Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

KUKA AG Interim / Quarterly Report 2016

Nov 9, 2016

253_rns_2016-11-09_67770a7c-c92c-403a-901b-8fd75605e3ba.html

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

KUKA Aktiengesellschaft

Augsburg

Quartalsbericht Q3/16

Entwicklung in 9M/16

Auftragseingang steigt um 23,1 % auf insgesamt 2.627,4 Mio. € in 9M/16

In Q3/16 neuer Rekordauftragseingang mit fast 1 Mrd. € (987,5 Mio. €)
Alle Geschäftsbereiche wachsen deutlich zweistellig in Q3/16

Umsatzerlöse liegen bei 2.044,1 Mio. € in 9M/16 nach 2.199,4 Mio. € in 9M/15

In 2016 werden mehr und größere Projekte in Q4/16 umgesetzt

EBIT Marge vor Kaufpreisallokation für Swisslog erreicht 5,5 % in 9M/16 (vor Sonderkosten Midea) nach 6,9% in 9M/15

Das Ergebnis nach Steuern lag in 9M/16 bei 78,9 Mio. €, nach 63,4 Mio. € in 9M/15

KUKA erhält Steuerertrag in den USA wegen Gesetzesänderung in Höhe von 21,6 Mio. € in Q3/16

Guidance 2016 angepasst: Umsatz nunmehr bei rund 3,0 Mrd. € und EBIT-Marge unverändert bei mehr als 5,5% vor Kaufpreisallokation und Sonderkosten durch Midea Übernahme

Kennzahlen Konzern

scroll

in Mio. € 9M/15 9M/16 Veränderung
Auftragseingänge 2.134,8 2.627,4 23,1%
Auftragsbestand (30.09.) 1.727,4 2.169,5 25,6%
Umsatzerlöse 2.199,4 2.044,1 -7,1%
Bruttoergebnis vom Umsatz 517,6 548,6 6,0%
in % der Umsatzerlöse 23,5% 26,8% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 105,9 82,6 -22,0%
in % der Umsatzerlöse 4,8% 4,0% -
Sondereffekte* 0,0 21,4 -
EBIT bereinigt* 105,9 104,0 -1,8%
EBIT bereinigt* in % der Umsatzerlöse 4,8% 5,1% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 199,3 138,2 -30,7%
in % der Umsatzerlöse 9,1% 6,8% -
Sondereffekte* 0,0 21,4 -
EBITDA bereinigt* 199,3 159,6 -19,9%
EBITDA bereinigt* in % der Umsatzerlöse 9,1% 7,8% -
Ergebnis nach Steuern 63,4 78,9 24,4%
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,79 2,01 12,3%
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,70 2,01 18,2%
Investitionen 67,7 63,2 -6,6%
Eigenkapitalquote in % (30.09.) 29,3% 33,5% -
Nettoliquidität (30.09.) 16,6 85,9 >100%
Mitarbeiter (30.09.) 12.071 13.056 8,2%

scroll

in Mio. € Q3/15 Q3/16 Veränderung
Auftragseingänge 694,9 987,5 42,1%
Auftragsbestand (30.09.) 1.727,4 2.169,5 25,6%
Umsatzerlöse 722,0 710,9 -1,5%
Bruttoergebnis vom Umsatz 173,3 186,7 7,7%
in % der Umsatzerlöse 24,0% 26,3% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 37,5 35,9 -4,3 %
in % der Umsatzerlöse 5,2% 5,0% -
Sondereffekte* 0,0 0,7 -
EBIT bereinigt* 37,5 36,6 -2,4%
EBIT bereinigt* in % der Umsatzerlöse 5,2% 5,1% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 66,4 56,7 -14,6%
in % der Umsatzerlöse 9,2% 8,0% -
Sondereffekte* 0,0 0,7 -
EBITDA bereinigt* 66,4 57,4 -13,6%
EBITDA bereinigt* in % der Umsatzerlöse 9,2% 8,1% -
Ergebnis nach Steuern 21,9 48,5 >100%
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 0,60 1,23 >100%
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 0,57 1,23 >100%
Investitionen 22,8 22,2 -2,6%

* Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe

Vorwort

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im dritten Quartal 2016 haben wir erneut einen Rekordwert erzielt: einen Auftragseingang von fast 1 Mrd. €. Zu diesem guten Ergebnis haben alle Geschäftsbereiche mit jeweils starken zweistelligen Wachstumsraten beigetragen. Der Umsatz hat sich im Jahresvergleich von 722 Mio. € auf 710,9 Mio. € leicht verringert, da größere Aufträge in diesem Jahr verstärkt erst im vierten Quartal abgerufen werden. Dennoch liegen wir hier auf einem hohen Niveau. Die EBIT-Marge lag vor der Kaufpreisallokation für Swisslog und vor den Sonderkosten im Zuge der Übernahme durch Midea bei 5,5%.

Viele von Ihnen haben Ihre Midea-Aktien angedient und warten nun auf den Abschluss der Transaktion. Wir bei KUKA arbeiten weiter an unserer Zukunft. Eines steht für uns fest, wir setzen unsern erfolgreichen Weg fort und arbeiten intensiv an unseren Lösungen für die digitale Produktion und gestalten eine neue Welt mit neuen Geschäftsmodellen für unsere Kunden. Eine Schlüsselrolle dabei kommt dem effizienten Umgang mit Big Data zu. Durch die Möglichkeit riesige Datenmengen in Echtzeit abzubilden und zu verarbeiten, werden hochkomplexe Systeme kontrollierbar und optimierbar. Unser Vorteil ist ganz klar unser Domain Know-how. Indem wir unser umfassendes Prozesswissen mit den neuesten IT-Entwicklungen kombinieren, schaffen wir für unsere Kunden Mehrwert.

Einen wichtigen Schritt in diese Richtung haben wir im September gemacht, als wir auf der IMTS in Chicago KUKA Connect vorgestellt haben - unsere Cloud-basierte Software Plattform für die Datenanalyse, an das wir weltweit unserer Roboter anbinden können. Unsere Kunden können auf Basis dieses Products, ihre eigenen Produktion optimieren. Unser Ziel ist es, mit dieser Plattform ein Eco-System zu schaffen, dem die Kunden vertrauen können. Zusätzlicher Nutzen entsteht dadurch, dass die Kunden über diese Plattform auch auf Dienste anderer Anbieter zugreifen können. Unser Fokus liegt hier auch auf der Entwicklung neuer, servicebasierter Geschäftsmodelle und auf dem Aufbau eines Eco-Systems zum Vorteil unserer Kunden.

Im Herbst standen einige Messen auf dem Programm, wie zum Beispiel die Motek, die K-Messe oder aber die CIIF in China. Hier haben wir mit gewohntem KUKA Teamspirit unsere Produkte und Lösungen für die spezifischen Anforderungen unserer Fokusmärkte, wie zum Beispiel der Elektronikindustrie oder der Kunststoffindustrie, präsentiert. Außerdem ist im September der Startschuss für das Rennen um den KUKA Innovation Award 2017 gefallen. Die Finalisten der diesjährigen Advanced Mechatronics Challenge werden ihre Lösungen mit dem KUKA flexFellow auf der Hannover Messe 2017 präsentieren.

Mit voller Fahrt geht KUKA in den Jahresendspurt. Es macht mir großen Spaß, gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Zukunft zu gestalten. Und es macht mich stolz, Teil dieses großartigen Teams zu sein. Ein Team, das Industrie 4.0 bewegt. Vielen Dank dafür. Ich freue mich auf einen erfolgreichen Abschluss des laufenden Jahres und auf neue Projekte in 2017.

Ihr

Till Reuter

KUKA am Kapitalmarkt

Die Aktienmärkte in Deutschland entwickelten sich während der vergangenen neun Monate aufgrund der verhaltenen Wirtschaftsaussichten in China, der starken Rückgange der Ölpreise und des EU-Referendums in Großbritannien Ende Juni uneinheitlich. Der DAX ist um 2,0% gefallen und der MDAX um 3,9% gestiegen. Im dritten Quartal 2016 profitierten die Aktienmärkte jedoch durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken. In diesem Zeitraum stieg der Deutsche Aktienindex (DAX) um 8,6% auf 10.511 Punkte und der MDAX stieg um 8,7% auf 21.584 Punkte.

Übernahmeangebot von MECCA/MIDEA für KUKA

Am 16. Juni 2016 legte MECCA/MIDEA allen KUKA Aktionären die Angebotsunterlage für ein freiwilliges öffentliche Übernahmeangebot in Form eines Barangebotes zu 115 EUR je KUKA Aktie vor. Die erste Frist für die Annahme des Übernahmeangebots endete am 15. Juli 2016 und die weitere Annahmefirst am 03. August 2016. Am 08. August 2016 veröffentlichte MECCA/MIDEA, dass 94,55% der KUKA Aktionäre das Angebot angenommen haben. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der in der Angebotsunterlage aufgeführten Vollzugsbedingungen (vgl. Ziffer 13 in der Angebotsunterlage). Die Abwicklung des Angebots und die Zahlung des Angebotspreises an die annehmenden KUKA-Aktionäre kann durch das erforderlichen Freigabeverfahren (vgl. Ziffern 13.1.2 bis 13.1.3 in der Angebotsunterlage) bis zum 31. März 2017 erfolgen.

In den ersten neun Monaten 2016 entwickelte sich die nicht angediente KUKA Aktie (WKN: 620440, ISIN: DE0006204407) positiv mit einem Plus von 5,2%. Im abgelaufenen Quartal wurde die Entwicklung der KUKA Aktie durch das Übernahmeangebot beeinflusst. Die Aktie notiert am 30. September 2016 bei 87,37 € und lag damit auf dem Niveau, das vor Veröffentlichung des Angebots herrschte. Die KUKA Aktie mit der Bezeichnung "Zum Verkauf auf eingereichten KUKA-Aktien" (WKN: A2BPXK, ISIN: DE000A2BPXK1) entwickelte sich vom Tag der ersten Kursfeststellung bis zum Quartalsende positiv. Die Aktie stieg von 104,50 € auf 107,65 € und legte damit um 3,0% zu. Vergleichbare Aktienwerte börsennotierter Maschinenbauer und Automobilzulieferer entwickelten sich in den ersten neun Monaten des Jahres zwischen +21,5% und -5,2%.

Der Streubesitzanteil der KUKA Aktie ist durch die hohe Angebotsannahme von 94,55% auf unter 10% gefallen. Daher wurde die KUKA Aktie gemäß den Regularien der Deutschen Börse AG aus dem MDAX genommen. Die Änderung wurde zum 11. August 2016 wirksam. Die KUKA Aktie gehört nach wie vor den Indizes HDAX, CDAX und Prime All Share an.

Lagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Automobilnachfrage

Pkw-Märkte Westeuropa, China und USA legen zu

In den ersten neun Monaten 2016 legten laut Verband der Automobilindustrie (VDA) die drei wichtigsten Pkw-Märkte Westeuropa (+7,1%), China (+17,7%) und USA (+0,4%) bei den Autoabsätzen zu. Der VDA führt das kräftige Wachstum in Westeuropa auf das niedrige Zinsniveau sowie den hohen Ersatzbedarf - vor allem in den südeuropäischen Ländern - zurück. In Deutschland lagen die Neuzulassungen im September 9% über dem Vorjahresniveau. Sehr gut schnitt im September auch der chinesische Pkw-Markt mit einem Wachstum um fast ein Drittel ab. Der Automobilmarkt in den USA erreichte bei den Light Vehicle-Verkäufen (Pkw und Light Trucks) im September mit 1,4 Mio. Einheiten knapp das Vorjahresniveau (-1%). Hierbei zeigte sich ein zweigeteiltes Bild: Während die Pkw-Verkäufe um 7%auf rund 550.000 Einheiten zurückgingen, stieg der Light-Truck-Absatz um gut 4%auf rund 870.000 Einheiten.

Robotik und Automation

Steigende Absatzzahlen bestätigen globalen Automatisierungstrend

Der weltweit positive Trend beim Absatz von Industrierobotern wird sich nach jüngster Einschätzung der International Federation of Robotics (IFR) fortsetzen. Für das laufende Jahr prognostizierte die IFR in ihrer September-Studie ein Wachstum von rund 14% verglichen mit 2015. Das bedeutet in 2016 einen weltweiten Absatz von nahezu 290.000 Industrierobotern, davon 90.000 Stück in China. Damit sollen Ende 2017 fast 2,6 Millionen Industrieroboter in Fabriken im Einsatz sein, davon geschätzte 725.000 Stück in China.

