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KUKA AG — Annual Report 2018
May 21, 2019
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Annual Report
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KUKA Aktiengesellschaft
Augsburg
Einzelabschluss KUKA AG 2018
Bericht des Aufsichtsrats
JAHRESABSCHLUSS DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
wir haben die Gesellschaft im vergangenen Jahr in einer Phase begleitet, die durch verstärkte Aktivitäten in China mit einem neuen Aufbruch einerseits und gegen Ende sich stark eintrübende Geschäftsaussichten andererseits geprägt war. Der Aufsichtsrat hat intensiv, insbesondere durch seine Ausschüsse, begleitet und dadurch seine Kontroll- und Beratungsfunktion wahrgenommen. Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Budget, während die Beratungen sich auch stark auf die Strategie fokussierten. Die Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand erfolgte in konstruktiver weise.
Der Aufsichtsrat nahm seine Aufgaben in Plenarversammlungen, Ausschusssitzungen. Telefonkonferenzen und in Umlaufbeschlüssen wahr. Vor allen Dingen der Vorsitzende des Aufsichtsrats und die Vorsitzenden seiner Ausschüsse führten regelmäßig Gespräche mit dem Vorstand und standen so als besonders vertraute Partner zur Verfügung. Die wesentlichen Kennzahlen des Konzerns (z. B. Auftragseingang, Umsatz, EBIT, Personalstärke) wurden in jeder Aufsichtsratssitzung im Zusammenhang mit dem Lagebericht des Vorstands eingehend diskutiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wie auch von den Budgets wurden im Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen von ihm überprüft. Der Aufsichtsrat war so kontinuierlich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Bilde.
Fragen der Vorstandsvergütung wurden im Personalausschuss vorbereitet und dann durch das Plenum des Aufsichtsrats entschieden.
Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat
Im Vorstand haben sich Veränderungen ergeben. Die Bestellung von Dr. Till Reuter zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands der Gesellschaft wurde im gegenseitigen Einvernehmen zum 5. Dezember 2018, 24:00 Uhr. beendet. Peter Mohnen wurde zum 6. Dezember 2018, 0:00 Uhr. zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Seine Bestellung als Vorstand läuft noch bis zum 31. März 2022. Die vakant gewordene Position als CFO wurde sodann ab dem 6. Dezember 2018. 0:00 Uhr, durch Andreas Pabst besetzt. Beide Maßnahmen sind zunächst interimsweise erfolgt; ggf. läuft die Bestellung von Andreas Pabst bis zum 5. Dezember 2021. Es bestand keine Veranlassung, die bisher auf 0 Prozent festgesetzte Frauenquote für den Vorstand zu ändern.
Der Aufsichtsrat hat sich mit der Hauptversammlung am 6. Juni 2018 neu zusammengesetzt. Er besteht nunmehr auf der Seite der Anteilseigner aus Dr. Yanmin (Andy) Gu, Hongbo (Paul) Fang, Prof. Dr. Henning Kagermann. Min (Francoise) Liu, Dr. Myriam Meyer sowie Alexander Tan und auf der Arbeitnehmerbank aus Michael Leppek, Wilfried Eberhardt, Manfred Hüttenhofer, Armin Kolb, Carola Leitmeir und Tanja Smolenski. Sämtliche dieser Mandate laufen bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2023. Ausgeschieden sind Prof. Dr. Michele Morner und Siegfried Greulich, denen unser herzlicher Dank für die in diesem Gremium geleistete Arbeit gilt.
Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde erneut Dr. Yanmin (Andy) Gu gewählt, während zu seinem Stellvertreter wiederum Michael Leppek bestimmt wurde.
Es erfolgten sodann auch Neu- bzw. Wiederbesetzungen der Ausschüsse, nämlich Vermittlungsausschuss nach § 27 MitbestG: Dr. Yanmin (Andy) Gu sowie Michael Leppek als geborene Mitglieder und Min (Francoise) Liu sowie Carola Leitmeir als gewählte Mitglieder; Personalausschuss: Dr. Yanmin (Andy) Gu gemäß §7 Abs. U der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats als geborenes Mitglied sowie Min (Francoise) Liu und Michael Leppek und Armin Kolb als gewählte Mitglieder; Prüfungsausschuss: Dr. Yanmin (Andy) Gu als geborenes Mitglied und Carola Leitmeir. Dr. Myriam Meyer, Tanja Smolenski und Michael Leppek und Alexander Tan als gewählte Mitglieder; Nominierungsausschuss: Wahl von Dr. Yanmin (Andy) Gu, Paul Fang und von Francoise Liu; Strategie- und Technologieausschuss: geborenes Mitglied Dr. Yanmin (Andy) Gu, gewählte Mitglieder Carola Leitmeir, Min (Francoise) Liu. Dr. Myriam Meyer sowie Manfred Hüttenhofer, Prof. Dr. Henning Kagermann, Armin Kolb und Michael Leppek. Im Vermittlungsausschuss und im Personalausschuss führt den Vorsitz Dr. Yanmin (Andy) Gu, während der Prüfungsausschuss von Alexander Tan und der Strategie- und Technologieausschuss von Prof. Dr. Henning Kagermann geleitet werden.
Zum Ende des Berichtsjahres betrug der Frauenanteil des Aufsichtsrats bei vier weiblichen von insgesamt zwölf amtierenden Mitgliedern 30 Prozent.
Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse
Der Aufsichtsrat traf sich zu sechs Plenarsitzungen. Er hielt zwei Telefonkonferenzen ab und fasste zwei Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren.
Die erste Sitzung des Aufsichtsrats fand am 21. März 2018 statt. Es handelte sich um die Sitzung, die die für das Jahr 2017 aufgestellten Jahresabschlüsse der KUKA AG und des Konzerns behandelte. Die KPMG als Abschlussprüfer erstattete einen Bericht und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nahm Stellung. Beiden Abschlüssen wurde durch den Aufsichtsrat zugestimmt, sodass der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft damit festgestellt war. Der Aufsichtsrat hatte auch über den Vorschlag der Verwendung des Bilanzgewinns 2017 mit einer Dividendenzahlung von 0,50€ pro Aktie zu beschließen. Der Aufsichtsrat verabschiedete den Corporate Governance-Bericht. Zudem verabschiedete er den Bericht des Aufsichtsrats für das Jahr 2017. Neu musste sich der Aufsichtsrat mit dem Nachhaltigkeitsbericht gemäß §§ 315b. 315c, 289c HGB befassen. Der Aufsichtsrat prüfte - wie zuvor schon der Prüfungsausschuss -diesen Bericht und erhob hiergegen keine Einwendungen. Das Gremium entschied dann noch über Beschlussvorschläge an die für den 6. Juni 2018 vorgesehene Hauptversammlung. Es befasste sich aber auch mit dem Operational-Excellence-Programm der Gesellschaft mit Kosteneinsparungen 2017-2020. Schließlich standen Fragen der Vorstandsvergütung, wie etwa die Erreichungsgrade der für die Vorstände festgelegten Ziele 2017 und der Erfolgsfaktor 2017 für die variable Tantieme finanzieller Unternehmensziele auf der Tagesordnung. Außerdem wurde der Erfolgsfaktor für die Abrechnung des Phantom-Share-Programms 2015-2017 festgelegt. Der Aufsichtsrat entschied auch über die Berechnungsgrundlagen 2018 für die variable Tantieme Unternehmensziele des Vorstands. Breiten Raum nahm die Behandlung der Joint Ventures mit Midea und zum Technologie-Park Shunde ein. Es wurden die Gründung von zwei Robotics China Joint Ventures mit Beteiligung 50 Prozent KUKA und 50 Prozent Midea beschlossen und zwar durch Kapitalerhöhungen von Midea bei bestehenden KUKA Gesellschaften, Gründung eines Swisslog WDS China Joint Ventures und Swisslog HCS China Joint Ventures, ebenso in jedem Fall durch Kapitalerhöhung von Midea bei Swisslog Gesellschaften. Schließlich wurde die Errichtung eines Technologieparks in Shunde, in der dann auch eine lokale Roboterfertigung stattfinden soll, mit erheblichen Investitionen durch eines der Roboter Joint Ventures zugestimmt. Als letztes wurde dann noch ein Vergleich mit der Firma KBee AG behandelt und dem vom Vorstand vorgeschlagenen Vorgehen zugestimmt.
Am 16. April 2018 hielt der Aufsichtsrat eine Telefonkonferenz ab, in der es noch um die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung der Kandidaten der Anteilsvertreter für den Aufsichtsrat zu gehen hatte. Außerdem wurden die persönlichen Ziele der Vorstände für 2018 und der Long Term Incentive Plan 2018-2020 für die Vorstände beschlossen.
Am Tag der Hauptversammlung, dem 6. Juni 2018, fand sich der Aufsichtsrat vor und nach der Hauptversammlung zu Sitzungen zusammen. Der Aufsichtsrat bereitete sich zunächst auf die Hauptversammlung vor.
Nach der Hauptversammlung standen die Wahlen des Aufsichtsratsvorsitzenden, des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und die Besetzungen der Ausschüsse an. Es wurde dann der IKS-Bericht 2017 erstattet und ein Bericht zur Supply Chain Robotics entgegengenommen. Im Rahmen der regelmäßigen Fortbildung referierte Rechtsanwalt Dr. Christian Vogel zum Thema "Informationsrechte von Aufsichtsratsmitgliedern"
Am 24. September 2018 fand die traditionelle Strategiesitzung statt. Prof. Dr. Henning Kagermann erstattete dazu den Bericht aus den Sitzungen des Strategie- und Technologieausschusses des laufenden Jahres. Noch am selben Morgen hatte dieser Ausschuss die Strategiepräsentation des Vorstands vorbehandelt. Die Strategie für 2019 bis 2023 der Gesellschaft wurde, wie vom Vorstand vorgestellt, zustimmend zur Kenntnis genommen. Weitere Themen dieser Sitzung waren die M&A-Nachbereitung der Reis-Akquisition, die Customer Centric Organization(CCO)-Umsetzung, ein Bericht aus dem Prüfungsausschuss durch Alexander Tan, das neuerlich aufgelegte Kosteneinsparungsprogramm sowie ein Update zu den Joint Ventures mit Midea.
Am 25./26. November 2018 kam es zu einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung. Kurzfristig musste über die Beendigung des Vorstandsamts von Dr. Till Reuter im Einvernehmen mit ihm entschieden werden. Diese führte dann auch zur Ernennung von Peter Mohnen zum Vorstandsvorsitzenden sowie zur Berufung von Andreas Pabst zum neuen CFO. In diesem Zusammenhang war dann über die Modalitäten der vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrages von Dr. Till Reuter zu befinden. Über die Änderung des Dienstvertrags mit Peter Mohnen und einen neuen Vorstandsvertrag mit Andreas Pabst konnten wegen der Kurzfristigkeit noch nicht beraten werden.
Am 7. Dezember 2018 wurde die letzte ordentliche Aufsichtsratssitzung nach Shunde einberufen. Es wurde zum Budget 2019 und zur Mittelfristplanung 2021 beraten und beschlossen. Außerdem erfolgte ein Update zum Kosteneinsparungsprogramm und ein Bericht zur M&A-Nachbereitung im Hinblick auf die Akquisitionen Talyst, Device Insight, Visual Components, PipelineRx und MorTech. Es schlossen sich der Jahresbericht des Personalausschusses und ein aktueller Bericht des Prüfungsausschusses an. Des Weiteren wurde die Investorenvereinbarung zwischen der Gesellschaft und Midea diskutiert und eine Selbstreflexion zur Effizienz des Aufsichtsrats vorgenommen. Am Ende stand schließlich erneut eine Fortbildung mit dem Vortrag des Chefsyndikus zur "Überwachung Compliance Management System durch den Aufsichtsrat".
Noch am 22. Dezember 2018 folgte eine telefonische Abstimmung des Aufsichtsrats zu Personalthemen des Vorstands.
Die schriftlichen Beschlussfassungen datieren vom 15. Februar und 21. November 2018 und betrafen beide die Entsprechenserklärung nach §161 AktG.
Im Berichtsjahr nahmen mit Ausnahme von Hongbo (Paul) Fang sämtliche Aufsichtsratsmitglieder an mehr als der Hälfte der Plenarsitzungen und Ausschusssitzungen (Ziffer 5.4.7 DCKG) teil. Der Aufsichtsrat trat, wenn nichts Anderes erwähnt, im Beisein des Vorstands zusammen. Eine Ausnahme ergab sich bei Themen zu dessen Vergütung (Ziffer 3.6 Abs. 2 DCGK).
Weitere Aspekte der Corporate Governance können dem gleichnamigen Bericht, der Bestandteil des Geschäftsberichts ist. entnommen werden.
Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse: Personalausschuss (Vorsitz: Dr. Yanmin (Andy) Gu), Prüfungsausschuss (Vorsitz: Alexander Tan), Strategie- und Technologieausschuss (Vorsitz: Prof. Dr. Henning Kagermann), Vermittlungsausschuss nach §27 Abs. 3 MitbestG (Vorsitz: Dr. Yanmin (Andy) Gu). Der Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK ist ebenfalls eingerichtet.
Der Personalausschuss tagte fünfmal. Es ging häufig um die Vergütung des Vorstands. In einer Sitzung wurde auch über die Empfehlung des Ausschusses zum Ausscheiden von Dr. Till Reuter und der damit verbundenen Beendigung des Dienstvertrages beraten und beschlossen. Des Weiteren wurde zu Vorschlägen betreffend die Ernennung von Peter Mohnen zum Vorstandsvorsitzenden und die Ernennung von Andreas Pabst zum neuen CFO beraten und beschlossen.
Der Prüfungsausschuss hatte sechs Zusammenkünfte. Regelmäßig wurden die Finanzabschlüsse der KUKA Gruppe und der KUKA AG behandelt. Darüber hinaus wurden der Revisionsplan 2018, der jeweils aktuelle Risikobericht und ein regelmäßiger Bericht über den Stand der internen Audits besprochen. Der Prüfungsausschuss ließ sich auch regelmäßig vom Chief Compliance Officer der Gesellschaft berichten.
Der Strategie- und Technologieausschuss trat fünfmal zusammen. Es ging neben Beratungen zur Konzernstrategie u.a. um Wettbewerbsanalysen, loT-Potenziale, den Entwicklungsstand LBR iisy, Consumer Robotics und Item Picking Logistics.
Der Nominierungsausschuss trat am 21. März und 16. April 2018 zusammen, um die Auswahl und Nominierung von Kandidatinnen und Kandidaten der Anteilseigner für die Vorschläge durch den Aufsichtsrat an die Hauptversammlung vorzunehmen.
Es gab keinen Anlass für das Zusammenkommen des Vermittlungsausschusses.
Unabhängigkeit und Interessenskonflikte, Entsprechenserklärung
Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Yanmin (Andy) Gu, Hongbo (Paul) Fang und Min (Francoise) Liu befinden sich in Anstellungsverhältnissen mit der Midea Gruppe, die an der KUKA 94,5 Prozent der Aktien hält. Dr. Yanmin (Andy) Gu und Hongbo (Paul) Fang haben dort auch Organfunktion. Alexander Tan, zunächst auch Angestellter von Midea, ist aber dort unterjährig ausgeschieden und nunmehr unabhängig. Im Hinblick auf Interessenskonflikte im Berichtsjahr ist vom Ausstand der Midea-Vertreter bei der Beschlussfassung zu den Midea-Joint Ventures und dem Technologiepark in Shunde in der Sitzung vom 21. März 2018 zu berichten. Dr. Yanmin (Andy) Gu, Francoise Liu, Paul Fang und Alexander Tan nahmen zwar zum Zwecke der Auskunftserteilung an der Diskussion teil, wegen Interessenskonflikt jedoch nicht an der Beschlussfassung. Zudem übernahm Michael Leppek den Vorsitz in diesem Sitzungsabschnitt.
Aufsichtsrat und Vorstand haben gleichlautende Erklärungen nach §161 AktG abgegeben. Die Beschlussfassungen erfolgten zunächst am 5. Februar 2018 durch den Vorstand und am 15. Februar 2018 durch den Aufsichtsrat. Am 7. November 2018 durch den Vorstand und am 21. November 2018 durch den Aufsichtsrat wurde jeweils eine ergänzte Entsprechenserklärung abgegeben. Die Entsprechenserklärungen wurden den Aktionären der Gesellschaft auf deren Website dauerhaft zugänglich gemacht.
Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer
Den Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie den Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2018 mit dem für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern zusammengefassten Lagebericht hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 5. März 2019 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Gegenstand der Abschlussprüfung war auch das Überwachungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG zur Früherkennung von Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Außerdem wurde der Halbjahresfinanzbericht des KUKA Konzerns zum 30. Juni 2018 einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen. Der Konzern-Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.
Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2018 an die KPMG vergeben. Im Rahmen der Vergabe des Auftrags zur Prüfung der Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns erörterten der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Kosten. Mit dem Abschlussprüfer bestand und besteht Einvernehmen, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe während der Prüfung unverzüglich zu benachrichtigen ist, soweit solche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe nicht sofort beseitigt werden konnten. Außerdem wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser laufend über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, berichtet. Der Abschlussprüfer hatte des Weiteren den Aufsichtsrat zu informieren bzw. in seinem Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach §161 Abs. 1 Satz 1 AktG abgegebenen Erklärung ergeben.
Schließlich holte der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 Abs. 1 DCGK ein und überwachte die Unabhängigkeit des Prüfers.
Wie in den vergangenen Jahren - jeweils zu anderen Themen -wurden für die Prüfung im Geschäftsjahr 2018 Schwerpunkte festgelegt: nämlich die Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen (insbesondere Software); Ansatz Bewertung und Ausweis von Finanzierungsleasing-Sachverhalten, bei denen KUKA Leasinggeber ist; IFRS 9 Umstellung; Segmentberichterstattung und Zuordnung des Goodwills zu den neuen Cash Generating Units, Ansatz und Bewertung von Restrukturierungsrückstellungen; Konzernsteuerquote; Konsolidierungskreis; Bewertung von Beteiligungen; Abhängigkeitsbericht.
Wegen der auftragsgemäß erfolgten prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2018 nahm der Abschlussprüfer an der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 3. August 2018 teil.
In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer befasste sich der Prüfungsausschuss am 14. März 2019 mit dem Jahres- und Konzern-Abschluss für das Jahr 2018 - auch unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers - und ließ sich diese schwerpunktmäßig von Vorstand und Abschlussprüfer erläutern. Die dabei von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses gestellten Fragen wurden beantwortet, die Abschlussunterlagen im Einzelnen mit dem Abschlussprüfer diskutiert und vom Ausschuss geprüft sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse seiner Beratungen in dessen Sitzung am 27. März 2019 und empfahl ihm, den Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft und den Abschluss des KUKA Konzerns für das Jahr 2018 zu billigen.
Der Aufsichtsrat prüfte am 27. März 2019 im Plenum die Abschlussvorlagen und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Der Abschlussprüfer KPMG nahm an dieser Aufsichtsratssitzung teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und ergänzende Auskünfte zu erteilen. Die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. KPMG erläuterte im Einzelnen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sowie des Konzerns und berichtete darüber hinaus, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess und des Risikofrüherkennungssystems vorlägen. Die Abschlussunterlagen wurden gemeinsam durchgegangen und die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen von KPMG beantwortet. Die Prüfungen der Jahresabschlüsse 2018 der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns konnten so nachvollzogen werden.
Außerdem wurde in der Sitzung vom 27. März 2019 zum zweiten Mal für den KUKA Konzern ein für 2018 erstellter Nachhaltigkeitsbericht gemäß §§315b. 315c, 289c HGB nach vorausgehender Behandlung durch den Prüfungsausschuss auch durch das Plenum geprüft. Es ergaben sich keine Beanstandungen.
Schließlich hatte sich der Aufsichtsrat vor dem Hintergrund der Aktionärsstellung von Midea (94,55 Prozent) mit dem vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellten Abhängigkeitsbericht für 2018 zu befassen. Dieser Bericht wurde ebenfalls von der KPMG als Abschlussprüfer einer Prüfung unterzogen. Der Aufsichtsrat, nach vorbereitender Befassung durch den Prüfungsausschuss, führte eine weitere Prüfung durch. Sämtliche Prüfungen bestätigten die Abschlusserklärung des Vorstands, dass in den Geschäftsbeziehungen der KUKA Gruppe mit Midea Gesellschaften im Geschäftsjahr 2018 angemessene Gegenleistungen gewährt wurden und daraus KUKA Gesellschaften keine Nachteile erwachsen sind.
Feststellung Jahresabschluss 2018
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 27. März 2019 in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses sowie der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und dessen Erläuterung nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung zu den Jahresabschlüssen 2018 für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern keine Einwendungen erhoben und sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen. Die Berichte des Abschlussprüfers entsprechen nach seiner Überzeugung den gesetzlichen Anforderungen aus den §§ 317 und 321 HGB.
Der Aufsichtsrat hat sich von der Vollständigkeit des für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern zusammengefassten Lageberichts überzeugt. Die vom Vorstand getroffenen Einschätzungen in diesem Lagebericht stimmen mit dessen Berichten an den Aufsichtsrat überein und die Aussagen des zusammengefassten Lageberichts decken sich auch mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat auch gegen den zusammengefassten Lagebericht keine Einwendungen erhoben. Ebenso unterzog der Aufsichtsrat in seiner Plenarsitzung den Nachhaltigkeitsbericht des Konzerns seiner Prüfung und erhob keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat hat daher in seiner Bilanzsitzung vom 27. März 2019 den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 aufgestellten Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt.
Gleichfalls hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 aufgestellten Konzern-Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft gebilligt und den Corporate Governance-Bericht verabschiedet.
Der Vorstand hatte zunächst vorgeschlagen, vom Bilanzgewinn eine Dividende von 0,40 € je dividendenberechtigter Stückaktie zu zahlen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 27. März 2019 einen Vorschlag über eine Dividende von 0,30 € bei Vortrag des verbleibenden Betrags auf neue Rechnung beschlossen. Diesem Vorschlag des Aufsichtsrats hat der Vorstand sich noch am selben Tag angeschlossen.
Dank an die Mitarbeiter
2018 war für die KUKA ein durch die Gründung der Joint Ventures mit Midea in China geprägtes Jahr. Zuletzt hatte sich die Gesellschaft mit der sich eintrübenden Konjunktur in der Autoindustrie und Elektronikindustrie auseinanderzusetzen und unter den nachlassenden Geschäften in China zu leiden. Trotzdem kann wieder eine Dividende für dieses Jahr gezahlt werden. Daran haben nicht nur der Vorstand, sondern alle Mitarbeiter im KUKA Konzern ihren Anteil.
Der Aufsichtsrat ist daher allen Mitarbeitern von KUKA Gesellschaften für ihr Engagement zu besonderem Dank verpflichtet. Die Mitarbeiter haben sich 2018 erneut für die Gesellschaft eingesetzt und das Unternehmen für die Zukunft gerüstet. Der Aufsichtsrat dankt aber auch den Mitgliedern des Vorstands, den Geschäftsführern der Konzerngesellschaften und den Belegschaftsvertretern. Alle haben mit ihren Leistungen dem Unternehmen sowie dem Wohl seiner Kunden und Aktionäre in beeindruckender Weise gedient.
Augsburg, 27. März 2019
Der Aufsichtsrat
Dr. Yanmin (Andy) Gu, Vorsitzender
Zusammengefasster Lagebericht
Grundlagen des Konzerns
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
KUKA ist einer der führenden Automatisierungsspezialisten weltweit. KUKAs Ziel ist es, die Kunden bei der ganzheitlichen Optimierung ihrer Wertschöpfung mit umfassendem Automatisierungs- und Digitalisierungs-Know-how zu unterstützen. Der globale Technologiekonzern bietet seinen Kunden das komplette Leistungsspektrum aus einer Hand: von der Komponente - dem Roboter - über die Zelle, die schlüsselfertige Anlage bis hin zur Vernetzung. Mit fortschrittlichen Automatisierungslösungen trägt KUKA zur Effizienzsteigerung und verbesserten Produktqualität der Kunden bei. Im Zuge von Industrie 4.0 stehen die digitale, vernetzte Produktion, flexible Fertigungskonzepte und Logistiklösungen sowie neue Geschäftsmodelle im Fokus. Mit jahrzehntelanger Automatisierungserfahrung, tiefem Prozess-Know-how und cloudbasierten Lösungen verschafft KUKA seinen Kunden einen Vorsprung.
Zum 1. Januar 2018 wurde mit der Einführung einer neuen Organisationsstruktur begonnen, die Customer Centric Organisation (CCO). KUKA plant weitere Änderungen an der Organisationsstruktur vorzunehmen (siehe Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, Seite 20) Bis dahin berichtet KUKA weiterhin nach den Geschäftsbereichen Robotics, Systems und Swisslog.
Der Geschäftsbereich Robotics entwickelt, produziert und vertreibt die Kernkomponente für die Automatisierung - den Roboter. Neben der Fertigung von Industrie- und Servicerobotern stehen auch die Robotersteuerung und Software im Fokus sowie die Analyse und Nutzung von Big Data in der Produktion. Darüber hinaus bietet Robotics seinen Kunden umfangreiche Serviceleistungen an.
Die Kernkompetenz des Geschäftsbereichs Systems liegt in maßgeschneiderten Lösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen. Systems plant und realisiert für seine Kunden automatisierte Anlagen. Im Fokus stehen Großprojekte vor allem für die Automobilindustrie. Die Kompetenz im Zellengeschäft und das tiefe Prozess-Know-how bündelt KUKA in dem Bereich KUKA Industries als Teil des Geschäftsbereichs Systems.
Der Geschäftsbereich Swisslog ist in zwei Divisionen aufgeteilt. Healthcare Solutions setzt Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Krankenhäuser um und verbessert nachhaltig deren Effizienz und die Patientenversorgung. Die Division Warehouse & Distribution Solutions bietet im Segment Logistik automatisierte, roboter- und datengesteuerte Intralogistiksysteme an, von der Planung über die Umsetzung bis hin zum Service. Durch die Kombination der Swisslog Logistiklösungen mit roboterbasierten Automatisierungslösungen der anderen Geschäftsbereiche im Konzern bietet KUKA neue Möglichkeiten der flexiblen Automatisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Geschäftsbereich Robotics
Die Kernkomponente für die Automatisierung von Fertigungsprozessen liefert der Geschäftsbereich Robotics: Industrieroboter zusammen mit Steuerung und Software. Das breite Produktportfolio deckt Traglastbereiche von drei bis 1.300 kg ab. So kann KUKA optimal auf die unterschiedlichen Anforderungen der Kunden eingehen. Kunden und Mitarbeiter können in den KUKA Colleges an mehr als 30 Standorten weltweit technische Schulungen und Fortbildungen besuchen. Der Großteil der Robotermodelle wird in Augsburg entwickelt, montiert, getestet und ausgeliefert. Die Schaltschränke werden in zwei ungarischen Werken in Taksony und Füzesgyarmat gefertigt. Für den asiatischen Markt produziert KUKA im Werk in Shanghai / China. Zudem errichtet KUKA im Robotikpark in Shunde eine neue Roboterproduktion.
KUKA Robotics erweitert sein Angebotsspektrum kontinuierlich, um Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen passende Lösungen anzubieten und um kleinen und mittelständischen Unternehmen den wirtschaftlichen Einsatz von Robotern zu ermöglichen. Der Bereich Forschung und Entwicklung spielt hier eine bedeutende Rolle. Mit neuen Produkten und Technologien erschließt KUKA weitere Märkte und schafft neue Einsatzbereiche für die roboterbasierte Automatisierung.
Offene Vernetzung und Kollaboration sind dabei der Kern der Idee von Industrie 4.0, der Produktion der Zukunft. Dieser Paradigmenwandel wird bereits heute gelebt und bewusst vorangetrieben. Denn der Roboter spielt die Schlüsselrolle in der Fabrik der Zukunft. Mit deren Realisierung werden die Industrienationen ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen und gleichzeitig dem demografischen Wandel entgegenwirken können. Industrie 4.0 ist für uns ein nachhaltiges Investment in unsere Zukunft.
Mit Fokus auf dem digitalen Geschäftswandel bietet der KUKA Marketplace den Kunden die Zero-Touch-IoT-Lösung für smarte Produktion - KUKA Connect. KUKA Connect ist eine cloudbasierte Software-Plattform, die es den Nutzern erlaubt, überall und jederzeit auf ihre KUKA Roboter zuzugreifen und diese zu analysieren. Dank KUKA Connect können Kunden das Produkt schneller auf den Markt bringen, an gesetzliche Anforderungen anpassen, die Effizienz steigern und schnell Innovationen einführen. Der KUKA Marketplace bietet den Kunden nicht nur die Möglichkeit, nach neuesten KUKA Produkten zu suchen und diese zu erwerben, sondern stellt für weitere Informationen auch Benutzerhandbücher und Videos zur Verfügung.
Geschäftsbereich Systems
Der Geschäftsbereich Systems bietet maßgeschneiderte Komplettlösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen in der Automobilindustrie. Hierzu gehören der Karosseriebau, die Montage von Motoren und Getrieben, aber auch zukunftsweisende Geschäftsfelder wie die Elektromobilität mit der Entwicklung von Ladeassistenten und Batteriemodulfertigungen. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Anlage ab: von einzelnen Systemkomponenten, Werkzeugen und Vorrichtungen über automatisierte Produktionszellen bis hin zu kompletten, schlüsselfertigen Anlagen. Das Know-how liegt in der Bündelung von Erfahrungen und Kompetenzen im Engineering, Projektmanagement, Prozesswissen, Inbetriebnahme und Service für die automatisierte Produktion von Fahrzeugen.
Der Geschäftsbereich Systems verfügt über die Expertise zur Gestaltung flexibler und effizienter Fertigungsprozesse und kann seine Kunden mit zukunftsorientierten Lösungen gezielt in Richtung Industrie 4.0 und Elektromobilität führen.
Die Kompetenz im Zellengeschäft und das tiefe Prozess-Know-how bündelt KUKA in dem Bereich KUKA Industries als Teil des Geschäftsbereichs Systems. An seinen weltweiten Standorten bietet KUKA Industries innovative Füge- und Bearbeitungstechnologien, Laserund Sonderschweißverfahren, sowie alle Prozessschritte im Gießereibereich und in der Photovoltaik- und Batterieproduktion. KUKA Industries ist Experte für prozess- und kundenorientierte Zellen und Lösungen, von der ersten Idee bis zur Produktionsbegleitung, für Kunden in den Branchen Automotive, Consumer Goods, Energy & Storage, Electronics und vielen weiteren Bereichen.
Die Märkte in Deutschland und Europa werden von Augsburg, die Region Nord- und Südamerika vom Großraum Detroit in den USA und der asiatische Markt von Shanghai in China betreut. Die KUKA Systems Standorte Bremen, Großraum Detroit und Shanghai projektieren und liefern automatisierte Montagelinien sowie Test- und Prüfstände für Motoren und Getriebe. In Toledo (USA) produziert KUKA Toledo Production Operations (KTPO) im Rahmen eines Betreibermodells für Chrysler den Jeep Wrangler. In 2018 wurden Investitionen für den Umbau der Produktionsanlage getätigt, der Produktionsstart für den neuen Jeep Wrangler JT ist im zweiten Quartal 2019 geplant.
Geschäftsbereich Swisslog
Mit dem Geschäftsbereich Swisslog erschließt KUKA auf dem Gebiet der Intralogistik die Wachstumsmärkte E-Commerce /Retail, Consumer Goods und Gesundheitswesen. Swisslog mit Hauptsitz in Buchs, Aarau /Schweiz, beliefert Kunden in mehr als 50 Ländern weltweit. Von der Planung und Konzeption über die Realisierung bis zum Service über die gesamte Lebensdauer einer Anlage bietet Swisslog integrierte Systeme und Services aus einer Hand.
Der Bereich Swisslog Healthcare (HCS) entwickelt und realisiert Automatisierungslösungen für moderne Krankenhäuser. Ziel ist es, Effizienzen zu steigern und die Patientensicherheit zu erhöhen.
Durch Prozessoptimierungen im Medikamentenmanagement während und nach dem stationären Aufenthalt von Patienten, gewinnt das Krankenhauspersonal Zeit für die Pflege und die Patientenzufriedenheit erhöht sich. Zeitgleich reduzieren sich Medikationsfehler durch den Einsatz von Automatisierungslösungen von Swisslog Healthcare nachweislich.
Der Bereich Warehouse & Distribution Solutions (WDS) realisiert integrierte Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Lager und Verteilzentren. Als Generalunternehmer bietet die Division schlüsselfertige Gesamtlösungen, beginnend bei der Planung über die Realisierung bis hin zum Service und setzt dabei vor allem auf datengesteuerte und roboterbasierte Automatisierung. Swisslog bietet ein Industrie 4.0 Portfolio an, das aus smarten Technologien, innovativer Software, angepassten Serviceleistungen besteht, um die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden im Bereich Logistik nachhaltig zu verbessern.
Durch die Kombination der Swisslog Logistiklösungen mit roboterbasierten Automatisierungslösungen der anderen Geschäftsbereiche im Konzern bietet KUKA neue Möglichkeiten der flexiblen Automatisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Märkte und Wettbewerbspositionen
Die Automatisierung der Produktionswelt schreitet dynamisch voran. Aus vielen Fabriken ist sie nicht mehr wegzudenken. Dabei hat sich die Rolle eines Roboters in den Produktionshallen stark gewandelt. Von zuvor isolierten Robotern, die einzelne Aufgaben und Prozessschritte hinter Schutzzäunen automatisieren, geht der Trend hin zu einem intelligenten Helfer, der vollwertig in die Produktion integriert werden kann. Von dieser Entwicklung profitiert auch die General Industry und damit kleine und mittelständische Unternehmen, deren Fertigungen bisher kaum automatisiert sind. Dies trägt einen großen Teil dazu bei, dass die globale Roboterdichte Jahr für Jahr ansteigt. Parallel dazu steht der stufenweise Wandel zu einer smarten, digitalen Produktion im Mittelpunkt. Datensammlung, -analyse und -auswertung ergeben neue Chancen, um Prozesse effizienter und Produktionen wettbewerbsfähig für anspruchsvolle Märkte zu machen.
In 2018 erzielte KUKA rund 50 % des Gesamtumsatzes mit dem Zielmarkt Automotive. Die Automobilindustrie ist damit nach wie vor eine wichtige Säule für den Erfolg des KUKA Konzerns. Das Unternehmen ist Marktführer in der Automobilindustrie. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich in Märkten außerhalb dieser Branche, in der sogenannten General Industry. Seit einigen Jahren hat KUKA seine Geschäfte erfolgreich in diesem Bereich ausgebaut. In 2018 hat KUKA die Ausrichtung auf die strategischen Marktsegmente Automotive, Electronics, Consumer Goods, Healthcare und E-Commerce /Retail weiter forciert.
KUKA hält eine starke Position im europäischen Markt inne. Wachstumspotenziale zeigen sich in der Region Asien mit Fokus auf den chinesischen Markt. KUKA ist seit Jahren mit mehreren Niederlassungen in Asien vertreten. Hauptsitz des Asien-Geschäfts ist Shanghai. Von hier werden die Roboter in den asiatischen Markt geliefert. Der internationale Robotik Verband IFR hat prognostiziert, dass sich die Verkäufe von Robotereinheiten in China zwischen 2019 und 2021 um durchschnittlich 21 % pro Jahr erhöhen. Allerdings könnte dieses prognostizierte Wachstum durch die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen auch geringer ausfallen.
Konzernstrategie
KUKA ist in den vergangen Jahren stark gewachsen und profitierte dabei von dem sehr dynamischen innovationsgetriebenen Marktumfeld. Roboterbasierte Automatisierung und die zunehmende Vernetzung der Fabrik sind ein globaler Trend.
Im Berichtsjahr, vor allem im letzten Quartal, sah sich das Unternehmen erschwerten Marktbedingungen gegenüber. Insbesondere der Handelsstreit zwischen USA und China, aber auch der Brexit sorgen für Unsicherheit bei den Kunden.
Umso mehr sind Geschäftsmodelle gefragt, die es den Kunden erlauben ihre Produktionen auf die Digitalisierung und damit einhergehenden Veränderungen, wie etwa die Individualisierung von Produkten oder den demografischen Wandel einzustellen. KUKAs Ziel ist es, die Kunden bei der ganzheitlichen Optimierung ihrer Wertschöpfung mit umfassendem Automatisierungs- und Digitalisierungs-Know-how zu unterstützen. Und so erweitert KUKA kontinuierlich seine Automatisierungskompetenz um Expertise in Bezug auf die cloudbasierte Vernetzung von Maschinen und Anlagen sowie Data Analytics. Unter anderem befasst sich der US-Entwicklungsstandort im texanischen Austin mit diesem Thema. Darüber hat KUKA seine Industrie 4.0-Komeptenz innerhalb des Unternehmens gebündelt. Das Münchner Tochterunternehmen Device Insight spielt hierbei eine zentrale Rolle. Neue Geschäftsmodelle werden in Zukunft nicht nur die Produktion, sondern die gesamte Wertschöpfung grundlegend und nachhaltig verändern. Den Kunden bei dieser Veränderung zu begleiten, sieht KUKA dabei als Kernaufgabe. Auch intern werden die Unternehmensstrukturen auf die digitalisierte Welt angepasst. Mit der "Customer Journey" werden auch der Vertrieb und Service noch stärker in die digitalen Prozesse eingebunden. Im Berichtsjahr wurden außerdem wichtige Weichen für eine stark kundenorientierte Organisation gestellt. Auf dem Weg zur Automatisierung und Digitalisierung begleitet KUKA seine Kunden mit dem entsprechenden Know-how -von Komponenten, Zellen sowie Anlagen- oder Logistiklösungen bis hin zu deren Anbindung an die IT-Welt.
Um KUKAs langfristigen Erfolg sicherzustellen, fokussiert sich KUKA auf drei strategische Stoßrichtungen:
1. Ausbau der Technologie- und Innovationsführerschaft
KUKA steht für Innovationen in der roboterbasierten Automatisierung und ist Treiber der Digitalisierung. Gemeinsam mit Kunden und Partnern entwickeln wir smarte Produkte und Lösungen für die intelligente Fabrik der Zukunft.
KUKA setzte mit einer neuen Robotergeneration, die sensitiv ist und mit dem Menschen Hand in Hand arbeiten kann, neue Trends in der Robotik. Ergänzt durch Mobilität und autonomer Navigation werden Roboter zu flexiblen Helfern in der Produktion, die immer intelligenter werden.
Der Trend geht zu Robotern, die einfach zu programmieren, flexibel einsetzbar sowie leicht integrier- und vernetzbar sind. Der LBR iisy ist mittlerweile der zweite sensitive Roboter von KUKA, der diese Voraussetzungen mitbringt. Mit KUKA Connect brachte KUKA ein innovatives Produkt auf den Markt, das es Kunden unterschiedlichster Branchen ermöglicht, Maschinen und Anlagen digital in der Cloud zu vernetzen.
Dabei begleitet KUKA seine Kunden auf dem Weg in die Fabrik der Zukunft. Neue Geschäftsmodelle müssen entwickelt werden, denn die zunehmende Typenvielfalt, häufigere Modellwechsel und Stückzahlschwankungen stellen die Kunden vor neue Herausforderungen. Sie benötigen flexible Automatisierungslösungen mit schnell anpassbaren Fertigungszellen. Die Umrüstzeiten der Anlagen sollen aber möglichst kurz sein.
Für diese Anforderungen hat KUKA die "Smart Production" entwickelt. Eine Demofabrik die genau diese Anforderungen erfüllt. Die Teilelogistik und Produktion werden durch autonome Transportfahrzeuge verbunden.
Mithilfe datenbasierter Auswertungen können außerdem Energieverbrauch oder die Wartungsintervalle der eigenen Produktion nachverfolgt werden.
2. Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neue Märkte und Regionen
KUKA hat eine marktführende Position in der Automobilindustrie. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich in Märkten außerhalb dieser Branche, in der sogenannten General Industry.
Dabei konzentriert sich KUKA auf Märkte, die sich vor allem durch ein hohes Wachstums- und Ertragspotenzial auszeichnen. Der Automatisierungsgrad ist in vielen Branchen, insbesondere im Vergleich zur Automobilindustrie, noch relativ niedrig. KUKAs Ziel ist es, die Kunden bei der ganzheitlichen Optimierung ihrer Wertschöpfungsprozesse mit Automatisierungs- und Digitalisierungs-Know-how zu unterstützen. So können Prozesse effizienter und flexibler gestaltet werden. Zusätzlich lassen sich dadurch der Ressourcen- und Energieverbrauch optimieren und die Qualität steigern. Mit verschiedenen Akquisitionen und deren Integration hat KUKA hier sein Know-how gezielt erweitert und nutzt dieses zum Ausbau der eigenen Marktposition.
In 2018 hat KUKA folgende strategische Marktsegmente weiter vorangetrieben:
Automotive
Die Automobilindustrie ist für KUKA seit jeher von großer Bedeutung. Sie ist ein sehr wichtiger Technologie- und Innovationstreiber. Vor allem die deutschen Premiummarken übernehmen hier eine bedeutende Rolle. Der Automotive-Bereich bringt etwa 50 % des Umsatzes ein. KUKA wird mit seinen Automotive-Kunden weiterhin global wachsen und sie partnerschaftlich bei der Automatisierung und Digitalisierung unterstützen.
