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KUKA AG Annual Report 2015

Jun 27, 2016

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Annual Report

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KUKA Aktiengesellschaft Augsburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Geschäftsbericht 2015

Hello Future.

KUKA versteht sich als Treiber von Industrie 4.0 und entwickelt Technologien für die intelligente Fabrik der Zukunft. Die Digitalisierung hält Einzug und die Fertigung wird sich mit dezentral vernetzten Systemen immer mehr selbst organisieren. Roboter, die direkt mit dem Menschen Zusammenarbeiten, mobil sind und autonom navigieren, ermöglichen Flexibilität im Produktionsprozess. Sie sind außerdem die Schlüsselkomponente in der Verbindung von Produktion und IT.

Kennzahlen

2014 2015 Veränderung in %
Auftragseingänge
Robotics 805,5 891,2 10,6
Systems 1.456,0 1.428,1 -1,9
Swisslog - 551,8 -
Konzern 2.229,0 2.838,9 27,4
Umsatzerlöse
Robotics 834,6 909,6 9,0
Systems 1.285,6 1.471,7 14,5
Swisslog - 620,8 -
Konzern 2.095,7 2.965,9 41,5
Auftragsbestand (31.12.) 1.702,5 1.639,0 -3,7
EBIT
Robotics 88,9 100,2 12,7
Systems 80,2 114,7 43,0
Swisslog - -45,9 -
Konzern 141,8 135,6 -4,4
EBIT in % vom Umsatz
Robotics 10,7 11,0 -
Systems 6,2 7,8 -
Swisslog - -7,4 -
Konzern 6,8 4,6 -
Ergebnis nach Steuern 68,1 86,3 26,7
Finanzlage
Free Cashflow -172,2 95,7 155,6
Capital Employed (Jahresdurchschnitt) 492,0 676,8 37,6
ROCE (EBIT in % des Capital Employed) 28,8 20,0 -
Investitionen 94,3 107,0 13,5
Mitarbeiter (31.12.) 12.102 12.300 1,6
Vermögenslage
Bilanzsumme 1.979,5 2.381,7 20,3
Eigenkapital 541,1 732,5 35,4
in % der Bilanzsumme 27,3 30,8 -
Aktie
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Mio. Stück) 34,2 36,1 5,6
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 1,99 2,39 20,1
Dividende je Aktie (in €) 0,40 0,50* 25,0
Marktkapitalisierung (31.12.) 2.106,0 3.197,5 51,8
  • Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 27. Mai 2016

KUKA im Überblick

KUKA ist ein global agierendes Automatisierungsunternehmen mit einem Umsatz von rund 3 Milliarden Euro und 12.300 Mitarbeitern weltweit. Das Unternehmen ist einer der weltweit führenden Anbieter von Automatisierungslösungen. Von der Komponente - dem Roboter - über die Zelle bis hin zur Großanlage bietet KUKA seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen aus einer Hand. Als Technologieführer setzt KUKA weltweit Standards. Neben dem Hauptsitz am Produktions- und Entwicklungsstandort Augsburg ist der Konzern mit rund 100 Gesellschaften international vertreten. KUKA steht für Innovationen in der Automatisierung und ist Treiber in der Industrie 4.0. In 2015 hat sich das Unternehmen auf acht Fokusmärkte ausgerichtet, die sich durch ein hohes Wachstums- und Ertragspotenzial auszeichnen:

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat berichtet gerne über seine Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr; denn er konnte seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erneut für die in der Erfolgsspur ausüben. Die Tätigkeiten des Aufsichtsrats umfassten die Beratung des Vorstands und Wahrnehmung der Kontrollfunktion. Schwerpunkte bildeten etwa die Unternehmensplanung und die Strategie insbesondere im Hinblick auf das weitere profitable Wachstum der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat trat in Plenarsitzungen zusammen und hielt eine Telefonkonferenz ab. Viel Detailarbeit wurde in den verschiedenen Ausschüssen geleistet. Der Aufsichtsrat nahm an der Hauptversammlung der Gesellschaft am 10. Juni 2015 teil. Die Geschäftsentwicklung wurde vom Aufsichtsrat fortlaufend verfolgt, vor allem bei den regelmäßigen Erstattungen des Lageberichts durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen. Der Vorstand informierte uns dort jeweils über den Auftragseingang, Umsatz, EBIT, Personalstärke und andere Kennzahlen. Die Ergebnisse haben sich ja durchweg erfreulich dargestellt. Außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats hielt der Aufsichtsratsvorsitzende permanenten Kontakt zum Vorstand und wurde so aktuell im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens informiert gehalten. Auch die anderen Aufsichtsratsmitglieder, insbesondere die Vorsitzenden der Ausschüsse, hatten mit den Vorständen immer wieder bilateralen Kontakt und berieten dabei zu verschiedenen Geschäftsvorfällen. Der Aufsichtsrat vermochte so, seine Beratungs- und Überwachungsfunktion optimal wahrzunehmen. Entsprechend den gesetzlichen Anforderungen entschied er im Plenum zu allen Fragen der Vorstandsvergütung. Er hatte sich auch mit zustimmungspflichtigen Geschäften zu befassen. Dem Komplex Risiko und Compliance Management nahm sich in besonderer Weise der Prüfungsausschuss an.

Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat

Der Vorstand besteht unverändert weiter aus den Herren Dr. Till Reuter, CEO, und Herrn Peter Mohnen, CFO. Die Bestellung von Herrn Dr. Till Reuter läuft noch bis zum 25. April 2020 und die von Herrn Peter Mohnen bis zum 31. Juli 2020. Vor dem Hintergrund vorstehender Laufzeiten hat der Aufsichtsrat die Frauenquote im Vorstand zum 30. Juni 2017 (Erfüllungsfrist) mit 0% festgesetzt.

Veränderungen hat es im Aufsichtsrat gegeben. Herr Dr. Walter Bickel ist am 26. März 2015 und die Herren Dr. Michael Proeller und Guy Wyser-Pratte sind mit Ablauf der Hauptversammlung am 10. Juni 2015 aus diesem Gremium ausgeschieden. In der Hauptversammlung am 10. Juni 2015 wurden dafür die Herren Dr. Hubert Lienhard, Friedhelm Loh und Hans Ziegler in den Aufsichtsrat gewählt. In der nachfolgenden Aufsichtsratssitzung am 10. Juni 2015 wurde Herr Dr. Hubert Lienhard als Mitglied in den Vermittlungsausschuss und in den Technologie- und Produktionsausschuss, Herr Hans Ziegler als Mitglied in den Nominierungsausschuss, in den Personalausschuss sowie in den Prüfungsausschuss, Herr Loh als Mitglied in den Strategie- und Entwicklungsausschuss berufen. Außerdem wurde Herr Prof. Dr. Uwe Loos als neues Mitglied des Prüfungsausschusses gewählt. Der Aufsichtsrat dankt den Herren Dr. Michael Proeller, Guy Wyser-Pratte und Dr. Walter Bickel für die erfolgreiche Mitwirkung in seinem Gremium.

Der Aufsichtsrat ist noch bis zur Hauptversammlung 2018 gewählt. Vor dem Hintergrund der andauernden Amtsperioden hat der Aufsichtsrat für sich bis zum 30. Juni 2017 (Erfüllungsfrist) unter Berücksichtigung von Frau Carola Leitmeir als derzeitiges Mitglied den Frauenanteil mit 8,33% festgesetzt.

Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Der Aufsichtsrat traf sich zu sechs Plenarsitzungen. Er fasste einen Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren. Am 24. März 2015 hielt der Aufsichtsrat die Bilanzsitzung ab. In ihr legte der Vorstand den für 2014 aufgestellten Jahres- sowie den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für die KUKA Aktiengesellschaft und den Konzern vor. Der Vorstand erläuterte diese Jahresabschlüsse und die KPMG als Abschlussprüfer sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erstatteten hierzu ihre Berichte. Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurde durch Billigung des Aufsichtsrats festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dann dem Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung an, eine Ausschüttung von 0,40 € pro Aktie bei Vortrag des übrigen Bilanzgewinns auf neue Rechnung zu beschließen. Außerdem billigte der Aufsichtsrat den Konzernabschluss 2014. Der Aufsichtsrat verabschiedete den Corporate Governance-Bericht und entschied noch über die weiteren Beschlussvorschläge an die für den 10. Juni 2015 vorgesehene Hauptversammlung. Ein Tagesordnungspunkt war zudem die Befassung und Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014.

In der Sitzung am 24. März 2015 befasste sich der Aufsichtsrat auch mit einem Bericht unter dem Zukunftsthema "Automation Powerhouse" mit der wandlungsfähigen Produktion und mit dem allgemeinen Ausblick auf Industrie 4.0. Der Aufsichtsrat musste in dieser Sitzung schließlich die Festlegungen zur variablen Tantieme der Vorstände, wie zu den Erreichungsgraden bei den persönlichen Zielen 2014 und zur Vorgabe der persönlichen Ziele für das Geschäftsjahr 2015, sowie die maßgeblichen Parameter für das Phantom Share-Programm 2015 - 2017 beschließen.

Am 13. April 2015 fand im Rahmen der Hannover Messe eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt, in der durch die Anteilseignerbank die Nominierungen der Herren Dr. Hubert Lienhard, Friedhelm Loh und Hans Ziegler als Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung vorgenommen wurden.

Am Tag der Hauptversammlung, dem 10. Juni 2015, trat der Aufsichtsrat vor und nach der Hauptversammlung zu Sitzungen zusammen. Er ließ sich einen Bericht zum internen Kontrollsystem (IKS) erstatten und fasste Beschlüsse zu den Veräußerungen des Geschäftsbereichs Werkzeugbau der KUKA Systems GmbH sowie der HLS Ingenieurbüro GmbH, einer Tochtergesellschaft der KUKA Systems GmbH.

Die Sitzung am 25. September 2015 stand im Zeichen der Konzernstrategie. Eingehend wurden die Konzernstrategie sowie im Einzelnen die Strategien von Robotics, Systems mit KUAA Industries sowie Swisslog behandelt. Der Aufsichtsrat wurde auch über die Vorgehensweise bei der neuerlichen Überprüfung seiner Effizienz informiert.

Die letzte Sitzung 2015 des Aufsichtsratsplenums fand am 11. Dezember statt. In ihr stand die Planung im Mittelpunkt. Der Aufsichtsrat fasste den Zustimmungsbeschluss zum Budget 2016 sowie zur Mittelfristplanung bis 2018. In dieser Sitzung wurde auch über die Arbeit der Ausschüsse berichtet. Im Rahmen der fortlaufenden Weiterbildung des Aufsichtsrats ließ sich der Aufsichtsrat fachkundig einen Leitfaden zur Aufsichtsratstätigkeit mit besonderem Augenmerk auf neuere Entwicklungen im Gesetz und im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) vortragen. Schließlich änderte der Aufsichtsrat seine Geschäftsordnung, um vor allem den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes des Jahres 2015 zur Aufstellung von Kandidaten für den Aufsichtsrat Rechnung zu tragen. Die schriftliche Beschlussfassung betraf die Entsprechenserklärung sowie die Erklärung zur Unternehmensführung. Im Berichtsjahr nahmen mit Ausnahme von Herrn Dr.# Corporate Governance Report

Report on Corporate Governance

Michael Proeller attended more than half of all Supervisory Board meetings; all Supervisory Board members attended more than half of the meetings of committees to which they belonged (Section 5.4.7 DCGK). The Supervisory Board regularly convened in the presence of the Management Board, with the exception of matters concerning its remuneration (Section 3.6 DCGK). Furthermore, reference is made to the Corporate Governance report of the same name, which is part of the Annual Report.

The Supervisory Board has the following committees:

  • Personnel Committee (Chair: Mr. Minning)
  • Audit Committee (Chair: initially Mr. Dr. Bickel, then Mr. Ziegler)
  • Strategy and Development Committee (Chair: Mr. Minning)
  • Technology and Production Committee (Chair: Prof. Dr. Loos)
  • Mediation Committee pursuant to § 27 para. 3 MitbestG (Chair: Mr. Minning)

A Nomination Committee in accordance with Section 5.3.3 DCGK also exists (Chair: Mr. Minning).

The Personnel Committee met twice in 2015. It prepared all agenda items for the plenary sessions concerning Management Board matters. The agenda items primarily concerned Management Board remuneration and the quota of women on the Management Board.

The Audit Committee held six meetings in the reporting year. In connection with the treatment of the respective financial statements, there were regular discussions of results. The committee also had to deal with the audit of the annual financial statements for 2014 by the German Audit Board (DPR). Its involvement in risk management and compliance issues was already indicated at the beginning.

The Strategy and Development Committee convened four times. It dealt with the corporate strategy 2016-2020 and, in particular, with various facets of Industry 4.0, diverse application technologies for robots, and the marketing of robots in specific segments. It also newly focused on Swisslog and its evolving markets.

Meetings of the Technology and Production Committee took place six times. The agenda included the Industry 4.0 roadmap. The committee also addressed purchasing and assembly issues and product quality; finally, the handling of post-merger integration processes for Reis and Swisslog is worth mentioning.

There were no occasions for meetings of the Mediation Committee.

In the context of changes in the composition of the Supervisory Board, the Nomination Committee had to hold one meeting in 2015.

Independence and Conflicts of Interest, Declaration of Compliance

It should be noted here that Mr. Dr. Hubert Lienhard is Chairman of the Management Board of Voith Group and Mr. Friedhelm Loh is the sole shareholder of SWOCTEM GmbH and the owner and head of the Loh Group of companies. According to the latest WpHG ad-hoc notifications (as of December 31, 2015), Voith Group holds a 25.10% stake and SWOCTEM GmbH holds a 10.018% stake in KUKA Aktiengesellschaft. The KUKA Group maintains business relationships with both companies of the Voith Group and the Loh Group of companies. The indirect relationship of the Chairman of the Supervisory Board to KBee AG was already described in the 2014 Annual Report. KBee AG has business relationships with the KUKA Group. Mr. Bernd Minning has also announced the termination of his managing director activities for Grenzebach Maschinenbau GmbH. Furthermore, that company (as of December 3, 2014) reported its stake in KUKA Aktiengesellschaft as 0%. Mr. Minning has stated that he now has attributable stakes in logic-base GmbH ("4Sellers") and WM Industries in Shanghai. These companies are potential business partners for the A Group.

The business relationships mentioned above were neither the subject of consultations nor resolutions by the Supervisory Board in the reporting year. Only a status report on KBee was received.

The Supervisory Board and the Management Board issued identical declarations pursuant to § 161 AktG. The resolutions were passed by the Management Board on January 18, 2016, and by the Supervisory Board on February 8, 2016. The declaration of compliance was made permanently accessible to the company's shareholders on its website.

Cooperation with the Auditor

The financial statements of KUKA Aktiengesellschaft as of December 31, 2015, as well as the consolidated financial statements as of December 31, 2015, including the combined management report for KUKA Aktiengesellschaft and the KUKA Group, were audited by the auditing firm KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, taking into account the accounting records, and were issued with an unqualified audit opinion on February 29, 2016. The subject of the audit also included the monitoring system pursuant to § 91 para. 2 AktG for early detection of developments that could jeopardize the company's continued existence. Furthermore, the interim financial report of the KUKA Group as of June 30, 2015, underwent a limited review by the auditor. The consolidated financial statements of KUKA Aktiengesellschaft were prepared in accordance with § 315a HGB based on the International Financial Reporting Standards (IFRS) as applied in the European Union. The audit mandate was awarded to KPMG by the Supervisory Board's Audit Committee in accordance with the resolution of the Annual General Meeting of June 10, 2015.

In the context of awarding the mandate for the audit of the annual and consolidated financial statements, the Chairman of the Audit Committee and the Chairman of the Supervisory Board discussed the main audit areas, audit content, and costs with the auditor. It was and is agreed with the auditor that the Chairman of the Audit Committee must be immediately notified of any potential grounds for exclusion or bias during the audit, insofar as such grounds for exclusion or bias could not be immediately rectified. Furthermore, it was agreed with the auditor that they would continuously report on all findings and occurrences relevant to the tasks of the Supervisory Board that arise during the course of the audit. The auditor was also obliged to inform the Supervisory Board, or to state in its audit report, if it discovers facts during the audit that indicate an inaccuracy in the declaration issued by the Management Board and the Supervisory Board pursuant to § 161 para. 1 sentence 1 AktG. Finally, the Audit Committee obtained the auditor's declaration of independence pursuant to Section 7.2.1 DCGK and monitored the auditor's independence.

As in previous years – on different topics each time – main audit areas were defined for the audit in the 2015 fiscal year, such as deconsolidation effects on the divestment of group companies, valuation of acquisitions in the case of company expansions, cost calculation in contract manufacturing, capitalization and impairment of self-created intangible assets, and the recognition and valuation of deferred taxes. In all areas, the audit resulted in no significant objections.

The auditor informed the Chairman of the Audit Committee in detail about the preliminary audit results on February 1, 2016. Due to the limited review of the interim financial report as of June 30, 2015, as commissioned, the auditor participated in the Audit Committee meeting on August 4, 2015.

In a joint meeting with the auditor on March 8, 2016, the Audit Committee addressed the annual and consolidated financial statements for 2015 – also taking into account the auditor's reports – and had them explained in detail by the Management Board and the auditor. The questions posed by the members of the Audit Committee were answered, the audit documentation was discussed in detail with the auditor and examined by the committee, and the audit reports were thoroughly discussed with the auditor. The Audit Committee reported the results of its deliberations to the Supervisory Board at its meeting on March 8, 2016, and recommended that it approve the financial statements of KUKA Aktiengesellschaft and the consolidated financial statements of the KUKA Group for 2015.

The Supervisory Board reviewed the financial statement documents and the proposal for the appropriation of profits by the Management Board in its meeting on March 8, 2016. The auditor KPMG participated in this Supervisory Board meeting to report on significant audit findings and provide supplementary information. The auditors' reports were available to all members of the Supervisory Board. KPMG explained in detail the company's and the group's asset, financial, and earnings position and further reported that there were no significant weaknesses in the internal control system relating to the accounting process and the early risk detection system. The audit documentation was reviewed together and the questions posed by the Supervisory Board were answered by KPMG.

Approval of the 2015 Annual Financial Statements

In its meeting on March 8, 2016, having taken note of and considering the report of the Audit Committee, the auditors' reports, and the auditor's explanations following its own final examination, the Supervisory Board raised no objections to the 2015 annual financial statements for KUKA Aktiengesellschaft and the KUKA Group and concurred with the auditor's findings. According to its conviction, the auditors' reports comply with the statutory requirements of §§ 317 and 321 HGB. The Supervisory Board has satisfied itself of the completeness of the combined management report for KUKA Aktiengesellschaft and the KUKA Group.# Lagebericht

Die vom Vorstand getroffenen Einschätzungen in diesem Lagebericht stimmen mit dessen Berichten an den Aufsichtsrat überein und die Aussagen des zusammengefassten Lageberichts decken sich auch mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat auch gegen den zusammengefassten Lagebericht keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat daher in seiner Bilanzsitzung vom 8. März 2016 den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 aufgestellten Jahresabschluss der KUKA-Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 aufgestellten Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft gebilligt und den Corporate Governance-Bericht verabschiedet. Der Vorstand hat vorgeschlagen, vom Bilanzgewinn eine Dividende von 0,50 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu zahlen, 50 Mio. € in die andere Gewinnrücklage einzustellen und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen; diesen Vorschlag haben wir geprüft und ihm zugestimmt.

Dank an die Mitarbeiter

2015 war wieder ein überaus erfolgreiches Jahr für die KUKA. So kann die Dividende für dieses Jahr erneut erhöht werden. Industrie 4.0 konnte nicht nur strategisch in den Blick genommen werden, sondern bereits durch praktische Anwendungen, wie auf der Hannover Messe zu sehen, unterlegt werden. Die Mitarbeiter haben hierzu durch ihr außerordentliches Engagement beigetragen. Nicht nur dem Vorstand, sondern auch den Mitarbeitern im ganzen KUKA Konzern gebührt daher unser großer Dank. Der Aufsichtsrat würdigt somit den herausragenden Einsatz aller Mitarbeiter der KUKA Gesellschaften. Sie haben sich 2015 in besonderem Maße um ihr Unternehmen verdient gemacht. Der Aufsichtsrat dankt aber auch den Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und den Belegschaftsvertretern. Alle können auf ihre Leistungen für das Unternehmen, seinen Aktionären und Kunden stolz sein. Mit Zuversicht dürfen wir auf eine weiter prosperierende Geschäftsentwicklung in der Zukunft schauen.

Augsburg, 8. März 2016

Der Aufsichtsrat

Bernd Minning, Vorsitzender

Corporate Governance-Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat berichten nachfolgend über die Corporate Governance bei KUKA gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Corporate Governance bezeichnet das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens und einer Unternehmensgruppe. Hierzu gehören insbesondere die Organisation, geschäftspolitische Grundsätze und Leitlinien eines Unternehmens sowie interne und externe Steuerungs- und Überwachungsmechanismen. Gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung ist eine der grundlegenden Maximen von KUKA. Sie schafft Transparenz und Vertrauen der Aktionäre, der Kunden und Lieferanten, der Mitarbeiter, der Finanzmärkte und der Öffentlichkeit in KUKA.

Auch im Berichtsjahr haben sich der Vorstand und der Aufsichtsrat der KUKA Aktiengesellschaft eingehend mit den Vorgaben des DCGK in seiner aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 befasst und geben die nachfolgende Entsprechenserklärung ab:

Entsprechenserklärung

Die Entsprechenserklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat, die seit 2002 in jedem Geschäftsjahr abgegeben worden sind, sind jeweils auf den Internetseiten der Gesellschaft www.kuka-ag.de allen Interessenten zugänglich gemacht worden. Die gleich lautenden Erklärungen des Vorstands vom 18. Januar 2016 und des Aufsichtsrats vom 8. Februar 2016 nach § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG und nach Maßgabe des DCGK lauten wie folgt:

"Die KUKA Aktiengesellschaft hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärungen des Vorstands (20. Januar 2015) und des Aufsichtsrats (6. Februar 2015) den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 (veröffentlicht im Bundesanzeiger vom 30. September 2014) mit Ausnahme der in diesen Entsprechenserklärungen genannten Abweichungen entsprochen.

Die KUKA Aktiengesellschaft entspricht den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 (veröffentlicht im Bundesanzeiger vom 12. Juni 2015) und wird diesen auch zukünftig mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

  1. Die KUKA Aktiengesellschaft weicht für den Aufsichtsrat von der Empfehlung in Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK ab. Die als Gruppenvertrag abgeschlossene D&O-Versicherung sieht für die Mitglieder des Aufsichtsrats keinen Selbstbehalt vor. Die KUKA Aktiengesellschaft ist der Ansicht, dass ein Selbstbehalt für die Aufsichtsratsmitglieder nicht erforderlich ist, um diese zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Überwachungsaufgabe anzuhalten.
  2. Die KUKA Aktiengesellschaft weicht für den Vorstand derzeit von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 DCGK ab. Dies ist darin begründet, dass aktuell noch laufende Phantom Share-Programme, die Bestandteil der variablen Vorstandsvergütung sind, keine betragsmäßigen Höchstgrenzen aufweisen. Zusätzlich zu den Höchstgrenzen bei der Fixvergütung und der variablen Tantieme ist nunmehr auch für ab dem Jahr 2015 ausgegebene Phantom Share-Programme, die ab dem Jahr 2018 zur Auszahlung kommen können, in den Dienstverträgen der Vorstände eine betragsmäßige Höchstgrenze vereinbart. Damit geht eine entsprechende Deckelung der Gesamtvergütung einher. Hingegen erscheint die nachträgliche Implementierung von Höchstgrenzen (für die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile) durch eine Vertragsänderung, die ohnehin nicht einseitig durch den Aufsichtsrat umgesetzt werden kann, im Hinblick auf die (gerade auch vom DCGK erwartete) vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat nicht opportun.

Im Übrigen erfüllt die KUKA Aktiengesellschaft auch nahezu alle Anregungen, welche der Kodex enthält".

Die gleich lautenden Erklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat sind seit dem 12. Februar 2016 im Internet auf der Webseite der Gesellschaft www.kuka-ag.de zugänglich.

Unternehmens- und Führungsstruktur

Der KUKA Konzern besteht aus der KUKA Aktiengesellschaft, welche die geschäftsleitende Holding des Konzerns darstellt, und den Geschäftsbereichen Robotics, Systems und Swisslog. Dabei sind dem Geschäftsbereich Systems der Anlagenbau sowie das Solution-Geschäft der KUKA Industries (einschließlich Reis) zugeordnet. Mit Ausnahme in den USA werden die Konzerngesellschaften von den Führungsgesellschaften der einzelnen Bereiche (unmittelbar oder mittelbar) überwiegend zu 100% gehalten. Zwischen den Geschäftsbereichen werden in Bezug auf das Produktportfolio, die Märkte, die Kunden sowie die geografische Ausrichtung Gemeinsamkeiten identifiziert und intensiv weiterentwickelt. Insoweit wird der Ansatz "One KUKA" verfolgt. Davon unberührt bleibt, dass die Geschäftsbereiche für ihr Geschäft und damit auch für ihr Ergebnis verantwortlich sind. Ebenso erfolgt, wie bisher, die Kontrolle der Umsetzung der Zielvorgaben durch das Projekt- und Risikomanagement, durch eine ausgeprägte kennzahlenorientierte Führung sowie durch Führungskräfteentwicklung und Markenstrategie.

Vorstand und Aufsichtsrat

Die KUKA Aktiengesellschaft verfügt als deutsche Aktiengesellschaft entsprechend den gesetzlichen Vorgaben über ein duales Führungssystem, bestehend aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet dabei die Gesellschaft in eigener Verantwortung. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensleitung. Der Vorstandsvorsitzende koordiniert die Arbeit des gesamten Vorstands; ihm obliegt die Federführung für den Vorstand in der Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat und dessen Mitgliedern. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat.

Verantwortungsvolles Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Hierfür arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat im Interesse des Unternehmens eng zusammen. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder an. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und die hierfür ergriffenen Maßnahmen. Dabei geht der Vorstand auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen ein und erläutert die Gründe, die zu diesen Abweichungen geführt haben. Die Berichterstattung des Vorstands bzw. des Chief Compliance Officers gegenüber dem Aufsichtsrat umfasst auch das Thema der Corporate Compliance. Für bedeutende Geschäftsvorgänge enthalten die Satzung und die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Näheres zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat kann dem Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 6 bis 9 entnommen werden.

Im Berichtsjahr 2015 bestanden keine Berater- oder sonstigen Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2015 gab es keine Beschlussfassungen über Geschäftsvorgänge bei denen Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern hätten in Betracht kommen können. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Bericht des Aufsichtsrats verwiesen (Seite 6 bis 9).

Vorstand

Der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft besteht aus zwei Personen, nämlich dem Vorstandsvorsitzenden (CEO) und dem Vorstand für Finanzen und Controlling (CFO). Die Satzung der KUKA Aktiengesellschaft sieht ausdrücklich vor, dass der Vorstand aus zwei Personen bestehen kann (§ 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft). Im Geschäftsjahr 2015 bestand zwischen den Vorstandsmitgliedern folgende Ressortverteilung: Herr Dr.# Vorstand

Till Reuter, Vorsitzender des Vorstands (CEO), ist für die Ressorts (i) Investor Relations, (ii) strategische Unternehmensentwicklung, (iii) Öffentlichkeitsarbeit, (iv) obere Führungskräfte des Konzerns, (v) Revision, (vi) Personal und (vii) Recht/Compliance zuständig. Zudem ist Herr Dr. Reuter Arbeitsdirektor der KUKA Aktiengesellschaft.

Herr Peter Mohnen, Vorstand für Finanzen und Controlling (CFO), ist für die Ressorts (i) Finanzen und Controlling, die die Bereiche Accounting, Controlling, Treasury und Taxes umfassen, (ii) Risk Management, (iii) IT sowie (iv) Facility Management zuständig.

Die Mitglieder des Vorstands treten in der Regel mindestens alle 14 Tage zu einer Sitzung zusammen und halten darüber hinaus ständig engen Kontakt. Entsprechend den Vorgaben des DCGK (Ziffer 4.1.5) achtet der Vorstand bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands legt der Vorstand Zielgrößen fest (siehe Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB auf der Webseite der Gesellschaft unter www.kuka-ag.de).

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands wird im Vergütungsbericht ab Seite 15 dargestellt.

Aufsichtsrat

Dem mitbestimmten Aufsichtsrat der KUKA Aktiengesellschaft gehören gemäß Satzung zwölf Mitglieder an, von denen jeweils sechs von den Aktionären und von den Arbeitnehmern gewählt werden.

Die Wahl der Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat fand am 18. April 2013 statt. Das Ergebnis der Wahl wurde am 24. April 2013 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat wurden durch die ordentliche Hauptversammlung am 5. Juni 2013 neu gewählt.

Die Amtsperiode der Vertreter der Arbeitnehmer und der Vertreter der Anteilseigner endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2018. Dies gilt auch für Ersatzmitglieder und andere Amtsnachfolger der Arbeitnehmer und Anteilseigner, die nachträglich in den Aufsichtsrat eintreten. Denn § 10 Abs. 4 Satz 1 der Satzung legt für den Fall des vorzeitigen Ausscheidens eines Aufsichtsratsmitglieds aus seinem Amt fest, dass die Amtsdauer des neu eintretenden Aufsichtsratsmitglieds lediglich für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds besteht.

Konkret betrifft dies einen Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, der durch Beschluss des Amtsgerichts Augsburg vom 10. September 2013 gerichtlich bestellt wurde. Ebenso betrifft dies drei Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat, die von der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Juni 2015 nachgewählt wurden.

Im Hinblick auf die Anforderungen gemäß Ziffer 5.4.1 DCGK an die Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat die nachfolgend aufgezählten Festlegungen getroffen, die auch bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung berücksichtigt werden sollen:

(i) Mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder sollen über branchenspezifische Erfahrungen verfügen.
(ii) Mindestens ein Aufsichtsratsmitglied soll in besonderem Maße über im Ausland erworbene berufliche Erfahrungen verfügen.
(iii) Mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder, die von der Hauptversammlung zu wählen sind, sollen unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 DCGK sein und keine Interessenkonflikte im Sinne von Ziffer 5.5.2 DCGK haben.
(iv) Aufsichtsratsmitglieder sollen in der Regel zum Zeitpunkt ihrer Wahl das 35. Lebensjahr überschritten und das 73. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.
(v) Ein Aufsichtsratsmitglied soll sein Mandat insgesamt maximal drei zusammenhängende Amtsperioden ausüben, wobei in Ausnahmefällen im Interesse des Unternehmens von dieser Regelgrenze abgewichen werden kann.
(vi) Des Weiteren sind die Anforderungen des FührposGleichberG vom 24. April 2015 sowie die vom gesamten Aufsichtsrat zum Frauenanteil getroffenen Zielvorgaben zu beachten.

Vor dem Hintergrund der in Ziffer 5.4.2 DCGK genannten Unabhängigkeitskriterien ist anzumerken, dass das Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. Hubert Lienhard Vorsitzender der Geschäftsführung der Voith GmbH ist. Die Voith GmbH ist die Holding der Voith Gruppe; ihr werden die von der J.M. Voith GmbH & Co. KG unmittelbar gehaltenen KUKA Aktien zugerechnet. Ebenso ist anzumerken, dass das Aufsichtsratsmitglied Herr Friedhelm Loh Alleingesellschafter der SWOCTEM GmbH und Inhaber der Friedhelm Loh Gruppe ist. Die von der SWOCTEM GmbH unmittelbar gehaltenen KUKA Aktien werden Herrn Loh zugerechnet. Es ist weiterhin darauf hinzuweisen, dass Gesellschaften des KUKA Konzerns Geschäftsbeziehungen sowohl mit Firmen der Voith Gruppe als auch der Friedhelm Loh Unternehmensgruppe unterhalten.

Mit Blick auf die in Ziffer 5.4.2 DCGK aufgeführten Unabhängigkeitskriterien ist auch zu berichten, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Minning die Beendigung seiner Geschäftsführertätigkeit für die Grenzebach Maschinenbau GmbH bekannt gegeben hat, die ihrerseits bereits im November 2014 ihre KUKA Aktien veräußert hat. Damit erfüllt Herr Minning die in Ziffer 5.4.2 DCGK genannten Unabhängigkeitskriterien.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats in maßgeblicher Position bei wichtigen Geschäftspartnern tätig waren oder sind, erfolgten Geschäfte mit diesen zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats erfüllen in vollem Umfang diese maßgeblichen Unabhängigkeitskriterien.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte insgesamt sechs Ausschüsse gebildet. Dies sind:

(i) der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG,
(ii) der Personalausschuss,
(iii) der Prüfungsausschuss (Ziffer 5.3.2 DCGK),
(iv) der Nominierungsausschuss (Ziffer 5.3.3 DCGK),
(v) der Strategie- und Entwicklungsausschuss sowie
(vi) der Technologie- und Produktionsausschuss.

Gemäß den Bestimmungen des Corporate Governance-Kodex hat sich der Aufsichtsrat bzw. der Prüfungsausschuss mit Compliance-Fragen befasst und der Vorstand hat insoweit an dieses Gremium berichtet. Es ist mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass er über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich unterrichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Schließlich ist mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass er den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärungen zum Kodex ergeben (Ziffer 7.2.3 DCGK).

Der Abschlussprüfer hat den Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2015 auftragsgemäß einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit (Ziffer 5.6 DCGK). Er ließ sich hierzu in 2014 sogenannte Best Practice Szenarien vorstellen und beschloss, im Geschäftsjahr 2015 zunächst eine Situationsanalyse vornehmen zu lassen. Hiermit wurde im Geschäftsjahr 2015 begonnen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird ebenfalls im Vergütungsbericht ab Seite 19 dargestellt.

Aktienbesitz

Herrn Loh werden als Alleingesellschafter der SWOCTEM GmbH Aktien der KUKA Aktiengesellschaft von mehr als 1% zugerechnet. Die übrigen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats halten insgesamt weniger als 1% der ausgegebenen Aktien. Auch der Gesamtbesitz der durch die übrigen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gehaltenen KUKA Aktien beträgt weniger als 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder nahestehende Personen sind nach § 15a WpHG verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der KUKA Aktiengesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte innerhalb eines Kalenderjahres die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt. Die der KUKA Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2015 gemeldeten Geschäfte von Personen mit Führungsaufgaben oder diesen nahestehenden Personen wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind im Internet auf der Webseite der Gesellschaft www.kuka-ag.de zugänglich.

Corporate Compliance

KUKA hat seit jeher einen hohen Standard ethischer Grundsätze. Wesentliche Bestandteile hiervon sind rechtstreues und wertorientiertes Verhalten. Vor diesem Hintergrund ist das vom Vorstand im November 2007 verabschiedete und vom Aufsichtsrat im Dezember 2007 gebilligte Corporate Compliance-Programm zum 1. Februar 2008 konzernweit in Kraft getreten. Wesentliche Inhalte des Corporate Compliance-Programms sind im Corporate Compliance-Handbuch enthalten, welches mehrere compliance-relevante Richtlinien umfasst. Das Corporate Compliance-Handbuch wurde im Geschäftsjahr 2010 überarbeitet und aktualisiert; eine erneute Durchsicht und Aktualisierung des Compliance-Handbuchs fand im Geschäftsjahr 2013 statt und hat nun den Stand 1. April 2013.

Gemäß eines Beschlusses des Vorstands hat der Vorsitzende des Vorstands die oberste Zuständigkeit für das Corporate Compliance-Programm. Es wurde ein Compliance Committee, bestehend aus konzernangehörigen Personen zur Steuerung, Umsetzung, Überwachung und Weiterentwicklung des Corporate Compliance-Programms etabliert. Des Weiteren wurden in den Konzerngesellschaften, für die einzelnen Geschäftsbereiche und nach Regionen unterteilt, Compliance Officers unterhalb des Compliance Committees etabliert. Die Compliance Officers sollen den Mitarbeitern als direkte und (Erst-)Ansprechpartner für compliance-relevante Themen dienen. Zusätzlich ist die Stelle eines externen Ombudsmanns eingerichtet.

Für KUKA ist die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter und die kontinuierliche Weiterentwicklung des bestehenden Compliance-Systems ein wesentlicher Baustein zur Verankerung unserer wertorientierten Standards im Unternehmen und zur Vermeidung von Rechts- bzw. Gesetzesverstößen.# Erklärung zur Unternehmensführung

Seit 2011 finden regelmäßig Online-Compliance-Schulungen für alle KUKA Mitarbeiter mittels eines speziell konzipierten E-Learning-Programms statt. Dieses Programm wurde sukzessive auf ausländische Konzerngesellschaften ausgedehnt und wird aktuell neu aufgesetzt. Die Online-Compliance-Schulungen wurden 2013 durch eine Umfrage ergänzt, mit der die Akzeptanz und das Verständnis des Compliance-Programms im KUKA Konzern bewertet wurde. Daneben gab es eine Reihe von Schulungen zu besonderen Themengebieten.

Hauptversammlung

Die ordentliche Hauptversammlung 2016 wird am 27. Mai 2016 in Augsburg stattfinden. Jede Aktie hat eine Stimme. Es sind Stückaktien ausgegeben und Globalurkunden erstellt. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Der Vorstand erleichtert den Aktionären ihre Stimmrechtsausübung in der Hauptversammlung dadurch, dass er ihnen anbietet, von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertretern weisungsgebundene Vollmachten zu erteilen. Die von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter sind auch in der Hauptversammlung für dort anwesende Aktionäre erreichbar. Daneben ist auch die Bevollmächtigung von Kreditinstituten, Aktionärsvereinigungen und sonstigen Dritten möglich.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung erfolgt für den KUKA Konzern seit dem Jahr 2004 nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Accounting Standards (IAS) und den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses werden von einem unabhängigen Abschlussprüfer durchgeführt, der von der Hauptversammlung gewählt wird. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats hat die ordentliche Hauptversammlung 2014 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 sowie für eine etwaige prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts des Geschäftsjahres 2015 gewählt. Auf der Grundlage des vorgenannten Beschlusses ist der Halbjahresfinanzbericht 2015 einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen worden. Die Prüfung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, die Erteilung des Prüfungsauftrages an ihn, die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und die Vereinbarung des Honorars sind entsprechend den Bestimmungen des Corporate Governance-Kodex vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgenommen worden.

Chancen- und Risikomanagement sowie Controlling

Das Chancen- und Risikomanagement des KUKA Konzerns ist im Kapitel Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts auf den Seiten 53 bis 59 dargestellt. Es ist nach den gesetzlichen Bestimmungen darauf ausgerichtet, existenzgefährdende Risiken für den KUKA Konzern und seine operativen Gesellschaften frühzeitig zu erkennen, um Maßnahmen zur Risikominimierung, Risikoüberwälzung und Risikovermeidung ergreifen zu können. Die Risikostrategie und Risikopolitik orientiert sich insbesondere an den Geschäftsrisiken, den finanzwirtschaftlichen Risiken einschließlich der Fremdwährungsrisiken und den spezifischen Risiken der Geschäftsbereiche jeweils auf kurz-, mittel- und langfristige Sicht. Insbesondere der Bereich Controlling ist ein wesentliches Instrument für das effiziente Risikomanagement des KUKA Konzerns. Das Chancen- und Risikomanagement ist auch im Jahr 2015 weiter optimiert worden. Es ist ständige Aufgabe des Vorstands, das Chancen- und Risikomanagement an neue Gegebenheiten der Gesellschaft anzupassen.

Finanzpublizität

Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre, die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die Medien über die Lage sowie über wesentliche Geschäftsergebnisse, insbesondere durch Quartalsfinanzberichte, den Halbjahresfinanzbericht, den Geschäftsbericht, die Bilanzpressekonferenz über den Jahresabschluss und die jährlich stattfindende ordentliche Hauptversammlung. Hinzu kommen Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 WpHG, Mitteilungen nach § 15 a WpHG (Directors' Dealings) und nach § 26 WpHG (Veröffentlichungen von Mitteilungen von Aktionären und Inhabern bestimmter Finanzinstrumente), Analystenkonferenzen, Gespräche mit Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland sowie sonstige Pressemitteilungen. Alle Informationen erfolgen auch in englischer Sprache und werden zeitgleich im Internet veröffentlicht. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung werden im Finanzkalender publiziert, der im Geschäftsbericht auf der hinteren Umschlagsseite und im Internet unter www.kuka-ag.de zu finden ist.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist auf der Webseite der Gesellschaft unter www.kuka-ag.de abrufbar.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden und erläutert Struktur und Höhe der Bezüge der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

Vergütung des Vorstands

1. Vergütungsstruktur

Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder der KUKA Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Vergütungsbestandteile. Letztere setzen sich ihrerseits aus mehreren variablen Vergütungselementen zusammen. Das System der Vorstandsvergütung ist dabei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des § 87 AktG und den Anforderungen des DCGK auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und berücksichtigt bei den variablen Bestandteilen sowohl positive als auch negative Geschäftsentwicklungen.

Die fixe Vergütung besteht aus Festgehalt und Sachbezügen. Das Festgehalt wird in zwölf gleichen monatlichen Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus dem geldwerten Vorteil für die Bereitstellung und Nutzung eines Dienstwagens.

Die variable Vergütung wird zur einen Hälfte aufgrund der Erreichung persönlicher Ziele und zur anderen Hälfte in Abhängigkeit von der Entwicklung der wirtschaftlichen Kenngrößen EBIT und Free-Cash-Flow des KUKA Konzerns gewährt. Die Einzelheiten hierzu werden jährlich gesondert vereinbart. Die variable Vergütung ist in der Höhe begrenzt (maximal 200 % Zielerreichung); die Erreichung der finanziellen Ziele ist an eine mehrjährige Unternehmensentwicklung gekoppelt.

Darüber hinaus werden als weiterer variabler Vergütungsbestandteil für die Mitglieder des Vorstands jährliche Zuteilungsvolumina zur Teilnahme an Phantom Share-Programmen (nachfolgend auch "Programme") vereinbart, um eine langfristige Anreizwirkung zu erzielen. Phantom Shares sind virtuelle Aktien, die dem Inhaber das Recht auf eine Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses der Gesellschaft gewährt. Anders als bei Aktienoptionen enthalten Phantom Shares also nicht allein die Wertsteigerung, sondern den gesamten Aktienwert als Erlös. Außerdem wird während der Planlaufzeit jährlich je virtueller Aktie ein Dividendenäquivalent in Höhe der tatsächlich ausgeschütteten Dividende auf echte KUKA Aktien gezahlt. Stimmrechte sind mit den Phantom Shares nicht verbunden.

Die Programme umfassen jeweils drei Kalenderjahre. Das Zuteilungsvolumen ist entweder bereits vertraglich vereinbart oder wird vom Aufsichtsrat spätestens zu Beginn des jeweiligen Dreijahreszeitraums festgelegt. Das Zuteilungsvolumen dividiert durch einen Referenzkurs der KUKA Aktie ergibt dann eine vorläufige Anzahl von Phantom Shares. Die vorläufige Anzahl der Phantom Shares hat der Aufsichtsrat auf Basis des Durchschnittskurses der KUKA Aktie (Eröffnungskurs Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) zwischen dem 2. Januar 2015 und dem 23. März 2015 (dem letzten Handelstag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats) ermittelt. Der danach maßgebliche Kurs der KUKA Aktie beträgt 65,10 €.

Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums wird vom Aufsichtsrat ein EVA (Economic Value Added) der Continuing Operations (vor Steuern) auf Basis der operativen Planung der drei Programmjahre festgelegt, welches sich an dem Budget des ersten Geschäftsjahres des Dreijahreszeitraums und der Planung der beiden nachfolgenden Geschäftsjahre orientiert. Das kumulative EVA (tatsächliche EVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums wird durch das EVA der Continuing Operations entsprechend der operativen Planung der drei Programmjahre geteilt, um einen Erfolgsfaktor zu ermitteln. Der Erfolgsfaktor kann zwischen 0 und 2,0 schwanken.

Die endgültige Anzahl der Phantom Shares hängt von dem erreichten Erfolgsfaktor ab, der mit der vorläufigen Anzahl der Phantom Shares multipliziert wird. Die Obergrenze für die endgültige Anzahl Phantom Shares bildet eine Verdoppelung der vorläufigen Phantom Shares (dies ist der Fall, wenn der Erfolgsfaktor 2,0 erreicht wird).

Die Auszahlung erfolgt auf Basis der endgültigen Anzahl Phantom Shares zum Endkurs der KUKA Aktie (Durchschnittskurs der KUKA Aktie zwischen dem 2. Januar des den drei Bezugsjahren folgenden Jahres ("Folgejahr") und dem Tag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats des Folgejahres).

Endet das Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds durch Kündigung - unabhängig von welcher Seite sie erfolgt - so verfallen alle ihm zugeteilten Phantom Shares. Dies gilt jedoch nicht, wenn ein Vorstandsmitglied von seinem Kündigungsrecht wegen Eintritts eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft Gebrauch macht. In diesem Fall erfolgt eine anteilige Auszahlung entsprechend den Bedingungen des Phantom Share-Programms.

Das jeweilige Vorstandsmitglied ist verpflichtet, vom ausgezahlten Bruttoerlös der Programme eine bestimmte Anzahl KUKA Aktien zu erwerben, um ein Haltevolumen in Höhe von 50 % der Jahresgrundvergütung (Fix-Jahreseinkommen) im Zuteilungsjahr aufzubauen. Bis das Haltevolumen aufbaut ist, müssen 25 % des ausgezahlten Bruttobetrages des jeweiligen Jahres zum Erwerb von KUKA Aktien aufgewandt werden. Die Kaufsumme wird vom Nettoerlös einbehalten.# Vergütung des Vorstands

Diese Verpflichtung endet mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern. Der Aufsichtsrat entscheidet - soweit nicht vertraglich feste Zusagen erteilt worden sind - für jedes Jahr über die aktienorientierte Vergütung für den Vorstand. Ziel des Phantom Share-Programms und dessen Ausgestaltung ist, dass jedes Mitglied des Vorstands von KUKA zugleich auch Aktionär sein soll. Es fördert den Anteilsbesitz der Mitglieder des Vorstands bei KUKA und verknüpft damit die Interessen dieser Organmitglieder noch enger mit denen der Aktionäre. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele sowie der Vergleichsparameter ist grundsätzlich ausgeschlossen. Für das Phantom Share-Programm 2015 - 2017 wurden die Auszahlungsbeträge (Auszahlung im Jahr 2018) erstmalig mit einem Betrag entsprechend dem dreimaligen Zuteilungsvolumen begrenzt. Auch zukünftige Phantom Share-Programme werden entsprechend begrenzt, so dass die Vorstandsvergütung ab 2018 insgesamt (festes Jahresgehalt, variable Tantiemen und Auszahlungen aus einem Phantom Share-Programm) durch die Kumulation der Einzeldeckelungen begrenzt ist. Die Auszahlungsbeträge der aktuell noch laufenden Phantom Share-Programme 2013 - 2015 sowie 2014 - 2016 sind noch nicht der Höhe nach begrenzt. Aus diesem Grund ist derzeit auch die Gesamtvergütung des Vorstand noch nicht der Höhe nach begrenzt (über die hieraus resultierende Abweichung von der Empfehlung nach Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 DCGK haben Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Entsprechenserklärung berichtet).

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte "AbfindungsCaps". Dies bedeutet, dass im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Dienstverträge ohne wichtigen Grund im Hinblick auf mögliche Abfindungen eine Begrenzung vereinbart ist. Konkret sehen die Regelungen vor, dass die Abfindung den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des jeweiligen Dienstvertrages, begrenzt durch zwei Jahresvergütungen, nicht überschreiten wird. Weiterhin enthalten die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sogenannte "Change-of-Control" Klauseln. Danach haben die Vorstandsmitglieder im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (§§ 29 Abs. 2, 30 WpÜG) das Recht, den Dienstvertrag innerhalb von drei Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Im Falle einer Kündigung steht den Vorstandsmitgliedern eine Abfindung zu, deren Höhe sich nach der Vergütung der Restlaufzeit ihres Vertrages bemisst, aber maximal auf zwei Jahresvergütungen begrenzt ist. Kredite wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

2. Vergütung im Jahr 2015

Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für das Geschäftsjahr 2015 entsprechend den im DCGK empfohlenen einheitlichen Mustertabellen. Danach wird die Vergütung getrennt nach "gewährten Zuwendungen" (Tabelle 1) und "tatsächlich erfolgten Zufluss" (Tabelle 2) ausgewiesen. Bei den Zuwendungen werden zudem die Zielwerte (Auszahlung bei 100 % Zielerreichung) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben. Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich - unter dem Blickwinkel des tatsächlichen Zuflusses - im Geschäftsjahr 2015 auf insgesamt 7.911 T€.

Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 201S - Zuwendungsbetrachtung

Dr. Till Reuter Vorstandsvorsitzender Peter Mohnen Finanzvorstand
in T€ GJ 2014 GJ 2015 GJ 2015 (Min) GJ 2015 (Max) GJ 2014 GJ 2015 GJ 2015 (Min)
Festvergütung 568 600 600 600 381 425 425
Nebenleistungen¹ 25 25 25 25 29 31 31
Sonstige Vergütung² - 131 131 131 - - -
Summe 593 756 756 756 410 456 456
Einjährige variable Vergütung³ : Bonus 347 350 0 700 210 225 0
Verrechnung sonstige Vergütung⁴ - -131 -131 -131 - - -
Mehrjährige variable Vergütung:
Tantieme Unternehmensziele 2014⁵ 347 - - - 210 - -
Tantieme Unternehmensziele 2015⁵ - 350 0 700 - 225 0
Phantom Share-Programm 2014 - 2016⁶ 426 - - - 296 - -
Phantom Share-Programm 2015 - 2017⁶ - 443 0 1.200 - 277 0
Summe 1.713 1.768 625 3.225 1.126 1.183 456
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 1.713 1.768 625 3.225 1.126 1.183 456

¹ In den Nebenleistungen sind Aufwendungen bzw. geldwerte Vorteile für die Bereitstellung von Dienstwagen sowie Zuschüsse zu Versicherungen enthalten. Die Prämie für die D & O-Versicherung ist in den Nebenleistungen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den versicherten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.

² Herr Dr. Reuter hat im Geschäftsjahr 2015 als Präsident des Verwaltungsrates der Swisslog Holding AG (Buchs / Schweiz) eine Vergütung in Höhe von 145.000,00 CHF erhalten. Bei einem Umrechnungskurs von 1 € = 1,1022 CHF ergibt dies 131.555 €. Dieser Betrag ist bei der Darstellung der Zuwendungsbetrachtung berücksichtigt.

³ Anteil der variablen Tantieme für die Erreichung persönlicher Ziele (bei 100 % Zielerreichung) im genannten Geschäftsjahr (mögliche Zielerreichung von 0 bis 200 %).

⁴ Die Dienstverträge mit den Vorständen sehen vor, dass Vergütungen, die aufgrund eines Aufsichts-, Beirats- oder Verwaltungsratsmandats in einem mit der Aktiengesellschaft verbundenen Unternehmen gewährt werden, auf die Tantieme des Vorstandsmitglied in Anrechnung gebracht werden. Die Herrn Dr. Reuter von der Swisslog Holding AG gewährte Vergütung in Höhe von 131.555 € wird deshalb auf seine variable Vergütung angerechnet.

⁵ Aufgeschobener Anteil (50 %) der variablen Tantieme (bei 100 % Zielerreichung) für das genannte Geschäftsjahr.

⁶ Zuteilungswert zum Zeitpunkt der Gewährung des Phantom Share-Programms durch den Aufsichtsrat. Der Kurs der Aktie zu diesem Zeitpunkt wird mit der vorläufigen Anzahl der Phantom Shares multipliziert. Für das Phantom Share-Programm 2014 - 2016 betrug der Aktienkurs zu diesem Zeitpunkt 42,14 € (Schlusskurs Xetra am 28. Mai 2014) Für das Phantom Share-Programm 2015 - 2017 betrug der Aktienkurs 72,14 € (Schlusskurs Xetra am 24. März 2015)

Tabelle 2: Vergütung des Vorstands 2015 - Zuflussbetrachtung

Dr. Till Reuter Vorstandsvorsitzender Peter Mohnen Finanzvorstand
in T€ GJ 2014 GJ 2015 GJ 2014 GJ 2015
Festvergütung 568 600 381 425
Nebenleistungen¹ 25 25 29 31
Sonstige Vergütung² 0 131 0 0
Summe 593 756 410 456
Einjährige variable Vergütung³ Bonus 587 640 390 408
Mehrjährige variable Vergütung:
Tantieme Unternehmensziele 2012⁴ 524 - 1417 -
Tantieme Unternehmensziele 2013⁴ - 610 - 400
Phantom Share-Programm 2011 - 2013⁵ 1.022 - - -
Phantom Share-Programm 2012 - 2014⁵ - 3.082 - 1.541
Sonstige aktienbasierte Vergütung⁶ 14 11 8 7
Summe 2.740 5.099 949 2.812
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 2.740 5.099 949 2.812

¹ In den Nebenleistungen sind Aufwendungen bzw. geldwerte Vorteile für die Bereitstellung von Dienstwagen sowie Zuschüsse zu Versicherungen enthalten. Die Prämie für die D & O-Versicherung ist in den Nebenleistungen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den versicherten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.

² Herr Dr. Reuter hat im Geschäftsjahr 2015 als Präsident des Verwaltungsrates der Swisslog Holding AG (Buchs / Schweiz) eine Vergütung in Höhe von 145.000,00 CHF erhalten. Bei einem Umrechnungskurs von 1 € = 1,1022 CHF ergibt dies 131.555 €. Dieser Betrag ist bei der Darstellung der Zuwendungsbetrachtung berücksichtigt. Die Dienstverträge mit den Vorständen sehen vor, dass Vergütungen, die aufgrund eines Aufsichts-, Beirats- oder Verwaltungsratsmandats in einem mit der Aktiengesellschaft verbundenen Unternehmen gewährt werden, auf die Tantieme des Vorstandsmitglied in Anrechnung gebracht werden. Die Herrn Dr. Reuter von der Swisslog Holding AG gewährte Vergütung in Höhe von 131.555 € wird deshalb auf seine variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 (Auszahlung in 2016) angerechnet.

³ Im Geschäftsjahr ausbezahlte variable Vergütung.

⁴ Aufgeschobener Anteil der variablen Vergütung aus den Geschäftsjahren 2012 bzw. 2013, welche in den Geschäftsjahren 2014 bzw. 2015 zur Auszahlung gekommen sind.

⁵ Auszahlung Phantom Share-Programm 2011 - 2013 bei Endkurs 35,65 € (Durchschnittskurs der Aktie (Eröffnungskurs Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) im Zeitraum vom 01. Januar 2014 bis 22. März 2014). Auszahlung Phantom Share-Programm 2012 - 2014 bei Endkurs 65,10 € (Durchschnittskurs der Aktie (Eröffnungskurs Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis 23. März 2015). Die Auszahlungsbeträge geben jeweils den Bruttoerlös wieder. Die Nettoauszahlung ergibt sich aus dem Bruttoerlös abzüglich Steuern und Sozialabgaben, sonstige öffentliche Abgaben sowie der Kaufsumme für echte Aktien.

⁶ Auszahlung von Dividenenäquivalenten im Jahr 2014 in Höhe von 0,30 € je vorläufige Aktie der Phantom Share-Programme 2012 - 2014, 2013 - 2015, 2014 - 2016 sowie im Jahr 2015 in Höhe von 0,40 € je vorläufige Aktie der Phantom Share-Programme 2013 - 2015, 2014 - 2016, 2015 - 2017.

⁷ Nur anteiliger Wert wegen unterjährigem Eintritt in das Unternehmen zum 1. August 2012.

Für alle derzeit laufenden und noch nicht ausbezahlten Phantom Share-Programme (d. h. die Programme 2013 - 2015, 2014 - 2016 und 2015 - 2017) wurden Rückstellungen zum 31. Dezember 2015 gebildet, die den zu erwartenden Gesamtaufwand aus diesen Programmen berücksichtigen.Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern, deren Amtsperioden spätestens im Jahr 2008 geendet haben, Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt worden, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2015 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 10.018 T€ (HGB) (2014: 9.846 T€).

Vergütung des Aufsichtsrats

1. Vergütungsstruktur

Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Januar 2006 ist die Satzung dahingehend geändert worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste Vergütung erhalten. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung, welche 30 T€ beträgt und nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält die vierfache, der Stellvertreter des Vorsitzenden die doppelte Vergütung. Für die Leitung der Hauptversammlung, sofern diese nicht vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats geleitet wird, sowie für die Mitgliedschaft in einem oder mehreren nicht nur vorübergehend tätigen Ausschüssen, erhalten Aufsichtsratsmitglieder eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 30 T€. Ein Ausschussvorsitzender erhält - auch wenn er mehreren Ausschüssen vorsitzt oder Mitglied in einem anderen Ausschuss ist - höchstens das Eineinhalbfache der jährlichen Vergütung; dies gilt nicht für den Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsratssitzung (einschließlich der Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats) nach seiner Wahl entweder die Erstattung seiner Auslagen oder ein pauschales Sitzungsgeld von 450 € zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. Den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die bei der Aktiengesellschaft oder einer Konzerngesellschaft angestellt sind, steht auf Basis des Anstellungsvertrages weiterhin ein reguläres Gehalt zu.

2. Vergütung für die Jahre 2014 und 2015

Die folgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2014 und 2015:

Tabelle 3: Vergütung des Aufsichtsrates
| | Zahlung in 2015 für 2014 | Zahlung in 2016 für 2015¹ |
|---|---|---|
| Bernd Minning Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Personalausschusses, des Strategie- und Entwicklungsausschusses, des Vermittlungsausschusses und des Nominierungsausschusses | 165 | 165 |
| Michael Leppek² Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates | 90 | 90 |
| Prof. Dr. Dirk Abel | 60 | 60 |
| Dr. Walter Bickel¹ Vorsitzender des Prüfungsausschusses (bis 26. März 2015) | 75 | 17 |
| Wilfried Eberhardt | 30 | 30 |
| Siegfried Greulich² | 60 | 60 |
| Thomas Knabel² | 60 | 60 |
| Armin Kolb² | 60 | 60 |
| Carola Leitmeir² | 60 | 60 |
| Dr. Hubert Lienhard (ab 10. Juni 2015) | 0 | 34 |
| Friedhelm Loh (ab 10. Juni 2015) | 0 | 34 |
| Prof. Dr. Uwe Loos Vorsitzender des Technologie- und Produktionsausschusses | 75 | 75 |
| Dr. Michael Proeller¹ (bis 10. Juni 2015) | 60 | 26 |
| Guy Wyser-Pratte¹ (bis 10. Juni 2015) | 60 | 26 |
| Hans Ziegler Vorsitzender des Prüfungsausschusses (ab 10. Juni 2015) | 0 | 42 |

¹ Die Herren Dr. Bickel, Dr. Proeller und Wyser-Pratte sind bereits zum 26. März 2015 bzw. 10. Juni 2015 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Ihre anteilige Vergütung für das Jahr 2015 wurde bereits in 2015 abgerechnet und ausbezahlt.
² Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, die auch Mitglieder der IG Metall sind, haben erklärt, ihre Aufsichtsratsvergütung gemäß den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.

KUKA am Kapitalmarkt

Die KUKA Aktie ist im Börsensegment für mittelgroße Unternehmen, dem MDAX, gelistet und berichtet nach den Regeln des Prime Standards der Deutschen Börse. Das Unternehmen präsentiert sich regelmäßig auf internationalen Roadshows und Investorenkonferenzen. 2015 betrug das durchschnittlich börsentägliche Handelsvolumen der KUKA Aktie rund 156.000 Stück und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Marktkapitalisierung lag Ende 2015 bei mehr als 3 Mrd. €.