In den Jahren 2017 bis 2019 rechnet die IFR mit einem jährlichen Durchschnittswachstum von 13% weltweit. Als größte Wachstumstreiber gelten die Industriebereiche Automotive und Elektronik. Insbesondere die Elektronikindustrie investiert immer mehr in die Automatisierung von Produktionsprozessen. Auch in anderen Bereichen der General Industry wie der Kunststoffindustrie, Logistik, Nahrungsmittelindustrie und Metallverarbeitenden Industrie wird eine steigende Nachfrage erwartet. Als besonders stark stuft die IFR das Wachstum in Asien ein. Im laufenden Jahr ist mit einem Zuwachs in Höhe von 18% zu rechnen.

Der chinesische Markt bietet immenses Automatisierungspotenzial. Im Durchschnitt wird dort der jährliche Absatz von Industrierobotern von 90.000 in 2016 auf 160.000 in 2019 steigen. Um langfristig die gleiche Roboterdichte wie in anderen Industrienationen zu erreichen, müssen in China rund eine Million neue Roboter installiert werden. Der Absatz in der Region Amerika soll in 2016 um 5% steigen. Die Nachfrage kommt hier vor allem aus Nordamerika. In Europa rechnet die IFR in 2016 mit einem Anstieg von 8%. Zwischen 2017 und 2019 soll der Absatz in der Region Amerika und in Europa durchschnittlich um etwa 8% pro Jahr wachsen.

Geschäftsverlauf

Auftragseingang KUKA

Konzern

Im abgelaufenen Quartal erzielte der KUKA Konzern einen Auftragseingang mit einem Gesamtvolumen von 987,5 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahresquartal (Q3/15: 694,9 Mio. €) entspricht dies einem Anstieg von 42,1%. Damit konnte KUKA den bisherigen Rekordwert aus dem vorhergehenden Quartal (Q2/16: 893,4 Mio. €) deutlich übertreffen. Zu diesem guten Ergebnis haben alle drei Geschäftsbereiche mit jeweils deutlich zweistelligen Wachstumsraten beigetragen: Swisslog +56,6%, Systems +48,2% und Robotics +29,1%. Unterstützt wurde die gute Nachfrage sowohl von Automotive als auch General Industry.

In den ersten neun Monaten 2016 konnte KUKA die Auftragseingänge um 23,1% von 2.134,8 Mio. € (9M/15) auf 2.627,4 Mio. € (9M/16) erhöhen.

KUKA Robotics

Im dritten Quartal 2016 verzeichnete der Geschäftsbereich Robotics Auftragseingänge von insgesamt 287,1 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahresquartal (Q3/15: 222,4 Mio. €) ergab sich ein Anstieg um 29,1%. Dieser Wert liegt damit zum siebten Mal in Folge deutlich über der 200 Mio. € Schwelle.

Diese guten Ergebnisse sind vor allem auf die starke Nachfrage aus den Kundensegment Automotive und General Industry zurückzuführen. Aus Ländersicht waren die Treiber für diese erfreuliche Entwicklung China, Deutschland und die USA.

In den ersten neun Monaten 2016 erwirtschaftete Robotics einen Auftragseingang von 781,0 Mio. € (9M/15: 686,5 Mio. €).

Das Segment Automotive konnte im abgelaufenen Quartal Auftragseingänge in Höhe von 132,5 Mio. € generieren. Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal (Q3/15: 87,5 Mio. €) entspricht dies einem Zuwachs von 51,4% und einem Anteil von 46,0% an den gesamten Auftragseingängen. Die Aufträge wurden überwiegend von deutschen und chinesischen Automobilherstellern vergeben und resultieren aus den Abrufen von Rahmenverträgen. Das General Industry Geschäft erhöhte sich um 18,7% von 89,8 Mio. € (Q3/15) auf 106,6 Mio. € (Q3/16); der Anteil von General Industry lag damit im Quartal bei 37,0%. Auch der Service verzeichnete ein Wachstum von 7,0% auf 48,6 Mio. € (Q3/15: 45,4 Mio. €), was im abgelaufenen Quartal einen Anteil von 17,0% bedeutet.

KUKA Systems

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs Systems erreichte im dritten Quartal 2016 einen Wert von 526,2 Mio. € (Q3/15: 355,1 Mio. €) und erhöhte sich um 48,2% gegenüber dem Vergleichswert des Vorquartals. Das Wachstum wurde von allen Segmenten getragen, mit sehr starken Impulsen im Bereich Automotive und aus Nordamerika.

In den ersten neun Monaten 2016 kletterte der Auftragseingang um 21,3% auf 1.351,7 Mio. € (9M/15: 1.114,0 Mio. €).

Swisslog

Bei Swisslog hielt auch im abgelaufenen Quartal die starke Nachfrage an. Der Geschäftsbereich verbuchte im dritten Quartal 2016 Aufträge mit einem Volumen von 199,4 Mio. € (Q3/15: 127,3 Mio. €). Verglichen mit dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Anstieg von 56,6%. Treiber des Anstiegs war das Segment Logistik, das ein deutliches Wachstum ausweisen konnte.

Die Auftragseingänge summierten sich in den ersten neun Monaten 2016 auf insgesamt 535,2 Mio. € und erhöhten sich damit um 48,4% gegenüber dem Wert im Vorjahr (9M/15: 360,6 Mio. €).

Umsatzerlöse

KUKA Konzern

Im dritten Quartal 2016 erzielte der KUKA Konzern Umsatzerlöse von 710,9 Mio. €. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 722,0 Mio. € leicht gefallen (-1,5%). Die Bereiche Robotics (1,4%) und Systems (0,1%) verzeichnen eine positive Entwicklung, während der Wert bei Swisslog um -10,0% gegenüber dem Vorquartalswert zurückgegangen ist. Der Hauptgrund für das geringe Wachstum, trotz des starken Auftragseingangs, ist, dass größere Aufträge in diesem Jahr verstärkt erst im vierten Quartal von den Kunden abgerufen werden.

Der KUKA Konzern verbuchte in den ersten neun Monaten 2016 einen Umsatz in Höhe von 2.044,1 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahreswert ergab sich ein Rückgang von -7,1% (9M/15: 2.199,4 Mio. €).

KUKA Robotics

Im Geschäftsbereich Robotics erhöhten sich die Umsatzerlöse im dritten Quartal 2016 um 1,4% auf 210,3 Mio. € verglichen zum dritten Quartal 2015 (Q3/15: 207,4 Mio. €). Vor allem das Segment General Industry und das Segment Service haben sich positiv auf die Umsatzentwicklung im Quartal ausgewirkt.

In den ersten neun Monaten 2016 erreichten die Umsatzerlöse einen Wert von 669,0 Mio. €. Damit übertraf der Wert das Vorjahresniveau um 1,5% (9M/15: 659,4 Mio. €).

KUKA Systems

Der Geschäftsbereich Systems erwirtschaftete im dritten Quartal 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 367,8 Mio. €. Verglichen zum Vorjahresquartal lag dieser Wert auf gleichem Niveau (Q3/15: 367,3 Mio. €). Verglichen zum Vorquartal (Q2/16: 313,9 Mio. €) ist dies ein Anstieg um 17,2%

In den ersten neun Monaten 2016 summierten sich die Umsatzerlöse auf 973,6 Mio. €. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2015 (9M/15: 1.099,5 Mio. €) verringerte sich der Wert um -11,5%. Der Grund für diese Entwicklung ist einerseits, dass die Umsatzerlöse der veräußerten HLS Gruppe und des Werkzeugbaus in den ersten neun Monaten 2015 mit 46,8 Mio. € berücksichtigt waren. Andererseits liegen bei den größeren Aufträgen von Systems zwischen Auftragsgewinn und Realisierung des Umsatzes häufig mehr als neun Monate.

Swisslog

Im Geschäftsbereich Swisslog lagen die Umsatzerlöse im dritten Quartal 2016 bei 138,9 Mio. €. Gegenüber den Umsatzerlösen im dritten Quartal 2015 (Q3/15: 154,3 Mio. €) ergab sich ein Rückgang von -10,0%.

Nach den ersten neun Monaten lag der Wert mit 423,4 Mio. € um -9,6% unter dem Vergleichswert (9M/15: 468,6 Mio. €). Ähnlich wie bei Systems erfolgt die Umsetzung der Aufträge häufig 9 - 12 Monate nach deren Gewinnung.

Book-to-Bill Ratio und Auftragsbestand

KUKA Konzern

Die Book-to-Bill Ratio, d.h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen verbesserte sich im Berichtsquartal deutlich und erreichte einen Wert von 1,39 (Q3/15: 0,96). Auch in den ersten neun Monaten 2016 lag der Wert mit 1,29 über dem Vergleichswert (9M/15: 0,97). Somit liegen die Werte sowohl im Quartalsvergleich als auch kumuliert nach neun Monaten markant über 1, was ein wichtiger und positiver Indikator für die zukünftige Auslastung des Konzerns ist.

Der Auftragsbestand im Konzern hat sich weiter erhöht und erreicht am 30. September 2016 den Wert von 2.169,5 Mio. €. Damit übertraf der Wert das Vorjahresniveau um 25,6% (30. September 2015: 1.727,4 Mio. €). Verglichen zum Vorquartal erhöhte sich der Auftragsbestand um 12,8% (Q2/16: 1.923,0 Mio. €).

KUKA Robotics

Robotics verzeichnet im abgelaufenen Quartal eine Book-to-Bill-Ratio von 1,37 und lag damit über dem Niveau des Vorjahres (Q3/15: 1,07). In den ersten neun Monaten des Vergleichszeitraumes kletterte der Wert von 1,04 auf 1,17.

Zum 30. September 2016 verzeichnet Robotics einen Auftragsbestand von 334,9 Mio. €. Damit verbesserte sich der Wert um 19,7% verglichen mit dem Vorjahreswert (30. September 2015: 279,8 Mio. €).

KUKA Systems

Im dritten Quartal 2016 verbesserte sich bei Systems die Book-to-BillRatio von 0,97 auf 1,43. Nach neun Monaten 2016 lag der Wert bei 1,39 und erhöhte sich damit deutlich zum Vergleichszeitraum (9M/15: 1,01).

Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September auf 1.263,9 Mio. € und wuchs um 26,0% (9M/15: 1.002,7 Mio. €).

Swisslog

Die Book-to-Bill-Ratio von Swisslog erreichte im dritten Quartal 2016 den Wert von 1,44 (Q3/15: 0,83). Der kumulierte Wert verbesserte sich von 0,77 (9M/15) auf 1,26 (9M/16).

Zum 30. September 2016 lag der Auftragsbestand bei einen Wert von 597,5 Mio. € (Q3/15: 454,7 Mio. €).

EBIT

KUKA Konzern

Der KUKA Konzern erzielte im dritten Quartal 2016 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), vor der Kaufpreisallokation für Swisslog und vor den Sonderkosten im Zuge der Übernahme durch Midea, in Höhe von 39,4 Mio. € (Marge: 5,5%). Im Vergleich betrug das operative EBIT, also vor Kaufpreisallokation und vor dem Buchgewinn durch den Verkauf des Werkzeugbaues (WZB), den Wert von 44,6 Mio. € (Marge: 6,2%) im dritten Quartal 2015. Unter Berücksichtigung der nicht operativen Aufwendungen (Kaufpreisallokation/Midea) und des nicht operativen Ertrags (Werkzeugbau-Sparte) reduzierte sich das EBIT in Höhe von 35,9 Mio. € (Q3/16) nur leicht gegenüber dem Vergleichsquartal (Q3/15: 37,5 Mio. €). Die EBIT-Margen lagen entsprechend bei 5,0% (Q3/16) und 5,2% (Q3/15).

Das EBIT reduziert sich in den ersten neun Monaten 2015 von 105,9 Mio. € auf 82,6 Mio. € (9M/16). Die EBIT-Margen verringern sich entsprechend von 4,8% auf 4,0% (9M/16). Ohne Berücksichtigung der Kaufpreisallokation und der Sonderkosten im Zuge der Übernahme durch Midea lag das EBIT in 9M/16 bei 112,2 Mio. € (Marge: 5,5%).

Robotics

Im dritten Quartal 2016 lag das EBIT von Robotics bei 20,6 Mio. € (Q3/15: 22,9 Mio. €). Grund für diesen Rückgang ist vor allem der deutliche Anstieg der Investitionen für den Bereich Forschung und Entwicklung. Die EBIT-Marge lag bei 9,8% im abgelaufenem Quartal (Q3/15: 11,0%).

In den ersten neun Monaten 2016 summierte sich das EBIT von Robotics auf insgesamt 67,3 Mio. €, was zu einer EBIT-Marge von 10,1% führte. Im Vorjahr lag das EBIT noch bei 72,8 Mio. € mit einer EBIT-Marge von 11,0%.