Electronics
Die Elektronikindustrie ist eine der vielseitigsten Branchen moderner Industrien. Zu ihr gehören nicht nur die Produktion von Elektro-Hausgeräten, die sogenannte weiße Ware, sondern auch Spitzentechnologien wie Solarzellen, medizinische Präzisionsgeräte oder elektronische Automotive- und Aerospace-Komponenten. Nicht zuletzt zählt auch die industrielle Elektronik wie beispielweise die Chip-Produktion oder die Display-Herstellung zu Electronics. Der umsatzstärkste und wichtigste Teilmarkt ist der 3C-Markt (Computer, Communication und Consumer Electronics). Die Elektronikbranche wird in den nächsten Jahren ein deutliches Plus bei den Einsatzzahlen neuer Roboter verzeichnen.
Consumer Goods
Roboter unterstützen seit Jahren effizient und erfolgreich die Produktion von Fast Moving Consumer Goods (FMCG; Güter des täglichen Verbrauchs), vor allem in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, aber auch bei der Schuh- oder Textilherstellung, bei Kosmetikartikeln und Pharmazeutika. Mit neuen, sensitiven und mobilen Robotergenerationen, die in der Lage sind, mit dem Menschen Hand in Hand zu arbeiten, werden neue Einsatzbereiche entlang der Prozesskette erschlossen.
E-Commerce /Retail
Über den elektronischen Handel wird eine große und vielfältige Menge an Gütern über Warenverteilzentren an den Verbraucher geschickt - Massen, die langfristig nur durch Automatisierung zu bewältigen sind. Deshalb ist der Bereich E-Commerce ein wichtiger Absatzmarkt für smarte Logistikkonzepte kombiniert mit innovativer, roboterbasierter Automatisierung.
Healthcare
Automatisierungslösungen sorgen in Krankenhäusern für mehr Effizienz und verbessern Arbeitsabläufe. Das Pflegepersonal wird entlastet und kann sich in Zukunft wieder mehr der Pflege des Menschen widmen. Lösungen von Swisslog unterstützen moderne Krankenhäuser und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens bei einem effizienten Materialtransport- und Medikamenten management.
China
KUKA hält eine starke Position im europäischen Markt inne. Wachstumspotenziale zeigen sich im Ausbau der weltweiten Standorte, insbesondere in den wachstumsstarken Regionen Asien und Nordamerika. Dabei steht vor allem das Potenzial des chinesischen Marktes im Fokus. Schon heute ist China der größte Wachstumsmarkt weltweit. Der neue Haupteigentümer Midea stützt diese strategische Ausrichtung und dient als Wegbereiter, indem er KUKA den Zugang zum chinesischen Markt erleichtert. Die Zusammenarbeit mit Midea erfolgt in drei Stoßrichtungen. Dafür hat KUKA mit Midea Joint Ventures gegründet. Den gut entwickelten Healthcare-Markt gehen wir mit Swisslog-Healthcare und Midea an. Dabei profitieren wir von den guten Kundenbeziehungen von Midea und arbeiten an einer noch besseren Marktdurchdringung. Darüber hinaus konzentriert sich KUKA zusammen mit Midea auf den Logistik-Bereich und entwickelt standardisierte Logistiklösungen. Zudem erschließt KUKA mit Midea neue Marktsegmente im Roboter-Markt und errichtet im Roboterpark in Shunde einen neuen Produktionsstandort.
Neben den herkömmlichen Sechs-Achs-Robotern werden in China neue Robotertypen, wie etwa der Scara, Delta und Cartesian-Robotersysteme gebaut. Hierdurch schließen wir die Lücken in unserem Portfolio und erweitern unser Marktpotential.
KUKA ist seit vielen Jahren mit mehreren Niederlassungen in Asien vertreten und hat in den vergangenen Jahren seine Präsenz im chinesischen Markt stark ausgeweitet.
3. Kontinuierliche Etablierung nachhaltiger, effizienter Kostenstrukturen
Das abgeschlossene Geschäftsjahr war geprägt von einer allgemeinen konjunkturellen Abkühlung, vor allem in den für KUKA wichtigen Märkten Automobil- und Elektronikindustrie sowie China.
Die bestehende Kostenstruktur wird in allen Unternehmensbereichen intensiv überprüft und zahlreiche Maßnahmen zur Optimierung kurzfristig umgesetzt. Die Steigerung der Effizienz in allen Unternehmensbereichen bleibt für das folgende Geschäftsjahr im Fokus. Besonderes Augenmerk wird auf die ansprechende Aufbereitung der eingeleiteten Maßnahmen und der erzielten Effekte gelegt.
Power ON ist eine Schlüsselinitiative, die in den nächsten Jahren Prozesse, Strukturen, Daten und IT-Systeme in unserem Geschäft in Einklang bringt. Im Berichtsjahr wurden unter dem Dach von Power ON zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und teilweise bereits erfolgreich abgeschlossen. Bei KUKA Systems und Industries in Augsburg und Rumänien wurde zu Beginn des Berichtsjahres eine neue IT-Landschaft eingeführt. So findet sich die komplette Projektabwicklung in einer integrierten Systemumgebung. In mehreren Vertriebsgesellschaften rund um den Globus wurde ebenfalls ein neues, an den Bedürfnissen des Vertriebes angepasstes ERP System eingeführt. Außerdem wurde ein unternehmensweit gültiges Prozesshaus erarbeitet und Prozessverantwortlichkeiten geschaffen, um die hohe Prozess- und Datenqualität nachhaltig aufrecht zu erhalten. Im Geschäftsjahr 2019 wird unser KUKA Prozess Template um das Template für unser Produktgeschäft im aktuellen Release des Enterprise-Resource-Planning (ERP)-Systems SAP S /4 HANA ergänzt.
Durch die eingeleiteten Initiativen und Effizienzmaßnahmen wird KUKA von unseren Kunden als noch leistungsfähiger wahrgenommen und unsere Marktposition gestärkt.
Finanzielles Steuerungssystem
Die Konzernstrategie zielt auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Anhand verschiedener Erfolgskennzahlen, den finanziellen Leistungsindikatoren, erfolgt die interne Konzernsteuerung und die Kontrolle des Geschäftsverlaufs. Die finanziellen Zielgrößen des KUKA Konzerns messen außerdem Leistungen, die den Unternehmenswert beeinflussen.
Die für den KUKA Konzern wichtigsten Steuerungsgrößen sind Umsatz, EBIT, ROCE und Free Cashflow. Die Entwicklung dieser Größen ist unter Geschäftsverlauf ab Seite 10 und unter Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ab Seite 11 dargestellt. Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich die EBIT-Marge. Um die Rentabilität des eingesetzten Kapitals zu ermitteln, wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital (Capital Employed) gesetzt. Dies ergibt den ROCE (Return on Capital Employed). EBIT wird für den KUKA Konzern sowie die Geschäftsbereiche ermittelt und ROCE für den KUKA Konzern. Der Free Cashflow, also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen, zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viele Mittel ggf. für die Zahlung einer Dividende und zur Schuldentilgung zur Verfügung stehen.
Diese Kennzahlen sind Teil des Ziel- und Entlohnungssystems im KUKA Konzern und werden veröffentlicht. Somit wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter die gleichen Zielvorgaben verfolgen.
Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau ist der Auftragseingang. Nach Abzug der Umsatzerlöse ergibt sich hieraus der Auftragsbestand als Stichtagswert am Ende einer Berichtsperiode. Der Auftragsbestand ist eine wichtige Kennzahl für die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten in den kommenden Monaten. Auftragseingang und Auftragsbestand werden für den KUKA Konzern sowie für die Geschäftsbereiche ermittelt.
Alle Kennziffern werden laufend von den Führungsgesellschaften und vom zentralen Rechnungswesen und Controlling des KUKA Konzerns verfolgt und überprüft. Das Management analysiert Planabweichungen und entscheidet über Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Zielgrößen.
5-Jahres-Darstellung der wichtigen Kennzahlen im KUKA Konzern
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 2.095,7 | 2.965,9 | 2.948,9 | 3.479,1 | 3.242,1 |
| EBIT | 141,8 | 135,6 | 127,2 | 102,7 | 34,3 |
| ROCE (in %) | 28,9 | 20,0 | 16,2 | 10,9 | 2,9 |
| Free Cashflow | -172,2 | 95,7 | -106,8 | -135,7 | -213,7 |
Zielerreichung
Im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2017 und auf der Bilanzpressekonferenz am 22. März 2018 prognostizierte der Vorstand für das Jahr 2018 Umsatzerlöse von mehr als 3,5 Mrd. € und eine EBIT-Marge von rund 5,5 % vor Kaufpreisallokationen in Höhe von 15 Mio. €, vor Wachstumsinvestitionen und vor Reorganisationsaufwand in Höhe von 30 Mio. €.
Am 29. Oktober 2018 wurde die ursprüngliche Prognose angepasst. KUKA erwartete einen Umsatz von rund 3,3 Mrd. € und eine EBIT-Marge von rund 4,5 % vor Kaufpreisallokationen, vor Wachstumsinvestitionen und vor Reorganisationsaufwand. Am 10. Januar 2019 wurde die Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 erneut angepasst. KUKA ging von einem Umsatz von rund 3,2 Mrd. € und einer EBIT-Marge von rund 3,0 % vor Kaufpreisallokationen, vor Wachstumsinvestitionen und vor Reorganisationsaufwand aus.
Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die verstärkt spürbare allgemeine Konjunkturabkühlung seit dem vierten Quartal 2018 zurückzuführen, die sich vor allem auf zwei von KUKAs strategischen Fokusmärkten auswirkte: die Automobilindustrie und die Elektronikindustrie. Hier erwirtschaftet KUKA mehr als die Hälfte seines Umsatzes. Hinzu kommt das verlangsamte Wachstum in China, einem der wichtigsten Absatzmärkte. Dort sind die Wachstumsraten aktuell so gering wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Ferner gab es unvorhersehbare negative Einflüsse im Projektgeschäft. Der KUKA Konzern entschloss sich daher Maßnahmen auszuarbeiten, um dem einsetzenden Trend frühzeitig entgegenzuwirken. Hierzu zählen unter anderem ein Effizienzsteigerungsprogramm, eine stärkere Fokussierung innerhalb der Forschung und Entwicklung, weitere Optimierungen in China, um verstärkt auf die Bedürfnisse des lokalen Marktes einzugehen sowie Anpassungen der Organisationsstruktur.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde eine steigende Nachfrage erwartet, vor allem aus Nordamerika und aus Asien. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt leicht positiv entwickeln. Auf Branchenebene wurde für den Absatzmarkt General Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. In der Automobilindustrie sollte die Nachfrage stabil verlaufen, nachdem die Investitionen der Kunden in den letzten Jahren bereits deutlich gestiegen waren.
Zielwerte 2018
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| Umsatzerlöse | EBIT-Marge | |
|---|---|---|
| Bilanzpressekonferenz zum Gesamtjahr 2017 | >3,5 Mrd. € | ~ 5,5 %1 |
| 1. Quartal 2018 | >3,5 Mrd. € | ~ 5,5 %1 |
| 2. Quartal 2018 | >3,5 Mrd. € | ~ 5,5 %1 |
| 3. Quartal 2018 | ~3,3 Mrd. € | ~ 4,5 %1 |
| Ad-hoc 29. Oktober 2018 | ~3,3 Mrd. € | ~ 4,5 %1 |
| Ad-hoc 10. Januar 2019 | ~3,2 Mrd. € | ~3 %1 |
1 vor Kaufpreisallokationen in Höhe von 15 Mio. €, vor Wachstumsinvestitionen und vor Reorganisationsaufwand in Höhe von rund 30 Mio. €
Im Berichtsjahr wurde der im Januar 2019 für die Umsatzerlöse korrigierte Zielwert erreicht. Der Konzern erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von 3.242,1 Mio. € (2017: 3.479,1 Mio. €). In den Geschäftsbereichen Robotics und Systems sanken die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr, während der Geschäftsbereich Swisslog seinen Umsatz im Vorjahresvergleich steigern konnte.
Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokationen, vor Wachstumsinvestitionen und vor Reorganisationsaufwand lag bei 3,0 %, dies entspricht dem im Januar 2019 korrigierten Zielwert.
Im Geschäftsbereich Robotics lag das EBIT mit 134,4 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau von 133,1 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bei 11,4 % nach 11,1 % in 2017. Hier macht sich unter anderem die bessere Kostenverteilung bemerkbar. Die EBIT-Marge im Geschäftsbereich Systems reduzierte sich hingegen von 1,1 % in 2017 auf -2,5 %. Verantwortlich dafür waren im Wesentlichen negative Einflüsse im Zusammenhang mit einzelnen Projekten. Bei Swisslog reduzierte sich die EBIT-Marge von 1,4 % in 2017 auf -2,0 % in 2018. Dies lag unter anderem an den höheren Ausgaben für Forschung & Entwicklung, da Swisslog verstärkt Produkte und Lösungen für seine Fokusmärkte entwickelte. Außerdem sind im Jahr 2018 einmalige Integrations- und Reorganisationsaufwendungen angefallen und es kam zu Verzögerungen in der Abwicklung von Projekten, welche das operative Ergebnis zusätzlich belastet haben.
KUKA erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 16,6 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (2017: 88,2 Mio. €). Die Investitionen lagen bei 295,4 Mio. € (2017: 138,8 Mio. €). KUKA investierte im Berichtsjahr in den Ausbau seiner weltweiten Standorte sowie in innovative Produkte und Lösungen. Dazu zählen auch die Wachstumsinvestitionen im Bereich Forschung und Entwicklung.
Für das Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein negativer Free Cashflow in Höhe von -213,7 Mio. €. Prognostiziert wurde ein Free Cashflow, der auf Vorjahresniveau liegen sollte (2017: -135,7 Mio. €). Detaillierte Angaben finden Sie im Kapitel Ertrags-, Finanz, und Vermögenslage ab Seite 11.
Forschung und Entwicklung
Für KUKA als innovatives Technologieunternehmen ist der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) für die nachhaltige und langfristige Strategie von zentraler Bedeutung. Im Berichtsjahr investierte KUKA deshalb erneut stark in diesen Bereich. Die Aufwände für Forschung und Entwicklung beliefen sich in 2018 auf 151,9 Mio. € und lagen somit deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr (2017: 128,7 Mio. €).
Im Berichtsjahr meldete der KUKA Konzern 164 Patente an und 290 Patente wurden erteilt. Dabei standen Schlüsseltechnologien für die Zukunft der industriellen Produktion, wie Mobility, Mensch-Roboter-Kollaboration, Easy-to-Use-Instrumente und Smart Platforms im Fokus sowie Produkte für fokussierte Wachstumsmärkte wie die Elektronikindustrie. Auf großen Leitmessen zeigte KUKA Lösungen rund um die Themen intelligente industrielle Automatisierung, Service- und Medizinrobotik.
Geschäftsbereich Robotics
KUKA LBR iisy: Weltpremiere auf der Hannover Messe
Mit dem KUKA LBR iisy, dessen Prototyp auf der Hannover Messe Weltpremiere feierte, ergänzt KUKA sein Produktportfolio im Bereich der Mensch-Roboter-Kollaboration um den niedrigen Traglastbereich. Der LBR iisy lässt sich schnell an neue Anforderungen anpassen und eignet sich dadurch für viele neue Anwendungen, beispielsweise in der Elektronikindustrie. Er richtet sich an Anwender, die über Prozesswissen, aber nicht zwingend über Erfahrung in Roboterprogrammierung verfügen.
Mobilitätsprodukte für alle Branchen und Logistik
Der KMR iiwa CR ist ein mobiler Roboter für Elektronik- und Reinraumanwendungen, der auf einem autonom fahrenden Automated Guided Vehicle (AGV) und dem integrierten Leichtbauroboter LBR iiwa basiert. Diese neue Reinraumversion (CR) des KMR iiwa eröffnet vielfältige Möglichkeiten in der Elektronik- und insbesondere in der Halbleiterindustrie. Der KMP 600 ist ein auf Logistik ausgerichtetes AGV und Teil der Swisslog CarryPick Solution (siehe "Intelligente Technologien für zukunftsfähige Lagerhäuser").
Visual Components und KUKA.SIM
Die Grundlage für zukünftige Benutzerfreundlichkeit, Effizienzgewinne und sogar fortgeschrittene Künstliche Intelligenz basiert auf starken fundamentalen Modellen oder digitalen Zwillingen, sowohl des Roboters als auch der wichtigsten Prozesselemente in jeder Lösung. KUKA hat den Schwerpunkt auf Simulation und digitale Zwillinge für Roboter, mobile Plattformen und wichtige industrielle Prozesse gelegt. Mit der Übernahme von Visual Components, der Simulations-Engine auf der Basis von KUKA.Sim, ist KUKA gut positioniert, um produktivitätssteigernde Elemente der Simulation, fundiertes Wissen über Roboterbewegung und Prozesseigenschaften in unsere neuen Engineering-Tool-Suiten zu integrieren.
Geschäftsbereich Systems
SmartFactory as a Service
Industrie 4.0 und Digitalisierung ermöglichen neue Produktionsmethoden und verlangen nach neuen Geschäftsmodellen. Wie die aussehen können, zeigen MHP, KUKA und Munich Re in der SmartFactory as a Service in München. Die Nutzung der SmartFactory as a Service ermöglicht produzierenden Unternehmen, sich auf die Kundenzufriedenheit zu fokussieren, ohne periphere Teile der Wertschöpfung, Investitionskosten und Risiken selbst tragen zu müssen. Die flexible Kleinserienproduktion nach individuellem Kundenwunsch wird damit erstmals wirtschaftlich umsetzbar. Das gemeinsame Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette zu digitalisieren, einen durchgängigen Datenfluss in hoher Qualität umzusetzen und bisher unverbundene Bereiche und Systeme des Produktionsentwicklungsprozesses miteinander zu verschmelzen.
Ready2_rivet: Die ideale Stanzniet-Lösung für Anwendungen im Karosserierohbau
Die neue ready2_use-Lösung im KUKA Produktportfolio heißt ready2_ rivet. Die automatisierte, flexible Stanzniet-Lösung für Anwendungen im Karosserierohbau wurde gemeinsam mit Böllhoff, einem weltweit führenden Hersteller und Händler von Verbindungselementen und Montagesystemen, entwickelt. Der Roboter aus der KR Quantec Serie sowie die Steuerung stammen von KUKA. Böllhoff steuert die Technik für das Stanznieten bei. Kunden profitieren dabei von einem geringen Integrationsaufwand der Stanzniet-Anwendung und deren Wandlungsfähigkeit. Die Stanzniet-Anwendung kann nahtlos in die bestehende Produktionsumgebung integriert werden und steigert die Produktivität und Effizienz. Die KUKA ready2_use-Pakete sind anwendungsorientierte Lösungen, die branchenspezifisch, industrieerprobt und schnell einsatzfähig sind.
Matrix-Produktion im KUKA SmartProduction Center
Das KUKA SmartProduction Center am Augsburger Standort setzt die wandlungsfähige und flexible Matrix-Lösung in die Realität um -eine Antwort auf zunehmende Typenvielfalt, häufigere Modellwechsel und Stückzahlschwankungen in der Produktion. Damit lassen sich verschiedene, individualisierte Produkte auf einer einzigen Anlage fertigen. Das Herzstück der smarten Anlage bildet die neue KUKA Software KUKA SmartProduction_control, die zu jedem Zeitpunkt alle Aktivitäten kennt, diese vorausschauend steuert und somit den Überblick über Fahrbewegungen der AGVs hat, deren Batteriestand oder den jeweiligen Status der Produktionszellen. Die von der Produktion entkoppelte Intralogistik ist ein wesentlicher Vorteil der smarten Matrix-Produktion. Gesteuert durch die KUKA SmartProduction_control holen die AGVs Werkzeuge in einem Toolstore ab, um diese dann in die zu rüstenden Produktionszellen zu transportieren. Gleichzeitig fahren die AGVs das zentralisierte Materiallager an, um die für den Produktionsprozess zentral gehaltenen Bauteile in die Zellen zu befördern.
Geschäftsbereich Swisslog
Intelligente Technologien für zukunftsfähige Lagerhäuser
Auf der LogiMAT, der wichtigsten Fachmesse in der Intralogistik- Branche, zeigte Swisslog, wie sich das Warenlager in Zukunft durch den Einsatz von flexiblen Technologien selbst optimieren kann. Im Fokus standen dabei innovative Software-Services, wie die Industrie-4.0-Lösung Condition Monitoring - ein Software-Baustein aus der SynQ-Plattform für die Zustandsüberwachung. Damit werden Lagergewerke in Echtzeit überwacht, Trendverläufe dokumentiert und mögliche Ausfallrisiken bewertet. Der neueste Baustein dieser Lösung ist der "Availability Manager", der darauf ausgelegt ist, kritische Elemente im Lager zu identifizieren und sich anbahnende Engpässe innerhalb des Materialflusssystems zu eliminieren. Diese innovative Messmethodik setzt neue Maßstäbe in der Echtzeitplanung und -kontrolle der Verfügbarkeiten im Lager.
Zum CarryPick - dem Lager- und Kommissioniersystem für die Multichannel-Logistik - präsentierte Swisslog die neu konzipierte mobile Robotereinheit KMP 600. Mit neu durchdachter Mechatronik sowie neuer, hochskalierbarer Software und Optimierungen im Support stellt sich die Lösung noch gezielter den wachsenden Marktanforderungen. Außerdem wurde eine Virtual-Reality-Applikation gezeigt, die ein in einer virtuellen Umgebung nachgebautes 3D-CarryPick-Lager zeigte. Damit können Lagerarbeiter bereits vor der Realisierung eines Projektes effizient geschult werden.
Die automatische roboterbasierte Einzelstückkommissionierung ItemPiQ verbindet die existierenden Intralogistikkonzepte von Swisslog auf höchst effektive Weise mit der robotergestützten Kommissionierung. Die Technologie aus der KUKA und Swisslog Schmiede zeigt, wie unterschiedliche Produkte, die durch ein 3D-Vision-System erkannt werden, aus einem Behälter gegriffen werden können. 2018 wurde ItemPiQ weiter optimiert, es ermöglicht deutlich schnellere Arbeitsprozesse bei verbesserter Präzision. Durch seine Vielseitigkeit lässt sich ItemPiQ einfach auf die sich wandelnde Produktpalette des Kunden anpassen. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz "lernt" das System kontinuierlich mit jedem neuen Artikel hinzu, wie dieser am besten zu greifen ist.
Verleihung des fünften KUKA Innovation Award und Ausschreibung 2019
Auf der Hannover Messe wurde der Gewinner des diesjährigen KUKA Innovation Award zum Thema "Real-World Interaction Challenge" gekürt: das Team CoAware vom Istituto Italiano di Tecnologia aus Italien mit seiner Demonstration aus den Bereichen der dynamischen Mensch-Modellierung, Bildverarbeitung und Interaktionskontrolle für Roboter. Mit einem LBR iiwa und eigens geschriebener Software zeigten sie, wie Bewegungen und Ergonomie durch ein dynamisches Modell in Echtzeit überwacht und optimiert werden können. In der laufenden Ausschreibung des KUKA Innovation Award 2019 steht das Thema "Healthy Living" im Fokus. Die Bewerber sind aufgerufen, eine innovative Applikation zu diesem Thema zu entwickeln, von Medizin über Rehabilitation bis hin zu Lebensmitteln und der häuslichen Umgebung. Um ihre Ideen umzusetzen, stellt KUKA den Finalisten für die Zeit des Wettbewerbs einen KUKA LBR iiwa oder LBR Med und einen 3D Vision Sensor von Roboception zur Verfügung.
Auszeichnungen
IERA Award für LBR med
KUKA wurde mit dem IERA Award für den Leichtbauroboter LBR Med ausgezeichnet. Der LBR Med ist der weltweit erste zertifizierte Roboter, der in ein Medizinprodukt integriert werden kann. Als Basis dient der LBR iiwa, der im Bereich der Hard- und Software an die Medizintechnik angepasst wurde. Die vielfältigen Einsatzbereiche des Leichtbauroboters zusammen mit der notwendigen sicheren Technologie sowie die gesellschaftliche Relevanz überzeugten die internationale Jury aus Forschung und Industrie. Der IERA Award gilt als eine der wichtigsten internationalen Auszeichnungen in der Robotik und wird von der International Federation of Robotics und der Robotics and Automation Society des internationalen Ingenieursverbands IEEE verliehen.
Ford Excellence Award
KUKA wurde bei der 20. Verleihung des Ford World Excellence Awards als ein weltweit führender Zulieferer für die Ford Motor Company ausgezeichnet. 30 Unternehmen wurden von Tausenden von Ford-Lieferanten weltweit als Finalisten ausgewählt. Die World Excellence Awards von Ford würdigen Unternehmen, die die Erwartungen an Lieferanten übertreffen, in Hinblick auf hervorragende Qualität, Liefer- und Preiskonditionen und Innovationen.
Volvo Cars Quality Excellence Award
Jedes Jahr verleiht die Volvo Cars Group den Volvo Cars Quality Excellence (VQE) Award an ihre besten Partner und Lieferanten weltweit. Der VQE-Award geht an die Unternehmen, die die hohen Qualitätsanforderungen der Volvo Cars Group am besten erfüllen sowie herausragende Dienstleistungen abliefern. KUKA wurde für hervorragende Leistungen im Qualitätsmanagement, Designprozess und Projektmanagement, in der Produktqualität und in weiteren Kategorien ausgezeichnet.
Weitere Auszeichnungen für KUKA Produkte und Lösungen
Das KUKA smartPAD 2, der KR Agilus 2 und die mobile Plattform KMP 600 erhielten im Berichtsjahr mehrere Auszeichnungen, darunter den iF Award 2018, den Good Design Award USA, den IDEA Award USA, den Red Dot Design Award und den German Design Award (Winner 2019). Die letztgenannte Auszeichnung ging ebenfalls an den neuen, sensitiven Leichtbauroboter KUKA LBR iisy.
Verschiedene Auszeichnungen für Swisslog
Swisslog (Systems & Equipment) wurde bei den Supply Chain Asia Industry Awards 2018 im Bereich Supply Chain Innovation des Jahres ausgezeichnet. Der Preis ist an Unternehmen gerichtet, die die effektivsten innovativen Technologien im laufenden Betrieb im Geschäftsjahr 2017 /2018 (Kategorie MH Awards) einsetzen. Zudem wurde die ACPaQ-Lösung von Swisslog am LT Summit 2018 in Peking mit dem Innovative Product Award ausgezeichnet.
Beschaffung
Für die gesamte KUKA Gruppe wurde das Reise- und Spesenmanagement überarbeitet. In diesem Zuge wurden Prozesse für Reiseanträge, -genehmigung und -buchung sowie für die Spesenabrechnung harmonisiert. Damit konnten im Bereich der indirekten Materialien die Kosten reduziert werden.
Beschaffung bei Robotics
Um die Materialverfügbarkeit bestmöglich abzusichern wurden spezifische Überwachungsmaßnahmen eingeführt und ein erhöhter Logistikaufwand über die gesamte Supply Chain hinweg betrieben. Damit wurde dem Risiko möglicher Kapazitätsengpässe sowohl bei Lieferanten als auch Sub-Lieferanten Rechnung getragen. Darüber hinaus wurde 2018 das Projekt Sales & Operations Planning (SOP) forciert, dessen Ziel es ist, die Kommunikation zwischen Vertrieb, Produktion und Beschaffung enger zu verzahnen, den Planungsaufwand zu verringern, sowie Bestände und Lagerhaltungskosten zu reduzieren. Ein geordnetes und konsequentes SOP wird ein wesentlicher Hebel für eine erfolgreiche Supply Chain bei wachsenden Bedarfen sein.
Weitere Aktivitäten waren darauf ausgerichtet, weltweit die innovativsten und leistungsfähigsten Lieferanten auszuwählen.
Der Anteil lokaler Lieferanten in China sowie "Second Source-Aktivitäten" wurde ausgebaut. Der Lieferantenstamm konnte dadurch deutlich erweitert werden.
Beschaffung bei Systems
Bei größeren Auftragsvergaben wurden Vergabe-Designs nach spieltheoretischen Ansätzen erfolgreich umgesetzt. Sie stärken die Verhandlungskompetenz aber auch die Zusammenarbeit im Konzern.
Außerdem wurde die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern durch gemeinsames Engineering und Kalkulation ausgeweitet.
Zudem wurde die Rolle des Projekt-Einkäufers für die Steuerung der Beschaffungsumfänge weiter ausgebaut.
Beschaffung bei Swisslog
Die positive Umsatzentwicklung bei Swisslog hat sich 2018 auch auf die Beschaffung ausgewirkt. Mit dem Auftragseingang stiegen auch die Beschaffungsvolumina. Materialkosteneinsparungen konnten sowohl im Projektgeschäft als auch in den Produktionsstandorten erreicht werden. Vor allem durch die Kombination von gezielten Designanpassungen und Optimierungen bei den Lieferanten konnten im Bereich Production Purchasing Materialkostenreduktionen erzielt werden. Im Bereich Project Purchasing wurden die Prozesse für die Angebotsanfragen und Vergaben weiter optimiert.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
IWF senkt Prognose für Weltwirtschaftswachstum
Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft sowohl für 2018 als auch für 2019 und rechnet nunmehr für beide Jahre mit einem Wachstum von 3,7 %. Die Prognosen lagen bisher für beide Jahre bei 3,9 %. Begründet wird die Reduzierung mit dem Handelskonflikt zwischen den USA und China im Streit um Importzölle. Hinzu kommt die Unsicherheit aufgrund des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Für 2019 wird auch in den USA mit einem rückläufigen Wirtschaftswachstum von 2,5 % gerechnet. Die Gründe dafür liegen unter anderem in der Abnahme der positiven Effekte durch die Steuererleichterungen der US-Wirtschaft, der Handelsstreit sowie die zunehmende Verschuldung der US-Bürger.
Der IWF warnte in seiner Prognose vom Januar 2019 davor, dass die Volkswirtschaften insgesamt krisenanfälliger seien. Dazu zählen auch die Schwellenländer, die lange Zeit die Zugpferde für die Weltkonjunktur waren. Hier wirken sich die Probleme, die von der US Wirtschaftspolitik ausgehen, sowie die steigenden Zinsen und ein starker Dollar negativ aus. Laut IWF wird sich das Wachstum in China in 2019 leicht abschwächen. Allerdings erwarten die Experten ein im Vergleich immer noch hohes Wirtschaftswachstum von 6,2 %. Für die Euro-Zone rechnet der IWF im abgelaufenen Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 2,0 %. 2019 solle sich das Wachstum leicht abschwächen und nur noch bei 1,9 % liegen. Die Gründe hierfür sieht der IWF unter anderem im Handelskonflikt zwischen den USA und China, im Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien aber auch im drohenden ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Für Deutschland korrigierten die IWF Ökonomen das erwartete Wachstum in 2018 auf 1,9 % und sehen auch für 2019 ein Wachstum von 1,9 %. Diese Entwicklung führen sie auf einen Rückgang sowohl im Exportgeschäft als auch in der Industrieproduktion zurück.
Die internationale Abkühlung hat sich auch auf die deutsche Industrie ausgewirkt. Der Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) gilt als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Im Dezember 2018 fiel der ifo-Index auf 101,0 Punkte nach 102,0 Punkten im November. Damit verbleibt er zwar auf einem hohen Niveau von über 100, das grundsätzlich eine positive Bewertung signalisiert. Mit der Bewertung der aktuellen Geschäftslage wachsen aber die Sorgen in den deutschen Unternehmen. Sie schätzen folglich den zukünftigen Geschäftsverlauf weniger optimistisch ein.
PKW-Märkte in USA und Europa stabil -Rückgang in China
Laut Verband der Automobilindustrie (VDA) hat sich das Automobilgeschäft im Jahr 2018 weltweit unterschiedlich entwickelt. Mit rund 15,6 Mio. neu zugelassen Pkw lag Europa in 2018 auf Vorjahresniveau. Während der Pkw-Absatz in Frankreich um +3 % und in Spanien um +7 % zulegte, waren die Neuzulassungen in Italien mit -3 % und in Großbritannien mit -7 % rückläufig. Der deutsche Markt lag mit über 3,4 Mio. Neuzulassungen leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Deutsche Hersteller produzierten weltweit rund 16,5 Mio. Pkw, davon rund 5,1 Mio. in Deutschland.
In China lag das Gesamtvolumen der Neuzulassungen in 2018 bei rund 23,3 Mio. Pkw und bleibt damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Der chinesische Markt verzeichnete aber in 2018 erstmals seit Jahrzehnten einen Rückgang des Pkw-Absatzes. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Neuzulassungen um fast 4 % zurück. Maßgeblich beeinflusst wurde diese Entwicklung durch die Unsicherheiten, die der Handelskonflikt zwischen China und den USA ausgelöst hat.
Der US-Markt konnte im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 % leicht zulegen. Dabei stieg der Absatz im Light-Truck-Segment um 8 %, während der PKW-Absatz um 13 % zurückging. Für deutsche Hersteller ist der US-Markt sowohl ein wichtiger Absatzmarkt als auch ein bedeutender Produktionsstandort. Sie produzierten im Jahr 2017 mehr als 800.000 Light Vehicles in den USA .
Die Elektromobilität nimmt weltweit stark zu. Erste Auswertungen zeigen, dass die Neuzulassungen für E-Pkw in der EU um 38 %, in den USA um 58 % und in China um 90 % angestiegen sind (Januar bis Oktober 2018). Bei alternativen Antrieben zählen die Forschungsinvestitionen der deutschen Hersteller zu den weltweit höchsten. In den nächsten drei Jahren planen sie dafür 40 Mrd. € zu investieren.
Maschinen- und Anlagenbau hat weiter zugelegt -Wachstum soll 2019 an Schwung verlieren
Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) wird der Produktionswert in 2018 bei 228 Mrd. € liegen und damit um 5 % gegenüber dem Vorjahr ansteigen. Vor allem der Export hat zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. In den ersten neun Monaten 2018 wurden Waren im Wert von 131,9 Mrd. € ins Ausland geliefert. Dies entspricht einem Plus von 5,2 % gegenüber dem Vorjahr. Laut VDMA waren China und die USA die größten Exportmärkte. Die Ausfuhren nach China nahmen um 11,4 % zu und lagen bei 14,2 Mrd. €. In die USA exportierten die deutschen Maschinenbauer Waren im Wert von 14,2 Mrd. €. Das entspricht einem Plus von 6,9 %. Negativ auf die Konjunkturaussichten wirken sich laut VDMA allerdings die sich abschwächende chinesische Binnenkonjunktur und die Strafzölle der amerikanischen Regierung aus.
Eine erhöhte Unsicherheit liegt auch im drohenden ungeordneten Brexit. Der Zuwachs von 4,5 % in den ersten neun Monaten 2018 bei den Exporten ins Vereinigte Königreich lag vor allem daran, dass dort Lagerbestände aufgebaut und Investitionen vorgezogen wurden. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet der VDMA mit einem Produktionswachstum von 2 % für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Es wird erwartet, dass sich das Wachstumstempo der Weltwirtschaft verlangsamen wird. Für die Bereiche Robotik und Automation prognostiziert der VDMA für 2018 ein Umsatzplus von 5 %.
Robotik und Automatisierung weiter auf Wachstumskurs
Der globale Trend zur roboterbasierten Automatisierung von Fertigungsprozessen wird sich nach Einschätzungen der International Federation of Robotics (IFR) weiter fortsetzen. Forschung und Entwicklung bringen zukunftsweisende Technologien und Produkte auf den Markt, wodurch neue Einsatzgebiete erschlossen werden. So können mehr und mehr Prozessschritte automatisiert werden, in denen der Robotereinsatz bis vor kurzem noch undenkbar war. Die Automatisierung ermöglicht Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größe ihre Produktion effizienter zu gestalten. Treiber dieser Entwicklung ist die Verbindung der realen mit der virtuellen Produktionswelt im Zuge von Industrie 4.0, eine sichere Mensch-Roboter-Kollaboration und mobile Robotik. Neben dem Sicherheitsfaktor spielen dabei die intuitive Bedienbarkeit und Lösungen für die vernetzte, digitale Produktion eine wichtige Rolle. Gründe hierfür sind die steigenden Lohnkosten, die wachsenden Qualitätsansprüche, der Fokus auf Effizienzsteigerung und die bisher geringe Roboterdichte.
Für das Geschäftsjahr 2018 prognostizierte der Weltbranchenverband International Federation of Robotics (IFR) einen weltweiten Absatz von 421.000 Industrierobotern und lag damit 10 % über dem Vorjahreswert von 381.000 Einheiten. In Asien rechnete der IFR mit 298.000 verkauften Industrierobotern in 2018. Dies entspricht einem Anstieg von 14 %. Allein in China wird mit 165.000 verkauften Robotern gerechnet, was einem Plus von 20 % entspricht. In den Jahren 2019 bis 2021 rechnet der IFR mit einer weltweiten jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 14 %. Dabei werden Nord- und Südamerika mit 13 %, Asien /Australien mit 16 % und Europa mit 10 % wachsen. Nach Schätzungen des IFR wird die Anzahl der ausgelieferten Industrieroboter in 2021 etwa 630.000 Einheiten erreichen, davon entfallen etwa 290.000 Einheiten auf China.
Laut IFR zählen zu den weltweit größten Kundensegmenten die Automobilindustrie und die Elektronikindustrie. In 2017 wurden in der Automobilindustrie 33 % der weltweit verkauften Industrieroboter installiert und in der Elektronikindustrie mittlerweile 32 %.
Geschäftsverlauf
Auftragseingang
Im Berichtsjahr verzeichnete der KUKA Konzern einen Auftragseingang in Höhe von 3.305,3 Mio. € und lag damit -8,5 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 3.614,3 Mio. €. Der Rekordwert aus dem Vorjahr konnte nicht erreicht werden. Die Auftragseingänge wurden überwiegend in Europa generiert.
Der Auftragseingang bei Robotics reduzierte sich leicht um 1,7 % von 1.223,3 Mio. € (2017) auf 1.202,9 Mio. € (2018). Aufträge erhielt Robotics vor allem aus Europa und Asien.
Im abgelaufenem Geschäftsjahr erwirtschaftete Systems einen Auftragseingang in Höhe von 1.313,7 Mio. € (2017: 1.530,2 Mio. €). Verglichen mit dem Vorjahr ist dies ein Rückgang von 14,1 %. Dies lag unter anderem an den fehlenden Auftragseingängen von KTPO sowie an dem Rückgang des starken Investitionszyklus bei US-Automobilkunden.
Swisslog erzielte in 2018 Auftragseingänge im Wert von 835,5 Mio. € (2017: 926,2 Mio. €). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Rückgang von 9,8 %, denn im Vorjahr konnten Großaufträge im Bereich Logistik gebucht werden.
Umsatzerlöse
2018 reduzierten sich die Umsatzerlöse im KUKA Konzern von 3.479,1 Mio. € (2017) auf 3.242,1 Mio. € (2018). Im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht dies einem Rückgang von 6,8 %. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die verstärkt spürbare allgemeine Konjunkturabkühlung zurückzuführen, die sich vor allem auf zwei von KUKAs strategischen Fokusmärkten auswirkte: die Automobilindustrie und die Elektronikindustrie. Hier erwirtschaftet KUKA mehr als die Hälfte seines Umsatzes. Hinzu kam das verlangsamte Wachstum in China, einem der wichtigsten Absatzmärkte.
Der Geschäftsbereich Robotics verbuchte Umsatzerlöse in Höhe von 1.182,4 Mio. € (2017: 1.200,6 Mio. €) und lag mit -1,5 % leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Umsätze wurden überwiegend in Europa und Asien erzielt.
2018 reduzierten sich die Umsatzerlöse bei Systems um -17,6 % von 1.579,2 Mio. € (2017) auf 1.301,5 Mio. € (2018). Verantwortlich dafür waren vor allem die fehlenden Umsätze bei KTPO aufgrund des laufenden Modellwechsels sowie der in 2018 rückläufige Investitionszyklus bei US-Automobilkunden.
Der Geschäftsbereich Swisslog erwirtschaftete in 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 819,3 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahreswert konnte der Umsatz um 7,3 % gesteigert werden (2017: 763,7 Mio. €). Sowohl WDS als auch HCS konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr steigern. Vor allem im Wachstumsmarkt Logistik erzielte Swisslog aufgrund der im Vorjahr verbuchten Großaufträge hohe Umsatzerlöse.
Book-to-Bill-Ratio und Auftragsbestand
Die Book-to-Bill-Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, lag im Konzern bei 1,02 (2017: 1,04). Werte um 1 signalisieren dabei eine gute Auslastung, Werte über 1 ein wachsendes Geschäftsvolumen. Bei Robotics lag die Book-to-Bill-Ratio wie auch schon im Vorjahr bei 1,02. Systems lag genau bei 1,00 (2017: 0,97) und Swisslog mit 1,02 knapp über 1 (2017: 1,21).
