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KUKA AG — Interim / Quarterly Report 2017
Aug 2, 2017
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Interim / Quarterly Report
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KUKA Aktiengesellschaft
Augsburg
Halbjahresbericht 2017
H1 /17
ZWISCHENBERICHT
Entwicklungen im zweiten Quartal 2017
Der Auftragseingang steigt um 12,8 % auf ein Rekordniveau von 1.007,5 Mio. Euro in Q2/17.
Die Umsatzerlöse wachsen um 43,1 % auf ein Rekordniveau von 1.007,7 Mio. Euro.
Die EBIT-Marge erreicht 5,4 % vor Kaufpreisallokation für Swisslog und vor Wachstumsinvestitionen.
Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 33,6 Mio. Euro nach 9,5 Mio. Euro in Q2/16.
Guidance erhöht: Umsatzerlöse von rund 3,3 Mrd. Euro und EBIT-Marge von mehr als 5,5 % vor Kaufpreisallokation für Swisslog und vor Wachstumsinvestitionen.
Kennzahlen
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| in Mio. € | H1/16 | H1/17 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 1.639,9 | 1.974,8 | 20,4 | |
| Auftragsbestand (30.6.) | 1.923,0 | 2.237,4 | 16,3 | |
| Umsatzerlöse | 1.333,2 | 1.798,5 | 34,9 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 361,9 | 404,6 | 11,8 | |
| in % der Umsatzerlöse | 27,1 | 22,5 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 46,7 | 82,4 | 76,4 | |
| in % der Umsatzerlöse | 3,5 | 4,6 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 81,5 | 119,1 | 46,1 | |
| in % der Umsatzerlöse | 6,1 | 6,6 | - | |
| Ergebnis nach Steuern | 30,4 | 60,2 | 98,0 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € | 0,78 | 1,52 | 94,9 | |
| Investitionen | 41,0 | 40,9 | -0,2 | |
| Eigenkapitalquote in % (30.6.) | 32,7 | 33,1 | - | |
| Nettoliquidität (30.6.) | 122,2 | -100,0 | >-100 | |
| Mitarbeiter (30.6.) | 12.675 | 13.755 | 8,5 |
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| in Mio. € | Q2/16 | Q2/17 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 893,4 | 1.007,5 | 12,8 | |
| Auftragsbestand (30.6.) | 1.923,0 | 2.237,4 | 16,3 | |
| Umsatzerlöse | 704,1 | 1.007,7 | 43,1 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 185,3 | 209,3 | 13,0 | |
| in % der Umsatzerlöse | 26,3 | 20,8 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 15,3 | 45,5 | >100 | |
| in % der Umsatzerlöse | 2,2 | 4,5 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 32,9 | 63,6 | 93,3 | |
| in % der Umsatzerlöse | 4,7 | 6,3 | - | |
| Ergebnis nach Steuern | 9,5 | 33,6 | >100 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € | 0,24 | 0,85 | >100 | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in € | 0,24 | 0,85 | - | |
| Investitionen | 22,0 | 25,6 | 16,4 |
Vorwort
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
mit einem Auftragseingang in Höhe von 1.007,5 Mio € erreichte KUKA im 2. Quartal wieder einen Rekordwert. Auch die Umsatzerlöse erhöhten sich auf 1.007,7 Mio € und erreichte damit einen Zuwachs von sogar 43,1 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die EBIT-Marge für den KUKA Konzern lag im zweiten Quartal bei 5,4 % vor Kaufpreisallokation für Swisslog und vor Wachstumsinvestitionen.
Großaufträge aus Wachstumsbranchen, wie etwa für die Batteriefertigung eines großen Automobilherstellers oder für den Bau eines Logistikzentrums einer großen Drogeriemarkt-Kette, unterstreichen dieses Ergebnis. KUKA wächst auf einem hohen Niveau weiter. Die Technologien "Made in Germany" sind weltweit gefragt. Unsere Marke steht für Spitzentechnologien und Innovationsführerschaft.
Aufgrund dieser positiven Entwicklung werden wir für das Gesamtjahr 2017 die Umsatz-Guidance auf rund 3,3 Mrd. € erhöhen.
Unsere Innovationskraft ist der Grund für unseren Erfolg. Diese wollen wir in den nächsten Jahren weiter stärken. Wir investieren daher in Technologien, in Partnerschaften und in unsere Mitarbeiter. Die Schwerpunkte bei unseren Technologie-Investitionen liegen im Bereich Industrie 4.0, Software und Mobilität.
Nachdem unsere Roboter sensitiv sind und mit dem Menschen im Team zusammenarbeiten, werden sie auch mobil und nehmen ihre Umgebung wahr. Sie werden mehr und mehr in das private Umfeld des Menschen rücken.
Wir investieren außerdem in bestehende und neue Partnerschaften. Das jüngste Beispiel dafür ist ein Kooperationsvertrag, den wir mit Volkswagen abgeschlossen haben, um unsere strategische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Servicerobotik für Fahrzeuge auszubauen. Die neue Kooperation knüpft an ein gemeinsames Forschungsprojekt an, das sich mit der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter befasst. Das Projekt e-smart Connect beinhaltet eine praxisnahe und benutzerfreundliche Lösung für das Aufladen von Elektrofahrzeugbatterien.
Roboter werden den Menschen zukünftig bei vielen alltäglichen Aufgaben unterstützen. Und auch autonomes Fahren wird aus diesem Alltag nicht wegzudenken sein. Gemeinsam arbeiten wir an innovativen Konzepten, um diese Zukunft zu gestalten.
Investitionen sind wichtig, um technologische Entwicklungen weiter zu treiben. Wir können die Früchte unseres Erfolgs nur ernten, wenn wir immer wieder bereit sind, an unsere Ideen zu glauben und in deren Umsetzung zu investieren. Um kreative Ideen zu haben und diese umzusetzen, brauchen Menschen aber das richtige Arbeitsumfeld. Und so investieren wir in das wichtigste Gut unseres Unternehmens, unsere Mitarbeiter.
KUKA ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Über 13.000 Menschen arbeiten bei uns - davon alleine rund 3.500 am Heimatstandort Augsburg.
Auf dem KUKA Gelände in Augsburg Lechhausen soll bis zum Jahr 2025 ein Campus entstehen, der es unseren Mitarbeitern erlaubt, in einer modernen Arbeitsatmosphäre kreativ zu sein und gleichzeitig Partnern und Startups den Raum geben soll, mit uns zu wachsen.
Die Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolges und Ihnen gilt mein Dank in diesem erfolgreichen Quartal.
Ihr
Dr. Till Reuter
KUKA am Kapitalmarkt
Kurs der KUKA-Aktie steigt um 20,8 % im ersten Halbjahr 2017
Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich im ersten Halbjahr 2017 insgesamt positiv. Optimistische Konjunkturaussichten sowie weiterhin niedrige Zinsen waren Gründe für Investoren weiter, Aktien zu kaufen. Der deutsche Aktienindex DAX legte in den ersten sechs Monaten um 7,4 % auf 12.325 Punkte zu und erreichte am 20. Juni ein Rekordhoch mit rund 12.950 Punkten. Der Index der mittelgroßen Werte stieg um 10,2 % auf 24.452 Punkte.
Besser als der MDAX entwickelte sich die KUKA Aktie. Ihr Wert stieg von 88,55 € auf 107,00 € und legte damit um 20,8 % zu. Den höchsten Wert erreichte die Aktie am 2. Mai mit 120,75 €. Der Aktienkurs profitiert ungebrochen vom allgemeinen freundlichen Börsenklima, den guten Geschäftszahlen und dem positiven Ausblick des Unternehmens für 2017.
Innerhalb der Peer Group, also Unternehmen mit einer ähnlichen Geschäftsbasis und einer vergleichbaren Unternehmensgröße, entwickelten sich die Aktienkurse in einer Spanne von -6,3 % bis 36,3 %.
KUKA Hauptversammlung 2017
Am 31. Mai 2017 fand die ordentliche Hauptversammlung im Kongress am Park in Augsburg statt. Die Aktionäre der KUKA AG haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats fürs das Geschäftsjahr 2016 mit großer Mehrheit entlastet. Die Hauptversammlung hat Dr. Andy Gu (Vice President Midea Group), Paul Fang (Chairman/CEO Midea Group), Francoise Liu (HR Director Midea Group), Alexander Tan (Deputy CFO Midea Group), Prof. Michéle Morner (Inhaberin des Lehrstuhls für Personal, Führung und Entscheidung im öffentlichen Sektor an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer) sowie Prof. Dr. Henning Kagermann zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt.
Für das Geschäftsjahr 2016 wurde eine Dividende von 0,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie beschlossen und ausgezahlt.
Lagebericht
Wirtschaftliches Umfeld
Automobilnachfrage
Positiver Verlauf im ersten Halbjahr 2017
Die weltweiten Pkw-Märkte entwickelten sich laut Verband der Automobilindustrie (VDA) in den ersten sechs Monaten 2017 überwiegend positiv. Der europäische Pkw-Markt konnte mit 8,5 Mio. neuzugelassenen Fahrzeugen um 5 % gegenüber dem Vorjahr zulegen. Auch der chinesische Markt stieg um 3 % und erreichte damit ein Volumen von mehr als 10,9 Mio. neu zugelassenen Fahrzeugen. Der US-Markt hingegen gab seit Jahresbeginn um 2 % nach und erreichte ein Niveau von 8,4 Mio. Neuzulassungen. Ein deutlicher Rückgang war überwiegend in der klassischen Pkw-Sparte zu verzeichnen. Die Neuzulassungen sanken um 12 % gegenüber dem Vorjahr, wohingegen Pick-ups und andere leichte Trucks um 5 % zulegen konnten.
In Deutschland stieg die Anzahl der Neuzulassungen um 3 % auf 1,8 Mio. Pkw. Die Erwartungen für den deutschen Markt für das Gesamtjahr 2017 liegen mit -2 % leicht unter dem Vorjahrsniveau. Für den Pkw-Weltmarkt rechnet der VDA mit 84,5 Mio. Pkw, was einem Zuwachs um 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Neben den Prognosen behalten wir aber auch die aktuellen Entwicklungen in der Automobilbranche und dabei vor allem die Diskussion über die Dieselabgaswerte im Auge.
Mit Blick auf die Rahmenbedingungen profitieren die Märkte einerseits weiterhin von den niedrigen Zinsen und dem niedrigen Ölpreis. Andererseits dämpfen politische Risiken die Stimmung, wie der Brexit sowie handelspolitische Fragen zwischen Europa und USA. Die deutsche Automobilindustrie ist in dem schwieriger werdenden Umfeld gut aufgestellt mit Fertigungsstandorten in 22 Ländern außerhalb Deutschlands. Deutsche Automobilhersteller haben laut VDA in 2016 15,8 Mio. Fahrzeuge produziert, davon 10,1 Mio. im Ausland. Auch die Auslandsstandorte der Zulieferer haben sich seit Anfang des Jahrzehnts um mehr als 40 % erhöht und liegen heute bei mehr als 2.200.
Die deutsche Automobilindustrie treibt die Digitalisierung weiter voran und will damit weltweit technologisch führend bleiben. Aus diesem Grund planen deutsche Automobilhersteller in den nächsten drei bis vier Jahren weitere 16 bis 18 Mrd. € in Technologie und Digitalisierung zu investieren.
Prognose für deutsche Maschinenproduktion in 2017 angehoben
Die Aussichten der deutschen Industrie für das Jahr 2017 sind positiv. Dies zeigen auch die jüngsten Prognosen von Ifo und OECD. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juni auf einen Rekordwert von 115,1 Punkten. Für das Jahr 2017 hob das Ifo-Institut die Wachstumsprognose von 1,5 % auf 1,8 % an. Auch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) bestätigt diesen Trend. Im Mai 2017 steigerte der deutsche Maschinenbau den Auftragseingang um real 17 % gegenüber dem Vorjahr. In den Monaten März bis Mai übertraf er den Auftragseingang um real 4 %. Aufgrund der guten Entwicklung hob der VDMA seine bisherige Prognose für 2017 von plus 1 % auf plus 3 % an. Dabei wird das Inlandsgeschäft stärker anziehen als bisher vermutet. Auch die Geschäfte mit Asien und vor allem mit China entwickeln sich besser als erwartet. Risiken sieht der VDMA überwiegend durch die aktuellen Entwicklungen in den USA und in UK.