Systems

Der Geschäftsbereich Systems erreichte im dritten Quartal 2016 ein EBIT in Höhe von 25,9 Mio. € (Q3/15: 29,5 Mio. €). Verglichen mit dem Vorjahresquartal reduzierte sich der Wert um -12,2%. Ein Grund für den Rückgang ist ein Buchgewinn im Vorjahresquartal, der sich durch den Verkauf des Werkszeugbaus ergeben hat. Die EBIT-Marge verringerte sich entsprechend von 8,0% (Q3/15) auf 7,0% (Q3/16).

Das EBIT lag nach den ersten neun Monaten 2016 bei 64,7 Mio. € nach 89,8 Mio. € im Vergleichszeitraum (9M/15). Die EBIT-Marge reduziert sich von 8,2% (9M/15) auf 6,6% (9M/16). Bereinigt um den Buchgewinn aus dem Verkauf der HLS Gruppe und des Werkzeugbaus wäre das EBIT in 9M/15 bei 77,2 Mio. € gelegen und die Marge bei 7,0%.

Swisslog

Im dritten Quartal 2016 erhöhte sich das EBIT im Geschäftsbereich Swisslog von -6,2 Mio. € (Q3/15) auf 1,0 Mio. €. Grund für diese positive Entwicklung sind die deutlich niedrigeren Abschreibungen für die Kaufpreisallokation, die im dritten Quartal 2016 bei 2,8 Mio. € (Q3/15: 11,8 Mio. €) und nach den ersten neun Monaten 2016 bei 8,2 Mio. € (9M/15: 46,3 Mio. €) lagen. Die EBIT-Marge verbessertes sich entsprechend deutlich von -4,0% (Q3/15) auf 0,7% (Q3/16). Ohne den Effekt der Kaufpreisallokation lag das EBIT in Q3/16 bei 3,8 Mio. € (Q3/15: 5,6 Mio. €).

Insgesamt erreichte Swisslog in den ersten neun Monaten 2016 ein EBIT von 0,7 Mio. € (9M/15: -34,8 Mio. €) und eine EBIT-Marge von 0,2% (9M/15: -7,4%). Vor Kaufpreisallokation lag das EBIT bei 8,9 Mio. € (9M/15: 11,5 Mio.€).

Entwicklung in den Geschäftsbereichen

Kennzahlen Robotics

scroll

in Mio. € 9M/15 9M/16 Veränderung
Auftragseingänge 686,5 781,0 13,8%
Auftragsbestand (30.09.) 279,8 334,9 19,7%
Umsatzerlöse 659,4 669,0 1,5%
Bruttoergebnis vom Umsatz 254,8 261,7 2,7%
in % der Umsatzerlöse 38,6% 39,1% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 72,8 67,3 -7,6%
in % der Umsatzerlöse 11,0% 10,1% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 91,5 83,6 -8,6%
in % der Umsatzerlöse 13,9% 12,5% -
Mitarbeiter (30.09.) 4.055 4.529 11,7%

scroll

in Mio. € Q3/15 Q3/16 Veränderung
Auftragseingänge 222,4 287,1 29,1%
Auftragsbestand (30.09.) 279,8 334,9 19,7%
Umsatzerlöse 207,4 210,3 1,4%
Bruttoergebnis vom Umsatz 82,6 84,2 1,9%
in % der Umsatzerlöse 39,8% 40,0% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 22,9 20,6 -10,0%
in % der Umsatzerlöse 11,0% 9,8% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 28,5 26,2 -8,1%
in % der Umsatzerlöse 13,7% 12,5% -

Kennzahlen Systems

scroll

in Mio. € 9M/15 9M/16 Veränderung
Auftragseingänge 1.114,0 1.351,7 21,3%
Auftragsbestand (30.09.) 1.002,7 1.263,9 26,0%
Umsatzerlöse 1.099,5 973,6 -11,5%
Bruttoergebnis vom Umsatz 193,5 174,7 -9,7%
in % der Umsatzerlöse 17,6% 17,9% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 89,8 64,7 -28,0%
in % der Umsatzerlöse 8,2% 6,6% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 106,5 79,2 -25,6%
in % der Umsatzerlöse 9,7% 8,1% -
Mitarbeiter (30.09.) 5.126 5.317 3,7%

scroll

in Mio. € Q3/15 Q3/16 Veränderung
Auftragseingänge 355,1 526,2 48,2%
Auftragsbestand (30.09.) 1.002,7 1.263,9 26,0%
Umsatzerlöse 367,3 367,8 0,1%
Bruttoergebnis vom Umsatz 65,2 64,9 -0,5%
in % der Umsatzerlöse 17,8% 17,6% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 29,5 25,9 -12,2%
in % der Umsatzerlöse 8,0% 7,0% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 36,6 32,2 -12,0%
in % der Umsatzerlöse 10,0% 8,8% -

Kennzahlen Swisslog

scroll

in Mio. € 9M/15 9M/16 Veränderung
Auftragseingänge 360,6 535,2 48,4%
Auftragsbestand (30.09.) 454,7 597,5 31,4%
Umsatzerlöse 468,6 423,4 -9,6%
Bruttoergebnis vom Umsatz 69,6 112,9 62,2%
in % der Umsatzerlöse 14,9% 26,7% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -34,8 0,7 -102,0%
in % der Umsatzerlöse -7,4% 0,2% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 20,2 17,9 -11,4%
in % der Umsatzerlöse 4,3 % 4,2% -
Mitarbeiter (30.09.) 2.543 2.645 4,0%

scroll

in Mio. € Q3/15 Q3/16 Veränderung
Auftragseingänge 127,3 199,4 56,6%
Auftragsbestand (30.09.) 454,7 597,5 31,4%
Umsatzerlöse 154,3 138,9 -10,0%
Bruttoergebnis vom Umsatz 26,3 38,0 44,5%
in % der Umsatzerlöse 17,0% 27,4% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -6,2 1,0 116,1%
in % der Umsatzerlöse -4,0% 0,7% -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 8,9 6,9 -22,5%
in % der Umsatzerlöse 5,8% 5,0% -

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Im Berichtszeitraum erbrachte der KUKA Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 2.044,1 Mio. € (9M/15: 2.199,4 Mio. €). Der Auftragseingang in Höhe von 2.627,4 Mio. € in den ersten neun Monaten 2016 sowie der Quartalswert für Q3/2016 in Höhe von 987,5 Mio. € überbieten alle bisher erreichten Werte. Das Bruttoergebnis vom Umsatz konnte - verglichen mit dem Vorjahresvergleichsperiode - um 6,0% auf nun 548,6 Mio. € (9M/15: 517,6 Mio. €) gesteigert werden. Besonders die gesunkenen Umsatzkosten trugen zu diesem verbesserten Ergebnis bei. Damit erhöhte sich die Konzern-Bruttomarge von 23,5% in den ersten neun Monaten 2015 auf 26,8% in den ersten neuen Monaten 2016. Dies liegt vor allem an einer erneut verbesserten Materialeinsatzquote und an Fremdwährungseffekten des Liefer- und Leistungsverkehrs.

Die Kosten für Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung erhöhten sich um 9,7% auf 458,3 Mio. € (9M/15: 417,7 Mio. €). Gemessen im Verhältnis zum Umsatz liegen diese sogenannten Overheadkosten mit 22,4% über dem Niveau des Vorjahres von 19,0%.

In der Veränderung sind gestiegene Vertriebskosten in Höhe von 7,4 Mio. € enthalten, welche im Wesentlichen den Aufbau der Vertriebsmannschaft um 139 KUKAner im Vergleich zum Stichtag des Vorjahresvergleichszeitraums reflektiert. Dieser Aufbau ist ein wichtiger Baustein zur Erhöhung der Marktdurchdringung und zum Erschließen neuer Märkte. Ein weiterer Baustein liegt in der Optimierung der Kommunikationskultur zwischen KUKA und seinen Kunden und Partnern. Durch die Zusammenarbeit mit Salesforce wird KUKA entlang der kompletten Wertschöpfungskette eine deutlich engere Verzahnung von Kunden und Partnern mit Mitarbeitern aus dem Vertrieb, Service und Marketing ermöglicht.

Im Bereich der Verwaltungskosten ist eine Erhöhung um 26,1 Mio. € zu verzeichnen. Wie bereits im Halbjahresbericht 2016 dargestellt, ist dies maßgeblich dem Sondereffekt aus dem laufenden Übernahmeangebot vom 16. Juni 2016 der Midea Gruppe (für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Abschnitt "KUKA am Kapitalmarkt") zuzurechnen. Im Rahmen des Übernahmeangebots entstanden sowohl wesentliche, nicht geplante Beratungsaufwendungen als auch zusätzliche Personalkosten für die bestehende Phantom-Share-Programme für Mitglieder des Vorstands und des oberen Managements. Insgesamt ist der Sondereffekt mit derzeit rund 21,4 Mio. € zu beziffern. Diese sind im Segmentbericht im Bereich Überleitungen und Konsolidierung dargestellt.

Die darüber hinausgehende Erhöhung ist dem Ziel geschuldet, den Konzern KUKA segmentübergreifend bestmöglich auf die Anforderungen der bestehenden und zukünftigen Märkte zu fokussieren. Dies wird in laufenden internen Projekten zur Harmonisierung, Standardisierung und Optimierung von Prozessen, sowie Einführung von globalen IT-Plattformen, umgesetzt. Die Maßnahmen führen zunächst zu höheren externen und internen Aufwendungen, die sich in einem Anstieg der Verwaltungskosten niederschlagen.

Für KUKA war und ist es wichtig als Technologieunternehmen den zukunftsweisenden Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten seiner Mitarbeiter ein modernes Umfeld und Raum zu geben. Dieses Ziel wurde auch mit dem Bau des neuen Entwicklungs- und Technologiezentrums (ETZ) am Standort Augsburg vorangetrieben. Nach einer Bauzeit von rund 2 Jahren wurde im Juli 2016 mit rund 200 Gästen aus Wirtschaft und Politik der Neubau offiziell eingeweiht. Neben dem Platz für ca. 850 Mitarbeiter befindet sich im neuen Gebäude auch ein beeindruckender Showroom sowie das KUKA College, in dem jährlich zwischen 6.000 und 7.000 Kunden geschult werden sollen.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen in den ersten neun Monaten 2016 mit 94,9 Mio. € über dem Vorjahresvergleichszeitraum (9M/15: 87,8 Mio. €). In diesem planmäßigen Anstieg spiegelt sich die anhaltende strategische Ausrichtung des Konzerns durch Ausweitung der Investitionen in Produkte und Lösungen sowie in neue und zukunftsweisende Technologien wider.

Beispielhaft stehen hier u. a. die drei aktuellen innovativen Projekte, die auf der ICRA (International Conference on Robotics and Automation, Schweden) im Mai 2016 vorgestellt wurden:

Im Projekt AREUS entwickelt KUKA mit seinen Partnern Technologien für den energieeffizienten Betrieb von Robotern
Maschinelles Lernen über Algorithmen und dem Einsatz von 3-D Kameras beim smarten KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa z.B. für automatisches Sortieren nach kurzer Trainingsphase
Konzeptstudie youBot in a box: Möglichkeiten der einfachen Programmierung in Java (Programmierstandard für KUKA Industrieroboter) über die KUKA Sunrise.Workbench am eigenen PC für die Steuerung eines fünfachsigen Roboterarms mit einem Zweifinger-Greifer, welcher über ein Ethernet-Kabel mit dem PC verbunden ist.

Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Projekte liegt auf der Entwicklung von Industrierobotern im 3 kg-Bereich für limitierte Zellengrößen. Mit großem Erfolg konnte bereits der neue kompakte KR 3 AGILUS als ideale Lösung für kleine Zellenkonzepte und für die Montage und das Handling von kleinsten Teilen einem breiten Publikum auf der Automatica 2016 vorgestellt werden.

Auch werden in Zusammenarbeit mit Systempartnern Lösungen erarbeitet um den steigenden Flexibilitätsanforderungen und stetig kürzere Produkt-Lebenszyklen zu begegnen. Eine "Ready-to-use"-Anwendung als anwendungsorientierte Automatisierungslösung wurde im Oktober 2016 auf der Kunststoffmesse K 2016 in Düsseldorf von KUKA präsentiert.

Im Bereich Systems (Industries) bietet der LaserSpy, ein optischer Sensor für Sicherheitsüberwachung in der Laserbearbeitung, einen sicheren Schutz vor Fehlbestrahlung. Durch effiziente Weiterentwicklung konnte nun der Radius des Sensorbereiches für die Überwachung von 2,5 Meter auf 3,5 Meter erhöht werden. Damit werden Laserzellen noch sicherer und bieten in der Zellenfertigung deutlich bessere und auch kostengünstigere, konstruktive Möglichkeiten wie zum Beispiel die Fertigung von großflächigen Elementen.

