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KUKA AG Interim / Quarterly Report 2016

Aug 3, 2016

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Interim / Quarterly Report

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KUKA Aktiengesellschaft

Augsburg

Zwischenbericht zum 30. Juni 2016

H1/16

Zwischenbericht

Entwicklung in H1/16

Auftragseingang steigt um 13,9% auf insgesamt 1.639,9 Mio. € in H1/16; Swisslog erzielt dabei einen Auftragseingang von 335,8 Mio. €

In Q2/16 neuer Rekordauftragseingang mit 893,4 Mio. €
Alle Geschäftsbereiche wachsen zweistellig in Q2/16

Umsatzerlöse liegen bei 1.333,2 Mio. € in H1/16 nach 1.477,4 Mio. € in H1/15

In 2016 werden mehr und größere Projekte in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt

EBITDA bei 81,5 Mio. € in H1/16 nach 132,9 Mio. € in H1/15

Profitabilität durch Sonderkosten wegen Midea Angebot, Investitionen in Industrie 4.0 und neue Produkte sowie durch die Umsatzentwicklung beeinflusst

Operative EBIT Marge vor Kaufpreisallokation für Swisslog erreicht 5,5% in H1/16 (vor Sonderkosten Midea) nach 6,4% in H1/15 (vor Buchgewinn HLS)

Das Ergebnis nach Steuern lag in H1/16 bei 30,4 Mio. €, nach 41,5 Mio. € in H1/15

Kennzahlen Konzern

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in Mio. € H1/15 H1/16 Veränderung
Auftragseingänge 1.439,9 1.639,9 13,9%
Auftragsbestand (30.06.) 1.786,3 1.923,0 7,7%
Umsatzerlöse 1.477,4 1.333,2 -9,8%
Bruttoergebnis vom Umsatz 344,3 361,9 5,1%
in % der Umsatzerlöse 23,3% 27,1% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 68,4 46,7 -31,7%
in % der Umsatzerlöse 4,6% 3,5% -
Sondereffekte* 0,0 20,7 -
EBIT bereinigt* 68,4 67,4 -1,5%
EBIT bereinigt* in % der Umsatzerlöse 4,6% 5,1% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 132,9 81,5 -38,7%
in % der Umsatzerlöse 9,0% 6,1% -
Sondereffekte* 0,0 20,7 0,0%
EBITDA bereinigt* 132,9 102,2 -23,1%
EBITDA bereinigt* in % der Umsatzerlöse 9,0% 7,7% -
Ergebnis nach Steuern 41,5 30,4 -26,7%
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,19 0,78 -34,5%
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,13 0,78 -31,0%
Investitionen 44,9 41,0 -8,7%
Eigenkapitalquote in % (30.06.) 29,1% 32,7% -
Nettoliquidität (30.06.) -10,1 122,2 > 100%
Mitarbeiter (30.06.) 12.384 12.675 2,3%

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 Veränderung
Auftragseingänge 696,0 893,4 28,4%
Auftragsbestand (30.06.) 1.786,3 1.923,0 7,7%
Umsatzerlöse 757,6 704,1 -7,1%
Bruttoergebnis vom Umsatz 186,1 185,3 -0,4%
in % der Umsatzerlöse 24,6% 26,3% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 40,3 15,3 -62,0%
in % der Umsatzerlöse 5,3% 2,2% -
Sondereffekte* 0,0 20,7 -
EBIT bereinigt* 40,3 36,0 -10,7%
EBIT bereinigt* in % der Umsatzerlöse 5,3% 5,1% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 73,4 32,9 -55,2%
in % der Umsatzerlöse 9,7% 4,7% -
Sondereffekte* 0,0 20,7 0,0%
EBITDA bereinigt* 73,4 53,6 -27,0%
EBITDA bereinigt* in % der Umsatzerlöse 9,7% 7,6% -
Ergebnis nach Steuern 26,2 9,5 -63,7%
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 0,75 0,24 -68,0%
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 0,71 0,24 -
Investitionen 22,7 22,0 -3,1%

* Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe

Vorwort

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das zweite Quartal war besonders und ereignisreich. KUKA war stark im Medienfokus. Midea hatte Mitte Mai, eine Woche vor der Hauptversammlung, ein Übernahmeangebot für KUKA ankündigt, das in aller Öffentlichkeit diskutiert wurde. Mittlerweile ist die Nachfrist abgelaufen. Fest steht, dass Midea bis jetzt über 86 Prozent der KUKA Aktien angedient bekommen hat. Das heißt, Sie, die KUKA Aktionäre, haben das Angebot positiv bewertet und Ihre Entscheidung getroffen.

Unabhängig davon konzentrieren wir uns bei KUKA auf unseren langfristigen Erfolg.

Wir haben mit Midea eine Vereinbarung getroffen, die uns bis 2023 Standort- und Beschäftigungsgarantien gibt und in der sich Midea zu Strategie und Management der KUKA bekennt. Auf Basis dieser Zusagen wird KUKA so weiter machen wie bisher und den Wachstumskurs fortsetzen.

Wir blicken auf ein erfolgreiches zweites Quartal, in dem die Auftragseingänge mit 893,4 Mio. € einen neuen Rekordwert erreicht haben. Zwar gingen die Umsatzerlöse von 1.477,4 Mio. € in H1/15 auf 1.329,8 Mio. € in H1/16 zurück, doch in 2016 werden mehr Projekte und auch größere Projekte in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt werden.

KUKA steht weltweit für Automation "made in Germany" und das soll auch so bleiben.

Unsere Basis ist Augsburg, wo wir im vergangenen Monat unser neues Entwicklungs- und Technologiezentrum (ETZ) eingeweiht haben.

Der Neubau markiert den Startpunkt unserer digitalen Transformation und ist gleichzeitig ein Bekenntnis zu unserem Heimatstandort Augsburg. Mit rund 200 Gästen aus Wirtschaft und Politik feierten wir ganz im Zeichen unserer Technologien, Produkte und Lösungen für Industrie 4.0. So begrüßten wir EU-Kommissar Günther Oettinger und Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner als Wegbegleiter unserer digitalen Entwicklung. Rund 7.000 Gäste hatten wir dann bei unserem Familientag, den wir als idealen Auftakt für das zweite Halbjahr sehen.

Wesentliche Wachstumstreiber sind der chinesische Markt, Industrie 4.0. sowie der Ausbau von Aktivitäten im Logistikbereich und in der Servicerobotik. Spannende Themen.

Ich freue mich darauf, diese mit der KUKA Mannschaft voranzubringen und bedanke mich bei allen KUKA Mitarbeitern, dass sie in den vergangenen Wochen, die für uns alle anstrengend waren, so gut zusammengehalten haben. Mit diesem Team werden wir eine erfolgreiche Zukunft haben. Davon bin ich überzeugt.

Ihr

Till Reuter

KUKA am Kapitalmarkt

Die deutschen Aktienmärkte haben sich im ersten Halbjahr 2016 uneinheitlich gezeigt und sehr volatil entwickelt. Bis März 2016 wurden die Kapitalmärkte vor allem durch die verhaltenen Wachstumsaussichten in China und die starken Rückgänge des Ölpreises geprägt. Die anfängliche Erholung der Kapitalmärkte zu Beginn des zweiten Quartals, nachdem die Ölpreise wieder stiegen, wurde jedoch vom EU-Referendum in Großbritannien am 23. Juni 2016 eliminiert. Durch die Entscheidung für den EU-Austritt steigt die Unsicherheit der Kapitalmarktteilnehmer bezüglich der weiteren Entwicklung der Konjunktur. Gestützt werden die Märkte jedoch weiterhin vom unverändert niedrigen Zinsumfeld. Der DAX fiel um 10% auf 9.680 Punkte und der MDAX um 5% auf 19.843 Punkte.

Übernahmeangebot von MECCA/MIDEA für KUKA

Wie am 18. Mai 2016 angekündigt, erfolgte am 16. Juni 2016 von Midea ein Übernahmeangebot in Form eines Barangebots zu 115 € je KUKA Aktie an alle KUKA Aktionäre. Mit der Veröffentlichung der Angebotsunterlagen begann auch die vierwöchige Annahmefrist, während der die KUKA Aktionäre das Angebot von Midea annehmen konnten. Im Anschluss daran erfolgte im Zeitraum 21. Juli 2016 bis 3. August 2016 die Nachfrist.

Am 28. Juni 2016 gab KUKA bekannt, dass mit Midea eine Investorenvereinbarung unterzeichnet wurde, die Midea bis Ende 2023 vertraglich an weitreichende Zusagen bindet. Zu diesen Zusagen gehören unter anderem Standort- und Beschäftigungsgarantien, das Bekenntnis zur bestehenden Strategie von KUKA und zur Unabhängigkeit des Vorstands, Vereinbarungen zum Schutz von Geschäftspartner-Daten sowie die Zusage, keinen Beherrschungsvertrag und kein Delisting anzustreben.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der KUKA Aktiengesellschaft haben nach einer sorgfältigen Prüfung die vorgeschriebene Begründete Stellungnahme gemäß § 27 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) am 28. Juni 2016 abgegeben. Darin kommen sie zu dem Schluss, dass das Angebot im Sinne des Unternehmens, seiner Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter ist. Den Aktionären wurde daher empfohlen, das Angebot anzunehmen.

Die Gesamtentwicklung der KUKA Aktie im ersten Halbjahr 2016 wurde durch das Übernahmeangebot maßgeblich beeinflusst und führte zu einer deutlich besseren Entwicklung als der MDAX. Die KUKA Aktie stieg von 83,05 € auf 106,50 € und legte damit um 28% zu. Ein neues Allzeithoch erreichte die Aktie am 18. Mai 2016 mit 114,40 €.

Lagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

IWF senkt Prognose für Wirtschaftswachstum

Im Juli 2016 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose, wie bereits im April, für die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums 2016 und 2017 abermals gesenkt und um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Nach einem Plus von 3,1% in 2015, wird in diesem Jahr nunmehr ein Wachstum von 3,1% (alt 3,2%) erwartet. In 2017 soll die Weltwirtschaftsleistung um 3,4% (alt: 3,5%) ansteigen. Bei der ersten Senkung im April warnte der IWF besonders vor einer langfristigen Stagnation, die sich durch die niedrigen Rohstoffpreise dämpfend auf die Investitionen und den Konsum in vielen Schwellenländern ergeben könnte. Viele Industriestaaten stecken in der Wachstumskrise, sind aber wie Japan oder Italien zu hoch verschuldet, um für Unternehmen große Konjunkturanreize schaffen zu können. China wächst langsamer und steht vor einer weiteren Anpassung seiner Wirtschaftsstruktur.

Der IWF warnte vor Risiken, die sich aus Chinas Transformationsprozess hin zu einem nachhaltigeren Wachstum, das stärker auf Konsum und Dienstleistungen beruht, ergeben könnten. Die abermalige Senkung der Prognose für die Weltwirtschaft im Juli, fußt vornehmlich auf der Entscheidung der Briten die EU verlassen zu wollen. Der Brexit habe nach Einschätzung des IWF die ökonomischen, politischen und institutionellen Unsicherheiten weltweit erheblich erhöht. Ohne das Votum Großbritanniens wäre die Prognose für die Weltwirtschaft durch den IWF sogar angehoben worden.

Die größten Anpassungen der Prognosen für 2017 nahm der IWF für Großbritannien (-0,9 Prozentpunkte), Deutschland (-0,4 Prozentpunkte), Spanien (-0,2 Prozentpunkte) und Italien (-0,1 Prozentpunkte) vor. Die Erwartungen für China und die USA wurden wegen dem geplanten Brexit jedoch nicht angepasst, da hier nur geringfügige Auswirkungen erwartet werden.

Automobilnachfrage

Pkw-Märkte Europa, China und USA legen in H1/16 zu

Im ersten Halbjahr 2016 legten laut Verband der Automobilindustrie (VDA) die drei wichtigsten Pkw-Märkte Westeuropa (+9%), China (+12%) und USA (+1%) deutlich zu. Der westeuropäische Pkw-Markt erreichte in den ersten sechs Monaten mit gut 7,5 Mio. Neuzulassungen ein hohes Absatzvolumen, das besonders für die deutschen Konzernmarken erfreulich ist, da ihr Marktanteil hier bei rund 50% liegt. Der VDA geht auch davon aus, dass 2016 in Westeuropa wieder ein Wachstumsjahr sein wird.