Geschäftsverlauf
Auftragseingang KUKA
Konzern
Der KUKA Konzern konnte im abgelaufenen Quartal einen Auftragseingang in Höhe von 1.007,5 Mio. € erreichen. Verglichen mit dem Vorjahresquartal (Q2/16: 893,4 Mio. €) entspricht dies einem Anstieg von 12,8 %. Damit konnte KUKA den bisherigen Rekordwert aus dem dritten Quartal 2016 (Q3/16: 987,5 Mio. €) deutlich übertreffen. Zu diesem guten Ergebnis haben vor allem die Geschäftsbereiche Robotics (38,8 %) und Swisslog (11,7 %) mit jeweils zweistelligen Wachstumsraten beigetragen. Unterstützt wurde die gute Nachfrage sowohl von Automotive als auch von der General Industry.
Im ersten Halbjahr 2017 verzeichnete KUKA Auftragseingänge in Höhe von 1.974,8 Mio. €. Dies entspricht einem Plus von 20,4 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 (H1/16: 1.639,9 Mio. €).
KUKA Robotics
Im zweiten Quartal 2017 erwirtschaftete der Geschäftsbereich Robotics Auftragseingänge von insgesamt 350,0 Mio. € und lag damit zum dritten Mal in Folge über der 300-Millionen-Euro-Schwelle. Im Vergleich zum Vorjahreswert (Q2/16: 252,2 Mio. €) ergab sich ein Anstieg um 38,8 %. Gründe für diese erfreuliche Entwicklung waren vor allem die starke Nachfrage aus den Kundensegmenten General Industry und Automotive. Aus regionaler Sicht waren vor allem die Länder China und USA die Treiber für diese guten Ergebnisse.
Im ersten Halbjahr 2017 erhöhte sich der Auftragseingang von 493,9 Mio. € (H1/16) auf 657,4 Mio. € - ein Plus von 33,1 %. Damit konnte der Rekord aus dem ersten Halbjahr 2016 noch einmal übertroffen werden.
Das Segment Automotive verbuchte im zweiten Quartal 2017 Auftragseingänge mit einem Gesamtvolumen von 122,1 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahreswert (Q2/16: 98,0 Mio. €) entspricht dies einem Anstieg von 24,6 %. Die Aufträge wurden überwiegend von deutschen Automobilherstellern vergeben und resultieren aus den Abrufen von Rahmenverträgen. Vor allem im General Industry-Geschäft erhöhte sich der Auftragseingang von 103,9 Mio. € (Q2/16) auf 172,0 Mio. €, ein Plus von 65,5 %. Damit erhöhte sich der Anteil des General Industry-Geschäfts am gesamten Auftragseingang im Quartal um 19,2 %. Auch das Service-Geschäft entwickelte sich aufgrund der hohen Nachfrage nach Industrierobotern positiv. Im abgelaufenem Quartal steigerte sich der Service-Anteil von 50,3 Mio. € (Q2/16) auf 55,9 Mio. €; eine Steigerung von 11,1 %.
KUKA Systems
Im zweiten Quartal 2017 erwirtschaftete der Geschäftsbereich Systems Auftragseingänge in Höhe von 438,6 Mio. €. Damit hat sich der Wert um 0,3 % reduziert und liegt nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (Q2/16: 440,0 Mio. €). Im abgelaufenen Quartal entwickelte sich vor allem der Bereich Body Structure besonders positiv und wies eine zweistellige Wachstumsrate auf.
Systems konnte im ersten Halbjahr 2017 Auftragseingänge mit einem Gesamtvolumen von 884,2 Mio. € verbuchen (H1/16: 825,5 Mio. €). Dies bedeutet ein Anstieg von 7,1 % verglichen mit dem Vorjahreswert.
Swisslog
Im Geschäftsbereich Swisslog summierte sich der Auftragseingang auf insgesamt 234,7 Mio. € (Q2/16: 210,1 Mio. €) und erreichte damit einen Zuwachs von 11,7 %. Dabei setzte sich die positive Entwicklung aus den Vorquartalen fort. Treiber dieser Entwicklung war das Segment Logistik, das ein deutliches Wachstum ausweisen konnte.
Im ersten Halbjahr 2017 erhöhte sich der Auftragseingang bei Swisslog um 38,4 % auf 464,9 Mio. € verglichen mit dem Vorjahreszeitraum (H1/16: 335,8 Mio.€).
Umsatzerlöse
KUKA Konzern
Im KUKA Konzern erhöhten sich die Umsatzerlöse im zweiten Quartal 2017 von 704,1 Mio. € (Q2/16) auf 1.007,7 Mio. €. Dies ist ein Anstieg von 43,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Aufgrund der guten Ergebnisbeiträge aller drei Geschäftsbereiche wurde die Marke von einer Milliarde Euro überschritten. Robotics verzeichnete einen Anstieg von 40,8 %, Swisslog von 30,3 % und Systems von 53,2 %.
Im ersten Halbjahr 2017 erwirtschaftete der KUKA Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 1.798,5 Mio. €. Verglichen mit dem Wert des Vorjahres (H1/16: 1.333,2 Mio. €) ist dies ein Zuwachs von 34,9 %.
KUKA Robotics
Im abgelaufenen Quartal beliefen sich die Umsatzerlöse bei Robotics auf 349,7 Mio. € (Q2/16: 248,3 Mio. €), was einem Anstieg von 40,8 % entspricht. Damit wurde der höchste Wert in einem Quartal erreicht. Vor allem die Segmente Automotive und General Industry haben sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt.
Im ersten Halbjahr 2017 erwirtschaftete Robotics Umsatzerlöse von 621,8 Mio. €. Verglichen mit dem Wert des Vorjahres (H1/16: 458,7 Mio. €) lag der Anstieg bei 35,6 %. Dies ist zum zweiten Mal in Folge der höchste Wert in einem Halbjahr.
KUKA Systems
Im Geschäftsbereich Systems erreichten die Umsatzerlöse im zweiten Quartal 2017 den Wert von 481,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahresquartal (Q2/16: 313,9 Mio. €) ist dies ein Anstieg von 53,2 %. Vor allem die Bereiche Body Structure und Assembly &Test haben zu diesem guten Wert beigesteuert.
Im ersten Halbjahr 2017 kletterten die Umsatzerlöse um 40,3 % auf 849,8 Mio. € (H1/16: 605,8 Mio. €). Hauptgrund dieser Entwicklung war das Segment Body Structure, das im Berichtsquartal einen deutlichen Anstieg verzeichnete. Regional haben Asien, besonders China und Americas diese Entwicklung unterstützt.
Swisslog
Im zweiten Quartal erreichte Swisslog einen Umsatz in Höhe von 193,3 Mio. €. Damit erhöhte sich der Wert gegenüber dem Vorjahresquartal (Q2/16: 148,4 Mio. €) um 30,3 %. Dieser Wert spiegelt die guten Ergebnisse sowohl aus dem laufenden Quartal als auch den Vorquartalen im Auftragseingang wider.
Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2017 summierten sich auf 352,7 Mio. €. Verglichen zum Vorjahresquartal erhöhte sich der Wert um 24,0 % (H1/16: 284,5 Mio. €).
Book-to-Bill-Ratio und Auftragsbestand
KUKA Konzern
Die Book-to-Bill-Ratio - das heißt das Verhältnis von Auftragseingängen zu den Umsatzerlösen - lag im abgelaufenen Quartal bei 1,00 (Q2/16: 1,27). Im Vergleich dazu lag dieser Wert im ersten Halbjahr 2017 bei 1,10 (H1/16: 1,23). Sowohl im Quartals- als auch Halbjahresvergleich hat sich dieser Wert leicht verringert, wobei er im ersten Halbjahr deutlich über 1 liegt, was ein positiver Indikator für die zukünftige Auslastung des Konzerns ist.
Der Auftragsbestand im Konzern hat sich im Vergleich mit dem Vorjahreszeitrum um 16,3 % erhöht und lag am 30. Juni 2017 bei 2.237,4 Mio. € (30. Juni 2016: 1.923,0 Mio. €). Dabei profitierte die Kennzahl von den hohen Auftragseingängen.
KUKA Robotics
Robotics erreichte im abgelaufenen Quartal eine Book-to-Bill-Ratio von 1,00 und lag damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (Q2/16: 1,02). Im ersten Halbjahr 2017 lag der Wert bei 1,06 (30. Juni 2016: 16: 1,08).
Am 30. Juni 2017 lag der Auftragsbestand bei 350,3 Mio. €, ohne die Berücksichtigung von gewonnenen Rahmenaufträgen. Verglichen mit dem Stichtagswert im Vorjahr ist dies ein Plus von 35,1 % (30. Juni 2016: 259,2 Mio. €).
KUKA Systems
Der Geschäftsbereich Systems erzielte im zweiten Quartal 2017 eine Book-to-Bill-Ratio von 0,91 (Q2/16: 1,40). Der Grund hierfür war der leichte Rückgang im Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr lag der Wert bei 1,04 (H1/16: 1,36).
Zum 30. Juni 2017 verfügte der Geschäftsbereich über einen Auftragsbestand von 1.180,4 Mio. €. Damit lag der Wert mit 4,1 % über dem Vergleichswert des Vorjahres (30. Juni 2016: 1.134,0 Mio. €).
Swisslog
Im zweiten Quartal 2017 erreichte der Geschäftsbereich Swisslog eine Book-to-Bill-Ratio von 1,21. Der Wert des Vorjahres lag bei 1,42 (Q2/16). Im ersten Halbjahr lag der Wert bei 1,32 (H1/16: 1,18)
Der Auftragsbestand erhöhte sich deutlich um 37,2 % und lag damit am 30. Juni 2017 bei 738,4 Mio. € (30. Juni 2016: 538,2 Mio. €).
EBITDA
KUKA Konzern
Im zweiten Quartal 2017 erwirtschaftete der KUKA Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 63,6 Mio. € (Q2/16: 32,9 Mio. €), was einem Zuwachs von 93,3 % entspricht. Im ersten Halbjahr 2017 belief sich der Wert auf 119,1 Mio. € und erhöhte sich damit um 46,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (H1/16: 81,5 Mio. €).
EBIT
KUKA Konzern
Der KUKA Konzern erzielte im zweiten Quartal 2017 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 45,5 Mio. € (Marge: 4,5 %). Verglichen mit dem Vorquartal lag das EBIT bei 15,3 Mio. € (Q2/16) und die Marge entsprechend bei 2,2 %.
Im ersten Halbjahr 2017 erhöhte sich das EBIT um 76,4 % und lag bei 82,4 Mio. € (H1/16: 46,7 Mio. €). Die Marge lag entsprechend bei 4,6 % im ersten Halbjahr 2017 (H1/16: 3,5 %).
KUKA Robotics
Der Geschäftsbereich Robotics erzielte im zweiten Quartal ein EBIT in Höhe von 37,8 Mio. € (Q2/16: 25,5 Mio. €). Die EBIT-Marge lag mit 10,8 % über dem Vorjahr (Q2/16: 10,3 %) und wirkt sich damit positiv auf die Profitabilität im KUKA Konzern aus.
Im ersten Halbjahr 2017 erhöhte sich das EBIT um 36,4 % von 46,7 Mio. € (H1/16) auf 63,7 Mio. €. Die Marge betrug damit 10,2 % (H1/16:10,2 %).