Der Auftragsbestand des KUKA Konzerns erreichte zum Jahresende 2018 einen Wert von 2.055,7 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang um 4,7 % (2017: 2.157,9 Mio. €).
Der nach wie vor hohe Auftragsbestand repräsentiert rund zwei Drittel der Jahresumsätze und sichert damit für das Geschäftsjahr 2019 eine gute Auslastung.
Im Geschäftsbereich Robotics summierte sich der Auftragsbestand (ohne Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie) zum Jahresende auf einen Wert von 332,8 Mio. € und liegt damit leicht über dem Vorjahreswert von 331,2 Mio. €.
Der Auftragsbestand von Systems betrug zum Bilanzstichtag 1.001,9 Mio. € (2017: 1.073,4 Mio. €).
Swisslog verbuchte zum Jahresende einen Auftragsbestand von 747,5 Mio. € (2017: 768,3 Mio. €).
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| 2017 | 2018 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Auftragseingang | Umsatz | Book-to-Bill-Ratio | Auftragseingang | Umsatz | Book-to-Bill-Ratio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzern | 3.614,3 | 3.479,1 | 1,04 | 3.305,3 | 3.242,1 | 1,02 |
| Robotics | 1.223,3 | 1.200,6 | 1,02 | 1.202,9 | 1.182,4 | 1,02 |
| Systems | 1.530,2 | 1.579,2 | 0,97 | 1.313,7 | 1.301,5 | 1,00 |
| Swisslog | 926,2 | 763,7 | 1,21 | 835,5 | 819,3 | 1,02 |
EBIT
Das EBIT vor Wachstumsinvestitionen und vor Reorganisationsaufwand lag in 2018 bei 83,0 Mio. €. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 2,6 %. Im Vorjahr lag der Wert bei 134,6 Mio. € und die Marge bei 3,9 %. Dies lag unter anderem an den negativen Einflüssen im Projektgeschäft aber auch an den höheren Ausgaben für F&E im Geschäftsbereich Swisslog.
Unter Berücksichtigung aller Aufwendungen in 2018 belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im KUKA Konzern auf 34,3 Mio. € (2017: 102,7 Mio. €). Die EBIT-Marge lag entsprechend bei 1,1 % (2017: 3,0 %). Der Aufwand für die Wachstumsinvestitionen und den Reorganisationsaufwand lag bei 48,7 Mio. €.
Robotics konnte im Geschäftsjahr 2018 das EBIT steigern und lag bei 134,4 Mio. € (2017: 133,1 Mio. €). Die EBIT-Marge lag entsprechend bei 11,4 % (2017: 11,1 %).
2018 lag das EBIT im Geschäftsbereich Systems bei -32,8 Mio. € (2017: 17,8 Mio. €). Die EBIT-Marge verringerte sich von 1,1 % in 2017 auf -2,5 % in 2018. Verantwortlich dafür waren im Wesentlichen negative Einflüsse im Zusammenhang mit einzelnen Projekten und das fehlende Ergebnis von KTPO.
Im Geschäftsjahr 2018 lag das EBIT im Bereich Swisslog bei -16,3 Mio. € nach 10,4 Mio. € im Vorjahr. Daraus resultierte eine EBIT-Marge von -2,0 % in 2018, nach 1,4 % in 2017. Dies lag unter anderem an den höheren Ausgaben für Forschung & Entwicklung, da Swisslog verstärkt Produkte und Lösungen für seine Fokusmärkte entwickelte. Außerdem sind im Jahr 2018 einmalige Integrations- und Reorganisationsaufwand angefallen und es kam zu Verzögerungen in der Abwicklung von Projekten, welche das operative Ergebnis zusätzlich belastet haben.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Gesamtaussage
Der KUKA Konzern konnte die starken Ergebnisse aus dem Vorjahr nicht übertreffen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die verstärkt spürbare allgemeine Konjunkturabkühlung seit dem vierten Quartal 2018 zurückzuführen, die sich vor allem auf zwei von KUKAs strategischen Fokusmärkten auswirkte: die Automobilindustrie und die Elektronikindustrie. Hier erwirtschaftet KUKA mehr als die Hälfte seines Umsatzes. Hinzu kommt das verlangsamte Wachstum in China, einem der wichtigsten Absatzmärkte. Dort sind die Wachstumsraten aktuell so gering wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Ferner gab es unvorhersehbare negative Einflüsse im Projektgeschäft. KUKA passte daher seine Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr an und erwartete einen Umsatz von 3,2 Mrd. € sowie eine EBIT-Marge von 3,0 % vor Kaufpreisallokationen, vor Wachstumsinvestitionen und vor Reorganisationsaufwand. Der KUKA Konzern entschloss sich daher Maßnahmen auszuarbeiten, um dem einsetzenden Trend frühzeitig entgegenzuwirken. Hierzu zählen unter anderem ein Effizienzsteigerungsprogramm, eine stärkere Fokussierung innerhalb der Forschung und Entwicklung sowie weitere Optimierungen in China, um verstärkt auf die Bedürfnisse des lokalen Marktes einzugehen sowie Anpassungen der Organisationsstruktur. Der KUKA Konzern investiert weiter in die Zukunft und baute im Berichtsjahr seine weltweiten Standorte aus. Der Auftragsbestand lag mit 2,1 Mrd. € nur leicht unter dem Vorjahreswert, was auf eine gute Auslastung im Jahr 2019 hindeutet.
Verglichen mit dem Vorjahr konnte der Geschäftsbereich Robotics eine EBIT Steigerung um 1,3 Mio. € auf 134,4 Mio. € (2017: 133,1 Mio. €) erzielen. Schwächer gegenüber dem Vorjahr zeigten sich die Segmente Systems und Swisslog, die ein EBIT von -32,8 Mio. € bzw. -16,3 Mio. € aufweisen. Im Vorjahr lagen die EBITs der beiden Segmente bei 17,8 Mio. € bzw. 10,4 Mio. €. Das Konzern-EBIT lag bei 34,3 Mio. € (2017: 102,7 Mio. €). Im Konzern wurden im Geschäftsjahr 2018 Wachstumseffekte und Reorganisationsaufwendungen in Höhe von insgesamt 48,7 Mio. € verbucht. Um diese Effekte bereinigt betrug das EBIT 83,0 Mio. € (2017: 134,6 Mio. €) bei einer EBIT Marge von 2,6 % (2017: 3,9 %).
Ertragslage
Der KUKA Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2018 Auftragseingänge in Höhe von 3.305,3 Mio. €. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber 2017 - hier lagen die Auftragseingänge bei 3.614,3 Mio. €. Zwischen 2014 und 2018 lag die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bei rund 10 %. Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt 3.242,1 Mio. € und liegen damit unter der ursprünglichen Zielmarke von 3,5 Mrd. €, unter dem Rekordjahr von 2017, jedoch deutlich über dem Jahr 2016.
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 2.229,0 | 2.838,9 | 3.422,3 | 3.614,3 | 3.305,3 |
| Auftragsbestand | 1.702,5 | 1.639,0 | 2.048,9 | 2.157,9 | 2.055,7 |
| Umsatzerlöse | 2.095,7 | 2.965,9 | 2.948,9 | 3.479,1 | 3.242,1 |
| EBIT | 141,8 | 135,6 | 127,2 | 102,7 | 34,3 |
| % vom Umsatz | 6,8 | 4,6 | 4,3 | 3,0 | 1,1 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 28,8 | 20,0 | 16,2 | 10,9 | 2,9 |
| Sondereffekte1 | - | - | 28,0 | 31,9 | 48,7 |
| EBIT bereinigt1 | 141,8 | 135,6 | 155,2 | 134,6 | 83,0 |
| EBIT bereinigt1in % vom Umsatz | 6,8 | 4,6 | 5,3 | 3,9 | 2,6 |
| EBIT bereinigt1in % vom Capital Employed (ROCE) | 28,8 | 20,0 | 19,8 | 14,2 | 7,0 |
| EBITDA | 185,3 | 259,1 | 205,3 | 180,2 | 121,2 |
| % vom Umsatz | 8,9 | 8,7 | 7,0 | 5,2 | 3,7 |
| Sondereffekte1 | - | - | 28,0 | 31,9 | 48,7 |
| EBITDA bereinigt1 | 185,3 | 259,1 | 233,3 | 212,1 | 169,9 |
| EBITDA bereinigt1in % vom Umsatz | 8,9 | 8,7 | 7,9 | 6,1 | 5,2 |
| (durchschnittliches) Capital Employed | 492,0 | 676,8 | 783,0 | 950,4 | 1.185,0 |
| Mitarbeiter (31.12.)2 | 12.102 | 12.300 | 13.188 | 14.256 | 14.235 |
1 2016: Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe 2017: Sondereffekt im Rahmen von Wachstumsinvestitionen2018: Sondereffekte im Rahmen von Wachstumsinvestitionen und Reorganisationsaufwand
2 Die Mitarbeiterzahlen basieren im gesamten Geschäftsbericht auf FTE-Berechnungen (Full Time Equivalent).
Erstmals seit 2009 konnte im Segment Robotics im Geschäftsjahr 2018 keine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Jedoch bewegen sich die Umsatzerlöse mit 1.182,4 Mio. € immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Es konnte - wie auch schon 2017 - die Milliardengrenze überschritten werden. Die Umsatzerlöse sowie die Auftragseingänge gingen um 1,5 % bzw. 1,7 % zurück. Letztere lagen bei 1.202,9 Mio. €. Beim EBIT hingegen konnte eine Steigerung um 1,0 % von 133,1 Mio. € in 2017 auf 134,4 Mio. € in 2018 erzielt werden. Dazu haben der Verkauf einer Beteiligung mit einem zweistelligen Millionen Betrag und die Optimierung von Prozessen beigetragen. Im Segment Robotics wird die Entwicklung neuer Produkte sowie die Optimierung von bestehenden Produkten vorangetrieben. Zum Beispiel wurde die Performance, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität der Produktserie KR QUANTEC optimiert.
Die Umsatzerlöse im Segment Systems reduzierten sich von 1.579,2 Mio. € in 2017 auf 1.301,5 Mio. € in 2018. Dies bedeutet einen Rückgang von 277,7 Mio. € bzw. 17,6 %. Die Auftragseingänge sind immer noch - verglichen mit den anderen Geschäftsbereichen -am höchsten, jedoch gegenüber dem Vorjahr um 209,2 Mio. € auf 1.313,7 Mio. € gesunken. Verantwortlich dafür waren unter anderem der Rückgang des starken Investitionszyklus bei US-Automobilkunden sowie die fehlenden Auftragseingänge und Umsätze von KTPO, deren Anlage sich momentan im Umbau befindet. Zum Bilanzstichtag verfügt der Geschäftsbereich Systems über einen Auftragsbestand von 1.001,9 Mio. €, was kalkulatorisch dem Anteil am Segmentjahresumsatz von 77,0 % (2017: 68,0 %) entspricht. 2018 lag das EBIT im Geschäftsbereich Systems bei -32,8 Mio. € (2017: 17,8 Mio. €). Die EBIT-Marge verringerte sich von 1,1 % in 2017 auf -2,5 % in 2018. Verantwortlich dafür waren im Wesentlichen negative Einflüsse im Zusammenhang mit einzelnen Projekten und das fehlende Ergebnis von KTPO. Ohne Berücksichtigung der Reorganisationsaufwendungen und Wachstumsinvestitionen lag das bereinigte EBIT im Geschäftsjahr 2018 bei -21,3 Mio. € (2017: EBIT: 25,2 Mio. €).
Die Umsätze im Geschäftsbereich Swisslog beliefen sich auf 819,3 Mio. € und lagen damit deutlich über dem des Vorjahres (2017: 763,7 Mio. €). Etwa drei Viertel entfallen auf den Bereich Warehouse & Distribution Solution und rund ein Viertel auf den Bereich Healthcare Solutions. Das EBIT lag bei -16,3 Mio. € (2017: 10,4 Mio. €). Dies lag unter anderem an den höheren Ausgaben für Forschung und Entwicklung, an einmaligen Integrations- und Reorganisationsaufwendungen sowie an Verzögerungen in der Abwicklung von Projekten, welche das operative Ergebnis zusätzlich belastet haben. Der hohe Auftragsbestand in Höhe von 747,5 Mio. € deutet auf eine sehr gute Auslastung im Jahr 2019 hin.
Das Bruttoergebnis des KUKA Konzerns lag bei 725,9 Mio. € und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 754,3 Mio. €. Die Bruttomarge hingegen lag mit 22,4 % über der des Vorjahres von 21,7 %. Die Umsatzkosten sanken stärker als die Umsatzerlöse, weshalb die Bruttomarge anstieg. Sowohl bei den Personal- als auch Materialaufwendungen konnten Einsparungen innerhalb der Umsatzkosten im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Die Bruttomarge von 35,7 % im Geschäftsbereich Robotics lag über der des Vorjahres von 34,7 %. Die Bruttomargen in den Geschäftsbereichen Systems und Swisslog lag leicht unter denen des Vorjahres (Systems: 2018: 9,3 %; 2017: 9,8 %; Swisslog: 2018: 21,8 %; 2017: 23,8 %).
Die Kennzahlen der einzelnen Geschäftsbereiche stellen sich wie folgt dar:
Kennzahlen Robotics
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 805,5 | 891,2 | 1.088,8 | 1.223,3 | 1.202,9 |
| Auftragsbestand | 241,5 | 233,4 | 316,1 | 331,2 | 332,8 |
| Umsatzerlöse | 834,6 | 909,6 | 993,5 | 1.200,6 | 1.182,4 |
| EBIT | 88,9 | 100,2 | 100,7 | 133,1 | 134,4 |
| % vom Umsatz | 10,7 | 11,0 | 10,1 | 11,1 | 11,4 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 53,1 | 56,6 | 51,7 | 56,4 | 40,6 |
| EBITDA | 112,0 | 126,1 | 123,2 | 157,2 | 162,8 |
| % vom Umsatz | 13,4 | 13,9 | 12,4 | 13,1 | 13,8 |
| Capital Employed | 167,3 | 177,1 | 194,9 | 235,9 | 330,8 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 3.644 | 4.232 | 4.726 | 5.010 | 5.399 |
Kennzahlen Systems
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 1.456,0 | 1.428,1 | 1.644,6 | 1.530,2 | 1.313,7 |
| Auftragsbestand | 955,4 | 923,2 | 1.139,3 | 1.073,4 | 1.001,9 |
| Umsatzerlöse | 1.285,6 | 1.471,7 | 1.395,5 | 1.579,2 | 1.301,5 |
| EBIT | 80,2 | 114,7 | 91,3 | 17,8 | -32,8 |
| % vom Umsatz | 6,2 | 7,8 | 6,5 | 1,1 | -2,5 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 67,9 | 87,9 | 42,8 | 6,3 | -9,9 |
| EBITDA | 97,4 | 135,6 | 113,5 | 34,5 | -17,0 |
| % vom Umsatz | 7,6 | 9,2 | 8,1 | 2,2 | -1,3 |
| Capital Employed | 118,1 | 130,5 | 213,1 | 281,9 | 331,5 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 5.810 | 5.146 | 5.189 | 5.459 | 4.811 |
Kennzahlen Swisslog
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| in Mio. € | 20141 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | - | 551,8 | 742,6 | 926,2 | 835,5 |
| Auftragsbestand | 517,2 | 491,0 | 624,7 | 768,3 | 747,5 |
| Umsatzerlöse | - | 620,8 | 593,5 | 763,7 | 819,3 |
| EBIT | - | -45,9 | 4,8 | 10,4 | -16,3 |
| % vom Umsatz | - | -7,4 | 0,8 | 1,4 | -2,0 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | - | -14,5 | 1,5 | 3,0 | -4,3 |
| EBITDA | - | 24,5 | 28,2 | 36,8 | 9,2 |
| % vom Umsatz | - | 3,9 | 4,8 | 4,8 | 1,1 |
| Capital Employed | 154,6 | 315,9 | 317,4 | 346,8 | 383,5 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 2.369 | 2.555 | 2.679 | 2.904 | 3.075 |
1 Swisslog wurde zum 31. Dezember 2014 erstkonsolidiert
Die Funktionskosten, die sich aus den Kosten für Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns zusammensetzen stiegen im Geschäftsjahr 2018 auf 718,5 Mio. € an (2017: 646,8 Mio. €). Das Verhältnis der Funktionskosten zum Umsatz stieg von 18,6 % in 2017 auf 22,2 % in 2018 an.
Die Vertriebskosten stiegen von 306,7 Mio. € in 2017 um 13,2 Mio. € auf 319,9 Mio. € in 2018 an. 2018 wurde die Anzahl der Vertriebsmitarbeiter von 1.690 zum 31. Dezember 2017 auf 1.712 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2018 erhöht. Dieser planmäßige Aufbau zeigt die strategische Umsetzung in Richtung einer höheren Marktdurchdringung und der Erschließung neuer Märkte. KUKA investierte in ein konzernweites Customer-Relationship-Management-System und konnte damit eine enge Verzahnung von Kunden und Partnern mit Mitarbeitern aus dem Vertrieb, Service und Marketing entlang der kompletten Wertschöpfungskette erreichen. Diese Maßnahmen sollen sich in Zukunft auch in den Umsatzerlösen widerspiegeln. Die Vertriebskostenquote stieg von 8,8 % in 2017 auf 9,9 % in 2018 an.
Wie schon in den Vorjahren investierte der KUKA Konzern in laufende interne Projekte zur Harmonisierung, Standardisierung und Optimierung von Prozessen, sowie in globale IT-Plattformen. Die Verwaltungskosten stiegen um 35,3 Mio. € auf 246,7 Mio. € (2017: 211,4 Mio. €) an. Das lag vor allem an den höheren Miet- und Leasingaufwendungen - insbesondere bei Softwarelizenzen - sowie im Bereich der sonstigen Verwaltungsaufwendungen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden zudem höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen vorgenommen, da in den vorangegangen Geschäftsjahren - wie auch im Geschäftsjahr 2018 - Aktivierungen durch Kauf und Eigenerwerb vorgenommen wurden. Unter anderem wurden Entwicklungskosten aus dem internen IT-Harmonisierungsprogramm aktiviert, die zu einem höheren Abschreibungsbetrag führten. Durch die Anbindung weiterer Konzerngesellschaften wird künftig mit einer Optimierung der Verwaltungskosten gerechnet. Die Verwaltungsaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz stiegen von 6,1 % in 2017 auf 7,6 % in 2018 an.
KUKA investiert in innovative Produkte und Lösungen sowie zukunftsorientierte Technologien, um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern. So stiegen die Forschungs- und Entwicklungskosten von 128,7 Mio. € in 2017 auf 151,9 Mio. € in 2018. Einerseits wurde die Anzahl der Mitarbeiter im Forschungs- und Entwicklungsbereich planmäßig aufgestockt. Andererseits stiegen die Abschreibungen der langfristigen Vermögenswerte in diesem Bereich an. Wenn es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keiner Erhöhung der Umsätze kam, so ist es für ein Unternehmen im Bereich Industrie 4.0 unerlässlich laufend an zukunftsorientierten Technologien zu forschen bzw. zu entwickeln. Es werden nicht nur Neuentwicklungen oder konzerninterne Projekte, sondern auch die Weiterentwicklung bereits bestehender Produkte und Lösungen vorangetrieben. Beispiele sind die neue Generation der KR QUANTEC Serie, die Weiterentwicklung des Roboterkommissionier-Systems ItemPiQ, das modulare Lagerverwaltungssystem SynQ oder auch neue Anwendungsbereiche, die auf dem Leichtbauroboter LBR Med basieren.
Als einer der Treiber von Industrie 4.0 bietet KUKA seinen Kunden Produkte und Schlüsseltechnologien für die vierte digitale Revolution. Mensch-Roboter-Kollaboration ermöglicht gemeinsam mit Cloud-Computing und der Auswertung von Big Data völlig neue Wege in der Automatisierung. Dank omniMove Antriebstechnologie manövrieren mobile Roboter und Plattformen omnidirektional und autonom durch die Fabrik der Zukunft. Dies ist nur möglich indem automatisierte Fertigungstechnologien mit klassischem Maschinenbau und intelligenten IT-Systemen vernetzt werden. So wird hochqualifizierte Einzelstückfertigung mit den Vorteilen der Serienproduktion verbunden werden. Komplexe Prozessschritte werden optimiert und mit Fokus auf Flexibilität und Kosteneffizienz aufeinander abgestimmt.
Die Ansätze, auf welche KUKA als Konzern für Industrie 4.0 setzt - und welche zu Aufwendungen und Wachstumsinvestitionen in den Bereichen F&E, Vertrieb und Verwaltung führen - sind dabei genauso breit gefächert wie die Innovationen in anderen Technologien. Beispielhaft können an dieser Stelle folgende Projekte genannt werden, welche im Geschäftsjahr 2018 umgesetzt wurden:
| ― | IT-Vernetzung in Industrie 4.0: Durch KUKA Connect, einer cloudbasierten Softwareplattform, wird es dem Kunden ermöglicht, die Daten der Roboter weltweit einzusehen und dadurch die Leistungsfähigkeit und Effektivität ihrer Produktion zu erhöhen. Diese Plattform wurde weiterentwickelt und bietet dem Kunden neue Features. |
| ― | Weiterentwicklung der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK): Sensitive Systeme ermöglichen kleine bis vollständig wegfallende Schutzzäune zwischen Mensch und Roboter. Dies ermöglicht die Installation von Zellen auf bis zu einem Viertel weniger Fläche als mit Konstruktionen ohne MRK-Fähigkeit. Hierfür wurde der KUKA LBR iisy entwickelt, der sich schnell an neue Anforderungen anpassen lässt und damit vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet. |
| ― | Ready2_rivet heißt die neue ready2_use-Lösung im KUKA Konzern. Hierbei handelt es sich um eine flexible Stanzniet-Lösung für Anwendungen im Karosserierohbau, das gemeinsam mit Böllhoff entwickelt wurde. |
| ― | Kooperationen mit Partnern innerhalb sowie außerhalb der Branche: Zusammen mit Visual Components werden produktivitätssteigernde Elemente der Simulation sowie Prozesseigenschaften in die Engineering-Tool-Suiten integriert. |
Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung lag in der Weiterentwicklung einer bestehenden Roboterserie. Die neue Generation der KR QUANTEC Serie wurde auf Grundlage der KUKA Erfahrungen in der dynamischen Welt der Automatisierung entwickelt. Es wurde eine zuverlässige, vielseitige und effiziente Qualitätslösung für die Produktionslandschaft der KUKA Kunden geschaffen. Die Kunden profitieren vom breiten Anwendungsspektrum. Der KR QUANTEC Roboter überzeugt durch Performance, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität. Das Ergebnis der neuen Generation geht weit über technische Details hinaus und schließt auch langfristige Aspekte wie die Vereinfachung der Inbetriebnahme, Wartungsaufwand und Prozessoptimierung des Systems mit ein. Als weltweit erster Industrieroboter wird die neue Generation der KR QUANTEC Serie über digitale Plug-in Motion Modes verfügen. Hierbei handelt es sich um digitalisierte Bewegungsmodi, die den Ablauf des Roboters für spezifische Anwendungsfälle optimieren. So ermöglicht beispielsweise der "Path Mode" hochpräzises Bahnfahren; der "Dynamic Mode" erlaubt eine höhere Geschwindigkeit, um Taktzeiten zu minimieren.
Speziell im Segment Swisslog wurde die Weiterentwicklung der Roboterkommissionier-Systems ItemPiQ vorangetrieben. Es vereint deutlich schnellere Arbeitsprozesse und verbesserte Präzision. Durch die Vielseitigkeit von ItemPiQ kann auf die wandelnde Produktpalette des Kunden reagiert werden und Anpassungen vorgenommen werden. Eine weitere Entwicklung von Swisslog betrifft SynQ, das für synchronisierte Intelligenz steht und eine modulare serviceorientierte Softwareplattform für die Lagerverwaltung darstellt. Die Plattform bringt Intelligenz in den Lagerbetrieb und synchronisiert die Leistung eines automatisierten Lagers. SynQ umfasst Funktionen für die Lagerverwaltung, Materialfluss und Automatisierungssteuerung, sowie eine Reihe von Business Intelligence Tools zur Steigerung der Performance. Im Jahr 2018 konnte Swisslog Healthcare, durch Investitionen im Bereich der Softwareentwicklung und Analytik, Krankenhäuser durch integrierte Lösungssysteme für Materialtransport und Medikamentenmanagement zu besseren Marktpositionen verhelfen. Bereits jetzt setzt Swisslog erfolgreich Pharmacymanager ein und erzielt stetige Fortschritte in der Entwicklung des Delivery Manager und innerhalb der Pharmacy Automation Produktion, welche bereits als Pilotprojekte in Nordamerika und Europa eingesetzt werden. Dieses streben nach Innovationen unterstützen zukunftsgerichtete Spitäler und helfen Gesundheitssysteme effizienter zu gestalten, um den Patienten wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Das marktführende Translogic Rohrpostsystem (PTS) konnte mithilfe der Nexus-Station weiter verbessert werden wodurch Pflegekräfte entlastet werden und somit mehr Zeit den Spitalpatienten widmen können. Der Therapick, ein automatisiertes Pack- und Kommisioniersystem konnte bereits in drei Spitälern in Europa und Asien in Betrieb genommen werden, mit dem Ziel Fehlbehandlungen durch fehlerhafte Medikation zu senken.
Für weitere Ausführungen und Details verweisen wir auf den Bereich Forschung und Entwicklung in diesem Lagebericht.
Nur mit ausreichend personellen Möglichkeiten können die sich bietenden Chancen in Bereichen der Industrie 4.0 genutzt und ausgebaut werden. Zum Bilanzstichtag beschäftigt der KUKA Konzern daher 1.251 Mitarbeiter (2017: 1.027 Mitarbeiter), was einem Anteil von 8,8 % entspricht (2017: 7,2 %).
Gegenüber dem Vorjahr stiegen die aktivierten Kosten für Neuentwicklungen um 4,7 Mio. € (2018: 36,4 Mio. €; 2017: 31,7 Mio. €). Diese werden in den Folgeperioden über planmäßige Abschreibungen als Aufwand - hauptsächlich im Bereich Forschung und Entwicklung -erfasst. Die Aufwendungen für Abschreibungen stiegen von 11,3 Mio. € in 2017 auf 15,6 Mio. € in 2018 an. Dies bedeutet eine nach wie vor hohe Aktivierungsquote von 21,1 % (2017: 21,3 %).
Bei der Gegenüberstellung von sonstigen Aufwendungen und Erträgen ergab sich ein positiver Überhang von 29,2 Mio. € (2017: -2,6 Mio. €). Sie enthielten unter anderem Aufwendungen für sonstige Steuern (2018: 8,4 Mio. €; 2017: 5,6 Mio. €), Erträge aus Zuschüssen (2018: 1,6 Mio. €; 2017: 2,3 Mio. €) und Erträge aus dem Verkauf der Anteile an den Gesellschaften KBee AG, München und Connyun GmbH, Karlsruhe.
EBIT-Marge bei 1,1 %
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 34,3 Mio. € (2017: 102,7 Mio. €), was einer EBIT-Marge von 1,1 % (2017: 3,0 %) entspricht. Hierin sind Sondereffekte für Wachstumsinvestitionen und Reorganisationsaufwendungen in Höhe von 48,7 Mio. € berücksichtigt (2017: Wachstumsinvestitionen in Höhe von 31,9 Mio. €). Ohne diese Sondereffekte beträgt das bereinigte EBIT im Geschäftsjahr 83,0 Mio. € (2017: 134,6 Mio. €). Die bereinigte EBIT-Marge beträgt 2,6 % (2017: 3,9 %). Der Rückgang des bereinigten EBITs um 51,6 Mio. € war zusätzlich auf Projektverschlechterungen und Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität zurückzuführen. Im Berichtsjahr tätigte der KUKA Konzern, wie auch schon im Vorjahr, Investitionen in künftige Wachstumsfelder. Schwerpunkte lagen hierbei in Themen wie Industrie 4.0, mobile Robotik, Intralogistik, Mensch-Roboter-Kollaboration auch die Aufwendungen im Zusammenhang mit der vollständigen Neuausrichtung der Gesamtorganisation auf eine durchgängige Kundensicht über alle KUKA Gesellschaften.
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| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| EBIT (in Mio. €) | 102,7 | 34,3 |
| EBIT-Marge (in %) | 3,0 | 1,1 |
| EBIT bereinigt1(in Mio.) | 134,6 | 83,0 |
| EBIT bereinigt1(in %) | 3,9 | 2,6 |
| EBITDA (in Mio. €) | 180,2 | 121,2 |
| EBITDA-Marge (in %) | 5,2 | 3,7 |
| EBITDA bereinigt1(in Mio.) | 212,1 | 169,9 |
| EBITDA bereinigt1(in %) | 6,1 | 5,2 |
1 Sondereffekte 2018: Wachstumsinvestitionen und Reorganisationsaufwand (48,7 Mio. €)Sondereffekte 2017: Wachstumsinvestitionen (31,9 Mio. €)
Der Geschäftsbereich Robotics konnte das schon hohe EBIT des Vorjahres (2017: 133,1 Mio. €) nochmals um 1,3 Mio. € auf 134,4 Mio. € steigern. Dieser Anstieg konnte aufgrund von Effizienzsteigerungen und dem Verkauf der KBee AG, München, erreicht werden.
Im Geschäftsbereich Systems sank das EBIT auf -32,8 Mio. € nach 17,8 Mio. € im Vorjahr. Die EBIT-Marge sank von 1,1 % auf -2,5 %. Der Rückgang ist vor allem auf die Projektverschlechterungen im vierten Quartal zurückzuführen. Mit Berücksichtigung der Sondereffekte lag das EBIT bei -21,3 Mio. €.
Swisslog verzeichnete nach dem starken Jahr 2017 einen EBIT Rückgang von 10,4 Mio. € auf -16,3 Mio. €, was einer EBIT-Marge von -2,0 % entspricht (2017: 1,4 %). Werden die Sondereffekte nicht mit in das EBIT einbezogen, dann lag die Marge bei -1,2 %.
Im Geschäftsjahr 2018 stiegen die Abschreibungen um 9,4 Mio. € auf 86,9 Mio. € (2017: 77,5 Mio. €) an. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sank von 180,2 Mio. € in 2017 auf 121,2 Mio. € in 2018. Die Abschreibungen entfielen mit 28,3 Mio. € (2017: 24,0 Mio. €) auf Robotics, mit 15,8 Mio. € (2017: 16,7 Mio. €) auf Systems, mit 25,5 Mio. € (2017: 26,4 Mio. €) auf Swisslog sowie mit 17,3 Mio. € (2017: 10,3 Mio. €) auf den sonstigen Bereich.
Der Geschäftsbereich Robotics erzielte ein EBITDA von 162,8 Mio. € (2017: 157,2 Mio. €), Systems von -17,0 Mio. € (2017: 34,5 Mio. €) und Swisslog von 9,2 Mio. € (2017: 36,8 Mio. €). Die EBITDA-Marge von Robotics stieg von 13,1 % auf 13,8 %, die von Systems fiel von 2,2 % auf -1,3 % und von Swisslog sank von 4,8 % auf 1,1 %. Das bereinigte EBITDA lag mit 169,9 Mio. € und einer EBITDA-Marge von 5,2 % deutlich unter den Vorjahreswerten von 212,1 Mio. € und einer Marge von 6,1 %.
Finanzergebnis steigt im Vergleich zum Vorjahr an
Die saldierten Aufwendungen und Erträge im Finanzergebnis führen im Geschäftsjahr 2018 zu einem Ertrag von 0,6 Mio. €. Dies bedeutet einen Anstieg von 9,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (2017: Verlust: 9,2 Mio. €).
Die Zinserträge stiegen von 6,2 Mio. € in 2017 auf 14,1 Mio. € in 2018 an. Der wesentliche Grund für den Anstieg der Zinserträge steht im Zusammenhang mit dem im dritten Quartal neu gegründeten Joint Venture. Zusätzlich wurden Erträge aus dem Finanzierungsleasing generiert, wobei hier ein Rückgang zu beobachten ist, der auf den ruhenden Finanzierungsleasingvertrag der KUKA Toledo Production Operations LLC., Toledo /USA zurückzuführen ist.
Der Nettobetrag aus Fremdwährungsgewinnen und Fremdwährungsverlusten im Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Fremdwährungsgewinn in Höhe von 3,0 Mio. € (2017: Verlust: -5,8 Mio. €), der den Zinserträgen zugerechnet wird. Der Zinsaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 13,4 Mio. € und liegt damit um 1,7 Mio. € unter dem des Vorjahres (2017: 15,2 Mio. €). Der wesentliche Anteil entfällt dabei auf das im Oktober 2015 platzierte Schuldscheindarlehen sowie das neue US-Schuldscheindarlehen mit Zinsaufwendungen in Höhe von 5,2 Mio. € (2017: 3,6 Mio. €) sowie auf den Nettozinsaufwand für Pensionen in Höhe von 1,7 Mio. € (2017: 1,9 Mio. €). Für Bürgschaften und Avale fielen Aufwendungen in Höhe von 1,8 Mio. € an (2017: 1,3 Mio. €).
Somit beträgt das Ergebnis vor Steuern (EBT) 34,9 Mio. € (2017: 93,5 Mio. €). Der Steueraufwand des KUKA Konzerns betrug in 2018 insgesamt 18,3 Mio. € (2017: 5,3 Mio. €), was einer Steuerquote von 52,4 % entspricht und damit deutlich über der des Vorjahres lag (2017: 5,7 %). Die sehr niedrige Steuerquote des Vorjahres gründete im Wesentlichen auf den deutlich verbesserten Nutzungsmöglichkeiten von US-Steuersubventionen sowie auf dem Rückgang der nominellen Steuersätze in den USA. Die aktuelle, sehr hohe Steuerquote für das Geschäftsjahr 2018 ist von Wertberichtungen von steuerlichen Vermögenswerte auf Grund von Verlusthistorien und Neuverlusten beeinflusst. Diese gegenläufigen Effekte in zwei aufeinander folgenden Jahren bewirkten zwei sehr unterschiedliche Steuersätze. In 2019 wird wieder von einer normalisierten Steuerquote von etwa 25 % ausgegangen.
Dividendenvorschlag von 0,40 € je Aktie
Das Ergebnis nach Steuern des KUKA Konzerns ist nunmehr im achten Jahr in Folge positiv, das jedoch im Vergleich zum Vorjahr mit 16,6 Mio. € deutlich niedriger ausfällt (2017: 88,2 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,32 € in 2018 (2017: 2,22 €).
Für das Geschäftsjahr 2018 schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, eine Dividende von 0,40 € je Aktie zu zahlen.
Konzern-GuV verkürzt
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.095,7 | 2.965,9 | 2.948,9 | 3.479,1 | 3.242,1 |
| EBIT | 141,8 | 135,6 | 127,2 | 102,7 | 34,3 |
| EBIT bereinigt1 | 141,8 | 135,6 | 155,2 | 134,6 | 83,0 |
| EBITDA | 185,3 | 259,1 | 205,3 | 180,2 | 121,2 |
| EBITDA bereinigt1 | 185,3 | 259,1 | 233,3 | 212,1 | 169,9 |
| Finanzergebnis | -25,3 | -7,4 | -4,9 | -9,2 | 0,6 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -45,2 | -39,3 | -36,1 | -5,3 | -18,3 |
| Ergebnis nach Steuern | 68,1 | 86,3 | 86,2 | 88,2 | 16,6 |
1 2016: Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe 2017: Sondereffekt im Rahmen von Wachstumsinvestitionen 2018: Sondereffekte im Rahmen von Wachstumsinvestitionen und Reorganisationsaufwand
Finanzlage
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Im KUKA Konzern erfolgt das Finanzmanagement zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft für alle Konzerngesellschaften. Akquirierte Gesellschaften werden sukzessive in das Finanzmanagement des Konzerns eingebunden. Die Konzernfinanzierung sowie das Management der Zins- und Währungsrisiken werden zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft gesteuert. Finanzierungs- und Anlagebedarfe der Konzerngesellschaften sowie die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsmanagement werden bei der KUKA Aktiengesellschaft gebündelt, die dafür die erforderlichen internen und externen Finanzgeschäfte mit Konzerngesellschaften bzw. mit Banken abschließt. Grundlage für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist ein einheitliches Planungs-, Berichts- und Meldesystem, in dem die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst werden. Ziel des Zins- und Währungsmanagements ist es, die vorhandenen Risiken zu minimieren. Zur Absicherung von Risiken werden ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis geplanter Geschäfte abgeschlossen. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien wurden auch im Geschäftsjahr fortlaufend auf ihre Aktualität überprüft, optimiert und auch auf akquirierte Unternehmen übertragen.
Konzernfinanzierung und Liquiditätsausgleich
Die Finanzierungspolitik verfolgt das Ziel, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven in Form von liquiden Mitteln und von nicht genutzten, langfristig zugesagten Kreditlinien sowie über ausreichende Avallinien zu verfügen, um die operativen und strategischen Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften sicherstellen zu können und darüber hinaus eine ausreichende Reserve zur Abfederung unvorhergesehener Ereignisse zur Verfügung zu haben. Die Ermittlung der Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Budget- und Finanzplanung und einer zwölf Planmonate umfassenden, monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle relevanten konsolidierten Konzerngesellschaften einbeziehen.
Die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns stellen die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften dar.
Das Cash Management der KUKA Aktiengesellschaft nutzt die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, um den Liquiditätsbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Dieser zentrale konzerninterne Liquiditätsausgleich optimiert die Liquiditätsposition des Konzerns mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis.
Bausteine der Finanzierungsstruktur
Schuldscheindarlehen
Am 9. Oktober 2015 hatte die KUKA AG unbesicherte Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. € in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine ursprüngliche Laufzeit von fünf Jahren; die Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. € und eine ursprüngliche Laufzeit von sieben Jahren.
Das Schulscheindarlehen ist mit Zinskorpus von 1,15 % für die Tranche 1 bzw. 1,61 % für die Tranche 2 ausgestattet.
Zur Finanzierung des Baus einer neuen Fabrikationsanlage im Rahmen des Betreibermodells der KUKA Toledo Production Operations LLC, Toledo /Ohio, USA, hat diese unter Garantie der KUKA AG USD-Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 150,0 Mio. USD in mehreren Laufzeittranchen platziert: Tranche 1 mit einem Volumen von 10 Mio. USD hat eine Laufzeit von 2 Jahren, Tranche 2 mit einem Volumen von 90 Mio. USD eine Laufzeit von 3,5 Jahren und Tranche 3 mit einem Volumen von 50 Mio. USD hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Die Verzinsung der Tranchen ist an den 3-Monats-USD-LIBOR gebunden und damit variabel verzinst. Die Margen auf diesen Referenzzinssatz sind laufzeitabhängig und betragen 85,105 und 140 Basispunkte. Zum Stichtag betrug die Verzinsung der Tranchen 3,46 %, 3,66 % und 4,01 % p.a. Die Mittel aus diesem Schuldscheindarlehen sind am 10. August/10. September 2018 zugeflossen.
Konsortialkreditvertrag
Am 1. Februar 2018 hat die A AG mit einem Bankenkonsortium einen neuen Konsortialkreditvertrag mit einem Volumen von 520,0 Mio. € abgeschlossen und damit die vorherige Kreditfazilität über 400,0 Mio. € ersetzt und refinanziert. Der neue Vertrag umfasst eine Bürgschafts- und Garantielinie (Avallinie) in Höhe von 260,0 Mio. € sowie eine Betriebsmittelline (Barlinie) von ebenfalls 260,0 Mio. €, die auch für Bürgschaften und Garantien (Avale) genutzt werden kann.
Die initiale Laufzeit des Kreditvertrags betrug fünf Jahre bis 1. Februar 2023 und war durch zwei vertraglich vereinbarte Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr verlängerbar. Nach Zustimmung aller Banken zu der ersten vereinbarten Verlängerungsoption ist die Laufzeit um ein Jahr verlängert. Der nunmehr im Februar 2024 auslaufende Kreditvertrag kann Ende 2019 mit der noch ausstehenden Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr verlängert werden. Der Konsortialkreditvertrag wurde wie bisher auf unbesicherter Basis geschlossen und erhält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Unverändert wurden Financial Covenants bzgl. Grenzwerten zu Leverage (Nettofinanzverbindlichkeiten /EBITDA) und Zinsdeckung (EBITDA /Nettozinsaufwand) vereinbart.
Avallinien
Neben den Avallinien und den für Avale nutzbaren Barlinien des Konsortialkredits bestanden auch in 2018 weitere Rahmenverträge über Avallinien zur Unterstützung des operativen Geschäfts. Diese mit Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften bilateral vereinbarten Avallinien hatten zum 31. Dezember 2018 ein Zusagevolumen von 118,0 Mio. € (2017: 118,0 Mio.). Insgesamt verfügt KUKA damit zum 31. Dezember 2018 über für Bürgschaften und Garantien nutzbare Kreditlinien in Höhe von 638,0 Mio. € (2017: 620,0 Mio. €). Diese wurden in Höhe von 311,3 Mio. € (2017: 255,7 Mio. €) in Anspruch genommen.