Im Segment Swisslog liegt der Fokus der Entwicklung im Healthcare-Bereich im Ausbau der unternehmensweiten Software, welche den Materialfluss sowie die Verwaltung der Medikation steuert bzw. überwacht und dabei die verschiedenen Lösungskomponenten von Swisslog miteinbezieht. Zudem werden die bestehenden Lösungskomponenten, insbesondere im Krankenhausapothekenbereich weiter ausgebaut. Im Bereich der industriellen Lagerautomation wurde in diesem Jahr ein neues Shuttle-System ("Cyclone Carrier") entwickelt sowie in neue PalettierIösungen ("Automated Case Picking" und "Automated Item Picking") investiert; diese Lösungen erlauben den Kunden von Swisslog einen erhöhten Effizienzgewinn in der Automatisierung ihrer Läger.

Um die Möglichkeiten, die Industrie 4.0 bietet aktiv anzugehen und um auch künftig im Bereich der roboterbasierten Automationslösungen technologisch führend zu bleiben, folgt KUKA mehreren Strategien. Zum einen investiert KUKA seit Jahren in Köpfe: Mittlerweile beschäftigt der Konzern 847 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung - dies entspricht einem Anteil von 6,5% (9M/15: 5,8%) der Beschäftigten. Zunehmend erfolgt die Entwicklung auch außerhalb Europas um noch besser auf die regional spezifischen Marktanforderungen eingehen zu können. Zum anderen intensiviert KUKA die Zusammenarbeit mit innovativen Unternehmen und beteiligt sich aktiv an Partnerschaften. So hat KUKA erst im April 2016 auf der Hannover Messe mit Infosys eine "Industrie 4.0 Partnerschaft" beschlossen. Ziel der Kooperation ist unter anderem die Entwicklung einer Softwareplattform, die es Kunden ermöglichen soll, Daten zu sammeln, auszuwerten und für die Verbesserung der eigenen Prozesse zu nutzen. Weiterhin ist an dieser Stelle die Gründung des Unternehmens conyunn GmbH im April 2016 zu nennen. Das Unternehmen entwickelt "App-basierte" Anwendungen, welche über Cloud-Plattformen gesteuert werden. Über diese Anwendungen können Kunden ihre gesammelten Daten über Produktion- und Logistikprozesse auswerten und für eine effiziente Verbesserung ihrer Prozesse nutzen.

Im Berichtszeitraum angefallene Kosten für Neuentwicklungen in Höhe von 13,7 Mio. € (9M/15: 8,5 Mio. €) wurden aktiviert und werden in den Folgeperioden über planmäßige Abschreibungen als Aufwand erfasst. Die erfassten Aufwendungen für Abschreibungen betragen 6,0 Mio. € (9M/15: 13,3 Mio. €) und sind im Wesentlichen im Bereich der Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Die Aktivierungsquote beträgt 13,4% (9M/15: 10,2%).

Insgesamt betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die ersten neun Monate dieses Jahres 82,6 Mio. € (9M/15: 105,9 Mio. €). Die EBIT-Marge für den Berichtszeitraum 2016 ist im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum von 4,8% auf 4,0% gefallen.

Wesentlicher Einfluss auf das EBIT in den ersten neun Monaten 2016 hatten die bereits erwähnten Sondereffekte im Rahmen des laufenden Ubernahmeangebots durch die Midea Gruppe in Höhe von 21,4 Mio. €. Ohne diese Sondereffekte ergibt sich ein EBIT in Höhe von 104,0 Mio. € und eine EBIT-Marge in Höhe von 5,1%. Eliminiert man darüber hinaus die Effekte der planmäßigen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem Erwerb der Swisslog Gruppe (9M /16: 8,2 Mio. €; 9M/15: 46,3 Mio. €) sowie dem Buchgewinn aus dem Verkauf der HLS (Verkauf in Q2/15) und Werkzeugbau (Verkauf in Q3/15) ergibt sich ein EBIT von 112,2 Mio. € (9M/15: 139,6 Mio. €) mit einer EBIT-Marge von 5,5% (9M/15: 6,3%). Damit liegt KUKA auch für 2016 operativ weiter auf Kurs.

scroll

Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 Q1/16 Q2/16
EBIT (in Mio. €) 28,1 40,3 37,5 29,7 31,4 15,3
EBIT-Marge (in %) 3,9% 5,3% 5,2% 3,9% 5,0% 2,2%
EBIT bereinigt* (in Mio. €) 28,1 40,3 37,5 29,7 31,4 36,0
EBIT-Marge bereinigt* (in %) 3,9% 5,3% 5,2% 3,9% 5,0% 5,1%
EBITDA (in Mio. €) 59,5 73,4 66,4 59,8 48,6 32,9
EBITDA-Marge (in %) 8,3% 9,7% 9,2% 7,8% 7,7% 4,7%
EBITDA bereinigt* (in Mio. €) 59,5 73,4 66,4 59,8 48,6 53,6
EBITDA-Marge bereinigt* (in %) 8,3% 9,7% 9,2% 7,8% 7,7% 7,6%

scroll

Q3/16
EBIT (in Mio. €) 35,9
EBIT-Marge (in %) 5,0%
EBIT bereinigt* (in Mio. €) 36,6
EBIT-Marge bereinigt* (in %) 5,1%
EBITDA (in Mio. €) 56,7
EBITDA-Marge (in %) 8,0%
EBITDA bereinigt* (in Mio. €) 57,4
EBITDA-Marge bereinigt* (in %) 8,1%

* Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe

Der Bereich Robotics lag wie erwartet mit 10,1% EBIT-Marge unter dem Vorjahresniveau von 11,0%. Swisslog erreichte mit 0,2% eine deutliche Verbesserung der EBIT-Marge im Vergleich zu 9M/15 (-7,4%). Bereinigt um die Effekte aus der Kaufpreisallokation lag die Marge bei 2,1% (9M/15: 2,5%). Das Segment Systems verzeichnete in den ersten neun Monaten eine EBIT-Marge in Höhe von 6,6% (9M/15: 8,2%). Ohne Berücksichtigung des Buchgewinns des HLS/Werkzeugbau-Verkaufs in 2015 ergibt sich für 9M/15 eine EBIT-Marge von 7,0%.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) reduzierte sich im Vorjahresvergleich von 199,3 Mio. € auf 138,2 Mio. €. Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen in Höhe von 55,6 Mio. € (9M/15: 93,4 Mio. €) verbucht. Diese entfallen mit 16,3 Mio. € (9M/15: 18,7 Mio. €) auf Robotics, mit 14,6 Mio. € (9M/15: 16,7 Mio. €) auf Systems, mit 17,2 Mio. € (9M/15: 55,0 Mio. €) auf Swisslog sowie mit 7,5 Mio. € (9M/15: 3,2 Mio. €) auf den sonstigen Bereich. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte aus dem Übernahmeangebot der Midea Gruppe beträgt das EBITDA 159,6 Mio. € bzw. die EBITDA-Marge 7,8%.

Die saldierten Aufwendungen und Erträge im Finanzergebnis führen in den ersten neun Monaten zu einem Ertrag von 0,6 Mio. €. Dies stellt eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum dar, in welchem das Finanzergebnis noch bei -8,0 Mio. € lag.

Die Zinserträge beliefen sich auf 8,8 Mio. € (9M/15: 6,2 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing und Erträge aus kurzfristigen Geldanlagen. Währungseffekte aus dem Finanzierungsbereich werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Nettobetrag aus Fremdwährungsgewinnen und Fremdwährungsverlusten führte in den ersten neun Monaten zu einem Fremdwährungsgewinn von 1,8 Mio. € (9M/15: 1,5 Mio. €).

Im Berichtszeitraum fiel ein Zinsaufwand von 8,2 Mio. € an. Der wesentliche Anteil entfällt dabei auf das im Oktober 2015 neu platzierte Schuldscheindarlehen mit Zinsaufwendungen in Höhe von 2,7 Mio. € sowie auf den Nettozinsaufwand für Pensionen in Höhe von 1,6 Mio. € (9M/15: 1,3 Mio. €). Bedingt durch die seit Oktober 2015 vorgenommen und im März 2016 abgeschlossene Wandlungen der Wandelschuldverschreibung reduzierte sich der Zinsaufwand für die Wandelschuldverschreibung von 3,4 Mio. € im Vorjahresvergleichszeitraum auf einen Betrag in Höhe von 0,3 Mio. €. Für Bürgschaften und Avale fielen Aufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. € an (9M/15: 0,4 Mio. €)

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 83,2 Mio. € (9M/15: 95,8 Mio. €). Die Steuerquote beträgt 5,2% (9M/15: 33,8%) unter Berücksichtigung des Steueraufwands von 4,3 Mio. € (9M/15: 32,4 Mio. €) im Betrachtungszeitraum. Aufgrund von vorteilhaften Veränderungen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen für bestimmte Steuersubventionen in den USA konnten Entlastungen im Bereich der Ertragsbesteuerung in Höhe von insgesamt 26,1 Mio. € bewirkt werden.

Das Ergebnis nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum von 63,4 Mio. € auf 78,9 Mio. €. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 2,01 € (9M/15: 1,79 €).

Konzerngewinn- und Verlustrechnung (verkürzt)

scroll

in Mio. € 9M/15 9M/16
Umsatzerlöse 2.199,4 2.044,1
EBIT bereinigt* 105,9 104,0
EBIT 105,9 82,6
EBITDA 199,3 138,2
EBITDA bereinigt* 199,3 159,6
Finanzergebnis -8,0 0,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag 32,4 -4,3
Ergebnis nach Steuern 63,4 78,9

* Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe

Finanzlage

Die Cash Earnings sind eine Kennzahl, welche sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um Ertragsteuern, Zinsergebnis, nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen sowie zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen ergibt. Mit 139,6 Mio. € in den ersten neun Monaten 2016 (9M/15: 201,5 Mio. €) stellt diese einen Indikator für die ausgezeichnete wirtschaftliche Lage des Unternehmens dar.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank auf -73,8 Mio. € (9M/15: 34,6 Mio. €). Diese Reduktion ist vor allem auf den Aufbau des Trade Working Capitals um 119,1 Mio. € auf 383,7 Mio. € zurückzuführen. Der Anstieg ist insbesondere Folge des deutlich höheren Auftragseingangs und der damit einhergehenden vorlaufenden Beschaffungsmaßnahmen. Diese Ausgaben sind nötig und werden der KUKA helfen die zukünftigen Umsatzziele zu erreichen. Insgesamt hat sich das Trade Working Capital wie folgt entwickelt:

scroll

Konzern
in Mio. € 31.12.2015 30.09.2016
--- --- ---
Vorräte abzgl. erhaltene Anzahlunger 225,3 263,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen 658,3 736,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen 619,0 616,0
Trade Working Capital 264,6 383,7

Investitionen wurden in den ersten neun Monaten 2016 in Höhe von 63,2 Mio. € (9M/15: 67,7 Mio. €) vorgenommen. Die Investitionen bei den Sachanlagen in Höhe von 29,8 Mio. € betreffen Investitionen in technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für das im letzten Quartal 2015 fertiggestellte Entwicklungs- und Technologiezentrum in Augsburg waren noch kleinere nachlaufende Investitionen, wie z. B. Büro- und Innenausstattung nötig. Im Bereich der immateriellen Vermögenswerte wurden 33,4 Mio. € investiert, davon 13,6 Mio. € für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, weitere 10,6 Mio. € für Lizenzen, welche im Rahmen interner Projekten zur Harmonisierung, Standardisierung und Optimierung von Prozessen erworben wurden. Die Investitionen für Unternehmenserwerbe beliefen sich auf insgesamt 13,2 Mio. €. Darin enthalten sind Zahlungen für ein asset deal in den USA im Segment Swisslog, den Unternehmenserwerb der Tecnilab S. p.A. Cuneo/ Italien sowie eine weitere Meilensteinzahlung an die KBee AG, München in Höhe von 1,6 Mio. €. Darüber hinaus wurden weitere 4,1 Mio. € aus bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten fällig und weitere 0,3 Mio. € wurden für den sukzessiven Erwerb der ausstehenden 49%-Anteile an dem Tochterunternehmen Faude Automatisierungstechnik GmbH bezahlt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug insgesamt -59,2 Mio. € (9M/15: -27,4 Mio.€).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ergab zusammen mit dem Cashflow aus Investitionstätigkeit einen Free Cashflow in Höhe von -133,0 Mio. € (9M/15: 7,2 Mio. €).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -17,2 Mio. € (9M/15: -43,7 Mio. €). Darin enthalten sind die Dividendenzahlungen an die Aktionäre in Höhe von 0,50 € je Aktie (2015: 0,40 € je Aktie) mit einem Gesamtbetrag von 19,3 Mio. €.

