen können hier eine Woche lang eine "Schnupperlehre" machen. Es werden Betriebserkundungen für Schulklassen und ein Bewerbertraining angeboten. Eine weitere Zielgruppe sind junge Mädchen, denen auf einem sogenannten Girls' Day Einblick in technische Berufe gegeben wird.

Das Institut trendence hat Hochschulabsolventen auch 2010 nach den beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland befragt. Dabei zeigte sich, dass KUKA in der Gunst der Studenten weiter gestiegen ist und sich von Platz 42 im Vorjahr auf Platz 37 unter allen großen deutschen Arbeitgebern verbessern konnte.

FAMILIENFREUNDLICHE ARBEITSPLÄTZE IM MITTELPUNKT

Eine weitere zentrale Maßnahme zur Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber ist die Zertifizierung durch das "audit berufundfamilie" der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gewesen. Von Februar bis Mai 2010 wurden die bestehenden Angebote der KUKA AG und ihrer Tochtergesellschaften KUKA Roboter GmbH, KUKA Systems GmbH und KUKA Dienstleistungs GmbH am Standort Augsburg auf ihre Vereinbarkeit von Beruf und Familie überprüft. Gleichzeitig sind weiterführende Ziele einer familienbewussten Personalpolitik in den nächsten drei Jahren festgelegt worden. Hierbei verpflichtet sich KUKA, die bestehenden Angebote wie flexible Arbeitszeitregelung oder Kinderbetreuung in den Sommerferien entsprechend den vereinbarten Zielen weiterzuentwickeln. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder überreichte KUKA im Juni 2010 das Zertifikat eines familienfreundlichen Unternehmens.

MITARBEITERAKTIENPROGRAMM

Auch die Möglichkeit, sich am Kapital des Unternehmens zu beteiligen, erhöht die Attraktivität des Unternehmens für bestehende und potenzielle Mitarbeiter. Deshalb hat KUKA vor einigen Jahren das MitarbeiterAktienProgramm (MAP) ins Leben gerufen. 2010 wurde das achte MAP aufgelegt, an dem insgesamt 322 Mitarbeiter teilnahmen (Vorjahr: 544). Das Unternehmen förderte den Kauf von jeweils zwei KUKA Aktien mit einer Anreizaktie. Insgesamt gingen so rund 150.000 Aktien in den Besitz von Mitarbeitern über. Der Gesamtumsatz des achten MAP betrug 2,2 Mio. € (Vorjahr: ebenfalls 2,2 Mio. €).

RISIKOBERICHT

GRUNDSÄTZE

Der KUKA Konzern ist als global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen einer Vielzahl von potenziellen Risiken ausgesetzt, die mit jedem unternehmerischen Handeln einhergehen. Das Ziel des Vorstands der KUKA AG ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für alle Stakeholder und Shareholder zu steigern.

Risikomanagement

Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, welches kontinuierlich und systematisch externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften erfasst und bewertet. Diese Bewertung erfolgt konzernweit einheitlich nach der potenziellen Schadenshöhe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Weiter erfolgt eine Präzisierung durch die Unterscheidung in Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien und den sich daraus ergebenden Risikoerwartungswerten sowie durch die entsprechende Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen in den Bilanzen der jeweiligen Bereiche bzw. Gesellschaften. Die gemeldeten Risiken werden dem Vorstand quartalsweise in Risikosteuerungskreis-Sitzungen vorgetragen und gegebenenfalls näher erläutert. Ebenfalls wird in diesem Steuerungskreis festgelegt, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung als ausreichend erscheinen oder ob weitere Schritte durch die Verantwortlichen einzuleiten sind. Die Plausibilisierung von gemeldeten Risiken findet in diesem Steuerungskreis ebenso statt wie die Ableitung von Handlungsalternativen zur Vermeidung von zukünftigen Risiken ähnlicher Art. Der monatlich erstellte Risikobericht beinhaltet unter anderem die Top-10-Risiken für die Bereiche Konzern, Robotics, Systems und die AG (Holding) sowie eine Übersicht zur Risikogesamtsituation. Um die Relevanz des Risikomanagements in den Fokus zu rücken, sind die Top-10-Risiken des Konzerns fester Bestandteil des Berichtswesens zum Monatsabschluss. Darüber hinaus ist der Risikobericht Inhalt von Sitzungen des Vorstands, des Aufsichtsrats und insbesondere des Prüfungsausschusses.

Die jeweils direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und liegt beim Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit klar definierten Meldewegen und mit an die Gesellschaftsgröße angepassten Meldegrenzen. Für den Fall, dass konzernweit fest definierte Meldegrenzen überschritten werden, besteht die interne Ad-hoc-Meldepflicht für auftretende Risiken. Die Koordination des Risikomanagementsystems obliegt dem Leiter Konzerncontrolling innerhalb der KUKA AG, der zugleich als Leiter Risikomanagement dem CFO der KUKA AG direkt unterstellt ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im KUKA Konzern ist.

Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht es der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision gewährleisten dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, frühzeitig zu erkennen.

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN

KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten seines Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens in den Geschäftsbereichen Systems und Robotics dar. Darüber hinaus wirken sich Länderrisiken, wie zum Beispiel Patent- und Markenschutz in Asien, Wechselkursschwankungen, Finanzierungsrisiken, technische Risiken und das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei bedeutenden Rohstoffen auf die Risikosituation des KUKA Konzerns aus.

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise waren insbesondere zum Jahresanfang 2010 noch deutlich zu spüren. Danach profitierte KUKA vor allem von einem Anstieg der Auftragsvergabe in der Automobilindustrie und im Maschinen- und Anlagenbau. So konnten die Auftragseingänge im Gesamtjahr um 26,5 % und der Umsatz um 19,6 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Obwohl sich die finanzielle Situation der meisten Automobilhersteller im vergangenen Geschäftsjahr deutlich verbessert hat, beobachtet KUKA die Entwicklung der Automobilkonzerne ständig. Im Rahmen eines Exposure-Reportings werden für Kunden, abhängig von deren Ratingeinstufung, bei Bedarf Obergrenzen für die Auslegung von Angeboten bzw. die Annahme von Bestellungen vorgegeben. Diese Vorgehensweise gilt ebenfalls für Kunden aus anderen Marktsegmenten, z. B. der General Industry.

Derzeit bestehen insbesondere folgende aktuelle Risiken, welche auf den Geschäftsverlauf auch nach 2010 Auswirkung haben könnten:

Aufwertung des Euro gegenüber anderen Währungen
Auslaufen bestehender Konjunkturprogramme
Weiterer Einstieg von Mitbewerbern - vor allem aus dem asiatischen Raum - und dadurch Verstärkung des Kostendrucks
Erneute Verschärfung der Banken- und Finanzkrise
Politische Risiken insbesondere durch aktuelle Entwicklungen in Nordafrika

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

KUKA Robotics

Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere aus der Automobilindustrie und deren Zulieferbranche, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dieses Geschäftsbereichs dar. Die Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter in den aktuell bedienten Märkten.

KUKA Robotics wirkt diesem Trend mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Darüber hinaus werden neue Märkte erschlossen, beispielsweise Applikationen im Bereich der Medizintechnik und in sonstigen konsumnahen Bereichen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden im KUKA Konzern insgesamt 29,5 Mio. € für Forschung und Entwicklung aufgewendet, wovon der größte Anteil (95,6 %) auf den Geschäftsbereich Robotics entfiel.

Eine ständige Verbreiterung der Kundenbasis aus der General Industry ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Entwicklung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Darüber hinaus wird der Vertrieb in der Region Amerika und in den BRIC-Staaten weiter vorangetrieben. Währungsvorteile begünstigen außerdem zum Teil das Geschäft der Wettbewerber. Durch erhöhte Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll erreicht werden, die Ertragskraft unabhängiger von Währungsschwankungen zu gestalten ("natural hedging").

KUKA Systems

Aufgrund der Langfristigkeit der Auftragsabwicklung, der oft erforderlichen Spezifikationsanpassungen während der Abarbeitung der Aufträge, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie des Preis- und Wettbewerbsdrucks können Risiken für den Umsatz und das Ergebnis in den Aufträgen entstehen. Ergänzend können sich weitere Projektrisiken z. B. aufgrund von Projektfehlkalkulationen, Konventionalstrafen und Projektverschiebungen ergeben. Im Rahmen des Exposure-Reportings werden insbesondere Solvenzrisiken überwacht und durch ein stringentes Projekt- und Forderungsmanagement verfolgt und damit reduziert. Andere Risiken werden laufend beobachtet und bei Bedarf durch Rückstellungen bilanziell berücksichtigt. Zudem wurden die Prozesse bezüglich der Herauslegung von Angeboten und der Annahme von Kundenbestellungen optimiert und weltweit vereinheitlicht.

Wie bereits im Vorjahr wirkte sich die regionale Diversifizierung der Aktivitäten in Europa und Nordamerika sowie die wachsende Geschäftstätigkeit vor allem im asiatischen Raum positiv auf die Risikosituation aus. Besonders in den BRIC-Staaten werden weiterhin hohe Potenziale gesehen, da die Automobilindustrie in diesen Ländern eine signifikante Steigerung der Produktionskapazitäten plant. Die steigende Modellvielfalt der Automobilindustrie wirkt sich ebenfalls positiv auf die Auftragslage aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden, die zum Neubau bzw. Umbau von Produktionslinien führen. Hieraus können sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten ergeben.

Durch die Notwendigkeit zum Bau von kleineren oder Ressourcen sparenden Fahrzeugen, die mit alternativen Energien angetrieben werden, wird es insbesondere für die amerikanischen Automobilhersteller notwendig sein, Investitionen in den Neubau von Produktionslinien bzw. den Umbau von bestehenden Produktionssystemen zu tätigen.

Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen und auch Risiken. Die Marke Jeep Wrangler weist im Vergleich zu den übrigen amerikanischen Fahrzeugmodellen überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an denen KUKA auch im Jahr 2010 partizipiert hat. Risiken bestehen in diesem Zusammenhang in einer stärkeren Abhängigkeit von den produzierten Volumina für den amerikanischen Automobilmarkt.

Nach einer fundierten Marktanalyse der General Industry sollen bei KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie realisiert werden. Aktuelle Beispiele hierfür sind die Luftfahrt- und Solarindustrie sowie der Schienenfahrzeugbau, in denen 2010 neue Aufträge akquiriert werden konnten.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Ziel der Geschäftsbereiche ist es, in ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer Technologien über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung. Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen entgegengewirkt. Dies wird unterstützt von anwendungsorientierten Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen zum Beispiel mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Wessling bei München sowie mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und dem Universitätsklinikum Aachen.

Die Implementierung effizienter Qualitätssicherungssysteme sowie regelmäßige Zertifizierungen tragen dazu bei, mit kundenorientierten Produkten und Lösungen zu überzeugen und die Stellung der KUKA Gesellschaften in ihren Märkten zu festigen.

Die Unternehmensstrategie wird von einer zentralen Stabsstelle in der KUKA AG koordiniert und mit den Geschäftsbereichen regelmäßig überprüft und abgestimmt. In dem gemeinsamen Innovation Center werden Querschnittstechnologien und -konzepte entwickelt, um durch einheitliche Vorgehensweisen und Prozesse Synergien zu nutzen und den Anforderungen des Marktes mit innovativen Produkten und Lösungen gerecht zu werden.

Zur Optimierung der Kostensituation und zur Schaffung effizienter Prozesse im KUKA Konzern wurde 2010 die Kostenstruktur des Unternehmens verbessert. Neben geänderten Abläufen wurde vor allem die Ertragskraft gesteigert. Weiterhin wurde eine neue Risikocheckliste für Großaufträge implementiert, sodass speziell technische Risiken zukünftig besser eingeschätzt und kalkuliert werden können.

PERSONALRISIKEN

Der Erfolg des KUKA Konzerns, eines von Hochtechnologie geprägten Unternehmens, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Konzern im Wesentlichen aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Die Belebung der Konjunktur im vergangenen Jahr stellte KUKA vor die Herausforderung, dieses Personal langfristig an den Konzern zu binden und neue hoch qualifizierte Mitarbeiter auszubilden bzw. für eine Tätigkeit im Konzern zu gewinnen. Dies gilt sowohl für die traditionellen Märkte in Europa und den USA als auch für die Rekrutierung von Mitarbeitern in den Wachstumsmärkten, z. B. den BRIC-Staaten, in denen der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern stetig zunimmt.

In Deutschland zeigt sich darüber hinaus ein zunehmender Mangel an qualifiziertem, insbesondere technisch ausgebildetem Personal. Dies erfordert entsprechende unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen und eine permanente Ausrichtung des Unternehmens auf den Arbeits- und Bewerbermarkt. Hierzu gibt es enge Kooperationen mit lokalen und nationalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, wie zum Beispiel mit der Universität Augsburg, der RWTH Aachen und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter auf allen Ebenen des Konzerns - teils dezentral, teils zentral organisiert - sichert dabei die unverzichtbare fachliche Kompetenz des Personals. Das unternehmensinterne internationale Traineeprogramm bietet Nachwuchskräften die Möglichkeit, verschiedene Bereiche und Auslandsgesellschaften kennen zu lernen. Die zum Jahresende 210 Auszubildenden im KUKA Konzern werden früh in das Unternehmen integriert und nach Beendigung der Ausbildung weitestgehend in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Eine der entscheidenden Herausforderungen der kommenden Jahre wird sein, den KUKA Konzern hinsichtlich der demografischen Entwicklung zukunftssicher aufzustellen.

Neben der Verankerung eines attraktiven leistungs- und erfolgsabhängigen Entgeltsystems für Führungskräfte zur Stärkung von unternehmerisch geprägten Denk- und Handlungsweisen stellt auch die Möglichkeit der Teilnahme an den Mitarbeiteraktienprogrammen des KUKA Konzerns für alle Mitarbeiter einen Anreiz dar, sich langfristig an den Konzern zu binden und an seiner Entwicklung zu partizipieren.

INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN

Mit der Einführung des Shared Service Centers Informationstechnologie (IT) wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, um zunächst am Standort Augsburg alle IT-Prozesse in einer einzigen Abteilung zu bündeln, um Prozessvereinfachungen und -standardisierungen durchführen zu können und Kostensenkungspotenziale zu heben. Dies erfolgt unter anderem durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software sowie durch die restriktive Handhabung von Zugangs- und Zugriffsberechtigungen.

Die bestehenden IT-Sicherheits-Systeme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen werden regelmäßig optimiert und überprüft, um mögliche informationstechnologische Risiken wie z. B. den Ausfall von Rechenzentren oder sonstigen IT-Systemen bereits im Vorfeld zu erkennen bzw. zu minimieren. Durch die konsequente Überwachung der betreffenden Prozesse wird sichergestellt, dass Risiken sowohl durch zunehmende externe Bedrohungen als auch die Abhängigkeit durch die weiter fortschreitende Digitalisierung von Geschäftsprozessen minimiert werden.

Zudem besteht eine enge Verknüpfung der IT-Sicherheit mit dem Risikomanagementprozess des KUKA Konzerns. Sowohl im Zuge der jährlichen IT-Prüfung als auch stichprobenartig werden die entsprechenden Prozesse durch externe Prüfer auf die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft.

Darüber hinaus richtet sich der Einsatz von IT an den Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen des KUKA Konzerns aus.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Zu den zentralen Aufgaben der KUKA AG zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit. In diesem Zusammenhang optimiert die Zentrale auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu wurde das in 2007 implementierte, einheitliche und konzernweit arbeitende Treasury-Reporting-System weiterentwickelt. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung ihrer Zahlungsströme reduziert.

In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde die Solvenz des KUKA Konzerns durch mehrere Maßnahmen gestärkt. Dabei wurde die Passivstruktur hinsichtlich der Fristigkeiten und der eingesetzten Finanzierungsinstrumente neu geordnet. Hierzu zählen zwei Kapitalerhöhungen, die Begebung einer Unternehmensanleihe sowie der Abschluss neuer Konsortialkreditvereinbarungen.

Die KUKA AG hat im November 2009 und im Juni 2010 jeweils Barkapitalerhöhungen durch Ausgabe neuer Aktien durchgeführt, wodurch Bruttoerlöse in Höhe von 27,9 Mio. € bzw. 45,4 Mio. € der Bilanz an neuem Eigenkapital zugeführt wurden.

Neben der primär erzielten Verbesserung der Eigenkapitalausstattung des Konzerns sind diese Mittel für allgemeine unternehmerische Zwecke vorgesehen. Dies betrifft neben der Finanzierung des Working Capital insbesondere die Umsetzung weiterer strategischer Maßnahmen, unter anderem Investitionen in Entwicklungsprojekte.

Im Rahmen der Neuordnung der Konzernfinanzierung hat die KUKA AG eine Anleihe bei institutionellen und Retail-Investoren im In- und Ausland platziert. Die Anleihe hat einen Gesamtnennbetrag von 202 Mio. € und eine Laufzeit von sieben Jahren bis 2017. Die Mittel dienen einerseits für eine etwaige Tilgung der am 9. Mai 2006 begebenen Wandelanleihe, die am 9. November 2011 zur Rückzahlung fällig wird. Die Tilgung in Höhe von 69,0 Mio. € ist durch einen hierfür eigens bereitgestellten Teilbetrag aus den Erlösen der Anleihe sichergestellt. Die verbleibenden Erlöse wurden für eine Ablösung der Barinanspruchnahmen des Konsortialkredits und zur Entwicklung des operativen Geschäfts verwendet.

Die Rating-Agenturen Standard & Poor's und Moody's bewerteten die KUKA AG mit einem langfristigen Corporate-Kreditrating von B bzw. B2 (CFR). Beide Ratings sind mit einem stabilen Ausblick versehen. Die Anleihe der KUKA AG wurde mit einem Rating von B- bzw. B3 versehen.

Die KUKA AG schloss im März 2010 eine Verlängerung und Erhöhung des bestehenden Konsortialkreditvertrags in Höhe von insgesamt 336 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2012 ab. Dieser Betrag teilte sich in revolvierend ausnutzbare Barlinien (146 Mio. €) sowie Avallinien (190 Mio. €) auf.

Nach dem erfolgreichem Abschluss der Kapitalerhöhung im Juni 2010 und der Platzierung einer Unternehmensanleihe hat sich die KUKA AG im November 2010 mit dem Bankenkonsortium über den Abschluss eines neuen Konsortialkredits geeinigt, der den im März 2010 abgeschlossenen Konsortialkredit vorzeitig ablöst. Der neue Konsortialkredit hat ein Gesamtvolumen von 200 Mio. € und eine Laufzeit bis 31. März 2014. Das Gesamtvolumen des Kredits teilt sich in Avallinien in Höhe von 150 Mio. € und in revolvierend ausnutzbare Barlinien in Höhe von 50 Mio. € auf. Der neue Konsortialkredit enthält im Verhältnis zum bisherigen Kreditvertrag verbesserte Konditionen und ein erhöhtes Maß an Flexibilität.

Der Konsortialkreditvertrag enthält marktübliche Covenants hinsichtlich Verschuldungskoeffizienten und Zinsdeckung. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung von derartigen covenantbasierten Finanzierungen besteht grundsätzlich dann, wenn eine deutlich unter den Planungen verlaufende Geschäftsentwicklung und infolge die Ertrags- und Finanzsituation ein Einhalten solcher Bedingungen nicht mehr gewährleistet. In solchen Fällen ist der Fortbestand der Finanzierung davon abhängig, inwieweit die finanzierenden Banken erforderlichen Anpassungen zustimmen. KUKA überwacht die Einhaltung der Covenants auf monatlicher Basis; zum 31. Dezember 2010 wurden die Covenants durch KUKA eingehalten.

Neben den oben beschriebenen Schritten ergänzen Vereinbarungen zu bilateralen Kreditlinien mit Banken und Kautionsversicherern das Finanzierungsportfolio des KUKA Konzerns. Dazu zählt z. B. das im Jahr 2006 aufgelegte ABS-Programm (regelmäßiger Verkauf von Forderungen) in Höhe von bis zu 25 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2012.

Das transaktionsbezogene Wechselkursrisiko wird durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Ziel dabei ist es, dieses Wechselkursrisiko rollierend zu sichern. Detailliert wird über das zentrale Devisenmanagement im Konzernanhang unter Finanzinstrumente auf den Seiten 95 und 96 berichtet. Grundsätzlich müssen alle Gesellschaften des KUKA Konzerns Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung sichern. Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände - aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert ("natural hedging"). Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen.

COMPLIANCE-RISIKEN

Compliance-Verstöße könnten zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich zukünftigen Verhaltens, der Herausgabe von Gewinnen, dem Ausschluss aus bestimmten Geschäften, dem Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen führen. Des Weiteren könnte eine Verwicklung in potenzielle Korruptionsverfahren der Reputation des KUKA Konzerns insgesamt schaden und nachteilige Auswirkungen auf das Bemühen haben, sich um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Die Ermittlungen könnten sich auch auf Beziehungen zu Geschäftspartnern, von denen der KUKA Konzern abhängt, sowie auf die Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, nachteilig auswirken. Sie könnten sich ferner nachteilig auf die Fähigkeit auswirken, strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, die für das Geschäft wichtig sein könnten, wie z. B. Joint Ventures oder andere Formen der Zusammenarbeit. Laufende oder zukünftige Ermittlungen könnten zur Aufhebung einiger bestehender Verträge führen und Dritte, einschließlich Mitbewerber, könnten gegen den KUKA Konzern in erheblichem Umfang rechtliche Verfahren anstrengen.

Um diese Risiken transparent und kontrollierbar zu machen, wurde Anfang 2008 ein weltweit gültiges Corporate-Compliance-Programm implementiert und alle Führungskräfte weltweit geschult. Der hierin verankerte Compliance-Ausschuss hält in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf Sitzungen ab und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der KUKA AG; dieser berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Die Gesamtverantwortung für das Corporate-Compliance-Programm liegt beim Vorsitzenden des Vorstands. Es unterliegt unter anderem einer strengen internen Kontrolle und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Wesentliche Risiken ergaben sich im Jahr 2010 hieraus nicht, da durch die frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, wie z. B. die Anpassung von Geschäftsabläufen, aktiv gegengesteuert werden konnte.

SONSTIGE RISIKEN

Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert diesen so weit wie möglich entgegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen verzichtet wird. Der Konzern nutzt teilweise im Eigentum befindliche Grundstücke und Immobilien im Rahmen seines Geschäftsbetriebes. Dabei trägt das Unternehmen Risiken für den Fall, dass dieses Eigentum mit etwaigen Altlasten, Bodenverunreinigungen oder sonstigen schädlichen Substanzen belastet ist. Nach heutigem Erkenntnisstand liegen keine wertmindernden, bilanziell zu berücksichtigende Tatsachen vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich solche Tatsachen, die beispielsweise Kosten verursachende Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen würden, zukünftig ergeben könnten.

Rechtliche Risiken werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilung des Konzerns unterstützt die operativen Gesellschaften und trägt so zu einer Risikobegrenzung bei. Des Weiteren besteht eine konzernweite D&O-Versicherung (Directors' and Officers' Liabilitiy Insurance), welche u. a. für die geschäftsführenden Organe (Vorstand und Geschäftsführer) sowie Aufsichtsorgane (Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräte) der in- und ausländischen Konzerntochtergesellschaften abgeschlossen wurde. Jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen. Der Vorstand der KUKA entscheidet anschließend über die weitere Vorgehensweise.

Um eine mögliche Übernahme des Unternehmens abschätzen zu können, werden Analysen der Aktionärsstruktur durchgeführt. Die Globalisierung der operativen Geschäfte im KUKA Konzern hat die notwendige Berücksichtigung einer Vielzahl internationaler und landesspezifischer vorwiegend gesetzlicher Regelungen und Anweisungen von Finanzverwaltungen zur Folge. Abgabenrechtliche Risiken können entstehen durch fehlende Berücksichtigung von Gesetzen und anderen Regelungen. Insbesondere steuerliche Betriebsprüfungen können zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Für solche steuerlichen Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend leistungs- und finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und aufgrund der Restrukturierung auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

GRUNDSÄTZE

Da das Mutterunternehmen, die KUKA Aktiengesellschaft, eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist, sind gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. KUKA versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 1g f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

STRUKTUREN UND PROZESSE

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Konzernvorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Für deutsche Gesellschaften bestehen im Bereich Accounting, Human Resources und IT Shared Service Center bei der KUKA AG. Andere konzernübergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes werden ebenfalls zentral auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse durch die KUKA AG erbracht.

Dazu werden die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Konzernrichtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt und in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.

MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risikobericht auf Seite 67 ff.) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den Konzernrechnungslegungsprozess;
Qualitätskontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften und einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Meldeeinheiten;
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Prozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im Reporting- und Konsolidierungssystem;
Maßnahmen zur Sicherstellung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch die eingebundenen Fachabteilungen sowie durch die interne Revision, die durch systematische Prüfungen die Einhaltung des internen Kontrollsystems überwacht.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG

Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der KUKA AG und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt.

Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet werden und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.

ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB UND ERLÄUTERNDER BERICHT

Nachfolgend sind die nach § 315 Abs. 4 HGB erforderlichen Angaben aufgeführt und erläutert.

ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Zum 31. Dezember 2010 betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 88.180.120,60 €, eingeteilt in 33.915.431 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§ 4 Abs. 1 der Satzung). Bei Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgesetzt werden (§ 4 Abs. 3 der Satzung).

BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN

Die KUKA Aktiengesellschaft gewährt regelmäßig Vorständen der Gesellschaft sowie weiteren ausgewählten Führungskräften von Konzerngesellschaften aufgrund individualvertraglicher Regelungen die Teilnahme an so genannten "Phantom-Share-Programmen", d. h. virtuellen Aktien-Programmen. Die Phantom-Share-Programme sind Bestandteil des erfolgsorientierten Vergütungssystems von Führungskräften und sind auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die jeweiligen Programme haben eine Laufzeit von drei Jahren. Nach deren Ablauf erfolgt eine Auszahlung, deren Höhe sich nach dem Aktienkurs und der Entwicklung des Unternehmenswerts richtet. Nach den Bedingungen der Phantom-Share-Programme müssen die teilnahmeberechtigten Führungskräfte am Ende der Laufzeit des jeweiligen Programms 25 % des ausgezahlten Bruttoerlöses zum Kauf von KUKA Aktien einsetzen, bis ein festgelegtes Haltevolumen, dessen Wert für die bisher aufgelegten Programme 50 % der jeweiligen Jahresfestvergütung entspricht, erreicht ist. Für die Erreichung des Haltevolumens werden auch außerhalb der Phantom-Share-Programme erworbene Aktien berücksichtigt. Die Halteverpflichtung endet erst mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.

Die KUKA Aktiengesellschaft hat auch im Jahr 2010 ein so genanntes MitarbeiterAktienProgramm (MAP 2010) aufgelegt. Nach den Bedingungen des MAP 2010 konnten die Mitarbeiter im eigenen Namen und auf eigene Rechnung KUKA Aktien erwerben und haben zusätzlich zu den erworbenen Aktien, in einem in den Bedingungen des MAP 2010 festgelegten Verhältnis, Anreizaktien (Bonusaktien) erhalten. Die erworbenen KUKA Aktien sowie die zugeteilten Anreizaktien unterliegen bis zum 31. Dezember 2011 einer Veräußerungssperre.

Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen.

Am 28. bzw. 29. Juni 2010 wurden - nach Durchführung der Kapitalerhöhung mit Bezugsangebot im Juni 2010 - der KUKA Aktiengesellschaft von den nachstehenden Personen und Gesellschaften folgende Beteiligungen mitgeteilt. Danach bestanden zu diesem Zeitpunkt Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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1 Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 25,18% 23,69 % unmittelbar gehalten 1,49 % zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
2. Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 25,18% 23,69 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 1,49 % zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
3. Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 25,18% 23,69 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 1,49 % zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
4. Rudolf Grenzebach, Deutschland 25,18% 23,69 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 1,49 % zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
5. Rinvest AG, Pfäffikon, Schweiz 25,18% 1,49 % unmittelbar gehalten 23,69 % zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
6. Dr. Till Reuter, Schweiz 25,18% 1,49 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 23,69 % zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG

Die KUKA Aktiengesellschaft ist darüber informiert worden, dass die Grenzebach Maschinenbau GmbH im weiteren Verlauf des Jahres 2010 zusätzliche Aktien der Gesellschaft erworben hat und hierdurch unmittelbar, d. h. ohne weitere Zurechnungstatbestände nach dem WpHG, einen Stimmrechtsanteil größer 25 % hält. Der Gesellschaft sind hierzu keine Stimmrechtsmeldungen zugegangen, sodass davon auszugehen ist, dass durch den Erwerb weiterer Aktien keine Stimmrechtsschwellen nach dem WpHG überschritten wurden.

AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.

ART DER STIMMRECHTSKONTROLLE, WENN ARBEITNEHMER AM KAPITAL BETEILIGT SIND UND IHRE KONTROLLRECHTE NICHT UNMITTELBAR AUSÜBEN

Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB besteht nicht.

GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND SATZUNGSBESTIMMUNGEN ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN

Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§ 6 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 MitbestG und § 6 der Satzung geregelt.

Gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. § 22 Abs. 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; Letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall.

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2009 ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des genehmigten Kapitals II und, falls dieses bis zum 28. April 2014 nicht (vollständig) ausgenutzt sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist, anzupassen. Zudem wurde der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2010 ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des genehmigten Kapitals III und, falls dieses bis zum 28. April 2015 nicht (vollständig) ausgenutzt sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist, anzupassen.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AUSGABE UND ZUM RÜCKKAUF VON AKTIEN

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2009 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 28. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 34.5000.000 € durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bareinlagen und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Das genehmigte Kapital II wurde im November 2009 im Umfang von 6.915.974 € und im Juni 2010 im Umfang von 12.104.146,60 € ausgenutzt und durch die Hauptversammlung vom 29. April 2010 teilweise geändert, sodass es jetzt noch im Umfang von 15.479.879,40 € besteht. Im Falle einer (auch teilweisen) Ausnutzung dieser Ermächtigung ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt. Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre insoweit auszuschließen, wie es erforderlich ist, um Inhabern der von der KUKA Aktiengesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung der Options- bzw. Wandlungspflicht zustehen würde. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

Weiterhin ist der Vorstand durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. April 2010 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 6 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 28. April 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals um bis zu 7.607.587,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital III). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals III gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10 %-Grenze werden Aktien angerechnet, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. April 2010 erworben und / oder aufgrund dieser Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

Gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 19.500.000 € durch Ausgabe von bis zu 7.500.000 neuen Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungs- bzw. Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren in- oder ausländischen Mehrheitsbeteilungsgesellschaften bis zum 4. Juli 2008 ausgegebenen Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen.

Unter teilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Begebung von Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen und des vorstehend beschriebenen bedingten Kapitals hat die KUKA Aktiengesellschaft am 9. Mai 2006 im Wege einer Privatplatzierung über ihre 100 %ige niederländische Tochtergesellschaft, KUKA Finance B. V., eine durch die KUKA Aktiengesellschaft garantierte Wandelschuldverschreibung im Nominalbetrag von 69.000.000 € platziert. Hieraus entsteht die Verpflichtung zugunsten der Anleihegläubiger, jede Schuldverschreibung im Wert von nominal 50.000 € gemäß dem Wandlungsrecht jederzeit während des Ausübungszeitraums (8. Juli 2006 bis 18. Oktober 2011) ganz, nicht jedoch teilweise, zum aktuellen Wandlungspreis von 25,1034 € pro Aktie in auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 € zu wandeln (aufgrund der Dividendenausschüttung im Mai 2008 für das Geschäftsjahr 2007 und der Kapitalerhöhung im Juni 2010 musste der ursprünglich festgelegte Wandlungspreis entsprechend den Bedingungen der Schuldverschreibungen angepasst werden). Machen sämtliche Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch, wird das Kapital der Gesellschaft durch Ausgabe von - vorbehaltlich der Verwässerungsschutzbestimmungen der Anleihebedingungen - derzeit rund 2.750.000 neuen Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 € um rund 7.150.000 € erhöht. Eine Börsennotierung der Anleihe ist im EuroMTF-Markt der Luxemburger Börse erfolgt.

Die Bedingungen der Schuldverschreibungen enthalten eine marktübliche Change-of-Control-Regelung, nach der die Anleiheschuldnerin (KUKA Finance B. V.) und die Garantin (KUKA Aktiengesellschaft) die Änderung der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung in einer führenden Zeitung mit allgemeiner Verbreitung in Luxemburg, voraussichtlich im Luxemburger Wort, veröffentlichen und den Stichtag des Kontrollwechsels in gleicher Weise bekanntmachen müssen. Jeder Anleihegläubiger hat danach das Recht, von der Anleiheschuldnerin zum Stichtag des Kontrollwechsels die Rückzahlung einzelner oder aller seiner Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich Zinsen zu verlangen. Ansonsten wird das Wandlungsverhältnis nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen angepasst. Kontrolle im vorstehenden Sinn bezeichnet direktes oder indirektes (im Sinne des § 22 WpHG) rechtliches oder wirtschaftliches Eigentum von Aktien, die zusammen mehr als 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft gewähren oder im Fall eines Erwerbsangebots für Aktien Umstände, in denen die Aktien, die sich bereits in der Kontrolle des Anbietenden (und / oder Personen, die mit dem Anbietenden zusammenwirken) befinden, und die Aktien, für die bereits das Angebot angenommen wurde, zusammen mehr als 50 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft gewähren und zur gleichen Zeit das Angebot unbedingt geworden ist.

Gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 18.200.000,00 €, eingeteilt in bis zu Stück 7.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung / Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2010 bis zum 28. April 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung / Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung / Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. April 2009 wurde die bis zum 30. September 2010 bestehende Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien aufgehoben. Des Weiteren hat die Hauptversammlung der KUKA Aktiengesellschaft vom 29. April 2010 die Gesellschaft bis zum 28. April 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben, wobei die bereits erworbenen Aktien (3,91 % des Grundkapitals) zu berücksichtigen sind. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten.

Aufgrund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre

(i) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) an Dritte zu veräußern;

(ii) auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, (i) die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind und (ii) die unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;

(iii) zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind;

(iv) anstelle der Auszahlung variabler Vergütungsbestandteile und / oder des 13. Monatsgehalts von Mitarbeitern im KUKA Konzern im bzw. für das Geschäftsjahr 2010 in 2010 und 2011 zum Erwerb anzubieten. Folgende Gruppen von Mitarbeitern sind erfasst: (i) Vorstandsmitglieder der Gesellschaft; (ii) Geschäftsführungsmitglieder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen; (iii) Arbeitnehmer der Gesellschaft; (iv) Arbeitnehmer der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen. Bei dem Angebot von eigenen Aktien der Gesellschaft in diesem Zusammenhang ist vorzusehen, dass (i) die Aktien zu einem Preis erworben werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Annahme des Angebots nicht wesentlich unterschreitet; (ii) vorbehaltlich tarifvertraglicher Regelung, die Annahmefrist für das jeweilige Angebot vier Wochen beträgt; und (iii) die Mitarbeiter die erworbenen Aktien für die Dauer von vier Jahren halten müssen.

Soweit eigene Aktien der Gesellschaft Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft anstelle der Auszahlung von Vergütungsbestandteilen zum Erwerb angeboten werden sollen, wird der Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Verwendung der eigenen Aktien ermächtigt und legt die Modalitäten des Angebots eigener Aktien nach Maßgabe der vorstehenden Vorgaben fest.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen Aktien einzuziehen. Sowohl die Erwerbsermächtigung als auch die Verwendungsermächtigung können auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS STEHEN, UND DIE HIERAUS FOLGENDEN WIRKUNGEN

Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben mit einem Bankensyndikat unter Führung der Deutsche Bank AG Filiale Deutschlandgeschäft, der Commerzbank AG, der UniCredit Bank AG und der Landesbank Baden-Württemberg im November 2010 einen neuen syndizierten Kreditvertrag abgeschlossen, unter dem die Kreditgeber einen Betrag von bis zu 200.000.000 € zur Verfügung stellen. Hierdurch wird der wesentliche Kreditbedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankavalen) abgedeckt. Der Vertrag enthält eine marktübliche Change-of-Control-Regelung, unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können. Wäre es der KUKA Aktiengesellschaft in einem solchen Fall nicht möglich, am Markt umgehend eine neue Finanzierung zu erhalten, so könnte dies die wirtschaftliche Existenz der KUKA Aktiengesellschaft bedrohen.

Des Weiteren hat die KUKA Aktiengesellschaft unter Führung der Deutsche Bank AG (London Branch) und der Goldman Sachs International am 18. November 2010 eine Unternehmensanleihe mit einem Gesamtnennwert von 202 Mio. € emittiert. Die Unternehmensanleihe wird an der Luxemburger Börse (Euro MTF) gehandelt. Die Anleihebedingungen enthalten eine marktübliche Change-of-Control-Klausel. Danach liegt ein Change-of-Control vor, wenn

(i) eine Person oder mehrere gemeinsam handelnde Personen (acting in concert) Kontrolle über mehr als 30 % des Grundkapitals oder der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangen,

(ii) durch eine einmalige oder mehrmalige Transaktionen sämtliche oder nahezu sämtliche Vermögensgegenstände der KUKA Aktiengesellschaft und der gemäß den Anleihebedingungen als "Restricted Subsidiary" definierten Tochtergesellschaften an eine Person, die keine "Restricted Sudsidiary" ist, veräußert oder in sonstiger Weise übertragen werden,

(iii) in zwei aufeinander folgenden Jahren die Mehrheit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat nicht durch Aufsichtsratsmitglieder gestellt wird, die entweder bereits am Tag der Begebung der Unternehmensanleihe Mitglieder des Aufsichtsrats waren oder deren Bestellung zu Aufsichtsratsmitgliedern nicht durch den Nominierungsausschuss vorgeschlagen oder unterstützt wurde, oder

(iv) die KUKA Aktiengesellschaft oder eine Tochtergesellschaft, die als "Restricted Subsidiary" qualifiziert ist, eine in Ziffer 3 der Definition "Permitted Investment" der Anleihebedingungen definierte Transaktion vornimmt. Hierunter fallen wesentliche Kapitalbeteiligungen an Dritten (z. B. Joint Ventures).

Tritt ein Ereignis ein, welches nach den Anleihebedingungen die Voraussetzungen eines Change-of-Control erfüllt, hat jeder Anleihegläubiger das Recht, von der KUKA Aktiengesellschaft den Rückkauf seine Anteile zu verlangen. Der Rückkaufspreis beträgt dann 101 % des Nominalbetrages zuzüglich Zinsen.

Würden alle oder ein erheblicher Teil der Anleihegläubiger im Falle eines Change-of-Control von ihrem Rückverkaufsrecht Gebrauch machen und könnte die KUKA Aktiengesellschaft nicht umgehend eine alternative Finanzierung am Markt erhalten, so könnte dies die wirtschaftliche Existenz der KUKA Aktiengesellschaft bedrohen.

ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht erläutert die Grundlagen für die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Höhe und Struktur. Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat und zu den gemäß Wertpapierhandelsgesetz offen zu legenden Transaktionen mit der KUKA Aktiengesellschaft gemacht. Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und enthält Angaben, die nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs erforderlich sind, einschließlich der Offenlegung der Vorstandsvergütung nach §§ 314, 315 HGB. Der vom Wirtschaftsprüfer geprüfte Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts. Zu finden ist er im Corporate Governance Bericht.

PROGNOSEBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Weltwirtschaft kehrt auf Wachstumskurs zurück

Die Erholung der Weltwirtschaft hat 2010 zu einem Zuwachs der Wirtschaftsleistungen von 3,9 % geführt. Für das laufende Jahr erwartet die Weltbank ein weiteres Wachstum von 3,3 %. Dabei werden die Entwicklungs- und Schwellenländer weiterhin überproportional zulegen und dürften einen Zuwachs von rund 6 % erzielen. China bleibt mit einem prognostizierten Zuwachs von 8,7 % im laufenden Jahr unverändert die globale Wachstumslokomotive (Quelle: Weltbank vom 13. Januar 2011).

Aufschwung gewinnt in Deutschland an Breite

Die Bundesregierung erwartet für das laufende Jahr, dass sich der exportgetriebene Aufschwung fortsetzt und im Inland an Breite gewinnt. Die Rückkehr der deutschen Industrie zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten mit verbesserter Ertragslage dürfte sich dabei positiv auf die Investitionsneigung der Unternehmen und die Konsumneigung der Bevölkerung auswirken. Deshalb gehen die meisten wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute davon aus, dass die Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland in eine Phase stabilen Wachstums mündet. Die Bundesregierung schätzt den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr auf 2,3 % (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung vom 19. Januar 2011).

BRANCHENSPEZIFISCHERAHMENBEDINGUNGEN

Automobilindustrie erwartet steigende Produktionszahlen

Ein wesentlicher Grund für den Anstieg der weltweiten Automobilproduktion ist das strukturelle Wachstum der Nachfrage in den Schwellenländern. Nach einer Analyse der Maschmeyer Rürup AG liegt die Verbreitung von Fahrzeugen dort erst bei einem Zehntel der entwickelten Volkswirtschaften. Demnach kommen in Indien und China auf je 1.000 Einwohner 19 bzw. 59 Fahrzeuge. In Europa liegt diese Quote bei 600 Fahrzeugen je 1.000 Einwohner und in den USA ist es sogar schon ein Verhältnis von 1:1 (Quelle: Handelsblatt vom 20. Dezember 2010).

Die USA und Europa, welche als reife Märkte der Automobilindustrie gelten, weisen im Vergleich zu den Schwellenländern daher deutlich geringere Wachstumsraten auf. Dabei bleibt die USA der weltgrößte Markt für Premium-Fahrzeuge. Die deutschen Hersteller planen deshalb eine Steigerung ihres Absatzes in Nordamerika bis 2015 um knapp 50 %. (Quelle: Das Autojahr 2011, Handelsblatt vom 5. Januar 2011).

Insgesamt geht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC davon aus, dass die Anzahl der weltweit produzierten Fahrzeugeinheiten von 71 Mio. in 2010 bis zum Jahr 2017 auf 97 Mio. Einheiten steigen wird.

Dabei wird China in den kommenden Jahren der Treiber für den Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion sein. Während die Regionen Europa und Nordamerika im Vergleich zum Ausgangsjahr 2007 nur eine geringe Zunahme der produzierten Stückzahlen aufweisen dürften, gehen die Schätzungen für China von einer Verdreifachung der Produktionszahlen bis 2017 aus. In zwei Jahren könnte China auch weltweit bereits die meisten Fahrzeuge produzieren (Quelle: PWC 2011).

Modellvielfalt der Fahrzeuge ungebrochen

Prognosen über steige nie Produktionszahlen ziehen verstärkte Investitionen der Automobilhersteller in den Bau neuer Produktionsanlagen und zur Verlagerung von Kapazitäten in die Wachstumsregionen nach sich. Sichtbar wird diese Entwicklung an der Zahl der geplanten Produktionsanläufe neuer Fahrzeugmodelle. Alle internationalen und nationalen Automobilhersteller planen nach einer Untersuchung von CSM, im laufenden Jahr weltweit insgesamt 376 (Vorjahr: 310) neue Modelle auf den Markt zu bringen; diese Anzahl erhöht sich im folgenden Jahr auf 378. (Quelle: CSM Worldwide 2011).

ROBOTERMARKT

Industrierobotik

Im laufenden Geschäftsjahr ist nach einer Studie der International Federation of Robotics (IFR) eine weitere Belebung des weltweiten Robotermarktes zu erwarten. Auch hierbei dürfte die internationale Automobilindustrie, die für mehr als ein Drittel des Absatzmarktes verantwortlich ist, der wichtigste Treiber sein. Neben der Modernisierung der bestehenden Automobilfabriken in den Industrieregionen gehen die Investitionen dieser Branche verstärkt in die Wachstumsmärkte der Schwellenländer. Gleichzeitig dürfte die General Industry ihre Nachfrage nach Robotern zur Steigerung der Qualität und Effizienz kontinuierlich steigern. Branchen wie die pharmazeutische und die kosmetische Industrie, die Medizintechnik sowie die Nahrungsmittel- und die Getränkeindustrie besitzen nach Ansicht von Fachleuten unverändert ein hohes Automatisierungspotenzial. Insgesamt erwartet die IFR für den Zeitraum 2011 bis 2013 eine jährliche Wachstumsrate des weltweiten Robotermarktes von 10 %. Der Industrieroboter wird sich dabei weitere neue Anwendungen erschließen (Quelle: World Robotics 2010).

Servicerobotik

Völlig neue Anwendungsgebiete der Robotik entwickeln sich außerhalb des Einsatzes in der industriellen Produktion. Beispielsweise erbringen so genannte Serviceroboter Dienstleistungen in der innerbetrieblichen Logistik oder in der Medizin- und Sicherheitstechnik.

Im Vergleich zur Industrierobotik ist die Servicerobotik ein kleiner, aber schnell wachsender Markt. Ende 2009 betrug die Anzahl der abgesetzten Serviceroboter rund 77.000. Nach einer Studie der International Federation of Robotics (IFR) dürfte sich diese Anzahl im Zeitraum 2010 bis 2013 um 80.000 auf knapp 160.000 verdoppeln. Damit beträgt die durchschnittliche Wachstumsrate dieses neuen Geschäftsfelds 20 % im Jahr; doppelt so schnell wie der Weltmarkt für Industrieroboter (Quelle: IFR World Robotics 2010).

UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Positive Rahmenbedingungen bieten neue Chancen

Unterstützt von dem weltweiten Konjunkturaufschwung, sieht KUKA in der internationalen Automobilindustrie und insbesondere in der Robotik allgemein zahlreiche Chancen zum Ausbau laufender Geschäfte und zum Aufbau neuer Aktivitäten. Ein Schwerpunkt dabei ist die regionale Expansion des Unternehmens in den stark wachsenden Schwellenländern u. a. durch neue Fertigungskapazitäten vor Ort. Ein weiterer Schwerpunkt sind die neuen Einsatzmöglichkeiten der Robotik außerhalb der angestammten Märkte in der Automation industrieller Fertigungsprozesse.

Regionale Expansion

KUKA hat die Marktschwäche der vergangenen Jahre genutzt, um das Unternehmen auf die Wachstumsmärkte in den Schwellenländern Asiens und Südamerikas auszurichten. Dabei erfolgt der Ausbau des Geschäftes und der Aufbau von Kapazitäten schwerpunktmäßig in den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. KUKA unterhält mit allen großen Automobilherstellern Europas und Nordamerikas langjährige Geschäftsbeziehungen und ist deshalb als international aufgestellter Maschinen- und Anlagenbauer in den wichtigsten Wachstumsmärkten wie Russland, China, Indien und Brasilien mit eigenen Landesgesellschaften präsent.

Ausbau der Fertigungskapazitäten in China

Um die wachsende Nachfrage nach Industrierobotern in wichtigen Schwellenländern vor Ort zu befriedigen, plant KUKA einen Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in China. In den kommenden Jahren sollen die Produktionskapazitäten von derzeit 1.000 Robotern im Jahr auf 5.000 ausgeweitet werden. Die kurzen Lieferzeiten und die Nutzung kostengünstiger Zulieferungen sind hierbei entscheidend.

Ein strategisches Ziel des Unternehmens ist es in den kommenden Jahren, verstärkt lokale Kunden in den Schwellenländern zu gewinnen. Häufig gelingt der Markteintritt in diese neue Kundengruppe mit Automobilprojekten, die für den Export in die Industriestaaten mit ihren hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen vorgesehen sind. KUKA hat in diesem Zusammenhang bereits eine Reihe von Projekten mit chinesischen und indischen Automobilherstellern erfolgreich abgewickelt. Aufgrund ihrer fortschrittlichen Technologie und hohen Produktivität können diese Projekte als lokale Referenzen zur weiteren Expansion des Geschäftes auch außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) herangezogen werden. Zielbranchen sind hier vor allem die Metallbearbeitung und der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Kunststoff- und die Nahrungsmittelindustrie.

Vom Wachstum der Servicerobotik profitieren

Zur Ausschöpfung des Wachstumspotenzials in der Servicerobotik hat KUKA den Bereich Advanced Robotics gegründet. Seit Januar 2011 arbeitet dieser Bereich innerhalb der Robotics als eigenständige Gesellschaft KUKA Laboratories. Hier wurden entsprechende Forschungs- und Entwicklungskapazitäten gebündelt, um u. a. Märkte im nichtindustriellen Bereich zu erschließen; z. B. in der Medizintechnik. Zusätzlich soll der Leichtbauroboter (LBR) von der industriellen Erprobungsphase zur Marktreife gebracht werden. Als sensitiver, sicherer Roboter eröffnet der LBR völlig neue Anwendungen in der Zusammenarbeit mit dem Menschen.

Interessante Einsatzmöglichkeiten bestehen beispielsweise in der industriellen Montage, in den Werkstätten kleiner und mittlerer Betriebe als des Werkers dritte Hand oder auch in der Medizintechnik zur Einführung neuer Behandlungsmethoden.

VORAUSSICHTLICHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Gesamtaussage

KUKA hat im Berichtsjahr 2010 die Voraussetzungen für profitables Wachstum geschaffen. Im Rahmen der weiteren Erholung der Weltwirtschaft, die nunmehr auf einen stabilen Wachstumskurs einschwenken dürfte, erwarten wir im Planungszeitraum 2011 und 2012 auf Konzernebene weiter deutlich zunehmende Umsatzerlöse und nach dem erfolgreichen Abschluss des Kostensenkungsprograms überproportional steigende operative Ergebnisse (EBIT). Damit sollten auch erstmalig wieder positive Jahresüberschüsse ausgewiesen werden können.

Im Einzelnen gehen wir von folgenden Marktentwicklungen aus: Nach dem schnellen Anspringen der Nachfrage bei Industrierobotern aus der Automobilindustrie erwarten wir nunmehr eine zunehmende Vergabe größerer Aufträge zum Bau von neuen Produktionsanlagen. Gleichzeitig dürfte die Nachfrage der großen westlichen Automobilhersteller nach Neuinvestitionen in die Wachstumsmärkte der BRIC-Staaten in Ersatzinvestitionen in den entwickelten Industrieregionen Europas und Nordamerikas zurückschwenken und sich dabei insgesamt normalisieren.

Außerdem wird die margenstärkere General Industry ihr strukturelles Wachstum fortsetzen und ihre Bemühungen zur Rationalisierung ihrer Produktionsprozesse über den verstärkten Einsatz robotergestützter Automationslösungen intensivieren.

Dies führt zu Änderungen der Umsatzstruktur vor allem im Geschäftsbereich Robotics und damit zur Verbesserung der Profitabilität im KUKA Konzern insgesamt. Hierzu dürfte auch ein nachfragebedingter Anstieg der Preise bei den abgewickelten Aufträgen im Geschäftsbereich Systems beitragen.

Umsatzentwicklung

Der KUKA Konzern erwartet in den nächsten zwei Jahren eine jährliche Wachstumsrate der Umsatzerlöse, die der prognostizierten Steigerungsrate der Branchenverbände entspricht und in einem hohen einstelligen Prozentbereich liegt. Dadurch dürften 2011 Umsatzerlöse von mindestens 1,15 Mrd. € und in 2012 von mindestens 1,25 Mrd. € erreicht werden. Im Geschäftsbereich Robotics werden dabei tendenziell höhere Wachstumschancen gesehen als im Geschäftsbereich Systems.

Kostenentwicklung

Die Straffung der betrieblichen Prozesse im Zuge des durchgeführten Kostensenkungsprogramms hat zu einer deutlichen Verringerung der Overheadkosten und zu einer Absenkung der operativen Gewinnschwelle geführt. Bei weiter steigenden Geschäftsvolumina wird die Personalkostenquote im KUKA Konzern deshalb tendenziell sinken. Die erfolgreich abgeschlossenen Kostensenkungsmaßnahmen sollten sich insbesondere in verbesserten Bruttomargen niederschlagen.

Operatives Ergebnis (EBIT-Marge)

Eine höhere Auslastung der betrieblichen Kapazitäten, eine verbesserte Umsatzstruktur mit einem höheren Anteil der General Industry und eine Reduktion der operativen Gewinnschwelle sollten zu einer EBIT-Marge von mindestens 5 % in 2011 und rund 6 % in 2012 führen.

Jahresüberschuss

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 musste noch ein negatives Jahresergebnis ausgewiesen werden. Angesichts deutlich steigender operativer Ergebnisse, aber auch höherer Steueraufwendungen und rückläufiger Finanzierungskosten erwarten wir in 2011 einen zweistellig positiven Jahresüberschuss und in 2012 eine weitere Verbesserung.

Forschung und Entwicklung, Investitionen

Zur Sicherung der Innovationskraft und zur Weiterentwicklung zum Technologieunternehmen werden die Aufwendungen des KUKA Konzerns für Forschung und Entwicklung in den kommenden Jahren wieder erhöht. Insbesondere der Geschäftsbereich Robotics wird neue Aktivitäten bei der Entwicklung von Software und Applikationen initiieren, die zu einer Steigerung der F&E-Quote, d. h. der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, auf rund 8 % führen. Auf Konzernebene dürfte der F&E-Aufwand damit jährlich bei 35 bis 40 Mio. € bzw. einer F&E-Quote von 3 bis 3,5 % liegen.

Die Investitionen des Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden in den kommenden zwei Jahren bei 2 bis 3 % vom Umsatz liegen.

Free Cashflow

Der Free Cashflow generiert sich im KUKA Konzern im Wesentlichen aus den operativen Ergebnissen und der Entwicklung des Working Capitals. Steigende Erträge aus dem operativen Geschäft und ein stringentes Working Capital Management sollten sicherstellen, dass bei der erwarteten Umsatzsteigerung positive freie Cashflows erwirtschaftet werden.

KONZERNABSCHLUSS

KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010

der KUKA Aktiengesellschaft

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in T€ Erläuterung 2009 2010
Umsatzerlöse (1) 902.068 1.078.623
Umsatzkosten (2) -742.832 -874.591
Bruttoergebnis vom Umsatz 159.236 204.032
Vertriebskosten (2) -84.759 -86.851
Forschungs- und Entwicklungskosten (2) -35.565 -29.537
Allgemeine Verwaltungskosten (2) -77.685 -76.313
Sonstige betriebliche Erträge (3) 25.051 30.224
Sonstige betriebliche Aufwendungen (3) -39.178 -24.025
Betriebsergebnis -52.900 17.530
Überleitung zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
im Betriebsergebnis enthaltene Finanzierungskosten 318 7.241
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -52.582 24.771
Abschreibungen auf Finanzanlagen (4) -388 0
Zinserträge (5) 10.290 9.067
Zinsaufwendungen (5) -21.381 -31.114
Finanzergebnis -11.479 -22.047
Ergebnis vor Steuern -64.379 -4.517
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (6) -11.433 -4.049
Ergebnis nach Steuern -75.812 -8.566
davon auf Anteile Dritter entfallend -71 48
davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend -75.741 -8.614
Ergebnis je Aktie (verwässert / unverwässert) in € (7) -2,95 -0,28

GESAMTERGEBNISRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010

der KUKA Aktiengesellschaft

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in T€ Erläuterung 2009 2010
Ergebnis nach Steuern -75.812 -8.566
Unterschiede aus Währungsumrechnung -1.414 6.874
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (24) -4.209 -1.814
Latente Steuern auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste 1.335 273
Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen -4.288 5.333
Gesamterfolg -80.100 -3.233
davon auf Anteile Dritter entfallend -71 48
davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend -80.029 -3.281

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG* für das Geschäftsjahr 2010

der KUKA Aktiengesellschaft

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in Mio. € 2009 2010
Jahresfehlbetrag -75,8 -8,6
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 6,9 7,1
Abschreibungen auf Sachanlagen 16,2 15,2
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -3,5 -14,0
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 12,5 23,7
Cash Earnings -43,7 23,4
Gewinne / Verluste aus Anlagenabgängen 0,6 -0,6
Veränderungen der Rückstellungen 3,7 -28,2
Veränderungen von Posten des Umlaufvermögens und der Schulden
Veränderung der Vorräte 47,9 -52,0
Veränderung der Forderungen und Abgrenzungsposten 109,7 -45,3
Veränderung der Schulden und Abgrenzungsposten (ohne Finanzschulden) -113,4 77,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4,8 -24,8
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 2,5 2,9
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -11,4 -4,8
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -15,8 -10,6
Auszahlungen für Investitionen in Finanzinvestitionen -1,1 0,0
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -1,2 0,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -27,0 -12,5
Free Cashflow -22,2 -37,3
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 27,4 42,8
Einzahlungen aus der Begebung von Schuldverschreibungen und anleiheähnlichen Verbindlichkeiten 0,0 198,2
Ein- / Auszahlungen aus der Aufnahme / Tilgung von Bankverbindlichkeiten und anleiheähnlichen Verbindlichkeiten 14,6 -63,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 42,0 177,1
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 19,8 139,8
Wechselkurs- und sonstige Veränderungen des Finanzmittelfonds 0,1 2,4
Veränderung des Finanzmittelfonds 19,9 142,2
(davon Zu- / Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit) (0,0) (69,0)
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 41,3 61,2
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 61,2 134,4
Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit 0,0 69,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lt. Bilanz 61,2 203,4

* weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung im Anhang Seite 135

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2010

der KUKA Aktiengesellschaft

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AKTIVA
in T€ Erläuterung 31.12.2009 31.12.2010
--- --- --- ---
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Anlagevermögen (8)
Immaterielle Vermögenswerte (9) 79.216 76.530
Sachanlagen (10) 90.251 85.775
Finanzinvestitionen (11) 965 963
170.432 163.268
Forderungen aus Finanzierungsleasing (12) 75.761 77.762
Ertragsteuerforderungen 10.350 9.042
Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.956 12.038
Latente Steuern (6) 25.784 34.540
292.283 296.650
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte (13) 103.816 158.014
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (14) 114.245 125.713
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (14) 124.279 166.139
Forderungen aus Finanzierungsleasing (12) 3.452 4.082
Ertragsteuerforderungen 9.836 3.644
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen (15) 17.082 27.061
268.894 326.639
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (16) 61.228 203.435
433.938 688.088
726.221 984.738

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PASSIVA
in T€ Erläuterung 31.12.2009 31.12.2010
--- --- --- ---
EIGENKAPITAL (17)
Gezeichnetes Kapital (18) 76.076 88.180
Kapitalrücklage (19) 47.061 75.427
Eigene Anteile (20) -27.926 -27.926
Gewinnrücklagen (21) 64.196 60.938
Ausgleichsposten für Anteile Dritter (22) 1.418 1.466
160.825 198.085
LANGFRISTIGE SCHULDEN (26)
Finanzverbindlichkeiten (27) 63.823 192.823
Übrige Verbindlichkeiten (28) 16.030 13.639
Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (24) 70.049 70.248
Latente Steuern (6) 18.815 18.285
168.717 294.995
KURZFRISTIGE SCHULDEN (26)
Finanzverbindlichkeiten (27) 45.877 70.927
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73.331 148.606
Erhaltene Anzahlungen 27.084 48.980
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (14) 54.592 39.603
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 82 75
Ertragsteuerverbindlichkeiten 13.326 14.342
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen (28) 71.287 80.274
Sonstige Rückstellungen (25) 111.100 88.851
396.679 491.658
726.221 984.738

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS für das Geschäftsjahr 2010

der KUKA Aktiengesellschaft

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Erläuterung (18) (19) (20) (21)
Gewinnrücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital in Mio. € Kapitalrücklage in Mio. € Eigene Anteile in Mio. € Währungs- umrechnung in Mio. € Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste in Mio. €
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1.1.2009 25.272.660 69,2 26,5 -27,9 -8,5 5,0
Gesamterfolg -1,4 -2,9
Kapitalerhöhung 2.659.990 6,9 20,5
Mitarbeiteraktienprogramm
Sonstige Veränderungen
31.12.2009 27.932.650 76,1 47,0 -27,9 -9,9 2,1
Gesamterfolg 6,9 -1,6
Kapitalerhöhung 4.655.441 12,1 28,4
Mitarbeiteraktienprogramm
Sonstige Veränderungen 1,2
31.12.2010 32.588.091 88,2 75,4 -27,9 -3,0 1,7

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Erläuterung (21) (22)
Gewinnrücklagen
--- --- --- --- ---
Jahresüberschuss und sonstige Gewinnrücklagen in Mio. € Anteilseignern zustehendes Eigenkapital in Mio. € Ausgleichsposten für Anteile Dritter in Mio. € Summe in Mio. €
--- --- --- --- ---
1.1.2009 147,7 212,0 1,5 213,5
Gesamterfolg -75,7 -80,0 -0,1 -80,1
Kapitalerhöhung 27,4 27,4
Mitarbeiteraktienprogramm 0,1 0,1 0,1
Sonstige Veränderungen -0,1 -0,1 -0,1
31.12.2009 72,0 159,4 1,4 160,8
Gesamterfolg -8,6 -3,3 0,1 -3,2
Kapitalerhöhung 40,5 40,5
Mitarbeiteraktienprogramm 0,1 0,1 0,1
Sonstige Veränderungen -1,3 -0,1 -0,1
31.12.2010 62,2 196,6 1,5 198,1

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2010

der KUKA Aktiengesellschaft

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG*

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Robotics Systems KUKA AG und sonstige Gesellschaften
in Mio € 2009 2010 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Konzernaußenumsatzerlöse 299,5 385,5 602,0 692,2 0,6 0,9
in % der Konzernumsatzerlöse 33,2 35,7 66,7 64,2 0,1 0,1
Konzerninnenumsatzerlöse 31,0 50,2 3,5 3,1 9,0 9,4
Umsatzerlöse der Bereiche 330,5 435,7 605,5 695,3 9,6 10,3
Betriebsergebnis -11,5 20,8 -29,1 12,8 -22,2 -22,9
im Betriebsergebnis enthaltene Zinsen 0,3 7,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -11,5 20,8 -28,8 20,0 -22,2 -22,9
in % der Umsatzerlöse des Bereichs -3,5 4,8 -4,8 2,9 - -
in % der Konzernaußenumsatzerlöse -3,8 5,4 -4,8 2,9 - -
in % des durchschnittlichen Capital Employed (ROCE) -9,5 16,1 -14,5 10,4 - -
Capital Employed (Jahresdurchschnitt) 120,5 129,1 198,6 192,4 -0,6 -6,7
Capital Employed (Geschäftsjahresende) 119,0 139,3 183,5 201,2 -1,2 -12,2
Vermögen 199,9 249,2 436,3 504,8 170,2 175,8
Schulden 90,4 117,4 266,6 303,6 82,3 91,1
Investitionen 16,3 6,7 8,9 7,5 2,0 1,2
planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 10,4 9,6 10,3 9,5 2,3 3,1
außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 0,1
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2.119 2.201 3.675 3.419 186 194

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Überleitung und Konsolidierung Konzern
in Mio € 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- ---
Konzernaußenumsatzerlöse 902,1 1.078,6
in % der Konzernumsatzerlöse 100,0 100,0
Konzerninnenumsatzerlöse -43,5 -62,7
Umsatzerlöse der Bereiche -43,5 -62,7 902,1 1.078,6
Betriebsergebnis 9,9 6,9 -52,9 17,6
im Betriebsergebnis enthaltene Zinsen 0,3 7,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 9,9 6,9 -52,6 24,8
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - -5,8 2,3
in % der Konzernaußenumsatzerlöse - - -5,8 2,3
in % des durchschnittlichen Capital Employed (ROCE) - - -16,6 7,9
Capital Employed (Jahresdurchschnitt) -1,0 -2,3 317,5 312,5
Capital Employed (Geschäftsjahresende) -1,2 -3,5 300,1 324,8
Vermögen -177,5 -192,1 628,9 737,7
Schulden -15,8 -22,9 423,5 489,2
Investitionen - - 27,2 15,4
planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 23,0 22,2
außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 0,1
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 5.980 5.814

* weitere Informationen zur Konzern-Segmentberichterstattung siehe Anhang Seite 136 f.

ALLGEMEINE ANGABEN

AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE

Der Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, zum 31. Dezember 2010 wird nach den zum Bilanzstichtag zur Anwendung in der Europäischen Gemeinschaft zugelassenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den International Accounting Standards (IAS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), ergänzt um die nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden Vorschriften, aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2010 verpflichtend anzuwendenden Standards (IFRS / IAS) und Auslegungen (IFRICs) wurden berücksichtigt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit Ausnahme der erstmals seit dem Geschäftsjahr 2010 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen. Die neu angewandten Standards und Interpretationen sind unter den "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" aufgelistet.

Der Konzernabschluss entspricht deutschem Recht. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Standards ermittelt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden die Beträge im Anhang in Millionen Euro (Mio. €) angegeben.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 2. März 2011 aufgestellt.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Tochterunternehmen, die die KUKA Aktiengesellschaft gemäß IAS 27 bzw. SIC 12 direkt oder indirekt beherrscht (sog. "Control-Konzept"), werden nach den Regeln der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der KUKA Aktiengesellschaft und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3 unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden aufgerechnet und Zwischenergebnisse eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Bürgschaften und Garantien, die die KUKA Aktiengesellschaft zugunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden - soweit sie keine Außenwirkung entfalten - eliminiert.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss sind insgesamt 45 Gesellschaften und damit eine Gesellschaft mehr als im Vorjahr einbezogen. Neben der KUKA Aktiengesellschaft sind sechs Gesellschaften mit Sitz im Inland und 38 Gesellschaften mit Sitz im Ausland einbezogen, bei denen die KUKA Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2009 hat sich der Konsolidierungskreis ausschließlich durch die Gründung der KUKA Systems (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand, im Geschäftsbereich Systems verändert.

Unternehmenserwerbe

Im Vorjahr wurde von einem tschechischen Unternehmen der Geschäftsbereich mit Siliziumsägen für 1,1 Mio. € gekauft. Die Anlagen wurden in die am 27. August 2009 von der KUKA Systems GmbH, Augsburg (90,0 % der Anteile), und der KUKA Roboter GmbH, Augsburg (10,0 % der Anteile), für insgesamt 0,2 Mio. CZK erworbene Mantelgesellschaft KUKA S-BASE s. r. o., Roznov p. R., Tschechien, eingelegt.

Die Kaufpreisverbindlichkeit wurde vollständig durch Zahlungsmittel beglichen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder zusätzliche Anteile an bereits vollkonsolidierten Unternehmen wurden nicht erworben.

Auf den Erwerb entfielen Umsätze in Höhe von 0,0 Mio. € sowie ein Jahresfehlbetrag von 0,1 Mio. €. Wäre das Geschäft bereits zu Jahresbeginn 2009 erworben worden, so hätten sich bzgl. Umsatz und Jahresergebnis keine wesentlichen anderen Werte ergeben.

Nachfolgende Tabelle zeigt die im Zuge des Erwerbs des Geschäftsbereichs übernommenen Buchwerte unmittelbar vor der Akquisition sowie die Eröffnungsbilanz zu Zeitwerten:

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in Mio. € übernommene Buchwerte Eröffnungsbilanz zu Zeitwerten
Immaterielle Vermögenswerte 0,0 0,4
Sachanlagen 0,4 0,4
Vorräte 0,3 0,3
Summe 0,7 1,1

Bei den übernommenen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um fertige bzw. im Bau befindliche Siliziumsägen mit Ersatzteilen sowie um die entsprechenden Konstruktionszeichnungen. Schulden und Eventualverbindlichkeiten wurden nicht übernommen. In die Steuerbilanz der KUKA S-BASE s. r. o. wurden die Zeitwerte übernommen, sodass hierauf keine latenten Steuern zu bilanzieren waren. Ein Geschäfts- oder Firmenwert war bei der Transaktion nicht aufzudecken.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden unter Verwendung des Mittelkurses am Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei eintretende Kursgewinne oder Kursverluste werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden aus der funktionalen Währung (IAS 21) in Euro umgerechnet. Dies ist bei fast allen Auslandsgesellschaften die jeweilige Landeswährung, da sie im Wesentlichen in ihrem Währungsbereich aktiv sind. Die einzige Ausnahme ist die KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony / Ungarn, deren funktionale Währung seit 2007 der Euro ist, da sie ihre Geschäfte überwiegend in Euro abwickelt.

Alle Vermögenswerte und Schulden werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Firmenwerte sowie das Eigenkapital werden zu historischen Kursen umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt. Die Umrechnung des Jahresergebnisses wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Scheiden Konzernunternehmen aus, werden bestehende Währungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst. Die Währungskurse haben sich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Land Währung 31.12.2009 31.12.2010 2009 2010
--- --- --- --- --- ---
Brasilien BRL 2,5113 2,2177 2,7706 2,3344
Kanada CAD 1,5128 1,3322 1,5852 1,3665
China CYN 9,8350 8,8220 9,5174 8,9805
Indien INR 67,0400 59,7580 67,3080 60,6318
Japan JPY 133,1600 108,6500 130,2333 116,4567
Korea KWN 1,6670 1,4991 1,7728 1,5325
Malaysia MYR 4,9326 4,0950 4,9040 4,2733
Mexiko MXN 18,9223 16,5475 18,7841 16,7532
Russland RUB 43,1540 40,8200 44,1391 40,2780
Schweden SEK 10,2520 8,9655 10,6200 9,5469
Schweiz CHF 1,4836 1,2504 1,5099 1,3823
Taiwan TWD 46,1570 38,9163 45,9748 41,9341
Thailand THB 47,9860 40,1700 47,7750 42,0825
Tschechische Republik CZK 26,4730 25,0610 26,4548 25,2939
Ungarn HUF 0,2704 0,2780 0,2805 0,2754
USA USD 1,4406 1,3362 1,3933 1,3268
Vereinigtes Königreich GBP 0,8881 0,8608 0,8911 0,8582
Vietnam VND 26,42244 25,8959 24,8590 25,3792

BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Rahmen der Regelungen des IFRS 3 nach dem Impairment-Only-Ansatz bilanziert und mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitstests unterzogen.

Die Werthaltigkeitstests werden für die definierten Cash Generating Units gemäß den Regelungen des IAS 36 nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der Nutzungswerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten für die Detailplanungsphase aus den Unternehmensplanungen für die nächsten drei Jahre zugrunde gelegt und für die Folgezeit unterstellt, dass die jährlichen Cashflows grundsätzlich denen des dritten Jahres entsprechen. Vereinfachend wird hierbei in der ewigen Rente angenommen, dass die Investitionen den planmäßigen Abschreibungen entsprechen und das Working Capital unverändert bleibt.

Zu den verwendeten segmentspezifischen Diskontierungssätzen sowie zu den weiteren Parametern und deren Herleitung ebenso wie für die Nennung der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte verweisen wir auf die unter Erläuterung 9 gemachten Ausführungen.

Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten

Entwicklungskosten für neu entwickelte Produkte oder selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (z. B. Software) werden aktiviert, soweit sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind, dem Konzern daraus ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt sowie die weiteren Voraussetzungen des IAS 38.57 vorliegen. Die Herstellungskosten umfassen dabei die direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand berücksichtigt. Sofern wesentlich, werden Fremdkapitalzinsen bei so genannten "Qualifying Assets" aktiviert. Als "Qualifying Assets" werden im KUKA Konzern solche Vermögenswerte definiert, für die ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten erforderlich ist, um sie in einen gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Im KUKA Konzern kommen hierfür vor allem Fabrikationsanlagen, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte und langfristige Fertigungsaufträge in Betracht.

Die planmäßige Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts und läuft linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel ein bis drei Jahren. Darüber hinaus wird die Werthaltigkeit von aktivierten, noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten durch jährliche Werthaltigkeitstests überprüft.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Software, werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen im KUKA Konzern keine Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt, die in der Regel linear vorgenommen werden. Sollten Abschreibungen beim beweglichen Anlagevermögen nach der degressiven Methode dem Werteverzehr besser entsprechen, so kommen diese zum Ansatz. Die gewählte Abschreibungsmethode wird fortlaufend überprüft.

In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden in Übereinstimmung mit IFRS neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden bei "Qualifying Assets" aktiviert.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Jahre
Gebäude 25 - 50
Grundstückseinrichtungen 2 - 15
Technische Anlagen und Maschinen 2 - 15
Andere Anlagen 2 - 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 15

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert des betroffenen Vermögenswerts. Sind die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (beispielsweise Investitionszuschüsse und -zulagen) werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswerts abgesetzt. Ertragsbezogene Zuwendungen werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Finanzierungsleasing und operatives Leasing

Im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt (IAS 17). Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem KUKA Konzern zuzurechnen ist, erfolgt für diese Fälle die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Vertragslaufzeit. Die abgezinsten Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Finanzierungsleasingverträge, bei denen der KUKA Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst.

Soweit im KUKA Konzern Operating-Leasing-Verhältnisse gemäß IAS 17 auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und linear über die Laufzeit des Leasingvertrags verteilt, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzungsverlauf. Unter Erläuterung 10 wird über die entsprechenden zukünftigen Aufwendungen berichtet.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (z. B. Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (z. B. Geschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken).

Derivative Finanzinstrumente sind Finanzkontrakte, deren Wert sich vom Preis eines Vermögenswerts (wie z. B. Aktien, Obligationen, Geldmarktinstrumente oder Commodities) oder eines Referenzsatzes (wie Währungskursen, Indizes und Zinsen) ableitet. Sie erfordern keine oder nur geringe Anfangsinvestitionen und ihre Abwicklung erfolgt in der Zukunft. Beispiele für derivative Finanzinstrumente sind Optionen, Termingeschäfte oder Zinsswapgeschäfte. Derivate werden im KUKA Konzern zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt.