Der US-amerikanische Markt für Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) stieg im Juni durch die weiterhin gute Lage auf dem Arbeitsmarkt, niedrige Zinsen sowie relativ günstige Spritpreise um mehr als 2%. Damit verzeichnet der Markt insgesamt im ersten Halbjahr 2016 eine Absatzmenge von 8,6 Mio. Neufahrzeugen. Spitzenreiter war der chinesische Pkw-Markt mit einem zweistelligen Wachstum (+12%). Beflügelt wurde dieses Absatzplus durch eine reduzierte Mehrwertsteuer für Pkw mit einem Hubraum von bis zu 1,6 Litern und durch eine steigende Nachfrage nach SUV-Modellen. Insgesamt wurden in China im ersten Halbjahr 2016 gut 10,6 Mio. Fahrzeuge verkauft.

Robotik und Automation

Absatz von Industrierobotern steigt weiter

Die International Federation of Robotics (IFR) hat am 22. Juni 2016 die finalen Roboter Absatzzahlen für 2015 im Rahmen der Messe "Automatica" in München veröffentlicht. Demnach wurde in 2015 ein neuer Absatzrekord erzielt: insgesamt wurden weltweit 248.000 Industrieroboter verkauft. Damit wurde der Vorjahreswert um 12% übertroffen. Das Plus wurde vor allem von den Segmenten Metall (+63%), Kunststoff und Gummi (+40%) sowie Electronics (+16%) getragen. Regional gesehen verzeichnete China mit 68.000 Einheiten ein Wachstum von 17% gegenüber dem Vorjahr. Dabei konnten die internationalen Roboterhersteller einen Marktanteil von 69% verbuchen. Im Vergleich zum Jahr 2014 erhöhte sich der Absatz in Europa um 10% auf nunmehr 50.000 Einheiten. USA, Kanada und Mexiko verkauften insgesamt 37.000 Industrieroboter. Dies entspricht einer Steigerung von 15% gegenüber dem Vorjahr.

Geschäftsverlauf

Auftragseingang

KUKA Konzern

Der KUKA Konzern konnte im abgelaufenen Quartal einen Auftragseingang in Höhe von 893,4 Mio. € erreichen. Dies entspricht einem Plus von 28,4% gegenüber dem guten Vorjahresquartal (Q2/15: 696,0 Mio. €). Der Auftragseingang im abgelaufenen Quartal markiert damit einen neuen Rekordwert von KUKA und unterstreicht die generell hervorragende Nachfrage in der roboterbasierten Automation. Zu diesem Ergebnis haben alle drei Geschäftsbereiche mit deutlichen Zuwächsen beigetragen: Swisslog mit +71,0% sowie Systems mit +22,4% und Robotics mit +14,6%. Kundenseitig wuchs sowohl General Industry als auch Automotive.

Im ersten Halbjahr 2016 verzeichnete KUKA Auftragseingänge von insgesamt 1.639,9 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg von 13,9% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 (H1/15: 1.439,9 Mio. €).

KUKA Robotics

Der Geschäftsbereich Robotics konnte im zweiten Quartal 2016 Auftragseingänge von 252,2 Mio. € erwirtschaften und lag damit zum dritten Mal in Folge über der 200 Mio. € Schwelle. Somit ergab sich ein Plus von 14,6% im Vergleich zum zweiten Quartal 2015 (Q2/15: 220,0 Mio. €). Gründe für diese positive Entwicklung waren insbesondere die starke Nachfrage aus den Bereichen Automotive, General Industry und Service. Regional gesehen waren vor allem China, Deutschland und Osteuropa die Treiber für diese guten Ergebnisse.

Der Auftragseingang konnte sich im ersten Halbjahr 2015 von 464,1 Mio. € auf 493,9 Mio. € im Vergleichszeitraum 2016 erhöhen.

Das Segment Automotive verbuchte im zweiten Quartal 2016 Auftragseingänge mit einem Gesamtvolumen von 98,0 Mio. €. Dies bedeutet einen Anstieg von 24,4% verglichen mit dem Vorjahreswert (Q2/15: 78,8 Mio. €). Die Aufträge wurden überwiegend von deutschen und chinesischen Automobilherstellern vergeben. Auch das General Industry Geschäft verbesserte sich weiter und verzeichnet ein Wachstum von 7,8% auf 103,9 Mio. € (Q2/15: 96,1 Mio. €). Damit lag der Anteil des General Industry Geschäfts am gesamten Auftragseingang bereits neun Quartale in Folge höher als der Anteil aus dem Segment Automotive. Auch der Service Anteil steigerte sich von 45,1 Mio. € im zweiten Quartal 2015 auf 50,3 Mio. € im zweiten Quartal 2016. Dies entspricht einem Plus von insgesamt 11,5%.

KUKA Systems

Im zweiten Quartal 2016 konnte der Geschäftsbereich Systems Auftragseingänge mit einem Gesamtvolumen von 440,0 Mio. € erwirtschaften. Dies ist ein Anstieg von 22,4% verglichen mit dem Vorjahreswert (Q2/15: 359,6 Mio. €). Im abgelaufenen Quartal entwickelte sich das Automotivegeschäft in Europa sehr dynamisch, aber auch der Bereich Assembly & Test ist deutlich gewachsen.

Systems konnte im ersten Halbjahr 2016 Auftragseingänge mit einem Volumen von 825,5 Mio. € verbuchen (H1/15: 758,9 Mio. €), was einem einem Anstieg von 8,8% entspricht. Bereinigt um die verkauften Einheiten HLS und Werkzeugbau, die in H1/15 gemeinsam einen Auftragseingang von 46,8 Mio. € beisteuern konnten, hätte Systems einen Anstieg von 15,9% verzeichnet.

Swisslog

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs Swisslog erreichte im zweiten Quartal 2016 einen Wert von 210,1 Mio. € (Q2/15: 122,9 Mio. €) und erhöhte sich damit um 71,0% gegenüber dem Vergleichswert des Vorquartals. Hierin zeigt sich die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen zur Umsatzsteigerung und der Gewinn eines Großauftrags.

Im ersten Halbjahr 2016 kletterte der Auftragseingang um 43,9% auf 335,8 Mio. € (H1/15: 233,3 Mio. €). Besonders der Bereich Logistik verzeichnete ein sehr deutliches Wachstum.

Umsatzerlöse

KUKA Konzern

Der KUKA Konzern erwirtschaftete im zweiten Quartal 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 704,1 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahreswert von 757,6 Mio. € bedeutet dies einen Rückgang von -7,1%. Grund für diese Entwicklung ist, dass in den Geschäftsbereichen Systems und Swisslog in diesem Jahr größere Aufträge tendenziell im zweiten Halbjahr von den Kunden abgerufen und ausgeführt werden. Im Vergleich dazu konnte der Bereich Robotics ein Plus von insgesamt 14,4% verzeichnen.

Im ersten Halbjahr 2016 erreichten die Umsatzerlöse den Wert von 1.333,2 Mio. €. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2015 lag der Rückgang bei -9,8% (H1/15: 1.477,4 Mio. €).

KUKA Robotics

Im zweiten Quartal 2016 verbuchte der Geschäftsbereich Robotics Umsatzerlöse von 248,3 Mio. € - der höchste Wert in einem Quartal. Dies entspricht einem Plus von 14,4% gegenüber dem Vergleichsquartal (Q2/15: 217,0 Mio. €). Vor allem das Segment Automotive hat zu diesem Wachstum mit 35,9% beigetragen. Im Berichtsquartal verzeichnete das Segment Service einen Anstieg von 11,5%. Während das Segment General Industry nahezu das gleiche Niveau erreichte.

Im ersten Halbjahr 2016 kletterten die Umsatzerlöse bei Robotics auf 458,7 Mio. €. Verglichen mit dem Wert des Vorjahres (H1/15: 452,0 Mio. €) entspricht dies einem Anstieg von 1,5%. Damit wurde der höchste Wert in einem Halbjahr erreicht.

KUKA Systems

Im Geschäftsbereich Systems beliefen sich die Umsatzerlöse im zweiten Quartal 2016 auf 313,9 Mio. €. Dies ist ein Rückgang von -17,9% gegenüber dem Vorjahresquartal (Q2/15: 382,3 Mio. €). Die Gründe dafür sind unter anderem der Verkauf der HLS Gruppe und des Werkzeugbaus, die im Vorjahresquartal noch einen Umsatz von rund 23 Mio. € beisteuerten sowie die Umsetzung von Großprojekten, die vornehmlich im zweiten Halbjahr 2016 erfolgen wird.

Im ersten Halbjahr 2016 verringerten sich die Umsatzerlöse um 17,3% auf 605,8 Mio. € verglichen zum ersten Halbjahr 2015 (H1/15: 732,2 Mio. €). Die Umsatzerlöse der HLS Gruppe und des Werkzeugbaus steuerten in H1/15 rund 50 Mio. € bei.

Swisslog

Im zweiten Quartal 2016 summierten sich die Umsatzerlöse von Swisslog auf 148,4 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang von -11,4% gegenüber dem Vergleichsquartal (Q2/15: 167,5 Mio. €). Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2016 erreichten den Wert von 284,5 Mio. €. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 (H1/15: 314,3 Mio. €) verringerte sich der Wert damit um 9,5%.

Book-to-Bill Ratio und Auftragsbestand

KUKA Konzern

Die Book-to-Bill Ratio, d.h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, lag im Berichtsquartal bei 1,27 (Q2/15: 0,92) und im ersten Halbjahr 2016 bei 1,23 (H1/15: 0,98). Sowohl im Quartals- als auch im Halbjahresvergleich hat sich dieser Wert stark verbessert und liegt deutlich über 1. Dabei profitierte die Kennzahl von den hohen Auftragseingängen.

Der Auftragsbestand erreichte am 30. Juni 2016 den Wert von 1.923,0 Mio. € und übertraf damit den Wert des Vorjahres (30. Juni 2015: 1.786,3 Mio. €) um 7,7%. Verglichen zum Vorquartal erhöhte sich der Auftragsbestand um 10,9% (Q1/16: 1.733,4 Mio. €).

KUKA Robotics

Robotics erzielte im zweiten Quartal 2016 eine Book-to-Bill Ratio von 1,02 und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres (Q2/15: 1,01). Im ersten Halbjahr 2016 erhöhte sich der Wert auf 1,08 von 1,03 im ersten Halbjahr 2015.

Der Auftragsbestand erreichte am 30. Juni 2016 259,2 Mio. €, ohne Berücksichtigung von gewonnenen Rahmenverträgen. Gegenüber dem Auftragsbestand vom ersten Halbjahr 2015 (H1/15: 267,0 Mio. €) ergab sich ein Rückgang von -2,9%. Der Grund hierfür ist die Entwicklung im Segment Automotive, da die großen Auftragsvolumina in diesem Bereich die Vergleichbarkeit erheblich beeinflussen können.

KUKA Systems

Die Book-to-Bill Ratio im Geschäftsbereich Systems kletterte von 0,94 im zweiten Quartal 2015 auf 1,40 im zweiten Quartal 2016. Im ersten Halbjahr 2016 lag der Wert bei 1,36 (H1/15: 1,04).

Zum 30. Juni erwirtschaftete der Geschäftsbereich Systems einen Auftragsbestand in Höhe von 1.134,0 Mio. €. Dieser Wert lag mit 8,0% über dem Vergleichswert (H1/15: 1.049,6 Mio. €).

Swisslog

Im zweiten Quartal 2016 erwirtschaftete Swisslog eine Book-to-Bill Ratio von 1,42. Im Vorjahresquartal lag dieser Wert bei 0,73. Im ersten Halbjahr 2015 betrug der Wert 0,74 und erhöhte sich auf 1,18 im ersten Halbjahr 2016.

Der Auftragsbestand erreichte zum 30. Juni 2016 einen Wert von 538,2 Mio. € (Q2/15: 477,5 Mio. €).