2011 2012 2013 2014 2015
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien Mio. Stück 33,43 33,92 33,92 34,17 36,14
Ergebnis je Aktie € 0,89 1,64 1,72 1,99 2,39
Dividende je Aktie € - 0,20 0,30 0,40 0,50*
Höchstkurs (Schlusskurs) € 20,00 29,02 38,50 62,51 85,59
Niedrigster Kurs (Schlusskurs) € 12,50 14,68 26,40 33,85 56,86
Jahresendkurs (Schlusskurs) € 14,14 27,67 34,05 58,98 83,05
Veränderung gegenüber Vorjahr % -14,8 95,7 23,1 73,2 41,0
Marktkapitalisierung (31.12.) Mio. € 472 938 1.154 2.106 3.198
Durchschnittlicher Umsatz/Tag Stück 132.000 120.000 144.000 157.000 156.000
  • Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 27. Mai 2016

KUKA Aktie - Besser als der MDAX in 2015

Im Berichtsjahr verzeichnete die KUKA Aktie ein Plus von 41% und stieg von 58,98 € auf 83,05 €. Damit hat sich die Aktie in abgelaufenen Geschäftsjahr besser als der MDAX (+23%)entwickelt, nachdem sie in 2014 der beste Wert im Index gewesen ist. Diese positive Kursentwicklung ist unter anderem auf die guten Finanzergebnisse im Vorjahr und auf das hohe Investoreninteresse, das sich für KUKA aus den Megatrends "Automatisierung", "Wachstum in China" und "Industrie 4.0" ergibt, zurückzuführen. Der MDAX, in dem die 50 mittelgroßen Börsenwerte in Deutschland gelistet sind, verbesserte sich 2015 um 23% von 16.935 Punkten (Jahresende 2014) auf 20.775 Punkte (Jahresende 2015). Dabei profitierte der MDAX unter anderem von der relativ guten Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der expansiven Geldpolitik der europäischen Zentralbank sowie der besseren Entwicklung einiger europäischer Länder nach der Finanzkrise. Innerhalb der Peer Group, also Unternehmen mit einer ähnlichen Geschäftsbasis und einer vergleichbaren Unternehmensgröße, konnte sich KUKA sehr positiv entwickeln und hat die zweitbeste Kurssteigerung erreicht. Die Aktienkurse innerhalb der Peer Group entwickelten sich in einer Spanne von -26% bis +70%.

Investor Relations

Um das Vertrauen der Anleger weiter zu stärken, legt KUKA hohen Wert darauf, zeitnah, transparent und regelmäßig mit dem Kapitalmarkt zu kommunizieren. Das Team von Investor Relations steht im intensiven Dialog mit dem Kapitalmarkt und berichtet über wichtige Ereignisse, die die KUKA Aktie beeinflussen. KUKA führte Gespräche an den Standorten Augsburg und Shanghai durch und präsentierte sich auf internationalen Investorenkonferenzen und Roadshows. Schwerpunkte der Aktivitäten in Deutschland waren vor allem die Finanzplätze in Frankfurt am Main und München. In Berlin, Köln/Düsseldorf und Baden-Baden wurden zusätzliche Veranstaltungen wahrgenommen. Im Ausland lag der kommunikative Schwerpunkt auf den Finanzplätzen in New York, London und Zürich/Genf, die mehrfach besucht wurden. Weitere Roadshows führten das Unternehmen unter anderem an die Finanzplätze Boston, Lyon, Mailand, Paris, Shanghai, Wien und Skandinavien. Zusätzliche Informationen stehen allen Investoren jederzeit im Internet unter www. kuka-ag.de/de/investor_relations zur Verfügung. Dort werden unter anderem Quartals-, Halbjahres- und Jahresberichte sowie Unternehmenspräsentationen veröffentlicht. Auf dieser Internetseite, wie auch am Ende dieses Geschäftsberichts, finden Sie den Finanzkalender mit der Terminplanung für 2016.

Aktionärsstruktur

Die KUKA Aktie weist unverändert einen relativ hohen Streubesitz auf. Dieser betrug zum 31. Dezember 2015, einschließlich des Anteilsbesitzes institutioneller Investoren, insgesamt rund 60% des Grundkapitals. Im Vergleich zum Jahresende 2014 ist der Streubesitz jedoch leicht gesunken (31. Dezember 2014: 65%). Folgende Investoren halten entsprechend ihrer Pflichtmittellungen mehr als 3% des Grundkapitals (Stand 31. Dezember 2015): Voith Gruppe 25,1%, SWOCTEM GmbH 10,0% und Midea Gruppe mit 5,4%.

Analysten bewerten Aktie mehrheitlich mit "Halten" und "Kaufen"

Die roboterbasierte Automation stand auch 2015 im Fokus der Investoren und Banken. Bewertet wurde die KUKA Aktie von insgesamt 24 Banken und Brokerhäuser. Wie auch schon im Jahr zuvor empfahl die Mehrheit der Bankanalysten die Aktie zum Kauf oder Halten: Zum Jahresende 2015 erfolgte viermal die Einstufung "Kaufen" (2014: siebenmal). Weitere neun Analysten stuften den Wert auf "Halten" (2014: elf) und elf auf "Verkaufen" (2014: sieben) ein. Dabei lag das durchschnittliche Kursziel zum 31. Dezember 2015 bei 69,83 € (31. Dezember 2014: 46,52 €). Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Internet unter www.kuka-ag.de/de/investor_relations.

Konsortialkredit refinanziert und erweitert

Die KUKA Aktiengesellschaft hat im April 2015 ihren Konsortialkredit refinanziert. Das Volumen des neuen Kredits wurde auf 230 Mio. € erhöht. Der in 2013 abgeschlossene Kredit wurde somit vorzeitig refinanziert und konnte aufgrund der guten Geschäftsentwicklung günstiger abgeschlossen werden. Entsprechend werden sich die Zinsaufwendungen in den nächsten Jahren reduzieren. Die Wandelschuldverschreibung (ISIN: DE000A1R09V9) mit einem Volumen von 150 Mio. € und einer Laufzeit bis Februar 2018 entwickelte sich bis zum Jahresende 2015 sehr positiv und schloss mit einem Kurs deutlich über 200 €. KUKA macht von seinem Recht der vorzeitigen Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung Gebrauch und kündigt die Wandelschuldverschreibung zum 24. März 2016. Die Ratingagenturen stuften die KUKA AG folgendermaßen ein: Standard & Poor's mit "BB+ (Ausblick: stabil)" und Moody's mit "Ba2 (Ausblick: positiv)".

Zusammengefasster Lagebericht

Grundlagen des Konzerns

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Der KUKA Konzern bestand im Berichtsjahr aus der KUKA Aktiengesellschaft und den Geschäftsbereichen Robotics, Systems und Swisslog. Die KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz in Augsburg beschäftigt sich als geschäftsleitende Holding des Konzerns mit unternehmensübergreifenden Aufgaben. Die Geschäftstätigkeiten der Bereiche werden operativ von den Geschäftsbereichsleitungen koordiniert.# KUKA AG

Geschäftsbereiche

Die Geschäftsbereiche sind global aufgestellt und werden von ihren Landesgesellschaften im Vertrieb sowie mit Montage- und Serviceleistungen unterstützt. KUKA ist einer der führenden Automatisierungsspezialisten weltweit. Der international tätige Technologiekonzern bietet seinen Kunden das komplette Leistungsspektrum aus einer Hand: von der Komponente - dem Roboter - über die Zelle, bis hin zur schlüsselfertigen Anlage. Mit fortschrittlichen Automatisierungslösungen trägt KUKA zur Effizienzsteigerung und verbesserter Produktqualität bei. Im Zuge von Industrie 4.0 stehen die intelligente, digitale Fabrik sowie flexible Fertigungskonzepte im Fokus.

Der Geschäftsbereich Robotics entwickelt, produziert und vertreibt die Kernkomponente für die Automatisierung - den Roboter. Neben der Fertigung von Industrie- und Servicerobotern stehen auch die Robotersteuerung und Software im Fokus. Darüber hinaus bietet Robotics seinen Kunden umfangreiche Serviceleistungen an.

Die Kernkompetenz des Geschäftsbereichs Systems liegt in maßgeschneiderten Lösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen. Systems plant und realisiert für seine Kunden automatisierte Anlagen und übernimmt den Umbau bestehender Anlagen für mehr Nachhaltigkeit und Effizienz. Im Fokus stehen Großprojekte für Automotive und Aerospace. Mit dem Erwerb der Reis Gruppe stärkte KUKA sein Zellengeschäft sowie das Wachstum in der General Industry. Diese Expertise bündelt KUKA in dem Bereich KUKA Industries als Teil des Geschäftsbereichs Systems.

Die zum Jahresende 2014 akquirierte Swisslog wurde im Berichtsjahr als Geschäftsbereich in den KUKA Konzern integriert. Der Bereich Healthcare Solutions realisiert Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Krankenhäuser, um nachhaltig die Effizienz zu erhöhen und die Patientenversorgung zu verbessern. Im Segment Logistik bietet der Bereich Warehouse & Distribution Solutions automatisierte Intralogistiksysteme an, von der Planung über die Realisierung bis hin zum Service.

Geschäftsbereich Robotics

Die Kernkomponente für die Automatisierung von Fertigungsprozessen liefert der Geschäftsbereich Robotics: Industrieroboter zusammen mit Steuerung und Software. Das breite Produktportfolio deckt Traglastbereiche von fünf bis 1.300 kg ab. So kann KUKA optimal auf die unterschiedlichen Anforderungen der Kunden eingehen. Alle Robotermodelle werden in Augsburg entwickelt und montiert. Die Schaltschränke werden in zwei ungarischen Werken in Taksony und Füzesgyarmat gefertigt. Für den asiatischen Markt produziert KUKA im Werk in Shanghai /China Roboter und Schaltschränke. Die KUKA Colleges bieten an mehr als 30 Standorten weltweit technische Schulungen und Fortbildungen für Kunden an. KUKA Robotics erweitert sein Angebotsspektrum kontinuierlich, um Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen passende Lösungen anbieten zu können und um auch kleinen und mittelständischen Unternehmen den wirtschaftlichen Einsatz von Robotern zu ermöglichen. Der Bereich Forschung und Entwicklung spielt hier eine bedeutende Rolle. Mit neuen Produkten und Technologien erschließt KUKA weitere Märkte und schafft neue Einsatzbereiche für die roboterbasierte Automatisierung. Mit der Entwicklung des sensitiven Leichtbauroboters LBR iiwa hat KUKA der Mensch-Roboter-Kollaboration den Weg geebnet. Intelligente Sicherheitstechnologien ermöglichen es, dass der Roboter den Menschen in seinem direkten Umfeld unterstützt. Die Steuerung verfügt über modulare und offene Schnittstellen, sodass die Roboter einfach in bestehende, vernetzte Produktionssysteme integriert werden können. Auch mobile Roboter steigern die Flexibilität und Effizienz in der Fertigung. Der im Berichtsjahr vorgestellte KUKA KMR iiwa besteht aus einer autonom navigierenden Plattform, auf der ein LBR iiwa montiert ist. Der mobile Assistent navigiert sicher durch die Produktion und optimiert logistische Abläufe.

Geschäftsbereich Systems

Der Geschäftsbereich Systems bietet seinen Kunden maßgeschneiderte Komplettlösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen. Er plant, projektiert und errichtet automatisierte Produktionsanlagen. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Anlage ab: von einzelnen Systemkomponenten, Werkzeugen und Vorrichtungen über automatisierte Produktionszellen bis hin zu kompletten Anlagen, die schlüsselfertig erstellt werden. Das Know-how des Geschäftsbereichs liegt in der Automation einzelner Produktionsverfahren, wie Schweißen und Fügen, in der Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe sowie in der Integration verschiedener Produktionsschritte zu einer vollautomatischen Anlage.

Automatisierte Großanlagen liefert der Geschäftsbereich Systems vor allem an die Automobilindustrie für den Karosseriebau und zur Montage von Motoren und Getrieben. Von Augsburg aus werden die Märkte in Deutschland und Europa betreut, vom Großraum Detroit in den USA die Region Nord- /Südamerika und von Shanghai in China der asiatische Markt. Von den Systems Standorten Bremen, Großraum Detroit /USA und Shanghai /China aus werden automatisierte Montagelinien, Test- und Prüfstände für Motoren und Getriebe projektiert und geliefert. In Toledo /USA betreibt Systems eine Fertigung der vollständigen Karosserie für den Jeep Wrangler von Chrysler (KTPO).

Immer mehr Branchen neben der Automobilindustrie setzen auf das langjährige Automatisierungs-Knowhow von KUKA Systems. Allen voran der Flugzeugbau, der großes Automatisierungspotenzial in der Fertigung birgt. Durch die Übernahme von Alema Automation tritt KUKA Systems im Bereich der Luftfahrt als Komplettanbieter auf. Der Erwerb der Reis Gruppe stärkte das Zellengeschäft sowie das Wachstum in der General Industry. In dem daraus geschaffenen Bereich KUKA Industries bündelt KUKA seine Expertise für Zellen und sein tiefes Prozess-Knowhow für Kunden aus der General Industry. Als Teil des Geschäftsbereichs Systems bietet KUKA Industries seinen Kunden innovative Füge- und Bearbeitungstechnologien, Laser- und Sonderschweißverfahren sowie alle Prozessschritte im Gießereibereich und in der Photovoltaik- und Batterieproduktion.

Geschäftsbereich Swisslog

Mit dem Geschäftsbereich Swisslog erschließt KUKA die Wachstumsmärkte E-Commerce /Retail, Lagerlogistik und Gesundheitswesen. Swisslog mit Hauptsitz in Buchs, Aarau /Schweiz, beschäftigt weltweit rund 2.500 Mitarbeiter und beliefert Kunden in über fünfzig Ländern. Von der Planung und Konzeption über die Realisierung bis zum Service über die gesamte Lebensdauer der Lösungen bietet Swisslog integrierte Systeme und Services aus einer Hand.

Der Bereich Healthcare Solutions realisiert Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Krankenhäuser, um nachhaltig die Effizienz zu erhöhen und die Patientenversorgung zu verbessern. Die Lösungen optimieren die Arbeitsabläufe im Materialtransport und Medikamentenmanagement. Das gibt dem Krankenhauspersonal mehr Zeit, sich um die Patienten zu kümmern. Gleichzeitig reduziert sich die Wahrscheinlichkeit von Medikationsfehlern auf ein Minimum.

Der Bereich Warehouse & Distribution Solutions realisiert Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Lager und Verteilzentren. Mit automatisierten Intralogistiksystemen optimiert Swisslog die Lagerlogistik und unterstützt Unternehmen dabei, maximalen Durchsatz zu minimalen Kosten zu erzielen, eine Vielzahl von Stock Keeping Units effizient zu handhaben und Lieferanforderungen mit hoher Genauigkeit zu erfüllen.

Märkte und Wettbewerbspositionen

Nach wie vor stellt die Automobilindustrie eine wichtige Säule für den Erfolg des KUKA Konzerns dar. Automotive machte im Berichtsjahr rund 50 % des Gesamtumsatzes aus. Es ist der Markt, in dem KUKA in den vergangenen 40 Jahren gewachsen ist und sich als Spezialist für roboterbasierte Automatisierungslösungen etabliert hat. Der Konzern arbeitet seit einigen Jahren erfolgreich daran, seine Geschäfte in Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) auszubauen, um seine Umsatzerlöse stärker zu differenzieren. So lagen die Umsatzanteile der General Industry und der Automobilindustrie im Berichtsjahr auf ungefähr gleichem Niveau.

In China, dem Wachstumsmarkt für Automatisierung, weitet KUKA seine Präsenz stark aus, um noch näher an den Kunden zu sein. Vom Produktionsstandort Shanghai werden die Roboter in den asiatischen Markt ausgeliefert. Durch intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bringt KUKA Robotics Technologien und Produkte hervor, die neue Möglichkeiten für den Robotereinsatz schaffen. Immer mehr Branchen profitieren von den Automatisierungslösungen, so zum Beispiel auch die Konsumgüter- oder Elektronikindustrie. KUKA Robotics zählt weltweit zu den führenden Roboterherstellern und gilt als marktführend in der Industrierobotik innerhalb Europas. KUKA Systems gehört zu den Spitzenanbietern im Karosseriebau in der Automobilindustrie und ist Marktführer in Nordamerika. Systems expandiert auch in Branchen außerhalb der Automobilindustrie, besonders im Flugzeugbau. Das Zellengeschäft von KUKA Industries im Geschäftsbereich Systems fokussiert sich vor allem auf die Energiebranche, die Konsumgüterindustrie, die Landmaschinenindustrie und den Schienenfahrzeugbau. Swisslog Healthcare Solutions ist der Weltmarktführer im Bereich der automatisierten Materialtransporte in Krankenhäusern (Rohrpostlösungen, fahrerlose Transportsysteme) und ein innovativer Nischenanbieter im Bereich des automatisierten Medikamentenmanagements (Lagerung, Verpackung und Verabreichung von Arzneimitteln). Swisslog Warehouse & Distribution Solutions ist global aktiv und einer der wenigen Intralogistik-Anbieter, die als Generalunternehmer schlüsselfertige Gesamtlösungen für ihre Kunden planen, realisieren und betreiben.

Konzernstrategie

KUKA bewegt sich in einem sehr dynamischen, innovationsgetriebenen Marktumfeld, das sich kontinuierlich neu definiert. Roboterbasierte Automation ist ein globaler Trend.# KUKA AG

Die zunehmende Digitalisierung im Zuge von Industrie 4.0 schafft neue Möglichkeiten für die Fabrik der Zukunft. Diese Entwicklung bedeutet aber auch, dass sich das Unternehmen einem neuen und härteren Wettbewerbsumfeld stellen muss. Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern und die Position des global führenden Automatisierungsunternehmens auszubauen, richtet sich KUKA an wachstumsstarken, profitablen Märkten aus. Unter dem Slogan "KUKA 2020" wurden übergreifende Maßnahmen angestoßen, die dem Unternehmen auf vielen Ebenen einen starken Entwicklungsschub geben werden. So stärkt ein globales Führungsleitbild das Miteinander. Des Weiteren werden verschiedene Aspekte der Unternehmenskultur, wie zum Beispiel die KUKA weite Zusammenarbeit oder die Sicherstellung der Innovationskraft, einbezogen. Dabei werden auch das Wissen und die vielfältigen Fähigkeiten der Mitarbeiter berücksichtigt. Außerdem findet eine konzernweite Harmonisierung von Strukturen und Prozessen statt. Um von den globalen Trends zu profitieren und das eigene Know-how optimal auszuschöpfen, konzentriert sich der Konzern darauf, seine Innovations- und Technologieführerschaft auszubauen.

1. Ausbau der Technologie- und Innovationsführerschaft sowie Weichenstellung in der Industrie 4.0

Die Marke KUKA steht für Innovationen in der Automatisierung und als Treiber von Industrie 4.0. KUKA setzte mit einer neuen Robotergeneration, die sensitiv ist und mit dem Menschen Hand in Hand arbeiten kann, neue Trends in der Robotik. Technologische Innovationen, wie verbesserte Sicherheits-, Vision- und Sensorsysteme, machen die Kooperation von Mensch und Maschine möglich. Der von KUKA entwickelte LBR iiwa ist genau mit diesen Eigenschaften ausgestattet. Ergänzt durch die Mobilität und autonome Navigation werden Roboter zu flexiblen Helfern in der Produktion. Der Trend geht zu Robotern, die mobil, einfach zu programmieren sowie flexibel einsetzbar sind. An diesen Trends richtet sich KUKA aus und baut die eigene Technologiekompetenz in den Fokusbranchen weiter aus. KUKA versteht sich als Treiber von Industrie 4.0 und entwickelt Technologien für die intelligente Fabrik der Zukunft. Im Zuge von Industrie 4.0 wird sich die Fertigung mit dezentral vernetzten Systemen immer mehr selbst organisieren. Dafür sind schnelle Datenleitungen und Technologien, wie Cloud-Computing oder Software-Verfahren zur Datenanalyse und Informationsverarbeitung, notwendig. Hier arbeitet das Unternehmen an ganz neuen Geschäftsmodellen, die in Zukunft nicht nur die Produktion, sondern die gesamte Wertschöpfung verändern werden. Aspekte, die den Arbeits- und Bildungsmarkt betreffen, werden dabei berücksichtigt. Außerdem setzt sich KUKA im Rahmen von verschiedenen Gremien und Diskussionsforen für eine stärkere Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein. Die Digitalisierung wird nicht nur starken Einfluss auf den technologischen Fortschritt, sondern auch auf die Gesellschaft nehmen. KUKA konzentriert sich drauf, die eigene Innovationskraft zu steigern und diese auch durch gezielte Akquisitionen zu ergänzen. Mit dem Erwerb der Reis-Gruppe stärkte KUKA bereits in 2014 das Zellengeschäft sowie das Wachstum in der General Industry. Im Berichtsjahr bündelte KUKA diese Expertise in dem Bereich KUKA Industries, der im Geschäftsbereich KUKA Systems angegliedert ist. Mit der Übernahme des Schweizer Unternehmens Swisslog hat KUKA Zugang zu den Wachstumsmärkten Lagerlogistik und Gesundheitswesen erlangt. Besondere Stärken hat Swisslog auf dem Gebiet der Materialfluss-Softwarelösungen. Die Kombination der Logistiktechnologien mit den Technologien, Produkten und dem Know-how der anderen Geschäftsbereiche im KUKA Konzern ergeben neue Möglichkeiten der Automatisierung.

2. Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neue Märkte und Regionen

KUKA hat eine marktführende Position in der Automobilindustrie. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich aber auch in Märkten außerhalb dieser Branche, in der General Industry. Die von KUKA adressierten Fokusmärkte zeichnen sich vor allem durch ein hohes Wachstums- und Ertragspotential aus. Der Automatisierungsgrad ist in diesen Branchen noch relativ niedrig. Kunden aus der General Industry automatisieren überwiegend, um ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, ihre Produktionszahlen zu erhöhen, aber auch, um ihre Qualität zu verbessern. Mit verschiedenen Akquisitionen hat KUKA hier die eigene Marktposition verbessert. Durch die Übernahmen von Alema kann KUKA Systems im Bereich der Luftfahrt als Komplettanbieter auftreten und erleichterte sich den Marktzugang. Durch die Beteiligung an der Reis Gruppe konnte KUKA Zugang zu neuen Branchen gewinnen, wie zum Beispiel in den Gießereisektor oder in die Solarenergie- und Batteriefertigung. Durch Swisslog wiederum erhält KUKA Zugang zu besonders attraktiven Wachstumsmärkten, wie der Lagerlogistik und dem Gesundheitswesen, und kann sich so in weiteren Kundensegmenten diversifizieren. Außerdem erhält KUKA Marktzugang insbesondere in den USA im Bereich der Warehouse-Logistik. In 2015 hat sich KUKA noch stärker nach den Marktsegmenten ausgerichtet. Insgesamt wurden acht Fokusmärkte definiert, die strategisch weiterentwickelt werden:

Automotive

Die Automobilkunden sind für KUKA seit jeher von großer Bedeutung. Lange Zeit waren sie die Hauptkunden. Heute ist Automotive ein wichtiges Standbein und bringt KUKA circa 50 % des Umsatzes ein. Die deutschen Premiummarken setzen stark auf KUKA und sind wichtige Technologie- und Innovationstreiber. KUKA wird in den kommenden Jahren im Automotive-Segment weiterhin global wachsen.

Aerospace

Im Bereich Aerospace ist KUKA Komplettanbieter und übernimmt bei den Kunden den gesamten Fertigungsprozess, zum Beispiel für das Nieten von Bauteilen. Ein wichtiger Kunde im Bereich Aerospace ist zum Beispiel Boeing in den USA. Nun gilt es, das Know-how auch in Europa und Asien zu nutzen, um hier weiter zu wachsen.

Electronics

Der 3C-Markt ist einer der wichtigsten Zukunftsmärkte. Denn die Automatisierungsrate dort ist noch sehr gering. Derzeit werden Produkte für den Elektronikmarkt hauptsächlich in Asien manuell gefertigt. Gefragt sind hier kundenspezifische Lösungen für die Fertigung von High-Tech-Produkten. Gleichzeitig steigen die Qualitätsansprüche und Lohnkosten in Asien stark an.

Consumer Goods

Roboter verarbeiten, kommissionieren, verpacken, stapeln, etikettieren und palettieren seit Jahren effizient und erfolgreich in der Produktion von so genannten Fast Moving Consumer Goods (FMCG), den Gütern des täglichen Verbrauchs. Sie kommen heute vor allem in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, aber auch bei der Schuhoder Textilherstellung sowie in der Produktion von Kosmetikartikeln oder Pharmazeutika zum Einsatz - entlang der Prozesskette von der Primärverpackung bis zum Palettieren und Depalettieren. Während zu Beginn der Kette roboterbasierte Automation in erster Linie im Hinblick auf extrem kurze Taktzeiten von meist einer halben Sekunde eingesetzt wird, erfolgt der Einsatz von Robotern im hinteren Bereich vor allem aufgrund hoher Traglasten. Die nächste Robotergeneration wird sukzessive neue Einsatzbereiche entlang der Prozesskette erschließen, in denen sowohl die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) als auch Mobilität gefragt sind. Der Verbraucher möchte sich schon heute seine Produkte im Internet selbst zusammenstellen. Die Individualisierung erfordert die Vernetzung zwischen der Produktion und der IT und wird die Produktion nachhaltig verändern. Als das flexibelste Element sammelt der Roboter bereits heute die Daten in der Produktion und liefert sie an das IT-System. Er ist der Arm der IT in die Produktion, das Verbindungsglied. Zukünftig wird die IT diese Daten verarbeiten und über den Roboter zurück an die Produktion geben, die sich dann auf deren Basis sukzessive optimieren kann. Keine andere Komponente im Produktionsprozess ist derzeit in der Lage, diese tragende Rolle so gut auszufüllen wie moderne Industrieroboter.

Metal Industry

In der Metallverarbeitenden Industrie kann KUKA auf langjährige Erfahrung zurückgreifen. Zum Beispiel im Schutzgas- oder Laserschweißen oder in der Gießereitechnologie.

Energy

KUKA Industries liefert Standardprodukte und individuelle Lösungen für ganz unterschiedliche Aufgabenstellungen in der Photovoltaik-Produktion. Das Unternehmen bietet seinen Kunden die passende Lösung für jeden Schritt der Photovoltaik-Modulherstellung - vom Brick-Sägen, dem Zell-Handling und Querverlöten bis hin zum Rahmen und Verpacken der Module.

Healthcare

Das Gesundheitswesen steht derzeit vor einer großen Herausforderung. Der demografische Wandel und fehlendes Pflegepersonal machen den Einsatz von modernen Technologien unabdingbar. Automatisierungslösungen können in Krankenhäusern für mehr Effizienz sorgen und Arbeitsabläufe verbessern. Das Pflegepersonal wird entlastet und kann sich in Zukunft wieder mehr der Pflege des Menschen widmen. Lösungen von Swisslog unterstützen beispielsweise moderne Krankenhäuser und Einrichtungen des Gesundheitswesens bei einem effizienten Materialtransport- und Medikamentenmanagement, um Arbeitsabläufe und Kosten zu optimieren und das Wohlbefinden der Patienten zu erhöhen. Und auch KUKA Produkte werden schon lange im Bereich Medizin eingesetzt. Mobile und sensitive Roboter eröffnen hier ganz neue Möglichkeiten für die Unterstützung des Menschen bei der Pflege.

E-Commerce

Über den elektronischen Handel wird eine große und vielfältige Menge an Gütern über Warenverteilzentren an den Verbraucher geschickt. Massen, die langfristig nur durch Automatisierung zu bewältigen sind. Ein Absatzmarkt für Regalbediengeräte, Hochregallager oder Lagersysteme, wie sie Swisslog bietet, aber auch für die Robotik. KUKA hat eine starke Position im europäischen Markt, die es zu sichern gilt.# Wachstumspotenziale

Das Unternehmen sieht Wachstumspotenziale im Ausbau der weltweiten Standorte, insbesondere in den wachstumsstarken Regionen Asien und Nordamerika. Der Fokus liegt dabei auf dem Potenzial des chinesischen Marktes. Gemäß Prognose des internationalen Robotik-Verbands International Federation of Robotics (iFR) wird der chinesische Markt in den nächsten Jahren sehr stark wachsen. Weltweit wird mit einem jährlichen Durchschnittswachstum von circa 12 % gerechnet. KUKA ist seit vielen Jahren mit mehreren Niederlassungen in Asien vertreten und hat seine Präsenz im chinesischen Markt in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet. Hauptsitz für das Asien-Geschäft ist Shanghai, wo im Jahr 2016 ein Hub gebildet und damit verschiedene Funktionen gebündelt werden.

Kontinuierliche Etablierung nachhaltiger, effizienter Kostenstrukturen

Um das profitable Wachstum zu unterstützen und dadurch langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, werden verschiedene Maßnahmen im Bereich Operational Excellence vorangetrieben. Mit dem Programm Power ON hat der Vorstand eine Schlüsselinitiative gestartet, die über die nächsten Jahre weitere Abläufe, die Organisation sowie IT-Systeme und Tools konzernweit optimieren und harmonisieren wird. Ziel von Power ON ist es, KUKA für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie KUKA 2020 fit zu machen. Außerdem wird im Rahmen dieses Programms eine konzernweit einheitliche ERP-Steuerung eingeführt werden (Enterprise Resource Planning). Das Gesamtprogramm betrifft KUKA weltweit und umfasst alle Divisionen und Kernfunktionen. Im Berichtsjahr wurden erste Meilensteine erreicht. Entsprechend dem holistischen Geschäftsmodell wird ein neues Organisationssteuerungsmodell erarbeitet, an dem sich der Konzern künftig ausrichten wird. Des Weiteren wird eine Geschäfts-Prozess Management-Organisation eingeführt, die nun die Kernprozesse, wie zum Beispiel Produktportfolioentwicklung oder Beschaffung, global festlegt. Hierfür wurden Prozess-Verantwortliche für die jeweiligen Bereiche zunächst auf globaler Ebene benannt. Lokale Anpassungen werden im weiteren Projektverlauf folgen. Außerdem wurde ein weltweites Hub-Konzept erarbeitet, um Verwaltungsfunktionen der einzelnen Gesellschaften in Shared Service Centern zu bündeln. Es werden Shared Service Center in Augsburg für die Region Europa sowie in den Regionen China und USA eingerichtet. Dies dient dazu, die Abläufe zu modernisieren und durch Bündelung gleichartiger Aufgaben die Effizienz zu erhöhen.

Finanzielles Steuerungssystem und Ziele

Die Konzernstrategie zielt auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Zur internen Konzernsteuerung und Kontrolle des Geschäftsverlaufs sowie der Lage des Konzerns werden verschiedene Erfolgskennzahlen, die finanziellen Leistungsindikatoren, verwendet. Die finanziellen Zielgrößen des KUKA Konzerns messen Leistungen, die den Unternehmenswert beeinflussen. Die für den KUKA Konzern wichtigsten Steuerungsgrößen sind Umsatz, EBIT, ROCE und Free Cashflow. Die Entwicklung dieser Größen ist unter Geschäftsverlauf ab Seite 12 und unter Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ab Seite 15 dargestellt.

Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich die EBIT-Marge. Um die Rentabilität des eingesetzten Kapitals zu ermitteln, wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital (Capital Employed) gesetzt. Dies ergibt den ROCE (Return on Capital Employed). EBIT und ROCE werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche ermittelt. Der Free Cashflow, also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen, zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viele Mittel ggf. für die Zahlung einer Dividende und zur Schuldentilgung zur Verfügung stehen. Diese Kennzahlen sind Teil des Ziel- und Entlohnungssystems im KUKA Konzern und werden veröffentlicht. Somit wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter die gleichen Zielvorgaben verfolgen.

Mittelfristig, das heißt zwischen drei und fünf Jahren, liegt die EBIT-Zielmarge im Geschäftsbereich Robotics bei mindestens 12 % und im Geschäftsbereich Systems bei mindestens 6 %. Aktuell wird der größte Umsatzanteil mit über 50 % in Europa generiert. Der Umsatzanteil von Asien soll weiter ausgebaut werden und mittelfristig bei rund 30 % des Umsatzes liegen. Die Erreichung der Ziele hängt auch vom Knowhow und dem Engagement der Mitarbeiter ab. Aus diesem Grund ist es für KUKA wichtig, weltweit ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.

Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau ist der Auftragseingang. Nach Abzug der Umsatzerlöse ergibt sich hieraus der Auftragsbestand als Stichtagswert am Ende einer Berichtsperiode. Der Auftragsbestand ist eine wichtige Kennzahl für die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten in den kommenden Monaten. Auftragseingang und Auftragsbestand werden für den KUKA Konzern sowie für die Geschäftsbereiche ermittelt. Alle Kennziffern werden laufend von den Führungsgesellschaften und vom zentralen Rechnungswesen und Controlling des KUKA Konzerns verfolgt und überprüft. Das Management analysiert Planabweichungen und entscheidet über Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Zielgrößen.

5-Jahres-Darstellung der wichtigen Kennzahlen im KUKA Konzern

Kennzahl 2011 2012 2013 2014 2015
Umsatz (in Mio. €) 1.435,6 1.739,2 1.774,5 2.095,7 2.965,9*
EBIT (in Mio. €) 72,6 10 9,8 120,4 141,8
ROCE (%) 135,6 21,8 32,3 36,9 28,9
Free Cashflow (in Mio. €) 20,0 6,5 77,1 95,4 -172,2
  • davon 620,8 Mio. € von Swisslog

Zielerreichung

Im Berichtsjahr 2015 hat der KUKA Konzern seine Finanzziele erreicht und sein profitables Wachstum fortgesetzt. Im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2014 und auf der Bilanzpressekonferenz am 25. März 2015 prognostizierte der Vorstand für das Jahr 2015 Umsatzerlöse von rund 2,8 Mrd. € und eine EBIT-Marge von rund 5,5 % vor PPA (Purchase Price Allocation) für Swisslog. Im Zielwert für die EBIT-Marge wurden die Integrations- und Restrukturierungskosten für Swisslog berücksichtigt. Zudem sollte die EBIT-Marge durch Wachstumsinvestitionen in neue Branchen, in den chinesischen Markt sowie in globale Prozess- und IT-Strukturen belastet werden. Die Entwicklung der Konzernumsätze sollte von der erstmaligen Konsolidierung der Swisslog profitieren. Zusätzlich sollten beide Kundensegmente - General Industry und Automotive - und aus regionaler Sicht China und Nordamerika, positiv zur Umsatzentwicklung beitragen.

Bei der Berichterstattung zu den Halbjahresergebnissen 2015 erhöhte der Vorstand die Ziele auf rund 2,9 Mrd. € Umsatzerlöse und eine EBIT-Marge von 6,5 - 7,0 % vor Kaufpreisallokation für Swisslog. Grund für diese Anpassung war eine positive Geschäftsentwicklung sowie positive Effekte aus den Verkäufen des Geschäftsbereichs Werkzeugbau und der HLS Engineering Group.

Konkret wurden im Jahresverlauf folgende Angaben gemacht:

Quartal Umsatzerlöse EBIT-Marge
1. Quartal 2015 ~ 2,8 Mrd. € ~ 5,5* %
2. Quartal 2015 ~ 2,9 Mrd. € 6,5 - 7,0* %
3. Quartal 2015 ~ 2,9 Mrd. € 6,5 - 7,0* %
  • vor PPA (Purchase Price Allocation) für Swisslog

Im Berichtsjahr wurde der für die Umsatzerlöse prognostizierte Zielwert erreicht. Der Konzern erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von 2.965,9 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bereinigt um die Effekte aus der Kaufpreisallokation für Swisslog bei 6,5 %. Die EBIT-Marge von Robotics lag mit 11,0 % leicht höher als 2014 (10,7 %). Das stabile Automotive-Geschäft und das starke Wachstum in den Bereichen General Industry und Service sowie regional gesehen in China haben zur positiven Entwicklung der Profitabilität beigetragen. Bei Systems stieg die EBIT-Marge um 1,6 Prozentpunkte auf 7,8 % (2014: 6,2 %). Dieser Anstieg ist überwiegend auf weiter verbesserte Prozessstrukturen, den konsequenten Fokus auf die Kostenstruktur sowie die hohe Auslastung aufgrund der guten Nachfrage vor allem aus Nordamerika zurückzuführen. Aber auch der Gewinn aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Werkzeugbau und der HLS Engineering Group wirkte sich auf die Gesamtmarge des Geschäftsbereichs positiv aus.

KUKA erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 86,3 Mio. € (2014: 68,1 Mio. €). Die Investitionen lagen mit 107,0 Mio. € wie geplant über dem Wert aus 2014 in Höhe von 94,3 Mio. €. Hierbei handelt es sich vor allem um Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Sachanlagen und in den Bau des neuen Entwicklungs- und Technologiezentrums in Augsburg. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde mit einem Free Cashflow im mittleren zweistelligen Millionenbereich ohne Finanzinvestitionen gerechnet. Es ergab sich ein positiver Free Cashflow in Höhe von 95,7 Mio. €. Im Vorjahr war der Free Cashflow insbesondere aufgrund der Akquisition der Swisslog-Gruppe mit -172,2 Mio. € noch deutlich negativ. Detaillierte Angaben finden Sie im Kapitel Ertrags-, Finanz, und Vermögenslage ab Seite 15.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung (F & E) ist für KUKA von strategischer Bedeutung. Er sichert die Innovations- und Technologiekraft des Konzerns. Im Berichtsjahr investierte das Unternehmen stark in diesem Bereich. Die Aufwände für Forschung und Entwicklung beliefen sich 2015 auf 105,4 Mio. € und lagen somit deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr (2014: 78,2 Mio. €). Zu berücksichtigen ist dabei, dass Swisslog (Erstkonsolidierung 31. Dezember 2014) erst ab dem 1. Januar 2015 zur Gewinn- und Verlustrechnung der KUKA beiträgt. KUKA hat seine Aktivitäten frühzeitig auf Industrie 4.0 ausgerichtet und entsprechend investiert. Der Bereich Entwicklung wird zudem internationaler. So wurde beispielsweise in Austin, Texas /USA ein IT-Standort gegründet, der sich auf die Weiterentwicklung der Softwareanwendungen und den Bereich Datenanalyse konzentrieren soll.# KUKA AG – Geschäftsbericht 2015

Wissenschaft und Forschung

Zusätzlich beteiligte sich KUKA an Unternehmen und Start-Ups, die uns bei der weiteren Digitalisierung unterstützen und den frühzeitigen Zugang zu Innovationstrends sichern. Der Aufwand für F & E kann überwiegend dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden. Im Berichtsjahr meldete Robotics 168 Patente an, von denen 117 erteilt wurden. Bei Systems finden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in erster Linie im Rahmen von Kundenprojekten statt. Hier wurden 2015 insgesamt 100 Patente angemeldet und 62 erteilt. Im Berichtsjahr arbeitete KUKA vor allem daran, das bestehende Produktportfolio zu erweitern und zu verbessern sowie Industrie 4.0 Anwendungen zu entwickeln. Dazu zählen auch Schlüsseltechnologien, wie die Mensch-Roboter-Kollaboration, Mobilität und Smart Platforms. Diese Schwerpunkte zeigte KUKA in der Fabrik der Zukunft auf der Hannover Messe unter dem Motto "Hello Industrie 4.0". Die KUKA Konzernforschung ist unternehmensübergreifend tätig und entwickelt Technologien für zukunftsfähige Produkte und Lösungen der Konzerngesellschaften.

Geschäftsbereich Robotics

KUKA Robotics präsentierte im November 2015 die neue KR CYBERTECH nano-Serie in China, dem größten und am schnellsten wachsenden Robotermarkt der Welt. Die neuen Handhabungs- und Schweißroboter definieren die Leistungsparameter der niedrigen Traglast neu und ergänzen das Roboterportfolio mit Traglasten von sechs, acht und zehn Kilogramm. Unter dem Motto "Performance. Reinvented." hat KUKA die neuen Roboter auf der "Robotics Show" im Rahmen der China International Industrial Fair (CIIF) in Shanghai erstmals vorgestellt.

Mit dem KMR iiwa (KMR steht für "KUKA Mobile Robotik") kombiniert KUKA die Stärken des sensitiven Leichtbauroboters LBR iiwa mit einer autonom navigierenden Plattform, auf die der LBR iiwa montiert ist. So wird der Roboter zum mobilen, hochflexiblen Produktionsassistenten - eine wichtige Voraussetzung für die Produktion der Zukunft. Mit der integrierten KUKA Navigation Solution in Verbindung mit Sicherheits-Laserscannern erkennt er frühzeitig Hindernisse und kann sich gemeinsame Wege mit Personen und Logistikzügen teilen.

Kürzere Montagezeiten und effektiver Einsatz von Arbeitskraft im Satellitenbau sind die Ziele des Projektes "Tomorrow's factory" mit der französischen Firma Thales Alenia Space. Dabei stellt ein LBR iiwa Zubehörteile aus verschiedenen Aufbewahrungsbehältern als Paket zusammen und bereitet so den nächsten Arbeitsschritt vor. Der KMR iiwa bringt das fertige Paket zur Montage-Station der Satelliten. Außerdem ist der Einsatz der Transportplattform KMP omniMove (KMP steht für "KUKA Mobile Platforms") geplant, um die fertigen Satelliten innerhalb der Produktion autonom zu transportieren.

Der KR AGILUS HM (Hygienic Machine) ergänzt als hygienegerechter Roboter für die Lebensmittel- und Pharmabranche das Portfolio der KR AGILUS Kleinrobotik-Serie.

Auf der GIFA 2015 wurde erstmals der KR 120 R2100 nano F exclusive präsentiert. Er ist auf die extremen Arbeitsbedingungen in Reinigungsanlagen sowie mittleren und größeren Waschzellen optimiert und ergänzt das KR QUANTEC Portfolio der Spezialroboter für Gießereien im Kompaktbereich.

Für Applikationen, in denen höchste Präzision gefragt ist, hat KUKA den extrem genauen KR 300 R2500 ultra SE entwickelt. Er verfügt über eine Positionsgenauigkeit von unter 0,3 mm. Der Roboter wurde auf der EMO 2015 in Mailand vorgestellt.

Auf der Entertainment Messe IAAPA in Orlando, Florida /USA wurde zudem 2015 die neue Generation des KUKA Coaster vorgestellt, ein Fahrgeschäft auf Basis eines KUKA Industrieroboters. Die neue Generation ermöglicht den einfachen ebenerdigen Zustieg und wird mit einem Bediengerät über Touch Screen angesteuert.

Geschäftsbereich Systems

Der flexFELLOW ist eine ortsflexible Robotereinheit, auf der ein LBR iiwa installiert ist. Er kann innerhalb kürzester Zeit manuell an den Einsatzort gefahren und dort in Betrieb genommen werden. So entsteht ein hohes Maß an Flexibilität in der Planung von Anlagen sowie die fließende Variation des Automatisierungsgrades. Durch die Kombinationsmöglichkeit von manuellen und automatisierten Tätigkeiten kann die Produktion optimal an die jeweils benötigte Auslastung angepasst werden. Dabei können Mensch und Roboter sicher zusammenarbeiten.

Energieeffizienz im Anlagenbau

Nach der Entwicklung eines Softwaretools zur energieeffizienten Auslegung von Fertigungsanlagen im Vorjahr wurden in 2015 die Maßnahmen auf Wirksamkeit, Auswirkungen auf Produktionsanlagen und etwaige Mehrkosten untersucht. Die von KUKA Systems entwickelten Anlagen sollen nicht nur theoretisch Ressourcen schonen, sondern auch in der Praxis zu einer nachhaltigen Produktion beitragen. Dafür müssen die Verbräuche kontinuierlich überprüft werden. Mit den Lösungen von KUKA Systems lassen sich Energieverbräuche sowohl während der Planung als auch später im Betrieb aufzeichnen. In Kombination mit dem Visualisierungsstandard kann der Leistungsverlauf bei Bedarf angezeigt und archiviert werden. Auf dem Bediengerät wird dem Bediener über ein Ampelsystem angezeigt, ob der aktuelle Energieverbrauch dem vorgesehenen entspricht. So kann zeitnah reagiert und gegengesteuert werden.

Forschung für den Karosseriebau der Zukunft

KUKA Systems arbeitete im Berichtsjahr intensiv an Konzepten für den Karosseriebau der Zukunft. Die Herausforderung in der Branche besteht immer mehr darin, eine steigende Anzahl unterschiedlicher Fahrzeugmodelle in zunehmend kleineren Stückzahlen zu produzieren. KUKA Systems ist bereits seit Anfang 2014 an der Forschungsfabrik Karosseriebau beteiligt und seit Ende 2014 Mitglied im Forschungsverbund ARENA 2036. Für den wandlungsfähigen Karosseriebau wurde das Konzept "Matrix Karosseriebau" entwickelt, bei dem die einzelnen Prozessschritte in standardisierten Zellen erfolgen. Das Konzept sorgt für eine wandlungsfähige und vernetzte Fertigung, die den entscheidenden Wettbewerbsvorteil in der modernen Industrie bringt. Die Basiszellen werden über AGVs (Automated Guided Vehicles) mit den jeweils benötigten Produktions- und Spannwerkzeugen gerüstet, so dass verschiedene Typen und Derivate auf einer Linie gefertigt werden können. Die AGVs übernehmen auch die Bauteillogistik. Die Herstellung von Kleinserien unter Beibehaltung der ökonomischen Vorteile einer Großserie wird dadurch realisierbar. Das Konzept eignet sich nicht nur für die Automobilbranche, sondern auch für variantenreiche Kleinserien, da die Taktzeiten gering sind.

KUKA Industries

Die Reis-Pressenbaureihe SEP für das Stanzentgraten wurde 2015 um weitere Baugrößen erweitert. Diese neue Baureihe zeichnet sich durch eine starke Modularisierung aus. Dadurch bieten sich dem Kunden viele unterschiedliche Varianten ohne das Standardisierungskonzept aufzugeben. Die SEP-Baureihe in Verbindung mit der Steuerung Dialog IV bietet dem Kunden neue Funktionen, eine komfortable, intuitive Bedienoberfläche und leistungsfähige Schnittstellen zur Ansteuerung und Datenübertragung für Industrie 4.0.

KRC ROBOTstar ist die neue Robotersteuerung von KUKA Industries. Dabei wurde die Robotersteuerung ROBOTstar-VI von Reis nahtlos auf die Steuerungsplattform der KUKA KRC 4 integriert. Die Bedienung und Programmierung erfolgt über das Touch-Bediengerät reisPAD. Die KRC ROBOTstar ist offen für die digitale Kommunikation mit anderen Netzwerkteilnehmern und bildet so die ideale Basis für künftige Industrie 4.0-Anwendungen.

Auf der GIFA 2015 stellte KUKA Industries Komplettlösungen für Kokillen- und Druckgussautomation vor. Dabei verbindet KUKA Industries Automations- und Prozesswissen.

Geschäftsbereich Swisslog

Mit dem automatisierten Ware-zur-Person-System "CarryPick" zeigte KUKA auf der Hannover Messe die erste Applikation gemeinsam mit Swisslog. "CarryPick" besteht aus mobilen Regalen, AGVs (Automated Guided Vehicles), multifunktionalen Arbeitsplätzen "ProPick" und dem Swisslog Warehouse Management System WM6. AGVs fahren in einem definierten Lagerbereich unter mobile, mit Ware bestückte Regale, heben diese an und transportieren sie zu Kommissionier-Arbeitsplätzen. Dort assistiert der sensitive Leichtbauroboter LBR iiwa dem Menschen. Auch er nimmt Aufträge eines Systems entgegen. Unterstützt durch ein 2D Visionsystem wählt er bestellte Ware aus vorbeifahrenden Behältern aus und entnimmt sie mithilfe von Sauggreifern.

Zusammen mit einem langjährigen Bestandskunden entwickelte KUKA eine automatische Palettierstation. In der Intralogistik gehört das automatisierte Beladen gemischter Paletten zu den zentralen Aufgaben. Je nach Verpackungsform und Sequenzier-Kriterien bestehen höchste Ansprüche.

Auszeichnungen für KUKA Produkte und Technologien

Im März 2015 gewann der KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie "Großunternehmen". Mit dem Preis werden die bedeutendsten wissenschaftlichen, technischen, unternehmerischen und geistigen Innovationen der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.

Zudem erhielt KUKA im ersten Quartal 2015 den renommierten euRobotics Technology Transfer Award. Den Preis gewann das Unternehmen gemeinsam mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für den erfolgreichen Technologietransfer mit dem Titel "Flexible Autonomous Navigation for Industrial Shop Floor." Der Technologietransfer beinhaltete verschiedene Verfahren zur autonomen Navigation, die es ermöglichen, mit Hilfe von KUKA omniMove Schwerlastplattformen neue Produktions- und Logistikkonzepte in den Bereichen Aerospace und General Industry umzusetzen.

Die Reibschweißmaschine KUKA Genius wurde mit dem Red Dot Design Award in der Kategorie "Product Design" ausgezeichnet. Sie überzeugte durch ihr ansprechendes Design, hohe Funktionalität und eine einfache, ergonomische Bedienung. KUKA Genius lässt sich leicht installieren, ist platzsparend und kann je nach Schweißaufgabe konfiguriert werden.

Für das Design der Kleinrobotikserie KR AGILUS wurde KUKA im Rahmen der 50.# Internationalen Konferenz der Industrial Designers Society of America mit dem International Design Excellence Award (IDEA) ausgezeichnet. Das Design transportiert die technischen Eigenschaften des KR AGILUS - Dynamik, hohe Geschwindigkeit, exakte Präzision und maximale Flexibilität. Dabei ist das Design besonders materialsparend ausgelegt, um die maximale Agilität der Maschine zu erreichen.

Beschaffung

Nach der Übernahme von Swisslog wurden Preise und Lieferkonditionen bei gemeinsamen Lieferanten der KUKA Gesellschaften optimiert. Insbesondere im indirekten Einkauf wurden die Einsparpotentiale im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich, die im Vorjahr in einem gruppenübergreifenden Projekt der Geschäftsbereiche Robotics und Systems angestrebt worden waren, vollständig erzielt. Schwerpunkt war hierbei das Nachschärfen der Schnittstellen im Einkauf und bei den Bedarfsträgern. Außerdem werden übergreifend neue Verhandlungswerkzeuge genutzt. Bezüglich des Zukaufs von Fertigungsteilen prüft Swisslog die Fertigungsstandorte von KUKA Rumänien und REIS Tschechien für Make-or-buy-Betrachtungen. Für die Bearbeitung der indirekten Materialien startete Swisslog zusammen mit den weiteren KUKA Gesellschaften im Juli 2015 ein Projekt, mit dem Ziel, diese Materialien und Dienstleistungen künftig in enger Zusammenarbeit zu beschaffen. Durch die Bündelung der Volumina und Lieferanten werden 2016 und 2017 weitere Einspareffekte erzielt werden. Des Weiteren wurde das Materialgruppenmanagement von Robotics, Systems und Swisslog enger verzahnt.

Beschaffung bei Robotics

Insgesamt konnten bei Robotics im Einkauf aufgrund der günstigen Rohstoffpreise Einsparungen in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe erwirtschaftet werden. Darüber hinaus konnte die Lokalisierung in China deutlich ausgebaut und der Lieferantenstamm maßgeblich erweitert werden.

Beschaffung bei Systems

In einem Optimierungsprojekt wurden die Schnittstellen und Prozesse zum Einkauf analysiert und nachgeschärft. Voraussetzungen, um Einkaufshebel wirkungsvoller einzusetzen, wurden erarbeitet, den Schnittstellenpartnern sowie den Einkäufern gespiegelt und neue Reportingstrukturen aufgebaut. Zusätzlich wurde die Einkaufsorganisation neu aufgestellt, um in Zukunft die Vergabestrategien und Voraussetzungen besser zu steuern. Damit wird der Einkauf proaktiver agieren, das Front-Loading weiter stärken und die Einsparungen deutlich steigern. Für KUKA Industries wurden in Obernburg ebenfalls über ein Optimierungsprojekt Prozesse, Methoden und Tools im Einkauf verbessert. Wesentlich dabei ist die frühzeitigere Einbindung des Einkaufs in alle Beschaffungsumfänge. Ebenso wurden ein Materialgruppenmanagement und Kennzahlen zur Steuerung per Qlik-View umgesetzt. Im zweiten Teil des Projektes wurden Maßnahmen für zusätzliche Einsparpotenziale identifiziert, die 2016 weiter umgesetzt werden.

Beschaffung bei Swisslog

Die Umstellung auf direkte Berichtslinien von den lokalen Einkaufsleitern zum strategischen Einkaufsleiter im Geschäftsbereich Warehouse & Distribution Solutions hat die Prozesse und Tools im Einkauf weiter harmonisiert. Durch den Ausbau der strategischen Beschaffung wurde das Materialgruppenmanagement mit KUKA Robotics und KUKA Systems enger verzahnt. Im Bereich des Projektgeschäfts wurden die Einsparziele übertroffen. An weiteren Swisslog Standorten wurde SAP eingeführt. Der Rollout-Prozess wird 2017 abgeschlossen sein. Dies wird Beschaffungsprozesse harmonisieren sowie eine verbesserte Transparenz von Beschaffungsdaten ermöglichen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

IWF - Weltwirtschaft soll trotz schwieriger Rahmenbedingungen in 2016 um 3,1 % wachsen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Anfang des laufenden Jahres seine Prognose der Weltwirtschaft für 2016 und 2017 vorgestellt. Für die globale Wirtschaft rechnet der Fonds mit einem moderaten Wachstum von 3,1 % im laufenden und von 3,4 % im kommenden Jahr. Damit hat der IWF seine Prognose vom Herbst 2015 um jeweils 0,2 %punkte revidiert. Treiber für die Anpassung der Erwartungen ist unter anderem der gesunkene Ölpreis, der das Wirtschaftswachstum in Ländern mit hohen Öl-Förderquoten deutlich negativ beeinflussen sollte. Außerdem sehen die Experten Risiken in Entwicklungs- und Schwellenländern, die in den vergangenen Jahren den größten Anteil am weltweiten Wirtschaftswachstum hatten. Gerade diese Länder haben ihre Kreditaufnahmen vornehmlich auf Basis des US-Dollars getätigt. Durch die veränderte Zinspolitik der US-Notenbank, die zu einer Aufwertung des US-Dollars führen kann, werden die Belastungen für die Haushalte dieser Länder steigen, was die Gefahr von Zahlungsausfällen erhöht. Speziell für China erwartet der IWF immer noch ein deutliches Wachstum, jedoch weiter rückläufig verglichen mit den hohen Steigerungsraten in den Vorjahren. Konkret erwarten die Experten für 2016 ein Wachstum in China von 6,3 % und für 2017 von 6,0 %. Der IWF rechnet mit einer positiven Entwicklung in den Euro-Ländern, wenn auch der Druck durch die niedrige Inflation weiter anhält. Hier wird mit Zuwächsen von jeweils 1,7 % in den Jahren 2016 und 2017 gerechnet. Das gleiche Tempo wird Deutschland vorausgesagt. Hier hat der IWF seine Prognosen für dieses Jahr um 0,1 Punkte und für nächstes Jahr sogar um 0,2 Punkte aufgestockt. Schwer kalkulierbar seien die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Flüchtlingskrise. Hier dürften auf die betroffenen Länder zusätzliche Ausgaben zukommen und teilweise auch eine Herausforderung für ihre Arbeitsmärkte darstellen. In den USA erwarten die IWF-Experten eine recht positive Entwicklung, wenn auch mit leicht reduzierten Erwartungen für 2016. Unter anderem deuten hier schwache Produktivitätswerte auf ausgebliebene Investitionen hin, was auf längere Sicht mit Risiken verbunden sein könnte. Zusätzlich birgt die veränderte Zinspolitik Risiken für das Konsumentenverhalten und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Der IWF hat deshalb seine Wachstumsprognosen für die USA in diesem und im nächsten Jahr leicht auf jeweils 2,6 % zurückgenommen.

Rekord-Investitionen der Autohersteller in 2015

Nach einer Erhebung der Beratungsgesellschaft Ernst & Young haben die 16 größten Automobilhersteller in 2015 rund 52 Mrd. € in die Erweiterung und Erneuerung ihrer Fabriken investiert. Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um gut 45 %. Gründe für die hohen Investitionen sind unter anderem die hohen Verkaufszahlen der Hersteller, die zum Beispiel in den USA und in China neue Rekorde erreichten. Außerdem erfolgte teilweise eine Verlagerung der Produktion in Länder mit niedrigeren Produktionskosten. Die Spitzenposition erzielten die USA mit einem Investitionsvolumen von 13,5 Mrd. €, gefolgt von Deutschland (12 Mrd. €), Mexiko (4,9 Mrd. €), China (4,5 Mrd. €) und Spanien (4,2 Mrd. €).

PKW Märkte USA und China an der Spitze - Wachstum in Westeuropa

Im Berichtsjahr wurden laut Verband der Automobilindustrie (VDA) 5,7 Mio. Neuwägen in Deutschland produziert. Verglichen mit der Produktion im Jahr 2014 ist dies ein Plus von mehr als 2 %. Es stiegen sowohl der inländische Auftragseingang (+7 %) als auch die Bestellungen aus dem Ausland (+3 %).In 2015 wurden in den USA und in China jeweils neue Rekorde bei den Autoabsätzen erzielt, Westeuropa legte ebenfalls deutlich zu und verzeichnete den höchsten Stand in den letzten fünf Jahren. Der VDA sieht die USA als dynamischen Wachstumsmotor und als einen wichtigen Markt für die deutschen Automobilhersteller. Die Neuzulassungen von Light Vehicles (PKW und Light Trucks) stiegen um 6 % auf 17,4 Mio. Einheiten, wobei die Wachstumstreiber hier vor allem die Light Trucks waren. Die deutschen Hersteller konnten ihren Absatz im US-Markt um 2 % steigern und damit einen neuen Rekordwert erzielen. Insgesamt lag damit ihr Marktanteil bei rund 8 %. Der Exportwert stieg 2015 auf ein Höchstniveau von über 24 Mrd. €. Nicht nur als Absatzmarkt wächst die Bedeutung der USA für deutsche Hersteller, sondern auch als Produktionsstandort. Im Jahr 2014 konnten sie nach Angaben des VDA ihre Fertigung an US-Standorten um 13 % auf 810.000 Autos steigern. Beim Verkauf von Elektrofahrzeugen in den Vereinigten Staaten verzeichneten die deutschen Hersteller ebenfalls einen Anstieg. Jedes fünfte Elektroauto, das im Jahr 2015 in den USA verkauft wurde, stammte von einem deutschen Hersteller. Neben den USA legten laut VDA auch Westeuropa und China zu. Der westeuropäische Markt konnte die Zahl der Neuzulassungen um 9 % auf 13,2 Mio. Autos steigern. Insgesamt war die Erholung dabei auf breiter Front; unter anderem wuchs Deutschland um 6 %, Spanien 21 %, Italien 16 % und Frankreich um 7 %. In China nahm der Absatz um fast 9 % auf 20,0 Mio. Einheiten zu. Negativ entwickelten sich die Märkte Russland (-36 %) und Brasilien (-26 %).