Damit verfügte der KUKA Konzern zum 30. September 2016 über einen Finanzmittelfonds von 341,9 Mio. € (9M/15: 158,9 Mio. €). Die starke Erhöhung gegenüber dem Vorjahresvergleichswert hängt im Wesentlichen mit der Einzahlung aus dem im Oktober 2015 begebenen Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 250,0 Mio. € zusammen. Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 reduzierte sich der Finanzmittelfonds um 154,3 Mio. € (31. Dezember 2015: 496,2 Mio. €) - vor allem durch den oben beschriebenen Aufbau des Trade Working Capital.

Konsortialkredit

Der zur Unternehmensfinanzierung im April 2015 abgeschlossene Konsortialkredit besteht unverändert mit einer Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und einer Betriebsmittellinie in Höhe von 90,0 Mio. €, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann. Im ersten Quartal 2016 hat KUKA von ihrer ersten vertraglichen Verlängerungsoption Gebrauch gemacht, der alle Konsortialbanken zugestimmt haben. Damit hat der Konsortialkredit bei unverändertem Volumen nunmehr eine Laufzeit bis Ende 31. März 2021. Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum Stichtag auf insgesamt 157,0 Mio. € (31. Dezember 2015: 100,9 Mio. €). Der Konsortialkreditvertrag enthält eine übliche Change-of-Control-Klausel. Nach Gesprächen mit allen Konsortialbanken erwartet KUKA jedoch nicht, dass diese einen Kontrollwechsel aufgrund des Übernahmeangebots der Midea Gruppe für einen Ausstieg aus der Finanzierung des KUKA Konzerns nutzen werden.

Das bestehende ABS-Programm enthält ebenfalls eine Change-of-Control-Klausel. Auch hier erwartet KUKA nicht, dass der Forderungsankäufer das Programm aufgrund des Kontrollwechsel kündigt.

Die bestehenden bilateralen Avallinien mit Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften enthalten keine Change-of-Control-Klauseln.

Kündigung der Wandelschuldverschreibung

Mit Bekanntmachung vom 18. Februar 2016 hat die KUKA Aktiengesellschaft die Wandelschuldverschreibungen vom Februar/Juli 2013 unwiderruflich zum 24. März 2016 (Rückzahlungstermin) gekündigt. Bis zum Rückzahlungstermin wurden daraufhin im ersten Quartal 2016 weitere Wandelschuldverschreibungen über nominal 46,9 Mio. € in 1.274.211 Aktien gewandelt. Die nicht gewandelten Wandelschuldverschreibungen mit einem Nominalbetrag in Höhe von 0,3 Mio. € wurden zusammen mit den im Geschäftsjahr angefallen Stückzinsen an die Investoren zurück bezahlt.

Konzern-Kapitalflussrechnung (verkürzt)

scroll

in Mio. € 9M/15 9M/16
Cash Earnings 201,5 139,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 34,6 -73,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit -27,4 -59,2
Free Cashflow 7,2 -133,0

Vermögenslage

Zum Stichtag hat sich die Bilanzsumme des KUKA Konzerns um 28,4 Mio. € von 2.381,7 Mio. € per 31. Dezember 2015 auf 2.410,1 Mio. € erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung von 1,2%.

Die langfristigen Vermögenswerte auf der Aktivseite stiegen gegenüber dem Vorjahresende auf 836,0 Mio. € zum 30. September 2016 (31. Dezember 2015: 823,3 Mio. €). Dabei reduzierte sich das Sachanlagevermögen leicht um 3,8 Mio. € und die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 0,3 Mio. €. Die Forderungen aus Finanzierungsleasing reduzierten sich um 8,3 Mio. €. Für Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind Beträge in Höhe von 6,4 Mio. € angesetzt (31. Dezember 2015: 6,6 Mio. €), welche in der Position At equity Finanzanlagen ausgewiesen sind. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 59,3 Mio. € (31. Dezember 2015: 49,2 Mio. €) und entfallen mit 26,1 Mio. € auf Verlustvorträge (31. Dezember 2015: 11,2 Mio. €). Von den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge entfallen 12,6 Mio. € auf das Inland. Diese werden gemäß dem deutschen Körperschaftssteuergesetz wahrscheinlich mit der rechtlichen Übertragung von mehr als 50% der Anteile an Midea verfallen.

Der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt zum 30. September 2016 1.574,1 Mio. € (31. Dezember 2015: 1.558,4 Mio. €). Die im Abschnitt zu Ertragslage dargestellten Erläuterungen zu den vorteilhaften Veränderungen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen für bestimmte Steuersubventionen in den USA, welche zu Entlastungen im Bereich der Ertragsbesteuerung führen, wirken sich bilanziell in gestiegenen Ertragssteuerforderungen aus. Weitere Erläuterungen zu den kurzfristigen Vermögenswerten finden sich in den Ausführungen zur Finanzlage.

Das Eigenkapital konnte im Berichtszeitraum von 732,5 Mio. € auf 807,2 Mio. € gesteigert werden. Neben dem Ergebnis nach Steuern (78,9 Mio. €) hat hierzu hauptsächlich die Wandlung der Wandelschuldverschreibung in Anteile der KUKA AG und die daraus resultierende Kapitalerhöhung von 44,6 Mio. € beigetragen. Eigenkapitalmindernd wirkten sich Währungskurseffekte (i. W. USD, CHF, CNY und BRL) mit insg. -10,3 Mio. € sowie die für das Geschäftsjahr 2015 ausgeschüttete Dividende in Höhe von 19,3 Mio. € aus. Aufgrund des im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 erneut niedrigeren Zinsniveaus führte die erfolgsneutrale Bewertung der Pensionen inkl. der darauf entfallenden latenten Steuern mit insgesamt -18,0 Mio. € zu einer weiteren Reduktion des Eigenkapitals. Das den Minderheiten zustehende Eigenkapital veränderte sich leicht von -0,5 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf 0,3 Mio. € zum 30. September 2016. Dabei wurden 0,7 Mio. € durch den sukzessiven Erwerb von Faude Automatisierungstechnik GmbH aus den Minderheiten zustehendem Eigenkapital in den Anteilseignern zustehenden Eigenkapital umgegliedert.

Die Eigenkapitalquote, d. h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, ist mit 33,5% im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 deutlich gestiegen (31. Dezember 2015: 30,8%).

Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich insbesondere aufgrund der beschriebenen Wandlung der Wandelschuldverschreibungen von 296,3 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf 256,0 Mio. € zum 30. September 2016. Die verbliebenen Finanzverbindlichkeiten betreffen vornehmlich kleinere Ziehungen ausländischer Tochtergesellschaften im Rahmen des bestehenden Konsortialkreditvertrags sowie das begebene Schuldscheindarlehen.

In der Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen um 19,5 Mio. € spiegelt sich im Wesentlichen der erfolgsneutrale versicherungsmathematische Verlust aus der erneuten Reduzierung des Diskontierungszinssatzes wider.

Die kurzfristigen Schulden sind von 1.160,6 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf 1.147,5 Mio. € zum 30. September 2016 gefallen. Hierin enthalten sind die jahreszeitlich bedingten Verbindlichkeiten des Personalbereichs, wie z.B. Abgrenzungen für Urlaubstage. Bezüglich der Verbindlichkeiten des Trade Working Capitals verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage.

Die zum 30. September 2016 bestehende Nettoliquidität des Konzerns, d. h. die flüssigen Mittel abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, hat sich im Vergleich zum Jahresende 2015 von 199,9 Mio. € auf 85,9 Mio. € vermindert.

Konzernvermögenslage

scroll

in Mio. € 31.12.2015 30.09.2016
Bilanzsumme 2.381,7 2.410,1
Eigenkapital 732,5 807,2
in % der Bilanzsumme 30,8% 33,5%
Nettoliquidität 199,9 85,9

Forschung & Entwicklung

Im dritten Quartal 2016 beliefen sich die Aufwände für Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns auf 31,2 Mio. €. Damit lagen die Investitionen unter dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr (Q3/15: 35,9 Mio. €). In den ersten neun Monaten 2016 summierten sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 94,9 Mio. € (9M/15: 87,8 Mio. €). Der Aufwand für F & E kann vor allem dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden. Systems und Swisslog wickeln Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in erster Linie im Rahmen von Kundenprojekten ab. Im dritten Quartal 2016 konzentrierte sich KUKA auf die spezifischen Anforderungen der Fokusmärkte, wie zum Beispiel der Elektronik- oder der Kunststoffindustrie. Einen Schwerpunkt bildete die Weiterentwicklung der Schlüsseltechnologien für die digitale, vernetzte Produktion.

Ready-to-use Lösungen auf der K-Messe gezeigt

Anwendungsorientierte Automatisierungslösungen standen im Fokus des Messeauftritts von Robotics auf der Kunststoff messe K 2016 in Düsseldorf. Kaum eine andere Branche weist so kurze Produktlebenszyklen wie die Kunststoffindustrie auf. Produkte und Modellreihen werden bereits nach wenigen Monaten modifiziert. Automatisierungslösungen für deren Herstellung müssen sich daher innerhalb kürzester Zeit amortisieren. Oder sie müssen so konzipiert sein, dass sie auch für die nächste Modellreihe genutzt werden können. Parallel nehmen die Komplexität der Kunststoffteile und die Funktionsintegration kontinuierlich zu. Die Kunststoffindustrie benötigt daher Lösungen und Applikationen, die für den sofortigen Einsatz bereit, einfach zu bedienen und zu integrieren sind. Hierzu zeigte KUKA gemeinsam mit Systempartnern etwa die Applikation "ready2_run" für die Verbindung mehrerer Roboterzellen mittels einfachem Kabel per "Plug and Play", oder die Lösung "ready2_pilot", bei der eine 6D-Maus direkt am Roboterarm montiert wird und so die intuitive Bewegungsbahnplanung des Roboters durch einfaches Navigieren ermöglicht - ganz ohne Programmierkenntnisse.

Ideal für Spritzgießmaschinen: Die Konsolroboter der KR QUANTEC Serie

Für die speziellen Bedürfnisse der Kunststoffindustrie hat KUKA die Konsolroboter in der Serie KR QUANTEC K entwickelt. Die Roboter finden dank reduziertem Gewicht jederzeit den passenden Zugang zum gewünschten Arbeitsplatz. Platzsparend können sie auf einer Maschine montiert werden und von oben nach unten arbeiten.

Digital Insights - Vernetzung mit KUKA Connect

Wie Cloud Computing und Vernetzung in einer modernen Fabrik aussehen können, demonstrierte das Exponat Digital Insights. Am Beispiel des globalen Netzwerks KUKA Connect wird gezeigt, wie sämtliche Informationen aller vernetzten Geräte zentral erfasst und verarbeitet werden können. Dieses Wissen minimiert Ausfall- und Servicezeiten und spart Kosten.

Software KUKA.mxAutomation weiterentwickelt

Damit Unternehmen und deren Mitarbeiter einfach mit Robotern arbeiten können, hat KUKA die Software KUKA.PLC mxAutomation als Schnittstelle zwischen Robotern und Maschinensteuerungen entwickelt. Programmierung und Diagnose des Roboters erfolgen einfach über die Steuerung und Benutzeroberfläche der Maschine - auch ohne spezielle Roboter-Programmierkenntnisse. Mit der neuen Version der Software KUKA.PLC mxAutomation 2.1 ermöglicht KUKA die Roboterbewegungen in einer einfachen, offenen SPS-Steuerung und in einer für den Kunden bekannten Umgebung anzusteuern. Zudem wurde die Usability der Software weiter erhöht und neue Funktionen, etwa zur Motion Control, hinzugefügt. Die neuen Softwarebausteine ermöglichten die Zertifizierung nach PLCopen Motion Control Part 4.

Die Kompaktzelle KUKA flexibleCUBE laser

Neben dem KUKA flexibleCUBE arc, der Kompaktschweißzelle für automatisiertes Schutzgasschweißen, bietet KUKA Industries seinen Kunden nun auch den KUKA flexibleCUBE laser. Die flexible Konzeption des flexibleCUBE laser ermöglicht eine Vielzahl von Laserprozessen und ist ideal für ein dynamisches Produktionsumfeld geeignet. Laserschneiden und -schweißen sind ebenso möglich, wie Laserauftragsschweißen. Durch das offene System kann die Laserstrahlquelle applikationsspezifisch optimal ausgewählt werden. Die schlüsselfertige Kompaktzelle beinhaltet sowohl einen KUKA Roboter, den Laserbearbeitungskopf, die lasersichere Schutzeinrichtung, den Positionierer sowie eine moderne Zellen- und Prozessvisualisierung.

