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KUKA AG — Annual Report 2015
Jun 14, 2016
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Annual Report
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KUKA Aktiengesellschaft
Augsburg
Jahreseinzelabschluss 2015
Geschäftsbericht 2015
Corporate Governance
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
der Aufsichtsrat berichtet gerne über seine Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr; denn er konnte seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erneut für die in der Erfolgsspur ausüben. Die Tätigkeiten des Aufsichtsrats umfassten die Beratung des Vorstands und Wahrnehmung der Kontrollfunktion. Schwerpunkte bildeten etwa die Unternehmensplanung und die Strategie insbesondere im Hinblick auf das weitere profitable Wachstum der Gesellschaft.
Der Aufsichtsrat trat in Plenarsitzungen zusammen und hielt eine Telefonkonferenz ab. Viel Detailarbeit wurde in den verschiedenen Ausschüssen geleistet. Der Aufsichtsrat nahm an der Hauptversammlung der Gesellschaft am 10. Juni 2015 teil. Die Geschäftsentwicklung wurde vom Aufsichtsrat fortlaufend verfolgt, vor allem bei den regelmäßigen Erstattungen des Lageberichts durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen. Der Vorstand informierte uns dort jeweils über den Auftragseingang, Umsatz, EBIT, Personalstärke und andere Kennzahlen. Die Ergebnisse haben sich ja durchweg erfreulich dargestellt. Außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats hielt der Aufsichtsratsvorsitzende permanenten Kontakt zum Vorstand und wurde so aktuell im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens informiert gehalten. Auch die anderen Aufsichtsratsmitglieder, insbesondere die Vorsitzenden der Ausschüsse, hatten mit den Vorständen immer wieder bilateralen Kontakt und berieten dabei zu verschiedenen Geschäftsvorfällen. Der Aufsichtsrat vermochte so, seine Beratungs- und Überwachungsfunktion optimal wahrzunehmen.
Entsprechend den gesetzlichen Anforderungen entschied er im Plenum zu allen Fragen der Vorstandsvergütung. Er hatte sich auch mit zustimmungspflichtigen Geschäften zu befassen. Dem Komplex Risiko und Compliance Management nahm sich in besonderer Weise der Prüfungsausschuss an.
Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat
Der Vorstand besteht unverändert weiter aus den Herren Dr. Till Reuter, CEO, und Herrn Peter Mohnen, CFO. Die Bestellung von Herrn Dr. Till Reuter läuft noch bis zum 25. April 2020 und die von Herrn Peter Mohnen bis zum 31. Juli 2020. Vor dem Hintergrund vorstehender Laufzeiten hat der Aufsichtsrat die Frauenquote im Vorstand zum 30. Juni 2017 (Erfüllungsfrist) mit 0% festgesetzt.
Veränderungen hat es im Aufsichtsrat gegeben. Herr Dr. Walter Bickel ist am 26. März 2015 und die Herren Dr. Michael Proeller und Guy Wyser-Pratte sind mit Ablauf der Hauptversammlung am 10. Juni 2015 aus diesem Gremium ausgeschieden. In der Hauptversammlung am 10. Juni 2015 wurden dafür die Herren Dr. Hubert Lienhard, Friedhelm Loh und Hans Ziegler in den Aufsichtsrat gewählt. In der nachfolgenden Aufsichtsratssitzung am 10. Juni 2015 wurde Herr Dr. Hubert Lienhard als Mitglied in den Vermittlungsausschuss und in den Technologie- und Produktionsausschuss, Herr Hans Ziegler als Mitglied in den Nominierungsausschuss, in den Personalausschuss sowie in den Prüfungsausschuss, Herr Loh als Mitglied in den Strategie- und Entwicklungsausschuss berufen. Außerdem wurde Herr Prof. Dr. Uwe Loos als neues Mitglied des Prüfungsausschusses gewählt.
Der Aufsichtsrat dankt den Herren Dr. Michael Proeller, Guy Wyser-Pratte und Dr. Walter Bickel für die erfolgreiche Mitwirkung in seinem Gremium. Der Aufsichtsrat ist noch bis zur Hauptversammlung 2018 gewählt. Vor dem Hintergrund der andauernden Amtsperioden hat der Aufsichtsrat für sich bis zum 30. Juni 2017 (Erfüllungsfrist) unter Berücksichtigung von Frau Carola Leitmeir als derzeitiges Mitglied den Frauenanteil mit 8,33% festgesetzt.
Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse
Der Aufsichtsrat traf sich zu sechs Plenarsitzungen. Er fasste einen Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren.
Am 24. März 2015 hielt der Aufsichtsrat die Bilanzsitzung ab. In ihr legte der Vorstand den für 2014 aufgestellten Jahres- sowie den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für die KUKA Aktiengesellschaft und den Konzern vor. Der Vorstand erläuterte diese Jahresabschlüsse und die KPMG als Abschlussprüfer sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erstatteten hierzu ihre Berichte. Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurde durch Billigung des Aufsichtsrats festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dann dem Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung an, eine Ausschüttung von 0,40 € pro Aktie bei Vortrag des übrigen Bilanzgewinns auf neue Rechnung zu beschließen. Außerdem billigte der Aufsichtsrat den Konzernabschluss 2014. Der Aufsichtsrat verabschiedete den Corporate Governance-Bericht und entschied noch über die weiteren Beschlussvorschläge an die für den 10. Juni 2015 vorgesehene Hauptversammlung. Ein Tagesordnungspunkt war zudem die Befassung und Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014. In der Sitzung am 24. März 2015 befasste sich der Aufsichtsrat auch mit einem Bericht unter dem Zukunftsthema "Automation Powerhouse" mit der wandlungsfähigen Produktion und mit dem allgemeinen Ausblick auf Industrie 4.0. Der Aufsichtsrat musste in dieser Sitzung schließlich die Festlegungen zur variablen Tantieme der Vorstände, wie zu den Erreichungsgraden bei den persönlichen Zielen 2014 und zur Vorgabe der persönlichen Ziele für das Geschäftsjahr 2015, sowie die maßgeblichen Parameter für das Phantom Share-Programm 2015 - 2017 beschließen.
Am 13. April 2015 fand im Rahmen der Hannover Messe eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt, in der durch die Anteilseignerbank die Nominierungen der Herren Dr. Hubert Lienhard, Friedhelm Loh und Hans Ziegler als Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung vorgenommen wurden.
Am Tag der Hauptversammlung, dem 10. Juni 2015, trat der Aufsichtsrat vor und nach der Hauptversammlung zu Sitzungen zusammen. Er ließ sich einen Bericht zum internen Kontrollsystem (IKS) erstatten und fasste Beschlüsse zu den Veräußerungen des Geschäftsbereichs Werkzeugbau der KUKA Systems GmbH sowie der HLS Ingenieurbüro GmbH, einer Tochtergesellschaft der KUKA Systems GmbH.
Die Sitzung am 25. September 2015 stand im Zeichen der Konzernstrategie. Eingehend wurden die Konzernstrategie sowie im Einzelnen die Strategien von Robotics, Systems mit KUAA Industries sowie Swisslog behandelt. Der Aufsichtsrat wurde auch über die Vorgehensweise bei der neuerlichen Überprüfung seiner Effizienz informiert.
Die letzte Sitzung 2015 des Aufsichtsratsplenums fand am 11. Dezember statt. In ihr stand die Planung im Mittelpunkt. Der Aufsichtsrat fasste den Zustimmungsbeschluss zum Budget 2016 sowie zur Mittelfristplanung bis 2018. In dieser Sitzung wurde auch über die Arbeit der Ausschüsse berichtet. Im Rahmen der fortlaufenden Weiterbildung des Aufsichtsrats ließ sich der Aufsichtsrat fachkundig einen Leitfaden zur Aufsichtsratstätigkeit mit besonderem Augenmerk auf neuere Entwicklungen im Gesetz und im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) vortragen. Schließlich änderte der Aufsichtsrat seine Geschäftsordnung, um vor allem den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes des Jahres 2015 zur Aufstellung von Kandidaten für den Aufsichtsrat Rechnung zu tragen.
Die schriftliche Beschlussfassung betraf die Entsprechenserklärung sowie die Erklärung zur Unternehmensführung.
Im Berichtsjahr nahmen mit Ausnahme von Herrn Dr. Michael Proeller sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teil; sämtliche Aufsichtsratsmitglieder nahmen an mehr als der Hälfte der Sitzungen von Ausschüssen, denen sie angehörten, teil (Ziffer 5.4.7 DCGK). Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig im Beisein des Vorstands, mit der Ausnahme zu Themen seiner Vergütung (Ziffer 3.6 DCGK). Im Übrigen wird auf den gleichnamigen Bericht zur Corporate Governance, der Bestandteil des Geschäftsberichts ist, verwiesen.
Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse: Personalausschuss (Vorsitz: Herr Minning), Prüfungsausschuss (Vorsitz: zunächst Herr Dr. Bickel, dann Herr Ziegler), Strategie- und Entwicklungsausschuss (Vorsitz: Herr Minning), Technologie- und Produktionsausschuss (Vorsitz: Herr Prof. Dr. Loos) und Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG (Vorsitz: Herr Minning). Ein Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK besteht ebenfalls (Vorsitz: Herr Minning).
Der Personalausschuss versammelte sich 2015 zweimal. Er bereitete alle Tagesordnungspunkte des Plenums zu Vorstandsangelegenheiten vor. Tagesordnungspunkte waren vor allem die Vorstandsvergütung und die Frauenquote im Vorstand.
Der Prüfungsausschuss hielt im Berichtsjahr sechs Sitzungen ab. Dabei kam es im Zusammenhang mit der Behandlung der jeweiligen Finanzabschlüsse zu regelmäßigen Ergebnisdurchsprachen. Der Ausschuss hatte sich zudem mit der Prüfung des Jahresabschlusses für das Jahr 2014 durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) zu beschäftigen. Auf seine Befassung mit Risikomanagement- und Compliance-Themen wurde bereits eingangs hingewiesen.
Der Strategie- und Entwicklungsausschuss trat viermal zusammen. Dabei befasste er sich zum einen mit der Unternehmensstrategie 2016 - 2020 und zum anderen besonders mit verschiedenen Facetten von Industrie 4.0, diversen Anwendungstechnologien für Roboter und der Vermarktung von Robotern in bestimmten Segmenten. Neu nahm er Swisslog und deren sich weiterentwickelnde Märkte ins Blickfeld.
Sitzungen des Technologie- und Produktionsausschusses fanden sechsmal statt. Auf der Tagesordnung stand die Roadmap Industrie 4.0. Der Ausschuss adressierte aber auch Einkaufs- und Montagethemen und die Produktqualität; schließlich erscheint die Behandlung der Post Merger Integration-Prozesse zu Reis und Swisslog erwähnenswert.
Für den Vermittlungsausschuss gab es keine Anlässe für Sitzungen.
Im Rahmen der Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats hatte der Nominierungsausschuss im Jahr 2015 eine Sitzung abzuhalten.
Unabhängigkeit und Interessenkonflikte, Entsprechenserklärung
An dieser Stelle sei erinnert, dass Herr Dr. Hubert Lienhard Vorsitzender der Geschäftsführung der Voith Gruppe und Herr Friedhelm Loh Alleingesellschafter der SWOCTEM GmbH und Inhaber und Leiter der Unternehmensgruppe Loh ist. Nach letzten WpHG-Meldungen (Stand 31. Dezember 2015) ist die Voith Gruppe mit 25,10 % und die SWOCTEM GmbH mit 10,018% an der KUKA Aktiengesellschaft beteiligt. Der KUKA Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen sowohl mit Firmen der Voith Gruppe als auch der Unternehmensgruppe Loh. Zur mittelbaren Beziehung des Aufsichtsratsvorsitzenden zur KBee AG wurde bereits im Geschäftsbericht 2014 ausgeführt. Die KBee AG steht in Geschäftsbeziehungen zum KUKA Konzern.
Herr Bernd Minning hat im Übrigen die Beendigung seiner Geschäftsführertätigkeit für die Grenzebach Maschinenbau GmbH bekannt gegeben. Außerdem hat jenes Unternehmen (Stand 3. Dezember 2014) seine Beteiligung an der KUKA Aktiengesellschaft mit 0% gemeldet. Herr Minning hat mitgeteilt, dass nunmehr ihm zuzurechnende Beteiligungen an der logic-base GmbH ("4Sellers") und an WM Industries in Shanghai bestünden. Jene Firmen kommen als Geschäftspartner für die A Gruppe in Betracht.
Die vorstehend angesprochenen Geschäftsbeziehungen waren im Berichtsjahr weder Gegenstand von Beratungen noch von Beschlussfassungen im Aufsichtsrat. Zu KBee wurde lediglich ein Statusbericht entgegengenommen.
Aufsichtsrat und Vorstand gaben gleichlautende Erklärungen nach § 161 AktG ab. Die Beschlussfassungen erfolgten am 18. Januar 2016 durch den Vorstand und am 8. Februar 2016 durch den Aufsichtsrat. Die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären der Gesellschaft auf deren Website dauerhaft zugänglich gemacht.
Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer
Den Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 mit dem für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern zusammengefassten Lagebericht hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 29. Februar 2016 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Gegenstand der Abschlussprüfung war auch das Überwachungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG zur Früherkennung von Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Außerdem wurde der Halbjahresfinanzbericht des KUKA Konzerns zum 30. Juni 2015 einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen. Der Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurde gemäß § 315 a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.
Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2015 an die KPMG vergeben. Im Rahmen der Vergabe des Auftrags zur Prüfung der Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns erörterten der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Kosten. Mit dem Abschlussprüfer bestand und besteht Einvernehmen, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe während der Prüfung unverzüglich zu benachrichtigen ist, soweit solche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe nicht sofort beseitigt werden konnten. Außerdem wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser laufend über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, berichtet. Der Abschlussprüfer hatte des Weiteren den Aufsichtsrat zu informieren bzw. in seinem Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG abgegebenen Erklärung ergeben.
Schließlich holte der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 DCGK ein und überwachte die Unabhängigkeit des Prüfers.
Wie in den vergangenen Jahren - jeweils zu anderen Themen - wurden für die Prüfung im Geschäftsjahr 2015 Schwerpunkte, wie z.B. Entkonsolidierungseffekte bei Veräußerungen von Konzernunternehmen, Bewertung von Akquisitionen bei Unternehmenserweiterungen, Kostenberechnung bei Auftragsfertigung, Aktivierung und Werthaltigkeit von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten und Ansatz sowie Bewertung von latenten Steuern, festgelegt. Bei allen Punkten hatte die Prüfung keine wesentlichen Beanstandungen zur Folge.
Der Abschlussprüfer unterrichtete am 1. Februar 2016 den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ausführlich über die Vorprüfungsergebnisse. Wegen der auftragsgemäß erfolgten prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2015 nahm der Abschlussprüfer an der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 4. August 2015 teil.
In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer befasste sich der Prüfungsausschuss am 8. März 2016 mit dem Jahres- und Konzernabschluss für das Jahr 2015 - auch unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers - und ließ sich diese schwerpunktmäßig von Vorstand und Abschlussprüfer erläutern. Die dabei von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses gestellten Fragen wurden beantwortet, die Abschlussunterlagen im Einzelnen mit dem Abschlussprüfer diskutiert und vom Ausschuss geprüft sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse seiner Beratungen in dessen Sitzung am 8. März 2016 und empfahl ihm, den Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft und den Abschluss des KUKA Konzerns für das Jahr 2015 zu billigen.
Der Aufsichtsrat prüfte am 8. März 2016 im Plenum die Abschlussvorlagen und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Der Abschlussprüfer KPMG nahm an dieser Aufsichtsratssitzung teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und ergänzende Auskünfte zu erteilen. Die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. KPMG erläuterte im Einzelnen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sowie des Konzerns und berichtete darüber hinaus, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess und des Risikofrüherkennungssystems vorlägen. Die Abschlussunterlagen wurden gemeinsam durchgegangen und die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen von KPMG beantwortet.
Feststellung Jahresabschluss 2015
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 8. März 2016 in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses sowie der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und dessen Erläuterung nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung zu den Jahresabschlüssen 2015 für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern keine Einwendungen erhoben und sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen. Die Berichte des Abschlussprüfers entsprechen nach seiner Überzeugung den gesetzlichen Anforderungen aus den §§ 317 und 321 HGB.
Der Aufsichtsrat hat sich von der Vollständigkeit des für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern zusammengefassten Lageberichts überzeugt. Die vom Vorstand getroffenen Einschätzungen in diesem Lagebericht stimmen mit dessen Berichten an den Aufsichtsrat überein und die Aussagen des zusammengefassten Lageberichts decken sich auch mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat auch gegen den zusammengefassten Lagebericht keine Einwendungen erhoben.
Der Aufsichtsrat hat daher in seiner Bilanzsitzung vom 8. März 2016 den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 aufgestellten Jahresabschluss der KUKA-Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt.
Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 aufgestellten Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft gebilligt und den Corporate Governance-Bericht verabschiedet.
Der Vorstand hat vorgeschlagen, vom Bilanzgewinn eine Dividende von 0,50 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu zahlen, 50 Mio. € in die andere Gewinnrücklage einzustellen und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen; diesen Vorschlag haben wir geprüft und ihm zugestimmt.
Dank an die Mitarbeiter
2015 war wieder ein überaus erfolgreiches Jahr für die KUKA. So kann die Dividende für dieses Jahr erneut erhöht werden. Industrie 4.0 konnte nicht nur strategisch in den Blick genommen werden, sondern bereits durch praktische Anwendungen, wie auf der Hannover Messe zu sehen, unterlegt werden. Die Mitarbeiter haben hierzu durch ihr außerordentliches Engagement beigetragen. Nicht nur dem Vorstand, sondern auch den Mitarbeitern im ganzen KUKA Konzern gebührt daher unser großer Dank.
Der Aufsichtsrat würdigt somit den herausragenden Einsatz aller Mitarbeiter der KUKA Gesellschaften. Sie haben sich 2015 in besonderem Maße um ihr Unternehmen verdient gemacht. Der Aufsichtsrat dankt aber auch den Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und den Belegschaftsvertretern. Alle können auf ihre Leistungen für das Unternehmen, seinen Aktionären und Kunden stolz sein. Mit Zuversicht dürfen wir auf eine weiter prosperierende Geschäftsentwicklung in der Zukunft schauen.
Augsburg, 8. März 2016
Der Aufsichtsrat
Bernd Minning, Vorsitzender
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT und JAHRESABSCHLUSS 2015
Zusammengefasster Lagebericht
Grundlagen des Konzerns
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
Der KUKA Konzern bestand im Berichtsjahr aus der KUKA Aktiengesellschaft und den Geschäftsbereichen Robotics, Systems und Swisslog. Die KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz in Augsburg beschäftigt sich als geschäftsleitende Holding des Konzerns mit unternehmensübergreifenden Aufgaben. Die Geschäftstätigkeiten der Bereiche werden operativ von den Geschäftsbereichsleitungen koordiniert. Die Geschäftsbereiche sind global aufgestellt und werden von ihren Landesgesellschaften im Vertrieb sowie mit Montage- und Serviceleistungen unterstützt.
KUKA ist einer der führenden Automatisierungsspezialisten weltweit. Der international tätige Technologiekonzern bietet seinen Kunden das komplette Leistungsspektrum aus einer Hand: von der Komponente - dem Roboter - über die Zelle, bis hin zur schlüsselfertigen Anlage. Mit fortschrittlichen Automatisierungslösungen trägt KUKA zur Effizienzsteigerung und verbesserter Produktqualität bei. Im Zuge von Industrie 4.0 stehen die intelligente, digitale Fabrik sowie flexible Fertigungskonzepte im Fokus.
Der Geschäftsbereich Robotics entwickelt, produziert und vertreibt die Kernkomponente für die Automatisierung - den Roboter. Neben der Fertigung von Industrie- und Servicerobotern stehen auch die Robotersteuerung und Software im Fokus. Darüber hinaus bietet Robotics seinen Kunden umfangreiche Serviceleistungen an.
Die Kernkompetenz des Geschäftsbereichs Systems liegt in maßgeschneiderten Lösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen. Systems plant und realisiert für seine Kunden automatisierte Anlagen und übernimmt den Umbau bestehender Anlagen für mehr Nachhaltigkeit und Effizienz. Im Fokus stehen Großprojekte für Automotive und Aerospace. Mit dem Erwerb der Reis Gruppe stärkte KUKA sein Zellengeschäft sowie das Wachstum in der General Industry. Diese Expertise bündelt KUKA in dem Bereich KUKA Industries als Teil des Geschäftsbereichs Systems.
Die zum Jahresende 2014 akquirierte Swisslog wurde im Berichtsjahr als Geschäftsbereich in den KUKA Konzern integriert. Der Bereich Healthcare Solutions realisiert Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Krankenhäuser, um nachhaltig die Effizienz zu erhöhen und die Patientenversorgung zu verbessern. Im Segment Logistik bietet der Bereich Warehouse & Distribution Solutions automatisierte Intralogistiksysteme an, von der Planung über die Realisierung bis hin zum Service.
Geschäftsbereich Robotics
Die Kernkomponente für die Automatisierung von Fertigungsprozessen liefert der Geschäftsbereich Robotics: Industrieroboter zusammen mit Steuerung und Software. Das breite Produktportfolio deckt Traglastbereiche von fünf bis 1.300 kg ab. So kann KUKA optimal auf die unterschiedlichen Anforderungen der Kunden eingehen. Alle Robotermodelle werden in Augsburg entwickelt und montiert. Die Schaltschränke werden in zwei ungarischen Werken in Taksony und Füzesgyarmat gefertigt. Für den asiatischen Markt produziert KUKA im Werk in Shanghai /China Roboter und Schaltschränke. Die KUKA Colleges bieten an mehr als 30 Standorten weltweit technische Schulungen und Fortbildungen für Kunden an.
KUKA Robotics erweitert sein Angebotsspektrum kontinuierlich, um Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen passende Lösungen anbieten zu können und um auch kleinen und mittelständischen Unternehmen den wirtschaftlichen Einsatz von Robotern zu ermöglichen. Der Bereich Forschung und Entwicklung spielt hier eine bedeutende Rolle. Mit neuen Produkten und Technologien erschließt KUKA weitere Märkte und schafft neue Einsatzbereiche für die roboterbasierte Automatisierung.
Mit der Entwicklung des sensitiven Leichtbauroboters LBR iiwa hat KUKA der Mensch-Roboter-Kollaboration den Weg geebnet. Intelligente Sicherheitstechnologien ermöglichen es, dass der Roboter den Menschen in seinem direkten Umfeld unterstützt. Die Steuerung verfügt über modulare und offene Schnittstellen, sodass die Roboter einfach in bestehende, vernetzte Produktionssysteme integriert werden können. Auch mobile Roboter steigern die Flexibilität und Effizienz in der Fertigung. Der im Berichtsjahr vorgestellte KUKA KMR iiwa besteht aus einer autonom navigierenden Plattform, auf der ein LBR iiwa montiert ist. Der mobile Assistent navigiert sicher durch die Produktion und optimiert logistische Abläufe.
Geschäftsbereich Systems
Der Geschäftsbereich Systems bietet seinen Kunden maßgeschneiderte Komplettlösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen. Er plant, projektiert und errichtet automatisierte Produktionsanlagen. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Anlage ab: von einzelnen Systemkomponenten, Werkzeugen und Vorrichtungen über automatisierte Produktionszellen bis hin zu kompletten Anlagen, die schlüsselfertig erstellt werden. Das Know-how des Geschäftsbereichs liegt in der Automation einzelner Produktionsverfahren, wie Schweißen und Fügen, in der Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe sowie in der Integration verschiedener Produktionsschritte zu einer vollautomatischen Anlage.
Automatisierte Großanlagen liefert der Geschäftsbereich Systems vor allem an die Automobilindustrie für den Karosseriebau und zur Montage von Motoren und Getrieben. Von Augsburg aus werden die Märkte in Deutschland und Europa betreut, vom Großraum Detroit in den USA die Region Nord- /Südamerika und von Shanghai in China der asiatische Markt. Von den Systems Standorten Bremen, Großraum Detroit /USA und Shanghai /China aus werden automatisierte Montagelinien, Test- und Prüfstände für Motoren und Getriebe projektiert und geliefert. In Toledo /USA betreibt Systems eine Fertigung der vollständigen Karosserie für den Jeep Wrangler von Chrysler (KTPO).
Immer mehr Branchen neben der Automobilindustrie setzen auf das langjährige Automatisierungs-Knowhow von KUKA Systems. Allen voran der Flugzeugbau, der großes Automatisierungspotenzial in der Fertigung birgt. Durch die Übernahme von Alema Automation tritt KUKA Systems im Bereich der Luftfahrt als Komplettanbieter auf.
Der Erwerb der Reis Gruppe stärkte das Zellengeschäft sowie das Wachstum in der General Industry. In dem daraus geschaffenen Bereich KUKA Industries bündelt KUKA seine Expertise für Zellen und sein tiefes Prozess-Knowhow für Kunden aus der General Industry. Als Teil des Geschäftsbereichs Systems bietet KUKA Industries seinen Kunden innovative Füge- und Bearbeitungstechnologien, Laser- und Sonderschweißverfahren sowie alle Prozessschritte im Gießereibereich und in der Photovoltaik- und Batterieproduktion.
Geschäftsbereich Swisslog
Mit dem Geschäftsbereich Swisslog erschließt KUKA die Wachstumsmärkte E-Commerce /Retail, Lagerlogistik und Gesundheitswesen. Swisslog mit Hauptsitz in Buchs, Aarau /Schweiz, beschäftigt weltweit rund 2.500 Mitarbeiter und beliefert Kunden in über fünfzig Ländern. Von der Planung und Konzeption über die Realisierung bis zum Service über die gesamte Lebensdauer der Lösungen bietet Swisslog integrierte Systeme und Services aus einer Hand.
Der Bereich Healthcare Solutions realisiert Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Krankenhäuser, um nachhaltig die Effizienz zu erhöhen und die Patientenversorgung zu verbessern. Die Lösungen optimieren die Arbeitsabläufe im Materialtransport und Medikamentenmanagement. Das gibt dem Krankenhauspersonal mehr Zeit, sich um die Patienten zu kümmern. Gleichzeitig reduziert sich die Wahrscheinlichkeit von Medikationsfehlern auf ein Minimum.
Der Bereich Warehouse & Distribution Solutions realisiert Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Lager und Verteilzentren. Mit automatisierten Intralogistiksystemen optimiert Swisslog die Lagerlogistik und unterstützt Unternehmen dabei, maximalen Durchsatz zu minimalen Kosten zu erzielen, eine Vielzahl von Stock Keeping Units effizient zu handhaben und Lieferanforderungen mit hoher Genauigkeit zu erfüllen.
Märkte und Wettbewerbspositionen
Nach wie vor stellt die Automobilindustrie eine wichtige Säule für den Erfolg des KUKA Konzerns dar. Automotive machte im Berichtsjahr rund 50 % des Gesamtumsatzes aus. Es ist der Markt, in dem KUKA in den vergangenen 40 Jahren gewachsen ist und sich als Spezialist für roboterbasierte Automatisierungslösungen etabliert hat. Der Konzern arbeitet seit einigen Jahren erfolgreich daran, seine Geschäfte in Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) auszubauen, um seine Umsatzerlöse stärker zu differenzieren. So lagen die Umsatzanteile der General Industry und der Automobilindustrie im Berichtsjahr auf ungefähr gleichem Niveau. In China, dem Wachstumsmarkt für Automatisierung, weitet KUKA seine Präsenz stark aus, um noch näher an den Kunden zu sein. Vom Produktionsstandort Shanghai werden die Roboter in den asiatischen Markt ausgeliefert.
Durch intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bringt KUKA Robotics Technologien und Produkte hervor, die neue Möglichkeiten für den Robotereinsatz schaffen. Immer mehr Branchen profitieren von den Automatisierungslösungen, so zum Beispiel auch die Konsumgüter- oder Elektronikindustrie. KUKA Robotics zählt weltweit zu den führenden Roboterherstellern und gilt als marktführend in der Industrierobotik innerhalb Europas.
KUKA Systems gehört zu den Spitzenanbietern im Karosseriebau in der Automobilindustrie und ist Marktführer in Nordamerika. Systems expandiert auch in Branchen außerhalb der Automobilindustrie, besonders im Flugzeugbau. Das Zellengeschäft von KUKA Industries im Geschäftsbereich Systems fokussiert sich vor allem auf die Energiebranche, die Konsumgüterindustrie, die Landmaschinenindustrie und den Schienenfahrzeugbau.
Swisslog Healthcare Solutions ist der Weltmarktführer im Bereich der automatisierten Materialtransporte in Krankenhäusern (Rohrpostlösungen, fahrerlose Transportsysteme) und ein innovativer Nischenanbieter im Bereich des automatisierten Medikamentenmanagements (Lagerung, Verpackung und Verabreichung von Arzneimitteln). Swisslog Warehouse & Distribution Solutions ist global aktiv und einer der wenigen Intralogistik-Anbieter, die als Generalunternehmer schlüsselfertige Gesamtlösungen für ihre Kunden planen, realisieren und betreiben.
Konzernstrategie
KUKA bewegt sich in einem sehr dynamischen, innovationsgetriebenen Marktumfeld, das sich kontinuierlich neu definiert. Roboterbasierte Automation ist ein globaler Trend.
Die zunehmende Digitalisierung im Zuge von Industrie 4.0 schafft neue Möglichkeiten für die Fabrik der Zukunft. Diese Entwicklung bedeutet aber auch, dass sich das Unternehmen einem neuen und härteren Wettbewerbsumfeld stellen muss.
Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern und die Position des global führenden Automatisierungsunternehmens auszubauen, richtet sich KUKA an wachstumsstarken, profitablen Märkten aus. Unter dem Slogan "KUKA 2020" wurden übergreifende Maßnahmen angestoßen, die dem Unternehmen auf vielen Ebenen einen starken Entwicklungsschub geben werden.
So stärkt ein globales Führungsleitbild das Miteinander. Des Weiteren werden verschiedene Aspekte der Unternehmenskultur, wie zum Beispiel die KUKA weite Zusammenarbeit oder die Sicherstellung der Innovationskraft, einbezogen. Dabei werden auch das Wissen und die vielfältigen Fähigkeiten der Mitarbeiter berücksichtigt. Außerdem findet eine konzernweite Harmonisierung von Strukturen und Prozessen statt. Um von den globalen Trends zu profitieren und das eigene Know-how optimal auszuschöpfen, konzentriert sich der Konzern darauf, seine Innovations- und Technologieführerschaft auszubauen.
1. Ausbau der Technologie- und Innovationsführerschaft sowie Weichenstellung in der Industrie 4.0
Die Marke KUKA steht für Innovationen in der Automatisierung und als Treiber von Industrie 4.0. KUKA setzte mit einer neuen Robotergeneration, die sensitiv ist und mit dem Menschen Hand in Hand arbeiten kann, neue Trends in der Robotik. Technologische Innovationen, wie verbesserte Sicherheits-, Vision- und Sensorsysteme, machen die Kooperation von Mensch und Maschine möglich. Der von KUKA entwickelte LBR iiwa ist genau mit diesen Eigenschaften ausgestattet. Ergänzt durch die Mobilität und autonome Navigation werden Roboter zu flexiblen Helfern in der Produktion. Der Trend geht zu Robotern, die mobil, einfach zu programmieren sowie flexibel einsetzbar sind. An diesen Trends richtet sich KUKA aus und baut die eigene Technologiekompetenz in den Fokusbranchen weiter aus.
KUKA versteht sich als Treiber von Industrie 4.0 und entwickelt Technologien für die intelligente Fabrik der Zukunft. Im Zuge von Industrie 4.0 wird sich die Fertigung mit dezentral vernetzten Systemen immer mehr selbst organisieren. Dafür sind schnelle Datenleitungen und Technologien, wie Cloud-Computing oder Software-Verfahren zur Datenanalyse und Informationsverarbeitung, notwendig.
Hier arbeitet das Unternehmen an ganz neuen Geschäftsmodellen, die in Zukunft nicht nur die Produktion, sondern die gesamte Wertschöpfung verändern werden. Aspekte, die den Arbeits- und Bildungsmarkt betreffen, werden dabei berücksichtigt. Außerdem setzt sich KUKA im Rahmen von verschiedenen Gremien und Diskussionsforen für eine stärkere Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein. Die Digitalisierung wird nicht nur starken Einfluss auf den technologischen Fortschritt, sondern auch auf die Gesellschaft nehmen.
KUKA konzentriert sich drauf, die eigene Innovationskraft zu steigern und diese auch durch gezielte Akquisitionen zu ergänzen. Mit dem Erwerb der Reis-Gruppe stärkte KUKA bereits in 2014 das Zellengeschäft sowie das Wachstum in der General Industry. Im Berichtsjahr bündelte KUKA diese Expertise in dem Bereich KUKA Industries, der im Geschäftsbereich KUKA Systems angegliedert ist.
Mit der Übernahme des Schweizer Unternehmens Swisslog hat KUKA Zugang zu den Wachstumsmärkten Lagerlogistik und Gesundheitswesen erlangt. Besondere Stärken hat Swisslog auf dem Gebiet der Materialfluss-Softwarelösungen. Die Kombination der Logistiktechnologien mit den Technologien, Produkten und dem Know-how der anderen Geschäftsbereiche im KUKA Konzern ergeben neue Möglichkeiten der Automatisierung.
2. Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neue Märkte und Regionen
KUKA hat eine marktführende Position in der Automobilindustrie. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich aber auch in Märkten außerhalb dieser Branche, in der General Industry.
Die von KUKA adressierten Fokusmärkte zeichnen sich vor allem durch ein hohes Wachstums- und Ertragspotential aus. Der Automatisierungsgrad ist in diesen Branchen noch relativ niedrig. Kunden aus der General Industry automatisieren überwiegend, um ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, ihre Produktionszahlen zu erhöhen, aber auch, um ihre Qualität zu verbessern.
Mit verschiedenen Akquisitionen hat KUKA hier die eigene Marktposition verbessert. Durch die Übernahmen von Alema kann KUKA Systems im Bereich der Luftfahrt als Komplettanbieter auftreten und erleichterte sich den Marktzugang. Durch die Beteiligung an der Reis Gruppe konnte KUKA Zugang zu neuen Branchen gewinnen, wie zum Beispiel in den Gießereisektor oder in die Solarenergie- und Batteriefertigung.
Durch Swisslog wiederum erhält KUKA Zugang zu besonders attraktiven Wachstumsmärkten, wie der Lagerlogistik und dem Gesundheitswesen, und kann sich so in weiteren Kundensegmenten diversifizieren. Außerdem erhält KUKA Marktzugang insbesondere in den USA im Bereich der Warehouse-Logistik.
In 2015 hat sich KUKA noch stärker nach den Marktsegmenten ausgerichtet. Insgesamt wurden acht Fokusmärkte definiert, die strategisch weiterentwickelt werden:
> Automotive
Die Automobilkunden sind für KUKA seit jeher von großer Bedeutung. Lange Zeit waren sie die Hauptkunden. Heute ist Automotive ein wichtiges Standbein und bringt KUKA circa 50 % des Umsatzes ein. Die deutschen Premiummarken setzen stark auf KUKA und sind wichtige Technologie- und Innovationstreiber. KUKA wird in den kommenden Jahren im Automotive-Segment weiterhin global wachsen.
> Aerospace
Im Bereich Aerospace ist KUKA Komplettanbieter und übernimmt bei den Kunden den gesamten Fertigungsprozess, zum Beispiel für das Nieten von Bauteilen. Ein wichtiger Kunde im Bereich Aerospace ist zum Beispiel Boeing in den USA. Nun gilt es, das Know-how auch in Europa und Asien zu nutzen, um hier weiter zu wachsen.
> Electronics
Der 3C-Markt ist einer der wichtigsten Zukunftsmärkte. Denn die Automatisierungsrate dort ist noch sehr gering. Derzeit werden Produkte für den Elektronikmarkt hauptsächlich in Asien manuell gefertigt. Gefragt sind hier kundenspezifische Lösungen für die Fertigung von High-Tech-Produkten. Gleichzeitig steigen die Qualitätsansprüche und Lohnkosten in Asien stark an.
> Consumer Goods
Roboter verarbeiten, kommissionieren, verpacken, stapeln, etikettieren und palettieren seit Jahren effizient und erfolgreich in der Produktion von so genannten Fast Moving Consumer Goods (FMCG), den Gütern des täglichen Verbrauchs. Sie kommen heute vor allem in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, aber auch bei der Schuhoder Textilherstellung sowie in der Produktion von Kosmetikartikeln oder Pharmazeutika zum Einsatz - entlang der Prozesskette von der Primärverpackung bis zum Palettieren und Depalettieren. Während zu Beginn der Kette roboterbasierte Automation in erster Linie im Hinblick auf extrem kurze Taktzeiten von meist einer halben Sekunde eingesetzt wird, erfolgt der Einsatz von Robotern im hinteren Bereich vor allem aufgrund hoher Traglasten.
Die nächste Robotergeneration wird sukzessive neue Einsatzbereiche entlang der Prozesskette erschließen, in denen sowohl die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) als auch Mobilität gefragt sind. Der Verbraucher möchte sich schon heute seine Produkte im Internet selbst zusammenstellen. Die Individualisierung erfordert die Vernetzung zwischen der Produktion und der IT und wird die Produktion nachhaltig verändern. Als das flexibelste Element sammelt der Roboter bereits heute die Daten in der Produktion und liefert sie an das IT-System. Er ist der Arm der IT in die Produktion, das Verbindungsglied. Zukünftig wird die IT diese Daten verarbeiten und über den Roboter zurück an die Produktion geben, die sich dann auf deren Basis sukzessive optimieren kann. Keine andere Komponente im Produktionsprozess ist derzeit in der Lage, diese tragende Rolle so gut auszufüllen wie moderne Industrieroboter
> Metal Industry
In der Metallverarbeitenden Industrie kann KUKA auf langjährige Erfahrung zurückgreifen. Zum Beispiel im Schutzgas- oder Laserschweißen oder in der Gießereitechnologie.
> Energy
KUKA Industries liefert Standardprodukte und individuelle Lösungen für ganz unterschiedliche Aufgabenstellungen in der Photovoltaik-Produktion. Das Unternehmen bietet seinen Kunden die passende Lösung für jeden Schritt der Photovoltaik-Modulherstellung - vom Brick-Sägen, dem Zell-Handling und Querverlöten bis hin zum Rahmen und Verpacken der Module.
> Healthcare
Das Gesundheitswesen steht derzeit vor einer großen Herausforderung. Der demografische Wandel und fehlendes Pflegepersonal machen den Einsatz von modernen Technologien unabdingbar. Automatisierungslösungen können in Krankenhäusern für mehr Effizienz sorgen und Arbeitsabläufe verbessern. Das Pflegepersonal wird entlastet und kann sich in Zukunft wieder mehr der Pflege des Menschen widmen.
Lösungen von Swisslog unterstützen beispielsweise moderne Krankenhäuser und Einrichtungen des Gesundheitswesens bei einem effizienten Materialtransport- und Medikamentenmanagement, um Arbeitsabläufe und Kosten zu optimieren und das Wohlbefinden der Patienten zu erhöhen. Und auch KUKA Produkte werden schon lange im Bereich Medizin eingesetzt. Mobile und sensitive Roboter eröffnen hier ganz neue Möglichkeiten für die Unterstützung des Menschen bei der Pflege.
> E-Commerce
Über den elektronischen Handel wird eine große und vielfältige Menge an Gütern über Warenverteilzentren an den Verbraucher geschickt. Massen, die langfristig nur durch Automatisierung zu bewältigen sind. Ein Absatzmarkt für Regalbediengeräte, Hochregallager oder Lagersysteme, wie sie Swisslog bietet, aber auch für die Robotik.
KUKA hat eine starke Position im europäischen Markt, die es zu sichern gilt. Wachstumspotenziale sieht das Unternehmen im Ausbau der weltweiten Standorte und dabei in erster Linie in den wachstumsstarken Regionen Asien und Nordamerika. Dabei steht vor allem das Potential des chinesischen Marktes im Fokus. Gemäß Prognose des internationalen Robotik-Verbandes International Federation of Robotics (iFR) wird der chinesische Markt in den nächsten Jahren sehr stark wachsen. Weltweit wird mit einem jährlichen Durchschnittswachstum von circa 12 % gerechnet.
KUKA ist seit vielen Jahren mit mehreren Niederlassungen in Asien vertreten und hat in den vergangenen Jahren seine Präsenz im chinesischen Markt stark ausgeweitet. Hauptsitz für das Asien-Geschäft ist Shanghai, wo im Jahr 2016 ein Hub gebildet und damit verschiedene Funktionen gebündelt werden.
3. Kontinuierliche Etablierung nachhaltiger, effizienter Kostenstrukturen
Um das profitable Wachstum zu unterstützen und dadurch langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, werden verschiedene Maßnahmen im Bereich Operational Excellence vorangetrieben.
Mit dem Programm Power ON hat der Vorstand eine Schlüsselinitiative gestartet, die über die nächsten Jahre weitere Abläufe, die Organisation sowie IT-Systeme und Tools konzernweit optimieren und harmonisieren wird. Ziel von Power ON ist es, KUKA für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie KUKA 2020 fit zu machen. Außerdem wird im Rahmen dieses Programms eine konzernweit einheitliche ERP-Steuerung eingeführt werden (Enterprise Resource Planning). Das Gesamtprogramm betrifft KUKA weltweit und umspannt alle Divisionen und Kernfunktionen. Im Berichtsjahr wurden erste Meilensteine erreicht.
Entsprechend dem holistischen Geschäftsmodell wird ein neues Organisationssteuerungsmodell erarbeitet, an dem der Konzern künftig ausgerichtet wird. Des Weiteren wird eine Geschäfts-Prozess Management-Organisation eingeführt, die nun die Kernprozesse, wie zum Beispiel Produktportfolioentwicklung oder Beschaffung, global festlegt. Hierfür wurden Prozess-Verantwortliche für die jeweiligen Bereiche zunächst auf globaler Ebene benannt. Lokale Anpassungen werden im weiteren Projektverlauf folgen. Außerdem wurde ein weltweites Hub-Konzept erarbeitet, um Verwaltungsfunktionen der einzelnen Gesellschaften in Shared Service Centern zu bündeln. Es wird Shared Service Center in Augsburg für die Region Europa geben sowie in den Regionen China und USA. Das dient dazu, die Abläufe zu modernisieren und durch Bündelung gleichartiger Aufgaben die Effizienz zu erhöhen.
Finanzielles Steuerungssystem und Ziele
Die Konzernstrategie zielt auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Zur internen Konzernsteuerung und Kontrolle des Geschäftsverlaufs sowie der Lage des Konzerns werden verschiedene Erfolgskennzahlen, die finanziellen Leistungsindikatoren, verwendet. Die finanziellen Zielgrößen des KUKA Konzerns messen Leistungen, die den Unternehmenswert beeinflussen. Die für den KUKA Konzern wichtigsten Steuerungsgrößen sind Umsatz, EBIT, ROCE und Free Cashflow. Die Entwicklung dieser Größen sind unter Geschäftsverlauf ab Seite 12 und unter Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ab Seite 15 dargestellt. Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich die EBIT-Marge. Um die Rentabilität des eingesetzten Kapitals zu ermitteln, wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital (Capital Employed) gesetzt. Dies ergibt den ROCE (Return on Capital Employed). EBIT und ROCE werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche ermittelt. Der Free Cashflow, also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen, zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viele Mittel ggf. für die Zahlung einer Dividende und zur Schuldentilgung zur Verfügung stehen. Diese Kennzahlen sind Teil des Ziel- und Entlohnungssystems im KUKA Konzern und werden veröffentlicht. Somit wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter die gleichen Zielvorgaben verfolgen.