KUKA Systems
Im zweiten Quartal 2017 erhöhte sich das EBIT bei Systems von 19,7 Mio. € (Q2/16) auf 22,5 Mio. €. Das ist eine Steigerung um 14,2 %. Die EBIT-Marge reduzierte sich von 6,3 % (Q2/16) auf 4,7 %. Der Grund hierfür war vor allem, dass es bei zwei Projekten in Europa aufgrund von Kapazitätsengpässen zu Verzögerungen kam und Mehrkosten entstanden.
Im Halbjahresvergleich steigerte sich der Wert von 38,8 Mio. € (H1/16) auf 48,8 Mio. € - ein Plus von 25,8 %. Die Marge lag bei 5,7 % (H1/16: 6,4 %).
Swisslog
Das EBIT von Swisslog erhöhte sich im zweiten Quartal deutlich und kletterte von 0,4 Mio. € (Q2/16) auf 1,1 Mio. €. Die Marge erhöhte sich von 0,3 % auf 0,6 % im zweiten Quartal 2017. Im Halbjahresvergleich reduzierte sich das EBIT von -0,3 Mio. € (H1/16) auf -0,8 Mio. €. Die Marge lag entsprechend bei -0,1 % (H1/16) und -0,2 % im ersten Halbjahr 2017.
Entwicklung in den Geschäftsbereichen
Kennzahlen Robotics
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| in Mio. € | Q2/16 | Q2/17 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 252,2 | 350,0 | 38,8 | |
| Auftragsbestand (30.6.) | 259,2 | 350,3 | 35,1 | |
| Umsatzerlöse | 248,3 | 349,7 | 40,8 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 91,8 | 113,4 | 23,5 | |
| in % der Umsatzerlöse | 37,0 | 32,4 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 25,5 | 37,8 | 48,2 | |
| in % der Umsatzerlöse | 10,3 | 10,8 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 30,8 | 43,8 | 42,2 | |
| in % der Umsatzerlöse | 12,4 | 12,5 | - |
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| in Mio. € | H1/16 | H1/17 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 493,9 | 657,4 | 33,1 | |
| Auftragsbestand (30.6.) | 259,2 | 350,3 | 35,1 | |
| Umsatzerlöse | 458,7 | 621,8 | 35,6 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 177,5 | 209,7 | 18,1 | |
| in % der Umsatzerlöse | 38,7 | 33,7 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 46,7 | 63,7 | 36,4 | |
| in % der Umsatzerlöse | 10,2 | 10,2 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 57,4 | 75,6 | 31,7 | |
| in % der Umsatzerlöse | 12,5 | 12,2 | - | |
| Mitarbeiter (30.6.) | 4.311 | 4.981 | 15,5 |
Kennzahlen Systems
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| in Mio. € | Q2/16 | Q2/17 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 440,0 | 438,6 | -0,3 | |
| Auftragsbestand (30.6.) | 1.134,0 | 1.180,4 | 4,1 | |
| Umsatzerlöse | 313,9 | 481,0 | 53,2 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 55,9 | 50,7 | -9,3 | |
| in % der Umsatzerlöse | 17,8 | 10,5 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 19,7 | 22,5 | 14,2 | |
| in % der Umsatzerlöse | 6,3 | 4,7 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 23,7 | 26,8 | 13,1 | |
| in % der Umsatzerlöse | 7,6 | 5,6 | - |
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| in Mio. € | H1/16 | H1/17 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 825,5 | 884,2 | 7,1 | |
| Auftragsbestand (30.6.) | 1.134,0 | 1.180,4 | 4,1 | |
| Umsatzerlöse | 605,8 | 849,8 | 40,3 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 109,8 | 110,5 | 0,6 | |
| in % der Umsatzerlöse | 18,1 | 13,0 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 38,8 | 48,8 | 25,8 | |
| in % der Umsatzerlöse | 6,4 | 5,7 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 47,0 | 57,3 | 21,9 | |
| in % der Umsatzerlöse | 7,8 | 6,7 | - | |
| Mitarbeiter (30.6.) | 5.249 | 5.299 | 1,0 |
Kennzahlen Swisslog
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| in Mio. € | Q2/16 | Q2/17 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 210,1 | 234,7 | 11,7 | |
| Auftragsbestand (30.6.) | 538,2 | 738,4 | 37,2 | |
| Umsatzerlöse | 148,4 | 193,3 | 30,3 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 37,7 | 43,1 | 14,3 | |
| in % der Umsatzerlöse | 25,4 | 22,3 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 0,4 | 1,1 | 175,0 | |
| in % der Umsatzerlöse | 0,3 | 0,6 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 6,0 | 6,7 | 11,7 | |
| in % der Umsatzerlöse | 4,0 | 3,5 | - |
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| in Mio. € | H1/16 | H1/17 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 335,8 | 464,9 | 38,4 | |
| Auftragsbestand (30.6.) | 538,2 | 738,4 | 37,2 | |
| Umsatzerlöse | 284,5 | 352,7 | 24,0 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 74,9 | 82,5 | 10,1 | |
| in % der Umsatzerlöse | 26,3 | 23,4 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -0,3 | -0,8 | >100 | |
| in % der Umsatzerlöse | -0,1 | -0,2 | - | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 11,0 | 11,1 | 0,9 | |
| in % der Umsatzerlöse | 3,9 | 3,1 | - | |
| Mitarbeiter (30.6.) | 2.654 | 2.763 | 4,1 |
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Ertragslage
Der KUKA Konzern verzeichnete im Berichtszeitraum insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 1.798,5 Mio. € (H1/16: 1.333,2 Mio. €). Betrachtet man des Weiteren die Quartale auf "stand-alone"-Basis, ergibt sich mit Auftragseingängen in Höhe von 1.007,5 Mio. € (Q2/17) nicht nur ein neuer Rekord, der Konzern überschreitet damit auch erstmalig die Milliardengrenze in einem Quartal. Der Auftragsbestand liegt mit 2.237,4 Mio. € deutlich über dem Vergleichswert im Vorjahr (H1/16: 1.923,0 Mio. €). Das Bruttoergebnis vom Umsatz konnte, verglichen mit dem ersten Halbjahr 2016, um 42,7 Mio. € auf 404,6 Mio. € gesteigert werden. Unter Berücksichtigung der im Verhältnis zu den Umsatzerlösen etwas stärker gestiegenen Umsatzkosten ergibt dies eine Konzern-Bruttomarge im ersten Halbjahr 2017 von 22,5 % (H1/16: 27,1 %).
Die Kosten für Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung betrugen 325,3 Mio. € (H1/16: 311,9 Mio. €) - ein Anstieg von 13,4 Mio. € oder 4,3 %. Dabei ergab sich bei den Vertriebskosten eine Erhöhung um 24,5 Mio. €, wobei der Anstieg im Wesentlichen auf den Aufbau der Vertriebsmannschaft (+ 157 Mitarbeiter) zurückzuführen ist. Des Weiteren führt der hohe Umsatz im Segment Robotics zu höheren Fracht- und Transportkosten, die sich ebenfalls im Vertriebsaufwand niederschlagen. Schließlich sind noch Maßnahmen zur Stärkung der Marktpräsenz zu nennen. Gegenläufig zu den Vertriebsaufwendungen haben sich die Verwaltungskosten entwickelt. Hier ist eine Reduktion um 13,7 Mio. € zu nennen. Das Vorjahr war zu diesem Zeitpunkt bereits mit Sonderkosten für Midea belastet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen im zweiten Halbjahr 2017 mit 66,3 Mio. € etwas über dem Vorjahresvergleichshalbjahr (H1/16: 63,7 Mio. €). Im Verhältnis zum Umsatz konnten diese Overheadkosten insgesamt von 23,4 % auf 18,1 % reduziert werden.
KUKA steht für Industrie 4.0 made in Germany und treibt mit seinen Produkten und Schlüsseltechnologien die damit verbundene Digitalisierung der Produktion voran. Die Vernetzung von automatisierten Fertigungstechnologien mit klassischem Maschinenbau und intelligenten IT-Systemen schafft die Voraussetzung, hochqualifizierte Einzelstückfertigung mit den Vorteilen der Serienproduktion zu verbinden. Komplexe Prozessschritte werden optimiert und mit Fokus auf Flexibilität und Kosteneffizienz aufeinander abgestimmt.
Die Ansatzpunkte, auf die KUKA für Industrie 4.0 setzt - und welche folglich zu Aufwendungen und Wachstumsinvestitionen in den Bereichen F&E, Vertrieb und Verwaltung führen - sind dabei breit gefächert.
| ― | Einwicklung konzeptioneller Ideen bis hin zu reellen Kundenprojekten, gefördert sowohl durch eine enge Vernetzung von F&E Abteilung, Vertrieb und Kunden als auch durch gemeinsame Workshops mit Kunden; |
| ― | Weiterentwicklung der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) mit sensitiven Systemen bei kleinen bis vollständig wegfallenden Schutzzäunen (zum Beispiel für BMW Group München, Entwicklung eines speziellen MRK-fähigen Greifers für den LBR iiwa. Die Lösung ist nicht nur eine Unterstützung des Mitarbeiters bei Fügeaufgaben in der Fertigung, sondern benötigt zudem nur ca. ein Viertel der Fläche im Vergleich zu einer Konstruktion ohne MRK). |
| ― | Mobility - In diesem Bereich wird an Lösungen geforscht, wie durch Mobilität von Robotern und Automatisierungslösungen in der "Fabrik der Zukunft" Prozess- und Kostenoptimierungen erzielt werden können. Dabei gibt es grundsätzlich folgende Möglichkeiten: ein Roboter bewegt sich entweder frei im Raum oder ist zum Beispiel mitlaufend an einem Fließband. Auch denkbar sind Roboter, welche durch entsprechende Programmierung und flexibel vorhandene Werkzeuge so multifunktional einsetzbar sind, dass der Roboter fest an einem Platz steht und die unterschiedlich zu verarbeitenden Produkte auf dem Fließband am Roboter vorbeilaufen und so bearbeitet werden. |
| ― | IT-Vernetzung durch zum Beispiel KUKA Connect als eine cloud-basierte Softwareplattform, die es den Kunden erlaubt, einfach weltweit die Daten ihrer KUKA Roboter einzusehen und damit die Leistungsfähigkeit und Effektivität ihrer Produktion zu erhöhen |
| ― | Roboter Vision - unsere Roboter erhalten die Fähigkeit zu sehen und wahrzunehmen: Hier sind neue, zukunftsweisende Technologien zu nennen, wie zum Beispiel der Einsatz von 3D-Kameras beim smarten KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa (zum Beispiel für automatisches Sortieren nach kurzer Trainingsphase) - unter anderem in enger Zusammenarbeit mit der RoboCeption GmbH. |
| ― | Investitionen in Start-ups (zum Beispiel das in 2016 neu gegründete Start-up Unternehmen conyunn, welches hinter der Entwicklung einer cloudbasierten Plattform steht und die technische Basis für KUKA Connect bildet) oder die Beteiligung an der oben genannten RoboCeption GmbH |
| ― | Strategische Zusammenarbeit und Projekte mit verschiedenen Partnern aus unterschiedlichen Branchen (zum Beispiel Automobilbranche Volkswagen, Telekommunikationsausrüster Huawei, Softwareanbieter SAP, IT-Branche Fujitsu) und Forschungseinrichtungen (zum Beispiel A*STAR-Institut für Infocomm-Forschung in Singapur, Fraunhoferinstitute, EHI Retail Institut); |
| ― | Kooperationen innerhalb der Branche wie zum Beispiel mit Dürr AG - im ersten Halbjahr 2017 wurde ein gemeinsam entwickelter, auf dem Markt einzigartiger und neuer Lackierroboter der Öffentlichkeit vorgestellt. |
| ― | Kontinuierliche Analysen zur Kosteneffizienzsteigerungen der KUKA Produkte. |
Unterstützend investiert KUKA fortwährend in größere interne Projekte wie zum Beispiel das Programm Power ON - zur Harmonisierung, Standardisierung und Optimierung der konzernweiten Prozesse mit Fokus auf eine kundenorientierte Organisation.