EBIT

KUKA Konzern

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), vor der Kaufpreisallokation für Swisslog und vor den Sonderkosten im Zuge der Übernahme durch Midea, lag in Q2/16 bei 38,7 Mio. € (Marge: 5,5%). Im Vorjahresquartal lag das vergleichbare operative EBIT, also vor Kaufpreisallokation und vor dem Buchgewinn durch den Verkauf der HLS, bei 49,4 Mio. € (Marge: 6,5%). Unter Berücksichtigung der nicht operativen Aufwendungen (Kaufpreisallokation/Midea) und des nicht operativen Ertrags (HLS) reduzierte sich das EBIT von 40,3 Mio. € (Q2/15) auf 15,3 Mio. € (Q2/16); die EBIT Margen lagen entsprechend bei 5,3% (Q2/15) bzw. 2,2% (Q2/16).

Im ersten Halbjahr 2016 lag das operative EBIT bei 72,8 Mio. € (Marge: 5,5%) und im Vergleichszeitraum im Vorjahr bei 95 Mio. € (Marge: 6,4%). Unter Berücksichtigung der nicht operativen Themen reduzierte sich das EBIT von 68,4 Mio. € (H1/15) auf 46,7 Mio. € (H1/16).

Robotics

Das EBIT von Robotics erhöhte sich von 24,0 Mio. € im zweiten Quartal 2015 auf 25,5 Mio. € im Vergleichsquartal 2016. Dieses erfreuliche Ergebnis konnte trotz des überproportionalen Mitarbeiteraufbaus in China als auch der höheren Aufwendungen für den Bereich Forschung und Entwicklung erreicht werden. Grund hierfür ist das gute Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2016. Die EBIT-Marge verringerte sich wegen dem geringeren Umsatzanteil aus den Segmenten General Industry und Service von 11,1% (Q2/15) auf 10,3% (Q2/16).

Systems

Im zweiten Quartal 2016 erzielte der Geschäftsbereich Systems ein EBIT von 19,7 Mio. €. Damit halbierte sich der Wert verglichen mit dem Vorquartal (Q2/15: 39,4 Mio. €). Ein Grund für den Rückgang sind Buchgewinne von 7,9 Mio. € im Vorjahresquartal, die sich durch den Verkauf der HLS Gruppe ergeben hat. Zusätzlich prägte der Umsatzrückgang die EBIT Entwicklung im Quartal. Dies wirkte sich auch auf die EBIT-Marge aus, die sich von 10,3% (Q2/15) auf 6,3% (Q2/16) reduzierte.

Insgesamt erreichte Systems im ersten Halbjahr 2016 ein EBIT von 38,8 Mio. € (H1/15: 60,3 Mio. €) und eine EBIT-Marge von 6,4% (H1/15: 8,2%). Bereinigt um den Buchgewinn aus dem Verkauf der HLS Gruppe wäre das EBIT in H1/15 bei 52,4 Mio. € gelegen und die Marge bei 7,2%.

Swisslog

Im Geschäftsbereich Swisslog verbesserte sich das EBIT im zweiten Quartal 2016 sehr deutlich. Der Wert erhöhte sich von -14,5 Mio. € (Q2/15) auf 0,4 Mio. € im abgelaufenen Quartal. Dieses Ergebnis ist auf die deutlich niedrigeren Abschreibungen für die Kaufpreisallokation zurück zu führen, die im Quartal 2016 bei 2,7 Mio. € und im ersten Halbjahr 2016 bei 5,4 Mio. € lagen. Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation lag bei 2,1% im zweiten Quartal 2016 (Q2/15: 1,5%).

Das EBIT im ersten Halbjahr 2016 lag bei -0,3 Mio. € nach dem Wert von -28,6 Mio. € im ersten Halbjahr 2015. Vor Kaufpreisallokation lag das EBIT bei 5,1 Mio. € verglichen zu 5,9 Mio. € in H1/15.

Entwicklung in den Geschäftsbereichen

Kennzahlen Robotics

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in Mio. € H1/15 H1/16 Veränderung
Auftragseingänge 464,1 493,9 6,4%
Auftragsbestand (30.06.) 267,0 259,2 -2,9%
Umsatzerlöse 45 2,C 458,7 1,5%
Bruttoergebnis vom Umsatz 172,2 177,5 3,1%
in % der Umsatzerlöse 3 8,1% 38,7% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 49,9 46,7 -6,4%
in % der Umsatzerlöse 11,0% 10,2% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 63,0 57,4 -8,9%
in % der Umsatzerlöse 13,9% 12,5% -
Mitarbeiter (30.06.) 3.893 4.311 10,7%

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 Veränderung
Auftragseingänge 220,0 252,2 14,6%%
Auftragsbestand (30.06.) 267,0 259,2 -2,9%
Umsatzerlöse 217,0 248,3 14,4%
Bruttoergebnis vom Umsatz 89,2 91,8 2,9%
in % der Umsatzerlöse 41,1% 37,0% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 24,0 25,5 6,3%
in % der Umsatzerlöse 11,1% 10,3% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 30,8 30,8 0,0%
in % der Umsatzerlöse 14,2% 12,4% -

Kennzahlen Systems

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in Mio. € H1/15 H1/16 Veränderung
Auftragseingänge 758,9 825,5 8,8%
Auftragsbestand (30.06.) 1.049,6 1.134,0 8,0%
Umsatzerlöse 732,2 605,8 -17,3%
Bruttoergebnis vom Umsatz 128,3 109,8 -14,4%
in % der Umsatzerlöse 17,5% 18,1% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 60,3 38,8 -35,7%
in % der Umsatzerlöse 8,2% 6,4% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 69,9 47,0 -32,8%
in % der Umsatzerlöse 9,5% 7,8% -
Mitarbeiter (30.06.) 5.680 5.249,0 -7,6%

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 Veränderung
Auftragseingänge 359,6 440,0 22,4%
Auftragsbestand (30.06.) 1.050,0 1.134,0 8,0%
Umsatzerlöse 382,3 313,9 -17,9%
Bruttoergebnis vom Umsatz 73,3 55,9 -23,7%
in % der Umsatzerlöse 19,2% 17,8% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 39,4 19,7 -50,0%
in % der Umsatzerlöse 10,3% 6,3% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 44,3 23,7 -46,5%
in % der Umsatzerlöse 11,6% 7,6% -

Kennzahlen Swisslog

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in Mio. € H1/15 H1/16 Veränderung
Auftragseingänge 233,3 335,8 43,9%
Auftragsbestand (30.06.) 477,5 538,2 12,7%
Umsatzerlöse 314,3 284,5 -9,5%
Bruttoergebnis vom Umsatz 43,3 74,9 73,0%
in % der Umsatzerlöse 13,8% 26,3% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -28,6 -0,3 -99,0%
in % der Umsatzerlöse -9,1% -0,1% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 11,3 11,0 -2,7%
in % der Umsatzerlöse 3,6% 3,9% -
Mitarbeiter (30.06.) 2.515 2.654 5,5%

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 Veränderung
Auftragseingänge 122,9 210,1 71,0%
Auftragsbestand (30.06.) 477,5 538,2 12,7%
Umsatzerlöse 167,5 148,4 -11,4%
Bruttoergebnis vom Umsatz 23,8 37,7 58,4%
in % der Umsatzerlöse 14,2% 25,4% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -14,5 0,4 -102,8%
in % der Umsatzerlöse -8,7% 0,3% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 6,0 6,0 0,0%
in % der Umsatzerlöse 3,6% 4,0% -

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Im Berichtszeitraum konnte der KUKA Konzern insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 1.333,2 Mio. € (H1/15: 1.477,4 Mio. €) verbuchen. Mit 893,4 Mio. € bei den Auftragseingängen im zweiten Quartal 2016 wurden zum wiederholten Mal in Folge die bisherigen Quartalsrekorde überboten. Das Bruttoergebnis vom Umsatz konnte verglichen mit dem Vorjahresvergleichshalbjahr um 5,1% auf nun 361,9 Mio. € (H1/15: 344,3 Mio. €) gesteigert werden. Besonders die überproportional gesunkenen Umsatzkosten (u. a. bedingt durch geringeren Abschreibungsaufwand aus der Kaufpreisallokation Swisslog im Vergleich zur Vergleichsperiode) trugen zu diesem verbesserten Ergebnis bei. Damit erhöhte sich die Konzern-Bruttomarge von 23,3% zum ersten Halbjahr 2015 auf 27,1% zum ersten Halbjahr 2016. Rechnet man die Effekte aus der Kaufpreisallokation heraus, so steigt die Bruttomarge von 25,5% auf 27,3%. Dies liegt vor allem an einer verbesserten Materialeinsatzquote und an Fremdwährungseffekten des Liefer- und Leistungsverkehrs.

Die Kosten für Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung betrugen 311,9 Mio. € (H1/15: 277,3 Mio. €) - ein Anstieg um 12,5%. Auch im Verhältnis zum Umsatz liegen diese sogenannten Overheadkosten mit 23,4% über dem Niveau des Vorjahres von 18,8%.

Die Vertriebskosten tragen dabei mit 0,8 Mio. € nur unwesentlich zu der Veränderung bei. Der Anstieg der Vertriebsaufwendungen ist insbesondere auf den Aufbau der Vertriebsmannschaft zurückzuführen. Zum Ende des ersten Halbjahres wurden in diesem Bereich 88 KUKAner mehr beschäftigt als noch zum Stichtag des Vorjahresvergleichszeitraums. Der Aufbau ist ein wichtiger Baustein zur Erhöhung der Marktdurchdringung und zum Erschließen neuer Märkte. Ein weiterer Baustein liegt in der Optimierung der Kommunikationskultur zwischen KUKA und seinen Kunden und Partnern. Durch die Zusammenarbeit mit Salesforce wird KUKA entlang der kompletten Wertschöpfungskette eine deutlich engere Verzahnung von Kunden und Partnern mit Mitarbeitern aus dem Vertrieb, Service und Marketing ermöglicht.

Im Bereich der Verwaltungskosten ist die Erhöhung um 22,0 Mio. € maßgeblich dem Sondereffekt aus dem laufenden Übernahmeangebot vom 16. Juni 2016 der Midea Gruppe (für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Abschnitt "KUKA am Kapitalmarkt") zuzurechnen. Im Rahmen des Übernahmeangebots entstanden sowohl wesentliche, nicht geplante Beratungsaufwendungen als auch zusätzliche Personalkosten für die bestehende Phantom-Share-Programme für Mitglieder des Vorstands und des oberen Managements. Insgesamt ist der Sondereffekt mit derzeit rund 20,7 Mio. € zu beziffern. Diese sind im Segmentbericht im Bereich Überleitungen und Konsolidierung dargestellt.

Die darüberhinausgehende Erhöhung ist dem Ziel geschuldet, den Konzern KUKA segmentübergreifend bestmöglich auf die Anforderungen der bestehenden und zukünftigen Märkte zu fokussieren. Dies wird in laufenden internen Projekten zur Harmonisierung, Standardisierung und Optimierung von Prozessen umgesetzt. Die Maßnahmen führen zunächst zu höheren externen und internen Aufwendungen, die sich in einem Anstieg der Verwaltungskosten niederschlagen.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen im 1. Halbjahr 2016 mit 63,7 Mio. € deutlich über dem Vorjahresvergleichsquartal (H1/15: 51,9 Mio. €). In diesem planmäßigen Anstieg spiegelt sich die anhaltende strategische Ausrichtung des Konzerns durch Ausweitung der Investitionen in Produkte und Lösungen sowie in neue und zukunftsweisende Technologien wider.

Auf der ICRA (International Conference on Robotics and Automation, Schweden) wurden drei aktuelle innovative Projekte der Konzernforschung vorgestellt:

Im Projekt AREUS entwickelt KUKA mit seinen Partnern Technologien für den energieeffizienten Betrieb von Robotern
Maschinelles Lernen über Algorithmen und dem Einsatz von 3-D Kameras beim smarten KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa z.B. für automatisches Sortieren nach kurzer Trainingsphase
Konzeptstudie youBot in a box: Möglichkeiten der einfachen Programmierung in Java (Programmierstandard für KUKA Industrieroboter) über die KUKA Sunrise.Workbench am eigenen PC für die Steuerung eines fünfachsigen Roboterarms mit einem Zweifinger-Greifer, welcher über ein Ethernet-Kabel mit dem PC verbundenen ist.

Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Projekte liegt auf der Entwicklung von Industrie Robotern im 3 kg-Bereich für limitierte Zellengrößen. Mit großem Erfolg konnte bereits der neue kompakte KR 3 AGILUS als ideale Lösung für kleine Zellenkonzepte und für die Montage und das Handling von kleinsten Teilen einem breiten Publikum auf der Automatica 2016 vorgestellt werden.

Um die Möglichkeiten, die Industrie 4.0 bietet aktiv anzugehen und um auch künftig im Bereich der roboterbasierten Automationslösungen technologisch führend zu bleiben, folgt KUKA zwei Strategien. Zum einen investiert KUKA seit Jahren in Köpfe: Mittlerweile beschäftigt der Konzern rund 840 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung - dies entspricht einem Anteil von 6,6% (H1/15: 5,2%) der Beschäftigten. Zunehmend erfolgt die Entwicklung auch außerhalb Europas um noch besser auf die regional spezifischen Marktanforderungen eingehen zu können. Zum anderen intensiviert KUKA die Zusammenarbeit mit innovativen Unternehmen und beteiligt sich aktiv an Partnerschaften. So hat KUKA erst im April 2016 auf der Hannover Messe mit Infosys eine "Industrie 4.0 Partnerschaft" beschlossen. Ziel der Kooperation ist unter anderem die Entwicklung einer Softwareplattform, die es Kunden ermöglichen soll, Daten zu sammeln, auszuwerten und für die Verbesserung der eigenen Prozesse zu nutzen.

Im Berichtszeitraum angefallene Kosten für Neuentwicklungen in Höhe von 9,8 Mio. € (H1/15: 5,3 Mio. €) wurden aktiviert und werden in den Folgeperioden über planmäßige Abschreibungen als Aufwand erfasst. Die erfassten Aufwendungen für Abschreibungen betragen 3,8 Mio. € (H1/15: 6,6 Mio. €) und sind im Wesentlichen im Bereich der Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Die Aktivierungsquote beträgt 14,2% (H1/15: 10,5%).

Insgesamt betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die ersten sechs Monate dieses Jahres 46,7 Mio. € (H1/15: 68,4 Mio. €). Die EBIT-Marge für das erste Halbjahr 2016 ist im Vergleich zum Vorjahresvergleichshalbjahr von 4,6% auf 3,5% gefallen.

Wesentlicher Einfluss auf das EBIT im ersten Halbjahr 2016 hatten die bereits erwähnten Sondereffekte im Rahmen des laufenden Übernahmeangebots durch die Midea Gruppe in Höhe von 20,7 Mio. €. Ohne diese Sondereffekte ergibt sich ein EBIT in Höhe von 67,4 Mio. € und eine EBIT-Marge in Höhe von 5,1%. Eliminiert man darüber hinaus die Effekte der planmäßige Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem Erwerb der Swisslog Gruppe (H1/16: 5,4 Mio. €; H1/15: 34,5 Mio. €) sowie dem Buchgewinn aus dem Verkauf der HLS im ersten Halbjahr 2015 ergibt sich ein EBIT von 72,8 Mio. € (H1/15: 95,0 Mio. €) mit einer EBIT-Marge von 5,5% (H1/15: 6,4%). Damit liegt KUKA auch für 2016 operativ weiter auf Kurs.

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 Q1/16 Q2/16
EBIT (in Mio. €) 28,1 40,3 37,5 29,7 31,4 15,3
EBIT-Marge (in %) 3,9% 5,3% 5,2% 3,9% 5,0% 2,2%
EBIT bereinigt* (in Mio. €) 28,1 40,3 37,5 29,7 31,4 36,0
EBIT-Marge bereinigt* (in %) 3,9% 5,3% 5,2% 3,9% 5,0% 5,1%
EBITDA (in Mio. €) 59,5 73,4 66,4 59,8 48,6 32,9
EBITDA-Marge (in %) 8,3% 9,7% 9,2% 7,8% 7,7% 4,7%
EBITDA bereinigt* (in Mio. €) 59,5 73,4 66,4 59,8 48,6 53,6
EBITDA-Marge bereinigt* (in %) 8,3% 9,7% 9,2% 7,8% 7,7% 7,6%

* Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe

Der Bereich Robotics lag mit 10,2% EBIT-Marge leicht unter dem Vorjahresniveau von 11,0%. Swisslog erreichte mit -0,1% eine deutliche Verbesserung der EBIT-Marge im Vergleich zu H1/15 (-9,1%). Bereinigt um die Effekte aus der Kaufpreisallokation lag die Marge bei 1,8% (H1/15: 1,9%). Das Segment Systems verzeichnete im ersten Halbjahr eine EBIT-Marge in Höhe von 6,4% (H1/15: 8,2%). Ohne Berücksichtigung des Buchgewinns des HLS-Verkaufs in H1/15 ergibt sich für H1/15 eine EBIT-Marge von 7,2%.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) reduzierte sich im Halbjahresvergleich von 132,9 Mio. € auf 81,5 Mio. €. Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen in Höhe von 34,8 Mio. € (H1/15: 64,5 Mio. €) verbucht. Diese entfallen mit 10,7 Mio. € (H1/15: 13,1 Mio. €) auf Robotics, mit 8,2 Mio. € (H1/15: 9,6 Mio. €) auf Systems, mit 11,3 Mio. € auf Swisslog (H1/15: 39,9 Mio. €) sowie mit 4,6 Mio. € (H1/15: 1,9 Mio. €) auf den sonstigen Bereich. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte aus dem Übernahmeangebot der Midea Gruppe beträgt das EBITDA 102,2 Mio. € bzw. die EBITDA-Marge 7,7%.

Aufwendungen und Erträge im Finanzergebnis saldieren sich zum ersten Halbjahr 2016 (netto 0,0 Mio. €). Dies stellt eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 dar, in welchem das Finanzergebnis noch bei -5,1 Mio. € lag.

Die Zinserträge beliefen sich auf 5,7 Mio. € (H1/15: 5,1 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing und Erträge aus kurzfristigen Geldanlagen. Währungseffekte aus dem Finanzierungsbereich werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Nettobetrag aus Fremdwährungsgewinnen und Fremdwährungsverlusten führte im ersten Halbjahr zu einem Fremdwährungsgewinn von 0,9 Mio. € (H1/15: -2,2 Mio. €).

Im Berichtshalbjahr fiel insgesamt Zinsaufwand von 5,7 Mio. € an. Der wesentliche Anteil entfällt dabei auf das im Oktober 2015 neu platzierte Schuldscheindarlehen mit Zinsaufwendungen in Höhe von 1,8 Mio. € sowie auf den Nettozinsaufwand für Pensionen in Höhe von 1,0 Mio. € (H1/15: 0,9 Mio. €). Bedingt durch die seit Oktober 2015 vorgenommen und im März 2016 abgeschlossene Wandlungen der Wandelschuldverschreibung reduzierte sich der Zinsaufwand für die Wandelschuldverschreibung von 3,4 Mio. € im Vorjahresvergleichshalbjahr auf einen Betrag in Höhe von 0,3 Mio. €. Für Bürgschaften und Avale fielen Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. € an (H1/15: 0,4 Mio. €)

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 46,7 Mio. € (H1/15: 61,8 Mio. €). Der Steueraufwand lag im Betrachtungszeitraum bei 16,3 Mio. € (H1/15: 20,3 Mio. €). Damit beträgt die Steuerquote 34,9% (H1/15: 32,8 %).

Das Ergebnis nach Steuern sank im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr von 41,5 Mio. € auf 30,4 Mio. €. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,78 € (H1/15: 1,19 €).

Konzerngewinn- und Verlustrechnung (verkürzt)

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in Mio. € H1/15 H1/16
Umsatzerlöse 1.477,4 1.333,2
EBIT 68,4 46,7
EBIT bereinigt* 68,4 67,4
EBITDA 132,9 81,5
EBITDA bereinigt* 132,9 102,2
Finanzergebnis -5,1 0,0
Steuern vom Einkommen und Ertrag -20,3 -16,3
Ergebnis nach Steuern 41,5 30,4

* Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe

Finanzlage

Die Cash Earnings sind eine Kennzahl, welche sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um Ertragsteuern, Zinsergebnis, nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge ergibt. Mit 83,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2016 (H1/15: 136,3 Mio. €) stellt diese einen Indikator für die ausgezeichnete wirtschaftliche Lage des Unternehmens dar.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank auf -68,7 Mio. € (H1/15: 1,8 Mio. €). Diese Reduktion ist vor allem auf den Aufbau des Trade Working Capitals um 92,3 Mio. € auf 356,9 Mio. € zurückzuführen. Der Anstieg ist insbesondere Folge des deutlich höheren Auftragseingangs und der damit einhergehenden vorlaufenden Beschaffungsmaßnahmen. Diese Investitionen sind nötig und werden der KUKA helfen die zukünftigen Umsatzziele zu erreichen. Insgesamt hat sich das Trade Working Capital wie folgt entwickelt:

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in Mio. € 31.12.2015 Konzern 30.06.2016
Vorräte abzgl. erhaltene Anzahlungen 225,3 223,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen 658,3 726,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen 619,0 593,1
Trade Working Capital 264,6 356,9

Investitionen wurden in den ersten drei Monaten 2016 in Höhe von 41,0 Mio. € (H1/15: 44,9 Mio. €) vorgenommen. Die Investitionen bei den Sachanlagen in Höhe von 24,0 Mio. € betreffen Investitionen in technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für das im letzten Quartal 2015 fertiggestellte Entwicklungs- und Technologiezentrum in Augsburg waren noch kleinere nachlaufende Investitionen, wie z. B. Büro- und Innenausstattung nötig. Im Bereich der immateriellen Vermögenswerte wurden 16,8 Mio. € investiert, davon 9,8 Mio. € für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, weitere 3,8 Mio. € für Lizenzen welche im Rahmen interner Projekten zur Harmonisierung, Standardisierung und Optimierung von Prozessen erworben wurden. Die Investitionen für Unternehmenserwerbe beliefen sich auf 3,3 Mio. €. Darin enthalten sind ein asset deal in den USA im Segment Swisslog sowie eine weitere Meilensteinzahlung an die KBee AG, München in Höhe von 1,6 Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug insgesamt -29,2 Mio. € (H1/15: -23,1 Mio. €).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ergab zusammen mit dem Cashflow aus Investitionstätigkeit einen Free Cashflow in Höhe von -97,9 Mio. € (H1/15: -21,3 Mio. €).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -19,7 Mio. € (H1/15: -38,2 Mio. €). Darin enthalten sind die Dividendenzahlungen an die Aktionäre in Höhe von 0,50 € je Aktie (2015: 0,40 € je Aktie) mit einem Gesamtbetrag von 19,3 Mio. €.

Damit verfügte der KUKA Konzern zum 30. Juni 2016 über einen Finanzmittelfonds von 374,9 Mio. € (H1/15: 136,1 Mio. €). Die starke Erhöhung gegenüber dem Vorjahresvergleichswert hängt im Wesentlichen mit der Einzahlung aus dem im Oktober 2015 begebenen Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 250,0 Mio. € zusammen. Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 reduzierte sich der Finanzmittelfonds um 121,3 Mio. € (31. Dezember 2015: 496,2 Mio. €) - vor allem durch den oben beschriebenen Aufbau des Trade Working Capital.

