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KUKA AG Annual Report 2019

May 5, 2020

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Annual Report

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KUKA Aktiengesellschaft

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

Geschäftsbericht 2019

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die sich weltweit ausbreitende Coronavirus-Pandemie stellt uns alle vor eine noch nie dagewesene Herausforderung. Dabei sind die wirtschaftlichen, aber auch die politischen und gesellschaftlichen Folgen seriös noch nicht absehbar. Wir müssen davon ausgehen, dass auch KUKA im Geschäftsjahr 2020 nachhaltig durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen sein wird. Seien Sie versichert, dass der Aufsichtsrat, gemeinsam mit dem Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft und dem gesamten Management von KUKA, aufs engste zusammenarbeitet, um die Folgen der Coronakrise so gut wie möglich abzufedern. Oberste Priorität hat dabei die Gesundheit der Mitarbeiter von KUKA und ihren Familien, die wir durch verschiedene Maßnahmen bestmöglich sicherstellen wollen.

Bereits das Geschäftsjahr 2019, über das hier zu berichten ist, war für KUKA ein herausforderndes Jahr. Es war geprägt von einem schwierigen geoökonomischen Umfeld, allen voran dem Handelsstreit zwischen China und den USA und der globalen Diskussion über Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Beide Themen haben erheblichen Einfluss auf die Industriebereiche, die traditionell für KUKA von zentraler Bedeutung sind. KUKA bekam daher im Geschäftsjahr 2019 eine deutliche Zurückhaltung von Kunden aus dem Automotivbereich bei ihren Investitionsentscheidungen zu spüren. Die Gesellschaft ist diesen Entwicklungen mit einem klaren Kostensparprogramm und der weiteren Fokussierung von innovativen Automatisierungslösungen im Bereich der General Industrie entgegengetreten.

Der Aufsichtsrat, auch durch die Arbeit seiner Ausschüsse, hat das Unternehmen in dieser Phase der Anpassung und Weiterentwicklung intensiv begleitet und hierdurch seine Kontroll- und Beratungsfunktionen wahrgenommen. Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Budget, während die Beratungen sich auch stark auf die Strategie und neue Technologien fokussierten. Die Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand erfolgte in konstruktiver Weise.

Der Aufsichtsrat nahm seine Aufgaben in Plenarversammlungen, Ausschusssitzungen, Telefonkonferenzen und in Umlaufbeschlüssen wahr. Vor allen Dingen der Vorsitzende des Aufsichtsrats und die Vorsitzenden seiner Ausschüsse führten regelmäßig Gespräche mit dem Vorstand und standen so als besonders vertraute Partner zur Verfügung. Die wesentlichen Kennzahlen des Konzerns (z. B. Auftragseingang, Umsatz, EBIT, Personalstärke) wurden in jeder Aufsichtsratssitzung im Zusammenhang mit dem Lagebericht des Vorstands eingehend diskutiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wie auch von den Budgets wurden im Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen von ihm überprüft. Der Aufsichtsrat war so kontinuierlich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Bilde.

Fragen der Vorstandsvergütung wurden im Personalausschuss vorbereitet und dann durch das Plenum des Aufsichtsrats entschieden.

Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat

Der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft, besteht aktuell aus dessen Vorsitzenden Peter Mohnen (CEO) und Andreas Pabst (CFO). Im Zeitraum vom 1. November bis zum 20. Februar 2020 gehörte zudem Herr Prof. Dr. Peter Hofmann dem Vorstand der Gesellschaft an. Herr Prof. Dr. Peter Hofmann war für den Bereich Technik und Entwicklung als CTO in den Vorstand berufen worden. Nach intensiven Gesprächen sind der Aufsichtsrat und Herr Prof. Dr. Peter Hofmann im Februar 2020 zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vorstandstätigkeit von Herrn Prof. Dr. Peter Hofmann vorzeitig beendet werden soll. Die Bestellung von Herrn Prof. Dr. Peter Hofmann wurde im gegenseitigen Einvernehmen mit Wirkung zum Ablauf des 20. Februar 2020 beendet.

Es bestand keine Veranlassung, die bisher auf 0 Prozent festgesetzte Frauenquote für den Vorstand zu ändern.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats, die die Anteilseigner vertreten, wurden von der ordentlichen Hauptversammlung am 6. Juni 2018 gewählt. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer wurden am 10. April 2018 nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG) mit Wirkung ab Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 6. Juni 2018 gewählt.

Im Geschäftsjahr 2019 gab es folgende Veränderungen im Aufsichtsrat:

Herr Hongbo (Paul) Fang legte sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Mai 2019 nieder. Herrn Fang folgte Herr Dr. Chengmao Xu nach, der gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung ab dem 17. Juni 2019 bestellt wurde.
Herr Alexander Tan legte sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2019 nieder. Als Nachfolger von Herrn Tan wurde Herr Helmut Zodl mit Wirkung ab dem 24. Januar 2020 durch gerichtliche Bestellung in den Aufsichtsrat der KUKA AG berufen.

Die Bestellungen von Herrn Dr. Chengmao Xu und Herrn Zodl sind dabei zeitlich bis zum Ablauf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung am 19. Juni 2020 begrenzt.

Zum Zeitpunkt der Abgabe des Berichts des Aufsichtsrats setzt sich dieser damit wie folgt zusammen: Auf der Seite der Anteilseigner gehören dem Aufsichtsrat Dr. Yanmin (Andy) Gu (Vorsitzender), Dr. Chengmao Xu, Prof. Dr. Henning Kagermann, Min (Francoise) Liu, Dr. Myriam Meyer sowie Helmut Zodl an. Auf der Arbeitnehmerbank gehören dem Aufsichtsrat Michael Leppek (stellvertretender Vorsitzender), Wilfried Eberhardt, Manfred Hüttenhofer, Armin Kolb, Carola Leitmeir und Tanja Smolenski an.

Zum Ende des Berichtsjahres betrug der Frauenanteil des Aufsichtsrats bei vier weiblichen von insgesamt zwölf amtierenden Mitgliedern 30 Prozent.

Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Der Aufsichtsrat traf sich zu neun Plenarsitzungen. Er hielt vier Telefonkonferenzen ab und fasste zwei Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren.

Die erste Sitzung des Aufsichtsrats fand am 28. Januar 2019 telefonisch statt; diese hatte die Bestellungen und Dienstverträge von Peter Mohnen und Andreas Pabst zum Gegenstand.

Am 13. Februar 2019 fand eine weitere telefonische Sitzung statt, in deren Rahmen die aktuelle Geschäftsentwicklung behandelt sowie die Ausrichtung des Konzerns zur KUKA Business Organization (KBO) beschlossen wurde.

Am 27. März 2019 fand die erste ordentliche Sitzung in Augsburg statt. Es handelte sich um die Sitzung, die die für das Jahr 2018 aufgestellten Jahresabschlüsse der KUKA Aktiengesellschaft und des Konzerns behandelte. Die KPMG als Abschlussprüfer erstattete einen Bericht und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nahm Stellung. Beiden Abschlüssen wurde durch den Aufsichtsrat zugestimmt, sodass der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft damit festgestellt war. Der Aufsichtsrat hatte auch über den Vorschlag der Verwendung des Bilanzgewinns 2018 zu entscheiden und befürwortete eine Dividendenzahlung von 0,30 € pro Aktie. Der Aufsichtsrat verabschiedete den Corporate Governance-Bericht. Zudem verabschiedete er den Bericht des Aufsichtsrats für das Jahr 2018. Der Aufsichtsrat befasste sich weiterhin mit dem Nachhaltigkeitsbericht gemäß §§ 315b, 315c, 289c HGB. Der Aufsichtsrat prüfte - wie zuvor schon der Prüfungsausschuss - diesen Bericht und erhob hiergegen keine Einwendungen. Das Gremium entschied dann noch über Beschlussvorschläge an die für den 29. Mai 2019 vorgesehene Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat befasste sich auch mit grundsätzlichen Fragen der zukünftigen Softwareentwicklung und der Qualität des Projektmanagements im Bereich des Anlagenbaus. Schließlich standen Fragen der Vorstandsvergütung, wie etwa die Erreichungsgrade der für die Vorstände festgelegten Ziele 2018 und der Erfolgsfaktor 2018 für die variable Tantieme finanzieller Unternehmensziele auf der Tagesordnung. Außerdem wurde der Erfolgsfaktor für die Abrechnung des Phantom-Share-Programms 2016 - 2018 festgelegt und über den KUKA Added Value Incentive ("KAVI") 2019 - 2021 beraten. Der Aufsichtsrat entschied auch, dass ein Chief Technology Officer zur Verstärkung des Vorstands gesucht werden solle.

Am Tag der Hauptversammlung, dem 29. Mai 2019, fand sich der Aufsichtsrat vor und nach der Hauptversammlung zu Sitzungen zusammen. Der Aufsichtsrat bereitete sich zunächst auf die Hauptversammlung vor. Nach der Hauptversammlung wurde der IKS-Bericht 2018 erstattet sowie final über die Einführung des neu konzipierten KUKA Added Value Incentive Plan ("KAVI") 2019 - 2021 entschieden, der den Vorständen als langfristiger variabler Vergütungsbestandteil gewährt werden soll (Einzelheiten hierzu sind im Vergütungsbericht auf Seite 15 dargestellt). Im Rahmen der regelmäßigen Fortbildung referierten Rechtsanwalt Dr. Christian Vogel und Rechtsanwalt Dr. Dominik Hess zu aktuellen rechtlichen Entwicklungen im Aktienrecht.

Am 29. Juli 2019 sowie am 9. August 2019 fanden zwei außerordentliche telefonische Sitzungen statt, die die Auswahlentscheidung über den neuen Vorstand Technik und Entwicklung und schließlich über die Anstellung und Bestellung von Herrn Prof. Dr. Peter Hofmann als Chief Technology Officer und Mitglied des Vorstands zum Gegenstand hatten. Am 24. September 2019 fand eine weitere ordentliche Sitzung in Augsburg statt. Neben der Markt- und Geschäftsentwicklung Q2 /2019 war die Restrukturierung ein Thema. Weiter wurde ein Update zu den Joint Ventures mit Midea gegeben. Am Ende der Sitzung wurde über Vertragsangelegenheiten des Vorstands entschieden.

Am 29. November 2019 wurde die letzte ordentliche Aufsichtsratssitzung nach Shunde einberufen. Es wurde zum Budget 2020 und zur Mittelfristplanung 2022 beraten und beschlossen. Außerdem erfolgte ein Update zur Restrukturierung. Es schlossen sich die Jahresberichte des Personalausschusses, des Prüfungsausschusses sowie des Strategie- und Technologieausschusses an. Des Weiteren wurde unter dem Tagesordnungspunkt Vorstandsangelegenheiten die persönlichen Ziele und die Unternehmensziele der Vorstände für das Geschäftsjahr 2020 beschlossen sowie der KAVI 2020 - 2022 verabschiedet.

Im Berichtsjahr nahmen mit Ausnahme von Hongbo (Paul) Fang sämtliche Aufsichtsratsmitglieder an mehr als der Hälfte der Plenarsitzungen und Ausschusssitzungen (Ziffer 5.4.7 DCKG) teil. Der Aufsichtsrat trat, wenn nichts Anderes erwähnt, im Beisein des Vorstands zusammen. Eine Ausnahme ergab sich bei Themen zu dessen Vergütung (Ziffer 3.6 Abs. 2 DCGK).

Weitere Aspekte der Corporate Governance können dem gleichnamigen Bericht, der Bestandteil des Geschäftsberichts ist, entnommen werden.

Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse: Personalausschuss (Vorsitz: Dr. Yanmin (Andy) Gu), Prüfungsausschuss (Vorsitz: Alexander Tan bis zum 31. Dezember 2019 und Helmut Zodl ab 29. Januar 2020), Strategie- und Technologieausschuss (Vorsitz: Prof. Dr. Henning Kagermann), Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG (Vorsitz: Dr. Yanmin (Andy) Gu). Der Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK ist ebenfalls eingerichtet.

Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr sieben Mal. Es ging zum einen um die Vergütung des Vorstands sowie um die Zusammensetzung bzw. Erweiterung des Vorstands. So wurde in einer Sitzung die Auswahl der Kandidaten für die CTO-Position vorgenommen und über Einstellung von Herrn Prof. Dr. Peter Hofmann beraten.

Der Prüfungsausschuss hatte im Geschäftsjahr 2019 sechs Zusammenkünfte. Regelmäßig wurden die Finanzabschlüsse der KUKA Gruppe und der KUKA AG behandelt. Darüber hinaus wurden der Revisionsplan 2018, der jeweils aktuelle Risikobericht und ein regelmäßiger Bericht über den Stand der internen Audits besprochen. Der Prüfungsausschuss ließ sich auch regelmäßig vom Chief Compliance Officer der Gesellschaft berichten.

Der Strategie- und Technologieausschuss trat vier Mal im Geschäftsjahr 2019 zusammen. Es ging neben Beratungen zur Konzernstrategie u. a. um die neue Organisationsstruktur von Robotics und Systems, Weiterentwicklungen von Industrierobotern und Steuerungssoftware, die Markteinführung des Quantec-2 und Visual Components.

Am 29. Januar 2020 trat kurzfristig der Aufsichtsrat und im Anschluss hieran der Prüfungsausschuss zu außerplanmäßigen Sitzungen zusammen. Dabei fasste zunächst der Aufsichtsrat den Beschluss, Herrn Helmut Zodl zum Mitglied des Prüfungsausschusses zu bestellen. Im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung wählte der Prüfungsausschuss Herrn Helmut Zodl zu seinem neuen Vorsitzenden.

Weiterhin ist zu berichten, dass der Personalausschuss und im Anschluss hieran der gesamte Aufsichtsrat am 19. Februar 2020 kurzfristig zu außerordentlichen telefonischen Sitzungen zusammenkamen. Gegenstand dieser Sitzungen des Personalausschusses und des Aufsichtsrats war die vorzeitige Beendigung der Bestellung von Herrn Prof. Dr. Peter Hofmann als Mitglied des Vorstands und die vorzeitige Beendigung seines Anstellungsvertrages.

Der Aufsichtsrat hat am 19. Februar 2020 - der Empfehlung des Personalausschusses folgend - die vorzeitige und einvernehmliche Beendigung der Vorstandstätigkeit von Herrn Prof. Dr. Hofmann beschlossen.

Es gab keinen Anlass für das Zusammenkommen des Nominierungs- und Vermittlungsausschusses.

Unabhängigkeit und Interessenskonflikte, Entsprechenserklärung

Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Yanmin (Andy) Gu, Min (Francoise) Liu, Dr. Chengmao Xu und Helmut Zodl befinden sich in Anstellungsverhältnissen mit der Midea Gruppe, die an der KUKA 94,5 % der Aktien hält. Dr. Yanmin (Andy) Gu hat dort auch Organfunktion.

Aufsichtsrat und Vorstand haben gleichlautende Erklärungen nach § 161 AktG abgegeben. Die Beschlussfassungen erfolgten zunächst am 28. Januar 2019 durch den Vorstand und am 15. Februar 2019 durch den Aufsichtsrat. Die Entsprechenserklärungen wurden den Aktionären der Gesellschaft auf deren Website dauerhaft zugänglich gemacht.

Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer

Den Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie den Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2019 mit dem für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern zusammengefassten Lagebericht hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 11. März 2020 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Gegenstand der Abschlussprüfung war auch das Überwachungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG zur Früherkennung von Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Der Konzern-Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 an die KPMG vergeben. Im Rahmen der Vergabe des Auftrags zur Prüfung der Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns erörterten der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Kosten. Mit dem Abschlussprüfer bestand und besteht Einvernehmen, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe während der Prüfung unverzüglich zu benachrichtigen ist, soweit solche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe nicht sofort beseitigt werden konnten. Außerdem wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser laufend über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, berichtet. Der Abschlussprüfer hatte des Weiteren den Aufsichtsrat zu informieren bzw. in seinem Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG abgegebenen Erklärung ergeben.

Schließlich holte der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 Abs. 1 DCGK ein und überwachte die Unabhängigkeit des Prüfers.

Wie in den vergangenen Jahren - jeweils zu anderen Themen -wurden für die Prüfung im Geschäftsjahr 2019 Schwerpunkte festgelegt: nämlich die Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen (insbesondere Software); Ansatz Bewertung und Ausweis von Finanzierungsleasing-Sachverhalten, bei denen KUKA Leasinggeber ist; IFRS 9 Umstellung; Segmentberichterstattung und Zuordnung des Goodwills zu den neuen Cash Generating Units, Ansatz und Bewertung von Restrukturierungsrückstellungen; Konzernsteuerquote; Konsolidierungskreis; Bewertung von Beteiligungen; Abhängigkeitsbericht.

In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer befasste sich der Prüfungsausschuss am 11. März 2020 mit dem Jahres- und Konzern-Abschluss für das Jahr 2019 - auch unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers - und ließ sich diese schwerpunktmäßig von Vorstand und Abschlussprüfer erläutern. Die dabei von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses gestellten Fragen wurden beantwortet, die Abschlussunterlagen im Einzelnen mit dem Abschlussprüfer diskutiert und vom Ausschuss geprüft sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse seiner Beratungen in dessen Sitzung am 25. März 2020 und empfahl ihm, den Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft und den Abschluss des KUKA Konzerns für das Jahr 2019 zu billigen.

Der Aufsichtsrat prüfte am 25. März 2020 im Plenum die Abschlussvorlagen und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands.

Der Abschlussprüfer KPMG nahm an dieser Aufsichtsratssitzung teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und ergänzende Auskünfte zu erteilen. Die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor.

KPMG erläuterte im Einzelnen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sowie des Konzerns und berichtete darüber hinaus, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess und des Risikofrüherkennungssystems vorlägen. Die Abschlussunterlagen wurden gemeinsam durchgegangen und die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen von KPMG beantwortet. Die Prüfungen der Jahresabschlüsse 2019 der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns konnten so nachvollzogen werden.

Außerdem wurde in der Sitzung vom 25. März 2020 zum zweiten Mal für den KUKA Konzern ein für 2018 erstellter Nachhaltigkeitsbericht gemäß §§ 315b, 315c, 289c HGB nach vorausgehender Behandlung durch den Prüfungsausschuss auch durch das Plenum geprüft. Es ergaben sich keine Beanstandungen.

Schließlich hatte sich der Aufsichtsrat vor dem Hintergrund der Aktionärsstellung von Midea (94,55 Prozent) mit dem vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellten Abhängigkeitsbericht für 2019 zu befassen.

Dieser Bericht wurde ebenfalls von der KPMG als Abschlussprüfer einer Prüfung unterzogen. Der Aufsichtsrat, nach vorbereitender Befassung durch den Prüfungsausschuss, führte eine weitere Prüfung durch. Sämtliche Prüfungen bestätigten die Abschlusserklärung des Vorstands, dass in den Geschäftsbeziehungen der KUKA Gruppe mit Midea Gesellschaften im Geschäftsjahr 2019 angemessene Gegenleistungen gewährt wurden und daraus KUKA Gesellschaften keine Nachteile erwachsen sind.

Feststellung Jahresabschluss 2019

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 25. März 2020 in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses sowie der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und dessen Erläuterung nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung zu den Jahresabschlüssen 2019 für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern keine Einwendungen erhoben und sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen. Die Berichte des Abschlussprüfers entsprechen nach seiner Überzeugung den gesetzlichen Anforderungen aus den §§ 317 und 321 HGB.

Der Aufsichtsrat hat sich von der Vollständigkeit des für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern zusammengefassten Lageberichts überzeugt. Die vom Vorstand getroffenen Einschätzungen in diesem Lagebericht stimmen mit dessen Berichten an den Aufsichtsrat überein und die Aussagen des zusammengefassten Lageberichts decken sich auch mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat auch gegen den zusammengefassten Lagebericht keine Einwendungen erhoben. Ebenso unterzog der Aufsichtsrat in seiner Plenarsitzung den Nachhaltigkeitsbericht des Konzerns seiner Prüfung und erhob keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat hat daher in seiner Bilanzsitzung vom 25. März 2020 den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 aufgestellten Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt.

Gleichfalls hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 aufgestellten Konzern-Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft gebilligt und den Corporate Governance-Bericht verabschiedet.

Der Vorstand hatte zunächst vorgeschlagen, vom Bilanzgewinn eine Dividende von 0,30 € je dividendenberechtigter Stückaktie zu zahlen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 25. März 2020 unter dem Eindruck der Coronakrise und nach eingehender Beratung einen Vorschlag über eine Dividende von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie bei Vortrag des verbleibenden Betrags auf neue Rechnung beschlossen. Diesem Vorschlag des Aufsichtsrates hat der Vorstand sich noch am selben Tag angeschlossen.

Dank an die Mitarbeiter

2019 war für die KUKA ein durch das allgemeine wirtschaftliche Umfeld herausforderndes Jahr. Trotz dieser Herausforderungen kann wieder eine Dividende für dieses Jahr gezahlt werden. Daran haben nicht nur der Vorstand, sondern alle Mitarbeiter im KUKA Konzern ihren Anteil.

Der Aufsichtsrat ist daher allen Mitarbeitern von KUKA Gesellschaften für ihr Engagement zu besonderem Dank verpflichtet. Die Mitarbeiter haben sich 2019 erneut für die Gesellschaft eingesetzt und das Unternehmen für die Zukunft gerüstet. Der Aufsichtsrat dankt aber auch den Mitgliedern des Vorstands, den Geschäftsführern der Konzerngesellschaften und den Belegschaftsvertretern. Alle haben mit ihren Leistungen dem Unternehmen sowie dem Wohl seiner Kunden und Aktionäre in beeindruckender Weise gedient.

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 wünscht der Aufsichtsrat allen Mitarbeitern von KUKA vor allem Gesundheit. Wir sehen, dass die Mitarbeiter sich gerade in Zeiten der Coronakrise unvermindert für das Unternehmen einsetzen. Hierfür ein ganz besonderer Dank.

Augsburg, 25. März 2020

Der Aufsichtsrat

Dr. Yanmin (Andy) Gu, Vorsitzender

Zusammengefasster Lagebericht

Grundlagen des Konzerns

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

KUKA ist einer der führenden Automatisierungsspezialisten weltweit und unterstützt seine Kunden bei der ganzheitlichen Optimierung ihrer Wertschöpfung mit umfassendem Automatisierungs- und Digitalisierungs-Know-how.

Der globale Technologiekonzern bietet seinen Kunden das komplette Leistungsspektrum aus einer Hand: von der Komponente - dem Roboter - über die Fertigungszelle, die schlüsselfertige Anlage bis hin zur vernetzten Produktion mithilfe cloudbasierter IT-Werkzeuge. Mit fortschrittlichen Automatisierungslösungen trägt KUKA zur Effizienzsteigerung und verbesserten Produktqualität der Kunden bei.

Im Zuge von Industrie 4.0 - der nächsten Stufe der industriellen Revolution - stehen die digitale, vernetzte Produktion, flexible Fertigungskonzepte und Logistiklösungen sowie neue Geschäftsmodelle im Fokus. Mit jahrzehntelanger Automatisierungserfahrung, tiefem Prozess-Know-how und cloudbasierten Lösungen verschafft KUKA seinen Kunden einen Vorsprung.

Die verbesserte Organisationsstruktur - KUKA Business Organisation (KBO) - die zum 1. Januar 2019 eingeführt wurde, beinhaltet fünf Business Segmente: KUKA Systems, KUKA Robotics, Swisslog (unterjährig Logistics Automation), Swisslog Healthcare (unterjährig Healthcare) und China. Die bisherige zentrale Struktur wurde gelockert und die einzelnen Unternehmensbereiche erhielten mehr Verantwortung. Folglich wurde auch die Holding-Struktur verschlankt. Das frühere Geschäftssegment Swisslog wurde gemäß ihres Leistungsspektrums und ihrer Branchenkompetenz in die Segmente Swisslog und Swisslog Healthcare aufgeteilt.

Geschäftsbereich Systems

Der Geschäftsbereich Systems bietet maßgeschneiderte Komplettlösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen in der Automobilindustrie. Hierzu gehören der Karosseriebau, die Montage von Motoren und Getrieben, aber auch zukunftsweisende Geschäftsfelder wie die Elektromobilität mit der Entwicklung von Ladeassistenten und Batteriemodulfertigungen. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Anlage ab: von einzelnen Systemkomponenten, Werkzeugen und Vorrichtungen über automatisierte Produktionszellen bis hin zu kompletten schlüsselfertigen Anlagen. Das Know-how liegt in der Bündelung von Erfahrungen und Kompetenzen im Engineering, Projektmanagement, Prozesswissen, Inbetriebnahme und Service für die automatisierte Produktion von Fahrzeugen.

Der Geschäftsbereich Systems verfügt über die Expertise zur Gestaltung flexibler und effizienter Fertigungsprozesse und kann seine Kunden mit zukunftsorientierten Lösungen gezielt in Richtung Industrie 4.0 und Elektromobilität führen.

Die Märkte in Deutschland und Europa werden von Augsburg, die Region Nord- und Südamerika vom Großraum Detroit in den USA und der asiatische Markt von Shanghai in China betreut. Die KUKA Systems Standorte Bremen, Großraum Detroit und Shanghai projektieren und liefern automatisierte Montagelinien sowie Test- und Prüfstände für Motoren und Getriebe. In Toledo/ USA produziert KUKA Toledo Production Operations (KTPO) im Rahmen eines Betreibermodells für Chrysler den Jeep Gladiator.

Geschäftsbereich Robotics

Die Kernkomponente für die Automatisierung von Fertigungsprozessen liefert der Geschäftsbereich Robotics: Industrieroboter zusammen mit der Robotersteuerung, Zellen und Software. Das breite Produktportfolio deckt Traglastbereiche von drei bis 1.300 Kilogramm ab. So kann KUKA optimal auf die unterschiedlichen Anforderungen der Kunden eingehen. Zudem bietet Robotics umfangreiche Serviceleistungen an. Kunden können in den KUKA Colleges an mehr als 30 Standorten weltweit technische Schulungen und Fortbildungen besuchen. Der Großteil der Robotermodelle wird in Augsburg entwickelt, montiert, getestet und ausgeliefert. Die Schaltschränke werden in zwei ungarischen Werken in Taksony und Füzesgyarmat gefertigt.

KUKA Robotics erweitert das Angebotsspektrum kontinuierlich, um Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen passende Lösungen anbieten zu können und um auch kleinen und mittelständischen Unternehmen den wirtschaftlichen Einsatz von Robotern zu ermöglichen. Der Bereich Forschung und Entwicklung spielt hier eine bedeutende Rolle. Mit neuen Produkten und Technologien erschließt KUKA weitere Märkte und schafft neue Einsatzbereiche für die roboterbasierte Automatisierung. Getragen vom Gedanken der Industrie 4.0, bilden offene Vernetzung und Kollaboration Schwerpunkte der Produktentwicklung.

Offene Vernetzung und Kollaboration sind dabei der Kern der Idee von Industrie 4.0, der Produktion der Zukunft. Dieser Paradigmenwandel wird bereits heute gelebt und bewusst vorangetrieben. Denn der Roboter spielt die Schlüsselrolle in der Fabrik der Zukunft. Mit deren Realisierung werden die Industrienationen ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen und gleichzeitig dem demografischen Wandel entgegenwirken können. Industrie 4.0 ist für uns kein Modebegriff, sondern ein nachhaltiges Investment in unsere Zukunft.

Geschäftsbereich Swisslog

Mit dem Geschäftsbereich Swisslog, bisher Logistics Automation, erschließt KUKA auf dem Gebiet der Intralogistik die Wachstumsmärkte E-Commerce /Retail, Consumer Goods und Gesundheitswesen. Swisslog mit Hauptsitz in Buchs, Aarau/ Schweiz, beliefert Kunden in mehr als 50 Ländern weltweit. Von der Planung und Konzeption über die Realisierung bis zum Service über die gesamte Lebensdauer einer Anlage bietet Swisslog integrierte Systeme und Services aus einer Hand.

Der Bereich realisiert integrierte Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Lager und Verteilzentren. Als Generalunternehmer bietet dieser Geschäftsbereich schlüsselfertige Gesamtlösungen, beginnend bei der Planung über die Realisierung bis hin zum Service und setzt dabei vor allem auf datengesteuerte und roboterbasierte Automatisierung. Swisslog bietet ein Industrie 4.0-Portfolio mit smarten Technologien, innovativer Software und angepassten Serviceleistungen an, um die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden im Bereich Logistik nachhaltig zu verbessern. Durch die Kombination der Swisslog Logistiklösungen mit roboterbasierten Automatisierungslösungen der anderen Geschäftsbereiche im Konzern bietet KUKA neue Möglichkeiten der flexiblen Automatisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Geschäftsbereich Swisslog Healthcare

Der Bereich Swisslog Healthcare (HCS) entwickelt und realisiert Automatisierungslösungen für moderne Krankenhäuser. Ziel ist es, Effizienzen zu steigern und die Patientensicherheit zu erhöhen. Mit Hilfe von Prozessoptimierungen im Medikamentenmanagement während und nach dem stationären Aufenthalt von Patienten kann das Krankenhauspersonal mehr Zeit für die Pflege gewinnen. Zeitgleich reduzieren sich Medikationsfehler durch den Einsatz von Automatisierungslösungen nachweislich.

Geschäftsbereich China

Im Segment China werden alle Geschäftsaktivitäten der chinesischen Gesellschaften im Bereich Systems, Robotics, Swisslog und Swisslog Healthcare zusammengefasst. Neben KUKA Industrierobotern werden Automatisierungslösungen wie Lagerverwaltungssysteme oder auch Gesundheitssysteme in China entwickelt, angeboten und vertrieben. Industrieroboter werden am Standort in Schanghai produziert. Am neuen Produktionsstandort in Shunde /China wurden 2019 die ersten Robotermodelle für den asiatischen Markt gefertigt. Außerdem sind Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für neue Robotermodelle wie zum Beispiel den SCARA-Roboter geplant.

Märkte und Wettbewerbspositionen

Die Automatisierung in der Produktions- und Logistikwelt schreitet weiter voran. In vielen Fabriken ist sie nicht mehr wegzudenken. Dabei hat sich die Rolle eines Roboters in den Produktionshallen stark gewandelt. Von zuvor isolierten Robotern, die einzelne Aufgaben und Prozessschritte hinter Schutzzäunen automatisieren, geht der Trend hin zu einem intelligenten Helfer, der vollwertig in die Produktion integriert werden und Hand in Hand mit dem Menschen arbeiten kann. Von dieser Entwicklung profitiert auch die General Industry und damit kleine und mittelständische Unternehmen, deren Fertigungen bisher kaum automatisiert sind. Dies trägt einen großen Teil dazu bei, dass die globale Roboterdichte Jahr für Jahr ansteigt. Parallel dazu steht der stufenweise Wandel zu einer smarten, digitalen Produktion im Mittelpunkt. Datensammlung, -analyse und -auswertung ergeben neue Chancen, um Prozesse effizienter und Produktionen wettbewerbsfähig für anspruchsvolle Märkte zu gestalten.

2019 erzielte KUKA rund 50 % des Gesamtumsatzes im Zielmarkt Automotive. Die Automobilindustrie bleibt damit nach wie vor eine wichtige Säule für den Erfolg des KUKA Konzerns. Das Unternehmen zählt zu den marktführenden Automatisierungsunternehmen für die Automobilindustrie. Darüber hinaus ergeben sich hohe Wachstumschancen in Märkten außerhalb dieser Branche, in der sogenannten General Industry. KUKA konnte hier seine Geschäfte vor allem in seinen strategischen Marktsegmenten Electronics, Consumer Goods, Healthcare und E-Commerce /Retail weiter ausbauen.

KUKA zählt zu den marktführenden Unternehmen im europäischen Markt und im nordamerikanischen Markt. Wachstumspotenziale zeigen sich in der Region Asien, insbesondere im chinesischen Markt. KUKA verstärkte während der letzten Jahre seine Präsenz in China. Neben Industrierobotern werden Automatisierungslösungen wie Lagerverwaltungssysteme oder auch Lösungen für Gesundheitssysteme in China angeboten und vertrieben. An den Produktionsstandorten in Shanghai und in Shunde werden Robotermodelle für den asiatischen Markt gefertigt. Der internationale Robotikverband IFR prognostizierte, dass sich die Verkäufe von Industrierobotern in China zwischen 2019 und 2022 um durchschnittlich 20 % pro Jahr erhöhen. Aufgrund der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen bleiben die Kunden allerdings weiter zurückhaltend.

Konzernstrategie

KUKA ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und profitierte dabei von dem sehr dynamischen, innovationsgetriebenen Marktumfeld, das sich unter dem Einfluss der Digitalisierung neu definiert. Roboterbasierte Automatisierung in Produktion und Logistik sowie die zunehmende Vernetzung der Fabrik sind ein globaler Trend.

Im Berichtsjahr sah sich das Unternehmen erschwerten Marktbedingungen gegenüber. Insbesondere die anhaltend schwache globale Konjunktur, gerade in den KUKA Fokusmärkten Automotive und Electronics, sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China sorgten für Unsicherheit und folglich zu einem zurückhaltenden Investitionsverhalten bei den Kunden.

Umso mehr sind Geschäftsmodelle gefragt, die es den Kunden erlauben, ihre Produktionen auf die Digitalisierung und damit einhergehende Veränderungen, wie etwa die Individualisierung von Produkten oder den demografischen Wandel, flexibel einzustellen. KUKAs Ziel ist es, die Kunden bei der ganzheitlichen Optimierung ihrer Wertschöpfung mit umfassendem Automatisierungs- und Digitalisierungs-Know-how zu unterstützen. Und so erweitert KUKA kontinuierlich seine Automatisierungskompetenz um Expertise in Bezug auf die cloudbasierte Vernetzung von Maschinen und Anlagen sowie Data Analytics. Darüber hinaus hat KUKA seine Industrie-4.0-Kompetenz innerhalb des Unternehmens gebündelt. Das Münchner Tochterunternehmen Device Insight spielt hierbei eine zentrale Rolle. Es ergänzt die Kompetenzen von KUKA optimal, um ein umfassendes Portfolio im Bereich des Industrial Internet of Things (IIoT) anzubieten. Neue Geschäftsmodelle werden in Zukunft nicht nur die Produktion, sondern die gesamte Wertschöpfung grundlegend und nachhaltig verändern. Den Kunden bei dieser Veränderung zu begleiten, sieht KUKA dabei als Kernaufgabe. Auch intern werden die Unternehmensstrukturen auf die digitalisierte Welt angepasst. Mit der "Customer Journey" werden der Vertrieb und Service noch stärker in die digitalen Prozesse eingebunden. Im Berichtsjahr wurden außerdem wichtige Weichen für eine stark kundenorientierte Organisation gestellt. Auf dem Weg zur Automatisierung und Digitalisierung begleitet KUKA seine Kunden mit dem entsprechenden Know-how -von Komponenten, Zellen sowie Anlagen- oder Logistiklösungen bis hin zu deren Anbindung an die IT-Welt.

Mit der Vision, die erste Wahl für intelligente Automatisierung zu werden und damit den langfristigen Unternehmenserfolg sicherzustellen, fokussiert sich KUKA auf drei strategische Stoßrichtungen:

1. Technologie- und Innovationsführerschaft

KUKA steht für Innovationen in der roboterbasierten Automatisierung und setzt sich zum Ziel, die Digitalisierung voranzutreiben. Gemeinsam mit Kunden und Partnern entwickelt KUKA smarte Produkte und Lösungen für die intelligente Fabrik der Zukunft.

KUKA setzte mit einer neuen Robotergeneration, die sensitiv ist und mit dem Menschen Hand in Hand arbeiten kann, neue Trends in der Robotik. Hierbei steuert und überwacht der Mensch die Produktion, während kollaborative Roboter seine Fähigkeiten ergänzen und unergonomische, belastende Arbeiten übernehmen. Ergänzt durch Mobilität und autonomer Navigation werden Roboter zu flexiblen Helfern in der Produktion, die immer intelligenter werden.

Der Trend geht zu Robotern, die einfach zu programmieren, flexibel einsetzbar sowie leicht integrier- und vernetzbar sind. Der LBR iisy ist mittlerweile der zweite sensitive Roboter von KUKA, der diese Voraussetzungen nun mitbringt. Mit dem KUKA Marketplace und KUKA Connect digitalisiert KUKA die Kundenerfahrung und treibt den Wandel hin zur Fabrik der Zukunft weiter voran. In etwa ermöglicht KUKA Connect Kunden unterschiedlichster Branchen, Maschinen und Anlagen digital in der Cloud zu vernetzen und damit überall und jederzeit auf ihre Daten zuzugreifen und diese zu analysieren. Einen weiteren entscheidenden Schritt auf dem Weg in die digitale und vernetzte Zukunft geht KUKA mit der modularen, service-orientierten und nutzerfreundlichen Logistik-Softwareplattform SynQ. Das intelligente Lagerverwaltungssystem von Swisslog orchestriert und verbessert sämtliche Materialflüsse im Lagerbetrieb und visualisiert diese in Echtzeit und in 3D. Im Berichtsjahr brachte KUKA zudem die neue Generation der erfolgreichen Roboterserie KR QUANTEC auf den Markt.

Dabei begleitet KUKA seine Kunden auf dem Weg in die Fabrik der Zukunft. Neue Geschäftsmodelle müssen entwickelt werden, denn die zunehmende Typenvielfalt, häufigere Modellwechsel und Stückzahlschwankungen stellen die Kunden vor neue Herausforderungen. Sie benötigen flexible Automatisierungslösungen mit schnell anpassbaren Fertigungszellen. Die Umrüstzeiten der Anlagen sollen aber möglichst kurz sein. Für diese Anforderungen hat KUKA die "Smart Production" entwickelt, eine Demofabrik, die genau diese Anforderungen erfüllt. Die Teilelogistik und Produktion werden durch autonome Transportfahrzeuge verbunden. Mithilfe datenbasierter Auswertungen können außerdem Energieverbrauch oder die Wartungsintervalle der eigenen Produktion nachverfolgt werden.

2. Diversifizierung der Geschäftstätigkeit

KUKA zählt zu den marktführenden Automatisierungsunternehmen für die Automobilindustrie. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich in Märkten außerhalb dieser Branche, in der sogenannten General Industry.

Dabei konzentriert sich KUKA auf Märkte, die sich vor allem durch ein hohes Wachstums- und Ertragspotenzial auszeichnen. Der Automatisierungsgrad ist in vielen Branchen noch relativ niedrig, insbesondere im Vergleich zur Automobilindustrie. KUKAs Ziel ist es, die Kunden bei der ganzheitlichen Optimierung ihrer Wertschöpfungsprozesse mit Automatisierungs- und Digitalisierungs-Know-how zu unterstützen. So können Prozesse effizienter und flexibler gestaltet werden. Zusätzlich lassen sich dadurch der Ressourcen- und Energieverbrauch optimieren und die Qualität steigern. Mit verschiedenen Akquisitionen und deren Integration hat KUKA hier das Know-how gezielt erweitert und nutzt dieses zum Ausbau der eigenen Marktposition.

Im Jahr 2019 hat KUKA folgende strategische Marktsegmente weiter vorangetrieben:

Automotive

Die Automobilindustrie ist für KUKA seit jeher von großer Bedeutung. Sie ist ein sehr wichtiger Technologie- und Innovationstreiber. Der Automotive-Bereich stellt etwa 50 % des Umsatzes. KUKA wird mit seinen Automotive-Kunden weiterhin global wachsen und sie partnerschaftlich bei der Automatisierung und Digitalisierung unterstützen.

Electronics

Die Elektronikindustrie ist eine der vielseitigsten Branchen moderner Industrien. Zu ihr gehört die Produktion von Elektro-Hausgeräten, Spitzentechnologien wie Solarzellen, medizinische Präzisionsgeräte oder elektronische Automotive- und Aerospace-Komponenten sowie die industrielle Elektronik. Der umsatzstärkste und wichtigste Teilmarkt ist der 3C-Markt (Computer, Communication und Consumer Electronics). Die Elektronikbranche wird in den nächsten Jahren einen großen Bedarf an Automatisierung und ein deutliches Plus bei den Einsatzzahlen neuer Roboter zeigen.

E-Commerce /Retail

Über den elektronischen Handel wird eine große und vielfältige Menge an Gütern über Warenverteilzentren an den Verbraucher geschickt. Die schnelle und korrekte Auftragsabwicklung ist entscheidend für einen profitablen Betrieb und ist langfristig nur durch Automatisierung zu bewältigen. Deshalb ist der Bereich E-Commerce ein wichtiger Absatzmarkt für smarte Logistikkonzepte, basierend auf intelligenter Software, kombiniert mit innovativer, roboterbasierter Automatisierung.

Consumer Goods

Roboter unterstützen seit Jahren effizient und erfolgreich die Produktion von Fast Moving Consumer Goods (FMCG; Güter des täglichen Verbrauchs), vor allem in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, aber auch bei der Schuh- oder Textilherstellung, bei Kosmetikartikeln und Pharmazeutika. Mit neuen, sensitiven und mobilen Robotergenerationen, die in der Lage sind, mit dem Menschen Hand in Hand zu arbeiten, unterstützt von der Software als Herzstück jeder Anlage, werden neue Einsatzbereiche entlang der Prozesskette erschlossen.