ABS-Programm
Daneben bestand zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr ein ABS-Programm mit einem Programmvolumen in Höhe von 25 Mio. €. Dieses Programm lief vertragsgemäß per Ende Januar 2019 aus.
Damit stehen dem KUKA Konzern zur Deckung der Finanzbedarfe im Wesentlichen folgende Bausteine zur Verfügung:
1) die im Oktober 2015 begebenen Schuldscheindarlehen über nominal 250,0 Mio. € mit Laufzeiten bis Oktober 2020 bzw. Oktober 2022;
2) die im August /September 2018 begebenen Schuldscheindarlehen über nominal 150,0 Mio. USD mit Laufzeiten bis August 2020, Februar 2022 bzw. August 2023.
3) der im Februar 2018 geschlossene Konsortialkreditvertrag über 520,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis Februar 2024. Innerhalb dieses Vertrags sind Barinanspruchnahmen bis zu einem Volumen von 260,0 Mio. € möglich;
4) bilaterale Vereinbarungen mit Banken und Kautionsversicherern über Bürgschafts- und Garantielinien in Höhe von 118,0 Mio. €;
Aus Sicht des Vorstands ist die Finanzierung des KUKA Konzerns durch die getroffenen Maßnahmen angemessen und langfristig gewährleistet und gibt den notwendigen Spielraum, um wichtige unternehmerische Entscheidungen zeitnah umzusetzen.
Bewertung durch Ratingagenturen
Die beiden Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's bewerten den KUKA Konzern unverändert im Investment Grade mit Baa3 bzw. BBB-. KUKA ist Ende 2018 auf Basis einer Analyse der Marktsituation zu der Bewertung gekommen, dass die angestrebte positive Unterstützung durch ein externes Rating auch bei Aufrechterhaltung nur eines Ratings erreicht werden kann. Daher wurden mit Moody's Gespräche aufgenommen mit dem Ziel, deren Rating-Begleitung zu beenden. Moody's hat daraufhin im Januar 2019 das Rating von KUKA zurückgezogen.
Konzern-Kapitalflussrechnung verkürzt
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Cash Earnings | 181,3 | 260,8 | 203,9 | 184,6 | 129,0 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 184,7 | 169,2 | -9,6 | 92,0 | -48,2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -356,9 | -73,5 | -97,2 | -227,7 | -165,5 |
| Free Cashflow | -172,2 | 95,7 | -106,8 | -135,7 | -213,7 |
Durch das gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Ergebnis nach Steuern und den damit verbundenen niedrigeren zahlungsunwirksamen Erträgen lagen die Cash Earnings ebenfalls deutlich unter dem Vorjahr (2018: 129,0 Mio. €; 2017: 184,6 Mio. €). Die Cash Earnings sind eine Kennzahl, welche sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um Ertragsteuern (ohne latente Steuern), Zinsergebnis, nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen sowie zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (inklusive latente Steuern) ergibt.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des KUKA Konzerns veränderte sich von 92,0 Mio. € in 2017 auf -48,2 Mio. € in 2018. Die Veränderung ist im Wesentlichen am niedrigeren Ergebnis nach Steuern (2018: 16,6 Mio. €; 2017: 88,2 Mio. €) an der Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und an dem Anstieg der Vorräte festzumachen.
Das Trade Working Capital stieg von 453,9 Mio. € in 2017 auf 566,3 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres 2018 an. Die Erhöhung musste finanziert werden und belastete dadurch den Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit.
Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen sowie aus Vertragsvermögenswerten bewegen sich verglichen mit dem Vorjahr auf einem hohen Niveau. Die Vorräte stiegen zum Vorjahr nochmals an (2017: 387,4 Mio. €; 2018: 466,8 Mio. €). Dies spiegelt einen hohen Auftragseingang und damit verbundene Beschaffungsmaßnahmen wider. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung reduzierten sich von 549,2 Mio. € in 2017 auf 402,7 Mio. € in 2018.
Insgesamt hat sich das Trade Working Capital wie folgt entwickelt:
Trade Working Capital
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorräte1 | 272,4 | 297,8 | 318,8 | 387,4 | 466,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte | 612,9 | 658,3 | 888,9 | 923,8 | 909,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsverbindlichkeiten1 | 600,5 | 691,5 | 778,6 | 857,3 | 809,5 |
| Trade Working Capital | 284,8 | 264,6 | 429,1 | 453,9 | 566,3 |
1 Aufgrund besserer Vergleichbarkeit wurde die Kennzahl Trade Working Capital für die Vorjahreswerte angepasst und die erhaltenen Anzahlungen in den Vertragsverbindlichkeiten dargestellt.
Investitionstätigkeit im KUKA Konzern
Auch im Geschäftsjahr 2018 lagen die Investitionen im KUKA Konzern auf einem hohen Nievau. Insgesamt betrug das Investitionsvolumen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 295,4 Mio. € (2017: 138,8 Mio. €). Darunter sind auch Anzahlungen für den Bau der Produktionsanlage für das Finanzierungsleasing (KTPO), das ab April 2019 startet, enthalten. Hier zeigen sich hohe Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie die verstärkte Investition in Sachanlagen. Der Buchwert von eigenen Entwicklungsleistungen bzw. selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten beträgt 94,2 Mio. € (2017: 72,1 Mio. €). (Zu den Entwicklungsschwerpunkten siehe Abschnitt Forschung und Entwicklung, Seite 6 ff.)
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | 94,3 | 107,0 | 99,6 | 138,8 | 295,4 |
| davon Robotics | 30,4 | 39,4 | 29,4 | 39,9 | 75,1 |
| davon Systems | 28,7 | 23,5 | 23,9 | 53,9 | 157,1 |
| davon Swisslog | - | 22,2 | 20,0 | 21,6 | 24,0 |
| davon Sonstige | 35,2 | 21,9 | 26,3 | 23,4 | 39,2 |
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen im Geschäftsjahr 2018 59,7 Mio. € (2017: 53,3 Mio. €) und entfielen unter anderem mit 18,7 Mio. € (2017: 9,1 Mio. €) auf Rechte und Werte, mit 36,4 Mio. € (2017: 31,7 Mio. €) auf selbsterstellte Software und Entwicklungskosten sowie auf geleistete Anzahlungen mit 3,9 Mio. € (2017: 12,5 Mio. €).
Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 235,7 Mio. € (2017: 85,5 Mio. €) und entfielen neben den Investitionen in Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (2018: 37,9 Mio. €; 2017: 3,2 Mio. €) auf technische Anlagen und Maschinen (2018: 17,5 Mio. €; 2017: 12,9 Mio. €), auf andere Anlagen /Betriebs- und Geschäftsausstattung (2018: 19,1 Mio. €; 2017: 18,4 Mio. €) sowie auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (2018: 161,2 Mio. €; 2017: 51,0 Mio. €). Der sehr hohe Anstieg der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betrifft vornehmlich die beiden neuen Produktionsgebäude in Augsburg und in Shunde /China sowie den Aufbau der Anlage, eines im April 2019 startenden Finanzierungsleasing (KTPO) in den USA. Der Anstieg in den Investitionen in Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken resultiert aus der Umbuchung eines Teilbetrages aus der Finanzierungsleasingforderung von KTPO (siehe hierzu Anhang Textziffer 11). Hierbei handelt es sich um zahlungsunwirksame Umbuchungen.
Nach Geschäftsbereichen teilten sich die Investitionen 2018 folgendermaßen auf: Im Geschäftsbereich Robotics betrug der entsprechende Wert 75,1 Mio. € (2017: 39,9 Mio. €). Neben den aktivierten Entwicklungsleistungen wurde überwiegend in technische Anlagen und Maschinen, insbesondere zur Optimierung der Produktion, aber auch in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Im Geschäftsbereich Systems waren Zugänge von 157,1 Mio. € (2017: 53,9 Mio. €) zu verzeichnen. Der überwiegende Anteil davon betrifft die im Bau befindliche Anlage für die Produktion des neuen JK-Modells, dem Nachfolger des Jeep Wrangler JT in Toledo /USA (weitere Details hierzu siehe Anhang Nr. 11 Finanzierungsleasing). Daneben wurde auch hier überwiegend in technische Anlagen und Maschinen investiert. Die Investitionen im Geschäftsbereich Swisslog mit 24,0 Mio. € (2017: 21,6 Mio. €) betreffen überwiegend Investitionen in selbsterstellte Software und Entwicklungskosten zur konstanten Verbesserung der Kundensoftware, jedoch vor allem in die Weiterentwicklung einzelner Produkte in den Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Lager- und Verteilzentren sowie Krankenhäuser. Die Investitionen im Bereich Sonstige betrugen 39,2 Mio. € (2017: 24,0 Mio. €) und im Wesentlichen geleistete Anzahlungen. Diese wurden für laufende interne Projekte zur Harmonisierung, Standardisierung und Optimierung von Prozessen, zur Einführung von globalen IT-Plattformen, aber auch für die Errichtung eines neuen Produktionsgebäudes und eines Parkhauses am Standort Augsburg geleistet.
Die Auszahlungen für Erwerbe von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten des laufenden Geschäftsjahres betragen insgesamt 23,0 Mio. € (2016: 97,0 Mio. €) und stellen sich wie folgt dar:
Unternehmenserwerbe
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| in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Unternehmenserwerbe | ||
| Talyst Systems LLC, Delaware /USA | 25,7 | - |
| Visual Components | 19,9 | - |
| Device Insight GmbH | 18,9 | - |
| Reis Group Holding GmbH & Co. KG, Obernburg /Deutschland | 9,1 | - |
| UTICA Enterprises, Shelby Township, Michigan/USA | 6,6 | 11,4 |
| Mor-Tech Design Inc.; Mor-Tech Manufacturing Inc., Michigan/USA | - | 9,4 |
| Sonstige | 1,9 | 2,2 |
| Summe | 82,1 | 23,0 |
| At Equity bilanzierte Beteiligungen | ||
| Pipeline Health Holdings LLC, San Francisco /USA | 13,9 | - |
| KBee AG, München /Deutschland | 1,0 | - |
| Summe | 14,9 | - |
| Auszahlungen gesamt | 97,0 | 23,0 |
Die Einzahlungen für Investitionen in Finanzinvestitionen beinhalten im Wesentlichen die Kapitaleinzahlungen der Midea Beteiligung an den Joint Venture Unternehmen.
Negativer Free Cashflow
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (2018: -165,5 Mio. €; 2017: -227,7 Mio. €) ergab zusammen mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen negativen Free Cashflow in Höhe von -213,7 Mio. €. Im Vorjahr lag der Free Cashflow noch bei -135,7 Mio. €. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen der starken Investitionstätigkeit, sowie dem starken Anstieg des Trade Working Capitals geschuldet.
Positiver Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Zum Geschäftsjahresende weist die KUKA einen positiven Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 89,6 Mio. € (2017: -10,7 Mio. €) aus. Darin enthalten sind die Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2017 an die Aktionäre in Höhe von 0,50 € je Aktie (2017: 0,50 € je Aktie) mit einem Gesamtbetrag von 19,9 Mio. € sowie das in 2018 begebene Schulscheindarlehen über nominal 150,0 Mio. USD.
Konzern-Nettoliquidität /-verschuldung
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| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 223,6 | 478,6 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 19,1 | 5,2 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 249,7 | 380,5 |
| Konzern-Nettoliquidität (Vorjahr: Nettoverschuldung) | -45,2 | 92,9 |
| Bar- und Avallinien aus Konsortialkreditvertrag | 520,0 | 520,0 |
| Avallinie aus Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften | 118,0 | 118,0 |
| ABS-Programm Linie | 25,0 | 25,0 |
Die Nettoliquidität zum Geschäftsjahresende beträgt 92,9 Mio. € -ein Anstieg um 138,1 Mio. € gegen über dem Vorjahr (2017: Nettoverschuldung in Höhe von 45,2 Mio. €). Die Zahlungsströme setzen sich aus dem Saldo der flüssigen Mitteln sowie der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten zusammen. Zum Jahresende 2018 betragen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns 478,6 Mio. € (2017: 223,6 Mio. €), das im Zusammenhang mit dem von Midea in das Joint Venture eingelegten Tochterunternehmen im dritten Quartal steht, das zusätzliches Barvermögen besitzt.
Vermögenslage
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 977,4 Mio. € in 2017 auf 1.190,4 Mio. € zum 31. Dezember 2018 an, was an den getätigten Investitionen lag (siehe hierzu auch die Ausführungen in der Finanzlage). Gegenläufig wirkten sich mit 13,9 Mio. € (2017: 13,7 Mio. €) Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen von Akquisitionen aus. Für Geschäfts- und Firmenwerte ist ein Wert von 308,7 Mio. € angesetzt (31. Dezember 2017: 300,1 Mio. €).
Die Sachanlagen stiegen von 296,0 Mio. € in 2017 auf 493,7 Mio. € in 2018 an.
Der Bilanzwert für Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrug 13,9 Mio. € (2017: 15,7 Mio. €), welche in der Position at Equity Finanzanlagen ausgewiesen sind. Die Verringerung resultiert aus anteiligen Ergebnisentwicklungen der At-Equity-Beteiligungen.
Die aktiven latenten Steuern betrugen 90,5 Mio. € (2017: 79,6 Mio. €). Davon entfielen 42,6 Mio. € auf Verlustvorträge (2017: 20,7 Mio. €).
Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2018 auf 2.028,1 Mio. € (2017: 1.662,7 Mio. €). Erhöhend wirkte sich vor allem der Anstieg der Vorräte (2018: 466,8 Mio. €; 2017: 387,4 Mio. €) sowie die Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus. Diese entwickelten sich von 223,6 Mio. € in 2017 auf 478,6 Mio. € in 2018.
Konzern-Vermögenslage
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 1.979,5 | 2.381,7 | 2.543,9 | 2.640,1 | 3.218,5 |
| Eigenkapital | 541,1 | 732,5 | 840,2 | 866,6 | 1.339,6 |
| in % der Bilanzsumme | 27,3 | 30,8 | 33,0 | 32,8 | 41,6 |
| Nettoliquidität / -verschuldung | 32,6 | 199,9 | 113 | -45,2 | 92,9 |
Die Bilanzsumme des KUKA Konzerns stieg um 578,4 Mio. € von 2.640,1 Mio. € zum 31. Dezember 2017 auf 3.218,5 Mio. € zum 31. Dezember 2018, was unter anderem am Anstieg des Eigenkapitals begründet lag.
Eigenkapitalquote bei 41,6 %
Aufgrund der höheren Gewinnrücklagen sowie dem Anstieg innerhalb des Ausgleichspostens für Anteile Dritter stieg das Eigenkapital von 866,6 Mio. € in 2017 auf 1.339,6 Mio. € in 2018 an. Dadurch wuchs die Eigenkapitalquote um knapp 9 Prozentpunkte auf 41,6 % (2017: 32,8 %). Der Ausgleichsposten für Anteile Dritter entwickelte sich von -0,5 Mio. € in 2017 auf 259,7 Mio. € in 2018 und steht im Zusammenhang mit dem gegründeten Joint Venture mit der Midea Group. Wie auch schon im Vorjahr wirkte sich die Zahlung der Dividende für 2017 an die Aktionäre der KUKA AG eigenkapitalreduzierend aus (2018: 19,9 Mio. €; 2017: 19,9 Mio. €). Die versicherungsmathematischen Gewinne aus der Bilanzierung von Pensionen (inkl. darauf entfallender latenter Steuern) betrugen 5,2 Mio. € (2017: Verlust in Höhe von 0,6 Mio. €), das unter anderem auf die neuen Bewertungsannahmen zurückzuführen ist. Die verbuchten Währungseffekte von 25,4 Mio. € (2017: -41,0 Mio. €) wirkten sich ebenfalls positiv auf das Eigenkapital aus. Dies betraf neben dem US-Dollar, den Schweizer Franken und den chinesischen Renminbi.
Die Finanzverbindlichkeiten betreffen überwiegend das im Oktober 2015 bzw. August 2018 platzierte Schuldscheindarlehen über nominal 250,0 Mio. € bzw. 150 Mio. USD sowie die entsprechende Zinsabgrenzung und die kurzfristige Inanspruchnahme von Barlinien im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.
Die passiven latenten Steuern stiegen von 27,5 Mio. € auf 42,4 Mio. € an und liegen hauptsächlich im langfristigen Vermögen begründet.
Die kurzfristigen Schulden sanken von 1.357,9 Mio. € auf 1.309,7 Mio. € zum Bilanzstichtag 2018. Sowohl die Finanzverbindlichkeiten als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung verringerten sich gegenüber dem Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen stiegen auf 166,7 Mio. € (2017: 132,5 Mio. €) an; die übrigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen lagen nahezu unverändert zum Vorjahr bei 287,7 Mio. €, was zu einem Gesamtanstieg von 24,3 Mio. € (2018: 454,4 Mio. €; 2017: 430,1 Mio. €) führt.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind neben Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich in Höhe von 145,2 Mio. € (2017: 155,0 Mio. €) auch die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 28,1 Mio. € (2017: 37,4 Mio. €) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Erwerbe aus vorhergehenden Geschäftsjahren.
Konzern-Vermögens- und Finanzstruktur
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| in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.662,7 | 2.028,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 977,4 | 1.190,4 |
| Aktiva | 2.640,1 | 3.218,5 |
| Kurzfristige Schulden | 1.357,9 | 1.309,7 |
| Langfristige Schulden | 415,6 | 569,2 |
| Eigenkapital | 866,6 | 1.339,6 |
| Passiva | 2.640,1 | 3.218,5 |
Geschäftsverlaufsbedingter Anstieg des Working Capital und steigendes Capital Employed
Das Working Capital ist im Geschäftsjahr von 158,9 Mio. € zu Jahresbeginn auf 293,2 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres angestiegen. Damit musste im aktuellen Geschäftsjahr der laufende Geschäftsbetrieb neben Kundenanzahlungen und Lieferantenverbindlichkeiten auch aus der vorhandenen Liquidität des Konzerns finanziert werden. Alle Geschäftsbereiche weisen - wie auch schon im Vorjahr - ein positives Working Capital auf (Robotics: 2018: 209,2 Mio. €; 2017: 129,4 Mio. €; Systems: 2018: 51,1 Mio. €; 2017: 18,0 Mio. €; Swisslog: 2018: 49,9 Mio. €; 2017: 54,2 Mio. €).
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed /ROCE)
Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed /ROCE) stellt im KUKA Konzern eine wichtige Kennzahl dar. Sie beschreibt wie effektiv und profitabel ein Unternehmen mit dem eingesetzten Kapital umgeht.
Das eingesetzte Kapital wird dabei als Durchschnitt des Capital Employed zu Beginn und zum Ende eines Geschäftsjahres berechnet. Im Durchschnitt der Jahre 2018 und 2017 betrug das Capital Employed des KUKA Konzerns 1.185,0 Mio. € bzw. 950,4 Mio. €. In 2018 betrug das ROCE 2,9 % in 2017 10,9 %.
Betrachtet man die einzelnen Geschäftsbereiche, so zeigen diese eine ganz unterschiedliche Entwicklung auf. Der Geschäftsbereich Robotics erwirtschaftete mit einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 330,8 Mio. € (2017: 235,9 Mio. €) eine Verzinsung von 40,6 %. Dies bedeutet einerseits einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2017: 56,4 %), andererseits den besten Wert der berichtspflichtigen Geschäftsbereiche. Die Ergebnisbelastungen in den Bereichen Systems und Swisslog bewirkten, dass für beide Geschäftsbereiche der ROCE negativ wurde. Der Geschäftsbereich Systems erzielte bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 331,5 Mio. € (2017: 281,9 Mio. €) einen ROCE von -9,9 % (2017: 6,3 %). Das ROCE im Geschäftsbereich Swisslog beträgt bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital in Höhe von 383,5 Mio. € (2017: 346,8 Mio. €) -4,3 % und liegt damit unter dem Wert von 2017 mit 3,0 %.
Return on Capital Employed (ROCE)
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| in % vom Capital Employed | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern1 | 28,8 | 20,0 | 16,2 | 10,9 | 2,9 |
| davon Robotics | 53,1 | 56,6 | 51,7 | 56,4 | 40,6 |
| davon Systems | 67,9 | 87,9 | 42,8 | 6,3 | -9,9 |
| davon Swisslog | - | -14,5 | 1,5 | 3,0 | -4,3 |
1 inkl. Konsolidierungen
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag betreffen sowohl den KUKA Konzern als auch die KUKA Aktiengesellschaft. Die zum 1. Januar 2018 gestartete Customer Centric Organisation (CCO) wurde noch weiter verbessert. Zentrale Elemente, wie die konsequente Kundenzentrierung, wurden beibehalten und in die neue A Business Organisation (KBO) überführt. Diese besteht aus fünf Business Segmenten - Systems, Robotics, Logistic Automation, Healthcare und China. Jedes Business Segment besitzt unterschiedliche Schwerpunkte, um die Markt- und Wettbewerbsposition des KUKA Konzerns zielgerichtet zu entwickeln. Die Fokussierung auf den Kunden steht nach wie vor im Mittelpunkt. Zudem wird eine stärkere unternehmerische Verantwortung in den Business Segmenten liegen.
Zum 3. Januar 2019 beteiligte sich die Midea Group zu je 50 % unmittelbar an zwei chinesischen Gesellschaften der KUKA Gruppe durch Bareinlage. Aufgrund der Control Struktur wird die Beteiligung an der chinesischen Swisslog Healthcare Gesellschaft weiterhin im KUKA Konzern vollkonsolidiert, wohingegen die Beteiligung an der chinesischen Swisslog Logistics Gesellschaft künftig at equity in den KUKA Konzernabschluss einbezogen wird. Insgesamt beteiligte sich die Midea Group in diesem Zusammenhang mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag an den Gesellschaften.
Erläuterungen zum Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft
Innerhalb des Konzerns nimmt die KUKA Aktiengesellschaft die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wie Rechnungswesen und Controlling, Finanzen, Personal, Recht IT und Finanzkommunikation wahr. Die wirtschaftliche Lage wird hauptsächlich von den Aktivitäten der Tochtergesellschaften bestimmt. Dies zeigt sich durch die direkte Zuordnung der wesentlichen Gesellschaften der Geschäftsbereiche Robotics, Systems und der Swisslog.
Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wird in Übereinstimmung mit den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen Aktiengesetzbuches (AktG) aufgestellt.
Die Veröffentlichung des Abschlusses der KUKA Aktiengesellschaft erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger sowie auf der Internetseite des KUKA Konzerns (www.kuka.com).
Gewinn- und Verlustrechnung der KUKA Aktiengesellschaft (HGB)
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| in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 99,4 | 128,6 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,4 | 1,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 36,2 | 52,4 |
| Materialaufwand | -54,7 | -69,5 |
| Personalaufwand | -56,4 | -61,5 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -10,1 | -14,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -70,1 | -59,2 |
| Erträge aus Beteiligungen | 20,9 | 86,7 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 11,3 | 13,0 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -9,0 | - |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -6,5 | -10,4 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -0,1 | -0,3 |
| Jahresfehlbetrag /Jahresüberschuss | -38,7 | 66,4 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 67,7 | 9,1 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | -33,2 |
| Bilanzgewinn | 29,0 | 42,3 |
Bilanz der KUKA Aktiengesellschaft (HGB)
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| Aktiva in Mio. € |
2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 30,5 | 34,9 |
| Sachanlagen | 90,2 | 109,4 |
| Finanzanlagen | 493,9 | 484,8 |
| 614,6 | 629,1 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 481,3 | 557,6 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 17,3 | 4,3 |
| 498,6 | 561,9 | |
| Flüssige Mittel | 7,8 | 5,6 |
| 506,4 | 567,5 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1,7 | 2,6 |
| 1.122,7 | 1.199,2 |
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| Passiva in Mio. € |
2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 103,4 | 103,4 |
| Kapitalrücklage | 305,8 | 305,8 |
| Andere Gewinnrücklagen | 254,3 | 287,4 |
| Bilanzgewinn | 29,0 | 42,3 |
| 692,5 | 738,9 | |
| Rückstellungen | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 11,5 | 11,6 |
| Steuerrückstellungen | 7,0 | 7,6 |
| Sonstige Rückstellungen | 31,5 | 34,8 |
| 50,0 | 54,0 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 269,1 | 255,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18,5 | 6,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 88,7 | 128,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen | 2,7 | 2,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1,2 | 13,9 |
| 380,2 | 406,3 | |
| 1.122,7 | 1.199,2 |
Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft
Die Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft wird maßgeblich von den Ergebnissen der (unmittelbaren) Tochtergesellschaften, der Finanzierungsfunktion und den Aufwendungen und Erträgen im Zusammenhang mit der Holdingfunktion beeinflusst.
Die Umsatzerlöse stiegen von 99,4 Mio. € im Jahr 2017 auf 128,6 Mio. € im Jahr 2018 an. Die KUKA Aktiengesellschaft generiert ihre Umsätze im Wesentlichen aus Kostenumlagen und Weiterbelastungen an Tochtergesellschaften. Diese stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 28,0 % auf nunmehr 114,3 Mio. € (2017: 89,3 Mio. €) an. Mit der Vermietung von Gebäuden an Gesellschaften, die zum Konzernverbund gehören, erzielte die KUKA Aktiengesellschaft 14,2 Mio. € (2017: 10,0 Mio. €). Analog zu den Umsatzerlösen stiegen auch die damit verbundenen Aufwendungen, die als Materialaufwand und bezogene Leistungen in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt sind, von 54,7 Mio. € in 2017 auf 69,5 Mio. € in 2018.
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Währungsgewinnen, vor allem US-Dollar, Schweizer Franken und brasilianischer Real, und Erträgen aus dem Abgang von Finanzanlagen (2018: 51,0 Mio. €; 2017: 33,9 Mio. €) zusammen. Im Vorjahr betrafen die Abschreibungen auf Finanzanlagen die vollständige Wertberichtigung der Beteiligung an der KBee AG, München. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 70,1 Mio. € auf 59,2 Mio. €. Die Währungsverluste, die im Vorjahr einen der wesentlichen Kostentreiber darstellten, sanken von 35,3 Mio. € in 2017 auf 17,6 Mio. €. Kostenerhöhend wirkten sich Fremdleistungen aus, die unter anderem im Zusammenhang mit einem globalen IT-Projekt stehen. Der Wechsel im Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft zum 6. Dezember 2018 hatte ebenfalls belastende Auswirkungen auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 9,0 % auf 61,5 Mio. € gestiegen (2017: 56,4 Mio. €). Die zusätzlichen Personalaufwendungen resultieren aus der gestiegenen Mitarbeiteranzahl. Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter stieg auf 624 in 2018 (2017: 512). Der Anstieg liegt in der Zentralisierung weiterer Bereiche wie unter anderem Marketing und Unternehmensstrategie begründet. Darüber hinaus wurde planmäßig Personal im Bereich "Facility Management" aufgebaut.
Das Beteiligungsergebnis stieg von 20,9 Mio. € auf 86,7 Mio. € in 2018 an. Im Vergleich zum Vorjahr sanken einerseits die Aufwendungen aus Verlustübernahmen für Gesellschaften, die einen bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der KUKA Aktiengesellschaft besitzen, andererseits stiegen im Gegenzug die Erträge aus Beteiligungen.
Das Zinsergebnis sank um 2,2 Mio. € auf 2,6 Mio. € (2017: 4,8 Mio. €). Sowohl die Zinserträge als auch die Zinsaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2018 an. Verglichen mit 2017 wurden mehr Aufwendungen für Bankkredite und Zinsaufwendungen an Kreditinstitute verzeichnet als dies noch im Vorjahr der Fall war. Dem gegenüber stehen höhere Zinserträge. Das Zinsergebnis mit verbunden Unternehmen stieg gegenüber dem Vorjahr von 10,7 Mio. € auf nun 11,3 Mio. € an.
Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten 2,8 Mio. € Steuererstattungen aus dem Vorjahr sowie 3,1 Mio. € für nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern.
Der Jahresüberschuss der KUKA Aktiengesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2018 66,4 Mio. € (2017: Jahresfehlbetrag in Höhe von 38,7 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von 9,1 Mio. € sowie der Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 33,2 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 42,3 Mio. €.
Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft
Eine der wesentlichen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft ist die Bereitstellung von Finanzmitteln und Avalen für die laufende Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften. Die zur externen Finanzierung genutzten Mittel wie das Schuldscheindarlehen sowie der Konsortialkreditvertrag inklusive dessen Änderung nach Bilanzstichtag sind im Abschnitt zu Finanzlage des KUKA Konzerns ausführlich beschrieben.
Die Finanzierungsfunktion der KUKA Aktiengesellschaft spiegelt sich in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Cash-Pooling-Konten mit Tochtergesellschaften sowie aus den zur Verfügung gestellten Darlehen. Per Saldo ergibt sich hier eine Forderung von 429,2 Mio. € (2017: 392,6 Mio. €), die auf einen erhöhten Finanzierungsbedarf der Tochtergesellschaften, hier hauptsächlich im Bereich Systems aufgrund von Investitionen sowie der Working Capital Finanzierung zurückzuführen ist.
Insgesamt reduzierten sich dadurch die flüssigen Mittel der KUKA Aktiengesellschaft von 7,8 Mio. € auf 5,6 Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 14,0 Mio. € auf 255,1 Mio. € (2017: 269,1 Mio. €) und bestehen fast ausschließlich aus dem Schuldscheindarlehen.
Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft
Die Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft ist geprägt durch das Management der Beteiligungen und durch die Wahrnehmung der Leitungsfunktionen für die Gesellschaften des Konzerns. Bezüglich der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der Finanzposten verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie auf Sachanlagen stiegen von 10,1 Mio. € im Jahr 2017 auf 14,8 Mio. € in 2018 an. Dies ist dem erhöhten Investitionsvolumen sowohl bei den immateriellen Vermögenswerten als auch den Sachanlagen geschuldet. Es wurden Investitionen in Höhe von 38,0 Mio. € im Geschäftsjahr vorgenommen (2017: 22,8 Mio. €). Die Investitionen des Geschäftsjahres sind im Wesentlichen geprägt durch die in Vorjahren begonnenen IT-gestützten Projekte zur Harmonisierung, Standardisierung und Optimierung von Prozessen sowie durch die Bautätigkeit am Standort Augsburg. Das zusätzliche Parkhaus wurde Mitte des Geschäftsjahres fertiggestellt; der Bau des neuen Produktionsgebäudes dauert noch an.
Unter den Finanzanlagen werden die direkten Beteiligungen der KUKA Aktiengesellschaft an ihren Tochtergesellschaften ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bilanzansatz von 493,9 Mio. € auf 484,8 Mio. €, was dem Verkauf der Connyun GmbH, Karlsruhe geschuldet ist.
Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich in 2018 auf 4,3 Mio. € (2017: 17,3 Mio. €), das auf die deutlich geringeren Ertragssteuerforderungen zurückzuführen ist.
Die Veränderung des Eigenkapitals spiegelt das Ergebnis des Geschäftsjahres wider. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr 2018 die Dividende in Höhe von 19,9 Mio. € für das Geschäftsjahr 2017 ausbezahlt. Die Eigenkapitalquote der KUKA Aktiengesellschaft betrug zum Bilanzstichtag, 31. Dezember 2018 61,6 % - eine kleine Verringerung gegenüber dem Vorjahr (2017: 61,7 %).
Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 34,8 Mio. € (2017: 31,5 Mio. €) und liegen damit über dem Vorjahr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von 1,2 Mio. € in 2017 auf 13,9 Mio. € in 2018 an, was auf Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen ist.
Die Bilanzsumme der KUKA Aktiengesellschaft betrug zum 31. Dezember 2018 1.199,2 Mio. €, was ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 6,8 % bedeutet (2017: 1.122,7 Mio. €).
Abhängigkeitsbericht
Der Vorstand hat einen Bericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum nach § 312 AktG erstellt und mit folgender Schlusserklärung versehen:
"Wir erklären, dass die Gesellschaft bei dem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen bzw. die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und ist dadurch, dass die Maßnahme getroffen wurde, nicht benachteiligt worden. Unterlassene Maßnahmen lagen nicht vor."
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Nachhaltigkeit bei KUKA
Nachhaltigkeit ist bei KUKA in der Unternehmenskultur verankert und steht für verantwortungsvolles, unternehmerisches Handeln gegenüber der Umwelt, unseren Mitarbeitern, Kunden, Kapitalgebern und unserem sozialen Umfeld.
Um die eigene Strategie daran auszurichten, hat KUKA im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse folgende Themenfelder identifiziert:
| ― | Digitalisierung /Automatisierung |
| ― | Aus- und Weiterbildung |
| ― | Produktsicherheit |
| ― | Führung und Werte |
| ― | Diversity |
| ― | Beschäftigung |
| ― | Beschaffung |
| ― | Anti-Korruption und fairer Wettbewerb |
| ― | Menschenrechte |
| ― | Nachhaltige /effiziente Produkte |
| ― | Arbeitssicherheit |
| ― | Ressourcenschonende Produktion |
| ― | Gesellschaftliches Engagement |
Diese Schwerpunkte werden im Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2018 ausführlich behandelt.
Ressourcenschonende Produktion und Umweltschutz
KUKA Produkte und Anlagen stehen für Innovation und Qualität. Deshalb haben wir hohe Ansprüche an unsere Produktionsprozesse. KUKA trägt außerdem zur Schonung der Umwelt bei, indem Rohstoffeinsätze und Schadstoffbelastungen minimiert werden. Es wurden weitreichende Maßnahmen ergriffen, um die Umweltbelastungen möglichst gering zu halten. Die meisten unserer Produktionsstandorte arbeiten nach international anerkannten Managementnormen in den Bereichen Qualität (ISO 9001), Umwelt (ISO 14001), Energie (ISO 50001) und weiteren branchenspezifischen Regelungen. Konzernweit aber auch für unsere Lieferanten gelten die öffentlich zugänglichen "KUKA Leitlinien für Gesundheit, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Qualität". Darüber hinaus arbeitet KUKA seit 2017 an der Implementierung eines standortübergreifenden Umweltmanagements im Rahmen eines integrierten Managementsystems. Der Fokus lag 2018 auf den Standorten in Deutschland und Tschechien.
Energieverbrauch reduzieren
Energieeinsparungen können in erster Linie bei der Roboterproduktion erzielt werden. Die Produktionsstandorte befinden sich in Deutschland, Ungarn sowie in China. An den deutschen Produktionsstandorten wertet KUKA den Stromverbrauch mit Hilfe eines Softwaretools aus. Detaillierte Analysen - beispielsweise der Lackieranlage, einzelner Montagebereiche oder Fertigungsmaschineneinheiten - helfen uns dabei, Verbesserungen bedarfsgerecht anzustoßen. Die Datensammlung erfolgt beispielsweise in Augsburg mit Hilfe von Zählerinstallationen mit über 550 Messpunkten, deren Zahl kontinuierlich weiter ausgebaut wird. Zusätzlich werden an allen Standorten auch andere umweltschonende und energiesparende Einflüsse bewertet, die bei Neuanschaffungen von Komponenten eine Rolle spielen.
Die weltweiten strategischen Energie- und Umweltziele lauten:
| ― | Senkung des Energieverbrauchs |
| ― | Senkung des CO2-Ausstoßes |
| ― | Reduzierung der Abfallmengen |
| ― | Forschung und Entwicklung von nachhaltigen Produkten und Technologien |
Emissionen und Wasserverbrauch im Fokus
Mit den zertifizierten Umweltmanagementsystemen sorgt KUKA dafür, dass Auswirkungen auf die Umwelt durch den Energieverbrauch oder durch die Folgen der Produktion so gering wie möglich sind. Als Bestandteile des Umweltmanagementsystems betrachtet KUKA auch die Entwicklung der Emissionen sowie des Abfall- und Abwasseraufkommens, auch wenn diese im Vergleich zum Energieverbrauch weniger wesentlich sind. Produktionsabfälle werden getrennt gesammelt und fachgerecht durch geschultes Personal entsorgt oder verwertet.
Bei KUKA kommt Wasser nur in begrenzten Mengen in der Lackiererei und bei Kühlungsprozessen zum Einsatz. An unseren größten Produktionsstandorten lag der Gesamtwasserverbrauch 2018 bei 112.872 m3(2017: 104.360 m3).
Die CO2-Emissionen an unseren größten Produktionsstandorten lagen 2018 bei 35.353 Tonnen (2017: 35.209 Tonnen).
Energieeffiziente Lösungen im Anlagenbau
KUKA bietet seinen Kunden intelligente, energieeffiziente Lösungen Dazu gehören maßgeschneiderte Komplettlösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen von Systems: angefangen mit der Planung über die Projektierung bis hin zur Errichtung einer automatisierten Produktionsanlage. Hier kann KUKA seinen Kunden alternative energieeffiziente Lösungen anbieten.
Zudem hat Swisslog das eigene Energieeffizienzlabel GreenLog geschaffen, das Auskunft über Einsparmöglichkeiten bietet. Beispiele für energieeffiziente Anlagenkomponenten bei Swisslog sind etwa der Palettenkran VECTURA und das Palettenfördersystem ProMove. VECTURA ist mit einer Energierückeinspeisung ausgestattet, bei der eine horizontale Bewegung des Krans zur Einspeisung von Energie für die Hebebewegung führt. Auch die Bremsbewegung führt Strom zurück in das Speichersystem. Bei ProMove erhöht der Einsatz von Frequenzumrichtern zur Steuerung der Motoren die Energieeffizienz, reduziert den Verschleiß von Teilen, erhöht die Lebensdauer und verringert die Wartungsanforderungen.
Beitrag zur Kreislaufwirtschaft - Recycling und Retooling
Unseren Kunden bieten wir einen Retooling-Service bei älteren Robotern an. Nicht länger verwendete Roboter werden von KUKA zurückgenommen und aufbereitet. Sie werden in vielen Fällen wieder als Gebrauchtmaschinen verkauft. Wo dies nicht mehr möglich ist, bietet KUKA die Entsorgung oder das Recycling gebrauchter Roboter an. So trägt KUKA gemeinsam mit seinen Kunden zur bestmöglichen Schließung des Materialkreislaufs bei.
Verantwortung in der Gesellschaft
Die Mitarbeiter von KUKA in Augsburg haben Orange Care e. V. gegründet, einen gemeinnützigen Verein. Er setzt sich vor allem für die Förderung der Jugend- und Familienhilfe ein und unterstützt hilfsbedürftige Menschen. Seit 2014 ist Orange Care auch der Träger einer Kinderkrippe, deren Ziel es ist, für unsere Mitarbeiter die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. 2018 unterstützte Orange Care zum Beispiel den KlinikClowns e. V. der Kinderstation der Fachklinik Josefinum in Augsburg. Die beiden Clowns gehen einmal in der Woche auf Visite in die Kinderstation und erleichtern den Kindern durch Spiel und Spaß den Alltag im Krankenhaus. Orange Care spendete außerdem an die Regens-Wagner-Stiftung in Holzhausen. Die Stiftung bietet Menschen mit Behinderungen ein breites Unterstützungsangebot für Schule, Ausbildung, Beschäftigung und Tagesbetreuung. Orange Care unterstützte mit seiner Spende die musikalische Förderung schwerbehinderter Menschen. Zudem spendete Orange Care für den Verein Kinderweihnachtswunsch und konnte damit hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen in sozialen Einrichtungen in Augsburg und Umgebung mehrere Gruppenwünsche zu Weihnachten erfüllen. Dazu zählten zum Beispiel Eintrittskarten für Kino- und Zoobesuche sowie für Freizeiteinrichtungen in der Umgebung. Auch die Familie eines verstorbenen Kollegen wurde in einer Notlage unterstützt.
In Augsburg unterhält KUKA eine Kooperation mit den Ulrichswerkstätten der CAB Caritas Augsburger Betriebsträger GmbH. Die Ulrichswerkstätten vermitteln Arbeitsplätze an Menschen, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden können.
KUKA Mitarbeiter übernehmen weltweit gesellschaftliche Verantwortung und setzen sich für soziale Themen ein. Mitarbeiter in den USA engagieren sich zum Beispiel in der KUKA Cares Foundation, die KUKA Systems zusammen mit Partnerfirmen gegründet hat. Zu den Grundsätzen der Stiftung gehört die Unterstützung von Menschen in Notlagen und von hilfsbedürftigen Familien, zum Beispiel hinsichtlich ihrer Gesundheit, ihrer finanziellen Lage oder in Form von Bildungsprojekten.
Robotik und Automatisierung der Öffentlichkeit näherbringen
Die Europäische Roboterwoche findet jedes Jahr im November statt und wird vom europäischen Robotikverband euRobotics initiiert. KUKA beteiligte sich im November 2018 bereits zum achten Mal an der Europäischen Roboterwoche (ERW), deren Zentralevent in Augsburg stattfand. KUKA Mitarbeiter engagieren sich während dieser Veranstaltungswoche, um das Thema Robotik und Automatisierung der allgemeinen Öffentlichkeit näherzubringen. Gleichzeitig soll das Interesse junger Menschen an der Technik und für naturwissenschaftliche Schulfächer geweckt werden. Im Berichtsjahr wurden Kindervorlesungen über Robotik in Schulen und Kindergärten aber auch Vorträge zum Thema "Menschen und Roboter" angeboten. Zudem gab es Vorträge und Führungen durch die Produktion oder die "SmartFactory as a Service", ein Gemeinschaftsprojekt von KUKA, MHP und Munich Re.