Konsortialkredit

Der zur Unternehmensfinanzierung im April 2015 abgeschlossene Konsortialkredit besteht unverändert mit einer Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und einer Betriebsmittellinie in Höhe von 90,0 Mio. €, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann. Im ersten Quartal 2016 hat KUKA von ihrer ersten vertraglichen Verlängerungsoption Gebrauch gemacht, der alle Konsortialbanken zugestimmt haben. Damit hat der Konsortialkredit bei unverändertem Volumen nunmehr eine Laufzeit bis Ende 31. März 2021. Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum Stichtag auf insgesamt 122,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 100,9 Mio. €). Der Konsortialkreditvertrag enthält eine übliche Change-of-Control-Klausel. Nach Gesprächen mit allen Konsortialbanken erwartet KUKA jedoch nicht, dass diese einen Kontrollwechsel aufgrund des Übernahmeangebots der Midea Gruppe für einen Ausstieg aus der Finanzierung des KUKA Konzerns nutzen werden.

Das bestehende ABS-Programm enthält ebenfalls eine Change-of-Control-Klausel. Auch hier erwartet KUKA nicht, dass der Forderungsankäufer das Programm aufgrund des Kontrollwechsel kündigt.

Die bestehenden bilateralen Avallinien mit Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften enthalten keine Change-of-Control-Klauseln.

Kündigung der Wandelschuldverschreibung

Mit Bekanntmachung vom 18. Februar 2016 hat die KUKA Aktiengesellschaft die Wandelschuldverschreibungen vom Februar/Juli 2013 unwiderruflich zum 24. März 2016 (Rückzahlungstermin) gekündigt. Bis zum Rückzahlungstermin wurden daraufhin im ersten Quartal 2016 weitere Wandelschuldverschreibungen über nominal 46,9 Mio. € in 1.274.211 Aktien gewandelt. Die nicht gewandelten Wandelschuldverschreibungen mit einem Nominalbetrag in Höhe von 0,3 Mio. € wurden zusammen mit den im Geschäftsjahr angefallen Stückzinsen an die Investoren zurück bezahlt.

Konzern-Kapitalflussrechnung (verkürzt)

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in Mio. € H1/15 H1/16
Cash Earnings 136,3 83,3
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,8 -68,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit -23,1 -29,2
Free Cashflow -21,3 -97,9

Vermögenslage

Zum Stichtag hat sich die Bilanzsumme des KUKA Konzerns um 37,2 Mio. € von 2.381,7 Mio. € per 31.Dezember 2015 auf 2.344,5 Mio. € reduziert. Dies entspricht einer Reduktion von 1,6%.

Die langfristigen Vermögenswerte auf der Aktivseite fielen gegenüber dem Vorjahresende auf 828,2 Mio. € zum 30. Juni 2016 (31. Dezember 2015: 823,3 Mio. €). Dabei erhöhte sich das Sachanlagevermögen unwesentlich um 1,1 Mio. € und die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 0,7 Mio. €. Die Forderungen aus Finanzierungsleasing reduzierten sich um 5,7 Mio. €. Für Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind Beträge in Höhe von 5,4 Mio. € angesetzt (31. Dezember 2015: 6,6 Mio. €), welche in der Position At equity Finanzanlagen ausgewiesen sind. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 57,2 Mio. € (31. Dezember 2015: 49,2 Mio. €) und entfallen mit 23,9 Mio. € auf Verlustvorträge (31. Dezember 2015: 11,2 Mio. €). Von den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge entfallen 14,5 Mio. € auf das Inland. Diese werden gemäß dem deutschen Körperschaftssteuergesetz wahrscheinlich mit der rechtlichen Übertragung von mehr als 50% der Anteile an Midea verfallen.

Der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt zum 30. Juni 2016 1.516,3 Mio. € (31.Dezember 2015: 1.558,4 Mio. €). Weitere Erläuterungen zu den kurzfristigen Vermögenswerten finden sich in den Ausführungen zur Finanzlage.

Das Eigenkapital konnte im Berichtszeitraum von 732,5 Mio. € auf 766,2 Mio. € gesteigert werden. Neben dem Ergebnis nach Steuern (30,4 Mio. €) hat hierzu hauptsächlich die Wandlung der Wandelschuldverschreibung in Anteile der KUKA AG und die daraus resultierende Kapitalerhöhung von 44,6 Mio. € beigetragen. Eigenkapitalmindernd wirkten sich Währungskurseffekte (i. W. USD, CHF, CNY und BRL) mit insg. -7,9 Mio. € sowie die für das Geschäftsjahr 2015 ausgeschüttete Dividende in Höhe von 19,3 Mio. € aus. Aufgrund des im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 erneut niedrigeren Zinsniveaus, führte die erfolgsneutrale Bewertung der Pensionen inkl. der darauf entfallenden latenten Steuern mit insgesamt -14,6 Mio. € zu einer weiteren Reduktion des Eigenkapitals. Das den Minderheiten zustehende Eigenkapital veränderte sich leicht von -0,5 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf -1,0 Mio. € zum 30. Juni 2016.

Die Eigenkapitalquote, d. h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, ist mit 32,7% im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 deutlich gestiegen (31. Dezember 2015: 30,8%).

Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich insbesondere aufgrund der beschriebenen Wandlung der Wandelschuldverschreibungen von 296,3 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf 252,7 Mio. € zum 30. Juni 2016. Die verbliebenen Finanzverbindlichkeiten betreffen vornehmlich kleinere Ziehungen ausländischer Tochtergesellschaften im Rahmen des bestehenden Konsortialkreditvertrags sowie das begebene Schuldscheindarlehen.

In der Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen um 16,2 Mio. € spiegelt sich im Wesentlichen der erfolgsneutrale versicherungsmathematische Verlust aus der erneuten Reduzierung des Diskontierungszinssatzes wider.

Die kurzfristigen Schulden sind von 1.160,6 Mio. € zum 31.Dezem-ber 2015 auf 1.120,4 Mio. € zum 30.Juni 2016 gefallen. Hierzu trugen auch die jahreszeitlich höheren Verbindlichkeiten des Personalbereichs, wie z.B. Abgrenzungen für Urlaubstage, bei. Bezüglich der Verbindlichkeiten des Trade Working Capitals verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage.

Die zum 30. Juni 2016 bestehende Nettoliquidität des Konzerns, d. h. die flüssigen Mittel abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, hat sich im Vergleich zum Jahresende 2015 von 199,9 Mio. € auf 122,2 Mio. € vermindert.

Konzernvermögenslage

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in Mio. € 31.12.2015 30.06.2016
Bilanzsumme 2.381,7 2.344,5
Eigenkapital 732,5 766,2
in % der Bilanzsumme 30,8 32,7
Nettoliquidität 199,9 122,2

Forschung & Entwicklung

Im zweiten Quartal 2016 beliefen sich die Aufwände für Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns auf 33,8 Mio. €. Damit lagen die Investitionen auf dem Niveau des Vergleichszeitraums im Vorjahr (Q2/15: 30,6 Mio. €). Im ersten Halbjahr summierten sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 63,7 Mio. € (H1/15: 51,9 Mio. €).

Der Aufwand für F&E kann überwiegend dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden. Bei Systems werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in erster Linie im Rahmen von Kundenprojekten abgewickelt. Im zweiten Quartal 2016 konzentrierte sich KUKA auf die Weiterentwicklung der Schlüsseltechnologien für die Digitalisierung der Produktion und auf die Ergänzung des Produktportfolios für die spezifischen Anforderungen der fokussierten Wachstumsmärkte.

AUTOMATICA 2016: Reale Anwendungsbeispiele für die digitale Produktion

Auf der AUTOMATICA, der Fachmesse für Automation und Mechatronik in München, zeigte KUKA Lösungen und Konzepte für die digitale Produktion der Zukunft. Die präsentierten Produkte und konkreten Anwendungsbeispiele deckten drei Kernbereiche der Industrie 4.0 ab: die Vernetzung in der Cloud, die Zukunft der Mensch-Roboter-Kollaboration und die neuen Roboter für neue Märkte und Branchen. KUKA machte das komplexe Thema Cloud und Big Data greifbar und zeigte, wie Cloud Computing und Vernetzung helfen, Asset Management zu vereinfachen und Ausfallzeiten und Servicekosten zu minimieren.

Der neue KR 3 AGILUS - das agile Leichtgewicht

Der KR 3 AGILUS ist mit 3 kg Traglast und einer Reichweite von 540 mm ideal auf die Bedürfnisse verschiedenster Branchen, insbesondere der Elektronikindustrie - einem der größten und am schnellsten wachsenden Märkte für Automatisierung - zugeschnitten. Wo immer kürzeste Zykluszeiten und höchster Output in der Produktion benötigt werden, kommt der KR 3 AGILUS zum Einsatz. Dabei ist er noch kompakter und stellt somit eine ideale Lösung für kleine Zellenkonzepte dar, wie sie im 3C-Markt (Computer, Communications und Consumer Electronics) gefordert werden. Dank seiner intelligenten Konstruktion ist der KR 3 AGILUS kosteneffizient, wartungsarm und höchst zuverlässig.

Moderne Laserschweißlösung KUKA flexibleCUBE laser

KUKA Industries präsentierte die neue Kompaktschweißzelle KUKA flexibleCUBE laser auf der Lasys 2016, der internationalen Fachmesse für die Laser-Materialbearbeitung. Die Laser-Zelle mit Plug- & Play-Lösung ist bedienerfreundlich und aufgrund ihrer kompakten Bauweise flexibel einsetzbar. Sie ist ideal für ein dynamisches Produktionsumfeld, kann innerhalb kürzester Zeit auf- bzw. umgerüstet sowie verlagert werden. Das Besondere an diesem Lasercube ist die stationäre Optik zum Laser-Pulverauftragsschweißen und der Roboter, der im Zelleninneren das Bauteilhandling übernimmt.

INDUSTRIEPREIS 2016 für "Automated Item Pick"

Die Mensch-Roboter-Kommissionierlösung "Automated Item Pick (AIP)" von Swisslog wurde auf der Hannover Messe mit dem INDUSTRIEPREIS 2016 ausgezeichnet. Unter dem Motto "Mit Fortschritt zum Erfolg" konnte sich AIP als innovativste Lösung mit dem größten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen in der Kategorie "Intralogistik & Produktionsmanagement" durchsetzen. Mit dem vollautomatisierten Kommissioniersystem AIP begegnet Swisslog dem Trend zu immer kleiner werdenden Losgrößen und steigert mit der Mensch-Roboter-Kollaboration die Effizienz in der Stückgutkommissionierung. Der sensitive Leichtbauroboter LBR iiwa ist mit automatisierten "Ware zur Person"- Lagersystemen wie AutoStore oder CarryPick vernetzt und assistiert dem Menschen in sicherer, direkter Zusammenarbeit. Die Auftragsabwicklung lässt sich durch die intelligente Mensch-Roboter-Kollaboration deutlich schneller, flexibler und mit geringerer Fehlerquote durchführen.

Mensch-Roboter-Kollaboration in der Medizintechnik: roboterbasierte Ultraschallapplikation

Auf dem Forschungskongress Computer Assisted Radiology and Surgery (CARS) zeigte KUKA die Applikation "Haptic Ultrasound". Bei der roboterbasierten Ultraschallapplikation mit dem sensitiven Leichtbauroboter LBR iiwa wurden die Möglichkeiten der Mensch-Roboter-Kollaboration in der Medizintechnik demonstriert. Der Roboterarm ist mit einer Ultraschallsonde ausgestattet und führt genau die Bewegungen aus, die der Anwender über ein haptisches Eingabesystem vorgibt. Als Modell dient dabei ein spezielles Phantom. Die Sonde liefert dann in Echtzeit Bilder, die per USB-Schnittstelle an die Monitore geliefert werden. Die Trennung von Steuerung und Roboter erlaubt die räumliche Distanz von Patient und Arzt. Die ermöglicht eine verlässliche Ferndiagnose bei Ultraschall-Untersuchungen.

KUKA auf der ICRA in Stockholm

Auf der weltweit größten Robotik-Konferenz in Stockholm, der International Conference on Robotics and Automation (ICRA), stellte KUKA innovative Projekte aus der Konzernforschung vor. Am Beispiel des KR AGILUS wurde eine neue Art der energieeffizienten Bahnplanung gezeigt, die je nach Aufgabenstellung Einsparungen von bis zu 30 % erzielen kann. Der wichtige Wert des Spitzenbedarfs der Energieversorgung kann sogar um bis zu 60% reduziert werden. Die Technologien zum energieeffizienten Betrieb von Robotern entwickelt KUKA im Rahmen des Projekts AREUS. Eine weitere Besonderheit der Applikation ist die Verwendung der innovativen Steuerungssoftware KUKA Sunrise, die bisher nicht serienmäßig beim KR AGILUS eingesetzt wird. In einer anderen Anwendung demonstrierte KUKA maschinelles Lernen anhand eines smarten KUKA Leichtbauroboters LBR iiwa.