Des Weiteren hat KUKA im zweiten Quartal 2017 ein Projekt zur Ausrichtung der eigenen Organisation an verschiedenen Kundenökosystemen gestartet. In diesem Zusammenhang ist auch die bereits seit 2016 gestartete Optimierung der Kommunikationskultur zwischen KUKA und seinen Kunden und Partnern, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Salesforce zu sehen. Über Salesforce OneCRM werden schrittweise alle KUKA Gesellschaften an eine CRM Plattform angebunden und damit entlang der kompletten Wertschöpfungskette eine deutlich engere Verzahnung von Kunden und Partnern mit Mitarbeitern aus dem Vertrieb, Service und Marketing ermöglicht.
Abschließend ist noch der Aufbau von Mitarbeitern in allen Funktionsbereichen aufzuführen. Im Vergleich zum 30. Juni 2016 erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in der Forschung und Entwicklung um 121, im Vertrieb um 157 und in der Verwaltung um 22 zum 30. Juni 2017.
Das Ziel hinter allem ist es, den Kunden mit ganzheitlichen Lösungen bei der Optimierung seiner Wertschöpfung zu unterstützen sowie ihn mit Lösungsideen und Konzepten für die Fabrik der Zukunft zu begeistern.
Im Berichtszeitraum angefallene Kosten für Neuentwicklungen in Höhe von 14,9 Mio. € (H1/16: 9,8 Mio. €) wurden aktiviert und werden in den Folgeperioden über planmäßige Abschreibungen als Aufwand erfasst. Die in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfassten Abschreibungen betragen 5,0 Mio. € (H1/16: 3,8 Mio. €). Daraus resultiert eine Aktivierungsquote von 19,6 % (H1/16: 14,2 %).
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die ersten sechs Monate dieses Jahres konnte um 76,4 % von 46,7 Mio. € in H1/16 auf 82,4 Mio. € gesteigert werden. Die EBIT-Marge für das erste Halbjahr 2017 ist im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr von 3,5 % auf 4,6 % gestiegen.
Ohne Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 4,9 Mio. € aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem Erwerb der Swisslog Gruppe würde die EBIT Marge 4,9 % betragen.
Eliminiert man darüber hinaus die Wachstumsinvestitionen des ersten Halbjahr 2017 in Höhe von rund 7 Mio. € ergibt sich eine EBIT-Marge von 5,2 %.
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| Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | Q1/17 | Q2/17 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EBIT (in Mio. €) | 31,4 | 15,3 | 35,9 | 44,6 | 36,9 | 45,5 |
| EBIT-Marge (in %) | 5,0 | 2,2 | 5,0 | 4,9 | 4,7 | 4,5 |
| EBITDA (in Mio. €) | 48,6 | 32,9 | 56,7 | 67,1 | 55,5 | 63,6 |
| EBITDA-Marge (in %) | 7,7 | 4,7 | 8,0 | 7,4 | 7,0 | 6,3 |
Der Bereich Robotics lag mit 10,2 % unverändert zum Vorjahresniveau (H1/16: 10,2 %). Swisslog erzielte mit -0,2 % eine etwas geringere EBIT-Marge im Vergleich zu H1/16 (-0,1 %). Bereinigt um die Effekte aus der Kaufpreisallokation lag die Marge bei 1,2 % (H1/16: 1,8 %). Ebenfalls geringer fiel die EBIT-Marge im Segment Systems mit 5,7 % (H1/16: 6,4 %) aus. Der Grund hierfür war vor allem, dass es bei zwei Projekten in Europa aufgrund von Kapazitätsengpässen zu Verzögerungen kam und Mehrkosten entstanden sind. Der daraus entstandene negative Effekt konnte zum Teil durch positive Ergebnisbeiträge aus anderen Projekten kompensiert werden.
Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) stieg im Halbjahresvergleich von 81,5 Mio. € auf 119,1 Mio. €. Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen in Höhe von 36,7 Mio. € (H1/16: 34,8 Mio. €) verbucht. Diese entfallen mit 11,9 Mio. € (H1/16: 10,7 Mio. €) auf Robotics, mit 8,5 Mio. € (H1/16: 8,2 Mio. €) auf Systems, mit 11,9 Mio. € auf Swisslog (H1/16: 11,3 Mio. €) sowie mit 4,4 Mio. € (H1/16: 4,6 Mio. €) auf den sonstigen Bereich.
Während sich zum H1/2016 im Finanzergebnis die Erträge und Aufwendung auf null saldierten, führen im ersten Halbjahr die höheren Zinsaufwendungen netto zu einem Finanzaufwand von 3,7 Mio. €.
Die Zinserträge beliefen sich auf 3,5 Mio. € (H1/16: 5,7 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Finanzierungsleasing. Zinsaufwendungen belaufen sich auf 7,2 Mio. € (H1/16: 5,7 Mio. €). Die darin enthaltenen Zinsaufwendungen aus dem im Oktober 2015 platzierten Schuldscheindarlehen betrugen 1,8 Mio. € (H1/16: 1,8 Mio. €). Der Nettozinsaufwand für Pensionen betrug 0,9 Mio. € (H1/16: 1,0 Mio. €). Der Nettowährungseffekt beträgt im ersten Quartal -2,4 Mio. € (H1/16: 0,9 Mio. €).
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 78,7 Mio. € (H1/16: 46,7 Mio. €). Mit einem Steueraufwand im Betrachtungszeitraum von 18,5 Mio. € (H1/16: 16,3 Mio. €) beträgt die Steuerquote 23,5 % (H1/16: 34,9 %). Dabei wirkten sich unter anderem vorteilhafte Veränderung bei den rechtlichen Rahmenbedingungen in den USA (in 2016), welche zu Entlastungen im Bereich der Ertragsbesteuerung führen, günstig auf die Steuerquote aus.
Das Ergebnis nach Steuern konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 98,0 % auf 60,2 Mio. € gesteigert werden (H1/16: 30,4 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie erhöhte sich entsprechend von 0,78 € auf 1,52 €.
Konzerngewinn- und Verlustrechnung (verkürzt)
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| in Mio. € | H1/16 | H1/17 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.333,2 | 1.798,5 |
| EBIT | 46,7 | 82,4 |
| EBITDA | 81,5 | 119,1 |
| Finanzergebnis | 0,0 | -3,7 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -16,3 | -18,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 30,4 | 60,2 |
Finanzlage
Die Cash Earnings sind eine Kennzahl, welche sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um Ertragsteuern, Zinsergebnis, nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge ergibt. Mit 118,7 Mio. € im ersten Halbjahr 2017 (H1/16: 83,3 Mio. €) konnten die Cash Earnings um 42,5 % gesteigert werden.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank auf -132,2 Mio. € (H1/16: -68,7 Mio. €). Ein Faktor für die Reduktion war vor allem der starke Aufbau des Trade Working Capitals um 140,5 Mio. € auf 569,6 Mio. € zum 30. Juni 2017 (31. Dezember 2017: 429,1 Mio. €). Vorrangig ist hierbei der Anstieg der Forderungen aus Fertigungsaufträgen um 129,4 Mio. € zu nennen. Dabei führt die gute Auftragslage insbesondere im Bereich Systems in Nordamerika zu einer höheren Vorfinanzierung von Aufträgen.
Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Trade Working Capitals:
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| in Mio. € | 31.12.2016 | 30.6.2017 |
|---|---|---|
| Vorräte abzgl. erhaltene Anzahlungen | 223,2 | 265,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen | 888,9 | 1.110,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen | 683,0 | 806,0 |
| Trade Working Capital | 429,1 | 569,6 |
Investitionen wurden in den ersten sechs Monaten 2017 in Höhe von 41,3 Mio. € (H1/16: 41,0 Mio. €) vorgenommen. Die Investitionen innerhalb der Sachanlagen in Höhe von 17,7 Mio. € betreffen Investitionen in technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Bereich der immateriellen Vermögenswerte wurden 23,6 Mio. € investiert, davon 14,9 Mio. € für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte. Im Rahmen des Erwerbes von Anteilen an verbundenen Unternehmen (Easy Conveyors B.V., Nuenen/Niederlande), At-Equity bilanzierten Gesellschaften (KBee AG, München; Pipeline Health Holdings LLC, San Francisco/USA) sowie an sonstigen Beteiligungen (Nebbiolo Technologies Inc, Delaware/USA) erfolgten Abflüsse von Zahlungsmitteln in Höhe von 14,6 Mio. €. Des Weiteren wurden 11,7 Mio. € offene Kaufpreisverbindlichkeiten für Erwerbe aus Vorjahren (Reis Gruppe, UTICA) beglichen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug insgesamt -59,7 Mio. € (H1/16: -29,2 Mio. €).
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ergab zusammen mit dem Cashflow aus Investitionstätigkeit einen Free Cashflow in Höhe von -191,9 Mio. € (H1/16: -97,9 Mio. €).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -22,4 Mio. € (H1/16: -19,7 Mio. €). Darin enthalten sind die Dividenden an die Aktionäre in Höhe von 0,50 € je Aktie (2016: 0,50 € je Aktie) mit einem Gesamtbetrag von 19,9 Mio. €.
Damit verfügte der KUKA Konzern zum 30. Juni 2017 über einen Finanzmittelfonds von 152,7 Mio. € (30. Juni 2016: 374,9 Mio. €). Im Vergleich zum 31. Dezember 2016 reduzierte sich der Finanzmittelfonds um 211,5 Mio. € (31. Dezember 2016: 364,2 Mio. €).
Konsortialkredit der KUKA Aktiengesellschaft
Die KUKA AG finanziert sich unter anderem über einen Konsortialkreditvertrag ("SFA" - Syndicated Facilities Agreement), der im Rahmen einer Refinanzierung im April 2015 mit einer ursprünglichen Laufzeit bis 30. März 2020 in Kraft trat. Dieser beinhaltete zwei Verlängerungsoptionen über jeweils ein Jahr; die erste Verlängerungsoption wurde in 2016 gezogen. Die zweite KUKA zustehende Verlängerungsoption wurde zu Jahresbeginn 2017 beantragt. Nachdem alle Banken des SFA einer weiteren Verlängerung zugestimmt haben ist die neue Endfälligkeit nun der 30. März 2022.
Nach dem Inkrafttreten eines Amendments am 28. November 2016 stehen KUKA aus dem SFA Avallinien in Höhe von 200,0 Mio. € und eine Barlinie von ebenfalls 200,0 Mio. €, die wie bisher auch für Avale nutzbar ist, zur Verfügung. Der Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Für den SFA sind Covenants für Leverage und Zinsdeckung vereinbart. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2016.
Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum Stichtag auf insgesamt 162,6 Mio. € (31. Dezember 2016: 170,9 Mio. €).
Konzern-Kapitalflussrechnung (verkürzt)
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| in Mio. € | H1/16 | H1/17 |
|---|---|---|
| Cash Earnings | 83,3 | 118,7 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -68,7 | -132,2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -29,2 | -59,7 |
| Free Cashflow | -97,9 | -191,9 |
Vermögenslage
Zum Stichtag hat sich die Bilanzsumme des KUKA Konzerns um 77,4 Mio. € von 2.543,9 Mio. € per 31. Dezember 2016 auf 2.621,3 Mio. € erhöht.
Die langfristigen Vermögenswerte auf der Aktivseite fielen gegenüber dem Vorjahresende leicht auf 834,3 Mio. € zum 30. Juni 2017 (31. Dezember 2016: 838,1 Mio. €). Dabei reduzierten sich das Sachanlagevermögen um 8,4 Mio. € und die Forderungen aus Finanzierungsleasing um 9,1 Mio. €. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um 1,1 Mio. €. Für Beteiligungen, die gemäß der At-Equity-Methode bilanziert werden, sind Beträge in Höhe von 17,4 Mio. € angesetzt (31. Dezember 2016: 4,2 Mio. €). Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 48,4 Mio. € (31. Dezember 2016: 48,8 Mio. €) und entfallen mit 13,5 Mio. € auf Verlustvorträge (31. Dezember 2016: 9,8 Mio. €).