Zukunftsweisende Roboter erschließen neue Einsatzgebiete

Der weltweite Trend zur roboterbasierten Automatisierung von Fertigungsprozessen setzte sich in 2015 unvermindert fort. Forschung und Entwicklung bringen zukunftsweisende Technologien und Produkte auf den Markt, wodurch neue Einsatzgebiete erschlossen werden. So können mehr und mehr Prozessschritte automatisiert werden, in denen der Robotereinsatz bis vor kurzem noch undenkbar oder sehr schwierig war. Das Thema Automatisierung gewinnt an Breite und ermöglicht Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen ihre Produktion effizienter zu gestalten. Treiber dieser Entwicklung sind Themen wie Industrie 4.0, die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration oder mobile Robotik. Neben dem Sicherheitsfaktor spielen dabei die intuitive Bedienbarkeit und der steigende Einsatz von Software eine wichtige Rolle. Gerade der steigende Einsatz von Softwareapplikationen und die Nutzung von Daten, die während der Produktion entstehen, ermöglichen es neue Wachstumspotentiale bei Kunden zu erschließen und bilden die Basis von Industrie 4.0.# Geschäftsverlauf

Auftragseingang

Im Berichtsjahr verzeichnete der KUKA Konzern Auftragseingänge in Höhe von 2.838,9 Mio. €. und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (2014: 2.229,0 Mio. €). Die zu Ende des Jahres 2014 erstkonsolidierte Swisslog Gruppe trug hierzu 551,8 Mio. € bei. Somit konnte KUKA 2015 auch ohne Swisslog mit 2.287,1 Mio. € den bisherigen Rekordwert aus dem Vorjahr deutlich übertreffen. Besonders erfreulich hierbei ist der Anstieg des Geschäftsbereichs Robotics um 10,6 % auf 891,2 Mio. €. Auch der Geschäftsbereich Systems konnte mit 1.428,1 Mio. € einen hervorragenden Wert erzielen, der nur um 1,9 % unter dem Rekordjahr 2014 lag.

KUKA Robotics konnte den Rekordauftragseingang von 805,5 Mio. € aus 2014 im Jahr 2015 mit 891,2 Mio. € erneut steigern. Hierzu hat auch die bereits im Vorjahr vorgenommene, konsequente Ausrichtung des Vertriebs an den Divisionen (Automotive, General Industry mit Consumer Goods, Electronics, Machine Automation und Metal & Arc Welding) beigetragen. Es zeigen sich bereits die erhofften Erfolge. In allen drei Bereichen Automotive, General Industry und Service konnten Zuwächse beim Auftragseingang verzeichnet werden. Weitere Maßnahmen zur Verstärkung der Marktdurchdringung sind eingeleitet; z. B. die Reduzierung der Lieferzeiten und die Entwicklung neuer Produkte, speziell für ausgewählte Kunden- und Marktsegmente.

Die Aufträge aus der Automobilindustrie summierten sich 2015 auf 339,6 Mio. € (2014: 327,9 Mio. €) - +3,6 %. In der General Industry lagen die Auftragseingänge mit 374,2 Mio. € deutlich über dem Vorjahr (315,0 Mio. €) -+18,8 %. Dabei handelt es sich um überwiegend kleinere, tendenziell margenstärkere Aufträge aus unterschiedlichen Branchen. Der weitere Ausbau des General Industry-Geschäfts gehört daher schon länger zu den wichtigen strategischen Zielen im Geschäftsbereich Robotics. Das Servicegeschäft konnte im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere aufgrund der gestiegenen Anzahl der installierten Roboter weiter zulegen und erreichte mit 177,4 Mio. € ein erneutes Plus von 9,1 % gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 162,6 Mio. €.

KUKA Systems konnte die Auftragslage mit Auftragseingängen in Höhe von 1.428,1 Mio. € (2014: 1.456,0 Mio. €) annähernd auf dem hohen Niveau des Vorjahrs halten. Dies ist umso bemerkenswerter als durch die unterjährigen Abgänge der HLS Gruppe sowie des Werkzeugbaus in 2015 Unternehmensbereiche den Konzern verlassen haben; dadurch konnten, verglichen mit dem Vorjahr, rund 28 Mio. € weniger Auftragseingänge erzielt werden. Überkompensiert wurde dies insbesondere durch die hervorragende Entwicklung im Bereich Karosserieanlagenbau (Body Structure) - hier konnte, vor allem wegen der positiven Entwicklung auf dem US-amerikanischen Automobilmarkt, mit 729,1 Mio. € ein um 12,0 % höherer Auftragseingang verbucht werden. Aber auch andere Systems-Bereiche, z. B. Assembly & Test, Pay on Production oder KUKA Industries trugen zur positiven Entwicklung bei. Im Bereich Aerospace hingegen konnte KUKA nicht ganz an das hervorragende Vorjahr, das wesentlich durch einen Großauftrag beeinflusst war, anknüpfen. Hier wurden Auftragseingänge in Höhe von 124,0 Mio. € realisiert.

Swisslog konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr Auftragseingänge in Höhe von 551,8 Mio. € erzielen. Diese verteilen sich vor Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten mit 339,4 Mio. € auf den Bereich Warehouse & Distribution Solutions (Warenhauslogistik) und mit 213,0 Mio. € auf den Bereich Healthcare Solutions (Krankenhauslogistik). Während der Bereich Healthcare Solutions den Geschäftsschwerpunkt mit 59,7 % der Auftragseingänge in Nordamerika hat, ist der Bereich Warehouse & Distribution Solutions historisch stark in Europa vertreten und erzielte hier im Geschäftsjahr 80,8 % der Auftragseingänge. Auch um den Lagerlogistik geographisch breiter aufzustellen wurde in 2015 die Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason, Ohio /USA erworben. Die neue Tochtergesellschaft trug in 2015 bereits 16,2 Mio. € zum Auftragseingang bei.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns profitierten von den hohen Auftragseingängen in den Vorquartalen. Sie erhöhten sich auf insgesamt 2.965,9 Mio. € und erreichten damit fast die 3 Mrd. Marke nachdem erst im Vorjahr mit 2.095,7 Mio. € die 2 Mrd. Marke übersprungen wurde. Die Ende 2014 getätigte Akquisition der Swisslog Gruppe trug 620,8 Mio. € zu den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres bei, d. h. bei den Umsätzen konnte auch ohne Swisslog mit 2.345,1 Mio. € ein neues Allzeithoch erreicht werden, und der Vorjahresvergleichswert wurde wiederum im zweistelligen Prozentbereich übertroffen (+11,9 %; 2014: +18,1 %).

Sowohl Robotics als auch Systems trugen hier mit jeweils neuen Bestwerten bei. KUKA Robotics konnte erneut seine Umsatzerlöse auf jetzt 909,6 Mio. € steigern. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Umsatz um 9,0 % (2014: 834,6 Mio. €). KUKA Robotics berichtet damit im sechsten Jahr in Folge über einen Anstieg der Umsatzerlöse. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate seit 2011 liegt bei 8,1 %. Noch stärker fiel der Zuwachs in Asien, vor allem in China, aus. Der Fokus von KUKA auf den asiatischen Markt mit einer eigenen Fertigung in Shanghai war Grundlage dafür, dass auch in 2015 der China-Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 92,7 Mio. € auf jetzt 316,3 Mio. € gesteigert werden konnte. Die Fertigung in China ist ausgelastet, so dass sich das Management der KUKA bereits jetzt mit einer möglichen Erweiterung der Produktionskapazitäten in China befasst.

KUKA Systems konnte in 2015 im zweiten Jahr in Folge in jedem einzelnen Quartal mehr als 300 Mio. € Umsatz erzielen. Im Gesamtjahr betragen die Umsatzerlöse 1.471,7 Mio. €; damit konnte das Segment eine deutliche Steigerung von 14,5 % gegenüber dem Vorjahr (2014: 1.285,6 Mio. €) erzielen. Den größten Einzelumsatz im Geschäftsjahr erzielte Systems mit einem nordamerikanischen Flugzeugbauunternehmen. Aber auch aus dem Automobilbereich waren bedeutende Einzelumsätze zu verzeichnen. Der Geschäftsbereich Swisslog erzielte insgesamt Umsätze in Höhe von 620,8 Mio. €. Diese entfallen zu etwa zwei Drittel auf den Bereich der Lagerlogistik und zu einem Drittel auf den Bereich der Krankenhauslogistik.

Book-to-Bill Ratio und Auftragsbestand

Die Book-to-Bill Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, liegt im Konzern bei 0,96 (2014: 1,06). Werte um 1 signalisieren dabei eine gute Auslastung, Werte über 1 ein wachsendes Geschäftsvolumen.

Im Geschäftsbereich Robotics lag das Verhältnis mit 0,98 auf Vorjahresniveau (0,97). Im Geschäftsbereich Systems beträgt die Book-to-Bill Ratio 0,97 (2014: 1,13) was insbesondere durch die Verzögerung der Auftragsvergabe bei einigen größeren Losen im Schlussquartal 2015 begründet ist. Swisslog weist derzeit noch eine niedrige Book-to-Bill Ratio von 0,89 auf Jahressicht aus. In den einzelnen Quartalen ist hier jedoch eine deutlich Verbesserung der Kennzahl zu verzeichnen - von 0,75 im ersten Quartal 2015 auf 1,26 im vierten Quartal 2015.

Auftragseingang 2014 Umsatz 2014 Book-to-Bill Ratio 2014 Auftragseingang 2015 Umsatz 2015 Book-to-Bill Ratio 2015
Konzern 2.229,0 2.095,7 1,06 2.838,9 2.965,9 0,96
Konzern ohne Swisslog 2.229,0 2.095,7 1,06 2.287,1 2.345,1 0,98
Robotis 805,5 834,6 0,97 891,2 909,6 0,98
Systems 1.456,0 1.285,6 1,13 1.428,1 1.471,7 0,97
Swisslog - - - 551,8 620,8 0,89

Der Auftragsbestand des KUKA Konzerns erreichte zum Jahresende 2015 einen Wert von 1.639,0 Mio. €. Dies ist gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres eine Verringerung um 3,7 % (2014: 1.702,5 Mio. €). Der nach wie vor hohe Auftragsbestand repräsentiert über 50 % der Jahresumsätze und sichert damit für das Geschäftsjahr 2016 und bei langfristigen Aufträgen teilweise auch bereits für 2017 eine hohe Auslastung.

KUKA Robotics verfügte zum Jahresende über einen Auftragsbestand (ohne Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie) von 233,4 Mio. € (2014: 241,5 Mio. €). Der Auftragsbestand von KUKA Systems beträgt zum Bilanzstichtag 923,2 Mio. € und liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert von 955.4 Mio. €. Die Auftragsbestände werden sich aufgrund der im Projektgeschäft üblichen zeitlichen Differenz zwischen Auftragsgewinn und Umsatzgenerierung erst 2016 und teilweise 2017 in den Umsätzen niederschlagen. Swisslog verbucht zum Jahresende einen Auftragsbestand von 491,0 Mio. € (2014: 517,2 Mio. €).

EBIT und EBITDA

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im KUKA Konzern lag mit 135,6 Mio. € wie erwartet im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 141,8 Mio. €. Belastend wirkten hier die Einbeziehung der Swisslog Gruppe. Das EBIT von Swisslog ist insbesondere durch die Abschreibungen auf im Zuge der Kaufpreisallokation aktivierte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 58,7 Mio. € mit -45,9 Mio. € noch deutlich negativ. Ohne diese Effekte beträgt das EBIT der KUKA 181,5 Mio. € - eine neue historische Bestmarke. Die EBIT-Marge beträgt 4,6 % (2014: 6,8 %). Bereinigt um Swisslog liegt die EBIT-Marge mit 7,7 % deutlich über dem Vorjahr.# Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Gesamtaussage

Das Jahr 2015 war für KUKA erneut sehr erfolgreich. Dabei konnten wesentliche Kennzahlen auch ohne den jeweiligen Beitrag der Ende 2014 erworbenen Swisslog Gruppe überzeugen. Die Geschäftsbereiche Systems und Robotics erzielten bei anhaltend hohen Auftragseingängen neue Bestmarken beim Umsatz. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt in beiden Bereichen auf historisch höchstem Niveau und beträgt jeweils erstmals mehr als 100 Mio. €. Auch die Swisslog entwickelt sich insgesamt positiv, so dass das Geschäftsjahr 2015 für den KUKA Konzern insgesamt uneingeschränkt als positiv bewertet werden kann.

Darstellung des Abschlusses

Der KUKA Konzern hat in der Darstellung der Berichterstattung von Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung kleinere Ausweisänderungen im Vergleich zum Vorjahr vorgenommen um dadurch die Aussagefähigkeit des Abschlusses weiter zu erhöhen. Der Ausweis des Vorjahres wurde zu Vergleichszwecken entsprechend angepasst. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie im Anhang unter den Erläuterungen zu den Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden /Ausweisänderungen. Um den Vergleich der Konzernzahlen mit dem Vorjahr zu ermöglichen, werden die Effekte aus der Akquisition der Swisslog Gruppe (Erstkonsolidierung im Dezember 2014) jeweils gesondert dargestellt.

Ertragslage

Im Berichtsjahr verzeichnete der KUKA Konzern Auftragseingänge in Höhe von 2.838,9 Mio. € - eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert (2014: 2.229,0 Mio. €). Swisslog trug 551,8 Mio. € zu diesem Ergebnis bei. Damit konnte KUKA auch ohne Swisslog 2015 mit 2.287,1 Mio. € den bisherigen Rekordwert aus dem Vorjahr übertreffen.

Umsatzerlöse auf Rekordniveau

Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf insgesamt 2.965,9 Mio. €. Dies bedeutet nicht nur, dass der Wert aus 2014 von 2.095,7 Mio. € überboten werden konnte, sondern auch, dass die ausgegebene Guidance von rund 2,9 Mrd. € erfüllt wurde. Swisslog erzielte hierbei Umsatzerlöse von 620,8 Mio. €, d. h. auch bei den Umsätzen konnte ohne Swisslog mit 2.345,1 Mio. € ein neues Allzeithoch erreicht werden. Der Vorjahresvergleichswert wurde insgesamt um 870,2 Mio. € (ohne Swisslog: 249,4 Mio. €) oder 41,5 % (ohne Swisslog: 11,9 %) überboten.

Kennzahlen

2011 2012 2013 2014 2015 Swisslog 2015 Ohne Swisslog 2015
Auftragseingänge (Mio. €) 1.553,0 1.889,6 1.881,9 2.229,0 2.838,9 551,8 2.287,1
Auftragsbestand (Mio. €) 724,0 909,4 991,6 1.702,5 1.639,0 491,0 -*
Umsatzerlöse (Mio. €) 1.435,6 1.739,2 1.774,5 2.095,7 2.965,9 620,8 2.345,1
EBIT (Mio. €) 72,6 109,8 120,4 141,8 135,6 -45,9 181,5
% vom Umsatz 5,1 6,3 6,8 6,8 4,6 -7,4 7,7
% vom Capital Employed (ROCE) 21,8 32,3 36,9 28,8 20,0 -14,5 50,3
EBITDA (Mio. €) 98,7 138,5 158,4 185,3 259,1 24,5 234,6
% vom Umsatz 6,9 8,0 8,9 8,9 8,7 3,9 10,0
(durchschnittliches) Capital Employed (Mio. €) 332,9 339,8 326,2 492,0 676,8 315,9 360,9
Mitarbeiter (31.12.)** 6.589 7.264 7.990 12.102 12.300 2.555 9.745
  • Im Vorjahresauftragsbestand war bereits ein Wert von 517,2 Mio. € für Swisslog enthalten; insoweit ergibt sich in 2015 hier keine organische Veränderung.
    ** Die Mitarbeiterzahlen basieren im gesamten Geschäftsbericht auf FTE-Berechnungen (Full Time Equivalent).

KUKA Robotics

Seit 2009 erzielt der Geschäftsbereich Robotics jährlich steigende Umsätze - so auch in 2015. Das sehr hohe Niveau des Vorjahres von 834,6 Mio. € konnte abermals um 9,0 % auf jetzt 909,6 Mio. € gesteigert werden. KUKA treibt diese Entwicklung u. a. durch die konsequente Ausrichtung des Vertriebs an Marktsegmenten (Automotive und General Industry) sowie durch die Intensivierung des Servicegeschäfts. Maßnahmen, wie die Entwicklung von Produkten, die speziell auf bestimmte geographische Märkte oder Kundengruppen abgestimmt sind, sind umgesetzt bzw. wurden eingeleitet. Dadurch konnten die Auftragseingänge in allen drei Bereichen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden und betragen jetzt insgesamt 891,2 Mio. € (2014: 805,5 Mio. €). Dies zeigt sich auch in den Umsätzen. Während im Bereich Automotive in etwa das hohe Niveau des Vorjahres gehalten wurde (2015: 337,5 Mio. €; 2014: 345,3 Mio. €), konnten in den Bereichen Generaly Industry (2015: 396,2 Mio. €; 2014: 334,3 Mio. €) und Service (2015: 175,9 Mio. €; 2014: 155,0 Mio. €) jeweils deutliche Zuwächse von 18,5 % bzw. 13,5 % erzielt werden.

KUKA Systems

Auch der Geschäftsbereich Systems wartet ein weiteres Mal mit Rekordumsätzen auf. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.471,7 Mio. € konnte das Segment eine deutliche Steigerung von nochmals 14,5 % gegenüber dem Vorjahr (2014: 1.285,6 Mio. €) erzielen. Insbesondere die starke wirtschaftliche Entwicklung in Nordamerika hat hierzu beigetragen. Dies zeigt sich auch in der regionalen Verteilung der Umsatzerlöse - wurden in 2014 noch knapp 40 % der Segmentumsätze in Nordamerika erzielt, lag dieser Wert in 2015 schon bei deutlich über 50 %. Die Auftragslage des Bereichs - mit Auftragseingängen in Höhe von 1.428,1 Mio. € (2014: 1.456,0 Mio. €) - stellt sich dabei nach wie vor positiv dar. Zum Jahresende betrug der Auftragsbestand 923,2 Mio. € (2014: 955,4 Mio. €). Damit steht der Auftragsbestand rein rechnerisch für rund 62,7 % (2014: rund 74,3 %) des Jahresumsatzes und sorgt auch in 2016 für eine absehbar gute Auslastung.

Swisslog

Im Geschäftsbereich Swisslog belaufen sich die Umsätze auf 620,8 Mio. € und entfallen zu etwa zwei Drittel auf den Bereich der Warehouse & Distribution Solutions und zu einem Drittel auf den Bereich Healthcare Solutions. Verglichen mit dem schon signifikanten Anstieg der Umsätze ohne Swisslog (+11,9 %) konnte das Bruttoergebnis, also die Umsätze abzüglich der Umsatzkosten, im KUKA Konzern ohne Swisslog überproportional von 520,2 Mio. € (2014) auf 600,3 Mio.


Eliminiert man nur die Effekte aus der Kaufpreisallokation so konnte der KUKA Konzern eine EBIT-Marge von 6,6 % erzielen. Dieser erfreuliche Anstieg ist neben Skaleneffekten auch auf die getroffenen Maßnahmen zur nachhaltigen Effizienzsteigerung sowohl in der Produktion als auch im Vertrieb und in der Risikosteuerung zurückzuführen. Bereinigt man außerdem noch den Gewinn des KUKA Konzerns aus der Veräußerung des Werkzeugbaus und der HLS Gruppe, resultiert eine EBIT-Marge von 4,1 %. Das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, beträgt 259,1 Mio. € nach 185,3 Mio. € im Vorjahr. Ohne Swisslog beträgt das EBITDA 234,6 Mio. €. Damit liegt die EBITDA-Marge in 2015 bei 8,7 % (2014: 8,9 %) bzw. ohne Swisslog bei 10,0 %. Nach Bereinigung um die Veräußerungsgewinne des Werkzeugbaus und der HLS Gruppe beläuft sich die EBITDA-Marge des KUKA Konzerns auf 8,3 %.

KUKA Robotics konnte mit 100,2 Mio. € erstmals ein EBIT von über 100 Mio. € erzielen. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 11,3 Mio. € (2014: 88,9 Mio. €). Die EBIT-Marge liegt mit 11,0 % ebenfalls leicht über dem Vorjahr (2014: 10,7 %). Das EBITDA von Robotics erhöhte sich entsprechend der Entwicklung beim EBIT von 112,0 Mio. € im Jahr 2014 auf den neuen Rekordwert von 126,1 Mio. € im Berichtsjahr. Die EBITDA-Marge liegt mit 13,9 % deutlich über dem Vorjahresniveau von 13,4 %.

KUKA Systems entwickelte sich sehr positiv und konnte ebenfalls erstmals ein EBIT über 100 Mio. € erwirtschaften. Es liegt 2015 bei 114,7 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 80,2 Mio. €. Dies gilt auch wenn man die Erträge aus dem Verkauf der HLS Gruppe und des Werkzeugbaus herausrechnet. Die EBIT-Marge betrug 7,8 % - ein Anstieg um 1,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (6,2 %). Dieser Anstieg ist überwiegend auf weiter verbesserte Prozesse, den konsequenten Fokus auf die Kostenstruktur sowie die hohe Auslastung aufgrund der guten Nachfrage zurückzuführen. Aber auch der Verkauf der Geschäftsbereiche Werkzeugbau und der HLS Gruppe, beide mit tendenziell niedrigeren Margen, wirkte sich auf die Gesamtmarge des Geschäftsbereichs positiv aus. Das EBITDA von Systems erhöhte sich gleichlaufend mit der Entwicklung beim EBIT von 97,4 Mio. € Im Jahr 2014 auf den neuen Rekordwert 135,6 Mio. € im Berichtsjahr. Die EBITDA-Marge des Bereichs ist von 7,6 % im Jahr 2014 auf 9,2 % im Jahr 2015 angestiegen.

Swisslog erzielte im Geschäftsjahr das erwartete negative EBIT (-45,9 Mio. €). Ursächlich hierfür waren die bereits oben beschriebenen Abschreibungen im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation (58,7 Mio. €). Daneben war die Swisslog im Geschäftsjahr mit Sonderaufwendungen in Höhe von 8,1 Mio. € zur Optimierung der Geschäftsstruktur und der Integration in den KUKA Konzern belastet. Anzuführen sind hier u. a. Kosten für externe Beratung, Relokation von Standorten sowie Anpassungen von Mitarbeiter- und Managementstrukturen. Eliminiert man beide Aufwandspositionen mit einem Wert von insgesamt 66,8 Mio. € so ergibt sich ein positives EBIT von 20,9 Mio. € und eine EBIT-Marge von 3,4 %, die damit über der Vergleichs-EBIT-Marge von 2,2 % des in 2014 noch selbständigen Swisslog Konzerns. Das EBITDA beträgt 24,5 Mio. €, die EBITDA-Marge liegt bei 3,9 % bzw. bereinigt um Sonderaufwendungen bei 5,3 %.

EBIT und EBITDA (Konzern, Robotics, Systems, Swisslog)

2011 2012 2013 2014 2015
EBIT (Mio. €)
Konzern 72,6 109,8 120,4 141,8 135,6
In % der Umsatzerlöse 5,1 6,3 6,8 6,8 4,6
Konzern ohne Swisslog 72,6 109,8 120,4 141,8 181,5
In % der Umsatzerlöse 5,1 6,3 6,8 6,8 7,7
Robotics 51,0 80,2 77,1 88,9 100,2
In % der Umsatzerlöse 8,3 10,8 10,2 10,7 11,0
Systems 33,7 47,7 60,8 80,2 114,7
In % der Umsatzerlöse 4,0 4,7 5,8 6,2 7,8
Swisslog - - - - -45,9
In % der Umsatzerlöse - - - - -7,4
EBITDA (Mio. €)
Konzern 98,7 138,5 158,4 185,3 259,1
In % der Umsatzerlöse 6,9 8,0 8,9 8,9 8,7
Konzern ohne Swisslog 98,7 138,5 158,4 185,3 234,6
In % der Umsatzerlöse 6,9 8,0 8,9 8,9 10,0
Robotics 64,5 95,9 101,9 112,0 126,1
In % der Umsatzerlöse 10,5 12,9 13,5 13,4 13,9
Systems 43,0 57,8 71,0 97,4 135,6
In % der Umsatzerlöse 5,1 5,6 6,8 7,6 9,2
Swisslog - - - - 24,5
In % der Umsatzerlöse - - - - 3,9

(2015) gesteigert werden - dies entspricht einer Erhöhung von 15,4 %. Unter Einbezug von Swisslog ist das Bruttoergebnis auf 698,0 Mio. € oder um 34,2 % angestiegen. Die Konzern-Bruttomarge, d. h. das Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, beträgt damit 23,5 % (2014: 24,8 %) bzw. ohne Swisslog 25,6 %. Zum Anstieg der Bruttomarge ohne Swisslog hat sowohl der Geschäftsbereich Robotics als auch der Geschäftsbereich Systems beigetragen.

Geschäftsbereich Robotics

Der Geschäftsbereich Robotics erzielte ein Bruttoergebnis von 345,8 Mio. € und verzeichnete somit einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2014: 303,2) von 42,6 Mio. €. Gleichzeitig konnte die Bruttomarge im Jahresvergleich nochmal auf nunmehr 38,0 % (2014: 36,3 %) gesteigert werden. Die Verbesserung resultiert aus einem gegenüber dem Vorjahr um rund 2,5 Prozentpunkte niedrigeren Materialeinsatz, der sich u. a. auf die Effizienzsteigerungen in der Produktion (Stichwort: Production Excellence), auf Vorteile durch regionale Fertigung (Stichwort: China) sowie auf einem höheren Serviceanteil am Umsatz zurückzuführen lässt. Der Anteil des Personalaufwands der Fertigungskosten gemessen in Relation zu den Umsätzen liegt in etwa auf Vorjahresniveau.

Kennzahlen KUKA Robotics

Kennzahlen 2011 2012 2013 2014 2015
Auftragseingänge 654,4 803,1 793,5 805,5 891,2
Auftragsbestand 184,4 248,7 280,7 241,5 233,4
Umsatzerlöse 616,3 742,6 754,1 834,6 909,6
EBIT 51,0 80,2 77,1 88,9 100,2
% vom Umsatz 8,3 10,8 10,2 10,7 11,0
% vom Capital Employed (ROCE) 38,3 57,2 49,6 53,1 56,6
EBITDA 64,5 95,9 101,9 112,0 126,1
% vom Umsatz 10,5 12,9 13,5 13,4 13,9
Capital Employed 133,2 140,2 155,6 167,3 177,1
Mitarbeiter (31.12.) 2.753 3.180 3.416 3.644 4.232

Geschäftsbereich Systems

Der Geschäftsbereich Systems konnte das Bruttoergebnis im Jahresvergleich von 213,8 Mio. € auf 253,7 Mio. € und damit um 39,9 Mio. € oder 18,7 % erhöhen. Durch Skaleneffekte und durch die Reduktion des anteiligen Personalaufwands in den Fertigungskosten konnte Systems den um rund zwei Prozentpunkte gestiegenen Materialeinsatz überkompensieren. Dadurch verbesserte sich die Bruttomarge erneut gegenüber dem Vorjahr - sie liegt jetzt bei 17,2 % (2014: 16,6 %).

Kennzahlen KUKA Systems

Kennzahlen 2011 2012 2013 2014 2015
Auftragseingänge 916,6 1.115,1 1.111,6 1.456,0 1.428,1
Auftragsbestand 545,6 666,1 714,4 955,4 923,2
Umsatzerlöse 850,7 1.025,3 1.045,9 1.285,6 1.471,7
EBIT 33,7 47,7 60,8 80,2 114,7
% vom Umsatz 4,0 4,7 5,8 6,2 7,8
% vom Capital Employed (ROCE) 16,1 23,8 43,0 67,9 87,9
EBITDA 43,0 57,8 71,0 97,4 135,6
% vom Umsatz 5,1 5,6 6,8 7,6 9,2
Capital Employed 209,6 200,5 141,5 118,1 130,5
Mitarbeiter (31.12.) 3.643 3.902 4.362 5.810 5.146

Swisslog

Auch Swisslog trägt mit 97,7 Mio. € zum Bruttoergebnis des Konzerns bei. Im Geschäftsjahr 2015 liegt die Bruttomarge im Bereich Healthcare Solutions, wie im langfristigen Mittel, um rund 10 % über der Bruttomarge aus dem Bereich Warehouse & Distribution Solutions. Insgesamt beträgt die Bruttomarge von Swisslog 15,7 %.

Kennzahlen Swisslog

Kennzahlen 2014* 2015
Auftragseingänge - 551,8
Auftragsbestand 517,2 491,0
Umsatzerlöse - 620,8
EBIT - -45,9
% vom Umsatz - -7,4
% vom Capital Employed (ROCE) - -14,5
EBITDA - 24,5
% vom Umsatz - 3,9
Capital Employed 154,6 315,9
Mitarbeiter (31.12.) 2.369 2.555

*Swisslog wurde zum 31. Dezember 2014 erstkonsolidiert

Funktionskosten

Die Funktionskosten, d. h. die Kosten aus Verwaltung und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns, stiegen im Jahresvergleich von 372,7 Mio. € (2014) auf 569,7 Mio. € (2015). Damit summieren sich die Funktionskosten auf 19,2 % (2014: 17,8 %) der Umsatzerlöse. Ohne Swisslog betragen die Funktionskosten 428,1 Mio. € bzw. 18,3 % der Umsatzkosten.

Vertriebskosten

Der Anstieg der Vertriebskosten, sowohl absolut (2014: 161,0 Mio. €; 2015: 251,2 Mio. €) als auch relativ (2014: 7,7 %; 2015: 8,5 %) ist u. a. auf die Stärkung der Vertriebsmannschaft zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2015 beschäftigte KUKA 1.394 Vertriebsmitarbeiter - das sind 13,2 % mehr als zum Vorjahresstichtag (1.231 Mitarbeiter). Daneben hat auch die Swisslog überproportional zum Anstieg der Vertriebsaufwendungen beigetragen. Hier beläuft sich die Vertriebskostenquote auf 10,0 %.

Forschung und Entwicklung

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen 2015 bei 105,4 Mio. €, d. h. um 27,2 Mio. € über dem Vorjahreswert von 78,2 Mio. €. Swisslog hat dazu 6,1 Mio. € beigetragen. Basierend auf der bereichsübergreifend entwickelten Strategie und nachhaltig verfolgten technologischen Ausrichtung des Konzerns werden die Investitionen in Weiterentwicklungen und in neue und zukunftsweisende Technologien vorangetrieben. Die Entwicklung erfolgt dabei jeweils in dem Bereich, der für das jeweilige Thema die höchste Fachkompetenz aufweist - immer jedoch mit Blick auf Produkte und Lösungen, die dem Gesamtkonzern bestmöglich dienen.

Im Geschäftsjahr wurden in den Bereichen neben einer Reihe weiterer Innovationen insbesondere folgende Schwerpunktthemen bearbeitet:

  • Robotics:
    • KR CYBERTECH nano Serie - neue Handhabungs- und Schweißroboter mit niedriger Traglast
    • Verbindung von LBR iiwa mit mobilen Plattformen
  • Systems:
    • flexFELLOW - eine Lösung zur Integration von ortsflexiblen Robotereinheiten in die Planung von Anlagen
  • Swisslog:
    • CarryPick - ein automatisiertes "Ware-zur-Person-System"
    • Fortentwicklung von Lösungen im Bereich der automatischen Palettierung

Für weitere Details verweisen wir auf den Bereich F & E in diesem Lagebericht. Um die Vielfalt der Projekte voranzubringen und zeitnah marktfähige Produkte zu entwickeln, beschäftigt KUKA per 31. Dezember 2015 729 Mitarbeiter im Bereich der Forschung und Entwicklung (31. Dezember 2014: 549 Mitarbeiter). Der Anstieg um 180 Mitarbeiter zeigt, dass KUKA als technologisch führender und attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird und damit auch in diesem engen und hochspezialisierten Arbeitsplatzsegment Fachkräfte anziehen kann.

Entwicklungsaufwendungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 18,9 Mio. € (2014: 6,8 Mio. €) aktiviert. Swisslog steuerte hier einen Wert von 11,0 Mio. € bei; damit beträgt die Zunahme der Aktivierung ohne Swisslog 1,1 Mio. €. Die in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfassten Abschreibungen betragen 16,6 Mio. € und liegen damit um 7,0 Mio. € über dem Vorjahreswert (2014: 9,6 Mio. €).

Kooperationen

Neben der eigenen Entwicklungstätigkeit verstärkt KUKA auch die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Nach der Beteiligung an der KBee AG, München in 2014 hat sich KUKA im Geschäftsjahr 2015 mit 25,1 % an der RoboCeption GmbH, München sowie mit 30,0 % an der Barrett Technology, LLC, Newton, Massachusetts /USA beteiligt. Die RoboCeption ist auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Software- und Hardwareprodukten zur Umgebungswahrnehmung, Navigation und Aktionsplanung für robotische und mobile Systeme spezialisiert. Die Barrett Technology hat ihren Unternehmensfokus auf roboterbasierte Rehabilitationsmaßnahmen im Oberkörperbereich. Die Anwendungen befinden sich dabei bereits in ersten medizinischen Studien.

Verwaltungskosten

Die Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf 213,1 Mio. € und damit auf 7,2 % (2014: 6,4 %) der Umsatzerlöse. Der deutliche Anstieg ist insbesondere durch Swisslog bedingt, die strukturell noch eine höhere Verwaltungskostenquote aufweist. Optimierungsmaßnahmen wurden eingeleitet und sind in Höhe von insgesamt 8,1 Mio. €, davon 4,8 Mio. € im Verwaltungsaufwand, bereits im Geschäftsjahr berücksichtigt. Ohne Swisslog konnten die Verwaltungskosten mit 139,9 Mio. € fast auf dem Vorjahresniveau (133,5 Mio. €) gehalten werden; die Verwaltungskostenquote ohne Swisslog beträgt 6,0 %.

Sonstige Aufwendungen und Erträge

Die sonstigen Aufwendungen und Erträge summieren sich zu einem Saldo von 8,2 Mio. € (2014: -6,3 Mio. €). Sie enthalten unter anderem Aufwendungen für sonstige Steuern (2015: 5,9 Mio. €; 2014: 4,8 Mio. €), Erträge aus Zuschüssen (2015: 2,0 Mio. €; 2014: 1,1 Mio. €) sowie die Ergebnisse aus dem Verkauf der HLS Gruppe und des Werkzeugbaus.

EBIT Marge im Rahmen der Guidance

Die oben beschriebene (organische) Entwicklung, insbesondere das höhere Bruttoergebnis des KUKA Konzerns, findet unmittelbar Eingang in das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das EBIT liegt bei 135,6 Mio. € und damit, wie erwartet, mit 6,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 141,8 Mio. €. Ohne den Ergebnisbeitrag von Swisslog (-45,9 Mio. €), der insbesondere durch die planmäßigen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation in Höhe von 58,7 Mio. € sowie durch Sonderaufwendungen von 8,1 Mio. € belastet war, lag das EBIT ohne Swisslog bei 181,5 Mio. €, also um 28,0 % oder 39,7 Mio. € über dem Vorjahreswert. Unter Berücksichtigung der Kaufpreisallokation für Swisslog ergibt sich ein Konzern-EBIT von 194,3 Mio. € bzw. eine EBIT-Marge von 6,6 %.

In der letzten Guidance für das Geschäftsjahr 2015 prognostizierte der Vorstand der KUKA Umsatzerlöse von rund 2,9 Mrd. € sowie eine EBIT-Marge von 6,5 - 7,0 % vor Kaufpreisallokation für Swisslog und inkl. der positiven Effekte aus den Verkäufen der HLS Gruppe und dem Werkzeugbau. Mit 2.965,9 Mio. € Umsatz und einer EBIT-Marge 6,6 % (vor Kaufpreisallokation und inklusive der Veräußerungseffekte) hat KUKA damit seine Prognose eingehalten.

EBIT-Entwicklung nach Geschäftsbereichen

  • Robotics: Der Geschäftsbereich Robotics konnte mit einem EBIT in Höhe von 100,2 Mio. € im Jahr 2015 das Vorjahresniveau von 88,9 Mio. € um 12,7 % erhöhen und liegt erstmals über der Marke von 100 Mio. €. Die EBIT-Marge betrug in jedem Quartal in 2015 11,0 % und liegt damit auch in jedem Quartal über dem jeweiligen Vorjahresvergleichswert (Q1 /14: 10,0 %; Q2 /14: 10,4 %; Q3/14: 10,8 %; Q4 /14: 10,7 %).
  • Systems: Systems weist mit 114,7 Mio. € (2014: 80,2 Mio. €) ebenfalls erstmalig ein EBIT über der Marke von 100 Mio. € aus. Die EBIT-Marge konnte dabei von 6,2 % in 2014 auf 7,8 % in 2015 gesteigert werden. Nach Bereinigung des Veräußerungsgewinns des Werkzeugbaus und der HLS Gruppe beträgt die EBIT-Marge 6,9 %.Bei Swisslog zeigt sich aufgrund der belastenden Effekte aus der Kaufpreisallokation sowie den Aufwendungen für die Integration noch ein negatives EBIT von -45,9 Mio. €. Bereinigt man jedoch diese Effekte so steigt das EBIT auf 20,9 Mio. €. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 3,4 %. Korrespondierend mit der Entwicklung des EBIT wuchs auch das Konzern EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 259,1 Mio. € (2014: 185,3 Mio. €) und damit ebenfalls auf einen neuen Rekordwert. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von 123,5 Mio. € (2014: 43,5 Mio. €) verbucht. Diese entfallen mit 25,9 Mio. € (2014: 23,1 Mio. €) auf Robotics, mit 21,0 Mio. € (2014: 17,1 Mio. €) auf Systems, mit 70,4 Mio. € (davon 58,7 Mio. € aus Kaufpreisallokation) auf Swisslog sowie mit 6,2 Mio. € (2014: 3,3 Mio. €) auf den sonstigen Bereich. Damit ergeben sich im EBITDA sowohl bei Robotics mit 126,1 Mio. € (2014: 112,0 Mio. €) als auch bei Systems mit 135,6 Mio. € (2014: 97,4 Mio. €) deutliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Im Konzern beträgt die EBITDA-Marge 8,7 % (2014: 8,9 %) bzw. ohne Swisslog 10,0 %. Die EBITDA-Marge bei Robotics beläuft sich auf 13,9 % (2014: 13,4 %), bei Systems auf 9,2 % (2014: 7,6 %) und bei Swisslog auf 3,9 %. Nach Bereinigung des Veräußerungsgewinns des Werkzeugbaus und der HLS Gruppe beläuft sich die EBITDA-Marge des KUKA Konzerns auf 8,3 % und die EBITDA-Marge bei Systems auf 8,4 %.

Laufendes Finanzergebnis weiter optimiert

Das laufende Finanzergebnis hat sich verglichen mit dem Vorjahr von -7,2 Mio. € in 2014 auf -4,2 Mio. € in 2015 verbessert.

in Mio. € 2014 2015
Zinserträge aus Finanzierungsleasing 6,2 6,9
Übrige Zinsen und ähnliche Erträge 2,5 1,4
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,7 8,3
Nettozinskomponente Pensionsrückstellungen 2,7 2,5
Avalprovisionen 0,7 0,7
Zinsaufwand aus der Wandelanleihe 6,8 6,2
Zinsaufwand aus Schuldscheindarlehen - 0,8
Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe 5,6 -
In das Betriebsergebnis umgegliederte und aktivierte Finanzierungskosten -3,5 -2,9
Fremdwährungsgewinne und -verluste 0,4 0,3
Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,2 4,9
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15,9 12,5
Laufendes Finanzergebnis -7,2 -4,2
Einmalaufwand aus Konsortialkreditvertrag 0,4 1,3
Zinssicherung für Schuldscheindarlehen - 1,9
Zinsaufwand aus Rückkauf von Anteile der Unternehmensanleihe 17,7 -
Finanzergebnis -25,3 -7,4

Die Zinserträge belaufen sich auf 8,3 Mio. € (2014: 8,7 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Geldanlagen bei Banken, Erträge aus kurzfristig in Commercial Papers angelegten liquiden Mitteln und Erträge im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing. Die Optimierung der langfristigen Finanzierungsstruktur der KUKA hat sich in 2015, wie erwartet, positiv auf das laufende Finanzergebnis ausgewirkt. In 2014 war für die Wandel- und die Unternehmensanleihe noch ein laufender Zinsaufwand von 12,4 Mio. € zu verbuchen; in 2015 betrug der vergleichbare Wert für die Wandelanleihe und das Schuldscheindarlehen lediglich 7,0 Mio. €. Das Vorjahr war durch den im Mai 2014 erfolgten vorzeitigen Rückkauf der Unternehmensanleihe mit einmaligen Zinsaufwand in Höhe von 17,7 Mio. € belastet. Für die Zinssicherung des Schuldscheindarlehens ist im Geschäftsjahr eine einmaliger Aufwand von 1,9 Mio. € angefallen. Für weitere Details hierzu verweisen wir auf die nachstehenden Erläuterungen zur Finanzlage. An Avalprovisionen sind im Berichtsjahr wie im Vorjahr 0,7 Mio. € angefallen. Aufgrund von Rechnungslegungsvorschriften mussten Finanzierungszinsen aus dem Zinsergebnis in Höhe von 2,9 Mio. € (2014: 3,5 Mio. €) in das Betriebsergebnis umgegliedert bzw. unter den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten aktiviert werden. Der Nettozinsaufwand für Pensionen betrug 2,5 Mio. € (2014: 2,7 Mio. €). Fremdwährungseffekte aus Finanzierungsforderungen und -verbindlichkeiten werden ab diesem Geschäftsjahr im Zinsergebnis gezeigt. Insgesamt ist hier ein Aufwand in Höhe von 0,3 Mio. € angefallen; der Vorjahresvergleichswert beträgt 0,4 Mio. €.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt 125,6 Mio. € (2014: 113,3 Mio. €). Der Steueraufwand des KUKA Konzerns betrug 2015 insgesamt 39,3 Mio. € (2014: 45,2 Mio. €). Die Steuerquote beträgt 31,3 % und liegt damit deutlich unter dem Vorjahr (2014: 39,9 %). Der Rückgang der Steuerquote ist durch mehrere Einmaleffekte im Berichtsjahr, wie z. B. der steuerfreien Veräußerung der HLS Gruppe, periodenfremden ausländischen Steuererträgen sowie Zuschüssen für Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in USA bedingt. Für das kommende Jahr wird eine deutlich höhere Steuerquote erwartet, da auch aufgrund der erfolgreichen Geschäfte in USA mit einem nominellen Steuersatz von etwa 38 % der hohe Anteil der US-Gesellschaften am Gesamtergebnis des Konzerns deutlichen Einfluss auf die Steuerquote haben wird.

Anhebung der Dividende auf 0,50 € je Aktie

Das Ergebnis nach Steuern ist nunmehr im fünften Jahr in Folge positiv und konnte wiederum um 26,7 % auf 86,3 Mio. € (2014: 68,1 Mio. €) gesteigert werden. Dieses Ergebnis ist, auch unter dem Aspekt der in 2015 noch stark belastenden Effekte aus dem Erwerb der Swisslog Gruppe, besonders hervorzuheben. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von 1,99 € (2014) auf 2,39 € (2015). Dies ist eine erneute Steigerung um 20,1 %, nachdem bereits in 2014 gegenüber 2013 eine Steigerung von 15,7 % erzielt werden konnte. Durch die im vierten Quartal 2015 erfolgten Wandlungen von Wandelschuldverschreibungen in KUKA Aktien wurden 2,8 Mio. Aktien neu geschaffen. Dadurch erhöhte sich der gewichtete Durchschnitt der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien von rund 34,2 Mio. Stück auf 36,1 Mio. Stück; das Ergebnis je Aktie reduzierte sich entsprechend um 0,14 €. Auch am Bilanzstichtag lag der Aktienkurs über dem Wandlungspreis der Wandelschuldverschreibung, so dass weitere 1,3 Mio. bedingte Aktien bestehen. Damit ergibt sich ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 2,35 € (2014: 1,90 €). Aufgrund der erfreulichen Entwicklung schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,50 € je Aktie zu zahlen. Für 2014 hatte die KUKA eine Dividende in Höhe von 0,40 € je Aktie gezahlt.

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Im KUKA Konzern erfolgt das Finanzmanagement zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft für alle Konzerngesellschaften. Akquirierte Gesellschaften werden sukzessive in das Finanzmanagement des Konzerns eingebunden. Hierbei stand im Geschäftsjahr vor allem die Einbindung der Gesellschaften der Swisslog Gruppe im Vordergrund. Die Konzernfinanzierung sowie das Management der Zins- und Währungsrisiken werden zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft gesteuert. Finanzierungs- und Anlagebedarfe der Konzerngesellschaften sowie die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsmanagement werden bei der KUKA Aktiengesellschaft gebündelt, die dafür die erforderlichen internen und externen Finanzgeschäfte mit Konzerngesellschaften bzw. mit Banken abschließt. Grundlage für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist ein einheitliches Planungs-, Berichts- und Meldesystem, in dem die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst werden. Ziel des Zins- und Währungsmanagements ist es, die vorhandenen Risiken zu minimieren. Zur Absicherung von Risiken werden ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Geschäfte abgeschlossen. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien wurden auch im Geschäftsjahr fortlaufend auf ihre Aktualität überprüft, optimiert und auch auf akquirierte Unternehmen übertragen.

Konzernfinanzierung und Liquiditätsausgleich

Die Finanzierungspolitik verfolgt das Ziel, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven in Form von liquiden Mitteln und von nicht genutzten, langfristig zugesagten Kreditlinien sowie über ausreichende Avallinien zu verfügen, um die operativen und strategischen Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften sicherstellen zu können und darüber hinaus eine ausreichende Reserve zur Abfederung unvorhergesehener Ereignisse zur Verfügung zu haben. Die Ermittlung der Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Budget- und Finanzplanung und einer zwölf Planmonate umfassenden, monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle relevanten konsolidierten Konzerngesellschaften einbeziehen.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (verkürzt) in Mio. € 2011 2012 2013 2014 Konzern 2015 Swisslog 2015 Ohne Swisslog 2015
Umsatzerlöse 1.435,6 1.739,2 1.774,5 2.095,7 2.965,9 620,8 2.345,1
EBIT 72,6 109,8 120,4 141,8 135,6 -45,9 181,5
EBITDA 98,7 138,5 158,4 185,3 259,1 24,5 234,6
Finanzergebnis -18,2 -12,8 -20,0 -25,3 -7,4 -2,9 -4,5
Steuern vom Einkommen und Ertrag -16,1 -34,1 -35,4 -45,2 -39,3 12,0 -51,3
Ergebnis nach Steuern 29,9 55,6 58,3 68,1 86,3 -36,8 123,1

Die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns stellen die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften dar. Das Cash-Management der KUKA Aktiengesellschaft nutzt die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, um den Liquiditätsbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Dieser zentrale konzerninterne Liquiditätsausgleich (Cash-Pooling) optimiert die Liquiditätsposition des Konzerns mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis.

Weitere Optimierung der Finanzierungsstruktur

Im Geschäftsjahr konnte der KUKA Konzern weitere Schritte zur Optimierung der Finanzierungsstruktur erfolgreich abschließen.

Erfolgreich begebenes Schuldscheindarlehen

Am 9. Oktober 2015 hat die KUKA AG ein unbesichertes Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. € platziert. Aufgrund der deutlichen Überzeichnung wurde das geplante Volumen von 150,0 Mio. € aufgestockt.# Die zusätzlichen Mittel dienen der Finanzierung des steigenden Working Capital-Bedarfs und der Unterstützung des weiteren Wachstums des KUKA Konzerns. Das Gesamtvolumen des Darlehens wurde in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine Laufzeit von fünf Jahren; die Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. € und eine Laufzeit von sieben Jahren. Der Emissionskurs betrug 100,0 % bei einer Mindeststückelung von 0,5 Mio. €. bzw. einem Vielfachen davon. Die Rückzahlung erfolgt zu 100,0 % in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche. Das Schuldscheindarlehen ist mit Zinskupons von 1,15 % für die Tranche 1 bzw. 1,61 % für die Tranche 2 ausgestattet.

Konsortialkredit der KUKA Aktiengesellschaft

Im April trat der neue Konsortialkreditvertrag, mit einer Laufzeit bis 30. März 2020, in Kraft. Die Laufzeit kann über Verlängerungsoptionen zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Damit konnte KUKA den im Dezember 2013 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag vorzeitig refinanzieren und dabei den geänderten Strukturen und Bedarfen aufgrund des Wachstums sowie der Swisslog Integration Rechnung tragen. Unter anderem wurde der bestehende Konsortialkreditvertrag der Swisslog Holding AG abgelöst. Der neue Vertrag sieht eine Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und eine Betriebsmittellinie, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann, in Höhe von 90,0 Mio. € vor. Daraus ergibt sich ein um 70,0 Mio. € höheres Volumen gegenüber dem bisherigen Vertrag der KUKA. Der neue Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Darüber hinaus konnte die verbesserte Marktsituation auch für deutliche Konditionenverbesserungen genutzt werden.

Wandelschuldverschreibung

Die 2013 in zwei Tranchen begebene Wandelschuldverschreibung konnte 2015 ebenfalls von der hervorragenden Geschäftsentwicklung und Bonität des KUKA Konzerns profitieren. Der Kurs lag mit 216,05 % zum Jahresende (31.12.2014: 164,34 %) deutlich über dem Ausgabepreis. Von ihrem Recht zur Wandlung haben im vierten Quartal zahlreiche Anleiheinhaber Gebrauch gemacht. Insgesamt wurde ein Nominalvolumen von 102,8 Mio. € in 2,8 Mio. neue KUKA Aktien gewandelt. Damit ist per 31. Dezember 2015 ein Nominalvolumen von 47,2 Mio. € ausstehend. Die neuen Aktien sind bereits 2016 dividendenberechtigt. Durch die Wandlungen erhöhte sich das Eigenkapital der KUKA um 96,1 Mio. €. Neben der Avallinie aus dem Konsortialkredit bestehen auch in 2015 unverändert bilaterale Verträge mit verschiedenen Kautionsversicherungsgesellschaften über die Nutzung weiterer Avallinien zur Unterstützung des operativen Geschäfts. Insgesamt verfügt KUKA damit zum 31. Dezember 2015 über externe Avallinien von 319,0 Mio. € (2014: 199,0 Mio. €; ohne Swisslog). Diese wurden in Höhe von 148,0 Mio. € (2014: 90,4 Mio. €) in Anspruch genommen.

Damit stehen dem KUKA Konzern zur Deckung der Finanzbedarfe im Wesentlichen folgende Bausteine zur Verfügung:
1) der im April 2015 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag über 230,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis März 2020. Innerhalb dieses Vertrags sind Barinanspruchnahmen bis zu einem Volumen von 90,0 Mio. € möglich.
2) bilaterale Avallinien-Vereinbarungen mit Banken und Kautionsversicherern in Höhe von 89,0 Mio. € (Stand 31. Dezember 2015)
3) das in 2015 begebene Schuldscheindarlehen über nominal 250,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis Oktober 2020 bzw. Oktober 2022
4) die in 2013 über ein Gesamtvolumen von 150,0 Mio. € begebene Wandelschuldverschreibung; nach den vorgenommenen Wandlungen im vierten Quartal 2015 beträgt das ausstehende Nominalvolumen 47,2 Mio. €

Aus Sicht des Vorstands ¡st die Finanzierung des KUKA Konzerns durch die getroffenen Maßnahmen angemessen und langfristig gewährleistet und gibt den notwendigen Spielraum, um wichtige unternehmerische Entscheidungen zeitnah umzusetzen.

Weitere Anhebung durch Ratingagenturen

Die stabile Finanzlage spiegelt sich auch in der nochmals angehobenen Bonitätsbewertung durch die beiden Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's wider. Nach drei Anhebungen des Ratings in den Jahren 2013 und 2014 hat Moody's im Juni 2015 sein Rating von Ba2 mit einem positiven Ausblick versehen. Standard & Poor's hat die erneut verbesserten Finanzkennzahlen, insbesondere aber auch die mit der Integration der Akquisitionen in 2015 verbundene deutliche Diversifikation in der Markterschließung hin zu einem größeren Anteil der General Industry (Logistik, Luftfahrt, Healthcare) mit einer Anhebung ihrer Bewertung von BB auf BB+ unter Beibehaltung des stabilen Ausblicks honoriert.

Konzern-Kapitalflussrechnung (verkürzt)

scroll in Mio. €

2011 2012 2013 2014 2015
Cash Earnings 65,9 92,4 115,3 181,3 260,8
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 36,4 117,9 221,0 184,7 169,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit -29,9 -40,8 -125,6 -356,9 -73,5
Free Cashflow 6,5 77,1 95,4 -172,2 95,7

Cash Earnings nochmals deutlich verbessert

Die Cash Earnings, die sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um Ertragsteuern und Zinsergebnis sowie um nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, zusammensetzen, konnten nochmals deutlich verbessert werden. Der positive Wert aus 2014 in Höhe von 181,3 Mio. € konnte im Geschäftsjahr deutlich um 43,8 % auf 260,8 Mio. € gesteigert werden. Dieser Effekt ist im Wesentlichen auf die Erhöhung des Ergebnisses nach Steuern (2015: 86,3 Mio. €; 2014: 68,1 Mio. €) sowie dem starken Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, vor allem verursacht durch die Abschreibungen im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation der Swisslog Gruppe, zurückzuführen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des KUKA Konzerns sinkt leicht auf 169,2 Mio. € (2014: 184,7 Mio. €). Hierzu trug neben höheren Steuerzahlungen auch das Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen bei.

Das Trade Working Capital hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Mio. € reduziert und stellt sich zum Berichtsjahresende wie folgt dar:

Trade Working Capital

scroll in Mio. €

2011 2012 2013 2014 2015
Vorräte abzüglich erhaltener Anzahlungen 128,3 126,9 133,9 194,1 225,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen 339,8 340,6 348,6 612,9 658,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen 260,6 231,7 304,4 522,2 619,0
Trade Working Capital 207,5 235,8 178,1 284,8 264,6

Insgesamt hat sich das Trade Working Capital um 20,2 Mio. € auf 264,6 Mio. € reduziert. Im Jahresvergleich war eine Erhöhung der Vorräte abzüglich erhaltener Anzahlungen (+31,2 Mio. €) zu verzeichnen. Dies liegt unter anderem daran, dass im Bereich Robotics, neben den durch das Geschäftsvolumen bedingt höheren Beständen, für Anfang 2016 anstehende Auslieferungen vorproduziert wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen stiegen um 45,4 Mio. € auf 658,3 Mio. €, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Fertigungsaufträge stiegen um 96,8 Mio. € auf 619,0 Mio. €.

Fortlaufend hohe Investitionstätigkeit

Auch im Geschäftsjahr 2015 wurden hohe Investitionen in die Zukunft der KUKA getätigt. Insgesamt betrug das Investitionsvolumen 107,0 Mio. € (2014: 94,3 Mio. €). Hier zeigen sich hohe Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie die verstärkte Investition in Sachanlagen. Der Buchwert von eigenen Entwicklungsleistungen bzw. selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte beträgt 38,1 Mio. € (2014: 30,3 Mio. €). (Zu den Entwicklungsschwerpunkten siehe Abschnitt "Forschung und Entwicklung", Seite 7).

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

scroll in Mio. €

2011 2012 2013 2014 2015
Konzern 30,3 42,8 74,7 94,3 107,0
davon Robotics 20,1 30,1 30,8 30,4 39,4
davon Systems 8,2 9,6 15,2 28,7 23,5
davon Swisslog - - - - 22,2
davon sonstige* 2,0 3,1 28,7 35,2 21,9
  • inkl. Konsolidierungen

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 76,3 Mio. € (2014: 78,4 Mio. €) und entfielen neben technische Anlagen und Maschinen (2015: 19,1 Mio. €, 2014: 12,2 Mio. €), auf andere Anlagen / Betriebs- und Geschäftsausstattung (2015: 30,1 Mio. €, 2014: 13,4 Mio. €) und auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (2015: 15,9 Mio. €; 2014: 41,3 Mio. €).

Nach Geschäftsbereichen teilten sich die Investitionen 2015 folgendermaßen auf:
Im Geschäftsbereich Robotics betrug der entsprechende Wert 39,4 Mio. € (2014: 30,4 Mio. €). Neben den aktivierten Entwicklungsleistungen wurde überwiegend in technische Anlagen und Maschinen, insbesondere zur Optimierung der Produktion, aber auch in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.
Im Geschäftsbereich Systems waren Zugänge von 23,5 Mio. € (2014: 28,7 Mio. €) zu verzeichnen. Hier handelt es sich unter anderem um Produktionsmaschinen und um Erweiterungen von Gebäuden in USA und Frankreich.
Swisslog hat im Geschäftsjahr überwiegend in IT-Strukturen zur Verbesserung der internen Prozesse sowie zur Anbindung von Kunden und in Kundenapplikationen investiert.
Die Investitionen der KUKA Aktiengesellschaft (nach Konsolidierungen) betrugen 21,9 Mio. € (2014: 35,2 Mio. €) und betrafen überwiegend das im 2015 in Augsburg fertiggestellte Entwicklungs- und Technologiezentrum (ETZ) inklusive der nötigen Einrichtungsgegenstände. Zum Geschäftsjahresende beträgt der Buchwert für das ETZ 63,8 Mio. €.

Die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betragen 44,4 Mio. € (2014: 284,6 Mio. €) und entfallen überwiegend auf den Kauf der ausstehenden Anteile der Swisslog Gruppe.

scroll in Mio.# Finanzlage

Investitionstätigkeit im Überblick

Die Übersicht der Investitionstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

Unternehmenserwerbe 2014 2015
Swisslog Holding AG, Buchs (AG) /Schweiz 265,8 17,5
Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason, Ohio /USA - 11,4
UTICA Enterprises, Shelby Township, Michigan /USA 1,4 6,7
Alema Automation SAS, Bordeaux /Frankreich 11,4 -
Sonstige 0,2 3,1
Summe 278,8 38,7
At-Equity bilanzierte Beteiligungen
Barrett Technology LLC, Newton, Massachusetts /USA - 2,7
KBee AG, München 3,3 3,0
Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd. /China 2,5 -
Summe 5,8 5,7
Auszahlungen gesamt 284,6 44,4

Aus dem Verkauf von Geschäftseinheiten im Zuge der Optimierung der Beteiligungsstruktur sind der KUKA insgesamt Mittel in Höhe von 47,2 Mio. € zugeflossen.

Positiver Free Cashflow

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (2015: -73,5 Mio. €; 2014: -356,9 Mio. €) ergab zusammen mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen positiven Free Cashflow in Höhe von 95,7 Mio. €. Im Vorjahr war der Free Cashflow insbesondere aufgrund der Akquisition der Swisslog Gruppe mit -172,2 Mio. € noch deutlich negativ.

Hoher Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Zum Geschäftsjahresende weist die KUKA einen positiven Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 204,1 Mio. € aus. Im Vorjahr war dieser noch mit -140,3 Mio. € deutlich negativ. Dies ist auf eine Reihe von Einmaleffekten zurückzuführen. Zum einen hat KUKA in 2014 die Hochzinsanleihe getilgt. Dadurch kam es zu Mittelabflüssen in Höhe von 173,0 Mio. € und zu hohen einmaligen Zinszahlungen in Höhe von 30,4 Mio. €. In 2015 hat KUKA ein Schuldscheindarlehen über nominal 250,0 Mio. € zu Effektivzinssätzen von 1,24 % (5-Jahres-Tranche) bzw. 1,67 % (7-Jahres-Tranche) platziert. In Folge der Verbesserung der Finanzierungsstruktur reduzierten sich die Zinszahlungen um 20,3 Mio. € auf 10,1 Mio. €.

Konzern-Nettoliquidität

Konzern-Nettoliquidität in Mio. € 2014 2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 192,1 496,2
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 22,5 2,1
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 137,0 294,2
Konzern-Nettoliquidität 32,6 199,9
Bar- und Avallinien aus Konsortialkreditvertrag 268,1 230,0
Avallinie aus Banker und Kautionsversicherungsgesellschaften 89,0 89,0
ABS-Programmlinie 25,0 25,0

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie der Reduzierung der Wandelschuldverschreibung durch Wandlung in Aktien weist KUKA zum Geschäftsjahresende eine Nettoliquidität (der Saldo aus flüssigen Mitteln und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) in Höhe von 199,9 Mio. € aus. (2014: Nettoliquidität in Höhe von 32,6 Mio. €). Zum 31. Dezember 2015 verfügte der KUKA Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 496,2 Mio. € (31. Dezember 2014: 192,1 Mio. €).