Arbeitssicherheit im Fokus
Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz sind in produzierenden Unternehmen wie KUKA eine wesentliche Voraussetzung für den sicheren und reibungslosen Geschäftsbetrieb. Entsprechende Managementsysteme und das allgemeine Bewusstsein für Arbeitssicherheit schützen die Gesundheit der Mitarbeiter. An den großen Standorten der KUKA Gruppe ist die Arbeitssicherheit daher in Managementsystemen und teilweise durch externe Zertifizierungen fest verankert.
Auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter wurde durch gezielte Aktionen verstärkt. So wurde am Standort Augsburg eine Aktion zur Vermeidung von Unfällen auf dem Weg zur Arbeit, speziell mit dem Fahrrad durchgeführt. Mit der Kampagne "Für deine Sicherheit - Gib acht - FahrRad" wurden Mitarbeiter auf mögliche Gefahren aufmerksam gemacht, um häufige Unfallursachen bestmöglich zu reduzieren. Auch an den wichtigen Standorten in China gibt es jährliche Schulungen zur Arbeitssicherheit sowie zusätzliche Einführungen für neue Mitarbeiter und Aktionen wie Sicherheits- und Brandschutzmonate.
Mitarbeiter
Mitarbeiter im KUKA Konzern
Als weltweiter Anbieter für intelligente Automatisierungslösungen ist KUKA in den letzten Jahren stark gewachsen, global aber auch an unserem Heimatstandort in Augsburg. Dabei sind unsere Mitarbeiter die Stütze unseres Erfolgs. KUKA legt daher großen Wert darauf, seine Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu stärken. Dazu gehören ein angenehmes Arbeitsumfeld, die Förderung von Vielfalt, eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung sowie ein breites Weiterbildungsangebot. Als globaler Lösungsanbieter arbeitet KUKA an neuen Konzepten, um die Arbeitswelt auch im eigenen Unternehmen weiterzuentwickeln.
Stabile Mitarbeiterzahl
Im Berichtsjahr beschäftigte der KUKA Konzern 14.235 Mitarbeiter. Damit lag die Mitarbeiterzahl leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2017: 14.256). Regional gesehen verzeichnete Asien einen leichten Anstieg. Der Geschäftsbereich Robotics erhöhte seine Mitarbeiterzahl um 7,8 Prozent auf 5.399 Mitarbeiter (2017: 5.010). Die Mitarbeiterzahl bei Swisslog stieg um 5,9 Prozent auf 3.075 (2017: 2.904). Im Vergleich dazu reduzierte sich bei Systems die Mitarbeiterzahl um 11,9 Prozent und lag bei 4.811 (2017: 5.459).
Aus- und Weiterbildung auf hohem Niveau
KUKA hat im Jahr 2018 in Deutschland insgesamt rund 200 Auszubildende und duale Verbundstudenten ausgebildet. Bei der Berufsausbildung vermittelt KUKA den Auszubildenden neben fachlichem Know-how auch die Möglichkeit, interkulturell zu lernen sowie unternehmensübergreifend zu denken und zu handeln. KUKA hält in der Ausbildungsqualität und beim Leistungsniveau einen hohen Standard. So schließen KUKA Absolventen immer wieder als Jahrgangsbeste ihres Ausbildungsberufes ab. Die Möglichkeit zur Berufsausbildung wird an den Standorten Augsburg, Obernburg und Bremen angeboten. Das Ausbildungsangebot des Konzerns reicht von technischen Berufen wie Industrie- und Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik und Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen bis in den kaufmännischen Bereich mit Berufen wie Industriekaufmann, Fachinformatiker und Technischer Produktdesigner.
Zusätzlich zu den klassischen Ausbildungsberufen bietet KUKA ein duales, ausbildungsintegriertes Studium an der Hochschule Augsburg an, das mit einem Bachelor abgeschlossen wird. Neben dem dualen Verbundstudium Maschinenbau, Mechatronik und Elektrotechnik stehen auch die Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Informatik, technische Informatik und Wirtschaftsinformatik zur Wahl.
Im Rahmen unserer Weiterbildungsprogramme an der KUKA Academy begleitet und fördert KUKA seine Mitarbeiter in ihrer persönlichen und fachlichen Entwicklung. Hier bietet KUKA allen Mitarbeitern ein vielfältiges Angebot zur fachlich-methodischen und persönlichen Weiterbildung an. Dazu zählen Standardkurse wie Computer- und Sprachkurse, fachspezifische Kurse aus den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Betriebswirtschaft, strategische Umsetzung oder Projektmanagement sowie Seminare zu Leadership, Kommunikation und Change Management.
Vielfalt und Toleranz werden großgeschrieben
Bei KUKA steht Diversity für die Förderung und Nutzung der Vielfalt unserer Mitarbeiter als Quelle von Kreativität, Innovation und Geschäftserfolg. KUKA profitiert von unterschiedlichen Erfahrungen und Begabungen, denn es ist Teil der Firmenkultur, Vielfalt zu leben und zu fördern. KUKA bietet seinen Mitarbeitern an vielen seiner Standorte flexible Arbeitszeitmodelle, um Beruf und Privatleben besser zu vereinen. Es gehört bei KUKA zur Firmenkultur, Vielfalt zuzulassen und zu fördern, um so von unterschiedlichen Erfahrungen und Begabungen zu profitieren.
Unser Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist und das von Akzeptanz und Toleranz geprägt wird. Alle Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren - unabhängig von ihrer Herkunft, Religionszugehörigkeit, ihres Alters oder Geschlechts. Ende 2017 hat KUKA die "Charta der Vielfalt" in Deutschland unterzeichnet und sich damit klar zur Vielfalt bekannt.
Netzwerke fördern
KUKA unterstützt das interne Frauennetzwerk orangeWIN, das hilft, weibliche Talente zu identifizieren und zu fördern. Zudem beteiligt sich KUKA seit 2011 am Cross-Mentoring-Programm Augsburg, das sich für Chancengleichheit der Geschlechter im Beruf einsetzt, und arbeitet im MigraNet mit, das sich für die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund engagiert.
Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
Risiko- und Chancenbericht
Grundsätze
Der KUKA Konzern ist ein global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber insbesondere in technologischer Hinsicht auch eine Vielzahl von Risiken. Ziel des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für alle Stakeholder und Shareholder zu steigern.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ergänzend zum bestehenden internen und externen Berichtswesen ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden.
Identifizierte Risiken werden konzernweit nach ihrem potenziellen Einfluss auf den Ergebnisbeitrag (EBIT) unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ beurteilt. Dabei werden Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien betrachtet, aus denen ein gewichteter Risikoerwartungswert ermittelt wird. Im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften erfolgt bei der Risikobewertung eine entsprechende Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen im Jahresabschluss. Somit werden als Risiken dann die ungesicherten Restrisiken, d. h. Risiken nach Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettobewertung), dargestellt.
Dem Risikomanagementsystem liegt ein monatlicher Meldeprozess (Risikoinventur) zugrunde, der sowohl die Identifikation von neuen Risiken als auch die Folgebewertung bestehender Risiken umfasst. Die so zusammengetragenen Informationen werden in einem ebenfalls monatlich zu erstellenden und an den Vorstand des KUKA Konzerns adressierten Risikobericht zusammengefasst. Dieser beinhaltet unter anderem eine Top-10-Risikobetrachtung sowie eine Risiko-Exposure-Betrachtung (Risikogesamtsituation) für die Geschäftsbereiche, die KUKA Aktiengesellschaft als Holdinggesellschaft sowie den KUKA Konzern. Die Top-10-Risiken sind ferner fester Bestandteil des internen Management Reportings zum Monatsabschluss und werden monatlich im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des KUKA Konzerns und dem Management der Geschäftsbereiche besprochen. Die gemeldeten Risiken werden dem Vorstand zusätzlich quartalsweise im Steuerungskreis Risikomanagement vorgetragen und erläutert. Hier wird außerdem festgelegt, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind, oder ob weitere Schritte einzuleiten sind. Die Plausibilisierung von gemeldeten Risiken findet in diesem Steuerungskreis ebenso statt wie die Ableitung von Handlungsalternativen zur Vermeidung von ähnlichen Risiken in der Zukunft. Darüber hinaus ist der Risikobericht Gegenstand von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats, insbesondere des Prüfungsausschusses.
Die jeweils direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt beim Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit klar definierten Meldewegen und mit an die Gesellschaftsgröße angepassten Meldegrenzen. Für den Fall, dass konzernweit fest definierte Meldegrenzen überschritten werden, besteht ferner eine interne Ad-hoc-Meldepflicht. Durch konzernweit einheitliche Vorgehensweisen werden Effizienz und Effektivität im Risikomanagement sichergestellt. Die Koordination des Risikomanagementsystems erfolgt durch den Leiter Risikomanagement. Von ihm werden die gemeldeten Einzelrisiken zu den genannten Top-10-Risikoübersichten bzw. Risiko-Exposure-Übersichten aggregiert, kommuniziert und überwacht. Diese Funktion ist im Konzerncontrolling der A Aktiengesellschaft verankert, das Konzerncontrolling ist direkt dem Vorstand Finanzen und Controlling der KUKA Aktiengesellschaft unterstellt. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im A Konzern ist.
Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung prinzipiell, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Im Rahmen ihrer regulären Prüfungstätigkeit überwacht die interne Revision die Einhaltung der Risikomanagement-Richtlinie des KUKA Konzerns und damit die Effektivität der implementierten Verfahren und Instrumente; sie schließt, sofern relevant, die Risikoverantwortlichen in den Prüfungsumfang mit ein. Darüber hinaus gewährleisten regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
Neben dem Risikomanagementsystem besteht im KUKA Konzern ein internes Kontrollsystem (vgl. Lagebericht, Abschnitt Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, Seite 34 f.), welches über das Risikomanagement hinaus die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts- und Rechnungslegungsprozesse permanent überwacht und unterstützt.
Risiken und Chancen im KUKA Konzern
Das chancen- und risikoorientierte Controlling im A Konzern sorgt dafür, dass Chancen und Risiken in die Unternehmenssteuerung einfließen. Aus der Bewertung der operativen Risiken anhand der im Abschnitt Grundsätze beschriebenen Vorgehensweise ergibt sich folgendes Bild über die Risikogesamtsituation (Risiko-Exposure) des Konzerns. Betrachtet wird der aggregierte Risikoerwartungswert (REW), der sich aus den mit ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichteten Szenarien der Einzelrisiken errechnet.
Um die Komplexität der Darstellung in den Geschäftsberichten der Vorjahre zu reduzieren und darüber hinaus die Transparenz zu erhöhen, werden die aggregierten Risikoerwartungswerte aller im Konzern gesteuerten und quantifizierten Risiken ausgewiesen. Im Folgenden finden Sie eine Quantifizierung der auf Konzernebene gesteuerten Risiken wie auch die der operativen Risiken der Geschäftsbereiche.
Eine Aggregation der Chancen auf Konzernebene wird nicht vorgenommen. Auf Chancen wird daher in den nachfolgenden Abschnitten zu den Geschäftsbereichen näher eingegangen.
Risiko-Exposure Konzern
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| in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 11,0 | 10,7 |
| Wirtschaftliche Risiken | 1,6 | -0,7 |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | 15,6 | 13,0 |
| Gesamtsumme Konzern | 28,2 | 23,0 |
Nähere Erläuterungen zu den aufgeführten Risikokategorien finden Sie in den nachfolgenden Abschnitten.
Operative Risiken und Chancen der Geschäftsbereiche
KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten ihres Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens in den Geschäftsbereichen dar. Schwankungen der Investitionstätigkeit werden auch unter Auswertung von Veröffentlichungen in den jeweiligen strategischen und operativen Planungen berücksichtigt. Bedingt durch das zyklische Geschäft wird stets darauf geachtet, hinreichende Flexibilität der eigenen Kapazitäten und der Kostenbasis zu gewährleisten.
KUKA hat besonders im 2. Halbjahr 2018 die nachlassende Investitionsbereitschaft sowohl in der Automobilindustrie als auch im allgemeinen Maschinen - und Anlagenbau gespürt. Zu einer Abweichung von der Planung und damit auch zu einer Korrektur der Ertragsziele führten im Wesentlichen eine Konjunktureintrübung in den Schlüsselbranchen Automobil und Elektronik, Wachstumsschwäche im wichtigen chinesischen Markt, sowie Herausforderungen im Projektgeschäft. Grundsätzlich bietet der weiter anhaltende Trend zur Automatisierung Chancen auch in nichtindustriellen Bereichen, wie den langfristigen Perspektiven in der Betreuung einer älter werdenden Gesellschaft. Die Digitalisierungsstrategie wurde fortlaufend durch verschiedene Projekte umgesetzt.
Um eine für unsere Kunden bestmögliche Qualität der Produkte und zeitgerechte Auslieferung sicherzustellen, arbeitet A mit Lieferanten zusammen, für die Qualität, Innovationsstärke, ständige Verbesserungen und Zuverlässigkeit im Fokus stehen. Im Allgemeinen bezieht KUKA Produktkomponenten von mehreren Anbietern, um das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen zu minimieren, ist aber dennoch in wenigen Ausnahmefällen mangels verfügbarer Bezugsalternativen von einzelnen, marktbeherrschenden Lieferanten abhängig. Die Lieferantenrisiken werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses fortlaufend beobachtet.
KUKA Robotics
Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere aus der Automobilindustrie und von deren Zulieferern, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dieses Geschäftsbereichs dar. Die Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an Qualität und längere Garantiezeiten.
KUKA Robotics wirkt diesem Trend mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Bei der Einführung neuer Produkte bestehen Risiken hinsichtlich der Produkteigenschaften und der Qualitätszusagen, die im Falle von Nacharbeiten zu entsprechenden Kosten führen können. KUKA verfügt zur Erkennung, Vermeidung und Beherrschung solcher Risiken über ein umfassendes Risiko- und Qualitätsmanagementsystem, welches umfangreiche Analyse-, Test- und Prüfprozesse beinhaltet.
Eine Chance stellt die ständige Verbreiterung der Kundenbasis in der General Industry mit dem Schwerpunkt Electronics dar. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Durch eine zunehmende Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll die Ertragskraft des Unternehmens unabhängiger von Währungsschwankungen werden.
Risiko-Exposure Robotics
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| in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 0,0 | 0,3 |
| Wirtschaftliche Risiken | 0,0 | 0,0 |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtsumme Robotics | 0,0 | 0,3 |
Die Risikobilanz bei den meisten Risiken ist ausgeglichen (daher ist der REW in den wirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen 0).
KUKA Systems
Aufgrund der langen Durchlaufzeiten der Aufträge, der oft erforderlichen Spezifikationsanpassungen während der Abarbeitung der Aufträge, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie des Preis- und Wettbewerbsdrucks besteht ein geschäftsimmanentes Risiko für den Umsatz und das Ergebnis bei diesen Aufträgen. Ergänzend können sich weitere Projektrisiken, z. B. aufgrund von Projektfehlkalkulationen oder Konventionalstrafen wegen Terminverzögerungen, ergeben. Der Geschäftsbereich setzt deshalb entsprechende Risikochecklisten für die einzelnen Aufträge ein, mit denen bereits vor Annahme der Angebote eine Prüfung insbesondere der rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Risiken erfolgt. Während der Projektabwicklung werden beispielsweise Solvenzrisiken überwacht und mittels eines stringenten Projekt- und Forderungsmanagements verfolgt und damit reduziert. Andere Risiken werden laufend beobachtet und bei Bedarf durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Chancen bestehen insbesondere bei geringeren Einstandspreisen von Zukaufteilen im Vergleich zur Kalkulation sowie bei der Abrechnung von Änderungsaufträgen des Kunden im Projektverlauf. In 2018 kam es bei mehreren Projekten in Europa zu Kapazitätsengpässen und Verzögerungen, die erhebliche Mehrkosten zur Folge hatten. Zur Behebung der Engpässe und Aufholung der Verzögerungen mussten deutlich mehr externe Ressourcen beschafft werden als vorgesehen. Diese Effekte sind in der angepassten Projektkalkulation berücksichtigt und durch Drohverlustrückstellungen bereits in das Ergebnis 2018 eingeflossen.
Der Automatisierungsbedarf bei der Ausweitung der weltweiten Produktionskapazitäten der großen Automobilhersteller insbesondere bei der Elektromobilität weist derzeit eine hohe Dynamik auf. KUKA arbeitet intern verstärkt in Verbundprojekten, wobei mehrere Landesgesellschaften des Geschäftsbereichs gemeinsam an einem Kundenprojekt tätig sind. In solchen Fällen ergeben sich Risiken hinsichtlich der Informationsbasis, der Wertschöpfungsprozesse und des IT-systemübergreifenden Projektmanagements. Darüber hinaus bestehen insbesondere in den Schwellenländern aufgrund des außerordentlich schnellen und starken Wachstums des Geschäftsvolumens Risiken hinsichtlich der organisatorischen Strukturen. KUKA entgegnet diesen Risiken mit der weiteren Harmonisierung seiner global eingesetzten IT-Systeme und durch Einsatz erfahrener interner und externer Mitarbeiter beim Auf- und Ausbau der jeweiligen lokalen Strukturen.
Die steigende Modellvielfalt in der Automobilindustrie wirkt sich positiv auf das adressierbare Marktvolumen aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden, die zum Neubau bzw. Umbau von Produktionslinien führen. Hieraus ergeben sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten. Knappe Ressourcen erfordern den Bau von kleineren oder ressourcenschonenden Fahrzeugen, die mit alternativen Energien angetrieben werden. Deshalb werden insbesondere die amerikanischen Automobilhersteller zukünftig Investitionen in den Neubau von Produktionslinien bzw. den Umbau von bestehenden Produktionsanlagen tätigen müssen.
Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen, aber auch Risiken. Die Marke Jeep weist im Vergleich zu anderen amerikanischen Fahrzeugmodellen nach wie vor überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an denen KUKA weiterhin partizipieren wird. In 2018 wurde in die Infrastruktur des Standortes investiert, um 2019 wieder in Produktion für ein neues Fahrzeug zu gehen. Risiken bestehen in diesem Zusammenhang in einer stärkeren Abhängigkeit von den produzierten Volumina für den Automobilmarkt.
Fundierte Marktanalysen haben ergeben, dass KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie in der General Industry hat. Bei der Erschließung neuer Marktpotenziale sind die wesentlichen Risiken hier vor allem technisch bedingt, da die Kunden selbst in vielen Fällen über keine eigenen Erfahrungen in der Automatisierungstechnik verfügen. Deshalb ist insbesondere bei der Anwendung neuer Automatisierungstechniken die Prüfung der technischen Risiken im Rahmen der oben angesprochenen Risikochecklisten wesentliches Instrument zur Risikomitigation.
Risiko-Exposure Systems
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| in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 0,2 | 0,3 |
| Wirtschaftliche Risiken | 1,1 | -0,2 |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtsumme Systems | 1,3 | 0,1 |
Verstärkte Risikomitigationsmaßnahmen führen in einzelnen Fällen zu einem rechnerisch negativen Risikoerwartungswert.
Swisslog
Der Geschäftsbereich unterliegt langfristigen Investitionszyklen, welche sich auf verschiedene Industrien wie Krankenhäuser sowie Pharma, Food und E-Commerce verteilen. Der Wettbewerb und der damit einhergehende Preisdruck sind regional unterschiedlich. Aufgrund erhöhter Investitionen in eigene Produkte zur Ergänzung des Lösungsportfolios wird die eigene Wettbewerbsposition deutlich gestärkt. Das Segment Swisslog verbreitet das Produktportfolio von KUKA und trägt in hohem Maße zur Unabhängigkeit von der Automobilindustrie bei.
Die Projekte für die Automatisierung von Lager- und Verteilzentren unterliegen teilweise langen Durchlaufzeiten, während denen sich finanzielle Risiken aufgrund von Fehlkalkulationen, Nichterreichen von Abnahmevorgaben bzw. Terminverzögerungen ergeben können. Um dem entgegenzuwirken werden regelmäßig stufengerechte Projektrisikobeurteilungen von den Verantwortlichen für die Projektrealisierung der entsprechenden Länder durchgeführt. Dabei werden potenzielle Risiken regelmäßig überprüft, neue hinzugefügt oder eliminiert sowie Maßnahmen zur Risikominderung eingesteuert und deren Fortschritt nachgehalten. Diejenigen Projekte, welche besondere Aufmerksamkeit von den Führungsorganen erfordern, werden als Top-Attention-Projekte klassifiziert und deren Status monatlich an das höhere Management kommuniziert.
Gestützt auf Marktdaten bieten der steigende Kostendruck sowie erhöhte Sicherheitsanforderungen an die Krankenhauslogistik ein hohes Wachstumspotenzial für Automatisierungen. Daneben ergibt sich durch Consolidated Service Centers, in denen Krankenhäuser ihre Logistikprozesse standardisieren und Kostenvorteile erzielen, eine erhöhte Nachfrage nach Automatisierungslösungen.
Risiko-Exposure Swisslog
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| in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | -0,7 | 0,0 |
| Wirtschaftliche Risiken | 0,5 | -0,5 |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | 0,0 | 3,4 |
| Gesamtsumme Swisslog | -0,2 | 2,9 |
Verstärkte Risikomitigationsmaßnahmen führen in einzelnen Fällen zu einem rechnerisch negativen Risikoerwartungswert.
Auf Holdingebene gesteuerte Risiken und Chancen (KUKA AG)
Die Analyse und Steuerung geschäftsbereichsübergreifender Chancen und Risiken erfolgt auf Konzernebene in den Zentralfunktionen wie Recht, Steuern, Finanzierung, Personal oder IT und nicht in den einzelnen Geschäftsbereichen; daher wird hier im Chancen- und Risikobericht auf die jeweiligen Themen entsprechend nur aus Sicht des Gesamtkonzerns eingegangen. Ausführungen hierzu finden Sie in den jeweils benannten Abschnitten.
Risiko-Exposure KUKA AG
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| in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 11,5 | 10,1 |
| Wirtschaftliche Risiken | 0,0 | 0,0 |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | 15,6 | 9,6 |
| Gesamtsumme Konzern | 27,1 | 19,7 |
Strategische Risiken und Chancen
Ziel der Geschäftsbereiche ist es, in ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer technologischen Basis über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung. Hierbei besteht eine wesentliche Aufgabe darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen entgegengewirkt. Anwendungsorientierte Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen vermindern das Risiko nicht marktgerechter Entwicklungsleistungen. Eine Quantifizierung strategischer Risiken und Chancen findet nicht statt.
Rechtliche Risiken und Versicherung
Da KUKA weltweit tätig ist, müssen eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Rechtsnormen und Anweisungen von beispielsweise Finanzverwaltungen beachtet werden. Hierfür werden fallweise Spezialisten für das jeweilige nationale Recht hinzugezogen. Aus veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich Chancen und Risiken. So können steuerliche Betriebsprüfungen zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Diese Veränderungen sowie die sich daraus ergebenden Risiken werden fortlaufend beobachtet, allerdings sind aus derzeitiger Sicht keine Steuer- und Gesetzesvorgaben absehbar, die zu erheblichen Nachteilen für den KUKA Konzern führen können. Für steuerliche Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen.
Risiken aus Vertragsbeziehungen werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilung des Konzerns unterstützt hierbei die operativen Gesellschaften und trägt so zur Risikobegrenzung bei. Dies betrifft Risiken aus laufenden Verträgen, Gewährleistungsverpflichtungen und Garantien sowie spezifische Länderrisiken wie z. B. den mangelnden Patent- und Markenschutz in Asien. Zur Sicherstellung des geistigen Eigentums hat KUKA eine eigenständige Strategie formuliert, die vor allem durch Patente und Schutzrechte abgesichert wird.
Im Rahmen des Versicherungs- /Risiko-Managements werden zentral für den Konzern u. a. ausreichende Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen, Betriebs-, Produkt und Umwelthaftpflichtversicherungen, sowie Versicherungen für Transport und Cyber vorgehalten. Des Weiteren besteht für die Organe eine D&O (Directors and Officer Liability Insurance) Versicherung. Jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um die ausreichende Deckung zu gewährleisten und das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Die finanzielle Steuerung des KUKA Konzerns erfolgt durch die KUKA AG. Die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns und damit die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Ein effektives Risikomanagement bei der Steuerung von Währungs-, Zins- und Ausfallrisiken reduziert zudem die Ergebnisvolatilität.
Die KUKA AG ermittelt, koordiniert und steuert die Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften und optimiert die Konzernfinanzierung. Dazu setzt sie ein konzernweit einheitliches Treasury-Management- und Reporting-System ein. Finanzmittel werden in der Regel zentral durch die KUKA AG beschafft und konzernintern verteilt. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den KUKA Konzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung ihrer Zahlungsströme reduziert.
Die beiden Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's bewerteten den KUKA Konzern unverändert im sogenannten Investment Grade Baa3 bzw. BBB-. Dieses Rating-Niveau gewährleistet den Zugang zu einer breiten Investorenbasis für die Finanzierung und unterstützt die Konzerngesellschaften in ihren Verhandlungen mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern. KUKA hat Ende 2018 auf Basis einer Analyse der Marktsituation entschieden, dass die angestrebte positive Unterstützung auch bei Aufrechterhaltung nur eines Ratings erreicht werden kann. Daher wurden mit Moody's Gespräche mit dem Ziel aufgenommen, deren Rating-Begleitung zu beenden. Moody's hat daraufhin im Januar 2019 das Rating von KUKA zurückgezogen.
KUKA verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik mit einem ausgewogen gestalteten Finanzierungsportfolio. Dieses basiert im Wesentlichen auf den in 2015 und 2018 emittierten Schuldscheindarlehen mit gestaffelten Laufzeiten bis 2023, sowie auf einem Anfang 2018 nochmals erweiterten und angepassten Konsortialkredit mit einer Laufzeit bis 2024, der über eine noch ausstehende Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr verlängert werden kann. Für den Konsortialkredit sind zwei marktübliche Financial Covenants ("Leverage", "Zinsdeckungsgrad") vereinbart. KUKA überwacht die Einhaltung dieser Covenants sowohl auf Basis der Ist-Zahlen als auch auf Basis der Planungen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden die Covenants jederzeit eingehalten. Zum 31. Dezember 2018 besteht bei beiden Covenants ein deutlicher Abstand zu den vertraglichen Grenzwerten. Über diese Finanzierungsvereinbarungen hinaus stehen KUKA weitere Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen eines Factoring-Programms zur Verfügung. Das zum 31. Dezember 2018 noch aktive ABS-Programm ist Ende Januar 2019 ausgelaufen. Ausführliche Angaben zu den Schuldscheindarlehen und zum Konsortialkredit, wie auch zur Inanspruchnahme der darin vereinbarten Kreditlinien, finden Sie in den Jahresabschlusserläuterungen Finanzverbindlichkeiten / Finanzierung (Seite 37 ff.).
KUKA sichert Risiken aus dem operativen Geschäft, insbesondere Währungsrisiken, und Risiken aus Finanztransaktionen durch Finanzderivate ab. Geschäfte in Finanzderivaten werden nur zu Sicherungszwecken eingegangen, d. h. ausschließlich unter Bezug auf und zur Absicherung von zugrundeliegenden Basisgeschäften. Dabei ist - wenn immer möglich - die KUKA AG der zentrale Absicherungspartner für die Konzerngesellschaften; die KUKA AG selbst sichert die Konzernrisiken durch Abschluss von entsprechenden Sicherungsgeschäften mit Banken ab. Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen. Für eine genauere Darstellung unserer Risikomanagementziele und -methoden verweisen wir auf die Darstellung im Konzernanhang unter Finanzielles Risikomanagement und Finanzderivate ab Seite 40.
Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanz- und GuV-Positionen in fremden Währungen - werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert (natural hedging).
Personalrisiken und -chancen
Der Erfolg des KUKA Konzerns, eines von Hochtechnologie geprägten Unternehmens, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Konzern im Wesentlichen aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Aufgrund der gegenwärtigen Rahmenbedingungen besteht das Risiko einer höheren Fluktuation, was zu Kompetenzverschiebungen führen könnte. KUKA tritt diesem Risiko nicht zuletzt durch interne Weiterbildungsmöglichkeiten wie in der KUKA Academy oder dem Ideenmanagement entgegen um die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter zu fördern und die Qualifikation der Mitarbeiter zu erhöhen. Daraus ergeben sich auch Chancen bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter.
Informationstechnische Risiken und Chancen
IT-Risiken haben in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund der Bedeutung der IT für die Geschäftsprozesse zugenommen. Dies betrifft sowohl die Häufigkeit von beispielsweise Virenangriffen oder Hacking als auch deren mögliches Schadenspotenzial. Die bestehenden IT-Sicherheitssysteme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen werden regelmäßig optimiert und überprüft, um mögliche informationstechnologische Risiken, wie z. B. den Ausfall von Rechenzentren oder sonstigen IT-Systemen, bereits im Vorfeld zu erkennen bzw. zu minimieren. Dies erfolgt unter anderem durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software. Darüber hinaus hat KUKA derzeit mehrere Transformationsprojekte mit der Zielsetzung einer konzernweit harmonisierten Prozesslandschaft bzw. unterstützenden IT-Anwendungssystemarchitektur angestoßen. Hierdurch lassen sich langfristig Kostensenkungspotenziale und kontinuierliche Qualitätsverbesserungen realisieren. Durch die konsequente Überwachung der betreffenden Prozesse wird sichergestellt, dass Risiken sowohl aus zunehmenden externen Bedrohungen als auch aus der Abhängigkeit von der weiter fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse reduziert werden.
Risiken aus dem Bereich Informationssicherheit und Datenschutz werden fortlaufend beobachtet und analysiert, da daraus aufgrund veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen erhebliche Risiken für den Konzern entstehen können.
Compliance-Risiken
Compliance-Verstöße können weitreichende Folgen haben, die das Unternehmen nachhaltig schädigen und den wirtschaftlichen Erfolg einschränken können. So sind neben hohen Bußgeldern und Schadensersatzzahlungen der Ausschluss von Ausschreibungen, die Abschöpfung von Gewinnen sowie Konsequenzen strafrechtlicher Art möglich. Auch das Ansehen von KUKA als integrer Geschäftspartner kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies kann sich nicht nur negativ auf Kundenbeziehungen, sondern auf Geschäftsbeziehungen sämtlicher Art auswirken. Folglich könnten strategische Projekte, Transaktionen sowie Kapitalmarktmaßnahmen darunter leiden.
Um diesen Risiken transparent und in angemessener Weise zu begegnen, wurde im Jahr 2008 das konzernweite Corporate Compliance Programm aufgelegt.
Der darin verankerte Compliance Ausschuss hält in regelmäßigen Abständen ordentliche sowie bei Bedarf außerordentliche Sitzungen ab. Die Mitglieder verfügen über einen tiefen und breiten Erfahrungsschatz sowohl zum Unternehmen als auch zur Branche. Dieser ermöglicht ihnen, Risiken umsichtig und adäquat zu bewerten.
Vorsitzender des Ausschusses ist der Chief Compliance Officer, der an den Vorstandsvorsitzenden der KUKA Aktiengesellschaft berichtet; dieser berichtet wiederum an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Die Gesamtverantwortung für das Corporate Compliance Programm liegt beim Vorsitzenden des Vorstands. Es unterliegt einer strengen internen Kontrolle und wird anlassbezogen aktualisiert. Das Corporate Compliance Programm wird mit Hilfe der umfangreichen Prozesse und Maßnahmen des Compliance Management Systems in den Arbeitsalltag integriert.
Wesentliche Compliance-Risiken ergaben sich im Jahr 2018 nicht, da KUKA durch frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, z. B. durch die Anpassung von Prozessen und zielgruppenorientierter Schulung, aktiv gegensteuern konnte.
Sonstige Risiken
Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert diesen so weit wie möglich entgegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen weitgehend verzichtet wird und die Standorte regelmäßig nach ISO 14001 zertifiziert werden. Der Konzern nutzt teilweise im Eigentum befindliche Grundstücke und Immobilien im Rahmen seines Geschäftsbetriebes. Dabei trägt das Unternehmen Risiken für den Fall, dass dieses Eigentum mit etwaigen Altlasten, Bodenverunreinigungen oder sonstigen schädlichen Substanzen belastet ist. Nach heutigem Erkenntnisstand liegen keine wertmindernden, bilanziell zu berücksichtigenden Tatsachen vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich solche Tatsachen, die beispielsweise Kosten verursachende Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen würden, zukünftig ergeben könnten. An den Standorten werden regelmäßig Risiken bezüglich Brandschutz, Wasser- und Medienversorgung, statische und baurechtliche Mängel untersucht. Diese werden durch Sachverständige eingeschätzt und Maßnahmen zur Risikoverbesserung getroffen.
Über wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, wird auf Seite 38 f. berichtet.
Zusammenfassende Bewertung
In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie auf Konzernebene gesteuerten rechtlichen und finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet ein insgesamt langsameres Wachstum der Weltwirtschaft und reduzierte seine Prognose für das Jahr 2018. Nach neuesten Schätzungen wird die Weltwirtschaft in 2018 um 3,7 % wachsen und damit um 0,2 Prozentpunkte weniger als bisher angenommen. Gründe dafür liegen in der US-Handelspolitik sowie in den Schulden von privaten und öffentlichen Haushalten, die auf Rekordniveau gestiegen sind. Hinzu kommen die Unsicherheiten durch den Brexit und die schwächelnden Schwellenländer, die bei steigenden US-Zinsen in Schwierigkeiten kommen dürften. Auch für 2019 erwartet der IWF nur noch ein Wachstum von 3,7 %. Bisher wurden 3,9 % prognostiziert.
Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen soll auch das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum geringer ausfallen. Nach neuesten Prognosen wird die Euro-Zone in 2018 um 2,0 % wachsen und damit um 0,2 Prozentpunkte weniger als noch zu Jahresbeginn prognostiziert. Für 2019 rechnet der IWF mit einem Wachstum von 1,9 %.
Auch für Deutschland hat der IWF seine Prognosen für die Jahre 2018 und 2019 herabgesetzt. Es wird nur noch mit einem Plus von 1,9 % gerechnet nachdem die bisherigen Prognosen bei 2,2 % für 2018 und 2,1 % für 2019 lagen. Begründet wird der Rückgang mit den höheren Handelsschranken, die sich negativ auf die Exporte auswirken und die Industrieproduktion weiter schwächen. Ein großes Konjunkturrisiko für die deutsche Wirtschaft stellt außerdem die Sorge vor einem ungeregelten Brexit dar.
Für die US-Wirtschaft wird ein Wachstum von 2,9 % für 2018 prognostiziert. In 2019 rechnet der IWF mit einer Verlangsamung und einem Wachstum von 2,5 %. Die Wirtschaftspolitik und der Handelsstreit mit China werden als Hauptverursacher für den Rückgang gesehen.
Auch in China hat sich die Stimmung der heimischen Industrie weiter eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel im Dezember 2018 von 50 auf 49,4 Punkte. Es war das erste Mal seit zwei Jahren, dass der Wert unter die Marke von 50 Punkten fiel. Gründe dafür sahen Ökonomen in einer allgemein schwächeren Konjunktur sowie in dem Handelsstreit zwischen den USA und China. Für 2018 rechnet der IWF mit einem Wachstum von 6,6 %. Wegen des Handelskonflikts setzte der IWF seine Prognose für 2019 von 6,4 % auf 6,2 %.
Erwartungen des IWF für die wichtigsten globalen Märkte aus Sicht von KUKA:
Wirtschaftswachstum
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| in % | 2017 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 2,5 | 1,9 | 1,9 |
| Euro-Zone | 2,4 | 2,0 | 1,9 |
| USA | 2,2 | 2,9 | 2,5 |
| China | 6,9 | 6,6 | 6,2 |
| Entwicklungs- / Schwellenländer | 4,7 | 4,7 | 4,7 |
| Welt | 3,7 | 3,7 | 3,7 |
Quelle: IWF, Oktober 2018
Robotik und Automation
Die Prognose für das weltweite Wachstum von roboterbasierter Automation ist weltweit hoch, auch wenn sich das Wachstum im Vergleich zu früheren Prognosen leicht abgeschwächt hat. Der internationale Robotikverband "International Federation of Robotics" (IFR) rechnet für 2018 mit einer weltweiten Wachstumsrate von 10 % für alle Robotertypen. Zuvor lag die Prognose noch bei 14 %. Der asiatische Markt wird nach neuesten Schätzungen nur noch um 14 % anstatt wie bisher angenommen um 19 % wachsen. Für Europa wird ein Wachstum von 7 % anstatt ehemals 16 % prognostiziert. Der für KUKA relevante Knickarmrobotermarkt hat sich noch schlechter entwickelt als vom IFR zu Jahresbeginn angenommen. Entgegen dem Trend verzeichnete der Knickarmrobotermarkt in Asien im ersten Halbjahr 2018 sogar einen Rückgang um 2 % gegenüber dem Vorjahr.
Positiv werden sich technologische Entwicklungen auswirken. Sie treiben neue Roboteranwendungen und -märkte voran. Dazu gehören zum Beispiel die Mensch-Maschine-Kollaboration, intelligente IIoT-Lösungen mit cloud-basierten Systemen sowie easy-to-use Anwendungen. Wachstumspotenziale ergeben sich außerdem aufgrund der Herausforderungen zur Erreichung von Klimaschutzzielen. Zum Beispiel werden neue Auto-Modelle mit niedrigeren oder null-Emissionen Wachstumspotenziale in der Automobilindustrie bieten.
Wachstumschancen für KUKA
1) China
Der chinesische Markt ist der mit Abstand größte Markt weltweit. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate zwischen 2019 und 2021 von 21 % gehört China zu den Märkten, die am schnellsten wachsen. Laut IFR stiegen die jährlichen Verkaufszahlen seit 2014 mit 57.100 auf ein neues Rekordhoch von 138.000 Einheiten in 2017.
Obwohl der Robotermarkt China in 2018 langsamer gewachsen ist als vom IFR ursprünglich prognostiziert, bleibt die Nachfrage nach Automatisierungslösungen weiterhin hoch. Die Roboterdichte (Anzahl Roboter pro 10.000 Mitarbeiter) und damit der Grad der Automatisierung liegt noch immer deutlich unter der Dichte der Industrieländer. Laut IFR liegt die Roboterdichte in China bei 97. Im Vergleich dazu liegt die Dichte in Deutschland bei 322. Hohe Wachstumspotenziale liegen sowohl im Bereich Automotive als auch in der General Industry.
Der Grund für die hohen Wachstumsraten in China liegt vor allem in der demografischen Entwicklung. Sie stellt das Land vor neue Herausforderungen. Der Anteil der arbeitsfähigen Bevölkerung stagniert bei gleichzeitig steigenden Löhnen. Automatisierungslösungen können helfen, den zunehmenden Kostendruck abzufedern und die wachsenden Qualitätsanforderungen an die Produkte zu erfüllen. Die chinesische Regierung forciert deshalb die Automatisierung ihrer Industrie. Der Modernisierungsplan "Made in China 2025" wurde aufgesetzt, mit dem Ziel, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Industrie zu verbessern.
Aufgrund seiner hohen Wachstumspotenziale ist der chinesische Roboter- und Automatisierungsmarkt ein Kernelement in KUKAs Wachstumsstrategie. Daher konzentrierte sich KUKA in 2018 auf den Ausbau seiner Marktpräsenz vor Ort. Die Produktionskapazität des Robotermontagewerks im Großraum Shanghai wurde 2018 verdoppelt. Zudem hat KUKA gemeinsam mit Midea Joint Ventures gegründet mit dem Ziel im chinesischen Markt noch schneller zu wachsen. Das Robotics Joint Venture konzentrierte sich in 2018 auf den Bau einer neuen Roboterproduktion im Technologiepark in Shunde. Die ersten Roboter werden in 2019 produziert. Bis 2024 soll die geplanten Kapazität bei 75.000 Robotern liegen.
2) General Industry
Die Roboterdichte in der General Industry liegt noch immer auf einem relativ niedrigen Niveau. Selbst in Industrieländern ist das Potenzial hoch aufgrund von notwendigen Modernisierungsmaßnahmen und Umrüstungen in den Produktionsstätten. Wachstumspotenziale bestehen laut IFR vor allem in der Electronics-Industrie (Computer, Communications und Consumer Goods) und hier vor allem in Asien. Außerdem wird für die Branchen Logistik /E-Commerce, Werkzeugmaschinen und Nahrung eine hohe Nachfrage prognostiziert.
Dies liegt unter anderem daran, dass die produzierenden Unternehmen in der General Industry vor Herausforderungen stehen. Dazu gehören die immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen, der Wunsch der Verbraucher nach individuelleren Produkten, ein höherer Wettbewerbsdruck, aber auch der Druck, die Emissionen weiter zu reduzieren. Die Automatisierung von Produktionsprozessen kann helfen, diese Herausforderungen zu meistern. Das Absatzpotenzial für die Automatisierungsbranche ist dementsprechend hoch. Generell wird der weltweit steigende Konsum den Ausbau der Produktionskapazitäten erfordern und sich damit positiv auf das Wachstum der General Industry auswirken.