Nach IAS 39 werden folgende, für KUKA relevante Kategorien von Finanzinstrumenten unterschieden:

ausgereichte Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Financial Assets / Liabilities Held for Trading)
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-sale Financial Assets)
übrige finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Finanzinstrumente werden, soweit nicht anders angegeben, zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.

Finanzinstrumente werden grundsätzlich erstmalig mit dem Tag bilanziell erfasst, an dem der Vermögenswert an oder durch die KUKA geliefert wird (Bilanzierung zum Erfüllungstag).

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Finanzinvestitionen

Beteiligungen an fortgeführten Geschäftseinheiten, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns qualitativ und quantitativ von untergeordneter Bedeutung sind, werden im KUKA Konzern den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zugeordnet. Sie werden zu ihren Anschaffungskosten angesetzt. Aktuelle Marktwerte sind nicht verfügbar, da die Gesellschaftsanteile nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Auch das allgemeine Kreditrisiko wird, sofern nachweisbar, durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt. Dazu werden diese finanziellen Vermögenswerte anhand gleichartiger Risikoausfalleigenschaften gruppiert, gemeinsam auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls wertberichtigt. Bei der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt.

Der Buchwert der Vermögenswerte wird unter Verwendung von Wertberichtigungskonten reduziert. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Das theoretisch mögliche maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten. Die Buchwerte entsprechen weitgehend den Marktwerten.

Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Zeitwert werden als sonstige Vermögenswerte ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden mit dem Barwert der zukünftigen Leasingraten ausgewiesen.

Langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis erfasst. Gebühren, die bei der Einrichtung von Kreditlinien anfallen, werden als Transaktionskosten des Kredits aktiviert und über die Laufzeit der entsprechenden Kreditzusage abgeschrieben.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen auch die Verpflichtungen aus ausstehenden Lieferantenrechnungen.

Derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Zeitwert führen zu einem Ausweis einer sonstigen Verbindlichkeit.

Derivative Finanzinstrumente

Im KUKA Konzern werden nach IAS 39 sämtliche derivativen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Zeitwerte werden mit Hilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet.

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt zur Sicherung von Währungskursschwankungen. Eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften im Rahmen der restriktiven Vorschriften des Hedge Accounting unterbleibt.

Vorräte

Gemäß IAS 2 werden Vorräte zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten in Übereinstimmung mit IAS 2 auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Soweit erforderlich, wurden Abschläge auf niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswerte vorgenommen. Diese Abschläge berücksichtigen neben der verlustfreien Bewertung auch alle sonstigen Bestandsrisiken. Sofern die Gründe, die in der Vergangenheit zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge, die die Kriterien des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird dabei pro Auftrag in der Regel durch das Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Der entsprechende Gewinn des Fertigungsauftrags wird auf Basis des so errechneten Fertigstellungsgrads realisiert. Der Ausweis dieser Aufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen. Soweit die angearbeiteten Leistungen die Anzahlungen übersteigen, erfolgt der Ausweis aktivisch unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen. Verbleibt nach Abzug der Anzahlung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen. Fremdkapitalzinsen werden gemäß IAS 23 für Fertigungsaufträge berücksichtigt, die ab 2009 begonnen wurden. Für Drohverluste werden, falls notwendig, entsprechende Rückstellungen gebildet.

Tatsächliche und latente Steuern

Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird.

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden (Liability Method) sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden Vorteils führen. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird nicht vorgenommen. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt nur, soweit eine Identität der Steuergläubiger besteht.

Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach IAS 19. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen Versorgungsverpflichtungen des KUKA Konzerns aus leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem so genannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehalt und Altersbezügen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Der Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die erwarteten Erträge aus dem Fondsvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfasst (so genannte "3. Option").

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Ihre Höhe muss zuverlässig geschätzt werden können und sie muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich zu einem Abfluss zukünftiger Ressourcen führen. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formeller Restrukturierungsplan erstellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde und sich die Gesellschaft der Verpflichtung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr entziehen kann.

Es werden keine Aufwandsrückstellungen gebildet, da in diesem Fall keine Außenverpflichtung vorliegt.

Verpflichtungen aus dem Personalbereich, wie Urlaubslöhne, Gleitzeitguthaben und Altersteilzeit, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verpflichtungen für ausstehende Lieferantenrechnungen werden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Aktienbasierte Vergütung

Im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms konnten KUKA Mitarbeiter der inländischen Gesellschaften KUKA Aktien erwerben. Gestaffelt nach einer Haltedauer von einem, drei und fünf Jahren wird dem Mitarbeiter für jeweils zehn erworbene KUKA Aktien eine Bonusaktie gutgeschrieben. Zusätzlich zu den gezeichneten Aktien wurden 50 % Anreizaktien gewährt. Die Anzahl der Anreizaktien für alle Mitarbeiter war dabei auf 75.000 Stück begrenzt. Insgesamt wurden 150.195 Aktien von KUKA Mitarbeitern erworben.

Umsatzrealisierung

Fertigungsaufträge (IAS 11) werden nach dem effektiven Projektfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) bilanziert. Die übrigen Umsatzerlöse werden in Übereinstimmung mit IAS 18 realisiert. Die Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind. Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti werden dabei in Abzug gebracht. Zu diesem Zeitpunkt kann die Höhe der Erlöse verlässlich bemessen werden und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft ist hinreichend wahrscheinlich.

Umsatzkosten

Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Anschaffungskosten der verkauften Handelswaren. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf die Produktionsanlagen und immateriellen Vermögenswerte, die Abwertungen auf die Vorräte sowie die berücksichtigten Fremdkapitalkosten. Den Aufwand für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt KUKA zum Zeitpunkt der Umsatzlegung in den Umsatzkosten. Drohende Verluste aus Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten werden bei Anfall ergebniswirksam erfasst.

ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Im Konzernabschluss müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat das Unternehmen folgende wesentliche Ermessensentscheidungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend den Angaben in den dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, zu treffen.

Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte abzüglich Veräußerungskosten der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Ermittlung der Nutzungswerte muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für Einzelheiten zu den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte und zur Durchführung der Impairment-Tests verweisen wir auf die unter Gliederungspunkt 9 gemachten Ausführungen.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine Einschätzung der Unternehmensleitung des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Für Einzelheiten hierzu verweisen wir auf die unter Erläuterung 6 gemachten Ausführungen.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen

Insbesondere im Segment Systems tätigen einige Gesellschaften einen Teil ihrer Geschäfte als Fertigungsaufträge, die nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden. Die Umsätze werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen. Hierbei ist eine sorgfältige Schätzung des Leistungsfortschritts wesentlich für die Bilanzierung. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrads, umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse und -risiken sowie andere Beurteilungen. Alle Schätzungen werden kontinuierlich durch das jeweilige für das Projekt verantwortliche Management überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Eine Veränderung des Abzinsungsfaktors um +/- 0,25 % würde zu einer um +/- 2,0 Mio. € höheren / niedrigeren Defined Benefit Obligation führen. Bezüglich weiterer Details zu den Pensionsrückstellungen verweisen wir auf Gliederungspunkt 24.

Rückstellungen

Die Bestimmung und Bewertung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, von Rückstellungen für Gewährleistungen und von Rückstellungen im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden.

Insbesondere langfristige Fertigungsaufträge werden auf Basis von Ausschreibungen vergeben. KUKA bildet dann eine Rückstellung für drohende Verluste, wenn die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag erwarteten Gesamterlöse übersteigen. Diese Einschätzungen können sich infolge neuer Erkenntnisse im Projektfortschritt ändern. Verlustaufträge werden auf Basis der projektbegleitenden Kalkulation identifiziert. Hierbei ist eine Einschätzung der Leistungsanforderungen und Gewährleistungskosten nötig.

Die KUKA ist mit unterschiedliche Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Diese Verfahren können zu straf- oder zivilrechtlichen Sanktionen oder Geldbußen führen. Eine Rückstellung wird immer dann gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entstanden ist, die zu künftigen Mittelabflüssen führen wird und hinsichtlich ihrer Höhe verlässlich abschätzbar ist. Die zugrunde liegenden Fragenstellungen sind häufig komplex und mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entsprechend liegt der Beurteilung, ob zum Stichtag eine gegenwärtige Verpflichtung als Ergebnis eines Ereignisses in der Vergangenheit vorliegt, ob ein zukünftiger Mittelabfluss wahrscheinlich und die Verpflichtung verlässlich abschätzbar ist, ein erhebliches Ermessen durch das Management zugrunde. Der jeweilige Verfahrensstand wird durch die Gesellschaft, auch unter Einbeziehung externer Anwälte, regelmäßig beurteilt. Die Beurteilung kann sich durch neue Informationen ändern und es kann notwendig sein, die Rückstellung entsprechend anzupassen. Bezüglich weiterer Details zu den Rückstellungen verweisen wir auf Gliederungspunkt 25.

ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Im Vergleich zum Konzernabschluss 2009 wurde aufgrund der internen Unternehmenssteuerung und zur Erhöhung der Transparenz die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung dahingehend geändert, dass ausgehend vom Betriebsergebnis eine Überleitung auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vorgenommen wird. Der Überleitungsposten "in den Umsatzkosten enthaltene Finanzierungskosten" betrifft die gemäß IAS 23R abzugrenzenden Finanzierungsaufwendungen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angegeben.

Insgesamt ergaben sich im Geschäftsjahr 2010 aus Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft keine wesentlichen Auswirkungen.

Im Einzelnen werden folgende überarbeitete Standards ab dem Geschäftsjahr 2010 erstmalig angewandt:

IFRS 3 (rev. 2008) - Unternehmenszusammenschlüsse- und IAS 27 (rev. 2008) - Konzern- und Einzelabschlüsse

Die Änderungen des IFRS 3 betreffen insbesondere die Ermittlung der Anschaffungskosten (Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst), die Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwerts, die Abbildung von sukzessiven Unternehmenserwerben sowie in einzelnen Bereichen den Ansatz und die Bewertung identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden.

Die Änderungen des IAS 27 führen insbesondere zu Änderungen in Bezug auf Transaktionen mit Minderheiten sowie der den Minderheiten im Konzernabschluss zuzuweisenden Verlusten.

Abhängig von Art und Umfang künftiger Transaktionen, werden sich aus den Änderungen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des KUKA Konzerns ergeben, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden können.

Des Weiteren sind die nachfolgenden Standards und Interpretationen ebenfalls bereits in das EU-Recht übernommen und werden ab dem Geschäftsjahr 2010 angewandt:

Änderung des IAS 39 - Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen
Änderung des IFRS 1 - Zusätzliche Ausnahmen für Erstanwender
Änderung des IFRS 2 - Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Konzern
Improvements to IFRSs (2009)*
IFRIC 12 - Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen
IFRS 15 - Verträge über die Errichtung von Immobilien
IFRIC 16 - Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb
IFRIC 17 - Unbare Ausschüttungen an Anteilseigner
IFRIC 18 - Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden
IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen (dieser Standard besitzt für den KUKA Konzern keine Relevanz)

* Im Einzelnen sind hiervon die folgenden Standards betroffen: IFRS 2, IFRS 5, IFRS 8, IAS 1, IAS 7, IAS 17, IAS 18, IAS 36, IAS 38, IAS 39, IFRIC 9, IFRIC 16.

Noch nicht verpflichtend anzuwendende IFRS-Standards und -Interpretationen

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet. Diese treten jedoch erst später in Kraft. Die Erstanwendung erfolgt jeweils in dem Jahr, in dem die erstmalige Anwendung verpflichtend ist. Ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurden noch nicht vollständig analysiert, sodass die zu erwartenden Effekte lediglich eine erste Einschätzung darstellen.

Änderung des IAS 32 - Einstufung von Bezugsrechten

IAS 32 wurde dahingehend ergänzt, dass Bezugsrechte, Optionen und Optionsscheine auf eine feste Anzahl eigener Aktien gegen einen festen Betrag in einer beliebigen Währung als Eigenkapitalinstrument auszuweisen sind, solange diese anteilig allen bestehenden Anteilseignern derselben Klasse gewährt werden. Bisher war der Ausweis unter den finanziellen Verbindlichkeiten vorzunehmen.

Die überarbeitete Fassung des Standards ist erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen.

IAS 24 (rev. 2009) - Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mit der Änderung des IAS 24 wurde insbesondere die Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen grundlegend überarbeitet sowie Anpassungen bezüglich der Definition der (angabepflichtigen) Geschäfte vorgenommen.

Die überarbeitete Fassung des Standards ist erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Anwendung der neuen Regelungen erfolgt retrospektiv. Da es sich um Anhangsangaben handelt, wird der neue IAS 24 keine Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des KUKA Konzerns haben.

Des Weiteren sind die nachfolgenden Standards und Interpretationen bereits verabschiedet worden und teilweise bereits in das EU-Recht übernommen. Hieraus werden auf den Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft keine bzw. nur unwesentliche Auswirkungen erwartet:

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Standard / Interpretation Verpflichtende Anwendung Geplante Anwendung durch die KUKA AG
IFRS 1 - Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 01.07.2010 Geschäftsjahr 2011
IAS 24 (rev. 2009) - Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen 01.01.2011 Geschäftsjahr 2011
Änderung des IAS 32 - Einstufung von Bezugsrechten 01.02.2010 Geschäftsjahr 2011
Improvements to IFRSs (2010)** 01.01.2011 Geschäftsjahr 2011*
IFRS 9 - Finanzinstrumente 01.01.2013 Geschäftsjahr 2013*
Änderungen des IFRIC 14 - Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden Mindestdotierungsverpflichtungen 01.01.2011 Geschäftsjahr 2011
IFRIC 19 - Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten 01.07.2010 Geschäftsjahr 2011

* Vorbehaltlich der Übernahme (Endorsement) durch die Europäische Union.

** Im Einzelnen sind hiervon die folgenden Standards betroffen: IFRS 1, IFRS 7, IAS 1, IAS 34, IFRIC 13; daneben wurden die Standards IFRS 3 und IAS 27 geändert, deren Anwendungszeitpunkte am 1. Juli 2010 beginnen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG UND ZUR KONZERNBILANZ

1 UMSATZERLÖSE

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und Regionen ergibt sich aus der Konzern-Segmentberichterstattung (vgl. Seite 90 und 91). Im Geschäftsbereich Robotics beträgt der Serviceanteil an den Umsatzerlösen rund 21 % (Vorjahr: 23 %). Im Geschäftsbereich Systems ist der Serviceanteil von untergeordneter Bedeutung.

Im Rahmen von Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 541,6 Mio. € (Vorjahr: 459,7 Mio. €) nach der Percentage-of-Completion-Methode erzielt.

2 UMSATZ-, VERTRIEBS-, FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGS- SOWIE ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die Aufgliederung der Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungs- sowie der allgemeinen Verwaltungskosten stellt sich wie folgt dar:

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Umsatzkosten Vertriebskosten Forschungs- und Entwicklungskosten
in Mio. € 2009 2010 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Materialaufwand 476,3 592,7 1,4 1,0 9,4 4,1
Personalaufwand 218,1 234,6 45,7 46,0 20,4 18,7
Abschreibungen 13,5 13,0 0,8 1,0 3,8 3,4
übrige Aufwendungen und Erträge 34,9 34,3 36,9 38,9 2,0 3,3
Summe 742,8 874,6 84,8 86,9 35,6 29,5

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Allgemeine Verwaltungskosten Summe
in Mio. € 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- ---
Materialaufwand 0,2 0,4 487,3 598,2
Personalaufwand 35,6 40,2 319,8 339,5
Abschreibungen 5,1 4,9 23,2 22,3
übrige Aufwendungen und Erträge 36,8 30,8 110,6 107,3
Summe 77,7 76,3 940,9 1.067,3

Die Umsatzkosten enthalten unter den übrigen Aufwendungen Finanzierungskosten für Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 7,2 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Diese wurden auf Basis des Konzernfinanzierungskostensatzes von 13,0 % ermittelt.

Die Personalkosten sind den Funktionsbereichen anhand der Kostenstellen direkt zugeordnet. Insgesamt ergibt sich folgendes Bild:

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in Mio. € 2009 2010
Löhne und Gehälter 266,3 284,8
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 53,5 54,7
(davon für Altersversorgung) (3,2) (3,4)
Summe 319,8 339,5

Die deutschen Gesellschaften des KUKA Konzerns erhielten in 2010 im Zuge der Kurzarbeit von der Bundesanstalt für Arbeit Zuschüsse in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. € (Vj. 0,5 Mio. €), die direkt von den Personalaufwendungen gekürzt wurden.

Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden im KUKA Konzern beschäftigt:

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Mitarbeiter nach Funktionsbereichen Jahresdurchschnitt Stichtag
Gesamt 2009 Gesamt 2010 Gesamt 2009 Gesamt 2010 davon Inland davon Ausland
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Fertigung 4.425 4.358 4.217 4.498 2.176 2.322
Vertrieb 578 528 564 532 278 254
Verwaltung 531 503 499 508 251 257
Forschung und Entwicklung 277 240 271 242 235 7
5.811 5.629 5.551 5.780 2.940 2.840
Auszubildende 169 185 193 210 198 12
Mitarbeiter 5.980 5.814 5.744 5.990 3.138 2.852

3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Hierunter werden Erträge bzw. Aufwendungen erfasst, die nicht den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie der allgemeinen Verwaltung zugeordnet oder an anderer Stelle gesondert ausgewiesen werden.

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in Mio. € 2009 2010
Erträge aus Währungsgeschäften 20,3 24,0
Erstattungen für Schadensfälle 0,1 0,1
Übrige Erträge 4,7 6,1
Sonstige betriebliche Erträge 25,1 30,2
Aufwendungen aus Währungsgeschäften 19,9 20,2
Spenden 0,2 0,1
Sonstige Steuern 3,0 2,8
Übrige Aufwendungen 16,1 0,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 39,2 24,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge -14,1 6,2

Der hohe Wert der übrigen Aufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vorjahr war insbesondere durch den Verkauf des Standorts Tours, Frankreich, begründet.

4 ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN

Im vierten Quartal 2009 wurde die KP Köln GmbH Konstruktion und Planung, Köln, gegründet. 24 Mitarbeiter wechselten von der KUKA Systems GmbH, Augsburg, im Rahmen eines Betriebsübergangs in die neue Gesellschaft, die mit Eigenkapital ausgestattet wurde und den Geschäftsbetrieb erworben hat. Am 31. Dezember 2009 wurde die Gesellschaft im Zuge eines Management-Buyouts verkauft. Aus diesem Grunde wurde der Wert in Höhe von 0,4 Mio. € abgeschrieben.

5 ZINSERTRÄGE / ZINSAUFWENDUNGEN

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in Mio. € 2009 2010
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10,3 9,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21,4 31,1
Zinsergebnis -11,1 -22,0

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind die für das Geschäftsjahr erwarteten Erträge aus dem Vermögen von Pensionsfonds in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) enthalten. Die weiteren Zinserträge ergeben sich aus Geldanlagen bei Banken sowie aus dem Finanzierungsleasing im Zusammenhang mit der Finanzierung eines Fabrikgebäudes für die Produktion der Karosserie des Jeep Wrangler in Toledo, USA (siehe Erläuterung 12).

Die Zinsaufwendungen beinhalten den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr: 4,2 Mio. €). Außerdem gehen Aval- und Bereitstellungsprovisionen, Refinanzierungskosten sowie Zinsen für erhaltene Darlehen in diese Position ein. Die Wandelanleihe belastete das Zinsergebnis im Geschäftsjahr mit 5,3 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €). Die Zinsaufwendungen aus der im November 2010 begebenen Anleihe betrugen 2,3 Mio. €. Einmalkosten im Zusammenhang mit dem alten Konsortialkreditvertrag in Höhe von 5,3 Mio. € wurden ebenfalls im Zinsaufwand erfasst (siehe Erläuterung 27 -Konsortialkredit). Die Transaktionskosten des neuen Konsortialkreditvertrags wurden abgegrenzt und werden über die Laufzeit verteilt. Hierfür sind in 2010 0,2 Mio. € angefallen.

6 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG / LATENTE STEUERN

Steueraufwand

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie folgt:

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in Mio. € 2009 2010
Laufende Steueraufwendungen 3,0 12,0
(davon periodenfremd) (-3,9) (1,1)
Latente Steueraufwendungen
aus zeitlichen Bewertungsunterschieden 6,5 0,4
aus Verlustvorträgen 1,9 -8,4
Summe 11,4 4,0

Von den laufenden Ertragsteueraufwendungen entfallen Beträge in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: -2,3 Mio. €) auf das Inland und in Höhe von 10,4 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €) auf das Ausland.

Die latenten Steueraufwendungen betreffen in Höhe von -7,5 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €) das Inland und in Höhe von -0,5 Mio. € (Vorjahr: Steuerertrag 2,4 Mio. €) das Ausland.

Der erwartete Steueraufwand auf Basis des Ergebnisses vor Steuern und des für die KUKA Gesellschaften in Deutschland geltenden Steuersatzes von 30,0 % (Vorjahr: 30,0 %) wird auf den tatsächlichen Steueraufwand wie folgt übergeleitet:

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in Mio. € 2009 2010
Ergebnis vor Steueraufwand -64,3 -4,5
Erwarteter Steueraufwand -19,3 -1,4
Steuersatzbedingte Abweichungen 1,4 3,1
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge -1,0 -0,5
Steuermehrungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 3,5 4,2
Steuernachzahlungen (+) / Steuererstattungen (-) für Vorjahre -3,9 1,1
Veränderung Wertberichtigung auf latente Steuer 32,1 -2,8
Effekte aufgrund von Steuersatzänderungen 0,1 0,0
Sonstige Abweichungen -1,5 0,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (tatsächlicher Steueraufwand) 11,4 4,0

Der in Deutschland geltende Steuersatz umfasst für die Körperschaftsteuer 15,0 %, für die Gewerbesteuer auf der Basis eines einheitlichen Hebesatzes 14,2 % sowie für den Solidaritätszuschlag 5,5 %.

Beim Ansatz latenter Steuern wurde grundsätzlich von dem für die jeweilige Gesellschaft geltenden Steuersatz ausgegangen.

Zu einem vorhandenen Körperschaftsteuerguthaben ergibt sich nach Abzinsung zum 31. Dezember 2010 ein Barwert in Höhe von 9,0 Mio. € als langfristige Steuerforderung (Vorjahr: 10,3 Mio. €) und ein Betrag in Höhe von 1,8 Mio. € als kurzfristige Steuerforderung (Vorjahr: 1,8 Mio. €).

Es liegen keine Steuergutschriften vor, auf die latente Steuern zu bilanzieren wären.

Im Wesentlichen aufgrund erwarteter inländischer Steuerkorrekturen ergab sich im laufenden Wirtschaftsjahr ein periodenfremder Steueraufwand in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: -3,9 Mio.€)

Aus der letzten steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2002 bis 2004 waren keine Anpassungen der bilanziellen Vorsorge im laufenden Geschäftsjahr erforderlich. Die Betriebsprüfungsberichte liegen noch nicht vollständig vor.

Aktive und passive latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede und steuerliche Verlustvorträge im Konzern ist folgenden Posten zuzuordnen:

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Aktiva latente Steuern Passiva latente Steuern
in Mio. € 31.12.09 31.12.10 31.12.09 31.12.10
--- --- --- --- ---
Langfristiges Vermögen 2,7 15,3 25,6 43,4
Kurzfristiges Vermögen 29,2 40,6 40,5 49,1
Rückstellungen 19,8 15,9 0,2 1,7
Verbindlichkeiten 12,5 13,1 7,9 3,4
Zwischensumme 64,2 84,9 74,2 97,6
Saldierung -55,4 -79,4 -55,4 -79,4
Wertberichtigungen -6,4 -2,8 0,0 0,0
Zwischensumme 2,4 2,7 18,8 18,2
Latente Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede 2,4 2,7 18,8 18,2
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 23,4 31,9 0,0 0,0
Summe 25,8 34,6 18,8 18,2
(davon resultierend aus Posten im Eigenkapital) 4,0 2,6

Wertberichtigungen auf den Buchwert aktiver latenter Steuern werden dann vorgenommen, wenn eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus der latenten Steuer nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Die dabei vorgenommene Einschätzung kann im Zeitablauf Änderungen unterliegen, die in Folgeperioden zu einer Auflösung der Wertberichtigung führen können.

Die dargestellten Bilanzansätze werden wertberichtigt, falls mit einer Realisierung der darin enthaltenen Steuervorteile nicht mehr gerechnet wurde.