Vermögenslage

Die langfristigen Vermögenswerte auf der Aktivseite stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2014 auf 823,3 Mio. € (31. Dezember 2014: 798,0 Mio. €). Der Anstieg ist vor allem den Investitionen im Geschäftsjahr geschuldet (siehe hierzu Ausführungen in der Finanzlage). Gegenläufig wirkten sich mit 58,7 Mio. € Abschreibungen auf im Zuge der Akquisition von Swisslog übernommene immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Know-how und Technologie, aus. Für Geschäfts- und Firmenwerte ist ein Wert von 254,9 Mio. € angesetzt (2014: 225,9 Mio. €). Der Anstieg von 29,0 Mio. € resultiert neben dem Erstansatz des Geschäfts- und Firmenwerts aus dem Erwerb von Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason, Ohio /USA in Höhe von 8,8 Mio. € überwiegend aus Wechselkurseffekten. Der Anstieg der Sachanlagen betrug 25,2 Mio. €. Ein Großteil davon entfällt auf das planmäßig in 2015 fertiggestellte Entwicklungs- und Technologiezentrum in Augsburg sowie auf Investitionen in technische Anlagen und Maschinen. Der Anstieg der Finanzinvestitionen resultiert aus Beteiligung der KUKA an mehreren Start-Up Unternehmen sowie aus der Begebung eines Vendor Loans im Zusammenhang mit dem Verkauf der HLS Gruppe. Der ausgewiesene Betrag für at-equity bilanzierte Beteiligungen (31.12.2015: 6,6 Mio. €; 31.12.2014: 5,6 Mio. €) betrifft die KBee AG, München, das Joint Venture Yawei Reis Robot Manufacturing Co., Ltd., Jiangsu/China sowie die im Dezember 2015 erworbene Beteiligung an Barrett Technology, LLC, Newton, Massachusetts /USA. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 49,2 Mio. € (31. Dezember 2014: 48,2 Mio. €) und entfallen mit 11,2 Mio. € auf Verlustvorträge (31. Dezember 2014: 11,1 Mio. €).

Vermögenslage Konzern

Konzern in Mio. € 2011 2012 2013 2014 2015
Bilanzsumme 1.078,0 1.137,4 1.377,1 1.979,5 2.381,7
Eigenkapital 252,4 297,5 379,1 541,1 732,5
in % der Bilanzsumme 23,4 26,2 27,5 27,3 30,8
Nettoliquidität /-verschuldung -32,6 42,8 146,5 32,6 199,9

Das aktivische Trade Working Capital (also die Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Fertigungsaufträgen) verzeichnete eine Erhöhung von 70,8 Mio. €. Der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt zum 31. Dezember 2015 1.558,4 Mio. € und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert von 1.181,5 Mio. €. Neben dem geschäftsverlaufsbedingten Anstieg des aktivischen Trade Working Capital ist hierbei insbesondere die Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (+304,1 Mio. €) in Folge der positiven Geschäftsentwicklung und der Platzierung des Schuldscheindarlehens zu erwähnen. Die im Vorjahr ausgewiesene Position "Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte" sowie die Position "Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" betraf die HLS Gruppe.

Die Bilanzsumme des KUKA Konzerns stieg um 402,2 Mio. € von 1.979,5 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 2.381,7 Mio. € per 31. Dezember 2015.

Deutlicher Anstieg der Eigenkapitalquote auf über 30 %

Trotz der Ausweitung der Bilanzsumme um 20,3 % konnte KUKA die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 27,3 % auf 30,8 % erhöhen. Hierbei hat neben dem hohen Jahresergebnis in Höhe von 86,3 Mio. € (2014: 68,1 Mio. €) auch die Wandlung von Anteilen an der Wandelschuldverschreibung in 2,8 Mio. neue KUKA Aktien beigetragen. Die Wandlungen haben zu einer Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 96,1 Mio. € geführt. Unterschiede aus der Währungsumrechnung, insbesondere aus dem Schweizer Franken, dem US Dollar sowie dem chinesischen Renminbi, haben sich mit 43,3 Mio. € ebenfalls positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt. Die versicherungsmathematischen Gewinne aus der Bilanzierung von Pensionen betrugen 2,0 Mio. €. Die Zahlung der Dividende für 2014 an die Aktionäre der KUKA Aktiengesellschaft reduzierte das Eigenkapital um 14,3 Mio. €. Der Betrag für den Minderheiten zustehenden Anteil am Eigenkapital hat sich im Wesentlichen durch den Kauf der restlichen ausstehenden Anteile an der Swisslog um 16,8 Mio. € auf -0,5 Mio. € verringert. Insgesamt stieg das Eigenkapital per 31. Dezember 2015 um 191,4 Mio. € oder 35,4 % auf 732,5 Mio. €.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen überwiegend das im Oktober 2015 platzierte Schuldscheindarlehen über nominal 250,0 Mio. € sowie die noch ausstehenden Anteile an der Wandelschuldverschreibung über nominal 47,2 Mio. € (2014: nominal 150,0 Mio. €). Im Vorjahresbetrag war daneben noch ein Anteil an der im Mai 2015 getilgten Unternehmensanleihe enthalten. Unter den kurzfristigen Finanzschulden sind die Inanspruchnahme von Barlinien einer ausländischen Tochtergesellschaft sowie die Zinsabgrenzung für die Wandelschuldverschreibung und das Schuldscheindarlehen ausgewiesen (im Vorjahr war hier zusätzlich eine Ziehung der Swisslog unter ihrem Konsortialkreditvertrag ausgewiesen). Die kurzfristigen Schulden sind von 1.096,2 Mio. € zum 31. Dezember 2014 auf 1.160,6 Mio. € zum 31. Dezember 2015 angestiegen. Hierzu trug insbesondere die oben beschriebene Veränderung des passivischen Trade Working Capital (+91,0 Mio. €) bei. Die sonstigen Rückstellungen (-7,1 Mio. €) und die übrigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen (-0,2 Mio. €) valutieren in etwa auf Vorjahresniveau. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind neben Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich in Höhe von 134,6 Mio. € (31.12.2014: 135,0 Mio. €) auch die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten u. a. für die Reis Gruppe in Höhe von 58,5 Mio. € (31.12.2014: 59,0 Mio. €) enthalten.

Geschäftsverlaufbedingter Anstieg des Working Capital und steigendes Capital Employed

Auch im Geschäftsjahr 2015 lag ein Fokus des KUKA Konzerns auf dem aktiven Management des Working Capitals und der weiteren Optimierung der lieferantenseitigen Zahlungsbedingungen. Allerdings reichten die erzielten Erfolge nicht aus, um den geschäftsverlaufsbedingten Rückgang des negativen Working Capitals zu kompensieren, sodass das Working Capital insgesamt um 5,8 Mio. € auf nunmehr -63,6 Mio. € (2014: -69,4 Mio. €) angestiegen ist. Damit konnte auch im aktuellen Geschäftsjahr der laufende Geschäftsbetrieb überwiegend aus Kundenanzahlungen und Lieferantenverbindlichkeiten finanziert werden. Betrachtet man die einzelnen Geschäftsbereiche, so ergibt sich, wie auch für die Vorjahre, bei Systems und Swisslog ein negatives bzw. ausgeglichenes Working Capital (31.12.2015: -124,5 Mio. € bzw. +5,3 Mio. €, 31.12.2014: -139,8 Mio. € bzw. -7,8 Mio. €) und bei Robotics ein positives Working Capital (31.12.2015: 86,9 Mio. €; 31.12.2014: 97,8 Mio. €).

Eine wichtige Kennzahl ist im KUKA Konzern die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed/ROCE). Das eingesetzte Kapital wird dabei als Durchschnitt des Capital Employed zu Beginn und zum Ende eines Geschäftsjahres berechnet. Im Durchschnitt der Jahre 2015 und 2014 betrug das Capital Employed des KUKA Konzerns 676,8 Mio. € bzw. 492,0 Mio. €. Die signifikante Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang der Swisslog Gruppe. Aufgrund des Erstkonsolidierungszeitpunkts zum Geschäftsjahresende 2014 ist der Durchschnittswert des Vorjahres verzerrt. Betrachtet man hingegen das einperiodige Capital Employed zum jeweiligen Geschäftsjahresende, so zeigt sich von 2014 auf 2015 nur ein Anstieg um lediglich 13,5 Mio. € auf jetzt 683,6 Mio. €.Auch hat die Swisslog Gruppe aufgrund des Erstkonsolidierungszeitpunkts im Vorjahr noch keinen Ergebnisbeitrag geliefert. Folglich ergibt sich auch bei der Verzinsung des eingesetzten Kapitals eine Verzerrung im Vergleich zum Vorjahr. In 2015 betrug das ROCE 20,0 % in 2014 28,8 %. Aussagefähiger im Jahresvergleich ist damit das ROCE der jeweiligen Geschäftsbereiche. Der Geschäftsbereich Robotics erwirtschaftete mit einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 177,1 Mio. € (2014: 167,3 Mio. €) eine Verzinsung (ROCE) von 56,6 % und konnte somit den Vorjahreswert von 53,1 % steigern. Der Geschäftsbereich Systems konnte bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 130,5 Mio. € (2014: 118,1 Mio. €) sogar eine starke verbesserte Verzinsung von 87,9 % (2014: 67,9 %) erzielen. Nach Bereinigung des Veräußerungsgewinns des Werkzeugbaus und der HLS Gruppe beträgt die Verzinsung 78,2 %. Das ROCE im Geschäftsbereich Swisslog war in 2015 wegen der hohen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation noch negativ (-14,5 %). Rechnet man diese heraus, so erzielte Swisslog ein positives ROCE von 4,1 %.

Konzern-Vermögens- und Finanzstruktur

Mio. € 2014 Mio. € 2015
Kurzfristige Vermögenswerte 1.181,5 1.558,4
Langfristige Vermögenswerte 798,0 823,3
Aktiva 1.979,5 2.381,7
Kurzfristige Schulden 1.096,2 1.160,6
Langfristige Schulden 342,2 488,6
Eigenkapital 541,1 732,5
Passiva 1.979,5 2.381,7

Erläuterungen zum Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft

Die A Aktiengesellschaft nimmt im Konzern die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wie Rechnungswesen und Controlling, Finanzen, Personal, Recht und Finanzkommunikation wahr. Ihre wirtschaftliche Lage wird im Wesentlichen von den Aktivitäten der Tochtergesellschaften bestimmt. Dies zeigt sich durch die direkte Zuordnung der Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche Robotics (KUKA Roboter GmbH), Systems (KUKA Systems GmbH) und der Swisslog (Swisslog Holding AG). Die KUKA Aktiengesellschaft stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen Aktiengesetzbuches (AktG) auf. Der Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und steht auf der Internetseite - www.kuka.com - zur Verfügung.

Gewinn- und Verlustrechnung der KUKA Aktiengesellschaft (HGB)

Mio. € 2014 Mio. € 2015
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,1 1,2
Sonstige betriebliche Erträge 55,1 108,9
Personalaufwand -32,7 -38,8
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3,3 -6,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -44,2 -86,8
Beteiligungsergebnis 137,0 149,7
Erträge aus anderen Wertpapieren 0,9 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,3 5,2
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -15,8 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24,7 -9,1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 80,7 124,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15,0 -8,2
Jahresüberschuss 65,7 115,8
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 24,4 43,0
Einstellungen in die Gewinnrücklagen -32,8 -57,9
Bilanzgewinn 57,3 100,9

Bilanz der KUKA Aktiengesellschaft (HGB)

AKTIVA

Mio. € 2014 Mio. € 2015
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 2,2 2,1
Sachanlagen 72,9 88,4
Finanzanlagen 435,0 469,3
510,1 559,8
Umlaufvermögen
Vorräte 0,0 0,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 225,4 233,8
Sonstige Vermögensgegenstände 5,8 5,6
Wertpapiere 10,0 -
241,2 239,4
Flüssige Mittel 71,6 330,2
312,8 569,6
Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 0,6
823,4 1.130,0

PASSIVA

Mio. € 2014 Mio. € 2015
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 92,8 100,1
Kapitalrücklage 166,7 262,2
Andere Gewinnrücklagen 90,3 148,2
Bilanzgewinn 57,3 100,9
407,1 611,4
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen 11,6 11,7
Steuerrückstellungen 12,6 15,0
Sonstige Rückstellungen 29,9 31,2
54,1 57,9
Verbindlichkeiten
Anleihen 150,0 47,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,1 251,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7,7 11,1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 199,8 147,4
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen 2,6 2,6
Sonstige Verbindlichkeiten 1,0 1,3
362,2 460,7
823,4 1.130,0

Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft

Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften, die Finanzierungsfunktion und die Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit der Holdingfunktion sind die bestimmenden Faktoren der Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt bei 124,0 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahreswert (2014: 80,7 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenumlagen (2015: 40,1 Mio. €, 2014: 28,9 Mio. €), direkte Weiterbelastungen z. B. aus dem Facility Management (2015: 13,0 Mio. €; 2014: 12,8 Mio. €) sowie Erträge aus der Vermietung von Gebäuden an Gesellschaften des KUKA Konzerns (2015: 5,5 Mio. €; 2014: 4,6 Mio. €). Währungsgewinne, vor allem aus USD, CHF und BRL, wurden in Höhe von 34,7 Mio. € (2014: 7,1 Mio. €) berücksichtigt. Daneben wurde eine im Vorjahr vorgenommene Wertberichtigung auf eine Beteiligung in Höhe von 13,7 Mio. € wieder aufgelöst. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert neben nicht aktivierungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Neubau des Entwicklungs- und Technologiezentrums in Augsburg vor allem aus den Währungsverlusten in Höhe von 34,2 Mio. € (2014: 6,3 Mio. €). Der Anstieg des Personalaufwands von 32,7 Mio. € auf 38,8 Mio. € ist neben der gestiegenen Mitarbeiteranzahl auch auf höhere Aufwendungen für variable Vergütungsbestandteile, u. a. in Folge des gestiegenen Aktienkurses zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag beschäftigt die Gesellschaft 352 Mitarbeiter (2014: 279 Mitarbeiter). Das Beteiligungsergebnis beträgt 149,7 Mio. € (2014: 137,0 Mio. €) und liegt damit erneut über dem Vorjahreswert. Dies liegt insbesondere an der im Berichtsjahr höheren Ausschüttung der amerikanischen Tochtergesellschaft (2015: 40,6 Mio. €; 2014: 24,4 Mio. €). Der Ergebnisbeitrag der deutschen Gesellschaften, der über die bestehenden Ergebnisabführungsverträge der KUKA Aktiengesellschaft zugeordnet beträgt 109,1 Mio. € (2014: 112,6 Mio. €). Das Zinsergebnis liegt mit -3,9 Mio. € Mio. € deutlich unter dem Wert des Vorjahres (-16,4 Mio. €). Im Vorjahr wirken sich hier die Einmaleffekte aus der Tilgung der Unternehmensanleihe aus. Aufgrund des gesunkenen Marktzinsniveaus waren die von der KUKA Aktiengesellschaft an Tochterunternehmen gut geschriebenen bzw. in Rechnung gestellten Finanzierungszinsen verglichen mit dem Vorjahr deutlich niedriger. Im Vorjahr hat die KUKA Aktiengesellschaft mit verbundenen Unternehmen ein positives Zinsergebnis in Höhe von 7,1 Mio. € erzielt - im Geschäftsjahr betrug der Wert 4,5 Mio. €. Die im Vorjahr vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen betrafen vor allem die Bewertung der Swisslog Aktien mit dem Börsenkurs am letzten Handelstag 2014 in Höhe von 1,31 CHF Im Berichtsjahr ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen der korrespondierende Betrag als Zuschreibung enthalten. Als Organträger des deutschen Organkreises weist die KUKA Aktiengesellschaft die Ertragsteuern des Organkreises in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 8,2 Mio. € (2014: 15,0 Mio. €) aus. Insgesamt betrug der Jahresüberschuss der KUKA Aktiengesellschaft 115,8 Mio. € (2014: 65,7 Mio. €). Nach Abzug der Einstellung in die Gewinnrücklagen und Verrechnung mit dem Ergebnisvortrag ergibt sich für das Geschäftsjahr 2015 damit ein Bilanzgewinn in Höhe von 100,9 Mio. € (2014: 57,3 Mio. €).

Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft

Eine der wesentlichen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft ist die Bereitstellung von Finanzmitteln und Avalen für die laufende Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften. Zur externen Finanzierung hat die KUKA Aktiengesellschaft im Februar und Juli 2013 eine Wandelschuldverschreibung über insgesamt 150,0 Mio. € am Kapitalmarkt platziert. Von der Möglichkeit zur Wandlung haben im vierten Quartal 2015 Anleiheinhaber Gebrauch gemacht und Anteile über nominal 102,8 Mio. € in 2,8 Mio. neue KUKA Aktien gewandelt. Dadurch erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 7,3 Mio. € und die Kapitalrücklage um 95,5 Mio. €. Die Verbindlichkeit aus der Wandelschuldverschreibung reduzierte sich korrespondierend auf 47,2 Mio. €. Als weiteren Baustein der externen Finanzierung hat die KUKA Aktiengesellschaft im Oktober ein Schuldscheindarlehen über 250,0 Mio. € platziert. Das Gesamtvolumen unterteilt sich in zwei Tranchen, wobei die erste Tranche über 142,5 Mio. € eine Laufzeit von fünf Jahren und die zweite Tranche über 107,5 Mio. € eine Laufzeit über sieben Jahren hat. Das Schuldscheindarlehen wird unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Darüber hinaus hat die KUKA Aktiengesellschaft im April 2015 den im Dezember 2013 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag vorzeitig refinanziert und dabei auch den bestehenden Konsortialkreditvertrag der Swisslog Holding AG abgelöst. Der neue Vertrag sieht eine Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und eine Betriebsmittellinie, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann, in Höhe von 90,0 Mio. € vor (für weitere Details vergleiche Finanzlage KUKA Konzern sowie Anhang (26)). Die Finanzierungsfunktion der KUKA Aktiengesellschaft spiegelt sich in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Cash-Pooling-Konten mit Tochtergesellschaften sowie aus den zur Verfügung gestellten Darlehen. Per Saldo ergibt sich hier eine Forderung von 86,4 Mio. € (2014: 25,6 Mio. €). Diese Zunahme im Liquiditätsbedarf der Tochtergesellschaften resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen des Geschäftsjahres sowie die Einbeziehung der Swisslog Gruppe.Gegenläufig wirkt das anhaltend gute aktive Management des Working Capital der am Cash-Pooling beteiligten Tochtergesellschaften. Insgesamt erhöhten sich durch die beschriebenen Maßnahmen die flüssigen Mittel der KUKA Aktiengesellschaft von 71,6 Mio. € auf 330,2 Mio. € und die Finanzverbindlichkeiten von 151,1 Mio. € auf 298,3 Mio. €.

Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft

Die Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft ist geprägt durch das Management der Beteiligungen und durch die Wahrung der Leitungsfunktionen für die Gesellschaften des Konzerns. Bezüglich der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der Finanzposten verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 22,6 Mio. € (2014: 35,4 Mio. €) standen Abschreibungen in Höhe von 6,5 Mio. € (2014: 3,4 Mio. €) gegenüber. Die Investitionen des Geschäftsjahres sind insbesondere durch das nunmehr fertiggestellte Entwicklungs- und Technologiezentrum in Augsburg geprägt. Unter den Finanzanlagen werden die direkten Beteiligungen der KUKA Aktiengesellschaft an ihren Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die Zugänge des Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen den Erwerb der ausstehenden Anteile an der Swisslog Holding AG, Buchs, Schweiz, sowie weitere meilensteinbasierte Zuzahlungen an die KBee AG, München. Die im Vorjahr ausgewiesenen Wertpapiere des Umlaufvermögens (10,0 Mio. €) betrafen nachhaltig frei verfügbare finanzielle Mittel, die im Rahmen des Liquiditätsmanagements angelegt wurden und eine Laufzeit von vier Monaten hatten. In der Veränderung des Eigenkapitals spiegelt sich neben dem Ergebnis des Geschäftsjahres auch die oben beschriebene Wandlung der Wandelschuldverschreibung wider. Eigenkapitalmindernd wirkte die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 14,3 Mio. €. Die Eigenkapitalquote der KUKA Aktiengesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 54,1 % (2014: 49,4 %). Die Bilanzsumme der KUKA Aktiengesellschaft stieg als Saldo dieser Effekte gegenüber dem Vorjahresstichtag um 306,6 Mio. € auf 1.130,0 Mio. €.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit - ein kontinuierlicher Prozess

Nachhaltigkeit steht bei KUKA für verantwortungsvolles, unternehmerisches Handeln und für den Schutz von Umwelt und Ressourcen. Um seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, Kunden und Kapitalgebern, der Gesellschaft und der Umwelt gerecht zu werden, ist es wichtig, dass sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt und weltweit erfolgreich bleibt. Im Berichtsjahr verfolgte das Unternehmen einige Projekte.

Gutes Arbeitsumfeld fördert die Gesundheit

Die Gesundheit der Mitarbeiter hat bei KUKA einen hohen Stellenwert. Der wachsende Wettbewerbsdruck, hohe Ansprüche an Qualität und Schnelligkeit führen zu steigenden Anforderungen an die Mitarbeiter. Für KUKA ist es daher wichtig, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das den Mitarbeitern Flexibilität ermöglicht und die Gesundheit fördert. Denn als global wachsender Technologiekonzern ist KUKA auf qualifizierte, engagierte und leistungsfähige Mitarbeiter angewiesen. Für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet KUKA eine lebensphasenorientierte Personalpolitik. Wichtig in diesem Zusammenhang ist eine möglichst hohe Flexibilität. Umgesetzt wird dies zum Beispiel durch Gleitzeit, Home Office, die Kinderkrippe am Standort Augsburg, deren Träger der gemeinnützige Verein Orange Care e. V. ist, Ferienbetreuungsprogramme oder durch Dienstleistungsangebote wie den Wäscheservice. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bietet KUKA seinen Mitarbeitern jedes Jahr unterschiedliche thematische Schwerpunkte. Die Schwerpunkte sind entsprechend gewählt, um den Hauptursachen für diverse Zivilisationskrankheiten, wie Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Übergewicht und Stress, entgegenzuwirken. Im Berichtsjahr lag der Fokus auf dem Thema Ernährung. Angeboten wurden zum Beispiel Vorträge darüber, wie Ernährung zur Förderung der Gesundheit beitragen kann. Zudem wurde der KUKA Gesundheitstag veranstaltet, an dem sich die Mitarbeiter über die Themen Ernährung, Trinkwasser und Bewegung informieren sowie verschiedene Sportarten und Entspannungsmethoden ausprobieren konnten. Den Schwerpunkt des Gesundheitstages bildete dabei eine Aktion zur Darmkrebsvorsorge. Außerdem wurde die Möglichkeit für ein Hautscreening angeboten.

Soziale Kennzahlen

2014 2015
Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) 12.102 12.300
davon Auszubildende 372 348
Durchschnittl. Betriebszugehörigkeit (Jahre) 8,8 7,6
Krankenquote in % 3,0 3,2
Fluktuation in % 11,2 9,6
Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter 10,2 9,8*
  • ohne Obernburg

Die konzernweite Krankenquote blieb im Berichtsjahr mit 3,2 % nahezu unverändert auf niedrigem Niveau, verglichen mit anderen Unternehmen aus der Branche. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit lag 2015 bei 7,6 Jahren. Sie ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und mit anderen Unternehmen vergleichbar. Die Fluktuation in Höhe von 9,6 % ist im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 11,2 % rückläufig. Diese Zahl erscheint im Vergleich zu anderen Unternehmen aus der Branche relativ hoch. Der Grund hierfür ist, dass diese Zahl nicht nur die externen Abgänge erfasst, sondern auch alle internen Wechsel zwischen den Gesellschaften des KUKA Konzerns. Im Vergleich mit anderen Unternehmen in der Branche hat KUKA trotz des hohen Arbeitsaufkommens nur wenige Unfälle zu verzeichnen. Im Jahr 2015 ereigneten sich 9,8 Unfälle pro tausend Mitarbeiter. KUKA arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Arbeitsschutzmaßnahmen, um diese Zahl weiter zu reduzieren. Details zu Mitarbeiterzahlen und Personalpolitik sind im Kapitel Mitarbeiter ab Seite 30 aufgeführt.

Orange Care e. V. - KUKAner engagieren sich

KUKA Mitarbeiter ergreifen gerne selbst die Initiative und engagieren sich im sozialen Umfeld. Im Jahr 2012 wurde Orange Care e. V. ins Leben gerufen, ein von KUKA Mitarbeiter gegründeter Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, hilfsbedürftige Menschen, vor allem in der Jugend- und Familienhilfe, zu unterstützen. Orange Care ist Träger der Kinderkrippe am KUKA Standort in Augsburg mit insgesamt 30 Plätzen. In 2015 waren alle Plätze voll belegt. KUKA Mitarbeiter unterstützten Orange Care e. V. mit Spenden, so dass der Verein im Berichtsjahr die Kosten für Spielzeuge der Orange Care Kinderkrippe übernehmen konnte. Der Verein setzte sich außerdem für Flüchtlinge ein und unterstützte zwei Augsburger Flüchtlingsheime mit Sachspenden. Darüber hinaus konnte der Verein der Familie eines KUKA Mitarbeiters in einer schwierigen familiären Situation helfen.

Auszubildende zeigen soziales Engagement

KUKA Auszubildende haben sich im Berichtsjahr für die Betroffenen des Tornados, der in der Region Augsburg schwere Schäden hinterlassen hatte, eingesetzt. Sie haben eine Sammelaktion für die Opfer in einer betroffenen Gemeinde nahe Augsburg organisiert, um sie finanziell beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Häuser zu unterstützen. Auch die Weihnachtspaketaktion "Geschenk mit Herz" von der Hilfsorganisation Humedica e. V. haben die Auszubildenden am Standort Augsburg organisiert. Außerdem hat die KUKA Lehrwerkstatt Praktika für Flüchtlinge angeboten. Das Praktikum gibt Einblicke in den Berufsalltag und hilft bei der Berufsorientierung.

KUKA ist Mitglied bei Blue Competence

Blue Competence ist die Nachhaltigkeitsinitiative des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) und Plattform des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus in Sachen Nachhaltigkeit. Dabei hat KUKA sich verpflichtet, den Blue Competence Kodex einzuhalten. Unter dem Motto "Nachhaltigkeit ist ein Geschäftsmodell" veranstaltete die Initiative im Berichtsjahr einen Azubi-Wettbewerb. KUKA hat sich in Form eines Films daran beteiligt. Außerdem ist KUKA Mitglied bei der Industrie- und Handelskammer und der International Federation of Robotics (IFR). In beiden Verbänden gibt es spezielle Arbeitsgruppen, die sich mit den Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auseinander setzen.

Ergonomisch und effektiv

Der demografische Wandel und die Veränderungen in der Arbeits- und Lebenswelt wirken sich auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter aus und fordern vorausschauende und nachhaltige Lösungen zur Erhaltung der Gesundheit. Im Berichtsjahr wurden die bereits in 2014 begonnenen Arbeitsprozesse weiter verbessert. Dazu gehörte die Automatisierung von nicht-ergonomischen Tätigkeiten mit dem Ziel, die körperlichen Belastungen der Mitarbeiter in der Produktion zu verringern. Automatisiert wurde das Handling und Fügen von schweren Bauteilen (Grundgestell, Getriebe, Karussell) sowie das Verschrauben von Bauteilen, das viel Kraftaufwand benötigt. Außerdem wurden weitere ergonomische Arbeitsplätze mit Hubtischen eingerichtet. Die Produktionsmitarbeiter können so ihren Arbeitsplatz individuell einstellen und mit weniger Kraftaufwand rückenschonend in aufrechter Haltung arbeiten. Automatisiert wurden auch Bereiche in der Logistik, sodass der Mitarbeiter von den einfachen und monotonen Tätigkeiten entlastet ist und sich effektiv den anspruchsvolleren Arbeiten widmen kann. So wurde zum Beispiel die Schraubenlogistik automatisiert. Die Mitarbeiter in der Produktion werden dabei von einem KMR iiwa unterstützt, eine autonom navigierende Plattform, auf der ein LBR iiwa montiert ist. KMR iiwa fährt autonom zwischen dem Zentrallager und dem Zielregal und bestückt das Zielregal mit den entsprechenden Schraubenkisten.

Nachhaltige Baukonzepte am Standort Augsburg

Am KUKA Standort Augsburg wurde 2015 das Entwicklungs- und Technologiezentrum (ETZ) fertiggestellt und der Umbau der Robotermontage weiter forciert.# KUKA AG

Bei allen großen Baumaßnahmen hat KUKA im Berichtsjahr die gesetzlichen Vorgaben der aktuellen Standards nach EEG & EnEV (Erneuerbare-Energien-Gesetz und Energieeinsparverordnung) um bis zu 30 % unterschritten, was sich bereits heute bei der Fassadendämmung und der Isolierung von Fenstern und Türen zeigt. Außerdem ermöglichen die ausgewählten Materialien ein späteres Recycling sowie einen schadstoffarmen Rückbau. Bei allen Neubauten, Erweiterungen oder Modernisierungen am Standort Augsburg setzt KUKA bereits innovative Umweltkonzepte um. So kann bei diesen Gebäuden das anfallende Regenwasser auf den Dachflächen bereits über Rigolen grundwasserneutral versickern und wird nicht in die Kanalisation eingeleitet. Um das ETZ nach den Anforderungen moderner Energieversorgung auszurichten, wird die Temperatur in den Büros automatisch über Heiz- /Kühlsegel an der Decke reguliert. Zusätzlich werden das Gebäude und das Rechenzentrum mit Brunnenwasser bzw. zu Spitzenzeiten mit einer Kompressionskältemaschine, die auf dem Dach angebracht ist, gekühlt. In der Produktion sorgen Deckensegel für die Beheizung der Hallen. Um den Energieverbrauch und damit die klimawirksamen CO2 -Emissionen zu verringern, setzt KUKA auf eine möglichst umweltgerechte Energieversorgung. Daher ist nun der komplette Standort Augsburg auf die Fernwärme der Stadtwerke umgestellt und das ETZ an die Nahwärmeversorgung am Standort angeschlossen.

Förderung von Spitzenleistungen in Technik und Sport

KUKA fördert Spitzenleistungen in Technik und Sport. Das steigert nicht nur die Markenbekanntheit des Unternehmens, sondern ist für KUKA auch ein Weg, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dabei konzentriert sich KUKA auf Projekte an den eigenen Standorten. Zum Beispiel unterstützt KUKA am Standort Augsburg seit vielen Jahren den Fußball-Bundesligisten FC Augsburg und den Eishockey-Erstligisten Augsburger Panther.

Nachhaltig und energieeffizient - die MagnetAr 620A Stromquelle

Um das MagnetArc-Schweißverfahren weiter zu entwickeln und damit den Prozess und die Qualität zu verbessern, werden auch die Komponenten zur Automatisierung kontinuierlich weiterentwickelt. Besonderes Augenmerk legte KUKA auf die Kernkomponente "Stromquelle", um die Technologie zu erweitern und die Effizienz zu steigern. Im Vergleich zur konventionellen MagnetArc Stromquelle verbraucht die neue MagnetAr 620A bis zu 20 % weniger Energie. Zudem ist die neue Stromquelle deutlich kleiner und um 85 % leichter, was Kosten und Produktionsfläche spart. Im Berichtsjahr konnte die neue Stromquelle bereits bei drei Kunden für eine energieeffiziente Produktion eingesetzt werden.

Forschungskooperationen zur Förderung der Nachhaltigkeit

KUKA ist Partner bei EU-Förderprojekten, die Forschungsaktivitäten zu nachhaltigen, innovativen Technologien vorantreiben:

EU-Förderprojekt AREUS

KUKA ist Partner im europäischen Forschungsverbundvorhaben "AREUS - Automation and Robotics for EUropean Sustainable manufacturing". Hier treibt KUKA gemeinsam mit Forschungspartnern aus Industrie und Wissenschaft die Entwicklung energieeffizienter roboterbasierter Lösungen für die Fabrik der Zukunft voran. Dabei werden optimierte Verfahren zur Roboterbewegung entwickelt, sowohl für den einzelnen Roboter als auch für einen Verbund mehrerer Roboter. Die Energieversorgung der roboterbasierten Testanlagen wird prototypisch auf Gleichstrom umgestellt, um erste Erfahrungen für eine zukünftige regenerative Energieversorgung sammeln und den Energiebedarf in einer Anlage besser verteilen sowie Bremsenergierückspeisen zu können. Die neuen Konzepte werden in einem realen Produktionsszenario getestet und zum Abschluss des Projekts in diesem Jahr auf zwei Messen (ICRA und Automatica) ausgestellt.

euRobotics aisbl

Die gemeinnützige europäische Organisation euRobotics aisbl (association internationale sans but lucratif) hat mit der Europäischen Kommission eine öffentlich-private Partnerschaft (PPP) für die Robotik in Europa vereinbart, deren Forschungs- und Innovationsprogramm in den kommenden sieben Jahren mit mehr als 700 Mio. € gefördert wird und in dessen Rahmen auch Ziele zur Nachhaltigkeit in einer gemeinsamen Roadmap formuliert wurden. Dazu zählt beispielsweise die Entwicklung nachhaltiger Produktionsmethoden in der Industrie. Weitere Details finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung ab Seite 7.

EFFRA

KUKA ist ebenfalls Partner der europäischen Organisation zur Erforschung der Fabrik der Zukunft EFFRA (European Factories of the Future Research Association). Die Mitglieder nehmen einen wichtigen Einfluss u. a. auf die Entwicklung einer nachhaltigen Produktion und nachhaltiger Herstellungsprozesse. KUKA treibt dabei die Themen voran, die für eine roboterbasierte Automation von entscheidender Bedeutung sind.

KUKA mit multifunktionaler Zelle im Innovationspark Augsburg

Leichtbau ist im Hinblick auf Nachhaltigkeit eines der Schlüsselthemen für die Zukunft der industriellen Fertigung. Im Rahmen eines Projekts im Augsburger Innovationspark arbeiten Industrie und Wissenschaft gemeinsam an der Industrialisierung von Faserverbundstoffen und der Weiterentwicklung der Mensch-Maschinen-Interaktion. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forscht und entwickelt KUKA bereits seit Jahren an innovativen Prozessen und Automatisierungslösungen. Im Industriemaßstab werden an dem neuen Standort Produktionsprozesse mit Leichtbaustoffen für die Luft- und Raumfahrt entwickelt. In Kooperation mit dem DLR installierte KUKA eine multifunktionale Zelle (MFZ) von 32,5 m Länge und 16 m Breite. Das Gestell ist aus einer tonnenschweren Stahlkonstruktion gefertigt. Die Zelle bildet aufgrund ihrer Größe und technologischen Besonderheit den Mittelpunkt des Zentrums. Sie ist mit KUKA Robotern der QUANTEC-Generation ausgerüstet, um im Industriemaßstab Forschung betreiben zu können.

KUKA ist Partner von MAI Carbon

KUKA ist im Spitzencluster MAI Carbon aktiv. Der Cluster im Städtedreieck München-Augsburg-Ingolstadt verfolgt das Ziel, die kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffe (CFK) technologisch bis zum Jahr 2020 für unterschiedliche Anwenderbranchen in Deutschland zu entwickeln. Die Darstellung einer durchgängigen Prozesskette und die präzise Bearbeitung mit Industrierobotern sind dabei Fokusthemen.

Green Carbody Technologies

Mit Blick auf die Herausforderungen einer wachsenden Weltbevölkerung und immer knapperen Ressourcen liegt ein wichtiger Schwerpunkt zukünftiger Anlagen darin, energie- und ressourceneffizient zu produzieren. Das Verbundprojekt Green Carbody Technologies (InnoCaT) hatte sich zum Ziel gesetzt, energie- und ressourceneffiziente Anlagen zu entwickeln. Insgesamt beteiligten sich 60 Unternehmen an dem Projekt, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Als Mitglied brachte KUKA Systems notwendiges Know-how und Werkzeuge ein, mit denen sich der Energieverbrauch einer Anlage bereits in der Planungsphase virtuell messen, analysieren und optimieren lässt. KUKA unterstützte damit ihre Kunden eine nachhaltige Produktion umzusetzen. Das Projekt wurde bereits 2014 abgeschlossen. Die resultierenden Ergebnisse wurden bei KUKA in einem Maßnahmenkatalog für eine energieeffiziente Produktion zusammengefasst, der seither bei Neuanlagen zum Einsatz kommt. Zudem konnte schon ein erstes Projekt akquiriert werden, bei dem eine bestehende Anlage von unseren geschulten Spezialisten anhand dieses Maßnahmenkatalogs optimiert wird.

Energieeffizienz im Anlagenbau

Nach der Entwicklung eines Softwaretools zur energieeffizienten Auslegung von Fertigungsanlagen im Vorjahr wurden in 2015 die Maßnahmen auf Wirksamkeit, Auswirkungen auf Produktionsanlagen und etwaige Mehrkosten untersucht. Die von KUKA Systems entwickelten Anlagen sollen nicht nur theoretisch Ressourcen schonen, sondern auch in der Praxis zu einer nachhaltigen Produktion beitragen. Dafür müssen die Verbräuche kontinuierlich überprüft werden. Mit den Lösungen von KUKA Systems lassen sich Energieverbräuche sowohl während der Planung als auch später im Betrieb aufzeichnen. In Kombination mit dem Visualisierungsstandard kann der Leistungsverlauf bei Bedarf angezeigt und archiviert werden. Auf dem Bediengerät wird dem Bediener über ein Ampelsystem angezeigt, ob der aktuelle Energieverbrauch dem vorgesehenen entspricht. So kann zeitnah reagiert und gegengesteuert werden.

Recycling und Retooling

Das Recyclingkonzept bei den KUKA Robotern umfasst unterschiedliche Aspekte. Dazu gehören nicht nur die fachgerechte Entsorgung und die nachhaltige Verwertung. Bereits bei der Auswahl der Bauteile achtet KUKA auf recycelbare Materialien. KUKA bietet den Kunden die Aufbereitung gebrauchter Roboter an, die anschließend zurück an den Kunden geliefert werden und wieder zum Einsatz kommen (retooling). Der Austausch oder die Optimierung von Bauteilen sowie eine erneute Lackierung der Roboter werden individuell mit den Kunden besprochen. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, Roboter zu mieten, um sie zu testen oder um sie kurzfristig einzusetzen. Für Roboter, die nicht mehr verwendet werden, bietet KUKA seinen Kunden die Rücknahme an. Die gebrauchten Maschinen (used robots) werden überholt und an die neuen Anforderungen angepasst. Anschließend stehen sie als Gebrauchtmaschinen wieder zum Verkauf zur Verfügung. Roboter, die nicht mehr überholt werden können, werden von KUKA auseinandergebaut und umweltgerecht entsorgt. Die beteiligten Verwertungsbetriebe wurden von KUKA sorgfältig geprüft.

KUKA hat auf Fernwärme umgestellt

Im Berichtsjahr sind die CO2-Emissionen gegenüber dem Vorjahr um rund 18 % zurückgegangen. Dies resultiert vor allem durch die Umstellung auf Fernwärme ab September 2015 am Standort Augsburg. Der absolute Verbrauch an Wärmeenergie beträgt 12.448 MWh und ist gegenüber dem Vorjahr (2014: 11.274 MWh) nur leicht gestiegen. Mit der Umstellung auf Fernwärme wird erwartet, dass der Verbrauch an Wärmeenergie zukünftig weiter zurückgehen wird.# KUKA AG Geschäftsbericht 2015

1. ÜBERSICHT

1.1. Nachhaltigkeitsbericht

Ökologie

Der absolute Stromverbrauch ist mit 13.651 MWh (2014: 13.095 MWh) nahezu konstant geblieben. Der Wasserverbrauch ist insgesamt relativ gering und spielt eine untergeordnete Rolle, da Wasser ausschließlich für den normalen täglichen Gebrauch zur Verfügung steht und nur zu einem geringen Teil für die Produktion verwendet wird. Der Wasserverbrauch ist im Berichtsjahr am Standort Augsburg trotz des Neubaus des Entwicklungs- und Technologiezentrums mit 26.698 m3 (2014: 26,368 m3) nahezu unverändert. Mit der Umstellung auf Fernwärme am Standort Augsburg wurden die Weichen für eine energieeffiziente, umweltschonende und zukunftssichere Energieversorgung gestellt. Da der Standort erst im September 2015 umgestellt wurde, werden sich die Einsparungen beim Verbrauch von Wärmenergie und des CO2-Ausstoßes erst zukünftig bemerkbar machen. Neben der signifikanten Senkung des CO2-Verbrauches wird der Primärenergiefaktor von 1,1 auf 0,32 reduziert. Dies bedeutet, dass die Umweltauswirkungen bei steigender Standortnutzung kontinuierlich gesenkt und die Anforderungen der neuesten Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) an die Energieeffizienz bei Neu- und Bestandsbauten erfüllt sind.

Kennzahlen Ökologie

2014 2015
Anzahl Standorte weltweit 53 66
davon mit Zertifizierung ISO 9001 24 39
davon mit Zertifizierung ISO 14001 11 13
Verbrauch (Standorte Augsburg)
Strom (MWh) 13.095 13.651
Wärme (MWh) 11.274 8.004*
Wärme (MWh) - Fernwärme ab September 2015 4.444
Wasser (m3) 26.368 26.698
CO2 (t) 9.736 7.966
  • Bis September 2015

KUKA ist an relevanten Standorten nach VDA 6.4. zertifiziert

Als Lieferant für die Automobilindustrie steht Zuverlässigkeit und Sicherheit der Produkte an erster Stelle. Mit der Zertifizierung nach VDA 6.4 werden im Unternehmen Prozesse nachgewiesen, die sicherstellen sollen, dass sich Kunden auf die hohe Qualität Ihrer Maschinen, Anlagen, Werkzeuge oder Prüfmittel von KUKA verlassen können. Ein Schwerpunkt liegt in der Effizienz von Prozessen. Das Zertifikat ist eine Ergänzung zur ISO 9001.

KUKA beteiligt sich bei Carbon Disclosure

Seit 2008 beteiligt sich die KUKA Aktiengesellschaft am Carbon Disclosure Project. Diese Organisation veröffentlicht einmal jährlich Informationen zur Ökobilanz börsennotierter Unternehmen und zu den Geschäftschancen mit nachhaltigen Produkten. Das Carbon Disclosure Project wird von vielen Investorengruppen unterstützt (www.cdproject.net). 2015 konnte sich KUKA im Gesamtergebnis tendenziell verbessern. Außerdem hat das Unternehmen an verschiedenen Ratings zum Thema Nachhaltigkeit u. a. von der Agentur Vigeo teilgenommen. Die Ergebnisse können unter der E-Mail-Adresse [email protected] angefragt werden. Es liegen Informationen zu Corporate Governance, Human Resources und Umwelt vor.

Mitarbeiter

Internationalisierung im KUKA Konzern

KUKA befindet sich weltweit auf Wachstumskurs. Die Mitarbeiterzahlen sind im Berichtsjahr vor allem durch das Wachstum in den strategisch wichtigen Regionen China und Nordamerika gestiegen. Weiterhin wurde Personal im Bereich Forschung und Entwicklung aufgebaut, um im dynamischen, internationalen Wettbewerbsumfeld geprägt durch Industrie 4.0 die Technologieführung auszubauen. Da der Konzern in den vergangenen Jahren stark international gewachsen ist, wurden Maßnahmen ergriffen, um eine konzernweit einheitliche Führungskultur zu etablieren. Ziel ist ein gemeinsames Verständnis für Werte und Prinzipien unter allen Mitarbeitern weltweit. So wurde im Berichtsjahr das konzernübergreifende Führungsleitbild international ausgerollt. Es wurde darüber hinaus das New Manager Program eingeführt, das weltweit Nachwuchsführungskräfte darin unterstützt, ihren eigenen Führungsstil zu entwickeln, das ein gemeinsames Verständnis von Führung vermittelt und mit dem Basiswissen für eine erfolgreiche Führung entsprechend dem Leitbild vertraut macht. KUKA stärkt seine Attraktivität als Arbeitgeber weiterhin mithilfe von Employer Branding-Maßnahmen, bietet eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung sowie ein breites Weiterbildungsangebot und kooperiert mit namhaften Hochschulen. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie das betriebliche Gesundheitsmanagement werden weiter ausgebaut.

Personalaufbau in strategisch wichtigen Bereichen

KUKA hat sich im Berichtsjahr weiter in Branchen und Regionen diversifiziert und seine Präsenz im asiatischen Markt ausgeweitet. Das Personal wurde vor allem in den strategisch wichtigen Regionen China und Nordamerika sowie im Bereich Forschung und Entwicklung aufgestockt. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Konzern von insgesamt 12.102 zum Jahresende 2014 auf 12.300 zum Jahresende 2015. Den größten Zuwachs verzeichnete der Geschäftsbereich Robotics mit 16,1 % auf 4.232 Mitarbeiter (2014: 3.644). Der Aufbau erfolgte hier in allen Kundensegmenten, also Automotive, General Industry und Service sowie im Bereich Forschung und Entwicklung; nach Regionen vornehmlich in Deutschland und China. Die Mitarbeiterzahl von Systems fiel im Berichtsjahr von 5.810 auf 5.146 und damit um 11,4 %. Grund dafür war die Veräußerung des Geschäftsbereichs Werkzeugbau sowie der HLS-Engineering Group. Swisslog stockte um 186 Mitarbeiter von 2.369 (2014) auf 2.555 (2015) auf.

Stabile Altersstruktur

Der konzernweite Altersdurchschnitt lag mit 40,7 Jahren etwa auf Vorjahresniveau (2014: 40,8 Jahre). Im Berichtsjahr wurden 71 Mitarbeiter für jeweils 25 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt, drei Mitarbeiter feierten ihr 40. Firmenjubiläum.

Berufliche Ausbildung auf hohem Niveau

Der KUKA Konzern beschäftigte Ende Dezember 2015 insgesamt 348 Auszubildende (FTE) (2014: 372). Der Rückgang ist auf die Veräußerung des Geschäftsbereichs Werkzeugbau zurückzuführen. Die Zentralisierung der Ausbildung in der KUKA Aktiengesellschaft, die im Jahr 2013 erfolgte, hat sich bewährt. So erhalten die Auszubildenden mehr Möglichkeiten zur eigenen Weiterbildung und lernen global und unternehmensübergreifend zu denken und zu handeln. KUKA legt großen Wert darauf, dass die Auszubildenden bereits frühzeitig mit der Internationalität des Konzerns vertraut gemacht werden. Jedes Jahr sammeln Auszubildende Auslandserfahrungen an anderen KUKA Standorten wie zum Beispiel in China oder den USA. KUKA hält in der Ausbildungsqualität und beim Leistungsniveau weiterhin einen hohen Standard. Das zeigt sich immer wieder darin, dass KUKA Absolventen als Jahrgangsbeste ihres Ausbildungsberufs abschließen. Im Berichtsjahr zeichnete die IHK Schwaben Markus Hörmann in seinem Jahrgang als Besten seines Ausbildungsberufs Elektroniker für Automatisierungstechnik aus. Christoph Berthold hat nicht nur seine Ausbildung mit Bravur absolviert, sondern nebenbei noch sein Abitur mit der Note 1,0 bestanden. Zehn Auszubildende haben im Sommer 2015 vorzeitig ihre Prüfungen absolviert und insgesamt mit einer Durchschnittsnote von 1,55 abgeschlossen.

Breites Angebot in der Aus- und Weiterbildung

Das breite Ausbildungsangebot des KUKA Konzerns reicht von technischen bis hin zu kaufmännischen Berufen:

  • Industrie- und Zerspanungsmechaniker /-in
  • Mechatroniker/-in
  • Elektroniker /-in für Automatisierungstechnik
  • Industriekaufmann /-frau
  • Fachinformatiker /-in
  • Technische /-r Produktdesigner /-in
  • Fachkraft für Lagerlogistik
  • Kaufmann /-frau für Speditions- und Logistikdienstleistungen

Der Anteil an weiblichen Auszubildenden in technischen Berufen liegt seit einigen Jahren konstant bei ca. 20 %. Insbesondere durch die jährliche Teilnahme am Girls' Day, das Angebot von Schnupperlehren für Mädchen und Kooperationen mit Mädchenschulen sollte sich dieser Anteil weiter erhöhen. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen außerdem die Kontakte zu den Schulen in der Region ausgeweitet. Schüler von Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien können die Berufswelt bei KUKA in einem einwöchigen Schnupperpraktikum kennenlernen. Am Standort Augsburg nutzten dies im Jahr 2015 circa 130 Schüler. Darüber hinaus konnten Schüler im Rahmen von Betriebsführungen und vielen weiteren regionalen Aktionstagen das Ausbildungszentrum kennenlernen. Zusätzlich zu den klassischen Ausbildungsberufen bietet KUKA ein duales, ausbildungsintegriertes Studium an der Hochschule Augsburg mit dem Ziel des Bachelor-Abschlusses an. Neben dem dualen Verbundstudium Maschinenbau, Mechatronik und Elektrotechnik stehen auch die Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Informatik und Wirtschaftsinformatik zur Wahl. Großen Wert legt KUKA auf die Weiterbildung der Mitarbeiter im Rahmen interner Schulungsmaßnahmen. Einen wichtigen Baustein stellt hier zum Beispiel am Standort Augsburg die KUKA Academy dar. Das Angebot der Academy, wie z. B. Computer- und Sprachkurse, fachspezifische Kurse aus den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Betriebswirtschaft oder Projektmanagement sowie Seminare zu Soft Skills werden stark von den Mitarbeitern nachgefragt. Im Jahr 2015 nahmen am Standort Augsburg 1.798 Mitarbeiter an insgesamt 103 Seminaren und 50 Sprachgruppen (Englisch und Spanisch) teil. Um den Mitarbeitern das Kursangebot leichter zugänglich zu machen und die Administration effizienter zu gestalten, wurde im Berichtsjahr intensiv an der Implementierung eines modernen, benutzerfreundlichen Learning Management Systems gearbeitet. Das System steht den Mitarbeitern mit Beginn des Jahres 2016 zur Verfügung.

Kooperationen mit Hochschulen weltweit

Weltweit pflegt KUKA Kooperationen mit Hochschulen, wie zum Beispiel der Tongji Universität in Shanghai oder der TU München, und arbeitet in einigen internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit namhaften Universitäten zusammen. Enger Kontakt besteht in der Region mit den Hochschulen in Augsburg und Kempten. KUKA hat während des Berichtsjahres an zahlreichen Hochschulkontaktmessen teilgenommen und war Hauptsponsor der "Pyramid" in Augsburg. Auf der "Pyramid" werden Kontakte zwischen Firmen und Berufseinsteigern hergestellt. KUKA nahm außerdem am "Career Day" der Academica in Augsburg teil.# Führungsleitbild und New Manager Program
Da der Konzern international stark wächst, wurden Maßnahmen ergriffen, um eine konzernweit einheitliche Führungskultur zu etablieren. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis für Werte und Prinzipien unter allen Mitarbeitern weltweit zu schaffen. So wurde im Jahr 2014 in internationaler Zusammenarbeit ein Führungsleitbild erarbeitet. Im Berichtsjahr begann der Rollout in den Gesellschaften und Regionen. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr das konzernübergreifende New Manager Program konzipiert und eingeführt. Es unterstützt Nachwuchsführungskräfte weltweit darin, ihren eigenen Führungsstil zu entwickeln, macht sie mit dem Basiswissen für eine erfolgreiche Führung vertraut und vermittelt ihnen ein gemeinsames Verständnis entsprechend dem Leitbild. An den Standorten Augsburg, Detroit und Shanghai finden regelmäßig Workshops statt, die den Teilnehmern - in Kombination mit individuellen Praxisphasen im Berufsalltag - eine optimale Entwicklung ermöglichen. Im Rahmen eines Leadership Meetings wurde auch mit dem Senior Management an der Umsetzung der Unternehmensstrategie gearbeitet.

Förderung der Vielfalt

KUKA Mitarbeiter haben im Berichtsjahr eine Diversity-Initiative ins Leben gerufen. Unter der Schirmherrschaft von Jurate Keblyte, kaufmännische Geschäftsführerin der KUKA Robotics GmbH, wurden in Workshops Ziele und Maßnahmen erarbeitet, um die Vielfalt im Konzern zu fördern. orangeWin (WIN steht dabei für Women In Network) nennt sich das aus der Initiative entstandene Netzwerk, dem sich jede KUKA Mitarbeiterin anschließen kann und das sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen vor allem in MINT-Berufen zu fördern und unter anderem für Führungsaufgaben zu qualifizieren. Ein spezielles Mentoring-Programm, Weiterbildungsangebote und Netzwerktreffen sind erste Maßnahmen der Initiative.

Starke Arbeitgebermarke

Die 2013 groß angelegte Employer Branding Kampagne für unterschiedliche Zielgruppen wird weiter verfolgt, um die Außenwahrnehmung von KUKA als attraktiver Arbeitgeber zu stärken. Die Attraktivität des Arbeitsumfeldes bei KUKA schlägt sich in externen Bewertungen nieder. Im trendence Graduate Barometer 2015, dem eine Befragung von Schülern, Studierenden und jungen Berufstätigen nach ihrem Wunscharbeitgeber zugrunde liegt, rückte KUKA im Bereich Engineering auf Platz 32 vor und im Bereich IT auf Platz 53. In der Universum Studie zu den Top Arbeitgebern für Young Professionals verbesserte sich KUKA auf Platz 26. Die Anzahl an Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen nahm von rund 12.000 in 2014 auf über 17.000 in 2015 zu. KUKA unterstützte im Berichtsjahr weiterhin die Initiative "Fair Company", die sich für faire Praktika und echte Chancen für Hochschulabsolventen einsetzt. Das bedeutet zum Beispiel, dass Praktikumsplätze bei KUKA vornehmlich zur beruflichen Orientierung angeboten werden, und Hochschulabsolventen, die sich auf eine Festanstellung beworben haben, nicht mit einem Praktikum vertröstet werden.

Mitarbeiteraktienprogramm

Die KUKA Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmenserfolg und zeigen großes Interesse am Mitarbeiteraktienprogramm. Im Berichtsjahr nahmen 414 Mitarbeiter daran teil. Es gingen 69.105 Aktien auf die Mitarbeiter über.

Nachtragsbericht

Kündigung der Wandelschuldverschreibung

Mit Bekanntmachung vom 18. Februar 2016 hat die KUKA Aktiengesellschaft die Wandelschuldverschreibungen 2013 unwiderruflich zum 24. März 2016 gekündigt. Sofern die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen bis zu diesem Termin ihre Anteile nicht in Aktien der KUKA Aktiengesellschaft gewandelt haben, werden die zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Anteile zu einem Kurs von 100 % an die Anteilseigner zurückbezahlt. Da die Rückzahlung zu 100 % für die Investoren wirtschaftlich unattraktiv ist, ist davon auszugehen, dass der weitaus überwiegende Teil der noch bestehenden Anteile vor dem Rückzahlungstermin in Aktien gewandelt wird. Bereits im Vorfeld dieser Ankündigung haben im Geschäftsjahr 2016 weitere Wandlungen stattgefunden. Daneben haben sich nach dem Bilanzstichtag bis zum Datum dieses Berichts keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Risiko- und Chancenbericht

Grundsätze

Der KUKA Konzern ist ein global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber insbesondere in technologischer Hinsicht auch eine Vielzahl von Risiken. Ziel des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für alle Stakeholder und Shareholder zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ergänzend zum bestehenden internen und externen Berichtswesen ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden.

Identifizierte Risiken werden konzernweit nach ihrem potenziellen Einfluss auf den Ergebnisbeitrag (EBIT) unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ beurteilt. Dabei werden Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien einschließlich des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden. Im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften erfolgt bei der Risikobewertung eine entsprechende Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen im Jahresabschluss. Somit werden als Risiken dann die ungesicherten Restrisiken, d. h. Risiken nach Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettobewertung), dargestellt.

Dem Risikomanagementsystem liegt ein monatlicher Meldeprozess (Risikoinventur) zugrunde, der sowohl die Identifikation von Neurisiken als auch die Folgebewertung bestehender Risiken umfasst. Die so zusammengetragenen Informationen werden in einem ebenfalls monatlich zu erstellenden und an den Vorstand des KUKA Konzerns adressierten Risikobericht zusammengefasst. Dieser beinhaltet unter anderem eine Top-10-Risikobetrachtung sowie eine Risiko-Exposure-Betrachtung (Risikogesamtsituation) für die Geschäftsbereiche, die KUKA Aktiengesellschaft als Holdinggesellschaft sowie den KUKA Konzern. Die Top-10-Risiken sind ferner fester Bestandteil des internen Management Reportings zum Monatsabschluss und werden monatlich im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des KUKA Konzerns und dem Management der Geschäftsbereiche besprochen. Die gemeldeten Risiken werden dem Vorstand zusätzlich quartalsweise im Steuerungskreis Risikomanagement vorgetragen und erläutert. Hier wird außerdem festgelegt, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind, oder ob weitere Schritte einzuleiten sind. Die Plausibilisierung von gemeldeten Risiken findet in diesem Steuerungskreis ebenso statt wie die Ableitung von Handlungsalternativen zur Vermeidung von ähnlichen Risiken in der Zukunft. Darüber hinaus ist der Risikobericht Gegenstand von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats, insbesondere des Prüfungsausschusses.

Die jeweils direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt beim Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit klar definierten Meldewegen und mit an die Gesellschaftsgröße angepassten Meldegrenzen. Für den Fall, dass konzernweit fest definierte Meldegrenzen überschritten werden, besteht ferner eine interne Ad-hoc-Meldepflicht.

Durch konzernweit einheitliche Vorgehensweisen werden Effizienz und Effektivität im Risikomanagement sichergestellt. Die Koordination des Risikomanagementsystems erfolgt durch den Leiter Risikomanagement. Von ihm werden die gemeldeten Einzelrisiken zu den genannten Top-10-Risikoübersichten bzw. Risiko-Exposure-Übersichten aggregiert, kommuniziert und überwacht. Diese Funktion ist im Konzerncontrolling der KUKA Aktiengesellschaft verankert, das Konzerncontrolling ist direkt dem Vorstand Finanzen und Controlling der KUKA Aktiengesellschaft unterstellt. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im KUKA Konzern ist.

Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglichte der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Im Rahmen ihrer regulären Prüfungstätigkeit überwacht die interne Revision die Einhaltung der Risikomanagement-Richtlinie des KUKA Konzerns und damit die Effektivität der implementierten Verfahren und Instrumente; sie schließt, sofern relevant, die Risikoverantwortlichen in den Prüfungsumfang mit ein. Darüber hinaus gewährleisten regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Neben dem Risikomanagementsystem besteht im KUKA Konzern ein internes Kontrollsystem (vgl. Lagebericht, Abschnitt Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, Seite 41 ff.), welches über das Risikomanagement hinaus die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts- und Rechnungslegungsprozesse permanent überwacht und unterstützt.

Strategische Risiken und Chancen

Ziel der Geschäftsbereiche ist es, in ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer technologischen Basis über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung.# Risikomanagement

Hierbei besteht eine wesentliche Aufgabe darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen entgegengewirkt. Anwendungsorientierte Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen, z. B. mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Weßling bei München, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und mehreren Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, vermindern das Risiko nicht marktgerechter Entwicklungsleistungen. Eine Quantifizierung strategischer Risiken und Chancen findet nicht statt.

Operative Risiken und Chancen KUKA Konzern

Das chancen- und risikoorientierte Controlling im KUKA Konzern sorgt dafür, dass Chancen und Risiken in die Unternehmenssteuerung einfließen. Aus der Bewertung der operativen Risiken anhand der im Abschnitt Grundsätze beschriebenen Vorgehensweise ergibt sich folgendes Bild über die Risikogesamtsituation (Risiko-Exposure) des Konzerns. Betrachtet werden die aggregierten Summen Maximalrisiko (worst case) und Risikoerwartungswert (REW), die sich aus den mit ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichteten Szenarien der Einzelrisiken errechnen. Eine Bewertung der Chancen erfolgt auf Ebene der Geschäftsbereiche und wird nicht weiter aggregiert verfolgt. Auf Chancen wird daher in den nachfolgenden Abschnitten zu den Geschäftsbereichen (Robotics, Systems, Swisslog) näher eingegangen.