Damit Unternehmen flexibel produzieren können, wird die Digitalisierung in den Fabriken eine immer wichtigere Rolle spielen. Dafür sind die richtigen Technologien gefragt, wie die Mensch-Roboter-Kooperation, Cloud-Technologien aber auch Ready-to-use und Plug-and- Play Applikationen sowie Mobilität. Mit der digitalen Fabrik können Unternehmen ihre Produktion effizienter und flexibler gestalten.
KUKA rechnet daher in den nächsten Jahren mit einer deutlich höheren Nachfrage nach Automatisierungslösungen in der General Industry und verfolgt die Strategie, die Marktanteile in diesem Bereich weiter auszubauen.
3) Automotive
Die Automobilindustrie zählt zu KUKAs Fokusmärkten. Die Branche bleibt laut IFR mit einem Anteil von 33 % am Gesamtmarkt weiterhin der größte Abnehmer von Industrierobotern im Jahr 2017. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) der Roboterverkäufe in der Automobilbranche lag zwischen 2012 und 2017 bei 14 %. Automobilhersteller haben ihre Werke bereits seit den 70er Jahren automatisiert. Heute liegen sie mit ihren innovativen Lösungen und einem hohen Automatisierungsgrad technologisch an der Spitze. Die Investitionen der Automobilindustrie stiegen seit 2010 und wurden für den Aufbau weiterer Produktionskapazitäten und der Modernisierung bestehender Werke vorgenommen.
Trotz der hohen Roboterdichte in der Automobilindustrie wird weiterhin eine hohe Nachfrage erwartet. Denn die aktuellen Marktbedingungen verlangen geeignete und konkurrenzfähige Produktionslösungen. KUKA hat dafür die Matrix-Produktion entwickelt, eine wandlungsfähige und flexible Produktionslösung. Bei zunehmender Typenvielfalt, häufigen Modellwechseln und Stückzahlschwankungen kann die Anlage je nach Bedarf innerhalb kurzer Zeit umgerüstet werden. Ausgestattet ist die Anlage mit einer Software, die auf künstlicher Intelligenz basiert. Schnell anpassbare Fertigungszellen ersetzen damit starre Anlagen, deren Umbau viele Wochen und Monate dauern kann. In hart umkämpften Märkten können flexible Anlagen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden erhöhen.
Wachstumspotenziale werden in der Automobilindustrie auch für Applikationen der Mensch-Roboter-Kollaboration erwartet. Der Roboter kann hier direkt mit dem Menschen sicher zusammenarbeiten und ihn flexibel bei seinen Aufgaben unterstützen.
4) Digitalisierung und Industrie 4.0
Megatrends wie Digitalisierung, Individualisierung, Überalterung der Gesellschaft und eine ressourcensparende Fertigung wird alle Branchen betreffen. Unternehmen werden sich daher verändern müssen. Intelligente Technologien und innovative Lösungen rücken dabei noch stärker in den Fokus. Mit Hilfe von Industrie 4.0 werden Produktionsmittel und Bauteile miteinander vernetzt und intelligente Fabriken entstehen. Diese SmartFactories sind wandlungsfähig, flexibel und ressourceneffizient. Damit lassen sich die Vorteile der Serienproduktion, wie niedrige Stückkosten und eine hochqualitative Einzelstückfertigung, vereinen. Als Automatisierungsunternehmen gestaltet A den Wandel der industriellen Fertigung mit und nimmt eine zentrale Rolle in der praktischen Umsetzung von Industrie 4.0 ein.
Die Produktion der Zukunft stellt zunehmend komplexe Anforderungen. Durch Industrie 4.0 Technologien lassen sich Daten aus den Produktionsprozessen sammeln, analysieren und ermöglichen Effizienzsteigerungen. Doch Digitalisierung ist mehr als ein Instrument zur Effizienzsteigerung. Mit Big Data können Unternehmen neue Geschäftsfelder und neue Geschäftsmodelle erschließen. Trends können frühzeitig erkannt, Produkte gezielt nach Kundenanforderungen optimiert und neue Servicemodelle kreiert werden. Durch das digitale Abbild der Produkte, Prozesse und Produktionsanlagen können Handlungsoptionen durchgespielt und bis zur Entscheidungsreife optimiert werden. Dadurch werden Ressourcen effizient gemanagt und das automatisierte, ressourcenoptimale Abarbeiten von Kunden- und Fertigungsaufträgen vorbereitet und angestoßen.
Zudem hilft die Künstliche Intelligenz dabei, die ermittelten Daten effektiv zu nutzen und ermöglicht damit eine flexible und individuelle Produktion. Dafür werden Unmengen von Daten aus dem Produktionsprozess benötigt. Vernetzte Maschinen und Roboter leiten ihre Daten beispielsweise an eine Software oder Cloud-Anwendung weiter. Aus der Datenmenge identifizieren KI-Algorithmen bestimmte Muster und Auffälligkeiten. Dadurch werden allgemeine Informationen über den Produktionsprozess gewonnen, etwa über Abläufe in der täglichen Fertigung als auch über bevorstehende Wartungsarbeiten. Mit dieser "Predictive Maintenance" ist es möglich, drohende Störungen im Vorfeld zu erkennen und deshalb gar nicht erst entstehen zu lassen. So erweitert KI das Potenzial der Automatisierung.
Um in Zukunft weiter profitabel wachsen zu können, hat KUKA seine Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung und Industrie 4.0 weiter ausgebaut. KUKA entwickelte zum Beispiel zusammen mit Munich Re und MHP die "SmartFactory as a service", eine Modellfabrik in der die Kunden ihre digitale Fabrik planen können. In diesem Modell ist der Kunde nicht mehr unbedingt Betreiber seiner Produktion, sondern kann diese als Service in Auftrag geben und gegen Produktionsausfälle versichern.
Gesamtaussage
Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen sowie unter Abwägung der aktuellen Risiko- und Chancenpotenziale rechnet KUKA im Geschäftsjahr 2019 mit einer leicht steigenden Nachfrage. Wachstum wird vor allem aus Asien und hier insbesondere aus China erwartet. Europa und Americas sollten sich leicht positiv entwickeln. Auf Branchenebene erwartet KUKA für die Absatzmärkte der General Industry eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. In der Automobilindustrie sollte die Nachfrage stabil verlaufen. Unsicherheiten ergeben sich vor allem aufgrund der aktuellen politischen und weltwirtschaftlichen Entwicklung. Davon betroffen sind auch die weltweit größten Robotik-Absatzmärkte wie die Automobilindustrie und Electronics, deren Entwicklungen wir im Blick behalten.
KUKA ist weltweit in verschiedenen Währungsräumen tätig. Ihre Finanzkennzahlen sind daher dem Einfluss von Wechselkursveränderungen ausgesetzt (Transaktions- und Translationsrisiken). Der US-Markt zum Beispiel trägt rund ein Drittel zum weltweiten Konzernumsatz bei und gehört damit zu den wichtigsten Regionen. Diese US-Umsätze werden ganz überwiegend in US-Dollar erzielt. Ein stärkerer US-Dollar im Verhältnis zum Euro wirkt sich daher positiv auf die Finanzkennzahlen des KUKA Konzerns aus. Ein schwächerer US-Dollar dagegen hätte negative Auswirkungen. Der Umgang mit Zins- und Währungsrisiken im KUKA-Konzern wird ausführlich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 25 und im Anhang ab Seite 40 beschrieben.
Voraussichtliche Geschäftsentwicklung KUKA
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| Zusammenfassung | Ergebnis 2018 | Erwartung 2019 |
|---|---|---|
| Umsatz | 3.242,1 | ~ 3,3 Mrd. € |
| EBIT-Marge | 3,0 %1 | ~ 3,5 % |
| Jahresüberschuss | 16,6 | steigend |
| Investitionen2 | 295,4 | unter Vorjahresniveau |
| Free Cashflow | -213,7 | deutlich über Vorjahresniveau |
| Dividende pro Aktie | 0,40 | auf Vorjahresniveau |
1 vor Kaufpreisallokationen, vor Wachstumsinvestitionen und vor Reorganisationsaufwand
2 vor Finanzinvestitionen
Definitionen:
Steigend /fallend: absolute Veränderung gegenüber Vorjahr >10 %
Umsatz und EBIT-Marge
KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen und Wechselkurse im Gesamtjahr 2019 einen leicht steigenden Umsatz mit rund 3,3 Mrd. €. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der erwarteten Geschäftsentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von rund 3,5 % zu erreichen.
Die KUKA AG nimmt im Konzern die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wahr. Die Ertragslage der KUKA AG hängt von den Ergebnissen der Tochtergesellschaften, ihrer Finanzierungsfunktion und den Aufwendungen und Erträgen im Zusammenhang mit der Holding-Funktion ab. Dazu zählen zum Beispiel Mieteinnahmen aus der Vermietung von Gebäuden an die KUKA Gesellschaften am Standort Augsburg. Eine Prognose zu Umsatz und EBIT-Marge wird aufgrund der reinen Holding-Funktion der KUKA AG ausschließlich auf Konzernebene angegeben.
Jahresüberschuss
Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete der KUKA Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 16,6 Mio. €. Auf den Jahresüberschuss 2019 sollten sich die geplante Umsatzsteigerung aber auch die Kostensenkung im Rahmen des Effizienzprogramms positiv auswirken. Daher rechnet KUKA auf Konzernebene mit einem Anstieg des Jahresüberschusses in 2019. Auch die KUKA Aktiengesellschaft rechnet, in Abhängigkeit von konzerninternen Ausschüttungen, mit einem gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten Ergebnis.
Das Ergebnis im Einzelabschluss der KUKA AG hängt wesentlich von den Ergebnisabführungen der deutschen Tochtergesellschaften sowie von Ausschüttungen der Tochtergesellschaften ab.
Forschung und Entwicklung /Investitionen
Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, investiert KUKA in den Ausbau seiner weltweiten Standorte sowie in innovative Produkte und Lösungen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in 2019 konzentrieren sich vor allem auf Software-Lösungen sowie auf die Optimierung von bestehenden Produkten hinsichtlich Leistung, Kosten und Kundennutzen. KUKA investiert außerdem in Digitalisierung /Industrie 4.0, Mobilität und in Cobots. 2019 plant KUKA 5 % des erwarteten Umsatzvolumens (rund 150 Mio. € bis 180 Mio. €) in den Bereich Forschung und Entwicklung zu investieren (2018: 151,9 Mio. €).
Free Cashflow
Der KUKA Konzern generiert seinen Free Cashflow im Wesentlichen aus den operativen Ergebnissen und der Entwicklung des Working Capitals. Unter Voraussetzung der aktuellen Rahmenbedingungen und der geplanten Umsatzentwicklung sowie der geplanten Investitionen erwartet der KUKA Konzern in 2019 einen deutlich verbesserten Free Cashflow gegenüber dem Vorjahr.
Dividende
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 eine Ausschüttung in Höhe von 0,40 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2018 vor.
Für das Geschäftsjahr 2019 plant KUKA, unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen, die Dividendenzahlung stabil zu halten.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Grundsätze
Gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB ist die KUKA Aktiengesellschaft als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen verpflichtet, innerhalb des Lageberichts die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Dies umfasst auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzern-Abschluss einbezogenen Gesellschaften.
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung (siehe Risiko- und Chancenbericht auf Seite 25 ff.). Das interne Kontrollsystem stellt einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems dar.
Das interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Gesamtheit aller vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken führen. Im Mittelpunkt steht hierbei die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Zielsetzung des IKS ist es, durch die implementierten Kontrollen eine hinreichende Sicherheit zu erhalten, Risiken überwachen und steuern zu können, sodass die Erreichung der Unternehmensziele gewährleistet werden kann. Unterschiedliche prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechender Jahres- und Konzern-Abschluss erstellt wird.
Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Strukturen und Prozesse
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern nachfolgende Strukturen und Prozesse implementiert. Die Gesamtverantwortung für den Umfang und die Ausgestaltung des IKS trägt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft.
Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzern-Abschluss einbezogenen Tochterunternehmungen eingebunden.
Tätigkeiten im Bereich Accounting und Human Resources werden für deutsche Gesellschaften zentral im Shared Service Center der KUKA Aktiengesellschaft erbracht.
Weiterhin werden konzernübergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes, ebenfalls weitgehend zentral erbracht und sind auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse durch die KUKA Aktiengesellschaft definiert.
Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des (konzern-)rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems werden in Richtlinien und Organisationsanweisungen festgehalten. Anpassungen aufgrund von externen und internen Entwicklungen werden fortlaufend integriert und allen involvierten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.
Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts maßgeblich beeinflussen können. Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risiko- und Chancenbericht auf Seite 25 ff.) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess; |
| ― | Qualitätskontrollen zur Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften und einzelner in den Konzern-Abschluss einbezogener Meldeeinheiten; |
| ― | präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Prozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich zusammengefasstem Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen; |
| ― | prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen wie das Vier-Augen-Prinzip, bei dem jeder wesentliche Geschäftsvorgang von mindestens zwei bevollmächtigten Personen unterschrieben oder anderweitig genehmigt werden muss; |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-)rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten auf die Buchhaltungssysteme sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im Reporting- und Konsolidierungssystem; |
| ― | Definition und Überwachung der Umsetzung von Kontrollanforderungen an das rechnungslegungsbezogene IKS, die durch die prozessunabhängige zentrale IKS-Konzernabteilung erfolgt. In einer festgelegten Vorgehensweise werden die internen Kontrollen durch die verantwortlichen Stellen dokumentiert und durch unabhängige Stellen, in der Regel die IKS-Konzernabteilung, auf ihre Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit hin geprüft. Aus den festgestellten Kontrollschwächen werden Maßnahmenpläne erarbeitet und deren Umsetzung überwacht. Über wesentliche Kontrollschwächen sowie die Umsetzung der Maßnahmenpläne wird an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. |
Die interne Revision stellt eine weitere prozessunabhängige Kontrollinstanz dar, die zusätzlich zu den definierten IKS-Anforderungen regelmäßig die Organisationsstrukturen, Prozesse und Ordnungsmäßigkeit überprüft und so zur Einhaltung des IKS und Risikomanagementsystems beiträgt.
Daneben haben die kaufmännischen Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften im Rahmen der externen Berichterstattung quartalsweise einen internen Bilanzeid (Bestätigung der Richtigkeit der Meldedaten) zu leisten. Erst im Anschluss daran legen die Vorstandsmitglieder der KUKA Aktiengesellschaft zum Gesamtjahr die Versicherung der gesetzlichen Vertreter ab und unterzeichnen diese. Damit bestätigen sie die Einhaltung der vorgeschriebenen Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards des KUKA Konzerns, und dass die Zahlen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage vermitteln.
Die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS werden vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.
Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen regelmäßig mit der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, sodass sich der Aufsichtsrat kontinuierlich ein angemessenes Bild über die Risikosituation des Konzerns verschafft und (die Wirksamkeit) überwacht. Dabei legt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft mindestens einmal im Jahr die Risiken der Finanzberichterstattung dar und erläutert die implementierten Kontrollmaßnahmen sowie die Überprüfung der korrekten Durchführung der Kontrollen.
Zusammenfassende Bewertung
Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der A Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt.
Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet werden und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.
Angaben nach den § 289a Abs. 1 und § 315a Abs. 1 HGB sowie erläuternder Bericht
Nachfolgend sind die nach den § 289a Abs. 1 HGB und § 315a Abs. 1 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 31. Dezember 2018 aufgeführt und erläutert.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Zum 31. Dezember 2018 betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 103.416.222,00 €, eingeteilt in 39.775.470 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§ 4 Abs. 1 der Satzung). Bei Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgesetzt werden (§ 4 Abs. 3 der Satzung).
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen nicht.
Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen.
Bis zum 31. Dezember 2018 wurden der KUKA Aktiengesellschaft von den nachstehenden Personen und Gesellschaften folgende Beteiligungen mit mehr als 10 % der Stimmrechte wie folgt mitgeteilt:
Midea Gruppe - Mitteilung vom 21. Dezember 2018
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| 1. Midea Electric Netherlands (I) BV | 81,04 % | direkt |
| 2. Midea Electric Netherlands (II) BV | 13,51 % | direkt |
| 3. Guangdong Midea Electric Co., Ltd. | 94,55 % | zugerechnet |
| 4. Midea Group Co., Ltd. | 94,55 % | zugerechnet |
Anlass für die zuvor genannte Mitteilung war eine konzerninterne Übertragung von KUKA Aktien innerhalb der Midea-Gruppe.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des § 289a Abs. 1 Nr. 5 HGB und § 315a Abs. 1 Nr. 5 HGB besteht nicht.
Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über Satzungsänderungen
Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§ 6 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in § 84 und § 85 AktG sowie in § 31 MitbestG und § 6 der Satzung geregelt.
Gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. § 22 Abs. 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall.
Der Aufsichtsrat ist gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen.
Er wurde zudem durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2015 ermächtigt, die Fassungen des § 4 Abs. 1 und Abs. 5 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2015 und, falls dieses bis zum 9. Juni 2020 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt worden sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist, anzupassen.
In Bezug auf Veränderungen des Grundkapitals und des bedingten Kapitals 2010 sowie des bedingtes Kapitals 2013, war bzw. ist der Aufsichtsrat durch die Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 5. Juni 2013 sowie vom 28. Mai 2014 ermächtigt, die Fassungen des § 4 Abs. 1 und Abs. 6 sowie Abs. 7 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der Bezugsaktien anzupassen sowie alle sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, soweit diese nur die Fassung betreffen.
Weiterhin wurde der Aufsichtsrat durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, die Fassung des § 4 Abs. 1 und Abs. 8 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des bedingten Kapitals 2014 und, falls dieses bis zum 27. Mai 2019 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollten, nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungsfristen bzw. der Fristen für die Ausübung von Wandlungsrechten, anzupassen.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2015 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu 46.420.808,20 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53 b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein - oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2015 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10 %-Grenze werden Aktien angerechnet, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind.
Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 20 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
Bedingtes Kapital
Gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 33.486.707,80 € eingeteilt in bis zu Stück 12.879.503 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung /Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2014 bis zum 27. Mai 2019 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung /Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung /Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Daneben besteht noch ein bedingtes Kapital 2010 (§ 4 Abs. 6 der Satzung) sowie ein bedingtes Kapital 2013 (§ 4 Abs. 7 der Satzung) in Höhe von 2.958,80 € bzw. auf 25.789,40 €. Es handelt sich um die Restbeträge der ursprünglich bedingten Kapitalia 2010 und 2013 nach vollständiger Bedienung der am 12. Februar 2013 und am 26. Juli 2013 begebenen Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 150.000.000,00 €.
Erwerb eigener Aktien
Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zum 27. Mai 2019 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten.
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch durch abhängige oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen, und der Erwerb kann auch für ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.
Aufgrund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre:
(1) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) an Dritte zu veräußern;
(2) auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen,
(a) die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind;
(b) die unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. in der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 beschlossenen Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;
(3) zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind.
Die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Die Einziehung kann aber auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen Betrags des Grundkapitals der übrigen Aktien gemäß § 8 Abs. 3 AktG erfolgen. Der Vorstand ist für diesen Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung entsprechend zu ändern. Aufgrund der Ermächtigung kann der Erwerb eigener Aktien sowie deren Wiederveräußerung bzw. die Einziehung dieser Aktien auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erworbene Aktien einzuziehen bzw. wieder zu veräußern. Sowohl die Erwerbsermächtigung als auch die Verwendungsermächtigung können auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen
Dienstverträge der Vorstandsmitglieder
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten regelmäßig sogenannte Change-of-Control-Klauseln. Danach haben Vorstandsmitglieder im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (§§ 29 Abs. 2, 30 WpÜG) das Recht, den Dienstvertrag innerhalb von drei Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Im Falle einer Kündigung steht den Vorstandsmitgliedern eine Abfindung zu, deren Höhe sich nach der Vergütung der Restlaufzeit ihres Vertrages bemisst, aber maximal auf zwei Jahresvergütungen begrenzt ist.
Syndizierter Bankkredit
Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben am 1. Februar 2018 mit einem Bankensyndikat bestehend aus der der Commerzbank AG, der Deutsche Bank AG Filiale Deutschlandgeschäft, der Deutsche Bank Luxembourg S.A., der UniCredit Bank AG, der Landesbank Baden-Württemberg, der Bayerische Landesbank, die BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, der DZ Bank AG Zentralgenossenschaftsbank (Frankfurt am Main) und der Credit Suisse AG einen syndizierten Kreditvertrag abgeschlossen. Nach dem Kreditvertrag stellen die Kreditgeber Betriebsmittel- und Garantielinien von bis zu 520.000.000 € zur Verfügung. Mit Abschluss dieses Kreditvertrages wurde der bis dahin bestehende Kreditvertrag über 400.000.000 € aufgehoben.
Durch den Kreditvertrag wird der wesentliche Working Capital-Bedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankgarantien) abgedeckt. Der Vertrag enthält eine marktübliche Regelung zu einem Kontrollwechsel ("Change-of-Control"), unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt oder sonst die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu lenken, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können. Ein Wechsel des direkten Eigentümers innerhalb der Midea-Gruppe ist nicht von dieser Regelung betroffen, solange die Midea Group Co., Ltd., direkt oder indirekt 100 % der Anteile und der Stimmrechte an dem neuen Eigentümer hält. Des Weiteren können die Kreditgeber den Kreditvertrag in den Fällen eines Delistings, eines Squeeze-Outs oder des Abschlusses eines Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsvertrages mit einem Unternehmen der Midea Gruppe zur Rückzahlung fällig stellen.
Schuldscheindarlehen 2015
Die KUKA Aktiengesellschaft hat unter Führung der Landesbank Baden-Württemberg und der UniCredit Bank AG am 9. Oktober 2015 Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 250.000.000 € und gestaffelten Laufzeiten bis 2020 und 2022 begeben.
Die Bedingungen des Schuldscheindarlehens enthalten eine marktübliche Regelung zu einem Kontrollwechsel ("Change-of-Control"). Danach hat die A Aktiengesellschaft über einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Darlehensbedingungen zu informieren. Die Darlehensgeber haben danach das Recht, binnen 30 Tagen nachdem ihnen eine Mitteilung über einen Kontrollwechsel zugegangen ist, die Rückzahlung ihres (anteiligen) Darlehens zum nächsten Zinszahlungstermin nach Zugang des Rückzahlungsverlangens zusammen mit bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Darlehensbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen unmittelbar oder mittelbar (i) entweder mehr als 30 % der stimmberechtigten Anteile halten, (ii) mehr als 30 % der Stimmrechte an der Gesellschaft innehaben und/oder (iii) sonst die Möglichkeit besitzen, die Geschäftspolitik der Gesellschaft zu lenken.
US-Schuldscheindarlehen der KUKA Toledo Productions Operations LLC
Die KUKA Toledo Productions Operations LLC ("KTPO") als Darlehensnehmerin und die KUKA Aktiengesellschaft als Garantin haben am 7. August 2018 sowie am 6. September 2018 unter der Führung der Deutsche Bank AG, der Landesbank Baden-Württemberg und der UniCredit Bank AG insgesamt vier Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 150.000.000 USD und gestaffelten Laufzeiten bis 2020, 2022 und 2023 begeben. Die Schuldscheindarlehen dienen der Finanzierung eines Investments der KTPO im Zusammenhang mit einer neuen Produktionsanlage im Werk von Fiat Chrysler in Toledo (Ohio) /USA.
Die Bedingungen der Schuldscheindarlehen enthalten eine marktübliche Regelung zu einem Kontrollwechsel ("Change-of-Control"). Danach hat die KUKA Aktiengesellschaft über einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Darlehensbedingungen zu informieren. Die Darlehensgeber haben in diesem Fall das Recht, binnen 15 Tagen nachdem ihnen eine Mitteilung über einen Kontrollwechsel zugegangen ist, die Schuldscheindarlehensverträge vorzeitig zu kündigen und die Rückzahlung ihres (anteiligen) Darlehens zu verlangen. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Schuldscheindarlehensbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen unmittelbar oder mittelbar (i) entweder mehr als 30 % der stimmberechtigten Anteile halten, (ii) mehr als 30 % der Stimmrechte an der KTPO oder der KUKA Aktiengesellschaft innehaben und /oder (iii) sonst die Möglichkeit besitzen, die Geschäftspolitik der KTPO oder der KUKA Aktiengesellschaft zu lenken. Ein Wechsel des direkten Eigentümers innerhalb der Midea-Gruppe ist nicht von dieser Regelung betroffen, solange die Midea Group Co., Ltd., direkt oder indirekt 100 % der Anteile und der Stimmrechte an dem neuen Eigentümer hält. Ebenso ausgenommen ist eine Umstrukturierung innerhalb des KUKA Konzerns, d. h. ein Wechsel der Kontrolle bei der KTPO soweit die Kontrolle durch eine KUKA Konzerngesellschaft ausgeübt wird.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitsnehmern getroffen sind
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. Die in den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder regelmäßig enthaltenen Change-of-Control-Klauseln stellen keine Entschädigungsklauseln im Sinne von §§ 289a Abs. 4 Satz 1 Nr. 9, 315 a Abs. 4 Satz 1 Nr. 9 HGB dar.
Erklärung zur Unternehmensführung
Für die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB wird auf die veröffentlichten Informationen auf der Internetseite der KUKA AG verwiesen: www.kuka.com/de-de/investor-relations/ corporate-governance/unternehmensführung.
Nichtfinanzielle Erklärung
Für die nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 315b, 315c, 289c HGB wird auf den Nachhaltigkeitsbericht auf der Internetseite unter www.kuka.com verwiesen.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der A Aktiengesellschaft angewendet werden und erläutert Struktur und Höhe der Bezüge der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.
Vergütung des Vorstands
1. Vergütungsstruktur
Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder der A Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Vergütungsbestandteile. Letztere setzen sich ihrerseits aus mehreren variablen Vergütungselementen zusammen. Das System der Vorstandsvergütung ist dabei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des § 87 AktG und den Anforderungen des DCGK auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und berücksichtigt bei den variablen Bestandteilen sowohl positive als auch negative Geschäftsentwicklungen.
Die fixe Vergütung besteht aus Festgehalt und Sachbezügen. Das Festgehalt wird in zwölf gleichen monatlichen Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus dem geldwerten Vorteil für die Bereitstellung und Nutzung eines Dienstwagens. Daneben erhalten Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit als Verwaltungsratsmitglieder der Swisslog Holding AG seit dem 1. April 2017 eine fixe Vergütung. Diese wird von der Swisslog Holding AG anteilig am Ende eines jeden Quartals ausgezahlt.
Die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wurde mit Wirkung ab dem 6. Dezember 2018 verändert. Für die bis zum Ablauf des 5. Dezember amtierenden Vorstände, namentlich die Herren Dr. Reuter und Mohnen, wurde die variable Vergütung zur einen Hälfte aufgrund der Erreichung persönlicher Ziele und zur anderen Hälfte in Abhängigkeit von der Entwicklung der wirtschaftlichen Kenngrößen EBIT und Free-Cash-Flow des KUKA Konzerns (finanzielle Ziele) gewährt. Ab dem 6. Dezember 2018 wurde die Gewichtung innerhalb der variablen Vergütung neu vereinbart. Für Herrn Mohnen ist die variable Vergütung nunmehr zu 70 % an finanzielle Ziele und zu 30 % an persönliche Ziele geknüpft. Bei Herrn Pabst, der seit dem 6. Dezember Mitglied des Vorstands ist, ist die variable Vergütung zu 66,67 % an finanzielle Ziele und zu 33,33 % an persönliche Ziele gekoppelt.
Die Einzelheiten der variablen Vergütung (insbesondere die Zielerreichung) werden jährlich gesondert vereinbart. Die variable Vergütung ist in der Höhe begrenzt (maximal 200 % Zielerreichung); die Erreichung der finanziellen Ziele ist in der Regel an eine mehrjährige Unternehmensentwicklung gekoppelt.
Darüber hinaus wurden bis einschließlich 2016 als weiterer variabler Vergütungsbestandteil für die Mitglieder des Vorstands jährliche Zuteilungsvolumina zur Teilnahme an Phantom-Share-Programmen (nachfolgend auch "Programme") vereinbart, um eine langfristige Anreizwirkung zu erzielen. Phantom Shares sind virtuelle Aktien, die dem Inhaber das Recht auf eine Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses der Gesellschaft gewährt. Anders als bei Aktienoptionen enthalten Phantom Shares also nicht allein die Wertsteigerung, sondern den gesamten Aktienwert als Erlös. Außerdem wurde während der Planlaufzeit jährlich je virtueller Aktie ein Dividendenäquivalent in Höhe der tatsächlich ausgeschütteten Dividende auf echte KUKA Aktien gezahlt. Stimmrechte sind mit den Phantom Shares nicht verbunden.
Die Programme umfassten jeweils drei Geschäftsjahre. Das Zuteilungsvolumen wurde entweder bereits vertraglich vereinbart oder wird vom Aufsichtsrat spätestens zu Beginn des jeweiligen Dreijahreszeitraums festgelegt. Das Zuteilungsvolumen dividiert durch einen Referenzkurs der KUKA Aktie ergab dann eine vorläufige Anzahl von Phantom Shares. Die vorläufige Anzahl der Phantom Shares für das Programm 2016 - 2018 hatte der Aufsichtsrat auf Basis des Durchschnittskurses der KUKA Aktie (Eröffnungskurs XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) zwischen dem 4. Januar 2016 und dem 7. März 2016 (dem letzten Handelstag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats) ermittelt. Der danach maßgebliche Kurs der KUKA Aktie betrug 77,53 €.
Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums wurde vom Aufsichtsrat ein EVA (Economic Value Added) der Continuing Operations (vor Steuern) auf Basis der operativen Planung der drei Programmjahre festgelegt, welches sich an dem Budget des ersten Geschäftsjahres des Dreijahreszeitraums und der Planung der beiden nachfolgenden Geschäftsjahre orientierte.
Das kumulative EVA (tatsächliche EVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums wurde durch das EVA der Continuing Operations entsprechend der operativen Planung der drei Programmjahre geteilt, um einen Erfolgsfaktor zu ermitteln. Der Erfolgsfaktor konnte zwischen 0 und 2,0 schwanken. Die endgültige Anzahl der Phantom Shares hängt von dem erreichten Erfolgsfaktor ab, der mit der vorläufigen Anzahl der Phantom Shares multipliziert wird. Die Obergrenze für die endgültige Anzahl Phantom Shares bildet eine Verdoppelung der vorläufigen Phantom Shares (dies ist der Fall, wenn der Erfolgsfaktor 2,0 erreicht wird). Die Auszahlung erfolgt auf Basis der endgültigen Anzahl Phantom Shares zum Endkurs der KUKA Aktie (Durchschnittskurs der KUKA Aktie zwischen dem 2. Januar des den drei Bezugsjahren folgenden Jahres ("Folgejahr") und dem Tag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats des Folgejahres).
Endet das Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds durch Kündigung - unabhängig von welcher Seite sie erfolgt -, so verfallen alle ihm zugeteilten Phantom Shares. Dies gilt jedoch nicht, wenn ein Vorstandsmitglied von seinem Kündigungsrecht wegen Eintritts eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft Gebrauch macht. In diesem Fall erfolgt eine anteilige Auszahlung entsprechend den Bedingungen des Phantom-Share-Programms.
Das jeweilige Vorstandsmitglied ist verpflichtet, vom ausgezahlten Bruttoerlös der Programme eine bestimmte Anzahl KUKA-Aktien zu erwerben, um ein Haltevolumen in Höhe von 50 % der Jahresgrundvergütung (Fix-Jahreseinkommen) im Zuteilungsjahr aufzubauen. Bis das Haltevolumen aufgebaut ist, müssen 25 % des ausgezahlten Bruttobetrages des jeweiligen Jahres zum Erwerb von KUKA Aktien aufgewandt werden. Die Kaufsumme wird vom Nettoerlös einbehalten. Diese Verpflichtung endet mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.
Für das Phantom-Share-Programm 2016 - 2018 sind die Auszahlungsbeträge (Auszahlung im Jahr 2019) mit einem Betrag entsprechend dem dreimaligen Zuteilungsvolumen begrenzt.
Anstelle der Phantom-Share-Programme wird den Vorstandsmitgliedern seit 2017 die Teilnahme an sogenannten "Long Term Incentive Plänen" (nachfolgend "LTIP") mit jährlichen Zuteilungsvolumina gewährt. Die LTIP sind variable Vergütungsbestandteile mit langfristiger Anreizwirkung. Herrn Pabst wurde derzeit noch kein LTIP als Teil der Vorstandsvergütung gewährt.
Die LTIP umfassen einen Zeitraum von drei Geschäftsjahren. Das Zuteilungsvolumen ist entweder bereits vertraglich vereinbart oder wird vom Aufsichtsrat spätestens zu Beginn des jeweiligen Dreijahreszeitraums festgelegt.
Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums werden vom Aufsichtsrat die Kennzahlen und Vorgaben für die sogenannten Targetwerte für die Erfolgsfaktoren des jeweiligen LTIP festgelegt. Die maßgeblichen Faktoren sind dabei (i) der "Performance Factor" und (ii) der "Strategy Factor".
Die für den Performance Factor maßgebliche Kennzahl ist der EVA während des Performance Zeitraums. EVA bedeutet dabei das EBIT der Gruppe (auf einer konsolidierten Basis) abzüglich Mindestzins (9 %) auf das eingesetzte Kapital der Gruppe. Der Aufsichtsrat gibt nach billigem Ermessen die Targetwerte, eingeteilt in (i) Minimum Target, (ii) Target und (iii) Maximum Target, vor. Das Minimum Target entspricht einem Performance Factor von 0,50, das Target einem Performance Factor von 1,00 und das Maximum Target einem Performance Factor von 1,50.
Die für den Strategy Factor maßgeblichen Kennzahlen werden vom Aufsichtsrat nach billigem Ermessen festgelegt. Ebenso bestimmt der Aufsichtsrat für jede Kennzahl die Targetwerte. Das Minimum Target entspricht einem Strategy Factor von 0,00, das Target einem Strategy Factor von 1,00 und das Maximum Target einem Strategy Factor von 2,00.
Der Brutto-Auszahlungsbetrag ergibt sich dann durch die Multiplikation von individuellem Zuteilungswert, Performance Factor und Strategy Factor für den Performance Zeitraum.
Unter nach dem LTIP näher bestimmten Voraussetzungen kann ein Anspruch auf Auszahlung des Brutto-Auszahlungsbetrages gänzlich entfallen oder nur zeitanteilig bestehen.
Sowohl das aktuell noch nicht abgerechnete Phantom-Share-Programm als auch die laufendenden LTIP sind der Höhe nach begrenzt, so dass die Vorstandsvergütung ab 2018 insgesamt (festes Jahresgehalt, variable Tantiemen und Auszahlungen aus einem Phantom-Share-Programm bzw. LTIP) durch die Kumulation der Einzeldeckelungen begrenzt ist.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten sog. "Abfindungs-Caps". Dies bedeutet, dass im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Dienstverträge ohne wichtigen Grund im Hinblick auf mögliche Abfindungen eine Begrenzung vereinbart ist. Konkret sehen die Regelungen vor, dass die Abfindung den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des jeweiligen Dienstvertrages, begrenzt durch zwei Jahresvergütungen, nicht überschreiten wird.
Weiterhin enthält der Dienstvertrag von Herrn Mohnen noch eine sog. "Change-of-Control" Klausel. Danach hat er im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (§§ 29 Abs. 2, 30 WpÜG) das Recht, den Dienstvertrag innerhalb von drei Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Im Falle einer Kündigung steht ihm eine Abfindung zu, deren Höhe sich nach der Vergütung der Restlaufzeit ihres Vertrages bemisst, aber maximal auf zwei Jahresvergütungen begrenzt ist. Der Dienstvertrag von Herrn Pabst sieht eine solche Regelung nicht vor.
Kredite wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
2. Vergütung im Jahr 2018
Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für das Geschäftsjahr 2018 entsprechend den im DCGK empfohlenen einheitlichen Mustertabellen. Danach wird die Vergütung getrennt nach "gewährten Zuwendungen" (Tabelle 1) und "tatsächlich erfolgten Zufluss" (Tabelle 2) ausgewiesen. Bei den Zuwendungen werden zudem die Zielwerte (Auszahlung bei 100 % Zielerreichung) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben.
Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 2018 - Zuwendungsbetrachtung
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| Peter Mohnen Vorsitzender des Vorstands1seit 6.12.2018 | Andreas Pabst Finanzvorstand2seit 6.12.2018 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2017 | 2018 | 2018 (Min) | 2018 (Max) | 2017 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung (Grundvergütung) | 575 | 628 | 628 | 628 | - | 42 |
| Nebenleistungen4 | 31 | 35 | 35 | 35 | - | 1 |
| Sonstige Leistungen5 | 150 | 200 | 200 | 200 | - | 0 |
| Summe | 756 | 863 | 863 | 863 | - | 43 |
| Einjährige variable Vergütung6 | ||||||
| Bonus 2017 | 288 | - | - | - | - | - |
| Bonus 2018 | - | 300 | 0 | 600 | - | 14 |
| Mehrjährig variable Vergütung | ||||||
| Tantieme Unternehmensziele 20177 | 288 | - | - | - | - | - |
| Tantieme Unternehmensziele 20187 | - | 328 | 0 | 656 | 0 | 28 |
| Phantom Share Programm 2016 - 20188 | - | - | - | - | - | - |
| Long Term Incentive Plan 2017 - 20199 | 300 | - | - | - | - | - |
| Long Term Incentive Plan 2018 - 20209 | - | 300 | 0 | 900 | - | - |
| Abfindung10 | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 1.632 | 1.791 | 863 | 3.019 | 0 | 85 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 1.632 | 1.791 | 863 | 3.019 | 0 | 85 |
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| Andreas Pabst Finanzvorstand2seit 6.12.2018 | Dr. Till Reuter Vorsitzender des Vorstands3bis 5.12.2018 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2018 (Min) | 2018 (Max) | 2017 | 2018 | 2018 (Min) | 2018 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung (Grundvergütung) | 42 | 42 | 775 | 800 | 800 | 800 |
| Nebenleistungen4 | 1 | 1 | 25 | 50 | 50 | 50 |
| Sonstige Leistungen5 | 0 | 0 | 300 | 400 | 400 | 400 |
| Summe | 43 | 43 | 1.100 | 1.250 | 1.250 | 1.250 |
| Einjährige variable Vergütung6 | ||||||
| Bonus 2017 | - | - | 475 | - | - | - |
| Bonus 2018 | 0 | 28 | - | 500 | 500 | 500 |
| Mehrjährig variable Vergütung | ||||||
| Tantieme Unternehmensziele 20177 | - | - | 475 | 504 | 504 | 504 |
| Tantieme Unternehmensziele 20187 | 0 | 56 | 0 | 500 | 500 | 500 |
| Phantom Share Programm 2016 - 20188 | - | - | - | 400 | 400 | 400 |
| Long Term Incentive Plan 2017 - 20199 | - | - | - | 333 | 333 | 333 |
| Long Term Incentive Plan 2018 - 20209 | - | - | 500 | 167 | 167 | 167 |
| Abfindung10 | - | - | - | 5.597 | 5.597 | 5.597 |
| Summe | 43 | 127 | 2.550 | 9.251 | 9.251 | 9.251 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 43 | 127 | 2.550 | 9.251 | 9.251 | 9.251 |
1 Herr Mohnen ist seit dem 6. Dezember 2018 Vorsitzender des Vorstands. Zuvor war er Finanzvorstand.
2 Herr Pabst ist seit dem 6. Dezember 2018 Finanzvorstand.
3 Herr Dr. Reuter war bis zum 5. Dezember 2018 Mitglied des Vorstands und dessen Vorsitzender. Sein Anstellungsvertrag endete am 31. Dezember 2018. Die Gesellschaft und Herr Dr. Reuter haben im Rahmen der Ausscheidensvereinbarung vom 28. November 2018 (die "Ausscheidensvereinbarung") sämtliche Herrn Dr. Reuter vertraglich zugesagten Vergütungen einvernehmlich und abschließend geregelt.
4 In den Nebenleistungen sind Aufwendungen bzw. geldwerte Vorteile für die Bereitstellung von Dienstwagen sowie Zuschüsse zu Versicherungen enthalten. Die Prämie für die D&O-Versicherung ist in den Nebenleistungen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den versicherten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet. Des Weiteren hat sich die Gesellschaft verpflichtet, Herrn Dr. Reuter die ihm im Zusammenhang mit dem Abschluss der Ausscheidensvereinbarung entstandenen Rechtsanwaltskosten in Höhe von bis zu 25 T€ zu erstatten.
5 Vergütungen für die Tätigkeit als Verwaltungsratsmitglieder der Swisslog Holding AG.
6 Anteil der variablen Tantieme für die Erreichung persönlicher Ziele (bei 100 % Zielerreichung) in den genannten Geschäftsjahren (mögliche Zielerreichung von 0 bis 200 %). Für Herrn Dr. Reuter wurde der Betrag für den Bonus 2018 in der Ausscheidensvereinbarung fixiert.