Healthcare

Der Gesundheitssektor zählt zu den wichtigsten Wachstumsmärkten der Zukunft. Der demographische Wandel, medizinische Innovationen und der Aufbau von Gesundheitssystemen in Schwellenländern, aber auch der daraus resultierende Fachkräftemangel und die steigende Kostensensibilisierung der Gesundheitseinrichtungen führen zu einem Bedarf an neuen Lösungen. Die Automation der Medikamentenversorgung kann ein Teil der Lösung für die Herausforderungen im Gesundheitssektor sein: Denn Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und die Patientensicherheit zu erhöhen. Mit Hilfe von Prozessoptimierungen im Medikamentenmanagement während und nach dem stationären Aufenthalt von Patienten kann das Krankenhauspersonal mehr Zeit für die Pflege gewinnen. Zeitgleich reduzieren sich Medikationsfehler durch den Einsatz von Automatisierungslösungen nachweislich.

KUKA Medical Robotics bietet ein umfassendes Portfolio an robotischen Komponenten zur Integration in medizintechnische Produkte: KUKA Roboter finden ihren Einsatz in der Röntgenbildgebung über Strahlentherapie, Patientenpositionierung bis hin zu roboterbasierten Assistenzsystemen bei chirurgischen Eingriffen im Operationssaal oder als unterstützender Partner im Bereich der Rehabilitation.

3. Nachhaltige und effiziente Kostenstrukturen

Das abgeschlossene Geschäftsjahr war geprägt von einer allgemeinen konjunkturellen Abkühlung, vor allem in den für KUKA wichtigen Märkten Automobil und Elektronik sowie China.

Die Kostenstruktur wurde in allen Unternehmensbereichen intensiv überprüft und zahlreiche Maßnahmen zur Optimierung kurzfristig umgesetzt. KUKA hat das Effizienzziel für 2019 erreicht, es konnten Einsparungen in Höhe von rund 100 Mio. € generiert werden und der sozialverträgliche Abbau von 350 Stellen am Standort Augsburg wurde abgeschlossen. Die Steigerung der Effizienz in allen Unternehmensbereichen bleibt für das folgende Geschäftsjahr weiter im Fokus.

Finanzielles Steuerungssystem

Die Konzernstrategie zielt auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Anhand verschiedener Erfolgskennzahlen, den finanziellen Leistungsindikatoren, erfolgen die interne Konzernsteuerung und die Kontrolle des Geschäftsverlaufs. Die finanziellen Zielgrößen des KUKA Konzerns messen außerdem Leistungen, die den Unternehmenswert beeinflussen.

Die für den KUKA Konzern wichtigsten Steuerungsgrößen sind Umsatz, EBIT und Free Cashflow. Die Entwicklung dieser Größen ist unter Geschäftsverlauf ab Seite 9 und unter Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ab Seite 11 dargestellt. Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich die EBIT-Marge. EBIT wird für den KUKA Konzern sowie die Geschäftsbereiche ermittelt. Der Free Cashflow, also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen, zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viele Mittel ggf. für die Zahlung einer Dividende und zur Schuldentilgung zur Verfügung stehen.

Diese Kennzahlen werden veröffentlicht und gehören zum Teil auch zum Ziel- und Entlohnungssystems im KUKA Konzern. Somit wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter die gleichen Zielvorgaben verfolgen.

Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau ist der Auftragseingang. Nach Abzug der Umsatzerlöse ergibt sich hieraus der Auftragsbestand als Stichtagswert am Ende einer Berichtsperiode. Der Auftragsbestand ist eine wichtige Kennzahl für die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten in den kommenden Monaten. Auftragseingang und Auftragsbestand werden für den KUKA Konzern sowie für die Geschäftsbereiche ermittelt.

Alle Kennziffern werden laufend von den Führungsgesellschaften und vom zentralen Rechnungswesen und Controlling des KUKA Konzerns verfolgt und überprüft. Das Management analysiert Planabweichungen und entscheidet über Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Zielgrößen.

5-Jahres-Darstellung der wichtigen Kennzahlen im KUKA Konzern

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Umsatz 2.965,9 2.948,9 3.479,1 3.242,1 3.192,6
EBIT 135,6 127,2 102,7 34,3 47,8
Free Cashflow 95,7 -106,8 -135,7 -213,7 20,7

Zielerreichung

Im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2018 und auf der Bilanzpressekonferenz am 28. März 2019 prognostizierte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse von rund 3,3 Mrd. € und eine EBIT-Marge von rund 3,5 % vor finaler Evaluierung der Reorganisationsaufwendungen.

Am 24. September 2019 passte KUKA die ursprüngliche Prognose an und ging von Umsatzerlösen in Höhe von rund 3,2 Mrd. € aus sowie einer EBIT-Marge, die inklusive aller Reorganisationsaufwendungen über dem Vorjahresniveau von 1,1 % liegen sollte.

Diese Anpassung war im Wesentlichen auf die Abkühlung der globalen Konjunktur zurückzuführen, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens auswirkte. Davon betroffen waren insbesondere die Fokusmärkte Automotive und Electronics sowie die Regionen Europa und China. Hinzu kamen weitere Belastungen aus bestehenden Aufträgen und die Notwendigkeit einer Restrukturierung eines Teilgeschäftsbereichs. All dies wirkte sich belastend auf den zu erwartenden Umsatz und das zu erwartende Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019 aus und erforderte eine Anpassung.

Mit Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals erwartete KUKA für das Geschäftsjahr 2019 eine leicht rückläufige Nachfrage. Für die Region Americas wurde insgesamt eine positive und für Asien und Europa eine rückläufige Entwicklung prognostiziert. Auf Branchenebene erwartete KUKA für die Absatzmärkte der General Industry eine leicht positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr und für die Automobilindustrie wurde insgesamt ein Rückgang erwartet. KUKA wies bei der Prognose für das Geschäftsjahr 2019 auf die Unsicherheiten hin, die sich aufgrund der schwer vorhersehbaren politischen und weltwirtschaftlichen Entwicklungen ergaben. Denn die weltweit größten Robotik-Absatzmärkte, die Automobilindustrie und Elektronikindustrie, waren davon betroffen.

Zielwerte 2019

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Umsatzerlöse EBIT-Marge
Bilanzpressekonferenz zum Gesamtjahr 2018 ~3,3 Mrd. € ~3,5 % 1
1. Quartal 2019 ~3,3 Mrd. € ~3,5 % 1
2. Quartal 2019 ~3,3 Mrd. € ~3,5 % 1
Ad-hoc 24. September 2019 ~3,2 Mrd. € >1,1 % 2
3. Quartal 2019 ~3,2 Mrd. € >1,1 % 2

1 vor finaler Evaluierung finaler Reorganisationsaufwendungen

2 Inklusive aller Reorganisationsaufwendungen

Im Berichtsjahr wurde der im September 2019 korrigierte Zielwert für die Umsatzerlöse erreicht. Der Konzern erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von 3.192,6 Mio. € (2018: 3.242,1 Mio. €). Die EBIT-Marge inklusive aller Reorganisationsaufwendungen lag bei 1,5 % und lag damit über dem Vorjahreswert in Höhe von 1,1 %. Der korrigierte Zielwert wurde erreicht. Zur detaillierten Entwicklung der Segmente wird auf den Geschäftsverlauf verwiesen.

KUKA erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 17,8 Mio. € und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (2018: 16,6 Mio. €). Die Investitionen lagen bei 151,1 Mio. € und damit deutlich unter dem Vorjahreswert (2018: 295,4 Mio. €). KUKA investierte im Berichtsjahr in den Ausbau seiner weltweiten Standorte sowie in innovative Produkte und Lösungen.

Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich ein positiver Free Cashflow in Höhe von 20,7 Mio. €. Das Trade Working Capital konnte wesentlich verbessert werden und KUKA erzielte erstmals nach drei Jahren einen positiven Free Cashflow. Prognostiziert wurde ein Free Cashflow, der auf Vorjahresniveau liegen sollte (2018: -213,7 Mio. €). Detaillierte Angaben finden Sie im Kapitel Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ab Seite 11.

Forschung und Entwicklung

Für KUKA als innovatives Technologieunternehmen ist der Bereich Forschung und Entwicklung (F & E) für den nachhaltigen und langfristigen Erfolg von zentraler Bedeutung. Im Berichtsjahr investierte KUKA deshalb erneut stark in innovative Technologien, Produkte und Lösungen. Die Aufwände für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Jahr 2019 auf 160,5 Mio. € und lagen über dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr (2018: 151,9 Mio. €).

Bei den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten richtet sich KUKA nach den Marktbedürfnissen, Kundenanforderungen und erwarteten Trends. Die KUKA-Konzernforschung ist dabei unternehmensübergreifend tätig und entwickelt Technologien für die Konzerngesellschaften. Sie arbeitet eng mit Hochschulen und renommierten Instituten weltweit zusammen. Durch seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten kann KUKA neue Einsatzgebiete erschließen und den technologischen Fortschritt weiter vorantreiben.

Im Berichtsjahr meldete der KUKA Konzern 108 Patente an und 280 Patente wurden erteilt. Im Fokus standen dabei Innovationen im Bereich der vereinfachten Benutzung sowie Anwendungen auf dem Gebiet der gegenwärtigen und zukünftigen Schlüsseltechnologien in der industriellen Produktion, Logistik, Mobilität und der Mensch-Roboter-Kollaboration sowie neue Produkte für fokussierte Wachstumsmärkte wie Asien. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben zu folgenden Ergebnissen geführt:

Die neue Generation des meistverkauften KUKA Roboters und Ausweitung des Produktportfolios

Anfang 2019 hat KUKA die neue Generation der erfolgreichen KR QUANTEC Serie auf den Markt gebracht. Der Roboter für hohe Traglasten ist der KUKA Verkaufsschlager. Über 100.000 Roboter dieser Serie wurden seit der Markteinführung im Jahr 2010 ausgeliefert. Grund dafür ist neben der hohen Zuverlässigkeit auch das im Wettbewerb einzigartig breite Anwendungsspektrum des Allrounders. Die Roboter sind für Einsätze in nahezu allen Marktsegmenten ausgelegt, zum Beispiel für die Automobilbranche, das Gießereiwesen, den Medical-Bereich oder für Bearbeitungs- und Handling-Aufgaben.

Mit der neuen Serie konnten wir eine höhere Effizienz und damit niedrigere Total Cost of Ownership (TCO) erzielen. Durch den Einsatz von wartungsarmen bzw. -freien Komponenten sind größere Intervalle zwischen den Instandhaltungstätigkeiten möglich, was somit Stillstandzeiten reduziert. KUKA setzt damit auf ein innovatives Service- und Wartungskonzept für eine optimale Betriebseffizienz für die Dauer des Lebenszyklus. Die Betriebsdauer der Robotermechanik liegt nun bei bis zu 400.000 Betriebsstunden. Dank einer 50-prozentigen Reduktion der Hauptbauteile, wie beispielsweise ein neues Kabel- und Energieführungskonzept, konnten Stillstandzeiten und Wartungsaufwand um bis zu 75 % gesenkt werden.

Zur Erweiterung des Produktportfolios treibt KUKA die Entwicklung eines SCARA-Roboters voran. Der SCARA-Roboter wird insbesondere die Bedürfnisse der Kunden des Electronics-Marktes und anderen allgemeinen Industriebereichen erfüllen.

Digitalisierung in den eigenen Hallen

Die Digitalisierung der Produktionsumgebung schreitet in vielen Branchen weiter voran. Um Kunden Einblicke in verwertbare Roboterdaten zu geben, bietet KUKA eine cloudbasierte Analyse- und Intelligenzplattform an: KUKA Connect. Die Lösung gibt Anwendern jederzeit und von jedem Gerät aus Zugriff auf ihre KUKA Roboterdaten und wird von KUKA auch in der eigenen Produktion eingesetzt, zum Beispiel in der Bauteil-Zerspanung. Ähnlich wie bei einer Smart Watch sammeln Roboter und Maschinen verschiedene Daten und senden diese in die Cloud. Die erfassten Daten der KUKA Roboter können über KUKA Connect verarbeitet und ausgewertet werden. So besteht jederzeit die volle Übersicht und Kontrolle über den laufenden Produktionsprozess.

smartProduction_control - Erste KI-basierte KUKA Software in Automobilwerk

Die KI-basierte Software SmartProduction_control zur Steuerung wandlungsfähiger hochflexibler Produktionsanlagen ist seit 2019 am Markt verfügbar. Die Software ist bereits im Einsatz und steuert einen Teilbereich eines modernen Automobilwerks Europas. Den Beladerobotern der Produktionslinie werden hier abwechselnd insgesamt acht verschiedene Autoseitenwände und Autodächer zur Montage bereitgestellt. Diese Bauteile werden in drei liniennahen Versorgungsbereichen bereitgehalten, die mit je drei intelligenten Roboter AGV's KMP1500 von KUKA ausgestattet sind. Die Software korrespondiert dabei mit dem Kommunikationsprotokoll OPC_UA mit der Linien SPS, den AGV's, der Sicherheitstechnik und anderer Anlagensoftware und stellt so die Versorgung der Produktionslinie mit Material sicher. Im Gegensatz zu anderen Lösungen kann die KI-basierte Software Smart-Produktion_control die Teile taktzeitgenau bereitstellen, sie steuert die Entladung des Materials aus einem Anlieferfahrzeug sowie den Abtransport leerer Behälter.

Arena2036: Die Produktion der Zukunft

Die Produktion der Zukunft soll flexibel, individuell und natürlich funktionsintegriert sein. Wie sich das in der Praxis umsetzen lässt, damit befassen sich Experten von mehr als 30 Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen in der ARENA2036. "ARENA" steht für Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles. Und 2036 feiert das Automobil sein 150. Jubiläum. Es ist die größte Forschungsplattform für Mobilität und für die Automobilindustrie in Deutschland. In mehreren bi- und multilateralen Projekten widmet sich KUKA der Frage, wie die Produktion der Zukunft flexibler und effizienter gestaltet werden kann. Als Partner eines der großen Leuchtturmprojekte der ARENA2036, beschäftigt sich KUKA unter anderem mit der Entwicklung und Erprobung von fluiden Produktionsmethoden. Zum Beispiel wird am Einsatz von Augmented Reality (AR) im Anlagenbau gearbeitet. AR trägt dazu bei, den Auf- und Umbau einer Anlage bereits im Frühstadium der Planung zu veranschaulichen und bietet Möglichkeiten frühzeitig Verbesserungspotenziale zu erkennen. Haben die Mitarbeiter beispielsweise ausreichend Zugänglichkeiten? Wurde der Platz optimal ausgenutzt? Auch bei späteren Umbauten der Zellen spart eine Simulation mit Hilfe eines realitätsnahen digitalen Abbildes Zeit und Kosten.

Swisslog und KUKA Robotics präsentieren gemeinsame Entwicklung

Die Vielfalt der Produkte in Kleinteil-Lagern ist überwältigend. Ebenso die der Verpackungen. Immer mehr Bestellungen werden online aufgegeben. Das verändert die Logistikbranche. Swisslog stellte auf der LogiMat 2019 die nächste Generation seiner robotergestützten Kommissionierungslösung ItemPiQ vor. Die Lösung ist das perfekte Beispiel für die Verzahnung von KUKA Robotics und Swisslog Know-how und nutzt neue Robotertechnologie und ein intelligentes Visionssystem für bessere Kommissionier-Leistung sowie Funktionen für maschinelles Lernen. ItemPiQ kommissioniert eine große Artikelvielfalt, die von dem intelligenten Visionsystem von Roboception erkannt wird. Dieses ist in der Lage, die Greifpunkte an unbekannten Artikeln zu ermitteln. Dank des Multifunktionsgreifers kann der Kleinroboter aus der KR AGILUS Familie eine große Vielfalt üblicher Produkte in der Retail-, E-Commerce- und Pharmabranche mit einem Gewicht bis zu 1,5 kg aufnehmen. Je nach Größe, Gewicht, Ware-zuRoboter-Fördersystem und Ablagemethode kann ItemPiQ bis zu 1.000 Artikel pro Stunde kommissionieren. Lösungen wie ItemPiQ dienen dem Ziel, den Anwendern Effizienz- und Wettbewerbsvorteile in ihrer Lagerlogistik zu verschaffen. Leistungsfähige, integrative Steuerungssoftware, innovative Robotik-Lösungen sowie maschinelles Lernen sind die Bestandteile, die diese Lösungen besonders auszeichnen.

KUKA Innovation Award 2019: Medizinrobotik erstmals im Fokus

Seit 2014 ist der KUKA Innovation Award eine feste Institution für Forscher, Entwickler und Unternehmer. 2019 stand erstmals die Medizinrobotik im Fokus. Das Thema: Healthy Living. Aus einer Vielzahl von Einreichungen wählte eine internationale Jury fünf vielversprechende Teams aus, die ihre Konzepte auf dem KUKA Stand auf der MEDICA - der weltweit größten Medizintechnikmesse -präsentierten. Jedes Team erhielt für sein Projekt leihweise einen LBR Med von KUKA. Der sensitive Roboter für die Medizintechnik ist die weltweit erste robotische Komponente, die zur Integration in Medizinprodukte zertifiziert ist. Zum Sieger kürte die Jury das Team RoboFORCE, bestehend aus Forschern der Universitäten Leeds, Vanderbilt und Turin. Das Team überzeugte die Jury mit seinem Konzept für eine robotergestützte, magnetische Endoskopie für eine schmerzfreie Darmkrebsvorsorge. Auch im Jahr 2020 dreht sich beim KUKA Innovation Award alles um die Medizinrobotik. Das Thema in diesem Jahr lautet Medical Robotics Challenge.

Gründung einer Allianz zur Umsetzung bestehender Standards im Industrie 4.0 Umfeld

Dass unterschiedliche Maschinen miteinander vernetzt werden können, ist Grundlage für eine erfolgreiche vierte industrielle Revolution. Im Oktober 2019 wurde KUKA zusammen mit SAP Gründungsmitglied und Partner der "Open Industry 4.0 Alliance". Ziel ist es, dass bis zu 80 % der Maschinen eines produzierenden Unternehmens in einer Smart Factory miteinander kommunizieren können. Dabei gilt es, proprietäre Insellösungen zu überwinden, um damit einer durchgängigen digitalen Transformation in der Industrie den entscheidenden Schub zu geben.

Die Unternehmen dieser Allianz haben sich dazu verpflichtet, einheitliche Standards für eine durchgängige Kommunikation zwischen Maschinen umzusetzen. Das Rahmenwerk umfasst unter anderem die Einigung auf existierende, industrielle Kommunikationsstandards wie I /O Link, OPC UA oder NAMUR.

Die Mitglieder der Allianz bringen ihre technischen Kernkompetenzen so ein, dass Betreiber und Endanwender von einer etablierten, verlässlichen und skalierbaren Gesamtlösung profitieren - dem sogenannten Interoperability Framework der Allianz. Im Vordergrund steht dabei immer der sichere und einfache Datenaustausch zwischen den Partnern. Die Allianz versteht sich als ein offenes, standardisiertes "Ökosystem", in dem weitere Unternehmen jederzeit willkommen sind.

Ende 2019 präsentierte sich die Open Industry 4.0 Alliance erstmals mit allen neun Gründern und 33 Mitgliedern erfolgreich mit einem gemeinsamen Messestand auf der SPS in Nürnberg.

Präsentation sensitiver Robotik für komplexe industrielle und medizinische Anwendungen auf der ICRA 2019

2019 war KUKA mit einem innovativen Projekt zur automatisierten Montage auf der International Conference on Robotics and Automation (ICRA) vertreten und präsentiert hochinnovative roboterbasierte Medizintechnik. KUKA stellte im kanadischen Montreal eine Applikation vor, mit der Roboter Gegenstände greifen und montieren können, auch wenn sie sich nicht an einer exakt vorgegebenen Position befinden. Die KUKA Applikation auf der ICRA zeigte das Potenzial intelligenter und lernfähiger Roboter in industriellen Anwendungen. Der sensitive Leichtbauroboter KUKA LBR iiwa fügte dabei Bauteile zusammen, die zuvor beliebig auf einem Tisch platziert wurden. Der Bediener führte dazu den Roboter manuell ungefähr zur Position der Bauteile. Anschließend nahm der LBR iiwa die Bauteile eigenständig auf und fügte sie passgenau zusammen.

Im OP-Bereich der Zukunft sollen Roboter und Chirurgen eng zusammenarbeiten. In dem Workshop "Next Generation Surgery" ging es darum, wie Mensch und Maschine durch maschinelles Lernen oder die nahtlose Integration von Robotern in den OP noch besser zusammenarbeiten können. KUKA beteiligte sich mit zwei Vorträgen und präsentierte sowohl KUKA-eigene Innovationen im Bereich Medical Robotics als auch ausgewählte Beiträge der Finalisten des KUKA Innovation Awards.

KUKA auf dem European Robotics Forum 2019

Auf einem Treffen der europäischen Robotergemeinde, dem European Robotics Forum (ERF) im rumänischen Bukarest demonstrierte KUKA, wie Roboter Menschen unterstützen können. Forscher, Politiker und Vertreter der Industrie boten hier über 50 Workshops zu aktuellen Themen der Robotik und künstlichen Intelligenz an. Auf der begleitenden Ausstellung hatten Unternehmen, Universitäten und Institute die Möglichkeit, einen Einblick in die aktuelle Forschung und Projekte zu geben und sich im Robotik-Netzwerk auszutauschen. Initiiert wird die Veranstaltung jedes Jahr vom europäischen Roboterverband euRobotics aisbl, bei dem sich auch KUKA engagiert.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Technical University of Cluj-Napoca präsentierte KUKA beim ERF eine Applikation mit dem sensitiven Leichtbauroboter LBR iiwa. Dabei navigiert der Mensch den Roboter per Hand durch ein 3D Labyrinth, beim Führen unterstützt durch virtuelle Wände. Der Roboter merkt sich den Weg und ist anschließend in der Lage, ihn exakt nachzufahren. Die Anwendung zeigt, wie nah Mensch und Roboter zusammenarbeiten können. Dank der sensitiven Eigenschaften des LBR iiwa entfällt der Schutzzaun und eine direkte Mensch-Roboter Kollaboration (MRK) wird möglich. Im Produktionsalltag kann der Mensch so von eintönigen, repetitiven und ergonomisch anstrengenden Aufgaben entlastet werden und sich komplexeren Arbeiten widmen. So können mit Hilfe MRK-fähiger Roboter aktuelle gesellschaftlichen Herausforderungen, wie dem demografischen Wandel, begegnet werden.

KUKA zeigt Innovationsprojekt auf Forschungsmesse IROS

KUKA zeigte in Kooperation mit dem Hong Kong Applied Science and Technology Research Institute auf der diesjährigen IROS in Macau, wie neue Technologien dabei helfen, Komplexität, Kosten und Zeitaufwand in der Produktion zu minimieren. Die International Conference on Intelligent Robots and Systems zählt zu den wichtigsten Robotik-Konferenzen weltweit. Teilnehmer und Experten können sich in Workshops, Foren, Diskussionen und der begleitenden Robotik-Ausstellung über die neuesten Innovationen und technischen Entwicklungen austauschen. Neben der Ausstellung beteiligte sich KUKA aktiv an Foren und Workshops, um den Austausch zwischen Industrie und Forschung zu fördern, unter anderem am CEO-Forum, dem Industrial Forum sowie am Workshop zum Thema "Intelligent Robotics Research". Gesponsert wird die Konferenz von der IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) sowie weiteren Verbänden, Gesellschaften und Unternehmen.

Die Applikation auf der IROS zeigte einen Roboterschweißprozess an einem Werkstück. Zunächst definiert der Anwender die Schweißbahn in der virtuellen Welt anhand eines 3D-Modells des Werkstücks. Danach läuft alles automatisch: Eine Kamera erfasst das Werkstück und bestimmt dessen Position im Raum und im Verhältnis zum Roboter. Dabei kommen verschiedene Algorithmen zur Lageschätzung, auch auf Basis künstlicher neuronaler Netze, sowie Algorithmen zur Bewegungsplanung zum Einsatz. Der Roboter fährt dann die ermittelte Prozessbahn ab. Ein Laserpointer dient dabei zur Visualisierung des Schweißprozesses. Durch die Kombination von Simulation in der virtuellen Welt und einem kamerabasierten, automatischen Einmessen in der realen Welt kann sich das System schnell an neue Werkstücke und mögliche Variationen anpassen. In der Simulation können zudem Prozesse überprüft und optimiert werden. Digitale Zwillinge helfen, die Komplexität des Designs zu minimieren und damit Kosten und Zeit zu sparen.

Beschaffung

Ein effizientes Einkaufsmanagement ist entscheidend für eine erfolgreiche Auftragsabwicklung. Dazu gehört die Sicherstellung der geforderten Qualität zu optimalen Kosten und die termingerechte Umsetzung. Bei KUKA sind die Prozessabläufe und Verantwortlichkeiten rund um das Lieferkettenmanagement klar geregelt. Durch die Strukturierung des Gesamtgeschäfts in einzelne Geschäftssegmente mit jeweils verantwortlichen Geschäftsführungen können segmentspezifische Anforderungen innerhalb der zugehörigen Funktionen umgesetzt werden, wobei eine enge Verzahnung der Fachbereiche erhalten bleibt.

Die Prozesse in den Beschaffungsabteilungen innerhalb der Segmente werden zunehmend standardisiert und regelmäßig verbessert. So kann KUKA seine Lieferverfügbarkeit weiter optimieren. Im Projektgeschäft konnte zum Beispiel die Verfügbarkeit von Lieferungen und Leistungen durch eine noch engere abteilungsübergreifende Zusammenarbeit optimiert werden. Damit lassen sich Termine und Qualität über die Prozesskette besser messen und aktiv steuern. Die verbesserte Abstimmung erleichtert wiederum die Planung der gesamten Lieferkette.

Die Beschaffungsabteilungen konzentrieren sich außerdem auf die Optimierung des Working Capital Managements. Im Business Segment Robotics konnten beispielweise durch die Ausweitung von Konsignationslagerverfahren, die Flexibilisierung von Bestell- und Anlieferkonzepten sowie die Optimierung im Rahmen des Vertriebslagermanagements signifikante Verbesserungen erzielt werden.

Mit den wichtigen Lieferanten ist KUKA im engen Austausch. Zur Verbesserung von Qualität und Erzielung von Kostenvorteilen wird die Lieferantenbasis regelmäßig überprüft und weiter ausgebaut. Es wird zunehmend lokal beschafft. So wurde im Segment Robotics in den vergangenen Jahren der Anteil lokaler Lieferanten in China kontinuierlich erhöht und das Beschaffungsmanagement hinsichtlich qualitativer Aspekte optimiert.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Schwaches Wachstum der Weltwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte im Januar 2020 seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft sowohl für 2019 als auch für 2020. Der IWF rechnet nunmehr mit einer Steigerung von 2,9 % (2019) und 3,3 % (2020) und reduzierte seine bisherige Prognose um jeweils 0,1 Prozentpunkt. Begründet wurde die Reduzierung mit den geopolitischen Spannungen, beispielsweise zwischen den USA und dem Iran sowie den Anti-Regierungsprotesten in vielen Ländern. Sie könnten die wirtschaftliche Entwicklung erneut belasten. Die Auswirkungen durch die Coronavirus-Krise sind in der aktuellen Prognose noch nicht enthalten. Positiv vermerkte der IWF in seiner Prognose vom Januar 2020, dass die weiterhin lockere Geldpolitik, die Teileinigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die nachlassenden Sorgen vor einem ungeregelten Brexit als Anzeichen für eine Stabilisierung gewertet werden.

Für die Euro-Zone rechnet der IWF für das abgelaufene Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 %. 2020 wird mit einer leichten Erholung gerechnet und einem Wachstum von 1,3 %. Europa entwickle sich laut IWF immer mehr zur Zugmaschine der Weltwirtschaft und liefere einen großen Beitrag zur Steigerung der globalen Wirtschaftsleistung. Die deutsche Wirtschaft sollte in 2020 wieder etwas Fahrt aufnehmen können. Der IWF geht von einer Zuwachsrate in Höhe von 1,1 % aus. 2019 lag das Wachstum gerade mal bei 0,5 %. Für 2021 rechnet der IWF dann mit einer Steigerung der deutschen Wirtschaftsleistung um 1,4 %. Als Exportnation profitiert Deutschland von einer Stabilisierung der Weltwirtschaft.

Die US-Wirtschaft wuchs in 2019 um 2,3 %. Für 2020 rechnet der IWF nur noch mit einem Wachstum um 2,0 % und 2021 sogar nur noch mit 1,7 %. In China hatte sich die Stimmung unter den Unternehmen aufgrund des anhaltenden Handelskriegs deutlich eingetrübt. Zum Jahresende sorgten aber Hoffnungen auf eine Einigung für eine Aufhellung. Der IWF erwartet für China einen Anstieg um 6,0 % im Jahr 2020 und um 5,8 % in 2021.

Das aktuelle Marktumfeld bleibt jedoch weiter schwierig. Insbesondere der Streit um Importzölle und Diskussionen über den Freihandel beeinflussen Investitionsentscheidungen von Unternehmen und drücken auf die globale Konjunktur.

Der Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) gilt als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Im Dezember 2019 stieg der ifo-Index auf 96,3 Punkte nach 95,1 Punkten im November. Die Unternehmen schätzten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für die nächsten Monate besser ein als im November. Es wird davon ausgegangen, dass der konjunkturelle Tiefpunkt aus 2019 überschritten ist.

Uneinheitliche Entwicklung der weltweiten Pkw-Märkte

Laut Verband der Automobilindustrie (VDA) hat sich das Automobilgeschäft im Jahr 2019 weltweit uneinheitlich entwickelt. Mit rund 15,8 Mio. neu zugelassenen Pkw lag Europa 2019 über dem Vorjahresniveau. Während der Pkw-Absatz in Deutschland um +5 % und in Frankreich um +2 % zulegte, entwickelten sich die Neuzulassungen in Großbritannien mit -2 % und in Spanien mit -5 % rückläufig.

Der chinesische Automobilmarkt entwickelte sich im abgelaufenen Jahr rückläufig und sank um fast 10 % gegenüber dem Vorjahr auf 21 Mio. Neufahrzeuge. 2018 lag das Gesamtvolumen der Neuzulassungen bei rund 23,3 Mio. Pkw. Das schwache gesamtwirtschaftliche Wachstum des chinesischen Marktes spiegelte sich überproportional im Pkw-Markt wider.

Im US-Markt sank die Anzahl der Neuverkäufe um -1 % auf knapp 17 Mio. Fahrzeuge. Damit wurde erstmals nach drei Jahren die Marke von 17 Mio. nicht mehr überschritten. Der Pkw-Absatz sank sogar um 11 %. Der Absatz deutscher Automarken nahm hingegen um knapp 2 % auf 1,37 Mio. Fahrzeuge zu. Ihr Marktanteil stieg laut VDA folglich von 7,8 % auf 8,1 %. Deutsche Hersteller produzierten in den ersten elf Monaten des Berichtsjahres 720.000 Fahrzeuge in den USA und fertigten damit 4 % mehr als im Vergleich zum Vorjahr.

Die Automobilindustrie steht in einem Spannungsfeld zwischen Rückgang der weltweiten Automobilkonjunktur, den handelspolitischen Unsicherheiten sowie dem Fortschritt alternativer Antriebstechniken und Digitalisierung. Damit stellen hohe Investitionen für einen fundamentalen Strukturwandel bei einer nachlassenden Marktdynamik die Hersteller vor Herausforderungen.

Deutsche Automobilhersteller und Zulieferer gehen die Herausforderungen an und planen rund 50 Mrd. € bis 2024 in die Forschung & Entwicklung alternativer Antriebe zu investieren, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Im selben Zeitraum sind weitere 25 Mrd. € für Digitalisierung sowie vernetztes und automatisiertes Fahren geplant. Bis zum Jahr 2023 haben deutsche Hersteller vor, ihr Angebot elektrifizierter Fahrzeuge auf über 150 E-Modelle zu verdreifachen.

Nach 2019 wird auch 2020 ein anspruchsvolles Jahr werden. Der VDA rechnet in Europa mit einem Minus von 2 % gegenüber dem Vorjahr. Für den US-Markt wird ein Minus von 3 % und für den chinesischen Markt ein Rückgang um 2 % prognostiziert. Sowohl 2019 als auch 2020 fehlen laut VDA Wachstumsimpulse in den großen Märkten. Es ist davon auszugehen, dass der Weg für die deutschen Autohersteller beschwerlicher, der Wettbewerb härter und der Gegenwind rauer wird.

Schwieriges Marktumfeld für den Maschinen- und Anlagenbau

Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) müssen sich Maschinenbauer aus Deutschland in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld behaupten. Maßgeblich verantwortlich dafür waren die schwache Weltkonjunktur, immer härtere Drohungen und Sanktionen in den globalen Handelsstreitigkeiten, sowie einem tiefgreifenden Strukturwandel in der Automobilindustrie. Infolgedessen sank die reale Produktion von Maschinen in den ersten elf Monaten 2019 um 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet der VDMA mit einem Rückgang um rund 2 %. Im gleichen Zeitraum gingen die Auftragseingänge im Maschinenbau um 15 % zurück. Die überwiegend negative Entwicklung aus den Vormonaten setzte sich fort. Die Bestellungen von inländischen Kunden gingen um 15 % zurück, die der ausländischen um 14 %. Die Auftragseingänge bei Robotik und Automation gingen in den ersten elf Monaten um 16 % zurück.

Laut VDMA steckt die Industrie zwar nicht in der Krise, aber viele Kunden sind verunsichert und verschieben oder stoppen ihre Investitionen. Eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht und so rechnet der VDMA für 2020 wieder mit einem Rückgang um 2 %. Doch die wirtschaftliche Entwicklung wird noch immer durch ein hohes Maß an Unsicherheit belastet.

Robotik und Automatisierung weiter auf Wachstumskurs

Nach Angaben der International Federation of Robotics (IFR) wurden im Jahr 2018 1 weltweit rund 422.000 Roboter installiert, was einem Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mehr als ein Drittel der Industrieroboter wurden in China installiert. Zu den weltweit größten Kundensegmenten gehören die Automobilindustrie und die Elektronikindustrie. Von den im Jahr 2018 weltweit verkauften Robotern wurden 30 % in der Automobilindustrie installiert und 25 % in der Elektronikindustrie.

Für das Geschäftsjahr 2019 prognostiziert der IFR einen weltweiten Absatz von rund 421.000 Industrierobotern. Der Absatz wird sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr bewegen. In Asien rechnete der IFR mit rund 285.000 verkauften Industrierobotern im Jahr 2019. Das bedeutet ebenfalls eine Stagnation im Vergleich zum Vorjahr. Der chinesische Markt sollte sich leicht positiv entwickeln. Die Anzahl der verkauften Roboter wird auf 160.000 geschätzt. In den Jahren 2020 bis 2022 rechnet der IFR mit einer weltweit durchschnittlichen Wachstumsrate von 12 % pro Jahr (CAGR). Dabei werden Nord- und Südamerika um 8 %, Asien /Australien um 14 % und Europa um 5 % wachsen.

Der globale Trend zur roboterbasierten Automatisierung von Fertigungsprozessen wird sich nach Einschätzungen der IFR weiter fortsetzen. Innovationen und Technologien werden neue Produkte und Lösungen hervorbringen. Es werden neue Einsatzgebiete erschlossen und der weltweite Markt wächst. Die Automatisierung ermöglicht Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größe ihre Produktion effizienter zu gestalten. Wo der Einsatz von Robotern bisher undenkbar war, können heute immer mehr Prozessschritte automatisiert werden. Getrieben wird diese Entwicklung durch die Verbindung der realen mit der virtuellen Produktionswelt im Zuge von Industrie 4.0 und Technologien wie einer sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration und der mobilen Robotik. In einer vernetzten, digitalen Fabrik werden roboterbasierte Lösungen die einen sicheren Umgang sowie eine intuitive Bedienbarkeit gewährleisten eine wichtige Rolle spielen.

Geschäftsverlauf KUKA Konzern

Das schwierige Marktumfeld stellte KUKA vor Herausforderungen. Der Streit um Importzölle und Diskussionen über den Freihandel drückten auf die globale Konjunktur und wirkten sich auf die Investitionsentscheidungen der Unternehmen aus. Davon betroffen waren insbesondere die Fokusmärkte Automotive und Electronics sowie die Regionen Europa und China. Im Berichtsjahr verzeichnete der KUKA Konzern daher einen Rückgang im Auftragseingang um 3,5 % von 3.305,3 Mio. € auf 3.190,7 Mio. € Die Umsatzerlöse sanken leicht um 1,5 % auf 3.192,6 Mio. € von 3.242,1 Mio. € im Vorjahr. Die Book-to-Bill-Ratio betrug im Geschäftsjahr 2019 1,00 und sank damit leicht im Vorjahresvergleich (2018: 1,02). Werte über 1 bedeuten eine gute Auslastung und weisen auf Wachstum hin. Der Auftragsbestand reduzierte sich um 4,3 % von 2.055,7 Mio. € zum 31. Dezember 2018 auf 1.967,4 Mio. € zum 31. Dezember 2019. Trotz des schwierigen Marktumfelds konnte das EBIT deutlich von 34,3 Mio. € im Jahr 2018 auf 47,8 Mio. € im laufenden Geschäftsjahr gesteigert werden. Hierin enthalten ist ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag aus einem Entkonsolidierungsvorgang. KUKA reagierte rechtzeitig auf die geänderten Rahmenbedingungen und leitete im Januar 2019 umfassende Effizienzmaßnahmen ein. Dadurch konnte die Kostenstruktur erheblich verbessert werden. Das EBIT stieg im Vorjahresvergleich um 39,4 %. Hinzu kommt, dass sich im Vorjahr Verkäufe von Unternehmensanteilen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags positiv auf das Ergebnis auswirkten. Die EBIT-Marge stieg von 1,1 % auf 1,5 % im Jahr 2019.

1 Die finalen Zahlen für das Jahr 2019 veröffentlicht der IFR im September 2020.

Systems

Im Business Segment Systems sanken die Auftragseingänge von 959,8 Mio. € im Jahr 2018 auf 858,0 Mio. € im laufenden Jahr. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang um 10,6 % und spiegelt die spürbare Zurückhaltung der Kunden bei Auftragsvergaben wider. Die Umsätze lagen mit 925,4 Mio. € auf gleichem Niveau wie 2018 mit 925,4 Mio. €. Die Umsätze aus dem geringeren Auftragsvolumen konnten durch den Anlauf der Produktion bei KTPO kompensiert werden. Die Book-to-Bill-Ratio reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum von 1,04 auf 0,93 in 2019. Der Auftragsbestand lag bei 614,3 Mio. € zum 31. Dezember 2019 (31. Dezember 2018: 713,2 Mio. €). Das EBIT belief sich auf 26,9 Mio. € und lag damit 8,8 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 29,5 Mio. €. Das Ergebnis wurde aufgrund der schwierigen Auftragslage sowie aufgrund von Verschlechterungen bei Projekten in Europa belastet. Die hohe Komplexität dieser Projekte führte zu Verzögerungen und in Folge auch zu Mehrkosten. Die EBIT-Marge sank von 3,2 % auf 2,9 % im laufenden Geschäftsjahr.

Robotics

Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete das Segment Robotics Auftragseingänge in Höhe von 1.037,1 Mio. €, was einem Rückgang von 13,3 % gegenüber dem Wert des Vorjahres entspricht (2018: 1.196,5 Mio. €). Der Umsatz sank von 1.247,3 Mio. € im Jahr 2018 um 7,1 % auf 1.159,2 Mio. € in 2019. Aufgrund der anhaltend schwierigen Lage der Weltwirtschaft halten sich Kunden bei Auftragsvergaben weiterhin zurück. Die Book-to-Bill-Ratio lag bei 0,89 (2018: 0,96). Der Auftragsbestand lag bei 275,8 Mio. € zum 31. Dezember 2019 (31. Dezember 2018: 395,9 Mio. €). Das niedrigere Umsatzvolumen aber auch die seit Jahren angespannte wirtschaftliche Entwicklung in einem Teilbereich von Robotics wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus. Der Teilbereich liefert weltweit automatisierte Fertigungslösungen wie Zellen und Sondermaschinen und steht vor einer Umstrukturierung, die das EBIT im Berichtsjahr in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrages belastete. Das EBIT lag bei 37,7 Mio. € nach 80,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge lag mit 3,3 % unter dem Vorjahreswert von 6,5 %. Ursächlich für den Rückgang war überwiegend die Restrukturierung eines Teilbereichs. Im Vorjahr wirkte sich ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen positiv auf das EBIT aus.

Swisslog

Swisslog verzeichnete im Auftragseingang einen starken Anstieg um 24,8 % auf 750,2 Mio. € nach 601,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2018. Dieser Anstieg konnte aufgrund der konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie erzielt werden. Swisslog profitiert von der weiterhin hohen globalen Kundennachfrage in seinen Fokusmärkten E-Commerce /Retail und Consumer Goods. Die Umsatzerlöse betrugen 600,0 Mio. € und befanden sich 1,2 % unter dem Vorjahresniveau von 607,1 Mio. €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das China Geschäft aufgrund der geänderten Kontrollsituation seit 2019 nur noch anteilig im Ergebnis und nicht mehr in den Umsatzerlösen enthalten ist. Die Book-to-Bill Ratio stieg auf 1,25 (2018: 0,99). Der Auftragsbestand lag zum 31. Dezember 2019 bei 653,9 Mio. € nach 531,6 Mio. € zum 31. Dezember 2018. Das EBIT stieg deutlich auf 10,5 Mio. € nach -0,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge stieg auf 1,8 % nach 0,0 % in 2018.