Risiko-Exposure Konzern

Worst case Risikoerwartungswert
in Mio. € in Mio. €
2014 2015
Rechtliche Risiken 15,2 6,5
Wirtschaftliche Risiken 16,8 51,2
Gesamtsumme Konzern 32,0 57,7

Die rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus den Aktivitäten der Geschäftsbereiche Robotics, Systems und Swisslog. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr sind zum einen auf die Akquisition der Swisslog Gruppe und zum anderen durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten der bestehenden Geschäftsbereiche (Robotics, Systems) zu erklären. Nähere Erläuterungen zu rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken finden Sie in diesem Abschnitt betreffend geschäftsbereichsübergreifender, auf Konzernebene gesteuerte Risiken bzw. in den nachfolgenden Abschnitten zu den einzelnen Geschäftsbereichen (Robotics, Systems, Swisslog). Dabei wird auch eine Bewertung der betrachteten Einzelrisiken bzgl. ihres Schadenspotenzials (worst case) und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit angegeben. Diese orientiert sich an folgenden Bandbreiten:

Schadenspotenzial Eintrittswahrscheinlichkeit
Gering bis 5 Mio. €
Mittel 5 bis 10 Mio. €
Hoch 10 bis 20 Mio. €
Sehr hoch über 20 Mio. €

Einzelheiten zur bilanziellen Vorsorge für die betrachteten Risiken finden Sie im Anhang ab Seite 60. Die Analyse und Steuerung geschäftsbereichsübergreifender Chancen und Risiken wie Finanzierung, Personal oder IT erfolgt auf Konzernebene und nicht in den einzelnen Geschäftsbereichen; daher wird hier im Chancen- und Risikobericht auf die jeweiligen Themen entsprechend nur aus Sicht des Gesamtkonzerns eingegangen.

Rechtliche und wirtschaftliche Risiken KUKA AG/Holding

Da KUKA weltweit tätig ist, müssen eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Rechtsnormen und Anweisungen von beispielsweise Finanzverwaltungen beachtet werden. Hierfür werden fallweise Spezialisten für das jeweilige nationale Recht hinzugezogen. Aus veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich Chancen und Risiken. So können steuerliche Betriebsprüfungen zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Aus heutiger Sicht sind keine Steuer- und Gesetzesvorhaben absehbar, die zu erheblichen Nachteilen für den KUKA Konzern führen können. Für steuerliche Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen. Näheres finden Sie im Konzernanhang, Seite 60 ff. Rechtliche Risiken werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilung des Konzerns unterstützt hierbei die operativen Gesellschaften und trägt so zur Risikobegrenzung bei. Dies betrifft Risiken aus laufenden Verträgen, Gewährleistungsverpflichtungen und Garantien sowie spezifische Länderrisiken wie z. B. der mangelnde Patent- und Markenschutz in Asien. Zur Sicherstellung des geistigen Eigentums hat KUKA eine eigenständige Strategie formuliert, die vor allem durch Patente und Schutzrechte abgesichert wird. Des Weiteren besteht eine konzernweite D & O-Versicherung (Directors' and Officers' Liabilitiy Insurance), welche u. a. für die geschäftsführenden Organe (Vorstand und Geschäftsführer) sowie Aufsichtsorgane (Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräte) der in- und ausländischen Konzerntochtergesellschaften abgeschlossen wurde. Jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen.

Risiko-Exposure KUKA AG /Holding

Worst case Risikoerwartungswert
in Mio. € in Mio. €
Rechtliche Risiken 0,7 0,4
Wirtschaftliche Risiken 0,0 0,0
Gesamtsumme KUKA AG /Holding 0,7 0,4

Alle Einzelrisiken weisen ein geringes Schadenspotenzial (bis 5,0 Mio. €) bei einer geringen bis hohen Eintrittswahrscheinlichkeit (bis 40,0 %) aus.

Operative Risiken und Chancen der Geschäftsbereiche

KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten ihres Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens in den Geschäftsbereichen Systems, Robotics, Swisslog dar. Schwankungen der Investitionstätigkeit werden auch unter Auswertung von Veröffentlichungen in den jeweiligen strategischen und operativen Planungen berücksichtigt. Bedingt durch das zyklische Geschäft wird stets darauf geachtet, hinreichende Flexibilität der eigenen Kapazitäten und der Kostenbasis zu gewährleisten. KUKA profitierte im gesamten Geschäftsjahr 2015 von der hohen Investitionsbereitschaft sowohl in der Automobilindustrie als auch in der Luftfahrtindustrie sowie im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. Zusätzliche Chancen liegen darin, dass den wichtigsten Automobilkunden des KUKA Konzerns in deren Wettbewerbsumfeld eine sehr gute Marktposition beigemessen wird. Im Vergleich zu den eigenen Wettbewerbern hat der KUKA Konzern aufgrund der Vorteilhaftigkeit des Kundenportfolios Chancen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung, insbesondere bezüglich der Entwicklung der Marktanteile. Weitere Chancen ergeben sich insbesondere aus dem allgemeinen Trend zur weiteren Automatisierung auch in nichtindustriellen Bereichen, wie den langfristigen Perspektiven in der Betreuung einer älter werdenden Gesellschaft. Mit der Akquisition der Swisslog Gruppe im Dezember 2014 hat sich die Abhängigkeit der zyklischen Automobilindustrie verringert, da die Swisslog Automatisierungslösungen für Krankenhäuser, Lager- und Verteilzentren realisiert. Um eine für unsere Kunden bestmögliche Qualität der Produkte sicherzustellen, arbeitet KUKA mit Lieferanten zusammen, für die Qualität, Innovationsstärke, ständige Verbesserungen und Zuverlässigkeit im Fokus stehen. Im Allgemeinen bezieht KUKA Produktkomponenten von mehreren Anbietern, um das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen zu minimieren, ist aber dennoch in wenigen Ausnahmefällen mangels verfügbarer Bezugsalternativen von einzelnen, marktbeherrschenden Lieferanten abhängig.

KUKA Robotics

Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere aus der Automobilindustrie und von deren Zulieferern, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dieses Geschäftsbereichs dar. Die Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an Qualität und längere Garantiezeiten. KUKA Robotics wirkt diesem Trend mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Bei der Einführung neuer Produkte bestehen Risiken hinsichtlich der Produkteigenschaften und der Qualitätszusagen, die im Falle von Nacharbeiten zu entsprechenden Kosten führen können. KUKA verfügt zur Vermeidung und Beherrschung solcher Risiken über ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, welches umfangreiche Test- und Prüfprozesse beinhaltet. Eine Chance stellt die ständige Verbreiterung der Kundenbasis in der General Industry dar. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Dieser Prozess beinhaltet die Erschließung von Märkten in der Medizintechnik und in sonstigen konsumnahen Bereichen, in denen zukünftig eine Mensch-Maschinen-Kollaboration erforderlich sein wird. Sie ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter, ohne dass Schutzzäune oder ähnliche Sicherheitseinrichtungen notwendig werden. Eine Teilorganisation des Geschäftsbereichs, die sogenannte Advanced Robotics, arbeitet fokussiert an der technischen Realisierung solcher innovativen Produkte und Applikationen. Durch eine zunehmende Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll die Ertragskraft des Unternehmens unabhängiger von Währungsschwankungen werden.

Risiko-Exposure Robotics

Worst case Risikoerwartungswert
in Mio. € in Mio. €
Rechtliche Risiken 0,0 0,0
Wirtschaftliche Risiken 20,0 0,0
Gesamtsumme Robotics 20,0 0,0

Alle Einzelrisiken weisen ein geringes Schadenspotenzial (bis 5,0 Mio. €) bei einer geringen bis sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit (über 40,0 %) au s.# KUKA Systems

Aufgrund der langen Durchlaufzeiten der Aufträge, der oft erforderlichen Spezifikationsanpassungen während der Abarbeitung der Aufträge, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie des Preis- und Wettbewerbsdrucks besteht ein geschäftsimmanentes Risiko für den Umsatz und das Ergebnis in diesen Aufträgen. Ergänzend können sich weitere Projektrisiken, z. B. aufgrund von Projektfehlkalkulationen oder Konventionalstrafen wegen Terminverzögerungen, ergeben.

Der Geschäftsbereich setzt deshalb entsprechende Risikochecklisten für die einzelnen Aufträge ein, mit denen bereits vor Annahme der Angebote eine Prüfung insbesondere der rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Risiken erfolgt. Während der Projektabwicklung werden Solvenzrisiken überwacht und mittels eines stringenten Projekt- und Forderungsmanagements verfolgt und damit reduziert. Andere Risiken werden laufend beobachtet und bei Bedarf durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt.

Chancen bestehen insbesondere bei geringeren Einstandspreisen von Zukaufteilen im Vergleich zur Kalkulation sowie bei der Abrechnung von Änderungsaufträgen des Kunden im Projektverlauf. Die Ausweitung der weltweiten Produktionskapazitäten der großen Automobilhersteller weist derzeit eine hohe Dynamik auf. Insbesondere in Südamerika und Asien arbeitet KUKA intern verstärkt in Verbundprojekten, wobei mehrere Landesgesellschaften des Geschäftsbereichs gemeinsam an einem Kundenprojekt arbeiten. In solchen Fällen ergeben sich Risiken hinsichtlich der Informationsbasis, der Wertschöpfungsprozesse und des IT-systemübergreifenden Projektmanagements. Darüber hinaus bestehen insbesondere in den Schwellenländern aufgrund des außerordentlich schnellen und starken Wachstums des Geschäftsvolumens Risiken hinsichtlich der organisatorischen Strukturen. KUKA entgegnet diesen Risiken mit der weiteren Harmonisierung seiner global eingesetzten IT-Systeme und durch Einsatz erfahrener interner und externer Mitarbeiter beim Auf- und Ausbau der jeweiligen lokalen Strukturen.

Die steigende Modellvielfalt in der Automobilindustrie wirkt sich positiv auf das adressierbare Marktvolumen aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden, die zum Neubau bzw. Umbau von Produktionslinien führen. Hieraus ergeben sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten. Knappe Ressourcen erfordern den Bau von kleineren oder ressourcenschonenden Fahrzeugen, die mit alternativen Energien angetrieben werden. Deshalb werden insbesondere die amerikanischen Automobilhersteller zukünftig Investitionen in den Neubau von Produktionslinien bzw. den Umbau von bestehenden Produktionsanlagen tätigen müssen. Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen, aber auch Risiken. Die Marke Jeep Wrangler weist im Vergleich zu den übrigen amerikanischen Fahrzeugmodellen nach wie vor überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an denen KUKA auch im Jahr 2015 partizipiert hat. Risiken bestehen in diesem Zusammenhang in einer stärkeren Abhängigkeit von den produzierten Volumina für den amerikanischen Automobilmarkt. Fundierte Marktanalysen haben ergeben, dass KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie in der General Industry hat. Aktuelle Beispiele hierfür sind die Luftfahrtindustrie, die auch 2015 zu neuen Aufträgen geführt haben. Neben der Chance der Erschließung neuer Marktpotenziale sind die wesentlichen Risiken hier vor allem technisch bedingt, da die Kunden selbst in vielen Fällen über keine eigenen Erfahrungen in der Automatisierungstechnik verfügen. Deshalb ist insbesondere bei Anwendung neuer Automatisierungstechniken die Prüfung der technischen Risiken im Rahmen der oben angesprochenen Risikochecklisten wesentliches Instrument zur Risikomitigation.

Risiko-Exposure Systems

Worst case Risikoerwartungswert
Rechtliche Risiken 4,6 0,0
Wirtschaftliche Risiken 19,2 -0,3
Gesamtsumme Systems 23,8 -0,3

Alle Einzelrisiken weisen maximal ein geringes bis mittleres Schadenspotenzial (bis 10,0 Mio. €) sowie eine geringe bis mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit (bis 25 %) aus.

Swisslog

Der Geschäftsbereich unterliegt langfristigen Investitionszyklen, welche sich auf verschiedene Industrien wie Krankenhäuser sowie Pharma, Food und E-Commerce verteilen. Der Wettbewerb und damit einhergehender Preisdruck ist regional unterschiedlich. Aufgrund erhöhter Investitionen in eigene Produkte zur Ergänzung des Lösungsportfolios wird die eigene Wettbewerbsposition deutlich gestärkt. Mit der Integration in die KUKA kann zusätzlich, nebst Synergieeffekten, das Lösungsportfolio ergänzt werden, indem den Kunden integrierte Automatisierungs- und Robotertechniklösungen angeboten werden können.

Die Projekte für die Automatisierung von Lager- und Verteilzentren unterliegen teilweise langen Durchlaufzeiten, während denen sich finanzielle Risiken aufgrund von Fehlkalkulationen, Nichterreichen von Abnahmevorgaben bzw. Terminverzögerungen ergeben können. Um dem entgegenzuwirken werden regelmäßig stufengerechte Projektrisikobeurteilungen von den Verantwortlichen für die Projektrealisierung der entsprechenden Länder durchgeführt. Dabei werden potenzielle Risiken regelmäßig überprüft, neue hinzugefügt oder eliminiert sowie Maßnahmen zur Risikominderung eingesteuert und deren Fortschritt nachgehalten. Diejenigen Projekte, welche besondere Aufmerksamkeit von den Führungsorganen erfordern, werden als Top-Attention-Projekte klassifiziert und deren Status monatlich an das höhere Management kommuniziert. Gestützt auf Marktdaten bietet der steigende Kostendruck sowie erhöhte Sicherheitsanforderungen an die Krankenhauslogistik ein hohes Wachstumspotenzial für Automatisierungen. Daneben ergibt sich durch Consolidated Service Centers, in denen Krankenhäuser ihre Logistikprozesse standardisieren und Kostenvorteile erzielen, eine erhöhte Nachfrage nach Automatisierungslösungen.

Risiko-Exposure Swisslog

Worst case Risikoerwartungswert
Rechtliche Risiken 1,2 0,0
Wirtschaftliche Risiken 12,0 3,1
Gesamtsumme Swisslog 13,2 3,1

Alle Einzelrisiken weisen ein geringes Schadenspotential (bis 5,0 Mio. €) bei einer geringen bis hohen Eintrittswahrscheinlichkeit (bis 40,0 %) aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den zentralen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit. In diesem Zusammenhang optimiert die Holding auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken über das konzernweit einheitliche Treasury-Reporting-System. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung ihrer Zahlungsströme reduziert.

In den vergangenen Jahren wurde die Solvenz des KUKA Konzerns durch mehrere Maßnahmen gestärkt. Dabei wurde die Passivstruktur hinsichtlich der Fristigkeiten und der eingesetzten Finanzierungsinstrumente neu geordnet. Im Jahr 2015 zählen hierzu der Abschluss eines erweiterten Konsortialkredits, erste Wandlungen der Wandelschuldverschreibung sowie die Neuemission eines Schuldscheindarlehens mit zwei Tranchen. Details hierzu finden Sie in den Jahresabschlusserläuterungen Finanzierung, Seite 91.

Der bis 2020 laufende Konsortialkreditvertrag enthält marktübliche Covenants. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung von derartigen covenantbasierten Finanzierungen besteht grundsätzlich dann, wenn eine deutlich unter den Planungen verlaufende Geschäftsentwicklung und die daraus folgende Ertrags- und Finanzsituation ein Einhalten der definierten Grenzwerte nicht mehr gewährleistet. KUKA überwacht die Einhaltung dieser Covenants auf monatlicher Basis. Im gesamten Geschäftsjahr 2015 wurden die Covenants eingehalten. Zum 31. Dezember 2015 besteht bei allen Covenants ein deutlicher Abstand zu den vertraglichen Grenzwerten. Ausführliche Angaben zum Konsortialkredit wie auch der Inanspruchnahme der darin vereinbarten Kreditlinien finden Sie in den Jahresabschlusserläuterungen Finanzierung, Seite 91.

Ein Risiko, welches auch auf den Geschäftsverlauf nach 2015 Auswirkung haben wird, stellen die Wechselkursschwankungen - insbesondere beim japanischen Yen, dem US-Dollar, dem chinesischen Yuan, dem ungarischen Forint und dem schweizer Franken - dar; z. B. ergeben sich durch die beobachtete Entwicklung der Abwertung des Yen gegenüber dem Euro Vorteile für japanische Wettbewerber. Das transaktionsbezogene Wechselkursrisiko wird durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Detailliert wird über das zentrale Devisenmanagement im Konzernanhang unter Finanzinstrumente auf der Seite 93 berichtet. Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände - aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert (natural hedging). Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen.

Personalrisiken und -chancen

Der Erfolg des KUKA Konzerns, eines von Hochtechnologie geprägten Unternehmens, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Konzern im Wesentlichen aus der -Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Die verbesserten wirtschaftlichen wie auch konjunkturellen Aussichten ermöglichten es dem Unternehmen, das Stammpersonal langfristig zu binden und neue hoch qualifizierte Mitarbeiter auszubilden bzw. für eine Tätigkeit im Konzern zu gewinnen.# KUKA Konzern Risiko- und Chancenbericht

Dies gilt für die traditionellen Märkte in Europa und den USA, vor allem aber auch für die Rekrutierung von Mitarbeitern in den Wachstumsmärkten, in denen der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern stetig zunimmt. Nicht zuletzt durch interne Weiterbildungsmöglichkeiten wie in der KUKA Academy oder dem Ideenmanagement ergeben sich Chancen, die aus einer höheren Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter resultieren.

Informationstechnische Risiken und Chancen

IT-Risiken haben in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund der Bedeutung der IT für die Geschäftsprozesse zugenommen. Dies betrifft sowohl die Häufigkeit von beispielsweise Virenangriffen oder Hacking als auch deren mögliches Schadenspotenzial. Die bestehenden IT-Sicherheits-Systeme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen werden regelmäßig optimiert und überprüft, um mögliche informationstechnologische Risiken, wie z. B. den Ausfall von Rechenzentren oder sonstigen IT-Systemen, bereits im Vorfeld zu erkennen bzw. zu minimieren. Dies erfolgt unter anderem durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software. Darüber hinaus hat KUKA derzeit mehrere Transformationsprojekte mit der Zielsetzung einer konzernweit harmonisierten Prozesslandschaft bzw. unterstützenden IT-Anwendungssystemarchitektur angestoßen. Hierdurch lassen sich langfristig Kostensenkungspotenziale und kontinuierliche Qualitätsverbesserungen realisieren. Durch die konsequente Überwachung der betreffenden Prozesse wird sichergestellt, dass Risiken sowohl aus zunehmenden externen Bedrohungen als auch aus der Abhängigkeit von der weiter fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse reduziert werden.

Compliance-Risiken

Compliance-Verstöße könnten zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich zukünftigen Verhaltens, der Herausgabe von Gewinnen, dem Ausschluss aus bestimmten Geschäften, dem Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen führen. Des Weiteren könnte eine Verwicklung in potenzielle Korruptionsverfahren der Reputation des KUKA Konzerns insgesamt schaden und nachteilige Auswirkungen auf das Bemühen haben, sich um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Die Ermittlungen könnten sich auch auf Beziehungen zu Geschäftspartnern, von denen der KUKA Konzern abhängt, sowie auf die Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, nachteilig auswirken. Sie könnten sich ferner nachteilig auf die Fähigkeit auswirken, strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, die für das Geschäft wichtig sein könnten, wie z. B. Joint Ventures oder andere Formen der Zusammenarbeit. Laufende oder zukünftige Ermittlungen könnten zur Aufhebung einiger bestehender Verträge führen und Dritte, einschließlich Mitbewerber, könnten gegen den KUKA Konzern in erheblichem Umfang rechtliche Verfahren anstrengen. Um diese Risiken transparent und kontrollierbar zu machen, wurde Anfang 2008 ein weltweit gültiges Corporate-Compliance-Programm implementiert. Der hierin verankerte Compliance-Ausschuss hält in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf Sitzungen ab und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der KUKA Aktiengesellschaft; dieser berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die Gesamtverantwortung für das Corporate-Compliance-Programm liegt beim Vorsitzenden des Vorstands. Es unterliegt unter anderem einer strengen internen Kontrolle und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Wesentliche Risiken ergaben sich im Jahr 2015 hieraus nicht, da durch die frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, wie z. B. die Anpassung von Geschäftsabläufen, aktiv gegengesteuert werden konnte.

Sonstige Risiken

Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert diesen so weit wie möglich entgegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen verzichtet wird. Der Konzern nutzt teilweise im Eigentum befindliche Grundstücke und Immobilien im Rahmen seines Geschäftsbetriebes. Dabei trägt das Unternehmen Risiken für den Fall, dass dieses Eigentum mit etwaigen Altlasten, Bodenverunreinigungen oder sonstigen schädlichen Substanzen belastet ist. Nach heutigem Erkenntnisstand liegen keine wertmindernden, bilanziell zu berücksichtigenden Tatsachen vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich solche Tatsachen, die beispielsweise Kosten verursachende Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen würden, zukünftig ergeben könnten. Über wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, wird auf der Seite 47 berichtet. Um eine mögliche Übernahme des Unternehmens abschätzen zu können, werden regelmäßig Analysen der Aktionärsstruktur durchgeführt.

Zusammenfassende Bewertung

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen oder aus der Konzernfinanzierung ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt entwickelten sich in den letzten Jahren nur moderat und teilweise sogar rückläufig. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das weltweite Wirtschaftswachstum in 2015 bei 3,1 %. Verglichen mit dem Wachstum in 2014 ist dies eine leicht rückläufige Entwicklung (2014: 3,4 %). Begründet sieht der IWF diesen Rückgang vor allem in der Entwicklung Chinas, das sich von einem investitions- und produktionsgetriebenen Wachstum nun stärker auf Konsum und Service konzentriert. Zusätzlich verlangsamten der niedrigere Ölpreis und die Einleitung einer strafferen Geldpolitik in den USA das globale Wachstum. Wie schon in den Jahren davor waren vor allem die Schwellen- und Entwicklungsländer Treiber des Wachstums. In 2016 erwartet der IWF wieder eine stärkere Belebung der Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,4 %. Verglichen mit früheren Prognosen wurde diese Erwartung um 0,2 Prozentpunkte leicht reduziert. Die Gesamtwirtschaft in Europa könnte voraussichtlich von der besseren Entwicklung einiger Länder profitieren, nachdem diese Maßnahmen gegen die Finanzkrise erfolgreich umgesetzt haben. Außerdem sollten sich in Europa der relativ niedrige Ölpreis und die expansive Geldpolitik der europäischen Zentralbank positiv auswirken. Entsprechend erwarten die Experten 2016 im Vergleich zum Vorjahr ein stärkeres Wachstum. Für Deutschland, den wichtigsten Einzelmarkt für den KUKA Konzern, hat der IWF die Wachstumsrate leicht angehoben und erwartet im laufenden Jahr eine Steigerung um 1,7 %. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) hat für 2016 ebenfalls eine Prognose veröffentlicht und erwartet für den Auftragseingang der Maschinenbaubranche insgesamt ein Nullwachstum. Das Segment Roboter und Automation sollte sich nach Einschätzung des Verbands deutlich besser entwickeln und um 5 % steigen. Für die USA hat der IWF seine Wachstumsprognosen für 2015 leicht reduziert. Besonders der niedrige Ölpreis und die veränderte Geldpolitik mit der erwarteten Stärkung des US-Dollars sollten das generelle Wachstum beeinflussen. Konkret erwartet der IWF in 2016 ein Wirtschaftswachstum von 2,6 % in den USA. Der nordamerikanische Markt ist für den KUKA Konzern der zweitgrößte Umsatzmarkt weltweit. Von den größeren Wirtschaftsmärkten wird China in 2016 nach Einschätzung des IWF immer noch das größte Wachstum verzeichnen können. Verglichen mit dem Vorjahr sollten sich die Steigerungsraten aber weiter verlangsamen. Gründe dafür sind die geringeren Investitionen und der Wandel von einer vom Export getriebenen Wirtschaft hin zu einer stärker durch den Binnenmarkt gestützten Nachfrage. Für 2016 erwartet der IWF in China ein Wachstum von 6,3 %. China ist für KUKA der drittwichtigste Einzelmarkt weltweit.

Erwartungen des IWF für die wichtigsten globalen Märkte aus Sicht von A: Wirtschaftswachstum

2014 2015 2016
Deutschland 1,6 1,5 1,7
Euro-Zone 0,9 1,5 1,7
USA 2,4 2,5 2,6
China 7,3 6,9 6,3
Entwicklungs-/Schwellenländer 4,6 4,0 4,3
Welt 3,4 3,1 3,4

Quelle: IWF, Januar 2016

Globale Wachstumstreiber für die roboterbasierte Automation

Die Investitionen in Automation sind ungebrochen hoch. In seiner jüngsten Studie prognostiziert der internationale Robotikverband "International Federation of Robotics" (IFR) eine entsprechende Expansion des weltweiten Robotermarktes. Besonders die Effizienzsteigerung, Verbesserung der Produktqualität, Erhöhung der Stückzahlen, Steigerung der Produktvielfalt und Flexibilität sind für produzierende Unternehmen entscheidende Faktoren, den Grad der Automation in ihren Betrieben weiter zu erhöhen.

Wachstumschancen für KUKA

1) General Industry

Im Vergleich zur Automobilbranche ist die Roboterdichte (Anzahl Roboter pro 10.000 Mitarbeiter) in der General Industry noch relativ gering (siehe Grafik Seite 40). Im Durchschnitt erreicht die Automobilindustrie eine circa achtfach höhere Roboterdichte als die General Industry. Besonders der hohe Kostendruck, sich schnell wandelnde Märkte und Kundenwünsche sowie steigende Qualitätsansprüche erfordern eine flexible und effiziente Produktion, damit die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Aus diesem Grund ist das Absatzpotenzial für die Automatisierungsbranche sehr hoch. Vor allem für die Branchen Elektro (3C), Konsumgüter, Logistik, Metall, Werkzeugmaschinen und Flugzeugbau erwarten wir in den nächsten Jahren eine deutliche Zunahme der Investitionen in Automatisierungslösungen und in Roboter.# KUKA verfolgt die Strategie, ihre Marktanteile in der General Industry generell auszubauen und dabei die Expansion in den oben genannten Branchen zu forcieren. Dementsprechend wird gezielt in diese Kundensegmente investiert: 1) in neue Produkte, die die speziellen Bedürfnisse der Kunden erfüllen, 2) in den Personalaufbau mit Branchenexpertise in den Fokusmärkten 3) in die Vertriebsstruktur, die die Expansion in der General Industry unterstützt und 4) in Partnerschaften und Kooperationen zur Stärkung unserer Marktposition. Die Roboterfamilie KR AGILUS wird bezüglich Reichweite, Gewichtsklassen und Einsatzfähigkeit kontinuierlich erweitert, um diesen Robotertyp auch neuen Kunden der General Industry anbieten zu können bzw. bei bestehenden Kunden das Einsatzspektrum zu erweitern. In Zukunft plant KUKA zum Beispiel neue Automatisierungslösungen und Robotertechnologien im Bereich Logistik einzuführen, um die Kunden dabei zu unterstützen, ihre Logistikbereiche noch besser auf die Herausforderungen durch den E-Commerce ausrichten zu können.

2) Automotive

Einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Roboterabsatzes hat die internationale Automobilindustrie, auf die rund 35 bis 40 % der jährlich verkauften Knickarmroboter im Industrieeinsatz entfallen. In den etablierten Produktionsländern wie Europa, USA und Japan ergeben sich Potenziale überwiegend durch die Modernisierung oder Umrüstung von bestehenden Produktionsanlagen. Darüber hinaus wandeln sich aber auch vermehrt solche Produktionsbereiche und Prozessschritte, die sich heute noch durch eine relativ niedrige Roboterdichte auszeichnen. Die globalen Produktions- und Absatzzahlen von Fahrzeugen werden weiter steigen. Gemäß der Schätzungen von IHS Automotive vom Januar 2016 sollen die Produktionszahlen in 2016 weltweit auf 89,8 Mio. Fahrzeuge und bis zum Ende des Jahrzehnts auf über 100 Mio. Fahrzeuge pro Jahr ansteigen. KUKA ist dabei nicht direkt von der Anzahl produzierter Fahrzeuge abhängig, jedoch steigt mit dem Automobilabsatz die Modellvielfalt der Hersteller. Entsprechend müssen die Hersteller in neue Produktionsanlagen und in die Flexibilität bestehender Anlagen investieren, um dieses Wachstum möglichst effizient generieren zu können. KUKA erwartet daher, wie vom IFR prognostiziert, dass die Investitionen der Automobilhersteller in Automation weiter steigen werden, jedoch mit niedrigeren Wachstumsraten als in der General Industry. Neben der weiter steigenden Modellvielfalt sind die Treiber dieser Entwicklung die sinkenden Produktlebenszyklen bestehender Fahrzeugtypen und eine Zunahme von Modell-Plattformen ohne das Risiko von Effizienzverlusten. Zusätzlich werden verstärkt lokale Automobilhersteller aus Entwicklungs- und Schwellenländern in Automatisierungslösungen zur Qualitätssteigerung ihrer Fahrzeuge investieren, um vermehrt in Industrieländer exportieren zu können.

3) Industrie 4.0

Industrie 4.0 ist die nächste Stufe der Industrialisierung, bei der automatisierte Fertigungstechnologien, der Maschinenbau und intelligente IT-Systeme vernetzt werden. Durch diese Vernetzung wird eine "intelligente Fabrik" (Smart Factory) entstehen, die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz, ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse auszeichnet. KUKA nimmt als Automatisierungsunternehmen eine zentrale Rolle bei der praktischen Umsetzung von Industrie 4.0 ein. Es geht um die Interoperabilität von Systemen, eine der Stärken von KUKA: Hard- und Software aus einer Hand. Dies stellt für unsere Kunden einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar, weil Produktionsabläufe durch Vernetzung besser aufeinander abgestimmt werden können. Dabei begreift KUKA Industrie 4.0 als Trend-Entwicklung, in deren Rahmen smarte Automatisierungskonzepte für die Zukunft entstehen werden – die Smart Factory. Der Roboter dient dabei als Bindeglied zwischen IT und Produktion sowie zwischen Mensch und Technik. Im Zentrum der Fabrik der Zukunft steht der Mensch. Der Roboter assistiert ihm und übernimmt monotone Arbeiten, während sich der Mensch höherwertigen Aufgaben widmet. KUKA hat seine Aktivitäten frühzeitig auf Industrie 4.0 ausgerichtet und entsprechend investiert. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Investitionen in die neue Software-Plattform KUKA Sunrise, die die Basis für neue Anwendungen ist. Zusätzlich wurde in Austin, Texas ein neuer IT-Standort gegründet, der sich auf die Weiterentwicklung unserer Softwareanwendungen, auf Datenanalyse und Industrie 4.0 konzentrieren soll. Weiterhin analysieren wir die Möglichkeiten für externes Wachstum durch den Kauf oder die Beteiligung an Unternehmen, die unsere Marktposition in Industrie 4.0 stärken können.

4) Entwicklungs- und Schwellenländer

Die Roboterdichte und damit der Grad der Automatisierung ist in den Industriestaaten im Vergleich zu den Entwicklungs- und Schwellenländern deutlich höher. Die Wachstumspotenziale in den Entwicklungs- und Schwellenländern betreffen dabei sowohl den Bereich Automotive als auch die unterschiedlichen Segmente in der General Industry. Die internationale Automobilindustrie investiert verstärkt in diesen Ländern, um von den niedrigeren Lohnkosten zu profitieren, aber auch um flexibel auf lokale Kundenwünsche reagieren zu können. Dabei ist die roboterbasierte Automation ein wichtiger Bestandteil, da sie sich bei einigen Produktionsschritten, zum Beispiel im Rohkarosseriebau, seit Jahrzehnten als Standard durchgesetzt hat. Auch lokale Automobilhersteller in den Entwicklungs- und Schwellenländern investieren in Automation, um den steigenden Qualitätsanforderungen gerecht zu werden und um mittelfristig ihre Fahrzeuge auch verstärkt exportieren zu können. Gleichzeitig steigen in den Entwicklungs- und Schwellenländern die Löhne und Gehälter teilweise zweistellig pro Jahr, was lokal produzierende Unternehmen generell vor große Herausforderungen stellt. Automationslösungen können helfen, diese Kostensteigerung abzufedern. Das Wachstum der Automation in der General Industry profitiert von den gleichen Themen wie in der Automobilindustrie: steigender Kostendruck, bei gleichzeitig steigenden Qualitätsanforderungen an die Produkte. In den letzten Jahren ist der chinesische Robotermarkt deutlich überproportional gewachsen und ist heute bereits der größte Absatzmarkt weltweit. Nach der aktuellen Studie der IFR hat sich die Zahl verkaufter Roboter pro Jahr von knapp 8.000 (2008) auf rund 75.000 (2015) erhöht. Die in China installierten Roboter stammen vor allem von ausländischen Herstellern. Jedoch haben gemäß IFR chinesische Roboterhersteller an Bedeutung gewonnen und sie sollten in den kommenden Jahren ihre Absatzzahlen steigern können. Unterstützt werden die neuen Marktteilnehmer auch durch staatlich geförderte Programme. KUKA sieht den chinesischen Roboter- und Automatisierungsmarkt als ein Kernelement seiner zukünftigen Wachstumsstrategie. Entsprechend expandieren wir in China und steigern unsere Marktpräsenz. Ende 2013 wurde ein Robotermontagewerk im Großraum Shanghai eröffnet, in dem bereits ein Großteil des lokalen Bedarfs in 2015 produziert wurde. Außerdem stieg die Belegschaft des KUKA Konzerns in China von 696 Mitarbeitern (31. Dezember 2014) auf über 1.000 (31. Dezember 2015). KUKA ist dadurch stärker lokal präsent, um näher am Kunden zu sein und flexibler agieren zu können. Die Kunden profitieren von deutlich kürzeren Lieferzeiten und einer schnelleren Reaktionszeit. Für KUKA wird China auch in den nächsten Jahren ein Investitionsschwerpunkt sein, in dem die lokalen Standorte ausgebaut und mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet werden.

Unternehmensspezifische Einflussfaktoren

Gesamtaussage

Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2016 eine gute Nachfrage, vor allem aus den Regionen Nordamerika und Asien, dabei insbesondere aus China. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt nahezu stabil entwickeln können. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. Dies liegt zum einen an der teilweise niedrigen Penetrationsrate der roboterbasierten Automation in einigen Teilbereichen und zum anderen an neuen Robotertypen und Technologien, die es ermöglichen, bisher wenig automatisierte Produktionsschritten effizienter zu gestalten. In der Automobilindustrie sind die Investitionen der Kunden während der letzten Jahre bereits deutlich gestiegen. Die Nachfrage sollte sich daher in 2016 insgesamt relativ stabil entwickeln, mit positiver Entwicklung in den USA und in China.

Über die Währungseinflüsse wird ausführlich im Anhang ab Seite 93 berichtet. Bei Systems wirkt sich ein höherer USD /Euro-Kurs positiv auf die Finanzkennzahlen aus, da der nordamerikanische Absatzmarkt für den Geschäftsbereich sehr wichtig ist. Für Robotics ist die Entwicklung des Yen/Euro-Kurses besonders wichtig. Ein schwächerer Yen /Euro-Kurs ist für Robotics belastend, da die Hauptwettbewerber vor allem in Japan produzieren. Für Swisslog wirkt sich die Aufwertung des Schweizer Franken operativ leicht belastend aus, da der Kostenanteil des Geschäftsbereiches in der Schweiz leicht höher ist als der Umsatzanteil.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Ergebnis 2015 Erwartung 2016
Umsatz 2.965,9 Mio. € > 3,0 Mrd. €
EBITDA-Marge 8,7 % fallend
EBIT-Marge 6,6 % / 6,1%** > 5,5 %*
Jahresüberschuss 86,3 Mio. € steigend
Investitionen** 107,0 Mio. € steigend
Free Cashflow 95,7 Mio. €

Umsatz und EBIT-Marge

KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen und Wechselkurse im Gesamtjahr 2016 einen Umsatz von mehr als 3,0 Mrd. €. Beide Kundensegmente - General Industry und Automotive - und aus regionaler Sicht China und Nordamerika sollten positiv zur Umsatzentwicklung beitragen.

Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der erwarteten Umsatzentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von mehr als 5,5 % vor der Kaufpreisallokation für Swisslog erreichen zu können. Im Vergleich zur EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation für Swisslog in 2015 (6,6 %) werden derzeit keine Buchgewinne durch Verkäufe eingeplant, die in 2015 rund 50 Basispunkte zur Entwicklung der Marge beitrugen.

In 2016 sollten sich die Wachstumsinvestitionen in die konzernübergreifende Weiterentwicklung von Lösungen für Industrie 4.0, in die General Industry und in China auf die EBIT-Marge auswirken. Zusätzlich erwarten wir höhere Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung neuer Produkte. Die Einführungen der Projekt-Lifecycle-Management Software bei Systems und einer konzernweiten ERP-Software werden in 2016 zu ähnlichen Kosten wie in 2015 führen, die jedoch in den Folgejahren dazu beitragen werden, die Effizienz deutlich zu steigern.

Der Aufwand für die Kaufpreisallokation bei Swisslog sollte in 2016 bei rund 10 Mio. € liegen und damit deutlich niedriger als im Vorjahr sein.

Jahresüberschuss

Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete der KUKA Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 86,3 Mio. €. In 2016 sollten sich die Umsatzsteigerung ohne Swisslog und der niedrigere Aufwand für die Kaufpreisallokation positiv auf den Jahresüberschuss auswirken. KUKA erwartet daher eine Steigerung des Jahresüberschusses in 2016. Bereinigt um den Effekt der Kaufpreisallokation erwartet KUKA im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls einen Anstieg des Jahresüberschusses. Das Ergebnis der KUKA AG hängt wesentlich von den Ergebnisabführungen der deutschen Tochtergesellschaften sowie von Ausschüttungen von Tochtergesellschaften ab. Insgesamt erwarten wir für die KUKA AG ein Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau.

Forschung und Entwicklung/Investitionen

Generell kann der Gesamtaufwand für den Bereich Forschung und Entwicklung überwiegend dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden, da Systems seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vor allem im Rahmen von Kundenprojekten abwickelt. Die hohe Nachfrage nach KUKA Robotern und Lösungen basiert vor allem auf deren Wettbewerbsvorteilen bei Innovation und Qualität. Um diese Vorteile nachhaltig zu sichern und auszubauen, werden die Kosten für Forschung und Entwicklung in 2016 steigen. Insgesamt plant KUKA den Bereich Forschung und Entwicklung regional zu stärken. Entsprechend werden neue Standorte eröffnet und bestehende (z. B. Austin /USA oder Budapest /Ungarn) ausgebaut.

Im Geschäftsbereich Robotics konzentrieren sich die Ausgaben vor allem auf die Erweiterung des Produktportfolios, die Entwicklung von Applikationen, neue Softwarelösungen sowie auf Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bestehender Produkte.

Der KUKA Konzern plant in 2016 für den Bereich Forschung und Entwicklung mit einem Budget von rund 120 Mio. € (2015: 105,4 Mio. €). Davon sollten rund 20 - 25 % aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre abgeschrieben werden. Die Aktivierungsquote hängt von den Inhalten der F & E Projekte ab und kann entsprechend variieren. Während Forschungsprojekte nicht aktiviert werden dürfen, führen Projekte mit Entwicklungsschwerpunkten beim Eintritt bestimmter Bedingungen gemäß den gültigen Rechnungslegungsvorschriften zur Aktivierung.

Gleichzeitig plant der Geschäftsbereich Systems verstärkt in Lösungen und Technologien zu investieren, um die Standards zukünftiger Produktionstechnologien maßgeblich mitgestalten zu können. Swisslog wird 2016 den Fokus auf die Entwicklung eigener Produkte legen und die Zusammenarbeit mit dem restlichen KUKA Konzern weiter forcieren.

Der KUKA Konzern plant 2016 die Gesamtinvestitionen zu steigern. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen zum Erhalt bestehender Anlagen, zum Neubau von Anlagen für die Expansion in der General Industry sowie Investitionen in der Erweiterung von Kapazitäten.

Free Cashflow

Der KUKA Konzern generiert seinen Free Cashflow im Wesentlichen aus den operativen Ergebnissen und der Entwicklung des Working Capitals in den Geschäftsbereichen Robotics, Systems und Swisslog. Unter Voraussetzung der aktuellen Rahmenbedingungen und der angestrebten Umsatzentwicklung erwartet der A Konzern in 2016 einen Free Cashflow vor Finanzinvestitionen im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 27. Mai 2016 eine Ausschüttung in Höhe von 0,50 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2015 vor. Die Dividendenpolitik von KUKA sieht bei einer guten Geschäftsentwicklung und stabilen Rahmenbedingungen vor, mittelfristig 25 - 30 % des Jahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten.

Für das Geschäftsjahr 2016 plant KUKA, unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen, die Dividendenzahlung stabil zu halten und gegebenenfalls leicht zu erhöhen.

Internes Kontroll- und Risiko-Managementsystem

Grundsätze

Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die KUKA Aktiengesellschaft als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen verpflichtet, innerhalb des Lageberichts die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Dies umfasst auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung (siehe Risiko- und Chancenbericht auf Seite 32 ff.). Das interne Kontrollsystem stellt einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems dar.

Das interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Gesamtheit aller vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken führen. Im Mittelpunkt steht hierbei die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Zielsetzung des IKS ist es, durch die implementierten Kontrollen eine hinreichende Sicherheit zu erhalten, Risiken überwachen und steuern zu können, sodass die Erreichung der Unternehmensziele gewährleistet werden kann.

Unterschiedliche prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechender Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Strukturen und Prozesse

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern nachfolgende Strukturen und Prozesse implementiert. Die Gesamtverantwortung für den Umfang und die Ausgestaltung des IKS trägt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmungen eingebunden.

Tätigkeiten im Bereich Accounting und Human Resources werden für deutsche Gesellschaften zentral im Shared Service Center der KUKA Aktiengesellschaft erbracht. Weiterhin werden konzernübergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes, ebenfalls weitgehend zentral erbracht und sind auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse durch die KUKA Aktiengesellschaft definiert.

Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des (konzern-)rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems werden in Richtlinien und Organisationsanweisungen festgehalten. Anpassungen aufgrund von externen und internen Entwicklungen werden fortlaufend integriert und allen involvierten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts maßgeblich beeinflussen können.# KUKA Konzern

Risikomanagement und Interne Kontrollsysteme (IKS)

Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:

  • Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risiko- und Chancenbericht auf Seite 32 ff.) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess;
  • Qualitätskontrollen zur Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften und einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Meldeeinheiten;
  • präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Prozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich zusammengefasstem Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;
  • prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen wie das Vier-Augen-Prinzip, wo jeder wesentliche Geschäftsvorgang von mindestens zwei bevollmächtigten Personen unterschrieben oder anderweitig genehmigt werden muss;
  • Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-) rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten auf die Buchhaltungssysteme sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im Reporting- und Konsolidierungssystem;
  • Definition und Überwachung der Umsetzung von Kontrollanforderungen an das rechnungslegungsbezogene IKS erfolgt durch die prozessunabhängige zentrale IKS-Konzernabteilung. In einer festgelegten Vorgehensweise werden die internen Kontrollen durch die verantwortlichen Stellen dokumentiert und durch unabhängige Stellen, i.d.R. IKS Konzernabteilung, auf ihre Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit hin geprüft. Aus den festgestellten Kontrollschwächen werden Maßnahmenpläne erarbeitet und deren Umsetzung überwacht. Über wesentliche Kontrollschwächen sowie die Umsetzung der Maßnahmenpläne wird an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die Interne Revision stellt eine weitere prozessunabhängige Kontrollinstanz dar, die zusätzlich zu den definierten IKS Anforderungen regelmäßig die Organisationsstrukturen, Prozesse und Ordnungsmäßigkeit überprüft und so zur Einhaltung des IKS und Risikomanagementsystems beiträgt. Daneben haben die kaufmännischen Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften im Rahmen der externen Berichterstattung quartalsweise einen internen Bilanzeid (Bestätigung der Richtigkeit der Meldedaten) zu leisten. Erst im Anschluss daran legen die Vorstände der KUKA Aktiengesellschaft zum Halbjahr und zum Gesamtjahr die Versicherung der gesetzlichen Vertreter (vgl. Seite 110) ab und unterzeichnen diese. Damit bestätigen sie die Einhaltung der vorgeschriebenen Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards des KUKA Konzerns, und dass die Zahlen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage vermitteln. Die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS werden vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen regelmäßig mit der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, sodass sich der Aufsichtsrat kontinuierlich ein angemessenes Bild über die Risikosituation des Konzerns verschafft und (die Wirksamkeit) überwacht. Dabei legt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft mindestens einmal im Jahr die Risiken der Finanzberichterstattung dar und erläutert die implementierten Kontrollmaßnahmen sowie die Überprüfung der korrekten Durchführung der Kontrollen.

Zusammenfassende Bewertung

Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt. Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet werden und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Angaben nach den § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht

Nachfolgend sind die nach den § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 31. Dezember 2015 aufgeführt und erläutert.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 31. Dezember 2015 betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 100.103.273,40 €, eingeteilt in 38.501.259 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Alle diese Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§ 4 Abs. 1 der Satzung). Bei Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgesetzt werden (§ 4 Abs. 3 der Satzung).

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die KUKA Aktiengesellschaft gewährt regelmäßig Vorständen der Gesellschaft sowie weiteren ausgewählten Führungskräften von Konzerngesellschaften aufgrund individualvertraglicher Regelungen die Teilnahme an sogenannten "Phantom Share-Programmen", d. h. virtuellen Aktien-Programmen. Die Phantom Share-Programme sind Bestandteil des erfolgsorientierten Vergütungssystems von Führungskräften und sind auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die jeweiligen Programme haben eine Laufzeit von drei Jahren. Nach deren Ablauf erfolgt eine Auszahlung, deren Höhe sich nach der Entwicklung des Aktienkurses sowie der Entwicklung des Unternehmenswerts während der Programmlaufzeit richtet. Nach den Bedingungen der Phantom Share-Programme müssen die teilnahmeberechtigten Führungskräfte am Ende der Laufzeit des jeweiligen Programms 25 % des ausgezahlten Bruttoerlöses aus dem Phantom Share-Programm zum Kauf von KUKA Aktien einsetzen, bis ein festgelegtes Haltevolumen erreicht ist. Bei den bisher aufgelegten Programmen orientiert sich das Haltevolumen am Fix-Jahreseinkommen des Programmteilnehmers und beträgt 50 % des jeweiligen Fix-Jahreseinkommens. Für die Erreichung des Haltevolumens werden auch außerhalb der Phantom Share-Programme erworbene Aktien berücksichtigt. Die Halteverpflichtung endet erst mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.

Die KUKA Aktiengesellschaft hat auch im Jahr 2015 ein sogenanntes MitarbeiterAktienProgramm (MAP 2015) aufgelegt. Nach den Bedingungen des MAP 2015 konnten die Mitarbeiter KUKA Aktien erwerben und haben zusätzlich zu den erworbenen Aktien, in einem in den Bedingungen des MAP 2015 festgelegten Verhältnis, Anreizaktien (Bonusaktien) erhalten. Die erworbenen KUKA Aktien sowie die zugeteilten Anreizaktien unterliegen bis zum 31. Dezember 2016 einer Veräußerungssperre.

Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen. Der Aktiengesellschaft wurden zuletzt von den nachstehenden Personen und Gesellschaften folgende Beteiligungen mit mehr als 10 % der Stimmrechte wie folgt mitgeteilt:

a) Swoctem GmbH - Mitteilungen vom S. August 2014

Nr. Person/Gesellschaft Land Stimmrechtsanteil Anmerkung
1. Swoctem GmbH Deutschland 10,018 % unmittelbar gehalten
2. Friedhelm Loh Deutschland 10,018 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG

b) J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG - Mitteilungen vom 31. März 2015 bzw. 1. April 2015*

Nr. Person/Gesellschaft Land Stimmrechtsanteil Anmerkung
1. J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG Deutschland 25,10 % unmittelbar gehalten
2. J.M. Voith Verwaltungs GmbH Deutschland 25,10 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
3. Voith GmbH Deutschland 25,10 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
4. JMV GmbH & Co. KG Deutschland 25,10 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
5. JMV Verwaltungs GmbH Deutschland 25,10 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
6. Voith Familien Verwaltung GmbH Deutschland 25,10 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
7. Familiengesellschaft J.M. Voith GbR Deutschland 25,10 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG

* Entsprechend der Mitteilungen vom 3. Dezember 2014 bzw. 12. Dezember 2014 hatte die J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG bereits zu diesen Zeitpunkten den oben aufgeführten Gesamtstimmrechtsanteil bestehend aus Stimmrechtsanteilen nach §§ 21, 22 WpHG (24,91 %) und nach § 25a WpHG (0,19 %) gemeldet. Durch die Mitteilungen vom 31. März 2015 bzw. 1. April 2015 informierte die J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG darüber, dass ihr Gesamtstimmrechtsanteil ab diesem Zeitpunkt nur noch aus Stimmrechtsanteilen nach §§ 21, 22 WpHG besteht.

c) Midea Gruppe - Mitteilung vom 3. Februar 2016

Nr. Person/Gesellschaft Stimmrechtsanteil Anmerkung
1. MECCA International (BVI) Limited 10,22 % unmittelbar gehalten
2. Midea International Corporation Company Limited 10,22 % zugerechnet nach § 22 WpHG
3. Midea Group Co., Ltd.

10,22 % zugerechnet nach § 22 WpHG

Die Aktiengesellschaft hat darüber hinaus keine weiteren Informationen über Personen und /oder Gesellschaften, deren direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft 10 % der Stimmrechte überschreitet.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des § 289 Abs. 4 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB besteht nicht.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über Satzungsänderungen

Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§ 6 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in § 84 und § 85 AktG sowie in § 31 MitbestG und § 6 der Satzung geregelt.

Gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. § 22 Abs. 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall.

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Er wurde zudem durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2015 ermächtigt, die Fassungen des § 4 Abs. 1 und Abs. 5 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2015 und, falls dieses bis zum 9. Juni 2020 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt worden sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist, anzupassen.

In Bezug auf Veränderungen des Grundkapitals und des bedingten Kapitals 2010 sowie des bedingtes Kapitals 2013, war bzw. ist der Aufsichtsrat durch die Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 5. Juni 2013 sowie vom 28. Mai 2014 ermächtigt, die Fassungen des § 4 Abs. 1 und Abs. 6 sowie Abs. 7 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der Bezugsaktien anzupassen sowie alle sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, soweit diese nur die Fassung betreffen.

Weiterhin wurde der Aufsichtsrat durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, die Fassung des § 4 Abs. 1 und Abs. 8 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des bedingten Kapitals 2014 und, falls diese bis zum 25. Mai 2016 bzw. bis zum 4. Juni 2018 nicht (vollständig) ausgenutzt sein sollten, nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungsfristen bzw. der Fristen für die Ausübung von Wandlungsrechten, anzupassen.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2015 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu 46.420.808,20 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen.

Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53 b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmens teilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2015 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet.

Auf die vorgenannte 10 %-Grenze werden Aktien angerechnet, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind.

Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 20 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

Bedingtes Kapital

Die KUKA Aktiengesellschaft hatte am 12. Februar 2013 (unter teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. April 2010) im Wege einer Privatplatzierung eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 58.800.000,00 € begeben. Weiterhin hatte die Gesellschaft am 26. Juli 2013 (unter teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juni 2013) im Wege einer Privatplatzierung eine (weitere) Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 91.200.000 € begeben. Die am 26. Juli 2013 begebene Wandelschuldverschreibung stellte dabei eine Aufstockung der bereits am 12. Februar 2013 begebenen Wandelschuldverschreibung dar, so dass im Ergebnis die beiden Schuldverschreibungen eine einheitliche Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 150.000.000,00 € waren.

Für die Bedienung der Wandelschuldverschreibung vom 12. Februar 2013 war gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.156.513,40 €, eingeteilt in bis zu Stück 1.598.659 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).

Für die Bedienung der Wandelschuldverschreibung vom 26. Juli 2013 war gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 6.446.837,80 €, eingeteilt in bis zu Stück 2.479.533 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2013).

Im Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis zum 31. Dezember 2015 haben Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht gemäß den Anleihebedingungen Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft hat bis zum 31. Dezember 2015 zur Bedienung der Wandlungsrechte insgesamt 2.792.944 neue Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie ausgeben. Hierdurch hat sich das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 von 92.841.619,00 € um 7.261.654,40 € auf nun 100.103.273,40 € erhöht. Das bedingte Kapital 2010 (§ 4 Abs. 6 der Satzung) sowie das bedingte Kapital 2013 (§ 4 Abs. 7 der Satzung) haben sich entsprechend reduziert.

Gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 33.486.707,80 € eingeteilt in bis zu 12.879.503 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung /Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2014 bis zum 27. Mai 2019 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung /Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung /Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen."

Erwerb eigener Aktien

Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zum 27. Mai 2019 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch durch abhängige oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen, und der Erwerb kann auch für ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.

Aufgrund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre (1) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) an Dritte zu veräußern; (2) auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, (a) die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in dieser Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind; (b) die unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. in dieser Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden; (3) zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind.

Die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Die Einziehung kann aber auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen Betrags des Grundkapitals der übrigen Aktien gemäß § 8 Abs. 3 AktG erfolgen. Der Vorstand ist für diesen Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung entsprechend zu ändern. Aufgrund der Ermächtigung kann der Erwerb eigener Aktien sowie deren Wiederveräußerung bzw. die Einziehung dieser Aktien auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erworbene Aktien einzuziehen bzw. wieder zu veräußern. Sowohl die Erwerbsermächtigung als auch die Verwendungsermächtigung können auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Dienstverträge der Vorstandsmitglieder

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte "Change-of-Control" Klauseln. Danach haben die Vorstandsmitglieder im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (§§ 29 Abs. 2, 30 WpÜG) das Recht, den Dienstvertrag innerhalb von drei Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Im Falle einer Kündigung steht den Vorstandsmitgliedern eine Abfindung zu, deren Höhe sich nach der Vergütung der Restlaufzeit ihres Vertrages bemisst, aber maximal auf zwei Jahresvergütungen begrenzt ist.

Syndizierter Bankkredit

Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben mit einem Bankensyndikat bestehend aus der Commerzbank AG, der Deutsche Bank AG Filiale Deutschlandgeschäft, der Deutsche Bank Luxembourg S.A., der UniCredit Bank AG, der Landesbank Baden-Württemberg, die BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland und der Credit Suisse AG am 30. März 2015 einen neuen syndizierten Kreditvertrag abgeschlossen, unter dem die Kreditgeber einen Betrag von bis zu 230.000.000 € zur Verfügung stellen. Hierdurch wird der wesentliche Kreditbedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankavalen) abgedeckt. Der Vertrag enthält eine marktübliche "Change-of-Control-Regelung", unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt oder sonst die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu lenken, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können.

Wandelschuldverschreibung 2013

Die Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen ("Emissionsbedingungen") enthalten eine marktübliche Klausel zu einem sogenannten Kontrollwechsel ("Change-of-Control-Regelung"), nach der die KUKA Aktiengesellschaft einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Emissionsbedingungen veröffentlichen und den Wirksamkeitstag des Kontrollwechsels bekanntmachen muss. Jeder Anleihegläubiger hat danach das Recht, von der Anleiheschuldnerin zum Stichtag des Kontrollwechsels die Rückzahlung einzelner oder aller seiner Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen. Ansonsten wird gegebenenfalls das Wandlungsverhältnis nach näherer Maßgabe der Emissionsbedingungen angepasst. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Emissionsbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen (i) direktes oder indirektes (im Sinne von § 22 WpHG) rechtliches oder wirtschaftliches Eigentum von insgesamt mehr als 50 % der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin oder die Fähigkeit, die Geschäftsführung der Anleiheschuldnerin auf andere Weise im Sinne von § 17 AktG zu beherrschen, erlangt oder erlangen, oder (ii) bei einem Übernahmeangebot für Aktien der Anleiheschuldnerin für den Fall, dass (A) die Aktien, die sich bereits in der Kontrolle des Bieters befinden, und die Aktien, für die bereits das Angebot angenommen wurde, zu irgendeinem Zeitpunkt während des Übernahmeangebots insgesamt mehr als 50 % der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin gewähren und (B) das Angebot unbedingt ist oder wird (wobei aufsichtsrechtliche, insbesondere kartellrechtliche Genehmigungen, deren Erfüllung nach dem Ende der Annahmefrist nach § 16 Abs. 1 WpÜG aussteht, unbeachtet bleiben), oder (iii) aufgrund eines Verkaufs oder einer Übertragung alle oder im Wesentlichen alle Vermögenswerte der Anleiheschuldnerin von dieser erwerben.

Schuldscheindarlehen 2015

Die KUKA Aktiengesellschaft hat unter Führung der Landesbank Baden-Württemberg und der UniCredit Bank AG am 9. Oktober 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 250.000.000 € begeben. Die Bedingungen des Schuldscheindarlehens enthalten eine marktübliche Klausel zu einem sogenannten Kontrollwechsel ("Change-of-Control-Regelung"). Danach hat die KUKA Aktiengesellschaft über einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Darlehensbedingungen zu informieren. Die Darlehensgeber haben danach das Recht, binnen 30 Tagen nachdem ihnen eine Mitteilung über einen Kontrollwechsel zugegangen ist, die Rückzahlung ihres (anteiligen) Darlehens zum nächsten Zinszahlungstermin nach Zugang des Rückzahlungsverlangens zusammen mit bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Darlehensbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen unmittelbar oder mittelbar (i) entweder mehr als 30 % der stimmberechtigten Anteile halten, (ii) mehr als 30 % der Stimmrechte an der Gesellschaft innehaben und/oder (iii) sonst die Möglichkeit besitzen, die Geschäftspolitik der Gesellschaft zu lenken.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. Die in den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder enthaltenen Change-of-Control Klausel stellen keine Entschädigungsklauseln im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Satz 1 Nr. 9, 315 Abs. 4 Satz 1 Nr. 9 HGB dar.