Mittelfristig, das heißt zwischen drei und fünf Jahren, liegt die EBIT-Zielmarge im Geschäftsbereich Robotics bei mindestens 12 % und im Geschäftsbereich Systems bei mindestens 6 %. Aktuell wird der größte Umsatzanteil mit über 50 % in Europa generiert. Der Umsatzanteil von Asien soll weiter ausgebaut werden und mittelfristig bei rund 30 % des Umsatzes liegen. Die Erreichung der Ziele hängt auch von dem Knowhow und dem Engagement der Mitarbeiter ab. Aus diesem Grund ist es für KUKA wichtig, weltweit ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.
Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau ist der Auftragseingang. Nach Abzug der Umsatzerlöse ergibt sich hieraus der Auftragsbestand als Stichtagswert am Ende einer Berichtsperiode. Der Auftragsbestand ist eine wichtige Kennzahl für die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten in den kommenden Monaten. Auftragseingang und Auftragsbestand werden für den KUKA Konzern sowie für die Geschäftsbereiche ermittelt.
Alle Kennziffern werden laufend von den Führungsgesellschaften und vom zentralen Rechnungswesen und Controlling des KUKA Konzerns verfolgt und überprüft. Das Management analysiert Planabweichungen und entscheidet über Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Zielgrößen.
5-Jahres-Darstellung der wichtigen Kennzahlen im KUKA Konzern
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.435,6 | 1.739,2 | 1.774,5 | 2.095,7 | 2.965,9* |
| EBIT | 72,6 | 10 9,8 | 120,4 | 141,8 | 135,6 |
| ROCE | 21,8 | 32,3 | 36,9 | 28,9 | 20,0 |
| Free Cashflow | 6,5 | 77,1 | 95,4 | -172,2 | 95,7 |
* davon 620,8 Mio. € von Swisslog
Zielerreichung
Im Berichtsjahr 2015 hat der KUKA Konzern seine Finanzziele erreicht und sein profitables Wachstum fortgesetzt. Im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2014 und auf der Bilanzpressekonferenz am 25. März 2015 prognostizierte der Vorstand für das Jahr 2015 Umsatzerlöse von rund 2,8 Mrd. € und eine EBIT-Marge von rund 5,5 % vor PPA (Purchase Price Allocation) für Swisslog. Im Zielwert für die EBIT-Marge wurden die Integrations- und Restrukturierungskosten für Swisslog berücksichtigt. Zudem sollte die EBIT-Marge durch Wachstumsinvestitionen in neue Branchen, in den chinesischen Markt sowie in globale Prozess- und IT-Strukturen belastet werden.
Die Entwicklung der Konzernumsätze sollte von der erstmaligen Konsolidierung der Swisslog profitieren. Zusätzlich sollten beide Kundensegmente - General Industry und Automotive - und aus regionaler Sicht China und Nordamerika, positiv zur Umsatzentwicklung beitragen.
Bei der Berichterstattung zu den Halbjahresergebnissen 2015 erhöhte der Vorstand die Ziele auf rund 2,9 Mrd. € Umsatzerlöse und eine EBIT-Marge von 6,5 - 7,0 % vor Kaufpreisallokation für Swisslog. Grund für diese Anpassung war eine positive Geschäftsentwicklung sowie positive Effekte aus den Verkäufen des Geschäftsbereichs Werkzeugbau und der HLS Engineering Group.
Konkret wurden im Jahresverlauf folgende Angaben gemacht:
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| Zielwerte 2015 | Umsatzerlöse | EBIT-Marge |
|---|---|---|
| 1. Quartal 2015 | ~ 2,8 Mrd. € | ~ 5,5* % |
| 2. Quartal 2015 | ~ 2,9 Mrd. € | 6,5 - 7,0* % |
| 3. Quartal 2015 | ~ 2,9 Mrd. € | 6,5 - 7,0* % |
* vor PPA (Purchase Price Allocation) für Swisslog
Im Berichtsjahr wurde der für die Umsatzerlöse prognostizierte Zielwert erreicht. Der Konzern erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von 2.965,9 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bereinigt um die Effekte aus der Kaufpreisallokation für Swisslog bei 6,5 %.
Die EBIT-Marge von Robotics lag mit 11,0 % leicht höher als 2014 (10,7 %). Das stabile Automotive-Geschäft und das starke Wachstum in den Bereichen General Industry und Service sowie regional gesehen in China haben zur positiven Entwicklung der Profitabilität beigetragen.
Bei Systems stieg die EBIT-Marge um 1,6 Prozentpunkte auf 7,8 % (2014: 6,2 %). Dieser Anstieg ist überwiegend auf weiter verbesserte Prozessstrukturen, den konsequenten Fokus auf die Kostenstruktur sowie die hohe Auslastung aufgrund der guten Nachfrage vor allem aus Nordamerika zurückzuführen. Aber auch der der Gewinn aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Werkzeugbau und der HLS Engineering Group wirkte sich auf die Gesamtmarge des Geschäftsbereichs positiv aus.
KUKA erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 86,3 Mio. € (2014: 68,1 Mio. €).
Die Investitionen lagen mit 107,0 Mio. € wie geplant über dem Wert aus 2014 in Höhe von 94,3 Mio. €. Hierbei handelt es sich vor allem um Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Sachanlagen und in den Bau des neuen Entwicklungs- und Technologiezentrums in Augsburg.
Für das Geschäftsjahr 2015 wurde mit einem Free Cashflow im mittleren zweistelligen Millionenbereich ohne Finanzinvestitionen gerechnet. Es ergab sich ein positiver Free Cashflow in Höhe von 95,7 Mio. €. Im Vorjahr war der Free Cashflow insbesondere aufgrund der Akquisition der Swisslog-Gruppe mit -172,2 Mio. € noch deutlich negativ.
Detaillierte Angaben finden Sie im Kapitel Ertrags-, Finanz, und Vermögenslage ab Seite 15.
Forschung und Entwicklung
Der Bereich Forschung und Entwicklung (F & E) ist für KUKA von strategischer Bedeutung. Er sichert die Innovations- und Technologiekraft des Konzerns. Im Berichtsjahr investierte das Unternehmen stark in diesem Bereich. Die Aufwände für Forschung und Entwicklung beliefen sich 2015 auf 105,4 Mio. € und lagen somit deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr (2014: 78,2 Mio. €). Zu berücksichtigen ist dabei, dass Swisslog (Erstkonsolidierung 31. Dezember 2014) erst ab dem 1. Januar 2015 zu der Gewinn- und Verlustrechnung der KUKA beiträgt.
KUKA hat seine Aktivitäten frühzeitig auf Industrie 4.0 ausgerichtet und entsprechend investiert. Der Bereich Entwicklung wird zudem internationaler. So wurde beispielsweise in Austin, Texas /USA ein IT-Standort gegründet, der sich auf die Weiterentwicklung der Softwareanwendungen und den Bereich Datenanalyse konzentrieren soll. Zusätzlich beteiligte sich KUKA an Unternehmen und Start-Ups, die uns bei der weiteren Digitalisierung unterstützen und den frühzeitigen Zugang zu Innovationstrends sichern.
Der Aufwand für F & E kann überwiegend dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden. Im Berichtsjahr meldete Robotics 168 Patente an, von denen 117 erteilt wurden. Bei Systems finden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in erster Linie im Rahmen von Kundenprojekten statt. Hier wurden 2015 insgesamt 100 Patente angemeldet und 62 erteilt.
Im Berichtsjahr arbeitete KUKA vor allem daran, das bestehende Produktportfolio zu erweitern und zu verbessern sowie Industrie 4.0 Anwendungen zu entwickeln. Dazu zählen auch Schlüsseltechnologien, wie die Mensch-Roboter-Kollaboration, Mobilität und Smart Platforms. Diese Schwerpunkte zeigte KUKA in der Fabrik der Zukunft auf der Hannover Messe unter dem Motto "Hello Industrie 4.0".
Die KUKA Konzernforschung ist unternehmensübergreifend tätig und entwickelt Technologien für zukunftsfähige Produkte und Lösungen der Konzerngesellschaften.
Geschäftsbereich Robotics
KUKA Robotics präsentierte im November 2015 die neue KR CYBERTECH nano-Serie in China, dem größten und am schnellsten wachsenden Robotermarkt der Welt. Die neuen Handhabungs- und Schweißroboter definieren die Leistungsparameter der niedrigen Traglast neu und ergänzen das Roboterportfolio mit Traglasten von sechs, acht und zehn Kilogramm. Unter dem Motto "Performance. Reinvented." hat KUKA die neuen Roboter auf der "Robotics Show" im Rahmen der China International Industrial Fair (CIIF) in Shanghai erstmals vorgestellt.
Mit dem KMR iiwa (KMR steht für "KUKA Mobile Robotik") kombiniert KUKA die Stärken des sensitiven Leichtbauroboters LBR iiwa mit einer autonom navigierenden Plattform, auf die der LBR iiwa montiert ist. So wird der Roboter zum mobilen, hochflexiblen Produktionsassistenten -eine wichtige Voraussetzung für die Produktion der Zukunft. Mit der integrierten KUKA Navigation Solution in Verbindung mit Sicherheits-Laserscannern erkennt er frühzeitig Hindernisse und kann sich gemeinsame Wege mit Personen und Logistikzügen teilen.
Kürzere Montagezeiten und effektiver Einsatz von Arbeitskraft im Satellitenbau sind die Ziele des Projektes "Tomorrow's factory" mit der französischen Firma Thales Alenia Space. Dabei stellt ein LBR iiwa Zubehörteile aus verschiedenen Aufbewahrungsbehältern als Paket zusammen und bereitet so den nächsten Arbeitsschritt vor. Der KMR iiwa bringt das fertige Paket zur Montage-Station der Satelliten. Außerdem ist der Einsatz der Transportplattform KMP omniMove (KMP steht für "KUKA Mobile Platforms") geplant, um die fertigen Satelliten innerhalb der Produktion autonom zu transportieren.
Der KR AGILUS HM (Hygienic Machine) ergänzt als hygienegerechter Roboter für die Lebensmittel- und Pharmabranche das Portfolio der KR AGILUS Kleinrobotik-Serie.
Auf der GIFA 2015 wurde erstmals der KR 120 R2100 nano F exclusive präsentiert. Er ist auf die extremen Arbeitsbedingungen in Reinigungsanlagen sowie mittleren und größeren Waschzellen optimiert und ergänzt das KR QUANTEC Portfolio der Spezialroboter für Gießereien im Kompaktbereich.
Für Applikationen, in denen höchste Präzision gefragt ist, hat KUKA den extrem genauen KR 300 R2500 ultra SE entwickelt. Er verfügt über eine Positionsgenauigkeit von unter 0,3 mm. Der Roboter wurde auf der EMO 2015 in Mailand vorgestellt.
Auf der Entertainment Messe IAAPA in Orlando, Florida /USA wurde zudem 2015 die neue Generation des KUKA Coaster vorgestellt, ein Fahrgeschäft auf Basis eines KUKA Industrieroboters. Die neue Generation ermöglicht den einfachen ebenerdigen Zustieg und wird mit einem Bediengerät über Touch Screen angesteuert.
Geschäftsbereich Systems
Der flexFELLOW ist eine ortsflexible Robotereinheit, auf der ein LBR iiwa installiert ist. Er kann innerhalb kürzester Zeit manuell an den Einsatzort gefahren und dort in Betrieb genommen werden. So entsteht ein hohes Maß an Flexibilität in der Planung von Anlagen sowie die fließende Variation des Automatisierungsgrades. Durch die Kombinationsmöglichkeit von manuellen und automatisierten Tätigkeiten kann die Produktion optimal an die jeweils benötigte Auslastung angepasst werden. Dabei können Mensch und Roboter sicher zusammenarbeiten.
Energieeffizienz im Anlagenbau
Nach der Entwicklung eines Softwaretools zur energieeffizienten Auslegung von Fertigungsanlagen im Vorjahr wurden in 2015 die Maßnahmen auf Wirksamkeit, Auswirkungen auf Produktionsanlagen und etwaige Mehrkosten untersucht. Die von KUKA Systems entwickelten Anlagen sollen nicht nur theoretisch Ressourcen schonen, sondern auch in der Praxis zu einer nachhaltigen Produktion beitragen. Dafür müssen die Verbräuche kontinuierlich überprüft werden. Mit den Lösungen von KUKA Systems lassen sich Energieverbräuche sowohl während der Planung als auch später im Betrieb aufzeichnen. In Kombination mit dem Visualisierungsstandard kann der Leistungsverlauf bei Bedarf angezeigt und archiviert werden. Auf dem Bediengerät wird dem Bediener über ein Ampelsystem angezeigt, ob der aktuelle Energieverbrauch dem vorgesehenen entspricht. So kann zeitnah reagiert und gegengesteuert werden.
Forschung für den Karosseriebau der Zukunft
KUKA Systems arbeitete im Berichtsjahr intensiv an Konzepten für den Karosseriebau der Zukunft. Die Herausforderung in der Branche besteht immer mehr darin, eine steigende Anzahl unterschiedlicher Fahrzeugmodelle in zunehmend kleineren Stückzahlen zu produzieren. KUKA Systems ist bereits seit Anfang 2014 an der Forschungsfabrik Karosseriebau beteiligt und seit Ende 2014 Mitglied im Forschungsverbund ARENA 2036.
Für den wandlungsfähigen Karosseriebau wurde das Konzept "Matrix Karosseriebau" entwickelt, bei dem die einzelnen Prozessschritte in standardisierten Zellen erfolgen. Das Konzept sorgt für eine wandlungsfähige und vernetzte Fertigung, die den entscheidenden Wettbewerbsvorteil in der modernen Industrie bringt. Die Basiszellen werden über AGVs (Automated Guided Vehicles) mit den jeweils benötigten Produktions- und Spannwerkzeugen gerüstet, so dass verschiedene Typen und Derivate auf einer Linie gefertigt werden können. Die AGVs übernehmen auch die Bauteillogistik. Die Herstellung von Kleinserien unter Beibehaltung der ökonomischen Vorteile einer Großserie wird dadurch realisierbar. Das Konzept eignet sich nicht nur für die Automobilbranche, sondern auch für variantenreiche Kleinserien, da die Taktzeiten gering sind.
KUKA Industries
Die Reis-Pressenbaureihe SEP für das Stanzentgraten wurde 2015 um weitere Baugrößen erweitert. Diese neue Baureihe zeichnet sich durch eine starke Modularisierung aus. Dadurch bieten sich dem Kunden viele unterschiedliche Varianten ohne das Standardisierungskonzept aufzugeben. Die SEP-Baureihe in Verbindung mit der Steuerung Dialog IV bietet dem Kunden neue Funktionen, eine komfortable, intuitive Bedienoberfläche und leistungsfähige Schnittstellen zur Ansteuerung und Datenübertragung für Industrie 4.0.
KRC ROBOTstar ist die neue Robotersteuerung von KUKA Industries. Dabei wurde die Robotersteuerung ROBOTstar-VI von Reis nahtlos auf die Steuerungsplattform der KUKA KRC 4 integriert. Die Bedienung und Programmierung erfolgt über das Touch-Bediengerät reisPAD. Die KRC ROBOTstar ist offen für die digitale Kommunikation mit anderen Netzwerkteilnehmern und bildet so die ideale Basis für künftige Industrie 4.0-Anwendungen.
Auf der GIFA 2015 stellte KUKA Industries Komplettlösungen für Kokillen- und Druckgussautomation vor. Dabei verbindet KUKA Industries Automations- und Prozesswissen.
Geschäftsbereich Swisslog
Mit dem automatisierten Ware-zur-Person-System "CarryPick" zeigte KUKA auf der Hannover Messe die erste Applikation gemeinsam mit Swisslog. "CarryPick" besteht aus mobilen Regalen, AGVs (Automated Guided Vehicles), multifunktionalen Arbeitsplätzen "ProPick" und dem Swisslog Warehouse Management System WM6. AGVs fahren in einem definierten Lagerbereich unter mobile, mit Ware bestückte Regale, heben diese an und transportieren sie zu Kommissionier-Arbeitsplätzen. Dort assistiert der sensitive Leichtbauroboter LBR iiwa dem Menschen. Auch er nimmt Aufträge eines Systems entgegen. Unterstützt durch ein 2D Visionsystem wählt er bestellte Ware aus vorbeifahrenden Behältern aus und entnimmt sie mithilfe von Sauggreifern.
Zusammen mit einem langjährigen Bestandskunden entwickelte KUKA eine automatische Palettierstation. In der Intralogistik gehört das automatisierte Beladen gemischter Paletten zu den zentralen Aufgaben. Je nach Verpackungsform und Sequenzier-Kriterien bestehen höchste Ansprüche.
Auszeichnungen für KUKA Produkte und Technologien
Im März 2015 gewann der KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie "Großunternehmen". Mit dem Preis werden die bedeutendsten wissenschaftlichen, technischen, unternehmerischen und geistigen Innovationen der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.
Zudem erhielt KUKA im ersten Quartal 2015 den renommierten euRobotics Technology Transfer Award. Den Preis gewann das Unternehmen gemeinsam mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für den erfolgreichen Technologietransfer mit dem Titel "Flexible Autonomous Navigation for Industrial Shop Floor." Der Technologietransfer beinhaltete verschiedene Verfahren zur autonomen Navigation, die es ermöglichen, mit Hilfe von KUKA omniMove Schwerlastplattformen neue Produktions- und Logistikkonzepte in den Bereichen Aerospace und General Industry umzusetzen.
Die Reibschweißmaschine KUKA Genius wurde mit dem Red Dot Design Award in der Kategorie "Product Design" ausgezeichnet. Sie überzeugte durch ihr ansprechendes Design, hohe Funktionalität und eine einfache, ergonomische Bedienung. KUKA Genius lässt sich leicht installieren, ist platzsparend und kann je nach Schweißaufgabe konfiguriert werden.
Für das Design der Kleinrobotikserie KR AGILUS wurde KUKA im Rahmen der 50. Internationalen Konferenz der Industrial Designers Society of America mit dem International Design Excellence Award (IDEA) ausgezeichnet. Das Design transportiert die technischen Eigenschaften des KR AGILUS - Dynamik, hohe Geschwindigkeit, exakte Präzision und maximale Flexibilität. Dabei ist das Design besonders materialsparend ausgelegt, um die maximale Agilität der Maschine zu erreichen.
Beschaffung
Nach der Übernahme von Swisslog wurden Preise und Lieferkonditionen bei gemeinsamen Lieferanten der KUKA Gesellschaften optimiert. Insbesondere im indirekten Einkauf wurden die Einsparpotentiale im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich, die im Vorjahr in einem gruppenübergreifenden Projekt der Geschäftsbereiche Robotics und Systems angestrebt worden waren, vollständig erzielt. Schwerpunkt war hierbei das Nachschärfen der Schnittstellen im Einkauf und bei den Bedarfsträgern. Außerdem werden übergreifend neue Verhandlungswerkzeuge genutzt.
Bezüglich des Zukaufs von Fertigungsteilen prüft Swisslog die Fertigungsstandorte von KUKA Rumänien und REIS Tschechien für Make-or-buy-Betrachtungen.
Für die Bearbeitung der indirekten Materialien startete Swisslog zusammen mit den weiteren KUKA Gesellschaften im Juli 2015 ein Projekt, mit dem Ziel, diese Materialien und Dienstleistungen künftig in enger Zusammenarbeit zu beschaffen. Durch die Bündelung der Volumina und Lieferanten werden 2016 und 2017 weitere Einspareffekte erzielt werden. Des Weiteren wurde das Materialgruppenmanagement von Robotics, Systems und Swisslog enger verzahnt.
Beschaffung bei Robotics
Insgesamt konnten bei Robotics im Einkauf aufgrund der günstigen Rohstoffpreise Einsparungen in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe erwirtschaftet werden. Darüber hinaus konnte die Lokalisierung in China deutlich ausgebaut und der Lieferantenstamm maßgeblich erweitert werden.
Beschaffung bei Systems
In einem Optimierungsprojekt wurden die Schnittstellen und Prozesse zum Einkauf analysiert und nachgeschärft. Voraussetzungen, um Einkaufshebel wirkungsvoller einzusetzen, wurden erarbeitet, den Schnittstellenpartnern sowie den Einkäufern gespiegelt und neue Reportingstrukturen aufgebaut. Zusätzlich wurde die Einkaufsorganisation neu aufgestellt, um in Zukunft die Vergabestrategien und Voraussetzungen besser zu steuern. Damit wird der Einkauf proaktiver agieren, das Front-Loading weiter stärken und die Einsparungen deutlich steigern.
Für KUKA Industries wurden in Obernburg ebenfalls über ein Optimierungsprojekt Prozesse, Methoden und Tools im Einkauf verbessert. Wesentlich dabei ist die frühzeitigere Einbindung des Einkaufs in alle Beschaffungsumfänge. Ebenso wurden ein Materialgruppenmanagement und Kennzahlen zur Steuerung per Qlik-View umgesetzt. Im zweiten Teil des Projektes wurden Maßnahmen für zusätzliche Einsparpotenziale identifiziert, die 2016 weiter umgesetzt werden.
Beschaffung bei Swisslog
Die Umstellung auf direkte Berichtslinien von den lokalen Einkaufsleitern zum strategischen Einkaufsleiter im Geschäftsbereich Warehouse & Distribution Solutions hat die Prozesse und Tools im Einkauf weiter harmonisiert. Durch den Ausbau der strategischen Beschaffung wurde das Materialgruppenmanagement mit KUKA Robotics und KUKA Systems enger verzahnt. Im Bereich des Projektgeschäfts wurden die Einsparziele übertroffen.
An weiteren Swisslog Standorten wurde SAP eingeführt. Der Rollout-Prozess wird 2017 abgeschlossen sein. Dies wird Beschaffungsprozesse harmonisieren sowie eine verbesserte Transparenz von Beschaffungsdaten ermöglichen.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
IWF - Weltwirtschaft soll trotz schwieriger Rahmenbedingungen in 2016 um 3,1 % wachsen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Anfang des laufenden Jahres seine Prognose der Weltwirtschaft für 2016 und 2017 vorgestellt. Für die globale Wirtschaft rechnet der Fonds mit einem moderaten Wachstum von 3,1 % im laufenden und von 3,4 % im kommenden Jahr. Damit hat der IWF seine Prognose vom Herbst 2015 um jeweils 0,2 %punkte revidiert. Treiber für die Anpassung der Erwartungen ist unter anderem der gesunkene Ölpreis, der das Wirtschaftswachstum in Ländern mit hohen Öl-Förderquoten deutlich negativ beeinflussen sollte. Außerdem sehen die Experten Risiken in Entwicklungs- und Schwellenländern, die in den vergangenen Jahren den größten Anteil am weltweiten Wirtschaftswachstum hatten. Gerade diese Länder haben ihre Kreditaufnahmen vornehmlich auf Basis des US-Dollars getätigt. Durch die veränderte Zinspolitik der US-Notenbank, die zu einer Aufwertung des US-Dollars führen kann, werden die Belastungen für die Haushalte dieser Länder steigen, was die Gefahr von Zahlungsausfällen erhöht. Speziell für China erwartet der IWF immer noch ein deutliches Wachstum, jedoch weiter rückläufig verglichen mit den hohen Steigerungsraten in den Vorjahren. Konkret erwarten die Experten für 2016 ein Wachstum in China von 6,3 % und für 2017 von 6,0 %. Der IWF rechnet mit einer positiven Entwicklung in den Euro-Ländern, wenn auch der Druck durch die niedrige Inflation weiter anhält. Hier wird mit Zuwächsen von jeweils 1,7 % in den Jahren 2016 und 2017 gerechnet. Das gleiche Tempo wird Deutschland vorausgesagt. Hier hat der IWF seine Prognosen für dieses Jahr um 0,1 Punkte und für nächstes Jahr sogar um 0,2 Punkte aufgestockt. Schwer kalkulierbar seien die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Flüchtlingskrise. Hier dürften auf die betroffenen Länder zusätzliche Ausgaben zukommen und teilweise auch eine Herausforderung für ihre Arbeitsmärkte darstellen. In den USA erwarten die IWF-Experten eine recht positive Entwicklung, wenn auch mit leicht reduzierten Erwartungen für 2016. Unter anderem deuten hier schwache Produktivitätswerte auf ausgebliebene Investitionen hin, was auf längere Sicht mit Risiken verbunden sein könnte. Zusätzlich birgt die veränderte Zinspolitik Risiken für das Konsumentenverhalten und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Der IWF hat deshalb seine Wachstumsprognosen für die USA in diesem und im nächsten Jahr leicht auf jeweils 2,6 % zurückgenommen.
Rekord-Investitionen der Autohersteller in 2015
Nach einer Erhebung der Beratungsgesellschaft Ernst & Young haben die 16 größten Automobilhersteller in 2015 rund 52 Mrd. € in die Erweiterung und Erneuerung ihrer Fabriken investiert. Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um gut 45 %. Gründe für die hohen Investitionen sind unter anderem die hohen Verkaufszahlen der Hersteller, die zum Beispiel in den USA und in China neue Rekorde erreichten. Außerdem erfolgte teilweise eine Verlagerung der Produktion in Länder mit niedrigeren Produktionskosten. Die Spitzenposition erzielten die USA mit einem Investitionsvolumen von 13,5 Mrd. €, gefolgt von Deutschland (12 Mrd. €), Mexiko (4,9 Mrd. €), China (4,5 Mrd. €) und Spanien (4,2 Mrd. €).
PKW Märkte USA und China an der Spitze - Wachstum in Westeuropa
Im Berichtsjahr wurden laut Verband der Automobilindustrie (VDA) 5,7 Mio. Neuwägen in Deutschland produziert. Verglichen mit der Produktion im Jahr 2014 ist dies ein Plus von mehr als 2 %. Es stiegen sowohl der inländische Auftragseingang (+7 %) als auch die Bestellungen aus dem Ausland (+3 %).In 2015 wurden in den USA und in China jeweils neue Rekorde bei den Autoabsätzen erzielt, Westeuropa legte ebenfalls deutlich zu und verzeichnete den höchsten Stand in den letzten fünf Jahren.
Der VDA sieht die USA als dynamischen Wachstumsmotor und als einen wichtigen Markt für die deutschen Automobilhersteller. Die Neuzulassungen von Light Vehicles (PKW und Light Trucks) stiegen um 6 % auf 17,4 Mio. Einheiten, wobei die Wachstumstreiber hier vor allem die Light Trucks waren. Die deutschen Hersteller konnten ihren Absatz im US-Markt um 2 % steigern und damit einen neuen Rekordwert erzielen. Insgesamt lag damit ihr Marktanteil bei rund 8 %. Der Exportwert stieg 2015 auf ein Höchstniveau von über 24 Mrd. €. Nicht nur als Absatzmarkt wächst die Bedeutung der USA für deutsche Hersteller, sondern auch als Produktionsstandort. Im Jahr 2014 konnten sie nach Angaben des VDA ihre Fertigung an US-Standorten um 13 % auf 810.000 Autos steigern. Beim Verkauf von Elektrofahrzeugen in den Vereinigten Staaten verzeichneten die deutschen Hersteller ebenfalls einen Anstieg. Jedes fünfte Elektroauto, das im Jahr 2015 in den USA verkauft wurde, stammte von einem deutschen Hersteller.
Neben den USA legten laut VDA auch Westeuropa und China zu. Der westeuropäische Markt konnte die Zahl der Neuzulassungen um 9 % auf 13,2 Mio. Autos steigern. Insgesamt war die Erholung dabei auf breiter Front; unter anderem wuchs Deutschland um 6 %, Spanien 21 %, Italien 16 % und Frankreich um 7 %. In China nahm der Absatz um fast 9 % auf 20,0 Mio. Einheiten zu. Negativ entwickelten sich die Märkte Russland (-36 %) und Brasilien (-26 %).
Zukunftsweisende Roboter erschließen neue Einsatzgebiete
Der weltweite Trend zur roboterbasierten Automatisierung von Fertigungsprozessen setzte sich in 2015 unvermindert fort. Forschung und Entwicklung bringen zukunftsweisende Technologien und Produkte auf den Markt, wodurch neue Einsatzgebiete erschlossen werden. So können mehr und mehr Prozessschritte automatisiert werden, in denen der Robotereinsatz bis vor kurzem noch undenkbar oder sehr schwierig war.
Das Thema Automatisierung gewinnt an Breite und ermöglicht Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen ihre Produktion effizienter zu gestalten. Treiber dieser Entwicklung sind Themen wie Industrie 4.0, die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration oder mobile Robotik. Neben dem Sicherheitsfaktor spielen dabei die intuitive Bedienbarkeit und der steigende Einsatz von Software eine wichtige Rolle. Gerade der steigende Einsatz von Softwareapplikationen und die Nutzung von Daten, die während der Produktion entstehen, ermöglichen es neue Wachstumspotentiale bei Kunden zu erschließen und bilden die Basis von Industrie 4.0. Außerdem bietet China enormes Absatzpotential für Roboter, Anlagen und Logistiklösungen. Gründe hierfür sind die steigenden Lohnkosten, die wachsenden Qualitätsansprüche und der Fokus auf Effizienzsteigerung. Für das abgelaufene Geschäftsjahr prognostizierte die International Federation of Robotics (IFR) einen weltweiten Absatz von 264.000 Industrierobotern, davon 75.000 in China. Dies entspricht einem weltweiten Anstieg um 15 % im Vergleich zu 229.000 verkauften Industrierobotern in 2014. Die IFR rechnet in den Jahren 2016 bis 2017 weltweit mit einem jährlichen Durchschnittswachstum von 12 %, in China sogar von 26 %. Ende 2018 sollen weltweit rund 2,3 Mio. Industrieroboter in Fabriken im Einsatz sein, davon geschätzte 610.000 Stück in China, die vor allem in den Branchen Automotive und Elektronik eingesetzt werden sollen.
Geschäftsverlauf
Auftragseingang
Im Berichtsjahr verzeichnete der KUKA Konzern Auftragseingänge in Höhe von 2.838,9 Mio. € und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (2014: 2.229,0 Mio. €). Die zu Ende des Jahres 2014 erstkonsolidierte Swisslog Gruppe trug hierzu 551,8 Mio. € bei. Somit konnte KUKA 2015 auch ohne Swisslog mit 2.287,1 Mio. € den bisherigen Rekordwert aus dem Vorjahr deutlich übertreffen. Besonders erfreulich hierbei ist der Anstieg des Geschäftsbereichs Robotics um 10,6 % auf 891,2 Mio. €. Auch der Geschäftsbereich Systems konnte mit 1.428,1 Mio. € einen hervorragenden Wert erzielen, der nur um 1,9 % unter dem Rekordjahr 2014 lag.
KUKA Robotics konnte den Rekordauftragseingang von 805,5 Mio. € aus 2014 im Jahr 2015 mit 891,2 Mio. € erneut steigern. Hierzu hat auch die bereits im Vorjahr vorgenommene, konsequente Ausrichtung des Vertriebs an den Divisionen (Automotive, General Industry mit Consumer Goods, Electronics, Machine Automation und Metal & Arc Welding) beigetragen. Es zeigen sich bereits die erhofften Erfolge. In allen drei Bereichen Automotive, General Industry und Service konnten Zuwächse beim Auftragseingang verzeichnet werden. Weitere Maßnahmen zur Verstärkung der Marktdurchdringung sind eingeleitet; z. B. die Reduzierung der Lieferzeiten und die Entwicklung neuer Produkte, speziell für ausgewählte Kunden- und Marktsegmente. Die Aufträge aus der Automobilindustrie summierten sich 2015 auf 339,6 Mio. € (2014: 327,9 Mio. €) - +3,6 %. In der General Industry lagen die Auftragseingänge mit 374,2 Mio. € deutlich über dem Vorjahr (315,0 Mio. €) -+18,8 %. Dabei handelt es sich um überwiegend kleinere, tendenziell margenstärkere Aufträge aus unterschiedlichen Branchen. Der weitere Ausbau des General Industry-Geschäfts gehört daher schon länger zu den wichtigen strategischen Zielen im Geschäftsbereich Robotics. Das Servicegeschäft konnte im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere aufgrund der gestiegenen Anzahl der installierten Roboter weiter zulegen und erreichte mit 177,4 Mio. € ein erneutes Plus von 9,1 % gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 162,6 Mio. €.
KUKA Systems konnte die Auftragslage mit Auftragseingängen in Höhe von 1.428,1 Mio. € (2014: 1.456,0 Mio. €) annähernd auf dem hohen Niveau des Vorjahrs halten. Dies ist umso bemerkenswerter als durch die unterjährigen Abgänge der HLS Gruppe sowie des Werkzeugbaus in 2015 Unternehmensbereiche den Konzern verlassen haben; dadurch konnten, verglichen mit dem Vorjahr, rund 28 Mio. € weniger Auftragseingänge erzielt werden. Überkompensiert wurde dies insbesondere durch die hervorragende Entwicklung im Bereich Karosserieanlagenbau (Body Structure) - hier konnte, vor allem wegen der positiven Entwicklung auf dem US-amerikanischen Automobilmarkt, mit 729,1 Mio. € ein um 12,0 % höherer Auftragseingang verbucht werden. Aber auch andere Systems-Bereiche, z. B. Assembly & Test, Pay on Production oder KUKA Industries trugen zur positiven Entwicklung bei. Im Bereich Aerospace hingegen konnte KUKA nicht ganz an das hervorragende Vorjahr, das wesentlich durch einen Großauftrag beeinflusst war, anknüpfen. Hier wurden Auftragseingänge in Höhe von 124,0 Mio. € realisiert.
Swisslog konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr Auftragseingänge in Höhe von 551,8 Mio. € erzielen. Diese verteilen sich vor Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten mit 339,4 Mio. € auf den Bereich Warehouse & Distribution Solutions (Warenhauslogistik) und mit 213,0 Mio. € auf den Bereich Healthcare Solutions (Krankenhauslogistik). Während der Bereich Healthcare Solutions den Geschäftsschwerpunkt mit 59,7 % der Auftragseingänge in Nordamerika hat, ist der Bereich Warehouse & Distribution Solutions historisch stark in Europa vertreten und erzielte hier im Geschäftsjahr 80,8 % der Auftragseingänge. Auch um den Lagerlogistik geographisch breiter aufzustellen wurde in 2015 die Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason, Ohio /USA erworben. Die neue Tochtergesellschaft trug in 2015 bereits 16,2 Mio. € zum Auftragseingang bei.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns profitierten von den hohen Auftragseingängen In den Vorquartalen. Sie erhöhten sich auf insgesamt 2.965,9 Mio. € und erreichten damit fast die 3 Mrd. Marke nachdem erst im Vorjahr mit 2.095,7 Mio. € die 2 Mrd. Marke übersprungen wurde. Die Ende 2014 getätigte Akquisition der Swisslog Gruppe trug 620,8 Mio. € zu den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres bei, d. h. bei den Umsätzen konnte auch ohne Swisslog mit 2.345,1 Mio. € ein neues Allzeithoch erreicht werden, und der Vorjahresvergleichswert wurde wiederum im zweistelligen Prozentbereich übertroffen (+11,9 %; 2014: +18,1 %). Sowohl Robotics als auch Systems trugen hier mit jeweils neuen Bestwerten bei.
KUKA Robotics konnte erneut seine Umsatzerlöse auf jetzt 909,6 Mio. € steigern. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Umsatz um 9,0 % (2014: 834,6 Mio. €). KUKA Robotics berichtet damit im sechsten Jahr in Folge über einen Anstieg der Umsatzerlöse. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate seit 2011 liegt bei 8,1 %. Noch stärker fiel der Zuwachs in Asien, vor allem in China, aus. Der Fokus von KUKA auf den asiatischen Markt mit einer eigenen Fertigung in Shanghai war Grundlage dafür, dass auch in 2015 der China-Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 92,7 Mio. € auf jetzt 316,3 Mio. € gesteigert werden konnte. Die Fertigung in China ist ausgelastet, so dass sich das Management der KUKA bereits jetzt mit einer möglichen Erweiterung der Produktionskapazitäten in China befasst.
KUKA Systems konnte in 2015 im zweiten Jahr in Folge in jedem einzelnen Quartal mehr als 300 Mio. € Umsatz erzielen. Im Gesamtjahr betragen die Umsatzerlöse 1.471,7 Mio. €; damit konnte das Segment eine deutliche Steigerung von 14,5 % gegenüber dem Vorjahr (2014: 1.285,6 Mio. €) erzielen. Den größten Einzelumsatz im Geschäftsjahr erzielte Systems mit einem nordamerikanischen Flugzeugbauunternehmen. Aber auch aus dem Automobilbereich waren bedeutende Einzelumsätze zu verzeichnen.
Der Geschäftsbereich Swisslog erzielte insgesamt Umsätze in Höhe von 620,8 Mio. €. Diese entfallen zu etwa zwei Drittel auf den Bereich der Lagerlogistik und zu einem Drittel auf den Bereich der Krankenhauslogistik.
Book-to-Bill Ratio und Auftragsbestand
Die Book-to-Bill Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, liegt im Konzern bei 0,96 (2014: 1,06). Werte um 1 signalisieren dabei eine gute Auslastung, Werte über 1 ein wachsendes Geschäftsvolumen. Im Geschäftsbereich Robotics lag das Verhältnis mit 0,98 auf Vorjahresniveau (0,97). Im Geschäftsbereich Systems beträgt die Book-to-Bill Ratio 0,97 (2014: 1,13) was insbesondere durch die Verzögerung der Auftragsvergabe bei einigen größeren Losen im Schlussquartal 2015 begründet ist. Swisslog weist derzeit noch eine niedrige Book-to-Bill Ratio von 0,89 auf Jahressicht aus. In den einzelnen Quartalen ist hier jedoch eine deutlich Verbesserung der Kennzahl zu verzeichnen - von 0,75 im ersten Quartal 2015 auf 1,26 im vierten Quartal 2015.
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| Auftragseingang | Umsatz | Book-to-Bill Ratio | Auftragseingang | Umsatz | Book-to-Bill Ratio | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2014 | 2014 | 2014 | 2015 | 2015 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzern | 2.229,0 | 2.095,7 | 1,06 | 2.838,9 | 2.965,9 | 0,96 |
| Konzern ohne Swisslog | 2.229,0 | 2.095,7 | 1,06 | 2.287,1 | 2.345,1 | 0,98 |
| Robotis | 805,5 | 834,6 | 0,97 | 891,2 | 909,6 | 0,98 |
| Systems | 1.456,0 | 1.285,6 | 1,13 | 1.428,1 | 1.471,7 | 0,97 |
| Swisslog | - | - | - | 551,8 | 620,8 | 0,89 |
Der Auftragsbestand des KUKA Konzerns erreichte zum Jahresende 2015 einen Wert von 1.639,0 Mio. €. Dies ist gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres eine Verringerung um 3,7 % (2014: 1.702,5 Mio. €). Der nach wie vor hohe Auftragsbestand repräsentiert über 50 % der Jahresumsätze und sichert damit für das Geschäftsjahr 2016 und bei langfristigen Aufträgen teilweise auch bereits für 2017 eine hohe Auslastung.
KUKA Robotics verfügte zum Jahresende über einen Auftragsbestand (ohne Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie) von 233,4 Mio. € (2014: 241,5 Mio. €).
Der Auftragsbestand von KUKA Systems beträgt zum Bilanzstichtag 923,2 Mio. € und liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert von 955.4 Mio. €. Die Auftragsbestände werden sich aufgrund der im Projektgeschäft üblichen zeitlichen Differenz zwischen Auftragsgewinn und Umsatzgenerierung erst 2016 und teilweise 2017 in den Umsätzen niederschlagen.
Swisslog verbucht zum Jahresende einen Auftragsbestand von 491,0 Mio. € (2014: 517,2 Mio. €).
EBIT und EBITDA
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im KUKA Konzern lag mit 135,6 Mio. € wie erwartet im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 141,8 Mio. €. Belastend wirkten hier die Einbeziehung der Swisslog Gruppe. Das EBIT von Swisslog ist insbesondere durch die Abschreibungen auf im Zuge der Kaufpreisallokation aktivierte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 58,7 Mio. € mit -45,9 Mio. € noch deutlich negativ. Ohne diese Effekte beträgt das EBIT der KUKA 181,5 Mio. € - eine neue historische Bestmarke. Die EBIT-Marge beträgt 4,6 % (2014: 6,8 %). Bereinigt um Swisslog liegt die EBIT-Marge mit 7,7 % deutlich über dem Vorjahr. Eliminiert man nur die Effekte aus der Kaufpreisallokation so konnte der KUKA Konzern eine EBIT-Marge von 6,6 % erzielen. Dieser erfreuliche Anstieg ist neben Skaleneffekten auch auf die getroffenen Maßnahmen zur nachhaltigen Effizienzsteigerung sowohl in der Produktion als auch im Vertrieb und in der Risikosteuerung zurückzuführen. Bereinigt man außerdem noch den Gewinn des KUKA Konzerns aus der Veräußerung des Werkzeugbaus und der HLS Gruppe, resultiert eine EBIT-Marge von 4,1 %.
Das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, beträgt 259,1 Mio. € nach 185,3 Mio. € im Vorjahr. Ohne Swisslog beträgt das EBITDA 234,6 Mio. €. Damit liegt die EBITDA-Marge in 2015 bei 8,7 % (2014: 8,9 %) bzw. ohne Swisslog bei 10,0 %. Nach Bereinigung um die Veräußerungsgewinne des Werkzeugbaus und der HLS Gruppe beläuft sich die EBITDA-Marge des KUKA Konzerns auf 8,3 %.
KUKA Robotics konnte mit 100,2 Mio. € erstmals ein EBIT von über 100 Mio. € erzielen. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 11,3 Mio. € (2014: 88,9 Mio. €). Die EBIT-Marge liegt mit 11,0 % ebenfalls leicht über dem Vorjahr (2014: 10,7 %). Das EBITDA von Robotics erhöhte sich entsprechend der Entwicklung beim EBIT von 112,0 Mio. € im Jahr 2014 auf den neuen Rekordwert von 126,1 Mio. € im Berichtsjahr. Die EBITDA-Marge liegt mit 13,9 % deutlich über dem Vorjahresniveau von 13,4 %.
KUKA Systems entwickelte sich sehr positiv und konnte ebenfalls erstmals ein EBIT über 100 Mio. € erwirtschaften. Es liegt 2015 bei 114,7 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 80,2 Mio. €. Dies gilt auch wenn man die Erträge aus dem Verkauf der HLS Gruppe und des Werkzeugbaus herausrechnet. Die EBIT-Marge betrug 7,8 % - ein Anstieg um 1,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (6,2 %). Dieser Anstieg ist überwiegend auf weiter verbesserte Prozesse, den konsequenten Fokus auf die Kostenstruktur sowie die hohe Auslastung aufgrund der guten Nachfrage zurückzuführen. Aber auch der Verkauf der Geschäftsbereiche Werkzeugbau und der HLS Gruppe, beide mit tendenziell niedrigeren Margen, wirkte sich auf die Gesamtmarge des Geschäftsbereichs positiv aus. Das EBITDA von Systems erhöhte sich gleichlaufend mit der Entwicklung beim EBIT von 97,4 Mio. € Im Jahr 2014 auf den neuen Rekordwert 135,6 Mio. € im Berichtsjahr. Die EBITDA-Marge des Bereichs ist von 7,6 % im Jahr 2014 auf 9,2 % im Jahr 2015 angestiegen.