Swisslog Healthcare

Die Auftragseingänge bei Swisslog Healthcare lagen mit 251,3 Mio. € im Jahr 2019 um 7,2 % deutlich über dem Vorjahreswert mit 234,5 Mio. €. Mehr Aufträge konnte das Segment vor allem im Bereich Pharmacy Automation sowie bei Transport Automation generieren. Die im Berichtszeitraum erzielten Umsatzerlöse lagen mit 222,3 Mio. € 4,4 % über dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 212,9 Mio. €. Der Anstieg ist insbesondere auf die Bereiche Pharmacy Automation und Transport Automation zurückzuführen. Die Book-to-Bill- Ratio verbesserte sich entsprechend von 1,10 in 2018 auf 1,13 in 2019. Der Auftragsbestand in Höhe von 231,4 Mio. € zum 31. Dezember 2019 lag über dem des Vorjahres (31. Dezember 2018: 216,4 Mio. €). Das EBIT lag bei -10,0 Mio. €, nach -4,7 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einer EBIT-Marge von -4,5 % (2018: -2,2 %). Die Reduzierung ist unter anderem auf Einmaleffekte zurückzuführen. Darüber hinaus belasteten Verschlechterungen bei laufenden Kundenprojekten sowie erhöhte Ausgaben für F & E das Ergebnis. Swisslog Healthcare investierte weiterhin in Software Entwicklungen und erweitert sein Produktportfolio zur Stärkung seiner Kunden basis.

China

Das Segment China erzielte 2019 Auftragseingänge von 456,4 Mio. €. Dies bedeutet einen deutlichen Rückgang von 14,8 % gegenüber dem Vorjahreswert (2018: 535,9 Mio. €). In China ist die Zurückhaltung der Kunden bei Auftragsvergaben aufgrund der handelspolitischen Entwicklungen und weltweiten Unsicherheiten deutlich zu spüren, insbesondere in der Automobilindustrie und bei Electronics. Die Umsatzerlöse sanken um 13,2 % von 527,9 Mio. € auf 458,2 Mio. € und sind eine Folge des niedrigeren Auftragseingangs. Die Book-to-Bill-Ratio lag stabil bei 1,00 in 2019 (2018: 1,02). Der Auftragsbestand sank von 282,9 Mio. € zum 31. Dezember 2018 auf 229,2 Mio. € zum 31. Dezember 2019. Das EBIT betrug im abgelaufenen Jahr 3,6 Mio. € (2018: -5,4 Mio. €). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 0,8 % (2018: -1,0 %). Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Marge im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert werden und war am Jahresende leicht positiv. Der Anstieg ist unter anderem auf die positiven Effekte durch den Wechsel der Konsolidierungsmethode im ersten Quartal 2019 zurückzuführen. Es wurde eine chinesische Tochtergesellschaft entkonsolidiert und im Gegenzug eine 50 %-ige at-Equity Beteiligung erfasst. Die Zurückhaltung der Kunden bei Auftragsvergaben wirkte sich negativ auf die Margenentwicklung aus.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Gesamtaussage

Anfang des Geschäftsjahres 2019 verabschiedete der KUKA Vorstand ein umfassendes Sofortpaket, um das Unternehmen langfristig zukunftsfähig aufzustellen und auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs zu führen. Das Programm hat vier Schlüsselfelder: Ein Effizienzprogramm mit Schwerpunkten auf den indirekten Bereichen wie etwa Verwaltung, Einkauf, Vertrieb und im Projektmanagement, eine deutsch-chinesische Taskforce als Treiber für die chinesischen Joint Ventures sowie die Entwicklung spezifischer Produkte für den asiatischen Markt, eine Fokussierung der Investitionen in Forschung & Entwicklung (F & E) mit kürzeren Entwicklungszyklen sowie eine kundenfokussiertere und weniger zentrale Organisationsstruktur. Das Effizienzprogramm hat bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr einen dreistelliger Millionenbetrag eingespart. Dies umfasste auch einen Stellenabbau am Standort Augsburg mit insgesamt 350 Vollzeitstellen. Die Organisationsstruktur - KUKA Business Organisation (KBO) - wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr geschärft, um die globale Zusammenarbeit zu verbessern und um die Kunden noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Die neue Struktur besteht aus fünf Business Segmenten - Systems, Robotics, Swisslog, Swisslog Healthcare und China. Die Vorjahreszahlen wurden auch auf die neue Segmentstruktur angepasst.

Insbesondere im zweiten Halbjahr wirkte sich die Abkühlung der globalen Konjunktur negativ auf die Geschäftsentwicklung aus. Davon betroffen waren vor allem die Fokusmärkte Automotive und Electronics sowie die Regionen Europa und China. Hinzu kamen weitere Belastungen aus bestehenden Aufträgen und die Notwendigkeit einer Restrukturierung eines Teilgeschäftsbereichs. Aus diesen Gründen war eine Anpassung der bisherigen Prognose mit einem Umsatz von rund 3,3 Mrd. € und einer EBIT-Marge von rund 3,5 % vor finaler Evaluierung der Reorganisationsaufwendungen erforderlich. Der KUKA Konzern ging nun von Umsatzerlösen in Höhe von rund 3,2 Mrd. € aus sowie einer EBIT-Marge, die inklusive aller Reorganisationsaufwendungen über dem Vorjahresniveau von 1,1 % liegen sollte. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte KUKA das Vorjahresniveau halten.

Nach drei Jahren mit negativem Free Cashflow konnte im Berichtsjahr erstmals wieder ein positiver Wert erzielt werden. An laufenden Investitionen hielt KUKA dennoch fest, weil diese die Basis von KUKAs Innovationskraft sind. Im operativen Bereich griffen die Optimierungsmaßnahmen zur Stärkung des Trade Working Capitals.

Der Auftragsbestand von 2,0 Mrd. € (2018: 2,1 Mrd. €) weist auf eine gute Auslastung im kommenden Geschäftsjahr 2020 hin.

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und rückläufigem Umsatz sowie Auftragseingang konnte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen im KUKA Konzerns auf 47,8 Mio. € (2018: 34,3 Mio. €) gesteigert werden. Dies bedeutet absolut einen Anstieg von 13,5 Mio. € bzw. 39,4 %. Die EBIT-Marge betrug 1,5 % nach 1,1 % im Vorjahr. Im Business Segment Systems sank das EBIT von 29,5 Mio. € in 2018 auf 26,9 Mio. € in 2019, was einem Rückgang von 8,8 % entspricht. Die Belastung aus der Restrukturierung eines Teilsegments innerhalb des Business Segments Robotics wirkte sich negativ auf das EBIT aus, was im Segment Robotics zu einem EBIT von 37,7 Mio. € führte (2018: 80,9 Mio. €). Dies hat eine EBIT-Marge von 3,3 % (2018: 6,5 %) zur Folge. Hingegen konnte das Segment Swisslog eine deutliche Verbesserung des EBITs erzielen. Es stieg von -0,2 Mio. € in 2018 auf 10,5 Mio. € in 2019 an. Die EBIT-Marge entwickelte sich dementsprechend von 0,0 % in 2018 auf 1,8 % in 2019. Im Segment Swisslog Healthcare musste eine Verschlechterung des EBITs auf -10,0 Mio. € (2018: -4,7 Mio. €) hingenommen werden, was zu einer EBIT-Marge von -4,5 % (2018: -2,2 %) führt. Eine Steigerung des EBITs von -5,4 Mio. € in 2018 um 9,0 Mio. € auf 3,6 Mio. € in 2019 konnte das Business Segment China verzeichnen. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 0,8 % in 2019 gegenüber -1,0 % im Vorjahr. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns war im Berichtsjahr alles in allem zufriedenstellend.

Ertragslage

Die Auftragseingänge für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 3.190,7 Mio. € (2018: 3.305,3 Mio. €) spiegeln die schwierige wirtschaftliche Lage und die Zurückhaltung der Kunden bei der Auftragsvergabe wider. Mit 3.192,6 Mio. € Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2019 wurde, die im September 2019 angepasste Prognose erreicht.

Jedoch gingen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 49,5 Mio. € leicht zurück (2018: 3.242,1 Mio. €). Auch der Auftragsbestand sank gegenüber dem Vorjahr von 2.055,7 Mio. € in 2018 auf 1.967,4 Mio. € in 2019, was aber immer noch eine stabile Größe darstellt und ca. 62 % des Jahresumsatzes entspricht.

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Auftragseingänge 2.838,9 3.422,3 3.614,3 3.305,3 3.190,7
Auftragsbestand 1.639,0 2.048,9 2.157,9 2.055,7 1.967,4
Umsatzerlöse 2.965,9 2.948,9 3.479,1 3.242,1 3.192,6
EBIT 135,6 127,2 102,7 34,3 47,8
% vom Umsatz 4,6 4,3 3,0 1,1 1,5
% vom Capital Employed (ROCE) 20,0 16,2 10,9 2,9 3,5
Wachstumsinvestitionen und Sondereffekte 1 - 28,0 31,9 48,7 -
EBIT bereinigt 1 135,6 155,2 134,6 83,0 47,8
EBIT bereinigt 1 in % vom Umsatz 4,6 5,3 3,9 2,6 1,5
EBIT bereinigt 1 in % vom Capital Employed (ROCE) 20,0 19,8 14,2 7,0 3,5
EBITDA 259,1 205,3 180,2 121,2 176,5
% vom Umsatz 8,7 7,0 5,2 3,7 5,5
Wachstumsinvestitionen und Sondereffekte 1 - 28,0 31,9 48,7 -
EBITDA bereinigt 1 259,1 233,3 212,1 169,9 176,5
EBITDA bereinigt 1 in % vom Umsatz 8,7 7,9 6,1 5,2 5,5
(durchschnittliches) Capital Employed 676,8 783,0 950,4 1.185,0 1.374,3
Mitarbeiter (31.12.) 2 12.300 13.188 14.256 14.235 14.014

1 2016: Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe 2017: Wachstumsinvestitionen 2018: Wachstumsinvestitionen und Reorganisationsaufwand 2019: keine Sondereffekte

2 Die Mitarbeiterzahlen basieren im gesamten Geschäftsbericht auf FTE-Berechnungen (Full Time Equivalent)

Zum 1. Januar 2019 wurde die neue KUKA Business Organisation (KBO) eingeführt, die aus fünf Business Segmenten - Systems, Robotics, Swisslog, Swisslog Healthcare und China - besteht. Zentrale Elemente wie die konsequente Kundenzentrierung wurden beibehalten und in die neue Struktur überführt. Zusätzlich besitzt jedes Business Segment unterschiedliche Schwerpunkte, um die Markt- und Wettbewerbsposition des KUKA Konzerns zielgerichtet zu entwickeln. Natürlich steht die Fokussierung auf den Kunden im Mittelpunkt. Darüber hinaus ist die unternehmerische Verantwortung stärker innerhalb der Business Segmente angesiedelt. Die Beschreibung der neuen Segmentstruktur findet sich in den Ausführungen "Grundlagen des Konzerns" (ab Seite 1). Aufgrund eines Management Approachs werden bestimmte chinesischer Gesellschaften sowohl im Business Segment China als auch Swisslog bzw. Swisslog Healthcare ausgewiesen. Näheres hierzu findet sich im Anhang.

Im Business Segment Systems betrugen die Umsatzerlöse 925,4 Mio. € und liegen damit genau auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 925,4 Mio. €). Der Auftragseingang in Höhe von 858,0 Mio. € lag um 10,6 % unter dem des Geschäftsjahres 2018 mit 959,8 Mio. €. Ebenfalls reduzierte sich der Auftragsbestand von 713,2 Mio. € in 2018 um 98,9 Mio. € auf 614,3 Mio. € in 2019. Das EBIT sank leicht auf 26,9 Mio. €, was einer EBIT-Marge von 2,9 % entspricht (2018: 29,5 Mio. €; 3,2 %). Das Ergebnis wurde aufgrund der schwierigen Auftragslage sowie von Verschlechterungen bei bestehenden Projekten belastet.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Robotics sanken in 2019 auf 1.159,2 Mio. €, was einem leichten Rückgang in Höhe von 88,1 Mio. € bzw. 7,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (2018: 1.247,3 Mio. €). Neben den Umsatzerlösen überschritten auch die Auftragseingänge die Milliardengrenze. Letztere lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1.037,1 Mio. € und damit 13,3 % unter dem des Vorjahres (2018: 1.196,5 Mio. €), aber immer noch auf einem hohen Niveau. Der Auftragsbestand sank von 395,9 Mio. € in 2018 auf 275,8 Mio. € in 2019. Auch das EBIT verschlechterte sich auf nunmehr 37,7 Mio. € (2018: 80,9 Mio. €), was eine EBIT-Marge von 3,3 % (2018: 6,5 %) ergibt. Das niedrigere Umsatzvolumen, die wirtschaftliche Entwicklung des weltweiten Robotermarktes sowie die Belastung aus Restrukturierung in einem Teilbereich von Robotics wirkten sich in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrages negativ auf das Ergebnis aus. Im Vorjahr wirkte sich ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen positiv auf das EBIT aus. Der Teilbereich liefert weltweit automatisierte Fertigungslösungen wie Zellen und Sondermaschinen und befindet sich inmitten einer Restrukturierung.

In Swisslog gingen die Umsatzerlöse in 2019 leicht um 1,2 % auf 600,0 Mio. € (2018: 607,1 Mio. €) zurück. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das China Geschäft der geänderten Kontrollsituation seit 2019 nur noch anteilig im Ergebnis und nicht mehr in den Umsatzerlösen enthalten ist. Jedoch stiegen die Auftragseingänge um 24,8 % bzw. 149,1 Mio. € auf 750,2 Mio. € (2018: 601,1 Mio. €) an. Dies resultiert unter anderem aus mehreren Großaufträgen. Analog entwickelte sich der Auftragsbestand, der von 531,6 Mio. € in 2018 auf 653,9 Mio. € in 2019 anwuchs. Dies entspricht einem Anstieg von 23,0 %. Das EBIT wuchs ebenfalls stark an und lag im Berichtsjahr bei 10,5 Mio. € (EBIT-Marge: 1,8 %) nach einem negativen Wert in Höhe von -0,2 Mio. € (EBIT-Marge: 0,0 %) im Vorjahr. Swisslog profitiert von den hohen globalen Kundennachfragen in ihren Fokusmärkten, was sich positiv auf das EBIT auswirkte.

Der Geschäftsbereich Swisslog Healthcare konnte eine leichte Umsatzsteigerung um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen (2019: 222,3 Mio. €; 2018: 212,9 Mio. €). Ebenfalls konnte der Auftragseingang als auch der Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Ersterer lag bei 251,3 Mio. € und damit 16,8 Mio. € bzw. 7,2 % über dem des Geschäftsjahres 2018 mit 234,5 Mio. €. Der Auftragsbestand stieg um 15,0 Mio. € auf 231,4 Mio. € zum 31. Dezember 2019 an (2018: 216,4 Mio. €). Das EBIT verschlechterte sich von -4,7 Mio. € auf -10,0 Mio. €, was zu einer EBIT-Marge von -2,2 % bzw. -4,5 % führt. Die Reduzierung ist vor allem auf Einmaleffekte in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrages zurückzuführen. Hier belasteten Verschlechterungen bei laufenden Kundenprojekten sowie erhöhte Ausgaben für F & E das Ergebnis. Swisslog Healthcare investierte weiterhin in Software Entwicklungen und erweitert sein Produktportfolio zur Stärkung seiner Kundenbasis.

Die handelspolitischen Unsicherheiten sowie die abgekühlte Konjunktur wirken sich belastend auf die Umsatzerlöse im Business Segment China aus, die von 527,9 Mio. € in 2018 auf 458,2 Mio. € in 2019 sanken. Die Zurückhaltung der Kunden bei Auftragsvergaben wirkte sich negativ auf die Margenentwicklung aus. Gleichzeitig sank der Auftragseingang um 14,8 % auf 456,4 Mio. € (2018: 535,9 Mio. €) und der Auftragsbestand lag bei 229,2 Mio. €, was einem Rückgang von 53,7 Mio. € entspricht (2018: 282,9 Mio. €). Beim EBIT hingegen konnte ein Anstieg von -5,4 Mio. € auf 3,6 Mio. € erzielt werden, was einer EBIT-Marge von 0,8 % (2018: -1,0 %) entspricht. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Marge im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert werden und war am Jahresende leicht positiv. Der Anstieg ist unter anderem auf die positiven Effekte durch den Wechsel der Konsolidierungsmethode in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrages im ersten Quartal 2019 zurückzuführen. Es wurde eine chinesische Tochtergesellschaft entkonsolidiert und im Gegenzug eine 50 %-ige at-Equity Beteiligung erfasst.

Der KUKA Konzern erwirtschaftete im Berichtsjahr ein Bruttoergebnis von 677,0 Mio. €, das um 6,7 % unter dem Wert des Vorjahres liegt (2018: 725,9 Mio. €). Die Bruttomarge sank von 22,4 % auf 21,2 %, was an den nahezu unveränderten Umsatzkosten in beiden Geschäftsjahren lag. Die Bruttomarge im Business Segment Swisslog stieg von 17,1 % in 2018 auf 18,6 % in 2019 an. Die anderen Segmente mussten einen Rückgang der Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr verzeichnen (Systems: 2019: 10,6 %; 2018: 12,5 %; Robotics: 2019: 31,2 %; 2018: 31,5 %; Swisslog Healthcare: 2019: 32,9 %; 2018: 33,7 % und China: 2019: 8,3 %; 2018: 10,3 %).

Nachfolgend sind die Kennzahlen der einzelnen Geschäftsbereiche dargestellt:

Kennzahlen Systems

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in Mio. € 2018 2019
Auftragseingänge 959,8 858,0
Auftragsbestand 713,2 614,3
Umsatzerlöse 925,4 925,4
EBIT 29,5 26,9
% vom Umsatz 3,2 % 2,9 %
% vom Capital Employed (ROCE) 11,3 % 8,9 %
EBITDA 37,8 45,2
% vom Umsatz 4,1 % 4,9 %
Capital Employed 260,7 301,1
Mitarbeiter (31.12.) 3.112 3.208

Kennzahlen Robotics

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in Mio. € 2018 2019
Auftragseingänge 1.196,5 1.037,1
Auftragsbestand 395,9 275,8
Umsatzerlöse 1.247,3 1.159,2
EBIT 80,9 37,7
% vom Umsatz 6,5 % 3,3 %
% vom Capital Employed (ROCE) 21,9 % 8,8 %
EBITDA 143,6 83,1
% vom Umsatz 11,5 % 7,2 %
Capital Employed 369,7 430,7
Mitarbeiter (31.12.) 5.957 5.502

Kennzahlen Swisslog

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in Mio. € 2018 2019
Auftragseingänge 601,1 750,2
Auftragsbestand 531,6 653,9
Umsatzerlöse 607,1 600,0
EBIT -0,2 10,5
% vom Umsatz 0,0 % 1,8 %
% vom Capital Employed (ROCE) -0,2 % 8,6 %
EBITDA 16,2 33,7
% vom Umsatz 2,7 % 5,6 %
Capital Employed 100,5 122,7
Mitarbeiter (31.12.) 1.975 2.168

Kennzahlen Swisslog Healthcare

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in Mio. € 2018 2019
Auftragseingänge 234,5 251,3
Auftragsbestand 216,4 231,4
Umsatzerlöse 212,9 222,3
EBIT -4,7 -10,0
% vom Umsatz -2,2 % -4,5 %
% vom Capital Employed (ROCE) -4,2 % -6,6 %
EBITDA 8,7 4,6
% vom Umsatz 4,1 % 2,1 %
Capital Employed 112,3 152,5
Mitarbeiter (31.12.) 931 1.159

Kennzahlen China

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in Mio. € 2018 2019
Auftragseingänge 535,9 456,4
Auftragsbestand 282,9 229,2
Umsatzerlöse 527,9 458,2
EBIT -5,4 3,6
% vom Umsatz -1,0 % 0,8 %
% vom Capital Employed (ROCE) -6,0 % 2,3 %
EBITDA -0,4 14,4
% vom Umsatz -0,1 % 3,1 %
Capital Employed 90,2 155,6
Mitarbeiter (31.12.) 1.514 1.382

Die Funktionskosten des KUKA Konzerns, die sich aus den Kosten für Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung zusammensetzen, sanken um 76,0 Mio. € auf 642,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2019 (2018: 718,5 Mio. €). Dementsprechend fiel auch das Verhältnis der Funktionskosten zum Umsatz von 22,5 % in 2018 auf 20,1 % in 2019. Hier zeigen sich erste Erfolge aus der Umsetzung des im Januar 2019 aufgelegten Effizienzprogramms.

Im Geschäftsjahr 2019 reduzierten sich die Vertriebskosten um 28,3 Mio. € bzw. 8,8 % auf 291,6 Mio. € (2018: 319,9 Mio. €). Die Reduzierung der Kosten spiegelt sich auch in der verminderten Anzahl der Vertriebsmitarbeiter wider. Zum 31. Dezember 2019 waren 1.614 Mitarbeiter (2018: 1.712 Mitarbeiter) in diesem Bereich beschäftigt. Die Kapazitäten wurden im Rahmen des Effizienzprogramms angepasst und Kompetenzen gebündelt. Nichtsdestotrotz stellt die Kundenorientierung ein zentrales Element der neuen Organisationsstruktur dar, obwohl die Vertriebskostenquote von 9,9 % im Jahr 2018 auf 9,1 % in 2019 sank.

Die in den Vorjahren angestoßenen Projekte zur Harmonisierung, Standardisierung und Optimierung von Prozessen sowie die Einsparungen aus dem Effizienzprogramm führten zu einer Reduzierung der Verwaltungskosten in Höhe von 56,3 Mio. € (2019: 190,4 Mio. €; 2018: 246,7 Mio. €). Zusätzlich sanken auch die Aufwendungen für Beratungsleistungen, was insgesamt zu einer Quote der Verwaltungskosten im Verhältnis zum Umsatz in Höhe von 6,0 % (2018: 7,6 %) führt.

Der KUKA Konzern als innovatives Technologieunternehmen investiert laufend zukunftsorientierte Technologien, die in neue Produkte und Lösungen Eingang finden. Damit soll langfristig der Unternehmenserfolg gesichert werden. Auch in diesem Berichtsjahr stiegen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wieder gegenüber dem Vorjahr an und beliefen sich auf 160,5 Mio. € (2018: 151,9 Mio. €). Der Anstieg ist auf die geplanten, erhöhten Personalaufwendungen sowie die Abschreibungen von im Vorjahr aktivierten F&E Aufwendungen zurückzuführen. Für weitere Ausführungen und Details verweisen wir auf den Bereich Forschung und Entwicklung in diesem Lagebericht.

Um eine nachhaltige und langfristige Strategie im Bereich Forschung und Entwicklung umsetzen zu können, müssen die personellen Voraussetzungen geschaffen werden. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 waren 1.264 Mitarbeiter (31. Dezember 2018: 1.251 Mitarbeiter) im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt. Dies entspricht einem Anteil an der gesamten Belegschaft von 9,0 % (2018: 8,8 %).

Die aktivierten Kosten für Neuentwicklungen lagen im Geschäftsjahr 2019 bei 30,2 Mio. € (2018: 36,4 Mio. €). In den Folgeperioden werden diese Kosten als planmäßige Abschreibungen im Aufwand, die überwiegend im Funktionsbereich Forschung und Entwicklung anfallen, erfasst. Die Abschreibungen stiegen von 15,6 Mio. € in 2018 auf 17,2 Mio. € in 2019 an. Die Aktivierungsquote sank auf Grund geringerer Aktivierungen von 21,1 % auf 17,4 % im Berichtsjahr.

Für weitere Ausführungen und Details verweisen wir auf den Bereich Forschung und Entwicklung in diesem Lagebericht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge übersteigen die Aufwendungen um 16,9 Mio. € (2018: 29,2 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge (2019: 30,7 Mio. €; 2018: 45,8 Mio. €) beinhalten den im Wesentlichen den Ertrag aus dem Wechsel der Konsolidierungsmethode, bei dem eine chinesische Tochtergesellschaft entkonsolidiert und anschließend at-Equity bilanziert wurde. Im vergangenen Jahr wurden die Erträge von dem Verkauf der beiden Gesellschaften KBee AG, München und der connyun GmbH, Karlsruhe beeinflusst. Die Erträge aus Zuschüssen sanken (2019: 0,7 Mio. €; 2018: 1,6 Mio. €) wohingegen Erträge aus der Erstattung von Ansprüchen anstieg (2019: 1,7 Mio. €; 2018: 0,3 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken leicht von 16,6 Mio. € in 2018 um 2,8 Mio. € auf 13,8 Mio. € in 2019 und enthalten unter anderem Aufwendungen für sonstige Steuern (2019: 8,2 Mio. €; 2018: 8,4 Mio. €).

EBIT-Marge bei 1,5 %

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Konzern 135,6 127,2 102,7 34,3 47,8
in % der Umsatzerlöse 4,6 % 4,3 % 3,0 % 1,1 % 1,5 %

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Geschäftsjahr 2019 um 13,5 Mio. € auf 47,8 Mio. € (2018: 34,3 Mio. €), was zu einer EBIT-Marge von 1,5 % (2018: 1,1 %) führt. Der Anstieg des EBITs ist unter anderem auf die Erfolge des Effizienzprogramms, das einerseits Kosteneinsparungen als auch andererseits die Fokussierung der Forschung und Entwicklung beinhaltet, zurückzuführen.

Das EBIT im Business Segment Systems verringerte sich von 29,5 Mio. € in 2018 um 2,6 Mio. € auf 26,9 Mio. € in 2019. Der Rückgang ist auf die Verschlechterungen in einzelnen Projekten zurückzuführen. Die daraus resultierende EBIT-Marge betrug 2,9 % (2018: 3,2 %).

Ebenfalls eine Reduzierung des EBITs musste im Geschäftsbereich Robotics hingenommen werden. Nach 80,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2018 konnte nunmehr ein EBIT von 37,7 Mio. € erzielt werden, was einer EBIT-Marge von 6,5 % in 2018 sowie 3,3 % in 2019 entspricht. Dieser Rückgang ist zum einen durch die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung in diesem Geschäftsbereich begründet. Zum anderen wurde das EBIT im Vorjahr noch durch den Sondereffekt aus dem Verkauf den KBee AG, München positiv beeinflusst. Werden beide Sondereffekte eliminiert, dann würde das EBIT des abgelaufenen Geschäftsjahres höher liegen als in 2018.

Bei Swisslog wurde ein deutlicher Anstieg des EBITs auf 10,5 Mio. € (2018: -0,2 Mio. €) unter anderem durch die hohe Nachfrage in den Fokusmärkten erzielt. Entsprechend wuchs die EBIT-Marge auf 1,8 % (2018: 0,0 %) an.

Swisslog Healthcare verzeichnete, wie im Vorjahr ein negatives EBIT. Nach -4,7 Mio. € in 2018 (EBIT-Marge: -2,2 %) musste nun ein EBIT von -10,0 Mio. € (EBIT-Marge: -4,5 %) hingenommen werden. Negativ wirken sich Einmaleffekte, Zusatzaufwendungen für Projekt Finalisierungen sowie erhöhte Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für Softwareentwicklungen, die in zukünftige Produkte im Bereich Pharmarzieautomatisierung eingehen soll, auf das EBIT aus.

Das Business Segment China steigerte sein EBIT von -5,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2018 auf 3,6 Mio. € im Berichtsjahr, wodurch auch die EBIT-Marge von -1,0 % im Geschäftsjahr 2018 auf 0,8 % in 2019 stieg. Positiv wirkte sich der Einmaleffekt aus dem Wechsel der Konsolidierungsmethode aus.

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in Mio. € 2018 2019
Systems 29,5 26,9
in % der Umsatzerlöse 3,2 % 2,9 %
Robotics 80,9 37,7
in % der Umsatzerlöse 6,5 % 3,3 %
Swisslog -0,2 10,5
in % der Umsatzerlöse 0,0 % 1,8 %
Swisslog Healthcare -4,7 -10,0
in % der Umsatzerlöse -2,2 % -4,5 %
China -5,4 3,6
in % der Umsatzerlöse -1,0 % 0,8 %

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2019 stiegen von 86,9 Mio. € um 41,8 Mio. € auf 128,7 Mio. € an. Mit der Einführung des neuen Leasingstandards IFRS 16 wurden 36,8 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €) an Abschreibungen auf aktivierte Leasingverträge erfasst. Die Abschreibungen in Höhe von 128,7 Mio. € entfallen zu 16,5 Mio. € (2018: 8,2 Mio. €) auf das Business Segment Systems, zu 42,4 Mio. € (2018: 29,9 Mio. €) auf Robotics, zu 17,8 Mio. € (2018: 11,2 Mio. €) auf den Geschäftsbereich Swisslog, zu 11,1 Mio. € (2018: 4,9 Mio. €) auf Swisslog Healthcare sowie zu 10,8 Mio. € (2018: 5,0 Mio. €) auf das Segment China.

Somit stieg das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) insgesamt um 55,3 Mio. € bzw. 45,6 % auf 176,5 Mio. € (2018: 121,2 Mio. €) an. Nachfolgend ist das EBITDA des Konzerns dargestellt:

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Konzern 259,1 205,3 180,2 121,2 176,5
in % der Umsatzerlöse 8,7 % 7,0 % 5,2 % 3,7 % 5,5 %

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des EBITDA auf Segmentebene:

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in Mio. € 2018 2019
Systems 37,8 45,2
in % der Umsatzerlöse 4,1 % 4,9 %
Robotics 143,6 83,1
in % der Umsatzerlöse 11,5 % 7,2 %
Swisslog 16,2 33,7
in % der Umsatzerlöse 2,7 % 5,6 %
Swisslog Healthcare 8,7 4,6
in % der Umsatzerlöse 4,1 % 2,1 %
China -0,4 14,4
in % der Umsatzerlöse -0,1 % 3,1 %

Finanzergebnis steigt deutlich im Vergleich zum Vorjahr

Im Berichtsjahr führten die saldierten Aufwendungen und Erträge im Finanzergebnis zu einem Ertrag in Höhe von 6,6 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg in Höhe von 6,0 Mio. € (2018: Ertrag: 0,6 Mio. €).

Die Zinserträge im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 28,6 Mio. € (2018: 14,1 Mio. €) liegen deutlich über dem Wert des Vorjahres. Einerseits konnten Zinserträge aus Leasinggeberverhältnissen der KUKA Toledo Production Operations LLC., Toledo /USA generiert werden. Andererseits erhielt das kontrollierte Gemeinschaftsunternehmen, das im abgelaufenen Geschäftsjahr gegründet wurde, Zinserträge auf Bankguthaben. Ein positiver Überhang entstand aus Fremdwährungsgewinnen und -verlusten im Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 1,0 Mio. € (2018: Ertrag: 3,0 Mio. €), der den Zinserträgen zugerechnet wird.

Der Zinsaufwand, der bei 19,9 Mio. € in 2019 lag, stieg um 6,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr an (2018: 13,4 Mio. €). Ein wesentlicher Anteil mit 5,6 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €) bildeten die Zinsaufwendungen, die im Zusammenhang mit der Einführung des IFRS 16 Leasingstandards stehen. Zusätzlich entfielen auf das im Oktober 2015 platzierte Schuldscheindarlehen sowie das neue US-Schuldscheindarlehen Zinsaufwendungen in Höhe von 8,7 Mio. € (2018: 5,2 Mio. €.) Der Nettozinsaufwand für Pensionen wuchs auf 2,0 Mio. € (2018: 1,7 Mio. €). Für Bürgschaften und Avale lagen die Aufwendungen bei 1,7 Mio. € an (2018: 1,8 Mio. €).

Belastend auf das Finanzergebnis wirkte sich in Höhe von 2,1 Mio. € (2018: 0,1 Mio. €) zudem eine Wertberichtigung für ein Darlehen aus.

Das EBT (Ergebnis vor Steuern) wuchs demnach auf 54,4 Mio. € (2018: 34,9 Mio. €) an, und lag damit 19,5 Mio. € über dem Vorjahr. Der Steueraufwand belief sich im Berichtsjahr auf 36,6 Mio. € (2018: 18,3 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 67,3 % (2018: 52,4 %) - ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die effektive Steuerquote ist im Wesentlichen beeinflusst durch Anpassungen in der Bewertung von aktiven latenten Steuern; gegenläufig wirken Steuersubventionen.

Dividendenvorschlag von 0,30 € je Aktie

Der KUKA Konzern erwirtschaftete ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 17,8 Mio. € (2018: 16,6 Mio. €) und zeigte gegenüber dem Vorjahr wieder einen positiven Trend. Bereits das neunte Jahr in Folge konnte positiv gestaltet werden, auch wenn das wirtschaftliche Marktumfeld für den KUKA Konzern schwierig ist. Das Ergebnis je Aktie betrug in 2019 0,24 € (2018: 0,32 €).

Somit schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor eine Dividende je Aktie in Höhe von 0,30 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 zu zahlen.

Konzern-GuV verkürzt

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Umsatzerlöse 2.965,9 2.948,9 3.479,1 3.242,1 3.192,6
EBIT 135,6 127,2 102,7 34,3 47,8
EBIT bereinigt 1 135,6 155,2 134,6 83,0 47,8
EBITDA 259,1 205,3 180,2 121,2 176,5
EBITDA bereinigt 1 259,1 233,3 212,1 169,9 176,5
Finanzergebnis -7,4 -4,9 -9,2 0,6 6,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag -39,3 -36,1 -5,3 -18,3 -36,6
Ergebnis nach Steuern 86,3 86,2 88,2 16,6 17,8

1 2016: Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe 2017: Wachstumsinvestitionen 2018: Wachstumsinvestitionen und Reorganisationsaufwand 2019: keine Sondereffekte

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Im KUKA Konzern erfolgt das Finanzmanagement zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft für alle Konzerngesellschaften. Die Konzernfinanzierung sowie das Management der Zins- und Währungsrisiken werden zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft gesteuert. Finanzierungs- und Anlagebedarfe der Konzerngesellschaften sowie die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsmanagement werden bei der KUKA Aktiengesellschaft gebündelt, die dafür die erforderlichen internen und externen Finanzgeschäfte mit Konzerngesellschaften bzw. mit Banken abschließt. Grundlage für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist ein einheitliches Planungs-, Berichts- und Meldesystem, in dem die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst werden. Ziel des Zins- und Währungsmanagements ist es, die vorhandenen Risiken zu minimieren. Zur Absicherung von Risiken werden ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis geplanter Geschäfte abgeschlossen. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien wurden auch im Geschäftsjahr fortlaufend auf ihre Aktualität hin überprüft und optimiert.

Konzernfinanzierung und Liquiditätsausgleich

Das Ziel der Finanzierungspolitik des KUKA Konzerns ist es, sicherzustellen, dass dem Konzern jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven in Form von liquiden Mitteln und von nicht genutzten, langfristig zugesagten Kreditlinien, sowie ausreichende Avallinien zur Verfügung stehen, um die operativen und strategischen Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften abdecken zu können und darüber hinaus eine ausreichende Reserve zur Abfederung unvorhergesehener Ereignisse zur Verfügung zu haben. Die Ermittlung der Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Budget- und Finanzplanung und einer zwölf Planmonate umfassenden, rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle relevanten konsolidierten Konzerngesellschaften einbeziehen.

Die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns stellen die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften dar. Das Cash Management der KUKA Aktiengesellschaft nutzt die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, um Liquiditätsbedarfe anderer Konzerngesellschaften zu decken. Dieser zentrale konzerninterne Liquiditätsausgleich optimiert die Liquiditätsposition des Konzerns mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis.

Bausteine der Finanzierungsstruktur

Schuldscheindarlehen

Am 9. Oktober 2015 hatte die KUKA AG unbesicherte Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. € in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine ursprüngliche Laufzeit von fünf Jahren (fällig Oktober 2020); die Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. € und eine ursprüngliche Laufzeit von sieben Jahren (fällig Oktober 2022). Die Schulscheindarlehen sind mit einem Zinskupon von 1,15 % für die Tranche 1 bzw. 1,61 % für die Tranche 2 ausgestattet.

Zur Finanzierung des Baus einer neuen Fabrikationsanlage im Rahmen des Betreibermodells der KUKA Toledo Production Operations LLC, Toledo /Ohio, USA, hat diese unter Garantie der KUKA AG in 2018 USD-Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 150,0 Mio. USD in mehreren Laufzeittranchen platziert: Tranche 1 mit einem Volumen von 10,0 Mio. USD hat eine Laufzeit von zwei Jahren (fällig August 2020), Tranche 2 mit einem Volumen von 90,0 Mio. USD eine Laufzeit von 3 1/2 Jahren (fällig Februar 2022) und Tranche 3 mit einem Volumen von 50,0 Mio. USD hat eine Laufzeit von fünf Jahren (fällig August 2023). Die Verzinsung der Tranchen ist an den 3-Monats-USD-LIBOR gebunden und damit variabel verzinst. Die Margen auf diesen Referenzzinssatz sind laufzeitabhängig und betragen 85, 105 bzw. 140 Basispunkte. Zum Stichtag betrug die Verzinsung der Tranchen 4,15 %, 4,35 % und 4,70 % p. a. Die Mittel aus diesem Schuldscheindarlehen sind am 10. August/10. September 2018 zugeflossen.

Konsortialkreditvertrag

Am 1. Februar 2018 hatte die KUKA AG mit einem Bankenkonsortium einen Konsortialkreditvertrag mit einem Volumen von 520,0 Mio. € abgeschlossen. Der Vertrag umfasst eine Bürgschafts- und Garantielinie (Avallinie) in Höhe von 260,0 Mio. € sowie eine Betriebsmittelline (Barlinie) von ebenfalls 260,0 Mio. €, die auch für Bürgschaften und Garantien (Avale) genutzt werden kann.

Die initiale Laufzeit des Kreditvertrags betrug fünf Jahre bis 1. Februar 2023 und war durch zwei vertraglich vereinbarte Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr verlängerbar (5+1+1). Nach Zustimmung aller Banken in 2018 zu der ersten und in 2019 zu der zweiten vereinbarten Verlängerungsoption wurde die Laufzeit in 2018 und 2019 jeweils um ein Jahr verlängert. Der Kreditvertrag läuft nunmehr im Februar 2025 aus. Der Konsortialkreditvertrag besteht weiterhin auf unbesicherter Basis und erhält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Ebenfalls bestehen die vereinbarten Financial Covenants bzgl. Grenzwerten zu Leverage (Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA) und Zinsdeckung (EBITDA / Nettozinsaufwand) unverändert weiter.

Avallinien

Neben den Avallinien und den für Avale nutzbaren Barlinien des Konsortialkredits bestanden auch 2019 weitere Rahmenverträge über Avallinien zur Unterstützung des operativen Geschäfts. Diese mit Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften bilateral vereinbarten Avallinien hatten zum 31. Dezember 2019 ein Zusagevolumen von 153,0 Mio. € (2018: 118,0 Mio. €). Insgesamt verfügt KUKA damit zum 31. Dezember 2019 über für Bürgschaften und Garantien nutzbare Kreditlinien in Höhe von 673,0 Mio. € (2018: 638,0 Mio. €). Diese wurden in Höhe von 271,3 Mio. € (2018: 311,3 Mio. €) in Anspruch genommen.

ABS-Programm /Forderungsverkauf

Das zum letzten Bilanzstichtag noch bestehende ABS-Programm mit einem Programmvolumen in Höhe von 25 Mio. € wurde vertragsgemäß per Ende Januar 2019 beendet. Die Ausnutzung dieses strukturierten Forderungsverkaufsprogramms der KUKA Deutschland GmbH zum Bilanzstichtag 2018 belief sich auf 14,0 Mio. €.

Im Rahmen des Working Capital Managements hat KUKA im Dezember 2019 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von rund 41,0 Mio. € veräußert.

Gesellschafterdarlehen

Im Dezember 2019 hat die KUKA AG zur Vorab-Refinanzierung der im August bzw. Oktober 2020 fälligen Tranchen der bestehenden Schuldscheindarlehen (US-Dollar-Schuldscheindarlehen aus 2018: 10,0 Mio. USD, Euro-Schuldscheindarlehen aus 2015: 142,5 Mio. €) einen Gesellschafterdarlehensvertrag (Inter-Company Loan Agreement) über ein Darlehensvolumen von 150,0 Mio. € mit der Midea International Corporation Company Limited, Hongkong, einer 100 %igen Konzerngesellschaft des Midea Konzerns, abgeschlossen. Parallel erklärte die Midea International Corporation Company Limited in einer Nachrangvereinbarung (Subordination Agreement) gegenüber den Konsortialbanken des Konsortialkreditvertrags der KUKA AG den tiefen Nachrang ihrer aus diesem Darlehensvertrag entstehenden Forderungen. Der Darlehensbetrag ist der KUKA AG am 20. Dezember 2019 zugeflossen. Die Rückzahlung erfolgt zum 20. Juni 2025, d. h. die Laufzeit beträgt 5 1/2 Jahre. Das Gesellschafterdarlehen wird mit 0,85 % p. a. verzinst.

Damit stehen dem KUKA Konzern zur Deckung der Finanzbedarfe im Wesentlichen folgende Bausteine zur Verfügung:

1) die im Oktober 2015 begebenen Schuldscheindarlehen über nominal 250,0 Mio. € mit Laufzeiten bis Oktober 2020 bzw. Oktober 2022;

2) die im August/September 2018 begebenen Schuldscheindarlehen über nominal 150,0 Mio. USD mit Laufzeiten bis August 2020, Februar 2022 bzw. August 2023;

3) das im Dezember 2019 geschlossene Gesellschafterdarlehen über nominal 150,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis Juni 2025;

4) der im Februar 2018 geschlossene Konsortialkreditvertrag über 520,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis Februar 2025. Innerhalb dieses Vertrags sind Barinanspruchnahmen bis zu einem Volumen von 260,0 Mio. € möglich;

5) bilaterale Vereinbarungen mit Banken und Kautionsversicherern über Bürgschafts- und Garantielinien in Höhe von 153,0 Mio. €.