Disclaimer

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.# Konzern-Abschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

Erläuterung 2014 2015
Umsatzerlöse (1) 2.095,7 2.965,9
Umsatzkosten (2) -1.575,5 -2.267,9
Bruttoergebnis vom Umsatz 520,2 698,0
Vertriebskosten (2) -161,0 -251,2
Forschungs- und Entwicklungskosten (2) -78,2 -105,4
Allgemeine Verwaltungskosten (2) -133,5 -213,1
Sonstige betriebliche Erträge (3) 9,8 23,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen (3) -16,1 -14,8
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen -2,6 -3,5
Betriebsergebnis 138,6 133,0
Überleitung zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Im Betriebsergebnis enthaltene Finanzierungskosten 3,2 2,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 141,8 135,6
Abschreibungen 43,5 123,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 185,3 259,1
Zinserträge (4) 8,7 8,3
Zinsaufwendungen (4) -34,0 -15,7
Finanzergebnis -25,3 -7,4
Ergebnis vor Steuern 113,3 125,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5) -45,2 -39,3
Ergebnis nach Steuern 68,1 86,3
davon auf Minderheitenanteile entfallend 0,0 -0,5
davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend 68,1 86,8
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € (6) 1,99 2,39
Ergebnis je Aktie (verwässert) in € (6) 1,90 2,35

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

Erläuterung 2014 2015
Ergebnis nach Steuern 68,1 86,3
Positionen, die potenziell in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 11,9 43,3
Positionen, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (23) -16,1 5,8
Latente Steuern auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste 3,8 -3,8
Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen -0,4 45,3
Gesamterfolg 67,7 131,6
davon auf Minderheitenanteile entfallend 0,0 -0,5
davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend 67,7 132,1

Konzern-Kapitalflussrechnung* der KUKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015

Erläuterung 2014 2015
Ergebnis nach Steuern 68,1 86,3
Ertragsteuern 51,8 61,2
Zinsergebnis 24,9 7,4
Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte 18,4 87,8
Abschreibungen auf Sachanlagen 25,1 35,7
Sonstige (zahlungsunwirksame) Erträge -16,2 -28,5
Sonstige (zahlungsunwirksame) Aufwendungen 9,2 10,9
Cash Earnings 181,3 260,8
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen 0,4 -11,6
Veränderung der Rückstellungen 34,8 -8,8
Veränderung von Posten des Umlaufvermögens und der Schulden
Veränderung der Vorräte -27,7 -18,4
Veränderung der Forderungen und Abgrenzungsposten -35,4 -53,5
Veränderung der Schulden und Abgrenzungsposten (ohne Finanzschulden) 67,6 56,7
Gezahlte Ertragsteuern -32,2 -51,9
Sachverhalte, die dem Cashflow aus Investitionstätigkeit/Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4,1 -4,1
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 184,7 169,2
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0,7 9,9
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -15,9 -31,0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -78,4 -76,3
Auszahlungen für Investitionen in Finanzinvestitionen - -1,6
Ein-/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 12,7 14,5
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten - 47,2
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -284,6 -44,4
Erhaltene Zinsen 8,6 8,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit -356,9 -73,5
Free Cashflow -172,2 95,7
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 86,6 -
Dividendenzahlungen -10,2 -16,9
Ein-/Auszahlungen aus der Begebung/Tilgung von Anleihen und anleiheähnlichen Verbindlichkeiten -173,0 -
Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Bankverbindlichkeiten und Schuldscheindarlehen -17,4 227,0
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 4,1 4,1
Gezahlte Zinsen -30,4 -10,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -140,3 204,1
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -312,5 299,8
Veränderungen aufgrund von Unternehmenserwerben 56,8 0,2
Wechselkurs- und sonstige Veränderungen des Finanzmittelfonds 6,7 4,1
Veränderung des Finanzmittelfonds -249,0 304,1
(davon Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit) (-3,7) (0,8)
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 441,1 192,1
(davon Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit) (6,1) (2,4)
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 192,1 496,2
(davon Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit) (2,4) (3,2)

*Weitere Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung siehe Anhang Ziffer 30

Konzern-Bilanz der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

Erläuterung 31.12.2014 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (7) 430,4 423,0
Sachanlagen (8) 233,8 259,0
Finanzinvestitionen (9) 0,6 3,9
At Equity bilanzierte Beteiligungen (10) 5,6 6,6
Forderungen aus Finanzierungsleasing (11) 66,1 65,2
Ertragsteuerforderungen 3,4 1,6
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (15) 9,9 14,8
Latente Steuern (5) 48,2 49,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (12) 272,4 297,8
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13) 273,8 310,6
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (14) 339,1 347,7
Forderungen aus Finanzierungsleasing (11) 6,9 8,5
Ertragsteuerforderungen 9,7 10,5
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen (15) 71,0 87,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (16) 192,1 496,2
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (28) 16,5 -
GESAMT AKTIVA 1.979,5 2.381,7

PASSIVA

Erläuterung 31.12.2014 31.12.2015
Eigenkapital (17)
Gezeichnetes Kapital (18) 92,8 100,1
Kapitalrücklage (19) 176,5 265,3
Gewinnrücklagen (20) 255,0 367,6
Ausgleichsposten für Anteile Dritter (21) 16,8 -0,5
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten (25+26) 137,0 294,2
Übrige Verbindlichkeiten (27) 18,2 24,0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (23) 121,7 114,0
Latente Steuern (5) 65,3 56,4
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten (25+26) 22,5 2,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 274,6 402,0
Enthaltene Anzahlungen 78,3 72,5
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (14) 247,6 217,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,1 0,0
Ertragsteuerverbindlichkeiten 24,9 33,4
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen (27) 290,8 290,6
Sonstige Rückstellungen (24) 150,1 143,0
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (28) 7,3 -
GESAMT PASSIVA 1.979,5 2.381,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals der KUKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015

Erläuterungen Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital in Mio. € Kapitalrücklage in Mio. € Währungsumrechnung in Mio. € Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Mio. € Jahresüberschuss und sonstige Gewinnrücklagen in Mio. €
1.1.2014 33.915.431 88,2 94,5 -2,2 -4,9 202,2
Ergebnis nach Steuern - - - - - 68,1
Sonstiges Ergebnis - - - 11,9 -12,3 -
Gesamterfolg - - - 11,9 -12,3 68,1
Kapitalerhöhung 1.792.884 4,6 82,0 - - -
Dividende der KUKA AG - - - - - -10,2
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen - - - - - 2,4
1.1.2015 35.708.315 92,8 176,5 9,7 -17,2 262,5
Ergebnis nach Steuern - - - - - 86,8
Sonstiges Ergebnis - - - 43,3 2,0 -
Gesamterfolg - - - 43,3 2,0 86,8
Kapitalerhöhung aus Wandlungen 2.792.944 7,3 88,8 - - -
Dividende der KUKA AG - - - - - -14,3
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen - - - - - -5,2
31.12.2015 38.501.259 100,1 265,3 53,0 -15,2 329,8
Erläuterungen Anteilseignern zustehendes Eigenkapital in Mio. € Minderheiten zustehendes Eigenkapital in Mio. € Summe in Mio. €
1.1.2014 377,8 1,3 379,1
Ergebnis nach Steuern 68,1 - 68,1
Sonstiges Ergebnis -0,4 - -0,4
Gesamterfolg 67,7 - 67,7
Kapitalerhöhung 86,6 - 86,6
Dividende der KUKA AG -10,2 - -10,2
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen 2,4 15,5 17,9
1.1.2015 524,3 16,8 541,1
Ergebnis nach Steuern 86,8 -0,5 86,3
Sonstiges Ergebnis 45,3 - 45,3
Gesamterfolg 132,1 -0,5 131,6
Kapitalerhöhung aus Wandlungen 96,1 - 96,1
Dividende der KUKA AG -14,3 - -14,3
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen -5,2 -16,8 -22,0
31.12.2015 733,0 -0,5 732,5

Konzern-Anhang

Konzern-Segmentberichterstattung* der KUKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015

Erläuterung Robotics Systems Swisslog
2014 2015 2014 2015 2014
Auftragseingang 805,5 891,2 1.456,0 1.428,1 -
Auftragsbestand 241,5 233,4 955,4 923,2 517,2
Konzernaußenumsatzerlöse 814,0 881,8 1.281,7 1.463,3 -
in % der Konzernaußenumsatzerlöse 38,8 29,7 61,2 49,4 -
Konzerninnenumsatzerlöse 20,6 27,8 3,9 8,4 -
Umsatzerlöse 834,6 909,6 1.285,6 1.471,7 -
Bruttoergebnis vom Umsatz 303,2 345,8 213,8 253,7 -
in % der Umsatzerlöse des Bereichs 36,3 38,0 16,6 17,2 -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 88,9 100,2 80,2 114,7 -
in % der Umsatzerlöse des Bereichs 10,7 11,0 6,2 7,8 -
in % des durchschnittlichen Capital Employed (ROCE) 53,1 56,6 67,9 87,9 -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) 112,0 126,1 97,4 135,6 -
in % der Umsatzerlöse des Bereichs 13,4 13,9 7,6 9,2 -
Capital Employed (Jahresdurchschnitt)** 167,3 177,1 118,1 130,5 154,6
Capital Employed (Geschäftsjahresende) 176,3 178,0 136,6 124,6 309,3
Segmentvermögen 394,9 430,4 725,5 723,0 537,6
Segmentschulden 227,8 261,6 611,0 619,4 261,2
At Equity bilanzierte Beteiligungen 3,2 1,6 2,4 2,3 -
Ergebnis at Equity bilanzierte Beteiligungen -2,6 -3,4 0,0 -0,1 -
Investitionen 30,4 39,4 28,7 23,5 -
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 22,5 24,4 17,1 18,2 -
Außerplanmäßige Abschreibungen auf
2014 2015 2014 2015 2014 2015
Auftragseingang - - -32,5 -32,2 2.229,0 2.838,9
Auftragsbestand - - -11,6 -8,6 1.702,5 1.639,0
Konzernaußenumsatzerlöse - - - - 2.095,7 2.965,9
in % der Konzernaußenumsatzerlöse - - - - 100,0 100,0
Konzerninnenumsatzerlöse - - -24,5 -36,2 - -
Umsatzerlöse - - -24,5 -36,2 2.095,7 2.965,9
Bruttoergebnis vom Umsatz - - 2,6 0,8 520,2 698,0
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - - 24,8 23,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -27,4 -33,1 0,1 -0,3 141,8 135,6
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - - 6,8 4,6
in % des durchschnittlichen Capital Employed (ROCE) - - - - 28,8 20,0
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) -24,1 -26,8 0,0 -0,3 185,3 259,1
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - - 8,9 8,7
Capital Employed (Jahresdurchschnitt)** 52,4 54,0 -0,4 -0,7 492,0 676,8
Capital Employed (Geschäftsjahresende) 48,7 59,3 -0,8 -0,8 670,1 683,6
Segmentvermögen 494,6 545,4 -416,8 -442,8 1.735,8 1.834,7
Segmentschulden 90,9 90,3 -9,6 -8,9 1.181,3 1.254,6
At Equity bilanzierte Beteiligungen - 2,7 - - 5,6 6,6
Ergebnis at Equity bilanzierte Beteiligungen - 0,0 - - -2,6 -3,5
Investitionen 35,2 22,5 0,0 -0,6 94,3 107,0
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3,3 6,3 - -0,1 42,9 119,2
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte - - - - - 3,7
Planmäßige Abschreibungen auf unter immateriellen Vermögenswerten aktivierte Zinsen - - - - 0,6 0,6
Anzahl der Mitarbeiter (31.12.) 279 367 - - 12.102 12.300
  • Weitere Informationen zur Konzern-Segmentberichterstattung siehe Anhang Ziffer 30
    ** Bei unterjährigen Akquisitionen wird der Jahresdurchschnitt mit der Hälfte des Capital Employed zum Jahresende berücksichtigt.

Allgemeine Angaben

Aufstellungsgrundsätze

Die KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz in Augsburg stellt ihren Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2015 nach den zum Bilanzstichtag zur Anwendung in der Europäischen Gemeinschaft zugelassenen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) auf. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), ergänzt um die nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften, wurden ebenfalls berücksichtigt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausgenommen sind die erstmals im Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen sowie die weiteren unter "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellten Ausweisänderungen.

Der Konzern-Abschluss entspricht deutschem Recht. Der Konzern-Abschluss wird in Euro aufgestellt. Die Beträge im Anhang werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt mit der Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als der beizulegende Zeitwert wird dabei nach IFRS 13 derjenige Preis definiert, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswerts vereinnahmen bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlen würden.

Mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen im KUKA Konzern keine Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Der Konzern-Abschluss entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung in der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden.

Die gleichlautenden Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG des Vorstandes vom 18. Januar 2016 und des Aufsichtsrates vom 8. Februar 2016 sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka-ag.de) allen Interessenten zugänglich.

Der Vorstand hat den Konzern-Abschluss am 29. Februar 2016 aufgestellt.

Konsolidierungskreis

Im Vergleich zum Jahresende 2014 hat sich der Konsolidierungskreis durch Erwerb, Gründung und Verkauf von Unternehmen sowie durch Verschmelzung verändert. Die Entwicklung des Konsolidierungskreises seit dem 1. Januar 2015 zeigt die folgende Tabelle:

Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen Robotics Systems Swisslog Sonstige Gesamt
Stand 1.1.2015 24 46 30 3 103
Zugänge - - 4 - 4
Abgänge - -3 -1 - -4
Verschmelzungen und Segmentwechsel -1 -3 -1 - -5
Stand 31.12.2015 23 40 32 3 98
davon Inland 1 11 5 2 19
davon Ausland 22 29 27 1 79
Anzahl assoziierter Unternehmen Robotics Systems Swisslog Sonstige Gesamt
Stand 31.12.2015 1 1 - 1 3

Zugänge

Die Zugänge betreffen den Erwerb bzw. die Gründung von:

  • Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason, Ohio/USA
  • Swisslog Automation GmbH, Karlsruhe
  • Swisslog Middle East LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
  • KUKA Beteiligungen (Schweiz) AG, Buchs (AG)/Schweiz

Die Swisslog Automation GmbH, Karlsruhe wurde im zweiten Quartal 2015 gegründet (weitere Details hierzu vergleiche unter "Unternehmenserwerbe"). Die Swisslog AG, Buchs/Schweiz, 100% Tochtergesellschaft der Swisslog Holding AG, Buchs/Schweiz, hat mit der Al Tayer Gruppe die Swisslog Middle East LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate gegründet. Gemäß Gesellschaftsvertrag hält Swisslog 49,0% (entspricht < 0,1 Mio. €) der Kapitalanteile. Swisslog partizipiert jedoch am Ergebnis zu 51,0% und stellt die Mehrheit der Mitglieder im Verwaltungsrat, sodass die Gesellschaft voll in den KUKA Konzern einbezogen wird. Insgesamt ist die Geschäftstätigkeit in 2015 noch von untergeordneter Bedeutung.

Im zweiten Quartal wurde zum Zwecke der Abfindungsfusion der ausstehenden Aktionäre der Swisslog Holding AG, Buchs/Schweiz die KUKA Beteiligungen (Schweiz) AG, Buchs/Schweiz gegründet. Nach Barabfindung der ausstehenden Aktionäre und vollzogener Fusion im dritten Quartal wurde die Gesellschaft in Swisslog Holding AG, Buchs/Schweiz umbenannt.

Abgänge

Die Abgänge betreffen neben der Liquitdation der Translogic Electric Corp., New York/USA den Verkauf der HLS Engineering Group mit Sitz in Augsburg im zweiten Quartal an zwei Finanzinvestoren. Die HLS Gruppe ist mit ihren rund 250 Mitarbeitern im Bereich Engineering Services für den Anlagen- und Maschinenbau tätig. KUKA wird auch weiterhin mit der HLS Gruppe zusammenarbeiten, wird sich aber durch den Verkauf noch stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Zur HLS Gruppe gehören folgende Gesellschaften:

  • HLS Ingenieurbüro GmbH, Augsburg
  • HLS Czech s.r.o., Mlada Boleslav/Tschechien
  • HLS Vietnam CO., LTD. Ho Chi Minh City/Vietnam.

Im dritten Quartal wurde der Geschäftsbereich Werkzeugbau an die Porsche AG verkauft. Die Transaktion fand als sogenannter Asset Deal statt, sodass sich dadurch keine Auswirkungen auf die Anzahl der in den KUKA Konzern einbezogenen Gesellschaften ergibt. Der Geschäftsbereich Werkzeugbau mit Standorten in Schwarzenberg sowie in Dubnica/ Slowakei war mit seinen rund 600 Mitarbeitern dem Segment Systems zugeordnet. KUKA fokussiert sich durch den Verkauf noch stärker auf das Kerngeschäft der roboterbasierten Automationslösungen.

Verschmelzungen und Segmentwechsel

Im ersten Quartal 2015 wurden die KUKA Laboratories GmbH, Augsburg, auf die KUKA Roboter GmbH, Augsburg, sowie die Reis Holding Corp. USA, Elgin, Illinois/USA auf die Reis Robotics USA Inc., Elgin, Illinois/USA verschmolzen. Im Zuge der Abfindungsfusion an ausstehende Swisslog-Aktionäre wurde die Swisslog Holding AG, Buchs/Schweiz auf die KUKA Beteiligungen (Schweiz) AG, Buchs/Schweiz im dritten Quartal verschmolzen (siehe auch Seite 78 unter "Zugänge"). Im vierten Quartal wurden die tschechische Gesellschaft Reis Robotics CR. Spol s.r.o, Chomutov/Tschechien auf die Reis Robotics CR. -strojirenstvi spol. s.r.o., Chomutov/Tschechien verschmolzen. Zum Jahresende wurde aufgrund des Geschäftsumfangs und zur weiteren Optimierung der Gesellschaftsstruktur die Reis France EURL, Pontault-Combeau/Frankreich auf die KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette/Frankreich verschmolzen.

Die bisherige Mantelgesellschaft KUKA Industries GmbH, Augsburg nahm in 2015 ihre Geschäftstätigkeit auf. Im Zuge dessen wurde die Gesellschaft aus dem sonstigen Bereich herausgelöst und dem Segment Systems zugeordnet. Im Verlaufe des Geschäftsjahres hat sich der Unternehmenszweck der Systems U.S. Holdings Company LCC., Shelby Township, Michigan/ USA geändert. Bisher diente die Gesellschaft als Holding für die nordamerikanischen Systems-Gesellschaften. Nunmehr nimmt die Gesellschaft mehr und mehr segmentübergreifende Tätigkeiten war. Daher wurde die Gesellschaft im vierten Quartal vom Segment Systems in das Segment Sonstige umgehängt.

Die vorgenommenen Verschmelzungen und Segmentwechsel sind für sich als auch für das jeweilige Segment insgesamt von untergeordneter Bedeutung und beeinflussen daher die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht.

Unternehmenserwerbe

Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason, Ohio/USA

Im April 2015 wurden 100,0% der Anteile an der FORTE, einem renommierten Systemintegrator für die Automatisierung von Lagerhäusern mit Sitz in Mason, Ohio/USA übernommen. Das Unternehmen ist auf Dienstleistungen in den Bereichen Lösungsdesign, Systemintegration und Softwaretechnologie für Verteilzentren spezialisiert. FORTE plant, konzipiert und realisiert Intralogistik-Systeme mit eigener Warehouse Execution Software.# Die Akquisition stärkt die Strategie des Segments Swisslog auf dem nordamerikanischen Markt in Form eines komplementären Produkt- und Serviceangebots und erhöht die Marktreichweite vor allem in den Bereichen E-Commerce und Pharmaceutical. Vom Kaufpreis in Höhe von 12,9 Mio. € wurden 11,4 Mio. € sofort in bar beglichen. Der restliche Kaufpreis wird, in Abhängigkeit bestimmter vertraglicher Garantien, in 18 Monaten fällig. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurden in Höhe von 1,4 Mio. € übernommen. Anteile an bereits vorher im KUKA Konzern vollkonsolidierten Unternehmen wurden nicht erworben. Auf den Erwerb entfielen im Geschäftsjahr Umsätze von 17,1 Mio. € bei einem Ergebnis von 0,2 Mio. €. Wäre das Unternehmen bereits zu Jahresbeginn 2015 übernommen worden, so hätten sich ein um 3,6 Mio. € höherer Umsatz und ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,1 Mio. € ergeben. Nachfolgende Tabelle zeigt die im Zuge des Erwerbs der Geschäftsbereiche übernommenen Buchwerte unmittelbar vor der Akquisition sowie auf vorläufiger Basis die Eröffnungsbilanz zu Zeitwerten. scroll in Mio. € übernommene Buchwerte Eröffnungsbilanz zu Zeitwerten
Immaterielle Vermögenswerte 0,0
Sachanlagen 0,2
Vorräte 0,3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2,9
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 4,4
Bei den übernommenen immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Namensrechte, Technologie und Auftragsbestände. Die Forderungen und Vorräte stehen überwiegend im Zusammenhang mit den übernommenen Aufträgen. Eventualverbindlichkeiten wurden nicht übernommen. Latente Steuern aus der Übernahme waren nicht zu berücksichtigen. Damit ergab sich aus der Transaktion ein Geschäfts- und Firmenwert von 8,8 Mio. €. Der Geschäfts- und Firmenwert spiegelt insbesondere die oben beschriebenen künftigen Synergien wider.

Swisslog Automation GmbH, Karlsruhe

Ebenfalls im April 2015 übernahm KUKA von der Grenzebach Automation GmbH in Karlsruhe, Deutschland, eine Reihe von Technologien und Mitarbeiter, um die Kompetenz in den Bereichen fahrerlose Transportsysteme (Automated Guided Vehicles, AGV) und Logistikroboter weiter zu stärken. Im Zuge der Übernahme wurde zunächst die Swisslog Automation GmbH, Karlsruhe gegründet. Der Erwerb folgt konsequent der Strategie das Segment Swisslog stärker im E-Commerce- und Multichannel-Segment zu positionieren sowie den Bereich der Produktionslogistik auszubauen. Der Kaufpreis betrug insgesamt 1,1 Mio. € und wurde in bar bezahlt.

Swisslog Gruppe

Zum Jahresende 2014 wurden 94,5% der Anteile an der Swisslog Unternehmensgruppe, Buchs/Schweiz erworben und auf Basis vorläufiger Zahlen, insbesondere im Zusammenhang mit steuerlichen Vermögenswerten, in den KUKA Konzern-Abschluss einbezogen. Im Zuge der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden passive latente Steuern in Höhe von 42,9 Mio. € gebildet. Diese wurde im laufenden Geschäftsjahr aufgrund zusätzlicher Erkenntnisse um 2,0 Mio. € erhöht. Damit ergab sich unter Anwendung der Full-Goodwill-Methode aus der Transaktion ein neu ermittelter Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 150,2 Mio. €. Durch die im laufenden Geschäftsjahr durchgeführte Abfindungsfusion hält KUKA nunmehr insgesamt 100,00% der Anteile. Der Gesamtkaufpreis beträgt damit nun 337,9 Mio. CHF bzw. 283,3 Mio. €. Alle weiteren, mit dem Erwerb im Zusammenhang stehenden Angaben sind gegenüber dem Vorjahresbericht unverändert. Insoweit verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2014. Ebenfalls zum Jahresende 2014 wurde die Faude Automatisierungstechnik GmbH, Gärtringen erworben und erstkonsolidiert. Für die dazu gehörigen Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2014. Die Kaufpreisallokationen ist final im vorliegenden Abschluss berücksichtigt und unterlag keiner Veränderung mehr.

Investitionen in assoziierte Unternehmen

Am 9. Dezember 2015 beteiligte sich der KUKA Konzern für 3,0 Mio. USD mit 30% an der Barrett Technology, LCC, Newton, Massachusetts/USA. Die Gesellschaft entwickelt Produkte der Medizinrobotik, insbesondere im Reha-Bereich. Erste medizinische Tests wurden in 2015 absolviert. Durch die Beteiligung kann KUKA das eigene Medizinportfolio erweitern und die Attraktivität für die eigenen Medizinprodukte erhöhen. Die Beteiligung wird gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert. Der Beteiligungsbuchwert wird in Höhe des anteiligen Eigenkapitals angesetzt. Der auf die KUKA entfallende Anteil am laufenden Gewinn oder Verlust der Gesellschaft wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung, innerhalb des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) unter der Position "Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen" erfasst und war im Geschäftsjahr deutlich kleiner als 0,1 Mio. €. Damit ist der Buchwert zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Investitionszeitpunkt nahezu unverändert.

Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen, welche die KUKA Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht (sogenanntes Control-Konzept gemäß IFRS 10), werden nach den Regeln der Vollkonsolidierung in den Konzern-Abschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, falls ein Anrecht auf die variablen Rückflüsse sowie die Möglichkeit besteht, die Beherrschung über das Unternehmen so zu nutzen, dass dadurch die Rückflüsse aus dem Unternehmen der Höhe nach beeinflusst werden können. Zur Festlegung des Zeitpunkts des Einbezugs von Unternehmen in die Konsolidierung oder deren Entkonsolidierung ist das Datum massgebend, an dem effektiv die Beherrschung erlangt wird bzw. verloren geht. Der Konzern-Abschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der KUKA Aktiengesellschaft und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Aufrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt. Positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3 unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden verrechnet und Zwischenergebnisse eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen latenten Steuerabgrenzungen vorgenommen. Bürgschaften und Garantien, die die KUKA Aktiengesellschaft zugunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden eliminiert soweit sie keine Außenwirkung entfalten.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden unter Verwendung des Mittelkurses am Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei eintretende Kursgewinne oder Kursverluste werden ergebniswirksam erfasst. Resultiert der Kursgewinn oder Kursverlust aus Fremdwährungsgeschäften im Liefer- und Leistungsverkehr so erfolgt der Ausweis unter den Umsatzkosten; für Kursgewinne oder Kursverluste auf Finanzierungsgeschäften, wie z.B. konzerninternen Darlehensgeschäften, erfolgt der Ausweis im Zinsergebnis. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden aus der funktionalen Währung (IAS 21) in Euro umgerechnet. Dies ist mit Ausnahme der KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony/Ungarn, deren funktionale Währung der Euro ist, die jeweilige Landeswährung, da sie im Wesentlichen in ihrem Währungsbereich aktiv sind. Aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen neu entstehende derivative Firmenwerte behandelt der Konzern als Vermögenswerte des wirtschaftlich selbstständigen Tochterunternehmens und rechnet sie ggf. zum Stichtagskurs um (IAS 21.47). Die daraus resultierenden Währungsdifferenzen sind in der Rücklage aus Fremdwährungsumrechnungen erfasst. Nicht realisierte Kursdifferenzen aus der Umrechnung von eigenkapitalersetzenden Darlehen an Tochtergesellschaften in fremder Währung werden direkt im Gesamtergebnis ausgewiesen und somit direkt im Eigenkapital erfasst. Bei Verlust der Beherrschung werden diese Effekte erfolgswirksam aufgelöst. Vermögenswerte und Schulden werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Vor dem 1. Januar 2005 erfasste derivative Firmenwerte sowie das Eigenkapital werden zu historischen Kursen umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber dem Vorjahr sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Scheiden Konzernunternehmen aus, werden bestehende Währungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst. Die Währungskurse haben sich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

scroll
| Lane | Währung | Stichtagskurs 31.12.2014 | Stichtagskurs 31.12.2015 | Durchschnittskurs 2014 | Durchschnittskurs 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Arabische Emirate | AED | 4,4622 | 3,9876 | 4,8580 | 4,0428 |
| Australien | AUD | 1,4829 | 1,4897 | 1,4724 | 1,4765 |
| Brasilien | BRL | 3,2207 | 4,3117 | 3,1228 | 3,6916 |
| China | CNY | 7,5358 | 7,0608 | 8,1883 | 6,9730 |
| China, Hongkong | HKD | 9,4170 | 8,4376 | 10,3052 | 8,6023 |
| Indien | INR | 76,7190 | 72,0215 | 81,0689 | 71,1752 |
| Japan | JPY | 145,2300 | 131,0700 | 140,3783 | 134,2875 |
| Kanada | CAD | 1,4063 | 1,5116 | 1,4669 | 1,4176 |
| Korea | KRW | 1.324,8000 | 1.280,7800 | 1.399,0300 | 1.255,7417 |
| Malaysia | MYR | 4,2473 | 4,6959 | 4,3472 | 4,3315 |
| Mexiko | MXN | 17,8679 | 18,9145 | 17,6621 | 17,5995 |
| Norwegen | NOK | 9,0420 | 9,6030 | 8,3551 | 8,9417 |
| Rumänien | RON | 4,4821 | 4,5245 | 4,4443 | 4,4452 |
| Russland | RUB | 72,3370 | 80,6736 | 51,0113 | 68,0068 |
| Schweden | SEK | 9,3930 | 9,1895 | 9,0969 | 9,3545 |
| Schweiz | CHF | 1,2024 | 1,0835 | 1,2146 | 1,0676 |
| Singapur | SGD | 1,6058 | 1,5417 | 1,6830 | 1,5251 |
| Taiwan | TWD | 38,2507 | 35,7632 | 40,1498 | 35,1982 |
| Thailand | THB | 39,9100 | 39,2480 | 43,1628 | 38,0008 |
| Tschechische Republik | CZK | 27,7350 | 27,0230 | 27,5358 | 27,2850 |
| Ungarn | HUF | 315,5400 | 315,9800 | 308,7067 | 309,8975 |
| USA | USD | 1,2141 | 1,0887 | 1,3288 | 1,1096 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,7789 | 0,7340 | 0,8064 | 0,7260 |

Bilanzierung und Bewertungsgrundsätze

Auftragseingang

Ein Auftrag wird bei verbindlicher Bestellung als Auftragseingang ausgewiesen.# Rahmenverträge

Rahmenverträge werden hierbei nicht erfasst. Es werden jedoch rechtlich verbindliche Abrufe von Volumina aus Rahmenverträgen als Auftragseingang erfasst.

Auftragsbestand

Ist eine verbindliche Kundenbestellung noch nicht in Rechnung gestellt bzw. im Falle langfristiger Auftragsfertigung noch nicht als Umsatz realisiert, wird ein Auftrag als Auftragsbestand ausgewiesen.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Umsatzerlöse werden demnach erfasst, wenn die Erzeugnisse oder Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind, die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Verwertungschancen auf den Erwerber übergegangen sind, der Betrag des Erlöses zuverlässig bestimmt werden kann, der aus dem Verkauf resultierende Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens hinreichend wahrscheinlich ist und die mit dem Verkauf verbundenen Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Die Umsatzrealisierung bei langfristigen Fertigungsaufträgen, die die Kriterien des IAS 11 erfüllen, erfolgt nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode). Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird dabei pro Auftrag in der Regel durch das Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Der Gewinn des Fertigungsauftrags wird auf Basis des so errechneten Fertigstellungsgrads realisiert. Soweit die bereits erbrachten Leistungen die Anzahlungen übersteigen, erfolgt der Ausweis unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen. Verbleibt nach Abzug der Anzahlung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen. Fremdkapitalzinsen werden gemäß IAS 23 für Fertigungsaufträge berücksichtigt. Für Drohverluste werden, falls notwendig, entsprechende Rückstellungen bzw. aktivische Wertberichtigungen gebildet.

Umsatzkosten

Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Anschaffungskosten der verkauften Handelswaren. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf die Produktionsanlagen und immateriellen Vermögenswerte, die Abwertungen auf Vorräte sowie die berücksichtigten Fremdkapitalkosten. Den Aufwand für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt der KUKA Konzern zum Zeitpunkt der Umsatzlegung in den Umsatzkosten. Drohende Verluste aus Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen.

Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. KUKA als Erwerber und das erworbene Unternehmen können eine Beziehung haben, die bereits bestand, bevor ein Unternehmenszusammenschluss beabsichtigt war. Wenn der Unternehmenszusammenschluss tatsächlich zum Ausgleich einer solchen zuvor bestehenden Beziehung führt, erfasst KUKA als Erwerber daraus einen Gewinn oder Verlust. Die Anschaffungskosten einer Akquisition werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt bemessen. Eine vereinbarte bedingte Gegenleistung von KUKA als Erwerber wird zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten (einschließlich Eventualverbindlichkeiten) werden erstmalig mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger nicht beherrschender Anteile. Dabei werden einheitliche Rechnungslegungsmethoden angewendet. Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, infolgedessen kann auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen. Die nicht beherrschenden Anteile sind am Erfolg während des Berichtszeitraums beteiligt.

Investitionen in assoziierte Unternehmen und Joint Ventures

Investitionen in assoziierte Unternehmen werden erstmalig zu Anschaffungskosten angesetzt. Ein ggf. auftretender Unterschiedsbetrag zwischen Bareinlage und anteiligem Eigenkapital wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. In der Folgebewertung kommt die sogenannte Equity-Methode des IAS 28 zur Anwendung. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen wird in einer gesonderten Position in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Dazu werden Werthaltigkeitstests durchgeführt, bei denen der Buchwert des Geschäfts- und Firmenwerts, der den definierten Cash Generating Units (CGUs) zugeordnet wird und mit dem erzielbaren Betrag verglichen wird. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wird ein Wertminderungsaufwand für den dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Geschäfts- und Firmenwert erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. KUKA ermittelt den erzielbaren Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis ihres Nutzungswertes. Zur Ermittlung des Nutzungswertes wurden die Daten für die Detailplanungsphase aus den Unternehmensplanungen für die nächsten drei Jahre zugrunde gelegt und für die Folgezeit unterstellt, dass die jährlichen Cashflows grundsätzlich denen des dritten Jahres entsprechen. Vereinfachend wird hierbei in der ewigen Rente angenommen, dass die Investitionen den planmäßigen Abschreibungen entsprechen und das Working Capital unverändert bleibt. Zu den verwendeten segmentspezifischen Diskontierungssätzen sowie zu den weiteren Parametern und deren Herleitung ebenso wie für die Nennung der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte verweisen wir auf die unter Ziffer 7 gemachten Ausführungen.

Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten

Entwicklungskosten für neu entwickelte Produkte oder selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (z.B. Software) werden aktiviert, soweit sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind, und dem Konzern daraus ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt (weitere Vorrausetzungen siehe IAS 38.57). Die Herstellungskosten umfassen dabei die direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten. Die planmäßige Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts und läuft linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel drei bis fünf Jahren. Darüber hinaus wird die Werthaltigkeit von aktivierten, noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten durch jährliche Werthaltigkeitstests überprüft. Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten werden bei Anfall ergebniswirksam erfasst.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Software, Patente und Markenrechte, werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von in der Regel drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen werden in der Regel linear vorgenommen. Die gewählte Abschreibungsmethode wird fortlaufend überprüft. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
Gebäude 25 - 50
Grundstückseinrichtungen 2 - 15
Technische Anlagen und Maschinen 2 - 15
Andere Anlagen 2 - 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 15

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Dafür kommen neben Veränderungen einzelner berechnungsrelevanter Parameter wie einer signifikanten Erhöhung der Marktrenditen vor allem Veränderungen mit nachteiligen Folgen für das Unternehmen im technischen, marktbezogenen, ökonomischen oder gesetzlichen Umfeld in Betracht. KUKA beobachtet anhand dieser Indikatoren regelmäßig, ob ein sogenanntes Triggering Event vorliegt, welches einen Wertminderungstest nach IAS 36 notwendig machen würde. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert des betroffenen Vermögenswerts. Sind die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung.

Fremdkapitalkosten und Qualifying Assets

Aufgrund der Vorschriften des IAS 23 sind für "Qualifying Assets" Finanzierungsaufwendungen abzugrenzen. Sofern wesentlich, werden Fremdkapitalzinsen bei diesen "Qualifying Assets" aktiviert. Als "Qualifying Assets" werden im KUKA Konzern solche Vermögenswerte definiert, für die ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten erforderlich ist, um sie in einen gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen (IAS 23.5). Im KUKA Konzern kommen hierfür vor allem Fabrikationsanlagen, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte und langfristige Fertigungsaufträge in Betracht. Aus Gründen der internen Unternehmenssteuerung sowie zur Erhöhung der Transparenz werden diese im Betriebsergebnis enthaltenen Finanzierungsaufwendungen bei der Überleitung auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wieder herausgerechnet.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.# Die Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (beispielsweise Investitionszuschüsse und -zulagen) werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswerts abgesetzt. Ertragsbezogene Zuwendungen werden sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Finanzierungsleasing und operatives Leasing

In der überwiegenden Zahl der Fälle tritt der KUKA Konzern als Leasingnehmer auf. Im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt (IAS 17). In diesem Fall erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Vertragslaufzeit. Die abgezinsten Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Finanzierungsleasingverträge, bei denen der KUKA Konzern Leasinggeber ist werden als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst.

Soweit im KUKA Konzern Operating-Leasing-Verhältnisse gemäß IAS 17 auftreten (als Leasingnehmer), werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und linear über die Laufzeit des Leasingvertrags verteilt, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzungsverlauf. Unter Ziffer 30 wird über die entsprechenden zukünftigen Aufwendungen berichtet.

Finanzinstrumente

Der KUKA Konzern hält sowohl originäre Finanzinstrumente (z.B. Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (z.B. Geschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken). Derivative Finanzinstrumente sind Finanzkontrakte, deren Wert sich vom Preis eines Vermögenswerts (wie z.B. Aktien, Obligationen, Geldmarktinstrumente oder Commodities) oder eines Referenzsatzes (wie Währungskurse, Indizes und Zinsen) ableitet. Sie erfordern keine oder nur geringe Anfangsinvestitionen und ihre Abwicklung erfolgt in der Zukunft. Beispiele für derivative Finanzinstrumente sind Optionen, Termingeschäfte oder Zinsswapgeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden im KUKA Konzern nur zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt.

Nach IAS 39 werden folgende, für den KUKA Konzern relevante Kategorien von Finanzinstrumenten unterschieden (siehe auch Ziffer 29):

  • ausgereichte Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
  • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente (Held to Maturity)
  • zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Financial Assets/Liabilities Held for Trading)
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale Financial Assets)
  • übrige finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Finanzinstrumente werden grundsätzlich erstmalig mit dem Tag bilanziell erfasst, an dem der Vermögenswert an oder durch die KUKA geliefert wird (Bilanzierung zum Erfüllungstag). Die Folgebewertung erfolgt je nach Bewertungskategorie entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten (siehe auch Ziffer 29).

  • Die Folgebewertung von ausgereichten Krediten und Forderungen (Loans and Receivables), Finanzinstrumenten die bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen (Held-to-Maturity), und übrigen finanziellen Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost) erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
  • Für zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Financial Assets/Liabilities Held for Trading) erfolgt die Folgebewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.
  • Die Folgewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (Available-for-Sale Financial Assets) erfolgt erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert.

Derivative Finanzinstrumente

Im KUKA Konzern werden sämtliche derivative Finanzinstrumente zum Erfüllungstag zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Zeitwerte werden mit Hilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt zur Absicherung gegen Währungskursschwankungen. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Zeitwert werden als sonstige Vermögenswerte ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Zeitwert führen zu einem Ausweis einer sonstigen Verbindlichkeit.

Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen und Finanzinvestitionen

Beteiligungen an fortgeführten Geschäftseinheiten, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns qualitativ und quantitativ von untergeordneter Bedeutung sind, werden im KUKA Konzern den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zugeordnet. Sie werden zu ihren Anschaffungskosten angesetzt. Aktuelle Marktwerte sind nicht verfügbar, da die Gesellschaftsanteile nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bei Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Auch das allgemeine Kreditrisiko wird, sofern nachweisbar, durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt. Dazu werden diese finanziellen Vermögenswerte anhand gleichartiger Risikoausfalleigenschaften gruppiert, gemeinsam auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls wertberichtigt. Bei der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt. Der Buchwert der Vermögenswerte wird unter Verwendung von Wertberichtigungskonten reduziert. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Das theoretisch mögliche maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten. Die Buchwerte entsprechen weitgehend den Marktwerten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel werden zu Anschaffungskosten bewertet und umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von höchstens drei Monaten. Wertpapiere mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von mehr als drei Monaten werden nicht in dieser Position sondern unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden mit dem Barwert der zukünftigen Leasingraten ausgewiesen. Langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Erfüllungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis erfasst. Gebühren, die bei der Einrichtung von Kreditlinien anfallen, werden als Transaktionskosten des Kredits aktiviert und über die Laufzeit der entsprechenden Kreditzusage im Zinsaufwand erfasst.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen auch die Verpflichtungen aus ausstehenden Lieferantenrechnungen. Zum Management der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat der KUKA Konzern ein "Supplier Finance"-Programm aufgesetzt. Hierbei wird basierend auf einem Rahmenvertrag mit Banken für jeden Lieferanten einzeln die Vereinbarung getroffen, dass der Lieferant jederzeit berechtigte, d.h. von KUKA geprüfte, Forderungen bei der Bank diskontieren kann. Der KUKA Konzern bezahlt die Verbindlichkeit am Fälligkeitstag an die Bank, unabhängig vom Diskontierungszeitpunkt des Lieferanten. Dies schafft für Lieferanten und KUKA Flexibilität und Sicherheit.

Vorräte

Gemäß IAS 2 werden Vorräte zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten in Übereinstimmung mit IAS 2 auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Soweit erforderlich, wurden Abschläge auf niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswerte vorgenommen. Diese Abschläge berücksichtigen neben der verlustfreien Bewertung auch alle sonstigen Bestandsrisiken. Sofern die Gründe, die in der Vergangenheit zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Tatsächliche und latente Steuern

Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden (sogenannte Liability-Methode) sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet.# Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden Vorteils führen. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird nicht vorgenommen. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt nur, soweit eine Identität der Steuergläubiger besteht.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach IAS 19. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen Versorgungsverpflichtungen des KUKA Konzerns aus leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. Die Verpflichtungen der Gesellschaft aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden für jeden leistungsorientierten Plan separat und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dabei werden zunächst die in der laufenden Periode und die in früheren Perioden von den Arbeitnehmern - im Austausch für die erbrachten Arbeitsleistungen - erdienten Versorgungsleistungen geschätzt. Diese Versorgungsleistungen werden in einem nächsten Schritt unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) diskontiert. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehalt und Altersbezügen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis (sogenanntes Other Comprehensive Income) erfasst. Die Gesellschaft bestimmt den Nettozinsaufwand (Nettozinsertrag) durch Multiplikation der Nettoschuld (des Nettovermögenswertes) zu Periodenbeginn mit dem der Diskontierung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung am Periodenbeginn zugrunde liegenden Zinssatz. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen wird unmittelbar in der Periode der Änderung erfasst. Die typisierende Verzinsung des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen vorgenommen. Verwaltungskosten für das Planvermögen werden als Bestandteil der Neubewertungskomponente im sonstigen Ergebnis erfasst, während die sonstigen Verwaltungskosten im Zeitpunkt ihres Anfallens dem operativen Gewinn zugeordnet werden. Für Verpflichtungsüberhänge aus Altersteilzeit nach dem Blockmodell bestehen bei Versicherungsunternehmen hinterlegte Rückdeckungen. Diese werden mit dem gleichen Zinssatz berücksichtigt wie die entsprechende Verpflichtung. Der Aufstockungsbetrag aus der Altersteilzeitverpflichtung wird ratierlich, entsprechend den geltenden tarifvertraglichen Bestimmungen angesammelt.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Ihre Höhe muss zuverlässig geschätzt werden können und sie muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich zu einem Abfluss zukünftiger Ressourcen führen. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formeller Restrukturierungsplan erstellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde, und sich die Gesellschaft der Verpflichtung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr entziehen kann. Aufwandsrückstellungen werden, mangels Außenverpflichtung, nicht gebildet. Verpflichtungen aus dem Personalbereich, wie Urlaubslöhne, Gleitzeitguthaben und Altersteilzeit, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Verpflichtungen für ausstehende Lieferantenrechnungen werden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Rückstellungen werden als kurzfristig klassifiziert, wenn ihre Verwendung innerhalb des gewöhnlichen Geschäftszyklus erwartet wird. Dieser kann im Einzelfall auch länger als ein Jahr betragen. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Ein langfristiger Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) wird als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft oder eine Ausschüttung an Anteilseigner und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Damit dies der Fall ist, muss der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die für den Verkauf/die Ausschüttung derartiger Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) gängig und üblich sind, sofort zur Veräußerung/ Ausschüttung verfügbar und eine solche Veräußerung/Ausschüttung höchstwahrscheinlich sein. Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, bewertet, es sei denn, die in der Veräußerungsgruppe dargestellten Posten fallen nicht unter die Bewertungsregeln des IFRS 5.

Aktienbasierte Vergütung

Auch im Geschäftsjahr 2015 wurden im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms den KUKA Mitarbeiter der inländischen Gesellschaften KUKA Aktien angeboten. Gestaffelt nach einer Haltedauer (Sperrfrist) von einem Jahr, drei und fünf Jahren werden dem Mitarbeiter für jeweils zehn erworbene KUKA Aktien eine Bonusaktie gutgeschrieben. Aktienzusagen verfallen, wenn das Beschäftigungsverhältnis des Begünstigten vor Ablauf der Sperrfrist beendet wird. Zusätzlich zu den gezeichneten Aktien wurden 50% Anreizaktien gewährt. Wie im Vorjahr waren die Anreizaktien auf eine Gesamtanzahl von 75.000 Stück begrenzt. Insgesamt wurden 46.070 Aktien von KUKA Mitarbeitern erworben, worauf 23.035 Anreizaktien gutgeschrieben wurden. Der Kurswert der KUKA Aktien zum Gewährleistungszeitpunkt betrug 76,45 € (2014: 43,80 €). Daraus resultiert für das Geschäftsjahr 2015 ein Aufwand in Höhe von 1,8 Mio. € (2014: 1,4 Mio. €), der als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst wurde. Neben dem Mitarbeiteraktienprogramm verfügt die KUKA seit 2012 für die Mitglieder des oberen Führungskreises über ein jährliches Phantom Share-Programm. Das Phantom Share-Programm für die Jahre 2015 bis 2017 wird als aktienorientiertes Vergütungsinstrument mit Barausgleich mit dem jeweils beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die bewertungsrelevanten Parameter entsprechen dabei dem Phantom Share-Programm des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft. Am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit werden die Ansprüche daraus ausbezahlt. Eine vorzeitige Auszahlung ist nur unter bestimmten Bedingungen beim Ausscheiden aus dem Konzern möglich. Zum 31. Dezember 2015 war für die künftigen Ansprüche aus dem Phantom Share-Programm für den oberen Führungskreis ein Betrag von 10,6 Mio. € (2014: 15,6 Mio. €) zurückgestellt. Zu weiteren Details zur Ausgestaltung des Phantom Share-Programms verweisen wir auf den Vergütungsbericht.

Annahmen und Schätzungen

Die KUKA erstellt den Konzern-Abschluss im Einklang mit den in der EU anzuwendenden IFRS. In bestimmten Fällen ist es notwendig Schätzungen und Annahmen zu treffen. Dies ist bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses regelmäßig der Fall. Die getroffenen Annahmen und Schätzungen können sich im zeitlichen Ablauf ändern und von den zeitlich später eintretenden tatsächlichen Werten abweichen. Zudem hätten die Schätzungen und Annahmen von der Unternehmensleitung im selben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders getroffen werden können. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat das Unternehmen folgende Ermessensentscheidungen, die die Beträge im Abschluss teils erheblich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten. Annahmen und Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei folgenden bilanziellen Sachverhalten:
― Abgrenzung Konsolidierungskreis
― Berechnung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value)
― Entwicklungskosten
― Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten
― Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge
― Forderungen aus Lieferung und Leistung
― Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen
― Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
― Rückstellungen

Abgrenzung Konsolidierungskreis

Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen die KUKA AG über bestehende Rechte verfügt, die ihr die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, die die Profitabilität der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Beherrschung ist somit nur gegeben, wenn die KUKA AG variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu einer Gesellschaft ausgesetzt ist und mittels ihrer Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten die Möglichkeit zur Beeinflussung dieser Rückflüsse hat. In der Regel beruht die Beherrschungsmöglichkeit dabei auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der KUKA AG. Da aber weitere Parameter für die Annahme der Kontrolle eines Tochterunternehmens erforderlich sind (wie beispielsweise zusätzliche vertragliche Vereinbarungen) muss stets eine Beurteilung des Gesamtkonstrukts erfolgen, und darauf basierend eine Einschätzung bzgl. der Einbeziehungsart getroffen werden. Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) beruhen auf gemeinsamen Vereinbarungen. Eine gemeinsame Vereinbarung liegt vor, wenn der KUKA Konzern auf Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung die zusammen mit einem Dritten geführten Aktivitäten gemeinschaftlich führt.# Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen

Gemeinschaftliche Führung liegt nur vor, sofern Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die Einstimmigkeit der beteiligten Parteien erfordern. Bei Gemeinschaftsunternehmen besitzen die Parteien, die die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung. Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß der Equity-Methode bilanziert. Ebenfalls nach der Equity-Methode werden assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die KUKA AG in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20% und 50% einen maßgeblichen Einfluss ausübt. In beiden Fällen wird ebenfalls eine Würdigung aller Parameter der jeweiligen Beziehung für die Einbeziehungsart durchgeführt und die Einschätzung bzgl. der Einbeziehungsart getroffen.

Berechnung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value)

IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Der Standard enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Der beizulegende Zeitwert wird dabei als derjenige Preis definiert, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswerts vereinnahmen bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlen würden. Gemäß IFRS 13 sind die zu Marktwerten bewerteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei werden die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert:

  • Stufe 1 Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden.
  • Stufe 2 Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar sind.
  • Stufe 3 Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend den Angaben in den dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Für Zwecke der Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows zu treffen. Für noch in der Entwicklung befindliche Projekte müssen darüber hinaus Annahmen über die noch anfallenden Kosten sowie den Zeitraum bis zur Fertigstellung getroffen werden.

Geschäfts- oder Firmenwert

Mindestens einmal jährlich werden im KUKA Konzern die Geschäfts- oder Firmenwerte auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Dabei muss für jede Zahlungsmittel generierende Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, eine Schätzung der Nutzungswerte vorgenommen werden. Zur Ermittlung der Nutzungswerte muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Dabei hängt beispielsweise der gewählte Abzinsungssatz von der Volatilität der Kapitalmärkte und der Zinsentwicklung ab. Die erwarteten Cashflows sind auch durch das Schwanken von Wechselkursen und der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst. Darüber hinaus muss laufend überprüft werden, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt. Dafür kommen neben Veränderungen einzelner berechnungsrelevanter Parameter wie einer signifikanten Erhöhung der Marktrenditen vor allem Veränderungen mit nachteiligen Folgen für das Unternehmen im technischen, marktbezogenen, ökonomischen oder gesetzlichen Umfeld in Betracht. KUKA beobachtet anhand dieser Indikatoren regelmäßig, ob ein sogenanntes Triggering Event vorliegt, welches einen Wertminderungstest nach IAS 36 für Geschäfts- oder Firmenwerte, aber auch für andere langfristige Vermögenswerte, notwendig machen würde. Für Einzelheiten zu den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte und zur Durchführung der Impairment-Tests verweisen wir auf die unter Ziffer 7 gemachten Ausführungen.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine Einschätzung der Unternehmensleitung des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Für Einzelheiten hierzu verweisen wir auf die unter Ziffer 5 gemachten Ausführungen.

Forderungen aus Lieferung und Leistung

Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen. Soweit das Unternehmen die Wertberichtigung auf Portfoliobasis aus historischen Ausfallraten ableitet, vermindert ein Rückgang des Forderungsvolumens solche Vorsorgen entsprechend und umgekehrt.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen

Langfristige Fertigungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Insbesondere in den Segmenten Systems und Swisslog besteht ein signifikanter Teil der Geschäfte aus langfristigen Fertigungsaufträgen. Die Umsätze werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen. Wesentlich hierbei ist eine sorgfältige Schätzung des Leistungsfortschritts. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrads, umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse und -risiken sowie andere Beurteilungen. Alle Schätzungen werden auf monatlicher Basis durch das jeweilige für das Projekt verantwortliche Management überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Zu weiteren Details verweisen wir auf Ziffer 23.

Rückstellungen

Die Bestimmung und Bewertung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, von Rückstellungen für Gewährleistungen und von Rückstellungen im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden. Insbesondere langfristige Fertigungsaufträge werden auf Basis von Ausschreibungen vergeben. KUKA bildet dann eine Rückstellung für drohende Verluste, wenn die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag erwarteten Gesamterlöse übersteigen. Diese Einschätzungen können sich infolge neuer Erkenntnisse im Projektfortschritt ändern. Verlustaufträge werden auf Basis der projektbegleitenden Kalkulation identifiziert. Hierbei ist eine Einschätzung der Leistungsanforderungen und Gewährleistungskosten nötig. Der KUKA Konzern ist mit unterschiedlichen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Diese Verfahren können zu straf- oder zivilrechtlichen Sanktionen oder Geldbußen führen. Eine Rückstellung wird immer dann gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entstanden ist, die zu künftigen Mittelabflüssen führen wird und hinsichtlich ihrer Höhe verlässlich abschätzbar ist. Die zugrunde liegenden Fragestellungen sind häufig komplex und mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entsprechend liegt der Beurteilung, ob zum Stichtag eine gegenwärtige Verpflichtung als Ergebnis eines Ereignisses in der Vergangenheit vorliegt, ob ein zukünftiger Mittelabfluss wahrscheinlich und die Verpflichtung verlässlich abschätzbar ist, ein erhebliches Ermessen durch das Management zugrunde. Der jeweilige Verfahrensstand wird durch die Gesellschaft, auch unter Einbeziehung externer Anwälte, regelmäßig beurteilt. Die Beurteilung kann sich durch neue Informationen ändern und es kann notwendig sein, die Rückstellung entsprechend anzupassen. Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf Ziffer 24.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der KUKA Konzern hat im Geschäftsjahr 2015 keine Standards oder Interpretationen erstmalig angewandt, die wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Im Einzelnen wird folgender überarbeitete Standard und folgende überarbeitete Interpretation ab dem Geschäftsjahr 2015 erstmalig im Konzern-Abschluss verwendet:

  • IFRIC 21, Abgaben
  • Annual Improvements 2011 - 2013

Die Änderungen werden nachfolgend noch einmal ausführlicher erläutert:

IFRIC 21 - Abgaben

IFRIC 21 ist eine Interpretation zu IAS 37 - Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen. Geklärt wird vor allem die Frage, wann eine gegenwärtige Verpflichtung bei durch die öffentliche Hand erhobenen Abgaben entsteht und eine Rückstellung oder Verbindlichkeit anzusetzen ist. Die neue Interpretation hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den KUKA Konzern-Abschluss.

Annual Improvements 2011 - 2013

Im Rahmen des Annual Improvements 2011 - 2013 wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS wird eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht. Betroffen sind die Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den vorliegenden Abschluss.# Hinweise zur Rechnungslegung und zur Erläuterung der Abschlussposten

Insgesamt sind die nachfolgenden Standards, Standardanpassungen und Interpretationen bis zum Bilanzstichtag verabschiedet worden und teilweise bereits in das EU-Recht übernommen:

Standard/Interpretation Verpflichtende Anwendung Geplante Anwendung durch die KUKA Aktiengesellschaft
Änderungen zur IFRS 11 - Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten 1.1.2016 Geschäftsjahr 2016
Änderungen zu IAS 1 - Anhangsangaben 1.1.2016 Geschäftsjahr 2016
Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 - Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden 1.1.2016 Geschäftsjahr 2016
Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 - Landwirtschaft: Fruchttragende Gewächse 1.1.2016 Geschäftsjahr 2016
Änderungen zu IAS 19 - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 1.2.2015 Geschäftsjahr 2016
Änderungen zu IAS 27 - Equity-Methode in separaten Abschlüssen 1.1.2016 Geschäftsjahr 2016
Annual Improvements 2010 - 2012 1.2.2015 Geschäftsjahr 2016
Annual Improvements 2012 - 2014 1.1.2016 Geschäftsjahr 2016
Änderungen zu IAS 7 - Kapitalflussrechnung 1.1.2017 Geschäftsjahr 2017
Änderungen zu IAS 12 - Ertragsteuern 1.1.2017 Geschäftsjahr 2017
IFRS 9 - Finanzinstrumente 1.1.2018 Geschäftsjahr 2018*
IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.1.2018 Geschäftsjahr 2018*
Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen n.a.** n. a.
Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 - Investmentgesellschaften: Anwendungen der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht 1.1.2016 Geschäftsjahr 2016*
IFRS 16 - Leasingverhältnisse 1.1.2019 Geschäftsjahr 2019

* Vorbehaltlich der Übernahme (Endorsement) durch die Europäische Union
** Erstanwendung durch IASB auf unbestimmte Zeit verschoben

Ausweisänderungen

Im Zuge der im Vorjahr getätigten Akquisitionen hat der KUKA Konzern das interne Reporting weiter optimiert und auch ein zutreffenderes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erreicht. Daraus ergaben sich auch für die externe Berichterstattung kleinere Ausweisänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung. Die Vorjahreswerte wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.

Im Einzelnen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Ausweisänderungen vorgenommen:

  • Neben der Überleitung vom Betriebsergebnis zum EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) wird nunmehr zusätzlich vom EBIT auf das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) übergeleitet. In diesem Zuge wurden auch Abschreibungen auf aktivierte Fremdkapitalkosten auf immaterielle Vermögenswerte von der Überleitung vom Betriebsergebnis auf das EBIT in die Überleitung vom EBIT auf EBITDA umgegliedert.
  • Seit Beginn des Geschäftsjahres 2015 werden Währungsgewinne und -verluste aus dem operativen Bereich (beispielsweise Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Fremdwährung) unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Währungseffekte aus dem Finanzierungsbereich werden dagegen saldiert unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Diese Ausweisänderung führt bei den Vorjahresvergleichszahlen zu einer Umgliederung von 42,0 Mio. € aus den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. von 47,7 Mio. € aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Umsatzkosten (5,3 Mio. €) und in sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen (0,4 Mio. €). Während das Ergebnis nach Steuern unberührt bleibt, ergibt sich durch die Umgliederung ein niedrigeres EBIT (-0,2 Mio. €) sowie ein um diesen Betrag reduziertes Finanzergebnis.

In der Kapitalflussrechnung wurden folgende Ausweisänderungen vorgenommen:

  • Ab 2015 werden erhaltene Dividenden im Investitionscashflow statt im operativen Cashflow ausgewiesen.
  • Gezahlte Zinsen und erhaltene Zuschüsse werden in Anlehnung an DRS 21 nicht mehr im operativen Cashflow sondern im Finanzierungscashflow ausgewiesen. Diese Anpassung ergibt für 2014 einen um 17,7 Mio. € höheren operativen Cashflow, einen um 8,6 Mio. € höheren Investitionscashflow. Daraus resultiert ein um 26,3 Mio. € höherer Free Cashflow sowie einen um 26,3 Mio. € niedrigerer Finanzierungscashflow.

Erläuterungen der Abschlussposten

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen. Die Umsatzerlöse enthalten neben gelieferten Produkten im Wesentlichen (nachgelagerte) Serviceleistungen. Im Geschäftsbereich Robotics beträgt der Serviceanteil an den Umsatzerlösen rund 175,9 Mio. €. bzw. 19,3% (2014: 155,2 Mio; 18,6%); bei Swisslog beträgt der Serviceanteil an den Umsatzerlösen 251,3 Mio. € bzw. 40,5%. Im Geschäftsbereich Systems ist der Serviceanteil von untergeordneter Bedeutung. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und Regionen ergibt sich aus der Konzern-Segmentberichterstattung. Im Rahmen von Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 1.687,0 Mio. € (2014: 1.043,1 Mio. €) nach der Percentage-of-Completion-Methode erzielt.

2. Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungs- sowie allgemeine Verwaltungskosten

Die Aufgliederung der Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungs- sowie der allgemeinen Verwaltungskosten stellt sich wie folgt dar:

Umsatzkosten (in Mio. €) Vertriebskosten (in Mio. €) Forschung- und Entwicklungskosten (in Mio. €)
2014 2015 2014 2015 2014
Materialaufwand 1.043,8 1.503,0 1,2 6,8 13,5
Personalaufwand 404,2 596,4 83,0 129,1 41,5
Abschreibungen 19,8 77,6 2,1 10,9 11,0
Übrige Aufwendungen und Erträge 107,7 90,9 74,7 104,4 12,2
Summe 1.575,5 2.267,9 161,0 251,2 78,2
Allgemeine Verwaltungskosten (in Mio. €) Summe (in Mio. €)
2014 2015 2014 2015
Materialaufwand 0,2 5,0 1.058,7 1.526,0
Personalaufwand 91,6 141,3 620,3 928,2
Abschreibungen 10,0 18,7 42,9 120,3
Übrige Aufwendungen und Erträge 31,7 48,1 226,3 263,1
Summe 133,5 213,1 1.948,2 2.837,6

Generell ist in den einzelnen Funktionskosten sowohl durch das organische Wachstum des KUKA Konzerns als auch durch Akquisition, hier insbesondere der Swisslog Gruppe, die in der Gewinn- und Verlustrechnung 2014 noch nicht zu berücksichtigen war, ein Anstieg zu beobachten.

In den übrigen Aufwendungen und Erträgen der Umsatzkosten werden Fremdwährungsgewinne und -verluste aus operativen Fremdwährungstransaktionen in Höhe von 4,6 Mio. € (2014: 5,3 Mio. €) berücksichtigt. Die Umsatzkosten enthalten unter den übrigen Aufwendungen Finanzierungskosten für Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 2,6 Mio. € (2014: 3,2 Mio. €). Diese wurden auf Basis des Konzernfinanzierungskostensatzes von 3,3% (2014: 5,5%) ermittelt.