Der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt zum 30. Juni 2017 1.787,0 Mio. € (31. Dezember 2016: 1.705,8 Mio. €). Weitere Erläuterungen zu den kurzfristigen Vermögenswerten finden sich in den Ausführungen zur Finanzlage.
Das Eigenkapital konnte im Berichtszeitraum von 840,2 Mio. € auf 866,7 Mio. € gesteigert werden. Die Steigerung ergibt sich durch das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 60,2 Mio. €. Eigenkapitalmindernd wirkten sich Währungskurseffekte (i. W. USD, CHF und CNY) mit insgesamt 19,4 Mio. € und die für das Geschäftsjahr 2016 ausgeschüttete Dividende in Höhe von 19,9 Mio. € aus.
Die erfolgsneutrale Bewertung der Pensionen inkl. der darauf entfallenden latenten Steuern im ersten Halbjahr 2017 hat bedingt durch eine leichte Anhebungen des Zinsniveaus sowie durch eine positive, tatsächliche Entwicklung des Planvermögens das Eigenkapital um 5,4 Mio. € erhöht.
Das den Minderheiten zustehende Eigenkapital veränderte sich leicht von -0,3 Mio. € zum 31. Dezember 2016 auf -0,4 Mio. € zum 30. Juni 2017.
Die Eigenkapitalquote, d. h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, liegt mit nun 33,1 % etwas über der Quote von 33,0 % zum Geschäftsjahresende 2016.
Die langfristigen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten belaufen sich auf 252,7 Mio. € (31. Dezember 2016: 251,2 Mio. €) und betreffen vornehmlich den bestehenden Konsortialkreditvertrag sowie das begebene Schuldscheindarlehen.
In der Reduktion der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen um 9,9 Mio. € spiegelt sich im Wesentlichen der bereits im vorhergehenden Abschnitt zu den Eigenkapitalveränderungen beschriebene Effekt der erfolgsneutralen versicherungsmathematischen Bewertung wider.
Die kurzfristigen Schulden sind von 1.258,1 Mio. € zum 31. Dezember 2016 auf 1.327,1 Mio. € zum 30. Juni 2017 gestiegen. Hierzu trugen auch die jahreszeitlich höheren Verbindlichkeiten des Personalbereichs, wie zum Beispiel Abgrenzungen für Urlaubstage, bei. Bezüglich der Verbindlichkeiten des Trade Working Capitals verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage.
Die zum 30. Juni 2017 bestehende Nettoliquidität des Konzerns, d. h. die flüssigen Mittel abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, hat sich im Vergleich zum Jahresende 2016 von 113,0 Mio. € auf -100,0 Mio. € vermindert.
Konzernvermögenslage
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| in Mio. € | 31.12.2016 | 30.6.2017 |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 2.543,9 | 2.621,3 |
| Eigenkapital | 840,2 | 866,7 |
| in % der Bilanzsumme | 33,0 | 33,1 |
| Nettoliquidität | 113,0 | -100,0 |
Im ersten Halbjahr 2017 verzeichnete KUKA eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed/ROCE) von 16,6 % bei einem durchschnittlichen Capital Employed zum 30. Juni 2017 von 993,0 Mio. € (31. Dezember 2016: 783,0 Mio. €).
Die ROCE der einzelnen Segmente sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.
Return on Capital Employed (ROCE)
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| in % vom Capital Employed | 31.12.2016 | 30.6.2017 |
|---|---|---|
| Konzern1 | 16,2 | 16,6 |
| davon Robotics | 51,7 | 52,5 |
| davon Systems | 42,8 | 27,9 |
| davon Swisslog2 | 1,5 | -0,5 |
1 inkl. Konsolidierungen
2 inkl. Abschreibungen aus Kaufpreisallokatior
Forschung &Entwicklung
Im zweiten Quartal 2017 beliefen sich die Aufwände für Forschung und Entwicklung (F&E) des KUKA Konzerns auf 35,0 Mio. €. Damit lagen die Investitionen leicht über dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr (Q2/16: 33,8 Mio. €). Im ersten Halbjahr summierten sich die Ausgaben für F&E auf 66,3 Mio. € (H1/16: 63,7 Mio. €). Der Aufwand für F&E kann überwiegend dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden. Bei Systems werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in erster Linie im Rahmen von Kundenprojekten abgewickelt. Im zweiten Quartal 2017 arbeitete KUKA weiter an den Schlüsseltechnologien für Industrie 4.0, wie Mensch-Roboter-Kollaboration, Mobility und Smart Platforms, sowie an Produkten für die spezifischen Anforderungen der fokussierten Wachstumsmärkte.
Roboterbasierte Servicekonzepte für Fahrzeuge der Zukunft: Kooperationsvertrag mit Volkswagen geschlossen
Die Volkswagen Konzernforschung und KUKA intensivieren ihre strategische Partnerschaft auf dem Gebiet der Servicekonzepte für Fahrzeuge der Zukunft. Mit der Unterzeichnung eines neuen Kooperationsvertrags wurde jetzt die gemeinsame Entwicklung von roboterbasierten Innovationskonzepten rund um das elektrisch angetriebene und autonom fahrende Auto vereinbart. Die Kooperation knüpft an ein bereits bestehendes gemeinsames Forschungsprojekt an, das sich mit Mensch-Roboter-Kollaboration befasst. Das Projekt e-smart Connect beinhaltet eine praxisnahe und benutzerfreundliche Lösung für das Aufladen der Hochvoltbatterien von Elektrofahrzeugen des Volkswagen Konzerns. Dabei verbindet ein KUKA Roboter in einer speziell entwickelten Anwendung das Fahrzeug eigenständig mit einer Ladestation und nimmt somit dem Fahrer diese Tätigkeit ab.
Ausschreibung des KUKA Innovation Award 2018
Im Mai wurde bereits zum fünften Mal der KUKA Innovation Award ausgeschrieben. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht diesmal die Unterstützung des Menschen durch den Roboter außerhalb des industriellen Umfelds. Es geht um Konzepte aus den Bereichen Medizin-, Service- und Heimrobotik, die über den bisherigen Industrieschwerpunkt des Awards hinausgehen. Bis zum 2. Juli 2017 konnten Nachwuchsforscher aus aller Welt ihre Konzepte zum Thema "Real World Interaction Challenge" einreichen. Um die Konzepte vergleichen zu können, wird den Finalisten-Teams jeweils ein KUKA flexFellow zur Verfügung gestellt - eine ortsflexible Robotereinheit, auf der ein KUKA LBR iiwa montiert ist, ein sensitiver Leichtbauroboter für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration. Zudem kann wieder ein 3D-Visionsystem des Start-Ups RoboCeption GmbH genutzt werden. Mit dem Wissenschaftspreis fördert KUKA Innovationen und den Transfer von Technologien in die Industrie. Der mit 20.000 Euro dotierte KUKA Innovation Award wird 2018 auf einer großen Leitmesse verliehen.
Integrierte Lösung "ready2_spray" in Kooperation mit Dürr
Dürr und KUKA haben gemeinsam die integrierte Lösung "ready2_ spray" für den automatisierten Lackauftrag entwickelt. Der Kleinroboter stammt von KUKA, Dürr steuert die Technik für den Lackauftrag (Applikation) bei. Der vorinstallierte, lackierfertige Roboter aus der KR AGILUS Serie mit aufeinander abgestimmten und erprobten Komponenten ist in dieser Kombination einzigartig auf dem Markt. Er ist ganz auf die Anforderungen der allgemeinen Industrie zugeschnitten. Einsatzbereiche sind unter anderem die Lackierung von Holz, Kunststoff, Glas und Metall. Die Lackapplikationstechnik steht in verschiedenen Ausstattungsvarianten bereit. Das System mit seinen Komponenten wird bei Dürr komplettiert und vorab in Betrieb genommen. Es steht somit lackierfertig ("ready2_spray") bereit und kann beim Kunden schnell installiert werden. Zudem ist das Lackierrobotersystem für die Aufgaben der Industrie 4.0 vorbereitet.
KUKA auf der ICRA in Singapur
Bei der IEEE International Conference on Robotics and Automation (ICRA) in Singapur präsentierte KUKA gemeinsam mit Forschungspartnern innovative Applikationen und demonstrierte das Potenzial der offenen Hard- und Software-Plattformen von KUKA. Mit dem sensitiven Leichtbauroboter LBR iiwa stehen dedizierte Schnittstellen für die Forschung zur Verfügung, die einen direkten Low-Level-Zugriff in Echtzeit auf die KUKA Robotersteuerung bei hohen Taktraten von bis zu 1 kHz bieten. Diese offene Hard- und Software-Plattform ermöglicht es Forschern, ihre Ideen zu verwirklichen. KUKA unterstützt Forschungsinstitute für Robotik auf der ganzen Welt und erweitert dadurch sein Partnernetzwerk. Die ICRA ist die wichtigste Roboter- und Automatisierungskonferenz für Forscher aus der gesamten Welt, um sich über die neuesten Trends in der Robotik und Automatisierung auszutauschen.
Innovative Lasertechnologie
KUKA zeigte auf der Laser World of Photonics in München die neuesten Anwendungen im Bereich der Laserindustrie und die Vorteile der Bearbeitung mit Lasern. Der Prozess ist präzise, verschleißfrei und sauber. In der Metallbearbeitung hat er sich deshalb stark etabliert. Mit einer Wellenlänge von 10,6 Mikrometern eignen sich die CO2 -Laser, um nichtmetallische Materialien und die meisten Kunststoffe zu bearbeiten. CO2 -Laserroboter von KUKA Industries werden deshalb vorrangig in der Automobil-, Konsumgüter- und Luftfahrtindustrie eingesetzt, wo sie thermoplastische Kunststoffe, glas- und kohlefaserverstärkte Kunst- und Kohlenstoffe sowie Holz und andere Materialien schneiden und perforieren. Anders als beim mechanischen Schneiden verschleißt das Werkzeug nicht bei der berührungslosen Bearbeitung durch den Laser. Zudem lässt sich der Energieeintrag des KUKA CO2 -Laserroboters exakt auf den jeweiligen Bearbeitungsprozess abstimmen. Neue Entwicklungen in der Lasertechnologie benötigen auch neue Sicherheitstechnik. KUKA hat den TÜV-zertifizierten Lasersicherheitssensor LaserSpy entwickelt, der die Laser-Schutzwand elektronisch und aktiv überwacht.
Swisslog baut mit dm-drogerie markt ein innovatives Logistikzentrum
Swisslog hat einen Großauftrag von der dm-drogerie markt GmbH &Co. KG, Europas umsatzstärkster Drogeriekette, erhalten: Im Wert von rund 100 Millionen € wird im Laufe der nächsten zweieinhalb Jahre ein innovatives Logistikzentrum in Brandenburg entstehen. Swisslog zeichnet sich sowohl für die Intralogistik als auch für sämtliche Baumaßnahmen verantwortlich und realisiert damit das dritte Logistikzentrum für den Drogeriekonzern. In diesem Projekt kommen neueste Technologien zum Einsatz und damit das umfassende Know-how für ganzheitliche Automatisierungslösungen in der Intralogistik. Die Lösung für dm basiert auf ACPaQ, dem neu entwickelten roboterbasierten Lösungskonzept von Swisslog.
Mitarbeiter
Am 30. Juni 2017 beschäftigte der KUKA Konzern 13.755 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag ist dies ein Anstieg um 8,5 % (30. Juni 2016: 12.675). Im Geschäftsbereich Robotics erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter von 4.311 auf 4.981 um 15,5 %. Die zusätzlichen Mitarbeiter wurden in allen Kundensegmenten - Automotive, General Industry, Service - eingestellt. Bei Systems stieg die Anzahl der Mitarbeiter um 1,0 % von 5.249 am 30. Juni 2016 auf 5.299 am 30. Juni 2017. Der Geschäftsbereich Swisslog zählte zum Ende des diesjährigen zweiten Quartals 2.763 Mitarbeiter und damit 4,1 % mehr als am Vorjahresstichtag (30. Juni 2016: 2.654). Am Standort Augsburg waren zum Ende des zweiten Quartals 3.572 Mitarbeiter beschäftigt. Das waren 7,2 % mehr als am Vorjahresstichtag (30. Juni 2016: 3.332).