Aus Sicht des Vorstands ist die Finanzierung des KUKA Konzerns durch die getroffenen Maßnahmen angemessen und langfristig gewährleistet und gibt den notwendigen Spielraum, um wichtige unternehmerische Entscheidungen zeitnah umzusetzen.

Bewertung durch Ratingagenturen

Nachdem Moody's im Januar 2019 auf Bitte der KUKA AG ihr Rating zurückgezogen hatte, wird die KUKA AG nur noch von der Ratingagentur Standard & Poor's bewertet. Standard & Poor's hatte im August 2019 das Rating der KUKA AG im Investment Grade mit BBB- bei stabilem Ausblick bestätigt. In Folge der Ad hoc-Meldung der KUKA AG vom 24. September 2019, in der die Erwartungen für Umsatz und EBIT-Marge im Jahr 2019 reduziert wurden, hat die Ratingagentur am 30. September 2019 den Ausblick auf "negativ" geändert, das Rating im Investment Grade aber mit einer unveränderten Bewertung von BBB- bestätigt.

Konzern-Kapitalflussrechnung verkürzt

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Cash Earnings 260,8 203,9 184,6 129,0 167,1
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 169,2 -9,6 92,0 -48,2 214,5
Cashflow aus Investitionstätigkeit -73,5 -97,2 -227,7 -165,5 -193,8
Free Cashflow 95,7 -106,8 -135,7 -213,7 20,7

Die Cash Earnings stiegen auf Grund der erhöhten Ertragssteuern sowie den erstmaligen Abschreibungen auf Nutzungsrechte nach IFRS 16 an. Sie beliefen sich auf 167,1 Mio. € (2018: 129,0 Mio. €). Die Cash Earnings sind eine Kennzahl, welche sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um Ertragsteuern (ohne latente Steuern), Zinsergebnis, nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechten nach IFRS 16 sowie zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (inklusive latente Steuern) ergibt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des KUKA Konzerns stieg signifikant von -48,2 Mio. € im Jahr 2018 auf 214,5 Mio. € im Jahr 2019. Dieser hohe Anstieg in Höhe von 262,7 Mio. € ist insbesondere auf die positive Veränderung der Posten des Umlaufsvermögens und der Schulden zurückzuführen.

Nachdem das Trade Working Capital kontinuierlich zum Ende des Geschäftsjahres 2018 auf 566,3 Mio. € anstieg, wurde im KUKA Konzern ein Projekt zur Überwachung und Optimierung des Trade Working Capital aufgesetzt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 zeigen sich erste Erfolge, da eine Reduzierung von 56,2 Mio. € erzielt werden konnte. Das Trade Working Capital belief sich zum Bilanzstichtag auf 510,1 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie aus Vertragsvermögenswerten fielen um 4,0 Mio. € (2019: 905,0 Mio. €; 2018: 909,0 Mio. €), ebenso verringerte sich der Bestand der Vorräte um 122,3 Mio. € auf 344,5 Mio. € (2018: 466,8 Mio. €), was die Optimierung der Beschaffungsmaßnahmen widerspiegelt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsverbindlichkeiten sanken von 809,5 Mio. € in 2018 um 70,1 Mio. € auf 739,4 Mio. € in 2019.

Insgesamt hat sich das Trade Working Capital wie folgt entwickelt:

Trade Working Capital

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Vorräte 1 297,8 318,8 387,4 466,8 344,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte 658,3 888,9 923,8 909,0 905,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsverbindlichkeiten 1 691,5 778,6 857,3 809,5 739,4
Trade Working Capital 264,6 429,1 453,9 566,3 510,1

1 Aufgrund besserer Vergleichbarkeit wurde die Kennzahl Trade Working Capital für die Vorjahreswerte angepasst und die erhaltenen Anzahlungen in den Vertragsverbindlichkeiten dargestellt.

Investitionstätigkeit im KUKA Konzern

Der KUKA Konzern als hoch technologisiertes Unternehmen investiert laufend und zielgerichtet. Gegenüber dem Vorjahr jedoch sank das Investitionsvolumen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen auf 151,1 Mio. € (2018: 295,4 Mio. €). Der Bau der Produktionsanlage für das Finanzierungsleasing (KTPO) sowie die neuen Produktionsanlagen am Standort in Augsburg und in Shunde /China sind abgeschlossen. Investiert wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in das Bildungszentrum am Standort in Augsburg.

Der Buchwert von eigenen Entwicklungsleistungen bzw. selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen beläuft sich auf 103,1 Mio. € (2018: 94,2 Mio. €). Zu detaillierteren Ausführungen der Entwicklungsschwerpunkte wird auf den Abschnitt Forschung und Entwicklungen verwiesen.

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Konzern 107,0 99,6 138,8 295,4 151,1

Im Bereich immaterielle Vermögenswerte beliefen sich die Investitionen im Geschäftsjahr 2019 auf 39,6 Mio. € (2018: 59,7 Mio. €), die unter anderem zu 8,0 Mio. € (2018: 18,7 Mio. €) auf Lizenzen und andere Rechte, zu 30,2 Mio. € (2018: 36,4 Mio. €) auf selbsterstellte Software und Entwicklungskosten sowie 1,3 Mio. € auf geleistete Anzahlungen (2018: 3,9 Mio. €) entfielen.

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen in 2019 111,5 Mio. € (2018: 235,7 Mio. €) und verteilten sich neben den Investitionen in Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (2019: 24,9 Mio. €; 2018: 37,9 Mio. €) auf technische Anlagen und Maschinen (2019: 20,3 Mio. €; 2018: 17,5 Mio. €), auf andere Anlagen/Betriebs- und Geschäftsausstattung (2019: 20,6 Mio. €; 2018: 19,1 Mio. €) sowie auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (2019: 45,7 Mio. €; 2018: 161,2 Mio. €). Speziell der Rückgang im Bereich geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau zeigt, dass die Investitionen aus den Vorjahren weitestgehend abgeschlossen sind und nun genutzt werden. Hierzu zählen unter anderem die Produktionsanlagen in Augsburg und in Shunde /China als auch die Fertigungsanlage, die im Rahmen des Finanzierungsleasing bei der KTPO in den USA genutzt wird. Im Bau befindet sich unter anderem noch das Bildungszentrum am Standort in Augsburg.

Von den Gesamtinvestitionen in Höhe von 151,1 Mio. € (2018: 295,4 Mio. €) entfielen 24,3 Mio. € (2018: 143,0 Mio. €) auf das Business Segment Systems. Die deutliche Reduzierung gegenüber dem Vorjahr liegt an der im April 2019 aufgenommenen Produktion bei der KTPO (weitere Details hierzu siehe Anhang Nr. 11 Leasing). Im Geschäftsbereich Robotics betrugen die Investitionen 40,1 Mio. € nach 49,1 Mio. € im Vorjahr. Es wurde in technische Anlagen, ein neues Gebäude am Standort Augsburg, in eine Kantine am Standort in Ungarn sowie in die Optimierung der Produktion inkl. Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Den größten Anteil innerhalb von Robotics ist den aktivierten Eigenleistungen zuzurechnen. Im Segment Swisslog lagen die Investitionen mit 12,0 Mio. € fast auf dem Vorjahresniveau mit 12,5 Mio. €. Mehr als die Hälfte der Investitionen wurde im Bereich der immateriellen Vermögenswerte vorgenommen. Hier wird die Kundensoftware, die im Rahmen der Automatisierungslösungen eingesetzt werden entwickelt bzw. optimiert. Mit 12,6 Mio. € steigerte das Business Segment Swisslog Healthcare seine Investitionen um 1,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (2018: 11,5 Mio. €). Die zukunftsorientierten Lösungen sowie Weiterentwicklungen bestehender Produkte für Krankenhäuser bilden den Hauptanteil der getätigten Investitionen. Im Bereich China wurden die 13,8 Mio. € (2018: 41,9 Mio. €), die investiert wurden, unter anderem in neue Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgegeben. Der Rückgang liegt darin begründet, dass im Vorjahr die neue Produktionsanlage in Shunde /China enthalten war. Die Investitionen im Bereich Sonstige stiegen von 38,1 Mio. € in 2018 auf 48,4 Mio. € in 2019 an. Ein wesentlicher Anteil entfällt auf die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau für beispielsweise das Bildungszentrum am Standort Augsburg sowie das im Berichtsjahr fertiggestellte Produktionsgebäude in Augsburg. Ebenfalls wurde eine Kältezentrale installiert und es findet eine Erweiterung des Energiekanals statt. Nachfolgend ist das Investitionsvolumen auf Segmentebene dargestellt:

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

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in Mio. € 2018 2019
davon Systems 143,0 24,3
davon Robotics 49,1 40,1
davon Swisslog 12,5 12,0
davon Swisslog Healthcare 11,5 12,6
davon China 41,9 13,8
davon Sonstige 38,1 48,4

Die (nachlaufenden) Auszahlungen für auch im Vorjahr getätigte Erwerbe von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen des abgelaufenen Geschäftsjahres betrugen insgesamt 39,1 Mio. € (2018: 23,0 Mio. €) und stellen sich wie folgt dar:

Unternehmenserwerbe

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in Mio. € 2018 2019
Unternehmenserwerbe
Visual Components - 1,9
Device Insight GmbH - 18,2
UTICA Enterprises, Shelby Township, Michigan/ USA 11,4 6,2
Mor-Tech Design Inc.; Mor-Tech Manufacturing Inc., Michigan/USA 9,4 -
Sonstige 2,2 0,3
Summe 23,0 26,6
Sonstige Beteiligungen
Pharmony - 1,2
Servortronix - 11,3
Summe 12,5
Auszahlungen gesamt 23,0 39,1

Die Einzahlungen für Investitionen in Finanzinvestitionen und At Equity Beteiligungen beinhalten im Wesentlichen die Kapitaleinzahlungen der Midea-Beteiligung an den sogenannten Joint-Venture-Unternehmen.

Positiver Free Cashflow

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (2019: 214,5 Mio. €; 2018: -48,2 Mio. €) und der der Cashflow aus Investitionstätigkeit (2019: -193,8 Mio. €; 2018: -165,5 Mio. €) führen zusammen zu einem positiven Free Cashflow in Höhe von 20,7 Mio. €. Der Free Cashflow des Vorjahres in Höhe von -213,7 Mio. € war im Wesentlichen von der erhöhten Investitionstätigkeit sowie dem Anstieg des Trade Working Capitals getrieben.

Positiver Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit des KUKA Konzerns belief sich auf 87,8 Mio. € nach 89,6 Mio. € im Vorjahr. Mit 11,9 Mio. € liegen die Dividendenzahlungen unter denen des Vorjahres mit 19,9 Mio. €. Dies entspricht einer Dividende je Aktie in Höhe von 0,30 € (2018: 0,50 € je Aktie). Im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2019 erhielt der KUKA Konzern eine Einzahlung aus einem Darlehen des Mutterkonzerns Midea. Negativ wirkte sich die Erhöhung der gezahlten Zinsen (2019: -18,6 Mio. €; 2018: -11,3 Mio. €) sowie die Tilgung der Leasingverhältnisse (2019: -33,4 Mio. €; 2018: 0,0 Mio. €) auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aus.

Konzern-Nettoliquidität

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in Mio. € 2018 2019
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 478,6 584,8
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 5,2 152,6
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 380,5 382,0
Konzern-Nettoliquidität 92,9 50,2
Bar- und Aval-Linien aus Konsortialkreditvertrag 520,0 520,0
Aval-Linie aus Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften 118,0 153,0
ABS-Programm Linie 25,0 -

Die Nettoliquidität zum Geschäftsjahresende 2019 sank gegenüber dem Vorjahr auf 50,2 Mio. € (2018: 92,9 Mio. €). Einerseits stiegen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 478,6 Mio. € in 2018 auf 584,8 Mio. € in 2019 an. Zugleich erhielt der KUKA Konzern ein Darlehen der Midea Group in Höhe von 150,0 Mio. €, das zu einer Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten führte. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen auf Grund der Umgliederung der ersten Tranche des Schuldscheindarlehen, das im Geschäftsjahr 2020 zurückbezahlt werden muss.

Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2019 betrugen die langfristigen Vermögenswerte 1.384,4 Mio. € und lagen damit 194,0 Mio. € über dem Wert zum 31. Dezember 2018. Mit der Einführung des neuen Leasingstandards IFRS 16 werden Nutzungsrechte in der Bilanz aktiviert. Damit verlängerten sich die langfristigen Vermögenswerte in der Bilanz um 134,0 Mio. € zum 1. Januar 2019. Mit dem Start des Finanzierungsleasing bei der KTPO wurde eine Umgliederung der Produktionsanlage, die in den Sachanlagen vorhanden war, in die Forderung aus Finanzierungsleasing vorgenommen. Die Sachanlagen sanken demnach von 493,7 Mio. € zum 31. Dezember 2018 auf 366,6 Mio. € zum 31. Dezember 2019. Die Forderungen aus Finanzierungsleasing hingegen stiegen von 1,0 Mio. € in 2018 auf 152,5 Mio. € in 2019 innerhalb der langfristigen Vermögenswerte und von 0,6 Mio. € zum 31. Dezember 2018 auf 29,4 Mio. € zum 31. Dezember 2019 innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte an.

Innerhalb der immateriellen Vermögenswerte, die sich auf 565,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 563,9 Mio. €) belaufen, wird der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 315,3 Mio. € (31. Dezember 2018: 308,7 Mio. €) ausgewiesen. Die Abschreibung auf Kaufpreisallokationen von Akquisitionen wirkt sich mit 12,6 Mio. € (2018: 13,9 Mio. €) gegenläufig aus.

Der Bilanzwert für at Equity bilanzierte Beteiligungen stieg zum Bilanzstichtag auf 34,0 Mio. € (31. Dezember 2018: 13,9 Mio. €) an. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus der Entkonsolidierung eines chinesischen Tochterunternehmens und der gleichzeitigen Erfassung als at Equity bilanzierte Beteiligung. Ebenfalls ein Anstieg ist innerhalb der Finanzinvestitionen zu verzeichnen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Beteiligungen an der Servotronix Motion Control Ltd. und an der Pharmony SPRL erworben. Dies bewirkte, dass zum 31. Dezember 2019 die Bilanzposition Finanzinvestitionen einen Saldo von 24,1 Mio. € aufweist (31. Dezember 2018: 8,7 Mio. €).

Die aktiven latenten Steuern betrugen 86,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 90,5 Mio. €), wovon 41,9 Mio. € auf Verlustvorträge entfielen (2018: 42,6 Mio. €).

Zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2019 betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte 2.042,2 Mio. € (31. Dezember 2018: 2.028,1 Mio. €), was einem leichten Anstieg von 14,1 Mio. € entspricht. Erhöhend wirkte sich der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus, der gegenüber dem Vorjahr auf 443,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 415,1 Mio. €) anstieg. Ebenfalls angewachsen sind die kurzfristigen Forderungen aus dem Finanzierungsleasing sowie die sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten (31. Dezember 2019: 152,4 Mio. €: 31. Dezember 2018: 130,3 Mio. €). Die sonstigen Vermögenswerte enthalten Wertpapiere des Umlaufvermögens mit einer Laufzeit von deutlich unter einem Jahr.

Reduziert hat sich der Bestand an Vorräten, die nunmehr bei 344,5 Mio. € und somit um 122,3 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2018 mit 466,8 Mio. € liegen. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg von 478,6 Mio. € zum 31. Dezember 2018 auf 584,8 Mio. € zum 31. Dezember 2019 an, was insbesondere an dem gewährten Darlehen der Midea Group lag.

Konzern-Vermögenslage

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in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Bilanzsumme 2.381,7 2.543,9 2.640,1 3.218,5 3.426,6
Eigenkapital 732,5 840,2 866,6 1.339,6 1.348,6
in % der Bilanzsumme 30,8 % 33,0 % 32,8 % 41,6 % 39,4 %
Nettoliquidität / -verschuldung 199,9 113 -45,2 92,9 50,2

Die Bilanzsumme des KUKA Konzerns wuchs von 3.218,5 zum 31. Dezember 2018 um 208,1 Mio. € auf 3.426,6 Mio. € zum 31. Dezember 2019 an. Mit der Einführung des IFRS 16 Leasingstandards stieg die Bilanzsumme vom 31. Dezember 2018 um 134,0 Mio. € auf 3.352,5 Mio. € zum 1. Januar 2019 an.

Eigenkapitalquote bei 39,4 %

Das Eigenkapital wuchs von 1.339,6 Mio. € zum Bilanzstichtag in 2018 auf 1.348,6 Mio. € in 2019 an. Einerseits reduzierte sich die Gewinnrücklage von 669,9 Mio. € (31. Dezember 2018) auf 659,8 Mio. € (31. Dezember 2019) andererseits stieg der Ausgleichsposten für Anteile Dritter auf 278,8 Mio. € (31. Dezember 2018: 259,7 Mio. €). Der Anstieg um 19,1 Mio. € innerhalb des Ausgleichsposten für Anteile Dritter ist auf die Beteiligungen der Midea Group an den von KUKA kontrollierten sogenannten Gemeinschaftsunternehmen zurückzuführen. Die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2018 an die Aktionäre der KUKA AG in Höhe von 11,9 Mio. € (2018: 19,9 Mio. €) wirkte sich eigenkapitalreduzierend aus. Die versicherungsmathematischen Gewinne aus der Bilanzierung von Pensionen (inkl. darauf entfallender latenter Steuern) beliefen sich auf 18,2 Mio. € (2018: Gewinn in Höhe von 5,2 Mio. €). Die erfassten Währungseffekte in Höhe von 10,9 Mio. € (2018: 25,4 Mio. €) wirken sich ebenfalls positiv auf das Eigenkapital aus. Dies betraf neben dem US-Dollar, auch den Schweizer Franken sowie den chinesischen Renminbi.

Die Eigenkapitalquote sank von 41,6 % zum 31. Dezember 2018 auf 39,4 % zum 31. Dezember 2019. Dies steht im Zusammenhang mit der Einführung des IFRS 16 Leasingstandard, das zu einer Bilanzverlängerung und dementsprechend zu einem Rückgang der Eigenkapitalquote führte.

Die passiven latenten Steuern sanken leicht von 42,4 Mio. € in 2018 auf 41,8 Mio. € in 2019. Die Finanzverbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt 534,6 Mio. € zum 31. Dezember 2019 (31. Dezember 2018: 385,7 Mio. €). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 152,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 5,2 Mio. €) enthalten nun den kurzfristigen Anteil aus dem Schuldscheindarlehen, bei dem die erste Tranche in 2020 fällig wird. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten belaufen sich auf 232,0 Mio. € (31. Dezember 2018: 380,5 Mio. €). Das Darlehen in Höhe von 150,0 Mio. € von der Midea Group Ltd. wird unter Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Die Leasingverbindlichkeiten, die seit der Einführung des IFRS 16 zu Beginn des Geschäftsjahres 2019, bilanziert werden müssen, belaufen sich auf 138,3 Mio. € (31. Dezember 2018: 0,0 Mio. €; 1. Januar 2019: 134,0 Mio. €), wovon 32,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 0,0 Mio. €; 1. Januar 2019: 32,4 Mio. €) kurzfristig und 105,8 Mio. € (31. Dezember 2018: 0,0 Mio. €; 1. Januar 2019: 101,6 Mio. €) langfristiger Natur sind. Die langfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich somit zum Bilanzstichtag 2019 auf 690,2 Mio. € (31. Dezember 2018: 569,2 Mio. €; 1. Januar 2019: 670,8 Mio. €).

Der kurzfristige Anteil der Schulden stieg ebenfalls zum 31. Dezember 2019 an und betrug 1.387,8 Mio. € (31. Dezember 2018: 1.309,7 Mio. €; 1. Januar 2019: 1.342,1 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lag nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (31. Dezember 2019: 402,3 Mio. €; 31. Dezember 2018: 402,7 Mio. €), jedoch sanken die Vertragsverbindlichkeiten um 69,7 Mio. € auf 337,1 Mio. € (31. Dezember 2018: 406,8 Mio. €). Angestiegen sind hingegen, wie oben schon erwähnt, die kurzfristigen Finanz- und Leasingverbindlichkeiten. Ebenso wuchsen die Ertragsteuerverbindlichkeiten (31. Dezember 2019: 46,1 Mio. €; 31. Dezember 2018: 40,5 Mio. €) wie auch die sonstigen Rückstellungen (31. Dezember 2019: 187,2 Mio. €; 31. Dezember 2018: 166,7 Mio. €). Ein Rückgang auf 229,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 287,7 Mio. €) war hingegen im Bereich übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen zu verzeichnen. Diese enthalten neben Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich in Höhe von 125,4 Mio. € (2018: 145,2 Mio. €) auch bedingte Kaufpreisanpassungen, die im Wesentlichen Erwerbe aus vorherigen Geschäftsjahren betreffen, die jedoch gegenüber dem Vorjahr durch die getätigten Auszahlungen (siehe hierzu auch Seite 19 "Unternehmenserwerbe") deutlich zurückgegangen sind (31. Dezember 2019: 3,4 Mio. €; 31. Dezember 2018: 28,1 Mio. €).

Konzern-Vermögens- und Finanzstruktur

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in Mio. € 2018 2019
Kurzfristige Vermögenswerte 2.028,1 2.042,2
Langfristige Vermögenswerte 1.190,4 1.384,4
Aktiva 3.218,5 3.426,6
Kurzfristige Schulden 1.309,7 1.387,8
Langfristige Schulden 569,2 690,2
Eigenkapital 1.339,6 1.348,6
Passiva 3.218,5 3.426,6

Reduzierung des Working Capital und steigendes Capital Employed

Das Working Capital sank von 293,2 Mio. € in 2018 auf 177,3 Mio. € in 2019. Hier zeigt das Monitoring der im Trade Working Capital und Working Capital enthaltenen Positionen Erfolge. Alle Geschäftsbereiche bis auf das Segment Swisslog weisen eine Verbesserung des Working Capital gegenüber dem Vorjahr auf (Systems: 2019: 12,6 Mio. €; 2018: 34,7 Mio. €; Robotics: 2019: 173,4 Mio. €; 2018: 185,5 Mio. €; Swisslog: 2019: -92,6 Mio. €; 2018: 2,0 Mio. €; Swisslog Healthcare: 2019: 41,2 Mio. €; 2018: 49,9 Mio. €; China: 2019: 37,1 Mio. €; 2018: 67,0 Mio. €).

Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed /ROCE)

Der ROCE (Return on Capital Employed), der die Verzinsung des eingesetzten Kapitals darstellt, ist für den KUKA Konzern eine wichtige Kennzahl, da sie die Effektivität und Profitabilität des eingesetzten Kapitals verdeutlicht.

Dieses eingesetzte Kapital wird einmal als Durchschnitt des Capital Employed zu Beginn und zum Ende eines jeweiligen Geschäftsjahres berechnet werden. Im Jahr 2019 betrug das durchschnittliche Capital Employed des KUKA Konzerns 1.374,3 Mio. € - ein Anstieg um 189,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (2018: 1.185,0 Mio. €). Das EBIT in Höhe von 47,8 Mio. € (2018: 34,4 Mio. €) dividiert durch das durchschnittliche Capital Employed führt zu einem ROCE von 3,5 % nach 2,9 % im Geschäftsjahr 2018.

Return on Capital Employed (ROCE)

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in % vom Capital Employed 2015 2016 2017 2018 2019
Konzern 1 20,0 % 16,2 % 10,9 % 2,9 % 3,5 %

1 inkl. Konsolidierungen

Gegenüber dem Vorjahr konnten alle Business Segmente im Berichtsjahr einen Anstieg des durchschnittlichen Capital Employed verzeichnen. Im Business Segment Systems wurde bei einem durchschnittlichen eingesetzten Kapital von 301,1 Mio. € (2018: 260,7 Mio. €) ROCE von 8,9 % (2018: 11,3 %) erzielt. Im Bereich Robotics stieg das eingesetzte Kapital von 369,7 Mio. € in 2018 auf 430,7 Mio. € in 2019 an, der ROCE sank hingegen auf 8,8 % nach 21,9 % im Vorjahr. Hier belasteten die Rückstellung für die Restrukturierung das Ergebnis und damit auch den ROCE. Swisslog erzielte mit einem eingesetzten Kapital von 122,7 Mio. € (2018: 100,5 Mio. €) einen ROCE von 8,6 % und damit gegenüber dem Vorjahr mit -0,2 % einen deutlichen Anstieg. Der Geschäftsbereich Swisslog Healthcare wies im Geschäftsjahr 2019 ein eingesetztes Kapital von 152,5 Mio. € (2018: 112,3 Mio. €) auf, der ROCE verschlechterte sich jedoch auf -6,6 % nach -4,2 % im Vorjahr. Das Segment China konnte den ROCE von -6,0 % in 2018 auf 2,3 % in 2019 steigern. Das durchschnittlich eingesetzte Kapital betrug dabei 155,6 Mio. € (2018: 90,2 Mio. €).

Return on Capital Employed (ROCE)

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in % vom Capital Employed 2018 2019
davon Systems 11,3 % 8,9 %
davon Robotics 21,9 % 8,8 %
davon Swisslog -0,2 % 8,6 %
davon Swisslog Healthcare -4,2 % -6,6 %
davon China -6,0 % 2,3 %

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Herr Helmut Zodl wurde mit Wirkung ab dem 24. Januar 2020 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt (Beschluss Amtsgericht Augsburg vom 23. Januar 2020). Der Aufsichtsrat hat Herrn Zodl mit Beschluss vom 29. Januar 2020 zum Mitglied des Prüfungsausschusses gewählt. Dieser wählte Herrn Zodl noch am selben Tag zum Vorsitzenden des Ausschusses.

Zum 20. Februar 2020 haben der KUKA Aufsichtsrat sowie der Technikvorstand Prof. Dr. Peter Hofmann in gegenseitigem Einvernehmen entschieden, die Zusammenarbeit aus persönlichen Gründen zu beenden. Prof. Dr. Peter Hofmann war seit November 2019 Vorstand für Technik und Entwicklung und hatte zudem die Geschäftsführung des Bereichs Forschung und Entwicklung im Business Segment Robotics übernommen.

Die besonderen Risiken und Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die KUKA kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.

Erläuterungen zum Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft

Innerhalb des Konzerns nimmt die KUKA Aktiengesellschaft die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wie Rechnungswesen und Controlling, Finanzen, Personal, Recht, IT und Finanzkommunikation wahr. Die wirtschaftliche Lage wird hauptsächlich von den Aktivitäten der Tochtergesellschaften bestimmt. Dies zeigt sich durch die direkte Zuordnung der wesentlichen Gesellschaften der Geschäftsbereiche Robotics, Systems, Swisslog, Swisslog Healthcare und China.

Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wird in Übereinstimmung mit den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen Aktiengesetzbuches (AktG) aufgestellt.

Die Veröffentlichung des Abschlusses der KUKA Aktiengesellschaft erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger sowie auf der Internetseite des KUKA Konzerns (www.kuka.com).

Gewinn- und Verlustrechnung der KUKA Aktiengesellschaft (HGB)

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in Mio. € 2018 2019
Umsatzerlöse 128,6 142,3
Andere aktivierte Eigenleistungen 1,4 1,3
Sonstige betriebliche Erträge 52,4 18,3
Materialaufwand -69,5 -72,5
Personalaufwand -61,5 -61,2
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -14,8 -15,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -59,2 -31,6
Erträge aus Beteiligungen 86,7 37,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13,0 12,5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10,4 -8,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,3 0,3
Jahresüberschuss 66,4 22,4
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9,1 30,4
Einstellung in die Gewinnrücklagen -33,2 -11,2
Bilanzgewinn 42,3 41,6

Bilanz der KUKA Aktiengesellschaft (HGB)

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Aktiva

in Mio. €
2018 2019
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 34,9 28,9
Sachanlagen 109,4 147,3
Finanzanlagen 484,8 484,8
629,1 661,0
Umlaufvermögen
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 557,6 716,3
Sonstige Vermögensgegenstände 4,3 1,5
Wertpapiere - 41,0
561,9 758,8
Flüssige Mittel 5,6 67,5
567,5 826,3
Rechnungsabgrenzungsposten 2,6 2,6
1.199,2 1.489,9

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Passiva

in Mio. €
2018 2019
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 103,4 103,4
Kapitalrücklage 305,8 305,8
Andere Gewinnrücklagen 287,4 298,6
Bilanzgewinn 42,3 41,6
738,9 749,4
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen 11,6 11,6
Steuerrückstellungen 7,6 7,7
Sonstige Rückstellungen 34,8 29,8
54,0 49,1
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 255,1 250,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6,5 7,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 128,4 419,9
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen 2,4 2,4
Sonstige Verbindlichkeiten 13,9 11,0
406,3 691,4
1.199,2 1.489,9

Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft

Die Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft wird maßgeblich von den Ergebnissen der (unmittelbaren) Tochtergesellschaften, der Finanzierungsfunktion und den Aufwendungen und Erträgen im Zusammenhang mit der Holdingfunktion beeinflusst.

Die Umsatzerlöse stiegen von 128,6 Mio. € im Jahr 2018 auf 142,3 Mio. € im Jahr 2019 an. Die KUKA Aktiengesellschaft generiert ihre Umsätze im Wesentlichen aus Kostenumlagen und Weiterbelastungen an Tochtergesellschaften. Diese stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12,0 % auf nunmehr 128,0 Mio. € (2018: 114,3 Mio. €) an. Mit der Vermietung von Gebäuden an Gesellschaften, die zum Konzernverbund gehören, erzielte die KUKA Aktiengesellschaft 14,2 Mio. € (2018: 14,2 Mio. €). Die mit den Umsatzerlösen verbundenen Aufwendungen werden als Materialaufwand und bezogene Leistungen dargestellt. Diese betragen im Geschäftsjahr 72,5 Mio. € (2018: 69,5 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 18,3 Mio. € (2018: 52,4 Mio. €) setzten sich im Wesentlichen aus Währungsgewinnen, vor allem aus US-Dollar, Schweizer Franken und Schwedischen Kronen zusammen. Im Vorjahr waren zudem Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von 59,2 Mio. € auf 31,6 Mio. €. Neben einem Rückgang bei den Währungsverlusten wirkten sich insbesondere geringere Fremdleistungskosten für die globalen IT Projekte positiv auf das Ergebnis aus. Im Vorjahr enthielt die Position zudem Aufwendungen aus dem Vorstandswechsel, welcher im Dezember 2018 stattgefunden hat.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 % auf 61,2 Mio. € (2018: 61,5 Mio. €) leicht gesunken. Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter hat sich im Geschäftsjahr 2019 gleichermaßen von 624 im Vorjahr auf 617 reduziert.

Das Beteiligungsergebnis beträgt 37,2 Mio. € (2018: 86,7 Mio. €) und liegt damit unter dem Vorjahreswert. Begründet ist der Rückgang durch den geringeren Ergebnisbeitrag der deutschen Gesellschaften, die einen Ergebnisabführungsvertrag mit der KUKA Aktiengesellschaft besitzen. Demgegenüber stehen gestiegene andere Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 71,3 Mio. € (2018: 56,0 Mio. €).

Das Zinsergebnis erhöhte sich um 1,6 Mio. € auf 4,2 Mio. € (2018: 2,6 Mio. €). Sowohl die Zinserträge als auch die Zinsaufwendungen reduzierten sich dabei im Geschäftsjahr 2019. Verglichen mit 2018 fielen insbesondere geringere Aufwendungen für Bankkredite und Zinsaufwendungen an Kreditinstitute an. Das Zinsergebnis mit verbunden Unternehmen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. € auf nun 10,9 Mio. €.

Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,3 Mio. € enthalten Steuererstattungen für vorangegangene Veranlagungszeiträume sowie Kapitalertragsteuern und ausländische Quellensteuern.

Der Jahresüberschuss der KUKA Aktiengesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2019 22,4 Mio. € (2018: 66,4 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 30,4 Mio. € sowie der Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 11,2 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 41,6 Mio. €.

Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft

Eine der wesentlichen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft ist die Bereitstellung von Finanzmitteln und Avalen für die laufende Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften. Die zur externen Finanzierung genutzten Mittel, wie das Schuldscheindarlehen sowie der Konsortialkreditvertrag sind im Abschnitt zu Finanzlage des KUKA Konzerns ausführlich beschrieben.

Die Finanzierungsfunktion der KUKA Aktiengesellschaft spiegelt sich in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Cash-Pooling-Konten mit Tochtergesellschaften sowie aus den zur Verfügung gestellten Darlehen. Zudem ist seit dem Jahr 2019 ein neu ausgereichtes Darlehen der Midea International Corporation Company Limited, Hongkong in Höhe von 150,0 Mio. € an die KUKA Aktiengesellschaft enthalten. Per Saldo ergibt sich hier eine Forderung von 296,4 Mio. € (2018: 429,2 Mio. €). Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zeigen dabei einen höheren Wert als im Vorjahr wobei die Veränderung bei den Verbindlichkeiten im Wesentlichen auf das bereits erwähnte neue Darlehen zurückzuführen ist.

Die flüssigen Mittel der KUKA Aktiengesellschaft erhöhten sich deutlich von 5,6 Mio. € auf 67,5 Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Mio. € auf 250,8 Mio. € (2018: 255,1 Mio. €) und betreffen das Schuldscheindarlehen.

Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft

Die Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft ist geprägt durch das Management der Beteiligungen und durch die Wahrnehmung der Leitungsfunktionen für die Gesellschaften des Konzerns. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von 557,6 Mio. € im Vorjahr auf 716,3 Mio. € erhöht. Der Anstieg steht unter anderem im Zusammenhang mit der oben genannten Ausschüttung einer Schweizer Tochter. Bezüglich der weiteren Angaben zu den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der Finanzposten verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie auf Sachanlagen stiegen von 14,8 Mio. € im Jahr 2018 auf 15,9 Mio. € im Jahr 2019 an. Dies ist dem erhöhten Investitionsvolumen sowohl bei den immateriellen Vermögenswerten als auch den Sachanlagen geschuldet. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Investitionen in Höhe von 48,5 Mio. € vorgenommen (2018: 38,0 Mio. €). Die Investitionen betreffen Großteils die Bautätigkeit am Standort Augsburg. Der Bau eines neuen Produktionsgebäudes wurde Ende des Jahres 2019 fertiggestellt. Andere Baumaßnahmen wie der Neubau eines Bildungszentrums dauern derzeit noch an.

Unter den Finanzanlagen werden die direkten Beteiligungen der KUKA Aktiengesellschaft an ihren Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die Abgänge im Geschäftsjahr 2019 betreffen die Freadix FryTec GmbH, Augsburg und die Metaalwarenfabriek's-Hertogenbosch B.V., s-Hertogenbosch /Niederlande. Da die genannten Gesellschaften bereits in Vorjahren vollständig wertberichtigt wurden beträgt der Bilanzansatz der übrigen Finanzanlagen unverändert 484,8 Mio. € (2018: 484,8 Mio. €).

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich im Jahr 2019 auf 1,5 Mio. € (2018: 4,3 Mio. €), was auf die geringeren Ertragssteuerforderungen zurückzuführen ist.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 41,0 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €) besitzen eine Laufzeit von vier Monaten und betreffen nachhaltig frei verfügbare finanzielle Mittel, die im Rahmen des Liquiditätsmanagements angelegt wurden.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Mio. € und spiegelt damit das positive Ergebnis des Geschäftsjahres wider. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von 11,9 Mio. € für das Geschäftsjahr 2018 ausbezahlt. Die Eigenkapitalquote der KUKA Aktiengesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 50,3 % (2018: 61,6 %).

Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 29,8 Mio. € (2018: 34,8 Mio. €) und liegen damit unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang resultiert hier unter anderem aus geringeren Rückstellungen aus dem Personalbereich. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich bedingt durch geringere Steuerverbindlichkeiten von 13,9 Mio. € auf 11,0 Mio. € ebenfalls reduziert.

Die Bilanzsumme der KUKA Aktiengesellschaft erhöhte sich als Saldo der beschriebenen Effekte um 290,7 Mio. € auf 1.489,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 1.199,2 Mio. €).

Abhängigkeitsbericht

Da kein Beherrschungsvertrag zwischen der KUKA Aktiengesellschaft und den Mehrheitseignern besteht, muss der Vorstand in Übereinstimmung mit dem § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum erstellen. Der Bericht wurde mit der nachfolgenden Schlusserklärung versehen:

"Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen bzw. die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden ist. Unterlassene Maßnahmen lagen nicht vor."

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 1

Nachhaltigkeit bei KUKA

Ökologische Verantwortung

Nachhaltigkeit ist bei KUKA in der Unternehmenskultur verankert und steht für verantwortungsvolles, unternehmerisches Handeln gegenüber der Umwelt, unseren Mitarbeitern, Kunden, Kapitalgebern und unserem sozialen Umfeld. Um langfristig erfolgreich zu sein, setzt KUKA hohe Ansprüche an seine Produkte, Anlagen und Lösungen und verpflichtet sich zu verantwortungsbewusster und transparenter Unternehmensführung.

Ressourcenschonende Produktion und Umweltschutz

KUKA Produkte und Anlagen stehen für Innovation und Qualität. Deshalb haben wir hohe Ansprüche an unsere Produktionsprozesse. KUKA trägt außerdem zur Schonung der Umwelt bei, indem Rohstoffeinsätze und Schadstoffbelastungen minimiert werden. Es wurden weitreichende Maßnahmen ergriffen, um die Umweltbelastungen möglichst gering zu halten. Der Großteil unserer Produktionsstandorte arbeitet nach international anerkannten Managementnormen in den Bereichen Qualität (ISO 9001), Umwelt (ISO 14001), Energie (ISO 50001) und weiteren branchenspezifischen Regelungen wie z. B. VDA6 Teil 4. Übergeordnet gelten unsere Leitlinien für Personalpolitik sowie für Qualität, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und Umweltmanagement.

Emissionen und Wasserverbrauch im Fokus

Mit den zertifizierten Umweltmanagementsystemen sorgt KUKA dafür, dass Auswirkungen auf die Umwelt durch den Energieverbrauch oder durch die Folgen der Produktion so gering wie möglich sind. Als Bestandteile des Umweltmanagementsystems betrachtet KUKA auch die Entwicklung der Emissionen sowie des Abfall- und Abwasseraufkommens, auch wenn diese im Vergleich zum Energieverbrauch weniger wesentlich sind. Produktionsabfälle werden getrennt gesammelt und fachgerecht durch geschultes Personal entsorgt oder verwertet.

Bei KUKA kommt Wasser nur in begrenzten Mengen in der Lackiererei und bei Kühlungsprozessen zum Einsatz. An unseren größten Produktionsstandorten lag der Gesamtwasserverbrauch 2019 bei 104.217 m 3 (2018: 112.872 m 3).

Die CO2-Emissionen an unseren größten Produktionsstandorten lagen 2019 bei 31.923 Tonnen (2018: 35.353 Tonnen).

KUKA investiert in eine umweltfreundliche und zukunftssichere Energieversorgung. Am Standort Augsburg entstand eine neue, nahezu CO2-neutrale Kältezentrale sowie neue Gebäude, die seit 2015 über Fernwärme beheizt werden. Im Zuge des neuen Standortkonzepts investierte KUKA 2019 erneut in den Ausbau des Fernwärmenetzes. Die neue Fernwärmeleitung wurde 2019 von den Stadtwerken Augsburg in Betrieb genommen und bietet KUKA eine höhere Versorgungssicherheit. Damit wurde zusätzlich die Voraussetzung geschaffen, bei Standorterweiterungen weiterhin Fernwärme beziehen zu können und damit die Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten. Die neue Fernwärmeleitung versorgt zusätzlich auch die umliegenden Gewerbegebiete. Rund 44.000 kWh Wärme können allein über die neue Fernwärmeleitung transportiert werden - dies entspricht einer klimaneutralen Wärmeleistung für 4.400 Einfamilienhäuser. Mit der Entscheidung für Fernwärme stellte KUKA am Standort Augsburg die Weichen für eine energieeffiziente, umweltschonende und zukunftssichere Energieversorgung für sich und die umliegenden Industriegebiete.

Die Fernwärmenutzung ermöglicht KUKA eine signifikante Senkung des CO2-Ausstoßes. Zudem erfüllt KUKA die Anforderungen der neusten Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) an die Energieeffizienz sowie die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EE-WärmeG) bei Neu- und Bestandsbauten. Durch die Modernisierung und die Effizienzsteigerung der gesamten Heizungsanlage werden zusätzlich Einsparungen beim Verbrauch und somit bei den laufenden Betriebskosten erwartet.

Energieverbrauch reduzieren

Energieeinsparungen können in erster Linie bei der Roboterproduktion erzielt werden. Die Produktionsstandorte befinden sich in Deutschland, Ungarn sowie in China. An den deutschen Produktionsstandorten wertet KUKA den Stromverbrauch mithilfe eines Softwaretools aus. Detaillierte Analysen - beispielsweise der Lackieranlage, einzelner Montagebereiche oder Fertigungsmaschineneinheiten -helfen uns dabei, Verbesserungen bedarfsgerecht anzustoßen. Die Datensammlung erfolgt beispielsweise in Augsburg mithilfe von Zählerinstallationen mit über 550 Messpunkten, deren Zahl kontinuierlich weiter ausgebaut wird. Zusätzlich werden an allen Standorten auch andere umweltschonende und energiesparende Einflüsse bewertet, die bei Neuanschaffungen von Komponenten eine Rolle spielen.