Swisslog erzielte im Geschäftsjahr das erwartete negative EBIT (-45,9 Mio. €). Ursächlich hierfür waren die bereits oben beschriebenen Abschreibungen im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation (58,7 Mio. €). Daneben war die Swisslog im Geschäftsjahr mit Sonderaufwendungen in Höhe von 8,1 Mio. € zur Optimierung der Geschäftsstruktur und der Integration in den KUKA Konzern belastet. Anzuführen sind hier u. a. Kosten für externe Beratung, Relokation von Standorten sowie Anpassungen von Mitarbeiter- und Managementstrukturen. Eliminiert man beide Aufwandspositionen mit einem Wert von insgesamt 66,8 Mio. € so ergibt sich ein positives EBIT von 20,9 Mio. € und eine EBIT-Marge von 3,4 %, die damit über der Vergleichs-EBIT-Marge von 2,2 % des in 2014 noch selbständigen Swisslog Konzerns. Das EBITDA beträgt 24,5 Mio. €, die EBITDA-Marge liegt bei 3,9 % bzw. bereinigt um Sonderaufwendungen bei 5,3 %.
EBIT und EBITDA (Konzern, Robotics, Systems, Swisslog)
EBIT
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | 72,6 | 109,8 | 120,4 | 141,8 | 135,6 |
| In % der Umsatzerlöse | 5,1 | 6,3 | 6,8 | 6,8 | 4,6 |
| Konzern ohne Swisslog | 72,6 | 109,8 | 120,4 | 141,8 | 181,5 |
| In % der Umsatzerlöse | 5,1 | 6,3 | 6,8 | 6,8 | 7,7 |
| Robotics | 51,0 | 80,2 | 77,1 | 88,9 | 100,2 |
| In % der Umsatzerlöse | 8,3 | 10,8 | 10,2 | 10,7 | 11,0 |
| Systems | 33,7 | 47,7 | 60,8 | 80,2 | 114,7 |
| In % der Umsatzerlöse | 4,0 | 4,7 | 5,8 | 6,2 | 7,8 |
| Swisslog | - | - | - | - | -45,9 |
| In % der Umsatzerlöse | - | - | - | - | -7,4 |
EBITDA
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | 98,7 | 138,5 | 158,4 | 185,3 | 259,1 |
| In % der Umsatzerlöse | 6,9 | 8,0 | 8,9 | 8,9 | 8,7 |
| Konzern ohne Swisslog | 98,7 | 138,5 | 158,4 | 185,3 | 234,6 |
| In % der Umsatzerlöse | 6,9 | 8,0 | 8,9 | 8,9 | 10,0 |
| Robotics | 64,5 | 95,9 | 101,9 | 112,0 | 126,1 |
| In % der Umsatzerlöse | 10,5 | 12,9 | 13,5 | 13,4 | 13,9 |
| Systems | 43,0 | 57,8 | 71,0 | 97,4 | 135,6 |
| In % der Umsatzerlöse | 5,1 | 5,6 | 6,8 | 7,6 | 9,2 |
| Swisslog | - | - | - | - | 24,5 |
| In % der Umsatzerlöse | - | - | - | - | 3,9 |
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Gesamtaussage
Das Jahr 2015 war für KUKA erneut sehr erfolgreich. Dabei konnten wesentliche Kennzahlen auch ohne den jeweiligen Beitrag der Ende 2014 erworbenen Swisslog Gruppe überzeugen. Die Geschäftsbereiche Systems und Robotics erzielten bei anhaltend hohen Auftragseingängen neue Bestmarken beim Umsatz. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt in beiden Bereichen auf historisch höchstem Niveau und beträgt jeweils erstmals mehr als 100 Mio. €. Auch die Swisslog entwickelt sich insgesamt positiv, so dass das Geschäftsjahr 2015 für den KUKA Konzern insgesamt uneingeschränkt als positiv bewertet werden kann.
Darstellung des Abschlusses
Der KUKA Konzern hat in der Darstellung der Berichterstattung von Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung kleinere Ausweisänderungen im Vergleich zum Vorjahr vorgenommen um dadurch die Aussagefähigkeit des Abschlusses weiter zu erhöhen. Der Ausweis des Vorjahres wurde zu Vergleichszwecken entsprechend angepasst. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie im Anhang unter den Erläuterungen zu den Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden /Ausweisänderungen.
Um den Vergleich der Konzernzahlen mit dem Vorjahr zu ermöglichen, werden die Effekte aus der Akquisition der Swisslog Gruppe (Erstkonsolidierung im Dezember 2014) jeweils gesondert dargestellt.
Ertragslage
Im Berichtsjahr verzeichnete der KUKA Konzern Auftragseingänge in Höhe von 2.838,9 Mio. € - eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert (2014: 2.229,0 Mio. €). Swisslog trug 551,8 Mio. € zu diesem Ergebnis bei. Damit konnte KUKA auch ohne Swisslog 2015 mit 2.287,1 Mio. € den bisherigen Rekordwert aus dem Vorjahr übertreffen.
Umsatzerlöse auf Rekordniveau
Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf insgesamt 2.965,9 Mio. €. Dies bedeutet nicht nur, dass der Wert aus 2014 von 2.095,7 Mio. € überboten werden konnte, sondern auch, dass die ausgegebene Guidance von rund 2,9 Mrd. € erfüllt wurde. Swisslog erzielte hierbei Umsatzerlöse von 620,8 Mio. €, d. h. auch bei den Umsätzen konnte ohne Swisslog mit 2.345,1 Mio. € ein neues Allzeithoch erreicht werden. Der Vorjahresvergleichswert wurde insgesamt um 870,2 Mio. € (ohne Swisslog: 249,4 Mio. €) oder 41,5 % (ohne Swisslog: 11,9 %) überboten.
Kennzahlen KUKA Konzern
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | Konzern 2015 | Swisslog 2015 | Ohne Swisslog 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 1.553,0 | 1.889,6 | 1.881,9 | 2.229,0 | 2.838,9 | 551,8 | 2.287,1 |
| Auftragsbestand | 724,0 | 909,4 | 991,6 | 1.702,5 | 1.639,0 | 491,0 | -* |
| Umsatzerlöse | 1.435,6 | 1.739,2 | 1.774,5 | 2.095,7 | 2.965,9 | 620,8 | 2.345,1 |
| EBIT | 72,6 | 109,8 | 120,4 | 141,8 | 135,6 | -45,9 | 181,5 |
| % vom Umsatz | 5,1 | 6,3 | 6,8 | 6,8 | 4,6 | -7,4 | 7,7 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 21,8 | 32,3 | 36,9 | 28,8 | 20,0 | -14,5 | 50,3 |
| EBITDA | 98,7 | 138,5 | 158,4 | 185,3 | 259,1 | 24,5 | 234,6 |
| % vom Umsatz | 6,9 | 8,0 | 8,9 | 8,9 | 8,7 | 3,9 | 10,0 |
| (durchschnittliches) Capital Employed | 332,9 | 339,8 | 326,2 | 492,0 | 676,8 | 315,9 | 360,9 |
| Mitarbeiter (31.12.)** | 6.589 | 7.264 | 7.990 | 12.102 | 12.300 | 2.555 | 9.745 |
* Im Vorjahresauftragsbestand war bereits ein Wert von 517,2 Mio. € für Swisslog enthalten; insoweit ergibt sich in 2015 hier keine organische Veränderung.
** Die Mitarbeiterzahlen basieren im gesamten Geschäftsbericht auf FTE-Berechnungen (Full Time Equivalent).
Seit 2009 erzielt der Geschäftsbereich Robotics jährlich steigende Umsätze - so auch in 2015. Das sehr hohe Niveau des Vorjahres von 834,6 Mio. € konnte abermals um 9,0 % auf jetzt 909,6 Mio. € gesteigert werden. KUKA treibt diese Entwicklung u. a. durch die konsequente Ausrichtung des Vertriebs an Marktsegmenten (Automotive und General Industry) sowie durch die Intensivierung des Servicegeschäfts. Maßnahmen, wie die Entwicklung von Produkten, die speziell auf bestimmte geographische Märkte oder Kundengruppen abgestimmt sind, sind umgesetzt bzw. wurden eingeleitet. Dadurch konnten die Auftragseingänge in allen drei Bereichen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden und betragen jetzt insgesamt 891,2 Mio. € (2014: 805,5 Mio. €). Dies zeigt sich auch in den Umsätzen. Während im Bereich Automotive in etwa das hohe Niveau des Vorjahres gehalten wurde (2015: 337,5 Mio. €; 2014: 345,3 Mio. €), konnten in den Bereichen Generaly Industry (2015: 396,2 Mio. €; 2014: 334,3 Mio. €) und Service (2015: 175,9 Mio. €; 2014: 155,0 Mio. €) jeweils deutliche Zuwächse von 18,5 % bzw. 13,5 % erzielt werden.
Auch der Geschäftsbereich Systems wartet ein weiteres Mal mit Rekordumsätzen auf. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.471,7 Mio. € konnte das Segment eine deutliche Steigerung von nochmals 14,5 % gegenüber dem Vorjahr (2014: 1.285,6 Mio. €) erzielen. Insbesondere die starke wirtschaftliche Entwicklung in Nordamerika hat hierzu beigetragen. Dies zeigt sich auch in der regionalen Verteilung der Umsatzerlöse - wurden in 2014 noch knapp 40 % der Segmentumsätze in Nordamerika erzielt, lag dieser Wert in 2015 schon bei deutlich über 50 %. Die Auftragslage des Bereichs - mit Auftragseingängen in Höhe von 1.428,1 Mio. € (2014: 1.456,0 Mio. €) - stellt sich dabei nach wie vor positiv dar. Zum Jahresende betrug der Auftragsbestand 923,2 Mio. € (2014: 955,4 Mio. €). Damit steht der Auftragsbestand rein rechnerisch für rund 62,7 % (2014: rund 74,3 %) des Jahresumsatzes und sorgt auch in 2016 für eine absehbar gute Auslastung.
Im Geschäftsbereich Swisslog belaufen sich die Umsätze auf 620,8 Mio. € und entfallen zu etwa zwei Drittel auf den Bereich der Warehouse & Distribution Solutions und zu einem Drittel auf den Bereich Healthcare Solutions.
Verglichen mit dem schon signifikanten Anstieg der Umsätze ohne Swisslog (+11,9 %) konnte das Bruttoergebnis, also die Umsätze abzüglich der Umsatzkosten, im KUKA Konzern ohne Swisslog überproportional von 520,2 Mio. € (2014) auf 600,3 Mio. € (2015) gesteigert werden -dies entspricht einer Erhöhung von 15,4 %. Unter Einbezug von Swisslog ist das Bruttoergebnis auf 698,0 Mio. € oder um 34,2 % angestiegen.
Die Konzern-Bruttomarge, d. h. das Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, beträgt damit 23,5 % (2014: 24,8 %) bzw. ohne Swisslog 25,6 %. Zum Anstieg der Bruttomarge ohne Swisslog hat sowohl der Geschäftsbereich Robotics als auch der Geschäftsbereich Systems beigetragen.
Der Geschäftsbereich Robotics erzielte ein Bruttoergebnis von 345,8 Mio. € und verzeichnete somit einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2014: 303,2) von 42,6 Mio. €. Gleichzeitig konnte die Bruttomarge im Jahresvergleich nochmal auf nunmehr 38,0 % (2014: 36,3 %) gesteigert werden. Die Verbesserung resultiert aus einem gegenüber dem Vorjahr um rund 2,5 Prozentpunkte niedrigeren Materialeinsatz, der sich u. a. auf die Effizienzsteigerungen in der Produktion (Stichwort: Production Excellence), auf Vorteile durch regionale Fertigung (Stichwort: China) sowie auf einem höheren Serviceanteil am Umsatz zurückzuführen lässt. Der Anteil des Personalaufwands der Fertigungskosten gemessen in Relation zu den Umsätzen liegt in etwa auf Vorjahresniveau.
Kennzahlen KUKA Robotics
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 654,4 | 803,1 | 793,5 | 805,5 | 891,2 |
| Auftragsbestand | 184,4 | 248,7 | 280,7 | 241,5 | 233,4 |
| Umsatzerlöse | 616,3 | 742,6 | 754,1 | 834,6 | 909,6 |
| EBIT | 51,0 | 80,2 | 77,1 | 88,9 | 100,2 |
| % vom Umsatz | 8,3 | 10,8 | 10,2 | 10,7 | 11,0 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 38,3 | 5 7,2 | 49,6 | 53,1 | 56,6 |
| EBITDA | 64,5 | 95,9 | 101,9 | 112,0 | 126,1 |
| % vom Umsatz | 10,5 | 12,9 | 13,5 | 13,4 | 13,9 |
| Capital Employed | 133,2 | 140,2 | 155,6 | 167,3 | 177,1 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 2.753 | 3.180 | 3.416 | 3.644 | 4.232 |
Der Geschäftsbereich Systems konnte das Bruttoergebnis im Jahresvergleich von 213,8 Mio. € auf 253,7 Mio. € und damit um 39,9 Mio. € oder 18,7 % erhöhen. Durch Skaleneffekte und durch die Reduktion des anteiligen Personalaufwands in den Fertigungskosten konnte Systems den um rund zwei Prozentpunkte gestiegenen Materialeinsatz überkompensieren. Dadurch verbesserte sich die Bruttomarge erneut gegenüber dem Vorjahr - sie liegt jetzt bei 17,2 % (2014: 16,6 %).
Kennzahlen KUKA Systems
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 916,6 | 1.115,1 | 1.111,6 | 1.456,0 | 1.428,1 |
| Auftragsbestand | 545,6 | 666,1 | 714,4 | 955,4 | 923,2 |
| Umsatzerlöse | 850,7 | 1.025,3 | 1.045,9 | 1.285,6 | 1.471,7 |
| EBIT | 33,7 | 47,7 | 60,8 | 80,2 | 114,7 |
| % vom Umsatz | 4,0 | 4,7 | 5,8 | 6,2 | 7,8 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 16,1 | 23,8 | 43,0 | 67,9 | 87,9 |
| EBITDA | 43,0 | 57,8 | 71,0 | 97,4 | 135,6 |
| % vom Umsatz | 5,1 | 5,6 | 6,8 | 7,6 | 9,2 |
| Capital Employed | 209,6 | 200,5 | 141,5 | 118,1 | 130,5 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 3.643 | 3.902 | 4.362 | 5.810 | 5.146 |
Auch Swisslog trägt mit 97,7 Mio. € zum Bruttoergebnis des Konzerns bei. Im Geschäftsjahr 2015 liegt die Bruttomarge im Bereich Healthcare Solutions, wie im langfristigen Mittel, um rund 10 % über der Bruttomarge aus dem Bereich Warehouse & Distribution Solutions. Insgesamt beträgt die Bruttomarge von Swisslog 15,7 %.
Kennzahlen Swisslog
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| in Mio. € | 2014* | 2015 |
|---|---|---|
| Auftragseingänge | - | 551,8 |
| Auftragsbestand | 517,2 | 491,0 |
| Umsatzerlöse | - | 620,8 |
| EBIT | - | -45,9 |
| % vom Umsatz | - | -7,4 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | - | -14,5 |
| EBITDA | - | 24,5 |
| % vom Umsatz | - | 3,9 |
| Capital Employed | 154,6 | 315,9 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 2.369 | 2.555 |
* Swisslog wurde zum 31. Dezember 2014 erstkonsolidiert
Die Funktionskosten, d. h. die Kosten aus Verwaltung und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns, stiegen im Jahresvergleich von 372,7 Mio. € (2014) auf 569,7 Mio. € (2015). Damit summieren sich die Funktionskosten auf 19,2 % (2014: 17,8 %) der Umsatzerlöse. Ohne Swisslog betragen die Funktionskosten 428,1 Mio. € bzw. 18,3 % der Umsatzkosten. Der Anstieg der Vertriebskosten, sowohl absolut (2014: 161,0 Mio. €; 2015: 251,2 Mio. €) als auch relativ (2014: 7,7 %; 2015: 8,5 %) ist u. a. auf die Stärkung der Vertriebsmannschaft zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2015 beschäftigte KUKA 1.394 Vertriebsmitarbeiter - das sind 13,2 % mehr als zum Vorjahresstichtag (1.231 Mitarbeiter). Daneben hat auch die Swisslog überproportional zum Anstieg der Vertriebsaufwendungen beigetragen. Hier beläuft sich die Vertriebskostenquote auf 10,0 %.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen 2015 bei 105,4 Mio. €, d. h. um 27,2 Mio. € über dem Vorjahreswert von 78,2 Mio. €. Swisslog hat dazu 6,1 Mio. € beigetragen. Basierend auf der bereichsübergreifend entwickelten Strategie und nachhaltig verfolgten technologischen Ausrichtung des Konzerns werden die Investitionen in Weiterentwicklungen und in neue und zukunftsweisende Technologien vorangetrieben. Die Entwicklung erfolgt dabei jeweils in dem Bereich, der für das jeweilige Thema die höchste Fachkompetenz aufweist - immer jedoch mit Blick auf Produkte und Lösungen, die dem Gesamtkonzern bestmöglich dienen. Im Geschäftsjahr wurden in den Bereichen neben einer Reihe weiterer Innovationen insbesondere folgende Schwerpunktthemen bearbeitet:
Robotics:
| ― | KR CYBERTECH nano Serie - neue Handhabungs- und Schweißroboter mit niedriger Traglast |
| ― | Verbindung von LBR iiwa mit mobilen Plattformen |
Systems:
| ― | flexFELLOW - eine Lösung zur Integration von ortsflexiblen Robotereinheiten in die Planung von Anlagen |
Swisslog:
| ― | CarryPick - ein automatisiertes "Ware-zur-Person-System" |
| ― | Fortentwicklung von Lösungen im Bereich der automatischen Palettierung |
Für weitere Details verweisen wir auf den Bereich F & E in diesem Lagebericht.
Um die Vielfalt der Projekte voranzubringen und zeitnah marktfähige Produkte zu entwickeln, beschäftigt KUKA per 31. Dezember 2015 729 Mitarbeiter im Bereich der Forschung und Entwicklung (31. Dezember 2014: 549 Mitarbeiter). Der Anstieg um 180 Mitarbeiter zeigt, dass KUKA als technologisch führender und attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird und damit auch in diesem engen und hochspezialisierten Arbeitsplatzsegment Fachkräfte anziehen kann.
Entwicklungsaufwendungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 18,9 Mio. € (2014: 6,8 Mio. €) aktiviert. Swisslog steuerte hier einen Wert von 11,0 Mio. € bei; damit beträgt die Zunahme der Aktivierung ohne Swisslog 1,1 Mio. €. Die in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfassten Abschreibungen betragen 16,6 Mio. € und liegen damit um 7,0 Mio. € über dem Vorjahreswert (2014: 9,6 Mio. €). Neben der eigenen Entwicklungstätigkeit verstärkt KUKA auch die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Nach der Beteiligung an der KBee AG, München in 2014 hat sich KUKA im Geschäftsjahr 2015 mit 25,1 % an der RoboCeption GmbH, München sowie mit 30,0 % an der Barrett Technology, LLC, Newton, Massachusetts /USA beteiligt. Die RoboCeption ist auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Software- und Hardwareprodukten zur Umgebungswahrnehmung, Navigation und Aktionsplanung für robotische und mobile Systeme spezialisiert. Die Barrett Technology hat ihren Unternehmensfokus auf roboterbasierte Rehabilitationsmaßnahmen im Oberkörperbereich. Die Anwendungen befinden sich dabei bereits in ersten medizinischen Studien.
Die Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf 213,1 Mio. € und damit auf 7,2 % (2014: 6,4 %) der Umsatzerlöse. Der deutliche Anstieg ist insbesondere durch Swisslog bedingt, die strukturell noch eine höhere Verwaltungskostenquote aufweist. Optimierungsmaßnahmen wurden eingeleitet und sind in Höhe von insgesamt 8,1 Mio. €, davon 4,8 Mio. € im Verwaltungsaufwand, bereits im Geschäftsjahr berücksichtigt. Ohne Swisslog konnten die Verwaltungskosten mit 139,9 Mio. € fast auf dem Vorjahresniveau (133,5 Mio. €) gehalten werden; die Verwaltungskostenquote ohne Swisslog beträgt 6,0 %.
Die sonstigen Aufwendungen und Erträge summieren sich zu einem Saldo von 8,2 Mio. € (2014: -6,3 Mio. €). Sie enthalten unter anderem Aufwendungen für sonstige Steuern (2015: 5,9 Mio. €; 2014: 4,8 Mio. €), Erträge aus Zuschüssen (2015: 2,0 Mio. €; 2014: 1,1 Mio. €) sowie die Ergebnisse aus dem Verkauf der HLS Gruppe und des Werkzeugbaus.
EBIT Marge im Rahmen der Guidance
Die oben beschriebene (organische) Entwicklung, insbesondere das höhere Bruttoergebnis des KUKA Konzerns, findet unmittelbar Eingang in das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das EBIT liegt bei 135,6 Mio. € und damit, wie erwartet, mit 6,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 141,8 Mio. €. Ohne den Ergebnisbeitrag von Swisslog (-45,9 Mio. €), der insbesondere durch die planmäßigen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation in Höhe von 58,7 Mio. € sowie durch Sonderaufwendungen von 8,1 Mio. € belastet war, lag das EBIT ohne Swisslog bei 181,5 Mio. €, also um 28,0 % oder 39,7 Mio. € über dem Vorjahreswert. Unter Berücksichtigung der Kaufpreisallokation für Swisslog ergibt sich ein Konzern-EBIT von 194,3 Mio. € bzw. eine EBIT-Marge von 6,6 %.
In der letzten Guidance für das Geschäftsjahr 2015 prognostizierte der Vorstand der KUKA Umsatzerlöse von rund 2,9 Mrd. € sowie eine EBIT-Marge von 6,5 - 7,0 % vor Kaufpreisallokation für Swisslog und inkl. der positiven Effekte aus den Verkäufen der HLS Gruppe und dem Werkzeugbau. Mit 2.965,9 Mio. € Umsatz und einer EBIT-Marge 6,6 % (vor Kaufpreisallokation und inklusive der Veräußerungseffekte) hat KUKA damit seine Prognose eingehalten.
Der Geschäftsbereich Robotics konnte mit einem EBIT in Höhe von 100,2 Mio. € im Jahr 2015 das Vorjahresniveau von 88,9 Mio. € um 12,7 % erhöhen und liegt erstmals über der Marke von 100 Mio. €. Die EBIT-Marge betrug in jedem Quartal in 2015 11,0 % und liegt damit auch in jedem Quartal über dem jeweiligen Vorjahresvergleichswert (Q1 /14: 10,0 %; Q2 /14: 10,4 %; Q3/14: 10,8 %; Q4 /14: 10,7 %).
Systems weist mit 114,7 Mio. € (2014: 80,2 Mio. €) ebenfalls erstmalig ein EBIT über der Marke von 100 Mio. € aus. Die EBIT-Marge konnte dabei von 6,2 % in 2014 auf 7,8 % in 2015 gesteigert werden. Nach Bereinigung des Veräußerungsgewinns des Werkzeugbaus und der HLS Gruppe beträgt die EBIT-Marge 6,9 %.
Bei Swisslog zeigt sich aufgrund der belastenden Effekte aus der Kaufpreisallokation sowie den Aufwendungen für die Integration noch ein negatives EBIT von -45,9 Mio. €. Bereinigt man jedoch diese Effekte so steigt das EBIT auf 20,9 Mio. €. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 3,4 %.
Korrespondierend mit der Entwicklung des EBIT wuchs auch das Konzern EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 259,1 Mio. € (2014: 185,3 Mio. €) und damit ebenfalls auf einen neuen Rekordwert. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von 123,5 Mio. € (2014: 43,5 Mio. €) verbucht. Diese entfallen mit 25,9 Mio. € (2014: 23,1 Mio. €) auf Robotics, mit 21,0 Mio. € (2014: 17,1 Mio. €) auf Systems, mit 70,4 Mio. € (davon 58,7 Mio. € aus Kaufpreisallokation) auf Swisslog sowie mit 6,2 Mio. € (2014: 3,3 Mio. €) auf den sonstigen Bereich. Damit ergeben sich im EBITDA sowohl bei Robotics mit 126,1 Mio. € (2014: 112,0 Mio. €) als auch bei Systems mit 135,6 Mio. € (2014: 97,4 Mio. €) deutliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Im Konzern beträgt die EBITDA-Marge 8,7 % (2014: 8,9 %) bzw. ohne Swisslog 10,0 %. Die EBITDA-Marge bei Robotics beläuft sich auf 13,9 % (2014: 13,4 %), bei Systems auf 9,2 % (2014: 7,6 %) und bei Swisslog auf 3,9 %. Nach Bereinigung des Veräußerungsgewinns des Werkzeugbaus und der HLS Gruppe beläuft sich die EBITDA-Marge des KUKA Konzerns auf 8,3 % und die EBITDA-Marge bei Systems auf 8,4 %.
Laufendes Finanzergebnis weiter optimiert
Das laufende Finanzergebnis hat sich verglichen mit dem Vorjahr von -7,2 Mio. € in 2014 auf -4,2 Mio. € in 2015 verbessert.
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| in Mio. € | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing | 6,2 | 6,9 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Erträge | 2,5 | 1,4 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8,7 | 8,3 |
| Nettozinskomponente Pensionsrückstellungen | 2,7 | 2,5 |
| Avalprovisionen | 0,7 | 0,7 |
| Zinsaufwand aus der Wandelanleihe | 6,8 | 6,2 |
| Zinsaufwand aus Schuldscheindarlehen | - | 0,8 |
| Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe | 5,6 | - |
| In das Betriebsergebnis umgegliederte und aktivierte Finanzierungskosten | -3,5 | -2,9 |
| Fremdwährungsgewinne und -verluste | 0,4 | 0,3 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 3,2 | 4,9 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 15,9 | 12,5 |
| Laufendes Finanzergebnis | -7,2 | -4,2 |
| Einmalaufwand aus Konsortialkreditvertrag | 0,4 | 1,3 |
| Zinssicherung für Schuldscheindarlehen | - | 1,9 |
| Zinsaufwand aus Rückkauf von Anteile der Unternehmensanleihe | 17,7 | - |
| Finanzergebnis | -25,3 | -7,4 |
Die Zinserträge belaufen sich auf 8,3 Mio. € (2014: 8,7 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Geldanlagen bei Banken, Erträge aus kurzfristig in Commercial Papers angelegten liquiden Mitteln und Erträge im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing.
Die Optimierung der langfristigen Finanzierungsstruktur der KUKA hat sich in 2015, wie erwartet, positiv auf das laufende Finanzergebnis ausgewirkt. In 2014 war für die Wandel- und die Unternehmensanleihe noch ein laufender Zinsaufwand von 12,4 Mio. € zu verbuchen; in 2015 betrug der vergleichbare Wert für die Wandelanleihe und das Schuldscheindarlehen lediglich 7,0 Mio. €. Das Vorjahr war durch den im Mai 2014 erfolgten vorzeitigen Rückkauf der Unternehmensanleihe mit einmaligen Zinsaufwand in Höhe von 17,7 Mio. € belastet. Für die Zinssicherung des Schuldscheindarlehens ist im Geschäftsjahr eine einmaliger Aufwand von 1,9 Mio. € angefallen. Für weitere Details hierzu verweisen wir auf die nachstehenden Erläuterungen zur Finanzlage.
An Avalprovisionen sind im Berichtsjahr wie im Vorjahr 0,7 Mio. € angefallen. Aufgrund von Rechnungslegungsvorschriften mussten Finanzierungszinsen aus dem Zinsergebnis in Höhe von 2,9 Mio. € (2014: 3,5 Mio. €) in das Betriebsergebnis umgegliedert bzw. unter den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten aktiviert werden. Der Nettozinsaufwand für Pensionen betrug 2,5 Mio. € (2014: 2,7 Mio. €).
Fremdwährungseffekte aus Finanzierungsforderungen und -verbindlichkeiten werden ab diesem Geschäftsjahr im Zinsergebnis gezeigt. Insgesamt ist hier ein Aufwand in Höhe von 0,3 Mio. € angefallen; der Vorjahresvergleichswert beträgt 0,4 Mio. €.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt 125,6 Mio. € (2014: 113,3 Mio. €). Der Steueraufwand des KUKA Konzerns betrug 2015 insgesamt 39,3 Mio. € (2014: 45,2 Mio. €). Die Steuerquote beträgt 31,3 % und liegt damit deutlich unter dem Vorjahr (2014: 39,9 %). Der Rückgang der Steuerquote ist durch mehrere Einmaleffekte im Berichtsjahr, wie z. B. der steuerfreien Veräußerung der HLS Gruppe, periodenfremden ausländischen Steuererträgen sowie Zuschüssen für Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in USA bedingt. Für das kommende Jahr wird eine deutlich höhere Steuerquote erwartet, da auch aufgrund der erfolgreichen Geschäfte in USA mit einem nominellen Steuersatz von etwa 38 % der hohe Anteil der US-Gesellschaften am Gesamtergebnis des Konzerns deutlichen Einfluss auf die Steuerquote haben wird.
Anhebung der Dividende auf 0,50 € je Aktie
Das Ergebnis nach Steuern ist nunmehr im fünften Jahr in Folge positiv und konnte wiederum um 26,7 % auf 86,3 Mio. € (2014: 68,1 Mio. €) gesteigert werden. Dieses Ergebnis ist, auch unter dem Aspekt der in 2015 noch stark belastenden Effekte aus dem Erwerb der Swisslog Gruppe, besonders hervorzuheben. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von 1,99 € (2014) auf 2,39 € (2015). Dies ist eine erneute Steigerung um 20,1 %, nachdem bereits in 2014 gegenüber 2013 eine Steigerung von 15,7 % erzielt werden konnte. Durch die im vierten Quartal 2015 erfolgten Wandlungen von Wandelschuldverschreibungen in KUKA Aktien wurden 2,8 Mio. Aktien neu geschaffen. Dadurch erhöhte sich der gewichtete Durchschnitt der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien von rund 34,2 Mio. Stück auf 36,1 Mio. Stück; das Ergebnis je Aktie reduzierte sich entsprechend um 0,14 €. Auch am Bilanzstichtag lag der Aktienkurs über dem Wandlungspreis der Wandelschuldverschreibung, so dass weitere 1,3 Mio. bedingte Aktien bestehen. Damit ergibt sich ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 2,35 € (2014: 1,90 €).
Aufgrund der erfreulichen Entwicklung schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,50 € je Aktie zu zahlen. Für 2014 hatte die KUKA eine Dividende in Höhe von 0,40 € je Aktie gezahlt.
Finanzlage
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Im KUKA Konzern erfolgt das Finanzmanagement zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft für alle Konzerngesellschaften. Akquirierte Gesellschaften werden sukzessive in das Finanzmanagement des Konzerns eingebunden. Hierbei stand im Geschäftsjahr vor allem die Einbindung der Gesellschaften der Swisslog Gruppe im Vordergrund. Die Konzernfinanzierung sowie das Management der Zins- und Währungsrisiken werden zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft gesteuert. Finanzierungs- und Anlagebedarfe der Konzerngesellschaften sowie die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsmanagement werden bei der KUKA Aktiengesellschaft gebündelt, die dafür die erforderlichen internen und externen Finanzgeschäfte mit Konzerngesellschaften bzw. mit Banken abschließt. Grundlage für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist ein einheitliches Planungs-, Berichts- und Meldesystem, in dem die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst werden. Ziel des Zins- und Währungsmanagements ist es, die vorhandenen Risiken zu minimieren. Zur Absicherung von Risiken werden ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Geschäfte abgeschlossen. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien wurden auch im Geschäftsjahr fortlaufend auf ihre Aktualität überprüft, optimiert und auch auf akquirierte Unternehmen übertragen.
Konzernfinanzierung und Liquiditätsausgleich
Die Finanzierungspolitik verfolgt das Ziel, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven in Form von liquiden Mitteln und von nicht genutzten, langfristig zugesagten Kreditlinien sowie über ausreichende Avallinien zu verfügen, um die operativen und strategischen Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften sicherstellen zu können und darüber hinaus eine ausreichende Reserve zur Abfederung unvorhergesehener Ereignisse zur Verfügung zu haben. Die Ermittlung der Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Budget- und Finanzplanung und einer zwölf Planmonate umfassenden, monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle relevanten konsolidierten Konzerngesellschaften einbeziehen.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (verkürzt)
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | Konzern 2015 | Swisslog 2015 | Ohne Swisslog 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.435,6 | 1.739,2 | 1.774,5 | 2.095,7 | 2.965,9 | 620,8 | 2.345,1 |
| EBIT | 72,6 | 109,8 | 120,4 | 141,8 | 135,6 | -45,9 | 181,5 |
| EBITDA | 98,7 | 138,5 | 158,4 | 185,3 | 259,1 | 24,5 | 234,6 |
| Finanzergebnis | -18,2 | -12,8 | -20,0 | -25,3 | -7,4 | -2,9 | -4,5 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -16,1 | -34,1 | -35,4 | -45,2 | -39,3 | 12,0 | -51,3 |
| Ergebnis nach Steuern | 29,9 | 55,6 | 58,3 | 68,1 | 86,3 | -36,8 | 123,1 |
Die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns stellen die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften dar. Das Cash-Management der KUKA Aktiengesellschaft nutzt die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, um den Liquiditätsbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Dieser zentrale konzerninterne Liquiditätsausgleich (Cash-Pooling) optimiert die Liquiditätsposition des Konzerns mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis.
Weitere Optimierung der Finanzierungsstruktur
Im Geschäftsjahr konnte der KUKA Konzern weitere Schritte zur Optimierung der Finanzierungsstruktur erfolgreich abschließen.
Erfolgreich begebenes Schuldscheindarlehen
Am 9. Oktober 2015 hat die KUKA AG ein unbesichertes Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. € platziert. Aufgrund der deutlichen Überzeichnung wurde das geplante Volumen von 150,0 Mio. € aufgestockt. Die zusätzlichen Mittel dienen der Finanzierung des steigenden Working Capital-Bedarfs und der Unterstützung des weiteren Wachstums des KUKA Konzerns.
Das Gesamtvolumen des Darlehens wurde in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine Laufzeit von fünf Jahren; die Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. € und eine Laufzeit von sieben Jahren. Der Emissionskurs betrug 100,0 % bei einer Mindeststückelung von 0,5 Mio. €. bzw. einem Vielfachen davon. Die Rückzahlung erfolgt zu 100,0 % in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche. Das Schuldscheindarlehen ist mit Zinskupons von 1,15 % für die Tranche 1 bzw. 1,61 % für die Tranche 2 ausgestattet.
Konsortialkredit der KUKA Aktiengesellschaft
Im April trat der neue Konsortialkreditvertrag, mit einer Laufzeit bis 30. März 2020, in Kraft. Die Laufzeit kann über Verlängerungsoptionen zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Damit konnte KUKA den im Dezember 2013 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag vorzeitig refinanzieren und dabei den geänderten Strukturen und Bedarfen aufgrund des Wachstums sowie der Swisslog Integration Rechnung tragen. Unter anderem wurde der bestehende Konsortialkreditvertrag der Swisslog Holding AG abgelöst. Der neue Vertrag sieht eine Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und eine Betriebsmittellinie, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann, in Höhe von 90,0 Mio. € vor. Daraus ergibt sich ein um 70,0 Mio. € höheres Volumen gegenüber dem bisherigen Vertrag der KUKA.
Der neue Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Darüber hinaus konnte die verbesserte Marktsituation auch für deutliche Konditionenverbesserungen genutzt werden.
Wandelschuldverschreibung
Die 2013 in zwei Tranchen begebene Wandelschuldverschreibung konnte 2015 ebenfalls von der hervorragenden Geschäftsentwicklung und Bonität des KUKA Konzerns profitieren. Der Kurs lag mit 216,05 % zum Jahresende (31.12.2014: 164,34 %) deutlich über dem Ausgabepreis.
Von ihrem Recht zur Wandlung haben im vierten Quartal zahlreiche Anleiheinhaber Gebrauch gemacht. Insgesamt wurde ein Nominalvolumen von 102,8 Mio. € in 2,8 Mio. neue KUKA Aktien gewandelt. Damit ist per 31. Dezember 2015 ein Nominalvolumen von 47,2 Mio. € ausstehend.
Die neuen Aktien sind bereits 2016 dividendenberechtigt. Durch die Wandlungen erhöhte sich das Eigenkapital der KUKA um 96,1 Mio. €.
Neben der Avallinie aus dem Konsortialkredit bestehen auch in 2015 unverändert bilaterale Verträge mit verschiedenen Kautionsversicherungsgesellschaften über die Nutzung weiterer Avallinien zur Unterstützung des operativen Geschäfts. Insgesamt verfügt KUKA damit zum 31. Dezember 2015 über externe Avallinien von 319,0 Mio. € (2014: 199,0 Mio. €; ohne Swisslog). Diese wurden in Höhe von 148,0 Mio. € (2014: 90,4 Mio. €) in Anspruch genommen.
Damit stehen dem KUKA Konzern zur Deckung der Finanzbedarfe im Wesentlichen folgende Bausteine zur Verfügung:
1) der im April 2015 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag über 230,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis März 2020. Innerhalb dieses Vertrags sind Barinanspruchnahmen bis zu einem Volumen von 90,0 Mio. € möglich.
2) bilaterale Avallinien-Vereinbarungen mit Banken und Kautionsversicherern in Höhe von 89,0 Mio. € (Stand 31. Dezember 2015)
3) das in 2015 begebene Schuldscheindarlehen über nominal 250,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis Oktober 2020 bzw. Oktober 2022
4) die in 2013 über ein Gesamtvolumen von 150,0 Mio. € begebene Wandelschuldverschreibung; nach den vorgenommenen Wandlungen im vierten Quartal 2015 beträgt das ausstehende Nominalvolumen 47,2 Mio. €
Aus Sicht des Vorstands ist die Finanzierung des KUKA Konzerns durch die getroffenen Maßnahmen angemessen und langfristig gewährleistet und gibt den notwendigen Spielraum, um wichtige unternehmerische Entscheidungen zeitnah umzusetzen.
Weitere Anhebung durch Ratingagenturen
Die stabile Finanzlage spiegelt sich auch in der nochmals angehobenen Bonitätsbewertung durch die beiden Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's wider. Nach drei Anhebungen des Ratings in den Jahren 2013 und 2014 hat Moody's im Juni 2015 sein Rating von Ba2 mit einem positiven Ausblick versehen. Standard & Poor's hat die erneut verbesserten Finanzkennzahlen, insbesondere aber auch die mit der Integration der Akquisitionen in 2015 verbundene deutliche Diversifikation in der Markterschließung hin zu einem größeren Anteil der General Industry (Logistik, Luftfahrt, Healthcare) mit einer Anhebung ihrer Bewertung von BB auf BB+ unter Beibehaltung des stabilen Ausblicks honoriert.
Konzern-Kapitalflussrechnung (verkürzt)
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Cash Earnings | 65,9 | 92,4 | 115,3 | 181,3 | 260,8 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 36,4 | 117,9 | 221,0 | 184,7 | 169,2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -29,9 | -40,8 | -125,6 | -356,9 | -73,5 |
| Free Cashflow | 6,5 | 77,1 | 95,4 | -172,2 | 95,7 |
Cash Earnings nochmals deutlich verbessert
Die Cash Earnings, die sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um Ertragsteuern und Zinsergebnis sowie um nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, zusammensetzen, konnten nochmals deutlich verbessert werden. Der positive Wert aus 2014 in Höhe von 181,3 Mio. € konnte im Geschäftsjahr deutlich um 43,8 % auf 260,8 Mio. € gesteigert werden. Dieser Effekt ist im Wesentlichen auf die Erhöhung des Ergebnisses nach Steuern (2015: 86,3 Mio. €; 2014: 68,1 Mio. €) sowie dem starken Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, vor allem verursacht durch die Abschreibungen im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation der Swisslog Gruppe, zurückzuführen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des KUKA Konzerns sinkt leicht auf 169,2 Mio. € (2014: 184,7 Mio. €). Hierzu trug neben höheren Steuerzahlungen auch das Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen bei. Das Trade Working Capital hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Mio. € reduziert und stellt sich zum Berichtsjahresende wie folgt dar:
Trade Working Capital
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorräte abzüglich erhaltener Anzahlungen | 128,3 | 126,9 | 133,9 | 194,1 | 225,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen | 339,8 | 340,6 | 348,6 | 612,9 | 658,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen | 260,6 | 231,7 | 304,4 | 522,2 | 619,0 |
| Trade Working Capital | 207,5 | 235,8 | 178,1 | 284,8 | 264,6 |
Insgesamt hat sich das Trade Working Capital um 20,2 Mio. € auf 264,6 Mio. € reduziert. Im Jahresvergleich war eine Erhöhung der Vorräte abzüglich erhaltener Anzahlungen (+31,2 Mio. €) zu verzeichnen. Dies liegt unter anderem daran, dass im Bereich Robotics, neben den durch das Geschäftsvolumen bedingt höheren Beständen, für Anfang 2016 anstehende Auslieferungen vorproduziert wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen stiegen um 45,4 Mio. € auf 658,3 Mio. €, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Fertigungsaufträge stiegen um 96,8 Mio. € auf 619,0 Mio. €.
Fortlaufend hohe Investitionstätigkeit
Auch im Geschäftsjahr 2015 wurden hohe Investitionen in die Zukunft der KUKA getätigt. Insgesamt betrug das Investitionsvolumen 107,0 Mio. € (2014: 94,3 Mio. €). Hier zeigen sich hohe Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie die verstärkte Investition in Sachanlagen. Der Buchwert von eigenen Entwicklungsleistungen bzw. selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte beträgt 38,1 Mio. € (2014: 30,3 Mio. €). (Zu den Entwicklungsschwerpunkten siehe Abschnitt "Forschung und Entwicklung", Seite 7).
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | 30,3 | 42,8 | 74,7 | 94,3 | 107,0 |
| davon Robotics | 20,1 | 30,1 | 30,8 | 30,4 | 39,4 |
| davon Systems | 8,2 | 9,6 | 15,2 | 28,7 | 23,5 |
| davon Swisslog | - | - | - | - | 22,2 |
| davon sonstige* | 2,0 | 3,1 | 28,7 | 35,2 | 21,9 |
* inkl. Konsolidierungen
Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 76,3 Mio. € (2014: 78,4 Mio. €) und entfielen neben technische Anlagen und Maschinen (2015: 19,1 Mio. €, 2014: 12,2 Mio. €), auf andere Anlagen / Betriebs- und Geschäftsausstattung (2015: 30,1 Mio. €, 2014: 13,4 Mio. €) und auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (2015: 15,9 Mio. €; 2014: 41,3 Mio. €).