7 Aufgeschobener Anteil (50 %) der variablen Tantieme (bei 100 % Zielerreichung) für die genannten Geschäftsjahre. Für Herrn Dr. Reuter wurde der jeweilige Betrag für die Tantieme Unternehmensziele 2017 und die Tantieme Unternehmensziele 2018 in der Ausscheidensvereinbarung fixiert.
8 Für Herrn Dr. Reuter wurde der Betrag für Phantom Share Programm 2016 - 2018 in der Ausscheidensvereinbarung fixiert.
9 Zuteilungswerte für den Long Term Incentive Plan 2017 - 2019 und Long Term Incentive Plan 2018 - 2020. Für Herrn Dr. Reuter wurde der Betrag für den Long Term Incentive Plan 2017 - 2019 und den Long Term Incentive Plan 2018 - 2020 in der Ausscheidensvereinbarung fixiert.
10 Zugesagte Abfindung gemäß Ausscheidensvereinbarung
Tabelle 2: Vergütung des Vorstands 2018 - Zuflussbetrachtung
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| Peter Mohnen Vorsitzender des Vorstands1seit 6.12.2018 | Andreas Pabst Finanzvorstand2seit 6.12.2018 | Dr. Till Reuter Vorsitzender des Vorstands3bis 5.12.2018 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung (Grundvergütung)4 | 575 | 600 | 0 | 0 | 775 | 800 |
| Nebenleistungen5 | 31 | 35 | 0 | 0 | 25 | 25 |
| Sonstige Leistungen6 | 150 | 200 | 0 | 0 | 340 | 400 |
| Summe | 756 | 835 | 0 | 0 | 1.140 | 1.225 |
| Einjährige variable Vergütung | ||||||
| Bonus 20167 | 383 | - | - | - | 392 | - |
| Bonus 20178 | - | 552 | - | - | - | 756 |
| Bonus 20188 | - | - | - | - | - | 500 |
| Mehrjährig variable Vergütung | ||||||
| Tantieme Unternehmensziele 20159 | 290 | - | - | - | 452 | - |
| Tantieme Unternehmensziele 201610 | - | 191 | - | - | - | 298 |
| Tantieme Unternehmensziele 201710 | - | - | - | - | - | 504 |
| Tantieme Unternehmensziele 201810 | - | - | - | - | - | 500 |
| Phantom-Share-Programm 2014 - 201611 | 1.339 | - | - | - | 1.928 | - |
| Phantom-Share-Programm 2015 - 201712 | - | 370 | - | - | - | 582 |
| Phantom-Share-Programm 2016 - 201812 | - | - | - | - | - | 400 |
| Long Term Incentive Plan 2017 - 201913 | - | - | - | - | - | 333 |
| Long Term Incentive Plan 2018 - 202013 | - | - | - | - | - | 167 |
| Sonstige aktienbasierte Vergütung14 | 4 | 2 | - | - | 6 | 3 |
| Abfindung15 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.597 |
| Summe | 2.772 | 1.950 | 0 | 0 | 3.918 | 8.865 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 2.772 | 1.950 | 0 | 0 | 3.918 | 8.865 |
1 Herr Mohnen ist seit dem 6. Dezember 2018 Vorsitzender des Vorstands. Zuvor war er Finanzvorstand.
2 Herr Pabst ist seit dem 6. Dezember 2018 Finanzvorstand.
3 Herr Dr. Reuter war bis zum 5. Dezember 2018 Mitglied des Vorstands und dessen Vorsitzender. Sein Anstellungsvertrag endete am 31. Dezember 2018. Die Gesellschaft und Herr Dr. Reuter haben im Rahmen einer Ausscheidensvereinbarung vom 28. November 2018 (die "Ausscheidensvereinbarung") sämtliche Herrn Dr. Reuter vertraglich zugesagten Vergütungen einvernehmlich und abschließend geregelt.
4 Herrn Mohnen steht für die Zeit vom 6. Dezember bis zum 31. Dezember 2018 eine zusätzliche, anteilige Festvergütung in Höhe von 28 T€ zu. Herrn Pabst steht für die Zeit vom 6. Dezember 2018 bis zum 31. Dezember 2018 eine anteilige Festvergütung sowie Nebenleistungen in Höhe von 43 T€ zu. Diese Beträge werden den Herren Mohnen und Pabst in Form einer Nachzahlung im Geschäftsjahr 2019 zufließen.
5 In den Nebenleistungen sind Aufwendungen bzw. geldwerte Vorteile für die Bereitstellung von Dienstwagen sowie Zuschüsse zu Versicherungen enthalten. Die Prämie für die D&O-Versicherung ist in den Nebenleistungen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den versicherten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet. Die Herrn Dr. Reuter gemäß der Aufhebungsvereinbarung zugesagten Erstattung von Rechtsanwaltskosten in Höhe von bis zu 25 T€, wird im Geschäftsjahr 2019 zufließen.
6 Vergütungen für die Tätigkeit als Verwaltungsratsmitglieder der Swisslog Holding AG.
7 Im Geschäftsjahr 2017 ausbezahlte variable Vergütung für die Erreichung persönlicher Ziele.
8 Im Geschäftsjahr 2018 ausbezahlte variable Vergütung für die Erreichung persönlicher Ziele. Herrn Dr. Reuter wurde gemäß der Ausscheidensvereinbarung der Bonus 2018 bereits im Geschäftsjahr 2018 ausbezahlt.
9 Aufgeschobener Anteil der variablen Vergütung aus dem Geschäftsjahr 2015, welcher im Geschäftsjahr 2017 zur Auszahlung gekommen ist.
10 Aufgeschobene Anteile der variablen Vergütung aus den Geschäftsjahren 2016, 2017 und 2018, welche im Geschäftsjahr 2018 zur Auszahlung gekommen sind. Herrn Dr. Reuter wurde gemäß der Ausscheidensvereinbarung die Tantieme Unternehmensziele 2017 und Tantieme Unternehmensziele 2018 bereits im Geschäftsjahr 2018 ausbezahlt.
11 Auszahlung Phantom-Share-Programm 2014 - 2016 bei Endkurs 115,00 € (bei der Auszahlung des Phantom-Share-Programms 2014 - 2016 wurde aufgrund des Übernahmeangebots der Midea-Gruppe der Endkurs mit 115,00 € fixiert und die Verpflichtungen zum Kauf von KUKA Aktien aufgehoben.).
12 Auszahlung Phantom-Share-Programm 2015 - 2017 bei Endkurs 110,80 Durchschnittskurs der KU A Aktie (Eröffnungskurs Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) im Zeitraum vom 2. Januar 2018 bis 20. März 2018). Die Auszahlungsbeträge geben jeweils den Bruttoerlös wieder. Die Nettoauszahlung ergibt sich aus dem Bruttoerlös abzüglich Steuern und Sozialabgaben, sonstige öffentliche Abgaben sowie der Kaufsumme für echte KU A Aktien. Herrn Dr. Reuter wurde das Phantom-Share-Programm 2016 - 2018 gemäß der Ausscheidensvereinbarung bereits im Geschäftsjahr 2018 ausbezahlt.
13 Herrn Dr. Reuter wurde der Long Term Incentive Plan 2017 - 2019 sowie der Long Term Incentive Plan 2018 - 2020 gemäß der Ausscheidensvereinbarung bereits im Geschäftsjahr 2018 ausgezahlt.
14 Auszahlung von Dividenenäquivalenten im Jahr 2018 in Höhe von 0,5 0 € je vorläufige Aktie des Phantom-Share-Programme 2016 - 2018.
15 Ausbezahlte Abfindung gemäß der Ausscheidensvereinbarung. Der verbleibende Teil der Abfindung in Höhe von 2.000 T€ wurde im Geschäftsjahr 2019 ausbezahlt.
Die Bezüge aller im Geschäftsjahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstands beliefen sich - unter dem Blickwinkel des tatsächlichen Zuflusses - im Geschäftsjahr 2018 auf insgesamt 10.815 T€.
Für alle derzeit laufenden und noch nicht ausbezahlten Phantom-Share-Programm 2016 - 2018 sowie die derzeit Laufenden und noch nicht ausbezahlten LTIP wurden Rückstellungen zum 31. Dezember 2018 gebildet, die den zu erwartenden Gesamtaufwand aus diesen Programmen berücksichtigen.
Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern, deren Amtsperioden spätestens im Jahr 2008 geendet haben, Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt worden, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2018 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.855 T€ (HGB) (2017: 9.824 T€).
Vergütung des Aufsichtsrats
1. Vergütungsstruktur
Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Januar 2006 ist die Satzung dahingehend geändert worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste Vergütung erhalten.
Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung, welche 30 T€ beträgt und nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält die vierfache, der Stellvertreter des Vorsitzenden die doppelte Vergütung. Im Falle der Leitung der Hauptversammlung sowie für die Mitgliedschaft in jedem nicht nur vorübergehend tätigen Ausschuss, höchstens aber für drei Ausschussmitgliedschaften, erhalten Aufsichtsratsmitglieder eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 30 T€. Ein Ausschussvorsitzender erhält, auch wenn er mehreren Ausschüssen vorsitzt, zusätzlich noch die Hälfte der jährlichen Vergütung. Dies gilt nicht für den Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG.
Zusätzlich werden jedem Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsratssitzung (einschließlich der Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats) die entstandenen angemessenen Kosten erstattet und eine Aufwandspauschale in Höhe von 450 € (zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer) gewährt. Den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die bei der KUKA Aktiengesellschaft oder einer KUKA Konzerngesellschaft angestellt sind, steht auf Basis des Anstellungsvertrages weiterhin ein reguläres Gehalt zu.
2. Vergütung für die Jahre 2017 und 2018
Die folgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2017 und 2018:
Tabelle 3: Vergütung des Aufsichtsrates 2018
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| in T€ | Zahlung in 2018 für 20171 | Zahlung in 2019 für 20181 |
|---|---|---|
| Dr. Yanmin (Andy) Gu Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Personalausschusses, des Vermittlungsausschusses und des Nominierungsausschusses | 199 | 225 |
| Michael Leppek1 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates | 150 | 150 |
| Wilfried Eberhardt | 30 | 30 |
| Hongbo (Paul) Fang | 26 | 30 |
| Siegfried Greulich 1 (bis 6. Juni 2018) | 96 | 39 |
| Manfred Hüttenhofer 1 (ab 6. Juni 2018) | 0 | 34 |
| Prof. Dr. Henning Kagermann Vorsitzender des Strategie- und Technolgieausschusses | 44 | 75 |
| Armin Kolb1 | 90 | 90 |
| Carola Leitmeir1 | 90 | 90 |
| Min (Francoise) Liu | 74 | 90 |
| Dr. Myriam Meyer (ab 6. Juni 2018) | 0 | 52 |
| Prof. Dr. Michèle Morner (bis 6. Juni 2018) | 53 | 26 |
| Tanja Smolenski1 | 1 | 47 |
| Alexander Liong Hauw Tan Vorsitzender des Prüfungsausschusses | 86 | 88 |
1 Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, die auch Mitglieder der IG Metall sind, haben erklärt, ihre Aufsichtsratsvergütung gemäß den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
Bilanz zum 31. Dezember 2018
der KUKA Aktiengesellschaft
AKTIVA
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | (1) | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 30.504 | 34.852 | |
| Sachanlagen | 90.190 | 109.393 | |
| Finanzanlagen | 493.891 | 484.841 | |
| 614.585 | 629.086 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | (2) | 17 | 15 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (3) | 481.325 | 557.565 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | (4) | 17.341 | 4.321 |
| 498.683 | 561.901 | ||
| Flüssige Mittel | (5) | 7.792 | 5.552 |
| 506.475 | 567.453 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | (6) | 1.685 | 2.638 |
| 1.122.745 | 1.199.177 | ||
| PASSIVA | |||
| in TEUR | Anhang | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (7) | 103.416 | 103.416 |
| Kapitalrücklage | 305.796 | 305.796 | |
| Andere Gewinnrücklagen | 254.235 | 287.445 | |
| Bilanzgewinn | (8)/(9) | 29.027 | 42.350 |
| 692.474 | 739.007 | ||
| Rückstellungen | (10) | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 11.457 | 11.583 | |
| Steuerrückstellungen | 7.051 | 7.587 | |
| Sonstige Rückstellungen | 31.527 | 34.809 | |
| 50.035 | 53.979 | ||
| Verbindlichkeiten | (11) | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (12) | 269.071 | 255.091 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.536 | 6.502 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (13) | 88.665 | 128.371 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen | (14) | 2.676 | 2.373 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (15) | 1.288 | 13.854 |
| 380.236 | 406.191 | ||
| 1.122.745 | 1.199.177 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
der KUKA Aktiengesellschaft
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| in TEUR | Anhang | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (16) | 99.353 | 128.640 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | (17) | 431 | 1.444 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (18) | 36.226 | 52.358 |
| Materialaufwand | (19) | -54.713 | -69.450 |
| Personalaufwand | (20) | -56.439 | -61.507 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | (21) | -10.078 | -14.786 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (22) | -70.173 | -59.191 |
| Erträge aus Beteiligungen | (23) | 20.922 | 86.654 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (24) | 11.295 | 13.051 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | (25) | -9.000 | -50 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (26) | -6.448 | -10.424 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (27) | -72 | -319 |
| Ergebnis nach Steuern | -38.696 | 66.420 | |
| Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss | -38.696 | 66.420 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 67.723 | 9.140 | |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | -33.210 | |
| Bilanzgewinn | (9) | 29.027 | 42.350 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2018
KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg
ALLGEMEINE ANGABEN
AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE
Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, wurde für das Geschäftsjahr 2018 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.
Die KUKA Aktiengesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 22709 eingetragen und hat ihren Firmensitz in Augsburg.
Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung ist das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen" erweitert.
Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten wie auch die ergänzenden Angaben sind im Folgenden einzeln dargestellt.
Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt; die Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss des Vorjahres unverändert geblieben.
BILANZIERUNG UND BEWERTUNG
AKTIVA
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre.
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Den planmäßigen Abschreibungen werden bei Gebäuden Nutzungsdauern zwischen 25 und 50 Jahren, bei übrigen Sachanlagen zwischen 3 und 15 Jahren zu Grunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt ausschließlich linear. Darüber hinaus werden der technische Fortschritt und die Wirtschaftlichkeit der Nutzung entsprechend berücksichtigt.
Bei geringwertigen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR (im Vorjahr 410,00 EUR) wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, sie im Zeitpunkt des Zugangs voll abzuschreiben und als Abgang zu zeigen.
Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Diese werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.
Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagspreis, bewertet. Soweit erforderlich, sind Bestandsrisiken durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung individueller Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet. Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Barwert bilanziert.
Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen.
PASSIVA
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gebildet. Bei der Berechnung der Rückstellung wurde der von der deutschen Bundesbank per 31. Oktober 2018 veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Daneben werden weitere Berechnungsparameter, wie unter Ziffer (10) des Anhangs aufgeführt, unterstellt.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert bemisst sich nach dem Aktivwert.
Der Ausweis der Zinskomponente in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen erfolgt im Sinne einer betriebswirtschaftlich richtigen Darstellung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit nicht im Personalaufwand, sondern im Zinsergebnis.
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste sowie für sonstige künftige Belastungen gebildet. Die Rückstellungen werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins angesetzt.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Jahren umkehren sowie aus dem verrechenbaren Verlust als Kommanditist gemäß § 15a EStG. Steuerliche Verlustvorträge werden nur berücksichtigt, sofern mit einer Verlustverrechnung innerhalb von fünf Jahren gerechnet wird. Es werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuer erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,0 % für Bewertungsunterschiede bzw. 15,8 % des verrechenbaren Verlusts gemäß § 15a EStG. Die daraus resultierenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert. Nach der Saldierung verbleibende aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Eine Analyse der bestehenden Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz hat ergeben, dass die aktiven latenten Steuern im Wesentlichen auf temporäre Differenzen aus den Bereichen der Pensionsrückstellungen und der Drohverlustrückstellungen sowie aus Latenzen des verrechenbaren Verlusts gemäß § 15a EStG resultieren. Passive latente Steuern sind von untergeordneter Bedeutung.
Als Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden die am Bilanzstichtag valutierten Beträge angegeben.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Kostenumlagen werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und entsprechend den erbrachten Leistungen gemäß § 277 HGB in den Umsatzerlösen erfasst. Diesem Grundsatz folgend werden Aufwendungen zur Erbringung dieser Leistungen unter Materialaufwand ausgewiesen
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und ausländischen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres bzw. Ertragsteuern für Vorjahre zusammen.
Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden von der KUKA Aktiengesellschaft zu Bedingungen wie unter fremden Dritten geschlossen.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Anschaffungskurs bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Aus der Fremdwährungsbewertung resultierende Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Folgende Umrechnungskurse kamen zur Anwendung:
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| Land | Währung | 31.12.2017 | Stichtagskurs 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Arabische Emirate | AED | 4,3743 | 4,1822 |
| Australien | AUD | 1,5346 | 1,6220 |
| Brasilien | BRL | 3,9729 | 4,4440 |
| China | CNY | 7,8044 | 7,8751 |
| China, Hongkong | HKD | 9,3720 | 8,9675 |
| Indien | INR | 76,6055 | 79,7298 |
| Japan | JPY | 135,0100 | 125,8500 |
| Kanada | CAD | 1,5039 | 1,5605 |
| Korea | KRW | 1.279,6100 | 1.277,9300 |
| Malaysia | MYR | 4,8536 | 4,7317 |
| Mexiko | MXN | 23,6612 | 22,4921 |
| Norwegen | NOK | 9,8403 | 9,9483 |
| Polen | PLN | 4,1770 | 4,3014 |
| Rumänien | RON | 4,6597 | 4,6639 |
| Russland | RUB | 69,3920 | 79,7153 |
| Schweden | SEK | 9,8438 | 10,2548 |
| Schweiz | CHF | 1,1702 | 1,1269 |
| Singapur | SGD | 1,6024 | 1,5591 |
| Taiwan | TWD | 34,1922 | 33,8434 |
| Thailand | THB | 39,1210 | 37,0520 |
| Tschechische Republik | CZK | 25,5350 | 25,7240 |
| Ungarn | HUF | 310,3300 | 320,9800 |
| USA | USD | 1,1993 | 1,1450 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,8872 | 0,8945 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(1) ANLAGEVERMÖGEN
Die Entwicklung des Anlagevermögens der KUKA Aktiengesellschaft ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.
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| Anschaffungskosten/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.01.2018 | Zugänge | Zugänge aus Übernahme | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte | 55.227 | 12.493 | 119 | 0 | 0 | 67.839 |
| 55.227 | 12.493 | 119 | 0 | 0 | 67.839 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 118.279 | 3.207 | 0 | 0 | 3.822 | 125.308 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 5.618 | 217 | 136 | 0 | 0 | 5.971 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 26.704 | 2.478 | 1.662 | 1.115 | 87 | 29.816 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.149 | 19.626 | 0 | 0 | -3.909 | 20.866 |
| 155.750 | 25.528 | 1.798 | 1.115 | 0 | 181.961 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 553.568 | 0 | 0 | 9.000 | 0 | 544.568 |
| 2. Beteiligungen | 9.000 | 0 | 0 | 9.000 | 0 | 0 |
| 562.568 | - | 0 | 18.000 | 0 | 544.568 | |
| Summe | 773.545 | 38.021 | 1.917 | 19.115 | 0 | 794.368 |
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| Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.01.2018 | Zugänge | Zugänge aus Übernahme | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte | 24.723 | 8.152 | 112 | 0 | 0 | 32.987 |
| 24.723 | 8.152 | 112 | 0 | 0 | 32.987 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 43.989 | 2.920 | 0 | 0 | 0 | 46.909 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.220 | 158 | 64 | 0 | 0 | 4.442 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 17.351 | 3.556 | 1.355 | 1.045 | 0 | 21.217 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 65.560 | 6.634 | 1.419 | 1.045 | 0 | 72.568 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 59.677 | 50 | 0 | 0 | 0 | 59.727 |
| 2. Beteiligungen | 9.000 | 0 | 0 | 9.000 | 0 | 0 |
| 68.677 | 50 | 0 | 9.000 | 0 | 59.727 | |
| Summe | 158.960 | 14.836 | 1.531 | 10.045 | 0 | 165.282 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 31.12.2017 | Stand am 31.12.2018 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte | 30.504 | 34.852 |
| 30.504 | 34.852 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 74.290 | 78.399 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.398 | 1.529 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.353 | 8.599 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.149 | 20.866 |
| 90.190 | 109.393 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 493.891 | 484.841 |
| 2. Beteiligungen | - | 0 |
| 493.891 | 484.841 | |
| Summe | 614.585 | 629.086 |
Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahres sind im zusammengefassten Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns genannt.
Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen wird der direkte Anteilsbesitz der KUKA Aktiengesellschaft ausgewiesen. Dieser veränderte sich im Geschäftsjahr 2018 im Wesentlichen durch den Verkauf der connyun GmbH, Augsburg.
Der unter den Beteiligungen ausgewiesene Abgang betrifft den Verkauf der Anteile an der Kbee AG, München.
Die Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes der KUKA Aktiengesellschaft findet sich am Ende des Anhangs.
(2) VORRÄTE
Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.
(3) FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Finanzmitteln und aus Kostenumlagen an Konzernunternehmen ausgewiesen. Langfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden weder zum Bilanzstichtag noch zum Vorjahr.
(4) SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt ausgewiesen. Davon betreffen 3.815 TEUR (Vorjahr: 8.266 TEUR) Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag. Zudem sind Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft der KUKA Aktiengesellschaft in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 8.543 TEUR) enthalten.
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
(5) FLÜSSIGE MITTEL
Neben Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks und Kassenbestände ausgewiesen.
Bei der KUKA Aktiengesellschaft werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Institute verteilt.
(6) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen.
(7) GEZEICHNETES KAPITAL
Die Gesamtzahl der KUKA Aktien beträgt wie im Vorjahr 39.775.470 Aktien. Die nennwertlosen Stückaktien haben einen rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 EUR. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr 103.416.222,00. Jede Aktie entspricht einer Stimme.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2015 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Absatz 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu EUR 46.420.808,20 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Absatz 1 Satz 1 oder § 53b Absatz 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2015 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10% des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10%-Grenze werden Aktien angerechnet, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind. Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 20% des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
Bedingtes Kapital
Gemäß § 4 Absatz 8 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 33.486.707,80 eingeteilt in bis zu Stück 12.879.503 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2014 bis zum 27. Mai 2019 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Daneben besteht noch ein bedingtes Kapital 2010 (§ 4 Absatz 6 der Satzung) sowie ein bedingtes Kapital 2013 (§ 4 Absatz 7 der Satzung) in Höhe von 2.958,80 EUR bzw. auf 25.789,40 EUR. Es handelt sich um die Restbeträge des ursprünglich bedingten Kapitals 2010 und 2013 nach vollständiger Bedienung der am 12. Februar 2013 und am 26. Juli 2013 begebenen Wandelschuldverschreibungen in einem Gesamtnennbetrag von 150.000.000,00 EUR.
(8) AUSSCHÜTTUNGSSPERRE
Im Rahmen der Bewertungsvorschriften des § 253 HGB für die Bilanzierung von Pensionsrückstellungen und die damit verbundene Ausweitung des Glättungszeitraums bei der Diskontierung der Rückstellung von einem durchschnittlichen 7-jährigen Zinssatz auf einen 10jährigen Zinssatz wurde eine Ausschüttungssperre für die positiven Unterschiedsbeträge eingeführt. Bei der KUKA AG ergibt sich daraus ein zur Ausschüttung gesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe 977 TEUR (Vorjahr: 929 TEUR).
(9) BILANZGEWINN
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| TEUR | |
|---|---|
| Bilanzgewinn 01.01. | 29.027 |
| Gezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2017 | -19.887 |
| Gewinnvortrag | 9.140 |
| Jahresüberschuss 2018 | 66.420 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen § 58 Abs. 2 AktG | -33.210 |
| Bilanzgewinn 31.12. | 42.350 |
(10) RÜCKSTELLUNGEN
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| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 11.457 | 11.583 |
| Steuerrückstellungen | 7.051 | 7.587 |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| Drohverlustrückstellungen | 1.305 | 1.279 |
| Personalbereich | 15.958 | 17.256 |
| Übrige Rückstellungen | 14.264 | 16.274 |
| Summe | 50.035 | 53.979 |
Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen notwendig sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam:
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| 31.12.2017 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 3,68% | 3,21% |
| Gehaltstrend | 2,50% | 2,50% |
| Rententrend | 1,00%-2,50% | 1,00%-2,50% |
Bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen kamen im Vorjahr die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck zur Anwendung. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 erfolgte die Bewertung erstmalig mit den Heubeck-Richttafeln 2018 G. Der Unterschiedsbetrag aufgrund der geänderten biometrischen Rechtsgrundlagen beläuft sich auf 128 TEUR.
Daneben bestehen bei der KUKA Aktiengesellschaft sogenannte Deferred Compensation Modelle. Hierbei handelt es sich um Altersversorgungszusagen, deren Verpflichtungsumfang sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bemisst. Insoweit erfüllen diese Zusagen die Voraussetzungen sog. "wertgebundener Versorgungszusagen". Der Wertansatz der Verpflichtungen erfolgt somit in Höhe des jeweiligen Zeitwertes der Versicherungsverträge (per 31.12.2018: 1.118 TEUR; Vorjahr: 955 TEUR). Da die Vermögensgegenstände dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, handelt es sich um sogenanntes Deckungsvermögen. Demnach ist gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Saldierung beider Beträge vorzunehmen, woraus sich wie im Vorjahr ein Bilanzansatz i. H. v. 0 EUR ergibt. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens entsprechen dem Zeitwert.
Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf Basis tatsächlicher Vereinbarungen sowie wahrscheinlicher künftiger Verpflichtungen als Erfüllungsrückstand mit dem Barwert gemäß den Vorschriften des IDW RS HFA 3 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,97 % (Vorjahr: 1,43 %) bewertet. Die erwartete Dynamik der Altersteilzeitverpflichtung bzw. deren Bemessungsgrundlagen wird entsprechend dem Ansatz eines Gehaltstrends i. H. v. 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) berücksichtigt. Im Zuge der Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden Erfüllungsrückstände über Versicherungsunternehmen abgesichert. Der Wert dieser Versicherungspolicen ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus den Altersteilzeitverträgen; daher erfolgt auch hier eine Verrechnung mit den Schulden (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Im Berichtsjahr wurden gemäß diesem Verrechnungsgebot Verpflichtungen in Höhe von 3.062 TEUR (Vorjahr: 2.245 TEUR) mit korrespondierendem Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 1.588 TEUR (Vorjahr: 1.129 TEUR) sowie Aufwendungen in Höhe von 33 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR) mit Erträgen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) saldiert. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle notwendigen Vorsorgebeträge für die Risiken der KUKA Aktiengesellschaft. Darunter fallen insbesondere ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, Aufsichtsratsvergütungen, drohende Verluste, sonstige Risiken und sonstige noch anfallende Kosten.
Die Gesellschaft hat im Jahr 2016 letztmalig im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms (MAP) KUKA Aktien für die inländischen KUKA - Mitarbeiter erworben (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG). Den Mitarbeitern der Gesellschaft stehen gestaffelt nach der Haltezeit der Aktien Bonusaktien zu. Hierfür ist, über alle Mitarbeiteraktienprogramme, ein Betrag von 15 TEUR (Vorjahr: 37 TEUR) in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.
Seit 2012 verfügt KUKA für die Mitglieder des Oberen Führungskreises über ein jährliches Phantom Share Programm. Letztmalig wurde ein solches Phantom Share Programm für den Zeitraum 2016 - 2018 aufgelegt. Das Phantom Share Programm wird als aktienorientiertes Vergütungsinstrument mit Barausgleich mit dem jeweils beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die bewertungsrelevanten Parameter entsprechen dabei dem Phantom Share Programm des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft. Am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit werden die Ansprüche daraus ausbezahlt. Eine vorzeitige Auszahlung ist nur unter bestimmten Bedingungen beim Ausscheiden aus dem Konzern möglich. Zum 31. Dezember 2018 wurde für die künftigen Ansprüche aus dem Phantom Share Programm für den Oberen Führungskreis der KUKA Aktiengesellschaft ein Betrag von 272 TEUR (Vorjahr: 1.551 TEUR) zurückgestellt.
In 2017 wurde erstmalig ein sogenanntes Long Term Incentive Programm (LTIP) für die Mitglieder des oberen Führungskreises aufgelegt. Der Zeitraum des Programms erstreckt sich von 2017 - 2019. Ein zweites Long Term Incentive Programm wurde im Jahr 2018 mit einer Laufzeit von 2018 - 2020 aufgelegt.
Die LTIPs sind als wertorientiertes Vergütungssystem ausgelegt. In Abhängigkeit vom Erreichen bestimmter dreijähriger Performance Indikatoren sowie vom Erreichen von bestimmten, ebenfalls dreijährigen, strategischen Erfolgsfaktoren erfolgt am Ende der Laufzeit eine Auszahlung. Eine vorzeitige Auszahlung ist nur unter bestimmten Bedingungen beim Ausscheiden aus dem Konzern möglich. Zum 31. Dezember 2018 wurden für die künftigen Ansprüche aus dem LTIP 2017-2019 für den Oberen Führungskreis der KUKA Aktiengesellschaft ein Betrag von 35 TEUR (Vorjahr: 146 TEUR) zurückgestellt. Die Rückstellung für den Oberen Führungskreis der KUKA Aktiengesellschaft für das LTIP 2018-2020 beträgt 11 TEUR.
Zu weiteren Details zur Ausgestaltung des Phantom Share Programms sowie des LTIPs verweisen wir auf den Vergütungsbericht.
(11) VERBINDLICHKEITEN
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| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis zu 1 Jahr | 1-5 Jahre | >5 Jahre | 31.12.2017 gesamt | bis zu 1 Jahr | 1-5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 19.071 | 250.000 | 0 | 269.071 | 5.091 | 250.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.536 | 0 | 0 | 18.536 | 6.502 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 88.665 | 0 | 0 | 88.665 | 128.371 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (verbundene Unternehmen) | 118 | 470 | 2.088 | 2.676 | 126 | 505 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.288 | 0 | 0 | 1.288 | 13.854 | 0 |
| Summe | 127.678 | 250.470 | 2.088 | 380.236 | 153.944 | 250.505 |
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| Restlaufzeit | ||
|---|---|---|
| TEUR | >5 Jahre | 31.12.2018 gesamt |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 255.091 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 6.502 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0 | 128.371 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (verbundene Unternehmen) | 1.742 | 2.373 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 13.854 |
| Summe | 1.742 | 406.191 |
(12) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN
Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen insbesondere das im Jahr 2015 ausgegebene Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten aus abzugrenzenden Zinsen im Zusammenhang mit diesem Schuldscheindarlehen sowie kurzfristige Inanspruchnahmen der Betriebsmittellinie des Konsortialkreditvertrages.
Schuldscheindarlehen
Am 9. Oktober 2015 hatte die KUKA Aktiengesellschaft unbesicherte Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. EUR platziert.
Das Gesamtvolumen der Darlehen wurde in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. EUR und eine ursprüngliche Laufzeit von 5 Jahren; die Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. EUR und eine ursprüngliche Laufzeit von 7 Jahren. Der Emissionskurs betrug 100,0 %; die Rückzahlung erfolgt zu 100,0 % in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum 9. Oktober. Zum Bilanzstichtag waren Zinsen in Höhe von 0,8 Mio. EUR abgegrenzt.
Konsortialkreditvertrag der KUKA Aktiengesellschaft
Am 1. Februar 2018 hat die KUKA AG mit einem Bankenkonsortium einen neuen Konsortialkreditvertrag mit einem Volumen von 520,0 Mio. EUR abgeschlossen und damit die vorherige Kreditfazilität über 400,0 Mio. EUR ersetzt und refinanziert. Der neue Vertrag umfasst eine Bürgschafts- und Garantielinie (Avallinie) in Höhe von 260,0 Mio. EUR sowie eine Betriebsmittelline (Barlinie) von ebenfalls 260,0 Mio. EUR, die auch für Bürgschaften und Garantien (Avale) genutzt werden kann.
Die initiale Laufzeit des Kreditvertrags betrug fünf Jahre und war durch zwei vertraglich vereinbarte Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr verlängerbar. Nach Zustimmung der Konsortialbanken zu dem ersten vereinbarten Verlängerungsantrag wurde die Fälligkeit um ein Jahr verlängert. Der nunmehr im Februar 2024 auslaufende Kreditvertrag kann mit der noch ausstehenden Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr verlängert werden. Der Konsortialkreditvertrag wurde wie bisher auf unbesicherter Basis geschlossen und erhält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Unverändert wurden Financial Covenants bzgl. Grenzwerten zu Leverage (Nettofinanzverbindlichkeiten / EBIDTA) und Zinsdeckung (EBITDA / Nettozinsaufwand) vereinbart.
Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 225,4 Mio. EUR (2017: 182,5 Mio. EUR).
Der Vertrag enthält eine marktübliche Regelung zu einem Kontrollwechsel ("Change-of-Control"), unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30% der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt oder sonst die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu lenken, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können. Ein Wechsel des direkten Eigentümers innerhalb der Midea-Gruppe ist nicht von dieser Regelung betroffen, solange die Midea Group Co., Ltd., direkt oder indirekt 100% der Anteile und der Stimmrechte an dem neuen Eigentümer hält. Des Weiteren können die Kreditgeber den Kreditvertrag in den Fällen eines Delistings, eines Squeeze-Outs oder des Abschlusses eines Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsvertrages mit einem Unternehmen der Midea-Gruppe zur Rückzahlung fällig stellen.
Aval-Linien von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften
Die von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkreditvertrags zugesagten Avallinien belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf 118,0 Mio. EUR (2017: 118,0 Mio. EUR). Die Ausnutzung betrug zum Ende des Berichtsjahres 85,9 Mio. EUR (2017: 73,6 Mio. EUR). Keine dieser bilateral vereinbarten Avallinien beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel.
(13) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Finanzmittel.
(14) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERSTÜTZUNGSEINRICHTUNGEN
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen betreffen die KUKA Unterstützungskasse GmbH sowie die IWK Unterstützungseinrichtung GmbH.
(15) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft der KUKA Aktiengesellschaft in Höhe von 9.797 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) ausgewiesen. Zudem sind andere Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 3.869 TEUR (Vorjahr: 952 TEUR) ausgewiesen. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden wie im Vorjahr nicht.
(16) UMSATZERLÖSE
Die Umsatzerlöse enthalten Umlagen an verbundene in- und ausländische Unternehmen für Dienstleistungen, welche entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und den erbrachten Leistungen erfasst werden. Darunter fallen auch Dienstleistungen, welche im Rahmen des KUKA Facility Managements erbracht werden. Zudem umfassen die Umsatzerlöse Mieten und Pachten. Von den Umsatzerlösen entfallen 82 % auf das Inland und 18 % auf das Ausland.
(17) ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Die Position betrifft aktivierte Eigenleistungen im Zusammenhang mit Verbesserungen und Erneuerungen im Bereich der Grundstücke und Gebäude sowie der IT-Infrastruktur.
(18) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kurserträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von insgesamt 21.029 TEUR (Vorjahr: 33.940 TEUR). Zudem sind Erträge aus dem Verkauf der Kbee AG, München enthalten.
Periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr in Höhe von 1.126 TEUR (Vorjahr: 2.119 TEUR) angefallen. Im Wesentlichen resultieren diese aus der Auflösung von in früheren Jahren gebildeten Rückstellungen.
(19) MATERIALAUFWAND
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| TEUR | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 2.558 | 2.574 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 52.155 | 66.876 |
| Summe | 54.713 | 69.450 |
(20) PERSONALAUFWAND / MITARBEITER
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| TEUR | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 50.226 | 54.366 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 6.213 | 7.141 |
| (davon Altersversorgung) | (228) | (194) |
| Summe | 56.439 | 61.507 |
Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden bei der KUKA Aktiengesellschaft beschäftigt:
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| Jahresdurchschnitt | Stichtag | |||
|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Angestellte | 434 | 491 | 481 | 516 |
| Auszubildende | 126 | 133 | 141 | 151 |
| Mitarbeiter | 560 | 624 | 622 | 667 |
(21) ABSCHREIBUNGEN
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 14.786 TEUR (Vorjahr: 10.078 TEUR). Außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.
(22) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen der KUKA Aktiengesellschaft sind Sachkosten, Kursverluste aus Fremdwährungspositionen sowie Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. Die Kursaufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 17.572 TEUR (Vorjahr: 35.280 TEUR). Periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) angefallen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf einen separaten Ausweis der sonstigen Steuern verzichtet und diese Position in Höhe von 965 TEUR (Vorjahr: 884 TEUR) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Bezüglich der in 2018 als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der KUKA Aktiengesellschaft.
(23) ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN
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| TEUR | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 29.431 | 55.989 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 78.616 | 78.086 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen | -87.125 | -47.421 |
| Summe | 20.922 | 86.654 |
In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und den Aufwendungen aus Verlustübernahmen sind die Ergebnisse der KUKA Deutschland GmbH und der KUKA Systems GmbH enthalten.
(24) SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE
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| TEUR | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 11.295 | 13.051 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (11.119) | (12.952) |
(25) ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN
Die Position betrifft die Ergebniseffekte aus der Bewertung der Beteiligung an der Freadix FryTec GmbH.
(26) ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
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| TEUR | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -6.448 | -10.424 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | -(402) | -(1.663) |
Die enthaltenen Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen betragen 575 TEUR (Vorjahr: 625 TEUR).
(27) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Auf Grund dessen übt die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs.1. Satz 2 HGB dahingehend aus, dass keine aktiven latenten Steuern in der Bilanz angesetzt werden.
Steuernachzahlungen von 536 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) und Erstattungen von 2.850 TEUR (Vorjahr: 517 TEUR) für vorangegangene Veranlagungszeiträume wurden im Steueraufwand berücksichtigt. Zudem wurden 2.634 TEUR (Vorjahr: 585 TEUR) als Steueraufwand für das laufendende Jahr erfasst. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um ausländische Quellensteuer.
Eine Umlage des anteiligen Steueraufwands auf die Organgesellschaften der KUKA Aktiengesellschaft unterbleibt seit dem Geschäftsjahr 2014.
(28) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
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| TEUR | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Bürgschaften | 97.406 | 88.361 |
| Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen | 116.234 | 136.284 |
| Summe | 213.640 | 224.645 |
Die Verpflichtungen aus Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen.
Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen resultieren überwiegend aus der Besicherung von Leasingvereinbarungen sowie Zahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien zu Gunsten verbundener Unternehmen.
Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können von den betroffenen Gesellschaften nach unserer Kenntnis allesamt erfüllt werden. Deshalb rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme.
(29) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
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| TEUR | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | ||
| fällig bis 1 Jahr | 609 | 1.786 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (63) | (63) |
| fällig 1 bis 5 Jahre | 222 | 2.476 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (0) | (0) |
| Summe | 831 | 4.262 |
| Bestellobligo | ||
| gesamt | 5.389 | 37.619 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (0) | (0) |
| Summe | 5.389 | 37.619 |
| Sonstige Verpflichtungen | ||
| fällig bis 1 Jahr | 3.487 | 7.280 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (0) | (0) |
| fällig 1 bis 5 Jahre | 1.142 | 3.966 |
| Summe | 4.629 | 11.246 |
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Leasingvereinbarungen über PKW und Büroräume. Das Bestellobligo betrifft im Wesentlichen Baumaßnahmen am Standort Augsburg, wie den Neubau eines Produktionsgebäudes sowie eines Ausbildungszentrums.
Die sonstigen Verpflichtungen betreffen insbesondere EDV-Wartungs- und Versicherungsverträge. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind bzw. oben aufgeführt wurden bestehen nicht.
(30) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Die Aufgaben zur Steuerung von Zins- und Währungsrisiken des KUKA-Konzerns werden überwiegend von der KUKA Aktiengesellschaft wahrgenommen. Die Absicherung gegen diese Risiken erfolgt durch marktübliche derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte, Non-Deliverable-Forwards und Zinsswaps. Konzernrichtlinien regeln den Abschluss der Geschäfte unter strenger Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle.
Die Gesellschaften des KUKA-Konzerns sind im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung des Kursänderungsrisikos zielt die Kurssicherungsstrategie auf eine generelle Absicherung von Ein- und Auszahlungen in fremden Währungen. Zusammengehörige Grundgeschäfte und Derivate werden unter Nutzung der Einfrierungsmethode zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.