Mitarbeiter

Am 30. Juni 2016 beschäftigte der KUKA Konzern 12.675 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag ist dies ein Anstieg um 2,4% (30. Juni 2015: 12.384). Im Geschäftsbereich Robotics erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter von 3.893 auf 4.311 um 10,7%. Vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung wurde Personal aufgebaut. Bei KUKA Systems änderte sich die Anzahl der Mitarbeiter um -7,6% von 5.680 am 30. Juni 2015 auf 5.249 am 30. Juni 2016. Grund für den Rückgang war die Veräußerung der HLS Engineering Group. Der Geschäftsbereich Swisslog zählte zum Ende des diesjährigen zweiten Quartals 2.654 Mitarbeiter und damit 5,5% mehr als am Vorjahresstichtag (30. Juni 2015: 2.515). Die Anzahl der Leiharbeitskräfte auf Konzernebene ging um -35,0% von 1.865 auf 1.212 zurück. Am Standort Augsburg waren zum Ende des zweiten Quartals 3.332 Mitarbeiter beschäftigt. Das waren 9,2% mehr als am Vorjahresstichtag (30. Juni 2016: 3.051).

Risiko- und Chancenbericht

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen oder aus der Konzernfinanzierung ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. Im Hinblick auf die sich auf den EBIT auswirkenden Risiken verweisen wir zudem auf den detaillierten Bericht im Geschäftsbericht/Lagebericht 2015 (S. 53ff.).

Ausblick

Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2016 eine gute Nachfrage, vor allem aus den Regionen Nordamerika und Asien, dabei insbesondere aus China. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt nahezu stabil entwickeln können. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. Dies liegt zum einen an der teilweise niedrigen Penetrationsrate der roboterbasierten Automation in einigen Teilbereichen und zum anderen an neuen Robotertypen und Technologien, die es ermöglichen, bisher wenig automatisierte Produktionsschritte effizienter zu gestalten. In der Automobilindustrie sind die Investitionen der Kunden während der letzten Jahre bereits deutlich gestiegen.

KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen im Gesamtjahr 2016 einen Umsatz von mehr als 3,0 Mrd. €. Beide Kundensegmente - General Industry und Automotive - und aus regionaler Sicht China und Nordamerika sollten positiv zur Umsatzentwicklung beitragen. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der erwarteten Umsatzentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von mehr als 5,5% vor der Kaufpreisallokation für Swisslog und auch vor Sonderkosten, die sich im Zusammenhang mit der Übernahme durch MECCA/Midea in Höhe von rund 30 Mio. € ergeben, erreichen zu können. Der Aufwand für die Kaufpreisallokation bei Swisslog sollte in 2016 bei rund 10 Mio. € liegen und damit deutlich niedriger als im Vorjahr sein.

Nachtragsbericht

Am 16. Juni 2016 veröffentlichte die MEECCA International (BVI) Limited, eine 100%ige Beteiligungsgesellschaft der Midea Gruppe Co. Ltd. (Midea), die Angebotsunterlage zum öffentlichen Übernahmeangebot für die KUKA Aktiengesellschaft (KUKA). Das Übernahmeangebot erfolgte in Form eines Barangebots zu 115,0 € je KUKA Aktie und richtet sich an alle Aktionäre von KUKA.

Ende Juni erfolgte basierend auf der Fairness Opinion die Empfehlung des Vorstands an die KUKA Aktionäre, das Angebot anzunehmen. Bis zum 3. August 2016 (laufende Nachfrist, aufgrund Überschreitung der 30%-Mindestannahmeschwelle) können Aktionäre der KUKA ihre Aktien Midea anbieten. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Abschnitt "KUKA am Kapitalmarkt".

In diesem Zusammenhang sowie im Zusammenhang mit starken Auftragseingang im zweiten Quartal 2016 veröffentlichte die KUKA Aktiengesellschaft am 21. Juli 2016 die nachfolgende Ad Hoc Mitteilung:

"Im Zuge des Übernahmeangebots der MECCA International (BVI) Limited, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Midea Group Co., Ltd. ("Midea"), vom 16. Juni 2016 fallen Aufwendungen unter anderem für Beratungskosten und Kosten, die sich durch die Aktienprogramme für Mitarbeiter ergeben, an. Im Geschäftsjahr 2016 rechnet der Vorstand mit Auswirkungen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 30 Mio. €, wovon zum 30. Juni 2016 bereits rund 21 Mio. € zu berücksichtigen sind.

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2016 unverändert einen Umsatz von mehr als 3,0 Mrd. € und eine EBIT-Marge von mehr als 5,5% vor Kaufpreisallokation für Swisslog, jedoch nunmehr auch vor Sonderkosten in Höhe von rund 30 Mio. €.

Im zweiten Quartal 2016 erzielte KUKA nach vorläufigen Zahlen einen Auftragseingang in Höhe von rund 890 Mio. €, der deutlich über den Erwartungen liegt."

Zwischenabschluss (verkürzt)

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 H1/15 H1/16
Umsatzerlöse 757,6 704,1 1.477,4 1.333,2
Umsatzkosten -571,5 -518,8 -1.133,1 -971,3
Bruttoergebnis vom Umsatz 186,1 185,3 344,3 361,9
Vertriebskosten -66,8 -66,3 -126,1 -126,9
Forschungs- und Entwicklungskosten -30,6 -33,8 -51,9 -63,7
Allgemeine Verwaltungskosten -50,0 -68,0 -99,3 -121,3
Sonstige betriebliche Erträge 10,8 3,6 13,7 6,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -9,5 -4,3 -11,8 -7,5
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen -0,6 -1,2 -2,0 -2,2
Betriebsergebnis 39,4 15,3 66,9 46,7
Überleitung zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Im Betriebsergebnis enthaltene Finanzierungskosten 0,9 0,0 1,5 0,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 40,3 15,3 68,4 46,7
Abschreibungen 33,1 17,6 64,5 34,8
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 73,4 32,9 132,9 81,5
Zinserträge 2,9 2,2 5,1 5,7
Zinsaufwendungen -5,3 -3,2 -10,2 -5,7
Finanzergebnis -2,4 -1,0 -5,1 0,0
Ergebnis vor Steuern 37,0 14,3 61,8 46,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10,8 -4,8 -20,3 -16,3
Ergebnis nach Steuern 26,2 9,5 41,5 30,4
davon auf Minderheitenanteile entfallend -0,6 -0,3 -1,0 -0,5
davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend 26,8 9,8 42,5 30,9
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € 0,75 0,24 1,19 0,78
Ergebnis je Aktie (verwässert) in € 0,71 0,24 1,13 0,78

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 H1/15 H1/16
Ergebnis nach Steuern 26,2 9,5 41,5 30,4
Positionen, die potenziell in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -5,6 3,8 50,6 -7,9
Positionen, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste 10,3 -6,9 0,7 -19,0
Latente Steuern auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste -3,1 2,2 -1,1 4,4
Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen 1,6 -0,9 50,2 -22,5
Gesamterfolg 27,8 8,6 91,7 7,9
davon auf Minderheitenanteile entfallend -0,8 -0,3 0,2 -0,5
davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend 28,6 8,9 91,5 8,4

Konzern-Kapitalflussrechnung

der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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in Mio. € H1/15 H1/16
Ergebnis nach Steuern 41,5 30,4
Ertragsteuern 34,7 24,3
Zinsergebnis 5,1 0,0
Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte 48,1 15,7
Abschreibungen auf Sachanlagen 16,4 19,1
Sonstige (zahlungsunwirksame) Erträge -15,1 -11,3
Sonstige (zahlungsunwirksame) Aufwendungen 5,6 5,1
Cash Earnings 136,3 83,3
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -8,0 0,1
Veränderung der Rückstellungen 8,2 -13,5
Veränderung von Posten des Umlaufvermögens und der Schulden
Veränderung der Vorräte -30,3 -6,7
Veränderung der Forderungen und Abgrenzungsposten -51,7 -81,4
Veränderung der Schulden und Abgrenzungsposten (ohne Finanzschulden) -27,2 -21,7
Gezahlte Ertragsteuern -24,3 -27,3
Sachverhalte, die dem Cashflow aus Investitionstätigkeit/Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1,2 -1,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,8 -68,7
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0,7 2,0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -10,6 -17,5
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -34,3 -23,5
Auszahlungen für Investitionen in Finanzinvestitionen -0,3 0,0
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition 23,4 8,9
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 21,2 0,0
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -27,3 -3,3
Erhaltene Zinsen 4,1 4,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit -23,1 -29,2
Free Cashflow -21,3 -97,9
Dividenenzahlungen -16,9 -19,3
Ein-/Auszahlungen aus der Begebung/Tilgung von Schuldverschreibungen und anleiheähnlichen Verbindlichkeiten - -
Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Bankverbindlichkeiten -17,8 2,1
Einzahlung aus erhaltenen Zuschüssen 1,2 1,6
Gezahlte Zinsen -4,7 -4,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -38,2 -19,7
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -59,5 -117,6
Veränderungen aufgrund von Unternehmenserwerben -3,1 0,0
Wechselkurs- und sonstige Veränderungen des Finanzmittelfonds 6,6 -3,7
Veränderung des Finanzmittelfonds -56,0 -121,3
(davon Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit) -4,4 -0,3
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 192,1 496,2
(davon Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit am Anfang der Periode) -2,4 3,5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 136,1 374,9
(davon Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit am Ende der Periode) -6,8 3,2

Konzern-Bilanz

der KUKA Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2016

AKTIVA

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in Mio. € 31.12.2015 30.06.2016
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 423,0 424,9
Sachanlagen 259,0 260,1
Finanzinvestitionen 3,9 3,9
At Equity bilanzierte Beteiligungen 6,6 5,4
692,5 694,3
Forderungen aus Finanzierungsleasing 65,2 59,5
Ertragsteuerforderungen 1,6 1,7
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 14,8 15,5
Latente Steuern 49,2 57,2
823,3 828,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 297,8 306,5
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 310,6 341,1
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 347,7 385,4
Forderungen aus Finanzierungsleasing 8,5 8,7
Ertragsteuerforderungen 10,5 9,4
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 87,1 90,3
764,4 834,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 496,2 374,9
1.558,4 1.516,3
2.381,7 2.344,5

PASSIVA

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in Mio. € 31.12.2015 30.06.2016
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 100,1 103,4
Kapitalrücklage 265,3 306,6
Gewinnrücklagen 367,6 357,2
Ausgleichsposten für Anteile Dritter -0,5 -1,0
732,5 766,2
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 294,2 249,5
Übrige Verbindlichkeiten 24,0 26,7
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 114,0 130,2
Latente Steuern 56,4 51,5
488,6 457,9
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 2,1 3,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 402,0 335,5
Enthaltene Anzahlungen 72,5 83,0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 217,0 257,6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0
Ertragsteuerverbindlichkeiten 33,4 29,3
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 290,6 277,0
Sonstige Rückstellungen 143,0 134,8
1.160,6 1.120,4
2.381,7 2.344,5

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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Gewinnrücklagen
Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungsumrechnung Versicherungs-

mathematische Gewinne

und Verluste
Jahresüberschuss und sonstige Gewinn-

rücklagen
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in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
--- --- --- --- --- --- ---
1.1.2015 35.708.315 92,8 176,5 9,7 -17,2 262,5
Ergebnis nach Steuern 42,5
Sonstiges Ergebnis 49,4 -0,4
Gesamterfolg - - - 49,4 -0,4 42,5
Dividende KUKA AG -14,3
Veränderung Konsolidierungskreis/ Sonstige Veränderungen -4,8
30.06.2015 35.708.315 92,8 176,5 59,1 -17,6 285,9
1.1.2016 38.501.259 100,1 265,3 53,0 -15,2 329,8
Ergebnis nach Steuern 30,9
Sonstiges Ergebnis -7,9 -14,6
Gesamterfolg - - - -7,9 -14,6 30,9
Kapitalerhöhung aus Wandlungen 1.274.211 3,3 41,3
Dividende KUKA AG -19,3
Veränderung Konsolidierungskreis/ Sonstige Veränderungen 0,5
30.06.2016 39.775.470 103,4 306,6 45,1 -29,8 341,9