Nach Geschäftsbereichen teilten sich die Investitionen 2015 folgendermaßen auf: Im Geschäftsbereich Robotics betrug der entsprechende Wert 39,4 Mio. € (2014: 30,4 Mio. €). Neben den aktivierten Entwicklungsleistungen wurde überwiegend in technische Anlagen und Maschinen, insbesondere zur Optimierung der Produktion, aber auch in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Im Geschäftsbereich Systems waren Zugänge von 23,5 Mio. € (2014: 28,7 Mio. €) zu verzeichnen. Hier handelt es sich unter anderem um Produktionsmaschinen und um Erweiterungen von Gebäuden in USA und Frankreich. Swisslog hat im Geschäftsjahr überwiegend in IT-Strukturen zur Verbesserung der internen Prozesse sowie zur Anbindung von Kunden und in Kundenapplikationen investiert. Die Investitionen der KUKA Aktiengesellschaft (nach Konsolidierungen) betrugen 21,9 Mio. € (2014: 35,2 Mio. €) und betrafen überwiegend das im 2015 in Augsburg fertiggestellte Entwicklungs- und Technologiezentrum (ETZ) inklusive der nötigen Einrichtungsgegenstände. Zum Geschäftsjahresende beträgt der Buchwert für das ETZ 63,8 Mio. €.
Die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betragen 44,4 Mio. € (2014: 284,6 Mio. €) und entfallen überwiegend auf den Kauf der ausstehenden Anteile der Swisslog Gruppe.
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| in Mio. € | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Unternehmenserwerbe | ||
| Swisslog Holding AG, Buchs (AG) /Schweiz | 265,8 | 17,5 |
| Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason, Ohio /USA | - | 11,4 |
| UTICA Enterprises, Shelby Township, Michigan /USA | 1,4 | 6,7 |
| Alema Automation SAS, Bordeaux /Frankreich | 11,4 | - |
| Sonstige | 0,2 | 3,1 |
| Summe | 278,8 | 38,7 |
| At-Equity bilanzierte Beteiligungen | ||
| Barrett Technology LLC, Newton, Massachusetts /USA | - | 2,7 |
| KBee AG, München | 3,3 | 3,0 |
| Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd. /China | 2,5 | - |
| Summe | 5,8 | 5,7 |
| Auszahlungen gesamt | 284,6 | 44,4 |
Aus dem Verkauf von Geschäftseinheiten im Zuge der Optimierung der Beteiligungsstruktur sind der KUKA insgesamt Mittel in Höhe von 47,2 Mio. € zugeflossen.
Positiver Free Cashflow
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (2015: -73,5 Mio. €; 2014: -356,9 Mio. €) ergab zusammen mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen positiven Free Cashflow in Höhe von 95,7 Mio. €. Im Vorjahr war der Free Cashflow insbesondere aufgrund der Akquisition der Swisslog Gruppe mit -172,2 Mio. € noch deutlich negativ.
Hoher Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Zum Geschäftsjahresende weist die KUKA einen positiven Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 204,1 Mio. € aus. Im Vorjahr war dieser noch mit -140,3 Mio. € deutlich negativ. Dies ist auf eine Reihe von Einmaleffekten zurückzuführen. Zum einen hat KUKA in 2014 die Hochzinsanleihe getilgt. Dadurch kam es zu Mittelabflüssen in Höhe von 173,0 Mio. € und zu hohen einmaligen Zinszahlungen in Höhe von 30,4 Mio. €. In 2015 hat KUKA ein Schuldscheindarlehen über nominal 250,0 Mio. € zu Effektivzinssätzen von 1,24 % (5-Jahres-Tranche) bzw. 1,67 % (7-Jahres-Tranche) platziert. In Folge der Verbesserung der Finanzierungsstruktur reduzierten sich die Zinszahlungen um 20,3 Mio. € auf 10,1 Mio. €.
Konzern-Nettoliquidität
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| in Mio. € | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 192,1 | 496,2 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 22,5 | 2,1 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 137,0 | 294,2 |
| Konzern-Nettoliquidität | 32,6 | 199,9 |
| Bar- und Avallinien aus Konsortialkreditvertrag | 268,1 | 230,0 |
| Avallinie aus Banker und Kautionsversicherungsgesellschaften | 89,0 | 89,0 |
| ABS-Programmlinie | 25,0 | 25,0 |
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie der Reduzierung der Wandelschuldverschreibung durch Wandlung in Aktien weist KUKA zum Geschäftsjahresende eine Nettoliquidität (der Saldo aus flüssigen Mitteln und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) in Höhe von 199,9 Mio. € aus. (2014: Nettoliquidität in Höhe von 32,6 Mio. €). Zum 31. Dezember 2015 verfügte der KUKA Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 496,2 Mio. € (31. Dezember 2014: 192,1 Mio. €).
Vermögenslage
Die langfristigen Vermögenswerte auf der Aktivseite stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2014 auf 823,3 Mio. € (31. Dezember 2014: 798,0 Mio. €). Der Anstieg ist vor allem den Investitionen im Geschäftsjahr geschuldet (siehe hierzu Ausführungen in der Finanzlage). Gegenläufig wirkten sich mit 58,7 Mio. € Abschreibungen auf im Zuge der Akquisition von Swisslog übernommene immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Know-how und Technologie, aus. Für Geschäfts- und Firmenwerte ist ein Wert von 254,9 Mio. € angesetzt (2014: 225,9 Mio. €). Der Anstieg von 29,0 Mio. € resultiert neben dem Erstansatz des Geschäfts- und Firmenwerts aus dem Erwerb von Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason, Ohio /USA in Höhe von 8,8 Mio. € überwiegend aus Wechselkurseffekten. Der Anstieg der Sachanlagen betrug 25,2 Mio. €. Ein Großteil davon entfällt auf das planmäßig in 2015 fertiggestellte Entwicklungs- und Technologiezentrum in Augsburg sowie auf Investitionen in technische Anlagen und Maschinen. Der Anstieg der Finanzinvestitionen resultiert aus Beteiligung der KUKA an mehreren Start-Up Unternehmen sowie aus der Begebung eines Vendor Loans im Zusammenhang mit dem Verkauf der HLS Gruppe. Der ausgewiesene Betrag für at-equity bilanzierte Beteiligungen (31.12.2015: 6,6 Mio. €; 31.12.2014: 5,6 Mio. €) betrifft die KBee AG, München, das Joint Venture Yawei Reis Robot Manufacturing Co., Ltd., Jiangsu/China sowie die im Dezember 2015 erworbene Beteiligung an Barrett Technology, LLC, Newton, Massachusetts /USA. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 49,2 Mio. € (31. Dezember 2014: 48,2 Mio. €) und entfallen mit 11,2 Mio. € auf Verlustvorträge (31. Dezember 2014: 11,1 Mio. €).
Vermögenslage Konzern
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 1.078,0 | 1.137,4 | 1.377,1 | 1.979,5 | 2.381,7 |
| Eigenkapital | 252,4 | 297,5 | 379,1 | 541,1 | 732,5 |
| in % der Bilanzsumme | 23,4 | 26,2 | 27,5 | 27,3 | 30,8 |
| Nettoliquidität /-verschuldung | -32,6 | 42,8 | 146,5 | 32,6 | 199,9 |
Das aktivische Trade Working Capital (also die Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Fertigungsaufträgen) verzeichnete eine Erhöhung von 70,8 Mio. €. Der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt zum 31. Dezember 2015 1.558,4 Mio. € und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert von 1.181,5 Mio. €. Neben dem geschäftsverlaufsbedingten Anstieg des aktivischen Trade Working Capital ist hierbei insbesondere die Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (+304,1 Mio. €) in Folge der positiven Geschäftsentwicklung und der Platzierung des Schuldscheindarlehens zu erwähnen. Die im Vorjahr ausgewiesene Position "Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte" sowie die Position "Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" betraf die HLS Gruppe.
Die Bilanzsumme des KUKA Konzerns stieg um 402,2 Mio. € von 1.979,5 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 2.381,7 Mio. € per 31. Dezember 2015.
Deutlicher Anstieg der Eigenkapitalquote auf über 30 %
Trotz der Ausweitung der Bilanzsumme um 20,3 % konnte KUKA die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 27,3 % auf 30,8 % erhöhen. Hierbei hat neben dem hohen Jahresergebnis in Höhe von 86,3 Mio. € (2014: 68,1 Mio. €) auch die Wandlung von Anteilen an der Wandelschuldverschreibung in 2,8 Mio. neue KUKA Aktien beigetragen. Die Wandlungen haben zu einer Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 96,1 Mio. € geführt. Unterschiede aus der Währungsumrechnung, insbesondere aus dem Schweizer Franken, dem US Dollar sowie dem chinesischen Renminbi, haben sich mit 43,3 Mio. € ebenfalls positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt. Die versicherungsmathematischen Gewinne aus der Bilanzierung von Pensionen betrugen 2,0 Mio. €. Die Zahlung der Dividende für 2014 an die Aktionäre der KUKA Aktiengesellschaft reduzierte das Eigenkapital um 14,3 Mio. €. Der Betrag für den Minderheiten zustehenden Anteil am Eigenkapital hat sich im Wesentlichen durch den Kauf der restlichen ausstehenden Anteile an der Swisslog um 16,8 Mio. € auf -0,5 Mio. € verringert. Insgesamt stieg das Eigenkapital per 31. Dezember 2015 um 191,4 Mio. € oder 35,4 % auf 732,5 Mio. €.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen überwiegend das im Oktober 2015 platzierte Schuldscheindarlehen über nominal 250,0 Mio. € sowie die noch ausstehenden Anteile an der Wandelschuldverschreibung über nominal 47,2 Mio. € (2014: nominal 150,0 Mio. €). Im Vorjahresbetrag war daneben noch ein Anteil an der im Mai 2015 getilgten Unternehmensanleihe enthalten. Unter den kurzfristigen Finanzschulden sind die Inanspruchnahme von Barlinien einer ausländischen Tochtergesellschaft sowie die Zinsabgrenzung für die Wandelschuldverschreibung und das Schuldscheindarlehen ausgewiesen (im Vorjahr war hier zusätzlich eine Ziehung der Swisslog unter ihrem Konsortialkreditvertrag ausgewiesen).
Die kurzfristigen Schulden sind von 1.096,2 Mio. € zum 31. Dezember 2014 auf 1.160,6 Mio. € zum 31. Dezember 2015 angestiegen. Hierzu trug insbesondere die oben beschriebene Veränderung des passivischen Trade Working Capital (+91,0 Mio. €) bei. Die sonstigen Rückstellungen (-7,1 Mio. €) und die übrigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen (-0,2 Mio. €) valutieren in etwa auf Vorjahresniveau. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind neben Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich in Höhe von 134,6 Mio. € (31.12.2014: 135,0 Mio. €) auch die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten u. a. für die Reis Gruppe in Höhe von 58,5 Mio. € (31.12.2014: 59,0 Mio. €) enthalten.
Geschäftsverlaufbedingter Anstieg des Working Capital und steigendes Capital Employed
Auch im Geschäftsjahr 2015 lag ein Fokus des KUKA Konzerns auf dem aktiven Management des Working Capitals und der weiteren Optimierung der lieferantenseitigen Zahlungsbedingungen. Allerdings reichten die erzielten Erfolge nicht aus, um den geschäftsverlaufsbedingten Rückgang des negativen Working Capitals zu kompensieren, sodass das Working Capital insgesamt um 5,8 Mio. € auf nunmehr -63,6 Mio. € (2014: -69,4 Mio. €) angestiegen ist. Damit konnte auch im aktuellen Geschäftsjahr der laufende Geschäftsbetrieb überwiegend aus Kundenanzahlungen und Lieferantenverbindlichkeiten finanziert werden. Betrachtet man die einzelnen Geschäftsbereiche, so ergibt sich, wie auch für die Vorjahre, bei Systems und Swisslog ein negatives bzw. ausgeglichenes Working Capital (31.12.2015: -124,5 Mio. € bzw. +5,3 Mio. €, 31.12.2014: -139,8 Mio. € bzw. -7,8 Mio. €) und bei Robotics ein positives Working Capital (31.12.2015: 86,9 Mio. €; 31.12.2014: 97,8 Mio. €).
Eine wichtige Kennzahl ist im KUKA Konzern die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed/ROCE). Das eingesetzte Kapital wird dabei als Durchschnitt des Capital Employed zu Beginn und zum Ende eines Geschäftsjahres berechnet. Im Durchschnitt der Jahre 2015 und 2014 betrug das Capital Employed des KUKA Konzerns 676,8 Mio. € bzw. 492,0 Mio. €. Die signifikante Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang der Swisslog Gruppe. Aufgrund des Erstkonsolidierungszeitpunkts zum Geschäftsjahresende 2014 ist der Durchschnittswert des Vorjahres verzerrt. Betrachtet man hingegen das einperiodige Capital Employed zum jeweiligen Geschäftsjahresende, so zeigt sich von 2014 auf 2015 nur ein Anstieg um lediglich 13,5 Mio. € auf jetzt 683,6 Mio. €. Auch hat die Swisslog Gruppe aufgrund des Erstkonsolidierungszeitpunkts im Vorjahr noch keinen Ergebnisbeitrag geliefert. Folglich ergibt sich auch bei der Verzinsung des eingesetzten Kapitals eine Verzerrung im Vergleich zum Vorjahr. In 2015 betrug das ROCE 20,0 % in 2014 28,8 %.
Aussagefähiger im Jahresvergleich ist damit das ROCE der jeweiligen Geschäftsbereiche. Der Geschäftsbereich Robotics erwirtschaftete mit einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 177,1 Mio. € (2014: 167,3 Mio. €) eine Verzinsung (ROCE) von 56,6 % und konnte somit den Vorjahreswert von 53,1 % steigern. Der Geschäftsbereich Systems konnte bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 130,5 Mio. € (2014: 118,1 Mio. €) sogar eine starke verbesserte Verzinsung von 87,9 % (2014: 67,9 %) erzielen. Nach Bereinigung des Veräußerungsgewinns des Werkzeugbaus und der HLS Gruppe beträgt die Verzinsung 78,2 %. Das ROCE im Geschäftsbereich Swisslog war in 2015 wegen der hohen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation noch negativ (-14,5 %). Rechnet man diese heraus, so erzielte Swisslog ein positives ROCE von 4,1 %.
Konzern-Vermögens- und Finanzstruktur
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| in Mio. € | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.181,5 | 1.558,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 798,0 | 823,3 |
| Aktiva | 1.979,5 | 2.381,7 |
| Kurzfristige Schulden | 1096,2 | 1.160,6 |
| Langfristige Schulden | 342,2 | 488,6 |
| Eigenkapital | 541,1 | 732,5 |
| Passiva | 1.979,5 | 2.381,7 |
Erläuterungen zum Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft
Die A Aktiengesellschaft nimmt im Konzern die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wie Rechnungswesen und Controlling, Finanzen, Personal, Recht und Finanzkommunikation wahr. Ihre wirtschaftliche Lage wird im Wesentlichen von den Aktivitäten der Tochtergesellschaften bestimmt. Dies zeigt sich durch die direkte Zuordnung der Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche Robotics (KUKA Roboter GmbH), Systems (KUKA Systems GmbH) und der Swisslog (Swisslog Holding AG).
Die KUKA Aktiengesellschaft stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen Aktiengesetzbuches (AktG) auf.
Der Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und steht auf der Internetseite - www.kuka.com - zur Verfügung.
Gewinn- und Verlustrechnung der KUKA Aktiengesellschaft (HGB)
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| in Mio. € | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,1 | 1,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 55,1 | 108,9 |
| Personalaufwand | -32,7 | -38,8 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -3,3 | -6,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -44,2 | -86,8 |
| Beteiligungsergebnis | 137,0 | 149,7 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren | 0,9 | 0,0 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8,3 | 5,2 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | -15,8 | 0,0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -24,7 | -9,1 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 80,7 | 124,0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -15,0 | -8,2 |
| Jahresüberschuss | 65,7 | 115,8 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 24,4 | 43,0 |
| Einstellungen in die Gewinnrücklagen | -32,8 | -57,9 |
| Bilanzgewinn | 57,3 | 100,9 |
Bilanz
der KUKA Aktiengesellschaft (HGB)
AKTIVA
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| in Mio. € | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2,2 | 2,1 |
| Sachanlagen | 72,9 | 88,4 |
| Finanzanlagen | 435,0 | 469,3 |
| 510,1 | 559,8 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | 0,0 | 0,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 225,4 | 233,8 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5,8 | 5,6 |
| Wertpapiere | 10,0 | - |
| 241,2 | 239,4 | |
| Flüssige Mittel | 71,6 | 330,2 |
| 312,8 | 569,6 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,5 | 0,6 |
| 823,4 | 1.130,0 | |
| PASSIVA | ||
| in Mio. € | 2014 | 2015 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 92,8 | 100,1 |
| Kapitalrücklage | 166,7 | 262,2 |
| Andere Gewinnrücklagen | 90,3 | 148,2 |
| Bilanzgewinn | 57,3 | 100,9 |
| 407,1 | 611,4 | |
| Rückstellungen | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 11,6 | 11,7 |
| Steuerrückstellungen | 12,6 | 15,0 |
| Sonstige Rückstellungen | 29,9 | 31,2 |
| 54,1 | 57,9 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| Anleihen | 150,0 | 47,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1,1 | 251,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7,7 | 11,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 199,8 | 147,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen | 2,6 | 2,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1,0 | 1,3 |
| 362,2 | 460,7 | |
| 823,4 | 1.130,0 |
Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft
Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften, die Finanzierungsfunktion und die Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit der Holdingfunktion sind die bestimmenden Faktoren der Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt bei 124,0 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahreswert (2014: 80,7 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenumlagen (2015: 40,1 Mio. €, 2014: 28,9 Mio. €), direkte Weiterbelastungen z. B. aus dem Facility Management (2015: 13,0 Mio. €; 2014: 12,8 Mio. €) sowie Erträge aus der Vermietung von Gebäuden an Gesellschaften des KUKA Konzerns (2015: 5,5 Mio. €; 2014: 4,6 Mio. €). Währungsgewinne, vor allem aus USD, CHF und BRL, wurden in Höhe von 34,7 Mio. € (2014: 7,1 Mio. €) berücksichtigt. Daneben wurde eine im Vorjahr vorgenommene Wertberichtigung auf eine Beteiligung in Höhe von 13,7 Mio. € wieder aufgelöst. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert neben nicht aktivierungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Neubau des Entwicklungs- und Technologiezentrums in Augsburg vor allem aus den Währungsverlusten in Höhe von 34,2 Mio. € (2014: 6,3 Mio. €).
Der Anstieg des Personalaufwands von 32,7 Mio. € auf 38,8 Mio. € ist neben der gestiegenen Mitarbeiteranzahl auch auf höhere Aufwendungen für variable Vergütungsbestandteile, u. a. in Folge des gestiegenen Aktienkurses zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag beschäftigt die Gesellschaft 352 Mitarbeiter (2014: 279 Mitarbeiter).
Das Beteiligungsergebnis beträgt 149,7 Mio. € (2014: 137,0 Mio. €) und liegt damit erneut über dem Vorjahreswert. Dies liegt insbesondere an der im Berichtsjahr höheren Ausschüttung der amerikanischen Tochtergesellschaft (2015: 40,6 Mio. €; 2014: 24,4 Mio. €). Der Ergebnisbeitrag der deutschen Gesellschaften, der über die bestehenden Ergebnisabführungsverträge der KUKA Aktiengesellschaft zugeordnet beträgt 109,1 Mio. € (2014: 112,6 Mio. €).
Das Zinsergebnis liegt mit -3,9 Mio. € Mio. € deutlich unter dem Wert des Vorjahres (-16,4 Mio. €). Im Vorjahr wirken sich hier die Einmaleffekte aus der Tilgung der Unternehmensanleihe aus. Aufgrund des gesunkenen Marktzinsniveaus waren die von der KUKA Aktiengesellschaft an Tochterunternehmen gut geschriebenen bzw. in Rechnung gestellten Finanzierungszinsen verglichen mit dem Vorjahr deutlich niedriger. Im Vorjahr hat die KUKA Aktiengesellschaft mit verbundenen Unternehmen ein positives Zinsergebnis in Höhe von 7,1 Mio. € erzielt - im Geschäftsjahr betrug der Wert 4,5 Mio. €.
Die im Vorjahr vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen betrafen vor allem die Bewertung der Swisslog Aktien mit dem Börsenkurs am letzten Handelstag 2014 in Höhe von 1,31 CHF Im Berichtsjahr ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen der korrespondierende Betrag als Zuschreibung enthalten.
Als Organträger des deutschen Organkreises weist die KUKA Aktiengesellschaft die Ertragsteuern des Organkreises in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 8,2 Mio. € (2014: 15,0 Mio. €) aus.
Insgesamt betrug der Jahresüberschuss der KUKA Aktiengesellschaft 115,8 Mio. € (2014: 65,7 Mio. €). Nach Abzug der Einstellung in die Gewinnrücklagen und Verrechnung mit dem Ergebnisvortrag ergibt sich für das Geschäftsjahr 2015 damit ein Bilanzgewinn in Höhe von 100,9 Mio. € (2014: 57,3 Mio. €).
Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft
Eine der wesentlichen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft ist die Bereitstellung von Finanzmitteln und Avalen für die laufende Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften. Zur externen Finanzierung hat die KUKA Aktiengesellschaft im Februar und Juli 2013 eine Wandelschuldverschreibung über insgesamt 150,0 Mio. € am Kapitalmarkt platziert. Von der Möglichkeit zur Wandlung haben im vierten Quartal 2015 Anleiheinhaber Gebrauch gemacht und Anteile über nominal 102,8 Mio. € in 2,8 Mio. neue KUKA Aktien gewandelt. Dadurch erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 7,3 Mio. € und die Kapitalrücklage um 95,5 Mio. €. Die Verbindlichkeit aus der Wandelschuldverschreibung reduzierte sich korrespondierend auf 47,2 Mio. €.
Als weiteren Baustein der externen Finanzierung hat die KUKA Aktiengesellschaft im Oktober ein Schuldscheindarlehen über 250,0 Mio. € platziert. Das Gesamtvolumen unterteilt sich in zwei Tranchen, wobei die erste Tranche über 142,5 Mio. € eine Laufzeit von fünf Jahren und die zweite Tranche über 107,5 Mio. € eine Laufzeit über sieben Jahren hat. Das Schuldscheindarlehen wird unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.
Darüber hinaus hat die KUKA Aktiengesellschaft im April 2015 den im Dezember 2013 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag vorzeitig refinanziert und dabei auch den bestehenden Konsortialkreditvertrag der Swisslog Holding AG abgelöst. Der neue Vertrag sieht eine Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und eine Betriebsmittellinie, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann, in Höhe von 90,0 Mio. € vor (für weitere Details vergleiche Finanzlage KUKA Konzern sowie Anhang (26)).
Die Finanzierungsfunktion der KUKA Aktiengesellschaft spiegelt sich in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Cash-Pooling-Konten mit Tochtergesellschaften sowie aus den zur Verfügung gestellten Darlehen. Per Saldo ergibt sich hier eine Forderung von 86,4 Mio. € (2014: 25,6 Mio. €). Diese Zunahme im Liquiditätsbedarf der Tochtergesellschaften resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen des Geschäftsjahres sowie die Einbeziehung der Swisslog Gruppe. Gegenläufig wirkt das anhaltend gute aktive Management des Working Capital der am Cash-Pooling beteiligten Tochtergesellschaften.
Insgesamt erhöhten sich durch die beschriebenen Maßnahmen die flüssigen Mittel der KUKA Aktiengesellschaft von 71,6 Mio. € auf 330,2 Mio. € und die Finanzverbindlichkeiten von 151,1 Mio. € auf 298,3 Mio. €.
Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft
Die Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft ist geprägt durch das Management der Beteiligungen und durch die Wahrnehmung der Leitungsfunktionen für die Gesellschaften des Konzerns. Bezüglich der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der Finanzposten verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 22,6 Mio. € (2014: 35,4 Mio. €) standen Abschreibungen in Höhe von 6,5 Mio. € (2014: 3,4 Mio. €) gegenüber. Die Investitionen des Geschäftsjahres sind insbesondere durch das nunmehr fertiggestellte Entwicklungs- und Technologiezentrum in Augsburg geprägt. Unter den Finanzanlagen werden die direkten Beteiligungen der KUKA Aktiengesellschaft an ihren Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die Zugänge des Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen den Erwerb der ausstehenden Anteile an der Swisslog Holding AG, Buchs, Schweiz, sowie weitere meilensteinbasierte Zuzahlungen an die KBee AG, München.
Die im Vorjahr ausgewiesenen Wertpapiere des Umlaufvermögens (10,0 Mio. €) betrafen nachhaltig frei verfügbare finanzielle Mittel, die im Rahmen des Liquiditätsmanagements angelegt wurden und eine Laufzeit von vier Monaten hatten.
In der Veränderung des Eigenkapitals spiegelt sich neben dem Ergebnis des Geschäftsjahres auch die oben beschriebene Wandlung der Wandelschuldverschreibung wider. Eigenkapitalmindernd wirkte die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 14,3 Mio. €. Die Eigenkapitalquote der KUKA Aktiengesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 54,1 % (2014: 49,4 %).
Die Bilanzsumme der KUKA Aktiengesellschaft stieg als Saldo dieser Effekte gegenüber dem Vorjahresstichtag um 306,6 Mio. € auf 1.130,0 Mio. €.
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit - ein kontinuierlicher Prozess
Nachhaltigkeit steht bei KUKA für verantwortungsvolles, unternehmerisches Handeln und für den Schutz von Umwelt und Ressourcen. Um seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, Kunden und Kapitalgebern, der Gesellschaft und der Umwelt gerecht zu werden, ist es wichtig, dass sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt und weltweit erfolgreich bleibt. Im Berichtsjahr verfolgte das Unternehmen einige Projekte.
Gutes Arbeitsumfeld fördert die Gesundheit
Die Gesundheit der Mitarbeiter hat bei KUKA einen hohen Stellenwert. Der wachsende Wettbewerbsdruck, hohe Ansprüche an Qualität und Schnelligkeit führen zu steigenden Anforderungen an die Mitarbeiter. Für KUKA ist es daher wichtig, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das den Mitarbeitern Flexibilität ermöglicht und die Gesundheit fördert. Denn als global wachsender Technologiekonzern ist KUKA auf qualifizierte, engagierte und leistungsfähige Mitarbeiter angewiesen.
Für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet KUKA eine lebensphasenorientierte Personalpolitik. Wichtig in diesem Zusammenhang ist eine möglichst hohe Flexibilität. Umgesetzt wird dies zum Beispiel durch Gleitzeit, Home Office, die Kinderkrippe am Standort Augsburg, deren Träger der gemeinnützige Verein Orange Care e. V. ist, Ferienbetreuungsprogramme oder durch Dienstleistungsangebote wie den Wäscheservice.
Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bietet KUKA seinen Mitarbeitern jedes Jahr unterschiedliche thematische Schwerpunkte. Die Schwerpunkte sind entsprechend gewählt, um den Hauptursachen für diverse Zivilisationskrankheiten, wie Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Übergewicht und Stress, entgegenzuwirken. Im Berichtsjahr lag der Fokus auf dem Thema Ernährung. Angeboten wurden zum Beispiel Vorträge darüber, wie Ernährung zur Förderung der Gesundheit beitragen kann. Zudem wurde der KUKA Gesundheitstag veranstaltet, an dem sich die Mitarbeiter über die Themen Ernährung, Trinkwasser und Bewegung informieren sowie verschiedene Sportarten und Entspannungsmethoden ausprobieren konnten. Den Schwerpunkt des Gesundheitstages bildete dabei eine Aktion zur Darmkrebsvorsorge. Außerdem wurde die Möglichkeit für ein Hautscreening angeboten.
Soziale Kennzahlen
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| 2014 | 2015 | |
|---|---|---|
| Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) | 12.102 | 12.300 |
| davon Auszubildende | 372 | 348 |
| Durchschnittl. Betriebszugehörigkeit (Jahre) | 8,8 | 7,6 |
| Krankenquote in % | 3,0 | 3,2 |
| Fluktuation in % | 11,2 | 9,6 |
| Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter Deutschland | 10,2 | 9,8* |
* ohne Obernburg
Die konzernweite Krankenquote blieb im Berichtsjahr mit 3,2 % nahezu unverändert auf niedrigem Niveau, verglichen mit anderen Unternehmen aus der Branche. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit lag 2015 bei 7,6 Jahren. Sie ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und mit anderen Unternehmen vergleichbar.
Die Fluktuation in Höhe von 9,6 % ist im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 11,2 % rückläufig. Diese Zahl erscheint im Vergleich zu anderen Unternehmen aus der Branche relativ hoch. Der Grund hierfür ist, dass diese Zahl nicht nur die externen Abgänge erfasst, sondern auch alle internen Wechsel zwischen den Gesellschaften des KUKA Konzerns.
Im Vergleich mit anderen Unternehmen in der Branche hat KUKA trotz des hohen Arbeitsaufkommens nur wenige Unfälle zu verzeichnen. Im Jahr 2015 ereigneten sich 9,8 Unfälle pro tausend Mitarbeiter. KUKA arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Arbeitsschutzmaßnahmen, um diese Zahl weiter zu reduzieren.
Details zu Mitarbeiterzahlen und Personalpolitik sind im Kapitel Mitarbeiter ab Seite 30 aufgeführt.
Orange Care e. V. - KUKAner engagieren sich
KUKA Mitarbeiter ergreifen gerne selbst die Initiative und engagieren sich im sozialen Umfeld. Im Jahr 2012 wurde Orange Care e. V. ins Leben gerufen, ein von KUKA Mitarbeiter gegründeter Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, hilfsbedürftige Menschen, vor allem in der Jugend- und Familienhilfe, zu unterstützen. Orange Care ist Träger der Kinderkrippe am KUKA Standort in Augsburg mit insgesamt 30 Plätzen. In 2015 waren alle Plätze voll belegt. KUKA Mitarbeiter unterstützten Orange Care e. V. mit Spenden, so dass der Verein im Berichtsjahr die Kosten für Spielzeuge der Orange Care Kinderkrippe übernehmen konnte. Der Verein setzte sich außerdem für Flüchtlinge ein und unterstützte zwei Augsburger Flüchtlingsheime mit Sachspenden. Darüber hinaus konnte der Verein der Familie eines KUKA Mitarbeiters in einer schwierigen familiären Situation helfen.
Auszubildende zeigen soziales Engagement
KUKA Auszubildende haben sich im Berichtsjahr für die Betroffenen des Tornados, der in der Region Augsburg schwere Schäden hinterlassen hatte, eingesetzt. Sie haben eine Sammelaktion für die Opfer in einer betroffenen Gemeinde nahe Augsburg organisiert, um sie finanziell beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Häuser zu unterstützen. Auch die Weihnachtspaketaktion "Geschenk mit Herz" von der Hilfsorganisation Humedica e. V. haben die Auszubildenden am Standort Augsburg organisiert. Außerdem hat die KUKA Lehrwerkstatt Praktika für Flüchtlinge angeboten. Das Praktikum gibt Einblicke in den Berufsalltag und hilft bei der Berufsorientierung.
KUKA ist Mitglied bei Blue Competence
Blue Competence ist die Nachhaltigkeitsinitiative des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) und Plattform des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus in Sachen Nachhaltigkeit. Dabei hat KUKA sich verpflichtet, den Blue Competence Kodex einzuhalten. Unter dem Motto "Nachhaltigkeit ist ein Geschäftsmodell" veranstaltete die Initiative im Berichtsjahr einen Azubi-Wettbewerb. KUKA hat sich in Form eines Films daran beteiligt.
Außerdem ist KUKA Mitglied bei der Industrie- und Handelskammer und der International Federation of Robotics (IFR). In beiden Verbänden gibt es spezielle Arbeitsgruppen, die sich mit den Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auseinander setzen.
Ergonomisch und effektiv
Der demografische Wandel und die Veränderungen in der Arbeits- und Lebenswelt wirken sich auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter aus und fordern vorausschauende und nachhaltige Lösungen zur Erhaltung der Gesundheit. Im Berichtsjahr wurden die bereits in 2014 begonnenen Arbeitsprozesse weiter verbessert. Dazu gehörte die Automatisierung von nicht-ergonomischen Tätigkeiten mit dem Ziel, die körperlichen Belastungen der Mitarbeiter in der Produktion zu verringern. Automatisiert wurde das Handling und Fügen von schweren Bauteilen (Grundgestell, Getriebe, Karussell) sowie das Verschrauben von Bauteilen, das viel Kraftaufwand benötigt. Außerdem wurden weitere ergonomische Arbeitsplätze mit Hubtischen eingerichtet. Die Produktionsmitarbeiter können so ihren Arbeitsplatz individuell einstellen und mit weniger Kraftaufwand rückenschonend in aufrechter Haltung arbeiten. Automatisiert wurden auch Bereiche in der Logistik, sodass der Mitarbeiter von den einfachen und monotonen Tätigkeiten entlastet ist und sich effektiv den anspruchsvolleren Arbeiten widmen kann. So wurde zum Beispiel die Schraubenlogistik automatisiert. Die Mitarbeiter in der Produktion werden dabei von einem KMR iiwa unterstützt, eine autonom navigierende Plattform, auf der ein LBR iiwa montiert ist. KMR iiwa fährt autonom zwischen dem Zentrallager und dem Zielregal und bestückt das Zielregal mit den entsprechenden Schraubenkisten.
Nachhaltige Baukonzepte am Standort Augsburg
Am KUKA Standort Augsburg wurde 2015 das Entwicklungs- und Technologiezentrum (ETZ) fertiggestellt und der Umbau der Robotermontage weiter forciert.
Bei allen großen Baumaßnahmen hat KUKA im Berichtsjahr die gesetzlichen Vorgaben der aktuellen Standards nach EEG & EnEV (Erneuerbare-Energien-Gesetz und Energieeinsparverordnung) um bis zu 30 % unterschritten, was sich bereits heute bei der Fassadendämmung und der Isolierung von Fenstern und Türen zeigt. Außerdem ermöglichen die ausgewählten Materialien ein späteres Recycling sowie einen schadstoffarmen Rückbau.
Bei allen Neubauten, Erweiterungen oder Modernisierungen am Standort Augsburg setzt KUKA bereits innovative Umweltkonzepte um. So kann bei diesen Gebäuden das anfallende Regenwasser auf den Dachflächen bereits über Rigolen grundwasserneutral versickern und wird nicht in die Kanalisation eingeleitet. Um das ETZ nach den Anforderungen moderner Energieversorgung auszurichten, wird die Temperatur in den Büros automatisch über Heiz- /Kühlsegel an der Decke reguliert. Zusätzlich werden das Gebäude und das Rechenzentrum mit Brunnenwasser bzw. zu Spitzenzeiten mit einer Kompressionskältemaschine, die auf dem Dach angebracht ist, gekühlt. In der Produktion sorgen Deckensegel für die Beheizung der Hallen.
Um den Energieverbrauch und damit die klimawirksamen CO2 -Emissionen zu verringern, setzt KUKA auf eine möglichst umweltgerechte Energieversorgung. Daher ist nun der komplette Standort Augsburg auf die Fernwärme der Stadtwerke umgestellt und das ETZ an die Nahwärmeversorgung am Standort angeschlossen.
Förderung von Spitzenleistungen in Technik und Sport
KUKA fördert Spitzenleistungen in Technik und Sport. Das steigert nicht nur die Markenbekanntheit des Unternehmens, sondern ist für KUKA auch ein Weg, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dabei konzentriert sich KUKA auf Projekte an den eigenen Standorten. Zum Beispiel unterstützt KUKA am Standort Augsburg seit vielen Jahren den Fußball-Bundesligisten FC Augsburg und den Eishockey-Erstligisten Augsburger Panther.
Nachhaltig und energieeffizient - die MagnetAr 620A Stromquelle
Um das MagnetArc-Schweißverfahren weiter zu entwickeln und damit den Prozess und die Qualität zu verbessern, werden auch die Komponenten zur Automatisierung kontinuierlich weiterentwickelt. Besonderes Augenmerk legte KUKA auf die Kernkomponente "Stromquelle", um die Technologie zu erweitern und die Effizienz zu steigern. Im Vergleich zur konventionellen MagnetArc Stromquelle verbraucht die neue MagnetAr 620A bis zu 20 % weniger Energie. Zudem ist die neue Stromquelle deutlich kleiner und um 85 % leichter, was Kosten und Produktionsfläche spart. Im Berichtsjahr konnte die neue Stromquelle bereits bei drei Kunden für eine energieeffiziente Produktion eingesetzt werden.
Forschungskooperationen zur Förderung der Nachhaltigkeit
KUKA ist Partner bei EU-Förderprojekten, die Forschungsaktivitäten zu nachhaltigen, innovativen Technologien vorantreiben:
EU-Förderprojekt AREUS
KUKA ist Partner im europäischen Forschungsverbundvorhaben "AREUS - Automation and Robotics for EUropean Sustainable manufacturing". Hier treibt KUKA gemeinsam mit Forschungspartnern aus Industrie und Wissenschaft die Entwicklung energieeffizienter roboterbasierter Lösungen für die Fabrik der Zukunft voran. Dabei werden optimierte Verfahren zur Roboterbewegung entwickelt, sowohl für den einzelnen Roboter als auch für einen Verbund mehrerer Roboter. Die Energieversorgung der roboterbasierten Testanlagen wird prototypisch auf Gleichstrom umgestellt, um erste Erfahrungen für eine zukünftige regenerative Energieversorgung sammeln und den Energiebedarf in einer Anlage besser verteilen sowie Bremsenergierückspeisen zu können. Die neuen Konzepte werden in einem realen Produktionsszenario getestet und zum Abschluss des Projekts in diesem Jahr auf zwei Messen (ICRA und Automatica) ausgestellt.
euRobotics aisbl
Die gemeinnützige europäische Organisation euRobotics aisbl (association internationale sans but lucratif) hat mit der Europäischen Kommission eine öffentlich-private Partnerschaft (PPP) für die Robotik in Europa vereinbart, deren Forschungs- und Innovationsprogramm in den kommenden sieben Jahren mit mehr als 700 Mio. € gefördert wird und in dessen Rahmen auch Ziele zur Nachhaltigkeit in einer gemeinsamen Roadmap formuliert wurden. Dazu zählt beispielsweise die Entwicklung nachhaltiger Produktionsmethoden in der Industrie. Weitere Details finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung ab Seite 7.
EFFRA
KUKA ist ebenfalls Partner der europäischen Organisation zur Erforschung der Fabrik der Zukunft EFFRA (European Factories of the Future Research Association). Die Mitglieder nehmen einen wichtigen Einfluss u. a. auf die Entwicklung einer nachhaltigen Produktion und nachhaltiger Herstellungsprozesse. KUKA treibt dabei die Themen voran, die für eine roboterbasierte Automation von entscheidender Bedeutung sind.
KUKA mit multifunktionaler Zelle im Innovationspark Augsburg
Leichtbau ist im Hinblick auf Nachhaltigkeit eines der Schlüsselthemen für die Zukunft der industriellen Fertigung. Im Rahmen eines Projekts im Augsburger Innovationspark arbeiten Industrie und Wissenschaft gemeinsam an der Industrialisierung von Faserverbundstoffen und der Weiterentwicklung der Mensch-Maschinen-Interaktion.
Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forscht und entwickelt KUKA bereits seit Jahren an innovativen Prozessen und Automatisierungslösungen. Im Industriemaßstab werden an dem neuen Standort Produktionsprozesse mit Leichtbaustoffen für die Luft- und Raumfahrt entwickelt. In Kooperation mit dem DLR installierte KUKA eine multifunktionale Zelle (MFZ) von 32,5 m Länge und 16 m Breite. Das Gestell ist aus einer tonnenschweren Stahlkonstruktion gefertigt. Die Zelle bildet aufgrund ihrer Größe und technologischen Besonderheit den Mittelpunkt des Zentrums. Sie ist mit KUKA Robotern der QUANTEC-Generation ausgerüstet, um im Industriemaßstab Forschung betreiben zu können.
KUKA ist Partner von MAI Carbon
KUKA ist im Spitzencluster MAI Carbon aktiv. Der Cluster im Städtedreieck München-Augsburg-Ingolstadt verfolgt das Ziel, die kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffe (CFK) technologisch bis zum Jahr 2020 für unterschiedliche Anwenderbranchen in Deutschland zu entwickeln. Die Darstellung einer durchgängigen Prozesskette und die präzise Bearbeitung mit Industrierobotern sind dabei Fokusthemen.
Green Carbody Technologies
Mit Blick auf die Herausforderungen einer wachsenden Weltbevölkerung und immer knapperen Ressourcen liegt ein wichtiger Schwerpunkt zukünftiger Anlagen darin, energie- und ressourceneffizient zu produzieren.
Das Verbundprojekt Green Carbody Technologies (InnoCaT) hatte sich zum Ziel gesetzt, energie- und ressourceneffiziente Anlagen zu entwickeln. Insgesamt beteiligten sich 60 Unternehmen an dem Projekt, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Als Mitglied brachte KUKA Systems notwendiges Know-how und Werkzeuge ein, mit denen sich der Energieverbrauch einer Anlage bereits in der Planungsphase virtuell messen, analysieren und optimieren lässt. KUKA unterstützte damit ihre Kunden eine nachhaltige Produktion umzusetzen. Das Projekt wurde bereits 2014 abgeschlossen. Die resultierenden Ergebnisse wurden bei KUKA in einem Maßnahmenkatalog für eine energieeffiziente Produktion zusammengefasst, der seither bei Neuanlagen zum Einsatz kommt. Zudem konnte schon ein erstes Projekt akquiriert werden, bei dem eine bestehende Anlage von unseren geschulten Spezialisten anhand dieses Maßnahmenkatalogs optimiert wird.
Energieeffizienz im Anlagenbau
Nach der Entwicklung eines Softwaretools zur energieeffizienten Auslegung von Fertigungsanlagen im Vorjahr wurden in 2015 die Maßnahmen auf Wirksamkeit, Auswirkungen auf Produktionsanlagen und etwaige Mehrkosten untersucht. Die von KUKA Systems entwickelten Anlagen sollen nicht nur theoretisch Ressourcen schonen, sondern auch in der Praxis zu einer nachhaltigen Produktion beitragen. Dafür müssen die Verbräuche kontinuierlich überprüft werden. Mit den Lösungen von KUKA Systems lassen sich Energieverbräuche sowohl während der Planung als auch später im Betrieb aufzeichnen. In Kombination mit dem Visualisierungsstandard kann der Leistungsverlauf bei Bedarf angezeigt und archiviert werden. Auf dem Bediengerät wird dem Bediener über ein Ampelsystem angezeigt, ob der aktuelle Energieverbrauch dem vorgesehenen entspricht. So kann zeitnah reagiert und gegengesteuert werden.
Recycling und Retooling
Das Recyclingkonzept bei den KUKA Robotern umfasst unterschiedliche Aspekte. Dazu gehören nicht nur die fachgerechte Entsorgung und die nachhaltige Verwertung. Bereits bei der Auswahl der Bauteile achtet KUKA auf recycelbare Materialien.
KUKA bietet den Kunden die Aufbereitung gebrauchter Roboter an, die anschließend zurück an den Kunden geliefert werden und wieder zum Einsatz kommen (retooling). Der Austausch oder die Optimierung von Bauteilen sowie eine erneute Lackierung der Roboter werden individuell mit den Kunden besprochen. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, Roboter zu mieten, um sie zu testen oder um sie kurzfristig einzusetzen.