Mitarbeiter

Am 30. September 2016 beschäftigte der KUKA Konzern 13.056 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag ist dies ein Anstieg um 8,2% (30. September 2015: 12.071). Im Geschäftsbereich Robotics erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter von 4.055 auf 4.529 um 11,7%. Vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung wurde Personal aufgebaut. Bei KUKA Systems änderte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 3,7% von 5.126 am 30. September 2015 auf 5.317 am 30. September 2016. Der Geschäftsbereich Swisslog zählte in diesem Jahr zum Ende der ersten neun Monate 2.645 Mitarbeiter und damit 4,0% mehr als am Vorjahresstichtag (30. September 2015: 2.543). Die Anzahl der Leiharbeitskräfte in Augsburg ging um -22% von 415 auf 324 zurück. Am Standort Augsburg waren zum Ende des dritten Quartals 3.432 Mitarbeiter beschäftigt. Das waren 9,2% mehr als am Vorjahresstichtag (30. September 2015: 3.143).

Risiko- und Chancenbericht

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen oder aus der Konzernfinanzierung ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand es Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. Im Hinblick auf die sich auf den EBIT auswirkenden Risiken verweisen wir zudem auf den detaillierten Bericht im Geschäftsbericht/Lagebericht 2015 (S. 53 ff.).

Ausblick

Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2016 eine gute Nachfrage, vor allem aus den Regionen Nordamerika und Asien, dabei insbesondere aus China. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt nahezu stabil entwickeln können. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. Dies liegt zum einen an der teilweise niedrigen Penetrationsrate der roboterbasierten Automation in einigen Teilbereichen und zum anderen an neuen Robotertypen und Technologien, die es ermöglichen, bisher wenig automatisierte Produktionsschritte effizienter zu gestalten. In der Automobilindustrie sind die Investitionen der Kunden während der letzten Jahre bereits deutlich gestiegen.

KUKA passt Umsatzausblick an und lässt Margenausblick unverändert

KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen im Gesamtjahr 2016 einen Umsatz von rund 3,0 Mrd. € (alt: mehr als 3,0 Mrd. €). Grund hierfür ist, dass die Verbesserung der Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr 2016 nicht ausreicht die Rückgänge im ersten Halbjahr zu überkompensieren. Beide Kundensegmente - General Industry und Automotive - und aus regionaler Sicht China und Nordamerika sollten positiv zur Umsatzentwicklung beitragen. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der erwarteten Umsatzentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von mehr als 5,5% vor der Kaufpreisallokation für Swisslog und auch vor Sonderkosten, die sich im Zusammenhang mit der Übernahme durch MECCA/Midea in Höhe von rund 30 Mio. € ergeben, erreichen zu können. Der Aufwand für die Kaufpreisallokation bei Swisslog sollte in 2016 bei rund 10 Mio. € liegen und damit deutlich niedriger als im Vorjahr sein.

Zwischenabschluss (verkürzt)

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2016

scroll

in Mio. € Q3/15 Q3/16 9M/15 9M/16
Umsatzerlöse 722,0 710,9 2.199,4 2.044,1
Umsatzkosten -548,7 -524,2 -1.681,8 -1.495,5
Bruttoergebnis vom Umsatz 173,3 186,7 517,6 548,6
Vertriebskosten -59,6 -66,2 -185,7 -193,1
Forschungs- und Entwicklungskosten -35,9 -31,2 -87,8 -94,9
Allgemeine Verwaltungskosten -44,9 -49,0 -144,2 -170,3
Sonstige betriebliche Erträge 6,9 0,3 20,6 6,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1,9 -3,9 -13,7 -11,4
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen -1,0 -0,8 -3,0 -3,0
Betriebsergebnis 36,9 35,9 103,8 82,6
Überleitung zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Im Betriebsergebnis enthaltene Finanzierungskosten 0,6 0,0 2,1 0,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 37,5 35,9 105,9 82,6
Abschreibungen 28,9 20,8 93,4 55,6
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 66,4 56,7 199,3 138,2
Zinserträge 1,1 3,1 6,2 8,8
Zinsaufwendungen -4,0 -2,5 -14,2 -8,2
Finanzergebnis -2,9 0,6 -8,0 0,6
Ergebnis vor Steuern 34,0 36,5 95,8 83,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12,1 12,0 -32,4 -4,3
Ergebnis nach Steuern 21,9 48,5 63,4 78,9
davon auf Minderheitenanteile entfallend 0,6 0,0 -0,4 -0,5
davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend 21,3 48,5 63,8 79,4
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € 0,60 1,23 1,79 2,01
Ergebnis je Aktie (verwässert) in € 0,57 1,23 1,70 2,01

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2016

scroll

in Mio. € Q3/15 Q3/16 9M/15 9M/16
Ergebnis nach Steuern 21,9 48,5 63,4 78,9
Positionen, die potenziell in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -13,3 -2,4 37,3 -10,3
Positionen, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste -0,4 -4,0 0,3 -23,0
Latente Steuern auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste -1,7 0,6 -2,8 5,0
Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen -15,4 -5,8 34,8 -28,3
Gesamterfolg 6,5 42,7 98,2 50,6
davon auf Minderheitenanteile entfallend -0,6 0,0 -0,4 -0,5
davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend 7,1 42,7 98,6 51,1

Konzern-Kapitalflussrechnung

der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2016

scroll

in Mio. € 9M/15 9M/16
Ergebnis nach Steuern 63,4 78,9
Ertragsteuern 48,7 20,5
Zinsergebnis 8,0 -0,6
Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte 69,1 25,5
Abschreibungen auf Sachanlagen 24,3 30,1
Sonstige (zahlungsunwirksame) Erträge -19,7 -19,9
Sonstige (zahlungsunwirksame) Aufwendungen 7,7 5,1
Cash Earnings 201,5 139,6
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -10,3 0,2
Veränderung der Rückstellungen 12,1 -16,1
Veränderung von Posten des Umlaufvermögens und der Schulden
Veränderung der Vorräte -59,3 -53,9
Veränderung der Forderungen und Abgrenzungsposten -91,2 -102,3
Veränderung der Schulden und Abgrenzungsposten (ohne Finanzschulden) 19,7 19,4
Gezahlte Ertragsteuern -35,8 -57,8
Sachverhalte, die dem Cashflow aus Investitionstätigkeit/Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2,1 -2,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 34,6 -73,8
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 5,8 3,1
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -20,0 -33,4
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -47,7 -29,8
Auszahlungen für Investitionen in Finanzinvestitionen -0,5 -0,9
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition 23,5 8,9
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 47,2 0,0
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -41,7 -13,2
Erhaltene Zinsen 6,0 6,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -27,4 -59,2
Free Cashflow 7,2 -133,0
Dividenenzahlungen -16,9 -19,3
Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Bankverbindlichkeiten -22,2 3,9
Einzahlung aus erhaltenen Zuschüssen 2,1 2,9
Gezahlte Zinsen -6,7 -4,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -43,7 -17,2
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -36,5 -150,2
Veränderungen aufgrund von Unternehmenserwerben 1,9 0,1
Wechselkurs- und sonstige Veränderungen des Finanzmittelfonds 1,4 -4,2
Veränderung des Finanzmittelfonds -33,2 -154,3
(davon Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit) (1,5) -0,3
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 192,1 496,2
(davon Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit am Anfang der Periode) (2,4) 3,5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 158,9 341,9
(davon Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit am Ende der Periode) (3,8) 1,4

Konzern-Bilanz

der KUKA Aktiengesellschaft zum 30. September 2016

AKTIVA

scroll

31.12.2015 30.09.2016
in Mio. €
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 423,0 438,9
Sachanlagen 259,0 255,2
Finanzinvestitionen 3,9 4,8
At Equity bilanzierte Beteiligungen 6,6 6,4
692,5 705,3
Forderungen aus Finanzierungsleasing 65,2 56,9
Ertragsteuerforderungen 1,6 0,0
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 14,8 14,5
Latente Steuern 49,2 59,3
823,3 836,0
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 297,8 352,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 310,6 306,1
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 347,7 430,0
Forderungen aus Finanzierungsleasing 8,5 8,8
Ertragsteuerforderungen 10,5 38,4
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 87,1 96,8
764,4 880,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 496,2 341,9
1.558,4 1.574,1
2.381,7 2.410,1

PASSIVA

scroll

31.12.2015 30.09.2016
in Mio. €
--- --- ---
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 100,1 103,4
Kapitalrücklage 265,3 306,6
Gewinnrücklagen 367,6 397,5
Ausgleichsposten für Anteile Dritter -0,5 -0,3
732,5 807,2
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 294,2 249,5
Übrige Verbindlichkeiten 24,0 26,9
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 114,0 133,5
Latente Steuern 56,4 45,5
488,6 455,4
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 2,1 6,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 402,0 346,4
Enthaltene Anzahlungen 72,5 88,5
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 217,0 269,6
Ertragsteuerverbindlichkeiten 33,4 23,6
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 290,6 284,2
Sonstige Rückstellungen 143,0 128,7
1.160,6 1.147,5
2.381,7 2.410,1

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2016

scroll

Gewinnrücklagen
Aktienanzah

im Umlauf
Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Währungs-

umrechnung
Versicherungs-

mathematische

Gewinne und Verluste
Jahresüberschuss

und sonstige

Gewinnrücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2015 35.708.315 92,8 176,5 9,7 -17,2 262,5
Ergebnis nach Steuern 63,8
Sonstiges Ergebnis 37,3 -2,5
Gesamterfolg - - - 37,3 -2,5 63,8
Dividende KUKA AG -14,3
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen -5,1
30.09.2015 35.708.315 92,8 176,5 47,0 -19,7 306,9
01.01.2016 38.501.259 100,1 265,3 53,0 -15,2 329,8
Ergebnis nach Steuern - 79,4
Sonstiges Ergebnis -10,3 -18,0
Gesamterfolg - - - -10,3 -18,0 79,4
Kapitalerhöhung aus Wandlungen 1.274.211 3,3 41,3
Dividende KUKA AG -19,3
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen -1,9
30.09.2016 1.274.211 103,4 306,6 42,7 -33,2 388,0

scroll

Anteilseignern

zustehendes

Eigenkapital
Minderheiten

zustehendes

Eigenkapital
Summe
in Mio. € in Mio. € in Mio. €
--- --- --- ---
01.01.2015 524,3 16,8 541,1
Ergebnis nach Steuern 63,6 -0,4 63,4
Sonstiges Ergebnis 34,6 34,8
Gesamterfolg 98,6 -0,4 98,2
Dividende KUKA AG -14,3 -14,3
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen -5,1 -16,7 -21,8
30.09.2015 603,5 -0,3 603,2
01.01.2016 733,0 -0,5 732,5
Ergebnis nach Steuern 79,4 -0,5 78,9
Sonstiges Ergebnis -28,3 -28,3
Gesamterfolg 51,1 -0,5 50,6
Kapitalerhöhung aus Wandlungen 44,6 44,6
Dividende KUKA AG -19,3 -19,3
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen -1,9 0,7 -1,2
30.09.2016 807,5 -0,3 807,2

Erläuterungen zum Konzernabschluss (verkürzt)