Von den Verlustvorträgen in Höhe von 242,6 Mio. € (Vorjahr: 262,5 Mio. €) werden Beträge in Höhe von 137,1 Mio. € (Vorjahr: 185,1 Mio. €) nicht für die Bilanzierung von latenten Steuern herangezogen. Das Vorjahr wurde aufgrund der rechtlichen Entwicklung bei den Regelungen des § 8c KStG angepasst.

Gemäß IAS 12 sind im Konzernabschluss latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (so genannte Outside Basis Differences), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann. Da es sich sowohl bei der KUKA Aktiengesellschaft als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung ganz überwiegend gemäß § 8b KStG steuerfrei und damit permanenter Natur. Auch für etwaige temporäre Differenzen (z. B. resultierend aus der 5%igen Pauschalzurechnung des § 8b KStG) soll nach IAS 12.39 der Ansatz einer passivischen Steuerlatenz unterbleiben, wenn bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft es nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersehbaren Zukunft umkehren. Da diese Umkehrung nicht erwartet wird, waren hieraus bilanziell keine Steuerlatenzen zu berücksichtigen. "Outside Basis Differences" sind in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) vorhanden.

Die Veränderung der aktiven latenten Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) entfallen im Wesentlichen auf das kurzfristige Vermögen. Die Veränderungen der passiven latenten Steuern in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 5,7 Mio. €) entfallen im Wesentlichen auf das langfristige Vermögen.

Insgesamt setzt sich die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von 9,4 Mio. € (Vorjahr: 6,5 Mio. €) aus ergebniswirksamen Beträgen in Höhe von -8,0 Mio. € (Vorjahr: 8,4 Mio. €) sowie erfolgsneutralen Beträgen in Höhe von -1,4 Mio. € (Vorjahr: -1,4 Mio. €) einschließlich Währungseffekten zusammen.

Steuerliche Verluste und Verlustvorträge

Soweit Verlustvorträge nicht wertberichtigt wurden, wird im Planungszeitraum von einer Nutzung dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte ausgegangen, die aufgrund der Erwartungen der Gesellschaften als wahrscheinlich gelten.

Aufgrund der Regelungen des § 8c KStG sind in Deutschland im Zusammenhang mit dem in 2009 erfolgten größten Beteiligungserwerb an der KUKA AG steuerliche Verlustvorträge gefährdet und werden insoweit aus Vorsichtsgründen nicht der Bilanzierung zugrunde gelegt.

Die noch nicht genutzten Verlustvorträge betragen zum 31. Dezember 2010 242,6 Mio. € (Vorjahr: 262,5 Mio. €). Davon entfallen auf deutsche Gesellschaften 178,6 Mio. € (Vorjahr: 199,5 Mio. €), die zeitlich unbegrenzt vortragsfähig sind. In den USA bestehen Verlustvorträge in Höhe von 12,5 Mio. € (Vorjahr: 12,8 Mio. €), die in 2011 verfallen.

Darüber hinaus sind im Gesamtbetrag Verlustvorträge enthalten, die in Höhe von 26,1 Mio. € (Vorjahr: 36,0 Mio. €) auf Frankreich, 11,1 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €) auf Japan und 3,1 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €) auf Spanien entfallen. Daneben sind 11,2 Mio. € (Vorjahr: 8,4 Mio. €) Verlustvorträge in sonstigen Ländern vorhanden. Im Wesentlichen sind die steuerlichen Verlustvorträge auch im Ausland zeitlich unbegrenzt vortragsfähig.

7 ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte / verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt:

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2009 2010
Jahresfehlbetrag nach Anteilen Konzernfremder (in Mio. €) -75,7 -8,6
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) 25.671.659 30.325.029
Ergebnis je Aktie (in €) -2,95 -0,28

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Konzernergebnis nach Steuern und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.

Zum 31. Dezember 2008 waren 25,3 Mio. Aktien im Umlauf. Durch die im November 2009 durchgeführte Kapitalerhöhung hat sich die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien zum Ende des Vorjahres auf 25,7 Mio. Stück erhöht.

Bei der im Juni 2010 durchgeführten Kapitalerhöhung wurden weitere 4,7 Mio. Aktien ausgegeben. Dadurch erhöhte sich die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien zum 31. Dezember 2010 auf 30,3 Mio. Stück.

Aus der am 9. Mai 2006 erfolgten Emission der Wandelanleihe könnte zukünftig ein Verwässerungseffekt resultieren, da das Kapital bedingt um derzeit maximal 2.718.322 Aktien erhöht worden ist. Da im Jahr 2010 der durchschnittliche Börsenkurs unter dem Wandlungspreis lag und eine Wandlung somit für die Anleihegläubiger nachteilig gewesen wäre, hat sich für 2010 kein verwässernder Effekt ergeben.

8 ANLAGEVERMÖGEN

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KUKA KONZERNS 2010

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Anschaffungskosten / Herstellungskosten
in T€ Stand am 1.1.2010 Währungsdifferenz Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2010
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Rechte und Werte 42.084 652 2.785 1.874 53 43.700
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 18.064 0 1.952 1.504 0 18.512
3. Geschäfts- und Firmenwerte 56.633 0 0 0 0 56.633
4. Geleistete Anzahlungen 1.665 0 54 545 -53 1.121
118.446 652 4.791 3.923 0 119.966
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.745 1.223 959 1.046 37 114.918
2. Technische Anlagen und Maschinen 89.458 799 3.877 3.522 1.961 92.573
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.698 1.378 4.915 9.616 173 68.548
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.802 8 894 28 -2.171 505
276.703 3.408 10.645 14.212 0 276.544
III. Finanzinvestitionen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.584 0 0 0 0 4.584
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Andere Beteiligungen 878 0 0 0 0 878
4. Sonstige Ausleihungen 16 0 0 0 14
5.478 0 0 2 0 5.476
400.627 4.060 15.436 18.137 0 401.986
Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert:
Technische Anlagen und Maschinen 4.530 0 4.530

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Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen
in T€ Stand am 1.1.2010 Währungsdifferenz Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2010
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Rechte und Werte 29.260 521 5.139 1.867 0 33.053
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 2.974 0 1.917 1.504 0 3.387
3. Geschäfts- und Firmenwerte 6.996 0 0 0 0 6.996
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
39.230 521 7.056 3.371 0 43.436
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.767 282 3.186 109 -2 66.124
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.819 397 5.343 2.998 1 71.562
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.866 909 6.652 9.345 1 53.083
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
186.452 1.588 15.181 12.452 0 190.769
III. Finanzinvestitionen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.509 0 0 0 0 4.509
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Andere Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 4 0 0 0 0 4
4.513 0 0 0 0 4.513
230.195 2.109 22.237 15.823 0 238.718
Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert:
Technische Anlagen und Maschinen 3.063 234 3.297

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Buchwert
in T€ Stand am 31.12.2010
--- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Rechte und Werte 10.647
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 15.125
3. Geschäfts- und Firmenwerte 49.637
4. Geleistete Anzahlungen 1.121
76.530
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.794
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.011
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.465
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 505
85.775
III. Finanzinvestitionen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0
3. Andere Beteiligungen 878
4. Sonstige Ausleihungen 10
963
163.268
Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert:
Technische Anlagen und Maschinen 1.233

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KUKA KONZERNS 2009

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Anschaffungskosten / Herstellungskosten
in T€ Stand am 1.1.2009 Währungsdifferenz Änderung Konsolidierungskreis* Zugänge Abgänge Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Rechte und Werte 34.905 -42 347 7.221 539 192
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 18.122 0 0 2.482 2.540 0
3. Geschäfts- und Firmenwerte 56.633 0 0 0 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 12 0 0 1.696 0 -43
109.672 -42 347 11.399 3.079 149
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 115.235 -336 0 1.412 2.924 358
2. Technische Anlagen und Maschinen 82.983 44 436 5.680 3.379 3.694
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.188 -17 0 5.336 4.489 680
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.214 160 0 3.326 17 -4.881
271.620 -149 436 15.754 10.809 -149
III. Finanzinvestitionen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.697 0 0 0 113 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Andere Beteiligungen 161 0 0 1.121 404 0
4. Sonstige Ausleihungen 514 -15 0 0 483 0
5.372 -15 0 1.121 1.000 0
386.664 -206 783 28.274 14.888 0
Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert:
Technische Anlagen und Maschinen 3.846 684

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Anschaffungskosten / Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen
in T€ Stand am 31.12.2009 Stand am 1.1.2009 Währungsdifferenz Änderung Konsolidierungskreis* Zugänge Abgänge
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Rechte und Werte 42.084 25.248 -82 0 4.634 531
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 18.064 3.228 0 0 2.286 2.540
3. Geschäfts- und Firmenwerte 56.633 6.996 0 0 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 1.665 0 0 0 0 0
118.446 35.472 -82 0 6.920 3.071
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.745 61.093 -44 0 3.372 1.658
2. Technische Anlagen und Maschinen 89.458 65.074 25 0 6.196 2.476
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.698 52.391 -31 0 6.647 4.146
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.802 0 0 0 0 0
276.703 178.558 -50 0 16.215 8.280
III. Finanzinvestitionen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.584 4.519 0 0 0 10
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Andere Beteiligungen 878 34 0 0 0 34
4. Sonstige Ausleihungen 16 453 -15 0 0 434
5.478 5.006 -15 0 0 478
400.627 219.036 -147 0 23.135 11.829
Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert:
Technische Anlagen und Maschinen 4.530 2.667 396

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Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen Buchwert
in T€ Umbuchungen Stand am 31.12.2009 Stand am 31.12.2009
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Rechte und Werte -9 29.260 12.824
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 0 2.974 15.090
3. Geschäfts- und Firmenwerte 0 6.996 49.637
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 1.665
-9 39.230 79.216
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4 62.767 50.978
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 68.819 20.639
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 54.866 16.832
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 1.802
9 186.452 90.251
III. Finanzinvestitionen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 4.509 75
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0
3. Andere Beteiligungen 0 0 878
4. Sonstige Ausleihungen 0 4 12
0 4.513 965
0 230.195 170.432
Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert:
Technische Anlagen und Maschinen 3.063 1.467

* betrifft im Berichtsjahr den Unternehmenserwerb an der KUKA S-BASE s. r. o., Roznov p. R., Tschechien

9 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) dargestellt. In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen worden.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Von den ausgewiesenen Firmenwerten in Höhe von 49,6 Mio. € (Vorjahr: 49,6 Mio. €) entfallen auf:

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Profit Center
in Mio. € 31.12.2009 31.12.2010
--- --- ---
Body-in-White (Karosseriebau) 40,7 40,7
Assembly & Test (Montagetechnik) 4,7 4,7
Robotics Automotive 3,8 3,8
Sonstige unter 1 Mio. € 0,4 0,4
Summe 49,6 49,6

Einzelne Profit Center stellen die kleinste Zahlungsmittel generierende Einheit dar und sind damit Grundlage des Impairment-Tests der Geschäftswerte. Im Geschäftsbereich Robotics wird das Customer-Service-Geschäft den Profit Centern "Automotive" und "General Industry" anteilig zugeordnet.

Im dreijährigen Detailplanungszeitraum werden für die Impairment-Tests des Geschäftsjahres 2010 folgende Diskontierungssätze vor Steuern (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC)) verwendet:

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in % 2009 2010
Planungszeitraum 2010-2012 2011-2013
Systems 9,4 9,6
Robotics 9,3 9,3

Dabei wurden die Eigenkapitalkosten auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen (Peer Groups) ermittelt. Nach dem Detailplanungszeitraum wird die künftige Entwicklung der generierten Cashflows verstetigt. Hierzu wird in der ewigen Rente eine Wachstumsrate wie im Vorjahr von 0,5 % berücksichtigt.

In die Ermittlung des WACC gehen als wesentliche Komponenten die Marktrisikoprämie von 5,0 % (Vorjahr: 5,0 %) sowie der risikofreie Zinssatz von 3,1 % (Vorjahr: 4,1 %) ein. Der adjustierte Betafaktor wurde für das Segment Systems mit 1,288 sowie für das Segment Robotics mit 1,223 ermittelt.

Die Fremdkapitalkosten wurden aus den Refinanzierungskosten der KUKA Aktiengesellschaft abgeleitet.

Die Gewichtung der so ermittelten Eigen- und Fremdkapitalkostensätze erfolgte auf Basis der jeweiligen Peer Group. Die Kapitalstruktur wurde anhand der KUKA Aktiengesellschaft ermittelt. Als Steuersatz wird mit 30 % (Vorjahr: 33 %) der erwartete durchschnittliche Steuersatz der Gruppe gewählt.

Ein um 1 % höherer WACC beeinflusst die Werthaltigkeit der Firmenwerte ebenso wenig wie eine Reduzierung der Umsatzerlöse über die gesamte Planungsdauer um 10 % mit entsprechender Reduzierung der Cashflows.

Selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten

Nach IAS 38 sind auch selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten zu aktivieren. Diese Aktivierung erfolgt im KUKA Konzern zu definierten Herstellungskosten, die in Übereinstimmung mit den IAS direkt zurechenbare Einzelkosten sowie angemessene Zuschläge für Gemeinkosten und Abschreibungen beinhalten. Fremdkapitalzinsen werden für "Qualifying Assets", mit deren Entwicklung nach dem 31. Dezember 2008 begonnen wurde, in die Herstellkosten auf Basis des Konzernfinanzierungskostensatzes von 13,0 % einbezogen.

Im KUKA Konzern werden Entwicklungskosten nur bei der KUKA Roboter GmbH aktiviert. Die Gesellschaft arbeitet an mehreren Projekten von Leistungs- und Steuerungssoftware für Roboter sowie neuen Applikationen im Bereich der Medizintechnik. Fremdkapitalkosten wurden in Höhe von 0,1 Mio. € berücksichtigt. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 29,5 Mio. € (Vorjahr: 35,6 Mio. €).

Gemäß IAS 38 sind Entwicklungskosten wie im Vorjahr mit einem Buchwert von 15,1 Mio. € aus den Jahren 2007 bis 2010 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2010 waren Zugänge von 2,0 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) zu verzeichnen. Die planmäßige Amortisation erfolgt linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel maximal drei Jahren.

10 SACHANLAGEN

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Sachanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr und im Vorjahr sind in der Erläuterung 8 enthalten. Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahrs werden im Lagebericht genannt.

Von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Sachanlagevermögens wurden Zuschüsse und Zulagen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) abgesetzt. Unmittelbar ertragswirksam wurden öffentliche Zuwendungen, im Wesentlichen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte, in Höhe von 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) vereinnahmt. Bedingt rückzahlbare Zuwendungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Die Abschreibungsbeträge stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. € 2009 2010
Abschreibung auf Sachanlagen
planmäßig 16,1 15,2
außerplanmäßig 0,1 0,0
Summe 16,2 15,2

Im Vorjahr vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Aufgabe eines Standorts der KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony / Ungarn.

Den Finanzierungsleasingverträgen für Technische Anlagen und Maschinen liegen Zinssätze von 2,25 % p. a. zugrunde. Die in Zukunft fälligen Zahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen sowie die Barwerte der zukünftigen Leasingzahlungen, die in entsprechender Höhe unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert sind, ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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in Mio. € 31.12.2009 Gesamt 31.12.2010 Gesamt davon fällig innerhalb eines Jahres davon zwischen einem und fünf Jahren fällig
Mindestleasingzahlungen 0,6 0,6 0,3 0,3
Barwerte 0,5 0,5 0,3 0,2

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen

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in Mio. € 31.12.2009 31.12.2010
Fällig innerhalb eines Jahres 5,7 5,7
Fällig zwischen einem Jahr und fünf Jahren 16,2 13,0
Fällig nach fünf Jahren 7,2 7,7
Summe 29,1 26,4

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Rahmen des Operating Leasing beinhalten Leasingvereinbarungen über PKW, Büro- und Fabrikgebäude und Produktionseinrichtungen.

Insgesamt standen im Geschäftsjahr Mietaufwendungen in Höhe von 13,5 Mio. € (Vorjahr: 13,7 Mio. €) Mieterträge in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) gegenüber.

11 FINANZINVESTITIONEN

Der Zugang des Vorjahres bei den Finanzinvestitionen betrifft im Wesentlichen den Erwerb von 4,9 % der Anteile an der Bright Automotive Inc., Anderson, USA, für 1,0 Mio. USD.

12 FINANZIERUNGSLEASING

Die im Geschäftsjahr 2005 erstmals konsolidierte KUKA Toledo Production Operations LLC., Toledo / USA, produziert im Rahmen eines Betreibermodells für Chrysler den Jeep Wrangler. Bereits seit Juli 2006 werden unlackierte Karosserien im Rahmen des Projekts an Chrysler geliefert. Zur Finanzierung dieses Projekts wurde eine Operating-Leasingvereinbarung mit einer lokalen Körperschaft und einem finanzierenden Bankenkonsortium geschlossen. Die KUKA Aktiengesellschaft hat sich mit Chrysler LLC und den finanzierenden Banken in 2008 über die Ablösung der Finanzierung der Karosserieproduktion der US-amerikanischen Tochtergesellschaft KUKA Toledo Production Operations LLC ("KTPO") für den Jeep Wrangler von Chrysler verständigt. Die Ablösung der Finanzierung in Höhe von 77,1 Mio. €, welche mittels der vorhandenen Liquidität des KUKA Konzerns erfolgte, führte zum Erwerb des rechtlichen Eigentums an den Gebäuden und den Produktionsanlagen und damit zu einem Anstieg des Capital Employed in diesem Segment.

Aufgrund der bestehenden Vereinbarung zur Lieferung von Karossen mit Chrysler wurde der Eigentumserwerb der Vermögenswerte der Produktionsanlage nicht als Anlagenzugang bilanziert, sondern im Rahmen der Vorschriften des IFRIC 4 / IAS 17 als Finance Lease kategorisiert und als Forderung aus Finanzierungsleasing eingebucht. Zum Bilanzstichtag besteht eine langfristige Leasingforderung in Höhe von 77,8 Mio. € (Vorjahr: 75,8 Mio. €) und eine kurzfristige Leasingforderung in Höhe von 4,1 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €). Für die Bilanzierung ergibt sich somit eine Reduzierung der durch KTPO bilanzierten Umsatzerlöse um die fiktive Leasingrate. Der in der fiktiven Leasingrate enthaltene Zinsanteil wird dabei im Zinsergebnis gebucht, während der Tilgungsanteil dieser Zahlung die Forderung planmäßig zurückführt.

Aufgrund der Ausgestaltung des Geschäfts als Vollamortisationsleasingvertrag entsprechen sich zukünftige Mindestleasingzahlungen und Bruttoinvestition. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zum Barwert der ausstehenden Mindestleasing-zahlungen:

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in Mio. € 2009 2010
Zukünftig zu erhaltende Mindestleasing-zahlungen / Bruttoinvestition in Finanzierungsleasing 130,6 130,7
davon innerhalb eines Jahres 10,4 11,3
davon zwischen einem und fünf Jahren 41,8 45,1
davon nach fünf Jahren 78,4 74,3
Unrealisierter Finanzertrag -51,3 -48,8
Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 79,3 81,9
davon innerhalb eines Jahres 3,5 4,1
davon zwischen einem und fünf Jahren 17,4 20,5
davon nach fünf Jahren 58,4 57,3

13 VORRÄTE

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in Mio. € 31.12.2009 31.12.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 33,2 44,7
Unfertige Erzeugnisse 51,2 84,4
Fertige Erzeugnisse, Waren 13,0 18,7
Geleistete Anzahlungen 6,4 10,2
Summe 103,8 158,0

Der Buchwert der wertberichtigten Vorräte in Höhe von 94,9 Mio. € (Vorjahr: 64,5 Mio. €) ist zu seinem Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertminderungen, bezogen auf den Bruttowert, betrugen 27,6 Mio. € (Vorjahr: 27,9 Mio. €).

14 FORDERUNGEN

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in Mio. € bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.12.2009 Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.12.2010 Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 114,2 0,3 114,5 125,7 0,3 126,0
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 124,3 - 124,3 166,1 - 166,1
Summe 238,5 0,3 238,8 291,8 0,3 292,1

In der folgenden Übersicht sind die Forderungen nach Alter und Werthaltigkeit gegliedert:

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Stand 31.12.2010 in Mio. € Buchwert Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig Buchwert der wertgeminderten Forderungen wertgeminderte Forderungen vor Wertberichtigung Wertberichtigung Summe der überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen
per 31.12.2009 114,5 81,4 4,5 10,7 -6,2 28,6
per 31.12.2010 126,0 96,7 0,6 7,4 -6,8 28,7

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Stand 31.12.2010 in Mio. € Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tagen Zwischen 61 und 90 Tagen Zwischen 91 und 180 Tagen Mehr als 180 Tage
--- --- --- --- --- ---
per 31.12.2009 10,3 5,2 4,1 3,3 5,7
per 31.12.2010 13,4 5,3 3,6 3,6 2,8

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen bestehen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen besitzen keine Fälligkeiten und sind im Wert nicht gemindert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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in Mio. € 2009 2010
Stand Wertberichtigungen am 1.1. 6,8 6,2
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 2,1 3,2
Verbrauch -1,0 -1,2
Auflösungen -1,7 -1,4
Stand Wertberichtigungen am 31.12. 6,2 6,8

Der Gesamtbetrag der Zuführungen von 3,2 Mio. € (2009: 2,1 Mio. €) setzt sich zusammen aus Zuführungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 2,7 Mio. € (2009: 1,7 Mio. €) und pauschalierten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,5 Mio. € (2009: 0,4 Mio. €).

Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Bei den Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden pro Auftrag die angefallenen Auftragskosten einschließlich Ergebnisbeiträgen mit den erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Zum Bilanzstichtag wurden für langfristige Fertigungsaufträge angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne von 643,4 Mio. € (Vorjahr: 544,6 Mio. €) mit erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 477,3 Mio. € (Vorjahr: 420,3 Mio. €) verrechnet. Daraus resultieren Forderungen von 166,1 Mio. € (Vorjahr: 124,3 Mio. €) und Verbindlichkeiten von 39,6 Mio. € (Vorjahr: 54,6 Mio. €). Bei den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen übersteigen die erhaltenen Anzahlungen die angefallenen Auftragskosten und den Gewinnanteil.

15 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND RECHNUNGSABGRENZUNGEN

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in Mio. € bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.12.2009 Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.12.2010 Gesamt
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 17,1 9,6 26,7 27,1 11,7 38,8

Der Anstieg der sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen resultiert insbesondere aus erhöhten Umsatzsteuerforderungen und abgegrenzten Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem neuen Konsortialkreditvertrag.

In der folgenden Tabelle sind die unter sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Finanzinstrumente gemäß IFRS 7 nach Alter und Werthaltigkeit gegliedert:

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in Mio. € Buchwert davon: Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig Buchwert der wertgeminderten Forderungen wertgeminderte Forderungen vor Wertberichtigung Wertberichtigung Summe der überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen
31.12.2009 16,8 16,7 0,1 3,8 -3,7 0,0
31.12.2010 15,5 15,5 0,0 2,7 -2,7 0,0

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in Mio. € davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tagen Zwischen 61 und 90 Tagen Zwischen 91 und 180 Tagen Mehr als 180 Tage
--- --- --- --- --- ---
31.12.2009 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
31.12.2010 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

Bestände an sonstigen Vermögenswerten, die weder wertgemindert noch in Zahlungsverzug befindlich sind, bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Die Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

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in Mio. € 2009 2010
Stand Wertberichtigungen am 1.1. 2,4 3,7
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 1,9 0,5
Verbrauch 0,0 -0,1
Auflösungen -0,6 -1,4
Stand Wertberichtigungen am 31.12. 3,7 2,7

16 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind.

Im KUKA Konzern werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Kreditinstitute verteilt.

Bestände in Höhe von 69,0 Mio. € sind auf einem Treuhandkonto hinterlegt und können nur zur Erfüllung der Verpflichtung aus der Wandelschuldverschreibung herangezogen werden (sog. verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel).

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in Mio. € 31.12.2009 31.12.2010
Kassenbestände 0,1 0,1
Guthaben bei Kreditinstituten 61,1 134,3
Verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel - 69,0
Summe 61,2 203,4

17 EIGENKAPITAL

Die Veränderung des Eigenkapitals einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals auf Seite 88 f. sowie in der Gesamtergebnisrechnung auf Seite 84 dargestellt.

Weitere Ausführungen das Eigenkapital betreffend, verweisen wir auch auf die Erläuterungen im Lagebericht unter "Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht".