Für Roboter, die nicht mehr verwendet werden, bietet KUKA seinen Kunden die Rücknahme an. Die gebrauchten Maschinen (used robots) werden überholt und an die neuen Anforderungen angepasst. Anschließend stehen sie als Gebrauchtmaschinen wieder zum Verkauf zur Verfügung. Roboter, die nicht mehr überholt werden können, werden von KUKA auseinandergebaut und umweltgerecht entsorgt. Die beteiligten Verwertungsbetriebe wurden von KUKA sorgfältig geprüft.
KUKA hat auf Fernwärme umgestellt
Im Berichtsjahr sind die CO2 -Emissionen gegenüber dem Vorjahr um rund 18 % zurückgegangen. Dies resultiert vor allem durch die Umstellung auf Fernwärme ab September 2015 am Standort Augsburg. Der absolute Verbrauch an Wärmeenergie beträgt 12.448 MWh und ist gegenüber dem Vorjahr (2014: 11.274 MWh) nur leicht gestiegen. Mit der Umstellung auf Fernwärme wird erwartet, dass der Verbrauch an Wärmeenergie zukünftig weiter zurückgehen wird. Der absolute Stromverbrauch ist mit 13.651 MWh (2014: 13.095 MWh) nahezu konstant geblieben. Der Wasserverbrauch ist insgesamt relativ gering und spielt eine untergeordnete Rolle, da Wasser ausschließlich für den normalen täglichen Gebrauch zur Verfügung steht und nur zu einem geringen Teil für die Produktion verwendet wird. Der Wasserverbrauch ist im Berichtsjahr am Standort Augsburg trotz des Neubaus des Entwicklungs- und Technologiezentrums mit 26.698 m3 (2014: 26,368 m3 ) nahezu unverändert.
Mit der Umstellung auf Fernwärme am Standort Augsburg wurden die Weichen für eine energieeffiziente, umweltschonende und zukunftssichere Energieversorgung gestellt. Da der Standort erst im September 2015 umgestellt wurde, werden sich die Einsparungen beim Verbrauch von Wärmenergie und des CO2 -Ausstoßes erst zukünftig bemerkbar machen. Neben der signifikanten Senkung des CO2 -Verbrauches wird der Primärenergiefaktor von 1,1 auf 0,32 reduziert. Dies bedeutet, dass die Umweltauswirkungen bei steigender Standortnutzung kontinuierlich gesenkt und die Anforderungen der neuesten Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) an die Energieeffizienz bei Neu- und Bestandsbauten erfüllt sind.
Kennzahlen Ökologie
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| 2014 | 2015 | |
|---|---|---|
| Anzahl Standorte weltweit | 53 | 66 |
| davon mit Zertifizierung ISO 9011 | 24 | 39 |
| davon mit Zertifizierung ISO 14011 | 11 | 13 |
| Verbrauch (Standorte Augsburg) | ||
| Strom (MWh) | 13.095 | 13.651 |
| Wärme (MWh) | 11.274 | 8.004* |
| Wärme (MWh) - Fernwärme ab September 2015 | 4.444 | |
| Wasser (m3 ) | 26.368 | 26.698 |
| CO2 (t) | 9.736 | 7.966 |
* Bis September 2015
KUKA ist an relevanten Standorten nach VDA 6.4. zertifiziert
Als Lieferant für die Automobilindustrie steht Zuverlässigkeit und Sicherheit der Produkte an erster Stelle. Mit der Zertifizierung nach VDA 6.4 werden im Unternehmen Prozesse nachgewiesen, die sicherstellen sollen, dass sich Kunden auf die hohe Qualität Ihrer Maschinen, Anlagen, Werkzeuge oder Prüfmittel von KUKA verlassen können. Ein Schwerpunkt liegt in der Effizienz von Prozessen. Das Zertifikat ist eine Ergänzung zur ISO 9001.
KUKA beteiligt sich bei Carbon Disclosure
Seit 2008 beteiligt sich die KUKA Aktiengesellschaft am Carbon Disclosure Project. Diese Organisation veröffentlicht einmal jährlich Informationen zur Ökobilanz börsennotierter Unternehmen und zu den Geschäftschancen mit nachhaltigen Produkten. Das Carbon Disclosure Project wird von vielen Investorengruppen unterstützt (www.cdproject.net). 2015 konnte sich KUKA im Gesamtergebnis tendenziell verbessern. Außerdem hat das Unternehmen an verschiedenen Ratings zum Thema Nachhaltigkeit u. a. von der Agentur Vigeo teilgenommen. Die Ergebnisse können unter der E-Mail-Adresse [email protected] angefragt werden. Es liegen Informationen zu Corporate Governance, Human Resources und Umwelt vor.
Mitarbeiter
Internationalisierung im KUKA Konzern
KUKA befindet sich weltweit auf Wachstumskurs. Die Mitarbeiterzahlen sind im Berichtsjahr vor allem durch das Wachstum in den strategisch wichtigen Regionen China und Nordamerika gestiegen. Weiterhin wurde Personal im Bereich Forschung und Entwicklung aufgebaut, um im dynamischen, internationalen Wettbewerbsumfeld geprägt durch Industrie 4.0 die Technologieführung auszubauen. Da der Konzern in den vergangenen Jahren stark international gewachsen ist, wurden Maßnahmen ergriffen, um eine konzernweit einheitliche Führungskultur zu etablieren. Ziel ist ein gemeinsames Verständnis für Werte und Prinzipien unter allen Mitarbeitern weltweit. So wurde im Berichtsjahr das konzernübergreifende Führungsleitbild international ausgerollt. Es wurde darüber hinaus das New Manager Program eingeführt, das weltweit Nachwuchsführungskräfte darin unterstützt, ihren eigenen Führungsstil zu entwickeln, das ein gemeinsames Verständnis von Führung vermittelt und mit dem Basiswissen für eine erfolgreiche Führung entsprechend dem Leitbild vertraut macht. KUKA stärkt seine Attraktivität als Arbeitgeber weiterhin mithilfe von Employer Branding-Maßnahmen, bietet eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung sowie ein breites Weiterbildungsangebot und kooperiert mit namhaften Hochschulen. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie das betriebliche Gesundheitsmanagement werden weiter ausgebaut.
Personalaufbau in strategisch wichtigen Bereichen
KUKA hat sich im Berichtsjahr weiter in Branchen und Regionen diversifiziert und seine Präsenz im asiatischen Markt ausgeweitet. Das Personal wurde vor allem in den strategisch wichtigen Regionen China und Nordamerika sowie im Bereich Forschung und Entwicklung aufgestockt. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Konzern von insgesamt 12.102 zum Jahresende 2014 auf 12.300 zum Jahresende 2015. Den größten Zuwachs verzeichnete der Geschäftsbereich Robotics mit 16,1 % auf 4.232 Mitarbeiter (2014: 3.644). Der Aufbau erfolgte hier in allen Kundensegmenten, also Automotive, General Industry und Service sowie im Bereich Forschung und Entwicklung; nach Regionen vornehmlich in Deutschland und China. Die Mitarbeiterzahl von Systems fiel im Berichtsjahr von 5.810 auf 5.146 und damit um 11,4 %. Grund dafür war die Veräußerung des Geschäftsbereichs Werkzeugbau sowie der HLS-Engineering Group. Swisslog stockte um 186 Mitarbeiter von 2.369 (2014) auf 2.555 (2015) auf.
Stabile Altersstruktur
Der konzernweite Altersdurchschnitt lag mit 40,7 Jahren etwa auf Vorjahresniveau (2014: 40,8 Jahre). Im Berichtsjahr wurden 71 Mitarbeiter für jeweils 25 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt, drei Mitarbeiter feierten ihr 40. Firmenjubiläum.
Berufliche Ausbildung auf hohem Niveau
Der KUKA Konzern beschäftigte Ende Dezember 2015 insgesamt 348 Auszubildende (FTE) (2014: 372). Der Rückgang ist auf die Veräußerung des Geschäftsbereichs Werkzeugbau zurückzuführen. Die Zentralisierung der Ausbildung in der KUKA Aktiengesellschaft, die im Jahr 2013 erfolgte, hat sich bewährt. So erhalten die Auszubildenden mehr Möglichkeiten zur eigenen Weiterbildung und lernen global und unternehmensübergreifend zu denken und zu handeln. KUKA legt großen Wert darauf, dass die Auszubildenden bereits frühzeitig mit der Internationalität des Konzerns vertraut gemacht werden. Jedes Jahr sammeln Auszubildende Auslandserfahrungen an anderen KUKA Standorten wie zum Beispiel in China oder den USA. KUKA hält in der Ausbildungsqualität und beim Leistungsniveau weiterhin einen hohen Standard. Das zeigt sich immer wieder darin, dass KUKA Absolventen als Jahrgangsbeste ihres Ausbildungsberufs abschließen. Im Berichtsjahr zeichnete die IHK Schwaben Markus Hörmann in seinem Jahrgang als Besten seines Ausbildungsberufs Elektroniker für Automatisierungstechnik aus. Christoph Berthold hat nicht nur seine Ausbildung mit Bravur absolviert, sondern nebenbei noch sein Abitur mit der Note 1,0 bestanden. Zehn Auszubildende haben im Sommer 2015 vorzeitig ihre Prüfungen absolviert und insgesamt mit einer Durchschnitt snote von 1,55 abgeschlossen.
Breites Angebot in der Aus- und Weiterbildung
Das breite Ausbildungsangebot des KUKA Konzerns reicht von technischen bis hin zu kaufmännischen Berufen:
| ― | Industrie- und Zerspanungsmechaniker /-in |
| ― | Mechatroniker/-in |
| ― | Elektroniker /-in für Automatisierungstechnik |
| ― | Industriekaufmann /-frau |
| ― | Fachinformatiker /-in |
| ― | Technische /-r Produktdesigner /-in |
| ― | Fachkraft für Lagerlogistik |
| ― | Kaufmann /-frau für Speditions- und Logistikdienstleistungen |
Der Anteil an weiblichen Auszubildenden in technischen Berufen liegt seit einigen Jahren konstant bei ca. 20 %. Insbesondere durch die jährliche Teilnahme am Girls' Day, das Angebot von Schnupperlehren für Mädchen und Kooperationen mit Mädchenschulen sollte sich dieser Anteil weiter erhöhen. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen außerdem die Kontakte zu den Schulen in der Region ausgeweitet. Schüler von Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien können die Berufswelt bei KUKA in einem einwöchigen Schnupperpraktikum kennenlernen. Am Standort Augsburg nutzten dies im Jahr 2015 circa 130 Schüler. Darüber hinaus konnten Schüler im Rahmen von Betriebsführungen und vielen weiteren regionalen Aktionstagen das Ausbildungszentrum kennenlernen.
Zusätzlich zu den klassischen Ausbildungsberufen bietet KUKA ein duales, ausbildungsintegriertes Studium an der Hochschule Augsburg mit dem Ziel des Bachelor-Abschlusses an. Neben dem dualen Verbundstudium Maschinenbau, Mechatronik und Elektrotechnik stehen auch die Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Informatik und Wirtschaftsinformatik zur Wahl.
Großen Wert legt KUKA auf die Weiterbildung der Mitarbeiter im Rahmen interner Schulungsmaßnahmen. Einen wichtigen Baustein stellt hier zum Beispiel am Standort Augsburg die KUKA Academy dar. Das Angebot der Academy, wie z. B. Computer- und Sprachkurse, fachspezifische Kurse aus den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Betriebswirtschaft oder Projektmanagement sowie Seminare zu Soft Skills werden stark von den Mitarbeitern nachgefragt. Im Jahr 2015 nahmen am Standort Augsburg 1.798 Mitarbeiter an insgesamt 103 Seminaren und 50 Sprachgruppen (Englisch und Spanisch) teil. Um den Mitarbeitern das Kursangebot leichter zugänglich zu machen und die Administration effizienter zu gestalten, wurde im Berichtsjahr intensiv an der Implementierung eines modernen, benutzerfreundlichen Learning Management Systems gearbeitet. Das System steht den Mitarbeitern mit Beginn des Jahres 2016 zur Verfügung.
Kooperationen mit Hochschulen weltweit
Weltweit pflegt KUKA Kooperationen mit Hochschulen, wie zum Beispiel der Tongji Universität in Shanghai oder der TU München, und arbeitet in einigen internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit namhaften Universitäten zusammen. Enger Kontakt besteht in der Region mit den Hochschulen in Augsburg und Kempten. KUKA hat während des Berichtsjahres an zahlreichen Hochschulkontaktmessen teilgenommen und war Hauptsponsor der "Pyramid" in Augsburg. Auf der "Pyramid" werden Kontakte zwischen Firmen und Berufseinsteigern hergestellt. KUKA nahm außerdem am "Career Day" der Academica in Augsburg teil.
Führungsleitbild und New Manager Program
Da der Konzern international stark wächst, wurden Maßnahmen ergriffen, um eine konzernweit einheitliche Führungskultur zu etablieren. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis für Werte und Prinzipien unter allen Mitarbeitern weltweit zu schaffen. So wurde im Jahr 2014 in internationaler Zusammenarbeit ein Führungsleitbild erarbeitet. Im Berichtsjahr begann der Rollout in den Gesellschaften und Regionen.
Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr das konzernübergreifende New Manager Program konzipiert und eingeführt. Es unterstützt Nachwuchsführungskräfte weltweit darin, ihren eigenen Führungsstil zu entwickeln, macht sie mit dem Basiswissen für eine erfolgreiche Führung vertraut und vermittelt ihnen ein gemeinsames Verständnis entsprechend dem Leitbild. An den Standorten Augsburg, Detroit und Shanghai finden regelmäßig Workshops statt, die den Teilnehmern - in Kombination mit individuellen Praxisphasen im Berufsalltag - eine optimale Entwicklung ermöglichen. Im Rahmen eines Leadership Meetings wurde auch mit dem Senior Management an der Umsetzung der Unternehmensstrategie gearbeitet.
Förderung der Vielfalt
KUKA Mitarbeiter haben im Berichtsjahr eine Diversity-Initiative ins Leben gerufen. Unter der Schirmherrschaft von Jurate Keblyte, kaufmännische Geschäftsführerin der KUKA Robotics GmbH, wurden in Workshops Ziele und Maßnahmen erarbeitet, um die Vielfalt im Konzern zu fördern. orangeWin (WIN steht dabei für Women In Network) nennt sich das aus der Initiative entstandene Netzwerk, dem sich jede KUKA Mitarbeiterin anschließen kann und das sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen vor allem in MINT-Berufen zu fördern und unter anderem für Führungsaufgaben zu qualifizieren. Ein spezielles Mentoring-Programm, Weiterbildungsangebote und Netzwerktreffen sind erste Maßnahmen der Initiative.
Starke Arbeitgebermarke
Die 2013 groß angelegte Employer Branding Kampagne für unterschiedliche Zielgruppen wird weiter verfolgt, um die Außenwahrnehmung von KUKA als attraktiver Arbeitgeber zu stärken. Die Attraktivität des Arbeitsumfeldes bei KUKA schlägt sich in externen Bewertungen nieder. Im trendence Graduate Barometer 2015, dem eine Befragung von Schülern, Studierenden und jungen Berufstätigen nach ihrem Wunscharbeitgeber zugrunde liegt, rückte KUKA im Bereich Engineering auf Platz 32 vor und im Bereich IT auf Platz 53. In der Universum Studie zu den Top Arbeitgebern für Young Professionals verbesserte sich KUKA auf Platz 26. Die Anzahl an Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen nahm von rund 12.000 in 2014 auf über 17.000 in 2015 zu. KUKA unterstützte im Berichtsjahr weiterhin die Initiative "Fair Company", die sich für faire Praktika und echte Chancen für Hochschulabsolventen einsetzt. Das bedeutet zum Beispiel, dass Praktikumsplätze bei KUKA vornehmlich zur beruflichen Orientierung angeboten werden, und Hochschulabsolventen, die sich auf eine Festanstellung beworben haben, nicht mit einem Praktikum vertröstet werden.
Mitarbeiteraktienprogramm
Die KUKA Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmenserfolg und zeigen großes Interesse am Mitarbeiteraktienprogramm. Im Berichtsjahr nahmen 414 Mitarbeiter daran teil. Es gingen 69.105 Aktien auf die Mitarbeiter über.
Nachtragsbericht
Kündigung der Wandelschuldverschreibung
Mit Bekanntmachung vom 18. Februar 2016 hat die KUKA Aktiengesellschaft die Wandelschuldverschreibungen 2013 unwiderruflich zum 24. März 2016 gekündigt. Sofern die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen bis zu diesem Termin ihre Anteile nicht in Aktien der KUKA Aktiengesellschaft gewandelt haben, werden die zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Anteile zu einem Kurs von 100 % an die Anteilseigner zurückbezahlt. Da die Rückzahlung zu 100 % für die Investoren wirtschaftlich unattraktiv ist, ist davon auszugehen, dass der weitaus überwiegende Teil der noch bestehenden Anteile vor dem Rückzahlungstermin in Aktien gewandelt wird. Bereits im Vorfeld dieser Ankündigung haben im Geschäftsjahr 2016 weitere Wandlungen stattgefunden.
Daneben haben sich nach dem Bilanzstichtag bis zum Datum dieses Berichts keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.
Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
Risiko- und Chancenbericht
Grundsätze
Der KUKA Konzern ist ein global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber insbesondere in technologischer Hinsicht auch eine Vielzahl von Risiken. Ziel des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für alle Stakeholder und Shareholder zu steigern.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ergänzend zum bestehenden internen und externen Berichtswesen ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden.
Identifizierte Risiken werden konzernweit nach ihrem potenziellen Einfluss auf den Ergebnisbeitrag (EBIT) unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ beurteilt. Dabei werden Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien einschließlich des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden. Im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften erfolgt bei der Risikobewertung eine entsprechende Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen im Jahresabschluss. Somit werden als Risiken dann die ungesicherten Restrisiken, d. h. Risiken nach Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettobewertung), dargestellt.
Dem Risikomanagementsystem liegt ein monatlicher Meldeprozess (Risikoinventur) zugrunde, der sowohl die Identifikation von Neurisiken als auch die Folgebewertung bestehender Risiken umfasst. Die so zusammengetragenen Informationen werden in einem ebenfalls monatlich zu erstellenden und an den Vorstand des KUKA Konzerns adressierten Risikobericht zusammengefasst. Dieser beinhaltet unter anderem eine Top-10-Risikobetrachtung sowie eine Risiko-Exposure-Betrachtung (Risikogesamtsituation) für die Geschäftsbereiche, die KUKA Aktiengesellschaft als Holdinggesellschaft sowie den KUKA Konzern. Die Top-10-Risiken sind ferner fester Bestandteil des internen Management Reportings zum Monatsabschluss und werden monatlich im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des KUKA Konzerns und dem Management der Geschäftsbereiche besprochen. Die gemeldeten Risiken werden dem Vorstand zusätzlich quartalsweise im Steuerungskreis Risikomanagement vorgetragen und erläutert. Hier wird außerdem festgelegt, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind, oder ob weitere Schritte einzuleiten sind. Die Plausibilisierung von gemeldeten Risiken findet in diesem Steuerungskreis ebenso statt wie die Ableitung von Handlungsalternativen zur Vermeidung von ähnlichen Risiken in der Zukunft. Darüber hinaus ist der Risikobericht Gegenstand von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats, insbesondere des Prüfungsausschusses.
Die jeweils direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt beim Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit klar definierten Meldewegen und mit an die Gesellschaftsgröße angepassten Meldegrenzen. Für den Fall, dass konzernweit fest definierte Meldegrenzen überschritten werden, besteht ferner eine interne Ad-hoc-Meldepficht. Durch konzernweit einheitliche Vorgehensweisen werden Effizienz und Effektivität im Risikomanagement sichergestellt. Die Koordination des Risikomanagementsystems erfolgt durch den Leiter Risikomanagement. Von ihm werden die gemeldeten Einzelrisiken zu den genannten Top-10-Risikoübersichten bzw. Risiko-Exposure-Übersichten aggregiert, kommuniziert und überwacht. Diese Funktion ist im Konzerncontrolling der KUKA Aktiengesellschaft verankert, das Konzerncontrolling ist direkt dem Vorstand Finanzen und Controlling der KUKA Aktiengesellschaft unterstellt. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im KUKA Konzern ist.
Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglichte der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Im Rahmen ihrer regulären Prüfungstätigkeit überwacht die interne Revision die Einhaltung der Risikomanagement-Richtlinie des KUKA Konzerns und damit die Effektivität der implementierten Verfahren und Instrumente; sie schließt, sofern relevant, die Risikoverantwortlichen in den Prüfungsumfang mit ein. Darüber hinaus gewährleisten regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
Neben dem Risikomanagementsystem besteht im KUKA Konzern ein internes Kontrollsystem (vgl. Lagebericht, Abschnitt Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, Seite 41 ff.), welches über das Risikomanagement hinaus die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts- und Rechnungslegungsprozesse permanent überwacht und unterstützt.
Strategische Risiken und Chancen
Ziel der Geschäftsbereiche ist es, in ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer technologischen Basis über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung. Hierbei besteht eine wesentliche Aufgabe darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen entgegengewirkt. Anwendungsorientierte Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen, z. B. mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Weßling bei München, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und mehreren Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, vermindern das Risiko nicht marktgerechter Entwicklungsleistungen. Eine Quantifizierung strategischer Risiken und Chancen findet nicht statt.
Operative Risiken und Chancen
KUKA Konzern
Das chancen- und risikoorientierte Controlling im KUKA Konzern sorgt dafür, dass Chancen und Risiken in die Unternehmenssteuerung einfließen. Aus der Bewertung der operativen Risiken anhand der im Abschnitt Grundsätze beschriebenen Vorgehensweise ergibt sich folgendes Bild über die Risikogesamtsituation (Risiko-Exposure) des Konzerns. Betrachtet werden die aggregierten Summen Maximalrisiko (worst case) und Risikoerwartungswert (REW), die sich aus den mit ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichteten Szenarien der Einzelrisiken errechnen.
Eine Bewertung der Chancen erfolgt auf Ebene der Geschäftsbereiche und wird nicht weiter aggregiert verfolgt. Auf Chancen wird daher in den nachfolgenden Abschnitten zu den Geschäftsbereichen (Robotics, Systems, Swisslog) näher eingegangen.
Risiko-Exposure Konzern
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| Worst case | Risikoerwartungswert | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rechtliche Risiken | 15,2 | 6,5 | 2,9 | 0,4 |
| Wirtschaftliche Risiken | 16,8 | 51,2 | 1,7 | 2,8 |
| Gesamtsumme Konzern | 32,0 | 57,7 | 4,6 | 3,2 |
Die rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus den Aktivitäten der Geschäftsbereiche Robotics, Systems und Swisslog. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr sind zum einen auf die Akquisition der Swisslog Gruppe und zum anderen durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten der bestehenden Geschäftsbereiche (Robotics, Systems) zu erklären.
Nähere Erläuterungen zu rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken finden Sie in diesem Abschnitt betreffend geschäftsbereichsübergreifender, auf Konzernebene gesteuerte Risiken bzw. in den nachfolgenden Abschnitten zu den einzelnen Geschäftsbereichen (Robotics, Systems, Swisslog). Dabei wird auch eine Bewertung der betrachteten Einzelrisiken bzgl. ihres Schadenspotenzials (worst case) und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit angegeben. Diese orientiert sich an folgenden Bandbreiten:
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| Schadenspotenzial | Eintrittswahrscheinlichkeit | |
|---|---|---|
| Gering | bis 5 Mio. € | bis 10 % |
| Mittel | 5 bis 10 Mio. € | 10 bis 25 % |
| Hoch | 10 bis 20 Mio. € | 25 bis 40 % |
| Sehr hoch | über 20 Mio. € | über 40 % |
Einzelheiten zur bilanziellen Vorsorge für die betrachteten Risiken finden Sie im Anhang ab Seite 60.
Die Analyse und Steuerung geschäftsbereichsübergreifender Chancen und Risiken wie Finanzierung, Personal oder IT erfolgt auf Konzernebene und nicht in den einzelnen Geschäftsbereichen; daher wird hier im Chancen- und Risikobericht auf die jeweiligen Themen entsprechend nur aus Sicht des Gesamtkonzerns eingegangen.
Rechtliche und wirtschaftliche Risiken KUKA AG /Holding
Da KUKA weltweit tätig ist, müssen eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Rechtsnormen und Anweisungen von beispielsweise Finanzverwaltungen beachtet werden. Hierfür werden fallweise Spezialisten für das jeweilige nationale Recht hinzugezogen. Aus veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich Chancen und Risiken. So können steuerliche Betriebsprüfungen zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Aus heutiger Sicht sind keine Steuer- und Gesetzesvorhaben absehbar, die zu erheblichen Nachteilen für den KUKA Konzern führen können. Für steuerliche Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen. Näheres finden Sie im Konzernanhang, Seite 60 ff.
Rechtliche Risiken werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilung des Konzerns unterstützt hierbei die operativen Gesellschaften und trägt so zur Risikobegrenzung bei. Dies betrifft Risiken aus laufenden Verträgen, Gewährleistungsverpflichtungen und Garantien sowie spezifische Länderrisiken wie z. B. der mangelnde Patent- und Markenschutz in Asien. Zur Sicherstellung des geistigen Eigentums hat KUKA eine eigenständige Strategie formuliert, die vor allem durch Patente und Schutzrechte abgesichert wird.
Des Weiteren besteht eine konzernweite D & O-Versicherung (Directors' and Officers' Liabilitiy Insurance), welche u. a. für die geschäftsführenden Organe (Vorstand und Geschäftsführer) sowie Aufsichtsorgane (Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräte) der in- und ausländischen Konzerntochtergesellschaften abgeschlossen wurde. Jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen.
Risiko-Exposure KUKA AG /Holding
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| in Mio. € | Worst case | Risikoerwartungswert |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 0,7 | 0,4 |
| Wirtschaftliche Risiken | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtsumme KUKA AG /Holding | 0,7 | 0,4 |
Alle Einzelrisiken weisen ein geringes Schadenspotenzial (bis 5,0 Mio. €) bei einer geringen bis hohen Eintrittswahrscheinlichkeit (bis 40,0 %) aus.
Operative Risiken und Chancen der Geschäftsbereiche
KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten ihres Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens in den Geschäftsbereichen Systems, Robotics, Swisslog dar. Schwankungen der Investitionstätigkeit werden auch unter Auswertung von Veröffentlichungen in den jeweiligen strategischen und operativen Planungen berücksichtigt. Bedingt durch das zyklische Geschäft wird stets darauf geachtet, hinreichende Flexibilität der eigenen Kapazitäten und der Kostenbasis zu gewährleisten.
KUKA profitierte im gesamten Geschäftsjahr 2015 von der hohen Investitionsbereitschaft sowohl in der Automobilindustrie als auch in der Luftfahrtindustrie sowie im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. Zusätzliche Chancen liegen darin, dass den wichtigsten Automobilkunden des KUKA Konzerns in deren Wettbewerbsumfeld eine sehr gute Marktposition beigemessen wird. Im Vergleich zu den eigenen Wettbewerbern hat der KUKA Konzern aufgrund der Vorteilhaftigkeit des Kundenportfolios Chancen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung, insbesondere bezüglich der Entwicklung der Marktanteile. Weitere Chancen ergeben sich insbesondere aus dem allgemeinen Trend zur weiteren Automatisierung auch in nichtindustriellen Bereichen, wie den langfristigen Perspektiven in der Betreuung einer älter werdenden Gesellschaft. Mit der Akquisition der Swisslog Gruppe im Dezember 2014 hat sich die Abhängigkeit der zyklischen Automobilindustrie verringert, da die Swisslog Automatisierungslösungen für Krankenhäuser, Lager- und Verteilzentren realisiert.
Um eine für unsere Kunden bestmögliche Qualität der Produkte sicherzustellen, arbeitet KUKA mit Lieferanten zusammen, für die Qualität, Innovationsstärke, ständige Verbesserungen und Zuverlässigkeit im Fokus stehen. Im Allgemeinen bezieht KUKA Produktkomponenten von mehreren Anbietern, um das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen zu minimieren, ist aber dennoch in wenigen Ausnahmefällen mangels verfügbarer Bezugsalternativen von einzelnen, marktbeherrschenden Lieferanten abhängig.
KUKA Robotics
Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere aus der Automobilindustrie und von deren Zulieferern, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dieses Geschäftsbereichs dar. Die Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an Qualität und längere Garantiezeiten.
KUKA Robotics wirkt diesem Trend mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Bei der Einführung neuer Produkte bestehen Risiken hinsichtlich der Produkteigenschaften und der Qualitätszusagen, die im Falle von Nacharbeiten zu entsprechenden Kosten führen können. KUKA verfügt zur Vermeidung und Beherrschung solcher Risiken über ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, welches umfangreiche Test- und Prüfprozesse beinhaltet.
Eine Chance stellt die ständige Verbreiterung der Kundenbasis in der General Industry dar. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Dieser Prozess beinhaltet die Erschließung von Märkten in der Medizintechnik und in sonstigen konsumnahen Bereichen, in denen zukünftig eine Mensch-Maschinen-Kollaboration erforderlich sein wird. Sie ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter, ohne dass Schutzzäune oder ähnliche Sicherheitseinrichtungen notwendig werden. Eine Teilorganisation des Geschäftsbereichs, die sogenannte Advanced Robotics, arbeitet fokussiert an der technischen Realisierung solcher innovativen Produkte und Applikationen. Durch eine zunehmende Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll die Ertragskraft des Unternehmens unabhängiger von Währungsschwankungen werden.
Risiko-Exposure Robotics
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| in Mio. € | Worst case | Risikoerwartungswert |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 0,0 | 0,0 |
| Wirtschaftliche Risiken | 20,0 | 0,0 |
| Gesamtsumme Robotics | 20,0 | 0,0 |
Alle Einzelrisiken weisen ein geringes Schadenspotenzial (bis 5,0 Mio. €) bei einer geringen bis sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit (über 40,0 %) au s.
KUKA Systems
Aufgrund der langen Durchlaufzeiten der Aufträge, der oft erforderlichen Spezifkationsanpassungen während der Abarbeitung der Aufträge, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie des Preis- und Wettbewerbsdrucks besteht ein geschäftsimmanentes Risiko für den Umsatz und das Ergebnis in diesen Aufträgen. Ergänzend können sich weitere Projektrisiken, z. B. aufgrund von Projektfehlkalkulationen oder Konventionalstrafen wegen Terminverzögerungen, ergeben. Der Geschäftsbereich setzt deshalb entsprechende Risikochecklisten für die einzelnen Aufträge ein, mit denen bereits vor Annahme der Angebote eine Prüfung insbesondere der rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Risiken erfolgt. Während der Projektabwicklung werden Solvenzrisiken überwacht und mittels eines stringenten Projekt- und Forderungsmanagements verfolgt und damit reduziert. Andere Risiken werden laufend beobachtet und bei Bedarf durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Chancen bestehen insbesondere bei geringeren Einstandspreisen von Zukaufteilen im Vergleich zur Kalkulation sowie bei der Abrechnung von Änderungsaufträgen des Kunden im Projektverlauf.
Die Ausweitung der weltweiten Produktionskapazitäten der großen Automobilhersteller weist derzeit eine hohe Dynamik auf. Insbesondere in Südamerika und Asien arbeitet KUKA intern verstärkt in Verbundprojekten, wobei mehrere Landesgesellschaften des Geschäftsbereichs gemeinsam an einem Kundenprojekt arbeiten. In solchen Fällen ergeben sich Risiken hinsichtlich der Informationsbasis, der Wertschöpfungsprozesse und des IT-systemübergreifenden Projektmanagements. Darüber hinaus bestehen insbesondere in den Schwellenländern aufgrund des außerordentlich schnellen und starken Wachstums des Geschäftsvolumens Risiken hinsichtlich der organisatorischen Strukturen. KUKA entgegnet diesen Risiken mit der weiteren Harmonisierung seiner global eingesetzten IT-Systeme und durch Einsatz erfahrener interner und externer Mitarbeiter beim Auf- und Ausbau der jeweiligen lokalen Strukturen.
Die steigende Modellvielfalt in der Automobilindustrie wirkt sich positiv auf das adressierbare Marktvolumen aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden, die zum Neubau bzw. Umbau von Produktionslinien führen. Hieraus ergeben sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten. Knappe Ressourcen erfordern den Bau von kleineren oder ressourcenschonenden Fahrzeugen, die mit alternativen Energien angetrieben werden. Deshalb werden insbesondere die amerikanischen Automobilhersteller zukünftig Investitionen in den Neubau von Produktionslinien bzw. den Umbau von bestehenden Produktionsanlagen tätigen müssen.
Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen, aber auch Risiken. Die Marke Jeep Wrangler weist im Vergleich zu den übrigen amerikanischen Fahrzeugmodellen nach wie vor überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an denen KUKA auch im Jahr 2015 partizipiert hat. Risiken bestehen in diesem Zusammenhang in einer stärkeren Abhängigkeit von den produzierten Volumina für den amerikanischen Automobilmarkt.
Fundierte Marktanalysen haben ergeben, dass KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie in der General Industry hat. Aktuelle Beispiele hierfür sind die Luftfahrtindustrie, die auch 2015 zu neuen Aufträgen geführt haben. Neben der Chance der Erschließung neuer Marktpotenziale sind die wesentlichen Risiken hier vor allem technisch bedingt, da die Kunden selbst in vielen Fällen über keine eigenen Erfahrungen in der Automatisierungstechnik verfügen. Deshalb ist insbesondere bei Anwendung neuer Automatisierungstechniken die Prüfung der technischen Risiken im Rahmen der oben angesprochenen Risikochecklisten wesentliches Instrument zur Risikomitigation.
Risiko-Exposure Systems
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| in Mio. € | Worst case | Risikoerwartungswert |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 4,6 | 0,0 |
| Wirtschaftliche Risiken | 19,2 | -0,3 |
| Gesamtsumme Systems | 23,8 | -0,3 |
Alle Einzelrisiken weisen maximal ein geringes bis mittleres Schadenspotenzial (bis 10,0 Mio. €) sowie eine geringe bis mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit (bis 25 %) aus.
Swisslog
Der Geschäftsbereich unterliegt langfristigen Investitionszyklen, welche sich auf verschiedene Industrien wie Krankenhäuser sowie Pharma, Food und E-Commerce verteilen. Der Wettbewerb und damit einhergehender Preisdruck ist regional unterschiedlich. Aufgrund erhöhter Investitionen in eigene Produkte zur Ergänzung des Lösungsportfolios wird die eigene Wettbewerbsposition deutlich gestärkt. Mit der Integration in die KUKA kann zusätzlich, nebst Synergieeffekten, das Lösungsportfolio ergänzt werden, indem den Kunden integrierte Automatisierungs- und Robotertechniklösungen angeboten werden können.
Die Projekte für die Automatisierung von Lager- und Verteilzentren unterliegen teilweise langen Durchlaufzeiten, während denen sich finanzielle Risiken aufgrund von Fehlkalkulationen, Nichterreichen von Abnahmevorgaben bzw. Terminverzögerungen ergeben können. Um dem entgegenzuwirken werden regelmäßig stufengerechte Projektrisikobeurteilungen von den Verantwortlichen für die Projektrealisierung der entsprechenden Länder durchgeführt. Dabei werden potenzielle Risiken regelmäßig überprüft, neue hinzugefügt oder eliminiert sowie Maßnahmen zur Risikominderung eingesteuert und deren Fortschritt nachgehalten. Diejenigen Projekte, welche besondere Aufmerksamkeit von den Führungsorganen erfordern, werden als Top-Attention-Projekte klassifiziert und deren Status monatlich an das höhere Management kommuniziert.
Gestützt auf Marktdaten bietet der steigende Kostendruck sowie erhöhte Sicherheitsanforderungen an die Krankenhauslogistik ein hohes Wachstumspotenzial für Automatisierungen. Daneben ergibt sich durch Consolidated Service Centers, in denen Krankenhäuser ihre Logistikprozesse standardisieren und Kostenvorteile erzielen, eine erhöhte Nachfrage nach Automatisierungslösungen.
Risiko-Exposure Swisslog
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| in Mio. € | Worst case | Risikoerwartungswert |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 1,2 | 0,0 |
| Wirtschaftliche Risiken | 12,0 | 3,1 |
| Gesamtsumme Swisslog | 13,2 | 3,1 |
Alle Einzelrisiken weisen ein geringes Schadenspotential (bis 5,0 Mio. €) bei einer geringen bis hohen Eintrittswahrscheinlichkeit (bis 40,0 %) aus.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Zu den zentralen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit. In diesem Zusammenhang optimiert die Holding auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken über das konzernweit einheitliche Treasury-Reporting-System. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung ihrer Zahlungsströme reduziert.
In den vergangenen Jahren wurde die Solvenz des KUKA Konzerns durch mehrere Maßnahmen gestärkt. Dabei wurde die Passivstruktur hinsichtlich der Fristigkeiten und der eingesetzten Finanzierungsinstrumente neu geordnet. Im Jahr 2015 zählen hierzu der Abschluss eines erweiterten Konsortialkredits, erste Wandlungen der Wandelschuldverschreibung sowie die Neuemission eines Schuldscheindarlehens mit zwei Tranchen. Details hierzu finden Sie in den Jahresabschlusserläuterungen Finanzierung, Seite 91.
Der bis 2020 laufende Konsortialkreditvertrag enthält marktübliche Covenants. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung von derartigen covenantbasierten Finanzierungen besteht grundsätzlich dann, wenn eine deutlich unter den Planungen verlaufende Geschäftsentwicklung und die daraus folgende Ertrags- und Finanzsituation ein Einhalten der definierten Grenzwerte nicht mehr gewährleistet. KUKA überwacht die Einhaltung dieser Covenants auf monatlicher Basis. Im gesamten Geschäftsjahr 2015 wurden die Covenants eingehalten. Zum 31. Dezember 2015 besteht bei allen Covenants ein deutlicher Abstand zu den vertraglichen Grenzwerten. Ausführliche Angaben zum Konsortialkredit wie auch der Inanspruchnahme der darin vereinbarten Kreditlinien finden Sie in den Jahresabschlusserläuterungen Finanzierung, Seite 91.
Ein Risiko, welches auch auf den Geschäftsverlauf nach 2015 Auswirkung haben wird, stellen die Wechselkursschwankungen - insbesondere beim japanischen Yen, dem US-Dollar, dem chinesischen Yuan, dem ungarischen Forint und dem schweizer Franken - dar; z. B. ergeben sich durch die beobachtete Entwicklung der Abwertung des Yen gegenüber dem Euro Vorteile für japanische Wettbewerber. Das transaktionsbezogene Wechselkursrisiko wird durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Detailliert wird über das zentrale Devisenmanagement im Konzernanhang unter Finanzinstrumente auf der Seite 93 berichtet. Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände - aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert (natural hedging). Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen.
Personalrisiken und -chancen
Der Erfolg des KUKA Konzerns, eines von Hochtechnologie geprägten Unternehmens, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Konzern im Wesentlichen aus der -Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Die verbesserten wirtschaftlichen wie auch konjunkturellen Aussichten ermöglichten es dem Unternehmen, das Stammpersonal langfristig zu binden und neue hoch qualifizierte Mitarbeiter auszubilden bzw. für eine Tätigkeit im Konzern zu gewinnen. Dies gilt für die traditionellen Märkte in Europa und den USA, vor allem aber auch für die Rekrutierung von Mitarbeitern in den Wachstumsmärkten, in denen der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern stetig zunimmt. Nicht zuletzt durch interne Weiterbildungsmöglichkeiten wie in der KUKA Academy oder dem Ideenmanagement ergeben sich Chancen, die aus einer höheren Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter resultieren.
Informationstechnische Risiken und Chancen
IT-Risiken haben in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund der Bedeutung der IT für die Geschäftsprozesse zugenommen. Dies betrifft sowohl die Häufigkeit von beispielsweise Virenangriffen oder Hacking als auch deren mögliches Schadenspotenzial. Die bestehenden IT-Sicherheits-Systeme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen werden regelmäßig optimiert und überprüft, um mögliche informationstechnologische Risiken, wie z. B. den Ausfall von Rechenzentren oder sonstigen IT-Systemen, bereits im Vorfeld zu erkennen bzw. zu minimieren. Dies erfolgt unter anderem durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software. Darüber hinaus hat KUKA derzeit mehrere Transformationsprojekte mit der Zielsetzung einer konzernweit harmonisierten Prozesslandschaft bzw. unterstützenden IT-Anwendungssystemarchitektur angestoßen. Hierdurch lassen sich langfristig Kostensenkungspotenziale und kontinuierliche Qualitätsverbesserungen realisieren. Durch die konsequente Überwachung der betreffenden Prozesse wird sichergestellt, dass Risiken sowohl aus zunehmenden externen Bedrohungen als auch aus der Abhängigkeit von der weiter fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse reduziert werden.
Compliance-Risiken
Compliance-Verstöße könnten zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich zukünftigen Verhaltens, der Herausgabe von Gewinnen, dem Ausschluss aus bestimmten Geschäften, dem Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen führen. Des Weiteren könnte eine Verwicklung in potenzielle Korruptionsverfahren der Reputation des KUKA Konzerns insgesamt schaden und nachteilige Auswirkungen auf das Bemühen haben, sich um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Die Ermittlungen könnten sich auch auf Beziehungen zu Geschäftspartnern, von denen der KUKA Konzern abhängt, sowie auf die Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, nachteilig auswirken. Sie könnten sich ferner nachteilig auf die Fähigkeit auswirken, strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, die für das Geschäft wichtig sein könnten, wie z. B. Joint Ventures oder andere Formen der Zusammenarbeit. Laufende oder zukünftige Ermittlungen könnten zur Aufhebung einiger bestehender Verträge führen und Dritte, einschließlich Mitbewerber, könnten gegen den KUKA Konzern in erheblichem Umfang rechtliche Verfahren anstrengen.
Um diese Risiken transparent und kontrollierbar zu machen, wurde Anfang 2008 ein weltweit gültiges Corporate-Compliance-Programm implementiert. Der hierin verankerte Compliance-Ausschuss hält in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf Sitzungen ab und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der KUKA Aktiengesellschaft; dieser berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die Gesamtverantwortung für das Corporate-Compliance-Programm liegt beim Vorsitzenden des Vorstands. Es unterliegt unter anderem einer strengen internen Kontrolle und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Wesentliche Risiken ergaben sich im Jahr 2015 hieraus nicht, da durch die frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, wie z. B. die Anpassung von Geschäftsabläufen, aktiv gegengesteuert werden konnte.
Sonstige Risiken
Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert diesen so weit wie möglich entgegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen verzichtet wird. Der Konzern nutzt teilweise im Eigentum befindliche Grundstücke und Immobilien im Rahmen seines Geschäftsbetriebes. Dabei trägt das Unternehmen Risiken für den Fall, dass dieses Eigentum mit etwaigen Altlasten, Bodenverunreinigungen oder sonstigen schädlichen Substanzen belastet ist. Nach heutigem Erkenntnisstand liegen keine wertmindernden, bilanziell zu berücksichtigenden Tatsachen vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich solche Tatsachen, die beispielsweise Kosten verursachende Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen würden, zukünftig ergeben könnten.
Über wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, wird auf der Seite 47 berichtet. Um eine mögliche Übernahme des Unternehmens abschätzen zu können, werden regelmäßig Analysen der Aktionärsstruktur durchgeführt.