In den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind 0,6 Mio. € Abschreibungen auf in Vorjahren aktivierte Fremdkapitalzinsen (2014: 0,6 Mio. €) enthalten. Die Personalkosten sind den Funktionsbereichen direkt zugeordnet. Insgesamt ergibt sich folgendes Bild:

in Mio. € 2014 2015
Löhne und Gehälter 520,8 760,6
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 99,5 167,6
(davon für Altersversorgung) (6,8) (26,2)
Personalkosten 620,3 928,2

Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden im KUKA Konzern beschäftigt:

Mitarbeiter nach Funktionsbereichen Jahresdurchschnitt 2014 2015 Stichtag 2014 2015 davon Inland 2014 2015 davon Ausland 2014 2015
Fertigung 8.654 9.138 8.770 8.665 2.689 5.976
Vertrieb 1.190 1.367 1.231 1.394 531 863
Verwaltung 1.153 1.191 1.180 1.164 470 694
Forschung und Entwicklung 507 659 549 729 602 127
Gesamt 11.504 12.355 11.730 11.952 4.292 7.660
Auszubildende 343 353 372 348 254 94
Gesamt 11.847 12.708 12.102 12.300 4.546 7.754

3. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge bzw. Aufwendungen enthalten Posten, die nicht den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie der allgemeinen Verwaltung zugeordnet oder an anderer Stelle gesondert ausgewiesen werden. In den sonstigen betrieblichen Erträgen (2015: 23,0 Mio. €; 2014: 9,8 Mio. €) sind die Erträge aus den Verkäufen der HLS Gruppe sowie des Geschäftsbereichs Werkzeugbau enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2015: 14,8 Mio. €; 2014: 16,1 Mio. €) enthalten unter anderem sonstige Steuern in Höhe von 5,9 Mio. € (2014: 4,8 Mio. €). Daneben waren im Vorjahr Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Kauf der Swisslog Gruppe in Höhe von 5,2 Mio. € enthalten.

4. Finanzergebnis

Aufgrund des Umfangs von transaktionsbedingten Einmaleffekten wird das Finanzergebnis in der nachfolgenden Tabelle in laufendes und aus Einmaleffekten resultierendes Ergebnis untergliedert.

in Mio. € 2014 2015
Zinserträge aus Finanzierungsleasing 6,2 6,9
Übrige Zinsen und ähnliche Erträge 2,5 1,4
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,7 8,3
Nettozinskomponente Pensionsrückstellungen 2,7 2,5
Avalprovisionen 0,7 0,7
Zinsaufwand aus der Wandelanleihe 6,8 6,2
Zinsaufwand aus Schuldscheindarlehen - 0,8
Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe 5,6 -
In das Betriebsergebnis umgegliederte und aktivierte Finanzierungskosten -3,5 -2,9
Fremdwährungsgewinne und -verluste 0,4 0,3
Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,2 4,9
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15,9 12,5
Laufendes Finanzergebnis -7,2 -4,2
Einmalaufwand aus Konsortialkreditvertrag 0,4 1,3
Zinssicherung für Schuldscheindarlehen - 1,9
Zinsaufwand aus Rückkauf von Anteilen an der Unternehmensanleihe 17,7 -
Finanzergebnis -25,3 -7,4

Die übrigen Zinsen und ähnlichen Erträge ergeben sich aus kurzfristigen Geldanlagen der frei verfügbaren Mittel bei Banken und Anlagen in Commercial Papers. Die in das Betriebsergebnis umgegliederten und aktivierten Finanzierungskosten betreffen die gemäß IAS 23 abzugrenzenden Finanzierungsaufwendungen. Die Nettozinskomponente für Pensionsrückstellungen beträgt 2,5 Mio. € (2014: 2,7 Mio. €). In den übrigen Zinsen und Aufwendungen gehen z.B.# 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/Latente Steuern

Steueraufwand

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie folgt:

Mio. €
2014 2015
Laufende Steueraufwendungen 51,8 61,2
(davon periodenfremd) (0,2) (6,7)
Latente Steueraufwendungen -6,6 -21,9
(davon aus zeitlichen Bewertungsunterschieden) (14,0) (19,2)
(davon aus Verlustvorträgen) (7,4) (2,7)
Steueraufwand 45,2 39,3

Von den laufenden Ertragsteueraufwendungen entfallen Beträge in Höhe von 11,1 Mio. € (2014: 16,3 Mio. €) auf das Inland und in Höhe von 50,1 Mio. € (2014: 35,5 Mio. €) auf das Ausland. Die latenten Steueraufwendungen betreffen in Höhe von -4,3 Mio. € (2014: 1,9 Mio. €) das Inland und in Höhe von -17,6 Mio. € (2014: -8,5 Mio. €) das Ausland.

Der erwartete Steueraufwand auf Basis des Ergebnisses vor Steuern und des für die KUKA Gesellschaften in Deutschland geltenden Steuersatzes von 30,0% (2014: 30,0%) wird auf den tatsächlichen Steueraufwand wie folgt übergeleitet:

Mio. €
2014 2015
Ergebnis vor Steueraufwand 113,3 125,6
Erwarteter Steueraufwand 34,0 37,7
Steuersatzbedingte Abweichungen 5,9 4,8
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge -4,5 -9,8
Steuermehrungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 3,4 6,8
Steuernachzahlungen (+)/Steuererstattungen (-) für Vorjahre 1,0 -9,4
Veränderung Wertberichtigung auf latente Steuern 3,8 6,2
Erstmaliger Ansatz bisher nicht angesetzter aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge -0,6 -2,6
Veränderung latente Steuer auf permanente Differenzen 1,2 3,1
Steuereffekt aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 0,8 1,0
Sonstige Abweichungen 0,2 1,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (tatsächlicher Steueraufwand) 45,2 39,3

Der in Deutschland geltende Steuersatz umfasst für die Körperschaftsteuer 15,0%, für die Gewerbesteuer auf der Basis eines einheitlichen Hebesatzes 14,2% sowie für den Solidaritätszuschlag 5,5%. Beim Ansatz latenter Steuern wurde grundsätzlich von dem für die jeweilige Gesellschaft geltenden Steuersatz ausgegangen. Zu einem vorhandenen Körperschaftsteuerguthaben ergibt sich nach Abzinsung zum 31. Dezember 2015 ein Barwert in Höhe von 1,6 Mio. € als langfristige Steuerforderung (2014: 3,2 Mio. €) und ein Betrag in Höhe von 1,8 Mio. € als kurzfristige Steuerforderung (2014: 1,8 Mio. €). Es liegen keine Steuergutschriften vor, auf die latente Steuern zu bilanzieren wären. Periodenfremde laufende Steueraufwendungen in Höhe von 6,7 Mio. € (2014: Steuererträge -0,2 Mio. €) sind im In- und Ausland entstanden. Im laufenden Geschäftsjahr sind steuerfreie Veräußerungsgewinne im Inland entstanden. In den USA konnten periodenfremde laufende Steuererträge in Höhe von 4,6 Mio. € verzeichnet werden. Für die im Inland im Wesentlichen abgeschlossenen Betriebsprüfungen zu den Jahren 2005 bis 2008 werden Nachzahlungen im Rahmen der bilanziellen Vorsorge erwartet.

Latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede und steuerliche Verlustvorträge im Konzern ist folgenden Posten zuzuordnen:

Mio. €
31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Gesamt
Langfristiges Vermögen 10,9 10,8 100,1
Kurzfristiges Vermögen 93,9 69,1 73,0
Rückstellungen 38,1 43,5 3,3
Verbindlichkeiten 50,7 30,1 34,4
Zwischensumme 193,6 153,5 210,8
Saldierung -145,5 -107,2 -145,5
Wertberichtigungen -11,0 -8,3 -
Zwischensumme 37,1 38,0 65,3
Latente Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede 37,1 38,0 65,3
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 11,1 11,2 -
Summe 48,2 49,2 65,3
davon resultierend aus Posten im Eigenkapital 8,1 2,6 -

Wertberichtigungen auf den Buchwert aktiver latenter Steuern werden dann vorgenommen, wenn eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus der latenten Steuer nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Die dabei vorgenommene Einschätzung kann im Zeitablauf Änderungen unterliegen, die in Folgeperioden zu einer Auflösung der Wertberichtigung führen können. Die dargestellten Bilanzansätze werden wertberichtigt, falls mit einer Realisierung der darin enthaltenen Steuervorteile nicht mehr gerechnet wurde.

Von den Verlustvorträgen in Höhe von 292,5 Mio. € (2014: 279,6 Mio. €) werden Beträge in Höhe von 240,4 Mio. € (2014: 227,0 Mio. €) nicht für die Bilanzierung von latenten Steuern herangezogen. Die Vortragsfähigkeit der Verlustvorträge ist in Höhe von 63,4 Mio. € (2014: 46,2 Mio. €) zeitlich beschränkt und in Höhe von 229,1 Mio. € (2014: 233,4 Mio. €) zeitlich unbeschränkt. Die Verlustvorträge, für die latente Steuern aktiviert wurden, sind im Verhältnis zum Gesamtbetrag der Verlustvorträge wie folgt:

Mio. €
31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Verlustvorträge, für die latente Steuern aktiviert wurden Gesamtbetrag der bestehenden Verlustvorträge
Swisslog (Deutschland) GmbH 6,0 0,0 6,0
Reis GmbH & Co. KG Maschinenfabrik 10,1 0,0 34,3
KUKA Aktiengesellschaft 15,4 28,5 69,3
Sonstige 21,1 23,6 170,0
Summe 52,6 52,1 279,6

Aus dem Ansatz von latenten Steuerforderungen auf Verlustvorträge früherer Perioden, die bislang nicht in die Steuerabgrenzung einbezogen oder abgewertet waren, resultiert ein latenter Steuerertrag in Höhe von 2,6 Mio. € (2014: 0,6 Mio. €). Bisher bilanzierte und im laufenden Wirtschaftsjahr entstandene nicht bilanzierte latente Steueransprüche wurden in Höhe von insgesamt 6,2 Mio. € (2014: 3,8 Mio. €) nicht angesetzt.

Gemäß IAS 12 sind im Konzern-Abschluss latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte Outside Basis Differences), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann. Da es sich sowohl bei der KUKA Aktiengesellschaft als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung ganz überwiegend gemäß § 8 b KStG steuerfrei und damit permanenter Natur. Auch für etwaige temporäre Differenzen (z.B. resultierend aus der fünfprozentigen Pauschalzurechnung des § 8 b KStG) soll nach IAS 12.39 der Ansatz einer passivischen Steuerlatenz unterbleiben, wenn bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft es nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersehbaren Zukunft umkehren. Da diese Umkehrung nicht erwartet wird, waren hieraus bilanziell keine Steuerlatenzen zu berücksichtigen. "Outside Basis Differences" sind in Höhe von 8,9 Mio. € (2014: 42,1 Mio. €) vorhanden. Insgesamt setzt sich die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von -9,9 Mio. € (2014: 18,2 Mio. €) aus ergebniswirksamen Beträgen in Höhe von -21,9 Mio. € (2014: -6,6 Mio. €) sowie im Wesentlichen aus erfolgsneutralen Beiträgen aus der Veränderung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 5,5 Mio. € und Währungseffekten in Höhe von 4,7 Mio. € sowie aus Unternehmenszugängen in Höhe von 1,8 Mio. € zusammen. Soweit Verlustvorträge nicht wertberichtigt wurden, wird im Planungszeitraum von fünf Jahren von einer Nutzung dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte ausgegangen, die aufgrund der Erwartungen der Gesellschaften als wahrscheinlich gelten.

6. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte/verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt:

Mio. €
2014 2015
Jahresüberschuss nach Anteilen Konzernfremder 68,1 86,3
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien
(in Stück) 34.169.423 36.138.486
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 1,99 2,39
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 1,90 2,35

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem den Aktionären der KUKA Aktiengesellschaft zustehendem Ergebnis und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Zu Beginn des Jahres 2014 waren 33.915.431 Aktien im Umlauf. Durch die im November 2014 durchgeführte Kapitalerhöhung hat sich die Aktienanzahl um 1.792.884 Stück erhöht. Daraus ergibt sich ein gewichteter Durchschnitt der in Umlauf befindlichen Aktien per 31. Dezember 2014 in Höhe von 34.169.423 Aktien. Aus der in 2013 erfolgten Emission der Wandelanleihe wurden im vierten Quartal 2015 Wandlungen über nominal 102,8 Mio. € in 2.792.944 Aktien vorgenommen. Dadurch hat sich der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien per 31. Dezember 2015 auf 36.138.486 Aktien erhöht. Aus dem verbleibenden Volumen der Wandelanleihe in Höhe von 47,2 Mio. € könnte zukünftig ein Verwässerungseffekt resultieren, da das Kapital bedingt erhöht worden ist. Im Geschäftsjahr 2015 lag der durchschnittliche Börsenkurs aufgrund der hervorragenden Kursentwicklung an allen Handelstagen über dem Wandlungspreis von 36,8067 €. Auch zum Stichtag lag der Aktienschlusskurs im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse bei 82,42 € und somit über dem Wandlungspreis. Damit wäre eine Wandlung weiterer Anteile zum Stichtag potenziell möglich gewesen. Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie werden nach IAS 33.32 auch alle potenziell noch wandelbaren Aktien (1.282.400 Stück) mit einbezogen.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz: Aktiva

7. Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung des immateriellen Anlagevermögens 2015

Die Aufgliederung der Posten des immateriellen Vermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.# 8. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Entwicklung des immateriellen Anlagevermögens 2015

Anschaffungskosten/Herstellungskosten in Mio. € Stand am 1.1.2015 Währungs- differenz Zugänge Abgänge Veränderung durch Unternehmens- zusammen- schlüsse/ Sonstiges Umbu- chungen Stand am 31.12.2015
1. Rechte und Werte 224,1 15,8 11,7 0,4 2,9 0,6 254,7
2. Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten 49,2 1,9 18,9 29,8 5,1 -0,2 45,1
3. Geschäfts- und Firmenwerte 232,9 17,1 - - 11,9 0,0 261,9
4. Geleistete Anzahlungen 4,5 - 0,0 - -4,1 -0,4 0,0
Gesamt 510,7 34,8 30,6 30,2 15,8 0,0 561,7
Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen in Mio. € Stand am 1.1.2015 Währungs- differenz Zugänge Abgänge Veränderung durch Unternehmens- zusammen- schlüsse/ Sonstiges Stand am 31.12.2015
1. Rechte und Werte 54,4 - 71,2 - -0,9 124,7
2. Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten 18,9 -0,1 16,6 28,4 - 7,0
3. Geschäfts- und Firmenwerte 7,0 - 0,0 - - 7,0
4. Geleistete Anzahlungen - - - - - -
Gesamt 80,3 -0,1 87,8 28,4 -0,9 138,7
Buchwert in Mio. € Stand am 31.12.2015
1. Rechte und Werte 130,0
2. Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten 38,1
3. Geschäfts- und Firmenwerte 254,9
4. Geleistete Anzahlungen 0,0
Gesamt 423,0

Die Spalte Unternehmenszusammenschlüsse/Sonstiges enthält auch Werte aus einer Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 (siehe Ziffer 28).

Entwicklung des immateriellen Anlagevermögens 2014

Anschaffungskosten/Herstellungskosten in Mio. € Stand am 1.1.2014 Währungs- differenz Zugänge Abgänge Veränderung durch Unternehmens- zusammen- schlüsse/ Sonstiges Umbu- chungen Stand am 31.12.2014
1. Rechte und Werte 61,1 1,6 9,1 0,3 152,6 - 224,1
2. Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten 31,5 0,0 6,8 4,1 15,0 - 49,2
3. Geschäfts- und Firmenwerte 66,4 1,0 - - 165,5 - 232,9
4. Geleistete Anzahlungen 0,8 - 0,0 0,6 4,3 - 4,5
Gesamt 159,8 2,6 15,9 5,0 337,4 - 510,7
Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen in Mio. € Stand am 1.1.2014 Währungs- differenz Zugänge Abgänge Veränderung durch Unternehmens- zusammen- schlüsse/ Sonstiges Stand am 31.12.2014
1. Rechte und Werte 46,9 1,0 8,8 0,3 -2,0 54,4
2. Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten 13,4 - 9,6 4,1 - 18,9
3. Geschäfts- und Firmenwerte 7,0 - - - - 7,0
4. Geleistete Anzahlungen - - - - - -
Gesamt 67,3 1,0 18,4 4,4 -2,0 80,3
Buchwert in Mio. € Stand am 31.12.2014
1. Rechte und Werte 169,7
2. Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten 30,3
3. Geschäfts- und Firmenwerte 225,9
4. Geleistete Anzahlungen 4,5
Gesamt 430,4

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die ausgewiesenen Firmenwerten betragen 254,9 Mio. € (2014: 225,9 Mio. €). Diese entfallen auf die unten aufgeführten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Tabelle zeigt zudem die verwendeten Diskontierungssätze vor Steuern (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC)).

Profit Center

31.12.2014 31.12.2015
in Mio. € Goodwill WACC (%) Goodwill WACC (%)
Aerospace 9,6 12,0 9,6 13,3
Assembly & Test 4,7 11,9 4,7 13,2
Body-Structure 44,3 12,4 45,3 13,6
Reis Gruppe 13,5 13,2 13,5 13,4
Robotics Automotive 3,8 13,1 3,8 13,7
Swisslog 148,2 - 176,2 8,0
Sonstige 1,8 12,9 1,8 13,1
Summe 225,9 254,9

Analog zu den Vorjahren wird im Geschäftsbereich Robotics das Customer-Service-Geschäft den Profit Centern "Automotive" und "General Industry" anteilig zugeordnet. Aus der CGU Body-Structure sowie der CGU Swisslog ergaben sich im Geschäftsjahr folgende Veränderungen: Bei der CGU Swisslog resultieren die Veränderungen aus der Fortschreibung des Goodwills aus Erstkonsolidierung, dem Erwerb der Gesellschaften Forte und Swisslog Karlsruhe sowie aus Währungseffekten. Bei der CGU Body-Structure ergaben sich Veränderungen im Wesentlichen aus Währungseffekten. Der Impairment-Test basiert auf einem dreijährigen Detailplanungszeitraum sowie auf einer Verstetigung des letzten Jahres der Detailplanung d.h. auf einer stetigen Umsatzrendite, stetigen Investitionen und stetigen Abschreibungen. In der ewigen Rente wird hierzu analog zum Vorjahr eine moderate Wachstumsrate von 0,5% berücksichtigt. Aus oben stehender Tabelle sind die im Geschäftsjahr verwendeten Diskontierungssätze vor Steuern (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC)) ersichtlich. Auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen (Peer Groups) wurden die Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt. Die Peer Group setzt sich zusammen aus den wichtigsten nationalen und internationalen Wettbewerbern der KUKA, folglich aus Unternehmen mit ähnlichen Tätigkeits- und Produktportfolios. In die Ermittlung des WACC geht als wesentliche Komponente die Marktrisikoprämie für Swisslog in Höhe von 6,95% ein; für alle übrigen CGUs beträgt die Marktrisikoprämie 7,00% (2014: 6,25%). Der Betafaktor wurde als dreijähriger Durchschnitt der jeweiligen Peer Group ermittelt; er beträgt für Robotics Automotive 1,134 (2014: 1,165), für Aerospace, Assembly & Test, Body-Structure 1,139 (2014: 1,062), für die Reis Gruppe 1,134 (2014: 1,167) sowie für Swisslog 0,857. Die Gewichtung der Eigen- und Fremdkapitalkostensätze erfolgte je CGU auf Basis der durchschnittlichen Verschuldungsgrade der jeweiligen Peer Group der letzten drei Jahre. Der verwendete Steuersatz beträgt, mit Ausnahme von Swisslog (18,5%), wie im Vorjahr jeweils 30,0%. Ein um 1% höherer WACC beeinflusst die Werthaltigkeit der Firmenwerte ebenso wenig wie eine Reduzierung der Umsatzerlöse über die gesamte Planungsdauer um 10% mit entsprechender Reduzierung der Cashflows.

Selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten

Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 105,4 Mio. € (2014: 78,2 Mio. €). Nach IAS 38 sind selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten zu aktivieren. Diese Aktivierung erfolgt im KUKA Konzern zu Herstellungskosten, die direkt zurechenbare Einzelkosten sowie angemessene Zuschläge für Gemeinkosten und Abschreibungen beinhalten. Fremdkapitalzinsen werden für "Qualifying Assets" in die Herstellkosten auf Basis des Konzern-Finanzierungskostensatzes von 3,3% (2014: 5,5%) einbezogen. Im KUKA Konzern werden Entwicklungskosten vor allem bei der KUKA Roboter GmbH, der KUKA Systems GmbH sowie bei der Swisslog Gruppe aktiviert. Die Gesellschaften arbeiten an mehreren Projekten von Mechanik und Leistungs- und Steuerungssoftware für Roboter sowie an neuen Applikationen im Bereich der Medizintechnik und Automationslösungen. Fremdkapitalkosten wurden in Höhe von 0,1 Mio. € (2014: 0,3 Mio. €) berücksichtigt. Gemäß IAS 38 sind Entwicklungskosten mit einem Buchwert von 38,1 Mio. € (2014: 30,3 Mio. €) aktiviert. Im Geschäftsjahr 2015 waren Zugänge von 18,9 Mio. € (2014: 6,8 Mio. €) zu verzeichnen. Die Positionen betreffen im Wesentlichen selbst entwickelte Steuerungssoftware für Roboter, Effizienzlösungen für Automatisierungsanlagen, ERP-Implementationsaufwendungen sowie selbst entwickelte Automationsaufwendungen. Die Abschreibungsbeträge auf immaterielle Vermögenswerte ergeben sich aus dem Anlagespiegel für immaterielle Vermögenswerte. Der Anstieg der planmäßigen Abschreibungen auf Rechte und Werte (2015: 71,2 Mio. €, 2014: 8,8 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus der Folgebewertung der im Zuge der in 2014 vorgenommenen Akquisition der Swisslog Gruppe zum Fair Value angesetzten übernommenen Rechte und Werte. Außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt 3,7 Mio. € wurden im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Spezialmaschine sowie mit einer Softwareapplikation durchgeführt. Im Vorjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

8. Sachanlagen

Entwicklung des Sachanlagevermögens des KUKA Konzerns 2015

Die Aufgliederung der Posten des Sachanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in nachfolgender Tabelle dargestellt. Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahrs werden im Lagebericht genannt.

Anschaffungskosten/Herstellungskosten in Mio. € Stand am 1.1.2015 Währungs- differenz Zugänge Abgänge Veränderung durch Unternehmens- zusammen- schlüsse/ Sonstiges Umbu- chungen* Stand am 31.12.2015
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 165,5 4,0 11,2 2,5 -21,0 57,0 214,2
Technische Anlagen und Maschinen 144,8 1,6 19,2 4,1 -42,7 1,9 120,7
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 96,3 1,7 30,1 7,0 -3,9 4,5 121,7
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 63,6 0,0 15,9 0,0 -2,3 -63,6 13,6
Gesamt 470,2 7,3 76,4 13,6 -69,9 -0,2 470,2

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter "Technische Anlagen und Maschinen" Beträge in folgender Höhe aktiviert:

Stand am 1.1.2015 Währungs- differenz Zugänge Abgänge Veränderung durch Unternehmens- zusammen- schlüsse/ Sonstiges Umbu- chungen* Stand am 31.12.2015
4,4 0,0 0,1 0,0 -4,0 0,0 0,5
Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen in Mio. € Stand am 1.1.2015 Währungs- differenz Zugänge Abgänge Veränderung durch Unternehmens- zusammen- schlüsse/ Sonstiges Umbu- chungen* Stand am 31.12.2015
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79,0 0,4 6,6 0,3 -13,2 0,0 72,5
Technische Anlagen und Maschinen 90,1 0,6 12,9 3,0 -33,0 0,0 67,6
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67,3 1,1 16,2 6,9 -6,5 -0,1 71,1
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - - 0,0
Gesamt 236,4 2,1 35,7 10,2 -52,7 -0,1 211,2

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter "Technische Anlagen und Maschinen" Beträge in folgender Höhe aktiviert:

Stand am 1.1.2015 Währungs- differenz Zugänge Abgänge Veränderung durch Unternehmens- zusammen- schlüsse/ Sonstiges Umbu- chungen* Stand am 31.12.2015
4,1 0,0 0,1 0,0 -4,0 0,0 0,2

| Buchwert in Mio. € |# Sach Anlagevermögen

€ Stand am 31.12.2015
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 141,7
Technische Anlagen und Maschinen | 53,1
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 50,6
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 13,6
Gesamt | 259,0

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter "Technische Anlagen und Maschinen" Beträge in folgender Höhe aktiviert | 0,3

Entwicklung des Sachanlagevermögens des KUKA Konzerns

2014

Anschaffungskosten/Herstellungskosten in Mio. € Stand am 1.1.2014 Währungs- differenz Zugänge Abgänge Veränderung durch Unternehmens- zusammen- schlüsse/ Sonstiges Umbu- chungen* Stand am 31.12.2014
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 120,9 2,6 11,5 0,1 28,6 2,0 165,5
Technische Anlagen und Maschinen 122,0 1,9 12,2 2,8 13,6 -2,1 144,8
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83,0 1,4 13,4 3,8 0,5 1,8 96,3
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25,7 0,2 41,3 - 1,5 -5,1 63,6
Summe 351,6 6,1 78,4 6,7 44,2 -3,4 470,2

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter "Technische Anlagen und Maschinen" Beträge in folgender Höhe aktiviert | 4,7 | -0,2 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 4,4 |

Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen in Mio. €

Stand am 1.1.2014 Währungs- differenz Zugänge Abgänge Veränderung durch Unternehmens- zusammen- schlüsse/ Sonstiges Umbu- chungen* Stand am 31.12.2014
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73,0 0,8 5,4 0,1 -0,1 - 79,0
Technische Anlagen und Maschinen 83,6 1,2 9,3 2,5 0,0 -1,5 90,1
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61,4 1,0 10,4 3,6 -1,9 - 67,3
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - - 0,0
Summe 218,0 3,0 25,1 6,2 -2,0 -1,5 236,4

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter "Technische Anlagen und Maschinen" Beträge in folgender Höhe aktiviert | 3,9 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 4,1 |

Buchwert in Mio. €

Stand am 31.12.2014
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 86,5
Technische Anlagen und Maschinen 54,7
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29,0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 63,6
Gesamt 233,8

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter "Technische Anlagen und Maschinen" Beträge in folgender Höhe aktiviert | 0,3 |

  • Der Saldo der Umbuchungen betrifft die Übernahme von Anlagevermögen zu Veräußerungszwecken in das Vorratsvermögen. Die Spalte Unternehmenszusammenschlüsse und sonstiges enthält auch Werte aus einer Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 (siehe Ziffer 28). Die Abschreibungsbeträge ergeben sich aus dem oben dargestellten Anlagespiegel. Außerplanmäßige Abschreibungen waren weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr zu verzeichnen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Sachanlagevermögens wurden Zuschüsse und Zulagen in Höhe von 0,1 Mio. € (2014: 0,2 Mio. €) abgesetzt. Unmittelbar ertragswirksam wurden öffentliche Zuwendungen in Höhe von 4,1 Mio. € (2014: 4,1 Mio. €) vereinnahmt. Bedingt rückzahlbare Zuwendungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

9. Finanzinvestitionen

Die Finanzinvestitionen betreffen überwiegend Beteiligungen, bei denen KUKA über nicht mehr als 10% der Stimmrechtsanteile verfügt.

10. At Equity bilanzierte Beteiligungen

Die drei at Equity bilanzierten Beteiligungen sind für sich genommen als auch in Summe für den KUKA Konzern von untergeordneter Bedeutung. (2014: zwei at Equity Beteiligung). Deshalb unterbleiben die Anhangangaben nach IFRS 12.B12 und B13. Der nach IFRS 12.B16 anzugebende aggregierte Betrag der Anteile am Verlust der Beteiligungen beträgt 3,5 Mio. € (2014: 2,6 Mio. €).

11. Finanzierungsleasing

KUKA als Leasinggeber

Die KUKA Toledo Production Operations LLC., Toledo/USA (KTPO), produziert im Rahmen eines Betreibermodells für Chrysler den Jeep Wrangler. Der Vertrag ist als Finanzierungsleasing ausgestaltet, bei dem der KUKA Konzern als Leasinggeber fungiert. Aufgrund der bestehenden Vereinbarung zur Lieferung von Karossen mit Chrysler wurde der Eigentumserwerb der Vermögenswerte der Produktionsanlage nicht als Anlagenzugang bilanziert, sondern im Rahmen der Vorschriften des IFRIC 4/IAS 17 als Finance Lease kategorisiert und als Forderung aus Finanzierungsleasing eingebucht. Zum Bilanzstichtag besteht eine langfristige Leasingforderung in Höhe von 65,2 Mio. € (2014: 66,1 Mio. €) und eine kurzfristige Leasingforderung in Höhe von 8,5 Mio. € (2014: 6,9 Mio. €). Für die Bilanzierung ergibt sich somit eine Reduzierung der durch KTPO bilanzierten Umsatzerlöse um die fiktive Leasingrate. Der in der fiktiven Leasingrate enthaltene Zinsanteil wird dabei im Zinsergebnis gebucht, während der Tilgungsanteil dieser Zahlung die Forderung planmäßig zurückführt. Aufgrund der Ausgestaltung des Geschäfts als Vollamortisationsleasingvertrag entsprechen sich zukünftige Mindestleasingzahlungen und Bruttoinvestition.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zum Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen:

in Mio. € 2014 2015
Zukünftig zu erhaltende Mindestleasingzahlungen/ Bruttoinvestition in Finanzierungsleasing 98,9 95,4
davon innerhalb eines Jahres 13,3 14,8
davon zwischen einem Jahr und fünf Jahren 53,0 80,6
davon nach fünf Jahren 32,6 -
Unrealisierter Finanzertrag -25,9 -21,7
Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 73,0 73,7
davon innerhalb eines Jahres 6,9 8,5
davon zwischen einem Jahr und fünf Jahren 34,9 65,2
davon nach fünf Jahren 31,2 -

KUKA als Leasingnehmer

Den Finanzierungsleasingverträgen für Technische Anlagen und Maschinen liegen Zinssätze zwischen 1,89% und 10,56% p. a. zugrunde. Die in Zukunft fälligen Zahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen sowie die Barwerte der zukünftigen Leasingzahlungen, die in entsprechender Höhe unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert sind, betragen 0,3 Mio. €. Im Vorjahr betrugen sowohl die Mindestleasingzahlungen als auch die Barwerte 0,2 Mio. €. Für Informationen zu Operate-Leasing-Verträgen verweisen wir auf Ziffer 30 "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen".

12. Vorräte

in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 107,0 97,6
Unfertige Erzeugnisse 104,5 127,9
Fertige Erzeugnisse, Waren 41,4 53,4
Geleistete Anzahlungen 19,5 18,9
Vorräte 272,4 297,8

Der Buchwert der wertberichtigten Vorräte in Höhe von 134,1 Mio. € (2014: 155,3 Mio. €) ist zu seinem Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertminderungen, bezogen auf den Bruttowert, betrugen 52,7 Mio. € (2014: 51,4 Mio. €).

13. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag 310,6 Mio. € (2014: 273,8 Mio. €) und haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. In der folgenden Übersicht sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Alter und Werthaltigkeit gegliedert:

Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig in Mio. € Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tagen Zwischen 61 und 90 Tagen Zwischen 91 und 180 Tagen Mehr als 180 Tage Summe der überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen
per 31.12.2014 53,5 21,9 8,6 11,6 5,3 100,9
per 31.12.2015 47,7 18,5 7,4 14,0 9,0 96,6
in Mio. € Wertgeminderte Forderungen vor Wertberichtigung Wertberichtigung Buchwert der wertgeminderten Forderungen Buchwert per 31.12.2014 Buchwert per 31.12.2015
Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig - - - 172,6 212,9
Summe 10,6 -10,3 0,3 273,8 310,6

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen bestehen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen der KUKA Roboter GmbH werden im Rahmen von ABS-Programmen regelmäßig verkauft. Weitere Details hierzu werden unter der Ziffer 26 angegeben.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

in Mio. € 2014 2015
Stand Wertberichtigungen am 1.1. 5,9 10,3
Veränderung Konsolidierungskreis 4,4 -0,2
Zuführungen 2,2 6,3
Verbrauch -1,0 -1,7
Auflösungen -1,2 -1,5
Stand Wertberichtigungen am 31.12. 10,3 13,2

Der Gesamtbetrag der Zuführungen von 6,3 Mio. € (2014: 2,2 Mio. €) setzt sich zusammen aus Zuführungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 5,7 Mio. € (2014: 1,8 Mio. €) und pauschalierten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,6 Mio. € (2014: 0,4 Mio. €).

14. Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Bei den Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden pro Auftrag die angefallenen Auftragskosten einschließlich Ergebnisbeiträgen mit den erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Zum Bilanzstichtag ergeben sich folgende Werte:

in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015
Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne 2.157,1 2.542,6
Erhaltene Anzahlungen 1.818,0 2.194,9
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 339,1 347,7
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 247,6 217,0

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen besitzen keine Fälligkeiten und sind im Wert nicht gemindert.

15. Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen

in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015
Langfristige sonstige Vermögenswerte
Langfristige übrige Forderungen 7,3 8,9
Übrige 2,6 5,9
Summe 9,9 14,8
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte
Wertpapiere 3 bis 12 Monate 22,3 9,2
Forderungen ggü. Finanzbehörden 12,8 29,4
Übrige 35,9 48,5
Summe 71,0 87,1
Gesamt 80,9 101,9

Bei den zum Bilanzstichtag gehaltenen Wertpapieren in Höhe von 9,2 Mio. € (2014: 22,3 Mio. €) handelt es sich um Commercial Papers mit einer Restlaufzeit zwischen drei und zwölf Monaten.## 16. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Im KUKA Konzern werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Kreditinstitute verteilt. Zahlungsmittel in Höhe von 3,2 Mio. € (2014: 2,4 Mio. €) unterliegen einer Verfügungsbeschränkung. Diese stehen noch im Zusammenhang mit in Vorjahren getätigten Unternehmenserwerben sowie mit einem staatlich geförderten Auftrag in Brasilien.

31.12.2014 31.12.2015
Kassenbestände 0,4 0,2
Guthaben bei Kreditinstituten 189,3 492,8
Verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel 2,4 3,2
Gesamt 192,1 496,2

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz: Passiva

17. Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals sowie in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Für weitere Ausführungen das Eigenkapital betreffend verweisen wir auch auf die Erläuterungen im Lagebericht unter "Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht".

18. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 100.103.273,40 € (2014: 92.841.619,00 €) und unterteilt sich in 38.501.259 Aktien (2014: 35.708.315 Aktien). Jede Aktie entspricht einer Stimme.

Wandelschuldverschreibung

Im vierten Quartal 2015 haben Inhaber der in 2013 begebenen Wandelschuldverschreibung von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht. Aufgrund der Wandlungserklärungen wurden entsprechend den Anleihebedingungen neue Aktien geschaffen. Durch die Ausgabe der neuen Aktien hat sich die Gesamtzahl der KUKA Aktien von 35.708.315 um 2.792.944 auf jetzt 38.501.259 Aktien erhöht. Die nennwertlosen Stückaktien haben einen rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 €. Gemäß § 200 AktG hat sich durch die Ausgabe der neuen Aktien auch das Grundkapital der Gesellschaft von 92.841.619,00 € um 7.261.654,40 € auf 100.103.273,40 € erhöht.

Kapitalerhöhung November 2014

Im November 2014 wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts durch eine teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens im Rahmen einer Privatplatzierung institutioneller Anleger wurden 1.792.884 neue Aktien ausgegeben. Der Platzierungspreis, der auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Stückaktie (Ausgabebetrag), betrug 49,00 €. Die Platzierung erfolgte gegen Bareinlage. Der Unterschiedsbetrag zwischen Platzierungspreis und Ausgabebetrag wird unter Berücksichtigung von Provisionen und Steuern in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Unter Abzug der direkten Transaktionskosten ist der Gesellschaft ein Betrag von 86,6 Mio. € zugeflossen. Nach dieser Kapitalerhöhung betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 92.841.619,00 € und unterteilte sich in 35.708.315 im Umlauf befindliche, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien.

19. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrifft die KUKA Aktiengesellschaft. Die Veränderung gegenüber dem 31. Dezember 2014 resultiert aus der oben beschriebenen Wandlung von Anteilen der Wandelschuldverschreibung. Dabei wurden bilanzierte Verbindlichkeiten in Höhe von 96,1 Mio. € in gezeichnetes Kapital (7,3 Mio. €) und in Kapitalrücklage (88,8 Mio. €) getauscht. Die Veränderung des Vorjahres ist durch den Unterschied zwischen Ausgabepreis abzgl. Kosten und Nennwert aus der oben beschriebenen Kapitalerhöhung 2014 bedingt.

20. Gewinnrücklagen

In den Gewinnrücklagen sind enthalten:
* Die thesaurierten Gewinne der KUKA Aktiengesellschaft und ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften
* Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte
* Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von Pensionsrückstellungen sowie die darauf entfallenden latenten Steuern
* Bestandteile aus dem Mitarbeiteraktienprogramm für die KUKA Mitarbeiter

Insgesamt sind im Eigenkapital aus erfolgsneutralen Transaktionen latente Steuern in Höhe von 2,6 Mio. € (2014: 8,1 Mio. €) enthalten. Diese betreffen überwiegend versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen. Auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung 2014 wurde im Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,40 € je Aktie ausgeschüttet.

21. Ausgleichsposten für Anteile Dritter

Im dritten Quartal 2015 hat der KUKA Konzern alle ausstehenden Anteile an der Swisslog Holding AG übernommen. Im Wesentlichen dadurch, sowie aus den Verkäufen der HLS Gruppe sowie des Werkzeugbaus, ist unter Berücksichtigung von Währungseffekten und anteiligem Minderheitenergebnis der Buchwert der Minderheitenanteile im Eigenkapital von 16,8 Mio. € auf -0,5 Mio. € gesunken. Der verbleibende Posten betrifft Minderheitenanteile an der Faude Automatisierungstechnik GmbH, Gärtringen und der Swisslog Middle East LLC, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate.

22. Kapitalsteuerung

Vorrangige Ziele der Kapitalsteuerung des KUKA Konzerns sind die Unterstützung der laufenden Geschäftstätigkeit mit ausreichend finanziellen Mitteln und die Steigerung des Unternehmenswerts. Dazu sind eine angemessene Ausstattung mit Eigenkapital (Kennziffer Eigenkapitalquote), mit Liquidität (Kennziffer Nettoliquidität) und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Kennziffer ROCE) notwendig. Die Steuerung und das Controlling der Geschäftsbereiche erfolgt deshalb auch anhand dieser Kennzahlen.

2014 2015
Eigenkapital Mio. € 541,1 732,5
/Gesamtkapital Mio. € 1.979,5 2.381,7
Eigenkapitalquote % 27,3 30,8
EBIT Mio. € 141,8 135,6
/Capital Employed Mio. € 670,1 683,6
ROCE % 28,8 20,0
Liquide Mittel Mio. € 192,1 496,2
Langfristige Finanzverbindlichkeiten Mio. € -137,0 -294,2
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Mio. € -22,5 -2,1
Nettoliquidität Mio. € 32,6 199,9

23. Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des KUKA Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.

Leistungsorientierte Pläne

Im KUKA Konzern bestehen orginär leistungsorientierte Pläne im Wesentlichen in Deutschland und den USA. Durch den Erwerb der Swisslog Gruppe kamen zum 31. Dezember 2014 wesentliche Pläne in der Schweiz, Großbritannien, Schweden und den USA hinzu. Im Folgenden werden die länderspezifischen Merkmale und Gesetzesregelungen leistungsorientierter Versorgungspläne dargestellt.

Deutschland

In Deutschland bestehen Verpflichtungen aus betrieblichen Altersversorgungsvereinbarungen, die mit verschiedenen Versorgungseinrichtungen geschlossen wurden. Die Voraussetzungen für Art und Höhe des Anspruchs sind abhängig von Lebensalter und Betriebszugehörigkeit. Die Leistungen inkludieren Altersrente, Invaliditätsrente, Witwenrente, Sterbegeld und Notlagenunterstützung.

USA

Im Geschäftsbereich Systems werden Mitarbeitern Rentenzahlungen nach der Pensionierung gewährt. An dem Rentenplan dürfen Mitarbeiter teilnehmen, die vor dem 14. September 2004 in die Gewerkschaft aufgenommen wurden. Die Leistungen errechnen sich aus dem Satz, der zum Zeitpunkt des Eintritts in den Ruhestand gültig ist. Der Satz setzt sich aus den anrechenbaren Dienstjahren des Arbeitnehmers zusammen. Außerdem wird den anspruchsberechtigten Mitarbeitern eine medizinische Versorgung bereitgestellt. Wegen ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen für die medizinische Versorgung der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand gemäß IAS 19 ebenfalls unter dieser Position ausgewiesen. Auf diese pensionsähnlichen Verpflichtungen entfallen 0,7 Mio. € (2014: 0,8 Mio. €) der Gesamtrückstellung. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen basieren auf der US-Rechtsgrundlage ERISA (Employee Retirement Income Security Act).

Der leistungsorientierte Plan des Geschäftsbereichs Swisslog besteht sowohl für die angestellten Mitarbeiter als auch für die Fabrikarbeiter. Die beiden Pläne werden von einer Versicherungsgesellschaft verwaltet und sind rechtlich unabhängig. Beide Pläne sind für neue Teilnehmer geschlossen und werden vollständig durch den Arbeitgeber finanziert. Die Swisslog Gruppe kann die Vermögensaufteilung bestimmen. Die Pläne sind in dem Sinne ausgestaltet, dass kein Aufwand für zusätzliche Leistungen zurückgestellt werden muss. Jedes individuelle Sparkapital wird jedoch mit einem fixen Prozentsatz verzinst (garantierte Mindestverzinsung).# Schweiz

Der Plan ist einer größeren Sammelstiftung angeschlossen, welche rechtlich unabhängig ist und die gesetzlichen Mindestanforderungen in der Schweiz (BVG) übertrifft. Dabei sind alle Mitarbeiter gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität sowie Tod versichert. Die Beiträge an die Sammelstiftung werden vom Arbeitgeber und den Arbeitnehmern beglichen. Die Verantwortung für die Vermögensanlage trägt der Stiftungsrat der Sammelstiftung, während die Swisslog Gruppe lediglich den Anlagestil bestimmen kann. Zudem legt die Swisslog Gruppe jährlich die Verzinsung der individuellen Alterskapitalien - im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften - fest. Im Falle einer Unterdeckung des Swisslog-Vorsorgewerks innerhalb der Sammelstiftung können verschiedene Massnahmen wie reduzierte Verzinsung oder zusätzliche Beiträge beschlossen werden. Der Deckungsgrad gemäß BVG beträgt per 31. Dezember 2015 über 100%. Dem Schweizer Vorsorgeplan liegen die BVG-2010-Generationentafeln (mod ohne risk sharing) zugrunde.

Großbritannien

Der englische leistungsorientierte Plan ist ebenfalls unabhängig und seit dem Jahr 2001 für neue Teilnehmer geschlossen. Das Vermögen ist bei einer Versicherung angelegt. Der Plan wird durch den Arbeitgeber und die Teilnehmer finanziert. Basierend auf gesetzlichen Vorgaben ist alle drei Jahre eine Bewertung durch einen Aktuar vorzunehmen. Im Falle einer errechneten Unterdeckung muss ein Sanierungsplan erarbeitet werden, der auch die zukünftigen Amortisationszahlungen zur Deckung der Unterdeckung festlegt.

Schweden

Der schwedische leistungsorientierte Plan ist rechtlich obligatorisch und basiert auf einem Kollektivvertrag (Vereinbarung zwischen der Gewerkschaft sowie den schwedischen Arbeitgebern). Der Plan kann vom Unternehmen nicht verändert werden. Der Plan besteht für alle Mitarbeiter, welche vor dem Jahr 1979 geboren sind. Er deckt die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Krankheit ab. Für Mitarbeiter, die nach dem Jahr 1979 geboren sind, besteht ein beitragsorientierter Plan. Die Finanzierung des leistungsorientierten Plans erfolgt durch den Arbeitgeber. Die Verpflichtung ist gedeckt durch Planaktiva in einem Pensionsinstitut, welches durch eine externe Versicherung administriert wird.

Beitragsorientierte Pläne

Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen in Höhe von 48,0 Mio. € (2014: 34,0 Mio. €) wird als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Beitrag von Swisslog ab dem Geschäftsjahr 2015.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen.

Angaben zu versicherungsmathematischen Annahmen

Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam, die vom wirtschaftlichen Umfeld im jeweiligen Land abhängen:

31.12.2014
Deutschland Schweiz UK Schweden USA Übrige
Biometrische Rechnungsgrundlagen RT 2005 G BVG-2010 AMC 00/AFC 00 PCMA00/PCFA00 FFFS 2007:31 RP 2014
Abzinsungsfaktor 1,90% 1,00% 3,70% 2,5 0% 3,80 - 3,95% 1,75 - 4,00%
Erwartete Vermögensrendite n/a 1,00% 3,70% 2,5 0% 3,80 - 3,90% 1,75 - 4,00%
Gehaltsdynamik 0,00 - 2,50% 1,25% 4,20% 2,10% n/a 0,00 - 3,30%
Rentendynamik 1,75 - 2,50% 0,10% 3,20% 1,60% n/a 0,00 - 3,25%
Kostensteigerung für medizinische Versorgung n/a n/a n/a n/a 5,00 - 7,00% n/a
31.12.2015
Deutschland Schweiz UK Schweden USA Übrige
Biometrische Rechnungsgrundlagen RT 2005G BVG 2010 GT mod ohne risk sharing PMA08/PFA08 FFFS 2007:31 RP 2014 RP 2006 Blue Collar projected generational, scale MP 2015
Abzinsungsfaktor 2,20% 0,75% 4,00% 2,90% 4,12 - 4,25% 2,20 - 4,25%
Erwartete Vermögensrendite n/a 0,75% 4,00% 2,90% 4,12 - 4,25% 2,20 - 4,25%
Gehaltsdynamik 0,00 - 2,50% 1,25% 3,3 0% 2,20% n/a 0,00 - 2,50%
Rentendynamik 1,00 - 2,50% 0,10% 3,20% 1,70% n/a 0,00 - 2,00%
Kostensteigerung für medizinische Versorgung n/a n/a n/a n/a 5,00 - 7,00% n/a

Der Abzinsungsfaktor wird dabei auf Basis der Renditen von erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen ermittelt. Die Gehaltsdynamik umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation jährlich geschätzt werden. Den erwarteten Renditen liegen Konsensus-Prognosen der jeweiligen Asset-Klassen zugrunde. Die Prognosen basieren auf Erfahrungswerten, Wirtschaftsdaten, Zinsprognosen und Erwartungen am Aktienmarkt. Die Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem um die Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Übersteigt das Fondsvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage, wird nach IAS 19 ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Soweit das Vermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert. Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen. Ursache hierfür können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein.

Die Sensivitätsanalyse verdeutlicht inwiefern die Veränderung versicherungsmathematischer Annahmen Auswirkungen auf die leistungsorientierte Verpflichtung zum 31. Dezember 2015 haben würde:

Art und Höhe der Veränderung versicherungsmathematischer Annahmen Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung nach der Veränderung (in Mio. €) Veränderung*
Steigerung des Abzinsungsfaktors um +0,25% 276,7 -8,30
Verminderung des Abzinsungsfaktors um -0,25% 293,9 8,90
Rentensteigerung um +0,25% 290,9 5,90
Rentenverminderung um -0,25% 281,2 -3,80
Steigerung der Lebenserwartung um +1 Jahr 296,1 11,10
Verminderung der Lebenserwartung um -1 Jahr 274,3 -10,70
Steigerung Lohn- und Gehaltsentwicklung um +0,25% 286,7 1,70
Verminderung Lohn- und Gehaltsentwicklung um -0,25% 283,5 -1,50

* Die Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen haben keine linearen Auswirkungen auf die Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung zur Folge. Die Veränderung mehrerer Annahmen gleichzeitig entspricht nicht immer der kumulativen Wirkung, da wechselseitige Beziehungen zwischen den Faktoren bestehen. Für jeden einzelnen Fall bedarf es einer neuen Berechnung der Defined Benefit Obligation.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen

2014 2015 2014 2015 2014 2015
Deutschland Schweiz UK
in Mio. €
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 83,8 75,9 - - - -
Barwert der mit Planvermögen unterlegten Versorgungsansprüche - - 118,9 139,5 17,8 17,0
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) 83,8 75,9 118,9 139,5 17,8 17,0
Fondsvermögen zu Marktwerten - - 106,1 120,3 10,6 12,8
Nettoverpflichtung zum 31.12. 83,8 75,9 12,8 19,2 7,2 4,2
2014 2015 2014 2015 2014 2015
Schweden USA Übrige
in Mio. €
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche - - 2,0 5,9
Barwert der mit Planvermögen unterlegten Versorgungsansprüche 16,4 16,7 26,9 27,8 9,7 2,2
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) 16,4 16,7 26,9 27,8 11,7 8,1
Fondsvermögen zu Marktwerten 13,5 14,1 20,3 21,2 3,3 2,6
Nettoverpflichtung zum 31.12. 2,9 2,6 6,6 6,6 8,4 5,5
2014 2015
Gesamt
in Mio. €
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 86,6 81,8
Barwert der mit Planvermögen unterlegten Versorgungsansprüche 188,9 203,2
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) 275,5 285,0
Fondsvermögen zu Marktwerten 153,8 171,0
Nettoverpflichtung zum 31.12. 121,7 114,0

Überleitungsrechnung/Entwicklung der Defined Benefit Obligation

Die Überleitung der Verpflichtung wesentlicher Posten vom Geschäftsjahresanfang zum Geschäftsjahresende stellt sich wie folgt dar:

2014 2015 2014 2015 2014 2015
Deutschland Schweiz UK
in Mio. €
1.1. 70,8 83,8 - 118,9 - 17,8
Veränderung Konsolidierungskreis und sonstige Veränderungen 0,2 3,2 118,9 - 17,8 -
Laufender Dienstzeitaufwand 0,5 0,7 - 4,0 - 0,2
Zinsertrag (+)/Zinsaufwand (-) 2,5 1,6 - 1,3 - 0,7
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) 14,7 -7,7 - 6,2 - 2,7
Plankürzungen und -änderungen - - - 0,5 - 1,3
Geleistete Zahlungen -4,9 -5,2 - 2,6 - 0,1
Währungsumrechnung - - - 13,0 - 1,1
31.12. 83,8 75,9 118,9 139,5 17,8 17,0
davon rückstellungsfinanziert (83,8) (75,9) - - - -
davon mit Planvermögen unterlegt - - (118,9) (139,5) (17,8) (17,0)
2014 2015 2014 2015 2014 2015
Schweden USA Übrige
in Mio. €
1.1. - 16,4 6,5 26,9 1,0 11,6
Veränderung Konsolidierungskreis und sonstige Veränderungen 16,4 - 18,8 - 10,3 -4,0
Laufender Dienstzeitaufwand - 0,4 0,0 0,0 0,2 0,5
Zinsertrag (+)/Zinsaufwand (-) - 0,4 0,2 1,1 - 0,2
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) - - -0,6 1,4 -1,4 0,1
Plankürzungen und -änderungen - - - - - -
Geleistete Zahlungen - - -0,3 -0,8 -1,7 0,0
Währungsumrechnung - 0,4 0,8 2,9 0,1 -0,1
31.12.
scroll in Mio. € Stand 1.1.2015 Währungsanpassung Veränderung Konsolidierungskreis Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2015
Garantieverpflichtungen und Risiken aus schwebenden Geschäften 83,9 1,2 0,4 29,4 11,7 24,6 69,0
Übrige Rückstellungen 66,2 1,0 3,1 23,0 8,0 34,7 74,0
Sonstige Rückstellungen 150,1 2,2 3,5 52,4 19,7 59,3 143,0

Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und Risiken aus schwebenden Geschäften enthalten Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 9,1 Mio. € (2014: 20,3 Mio. €) und Gewährleistungsrisiken von 59,9 Mio. € (2014: 63,6 Mio. €). Die übrigen Rückstellungen betreffen unter anderem mit 25,7 Mio. € (2014: 21,1 Mio. €) noch anfallende Kosten für bereits fakturierte Aufträge und Prozessrisiken von 5,7 Mio. € (2014: 3,7 Mio. €). Die erwartete Restlaufzeit der sonstigen Rückstellungen beträgt bis zu einem Jahr.

25. Verbindlichkeiten

scroll Restlaufzeit 2015 in Mio. € bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.12.2015 Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,7 249,4 251,1
Wandelschuldverschreibungen 0,4 44,8 45,2
Finanzverbindlichkeiten 2,1 294,2 296,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 402,0 - 402,0
Erhaltene Anzahlungen 72,5 - 72,5
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 217,0 - 217,0
Ertragsteuerverbindlichkeiten 33,4 - 33,4
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 290,6 24,0 314,6
(davon aus sonstigen Steuern) (47,4) - (47,4)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (12,0) - (12,0)
(davon Verpflichtungen aus dem Personalbereich) (134,6) (11,7) (146,3)
(davon aus Leasingverträgen) (0,1) (0,2) (0,3)
(davon Devisentermingeschäfte zur Währungssicherung) (3,8) - (3,8)
Summe 1.017,6 318,2 1.335,8
scroll Restlaufzeit 2014 in Mio. € bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.12.2014 Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21,4 0,1 21,5
Wandelschuldverschreibungen 1,1 136,9 138,0
Finanzverbindlichkeiten 22,5 137,0 159,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 274,6 - 274,6
Erhaltene Anzahlungen 78,3 - 78,3
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 247,6 - 247,6
Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen 0,1 - 0,1
Ertragsteuerverbindlichkeiten 24,9 0,0 24,9
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 290,8 18,2 309,0
(davon aus sonstigen Steuern) (29,1) - (29,1)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (10,3) - (10,3)
(davon Verpflichtungen aus dem Personalbereich) (135,0) (10,1) (145,1)
(davon aus Leasingverträgen) (0,1) (0,1) (0,2)
(davon Devisentermingeschäfte zur Währungssicherung) (7,3) - (7,3)
Summe 938,8 155,2 1.094,0

26. Finanzverbindlichkeiten/Finanzierung

scroll Nominalwert zum Bilanzstichtag Buchwert in Mio. € Nominalzinssatz Ursprungslaufzeit 2014 2015
31.12.2014
Wandelanleihe 150,0 47,2 2,00% p.a. 2013 - 2018 138,0
Schuldscheindarlehen
Tranche 1 - 142,5 1,15% p.a. (MS + 80bps) 2020 -
Tranche 2 - 107,5 1,61% p.a. (MS +100bps) 2022 -
Summe Schuldscheindarlehen - 250,0 ca. 1,35% p. a. 5 - 7 Jahre -
scroll Marktwert in Mio. € 2014 2015
Wandelanleihe 246,5 102,0
Schuldscheindarlehen
Tranche 1 - -
Tranche 2 - -
Summe Schuldscheindarlehen - -

Für den Marktwert der Wandelschuldverschreibung wurde der Schlusskurs der Frankfurter Wertpapierbörse des letzten Handelstages des jeweiligen Jahres herangezogen. Die Reduzierung des Nominalwerts gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus den im vierten Quartal 2015 erfolgten Wandlungen.

scroll Finanzinstrument in Mio. Buchwert Ø Nominalzinssatz Jahr des spätesten Laufzeitendes
Bankverbindlichkeiten zum 31.12.2015 0,3 € 6,10% p.a. 2016
0,8 CHF 1,50% p.a. 2016
Bankverbindlichkeiten zum 31.12.2014 278,2 INR 11,25% p.a. 2015
Festvorschuss aus dem Swisslog Konsortialkreditvertrag 20,0 CHF 0,60% p.a. 2015

Die Nominalzinssätze entsprechen denjenigen Zinssätzen, welche auf die Inanspruchnahmen zum Jahresultimo in der jeweiligen Währung zu zahlen waren.

Schuldscheindarlehen
Am 9. Oktober 2015 hat die KUKA AG ein unbesichertes Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 250,0 Mio. € platziert. Aufgrund der deutlichen Überzeichnung wurde das geplante Volumen von 150,0 Mio. € aufgestockt. Nach Abzug der Transaktionskosten sind der KUKA daraus 248,9 Mio. € zugeflossen. Die zusätzlichen Mittel dienen der Fortsetzung der Wachstumsstrategie des KUKA Konzerns. Das Gesamtvolumen des Darlehens wurde in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine Laufzeit von fünf Jahren; die Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5 Mio. € und eine Laufzeit von sieben Jahren. Der Emissionskurs betrug 100,0% bei einer Mindeststückelung von 0,5 Mio. € bzw. einem Vielfachen davon. Die Rückzahlung erfolgt zu 100,0% in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche. Das Schuldscheindarlehen ist mit Zinskupons von 1,15% für die Tranche 1 bzw. 1,61% für die Tranche 2 ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum 9. Oktober. Zum Bilanzstichtag waren Zinsen in Höhe von 0,8 Mio. € abgegrenzt. Bilanziell wurde das Schuldscheindarlehen beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten in Höhe von 1,1 Mio. € angesetzt. Die Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der jeweiligen Tranchen unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung der Transaktionskosten erhöht sich der Zinssatz für die Tranche 1 auf 1,24% effektiv bzw. für die Tranche 2 auf 1,67% effektiv.

Wandelschuldverschreibung
Die KUKA Aktiengesellschaft hat im Februar 2013 eine Wandelschuldverschreibung mit einer Laufzeit bis Februar 2018 und einem Nennbetrag von 58,8 Mio. € (Tranche 1) emittiert und im Juli 2013 um nominal 91,2 Mio. € (Tranche 2) aufgestockt. Damit hatte die Wandelschuldverschreibung einen Gesamtnennbetrag von 150,0 Mio. €. Die Stückelung beträgt 100.000 €. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 36,8067 € pro Aktie, das Wandlungsverhältnis liegt damit bei 2.716,8967 Aktien pro einzelnes 100.000 €-Stück.# Insgesamt berechtigt die Wandelanleihe zur Wandlung in bis zu 4.075.344 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA AG (davon 1.597.535 aus der Tranche im Februar 2013 und 2.477.809 aus der Tranche im Juli 2013).

Das Wandlungsrecht kann während der gesamten Laufzeit der Wandelanleihe ausgeübt werden. Die Anleihe ist mit einem Zinskupon von 2,0% p. a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen halbjährlich jeweils am 12. Februar und am 12. August. Die Wandelschuldverschreibung ist im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet (ISIN DE000A1R09V9/WKN A1R09V). Der letzte in 2015 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Wandelschuldverschreibung betrug 216,05%.

Im vierten Quartal 2015 wurden insgesamt Wandelschuldverschreibungsanteile über nominal 102,8 Mio. € in 2.792.944 neue Aktien gewandelt. Damit verbleibt per 31. Dezember 2015 ein Nominalvolumen von 47,2 Mio. €, welches potenziell in weitere 1.282.400 Aktien gewandelt werden kann.

Bilanziell wird die Wandelschuldverschreibung in eine Eigen- und eine Fremdkapitalkomponente gegliedert. Der anzusetzende Marktwert der Fremdkapitalkomponente zum Emissionszeitpunkt betrug unter Berücksichtigung der Emissionskosten insgesamt 131,7 Mio. €, wovon 50,2 Mio. € auf die Tranche 1 und 81,5 Mio. € auf die Tranche 2 entfallen. Er wurde zum jeweiligen Emissionszeitpunkt auf Basis des risikoadäquaten Marktzinses einer entsprechenden Festzinsanleihe ohne Wandlungsrecht (5,03% für Tranche 1 bzw. 4,80% für Tranche 2) ermittelt.