Die weltweiten strategischen Energie- und Umweltziele lauten:

Senkung des Energieverbrauchs
Senkung des CO2-Ausstoßes
Reduzierung der Abfallmengen
Forschung und Entwicklung von nachhaltigen Produkten und Technologien

Energieeffiziente Lösungen im Anlagenbau

KUKA bietet seinen Kunden intelligente, energieeffiziente Lösungen. Dazu gehören maßgeschneiderte Komplettlösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen von Systems: angefangen mit der Planung über die Projektierung bis hin zur Errichtung einer automatisierten Produktionsanlage. Hier kann KUKA seinen Kunden alternative energieeffiziente Lösungen anbieten.

1 Lageberichtsfremde Angaben: keine Prüfung durch Wirtschaftsprüfer

Swisslog hat das eigene Energieeffizienzlabel GreenLog geschaffen, das Auskunft über Einsparmöglichkeiten bietet. Im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Produkten des Geschäftssegments Swisslog wurden z. B. beim CycloneCarrier Shuttle als auch beim Light Goods Crane Tornado Stahlketten durch Kunststoffzahnriemen ersetzt. So können Kunden Wartungs- und Servicekosten reduzieren, auf Schmierstoffe verzichten und Lärm reduzieren. Außerdem wurden alle Antriebe von Synchron- auf Asynchronmotoren umgestellt, um den Einsatz von seltenen Erden zu reduzieren.

Beitrag zur Kreislaufwirtschaft - Recycling und Retooling

Unseren Kunden bieten wir einen Retooling-Service bei älteren Robotern an. Nicht länger verwendete Roboter werden von KUKA zurückgenommen und aufbereitet. Sie werden in vielen Fällen wieder als Gebrauchtmaschinen verkauft. Wo dies nicht mehr möglich ist, bietet KUKA die Entsorgung oder das Recycling gebrauchter Roboter an. So trägt KUKA gemeinsam mit seinen Kunden zur bestmöglichen Schließung des Materialkreislaufs bei.

Mitarbeiter

Mitarbeiter im KUKA Konzern

KUKA prägt mit seinen Technologien viele Branchen. Dabei sind die Mitarbeiter die Stütze von KUKAs Erfolg. Um die Arbeitgeberattraktivität weiter zu verbessern, bietet KUKA zum Beispiel ein anspruchsvolles Aus- und Weiterbildungsprogramm, Maßnahmen zur Vereinbarung von Beruf und Familie, Gesundheits- und Sportangebote und fördert die Vielfalt und Chancengleichheit.

Leichter Rückgang der Mitarbeiterzahl

Am 31. Dezember 2019 beschäftigte der KUKA Konzern 14.014 Mitarbeiter. Damit lag die Mitarbeiterzahl um 1,6 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 14.235). Im Geschäftsbereich Systems waren zum 31. Dezember 2019 3.208 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Anzahl leicht um 3,1 % (2018: 3.112). Im Geschäftsbereich Robotics reduzierte sich die Mitarbeiterzahl um 7,6 % auf 5.502 Mitarbeiter (2018: 5.957). Die Mitarbeiterzahl bei Swisslog stieg um 9,8 % auf 2.168 (2018: 1.975). Bei Swisslog Healthcare erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 24,4 % auf 1.159, nach 931 im Vorjahr. Aufgrund der neuen Organisationsstruktur kam es zur Trennung der bisher unter Swisslog konsolidierten Segmente Swisslog und Swisslog Healthcare. Mitarbeiter in Zentralfunktionen, die vorher für beide Gesellschaften zuständig waren, wurden den neuen Segmenten zugeordnet wodurch der Unterschied im Vergleich zum Vorjahr entstand. In China waren zum Ende des Geschäftsjahres 1.382 und damit 8,7 % weniger Mitarbeiter beschäftigt als im Vorjahr mit 1.514. Am Standort Augsburg waren zum 31. Dezember 2019 3.505 Mitarbeiter beschäftigt.

Das aktuell schwierige Marktumfeld stellt KUKA vor viele Herausforderungen. KUKA reagierte frühzeitig darauf und stieß im Januar 2019 ein Sofortmaßnahmenpaket an, um wieder nachhaltig und profitabel zu wachsen. Das hierfür entwickelte Effizienzprogramm umfasste auch Personalmaßnahmen. Am Standort Augsburg war ein Stellenabbau mit rund 350 Vollzeitstellen notwendig und betraf vor allem die sogenannten indirekten Bereiche, wie etwa die Verwaltung, den Einkauf, Vertrieb und das Projektmanagement. Das Management arbeitete gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern ein sozialverträgliches Konzept aus.

Für einen Bereich im Segment Robotics, der für das Projektgeschäft zuständig ist und sowohl in Augsburg als auch in Obernburg beheimatet ist, wird im neuen Geschäftsjahr ein nachhaltiges Geschäftsmodell umgesetzt. Ziel ist, dass der Bereich durch die Restrukturierung zukünftig wieder profitabel arbeiten und nachhaltig zum Erfolg von KUKA beitragen kann. Die notwendige Neuausrichtig ist auf die bereits seit Jahren angespannte wirtschaftliche Entwicklung in diesem Teilbereich zurückzuführen. Hinzu kam das aktuell schwierige Marktumfeld. Die Neuausrichtung wird sich auch auf einen Teil der Belegschaft an beiden Standorten auswirken und mit einem Stellenabbau von bis zu 255 Stellen einhergehen. Ziel ist, dass der Teilbereich mit einer vereinfachten Struktur leistungs- und wettbewerbsfähiger wird und im Tagesgeschäft effizienter arbeiten kann.

Aus- und Weiterbildung auf hohem Niveau

Bei der Berufsausbildung vermittelt KUKA den Auszubildenden neben fachlichem Know-how auch die Möglichkeit, interkulturell zu lernen sowie unternehmensübergreifend zu denken und zu handeln. KUKA hält in der Ausbildungsqualität und beim Leistungsniveau einen hohen Standard. So schließen KUKA Absolventen immer wieder als Jahrgangsbeste ihres Ausbildungsberufs ab. Die Möglichkeit zur Berufsausbildung wird an den Standorten Augsburg, Obernburg und Bremen angeboten. Das Ausbildungsangebot des Konzerns reicht von technischen Berufen wie Industrie- und Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik und Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen bis in den kaufmännischen Bereich mit Berufen wie Industriekaufmann, Fachinformatiker und Technischer Produktdesigner.

Zusätzlich zu den klassischen Ausbildungsberufen bietet KUKA ein duales, ausbildungsintegriertes Studium an der Hochschule Augsburg an, das mit einem Bachelor abgeschlossen wird. Neben dem dualen Verbundstudium Maschinenbau, Mechatronik und Elektrotechnik stehen auch die Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Informatik, technische Informatik und Wirtschaftsinformatik zur Wahl.

Im Rahmen unserer Weiterbildungsprogramme an der KUKA Academy begleitet und fördert KUKA seine Mitarbeiter in ihrer persönlichen und fachlichen Entwicklung. Hier bietet KUKA allen Mitarbeitern ein vielfältiges Angebot zur fachlich-methodischen und persönlichen Weiterbildung an. Dazu zählen Standardkurse wie Computer- und Sprachkurse, fachspezifische Kurse aus den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Betriebswirtschaft, strategische Umsetzung oder Projektmanagement sowie Seminare zu Leadership, Kommunikation und Change Management.

Vielfalt und Toleranz werden großgeschrieben

Bei KUKA steht Diversity für die Förderung und Nutzung der Vielfalt unserer Mitarbeiter als Quelle von Kreativität, Innovation und Geschäftserfolg. KUKA profitiert von unterschiedlichen Erfahrungen und Begabungen, denn es ist Teil der Firmenkultur, Vielfalt zu leben und zu fördern. KUKA bietet seinen Mitarbeitern an vielen seiner Standorte flexible Arbeitszeitmodelle, um Beruf und Privatleben besser zu vereinen. Es gehört bei KUKA zur Firmenkultur, Vielfalt zuzulassen und zu fördern, um so von unterschiedlichen Erfahrungen und Begabungen zu profitieren. Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt hat KUKA das Thema auch strukturell im Unternehmen verankert.

Netzwerke fördern

KUKA unterstützt das interne Frauennetzwerk orangeWIN, das hilft, weibliche Talente zu identifizieren und zu fördern. 2019 wurde das Netzwerk weiter ausgebaut und orangeWIN in den USA gegründet.

Zudem beteiligt sich KUKA seit 2011 am Cross-Mentoring-Programm Augsburg, das sich für Chancengleichheit der Geschlechter im Beruf einsetzt, und arbeitet im MigraNet mit, das sich für die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund engagiert.

Talente fördern und interkulturellen Austausch ermöglichen

2019 wurde ein Global Exchange Program ins Leben gerufen, das den interkulturellen Austausch fördert und die Möglichkeit bietet, Projekte vor Ort zu bearbeiten. Das Programm ermöglicht Mitarbeitern für einen Zeitraum zwischen drei und sechs Monaten einen Auslandsaufenthalt unter der Voraussetzung konkreter Projektideen. Es gilt für einen Austausch zwischen Deutschland und China sowie zwischen den USA und China. Die Projektideen sollen auf die Unternehmensstrategie einzahlen und werden von einer Kommission aus Vertretern des Heimat- und des Gastlandes geprüft.

Im Rahmen eines strukturierten Identifikationsprozesses wurden rund 114 Mitarbeiter in den globalen Talent Pool aufgenommen. Mit ihnen werden individuelle Entwicklungspläne abgeschlossen und gezielte Maßnahmen für die persönliche und fachliche Kompetenzentwicklung vereinbart. Neben der Bindung an das Unternehmen bauen wir darauf auch eine Nachfolgeplanung für Schlüsselpositionen im Unternehmen auf.

Arbeitssicherheit im Fokus

Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz sind in produzierenden Unternehmen wie KUKA eine wesentliche Voraussetzung für den sicheren und reibungslosen Geschäftsbetrieb. Entsprechende Managementsysteme und das allgemeine Bewusstsein für Arbeitssicherheit schützen die Gesundheit der Mitarbeiter. An den großen Standorten der KUKA Gruppe ist die Arbeitssicherheit daher in Managementsystemen und teilweise durch externe Zertifizierungen fest verankert.

Um die Unfallzahlen weiter zu senken, gab der Vorstand 2019 den Startschuss für die mehrjährige Kampagne "Vision Zero" - eine Arbeitswelt mit "null" arbeitsbedingten Unfällen und Gesundheitsschäden. Ein wichtiges Element der "Vision Zero" sind verhaltensbezogene Maßnahmen, die auf ein durchgängig sicherheitsbewusstes Verhalten der Mitarbeiter abzielen.

Gesellschaftliches Engagement

Die Mitarbeiter von KUKA in Augsburg haben Orange Care e. V. gegründet, einen gemeinnützigen Verein. Er setzt sich vor allem für die Förderung der Jugend- und Familienhilfe ein und unterstützt hilfsbedürftige Menschen. Seit 2014 ist Orange Care auch der Träger einer Kinderkrippe, deren Ziel es ist, für unsere Mitarbeiter die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. 2019 unterstützte Orange Care zum Beispiel wieder den KlinikClowns e. V. der Kinderstation der Fachklinik Josefinum in Augsburg. Die beiden Clowns gehen einmal in der Woche auf Visite in die Kinderstation und erleichtern den Kindern durch Spiel und Spaß den Alltag im Krankenhaus. Orange Care spendete außerdem an die Regens-Wagner-Stiftung in Holzhausen. Die Stiftung bietet Menschen mit Behinderungen ein breites Unterstützungsangebot für Schule, Ausbildung, Beschäftigung und Tagesbetreuung. Orange Care unterstützte mit seiner Spende die musikalische Förderung schwerbehinderter Menschen. Zudem spendete Orange Care für den Verein Kinderweihnachtswunsch und konnte damit hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen in sozialen Einrichtungen in Augsburg und Umgebung mehrere Gruppenwünsche zu Weihnachten erfüllen. Dazu zählten zum Beispiel Eintrittskarten für den TV-Gesangswettbewerb "The Voice of Germany" im Dezember sowie die Spende eines Fahrrads.

In Augsburg unterhält KUKA eine Kooperation mit den Ulrichswerkstätten der CAB Caritas Augsburger Betriebsträger GmbH. Die Ulrichswerkstätten vermitteln Arbeitsplätze an Menschen, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden können.

Als Premiumsponsor unterstützt KUKA außerdem das Jugendforschungszenturm Herrenberg-Gäu Aerospace Lab e. V. Das Ziel ist die Förderung der Jugend, und vor allem Mädchen, für MINT Fächer. Und das nicht über Einzelaktionen, sondern als langfristige Begleitung und Hinführung an technische Themen und Forschung. Jugendliche des Lab sind mehrfach bei Jugend Forscht ausgezeichnet worden.

KUKA Mitarbeiter übernehmen weltweit gesellschaftliche Verantwortung und setzen sich für soziale Themen ein. Mitarbeiter in den USA engagieren sich zum Beispiel in der KUKA Cares Foundation, die KUKA Systems zusammen mit Partnerfirmen gegründet hat. Zu den Grundsätzen der Stiftung gehört die Unterstützung von Menschen in Notlagen und von hilfsbedürftigen Familien, zum Beispiel hinsichtlich ihrer Gesundheit, ihrer finanziellen Lage oder in Form von Bildungsprojekten.

Robotik und Automatisierung der Öffentlichkeit näherbringen

Die Europäische Roboterwoche (ERW) findet jedes Jahr im November statt und wird vom europäischen Robotikverband euRobotics initiiert. KUKA beteiligte sich im November 2019 bereits zum neunten Mal an der ERW. KUKA Mitarbeiter engagieren sich während dieser Veranstaltungswoche, um das Thema Robotik und Automatisierung der allgemeinen Öffentlichkeit näherzubringen. Gleichzeitig soll das Interesse junger Menschen für Technik und naturwissenschaftliche Schulfächer geweckt werden. Im Berichtsjahr wurden Kindervorlesungen über Robotik in Schulen und Kindergärten aber auch Vorträge zum Thema "Menschen und Roboter" im Augsburger Planetarium oder im KUKA Entwicklungs- und Technologiezentrum angeboten.

Zudem wurde im Berichtsjahr der Entwurf eines innovativen Konzepts mit KUKA LBR Med für die Anwendung in Krankenhäusern und Reha-Zentren, entwickelt von einem Forscherteam der Universitäten Leeds, Vanderbilts und Turin, mit dem KUKA Innovation Award ausgezeichnet.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Risiko- und Chancenbericht

Grundsätze

Der KUKA Konzern ist ein global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber auch eine Vielzahl von möglichen Risiken. Ziel des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für alle Stakeholder und Shareholder zu steigern.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ergänzend zum bestehenden internen und externen Berichtswesen ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden.

Identifizierte Risiken werden konzernweit nach ihrem potenziellen Einfluss auf den Ergebnisbeitrag (EBIT) unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ beurteilt. Dabei werden Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien betrachtet, aus denen ein gewichteter Risikoerwartungswert ermittelt wird. Im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften erfolgt bei der Risikobewertung eine entsprechende Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen im Jahresabschluss. Somit werden als Risiken dann die ungesicherten Restrisiken, d. h. Risiken nach Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettobewertung), dargestellt.

Dem Risikomanagementsystem liegt ein monatlicher Meldeprozess (Risikoinventur) zugrunde, der sowohl die Identifikation von neuen Risiken als auch die Folgebewertung bestehender Risiken umfasst. Die so zusammengetragenen Informationen werden in einem ebenfalls monatlich zu erstellenden und an den Vorstand des KUKA Konzerns adressierten Risikobericht zusammengefasst. Dieser beinhaltet unter anderem eine Top-10-Risikobetrachtung sowie eine Risiko-Exposure-Betrachtung (Risikogesamtsituation) für die Business Segmente, die KUKA Aktiengesellschaft als Holdinggesellschaft sowie den KUKA Konzern. Die Top-10-Risiken sind ferner fester Bestandteil des internen Management Reportings zum Monatsabschluss und werden monatlich im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des KUKA Konzerns und dem Management der Business Segmente bzw. KUKA AG besprochen. Die gemeldeten Risiken werden dem Vorstand zusätzlich quartalsweise im Steuerungskreis Risikomanagement vorgetragen und erläutert. Hier wird außerdem festgelegt, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind oder ob weitere Schritte einzuleiten sind. Die Plausibilisierung von gemeldeten Risiken findet in diesem Steuerungskreis ebenso statt wie die Ableitung von Handlungsalternativen zur Vermeidung von ähnlichen Risiken in der Zukunft. Darüber hinaus ist der Risikobericht Gegenstand von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats, insbesondere des Prüfungsausschusses.

Die jeweils direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt beim Management der Business Segmente und der jeweiligen Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit klar definierten Meldewegen und mit an die Business Segmente und KUKA AG angepassten Meldegrenzen. Für den Fall, dass konzernweit fest definierte Meldegrenzen überschritten werden, besteht ferner eine interne Ad-hoc-Meldepflicht. Durch konzernweit einheitliche Vorgehensweisen werden Effizienz und Effektivität im Risikomanagement sichergestellt. Die Koordination des Risikomanagementsystems erfolgt durch Corporate Risk Management. Von dort werden die gemeldeten Einzelrisiken zu den genannten Top-10-Risikoübersichten bzw. Risiko-Exposure-Übersichten aggregiert, kommuniziert und überwacht. Diese Funktion ist im Konzerncontrolling der KUKA Aktiengesellschaft verankert, das Konzerncontrolling ist direkt dem Vorstand Finanzen und Controlling der KUKA Aktiengesellschaft unterstellt. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im KUKA Konzern ist.

Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung prinzipiell, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Im Rahmen ihrer regulären Prüfungstätigkeit überwacht die interne Revision die Einhaltung der Risikomanagementrichtlinie des KUKA Konzerns und damit die Effektivität der implementierten Verfahren und Instrumente; sie schließt, sofern relevant, die Risikoverantwortlichen in den Prüfungsumfang mit ein. Darüber hinaus gewährleisten regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Neben dem Risikomanagementsystem besteht im KUKA Konzern ein internes Kontrollsystem (vgl. Lagebericht, Abschnitt "Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem", Seite 36 f.), welches über das Risikomanagement hinaus die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts- und Rechnungslegungsprozesse permanent überwacht und unterstützt.

Risiken und Chancen im KUKA Konzern

Das chancen- und risikoorientierte Controlling im KUKA Konzern sorgt dafür, dass Chancen und Risiken in die Unternehmenssteuerung einfließen. Aus der Bewertung der operativen Risiken anhand der im Abschnitt "Grundsätze" beschriebenen Vorgehensweise ergibt sich folgendes Bild über die Risikogesamtsituation (Risiko-Exposure) des Konzerns. Betrachtet wird der aggregierte Risikoerwartungswert (REW), der sich aus den mit ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichteten Szenarien der Einzelrisiken errechnet. Es werden die aggregierten Risikoerwartungswerte aller im Konzern gesteuerten und quantifizierten Risiken ausgewiesen. Im Folgenden finden sich eine Quantifizierung der auf Konzernebene gesteuerten Risiken wie auch die der operativen Risiken der Geschäftsbereiche.

Eine Aggregation der Chancen auf Konzernebene wird nicht vorgenommen. Auf Chancen wird daher in den nachfolgenden Abschnitten zu den Geschäftsbereichen näher eingegangen.

Risiko-Exposure Konzern

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in Mio. € 2018 2019
Rechtliche Risiken 10,7 7,7
Wirtschaftliche Risiken -0,7 2,7
Finanzwirtschaftliche Risiken 13,0 21,8
Gesamtsumme Konzern 23,0 32,2

Im Vorjahr führten verstärkte Risikomitigationsmaßnahmen in einzelnen Fällen zu einem rechnerisch negativen Risikoerwartungswert.

Nähere Erläuterungen zu den aufgeführten Risikokategorien finden sich in den nachfolgenden Abschnitten.

Operative Risiken und Chancen der Business Segmente und KUKA AG

KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten ihres Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens in den Geschäftsbereichen dar. Schwankungen der Investitionstätigkeit werden auch unter Auswertung von Veröffentlichungen in den jeweiligen strategischen und operativen Planungen berücksichtigt. Bedingt durch das zyklische Geschäft wird stets darauf geachtet, hinreichende Flexibilität der eigenen Kapazitäten und der Kostenbasis zu gewährleisten.

KUKA hat im Laufe des Jahres 2019 die weiter nachlassende Investitionsbereitschaft sowohl in der Automobilindustrie als auch im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau gespürt. Die Abkühlung der globalen Konjunktur wirkte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens aus, insbesondere in seinen Fokusmärkten Automotive und Electronics. Davon betroffen sind vor allem die Regionen Europa und China. Hinzu kommen weitere Belastungen aus bestehenden Aufträgen und die Notwendigkeit einer Restrukturierung im Business Segment Robotics. Grundsätzlich bietet der weiter anhaltende Trend zur Automatisierung Chancen auch in nichtindustriellen Bereichen, wie den langfristigen Perspektiven in der Betreuung einer älter werdenden Gesellschaft. Die Digitalisierungsstrategie wurde fortlaufend durch verschiedene Projekte umgesetzt.

Um eine für unsere Kunden bestmögliche Qualität der Produkte und eine zeitgerechte Auslieferung sicherzustellen, arbeitet KUKA mit Lieferanten zusammen, für die Qualität, Innovationsstärke, ständige Verbesserungen und Zuverlässigkeit im Fokus stehen. Im Allgemeinen bezieht KUKA Produktkomponenten von mehreren Anbietern, um das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen zu minimieren, ist aber dennoch in wenigen Ausnahmefällen mangels verfügbarer Bezugsalternativen von einzelnen, marktbeherrschenden Lieferanten abhängig. Die Lieferantenrisiken werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses fortlaufend beobachtet.

Anfang 2019 hat der KUKA Konzern die KBO Struktur eingeführt. Von nun an berichtet der Konzern nach fünf Business Segmenten -Systems, Robotics, Swisslog, Swisslog Healthcare und China.

Das Segment Swisslog wurde in diesem Zuge neu strukturiert. In diesem Bericht werden nun die Geschäftsbereiche Swisslog und Swisslog Healthcare separat dargestellt. Die ausgewiesenen Zahlen des Vorjahres wurden aus den vorhandenen Daten übergleitet.

Das neue Segment China enthält Risiken, die zuvor in den Geschäftsbereichen Systems, Robotics und Swisslog berichtet wurden.

KUKA Systems

Aufgrund der langen Durchlaufzeiten der Aufträge, der oft erforderlichen Spezifikationsanpassungen während der Abarbeitung der Aufträge, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie des Preis- und Wettbewerbsdrucks besteht ein geschäftsimmanentes Risiko für den Umsatz und das Ergebnis bei diesen Aufträgen. Ergänzend können sich weitere Projektrisiken, z. B. aufgrund von Projektfehlkalkulationen oder Konventionalstrafen wegen Terminverzögerungen, ergeben. Der Geschäftsbereich setzt deshalb entsprechende Risikochecklisten für die einzelnen Aufträge ein, mit denen bereits vor Annahme der Angebote eine Prüfung insbesondere der rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Risiken erfolgt. Während der Projektabwicklung werden beispielsweise Solvenzrisiken überwacht und mittels eines stringenten Projekt- und Forderungsmanagements verfolgt und damit reduziert. Andere Risiken werden laufend beobachtet und bei Bedarf durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Chancen bestehen insbesondere bei geringeren Einstandspreisen von Zukaufteilen im Vergleich zur Kalkulation sowie bei der Abrechnung von Änderungsaufträgen des Kunden im Projektverlauf. 2019 kam es bei mehreren Projekten in Europa zu erheblichen Mehrkosten aufgrund einer hohen Komplexität dieser Projekte sowie aufgrund der damit verbundenen Verzögerungen. Diese Effekte sind in der angepassten Projektkalkulation berücksichtigt und durch Drohverlustrückstellungen bereits in das Ergebnis 2019 eingeflossen.

Der Automatisierungsbedarf bei der Ausweitung der weltweiten Produktionskapazitäten der großen Automobilhersteller insbesondere bei der Elektromobilität weist derzeit eine hohe Dynamik auf. KUKA arbeitet intern verstärkt in Verbundprojekten, wobei mehrere Landesgesellschaften des Geschäftsbereichs gemeinsam an einem Kundenprojekt tätig sind. In solchen Fällen ergeben sich Risiken hinsichtlich der Informationsbasis, der Wertschöpfungsprozesse und des IT-systemübergreifenden Projektmanagements. Darüber hinaus bestehen insbesondere in den Schwellenländern aufgrund des außerordentlich schnellen und starken Wachstums des Geschäftsvolumens Risiken hinsichtlich der organisatorischen Strukturen. KUKA begegnet diesen Risiken durch den Einsatz erfahrener interner und externer Mitarbeiter beim Auf- und Ausbau der jeweiligen lokalen Strukturen.

Die steigende Modellvielfalt in der Automobilindustrie wirkt sich positiv auf das adressierbare Marktvolumen aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden, die zum Neubau bzw. Umbau von Produktionslinien führen. Hieraus ergeben sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten. Knappe Ressourcen erfordern den Bau von kleineren oder ressourcenschonenden Fahrzeugen, die mit alternativen Energien angetrieben werden. Deshalb werden insbesondere die amerikanischen Automobilhersteller zukünftig Investitionen in den Neubau von Produktionslinien bzw. den Umbau von bestehenden Produktionsanlagen tätigen müssen.

Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen, aber auch Risiken. Die Marke Jeep weist im Vergleich zu anderen amerikanischen Fahrzeugmodellen nach wie vor überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an denen KUKA weiterhin partizipieren wird.

Fundierte Marktanalysen haben ergeben, dass KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie in der General Industry hat. Bei der Erschließung neuer Marktpotenziale sind die wesentlichen Risiken hier vor allem technisch bedingt, da die Kunden selbst in vielen Fällen über keine eigenen Erfahrungen in der Automatisierungstechnik verfügen. Deshalb ist insbesondere bei der Anwendung neuer Automatisierungstechniken die Prüfung der technischen Risiken im Rahmen der oben angesprochenen Risikochecklisten wesentliches Instrument zur Risikoerkennung und -mitigation.

Risiko-Exposure Systems

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in Mio. € 2018 2019
Rechtliche Risiken 0,3 0,0
Wirtschaftliche Risiken -0,2 0,4
Finanzwirtschaftliche Risiken 0,0 0,0
Gesamtsumme Systems -0,1 0,4

Im Vorjahr führten verstärkte Risikomitigationsmaßnahmen in einzelnen Fällen zu einem rechnerisch negativen Risikoerwartungswert.

KUKA Robotics

Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere aus der Automobilindustrie und von deren Zulieferern, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dieses Geschäftsbereichs dar. Die Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an Qualität und längeren Garantiezeiten.

KUKA Robotics geht auf diesen Trend mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen ein, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Bei der Einführung neuer Produkte bestehen Risiken hinsichtlich der Produkteigenschaften und der Qualitätszusagen, die im Falle von Nacharbeiten zu entsprechenden Kosten führen können. KUKA verfügt zur Erkennung, Vermeidung und Beherrschung solcher Risiken über ein umfassendes Risiko- und Qualitätsmanagementsystem, welches umfangreiche Analyse-, Test- und Prüfprozesse beinhaltet.

Eine Chance stellt die ständige Verbreiterung der Kundenbasis in der General Industry mit dem Schwerpunkt Handling, Machining & Processing (HMP) dar. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Durch eine zunehmende Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll die Ertragskraft des Unternehmens unabhängiger von Währungsschwankungen werden.

Das Zellengeschäft ist in den letzten Jahren aufgrund hoher Projektrisiken und sinkender Marktpreise unter Druck geraten. Eine Anpassung der Struktur an die geänderten Rahmenbedingungen ist notwendig. Das Geschäftsmodell wurde auf standardisierte Zellen neu ausgerichtet. Für die hieraus entstehenden Einmalkosten wurde im Geschäftsjahr 2019 eine Rückstellung gebildet. Neben Projekten basierend auf kundenspezifischen Lösungsanfragen beinhaltet dies den Ausbau des Projektgeschäfts hin zu Modulen und standardisierten Zellen.

Risiko-Exposure Robotics

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in Mio. € 2018 2019
Rechtliche Risiken 0,3 0,0
Wirtschaftliche Risiken 0,0 0,5
Finanzwirtschaftliche Risiken 0,0 0,1
Gesamtsumme Robotics 0,3 0,6

Verstärkte Risikomitigationsmaßnahmen führen in einzelnen Fällen zu einem rechnerisch negativen Risikoerwartungswert.

Swisslog

Das Segment Swisslog verbreitert das Leistungsspektrum von KUKA und trägt in hohem Maße zur Unabhängigkeit von der Automobilindustrie bei.

Die Projekte für die Automatisierung von Lager- und Verteilzentren unterliegen teilweise langen Durchlaufzeiten, während derer sich finanzielle Risiken aufgrund von Fehlkalkulationen, Nichterreichen von Abnahmevorgaben bzw. Terminverzögerungen ergeben können. Um dem entgegenzuwirken werden regelmäßig stufengerechte Projektrisikobeurteilungen von den Verantwortlichen für die Projektrealisierung der entsprechenden Länder durchgeführt. Dabei werden potenzielle Risiken regelmäßig überprüft, eliminiert oder neue hinzugefügt sowie Maßnahmen zur Risikominderung eingesteuert und deren Fortschritt nachgehalten. Diejenigen Projekte, welche besondere Aufmerksamkeit von den Führungsorganen erfordern, werden als Top-Attention-Projekte klassifiziert und deren Status monatlich an das höhere Management kommuniziert. Im Jahre 2019 ist durch die Zunahme des Order Books auch eine erheblich höhere Risikoposition für mögliche Projektverspätungen und potentiellen finanzwirtschaftlichen Risiken entstanden.

Das Segment wird erstmals in diesem Geschäftsbericht einzeln ausgewiesen.

Risiko-Exposure Swisslog

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in Mio. € 2018 2019
Rechtliche Risiken 0,0. 0,0
Wirtschaftliche Risiken -0,5. 1,8
Finanzwirtschaftliche Risiken 1,0 13,6
Gesamtsumme Swisslog 0,5 15,3

Swisslog Healthcare

Das Segment Swisslog Healthcare verbreitert ebenfalls das Leistungsspektrum von KUKA und trägt zur Unabhängigkeit von der Automobilindustrie bei. Gestützt auf Marktdaten bieten der steigende Kostendruck sowie erhöhte Sicherheitsanforderungen an die Krankenhauslogistik ein hohes Wachstumspotenzial für Automatisierungen. Daneben ergibt sich durch Consolidated Service Centers, in denen Krankenhäuser ihre Logistikprozesse standardisieren und Kostenvorteile erzielen, eine erhöhte Nachfrage nach Automatisierungslösungen. Risiken ergeben sich aufgrund komplexer technischer sowie regulatorischer Anforderungen.

Das Segment wird erstmals in diesem Geschäftsbericht einzeln ausgewiesen.

Risiko-Exposure Swisslog Healthcare

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in Mio. € 2018 2019
Rechtliche Risiken 0,0 0,2
Wirtschaftliche Risiken 0,0 0,1
Finanzwirtschaftliche Risiken 2,4 3,0
Gesamtsumme Swisslog Healthcare 2,4 3,3

China

Im Segment China werden alle Geschäftsaktivitäten der chinesischen Gesellschaften im Bereich Systems, Robotics, Swisslog und Swisslog Healthcare zusammengefasst. Aus diesem Grund ergeben sich die Risiken aus den oben genannten segment- und produktspezifischen Risiken.

Generell sind Risiken und Auswirkungen aufgrund der gegenwärtigen geopolitischen Lage erkennbar. Hinzu kommen Risiken aufgrund der Coronavirus-Krise, welche in vielen Regionen Chinas infolge behördlicher Restriktionen zu wesentlichen Einschränkungen des öffentlichen und geschäftlichen Lebens führen. Es ist daher mit negativen Auswirkungen auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung zu rechnen. Für diese global wirkenden Risiken kann KUKA nur eingeschränkt risikomindernde Maßnahmen ergreifen. Aus diesem Grund konzentriert sich KUKA auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den lokalen Kunden und ein passendes Produktportfolio. Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft führt zu stärkerem Wettbewerb, dieser bedingt das Risiko erheblich geringerer Auftragsvolumen und Margen. Auch hier ergreift KUKA Maßnahmen, die Effizienz in Produktion und Projektmanagement zu verbessern, um Kosten weiter zu senken.

Im Rahmen der Neuausrichtung wurde die lokale Expertise und Handlungsfähigkeit gestärkt und auf die Bedürfnisse des chinesischen Marktes ausgerichtet. Dies ermöglicht, die Geschäftschancen besser zu nutzen.

Das Segment wird erstmals in diesem Geschäftsbericht einzeln ausgewiesen.

Risiko-Exposure China

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in Mio. € 20181 2019
Rechtliche Risiken 0,0 0,0
Wirtschaftliche Risiken 0,0 -0,2
Finanzwirtschaftliche Risiken 0,0 0,9
Gesamtsumme China 0,0 0,7

1 2018: Risiken für China waren in den Geschäftsbereichen enthalten. Verstärkte Risikomitigationsmaßnahmen führen in einzelnen Fällen zu einem rechnerisch negativen Risikoerwartungswert.

Auf Holdingebene gesteuerte Risiken und Chancen (KUKA AG)

Die Analyse und Steuerung geschäftsbereichsübergreifender Chancen und Risiken erfolgt auf Konzernebene in den Zentralfunktionen wie Recht, Steuern, Finanzierung, Personal oder IT und nicht in den einzelnen Geschäftsbereichen; daher wird hier im Chancen- und Risikobericht auf die jeweiligen Themen entsprechend nur aus Sicht des Gesamtkonzerns eingegangen. Ausführungen hierzu finden sich in den jeweils benannten Abschnitten.

Risiko-Exposure KUKA AG

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in Mio. € 2018 2019
Rechtliche Risiken 10,1 7,6
Wirtschaftliche Risiken 0,0 0,0
Finanzwirtschaftliche Risiken 9,6 4,3
Gesamtsumme Konzern 19,7 11,9

Strategische Risiken und Chancen

Ziel der Business Segmente ist es, in ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer technologischen Basis über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung. Hierbei besteht eine wesentliche Aufgabe darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen entgegengewirkt. Anwendungsorientierte Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen vermindern das Risiko nicht marktgerechter Entwicklungsleistungen. Eine Quantifizierung strategischer Risiken und Chancen findet nicht statt.

Rechtliche Risiken und Versicherung

Da KUKA weltweit tätig ist, müssen eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Rechtsnormen und Anweisungen von beispielsweise Finanzverwaltungen beachtet werden. Hierfür werden fallweise Spezialisten für das jeweilige nationale Recht hinzugezogen. Aus veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich Chancen und Risiken. So können steuerliche Betriebsprüfungen zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Diese Veränderungen sowie die sich daraus ergebenden Risiken werden fortlaufend beobachtet, allerdings sind aus derzeitiger Sicht keine Steuer- und Gesetzesvorgaben absehbar, die zu erheblichen Nachteilen für den KUKA Konzern führen können. Für steuerliche Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen.

Risiken aus Vertragsbeziehungen werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilung des Konzerns unterstützt hierbei die operativen Gesellschaften und trägt so zur Risikobegrenzung bei. Dies betrifft Risiken aus laufenden Verträgen, Gewährleistungsverpflichtungen und Garantien sowie spezifische Länderrisiken wie z. B. den mangelnden Patent- und Markenschutz in Asien. Zur Sicherstellung des geistigen Eigentums hat KUKA eine eigenständige Strategie formuliert, die vor allem durch Patente und Schutzrechte abgesichert wird.

Im Rahmen des Versicherungs- /Risiko-Managements werden zentral für den Konzern u. a. ausreichende Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen, Betriebs-, Produkt- und Umwelthaftpflichtversicherungen, sowie Versicherungen für Transport und Cyber vorgehalten. Des Weiteren besteht für die Organe eine D & O (Directors and Officer Liability Insurance)-Versicherung. Jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um die ausreichende Deckung zu gewährleisten und das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzielle Steuerung des KUKA Konzerns erfolgt durch die KUKA AG. Die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns und damit die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Ein effektives Risikomanagement bei der Steuerung von Währungs-, Zins- und Ausfallrisiken reduziert zudem die Ergebnisvolatilität.

Die KUKA AG ermittelt, koordiniert und steuert die Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften und optimiert die Konzernfinanzierung. Dazu setzt sie ein konzernweit einheitliches Treasury-Management- und Reporting-System ein. Finanzmittel werden in der Regel zentral durch die KUKA AG beschafft und konzernintern verteilt. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den KUKA Konzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung ihrer Zahlungsströme reduziert.

KUKA verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik mit einem ausgewogen gestalteten Finanzierungsportfolio. Dieses basiert im Wesentlichen auf den in 2015 und 2018 emittierten Schuldscheindarlehen mit gestaffelten Laufzeiten bis 2023, auf einem 2018 refinanzierten Konsortialkredit mit einer Laufzeit bis 2025, der sowohl Barkredit- als auch Garantielinien zur Verfügung stellt, sowie auf einem im Dezember 2019 abgeschlossenen Gesellschafterdarlehen mit Midea, mit einer Laufzeit ebenfalls bis 2025. Für den Konsortialkredit sind zwei marktübliche Financial Covenants ("Leverage", "Zinsdeckungsgrad") vereinbart, deren Einhaltung KUKA sowohl auf Basis der Ist-Zahlen als auch auf Basis der Planungen überwacht. Im Geschäftsjahr 2019 wurden die Covenants jederzeit eingehalten; beiden Covenants wiesen zum 31. Dezember 2019 ein deutlicher Abstand zu den vertraglichen Grenzwerten auf. Über diese Finanzierungsvereinbarungen hinaus stehen KUKA weitere Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen von Factoring-Rahmenvereinbarungen zur Verfügung. Ausführliche Angaben zu den Finanzierungsinstrumenten, sowie zur Inanspruchnahme der darin vereinbarten Kreditlinien, finden sich in den Jahresabschlusserläuterungen Finanzverbindlichkeiten /Finanzierung (ab Seite 39 im Anhang).

KUKA sichert Zins- und Wechselkursrisiken aus dem operativen Geschäft und aus Finanztransaktionen durch Finanzderivate ab. Geschäfte in Finanzderivaten werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingegangen, d. h. immer unter Bezug auf und zur Absicherung von zugrundeliegenden Basisgeschäften. Dabei ist - wenn immer möglich - die KUKA AG der zentrale Absicherungspartner für die Konzerngesellschaften; die KUKA AG selbst sichert die Konzernrisiken durch Abschluss von entsprechenden Sicherungsgeschäften mit Banken ab. Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen. Für eine genauere Darstellung unserer Risikomanagementziele und -methoden verweisen wir auf die Darstellung im Konzern-Anhang unter Finanzielles Risikomanagement und Finanzderivate ab Seite 41 im Anhang.

Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanz- und GuV-Positionen in fremden Währungen - werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert (natural hedging).

Personalrisiken und -chancen

Der Erfolg des KUKA Konzerns, eines von Hochtechnologie geprägten Unternehmens, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Konzern im Wesentlichen aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Aufgrund der gegenwärtigen Rahmenbedingungen besteht das Risiko einer höheren Fluktuation, was zu Kompetenzverschiebungen führen könnte. KUKA tritt diesem Risiko nicht zuletzt durch interne Weiterbildungsmöglichkeiten wie in der KUKA Academy oder dem Ideenmanagement entgegen, um die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter zu fördern und die Qualifikation der Mitarbeiter zu erhöhen. Daraus ergeben sich auch Chancen bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter.

Informationstechnische Risiken und Chancen

IT-Risiken haben in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund der Bedeutung der IT für die Geschäftsprozesse zugenommen. Dies betrifft sowohl die Häufigkeit von beispielsweise Virenangriffen oder Hacking als auch deren mögliches Schadenspotenzial. Die bestehenden IT-Sicherheitssysteme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen werden regelmäßig optimiert und überprüft, um mögliche informationstechnologische Risiken, wie z. B. den Ausfall von Rechenzentren oder sonstigen IT-Systemen, bereits im Vorfeld zu erkennen bzw. zu minimieren. Dies erfolgt unter anderem durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software. Darüber hinaus hat KUKA derzeit mehrere Transformationsprojekte mit der Zielsetzung einer konzernweit harmonisierten Prozesslandschaft bzw. unterstützenden IT-Anwendungssystemarchitektur angestoßen. Hierdurch lassen sich langfristig Kostensenkungspotenziale und kontinuierliche Qualitätsverbesserungen realisieren. Durch die konsequente Überwachung der betreffenden Prozesse wird sichergestellt, dass Risiken sowohl auszunehmenden externen Bedrohungen als auch aus der Abhängigkeit von der weiter fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse reduziert werden.

Risiken aus dem Bereich Informationssicherheit und Datenschutz werden fortlaufend beobachtet und analysiert, da daraus aufgrund veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen erhebliche Risiken für den Konzern entstehen können.

Compliance-Risiken

Compliance-Verstöße können weitreichende Folgen haben, die das Unternehmen nachhaltig schädigen und den wirtschaftlichen Erfolg einschränken können. So sind neben hohen Bußgeldern und Schadensersatzzahlungen der Ausschluss von Ausschreibungen, die Abschöpfung von Gewinnen sowie Konsequenzen strafrechtlicher Art möglich. Auch das Ansehen von KUKA als integrer Geschäftspartner kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies kann sich nicht nur negativ auf Kundenbeziehungen, sondern auf Geschäftsbeziehungen sämtlicher Art auswirken. Folglich könnten strategische Projekte, Transaktionen sowie Kapitalmarktmaßnahmen darunter leiden.

Um diesen Risiken transparent und in angemessener Weise zu begegnen, wurde im Jahr 2008 das konzernweite Corporate-Compliance-Programm aufgelegt. Details dazu finden Sie im Corporate Compliance Bericht.