18 GEZEICHNETES KAPITAL

Kapitalerhöhung November 2009

Im November 2009 wurde das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durch eine teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals um einen Betrag in Höhe von 6.915.974,00 € von 69.160.000,00 € auf 76.075.974,00 € gegen Bareinlage erhöht.

Dabei wurden 2.659.990 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu einem Ausgabebetrag von 2,60 € je Aktie und einem Platzierungspreis von 10,50 € je Aktie ausgegeben. Der Unterschiedsbetrag zwischen Platzierungspreis und Ausgabebetrag wird unter Berücksichtigung von Provisionen und Steuern in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Unter Abzug der direkten Transaktionskosten ist der Gesellschaft ein Betrag von 27,2 Mio. € zugeflossen.

Kapitalerhöhung Juni 2010

Im Juni 2010 wurde eine Bezugrechtskapitalerhöhung durchgeführt und 4.655.441 Aktien ausgegeben. Die Kapitalerhöhung erfolgte mittels Ausgabe von Bezugsrechten im Verhältnis 6:1. Bei einem Ausgabebetrag von 2,60 € je Aktie betrug der Bezugspreis 9,75 €. Der Unterschiedsbetrag zwischen Platzierungspreis und Ausgabebetrag wird unter Berücksichtigung von Provisionen und Steuern in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Unter Abzug der direkten Transaktionskosten ist der Gesellschaft ein Betrag von 42,8 Mio. € zugeflossen.

Nach den beiden Kapitalerhöhungen beträgt das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 88.180.120,60 €. Es unterteilt sich in 33.915.431 (Vorjahr: 29.259.990) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht einer Stimme.

19 KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage betrifft die KUKA Aktiengesellschaft. Die Veränderung im Vorjahr resultiert aus der im November 2009 durchgeführten Kapitalerhöhung. Die dabei entstandenen Transaktionskosten wurden unter Berücksichtigung von Steuern in Höhe von 0,5 Mio. € erfolgsneutral von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht. Die Veränderung des Berichtsjahres beruht auf der Kapitalerhöhung im Juni 2010. Die entstandenen Transaktionskosten wurden in Höhe von 4,9 Mio. € ebenfalls erfolgsneutral von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht.

20 EIGENE ANTEILE

Im Zeitraum vom 25. März 2008 bis zum 29. August 2008 wurden gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 16. Mai 2007 eigene Aktien über die Börse gekauft. Im Rahmen dieser Ermächtigung hat die KUKA Aktiengesellschaft insgesamt 1.327.340 KUKA Aktien im Gegenwert von 27.898.339,58 € erworben. Unter Berücksichtigung der im November 2009 und Juni 2010 durchgeführten Kapitalerhöhungen waren zum 31. Dezember 2010 32.588.091 Aktien im Umlauf.

21 GEWINNRÜCKLAGEN

In den Gewinnrücklagen sind enthalten:

Die thesaurierten Gewinne der KUKA Aktiengesellschaft und ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften
Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von Pensionsrückstellungen sowie die darauf entfallenden latenten Steuern
Verpflichtungen im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms für die KUKA Mitarbeiter

Insgesamt sind im Eigenkapital aus erfolgsneutralen Transaktionen latente Steuern in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €) enthalten. Davon betreffen 3,4 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) die Wandelschuldverschreibung und -0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen.

22 AUSGLEICHSPOSTEN FÜR ANTEILE DRITTER

Der Posten betrifft im Wesentlichen Anteile im Fremdbesitz an der KUKA Enco Werkzeugbau spol. s. r. o., Dubnica / Slowakei, sowie an der Hung Viet International Company Limited, Ho Chi Minh City / Vietnam. In der Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist die Veränderung dieses Postens dargestellt.

23 KAPITALSTEUERUNG

Vorrangige Ziele der Kapitalsteuerung des KUKA Konzerns sind die Unterstützung der laufenden Geschäftstätigkeit mit ausreichend finanziellen Mitteln und die Steigerung des Unternehmenswerts.

Dazu sind eine angemessene Ausstattung mit Eigenkapital (Kennziffer Eigenkapitalquote), mit Liquidität (Kennziffer Nettoliquidität) und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Kennziffer ROCE) notwendig. Die Steuerung und das Controlling der Geschäftsbereiche erfolgt deshalb anhand dieser Kennzahlen.

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2009 2010
Eigenkapital Mio. € 160,8 198,1
/ Gesamtkapital Mio. € 726,2 984,7
Eigenkapitalquote % 22,1 20,1
EBIT Mio. € -52,6 24,8
/ Capital Employed Mio. € 317,5 312,5
ROCE % -16,6 7,9
Liquide Mittel Mio. € 61,2 203,4
langfristige Finanzverbindlichkeiten Mio. € -63,8 -192,8
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Mio. € -45,9 -70,9
Nettoliquidität / -Verschuldung Mio. € -48,5 -60,3

24 VERPFLICHTUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung direkt im Eigenkapital erfasst (3. Option gemäß IAS 19.93A).

Im Geschäftsjahr 2010 entwickelten sich die Pensionsrückstellungen wie folgt:

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in Mio. € Stand 1.1. Konsolidierungskreisänderung, Währungsanpassung, Sonstiges Verbrauch Auflösung Zuführung Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) (ergebnisneutral)
2009 68,5 -0,2 6,2 0,7 4,4 4,2
2010 70,0 0,1 5,8 0,0 4,1 1,8

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in Mio. € Stand 31.12.
2009 70,0
2010 70,2

Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des KUKA Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.

Wegen ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der US-Konzerngesellschaft KUKA Assembly and Test Corp. für die medizinische Versorgung der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand gemäß IAS 19 ebenfalls unter dieser Position ausgewiesen. Auf diese pensionsähnlichen Verpflichtungen entfallen, ermittelt nach den Regelungen des IAS 19, 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) der Gesamtrückstellung. Im Vorjahr ergab sich auf Grund dieser Verpflichtungen, insbesondere bedingt durch Plankürzungen, ein Ertrag von 0,4 Mio. €. Die möglichen Auswirkungen einer Erhöhung / Minderung um einen Prozentpunkt der angenommenen Kostentrends im medizinischen Bereich belaufen sich auf unter 50 T€.

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.

Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen in Höhe von 17,7 Mio. € (Vorjahr: 19,2 Mio. €) wird als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen.

Fondsfinanzierte Versorgungspläne bestehen ausschließlich in den USA.

Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam, die vom wirtschaftlichen Umfeld im jeweiligen Land abhängen:

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Deutschland USA Übrige
31.12. 2009 2010 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Biometrische Rechnungsgrundlagen RT 2005 G RT 2005 G RP 2000 RP 2000 IPS55 (I); TV88 / 90 (F) IPS55 (I); TV88 / 90 (F)
Abzinsungsfaktor 5,40% 4,95 % 5,75 % 5,40 % 5,60 % 4,95 %
Erwartete Vermögensrendite N / A N / A 8,00 % 8,00 % N / A N / A
Gehaltsdynamik 0,00 - 2,50 % 0,00 - 2,50 % N / A N / A 0,00 - 1,50 % 0,00 - 1,50 %
Rentendynamik 2,00 - 2,50 % 1,75 - 2,50 % N / A N / A 0,00 - 2,00 % 0,00 - 2,00 %
Kostensteigerung für medizinische Versorgung N / A N / A 5,00 - 7,00 % 5,00 - 8,00 % N / A N / A

Der Abzinsungsfaktor ist auf Basis der Renditen von erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen am Abschlussstichtag ermittelt.

Die Gehaltsdynamik umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation jährlich geschätzt werden.

Den erwarteten Renditen liegen Konsensus-Prognosen der jeweiligen Asset-Klassen sowie Bankengespräche zugrunde. Die Prognosen basieren auf Erfahrungswerten, Wirtschaftsdaten, Zinsprognosen und Erwartungen am Aktienmarkt.

Die sich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem um die Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Übersteigt das Fondsvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage, wird nach IAS 19 ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Soweit das Vermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen. Ursache hierfür können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen

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Deutschland USA Übrige
in Mio. € 2009 2010 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 67,9 67,9 0,6 0,7 0,5 0,6
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 4,1 4,8 0,0 0,0
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) 67,9 67,9 4,7 5,5 0,5 0,6
Fondsvermögen zu Marktwerten 3,1 3,8 0,0
Nettoverpflichtung zum 31.12.* 67,9 67,9 1,6 1,7 0,5 0,6

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Gesamt
in Mio. € 2009 2010
--- --- ---
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 69,0 69,2
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 4,1 4,8
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) 73,1 74,0
Fondsvermögen zu Marktwerten 3,1 3,8
Nettoverpflichtung zum 31.12.* 70,0 70,2

* entspricht der Pensionsrückstellung, da im Berichtsjahr und im Vorjahr keine Überdeckung aus Fondsvermögen und kein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand zu verzeichnen war.

Infolge des im Vergleich zum Vorjahresstichtag beobachteten Rückgangs der Marktrenditen, insbesondere im Euro-Raum, wurden generell niedrigere Abzinsungsfaktoren für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen verwendet, sodass hieraus ceteris paribus eine höhere Defined Benefit Obligation resultiert. Die Veränderungen in der Defined Benefit Obligation ergeben sich dabei im Geschäftsjahr im Einzelnen aus der folgenden Übersicht:

Laufender Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand von in Summe 4,4 Mio. € (Vorjahr: 4,6 Mio. €) stehen den vorgenommenen Auszahlungen im Geschäftsjahr von 5,8 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €) gegenüber. Der Anstieg in der Defined Benefit Obligation resultiert im Wesentlichen aus im Geschäftsjahr angefallenen versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 2,0 Mio. € (Vorjahr: Verluste von 4,7 Mio. €).

Die sonstigen Änderungen des Vorjahres betreffen den Wechsel von Mitarbeitern inklusive deren Pensionsansprüchen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Standorts Tours der KUKA Systems France S. A., Frankreich.

Entwicklung der Defined Benefit Obligation

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Deutschland USA Übrige
in Mio. € 2009 2010 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Stand der Nettoverpflichtung zum 1.1. 64,8 67,9 4,9 4,7 1,2 0,5
davon fondsfinanziert (0,0) (0,0) (4,0) (4,1) (0,0) (0,0)
davon rückstellungsfinanziert (64,8) (67,9) (0,9) (0,6) (1,2) (0,5)
Laufender Dienstzeitaufwand 0,3 0,4 0,1 0,1 0,0 0,1
Zinsaufwand 3,9 3,5 0,3 0,3 0,0 0,0
Planänderungen 0,0 0,0 -0,4 0,0 -0,3 0,0
Auszahlungen -5,6 -5,6 -0,2 -0,2 -0,2 0,0
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 4,5 1,7 0,2 0,3 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 0,0 -0,2 0,3 0,0 0,0
Sonstige Änderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 -0,2 0,0
Stand der Nettoverpflichtung zum 31.12. 67,9 67,9 4,7 5,5 0,5 0,6
davon fondsfinanziert (0,0) (0,0) (4,1) (4,8) (0,0) (0,0)
davon rückstellungsfinanziert (67,9) (67,9) (0,6) (0,7) (0,5) (0,6)

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Gesamt
in Mio. € 2009 2010
--- --- ---
Stand der Nettoverpflichtung zum 1.1. 70,9 73,1
davon fondsfinanziert (4,0) (4,1)
davon rückstellungsfinanziert (66,9) (69,0)
Laufender Dienstzeitaufwand 0,4 0,6
Zinsaufwand 4,2 3,8
Planänderungen -0,7 0,0
Auszahlungen -6,0 -5,8
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 4,7 2,0
Währungsumrechnung -0,2 0,3
Sonstige Änderungen -0,2 0,0
Stand der Nettoverpflichtung zum 31.12. 73,1 74,0
davon fondsfinanziert (4,1) (4,8)
davon rückstellungsfinanziert (69,0) (69,2)

Im Berichtsjahr erhöhte sich die Defined Benefit Obligation durch die Senkung des Abzinsungsfaktors für die inländischen und ausländischen Pensionspläne. Der Einfluss der übrigen Bewertungsparameter wirkte sich nicht wesentlich aus.

Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen

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Deutschland USA Übrige
in Mio. € 2009 2010 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 0,3 0,4 0,1 0,1 0,0 0,1
Zinsaufwand 3,9 3,5 0,3 0,3 0,0 0,0
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds - - -0,2 -0,3 - -
Plankürzungen - - -0,4 0,0 -0,3 0,0
Pensionsaufwand aus leistungsorientierten Zusagen 4,2 3,9 -0,2 0,1 -0,3 0,1

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Gesamt
in Mio. € 2009 2010
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 0,4 0,6
Zinsaufwand 4,2 3,8
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds -0,2 -0,3
Plankürzungen -0,7 0,0
Pensionsaufwand aus leistungsorientierten Zusagen 3,7 4,1

Die Pensionsaufwendungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen sind um 0,4 Mio. € auf 4,1 Mio. € (Vorjahr: 3,7 Mio. €) angestiegen. Im Vorjahr gab es bei der medizinischen Versorgung der KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw / USA, Plankürzungen in Höhe von 0,4 Mio. €. Zudem kam es zum Wegfall von Ansprüchen aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen bei der KUKA Systems France S. A., Montigny / Frankreich, in Höhe von 0,3 Mio. €. Dies führte insgesamt zu einer Reduzierung der Pensionsaufwendungen im Vergleichsjahr.

Die Aufstellung der im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beinhaltet folgende Beträge:

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in Mio. € 2006 2007 2008 2009 2010
Kumulierte im Eigenkapital erfasste Gewinne (+) / Verluste (-) zum 1.1. -9,5 -6,3 3,5 6,9 2,7
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) des Geschäftsjahres 3,2 9,8 3,4 -4,2 -1,8
Kumulierte im Eigenkapital erfasste Gewinne (+) / Verluste (-) zum 31.12. -6,3 3,5 6,9 2,7 0,9

Entwicklung des Planvermögens im Geschäftsjahr

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in T€ 2009 2010
Beizulegender Zeitwert 1.1. 2,4 3,1
Erwartete Erträge 0,2 0,3
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 0,5 0,2
Währungsumrechnung -0,1 0,2
Zuwendungen durch den Arbeitgeber 0,2 0,2
Auszahlungen -0,1 -0,2
Beizulegender Zeitwert 31.12. 3,1 3,8

Aus den externen Pensionsfonds ergeben sich tatsächliche Vermögenserträge von 0,5 Mio. € (Vorjahr: Erträge von 0,7 Mio. €). Das Planvermögen von 3,8 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €) setzt sich zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 79,1 % (Vorjahr: 78,9 %) aus Anteilen an Aktienfonds, zu weiteren 20,9 % (Vorjahr: 21,1 %) aus Rentenpapieren und Barmitteln zusammen.

Für das Geschäftsjahr 2011 werden Einzahlungen des Arbeitgebers in das Fondsvermögen in Höhe von 0,2 Mio. € erwartet.

Die Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte und das die Leistungsverpflichtungen übersteigende Vermögen stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. € 2006 2007 2008 2009 2010
Pensionsverpflichtungen (Defined Benefit Obligation) 213,2 77,0 70,9 73,1 74,0
Ausgegliederte Vermögenswerte (Plan Assets) 74,9 3,1 2,4 3,1 3,8
Das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen (Funded Status) 138,3 73,9 68,5 70,0 70,2

Erfahrungsbedingte Anpassungen für das laufende Jahr und für die drei Vorjahre ergaben sich in folgender Höhe:

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in Mio. € 2007 2008 2009 2010
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+) / Reduzierung (-) der Pensionsverpflichtungen -3,0 % 0,8 % 1,0 % 0,5 %
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+) / Reduzierung (-) der ausgegliederten Vermögenswerte 0,0 % -53,1 % 15,6 % 5,9 %

Die Verpflichtungen für Restrukturierungen umfassen neben rückstellungsfähigen Personalstrukturmaßnahmen auch Rückstellungen für Sachstrukturmaßnahmen. Die Gesellschaft hat in 2009 einen umfangreichen Restrukturierungsplan mit Auswirkung auf den gesamten Konzern beschlossen und diesen im Geschäftsjahr konsequent umgesetzt. Insgesamt wurden im Berichtsjahr für zu erwartende Restrukturierungsmaßnahmen Rückstellungen in Höhe von rund 14,2 Mio. € verbraucht, 6,5 Mio. € wurden aufgelöst und im Gegenzug 2,7 Mio. € zugeführt. Zum Jahresende bestanden Verpflichtungen aus Restrukturierungen in Höhe von 4,7 Mio. €, davon entfielen 3,6 Mio. € auf den Geschäftsbereich Systems und 0,9 Mio. € auf den Geschäftsbereich Robotics. Im Zusammenhang mit der Restrukturierung in Frankreich bestand zum Stichtag eine Rückstellung in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €). Durch den Verkauf des Standorts Tours im Vorjahr ist Nettovermögen in Höhe von 3,1 Mio. € aus dem KUKA Konzern abgegangen. 80 Mitarbeiter haben dadurch das Unternehmen verlassen.

Die übrigen Rückstellungen betreffen unter anderem mit 21,0 Mio. € (Vorjahr: 22,0 Mio. €) noch anfallende Kosten für bereits fakturierte Aufträge und Prozessrisiken von 2,7 Mio. € (Vorjahr: 5,2 Mio. €).

Die sonstigen Rückstellungen besitzen eine erwartete Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

25 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

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in Mio. € Stand 1.1.2010 Konsolidierungskreisänderung, Währungsanpassung Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2010
Garantieverpflichtungen und Risiken aus schwebenden Geschäften 35,8 0,4 20,9 3,1 23,6 35,8
Verpflichtungen aus Restrukturierungen 22,7 0,0 14,2 6,5 2,7 4,7
Übrige Rückstellungen 52,6 2,0 26,4 6,7 26,8 48,3
Summe 111,1 2,4 61,5 16,3 53,1 88,8

Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und Risiken aus schwebenden Geschäften enthalten Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von 20,6 Mio. € (Vorjahr: 22,5 Mio. €) und Gewährleistungsrisiken von 15,2 Mio. € (Vorjahr: 13,3 Mio. €). Die Auflösungen entfallen mit 1,4 Mio. € auf Drohverlustrückstellungen und mit 1,7 Mio. € auf Gewährleistungsrisiken.

26 VERBINDLICHKEITEN

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Restlaufzeit
2010 in Mio. € Bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre 31.12.2010 Gesamt
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,8 0,0 0,0 1,8
Anleihe 2,2 0,0 192,8 195,0
Wandelschuldverschreibungen 66,9 0,0 0,0 66,9
Finanzverbindlichkeiten 70,9 0,0 192,8 263,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 148,6 - - 148,6
Erhaltene Anzahlungen 49,0 - - 49,0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 39,6 - - 39,6
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 0,1 - - 0,1
Ertragsteuerverbindlichkeiten 14,3 14,3
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 80,3 11,5 2,1 93,9
(davon aus sonstigen Steuern) (10,9) (0,0) (0,0) (10,9)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (1,4) (0,0) (0,0) (1,4)
(davon Verpflichtungen aus dem Personalbereich) (37,6) (5,8) (1,2) (44,6)
(davon aus Leasingverträgen) (0,3) (0,3) (0,0) (0,6)
(davon Derivate) (6,4) (0,0) (0,0) (6,4)
402,8 11,5 194,9 609,2

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Restlaufzeit
2009 in Mio. € Bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre 31.12.2009 Gesamt
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45,5 0,0 0,0 45,5
Anleihe 0,0 0,0 0,0 0,0
Wandelschuldverschreibungen 0,4 63,8 0,0 64,2
Finanzverbindlichkeiten 45,9 63,8 0,0 109,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73,3 - - 73,3
Erhaltene Anzahlungen 27,1 - - 27,1
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 54,6 - - 54,6
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 0,1 0,0 0,0 0,1
Ertragsteuerverbindlichkeiten 13,3 13,3
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 71,3 14,8 1,2 87,3
(davon aus sonstigen Steuern) (10,7) (0,0) (0,0) (10,7)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (1,2) (0,0) (0,0) (1,2)
(davon Verpflichtungen aus dem Personalbereich) (38,1) (7,0) (0,5) (45,6)
(davon aus Leasingverträgen) (0,2) (0,5) (0,0) (0,7)
(davon Derivate) (1,6) (2,2) (0,0) (3,8)
285,6 78,6 1,2 365,4

27 FINANZVERBINDLICHKEITEN / FINANZIERUNG

Bei den bestehenden Finanzverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die im November 2010 begebene Anleihe sowie um die im Mai 2006 begebene Wandelanleihe.

Festzinsvereinbarungen

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Buchwert Marktwert
in Mio. € 2009 2010 2009 2010 Ursprungslaufzeit Nominalzinssatz
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihe - 195,0 - 210,1 2010 - 2017 8,75 % p.a.
Wandelanleihe 64,2 66,9 55,9 68,7 2006 - 2011 3,75 % p.a.

Für den Marktwert der Anleihe wurde der Xetra-Tagesschlusskurs der Deutschen Börse Frankfurt und für die Wandelanleihe der Tagesschlusskurs des Parketthandels der Deutschen Börse Frankfurt vom 30. Dezember 2010 herangezogen.

Variabel verzinsliche Bankverbindlichkeiten (2010)

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Finanzinstrument / Mio. Buchwert Ø Nominalzinssatz Jahr des spätesten Laufzeitendes
Bankverbindlichkeiten 0,5 € 0,5 € 4,20 % p. a. 2011

Variabel verzinsliche Bankverbindlichkeiten (2009)

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Finanzinstrument / Mio. Buchwert Ø Nominalzinssatz Jahr des spätesten Laufzeitendes
Bankverbindlichkeiten 44,1 € 44,1 € 4,93 % p. a. 2010
Bankverbindlichkeiten 1,2 GBP 1,3 € 2,50 % p. a. 2010

Alle Durchschnittswerte ergeben sich als mit den jeweiligen Buchwerten in Euro gewichtetes arithmetisches Mittel der Werte der einzelnen Finanzinstrumente am Abschlussstichtag.

Anleihe

Im November 2010 hat die KUKA Aktiengesellschaft eine Anleihe mit einem Nominalbetrag von 202,0 Mio. € platziert. Der Ausgabepreis betrug 99,3605 %, was einem Mittelzufluss von 200,7 Mio. € entspricht. Die Anleihe wurde mit einer Stückelung zu 50.000,00 € begeben und ist mit einem Zinskupon von 8,75 % p. a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jeweils am 15. Mai und am 15. November.

Die Laufzeit der Anleihe endet spätestens am 15. November 2017 und wird durch Zahlung in Höhe des Nennbetrags zuzüglich der bis dahin angefallenen Zinsen getilgt. Die Emittentin hat das Recht, die Anleihe vorzeitig zu kündigen. Der erste Kündigungstermin ist der 15. November 2014.

Die Anleihe ist an der Börse Luxemburg gelistet (ISIN DE000A1E8X87 / WKN A1E8X8). Der letzte in 2010 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Anleihe betrug 104,00 %.

Bilanziell wurde die Anleihe bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten in Höhe von 8,0 Mio. € angesetzt. Die Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung der Emissionskosten erhöht sich der Zinssatz auf 9,66 % effektiv.

Die Erlöse der Anleihe dienen der Refinanzierung der Wandelschuldverschreibung, der Ablösung der Barinanspruchnahmen unter dem Konsortialkredit und der Investition in das operative Geschäft.

Wandelschuldverschreibung

Im Mai 2006 wurde über die KUKA Finance B. V., Amsterdam / Niederlande, eine durch die KUKA Aktiengesellschaft garantierte Wandelschuldverschreibung (Wandelanleihe) mit einem Nominalbetrag von 69,0 Mio. € platziert. Diese Wandelanleihe wurde mit einer Stückelung zu je 50.000,00 € begeben und berechtigt nach Berücksichtigung der Dividende 2007 sowie der Kapitalerhöhung in 2010 zur Wandlung in bis zu 2.718.322 Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft. Der Wandlungspreis beträgt damit aktuell 25,1034 € pro Aktie. Das Wandlungsverhältnis beträgt 1.991,7638 Aktien pro Stückelung. Durch die Anpassung an Dividendenzahlungen wird der Verwässerungsschutz in Bezug auf Ausschüttungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen gewährleistet. Das Wandlungsrecht für die Wandelschuldverschreibung kann während der Laufzeit ausgeübt werden. Die Anleihe ist mit einem Zinskupon von 3,75 % p. a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich im November.

Die Laufzeit der Anleihe endet am 9. November 2011 und wird durch Zahlung in Höhe des Nennbetrags zuzüglich der bis dahin angefallenen Zinsen getilgt. Seit dem 9. Dezember 2009 ist KUKA jederzeit berechtigt, die Anleihe zum Nennbetrag, ebenfalls zuzüglich aufgelaufener Zinsen, vorzeitig zurückzuzahlen, allerdings erst bei Aktienkursen von über 130 % des Wandlungspreises innerhalb eines in den Anleihebedingungen definierten Zeitraums.