Der ursprünglich resultierende Wert der Eigenkapitalkomponente betrug 27,0 Mio. € (Tranche 1: 7,5 Mio. €; Tranche 2: 19,5 Mio. € inklusive eines Agios in Höhe von 10,5 Mio. €) und wurde unter Berücksichtigung von latenten Steuern in der Kapitalrücklage erfasst. Er wird bis zur Fälligkeit oder Wandlung nicht verändert.

Durch die in 2015 durchgeführten Wandlungen wurde die Verbindlichkeit der Wandelschuldverschreibung um 96,1 Mio. € auf jetzt 45,2 Mio. € reduziert. Der gewandelte Betrag wurde in Höhe von 7,3 Mio. € in das gezeichnete Kapital und in Höhe von 88,8 Mio. € in die Kapitalrücklage eingestellt. Die initial angesetzte Eigenkapitalkomponente reduzierte sich durch die Wandlungen, unter Berücksichtigung latenter Steuern entsprechend.

In 2015 wurde für die Anleihe ein Zinsaufwand von 6,2 Mio. € (2014: 6,8 Mio. €) verbucht.

Konsortialkredit der KUKA Aktiengesellschaft

Die KUKA AG hat ihren im Dezember 2013 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag vorzeitig refinanziert und gleichzeitig auch den bestehenden Konsortialkreditvertrag der Swisslog Holding AG abgelöst. Der neue Vertrag, mit einer Laufzeit bis 30. März 2020, wurde am 30. März 2015 unterschrieben und trat am 2. April 2015 in Kraft. Er sieht eine Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und eine Betriebsmittellinie, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann, in Höhe von 90,0 Mio. € vor. Daraus ergibt sich ein um 70,0 Mio. € höheres Volumen gegenüber dem bisherigen Vertrag. Zusätzlich wurden strukturelle Anpassungen vorgenommen. Beiden Maßnahmen liegt die Integration der im Dezember 2014 übernommenen Swisslog Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften zugrunde.

Der Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Darüber hinaus konnte die verbesserte Marktsituation auch für deutliche Konditionenverbesserungen genutzt werden, sodass beispielsweise das sogenannte Gearing (Verhältnis Nettofinanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital) nicht mehr Bestandteil der finanziellen Covenants ist. Somit verbleiben noch eine Untergrenze für den Zinsdeckungsgrad (Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] zu Nettozinsaufwand) sowie eine Obergrenze für den Leverage (Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA). Der Headroom zu den jeweiligen Grenzwerten betrug bei beiden Covenants mehr als 50%.

Das Bankenkonsortium wurde, im Zuge der Integration von Swisslog, um eine der Konsortialbanken des alten Vertrags der Swisslog Holding AG erweitert.

Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum Stichtag auf insgesamt 100,9 Mio. € (2014: 136,1 Mio. € inkl. des alten Konsortialkreditvertrags der Swisslog Holding AG). Für weitere Informationen zu den abgelösten Konsortialkreditverträgen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2014.

Avallinien von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften

Die von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkreditvertrags zugesagten Avallinien belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf 89,0 Mio. € (2014: 89,0 Mio. €), die in vollem Umfang genutzt werden können. Die Ausnutzung betrug zum Ende des Berichtsjahres 47,1 Mio. € (2014: 41,2 Mio. €).

ABS-Programm

Der KUKA Konzern hat im Juni 2011 ein ABS-Programm (Asset-Backed Securities) mit einem Volumen von 25,0 Mio. € und einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2018 aufgelegt. Im Rahmen des Programmes können regelmäßig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der KUKA Roboter GmbH an ein Special Purpose Vehicle der Landesbank Baden-Württemberg verkauft werden. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von 16,4 Mio. € (2014: 3,1 Mio. €) verkauft.

Das Special Purpose Vehicle finanziert den Kauf der Forderungen durch die Ausgabe von Wertpapieren am Kapitalmarkt oder durch Inanspruchnahme einer entsprechenden Kreditlinie. Für dieses Finanzierungsprogramm existieren Covenants für Gearing, Zinsdeckungsgrad und Leverage. Durch Ausfallbürgschaften von Kreditversicherungsunternehmen wird eine ausreichende Bonität der verkauften Forderungen sichergestellt. Die KUKA Roboter GmbH trägt hierbei die ersten 1,15% der Bonitätsrisiken aus dem Forderungsverkauf. Der Rückbehalt für diese Bonitätsrisiken (continuing involvement) betrug per 31. Dezember 2015 0,3 Mio. € (2014: 0,2 Mio. €) und wurde vollständig wertberichtigt. Die Verwaltung und Abwicklung der verkauften Forderungen erfolgt durch die KUKA Roboter GmbH. Hieraus entstanden wie im Vorjahr keine erfolgswirksam zu vereinnahmenden Ansprüche.

Finanzinstrumente die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Folgende Tabelle stellt die Aufteilung der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar:

scroll
| | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|-----------------------|---------|---------|---------|--------|
| 2015 in Mio. € | | | | |
| Finanzielle Vermögenswerte | - | 4,6 | 2,1 | 6,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - | 3,8 | - | 3,8 |

scroll
| | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|-----------------------|---------|---------|---------|--------|
| 2014 in Mio. € | | | | |
| Finanzielle Vermögenswerte | 0,3 | 0,8 | 0,2 | 1,3 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - | 7,3 | - | 7,3 |

Die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 betrafen im Vorjahr im Wesentlichen gemischte Fondsanteile. Die unter Stufe 2 ausgewiesenen Werte betreffen im Wesentlichen die aktivierten und passivierten Devisentermingeschäfte. Die Werte werden mit Hilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 wurden im Vorjahr anhand der diskontierten zukünftigen Geldflüsse aus dem Verkauf einer Minderheitsbeteiligung bewertet. Im aktuellen Jahr fallen hierunter neu erworbene Anteile von nicht am Markt gehandelten Beteiligungen.

27. Übrige langfristige/kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen

Die übrigen Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern resultieren überwiegend aus Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer. Bei den übrigen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Urlaubsansprüchen (20,0 Mio. €; Vorjahr: 18,7 Mio. €), Gleitzeitguthaben (17,5 Mio. €; 2014: 17,4 Mio. €), variable Vergütungsbestandteile (69,0 Mio. €; 2014: 82,4 Mio. €) und Altersteilzeit (9,7 Mio. €; 2014: 8,3 Mio. €). Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden um den beizulegenden Wert des korrespondierenden Deckungsvermögens (7,3 Mio. €; 2014: 7,1 Mio. €) gekürzt. Der Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen aus Altersteilzeit (Defined Benefit Obligation) belief sich vor Saldierung auf 17,0 Mio. € (2014: 15,4 Mio. €). Daneben werden unter der Position u.a. Sonderzahlungen, Erfindervergütungen, Jubiläumsaufwendungen und Berufsgenossenschaftsbeiträge ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingraten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

28. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Die zum Bilanzstichtag des Vorjahres als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden ausgewiesenen Posten betrafen die im Geschäftsjahr veräußerte HLS Gruppe. Zum 31. Dezember 2015 bestehen keine Pläne (Teil-)Bereiche zu veräußern, sodass keine Sachverhalte im Sinne des IFRS 5 anzugeben sind.

29. Finanzielles Risikomanagement und Finanzderivate

a) Grundsätze des Risikomanagements

Im Zuge der allgemeinen Geschäftstätigkeit ist der KUKA Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen, Adressenausfallrisiken sowie Liquiditätsrisiken. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Ziel ist die Begrenzung von potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage. Je nach Risikoeinschätzung werden in der Steuerung der finanziellen Risiken auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese kommen ausschließlich zu Sicherungszwecken mit Bezug zu einem Grundgeschäft zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen.# Die Grundsätze der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und von der Konzern-Treasury in enger Zusammenarbeit mit den Konzern-Gesellschaften umgesetzt. Dabei bedürfen bestimmte Transaktionen der Genehmigung durch den Finanzvorstand. Dieser wird darüber hinaus regelmäßig über die aktuellen Risiko-Positionen und deren Absicherung in Kenntnis gesetzt.

b) Währungsrisiken

Risiken aus Wechselkursschwankungen, die den Konzern-Cashflow beeinflussen können, z.B. aus Finanzinvestitionen, Finanzierungsmaßnahmen und bereits feststehenden oder geplanten operativen Ein- und Auszahlungen in fremden Währungen, werden zum Zeitpunkt der Entstehung bzw. des Bekanntwerdens durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch eine Aufrechnung entgegengesetzter Zahlungsströme gesichert. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, wie z.B. geplante Wareneinkäufe in fremder Währung, deren Absicherung gegen Wechselkursveränderungen fristen- und betragskongruent erfolgt. Der Abschluss der Sicherungsgeschäfte mit Banken erfolgt grundsätzlich durch die Konzern-Treasury. Wechselkursrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen, wie zum Beispiel Risiken, die sich aus Umrechnung von Bilanz- und GuV-Positionen ausländischer KUKA Gesellschaften in die Konzernwährung ergeben (Translationsrisiken), bleiben grundsätzlich ungesichert. Alle konzerninternen Darlehen in fremder Währung waren entsprechend gesichert. KUKA war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt. Die einzelnen KUKA Gesellschaften wickeln ihre operativen Aktivitäten überwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung ab. Bei einigen KUKA Gesellschaften ergeben sich jedoch im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung entsprechende Wechselkursrisiken, die entsprechend der oben geschilderten Sicherungspolitik abgesichert werden. Aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten war KUKA zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen KUKA Finanzinstrumente eingeht. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z.B. Zinssätze, Wechselkurse) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
― Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten so weit wie möglich in die jeweilige funktionale Währung überführt.
― Wesentliche Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in der funktionalen Währung erfasst oder mittels Einsatz von Derivaten in die entsprechende funktionale Währung transferiert. Somit können auch hieraus keine wesentlichen Effekte auf die betrachteten Größen entstehen.

Zur Berechnung der Währungssensitivitäten wurden die für KUKA wesentlichsten Währungspaare betrachtet. Hierbei wurde eine hypothetische Auf- beziehungsweise Abwertung der jeweiligen Landeswährung gegenüber der relevanten Fremdwährung angenommen.

scroll in Mio. € 31.12.2014 31.12.2015
Landeswährung: EUR
EUR/USD EUR +10% 3,8
EUR -10% -4,6
EUR/JPY EUR +10% -2,0
EUR -10% 2,5
EUR/CNY EUR +10% 0,4
EUR -10% -0,5
EUR/HUF EUR +10% -0,5
EUR -10% 0,6
EUR/BRL EUR +10% -0,1
EUR -10% 0,1
EUR/CHF EUR +10% n.a.
EUR -10% n.a.
EUR/SEK EUR +10% n.a.
EUR -10% n.a.
EUR/GBP EUR +10% n.a.
EUR -10% n.a.
EUR/CZK EUR +10% n.a.
EUR -10% n.a.
EUR/INR EUR +10% n.a.
EUR -10% n.a.
EUR/NOK EUR +10% n.a.
EUR -10% n.a.
Landeswährung: CNY
CNY/EUR CNY +10% n.a.
CNY -10% n.a.
CNY/JPY CNY +10% n.a.
CNY -10% n.a.
Landeswährung: CHF
CHF/NOK CHF +10% n.a.
CHF -10% n.a.
CHF/SEK CHF +10% n.a.
CHF -10% n.a.
CHF/USD CHF +10% n.a.
CHF -10% n.a.
CHF/EUR CHF +10% n.a.
CHF -10% n.a.
Landeswährung: USD
USD/NOK USD +10% n.a.
USD -10% n.a.
USD/SEK USD +10% n.a.
USD -10% n.a.
USD/EUR USD +10% n.a.
USD -10% n.a.

Eine zukunftsbezogene Aussage kann aus dieser Darstellung der Währungseffekte nicht abgeleitet werden.

c) Zinsrisiken

Die Risiken aus Zinssatzänderungen resultieren bei KUKA im Wesentlichen aus kurzfristigen Geldanlagen/-aufnahmen sowie den kurzfristigen Wertpapieren in EUR (siehe Ziffer 25). Diese sind zum Bilanzstichtag nicht gesichert. Zinsänderungsrisiken werden im Sinne von IFRS 7 mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Sensitivitätsanalysen bilden die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, -erträge, -aufwendungen sowie andere Ergebnisteile und auf das Eigenkapital ab. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
― Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung (z.B. die begebene Wandelanleihe und das Schuldscheindarlehen) keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
― Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind.

Eine Erhöhung des Marktzinssveaus um 100 Basispunkte zum 31. Dezember 2015 hätte eine positive Auswirkung auf das Ergebnis in Höhe von 4,9 Mio. € (2014: 1,7 Mio. € positiv). Eine Verringerung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte hätte eine negative Auswirkung auf das Ergebnis in Höhe von 0,1 Mio. € (2014: 0,1 Mio. € negativ). Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich ausschließlich aus den variabel verzinslichen Geldanlagen und Geldaufnahmen in Höhe von 495,7 Mio. € Geldanlagen und 1,0 Mio. € Geldaufnahmen (2014: 191,2 Mio. € Geldanlagen und 20,3 Mio. € Geldaufnahmen) zum Bilanzstichtag.

d) Ausfallrisiken

Der KUKA Konzern ist aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen und dem KUKA Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Im Finanzierungsbereich werden wesentliche Geschäfte nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens Investment Grade abgeschlossen. Im operativen Geschäft werden die Außenstände auf Gesellschaftsebene lokal gesteuert und fortlaufend überwacht. Die Geschäftsbeziehungen mit Großkunden bestehen regelmäßig bei mehreren Gesellschaften des KUKA Konzerns. Damit verbundene Ausfallrisiken unterliegen einer gesonderten quartalsweisen Bonitätsüberwachung im Rahmen des Risikomanagementsystems auf Ebene des Konzern-Vorstands, um eine Kumulation von Einzelrisiken frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus sind zur Prüfung der Bonität potenzieller Geschäftspartner auch auf Segment-Ebene bereits im Prozess der Vertragsanbahnung (Abgabe von Angeboten sowie Annahme von Bestellungen) umfangreiche Prüfroutinen implementiert. Soweit nötig wird Ausfallrisiken mittels Einzelwertberichtigungen entsprechend Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Es liegen zum Abschlussstichtag keine das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.

e) Liquiditätsrisiken

Zu den zentralen Aufgaben der KUKA AG zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit und der fristgerechten Zahlungsfähigkeit von KUKA. In diesem Zusammenhang optimiert der KUKA Konzern auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu wird das in 2007 implementierte, einheitliche und konzernweit eingesetzte Treasury-Reporting-System stetig weiterentwickelt. Neue Unternehmen werden Zug um Zug eingebunden. Daneben wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung der Zahlungsströme reduziert. Hierzu wurde in 2014 ein neues konzernweites Treasury-Management-System erfolgreich eingeführt. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des KUKA Konzerns sicherzustellen, wird in einem ersten Schritt durch die KUKA Aktiengesellschaft eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Hierzu hat KUKA u.a. eine Wandelschuldverschreibung begeben, einen Schuldschein platziert, einen Konsortialkreditvertrag mit einem Bankenkonsortium abgeschlossen sowie Avallinien mit Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften vereinbart. Der Finanzierungs- und Avalbedarf der operativen Gesellschaften wird weitgehend konzernintern durch die Weitergabe von Barmitteln (Intercompany Darlehen) und die Zurverfügungstellung von Bank- und Konzern-Avalen gewährleistet.Somit wird das konzernweite Liquiditätsmanagement konsequent auf Einzelgesellschaftsebene fortgeführt und die Konzernfinanzierung insgesamt dadurch weiter optimiert. Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden Finanzinstrumente:

31.12.2015 in Mio. € Cashflows 2016 Cashflows 2017 Cashflows 2018 - 2020 Cashflows 2021 ff.
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 4,3 7,0 195,1 119,7
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1,0 - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 402,0 - - -
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 0,0 - - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten - 0,1 0,1 -
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) - (0,1) (0,1) -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 133,0 - - -
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) (0,1) - - -
31.12.2014 in Mio. € Cashflows 2015 Cashflows 2016 Cashflows 2017 - 2019 Cashflows 2020 ff.
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 3,0 3,7 154,6 -
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 21,6 - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 276,6 - - -
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 0,1 - - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten - 0,1 - -
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) - (0,1) - -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 159,6 - - -
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) (0,1) - - -

Einbezogen sind alle Finanzinstrumente, die an den Bilanzstichtagen im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge sind jeweils zum Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2015 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind stets dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

f) Sicherungsgeschäfte
Sicherungsgeschäfte werden im KUKA Konzern ausschließlich in Form von Devisentermingeschäften zur Absicherung von bestehenden Bilanzpositionen und zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen abgeschlossen. Diese betreffen ausschließlich die Sicherung von Währungsrisiken.

Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten
Nachstehend sind die Buchwerte der Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:

31.12.2014 31.12.2015
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 0,5 2,1
Held-to-Maturity (HtM) 22,3 9,2
Loans and Receivables (LaR) 820,5 1.179,6
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 0,8 4,6
Summe aktive Finanzinstrumente 844,1 1.195,5
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) 586,4 827,6
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 7,3 3,8
Summe passive Finanzinstrumente 593,7 831,3

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien für 2015

Die Zusammensetzung der Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Bewe­rtungs­ka­teg­ori­e nach IAS 39 Buch­wert 31.12.2015 davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden Buch­wert der Fi­nan­zin­stru­men­te 31.12.2015 Beizu­le­gen­der Zeit­wert der Fi­nan­zin­stru­men­te 31.12.2015
Aktiva
Finanzinvestitionen 3,9 - - 3,9 3,9
(davon Ausleihungen) LaR (1,8) (0,0) - (1,8) (1,8)
(davon Beteiligungen) AfS (2,1) - - (2,1) (2,1)
(davon Beteiligungen at cost) LaR (0,0) - - (0,0) (0,0)
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen n. a. 6,6 6,6 - - -
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing n. a. 65,2 - 65,2 - -
Übrige langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 14,8 9,8 0,0 5,0 5,0
(davon aus der Kategorie LaR) LaR (5,0) - - (5,0) (5,0)
(davon Übrige) n. a. (9,8) (9,8) - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 310,6 - - 310,6 310,6
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 347,7 - - 347,7 347,7
Kurzfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing n. a. 8,5 - 8,5 - -
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 87,1 55,0 - 32,1 32,1
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FAHfT (4,6) - - (4,6) (4,6)
(davon Übrige der Kategorie LaR) LaR (18,3) - - (18,3) (18,3)
(davon Übrige der Kategorie HtM) HtM (9,2) - - (9,2) (9,2)
(davon Übrige) n. a. (55,0) (55,0) - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 496,2 - - 496,2 496,2
Summe aktive Finanzinstrumente 1.195,5 1.195,5 1.195,5 1.195,5
Passiva
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 294,2 - - 294,2 351,4
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 24,0 23,8 0,2 - -
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) n. a. (0,2) - (0,2) - -
(davon Übrige) n. a. (23,8) (23,8) - - -
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 2,1 - - 2,1 2,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 402,0 - - 402,0 402,0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen n. a. 217,0 217,0 - - -
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen FLAC 0,0 - - 0,0 0,0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 290,6 157,5 0,1 133,0 133,0
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) n. a. (0,1) - (0,1) - -
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FLHfT (3,8) - - (3,8) (3,8)
(davon Übrige der Kategorie FLAC) FLAC (129,2) - - (129,2) (129,2)
(davon Übrige) n. a. (157,5) (157,5) - - -
Summe passive Finanzinstrumente 831,3 888,5

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien für 2014

Bewe­rtungs­ka­teg­ori­e nach IAS 39 Buch­wert 31.12.2014 davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden Buch­wert der Fi­nan­zin­stru­men­te 31.12.2014 Beizu­le­gen­der Zeit­wert der Fi­nan­zin­stru­men­te 31.12.2014
Aktiva
Finanzinvestitionen 0,6 - - 0,6 0,6
(davon Ausleihungen) LaR (0,1) 0 - (0,1) (0,1)
(davon Beteiligungen) AfS (0,3) - - (0,3) (0,3)
(davon Beteiligungen at cost) LaR (0,2) - - (0,2) (0,2)
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen n. a. 5,6 5,6 - - -
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing n. a. 66,1 - 66,1 - -
Übrige langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 9,9 7,3 0 2,6 2,6
(davon aus der Kategorie LaR) LaR (2,6) - - (2,6) (2,6)
(davon Übrige) n.a. (7,3) (7,3) - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 273,8 - - 273,8 273,8
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 339,1 - - 339,1 339,1
Kurzfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing n. a. 6,9 - 6,9 - -
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 71,0 35,1 - 35,9 35,9
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FAHfT (0,8) - - (0,8) (0,8)
(davon Übrige der Kategorie LaR) LaR (12,8) - - (12,8) (12,8)
(davon Übrige der Kategorie HtM) HtM (22,3) - - (22,3) (22,3)
(davon Übrige) n. a. (35,1) (35,1) - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 192,1 - - 192,1 192,1
Summe aktive Finanzinstrumente 844,1 844,1 844,1 844,1
Passiva
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 137,0 - - 137,0 246,5
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 18,2 18,1 0,1 - -
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) n. a. (0,1) - (0,1) - -
(davon Übrige) n. a. (18,1) (18,1) - - -
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 22,5 - - 22,5 22,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 274,6 - - 274,6 274,6
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen n. a. 247,6 247,6 - - -
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen FLAC 0,1 - - 0,1 0,1
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 290,8 131,2 0,1 159,5 159,5
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) n. a. (0,1) - (0,1) - -
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FLHfT (7,3) - - (7,3) (7,3)
(davon Übrige der Kategorie FLAC) FLAC (152,2) - - (152,2) (152,2)
(davon Übrige) n. a. (131,2) (131,2) - - -
Summe passive Finanzinstrumente 593,7 703,2

Die Vermögenswerte mit Ausnahme von Finanzinvestitionen sowie Leasingforderungen weisen überwiegend kurze Restlaufzeiten auf. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Langfristige verzinsliche Forderungen inklusive der Forderungen aus Finanzierungs-Leasing werden auf Basis verschiedener Parameter wie Zinssätze und individueller Bonität des Kunden bewertet und gegebenenfalls wertberichtigt. Demnach entsprechen auch diese Buchwerte annähernd den Marktwerten. Die Schulden mit Ausnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Der Marktwert der Wandelschuldverschreibung basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Bei den zum Bilanzstichtag angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Wechselkursrisiken. Der Bilanzansatz erfolgt zum Marktwert, der anhand standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter anderem in Abhängigkeit von den Devisenterminkursen ermittelt wird.

Die Nettoergebnisse gegliedert nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien des IAS 39 für das Geschäftsjahr 2015

Nettogewinne/-verluste Gesamtzinserträge und -aufwendungen Provisionserträge und -aufwendungen
Loans and Receivables (LaR) -4,1 2,3 0,0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 12,4 - -
Held-to-Maturity (HtM) - 0,1 -
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) -6,3 - -
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 9,7 -9,0 -0,7
Summe 11,7 -6,6 -0,7

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien des IAS 39 für das Geschäftsjahr 2014

Nettogewinne/-verluste Gesamtzinserträge und -aufwendungen Provisionserträge und -aufwendungen
Loans and Receivables (LaR) -4,1 2,3 0,0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 12,4 - -
Held-to-Maturity (HtM) - 0,1 -
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) -6,3 - -
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 9,7 -9,0 -0,7
Summe 11,7 -6,6 -0,7
Gesamtzinserträge und -aufwendungen
Provisionserträge und -aufwendungen
Loans and Receivables (LaR) Available-for-Sale Financial Assets (AfS) Held-to-Maturity (HtM) Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) Summe
3,1 1,7 0,0 -0,2 - - 0,8 -13,8 - 7,9 -33,8 -0,7 -3,0

Wie im Vorjahr beinhalten die Nettoverluste aus der Bewertungskategorie Loans and Receivables auch Währungskurseffekte sowie Ergebnisse aus Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte. Die Nettogewinne aus Financial Liabilities Measured at Amortised Cost beinhalten neben Fremdwährungseffekten auch Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten. Die Zinserträge für die Finanzinstrumente der Kategorie Loans and Receivables stammen aus der Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost betrifft im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus dem Schuldscheindarlehen, den laufenden Zinsaufwand aus der Wandelschuldverschreibung sowie aus den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Daneben sind in den Zinserträgen und Aufwendungen Fremdwährungsgewinne und -verluste aus Finanzforderungen und -verbindlichkeiten berücksichtigt. Als Provisionsaufwendungen sind Transaktionskosten für Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Gebühren für die Bereitstellung von Avalen ausgewiesen.

30. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Haftungsverhältnisse

scroll in Mio. €
| | 2014 | 2015 |
| :---- | :--- | :--- |
| Verpflichtungen aus Bürgschaften | 4,6 | 4,5 |
| Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen | 0,6 | 0,2 |
| Summe | 5,2 | 4,7 |

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

scroll in Mio. €
| | 2014 | 2015 |
| :---- | :--- | :--- |
| Bestellobligo | 11,4 | 4,3 |
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 98,6 | 124,6 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 8,6 | 7,4 |
| Summe | 118,6 | 136,3 |

Die Verminderung der Bestellobligoposition betrifft im Wesentlichen das Entwicklungs- und Technologiezentrum (ETZ). Die Fertigstellung im Geschäftsjahr führt hier zu einer entsprechenden Verminderung der Bestellobligo. Der Anstieg der Miet- und Leasingverpflichtungen resultiert überwiegend aus neu eingegangenen Mietverhältnissen sowie Fremdwährungseffekten. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Rahmen des Operating Leasing beinhalten überwiegend Leasingvereinbarungen über Pkw, Büro- und Fabrikgebäude, technische Büroausstattung sowie Produktionseinrichtungen. Die Aufteilung der Leasingzahlungen und deren Fälligkeit stellt sich wie folgt dar:

scroll in Mio. €
| | 31.12.2014 | 31.12.2015 |
| :---- | :--------- | :--------- |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 23,8 | 28,8 |
| Fällig zwischen einem Jahr und fünf Jahren | 52,5 | 67,6 |
| Fällig nach fünf Jahren | 22,3 | 28,3 |
| Summe | 98,6 | 124,7 |

Insgesamt standen im Geschäftsjahr Mietaufwendungen in Höhe von 39,2 Mio. € (2014: 23,4 Mio. €) Mieterträge in Höhe von 0,2 Mio. € (2014: 0,6 Mio. €) gegenüber.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung weist entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode aus dem Konzern-Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft. Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Zahlungsmittel in Höhe von 3,2 Mio. € (2014: 2,4 Mio. €) unterliegen einer Verfügungsbeschränkung. Diese stehen noch im Zusammenhang mit in Vorjahren getätigten Unternehmenserwerben sowie mit einem staatlich geförderten Auftrag in Brasilien. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis nach Steuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und den Änderungen im Konsolidierungskreis bereinigt.

Erläuterungen zur Konzern-Segmentberichterstattung

Die einzelnen Jahresabschlussdaten sind nach Geschäftsfeldern und Regionen segmentiert. Die Aufgliederung orientiert sich an der internen Berichterstattung (Management Approach). Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten sowie die Chancen und Risiken der verschiedenartigen Geschäftsfelder des Konzerns transparent gemacht werden. Die Segmentberichterstattung trägt der Struktur des KUKA Konzerns Rechnung. Der KUKA Konzern war im Berichtsjahr sowie im Vorjahr in drei wesentlichen Geschäftsfeldern tätig.

KUKA Robotics

In diesem Segment werden den Kunden aus Automotive, General Industry und übergreifendem Customer Service Industrieroboter - vom Kleinroboter bis hin zum Schwerlastroboter - angeboten. Daneben sind in diesem Segment die Aktivitäten der Medizinrobotik gebündelt.

KUKA Systems

Das Segment bietet seinen Kunden in den Bereichen Automotive, Aerospace und General Industry innovative Lösungen und Dienstleistungen für die automatisierte Produktion. Dabei reicht das Spektrum der Anwendungen von Schweißen, Kleben, Dichten, Montieren, Testen bis hin zum Umformen nach individuell angepassten Kundenbedürfnissen und der Produktion von Gießteilen und Kunststoffteilen.

Swisslog

Das Segment realisiert führende Automatisierungslösungen für zukunftsorientierte Krankenhäuser, Lager- und Verteilzentren mit einem Fokus auf den Segmenten Handel inklusive E-Commerce, Pharma und Nahrungsmittel im Kühl- und Tiefkühlbereich.

KUKA AG und sonstige Gesellschaften

Die KUKA Aktiengesellschaft und weitere Beteiligungen, die das operative Geschäft des KUKA Konzerns ergänzen, sind als eigener Bereich zusammengefasst. Bereichsübergreifende Konsolidierungsposten werden in einer eigenen Spalte dargestellt. Die Zuordnung der Konzerngesellschaften zu den einzelnen Geschäftsfeldern ist aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf Regionen erfolgt nach dem Sitz des Kunden/Lieferort. Das langfristige Vermögen (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) wird nach dem Standort der Gesellschaften ermittelt.

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| Umsätze nach Sitz des Kunden | Langfristiges Vermögen nach Sitz der Gesellschaft |
| :--------------------------- | :------------------------------------------------- |
| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 |
| Deutschland | 647,2 | 618,2 | 195,7 | 210,8 |
| Restliches Europa | 459,6 | 738,4 | 366,0 | 336,3 |
| Nordamerika | 596,1 | 1.035,7 | 77,9 | 108,3 |
| Sonstige Regionen | 392,8 | 573,6 | 24,6 | 26,6 |
| Gesamt | 2.095,7 | 2.965,9 | 664,2 | 682,0 |

Da die Swisslog Gruppe erst per 31. Dezember 2014 in den KUKA Konzern einbezogen wurde, sind in den Umsatzzahlen für 2014 keine Werte für die Swisslog Gruppe enthalten. In 2015 erzielte der KUKA Konzern mit keinem Kunden (2014: zwei) Kunden mehr als 10% der Gesamtumsätze.

Für die Berechnung der Segmentinformationen gelten folgende Grundsätze:
* Die Konzernaußenumsatzerlöse zeigen die Anteile der Geschäftsbereiche am konsolidierten Umsatz des Konzerns, wie in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung dargestellt.
* Die Konzerninnenumsatzerlöse sind die Umsätze, die zwischen den Segmenten getätigt werden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze werden marktorientiert festgelegt.
* Die Umsatzerlöse der Segmente beinhalten die Umsätze mit Konzernfremden sowie mit anderen Segmenten des Konzerns.
* Das EBIT stellt das Betriebsergebnis, also das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ohne das Finanzergebnis und den Steueraufwand, dar.
* Durch die Eliminierung der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Werte wird vom EBIT auf das EBITDA übergeleitet.
* Der ROCE (Return on Capital Employed) ist das EBIT im Verhältnis zum durchschnittlich betrieblich eingesetzten Nettovermögen (Capital Employed), das im Wesentlichen unverzinslich ist. Für die Berechnung des ROCE wird das Capital Employed als Durchschnittswert zugrunde gelegt.

Die Überleitung vom Capital Employed zum Segmentvermögen und zu den Segmentschulden zeigt nachfolgende Tabelle:

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| in Mio. € | 2014 | 2015 |
| :----------------------------------------------------------- | :------ | :------ |
| Capital Employed | | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 430,4 | 423,0 |
| + Sachanlagen | 233,8 | 259,0 |
| + Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing | 66,1 | 65,2 |
| + Assets Held-for-Sale | 16,5 | - |
| + Aktivisches Working Capital | 982,9 | 1.077,0 |
| Vorräte | 272,4 | 297,8 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 339,1 | 347,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 273,8 | 310,6 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 97,6 | 120,9 |
| = Aktivposten des Capital Employed | 1.729,7 | 1.824,2 |
| ./. Sonstige Rückstellungen | 150,1 | 143,0 |
| ./. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 247,6 | 217,0 |
| ./. Erhaltene Anzahlungen | 78,3 | 72,5 |
| ./. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 274,6 | 402,0 |
| ./. Sonstige Verbindlichkeiten mit Ausnahme anleiheähnlicher Verbindlichkeiten (inkl. PRAP) | 301,7 | 306,1 |
| = Passivisches Working Capital | 1.052,3 | 1.140,6 |
| ./. Liabilities Held-for-Sale | 7,3 | - |
| = Passivposten des Capital Employed | 1.059,6 | 1.140,6 |
| = Capital Employed | 670,1 | 683,6 |
| Capital Employed im Durchschnitt | 492,0 | 676,8 |
| Segmentvermögen | | |
| Aktivposten des Capital Employed | 1.729,7 | 1.824,2 |
| + Sonstige Beteiligungen | 0,5 | 3,9 |
| + At Equity bilanzierte Beteiligungen | 5,6 | 6,6 |
| = Segmentvermögen | 1.735,8 | 1.834,7 |
| Segmentschulden | | |
| Passivposten des Capital Employed | 1.059,6 | 1.140,6 |
| + Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 121,7 | 114,0 |
| = Segmentschulden | 1.181,3 | 1.254,6 |
| Working Capital | | |
| Aktivisches Working Capital | 982,9 | 1.077,0 |
| Passivisches Working Capital | 1.052,3 | 1.140,6 |
| = Working Capital | -69,4 | -63,6 |

Weitere Elemente der Segmentberichterstattung sind im Lagebericht in der Berichterstattung über die operativen Geschäftsbereiche Robotics, Systems und Swisslog sowie tabellarisch zu Beginn des Konzern-Anhangs dargestellt.# Sonstige Erläuterungen

Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Gemäß IAS 24 sind Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzern-Abschluss einbezogen wurden, anzugeben. Als nahe stehende Personen im KUKA Konzern kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die nicht konsolidierten Unternehmen, an denen die KUKA Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar einen bedeutenden Stimmrechtsanteil hält, bzw. Unternehmen, die mittelbar oder unmittelbar einen bedeutenden Stimmrechtsanteil an der KUKA Aktiengesellschaft halten, in Betracht.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 hat sich der Kreis der nahe stehenden Unternehmen und Personen um das assoziierte Unternehmen Barrett Technology LLC, Newton, Massachusetts/USA erweitert. Unverändert gegenüber dem Vorjahr zählen die KBee AG, München, die Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd./China als assoziierte Unternehmen, die Freadix FryTec GmbH, Augsburg, die IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe, die KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg als nicht konsolidierte Tochterunternehmen sowie die Unternehmen der Voith Gruppe und der Loh Gruppe zu den nahe stehenden Unternehmen. Die vertraglich vereinbarten, künftigen Kapitaleinzahlungen in die KBee AG erfolgen bis Ende 2016 in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Meilensteine und betragen 3,0 Mio. €. Die Voith Gruppe ist unter Berücksichtigung von optionstragenden Finanzinstrumenten an der KUKA Aktiengesellschaft in Höhe von 25,10% beteiligt.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen:

Anteile in % Forderungen des Konzerns gegenüber nahe stehenden Unternehmen in Mio. € Verbindlichkeiten des Konzerns gegenüber nahe stehenden Unternehmen in Mio. €
31.12.2014 31.12.2015
Voith Gruppe 25,1 -
KBee AG, München 40,0 0,0
Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co. Ltd./China 49,0 -
Sonstige unter 1 Mio. € -
Summe 0,0

Im Berichtsjahr wurden an nahe stehende Unternehmen folgende Leistungen erbracht, bzw. wurden von diesen bezogen:

Anteile in % Erbrachte Lieferungen und Leistungen des Konzerns an nahe stehende Unternehmen in Mio. € Empfangene Lieferungen und Leistungen des Konzerns von nahe stehenden Unternehmen in Mio. €
2014 2015
Voith Gruppe 25,1 -
KBee AG, München 40,0 0,0
Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co. Ltd./China 49,0 -
Sonstige unter 1 Mio. € 0,0
Summe 0,0

Die Geschäftsbeziehung mit allen nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgt marktorientiert unter Beachtung des "Dealing at Arm's Length"-Prinzips. Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Dem Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft sind insgesamt 7,9 Mio. € (2014: 3,7 Mio. €) zugeflossen. Der Gesamtvorstand erhielt im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen und sonstigen Vergütungen in Höhe von 1,2 Mio. € (2014: 1,0 Mio. €). Die erfolgs- und leistungsabhängige Vergütung betrug 6,7 Mio. € (2014: 2,7 Mio. €). Für Vergütungen nach dem Phantom Share-Programm wurden 4,6 Mio. € (2014: 1,0 Mio. €) ausbezahlt.

Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2015 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 10,0 Mio. € (HGB) (2014: 9,8 Mio. €). Der in diesem Zusammenhang erfasste Aufwand betrug 0,8 Mio. €. Entschädigungsvereinbarungen der KUKA Aktiengesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Organtätigkeit im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 0,8 Mio. € (2014: 0,9 Mio. €). Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im geprüften Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance-Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Konzern-Lageberichts.

Honorare des Abschlussprüfers

Das in 2015 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers, der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, beträgt insgesamt 1,6 Mio. € für im Inland erbrachte Leistungen. Für Abschlussprüfungsleistungen wurden 0,8 Mio. € erfasst. Für Steuerberatungsleistungen des Abschlussprüfers wurden 0,8 Mio. € als Aufwand erfasst. Für die Abschlussprüfungsleistungen der ausländischen Tochtergesellschaften wurden 1,1 Mio. € aufwandswirksam berücksichtigt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Berichtszeitraums

Kündigung der Wandelschuldverschreibung

Mit Bekanntmachung vom 18. Februar 2016 hat die KUKA Aktiengesellschaft die Wandelschuldverschreibungen 2013 unwiderruflich zum 24. März 2016 gekündigt. Sofern die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen bis zu diesem Termin ihre Anteile nicht in Aktien der KUKA Aktiengesellschaft gewandelt haben, werden die zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Anteile zu einem Kurs von 100% an die Anteilseigner zurückbezahlt. Da die Rückzahlung zu 100% für die Investoren wirtschaftlich unattraktiv ist, ist davon auszugehen, dass der weitaus überwiegende Teil der noch bestehenden Anteile vor dem Rückzahlungstermin in Aktien gewandelt wird. Bereits im Vorfeld dieser Ankündigung haben im Geschäftsjahr 2016 weitere Wandlungen stattgefunden. Daneben haben sich nach dem Bilanzstichtag bis zum Datum dieses Berichts keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.

Augsburg, 29. Februar 2016

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand
Dr. Till Reuter
Peter Mohnen

Organe

Aufsichtsrat

Bernd Minning
Kaisheim
* Vorsitzender des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft
* Geschäftsführer WM Technologies GmbH, Kaisheim
* Board of Directors WM Technologies (Shanghai) Ltd., Shanghai/China**

Michael Leppek
Stadtbergen
* Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
* Erster Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg
* MAN Diesel & Turbo SE

* SGL Carbon SE
* AIRBUS Helicopters Deutschland GmbH

* Fujitsu Technology Solutions GmbH Deutschland, München*

Prof. Dr. Dirk Abel
Aachen
* Direktor des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen
* ATC GmbH (Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University), Aachen**

Dr. Walter Bickel (bis 26. März 2015)
Grünwald
* Inhaber des Einzelunternehmens WB Consult
* Geschäftsführender Gesellschafter der Bickel Jung Verwaltungs GmbH
* Kommanditist der Bickel Jung & Company GmbH & Co. KG
* Member Board of Directors, Maillefer Group**

Wilfried Eberhardt*
Aichach
* Executive Vice President Marketing & Associations KUKA Roboter GmbH, Augsburg
* Prokurist KUKA Roboter GmbH, Augsburg

Siegfried Greulich*
Augsburg
* Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg

Thomas Knabel*
Zwickau
* Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Zwickau

Armin Kolb*
Augsburg
* Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg

Carola Leitmeir*
Großaitingen
* Mitglied des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg

Dr. Hubert Lienhard (ab 10. Juni 2015)
Heidenheim
* Vorsitzender der Geschäftsführung der Voith GmbH
* EnBW
* Heraeus Holding GmbH

* SGL Carbon SE
* SMS Holding GmbH

* Voith Turbo Beteiligungen GmbH (Vorsitzender)
* Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG (Vorsitzender)

* Voith Industrial Services Holding GmbH & Co. KG (Vorsitzender)

* Voith Paper Holding GmbH & Co. KG (Vorsitzender)

* Voith Turbo GmbH & Co. KG (Vorsitzender)
*

Friedhelm Loh (ab 10. Juni 2015)
Dietzhölztal
* Eigentümer und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group, Haiger
* Senator Fraunhofer Gesellschaft
* Deutsche Messe AG*

Prof. Dr. Uwe Loos
Stuttgart
* Dorma Holding GmbH + Co. KGaA, Ennepetal
* Bharat Forge Aluminiumtechnik, Brand-Erbisdorf

* Bharat Forge GmbH, Daun

* CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal

* Richard Fritz Holding GmbH, Besigheim
*

Dr. Michael Proeller (bis 10. Juni 2015)
Augsburg
* Geschäftsführender Gesellschafter Erhardt + Leimer GmbH, Augsburg
* Geschäftsführer Erhardt + Leimer Elektroanlagen GmbH, Augsburg
* Geschäftsführer Erhardt + Leimer Steuerungstechnik GmbH, Augsburg
* Geschäftsführer Erhardt + Leimer Corrugated GmbH, Bielefeld
* Erhardt + Leimer Inc, Duncan (South Carolina)/USA
* Erhardt + Leimer, India Pvt. Ltd., Ahmedabad/Indien

* Erhardt + Leimer S.r.l., Bergamo/Italien
* Erhardt + Leimer do Brasil Ltda., Guarulhos Sao Paulo/Brasilien

* Erhardt + Leimer Limited, Burlington (Ontario)/Kanada
* Erhardt + Leimer Japan Ltd., Yokohama/Japan

* Erhardt + Leimer France SARL, Mulhouse/Frankreich
* Erhardt + Leimer (Hangzhou) Co., Ltd., Hangzhou/China

* Erhardt + Leimer Korea, Ltd., Seoul/Südkorea**

Guy Wyser-Pratte (bis 10. Juni 2015)
Bedford, New York/USA
* President of Wyser-Pratte & Co., Inc. (FINRA Broker-Dealer), New York, NY/USA
* President of Wyser-Pratte Management Co., Inc. (RIA), New York, NY/USA

Hans Ziegler (ab 10.## Anteilsbesitzliste der KUKA Aktiengesellschaft

Stand 31. Dezember 2015

Name und Sitz der Gesellschaften Währung Anteil am Kapital in % Art der Einbeziehung
Deutschland
1 Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg EUR 100,00 k
2 Faude Automatisierungstechnik GmbH, Gärtringen EUR 51,00 k
3 KUKA Industries GmbH, Augsburg* EUR 100,00 k
4 KUKA Roboter GmbH, Augsburg* EUR 100,00 k
5 KUKA Systems GmbH, Augsburg* EUR 100,00 k
6 Reis Asia Pacific GmbH, Obernburg EUR 100,00 k
7 Reis GmbH & Co. KG Maschinenfabrik, Obernburg* EUR 100,00 k
8 Reis GmbH, Obernburg EUR 100,00 k
9 Reis Group Holding GmbH & Co. KG, Obernburg* EUR 51,00 k
10 Reis Holding GmbH, Obernburg EUR 100,00 k
11 Swisslog (Deutschland) GmbH, Puchheim EUR 100,00 k
12 Swisslog Augsburg GmbH, Augsburg EUR 100,00 k
13 Swisslog Automation GmbH, Puchheim EUR 100,00 k
14 Swisslog GmbH, Dortmund EUR 100,00 k
15 Swisslog Healthcare GmbH, Westerstede EUR 100,00 k
16 Verwaltungsgesellschaft Walter Reis GmbH, Obernburg EUR 100,00 k
17 Walter Reis GmbH & Co KG, Obernburg* EUR 100,00 k
18 WR Vermögensverwaltungs GmbH, Obernburg EUR 100,00 k
19 KBee AG, München EUR 40,00 at
20 RoboCeption GmbH, München EUR 25,10 b
21 Freadix FryTec GmbH, Augsburg EUR 100,00 nk
22 IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe EUR 100,00 nk
23 KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg EUR 100,00 nk
24 Schmidt Maschinentechnik GmbH i.L., Niederstotzingen EUR 100,00 nk
Sonstiges Europa
25 IRT S.A., Neuchâtel/Schweiz CHF 50,00 k
26 KUKA S-BASE s.r.o. (ln Liquidation), Roznov p.R./Tschechien CZK 100,00 k
27 KUKA Automatisering + Robots N.V., Houthalen/Belgien EUR 100,00 k
28 KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette/Frankreich EUR 100,00 k
29 KUKA Automotive N.V., Houthalen/Belgien EUR 100,00 k
30 KUKA Enco Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica nad Váhom/Slowakei EUR 100,00 k
31 KUKA Nordic AB, Västra Frölunda/Schweden SEK 100,00 k
32 KUKA Roboter CEE GmbH, Linz/Österreich EUR 100,00 k
33 KUKA Roboter Italia S.p.A., Rivoli/Italien EUR 100,00 k
34 KUKA Roboter Schweiz AG, Dietikon/Schweiz CHF 100,00 k
35 KUKA Robotics Hungária Iparl Kft., Taksony/Ungarn EUR 100,00 k
36 KUKA Robotics OOO, Moskau/Russland RUB 100,00 k
37 KUKA Robotics UK LTD, Wednesbury/Großbritannien GBP 100,00 k
38 KUKA Robots IBÉRICA S.A., Vilanova i la Geltrú/Spanien EUR 100,00 k
39 KUKA Sistemy OOO, Togllattl/Russland RUB 100,00 k
40 KUKA Systems Aerospace SAS, Bordeaux-Merignac/Frankreich EUR 100,00 k
41 KUKA Systems France S.A., Montigny/Frankreich EUR 100,00 k
42 KUKA Systems SRL, Sibiu/Rumänien RON 100,00 k
43 KUKA Systems UK Ltd., Halesowen/Großbritannien GBP 100,00 k
44 Reis España S.L., Esplugues de Llobregat (Barcelona)/Spanien EUR 100,00 k
45 Reis France SCI, Pontault-Combeau/Frankreich EUR 100,00 k
46 Reis Robotics CR. - strojirenstvi spol. s.r.o, Chomutov/Tschechlen CZK 100,00 k
47 Reis Robotics Italia srl, Bellusco/Italien EUR 100,00 k
48 Swisslog (UK) Ltd., Redditch/Großbritannien GBP 100,00 k
49 Swisslog AB, Partille/Schweden SEK 100,00 k
50 Swisslog Accalon AB, Boxholm/Schweden SEK 100,00 k
51 Swisslog AG, Buchs/Schweiz CHF 100,00 k
52 Swisslog AS, Oslo/Norwegen NOK 100,00 k
53 Swisslog B.V., Culemborg/Nlederlande EUR 100,00 k
54 Swisslog Ergotrans B.V., Apeldoorn/Niederlande EUR 100,00 k
55 Swisslog Evomatic GmbH, Sipbachzell/Österreich EUR 100,00 k
56 Swisslog France SAS, Saint-Denis/Frankreich EUR 100,00 k
57 Swisslog Holding AG, Buchs/Schweiz CHF 100,00 k
58 Swisslog IP AG, Buchs/Schweiz CHF 100,00 k
59 Swisslog Italia SpA, Mailand/Italien EUR 100,00 k
60 Swisslog Luxembourg S.A., Ell/Luxemburg EUR 100,00 k
61 Swisslog N.V., Wilrijk/Belgien EUR 100,00 k
62 IRT Italia SRL, Cinisello Balsamo/Itallen EUR 50,00 b
63 Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande EUR 100,00 nk
Nordamerika
64 Forte Industrial Equipment Systems Inc., Mason/USA USD 100,00 k
65 KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw, Michigan/USA USD 100,00 k
66 KUKA de Mexico S.de R.L.de C.V., Mexico City/Mexiko MXN 100,00 k
67 KUKA Recursos S. de R.L. de C.V., Mexico City/Mexiko MXN 100,00 k
68 KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB/Kanada CAD 100,00 k
69 KUKA Robotics Corp., Sterling Heights, Michigan/USA USD 100,00 k
70 KUKA Systems de Mexico S. de R.L. de C.V., Mexico City/Mexiko MXN 100,00 k
71 KUKA Systems North America LLC., Sterling Heights, Michigan/USA USD 100,00 k
72 KUKA Toledo Production Operations LLC., Toledo, Ohio/USA** USD 100,00 k
73 KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan/USA USD 100,00 k
74 Reis Robotics USA Inc., Elgin, Illinois/USA USD 100,00 k
75 Swisslog Logistics Inc., Newport News/USA USD 100,00 k
76 Swisslog USA Inc., City of Dover/USA USD 100,00 k
77 Translogic Corp., Denver/USA USD 100,00 k
78 Translogic Ltd. (Canada), Mississauga/Kanada CAD 100,00 k
79 Barrett Technology LLC., Newton, Massachusetts/USA USD 30,00 at
Süd- und Mittelamerika
80 KUKA Roboter do Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien BRL 100,00 k
81 KUKA Systems do Brasil Ltda., Sao Bernardo do Campo SP/Brasilien BRL 100,00 k
82 Reis Robotics do Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien BRL 100,00 k
83 Reis Servicos de Automacao Ltda., Sao Paulo/Brasilien BRL 100,00 k
Asien/Australien
84 KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China CNY 100,00 k
85 KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur/Malaysia MYR 100,00 k
86 KUKA Robot Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Ll City/Taiwan TWD 99,90 k
87 KUKA Robotics Thailand Ltd., Bangkok/Thailand THB 100,00 k
88 KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai/China CNY 100,00 k
89 KUKA Robotics (India) Pvt. Ltd., Haryana/Indien INR 100,00 k
90 KUKA Robotics Australia Pty. Ltd., Victoria/Australien AUD 100,00 k
91 KUKA Robotics Japan K.K., Tokyo/Japan JPY 100,00 k
92 KUKA Robotics Korea Co., Ltd., Kyunggl-Do/Südkorea KRW 100,00 k
93 KUKA Robotics Manufacturing China Co. LTD., Shanghai City/China CNY 100,00 k
94 KUKA Systems (China) Co. Ltd., Shanghai/China CNY 100,00 k
95 KUKA Systems (India) Pvt.Ltd., Pune/Indien INR 100,00 k
96 Reis Robotics China Co. Ltd. (Kunshan), Kunshan/China CNY 100,00 k
97 Reis Robotics China Co. Ltd. (Shanghai), Shanghai/China CNY 100,00 k
98 Reis Robotics Singapore PTE Ltd., Singapur/Singapur SGD 100,00 k
99 Swisslog (Kunshan) Co. Ltd., Kunshan/China CNY 100,00 k
100 Swisslog Asia Ltd., Hongkong/China HKD 100,00 k
101 Swisslog Australia Pty Ltd., Sydney/Australien AUD 100,00 k
102 Swisslog Malaysia Sdn Bhd, Selangor Darul Ehsan/Malaysia MYR 100,00 k
103 Swisslog Middle East LLC., Dubai/Vereinigte Arabische Emirate AED 49,00 k
104 Swisslog Pte Ltd Singapur, Singapur/Singapur SGD 100,00 k
105 Swisslog Shanghai Co. Ltd., Shanghai/China CNY 100,00 k
106 Swisslog Singapore Pte Ltd., Singapur/Singapur SGD 100,00 k
107 Yawel Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co. Ltd., Yangzhou City/China CNY 49,00 at
  • Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht haben
    ** Principle place of business

Art der Einbeziehung - per 31. Dezember 2015

  • k vollkonsolidierte Gesellschaften
  • nk nicht konsolidierte Gesellschaften
  • at nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlage
  • b Beteiligung

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Augsburg, 29. Februar 2016

KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Till Reuter
Peter Mohnen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, aufgestellten Konzern-Abschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Entwicklung des Eigenkapitals und Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzern-Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.# Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aktionäre der KUKA Aktiengesellschaft

Bericht zur Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Wir haben den Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft – bestehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Veränderung des Eigenkapitals und der Anhangangaben – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der KUKA Aktiengesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung sowie für die Erfüllung der unternehmensrechtlichen Erklärungspflichten. Dazu gehört, dass die gesetzlichen Vertreter dafür sorgen, dass ein interner Kontrollmechanismus, den sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Die gesetzlichen Vertreter sind ferner verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns sowie die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung darstellt und den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Die gesetzlichen Vertreter sind außerdem verantwortlich für die Durchführung der internen Kontrollen, soweit sie diese als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage unserer Prüfung ein Urteil über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben und festzustellen, ob dieser nach den jeweils anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns sowie die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung darstellt.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, 29. Februar 2016

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Karl Braun
Rainer Rupprecht

Glossar

  • ABS Asset Backed Securities: Darunter werden verzinsliche Wertpapiere verstanden, deren Rückzahlungsanspruch durch Vermögenswerte (meist Forderungen) besichert wird. Im Rahmen eines ABS-Programms werden Forderungen der KUKA Roboter GmbH angekauft.
  • Bestellobligo Zahlungsverpflichtung aus Einkäufen
  • Bruttoergebnis Als Bruttoergebnis vom Umsatz wird der Saldo aus Umsatz und Umsatzkosten bezeichnet. Als Umsatzkosten gelten dabei alle direkt zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten. Weitere Kosten, wie für Forschung und Entwicklung, Marketing oder Verwaltung, gehen in den Wert nicht ein.
  • Bruttomarge Die Bruttomarge ermittelt sich durch Division von Bruttoergebnis und Umsätzen.
  • Capital Employed Das Capital Employed beinhaltet das Working Capital sowie die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen. Damit stellt das Capital Employed die Differenz aus betrieblichem Vermögen und nicht verzinslichem Fremdkapital dar.
  • Cash Earnings Die Cash Earnings sind ein Maßstab für den Cash-Zufluss bzw. -Abfluss aus dem operativen Ergebnis. Sie ergeben sich als Saldo aus dem Betriebsergebnis (EBIT), den Zinsen, Steuern, Abschreibungen sowie sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen.
  • Corporate Compliance Die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen und interner Richtlinien zur Vermeidung von Rechtsverstößen sowie zur vorbeugenden Risikominimierung in einem Unternehmen wird als Compliance-Management-System bezeichnet.
  • Corporate Governance Im internationalen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung für die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle
  • DAX Bluechip-Index der Deutschen Börse. Er enthält die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 30 größten deutschen Werte, die im Prime Standard zugelassen sind.
  • DCGK Deutscher Corporate Governance Kodex: Forderungskatalog der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gegenüber deutschen Unternehmen (seit 2002)
  • Derivate Finanzinstrumente, deren Wert sich im Wesentlichen vom Preis und den Preisschwankungen/-erwartungen eines zugrundeliegenden Basiswerts, z.B. Wechselkurse, ableitet
  • EBIT Earnings Before Interest and Taxes: Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern
  • EBIT-Marge Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen
  • Eigenkapitalquote Verhältnis von bilanziellem Eigenkapital zur Bilanzsumme
  • Entsprechenserklärung Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG - zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex
  • Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie wird aus dem Konzernergebnis nach Steuern und der Zahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.
  • Exposure Zur Risikoeinschätzung verwendete Kennzahl. In dieser Kennzahl sind alle Zahlungseingänge in einem 90-Tage-Zeitraum vor dem Stichtag der Anzahlungen, Leistungsfortschrittszahlungen oder Werklohn nach Abnahme der Leistung enthalten. Zusätzlich werden alle Zahlungen des Kunden, die vor 90 Tagen geleistet wurden und noch nicht mit Lieferungen/Leistungen hinterlegt sind, inklusive der Summe der unbezahlten Rechnungen nach Lieferung oder Leistung an den Kunden, der PoC-Forderungen und eines eventuellen Bestellobligos, in dieser Kennzahl zusammengefasst.
  • F & E-Aufwendungen Aufwendungen in den Forschungs- und Entwicklungsbereichen
  • Free Cashflow Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit. Der Free Cashflow verdeutlicht, wie viel finanzielle Mittel das Unternehmen im Geschäftsjahr erwirtschaftet hat.
  • Free Float Anteil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet
  • General Industry Absatzmärkte der allgemeinen Industrie - außerhalb der Automobilindustrie
  • HGB Deutsches Handelsgesetzbuch
  • IAS International Accounting Standards
  • IFRIC/SIC Interpretationen der IAS und IFRS werden vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) entwickelt. IFRIC ist der neue Name für das Standing Interpretations Committee (SIC), der von den Treuhändern der IASC-Stiftung im März 2002 angenommen wurde. SIC wurde 1997 geschaffen, um die strenge Anwendung und weltweite Vergleichbarkeit von Abschlüssen, die auf der Grundlage von International Accounting Standards (IAS) erstellt werden, zu verbessern, indem möglicherweise umstrittene Bilanzierungssachverhalte ausgelegt werden.
  • IFRS International Financial Reporting Standards: international geltende Rechnungslegungsstandards zur Gewährleistung der internationalen Vergleichbarkeit von Konzern-Abschlüssen und zur Erreichung einer höheren Transparenz.
  • Latente Steuern Zeitlich begrenzte Differenzen zwischen errechneten Steuern auf nach Handels- und Steuerbilanz ausgewiesene Ergebnisse mit dem Ziel, den Steueraufwand entsprechend dem handelsrechtlichen Ergebnis auszuweisen.
  • MAP Mitarbeiteraktienprogramm der KUKA Aktiengesellschaft
  • Marktkapitalisierung Marktwert eines börsennotierten Unternehmens. Dieser errechnet sich aus dem Kurswert der Aktie multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien.
  • MDAX Dieser Aktienindex der Deutschen Börse umfasst die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 50 größten Unternehmen unterhalb des DAX.
  • Mitarbeiter Alle Mitarbeiterzahlen im Geschäftsbericht basieren auf FTE-Berechnungen (Full Time Equivalent).
  • Nettoliquidität/-verschuldung Die Nettoliquidität/-verschuldung ist eine finanzielle Steuerungsgröße und setzt sich aus flüssigen Mitteln und Wertpapieren abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten zusammen.
  • Percentage-of-Completion-Methode (PoC) Bilanzierungsmethode der Umsatz- und Gewinnrealisierung nach dem Leistungsfortschritt. Diese Methodik ist auf kundenspezifische Fertigungsaufträge anzuwenden.
  • Rating Einschätzung der Bonität (Zahlungsfähigkeit) eines Unternehmens, die von unabhängigen Ratingagenturen auf Basis von Unternehmensanalysen erstellt wird. Die einzelnen Ratingagenturen verwenden unterschiedliche Bewertungsstufen.
  • Reis Gruppe Reis Gruppe bezeichnet die Reis Group Holding GmbH & Co. KG mit ihren Tochtergesellschaften.
  • ROCE Der ROCE (Return on Capital Employed) ist das Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen und Steuern zum betrieblich eingesetzten Nettovermögen (Capital Employed). Für die Berechnung des ROCE wird das Capital Employed als Durchschnittswert zugrunde gelegt.
  • SDAX Dieser Aktienindex der Deutschen Börse umfasst die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 50 kleineren Unternehmen unterhalb des MDAX.
  • Swisslog Gruppe Swisslog Gruppe bezeichnet die Swisslog Holding AG mit ihren Tochtergesellschaften.
  • Trade Working Capital Das Trade Working Capital setzt sich zusammen aus den Vorräten abzüglich erhaltener Anzahlungen, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen.
  • Volatilität Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung
  • Working Capital Das Working Capital setzt sich zusammen aus den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten, dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und dem Saldo der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, soweit nicht dem Finanzverkehr zuzuordnen, abzüglich der sonstigen Rückstellungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der anleiheähnlichen Verbindlichkeiten und des passiven Rechnungsabgrenzungspostens.
  • WPHG Deutsches Wertpapierhandelsgesetz

Finanzkalender 2016

  • Zwischenbericht erstes Quartal 4. Mai 2016
  • Hauptversammlung, Augsburg 27. Mai 2016
  • Zwischenbericht zweites Quartal 3. August 2016
  • Zwischenbericht drittes Quartal 9. November 2016

Dieser Geschäftsbericht wurde am 22.# März 2016

veröffentlicht und ist bei der KUKA Aktiengesellschaft, Abteilung Public Relations/Investor Relations, in deutscher und englischer Sprache zu beziehen. In Zweifelsfällen ist die deutsche Version maßgeblich.

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