Risiko- und Chancenbericht
In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen oder aus der Konzernfinanzierung ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. Im Hinblick auf die sich auf den EBIT auswirkenden Risiken verweisen wir zudem auf den detaillierten Bericht im Geschäftsbericht/Lagebericht 2016 (Seite 56 ff.).
Ausblick
Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2017 eine gute Nachfrage, vor allem aus den Regionen Nordamerika und Asien, dabei insbesondere aus China. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt nahezu stabil entwickeln können. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. Dies liegt zum einen an der teilweise niedrigen Penetrationsrate der roboterbasierten Automation in einigen Teilbereichen und zum anderen an neuen Robotertypen und Technologien, die es ermöglichen, bisher wenig automatisierte Produktionsschritte effizienter zu gestalten. In der Automobilindustrie sind die Investitionen der Kunden während der letzten Jahre bereits deutlich gestiegen.
KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen im Gesamtjahr 2017 Umsatzerlöse von rund 3,3 Mrd. € und damit eine Steigerung um rund 12 % gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt man das Vorjahr um den Umsatzbeitrag des verkauften US-Aero-Bereichs, so bedeutet das eine Umsatzsteigerung um ca. 16 %. Beide Kundensegmente - General Industry und Automotive - und aus regionaler Sicht China und Nordamerika sollten positiv zur Umsatzentwicklung beitragen. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der erwarteten Umsatzentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von mehr als 5,5 % vor der Kaufpreisallokation für Swisslog und vor Wachstumsinvestitionen erreichen zu können. Der Aufwand für die Kaufpreisallokation bei Swisslog sollte in 2017 bei rund 8,8 Mio. € und damit etwas unter dem Niveau vom Vorjahr liegen.
Zwischenabschluss (verkürzt)
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017
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| in Mio. € | Q2/16 | Q2/17 | H1/16 | H1/17 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 704,1 | 1.007,7 | 1.333,2 | 1.798,5 | |
| Umsatzkosten | -518,8 | -798,4 | -971,3 | -1.393,9 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 185,3 | 209,3 | 361,9 | 404,6 | |
| Vertriebskosten | -66,3 | -80,9 | -126,9 | -151,4 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -33,8 | -35,0 | -63,7 | -66,3 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -68,0 | -52,0 | -121,3 | -107,6 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3,6 | 7,9 | 6,4 | 10,5 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4,3 | -3,8 | -7,5 | -6,4 | |
| Ergebnis aus At-Equity bewerteten Unternehmen | -1,2 | 0,0 | -2,2 | -1,0 | |
| Betriebsergebnis | 15,3 | 45,5 | 46,7 | 82,4 | |
| Überleitung zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | |||||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 15,3 | 45,5 | 46,7 | 82,4 | |
| Abschreibungen | 17,6 | 18,1 | 34,8 | 36,7 | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 32,9 | 63,6 | 81,5 | 119,1 | |
| Zinserträge | 2,2 | 1,4 | 5,7 | 3,5 | |
| Zinsaufwendungen | -3,2 | -4,2 | -5,7 | -7,2 | |
| Finanzergebnis | -1,0 | -2,8 | 0,0 | -3,7 | |
| Ergebnis vor Steuern | 14,3 | 42,7 | 46,7 | 78,7 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -4,8 | -9,1 | -16,3 | -18,5 | |
| Ergebnis nach Steuern | 9,5 | 33,6 | 30,4 | 60,2 | |
| (davon auf Minderheitenanteile entfallend) | (-0,3) | (0,0) | (-0,5) | (-0,1) | |
| (davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend) | (9,8) | (33,6) | (30,9) | (60,3) | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € | 0,24 | 0,85 | 0,78 | 1,52 | |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) in € | 0,24 | 0,85 | 0,78 | 1,52 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017
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| in Mio. € | Q2/16 | Q2/17 | H1/16 | H1/17 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 9,5 | 33,6 | 30,4 | 60,2 | |
| Positionen, die potenziell in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||||
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 3,8 | -16,1 | -7,9 | -19,4 | |
| Positionen, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||||
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | -6,9 | 2,6 | -19,0 | 6,4 | |
| Latente Steuern auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | 2,2 | -0,1 | 4,4 | -1,0 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen | -0,9 | -13,6 | -22,5 | -14,0 | |
| Gesamterfolg | 8,6 | 20,0 | 7,9 | 46,2 | |
| (davon auf Minderheitenanteile entfallend) | (-0,3) | (0,0) | (-0,5) | (-0,1) | |
| (davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend) | (8,9) | (20,0) | (8,4) | (46,3) |
Konzern-Kapitalflussrechnung
der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017
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| in Mio. € | H1/16 | H1/17 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 30,4 | 60,2 | |
| Ertragsteuern | 24,3 | 28,9 | |
| Zinsergebnis | 0,0 | 3,7 | |
| Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte | 15,7 | 16,7 | |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 19,1 | 20,0 | |
| Sonstige (zahlungsunwirksame) Erträge | -11,3 | -14,8 | |
| Sonstige (zahlungsunwirksame) Aufwendungen | 5,1 | 4,0 | |
| Cash Earnings | 83,3 | 118,7 | |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | 0,1 | 0,1 | |
| Veränderung der Rückstellungen | -13,5 | -31,7 | |
| Veränderung von Posten des Umlaufvermögens und der Schulden | |||
| Veränderung der Vorräte | -6,7 | -64,3 | |
| Veränderung der Forderungen und Abgrenzungsposten | -81,4 | -285,5 | |
| Veränderung der Schulden und Abgrenzungsposten (ohne Finanzschulden) | -21,7 | 157,5 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -27,3 | -24,9 | |
| Sachverhalte, die dem Cashflow aus Investitionstätigkeit/Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -1,5 | -2,1 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -68,7 | -132,2 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 2,0 | 4,5 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -17,5 | -23,6 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -23,5 | -17,7 | |
| Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition | 8,9 | 0,0 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | -3,3 | -26,3 | |
| Erhaltene Zinsen | 4,2 | 3,4 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -29,2 | -59,7 | |
| Free Cashflow | -97,9 | -191,9 | |
| Dividendenzahlungen | -19,3 | -19,9 | |
| Ein-/Auszahlungen aus der Begebung/Tilgung von Schuldverschreibungen und anleiheähnlichen Verbindlichkeiten | - | 0,0 | |
| Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Bankverbindlichkeiten | 2,1 | -1,2 | |
| Einzahlung aus erhaltenen Zuschüssen | 1,6 | 2,1 | |
| Gezahlte Zinsen | -4,1 | -3,4 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -19,7 | -22,4 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -117,6 | -214,3 | |
| Veränderung des Finanzmittelfonds auf Grund von Unternehmenserwerben | 0,0 | 0,0 | |
| Wechselkurs- und sonstige Veränderungen des Finanzmittelfonds | -3,7 | 2,8 | |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | -121,3 | -211,5 | |
| (davon Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit) | (-0,3) | (-0,6) | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 496,2 | 364,2 | |
| (davon Zu-/Abnahme mit eingeschränkter Verfügbarkeit am Anfang der Periode) | (3,5) | (1,1) | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 374,9 | 152,7 | |
| (davon Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit am Ende der Periode) | (3,2) | (-0,5) |
Konzern-Bilanz
der KU A Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2017
Aktiva
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| in Mio. € | 31.12.2016 | 30.6.2017 | |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 445,1 | 444,6 | |
| Sachanlagen | 261,2 | 252,8 | |
| Finanzinvestitionen | 4,9 | 5,2 | |
| At-Equity bilanzierte Beteiligungen | 4,2 | 17,4 | |
| 715,4 | 720,0 | ||
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 57,7 | 48,6 | |
| Ertragsteuerforderungen | 0,0 | 0,0 | |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 16,2 | 17,3 | |
| Latente Steuern | 48,8 | 48,4 | |
| 838,1 | 834,3 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 318,8 | 371,8 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 353,2 | 445,2 | |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 535,7 | 665,1 | |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 9,6 | 9,3 | |
| Ertragsteuerforderungen | 33,4 | 33,5 | |
| Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen | 90,9 | 109,4 | |
| 1.022,8 | 1.262,5 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 364,2 | 152,7 | |
| 1.705,8 | 1.787,0 | ||
| 2.543,9 | 2.621,3 |
Passiva
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| in Mio. € | 31.12.2016 | 30.6.2017 | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 103,4 | 103,4 | |
| Kapitalrücklage | 306,6 | 306,6 | |
| Gewinnrücklagen | 430,5 | 457,1 | |
| Ausgleichsposten für Anteile Dritter | -0,3 | -0,4 | |
| 840,2 | 866,7 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 249,6 | 249,6 | |
| Übrige Verbindlichkeiten | 28,0 | 30,6 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 122,7 | 112,8 | |
| Latente Steuern | 45,3 | 34,5 | |
| 445,6 | 427,5 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 1,6 | 3,1 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 459,3 | 553,7 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 95,6 | 106,5 | |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 223,7 | 252,3 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 40,0 | 52,9 | |
| Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen | 280,0 | 233,6 | |
| Sonstige Rückstellungen | 157,9 | 125,0 | |
| 1.258,1 | 1.327,1 | ||
| 2.543,9 | 2.621,3 |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
der KUKA Aktiengesellschaft für die Zelt vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017
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| Gewinnrücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Aktienanzahl im Umlauf |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Währungs- umrechnung |
Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste |
Jahresüberschuss und sonstige Gewinnrücklagen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1.1.2016 | 38.501.259 | 100,1 | 265,3 | 53,0 | -15,2 | 329,8 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - | - | 30,9 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | -7,9 | -14,6 | - |
| Gesamterfolg | - | - | - | -7,9 | -14,6 | 30,9 |
| Kapitalerhöhung aus Wandelschuldverschreibung | 1.274.211 | 3,3 | 41,3 | - | - | - |
| Dividende der KUKA AG | - | - | - | - | - | -19,3 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen | - | - | - | - | - | 0,5 |
| 30.6.2016 | 39.775.470 | 103,4 | 306,6 | 45,1 | -29,8 | 341,9 |
| 1.1.2017 | 39.775.470 | 103,4 | 306,6 | 61,1 | -23,7 | 393,1 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - | - | 60,3 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | -19,4 | 5,4 | - |
| Gesamterfolg | - | - | - | -19,4 | 5,4 | 60,3 |
| Dividende KUKA AG | - | - | - | - | - | -19,9 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen | - | - | - | - | - | 0,1 |
| 30.6.2017 | 39.775.470 | 103,4 | 306,6 | 41,6 | -18,4 | 433,8 |
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| in Mio. € | Anteilseignern zustehendes Eigenkapital |
Minderheiten zustehendes Eigenkapital |
Summe |
|---|---|---|---|
| 1.1.2016 | 733,0 | -0,5 | 732,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 30,9 | -0,5 | 30,4 |
| Sonstiges Ergebnis | -22,5 | - | -22,5 |
| Gesamterfolg | 8,4 | -0,5 | 7,9 |
| Kapitalerhöhung aus Wandelschuldverschreibung | 44,6 | - | 44,6 |
| Dividende der KUKA AG | -19,3 | - | -19,3 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen | 0,5 | - | 0,5 |
| 30.6.2016 | 767,2 | -1,0 | 766,2 |