Die Wandelanleihe ist an der Börse Luxemburg gelistet (ISIN DE000A0GRMC0/ WKN A0GRMC). Der letzte in 2010 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Anleihe betrug 99,50 % (Vorjahr: 81,00 %).

Bilanziell wird die Wandelanleihe in eine Eigen- und eine Fremdkapitalkomponente gegliedert. Der Marktwert der Schuldkomponente (55,7 Mio. €) wurde zum Emissionszeitpunkt auf Basis des Marktzinssatzes einer entsprechenden Festzinsanleihe ohne Wandlungsrecht (7,63 %) ermittelt. Unter Berücksichtigung der anteilig auf die Eigen- und Fremdkapitalkomponente verteilten Emissionskosten erhöht sich der Zinssatz auf 8,25 % effektiv. Der resultierende Wert der Eigenkapitalkomponente (11,3 Mio. €) ist in der Kapitalrücklage erfasst und wird bis zur Fälligkeit oder Wandlung nicht verändert. Im Geschäftsjahr wurde für die Anleihe ein Zinsaufwand von 5,3 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €) verbucht.

Zur Erfüllung der Verpflichtung aus der Wandelschuldverschreibung sind auf einem Treuhandkonto 69,0 Mio. € hinterlegt (sog. verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel).

Konsortialkredit

KONSORTIALKREDIT BIS MÄRZ 2010

Die KUKA Aktiengesellschaft und 31 Tochtergesellschaften hatten am 22. Dezember 2006 mit einer ausgewählten Gruppe von Banken einen Konsortialkredit in Höhe von 475,0 Mio. € abgeschlossen. Das Bankenkonsortium wurde von der Landesbank Baden-Württemberg, der Commerzbank Aktiengesellschaft und der UniCredit Bank AG angeführt. Hinzu kamen die Bayerische Landesbank, die Royal Bank of Scotland und die Deutsche Bank. Der Vollzug des Konsortialkreditvertrags erfolgte zum 31. Januar 2007.

Nach dem erfolgreichen Verkauf des Geschäftsbereichs Verpackungstechnik im April 2007 traten vertragliche Anpassungen dieses Konsortialkredits in Kraft. Nach dem Ausscheiden von zwölf Gesellschaften dieses Geschäftsbereichs als Vertragsparteien wurde der Term Loan zurückgezahlt und die Avallinie um 20,0 Mio. € verringert.

Die Verfügbarkeit der Finanzierung war an die Einhaltung bestimmter Vereinbarungen (Covenants) gebunden. Hierbei handelte es sich um den Zinsdeckungsgrad (gemessen als EBITDA zu bereinigtem Zinsergebnis), den Verschuldungsgrad (gemessen als definierte Nettoverschuldung zu EBITDA) sowie um die absolute Höhe des um Minderheitenanteile bereinigten Eigenkapitals. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation konnten seit dem zweiten Quartal 2009 verschiedene Covenants nicht eingehalten werden. Dies hätte im Berichtsjahr zur Fälligstellung der Kreditlinien führen können. Im Rahmen eines rollierenden Waiver-Prozesses verzichteten die Kredit gebenden Banken auf ihr Recht zur kurzfristigen Fälligstellung. Bis zur vertraglichen Neuordnung des Konsortialkreditvertrags im März 2010 wurden die für die Aufrechterhaltung der operativen Geschäftstätigkeit benötigten Bar- und Avallinien in der jeweiligen Höhe zur Verfügung gestellt.

Zum 31. Dezember 2009 standen dem KUKA Konzern hieraus 67,0 Mio. € aus revolvierend ausnutzbaren Barlinien sowie 190,0 Mio. € Avallinien zur Verfügung. Letztere sind für KUKA im Zusammenhang mit einer Finanzierung der Anlagenbaugeschäfte von besonderer Bedeutung.

KONSORTIALKREDIT AB MÄRZ 2010 BIS NOVEMBER 2010

Zur Deckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs wurde im März 2010 die Verlängerung des Konsortialkreditvertrages in Höhe von 336,0 Mio. € (davon 146,0 Mio. € Barkreditlinie und 190,0 Mio. € Avallinie) bis März 2012 vereinbart. Dieser sah verschiedene Auflagen und Bedingungen, wie z. B. die erfolgreiche Umsetzung der Restrukturierung des KUKA Konzerns, vor. Weitere Auflagen waren die Zuführung von weiterem Eigenkapital oder eigenkapitalähnlicher Mittel, die Refinanzierung der begebenen Wandelanleihe und die Einhaltung verschiedener finanzieller und nichtfinanzieller Kreditbedingungen (Covenants).

Wesentliche Covenants betrafen das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), den Verschuldungsgrad und das Eigenkapital. Im Rahmen der Vereinbarung mit den Konsortialbanken hatte sich die KUKA Aktiengesellschaft verpflichtet, bis Ende Juni 2010 weiteres Eigenkapital oder weitere eigenkapital-ähnliche Mittel aufzunehmen. Diese Verpflichtung wurde mit der erfolgreichen Kapitalerhöhung im Juni erfüllt.

KONSORTIALKREDIT AB NOVEMBER 2010

Im November 2010 konnte die Neuregelung der Finanzierungsstruktur der KUKA Aktiengesellschaft mit Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags und der Begebung einer Anleihe abgeschlossen werden.

Der Konsortialkreditvertrag umfasst einen Betrag von 200,0 Mio. € (davon 50,0 Mio. € Barkreditlinie und 150,0 Mio. € Avallinie) und hat eine Laufzeit bis Ende März 2014. Das Bankenkonsortium wird von der Deutschen Bank, der Commerzbank, der Landesbank Baden-Württemberg und der UniCredit Bank angeführt. Weitere Konsortialbanken sind Goldman Sachs, Postbank, Bayerische Landesbank und Berenberg Bank.

Der Konsortialkreditvertrag umfasst finanzielle und nichtfinanzielle Convenants. Die wesentlichen finanziellen Covenants betreffen Minimalwerte für den Zinsdeckungsgrad (Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] zu definiertem Nettozinsaufwand), den Leverage (Verhältnis von definierter Nettoverschuldung zu EBITDA) sowie den Gearing (Verhältnis von definierter Nettoverschuldung zu Eigenkapital ohne Anteile Dritter). Die einzelnen finanziellen Covenants müssen zum Ende jeden Quartals eingehalten werden.

Die Inanspruchnahme der Avallinie belief sich zum Stichtag auf 117,6 Mio. € (Vorjahr: 110,6 Mio. €); die bestehende Betriebsmittellinie wurde nicht in Anspruch genommen (Vorjahr: 40,0 Mio. €).

Die Forderungen des Bankenkonsortiums aus dem Finanzierungsvertrag sind von den KUKA Gesellschaften besichert. Dieses Sicherheitenpaket beinhaltet u. a. die Belastung des Betriebsgeländes in Augsburg mit einer Buchgrundschuld über 70 Mio. € sowie die Belastung weiterer im Inland gelegener Grundstücke mit Buchgrundschulden, Verpfändungen von Geschäftsanteilen, Patent- und Markenrechten sowie anderer Vermögenswerte inklusive Globalabtretungen und Sicherungsübereignungen. Die genannten Sicherheiten dienen nachrangig auch den Anleihegläubigern.

Kreditlinien von Kautionsversicherungsgesellschaften

Von Kautionsversicherungsgesellschaften sind Avallinien in Höhe von 10,0 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) zugesagt. Die Ausnutzung zum Ende des Geschäftsjahres betrug 5,6 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €).

ABS-Programm

Im Dezember 2006 wurde ein ABS-Programm (Asset-Backed Securities) mit fünfjähriger Laufzeit aufgelegt. Im Rahmen dieses Programms können regelmäßig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der KUKA Roboter GmbH in Höhe von bis zu 25,0 Mio. € an ein Special Purpose Vehicle der Bayerischen Landesbank verkauft werden. Dieses finanziert den Kauf der Forderungen durch die Ausgabe von Wertpapieren am Kapitalmarkt oder durch Inanspruchnahme einer entsprechenden Kreditlinie bei der Bayerischen Landesbank. Auch für dieses Finanzierungsprogramm existieren Covenants, die seit dem zweiten Quartal 2009 nicht eingehalten werden konnten. Auch hier verzichteten die beteiligten Parteien im Rahmen eines Waiver-Prozesses auf das vertragliche Recht der Kündigung. Die Finanzierung stand folglich während des gesamten Geschäftsjahres 2010 uneingeschränkt zur Verfügung. Die vertraglichen Anpassungen traten im März 2010 und zuletzt im November 2010 in Kraft.

Zum Bilanzstichtag war das Programm in Höhe von 10,3 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €) in Anspruch genommen. Eine ausreichende Bonität der verkauften Forderungen wird durch eine Ausfallbürgschaft eines Kreditversicherers sichergestellt. Die KUKA Roboter GmbH trägt hierbei die ersten 1,15 % der Bonitätsrisiken aus dem Forderungsverkauf. Als weitere Sicherheit wurde ein Bardepot in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €) gestellt, das im Rahmen der sonstigen Vermögenswerte ausgewiesen ist. Die aus der Verwaltung und Abwicklung der verkauften Forderungen resultierenden Ansprüche der KUKA Roboter GmbH sind in Höhe des Barwerts von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) ebenfalls in diesen enthalten. Der Rückbehalt für Bonitätsrisiken (continuing involvement) in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) wurde zum Stichtag vollständig wertberichtigt.

28 ÜBRIGE LANGFRISTIGE/ KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN UND RECHNUNGSABGRENZUNGEN

Die übrigen Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern resultieren überwiegend aus Umsatzsteuerzahllasten.

Bei den übrigen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Urlaubsansprüchen (2010: 5,2 Mio. €; Vorjahr: 4,3 Mio. €), Gleitzeitguthaben (2010: 10,1 Mio. €; Vorjahr: 9,4 Mio. €) und Altersteilzeit (2010: 6,1 Mio. €; Vorjahr: 11,6 Mio. €). Letztere wurden zum 31.12.2010 erstmalig mit dem beizulegenden Wert des korrespondierenden Deckungsvermögens (2010: 6,8 Mio. €; Vorjahr: 5,5 Mio. €) saldiert ausgewiesen. Der Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen aus Altersteilzeit (DBO) belief sich vor Saldierung auf 12,9 Mio.€.

Daneben werden unter der Position u. a. Sonderzahlungen, Erfindervergütungen, Jubiläumsaufwendungen und Berufsgenossenschaftsbeiträge ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingraten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

29 FINANZIELLES RISIKOMANAGEMENT UND FINANZDERIVATE

a) Grundsätze des Risikomanagements

Im Zuge der allgemeinen Geschäftstätigkeit ist der KUKA Konzern bei Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashflow-Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen.

Die Grundsätze der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt. Das Konzern-Treasury setzt die Finanzpolitik um und verantwortet das laufende finanzielle Risikomanagement. Dabei bedürfen bestimmte Transaktionen der Genehmigung durch den Finanzvorstand. Dieser wird darüber hinaus regelmäßig über die aktuellen Risiko-Exposures in Kenntnis gesetzt.

Zu den zentralen Aufgaben des Konzern-Treasury gehört das effektive Marktrisiko-Management. Dazu bedient sich das Treasury der Simulation unterschiedlicher Szenarien, u. a. Most-Likely- / Worst-Case-Szenarien.

b) Währungsrisiken

Die Risiken aus Wechselkursschwankungen resultieren bei KUKA aus Finanzinvestitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Diese werden zum Zeitpunkt der Entstehung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch eine Aufrechnung entgegengesetzter Zahlungsströme insoweit gesichert, als sie den Konzern-Cashflow beeinflussen können. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit (< 1 Jahr) eingesetzt werden. Wechselkursrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen, wie zum Beispiel Risiken, die sich aus Umrechnung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausländischer KUKA Gesellschaften in die Konzern-Berichterstattungswährung ergeben, bleiben grundsätzlich ungesichert. Unter bestimmten Umständen können diese Risiken nach Freigabe durch den Finanzvorstand auch abgesichert werden. Im Investitionsbereich der KUKA gab es zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen.

Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus Fremdwährungsdarlehen an Konzerngesellschaften sowie aus flüssigen Mitteln in Fremdwährung.

Das Treasury sichert die sich daraus ergebenden wesentlichen Risiken ab. Zur Umwandlung von auf fremde Währung lautenden finanziellen Verpflichtungen und konzerninternen Darlehen in die funktionalen Währungen der Konzernunternehmen werden Devisenderivate eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Finanzverbindlichkeiten in ausländischen Währungen. Alle konzerninternen Darlehen in fremder Währung waren entsprechend gesichert. KUKA war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Die einzelnen KUKA Gesellschaften wickeln ihre operativen Aktivitäten überwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung ab. Bei einigen KUKA Gesellschaften ergeben sich jedoch im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung entsprechende Wechselkursrisiken. Um diese Zahlungsströme zu sichern, setzt KUKA Devisenderivate ein. Aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten war KUKA zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen KUKA Finanzinstrumente eingeht.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitäts-analysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z. B. Zinssätze, Wechselkurse) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten in die jeweilige funktionale Währung weitgehend überführt. Änderungen der Wechselkurse haben daher keine wesentlichen Effekte auf Ergebnis oder Eigenkapital.
Wesentliche Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in der funktionalen Währung erfasst oder mittels Einsatz von Derivaten in die entsprechende funktionale Währung transferiert. Somit können auch hieraus keine wesentlichen Effekte auf die betrachteten Größen entstehen.

Für die wesentlichen Fremdwährungen des KUKA Konzerns ergeben sich zum Bilanzstichtag folgende Währungsszenarien:

Eine Aufwertung des EUR gegenüber dem USD um 10 % hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. € positiv). Eine Abwertung des EUR gegenüber dem USD um 10 % hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. € negativ).

Eine Aufwertung des EUR gegenüber dem JPY um 10 % hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. € negativ). Eine Abwertung des EUR gegenüber dem JPY um 10 % hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. € positiv).

Eine Aufwertung des EUR gegenüber dem HUF um 10 % hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. € negativ). Eine Abwertung des EUR gegenüber dem HUF um 10 % hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. € positiv).

Eine Aufwertung des EUR gegenüber dem BRL um 10 % hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,8 Mio. €. Eine Abwertung des EUR gegenüber dem BRL um 10 % hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,9 Mio. €. Eine Aufwertung des BRL gegenüber dem USD um 10 % hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 1,0 Mio. €. Eine Abwertung des BRL gegenüber dem USD um 10 % hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 1,2 Mio. €.

c) Zinsrisiken

Die Risiken aus Zinssatzänderungen resultieren bei KUKA im Wesentlichen aus kurzfristigen Geldanlagen / -aufnahmen in EUR. Diese sind zum Bilanzstichtag nicht gesichert.

Zinsänderungsrisiken werden im Sinne von IFRS 7 mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Sensitivitätsanalysen bilden die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, -erträge, -aufwendungen sowie andere Ergebnisteile und auf das Eigenkapital ab. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung (z. B. die begebene Anleihe und die begebene Wandelschuldverschreibung) keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind.

Eine Erhöhung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte zum 31. Dezember 2010 hätte eine positive Auswirkung auf das Ergebnis in Höhe von 2,0 Mio. €. Eine Verringerung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte hätte eine negative Auswirkung auf das Ergebnis in Höhe von 1,3 Mio. €. In 2009 wäre das Ergebnis um 0,2 Mio. € höher ausgefallen bei einer Erhöhung oder Verringerung um 100 Basispunkte. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich ausschließlich aus den variabel verzinslichen Geldanlagen (Geldaufnahmen) in Höhe von 203,4 Mio. € (0,5 Mio. €) zum Bilanzstichtag.

d) Ausfallrisiken

Der KUKA Konzern ist aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen und dem KUKA Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Im Finanzierungsbereich werden wesentliche Geschäfte nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens A- / A1 abgeschlossen.

Im operativen Geschäft werden die Außenstände auf Gesellschaftsebene (lokal) gesteuert und fortlaufend überwacht. Die Geschäftsbeziehungen mit Großkunden bestehen regelmäßig bei mehreren Gesellschaften des KUKA Konzerns. Damit verbundene Ausfallrisiken unterliegen einer gesonderten quartalsweisen Bonitätsüberwachung im Rahmen des Risikomanagementsystems auf Ebene des Konzern-Vorstands, um eine Aggregation von Einzelrisiken frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus sind auch auf Segment-Ebene bereits im Prozess der Vertragsanbahnung (Abgabe von Angeboten sowie Annahme von Bestellungen) umfangreiche Prüfroutinen implementiert. Soweit nötig wird Ausfallrisiken mittels Einzelwertberichtigungen entsprechend Rechnung getragen.

Im Rahmen der ABS-Transaktionen werden die designierten Forderungen separat verwaltet. Für das Bonitätsrisiko wird ein Sicherheitsabschlag als Barreserve hinterlegt. Der Prozentsatz der Risikovorsorge für das Bonitätsrisiko hat sich als statistisch stabil herausgestellt. Über die tatsächlichen Forderungsausfälle wird regelmäßig eine Abrechnung erstellt und die zu viel eingezahlte Barreserve rückvergütet.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Es liegen zum Abschlussstichtag keine das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.

e) Liquiditätsrisiken

Zu den zentralen Aufgaben der KUKA AG zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit und der fristgerechten Zahlungsfähigkeit von KUKA. In diesem Zusammenhang optimiert der KUKA Konzern auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu wurde das in 2007 implementierte, einheitliche und konzernweit arbeitende Treasury-Reporting-System stetig weiterentwickelt. Daneben wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung der Zahlungsströme reduziert.

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des KUKA Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Hierzu hat KUKA u. a. einen Konsortialkreditvertrag mit einem Bankenkonsortium abgeschlossen. Detaillierte Informationen hierzu befinden sich im Anhang unter der Erläuterung 27 Finanzverbindlichkeiten / Finanzierung im Abschnitt Konsortialkredit.

Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden Finanzinstrumente:

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31.12.2010 in Mio. € Cashflows 2011 Cashflows 2012 Cashflows 2013 -2015 Cashflows 2016 ff.
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 17,7 17,7 53,0 237,4
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 75,2 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 148,6 0,3 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 39,6 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 0,1 0,0 0,0 0,0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 0,0 1,2 0,9 0,0
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) (0,0) (0,3) (0,0) (0,0)
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 43,5 0,0 0,0 0,0
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) (0,3) (0,0) (0,0) (0,0)

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31.12.2009 in Mio. € Cashflows 2010 Cashflows 2011 Cashflows 2012 -2014 Cashflows 2015 ff.
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2,6 71,6 0,0 0,0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 45,8 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73,3 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 0,0 2,5 0,2 0,0
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) (0,0) (0,3) (0,2) (0,0)
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 18,2 0,0 0,0 0,0
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) (0,2) (0,0) (0,0) (0,0)

Einbezogen sind alle Finanzinstrumente, die an den Bilanzstichtagen im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge sind jeweils zum Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2010 bzw. 2009 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind stets dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Die Zahlungsströme aus Derivaten (Devisentermingeschäfte) sind netto, d. h. unter Saldierung der Mittelzu- und -abflüsse, dargestellt.

f) Sicherungsgeschäfte

Sicherungsgeschäfte werden im KUKA Konzern ausschließlich in Form von Devisentermingeschäften zur Absicherung von beizulegenden Zeitwerten und bestehender Bilanzpositionen und zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen abgeschlossen. Diese betreffen ausschließlich die Sicherung von Währungsrisiken.

Von der Möglichkeit des Hedge Accountings macht die KUKA Gruppe seit 2009 keinen Gebrauch mehr.

Nachstehend sind die Buchwerte der Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:

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in Mio. € Abkürzung 2009 2010
Availabe-for-Sale Financial Assets AfS 1,0 1,0
Loans and Receivables LaR 308,9 508,4
Financial Assets Held for Trading FAHfT 1,3 2,9
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost FLAC 199,5 451,5
Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 3,8 6,4

Die Zusammensetzung der Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien für 2010

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in Mio. € Bewertungs-

kategorie nach IAS 39
Buchwert 31.12.2010 davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögens-

werte und Schulden
davon unter IAS 17 fallende Vermögens-

werte und Schulden
Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2010 Beizulegender Zeitwert 31.12.2010
Aktiva
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzinvestitionen 1,0 0,0 0,0 1,0 1,0
(davon Beteiligungen) AfS 1,0 0,0 0,0 1,0 1,0
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing n. a. 77,8 0,0 77,8 0,0 77,8
Übrige langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 12,0 4,0 0,0 8,0 12,0
(davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) LaR (0,3) (0,0) (0,0) (0,3) (0,3)
(davon aus der Kategorie LaR) LaR (7,7) (0,0) (0,0) (7,7) (7,7)
(davon Übrige) n. a. (4,0) (4,0) (0,0) (0,0) (4,0)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 125,7 0,0 0,0 125,7 125,7
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 166,1 0,0 0,0 166,1 166,1
Kurzfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing n. a. 4,1 0,0 4,1 0,0 4,1
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 27,1 19,0 0,0 8,1 27,1
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FAHfT (2,9) (0,0) (0,0) (2,9) (2,9)
(davon Übrige der Kategorie LaR) LaR (5,2) (0,0) (0,0) (5,2) (5,2)
(davon Übrige) n. a. (19,0) (19,0) (0,0) (0,0) (19,0)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 203,4 0,0 0,0 203,4 203,4

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in Mio. € Bewertungs-

kategorie nach IAS39
Buchwert 31.12.2010 davon nicht -

unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden
davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2010 Beizulegender Zeitwert 31.12.2010
Passiva
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 192,8 0,0 0,0 192,8 210,1
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 13,6 11,2 0,3 2,1 13,6
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) n. a. (0,3) (0,0) (0,3) (0,0) (0,3)
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FLHfT (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Übrige der Kategorie FLAC) FLAC (2,1) (0,0) (0,0) (2,1) (2,1)
(davon Übrige) n. a. (11,2) (11,2) (0,0) (0,0) (11,2)
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 70,9 0,0 0,0 70,9 73,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 148,9 0,0 0,0 148,9 148,9
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen n. a. 39,6 39,6 0,0 0,0 39,6
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen FLAC 0,1 0,0 0,0 0,1 0,1
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 80,3 39,6 0,3 43,1 80,3
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) n. a. (0,3) (0,0) (0,3) (0,0) (0,3)
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FLHfT (6,4) (0,0) (0,0) (6,4) (6,4)
(davon Übrige der Kategorie FLAC) FLAC (36,7) (0,0) (0,0) (36,7) (36,7)
(davon Übrige) n. a. (36,9) (36,9) (0,0) (0,0) (36,9)

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien für 2009

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in Mio. € Buchwert 31.12.2009 davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2009 Beizulegender Zeitwert 31.12.2009
Aktiva
--- --- --- --- --- ---
Finanzinvestitionen 1,0 0,0 0,0 1,0 1,0
(davon Beteiligungen) (1,0) (0,0) (0,0) (1,0) (1,0)
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing 75,8 0,0 75,8 0,0 75,8
Übrige langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 10,0 4,1 0,0 5,9 10,0
(davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) (0,3) (0,0) (0,0) (0,3) (0,3)
(davon aus der Kategorie LaR) (5,6) (0,0) (0,0) (5,6) (5,6)
(davon Übrige) (4,1) (4,1) (0,0) (0,0) (4,1)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 114,2 0,0 0,0 114,2 114,2
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 124,3 0,0 0,0 124,3 124,3
Kurzfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing 3,5 0,0 3,5 0,0 3,5
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 17,1 12,6 0,0 4,5 17,1
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) (1,3) (0,0) (0,0) (1,3) (1,3)
(davon Übrige der Kategorie LaR) (3,2) (0,0) (0,0) (3,2) (3,2)
(davon Übrige) (12,6) (12,6) (0,0) (0,0) (12,6)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 61,2 0,0 0,0 61,2 61,2

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in Mio. € Buchwert 31.12.2009 davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2009 Beizulegender Zeitwert 31.12.2009
Passiva
--- --- --- --- --- ---
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 63,8 0,0 0,0 63,8 55,9
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 16,0 13,3 0,5 2,2 16,0
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) (0,5) (0,0) (0,5) (0,0) (0,5)
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) (2,2) (0,0) (0,0) (2,2) (2,2)
(davon Übrige der Kategorie FLAC) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Übrige) (13,3) (13,3) (0,0) (0,0) (13,3)
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 45,9 0,0 0,0 45,9 45,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73,3 0,0 0,0 73,3 73,3
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 54,6 54,6 0,0 0,0 54,6
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 0,1 0,0 0,0 0,1 0,1
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 71,3 53,1 0,2 18,0 71,3
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) (0,2) (0,0) (0,2) (0,0) (0,2)
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) (1,6) (0,0) (0,0) (1,6) (1,6)
(davon Übrige der Kategorie FLAC) (16,4) (0,0) (0,0) (16,4) (16,4)
(davon Übrige) (53,1) (53,1) (0,0) (0,0) (53,1)

Die Vermögenswerte mit Ausnahme von Finanzinvestitionen sowie Leasingforderungen weisen überwiegend kurze Restlaufzeiten auf. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Langfristige verzinsliche Forderungen inklusive der Forderungen aus Finanzierungs-Leasing werden auf Basis verschiedener Parameter wie Zinssätze und individueller Bonität des Kunden bewertet und gegebenenfalls wertberichtigt. Demnach entsprechen auch diese Buchwerte annähernd den Marktwerten.