Konzern-Segmentberichterstattung

der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2016

scroll

Robotics Systems Swisslog
in Mio. € 9M/15 9M/16 9M/15 9M/16 9M/15 9M/16
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang 686,5 781,0 1.114,0 1.351,7 360,6 535,2
Auftragsbestand (30.09.) 279,8 334,9 1.002,7 1.263,9 454,7 597,5
Konzernaußenumsatzerlöse 638,3 651,0 1.092,5 969,6 468,6 423,4
in % der Konzernumsatzerlöse 29,0% 31,8% 49,7% 47,4% 21,3% 20,7%
Konzerninnenumsatzerlöse 21,1 18,0 7,0 4,0 0,0 0,0
Umsatzerlöse der Bereiche 659,4 669,0 1.099,5 973,6 468,6 423,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 254,8 261,7 193,5 174,7 69,6 112,9
in % der Umsatzerlöse des Bereichs 38,6% 39,1% 17,6% 17,9% 14,9% 26,7%
EBIT 72,8 67,3 89,8 64,7 -34,8 0,7
in % der Umsatzerlöse des Bereichs 11,0% 10,1% 8,2% 6,6% -7,4% 0,2%
Sondereffekte* - - - - - -
EBIT bereinigt* 72,8 67,3 89,8 64,7 -34,8 0,7
EBIT bereinigt* in % der Umsatzerlöse des Bereichs 11,0% 10,1% 8,2% 6,6% -7,4% 0,2%
EBITDA 91,5 83,6 106,5 79,2 20,2 17,9
in % der Umsatzerlöse des Bereichs 13,9% 12,5% 9,7% 8,1% 4,3 % 4,2%
Sondereffekte* - - - - - -
EBITDA bereinigt* 91,5 83,6 106,5 79,2 20,2 17,9
EBITDA bereinigt* in % der Umsatzerlöse des Bereichs 13,9% 12,5% 9,7% 8,1% 4,3% 4,2%
Vermögen (30.09) 455,9 450,9 751,4 811,0 552,6 627,5
Anzahl der Mitarbeiter (30.09.) 4.055 4.529 5.126 5.317 2.543 2.645

scroll

KUKA AG und sonstige Gesellschaften Überleitung und Konsolidierung Konzern
in Mio. € 9M/15 9M/16 9M/15 9M/16 9M/15 9M/16
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang - - -26,3 -40,5 2.134,8 2.627,4
Auftragsbestand (30.09.) - - -9,8 -26,8 1.727,4 2.169,5
Konzernaußenumsatzerlöse 0,0 0,0 - 0,1 2.199,4 2.044,1
in % der Konzernumsatzerlöse - - - - 100,0% 100,0%
Konzerninnenumsatzerlöse - - -28,1 -22,0 - -
Umsatzerlöse der Bereiche 0,0 0,0 -28,1 -21,9 2.199,4 2.044,1
Bruttoergebnis vom Umsatz - 0,0 -0,3 -0,7 517,6 548,6
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - 23,5% 26,8%
EBIT -19,7 -28,7 -2,2 -21,4 105,9 82,6
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - 4,8% 4,0%
Sondereffekte* - - - 21,4 0,0 21,4
EBIT bereinigt* -19,7 -28,7 -2,2 0,0 105,9 104,0
EBIT bereinigt* in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - 4,8% 5,1%
EBITDA -16,6 -21,1 -2,3 -21,4 199,3 138,2
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - 9,1% 6,8%
Sondereffekte* - - - 21,4 0,0 21,4
EBITDA bereinigt* -16,6 -21,1 -2,3 0,0 199,3 159,6
EBITDA bereinigt* in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - 0,0% 9,1% 7,8%
Vermögen (30.09) 530,2 562,0 -445,0 -442,5 1.845,1 2.008,9
Anzahl der Mitarbeiter (30.09.) 347 565 - - 12.071 13.056

* Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe

Rechnungslegung nach IFRS

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2016 der KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz in Augsburg wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union zur Anwendung kommt, erstellt. Dabei wurde in Übereinstimmung mit diesem Standard eine verkürzte Darstellung gewählt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 zu lesen. Alle Werte sind, sofern nicht anders bezeichnet, in Mio. € angegeben.

Der Konzernabschluss wurde nach den in der Europäischen Gemeinschaft zugelassenen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften, wurden ebenfalls berücksichtigt.

Konsolidierungskreis

Im Vergleich zum Jahresende hat sich der Konsolidierungskreis wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt verändert:

scroll

Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen Robotics Systems Swisslog Sonstige Gesamt
Stand 1.1.2016 23 40 32 3 98
Erstkonsolidierungen - - 3 1 4
Verschmelzungen - - -1 - -1
Stand 30.09.2016 23 40 34 4 101
davon Inland 1 11 5 3 20
davon Ausland 22 29 29 1 81

scroll

Anzahl At Equity konsolidierter Unternehmen Robotics Systems Swisslog Sonstige Gesamt
Stand 01.01.2016 1 1 - 1 3
Erstkonsolidierungen - Gemeinschaftsunternehmen - 1 - - 1
Stand 30.09.2016 1 2 - 1 4
davon assoziierte Unternehmen 1 1 - 1 3
davon Gemeinschaftsunternehmen - 1 - - 1

Zugänge von Unternehmen durch Gründung

Mit Wirkung zum 20. April 2016 wurde die Gesellschaft connyun GmbH, Augsburg als 100% Tochtergesellschaft der KUKA AG, Augsburg gegründet.

Im Mai 2016 gründete die Swisslog AG, Buchs/Schweiz zusammen mit der Links Solstice Commercial Brokers LLC Dubai/Vereinigte Arabische Emirate die Gesellschaft Swisslog Healthcare Trading MEA LLC, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate. Gemäß Gesellschaftsvertrag hält Swisslog 49,0% (entspricht <0,1 Mio. €) der Kapitalanteile. Basierend auf den vertraglichen Regelungen partizipiert Swisslog zu 100% am Ergebnis und bestimmt vollständig die Zusammensetzung des Managements. Die Gesellschaft wird voll in den KUKA Konzern einbezogen.

Im Q3/2016 gründete die Swisslog AG, Buchs/Schweiz die 100% Tochtergesellschaft Swisslog Korea Co. Ltd, Bucheon si, Kyeonggi-do/Südkorea.

Ende September 2016 wurde zusammen mit einem chinesischen Partner das Unternehmen Chang'an Reis Robotic Intelligent Equipment (Chongqing) Co., Ltd., Chongqing/China gegründet. Nachdem beide Gesellschaften je 50% am Stammkapital halten und gemeinsam die Kontrolle über das gegründete Unternehmen ausüben, wurde Chang'an gemäß den Regelungen des IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert und wird nach IAS 28 mittels der at Equity Methode im Konzern bilanziert.

Insgesamt ist die Geschäftstätigkeit der Neugründungen in 2016 noch von untergeordneter Bedeutung.

Zugänge von Unternehmen durch Unternehmenserwerbe

Tecnilab S. p.A.

Am 24. Juni 2016 wurden sämtliche Anteile an der Gesellschaft Tecnilab S. p.A., Cuneo/Italien erworben. Tecnilab ist ein führender Anbieter für Automatisierungslösungen im Pharmaziebereich mit Kundenbeziehungen in Europa, China und Australien. Die Gesellschaft ist zudem Hersteller und Lieferant einer wesentlichen Produktlösung, welche bei Automatisierungslösungen im Segment Swisslog im Bereich Health Care Solutions (HCS) Verwendung findet. Der Erwerb verfolgt daher neben dem Ziel einer höheren Marktdurchdringung auch die Erhöhung der vertikalen Wertschöpfung. Die Gesellschaft ist dem Segment Swisslog allokiert.

Der Kaufpreis von 7,0 Mio. € wurde i. H.v. 5,6 Mio. € durch Zahlungsmittel beglichen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurden in Höhe von 0,2 Mio. € übernommen. Anteile an bereits vorher vollkonsolidierten Unternehmen wurden nicht erworben.

Auf den Erwerb entfielen im Berichtszeitraum Umsätze von 1 Mio. € sowie ein Jahresüberschuss von 0 Mio. €. Wäre das Unternehmen bereits zu Jahresbeginn 2016 übernommen worden, so hätten sich ein um 6,6 Mio. € höherer Umsatz und ein um 0,9 Mio. € höherer Jahresüberschuss ergeben.

Nachfolgende Tabelle zeigt die im Zuge des Erwerbs der Geschäftsbereiche übernommenen Buchwerte unmittelbar vor der Akquisition sowie die Eröffnungsbilanz zu Zeitwerten auf Basis vorläufiger Zahlen.

scroll

in Mio. € übernommene Buchwerte Eröffnungsbilanz zu Zeitwerten
Immaterielle Vermögenswerte 1,05 3,1
Sachanlagen 0,47 0,5
Vorräte 1,96 2,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2,50 2,5
Verbindlichkeiten und Rückstellungen -6,69 -7,4

Bei den übernommenen immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um selbsterstellte Vermögenswerte im Technologiebereich sowie um Kundenlisten. Die Forderungen und Vorräte stehen überwiegend im Zusammenhang mit den übernommenen Aufträgen. Eventualverbindlichkeiten wurden nicht übernommen. Aus dem Erwerb resultierten passive latente Steuern in Höhe von 0,7 Mio. €. Damit ergab sich aus der Transaktion ein Geschäfts- und Firmenwert von 6,3 Mio. €. Der Geschäfts- und Firmenwert spiegelt insbesondere die künftigen Synergien im Bereich HCS wider.

Abgänge und Verschmelzungen von Unternehmen

Im zweiten Quartal 2016 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2016 die Gesellschaft Swisslog AG, Buchs/Schweiz auf die Swisslog IP AG, Buchs/ Schweiz verschmolzen. Anschließend wurde die Gesellschaft Swisslog IP AG, Buchs/Schweiz in die Swisslog AG, Buchs/Schweiz umfirmiert.

Investitionen in assoziierte Unternehmen und Gemeinsschaftsunternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen, KBee AG, München, Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd., Yangzhou/China und Barrett Technology, LLC, Newton, Massachusetts/ USA sowie am Gemeinschaftsunternehmen Chang'an Reis Robotic Intelligent Equipment (Chongqing) Co., Ltd, Chongqing/China beträgt zum Stichtag 6,4 Mio. €; das anteilige Ergebnis -3,0 Mio. €.

Die Beteiligung an der KBee AG wurde im ersten Quartal durch eine vertragsgemäße Meilensteinzahlung in Höhe von 1,6 Mio. € erhöht. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015.

Das Gemeinschaftsunternehmen Chang'an Reis Robotic Intelligent Equipment (Chongqing) Co., Ltd. ist zum 30. September 2016 noch nicht operativ tätig. Damit ist der Buchwert unverändert im Vergleich zum Gründungszeitpunkt und beträgt 1,9 Mio. €.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die KUKA wendet im vorliegenden Konzernzwischenbericht, mit Ausnahme der nachfolgenden beschriebenen Änderungen, grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 an. Für weitere Informationen zu den Bilanzierung und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015, der Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss ist. Dieser ist auch im Internet unter www.kuka. com abrufbar.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2016 sind folgende neue Standards und Interpretationen verpflichtend anzuwenden:

Änderungen zu IFRS 11 - Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten
Änderungen zu IAS 1 - Anhangsangaben
Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 -
Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden
Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 -
Landwirtschaft: Fruchttragende Gewächse
Änderungen zu IAS 27 - Equity-Methode in separaten Abschlüssen
Annual Improvements 2012 - 2014

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergaben sich keine bzw. nur geringe Auswirkungen für den Konzernabschluss.

Im KUKA Konzern wurden bis 2015 gem. IAS 23 Fremdkapitalkosten in Zusammenhang mit langfristigen Fertigungsaufträgen aktiviert, da langfristige Fertigungsaufträge als Qualifiying Assets zu qualifizieren sind und ein mittelbarer Zusammenhang der Finanzierung über die Konzernmutter an die Tochterunternehmen bestand. Durch die vorgenommenen Verbesserungen der Fremdfinanzierungskonditionen des KUKA Konzerns konnten die Fremdkapitalkosten deutlich reduziert werden (2016: 1,4%; 2015: 3,3%). Aufgrund der Tatsache, dass die Ermittlung der zu aktivierenden Zinsen einen hohen internen Arbeitsaufwand verursacht, die aktivierten Finanzierungskosten jedoch weder eine Steuerungsgröße im Konzern darstellen noch zu einem besseren Informationsgehalt im Abschluss führen (9M/15: -2,5 Mio. € aktivierte Finanzierungskosten), hat KUKA aus Kosten-Nutzen Überlegungen mit Wirkung zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 beschlossen, bei langfristiger Auftragsfertigung keine Fremdkapitalzinsen mehr zu berücksichtigen.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte/verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt:

scroll

9M/15 9M/16
Anteil der Aktionäre der KUKA AG am Ergebnis nach Steuern (in Mio. €) 63,8 79,4
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) 35.708.315 39.536.687
unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 1,79 2,01
verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 1,70 2,01

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem den Aktionären der KUKA Aktiengesellschaft zustehendem Ergebnis und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.

Bis zum ersten Quartal 2016 war das Ergebnis je Aktie durch die in 2013 emittierten Wandelanleihe verwässert.

In den ersten neun Monaten 2016 betrug der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien 39,5 Mio. Stück. (30. September 2015: 35,7 Mio. Stück). Der Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum ist bedingt durch die vollständige Wandlung der Wandelanleihe. Bereits im vierten Quartal 2015 wurden Wandlungen über nominal 102,8 Mio. € in 2.792.944 Aktien vorgenommen. Aufgrund der sehr guten Entwicklung der KUKA Aktie nahm die KUKA Aktiengesellschaft von ihrem Recht Gebrauch und gab am 18. Februar 2016 die unwiderrufliche Kündigung der Wandelschuldverschreibungen zum 24. März 2016 (Rückzahlungstermin) bekannt. Bis zum Rückzahlungstermin nicht in Aktien der KUKA Aktiengesellschaft gewandelte Anteile an Wandelschuldverschreibungen sind zu einem Kurs von 100% an die Anteilseigner zurückbezahlt worden. Zusammen mit den bereits im Vorfeld der Ankündigung stattgefundenen Wandlungen wurden im ersten Quartal 2016 die restlichen nominal 46,9 Mio. € Anteile an der Wandelschuldverschreibung in 1.274.211 Aktien gewandelt.