| 1.1.2017 | 840,5 | -0,3 | 840,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 60,3 | -0,1 | 60,2 |
| Sonstiges Ergebnis | -14,0 | - | -14,0 |
| Gesamterfolg | 46,3 | -0,1 | 46,2 |
| Dividende KUKA AG | -19,9 | - | -19,9 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen | 0,1 | - | 0,1 |
| 30.6.2017 | 867,0 | -0,4 | 866,7 |
Erläuterungen zum Konzernabschluss (verkürzt)
Konzern-Segmentberichterstattung
der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017
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| Robotics | Systems | Swiss | log | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | H1/16 | H1/17 | H1/16 | H1/17 | H1/16 | H1/17 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 493,9 | 657,4 | 825,5 | 884,2 | 335,8 | 464,9 |
| Auftragsbestand (30.6.) | 259,2 | 350,3 | 1.134,0 | 1.180,4 | 538,2 | 738,4 |
| Konzernaußenumsatzerlöse | 445,5 | 604,8 | 603,3 | 841,4 | 284,5 | 352,0 |
| in % der Konzernumsatzerlöse | 33,4 % | 33,6 % | 45,3 % | 46,8 % | 21,3 % | 19,6 % |
| Konzerninnenumsatzerlöse | 13,2 | 17,0 | 2,5 | 8,4 | 0,0 | 0,7 |
| Umsatzerlöse der Bereiche | 458,7 | 621,8 | 605,8 | 849,8 | 284,5 | 352,7 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 177,5 | 209,7 | 109,8 | 110,5 | 74,9 | 82,5 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | 38,7 % | 33,7 % | 18,1 % | 13,0 % | 26,3 % | 23,4 % |
| EBIT | 46,7 | 63,7 | 38,8 | 48,8 | -0,3 | -0,8 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | 10,2 % | 10,2 % | 6,4 % | 5,7 % | -0,1 % | -0,2 % |
| EBITDA | 57,4 | 75,6 | 47,0 | 57,3 | 11,0 | 11,1 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | 12,5 % | 12,2 % | 7,8 % | 6,7 % | 3,9 % | 3,1 % |
| Vermögen | 432,4 | 577,4 | 760,0 | 1.039,6 | 615,5 | 666,8 |
| Mitarbeiter (30.6.) | 4.311 | 4.981 | 5.249 | 5.299 | 2.654 | 2.763 |
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| KUKA AG und sonstige Gesellschaften | Überleitung und Konsolidierung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | H1/16 | H1/17 | H1/16 | H1/17 | H1/16 | H1/17 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | - | - | -15,3 | -31,7 | 1.639,9 | 1.974,8 |
| Auftragsbestand (30.6.) | - | - | -8,4 | -31,7 | 1.923,0 | 2.237,4 |
| Konzernaußenumsatzerlöse | - | 0,0 | -0,1 | 0,3 | 1.333,2 | 1.798,5 |
| in % der Konzernumsatzerlöse | - | 0,0 % | - | - | 100,0 % | 100,0 % |
| Konzerninnenumsatzerlöse | - | 44,1 | -15,7 | -70,2 | - | 0,0 |
| Umsatzerlöse der Bereiche | - | 44,1 | -15,8 | -69,9 | 1.333,2 | 1.798,5 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | - | 44,2 | -0,3 | -42,3 | 361,9 | 404,6 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | - | - | - | - | 27,1 % | 22,5 % |
| EBIT | -17,8 | -29,7 | -20,7 | 0,4 | 46,7 | 82,4 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | - | - | - | - | 3,5 % | 4,6 % |
| EBITDA | -13,2 | -25,3 | -20,7 | 0,4 | 81,5 | 119,1 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | - | - | - | - | 6,1 % | 6,6 % |
| Vermögen | 545,3 | 621,9 | -442,5 | -485,5 | 1.910,7 | 2.420,2 |
| Mitarbeiter (30.6.) | 461 | 712 | - | - | 12.675 | 13.755 |
Rechnungslegung nach IFRS
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 der KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz in Augsburg wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union zur Anwendung kommt, erstellt. Dabei wurde in Übereinstimmung mit diesem Standard eine verkürzte Darstellung gewählt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 zu lesen. Alle Werte sind, sofern nicht anders bezeichnet, in Mio. € angegeben.
Der Konzernabschluss wurde nach den in der Europäischen Gemeinschaft zugelassenen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), ergänzt um die nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden Vorschriften, wurden ebenfalls berücksichtigt.
Die KUKA Aktiengesellschaft ist eine 94,55 %ige mittelbare Tochtergesellschaft der Midea Gruppe Co. Ltd., Foshan City, Guangdong Province/ China. Die KUKA Aktiengesellschaft wird in den Konzernabschluss der Midea Gruppe Co. Ltd., Foshan City, Guangdong Province/China einbezogen, der über die Internetseite www.cninfo.com.cn oder direkt auf der Internetseite der Midea Gruppe Co. Ltd. unter www.midea.com/ global/investors/financial_statements erhältlich ist.
Konsolidierungskreis
Im Vergleich zum Jahresende hat sich der Konsolidierungskreis wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt verändert:
Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen
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| Robotics | Systems | Swisslog | Sonstige | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2017 | 24 | 39 | 33 | 4 | 100 |
| Erstkonsolidierungen | - | - | 1 | - | 1 |
| Stand 30.6.2017 | 24 | 39 | 34 | 4 | 101 |
| davon Inland | 1 | 11 | 5 | 3 | 20 |
| davon Ausland | 23 | 28 | 29 | 1 | 81 |
Anzahl At-Equity konsolidierter Unternehmen
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| Robotics | Systems | Swisslog | Sonstige | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2017 | 1 | 2 | - | - | 3 |
| Erstkonsolidierungen | - | - | 1 | - | 1 |
| Stand 30.6.2017 | 1 | 2 | 1 | - | 4 |
| davon assoziierte Unternehmen | 1 | 1 | 1 | - | 3 |
| davon Gemeinschaftsunternehmen |
- | 1 | - | - | 1 |
Zugänge von Unternehmen durch Unternehmenserwerbe
Im zweiten Quartal 2017 wurden 100 % der Anteile an der Gesellschaft Easy Conveyors B.V., Nuenen/Niederlande für einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag erworben. Der Erwerb im Segment Swisslog, im Bereich Warehouse and Distribution Solutions (WDS) erfolgte vor dem Hintergrund einer stärkeren Marktdurchdringung und Erhöhung der vertikalen Wertschöpfungskette.
Investitionen in assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Im zweiten Quartal 2017 wurden 25 % Anteile an der amerikanischen Gesellschaft Pipeline Health Holdings LLC, San Francisco /USA für einen Kaufpreis i.H.v. 13,9 Mio. € (15,2 Mio. USD) im Segment Swisslog erworben. Die Gesellschaft bietet Telepharmacy-Dienstleistungen für Krankenhäuser an. Dabei werden sowohl medizinisches Personal vorgehalten, die auf Abruf digitale Leistungen erbringen (sogenannte "remote"-Apotheker) als auch Softwarelösungen für die automatisierte Medikamentenversorgung bereitgestellt. Grund für den Erwerb ist eine Erweiterung des Angebotsportfolios von integrierten Automatisierungslösungen im Bereich Healthcare Solutions.
Im ersten Halbjahr 2017 wurden weitere Anteile an der KBee AG, München in Höhe von insgesamt 0,9 Mio. € erworben.
Der Buchwert der Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen KBee AG, München, Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd., Yangzhou/China; Pipeline Health Holdings LLC, San Francisco / USA sowie am Gemeinschaftsunternehmen Chang'an Reis Robotic Intelligent Equipment (Chongqing) Co., Ltd, Chongqing/China beträgt zum Stichtag 17,4 Mio. €; das anteilige Ergebnis dieser Gesellschaften beträgt -1,0 Mio. €.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
KUKA wendet im vorliegenden Konzernzwischenbericht, mit Ausnahme der nachfolgenden beschriebenen Änderungen, grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 an. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016, der Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss ist. Dieser ist auch im Internet unter www.kuka.com abrufbar.
Am 22. September 2016 wurde durch die "Verordnung (EU) Nr. 2016/1905 der Kommission" die Übernahme des neuen Standards IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden in europäisches Recht bekannt gegeben. IFRS 15 beantwortet die Frage, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. über welchen Zeitraum Umsatz von IFRS-Bilanzierern zu realisieren ist. Zudem verlangt der Standard, dass die Abschlussersteller den Abschlussadressaten noch informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung stellen. Der Standard basiert auf einem prinzipienbasierten, fünfstufigen Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Die Änderungen sind in der EU spätestens für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung entspricht damit dem vom IASB beschlossenen Anwendungszeitpunkt. Im Rahmen der Implementierung wurde ein konzernweites, internes Projekt gestartet, welches beginnend von einer Analysephase bis hin zu Schulungen diverse Schritte umfasst. Die Ermittlung der Effekte aus der Erstanwendung des neuen Standards ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Nach dem aktuellen Stand des Projektes werden jedoch im Segment Robotics (hauptsächlich zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung) kaum, in den Segmenten Systems und Swisslog (hauptsächlich zeitraumbezogene Umsatzrealisierung) insgesamt nur geringe Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Schätzungsänderungen
Seit Beginn des Geschäftsjahres 2017 sind keine neuen Standards und Interpretationen, basierend auf der Übernahme (Endorsement) durch die Europäische Union verpflichtend anzuwenden.
Im Rahmen einer geänderten Einschätzung des Managements wurde die Nutzungsdauer der Marke "Swisslog", welche im Rahmen des Unternehmenserwerbes der Swisslog Gruppe aktiviert und bislang linear abgeschrieben wurde, mit Beginn des Geschäftsjahres 2017 auf unbestimmt geändert. Bisher wurde der Markenname jährlich mit rund 1,2 Mio. € abgeschrieben. Die Werthaltigkeit des Restbuchwerts in Höhe von 22,2 Mio. € EUR wird infolgedessen auf jährlicher Basis bzw. bei Vorliegen entsprechender Indikationen mittels eines Wertminderungstests überprüft. Zum 30. Juni 2017 bestand kein Wertminderungsbedarf.
Der in 2017 erwartete Aufwand aus der Kaufpreisallokation Swisslog liegt folglich nun bei rund 8,8 Mio. € (vorher rund 10,0 Mio. €).
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt:
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| H1/16 | H1/17 | |
|---|---|---|
| Auf die Aktionäre der KUKA AG entfallender Jahresüberschuss (in Mio.€) | 30,9 | 60,3 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) | 39.417.296 | 39.775.470 |
| unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 0,78 | 1,52 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem den Aktionären der KUKA Aktiengesellschaft zustehendem Ergebnis und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.
In den ersten sechs Monaten 2017 betrug der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien 39,8 Mio. Stück (30. Juni 2016: 39,4 Mio. Stück).
Eigenkapital
Das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft beträgt 103.416.222,00 € (30. Juni 2016: 103.416.222,00 €). Es unterteilt sich in 39.775.470 (30. Juni 2016: 39.775.470) im Umlauf befindliche, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht einer Stimme.
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
Die Veränderungen der Rechnungszinssätze beeinflussen die Pensionsrückstellungen und es entstehen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste. Die Entwicklung der bei KUKA angewandten Rechnungszinssätze für Länder mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen zeigt nachfolgende Tabelle:
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| in % | 31.12.2016 | 30.6.2017 |
|---|---|---|
| Deutschland | 1,50 | 1,85 |
| Schweiz | 0,60 | 0,65 |
| Vereinigtes Königreich | 2,60 | 2,60 |
| Schweden | 2,50 | 2,40 |
| USA | 3,96 - 4,00 | 3,70 - 3,74 |
Bedingt durch eine leichte Anhebung des Zinsniveaus in Deutschland, Schweiz, sowie durch eine positive, tatsächliche Entwicklung des Planvermögens (vor allem bei den schweizerischen Gesellschaften) ergaben sich im ersten Halbjahr 2017 versicherungsmathematische Erträge in Höhe von 6,4 Mio. €. Unter Berücksichtigung latenter Steuern wurden insgesamt versicherungsmathematische Effekte in Höhe von insgesamt 5,4 Mio. € erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Schuldscheindarlehen
Am 9. Oktober 2015 hatte die KUKA AG unbesicherte Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. € platziert. Nach Abzug der Transaktionskosten waren der KUKA daraus 248,9 Mio. € zugeflossen.