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Anteilseignern

zustehendes Eigenkapital
Minderheiten

zustehendes Eigenkapital
Summe
--- --- --- ---
in Mio. € in Mio. € in Mio. €
--- --- --- ---
1.1.2015 524,3 16,8 541,1
Ergebnis nach Steuern 42,5 -1,0 41,5
Sonstiges Ergebnis 49 1,2 50,2
Gesamterfolg 91,5 0,2 91,7
Dividende KUKA AG -14,3 -14,3
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen -4,8 -7,0 -11,8
30.06.2015 596,7 10,0 606,7
1.1.2016 733,0 -0,5 732,5
Ergebnis nach Steuern 30,9 -0,5 30,4
Sonstiges Ergebnis -22,5 0,0 -22,5
Gesamterfolg 8,4 -0,5 7,9
Kapitalerhöhung aus Wandlungen 44,6 44,6
Dividende KUKA AG -19,3 -19,3
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen 0,5 0,5
30.06.2016 767,2 -1,0 766,2

Erläuterungen zum Konzernabschluss (verkürzt)

Konzern-Segmentberichterstattung

der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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Robotics Systems Swisslog
in Mio. € H1/15 H1/16 H1/15 H1/16 H1/15 H1/16
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang 464,1 493,9 758,9 825,5 233,3 335,8
Auftragsbestand (30.06.) 267,0 259,2 1.049,6 1.134,0 477,5 538,2
Konzernaußenumsatzerlöse 436,5 445,5 726,6 603,3 314,3 284,5
in % der Konzernumsatzerlöse 29,5% 33,4% 49,2% 45,3% 21,3% 21,3%
Konzerninnenumsatzerlöse 15,5 13,2 5,6 2,5 0,0 0,0
Umsatzerlöse der Bereiche 452,0 458,7 732,2 605,8 314,3 284,5
Bruttoergebnis vom Umsatz 172,2 177,5 128,3 109,8 43,3 74,9
in % der Umsatzerlöse des Bereichs 3 8,1% 38,7% 17,5% 18,1% 13,8% 26,3%
EBIT 49,9 46,7 60,3 38,8 -28,6 -0,3
in % der Umsatzerlöse des Bereichs 11,0% 10,2% 8,2% 6,4% -9,1% -0,1%
Sondereffekte* 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
EBIT bereinigt* 49,9 46,7 60,3 38,8 -28,6 -0,3
EBIT bereinigt* in % der Umsatzerlöse des Bereichs 11,0% 10,2% 8,2% 6,4% -9,1% -0,1%
EBITDA 63,0 57,4 69,9 47,0 11,3 11,0
in % der Umsatzerlöse des Bereichs 13,9% 12,5% 9,5% 7,8% 3,6% 3,9%
Sondereffekte* 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
EBITDA bereinigt* 63,0 57,4 69,9 47,0 11,3 11,0
EBITDA bereinigt* in % der Umsatzerlöse des Bereichs 13,9% 12,5% 9,5% 7,8% 3,6% 3,9%
Vermögen (30.06) 425,9 432,4 820,2 760,0 580,1 615,5
Anzahl der Mitarbeiter (30.06.) 3.893 4.311 5.680 5.249 2.515 2.654

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KUKA AG und sonstige Gesellschaften Überleitung und Konsolidierung Konzern
in Mio. € H1/15 H1/16 H1/15 H1/16 H1/15 H1/16
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang - - -16,4 -15,3 1.439,9 1.639,9
Auftragsbestand (30.06.) - - -7,8 -8,4 1.786,3 1.923,0
Konzernaußenumsatzerlöse - - - -0,1 1.477,4 1.333,2
in % der Konzernumsatzerlöse - - - - 100,0% 100,0%
Konzerninnenumsatzerlöse - - -21,1 -15,7 - -
Umsatzerlöse der Bereiche - - -21,1 -15,8 1.477,4 1.333,2
Bruttoergebnis vom Umsatz - 0,0 0,5 -0,3 344,3 361,9
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - 23,3% 27,1%
EBIT -11,0 -17,8 -2,2 -20,7 68,4 46,7
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - 4,6% 3,5%
Sondereffekte* 0,0 0,0 0,0 20,7 0,0 20,7
EBIT bereinigt* -11,0 -17,8 -2,2 0,0 68,4 67,4
EBIT bereinigt* in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - 4,6% 5,1%
EBITDA -9,1 -13,2 -2,2 -20,7 132,9 81,5
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - 9,0% 6,1%
Sondereffekte* 0,0 0,0 0,0 20,7 0,0 20,7
EBITDA bereinigt* -9,1 -13,2 -2,2 0,0 132,9 102,2
EBITDA bereinigt* in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - 9,0% 7,7%
Vermögen (30.06) 511,5 545,3 -438,5 -442,5 1.899,2 1.910,7
Anzahl der Mitarbeiter (30.06.) 296 461 - - 12.384 12.675

* Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe

Rechnungslegung nach IFRS

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 der KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz in Augsburg wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union zur Anwendung kommt, erstellt. Dabei wurde in Übereinstimmung mit diesem Standard eine verkürzte Darstellung gewählt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 zu lesen. Alle Werte sind, sofern nicht anders bezeichnet, in Mio. € angegeben.

Der Konzernabschluss wurde nach den in der Europäischen Gemeinschaft zugelassenen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften, wurden ebenfalls berücksichtigt.

Konsolidierungskreis

Im Vergleich zum Jahresende hat sich der Konsolidierungskreis wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt verändert:

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Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen Robotics Systems Swisslog Sonstige Gesamt
Stand 1.1.2016 23 40 32 3 98
Erstkonsolidierungen - - 1 1 2
Entkonsolidierungen - - - - 0
Verschmelzungen - - -1 - -1
Stand 30.06.2016 23 40 32 4 99
davon Inland 1 11 5 3 20
davon Ausland 22 29 27 1 79

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Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen Robotics Systems Swisslog Sonstige Gesamt
Stand 30.06.2016 1 1 - 1 3

Zugänge von Unternehmen

Mit Wirkung zum 20. April 2016 wurde die Gesellschaft connyun GmbH, Augsburg als 100% Tochtergesellschaft der KUKA AG, Augsburg gegründet.

Im Mai 2016 gründete die Swisslog AG, Buchs/Schweiz zusammen mit der Links Solstice Commercial Brokers LLC Dubai/Vereinigte Arabische Emirate die Gesellschaft Swisslog Healthcare Trading MEA LLC, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate. Gemäß Gesellschaftsvertrag hält Swisslog 49,0% (entspricht <0,1 Mio. €) der Kapitalanteile. Basierend auf den vertraglichen Regelungen partizipiert Swisslog zu 100% am Ergebnis und bestimmt vollständig die Zusammensetzung des Managements, sodass die neue Gesellschaft voll in den KUKA Konzern einbezogen wird.

Insgesamt ist die Geschäftstätigkeit der beiden Neugründungen in 2016 noch von untergeordneter Bedeutung.

Abgänge und Verschmelzungen von Unternehmen

Im zweiten Quartal 2016 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2016 die Gesellschaft Swisslog AG, Buchs/Schweiz auf die Swisslog IP AG, Buchs/ Schweiz verschmolzen. Anschließend wurde die Gesellschaft Swisslog IP AG, Buchs/Schweiz in die Swisslog AG, Buchs/Schweiz umfirmiert.

Investitionen in assoziierte Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen, KBee AG, München, Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd., Yangzhou/China und Barrett Technology, LLC, Newton, Massachusetts/ USA beträgt zum Stichtag 5,4 Mio. €; das anteilige Ergebnis -2,2 Mio. €.

Die Beteiligung an der KBee AG wurde im ersten Quartal durch eine vertragsgemäße Meilensteinzahlung in Höhe von 1,6 Mio. € erhöht. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die KUKA wendet im vorliegenden Konzernzwischenbericht, mit Ausnahme der nachfolgenden beschriebenen Änderungen, grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 an. Für weitere Informationen zu den Bilanzierung und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015, der Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss ist. Dieser ist auch im Internet unter www.kuka.com abrufbar.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2016 sind folgende neue Standards und Interpretationen verpflichtend anzuwenden:

Änderungen zu IFRS 11 - Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten
Änderungen zu IAS 1 - Anhangsangaben
Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 - Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden
Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 - Landwirtschaft: Fruchttragende Gewächse
Änderungen zu IAS 27 - Equity-Methode in separaten Abschlüssen
Annual Improvements 2012 - 2014

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergaben sich keine bzw. nur geringe Auswirkungen für den Konzernabschluss.

Im KUKA Konzern wurden bis 2015 gem. IAS 23 Fremdkapitalkosten in Zusammenhang mit langfristigen Fertigungsaufträgen aktiviert, da langfristige Fertigungsaufträge als Qualifiying Assets zu qualifizieren sind und ein mittelbarer Zusammenhang der Finanzierung über die Konzernmutter an die Tochterunternehmen bestand. Durch die vorgenommenen Verbesserungen der Fremdfinanzierungskonditionen des KUKA Konzerns konnten die Fremdkapitalkosten deutlich reduziert werden (2016: 1,4%; 2015: 3,3%). Aufgrund der Tatsache, dass die Ermittlung der zu aktivierenden Zinsen einen hohen internen Arbeitsaufwand verursacht, die aktivierten Finanzierungskosten jedoch weder eine Steuerungsgröße im Konzern darstellen noch zu einem besseren Informationsgehalt im Abschluss führen (H1/15: -1,6 Mio. € aktivierte Finanzierungskosten), hat KUKA aus Kosten-Nutzen Überlegungen mit Wirkung zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 beschlossen, bei langfristiger Auftragsfertigung keine Fremdkapitalzinsen mehr zu berücksichtigen.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte/ verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt:

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H1/15 H1/16
Anteil der Aktionäre der KUKA AG am Ergebnis nach Steuern (in Mio. €) 42,5 30,9
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) 35.708.315 39.417.296
unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 1,19 0,78
verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 1,13 0,78

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem den Aktionären der KUKA Aktiengesellschaft zustehendem Ergebnis und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.

In den ersten sechs Monaten 2016 betrug der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien 39,4 Mio. Stück. (30. Juni 2015: 35,7 Mio. Stück). Der Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum ist bedingt durch die vollständige Wandlung der in 2013 emittierten Wandelanleihe. Bereits im vierten Quartal 2015 wurden Wandlungen über nominal 102,8 Mio. € in 2.792.944 vorgenommen. Aufgrund der sehr guten Entwicklung der KUKA Aktie nahm die KUKA Aktiengesellschaft von ihrem Recht Gebrauch und gab am 18. Februar 2016 die unwiderrufliche Kündigung der Wandelschuldverschreibungen zum 24. März 2016 (Rückzahlungstermin) bekannt. Bis zum Rückzahlungstermin nicht in Aktien der KUKA Aktiengesellschaft gewandelte Anteile an Wandelschuldverschreibungen sind zu einem Kurs von 100% an die Anteilseigner zurückbezahlt worden. Zusammen mit den bereits im Vorfeld der Ankündigung stattgefundenen Wandlungen wurden im ersten Quartal 2016 weitere Wandelschuldverschreibungen über nominal 46,9 Mio. € in 1.274.211 Aktien gewandelt.

Zum 30. Juni 2016 bestehen keine Finanzverbindlichkeiten aus Wandelschuldverschreibungen mehr.