Der darin verankerte Compliance-Ausschuss hält in regelmäßigen Abständen ordentliche sowie bei Bedarf außerordentliche Sitzungen ab. Die Mitglieder verfügen über einen tiefen und breiten Erfahrungsschatz sowohl zum Unternehmen als auch zur Branche. Dieser ermöglicht ihnen, Risiken umsichtig und adäquat zu bewerten.

Vorsitzender des Ausschusses ist der Chief Compliance Officer, der an den Vorstandsvorsitzenden der KUKA Aktiengesellschaft berichtet; dieser berichtet wiederum an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Die Gesamtverantwortung für das Corporate-Compliance-Programm liegt beim Vorsitzenden des Vorstands. Es unterliegt einer strengen internen Kontrolle und wird anlassbezogen aktualisiert. Das Corporate-Compliance-Programm wird mithilfe der umfangreichen Prozesse und Maßnahmen des Compliance-Management-Systems in den Arbeitsalltag integriert.

Wesentliche Compliance-Risiken ergaben sich im Jahr 2019 nicht, da KUKA durch frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, z. B. durch die Anpassung von Prozessen und zielgruppenorientierter Schulung, aktiv gegensteuern konnte.

Sonstige Risiken

Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert diesen so weit wie möglich entgegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen weitgehend verzichtet wird und die Standorte regelmäßig nach ISO 14001 zertifiziert werden. Der Konzern nutzt teilweise im Eigentum befindliche Grundstücke und Immobilien im Rahmen seines Geschäftsbetriebs. Dabei trägt das Unternehmen Risiken für den Fall, dass dieses Eigentum mit etwaigen Altlasten, Bodenverunreinigungen oder sonstigen schädlichen Substanzen belastet ist. Nach heutigem Erkenntnisstand liegen keine wertmindernden, bilanziell zu berücksichtigenden Tatsachen vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich solche Tatsachen, die beispielsweise Kosten verursachende Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen würden, zukünftig ergeben könnten. An den Standorten werden regelmäßig Risiken bezüglich Brandschutz, Wasser- und Medienversorgung, statischer und baurechtlicher Mängel untersucht. Diese werden durch Sachverständige eingeschätzt und Maßnahmen zur Risikoverbesserung werden getroffen.

Zusammenfassende Bewertung

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie auf Konzernebene gesteuerten rechtlichen und finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Trotz steigender Risikopotentiale, die im Risikomanagementsystem erkannt und bewertet wurden, sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2020 etwas stärker wachsen wird als im Vorjahr (3,3 % in 2020 nach 2,9 % in 2019). Für 2021 rechnet der IWF dann mit einem Anstieg um 3,4 %. Als unterstützend wird insbesondere die weiterhin lockere Geldpolitik der Zentralbanken gesehen, die den Konsum stützt und vielen Firmen weiterhin günstigen Zugang zu Finanzierungen sichert. Außerdem nimmt die Sorge vor einem ungeregelten Brexit ab und erste positive Signale im Handelsstreit zwischen den USA und China werden als Anzeichen für eine Stabilisierung gewertet. Doch trotz der Teileinigung ist der Handelsstreit nicht vom Tisch und viele Zölle werden weiter aufrechterhalten. Der Wendepunkt ist laut IWF noch nicht erreicht und es bestehen weiterhin zahlreiche Risiken. Eine erneute Eskalation im Handelsstreit oder geopolitische Spannungen, wie etwa zwischen den USA und dem Iran, sowie Anti-Regierungsproteste in vielen Ländern könnten zu erneuten Belastungen der wirtschaftlichen Entwicklung werden. Als weiteres wirtschaftliches Risiko sieht der IWF die Auswirkungen von Wetter- und sonstigen Naturkatastrophen.

Für den Euro-Raum rechnet der IWF für 2020 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 %. Das Wachstum wird damit leicht über den 1,2 % des Vorjahres liegen. Im Jahr 2021 sollte das europäische Wirtschaftswachstum gemäß den Erwartungen des IWF noch einmal um einen Zehntel Prozentpunkt zulegen; die Wachstumsrate wird mit 1,4 % prognostiziert.

Die deutsche Wirtschaft sollte in 2020 wieder etwas Fahrt aufnehmen können. Der IWF geht von einer Zuwachsrate in Höhe von 1,1 % aus; 2019 lag das Wachstum gerade mal bei 0,5 %. Für 2021 rechnet der IWF dann mit einer Steigerung der deutschen Wirtschaftsleistung um 1,4 %. Gerade die exportorientierten deutschen Industrien dürften von der Stabilisierung der Weltwirtschaft profitieren.

Die US-Wirtschaft wuchs in 2019 um 2,3 %. Für 2020 rechnet der IWF nur noch mit einem Wachstum um 2,0 % und 2021 sogar nur noch mit 1,7 %.

In China hatte sich die Stimmung unter den Unternehmen aufgrund des anhaltenden Handelskriegs deutlich eingetrübt. Zum Jahresende sorgten aber Hoffnungen auf eine Einigung für eine Aufhellung. Der IWF erwartet für China einen Anstieg um 6,0 % im Jahr 2020 und um 5,8 % in 2021.

Das aktuelle Marktumfeld bleibt jedoch weiter schwierig. Insbesondere der Streit um Importzölle und Diskussionen über den Freihandel beeinflussen Investitionsentscheidungen von Unternehmen und drücken auf die globale Konjunktur.

Robotik und Automation

Die globalen Unsicherheiten, die vor allem durch den Handelsstreit und den ungelösten Brexit verursacht wurden, beeinflussten ganz wesentlich die weltweiten Investitionsentscheidungen; das Wachstum der Weltwirtschaft insgesamt verlangsamte sich. Daher rechnet auch der Internationale Robotikverband "International Federation of Robotics" (IFR) in seinem neuesten Bericht nur noch mit einer stabilen Entwicklung der weltweiten Roboternachfrage im Jahr 2019 (0 %). Der Roboterabsatz in Europa und in Nord- und Süd-Amerika wird sich demnach um -1 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig entwickeln, für Asien wird ein leichter Anstieg um +1 % erwartet. 2020 rechnet der IFR dann wieder mit einem weltweiten Anstieg der Roboternachfrage um 10 %. Für Europa wird dabei eine Steigerung um 5 %, für Nord- und Süd-Amerika um 8 % und für Asien ein Anstieg um 12 % erwartet. Die Prognose für China liegt bei einem Anstieg der Nachfrage von 19 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Prognosen beziehen sich auf den gesamten Robotermarkt und alle Robotertypen. Das stärkste Wachstum wird im Segment der SCARA-Roboter erwartet.

Auch die technologischen Fortschritte in der roboterbasierten Automatisierung bieten hohe zusätzliche Wachstumschancen. Dazu gehören zum Beispiel die Mensch-Maschine-Kollaboration, intelligente IIoT-Lösungen (IIoT = Industrial Internet of Things) mit cloudbasierten Systemen sowie Anwendungen, die einfach zu bedienen sind (easy-to-use-Anwendungen). Außerdem stellt die Erreichung von Klimaschutzzielen viele Unternehmen vor Herausforderungen. Kunden erwarten von Herstellern nachhaltige und energieeffiziente Produkte und Lösungen.

Wachstumschancen für KUKA

Automotive

Die Automobilindustrie zählt weltweit zu den größten Abnehmern für Industrieroboter. Hersteller haben in den letzten Jahren in die Modernisierung bestehender Werke investiert und darüber hinaus ihre Produktionskapazitäten in Schwellenländern erhöht. Zwischen 2013 und 2018 lagen die durchschnittlichen jährlichen Roboterverkäufe (CAGR) in der Automobilindustrie bei 13 %. Doch die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen. Allein in den USA ist die Anzahl der unterschiedlichen Modelle und die Vielfalt der Modellvarianten in den letzten 20 Jahren auf fast das Doppelte angestiegen. Gleichzeitig stiegen die Komplexität der Fahrzeuge und damit die Anzahl der Teile enorm an. Insbesondere die für die Erreichung der Klimaziele 2030 erforderlichen neuen Antriebstechnologien mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen werden diesen Trend weiter verstärken.

Diese sich verändernden Marktbedingungen verlangen geeignete und konkurrenzfähige Produktionslösungen. Die Digitalisierung und Automatisierung nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Als Automatisierungsspezialist hat KUKA für diese neuen Anforderungen die Matrix-Produktion entwickelt, eine wandlungsfähige und flexible Produktionslösung. Damit lassen sich verschiedene individualisierte Produkte auf einer einzigen Anlage fertigen. Bei zunehmender Typenvielfalt, häufigen Modellwechseln und Stückzahlschwankungen kann die Fertigung je nach Bedarf innerhalb kurzer Zeit umgerüstet werden. Ausgestattet ist die Anlage mit einer Software, die auf künstlicher Intelligenz basiert. Schnell anpassbare Fertigungszellen ersetzen damit starre Anlagen, deren Umbau typischerweise viele Wochen oder sogar Monate dauern kann. In hart umkämpften Märkten erhöhen flexible Anlagen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden.

Wachstumspotenziale bestehen des Weiteren durch die Digitalisierung der Fabrik, durch die neue Geschäftsmodelle entstehen. In der sogenannten Smart Factory werden z. B. Kommunikationstechnologien eingesetzt, die eine vorausschauende Wartung (predicitve maintenance) ermöglichen. Zu den praktischen Vorteilen einer vorausschauenden Wartung gehören die sichere Produktionsplanung und höchste Maschinenverfügbarkeit. Damit lassen sich ungeplante Stillstandzeiten vermeiden und in Folge enorme Kosten einsparen.

General Industry

Auch der General Industry Markt, d. h. der Markt für Roboter außerhalb der Automobilindustrie, bietet hohes Wachstumspotenzial. Denn noch immer ist die Roboterdichte in der General Industry relativ niedrig im Vergleich zur Automobilindustrie. Laut dem neuesten IFR-Bericht vom Oktober 2019 liegt die Roboterdichte in der General Industry in Deutschland bei 195 Roboter pro 10.000 Arbeiter. Die Roboterdichte die der Automobilindustrie liegt im Vergleich dazu bei 1.268 Robotern. In China, dem größten Robotermarkt weltweit, liegt die Roboterdichte in der General Industry bei 70 und in der Automobilindustrie bei 732 pro 10.000 Arbeiter.

Vor allem aufgrund notwendiger Modernisierungsmaßnahmen und erforderlicher Umrüstungen in bestehenden Produktionsstätten bleibt auch das Potenzial in den Industrieländern weiterhin hoch. Wachstumschancen bieten unter anderem die Branchen Electronics, Logistik /E-Commerce, Werkzeugmaschinen, Healthcare und die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Die Elektronikindustrie ist dabei der größte Markt innerhalb der General Industry mit 25 % aller insgesamt weltweit installierten Roboter; nach der Automobilindustrie ist sie der zweitgrößte Absatzmarkt weltweit. Die Elektronikindustrie ist eine stark vom Handelskrieg betroffene Branche. Sobald sich allerdings die weltweiten Rahmenbedingungen stabilisieren, erwartet KUKA eine deutliche Erholung im Markt.

Auch die produzierenden Unternehmen in der General Industry stehen vor großen Herausforderungen. Das liegt unter anderem an den immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen, dem Wunsch der Verbraucher nach individuelleren Produkten, einem höheren Wettbewerbsdruck, aber auch in dieser Industrie am Druck, die Emissionen weiter zu reduzieren. Wie in der Automobilindustrie kann auch hier die Automatisierung und Digitalisierung von Produktionsprozessen helfen, diese Herausforderungen zu meistern. Dafür sind die passenden Technologien gefragt. Mensch-Roboter-Kooperation und Cloud-Technologien, aber auch Ready-to-use und Plug-and-Play-Applikationen sowie Mobilitätskonzepte sind auch hier die Lösungsansätze. Mit der digitalen Fabrik können auch Unternehmen der General Industry ihre Produktion effizienter und flexibler gestalten. Das Absatzpotenzial für die Automatisierungsbranche ist dementsprechend hoch. Darüber hinaus wird der weltweit steigende Konsum generell den Ausbau der Produktionskapazitäten erfordern und sich damit positiv auf das Wachstum der General Industry auswirken.

China

Nach Angaben des IFR wurden im Jahr 2018 weltweit rund 422.000 Industrieroboter installiert, davon mehr als ein Drittel in China. Dort stieg die Roboterdichte (Anzahl Roboter pro 10.000 Arbeiter) im Zeitraum 2009 bis 2018 von 11 auf 140 an. Die Vergleichszahl für Deutschland lag in 2018 bei 338. Dieses enorme Wachstum des Robotereinsatzes in China konnte vor allem aufgrund der hohen Investitionen der Automobilhersteller erzielt werden. Aber auch die Elektronikindustrie investierte massiv. Die Branche gehört damit ebenfalls zu den größten Wachstumstreibern in China.

Während der letzten Jahre erhöhten ausländische aber auch chinesische Roboterhersteller ihre Produktionskapazitäten in China. Auch KUKA baute als Ergänzung zu der bestehenden Produktion in Shanghai eine neue Produktionsstätte in Shunde (Provinz Guangdong) auf. Ende 2019 wurden dort die ersten Roboter für den chinesischen Markt gefertigt. KUKA plant die Produktionsstätte in den nächsten Jahren weiter auszubauen und wird dort auch neue Robotertypen wie SCARA-Roboter entwickeln und fertigen.

Bedingt durch die bereits oben geschilderten globalen Unsicherheiten hat sich das Wachstum im chinesischen Markt seit Mitte 2018 stark abgeschwächt. Auch im weltweit größten Roboter-Absatzmarkt gingen die Investitionen zurück. Laut IFR verringerte sich die Anzahl der in China insgesamt neu installierten Roboter aller Robotertypen in 2018 um 1 %. Auch für 2019 wird in der aktuellen Prognose nur ein vergleichsweise geringes Absatzwachstum von rund 4 % erwartet, nach über 30 % in der letzten Prognose für 2019.

In dem für KUKA relevanten Markt für Industrieroboter ging der Umsatz im Jahr 2019 nach Angaben des MIR (Mobile Industrial Robots/ China) um 13 % zurück. Der starke Rückgang lag vor allem an der Investitionszurückhaltung der größten Abnehmer, nämlich der Automobilindustrie und der Elektronikbranche. Die Anzahl der neu installierten Industrieroboter in der Automobilindustrie ging laut IFR im Jahr 2018 um 7 % zurück. In der Elektronikindustrie ging die Anzahl der von ausländischen Herstellern verkauften Robotern um 9 % zurück.

Der chinesische Markt bleibt dennoch der mit Abstand größte Markt weltweit. Aufgrund seiner hohen Wachstumspotenziale ist der chinesische Roboter- und Automatisierungsmarkt ein Kernelement in KUKAs Wachstumsstrategie. Die demografische Entwicklung in China und die steigenden Löhne werden weitere Industriezweige dazu veranlassen, in Automatisierung zu investieren. Steigende Qualitätsanforderungen an die Produkte und ein zunehmender Kostendruck werden die Entwicklung hin zu automatisierten Produktionslösungen noch verstärken. Der IFR rechnet für den Zeitraum zwischen 2019 und 2022 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 22 %.

KUKA plant nicht nur seinen Roboterabsatz in China zu erhöhen, sondern seine Markanteile weiter auszubauen, und erwartet einen Wachstumsschub in China, sobald sich die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen stabilisieren und sich das Investitionsumfeld verbessert. Nichtsdestotrotz macht die aktuelle Investitionszurückhaltung der Kunden den chinesischen Markt derzeit zu einem schwierigen und anspruchsvollen Markt.

Digitalisierung und IIoT (Industrial Internet of Things)

Die globalen Megatrends wie die Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung werden sich auf alle Branchen auswirken und sie werden die Arbeitswelt verändern. Für KUKA eröffnen sich dadurch neue Chancen und Wachstumsmöglichkeiten.

Die Kunden stehen vor großen Herausforderungen. Denn die Produktion der Zukunft stellt zunehmend komplexere Anforderungen. KUKA steht dazu im regelmäßigen Austausch mit ihren Partnern und Kunden und nimmt die Anforderungen an die zukünftige Fertigung in einem hoch dynamischen Umfeld auf. Durch die fortschreitende Individualisierung, die immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen und die zunehmend volatilen Märkte wird es in Zukunft noch wichtiger sein, eine steigende Anzahl an Varianten und Modellen eines Produktes in variablen Stückzahlen zu fertigen. So geht der Trend hin zu kleineren Losgrößen, die bei gleichzeitig zunehmendem Kostendruck wirtschaftlich zu fertigen sind. Es wird daher mehr denn je auf die Wandlungsfähigkeit einer Produktionsanlage ankommen. KUKA liefert bereits heute die passenden Lösungen für diesen Trend. KUKA hat sich in mehreren bi- und multilateralen Projekten darauf konzentriert, wie die Produktion der Zukunft flexibler und effizienter gestaltet werden kann. Durch den Einsatz von Augmented Reality (AR) kann der Auf- und Umbau einer Produktionsanlage bereits im Frühstadium der Planung durch moderne Technologien anschaulich gemacht werden.

Damit Maschinen miteinander vernetzt werden können, sind einheitliche Standards für eine durchgängige Kommunikation zwischen Maschinen notwendig. Als Gründungsmitglied und Partner der "Open Industry 4.0 Alliance" hat sich KUKA dafür eingesetzt, proprietäre Insellösungen zu überwinden, um einer durchgängigen digitalen Transformation in der Industrie den entscheidenden Schub zu geben.

Mit einer durchgängigen Kommunikation lassen sich Daten aus den Produktionsprozessen sammeln, analysieren und ermöglichen Effizienzsteigerungen. Doch Digitalisierung ist mehr als ein Instrument zur Effizienzsteigerung. Mit den richtigen Analyse-Werkzeugen für große Datenmengen (Big Data) können sich Unternehmen neue Geschäftsfelder und neue Geschäftsmodelle erschließen. Trends können frühzeitig erkannt, Produkte gezielt nach Kundenanforderungen optimiert und neue Servicemodelle kreiert werden. Durch das digitale Abbild der Produkte, Prozesse und Produktionsanlagen (Digital Twins) können Handlungsoptionen durchgespielt und optimiert werden. Dadurch werden Ressourcen effizient gemanagt und das automatisierte, ressourcenoptimale Abarbeiten von Fertigungsaufträgen vorbereitet und angestoßen.

KUKA rechnet mit großen Wachstumschancen, die auf den Weiterentwicklungen in der Digitalisierung und IIoT basieren, und wird seine Kompetenzen in diesen Bereichen weiter ausbauen.

Gesamtaussage

Das aktuelle Marktumfeld bleibt weiter schwierig. Die schwache globale Konjunktur sowie die anhaltenden Unsicherheiten führen dazu, dass sich Kunden mit Investitionen auch weiterhin zurückhalten. Dies trifft vor allem auf Kunden in der Automobilindustrie und der Electronics-Industrie zu. Hinzu kommen Risiken aufgrund der Coronavirus-Krise, welche in vielen Regionen Chinas infolge behördlicher Restriktionen zu wesentlichen Einschränkungen des öffentlichen und geschäftlichen Lebens führen. KUKA geht davon aus, dass diese Entwicklungen das Marktumfeld negativ beeinflussen werden und rechnet unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen sowie unter Abwägung der aktuellen Risiko- und Chancenpotenziale mit einer sinkenden Nachfrage im Geschäftsjahr 2020. Für den asiatischen Markt und insbesondere für China rechnet KUKA mit einer stabilen Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Americas sollte sich stabil und Europa rückläufig entwickeln. Auf Branchenebene erwartet KUKA für die Absatzmärkte der General Industry eine stabile Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Für die Automobilindustrie wird insgesamt ein Rückgang erwartet , der sich auch durch die aktuelle Coronavirus-Krise für dieses Marktsegment noch weiter verschärfen kann.

KUKA ist weltweit in verschiedenen Währungsräumen tätig. Seine Finanzkennzahlen sind daher dem Einfluss von Wechselkursveränderungen ausgesetzt (Transaktions- und Translationsrisiken). Der US-Markt zum Beispiel trägt rund ein Drittel zum weltweiten Konzernumsatz bei und gehört damit zu den wichtigsten Regionen. Die US-Umsätze werden überwiegend in US-Dollar erzielt. Ein stärkerer US-Dollar im Verhältnis zum Euro wirkt sich daher positiv auf die Finanzkennzahlen des KUKA Konzerns aus. Ein schwächerer US-Dollar dagegen hätte negative Auswirkungen. Der Umgang mit Zins- und Währungsrisiken im KUKA Konzern wird ausführlich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 27 und im Anhang ab Seite 1 beschrieben.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung KUKA ohne mögliche Auswirkungen der Coronavirus-Krise

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Zusammenfassung Ergebnis 2019 Erwartung 20201
Umsatz 3.192,6 auf Vorjahresniveau
EBIT-Marge 1,5 % 2 steigend
Jahresüberschuss 17,8 steigend
Investitionen 3 151,1 unter Vorjahresniveau
Free Cashflow 20,7 leicht über Vorjahresniveau
Dividende pro Aktie 0,30 auf Vorjahresniveau

1 Mögliche Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die prognostizierten Ergebnisse können zum aktuellen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden und sind daher nicht in der Prognose enthalten.

2 inklusive aller Reorganisationsaufwendungen

3 vor Finanzinvestitionen

Umsatz und EBIT-Marge

KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtig schwierigen Rahmenbedingungen und Wechselkurse im Gesamtjahr 2020 einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Für die EBIT-Marge wird mit einer leichten Steigerung gegenüber dem Vorjahr auf einen niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet.

Die KUKA AG nimmt im Konzern die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wahr. Die Ertragslage der KUKA AG hängt von den Ergebnissen der Tochtergesellschaften, ihrer Finanzierungsfunktion und den Aufwendungen und Erträgen im Zusammenhang mit der Holding-Funktion ab. Dazu zählen zum Beispiel Mieteinnahmen aus der Vermietung von Gebäuden an die KUKA Gesellschaften am Standort Augsburg. Eine Prognose zu Umsatz und EBIT-Marge wird aufgrund der reinen Holding-Funktion der KUKA AG ausschließlich auf Konzernebene angegeben.

Jahresüberschuss

Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete der KUKA Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 17,8 Mio. €. Auf den Jahresüberschuss 2020 sollten sich unter anderem die Kostensenkung im Rahmen des Effizienzprogramms positiv auswirken. Daher rechnet KUKA auf Konzernebene mit einem leichten Anstieg des Jahresüberschusses. Auch die KUKA Aktiengesellschaft geht von einem gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten Ergebnis aus.

Das Ergebnis im Einzelabschluss der KUKA AG hängt dabei wesentlich von den Ergebnisabführungen der deutschen Tochtergesellschaften sowie von Ausschüttungen der Tochtergesellschaften ab.

Forschung und Entwicklung /Investitionen

Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, investiert KUKA in den Ausbau seiner weltweiten Standorte sowie in innovative Produkte und Lösungen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung konzentrieren sich 2020 vor allem auf Software-Lösungen sowie auf die Optimierung von bestehenden Produkten hinsichtlich Leistung, Kosten und Kundennutzen. 2020 plant KUKA rund 5 % des erwarteten Umsatzvolumens (rund 150 Mio. € bis 180 Mio. €) in den Bereich Forschung und Entwicklung zu investieren (2019: 160,5 Mio. €).

Free Cashflow

Der KUKA Konzern generiert seinen Free Cashflow im Wesentlichen aus den operativen Ergebnissen und der Entwicklung des Working Capitals. Beim Free Cashflow wird von einem Anstieg im niedrigen zweistelligen Millionenbereich ausgegangen. Wobei die besonderen Risiken und Auswirkungen der Coronavirus-Krise für die KUKA auf die prognostizierten Ergebnisse zum aktuellen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden können.

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 19. Juni 2020 eine Ausschüttung in Höhe von 0,30 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 vorschlagen.

Für das Geschäftsjahr 2020 plant KUKA, unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen, die Dividendenzahlung stabil zu halten.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Grundsätze

Gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB ist die KUKA Aktiengesellschaft als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen verpflichtet, innerhalb des Lageberichts die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Dies umfasst auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzern-Abschluss einbezogenen Gesellschaften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung (siehe Risiko- und Chancenbericht ab Seite 27). Das interne Kontrollsystem stellt einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems dar.

Das interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Gesamtheit aller vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken führen. Im Mittelpunkt steht hierbei die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Zielsetzung des IKS ist es, durch die implementierten Kontrollen eine hinreichende Sicherheit zu erhalten, Risiken überwachen und steuern zu können, sodass die Erreichung der Unternehmensziele gewährleistet werden kann. Unterschiedliche prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechender Jahres- und Konzern-Abschluss erstellt wird.

Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Strukturen und Prozesse

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern nachfolgende Strukturen und Prozesse implementiert. Die Gesamtverantwortung für den Umfang und die Ausgestaltung des IKS trägt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft.

Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzern-Abschluss einbezogenen Tochterunternehmen eingebunden.

Tätigkeiten im Bereich Accounting und Human Resources werden für deutsche Gesellschaften zentral im Shared Service Center der KUKA Aktiengesellschaft erbracht.

Weiterhin werden konzernübergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes, ebenfalls weitgehend zentral erbracht und sind auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse durch die KUKA Aktiengesellschaft definiert.

Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des (konzern-)rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems werden in Richtlinien und Organisationsanweisungen festgehalten. Anpassungen aufgrund von externen und internen Entwicklungen werden fortlaufend integriert und allen involvierten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts maßgeblich beeinflussen können. Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risiko- und Chancenbericht ab Seite 27) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess;
Qualitätskontrollen zur Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften und einzelner in den Konzern-Abschluss einbezogener Meldeeinheiten;
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Prozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich zusammengefasstem Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;
prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen wie das Vier-Augen-Prinzip, bei dem jeder wesentliche Geschäftsvorgang von mindestens zwei bevollmächtigten Personen unterschrieben oder anderweitig genehmigt werden muss;
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-)rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten auf die Buchhaltungssysteme sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im Reporting- und Konsolidierungssystem;
Definition und Überwachung der Umsetzung von Kontrollanforderungen an das rechnungslegungsbezogene IKS, die durch die prozessunabhängige zentrale IKS-Konzernabteilung erfolgt. In einer festgelegten Vorgehensweise werden die internen Kontrollen durch die verantwortlichen Stellen dokumentiert und durch unabhängige Stellen, in der Regel die IKS-Konzernabteilung, auf ihre Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit hin geprüft. Aus den festgestellten Kontrollschwächen werden Maßnahmenpläne erarbeitet und deren Umsetzung überwacht. Über wesentliche Kontrollschwächen sowie die Umsetzung der Maßnahmenpläne wird an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Die interne Revision stellt eine weitere prozessunabhängige Kontrollinstanz dar, die zusätzlich zu den definierten IKS-Anforderungen regelmäßig die Organisationsstrukturen, Prozesse und Ordnungsmäßigkeit überprüft und so zur Einhaltung des IKS und Risikomanagementsystems beiträgt.

Daneben haben die kaufmännischen Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften im Rahmen der externen Berichterstattung quartalsweise einen internen Bilanzeid (Bestätigung der Richtigkeit der Meldedaten) zu leisten. Erst im Anschluss daran legen die Vorstandsmitglieder der KUKA Aktiengesellschaft zum Gesamtjahr die Versicherung der gesetzlichen Vertreter ab und unterzeichnen diese. Damit bestätigen sie die Einhaltung der vorgeschriebenen Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards des KUKA Konzerns, und dass die Zahlen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage vermitteln.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen regelmäßig mit der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, sodass sich der Aufsichtsrat kontinuierlich ein angemessenes Bild über die Risikosituation des Konzerns verschafft und (die Wirksamkeit) überwacht. Dabei legt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft mindestens einmal im Jahr die Risiken der Finanzberichterstattung dar und erläutert die implementierten Kontrollmaßnahmen sowie die Überprüfung der korrekten Durchführung der Kontrollen. Zusätzlich findet auf Basis der Chinese SOX Regelungen, denen KUKA aufgrund der Zugehörigkeit zum Midea Konzern unterliegt, eine jährliche Überprüfung des rechnungslegungsrelevanten Kontrollsystems bei KUKA durch den Konzernabschlussprüfer von MIDEA statt.

Zusammenfassende Bewertung

Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt.

Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Angaben nach den § 289a Abs. 1 und § 315a Abs. 1 HGB sowie erläuternder Bericht

Nachfolgend sind die nach den § 289a Absatz 1 HGB und § 315a Absatz 1 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 31. Dezember 2019 aufgeführt und erläutert.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Nachfolgend sind die nach den § 289a Absatz 1 HGB und § 315a Absatz 1 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 31. Dezember 2019 aufgeführt und erläutert.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 31. Dezember 2019 betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 103.416.222,00 €, eingeteilt in 39.775.470 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§ 4 Absatz 1 der Satzung). Bei Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von § 60 Absatz 2 AktG festgesetzt werden (§ 4 Absatz 3 der Satzung).

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen nicht.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 33 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen.

Der KUKA Aktiengesellschaft liegen zum 31. Dezember 2019 Mitteilungen von den nachstehenden Anlegern vor, deren direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der KUKA Aktiengesellschaft, 10 % der Stimmrechte überschreiten:

Midea Gruppe - gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 21. Dezember 2018

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1. Midea Electric Netherlands (I) BV 81,04 direkt
2. Midea Electric Netherlands (II) BV 13,51 direkt
3. Guangdong Midea Electric Co., Ltd. 94,55 % zugerechnet
4. Midea Group Co., Ltd. 94,55 % zugerechnet

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des § 289a Absatz 1 Nr. 5 HGB und § 315a Absatz 1 Nr. 5 HGB besteht nicht.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über Satzungsänderungen

Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 6 Absatz 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§ 6 Absatz 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in § 84 und § 85 AktG sowie in § 31 MitbestG und § 6 der Satzung geregelt.

Gemäß §§ 119 Absatz 1 Nr. 5, 179 Absatz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. § 22 Absatz 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall.

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 11 Absatz 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen.

Er wurde zudem durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 ermächtigt, die Fassungen des § 4 Absatz 1 und Absatz 5 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2019 und, falls das Genehmigte Kapital 2019 bis zum 28. Mai 2024 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt worden sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist, anzupassen.

Weiterhin wurde der Aufsichtsrat durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 ermächtigt, die Fassung des § 4 Absatz 1 und Abs. 6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe von Bezugsaktien anzupassen sowie alle sonstigen damit in Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. Entsprechendes gilt im Falle der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen nach Ablauf des Ermächtigungszeitraumes sowie im Falle der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals 2019 nach Ablauf der Fristen für die Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. für die Erfüllung von Wandlungs- bzw. Optionspflichten.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Absatz 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 28. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu 31.024.866,60 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Absatz 1 Satz 1 oder § 53b Absatz 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2019 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10 %-Grenze werden Aktien angerechnet, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 Satz 5 AktG in Verbindung mit § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

Bedingtes Kapital

Gemäß § 4 Absatz 6 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 15.512.432,00 € eingeteilt in bis zu Stück 5.966.320 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2019).

Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bei Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten (bzw. bei Erfüllung entsprechender Options- / Wandlungspflichten) bzw. bei Ausübung eines Wahlrechts der KUKA Aktiengesellschaft, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 bis zum 28. Mai 2024 von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen gegen Bareinlage ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung von Schuldverschreibungen, die mit Options- oder Wandlungsrechten oder -pflichten ausgestattet sind, gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 und nur insoweit durchzuführen, wie von Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Schuldverschreibungen ihre Verpflichtung zur Wandlung /Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, und soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Erwerb eigener Aktien

Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 ermächtigt, bis zum 28. Mai 2024 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch durch abhängige oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen, und der Erwerb kann auch für ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.

Aufgrund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre

(1) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) an Dritte zu veräußern;

(2) auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen,

(a) die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind;

(b) die unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. in der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 beschlossenen Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;

(3) zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind.

Die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Die Einziehung kann aber auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen Betrags des Grundkapitals der übrigen Aktien gemäß § 8 Absatz 3 AktG erfolgen. Der Vorstand ist für diesen Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung entsprechend zu ändern. Aufgrund der Ermächtigung kann der Erwerb eigener Aktien sowie deren Wiederveräußerung bzw. die Einziehung dieser Aktien auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Dienstverträge der Vorstandsmitglieder

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder (mit Ausnahme des Vertrages eines Vorstandsmitglieds) enthalten sogenannte Change-of-Control-Klauseln. Danach haben die Vorstandsmitglieder im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (§§ 29 Absatz 2, 30 WpÜG) das Recht, den Dienstvertrag innerhalb von drei Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Im Falle einer Kündigung steht den Vorstandsmitgliedern eine Abfindung zu, deren Höhe sich nach der Vergütung der Restlaufzeit ihres Vertrages bemisst, aber maximal auf zwei Jahresvergütungen begrenzt ist.

Konsortialkreditvertrag

Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben am 01. Februar 2018 mit einem Bankenkonsortium bestehend aus der der Commerzbank AG, der Deutsche Bank AG Filiale Deutschlandgeschäft, der Deutsche Bank Luxembourg S.A., der UniCredit Bank AG, der Landesbank Baden-Württemberg, der Bayerische Landesbank, die BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, der DZ Bank AG Zentralgenossenschaftsbank (Frankfurt am Main) und der Credit Suisse AG einen syndizierten Kreditvertrag abgeschlossen. Nach dem Kreditvertrag stellen die Kreditgeber Betriebsmittel- und Garantielinien von bis zu 520.000.000 € zur Verfügung. Der Kreditvertrag hatte eine ursprüngliche Laufzeit von 5 Jahren bis zum 1. Februar 2023 und war mit zwei Verlängerungsoptionen ausgestattet. Nach Zustimmung aller Konsortialbanken zu der zweiten Verlängerungsoption im Dezember 2019 läuft der Kreditvertrag nun mit unveränderter Ausgestaltung bis zum 1. Februar 2025.

Durch den Kreditvertrag wird der wesentliche Working Capital-Bedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankgarantien) abgedeckt. Der Vertrag enthält eine marktübliche Regelung zu einem Kontrollwechsel ("Change-of-Control"), unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt oder sonst die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu lenken, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können. Ein Wechsel des direkten Eigentümers innerhalb der Midea-Gruppe ist nicht von dieser Regelung betroffen, solange die Midea Group Co., Ltd., direkt oder indirekt 100 % der Anteile und der Stimmrechte an dem neuen Eigentümer hält. Des Weiteren können die Kreditgeber den Kreditvertrag in den Fällen eines Delistings, eines Squeeze-Outs oder des Abschlusses eines Beherrschungs- und /oder Gewinnabführungsvertrages mit einem Unternehmen der Midea-Gruppe zur Rückzahlung fällig stellen.

Schuldscheindarlehen 2015

Die KUKA Aktiengesellschaft hat unter Führung der Landesbank BadenWürttemberg und der UniCredit Bank AG am 9. Oktober 2015 Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 250.000.000 € und gestaffelten Laufzeiten bis 2020 und 2022 begeben.

Die Bedingungen des Schuldscheindarlehens enthalten eine marktübliche Regelung zu einem Kontrollwechsel ("Change-of-Control"). Danach hat die KUKA Aktiengesellschaft über einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Darlehensbedingungen zu informieren. Die Darlehensgeber haben danach das Recht, binnen 30 Tagen nachdem ihnen eine Mitteilung über einen Kontrollwechsel zugegangen ist, die Rückzahlung ihres (anteiligen) Darlehens zum nächsten Zinszahlungstermin nach Zugang des Rückzahlungsverlangens zusammen mit bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Darlehensbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen unmittelbar oder mittelbar (i) entweder mehr als 30 % der stimmberechtigten Anteile halten, (ii) mehr als 30 % der Stimmrechte an der Gesellschaft innehaben und /oder (iii) sonst die Möglichkeit besitzen, die Geschäftspolitik der Gesellschaft zu lenken.

US-Schuldscheindarlehen der KUKA Toledo Productions Operations LLC

Die KUKA Toledo Productions Operations LLC ("KTPO") als Darlehensnehmerin und die KUKA Aktiengesellschaft als Garantin haben am 7. Augst 2018 sowie am 6. September 2018 unter der Führung der Deutsche Bank AG, der Landesbank Baden-Württemberg und der UniCredit Bank AG insgesamt vier Schuldscheindarlehens mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 150.000.000 USD und gestaffelten Laufzeiten bis 2020, 2022 und 2023 begeben. Die Schuldscheindarlehen dienen der Finanzierung des Investments der KTPO im Zusammenhang mit einer neuen Produktionsanlage im Werk von Fiat Chrysler in Toledo, Ohio/ USA.

Die Bedingungen der Schuldscheindarlehen enthalten eine marktübliche Regelung zu einem Kontrollwechsel ("Change-of-Control"). Danach hat die KUKA Aktiengesellschaft über einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Darlehensbedingungen zu informieren. Die Darlehensgeber haben in diesem Fall das Recht, binnen 15 Tagen nachdem ihnen eine Mitteilung über einen Kontrollwechsel zugegangen ist, die Schuldscheindarlehensverträge vorzeitig zu kündigen und die Rückzahlung ihres (anteiligen) Darlehens zu verlangen. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Schuldscheindarlehensbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen unmittelbar oder mittelbar (i) entweder mehr als 30 % der stimmberechtigten Anteile halten, (ii) mehr als 30 % der Stimmrechte an der KTPO oder der KUKA Aktiengesellschaft innehaben und /oder (iii) sonst die Möglichkeit besitzen, die Geschäftspolitik der KTPO oder der KUKA Aktiengesellschaft zu lenken. Ein Wechsel des direkten Eigentümers innerhalb der Midea-Gruppe ist nicht von dieser Regelung betroffen, solange die Midea Group Co., Ltd., direkt oder indirekt 100 % der Anteile und der Stimmrechte an dem neuen Eigentümer hält. Ebenso ausgenommen ist eine Umstrukturierung innerhalb des KUKA Konzerns, d. h. ein Wechsel der Kontrolle bei der KTPO soweit die Kontrolle durch eine KUKA Konzerngesellschaft ausgeübt wird.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitsnehmern getroffen sind

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. Die in den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder enthaltenen Change-of-Control Klausel stellen keine Entschädigungsklauseln im Sinne von §§ 289a Absatz 4 Satz 1 Nr. 9, 315a Absatz 4 Satz 1 Nr. 9 HGB dar.

Erklärung zur Unternehmensführung

Für die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB wird auf die veröffentlichten Informationen auf der Internetseite der KUKA AG verwiesen: www.kuka.com/de-de/investor-relations/ corporate-governance/unternehmensführung.

Nichtfinanzielle Erklärung

Für die nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 315b, 315c, 289c HGB wird auf den Nachhaltigkeitsbericht auf der Internetseite unter www.kuka.com verwiesen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Der Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. Die in dem Geschäftsbericht enthaltenen Kennzahlen sind kaufmännisch gerundet. In Einzelfällen kann es daher vorkommen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren lassen und dass Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden und erläutert Struktur und Höhe der Bezüge der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

Vergütung des Vorstands

1. Vergütungsstruktur

Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder der KUKA Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Vergütungsbestandteile. Letztere setzen sich ihrerseits aus mehreren variablen Vergütungselementen zusammen. Das System der Vorstandsvergütung ist dabei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des § 87 AktG und den Anforderungen des DCGK auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und berücksichtigt bei den variablen Bestandteilen sowohl positive als auch negative Geschäftsentwicklungen.

Fixe Vergütung

Die fixe Vergütung besteht aus Festgehalt und Sachbezügen. Das Festgehalt wird in zwölf gleichen monatlichen Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus dem geldwerten Vorteil für die Bereitstellung und Nutzung eines Dienstwagens. Daneben hat Herr Mohnen für seine Tätigkeit als Verwaltungsrat der Swisslog Holding AG im Geschäftsjahr 2019 noch anteilig eine fixe Vergütung erhalten.

Variable Vergütung

Die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder ist abhängig von der Erreichung persönlicher und finanzieller Ziele des KUKA Konzerns (Unternehmensziele). Maßgebliche Kenngrößen für die Unternehmensziele sind dabei das EBIT und der Free-Cash-Flow des KUKA Konzerns. Die Aufteilung zwischen persönlichen und finanziellen Zielen ist bzw. war dabei bei den im Geschäftsjahr amtierenden Vorstandsmitgliedern wie folgt:

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Vorstandsmitglieder Anteil Persönliche Ziele Anteil Finanzielle Ziele
Peter Mohnen (Vorstandsvorsitzender) 30 % 70 %
Andreas Pabst (Vorstand, CFO) 33,33 % 66,67 %
Prof. Dr. Peter Hofmann (Vorstand, CTO) 30 % 70 %

Die Einzelheiten der variablen Vergütung (insbesondere die Zielerreichung) werden jährlich gesondert vereinbart. Die variable Vergütung ist in der Höhe begrenzt (maximal 200 % Zielerreichung); die Erreichung der finanziellen Ziele ist an eine mehrjährige Unternehmensentwicklung gekoppelt.

Variable Vergütung (langfristig)

a) Phantom-Share-Programm 2016 - 2018

Bis zum Geschäftsjahr 2016 wurden mit den (damals amtierenden) Vorständen als weiterer variabler Vergütungsbestandteil jährliche Zuteilungsvolumina zur Teilnahme an Phantom-Share-Programmen (nachfolgend auch "Programme") vereinbart, um eine langfristige Anreizwirkung zu erzielen. Phantom Shares sind virtuelle Aktien, die dem Inhaber das Recht auf eine Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses der Gesellschaft gewähren. Anders als bei Aktienoptionen enthalten Phantom Shares also nicht allein die Wertsteigerung, sondern den gesamten Aktienwert als Erlös. Außerdem wurde während der Planlaufzeit jährlich je virtueller Aktie ein Dividendenäquivalent in Höhe der tatsächlich ausgeschütteten Dividende auf echte KUKA Aktien gezahlt. Stimmrechte waren mit den Phantom Shares nicht verbunden.