Eigenkapital

Das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft beträgt 103.416.222,00 € (30. September 2015: 92.841.619 €). Es unterteilt sich in 39.775.470 (30. September 2015: 35.708.315) im Umlauf befindliche, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht einer Stimme.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

Die Veränderungen der Rechnungszinssätze beeinflussen die Pensionsrückstellungen und es entstehen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste. Die Entwicklung der herangezogenen Rechnungszinssätze für Länder mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen der KUKA zeigt nachfolgende Tabelle:

scroll

31.12.2015 30.09.2016
Deutschland 2,20% 1,05%
Schweiz 0,75% 0,25%
UK 4,00% 2,30%
Schweden 2,90% 2,30%
USA 4,12 % - 4,25 % 3,41 % - 3,45 %

Insgesamt ergeben sich für die Defined Benefit Obligation (DBO) sowie die bei externen Pensionsfonds angelegten Mittel versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 23,1 Mio. €. Unter Berücksichtigung latenter Steuern wurden versicherungsmathematische Effekte in Höhe von insgesamt -18,0 Mio. € erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Der erneute Rückgang der Rechnungszinssätze gegenüber dem 31. Dezember 2015 führte bei allen Gesellschaften mit Pensionsrückstellungen zu versicherungsmathematischen Verlusten in 2016.

Wandelschuldverschreibung

Die KUKA Aktiengesellschaft hat in 2013 in zwei Tranchen eine Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 150,0 Mio. € ausgegeben. Die Stückelung betrug 100.000 €. Der anfängliche Wandlungspreis betrug 36,8067 € pro Aktie, das Wandlungsverhältnis lag bei 2.716,8967 Aktien pro einzelne 100.000 €-Stück. Insgesamt berechtigte die Wandelanleihe zur Wandlung in bis zu 4.075.344 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA AG. Die Anleihe war mit einem Zinskupon von 2,0% p.a. ausgestattet.

Wie weiter oben bereits aufgeführt, wurde die Wandelschuldverschreibung zum 24. März 2016 unwiderruflich gekündigt. Bis zum Zeitpunkt der Kündigung wurden insgesamt Anteile mit einem Nominalwert in Höhe von 149,7 Mio. € in 4.067.155 Stück Aktien der KUKA Aktiengesellschaft gewandelt. Die nicht gewandelten Wandelschuldverschreibungen mit einem Nominalbetrag in Höhe von 0,3 Mio. € wurden zusammen mit den im Geschäftsjahr angefallenen Zinsen an die Investoren ausbezahlt.

Schuldscheindarlehen

Am 9. Oktober 2015 hatte die KUKA AG ein unbesichertes Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. € platziert, aus dem nach Abzug der Transaktionskosten der KUKA AG 248,9 Mio. € zuflossen.

Das Gesamtvolumen des Darlehens wurde in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine Laufzeit von fünf Jahren; die Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. € und eine Laufzeit von sieben Jahren. Der Emissionskurs betrug 100,0% bei einer Mindeststückelung von 0,5 Mio. € bzw. einem Vielfachen davon. Die Rückzahlung erfolgt zu 100,0% in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche. Das Schuldscheindarlehen ist mit Zinskupons von 1,15% für die Tranche 1 bzw. 1,61% für die Tranche 2 ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum 9. Oktober. Zum 30. September 2016 sind Zinsen in Höhe von 3,3 Mio. € (31. Dezember 2015: 0,8 Mio. €) abgegrenzt.

Bilanziell wurde das Schuldscheindarlehen beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten in Höhe von 1,1 Mio. € angesetzt. Die Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der jeweiligen Tranchen unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung der Transaktionskosten erhöht sich der Zinssatz für die Tranche 1 auf 1,24% effektiv bzw. für die Tranche 2 auf 1,67% effektiv.

Der Buchwert inkl. anteiligen Zinsabgrenzungen beläuft sich zum 30. September 2016 auf 252,4 Mio. € (31. Dezember 2015: 249,0 Mio. €).

Konsortialkredit

Die KUKA AG finanziert sich unter anderem über einen Konsortialkredit, der eine Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € vorsieht und eine Betriebsmittellinie in Höhe von 90,0 Mio. €, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann. Der Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Die finanziellen Covenants bestehen in einer Untergrenze für den Zinsdeckungsgrad (EBITDA zu Nettozinsaufwand) sowie einer Obergrenze für den Leverage (Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA). Der Konsortialkreditvertrag enthält eine übliche Change-of-Control-Klausel. Nach Gesprächen mit allen Konsortialbanken erwartet KUKA jedoch nicht, dass diese einen Kontrollwechsel aufgrund des Übernahmeangebots der Midea Gruppe für einen Ausstieg aus der Finanzierung des KUKA Konzerns nutzen werden.

Im März 2016 übte die KUKA AG die erste der zwei bestehenden Verlängerungsoptionen aus und verlängerte nach erfolgter Zustimmung aller Konsortialbanken die Laufzeit des Konsortialkreditvertrages um ein Jahr auf den 30. März 2021. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015.

Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum 30. September 2016 auf insgesamt 157,0 Mio. € (31. Dezember 2015: 100,9 Mio. €).

Avallinien von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften

Die von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkreditvertrags zugesagten Avallinien belaufen sich zum 30. September 2016 auf 89,0 Mio. € (31. Dezember 2015: 89,0 Mio. €), und können in vollem Umfang genutzt werden. Die Ausnutzung betrug zum Stichtag 62,9 Mio. € (31. Dezember 2015: 47,1 Mio. €).

Die bestehenden bilateralen Avallinien mit Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften enthalten keine Change-of-Control-Klauseln.

ABS-Programm

Der KUKA Konzern hat im Juni 2011 ein ABS-Programm (Asset-Backed Securities) mit einem Volumen von 25,0 Mio. € aufgelegt. Dieses Programm wurde zum 30. September 2016 mit 10,6 Mio. € (31. Dezember 2015: 16,4 Mio. €) in Anspruch genommen.

Das bestehende ABS-Programm enthält ebenfalls eine Change-of-Control-Klausel. Auch hier erwartet KUKA nicht, dass der Forderungsankäufer das Programm aufgrund des Kontrollwechsel kündigt.

Finanzinstrumente die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Der Standard enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Der beizulegende Zeitwert wird dabei als derjenige Preis definiert, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswerts vereinnahmen bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlen würden. Gemäß IFRS 13 sind die zu Marktwerten bewerteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei werden die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert:

Stufe 1

Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden

Stufe 2

Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar sind

Stufe 3

Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Folgende Tabelle stellt die Aufteilung der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar:

30.09.2016

scroll

in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte - 6,5 2,9 9,4
Finanzielle Verbindlichkeiten - 3,7 - 3,7

31.12.2015

scroll

in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte - 4,6 2,1 6,7
Finanzielle Verbindlichkeiten - 3,8 - 3,8

Die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 2 betreffen im Wesentlichen die aktivierten und passivierten Devisentermingeschäfte. Die Werte werden mit Hilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 enthalten Anteile von nicht am Markt gehandelten Beteiligungen und werden anhand der diskontierten zukünftigen Geldflüsse aus dem Verkauf einer Minderheitenbeteiligung bewertet.

Alle anderen Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und entsprechen im Wesentlichen den Buchwerten.

Segmentberichterstattung

Aufgrund der internen Berichts- und Organisationsstruktur ergibt sich für die Segmentierung der KUKA die Unterteilung in die Segmente Robotics, Systems, Swisslog sowie KUKA AG und sonstige Gesellschaften. Die wesentlichen Finanzgrößen werden für alle vier Segmente ermittelt. Für die Steuerung des Segmentergebnisses wird das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) als entscheidende Kennzahl herangezogen.

Die wesentlichen Elemente der Segmentberichterstattung sind im Lagebericht in der Berichterstattung über die operativen Geschäftsbereiche Robotics, Systems und Swisslog sowie tabellarisch zu Beginn der Erläuterungen zu diesem Zwischenbericht dargestellt.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7 die Zahlungsmittelveränderung im KUKA Konzern. Der Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Zahlungsmittel in Höhe von 1,4 Mio. € (31. Dezember 2015: 3,2 Mio. €) unterliegen einer Verfügungsbeschränkung. Diese stehen noch im Zusammenhang mit in Vorjahren getätigten Unternehmenserwerben sowie mit einem staatlich geförderten Auftrag in Brasilien.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Wesentlichen haben sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse gegenüber dem 31. Dezember 2015 nicht verändert.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 ist der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nahezu unverändert.

Dazu zählen die assoziierten Unternehmen, die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie das neugegründete Gemeinschaftsunternehmen Chang'an Reis Robotic Intelligent Equipment (Chongqing) Co., Ltd, Chongqing/China. Zudem zählen die Voith Gruppe sowie die Loh Gruppe, bis zur Übertragung der jeweiligen Aktienpakete, zu den nahestehenden Unternehmen.

Insgesamt wurden von nahestehenden Unternehmen und Personen in den ersten neun Monaten 2016 5,0 Mio. € Leistungen erbracht und 5,9 Mio. € Leistungen empfangen.

Weiterhin bestanden zum Stichtag insgesamt Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 0,5 Mio. € und Verbindlichkeiten sowie sonstige Leistungsverpflichtungen in Höhe von 2,4 Mio. €.

Die vertraglich vereinbarten, künftigen Kapitaleinzahlungen in die KBee AG sollen in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Meilensteine bis Ende 2016 erfolgen und betragen noch 1,3 Mio. €. Über die unterschiedliche Auslegung verschiedener Vertragsbestandteile in Bezug auf den Entwicklungsstand und die Serienreife des von der KBee AG entwickelten Roboters sowie die Ausgestaltung der weiteren Zusammenarbeit inklusive der damit einhergehenden möglichen Anpassung der bestehenden Gesellschafts- und Lizenzverträge diskutieren die Parteien aktuell.

Übernahmeangebot von MECCA/MIDEA für KUKA

Am 16. Juni 2016 veröffentlichte die MECCA International (BVI) Limited, eine 100%-ige Beteiligungsgesellschaft der Midea Gruppe Co. Ltd. (Midea), die Angebotsunterlage zum öffentlichen Übernahmeangebot für die KUKA Aktiengesellschaft (KUKA). Das Übernahmeangebot erfolgte in Form eines Barangebots zu 115,0 € je KUKA Aktie und richtete sich an alle Aktionäre von KUKA.

Ende Juni erfolgte basierend auf der Fairness Opinion die Empfehlung des Vorstands an die KUKA Aktionäre, das Angebot anzunehmen. Bis zum 3. August 2016 konnten in einer Nachfrist (aufgrund Überschreitung der 30%-Mindestannahmeschwelle) Aktionäre der KUKA ihre Aktien Midea anbieten.

Nach Ablauf der Nachfrist betrug der Anteil von MECCA an KUKA, unter Berücksichtigung der angedienten Aktien, 94,55%.

Der Vollzug der Übernahme hängt im Weiteren von kartellrechtlichen und regulatorischen Genehmigungen in den verschiedenen Ländern ab, in welchen KUKA operativ tätig ist. In einigen Ländern, wie Deutschland, Mexiko, Brasilien oder Russland, sowie auf EU-Ebene liegen mittlerweile bereits kartellrechtliche Freigaben vor. Insgesamt hat Midea noch bis 31. März 2017 Zeit, alle Freigaben zu erhalten.

Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Abschnitt "KUKA am Kapitalmarkt".

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Berichtszeitrums

Es haben sich nach dem Bilanzstichtag bis zum Datum dieses Berichts keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.

Augsburg, den 8. November 2016

Der Vorstand

scroll

Dr. Till Reuter Peter Mohnen

Finanzkalender 2017

scroll

Bilanzpressekonferenz 22. März 2017
Q1/17 10. Mai 2017
Hauptversammlung 31. Mai 2017
Q2/17 2. August 2017
Q3/17 8. November 2017

Dieser Quartalsbericht wurde am 9. November 2016 veröffentlicht und ist bei der KUKA Aktiengesellschaft, Abteilung Public Relations/Investor Relations, in deutscher und englischer Sprache zu beziehen. In Zweifelsfällen ist die deutsche Version maßgeblich.

Kontakt und Impressum

KUKA Aktiengesellschaft

Zugspitzstr. 140

86165 Augsburg

Deutschland

Tel.: +49 821 797-0

Fax: +49 821 797-5213

[email protected]

Public Relations

Tel.: +49 821 797-3722

Fax: +49 821 797-5213

[email protected]

Investor Relations

Tel.: +49 821 797-5226

Fax: +49 821 797-5213

[email protected]

Konzept und Design

Whitepark GmbH & Co., Hamburg

Text

KUKA Aktiengesellschaft

www.kuka.com