Zusammenfassende Bewertung
In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen oder aus der Konzernfinanzierung ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt entwickelten sich in den letzten Jahren nur moderat und teilweise sogar rückläufig. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das weltweite Wirtschaftswachstum in 2015 bei 3,1 %. Verglichen mit dem Wachstum in 2014 ist dies eine leicht rückläufige Entwicklung (2014: 3,4 %). Begründet sieht der IWF diesen Rückgang vor allem in der Entwicklung Chinas, das sich von einem investitions- und produktionsgetriebenen Wachstum nun stärker auf Konsum und Service konzentriert. Zusätzlich verlangsamten der niedrigere Ölpreis und die Einleitung einer strafferen Geldpolitik in den USA das globale Wachstum. Wie schon in den Jahren davor waren vor allem die Schwellen- und Entwicklungsländer Treiber des Wachstums. In 2016 erwartet der IWF wieder eine stärkere Belebung der Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,4 %. Verglichen mit früheren Prognosen wurde diese Erwartung um 0,2 Prozentpunkte leicht reduziert.
Die Gesamtwirtschaft in Europa könnte voraussichtlich von der besseren Entwicklung einiger Länder profitieren, nachdem diese Maßnahmen gegen die Finanzkrise erfolgreich umgesetzt haben. Außerdem sollten sich in Europa der relativ niedrige Ölpreis und die expansive Geldpolitik der europäischen Zentralbank positiv auswirken. Entsprechend erwarten die Experten 2016 im Vergleich zum Vorjahr ein stärkeres Wachstum. Für Deutschland, den wichtigsten Einzelmarkt für den KUKA Konzern, hat der IWF die Wachstumsrate leicht angehoben und erwartet im laufenden Jahr eine Steigerung um 1,7 %. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) hat für 2016 ebenfalls eine Prognose veröffentlicht und erwartet für den Auftragseingang der Maschinenbaubranche insgesamt ein Nullwachstum. Das Segment Roboter und Automation sollte sich nach Einschätzung des Verbands deutlich besser entwickeln und um 5 % steigen. Für die USA hat der IWF seine Wachstumsprognosen für 2015 leicht reduziert. Besonders der niedrige Ölpreis und die veränderte Geldpolitik mit der erwarteten Stärkung des US-Dollars sollten das generelle Wachstum beeinflussen. Konkret erwartet der IWF in 2016 ein Wirtschaftswachstum von 2,6 % in den USA. Der nordamerikanische Markt ist für den KUKA Konzern der zweitgrößte Umsatzmarkt weltweit. Von den größeren Wirtschaftsmärkten wird China in 2016 nach Einschätzung des IWF immer noch das größte Wachstum verzeichnen können. Verglichen mit dem Vorjahr sollten sich die Steigerungsraten aber weiter verlangsamen. Gründe dafür sind die geringeren Investitionen und der Wandel von einer vom Export getriebenen Wirtschaft hin zu einer stärker durch den Binnenmarkt gestützten Nachfrage. Für 2016 erwartet der IWF in China ein Wachstum von 6,3 %. China ist für KUKA der drittwichtigste Einzelmarkt weltweit.
Erwartungen des IWF für die wichtigsten globalen Märkte aus Sicht von A:
Wirtschaftswachstum
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| In % |
2014 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 1,6 | 1,5 | 1,7 |
| Euro-Zone | 0,9 | 1,5 | 1,7 |
| USA | 2,4 | 2,5 | 2,6 |
| China | 7,3 | 6,9 | 6,3 |
| Entwicklungs-/Schwellenländer | 4,6 | 4,0 | 4,3 |
| Welt | 3,4 | 3,1 | 3,4 |
Quelle: IWF, Januar 2016
Globale Wachstumstreiber für die roboterbasierte Automation
Die Investitionen in Automation sind ungebrochen hoch. In seiner jüngsten Studie prognostiziert der internationale Robotikverband "International Federation of Robotics" (IFR) eine entsprechende Expansion des weltweiten Robotermarktes. Besonders die Effizienzsteigerung, Verbesserung der Produktqualität, Erhöhung der Stückzahlen, Steigerung der Produktvielfalt und Flexibilität sind für produzierende Unternehmen entscheidende Faktoren, den Grad der Automation in ihren Betrieben weiter zu erhöhen.
Wachstumschancen für KUKA
1) General Industry
Im Vergleich zur Automobilbranche ist die Roboterdichte (Anzahl Roboter pro 10.000 Mitarbeiter) in der General Industry noch relativ gering (siehe Grafik Seite 40). Im Durchschnitt erreicht die Automobilindustrie eine circa achtfach höhere Roboterdichte als die General Industry. Besonders der hohe Kostendruck, sich schnell wandelnde Märkte und Kundenwünsche sowie steigende Qualitätsansprüche erfordern eine flexible und effiziente Produktion, damit die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Aus diesem Grund ist das Absatzpotenzial für die Automatisierungsbranche sehr hoch. Vor allem für die Branchen Elektro (3C), Konsumgüter, Logistik, Metall, Werkzeugmaschinen und Flugzeugbau erwarten wir in den nächsten Jahren eine deutliche Zunahme der Investitionen in Automatisierungslösungen und in Roboter. KUKA verfolgt die Strategie, ihre Marktanteile in der General Industry generell auszubauen und dabei die Expansion in den oben genannten Branchen zu forcieren. Dementsprechend wird gezielt in diese Kundensegmente investiert:
1) in neue Produkte, die die speziellen Bedürfnisse der Kunden erfüllen,
2) in den Personalaufbau mit Branchenexpertise in den Fokusmärkten
3) i n die Vertriebsstruktur, die die Expansion in der General Industry unterstützt und
4) in Partnerschaften und Kooperationen zur Stärkung unserer Marktposition. Die Roboterfamilie KR AGILUS wird bezüglich Reichweite, Gewichtsklassen und Einsatzfähigkeit kontinuierlich erweitert, um diesen Robotertyp auch neuen Kunden der General Industry anbieten zu können bzw. bei bestehenden Kunden das Einsatzspektrum zu erweitern. In Zukunft plant KUKA zum Beispiel neue Automatisierungslösungen und Robotertechnologien im Bereich Logistik einzuführen, um die Kunden dabei zu unterstützen, ihre Logistikbereiche noch besser auf die Herausforderungen durch den E-Commerce ausrichten zu können.
2) Automotive
Einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Roboterabsatzes hat die internationale Automobilindustrie, auf die rund 35 bis 40 % der jährlich verkauften Knickarmroboter im Industrieeinsatz entfallen. In den etablierten Produktionsländern wie Europa, USA und Japan ergeben sich Potenziale überwiegend durch die Modernisierung oder Umrüstung von bestehenden Produktionsanlagen. Darüber hinaus wandeln sich aber auch vermehrt solche Produktionsbereiche und Prozessschritte, die sich heute noch durch eine relativ niedrige Roboterdichte auszeichnen. Die globalen Produktions- und Absatzzahlen von Fahrzeugen werden weiter steigen. Gemäß der Schätzungen von IHS Automotive vom Januar 2016 sollen die Produktionszahlen in 2016 weltweit auf 89,8 Mio. Fahrzeuge und bis zum Ende des Jahrzehnts auf über 100 Mio. Fahrzeuge pro Jahr ansteigen. KUKA ist dabei nicht direkt von der Anzahl produzierter Fahrzeuge abhängig, jedoch steigt mit dem Automobilabsatz die Modellvielfalt der Hersteller. Entsprechend müssen die Hersteller in neue Produktionsanlagen und in die Flexibilität bestehender Anlagen investieren, um dieses Wachstum möglichst effizient generieren zu können. KUKA erwartet daher, wie vom IFR prognostiziert, dass die Investitionen der Automobilhersteller in Automation weiter steigen werden, jedoch mit niedrigeren Wachstumsraten als in der General Industry. Neben der weiter steigenden Modellvielfalt sind die Treiber dieser Entwicklung die sinkenden Produktlebenszyklen bestehender Fahrzeugtypen und eine Zunahme von Modell-Plattformen ohne das Risiko von Effizienzverlusten. Zusätzlich werden verstärkt lokale Automobilhersteller aus Entwicklungs- und Schwellenländern in Automatisierungslösungen zur Qualitätssteigerung ihrer Fahrzeuge investieren, um vermehrt in Industrieländer exportieren zu können.
3) Industrie 4.0
Industrie 4.0 ist die nächste Stufe der Industrialisierung, bei der automatisierte Fertigungstechnologien, der Maschinenbau und intelligente IT-Systeme vernetzt werden. Durch diese Vernetzung wird eine "intelligente Fabrik" (Smart Factory) entstehen, die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz, ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse auszeichnet. KUKA nimmt als Automatisierungsunternehmen eine zentrale Rolle bei der praktischen Umsetzung von Industrie 4.0 ein. Es geht um die Interoperabilität von Systemen, eine der Stärken von KUKA: Hard- und Software aus einer Hand. Dies stellt für unsere Kunden einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar, weil Produktionsabläufe durch Vernetzung besser aufeinander abgestimmt werden können. Dabei begreift KUKA Industrie 4.0 als Trend-Entwicklung, in deren Rahmen smarte Automatisierungskonzepte für die Zukunft entstehen werden - die Smart Factory. Der Roboter dient dabei als Bindeglied zwischen IT und Produktion sowie zwischen Mensch und Technik. Im Zentrum der Fabrik der Zukunft steht der Mensch. Der Roboter assistiert ihm und übernimmt monotone Arbeiten, während sich der Mensch höherwertigen Aufgaben widmet.
KUKA hat seine Aktivitäten frühzeitig auf Industrie 4.0 ausgerichtet und entsprechend investiert. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Investitionen in die neue Software-Plattform KUKA Sunrise, die die Basis für neue Anwendungen ist. Zusätzlich wurde in Austin, Texas ein neuer IT-Standort gegründet, der sich auf die Weiterentwicklung unserer Softwareanwendungen, auf Datenanalyse und Industrie 4.0 konzentrieren soll. Weiterhin analysieren wir die Möglichkeiten für externes Wachstum durch den Kauf oder die Beteiligung an Unternehmen, die unsere Marktposition in Industrie 4.0 stärken können.
4) Entwicklungs- und Schwellenländer
Die Roboterdichte und damit der Grad der Automatisierung ist in den Industriestaaten im Vergleich zu den Entwicklungs- und Schwellenländern deutlich höher. Die Wachstumspotenziale in den Entwicklungs- und Schwellenländern betreffen dabei sowohl den Bereich Automotive als auch die unterschiedlichen Segmente in der General Industry. Die internationale Automobilindustrie investiert verstärkt in diesen Ländern, um von den niedrigeren Lohnkosten zu profitieren, aber auch um flexibel auf lokale Kundenwünsche reagieren zu können. Dabei ist die roboterbasierte Automation ein wichtiger Bestandteil, da sie sich bei einigen Produktionsschritten, zum Beispiel im Rohkarosseriebau, seit Jahrzehnten als Standard durchgesetzt hat. Auch lokale Automobilhersteller in den Entwicklungs- und Schwellenländern investieren in Automation, um den steigenden Qualitätsanforderungen gerecht zu werden und um mittelfristig ihre Fahrzeuge auch verstärkt exportieren zu können. Gleichzeitig steigen in den Entwicklungs- und Schwellenländern die Löhne und Gehälter teilweise zweistellig pro Jahr, was lokal produzierende Unternehmen generell vor große Herausforderungen stellt. Automationslösungen können helfen, diese Kostensteigerung abzufedern. Das Wachstum der Automation in der General Industry profitiert von den gleichen Themen wie in der Automobilindustrie: steigender Kostendruck, bei gleichzeitig steigenden Qualitätsanforderungen an die Produkte.
In den letzten Jahren ist der chinesische Robotermarkt deutlich überproportional gewachsen und ist heute bereits der größte Absatzmarkt weltweit. Nach der aktuellen Studie der IFR hat sich die Zahl verkaufter Roboter pro Jahr von knapp 8.000 (2008) auf rund 75.000 (2015) erhöht. Die in China installierten Roboter stammen vor allem von ausländischen Herstellern. Jedoch haben gemäß IFR chinesische Roboterhersteller an Bedeutung gewonnen und sie sollten in den kommenden Jahren ihre Absatzzahlen steigern können. Unterstützt werden die neuen Marktteilnehmer auch durch staatlich geförderte Programme.
KUKA sieht den chinesischen Roboter- und Automatisierungsmarkt als ein Kernelement seiner zukünftigen Wachstumsstrategie. Entsprechend expandieren wir in China und steigern unsere Marktpräsenz. Ende 2013 wurde ein Robotermontagewerk im Großraum Shanghai eröffnet, in dem bereits ein Großteil des lokalen Bedarfs in 2015 produziert wurde. Außerdem stieg die Belegschaft des KUKA Konzerns in China von 696 Mitarbeitern (31. Dezember 2014) auf über 1.000 (31. Dezember 2015). KUKA ist dadurch stärker lokal präsent, um näher am Kunden zu sein und flexibler agieren zu können. Die Kunden profitieren von deutlich kürzeren Lieferzeiten und einer schnelleren Reaktionszeit. Für KUKA wird China auch in den nächsten Jahren ein Investitionsschwerpunkt sein, in dem die lokalen Standorte ausgebaut und mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet werden.
Unternehmensspezifische Einflussfaktoren
Gesamtaussage
Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2016 eine gute Nachfrage, vor allem aus den Regionen Nordamerika und Asien, dabei insbesondere aus China. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt nahezu stabil entwickeln können. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. Dies liegt zum einen an der teilweise niedrigen Penetrationsrate der roboterbasierten Automation in einigen Teilbereichen und zum anderen an neuen Robotertypen und Technologien, die es ermöglichen, bisher wenig automatisierte Produktionsschritten effizienter zu gestalten. In der Automobilindustrie sind die Investitionen der Kunden während der letzten Jahre bereits deutlich gestiegen.
Die Nachfrage sollte sich daher in 2016 insgesamt relativ stabil entwickeln, mit positiver Entwicklung in den USA und in China. Über die Währungseinflüsse wird ausführlich im Anhang ab Seite 93 berichtet. Bei Systems wirkt sich ein höherer USD /Euro-Kurs positiv auf die Finanzkennzahlen aus, da der nordamerikanische Absatzmarkt für den Geschäftsbereich sehr wichtig ist. Für Robotics ist die Entwicklung des Yen/Euro-Kurses besonders wichtig. Ein schwächerer Yen /Euro-Kurs ist für Robotics belastend, da die Hauptwettbewerber vor allem in Japan produzieren. Für Swisslog wirkt sich die Aufwertung des Schweizer Franken operativ leicht belastend aus, da der Kostenanteil des Geschäftsbereiches in der Schweiz leicht höher ist als der Umsatzanteil.
Voraussichtliche Geschäftsentwicklung KUKA
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| Zusammenfassung | Ergebnis 2015 | Erwartung 2016 |
|---|---|---|
| Umsatz | 2.965,9 Mio. € | > 3,0 Mrd. € |
| EBITDA-Marge | 8,7 % | fallend |
| EBIT-Marge | 6,6 %* / 6,1%*** | > 5,5 %* |
| Jahresüberschuss | 86,3 Mio. € | steigend |
| Investitionen** | 107,0 Mio. € | steigend |
| Free Cashflow | 95,7 Mio. € | mittlerer zweistelliger Millionenbereich |
| Dividende pro Aktie | 0,50 € | konstant bis steigend |
* Vor Kaufpreisallokation für Swisslog
** Ohne Finanzinvestitionen
*** Vor Kaufpreisallokation für Swisslog und ohne Buchgewinne durch Verkauf der HLS und des Werkzeugbaus
Definitionen:
leicht steigend / leicht fallend: absolute Veränderung gegenüber Vorjahr < 10 % fallend /steigend: absolute Veränderung gegenüber Vorjahr > 10 %
Umsatz und EBIT-Marge
KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen und Wechselkurse im Gesamtjahr 2016 einen Umsatz von mehr als 3,0 Mrd. €. Beide Kundensegmente - General Industry und Automotive - und aus regionaler Sicht China und Nordamerika sollten positiv zur Umsatzentwicklung beitragen. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der erwarteten Umsatzentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von mehr als 5,5 % vor der Kaufpreisallokation für Swisslog erreichen zu können. Im Vergleich zur EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation für Swisslog in 2015 (6,6 %) werden derzeit keine Buchgewinne durch Verkäufe eingeplant, die in 2015 rund 50 Basispunkte zur Entwicklung der Marge beitrugen. In 2016 sollten sich die Wachstumsinvestitionen in die konzernübergreifende Weiterentwicklung von Lösungen für Industrie 4.0, in die General Industry und in China auf die EBIT-Marge auswirken. Zusätzlich erwarten wir höhere Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung neuer Produkte. Die Einführungen der Projekt-Lifecycle-Management Software bei Systems und einer konzernweiten ERP-Software werden in 2016 zu ähnlichen Kosten wie in 2015 führen, die jedoch in den Folgejahren dazu beitragen werden, die Effizienz deutlich zu steigern. Der Aufwand für die Kaufpreisallokation bei Swisslog sollte in 2016 bei rund 10 Mio. € liegen und damit deutlich niedriger als im Vorjahr sein.
Jahresüberschuss
Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete der KUKA Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 86,3 Mio. €. In 2016 sollten sich die Umsatzsteigerung ohne Swisslog und der niedrigere Aufwand für die Kaufpreisallokation positiv auf den Jahresüberschuss auswirken. KUKA erwartet daher eine Steigerung des Jahresüberschusses in 2016. Bereinigt um den Effekt der Kaufpreisallokation erwartet KUKA im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls einen Anstieg des Jahresüberschusses. Das Ergebnis der KUKA AG hängt wesentlich von den Ergebnisabführungen der deutschen Tochtergesellschaften sowie von Ausschüttungen von Tochtergesellschaften ab. Insgesamt erwarten wir für die KUKA AG ein Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau.
Forschung und Entwicklung/Investitionen
Generell kann der Gesamtaufwand für den Bereich Forschung und Entwicklung überwiegend dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden, da Systems seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vor allem im Rahmen von Kundenprojekten abwickelt. Die hohe Nachfrage nach KUKA Robotern und Lösungen basiert vor allem auf deren Wettbewerbsvorteilen bei Innovation und Qualität. Um diese Vorteile nachhaltig zu sichern und auszubauen, werden die Kosten für Forschung und Entwicklung in 2016 steigen. Insgesamt plant KUKA den Bereich Forschung und Entwicklung regional zu stärken. Entsprechend werden neue Standorte eröffnet und bestehende (z. B. Austin /USA oder Budapest /Ungarn) ausgebaut. Im Geschäftsbereich Robotics konzentrieren sich die Ausgaben vor allem auf die Erweiterung des Produktportfolios, die Entwicklung von Applikationen, neue Softwarelösungen sowie auf Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bestehender Produkte. Der KUKA Konzern plant in 2016 für den Bereich Forschung und Entwicklung mit einem Budget von rund 120 Mio. € (2015: 105,4 Mio. €). Davon sollten rund 20 - 25 % aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre abgeschrieben werden. Die Aktivierungsquote hängt von den Inhalten der F & E Projekte ab und kann entsprechend variieren. Während Forschungsprojekte nicht aktiviert werden dürfen, führen Projekte mit Entwicklungsschwerpunkten beim Eintritt bestimmter Bedingungen gemäß den gültigen Rechnungslegungsvorschriften zur Aktivierung. Gleichzeitig plant der Geschäftsbereich Systems verstärkt in Lösungen und Technologien zu investieren, um die Standards zukünftiger Produktionstechnologien maßgeblich mitgestalten zu können. Swisslog wird 2016 den Fokus auf die Entwicklung eigener Produkte legen und die Zusammenarbeit mit dem restlichen KUKA Konzern weiter forcieren. Der KUKA Konzern plant 2016 die Gesamtinvestitionen zu steigern. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen zum Erhalt bestehender Anlagen, zum Neubau von Anlagen für die Expansion in der General Industry sowie Investitionen in der Erweiterung von Kapazitäten.
Free Cashflow
Der KUKA Konzern generiert seinen Free Cashflow im Wesentlichen aus den operativen Ergebnissen und der Entwicklung des Working Capitals in den Geschäftsbereichen Robotics, Systems und Swisslog. Unter Voraussetzung der aktuellen Rahmenbedingungen und der angestrebten Umsatzentwicklung erwartet der A Konzern in 2016 einen Free Cashflow vor Finanzinvestitionen im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Dividende
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 27. Mai 2016 eine Ausschüttung in Höhe von 0,50 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2015 vor. Die Dividendenpolitik von KUKA sieht bei einer guten Geschäftsentwicklung und stabilen Rahmenbedingungen vor, mittelfristig 25 - 30 % des Jahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Für das Geschäftsjahr 2016 plant KUKA, unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen, die Dividendenzahlung stabil zu halten und gegebenenfalls leicht zu erhöhen.
Internes Kontroll- und Risiko-Managementsystem
Grundsätze
Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die KUKA Aktiengesellschaft als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen verpflichtet, innerhalb des Lageberichts die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Dies umfasst auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung (siehe Risiko- und Chancenbericht auf Seite 32 ff.). Das interne Kontrollsystem stellt einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems dar.
Das interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Gesamtheit aller vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken führen. Im Mittelpunkt steht hierbei die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Zielsetzung des IKS ist es, durch die implementierten Kontrollen eine hinreichende Sicherheit zu erhalten, Risiken überwachen und steuern zu können, sodass die Erreichung der Unternehmensziele gewährleistet werden kann. Unterschiedliche prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechender Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird.
Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Strukturen und Prozesse
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern nachfolgende Strukturen und Prozesse implementiert. Die Gesamtverantwortung für den Umfang und die Ausgestaltung des IKS trägt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft.
Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmungen eingebunden.
Tätigkeiten im Bereich Accounting und Human Resources werden für deutsche Gesellschaften zentral im Shared Service Center der KUKA Aktiengesellschaft erbracht.
Weiterhin werden konzernübergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes, ebenfalls weitgehend zentral erbracht und sind auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse durch die KUKA Aktiengesellschaft definiert.
Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des (konzern-)rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems werden in Richtlinien und Organisationsanweisungen festgehalten. Anpassungen aufgrund von externen und internen Entwicklungen werden fortlaufend integriert und allen involvierten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.
Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts maßgeblich beeinflussen können. Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risiko- und Chancenbericht auf Seite 32 ff.) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess; |
| ― | Qualitätskontrollen zur Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften und einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Meldeeinheiten; |
| ― | präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Prozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich zusammengefasstem Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen; |
| ― | prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen wie das Vier-Augen-Prinzip, wo jeder wesentliche Geschäftsvorgang von mindestens zwei bevollmächtigten Personen unterschrieben oder anderweitig genehmigt werden muss; |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-) rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten auf die Buchhaltungssysteme sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im Reporting- und Konsolidierungssystem; |
| ― | Definition und Überwachung der Umsetzung von Kontrollanforderungen an das rechnungslegungsbezogene IKS erfolgt durch die prozessunabhängige zentrale IKS-Konzernabteilung. In einer festgelegten Vorgehensweise werden die internen Kontrollen durch die verantwortlichen Stellen dokumentiert und durch unabhängige Stellen, i.d.R. IKS Konzernabteilung, auf ihre Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit hin geprüft. Aus den festgestellten Kontrollschwächen werden Maßnahmenpläne erarbeitet und deren Umsetzung überwacht. Über wesentliche Kontrollschwächen sowie die Umsetzung der Maßnahmenpläne wird an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. |
Die Interne Revision stellt eine weitere prozessunabhängige Kontrollinstanz dar, die zusätzlich zu den definierten IKS Anforderungen regelmäßig die Organisationsstrukturen, Prozesse und Ordnungsmäßigkeit überprüft und so zur Einhaltung des IKS und Risikomanagementsystems beiträgt.
Daneben haben die kaufmännischen Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften im Rahmen der externen Berichterstattung quartalsweise einen internen Bilanzeid (Bestätigung der Richtigkeit der Meldedaten) zu leisten. Erst im Anschluss daran legen die Vorstände der KUKA Aktiengesellschaft zum Halbjahr und zum Gesamtjahr die Versicherung der gesetzlichen Vertreter (vgl. Seite 110) ab und unterzeichnen diese. Damit bestätigen sie die Einhaltung der vorgeschriebenen Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards des KUKA Konzerns, und dass die Zahlen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage vermitteln.
Die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS werden vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.
Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen regelmäßig mit der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, sodass sich der Aufsichtsrat kontinuierlich ein angemessenes Bild über die Risikosituation des Konzerns verschafft und (die Wirksamkeit) überwacht. Dabei legt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft mindestens einmal im Jahr die Risiken der Finanzberichterstattung dar und erläutert die implementierten Kontrollmaßnahmen sowie die Überprüfung der korrekten Durchführung der Kontrollen.
Zusammenfassende Bewertung
Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt.
Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet werden und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.
Angaben nach den § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht
Nachfolgend sind die nach den § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 31. Dezember 2015 aufgeführt und erläutert.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Zum 31. Dezember 2015 betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 100.103.273,40 €, eingeteilt in 38.501.259 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Alle diese Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§ 4 Abs. 1 der Satzung). Bei Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgesetzt werden (§ 4 Abs. 3 der Satzung).
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Die KUKA Aktiengesellschaft gewährt regelmäßig Vorständen der Gesellschaft sowie weiteren ausgewählten Führungskräften von Konzerngesellschaften aufgrund individualvertraglicher Regelungen die Teilnahme an sogenannten "Phantom Share-Programmen", d. h. virtuellen Aktien-Programmen. Die Phantom Share-Programme sind Bestandteil des erfolgsorientierten Vergütungssystems von Führungskräften und sind auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die jeweiligen Programme haben eine Laufzeit von drei Jahren. Nach deren Ablauf erfolgt eine Auszahlung, deren Höhe sich nach der Entwicklung des Aktienkurses sowie der Entwicklung des Unternehmenswerts während der Programmlaufzeit richtet. Nach den Bedingungen der Phantom Share-Programme müssen die teilnahmeberechtigten Führungskräfte am Ende der Laufzeit des jeweiligen Programms 25 % des ausgezahlten Bruttoerlöses aus dem Phantom Share-Programm zum Kauf von KUKA Aktien einsetzen, bis ein festgelegtes Haltevolumen erreicht ist. Bei den bisher aufgelegten Programmen orientiert sich das Haltevolumen am Fix-Jahreseinkommen des Programmteilnehmers und beträgt 50 % des jeweiligen Fix-Jahreseinkommens. Für die Erreichung des Haltevolumens werden auch außerhalb der Phantom Share-Programme erworbene Aktien berücksichtigt. Die Halteverpflichtung endet erst mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.
Die KUKA Aktiengesellschaft hat auch im Jahr 2015 ein sogenanntes MitarbeiterAktienProgramm (MAP 2015) aufgelegt. Nach den Bedingungen des MAP 2015 konnten die Mitarbeiter KUKA Aktien erwerben und haben zusätzlich zu den erworbenen Aktien, in einem in den Bedingungen des MAP 2015 festgelegten Verhältnis, Anreizaktien (Bonusaktien) erhalten. Die erworbenen KUKA Aktien sowie die zugeteilten Anreizaktien unterliegen bis zum 31. Dezember 2016 einer Veräußerungssperre.
Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen.
Der KUKA Aktiengesellschaft wurden zuletzt von den nachstehenden Personen und Gesellschaften folgende Beteiligungen mit mehr als 10 % der Stimmrechte wie folgt mitgeteilt:
a) Swoctem GmbH - Mitteilungen vom S. August 2014
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| 1. Swoctem GmbH, Haiger, Deutschland | 10,018 % | unmittelbar gehalten |
| 2. Friedhelm Loh, Deutschland | 10,018 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
b) J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG - Mitteilungen vom 31. März 2015 bzw. 1. April 2015*
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| 1. J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, Heidenheim an der Brenz, Deutschland | 25,10 % | unmittelbar gehalten |
| 2. J.M. Voith Verwaltungs GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland | 25,10 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 3. Voith GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland | 25,10 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 4. JMV GmbH & Co. KG Heidenheim an der Brenz, Deutschland | 25,10 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 5. JMV Verwaltungs GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland | 25,10 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 6. Voith Familien Verwaltung GmbH, Mannheim, Deutschland | 25,10 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 7. Familiengesellschaft J.M. Voith GbR, Mannheim, Deutschland | 25,10 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
* Entsprechend der Mitteilungen vom 3. Dezember 2014 bzw. 12. Dezember 2014 hatte die J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG bereits zu diesen Zeitpunkten den oben aufgeführten Gesamtstimmrechtsanteil bestehend aus Stimmrechtsanteilen nach §§ 21, 22 WpHG (24,91 %) und nach § 25a WpHG (0,19 %) gemeldet. Durch die Mitteilungen vom 31. März 2015 bzw. 1. April 2015 informierte die J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG darüber, dass ihr Gesamtstimmrechtsanteil ab diesem Zeitpunkt nur noch aus Stimmrechtsanteilen nach §§ 21, 22 WpHG besteht.
c) Midea Gruppe - Mitteilung vom 3. Februar 2016
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| 1. MECCA International (BVI) Limited | 10,22 % | unmittelbar gehalten |
| 2. Midea International Corporation Company Limited | 10,22 % | zugerechnet nach § 22 WpHG |
| 3. Midea Group Co., Ltd. Foshan, China | 10,22 % | zugerechnet nach § 22 WpHG |
Die KUKA Aktiengesellschaft hat darüber hinaus keine weiteren Informationen über Personen und /oder Gesellschaften, deren direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft 10 % der Stimmrechte überschreitet.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des § 289 Abs. 4 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB besteht nicht.
Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über Satzungsänderungen
Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§ 6 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in § 84 und § 85 AktG sowie in § 31 MitbestG und § 6 der Satzung geregelt.
Gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. § 22 Abs. 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall.
Der Aufsichtsrat ist gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen.
Er wurde zudem durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2015 ermächtigt, die Fassungen des § 4 Abs. 1 und Abs. 5 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2015 und, falls dieses bis zum 9. Juni 2020 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt worden sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist, anzupassen.
In Bezug auf Veränderungen des Grundkapitals und des bedingten Kapitals 2010 sowie des bedingtes Kapitals 2013, war bzw. ist der Aufsichtsrat durch die Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 5. Juni 2013 sowie vom 28. Mai 2014 ermächtigt, die Fassungen des § 4 Abs. 1 und Abs. 6 sowie Abs. 7 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der Bezugsaktien anzupassen sowie alle sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, soweit diese nur die Fassung betreffen.
Weiterhin wurde der Aufsichtsrat durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, die Fassung des § 4 Abs. 1 und Abs. 8 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des bedingten Kapitals 2014 und, falls diese bis zum 25. Mai 2016 bzw. bis zum 4. Juni 2018 nicht (vollständig) ausgenutzt sein sollten, nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungsfristen bzw. der Fristen für die Ausübung von Wandlungsrechten, anzupassen.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2015 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu 46.420.808,20 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53 b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmens teilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2015 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10 %-Grenze werden Aktien angerechnet, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind.
Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 20 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
Bedingtes Kapital
Die KUKA Aktiengesellschaft hatte am 12. Februar 2013 (unter teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. April 2010) im Wege einer Privatplatzierung eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 58.800.000,00 € begeben. Weiterhin hatte die Gesellschaft am 26. Juli 2013 (unter teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juni 2013) im Wege einer Privatplatzierung eine (weitere) Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 91.200.000 € begeben. Die am 26. Juli 2013 begebene Wandelschuldverschreibung stellte dabei eine Aufstockung der bereits am 12. Februar 2013 begebenen Wandelschuldverschreibung dar, so dass im Ergebnis die beiden Schuldverschreibungen eine einheitliche Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 150.000.000,00 € waren.
Für die Bedienung der Wandelschuldverschreibung vom 12. Februar 2013 war gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.156.513,40 €, eingeteilt in bis zu Stück 1.598.659 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010). Für die Bedienung der Wandelschuldverschreibung vom 26. Juli 2013 war gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 6.446.837,80 €, eingeteilt in bis zu Stück 2.479.533 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2013).
Im Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis zum 31. Dezember 2015 haben Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht gemäß den Anleihebedingungen Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft hat bis zum 31. Dezember 2015 zur Bedienung der Wandlungsrechte insgesamt 2.792.944 neue Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie ausgeben. Hierdurch hat sich das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 von 92.841.619,00 € um 7.261.654,40 € auf nun 100.103.273,40 € erhöht. Das bedingte Kapital 2010 (§ 4 Abs. 6 der Satzung) sowie das bedingte Kapital 2013 (§ 4 Abs. 7 der Satzung) haben sich entsprechend reduziert.
Gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 33.486.707,80 € eingeteilt in bis zu 12.879.503 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung /Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2014 bis zum 27. Mai 2019 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung /Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung /Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen."
Erwerb eigener Aktien
Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zum 27. Mai 2019 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten.
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch durch abhängige oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen, und der Erwerb kann auch für ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.
Aufgrund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre
(1) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) an Dritte zu veräußern;
(2) auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen,
(a) die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in dieser Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind;
(b) die unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. in dieser Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;
(3) zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind.
Die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Die Einziehung kann aber auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen Betrags des Grundkapitals der übrigen Aktien gemäß § 8 Abs. 3 AktG erfolgen. Der Vorstand ist für diesen Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung entsprechend zu ändern. Aufgrund der Ermächtigung kann der Erwerb eigener Aktien sowie deren Wiederveräußerung bzw. die Einziehung dieser Aktien auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erworbene Aktien einzuziehen bzw. wieder zu veräußern. Sowohl die Erwerbsermächtigung als auch die Verwendungsermächtigung können auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen
Dienstverträge der Vorstandsmitglieder
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte "Change-of-Control" Klauseln. Danach haben die Vorstandsmitglieder im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (§§ 29 Abs. 2, 30 WpÜG) das Recht, den Dienstvertrag innerhalb von drei Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Im Falle einer Kündigung steht den Vorstandsmitgliedern eine Abfindung zu, deren Höhe sich nach der Vergütung der Restlaufzeit ihres Vertrages bemisst, aber maximal auf zwei Jahresvergütungen begrenzt ist.
Syndizierter Bankkredit
Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben mit einem Bankensyndikat bestehend aus der Commerzbank AG, der Deutsche Bank AG Filiale Deutschlandgeschäft, der Deutsche Bank Luxembourg S.A., der UniCredit Bank AG, der Landesbank Baden-Württemberg, die BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland und der Credit Suisse AG am 30. März 2015 einen neuen syndizierten Kreditvertrag abgeschlossen, unter dem die Kreditgeber einen Betrag von bis zu 230.000.000 € zur Verfügung stellen. Hierdurch wird der wesentliche Kreditbedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankavalen) abgedeckt. Der Vertrag enthält eine marktübliche "Change-of-Control-Regelung", unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt oder sonst die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu lenken, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können.
Wandelschuldverschreibung 2013
Die Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen ("Emissionsbedingungen") enthalten eine marktübliche Klausel zu einem sogenannten Kontrollwechsel ("Change-of-Control-Regelung"), nach der die KUKA Aktiengesellschaft einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Emissionsbedingungen veröffentlichen und den Wirksamkeitstag des Kontrollwechsels bekanntmachen muss. Jeder Anleihegläubiger hat danach das Recht, von der Anleiheschuldnerin zum Stichtag des Kontrollwechsels die Rückzahlung einzelner oder aller seiner Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen. Ansonsten wird gegebenenfalls das Wandlungsverhältnis nach näherer Maßgabe der Emissionsbedingungen angepasst. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Emissionsbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen (i) direktes oder indirektes (im Sinne von § 22 WpHG) rechtliches oder wirtschaftliches Eigentum von insgesamt mehr als 50 % der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin oder die Fähigkeit, die Geschäftsführung der Anleiheschuldnerin auf andere Weise im Sinne von § 17 AktG zu beherrschen, erlangt oder erlangen, oder (ii) bei einem Übernahmeangebot für Aktien der Anleiheschuldnerin für den Fall, dass (A) die Aktien, die sich bereits in der Kontrolle des Bieters befinden, und die Aktien, für die bereits das Angebot angenommen wurde, zu irgendeinem Zeitpunkt während des Übernahmeangebots insgesamt mehr als 50 % der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin gewähren und (B) das Angebot unbedingt ist oder wird (wobei aufsichtsrechtliche, insbesondere kartellrechtliche Genehmigungen, deren Erfüllung nach dem Ende der Annahmefrist nach § 16 Abs. 1 WpÜG aussteht, unbeachtet bleiben), oder (iii) aufgrund eines Verkaufs oder einer Übertragung alle oder im Wesentlichen alle Vermögenswerte der Anleiheschuldnerin von dieser erwerben.
Schuldscheindarlehen 2015
Die KUKA Aktiengesellschaft hat unter Führung der Landesbank Baden-Württemberg und der UniCredit Bank AG am 9. Oktober 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 250.000.000 € begeben.
Die Bedingungen des Schuldscheindarlehens enthalten eine marktübliche Klausel zu einem sogenannten Kontrollwechsel ("Change-of-Control-Regelung"). Danach hat die KUKA Aktiengesellschaft über einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Darlehensbedingungen zu informieren. Die Darlehensgeber haben danach das Recht, binnen 30 Tagen nachdem ihnen eine Mitteilung über einen Kontrollwechsel zugegangen ist, die Rückzahlung ihres (anteiligen) Darlehens zum nächsten Zinszahlungstermin nach Zugang des Rückzahlungsverlangens zusammen mit bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Darlehensbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen unmittelbar oder mittelbar (i) entweder mehr als 30 % der stimmberechtigten Anteile halten, (ii) mehr als 30 % der Stimmrechte an der Gesellschaft innehaben und/oder (iii) sonst die Möglichkeit besitzen, die Geschäftspolitik der Gesellschaft zu lenken.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. Die in den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder enthaltenen Change-of-Control Klausel stellen keine Entschädigungsklauseln im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Satz 1 Nr. 9, 315 Abs. 4 Satz 1 Nr. 9 HGB dar.
Disclaimer
Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden und erläutert Struktur und Höhe der Bezüge der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.
Vergütung des Vorstands
1. Vergütungsstruktur
Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder der KUKA Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Vergütungsbestandteile. Letztere setzen sich ihrerseits aus mehreren variablen Vergütungselementen zusammen. Das System der Vorstandsvergütung ist dabei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des § 87 AktG und den Anforderungen des DCGK auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und berücksichtigt bei den variablen Bestandteilen sowohl positive als auch negative Geschäftsentwicklungen.
Die fixe Vergütung besteht aus Festgehalt und Sachbezügen. Das Festgehalt wird in zwölf gleichen monatlichen Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus dem geldwerten Vorteil für die Bereitstellung und Nutzung eines Dienstwagens.
Die variable Vergütung wird zur einen Hälfte aufgrund der Erreichung persönlicher Ziele und zur anderen Hälfte in Abhängigkeit von der Entwicklung der wirtschaftlichen Kenngrößen EBIT und Free-Cash-Flow des KUKA Konzerns gewährt. Die Einzelheiten hierzu werden jährlich gesondert vereinbart. Die variable Vergütung ist in der Höhe begrenzt (maximal 200 % Zielerreichung); die Erreichung der finanziellen Ziele ist an eine mehrjährige Unternehmensentwicklung gekoppelt.
Darüber hinaus werden als weiterer variabler Vergütungsbestandteil für die Mitglieder des Vorstands jährliche Zuteilungsvolumina zur Teilnahme an Phantom Share-Programmen (nachfolgend auch "Programme") vereinbart, um eine langfristige Anreizwirkung zu erzielen. Phantom Shares sind virtuelle Aktien, die dem Inhaber das Recht auf eine Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses der Gesellschaft gewährt. Anders als bei Aktienoptionen enthalten Phantom Shares also nicht allein die Wertsteigerung, sondern den gesamten Aktienwert als Erlös. Außerdem wird während der Planlaufzeit jährlich je virtueller Aktie ein Dividendenäquivalent in Höhe der tatsächlich ausgeschütteten Dividende auf echte KUKA Aktien gezahlt. Stimmrechte sind mit den Phantom Shares nicht verbunden.
Die Programme umfassen jeweils drei Kalenderjahre. Das Zuteilungsvolumen ist entweder bereits vertraglich vereinbart oder wird vom Aufsichtsrat spätestens zu Beginn des jeweiligen Dreijahreszeitraums festgelegt. Das Zuteilungsvolumen dividiert durch einen Referenzkurs der KUKA Aktie ergibt dann eine vorläufige Anzahl von Phantom Shares. Die vorläufige Anzahl der Phantom Shares hat der Aufsichtsrat auf Basis des Durchschnittskurses der KUKA Aktie (Eröffnungskurs Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) zwischen dem 2. Januar 2015 und dem 23. März 2015 (dem letzten Handelstag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats) ermittelt. Der danach maßgebliche Kurs der KUKA Aktie beträgt 65,10 €.
Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums wird vom Aufsichtsrat ein EVA (Economic Value Added) der Continuing Operations (vor Steuern) auf Basis der operativen Planung der drei Programmjahre festgelegt, welches sich an dem Budget des ersten Geschäftsjahres des Dreijahreszeitraums und der Planung der beiden nachfolgenden Geschäftsjahre orientiert.
Das kumulative EVA (tatsächliche EVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums wird durch das EVA der Continuing Operations entsprechend der operativen Planung der drei Programmjahre geteilt, um einen Erfolgsfaktor zu ermitteln. Der Erfolgsfaktor kann zwischen 0 und 2,0 schwanken. Die endgültige Anzahl der Phantom Shares hängt von dem erreichten Erfolgsfaktor ab, der mit der vorläufigen Anzahl der Phantom Shares multipliziert wird. Die Obergrenze für die endgültige Anzahl Phantom Shares bildet eine Verdoppelung der vorläufigen Phantom Shares (dies ist der Fall, wenn der Erfolgsfaktor 2,0 erreicht wird). Die Auszahlung erfolgt auf Basis der endgültigen Anzahl Phantom Shares zum Endkurs der KUKA Aktie (Durchschnittskurs der KUKA Aktie zwischen dem 2. Januar des den drei Bezugsjahren folgenden Jahres ("Folgejahr") und dem Tag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats des Folgejahres).
Endet das Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds durch Kündigung - unabhängig von welcher Seite sie erfolgt - so verfallen alle ihm zugeteilten Phantom Shares. Dies gilt jedoch nicht, wenn ein Vorstandsmitglied von seinem Kündigungsrecht wegen Eintritts eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft Gebrauch macht. In diesem Fall erfolgt eine anteilige Auszahlung entsprechend den Bedingungen des Phantom Share-Programms.
Das jeweilige Vorstandsmitglied ist verpflichtet, vom ausgezahlten Bruttoerlös der Programme eine bestimmte Anzahl KUKA Aktien zu erwerben, um ein Haltevolumen in Höhe von 50 % der Jahresgrundvergütung (Fix-Jahreseinkommen) im Zuteilungsjahr aufzubauen. Bis das Haltevolumen aufbaut ist, müssen 25 % des ausgezahlten Bruttobetrages des jeweiligen Jahres zum Erwerb von KUKA Aktien aufgewandt werden. Die Kaufsumme wird vom Nettoerlös einbehalten. Diese Verpflichtung endet mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.