Das Gesamtvolumen wurde in zwei Tranchen platziert. Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine ursprüngliche Laufzeit von fünf Jahren; Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. € und eine ursprüngliche Laufzeit von sieben Jahren. Der Emissionskurs betrug 100,0 % bei einer Mindeststückelung von 0,5 Mio. €. Die Rückzahlung erfolgt zu 100,0 % in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche. Das Schuldscheindarlehen ist mit Zinskupons von 1,15 % für die Tranche 1 bzw. 1,61 % für die Tranche 2 ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum 9. Oktober.
Die Schuldscheindarlehen enthalten eine Change-of-Control-Klausel, die den Schuldscheininvestoren das Recht gibt, nach einem Kontroll-wechsel eine Rückzahlung ihrer Investition zum nächsten Zinszahlungstermin zu verlangen. Das Closing des Übernahmeangebots durch Midea war ein solcher Kontrollwechsel gemäß der Schuldscheindokumentation. Obwohl einige Investoren im Zuge des Kontrollwechsels von dem Recht auf Rückzahlung ihrer Anteile Gebrauch machten, geht KUKA nicht davon aus, dass es zum Rückzahlungstermin am 9. Oktober 2017 zu Rückzahlungsverpflichtungen kommen wird.
Bilanziell wurde das Schuldscheindarlehen beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten in Höhe von 1,1 Mio. € angesetzt. Die Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der jeweiligen Tranchen unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung der Transaktionskosten erhöht sich der Zinssatz für die Tranche 1 auf 1,24 % effektiv bzw. für die Tranche 2 auf 1,67 % effektiv.
Der Buchwert beläuft sich zum 30. Juni 2017 auf 249,3 Mio. € (31. Dezember 2016: 249,2 Mio. €). Zinsen sind in Höhe von 2,4 Mio. € (31. Dezember 2016: 0,8 Mio. €) abgegrenzt.
Konsortialkredit der Kuka Aktiengesellschaft
Die KUKA AG finanziert sich unter anderem über einen Konsortialkreditvertrag ("SFA" - Syndicated Facilities Agreement), der im Rahmen einer Refinanzierung im April 2015 mit einer ursprünglichen Laufzeit bis 30. März 2020 in Kraft trat. Dieser beinhaltete zwei Verlängerungsoptionen über jeweils ein Jahr; die erste Verlängerungsoption wurde in 2016 gezogen. Die zweite der KUKA zustehenden Verlängerungsoptionen wurde zu Jahresbeginn 2017 beantragt. Nachdem alle Banken des SFA einer weiteren Verlängerung zugestimmt haben, ist die neue Endfälligkeit nun der 30. März 2022.
Nach dem Inkrafttreten eines Amendments am 28. November 2016 stehen der KUKA aus dem SFA Avallinien in Höhe von 200,0 Mio. € und eine Barlinie von ebenfalls 200,0 Mio. €, die wie bisher auch für Avale nutzbar ist, zur Verfügung. Der Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Für den SFA sind Covenants für Leverage und Zinsdeckung vereinbart. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2016.
Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum Stichtag auf insgesamt 162,6 Mio. € (31. Dezember 2016: 170,9 Mio. €).
Avallinien von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften
Die von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des SFA zugesagten Avallinien belaufen sich zum 30. Juni 2017 auf 118,0 Mio. €, die entsprechend den Regelungen des SFA bis zu einem Gesamtvolumen von 100,0 Mio. € genutzt werden können.
Die Ausnutzung betrug zum Stichtag 80,1 Mio. € (31. Dezember 2016: 87,2 Mio. €).
ABS-Programm
Der KUKA Konzern hat im Juni 2011 ein ABS-Programm (Asset-Backed Securities) mit einem Volumen von 25,0 Mio. € aufgelegt. Dieses Programm wurde zum 30. Juni 2017 voll in Anspruch genommen. Zum 31. Dezember 2016 war das Volumen ebenfalls in voller Höhe ausgenutzt.
Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Der Standard enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Der beizulegende Zeitwert wird dabei als derjenige Preis definiert, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmen bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlen würden. Gemäß IFRS 13 sind die zu Marktwerten bewerteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei werden die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert:
Stufe 1
Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden
Stufe 2
Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
Stufe 3
Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
Folgende Tabelle stellt die Aufteilung der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar:
30.6.2017
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| in Mio. € | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | 12,6 | 3,2 | 15,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 3,5 | - | 3,5 |
31.12.2016
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| in Mio. € | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | 9,6 | 3,0 | 12,6 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 13,0 | - | 13,0 |
Derzeit fallen keine finanziellen Vermögenswerte in die Fair-Value-Hierarchie Stufe 1. Die unter Stufe 2 ausgewiesenen Werte betreffen im Wesentlichen die aktivierten und passivierten Devisentermingeschäfte. Die Werte werden mit Hilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 enthalten Anteile von nicht am Markt gehandelten Beteiligungen.
Alle anderen Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und entsprechen im Wesentlichen den Buchwerten.
Segmentberichterstattung
Aufgrund der internen Berichts- und Organisationsstruktur ergibt sich für die Segmentierung der KUKA die Unterteilung in die Segmente KUKA Robotics, KUKA Systems und Swisslog. Die wesentlichen Finanzgrößen werden für alle drei Segmente ermittelt. Für die Steuerung des Segmentergebnisses wird das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) als entscheidende Kennzahl herangezogen.
Die wesentlichen Elemente der Segmentberichterstattung sind im Lagebericht in der Berichterstattung über die operativen Geschäftsbereiche Robotics, Systems und Swisslog, sowie tabellarisch zu Beginn der Erläuterungen zum Quartalsabschluss dargestellt.
Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7 die Zahlungsmittelveränderung im KUKA Konzern. Der Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Zahlungsmittel in Höhe von 0,5 Mio. € (31. Dezember 2016: 1,1 Mio. €) unterliegen einer Verfügungsbeschränkung. Diese stehen im Zusammenhang mit einem staatlich geförderten Auftrag in Brasilien, sowie mit einem auf staatliche Fördermittel für förderfähige Entwicklungsprojekte bei einer deutschen Gesellschaft.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Ausgenommen einer Reduktion der Miet- und Leasingverpflichtungen (aufgrund geringerer Anzahl an Mietverhältnissen) sowie der Verpflichtungen aus Bürgschaften um einen niedrigen Millionenbetrag haben sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse gegenüber dem 31. Dezember 2016 nicht wesentlich verändert.
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Aufgrund geänderter Beteiligungsverhältnisse (siehe dazu Abschnitt "Übernahme KUKA durch die Midea Gruppe") zählen die Voith Gruppe sowie die Loh Gruppe nicht mehr zu den nahestehenden Unternehmen. Erweitert wurde der Kreis der nahestehenden Unternehmen um die Unternehmen, welche der Midea Gruppe zuzuordnen sind.
Abgesehen von diesen Änderungen und der neu hinzuerworbenen At-Equity Beteiligung Pipeline Health Holdings LLC, San Francisco/USA, ist im Vergleich zum 31. Dezember 2016 der Kreis der nahestehenden Unternehmen bzgl. assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie den nicht konsolidierten Tochterunternehmen unverändert.
Insgesamt wurden von nahestehenden Unternehmen und Personen im ersten Halbjahr 2017 3,3 Mio. € Leistungen erbracht und 7,5 Mio. € Leistungen empfangen.
Weiterhin bestanden zum Stichtag insgesamt Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 1,0 Mio. € und Verbindlichkeiten sowie sonstige Leistungsverpflichtungen in Höhe von 5,3 Mio. €.
Die vertraglich vereinbarten künftigen Kapitaleinzahlungen in die KBee AG sollen in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Meilensteine erfolgen und betragen noch 1,3 Mio. €. Über die Auslegung bestimmter Vertragsbestandteile, über den Entwicklungsstand und die Serienreife des von der KBee AG entwickelten Roboters sowie über die Ausgestaltung der weiteren Zusammenarbeit inklusive der damit einhergehenden Gesellschafts- und Lizenzverträge bestehen zwischen den Parteien aktuell deutliche Meinungsunterschiede.
Übernahme KUKA durch die Midea Gruppe
Am 16. Juni 2016 veröffentlichte die MECCA International (BVI) Limited, Tortola/Britische Jungferninseln eine 100 %ige mittelbare Beteiligungsgesellschaft der Midea Gruppe Co. Ltd. (Midea), die Angebotsunterlage zum öffentlichen Übernahmeangebot für die KUKA Aktiengesellschaft (KUKA). Das Übernahmeangebot erfolgte in Form eines Barangebots zu 115,0 € je KUKA Aktie und richtete sich an alle Aktionäre von KUKA.
Ende Juni 2016 erfolgte basierend auf der Fairness Opinion die Empfehlung des Vorstands an die KUKA Aktionäre, das Angebot anzunehmen. Bis zum 3. August 2016 konnten in einer Nachfrist (aufgrund Überschreitung der 30 %-Mindestannahmeschwelle) Aktionäre der KUKA ihre Aktien Midea anbieten.
Nach Ablauf der Nachfrist betrug der Anteil der Midea Gruppe Co. Ltd., Foshan City, Guangdong Province/China an KUKA, unter Berücksichtigung der angedienten Aktien, 94,55 %.
Der Vollzug der Übernahme war im Weiteren abhängig von kartellrechtlichen und regulatorischen Genehmigungen in den verschiedenen Ländern, in welchen KUKA operativ tätig ist. Mit dem Verkauf des operativen Bereichs "Aerospace" Mitte Dezember 2016 wurde die letzte ausstehende Voraussetzung geschaffen, um die sicherheitsrelevanten Anforderungen der US-Behörden CFIUS (Committee on Foreign Investment in the United States) und DDTC (Directorate of Defense Trade Controls) zu erfüllen. Am 29. Dezember 2016 wurde die Übernahme der KUKA Aktiengesellschaft durch MECCA International (BVI) Limited durch die genannten US-Behörden freigegeben.
Damit waren alle Vollzugsbedingungen für das Übernahmeangebot vom 16. Juni 2016 erfüllt und es erfolgte mit Wirkung zum 6. Januar 2017 die finale Abwicklung des Übernahmeangebots.
Für weitere Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2016.
Änderungen im Aufsichtsrat
Auf der diesjährigen Hauptversammlung am 31. Mai 2017 wurden mit großer Mehrheit der Aktionäre die nachfolgenden Personen neu in den Aufsichtsrat gewählt
| ― | Herr Dr. Yanmin (Andy) Gu |
| ― | Herr Honbo (Paul) Fang |
| ― | Frau Min (Francoise) Liu |
| ― | Frau Professor Dr. Michèle Morner |
| ― | Herr Alexander Liong Hauw Tan |
| ― | Herr Professor Dr. Henning Kagermann |
Daneben sind Herr Michael Leppek, Herr Wilfried Eberhardt, Herr Siegfried Greulich, Herr Armin Kolb, Dr. Constanze Kurz und Frau Carola Leitmeir weiterhin Mitglieder des Aufsichtsrates der KUKA AG.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Berichtszeitraums
Es haben sich nach dem Bilanzstichtag bis zum Datum dieses Berichts keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Augsburg, den 31. Juli 2017
Der Vorstand
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| Dr. Till Reuter | Peter Mohnen |
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Konzern-Kapitalflussrechnung, verkürzter Konzern-Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangsangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2017, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standart 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG, liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, 31. Juli 2017
KPMG
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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| Karl Braun | Rainer Rupprecht |
| (Wirtschaftsprüfer) | (Wirtschaftsprüfer) |
Finanzkalender 2017
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| Zwischenbericht drittes Quartal | 30. Oktober 2017 |
Dieser Quartalsbericht wurde am 2. August 2017 veröffentlicht und ist bei der KUKA Aktiengesellschaft, Abteilung Corporate Communications/Investor Relations, in deutscher und englischer Sprache zu beziehen. In Zweifelsfällen ist die deutsche Version maßgeblich.
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Konzept, Design und Satz
sam waikiki, Hamburg
Text
KUKA Aktiengesellschaft
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