Die Schulden mit Ausnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Der Marktwert der Anleihe sowie der Wandelschuldverschreibung basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag.

Bei den zum Bilanzstichtag angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Wechselkursrisiken. Der Bilanzansatz erfolgt zum Marktwert, der anhand standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter anderem in Abhängigkeit von den Devisenterminkursen ermittelt wird.

Gemäß IFRS 7.27A sind die zu Marktwerten bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei werden die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert:

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STUFE 1: Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden
STUFE 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
STUFE 3: Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Im KUKA Konzern sind hiervon im Wesentlichen die aktivierten (2,9 Mio. €; Vorjahr: 1,3 Mio. €) und passivierten (6,4 Mio. €; Vorjahr: 3,8 Mio. €) Devisentermingeschäfte betroffen. Diese werden gemäß der Stufe 2 bewertet.

Die Nettoergebnisse gegliedert nach Bewertungskategorien stellen sich für das Geschäftsjahr wie folgt dar:

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien des IAS 39 für das Geschäftsjahr 2010

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in Mio. € Nettogewinne / -verluste Gesamtzinserträge und -aufwendungen Provisionserträge und -aufwendungen
Loans and Receivables (LaR) 1,1 1,2 0,0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 0,0 0,0 0,0
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) 0,1 0,0 0,0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 4,5 -29,0 -5,5
Summe 5,7 -27,8 -5,5

Für das Geschäftsjahr 2009 ergaben sich folgende Werte:

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien des IAS 39 für das Geschäftsjahr 2009

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in Mio. € Nettogewinne / -verluste Gesamtzinserträge und -aufwendungen Provisionserträge und -aufwendungen
Loans and Receivables (LaR) -5,7 2,6 0,0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) -0,4 0,0 0,0
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) 3,2 0,0 0,0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 3,5 -12,1 -5,1
Summe 0,6 -9,5 -5,1

Die Nettogewinne (Vorjahr: Nettoverluste) aus der Bewertungskategorie Loans and Receivables beinhalten im Wesentlichen Währungskurseffekte sowie Ergebnisse aus Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte. Die Nettogewinne aus Financial Liabilities Measured at Amortised Cost beinhalten neben Fremdwährungseffekte auch Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten.

Die Zinserträge für die Finanzinstrumente der Kategorie Loans and Receivables stammen aus der Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost betrifft im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Wandelschuldverschreibung, der Anleihe sowie aus den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Als Provisionsaufwendungen sind Transaktionskosten für Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Gebühren für die Bereitstellung von Avalen ausgewiesen.

30 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen:

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in Mio. € 2009 2010
Verpflichtungen aus Bürgschaften 5,5 1,5
Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen 67,7 68,1
Sonstige Verpflichtungen 33,9 31,3
(davon Bestellobligo) (1,6) (0,5)
(davon Miet- und Leasingverpflichtungen) (29,1) (26,4)
(davon übrige finanzielle Verpflichtungen) (3,2) (4,4)
Summe 107,1 100,9

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung weist entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft.

Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Mittelzuflüsse aus der Begebung der Anleihe wurden in Höhe von 69,0 Mio. € einem Treuhandkonto hinterlegt und können nur zur Erfüllung der Verpflichtung aus der Wandelschuldverschreibung herangezogen werden (sog. verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel). Weitere Zahlungsmittel unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern indirekt abgeleitet.

Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und den Änderungen im Konsolidierungskreis bereinigt.

Die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und Geschäftseinheiten von 1,2 Mio. € im Vorjahr betrafen im Wesentlichen den Kauf von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Vorräten bei der im Vorjahr erstkonsolidierten KUKA S-Base s. r. o., Roznov p. R. / Tschechien.

Im Mittelzufluss bzw. -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind ebenfalls folgende Posten enthalten: gezahlte Zinsen in Höhe von 37,6 Mio. € (Vorjahr: 10,4 Mio. €), erhaltene Zinsen in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €) und wieder erstattete Ertragsteuern in Höhe von 6,8 Mio. € (1,6 Mio. €).

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNSEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die einzelnen Jahresabschlussdaten sind nach Geschäftsfeldern und Regionen segmentiert. Die Aufgliederung orientiert sich an der internen Berichterstattung (Management Approach). Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten sowie die Chancen und Risiken der verschiedenartigen Geschäftsfelder des Konzerns transparent gemacht werden.

Die Segmentberichterstattung trägt der Struktur des KUKA Konzerns Rechnung. Der KUKA Konzern war in den Berichtsjahren 2010 und 2009 in zwei wesentlichen Geschäftsfeldern tätig:

KUKA ROBOTICS

In diesem Segment werden den Kunden aus Automotive, General Industry und übergreifendem Customer Service Industrieroboter - vom Kleinroboter bis hin zum nunmehr 1.300 kg starken Titan - angeboten.

KUKA SYSTEMS

Das Segment bietet seinen Kunden in den Bereichen Automotive, Aerospace, Solar und General Industry innovative Lösungen und Dienstleistungen für die automatisierte Produktion. Dabei reicht das Spektrum der Anwendungen von Schweißen, Kleben, Dichten, Montieren, Testen bis hin zum Umformen nach individuell angepassten Kundenbedürfnissen.

Die Gesellschaft KUKA Nordic AB, Västra Frölunda / Schweden wird ab 2010 aufgrund der Umsatzstruktur dem Segment Robotics zugeordnet. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist dadurch nicht beeinträchtigt.

Die KUKA Aktiengesellschaft und weitere Beteiligungen, die das operative Geschäft des KUKA Konzerns ergänzen, sind als eigener Bereich zusammengefasst. Bereichsübergreifende Konsolidierungs- und Überleitungsposten werden in einer eigenen Spalte dargestellt. Die Zuordnung der Konzerngesellschaften zu den einzelnen Geschäftsfeldern ist aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf Regionen erfolgt nach dem Sitz des Kunden / Lieferort. Das langfristige Vermögen (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) wird nach dem Standort der Gesellschaften ermittelt.

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Umsätze nach Sitz des Kunden Langfristiges Vermögen nach Sitz der Gesellschaft
in Mio. € 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- ---
Deutschland 297,3 443,8 91,9 84,9
Europa (ohne Deutschland) 235,2 217,8 21,4 19,3
Nordamerika 255,6 268,1 53,2 53,3
Asien / Sonstige Regionen 114,0 148,9 3,0 4,8
Summe 902,1 1.078,6 169,5 162,3

Insgesamt erzielte der KUKA Konzern mit drei Kunden jeweils mehr als 10 % der Gesamtumsätze. Die dabei getätigten Umsätze entfallen sowohl auf das Segment Robotics als auch auf das Segment Systems.

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Gesamt 2009 Gesamt 2010
in Mio. € in % in Mio. € in %
--- --- --- --- ---
Kunde A 77,7 8,6 154,0 14,3
Kunde B 120,5 13,4 144,3 13,4
Kunde C 146,8 16,3 144,0 13,4
übrige Kunden 557,1 61,7 636,3 58,9
Umsatzerlöse 902,1 100,0 1.078,6 100,0

Für die Berechnung der Segmentinformationen gelten folgende Grundsätze:

Die Konzernaußenumsatzerlöse zeigen die Anteile der Geschäftsbereiche am konsolidierten Umsatz des Konzerns, wie in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung dargestellt.
Die Konzerninnenumsatzerlöse sind die Umsätze, die zwischen den Segmenten getätigt werden.
Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze werden marktorientiert festgelegt.
Die Umsatzerlöse der Segmente beinhalten die Umsätze mit Konzernfremden sowie mit anderen Segmenten des Konzerns.
Das EBIT stellt das Betriebsergebnis, also das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einschließlich eventueller außerplanmäßiger Firmenwertabschreibungen ohne das Finanzergebnis, dar; das EBIT ist um zu aktivierende Fremdkapitalzinsen bereinigt.
Der ROCE (Return on Capital Employed) ist das EBIT im Verhältnis zum betrieblich eingesetzten Nettovermögen (Capital Employed), das im Wesentlichen unverzinslich ist. Für die Berechnung des ROCE wird das Capital Employed als Durchschnittswert zugrunde gelegt.

Die Überleitung vom Capital Employed zum Segmentvermögen und zu den Segmentschulden zeigt nachfolgende Tabelle:

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in Mio. € 2009 2010
Capital Employed
Immaterielle Vermögenswerte 79,2 76,5
+ Sachanlagen 90,3 85,8
+ langfristige Leasingforderungen 75,8 77,8
+ Working Capital 382,6 496,6
Vorräte 103,8 158,0
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 124,3 166,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 114,5 126,0
sonstige Forderungen und Vermögenswerte 40,0 46,5
\= Aktivposten des Capital Employed 627,9 736,8
./. sonstige Rückstellungen, ohne wesentliche Restrukturierungsrück-stellungen 85,5 81,7
./. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 54,6 39,6
./. erhaltene Anzahlungen 27,1 49,0
./. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73,3 148,9
./. sonstige Verbindlichkeiten mit Ausnahme anleiheähnlicher Verbindlichkeiten (inkl. PRAP) 87,3 92,7
\= Passivposten des Capital Employed 327,8 411,9
\= Capital Employed 300,1 324,8
Capital Employed im Durchschnitt 317,5 312,5
Segmentvermögen
Aktivposten des Capital Employed 627,9 736,7
+ Beteiligungen 1,0 1,0
\= Segmentvermögen 628,9 737,7
Segmentschulden
Passivposten des Capital Employed 327,8 411,9
+ Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 70,0 70,2
+ bereinigte Rückstellungen 25,7 7,1
\= Segmentschulden 423,5 489,2

Weitere Elemente der Segmentberichterstattung sind im Lagebericht in der Berichterstattung über die operativen Geschäftsbereiche Robotics und Systems sowie tabellarisch zu Beginn des Konzernanhangs dargestellt.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Gemäß IAS 24 sind Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, anzugeben.

Als nahe stehende Personen im KUKA Konzern kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die nicht konsolidierten Unternehmen, an denen die KUKA Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar mehr als 20 % der Stimmrechtsanteile hält, bzw. Unternehmen, die mittelbar oder unmittelbar mehr als 20 % der Stimmrechtsanteile an der KUKA Aktiengesellschaft halten, in Betracht.

Die Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim / Bayern, und die Rinvest AG, Pfäffikon / Schweiz, sind an der KUKA Aktiengesellschaft aktuell mit zusammen 25,2 % beteiligt. Gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 29. Juni 2010 sind die Stimmrechtsanteile wechselseitig gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen und stellen damit nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24 dar.

In der folgenden Tabelle werden die Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und nahe stehenden Gesellschaften des KUKA Konzerns dargestellt.

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Erbrachte Lieferungen und Leistungen des Konzerns an nahe stehende Unternehmen Empfangene Lieferungen und Leistungen des Konzerns von nahe stehenden Unternehmen
in Mio. € Anteile in % 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- --- ---
Grenzebach-Gruppe 25,2 4,4 10,2 3,3 18,5

Die Festlegung der Verrechnungspreise für gruppeninterne Umsätze erfolgt marktorientiert unter Beachtung des "Dealing at Arm's Length"-Prinzips.

Die an nahe stehende Unternehmen erbrachten Leistungen betreffen vor allem Provisionen und Umsätze, im Wesentlichen mit Produkten des Segments Robotics. Die empfangenen Leistungen des Konzerns von nicht konsolidierten verbundenen und assoziierten Unternehmen umfassen im Wesentlichen Vorleistungen zur Weiterverarbeitung bei den konsolidierten Gesellschaften des KUKA Konzerns sowie Lohnfertigung.

Den wesentlichen Teil der Forderungen zwischen voll konsolidierten Gesellschaften des KUKA Konzerns und nahe stehenden Gesellschaften zeigt folgende Tabelle.

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Forderungen des Konzerns an nahe stehende Unternehmen Verbindlichkeiten des Konzerns an nahe stehende Unternehmen
in Mio. € Anteile in % 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
Grenzebach-Gruppe 25,2 2,9 3,9 0,9 0,7
Sonstige unter 1 Mio. € - 0,0 0,0 0,1 0,1
Summe - 2,9 3,9 1,0 0,8

Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.

GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 2,6 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €). Der Gesamtvorstand erhielt im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €), eine erfolgs- und leistungsabhängige Vergütung von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) sowie im Vorjahr Abfindungen in Höhe von 2,7 Mio. €. Für Vergütungen nach dem Phantom-Share-Programm wurden 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) zurückgestellt.

Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2010 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 10,1 Mio. € (HGB) (Vorjahr: 9,4 Mio. €).

Entschädigungsvereinbarungen der KUKA Aktiengesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Die Bezüge des Aufsichtsrats summierten sich im Geschäftsjahr 2010 auf 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €).

Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im geprüften Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Konzernlageberichts.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf Seite 140 f. aufgeführt.

HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Das in 2010 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, beträgt insgesamt 1,9 Mio. €. Für Abschlussprüfungsleistungen wurden 0,9 Mio. € erfasst. Andere Bestätigungsleistungen, insbesondere im Zusammenhang mit der durchgeführten Kapitalerhöhung sowie der Begebung der Anleihe, wurden in Höhe von 0,8 Mio. € durch den Abschlussprüfer erbracht. Für Steuerberatungsleistungen des Abschlussprüfers wurden 0,2 Mio. € als Aufwand erfasst.

ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die gleich lautenden Entsprechenserklärungen gem. § 161 AktG des Vorstands vom 16. Februar 2011 und des Aufsichtsrats vom 1. März 2011 sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka.de) allen Interessenten zugänglich.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

Augsburg, 2. März 2011

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Till Reuter

Stephan Schulak

ORGANE

AUFSICHTSRAT

Bernd Minning

Kaisheim

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Geschäftsführer der Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim

Jürgen Kerner***

Königsbrunn

Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats 1. Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Augsburg

MAN SE, München*
MAN Diesel&Turbo SE, Augsburg*
manroland AG, Offenbach*
Eurocopter Deutschland GmbH, Donauwörth*
Premium Aerotec GmbH, Augsburg*

Dr. Till Reuter

(bis 26. April 2010, Aufsichtsratsmandat ruhte seit 29. September 2009)

Pfäffikon, Schweiz

Prof. Dr. Dirk Abel

Aachen

Universitätsprofessor

Direktor des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen

Wilfried Eberhardt***

Aichach

Managing Director Sales and Marketing KUKA Roboter GmbH, Augsburg

Prokurist KUKA Roboter GmbH, Augsburg

KUKA Automatisme + Robotique S. A. S., Frankreich**
KUKA Roboter Italia S. P. A., Italien**
KUKA Roboter Schweiz AG, Schweiz**

Dr. Uwe Ganzer

Hannover

Kaufmann

Alleinvorstand VARTA AG, Hannover

Geschäftsführer GOPLA Beteiligungsgesellschaft mbH

expert AG, Langenhagen*
Curanum AG, München*

Siegfried Greulich***

Augsburg

Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Systems GmbH, Augsburg

Thomas Knabel***

Zwickau

2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Zwickau

Carola Leitmeir***

Großaitingen

Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der KUKA Roboter GmbH, Augsburg

Prof. Dr. Uwe Loos

Stuttgart

Industrieberater

Dorma Holding GmbH + Co. KGaA, Ennepetal*
Bharat Forge LTD, Pune, Indien**
CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal**
Rodenstock GmbH, München**
Eyewear Holding GmbH, München**
Kenersys GmbH, Münster**
Honorarprofessur an der TU München, Lehrstuhl für Betriebswirtschaft, Unternehmensführung, Logistik und Produktion**

Dr. Michael Proeller (ab 29. April 2010)

Augsburg

Betriebswirt

Geschäftsführender Gesellschafter

Erhardt + Leimer GmbH, Augsburg

Geschäftsführer Erhardt + Leimer

Elektroanlagen GmbH, Augsburg

Geschäftsführer Erhardt + Leimer

Elektrotechnik Chemnitz GmbH

Erhardt + Leimer Inc., Spartanburg, USA**
Erhardt + Leimer, India Pvt. Ltd., Indien**
Erhardt + Leimer, Italia Srl., Italien**
Erhardt + Leimer do Brasil Ltda., Brasilien**
Erhardt + Leimer Canada Ltd., Kanada**
Erhardt + Leimer Japan Ltd., Japan**
Erhardt + Leimer France SARL, Frankreich**

Fritz Seifert***

Schwarzenberg

Vorsitzender des Betriebsrats KUKA Systems GmbH, Augsburg

Geschäftsbereich Werkzeugbau Schwarzenberg

Stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender

Guy Wyser-Pratte

Bedford, New York / USA

President Wyser-Pratte & Co., Inc.

Dr. jur. Wolf Hartmut Prellwitz

Karlsruhe

Ehrenvorsitzender

VORSTAND

Dr. Till Reuter

Pfäffikon / Schweiz, Vorsitzender des Vorstands

Rinvest AG, Pfäffikon / Schweiz*
Dr. Steiner Holding AG*

Dr. Walter Bickel (bis 31. Dezember 2010)

Grünwald, Mitglied des Vorstands

Chief Operating Officer (COO)

Alvarez & Marsal Deutschland GmbH, München**
Albert Ziegler GmbH & Co. KG

Stephan Schulak

Rohrbach, Mitglied des Vorstands

Finanzen und Controlling

* Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

** Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

*** Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

ANTEILSBESITZLISTE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

Stand 31. Dezember 2010

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Name und Sitz der Gesellschaften Währung Anteil am Kapital in % Eigenkapital in Tsd. Landeswährung Jahresüberschuss in Tsd. Landeswährung Art der Einbeziehung Segment
Deutschland
1 KUKA Roboter GmbH, Augsburg* EUR 100,00 50.614 01) k ROB
2 KUKA Systems GmbH, Augsburg* EUR 100,00 30.076 01) k SYS
3 KUKA Laboratories GmbH, Augsburg* EUR 100,00 27.492 01)3)5) k ROB
4 HLS Ingenieurbüro GmbH, Augsburg EUR 100,00 -913 -3.733 k SYS
5 KUKA Dienstleistungs-GmbH, Augsburg* EUR 100,00 2.173 01) k SON
6 Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim EUR 100,00 27.330 -5.9703) k SON
7 Freadix FryTec GmbH, Augsburg EUR 100,00 41 -43) nk SON
8 IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe EUR 100,00 26 0 nk SON
9 KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg EUR 100,00 25 0 nk SYS
10 Schmidt Maschinentechnik GmbH, Niederstotzingen EUR 100,00 -6.388 0 nk SYS
Sonstiges Europa
11 HLS Czech s. r. o., Mlada Boleslav / Tschechien CZK 100,00 5.440 -2.326 k SYS
12 KUKA Automatisering + Robots N. V., Houthalen / Belgien EUR 100,00 1.346 254 k SYS
13 KUKA Automatisme + Robotique S. A. S., Villebon-sur-Yvette / Frankreich EUR 100,00 4.050 -8 k ROB
14 KUKA Automotive N. V., Houthalen / Belgien EUR 100,00 585 73 k SYS
15 KUKA Enco Werkzeugbau spol. s. r. o., Dubnica nad Vahom / Slowakei EUR 65,00 3.339 359 k SYS
16 KUKA Finance B. V., Rotterdam / Niederlande EUR 100,00 883 36 k SON
17 KUKA Nordic AB, Västra Frölunda / Schweden SEK 100,00 6.505 -2.542 k ROB
18 KUKA Roboter Austria GmbH, Linz / Österreich EUR 100,00 900 340 k ROB
19 KUKA Roboter Italia S. P. A., Rivoli / Italien EUR 100,00 4.422 -945 k ROB
20 KUKA Roboter Schweiz AG, Dietikon / Schweiz CHF 100,00 1.220 -169 k ROB
21 KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony / Ungarn EUR 100,00 9.047 3.215 k ROB
22 KUKA Robotics OOO, Moskau / Russland RUB 100,00 -3.559 -17.240 k ROB
23 KUKA Robots IBÉRICA, S. A., Vilanova i la Geltrú / Spanien EUR 100,00 1.885 -832 k ROB
24 KUKA S-BASE s. r. o., Roznov p. R. / Tschechien CZK 100,00 -7.680 -11.640 k SYS
25 KUKA Sistemy OOO, Togliatti / Russland RUB 100,00 12.728 2.506 k SYS
26 KUKA Systems France S. A., Montigny / Frankreich EUR 100,00 -15.087 658 k SYS
27 Thompson Friction Welding Ltd., Halesowen / Großbritannien GBP 100,00 6.234 1.245 k SYS
28 Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B. V., 's-Hertogenbosch / Niederlande EUR 100,00 -977 -113)4) nk SON
Nordamerika
29 KUKA Systems Corporation North America, Sterling Heights / USA einschließlich USD 100,00 81.654 26.3942) k SYS
30 KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw / USA USD 100,00 - - k SYS
31 KUKA Robotics Corp., Sterling Heights / USA USD 100,00 - - k ROB
32 KUKA Toledo Production Operations, LLC., Clinton Township, Michigan / USA USD 100,00 - - k SYS
33 KUKA Systems de Mexico, S. de R. L. de C. V. , Mexico City / Mexiko MXN 100,00 - - k SYS
34 KUKA Recursos, S. de R. L. de C. V., Mexico City / Mexiko MXN 100,00 - - k SYS
35 KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB / Kanada CAD 100,00 -227 -465 k ROB
36 KUKA de Mexico S.de R. L.de C. V., Mexico City / Mexiko MXN 100,00 27.289 2.422 k ROB
Süd- und Mittelamerika
37 KUKA Roboter do Brasil Ltda., São Paulo / Brasilien BRL 100,00 -1.320 -1.331 k ROB
38 KUKA Systems do Brasil Ltda., São Bernardo do Campo SP / Brasilien BRL 100,00 3.502 -1.247 k SYS
39 HLS Autotechnik (India) Pvt. Ltd., Pune / Indien INR 100,00 7.624 -1.505 k SYS
40 Hung Viet International Company Limited, Ho Chi Minh City / Vietnam VND 75,10 2.451.323 1.906.865 k SYS
41 KUKA Automation Equipment (India) Pvt. Ltd, Pune / Indien INR 100,00 12.387 -14.450 k SYS
42 KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai / China CNY 100,00 -3.651 2.897 k SYS
43 KUKA Flexible Manufacturing Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai / China CNY 100,00 23.180 -15.081 k SYS
44 KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur / Malaysia MYR 99,99 6.149 -2.095 k ROB
45 KUKA Robot Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City / Taiwan TWD 99,90 30.638 -440 k ROB
46 KUKA Robotics (India) Pvt. Ltd, Haryana / Indien INR 100,00 35.252 5.620 k ROB
47 KUKA Robotics Japan K. K., Tokio / Japan JPY 100,00 -12.735 -138.839 k ROB
48 KUKA Robotics Korea Co., Ltd., Kyunggi-Do / Südkorea KRW 100,00 1.955.224 243.285 k ROB
49 KUKA Systems (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand TWD 100,00 3.994 -7 k SYS

*) Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGE bzw. § 264b HGB Gebrauch gemacht haben

1) Nach Ergebnisabführung

2) gemäß konsolidierter Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

3) Mantelgesellschaft

4) Jahresabschluss 30. Juni 2010

5) die Gesellschaft nimmt in 2011 die Geschäftstätigkeit auf

Art der Einbeziehung

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k vollkonsolidierte Gesellschaften per 31. Dezember 2010
nk nicht konsolidierte Gesellschaften per 31. Dezember 2010

Geschäftsbereich

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ROB: ROBOTICS
SYS: SYSTEMS
SON: SONSTIGE

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Augsburg, 2. März 2011

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Till Reuter

Stephan Schulak

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Entwicklung des Eigenkapitals und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, 3. März 2011

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Alexander Winter, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Gillitzer, Wirtschaftsprüfer