Die Programme umfassten jeweils drei Geschäftsjahre. Das Zuteilungsvolumen wurde entweder bereits vertraglich vereinbart oder wird vom Aufsichtsrat spätestens zu Beginn des jeweiligen Dreijahreszeitraums festgelegt. Das Zuteilungsvolumen dividiert durch einen Referenzkurs der KUKA Aktie ergab dann eine vorläufige Anzahl von Phantom Shares. Die vorläufige Anzahl der Phantom Shares für das Programm 2016 - 2018 hatte der Aufsichtsrat auf Basis des Durchschnittskurses der KUKA Aktie (Eröffnungskurs Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) zwischen dem 4. Januar 2016 und dem 7. März 2016 (dem letzten Handelstag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats) ermittelt. Der danach maßgebliche Kurs der KUKA Aktie betrug 77,53 €.

Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums wurde vom Aufsichtsrat ein EVA (Economic Value Added) der Continuing Operations (vor Steuern) auf Basis der operativen Planung der drei Programmjahre festgelegt, welches sich an dem Budget des ersten Geschäftsjahres des Dreijahreszeitraums und der Planung der beiden nachfolgenden Geschäftsjahre orientierte.

Das kumulative EVA (tatsächliche EVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums wurde durch das EVA der Continuing Operations entsprechend der operativen Planung der drei Programmjahre geteilt, um einen Erfolgsfaktor zu ermitteln. Der Erfolgsfaktor konnte zwischen 0 und 2,0 schwanken. Die endgültige Anzahl der Phantom Shares hängt von dem erreichten Erfolgsfaktor ab, der mit der vorläufigen Anzahl der Phantom Shares multipliziert wird. Die Obergrenze für die endgültige Anzahl Phantom Shares bildet eine Verdoppelung der vorläufigen Phantom Shares (dies ist der Fall, wenn der Erfolgsfaktor 2,0 erreicht wird). Die Auszahlung erfolgt auf Basis der endgültigen Anzahl Phantom Shares zum Endkurs der KUKA Aktie (Durchschnittskurs der KUKA Aktie zwischen dem 2. Januar des den drei Bezugsjahren folgenden Jahres ("Folgejahr") und dem Tag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats des Folgejahres). Der danach maßgebliche Kurs der KUKA Aktie betrug 58,00 €.

Das jeweilige Vorstandsmitglied war verpflichtet, vom ausgezahlten Bruttoerlös der Programme eine bestimmte Anzahl KUKA Aktien zu erwerben, um ein Haltevolumen in Höhe von 50 % der Jahresgrundvergütung (Fix-Jahreseinkommen) im Zuteilungsjahr aufzubauen. Bis das Haltevolumen aufgebaut war, mussten 25 % des ausgezahlten Bruttobetrages des jeweiligen Jahres zum Erwerb von KUKA Aktien aufgewandt werden. Die Kaufsumme wird vom Nettoerlös einbehalten.

Für das Phantom-Share-Programm 2016 - 2018 waren die Auszahlungsbeträge (Auszahlung im Jahr 2019) mit einem Betrag entsprechend dem dreimaligen Zuteilungsvolumen begrenzt.

Vom derzeit amtierenden Vorstand war lediglich Herr Mohnen berechtigt, an dem Phantom-Share-Programm 2016 - 2018 teilzunehmen. Dieses wurde für Herrn Mohnen im Geschäftsjahr 2019 abgerechnet.

b) Long Term Incentive Plan

In den Geschäftsjahren 2017 und 2018 wurde den (damals amtierenden) Vorstandsmitgliedern anstelle des Phantom Share Programm die Teilnahme an sogenannten Long Term Incentive Plänen (nachfolgend "LTIP") mit jährlichen Zuteilungsvolumina gewährt. Die LTIP sind variable Vergütungsbestandteile mit langfristiger Anreizwirkung.

Die LTIP umfassen einen Zeitraum von drei Geschäftsjahren. Das Zuteilungsvolumen ist entweder bereits vertraglich vereinbart oder wird vom Aufsichtsrat spätestens zu Beginn des jeweiligen Dreijahreszeitraums festgelegt.

Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums werden vom Aufsichtsrat die Kennzahlen und Vorgaben für die sogenannten Targetwerte für die Erfolgsfaktoren des jeweiligen LTIP festgelegt. Die maßgeblichen Faktoren sind dabei (i) der "Performance Factor" und (ii) der "Strategy Factor".

Die für den Performance Factor maßgebliche Kennzahl ist der EVA während des Performance Zeitraums. EVA bedeutet dabei das EBIT der Gruppe (auf einer konsolidierten Basis) anzüglich Mindestzins (9 %) auf das eingesetzte Kapital der Gruppe. Der Aufsichtsrat gibt nach billigem Ermessen die Targetwerte, eingeteilt in (i) Minimum Target, (ii) Target und (iii) Maximum Target, vor. Das Minimum Target entspricht einem Performance Factor von 0,50, das Target einem Performance Factor von 1,00 und das Maximum Target einem Performance Factor von 1,50.

Die für den Strategy Factor maßgeblichen Kennzahlen werden vom Aufsichtsrat nach billigem Ermessen festgelegt. Ebenso bestimmt der Aufsichtsrat für jede Kennzahl die Targetwerte. Das Minimum Target entspricht einem Strategy Factor von 0,00, das Target einem Strategy Factor von 1,00 und das Maximum Target einem Strategy Factor von 2,00.

Der Brutto-Auszahlungsbetrag ergibt sich dann durch die Multiplikation von individuellem Zuteilungswert, Performance Factor und Strategy Factor für den Performance Zeitraum.

Unter nach dem LTIP näher bestimmten Voraussetzungen kann ein Anspruch auf Auszahlung des Brutto-Auszahlungsbetrages gänzlich entfallen oder nur zeitanteilig bestehen.

c) KUKA Added Value Incentive Plan (KAVI)

Seit dem Geschäftsjahr 2019 wird den Vorstandsmitgliedern als langfristiger Vergütungsbestandteil die Teilnahme an dem neu konzipierten KUKA Added Value Incentive Plan (nachfolgend "KAVI") gewährt. Im Gegensatz zu den LTIP orientiert sich dieser KAVI wieder an einer langfristigen Entwicklung des Ergebnisses je Aktie (Earnings per Share) und der Aktienkursentwicklung der KUKA Aktiengesellschaft und der Midea Group Co. Ltd. Der KAVI-Plan 2019 - 2021 hat eine Laufzeit von drei Geschäftsjahren.

Im Rahmen des KAVI wird jedem Vorstandsmitglied ein individueller Zuteilungswert in Euro gewährt. Dieser Zuteilungswert wird dann mit der Summe des Earnings Factor (50 %-Gewichtung) und des Share Price Factor (50 %-Gewichtung) multipliziert. Der Earnings Factor und der Share Price Factor sind wie folgt definiert:

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Earnings Factor Der Earnings Factor bezieht sich auf das Ergebnis je Aktie (Earnings per Share; kurz EPS) der KUKA Aktiengesellschaft. Das EPS Ziel wurde aus den durchschnittlichen EPS 2019 - 2021 gemäß Planung gebildet und beträgt 3,44 € (Faktor 1). Das EPS-Mindestziel wurde mit 2,06 € festgelegt. Wenn dieses Mindestziel nicht erreicht wird, beträgt der Earnings Factor 0.
Share Price Factor Der Share Price Factor setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen: (i) Kursentwicklung der Aktie der KUKA Aktiengesellschaft (80 %-Gewichtung) und (ii) Kursentwicklung der Aktie der Midea Group Co. Ltd. (20 %-Gewichtung). Im Hinblick auf die Kursentwicklung der KUKA Aktie wurde eine Benchmark-Gruppe von 11 Unternehmen definiert, die die Geschäftssegmente Robotics, Systems, Swisslog und Swisslog Healthcare repräsentieren. Für den Share Price Factor gelten Mindestziele. Werden diese nicht erreicht, beträgt der Share Price Factor 0.

Die Gesamtauszahlungsbeträge aus den aktuell noch nicht abgerechnete LTIP als auch dem laufenden KAVI sind der Höhe nach begrenzt auf das Dreifache des jeweils gewährten individuellen Zuteilungswertes für das einzelne Vorstandsmitglied.

Hierdurch ist die Vorstandsvergütung insgesamt (festes Jahresgehalt, variable Tantiemen und Auszahlungen aus einem LTIP bzw. KAVI) durch die Kumulation der Einzeldeckelungen begrenzt.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte Abfindungs-Caps. Dies bedeutet, dass im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Dienstverträge ohne wichtigen Grund im Hinblick auf mögliche Abfindungen eine Begrenzung vereinbart ist. Konkret sehen die Regelungen vor, dass die Abfindung den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des jeweiligen Dienstvertrages, begrenzt durch zwei Jahresvergütungen, nicht überschreiten wird.

Weiterhin enthält der Dienstvertrag von Herrn Mohnen eine sogenannte Change-of-Control-Klausel. Danach hat er im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (§§ 29 Abs. 2, 30 WpÜG) das Recht, den Dienstvertrag innerhalb von drei Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Im Falle einer Kündigung steht ihm eine Abfindung zu, deren Höhe sich nach der Vergütung der Restlaufzeit ihres Vertrages bemisst, aber maximal auf zwei Jahresvergütungen begrenzt ist. Der Dienstvertrag von Herrn Pabst sieht eine solche Regelung nicht vor. Der Dienstvertrag zwischen der KUKA Aktiengesellschaft und Herrn Prof. Dr. Peter Hofmann wurde aufgrund einer Aufhebungsvereinbarung vom 19. Februar 2020 vorzeitig mit Wirkung zum Ablauf des 31. Oktober 2020 beendet. Die Vorstandstätigkeit von Herrn Prof. Dr. Peter Hofmann endete aufgrund der vorgenannten Aufhebungsvereinbarung mit Ablauf des 20. Februar 2020.

Kredite wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

2. Vergütung im Jahr 2019

Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für das Geschäftsjahr 2019 entsprechend den im DCGK empfohlenen einheitlichen Mustertabellen. Danach wird die Vergütung getrennt nach "gewährten Zuwendungen" (Tabelle 1) und "tatsächlich erfolgten Zufluss" (Tabelle 2) ausgewiesen. Bei den Zuwendungen werden zudem die Zielwerte (Auszahlung bei 100 % Zielerreichung) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben.

Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 2019 - Zuwendungsbetrachtung

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Peter Mohnen Vorsitzender des Vorstands Andreas Pabst Vorstand Finanzen
in T€ 2018 2019 2019 (Min) 2019 (Max) 2018 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung (Grundvergütung) 628 1.000 1.000 1.000 42 600
Nebenleistungen 2 35 35 35 35 1 11
Sonstige Leistungen 3 200 73 73 73 - -
Summe 863 1.108 1.108 1.108 43 611
Einjährige variable Vergütung
Bonus 2018 4 300 - - - 14 -
Bonus 2019 4 - 300 0 600 - 200
Mehrjährige variable Vergütung
Tantieme Unternehmensziele 2018 5 328 0
Tantieme Unternehmensziele 2019 5 700 0 1.400 28 400
Long Term Incentive Plan 2017 - 2019 6 0 0 0 0 0 0
Long Term Incentive Plan 2018 - 2020 6 300 0 0 0 0 0
KAVI 2019 - 2021 7 - 300 0 900 - 150
Summe 928 1.300 0 2.900 42 750
Gesamtsumme 928 1.300 1.108 4.008 85 1.361
Versorgungsaufwand - - - - - -
Gesamtvergütung 1.791 2.408 1.108 4.008 85 1.361

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Andreas Pabst Vorstand Finanzen Prof. Dr. Peter Hofmann Vorstand Technik und Entwicklung1 vom 1.11.2019 bis 20.2.2020
in T€ 2019 (Min) 2019 (Max) 2018 2019 2019 (Min) 2019 (Max)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung (Grundvergütung) 600 600 - 75 1 75 1 75 1
Nebenleistungen 2 11 11 - 10 10 10
Sonstige Leistungen 3 - - - - - -
Summe 611 611 - 85 85 85
Einjährige variable Vergütung
Bonus 2018 4 - - - - - -
Bonus 2019 4 0 400 - 25 0 50
Mehrjährige variable Vergütung
Tantieme Unternehmensziele 2018 5
Tantieme Unternehmensziele 2019 5 0 800 58 0 116
Long Term Incentive Plan 2017 - 2019 6 0 0
Long Term Incentive Plan 2018 - 2020 6 0 0 0 0 0
KAVI 2019 - 2021 7 0 45 - 17 0 51
Summe 0 1.245 - 100 0 217
Gesamtsumme 611 1.856 - 185 85 302
Versorgungsaufwand - - - - - -
Gesamtvergütung 611 1.856 - 185 85 302

1 Herr Prof. Dr. Hofmann war vom 1. November 2019 bis zum 20. Februar 2020 Vorstandsmitglied (Technik und Entwicklung). Sein Dienstvertag endet aufgrund der Aufhebungsvereinbarung vom 19. Februar 2020 (die "Aufhebungsvereinbarung") am 31. Oktober 2020. Herr Prof. Dr. Hofmann erhält eine jährliche Festvergütung in Höhe von 450 T€. Im Geschäftsjahr 2019 ist Herrn Prof. Dr. Peter Hofmann die Festvergütung aufgrund seiner Dienstzeit ab dem 1. November 2019 pro rata temporis zugewandt worden.

2 In den Nebenleistungen sind Aufwendungen bzw. geldwerte Vorteile für die Bereitstellung von Dienstwagen sowie Zuschüsse zu Versicherungen enthalten. Die Prämie für die D&O-Versicherung ist in den Nebenleistungen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den versicherten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet. Herr Prof. Dr. Hofmann ist eine Erstattung von Umzugskosten bis zu 5 T€ gegen Vorlage von Belegen sowie für die Dauer von bis zu 12 Monaten ab Dienstbeginn ein monatlicher Wohnzuschuss in Höhe von bis zu 1,5 T€ pro vollem Monat gegen Vorlage von Belegen vertraglich zugesichert.

3 Vergütungen für die Tätigkeit als Verwaltungsratsmitglieder der Swisslog Holding AG.

4 Anteil der variablen Tantieme für die Erreichung persönlicher Ziele (bei 100 % Zielerreichung) in den genannten Geschäftsjahren (mögliche Zielerreichung von 0 bis 200 %). Herr Prof. Dr. Peter Hofmann erhält eine jährliche variable Tantieme in Höhe von 500 T€ (bei 100 % Zielerreichung), von der ein Betrag in Höhe von 150 T€ auf die Erreichung persönlicher Ziele (bei 100 % Zielerreichung) entfällt. Im Geschäftsjahr 2019 ist Herrn Prof. Dr. Peter Hofmann dieser Betrag aufgrund seiner Dienstzeit ab dem 1. November 2019 pro rata temporis zugewandt worden.

5 Aufgeschobener Anteil (50 %) der variablen Tantieme (bei 100 % Zielerreichung) für die genannten Geschäftsjahre. Herr Prof. Dr. Peter Hofmann erhält eine jährliche variable Tantieme in Höhe von 5 00 T€ (bei 100 % Zielerreichung), von der ein Betrag in Höhe von 350 T€ für die Erreichung der finanziellen Ziele (bei 100 % Zielerreichung) gewährt wird. Im Geschäftsjahr 2019 sind Herrn Prof. Dr. Peter Hofmann diese Beträge aufgrund seiner Dienstzeit ab dem 1. November 2019 pro rata temporis zugewandt worden.

6 Zuteilungswerte für den Long Term Incentive Plan 2017 - 2019 und Long Term Incentive Plan 2018 - 2020.

7 Zuteilungswert für den KAVI 2019-2021. Herr Prof. Dr. Peter Hofmann wurde für den KAVI 2019-2021 im Geschäftsjahr 2019 aufgrund einer Dienstzeit ab dem 1. November 2019 ein Betrag in Höhe von 17 T€ (pro rata temporis Zuteilungswert basierend auf einem Betrag von 100 T€) gewährt.

Tabelle 2: Vergütung des Vorstands 2019 - Zuflussbetrachtung

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Peter Mohnen Vorsitzender des Vorstands Andreas Pabst Vorstand Finanzen Prof. Dr. Peter Hofmann Vorstand Technik und Entwicklung1 vom 1.11.2019 bis 20.2.2020
in T€ 2018 2019 2018 2019 2018 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung (Grundvergütung) 600 1.000 0 600 - 75
Nebenleistungen 2 35 35 0 11 - 3
Sonstige Leistungen 3 200 73 0 - - -
Nachzahlung Festvergütung 2018 4 - 29 - 69 - -
Summe 835 1.137 0 680 - 78
Einjährige variable Vergütung
Bonus 2017 5 552 - - - - -
Bonus 2018 5 0 329 0 63 - -
Mehrjährig variable Vergütung
Tantieme Unternehmensziele 2016 191 0 - - - -
Tantieme Unternehmensziele 2017 7 0 161 - - - -
Tantieme Unternehmensziele 2018 7 0 0 - - - -
Phantom-Share-Programm 2015 - 2017 1 370 - - - - -
Phantom-Share-Programm 2016 - 2018 9 0 75 - - - -
Long Term Incentive Plan 2017 - 2019 10 0 0 - - - -
Long Term Incentive Plan 2018 - 2020 11 0 0 - - - -
KAVI 2019 - 2021 12 - - - 0 - 0
sonstige aktienbasierte Vergütung 13 2 0 - - - -
Abfindung 14 - - - - - -
Summe 1.115 565 0 63 - 0
Gesamtsumme 1.950 1.702 0 743 - 78
Versorgungsaufwand - - - - - -
Gesamtvergütung 1.950 1.702 0 743 - 78

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Dr. Till Reuter Vorsitzender des Vorstands bis 5.12.2018
in T€ 2018 2019
--- --- ---
Festvergütung (Grundvergütung) 800 -
Nebenleistungen 2 25 25
Sonstige Leistungen 3 400 -
Nachzahlung Festvergütung 2018 4 - -
Summe 1.225 25
Einjährige variable Vergütung
Bonus 2017 5 756 -
Bonus 2018 5 500 -
Mehrjährig variable Vergütung
Tantieme Unternehmensziele 2016 298 -
Tantieme Unternehmensziele 2017 7 504 -
Tantieme Unternehmensziele 2018 7 500 -
Phantom-Share-Programm 2015 - 2017 1 582 -
Phantom-Share-Programm 2016 - 2018 9 400 -
Long Term Incentive Plan 2017 - 2019 10 333 -
Long Term Incentive Plan 2018 - 2020 11 167 -
KAVI 2019 - 2021 12 - -
sonstige aktienbasierte Vergütung 13 3 -
Abfindung 14 3.597 2.000
Summe 7.640 2.000
Gesamtsumme 8.865 2.025
Versorgungsaufwand - -
Gesamtvergütung 8.865 2.025

1 Herr Prof. Dr. Peter Hofmann war seit 1. November 2019 Vorstandsmitglied (Technik und Entwicklung). Sein Dienstvertag endet aufgrund der Aufhebungsvereinbarung vom 19. Februar 2020 (die "Aufhebungsvereinbarung") am 31. Oktober 2020. Im Geschäftsjahr 2019 hat Herr Prof. Dr. Peter Hofmann die Festvergütung aufgrund seiner Dienstzeit ab dem 1. November 2019 pro rata temporis erhalten.

2 In den Nebenleistungen sind Aufwendungen bzw. geldwerte Vorteile für die Bereitstellung von Dienstwagen sowie Zuschüsse zu Versicherungen enthalten. Die Prämie für die D&O-Versicherung ist in den Nebenleistungen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den versicherten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet. Herr Prof. Dr. Hofmann ist eine Erstattung von Umzugskosten bis zu 5 T€ gegen Vorlage von Belegen sowie für die Dauer von bis zu 12 Monaten ab Dienstbeginn ein monatlicher Wohnzuschuss in Höhe von bis zu 1,5 T€ pro vollem Monat gegen Vorlage von Belegen vertraglich zugesichert. Die Herrn Dr. Reuter gemäß der Ausscheidensvereinbarung vom 28. November 2018 (die "Ausscheidensvereinbarung") zugesagten Erstattung von Rechtsanwaltskosten in Höhe von 25 T€ sind im Geschäftsjahr 2019 zugeflossen.

3 Vergütungen für die Tätigkeit als Verwaltungsratsmitglieder der Swisslog Holding AG.

4 Herrn Mohnen steht für die Zeit vom 6. Dezember bis zum 31. Dezember 2018 eine zusätzliche, anteilige Festvergütung in Höhe von 28 T€ zu. Herrn Pabst steht für die Zeit vom 6. Dezember 2018 bis zum 31. Dezember 2018 eine anteilige Festvergütung sowie Nebenleistungen in Höhe von 43 T€ zu. Diese Beträge sind den Herren Mohnen und Pabst in Form einer Nachzahlung im Geschäftsjahr 2019 zugeflossen.

5 Im Geschäftsjahr 2018 ausbezahlte variable Vergütung für die Erreichung persönlicher Ziele 2017.

6 Im Geschäftsjahr 2019 ausbezahlte variable Vergütung für die Erreichung persönlicher Ziele 2018. Dr. Reuter wurde gemäß der Ausscheidungsvereinbarung der Bonus 2018 bereits im Geschäftsjahr 2018 ausbezahlt.

7 Aufgeschobene Anteile der variablen Vergütung aus dem Geschäftsjahren 2017, welche im Geschäftsjahr 2019 zur Auszahlung gekommen sind. Dr. Reuter wurde gemäß der Ausscheidensvereinbarung die Tantieme für Unternehmensziele 2017 und die Tantieme für Unternehmensziele 2018 bereits im Geschäftsjahr 2018 ausbezahlt.

8 Auszahlung Phantom-Share-Programm 2015 - 2017 bei Endkurs 110,80 Durchschnittskurs der KUKA Aktie (Eröffnungskurs Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) im Zeitraum vom 2. Januar 2018 bis 20. März 2018). Die Auszahlungsbeträge geben jeweils den Bruttoerlös wieder. Die Nettoauszahlung ergibt sich aus dem Bruttoerlös abzüglich Steuern und Sozialabgaben, sonstige öffentliche Abgaben sowie der Kaufsumme für echte KUKA Aktien.

9 Auszahlung Phantom-Share-Programm 2016 - 2018 bei Endkurs 58,00 Durchschnittskurs der KUKA Aktie (Eröffnungskurs Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) im Zeitraum vom 2. Januar 2019 bis 26. März 2019). Die Auszahlungsbeträge geben jeweils den Bruttoerlös wieder. Die Nettoauszahlung ergibt sich aus dem Bruttoerlös abzüglich Steuern und Sozialabgaben, sonstige öffentliche Abgaben sowie der Kaufsumme für echte KUKA Aktien.

10 Long Term Incentive Plan 2017 - 2019, der im Geschäftsjahr 2020 zur Auszahlung kommt.

11 Long Term Incentive Plan 2018 - 2020, der im Geschäftsjahr 2021 zur Auszahlung kommt.

12 KUKA Added Value Incentive (KAVI) 2019 - 2021, welcher im Geschäftsjahr 2022 zur Auszahlung kommt.

13 Auszahlung von Dividendenäquivalenten im Jahr 2018 in Höhe von 0,50 € je vorläufige Aktie des Phantom-Share-Programme 2016 - 2018.

14 Ausbezahlte Abfindung gemäß der Ausscheidensvereinbarung. Der verbleibende Teil der Abfindung in Höhe von 2.000 T€ wurde im Geschäftsjahr 2019 ausbezahlt.

Die Bezüge aller im Geschäftsjahr 2019 amtierenden Mitglieder des Vorstands beliefen sich - unter dem Blickwinkel des tatsächlichen Zuflusses - im Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt 2.523 T€.

Für alle derzeit laufenden und noch nicht ausbezahlten LTIP sowie die derzeit laufenden und noch nicht ausbezahlten KAVI wurden Rückstellungen zum 31. Dezember 2019 gebildet, die den zu erwartenden Gesamtaufwand aus diesen Programmen berücksichtigen.

Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern, deren Amtsperioden spätestens im Jahr 2008 geendet haben, Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt worden, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2019 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.966 T€ (HGB) (2018: 9.855 T€).

Vergütung des Aufsichtsrats

1. Vergütungsstruktur

Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Januar 2006 ist die Satzung dahingehend geändert worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste Vergütung erhalten.

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung, welche 30 T€ beträgt und nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält die vierfache, der Stellvertreter des Vorsitzenden die doppelte Vergütung. Im Falle der Leitung der Hauptversammlung sowie für die Mitgliedschaft in jedem nicht nur vorübergehend tätigen Ausschuss, höchstens aber für drei Ausschussmitgliedschaften, erhalten Aufsichtsratsmitglieder eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 30 T€. Ein Ausschussvorsitzender erhält, auch wenn er mehreren Ausschüssen vorsitzt, zusätzlich noch die Hälfte der jährlichen Vergütung. Dies gilt nicht für den Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG.

Zusätzlich werden jedem Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsratssitzung (einschließlich der Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats) die entstandenen angemessenen Kosten erstattet und eine Aufwandspauschale in Höhe von 450 € (zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer) gewährt. Den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die bei der KUKA Aktiengesellschaft oder einer KUKA Konzerngesellschaft angestellt sind, steht auf Basis des Anstellungsvertrages weiterhin ein reguläres Gehalt zu.

2. Vergütung für die Jahre 2018 und 2019

Die folgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2018 und 2019:

Tabelle 3: Vergütung des Aufsichtsrates 2019

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in T€ Zahlung in 2019 für 2018 Zahlung in 2020 für 2019
Dr. Yanmin (Andy) Gu Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Personal-, des Vermittlungs- und des Nominierungsausschusses 225 225
Michael Leppek 1 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates 150 150
Wilfried Eberhardt 30 30
Hongbo (Paul) Fang (bis 31. Mai 2019) 30 12
Siegfried Greulich 1 (bis 6. Juni 2018) 39 -
Manfred Hüttenhofer 1 (ab 6. Juni 2018) 34 60
Prof. Dr. Henning Kagermann Vorsitzender des Strategie- und Technologieausschusses 75 75
Armin Kolb 1 90 90
Carola Leitmeir 1 90 90
Min (Francoise) Liu 90 90
Dr. Myriam Meyer (ab 6. Juni 2018) 52 90
Prof. Dr. Michele Morner (bis 6. Juni 2018) 26 -
Tanja Smolenski 1 47 60
Alexander Liong Hauw Tan Vorsitzender des Prüfungsausschusses (bis 31. Dezember 2019) 88 105
Dr. Chengmao Xu (ab 12. Juni 2019) - 17

1 Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, die auch Mitglieder der IG Metall sind, haben erklärt, ihre Aufsichtsratsvergütung gemäß den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.

Bilanz zum 31. Dezember 2019

der KUKA Aktiengesellschaft

Aktiva

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in TEUR Anhang 31.12.2018 31.12.2019
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 34.852 28.879
Sachanlagen 109.393 147.335
Finanzanlagen 484.841 484.841
629.086 661.055
Umlaufvermögen
Vorräte (2) 15 19
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (3) 557.565 716.314
Sonstige Vermögensgegenstände (4) 4.321 1.467
Wertpapiere (5) - 41.000
561.901 758.800
Flüssige Mittel (6) 5.552 67.531
567.453 826.331
Rechnungsabgrenzungsposten (7) 2.638 2.600
1.199.177 1.489.986
PASSIVA
In TEUR Anhang 31.12.2018 31.12.2019
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (8) 103.416 103.416
Kapitalrücklage 305.796 305.796
Andere Gewinnrücklagen 287.445 298.626
Bilanzgewinn (9)/(10) 42.350 41.598
739.007 749.436
Rückstellungen (11)
Rückstellungen für Pensionen 11.583 11.609
Steuerrückstellungen 7.587 7.684
Sonstige Rückstellungen 34.809 29.769
53.979 49.062
Verbindlichkeiten (12)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (13) 255.091 250.771
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.502 7.348
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (14) 128.371 419.942
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (15) 2.373 2.414
Sonstige Verbindlichkeiten (16) 13.854 11.013
406.191 691.488
1.199.177 1.489.986

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

der KUKA Aktiengesellschaft

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in TEUR Anhang 2018 2019
Umsatzerlöse (17) 128.640 142.263
Andere aktivierte Eigenleistungen (18) 1.444 1.311
Sonstige betriebliche Erträge (19) 52.358 18.317
Materialaufwand (20) -69.450 -72.547
Personalaufwand (21) -61.507 -61.190
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen (22) -14.786 -15.899
Sonstige betriebliche Aufwendungen (23) -59.191 -31.561
Erträge aus Beteiligungen (24) 86.654 37.240
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (25) 13.051 12.533
Abschreibungen auf Finanzanlagen (26) -50 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (27) -10.424 -8.347
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (28) -319 242
Ergebnis nach Steuern 66.420 22.362
Jahresüberschuss 66.420 22.362
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.140 30.417
Einstellung in die Gewinnrücklagen -33.210 -11.181
Bilanzgewinn (10) 42.350 41.598

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

ALLGEMEINE ANGABEN

AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE

Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, wurde für das Geschäftsjahr 2019 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Die KUKA Aktiengesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 22709 eingetragen und hat ihren Firmensitz in Augsburg.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung ist das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen" erweitert.

Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten wie auch die ergänzenden Angaben sind im Folgenden einzeln dargestellt.

Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt; die Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss des Vorjahres unverändert geblieben.

BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Den planmäßigen Abschreibungen werden bei Gebäuden Nutzungsdauern zwischen 25 und 50 Jahren, bei übrigen Sachanlagen zwischen 3 und 15 Jahren zu Grunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt ausschließlich linear. Darüber hinaus werden der technische Fortschritt und die Wirtschaftlichkeit der Nutzung entsprechend berücksichtigt.

Bei geringwertigen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, sie im Zeitpunkt des Zugangs voll abzuschreiben und als Abgang zu zeigen.

Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Diese werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagspreis, bewertet. Soweit erforderlich, sind Bestandsrisiken durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung individueller Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet. Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Barwert bilanziert.

Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen.

PASSIVA

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gebildet. Bei der Berechnung der Rückstellung wurde der von der deutschen Bundesbank per 31. Oktober 2019 veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Daneben werden weitere Berechnungsparameter, wie unter Ziffer (10) des Anhangs aufgeführt, unterstellt.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert bemisst sich nach dem Aktivwert.

Der Ausweis der Zinskomponente in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen erfolgt im Sinne einer betriebswirtschaftlich richtigen Darstellung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit nicht im Personalaufwand, sondern im Zinsergebnis.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste sowie für sonstige künftige Belastungen gebildet. Die Rückstellungen werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Jahren umkehren sowie aus dem verrechenbaren Verlust als Kommanditist gemäß § 15a EStG. Steuerliche Verlustvorträge werden nur berücksichtigt, sofern mit einer Verlustverrechnung innerhalb von fünf Jahren gerechnet wird. Es werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuer erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,0 % für Bewertungsunterschiede bzw. 15,8 % des verrechenbaren Verlusts gemäß § 15a EStG. Die daraus resultierenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert. Nach der Saldierung verbleibende aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Eine Analyse der bestehenden Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz hat ergeben, dass die aktiven latenten Steuern im Wesentlichen auf temporäre Differenzen aus den Bereichen der Pensionsrückstellungen und der Drohverlustrückstellungen sowie aus Latenzen aus Verlustvorträgen und des verrechenbaren Verlusts gemäß § 15a EStG resultieren. Passive latente Steuern sind von untergeordneter Bedeutung.

Als Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden die am Bilanzstichtag valutierten Beträge angegeben.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Kostenumlagen werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und entsprechend den erbrachten Leistungen gemäß § 277 HGB in den Umsatzerlösen erfasst. Diesem Grundsatz folgend werden Aufwendungen zur Erbringung dieser Leistungen unter Materialaufwand ausgewiesen

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und ausländischen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres bzw. Ertragsteuern für Vorjahre zusammen.

Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden von der KUKA Aktiengesellschaft zu Bedingungen wie unter fremden Dritten geschlossen.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Anschaffungskurs bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Aus der Fremdwährungsbewertung resultierende Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Folgende Umrechnungskurse kamen zur Anwendung:

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Land Währung 31.12.2018 Stichtagskurs 31.12.2019
Arabische Emirate AED 4,1822 4,0715
Australien AUD 1,6220 1,5995
Brasilien BRL 4,4440 4,5157
China CNY 7,8751 7,8205
China, Hongkong HKD 8,9675 8,7473
Indien INR 79,7298 80,1870
Japan JPY 125,8500 121,9400
Kanada CAD 1,5605 1,4598
Korea KRW 1.277,9300 1.296,2800
Malaysia MYR 4,7317 4,5953
Mexiko MXN 22,4921 21,2202
Norwegen NOK 9,9483 9,8638
Polen PLN 4,3014 4,2568
Rumänien RON 4,6639 4,7793
Russland RUB 79,7153 69,9563
Schweden SEK 10,2548 10,4468
Schweiz CHF 1,1269 1,0854
Singapur SGD 1,5591 1,5111
Taiwan TWD 33,8434 32,4187
Thailand THB 37,0520 33,4150
Tschechische Republik CZK 25,7240 25,4080
Ungarn HUF 320,9800 330,5300
USA USD 1,1450 1,1234
Vereinigtes Königreich GBP 0,8945 0,8508

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens der KUKA Aktiengesellschaft ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

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Anschaffungskosten/Herstellungskosten Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.01.2019 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2019 Stand am 01.01.2019
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte 67.839 3.366 207 0 70.998 32.987
67.839 3.366 207 0 70.998 32.987
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 125.308 20.578 0 11.476 157.362 46.909
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.971 1.588 141 2.773 10.191 4.442
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.816 2.141 2.592 75 29.440 21.217
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.866 20.822 0 -14.324 27.364 0
181.961 45.129 2.733 0 224.357 72.568
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 544.568 0 4.532 0 540.036 59.727
544.568 4.532 0 540.036 59.727
Summe 794.368 48.495 7.472 0 835.391 165.282

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Abschreibungen Buchwerte
in TEUR Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2019 Stand am 31.12.2018 Stand am 31.12.2019
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte 9.282 150 42.119 34.852 28.879
9.282 150 42.119 34.852 28.879
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.177 0 50.086 78.399 107.276
2. Technische Anlagen und Maschinen 275 86 4.631 1.529 5.560
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.165 2.077 22.305 8.599 7.135
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 20.866 27.364
6.617 2.163 77.022 109.393 147.335
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 4.532 55.195 484.841 484.841
- 4.532 55.195 484.841 484.841
Summe 15.899 6.845 174.336 629.086 661.055

Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahres sind im zusammengefassten Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns genannt.

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen wird der direkte Anteilsbesitz der KUKA Aktiengesellschaft ausgewiesen. Die Abgänge im Geschäftsjahr 2019 betreffen die beiden liquidierten Gesellschaften Freadix FryTec GmbH, Augsburg und die Metaalwarenfabriek's-Hertogenbosch B.V., s-Hertogenbosch/Niederlande.

Die Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes der KUKA Aktiengesellschaft findet sich am Ende des Anhangs.

(2) VORRÄTE

Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

(3) FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Finanzmitteln und aus Kostenumlagen an Konzernunternehmen ausgewiesen. Langfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden weder zum Bilanzstichtag noch zum Vorjahr.

(4) SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt ausgewiesen. Davon betreffen 1.048 TEUR (Vorjahr: 3.815 TEUR) Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(5) WERTPAPIERE

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten ausschließlich festverzinsliche Schuldtitel und werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

(6) FLÜSSIGE MITTEL

Die flüssigen Mittel enthalten Guthaben bei Kreditinstituten.

Bei der KUKA Aktiengesellschaft werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Institute verteilt.

(7) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen.

(8) GEZEICHNETES KAPITAL

Die Gesamtzahl der KUKA Aktien beträgt wie im Vorjahr 39.775.470 Aktien. Die nennwertlosen Stückaktien haben einen rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 EUR. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr 103.416.222,00. Jede Aktie entspricht einer Stimme.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Absatz 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 28. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu EUR 31.024.866,60 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Absatz 1 Satz 1 oder § 53b Absatz 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2019 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10% des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist -des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10%-Grenze werden Aktien angerechnet, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 Satz 5 AktG in Verbindung mit § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

Bedingtes Kapital

Gemäß § 4 Absatz 6 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu EUR 15.512.432,00 eingeteilt in bis zu Stück 5.966.320 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2019).

Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bei Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten (bzw. bei Erfüllung entsprechender Options-/Wandlungspflichten) bzw. bei Ausübung eines Wahlrechts der KUKA Aktiengesellschaft, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 bis zum 28. Mai 2024 von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen gegen Bareinlage ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung von Schuldverschreibungen, die mit Options- oder Wandlungsrechten oder -pflichten ausgestattet sind, gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 und nur insoweit durchzuführen, wie von Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Schuldverschreibungen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, und soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

(9) AUSSCHÜTTUNGSSPERRE

Im Rahmen der Bewertungsvorschriften des § 253 HGB für die Bilanzierung von Pensionsrückstellungen und die damit verbundene Ausweitung des Glättungszeitraums bei der Diskontierung der Rückstellung von einem durchschnittlichen 7-jährigen Zinssatz auf einen 10-jährigen Zinssatz wurde eine Ausschüttungssperre für die positiven Unterschiedsbeträge eingeführt. Bei der KUKA AG ergibt sich daraus ein zur Ausschüttung gesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe 806 TEUR (Vorjahr: 977 TEUR).

(10) BILANZGEWINN

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TEUR
Bilanzgewinn 01.01. 42.350
Gezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2018 -11.933
Gewinnvortrag 30.417
Jahresüberschuss 2019 22.362
Einstellung in die Gewinnrücklagen § 58 Abs. 2 AktG -11.181
Bilanzgewinn 31.12. 41.598

(11) RÜCKSTELLUNGEN

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TEUR 31.12.2018 31.12.2019
Rückstellungen für Pensionen 11.583 11.609
Steuerrückstellungen 7.587 7.684
Sonstige Rückstellungen
Drohverlustrückstellungen 1.279 3.612
Personalbereich 17.256 10.981
Übrige Rückstellungen 16.274 15.176
Summe 53.979 49.062

Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen notwendig sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam:

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31.12.2018 31.12.2019
Rechnungszins 3,21% 2,71%
Gehaltstrend 2,50% 2,50%
Rententrend 1,00 % - 2,50 % 1,00 % - 2,50 %

Daneben bestehen bei der KUKA Aktiengesellschaft sogenannte Deferred Compensation Modelle. Hierbei handelt es sich um Altersversorgungszusagen, deren Verpflichtungsumfang sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bemisst. Insoweit erfüllen diese Zusagen die Voraussetzungen sog. "wertgebundener Versorgungszusagen". Der Wertansatz der Verpflichtungen erfolgt somit in Höhe des jeweiligen Zeitwertes der Versicherungsverträge (per 31.12.2019: 1.041 TEUR; Vorjahr: 1.118 TEUR). Da die Vermögensgegenstände dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, handelt es sich um sogenanntes Deckungsvermögen. Demnach ist gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Saldierung beider Beträge vorzunehmen, woraus sich wie im Vorjahr ein Bilanzansatz i.H. v. 0 EUR ergibt. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens entsprechen dem Zeitwert.

Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf Basis tatsächlicher Vereinbarungen sowie wahrscheinlicher künftiger Verpflichtungen als Erfüllungsrückstand mit dem Barwert gemäß den Vorschriften des IDW RS HFA 3 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,72 % (Vorjahr: 0,97 %) bewertet. Die erwartete Dynamik der Altersteilzeitverpflichtung bzw. deren Bemessungsgrundlagen wird entsprechend dem Ansatz eines Gehaltstrends i. H. v. 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) berücksichtigt. Im Zuge der Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden Erfüllungsrückstände über Versicherungsunternehmen abgesichert. Der Wert dieser Versicherungspolicen ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus den Altersteilzeitverträgen; daher erfolgt auch hier eine Verrechnung mit den Schulden (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Im Berichtsjahr wurden gemäß diesem Verrechnungsgebot Verpflichtungen in Höhe von 3.813 TEUR (Vorjahr: 3.062 TEUR) mit korrespondierendem Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 1.796 TEUR (Vorjahr: 1.588 TEUR) sowie Aufwendungen in Höhe von 30 TEUR (Vorjahr: 33 TEUR) mit Erträgen in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) saldiert. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle notwendigen Vorsorgebeträge für die Risiken der KUKA Aktiengesellschaft. Darunter fallen insbesondere ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, Aufsichtsratsvergütungen, drohende Verluste, sonstige Risiken und sonstige noch anfallende Kosten.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2016 letztmalig im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms (MAP) KUKA Aktien für die inländischen KUKA-Mitarbeiter erworben (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG). Den Mitarbeitern der Gesellschaft stehen gestaffelt nach der Haltezeit der Aktien Bonusaktien zu. Hierfür ist, über alle Mitarbeiteraktienprogramme, ein Betrag von 5 TEUR (Vorjahr: 15 TEUR) in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

In den Vorjahren bestanden bei KUKA für die Mitglieder des Oberen Führungskreises sogenannte Phantom Share Programme. Letztmalig wurde ein solches Phantom Share Programm für den Zeitraum 2016 - 2018 aufgelegt. Das Phantom Share Programm wurde als aktienorientiertes Vergütungsinstrument mit Barausgleich mit dem jeweils beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die bewertungsrelevanten Parameter entsprachen dabei dem Phantom Share Programm des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft. Die Auszahlung der vertraglich festgelegten Ansprüche erfolgte im Geschäftsjahr 2019.