Die KUKA Aktiengesellschaft schließt als konzerninterner zentraler Kontrahent Sicherungsgeschäfte mit ihren Konzerngesellschaften ab und sichert diese so entstanden Positionen der KUKA Aktiengesellschaft durch den Abschluss von entsprechenden Sicherungsgeschäften mit Banken ab. Alle Sicherungsgeschäfte stehen in direktem Zusammenhang mit der Herstellung oder dem Verkauf der Produkte und Dienstleistungen. In Einzelfällen, vor allem in regulierten Märkten, in denen die KUKA Aktiengesellschaft Sicherungsgeschäfte mit Konzerngesellschaften nicht sinnvoll abschließen kann, unterstützt und begleitet sie den direkten Abschluss von Sicherungsgeschäften der Konzerngesellschaften mit Banken. Die KUKA Aktiengesellschaft schließt eigene Sicherungsgeschäfte nur im Zusammenhang mit der Finanzierung der Konzerngesellschaften in fremden Währungen ab.
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| Nominalvolumen | Zeitwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2018 | Laufzeit bis 1 Jahr | Laufzeit 1 -5 Jahre | 31.12.2017 gesamt | Laufzeit bis 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte mit Banken | 502.538 | 700.263 | 2.067 | 621 | 2.688 | 376 |
| davon gegenläufig mit verb. und sonst. Unternehmen | 398.599 | 392.405 | -1.085 | -534 | -1.619 | 44 |
| 901.137 | 1.092.668 | 982 | 87 | 1.069 | 420 |
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| Zeitwerte | ||
|---|---|---|
| TEUR | Laufzeit 1 -5 Jahre | 31.12.2018 gesamt |
| --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte mit Banken | -215 | 161 |
| davon gegenläufig mit verb. und sonst. Unternehmen | 295 | 339 |
| 80 | 500 |
Die aufgeführten Zeitwerte entsprechen dem Preis, zu dem fremde Dritte die Rechte oder Pflichten aus den derivativen Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Mark-to-Market-Bewertung erfolgte nach der Zero-Coupon-Methode.
Das maximale Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente ist mit der Summe ihrer positiven Zeitwerte anzusetzen. Zum 31. Dezember 2018 betrug die Summe der positiven Zeitwerte externer derivativer Finanzinstrumente 3.923 TEUR (Vorjahr: 7.769 TEUR) und die der negativen Zeitwerte 3.762 TEUR (Vorjahr: 5.081 TEUR). Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen können und bei der KUKA Aktiengesellschaft somit ein finanzieller Verlust entsteht. Zur Diversifikation des Ausfallrisikos werden konzernexterne Derivativgeschäfte mit verschiedenen Geschäftspartnern einwandfreier Bonität eingegangen. Der Effektivitätsnachweis der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt durch die Critical-Terms-Match-Methode.
Für negative Zeitwerte, die die KUKA Aktiengesellschaft betreffen, ist eine Drohverlustrückstellung von 1.279 TEUR (Vorjahr: 1.305 TEUR) gebildet worden.
Risiken aus Zinssatzänderungen resultieren im KUKA-Konzern nur aus den in 2018 von der KUKA Toledo Production Operations LLC emittierten, an einen variablen Zinssatz gebundenen USD-Schuldscheinen. Für den größten Teil des Emissionsvolumens wurden diese variablen zukünftigen Zinszahlungen durch Zinssicherungsgeschäfte in Festzinsvereinbarungen konvertiert. Auch hierbei erfolgte der Abschluss der externen Zinssicherungsgeschäfte mit Banken durch die KUKA Aktiengesellschaft. Die so gesicherten Zinskonditionen, für ein Nominalvolumen von 87.336 TEUR, wurden durch interne Zinssicherungsgeschäfte an die US-Konzerngesellschaft weitergegeben. Die Zinssicherungsgeschäfte haben eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren. Aufgrund der gebildeten Bewertungseinheit wird der negative Marktwert zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 1.510 TEUR nicht bilanziert. Zur Ermittlung des Marktwerts wird die Barwertmethode verwendet.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATS
Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.
Mit Ablauf des 05. Dezember 2018 ist Herr Dr. Till Reuter als Vorstandsvorsitzender aus dem Vorstand ausgeschieden. Die im Folgenden dargestellten Bezüge betreffen alle amtierenden Mitglieder des Vorstands des Geschäftsjahres 2018.
Dem Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft sind insgesamt 10.815 TEUR (Vorjahr: 6.690 TEUR) zugeflossen. Der Gesamtvorstand erhielt im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen und sonstiger Vergütungen von 2.060 TEUR (Vorjahr: 1.896 TEUR). Die erfolgs- und leistungsabhängige Vergütung betrug 5.158 TEUR (Vorjahr: 4.794 TEUR). Davon betreffen Vergütungen nach dem Phantom-Share-Programm 1.352 TEUR (Vorjahr: 3.267 TEUR) und Vergütungen nach dem Long-Term-Incentive-Plan 500 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Zudem sind Abfindungszahlungen in Höhe von 3.597 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten.
Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2018 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.855 TEUR (Vorjahr: 9.824 TEUR).
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Organtätigkeit im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 1.066 TEUR (Vorjahr: 1.020 TEUR).
Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Lageberichts.
ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die gleichlautenden Entsprechenserklärungen gem. § 161 AktG des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka.com) in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance allen Interessenten zugänglich.
MITTEILUNG ÜBER DAS BESTEHEN VON BETEILIGUNGEN NACH § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG
Nachfolgend werden die im Geschäftsjahr 2018 erfolgten Mitteilungen aufgeführt:
1. Die Midea Group Co., Ltd. (Foshan, China) hat uns mit Schreiben vom 14.05.2018 gemäß § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Anteil der Midea Group Co., Ltd. (Foshan, China) an Finanzinstrumenten gemäß § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG, die auf den Erwerb von Aktien der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, gerichtet sind, hat am 14.05.2018 die Schwelle von 10% überschritten und beträgt zu diesem Zeitpunkt 13,51% (entspricht 5.372.196 Stimmrechten). Diese Finanzinstrumente werden direkt von der neuen Midea Electric Netherlands (II) B.V. gehalten und über die Guangdong Midea Electric Company Limited der Midea Group Co., Ltd. zugerechnet.
Der Stimmrechtsanteil der Midea Gruppe an der KUKA Aktiengesellschaft beträgt weiterhin insgesamt 94,55% und wird direkt von der MECCA International (BVI) Ltd. sowie der Midea Electric Netherlands (I) B.V. gehalten.
2. Die Midea Group Co., Ltd. (Foshan, China) hat uns mit Schreiben vom 21.12.2018 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der Midea Electric Netherlands (II) B.V. an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 20.12.2018 die Schwelle von 10% überschritten und beträgt zu diesem Zeitpunkt 13,51% (entspricht 5.372.196 Stimmrechten). Der Stimmrechtsanteil der Midea Electric Netherlands (I) B.V. beträgt zu diesem Zeitpunkt weiterhin 81,04% und entspricht (32.233.536 Stimmrechten).
Der Stimmrechtsanteil der Midea Gruppe an der KUKA AG beträgt weiterhin insgesamt 94,55% und wird direkt von der Midea Electric Netherlands (I) B.V. sowie der Midea Electric Netherlands (II) B.V. gehalten.
NACHTRAGSBERICHT
Wie bereits in der Quartalsmitteilung zum 3. Quartal veröffentlicht, musste an der zum 01.01.2018 ursprünglich neu eingeführten Customer Centric Organisation (CCO) nachgeschärft werden. Die Elemente, die sich in der Testphase als gelungen herausgestellt haben, wurden in die neue Struktur transferiert. Eine zentrale Veränderung zur CCO-Struktur ist, dass der KUKA Konzern ab sofort nicht mehr in Divisionen, sondern in Business Segmenten agieren wird. Die neue KUKA Business Organisation (kurz: KBO) beinhaltet fünf Business Segmente - Systems, Robotics, Logistic Automation, Healthcare und China. Jedes Segment besitzt unterschiedliche Schwerpunkte, um die Markt- und Wettbewerbsposition des KUKA Konzerns zielgerichtet zu entwickeln.
Zum 01.01.2019 gründeten Gesellschaften, die zum Konzernverbund gehören zusammen mit dem Mehrheitseigner, der Midea Group, zwei weitere Joint Ventures, die dem Geschäftsbereich Swisslog zuzuordnen sind. Auf Grund der Control Struktur ist das Joint Venture in der neuen Business Unit Logistic Automation bei der Midea Group vollkonsolidiert, wohingegen das Joint Ventures im Bereich Healthcare Solutions bei der KUKA AG vollkonsolidiert wird. Insgesamt beteiligte sich die Midea Group in diesem Zusammenhang mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag an den Gesellschaften.
Daneben haben sich nach dem Bilanzstichtag bis zum Datum dieses Berichts keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.
ORGANE
AUFSICHTSRAT
Dr. Yanmin (Andy) Gu
Guangzhou, China
Vorsitzender des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft
Vice President Midea Group, Board Director
Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:
| ― | Chongqing Midea General Refrigeration Equipment Co. Ltd., Chongqing, China |
| ― | Midea Investment (Asia) Company Limited |
| ― | Midea Electric Trading (Singapore) Co. Pte. Ltd. |
| ― | Midea Electrics Netherlands B.V. |
| ― | PT. Midea Heating and Ventilating Air Conditioner Indonesia |
| ― | Midea Intelligent Technologies (Singapore) Pte. Ltd. |
| ― | Frylands B.V. |
| ― | Beautiland B.V. |
| ― | South American HoldCo. II B.V. |
| ― | South American Holdco. III B.V. |
| ― | Midea Electric Espana S.R.L. |
| ― | Midea Electric Trading (Thailand) Limited |
| ― | Midea Heating & Ventilating Equipment Italia S.P.A |
Michael Leppek
Stadtbergen, Deutschland
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer Erster Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
| ― | MAN Energy Solutions SE |
| ― | SGL Carbon SE (bis 31.05.2018) |
| ― | AIRBUS Helicopters Deutschland GmbH |
Wilfried Eberhardt
Aichach, Deutschland
Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
Chief Marketing Officer der KUKA AG
Hongbo (Paul) Fang
Foshan, China
Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft Chairman und CEO Midea Group
Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:
| ― | Midea Investment Development Ltd., Tortola, British Virgin Island |
| ― | Midea Investment Development Co., Ltd., British Virgin Island |
Siegfried Greulich
Augsburg, Deutschland
Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer (bis 06.06.2018)
Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg
Armin Kolb
Augsburg, Deutschland
Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der KUKA Aktiengesellschaft
Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg
Alexander Tan
Singapur, Singapur
Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft Goodpack IBC (Singapore) Pte Ltd
Prof. Dr. Henning Kagermann Königs Wusterhausen, Deutschland
Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft
Vorsitzender des acatech Kuratoriums - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, acatech Senator
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
| ― | Deutsche Bank AG (bis 24.05.2018) |
| ― | Deutsche Post AG |
| ― | Münchener Rückversicherungsgesellschaft |
Carola Leitmeir
Großaitingen, Deutschland
Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
Stellv. Vorsitzende des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg
Min (Francoise) Liu
Shunde, China
Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft HR Director Midea Group
Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:
| ― | Midea Smart Home Technology Co. Ltd., Shenzhen, China |
| ― | Guangdong Midea Smart Link Home Technology Co. Ltd., Foshan, China |
| ― | Foshan Midea Zihui Real Estate Development Co., Ltd., Isreal |
Dr. Myriam Meyer
Birchwil, Schweiz
Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft (seit 06.06.2018)
Inhaberin von mmtec
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
| ― | Lufthansa Technik AG, Hamburg, Deutschland |
Mitgliedschaft in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:
| ― | Wienerberger AG, Wien, Österreich |
Prof. Dr. Michèle Morner
Rosengarten, Deutschland
Aufsichtsratsmitglied der KUKA Aktiengesellschaft (bis 06.06.2018)
Wissenschaftliche Leitung des Wissenschaftlichen Institutes für Unternehmensführung und Corporate Governance in Berlin
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
| ― | Viscom AG (Aufsichtsratsvorsitzende) |
| ― | Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (dpr) |
Tanja Smolenski Berlin, Deutschland
Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer Politische Sekretärin beim Vorstand der IG Metall
Leiterin des Funktionsbereichs Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik beim Vorstand der IG Metall, Berliner Büro
Manfred Hüttenhofer
Meitingen, Deutschland
Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer (seit 06.06.2018)
Leiter Competence Center Motion Control KUKA Deutschland GmbH
VORSTAND
Dr. Till Reuter
Pfäffikon, Schweiz
Vorsitzender des Vorstands (bis 05.12.2018)
Mitgliedschaft in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:
| ― | Rinvest AG, Pfäffikon, Schweiz |
Peter Mohnen
München, Deutschland
Vorsitzender des Vorstands (seit 06.12.2018)
Vorstand Finanzen und Controlling (bis 05.12.2018)
Andreas Pabst
Bobingen, Deutschland
Vorstand Finanzen und Controlling (seit 06.12.2018)
ANTEILSBESITZE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
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| Name und Sitz der Gesellschaften | Währung | Art der Einbeziehung | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital in Tsd. Landeswährung | Jahresüberschuss in Tsd. Landeswährung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | ||||||
| 1 | Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg | EUR | k | 100,00 | 19.271 | -1.260 |
| 2 | Device Insight GmbH, München | EUR | k | 50,01 | 3.596 | 295 |
| 3 | Faude Automatisierungstechnik GmbH, Gärtringen | EUR | k | 100,00 | 0 | -868 |
| 4 | KUKA Deutschland GmbH, Augsburg* | EUR | k | 100,00 | 59.187 | 0 |
| 5 | KUKA Industries GmbH & Co. KG, Obernburg* | EUR | k | 100,00 | 190 | -8.393 |
| 6 | KUKA Systems GmbH, Augsburg* | EUR | k | 100,00 | 23.794 | 0 |
| 7 | Reis GmbH, Obernburg | EUR | k | 100,00 | 73 | 2 |
| 8 | Reis Group Holding GmbH & Co. KG, Obernburg* | EUR | k | 100,00 | 26.891 | 2.224 |
| 9 | Reis Holding GmbH, Obernburg | EUR | k | 100,00 | 2 | -23 |
| 10 | Swisslog (Deutschland) GmbH, Puchheim | EUR | k | 100,00 | 0 | -5.807 |
| 11 | Swisslog Augsburg GmbH, Augsburg | EUR | k | 100,00 | 529 | 0 |
| 12 | Swisslog GmbH, Dortmund | EUR | k | 100,00 | 357 | 0 |
| 13 | Swisslog Healthcare GmbH, Westerstede | EUR | k | 100,00 | 699 | 0 |
| 14 | Verwaltungsgesellschaft Walter Reis GmbH, Obernburg | EUR | k | 100,00 | 43 | 2 |
| 15 | Visual Components GmbH, München | EUR | k | 100,00 | 169 | 91 |
| 16 | Walter Reis GmbH & Co KG, Obernburg | EUR | k | 100,00 | 11.546 | 0 |
| 17 | WR Vermögensverwaltungs GmbH, Obernburg | EUR | k | 100,00 | 1.849 | -63 |
| 18 | RoboCeption GmbH, München | EUR | b | 25,10 | -139 | -280 |
| 19 | Freadix FryTec GmbH, Augsburg | EUR | nk | 100,00 | 20 | 0 |
| 20 | IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe | EUR | nk | 100,00 | 26 | 453 |
| 21 | KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg | EUR | nk | 100,00 | 25 | 544 |
| 22 | Schmidt Maschinentechnik GmbH (in Liquidation), Niederstotzingen | EUR | nk | 100,00 | - | - |
| sonstiges Europa | ||||||
| 23 | Easy Conveyors B.V., Valkenswaard /Niederlande | EUR | k | 100,00 | 303 | -444 |
| 24 | KUKA Automation CR s.r.o., Chomutov/Tschechien | CZK | k | 100,00 | 62.324 | 4.794 |
| 25 | KUKA Automatisering + Robots N. V., Houthalen / Belgien | EUR | k | 100,00 | 2.781 | 365 |
| 26 | KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette / Frankreich | EUR | k | 100,00 | 1.366 | 1.795 |
| 27 | KUKA Automatizare Romania S.R.L., Sibiu / Rumänien | RON | k | 100,00 | 10.620 | -1.337 |
| 28 | KUKA CEE GmbH, Linz/Österreich | EUR | k | 100,00 | 4.886 | 3.296 |
| 29 | KUKA Hungaria Kft., Taksony/ Ungarn | EUR | k | 100,00 | 18.077 | 5.211 |
| 30 | KUKA Iberia, S.A.U., Vilanova i la Geltrú / Spanien | EUR | k | 100,00 | 6.742 | 1.131 |
| 31 | KUKA Industries Italia srl, Bellusco / Italien | EUR | k | 100,00 | 266 | 85 |
| 32 | KUKA Nordic AB, Västra Frölunda / Schweden | SEK | k | 100,00 | 7.227 | 4.143 |
| 33 | KUKA Roboter Italia S.p.A., Rivoli / Italien | EUR | k | 100,00 | 8.109 | 174 |
| 34 | KUKA Roboter Schweiz AG (in Liquidation), Neuenhof / Schweiz | CHF | k | 100,00 | - | - |
| 35 | KUKA Robotics UK LTD, Wednesbury/ Großbritannien, einschließlich | GBP | k | 100,00 | 985 | 725 |
| 36 | KUKA Robotics Ireland LTD, Dublin / Irland | GBP | k | 100,00 | - | - |
| 37 | KUKA Russia OOO, Moskau / Russland | RUB | k | 100,00 | 57.140 | 25.069 |
| 38 | KUKAS-BASE s. r. o. (in Liquidation), Roznov p. R. /Tschechien | CZK | k | 100,00 | 897 | -25 |
| 39 | KUKA Slovakia s.r. o., Dubnica nad Váhom /Slowakei | EUR | k | 100,00 | 661 | -179 |
| 40 | KUKA Systems Aerospace SAS, Bordeaux-Merignac / Frankreich | EUR | k | 100,00 | 12.707 | -836 |
| 41 | KUKA Systems France S.A., Montigny/Frankreich | EUR | k | 100,00 | -79 | -42 |
| 42 | KUKA Systems UK Ltd., Halesowen /Großbritannien | GBP | k | 100,00 | 7.946 | 3.517 |
| 43 | Reis Espana S.L. (in Liquidation), Esplugues de Llobregat (Barcelona) / Spanien | EUR | k | 100,00 | - | - |
| 44 | Reis SCI, Pontault Combault / Frankreich | EUR | k | 100,00 | 832 | -23 |
| 45 | Swisslog (UK) Ltd., Redditch / Großbritannien | GBP | k | 100,00 | -7.142 | 106 |
| 46 | Swisslog AB, Partille /Schweden | SEK | k | 100,00 | 43.505 | 9.680 |
| 47 | Swisslog Accalon AB, Boxholm / Schweden | SEK | k | 100,00 | 52.386 | 25.724 |
| 48 | Swisslog AG, Buchs AG /Schweiz | CHF | k | 100,00 | -1.016 | -6.658 |
| 49 | Swisslog AS, Oslo / Norwegen | NOK | k | 100,00 | 21.890 | 4.929 |
| 50 | Swisslog B.V., Culemborg /Niederlande | EUR | k | 100,00 | 2.404 | 591 |
| 51 | Swisslog Evomatic GmbH, Sipbachzell / Österreich | EUR | k | 100,00 | -12.388 | -1.946 |
| 52 | Swisslog France SAS, Saint-Denis / Frankreich | EUR | k | 100,00 | -431 | 143 |
| 53 | Swisslog Healthcare AG, Buchs AG/Schweiz | CHF | k | 100,00 | - | - |
| 54 | Swisslog Healthcare Holding AG, Buchs AG /Schweiz | CHF | k | 100,00 | - | - |
| 55 | Swisslog Healthcare Italia S.p.A., Cuneo / Italien | EUR | k | 100,00 | 211 | -694 |
| 56 | Swisslog Healthcare Netherlands B. V., Apeldoorn / Niederlande | EUR | k | 100,00 | - | - |
| 57 | Swisslog Holding AG, Buchs AG /Schweiz | CHF | k | 100,00 | 298.497 | 7.331 |
| 58 | Swisslog Italia SpA, Mailand / Italien | EUR | k | 100,00 | 2.530 | 1.129 |
| 59 | Swisslog N. V., Wilrijk/ Belgien | EUR | k | 100,00 | -853 | -213 |
| 60 | Visual Components Oy, Espoo / Finland | EUR | k | 100,00 | 5.660 | 2.544 |
| 61 | Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., s-Hertogenbosch / Niederlande | EUR | nk | 100,00 | -1.048 | -7 |
| Nordamerika | ||||||
| 62 | KUKA Assembly and TestCorp., Saginaw, Michigan /USA | USD | k | 100,00 | 30.585 | 16.746 |
| 63 | KUKA de Mexico S.de R. L. de C. V., Mexico City/Mexiko | MXN | k | 100,00 | 54.114 | 15.873 |
| 64 | KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB / Kanada | CAD | k | 100,00 | 1.004 | -376 |
| 65 | KUKA Robotics Corp., Sterling Heights, Michigan / USA | USD | k | 100,00 | 5.098 | 2.982 |
| 66 | KUKA Systems de Mexico S. de R. L. de C. V., Mexico City/Mexiko, einschließlich | MXN | k | 100,00 | 87.735 | 6.489 |
| 67 | KUKA Recursos S. de R. L. de C.V., Mexico City/ Mexiko | MXN | k | 100,00 | - | - |
| 68 | KUKA Systems North America LLC., Sterling Heights, Michigan /USA, einschließlich | USD | k | 100,00 | 116.942 | 73.894 |
| 69 | KUKA Aerospace Holdings LLC, Michigan /USA | USD | k | 100,00 | - | - |
| 70 | KUKA Toledo Production Operations, LLC., Toledo, Ohio / USA** | USD | k | 100,00 | 91.152 | 28.600 |
| 71 | KUKA U. S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan / USA | USD | k | 100,00 | 71.986 | -1.396 |
| 72 | Reis Robotics USA Inc., Elgin/Illinois / USA | USD | k | 100,00 | -255 | -656 |
| 73 | Swisslog Logistics, Inc., Newport News / USA | USD | k | 100,00 | 30.403 | 4.231 |
| 74 | Swisslog USA Inc., City of Dover / USA | USD | k | 100,00 | 65.490 | 3.475 |
| 75 | Translogic CORPORATION, Denver / USA | USD | k | 100,00 | 99.645 | 2.570 |
| 76 | Translogic Ltd. (Canada), Mississauga / Kanada | CAD | k | 100,00 | -3.278 | -590 |
| 77 | Visual Components North America Corporation, Michigan / USA | USD | k | 100,00 | 76 | 97 |
| 78 | Pipeline Health Holdings LLC., Delaware / USA | USD | at | 25,00 | 17.823 | -6.745 |
| Süd- und Mittelamerika | ||||||
| 79 | KUKA Industries Brasil Sistemas de Automação Ltda., Sao Paulo / Brasilien | BRL | k | 100,00 | -8 | -57 |
| 80 | KUKA Roboter do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | BRL | k | 100,00 | -262 | 127 |
| 81 | KUKA Systems do Brasil Ltda., Sao Bernardo do Campo SP / Brasilien | BRL | k | 100,00 | -58.416 | -20.676 |
| 82 | Reis Robotics do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | BRL | k | 100,00 | 135 | -42 |
| Asien / Austalien | ||||||
| 83 | KUKA (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand | THB | k | 100,00 | 59.274 | -33.423 |
| 84 | KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai /China | CNY | k | 100,00 | 19.544 | 7.223 |
| 85 | KUKA Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City/Taiwan | TWD | k | 99,90 | -107.152 | -53.058 |
| 86 | KUKA India Pvt. Ltd., Haryana / Indien | INR | k | 100,00 | 136.496 | 33.058 |
| 87 | KUKA Industries Automation (China) Co., Ltd., Kunshan /China | CNY | k | 100,00 | 35.177 | 14.047 |
| 88 | KUKA Industries Singapore PTE. Ltd., Singapur / Singapur | SGD | k | 100,00 | 1.256 | -167 |
| 89 | KUKA Japan K.K., Tokyo / Japan | JPY | k | 100,00 | 138.030 | 13.136 |
| 90 | KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur / Malaysia | MYR | k | 100,00 | 9.547 | 2.186 |
| 91 | KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai / China | CNY | k | 50,00 | 289.120 | 65.442 |
| 92 | KUKA Robotics Australia Pty. Ltd., Victoria/Australien | AUD | k | 100,00 | 78 | 268 |
| 93 | KUKA Robotics Guangdong Co., Ltd., Guangdong / China | CNY | k | 50,00 | 3.101.715 | -62.159 |
| 94 | KUKA Robotics Korea Co. Ltd., Kyunggi-Do /Südkorea | KRW | k | 100,00 | -1.506.802 | -802.666 |
| 95 | KUKA Robotics Manufacturing China Co. Ltd., Shanghai City / China | CNY | k | 50,00 | 269.785 | 98.712 |
| 96 | KUKA Systems (China) Co. Ltd., Shanghai /China | CNY | k | 100,00 | 81.656 | 27.949 |
| 97 | KUKA Systems (India) Pvt. Ltd., Pune / Indien | INR | k | 100,00 | 57.198 | 100.468 |
| 98 | KUKA Vietnam Company Limited, Hanoi /Vietnam | VND | k | 100,00 | - | - |
| 99 | Swisslog Healthcare Shanghai Co., Ltd., Shanghai/China | CNY | k | 100,00 | - | - |
| 100 | Shanghai Swisslog Healthcare Technology Co., Ltd., Shanghai, FTZ / China | CNY | nk | 100,00 | - | - |
| 101 | Shanghai Swisslog Logistics Automation Co., Ltd., Shanghai, FTZ/China | CNY | nk | 100,00 | - | - |
| 102 | Swisslog Asia Ltd., Hongkong / China | HKD | k | 100,00 | 4.850 | 7.016 |
| 103 | Swisslog Australia Pty Ltd., Sydney/Australien | AUD | k | 100,00 | 180 | 1.551 |
| 104 | Swisslog Healthcare Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur/Singapur | SGD | k | 100,00 | 5.605 | 755 |
| 105 | Swisslog Healthcare Trading MEA LLC., Emirate of Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | AED | k | 49,00 | 671 | 177 |
| 106 | Swisslog Korea Co. Ltd, Bucheon si, Kyeonggi-do, Südkorea /Südkorea | KRW | k | 100,00 | 0 | -3 |
| 107 | Swisslog Malaysia Sdn Bhd, Selangor Darul Ehsan / Malaysia | MYR | k | 100,00 | 2.825 | 941 |
| 108 | Swisslog Middle East LLC., Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | AED | k | 51,00 | -5.632 | -2.939 |
| 109 | Swisslog Shanghai Co. Ltd., Shanghai / China | CNY | k | 100,00 | 104.772 | -11.436 |
| 110 | Swisslog Singapore Pte Ltd., Singapur / Singapur | SGD | k | 100,00 | 4.499 | 1.661 |
| 111 | Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co. Ltd., Yangzhou City/ China | CNY | at | 49,00 | 55.477 | -6.300 |
| 112 | Chang'an Reis (Chongqing) Robotic intelligent Equipment Co. Ltd, Chongqing/China | CNY | at | 50,00 | 14.371 | 152 |
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| Name und Sitz der Gesellschaften | Segment | ||
|---|---|---|---|
| Deutschland | |||
| 1 | Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg | (3) | SO |
| 2 | Device Insight GmbH, München | (3) | SO |
| 3 | Faude Automatisierungstechnik GmbH, Gärtringen | (3) | SY |
| 4 | KUKA Deutschland GmbH, Augsburg* | (1) / (2) | RO |
| 5 | KUKA Industries GmbH & Co. KG, Obernburg* | (3) | SY |
| 6 | KUKA Systems GmbH, Augsburg* | (1) / (2) | SY |
| 7 | Reis GmbH, Obernburg | (3) | SY |
| 8 | Reis Group Holding GmbH & Co. KG, Obernburg* | (3) | SY |
| 9 | Reis Holding GmbH, Obernburg | (3) | SY |
| 10 | Swisslog (Deutschland) GmbH, Puchheim | (4) | SL |
| 11 | Swisslog Augsburg GmbH, Augsburg | (3) | SL |
| 12 | Swisslog GmbH, Dortmund | (3) | SL |
| 13 | Swisslog Healthcare GmbH, Westerstede | (3) | SL |
| 14 | Verwaltungsgesellschaft Walter Reis GmbH, Obernburg | (3) | SY |
| 15 | Visual Components GmbH, München | (8) | RO |
| 16 | Walter Reis GmbH & Co KG, Obernburg | (3) | SY |
| 17 | WR Vermögensverwaltungs GmbH, Obernburg | (3) | SY |
| 18 | RoboCeption GmbH, München | (3) | RO |
| 19 | Freadix FryTec GmbH, Augsburg | (3) | SO |
| 20 | IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe | (3) | SO |
| 21 | KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg | (3) | SY |
| 22 | Schmidt Maschinentechnik GmbH (in Liquidation), Niederstotzingen | (9) | SY |
| sonstiges Europa | |||
| 23 | Easy Conveyors B.V., Valkenswaard /Niederlande | (3) | SL |
| 24 | KUKA Automation CR s.r.o., Chomutov/Tschechien | (3) | SY |
| 25 | KUKA Automatisering + Robots N. V., Houthalen / Belgien | (3) | SY |
| 26 | KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette / Frankreich | (3) | RO |
| 27 | KUKA Automatizare Romania S.R.L., Sibiu / Rumänien | (3) | SY |
| 28 | KUKA CEE GmbH, Linz/Österreich | (3) | RO |
| 29 | KUKA Hungaria Kft., Taksony/ Ungarn | (3) | RO |
| 30 | KUKA Iberia, S.A.U., Vilanova i la Geltrú / Spanien | (3) | RO |
| 31 | KUKA Industries Italia srl, Bellusco / Italien | (3) | SY |
| 32 | KUKA Nordic AB, Västra Frölunda / Schweden | (3) | RO |
| 33 | KUKA Roboter Italia S.p.A., Rivoli / Italien | (3) | RO |
| 34 | KUKA Roboter Schweiz AG (in Liquidation), Neuenhof / Schweiz | (9)/(3) | RO |
| 35 | KUKA Robotics UK LTD, Wednesbury/ Großbritannien, einschließlich | (3) | RO |
| 36 | KUKA Robotics Ireland LTD, Dublin / Irland | (3) | RO |
| 37 | KUKA Russia OOO, Moskau / Russland | (3) | RO |
| 38 | KUKAS-BASE s. r. o. (in Liquidation), Roznov p. R. /Tschechien | (9)/(3) | SY |
| 39 | KUKA Slovakia s.r. o., Dubnica nad Váhom /Slowakei | (3) | SY |
| 40 | KUKA Systems Aerospace SAS, Bordeaux-Merignac / Frankreich | (3) | SY |
| 41 | KUKA Systems France S.A., Montigny/Frankreich | (3) | SY |
| 42 | KUKA Systems UK Ltd., Halesowen /Großbritannien | (3) | SY |
| 43 | Reis Espana S.L. (in Liquidation), Esplugues de Llobregat (Barcelona) / Spanien | (9) | SY |
| 44 | Reis SCI, Pontault Combault / Frankreich | (3) | SY |
| 45 | Swisslog (UK) Ltd., Redditch / Großbritannien | (3) | SL |
| 46 | Swisslog AB, Partille /Schweden | (3) | SL |
| 47 | Swisslog Accalon AB, Boxholm / Schweden | (3) | SL |
| 48 | Swisslog AG, Buchs AG /Schweiz | (3) | SL |
| 49 | Swisslog AS, Oslo / Norwegen | (3) | SL |
| 50 | Swisslog B.V., Culemborg /Niederlande | (3) | SL |
| 51 | Swisslog Evomatic GmbH, Sipbachzell / Österreich | (3) | SL |
| 52 | Swisslog France SAS, Saint-Denis / Frankreich | (3) | SL |
| 53 | Swisslog Healthcare AG, Buchs AG/Schweiz | SL | |
| 54 | Swisslog Healthcare Holding AG, Buchs AG /Schweiz | SL | |
| 55 | Swisslog Healthcare Italia S.p.A., Cuneo / Italien | (3) | SL |
| 56 | Swisslog Healthcare Netherlands B. V., Apeldoorn / Niederlande | SL | |
| 57 | Swisslog Holding AG, Buchs AG /Schweiz | (3) | SL |
| 58 | Swisslog Italia SpA, Mailand / Italien | (3) | SL |
| 59 | Swisslog N. V., Wilrijk/ Belgien | (3) | SL |
| 60 | Visual Components Oy, Espoo / Finland | (8) | RO |
| 61 | Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., s-Hertogenbosch / Niederlande | (5) | SO |
| 62 | KUKA Assembly and TestCorp., Saginaw, Michigan /USA | (3) | SY |
| 63 | KUKA de Mexico S.de R. L. de C. V., Mexico City/Mexiko | (3) | RO |
| 64 | KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB / Kanada | (3) | RO |
| 65 | KUKA Robotics Corp., Sterling Heights, Michigan / USA | (3) | RO |
| 66 | KUKA Systems de Mexico S. de R. L. de C. V., Mexico City/Mexiko, einschließlich | (3) | SY |
| 67 | KUKA Recursos S. de R. L. de C.V., Mexico City/ Mexiko | (3) | SY |
| 68 | KUKA Systems North America LLC., Sterling Heights, Michigan /USA, einschließlich | (3) | SY |
| 69 | KUKA Aerospace Holdings LLC, Michigan /USA | SY | |
| 70 | KUKA Toledo Production Operations, LLC., Toledo, Ohio / USA** | (3) | SY |
| 71 | KUKA U. S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan / USA | (3) | SO |
| 72 | Reis Robotics USA Inc., Elgin/Illinois / USA | (3) | SY |
| 73 | Swisslog Logistics, Inc., Newport News / USA | (3) | SL |
| 74 | Swisslog USA Inc., City of Dover / USA | (3) | SL |
| 75 | Translogic CORPORATION, Denver / USA | (3) | SL |
| 76 | Translogic Ltd. (Canada), Mississauga / Kanada | (3) | SL |
| 77 | Visual Components North America Corporation, Michigan / USA | (8) | RO |
| 78 | Pipeline Health Holdings LLC., Delaware / USA | (3) | SL |
| Süd- und Mittelamerika | |||
| 79 | KUKA Industries Brasil Sistemas de Automação Ltda., Sao Paulo / Brasilien | (3) | SY |
| 80 | KUKA Roboter do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | (3) | RO |
| 81 | KUKA Systems do Brasil Ltda., Sao Bernardo do Campo SP / Brasilien | (3) | SY |
| 82 | Reis Robotics do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | (3) | SY |
| Asien / Austalien | |||
| 83 | KUKA (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand | (3) | RO |
| 84 | KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai /China | (3) | SY |
| 85 | KUKA Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City/Taiwan | (3) | RO |
| 86 | KUKA India Pvt. Ltd., Haryana / Indien | (3) | RO |
| 87 | KUKA Industries Automation (China) Co., Ltd., Kunshan /China | (3) | SY |
| 88 | KUKA Industries Singapore PTE. Ltd., Singapur / Singapur | (3) | SY |
| 89 | KUKA Japan K.K., Tokyo / Japan | (3) | RO |
| 90 | KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur / Malaysia | (3) | RO |
| 91 | KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai / China | (3) | RO |
| 92 | KUKA Robotics Australia Pty. Ltd., Victoria/Australien | (3) | RO |
| 93 | KUKA Robotics Guangdong Co., Ltd., Guangdong / China | (6) | RO |
| 94 | KUKA Robotics Korea Co. Ltd., Kyunggi-Do /Südkorea | (3) | RO |
| 95 | KUKA Robotics Manufacturing China Co. Ltd., Shanghai City / China | (3) | RO |
| 96 | KUKA Systems (China) Co. Ltd., Shanghai /China | (3) | SY |
| 97 | KUKA Systems (India) Pvt. Ltd., Pune / Indien | (3) | SY |
| 98 | KUKA Vietnam Company Limited, Hanoi /Vietnam | RO | |
| 99 | Swisslog Healthcare Shanghai Co., Ltd., Shanghai/China | SL | |
| 100 | Shanghai Swisslog Healthcare Technology Co., Ltd., Shanghai, FTZ / China | SL | |
| 101 | Shanghai Swisslog Logistics Automation Co., Ltd., Shanghai, FTZ/China | SL | |
| 102 | Swisslog Asia Ltd., Hongkong / China | (3) | SL |
| 103 | Swisslog Australia Pty Ltd., Sydney/Australien | (3) | SL |
| 104 | Swisslog Healthcare Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur/Singapur | (3) | SL |
| 105 | Swisslog Healthcare Trading MEA LLC., Emirate of Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | (3) | SL |
| 106 | Swisslog Korea Co. Ltd, Bucheon si, Kyeonggi-do, Südkorea /Südkorea | (3) | SL |
| 107 | Swisslog Malaysia Sdn Bhd, Selangor Darul Ehsan / Malaysia | (3) | SL |
| 108 | Swisslog Middle East LLC., Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | (3) | SL |
| 109 | Swisslog Shanghai Co. Ltd., Shanghai / China | (3) | SL |
| 110 | Swisslog Singapore Pte Ltd., Singapur / Singapur | (3) | SL |
| 111 | Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co. Ltd., Yangzhou City/ China | (2) | SY |
| 112 | Chang'an Reis (Chongqing) Robotic intelligent Equipment Co. Ltd, Chongqing/China | (2) | SY |
*) Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht haben
**) Principle place of business
1) Nach Ergebnisabführung
2) Jahresabschluss 31.12.2018
3) Jahresabschluss 31.12.2017
4) Jahresabschluss 31.12.2016
5) Jahresabschluss 30.06.2017
6) Rumpfwirtschaftsjahr 01.05.2018 - 31.12.2018
7) Jahresabschluss 30.03.2018
8) Rumpfwirtschaftsjahr 01.07.2018 - 31.12.2018
9) in Liquidation
Art der Einbeziehung - per 31.12.2018
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| k | vollkonsolidierte Gesellschaften |
| nk | nicht konsolidierte Gesellschaften |
| at | nach der Equity Methode bilanzierte Finanzanlage |
| b | Beteiligung |
Geschäftsbereich
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| RO | ROBOTICS |
| SY | SYSTEMS |
| SL | SWISSLOG |
| SO | SONSTIGE |
Ergebnisverwendungsvorschlag
Vom Jahresüberschuss der KUKA Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres in Höhe von 66.420 TEUR wird die Hälfte, also 33.210 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Vom verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 42.350 TEUR schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor eine Dividende von 0,40 EUR je Aktie, insgesamt 15.910 TEUR zu zahlen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 26.440 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
KONZERNVERHÄLTNISSE
Die KUKA Aktiengesellschaft erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, der beim Bundesanzeiger eingereicht wird und im Zentralen Unternehmensregister (www. Unternehmensregister. de) eingesehen werden kann. Der Konzernabschluss umfasst alle mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen der KUKA Aktiengesellschaft.
Die KUKA Aktiengesellschaft selbst ist eine 94,55%ige mittelbare Tochtergesellschaft der Midea Gruppe Co. Ltd., Foshan City, Guangdong Province/China. Die KUKA Aktiengesellschaft wird in den Konzernabschluss der Midea Gruppe Co. Ltd., Foshan City, Guangdong Province/China einbezogen, der über die Internetseite www.cninfo.com.cn oder direkt auf der Internetseite der Midea Gruppe Co. Ltd. Unter
www.midea.com/global/investors/financial statements erhältlich ist.
Augsburg, 05. März 2019
KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Peter Mohnen
Andreas Pabst
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind . "
Augsburg, 05. März 2019
KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Peter Mohnen
Andreas Pabst
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der KUKA AG und des KUKA Konzerns, (im Folgenden: "Lagebericht") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Anhang Abschnitt "Bilanzierung und Bewertung".
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Jahresabschluss der KUKA AG zum 31. Dezember 2018 werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 485 Mio ausgewiesen. Deren Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf insgesamt 40 % und hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft mithilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens.
Die für das Discounted-Cashflow-Verfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten drei Jahre sowie einem Übergangsjahr, welche mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist.
Die Berechnung des beizulegenden Werts nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ist komplex und hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Dies gilt insbesondere für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme und langfristigen Wachstumsraten, die Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie die Einschätzung der Dauerhaftigkeit der Wertminderung.
Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Anteile an verbundenen Unternehmen nicht werthaltig sind.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Unsere Prüfung haben wir risikoorientiert durchgeführt. Zunächst haben wir anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen beurteilt, bei welchen Anteilen Anhaltspunkte für einen Abschreibungsbedarf bestehen. Anschließend haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für steuerliche Zwecke, und dem von den gesetzlichen Vertretern genehmigten Budget vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt.
Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben.
Die dem Kapitalisierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes, der erwarteten Zahlungsströme bzw. der langfristigen Wachstumsrate auf den beizulegenden Wert untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.
UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN
Das der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an verbundene Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht im Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind sachgerecht.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Juni 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Abschlussprüfer der KUKA AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der KPMG AG WPG bezog sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der KUKA AG sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen ihrer Tochterunternehmen einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen und mit dem Aufsichtsrat vereinbarter Prüfungsschwerpunkte. Zudem erfolgte eine prüfungsintegrierte prüferische Durchsicht des Halbjahresberichts.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Hans Querfurth.
München, den 05. März 2019
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. Querfurth, Wirtschaftsprüfer
gez. Specht, Wirtschaftsprüfer