Der Aufsichtsrat entscheidet - soweit nicht vertraglich feste Zusagen erteilt worden sind - für jedes Jahr über die aktienorientierte Vergütung für den Vorstand. Ziel des Phantom Share-Programms und dessen Ausgestaltung ist, dass jedes Mitglied des Vorstands von KUKA zugleich auch Aktionär sein soll. Es fördert den Anteilsbesitz der Mitglieder des Vorstands bei KUKA und verknüpft damit die Interessen dieser Organmitglieder noch enger mit denen der Aktionäre. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele sowie der Vergleichsparameter ist grundsätzlich ausgeschlossen.
Für das Phantom Share-Programm 2015 - 2017 wurden die Auszahlungsbeträge (Auszahlung im Jahr 2018) erstmalig mit einem Betrag entsprechend dem dreimaligen Zuteilungsvolumen begrenzt. Auch zukünftige Phantom Share-Programme werden entsprechend begrenzt, so dass die Vorstandsvergütung ab 2018 insgesamt (festes Jahresgehalt, variable Tantiemen und Auszahlungen aus einem Phantom Share-Programm) durch die Kumulation der Einzeldeckelungen begrenzt ist.
Die Auszahlungsbeträge der aktuell noch laufenden Phantom Share-Programme 2013 - 2015 sowie 2014 - 2016 sind noch nicht der Höhe nach begrenzt. Aus diesem Grund ist derzeit auch die Gesamtvergütung des Vorstand noch nicht der Höhe nach begrenzt (über die hieraus resultierende Abweichung von der Empfehlung nach Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 DCGK haben Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Entsprechenserklärung berichtet).
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte "AbfindungsCaps". Dies bedeutet, dass im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Dienstverträge ohne wichtigen Grund im Hinblick auf mögliche Abfindungen eine Begrenzung vereinbart ist. Konkret sehen die Regelungen vor, dass die Abfindung den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des jeweiligen Dienstvertrages, begrenzt durch zwei Jahresvergütungen, nicht überschreiten wird.
Weiterhin enthalten die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sogenannte "Change-of-Control" Klauseln. Danach haben die Vorstandsmitglieder im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (§§ 29 Abs. 2, 30 WpÜG) das Recht, den Dienstvertrag innerhalb von drei Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Im Falle einer Kündigung steht den Vorstandsmitgliedern eine Abfindung zu, deren Höhe sich nach der Vergütung der Restlaufzeit ihres Vertrages bemisst, aber maximal auf zwei Jahresvergütungen begrenzt ist.
Kredite wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
2. Vergütung im Jahr 2015
Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für das Geschäftsjahr 2015 entsprechend den im DCGK empfohlenen einheitlichen Mustertabellen. Danach wird die Vergütung getrennt nach "gewährten Zuwendungen" (Tabelle 1) und "tatsächlich erfolgten Zufluss" (Tabelle 2) ausgewiesen. Bei den Zuwendungen werden zudem die Zielwerte (Auszahlung bei 100 % Zielerreichung) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben.
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich - unter dem Blickwinkel des tatsächlichen Zuflusses - im Geschäftsjahr 2015 auf insgesamt 7.911 T€.
Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 201S - Zuwendungsbetrachtung
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| Dr. Till Reuter Vorstandsvorsitzender | Peter Mohnen Finanzvorstand | Peter Mohnen Finanzvorstand | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | GJ 2014 | GJ 2015 | GJ 2015 (Min) | GJ 2015 (Max) | GJ 2014 | GJ 2015 | GJ 2015 (Min) | GJ 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 568 | 600 | 600 | 600 | 381 | 425 | 425 | 425 |
| Nebenleistungen1 | 25 | 25 | 25 | 25 | 29 | 31 | 31 | 31 |
| Sonstige Vergütung2 | - | 131 | 131 | 131 | - | - | - | - |
| Summe | 593 | 756 | 756 | 756 | 410 | 456 | 456 | 456 |
| Einjährige variable Vergütung3 : | ||||||||
| Bonus | 347 | 350 | 0 | 700 | 210 | 225 | 0 | 450 |
| Verrechnung sonstige Vergütung4 | - | -131 | -131 | -131 | - | - | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung: | ||||||||
| Tantieme Unternehmensziele 20145 | 347 | - | - | - | 210 | - | - | - |
| Tantieme Unternehmensziele 20155 | - | 350 | 0 | 700 | - | 225 | 0 | 450 |
| Phantom Share-Programm 2014 - 20166 | 426 | - | - | - | 296 | - | - | - |
| Phantom Share-Programm 2015 - 20176 | - | 443 | 0 | 1.200 | - | 277 | 0 | 750 |
| Summe | 1.713 | 1.768 | 625 | 3.225 | 1.126 | 1.183 | 456 | 2.106 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 1.713 | 1.768 | 625 | 3.225 | 1.126 | 1.183 | 456 | 2.106 |
1 In den Nebenleistungen sind Aufwendungen bzw. geldwerte Vorteile für die Bereitstellung von Dienstwagen sowie Zuschüsse zu Versicherungen enthalten. Die Prämie für die D & O-Versicherung ist in den Nebenleistungen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den versicherten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.
2 Herr Dr. Reuter hat im Geschäftsjahr 2015 als Präsident des Verwaltungsrates der Swisslog Holding AG (Buchs / Schweiz) eine Vergütung in Höhe von 145.000,00 CHF erhalten. Bei einem Umrechnungskurs von 1 € = 1,1022 CHF ergibt dies 131.555 €. Dieser Betrag ist bei der Darstellung der Zuwendungsbetrachtung berücksichtigt.
3 Anteil der variablen Tantieme für die Erreichung persönlicher Ziele (bei 100 % Zielerreichung) im genannten Geschäftsjahr (mögliche Zielerreichung von 0 bis 200 %).
4 Die Dienstverträge mit den Vorständen sehen vor, dass Vergütungen, die aufgrund eines Aufsichts-, Beirats- oder Verwaltungsratsmandats in einem mit der Aktiengesellschaft verbundenen Unternehmen gewährt werden, auf die Tantieme des Vorstandsmitglied in Anrechnung gebracht werden. Die Herrn Dr. Reuter von der Swisslog Holding AG gewährte Vergütung in Höhe von 131.555 € wird deshalb auf seine variable Vergütung angerechnet.
5 Aufgeschobener Anteil (50 %) der variablen Tantieme (bei 100 % Zielerreichung) für das genannte Geschäftsjahr.
6 Zuteilungswert zum Zeitpunkt der Gewährung des Phantom Share-Programms durch den Aufsichtsrat. Der Kurs der Aktie zu diesem Zeitpunkt wird mit der vorläufigen Anzahl der Phantom Shares multipliziert. Für das Phantom Share-Programm 2014 - 2016 betrug der Aktienkurs zu diesem Zeitpunkt 42,14 € (Schlusskurs Xetra am 28. Mai 2014) Für das Phantom Share-Programm 2015 - 2017 betrug der Aktienkurs 72,14 € (Schlusskurs Xetra am 24. März 2015)
Tabelle 2: Vergütung des Vorstands 2015 - Zuflussbetrachtung
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| Dr. Till Reuter Vorstandsvorsitzender | Peter Mohnen Finanzvorstand | |||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | GJ 2014 | GJ 2015 | GJ 2014 | GJ 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 568 | 600 | 381 | 425 |
| Nebenleistungen1 | 25 | 25 | 29 | 31 |
| Sonstige Vergütung2 | 0 | 131 | 0 | 0 |
| Summe | 593 | 756 | 410 | 456 |
| Einjährige variable Vergütung3 | ||||
| Bonus | 587 | 640 | 390 | 408 |
| Mehrjährige variable Vergütung: | ||||
| Tantieme Unternehmensziele 20124 | 524 | - | 1417 | - |
| Tantieme Unternehmensziele 20134 | - | 610 | - | 400 |
| Phantom Share-Programm 2011 - 20135 | 1.022 | - | - | - |
| Phantom Share-Programm 2012 - 20145 | - | 3.082 | - | 1.541 |
| Sonstige aktienbasierte Vergütung6 | 14 | 11 | 8 | 7 |
| Summe | 2.740 | 5.099 | 949 | 2.812 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 2.740 | 5.099 | 949 | 2.812 |
1 In den Nebenleistungen sind Aufwendungen bzw. geldwerte Vorteile für die Bereitstellung von Dienstwagen sowie Zuschüsse zu Versicherungen enthalten. Die Prämie für die D & O-Versicherung ist in den Nebenleistungen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den versicherten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.
2 Herr Dr. Reuter hat im Geschäftsjahr 2015 als Präsident des Verwaltungsrates der Swisslog Holding AG (Buchs / Schweiz) eine Vergütung in Höhe von 145.000,00 CHF erhalten. Bei einem Umrechnungskurs von 1 € = 1,1022 CHF ergibt dies 131.555 €. Dieser Betrag ist bei der Darstellung der Zuwendungsbetrachtung berücksichtigt.
Die Dienstverträge mit den Vorständen sehen vor, dass Vergütungen, die aufgrund eines Aufsichts-, Beirats- oder Verwaltungsratsmandats in einem mit der Aktiengesellschaft verbundenen Unternehmen gewährt werden, auf die Tantieme des Vorstandsmitglied in Anrechnung gebracht werden. Die Herrn Dr. Reuter von der Swisslog Holding AG gewährte Vergütung in Höhe von 131.555 € wird deshalb auf seine variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 (Auszahlung in 2016) angerechnet.
3 Im Geschäftsjahr ausbezahlte variable Vergütung.
4 Aufgeschobener Anteil der variablen Vergütung aus den Geschäftsjahren 2012 bzw. 2013, welche in den Geschäftsjahren 2014 bzw. 2015 zur Auszahlung gekommen sind.
5 Auszahlung Phantom Share-Programm 2011 - 2013 bei Endkurs 35,65 € (Durchschnittskurs der Aktie (Eröffnungskurs Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) im Zeitraum vom 01. Januar 2014 bis 22. März 2014). Auszahlung Phantom Share-Programm 2012 - 2014 bei Endkurs 65,10 € (Durchschnittskurs der Aktie (Eröffnungskurs Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis 23. März 2015). Die Auszahlungsbeträge geben jeweils den Bruttoerlös wieder. Die Nettoauszahlung ergibt sich aus dem Bruttoerlös abzüglich Steuern und Sozialabgaben, sonstige öffentliche Abgaben sowie der Kaufsumme für echte Aktien.
6 Auszahlung von Dividenenäquivalenten im Jahr 2014 in Höhe von 0,30 € je vorläufige Aktie der Phantom Share-Programme 2012 - 2014, 2013 - 2015, 2014 - 2016 sowie im Jahr 2015 in Höhe von 0,40 € je vorläufige Aktie der Phantom Share-Programme 2013 - 2015, 2014 - 2016, 2015 - 2017.
7 Nur anteiliger Wert wegen unterjährigem Eintritt in das Unternehmen zum 1. August 2012.
Für alle derzeit laufenden und noch nicht ausbezahlten Phantom Share-Programme (d. h. die Programme 2013 - 2015, 2014 - 2016 und 2015 - 2017) wurden Rückstellungen zum 31. Dezember 2015 gebildet, die den zu erwartenden Gesamtaufwand aus diesen Programmen berücksichtigen.
Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern, deren Amtsperioden spätestens im Jahr 2008 geendet haben, Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt worden, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2015 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 10.018 T€ (HGB) (2014: 9.846 T€).
Vergütung des Aufsichtsrats
1. Vergütungsstruktur
Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Januar 2006 ist die Satzung dahingehend geändert worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste Vergütung erhalten.
Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung, welche 30 T€ beträgt und nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält die vierfache, der Stellvertreter des Vorsitzenden die doppelte Vergütung. Für die Leitung der Hauptversammlung, sofern diese nicht vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats geleitet wird, sowie für die Mitgliedschaft in einem oder mehreren nicht nur vorübergehend tätigen Ausschüssen, erhalten Aufsichtsratsmitglieder eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 30 T€. Ein Ausschussvorsitzender erhält - auch wenn er mehreren Ausschüssen vorsitzt oder Mitglied in einem anderen Ausschuss ist - höchstens das Eineinhalbfache der jährlichen Vergütung; dies gilt nicht für den Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG.
Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsratssitzung (einschließlich der Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats) nach seiner Wahl entweder die Erstattung seiner Auslagen oder ein pauschales Sitzungsgeld von 450 € zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. Den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die bei der Aktiengesellschaft oder einer Konzerngesellschaft angestellt sind, steht auf Basis des Anstellungsvertrages weiterhin ein reguläres Gehalt zu.
2. Vergütung für die Jahre 2014 und 2015
Die folgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2014 und 2015:
Tabelle 3: Vergütung des Aufsichtsrates 2015
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| in T€ | Zahlung in 2015 für 2014 | Zahlung in 2016 für 20151 |
|---|---|---|
| Bernd Minning Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Personalausschusses, des Strategie- und Entwicklungsausschusses, des Vermittlungsausschusses und des Nominierungsausschusses | 165 | 165 |
| Michael Leppek2 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates | 90 | 90 |
| Prof. Dr. Dirk Abel | 60 | 60 |
| Dr. Walter Bickel1 Vorsitzender des Prüfungsausschusses (bis 26. März 2015) | 75 | 17 |
| Wilfried Eberhardt | 30 | 30 |
| Siegfried Greulich2 | 60 | 60 |
| Thomas Knabel2 | 60 | 60 |
| Armin Kolb2 | 60 | 60 |
| Carola Leitmeir2 | 60 | 60 |
| Dr. Hubert Lienhard (ab 10. Juni 2015) | 0 | 34 |
| Friedhelm Loh (ab 10. Juni 2015) | 0 | 34 |
| Prof. Dr. Uwe Loos Vorsitzender des Technologie- und Produktionsausschusses | 75 | 75 |
| Dr. Michael Proeller1 (bis 10. Juni 2015) | 60 | 26 |
| Guy Wyser-Pratte1 (bis 10. Juni 2015) | 60 | 26 |
| Hans Ziegler Vorsitzender des Prüfungsausschusses (ab 10. Juni 2015) | 0 | 42 |
1 Die Herren Dr. Bickel, Dr. Proeller und Wyser-Pratte sind bereits zum 26. März 2015 bzw. 10. Juni 2015 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Ihre anteilige Vergütung für das Jahr 2015 wurde bereits in 2015 abgerechnet und ausbezahlt.
2 Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, die auch Mitglieder der IG Metall sind, haben erklärt, ihre Aufsichtsratsvergütung gemäß den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
Bilanz zum 31. Dezember 2015
der KUKA Aktiengesellschaft
AKTIVA
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | (1) | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.197 | 2.073 | |
| Sachanlagen | 72.984 | 88.357 | |
| Finanzanlagen | 434.956 | 469.381 | |
| 510.137 | 559.811 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | (2) | 36 | 18 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (3) | 225.435 | 233.761 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | (4) | 5.767 | 5.625 |
| Wertpapiere | (5) | 9.997 | 0 |
| 241.235 | 239.404 | ||
| Flüssige Mittel | (6) | 71.592 | 330.241 |
| 312.827 | 569.645 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | (7) | 482 | 558 |
| 823.446 | 1.130.014 | ||
| PASSIVA | |||
| in TEUR | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2015 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (8) | 92.842 | 100.103 |
| Kapitalrücklage | (9) | 166.671 | 262.209 |
| Andere Gewinnrücklagen | (10) | 90.355 | 148.252 |
| Bilanzgewinn | (11) | 57.265 | 100.878 |
| 407.133 | 611.442 | ||
| Rückstellungen | (12) | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 11.633 | 11.746 | |
| Steuerrückstellungen | 12.595 | 14.953 | |
| Sonstige Rückstellungen | 29.908 | 31.183 | |
| 54.136 | 57.882 | ||
| Verbindlichkeiten | (13) | ||
| Anleihen | (14) | 150.000 | 47.200 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (15) | 1.149 | 251.126 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.741 | 11.067 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (16) | 199.771 | 147.392 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen | (17) | 2.565 | 2.603 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (18) | 951 | 1.302 |
| 362.177 | 460.690 | ||
| 823.446 | 1.130.014 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
der KUKA Aktiengesellschaft
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| in TEUR | Anhang | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Andere aktivierte Eigenleistungen | (19) | 65 | 1.160 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (20) | 55.108 | 108.907 |
| Personalaufwand | (21) | -32.694 | -38.767 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (22) | -3.258 | -6.341 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (23) | -44.232 | -86.771 |
| Erträge aus Beteiligungen | (24) | 136.992 | 149.678 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren | (25) | 874 | 8 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (26) | 8.309 | 5.201 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | (27) | -15.820 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (28) | -24.698 | -9.089 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 80.646 | 123.986 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (29) | -14.974 | -8.193 |
| Jahresüberschuss | 65.672 | 115.793 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 24.429 | 42.982 | |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | -32.836 | -57.897 | |
| Bilanzgewinn | (11) | 57.265 | 100.878 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2015
ALLGEMEINE ANGABEN
AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE
Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, wurde für das Geschäftsjahr 2015 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung ist das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen" erweitert.
Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten wie auch die ergänzenden Angaben sind im Folgenden einzeln dargestellt.
Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt; die Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 unverändert geblieben.
BILANZIERUNG UND BEWERTUNG
AKTIVA
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre.
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Den planmäßigen Abschreibungen werden bei Gebäuden Nutzungsdauern zwischen 25 und 50 Jahren, bei übrigen Sachanlagen zwischen 3 und 15 Jahren zu Grunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt ausschließlich linear. Darüber hinaus werden der technische Fortschritt und die Wirtschaftlichkeit der Nutzung entsprechend berücksichtigt. Es wurde seit dem Jahr 2010 nach der Neuregelung im Wachstumsbeschleunigungsgesetz von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 EUR im Zeitpunkt des Zugangs voll abzuschreiben und als Abgang zu zeigen.
Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Diese werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.
Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagspreis, bewertet. Soweit erforderlich, sind Bestandsrisiken durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung individueller Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet. Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Barwert bilanziert.
Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen.
PASSIVA
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck nach der Projected Unit Credit Methode gebildet. Bei der Berechnung der Rückstellung wurde der von der deutschen Bundesbank per 31.10.2015 veröffentlichte Marktzins der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Daneben werden weitere Berechnungsparameter, wie unter Ziffer (12) des Anhangs aufgeführt, unterstellt.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert bemisst sich nach dem Aktivwert.
Der Ausweis der Zinskomponente in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen erfolgt im Sinne einer betriebswirtschaftlich richtigen Darstellung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit nicht im Personalaufwand, sondern im Zinsergebnis.
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste sowie für sonstige künftige Belastungen gebildet. Die Rückstellungen werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins angesetzt.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Jahren umkehren sowie aus dem verrechenbaren Verlust als Kommanditist gemäß § 15a EStG. Steuerliche Verlustvorträge werden nur berücksichtigt, sofern mit einer Verlustverrechnung innerhalb von fünf Jahren gerechnet wird. Es werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuer erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 30,0 % für Bewertungsunterschiede bzw. 15,8 % des verrechenbaren Verlusts gemäß § 15a EStG. Die daraus resultierenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert. Nach der Saldierung verbleibende aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Eine Analyse der bestehenden Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz hat ergeben, dass die aktiven latenten Steuern im Wesentlichen auf temporäre Differenzen aus den Bereichen der Pensionsrückstellungen und der Drohverlustrückstellungen sowie aus Latenzen des verrechenbaren Verlusts gemäß § 15a EStG resultieren. Passive latente Steuern sind von untergeordneter Bedeutung.
Als Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden die am Bilanzstichtag valutierten Beträge angegeben.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Kostenumlagen werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und entsprechend den erbrachten bzw. empfangenen Leistungen als sonstige betriebliche Erträge bzw. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und ausländischen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres bzw. Ertragsteuern für Vorjahre zusammen.
Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden von der KUKA Aktiengesellschaft zu Bedingungen wie unter fremden Dritten geschlossen.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Anschaffungskurs bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Aus der Fremdwährungsbewertung resultierende Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Folgende Umrechnungskurse kamen zur Anwendung:
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| Land | Währung | 31.12.2014 | Stichtagskurs 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Arabische Emirate | AED | 4,4622 | 3,9876 |
| Australien | AUD | 1,4829 | 1,4897 |
| Brasilien | BRL | 3,2207 | 4,3117 |
| China | CNY | 7,5358 | 7,0608 |
| China, Hong Kong | HKD | 9,4170 | 8,4376 |
| Indien | INR | 76,7190 | 72,0215 |
| Japan | JPY | 145,2300 | 131,0700 |
| Kanada | CAD | 1,4063 | 1,5116 |
| Korea | KRW | 1324,8000 | 1.280,7800 |
| Malaysia | MYR | 4,2473 | 4,6959 |
| Mexiko | MXN | 17,8679 | 18,9145 |
| Norwegen | NOK | 9,0420 | 9,6030 |
| Rumänien | RON | 4,4821 | 4,5245 |
| Russland | RUB | 72,3370 | 80,6736 |
| Schweden | SEK | 9,3930 | 9,1895 |
| Schweiz | CHF | 1,2024 | 1,0835 |
| Singapur | SGD | 1,6058 | 1,5417 |
| Taiwan | TWD | 38,2507 | 35,7632 |
| Thailand | THB | 39,9100 | 39,2480 |
| Tschechische Republik | CZK | 27,7350 | 27,0230 |
| Ungarn | HUF | 315,5400 | 315,9800 |
| USA | USD | 1,2141 | 1,0887 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,7789 | 0,7340 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(1) ANLAGEVERMÖGEN
Die Entwicklung des Anlagevermögens der KUKA Aktiengesellschaft ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.
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| Anschaffungskosten/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.01.2015 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte | 11.808 | 970 | - | - | 12.778 |
| 11.808 | 970 | - | - | 12.778 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 51.877 | 6.839 | 860 | 52.809 | 110.665 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 6.407 | 46 | 12 | 344 | 6.785 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.926 | 7.578 | 2.819 | 42 | 17.727 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 53.330 | 7.178 | - | -53.195 | 7.313 |
| 124.540 | 21.641 | 3.691 | - | 142.490 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 507.120 | 17.654 | - | - | 524.774 |
| 2. Beteiligungen | 3.333 | 3.033 | - | - | 6.366 |
| 510.453 | 20.687 | - | - | 531.140 | |
| Summe | 646.801 | 43.298 | 3.691 | - | 686.408 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.01.2015 | Zugänge | Abgänge | Stand am 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte | 9.611 | 1.094 | - | 10.705 |
| 9.611 | 1.094 | - | 10.705 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 37.014 | 1.126 | - | 38.140 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.414 | 578 | 12 | 4.980 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.128 | 3.667 | 2.782 | 11.013 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - |
| 51.556 | 5.371 | 2.794 | 54.133 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 75.497 | - | 13.738 | 61.759 |
| 2. Beteiligungen | - | - | - | - |
| 75.497 | - | 13.738 | 61.759 | |
| Summe | 136.664 | 6.465 | 16.532 | 126.597 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 31.12.2014 | Stand am 31.12.2015 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte | 2.197 | 2.073 |
| 2.197 | 2.073 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 14.863 | 72.525 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.993 | 1.805 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.798 | 6.714 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 53.330 | 7.313 |
| 72.984 | 88.357 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 431.623 | 463.015 |
| 2. Beteiligungen | 3.333 | 6.366 |
| 434.956 | 469.381 | |
| Summe | 510.137 | 559.811 |
Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahres sind im zusammengefassten Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns genannt.
Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen wird der direkte Anteilsbesitz der KUKA Aktiengesellschaft ausgewiesen. Dieser veränderte sich im Vergleich zum 31. Dezember durch die, teils anteiligen Erwerbe bzw. Beteiligung an folgender Gesellschaften:
Swisslog Holding AG, Buchs (AG) / Schweiz
KUKA Enco Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica nad Váhom / Slowakei
Der unter den Beteiligungen ausgewiesene Zugang des Berichtsjahres betrifft Zuzahlungen an der KBee AG, München.
Die Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes der KUKA Aktiengesellschaft findet sich am Ende des Anhangs.
Aus der ehemaligen KUKA Laboratories wurde aufgrund der Verlagerung Anlagevermögen an die KUKA Aktiengesellschaft übertragen. Das Anlagevermögen wurde zu Bruttowerten übernommen; in den Zugängen der Anschaffungskosten sind 155 TEUR, in den Abschreibungen 124 TEUR aus der Übernahme enthalten.
(2) VORRÄTE
Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.
(3) FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Finanzmitteln und aus Kostenumlagen an Konzernunternehmen ausgewiesen. Langfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden weder zum Bilanzstichtag noch zum Vorjahr.
(4) SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt ausgewiesen. Davon betreffen 3.430 TEUR (Vorjahr: 5.039 TEUR) das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG. Der Ansatz erfolgte mit dem Barwert unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 4,25 %. Das Körperschaftsteuerguthaben wird bis 2017 in jährlich gleichbleibenden Raten in Höhe von 1.804 TEUR ausbezahlt.
Daneben enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des KUKA Facility Managements an fremde Dritte.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 1.625 TEUR (Vorjahr: 3.234 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
(5) WERTPAPIERE
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Wertpapiere des Vorjahres enthielten ausschließlich festverzinsliche Schuldtitel und wurden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.
(6) FLÜSSIGE MITTEL
Neben Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks und Kassenbestände ausgewiesen.
Bei der KUKA Aktiengesellschaft werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Institute verteilt.
(7) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Disagios werden aktiviert und über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verbindlichkeit abgeschrieben.
(8) GEZEICHNETES KAPITAL
Wandelschuldverschreibung
Im vierten Quartal 2015 haben Inhaber der in 2013 begebenen Wandelschuldverschreibung von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht. Aufgrund der Wandlungserklärungen wurden entsprechend den Anleihebedingungen neue Aktien geschaffen. Durch die Ausgabe der neuen Aktien hat sich die Gesamtzahl der KUKA Aktien von 35.708.315 um 2.792.944 auf jetzt 38.501.259 Aktien erhöht. Die nennwertlosen Stückaktien haben einen rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 €.
Gemäß § 200 AktG hat sich durch die Ausgabe der neuen Aktien auch das Grundkapital der Gesellschaft von 92.841.619,00 € um 7.261.654,40 € auf 100.103.273,40 € erhöht. Jede Aktie entspricht einer Stimme.
Bezüglich des genehmigten Kapitals und des bedingten Kapitals verweisen wir auf die Ausführungen im zusammengefassten Lagebericht unter "Angaben nach den § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht".
(9) KAPITALRÜCKLAGE
Die Veränderung gegenüber dem 31.12.2014 resultiert aus der oben beschriebenen Wandlung von Anteilen der Wandelschuldverschreibung. Dabei wurden bilanzierte Verbindlichkeiten in Höhe von 102,8 Mio. € in gezeichnetes Kapital (7,3 Mio. €) und in Kapitalrücklage (95,5 Mio. €) getauscht.
(10) ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN
Vom Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2015 wurden 50,0 % oder 57.897 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
(11) BILANZGEWINN
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| TEUR | |
|---|---|
| Bilanzgewinn 01.01. | 57.265 |
| Gezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2014 | -14.283 |
| Gewinnvortrag | 42.982 |
| Jahresüberschuss 2015 | 115.793 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | -57.897 |
| Bilanzgewinn 31.12. | 100.878 |
(12) RÜCKSTELLUNGEN
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| TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 11.633 | 11.746 |
| Steuerrückstellungen | 12.595 | 14.953 |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| Drohverlustrückstellungen | 619 | 91 |
| Personalbereich | 15.606 | 16.214 |
| Übrige Rückstellungen | 13.683 | 14.878 |
| Summe | 54.136 | 57.882 |
Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen notwendig sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam:
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| 31.12.2014 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 4,62 % | 3,89 % |
| Gehaltstrend | 2,50 % | 2,50 % |
| Rententrend | 1,75 % - 2,50 % | 1,00 % - 2,50 % |
Daneben bestehen bei der KUKA Aktiengesellschaft sogenannte Deferred Compensation Modelle. Hierbei handelt es sich um Altersversorgungszusagen, deren Verpflichtungsumfang sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bemisst. Insoweit erfüllen diese Zusagen die Voraussetzungen sog. "wertgebundener Versorgungszusagen". Der Wertansatz der Verpflichtungen erfolgt somit in Höhe des jeweiligen Zeitwertes der Versicherungsverträge (per 31.12.2015: 635 TEUR; Vorjahr: 304 TEUR). Da die Vermögensgegenstände dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, handelt es sich um sogenanntes Deckungsvermögen. Demnach ist gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Saldierung beider Beträge vorzunehmen, woraus sich wie im Vorjahr ein Bilanzansatz i. H. v. 0 EUR ergibt. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens entsprechen dem Zeitwert.
Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf Basis tatsächlicher Vereinbarungen sowie wahrscheinlicher künftiger Verpflichtungen als Erfüllungsrückstand mit dem Barwert gemäß den Vorschriften des IDW RS HFA 3 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,34 % (Vorjahr: 3,18 %) bewertet. Die erwartete Dynamik der Altersteilzeitverpflichtung bzw. deren Bemessungsgrundlagen wird entsprechend dem Ansatz eines Gehaltstrends i. H. v. 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) berücksichtigt. Im Zuge der Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden Erfüllungsrückstände über Versicherungsunternehmen abgesichert. Der Wert dieser Versicherungspolicen ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus den Altersteilzeitverträgen; daher erfolgt auch hier eine Verrechnung mit den Schulden (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Im Berichtsjahr wurden gemäß diesem Verrechnungsgebot Verpflichtungen in Höhe von 1.412 TEUR (Vorjahr: 770 TEUR) mit korrespondierendem Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 579 TEUR (Vorjahr: 542 TEUR) sowie Aufwendungen in Höhe von 36 TEUR (Vorjahr: 28 TEUR) mit Erträgen in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) saldiert. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle notwendigen Vorsorgebeträge für die Risiken der KUKA Aktiengesellschaft. Darunter fallen insbesondere ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, Aufsichtsratsvergütungen, drohende Verluste, sonstige Risiken und sonstige noch anfallende Kosten.
Die Gesellschaft hat im Jahr 2015 im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms (MAP) KUKA Aktien für die inländischen KUKA - Mitarbeiter erworben (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG) und diese mit dem gewichteten Börsenkurs vom 3. Arbeitstag nach Beendigung des MAP" s als Erwerbspreis an die Mitarbeiter weiter veräußert. Insgesamt wurden im Berichtsjahr der KUKA Aktiengesellschaft 8.170 Stückaktien erworben. Daneben stehen den Mitarbeitern der Gesellschaft gestaffelt nach der Haltezeit der Aktien weitere Bonusaktien zu. Hierfür ist, über alle Mitarbeiteraktienprogramme, ein Betrag von 207 TEUR (Vorjahr: 163 TEUR) in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.
Neben dem Mitarbeiteraktienprogramm verfügt die KUKA seit 2012 für die Mitglieder des Oberen Führungskreises über ein jährliches Phantom Share Programm. Das Phantom Share Programm wird als aktienorientiertes Vergütungsinstrument mit Barausgleich mit dem jeweils beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die bewertungsrelevanten Parameter entsprechen dabei dem Phantom Share Programm des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft. Am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit werden die Ansprüche daraus ausbezahlt. Eine vorzeitige Auszahlung ist nur unter bestimmten Bedingungen beim Ausscheiden aus dem Konzern möglich. Zum 31. Dezember 2015 wurde für die künftigen Ansprüche aus dem Phantom Share Programm für den Oberen Führungskreis der KUKA Aktiengesellschaft ein Betrag von 2.885 TEUR (Vorjahr: 2.746 TEUR) zurückgestellt. Zu weiteren Details zur Ausgestaltung des Phantom Share Programms verweisen wir auf den Vergütungsbericht.
(13) VERBINDLICHKEITEN
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| Restlaufzeit | Restlaufzeit | Restlaufzeit | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis zu 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | 31.12.2014 gesamt | bis zu 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | 31.12.2015 gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen | - | 150.000 | - | 150.000 | - | 47.200 | - | 47.200 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.149 | - | - | 1.149 | 1.126 | 142.500 | 107.500 | 251.126 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.741 | - | - | 7.741 | 11.067 | - | - | 11.067 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 199.771 | - | - | 199.771 | 147.392 | - | - | 147.392 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (verbundene Unternehmen) | 130 | 520 | 1.915 | 2.565 | 116 | 463 | 2.024 | 2.603 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 951 | - | - | 951 | 1.302 | - | - | 1.302 |
| Summe | 209.742 | 150.520 | 1.915 | 362.177 | 161.003 | 190.163 | 109.524 | 460.690 |
(14) ANLEIHEN
Wandelschuldverschreibung
Die KUKA Aktiengesellschaft hat im Februar 2013 eine Wandelschuldverschreibung mit einer Laufzeit bis Februar 2018 und einem Nennbetrag von 58,8 Mio. € (Tranche 1) emittiert und im Juli 2013 um nominal 91,2 Mio. € (Tranche 2) aufgestockt. Damit hatte die Wandelschuldverschreibung nun einen Gesamtnennbetrag von 150,0 Mio. €. Die Stückelung beträgt 100.000 EUR. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 36,8067 EUR pro Aktie, das Wandlungsverhältnis liegt damit bei 2.716,8967 Aktien pro einzelnes 100.000 EUR-Stück. Insgesamt berechtigt die Wandelanleihe zur Wandlung in bis zu 4.075.344 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA AG (davon 1.597.535 aus der Tranche im Februar 2013 und 2.477.809 aus der Tranche im Juli 2013). Das Wandlungsrecht kann während der gesamten Laufzeit der Wandelanleihe ausgeübt werden. Die Anleihe ist mit einem Zinskupon von 2,0 % p. a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen halbjährlich jeweils am 12. Februar und am 12. August.
Die Wandelschuldverschreibung ist im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet (ISIN DE000A1R09V9/ WKN A1R09V). Der letzte in 2015 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Wandelschuldverschreibung betrug 216,05 %.
Im vierten Quartal 2015 wurden insgesamt Wandelschuldverschreibungsanteile über nominal 102,8 Mio. € in 2.792.944 neue Aktien gewandelt. Damit verbleibt per 31.12.2015 ein Nominalvolumen von 47,2 Mio. €, welches potentiell in weitere 1.282.400 Aktien gewandelt werden kann.
Die Wandelschuldverschreibung wurde bilanziell als Verbindlichkeit erfasst und der Ausgabeaufschlag i. H. v. 10.488 TEUR wurde 2013 in die Kapitalrücklage eingestellt. In 2015 wurde für die Anleihe ein Zinsaufwand von 2,2 Mio. EUR verbucht.
Unternehmensanleihe
Das gesamte ausstehende Nominalvolumen von 140,4 Mio. € der im November 2010 begebenen Anleihe der KUKA Aktiengesellschaft (ursprünglicher Nominalbetrag: 202,0 Mio. €) wurde wie angekündigt am 15. Mai 2014 marktmäßig zu einem Kurs von 108,36 % vorzeitig getilgt. Aus dieser vorzeitigen Tilgung resultierte im Vorjahr ein einmaliger Aufwand in Höhe von 11,7 Mio. €, dem signifikante Einsparungen durch den Wegfall von Zinszahlungen während der Restlaufzeit bis zum ursprünglichen Rückzahlungsdatum in 2017 gegenüber stehen.
(15) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN
Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen insbesondere das im Berichtsjahr 2015 ausgegebene Schuldscheindarlehen sowie Verbindlichkeiten aus abzugrenzenden Zinsen im Zusammenhang mit dem Schuldscheindarlehen und der Wandelschuldverschreibung.
Schuldscheindarlehen
Am 9. Oktober 2015 hat die KUKA AG ein unbesichertes Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. € platziert. Aufgrund der deutlichen Überzeichnung wurde das geplante Volumen von 150,0 Mio. € aufgestockt
Das Gesamtvolumen des Darlehens wurde in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine Laufzeit von 5 Jahren; die Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. € und eine Laufzeit von 7 Jahren. Der Emissionskurs betrug 100,0 % bei einer Mindeststückelung von 0,5 Mio. €. bzw. einem Vielfachen davon. Die Rückzahlung erfolgt zu 100,0 % in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche. Das Schuldscheindarlehen ist mit Zinskupons von 1,15 % für die Tranche 1 bzw. 1,61 % für die Tranche 2 ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum 9. Oktober. Zum Bilanzstichtag waren Zinsen in Höhe von 0,8 Mio. € abgegrenzt.
Konsortialkreditvertrag der KUKA Aktiengesellschaft
Die KUKA AG hat ihren im Dezember 2013 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag vorzeitig refinanziert. Der neue Vertrag, mit einer Laufzeit bis 30. März 2020, wurde am 30. März 2015 unterschrieben und trat am 2. April 2015 in Kraft. Er sieht eine Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und eine Betriebsmittellinie, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann, in Höhe von 90,0 Mio. € vor. Daraus ergibt sich ein um 70,0 Mio. € höheres Volumen gegenüber dem bisherigen Vertrag. Zusätzlich wurden strukturelle Anpassungen vorgenommen.
Der Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Darüber hinaus konnte die verbesserte Marktsituation auch für deutliche Konditionenverbesserungen genutzt werden, so dass beispielsweise das sog. Gearing (Verhältnis Nettofinanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital) nicht mehr Bestandteil der finanziellen Covenants ist. Somit verbleiben noch eine Untergrenze für den Zinsdeckungsgrad (Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] zu Nettozinsaufwand) sowie eine Obergrenze für den Leverage (Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA). Der Headroom zu den jeweiligen Grenzwerten betrug bei beiden Covenants mehr als 50 %.
Das Bankenkonsortium wurde im Zuge der Integration von Swisslog um eine der Konsortialbanken des alten Vertrags der Swisslog Holding AG erweitert.
Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum Stichtag auf insgesamt 100,9 Mio. € (31.12.2014: 64,3 Mio. € inkl. des alten Konsortialkreditvertrags der Swisslog Holding AG).
Aval-Linien von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften
Die von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkreditvertrags zugesagten Aval-Linien belaufen sich zum 31.12.2015 auf 89,0 Mio. € (Vorjahr 89,0 Mio. €), die in vollem Umfang genutzt werden können. Die Ausnutzung betrug zum Ende des Berichtsjahres 47,1 Mio. € (Vorjahr: 41,2 Mio. €).
(16) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Finanzmittel.
(17) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERSTÜTZUNGSEINRICHTUNGEN
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen betreffen die KUKA Unterstützungskasse GmbH sowie die IWK Unterstützungseinrichtung GmbH.
(18) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.059 TEUR (Vorjahr: 765 TEUR) enthalten. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden wie im Vorjahr nicht.
(19) ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Die Position betrifft aktivierte Eigenleistungen im Zusammenhang mit Verbesserungen und Erneuerungen im Bereich der Grundstücke und Gebäude sowie der IT-Infrastruktur.
(20) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben Dienstleistungen im Rahmen des KUKA Facility Managements, Mieten und Pachten, Kurserträge sowie Umlagen an verbundene in- und ausländische Unternehmen für Dienstleistungen auch eine Zuschreibung der Beteiligung Swisslog Holding AG, Buchs (AG) / Schweiz in Höhe von 13.738 TEUR. Kurserträge aus der Fremdwährungsumrechnung betragen insgesamt 34.688 TEUR (Vorjahr: 7.143 TEUR). Periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr in Höhe von 1.341 TEUR (Vorjahr: 1.391 TEUR) angefallen. Im Wesentlichen resultieren diese aus der Auflösung von in früheren Jahren gebildeten Rückstellungen.
(21) PERSONALAUFWAND / MITARBEITER
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| TEUR | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 29.233 | 34.519 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 3.461 | 4.248 |
| (davon Altersversorgung) | (818) | (995) |
| Summe | 32.694 | 38.767 |
Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden bei der KUKA Aktiengesellschaft beschäftigt:
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| Jahresdurchschnitt | Stichtag | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Angestellte | 223 | 254 | 234 | 266 |
| Auszubildende | 18 | 60 | 45 | 86 |
| Mitarbeiter | 241 | 314 | 279 | 352 |
(22) ABSCHREIBUNGEN
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 6.341 TEUR (Vorjahr: 3.258 TEUR). Außerplanmäßigen Abschreibungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.
(23) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen der KUKA Aktiengesellschaft sind Sachkosten, Kursverluste aus Fremdwährungspositionen sowie Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. Kursaufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 34.186 TEUR (Vorjahr: 6.321 TEUR). Periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von 36 TEUR (Vorjahr: 38 TEUR) angefallen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf einen separaten Ausweis der sonstigen Steuern verzichtet und diese Position in Höhe von 726 TEUR (Vorjahr: 711 TEUR) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Bezüglich der in 2015 als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der KUKA Aktiengesellschaft.
(24) ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN
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| TEUR | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 24.420 | 40.605 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 140.923 | 109.101 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen | -28.351 | -28 |
| Summe | 136.992 | 149.678 |
In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und den Aufwendungen aus Verlustübernahmen sind die Ergebnisse der KUKA Industries GmbH, KUKA Roboter GmbH und der KUKA Systems GmbH enthalten.
(25) ERTRÄGE AUS ANDEREN WERTPAPIEREN
Die Erträge resultieren aus den Wertpapieren des Umlaufvermögens. Die Mittel wurden zur kurzfristigen Optimierung der Flüssigen Mittel angelegt.
(26) SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE
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| TEUR | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8.309 | 5.201 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (7.676) | (4.898) |
(27) ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN
Die Position betraf im Vorjahr die Ergebniseffekte aus der Bewertung der Anteile an der Swisslog Holding AG, Buchs (AG) / Schweiz mit dem letzten börsenverfügbaren Kurs 2014; dieser betrug 1,31 CHF. Die Aktie war an der SIX Swiss Exchange, Zürich / Schweiz im Marktsegment Swiss Performance Index SPI gelistet (ISIN CH0012324627, Valorennummer 1232462).
(28) ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
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| TEUR | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -24.698 | -9.089 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | -(601) | -(443) |
Die enthaltenen Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen betragen 616 TEUR (Vorjahr: 692 TEUR). In den Zinsaufwendungen des Vorjahres ist der einmalige Aufwand in Höhe von 11,7 Mio. € aus der vorzeitigen Tilgung der Unternehmensanleihe enthalten.
(29) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Auf Grund dessen übt die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs.1. Satz 2 HGB dahingehend aus, dass keine aktiven latenten Steuern in der Bilanz angesetzt werden.
Steuernachzahlungen von 50 TEUR (Vorjahr: 955 TEUR) und Erstattungen von 77 TEUR (Vorjahr: 63 TEUR) für vorangegangene Veranlagungszeiträume wurden im Steueraufwand berücksichtigt. Daneben konnten in den Vorjahren gebildete Steuerrückstellungen von 1.610 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aufgelöst werden.
Eine Umlage des anteiligen Steueraufwands auf die Organgesellschaften der KUKA Aktiengesellschaft unterbleibt seit dem Geschäftsjahr 2014.
(30) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
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| TEUR | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Bürgschaften | 82.672 | 123.465 |
| Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen | 20.177 | 14.847 |
| Summe | 102.849 | 138.312 |
Die Verpflichtungen aus Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen.
Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen resultieren überwiegend aus der Besicherung von Leasingvereinbarungen sowie Zahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien zu Gunsten verbundener Unternehmen.
Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können von den betroffenen Gesellschaften nach unserer Kenntnis allesamt erfüllt werden. Deshalb rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme.