Eigenkapital

Das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft beträgt 103.416.222,00 € (30. Juni 2015: 92.841.619 €). Es unterteilt sich in 39.775.470 (30. Juni 2015: 35.708.315) im Umlauf befindliche, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht einer Stimme.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

Die Veränderungen der Rechnungszinssätze beeinflussen die Pensionsrückstellungen und es entstehen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste. Die Entwicklung der herangezogenen Rechnungszinssätze für Länder mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen der KUKA zeigt nachfolgende Tabelle:

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31.12.2015 30.06.2016
Deutschland 2,20% 1,25%
Schweiz 0,75% 0,25%
UK 4,00% 3,20%
Schweden 2,90% 3,00%
USA 4,12 % - 4,25 % 3,43 % - 3,50 %

Insgesamt ergeben sich für die Defined Benefit Obligation (DBO) sowie die bei externen Pensionsfonds angelegten Mittel versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 19,0 Mio. €. Unter Berücksichtigung latenter Steuern wurden versicherungsmathematische Effekte in Höhe von insgesamt -14,6 Mio. € erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Der erneute Rückgang der Rechnungszinssätze führte vor allem bei den deutschen und schweizerischen Gesellschaften mit Pensionsrückstellungen zu versicherungsmathematischen Verlusten in 2016.

Wandelschuldverschreibung

Die KUKA Aktiengesellschaft hat in 2013 in zwei Tranchen eine Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 150,0 Mio. € ausgegeben. Die Stückelung beträgt 100.000 €. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 36,8067 € pro Aktie, das Wandlungsverhältnis lag bei 2.716,8967 Aktien pro einzelne 100.000 €-Stück. Insgesamt berechtigte die Wandelanleihe zur Wandlung in bis zu 4.075.344 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA AG. Die Anleihe war mit einem Zinskupon von 2,0% p.a. ausgestattet.

Wie weiter oben bereits aufgeführt, wurde die Wandelschuldverschreibung zum 24. März 2016 unwiderruflich gekündigt. Bis zum Zeitpunkt der Kündigung wurden insgesamt Anteile mit einem Nominalwert in Höhe von 149,7 Mio. € in 4.067.155 Stück Aktien der KUKA Aktiengesellschaft gewandelt. Die nicht gewandelten Wandelschuldverschreibungen mit einem Nominalbetrag in Höhe von 0,3 Mio. € wurden zusammen mit den im Geschäftsjahr angefallenen Zinsen an die Investoren ausbezahlt.

Schuldscheindarlehen

Am 9. Oktober 2015 hatte die KUKA AG ein unbesichertes Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. € platziert, aus dem nach Abzug der Transaktionskosten in Höhe von 1,1 Mio. € der KUKA AG 248,9 Mio. € zuflossen.

Das Gesamtvolumen des Darlehens wurde in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine Laufzeit von fünf Jahren; die Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. € und eine Laufzeit von sieben Jahren. Der Emissionskurs betrug 100,0% bei einer Mindeststückelung von 0,5 Mio. €. bzw. einem Vielfachen davon. Die Rückzahlung erfolgt zu 100,0% in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche. Das Schuldscheindarlehen ist mit Zinskupons von 1,15% für die Tranche 1 bzw. 1,61% für die Tranche 2 ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum 9. Oktober. Zum 30. Juni 2016 sind Zinsen in Höhe von 2,4 Mio. € (31. Dezember 2015: 0,8 Mio. €) abgegrenzt.

Bilanziell wurde das Schuldscheindarlehen beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten in Höhe von 1,1 Mio. € angesetzt. Die Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der jeweiligen Tranchen unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung der Transaktionskosten erhöht sich der Zinssatz für die Tranche 1 auf 1,24% effektiv bzw. für die Tranche 2 auf 1,67% effektiv.

Der Buchwert inkl. anteiligen Zinsabgrenzungen beläuft sich zum 30. Juni 2016 auf 251,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 249,0 Mio. €).

Konsortialkredit

Die KUKA AG finanziert sich unter anderem über einen Konsortialkredit, der eine Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € vorsieht und eine Betriebsmittellinie in Höhe von 90,0 Mio. €, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann. Der Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Die finanziellen Covenants bestehen in einer Untergrenze für den Zinsdeckungsgrad (EBITDA zu Nettozinsaufwand) sowie einer Obergrenze für den Leverage (Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA). Der Konsortialkreditvertrag enthält eine übliche Change-of-Control-Klausel. Nach Gesprächen mit allen Konsortialbanken erwartet KUKA jedoch nicht, dass diese einen Kontrollwechsel aufgrund des Übernahmeangebots der Midea Gruppe für einen Ausstieg aus der Finanzierung des KUKA Konzerns nutzen werden.

Im März 2016 übte die KUKA AG die erste der zwei bestehenden Verlängerungsoptionen aus und verlängerte nach erfolgter Zustimmung aller Konsortialbanken, die Laufzeit des Konsortialkreditvertrages um ein Jahr auf den 30. März 2021. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015.

Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum 30. Juni 2016 auf insgesamt 122,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 100,9 Mio. €).

Avallinien von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften

Die von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkreditvertrags zugesagten Aval-Linien belaufen sich zum 30. Juni 2016 auf 89,0 Mio. € (31. Dezember 2015: 89,0 Mio. €), und können in vollem Umfang genutzt werden. Die Ausnutzung betrug zum Stichtag 55,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 47,1 Mio. €).

Die bestehenden bilateralen Avallinien mit Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften enthalten keine Change-of-Control-Klauseln.

ABS-Programm

Der KUKA Konzern hat im Juni 2011 ein ABS-Programm (Asset-Backed Securities) mit einem Volumen von 25,0 Mio. € aufgelegt. Dieses Programm wurde zum 30. Juni 2016 mit 23,1 Mio. € (31. Dezember 2015: 16,4 Mio. €) in Anspruch genommen.

Das bestehende ABS-Programm enthält ebenfalls eine Change-of-Control-Klausel. Auch hier erwartet KUKA nicht, dass der Forderungsankäufer das Programm aufgrund des Kontrollwechsel kündigt.

Finanzinstrumente die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Der Standard enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Der beizulegende Zeitwert wird dabei als derjenige Preis definiert, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswerts vereinnahmen bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlen würden.

Gemäß IFRS 13 sind die zu Marktwerten bewerteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei werden die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert:

Stufe 1

Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden

Stufe 2

Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar sind

Stufe 3

Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Folgende Tabelle stellt die Aufteilung der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar:

30.06.2016

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte - 8,1 2,0 10,1
Finanzielle Verbindlichkeiten - 6,1 - 6,1

31.12.2015

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte - 4,6 2,1 6,7
Finanzielle Verbindlichkeiten - 3,8 - 3,8

Die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 2 betreffen im Wesentlichen die aktivierten und passivierten Devisentermingeschäfte. Die Werte werden mit Hilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 enthalten Anteile von nicht am Markt gehandelten Beteiligungen und werden anhand der diskontierten zukünftigen Geldflüsse aus dem Verkauf einer Minderheitenbeteiligung bewertet.

Alle anderen Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und entsprechen im Wesentlichen den Buchwerten.

Segmentberichterstattung

Aufgrund der internen Berichts- und Organisationsstruktur ergibt sich für die Segmentierung der KUKA die Unterteilung in die Segmente Robotics, Systems, Swisslog sowie KUKA AG und sonstige Gesellschaften. Die wesentlichen Finanzgrößen werden für alle vier Segmente ermittelt. Für die Steuerung des Segmentergebnisses wird das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) als entscheidende Kennzahl herangezogen.

Die wesentlichen Elemente der Segmentberichterstattung sind im Lagebericht in der Berichterstattung über die operativen Geschäftsbereiche Robotics, Systems und Swisslog sowie tabellarisch zu Beginn der Erläuterungen zu diesem Zwischenbericht dargestellt.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7 die Zahlungsmittelveränderung im KUKA Konzern. Der Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Zahlungsmittel in Höhe von 3,2 Mio. € (31. Dezember 2015: 3,2 Mio. €) unterliegen einer Verfügungsbeschränkung. Diese stehen noch im Zusammenhang mit Vorjahren getätigten Unternehmenserwerben sowie mit einem staatlich geförderten Auftrag in Brasilien.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Wesentlichen haben sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse gegenüber dem 31. Dezember 2015 nicht verändert.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 ist der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nahezu unverändert.

Dazu zählen die assoziierten Unternehmen sowie die nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Zudem zählen die Voith Gruppe sowie die Loh Gruppe, bis zur Übertragung der jeweiligen Aktienpakete, zu den nahestehenden Unternehmen.

Insgesamt wurden von nahestehenden Unternehmen und Personen im ersten Halbjahr 2016 4,2 Mio. € Leistungen erbracht und 3,8 Mio. € Leistungen empfangen.

Weiterhin bestanden zum Stichtag insgesamt Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 0,8 Mio. € und Verbindlichkeiten sowie sonstige Leistungsverpflichtungen in Höhe von 0,9 Mio. €.

Die vertraglich vereinbarten, künftigen Kapitaleinzahlungen in die KBee AG sollen in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Meilensteine bis Ende 2016 erfolgen und betragen noch 1,3 Mio. €. Über die unterschiedliche Auslegung verschiedener Vertragsbestandteile in Bezug auf den Entwicklungsstand und die Serienreife des von der KBee AG entwickelten Roboters sowie die Ausgestaltung der weiteren Zusammenarbeit inklusive der damit einhergehenden möglichen Anpassung der bestehenden Gesellschafts- und Lizenzverträge diskutieren die Parteien aktuell.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Berichtszeitrums

Am 16. Juni 2016 veröffentlichte die MEECCA International (BVI) Limited, eine 100%ige Beteiligungsgesellschaft der Midea Gruppe Co. Ltd. (Midea), die Angebotsunterlage zum öffentlichen Übernahmeangebot für die KUKA Aktiengesellschaft (KUKA). Das Übernahmeangebot erfolgte in Form eines Barangebots zu 115,0 € je KUKA Aktie und richtet sich an alle Aktionäre von KUKA.

Ende Juni erfolgte basierend auf der Fairness Opinion die Empfehlung des Vorstands an die KUKA Aktionäre, das Angebot anzunehmen. Bis zum 3. August 2016 (laufende Nachfrist, aufgrund Überschreitung der 30%-Mindestannahmeschwelle) können Aktionäre der KUKA ihre Aktien Midea anbieten. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Abschnitt "KUKA am Kapitalmarkt".

In diesem Zusammenhang sowie im Zusammenhang mit starken Auftragseingang im zweiten Quartal 2016 veröffentlichte die KUKA Aktiengesellschaft am 21. Juli 2016 die nachfolgende Ad Hoc Mitteilung:

"Im Zuge des Übernahmeangebots der MECCA International (BVI) Limited, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Midea Group Co., Ltd. ("Midea"), vom 16. Juni 2016 fallen Aufwendungen unter anderem für Beratungskosten und Kosten, die sich durch die Aktienprogramme für Mitarbeiter ergeben, an. Im Geschäftsjahr 2016 rechnet der Vorstand mit Auswirkungen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 30 Mio. €, wovon zum 30. Juni 2016 bereits rund 21 Mio. € zu berücksichtigen sind.

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2016 unverändert einen Umsatz von mehr als 3,0 Mrd. € und eine EBIT-Marge von mehr als 5,5% vor Kaufpreisallokation für Swisslog, jedoch nunmehr auch vor Sonderkosten in Höhe von rund 30 Mio. €.

Im zweiten Quartal 2016 erzielte KUKA nach vorläufigen Zahlen einen Auftragseingang in Höhe von rund 890 Mio. €, der deutlich über den Erwartungen liegt."

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Augsburg, den 2. August 2016

Der Vorstand

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Dr. Till Reuter Peter Mohnen

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Konzern-Kapitalflussrechnung, verkürzter Konzern-Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangsangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standart 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

München, 2. August 2016

KPMG

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Karl Braun Rainer Rupprecht
(Wirtschaftsprüfer) (Wirtschaftsprüfer)

Finanzkalender 2016

Zwischenbericht drittes Quartal 9. November 2016

Dieser Quartalsbericht wurde am 3. August 2016 veröffentlicht und ist bei der KUKA Aktiengesellschaft, Abteilung Public Relations/Investor Relations, in deutscher und englischer Sprache zu beziehen. In Zweifelsfällen ist die deutsche Version maßgeblich.

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KUKA Aktiengesellschaft

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