In 2017 wurde erstmalig ein sogenannter Long Term Incentive Plan (LTIP) für die Mitglieder des oberen Führungskreises aufgelegt. Der Zeitraum des Programms erstreckt sich von 2017 - 2019. Ein zweiter Long Term Incentive Plan wurde im Jahr 2018 mit einer Laufzeit von 2018 - 2020 aufgelegt. Seit dem Geschäftsjahr 2019 ist ein weiterer Long Term Incentive Plan mit einer Laufzeit von 2019 - 2021 vorhanden.

Die LTIPs sind als wertorientiertes Vergütungssystem ausgelegt. In Abhängigkeit vom Erreichen bestimmter dreijähriger Performance Indikatoren sowie vom Erreichen von bestimmten, ebenfalls dreijährigen, strategischen Erfolgsfaktoren erfolgt am Ende der Laufzeit eine Auszahlung. Eine vorzeitige Auszahlung ist nur unter bestimmten Bedingungen beim Ausscheiden aus dem Konzern möglich. Zum 31. Dezember 2019 wurden für die künftigen Ansprüche aus dem LTIP 2017-2019 für den Oberen Führungskreis der KUKA Aktiengesellschaft ein Betrag von 55 TEUR (Vorjahr: 35 TEUR) zurückgestellt. Die Rückstellung für den Oberen Führungskreis der KUKA Aktiengesellschaft für das LTIP 2018 - 2020 beträgt 38 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR).

Seit dem Geschäftsjahr 2019 wird den Vorstandsmitgliedern und den Mitgliedern des oberen Führungskreises der KUKA als langfristiger Vergütungsbestandteil die Teilnahme an dem neu konzipierten KUKA Added Value Incentive Plan (nachfolgend "KAVI") gewährt. Im Gegensatz zu den Long Term Incentive Plänen orientiert sich dieser KAVI wieder an einer langfristigen Entwicklung der Ergebnisse je Aktie (Earnings per Share) und der Aktienkursentwicklung der KUKA Aktiengesellschaft und der Midea Group Co. Ltd. Der KAVI-Plan 2019-2021 hat eine Laufzeit von drei Geschäftsjahren. Die Rückstellung für die Mitglieder des oberen Führungskreises der KUKA AG zum Bilanzstichtag für den KAVI 2019 - 2021 beträgt 35 TEUR.

Zu weiteren Details zur Ausgestaltung des Phantom-Share-Programms, des LTIPs und des KAVI-Plans verweisen wir auf den Vergütungsbericht.

(12) VERBINDLICHKEITEN

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Restlaufzeit Restlaufzeit
TEUR bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre 31.12.2018 gesamt bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.091 250.000 0 255.091 143.271 107.500
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.502 0 0 6.502 7.348 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 128.371 0 0 128.371 269.942 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (verbundene Unternehmen) 126 505 1.742 2.373 101 404
Sonstige Verbindlichkeiten 13.854 0 0 13.854 11.013 0
Summe 153.944 250.505 1.742 406.191 431.675 107.904

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Restlaufzeit
TEUR >5 Jahre 31.12.2019 gesamt
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 250.771
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 7.348
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 150.000 419.942
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (verbundene Unternehmen) 1.909 2.414
Sonstige Verbindlichkeiten 0 11.013
Summe 151.909 691.488

(13) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen das im Jahr 2015 ausgegebene Schuldscheindarlehen sowie Verbindlichkeiten aus abzugrenzenden Zinsen im Zusammenhang mit diesem Schuldscheindarlehen.

Schuldscheindarlehen

Am 9. Oktober 2015 hatte die KUKA Aktiengesellschaft unbesicherte Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. EUR in zwei Tranchen platziert.

Die Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. EUR und eine ursprüngliche Laufzeit von 5 Jahren (fällig Oktober 2020); die Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. EUR und eine ursprüngliche Laufzeit von 7 Jahren (fällig Oktober 2022). Der Emissionskurs betrug 100,0 %; die Rückzahlung erfolgt zu 100,0 % in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche. Die Schuldscheindarlehen sind mit Zinskupons von 1,15% für die Tranche 1 und 1,61% für die Tranche 2 ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum 9. Oktober. Zum Bilanzstichtag waren Zinsen in Höhe von 0,8 Mio. EUR abgegrenzt.

Konsortialkreditvertrag der KUKA Aktiengesellschaft

Am 1. Februar 2018 hatte die KUKA AG mit einem Bankenkonsortium einen Konsortialkreditvertrag mit einem Volumen von 520,0 Mio. EUR abgeschlossen. Der Vertrag umfasst eine Bürgschafts- und Garantielinie (Avallinie) in Höhe von 260,0 Mio. EUR sowie eine Betriebsmittelline (Barlinie) von ebenfalls 260,0 Mio. EUR, die auch für Bürgschaften und Garantien (Avale) genutzt werden kann.

Die initiale Laufzeit des Kreditvertrags betrug fünf Jahre bis 1. Februar 2023 und war durch zwei vertraglich vereinbarte Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr verlängerbar (5+1+1). Nach Zustimmung der aller Banken in 2018 zu der ersten und in 2019 zu der zweiten vereinbarten Verlängerungsoption wurde die Laufzeit in 2018 und 2019 jeweils um ein Jahr verlängert. Der Kreditvertrag läuft nunmehr im Februar 2025 aus. Der Konsortialkreditvertrag besteht weiterhin auf unbesicherter Basis und erhält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Ebenfalls bestehen die vereinbarten Financial Covenants bzgl. Grenzwerten zu Leverage (Nettofinanzverbindlichkeiten / EBIDTA) und Zinsdeckung (EBITDA / Nettozinsaufwand) unverändert weiter.

Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 208,5 Mio. EUR (2018: 225,4. EUR).

Der Vertrag enthält eine marktübliche Regelung zu einem Kontrollwechsel ("Change-of-Control"), unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30% der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt oder sonst die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu lenken, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können. Ein Wechsel des direkten Eigentümers innerhalb der Midea-Gruppe ist nicht von dieser Regelung betroffen, solange die Midea Group Co., Ltd., direkt oder indirekt 100% der Anteile und der Stimmrechte an dem neuen Eigentümer hält. Des Weiteren können die Kreditgeber den Kreditvertrag in den Fällen eines Delistings, eines Squeeze-Outs oder des Abschlusses eines Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsvertrages mit einem Unternehmen der Midea-Gruppe zur Rückzahlung fällig stellen.

Avalinien von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften

Die von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkreditvertrags zugesagten Avallinien beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 153,0 Mio. EUR (2018: 118,0 Mio. EUR). Die Ausnutzung betrug zum Ende des Berichtsjahres 62,8 Mio. EUR (2018: 85,9 Mio. EUR). Keine dieser bilateral vereinbarten Avallinien beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel.

(14) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Finanzmittel. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben 150.000 TEUR eine Laufzeit von über 5 Jahren. Diese betreffen ein im Jahr 2019 ausgereichtes Darlehen der Midea International Corporation Company Limited, Hongkong.

(15) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERSTÜTZUNGSEINRICHTUNGEN

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen betreffen die KUKA Unterstützungskasse GmbH sowie die IWK Unterstützungseinrichtung GmbH.

(16) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft der KUKA Aktiengesellschaft in Höhe von 9.679 TEUR (Vorjahr: 9.797 TEUR) ausgewiesen. Zudem sind andere Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.089 TEUR (Vorjahr: 3.869 TEUR) ausgewiesen. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden wie im Vorjahr nicht.

(17) UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse enthalten Umlagen an verbundene in- und ausländische Unternehmen für Dienstleistungen, welche entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und den erbrachten Leistungen erfasst werden. Darunter fallen auch Dienstleistungen, welche im Rahmen des KUKA Facility Managements erbracht werden. Zudem umfassen die Umsatzerlöse Mieten und Pachten. Von den Umsatzerlösen entfallen 73 % auf das Inland und 27 % auf das Ausland.

(18) ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die Position betrifft aktivierte Eigenleistungen im Zusammenhang mit Verbesserungen und Erneuerungen im Bereich der Grundstücke und Gebäude.

(19) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kurserträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von insgesamt 15.226 TEUR (Vorjahr: 21.029 TEUR).

Periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr in Höhe von 2.587 TEUR (Vorjahr: 1.126 TEUR) angefallen. Im Wesentlichen resultieren diese aus der Auflösung von in früheren Jahren gebildeten Rückstellungen.

(20) MATERIALAUFWAND

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TEUR 2018 2019
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.574 2.411
Aufwendungen für bezogene Leistungen 66.876 70.136
Summe 69.450 72.547

(21) PERSONALAUFWAND / MITARBEITER

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TEUR 2018 2019
Löhne und Gehälter 54.366 54.232
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 7.141 6.958
(davon Altersversorgung) (194) (54)
Summe 61.507 61.190

Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden bei der KUKA Aktiengesellschaft beschäftigt:

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Jahresdurchschnitt Stichtag
2018 2019 2018 2019
--- --- --- --- ---
Angestellte 491 477 516 442
Auszubildende 133 140 151 161
Mitarbeiter 624 617 667 603

(22) ABSCHREIBUNGEN

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 15.899 TEUR (Vorjahr: 14.786 TEUR). Außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.

(23) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen der KUKA Aktiengesellschaft sind Sachkosten, Kursverluste aus Fremdwährungspositionen sowie Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. Die Kursaufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 13.479 TEUR (Vorjahr: 17.572 TEUR). Periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR) angefallen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf einen separaten Ausweis der sonstigen Steuern verzichtet und diese Position in Höhe von 1.338 TEUR (Vorjahr: 965 TEUR) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Bezüglich der im Geschäftsjahr 2019 als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der KUKA Aktiengesellschaft.

(24) ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN

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TEUR 2018 2019
Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 55.989 71.320
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 78.086 31.656
Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen -47.421 -65.736
Summe 86.654 37.240

In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und den Aufwendungen aus Verlustübernahmen sind die Ergebnisse der KUKA Deutschland GmbH und der KUKA Systems GmbH enthalten.

(25) SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE

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TEUR 2018 2019
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.051 12.533
(davon aus verbundenen Unternehmen) (12.952) (11.962)

(26) ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN

Die Position betraf im Vorjahr die Ergebniseffekte aus der Bewertung der Beteiligung an der Freadix FryTec GmbH.

(27) ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

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TEUR 2018 2019
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.424 -8.347
(davon an verbundene Unternehmen) -(1.663) -(1.059)

Die enthaltenen Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen betragen 495 TEUR (Vorjahr: 575 TEUR).

(28) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Auf Grund dessen übt die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs.1. Satz 2 HGB dahingehend aus, dass keine aktiven latenten Steuern in der Bilanz angesetzt werden.

Steuernachzahlungen von 285 TEUR (Vorjahr: 536 TEUR) und Erstattungen von 880 TEUR (Vorjahr: 2.850 TEUR) für vorangegangene Veranlagungszeiträume wurden im Steueraufwand berücksichtigt. Zudem wurden 353 TEUR (Vorjahr: 2.634 TEUR) als Steueraufwand für das laufendende Jahr erfasst. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um ausländische Quellensteuer.

Eine Umlage des anteiligen Steueraufwands auf die Organgesellschaften der KUKA Aktiengesellschaft unterbleibt seit dem Geschäftsjahr 2014.

(29) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

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TEUR 2018 2019
Verpflichtungen aus Bürgschaften 88.361 91.306
Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen 136.284 160.162
Summe 224.645 251.468

Die Verpflichtungen aus Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen.

Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen resultieren überwiegend aus der Besicherung von Leasingvereinbarungen sowie aus Zahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien zu Gunsten verbundener Unternehmen.

Daneben garantiert die KUKA AG alle Zahlungen, die im Zusammenhang mit dem in 2018 platzierten Schuldscheindarlehen der KUKA Toledo Production Operations LLC über 150.000 TUSD fällig werden.

Die KUKA AG geht Haftungsverhältnisse nur nach einer sorgfältigen Bewertung der zugrundeliegenden Risken ein. Auch während der Laufzeit der Haftungsverhältnisse unterliegen die damit verbundenen Risiken einer ständigen Überwachung. Auf Basis dieser fortlaufenden Bewertungen geht die KUKA AG davon aus, dass alle Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und dass mit einer Inanspruchnahme der KUKA AG nicht zu rechnen ist.

(30) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

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TEUR 2018 2019
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
fällig bis 1 Jahr 1.786 1.320
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (63) (63)
fällig 1 bis 5 Jahre 2.476 893
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (0) (0)
Summe 4.262 2.213
Bestellobligo
gesamt 37.619 3.809
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (0) (0)
Summe 37.619 3.809
Sonstige Verpflichtungen
fällig bis 1 Jahr 7.280 9.055
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (0) (0)
fällig 1 bis 5 Jahre 3.966 87
Summe 11.246 9.142

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Leasingvereinbarungen über PKW und Geschäftsräume. Das Bestellobligo betrifft im Wesentlichen Baumaßnahmen am Standort Augsburg. Der Rückgang des Bestellobligos ist durch den erreichten Fertigstellungsgrad der Bautätigkeiten begründet. So konnte Ende des Jahres 2019 der Bau eines neuen Produktionsgebäudes fertiggestellt werden. Auch andere noch nicht abgeschlossene Baumaßnahmen wie der Neubau eines Ausbildungszentrums wurden im Jahr 2019 weiter vorangebracht.

Die sonstigen Verpflichtungen betreffen insbesondere EDV-Wartungs- und Versicherungsverträge. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind bzw. oben aufgeführt wurden bestehen nicht.

(31) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die Aufgaben zur Steuerung von Zins- und Währungsrisiken des KUKA-Konzerns werden überwiegend von der KUKA Aktiengesellschaft wahrgenommen. Die Absicherung gegen diese Risiken erfolgt durch marktübliche derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte, Non-Deliverable-Forwards und Zinsswaps. Konzernrichtlinien regeln den Abschluss der Geschäfte unter strenger Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle. Die Gesellschaften des KUKA-Konzerns sind im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung des Kursänderungsrisikos zielt die Kurssicherungsstrategie auf eine generelle Absicherung von Ein- und Auszahlungen in fremden Währungen. Zusammengehörige Grundgeschäfte und Derivate werden unter Nutzung der Einfrierungsmethode zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Die KUKA Aktiengesellschaft schließt als konzerninterner zentraler Kontrahent Sicherungsgeschäfte mit ihren Konzerngesellschaften ab und sichert diese so entstanden Positionen der KUKA Aktiengesellschaft durch den Abschluss von entsprechenden Sicherungsgeschäften mit Banken ab. Alle Sicherungsgeschäfte stehen in direktem Zusammenhang mit der Herstellung oder dem Verkauf der Produkte und Dienstleistungen. In Einzelfällen, vor allem in regulierten Märkten, in denen die KUKA Aktiengesellschaft Sicherungsgeschäfte mit Konzerngesellschaften nicht sinnvoll abschließen kann, unterstützt und begleitet sie den direkten Abschluss von Sicherungsgeschäften der Konzerngesellschaften mit Banken. Die KUKA Aktiengesellschaft schließt eigene Sicherungsgeschäfte nur im Zusammenhang mit der Finanzierung der Konzerngesellschaften in fremden Währungen ab.

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Nominalvolumen Zeitwerte
TEUR 31.12.2018 31.12.2019 Laufzeit bis 1 Jahr Laufzeit 1 - 5 Jahre 31.12.2018 gesamt Laufzeit bis 1 Jahr
--- --- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte mit Banken 700.263 609.898 376 -215 161 -3.655
davon gegenläufig mit verb. und sonst.Unternehmen 392.405 315.898 44 295 339 1.061
1.092.668 925.796 420 80 500 -2.594

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Zeitwerte
TEUR Laufzeit 1 - 5 Jahre 31.12.2019 gesamt
--- --- ---
Devisentermingeschäfte mit Banken 277 -3.378
davon gegenläufig mit verb. und sonst.Unternehmen -277 784
0 -2.594

Die aufgeführten Zeitwerte entsprechen dem Preis, zu dem fremde Dritte die Rechte oder Pflichten aus den derivativen Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Mark-to-Market-Bewertung erfolgte nach der Zero-Coupon-Methode.

Das maximale Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente ist mit der Summe ihrer positiven Zeitwerte anzusetzen. Zum 31. Dezember 2019 betrug die Summe der positiven Zeitwerte externer derivativer Finanzinstrumente 2.841 TEUR (Vorjahr: 3.923 TEUR) und die der negativen Zeitwerte 6.219 TEUR (Vorjahr: 3.762 TEUR). Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen können und bei der KUKA Aktiengesellschaft somit ein finanzieller Verlust entsteht. Zur Diversifikation des Ausfallrisikos werden konzernexterne Derivativgeschäfte mit verschiedenen Geschäftspartnern einwandfreier Bonität eingegangen. Der Effektivitätsnachweis der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt durch die Critical-Terms-Match-Methode.

Für negative Zeitwerte, die die KUKA Aktiengesellschaft betreffen, ist eine Drohverlustrückstellung von 3.612 TEUR (Vorjahr: 1.279 TEUR) gebildet worden.

Risiken aus Zinssatzänderungen resultieren im KUKA-Konzern nur aus den in 2018 von der KUKA Toledo Production Operations LLC emittierten, an einen variablen Zinssatz gebundenen USD-Schuldscheinen. Für den größten Teil des Emissionsvolumens wurden diese variablen zukünftigen Zinszahlungen durch Zinssicherungsgeschäfte in Festzinsvereinbarungen konvertiert. Auch hierbei erfolgte der Abschluss der externen Zinssicherungsgeschäfte mit Banken durch die KUKA Aktiengesellschaft. Die so gesicherten Zinskonditionen für ein Nominalvolumen von 100 Mio. USD (89.015 TEUR), wurden durch interne Zinssicherungsgeschäfte an die US-Konzerngesellschaft weitergegeben.

Die Zinssicherungsgeschäfte haben Laufzeiten analog der Fälligkeit der gesicherten Tranchen des USD-Schuldscheindarlehens, d.h. bis Februar 2022 und August 2023. Aufgrund der gebildeten Bewertungseinheit wird der negative Marktwert zum 31. Dezember 2019 in Höhe von -3.644 TEUR (Vorjahr -1.510 TEUR) nicht bilanziert. Zur Ermittlung des Marktwerts wird die Barwertmethode verwendet.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATS

Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.

Dem Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft sind insgesamt 4.548 TEUR (Vorjahr: 10.815 TEUR) zugeflossen. Der Gesamtvorstand erhielt im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen und sonstiger Vergütungen von 1.920 TEUR (Vorjahr: 2.060 TEUR). Die erfolgs- und leistungsabhängige Vergütung betrug 628 TEUR (Vorjahr: 5.158 TEUR). Davon betreffen Vergütungen nach dem Phantom-Share-Programm 75 TEUR (Vorjahr: 1.352 TEUR), Vergütungen nach dem Long-Term-Incentive-Plan 0 TEUR (Vorjahr 500 TEUR) und Vergütungen nach dem KUKA Added Value Incentive Plan 0 TEUR. Zudem sind Abfindungszahlungen in Höhe von 2.000 TEUR (Vorjahr: 3.597 TEUR) enthalten.

Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2019 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.966 TEUR (Vorjahr: 9.855 TEUR).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Organtätigkeit im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 1.095 TEUR (Vorjahr: 1.066 TEUR).

Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Lageberichts.

ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die gleichlautenden Entsprechenserklärungen gem. § 161 AktG des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka.com) in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance allen Interessenten zugänglich.

MITTEILUNG ÜBER DAS BESTEHEN VON BETEILIGUNGEN NACH § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG

Im Geschäftsjahr 2019 haben wir keine Mitteilungen nach § 33 WpHG über das Bestehen von Beteiligungen erhalten. Unverändert zum Vorjahr beträgt der Stimmrechtsanteil der Midea Gruppe an der KUKA AG weiterhin insgesamt 94,55% und wird direkt von der Midea Electric Netherlands (I) B.V. sowie der Midea Electric Netherlands (II) B.V. gehalten (siehe Stimmrechtsmitteilung vom 21. Dezember 2018).

NACHTRAGSBERICHT

Herr Helmut Zodl wurde mit Wirkung ab dem 24. Januar 2020 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt (Beschluss des Amtsgerichts Augsburg vom 23. Januar 2020). Der Aufsichtsrat hat Herrn Zodl mit Beschluss vom 29. Januar 2020 zum Mitglied des Prüfungsausschusses gewählt. Dieser wählte Herrn Zodl noch am selben Tag zum Vorsitzenden des Ausschusses.

Zum 20. Februar 2020 haben der KUKA Aufsichtsrat sowie der Technikvorstand Prof. Dr. Peter Hofmann in gegenseitigem Einvernehmen entschieden die Zusammenarbeit aus persönlichen Gründen zu beenden. Herr Prof. Dr. Peter Hofmann war seit November 2019 Vorstand für Technik und Entwicklung und hatte zudem die Geschäftsführung des Bereichs Forschung und Entwicklung im Business Segment Robotics übernommen.

ORGANE

AUFSICHTSRAT

Dr. Yanmin (Andy) Gu

Guangzhou, China

Vorsitzender des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft

Vice President Midea Group, Board Director

Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Servotronix Motion Control Ltd., Petach Tikva, Israel
Guangdong Midea Intelligent Technologies Co., Ltd., Foshan, China
Midea Intelligent Technologies (Singapore) Pte. Ltd., Singapore, Singapore
Midea Electric Trading (Singapore) Co., Pte. Ltd., Singapore, Singapore
Midea Electric Trading (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand
Midea Electric Espana S.R.L., Madrid, Espana
Beautiland B.V., Amsterdam, Netherland
Frylands B.V., Amsterdam, Netherlands
South American Holdco III, Amsterdam, Netherlands
South American Holdco II B.V., Amsterdam, Netherlands
Midea Electric Netherlands B.V., Amsterdam, Netherlands
Midea Investment (Asia) Co. Ltd., Hongkong, China
PT Midea Heating and Ventilating Air Conditioner Indonesia, Jakarta, Indonesia

Michael Leppek

Stadtbergen, Deutschland

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft

Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

Erster Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg

Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

MAN Energy Solutions SE
AIRBUS Helicopters Deutschland GmbH

Wilfried Eberhardt

Aichach, Deutschland

Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

Chief Marketing Officer der KUKA AG

Hongbo (Paul) Fang

Foshan, China

Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft (bis 31.05.2019)

Chairman und CEO Midea Group

Armin Kolb

Augsburg, Deutschland

Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der KUKA Aktiengesellschaft

Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg

Alexander Tan

Singapur, Singapur

Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft (bis 31.12.2019)

CFO Goodpack Ltd.

Prof. Dr. Henning Kagermann

Königs Wusterhausen, Deutschland

Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft

Vorsitzender des acatech Kuratoriums - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, acatech Senator

Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Deutsche Post AG (bis 15.05.2019)
Münchener Rückversicherungsgesellschaft (bis 30.04.2019)

Carola Leitmeir

Großaitingen, Deutschland

Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

Stellv. Vorsitzende des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg

Min (Francoise) Liu

Shunde, China

Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft

HR Director Midea Group

Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Guangdong Midea Smart Link Home Technology Co. Ltd., Foshan, China
Foshan Midea Zhihui Real Estate Development Co., Ltd., Foshan, China
Midea Electric Espana S.R.L., Madrid, Spanien
Midea Polska SP.z.o.o., Warsaw, Poland

Dr. Myriam Meyer

Birchwil, Schweiz

Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft

Inhaberin von mmtec

Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Lufthansa Technik AG, Hamburg, Deutschland

Mitgliedschaft in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Wienerberger AG, Wien, Österreich

Tanja Smolenski

Berlin, Deutschland

Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

Politische Sekretärin beim Vorstand der IG Metall

Leiterin des Funktionsbereichs Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik beim Vorstand der IG Metall, Berliner Büro

Manfred Hüttenhofer

Meitingen, Deutschland

Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

Leiter Competence Center Motion Control KUKA Deutschland GmbH

Dr. Chengmao Xu

Shunde, China

Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft (seit 17.06.2019)

President of Corporate Research Center Midea Group

Helmut Zodl

Shunde, China

Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft (seit 24.01.2020)

CFO Midea Group

VORSTAND

Peter Mohnen

München, Deutschland

Vorsitzender des Vorstands

Andreas Pabst

Bobingen, Deutschland

Vorstand Finanzen und Controlling

Prof. Dr. Peter Hofmann

Wiesenfelden, Deutschland

Vorstand für Technik und Entwicklung (von 01.11.2019 bis 20.02.2020)

ANTEILSBESITZE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

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Name und Sitz der Gesellschaften Währung Art der Einbeziehung Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital in Tsd. Landeswährung Jahresüberschuss in Tsd. Landeswährung Segment
Deutschland
1 Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg, Deutschland EUR k 100,00 17.713 -1.558 (2) CF
2 Device Insight GmbH, München, Deutschland EUR k 100,00 4.265 669 (2) RO
3 Faude Automatisierungstechnik GmbH, Ehningen, Deutschland EUR k 100,00 0 -733 (2) RO
4 KUKA Deutschland GmbH, Augsburg, Deutschland * EUR k 100,00 59.187 0 (1),(2) RO
5 KUKA Industries GmbH & Co. KG, Obernburg, Deutschland * EUR k 100,00 0 -35.773 (2) RO
6 KUKA Systems GmbH, Augsburg, Deutschland * EUR k 100,00 23.794 0 (1),(2) SY
7 Reis GmbH, Obernburg, Deutschland EUR k 100,00 75 2 (2) RO
8 Reis Group Holding GmbH & Co. KG, Obernburg, Deutschland * EUR k 100,00 27.198 292 (2) RO
9 Reis Holding GmbH, Obernburg, Deutschland EUR k 100,00 354 352 (2) RO
10 Swisslog (Deutschland) GmbH, Dortmund, Deutschland EUR k 100,00 0 -6 (2) SL
11 Swisslog Augsburg GmbH, Augsburg, Deutschland EUR k 100,00 529 0 (1),(2) SL HC
12 Swisslog GmbH, Dortmund, Deutschland EUR k 100,00 1.000 0 (1),(2) SL
13 Swisslog Healthcare GmbH, Westerstede, Deutschland EUR k 100,00 1.089 390 (2) SL HC
14 Verwaltungsgesellschaft Walter Reis GmbH, Obernburg, Deutschland EUR k 100,00 44 1 (2) RO
15 Visual Components GmbH, München, Deutschland EUR k 100,00 169 91 (4) RO
16 Walter Reis GmbH & Co KG, Obernburg, Deutschland * EUR k 100,00 12.215 1.058 (2) RO
17 WR Vermögensverwaltungs GmbH, Obernburg, Deutschland EUR k 100,00 1.470 -379 (2) RO
18 RoboCeption GmbH, München, Deutschland EUR b 26,74 745 944 (2) RO
19 IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe, Deutschland EUR nk 100,00 5.324 438 (2) CF
20 KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg, Deutschland EUR nk 100,00 8.525 530 (2) SY
21 Schmidt Maschinentechnik GmbH i.L., Niederstotzingen, Deutschland EUR nk 100,00 0 -6.389 (4) SY
sonstiges Europa
22 Easy Conveyors B.V. , Zaltbommel, Niederlande EUR k 100,00 400 -1.746 (3) SL
23 KUKA Automation ČR s.r.o. , Chomutov, Tschechien CZK k 100,00 55.918 1.301 (3) RO
24 KUKA Automatisering + Robots N.V., Houthalen, Belgien EUR k 100,00 3.274 999 (3) RO
25 KUKA AUTOMATISME + ROBOTIQUE S.A.S., Villebon-sur-Yvette, Frankreich EUR k 100,00 2.286 511 (3) RO
26 KUKA AUTOMATIZARE ROMANIA S.R.L., Sibiu, Rumänien RON k 100,00 18.466 272 (3) SY
27 KUKA CEE GmbH, Steyregg, Österreich EUR k 100,00 4.587 3.004 (3) RO
28 KUKA Hungaria Kft. , Taksony, Ungarn EUR k 100,00 20.541 2.253 (3) RO
29 KUKA Iberia, S.A.U. , Vilanova i la Geltrú, Spanien EUR k 100,00 7.086 691 (3) RO
30 KUKA Industries Italia srl i.L., Bellusco, Italien EUR k 100,00 45 -112 (3) RO
31 KUKA Nordic AB, Västra Frölunda, Schweden SEK k 100,00 8.646 -3.809 (3) RO
32 KUKA Roboter Italia S.p.A., Rivoli, Italien EUR k 100,00 8.218 1.305 (3) RO
33 KUKA Robotics Ireland Ltd, Dundalk, Irland GBP k 100,00 - - RO
34 KUKA Robotics UK Limited, Wednesbury, Großbritannien GBP k 100,00 1.638 359 (3) RO
35 KUKA Russia OOO , Moskau, Russland RUB k 100,00 101.328 12.045 (3) RO
36 KUKA S-Base s.r.o. i.L., Roznov p.R., Tschechien CZK k 100,00 851 -20 (3) SY
37 KUKA Slovakia s.r.o., Dubnica nad Váhom, Slowakei EUR k 100,00 836 103 (3) SY
38 KUKA Systems Aerospace SAS, Bordeaux-Merignac, Frankreich EUR k 100,00 3.310 -2.472 (3) SY
39 KUKA Systems France S.A., Montigny, Frankreich EUR k 99,99 -69 0 (3) SY
40 KUKA Systems UK Limited, Halesowen, Großbritannien GBP k 100,00 7.104 -930 (3) RO
41 Reis Espana S.L. i.L., Esplugues de Llobregat (Barcelona), Spanien EUR k 100,00 - - (3) RO
42 Reis SCI i.L., Pontault Combault, Frankreich EUR k 100,00 1.170 342 (3) CF
43 Swisslog (UK) Ltd., Redditch, Großbritannien GBP k 100,00 -6.584 -39 (3) SL
44 Swisslog AB, Partille, Schweden SEK k 100,00 14.152 -7.559 (3) SL
45 Swisslog Accalon AB, Boxholm, Schweden SEK k 100,00 106.194 8.947 (3) SL
46 Swisslog AG, Buchs AG, Schweiz CHF k 100,00 19.440 25.858 (3) SL
47 Swisslog AS, Oslo, Norwegen NOK k 100,00 31.197 10.273 (3) SL
48 Swisslog B.V., Culemborg, Niederlande EUR k 100,00 2.055 761 (3) SL
49 Swisslog Evomatic GmbH, Sipbachzell, Österreich EUR k 100,00 6.166 1.256 (3) SL
50 Swisslog France SAS, Suresnes, Frankreich EUR k 100,00 -5.783 -2.611 (3) SL HC
51 Swisslog Healthcare AG, Buchs AG, Schweiz CHF k 100,00 14.116 -6.817 (3) SL HC
52 Swisslog Healthcare Holding AG, Buchs AG, Schweiz CHF k 100,00 13.340 -733 (3) SL HC
53 Swisslog Healthcare Italy SpA, Cuneo, Italien EUR k 100,00 4.645 -3.049 (3) SL HC
54 Swisslog Holding AG, Buchs AG, Schweiz CHF k 100,00 390.736 5.741 (3) CF
55 Swisslog Italia S.r.l., Mailand, Maranello, Italien EUR k 100,00 3.014 924 (3) SL
56 Swisslog N.V., Wilrijk, Belgien EUR k 100,00 -3.714 -832 (3) SL
57 Swissog Healthcare Netherlands B.V., Apeldoorn, Niederlande EUR k 100,00 180 -436 (3) SL HC
58 Visual Components Oy, Espoo, Finland EUR k 100,00 5.298 2.120 (3) RO
Nordamerika
59 KUKA Aerospace Holdings LLC, Sterling Heights, Michigan, USA USD k 100,00 - - (3) SY
60 KUKA Assembly and Test Corporation, Saginaw, Michigan, USA USD k 100,00 47.186 12.645 (3) SY
61 KUKA de Mexico S.de R.L.de C.V., Mexico City, Mexiko MXN k 100,00 66.192 8.232 (3) RO
62 KUKA Recursos S. de R.L. de C.V., Toluca, Mexiko MXN k 100,00 - - (3) SY
63 KUKA Robotics Canada Ltd., Mississauga, Kanada CAD k 100,00 595 526 (3) RO
64 KUKA Robotics Corp., Shelby Township, Michigan, USA USD k 100,00 11.638 2.274 (3) RO
65 KUKA Systems de Mexico S. de R.L. de C.V., Toluca, Mexiko MXN k 100,00 132.590 18.797 (3) SY
66 KUKA Systems North America LLC, Sterling Heights, Michigan, USA USD k 100,00 221.830 61.075 (3) SY
67 KUKA Toledo Production Operations, LLC, Toledo, Ohio, USA ** USD k 100,00 73.455 14.725 (3) SY
68 KUKA U.S. Holdings Company LLC, Sterling Heights, Michigan, USA USD k 100,00 71.514 -1.526 (3) SY
69 Reis Robotics USA Inc. , Carpentersville, USA USD k 100,00 557 442 (3) RO
70 Swisslog Logistics, Inc., Newport News, USA USD k 100,00 8.937 -5.220 (3) SL
71 Swisslog USA Inc., Dover, Delaware, USA USD k 100,00 34.980 -700 (3) SL HC
72 Translogic CORPORATION, Dover, Delaware, USA USD k 100,00 101.599 9.812 (3) SL HC
73 Translogic Ltd. (Canada), Mississauga, Ontario, Kanada CAD k 100,00 5.808 925 (3) SL HC
74 Visual Components North America Corporation, Lake Orion, Michigan, USA USD k 100,00 127 46 (3) RO
75 Pipeline Health Holdings LLC, San Francisco, USA USD at 25,00 6.069 -11.753 (3) SL HC
Süd- und Mittelamerika
76 KUKA Roboter do Brasil Ltda., Sao Bernando do Campo / Sao Paulo, Brasilien BRL k 100,00 5.001 3.028 (3) RO
77 KUKA Systems do Brasil Ltda., Sao Bernardo do Campo SP, Brasilien BRL k 100,00 -25.866 -9.668 (3) SY
Asien / Austalien
78 KUKA (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB k 100,00 -72.658 5.525 (3) RO
79 KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd. , Shanghai, China CNY k 100,00 27.060 4.265 (3) CN
80 KUKA Automation Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan, Taiwan TWD k 100,00 -110.281 1.930 (3) RO
81 KUKA India Pvt. Ltd. , Haryana, Indien INR k 100,00 220.506 29.304 (3) RO
82 KUKA Industries Automation (China) Co., Ltd., Kunshan, China CNY k 100,00 -252.993 -106.497 (3) CN
83 KUKA Industries Singapore Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD k 100,00 985 18 (3) RO
84 KUKA Japan K.K., Yokohama, Japan JPY k 100,00 201.905 12.805 (3) RO
85 KUKA Robot Automation (Malaysia) Sdn BhD, Puchong, Selangor, Malaysia MYR k 100,00 9.464 8 (3) RO
86 KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai, China CNY k 50,00 511.212 54.871 (3) CN
87 KUKA Robotics Australia Pty. Ltd., Port Melbourne, Victoria, Australien AUD k 100,00 53 542 (3) RO
88 KUKA Robotics Guangdong Co., Ltd., Foshan, Shunde, China CNY k 100,00 3.138.884 37.140 (3) CN
89 KUKA Robotics Korea Co. Ltd., Ansan, Südkorea KRW k 100,00 -2.671 352 (3) RO
90 KUKA Robotics Manufacturing China Co. Ltd., Shanghai City, China CNY k 50,00 3.755.763 39.635 (3) CN
91 KUKA Systems (China) Co. Ltd., Shanghai, China CNY k 100,00 8.603 -67.747 (3) CN
92 KUKA Systems (India) Pvt. Ltd., Maharashtra, Pune, Indien INR k 100,00 82.993 0 (3) RO
93 KUKA Vietnam Co., Ltd., Hanoi, Vietnam VND k 100,00 -1.174 -1.813 (3) RO
94 Swisslog Asia Ltd., Hongkong, China HKD k 100,00 190.200 179.957 (3) SL/CN
95 Swisslog Australia Pty Ltd., Sydney, Australien AUD k 100,00 -4.796 -3.375 (3) SL
96 Swisslog Healthcare Asia Pacific Pte. Ltd. , Singapur, Singapur SGD k 100,00 -1.833 -6.590 (3) SL HC
97 Swisslog Healthcare Korea Co., Ltd., Bucheon si, Kyeonggi-do, Südkorea KRW k 100,00 -1.512 -1.277 (3) SL HC
98 Swisslog Healthcare Shanghai Co., Ltd., Shanghai, China CNY k 50,00 112.833 -7.898 (3) SL HC/CN
99 Swisslog Healthcare Trading MEA LLC, Emirate of Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED k 49,00 4.463 1.166 (3) SL HC
100 Swisslog Malaysia Sdn Bhd, Selangor, Malaysia MYR k 100,00 13.581 6.034 (3) SL
101 Swisslog Middle East LLC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED k 49,00 -3.022 1.132 (3) SL
102 Swisslog Singapore Pte Ltd., Singapore, Singapur SGD k 100,00 6.969 2.824 (3) SL
103 Shanghai Swisslog Healthcare Technology Co. Ltd., Shanghai, FTZ, China CNY nk 100,00 - - (3) SL HC/CN
104 Shanghai Swisslog Logistics Automation Co. Ltd., Shanghai, FTZ, China CNY nk 100,00 - - (3) SL/CN
105 Chang'an Reis (Chongqing) Robotic Intelligent Equipment Co. Ltd, Chongqing, China CNY at 50,00 15.228 624 (3) SY
106 Guangdong Swisslog Technology Co., Ltd. , Shunde, China CNY at 50,00 - - (3) SL/CN
107 Swisslog (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China CNY at 100,00 278.566 -2.010 (3) SL/CN
108 Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co. Ltd., Yangzhou City, China CNY at 49,00 58.953 -3.693 (3) SY

Fußnoten

*) Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht haben

**) Principle place of business

1) Nach Ergebnisabführung

2) Jahresabschluss 31.12.2018

3) Jahresabschluss 31.12.2019 aus Konzernabschluss

4) Rumpfwirtschaftsjahr

Art der Einbeziehung

k - vollkonsolidierte Gesellschaften

nk - nicht konsolidierte Gesellschaften

at - nach der Equity Methode bilanzierte Finanzanlage

b - Beteiligung

Segmente

SY Systems

RO Robotics

SL Swisslog

SL HC Swisslog Healthcare

CN China

CF Central Functions

ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Vom Jahresüberschuss der KUKA Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres in Höhe von 22.362 TEUR wird die Hälfte, also 11.181 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Vom verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 41.598 TEUR schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor eine Dividende von 0,30 EUR je Aktie, insgesamt 11.933 TEUR zu zahlen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 29.665 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

KONZERNVERHÄLTNISSE

Die KUKA Aktiengesellschaft erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, der beim Bundesanzeiger eingereicht wird und im Zentralen Unternehmensregister (www.Unternehmensregister.de) eingesehen werden kann. Der Konzernabschluss umfasst alle mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen der KUKA Aktiengesellschaft.

Die KUKA Aktiengesellschaft selbst ist eine 94,55%ige mittelbare Tochtergesellschaft der Midea Gruppe Co. Ltd., Foshan City, Guangdong Province/China. Die KUKA Aktiengesellschaft wird in den Konzernabschluss der Midea Gruppe Co. Ltd., Foshan City, Guangdong Province/China einbezogen, der über die Internetseite www.cninfo.com.cn oder direkt auf der Internetseite der Midea Gruppe Co. Ltd. Unter www.midea-group.com/Investors/reports erhältlich ist.

Augsburg, 03. März 2020

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Peter Mohnen

Andreas Pabst

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Augsburg, 03. März 2020

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Peter Mohnen

Andreas Pabst

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der KUKA AG und des KUKA Konzerns, (im Folgenden: "Lagebericht") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Anhang, Abschnitt "Bilanzierung und Bewertung".

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Im Jahresabschluss der KUKA AG zum 31. Dezember 2019 werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 485 Mio ausgewiesen. Deren Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf insgesamt 40 % und hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft mithilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens.

Die für das Discounted-Cashflow-Verfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten drei Jahre sowie einem Übergangsjahr, welche mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist.

Die Berechnung des beizulegenden Werts nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ist komplex und hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Dies gilt insbesondere für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme und langfristigen Wachstumsraten, die Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie die Einschätzung der Dauerhaftigkeit der Wertminderung.

Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Anteile an verbundenen Unternehmen nicht werthaltig sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Unsere Prüfung haben wir risikoorientiert durchgeführt. Zunächst haben wir anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen beurteilt, bei welchen Anteilen Anhaltspunkte für einen Abschreibungsbedarf bestehen. Anschließend haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für steuerliche Zwecke, und dem von den gesetzlichen Vertretern genehmigten Budget vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt.

Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben.

Die dem Kapitalisierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes, der erwarteten Zahlungsströme bzw. der langfristigen Wachstumsrate auf den beizulegenden Wert untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Das der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an verbundene Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht in Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind sachgerecht.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im Lagebericht verwiesen wird,
den uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden gesonderten nichtfinanziellen Bericht, auf den im Lagebericht Bezug genommen wird, und
die im Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts.

Die sonstigen Informationen umfassen nicht den umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 29. November 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Abschlussprüfer der KUKA AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der KPMG AG WPG bezog sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der KUKA AG sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen ihrer Tochterunternehmen einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen und mit dem Aufsichtsrat vereinbarter Prüfungsschwerpunkte.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Hans Querfurth.

Augsburg, den 11. März 2020

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Querfurth, Wirtschaftsprüfer

gez. Specht, Wirtschaftsprüfer