(31) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
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| TEUR | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | ||
| fällig bis 1 Jahr | 943 | 993 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (734) | (307) |
| fällig 1 bis 5 Jahre | 118 | 404 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (0) | (0) |
| Summe | 1.061 | 1.397 |
| Bestellobligo | ||
| gesamt | 9.571 | 1.313 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (0) | (0) |
| Summe | 9.571 | 1.313 |
| Sonstige Verpflichtungen | ||
| fällig bis 1 Jahr | 2.576 | 2.881 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (0) | (0) |
| fällig 1 bis 5 Jahre | 1.401 | 696 |
| Summe | 3.977 | 3.577 |
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Leasingvereinbarungen über PKW und Büroräume.
Das Bestellobligo betrifft im Wesentlichen den Neubau eines Entwicklungs- und Technologiezentrums am Standort Augsburg.
Die sonstigen Verpflichtungen betreffen insbesondere noch zu erbringende Flugdienstleistungen, EDV-Wartungs- und Versicherungsverträge sowie Abnahmeverpflichtungen für noch zu erbringende Marketingleistungen. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind bzw. oben aufgeführt wurden bestehen nicht.
(32) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Die Aufgaben zur Steuerung und Verwaltung von Zins- und Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft des KUKA-Konzerns werden überwiegend von der KUKA Aktiengesellschaft wahrgenommen. Die Gesellschaften des KUKA-Konzerns sind im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit vor allem Währungsrisiken ausgesetzt. Die Absicherung gegen diese Risiken erfolgt durch marktübliche Instrumente wie Devisentermingeschäfte und Non-Deliverable-Forwards in Form von OTC-Geschäften. Einheitliche Konzernrichtlinien regeln die Abwicklung der Geschäfte unter strenger Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle.
Zur Absicherung des Währungsänderungsrisikos zielt die Kurssicherungsstrategie auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente durch die KUKA Aktiengesellschaft bei Banken erfolgt größtenteils für inländische Konzerngesellschaften und steht in direktem Zusammenhang mit der Herstellung oder dem Verkauf der Produkte und Dienstleistungen. Dabei werden die von der KUKA Aktiengesellschaft erreichten Banken- und Sicherungskonditionen unverändert an die Gesellschaften intern weitergegeben.
Die KUKA Aktiengesellschaft schließt eigene Fremdwährungsgeschäfte im Zusammenhang mit der Finanzierung ausländischer Gesellschaften ab.
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| Nominalvolumen | Zeitwerte | Zeitwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2015 | Laufzeit bis 1 Jahr | Laufzeit 1 - 5 Jahre | 31.12.2014 gesamt | Laufzeit bis 1 Jahr | Laufzeit 1 - 5 Jahre | 31.12.2015 gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | ||||||||
| mit Banken | 204.323 | 201.377 | -6.432 | -72 | -6.504 | -818 | 98 | -720 |
| gegenläufig mit verb. und sonst. Unternehmen | 146.231 | 152.280 | 5.967 | 72 | 6.039 | 885 | -98 | 787 |
| 350.554 | 353.657 | -465 | 0 | -465 | 67 | 0 | 67 |
Die aufgeführten Zeitwerte entsprechen dem Preis, zu dem fremde Dritte die Rechte oder Pflichten aus den derivativen Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Mark-to-Market-Bewertung erfolgte nach der Zero-Coupon-Methode.
Das maximale Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente ist mit der Summe ihrer positiven Zeitwerte anzusetzen. Zum 31.12.2015 betrug die Summe der positiven Zeitwerte externer derivativer Finanzinstrumente 1.780 TEUR (Vorjahr: 514 TEUR) und die der negativen Zeitwerte 2.500 TEUR (Vorjahr: 7.018 TEUR). Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen können und bei der KUKA Aktiengesellschaft somit ein finanzieller Verlust entsteht. Zur Diversifikation des Ausfallrisikos werden konzernexterne Derivativgeschäfte mit verschiedenen Geschäftspartnern einwandfreier Bonität eingegangen.
Für negative Zeitwerte, die die KUKA Aktiengesellschaft betreffen, ist eine Drohverlustrückstellung von 91 TEUR (Vorjahr: 619 TEUR) gebildet.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATS
Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.
Dem Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft sind insgesamt 7.911 TEUR (Vorjahr: 3.689 TEUR) zugeflossen. Der Gesamtvorstand erhielt im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen und sonstiger Vergütungen von 1.212 TEUR (Vorjahr: 1.003 TEUR). Die erfolgs- und leistungsabhängige Vergütung betrug 6.699 TEUR (Vorjahr: 2.686 TEUR). Für Vergütungen nach dem Phantom-Share-Programm wurden 4.623 TEUR (Vorjahr: 1.022 TEUR) ausbezahlt.
Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2015 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 10.018 TEUR (Vorjahr: 9.846 TEUR).
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Organtätigkeit im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 840 TEUR (Vorjahr: 855 TEUR).
Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Lageberichts.
ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die gleichlautenden Entsprechenserklärungen gem. § 161 AktG des Vorstandes vom 18. Januar 2016 und des Aufsichtsrates vom 08. Februar 2016 sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka-ag.de) allen Interessenten zugänglich.
MITTEILUNG ÜBER DAS BESTEHEN VON BETEILIGUNGEN NACH § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Nachfolgend werden die im Geschäftsjahr 2015 erfolgten Mitteilungen aufgeführt:
1. Die NB Holdings Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 29.01.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der NB Holdings Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 23.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,08% (1.099.032 Stimmrechte). Diese 3,08% (1.099.032 Stimmrechte) sind der NB Holdings Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."
2. Die Bank of America Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 29.01.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der Bank cf America Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 23.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,08% (1.099.032 Stimmrechte). Diese 3,08% (1.099.032 Stimmrechte) sind der Bank of America Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden über folgendes kontrolliertes Unternehmen gehalten: NB Holdings Corporation.
3. Die Bank of America National Association, Charlotte (NC) / USA, hat uns mit Schreiben vom 30.01.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der Bank cf America National Association an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 26.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag insgesamt 3,00% (1.071.928 Stimmrechte). Dabei hält die Bank of America National Association 2,94% der Stimmrechte (1.050.705 Stimmrechte) direkt; 0,06% der Stimmrechte (21.223 Stimmrechte) werden der Bank of America National Association gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet."
4. Die BANA Holding Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 02.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der BANA Holding Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 26.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,00% (1.071.928 Stimmrechte). Diese 3,00% (1.071.928 Stimmrechte) sind der BANA Holding Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden über folgendes kontrolliertes Unternehmen gehalten: Bank of America National Association."
5. Die BAC North America Holding Company, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 02.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der BAC North America Holding Company an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 26.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,00% (1.071.928 Stimmrechte). Diese 3,00% (1.071.928 Stimmrechte) sind der BAC North America Holding Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden über folgende kontrollierte Unternehmen gehalten: Bank of America National Association, BANA Holding Corporation."
6. Die Bank of America National Association, Charlotte (NC) / USA, hat uns mit Schreiben vom 03.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der Bank of America National Association an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag insgesamt 2,9991% (1.070.914 Stimmrechte). Dabei hält die Bank of America National Association 2,9396% der Stimmrechte (1.049.691 Stimmrechte) direkt; 0,0594% der Stimmrechte (21.223 Stimmrechte) werden der Bank of America National Association gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet."
7. Die BANA Holding Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 03.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der BANA Holding Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,9991% (1.070.914 Stimmrechte). Diese 2,9991% (1.070.914 Stimmrechte) sind der BANA Holding Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."
8. Die BAC North America Holding Company, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 03.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der BAC North America Holding Company an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,9991% (1.070.914 Stimmrechte). Diese 2,9991% (1.070.914 Stimmrechte) sind der BAC North America Holding Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."
9. Die NB Holdings Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 03.02.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der NB Holdings Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,99996% (1.071.234 Stimmrechte). Diese 2,99996% (1.071.234 Stimmrechte) sind der NB Holdings Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."
10. Die Bank of America Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 03.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil Bank of America Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,99996% (1.071.234 Stimmrechte). Diese 2,99996% (1.071.234 Stimmrechte) sind der Bank of America Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."
11. Die Bank of America National Association, Charlotte (NC) / USA, hat uns mit Schreiben vom 04.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der Bank of America National Association an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 29.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag insgesamt 3,00% (1.071.587 Stimmrechte). Dabei hält die Bank of America National Association 2,94% der Stimmrechte (1.050.364 Stimmrechte) direkt; 0,06% der Stimmrechte (21.223 Stimmrechte) werden der Bank of America National Association gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet."
12. Die BANA Holding Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 04.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der BANA Holding Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 29.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,00% (1.071.587 Stimmrechte). Diese 3,00% (1.071.587 Stimmrechte) sind der BANA Holding Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden über folgendes kontrolliertes Unternehmen gehalten: Bank of America National Association."
13. Die BAC North America Holding Company, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 04.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der BAC North America Holding Company an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 29.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,00% (1.071.587 Stimmrechte). Diese 3,00% (1.071.587 Stimmrechte) sind der BAC North America Holding Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden über folgende kontrollierte Unternehmen gehalten: Bank of America National Association, BANA Holding Corporation."
14. Die NB Holdings Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 04.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der NB Holdings Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 29.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,00% (1.071.907 Stimmrechte). Diese 3,00% (1.071.907 Stimmrechte) sind der NB Holdings Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden über folgende kontrollierte Unternehmen gehalten: Bank of America National Association, BANA Holding Corporation, BAC North America Holding Company."
15. Die Bank of America Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 04.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der Bank of America Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 29.01.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,00% (1.071.907 Stimmrechte). Diese 3,00% (1.071.907 Stimmrechte) sind der Bank of America Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden über folgende kontrollierte Unternehmen gehalten: Bank of America National Association, BANA Holding Corporation, BAC North America Holding Company, NB Holdings Corporation."
16. Die Bank of America National Association, Charlotte (NC) / USA, hat uns mit Schreiben vom 10.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der Bank of America National Association an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 06.02.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag insgesamt 2,998% (1.070.697 Stimmrechte). Dabei hält die Bank of America National Association 2,939% der Stimmrechte (1.049.474 Stimmrechte) direkt; 0,059% der Stimmrechte (21.223 Stimmrechte) werden der Bank of America National Association gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet."
17. Die BANA Holding Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 10.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der BANA Holding Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 06.02.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,998% (1.070.697 Stimmrechte). Diese 2,998% (1.070.697 Stimmrechte) sind der BANA Holding Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."
18. Die BAC North America Holding Company, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 10.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der BAC North America Holding Company an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 06.02.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,998% (1.070.697 Stimmrechte). Diese 2,998% (1.070.697 Stimmrechte) sind der BAC North America Holding Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."
19. Die NB Holdings Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 10.02.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der NB Holdings Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 06.02.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,9993% (1.071.017 Stimmrechte). Diese 2,9993% (1.071.017 Stimmrechte) sind der NB Holdings Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."
20. Die Bank of America Corporation, Wilmington (DE) / USA, hat uns mit Schreiben vom 10.02.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil Bank of America Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 06.02.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,9993% (1.071.017 Stimmrechte). Diese 2,9993% (1.071.017 Stimmrechte) sind der Bank of America Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."
21. Die J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, Heidenheim an der Brenz, Deutschland, hat uns am 01.04.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 30.03.2015 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,10% (8.962.788 Stimmrechte).
22. Die J.M. Voith Verwaltungs GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland, hat uns am 01.04.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der J.M. Voith Verwaltungs GmbH an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 30.03.2015 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,10% (8.962.788 Stimmrechte).
Diese Stimmrechte werden der J.M. Voith Verwaltungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgendes, kontrolliertes Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG.
23. Die Voith GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland, hat uns am 01.04.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der Voith GmbH an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 30.03.2015 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,10% (8.962.788 Stimmrechte).
Diese Stimmrechte werden der Voith GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG und J.M. Voith Verwaltungs GmbH.
24. Die JMV GmbH & Co. KG, Heidenheim an der Brenz, Deutschland, hat uns am 01.04.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der JMV GmbH & Co. KG an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 30.03.2015 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,10% (8.962.788 Stimmrechte).
Diese Stimmrechte werden der JMV GmbH & Co. KG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, J.M. Voith Verwaltungs GmbH und Voith GmbH.
25. Die JMV Verwaltungs GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland, hat uns am 01.04.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der JMV Verwaltungs GmbH an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 30.03.2015 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,10% (8.962.788 Stimmrechte).
Diese Stimmrechte werden der JMV Verwaltungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, J.M. Voith Verwaltungs GmbH, Voith GmbH und JMV GmbH & Co. KG.
26. Die Voith Familien Verwaltung GmbH, Mannheim, Deutschland, hat uns am 01.04.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der Voith Familien Verwaltung GmbH an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 30.03.2015 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,10% (8.962.788 Stimmrechte).
Diese Stimmrechte werden der Voith Familien Verwaltung GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, J.M. Voith Verwaltungs GmbH, Voith GmbH und JMV GmbH & Co. KG.
27. Die Familiengesellschaft J.M. Voith GbR, Mannheim, Deutschland, hat uns am 30.03.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der Familiengesellschaft J.M. Voith GbR an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 30.03.2015 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,10% (8.962.788 Stimmrechte).
Diese Stimmrechte werden der Familiengesellschaft J.M. Voith GbR gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, J.M. Voith Verwaltungs GmbH, Voith GmbH, JMV GmbH & Co. KG und JMV Verwaltungs GmbH.
28. Die Schroders plc, London / Vereinigtes Königreich, hat uns mit Schreiben vom 05.06.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der Schröders plc an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 04.06.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,02% (1.078.012 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden der Schroders plc gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet."
29. Die Schroder Administration Limited, London / Vereinigtes Königreich, hat uns mit Schreiben vom 05.06.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der Schroder Administration Limited an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 04.06.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,02% (1.078.012 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden der Schroder Administration Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet."
30. Die Schroder Investment Management Limited, London / Vereinigtes Königreich, hat uns mit Schreiben vom 05.06.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der Schroder Investment Management Limited, London / Vereinigtes Königreich, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 04.06.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag insgesamt 3,02% (1.077.627 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden der Schroder Investment Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet."
31. Die AXA S.A., Paris / Frankreich, hat uns mit Schreiben vom 20.08.2015 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtsanteil der AXA S.A., Paris / Frankreich, hat am 18.08.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft unterschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 2,71% (968.703 Stimmrechte). Diese 2,71% (968.703 Stimmrechte) sind der AXA S.A. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen."
32. Die AXA Investment Managers S.A., Courbevoie / Frankreich, hat uns mit Schreiben vom 20.08.2015 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtsanteil der AXA Investment Managers S.A., Courbevoie / Frankreich, hat am 18.08.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft unterschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 2,71% (968.703 Stimmrechte). Diese 2,71% (968.703 Stimmrechte) sind der AXA Investment Managers S.A. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen."
33. Die MECCA International (BVI) Limited, Tortola / British Virgin Islands, hat uns mit Schreiben vom 21.08.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtsanteil der MECCA International (BVI) Limited, Tortola / British Virgin Islands, hat am 20.08.2015 die Schwellen von 3% und 5% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,43% (1.937.617 Stimmrechte)."
34. Die Midea International Corporation Company Limited, Hong Kong / China, hat uns mit Schreiben vom 21.08.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtsanteil der Midea International Corporation Company Limited, Hong Kong / China, hat am 20.08.2015 die Schwellen von 3% und 5% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,43% (1.937.617 Stimmrechte). Diese 5,43% (1.937.617 Stimmrechte) sind der Midea International Corporation Company Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden über folgendes kontrolliertes Unternehmen gehalten: MECCA International (BVI) Limited."
35. Die Midea Group Co., Ltd., Foshan / China, hat uns mit Schreiben vom 21.08.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtsanteil der Midea Group Co., Ltd., Foshan / China, hat am 20.08.2015 die Schwellen von 3% und 5% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,43% (1.937.617 Stimmrechte). Diese 5,43% (1.937.617 Stimmrechte) sind der Midea Group Co., Ltd. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden über folgende kontrollierte Unternehmen gehalten: Midea International Corporation Company Limited, MECCA International (BVI) Limited."
36. Die Schroders plc, London / Vereinigtes Königreich, hat uns mit Schreiben vom 17.11.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtsanteil der Schröders plc an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 13.11.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,12% (770.269 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden der Schroders plc gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet."
37. Die Schroder Administration Limited, London / Vereinigtes Königreich, hat uns mit Schreiben vom 17.11.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtsanteil der Schroder Administration Limited an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 13.11.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,12% (770.269 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden der Schroder Administration Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet."
38. Die Schroder Investment Management Limited, London / Vereinigtes Königreich, hat uns mit Schreiben vom 17.11.2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtanteil der Schroder Investment Management Limited, London / Vereinigtes Königreich, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 13.11.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag insgesamt 2,12% (770.269 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden der Schroder Investment Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet."
ORGANE
AUFSICHTSRAT
Bernd Minning
Kaisheim
Vorsitzender des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft
Geschäftsführer WM Technologies GmbH, Kaisheim
Board of Directors WM Technologies (Shanghai) Ltd., Shanghai / China**
Michael Leppek***
Stadtbergen
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Erster Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg MAN Diesel & Turbo SE*
SGL Carbon SE*
AIRBUS Helicopters Deutschland GmbH*
Fujitsu Technology Solutions GmbH Deutschland, München*
Prof. Dr. Dirk Abel
Aachen
Direktor des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen
ATC GmbH (Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University), Aachen**
Dr. Walter Bickel (bis 26.03.2015)
Grünwald
Inhaber des Einzelunternehmens WB Consult
Geschäftsführender Gesellschafter der Bickel Jung Verwaltungs GmbH
Kommanditist der Bickel Jung & Company GmbH & Co. KG
Member Board of Directors, Maillefer Group**
Wilfried Eberhardt***
Aichach
Executive Vice President Marketing & Associations KUKA Roboter GmbH, Augsburg
Prokurist KUKA Roboter GmbH, Augsburg
Siegfried Greulich***
Augsburg
Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg
Thomas Knabel***
Zwickau
2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Zwickau
Armin Kolb***
Augsburg
Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg
Carola Leitmeir***
Großaitingen
Mitglied des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg
Dr. Hubert Lienhard
Heidenheim (ab 10.06.2015)
Vorsitzender der Geschäftsführung der Voith GmbH EnBW*
Heraeus Holding GmbH*
SGL Carbon SE*
SMS Holding GmbH*
Voith Turbo Beteiligungen GmbH (Vorsitzender)*
Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG (Vorsitzender)**
Voith Industrial Services Holding GmbH & Co. KG (Vorsitzender)**
Voith Paper Holding GmbH & Co. KG (Vorsitzender)**
Voith Turbo GmbH & Co. KG (Vorsitzender)**
Friedhelm Loh (ab 10.06.2015)
Dietzhölztal
Eigentümer und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group, Haiger
Senator Fraunhofer Gesellschaft
Deutsche Messe AG*
Prof. Dr. Uwe Loos
Stuttgart
Dorma Holding GmbH + Co.KGaA, Ennepetal*
Bharat Forge Aluminiumtechnik, Brand-Erbisdorf**
Bharat Forge GmbH, Daun**
CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal**
Richard Fritz Holding GmbH, Besigheim**
Dr. Michael Proeller (bis 10.06.2015)
Augsburg
Geschäftsführender Gesellschafter Erhardt + Leimer GmbH, Augsburg
Geschäftsführer Erhardt + Leimer Elektroanlagen GmbH, Augsburg
Geschäftsführer Erhardt + Leimer Steuerungstechnik GmbH, Augsburg
Geschäftsführer Erhardt + Leimer Corrugated GmbH, Bielefeld
Erhardt + Leimer Inc, Duncan (South Carolina) / USA**
Erhardt + Leimer, India Pvt. Ltd., Ahmedabad / Indien**
Erhardt + Leimer S.r.l., Bergamo / Italien**
Erhardt + Leimer do Brasil Ltda., Guarulhos Sao Paulo / Brasilien**
Erhardt + Leimer Limited, Burlington (Ontario) / Kanada**
Erhardt + Leimer Japan Ltd., Yokohama / Japan**
Erhardt + Leimer France SARL, Mulhouse / Frankreich**
Erhardt + Leimer (Hangzhou) Co., Ltd., Hangzhou / China**
Erhardt + Leimer Korea, Ltd., Seoul / Südkorea**
Guy Wyser-Pratte (bis 10.06.2015)
Bedford, New York / USA
President of Wyser-Pratte & Co., Inc. (FINRA Broker-Dealer), New York / USA
President of Wyser-Pratte Management Co., Inc. (RIA), New York / USA
Hans Ziegler (ab 10.06.2015)
Feusisberg / Schweiz
OC Oerlikon Corporation AG, Pfäffikon SZ / Schweiz**
Schmolz + Bickenbach Holding AG, Emmenbrücke / Schweiz**
Credor Holding AG, Wil SG / Schweiz**
think & act AG, Feusisberg SZ / Schweiz**
* Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
** Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
*** Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
VORSTAND
Dr. Till Reuter
Pfäffikon / Schweiz
Vorsitzender des Vorstands
Dr. Steiner Holding AG, Berlin*
Rinvest AG, Pfäffikon / Schweiz**
Swisslog Holding, Buchs / Schweiz**
Peter Mohnen
München
Vorstand Finanzen und Controlling
* Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
** Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
*** Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
ANTEILSBESITZE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
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| Name und Sitz der Gesellschaften | Währung | Anteil am Kapital % |
Eigenkapital in Tausend Landeswährung | Jahresüberschuss in Tsd. Landeswährung | Art der Einbeziehung |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | |||||
| 1 Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 21.132 | 322 | k |
| 2 Faude Automatisierungstechnik GmbH, Gärtringen | EUR | 51,00 | -1.136 | -1.683 | k |
| 3 KUKA Industries GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | 8.573 | 01) | k |
| 4 KUKA Roboter GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | 50.614 | 01) | k |
| 5 KUKA Systems GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | 23.794 | 01) | k |
| 6 Reis Asia Pacific GmbH, Obernburg | EUR | 100,00 | 22 | -1 | k |
| 7 Reis GmbH & Co. KG Maschinenfabrik, Obernburg* | EUR | 100,00 | -42.561 | -17.765 | k |
| 8 Reis GmbH, Obernburg | EUR | 100,00 | 71 | 18 | k |
| 9 Reis Group Holding GmbH & Co. KG, Obernburg* | EUR | 51,00 | 32.710 | -6.4713) | k |
| 10 Reis Holding GmbH, Obernburg | EUR | 100,00 | 31 | 1 | k |
| 11 Swisslog (Deutschland) GmbH, Puchheim | EUR | 100,00 | -97.982 | -927 | k |
| 12 Swisslog Augsburg GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 529 | 0 | k |
| 13 Swisslog Automation GmbH, Puchheim | EUR | 100,00 | -25 | 0 | k |
| 14 Swisslog GmbH, Dortmund | EUR | 100,00 | -1.438 | 0 | k |
| 15 Swisslog Healthcare GmbH, Westerstede | EUR | 100,00 | -699 | 0 | k |
| 16 Verwaltungsgesellschaft Walter Reis GmbH, Obernburg | EUR | 100,00 | 41 | 6 | k |
| 17 Walter Reis GmbH & Co KG, Obernburg* | EUR | 100,00 | 10.416 | 0 | k |
| 18 WR Vermögensverwaltungs GmbH, Obernburg | EUR | 100,00 | 2.181 | 643 | k |
| 19 KBee AG, München | EUR | 40,00 | 3.149 | -4.282 | at |
| 20 RoboCeption GmbH, München | EUR | 25,10 | -6) | b | |
| 21 Freadix FryTec GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 24 | -4 | nk |
| 22 IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe | EUR | 100,00 | 26 | 0 | nk |
| 23 KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 25 | 0 | nk |
| 24 Schmidt Maschinentechnik GmbH i.L., Niederstotzingen | EUR | 100,00 | 0 | 05) | nk |
| sonstiges Europa | |||||
| 25 IRT S.A., Neuchatel / Schweiz | CHF | 50,00 | 2.748 | 220 | k |
| 26 KUKA Automatisering + Robots N.V., Houthalen / Belgien | EUR | 100,00 | 6.618 | 666 | k |
| 27 KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette / Frankreich | EUR | 100,00 | -7 | -1.307 | k |
| 28 KUKA Automotive N.V., Houthalen / Belgien | EUR | 100,00 | 256 | -15 | k |
| 29 KUKA Enco Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica nad Váhom / Slowakei | EUR | 100,00 | 1.299 | -1.340 | k |
| 30 KUKA Nordic AB, Västra Frölunda / Schweden | SEK | 100,00 | 3.113 | -237 | k |
| 31 KUKA Roboter CEE GmbH, Linz / Österreich | EUR | 100,00 | 2.724 | 2.274 | k |
| 32 KUKA Roboter Italia S.p.A., Rivoli / Italien | EUR | 100,00 | 9.994 | 3.670 | k |
| 33 KUKA Roboter Schweiz AG, Dietikon / Schweiz | CHF | 100,00 | 469 | 23 | k |
| 34 KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony / Ungarn | EUR | 100,00 | 10.001 | 3.272 | k |
| 35 KUKA Robotics OOO, Moskau / Russland | RUB | 100,00 | 38.810 | -10.580 | k |
| 36 KUKA Robotics UK LTD, Wednesbury / Großbritannien | GBP | 100,00 | 871 | 76 | k |
| 37 KUKA Robots IBÉRICA S.A., Vilanova i la Geltrú / Spanien | EUR | 100,00 | 4.192 | 983 | k |
| 38 KUKA S-BASE s.r.o. ( in Liquidation ), Roznov p.R. / Tschechien | CZK | 100,00 | 968 | -475) | k |
| 39 KUKA Sistemy OOO, Togliatti / Russland | RUB | 100,00 | 26.909 | 3.754 | k |
| 40 KUKA Systems Aerospace SAS, Bordeaux-Merignac / Frankreich | EUR | 100,00 | 7.003 | 1.059 | k |
| 41 KUKA Systems France S.A., Montigny / Frankreich | EUR | 100,00 | -2 | 0 | k |
| 42 KUKA Systems SRL, Sibiu / Rumänien | RON | 100,00 | 6.954 | -6.975 | k |
| 43 KUKA Systems UK Ltd., Halesowen / Großbritannien | GBP | 100,00 | 7.049 | 1.127 | k |
| 44 Reis Espana S.L., Esplugues de Llobregat (Barcelona) / Spanien | EUR | 100,00 | 151 | -160 | k |
| 45 Reis France SCI, Pontault-Combeau / Frankreich | EUR | 100,00 | 488 | 41 | k |
| 46 Reis Robotics CR. - strojirenstvi spol. s.r.o, Chomutov / Tschechien | CZK | 100,00 | 95.818 | -30.182 | k |
| 47 Reis Robotics Italia srl, Bellusco / Italien | EUR | 100,00 | 179 | 7 | k |
| 48 Swisslog (UK) Ltd., Redditch / Großbritannien | GBP | 100,00 | -6.578 | -616 | k |
| 49 Swisslog AB, Partille / Schweden | SEK | 100,00 | 42.655 | 5.307 | k |
| 50 Swisslog Accalon AB, Boxholm / Schweden | SEK | 100,00 | -14.237 | -4.730 | k |
| 51 Swisslog AG, Buchs / Schweiz | CHF | 100,00 | -2.568 | 4.126 | k |
| 52 Swisslog AS, Oslo / Norwegen | NOK | 100,00 | 28.669 | 13.710 | k |
| 53 Swisslog B.V., Culemborg / Niederlande | EUR | 100,00 | 1.213 | 223 | k |
| 54 Swisslog Ergotrans B.V., Apeldoorn / Niederlande | EUR | 100,00 | -918 | -135 | k |
| 55 Swisslog Evomatic GmbH, Sipbachzell / Österreich | EUR | 100,00 | -13.200 | -2.256 | k |
| 56 Swisslog France SAS, Saint-Denis / Frankreich | EUR | 100,00 | -2.139 | -1.141 | k |
| 57 Swisslog Holding AG, Buchs / Schweiz | CHF | 100,00 | 263.409 | -30.044 | k |
| 58 Swisslog IP AG, Buchs / Schweiz | CHF | 100,00 | 4.337 | 6.037 | k |
| 59 Swisslog Italia SpA, Mailand / Italien | EUR | 100,00 | 3.016 | 38 | k |
| 60 Swisslog Luxembourg S.A., Ell / Luxemburg | EUR | 100,00 | -1.124 | -105) | k |
| 61 Swisslog N.V., Wilrijk / Belgien | EUR | 100,00 | -220 | -102 | k |
| 62 Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., 's-Hertogenbosch / Niederlande | EUR | 100,00 | -1.021 | -124) | nk |
| 63 IRT Italia SRL, Cinisello Balsamo / Italien | EUR | 50,00 | 509 | 282) | b |
| Nordamerika | |||||
| 64 KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw, Michigan / USA | USD | 100,00 | 18.152 | 4.892 | k |
| 65 KUKA de Mexico S.de R.L.de C.V., Mexico City / Mexiko | MXN | 100,00 | 16.611 | -1.897 | k |
| 66 KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB / Kanada | CAD | 100,00 | 405 | -970 | k |
| 67 KUKA Robotics Corp., Sterling Heights, Michigan / USA | USD | 100,00 | 3.249 | 391 | k |
| 68 KUKA Systems de Mexico S. de R.L. de C.V., Mexico City / Mexiko, einschließlich | MXN | 100,00 | 85.419 | 65.213 | k |
| 69 KUKA Recursos S. de R.L. de C.V., Mexico City / Mexiko | MXN | 100,00 | - | - | |
| 70 KUKA Systems North America LLC., Sterling Heights, Michigan / USA | USD | 100,00 | 64.442 | -53.659 | k |
| 71 KUKA Toledo Production Operations, LLC., Toledo, Ohio / USA** | USD | 100,00 | 92.861 | 21.871 | k |
| 72 KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan / USA | USD | 100,00 | 79.191 | 43.953 | k |
| 73 Reis Robotics USA Inc., Elgin/Illinois / USA | USD | 100,00 | 175 | 302 | k |
| 74 Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason / USA | USD | 100,00 | 14.674 | 245 | k |
| 75 Swisslog USA Inc., City of Dover / USA | USD | 100,00 | -131.358 | -3.300 | k |
| 76 Swisslog Logistics Inc., Newport News / USA | USD | 100,00 | 11.059 | 795 | k |
| 77 Translogic Corp., Denver / USA | USD | 100,00 | 31.154 | 6.034 | k |
| 78 Translogic Ltd. (Canada), Mississauga / Kanada | CAD | 100,00 | 2.292 | -120 | k |
| 79 Barrett Technology LLC., Newton, Massachusetts, | USD | 30,00 | 9.927 | -73 | at |
| Süd- und Mittelamerika | |||||
| 80 KUKA Roboter do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | BRL | 100,00 | -1.898 | -968 | k |
| 81 KUKA Systems do Brasil Ltda., Sao Bernardo do Campo SP / Brasilien | BRL | 100,00 | -28.308 | -527 | k |
| 82 Reis Robotics do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | BRL | 100,00 | -113 | 0 | k |
| 83 Reis Servicos de Automacao Ltda., Sao Paulo / Brasilien | BRL | 100,00 | -24 | 0 | k |
| Asien / Australien | |||||
| 84 KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | 20.966 | 9.041 | k |
| 85 KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur / Malaysia | MYR | 100,00 | 6.213 | -978 | k |
| 86 KUKA Robot Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City / Taiwan | TWD | 99,90 | -221 | -26.582 | k |
| 87 KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | 183.855 | 74.716 | k |
| 88 KUKA Robotics (India) Pvt. Ltd., Haryana / Indien | INR | 100,00 | 93.569 | 27.312 | k |
| 89 KUKA Robotics Australia Pty. Ltd., Victoria / Australien | AUD | 100,00 | 218 | 113 | k |
| 90 KUKA Robotics Japan K.K., Tokyo / Japan | JPY | 100,00 | 186.460 | 8.474 | k |
| 91 KUKA Robotics Korea Co. Ltd., Kyunggi-Do / Südkorea | KRW | 100,00 | 988 | -613 | k |
| 92 KUKA Robotics Manufacturing China Co.Ltd., Shanghai City / China | CNY | 100,00 | 86.757 | 69.742 | k |
| 93 KUKA Robotics Thailand Ltd., Bangkok / Thailand | THB | 100,00 | -5.227 | -13.181 | k |
| 94 KUKA Systems (China) Co. Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | 46.984 | 18.692 | k |
| 95 KUKA Systems (India) Pvt. Ltd., Pune / Indien | INR | 100,00 | -16.621 | -121.622 | k |
| 96 Reis Robotics China Co. Ltd. (Kunshan), Kunshan / China | CNY | 100,00 | 19.854 | 4.708 | k |
| 97 Reis Robotics China Co. Ltd. (Shanghai), Shanghai / China | CNY | 100,00 | 921 | -1.606 | k |
| 98 Reis Robotics Singapore PTE Ltd., Singapur / Singapur | SGD | 100,00 | 1.606 | 230 | k |
| 99 Swisslog (Kunshan) Co. Ltd., Kunshan / China | CNY | 100,00 | 29.128 | 4.056 | k |
| 100 Swisslog Asia Ltd., Hongkong / China | HKD | 100,00 | 5.089 | -110 | k |
| 101 Swisslog Australia Pty Ltd., Sydney / Australien | AUD | 100,00 | -1.286 | -663 | k |
| 102 Swisslog Malaysia Sdn Bhd, Selangor Darul Ehsan / Malaysia | MYR | 100,00 | 4.690 | 1.420 | k |
| 103 Swisslog Middle East LLC., Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | AED | 49,00 | 1.541 | 2.161 | k |
| 104 Swisslog Pte Ltd Singapur, Singapur / Singapur | SGD | 100,00 | 2.426 | -925 | k |
| 105 Swisslog Shanghai Co. Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | 110.009 | 21.837 | k |
| 106 Swisslog Singapore Pte Ltd., Singapur / Singapur | SGD | 100,00 | 5.290 | 1.260 | k |
| 107 Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co. Ltd., Yangzhou City / China | CNY | 49,00 | 36.935 | -1.025 | at |
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| Name und Sitz der Gesellschaften | Segment |
|---|---|
| Deutschland | |
| 1 Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg | SO |
| 2 Faude Automatisierungstechnik GmbH, Gärtringen | SY |
| 3 KUKA Industries GmbH, Augsburg* | SY |
| 4 KUKA Roboter GmbH, Augsburg* | RO |
| 5 KUKA Systems GmbH, Augsburg* | SY |
| 6 Reis Asia Pacific GmbH, Obernburg | SY |
| 7 Reis GmbH & Co. KG Maschinenfabrik, Obernburg* | SY |
| 8 Reis GmbH, Obernburg | SY |
| 9 Reis Group Holding GmbH & Co. KG, Obernburg* | SY |
| 10 Reis Holding GmbH, Obernburg | SY |
| 11 Swisslog (Deutschland) GmbH, Puchheim | SL |
| 12 Swisslog Augsburg GmbH, Augsburg | SL |
| 13 Swisslog Automation GmbH, Puchheim | SL |
| 14 Swisslog GmbH, Dortmund | SL |
| 15 Swisslog Healthcare GmbH, Westerstede | SL |
| 16 Verwaltungsgesellschaft Walter Reis GmbH, Obernburg | SY |
| 17 Walter Reis GmbH & Co KG, Obernburg* | SY |
| 18 WR Vermögensverwaltungs GmbH, Obernburg | SY |
| 19 KBee AG, München | RO |
| 20 RoboCeption GmbH, München | RO |
| 21 Freadix FryTec GmbH, Augsburg | SO |
| 22 IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe | SO |
| 23 KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg | SY |
| 24 Schmidt Maschinentechnik GmbH i.L., Niederstotzingen | SY |
| sonstiges Europa | |
| 25 IRT S.A., Neuchatel / Schweiz | SY |
| 26 KUKA Automatisering + Robots N.V., Houthalen / Belgien | SY |
| 27 KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette / Frankreich | RO |
| 28 KUKA Automotive N.V., Houthalen / Belgien | SY |
| 29 KUKA Enco Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica nad Váhom / Slowakei | SY |
| 30 KUKA Nordic AB, Västra Frölunda / Schweden | RO |
| 31 KUKA Roboter CEE GmbH, Linz / Österreich | RO |
| 32 KUKA Roboter Italia S.p.A., Rivoli / Italien | RO |
| 33 KUKA Roboter Schweiz AG, Dietikon / Schweiz | RO |
| 34 KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony / Ungarn | RO |
| 35 KUKA Robotics OOO, Moskau / Russland | RO |
| 36 KUKA Robotics UK LTD, Wednesbury / Großbritannien | RO |
| 37 KUKA Robots IBÉRICA S.A., Vilanova i la Geltrú / Spanien | RO |
| 38 KUKA S-BASE s.r.o. ( in Liquidation ), Roznov p.R. / Tschechien | SY |
| 39 KUKA Sistemy OOO, Togliatti / Russland | SY |
| 40 KUKA Systems Aerospace SAS, Bordeaux-Merignac / Frankreich | SY |
| 41 KUKA Systems France S.A., Montigny / Frankreich | SY |
| 42 KUKA Systems SRL, Sibiu / Rumänien | SY |
| 43 KUKA Systems UK Ltd., Halesowen / Großbritannien | SY |
| 44 Reis Espana S.L., Esplugues de Llobregat (Barcelona) / Spanien | SY |
| 45 Reis France SCI, Pontault-Combeau / Frankreich | SY |
| 46 Reis Robotics CR. - strojirenstvi spol. s.r.o, Chomutov / Tschechien | SY |
| 47 Reis Robotics Italia srl, Bellusco / Italien | SY |
| 48 Swisslog (UK) Ltd., Redditch / Großbritannien | SL |
| 49 Swisslog AB, Partille / Schweden | SL |
| 50 Swisslog Accalon AB, Boxholm / Schweden | SL |
| 51 Swisslog AG, Buchs / Schweiz | SL |
| 52 Swisslog AS, Oslo / Norwegen | SL |
| 53 Swisslog B.V., Culemborg / Niederlande | SL |
| 54 Swisslog Ergotrans B.V., Apeldoorn / Niederlande | SL |
| 55 Swisslog Evomatic GmbH, Sipbachzell / Österreich | SL |
| 56 Swisslog France SAS, Saint-Denis / Frankreich | SL |
| 57 Swisslog Holding AG, Buchs / Schweiz | SL |
| 58 Swisslog IP AG, Buchs / Schweiz | SL |
| 59 Swisslog Italia SpA, Mailand / Italien | SL |
| 60 Swisslog Luxembourg S.A., Ell / Luxemburg | SL |
| 61 Swisslog N.V., Wilrijk / Belgien | SL |
| 62 Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., 's-Hertogenbosch / Niederlande | SO |
| 63 IRT Italia SRL, Cinisello Balsamo / Italien | SY |
| Nordamerika | |
| 64 KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw, Michigan / USA | SY |
| 65 KUKA de Mexico S.de R.L.de C.V., Mexico City / Mexiko | RO |
| 66 KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB / Kanada | RO |
| 67 KUKA Robotics Corp., Sterling Heights, Michigan / USA | RO |
| 68 KUKA Systems de Mexico S. de R.L. de C.V., Mexico City / Mexiko, einschließlich | SY |
| 69 KUKA Recursos S. de R.L. de C.V., Mexico City / Mexiko | |
| 70 KUKA Systems North America LLC., Sterling Heights, Michigan / USA | SY |
| 71 KUKA Toledo Production Operations, LLC., Toledo, Ohio / USA** | SY |
| 72 KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan / USA | SO |
| 73 Reis Robotics USA Inc., Elgin/Illinois / USA | SY |
| 74 Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason / USA | SL |
| 75 Swisslog USA Inc., City of Dover / USA | SL |
| 76 Swisslog Logistics Inc., Newport News / USA | SL |
| 77 Translogic Corp., Denver / USA | SL |
| 78 Translogic Ltd. (Canada), Mississauga / Kanada | SL |
| 79 Barrett Technology LLC., Newton, Massachusetts, | RO |
| Süd- und Mittelamerika | |
| 80 KUKA Roboter do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | RO |
| 81 KUKA Systems do Brasil Ltda., Sao Bernardo do Campo SP / Brasilien | SY |
| 82 Reis Robotics do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | SY |
| 83 Reis Servicos de Automacao Ltda., Sao Paulo / Brasilien | SY |
| Asien / Australien | |
| 84 KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai / China | SY |
| 85 KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur / Malaysia | RO |
| 86 KUKA Robot Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City / Taiwan | RO |
| 87 KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai / China | RO |
| 88 KUKA Robotics (India) Pvt. Ltd., Haryana / Indien | RO |
| 89 KUKA Robotics Australia Pty. Ltd., Victoria / Australien | RO |
| 90 KUKA Robotics Japan K.K., Tokyo / Japan | RO |
| 91 KUKA Robotics Korea Co. Ltd., Kyunggi-Do / Südkorea | RO |
| 92 KUKA Robotics Manufacturing China Co.Ltd., Shanghai City / China | RO |
| 93 KUKA Robotics Thailand Ltd., Bangkok / Thailand | RO |
| 94 KUKA Systems (China) Co. Ltd., Shanghai / China | SY |
| 95 KUKA Systems (India) Pvt. Ltd., Pune / Indien | SY |
| 96 Reis Robotics China Co. Ltd. (Kunshan), Kunshan / China | SY |
| 97 Reis Robotics China Co. Ltd. (Shanghai), Shanghai / China | SY |
| 98 Reis Robotics Singapore PTE Ltd., Singapur / Singapur | SY |
| 99 Swisslog (Kunshan) Co. Ltd., Kunshan / China | SL |
| 100 Swisslog Asia Ltd., Hongkong / China | SL |
| 101 Swisslog Australia Pty Ltd., Sydney / Australien | SL |
| 102 Swisslog Malaysia Sdn Bhd, Selangor Darul Ehsan / Malaysia | SL |
| 103 Swisslog Middle East LLC., Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | SL |
| 104 Swisslog Pte Ltd Singapur, Singapur / Singapur | SL |
| 105 Swisslog Shanghai Co. Ltd., Shanghai / China | SL |
| 106 Swisslog Singapore Pte Ltd., Singapur / Singapur | SL |
| 107 Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co. Ltd., Yangzhou City / China | SY |
*) Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht haben
**) Principle place of business
1) Nach Ergebnisabführung
2) Jahresabschluss 31.12.2013
3) Jahresabschluss 31.03.2014
4) Jahresabschluss 30.06.2014
5) in Liquidation
6) Gründung der Gesellschaft im März 2015, es liegt noch kein Jahresabschluss vor
Art der Einbeziehung - per 31.12.2015
k - vollkonsolidierte Gesellschaften
nk - nicht konsolidierte Gesellschaften
at - nach der Equity Methode bilanzierte Finanzanlage
b - Beteiligung
Geschäftsbereich
RO - ROBOTICS
SY - SYSTEMS
SL - SWISSLOG
SO - SONSTIGE
ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG
Vom Jahresüberschuss der KUKA Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres in Höhe von 115.793 TEUR wird die Hälfte, also 57.897 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Vom verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 100.878 TEUR schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, weitere 50.000 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und eine Dividende von 0,50 EUR je Aktie, insgesamt 19.251 TEUR zu zahlen. Der verbleibende Betrag in Höhe von 31.627 TEUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
KONZERNVERHÄLTNISSE
Die KUKA Aktiengesellschaft erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird und im Zentralen Unternehmensregister (www.Unternehmensregister.de) eingesehen werden kann.
Augsburg, 29. Februar 2016
KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Till Reuter
Peter Mohnen
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
Augsburg, 29. Februar 2016
KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Till Reuter
Peter Mohnen
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 29. Februar 2016
**KPMG Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Karl Braun, Wirtschaftsprüfer
Rainer Rupprecht, Wirtschaftsprüfer